,johann ,gottlieb ,fichte's smmtliche ,werke4 ,herausgegeben von ,i4 ,h4 ,,fichte4 ,achter ,band4 ,berlin1 #ahdf4 ,verlag von ,veit und ,comp4 ,johann ,gottlieb ,fichte's smmtliche ,werke4 ,herausgegeben von ,i4 ,h4 ,,fichte4 ,dritte ,abtheilung4 ,populrphilosophische ,schriften4 ,dritter ,band3 ,vermischte ,schriften und ,aufstze4 ,berlin1 #ahdf4 ,verlag von ,veit und ,comp4 ,inhaltsanzeige des achten ,bandes4 ,seite #a7 ,nicolai's ,leben und sonderbare ,meinungen1 #ahja #c-ic #b7 ,deducirter ,plan einer zu ,berlin zu errichtenden hheren #ig-bjd ,lehranstalt1 #ahjg ,beilagen zum ,universittsplane 7ungedruckt73 a4 ,plan zu einem periodischen schriftstellerischen ,werke #bjg-baf an einer deutschen ,universitt1 #ahje b4 ,rede bei einer ,ehrenpromotion an der ,universitt zu #baf-bai ,berlin1 am #af4 ,april #ahaa #c7 ,vermischte ,aufstze3 ,a4 ,beweis der ,unrechtmssigkeit des ,bchernachdrucks1 #bbc-bdd ein ,rsonnement und eine ,parabel1 #agia ,b4 ,zwei ,predigten aus dem ,jahre #agia 7ungedruckt7 #bde-bfi ,c4 ,ueber ,geist und ,buchstab in der ,philosophie1 #agid #bgj-cjj ,d4 ,von der ,sprachfhigkeit und dem ,ursprunge der #cja-cda ,sprache1 #agie ,e4 ,ueber ,belebung und ,erhhung des ,interesse an #cdb-ceb ,wahrheit1 #agie ,f4 ,aphorismen ber ,erziehung1 #ahjd 7ungedruckt7 #cec-cfj ,g4 ,bericht ber die ,wissenschaftslehre und die #cfa-djg bisherigen ,schicksale derselben1 #ahjf 7ungedruckt7 #d7 ,recensionen3 ,a4 ,von ,creuzers skeptischen ,betrachtungen ber die #daa-dag ,freiheit des ,willens1 #agic ,b4 ,von ,gebhard ber sittliche ,gte1 #agic #dah-dbf ,c4 ,von ,kant zum ewigen ,frieden1 #agif #dbg-dcf #e7 ,poesien und metrische ,uebersetzungen3 ,a4 ,das ,thal der ,liebenden1 ,novelle1 #aghf 7ungedruckt7 #dci-dei ,b4 ,kleinere ,gedichte 7meist ungedruckt7 #dfj-dga ,c4 ,uebersetzungen aus dem ,portugiesischen1 ,spanischen #dgb-dgi und ,italinischen 7meist ungedruckt7 ,vorrede des ,herausgebers4 ,der vorliegende achte ,band der ,werke enthlt ,alles1 was von gedruckten und von ungedruckten ,aufstzen vermischten ,inhaltes der ,aufbewahrung werthgehalten wurde1 und was im dritten ,theile der ,nachgelassenen ,werke noch nicht erschienen ist4 ,diese beiden ,bnde stehen daher in nchster ergnzender ,beziehung zueinander4 ,die ,schrift1 welche hier die ,reihe erffnet3 ,nicolai's ,leben und sonderbare ,meinungen 7#ahja71 wird bei ihrem ,wiedererscheinen1 da ihr ,gegenstand unserer unmittelbaren ,erinnerung und unserem parteinehmenden ,interesse entrckt ist1 wohl so heiter und so objectiv aufgenommen werden1 als sie ursprnglich entworfen ward4 ,gleichwie wir aus den ,selbstbekenntnissen des ,dichters wissen1 dass er sich mit dem ihm ,feindlichen am ,sichersten vershnt habe1 indem er es zum ,gegenstande poetischer ,darstellung machte3 so ist es die chte1 berwindende und abschliessende ,polemik des ,denkers1 wenn er das ,gegnerische aus seinem ,principe begreift und in der unwillkrlichen ,consequenz seiner ,verkehrtheit erschpfend darlegt4 ,als ,beispiel dieses ,humors der ,grndlichkeit wird das kleine ,werk eine eigenthmliche ,stelle behaupten neben den wenigen polemischen ,musterstcken unserer ,literatur4 ,das dreizehnte oder ,schlusscapitel aus demselben3 ,von den letzten ,thaten1 dem ,tode und der wunderbaren ,wiederbelebung unseres ,helden1 7,bd4 ,,viii4 ,s4 #hi ff47 welches der ursprngliche ,abdruck nur bruchstckweise enthlt 7,s4 #abh ff471 ist zwar im ,manuscripte noch vollstndig vorhanden2 doch bleibt es1 aristophanischer ,derbheiten voll1 auch jetzt kaum mitzutheilen4 ,der ,universittsplan gehrt in jene ,reihe von ,entwrfen zur ,umgestaltung der gesammten ,nationalbildung1 von denen wir in der ,vorrede zum siebenten ,bande ,bericht erstattet4 ,er schrieb ihn auf ,anregung des damaligen preussischen ,cabinetsraths ,beyme1 der in ,betreff desselben sein ganzes ,vertrauen auf ihn setzte und bei dem ,entwurfe selbst ihn davon lossprach1 an das ,alte und ,ueberlieferte sich zu binden 7,worte aus einem ungedruckten ,briefe des ,letzteren74 ,so entstand jener ,plan auf einer vllig neuen ,grundlage des ,begriffes einer ,universitt1 und war ebenso auf ein neues ,ziel gerichtet4 ,in ersterer ,beziehung wurde geltend gemacht1 dass die ,universitt weit weniger ,lehranstalt seyn solle1 als ,bildungsschule des freien ,verstandesgebrauches3 leitender ,grundsatz sey1 durchaus nichts mndlich zu lehren1 was auch im ,drucke vorliege und auf diese ,weise weit besser und sicherer an den ,zgling gebracht werden knne2 vielmehr solle der akademische ,unterricht nur in dem ununterbrochenen und innigen ,wechselverkehr zwischen ,lehrer und ,lernenden bestehen1 in ,modificationen1 welche der ,plan ausfhrlich darlegt1 um eben dadurch zur ,kunstschule des wissenschaftlichen ,verstandesgebrauches sich zu erheben4 ,als ,ziel aber wurde gezeigt1 dass dem ,zglinge dieser ,kunstschule nach dem ,eigenthmlichen seines ,talentes und nach dem ,ergebnisse seines ,fleisses und seiner ,ausbildung1 auch die sichere ,aussicht auf die hchsten ,staatsmter erffnet werde1 ohne dass dabei1 wie bisher1 dem ,stande oder sonstigen zuflligen ,unterschieden der geringste ,einfluss bleibe1 damit der auch von daher neu umgestalteten ,staatsverwaltung 7auf ,preussen wurde nemlich dabei zuerst gerechnet7 die hchste ,blthe der ,wissenschaft und des ,talentes zu steter ,erfrischung und ,selbsterneuerung immerfort zu ,gute komme4 ,es ist leicht erklrbar1 nachdem zugleich die oberste ,leitung der ,universittsangelegenheiten in andere ,hnde gekommen war1 warum unter den damaligen ,umstnden1 die guten ,theiles noch jetzt fortdauern1 ein solcher ,plan1 sowohl in seinem ,ausgangspuncte1 als in seiner letzten ,absicht1 unausfhrbar befunden werden musste4 ,berlin wurde eine ,hochschule1 wie jede andere auch2 und was ihr hheren ,glanz verlieh1 war nicht das ,vollkommene oder ,rationellere ihrer ursprnglichen ,organisation1 sondern der ,ruf einzelner ,lehrer1 die verschwenderische ,flle der ,lehrmittel1 welche sie darbot1 endlich das ussere ,ansehen1 das ihre eigenthmliche ,stellung in der ,nhe der obersten ,regierungsgewalten ihr verlieh4 ,dies ,verhltniss erzeugte jedoch im weiteren ,verlaufe eine andere1 also noch nie dagewesene ,erscheinung4 ,man sah vor ,augen1 wie mchtig der ,einfluss der ,wissenschaft sey auf die geistigen ,bewegungen der ,zeit1 und so empfahl es sich als hchste ,maxime der ,staatsklugheit1 eine ,universitt vor allen ,dingen zur ,bildungsanstalt knftiger ,beamten zu stempeln1 und den ,geist derselben den jedesmal herrschenden ,wnschen und ,absichten der ,regierung anzupassen4 ,htte man bedacht1 was eigentlich in diesem ,grundsatze liegt1 und knnte es gelingen1 consequent ihn durchzufhren1 so wrde ans ,licht kommen1 dass er in ,wahrheit nichts ,geringeres fordert1 als jeden ,keim der ,zukunft der jedesmaligen ,gegenwart aufzuopfern und so den ,stillstand zu verewigen6 ,wird nun irgend einmal unter den ,gegenstnden1 welche in unserem ,vaterlande einer nothwendigen ,umgestaltung entgegengehen1 die ,reihe auch an unsere ,universitten kommen2 wird man sich sodann die ,frage zur klaren ,entscheidung bringen mssen1 ob sie auch knftig bloss ,pflanzschulen fr ,beamte seyn sollen1 oder wirklich und ungeschmlert freie ,pflegerinnen der ,wissenschaft1 von denen der erste ,antrieb zu jedem ,weiterschreiten im ,staate selber ausgehen msse3 so wird man gewiss auf denselben hchsten ,grundsatz und wenigstens auf hnliche ,einrichtungen zurckkommen mssen1 wie sie in ,fichte's ,universittsplane vorgeschlagen sind1 und dieser nheren oder ferneren ,zukunft mag dann eine erneuerte ,erwgung desselben vorbehalten bleiben4 -- ,von den nun folgenden vermischten ,aufstzen schien uns jeder beachtenswerth in verschiedener ,beziehung1 als ,zeugniss von den ,interessen1 welchen sich ,fichte's ,geist zu verschiedenen ,zeiten zugewandt4 ,ehe er ganz von der ,kantschen ,philosophie dahingenommen wurde1 war es sein hchstes ,ziel1 sich zum ,kanzelredner zu bilden3 was er darin erstrebte und fr das ,rechte hielt1 mgen die abgedruckten ,predigten zeigen1 zusammengehalten mit der schon frher1 im dritten ,bande der ,nachgelassenen ,werke 7,s4 #bji471 mitgetheilten4 ,alle drei scheinen uns nicht ohne urkundliche ,kraft und ,eigenthmlichkeit1 den knftigen wissenschaftlich-popularen ,redner ankndigend4 ,von den weiteren ,abhandlungen mssen wir die ,briefe ber ,geist und ,buchstab in der ,philosophie 7#agid1 ursprnglich fr ,schillers ,horen bestimmt7 auszeichnen4 ,sie stammen aus der ersten1 frischesten ,zeit der ,erfindung seines ,systemes1 und geben zugleich am ,ausfhrlichsten von seinen sthetischen ,principien ,kunde4 ,der sthetische ,trieb wird darin als das ,mittlere zwischen dem ,erkenntniss- und dem praktischen ,triebe bezeichnet1 als das ,ideelle1 die ,vernunft1 aber in ,form der ,natur1 der ,unmittelbarkeit des ,bewusstseyns1 wodurch der sthetische ,sinn1 beiden ,welten angehrend1 beide eben vermitteln kann1 weil ,vernunft und ,natur in ihm auf ursprngliche ,weise als ,eins gesetzt sind4 ,so htte1 diesem unmittelbarsten ,entwurfe seines ,systemes nach1 die ,aesthetik die dritte vermittelnde ,disciplin zwischen den beiden ,theilen der ,wissenschaftslehre1 dem theoretischen und dem praktischen1 seyn sollen1 -- eine ,auffassung1 welcher indess keine weitere ,folge gegeben worden ist1 wiewohl sie auch in ,fichte's ,sittenlehre 7,bd4 ,,iv4 ,s4 #cec47 noch dem ,begriffe des ,schnen und der ,kunst zu ,grunde gelegt wird1 indem er das ,princip derselben dort also bezeichnet3 dass die schne ,kunst den transscendentalen ,gesichtspunct 7den der ,vernunft7 zum gemeinen 7unmittelbaren7 mache4 ,wir finden in dieser ,bestimmung keinen wesentlichen ,unterschied von der in den spteren ,systemen1 das ,schne sey die ,idee in sinnlicher ,unmittelbarkeit1 vielmehr dasselbe1 wiewohl noch unausgefhrt und in unbestimmtem ,umrisse4 ,nur dies hinderte bei ,fichte die fruchtbare ,entfaltung dieses ,gedankens1 dass ihm das eigentlich nchste und unmittelbarste ,gebiet dieses ,sinnlichwerdens der ,idee1 die ,natur1 fortwhrend blosse ,sinnenwelt1 ein schematisches1 der ,idee untheilhaftes ,bewusstseyn blieb4 ,er konnte kein ,naturschnes anerkennen1 und deshalb musste er auf die ,frage1 wo die ,welt des schnen ,geistes sey1 antworten3 ,innerlich in der ,menschheit1 und sonst nirgends 7,s4 #ced474 ,diese ,ausschliesslichkeit gegen die ,natur tritt nun in jener ,abhandlung noch nicht hervor3 das neue ,princip sucht noch das ,reich der ,wahrheit sich zu gewinnen1 ohne genau die ,grenzen abzustecken oder ,etwas von sich auszuschliessen1 und solche ursprnglichen ,urtheile mssen immer fr die bezeichnendsten und dem eigentlichen ,sinne des ,principes gemssesten gehalten werden4#a ,vielleicht auch eines ,kunsturtheils wegen kann der ,aufsatz fr merkwrdig gelten4 ,in jener ,zeit1 als ganz andere ,dichter das ,publicum beherrschten1 verkndete er1 als einer der frhesten1 die ,grsse des ,goetheschen ,dichtergeistes1 nicht in seinen damals allein etwa beliebten ,jugendwerken1 sondern in seinen spteren ,dichtungen1 indem es ihnen gelungen sey1 gerade durch ,mssigung der hchsten ,kraft1 die in sich harmonische ,schnheit darzustellen4 -- ,die ,abhandlung3 ber ,sprachfhigkeit und ,ursprung der ,sprache wird auf den ersten ,anblick vielleicht merkwrdig erscheinen durch das befremdliche ,resultat1 auf welches sie hinausgeht4 ,entschieden ist wenigstens1 dass ,fichte spterhin die ,sprache nicht bloss mehr fr freies ,erzeugniss einer schon ausgebildeten ,vernunftthtigkeit hielt1 wiewohl zuzugeben ist1 dass er die volle ,bedeutung der ,sprache berhaupt zur ,verwirklichung des ,vernunftbewusstseyns im ,einzelsubjecte1 in keiner von seinen wissenschaftlichen ,darstellungen vollstndig gewrdigt hat4 ,funote #a3 ,bekanntlich hat ,solger im ,erwin 7,i4 ,s4 #gg47 ,fichte's sthetisches ,princip einer ,kritik unterworfen2 ebenso ist es neuerdings von ,th4 ,w4 ,danzel charakterisirt worden in einer sehr beachtenswerthen ,abhandlung3 ber den gegenwrtigen ,zustand der ,philosophie der ,kunst 7in des ,herausgebers ,zeitschrift fr ,philosophie etc4 ,bd4 ,,xiv4 ,s4 #afe ff474 ,das ,obenangedeutete und ,fichte's hier wiederabgedruckte ,abhandlung mgen dafr zur ,ergnzung und ,berichtigung dienen4 ,dennoch war der ,grund von diesem ,allem1 wie eben aus jener ,abhandlung deutlich erhellt1 ein tiefer und cht idealistischer4 ,die ,vernunft ist das ,ursprnglichste1 ,selbststndigste1 ,unabhngigste im ,menschen2 sie bedarf zu ihrer ,wirklichkeit nicht1 sich an ,tonbildern zu befestigen1 die sie vielmehr -- 7so sah man berhaupt damals dies ,verhltniss an7 -- nur in zufllig willkrlicher ,gestaltung aus sich hervorbringt4 ,statt sprechend1 kann sie sich daher auch in der stolzen ,innerlichkeit des ,schweigens gengen4 ,deshalb behauptete er1 dass man die ,tonsprache fr viel zu wichtig gehalten habe1 wenn geglaubt worden sey1 dass ohne sie kein ,vernunftgebrauch habe stattfinden knnen4 ,so war er auch bei anderer ,gelegenheit auf die ,frage3 ob man nur in ,worten zu denken vermge1 geneigt1 darauf mit ,nein zu antworten1 wo jedoch die genauere ,selbstbeobachtung ihn im ,stiche lsst4 ,es sey daher gestattet auf den gegenwrtigen ,standpunct dieser ,frage einen ,blick zu werfen1 um das ,verhltniss jener ,abhandlung zur philosophischen ,sprachwissenschaft der ,gegenwart bestimmter festzustellen4 ,seit ,w4 von ,humboldts ,untersuchungen ber diesen ,gegenstand steht fest1 dass von der ,vorstellung1 die auch ,fichte hier vertritt1 die ,tonsprache sey erst ein ,product des ,bedrfnisses bei schon erwachter ,vernunftthtigkeit gewesen1 vllig abgesehen werden msse4 ,das tonbildende ,vermgen1 so zeigte ,humboldt1 ist ein durchaus ursprngliches1 vom ,seyn des ,menschen unabtrennliches1 mit unwillkrlicher ,kraft1 aber in tiefer ,gesetzlichkeit1 sich ,luft machend3 -- was er nun an einer vergleichenden ,physiologie und ,semiotik der ,laute weiter durchfhrt und mit grossem ,reichthume der ,beobachtung im ,einzelnen begrndet4 ,bis so weit nun1 als ,humboldt hierin fhrt1 und von dieser ,seite1 ist der ,grund und ,ursprung der ,sprachbildung aufgedeckt2 aber die eigentliche ,mitte des ,problems ist damit noch nicht erreicht worden4 ,dies zum ,bewusstseyn zu bringen1 ist ,fichte's ,abhandlung geeignet1 die zugleich noch eine andere1 von jener unabtrennliche ,frage anregt1 die ,frage ber das ,verhltniss der ,zeichen- zur ,tonsprache4 ,die erstere macht er zur ,ursprache1 und fgt hinzu1 dass sich diese vielleicht erst nach ,jahrtausenden in ,gehrsprache verwandelt habe1 weil fr ,ausbildung der letzteren schon eine wirkliche ,thtigkeit der ,vernunft vorauszusetzen sey1 wie er dies im weiteren ,verlaufe der ,abhandlung an der ,erzeugung der grammatischen ,formen ausfhrlich nachweist4 ,dies ist ein bedeutender ,wink1 der nur weiter auszubilden wre1 und auch der dabei geforderte ,zeitverlauf ist ein wichtiges1 wohl zu beachtendes ,moment4 ,zunchst jedoch muss es als ungerechtfertigt erscheinen1 ,zeichen- und ,tonsprache in ihrem unmittelbaren ,ursprunge berhaupt von einander zu trennen1 und diese spter entstehen zu lassen4 ,unstreitig treten beide ursprnglich mit einander hervor1 und gehen sogar noch immer1 wie wir tglich bei lebhaft ,sprechenden bemerken knnen1 sich ergnzend und untersttzend nebeneinander her2 ja bei ,armuth der ,tonsprache 7wie im ,chinesischen71 oder bei dem ,mangel derselben 7wie in ,taubstummheit71 kann die ,zeichensprache durch ,reflexion und ,absicht ebenso zur articulirten gesteigert werden1 wie jene4 ,dennoch hat ,fichte recht3 nur allmhlig1 im ,zeitverlaufe1 wird die ,tonsprache zum gegliederten ,sprachorganismus1 indem die bewusstwerdende ,vernunft1 das ,denken1 immer reicher in sie sich einbildet4 ,hier sind wir nun1 dem unmittelbaren ,anscheine nach1 in einen ,cirkel gerathen1 zu dessen ,vermeidung ,fichte eben seine ,hypothese von dem allmhligen ,uebergange der ,zeichen- in ,tonsprache ersann4 ,ohne ,vernunftgebrauch keine ,sprache2 aber wie vermag umgekehrt die ,vernunft sich auszubilden1 wenn sie nicht eine ,sprache vorfindet1 als das gefgige ,element ihrer eigenen ,verwirklichung8 ,was ist hier das ,erste1 was das ,letzte8 ,fichte hat1 seinem ,principe gemss1 der ,vernunft den ,primat gegeben1 und was schon seine nchsten ,vorgnger behaupteten1 in der ,abhandlung mit neuen1 in ihrer ,begrenzung schwer zu widerlegenden ,grnden durchgefhrt3 die ,sprache kann nur allmhlig entwickelt seyn durch die steigende ,vernunftthtigkeit4 ,die entgegengesetzte ,ansicht 7,bonalds1 ,franz ,baders1 ,fr4 ,schlegels u4 ,a47 legt den ,nachdruck auf die andere ,seite3 die ,sprache kann dem ,menschen nur verliehen seyn1 weil erst durch sie vermittelt die eigene ,vernunft ihm objectiv1 er ihrer bewusst wird4 ,am ,sprechen lernt der ,mensch erst zu denken2 -- was nicht minder richtig und unstreitig bleibt4 ,humboldt endlich hat die natrliche ,grundlage hervorgehoben1 aus deren unmittelbarer1 aber tief gesetzmssiger ,wirksamkeit alle ,lautsprache hervorgeht1 das ursprnglich tonbildende ,vermgen des ,menschen4 ,und so kann jetzt abschliessend ausgesprochen werden1 dass zwischen jenen beiden ,gegenstzen gar kein ,widerstreit obwaltet1 dass beide ,geltung haben1 aber in gegenseitig sich beschrnkendem ,sinne1 der jedem daher seine scharfbegrenzte ,wahrheit giebt4 ,die ,sprache ist ebenso eingeboren1 -- ,ursprache1 usserlich bedingt durch das tonbildende ,vermgen des ,menschen1 innerlich durch die ,immanenz der ,vernunft im ,menschengeiste -- als sie zu ihrer ,ausbildung und ,gliederung doch des steten ,fortwirkens jener beiden ,factoren bedarf4 ,es ist derselbe ,process1 nur energischer und reicher1 der sich auch in den schon gebildeten ,sprachen fortwhrend entdecken lsst1 indem die ,denkweise eines ,zeitalters unwillkrlich in den ,vernderungen der ,sprache sich abbildet1 sie erweiternd oder verengend1 vergeistigend oder entgeistend4 ,ebenso scheint von hier aus die ,frage nach der ,einheit und ,verwandtschaft aller ,sprachen von selbst sich zu lsen4 ,jene ,ursprache ist als vollendete und fr sich bestehende1 nicht geredet worden bei irgend einem ,volke oder in einer bestimmten ,zeit3 sie wird noch immer geredet und spricht sich hinein in alle individuellen ,sprachen1 deren grssere oder geringere ,verwandtschaft von daher stammt2 denn sie ist nur jene im tonbildenden ,vermgen liegende ,gesetzmssigkeit alles ,sprechens4 -- ,das philosophische ,fragment endlich1 ,bericht ber den ,begriff der ,wissenschaftslehre und die bisherigen ,schicksale derselben 7#ahjf71 dessen erster ,abschnitt bereits in den ,nachgelassenen ,werken erschienen war1 glaubten wir jetzt1 trotz seines polemischen ,inhaltes1 in seiner ,vollstndigkeit nicht mehr zurckhalten zu drfen1 indem es als ,actenstck in der ,geschichte des ,fichteschen und ,schellingschen ,systemes eine wesentliche ,stelle einnimmt4 ,wenn es aber berhaupt mitgetheilt wurde1 so musste dies in ungeschmlerter ,ursprnglichkeit geschehen4 ,was dagegen zu erinnern wre1 verschwindet grossentheils vor der ,betrachtung1 dass hierbei die ,erneuerung alter ,kmpfe nicht zu besorgen steht3 beide ,systeme in ihrer damaligen ,gestalt gehren der ,geschichte an1 und sind uns zu parteilosem ,urtheile schon in eine so bedeutende ,ferne gerckt1 dass der ,kundige1 nach der einen wie der anderen ,seite hin des ,rechten nicht verfehlen oder aus anderen ,quellen es leicht sich aneignen kann4 99 99 99 99 99 ,unter den wiederabgedruckten ,recensionen machen wir namentlich auf die beiden letzten aufmerksam4 ,die eine 7von ,gebhards ,schrift ber sittliche ,gte1 #agic7 stellt an ihrem ,schlusse1 hier am ,frhesten und zum ,erstenmale1 das neue ,princip auf1 mit welchem ,fichte ber ,kants ,idealismus hinausging4 ,es wird in der ,wendung ausgedrckt3 die praktische ,vernunft habe nicht bloss1 wie bei ,kant1 den ,primat ber die theoretische1 sondern das ,praktische1 die ,that1 sey als die ,eine ,grundbestimmung aller ,vernunft und als ,fundament alles ,wissens zu bezeichnen4 -- ,ebenso ist die kurze ,recension von ,kants ,schrift zum ewigen ,frieden 7#agif71 gedankenreich und bedeutend3 sie enthlt in gedrngter ,darstellung das ,unterscheidende der eigenen ,rechtslehre von der ,kantischen1 und kann so zur ,ergnzung des dritten ,bandes der ,werke und unserer ,vorrede desselben dienen4 ,aber sie erhebt sich auch zu weiteren ,fragen ber die ,zukunft der ,geschichte2 und hier werden ,ansichten ber die nothwendige ,fortbildung der ,gegenwart zum wahren ,staate angedeutet1 welche schon im ,keime die ,ideen seiner spteren ,staatslehre zeigen4 99 99 99 99 99 ,in ,betreff der am ,schlusse des ,bandes mitgetheilten poetischen ,versuche sind wir nicht frei von der ,besorgniss1 dass mancher ,leser einen anderen ,maassstab des ,urtheiles zu ihnen hinzubringe1 als hier zulssig wre4 ,nicht eigentlich als dichterische ,erzeugnisse sind sie aufzufassen1 -- ob berhaupt nemlich poetische ,productivitt zum ,talente des ,denkers sich gesellen knne1 welcher in der bildlosen ,reine des ,begriffes und in der ,virtuositt der ,abstraction waltet1 ist durchaus zu bezweifeln1 -- sondern um das ,bild von ,fichte's ,charakter nach einer ,seite hin zu vollenden1 die in diesen ,werken bisher am ,wenigsten hervortreten konnte2 -- wir meinen die gesammte ,gemthsweise1 welche in solchen ,productionen am ,unverkennbarsten sich darstellt1 und die in ihm allezeit ebenso entschieden zur ,einheit ausgeprgt war1 wie seine wissenschaftliche ,denkart1 ja in dieser nur ihr bereinstimmendes ,gegenbild fand4 ,jene nun1 der tief religise ,ernst1 das kraftvolle ,erfassen des ,lebens auch in seinen usseren und scheinbar gleichgltigen ,spitzen1 aus diesem hchsten ,mittelpuncte1 ist der gemeinsame ,faden1 der sich auch durch seine ,poesien zieht1 selbst bis in den ,humor hinein2 darum schienen sie uns charakteristisch und aufbehaltenswerth1 und so mge auch die ,aufnahme seines ltesten poetischen ,versuches 7einer ,novelle aus dem ,jahre #aghf1 berhaupt des ,frhesten1 was im ,nachlasse briggeblieben ist7 erklrt und gerechtfertigt seyn4 ,vielleicht verdient sie als literarische ,merkwrdigkeit selbst einige ,beachtung1 wenn man sie mit dem damals herrschenden ,geiste in solchen ,erzhlungen vergleichen will4 ,von hier aus knnen wir zugleich auf seine sthetischen ,neigungen noch einen ,blick werfen4 ,wie er in der neueren ,poesie dem objectiven ,werthe nach ,goethe unbedingt am ,hchsten stellte und unter seinen ,werken1 gegen die gewhnliche1 auch bis jetzt noch geltende ,annahme1 seine natrliche ,tochter1 knnte aus seinem ,briefwechsel bekannt seyn 7,leben und ,briefwechsel1 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #cbf ff474 ,dennoch war er auch der ,romantik1 namentlich der religisen1 bis in ihre ,nebenabsenker mit ,vorliebe zugethan1 whrend ihm ,jean ,pauls ,gefhlsweichheit ebenso1 wie sein geschraubter ,humor1 ungeniessbar blieb4 ,in ,novalis1 besonders seinen geistlichen ,liedern1 sah er neue ,quellen chter1 tieferfrischender ,poesie seinem ,zeitalter geffnet1 und ,tiecks heilige ,genoveva erregte bei ihrem ersten ,erscheinen ein so nachhaltiges ,interesse in ihm1 dass er diese ,gattung romantisch religiser ,dramen selbst zur ,darstellung philosophischer ,ideen glaubte erheben zu knnen4 ,es ist noch von ihm der ausfhrliche ,entwurf eines romantischen ,trauerspiels3 der ,tod des heiligen ,bonifacius vorhanden1 in welchem er den ,sieg der ,idee eben dadurch1 dass sie usserlich sich opfert und in sinnlicher ,gegenwart untergeht1 zu schildern gedachte4 -- ,in spteren ,jahren endlich1 als ihn das ,studium des ,italinischen1 ,spanischen und ,portugiesischen beschftigte1 war es besonders ,dante1 der ihn mchtig ergriff und zu dessen ,betrachtung er mit immer neuem ,interesse zurckkehrte4 ,von seinem ,purgatorio ist eine zum ,theil metrische ,uebersetzung mit ,commentar im ,nachlasse vorhanden 7wovon ein ,fragment in der ,zeitschrift3 ,vesta1 ,knigsberg #ahjg abgedruckt ist74 ,die anderen grossen ,dichter jener ,nationen1 ,petrarca1 ,cervantes1 ,calderon1 ,camoens schlossen sich in diesen ,studien an1 und von vielen ,uebersetzungsversuchen aus ihren ,werken haben wir einige zum ,abdruck ausgewhlt1 welche uns die nach ,wahl eigenthmlichsten1 nach ,ausfhrung gelungensten schienen4 ,friedrich ,nicolai's ,leben und sonderbare ,meinungen4 ,ein ,beitrag zur ,literargeschichte des vergangenen und zur ,pdagogik des angehenden ,jahrhunderts4 ,von ,johann ,gottlieb ,fichte4 ,herausgegeben von ,a4 ,w4 ,schlegel4 ,erste ,ausgabe3 ,tbingen1 in der ,j4 ,g4 ,cottaschen ,buchhandlung4 #ahja4 ,vorrede des ,herausgebers4 ,der ,verfasser dieser ,schrift hatte anfnglich die ,absicht1 sie unter seinen ,augen dem ,drucke zu bergeben4 ,da hiebei zufllige ,hindernisse eintraten1 und der nchste ,zweck derselben durch die ,unterhaltung1 welche er bei ihrer ,abfassung gefunden und seinen ,freunden durch die ,mittheilung verschafft hatte1 eigentlich schon erreicht war1 so wollte er von keiner weiteren ,bemhung damit etwas wissen und zog seine ,hand gnzlich von ihr ab4 ,das ,manuscript kam in dem ,kreise seiner ,freunde auch an mich2 ich bin durch keine ,bevorwortung des ,verfassers bei dem ,gebrauche1 den ich etwa davon mchte machen wollen1 eingeschrnkt1 und so gestehe ich1 dass ich mir ein ,gewissen daraus machen wrde1 diese bndige und erschpfende ,charakteristik eines in seiner ,art merkwrdigen ,individuums dem ,publicum vorzuenthalten4 ,der ,wrde ,fichte's wre es vielleicht angemessener1 sein bisheriges verachtendes ,stillschweigen auch jetzt nicht zu brechen3 allein da er einmal die gutgelaunte ,grossmuth gehabt hat1 so viel ,worte und ,federzge an ,nicolai zu wenden1 so muthe ich ihm auf meine ,gefahr auch die zweite zu1 die ,welt seine ausgebte ,herablassung erfahren zu lassen4 ,was ,nicolai betrifft1 so weiss ich wohl1 dass ich ihm durch die ,herausgabe dieser ,schrift die grsste ,wohlthat erweise4 ,was knnte ihm1 der seine hauptschlichen ,gegner nicht einmal dahin bringen kann1 seine weitlufigen ,streitschriften zu lesen1 geschweige denn zu beantworten1 der ihnen hchstens nur einige hingeworfene ,sarkasmen abgelockt1 glorreicheres begegnen1 als dass ,fichte auf ihn1 als auf ein wirklich existirendes ,wesen1 sich frmlich einlsst1 ihn aus ,principien construirt1 und ihn wo mglich sich selbst begreiflich macht8 ,der ,tag1 wo diese ,schrift erscheint1 ist unstreitig der ruhmbekrnteste seines langen ,lebens1 und man knnte besorgen1 er werde bei seinem ohnehin schon schwachen ,alter ein solches ,uebermaass von ,freude und ,herrlichkeit nicht berleben4 ,verdient hat er es ganz und gar nicht um mich1 dass ich ihm ein solches ,fest bereite1 da er mir die ,schmach angethan1 mich in frheren ,schriften ordentlich zu loben1 und noch in den letzten mir ,kenntnisse und ,talente zuzugestehen4 ,indessen die ,lesung der folgenden ,schrift hat mich in die darin herrschende grossmthige ,stimmung versetzt1 und wenn er sich diese ,anmaassung nicht wieder zu ,schulden kommen lassen will1 so sey das bisherige vergeben und vergessen4 ,einleitung4 ,ich habe zu ,friedrich ,nicolai's zahllosen ,schmhungen und ,verdrehungen meiner ,schriften stillgeschwiegen1 so lange es lediglich die ,schriften traf2 indem ich in demjenigen ,theile des ,publicums1 wenn es einen solchen noch giebt1 in welchem ,nicolai ber literarische ,angelegenheiten eine ,stimme hat1 keine zu haben begehre4 ,nunmehro hat ,nicolai auch meine persnliche ,ehre angegriffen2 -- denn dass er der ,verfasser sey von der in der neuen deutschen ,bibliothek1 #ef4 ,b4 #a4 ,st4 zu ,ende des zweiten und zu ,anfange des dritten ,heftes befindlichen ,anzeige1 in welcher jene ,angriffe geschehen1 leidet keinen ,zweifel und bedarf keines ,beweises4 ,selbst auf den unerwarteten ,fall1 dass ,nicolai seine ,autorschaft ablugnete1 werde ich diesen ,beweis nicht fhren2 denn es ist jedem1 der die lebenden ,schriftsteller kennt1 unmittelbar klar1 dass nur ,einer1 nur ,friedrich ,nicolai1 dies schreiben konnte4 -- ,ich bin es zwar nicht dem ,herrn ,nicolai1 der die gegen mich vorgebrachten ,beschuldigungen entweder selbst nicht glaubt1 oder durch den ,leichtsinn1 mit welchem er sie vorbringt1 auf alle persnliche ,achtung ,verzicht thut1 -- wohl aber dem ,publicum1 welches dieselben ganz oder halb glauben drfte1 schuldig1 mich vor ihm zu stellen und mich zu verantworten4 -- ,nachdem es nun ,nicolai endlich erzwungen1 dass ich noch whrend seines ,lebens von ihm spreche1 so fhre ich hiebei zugleich1 frher als ich gerechnet hatte1 einen alten ,vorsatz aus4 ,nemlich ich scheue mich nicht zu gestehen1 dass1 seitdem ich die mich umgebende ,welt kenne und selbst eine ,meinung habe1 nichts mir verhasster und verchtlicher gewesen ist1 als die elende ,behandlung der ,wissenschaften1 da man allerlei ,facta und ,meinungen1 wie sie uns unter die ,hnde kommen1 zusammenrafft1 ohne irgend einen ,zusammenhang oder einen ,zweck1 ausser dem1 sie zusammenzuraffen und ber sie hin und her zu schwatzen2 da man ber alles fr und wider disputirt1 ohne sich fr irgend etwas zu interessiren1 oder es ergrnden auch nur zu wollen1 und in allen menschlichen ,kenntnissen nichts erblickt1 als den ,stoff fr ein mssiges ,geplauder1 dessen ,haupterforderniss dies ist1 dass es ebenso verstndlich sey am ,putztische1 als auf dem ,katheder2 jene schaale ,wisserei und ,stmperei1 ,eklekticismus genannt1 die ehemals beinahe allgemein waren1 und auch gegenwrtig noch sehr hufig angetroffen werden4 -- ,ausser eignen ,arbeiten und ,untersuchungen1 die fr einen ernsthaften ,zweck unternommen1 und mit einem bessern ,geiste gefhrt wrden1 und die immer das ,gegenmittel gegen jenen verderblichen ,hang bleiben mssen1 schien mir auch noch ein zweites ,gegenmittel sehr zweckmssig zu seyn3 die lebendige ,darstellung der unausbleiblichen ,folgen jener ,behandlung der ,wissenschaft zur absoluten ,ertdtung alles ,sinnes fr ,wahrheit1 ,ernst und ,grndlichkeit1 und zur radicalen ,verkehrung und ,zerrttung des ,geistes4 ,das vollendetste ,beispiel einer solchen radicalen ,geisteszerrttung und ,verrckung in unserm ,zeitalter war mir1 seitdem ich ihn gekannt habe -- ich lernte ihn in dem ,streite zwischen ,mendelssohn und ,jacobi kennen -- ,friedrich ,nicolai4 ,sein ,bild wollte ich1 wenn er seine verkehrte ,laufbahn geschlossen haben wrde1 welches er freilich nur mit seinem ,tode thun wird1 allen studirenden ,jnglingen1 in denen ein ,hang seyn knnte1 seine ,bahn zu betreten1 und allen1 die auf die ,bildung dieser ,jnglinge ,einfluss htten1 zum warnenden ,beispiele hinstellen4 ,diesen alten ,vorsatz werde ich gleich bei der gegenwrtigen ,gelegenheit ausfhren2 und dadurch einem ,geschfte1 an welches ich1 wenn es fr eine blosse ,vertheidigung meiner selbst gegen ,nicolai angesehen wrde1 nicht ohne tiefe ,beschmung gehen knnte1 eine liberalere und allgemeinere ,richtung zu geben suchen4 ,nicolai selbst1 wenn darnach gefragt werden knnte1 kann dies nicht belnehmen4 ,er hat ,zeit seines ,lebens die grssten und verdientesten ,mnner der ,nation auf eine ,weise behandelt1 dass er selbst1 wenn er nur fhig wre einen ,augenblick lang andern dieselben ,rechte gegen sich zuzuschreiben1 die er sich gegen andere zuschreibt1 es ganz billig finden msste1 dass man eine ,rcksicht1 die er nie gekannt hat1 auch gegen ihn nicht beobachtet1 keine ,notiz davon nimmt1 dass er noch unter den ,lebendigen existirt1 und ohne ,bedenken eine ,untersuchung1 die ihn zum blossen ,thema macht1 unter seinen ,augen anstellt4 ,zwar sehe ich bei diesem ,unternehmen den ,tadel zweier durchaus entgegengesetzter ,parteien voraus4 ,zuvrderst den ,tadel derjenigen1 welche ber ,kunst und ,wissenschaft im ,wesentlichen mit mir gleich denken4 ,ihnen ist1 so viel ich habe bemerken knnen1 ,nicolai ein so unbedeutender und verchtlicher ,gegenstand1 dass man in ihren ,augen nur sich selbst herabsetzt1 wenn man ihn einer ,erwhnung und ,beachtung wrdigt4 ,sie haben vollkommen recht1 und ich bin ganz ihrer ,meinung1 wenn von ,nicolai als von einer ,person geredet werden sollte4 ,als ,object aber1 als vollendete ,darstellung einer absoluten ,geistesverkehrtheit ist er1 meines ,erachtens1 dem ,literarhistoriker und ,pdagogen wichtig1 und so interessant1 als dem ,psychologen ein origineller ,narr1 oder dem ,physiologen eine seltene ,misgeburt nur immer seyn kann4 ,ich bekenne1 dass es meine ,schuld seyn wrde1 wenn ich dieses ,interesse fr meinen ,gegenstand nicht zu erregen vermchte4 ,sodann habe ich mich auf den ,tadel der gutmthigen ,mittelmssigkeit gefasst zu halten1 welche1 seit die ,urtheile der grssten deutschen ,mnner1 eines ,kant1 ,goethe1 ,schiller1 ber jenen ,gegenstand in das ,publicum gekommen1 aus mehrern ,winkeln der ,literatur uns erinnern1 denn doch auch die bedeutenden ,verdienste des ,mannes nicht zu vergessen4 ,ich werde tiefer unten meine ,ueberzeugung1 dass ,nicolai fr seine ,person sein ganzes ,leben hindurch nie etwas ,kluges1 sondern eitel ,verkehrtes und ,thrichtes angefangen habe1 und dass auf ihm nicht das mindeste ,verdienst1 sondern eitel ,schuld ruhe1 weder verlugnen1 noch sie zu begrnden vergessen4 ,dass jene ,stimmfhrer der ,mittelmssigkeit wirklich zu wissen whnen1 was sie von jenen ,verdiensten sagen1 will ich glauben4 ,nicolai und sein ,anhang haben es ja ber ein ,vierteljahrhundert lang genugsam wiederholt1 dass ,nicolai ,verdienste habe1 so dass endlich in dem ,gedchtnisse jener wohl hangengeblieben seyn mag1 dass so etwas gesagt worden4 ,sollten sie dieselbe ,behauptung auch bei der gegenwrtigen ,veranlassung wiederholen wollen1 so ersuche ich sie1 nur diesmal nicht so1 wie sie immer zu thun pflegen1 bloss ins unbestimmte hin zu versichern1 sondern mir eines jener ,verdienste namentlich anzugeben2 mir irgend ein richtiges1 treffendes ,urtheil1 das ,nicolai gefllt1 irgend eine grndliche ,abhandlung1 die er ber etwas1 das des ,wissens werth ist1 geschrieben1 nachzuweisen1 damit ich sie auch kennen lerne4 ,ich ersuche jene ,stimmfhrer bei dieser ,gelegenheit1 sich zugleich vor sich selbst die ,frage zu beantworten1 welche ,geisteskraft1 oder welches ,talent sie denn etwa ,herrn ,nicolai in einem vorzglichen ,grade zuschreiben mchten1 ob ,phantasie1 oder ,witz1 oder ,scharfsinn1 oder ,tiefsinn1 oder1 ich sage nicht eine vorzgliche1 sondern auch nur richtige ,schreibart2 ob sie irgend etwas ,eigenthmliches an ihm finden1 als ein unversiegbares ,geschwtz und die ,kunstfertigkeit1 alles1 was ihm unter die ,hnde kommt1 zu verdrehen2 ich ersuche sie1 diese ,frage zuvrderst sich selbst1 und sodann auch mir zu beantworten4 ,da ich sehr wohl wusste1 dass sie keins von beiden befriedigend leisten wrden1 so mgen sie mir immer verzeihen1 dass ich so gethan1 als ob sie gar nichts sagen wrden1 und als ob sie berhaupt nicht vorhanden wren4 ,wir gehen an unser ,vorhaben4 ,sollen das ,leben und die sonderbaren ,meinungen unsers ,helden nicht rhapsodisch1 so wie jedes uns in den ,wurf kommt1 oder chronologisch1 sondern systematisch1 in einer festen ,charakterschilderung dargestellt werden3 so mssen wir ein ,grundprincip dieses ,charakters nachweisen1 aus welchem1 und aus welchem allein1 alle ,phnomene in dem ,leben unsers ,helden sich befriedigend erklren lassen4 ,es kommt hierbei nicht auf ,hufung der ,phnomene an4 ,ein einziges1 das sich durchaus nicht erklren lsst1 ausser aus dem vorausgesetzten ,princip1 beweist so gut1 wie tausende1 dass dieses ,princip und kein anderes dem zu erklrenden ,leben zum ,grunde gelegen habe4 ,jedem nur festen und ausgebildeten ,charakter liegt ein solches ,princip der ,einheit zum ,grunde2 und der ,unterschied dabei ist nur der3 ob der ,besitzer dieses ,charakters wisse1 dass dies sein ,princip sey1 oder ob er es nicht wisse4 ,ist der ,charakter mit ,freiheit und ,bewusstseyn nach jenem ,grundsatze gebildet1 so ist dieser ,grundsatz freilich dem ,besitzer des ,charakters bekannt2 ist er ihm durch das ,ungefhr1 durch ,natur und ,schicksal angebildet1 so ist ihm dieses ,princip nicht bekannt4 ,unser ,held befand sich in dem letztern ,falle2 es ist daher gar nicht zu glauben1 dass ihm der ,grundsatz alles seines ,denkens und ,handelns je bekannt geworden4 ,wir haben nach allem ,gesagten zuvrderst das ,grundprincip von unsers ,helden intellectuellem ,charakter 7denn von diesem allein soll hier die ,rede seyn7 aufzustellen1 und von gewissen ,phnomenen zu zeigen1 dass sie durchaus nur aus jenem ,princip erschpfend und vollkommen hinreichend zu erklren sind4 ,auf diesem ,puncte der absoluten ,unmglichkeit jeder andern ,erklrung beruht die ,richtigkeit unserer ,angabe des ,princips2 wir ersuchen daher unsere ,leser1 darauf vorzglich ihre ,aufmerksamkeit zu richten4 ,wir werden sodann noch einige originelle ,grundzge des ,charakters unsers ,helden1 die sich nur aus jenem ,princip erklren lassen1 anfhren1 sie mit ihren ,phnomenen belegen1 und so den ,beweis der ,richtigkeit unsers ,grundprincips vollenden4 ,wir werden in dieser ganzen ,schilderung unsern ,helden betrachten als einen todten ,mann1 und von ihm reden1 wie von einer ,person aus der vergangenen ,zeit4 ,dies ist jeder ,charakterschilderung eigen4 ,der ,grund1 warum anderwrts man den ,charakter eines ,mannes whrend seines noch fortdauernden ,lebens nicht zu schildern vermag1 -- weil nemlich die ,reihe der ,erscheinungen noch nicht geschlossen und es nie sicher ist1 dass nicht neue ,phnomene eintreten1 die auf ein anderes ,princip der ,erklrung fhren drften1 auch man nicht wissen kann1 ob nicht etwa die ,person noch durch ,freiheit ihre ,maximen ndern werde -- fllt bei ,nicolai ganz weg4 ,es wird sich hoffentlich in der folgenden ,schilderung zeigen1 dass das ,princip seiner ,denkweise die ,unabnderlichkeit unmittelbar in sich selbst enthlt4 ,unser ,held ist befestigt1 er kann sich nicht mehr ndern oder gendert werden2 ist auch die ,reihe der ,phnomene seines ,lebens nicht beschlossen1 so ist es doch der ,charakter4 ,der ,verfasser dieser ,beschreibung ist dessen so innig berzeugt1 dass er sehr gern allen seinen ,anspruch auf ,menschenkenntniss aufgeben will1 wenn sich finden sollte1 dass ,friedrich ,nicolai vor seinem ,ende noch irgend einen der ihm hier als charakteristisch beigelegten ,grundzge und ,handelsweisen abnderte4 ,erstes ,capitel4 ,hchster ,grundsatz1 von welchem alle ,geistesoperationen unsers ,helden ausgegangen sind4 ,unser ,held war seit seinen reifen ,jahren der festen ,meinung1 dass alles mgliche menschliche ,wissen in seinem ,gemthe umfasst1 erschpft und aufbewahrt sey1 dass sein ,urtheil ber die ,ansicht1 die ,behandlung1 den ,inhalt und den ,werth aller ,wissenschaft untrglich und unfehlbar sey1 und dem ,urtheile aller andern vernnftigen ,wesen zur ,richtschnur und zum ,kriterium ihrer eignen ,vernnftigkeit dienen msse2 mit ,einem ,worte1 dass er alles1 was in irgend einem ,fache richtig und ntzlich sey1 gedacht habe1 und alles dasjenige unrichtig und unntz sey1 was er nicht gedacht htte1 oder nicht denken wrde4 ,diese ,meinung setzte ihn nicht nur vor sich selbst ber alle ,zweifel1 alle sptere ,untersuchung und alle ,besorgniss hinweg1 dass er sich doch etwa ber dieses oder jenes im ,irrthume befinden mchte2 sondern er war noch berdies von allen andern ,menschen ebenso fest berzeugt1 und muthete es ihnen an1 dass sie ber alle ,zweifel hinausseyn mssten1 sobald sie nur recht wssten1 wie er selbst eine ,sache fnde4 ,alle seine ,widerlegungen gingen von dem ,hauptsatze aus3 ich bin anderer ,meinung2 daher er denn zu diesem ,hauptgrunde noch andre ,nebengrnde hinzuzufgen gewhnlich unterliess4 ,die ,gegner1 glaubte er1 knnten schon daraus sattsam ersehen1 dass sie unrecht htten4 ,bei allen ,verweisen und ,zchtigungen1 die er in seinen sptern ,jahren an das ausser der ,art schlagende ,zeitalter ergehen zu lassen genthigt wurde1 hob er nur immer davon an1 dass er zeigte1 man habe nicht nach seinem ,rathe gehandelt2 dies allein1 glaubte er1 wrde sie schon dahin bringen1 dass sie sich schmten und in sich gingen4 ,in dieser ,voraussetzung liess er sich denn auch durch keinen noch so sonderbaren ,vorfall1 der sich etwa ereignen mochte1 irre machen4 ,sogar wenn ihm1 wie dies in seinem sptern ,alter hufig begegnete1 von allen ,seiten her einmthig zugerufen wurde3 er werde wohl selbst eines ,urtheils ber gewisse ,dinge sich bescheiden1 oder auch -- er sey ein geborner ,dummkopf1 ein ,salbader1 ein alter ,geck1 und was man noch alles fr ,freiheiten sich mit ihm herausnahm1 mochte er doch immer lieber voraussetzen1 man sage dies bloss aus ,schalkheit1 und um sich fr die empfangenen ,zchtigungen zu rchen1 als dass er irgend einem ,menschen die ,verkehrtheit zugetraut htte1 dass er fhig wre1 in allem ,ernste und im ,herzen einen ,nicolai nicht anzuerkennen4 ,diese ,meinung von ihm selbst war ihm nach und nach so zur fixen ,idee geworden1 hatte sich so mit seinem ,selbst verwebt und war selbst zu seinem innersten eigensten ,selbst geworden1 dass man keine ,spur hat1 er habe dieselbe je deutlich in sich wahrgenommen und sie zum bestimmten ,bewusstseyn erhoben4 ,er rsonnirte1 urtheilte1 richtete von ihr aus1 als seinem einzig mglichen ,standpuncte1 niemals ber sie4 ,er starb daher alt und lebenssatt1 ohne je mit seinem ,denken1 auch nur in sich selbst zu ,ende gekommen zu seyn4 ,zweites ,capitel4 ,wie unser ,held zu diesem sonderbaren hchsten ,grundsatze gekommen seyn mge4 ,gleiche ,ursachen bringen allenthalben die gleichen ,wirkungen hervor4 ,nun haben die ausser unserm ,helden selbst liegenden ,umstnde1 welche unsers ,erachtens die beschriebene sonderbare ,meinung in ihm erzeugt1 sich auch bei andern ,menschen gefunden1 und haben auch bei ihnen in einem gewissen ,grade denselben ,erfolg gehabt4 ,aber so unerschtterlich auf jenem ,princip beharrt1 so allumfassend und so consequent durchgefhrt hat es1 so viel uns bekannt ist1 keiner1 ausser unserm ,helden2 und dies eben ist es1 was ihm die ,ehre erwirbt1 als ,muster seiner ,gattung aufgestellt und der ,nachwelt berliefert zu werden4 ,es muss sonach bei ihm1 zu jenen anzufhrenden ussern ,umstnden der ,entwickelung jenes ,princips1 noch eine vorzgliche innere ,empfnglichkeit seiner ,natur dafr hinzugekommen seyn4 ,zum grssten ,glcke fr die ,menschheit hat unser ,held selbst -- denn warum sollte ich nicht ebensowohl wie ,klopstock1 in seiner ,zueignungsschrift vor ,herrmanns ,schlacht1 als schon geschehen ankndigen1 was geschehen wird1 und weit sicherer geschehen wird1 als das durch ,klopstock ,verkndigte geschehen konnte -- er selbst hat1 nachdem im ,jahre #ahjc sein letzter ,feind1 der transscendentale ,idealismus1 ausgetilgt1 und die ,a4 ,d4 ,b4 wiederum gehrig in den ,gang gebracht war#b1 seine glorreich errungene ,musse dazu angewendet1 die ,geschichte seiner ,bildung bis in seine ,knaben- und ,kindesjahre1 und bis zu seiner ,wiege zurckzufhren2 hat diese ,krone seiner ,werke vollendet1 und dann seinen ,geist dem ,himmel wiedergegeben4 ,in den ersten drei ,bnden dieses klassischen ,werks knnen die ,leser sich unterrichten1 wie der erste ,schrei des ,neugebornen die ,schriftstellerwelt erschtterte und alle ,snder in ihr erbeben machte1 und wie schon seine ,windeln von dem attischen ,salze dufteten1 das er seitdem in unsterblichen ,worten ausgehaucht und angesetzt hat1 so dass alle ,umstehenden sich verwunderten1 und sprachen3 was will aus dem ,kindlein werden8 ,in den folgenden ,bnden knnen sie finden1 wie er1 seitdem er sich seiner erinnern kann -- und er kann sich seiner seit den frhesten ,jahren erinnern -- durch seine lebhafte ,phantasie1 einen ,trieb zu lernen und eine ,fassungskraft1 weit ber alle ,kinder seiner ,gesellschaft und seines ,alters in sich versprt1 so dass er von seinen ,eltern und seinen ,lehrern als ein wahres ,wunderkind ausgerufen worden4 ,aber wir berlassen den ,lesern1 dieses in der ausfhrlichen und grazienvollen ,beschreibung des ,helden selbst nachzulesen1 und schrnken uns1 sowohl hier als ins knftige1 auf dasjenige ein1 was der berhmte ,verfasser bergeht1 und was wir nur aus andern ,denkmlern jenes ,zeitalters schpfen knnen4 ,ich will hier nicht untersuchen1 ob es nothwendig sey1 dass der ,uebergang der ,schriftstellerei einer ,nation aus der gelehrten in die lebende ,sprache eine ,epoche des ,verfalls der wahren grndlichen ,gelehrsamkeit bei sich fhre4 ,bei den ,deutschen wenigstens war dies der ,erfolg4 ,man bildete sich etwas ein darauf1 endlich deutsch schreiben gelernt zu haben2 man wollte1 dass es auch fr ,deutsch anerkannt wrde1 und bemhte sich daher1 ber alle ,gegenstnde so zu schreiben1 dass denn auch in der ,that nichts weiter zum ,verstehen gehre1 als die ,kenntniss der deutschen ,sprache4 ,der ,vortrag wurde die ,hauptsache1 das ,vorzutragende mochte sich bequemen2 was sich nicht so sagen liess1 dass die halbschlummernde ,schne an ihrem ,putztische es auch verstnde1 wurde eben nicht gesagt2 -- und da man nur um sagen zu knnen lernte1 auch nicht weiter gelernt1 -- spterhin verachtet1 als elende ,spitzfindigkeit und ,pedanterie3 kurz1 das elende ,popularisiren kam an die ,tagesordnung und von nun an wurde ,popularitt der ,maassstab des ,wahren1 des ,ntzlichen und des ,wissenswrdigen4 ,in diese ,epoche fiel unsers ,helden erste ,bildung4 ,er wollte schon frh etwas bedeuten1 und dnkte sich schon frh etwas zu bedeuten2 ohne alle klassische ,gelehrsamkeit1 wie er damals war1 und trotz des ,anscheins derselben1 mit dem er spterhin sich behngte1 immer blieb1 musste dieser ,dnkel bei ihm um so verderblicher werden4 ,zu seinem ,unglcke kam er in die ,bekanntschaft zweier ,mnner1 deren erster ohne ,zweifel weit mehr ,ernst und ,reinheit der ,gesinnung hatte1 als ,nicolai2 aber dieselbe ,beschrnktheit des ,geistes1 der ,einsicht und des ,zwecks4 -- ,hatte wohl im ,grunde einer von diesen beiden anfangs eine hhere ,tendenz1 als die1 dieses und jenes ,aberglaubens ihrer ,kirchen sich zu erwehren1 ihre ,confessionen so vernnftig zu machen1 als sie selbst wren1 und1 wenn das ,glck gut wre1 sich eine natrliche ,religion zu bauen1 bei der sie jener ,confessionen ganz entbehren knnten2 nur dass es der ,andere auch hierin ernstlicher und herzlicher meinte1 als unser ,held8 -- ,der zweite dieser ,mnner1 in deren ,bekanntschaft unser ,held kam1 war ein allumfassender1 lebendiger1 rastloser ,geist1 und ein ,charakter1 fr das ,wahre1 ,rechte und ,gute gebildet2 nur dass er damals in der ,unendlichkeit seines ,wesens noch nichts ,bestimmtes zu ergreifen und festzuhalten vermochte4 ,unser ,held1 der damals noch nicht alle ,fhigkeit verloren hatte1 eine ,superioritt ausser sich anzuerkennen1 anerkannte die dieses gewaltigen ,geistes2 aber nachdem er sich mit ,mhe und ,noth einiges ,vermgen erworben hatte1 mitzutreiben1 womit dieser noch nicht fixirte ,geist sein ,spiel trieb1 hielt er dieses ,spielwerk fr das ,hchste1 und sich selbst fr jenes ,geistes gleichen4 ,mit diesem ,augenblicke war er vollendet und fiel4 ,er ist seitdem nicht weiter gekommen1 und nicht zur ,besinnung4 ,spter hat er sich noch fr einen weit hhern ,geist gehalten als jenen1 den er nun fr ein1 gutem ,rathe nicht folgendes1 berspanntes ,genie ausgab4 ,unser ,held hatte1 mit jenen vereinigt1 einen kritischen ,kreuzzug gethan2 entscheidend gegen einige schlechte ,reimer1 in andern ,fchern1 z4 ,b4 dem der ,philosophie1 nicht ganz so glorreich4 ,sein grosser ,mitkmpfer wurde allmhlig inne1 dass dies ein schlechtes ,geschft sey1 und dass er es nicht in der besten ,gesellschaft treibe4 ,er zog sich zurck1 und unser ,held beschloss nunmehro1 die ,sache in das ,weitere zu treiben1 und sich selbst1 sich allein1 zum ,mittelpuncte der deutschen ,literatur und ,kunst zu constituiren4 ,die allgemeine deutsche ,bibliothek entstand1 schon an sich ein widersinniges ,unternehmen1 verderblich durch die ,art1 wie es ausgefhrt wurde1 am allerverderblichsten fr den ,urheber selbst4 ,unser ,held mag von dem sehr richtigen ,vordersatze ausgegangen seyn3 der ,redacteur eines die ganze ,literatur und ,kunst umfassenden periodischen ,werks muss selbst die ganze ,literatur und ,kunst umfassen2 muss1 und zwar in jedem besonderen ,fache1 hher stehen und alles besser wissen1 als irgend einer seiner ,zeitgenossen4 ,er muss in jedem ,fache die grssten ,meister1 zu ,beurtheilung derer1 die unter ihnen sind1 whlen1 sie zu finden1 sie sich zu verbinden wissen2 er muss aber sogar diese grssten ,meister der ,fcher bersehen1 um ihre eingesendeten ,beurtheilungen zu prfen und ersehen zu knnen1 ob sie mit dem gewohnten ,fleisse und ,grndlichkeit bearbeitet sind1 ob nicht etwa diese ,mnner sinken1 ob nicht jngere grssere neben ihnen aufkommen4 ,anstatt nun von diesem richtigen ,vordersatze aus weiter so zu folgern3 ,ich wenigstens habe diese notwendigen ,erfordernisse nicht an mir1 und von mir wird jene ,idee einer allgemeinen deutschen ,bibliothek wohl unausgefhrt bleiben2 schloss er umgekehrt3 da ich nun jene ,idee ausfhren will1 so muss ich annehmen und mich betragen1 als ob ich alle jene ,erfordernisse an mir htte2 als ob ich ein allumfassender ,polyhistor und der geistreichste und geschmackvollste ,mann meines ,zeitalters und aller vergangenen und knftigen ,zeitalter wre4 ,ich muss ,untrglichkeit mir krftigst zueignen4 ,da ein ,ausfhrer jener ,idee die grssten ,mnner aller ,fcher erkennen1 whlen und mit sich verbinden muss1 so muss ich den ,satz umkehren und annehmen1 dass diejenigen1 die ich erkennen1 whlen und mit mir verbinden werde1 die grssten ,mnner in ihren ,fchern sind4 ,es ist schwer auszumachen1 ob unser ,held schon damals im ganzen ,ernste von sich selbst geglaubt1 was er von nun an freilich gegen alle ,welt behaupten und unerschtterlich voraussetzen musste4 ,das ,wahrscheinlichste ist1 dass es ihm ergangen1 wie allen1 die in die ,lage kommen1 unaufhrlich eine ,aussage zu wiederholen1 von der sie selbst nicht recht berzeugt sind4 ,am ,ende glauben sie selbst an ihre ,wahrheit4 ,fr mglich konnte ,nicolai jene ,voraussetzung von sich immer halten2 er fand nirgends ausser sich eine hhere ,weisheit1 als die seinige1 indem er nur die seinige begriff1 derjenigen ,seelenkraft aber1 die da ,ahnung eines ,hhern heisst1 von jeher gnzlich ermangelte4 ,auf die ,wirklichkeit dieser ,voraussetzung htte er damals vielleicht noch nicht geschworen4 ,aber seitdem er die ,redaction seiner ,bibliothek ergriff1 musste er alle ,stunden seines ,lebens jene ,meinung voraussetzen1 sie behaupten1 jeden ,zweifel dagegen krftigst niederschlagen1 und kam von dieser ,arbeit nie zur ruhigen ,besinnung2 so dass es durchaus begreiflich wird1 wie dieser ,glaube diese langen ,jahre hindurch sich ihm fest einverleiben und mit ihm zusammenwachsen musste4 ,das ,unternehmen jener ,bibliothek ergriff das ,zeitalter4 ,die leichte ,weisheit und die wohlfeile ,gelehrsamkeit1 welche durch das grosse ,werk herbeigefhrt1 und schnell von einem ,ende ,deutschlands bis zum andern verbreitet wurden1 fand ,beifall4 ,der geringste unter den ,lesern glaubte sich selbst zu lesen2 gerade so hatte er die ,sache sich auch von jeher gedacht1 und nur nicht den ,muth gehabt1 es sich laut zu gestehen4 ,die ,unmndigen erhielten die ,sprache1 und das gefiel ihnen4 ,unser ,held sahe diese grosse ,revolution1 deren ,stifter1 die schnelle allgemeine ,erleuchtung1 deren ,urheber er war4 ,warum htte nicht der ,glaube andrer an sein ,werk seinen eignen ,glauben an sich bestrken sollen8 ,schriftsteller1 denen an dem ,beifalle des grossen ,volks gelegen war1 versammelten sich um den ,ausspender dieses ,beifalls1 gaben ihm ,beitrge1 liessen sich von ihm berathen und erziehen1 und schmeichelten auf jede ,weise seiner ,eitelkeit#c4 ,man glaubt leicht1 was man wnscht2 ,nicolai nahm in aller ,unbefangenheit alles fr baare ,mnze1 und ihm fiel nicht bei1 dass diese ,lobeserhebungen vielleicht nur dem ,redacteur der allgemeinen deutschen ,bibliothek1 keinesweges aber seinen persnlichen ,verdiensten gelten mchten4 ,jene ,mnner waren seinem ,princip nach ohnehin1 als ,mitarbeiter an der ,bibliothek1 die ersten ,kpfe der ,nation4 ,er fand sich sonach von den ersten ,mnnern der ,nation gelobt1 anerkannt1 zu ihrem ,meister erhoben4 ,wer konnte es ihm verargen1 dass er ihnen glaubte8 ,und so verschmolz allmhlig in seiner ,seele der ,begriff von deutscher ,literatur und ,kunst mit dem ,begriffe seiner ,bibliothek2 diese mit dem ,begriffe von ihm selbst4 ,die ,bibliothek wurde ihm zum ,mittelpuncte des deutschen ,geistes1 er selbst zur innersten ,seele dieses ,mittelpuncts4 ,an den ,recensionen dieser ,bibliothek mussten alle literarische und artistische ,bestrebungen der ,nation1 und hinwiederum an seiner ,einsicht -- diese ,recensionen sich orientiren4 ,ausser jener ,bibliothek war ihm jetzt und zu ewigen ,zeiten kein ,heil und keine ,wahrheit fr die ,wissenschaft2 und fr die ,bibliothek selbst kein ,heil und keine ,wahrheit ausser ihm4 ,jene war seine ,welt1 und er die ,seele dieser ,welt2 was er erblickte1 erblickte er durch jene hindurch1 jene aber erblickte er durch sich hindurch4 ,in dieser beruhigenden ,stimmung lebte er und starb im frohen ,glauben an die ,unsterblichkeit seines ,werks4 ,anmerkungen4 ,funote #b3 ,mit dem im ,texte erwhnten ,jahre #ahjc verhlt es sich so3 ,nicolai hatte im #aa4 ,bande seiner ,reisebeschreibung vorher verkndigt1 dass ,fichte und alle seine ,schriften im ,jahre #ahdj rein vergessen seyn wrden4 ,er wurde hierber1 wie ber so manches andere1 in gewissen ,briefen ber die ,guckkastenphilosophie des ewigen ,juden verspottet4 ,in dem ,aerger hierber decretirte und enuncirte er1 -- in der ,schrift gegen die ,xenien1 wo ich nicht irre1 -- es solle nunmehr mit ,fichte nicht einmal bis zum ,jahre #ahdj ,frist haben1 sondern schon ,anno #ahjd solle er vergessen seyn4 ,das ,jahr #ahjj ist verflossen1 das #ahja angebrochen2 das fatale ,jahr der ,vorhersagung tritt nher1 und noch zeigen sich keine ,spuren1 dass die ,weissagung anfange in ,erfllung zu gehen4 ,dies fiel unserem ,helden bei ,abfassung der im ,eingange erwhnten ,anzeige aufs ,gewissen2 er fand nun doch1 dass andere ,gelehrte wohl etwa glauben mchten1 hinter den ,spitzfindigkeiten der neuen ,philosophie u4 s4 w4 stecke etwas1 dass er aber sagen knne1 dass es durchaus eine ,nullitt sey1 und dass i4 ,j4 #ahjc sich darber mehr werde reden lassen4 ,freilich1 wenn i4 ,j4 #ahjd diese ,philosophie rein vergessen seyn sollte1 so msste wenigstens i4 ,j4 #ahjc die ,nullitt derselben dargethan werden4 ,funote #c3 ,damit ja niemand in ,zweifel stelle1 ob deutsche ,gelehrte sich so weit herabgelassen1 unserm ,helden zu schmeicheln1 hat er selbst1 in seiner ,schrift gegen die ,xenien1 bezeugt3 ihm sey von jeher sehr geschmeichelt worden4 ,drittes ,capitel4 ,wie im allgemeinen dieser hchste ,grundsatz im ,leben unsers ,helden sich geussert habe4 ,theils nach den ffentlichen ,handlungen und ,aeusserungen unsers ,helden1 theils nach mehreren ,anekdoten von ihm1 die zu seiner ,zeit im allgemeinen ,umlaufe waren1 schrieb er sich selbst ausschliessend die ,fhigkeit zu1 alle ,gegenstnde des menschlichen ,wissens mustermssig zu bearbeiten4 ,er pflegte1 so oft in seiner ,gegenwart das ,gesprch auf irgend einen solchen ,gegenstand fiel1 nur das zu beklagen1 dass seine brigen ,geschfte ihm nicht ,zeit liessen1 ein ,muster der ,behandlung desselben zu liefern4 ,alles1 zu dessen ,bearbeitung er ohnerachtet dieser berhuften ,geschfte denn doch noch ,zeit fand1 bearbeitete er auch wirklich mustermssig4 ,so war seine ,topographie von ,berlin das ,muster1 wornach alle ,arbeiten dieser ,art gemacht werden sollten1 und er ergriff jede ,gelegenheit1 sie als solches zu empfehlen2 keinesweges1 wie er hinzuzusetzen pflegte1 aus ,eigenlob1 sondern weil sich die ,sache wirklich so verhielt#d4 ,wozu er nicht ,zeit fand1 mochten seine ,zeitgenossen bearbeiten4 ,dass sie ihr ,muster nie erreichen1 dass sie nie es so machen wrden1 wie unser ,held es gemacht htte1 wenn er nur die ,zeit dazu gefunden1 das verstand sich4 ,aber sie hatten ja ihn bei sich2 und er ertheilte gern ,rath1 wenn man ihn bescheiden darum ersuchte4 ,diesen ,rath sollten sie lehrbegierig und folgsam annehmen1 fortarbeiten und sich bestreben1 seine ,idee immer besser zu treffen4 ,sie sollten ja nur die ,zeit zur ,ausfhrung hergeben1 die ihm mangelte2 den ,geist und die ,uebersicht wollte er hergeben4 ,so wrden sie immer hher steigen1 und ihm1 ihrem ,muster1 stets nher kommen4 ,auf diese ,weise hatte er in der ,schule seiner ,bibliothek und seines handschriftlichen ,rathes die grssten ,schriftsteller der ,nation gebildet3 einen ,lessing1 der nur leider in seinen sptern ,jahren umschlug1 rechthaberisch und unfolgsam wurde1 und dafr zur wohlverdienten ,strafe in ,zweifel an der ,grndlichkeit der bibliothekarischen ,aufklrung und an der ,evidenz der ,mendelssohnschen ,demonstrationen verfiel2 einen ,mendelssohn2 einen ,justus ,mser1 und so viele noch ,lebende1 deren ,bescheidenheit mir verbietet1 sie zu nennen3 -- hat er nicht ,schriftsteller allein1 sondern durch die vortrefflichen ,bildnisse deutscher ,gelehrten vor der ,bibliothek und der ,berliner ,monatsschrift in seinem ,verlage1 welche1 wie ich als ,augenzeuge betheuren kann1 in ,berlin noch immer regelmssig ausgegeben wird -- hat er dadurch auch junge bildende ,knstler herangezogen1 ermuntert und untersttzt4 ,die ,bildung ging von ihm aus1 als ihrem ,centrum1 und verbreitete sich regelmssig umher4 ,dieser gesetzte1 geordnete1 gemssigte ,gang wurde nun durch einige excentrische ,kpfe gestrt4 ,in der ,kunst erschien ,goethe1 ,schiller1 in der ,philosophie ,jacobi1 ,kant1 die transscendentalen ,idealisten4 ,was htte an ihnen daran seyn knnen8 -- ,hatten sie sich denn erst in der ,a4 ,d4 ,b4 unter ,nicolai's ,aufsicht im ,schreiben gebt8 ,oder hatten sie ihm ihre ,plne vor der ,ausfhrung vorher vorgelegt1 und mit ihm darber correspondirt1 wie ,lessing in seiner guten ,zeit1 und ,mendelssohn1 und alle die1 welche ,meisterwerke geliefert haben8 ,keins von diesen allen hatten sie gethan2 sie hatten ein so bses ,gewissen gehabt1 dass sie ihm ihre ,arbeiten nicht einmal zum ,verlage angeboten2 die letzte ,gelegenheit1 bei der sie htten erfahren knnen1 wie sie mit denselben daran wren1 und was sie darber zu urtheilen htten4 ,dass an ihren vermeinten ,kunstwerken und ,entdeckungen durchaus nichts seyn konnte1 war sonach ohne weitere ,untersuchung und ,prfung1 mit der man nur die ohnedies so beschrnkte ,zeit verloren haben wrde1 unmittelbar klar2 und man konnte ohne weiteres mit den ,waffen des ,lcherlichen1 welche unser ,held zu fhren glaubte1 wie kein andrer1 dagegen vorschreiten4 ,so entstanden ,freuden ,werthers1 die witzige ,schrift gegen die ,xenien1 der dicke ,mann1 ,sempronius ,gundibert1 die spasshaften ,theile der ,reisebeschreibung2 und was weiss ich1 was noch alles entstand4 ,zwar liess sich einigen jener excentrischen ,subjecte und ,querkpfe nicht alles ,talent und alle ,kenntniss ganz absprechen1 nur verhinderte sie ihre eigenliebige ,meinung1 dass sie ausser dem ,umkreise der richtigen ,schule fr sich allein fortkommen knnten1 daran1 diesem ,talente die wahre ,richtung zu geben4 ,man musste suchen1 diese etwanigen ,gaben doch noch ntzlich zu machen und sie der deutschen ,literatur1 d4 i4 dem ,umkreise der allgemeinen deutschen ,bibliothek1 wiederzugeben4 ,unser ,held fand sich sonach in der ,nothwendigkeit1 jene ,menschen scharf zu zchtigen1 ob sie nicht etwa in sich gehen und den rechten ,weg einschlagen mchten4 ,man sah es ihm -- sein ,geschichtsschreiber sagt dies an seiner ,urne mit der vollsten ,ueberzeugung -- man sah es ihm an1 dass nie persnlicher ,hass oder ,feindschaft1 sondern immer der redlichste ,eifer fr die ,literatur ihn trieb2 dass er mit einer ,art von ,wehmuth an das ,amtsgeschft einer solennen und ausfhrlichen ,ausstupung ging 7mit kleinen beilufigen ,hieben nahm er freilich es etwas leichter72 man bemerkte1 wie ein geheimes vterliches ,wohlwollen gegen die ,bestraften selbst seinem ,feuereifer fr die ,literatur eine gewisse rhrende ,milde beimischte1 und wie er schon ein ,vorgefhl von dem ,danke hatte1 den ihm die ,gezchtigten selbst1 wenn sie einst zu ,verstande kmen1 bringen wrden4 ,er war daher nicht leicht zu bewegen1 alle ,hoffnung an einem ,menschen aufzugeben1 und er wusste geschickt diese ,hoffnung zu zeigen1 um dem ,snder nicht allen ,muth zur ,besserung zu benehmen4 ,traf es sich nun1 dass einer wirklich sich besserte1 so war die ,milde rhrend1 mit der er ihn wieder zu ,gnaden annahm4 ,so gab es in diesen ,tagen einen gewissen hchst perfectibeln ,krug1 welcher freilich in der allgemeinen ,achtserklrung gegen die philosophischen ,querkpfe mitbegriffen war4 ,dieser ging in sich und gab unserm ,helden eine ,aehrenlese von den ,feldern anderer ,philosophen zum ,verlage1 worber er vermuthlich auch ,nicolai's ,rath eingezogen2 -- denn den pflegte dieser keinem1 der bei ihm verlegen liess1 vorzuenthalten4 ,dafr segnete auch ,gott diesen ,krug1 dass ihm auf eignem ,boden eine ,rechtslehre erwuchs1 die einem philosophischen ,recensenten an der allgemeinen deutschen ,bibliothek wie aus der ,seele geschrieben ist#e4 ,jederman war damals der ,meinung1 dass wenn der junge ,mann nur so fortfhre1 er es mit der ,zeit wohl selbst bis zum ordentlichen ,recensenten an der allgemeinen deutschen ,bibliothek unter ,nicolai's eigener ,redaction bringen knnte4 ,anmerkungen4 ,funote #d3 ,m4 s4 z4 ,b4 den #ften ,band der ,nicolai'schen ,reisen4 ,s4 #ccg ff4 ,funote #e3 ,m4 s4 in demselben ,hefte der ,n4 ,d4 ,b41 in welchem die ,eingangs erwhnte ,anzeige sich befindet 7#ef4 ,b4 ,st4 #a4 ,heft #b471 kurz vor derselben die ,recension des ,krugschen ,buches4 ,viertes ,capitel4 ,worauf es1 zufolge dieses hchsten ,grundsatzes1 unserm ,helden bei allen seinen ,disputen angekommen sey4 ,so oft unser ,held im ,begriff war1 seinen ,mund ffentlich aufzuthun1 um dem ,zeitalter einen ,rath zu geben1 oder eine ,thorheit zu misbilligen und zu zchtigen1 so trieb ihn seine liebenswrdige ,bescheidenheit immer an1 zuvrderst sich zu entschuldigen1 dass er gerade die ,sache zur ,sprache bringe1 dass er sie jetzt1 in diesem ,zeitpuncte1 bei dieser ,veranlassung zur ,sprache bringe4 ,hierber gab er immer seine guten ,grnde an4 ,dass er aber die ,sache1 wovon die ,rede war1 verstehe1 und dass er die ,wahrheit1 die pure lautere ,wahrheit sagen knne1 darber gab er nie einen ,beweis1 indem es ihm gar nicht beikam1 dass ber diesen ,punct irgend ein ,leser oder ,gegner den mindesten ,zweifel hegen wrde4 ,so hub er1 als er im #aa4 ,bande seiner ,reisebeschreibung von ,tbingen aus auf die ,horen1 und von diesen aus auf die neue ,philosophie schmlen wollte1 damit an1 dass er beklagte3 es scheine nun einmal sein ,beruf1 dem ,zeitalter unangenehme ,wahrheiten zu sagen2 und fuhr dann fort und sagte seine unangenehme ,wahrheit2 und alle ,leser waren berzeugt und alle ,gegner beschmt4 ,entweder hatten die letzten bisher1 mit dem eignen guten ,bewusstseyn1 dass sie unrecht hatten1 ihr ,wesen getrieben1 lediglich um etwas ,neues1 in der allgemeinen deutschen ,bibliothek ,unerhrtes anzubringen und ,aufsehen zu erregen1 und ,nicolai wollte dies nun offenbaren2 oder1 wenn sie wirklich geglaubt hatten1 recht zu haben1 so sollten sie jetzt aus ,nicolai's ,versicherung1 dass er ihnen die wahrste ,wahrheit sage1 vernehmen1 dass sie denn also doch unrecht htten4 ,so sagt man1 dass er allen mndlich geusserten ,vorstellungen und ,bedenklichkeiten seiner ,freunde1 besonders wegen seiner sptern philosophischen ,streitigkeiten1 immer so zu begegnen gepflegt habe3 man msse berall mit der ,sprache gerade herausgehn und die ,wahrheit sagen4 ,ob sie gefalle oder nicht1 ob man sich dadurch ,feinde mache oder nicht1 darnach knne nicht gefragt werden4 ,wenn die entgegengesetzte ,maxime gelten solle1 so htten auch die ,literaturbriefe nicht geschrieben werden mssen4 ,so war er auf ewig gegen die ,vermuthung befestigt und gesichert1 dass irgend jemand glauben knne1 er habe in der ,sache selbst unrecht1 und hielt jene ,warnungen fr nichts weiter1 als fr die zrtlichen ,besorgnisse seiner schchternen ,freunde1 durch die sie ihn verleiten wollten1 aus ,sorgfalt fr seine persnliche ,ruhe die ,sache der ,wahrheit zu verlugnen4 ,fnftes ,capitel4 ,wirkliche ,disputirmethode unsers ,helden1 aus diesem hchsten ,grundsatze4 ,kam es nun wirklich zum ,dispute1 so machte unser ,held es sich zum einzigen ,augenmerk1 die ,wahrheit des ,factums zu constatiren und dem ,gegner den ,ausweg des ,ablugnens seiner ,that oder seiner ,aeusserung abzuschneiden4 ,hierbei verfuhr er mit seiner gewhnlichen ,sorgfalt und ,genauigkeit4 ,hatte er nur diesen ,punct erst ins ,reine gebracht1 so schritt er ohne weiteres zum ,endurtheile2 denn er konnte den ,glauben an den gesunden ,menschenverstand seiner ,gegner nie so weit aufgeben1 um anzunehmen1 dass sie der ,thaten oder ,aeusserungen1 die sie aus seinem ,munde wieder hren mssten1 und von denen sie leicht abnehmen knnten1 dass er sie misbillige1 nicht sogleich sich innigst schmen1 die ,unrichtigkeit derselben einsehen und sie bereuen sollten4 ,so kam in jenen ,tagen zu ,jena eine gewisse auch allgemeine ,literaturzeitung heraus1 welche sogleich in ihr ,nichts verschwand1 nachdem unser ,held die ,zgel der allgemeinen deutschen ,bibliothek mit starken ,hnden wieder ergriffen hatte1 und jener ,zeitung die1 bei ,gelegenheit des ,schellingschen und ,schlegelschen ,streits mit ihr zu ,tage gekommene ,abhngigkeit vorrckte4 ,dieser ,zeitung sagte er in der oben angefhrten unsterblichen ,besitzergreifungsacte#f1 zwar mit grossmthigem ,bedauern1 dass dieses ihr ,factum gewesen1 jedoch brigens kurz1 fest und entschlossen1 auf den ,kopf zu1 dass sie ,kant gelobt htte1 und ,reinhold gelobt htte1 er fgte jedesmal in ,schwabacher hinzu1 dass dies nicht zu lugnen wre4 ,freilich hatte jene ,zeitung gehofft und geglaubt1 dass kein ,mensch als ,nicolai jenen ,verstoss entdeckt habe1 und dass dieser es nicht weitersagen werde4 ,so muss in jenen ,tagen ein gewisser ,fichte1 von dem seit dem ,jahre #ahjd alle ,nachrichten verschwinden1 sein ,wesen getrieben haben4 ,diesem fhrt unser ,held in derselben klassischen ,acte mehrere seiner hchststrflichen ,aeusserungen kurz und gut zu ,gemthe2 dass z4 ,b4 dieser ,fichte1 und noch dazu vom ,anfange an1 und noch dazu ganz laut gesagt habe1 kein einziger von ,kants zahlreichen ,nachfolgern habe verstanden1 wovon eigentlich die ,rede sey1 -- ausser er1 ,fichte1 wie sich verstehe1 setzt unser ,held dazu4 7,wenn dieser ,fichte nur die gemeinste ,logik hatte1 so versteht sich dies freilich2 wie htte er urtheilen knnen1 dass alle brigen es nicht verstnden1 wenn er nicht selbst es zu verstehen geglaubt htte87 ,um allen ,zweifel ber die ,strflichkeit und ,absurditt dieser ,aeusserungen zu heben1 versichert er1 es seyen dies wirklich ,fichte's eigne ,worte1 und citirt allenthalben ,buch und ,seite2 und in einigen ,blttern1 welche dem allgemeinen ,austilgungskriege gegen ,fichte vom ,jahre #ahjc entgangen1 findet sich auch wirklich1 dass diese ,citationen richtig sind4 ,unser ,held war ein unbarmherziger ,gegner4 ,wie muss es den armen ,fichte niedergedrckt haben1 durch ,nicolai an den ,tag gebracht zu sehen1 was von ihm zum ,drucke befrdert sey4 ,anmerkung4 ,funote #f3 ,wir nennen die oft erwhnte ,anzeige eine ,besitzergreifungsacte2 denn lasst uns nur in einer ,note1 die mancher ,leser vielleicht auch nicht liest1 bekennen1 dass alle die getroffenen ,anstalten nicht lediglich um der ,herren ,schelling1 ,w4 und ,f4 ,schlegel1 ,tieck1 ,fichte1 und wie die ,gezchtigten noch alle heissen1 unternommen sind2 dass diese nur das ,mittel sind zum hhern ,zwecke1 und die gegen sie aufgestellten ,truppen nur dazu dienen1 den ,punct des eigentlichen ,angriffs zu verdecken4 ,dieser geht1 dass wir es nur zu unsrer eigenen ,demthigung gerade heraussagen1 eigentlich -- gegen die ,jenaische ,literaturzeitung4 ,nicht von den anzuzeigenden ,schriften -- eigentlich den zwischen ,schelling1 ,a4 ,w4 ,schlegel und der ,a4 ,l4 ,z4 gewechselten ,streitschriften -- nein1 vom unsterblichen ,stifter der ,a4 ,d4 ,b4 hebt die ,rede an1 wie dieser zuerst die ,idee gefasst1 zur ,verhtung aller ,einseitigkeit und ,parteilichkeit 767 ,mitarbeiter aus allen deutschen ,lndern und ,provinzen einzuladen4 ,s4 #ade4 lsst sich zwar nicht lugnen1 dass auch die ,redactoren der ,a4 ,l4 ,z4 dieser ,idee gefolgt4 ,s4 #aej aber sind bei ihr gerade die unangenehmen ,flle eingetreten1 welche der ,stifter der ,a4 ,d4 ,b4 eben durch die ,einladung von ,mitarbeitern aus allen deutschen ,lndern und ,provinzen -- vom ,anfange an -- so vorsichtig zu vermeiden wusste4 ,es bekamen nemlich nun -- wie denn nun8 folgten denn nun die ,redactoren der ,a4 ,l4 ,z4 nicht mehr der ,idee des unsterblichen ,stifters der ,a4 ,d4 ,b48 ,ei1 was weiss ichs3 kurz -- es bekamen nun durch die individuelle ,lage der ,redactoren der ,a4 ,l4 ,z4 gegen ,mitarbeiter1 die mit ihnen in zu naher ,verbindung an ,einem ,orte lebten1 und gegen deren ,freunde1 persnliche ,rcksichten einen merklichen ,einfluss auf das ,werk1 welcher demselben sicher nicht vortheilhaft war1 und -- bei unparteiischen ,lesern das ,vertrauen zu demselben sicher verminderte4 -- ,in der ganzen ,anzeige kann man weiter ersehen1 wie eben durch jene ,streitschriften der ,a4 ,l4 ,z4 und ihrer ,gegner1 die freilich keinem von beiden ,theilen vortheilhaft sind und deren deswegen1 gegen die sonstige ,gewohnheit der ,d4 ,b41 in anderen gelehrten ,zeitschriften erhobene ,streitigkeiten aufzunehmen und fortzufhren1 allerdings erwhnt werden musste -- wie1 sage ich1 durch jene ,streitschriften so recht an den ,tag gekommen1 dass die ,schlegel und ,schelling in die ,l4 ,z4 ,einfluss gehabt1 dass diese von ihnen abgehangen4 ,nun kann der scharfsinnige ,leser selbst ermessen1 welch' ein erbrmlicher ,wicht die ,l4 ,z4 seyn mge1 da sie von so erbrmlichen ,wichten1 deren und ihrer ,freunde ,personalien eben deswegen hier wieder in frisches und geschrftes ,gedchtniss gebracht werden mussten1 abgehangen2 -- diese ,l4 ,z41 von der sich ohnedies nicht lugnen lsst1 dass sie ,kant gelobt1 und ,reinhold gelobt4 ,dagegen kann jeder ,leser wissen1 dass die ,d4 ,b4 der neuen und neusten ,philosophie von jeher im ,wege gestanden2 die unartigen ,schleifwege1 auf denen sich doch einmal ein gutes ,wrtchen ber sie in diese ,b4 eingeschlichen1 sind nun auch entdeckt und1 besonders seit ,nicolai wieder das ,regiment fhrt1 sicherlich verhauen4 ,es ist der ,bescheidenheit1 die alles ,selbstlob verschmht1 angemessen1 dieses anonym in den letzten ,heften der bei ,bohn herauskommenden neuen ,b4 zu der ,zeit1 da die ersten ,bnde der wieder alt gewordenen ,b4 bei ,nicolai erscheinen1 und das ,vertrauen der ,leser zur ,a4 ,l4 ,z4 durch den ,schellingschen ,streit in frischer ,verminderung begriffen ist1 gehrig auseinanderzusetzen1 damit die ,leser wissen1 wohin sie sich nun mit ihrem ,vertrauen zu wenden haben4 ,jene ,anzeige ist sonach1 ihrer wahren ,bestimmung nach1 eine ,besitzergreifungsacte des alten ,vertrauens fr die alte ,bibliothek1 von dessen ,verminderung der alte ,herausgeber doch einige ,spur haben muss4 ,wir wnschen sehr1 dass der scharfsinnige und scharftreffende ,herr ,hofrath ,schtz diese wahre ,tendenz jener ,anzeige ja nicht merke1 sondern sie unbefangen als eine blosse ,ausstupung dieser ,schlegel1 dieses ,schellings1 dieses ,fichte hinunterschlucke2 auch1 dass nicht etwa diese unsere ,note ihm zu ,gesichte komme3 denn sonst -- mchten wir nicht an ,herrn ,nicolai's ,stelle seyn4 ,auch drfte sodann vielleicht uns selbst unser ,eifer fr die ,ehre und den ,flor jenes grossen literarischen ,instituts nicht zum ,besten bekommen4 ,sechstes ,capitel4 ,eine der allersonderbarsten ,meinungen unsers ,helden1 zufolge jenes hchsten ,grundsatzes4 ,mag der ,grund in einer ursprnglichen ,unfhigkeit der ,natur unsers ,helden1 oder in einer frhern ,verbildung desselben gelegen haben1 kurz1 es war unter seinen grssten ,verehrern und wrmsten ,freunden darber nur ,eine ,stimme1 dass er fr die ,philosophie ganz untauglich sey4 ,sein ,geist war ein drrer ,chronikengeist4 ,nie vermochte er sich ber die ,erfahrung1 und zwar ber die ,erfahrung im allerniedrigsten ,sinne des ,worts1 ber das blosse ,aneinanderknpfen von ,sinneseindrcken und den ,erzhlungen davon hinweg1 bis zum ,begriffe eines allgemeinen ,gesetzes1 nach dem jene ,erscheinungen erfolgten1 oder erfolgen sollten1 als dem ,materiale aller ,philosophie1 zu erheben4 ,doch was rede ich von dem ,begriffe eines ,gesetzes8 ,nicht einmal zu dem ,begriffe eines ,vordersatzes wusste er sich zu erheben2 wie htte er sonach jemals die leiseste ,ahnung1 auch nur von dem ,formalen der ,philosophie1 von dem ,zusammenhange der ,gedanken in einer philosophischen ,untersuchung1 von dem ,werthe und der ,bestimmung1 die sie von der ,stelle erhalten1 da sie stehen1 von einem organischen ,ganzen des ,denkens1 haben knnen8 ,jeden mglichen ,gedanken1 den er usserte1 trug er vor als unmittelbar gewiss1 und durch sich selbst klar2 ob1 weil er ihn sagte1 oder durch die ,art1 wie er ihn sagte1 lassen wir an seinen ,ort gestellt4 ,diese alle gleich unmittelbar gewissen ,gedanken setzte er nun zusammen1 wie sie ihm unter die ,hnde kamen1 jeden mglichen an jeden andern mglichen1 und so verwandelte sich ihm alles menschliche ,denken in einen grossen ,sandhaufen1 in welchem jedes ,krnchen fr sich besteht1 und alle durcheinander geworfen werden knnen1 ohne dass in dem ,einzelnen etwas verndert wird4 ,wir werden tiefer unten ,belege dieses ,verfahrens anfhren4 ,nun ist zwar demjenigen1 der zu einer gewissen ,sache absolut unfhig ist1 nicht fglich anzumuthen1 dass er diese seine ,unfhigkeit erkenne2 denn gerade dasselbe1 was ihn zur ,sache unfhig macht1 macht ihn auch unfhig1 seine ,fhigkeit zur ,sache zu beurtheilen4 ,aber bei gewhnlichen ,menschen wird durch ein dunkles ,gefhl ersetzt1 was ihnen an klarem ,urtheil abgeht4 ,so ist es in ,absicht des ,faches1 wovon wir hier sprechen1 nichts ,seltenes1 ,personen1 wenn sie nur nicht als ,professoren der ,metaphysik1 oder als philosophische ,recensenten an der ,a4 ,d4 ,b4 ihr ,brot verdienen mssen1 gestehen zu hren1 dass ,metaphysik ihr wahres ,kreuz sey1 dass es ihnen damit noch nie recht habe gelingen wollen1 oder wenn sie mehr ,eigendnkel haben1 dass dies leere ,spitzfindigkeiten seyen1 mit denen sie sich den ,kopf zerbrechen1 -- nur nicht mchten4 -- ,ferner hat ja jeder ,mensch irgend einen vertrautern ,bekannten oder ,freund2 und ,nicolai hatte deren so viele unter seinen ,zeitgenossen1 die sich doch auch ein ,urtheil ber ,philosophie zuschrieben4 ,sollte denn niemals einer von diesen unserm ,helden mit aller ,bescheidenheit zu verstehen gegeben haben1 dass er zwar in andern ,geschften des menschlichen ,scharfsinns1 in der ,fhigkeit1 die feinsten ,machinationen der ,jesuiten zu wittern1 den seltensten ,zuschnitt eines ,predigerberschlags oder einer ,perrcke auszuspren1 seines ,gleichen nicht habe2 dass er aber in der eigentlich sogenannten hhern ,philosophie nicht dieselbe ,strke besitze8 ,setzte nicht ,kant1 dem unser ,held doch auch nicht allen ,scharfsinn absprach1 zutrauungsvoll von ihm voraus1 er werde wohl selbst eines ,urtheils ber ,gegenstnde der hhern ,speculation sich bescheiden8 ,was that unser ,held8 ,leistete er etwa1 durch jenes dunkle ,gefhl gewarnt1 gleich von vornherein ,verzicht auf dieses ihm durch seine ,natur verschlossene ,fach1 oder achtete er auf jene ,warnungen1 und gab spterhin seine ,theilnahme an demselben auf8 ,wie konnte er8 ,gehrt denn nicht die ,philosophie zum ,umfange der menschlichen ,kenntnisse1 und ist sie nicht von jeher von allen ,besitzern dieser ,kenntnisse sogar an die ,spitze derselben gestellt worden8 ,hatte nicht die ,bibliothek von jeher auch das ,fach der ,philosophie umfasst8 ,war es denn mglich1 dass jemand ,redacteur dieser ,bibliothek1 sonach die ,seele derselben1 sonach die ,seele aller ,geistesbildung wre1 der nicht eben darum der erste untrglichste und allumfassendste aller ,philosophen sey8 ,das ,hchste1 was er aus ,herablassung gegen den alten ,mann1 den ,kant1 thun konnte1 war1 dass er einen historischen ,bericht ber seine philosophische ,bildung abstattete4 ,aber gerade das1 dass man fhig gewesen war1 jenen ,zweifel ber unsers ,helden ,fhigkeit zu erheben1 zeigte am deutlichsten den tiefen ,verfall und die schreckliche ,verwilderung in diesem ,fache1 und machte es ihm zur dringendsten ,pflicht1 von nun an alle seine ,krfte der ,wiederherstellung desselben zu widmen4 ,auch hier1 so wie allenthalben ging unser ,held von dem ,princip aus3 ich1 ,friedrich ,nicolai1 bin anderer ,meinung als ihr2 und daraus knnt ihr ersehen1 dass ihr unrecht habt4 ,er hat diesen hchsten ,grundsatz seines speculativen ,systems mehrere ,male in bestimmten ,worten ausgesprochen1 ohnerachtet er sonst mehr fr den rhapsodischen als fr den systematischen ,gang war4 ,es gehrt zur ,geschichte des ,helden1 wenigstens einige jener ,aussprche anzufhren4 ,jacobi hatte geussert1 und durch eine mit ,lessing gehabte ,unterredung belegt1 dass der letztere in der hhern ,speculation den ,spinozischen ,principien zugethan gewesen4 ,jene ,aeusserung ,jacobi's musste -- so wollten es die ,freunde und -- ,ehrenretter des ,verstorbenen -- nicht wahr seyn2 ,lessing musste von den gesunden und moderaten ,begriffen eines ,nicolai und ,mendelssohn nicht abgewichen seyn4 ,auch unser ,held brachte seinen ,beweis gegen ,jacobi an4 ,und was fr einen ,beweis brachte er an8 -- ,er1 ,nicolai1 knne am gewissesten sagen1 dass ,jacobi ,lessing sicherlich misverstanden htte1 indem er sagen knne1 dass -- ,er selbst mit ,lessing ber jene ,materie disserirt htte#g4 ,freilich war ,jacobi nun hinlnglich beschmt4 ,welcher ,leser htte nach einem solchen ,zeugnisse noch ein ,wort von ihm angehrt2 und was htte er auch vorbringen knnen1 ohne vor sich selbst bis in die innerste ,seele zu errthen8 -- ,auf dieselbe ,weise frchtete er in der erwhnten berhmten ,acte1 dass freilich wohl andere ,gelehrte glauben mchten1 hinter den spitzfindigen ,grbeleien der ,ichphilosophie und der daraus gefolgerten speculativen ,physik und ,poetik stecke vielleicht etwas ,wichtiges verborgen4 ,er aber1 ,er ,nicolai wusste sehr wohl und verkndigte laut1 dass die ,nullitt jener ,philosophie nur immer deutlicher erhellen werde1 und dass man im ,jahre #ahjc darber mehr wrde sprechen knnen#h4 ,aus diesem hier und da deutlich ausgesprochenen ,princip fhrte nun unser ,held unverrckt sein ,richteramt in der ,philosophie2 auch da1 wo er jenes ,princip nicht deutlich aussprach4 ,alle seine ,beweise beruhten allein darauf4 ,er hatte1 seiner ,bildung zufolge1 einst gleichfalls ,philosophie studirt1 die philosophische ,wahrheit ausgemessen1 umfasst und in sich aufgenommen4 ,was damit bereinstimmte1 -- war freilich nie so stark1 so durchgefhrt1 so trefflich gesagt1 als er es gesagt haben wrde1 wenn er nur ,zeit dazu gehabt htte1 aber da er diese nun einmal nicht hatte -- mochte es doch existiren6 ,was damit nicht bereinstimmte1 bei jener allgemeinen ,ausmessung des philosophischen ,gebiets von ,nicolai nicht mit ermessen war1 -- ,jacobi's1 ,kants1 der transscendentalen ,idealisten ,philosopheme -- welche ,frage1 ob sie falsch seyen8 ,wie konnten sie anders8 -- indem ja1 wenn sie wahr wren1 ,nicolai sie schon ehedem1 eh' von allen diesen ,menschen etwas gehrt wurde1 gefunden haben msste4 ,falsch waren sie1 das verstand sich1 und unser ,held musste1 seinem bestndigen ,kriegsplane nach1 ohne weiteres mit den ,waffen des ,lcherlichen dagegen vorschreiten4 ,kant war1 als er mit seinem ,systeme hervortrat1 schon bejahrt1 und dieses ,verdienst blieb in den reifern ,jahren unsers ,helden nie ohne ,wirkung auf ihn4 ,auch mochte vielleicht jener ,philosoph1 der bekanntlich sehr verschiedene ,stufen der ,bildung durchgegangen war1 auf einer der frhern dieser ,stufen einigen ,wohlgefallen an der ,aufklrerei der ,bibliothekare gefunden und geussert haben4 ,kant war daher ein brigens 7inwiefern er ,nicolai's ,grundprincip anzuerkennen schien7 vernnftiger und gelehrter ,mann1 an welchem es umsomehr zu bewundern war1 dass er ,stze als wahr behaupten knne1 die ,nicolai nicht aufgefunden4 ,die ,streiche des ,lcherlichen konnten ihm freilich nicht geschenkt1 sondern mussten vielmehr1 gerade weil er ein brigens vernnftiger ,mann war1 von dem noch am ersten ,besserung sich hoffen liess1 wo mglich geschrft werden4 ,jacobi1 als er als ,schriftsteller auftrat1 eben so die transscendentalen ,idealisten1 waren jnger als ,nicolai2 und in ,rcksicht des jungen ,anwuchses hatte unser ,held die ,maxime1 sie scharf zu zchtigen1 damit er in reiferen ,jahren ,ehre und ,freude an ihnen erlebe4 ,daher war ,jacobi einer jener mittelmssigen ,kpfe1 die alles drucken lassen1 was sie etwa im ,discurs gehrt haben1 oder vielmehr halb gehrt haben1 um sich ein ,ansehn zu geben1 ein ,mann1 der seine ,materie nie recht durchdacht hatte1 der nicht einmal schreiben konnte#i4 ,die transscendentalen ,idealisten waren ,querkpfe1 und wer weiss was sie noch alles waren4 ,und so benahm unserm ,helden bis an sein ,ende niemand die selige ,ueberzeugung1 dass im ,umrtteln des oben erwhnten ,sandhaufens das wahre ,philosophiren bestehe2 dass dies keiner besser knne1 als er2 und dass er sonach nicht nur der erste ,philosoph aller ,zeiten1 sondern zugleich auch der gewaltigste philosophische ,streiter sey4 ,die in seinen letzten ,jahren hufiger an ihn ergehenden ,zurufe1 dass er in diesem ,fache gar nichts verstehe1 und hierber am wenigsten eine ,stimme habe1 dienten ihm zum ussern1 seiner innern ,ueberzeugung freilich entbehrlichen ,beweise1 dass jene seine ,meinung1 von seiner philosophischen ,superioritt1 von jederman im ,herzen anerkannt werde4 ,denn1 sagte er bei sich selbst1 wenn sie hoffen knnten1 gegen meine ,grnde etwas auszurichten1 so wrden sie ja diese zu entkrften suchen4 ,aber1 da der blosse ,anblick dieser ,grnde sie zur ,verzweiflung bringt 7welches sich auch allerdings also verhielt73 so bleibt ihnen nichts brig1 als einen ,machtspruch zu thun1 und zu sagen3 ich verstehe nichts von der ,sache4 ,dies aber beweist mir1 dass sie wohl einsehen1 ich allein verstehe die ,sache4 ,anmerkungen4 ,funote #g3 ,m4 s4 ,jacobi wider ,mendelssohns ,beschuldigungen etc4 7,leipzig bei ,goeschen #aghf1 eine ,schrift1 deren ,inhalt noch immer zur ,tagesordnung gehrt7 ,s4 #ii41 wo ,jacobi die ,a4 ,d4 ,b4 #fe4 ,b4 #b4 ,st4 ,s4 #fcj4 citirt4 -- ,eben daselbst sind die ,beschuldigungen nachgewiesen1 dass ,jacobi nicht schreiben knne1 seiner ,materie nie mchtig sey1 u4 s4 w4 ,funote #h3 ,m4 s4 ,s4 #afg der oft angefhrten ,anzeige in der ,n4 ,d4 ,b4 ,funote #i3 ,in dem von ihm selbst herausgegebenen ,lessingschen ,briefwechsel mit ,ramler1 ,eschenburg1 ,ihm 7bei ,ihm #agid7 sagt ,nicolai in der ,vorrede1 nachdem er beklagt1 dass ,mendelssohn ,lessings ,charakteristik nicht herausgegeben1 -- woran bekanntermaassen diesen ,freunden ,lessings zufolge ,jacobi's ,notiz ber ,lessings wahres speculatives ,system ihn verhindert haben sollte3 dies ist nicht der erste ,schaden1 den die in ,deutschland so bliche ,anekdotenjgerei -- oder vielmehr ,klatscherei 7gab es in ,deutschland wohl je eine rgere ,klatsche1 als der ,verfasser der bekannten ,reisen87 angerichtet hat1 da jeder mittelmssige ,kopf1 was er etwa im ,discurse hrt1 -- oder halb hrt1 gleich drucken lsst -- um 7,nicolai's bekannte pragmatische ,methode7 sich ein ,ansehen zu geben4 ,jacobi eben sollte nur halb gehrt haben2 er war es1 durch dessen ,druckenlassen die allein heilbringende ,philosophie so aufgebracht war4 ,er war dieser ,eine unter den mittelmssigen ,kpfen4 ,armer ,wicht1 ahnete dir denn gar nicht von den ,versuchungen des ,teufels1 als du diese ,stelle niederschriebst8 ,hattest du denn gar keinen ,freund1 der dir in die ,ohren geraunt htte1 dass wenn die ,geisteskraft dieses mittelmssigen ,kopfes1 ,friedrich ,heinrich ,jacobi1 unter zehnmalzehnmal zehn ,nicolai zu gleichen ,theilen vertheilt wrde1 jeder dieser ,nicolai seinen ,kopf doch noch mit weit mehr ,ehre durch die ,welt tragen wrde1 als du1 allererbrmlichster ,friedrich ,nicolai8 99 99 99 99 99 ,und hiebei denn fr mehrere ,stellen dieser ,schrift folgende ,bemerkung4 ,ohnerachtet zwischen ,jacobi und mir sich merkliche ,differenzen erhoben haben1 deren ,hauptgrund ich darin finde1 dass ,jacobi ber sehr wesentliche ,puncte mich nicht genug verstanden1 oder1 wenn der ,fehler an meinem ,ausdrucke liegt1 diese ,puncte nicht in den ,zusammenhang hineindenkt1 aus welchem sie in meinem ,denken hervorgehen1 und in welchen ich sie sobald als mglich fr alle ,denker deutlich hineinsetzen werde -- vielleicht auch mit darin1 dass ,jacobi in seinem ,kriege gegen den ,nicolaismus sich gewhnt hat1 bei jedem seiner ,gegner wenigstens eine kleine ,portion dieses ,nicolaismus1 d4 i4 der leeren zwecklosen ,denkerei1 vorauszusetzen2 -- ferner1 wie ,jacobi ber mich und meine ,unternehmungen auch je sich ussern1 und ich nthig finden mchte1 diesen ,aeusserungen zu begegnen2 endlich1 wenn es sich auch zutragen sollte1 dass ,jacobi nach dem allgemeinen menschlichen ,schicksale spterhin durch ,altersschwche herabsnke1 es selbst nicht bemerkte1 keinen ,freund htte1 der ihn warnte1 und so vor dem ,publicum seinem ehemaligen ,selbst unhnlich erschiene3 so soll mich doch dieses alles nicht abhalten1 ihn fr das ,vergangene fr einen der ersten ,mnner seines ,zeitalters1 fr eines der wenigen ,glieder in der ,ueberlieferungskette der wahren ,grndlichkeit1 laut anzuerkennen3 und dies nicht1 um irgend jemandes ,neigung mir zu erhalten1 sondern weil es sich so gebhrt4 ,hochachtung vor ,mnnern grndet sich nicht auf zufllige ,beziehungen1 sondern auf ,erkenntniss ihrer ,verdienste2 und es giebt des ,achtungswrdigen wahrlich nicht so viel1 dass man ,ursache htte1 selbst dieses noch um kleiner ,verstsse1 oder wohl gar aus persnlichen ,grnden1 herabzusetzen4 ,ich erinnere dieses einmal fr immer fr diesen und hnliche ,flle zur ,vermeidung alles ,anstosses und ,misverstndnisses1 in unserm ,zeitalter der ,parteien4 ,es giebt nur ,eine ,partei1 die man zu ergreifen hat1 die fr das ,talent und die ,grndlichkeit1 und gegen die ,dummheit und die ,bosheit2 von dieser ,partei zu seyn1 hat der ,verfasser immer gewnscht4 ,siebentes ,capitel4 ,eine andere fast noch unglaublichere ,meinung unsers ,helden von sich selbst1 zufolge jenes hchsten ,grundsatzes4 ,ein anderes1 beinahe unerklrliches ,misgeschick unsers ,helden war dies1 dass1 obgleich er allein mehr ,papier beschrieben1 als ein ,dutzend seiner schreibseligsten ,zeitgenossen1 er doch bis an sein ,ende nicht schreiben lernte4 ,man fand keine ,zeile bei ihm1 in welcher nicht ein oder ein paar unrecht angewendete ,wrter und einige berflssige vorgekommen wren4 ,am deutlichsten konnte man dies sehen1 wenn man etwa das ,unglck hatte1 einiges aus seinen ,druckschriften abschreiben zu mssen4 ,der ,verfasser dieser seiner ,geschichte sieht mit ,schrecken vorher1 dass tiefer unten diese ,nothwendigkeit ohnedies ihn treffen werde4 ,er knnte es ber das ,herz bringen1 grausamen ,lesern1 die ihm wohl gar anmuthen drften1 auch hier besondere ,belege fr seine ,behauptung beizubringen1 dafr anzuwnschen1 dass sie selbst ein paar ,seiten von ,nicolai abschreiben mssten4 ,das ,ganze seines ,vortrages aber war so beschaffen3 ,es lag ihm stets innig am ,herzen1 dass seine ,leser ihn doch ganz vernehmen und recht verstehen mchten4 ,es kam ihm daher1 so wie er den ersten ,perioden geendet hatte1 immer so vor1 als ob er noch was vergessen und noch nicht deutlich genug geredet hatte4 ,er fing sonach in einem zweiten wieder von vorn an1 um zu sehen1 ob ihm nicht im ,reden das ,vergessene beifallen1 und ob es ihm mit der ,deutlichkeit diesmal nicht noch besser gelingen mchte4 ,da es ihm nun aber mit dem zweiten ,perioden eben so ergangen seyn knnte1 wie bei dem erstern1 so musste er nun freilich in einem dritten1 und nach ,endigung dieses in einem vierten wiederum von vorn anfangen1 und so immerfort4 ,so rang er rastlos nach immer hherer ,deutlichkeit und ,vollstndigkeit2 und wenn er endlich doch einmal aufhrte1 wie er denn wirklich zuletzt noch immer aufgehrt hat1 so geschah dies lediglich darum1 weil seine brigen wichtigen ,geschfte ihn abriefen und ihm die nthige ,zeit zur vollkommenen ,ausfhrung seines ,themas nicht verstatteten4 ,dabei hatte er eine grosse ,liebhaberei zum ,witze1 und seinen ,geist schon frh bei den geistreichen ,englndern1 den ,shaftsbury1 ,buttler1 ,smollet1 den ,verfassern des ,john ,bunkel u4 a4 in die ,nahrung gethan4 ,dennoch behielten bis in sein goldenstes ,zeitalter1 -- das der ,gundiberte und der witzigen ,theile von den ,reisen -- seine ,spsse eine gewisse dicke ,zhheit1 ,plattheit und ,gemeinheit4 -- ,da man in ,nicolai's ,witze den grssten ,theil des polemischen ,witzes seines ,zeitalters zugleich mit charakterisirt1 so drfte vielleicht eine kurze ,classification dieses ,witzes hier nicht an der unrechten ,stelle stehen4 ,wir theilen diesen ,witz trichotomisch ein1 und finden an ihm eine vollstndige ,synthesis4 ,die erstere ,art ist der repetirende ,witz2 wenn am ,markte einer aus dem ,pbel vor dem ganzen herumstehenden ,haufen einer ,hkerin sagt3 du bist eine ,diebin2 und diese sich zu dem ,haufen wendet und schreit3 ,ich bin eine ,diebin2 sagt er3 ,absolute ,thesis des ,witzes4 ,mit dieser ,art pflegte unser ,held seinen ,widersachern die tiefsten ,wunden zu schlagen2 und die ,schule der transscendentalen ,philosophen soll allein daran sich zu ,tode geblutet haben4 -- ,die zweite ,art des ,witzes ist die der einfachen ,retorsion2 wenn jener sein ,wort3 du bist eine ,diebin wiederholt1 und die ,hkerin ihm nun antwortet3 nein du1 du bist ein ,dieb3 ,antithesis des ,witzes4 ,auch diese ,art wusste unser ,held vortrefflich zu handhaben1 und bediente sich derselben hufig4 ,endlich1 die dritte ,sorte ist die der spttischen ,retorsion2 wenn unser ,mann sein ,wort nochmals wiederholt1 und die ,hkerin ihm antwortet3 ja du wrst mir der ,rechte1 dass du mir das sagen solltest1 du shst mir so aus1 du httest es auf dem ,leibe3 ,synthesis des ,witzes4 ,man muss es unserm ,helden zum ,ruhme nachsagen1 dass er dieser letzten beissenden ,sorte1 ohnerachtet er auch sie sehr geschickt zu behandeln verstand1 sich doch nur selten1 und nur gegen sehr eingewurzelte ,schden bediente4 ,dies war der ,umfang seiner ,schalkheit1 und andere ,sorten haben in seinen zahlreichen ,schriften sich nicht gefunden4 ,so war es mit ,nicolai's ,talent zur ,schriftstellerei nach der ,wahrheit beschaffen4 ,was glaubte nun er selbst ber dieses ,talent8 -- ,lasset uns auch hier billig seyn4 ,wenn ein alter1 misgeschaffener1 von ,gicht und ,podagra zerrissener ,faun1 der in einem vorberfliessenden ,bache seine ,gestalt erblickte1 dieselbe mnnlich anstndig und ehrwrdig fnde3 wer wrde es ihm so sehr verdenken8 ,gehren doch die ,augen1 durch welche er sieht1 auch zu ihm selbst4 ,wenn aber derselbe die krampfhaften ,zuckungen der ,gicht in seinem behaarten ,gesichte fr ein ,lcheln der himmlischen ,venus1 und das ,schlottern seiner verdorrten ,schenkel und die ,bebungen seiner spitzigen ,bocksfsse fr die ,tanzbung einer ,grazie anshe3 so wrde dies doch zu sehr das ,mittelmaass der einem ,faun allenfalls zu verstattenden ,eigenliebe berschreiten4 ,es erging unserm ,helden nicht viel besser als diesem ,faune4 ,dass er sich fr einen ,richter und ,meister ber ,sachen des ,stils gehalten1 beweisen theils der ,tadel1 den er so oft gegen anderer ,schreibart ergehen lassen1 wenn er z4 ,b4 ,jacobi1 ohne ,zweifel einem der besten ,stilisten seines ,zeitalters1 vorrckte3 er knne nicht schreiben2 theils die ,liebkosungen1 die er von ,zeit zu ,zeit ganz unverhohlen seinem eignen ,vortrage machte1 indem er sagte3 die blossen ,bchergelehrten wssten gar nicht1 wie man dem ,publicum etwas vortragen msse2 er aber1 ein ,mann1 der in der ,welt gelebt1 wisse es1 und darauf ,proben von dieser ,fertigkeit gab#aj4 ,fr welchen satirischen ,kopf und durchtriebenen ,schalk er sich gehalten1 ist daraus zu ersehen1 dass er die ,horazisch-,shaftsburysche ,maxime1 durch das ,lcherliche die ,thorheit an den ,tag zu bringen1 zu der seinigen gemacht1 und bis an sein ,ende geglaubt1 dass er der geborne und bestellte ,verfolger aller ,thorheit durch jene ,waffen des ,lcherlichen sey4 ,diese ,meinung1 da sie durchaus ohne alle ussere ,veranlassung und von aller ,wahrscheinlichkeit entblsst war1 konnte durch nichts ,anderes entstanden und befestigt seyn1 ausser durch die ,begriffe1 welche unser ,held von seinen ,talenten berhaupt hatte4 ,anmerkung4 ,funote #aj3 ,in sehr vielen ,stellen der ,nicolaischen ,reisebeschreibung4 ,achtes ,capitel4 ,sonderbare ,begriffe unsers ,helden ber seine und seiner ,gegner gegenseitige ,rechte1 aus jenem hchsten ,grundsatze4 ,da1 wie gesagt1 unser ,held voraussetzte1 dass er nie anders als recht haben knnte1 und dass alle ,welt gleichfalls1 wenigstens im ,herzen1 derselben ,ueberzeugung wre1 dass er nie unrecht haben knnte3 so begegnete es ihm nicht selten1 dass er seinem ,gegner gerade dasselbe ernstlich verwies1 was er selbst immer that1 und vielleicht in demselben ,augenblicke that1 da er es jenem verwies4 ,sie sollten nemlich denken3 ja dem ,nicolai ist das wohl erlaubt1 denn der hat recht2 uns aber ist es nicht erlaubt1 denn wir haben ja unrecht4 ,so1 nachdem er in der berhmten ,acte mit grossmthigem ,bedauern gemeldet1 dass es das ,schicksal der ,jenaischen allgemeinen ,literatur geworden1 ,kant zu loben1 und ,reinhold3 sagt er einige ,seiten spter ohne ,bedauern1 vielmehr mit ,ruhme1 dass seine allgemeine ,literatur der neuen und neuesten ,philosophie stets im ,wege gewesen#aa4 ,man sollte meinen1 ,parteilichkeit fr und ,parteilichkeit wider sey doch immer beides ,parteilichkeit1 und eine der andern werth4 -- ,ja1 aber die neue und neueste ,philosophie ist ja falsch1 denn sonst knnte die alte ,nicolaische nicht wahr seyn2 und es ist sonach allerdings ruhmwrdig1 der ersten im ,wege zu stehen1 und sehr tadelnswrdig1 sie zu loben4 ,in derselben ,acte beschuldigte er die ,herren ,schelling1 ,a4 ,w4 ,schlegel1 ,fichte1 dass sie gnstige ,beurtheilungen ihrer ,schriften in die ,jenaische ,allgemeinheit zu bringen1 ja1 dass der letztere sogar die bibliothekarische ,allgemeinheit sich geneigt zu machen gesucht habe4 ,wenn sich dies auch nun so verhalten htte 7mikrologische ,geschichtsforscher jener ,zeiten1 die ihren ,fleiss sogar ber die ,lebensumstnde jener nun vergessenen ,schriftsteller verbreiten1 versichern einstimmig1 diese htten die ,wahrheit jener ,beschuldigung bestndig abgelugnet71 wenn es sich nun auch so verhalten htte1 htte es ihnen denn ,nicolai so sehr verdenken sollen1 der sich rhmt1 in seiner ,bibliothek nur ungnstige ,recensionen jener ,philosophie1 die eben darum seiner eigenen gnstig sind1 zuzulassen2 und von welchem es in jenen ,tagen bekannt war1 dass er auch der ,jenaischen allgemeinen ,literatur dasselbe ,princip angemuthet1 und einem der ,statthalter jener ,literatur derb den ,kopf dafr gewaschen1 dass man ein paar ,schriften von ,fichte durch ,reinhold habe recensiren lassen1 und nicht vielmehr durch einen ,mann1 -- der die ,blssen jener ,fichteschen ,philosophie so recht an den ,tag gebracht htte8 -- ,aber1 war es denn jenen ,mnnern noch nicht gesagt worden1 dass sie unrecht htten1 von ,nicolai selbst gesagt worden8 ,war es nicht eine ,schande1 dass sie das ,gift ihrer verworfenen ,meinungen1 mit dem sie fr ihre ,person leider angesteckt waren1 nun auch durch die geheiligten ,quellen der ffentlichen ,literaturen in das ,publicum zu bringen suchten1 anstatt in die ,einsamkeit sich zurckzuziehen und sich selbst heilen zu lassen8 ,dem ,fichte besonders wird in jener ,acte ein schweres ,sndenregister zu ,gemthe gefhrt#aa4 ,er habe sich in ,jena auf ,reinholds ,stuhl gesetzt 7man hat mehrere ,erklrungen der ,antiquittenkenner von dieser wichtigen ,stelle1 keine aber befriedigt uns1 und wir mssen daher sie1 die sehr leicht das grsste ,verbrechen jenes ,mannes enthalten mag1 als unverstndlich bergehen72 er habe gewusst1 diesen so ungemein verehrten ,lehrer bei den ,studenten in ,jena in kurzer ,zeit fast in ,vergessenheit zu bringen4 ,unser ,held hat nicht hinzugesetzt1 welcher ,mittel sich hierbei der ,mann bedient2 auf jeden ,fall aber sollte man hieraus beinahe schliessen1 dass es demselben nicht an allem ,lehrertalente gefehlt haben msse4 ,dies ist doch wohl nicht sein ,vergehen8 -- ,vielleicht nur der ble ,gebrauch1 den er von jenem ,talente machte8 ,aber der ,reinhold1 den er in ,vergessenheit brachte1 war ja1 nach den ,nachrichten der besten ,geschichtschreiber1 selbst ein ,kantianer1 und weit davon entfernt1 in den ,umkreis der allein wahren ,bibliothek zu gehren4 ,diesen in ,vergessenheit gebracht zu haben1 kann ,fichte's ,vergehen nicht seyn4 -- ,lesen wir weiter4 ,nun 7hier mildert der grossmthige ,mann ganz offenbar die ,schuld des ,angeklagten4 ,nach den besten ,nachrichten hatte ,fichte nicht erst1 nachdem es ihm bei den ,studenten gelungen war1 ,reinhold in ,vergessenheit zu bringen1 sondern sogar schon vor seiner ,ankunft in ,jena eine ,schrift verfasst und dem ,drucke bergeben1 in welcher er geradezu die ,kantische ,philosophie fr unvollendet erklrt1 von den ,reinholdschen ,bemhungen bloss schonend gesprochen1 und seinen ,vorsatz1 die ,sache zu vollenden1 bestimmt angekndigt47 -- nun habe es jenem ,manne ein ,leichtes geschienen1 auch ,kant von dem hohen ,stuhle1 der ihm als dem ersten ,philosophen ,deutschlands gesetzt worden1 herunterzustossen4 ,unser ,held sprach nie und spricht auch hier nicht mit ,billigung davon1 dass ,kant dieser hohe ,stuhl gesetzt worden4 ,es war das unablssige ,bestreben aller literarischen ,thtigkeit seiner letzten ,tage1 ihn von diesem ,stuhle herunterzustossen4 ,sonach wren ja ,nicolai und ,fichte einiger gewesen1 als man glaubt1 und der erstere htte den letztern nimmermehr darber tadeln knnen1 dass er mit ihm fr ,einen ,zweck arbeite4 ,lesen wir also weiter -- und sich selbst darauf zu setzen4 ,ja so1 dies wollte ,fichte1 und hierin liegt sein ,verbrechen6 ,dass er ,reinhold in ,vergessenheit brachte1 war brav3 dass er ,kant vom hohen ,stuhle herunterzustossen suchte1 verdienstlich4 ,nur htte er von da an in die ,gemeine der ,bibliothek1 wo der wahre hohe ,stuhl mit dem wahren ersten ,philosophen ,deutschlands schon lngst besetzt war1 selbst zurckkehren und die ,seinigen dahin leiten sollen4 ,dann htte man ihm seinen akademischen ,beifall wohl gnnen mgen2 er wre vor seinen verderblichen ,irrthmern bewahrt geblieben1 htte ,reinholds ,stuhl behalten bis an sein ,ende1 und sein ,name lebte noch jetzt unter den andern berhmten ,namen der ,bibliothekare4 ,in derselben ,acte1 und sonst noch an mehreren ,orten1 verweist ,nicolai ,schelling und ,fichte die ,unanstndigkeit sehr ernstlich1 dass ihnen zuweilen ihren ,gegnern gegenber so ein ,wort von ,halbkpfigkeit entschlpft sey4 ,zwar war dieses1 so viel man weiss1 immer nur geschehen1 wenn sie im ,allgemeinen sprachen1 und nie gegen bestimmte genannte ,personen4 ,zwar hatten diese ,schriftsteller seit ,jahren ein ,system dem ,publicum vorgelegt1 das seinen ,grundtheilen nach vollendet und vollstndig bewiesen und begrndet war4 ,warum man nun auf dasselbe sich nicht ernstlich einlasse1 darber hatten sie bis zu jener ,epoche noch das erste vernnftige ,wort aus dem ,publicum zu vernehmen4 ,keiner ihrer ,gegner verstand sie1 und alles schwatzte1 und muthete ihnen an1 zehnmal abgewiesene ,misverstndnisse zum eilftenmale abzuweisen4 ,es wre ihnen vielleicht zu verzeihen gewesen1 wenn ihnen im ,unwillen zuweilen etwas ,menschliches begegnete4 ,nicolai hatte sie unter ihrem ,namen1 und mit ihnen zugleich noch eine ,menge anderer genannter ,mnner in ffentlichen ,schriften ,querkpfe genannt1 und noch mancherlei andere ,schimpfworte ihnen angeworfen4 ,man htte denken sollen1 eine ,zusammensetzung mit ,kopf sey der andern werth1 und die ,benennung des ,halbkopfs1 der ja wohl noch wachsen kann1 sey immer milder1 als die eines vllig in die ,quere gedrehten ,kopfes2 und ,nicolai htte sonach recht gut gleiches mit gleichem aufgehen lassen knnen4 ,aber wie knnen wir uns auch nur einfallen lassen1 hier eine ,gleichheit des ,verhltnisses zu setzen8 ,hatte nicht zuvrderst ,nicolai recht1 und die ,wahrheit auf seiner ,seite8 und war es an ihm zu tadeln1 wenn im hohen ,eifer fr die ,wahrheit ihm auch wohl ein derbes ,scheltwort entfuhr8 ,vertheidigten die ,gegner nicht den ,irrthum1 und war ihnen dies nicht etwa gesagt8 ,jemanden auch noch dazu zu schimpfen1 weil er unsern ,irrthum nicht gegen die ,wahrheit vertauschen will3 welche ,verkehrtheit und ,impertinenz6 ,war nicht ferner ,nicolai ein alter ,mann1 und jene ,schriftsteller junge ,leute2 und ist es nicht eine ausgemachte ,wahrheit unter allen alten ,schriftstellern des ,nicolaischen ,kreises1 dass die ,alten auf die ,jungen schimpfen drfen1 so viel sie wollen1 diese aber nicht wiederschimpfen1 sondern sich ziehen lassen mssen8 ,respect fr das ,alter6 heisst es in dieser ,schule2 sogar wenn der alte ,mann ein alter ,narr ist4 -- ,war ,nicolai nicht der angestellte ,altmeister aller ,schriftsteller1 und war es nicht sein ausdrcklicher besonderer ,beruf1 die ,jugend durch jedes ,mittel zum ,guten zu ziehen2 und konnten nicht auch harte ,scheltworte unter diese ,mittel gehren8 ,und diese ,jugend1 statt sich weisen zu lassen1 schimpfte wieder4 ,welche ,insubordination6 ,kurz1 wenn ,nicolai schimpfte1 so that er es immer am rechten ,orte1 zu rechter ,zeit1 und schimpfte mit ,grazie4 ,wenn andere schimpften1 so war es gemein und pbelhaft4 ,nicolai allein verstand zu schimpfen1 und darum musste man es ihm allein berlassen4 ,anmerkung4 ,funote #aa3 ,m4 s4 ,s4 #adg der angefhrten ,anzeige in der ,n4 ,d4 ,b4 ,neuntes ,capitel4 ,wie unser ,held1 zufolge seines hchsten ,grundsatzes1 sich zu nehmen gepflegt1 wenn derselbe angefochten worden4 ,so fest und unerschtterlich unsers ,helden ,meinung war1 dass ihn jederman fr den ersten ,menschen des ,zeitalters anerkenne1 so beharrlich war1 wie jeder andere bemerken musste1 sein ,misgeschick1 dass man ihn nicht einmal so recht im ,mittelschlage mit wollte gelten lassen4 ,so beliebt auch sehr bald seine ,bibliothek wurde1 so wusste man doch im grssern ,publicum nicht viel anderes darber1 als dass er sie eben drucken liesse4 ,man hielt ihn hchstens fr einen industrisen ,buchhndler1 und fr einen ,dilettanten in der ,wissenschaft1 der1 weil viele ,bcher durch seine ,hnde gingen1 glaubte1 wie eben jeder andere ,buchhndler auch1 ber ,bcher mitsprechen zu knnen4 ,fr einen unstudirten ,buchhndler1 meinte man1 mchten seine ,rsonnements noch so hingehen4 ,er hat es in seinen alten ,tagen dem ,publicum oft genug in die ,ohren rufen mssen1 dass er sich wirklich und in der ,that nicht fr einen blossen unstudirten ,buchhndler1 sondern in allem ,ernste fr einen wirklichen und wahren ,gelehrten gehalten4 ,dennoch hat er es in keinem ,zeitpuncte seines ,lebens im ,publicum zu derjenigen ,reputation gebracht1 welche in seinem ,zeitalter jeder ,gelehrte sich erwarb1 der nur ungefhr ein ,jahrzehend hindurch fleissig und anhaltend ,bcher schrieb4 ,dies war wohl zum ,theil ,misgeschick1 zum ,theil aber auch eigene ,schuld4 ,htte er1 nachdem er den ,verstoss des ,publicums merkte1 nur mit seiner ,emphase in der ,welt verbreitet1 dass er die ,bibliothek nicht nur drucke1 dass er auch an ihr recensire1 ja1 dass er sie redigire2 htte er sich vor aller eigenen ,schreiberei unter seinem ,namen sorgfltig gehtet3 so wrde er bald in dasselbe ,ansehen gekommen seyn1 welches so mancher andere hchst mittelmssige ,redacteur berhmter gelehrter ,zeitschriften geniesst1 der der eigenen ,autorschaft sorgfltiger aus dem ,wege geht2 und wir1 sein ,geschichtschreiber1 wren der ,hinzufgung des gegenwrtigen ,capitels berhoben4 ,unser ,held aber schrieb ,bcher1 dicke ,bcher1 unter eignem ,namen1 und dadurch verdarb er alles4 ,sein ,sebaldus zwar htte hingehen mgen4 ,dieser war dem ,zeitalter seiner ,erscheinung so angemessen1 dass man ihn der ,fhigkeit unsers ,helden sogar nicht zutrauen wollte4 ,es sind wohl nicht viel unter meinen ,lesern1 denen ein zu jener ,zeit ziemlich allgemein verbreitetes ,gercht nicht zu ,ohren gekommen seyn sollte3 ,nicolai sey gar nicht der ,verfasser des ,sebaldus1 er habe sich unrechtmssigerweise dafr ausgegeben2 der wahre ,verfasser1 ein immer ,geld bedrfender ,gelehrter1 bediene sich dieses ,nicolaischen ,plagiats1 um durch die ,drohung1 es bekannt zu machen1 in jedem ,bedrfnisse ,geld von ihm zu erpressen4 -- ,wir haben dieses ,gercht nicht angefhrt1 als ob wir selbst ihm ,glauben zustellten2 jenes ,werk trgt zu unverkennbar das ,geprge der ,nicolaischen ,feder2 sondern um zu zeigen1 wie das ,publicum von jeher ber unsern ,helden gedacht4 ,es folgte ,john ,bunkel4 ,diesen hatte unser ,held1 seiner eigenen ,versicherung nach1 nicht selbst gemacht1 sondern bersetzt4 ,aber das ,buch fiel auf als schlecht2 und darum stritt man ihm hier die ,autorschaft auf1 die man dort ihm abstritt2 er sollte und musste mit aller ,gewalt nicht der blosse ,uebersetzer1 sondern der ,urheber selbst seyn4 ,und als man nun nicht lnger lugnen konnte1 dass er es bersetzt habe1 war er darum um nichts gebessert4 ,der ,verfasser der durchaus originellen1 leider nicht sehr bekannt gewordenen ,geschichte einiger ,esel fing schon damals an1 treffliche ,beitrge zur ,geschichte unsers ,helden zu liefern4 ,jetzt trat unser ,held seine ,reisen an4 ,sein ,weg fhrte den ,berliner1 der bisher zwischen dem protestantischen ,berlin und dem protestantischen ,leipzig und seiner ,buchhndlermesse sein ,wesen getrieben hatte1 durch katholische ,provinzen4 ,da sahe er ,crucifixe an den ,strassen1 ,heiligenbilder1 ,amulete1 ,votivtafeln2 hrte1 dass gewisse ,heilige die ,schutzpatrone gegen gewisse ,landplagen oder ,krankheiten wren2 hrte1 dass ein wohlmeinender ,katholik1 da seine ,religion ihm allein seligmachend ist1 jeden ,menschen in den ,schooss derselben zu bringen suchen msse u4 s4 w4 -- ,dergleichen hatte er in ,berlin und ,leipzig nicht gesehen2 hatte er ja von andern1 die es gesehen hatten1 etwas der ,art erzhlen gehrt1 so hatte er es fr ,aufschneiderei und fr schlechten ,spass gehalten2 denn wie knnte doch irgendwo etwas anders seyn1 als zu ,berlin oder zu ,leipzig2 wie in aller ,welt knnte man doch ein katholischer ,katholik seyn8 ,jetzt sah er es mit seinen ,augen1 und rief athemlos durch das heilige rmische ,reich3 hrts1 ,deutsche hrts1 das ,unglck -- die ,entdeckung meines ,scharfsinns2 es giebt1 o es giebt ,katholiken1 die da katholisch sind -- und damit man es ihm doch ja glauben mchte1 brachte er alle ,bilder und ,gebetzettel aus allen ,gegenden zu ,hauf1 und gab sie in den ,kauf obenein4 ,nicht lange nachher begegnete ihm ein ,verdruss mit seiner ,bibliothek4 ,sie sollte -- welches1 dass ich es im ,vorbeigehen sage1 nur zu wahr1 offenbar und klar ist -- sie sollte ein der ,religion gefhrliches ,werk seyn4 ,das war ihm zu hoch4 ,athmete doch dieses ,werk seinem besten ,wissen nach durchaus das1 was er den reinsten ,protestantismus nannte4 ,nur dem nunmehro seit seinen ,reisen an den ,tag gekommenen ,antiprotestantismus1 nur der katholischen ,religion konnte es gefhrlich seyn4 ,beide ,visionen vermengten sich in seinem schwachen ,kopfe1 und dazu mischte sich noch eine dritte1 die allein schon fhig gewesen wre1 ihn zu verwirren1 die der geheimen ,orden1 der ,gold- und ,rosenkreuzerei4 ,nun konnten die ,gegner seiner ,bibliothek nichts ,anderes seyn1 als ,kryptokatholiken1 welche durch geheime ,orden und andere ,machinationen die ,protestanten in den ,schooss der rmischen ,kirche zurckzufhren suchten1 und denen er durch seine ,bibliothek und durch die wichtigen ,entdeckungen seiner ,reisen im ,wege stand3 und es musste von nun an alles von solchen ,machinationen wimmeln4 ,noch im ,jahre #ahjj erzhlte ,nicolai in der ,vorrede zum ersten ,stck der von ihm wieder herausgegebenen ,bibliothek sehr ernsthaft das alte ,mhrchen1 und verrieth in aller ,unbefangenheit den wahren ,grund1 der ihn auf diese ,vision gebracht1 die ,anfechtungen nemlich1 welche er und seine ,bibliothek von einem ,minister und einigen geistlichen ,rthen unter der vorigen ,regierung erdulden mssen4 ,jene vorgeblichen ,verbreiter des ,katholicismus thaten unserem ,helden nur nicht die ,liebe an1 dass sie selbst katholisch geworden wren1 geschweige1 dass sie andere bedeutende ,personen dazu gemacht htten4 ,diejenigen1 welche vielleicht anfangs durch das heftige ,geschrei mit fortgerissen wurden1 mussten sich denn doch nun1 nachdem von allem ,prophezeiten nichts erfolgte1 und sie klter wurden1 erinnern1 dass sie ja alles1 was ,nicolai ihnen erzhlt1 schon vorher auch gewusst und gesehen htten1 und dass beinahe alle ,welt es gewusst und gesehen htte1 sie mussten sich wundern1 dass es unserm ,helden allein vorbehalten gewesen1 diese ,sachen so bedeutend zu nehmen1 und so scharfsinnige ,schlsse daraus zu entwickeln1 sich fragen1 warum sie denn nicht selbst auch von denselben ,prmissen aus auf dieselben ,entdeckungen gekommen1 und das ,ganze konnte sich nur durch ein lautes und allgemeines ,gelchter ber unsern ,helden beschliessen4 ,noch stand ihm eine andere traurige ,epoche seines ,lebens bevor3 seine ,feldzge gegen die neuere ,philosophie4 ,zwar waren seine ,einwendungen gegen diese ,philosophie1 -- etwa1 dass ja die ,erscheinung der ,sinnenwelt so gar nicht vor ,blutigeln weiche1 vor denen doch sonst jede ,erscheinung verschwinde1 oder dass1 wenn alles1 was da ist1 das ,ich selbst sey1 ein ,mensch1 der eine wilde ,schweinskeule sse1 sich selbst sse1 -- diese ,einwendungen waren smmtlich von der ,art1 dass jeder ,knecht und jede ,magd im rmischen ,reiche1 die sie vernahmen1 finden mussten1 sie htten dieselben wohl auch vorbringen knnen4 ,aber dadurch1 dass unser ,held sie ihnen so vor dem ,munde wegnahm1 empfahl er sich schlecht ihrer ,zuneigung4 ,ueberdies hrten sie auch nicht1 dass man jene ,philosophen von ,obrigkeitswegen in die ,tollhuser gebracht1 welches doch1 wenn ihre ,behauptungen durch jene ,einwendungen getroffen wrden1 nothwendig htte geschehen mssen4 ,sie blieben also immer geneigter1 anzunehmen1 dass jene ,stze wohl noch einen andern ,sinn haben drften1 den ,nicolai nur nicht verstnde1 oder hmischerweise verdrehe2 und so that selbst bei den gemeinsten ,lesern diese ,art der ,polemik der ,ehre unsers ,helden weit grssern ,abbruch1 als der ,ehre jener ,philosophen4 ,diese zusammenhngende ,reihe von ,unglcksfllen musste nothwendig unsern ,helden1 der nie einen befestigten ,credit besessen1 immer verchtlicher und lcherlicher machen4 ,er kam in seinen letzten ,tagen nach dem ,jahre #ahjc so herab1 dass jeder ,muthwillige1 der gerade keinen spasshaftern ,zeitvertreib hatte1 den alten ,steinbock zu ,berlin neckte und am ,barte zupfte1 um sich an seinen ,capriolen zu belustigen4 ,wie benahm sich nun unser ,held dabei8 ,ging ihm denn noch kein ,licht darber auf1 dass das ,zeitalter ihn nicht fr seinen ersten ,mann hielte8 ,keinesweges4 ,gegen diese ,ahnung hatte er schon frher sich befestigt gezeigt4 ,war es irgend mglich zu hoffen1 dass man eine gegen ihn ergangene ,schmhung berhrt habe1 so pflegte er derselben lieber gar nicht zu erwhnen1 sondern sie mit grossmthigem ,stillschweigen zu bergehen4 ,so hatten allerdings mehrere aus der ,schule der transscendentalen ,idealisten ihn oft etwas respectwidrig behandelt4 ,fichte hatte das einzige ,mal1 da er seiner erwhnt1 ihn als die seufzende ,creatur charakterisirt2 ,schelling hatte ihn einmal einen alten ,californier1 und ein andermal einen alten ,geck gescholten2 ,niethammer hatte gar die -- zwar ungegrndete1 und tiefer unten zu widerlegende ,hypothese geussert3 ,nicolai sey nun wirklich bergeschnappt1 und er sey der ,gott ,vater zu ,bedlam1 der gegen seinen ,nachbar ,jesus ,christus1 -- etwa den ,ritter ,zimmermann1 die ,zhne fletsche4 ,dennoch hat ,nicolai1 so oft er auch hinterher veranlasst worden1 diesen ,mnnern ihr briges ,unrecht hart zu verweisen1 dieser ihm selbst widerfahrenen ,beleidigungen nie auch nur erwhnen mgen4 ,er hat vielmehr immer standhaft vorausgesetzt1 dass jene ,mnner seiner ,weisungen allerdings achteten1 und lehrbegierig darauf hrten1 und durch dieselben schon noch zur ,besinnung gebracht werden wrden4 ,tieck hatte ihn beinahe in allen seinen ,schriften auf eine sehr empfindliche ,weise durch wahren1 tief eingreifenden ,witz angezapft2 besonders aber erschien im ersten ,hefte seines poetischen ,journals ein alter ,mann1 der unserm ,helden wie aus den ,augen geschnitten war2 auch stellte im jngsten ,gerichte desselben ,hefts ,nicolai namentlich sich in einer hchst possirlichen ,gestalt dar4 ,dadurch wurde unser ,held so wenig beleidigt1 dass er ,kaltbltigkeit genug beibehielt1 in eigner ,person jenes ,heft zu recensiren#ab4 ,zwar konnte er es nicht verbergen1 dass die beiden ,aufstze1 in denen er angegriffen war1 nichts taugten2 war aber schonend genug1 den eigentlichen faulen ,fleck in denselben nur ganz leise1 wie wir unten sehen werden1 zu berhren4 ,war aber der ,verstoss in zu grosser und guter ,gesellschaft gemacht1 und liess sich nicht annehmen1 dass er auf die ,erde gefallen sey1 so wusste unser ,held immer gut nachzuweisen1 warum die ,gegner so sprechen mssten1 wie sie sprachen4 ,es fand sich immer1 dass er sie schon frher angegriffen1 und ihre ,eigenliebe gekrnkt habe1 dass sie nur dafr sich rchen wollten1 und deswegen ,dinge vorbrchten1 denen ihre wahre ,herzensmeinung widersprche4 ,so war in den bekannten ,xenien der ,spass mit unserm ,nicolai wirklich weit gegangen1 auch liess sich die ,kunde davon nicht gut ablugnen4 ,unser ,held aber zeigte1 dass die ,verfasser jene ,gedichte nur deswegen publicirt htten1 um die tiefen ,wunden1 die er ihnen durch den #aa4 ,band seiner ,reisen geschlagen1 zu rchen4 ,freilich hre niemand gern die ,wahrheiten1 die er ihnen dort sage1 es sey ihnen eben nicht zu verdenken1 dass sie sich rchten1 so gut sie vermchten4 ,uebrigens wusste er1 dass sie ihn im ,herzen doch verehrten1 ihn fr einen ,meister anerkannten1 und gewaltige ,furcht vor ihm hatten#ac4 ,so sagte er von den transscendentalen ,idealisten1 dass sie die ,d4 ,b4 zu verachten nur affectirten#ad4 ,freilich waren sie eine rohe1 ungeschlachte ,rotte1 jene ,idealisten1 die fr manches ,geachtete wenig ,achtung bezeigten4 ,aber die ,bibliothek1 dieses grsste ,werk unsers ,helden1 wirklich und in der ,that nicht zu achten -- diese ,verkehrtheit konnte selbst ihnen ,nicolai nicht zutrauen4 ,nein1 sie stellten sich nur so1 sie affectirten nur ,nichtachtung1 weil ihnen die ,trauben des schmackhaften ,lobes jener ,bibliothek zu hoch hingen4 ,so setzte er bei der oben erwhnten ,recension des ,tieckschen ,journals hinzu3 ,tieck ussere da sein ,misfallen an einigen ,personen1 denen er selbst und seine ,verse wohl auch nicht gefallen haben mchten4 -- ,mochte doch diese ,stelle denjenigen1 die dieses ,journal nicht gelesen hatten1 dunkel bleiben4 ,was sollte doch er selbst durch seine ,bibliothek das leider erhobene ,skandal weiter verbreiten8 ,waren aber welche unter den ,lesern1 die jenes ,journal gesehen hatten1 so konnten diese nur glauben1 ,nicolai mchte ,herrn ,tieck frher etwas zu ,leide gethan haben1 dieser habe dafr sein ,mthchen an ihm khlen wollen2 nicht1 als ob er im ,herzen nicht voller ,achtung und ,respect fr ihn sey1 sondern lediglich aus dem boshaften ,grunde1 sich an ihm zu rchen4 ,auf diese ,weise entging unser ,held dem1 was in jedem andern ,falle sicher zu erwarten gewesen wre1 dem sichtbar erscheinenden und im brgerlichen ,leben sich ussernden ,wahnsinne4 ,mit dem ,ritter ,zimmermann1 welchem ,nicolai seine ,eitelkeit nicht verzeihen konnte1 ohnerachtet er selbst daran einen grssern ,antheil hatte1 und mit demselben ,wohlgefallen von seinem ,schachspielen mit dem ,minister ,wllner1 und von der witzigen ,abfertigung1 die er ihm gegeben1 erzhlte1 als jener von seinen ,unterredungen mit ,friedrich dem ,zweiten erzhlt hatte -- mit dem armen ,ritter endete es traurig1 und auch dem unglcklichen ,wetzel bekam seine ,gttlichkeit bel4 ,es glaubten deswegen viele1 dass es auch mit unserm ,helden auf dieselbe ,weise enden wrde2 und der oben angefhrte ,gelehrte glaubte sogar einstmals1 dass dieser ,fall wirklich eingetreten sey4 ,diesen ,mnnern entging nur folgendes1 dass man1 um wahnsinnig werden zu knnen1 doch noch irgend einen wahren und richtigen ,gedanken unaustilgbar in sich haben muss1 welcher mit den ebenso fest eingewurzelten unrichtigen und falschen in einen nie zu entscheidenden ,widerstreit gerth1 und dadurch das ,phnomen der ,geistesverwirrung erzeugt4 ,totale und radicale ,verkehrtheit aber1 mit welcher auch nicht ,ein richtiger ,gedanke verbunden ist1 stimmt mit sich selbst innig zusammen1 und macht das ,verfahren ebenso fest und unerschtterlich und gleichmssig1 als die ,wahrheit4 ,ein solcher ist in seinem ,ideenkreise beschlossen1 und kein ,gott wrde einen ,gedanken in denselben hineinbringen1 der nicht darein passte4 -- ,hierzu kommt1 dass besonders diejenige ,art der ,verrcktheit1 welche aus ,eigendnkel entsteht1 und in welcher die ,menschen sich fr ganz etwas ,anderes halten1 als sie sind1 eigentlich nur durch den ,widerspruch anderer erhitzt1 erbittert1 und zu den wilden ,aeusserungen1 in die sie fters ausbricht1 bewogen wird4 ,bete man nur jenen ,gott ,vater zu ,bedlam1 und seinen ,sohn ,jesus ,christus glubig an2 lasse man sie nur ruhig bei der ,meinung1 dass sie die ,welt regieren und alle ,tage das ,wetter machen1 und sie werden sehr sanfte wohlthtige ,gottheiten bleiben4 ,nur der ,widerspruch reizt sie4 ,gegen diese ,reizung war unser ,gott ,vater durch ein in seiner ,narrheit selbst liegendes ,mittel gesichert3 er glaubte nie1 dass der ,widerspruch ernstlich gemeint sey4 ,die ,schnippchen1 die man gegen seinen papiernen ,olymp heraufschlug1 hielt er fr eigen gestaltete ,dmpfe des ,weihrauchs4 ,handelten die ,sterblichen unter ihm nicht nach seinem ,sinne1 so griff er zu etwas1 das er treuherzig fr seinen ,donnerkeil hielt1 schleuderte es1 und war nun fest berzeugt1 dass alles um ihn herum zerschmettert und vernichtet wre4 ,ein ,narr war er freilich2 denn es ist ohne ,zweifel ebenso nrrisch1 wenn ein einfltiger unstudirter ,buchhndler1 der nie eines systematischen ,unterrichts genossen1 und nie die entfernteste ,idee davon gehabt1 was eine ,wissenschaft sey1 sich fr den ersten aller ,gelehrten1 ein geborner stumpfer ,kopf1 der es nie dahin bringen knnen1 auch nur einen ,perioden sprachrichtig und logisch zu schreiben1 sich fr einen ,mann von allgemeinem und ausserordentlichem ,talent1 und ein ausgemachter ,berliner ,badaud#ae und ungezogener tlpelhafter ,schwtzer sich fr einen grossen ,weltkenner und ,weltmann hlt3 als es nrrisch ist1 wenn ein armer ,schuhflicker sich fr den ,knig von ,jerusalem ansieht4 ,aber in dieser ,verrcktheit blieb er sich so unerschtterlich gleich und alles sein ,handeln1 ,glauben und ,denken stimmte mit ihr1 und unter sich so wohl berein1 dass1 wenn man bloss seine ,aeusserungen unter einander verglich1 und mit der ungeheuren ,falschheit der ersten ,voraussetzung nicht bekannt war1 man bis an sein ,ende nicht die geringste ,spur einer ,verstandesverwirrung an ihm entdecken konnte4 ,anmerkungen4 ,funote #ab3 ,m4 s4 #c4 ,heft4 #a4 ,st4 #ef4 ,b4 der neuen deutschen ,bibliothek4 ,funote #ac3 ,m4 s4 ,nicolai's ,schrift gegen die ,xenien4 ,funote #ad3 ,m4 s4 das #b4 ,heft des oben angefhrten ,stcks der ,n4 ,d4 ,b4 ,funote #ae3 ,wir erklren uns ber diese ,benennung in der #dten ,beilage4 ,zehntes ,capitel4 ,ein ,grundzug des ,geistescharakters unsers ,helden1 der aus jenem hchsten ,grundsatze natrlich folgte4 ,wer bei aller ,geistesthtigkeit keinen andern ,zweck hat1 als den1 sich geltend zu machen und sein ,uebergewicht zu zeigen1 weil er ein solches ,uebergewicht zu haben vermeint1 der verliert sehr bald durchaus allen ,sinn fr jeden mglichen andern ,zweck der ,geistesthtigkeit4 ,ihm ist alles ,forschen und ,nachdenken lediglich ,mittel zum ,disputiren1 keinesweges aber zur ,auffindung einer bleibenden ,wahrheit1 die allem weitern ,disput ein ,ende mache4 ,eine solche ,wahrheit1 die da nun wahr sey und bleibe1 ist ihm ein ,greuel1 er hasst sie und wthet gegen ihre ,idee2 denn wenn sie gefunden wrde1 so msste ja auch er sich ihr unterwerfen und drfte nichts gegen sie sagen4 ,dieser ,hass gegen alle positive bleibende ,wahrheit musste also ein ,grundzug unsers ,helden seyn1 der von dem nun sattsam beschriebenen ,princip ausging4 ,gab er ja eine fr sich bestehende und bleibende ,wahrheit zu1 so war es die der ,anekdote2 und sogar das ist zweifelhaft1 ob er auch diese zugab4 ,in allem1 was ber diesen ,standpunct hinauslag1 und ganz besonders in philosophischen und religisen ,materien1 erblickte er nichts weiter1 als einen ,gegenstand des ,disputs1 wo jede ,meinung so viel werth wre1 als jede andere1 und der berall keinen ,gebrauch htte1 als den1 den ,scharfsinn zu ben4 ,seine ,maxime war3 man msse jedem1 was ber dergleichen ,gegenstnde zuletzt vorgebracht wre1 widersprechen1 damit es nicht etwa dabei sein ,bewenden behielte1 und die einzige wahre ,bestimmung des menschlichen ,geistes1 der ,disput1 ins ,stocken geriethe4 ,darum waren ,protestantismus1 ,denkfreiheit1 ,freiheit des ,urtheils seine bestndigen ,stichworte4 ,sein ,protestantismus nemlich war die ,protestation gegen alle ,wahrheit1 die da ,wahrheit bleiben wollte2 gegen alles ,uebersinnliche und alle ,religion1 die durch ,glauben dem ,dispute ein ,ende machte4 ,nach ihm war das eben der ,zweck der ,kirchenverbesserung1 jeden ,laien in den ,stand zu setzen1 ber religise ,gegenstnde ins unbedingte hin und her zu disputiren1 wie ein allgemeiner ,bibliothekar1 keinesweges aber irgend etwas glubig zu ergreifen und in diesem ,glauben zu handeln4 ,ihm war alle ,religion nur ,bildungsmittel des ,kopfs zum unversiegbaren ,geschwtz1 keinesweges aber ,sache des ,herzens und des ,wandels4 ,seine ,denkfreiheit war die ,befreiung von allem ,gedachten2 die ,ungezhmtheit des leeren ,denkens1 ohne ,inhalt und ,ziel4 ,freiheit des ,urtheils war ihm die ,berechtigung fr jeden ,stmper und ,ignoranten1 ber alles sein ,urtheil abzugeben1 er mochte etwas davon verstehen oder nicht1 und was er vorbrachte1 mochte gehauen seyn oder gestochen4 ,so fragt er in jener berhmten ,acte ,schelling1 der sich ber die ,aufnahme zweier ungeschickten ,recensionen einer seiner naturphilosophischen ,schriften in die ,jenaische gelehrte ,zeitung beschwerte3 ob denn der ,mann gar keinen ,begriff von der ,freiheit des ,urtheils der ,gelehrten habe8 ,wohl mochte ,schelling und alle seines ,gleichen keinen ,begriff haben von der ,unverschmtheit1 mit welcher jeder ,stmper in ,dinge hineintappte1 von denen er recht wohl wusste1 dass er sie nie gelernt htte1 und jeder ,esel seinen ,mund zur ,antwort ffnete1 ohne gefragt zu seyn4 ,und so brachte ,nicolai sein ,leben hin1 gegen ,papismus1 ebenso wie gegen ,kriticismus und ,idealismus zu disputiren2 denn gegen beides disputirte er aus demselben ,grunde1 -- als gegen eine fremde ,autoritt1 die sich den ,menschen aufdringen wollte1 zum ,nachtheil der unbegrenzten ,disputirfreiheit1 genannt ,protestantismus1 und seiner eigenen wohlerworbenen ,autoritt4 ,mit der eklektischen ,philosophie hatte er sich wohl vertragen knnen2 diese hatte auch sein protestantisches ,princip1 ber alles hin und her zu meinen1 nichts aber zu ergrnden und auszumachen4 ,die neuere ,philosophie aber wollte ergrnden und ausmachen und entscheiden2 es war ihr ,ernst1 das ,zeitalter zum ,redestehen und zur ,entscheidung zwischen ,ja oder ,nein zu bringen1 und dass es dabei sein ,bewenden habe4 ,diese ,anmuthung erschien unserem ,helden als eine strfliche ,anmaassung4 ,dass jemand in allem ,ernste an eine fr sich bestehende ,wahrheit glauben und berzeugt seyn knne1 derselben auf die ,spur gekommen zu seyn1 setzte er nur nicht voraus4 ,diese ,verkehrtheit selbst seinem verhasstesten ,gegner zuzutrauen1 war er doch zu grossmthig4 ,er sahe sonach in den ,stzen jener ,philosophen nichts als ,meinungen1 ihrem eigenen guten ,bewusstseyn nach nur ,meinungen1 die nicht besser seyn wollen drften1 als andere ,meinungen2 und in dem ,ernste und dem entscheidenden ,tone1 mit dem sie dieselben vortrugen1 nichts1 als die ,bemhung1 dem ,publicum zu imponiren4 ,drum schrie er ber ,autoritt4 ,fr den1 der keine ,kraft hat1 selbststndig aus sich ,wahrheit zu erzeugen1 giebt es auch wirklich nirgend etwas ,anderes als ,autoritt4 ,eilftes ,capitel4 ,ein paar andere ,grundzge1 welche aus dem ersten ,grundzuge und hchsten ,grundsatze unseres ,helden erfolgt sind4 ,wer die ,rede des anderen hrt1 oder seine ,schrift liest1 lediglich um etwas daran auszusetzen und ihm zu widersprechen1 und dem es1 da er gar nichts ,anderes zu thun hat1 leid thun wrde1 jenen noch einen ,augenblick fortreden zu lassen1 nachdem er ,gelegenheit zum ,widerspruche gefunden1 ergreift immer die nchste ,gelegenheit4 ,diese aber kann jeder1 dem es nur ernstlich um das ,widersprechen zu thun ist1 immer auf der ,oberflche finden4 ,da es ihm nun nur darum zu thun ist1 so hat er nie ein ,bedrfniss1 ber diese ,oberflche hinauszugehen2 es wird ihm habituell1 nie ber sie hinauszugehen1 und so entsteht in ihm und verwchst mit seinem ,selbst das ,phnomen der absoluten ,oberflchlichkeit und totalen ,seichtigkeit4 ,dies war das ,schicksal unseres ,helden4 ,es war schlechterdings unmglich1 bei irgend einem ,gegenstande ihn auch nur um eine ,linie unter die ,oberflche in das ,innere zu bringen4 ,die absolute ,oberflche ist das nackte abgerissene ,factum1 als solches4 ,daher war der ,kreis1 in welchen das ,nicolaische ,vermgen gebannt blieb1 der der ,anekdote und der ,curiositt4 ,es war ihm ,herzensfreude1 wenn die ,untersuchung sich dahin lenkte4 ,welch ein ,fest fr ihn1 als ,friedrich der zweite starb1 und ,anekdoten in ,flle ber ihn erschienen6 ,da war er in seinem ,felde2 da gab es zu widerlegen1 zu berichtigen1 zu ergnzen4 ,das blosse ,wissen der geringfgigsten ,anekdote war ihm ,zweck an sich3 durch dergleichen ,wisserei erfllte er1 seiner ,meinung nach1 den ,zweck des menschlichen ,daseyns1 und stillte sein unendliches ,sehnen nach ,wahrheit4 ,je seltener diese ,wisserei war1 desto lieber war sie ihm1 denn dann konnte er am meisten damit prahlen2 und diese ,seltenheit der ,wisserei war die einzige ,art der ,grndlichkeit1 die er kannte4 ,daher sein ,hang nach ,curiositten1 nach ,predigerberschlgen1 ,perrcken und ,haartouren1 den leichtesten ,angelhaken2 -- und wer mchte die ,kleinigkeiten alle aufzhlen1 mit denen er seinen ,forschungsgeist nhrte4 -- ,dass er die entfernteste ,ahnung gehabt1 wozu die genaue ,erforschung dieser einzelnen an sich geringfgig erscheinenden ,dinge im ,ganzen gebraucht werden knnte2 -- dass dieser ,anekdotengeist sich je auch nur zum dunkelsten ,begriffe von ,geschichte erhoben habe1 davon findet in seinen ,schriften sich nicht die geringste ,spur4 ,vor dieses ihm allein sichtbare ,forum der ,anekdote zog er nun alles andere1 was ihm unter die ,hnde kam1 und selbst die ,philosophie4 ,die seinige1 bei der es1 ihm zufolge1 eben sein ,bewenden haben sollte1 war selbst nichts ,anderes1 als eine ,sammlung von ,anekdoten ber die ,sprche und ,meinungen ehemaliger ,philosophen4 ,und so widerlegte er denn auch die ,speculation anderer durch ,anekdoten1 wahre oder erfundene ,geschichte2 und ein ,sempronius ,gundibert schlug eine ,kritik der reinen ,vernunft4 ,gegen den kategorischen ,imperativ erinnerte er1 und erinnerte wieder1 dass es nach demselben im ,leben nicht herginge1 und glaubte bis an sein ,ende1 jenem ,imperativ dadurch den ,garaus gemacht zu haben4 ,dies ist die absolute ,seichtigkeit1 welche man die materiale nennen knnte4 ,ebenso innig mit unserem ,helden verwachsen1 und aus demselben ,grundzuge hervorgegangen1 war eine zweite1 die wir die ,seichtigkeit in der ,form nennen wollen4 ,wem es nur darum zu thun ist1 den anderen in die ,rede zu fallen1 und mit seinem ,widerspruche schnell anzukommen1 dem ist jeder ,gedanke1 der ihm zuerst in den ,sinn kommt1 recht4 ,in welchem ,zusammenhange des ,denkens der ,andere seine ,meinung vortrage1 woraus er sie beweise1 und was er hinwiederum aus ihr erweisen wolle1 wie sie daher durch dieses ,vorhergehende und ,nachfolgende bestimmt1 und dieser ,bestimmung nach eigentlich zu verstehen sey1 -- dies zu bedenken1 hat er nicht ,zeit2 und wenn er berhaupt nur hrt1 und von jeher nur gehrt hat1 um zu widersprechen1 kommt er nie zu dem ,begriffe von einem solchen ,zusammenhange4 ,ihm hngt absolut alles ,denkbare unmittelbar zusammen1 weil man mit jedem jedem widersprechen kann2 und es entsteht ihm das schon oben beschriebene ,system des aus unmittelbar gewissen ,krpern bestehenden grossen ,sandhaufens2 denn dieses ist das tauglichste zum eilfertigen ,widerspruche4 ,so war es unserem ,helden ein ,leichtes1 dem ,princip des transscendentalen ,idealismus ein halbes ,dutzend ,blutigel1 eine ,schweinskeule1 eine chaise perce in den ,weg zu werfen1 sowie eins dieser ,dinge ihm zuerst unter die ,hnde kam2 ohne abzuwarten1 wie es etwa jenes ,system machen wrde1 um den ,blutigeln und den ,schweinskeulen auszuweichen4 ,bei ihm entstand durchaus kein ,zweifel1 ob diese ,einwrfe auch wohl passen mchten4 ,warum sollten sie denn nicht passen8 ,hatte er sie doch angepasst4 ,aus dieser absoluten ,seichtigkeit entsteht nun schon an und fr sich ,schiefheit fr alles1 was da hher liegt1 als die blosse ,anekdote1 oder durch seinen ,zusammenhang bestimmt wird4 -- ,aber zu dieser aus der ,seichtigkeit natrlich erfolgenden ,schiefheit hatte ,nicolai noch eine andere durch ,kunst sich erworben1 und durch ,uebung sich angebildet und zur zweiten ,natur gemacht4 ,damit verhielt es sich so4 ,wer den anderen bloss darum anhrt1 um ihm zu widersprechen1 dem ist es immer ,hauptaugenmerk1 die ,dinge nicht in dem ,lichte zu sehen1 in welchem der andere sie zeigen will1 denn dann drfte er einig mit ihm seyn1 sondern in dem1 in welchem der andere sie nicht zeigen will2 sonach alles zu verdrehen1 aus seiner natrlichen ,lage zu richten und auf den ,kopf zu stellen4 ,wer dieses ,handwerk eine ,zeitlang treibt1 dessen ,sehorgane wird durch die bestndige schiefe ,richtung1 die man ihm giebt1 diese ,richtung endlich natrlich3 sein ,auge wird zum ,schalke4 ,er will nicht mehr verdrehen und schief sehen2 es stellt sich ihm schon von selbst alles verkehrt1 verdreht und auf dem ,kopfe stehend dar4 ,so war es unserem ,helden ergangen1 und daher entstanden die zusammengesetzten ,schiefheiten1 die ,schiefheiten der ,schiefen von den ,schiefen1 die sich in allen seinen ,ansichten befanden4 ,die einfache und ihm natrliche3 dass er die ,dinge aus ihrem ,standpuncte und dem ,zusammenhange des ,denkens riss2 die zweite knstliche3 dass er1 sogar in dieser ,lage1 sie noch ein oder einige ,male verrckte4 ,es lsst sich ihm nachweisen1 dass er z4 ,b4 in seinen philosophischen ,streiten weit plausiblere ,dinge gegen die angegriffenen ,systeme htte vorbringen knnen1 wenn er1 wie andere seiner ,zeitgenossen1 sich mit dem ersten einfachen1 jedem unphilosophischen ,kopfe natrlichen und jedem anderen unphilosophischen ,kopfe leicht mitzutheilenden ,misverstndnisse htte begngen wollen4 ,aber das war ihm zu einfach1 zu wenig originell2 es musste mannigfaltiger und knstlicher verdreht werden2 und so arbeitete er oft selbst seinem ,zwecke entgegen4 -- ,es gereicht vielleicht zur ,ergtzung des ,lesers1 diese ,grundschiefheit unseres ,helden in einem ,beispiele dargestellt zu sehen4 ,wir whlen das erste1 das uns unter die ,hnde fllt4 ,nicolai unternimmt in jener berhmten ,acte1 das ,fichtesche ,system aus seinen ,grnden zu prfen und zu widerlegen4 ,wie mag er zuvrderst wohl bei der historischen ,aufstellung des ,inhalts dieses ,systems zu ,werke gegangen seyn8 ,nun1 ohne ,zweifel hat er eine speculative ,schrift jenes ,schriftstellers1 in der dieser die ,principien seiner ,philosophie am deutlichsten vorzutragen behauptet1 -- etwa die ersten 4 der ,grundlage der ,wissenschaftslehre1 oder das erste ,capitel einer neuen ,darstellung dieser ,wissenschaft im philosophischen ,journale1 angefhrt und einen wrtlichen ,auszug davon seiner ,prfung zu ,grunde gelegt8 -- ,falsch gerathen6 ,aus abgerissenen ,stzen sehr vieler ,schriften jenes ,schriftstellers hat er seinen ,bericht zusammengeflickt4 -- ,nun so wird er bei dieser ,arbeit sich doch wenigstens auf eigentlich strenge scientifische ,schriften des ,mannes eingeschrnkt haben8 -- ,wiederum falsch gerathen4 ,dann bliebe es ja bei der einfachen ,schiefheit4 -- ,oder hat er die angefhrten ,stellen aus populren ,schriften des ,verfassers herausgerissen8 -- ,nun das wre allerdings etwas2 aber doch noch nicht genug fr unseren ,helden4 ,aus populren und scientifischen ,schriften1 aus abgerissenen ,phrasen der ,appellation1 der ,wissenschaftslehre1 der ,bestimmung des ,menschen1 des ,naturrechts des ,verfassers1 im buntesten ,gemisch nebeneinandergestellt1 hat er seinen ,bericht zusammengeflickt2 und hat so wenig ,ahnung1 dass jemand gegen dieses ,verfahren etwas haben knne1 dass er hchst pnktlich ber historische ,wahrheit zu wachen glaubt1 indem er bei jedem ,citat hinzusetzt3 es seyen ,fichte's eigene ,worte1 und die ,seitenzahl angiebt4 ,und wie geht es mit der ,prfung und ,widerlegung des ,systems8 -- ,wir wollen unsere ,leser nicht vergeblich mit ,rathen auf die ,folter spannen2 indem wir sehr wohl wissen1 dass schlechthin keiner1 und sey er der wiedererwachte ,oedipus1 fhig ist zu errathen1 wie es damit geht4 ,wer mchte auf den ,grad der ,schiefheit rathen1 dass unser ,held in einem ,athemzuge die ,wahrheit und ,richtigkeit des ,systems durchaus anerkennt1 und in demselben ,athemzuge sie wieder ablugnet8 ,und doch hat es sich wirklich also begeben4 ,er lsst sich vernehmen3 -- ,das ,ich ist ,subject und ,object zugleich2 nun dies ist richtig und giebt eine gute ,beschreibung des ,bewusstseyns4 -- ,so8 wenn dies richtig ist1 so richtig ist1 als ,f4 es nahm1 als ein absolut identischer ,satz1 so dass man ihn auch umkehren knne3 ,identitt des ,subjects und ,objects dem ,ich1 oder auf die gewhnlichere ,weise ausgedrckt1 das ,ich ist durchaus nichts anderes1 als ,identitt des ,subjects und ,objects3 so ist das ganze ,system richtig1 denn dieses ,system besteht durchaus in nichts anderem1 als in einer vollstndigen ,analyse des zugestandenen ,satzes4 ,wie fngt es denn nun ,nicolai an1 um in demselben ,athemzuge wieder zurckzunehmen1 was er hier zugesteht8 ,auch hier sind wir sicher1 dass kein ,leser auf das rth1 was sich wirklich zutrgt4 ,es trgt sich nemlich nichts geringeres zu1 als dies1 dass ,nicolai den eigentlichen ,inhalt dieser ,philosophie1 in dessen vollstndigem und durchgefhrtem ,beweise eben jenes ,system bestand1 fr eine der ,prmissen dieses ,systems1 und zwar fr eine willkrlich und ohne allen ,beweis vorgebrachte ,prmisse ansieht2 das ,gebude selbst fr die ,kelle1 womit das ,gebude gemauert worden1 die ,erde fr die ,schildkrte1 von welcher die ,erde getragen wird4 ,denn so lsst er sich vernehmen3 der ,satz1 dass das ,ich die ,intelligenz1 und die ,intelligenz das ,ich sey1 sey lediglich eine willkrliche ,terminologie3 es werde nichts fr den ,beweis dieses ,satzes vorgebracht1 auf welchen doch der ganze transscendentale ,idealismus sich grnde -- schreibe3 sich grnde4 -- ,damit ja kein ,zweifel brig bleibe1 wie dies zu nehmen sey1 setzt er tiefer unten hinzu3 man 7nemlich ,nicolai7 wende gegen jenen ,satz ein3 mein ,ich ist nicht blosse ,intelligenz1 sondern ,vernunft1 ,sinnlichkeit1 ,denkkraft1 krperliche ,kraft gehrt dazu1 schreibe3 gehrt dazu4 ,also3 die lediglich auf eine willkrliche ,terminologie sich grndende1 durch nichts bewiesene ,prmisse des ,fichteschen ,idealismus ist der ,satz3 ,ich1 oder ,intelligenz1 oder ,vernunft1 ,sinnlichkeit1 ,denkkraft1 krperliche ,kraft sind durchaus identisch4 -- ,diesem ,satze stellt ,nicolai als unmittelbar gewissen ,satz entgegen3 ,mein ,ich ist freilich unter anderen auch ,intelligenz 7denn indem er sagt1 dass es nicht blosse ,intelligenz sey1 sagt er ohne ,zweifel1 dass es diese doch auch mit sey72 aber es gehren noch ausser der ,intelligenz mit dazu1 ,vernunft1 ,sinnlichkeit1 ,denkkraft1 krperliche ,kraft4 -- ,durch diese ,gegensetzung nun hebt er jene ,fichtesche ,prmisse auf1 und sprengt1 da ganz allein auf diese sich der ganze transscendentale ,idealismus grndet1 diesen zugleich mit in die ,luft2 denn cessante fundamento cessat fundatum4 ,es ist zu beklagen1 dass ,nicolai nicht unmittelbar darauf1 als er diese ,widerlegung zu ,ende gebracht hatte1 aufgehenkt worden1 damit er im ,bewusstseyn dieses glorreichen ,arguments seine speculative ,laufbahn beschlossen htte1 und die ,nachkommen hierbei seiner gedenken mchten4 ,zuvrderst ist sehr merkwrdig1 dass in jenem ,gegensatze1 ausser und neben der ,intelligenz1 auch noch ,vernunft1 ,denkkraft1 ,sinnlichkeit 7denn die krperliche ,kraft knnen wir ihm hier erlassen7 aufgezhlt wird4 ,htte ,nicolai seinen ,fleiss auf eine ,beschreibung der preussischen ,armee gerichtet1 so wrde er bemerkt haben1 dass der ,knig ausser seiner ,armee auch noch ,infanterie gehalten htte1 und ,husaren und ,pfeifer4 ,ferner stellt ,nicolai1 wie er immer thut1 seinen ,gegensatz so hin1 als ob sich die ,wahrheit desselben von selbst verstnde4 ,also er fhrt ihn als eine ,thatsache des unmittelbaren ,bewusstseyns4 ,hatte denn ,nicolai gar keinen philosophischen ,freund -- er selbst freilich konnte dies nicht wissen1 ohnerachtet er sich zum ,richter in ,sachen der ,philosophie aufwarf -- der ihm gesagt htte1 dass es wohl etwa ,thatsache genannt werden knne1 dass man in einem bestimmten ,falle vernehme1 denke1 empfinde1 sinnlich wirke1 dass aber ,vernunft in ,bausch und ,bogen1 und die ,sinnlichkeit1 und die ,denk- oder krperliche ,kraft1 als ,kraft1 fr ,thatsachen des ,bewusstseyns auszugeben1 in jenem ,zeitalter nur noch einem durchaus unkritischen ,ignoranten zu verzeihen war8 ,endlich war der ,satz1 dass das ,ich1 inwiefern es ,subject-,object sey1 die ,intelligenz selbst1 also ,vernunft1 ,denkkraft1 ,willensvermgen1 sinnliche ,anschauung1 physische ,kraft sey1 so wenig eine ,prmisse jenes ,systems1 dass er vielmehr das ,system selbst war2 und dieses in seinem ganzen ,umfange nichts anderes zu thun hatte1 als zu zeigen1 dass alle jene ,erscheinungen im ,gemthe nichts wren1 denn die verschieden gebrochene und sich zu einander verhaltende ,subject-,objectivitt selbst4 ,auf diese ,beweise und ,ableitungen musste sich ein ,gegner dieses ,systems einlassen1 und sie zu entkrften1 oder ,lcken und ,mngel in ihnen zu entdecken suchen4 ,statt dessen zu widersprechen1 wie unser ,held es that1 war gerade so1 als ob ein ,physiker aufgetreten wre1 und gesagt htte3 mir ist es ausgemacht1 dass alle mgliche ,farben nichts sind1 als verschiedene ,brechungen des ,einen farblosen ,lichtstrahls2 und ,euch anderen will ich dieses durch eine ,reihe von ,experimenten beweisen1 indem ich durch bestimmte ,brechungen desselben farblosen ,lichtstrahls alle andere ,farben vor euren eigenen ,augen entstehen lasse2 und einer aus dem ,pbel1 ohne nach seinen ,experimenten nur zu sehen1 die ,zunge herausgesteckt1 dem ,physiker ,esel gebohrt1 und geschrien htte3 der ,narr denkt1 alle ,khe sind weiss1 er weiss noch nicht1 dass es auch schwarze und gefleckte ,khe giebt4 ,so wurde beim ,hindurchgehen durch das ,sehorgan unseres ,helden alles schief1 verzerrt und gar wunderlich4 ,es ist ihm whrend seines ,lebens sehr hufig vorgeworfen worden1 dass er alles1 was er unter die ,hnde bekme1 hmischerweise verdrehe1 und schmutzigerweise besudle4 ,wir nehmen ihn gegen diese ,beschuldigung in ,schutz4 ,es war sehr wahr1 dass aus seinen ,hnden alles beschmutzt und verdreht herausging2 aber es war nicht wahr1 dass er es beschmutzen und verdrehen wollte4 ,es ward ihm nur so durch die ,eigenschaft seiner ,natur4 ,wer mchte ein ,stinkthier beschuldigen1 dass es boshafterweise alles1 was es zu sich nehme1 in ,gestank1 -- oder die ,natter1 dass sie es in ,gift verwandle4 ,diese ,thiere sind daran sehr unschuldig2 sie folgen nur ihrer ,natur4 ,ebenso unser ,held1 der nun einmal zum literarischen ,stinkthiere und der ,natter des achtzehnten ,jahrhunderts bestimmt war1 verbreitete ,stank um sich1 und spritzte ,gift1 nicht aus ,bosheit1 sondern lediglich durch seine ,bestimmung getrieben4 ,zwlftes ,capitel4 ,wie es zugegangen1 dass unser ,held unter allen diesen ,umstnden dennoch einigen ,einfluss auf sein ,zeitalter gehabt4 ,wir wrden ein grosses ,mistrauen in die ,penetration unseres ,lesers setzen1 wenn wir nthig fnden1 nach allem ,gesagten hinzuzusetzen1 dass wir ,friedrich ,nicolai fr den einfltigsten ,menschen seines ,zeitalters halten1 und nicht glauben1 dass irgend etwas recht ,menschliches an ihm gewesen1 ausser der ,sprache4 ,dass er nun von dieser seiner grossen ,geistesgebrechlichkeit selbst durchaus nichts gesprt1 und mit der ,meinung aus der ,welt gegangen1 er1 der allereinfltigste1 sey gerade der allerklgste1 ist kein ,wunder2 denn diese ,meinung von sich selbst1 und diese totale ,unerschtterlichkeit durch irgend ein fremdes ,urtheil1 folgte aus seiner extremen ,dummheit selbst1 und er htte um ein gutes ,theil weniger dumm seyn knnen1 ehe er begriffen htte1 dass er dumm sey4 ,aber er hat auf seine ,zeitgenossen gewirkt1 und ist1 zwar nicht ffentlich anerkannt1 aber wie der unparteiische ,forscher gestehen wird1 wirklich und in der ,that1 der ,urheber eines grossen ,theils des ,meinungssystems gewesen1 welches in seinem ,zeitalter die ,mittelmssigkeit zu dem ihrigen gemacht hatte4 ,wir geben wohl etwa in einer ,beilage nhere ,nachweisung ber dieses ,meinungssystem#af4 ,wie in aller ,welt ging es nun zu1 dass diesmal die ,armuth ihr ,eigenthum beim ,bettel1 die ,einfalt ihre ,weisheit bei der ,dummheit1 die ,schielenden ihre ,einsichten beim ,stockblinden holten1 da sie doch dieses alles auf eigenem ,boden1 und durch ihre eigenen ,augen weit besser htten erzeugen knnen8 ,den ,menschenkenner kann dies sonderbare ,phnomen nicht befremden1 wenn er nur weiss1 dass unser ,held bei seiner extremen ,dummheit zugleich einer der rhrigsten und der allerunverschmteste unter seinen ,zeitgenossen war4 ,er trug kein ,bedenken1 alles1 was ihm durch den ,kopf ging1 sogleich auf allen ,dchern zu predigen1 und es unaufhrlich an allen ,ecken den ,leuten in die ,ohren zu rufen2 und liess sich schlechthin durch nichts irre machen oder aus der ,rede bringen4 ,das ,volk1 das nicht selbst arbeiten mag1 und dem von allen ,seelenkrften beinahe nur das ,gedchtniss zu ,theil geworden1 konnte nicht umhin1 jene ,weisheit sich endlich zu merken4 ,sie hatten nun lngst vergessen1 von wem sie dieses alles zuerst gehrt htten1 sie erinnerten sich nur noch dunkel1 dass sie es einmal gewusst1 und glaubten nach und nach1 sie htten es selbst entdeckt und wahr befunden4 ,es fiel ihnen in den ,gemeinschatz der ausgemachten ,wahrheiten und ,thatsachen3 und es war allerdings ,thatsache1 dass sie es oft genug gehrt hatten4 ,und so ward unser ,held der ,urheber eines grossen ,theils der ,denkart seines ,zeitalters1 ohne dass eben jemand ihm sonderlich dafr dankte1 noch wusste1 woher diese ,denkart eigentlich wre4 ,er aber wusste es2 und die schreiende ,unerkenntlichkeit der ,zeitgenossen1 um die er sich doch so sehr verdient gemacht1 mag sehr viel zu der blen ,laune seines hheren ,alters beigetragen haben4 ,es ist kein ,zweifel1 dass auch ein ,hund1 wenn man ihm nur das ,vermgen der ,sprache und ,schrift beibringen knnte1 und die ,nicolaische ,unverschmtheit und das ,nicolaische ,lebensalter ihm garantiren knnte1 mit demselben ,erfolge arbeiten wrde1 als unser ,held4 ,mchte man sich immer anfangs an seiner ,hundenatur stossen1 wie man sich eben auch an die ,nicolainatur unseres ,helden stiess4 ,wenn er sich nur nicht irre und schchtern machen liesse1 dieser ,hund1 wenn er nur das ,gesagte immer wieder sagte und fest dabei bliebe1 und unermdet schrie und schriebe1 er habe doch recht1 und alle ,andern htten unrecht2 wenn er sich wohl gar noch durch den ,gedanken begeistern liesse1 und sich damit brstete1 dass er schon als ein blosser unstudirter ,hund dies einshe1 wie ,nicolai sich auch immer damit gebrstet1 dass er als ein unstudirter ,brgersmann alles dies wisse3 so wre uns gar nicht bange1 dass nicht dieser ,hund sich einen sehr verbreiteten ,einfluss verschaffen sollte4 ,seine ,theorien wrden das ,zeitalter ergreifen1 ohne dass man sich eben erinnerte1 dass sie von unserem ,hunde herkmen2 es wrde eine ,aesthetik entstehen1 nach welcher jeder ,spitz die ,schnheit einer ,emilia ,galotti kunstmssig zerlegen1 und die ,fehler in ,herrmann und ,dorothea so fertig nachweisen knnte1 als es jetzt nur ,gottfried ,merkel vermag2 und die ,bibel wrde endlich von allem noch brigen ,aberglauben gereinigt und so ausgelegt werden1 wie ein aufgeklrter ,pudel sie verstndig finden1 und wie er selbst sie geschrieben haben knnte4 ,anmerkung4 ,funote #af3 ,der ,leser kann die in der dritten ,beilage gelieferte ,charakteristik des ,geistes der deutschen ,bibliothek zugleich fr eine solche ,nachweisung nehmen4 ,erste ,beilage4 7,zur ,einleitung47 ,angriffe ,nicolai's auf die persnliche ,ehre und den ,charakter des ,verfassers enthalten die folgenden ,stellen3 #a4 ,nachdem ,nicolai die ,herren ,schelling und ,schlegel beschuldigt1 dass sie gnstige ,beurtheilungen ihrer ,schriften in die ,jenaische ,literaturzeitung zu bringen gesucht1 fhrt er 7,s4 #aei4 der oben angefhrten ,anzeige7 so fort3 ,es ist der ,schule der ,ich-,philosophen schon lnger 7dem ,zusammenhange nach frher1 ehe die obengenannten gethan1 dessen ,nicolai sie beschuldigt1 und ehe sie zu dieser ,schule zu rechnen gewesen7 eigen gewesen1 dass sie1 wenn es nicht anders zu beschaffen war 7welch ekelhaftes ,geschft1 dergleichen ,schreiberei abschreiben zu mssen671 fr ihren transscendentalen ,idealismus ,anpreisung zu erschleichen suchte4 ,sie affectirten zwar bei aller ,gelegenheit1 die allgemeine deutsche ,bibliothek zu verachten1 aber arbeiteten nicht wenig unter der ,hand1 sie sich geneigt zu machen 7#a74 ,sie versuchten ,mitarbeiter anzubieten1 welche eben ,herrn ,fichte's ,schule verlassen hatten1 und da dieses nicht ging1 so 7#b7 suchten sie durch einen ,mitarbeiter der allgemeinen deutschen ,bibliothek1 der gar nicht im philosophischen ,fache arbeitete1 unverlangt solche ,recensionen einzuschicken1 wie sie ihren ,absichten dienten1 die1 wie allenfalls durch gewisse ,kennzeichen zu zeigen wre1 aus ,jena kamen4 ,die damalige ,direction der neuen deutschen ,bibliothek war auf solchen unartigen ,schleifweg nicht gleich aufmerksam genug u4 s4 w4 7#c74 ,man sahe nun also wirklich in der neuen deutschen ,bibliothek ,,xviii4 ,b4 ,s4 #cee4 eine solche heimlich eingeschwrzte ,recension von ,fichte's ,grundriss der gesammten ,wissenschaftslehre1 in welcher ein in die allgemeine deutsche ,bibliothek sich unverlangt eingeschlichener ,fichtianer schlau so anhebt u4 s4 w4 ,wer sind denn diese ,sie aus der ichphilosophischen ,schule 7der verstndige ,leser verzeiht mir wohl1 dass ich1 sowohl hier als im folgenden1 um der ,krze willen1 die ,ausdrcke dieses ,schulmeisters beibehalte1 der allenthalben nur ,schulen erblickt1 so innig auch mir diese ,ausdrcke zuwider sind71 wer sind1 sage ich1 diese ,sie1 die frher noch1 als ,schelling an dieser ,art des ,philosophirens ffentlich ,theil nahm1 frher1 als jene ,recension des ,fichteschen ,grundrisses eingeschwrzt wurde1 -- der erste ,streich1 nach ,herrn ,nicolai1 der ihnen gelang1 -- offenbar um ein betrchtliches frher1 denn durch die vorhergegangenen vereitelten ,machinationen mssen sie doch auch ,zeit verloren haben -- welche1 sage ich1 zu dieser ,zeit das thaten1 dessen ,nicolai sie unter 7#a7 und 7#b7 beschuldigt2 diese ,sie von der ,ichschule1 die damals die allgemeine deutsche ,bibliothek zu verachten affectirten1 -- ohne ,zweifel ffentlich1 da ihre entgegengesetzten ,bestrebungen unter der ,hand geschahen1 in ffentlichen ,schriften also 7wie knnte auch sonst ,nicolai um jene ,affectationen wissen871 diese ,sie also1 die schon damals in ffentlichen ,schriften sich als ,ichphilosophen zeigten8 ,wer knnen sie seyn1 diese ,sie8 ,weiss ,nicolai aus diesem ,zeitalter irgend einen ,schriftsteller mir zu nennen1 der sich fr das ,system der ,wissenschaftslehre erklrt htte1 ausser mir selbst8 ,kann er aus jenem ,zeitpuncte irgend jemand zu seiner ,ichschule rechnen1 ausser mir und meinen ,zuhrern1 deren keiner ,schriftsteller war1 und die wohl nur durch mich literarische ,connexionen htten erhalten knnen8 ,will etwa ,nicolai insinuiren1 dass ich an der ,spitze der vorgegebenen geheimen ,machinationen gestanden1 oder wenigstens an ihnen ,theil genommen8 ,das muss er wohl wollen2 denn seine ,beschuldigung muss doch irgend jemanden treffen sollen2 sie muss doch einen von den frher genannten und angegriffenen ,mnnern treffen sollen1 und da sie die anderen1 den ,herrn ,prof4 ,schelling1 die beiden ,schlegel1 ,herrn ,tieck nicht treffen soll1 indem das ,factum in eine frhere ,zeit gesetzt wird1 -- sie muss den einzigen1 welcher noch brig bleibt1 sie muss mich treffen sollen4 ,auf mich wird sie auch jeder ,leser1 der die ,stelle in ihrem ,zusammenhange liest1 beziehen4 ,dies musste ,nicolai vorhersehen2 und da er es vorhersah1 und doch redete1 wie er geredet hat1 musste er beabsichtigen1 dass es geschehen mchte4 ,oder1 wollte er nicht1 dass jene ,beschuldigung auf mich bezogen wrde1 wollte er nur berhaupt in das blaue ,feld hin1 so dass kein bestimmter ,mensch getroffen wrde1 beschuldigen1 so musste er ausdrcklich erklren1 dass er mich nicht meine1 dass er keinen ,grund habe zu glauben1 dass ich fr meine ,person an jenem ,getreibe ,theil genommen1 von demselben gewusst habe und dergleichen4 ,dies hat ,nicolai nicht gethan2 er hat sonach gewollt1 dass die ,beschuldigung auf mich bezogen werde4 ,das ,betragen1 dessen er mich beschuldigt1 ist ,nicolai's eigenem guten ,bewusstseyn1 ,vortrage und ,sinne nach1 ein hchst verchtliches und nichtswrdiges ,betragen2 er will1 dass die ,leser es ebenso ansehen1 und bedient sich der ,ausdrcke1 die es als ein solches beschreiben4 ,er redet von ,erschleichungen1 unartigen ,schleifwegen1 heimlichem ,einschwrzen1 von ,versuchen1 unter der ,hand sich geneigt zu machen1 was man ffentlich zu verachten affectirt4 ,dasselbe ,betragen ist nach meinen ,begriffen und nach den ,begriffen aller ,leser1 deren ,achtung ,werth fr mich hat1 noch unendlich nichtswrdiger1 verchtlicher -- und dmmer dazu1 als ,nicolai verstehen und begreifen kann4 ,denn ich und alle die1 mit welchen und auf welche zu wirken ich wnschen kann1 haben berhaupt gar wenig ,respect fr die gewhnlichen gelehrten ,zeitungen1 ihre ,urtheile1 und das ,urtheil derer1 die auf jene ,urtheile etwas geben4 ,was aber insbesondere die allgemeine deutsche ,bibliothek anbelangt1 ob sie in ,bohns oder in ,nicolai's ,verlage herauskomme1 so affectire ich nicht dieselbe zu verachten1 sondern ich verachte sie wirklich und im ganzen ,ernste1 wegen ihrer allgemeinen ,tendenz1 und in dem besonderen ,fache1 in welchem ich mir ein ,urtheil zuschreiben darf1 in dem der ,philosophie4#ag ,funote #ag3 ,und wie knnte ich anders1 als sie verachten1 von der ,seite ihres ,geistes versteht sich1 diese ,recensenten1 denen nicht einmal der ,nicolaische ,kunsttrieb zu ,theil wurde1 miszuverstehen1 zu verdrehen1 und sodann sich das ,ansehen zu geben1 als ob sie widerlegten2 sondern die sich geradezu hinstellen1 bekennen und bejammern1 wie der ,schulknabe1 der seine ,lection aufsagen soll1 und sie nicht gelernt hat1 dass sie das ,vorgebrachte denn doch gar nicht verstehen und klar kriegen knnten2 dass philosophische ,schriften denn doch zum allerwenigsten so deutlich seyn sollten1 dass sie von ,philosophen 7sie sind wohl auch welche1 diese ,recensenten8 ein ,philosoph ist wohl ein ,mensch1 der im philosophischen ,fache an der ,a4 ,d4 ,b4 recensirt871 dass sie1 sage ich1 von ,philosophen verstanden werden knnten2 die denn doch bei alle dem ihre ,abneigung gegen das1 was sie nicht zu verstehen bekennen1 nicht bergen knnen1 und zuletzt mit dem ,troste fr ihren ,redacteur1 ihre ,leser und sich selbst1 abtreten1 dass noch zeitig genug die ,zeit kommen werde1 da diese verzweifelte neueste ,philosophie widerlegt seyn werde2 diese ,recensenten1 mit deren ,belesenheit es so beschaffen ist1 dass sie aus ,citaten ,druckfehler abdrucken lassen1 und sich hinterher ber den sonderbaren ,ausdruck verwundern4 ,so lsst neulich einer aus ,heydenreichs ,vesta unbefangen folgenden ,satz als den meinigen abdrucken3 ,das eheliche ,verhltniss ist die von der ,natur geforderte ,masse 7,weise steht in meinem ,texte1 m4 s4 mein ,naturrecht ,bd4 ,,iii4 #caf4 #b4 ,th4 #agd7 des erwachsenen ,menschen von beiden ,geschlechtern zu existiren4 ,allerdings eine sonderbare ,art sich auszudrcken1 ruft der ,recensent in einer ,parenthese aus4 ,jeder1 der in den neuesten ,stcken der ,n4 ,d4 ,b4 unter den philosophischen ,recensionen herumblttern will1 wird auf die oben angefhrten ,aeusserungen stossen4 ,nun wird zwar ,nicolai1 der bei der ,wiederbernehmung der ,herausgabe jener ,bibliothek die bisherigen ,recensenten beizubehalten verspricht 7auch nimmermehr andere bekommen wrde71 versichern1 dass jene ,recensenten unter die ersten deutschen ,schriftsteller gehrten1 wie er dies von dem ,recensenten der ,schellingschen ,weltseele in der ,jenaischen ,literaturzeitung versichert1 und wohl gar so grossmthig seyn1 sich in meine ,seele1 ebenso wie in ,schellings zu schmen1 dass ich von diesen ,mnnern spreche1 wie von einfltigen ,schulknaben2 wie ich denn auch allerdings thue4 ,dieselbe ,verachtung habe ich ohne ,ausnahme bei allen angetroffen1 deren ,gesinnungen ber diesen ,punct ich zu erfahren ,gelegenheit hatte4 ,und nun will ,nicolai1 dass man von mir glaube1 ich habe dieses ,blatt1 dessen ,verchtlichkeit unter die gemeingeltenden ,dinge gehrt1 mir geneigt zu machen gesucht4 ,ein solches ,betragen wre1 sagte ich unter anderen1 auch dmmer1 als ,nicolai begreifen kann4 ,in der ,gegend1 in welcher ich damals mich aufhielt und in dem noch sdlicheren ,deutschlande ist die ,verachtung gegen die allgemeine deutsche ,bibliothek1 selbst bei den gemeinsten ,lesern1 sogar zum ,vorurtheile geworden2 sieht man sie ja noch an1 so thut man es in den ,stunden der ,verdauung1 um sich an den wunderlichen ,wendungen und ,renkungen der ,trivialitt und ,nullitt1 die es selbst zu merken anfngt1 dass sie ,nullitt ist1 zu belustigen4 ,wer in jenen ,gegenden lebt1 hlt ein ,lob in dieser ,bibliothek fr eine schlechte ,empfehlung4 ,auf dieses ,blatt giebt man nur noch in einigen finsteren ,provinzen ,deutschlands etwas1 wo man im ,ganzen noch auf der ,stufe der ,bildung steht1 auf der wir vor #dj ,jahren standen1 und noch aus dem ,grundtexte berichtet zu seyn wnscht1 ob in einer ,stelle des neuen ,testaments vom ,teufel wirklich die ,rede sey1 oder nicht1 oder gegen die ,furcht vor dem ,umsturze der theuren protestantischen ,denkfreiheit durch die ,machinationen der ,jesuiten ,beruhigung sucht4 ,also das ,betragen1 dessen ,nicolai mich beschuldigt1 ist nichtswrdig1 verchtlich1 dumm4 ,er fhrt nichts an1 um seine ,beschuldigung zu beweisen4 ,ich kann einen nicht gefhrten ,beweis nicht widerlegen4 -- ,da ich im ,ernste nicht wieder zu ,nicolai zurckkommen mag1 so muss ich mich begngen1 ehrliebende ,leser zu versichern1 dass die ganze ,beschuldigung rein erdichtet ist1 dass ich nie in freundschaftlichem ,umgange oder ,verbindung mit irgend einem ,menschen gestanden1 der mir als ,mitarbeiter an der allgemeinen deutschen ,bibliothek oder als zusammenhngend mit der ,redaction derselben bekannt gewesen1 dass ich um die ,urtheile in der allgemeinen deutschen ,bibliothek mich nie bekmmert1 und nie das ,geringste gethan habe1 um auf dieselben einen ,einfluss zu erhalten4 -- ,der ,verweis1 den ich dem damaligen ,verleger derselben1 ,herrn ,bohn1 zu geben genthigt wurde1 wegen der ,imbecillitt1 mit welcher er ,pasquille auf mich im ,intelligenzblatte jener ,zeitschrift abdrucken liess1 und als ich hierber ,nachfrage anstellte1 nicht wusste1 wovon die ,rede war1 war doch ohne ,zweifel keine ,gunstbewerbung4 ,es ist jetzt an den ,lesern1 die meiner ,versicherung nicht glauben1 ,nicolai zum ffentlichen ,beweise seiner ,beschuldigung anzuhalten4 ,ich weiss sicher1 dass er nichts als ,erdichtungen und ,lgen wird vorbringen knnen1 und diese werden hoffentlich von der ,art seyn1 dass man1 ohne vor dem ,publicum sich mit ihm abzugeben1 ihn vor dem brgerlichen ,gerichtshofe belangen1 und diesem das ,urtheil bergeben knne4 ,jedoch1 ist es denn nicht ,factum1 was ,nicolai ,nr4 #c anfhrt1 dass eine1 wie ,nicolai meint1 lobpreisende ,recension meiner ,grundlage der ,wissenschaftslehre in der neuen deutschen ,bibliothek abgedruckt worden8 ,fr ,nr4 #a und #b hat ,nicolai vielleicht gar keine ,beweise2 er hat es vielleicht aus ,nr4 #c durch seine bekannte ,conjecturalkritik nur gefolgert1 und kein ,bedenken getragen1 seine ,folgerungen als historische ,thatsachen hinzustellen4 ,welche ,folgerungen6 ,weil eine ,anzeige1 die meine ,gedanken nur nicht sogleich weggeworfen haben will1 sondern sie einem weiteren ,nachdenken empfiehlt1 in die neue deutsche ,bibliothek1 deren ,grundmaxime es ist1 alles ,neue ohne weiteres wegzuwerfen1 sich verluft2 muss sie von einem ausgemachten ,fichtianer seyn1 muss sie in ,jena verfertigt seyn1 muss ich an der ,einsendung derselben ,theil haben1 muss ich schon seit langem hnliche ,versuche vergebens gemacht haben8 ,wre denn nicht auch etwa der ,fall mglich1 dass jene ,anzeige von einem ,gelehrten herkme1 der nicht zu ,jena lebte1 der mich nie persnlich gekannt1 und bis diese ,stunde mich nicht persnlich kennt1 der kein ,interesse fr mich haben konnte1 als das1 welches ihm die angezeigte ,schrift einflsste1 und von dessen ,existenz sogar ich erst durch die ,existenz jener ,anzeige unterrichtet wurde8 ,wre es nicht mglich1 dass dieser ,gelehrte diese ,anzeige ohne alle ,bestellung irgend eines ,redacteurs1 lediglich aus ,interesse fr die ,sache1 und in der gutmthigen ,meinung1 dass dieser durch eine ,recension nachgeholfen werden knnte1 abgefasst1 und sie zuerst an eine andere wirklich gangbare gelehrte ,zeitschrift eingesendet2 dass sie von da aus1 etwa weil man sie1 wofr auch ,nicolai sie erkannt haben will1 fr einen blossen trockenen ,auszug gehalten1 zurckgesendet worden1 und nun erst -- ,nicolai mag wissen auf welchem ,wege1 ich weiss es nicht -- an die ,n4 ,d4 ,b4 gekommen1 bloss damit sie nicht vergebens geschrieben wre2 dass ich von diesem letztern ,schicksale jener ,anzeige durchaus nichts vorher gewusst oder erfahren1 und mit einer hnlichen ,befremdung1 als ,nicolai1 sie in dem angefhrten ,hefte der ,n4 ,d4 ,b4 abgedruckt gefunden8 ,wre dieser ,fall nicht ebenso mglich8 ,aber warum soll ich es nicht gerade heraussagen3 durch ein ,ungefhr bin ich hierin besser unterrichtet1 als der sonst immer so wohl unterrichtete ,nicolai2 -- der als mglich vorausgesetzte ,fall ist wirklich2 gerade so1 wie ich es oben angegeben1 hat es sich zugetragen4 ,nicolai will wissen1 dass jene ,anzeige durch einen ,mitarbeiter an der ,a4 ,d4 ,b41 der gar nicht im philosophischen ,fache arbeitete1 der ihm sonach sehr wohl bekannt seyn muss1 eingesandt worden2 und hierin weiss er mehr1 als ich4 ,er hatte sonach einen festen ,punct1 um seine sorgfltigen und wichtigen ,untersuchungen anzuknpfen4 ,htte er doch1 er1 der auf manchem ,blatte#ah seinen ,lesern erzhlt1 wie weit herum er correspondire1 um grndlichen ,bericht abstatten zu knnen1 wo die leichtesten ,angelhaken verfertigt wrden1 -- htte er doch auch hier ein paar ,briefe sich nicht gereuen lassen6 ,oder ist er vielleicht auch ber diesen ,gegenstand besser unterrichtet1 als er sichs will abmerken lassen1 und diente es nur nicht in seinen ,kram1 zu verrathen1 dass die von ihm wieder aufgenommene ,a4 ,d4 ,b4 frlieb genommen1 was eine andere gelehrte ,zeitschrift abgewiesen1 und auf mein eigenes ,anrathen abgewiesen hatte8 #b4 ,ich komme zu ,nicolai's zweitem ehrenrhrigen ,angriffe4 ,er beschuldigt mich 7,s4 #agf71 ich habe1 in ,beziehung auf einen ,gegner1 der mir gezeigt habe1 was offenbar aus meinen ,stzen folge1 von ,schurkerei und ,bberei gesprochen4 ,ich weiss nicht1 ob ,nicolai selbst begreift1 wessen er dadurch mich beschuldigt1 und ich zweifle1 dass er es begreift4 ,er wirft diese ,schmhung zusammen1 und bringt sie in ,einem ,athemzuge vor mit einer anderen ,anklage1 mit der1 dass ich von gewissen ,gegnern als von ,halbkpfen gesprochen4 ,dnkt ihm etwa dieses letztere und jenes erstere so ohngefhr gleich8 ,dnke ihm1 was da wolle1 es kommt nicht darauf an1 was ,er von mir glaubt1 sondern darauf1 was er andere von mir glauben machen will4 ,in den ,augen desjenigen ,theils des ,publicums1 an dessen ,achtung mir etwas liegt1 und in meinen eigenen ,augen1 ist dieses letztere und jenes erstere nicht gleich4 ,einen literarischen ,angriff durch einen ,angriff auf die persnliche moralische ,ehre des ,gegners erwiedern1 und die ,anfhrung von ,grnden ,schurkerei und ,bberei nennen1 ist nach meinem ,urtheile1 und wie ich hoffe nach dem ,urtheile aller verstndigen und ehrliebenden ,mnner1 nur das ,betragen eines wthenden ,narren1 oder tckischen und hmischen ,wahrheitsfeindes und ,bsewichts4 ,funote #ah3 ,s4 die ,vorrede zum ,,xi4 ,theile seiner ,reisebeschreibung4 ,htte der ,gegner nur wirklich aus meinen ,stzen gefolgert1 gesetzt auch1 er htte diese ,stze falsch verstanden1 oder er htte unrichtig aus ihnen gefolgert1 und ich htte ihm das ,misverstndniss oder die ,fehlschlsse handgreiflich darthun knnen1 so htte ich ihm allerdings ,unverstand1 ,inconsequenz und dergleichen ,verstandesgebrechen vorrcken1 aber ich htte nimmermehr von ,schurkerei und ,bberei sprechen drfen1 so lange noch die mindeste ,mglichkeit brig gewesen1 anzunehmen1 dass er ehrlicherweise selbst glaube1 was er behauptet4 ,wie verhlt sich denn nun die ,sache8 ,zum ,glcke lsst in diesem ,handel das ,factum1 worauf ,nicolai seine ,beschuldigung baut1 sich zu ,tage liefern4 ,er giebt die ,stelle richtig an 7,philos4 ,journal v4 ,j4 #agih1 ,heft #h1 ,s4 #chf4ai --7 ,hier ist sie im ,zusammenhange4 ,funote #ai3 ,smmtliche ,werke ,bd4 ,v4 ,s4 #cid4 -- ,die im ,folgenden erwhnte ,note ist dort weggelassen worden1 als lngst vergessenen polemischen ,beziehungen angehrig4 7,anmerk4 des ,herausgebers47 ,ich sage ,s4 #che oben im ,texte3 ich habe die lgenhaften ,verdrehungen1 die z4 ,b4 ,hr4 ,heusinger mit dem ,gesagten vornimmt1 weder verdient1 noch veranlasst2 und setze in einer ,note hinzu3 ,ich sage 7,s4 #aj meines ,aufsatzes ber den ,grund unseres ,glaubens an eine moralische ,weltregierung1 im #a4 ,hefte des ,phil4 ,journals desselben ,jahrganges71 um die nothwendige ,consequenz beider ,gedanken auszudrcken3 ,ich muss1 wenn ich nicht mein eigenes ,wesen verlugnen will1 die ,ausfhrung jenes ,zwecks 7der ,moralitt7 mir vorsetzen2 -- habe diesen ,satz zu analysiren1 wiederhole ihn daher auf der folgenden ,seite verkrzt mit ,hinweglassung der ,merkmale1 die keiner ,analyse bedrfen1 so3 ich muss schlechthin den ,zweck der ,moralitt mir vorsetzen1 heisst3 u4 s4 w4 -- ,die ,rede ist sonach gleich der folgenden3 ,in einem rechtwinkligen ,triangel ist das ,quadrat der ,hypotenuse gleich dem ,quadrate der beiden ,katheten4 ,in einem ,triangel ist das ,quadrat der ,hypotenuse etc4 heisst3 u4 s4 w4 -- ,hr4 ,heusinger aber#bj hlt sich an den letzten ,ausdruck des ,satzes1 als den directen1 erklrt meine ganze ,theorie aus diesem unbedingt gesetzten ,muss1 um mich eines ,fatalismus zu bezchtigen 7da doch jedem1 der nur eine ,sylbe von mir gelesen1 bekannt seyn muss1 dass auf die ,freiheit des ,willens mein ganzes ,denken aufgebaut ist71 und es recht klar darzulegen1 wie nach mir die moralische ,ordnung sich selbst mache1 und wie ich mit meinem guten ,bewusstseyn ein offenbarer ,atheist sey4 -- ,im gemeinen ,leben nennt jeder ,ehrliebende ein solches ,benehmen ,schurkerei1 ,bberei1 ,lge4 ,wie soll man es in der ,literatur nennen8 -- ,dies ists1 was ich geschrieben hatte4 ,ich bitte den verstndigen und ehrliebenden ,leser sich folgende ,fragen zu beantworten3 #a7 ,heisst das1 aus meinen ,stzen folgern1 wie ,nicolai es nennt1 wenn man mir einen bedingten ,satz in einen unbedingten verwandelt1 um mir eine ,meinung anzudichten1 von welcher jeder1 der in der neuen philosophischen ,literatur bewandert ist1 wissen muss1 und ,hr4 ,heusinger sicher wusste1 dass ich mich von jeher auf das strkste gegen sie erklrt habe8 ,es ist also nicht von ,folgerungen1 es ist von ,verdrehungen und ,erdichtungen die ,rede4 #b7 ,kann man umhin1 anzunehmen1 dass diese ,verdrehung nicht aus ,irrthum1 sondern mit gutem ,wissen und ,bedacht gemacht worden1 wenn der ,verfasser seinen ,zweck1 eine dem ,gegner gemachte ,beschuldigung 7die des ,atheismus7 als gegrndet zu erweisen1 gleich von vornherein angiebt1 und wenn dieser ,zweck nur durch dieses ,mittel zu erreichen ist8 #c7 ,wie wrde man ein hnliches ,benehmen im brgerlichen ,leben nennen8 ,wenn ich z4 ,b4 im ,gesprche gesagt htte3 wenn ,nicolai nicht ein grundschiefer und zerrtteter ,kopf ist1 so ist er ein hmischer ,bsewicht3 und ,nicolai htte mehr zu bedeuten1 als er hat1 und es ginge einer zu ihm1 und erzhlte ihm1 ich1 ,fichte1 habe gesagt1 er1 ,nicolai1 sey ein hmischer ,bsewicht2 und dieser ,erzhler thte es in der laut zugestandenen ,absicht1 einer ,anklage1 durch welche ein unauslschliches ,brandmal auf meinen ,charakter gebracht werden sollte1 und durch deren ,erfolg ich aus meiner ,laufbahn geworfen worden1 die ffentliche ,beistimmung zu verschaffen3 wrde man dieses ,benehmen anders bezeichnen knnen1 ausser durch die ,benennung der ,lge1 der ,schurkerei und ,bberei8 #d7 ,ist die ,anfrage3 im brgerlichen ,leben nennt man dies ,schurkerei1 ,bberei1 ,lge1 wie soll man es in der ,literatur nennen8 -- gleich dem ,satze3 man soll es in der ,literatur ebenso nennen1 und ich will es hiermit also genannt haben8 ,zwar bin ich1 damit nicht etwa jemand glaube1 dass ich mich zurckziehen wolle1 ich bin allerdings der ,ueberzeugung1 dass man es auch in der ,literatur so nennen solle1 wenn es nur ber literarische ,rechtlichkeit eine ebenso befestigte und verbreitete allgemeine ,meinung gbe1 wie ber brgerliche ,ehre4 ,ich bin allerdings der ,ueberzeugung1 und scheue mich nicht1 es laut zu erklren1 dass dieser ,herr ,heusinger sehr nichtswrdig gehandelt hat4 #e7 ,nicolai's ,betragen1 der1 wenn er nicht von so immensem ,gedchtnisse ist1 dass er darin sogar die ,seitenzahlen unseres philosophischen ,journals gegenwrtig hat1 die oben angefhrte ,stelle1 welche er richtig citirt1 aufgeschlagen und vor ,augen haben musste1 und dennoch fhig war niederzuschreiben3 ich habe darber1 dass ein ,gegner mir gezeigt1 was aus meinen ,stzen folge1 von ,schurkerei und ,bberei gesprochen1 -- dieses ,betragen ,nicolai's zu beurtheilen und zu benennen1 berlasse ich ganz allein dem ehrliebenden ,leser4 ,funote #bj3 ,in seiner ,schrift3 ber das idealistisch-atheistische ,system des ,herrn ,prof4 ,fichte4 ,soviel ber diese ehrenrhrigen ,angriffe ,nicolai's1 die auf erdichtete ,thatsachen sich grnden4 ,was er 7,s4 #aed u4 ,s4 #agg7 ber mein ,benehmen bei der ,niederlegung meines ,lehramtes an der ,universitt ,jena urtheilt1 bergehe ich mit ,stillschweigen1 indem er hierin wenigstens nicht offenbar falsche ,thatsachen erdichtet1 obgleich er mir ,empfindungen und ,gesinnungen zuschreibt1 welche nie die meinigen waren4 ,das ,urtheil eines ,nicolai ist mir zu unbedeutend und zu verchtlich1 als dass ich mich dagegen vertheidigen oder annehmen sollte1 dass irgend jemand1 an dessen ,achtung mir liegen knnte1 dieses ,urtheil theilte4 ,es drfte vielleicht1 ausser dem1 was ber jene ,sache bekannt worden1 noch andere ,umstnde geben1 die da unbekannt geblieben1 und welche mein ,betragen dabei in ein anderes ,licht stellen wrden1 als dasjenige ist1 in welchem ,nicolai zweckmssig findet1 dieses ,betragen erscheinen zu lassen2 aber ,nicolai gerade ist der letzte1 der ber diese ,dinge mich zur ,rede bringen soll4 ,zweite ,beilage4 7,zum zweiten ,capitel47 ,gegen die ,schilderung ,mendelssohns im ,texte1 dass er ein ,mann von dem besten ,willen1 aber von eingeschrnkten ,einsichten und ,zwecken gewesen sey1 wird ohne ,zweifel niemand etwas einwenden1 der diesen ,mann aus seinen ,schriften und ffentlichen ,verhandlungen1 aus dem ,lessingschen ,briefwechsel1 und etwa auch aus mndlichen ,erzhlungen kennt2 -- wenn nemlich der ,beurtheiler nicht etwa selbst von eingeschrnkten ,einsichten und ,zwecken ist4 ,mit ,beurtheilern der ,art aber wollen wir hier nicht die ,zeit verlieren4 ,dass ,lessing -- wir beziehen uns hier allenthalben auf die frheren ,schriften desselben und die von seinem ,bruder herausgegebene ,lebensbeschreibung und ,briefwechsel1 und wnschten1 dass der ,leser1 der ein ,urtheil in dieser ,sache begehrt1 damit sehr bekannt wre1 -- dass1 sage ich1 ,lessing in seiner frhen ,jugend sich in einer unbestimmten literarischen ,thtigkeit herumgeworfen1 dass alles ihm recht war1 was nur seinen ,geist beschftigte und bte1 und dass er hierbei zuweilen auf unrechte ,bahnen gekommen1 wird kein ,verstndiger lugnen4 ,die eigentliche ,epoche der ,bestimmung und ,befestigung seines ,geistes scheint in seinen ,aufenthalt in ,breslau zu fallen1 whrend dessen dieser ,geist1 ohne literarische ,richtung nach aussen1 unter durchaus heterogenen ,amtsgeschften1 die bei ihm nur auf der ,oberflche hingleiteten1 sich auf sich selbst besann1 und in sich selbst ,wurzel schlug4 ,von da an wurde ein rastloses ,hinstreben nach der ,tiefe und dem ,bleibenden in allem menschlichen ,wissen an ihm sichtbar2 und eine der deutlichsten ,erscheinungen dieser ,vernderung war eine sich durchaus nicht verbergende ,verachtung gegen ,nicolai's ,person1 und ganzes ,werk und ,wesen1 indess er die gutmthige ,beschrnktheit ,mendelssohns fortdauernd mit schonendem ,stillschweigen trug4 ,schon frher hatte er unserem ,helden die ,verweise seiner ,unwissenheit1 ,ungeschicktheit und ,suffisance nicht erlassen4 7,m4 s4 ,s4 #ih ff4 u4 ,s4 #aji ff4 des von ,nicolai selbst edirten ,briefwechsels47 ,von jetzt an correspondirte er mit ihm nur noch ber ,verlagsangelegenheiten1 um ihm ,auftrge zu geben1 z4 ,b4 dass er ihm ,schuhe berschicken solle1 und um ,neuigkeiten von der ,buchhndlermesse durch ihn zu erhalten4 ,sein ,vertrauen hatte ,nicolai so wenig1 dass ,lessing unverhohlen ber einen gewissen ,plan ihm schrieb3 den knne er ihm nicht mittheilen1 der msse unter den ,freunden 7,klopstock1 ,bode u4 a47 bleiben2 ohnerachtet er freilich frchtete1 dass ihm beim ,herumgehen um das ,thor zu ,leipzig ein ,wink darber entschlpft seyn mchte 7,s4 #agg des angefhrten ,briefwechsels72 seine literarische ,untersttzung und ,billigung der ,unternehmungen so wenig1 dass ,lessing nie eine ,recension in die ,d4 ,b4 verfertigt1 so sehr auch ,nicolai suchte1 ihm dergleichen abzuschmeicheln 7,s4 #adg71 und sich genthigt fand1 dies ffentlich zu erklren 7,s4 #bee71 und dass er nicht dazu zu bringen war1 ihm ,beitrge aus der ,wolfenbttelschen ,bibliothek fr seine 7,nicolai's7 ,volkslieder zu senden1 indem doch der ganze ,spass nur auf ,verwechselung des ,pbels mit dem ,volke hinauslaufe 7,s4 #cic74 ,man sehe dagegen1 mit welcher ,dienstfertigkeit und innigen ,achtung derselbe ,mann ,conrad ,arnold ,schmid 7#bi4 ,theil der ,lessingschen ,schriften7 und den fleissigen1 biederen ,reiske 7#bh4 ,theil7 behandelte4 ,einen ,zug in einer ,nicolaischen ,recension nannte ,lessing1 kurz und gut1 sowie er es wirklich war1 ihm unter die ,augen hmisch 7,s4 #bac d4 a4 ,briefwechsels74 ,nicht nur ,nicolai's ,person1 sein ganzes ,werk und ,wesen verachtete er4 ,so war ihm die ,aufklrerei und der ,neologismus in der ,theologie1 wie er in der ,d4 ,b4 getrieben wurde1 ein wahrer ,gruel1 und er drckte unter vier ,augen sich oft krftig darber aus4 ,so schreibt er seinem ,bruder 7#cj4 ,theil ,s4 #bhf73 was ist sie anders1 unsere neumodische ,theologie gegen die ,orthodoxie1 als ,mistjauche gegen unreines ,wasser8 ,und auf der folgenden ,seite3 ,flickwerk von ,stmpern und ,halbphilosophen ist das ,religionssystem1 welches man jetzt 7wo anders als in der ,d4 ,b487 an die ,stelle des alten setzen will1 und mit weit mehr ,einfluss auf ,vernunft und ,philosophie1 als sich das alte anmaasst4 ,wielands ,plsanterie ber den ,bunkel findet er so gerecht als lustig 7#bi4 ,theil ,s4 #die74 ,was er daselbst noch weiter hinzusetzt1 -- ohnerachtet es auf eine unseres ,erachtens sehr unrichtige ,voraussetzung sich grndet1 -- um ,nicolai zu entschuldigen1 zeigt doch wenigstens an1 zu welcherlei ,handwerk ,lessing diesen ,mann allenfalls noch tauglich gefunden3 zu ,verbreitung -- solcher ,ideen1 die fr ein gewisses ,publicum1 das doch auch mit diese ,stufe besteigen msse1 wenn es weiter kommen solle1 ihren ,werth htten1 durch -- so einen ,roman4 ,und ,nicolai1 der sich mit ,lessings ,freundschaft brstete1 der die ,ehre des ,todten gegen den ,vorwurf vertheidigte1 dass er -- kein so seichter ,kopf gewesen sey1 als ein ,nicolai1 hat die ,stirn1 seinen ,briefwechsel mit ,lessing1 aus dem wir oben ,auszge geliefert1 selbst herauszugeben8 ,warum nicht8 ,er hat lange ,noten dazu gemacht1 in denen er sich herausredet1 ,lessing fr einen wunderlichen ,kopf1 fr einen bellaunigen ,brummer1 fr ein berspanntes ,genie ausgiebt1 und seine ihm 7dem ,nicolai7 selbst ungelegenen ,meinungen aus der leidigen ,paradoxie und ,disputirsucht erklrt4 ,heiliger ,schatten1 vergieb uns1 dass wir in demselben ,zusammenhange von dir redeten und von ihm4 ,wenn auch keine deiner ,behauptungen1 wie du sie in ,worte fasstest1 die ,probe halten1 keines deiner ,werke bestehen sollte1 so bleibe doch dein ,geist des ,eindringens in das innere ,mark der ,wissenschaft1 deine ,ahnung einer ,wahrheit1 die da ,wahrheit bleibt1 dein tiefer inniger ,sinn1 deine ,freimthigkeit1 dein feuriger ,hass gegen alle ,oberflchlichkeit und leichtfertige ,absprecherei unvertilgbar unter deiner ,nation6 ,dritte ,beilage4 7,zum zweiten ,capitel47 ,ich nenne die deutsche ,bibliothek ein an sich widersinniges ,unternehmen4 ,dies ist unter einer ,nation1 die in ihrer eigenen ,sprache schreibt1 ihre eigene ,literatur und einen sehr verbreiteten ,buchhandel hat1 und viel liest1 der ,strenge nach jedes allgemeine ,recensionswerk4 ,es ist zu beklagen1 dass ich daran ein ,paradoxon sage2 denn dies ist jede einem jedem gerade vor den ,fssen liegende ,wahrheit jedem verknstelten ,zeitalter4 ,knnte ich nur einige ,augenblicke auf unbefangene ,leser rechnen1 so wrde ich sie bitten1 folgendes mit mir zu berlegen4 ,der ,leser will doch ohne ,zweifel ein richtiges ,urtheil ber die ,producte der ,kunst und der ,wissenschaft1 auf das er sich auch verlassen knne4 ,wer kann denn nun1 und wer soll diese ,urtheile fllen8 ,doch wohl die ersten ,meister in jedem ,fache der ,kunst und der ,wissenschaft8 ,wenn nun zuvrderst der einige grsste ,meister in einem ,fache -- denn es ist doch wohl nicht anzunehmen1 dass die ,grossen wie ,pilze aus der ,erde wachsen -- etwas schriebe1 wer soll denn diesem sein ,urtheil fllen8 ,wer soll gegenwrtig in der ,kunst ber ,goethe1 wer sollte zu seiner ,zeit in der ,philosophie ber ,leibnitz1 wer sollte1 als ,kant mit seiner ,kritik der reinen ,vernunft hervortrat1 ber ,kant urtheilen8 ,ueber den letzten etwa die ,garve1 die ,eberharde8 ,nun1 sie haben es gethan1 und es ist darnach4 ,diesen ,fall aber abgerechnet3 sollten denn die grssten ,meister die ,geneigtheit haben1 dieses ,richteramt ber die ,schriften zu bernehmen2 sollten sie nicht etwas ,besseres thun knnen1 das dem gemeinen ,wesen noch erspriesslicher sey8 -- ,der ,lebenslauf jedes wahrhaften ,knstlers oder wissenschaftlichen ,kopfs ist eine fortgehende ,entwickelung seiner eigenen ,originalitt4 ,seine ,kunst oder seine ,wissenschaft erlernt1 und auf den ,punct sich erhoben1 wo das ,zeitalter stand1 hat er2 das versteht sich1 und dies ist nun vorbei4 ,er geht seinen ,gang1 entwickelt sich selbst in eigenen ,schriften1 die er bei der vorausgesetzten ,ausbreitung des ,buchhandels leicht ins ,publicum bringen kann2 von den ,arbeiten anderer nimmt er ,notiz1 nur inwiefern sie gerade seinen ,gang berhren1 und ihm im oder am ,wege liegen1 und er wird ohne ,zweifel in seinen eigenen ,werken die nthige ,rcksicht darauf nehmen4 ,sollte er sich wohl in diesem ,kreise unterbrechen lassen1 um sich alle ,wochen in einen ganz anderen ,kreis eines ihm zur ,recension zugesandten ,buches zu versetzen8 ,es ist nicht wahrscheinlich4 ,oder hat etwa das deutsche ,publicum bis jetzt in allem ,ernste geglaubt1 dass es zwei ,klassen grosser ,gelehrten habe3 die eine1 deren ,namen es kennt1 und die die ,bcher schreiben2 und die zweite1 wohl ebenso bedeutende1 deren ,namen es nicht kennt1 und die die ,recensionen schreiben8 ,wer selbst ein ,buch schreiben kann1 der schreibt ein ,buch und keine ,recension1 und fr die ,recensionen bleiben in der ,regel nur diejenigen brig1 die kein ,buch schreiben knnen3 hinter ihrem ,zeitalter zurckgebliebene ,invaliden1 deren ,bcher keinen ,absatz1 und also keinen ,verleger finden1 und ,schler1 die zwar ein ,aufstzchen in ,grsse einer ,recension zusammenbringen1 aber nicht den ,plan eines ,buchs entwerfen knnen4 ,dafr1 meine ,leser1 dafr ist die ,anonymitt der ,recensenten4 ,das ,publicum wrde ein schnes ,schauspiel erhalten1 wenn die ,redactoren der recensirenden ,institute pltzlich genthigt wrden1 die ,verfasser aller seit #e ,jahren erschienenen ,recensionen zu nennen4 -- ,in der ,regel ist es so1 habe ich gesagt3 denn es ist mglich1 dass ein wirklicher ,schriftsteller etwas in seinen gegenwrtigen ,gedankenkreis ,fallendes beurtheile1 und da er gerade kein ,buch unter der ,feder hat1 in welches diese ,beurtheilung passe1 sie vorlufig in einem recensirenden ,blatte abdrucken lasse4 ,auf dergleichen ,beitrge aber rechnet ganz gewiss kein ,redacteur1 der seinen ,messkatalog herunterrecensiren lassen1 und sein ,blatt alle ,tage voll haben muss3 er muss bestellte1 pnctliche ,arbeiter haben4 ,oder es drfte sich1 da das leidige ,vorurtheil fr ,recensionen einmal in der ,welt ist1 und vor der ,hand wohl nicht leicht auszurotten seyn drfte1 eine ,gesellschaft von ,mnnern1 die allerdings selbst ,meisterwerke liefern knnten1 verbinden1 sich selbst zu verlugnen1 und auf dem ,wege des ,recensirens in das ,zeitalter einzugreifen4 ,die ,redaction der ,erlanger ,literaturzeitung leistet in einer neuerlichen ,ankndigung ,versprechungen dieser ,art1 und zeigt1 dass sie durchaus wisse1 worauf es dabei ankomme2 so dass sich billigerweise annehmen lsst1 sie sey im ,besitze des ,mittels1 diese ,versprechungen zu halten1 und grnde sich auf eine solche patriotische ,verbindung2 auch berechtigt der ,anfang zu immer grsseren ,hoffnungen auf die ,zukunft4 ,diese ,zeitung wrde sodann eine hchst seltene und hchst ehrenvolle ,ausnahme von dem obigen allgemeinen ,urtheile machen4 ,ein ,invalid also1 oder ein ,schler wird in den #h oder #ad ,tagen1 da er das ,buch flchtig durchluft1 und recensirt1 sich ber den ,autor erheben1 der ,jahre lang1 oder vielmehr1 da jede seiner ,arbeiten doch immer ,resultat seines ganzen ,lebenslaufes ist1 sein ganzes ,leben an diese ,materie ausschliessend verwendete8 ,es ist nicht wahrscheinlich4 ,der ,invalid -- mit ihnen sind diejenigen literarischen ,institute1 die auf ,reputation halten1 am meisten besetzt1 damit sie im ,falle der ,noth sich mit einem ,namen decken knnen1 der vor #bj ,jahren galt -- der ,invalid wird das ,zeitalter1 in welchem er etwas bedeutete1 in seinen ,recensionen zurckzufhren suchen1 und alles neue verurtheilen1 weil es neu ist4 ,der ,schler wird1 wenn er noch am unbefangensten ist1 auf seinem ,richterstuhle herumtappen1 und vor den ,lesern1 die ein ,urtheil von ihm erwarten1 zu begreifen suchen1 worber er richtet4 ,seine ,recension wird eine seiner ,schulbungen werden4#ba ,funote #ba3 ,ein ,beispiel aus tausenden1 um es dem ,leser recht vor die ,augen zu stellen1 in welche ,verlegenheiten heutzutage ein ehrlicher ,redacteur kommen kann1 und wie klglich sich dieselben oftmals behelfen mssen6 ,die ,jenasche ,literaturzeitung fand sich genthiget1 noch ein ,ergnzungsblatt1 gleichsam einen ,beiwagen zu der immer zu stark besetzten ordinren ,landkutsche1 anzulegen4 ,es wurde ausdrcklich und namentlich angekndigt1 dass dieses ,ergnzungsblatt unter anderen auch einen ,bericht ber die durch die ,fichteschen ,religionslehren entstandenen ,bewegungen enthalten wrde4 ,jeder ,leser musste glauben1 dass dieser ,bericht ein vorzgliches ,meisterwerk1 und ein wahres ,bravourstck des ,recensionswesens seyn wrde1 von dessen ,vortrefflichkeit er auf das ,ganze schliessen knnte1 da es ihm schon im voraus so bedeutend angekndigt wurde2 und hchstwahrscheinlich hatte der ,herr ,hofrath ,schtz wirklich auf ein solches ,meisterstck ,bestellung gemacht und erwartete tglich die ,ankunft desselben4 ,und was hat er erhalten6 ,zwar so lange der ,recensent ,gefahr ahnt und deswegen auf seiner ,hut ist1 zieht er sich listig genug aus dem ,handel4 ,statt irgend eine ,eigenthmlichkeit der angefochtenen ,lehre anzugeben1 sagt er nur kurz3 was im ,forbergschen ,aufsatze richtig sey1 sey ,kantisch1 und auch ,fichte's ,lehre sey ,kantisch1 ausser dass der letztere diese ,lehre an seine ,wissenschaftslehre anzuknpfen suche4 ,nun thue ihm einer etwas6 ,fragt ihr1 was denn nun richtig sey in diesen ,aufstzen1 so ist die ,antwort3 das ,kantische2 und fragt ihr wiederum1 was denn das ,kantische sey1 so ist die ,antwort3 dasjenige was richtig ist4 ,dagegen aber fllt ihn sein ,unglck da an1 wo er keine ,gefahr weiter ahnet4 ,von der ,substanz1 meint er1 habe noch kein ,philosoph einen bestimmten ,begriff aufgestellt4 -- ,welcher ,philosoph weiss nicht1 dass seit ,locke eine sehr bestimmte ,nominalerklrung der ,substanz vorhanden ist3 die1 dass sie sey der ,trger der ,accidenzen8 ,auch wrde der ,recensent gerade in dieser ,wissenschaftslehre1 von welcher er zu sagen weiss1 dass ,fichte sein ,religionssystem daran anzuknpfen suche1 eine1 wie wir glauben1 sehr bestimmte ,real- und genetische ,erklrung der ,substanz gefunden haben2 dass sie nemlich sey die 7allein im ,denken geschiedenen7 ,accidenzen selbst1 in sinnlicher ,anschauung zusammen- und als ,eins aufgefasst1 wenn er diese ,wissenschaftslehre jemals durchblttert htte3 und er htte sodann den ,lesern der ,a4 ,l4 ,z4 berichten knnen1 warum ,gott1 der in sinnlicher ,anschauung nicht vorkomme1 das ,prdicat der ,substanz sich nicht beilegen lasse2 welches den ,lesern zu grosser ,erbauung1 und der ,literaturzeitung zu grossem ,ruhme gereicht haben wrde4 ,von diesem allen hat er nichts gethan und nichts gewusst4 ,man sieht1 die ,philosophie ist dieses ,recensenten ,fach nicht4 ,nun1 was ist er denn also1 und welches ist sein ,fach8 ,er frchtet1 ,fichte mge sich im ,ausdrucke vergriffen haben1 und geht daran herum1 ihm denselben zu verbessern4 ,man sieht1 dass er gewohnt ist1 exercitia stili zu corrigiren4 ,ein ,sprachmeister ist er4 ,und was fr ein ,sprachmeister6 -- ,fichte hat gesagt1 dass man ,gott das ,prdicat der ,substanz nicht beilegen knne1 und fhrt darauf fort3 es ist erlaubt1 dieses aufrichtig zu sagen1 und das ,schulgeschwtz niederzuschlagen1 damit die ,religion des freudigen ,rechtthuns sich erhebe4 ,unser ,sprachmeister nimmt von diesem letzteren ,ausdrucke die ,gelegenheit1 ,fichte dem ,verfasser des ,schreibens eines ,vaters etc41 welcher ,verfasser ,forberg und ,fichte zuerst ffentlich des ,atheismus bezchtigt1 -- so ungefhr gleichzustellen 7denn dieser ,sprachmeister hat zugleich ein sehr gutes ,gemth gegen ,fichte1 und zeigt es in diesem einzigen ,blatte1 das die ,langweiligkeit des ,ganzen uns zugelassen hat1 durchzulaufen1 auch noch an anderen ,stellen71 indem auch ,fichte1 nur freilich etwas feiner1 in der ,speculation anders ,denkende ohne weiteres der ,irreligiositt beschuldige1 und hier insinuire1 dass der ,begriff von ,gott als ,substanz erst niedergeschlagen werden msse1 ehe die wahre ,religion stattfinde4 ,ihm sind sonach sich erheben 7ber ,hindernisse und ,zweifel7 und entstehen ,synonyme4 ,forbergs ,benehmen1 das er hher oben als petulant1 und der ,wichtigkeit der ,sache nicht angemessen beschreibt1 nennt er tiefer unten1 um doch auch seine ,kenntniss des ,franzsischen zu zeigen1 niaiserie4 ,er mag wohl dieses ,wort in seinem ,dictionnre durch lppisches ,wesen bersetzt finden1 und es seinen ,schlern immer so bersetzt haben1 ohne einen ,unterschied zu bemerken zwischen einem unschicklichen ,betragen aus ,muthwillen 7dessen er ohne ,zweifel ,forberg beschuldigen will7 und einem ungeschickten und tppischen aus ,unbeholfenheit1 dessen weder er noch irgend jemand ,forberg beschuldigen wird1 und welches allein doch durch das ,wort niaiserie bezeichnet wird4 7,niais1 hchst wahrscheinlich von nidus1 eigentlich1 ein junger ,vogel1 der1 noch ehe er fliegen konnte1 aus dem ,neste genommen worden und dessen ,flug daher unbeholfen bleibt47 ,der ,recensent ist sonach ein verdorbener1 heruntergekommener ,sprachmeister1 der bei dieser ,unwissenheit freilich seine ,kunden verlieren musste1 und nun durch ,recensionen an der ,literaturzeitung sich seinen ,unterhalt zu erwerben sucht4 ,kein ,mensch1 und am allerwenigsten der ,verfasser1 wird glauben1 dass ein so berhmter ,philolog1 als der ,herr ,hofrath ,schtz1 diese argen ,verstsse nicht bemerkt habe4 ,aber was konnte er machen8 ,der ,abgang des ,beiwagens war angekndigt1 die ,stunde war da1 und kein anderes ,gut vorhanden4 ,er musste eben aufladen1 was er hatte4 ,und welche verchtliche ,leidenschaften werden durch diese ganze ,verfassung erregt und genhrt6 ,welcher ,eigendnkel bei guten ,jnglingen1 welche grsstentheils dergleichen ,einrichtungen wirklich fr das halten1 was sie seyn mssten1 wenn sie berhaupt seyn sollten6 ,der ,wahl tappender und schielender ,redactoren vertrauend1 glauben sie vom ,tage ihrer ,einladung zur ,mitgliedschaft einer berhmten ,recensentengilde wirklich die ,fhigkeiten zu besitzen1 die sie in ihrer ,unbefangenheit den ,recensenten zuschreiben1 zrnen auf ihre redlichen ,lehrer1 welche vielleicht diese ,fhigkeiten in ihnen noch nicht bemerken wollten1 und ergreifen die ,gelegenheit1 diesen ihre ,uebermacht fhlbar werden zu lassen6#bb ,welche schne ,aussichten fr ,literaten aller ,art1 ihre gelehrte ,eifersucht1 ihren ,neid1 ihre ,rachsucht gegen jeden1 der ihnen irgendwo im ,wege gestanden1 zu befriedigen1 ohne dass jemand wisse1 woher die ,streiche kommen6 ,jeder ,gedrckte trstet sich in aller ,stille damit3 ei1 ich will ihm schon einmal in einer ,recension eins versetzen2 und er hlt ,wort4 -- ,welches ,schauspiel wrde das ,publicum auch in dieser ,rcksicht erhalten1 wenn die ,redactoren pltzlich genthigt wrden1 die ,verfasser der bisher erschienenen ,recensionen anzugeben2 und die recensirten oder gelegentlich angezapften ,schriftsteller hierauf anfingen1 ,particularia und ,personalia zu erzhlen6 ,welch ein ganz eigener ,ton1 der besonders in den ,verantwortungen angefochtener ,redactoren und noch strker in den ,antworten der durch die ,anonymitt gedeckten ,recensenten auf ,antikritiken1 in seiner ganzen ,originalitt erscheint6 ,da stsst ein ,mann1 der im ,grunde weder witzig noch hitzig ist1 und es sehr gut weiss1 dass er unrecht hat1 sich bei jedem ,athemzuge in die ,rippen1 um die ,langmthigkeit seiner ,natur zum ,zorne1 zur ,grobheit1 zur ,pbelhaftigkeit zu reizen2 jener lediglich1 um sein ,blatt beim ,publicum1 dieser1 um sich beim ,redacteur1 der allein ihn kennt1 in ,respect zu erhalten4 ,ei1 die verstehns2 die wissen recht einem jeden eins zu versetzen1 soll der ,lesepbel denken4 ,funote #bb3 ,der ,verfasser kann zwar nicht ganz in der beschriebenen1 aber doch in einer hnlichen ,weise aus eigener ,erfahrung sprechen4 ,nachdem er ein -- von ihm selbst schon damals dafr erkanntes -- schlechtes ,buch geschrieben hatte1 dafr in einer berhmten ,zeitung mchtig gelobt1 und gleich darauf zur ,mitarbeit an dieser ,zeitung eingeladen wurde -- ei1 dachte er1 gehrt dazu nichts weiter8 und hatte einige ,freude1 und wurde auch wirklich1 so lange er selbst in seiner ,wissenschaft noch keinen festen ,standpunct hatte1 zum ,ritter an ein paar jungen ,schriftstellern1 die noch weniger feststanden als er selbst4 ,seitdem er diesen ,standpunct gefunden und bessere ,schriften schreiben zu knnen glaubte1 hat er jene ,mitgliedschaft aufgegeben4 ,er kann nicht dafr stehen1 dass er nicht einst1 wenn er etwa durch ,altersschwche herunterkommen sollte1 wieder zu derselben greifen werde1 und will fr diesen ,fall jener berhmten ,zeitung1 und ihrem berhmten ,redacteur1 welche ohne ,zweifel dann noch fortdauern werden1 sich hiermit schon im voraus zu gutem ,andenken und zu brderlicher ,schonung empfohlen haben4 -- ,welch ein abenteuerliches ,system von ,begriffen und ,meinungen1 das aus dieser ,einrichtung hervorgegangen ist6 ,zuvrderst der ,begriff einer ,kritik1 die ausserhalb der ,meister und der ,meisterschaft und von ihnen abgesondert wohnen soll6 ,eine ,partei1 die die ,werke liefert1 ohne ,kritik2 eine andere ,partei1 die die ,kritik besitzt1 und sie ber die ,werke anderer hingiesst1 ohne selbst ,werke hervorzubringen4 ,dann der ,begriff von einer ,urtheilsfreiheit der ,gelehrten3 d4 h4 dass es jedem1 der einige ,perioden deutsch zu schreiben vermag1 erlaubt seyn msse1 ber alles ,geschriebene in den ,tag hineinzuschreiben1 ob er davon etwas gelernt habe1 oder nicht1 und dass ber sein ,geschwtz kein anderer lachen drfe4 ,dann die ,meinung1 dass jedes erscheinende ,buch ein corpus delicti sey1 das sogleich vor den ,richterstuhl gezogen werden msse2 dass die ,bcher eigentlich nur darum geschrieben wrden1 um recensirt zu werden2 und dass die ,recensenten weit vornehmere ,wesen seyen1 als die ,schriftsteller2 dass nur schlechte ,schriftsteller sich gegen die -- ,kritik1 verstehe die ,recensenten1 auflehnen1 gute aber sich ihr demthig unterwerfen und sich bessern4 -- ,armes ,publicum1 dass du dir dergleichen ,dinge aufbinden lassen6 ,wisse1 dass jedes ,werk1 das da werth war zu erscheinen1 sogleich bei seiner ,erscheinung gar keinen ,richter finden kann2 es soll sich erst sein ,publicum erziehen1 und einen ,richterstuhl fr sich bilden2 es ist eine ,lection an dich1 gutes ,publicum1 und kein corpus delicti4 ,spinoza hat ber ein ,jahrhundert gelegen1 ehe ein treffendes ,wort ber ihn gesagt wurde2 ber ,leibnitz ist vielleicht das erste treffende ,wort noch zu erwarten1 ber ,kant ganz gewiss4 ,findet ein ,buch sogleich bei seiner ,erscheinung seinen competenten ,richter1 so ist dies der treffendste ,beweis1 dass dieses ,buch ebensowohl auch ungeschrieben htte bleiben knnen4 ,so mit den allgemeinen ,recensionsanstalten1 die auf ,universalitt der ,wissenschaft und auf ,mitarbeiter aus allen ,provinzen des deutschen ,vaterlandes ,anspruch machen4 ,ein wenig unschuldiger sind die kleinen ,particular-,recensionsfabriken4 ,mit diesen will man entweder den ,ort1 wo sie erscheinen1 ehren1 und beweisen1 dass derselbe auch ,gelehrte habe1 die ein ,wort mitsprechen knnen4 ,unseres ,erachtens ein sehr mislicher ,beweis2 es wre dem ,orte mehr ,ehre1 er htte viele ,gelehrte1 die etwas besseres zu thun htten1 als zu recensiren4 ,oder dergleichen kleine ,zeitungen enthalten die ,ausreden der vornehmen ,herren ,professoren an die gelehrten ,mitbrger1 denen durch alle ,mhe1 die man sich darum giebt1 doch das ,lesen auswrtiger ,schriftsteller sich nicht ganz verkmmern lsst1 warum sie von ihren ,kathedern herab nicht ebenso belehrt werden1 als es in dieser eingefhrten literarischen ,contrebande geschieht2 auch krftige ,anpreisungen der eigenen ,producte dieser vornehmen ,professoren4 ,solche ,recensionen zeichnen sich durch die ,formeln aus3 ,rec4 trug dies immer so vor2 oder3 was der ,verfasser da sagt1 ist zwar wahr1 doch aber sind wir auch der ,ueberzeugung1 dass auch die entgegengesetzte ,ansicht1 welche der ,rec4 immer gegeben hat1 richtig ist2 oder3 wie kann der ,mann nur das rhmen1 wovon wir immer gesagt haben1 dass es nichts tauge2 so er etwas rhmen will1 so rhme er unsere ,apodiktik4 ,das unsterbliche ,muster in dieser ,art werden immer die ,gelehrtenanzeigen der ,gttingischen ,universitt bleiben1 deren ,lehrer sehr oft mit auswrtigen ,schriftstellern in ,collision kommen mgen4 ,sie sind lediglich auf die gelehrten ,mitbrger berechnet2 und wer sie fr mehr hlt1 auf dessen ,kopf falle der ,schade6 ,aber es ist doch so bequem fr das grssere ,publicum1 und selbst fr die wirklichen ,gelehrten1 beim ,durchblttern einer einzigen ,zeitschrift zu erfahren1 was in jedem ,fache ,neues erschienen1 welches der ,inhalt desselben sey1 und nun zu beurtheilen1 ob sie das ,buch sich selbst anzuschaffen haben1 oder ob sie es entbehren knnen4 -- ,ohne ,zweifel2 und dieser ,vortheil soll beibehalten werden2 nur die unbefugte ,richterei und ,urtheilerei soll wegfallen4 ,wie man ,petersilie1 ,pilze und ,bcklinge auf den ,strassen ausruft1 ebenso sollen auch die ,bcher ausgerufen werden2 nicht durch die ersten ,erzeuger1 wie sich versteht1 sondern durch die ,verkufer1 die ,buchhndler4 ,das ,verfahren hierbei ist durch die ,natur der ,sache bestimmt und ist sehr einfach4 ,vereinigen sich die deutschen ,buchhndler1 und bertragen einem aus ihrer ,mitte1 ebenso wie sie ehemals der ,weidmannschen ,buchhandlung die ,herausgabe des ,messkatalogs berliessen1 die ,herausgabe eines ausfhrlichen ,messkatalogs2 -- oder sey dabei auch durchaus freie ,concurrenz4 ,dieser ,messkatalog enthalte den ,titel des ,buches1 die ,verlagshandlung1 den ,ladenpreis1 einen verhltnissmssigen ,auszug des ,inhalts1 -- wo es hingehrt1 ,proben der ,schreibart4 ,um dergleichen ,anzeigen zu verfertigen1 bedarf es nur einiger ,commis1 die da lesen knnen und schreiben1 hchstens auf einer lateinischen ,schule bis in ,secunda gekommen sind4 ,man hat ja berdies in einer jeden wohl eingerichteten ,druckerei einen ,corrector1 der ein ,literatus ist2 dieser sey der ,redacteur des ,blattes2 ihm gebe man mit dem ,correcturbogen zugleich das angezeigte ,buch mit ein1 damit er urtheilen knne1 ob der ,auszug richtig und zweckmssig ist4 ,es mag ihm auch verstattet werden1 sich als ,herausgeber auf dem ,titelblatte zu nennen4 -- ,alles eigenen ,urtheils enthalten diese ,commis und dieser ,corrector sich gnzlich2 oder wollen sie ja etwas von ihrem ,eigenen hinzuthun1 so loben sie alle ,bcher1 die sie anzeigen1 aus gleich vollen ,backen4 ,sie schreiben im ,namen der smmtlichen ,verleger1 und es ist sehr natrlich und sehr unschuldig1 dass ein ,verkufer seine ,waare lobt4 ,wer dadurch getuscht wird1 der schreibe es lediglich seiner eigenen ,unerfahrenheit zu4 ,mehrere ,buchhndler1 welche die ,fertigkeiten der beschriebenen ,commis in sich vereinigen1 haben dies schon recht gut angefangen1 und es knnte den ,verfassern solcher ,anzeigen1 wie wir sie meinen1 keinesweges an ,mustern fehlen4 ,zweitens habe ich gesagt1 die allgemeine deutsche ,bibliothek sey verderblich geworden -- durch die ,art ihrer ,ausfhrung4 ,jene ,bibliothek wurde nemlich1 wie wir jedem1 der nicht selbst zu den ,seichten gehrt1 zu finden anmuthen -- sie wurde der ,mittelpunct der ,seichtigkeit1 der ,popularitt1 des leeren ,geschwtzes4 ,eine ,philosophie1 die hinber und herberschwatzte1 ohne ,regel und feste ,bahn1 eine ,theologie1 deren ,hauptzweck war1 die ,bibel so vernnftig zu machen1 als diese seichten philosophischen ,schwtzer selbst waren1 eine ,kunstkritik1 die auf nichts sah1 als auf die ,wahrscheinlichkeit der ,fabel1 und die moralische ,erbaulichkeit1 eine ,gelehrsamkeit1 die im ,zusammenschleppen seltener ,raritten auf einen confusen ,haufen bestand1 eine flache breite ,schreiberei3 dies war von jeher der ,geist dieses ,werkes4 ,dieser ,geist hat der ,cultur der ,wissenschaften in unserem ,vaterlande unendlich geschadet2 er lebt noch und fhrt noch fort zu schaden4 -- ,man irrt sich sehr ber den eigentlichen ,zweck derer1 die ,nicolai und seinem ,anhange so sehr zuwider sind4 ,sie wollen nicht gerade diese oder jene ,philosophie herrschend machen4 ,nur den ,geist der ,seichtigkeit und ,popularitt mchten sie durch den ,geist wahrer ,grndlichkeit und ,wissenschaftlichkeit verdrngen2 -- durch den ,geist1 der durch die ,lessinge1 die ,jacobi1 die ,kante1 aus der besseren alten ,welt durch die ,zeit der ,ueberschwemmung hindurch in die neue ,welt herber gerettet worden4 ,sodann mag auch ber ,philosophie1 ,aesthetik1 ,naturlehre etwas ausgemacht werden4 ,dass1 wie ich drittens gesagt habe1 dieses ,unternehmen der ,bibliothek keinem verderblicher gewesen1 als dem ,urheber selbst1 ist in dieser ,schrift zur ,genge erwiesen4 ,vierte ,beilage4 7,zum neunten ,capitel47 ,das im ,texte erwhnte ,geschwtz ber ,katholicismus und ,kryptokatholicismus ist ein trauriger ,beweis1 was dem guten deutschen ,volke jeder ,schwtzer anmuthen kann1 wenn er nur krftig schreit4 ,mchte es doch auch ein abschreckender ,beweis fr die ,zukunft seyn6 ,nicolai war und ist eigentlich seines ,zeichens ein ausgemachter ,berliner ,badaud1 so sehr er sich auch fr einen ,weltkenner hlt4 ,es gehrt eben mit zum ,charakter eines ,badaud1 dass er sich fr einen ,weltkenner halte4 ,ein ,berliner ,badaud1 habe ich gesagt2 nicht1 als ob man nicht ebensowohl ein ,wiener1 oder ,pariser1 oder auch ein ,golitzer und ,kohlgartenscher ,badaud seyn knnte1 oder als ob die ,berliner mehr ,hang htten1 es zu seyn1 als die ,bewohner anderer grossen ,stdte1 sondern weil der ,badaud1 von welchem ich hier rede1 nun einmal aus ,berlin ist4 ,ein ,badaud ist nemlich ein ,mensch1 der1 um ganz populr davon zu sprechen1 nie hinter seinem ,backofen hervorgekommen ist1 daher sich einbildet1 es msse allenthalben in der ,welt so aussehen1 wie hinter seinem ,backofen1 und1 wenn er doch einmal hervorkommt1 alles1 was er erblickt1 maulaufsperrend bewundert4 ,mein ,dictionnre bersetzt dieses ,wort durch ,maulaffe4 ,nicolai's ganze ,reise ist die ,reise eines solchen ,maulaffen4 ,alles1 von den heiligen ,bildern an bis zu den geflochtenen ,zpfen der ,tbinger ,mdchen begafft er voll ,verwunderung4 ,und lediglich aus dieser bewundernden ,gafferei des ,berliner ,badaud entstand das ,geschrei ber ,katholicismus1 und hinterher1 da seine ,bibliothek angefochten wurde1 ber ,kryptokatholicismus4 ,was hat man denn durch alles dieses ,geschrei der ,welt entdeckt1 das nicht jeder1 der weitergekommen als ,nicolai1 oder der auch nur die ,geschichte und einige ,reisebeschreibungen gelesen1 oder einige ,fremde gesprochen1 schon vorher auch gewusst htte8 ,es sey mit der ,aufklrung 7es war immer nur von der ,nicolaischen negativen ,aufklrung1 der ,befreiung von diesem oder jenem ,aberglauben1 die ,rede7 der ,katholiken noch gar nicht so weit gekommen1 als etwa gutmthige ,protestanten glauben drften4 ,ei1 wer waren denn diese gutmthigen ,protestanten8 ,doch wohl nur ,nicolai und seine ,bibliothekare1 welche ihr ,licht in jene ,lnder verbreitet zu haben hofften4 ,es werde in den katholischen ,lndern durch die ,mnche noch immer der alte ,aberglauben aufrechterhalten1 auch wohl noch neuer hinzugebracht4 ,wer hatte es denn je anders gewusst oder gesagt8 ,der ,papst nehme seine ,behauptungen in der ,regel nie zurck2 er rechne auch die protestantischen ,lnder gewissermaassen noch immer unter seinen ,sprengel1 und suche sie besonders durch ,bekehrungen in den deutschen frstlichen ,familien in den ,schooss der ,kirche zurckzufhren4 ,wer hat denn die ,geschichte gelesen und dies nicht gewusst2 wer hat aber auch nicht gewusst1 dass in ,absicht der ,unterthanen dies nichts fruchtet1 und sie sich ihre ,religionsprivilegien nur noch fester versichern lassen8 ,woher denn nun jetzt auf einmal der ,lrm1 nachdem ,friedrich ,nicolai auf ,reisen ging8 ,war denn alles dies etwas ,neues1 erst jetzt ,entdecktes8 ,ich knnte nicht sagen2 ausser etwa fr ,nicolai und seines ,gleichen4 ,oder wurden etwa jetzt jene ,bemhungen krftiger und glcklicher8 ,keinesweges1 vielmehr geschah ihnen gerade in diesem ,zeitpuncte durch die ,unternehmungen ,kaiser ,josephs des ,zweiten grosser ,abbruch4 ,ja2 aber die eifrige ,verbreitung der geheimen ,orden1 die ,ceremonien in denselben1 das ,ruchern1 ,salben1 ,hndeauflegen6 ,sind dies nicht offenbar katholische ,ceremonien8 ,sieht man da nicht -- so nemlich connectirt ,nicolai -- offenbar die ,tendenz der ,katholiken1 die ,protestanten an ihre kirchlichen ,gebruche zu gewhnen1 und dadurch u4 s4 w48 -- ,jedes ,zeitalter hat sein besonderes ,steckenpferd4 ,das des abgelaufenen ,jahrhunderts waren geheime ,ordensverbindungen4 ,es ist aus tausend ,grnden begreiflich1 dass hhere ,grade entstanden1 und dass diese durch besondere ,ceremonien ausgezeichnet wurden4 ,warum sollen diese ,ceremonien denn gerade katholisch seyn2 warum nicht ebensowohl jdisch und heidnisch8 denn von daher sind sie erst in die christliche ,kirche gekommen4 ,kurz1 sie sind aus dem ,alterthume4 -- ,htte ,nicolai diesen ,lrm erhoben1 als der ,baron ,hund1 der in ,frankreich wirklich katholisch geworden1 sein ,tempelherrnsystem einfhrte1 als ,stark mit seinem allerdings sonderbaren ,klerikate auftrat1 so htte die ,sache einigen ,anschein fr sich gehabt4 ,aber zu der ,zeit ihn zu erheben1 da er ihn erhob1 so lange nach dem ,mittagsessen mit seinem ,senfe zu kommen6 ,zeige er doch aus diesen ,zeiten ,ein ,beispiel1 dass jemand in geheimen ,orden zur katholischen ,religion gebracht worden6 ,nicolai ist zwar stets bereit1 jedem ,gelehrten1 der ihm in dieser ,sache widerspricht1 zu antworten3 auf der ,studirstube freilich erfahre man so etwas nicht1 und durch ,schlsse a priori lasse es sich nicht herausbringen3 das erfhren nur ,weltleute seiner ,art2 denn fr einen solchen hlt er sich1 weil er ber ,wien und ,mnchen nach ,zrich gereist1 und mit dem ,minister von ,wllner ,schach gespielt4 ,der ,verfasser dieses hat ber acht ,jahre in ,lndern1 wo ,protestanten und ,katholiken vermischt sind1 gelebt1 und ist in ihnen gereist3 in der ,lausitz1 im sdlichen ,deutschlande1 in der ,schweiz1 in ,polen1 in ,westpreussen4 ,er ist diese ,lnder nicht durchflogen1 um sie in der ,eile zu beschreiben1 zu lauern und1 wie es ,leuten dieser ,art geht1 zu sehen und sich aufbinden zu lassen1 was man gern sehen und hren will2 er hat in ihnen gelebt1 ,geschfte gehabt1 und selbst mitgehandelt1 wo man ohne ,zweifel besser sieht1 als wenn man nur durchreiset2 hat ,umgang gehabt mit ,leuten von allerlei ,confessionen und ,meinungen1 und glaubt seine ,augen eben auch offen gehabt zu haben1 ob er gleich keine seiner ,beobachtungen so neu und so interessant gefunden1 um sie dem ,publicum vorzulegen4 ,das ,sichtbare1 was ,nicolai gesehen1 hat er eben auch gesehen2 aber er hat keine ,veranlassung gefunden1 darauf die ,schlsse zu bauen1 die ,nicolai aufbaut4 ,ebenso ist er mit dem ,innern der geheimen ,orden vielleicht so gut bekannt1 als ,nicolai1 vielleicht besser4 ,er wrde nie darauf gefallen seyn1 ihnen die ,wichtigkeit und die ,tendenz zuzuschreiben1 die ,nicolai ihnen zuschreibt4 ,halte doch ,nicolai sich nicht so sehr auf ber den ,abt ,barruel6 ,die ,jacobinerriecherei ist das chte ,gegenstck zur ,jesuitenriecherei1 und ,barruel ist in der erstern ganz dasselbe1 was ,nicolai in der zweiten war4 ,fnfte ,beilage4 7,zum neunten ,capitel47 ,die ,a4 d4 ,b4 war allerdings ein der ,religiositt der ,nation hchst schdliches ,unternehmen4 ,religiositt ist ,tiefe des ,sinns1 und geht aus ihr hervor2 die ganze ,tendenz jenes ,unternehmens geht auf ,oberflchlichkeit2 ,religion deutet auf das bersinnliche hhere ,leben2 der ganze ,zweck jenes ,unternehmens ist unmittelbare ,brauchbarkeit und ,ntzlichkeit fr das ,grbste dieses ,lebens4 ,die von dieser ,clique haben die ,religionsaufklrung und einen ,volkslehrer sattsam gelobt1 wenn sie erzhlt haben1 dass die ,bauern weniger ,processe fhren1 sich seltener betrinken1 und die ,stallftterung eingefhrt haben4 ,doch was soll ich hier noch viel ,worte ber diesen ,gegenstand machen8 ,jene ,appellation an das ,publicum etc41 die ,nicolai auch so zuwider ist1 und von der er glaubt1 dass sie nur im ,zorne geschrieben seyn knne 7der arme ,mann671 redet1 indem sie von wahren ,gotteslugnern1 ,gtzendienern1 ,dienern eines bsen ,weltgeistes spricht1 ganz eigentlich von ,nicolai und denen1 die ihm gleichen4 ,wem diese nicht bewiesen hat1 was hier zu beweisen wre1 fr den ist jeder andere ,beweis verloren4 ,noch eine ,beilage oder ,dreizehntes ,capitel4 ,von den letzten ,thaten1 dem ,tode und der wunderbaren ,wiederbelebung unsers ,helden4 ,die ,betriebsamkeit gewisser ,buchhndler ging in jenen ,tagen so weit1 dass sie1 nachdem beim ,nachdrucken nicht genug mehr zu gewinnen war1 die ,kunst erfanden1 ,vordrucke zu veranstalten4 ,auf diese ,weise erschien noch bei ,nicolai's ,lebzeiten ein unrechtmssiger ,vordruck der gegenwrtigen ,lebensbeschreibung unsers ,helden1 die wir jetzt in der ersten1 einzig rechtmssigen ,ausgabe den rechtlichen und gewissenhaften ,lesern mitgetheilt haben4 ,nicolai verwendete gegen diese also erschienene ,lebensbeschreibung seine ganze polemische ,taktik4 ,zuerst versuchte er1 dieselbe zu ignoriren1 und an der ,erziehung ,fichte's und seiner ,genossen so unbefangen1 wie bisher1 fortzuarbeiten4 ,als dieses sich nicht thun liess1 griff er zum ,fache des ,erhabenen1 verbreitete selbst die ,schrift durch seinen ,buchhandel1 erklrte ffentlich1 dass der ,spass so bel nicht sey1 und dass er selbst bei mehreren ,stellen gelacht habe2 -- nur htte1 fgte er hinzu1 der ,autor sich krzer fassen sollen4 ,hierauf begab er sich mitten in das ,grndliche und ,ausfhrliche hinein2 erzhlte1 zur ,widerlegung des ,vorgebens1 dass er nie eines gelehrten ,unterrichts genossen1 seine ganze ,jugendgeschichte1 wie er erst die ,buchstaben kennen gelernt1 darauf buchstabiren1 dann lesen1 sodann schreiben2 wiederholte alle ,lectionen1 die er von ,jugend auf erhalten1 vollstndig1 legte zum ,beweise seiner ,wahrhaftigkeit seine ,schreibebcher1 in einem saubern ,holzschnitte nachgestochen1 und abgedruckt1 und alle seine exercitia stili bei4 ,dies gab #d ,alphabete2 ,format und ,druck1 wie in den ,beilagen zu seinen ,reisen4 ,er setzte hierauf sein wahres ,verhltniss mit ,lessing durch ausfhrlichere und deutlichere ,noten zu dem schon gedruckten ,briefwechsel1 und durch die ,erzhlung aller ,discurse1 die er in seinem ,leben mit jenem gefhrt1 auseinander2 ebenso bewies er durch die vollstndige und ausfhrliche ,auffhrung aller ,discurse1 die er mit ,moses ,mendelssohn gefhrt1 dass derselbe keinesweges ein ,mann von eingeschrnkten ,begriffen und ,zwecken gewesen4 ,dies gab abermals #d ,alphabete1 in besagtem ,format und ,druck4 ,er erzhlte ferner alle die ,gedanken1 die er so bei sich gefhrt1 als er mit der ,stiftung der allgemeinen deutschen ,bibliothek umgegangen2 erzhlte die pragmatische ,geschichte jeder in dieser ,bibliothek befindlichen ,recension1 so wie jeder seiner eignen ,schriften2 brachte1 um zu beweisen1 wie er ehedessen geschtzt worden sey1 alle ,briefe der ,gelehrten an ihn bei2 bewies nochmals1 noch einleuchtender als ehemals1 die fr den ,kryptokatholicismus beigebrachten ,facta2 zhlte1 um zu zeigen1 dass er kein ,badaud und ,tlpel1 sondern ein ,mann von ,welt und ,lebensart sey1 alle knigliche und frstliche ,personen1 ,minister1 ,generale1 ,gesandte u4 s4 w4 auf1 die er in seinem ,leben gesehen1 und mit ihnen gesprochen1 erzhlte1 was er mit ihnen gesprochen1 bei ihnen gegessen und getrunken1 welche witzige ,einflle er gehabt1 legte alle die ,schachpartien vor1 die er in seinem ,leben mit hohen ,personen gespielt3 -- und wir mssten die ,geduld haben1 die er hatte1 oder die ,inhaltsanzeige seines ,werks nachdrucken lassen1 um vollstndig zu verzeichnen1 was er alles beibrachte4 ,das ,ganze belief sich auf #af ,alphabete1 in besagtem ,format und ,druck1 und war um einen usserst civilen ,preis in seiner ,handlung zu haben4 ,kein ,mensch las oder kaufte diese #af ,alphabete4 ,unser ,held stutzte2 aber bescheiden1 wie er immer gewesen1 sahe er bald ein1 wo der ,fehler lge1 und war aufrichtig genug gegen sich selbst1 sich denselben zu gestehen4 ,er fand1 dass er noch nicht deutlich1 ausfhrlich1 krftig1 lebhaft und witzig genug geschrieben habe4 ,er verfasste daher #cb ,alphabete in demselben ,format1 um auf die ersten #af aufmerksam zu machen2 erluterte1 ergnzte1 verstrkte1 und brachte noch weit mehr ,spsse an4 ,diese #cb ,alphabete waren um einen noch civilern ,preis in seiner ,buchhandlung zu haben2 aber kein ,mensch kaufte oder las diese #cb ,alphabete1 ebensowenig1 als die sechszehn4 ,noch nicht deutlich genug6 sagte er bei sich selbst4 ,das sind die fatalen ,geschfte1 die einem alle ,zeit rauben4 ,aber ich will mich endlich frei machen4 ,so bergab er seine ,handlung und die ,redaction seiner geliebten allgemeinen ,bibliothek in treue ,verwaltung1 zog auf das ,land1 schloss sich ein1 und dictirte unablssig ,tag und ,nacht fort einem ,dutzend ,schreibern4 ,aber auch die nunmehrige ,deutlichkeit und ,vollstndigkeit gengte ihm nicht1 und sein ,stndlein berfiel ihn1 ehe er vollendet hatte und mit sich selbst zufrieden war4#bc ,sein alter ,freund hatte die ,besorgung der ,verlassenschaft bernommen4 ,gern htte er den schriftstellerischen ,nachlass des ,vollendeten durch den ,druck der ,welt mitgetheilt2 aber es fand sich1 dass das ,unternehmen einiger ,tausende von starken ,bnden die ,krfte des ,zeitalters bersteige1 er beschloss daher auf einem ganz andern ,wege diesen kostbaren ,nachlass aufzulsen1 den ,geist desselben zu entbinden und in das ,universum hineinstrmen zu lassen4 ,funote #bc3 ,es findet sich hier ein ,dissensus der ,geschichtschreiber4 ,einige sagen1 dass auch das gegenwrtige dreizehnte ,capitel in dem erwhnten diebischen ,vordrucke mit abgedruckt gewesen1 ,nicolai daher unmglich habe thun knnen1 wovon ihm vorhergesagt worden1 dass er es thun werde4 ,er habe bloss kurz gesagt3 der zuknftige ,verfasser dieser vorgedruckten ,schrift msse sehr eitel und einbildisch seyn1 um zu glauben1 dass man gegen seine leidenschaftliche und schmutzige ,broschre sich ernsthaft vertheidigen werde2 so etwas bergehe ein ,ehrenmann1 wie er sey1 mit stillschweigender ,verachtung4 -- ,die #dh ,alphabete1 das unablssige ,dictiren und der ,tod1 welches alles an sich wohl guten ,grund habe1 habe sich auf eine andere ,veranlassung begeben4 ,ein anderer ,theil der ,geschichtschreiber berichtet1 dass entweder das gegenwrtige dreizehnte ,capitel nicht mit vorgedruckt worden1 oder dass ,nicolai doch gethan1 was er nicht lassen knnen1 unerachtet man es ihm vorausgesagt1 und dass alles sich durchaus so zugetragen habe1 wie wir es oben erzhlen4 ,hieraus ersieht sonach der geliebte ,leser1 dass das letztere die allein wahre und richtige ,meinung ist2 und wir wollen keinem rathen1 das ,gegentheil anzunehmen1 widrigenfalls es ihm in der nchsten ,recension1 die wir verfertigen1 bel ergehen soll4 ,der erste einzig wahre ,verfasser dieser ,lebensbeschreibung im ,jahre #ahdj -- zugleich ,recensent an der weltberhmten allgemeinen ,literaturzeitung4 ,es wurde auf seinen ,befehl unter freiem ,himmel folgendes ,denkmal errichtet4 ,man gab den hinterlassenen ,handschriften die ,form eines ruhenden ,kolossen1 dessen ussere ,gestalt und ,bildung dem ,seligen so nahe kam1 als mglich4 ,zur ,unterlage diente ihm die allgemeine deutsche ,bibliothek1 zum ,kopfkissen die alte und neue ,berliner ,monatsschrift1 die ,backenseiten waren durch die neuern ,hefte der ,jenaischen ,literaturzeitung untersttzt4 ,der alte ,freund hatte von allen ,parteien einige zur ,einweihung des ,denkmals eingeladen1 damit sie unter der ,beschattung desselben sich brderlich vereinigen mchten4 ,da standen1 durch das gemeinschaftliche ,leid endlich vertrglich gemacht1 und insgesammt ,ein ,herz und ,eine ,seele1 ,reinhard und ,zllner1 ,gedike1 die beiden ,schlegel1 ,biester1 ,tieck1 ,jacobi1 der ,hofrath ,schtz1 ,reinhold1 die ,jesuiten1 die ,bibliothekare1 und die ,grossen alle4 ,durch eine wunderbare ,fgung hatten ,fichte und ,schelling1 die unter den ,eingeladenen sich befanden1 und mit den ,rcken an das papierne ,denkmal sich angelehnt hatten1 sich gerade1#bd jener mit ,hasenbraten1 dieser mit einer wilden ,schweinskeule allzuvoll gestopft1 -- wie denn dies dem ernsthaftesten ,philosophen unvermerkt begegnen kann -- und der eine konnte nun schlechterdings nicht1 er mochte sich anstrengen1 wie er wollte1 an der ,bestimmung des ,menschen1 noch der andere an der ,deduction der ,kategorien der ,physik weiter fortarbeiten1 sondern sie mussten endlich die ,feder wegwerfen und zum ,rhabarber greifen4 -- -- -- -- ,funote #bd3 ,das ,folgende sind ,herrn ,nicolai's eigne ,worte1 ,s4 #agd4 f4 der angefhrten ,anzeige2 und selbst diese ,citation geschieht in ,nicolai's eignen ,worten4 99 99 99 99 99 ,o1 nie genug zu beweinender ,schade6 ,gerade von dieser ,stelle an1 wo man nun das ,interessanteste erwartet1 ist unsre ,handschrift so zerfressen1 dass wir mit aller ,conjecturalkritik keinen ,sinn herausbringen knnen1 und uns durchaus ausser ,stand befinden1 anzugeben1 was es mit der in der ,aufschrift gemeldeten ,wiederbelebung unsers ,helden fr eine ,bewandtniss gehabt1 durch welches wunderbare ,mittel sie erfolgt1 und ob es der eigentliche wahre fleischliche ,leib desselben1 oder der beschriebne papierne gewesen1 in welchen die ,seele zurckgekehrt4 ,so viel wird uns aus einigen briggebliebenen ,sylben wahrscheinlich1 dass alle die genannten1 und noch mehrere an dem ,wunder ,antheil gehabt2 und nach manchen ganz unleserlichen ,seiten bringen wir gegen das ,ende der ,schrift noch folgendes heraus3 -- vordere ,mund1 den der ,freund so inbrnstig ksste4 -- ,indessen dehnten und reckten sich die zwei fest umschlungenen ,heroen aus ber das ganze ,land1 die ,umrisse ihrer ,glieder verschwanden1 so wie sie selbst1 und es blieb an ihrer ,stelle nur eine lieblich dmmernde ,aufklrung brig4 ,alle ,umste -- -- ,von da an ist das ,manuscript wieder vllig zerfressen und unleserlich4 ,es wre gewiss eine interessante ,untersuchung anzustellen1 wie dieses kostbare ,ueberbleibsel des ,alterthums in einen solchen ,zustand gekommen1 und wir muntern alle unsere jungen ,kritikbeflissenen auf1 an dieser ,untersuchung ihre ,krfte zu ben4 ,zwar behauptet ein grosser ,gelehrter1 dessen wir mit hoher ,ehrerbietung erwhnen1 dass diese ,handschrift von den berhmten ,blutigeln1 welche ,friedrich ,nicolai von aller ,geisteserscheinung auf immer geheilt1 so zerfressen worden3 eine hchst scharfsinnige ,muthmaassung4 ,jederman aber sieht ein1 dass dieselbe ungereimt ist2 denn die ,blutigel fressen kein ,papier4 ,indessen gebe ich dem ,leser mein ,wort1 dass ich dieses ,capitel aus ,handschriften sicher wiederherstellen1 und es zu seiner ,zeit durch den ,druck bekannt machen werde4 ,ich schlage dafr den ,weg der ,prnumeration ein4 ,liebhaber haben die ,gte sich im ,comptoir der ,allgemeinen ,literaturzeitung zu melden4 ,der erste wahre ,autor dieser ,lebensbeschreibung im ,jahre #ahdj4 ,inhalt ,seite ,einleitung #d ,erstes ,capitel4 ,hchster ,grundsatz1 von welchem alle #aj ,geistesoperationen unsers ,helden ausgegangen sind ,zweites ,capitel4 ,wie unser ,held zu diesem sonderbaren hchsten #aa ,grundsatze gekommen seyn mge ,drittes ,capitel4 ,wie im allgemeinen dieser hchste ,grundsatz #ah im ,leben unsers ,helden sich geussert habe ,viertes ,capitel4 ,worauf es1 zufolge dieses hchsten #ba ,grundsatzes1 unserm ,helden bei allen seinen ,disputen angekommen sey ,fnftes ,capitel4 ,wirkliche ,disputirmethode unsers ,helden1 aus #bc diesem hchsten ,grundsatze ,sechstes ,capitel4 ,eine der allersonderbarsten ,meinungen unsers #bf ,helden1 zufolge jenes hchsten ,grundsatzes ,siebentes ,capitel4 ,eine andere fast noch unglaublichere #cb ,meinung unsers ,helden von sich selbst1 zufolge jenes hchsten ,grundsatzes ,achtes ,capitel4 ,sonderbare ,begriffe unsers ,helden ber seine #cf und seiner ,gegner gegenseitige ,rechte1 aus jenem hchsten ,grundsatze ,neuntes ,capitel4 ,wie unser ,held1 zufolge seines hchsten #dj ,grundsatzes1 sich zu nehmen gepflegt1 wenn derselbe angefochten worden ,zehntes ,capitel4 ,ein ,grundzug des ,geistescharakters unsers #di ,helden1 der aus jenem hchsten ,grundsatze natrlich folgte ,eilftes ,capitel4 ,ein paar andere ,grundzge1 welche aus dem #ea ersten ,grundzuge und hchsten ,grundsatze unsers ,helden erfolgt sind ,zwlftes ,capitel4 ,wie es zugegangen1 dass unser ,held unter #ei allen diesen ,umstnden dennoch einigen ,einfluss auf sein ,zeitalter gehabt ,beilagen #fa ,deducirter ,plan einer zu ,berlin zu errichtenden hheren ,lehranstalt4 ,geschrieben im ,jahre #ahjg von ,johann ,gottlieb ,fichte4 ,erste ,ausgabe3 ,stuttgart und ,tbingen1 in der ,cottaschen ,buchhandlung4 #ahag4 ,deducirter ,plan einer zu ,berlin zu errichtenden hheren ,lehranstalt1 die in gehriger ,verbindung mit einer ,akademie der ,wissenschaften stehe4 ,erster ,abschnitt4 ,begriff einer durch die ,zeitbedrfnisse geforderten hheren ,lehranstalt berhaupt4 4 #a4 ,als die ,universitten zuerst entstanden1 war das wissenschaftliche ,gebude der neueren ,welt grossentheils noch erst zu errichten4 ,bcher gab es berhaupt nicht viel2 die wenigen1 die es gab1 waren selten1 und schwer zu erhalten2 und wer etwas ,neues mitzutheilen hatte1 kam zunchst in ,versuchung1 es auf dem schwierigeren ,wege der ,schriftstellerei zu thun4 ,so wurde die mndliche ,fortpflanzung das allgemein brauchbarste ,mittel zu der ,erbauung1 der ,aufrechterhaltung und der ,bereicherung des wissenschaftlichen ,gebudes1 und die ,universitten wurden der ,ersatz der nicht vorhandenen oder seltenen ,bcher4 4 #b4 ,auch nachdem durch ,erfindung der ,buchdruckerkunst die ,bcher hchst gemein worden1 und die ,ausbreitung des ,buchhandels jedwedem es sogar weit leichter gemacht hat1 durch ,schriften sich mitzutheilen1 als durch mndliche ,lehrvortrge2 nachdem es keinen ,zweig der ,wissenschaft mehr giebt1 ber welchen nicht sogar ein ,ueberfluss von ,bchern vorhanden sey1 hlt man dennoch noch immer sich fr verbunden1 durch ,universitten dieses gesammte ,buchwesen der ,welt noch einmal zu setzen1 und ebendasselbe1 was schon gedruckt vor jedermans ,augen liegt1 auch noch durch ,professoren recitiren zu lassen4 ,da auf diese ,weise dasselbe ,eine in zwei verschiedenen ,formen vorhanden ist1 so ermangelt die ,trgheit nicht1 sowohl den mndlichen ,unterricht zu versumen1 indem sie ja dasselbe irgend einmal auch aus dem ,buche werde lernen knnen1 als den durch ,bcher zu vernachlssigen1 indem sie dasselbige ja auch hren knne1 wodurch es denn dahin gekommen1 dass1 wenige ,ausnahmen abgerechnet1 gar nichts mehr gelernt worden1 als was durch das ,ohngefhr auf einem der beiden ,wege an uns hngen geblieben1 sonach berhaupt nichts im ,ganzen1 sondern nur abgerissene ,bruchstcke2 zuletzt hat es sich zugetragen1 dass die ,wissenschaft1 -- als etwas nach ,belieben immerfort auf die leichteste ,weise an sich zu bringendes1 bei der ,menge der ,halbgelehrten1 die auf diese ,weise entstanden1 in tiefe ,verachtung gerathen4 ,nun ist von den genannten zwei ,mitteln der ,belehrung das eigene ,studiren der ,bcher sogar das vorzglichere1 indem das ,buch der frei zu richtenden ,aufmerksamkeit ,stand hlt1 und das1 wobei diese sich zerstreute1 noch einmal gelesen1 das aber1 was man nicht sogleich versteht1 bis zum erfolgten ,verstndnisse hin und her berlegt werden1 auch die ,lectre nach ,belieben fortgesetzt werden kann1 so lange man ,kraft fhlt1 oder abgebrochen werden1 wo diese uns verlsst2 dagegen in der ,regel der ,professor seine ,stunde lang seinen ,spruch fortredet1 ohne zu achten1 ob irgend jemand ihm folge1 ihn abbricht1 da wo die ,stunde schlgt1 und ihn nicht eher wieder anknpft1 als bis abermals seine ,stunde geschlagen4 ,es wird durch diese ,lage des ,schlers1 in der es ihm unmglich ist1 in den ,fluss der ,rede seines ,lehrers auf irgend eine ,weise einzugreifen und ihn nach seinem ,bedrfnisse zum ,stehen zu bringen1 das leidende ,hingeben als ,regel eingefhrt1 der ,trieb der eigenen ,thtigkeit vernichtet1 und so dem ,jnglinge sogar die ,mglichkeit genommen1 des zweiten ,mittels der ,belehrung1 der ,bcher1 mit freithtiger ,aufmerksamkeit sich zu bedienen4 ,und so sind wir denn1 um von der ,kostspieligkeit dieser ,einrichtung fr das gemeine und das ,privatwesen1 und von der dadurch bewirkten ,verwilderung der ,sitten hier zu schweigen1 durch die ,beibehaltung des ,nothmittels1 nachdem die ,noth lngst aufgehoben1 auch noch fr den ,gebrauch des wahren und besseren ,mittels verdorben worden4 4 #c4 ,um nicht ungerecht1 zugleich auch oberflchlich zu seyn1 mssen wir jedoch hinzusetzen1 dass die neueren ,universitten mehr oder weniger ausser dieser blossen ,wiederholung des vorhandenen ,buchinhalts noch einen anderen edleren ,bestandtheil gehabt haben1 nemlich das ,princip der ,verbesserung dieses ,buchinhalts4 ,es gab selbstthtige ,geister1 welche in irgend einem ,fache des ,wissens durch den ihnen wohlbekannten ,bcherinhalt nicht befriedigt wurden1 ohne doch das ,befriedigende hierin sogleich bei der ,hand zu haben1 und es in einem neuen und besseren ,buche1 als die bisherigen waren1 niederlegen zu knnen4 ,diese theilten ihr ,ringen nach dem ,vollkommneren vorlufig mndlich mit1 um entweder in dieser ,wechselwirkung mit anderen in sich selber bis zu dem beabsichtigten ,buche klar zu werden1 oder1 falls auch sie selbst in diesem ,streben von geistiger ,kraft oder dem ,leben verlassen wrden1 ,stellvertreter hinter sich zu lassen1 welche das beabsichtigte ,buch1 oder auch statt desselben1 und aus diesen ,prmissen1 ein noch besseres hinstellten4 ,aber selbst in ,absicht dieses ,bestandtheiles lsst sich nicht lugnen1 dass er von jeher der bei weitem kleinere auf allen ,universitten gewesen1 dass keine ,verwaltung ein ,mittel in den ,hnden gehabt1 auch nur berhaupt den ,besitz eines solchen ,bestandtheiles sich zu garantiren1 oder auch nur deutlich zu wissen1 ob sie ihn habe1 oder nicht1 und dass selbst dieser kleine ,bestandtheil1 wenn er durch gutes ,glck irgendwo vorhanden gewesen1 selten mit einiger klaren ,erkenntniss seines ,strebens und der ,regeln1 nach denen er zu verfahren htte1 gewirkt und gewaltet4 4 #d4 ,eine solche zunchst berflssige1 sodann in ihren ,folgen auch schdliche ,wiederholung desselben1 was in einer anderen ,form weit besser da ist1 soll nun gar nicht existiren2 es mssten daher die ,universitten1 wenn sie nichts ,anderes zu seyn vermchten1 sofort abgeschafft1 und die ,lehrbedrftigen an das ,studium der vorhandenen ,schriften gewiesen werden4 ,auch knnte es diesen ,instituten zu keinem ,schutze gereichen1 dass sie den soeben berhrten edleren ,bestandtheil fr sich anfhrten1 indem in keinem bestimmten ,falle 7auf keiner gegebenen ,universitt7 dieser edlere ,theil ,rechenschaft von sich zu geben1 noch sein ,daseyn zu beweisen1 noch die ,fortdauer desselben zu garantiren vermag2 und sogar1 wenn dies nicht so wre1 doch immer der schlechtere ,theil1 die blosse ,wiederholung des ,buchwesens1 weggeworfen werden msste4 ,sowie ,alles1 was auf das ,recht der ,existenz ,anspruch macht1 seyn und leisten muss1 was nichts ausser ihm zu seyn und zu leisten vermag1 zugleich sein ,beharren in diesem seinem ,wesen1 und seine unvergngliche ,fortdauer verbrgend3 so muss dies auch die ,universitt1 oder wie wir vorlufig im antiken ,sinne des ,wortes sagen wollen1 die ,akademie1 oder sie muss vergehen4 4 #e4 ,was1 im ,sinne dieser hheren ,anforderung an ihre ,existenz1 die ,akademie seyn knne1 und1 falls sie seyn soll1 seyn msse1 geht sogleich hervor1 wenn man die ,beziehung der ,wissenschaft auf das wirkliche ,leben betrachtet4 ,man studirt ja nicht1 um lebenslnglich und stets dem ,examen bereit das ,erlernte in ,worten wieder von sich zu geben1 sondern um dasselbe auf die vorkommenden ,flle des ,lebens anzuwenden1 und so es in ,werke zu verwandeln2 es nicht bloss zu wiederholen1 sondern etwas ,anderes daraus und damit zu machen3 es ist demnach auch hier letzter ,zweck keinesweges das ,wissen1 sondern vielmehr die ,kunst1 das ,wissen zu gebrauchen4 ,nun setzt diese ,kunst der ,anwendung der ,wissenschaft im ,leben noch andere der ,akademie fremde ,bestandtheile voraus1 ,kenntniss des ,lebens nemlich und ,uebung der ,beurtheilungsfhigkeit der ,flle der ,anwendung1 und es ist demnach von ihr zunchst nicht die ,rede4 ,wohl aber gehrt hierher die ,frage1 auf welche ,weise man denn die ,wissenschaft selbst so zum freien und auf unendliche ,weise zu gestaltenden ,eigenthume und ,werkzeuge erhalte1 dass eine fertige ,anwendung derselben auf das1 freilich auf anderem ,wege zu erkennende1 ,leben mglich werde8 ,offenbar geschieht dies nur dadurch1 dass man jene ,wissenschaft gleich anfangs mit klarem und freiem ,bewusstseyn erhalte4 ,man verstehe uns also4 ,es macht sich vieles von selbst in unserem ,geiste1 und legt sich demselben gleichsam an durch einen blinden und uns selber verborgen bleibenden ,mechanismus4 ,was also entstanden1 ist nicht mit klarem und freiem ,bewusstseyn durchdrungen1 es ist auch nicht unser sicheres und stets wieder herbeizurufendes ,eigenthum1 sondern es kommt wieder oder verschwindet nach den ,gesetzen desselben verborgenen ,mechanismus1 nach welchem es sich erst in uns anlegte4 ,was wir hingegen mit dem ,bewusstseyn1 dass wir es thtig erlernen1 und dem ,bewusstseyn der ,regeln dieser erlernenden ,thtigkeit1 auffassen3 das wird1 zufolge dieser eigenen ,thtigkeit und des ,bewusstseyns ihrer ,regeln1 ein eigenthmlicher ,bestandtheil unserer ,persnlichkeit1 und unseres frei und beliebig zu entwickelnden ,lebens4 ,die freie ,thtigkeit des ,auffassens heisst ,verstand4 ,bei dem zuerst erwhnten mechanischen ,erlernen wird der ,verstand gar nicht angewendet1 sondern es waltet allein die blinde ,natur4 ,wenn jene ,thtigkeit des ,verstandes und die bestimmten ,weisen1 wie dieselbe verfhrt1 um etwas aufzufassen1 wiederum zu klarem ,bewusstseyn erhoben werden1 so wird dadurch entstehen eine besonnene ,kunst des ,verstandesgebrauches im ,erlernen4 ,eine kunstmssige ,entwickelung jenes ,bewusstseyns der ,weise des ,erlernens -- im ,erlernen irgend eines ,gegebenen -- wrde somit1 unbeschadet des jetzt aufgegebenen ,lernens1 zunchst nicht auf das ,lernen1 sondern auf die ,bildung des ,vermgens zum ,lernen ausgehen4 ,unbeschadet des jetzt aufgegebenen ,lernens1 habe ich gesagt1 vielmehr zu seinem grossen ,vortheile2 denn man weiss grndlich und unvergesslich nur das1 wovon man weiss1 wie man dazu gelangt ist4 ,sodann wird1 indem nicht bloss das zuerst ,gegebene gelernt1 sondern an ihm zugleich die ,kunst des ,erlernens berhaupt gelernt und gebt wird1 die ,fertigkeit entwickelt1 ins ,unendliche fort nach ,belieben leicht und sicher alles ,andere zu lernen2 und es entstehen ,knstler im ,lernen4 ,endlich wird dadurch alles ,erlernte oder zu ,erlernende ein sicheres ,eigenthum des ,menschen1 womit er nach ,belieben schalten knne1 und es ist somit die erste und ausschliessende ,bedingung des praktischen ,kunstgebrauches der ,wissenschaft im ,leben herbeigefhrt und erfllet4 ,eine ,anstalt1 in welcher mit ,besonnenheit und nach ,regeln das beschriebene ,bewusstseyn entwickelt1 und die dabei beabsichtigte ,kunst gebt wrde1 wre1 was folgende ,benennung ausspricht3 eine ,schule der ,kunst des wissenschaftlichen ,verstandesgebrauches4 ,ohnerachtet auf den bisherigen ,universitten von ohngefhr zuweilen geistreiche ,mnner aufgetreten1 die im ,geiste des obigen ,begriffes in einem besonderen ,fache des ,wissens ,schler gezogen1 so hat doch sehr viel gefehlt1 dass die ,realisirung dieses ,begriffes im ,allgemeinen mit ,sicherheit1 ,festigkeit und nach unfehlbaren ,gesetzen auch nur deutlich gedacht und vorgeschlagen1 geschweige denn1 dass sie irgendwo ausgefhrt worden4 ,dadurch aber ist die ,erhaltung und ,steigerung der wissenschaftlichen ,bildung im ,menschengeschlechte dem guten ,glcke und blinden ,zufalle preisgegeben gewesen1 aus dessen ,hnden sie unter die ,aufsicht des klaren ,bewusstseyns lediglich durch die ,darstellung des erwhnten ,begriffes gebracht werden knnte4 ,und so ist es die ,ausfhrung dieses ,begriffes1 die in ,beziehung auf das wissenschaftliche ,wesen in dem ,abfluss der ,zeit dermalen an der ,tagesordnung ist1 und die sogar in ihrer ,existenz angegriffene ,akademie wrde wohlthun1 diese ,ausfhrung zu bernehmen1 da das1 was sie bis jetzt gewesen1 gar nicht lnger das ,recht hat1 dazuseyn4 4 #f4 ,aber sogar dieses ,anspruches alleinigen und ausschliessenden ,besitz wird etwas ,anderes der ,akademie streitig machen1 die niedere ,gelehrtenschule nemlich4 ,diese1 vielleicht selbst erst bei dieser ,gelegenheit ber ihr wahres ,wesen klar geworden1 wird anfhren1 dass sie1 bis auf die ,zeiten der neueren verseichtenden ,pdagogik1 weit besser und vorzglicher eine solche ,kunstschule des wissenschaftlichen ,verstandesgebrauches gewesen1 denn irgend eine ,universitt4 ,somit wird die ,akademie zuvrderst mit dieser niederen ,gelehrtenschule eine ,grenzberichtigung treffen mssen4 ,diese ,grenzberichtigung wird ohne ,zweifel zur ,zufriedenheit beider ,theile dahin zu ,stande kommen1 dass der niederen ,schule die ,kunstbung des allgemeinen ,instrumentes aller ,verstndigung1 der ,sprache1 und von dem wissenschaftlichen ,gebude das allgemeine ,gerst und ,geripp des vorhandenen ,stoffes1 ohne ,kritik1 anheimfalle2 dagegen die hhere ,gelehrtenschule die ,kunst der ,kritik1 des ,sichtens des ,wahren vom ,falschen1 des ,ntzlichen vom ,unntzen1 und das ,unterordnen des minder ,wichtigen unter das ,wichtige1 zum ausschliessenden ,eigenthum erhalte2 somit die erste3 ,kunstschule des wissenschaftlichen ,verstandesgebrauches1 als blossen ,auffassungsvermgens oder ,gedchtnisses1 die letzte3 ,kunstschule des ,verstandesgebrauches1 als ,beurtheilungsvermgens1 wrde4 4 #g4 ,kunstfertigkeit kann nur also gebildet werden1 dass der ,lehrling nach einem bestimmten ,plane des ,lehrers unter desselben ,augen selber arbeite1 und die ,kunst1 in der er ,meister werden soll1 auf ihren verschiedenen ,stufen von ihren ersten ,anfngen an bis zur ,meisterschaft1 ohne ,ueberspringen regelmssig fortschreitend1 ausbe4 ,bei unserer ,aufgabe ist es die ,kunst wissenschaftlichen ,verstandesgebrauches1 welche gebt werden soll4 ,der ,lehrer giebt nur den ,stoff und regt an die ,thtigkeit2 diesen ,stoff bearbeite der ,lehrling selbst2 der ,lehrer muss aber in der ,lage bleiben1 zusehen zu knnen1 ob und wie der ,lehrling diesen ,stoff bearbeite1 damit er aus dieser ,art der ,bearbeitung ermesse1 auf welcher ,stufe der ,fertigkeit jener stehe1 und auf diese den neuen ,stoff1 den er geben wird1 berechnen knne4 ,nicht bloss der ,lehrer1 sondern auch der ,schler muss fortdauernd sich ussern und mittheilen1 so dass ihr gegenseitiges ,lehrverhltniss werde eine fortlaufende ,unterredung1 in welcher jedes ,wort des ,lehrers sey ,beantwortung einer durch das unmittelbar ,vorhergegangene aufgeworfenen ,frage des ,lehrlings1 und ,vorlegung einer neuen ,frage des ,lehrers an diesen1 die er durch seine nchstfolgende ,aeusserung beantworte2 und so der ,lehrer seine ,rede nicht richte an ein ihm vllig unbekanntes ,subject1 sondern an ein solches1 das sich ihm immerfort bis zur vlligen ,durchschauung enthllt2 dass er wahrnehme dessen unmittelbares ,bedrfniss1 verweilend und in anderen und wieder anderen ,formen sich aussprechend1 wo der ,lehrling ihn nicht gefasst hat1 ohne ,verzug zum nchsten ,gliede schreitend1 wenn dieser ihn gefasst hat2 wodurch denn der wissenschaftliche ,unterricht aus der ,form einfach fortfliessender ,rede1 die er im ,buchwesen auch hat1 sich verwandelt in die dialogische ,form1 und eine wahrhafte ,akademie im ,sinne der ,sokratischen ,schule1 an welche zu erinnern wir gerade dieses ,wortes uns bedienen wollten1 errichtet werde4 4 #h4 ,der ,lehrer muss ein ihm immer bekannt bleibendes festes und bestimmtes ,subject im ,auge behalten1 sagten wir4 ,falls nun1 wie zu erwarten1 dieses ,subject nicht zugleich auch aus ,einem ,individuum1 sondern aus mehreren bestnde1 so mssen1 da das ,subject des ,lehrers ,eins und ein bestimmtes seyn muss1 diese ,individuen selber zu einer geistigen ,einheit und zu einem bestimmten organischen ,lehrlingskrper zusammenschmelzen4 ,sie mssen darum auch unter sich in fortgesetzter ,mittheilung und in einem wissenschaftlichen ,wechselleben verbleiben1 in welchem jeder allen die ,wissenschaft von derjenigen ,seite zeige1 von welcher er1 als ,individuum1 sie erfasst1 der leichtere ,kopf dem schwerflligeren etwas von seiner ,schnelligkeit1 und der letzte dem ersten etwas von seiner ruhigen ,schwerkraft abtrete4 4 #i4 ,um unsern ,grundbegriff durch weitere ,auseinandersetzung noch anschaulicher zu machen3 -- ,der ,stoff1 welchen der ,meister dem ,zglinge seiner ,kunst giebt1 sind theils seine eigenen ,lehrvortrge1 theils gedruckte ,bcher1 deren geordnetes und kunstmssiges ,studium er ihm aufgiebt2 indem in ,absicht des letzteren es ja ein ,haupttheil der wissenschaftlichen ,kunst ist1 durch den ,gebrauch von ,bchern sich belehren zu knnen1 und es sonach eine ,anfhrung auch zu dieser ,kunst geben muss2 sodann aber auf einer solchen ,akademie der bei weitem grsste ,theil des wissenschaftlichen ,stoffes aus ,bchern wird erlernt werden mssen1 wie dies an seinem ,orte sich finden wird4 ,die ,weisen aber1 wie der ,meister seinem ,lehrlinge sich enthllt1 sind folgende3 ,examina1 nicht jedoch im ,geiste des ,wissens1 sondern in dem der ,kunst4 ,in diesem letztern ,geiste ist jede ,frage des ,examinators1 wodurch das ,wiedergeben dessen1 was der ,lehrling gehrt oder gelesen hat1 als ,antwort begehrt wird1 ungeschickt und zweckwidrig4 ,vielmehr muss die ,frage das ,erlernte zur ,prmisse machen1 und eine ,anwendung dieser ,prmisse in irgend einer ,folgerung als ,antwort begehren4 ,conversatoria1 in denen der ,lehrling fragt1 und der ,meister zurckfragt ber die ,frage1 und so ein expresser ,sokratischer ,dialog entstehe1 innerhalb des unsichtbar immer fortgehenden ,dialogs des ganzen akademischen ,lebens4 ,durch schriftliche ,ausarbeitungen zu lsende ,aufgaben an den ,lehrling1 immer im ,geiste der ,kunst1 und also1 dass nicht das ,gelernte wiedergegeben1 sondern etwas ,anderes damit und daraus gemacht werden solle1 also1 dass erhelle1 ob und inwieweit der ,lehrling jenes zu seinem ,eigenthum und zu seinem ,werkzeuge fr allerlei ,gebrauch bekommen habe4 ,der natrliche ,erfinder solcher ,aufgaben ist zwar der ,meister2 es soll aber auch der gebtere ,lehrling aufgefordert werden1 dergleichen sich auszusinnen1 und sie fr sich oder fr andere in ,vorschlag zu bringen4 -- ,es wird durch diese schriftlichen ,ausarbeitungen zugleich die ,kunst des schriftlichen ,vortrages eines wissenschaftlichen ,stoffes gebt1 und es soll darum der ,meister in der ,beurtheilung auch ber die ,ordnung1 die ,bestimmtheit und die sinnliche ,klarheit der ,darstellung sich ussern4#be 4 #aj4 ,vom ,lehrlinge einer solchen ,anstalt4 ,die ussern ,bedingungen1 wodurch derselbe theils zu ,stande kommt1 theils in seinem ,zustande verharrt1 sind die folgenden3 #a7 ,gehrige ,vorbereitung auf der niederen ,gelehrtenschule fr die hhere4 ,welche ,leistungen fr die ,bildung des ,kopfs zur ,wissenschaft der niederen ,schule anzumuthen sind1 haben wir schon oben 74 #f47 ersehen4 ,dies muss nun1 wenn die hhere ,schule mit sicherm ,schritt einhergehen soll1 von der niedern nicht wie bisher1 wie gutes ,glck und ,ohngefhr es geben1 sondern nach einem festen ,plane1 und so1 dass man immer wisse1 was gelungen sey und was nicht1 geschehen4 ,die ,verbesserung der hheren ,lehranstalten setzt sonach die der niedern nothwendig voraus1 wiewohl wiederum auch umgekehrt eine grndliche ,verbesserung der letzten nur durch die ,verbesserung der ersten1 und indem auf ihnen die ,lehrer der niedern ,schule die ihnen jetzt grossentheils abgehende ,kunst des ,lehrens erlernen1 mglich wird2 dass daher schon hier erhellet1 dass wir nicht mit ,einem ,schlage das ,vollkommene werden hinstellen knnen1 sondern uns demselben nur allmhlig und in mancherlei ,vorschritten werden annhern mssen4 ,funote #be3 ,es drfte vielleicht nicht berflssig seyn1 der ,erwhnung solcher ,aufgaben noch ausdrcklich die ,bemerkung hinzuzufgen1 dass nicht bloss in dem apriorischen ,theile der ,wissenschaft1 sondern auch in ganz empirischen ,scienzen solche1 die ,selbstthtigkeit des ,auffassens erkundende1 ,aufgaben mglich seyen4 ,in der ,philologie1 der ,theologie u4 s4 w4 ist ja wohlbekannt1 dass diese ,fcher der eignen ,combinationsgabe und ,conjecturalkritik ein fast unermessliches ,feld darbieten1 wobei1 gesetzt auch die ,ausbeute wre nicht von ,bedeutung1 dennoch die ,selbstthtigkeit des ,geistes gebt und documentirt wird4 ,aber auch der ,lehrer der ,universalgeschichte knnte1 meines ,erachtens1 ein nicht wirklich eingetretenes ,ereigniss fingiren1 mit der ,aufgabe an sein ,auditorium1 zu zeigen1 was bei diesem oder diesem von ihnen erlernten ,zustande der ,welt daraus am wahrscheinlichsten erfolgt seyn wrde2 oder der des rmischen ,rechts irgend einen ,fall1 mit der ,aufgabe an sein ,auditorium1 das aus dem ,ganzen der rmischen ,gesetzgebung hervorgehende1 und in dasselbe organisch einpassende ,gesetz fr diesen ,fall anzugeben4 ,es wrde aus dem ,versuche der ,lsung dieser ,aufgaben ohne ,zweifel klar hervorgehen1 zuvrderst1 ob seine ,zuhrer die ,geschichte oder das rmische ,recht wirklich wssten1 sodann1 ob und inwieweit sie diese ,scienzen in ihrem ,geiste durchdrungen1 oder dieselben nur mechanisch auswendig gelernt htten4 ,zur ,verbreitung hherer ,klarheit ber unsern ,grundbegriff fge ich hier noch folgendes hinzu4 ,dass der fr ein wissenschaftliches ,leben bestimmte ,jngling zuvrderst mit dem allgemeinen ,sprachschatze der wissenschaftlichen ,welt1 als dem ,werkzeuge1 vermittelst dessen allein er1 so zu verstehen1 wie sich verstndlich zu machen vermag1 vertraut werden msse1 ist unmittelbar klar4 ,diese positive ,kenntniss der ,sprache aber1 so unentbehrlich sie auch ist1 erscheint als leichte ,zugabe1 wenn wir bedenken1 dass besonders durch ,erlernung der ,sprachen einer andern ,welt1 welche die ,merkmale ganz anders zu ,wortbegriffen gestaltet1 der ,jngling ber den ,mechanismus1 womit die angeborne moderne ,sprache1 gleichsam als ob es nicht anders seyn knnte1 ihn fesselt1 unvermerkt hinweggehoben1 und im leichten ,spiele zur ,freiheit der ,begriffebildung angefhrt wird2 ferner1 dass beim ,interpretiren der ,schriftsteller er an dem leichtesten und schon fertig ihm hingelegten ,stoffe lernt1 seine ,betrachtung willkrlich zu bewegen1 dahin und dorthin zu richten fr einen ihm bekannten ,zweck1 und nicht eher abzulassen in dieser ,arbeit1 als bis der ,zweck erreicht dastehe4 ,es wird nun1 um dieses ,verhltnisses willen der niedern ,kunst des wissenschaftlichen ,verstandesgebrauches zu der hhern1 nothwendig seyn1 dass die ,schule in ihrem ,sprachunterrichte also verfahre1 dass nicht bloss der erste ,zweck der historischen ,sprachkenntniss1 sondern zugleich auch der letzte der ,verstandesbildung an ihr sicher1 allgemein und fr klare ,documentation ausreichend erfllt werde2 dass z4 ,b4 der ,schler auf jeder ,stufe des ,unterrichts verstehen lerne1 was er verstehen soll1 vollkommen und bis zum ,ende1 und wissen lerne1 ob er also verstanden1 und den ,beweis davon fhren lerne2 keinesweges aber1 wie es bisher so oft geschehen1 hierber vom guten ,glcke abhnge1 und im ,dunkeln tappe1 indem sehr oft sein ,lehrer selbst keinen rechten ,begriff vom ,verstehen berhaupt hat1 und gar nicht weiss1 welche ,fragen alle mssen beantwortet werden knnen1 wenn man sagen will1 man habe z4 ,b4 eine ,stelle eines ,autors verstanden4 ,betreffend das ,grundgerst des vorhandenen wissenschaftlichen ,stoffes1 als das zweite ,stck der nthigen ,vorbereitung1 die der ,schule zukommt1 mache ich durch folgende ,wendung mich klarer4 ,man hat wohl1 um den ,forderungen einer solchen geistigen ,kunstbildung1 wie sie auch in diesem ,aufsatze gemacht werden1 auszuweichen1 die ,bemerkung gemacht3 eine solche besonnene ,ausbildung der ,geistesvermgen sey wohl bei den alten klassischen ,vlkern mglich gewesen1 weil das sehr beschrnkte ,feld der positiven ,kenntnisse1 die sie zu erlernen gehabt1 ihnen ,zeit genug briggelassen htte2 dagegen unsere ,zeit und ,vermgen durch das unermessliche ,gebiet des zu ,erlernenden gnzlich aufgezehrt werde1 und fr keine anderen ,zwecke uns ein ,theil derselben brigbleibe4 ,als ob nicht vielmehr gerade darum1 weil wir mit ihm weit mehr zu leisten haben1 eine kunstmssige ,ausbildung des ,vermgens um so nthiger wrde1 und wir nicht um so mehr auf ,fertigkeit und ,gewandtheit im ,lernen bedacht seyn mssten1 da wir eine so grosse ,aufgabe des ,lernens vor uns haben4 ,in der ,that kommt jenes ,erschrecken vor der ,unermesslichkeit unsers wissenschaftlichen ,stoffes daher1 dass man ihn ohne einen ordnenden ,geist und ohne eine mit ,besonnenheit gebte ,gedchtnisskunst1 deren ,hauptmittel jener ordnende ,geist ist1 erfasset2 vielmehr blind sich hineinstrzt in das ,chaos1 und ohne ,leitfaden in das ,labyrinth1 und so im ,herumirren bei jedem ,schritte ,zeit verliert2 also1 dass die wenigen1 welche in diesem ungeheuren ,oceane1 vom ,versinken gerettet1 noch oben schwimmen1 beim ,rckblicke auf ihren ,weg erschrecken vor der eigenen ,arbeit und dem gehabten ,glcke1 und1 die noch immer vorhandenen ,lcken in ihrem ,wissen entdeckend1 glauben1 es habe ihnen nichts weiter gemangelt1 denn ,zeit1 -- da doch die ordnende ,kunst1 die sie nicht kennen1 indem sie keinen ,schritt vergebens thut1 die ,zeit ins ,unendliche vervielfltigt und eine kurze ,spanne von ,menschenleben ausdehnt zu einer ,ewigkeit4 ,wenn schon die erste ,schule fr den ,anfnger nicht lnger das fhige ,gedchtniss des einen ,knaben fr einen glcklichen ,zufall1 das langsamere eines andern fr ein unabwendbares ,naturunglck halten1 sondern lernen wird1 das ,gedchtniss sowohl berhaupt1 als in seinen besonderen1 fr besondere ,zweige passenden1 ,fertigkeiten kunstmssig zu entwickeln und zu bilden2 wenn sie diesem ,gedchtnisse erst ein ganz ins ,kurze und ,kleine gezogenes1 aber lebendiges und klares ,bild des ,ganzen eines bestimmten wissenschaftlichen ,stoffes 7z4 ,b4 fr die ,geschichte ein allgemeines ,bild der ,umwandlungen im ,menschengeschlechte durch die ,hauptbegebenheiten der herrschenden ,vlker1 neben einem ,bilde von der allgemeinen ,gestalt der ,oberflche des ,erdbodens1 als dem ,schauplatze jener ,umwandlungen #a7 hingeben1 und unaustilgbar fest in die innere ,anschauung einprgen wird2 sodann diese ,bilder ,tag fr ,tag wieder hervorrufen lassen1 und sie allmhlig1 aber verhltnissmssig nach allen ihren ,theilen1 nach einer gewissen ,regel der nothwendigen ,folge der ,gesichtspuncte1 und so1 dass kein einzelner zum ,schaden der brigen ungebhrlich anwachse1 vergrssern wird3 so wird jenes ,entsetzen vor der ,unermesslichkeit gnzlich verschwinden1 und die also gebildeten ,kpfe werden leicht und sicher alles1 was ihnen vorkommt1 auf jene mit ihrer ,persnlichkeit verwachsenen ,grundbilder1 jedes an seiner ,stelle auftragen1 nicht auf ein unbekanntes ,weltmeer versprengt1 sondern in ihrer vterlichen ,wohnung die ihnen wohlbekannten ,kammern mit ,schtzen ausfllend1 die sie nach jedesmaligem ,bedrfnisse wieder da hinwegnehmen knnen1 wo sie dieselben vorher hingestellt4 ,somit fllt die ,vorbereitung1 welche der ,lehrling einer hhern ,kunstschule auf der niedern erhalten haben muss1 die ,rechenschaft1 die er vor der ,aufnahme von seiner ,tchtigkeit zu geben hat1 und die ,vollkommenheit1 bis zu welcher die niedere ,schule verbessert werden muss1 zu folgenden zwei ,stcken zusammen4 ,zuvrderst muss der ,adspirant eine seinen ,fhigkeiten angemessene1 ihm vorgelegte ,stelle eines ,autors in gegebener ,zeit grndlich verstehen lernen1 und den ,beweis fhren knnen1 dass er sie recht verstehe1 indem sie gar nicht anders verstanden werden knne4 ,sodann muss er zeigen1 dass er ein allgemeines ,bild des gesammten wissenschaftlichen ,stoffes1 erhoben und bereichert bis zu derjenigen ,potenz des ,gesichtspunctes1 an welche die hhere ,schule ihren ,unterricht anknpft1 in freier ,gewalt und zu beliebigem ,gebrauche als sein ,eigenthum besitze4 #b7 ,aufgehen seines gesammten ,lebens in seinem ,zwecke1 darum ,absonderung desselben von aller andern ,lebensweise1 und vollkommene ,isolirung4 ,der ,sohn eines ,brgers1 welcher ein brgerliches ,gewerbe treibt1 besucht vielleicht auch des ,tages mehrere ,stunden eine gute ,brgerschule1 worin mancherlei gelehrt wird1 das die gelehrte ,schule gleichfalls vortrgt4 ,dennoch ist die ,schule nicht der ,sitz seines wahren1 eigentlichen ,lebens1 und er ist nicht daselbst zu ,hause1 sondern sein wahres ,leben ist sein ,familienleben1 und der ,beistand1 den er seinen ,eltern in ihrem ,gewerbe leistet2 die ,schule aber ist ,nebensache und blosses ,mittel fr den bessern ,fortgang des brgerlichen ,gewerbes1 als den eigentlichen ,zweck4 ,dem ,gelehrten aber muss die ,wissenschaft nicht ,mittel fr irgend einen ,zweck1 sondern sie muss ihm selbst ,zweck werden2 er wird einst1 als vollendeter ,gelehrter1 in welcher ,weise er auch knftig seine wissenschaftliche ,bildung im ,leben anwende1 in jedem ,falle allein in der ,idee die ,wurzel seines ,lebens haben1 und nur von ihr aus die ,wirklichkeit erblicken1 und nach ihr sie gestalten und fgen1 keinesweges aber zugeben1 dass die ,idee nach der ,wirklichkeit sich fge2 und er kann nicht zu frh in dieses sein eigenthmliches ,element sich hineinleben und das widerwrtige ,element abstossen4 ,es ist eine bekannte ,bemerkung1 dass bisher auf ,universitten1 die in einer kleinern ,stadt errichtet waren1 bei einigem ,talente der ,lehrer1 sehr leicht ein allgemeiner wissenschaftlicher ,geist und ,ton unter den ,studirenden sich erzeugt habe1 was in grssern ,stdten selten oder niemals also gelungen4 ,sollten wir davon den ,grund angeben1 so wrden wir sagen1 dass es deswegen also erfolge1 weil in dem ersten ,falle die ,studirenden auf den ,umgang unter sich selber1 und den ,stoff1 den dieser zu gewhren vermag1 eingeschrnkt werden2 dagegen sie im zweiten ,falle immerfort verfliessen in die allgemeine ,masse des ,brgerthums1 und zerstreut werden ber den gesammten ,stoff1 den dieses liefert1 und so das ,studiren ihnen niemals zum eigentlichen ,leben1 ausser welchem man ein anderes gar nicht an sich zu bringen vermag1 sondern wo es noch am besten ist1 zu einer ,berufspflicht wird4 ,jener bekannte ,einwurf gegen grosse ,universittsstdte1 dass in ihnen die ,studirenden von einem ,hrsaale zum andern weit zu gehen htten1 mchte sonach nicht der tiefste seyn1 den man vorbringen knnte1 und er mchte sich eher beseitigen lassen1 als das hhere ,uebel der ,verschmelzung des studirenden ,theiles des gemeinen ,wesens mit der allgemeinen ,masse des gewerbtreibenden oder dumpfgeniessenden ,brgerthumes2 indem1 ganz davon abgesehen1 dass bei einem solchen nur als ,nebensache getriebenen ,studiren wenig oder nichts gelernt wird1 auf diese ,weise die ganze ,welt verbrgern1 und eine ber die ,wirklichkeit hinausliegende ,ansicht der ,wirklichkeit1 bei welcher allein die ,menschheit ,heilung finden kann gegen jedes ihrer ,uebel1 ausgetilgt werden wrde in dem ,menschengeschlechte2 und mehr als jemals wrde hierauf ,rcksicht zu nehmen seyn in einem solchen ,zeitalter1 welches in dringendem ,verdachte einer beinahe allgemeinen ,verbrgerung steht4 #c7 ,sicherung vor jeder ,sorge um das ,aeussere1 vermittelst einer angemessenen ,unterhaltung frs ,gegenwrtige1 und ,garantie einer gehrigen ,versorgung in der ,zukunft4 ,dass das ,detail der kleinen ,sorgfltigkeiten um die tglichen ,bedrfnisse des ,lebens zum ,studiren nicht passt2 dass ,nahrungssorgen den ,geist niederdrcken2 ,nebenarbeiten ums ,brot die ,thtigkeit zerstreuen1 und die ,wissenschaft als einen ,broterwerb hinstellen2 ,zurcksetzung von ,begterten ,drftigkeits halber1 oder die ,demuth1 der man sich unterzieht1 um jener ,zurcksetzung auszuweichen1 den ,charakter herabwrdigen3 dieses alles ist1 wenn auch nicht allenthalben sattsam erwogen1 denn doch ziemlich allgemein zugestanden4 ,aber man kann von demselben ,gegenstande auch noch eine tiefere ,ansicht nehmen4 ,es wird nemlich ohnedies gar bald sehr klar die ,nothwendigkeit sich zeigen1 dass im ,staate1 und besonders bei den hheren ,dienern desselben1 recht fest einwurzele die ,denkart1 nach welcher man nicht der ,gesellschaft dienen will1 um leben zu knnen1 sondern leben mag1 allein um der ,gesellschaft dienen zu knnen1 und in welcher man durch kein ,erbarmen mit dem eigenen1 oder irgend eines ,anderen1 ,lebensgenusse bewegt wird1 zu thun1 zu rathen1 oder1 wo man hindern knnte1 zuzulassen1 was nicht auch gnzlich ohne diese ,rcksicht durch sich selber sich gebhrt2 aber es kann diese ,denkart ,wurzel fassen nur in einem durch das ,leben in der ,wissenschaft veredelten ,geiste4 ,mchtig aber wird dieser ,veredelung und dieser ,unabhngigkeit von der erwhnten ,rcksicht vorgearbeitet werden1 wenn die knftigen ,gelehrten1 aus deren ,mitte ja wohl die ,staatsmter werden besetzt werden1 von frher ,jugend an gewhnt werden1 die ,bedrfnisse des ,lebens nicht als ,beweggrund irgend einer ,thtigkeit1 sondern als etwas1 das fr sich selbst seinen eigenen ,weg geht1 anzusehen1 indem es ihnen1 sogar ohne ,rcksicht auf ihren gegenwrtigen zweckmssigen ,fleiss1 der aus der ,liebe zur ,sache hervorgehen soll1 zugesichert ist4 4 #aa4 ,wie muss der ,lehrer an einer solchen ,anstalt beschaffen seyn1 und ausgestattet8 ,zuvrderst1 wie sich von selbst versteht1 indem keiner lehren kann1 was er selbst nicht weiss1 muss er sich im ,besitze der ,wissenschaft befinden1 und zwar auf die oben angegebene ,weise1 als freier ,knstler1 so dass er sie zu jedem gegebenen ,zwecke anzuwenden und in jede mgliche ,gestalt hinberzubilden vermge4 ,aber auch diese ,kunstfertigkeit muss ihn nicht etwa mechanisch leiten1 und bloss als natrliches ,talent und ,gabe ihm beiwohnen1 sondern er muss auch sie wiederum mit klarem ,bewusstseyn durchdrungen haben1 bis zur ,erkenntniss im ,allgemeinen sowohl1 als in den besonderen individuellen ,bestimmungen1 die sie bei ,einzelnen annimmt1 indem er ja jeden ,schler dieser ,kunst soll beobachten1 beurtheilen und leiten knnen4 ,aber sogar dieses klare ,bewusstseyn und dieses ,auffassen der wissenschaftlichen ,kunst1 als eines organischen ,ganzen1 reicht ihm noch nicht hin1 denn auch dieses knnte1 wie alles blosse ,wissen1 todt seyn1 hchstens bis zur historischen ,niederlegung in einem ,buche ausgebildet4 ,er bedarf noch berdies fr die wirkliche ,ausbung der ,fertigkeit1 jeden ,augenblick diejenige ,regel1 die hier ,anwendung findet1 hervorzurufen1 und der ,kunst1 das ,mittel ihrer ,anwendung auf der ,stelle zu finden4 ,zu diesem hohen ,grade der ,klarheit und ,freiheit muss die wissenschaftliche ,kunst sich in ihm gesteigert haben4 ,sein ,wesen ist die ,kunst1 den wissenschaftlichen ,knstler selber zu bilden1 welche ,kunst eine ,wissenschaft der wissenschaftlichen ,kunst auf ihrer ersten ,stufe voraussetzt1 fr deren ,mglichkeit wiederum der eigene ,besitz dieser ,kunst auf der ersten ,stufe vorausgesetzt wird2 in dieser ,vereinigung und ,folge sonach besteht das ,wesen eines ,lehrers an einer ,kunstschule des wissenschaftlichen ,verstandesgebrauchs4 ,das ,princip1 durch welches die wissenschaftliche ,kunst zu dieser ,hhe sich steigert1 ist die ,liebe zur ,kunst4 ,dieselbe ,liebe ist es auch1 die die wirklich entstandene ,kunst der ,knstlerbildung immerfort von neuem beleben1 und in jedem besonderen ,falle sie anregen und sie auf das ,rechte leiten muss4 ,sie ist1 wie alle ,liebe1 gttlichen ,ursprungs und genialischer ,natur1 und erzeugt sich frei aus sich selber2 fr sie ist die brige wissenschaftliche ,kunstbildung ein sicher zu berechnendes ,product1 sie selbst aber1 die ,kunst dieser ,kunstbildung1 lsst sich nicht jederman anmuthen1 noch lsst sie selbst da1 wo sie war1 sich erhalten1 falls ihr freier ,geniusflgel sich hinwegwendet4 ,diese ,liebe jedoch pflanzt auf eine unsichtbare ,weise sich fort1 und regt unbegreiflich den ,umkreis an4 ,nichts gewhrt hheres ,vergngen1 als das ,gefhl der ,freiheit und zweckmssigen ,regsamkeit des ,geistes1 und des ,wachsthums dieser ,freiheit1 und so entsteht das liebevollste und freudenvollste ,leben des ,lehrlings in diesen ,uebungen1 und in dem ,stoffe derselben4 ,diese ,liebe fr die ,kunst ist in ,beziehung auf andere achtend1 und richtet vom ,lehrer1 als dem eigentlichen ,focus1 ausgegangen mit dieser ,achtung aus dem ,individuum heraus sich auf die anderen1 welche gemeinschaftlich mit ihm diese ,kunst treiben1 und zieht jeden hin zu allen brigen1 wodurch die 4 #h geforderte wechselseitige ,mittheilung ,aller1 und die ,verschmelzung der ,einzelnen zu einem lernenden organischen ,ganzen1 wie es gerade nur aus diesen lernenden ,individuen sich bilden kann1 entstehet1 deren ,mglichkeit noch zu erklren war4 7,ein geistiges ,zusammenleben1 das zunchst der schnelleren1 fruchtbareren und in den ,formen sehr vielseitigen ,geistesentwickelung1 spter im brgerlichen ,leben der ,entstehung eines ,corps von ,geschftsleuten dient1 in welchem nicht1 wie bisher1 der eigentliche ,gelehrte1 der dem ,geschftsmanne fr einen ,quer- und verrckenden ,kopf gilt1 diesem meist mit ,recht den stumpfen ,kopf und den empirischen ,stmper zurckgiebt1 -- sondern1 die einander frhzeitig durchaus kennen und achten gelernt haben1 und die von einer ,allen gleichbekannten und unter ihnen gar nicht streitigen ,basis in allen ihren ,berathungen ausgehen47 4 #ab4 ,diese ,kunst der wissenschaftlichen ,knstlerbildung1 falls sie etwa in irgend einem ,zeitalter zum deutlichen ,bewusstseyn hervorbrechen und zu irgend einem ,grade der ,ausbung gedeihen sollte1 muss1 in ,absicht ihrer ,fortdauer und ihres ,erwachsens zu hherer ,vollkommenheit1 keinesweges dem blinden ,ohngefhr berlassen werden2 sondern es muss1 und dieses am schicklichsten an der schon bestehenden ,kunstschule selbst1 eine feste ,einrichtung getroffen werden1 dieselbe mit ,besonnenheit und nach einer festen ,regel zu erhalten1 und zu hherer ,vollkommenheit zu bilden2 wodurch diese ,kunstschule1 so wie jedes mit wahrhaftem ,leben existirende ,wesen soll1 ihre ewige ,fortdauer verbrgen wrde4 ,sie ist1 wie oben gesagt1 selbst der hchste ,grad der wissenschaftlichen ,kunst1 erfordernd die hchste ,liebe und die hchste ,fertigkeit und ,geistesgewandtheit4 ,es ist darum klar1 dass sie nicht allen angemuthet werden knne1 wie man denn auch nur weniger1 die sie ausben1 bedarf2 aber sie muss allen angeboten und mit ihnen der ,versuch gemacht werden1 damit man sicher sey1 dass nirgends dieses seltene ,talent1 aus ,mangel an ,kunde seiner1 ungebraucht verloren gehe4 ,fr diesen ,zweck wre demnach der ,lehrling1 doch ohne ,ueberspringen und nach erlangter hinlnglicher ,gewandtheit in den niederen ,graden der ,kunst1 zur ,ausbung aller der oben erwhnten ,geschfte des ,lehrers anzuhalten1 unter ,aufsicht und mit der ,beurtheilung des eigentlichen ,lehrers1 so wie der anderen1 in demselben ,grade befindlichen ,lehrlinge4 ,so denselben ,weg zurcklegend unter der ,leitung des schon gebten ,lehrers1 und vertraut gemacht mit dessen ,kunstgriffen1 welchen ,weg der ,lehrer selbst1 von keinem geholfen und im ,dunkeln tappend1 gehen musste1 wird dieser ,lehrling es ohne ,zweifel noch viel weiter bringen in gebter und klarer ,kunst1 denn sein ,lehrer1 und einst selber nach demselben ,gesetze eine noch gebtere und klarere ,generation hinterlassen4 7,es geht hieraus hervor1 dass eine solche ,pflanzschule wissenschaftlicher ,knstler berhaupt1 nach den verschiedenen ,graden dieser ,kunst1 auf ihrer hchsten ,spitze ein ,professor-,seminarium seyn wrde1 und also genannt werden knnte4 ,man hat homiletische ,uebungen gehabt1 um zur ,kunst des ,vortrages fr das ,volk1 man hat ,schullehrer-,seminaria gehabt1 um den ,vortrag fr die niedere ,schule zu bilden2 an eine besondere ,uebung oder ,prfung in der ,kunst des akademischen ,vortrages aber hat unseres ,wissens niemand gedacht1 gleich als ob es sich von selbst verstnde1 dass man1 was man nur wisse1 auch werde sagen knnen3 zum schlagenden ,beweise1 dass man mit deutlichem ,bewusstseyn1 so weit dieses in dieser ,region gedrungen1 mit der ,universitt durchaus nichts mehr beabsichtigt1 als dem gedruckten ,buchwesen noch ein zweites redendes ,buchwesen an die ,seite zu setzen2 wodurch unsere ,rede wieder in ihren ,ausgangspunct hineinfllt1 zum ,beweise1 dass sie ihren ,kreis durchlaufen hat4 4 #ac4 ,corollarium4 ,der bis hierher entwickelte ,begriff1 selbst angesehen in einem wissenschaftlichen ,ganzen1 giebt der ,kunst der ,menschenbildung oder der ,pdagogik den ,gipfel1 dessen sie bisher ermangelte4 ,ein anderer ,mann hat in unserem ,zeitalter die ebenfalls vorher ermangelnde ,wurzel derselben ,pdagogik gefunden4 ,jener ,gipfel macht mglich die hchste und letzte ,schule der wissenschaftlichen ,kunst2 diese ,wurzel macht mglich die erste und allgemeine ,schule des ,volks1 das letzte ,wort nicht fr ,pbel genommen1 sondern fr die ,nation4 ,der mittlere ,stamm der ,pdagogik ist die niedere ,gelehrtenschule4 ,aber der ,gipfel ruht fest nur auf dem ,stamme1 und dieser zieht seinen ,lebenssaft nur aus der ,wurzel2 alle insgesammt haben nur an-1 in- und durcheinander ,leben und versicherte ,dauer4 ,ebenso verhlt es sich auch mit der hheren und der niederen ,gelehrtenschule1 und mit der ,volksschule4 ,wir unseres ,ortes1 die wir die erstere beabsichtigen1 gehen1 so gut wir es unter diesen ,umstnden vermgen1 aus unserem besonderen und abgeschnittenen ,mittelpuncte aus1 unseren ,weg fort1 nur auf die niedere ,gelehrtenschule1 mit der wir allernchst zusammenhngen1 und ohne deren ,beihlfe wir nicht fglich auch nur einen ,anfang machen knnen1 die nthige ,rcksicht nehmend4 ,ebenso geht ihres ,orts1 und unser1 die wir nur selbst erst unser eigenes ,daseyn suchen1 unserer ,hlfe und unseres leitenden ,lichtes entbehrend1 die allgemeine ,pdagogik ihren ,weg fort1 so gut sie es vermag4 ,aber arbeiten wir nur redlich fort1 jeder an seinem ,ende3 wir werden mit der ,zeit zusammenkommen1 und insgesammt in einander eingreifen2 denn jedweder ,theil1 der nur in sich selber etwas ,rechtes ist1 ist ,theil zu einem grsseren ewigen ,ganzen1 das in der ,erscheinung nur aus der ,zusammenfgung der einzelnen ,theile zusammentritt4 ,da aber1 wo wir zusammenkommen werden1 wird der armen1 jetzt in ihrer ganzen ,hlfslosigkeit dastehenden ,menschheit ,hlfe und ,rettung bereit seyn2 denn diese ,rettung hngt lediglich davon ab1 dass die ,menschenbildung im ,grossen und ,ganzen aus den ,hnden des blinden ,ohngefhrs unter das leuchtende ,auge einer besonnenen ,kunst komme4 ,diese ,einsicht und das ,bewusstseyn1 dass uns ein grosser ,moment gegeben ist1 der1 ungenutzt verstrichen1 nicht leicht wiederkehrt1 bringe heiligen ,ernst und ,andacht in unsere ,berathungen4 ,anmerkung4 ,da man oft unerwartet auf ,verkennung jenes hchsten ,grundsatzes alles unseres ,lebens und ,treibens stsst1 so ist es vielleicht nicht berflssig1 hierber noch einige ,worte hinzuzufgen4 ,ein blindes ,geschick hat die menschlichen ,angelegenheiten ertrglich1 und obgleich langsam1 dennoch zu einiger ,verbesserung des ganzen ,zustandes geleitet1 so lange in diese ,dunkelheit das gute und bse ,princip in der ,menschheit gemeinschaftlich und mit einander verwachsen eingehllt war4 ,diese ,lage der ,dinge hat sich verndert1 durch diese ,vernderung ist eben ein durchaus neues ,zeitalter1 gegen dessen ,anerkenntniss man sich noch so hufig strubt1 und es sind durchaus neue ,aufgaben an die ,zeit entstanden4 ,das bse ,princip hat nemlich aus jener ,mischung sich entbunden zum ,lichte2 es ist sich selbst vollkommen klar geworden1 und schreitet frei und besonnen und ohne alle ,scheu und ,scham vorwrts4 ,klarheit siegt allemal ber die ,dunkelheit2 und so wird denn das bse ,princip ohne ,zweifel ,sieger bleiben so lange1 bis auch das gute sich zur ,klarheit und besonnenen ,kunst erhebt4 ,in allen menschlichen ,verhltnissen1 besonders aber in der ,menschenbildung1 ist das ,alte und ,hergebrachte das ,dunkele2 eine ,region1 die mit dem klaren ,begriffe zu durchdringen und mit besonnener ,kunst zu bearbeiten man ,verzicht leistet1 und aus welcher herab man den ,segen ,gottes ohne sein eigenes ,zuthun erwartet4 ,setzt man in diesem ,glaubenssysteme jenem gttlichen ,segen etwa noch eine menschliche ,direction und ,oberaufsicht an die ,seite1 so ist das eine blosse ,inconsequenz4 ,das ,alte ist ja jedermnniglich bekannt1 diesem soll gefolgt werden1 es giebt darum keine ,plne auszudenken2 der ,erfolg kommt von oben herab1 und keine menschliche ,klugheit kann hier etwas ausrichten2 es giebt darum auch nichts zu leiten1 und die ,oberaufsicht ist ein vllig berflssiges ,glied4 ,nur in dem ,falle1 dass ,behauptungen1 wie die unsrige1 von freier und besonnener ,kunst sich vernehmen liessen und einen ,einfluss begehrten1 erhielte sie eine ,bestimmung1 die1 der ,neuerung sich krftig zu widersetzen1 und festzuhalten ber dem alten hergebrachten ,dunkel4 ,es ist nicht zu hren1 wenn die ,sicherheit dieses alten und ausgetretenen ,weges gepriesen1 dagegen das ,unsichere und ,gewagte aller ,neuerungen gefrchtet wird4 ,bleibt man beim ,alten1 so wird der ,erfolg schlecht seyn1 darauf kann man sich verlassen2 denn es kann1 nachdem die ,welt einmal ist1 wie sie ist1 aus dem ,dunkeln nichts ,anderes mehr hervorgehen1 denn ,bses4 ,hofft man etwa dabei das zu gewinnen1 dass man sich sagen knne1 man habe das ,bse wenigstens nicht durch sein thtiges ,handeln herbeigefhrt1 es sey eben von selbst gekommen1 und man wrde nichts dagegen gehabt haben1 wenn statt dessen das ,gute gekommen wre8 ,man muss leicht zu trsten seyn1 wenn man damit sich beruhigt4 ,und warum sollte es denn ein so grosses ,wagstck seyn1 nach einem klaren und festen ,begriffe einherzugehen8 ,wagen wird man allein in den beiden ,fllen1 wenn man entweder seines ,begriffes nicht ,meister ist1 oder nicht schon im voraus entschlossen1 sein ,alles an die ,ausfhrung desselben zu setzen4 ,aber nichts nthigt uns1 uns in einem dieser beiden ,flle zu befinden4 ,am wenigsten wrden wir den ,grundbegriff von einer ,universitt gelten lassen1 dass dieselbe sey keinesweges eine ,erziehungsanstalt1 deren unfehlbaren ,erfolg man soviel mglich sichern msse1 sondern eine im ,grunde berflssige und nur als freie ,gabe zu betrachtende ,bildungsanstalt1 die jeder1 der in der ,lage sey1 mit ,freiheit gebrauchen knne1 wie er eben wolle4 ,giebt es solche ,anstalten1 als da etwa wre das ,werkmeistersche ,museum u4 dergl41 so knnen dieselben nur seyn fr weise ,mnner und gemachte ,brger1 die in ,absicht einer persnlichen ,bestimmung und eines festen ,berufes mit dem ,staate sich schon abgefunden haben1 keinesweges fr ,jnglinge1 die einen ,beruf noch suchen4 ,auch hat bisher der ,staat1 -- und dies ist auch ein ,altes und ,wohlhergebrachtes1 bei welchem es ohne ,zweifel sein ,bewenden wird haben mssen1 -- es hat der ,staat allerdings auf die ,universitten gerechnet1 als eine nothwendige und bisher durch nichts ,anderes ersetzte ,erziehungsanstalt eines ,standes1 an dem ihm viel gelegen ist3 und es wre zu erwarten1 was erfolgen wrde1 wenn nur drei ,jahre hintereinander es der ,freiheit aller ,studirenden gefiele1 die ,universitt nicht auf die rechte ,weise zu benutzen4 ,oder soll man voraussetzen1 dass es mitten in unseren gebildeten ,staaten noch einen ,haufen von ,menschen gebe1 deren angeborenes ,privilegium dies ist1 dass kein ,mensch ,anspruch auf ihre ,krfte und die ,bildung derselben habe1 und denen es freistehen muss1 ob sie zu etwas oder zu nichts taugen wollen1 weil sie ausserdem zu leben haben8 ,soll fr diese vielleicht jene freie und auf gar nichts rechnende ,bildungsanstalt angelegt werden1 damit sie1 wenn sie wollen1 hier die ,mittel erwerben1 ihr einstiges mssiges ,leben mit weniger ,langeweile hinzubringen8 ,alles zugegeben1 mchten wenigstens diese ,klassen selbst fr die ,befriedigung dieses ihres ,bedrfnisses sorgen2 aber dem ,staate liessen die ,kosten einer solchen ,anstalt sich keinesweges aufbrden4 ,zweiter ,abschnitt4 ,wie unter den gegebenen ,bedingungen der ,zeit und des ,orts der aufgegebene ,begriff realisirt werden knne4 4 #ad4 ,soll unsere ,lehranstalt keinesweges etwa eine in sich selbst abgeschlossene ,welt bilden1 sondern soll sie eingreifen in die wirklich vorhandene ,welt1 und soll sie insbesondere das gelehrte ,erziehungswesen dieser ,welt umbilden1 so muss sie sich anschliessen an dasselbe1 so wie es ist und sie dasselbe vorfindet4 ,dieses muss ihr erster ,standpunct seyn2 dies der von ihr anzueignende und durch sie zu organisirende ,stoff2 sie aber das geistige ,ferment dieses ,stoffes4 ,sie muss sich erzeugen und sich fortbilden innerhalb einer gewhnlichen ,universitt1 weil wir dies nicht vermeiden knnen1 so lange bis die letztere in die erste aufgehend gnzlich verschwinde3 keinesweges aber mssen wir von dem ,gedanken ausgehen1 dass wir eine ganz gewhnliche ,universitt und nichts weiter bilden wollen4 4 #ae4 ,diese nothwendige ,sttigkeit des ,fortgangs in der ,zeit sogar abgerechnet1 vermgen wir in dieses ,vorhabens ,ausfhrung um so weniger anders1 denn also zu verfahren1 da die freie ,kunst der besonderen ,wissenschaft sowohl berhaupt1 als in ihren einzelnen ,fchern dermalen noch gar nicht also vorhanden ist1 dass sie sicher und nach einer ,regel aufbehalten und fortgepflanzt werden knnte2 sondern diese freie ,kunst der besonderen ,wissenschaft erst selber in der schon vorhandenen ,kunstschule zu deutlichem ,bewusstseyn und zu gebter ,fertigkeit erhoben werden1 und so die ,kunstschule einem ihrer wesentlichen ,theile nach sich selber erst erschaffen muss4 ,so nun nicht wenigstens der ,ausgangspunct dieser ,kunst in der ,wissenschaft berhaupt1 und unabhngig von dem ,vorhandenseyn der ,schule1 irgendwo und irgendwann zu existiren vermchte1 so wrde es niemals zu einer solchen ,kunstschule1 ja sogar nicht zu dem ,gedanken und der ,aufgabe derselben kommen4 4 #af4 ,mit diesem ,ausgangspuncte der wissenschaftlichen ,kunst verhlt es sich nun also4 ,kunst wird 74 #d7 dadurch erzeugt1 dass man deutlich versteht1 was man und wie man es macht4 ,die besondere ,wissenschaft aber ist in allen ihren einzelnen ,fchern ein besonderes ,machen und ,verfahren mit dem ,geistesvermgen2 und man hat dies von jeher anerkannt1 wenn man z4 ,b4 vom historischen ,genie1 ,tact und ,sinne1 oder von ,beobachtungsgabe u4 dergl41 als von besonderen1 ihren eigenthmlichen ,charakter tragenden ,talenten gesprochen4 ,nun ist ein solches ,talent allemal ,naturgabe1 und da es ein besonderes ,talent ist1 so ist der ,besitzer desselben eine besondere und auf diesen ,standpunct beschrnkte ,natur1 die nicht wiederum ber diesen ,punct sich erheben1 ihn frei anschauen1 ihn mit dem ,begriffe durchdringen und so aus der blossen ,naturgabe eine freie ,kunst machen knnte4 ,und so wrde denn die besondere ,wissenschaft entweder gar nicht getrieben werden knnen1 weil es an ,talent fehlte1 oder1 wo sie getrieben wrde1 knnte es1 eben weil dazu ,talent1 das eben nur ,talent sey1 gehrt1 niemals zu einer besonnenen ,kunst derselben kommen4 ,so ist es denn auch wirklich4 ,der ,geist jeder besonderen ,wissenschaft ist ein beschrnkter und beschrnkender ,geist1 der zwar in sich selber lebt und treibet1 und kstliche ,frchte gewhrt1 der aber weder sich selbst1 noch andere ,geister ausser ihm zu verstehen vermag4 ,sollte es nun doch zu einer solchen ,kunst in der besonderen ,wissenschaft kommen1 so msste dieselbe1 unabhngig von ihrer ,ausbung1 und noch ehe sie getrieben wrde1 verstanden1 d4 i4 die ,art und ,weise der geistigen ,thtigkeit1 deren es dazu bedarf1 erkannt werden1 und so der allgemeine ,begriff ihrer ,kunst der ,ausbung dieser ,kunst selbst vorhergehen knnen4 ,nun ist dasjenige1 was die gesammte geistige ,thtigkeit1 mithin auch alle besonderen und weiter bestimmten ,aeusserungen derselben wissenschaftlich erfasst1 die ,philosophie3 von philosophischer ,kunstbildung aus msste sonach den besonderen ,wissenschaften ihre ,kunst gegeben1 und das1 was in ihnen bisher blosse1 vom guten ,glcke abhngende ,naturgabe war1 zu besonnenem ,knnen und ,treiben erhoben werden2 der ,geist der ,philosophie wre derjenige1 welcher zuerst sich selbst1 und sodann in sich selber alle anderen ,geister verstnde2 der ,knstler in einer besonderen ,wissenschaft msste vor allen ,dingen ein philosophischer ,knstler werden1 und seine besondere ,kunst wre lediglich eine weitere ,bestimmung und einzelne ,anwendung seiner allgemeinen philosophischen ,kunst4 7,dies dunkel fhlend hat man1 wenigstens bis auf die letzten durch und durch verworrenen und seichten ,zeiten1 geglaubt1 dass alle hhere wissenschaftliche ,bildung von der ,philosophie ausgehen1 und dass auf ,universitten die philosophischen ,vorlesungen von ,allen und zuerst gehrt werden mssten4 ,ferner hat man in den besonderen ,wissenschaften z4 ,b4 von philosophischen ,juristen oder ,geschichtsforschern oder ,aerzten gesprochen1 und man wird finden1 dass von denen1 welche sich selber verstanden1 immer diejenigen mit dieser ,benennung bezeichnet wurden1 die mit der grssten ,fertigkeit und ,gewandtheit ihre ,wissenschaft vielseitig anzuwenden wussten1 sonach die ,knstler in der ,wissenschaft4 ,denn diejenigen1 welche a priori phantasirten1 wo es galt ,facta beizubringen1 sind ebenso1 wie diejenigen1 die sich auf die wirkliche ,beschaffenheit der ,dinge beriefen1 wo das apriorische ,ideal dargestellt werden sollte1 von den ,verstndigen mit der gebhrenden ,verachtung angesehen worden47 4 #ag4 ,die erste und ausschliessende ,bedingung der ,mglichkeit1 eine wissenschaftliche ,kunstschule zu errichten1 wrde demnach diese seyn1 dass man einen ,lehrer fnde1 der da fhig wre1 das ,philosophiren selber als eine ,kunst zu treiben1 und der es verstnde1 eine ,anzahl seiner ,schler zu einer bedeutenden ,fertigkeit in dieser ,kunst zu erheben1 mit welcher nun einige dieser wiederum den ihnen anderwrts herzugebenden positiven ,stoff der besonderen ,wissenschaften durchdrngen1 und sich auch in diesen zu ,knstlern bildeten2 von welchen letzteren wiederum diejenigen1 die es zu dem ,grade der ,klarheit dieser ,kunst gebracht htten1 dass sie selbst ,knstler zu bilden vermchten1 ihre ,kunst fortpflanzten4 ,nachdem dieses ,letztere ber das ganze ,gebiet der ,wissenschaften mglich geworden1 in einer solchen ,ausdehnung1 dass man auf die sichere ,fortpflanzung der gesammten wissenschaftlichen ,kunst bis ans ,ende der ,tage rechnen knnte3 alsdann stnde die beabsichtigte wissenschaftliche ,kunstschule da1 und wre errichtet4 4 #ah4 ,dieser philosophische ,knstler muss1 beim ,beginnen der ,anstalt1 ein einziger seyn1 ausser welchem durchaus kein anderer auf die ,entwickelung des ,lehrlings zum ,philosophiren ,einfluss habe4 ,wer dagegen einwenden wollte1 dass es1 um die ,jnglinge vor ,einseitigkeit und blindem ,glauben an ,einen ,lehrer zu verwahren1 auf einer hheren ,lehranstalt vielmehr eine ,mannigfaltigkeit der ,ansichten und ,systeme1 und eben darum der ,lehrer geben msse1 wrde dadurch verrathen1 dass er weder von der ,philosophie berhaupt1 noch vom ,philosophiren1 als einer ,kunst1 einen ,begriff habe4 ,denn obwohl1 falls es ,gewissheit giebt und dieselbe dem ,menschen erreichbar ist 7wer ber diesen ,punct sich noch in ,zweifel befnde1 der wre nicht ausgestattet1 um mit uns ber die ,einrichtung eines wissenschaftlichen ,instituts zu berathschlagen71 der ,lehrer1 den wir suchen1 selber in sich seiner ,sache gewiss seyn und ein ,system haben muss1 indem im entgegengesetzten ,falle er mit seinem ,philosophiren nicht zu ,ende gekommen wre1 mithin die ganze ,kunst des ,philosophirens nicht einmal selber ausgebt htte und so durchaus unfhig wre1 dieselbe in ihrem ganzen ,umfange mit ,bewusstseyn zu durchdringen1 und sie anderen mitzutheilen1 und wir uns daher in der ,wahl der ,person vergriffen htten -- obwohl1 sage ich1 dies also ist1 so wird er dennoch in seinem ,bestreben1 selbstthtige1 die ,gewissheit in sich selbst erzeugende und das ,system selbst erfindende ,knstler zu bilden1 nicht von seinem ,systeme1 noch berhaupt von irgend einer positiven ,behauptung ausgehen2 sondern nur ihr systematisches ,denken anregen1 freilich in der sehr natrlichen ,voraussetzung1 dass sie am ,ende desselben bei demselben ,resultate ankommen werden1 bei dem auch er angekommen1 und dass1 wenn sie bei einem anderen ankommen1 irgendwo in der ,ausbung der ,kunst ein ,fehler begangen worden4 ,wre irgend ein anderer neben ihm1 der ihm widersprche1 so msste dieser etwas behaupten2 liesse er sich verleiten1 dem ,widerspruche zu widersprechen1 so msste nun auch er behaupten1 und es entstnde ,polemik4 ,wo aber ,polemik ist1 da ist ,thesis1 und wo ,thesis ist1 da wird nicht mehr thtig philosophirt1 sondern es wird nur das ,resultat des1 so ,gott will1 vorher ausgebten thtigen ,philosophirens historisch erzhlt2 somit hebt die ,polemik das ,wesen einer philosophischen ,kunstschule gnzlich auf1 und es ist ihr darum aller ,eingang in diese abzuschneiden4 -- 7,dieselbe ,unbekanntschaft mit dem ,wesen der ,philosophie wrde verrathen eine andere ,bemerkung1 die folgende3 es msse auf einer solchen ,anstalt die ,vollstndigkeit der sogenannten philosophischen ,wissenschaften beabsichtigt werden1 und dies1 da sie einem ,einzigen nicht wohl anzumuthen sey1 werde eine ,mehrheit der ,lehrer der ,philosophie verlangen4 ,denn wenn nur wirklich der philosophische ,geist und die ,kunst des ,philosophirens entwickelt ist1 so wird ganz von selbst diese sich ber die gesammte ,sphre des ,philosophirens ausbreiten1 und diese in ,besitz nehmen2 sollte aber fr andere1 an welchen das ,streben1 sie in diese ,kunst einzuweihen1 mislingt1 die wir aber dennoch1 aus ,mangel besserer ,subjecte1 in den brgerlichen ,geschften anstellen und brauchen mssten1 irgend ein historisch zu erlernender philosophischer ,katechismus1 als ,rechtslehre1 ,moral u4 dergl4 nthig seyn1 so wird ja wohl dieser in gedruckten ,bchern irgendwo vorliegen1 an deren eigenes ,studium auch hier1 so wie in den anderen ,fchern1 dergleichen ,subjecte vom ,lehrer der ,philosophie hingewiesen1 und erforderlichenfalles darber examinirt wrden47 4 #ai4 ,mit diesem also entwickelten philosophischen ,geiste1 als der reinen ,form des ,wissens1 msste nun der gesammte wissenschaftliche ,stoff in seiner organischen ,einheit auf der hheren ,lehranstalt aufgefasst und durchdrungen werden1 also dass man genau wsste1 was zu ihm gehre oder nicht1 und so die strenge ,grenze zwischen ,wissenschaft und ,nichtwissenschaft gezogen wrde2 dass man ferner das organische ,eingreifen der ,theile dieses ,stoffes ineinander1 und das gegenseitige ,verhltniss derselben unter sich allseitig verstnde1 damit man daraus ermessen knnte1 ob dieser ,stoff am ,lehrinstitute vollstndig bearbeitet werde1 oder nicht2 in welcher ,folge oder ,gleichzeitigkeit am vortheilhaftesten diese einzelnen ,theile zu bearbeiten seyen2 bis zu welcher ,potenz die niedere ,schule denselben zu erheben1 und wo eigentlich die hhere einzugreifen habe2 ferner1 bis zu welcher ,potenz auch auf der letzteren alle1 die auf den ,titel eines wissenschaftlichen ,knstlers ,anspruch machen wollten1 ihn auszubilden htten1 und wie viel dagegen der besonderen ,ausbildung fr ein bestimmtes praktisches ,fach anheimfiele und vorbehalten bleiben msse4 ,dies gbe eine philosophische ,encyklopdie der gesammten ,wissenschaft1 als stehendes ,regulativ fr die ,bearbeitung aller besonderen ,wissenschaften4 7,wenn auch allenfalls die ,philosophie schon jetzt fhig seyn sollte1 zu einer solchen encyklopdischen ,ansicht der gesammten ,wissenschaft in ihrer organischen ,einheit einige ,auskunft zu geben1 so ist doch die brige wissenschaftliche ,welt viel zu abgeneigt1 der ,philosophie die ,gesetzgebung1 die sie dadurch in ,anspruch nhme1 zuzugestehen1 oder dieselbe in dergleichen ,aeusserungen auch nur nothdrftig zu begreifen1 als dass sich hiervon einiger ,erfolg sollte erwarten lassen4 ,auch mssten1 da es hier nicht um theoretische ,behauptung einiger ,stze1 sondern um ,einfhrung einer ,kunst zu thun ist1 erst eine betrchtliche ,anzahl von ,mnnern gebildet werden1 die da fhig wren1 eine solche ,encyklopdie nicht bloss zu verstehen und wahr zu finden1 sondern auch nach den ,regeln derselben die besonderen ,fcher der ,wissenschaft wirklich zu bearbeiten2 dass es daher am schicklichsten seyn wird1 hierber sich vorlufig gar nicht auszusprechen1 sondern jene ,encyklopdie durch das wechselseitige ,eingreifen der ,philosophie und der philosophisch kunstmssigen ,bearbeitung der nun eben vorhandenen besonderen ,fcher der ,wissenschaft1 allmhlig von selber erwachsen zu lassen2 dass mithin in ,absicht dieses ihr sehr wesentlichen ,bestandtheiles die ,kunstschule sich selbst innerhalb ihrer selbst erschaffen msste47 4 #bj4 ,beim ,anfange und so lange1 bis es dahin gekommen1 mssen wir uns begngen1 die vorliegenden ,fcher ohne organischen ,einheitspunct bloss historisch aufzufassen1 nur dasjenige1 wovon wir schon bei dem gegenwrtigen ,grade der allgemeinen philosophischen ,bildung darthun knnen1 dass es dem wissenschaftlichen ,verstandesgebrauche entweder geradezu widerspreche1 oder nicht zu demselben gehre1 von uns ausscheidend1 das ,uebrige aufnehmend1 und es in seiner ,wrde und an seinem ,platze bis zur besseren allgemeinen ,verstndigung stehen lassend2 ferner in diesen ,fchern die am meisten philosophischen1 d4 i4 die mit der grssten ,freiheit1 ,kunstmssigkeit und ,selbststndigkeit in denselben verfahrenden unter den ,zeitgenossen1 zu ,lehrern uns anzueignen2 endlich1 diese zu der am meisten philosophischen1 d4 i4 zu der1 ,selbstthtigkeit und ,klarheit am sichersten entwickelnden1 ,mittheilung ihres ,faches anzuhalten und sie darauf zu verpflichten4 4 #ba4 ,ueber den ersten ,punct1 betreffend die ,ausscheidung1 werden wir demnchst beim ,durchgehen der vorhandenen wissenschaftlichen ,fcher uns erklren4 ,ueber den zweiten merke ich hier im allgemeinen nur das an1 dass wir den ,vortheil haben1 in einigen der ,hauptfcher diejenigen1 welche als die freisten und selbstthtigsten allgemein anerkannt sind1 schon jetzt die unserigen zu nennen1 und dass1 falls nicht etwa einige fr die ,herablassung und fr das ,wechselleben mit ihren ,schlern1 das dieser ,plan ihnen anmuthet1 sich zu vornehm dnken1 wir hoffen drfen1 sie fr unseren ,zweck zu gewinnen1 und dass in anderen ,fchern1 in denen wir nicht mit derselben ,zuversichtlichkeit dasselbe rhmen knnen1 der ,unterschied zwischen den ,zeitgenossen in ,absicht des angegebenen ,gesichtspunctes berhaupt nicht sehr gross ist1 und wir darum hoffen drfen1 ohne grosse ,schwierigkeit die nothwendigen ,stellen so gut zu besetzen1 als sie unter den gegenwrtigen ,umstnden berhaupt besetzt werden knnen2 dass es aber ausschliessende ,bedingung sey1 dass dieselben schon vor ihrer ,berufung und ,anstellung sowohl ber unseren ,hauptplan1 als ber den dritten ,punct in ,absicht des zu whlenden ,vortrages unterrichtet1 und aufrichtig mit uns einverstanden seyen4 ,in ,absicht dieses dritten ,punctes endlich1 stellen wir als eine ,folge aus allem ,bisherigen fest1 dass -- die oben erwhnten ,examina1 ,conversatorien und ,aufgaben1 als die erste charakteristische ,eigenheit unserer ,methode1 deren ,anwendung im besonderen ,falle am gehrigen ,orte nher wird beschrieben werden1 noch abgerechnet1 -- alle mndliche ,mittheilung ber ein besonderes ,fach ausgehen msse von der ,encyklopdie dieses ,faches1 und dass dieses die allererste ,vorlesung jedes bei uns anzustellenden ,lehrers seyn und von jedem ,schler zu allererst gehrt werden msse4 ,denn die bis zur hchsten ,klarheit gesteigerten einzelnen ,encyklopdien der besonderen ,fcher1 besonders wenn sie alle zusammen den ,lehrern und ,zglingen der ,anstalt bekannt sind1 sind das zunchst in die von der ,philosophie ausgehen sollende allgemeine ,encyklopdie 74 #ai4 am ,schlusse7 eingreifende ,glied1 arbeiten derselben mchtig vor1 und werden der letzteren1 wenn sie entstehen wird1 die vollkommene ,verstndlichkeit ertheilen mssen1 indem auch sie selber umgekehrt von ihr neue ,festigkeit und ,klarheit erhalten werden4 ,sodann ist ,einheit und ,ansicht der ,sache aus ,einem ,gesichtspuncte heraus der ,charakter der ,philosophie und der freien ,kunstmssigkeit1 die wir anstreben2 dagegen unverbundene ,mannigfaltigkeit und mit nichts zusammenhngende ,einzelheit der ,charakter der ,unphilosophie1 der ,verworrenheit und der ,unbehlflichkeit1 welche wir eben aus der ganzen ,welt austilgen mchten1 und sie darum nicht in uns selbst aufnehmen mssen4 ,endlich1 wenn auch dieses alles nicht so wre1 knnen wir aus ,mangelhaftigkeit der niederen ,schule zu ,anfange bei unseren ,schlern nicht auf ein solches schon fertiges ,gerst des gesammten wissenschaftlichen ,stoffes1 wie es oben 74 #aj47 beschrieben worden1 rechnen1 und mssen zu allererst diesen ,mangel in unseren besonderen ,encyklopdien ersetzen4 ,die ,hauptgesichtspuncte einer solchen auf eine wissenschaftliche ,kunstschule berechneten ,encyklopdie sind die folgenden3 dass sie zuvrderst die eigentliche charakteristische ,unterscheidung des ,verstandesgebrauches in diesem ,fache1 und die besonderen ,kunstgriffe oder ,vorsichtsregeln in ihm mit aller dem ,lehrer selbst beiwohnenden ,klarheit angebe1 und sie mit ,beispielen belege 7und so eben z4 ,b4 das historische ,talent1 oder die ,beobachtungsgabe mit dem ,begriffe durchdringe72 dass sie die ,theile dieser ,wissenschaft vollstndig und umfassend vorlege1 und zeige1 auf welche besondere ,weise jeder1 und in welcher ,zeitfolge sie studirt werden mssen2 endlich1 dass sie die fr den ,zweck des ,lehrlings nthige ,literaturkenntniss des ,faches gebe1 und ihn berathe1 was1 und in welcher ,ordnung und etwa mit welchen ,vorsichtsmaassregeln1 er zu lesen habe4 ,besonders in der letzten ,rcksicht ist der ,lehrer dem ,lehrlinge ein allgemeines ,register und ,repertorium des gesammten ,buchwesens in diesem ,fache1 inwieweit dasselbe dem ,lehrlinge nthig ist1 schuldig2 welches nun der ,lehrling selber1 nach der ihm gegebenen ,anleitung1 zu lesen1 keinesweges aber vom ,lehrer zu erwarten hat1 dass auch dieser es ihm noch einmal recitire4 ,gehrt nun ferner1 wie wir hoffen1 der ,lehrer zu dem oben erwhnten edleren ,bestandtheile der bisherigen ,universitten1 dass er mit dem gesammten ,buchwesen seines ,faches nicht allerdings zufrieden und fhig sey1 dasselbe hier und da zu verbessern1 so zeige er in seiner ,encyklopdie diese fehlerhaften ,stellen des grossen ,buches an1 und lege dar seinen ,plan1 wie er in besonderen ,vorlesungen diese fehlerhaften ,stellen verbessern wolle1 und in welcher ,ordnung diese besonderen ,vorlesungen1 die insgesammt auf der festen ,unterlage seiner ,encyklopdie ruhen1 und auf ihr geordnet sind1 zu hren seyen4 ,ist dessen so viel1 dass er es allein nicht bestreiten kann1 so whle er sich einen ,unterlehrer1 der verbunden ist1 in seinem ,plane zu arbeiten4 ,nur sage er nicht1 was im ,buche auch steht1 sondern nur das1 was in keinem ,buche steht4 7,als ,beispiel3 dass in den ,schler der niederen ,schule sehr frh ein ,inbegriff der ,universalgeschichte hineingebildet werden msse1 versteht sich1 und ist oben gesagt2 wozu aber1 ausser der ,anweisung1 wie man die gesammte ,menschengeschichte zu verstehen habe1 welche wohl am schicklichsten dem ,philosophen anheimfallen drfte1 auf der hheren ,schule ein ,cursus der ,universalgeschichte solle1 bekenne ich nicht zu begreifen2 dagegen aber wrde ich es fr sehr schicklich und alles ,dankes werth halten1 wenn ein ,professor der ,geschichte ein ,collegium ankndigte ber besondere ,data aus der ,weltgeschichte1 die keiner vor ihm so richtig gewusst habe1 wie er1 und er mit diesem ,versprechen ,wort hielte47 7,wir setzen der ,erwhnung dieser von vielen so sehr angefeindeten ,encyklopdien1 zur ,vorbauung mglichen ,misverstndnisses1 noch folgendes hinzu4 ,mit derselben vollkommenen ,ueberzeugung1 mit welcher wir zugeben1 dass das ,bestreben1 bei solchen allgemeinen ,uebersichten und ,resultaten stehenzubleiben1 von ,seichtigkeit1 ,trgheit und ,sucht nach wohlfeilem ,glanze zeuge1 und diese ,schlechtigkeiten befrdere1 sehen wir zugleich auch ein1 dass das ,widerstreben1 von ihnen auszugehen1 den ,lehrling ohne ,steuerruder und ,compass in den verworrenen ,ocean strze1 dass1 obwohl einige sich rhmen hierbei ohne ,ertrinken davongekommen zu seyn1 man darum doch nicht das ,recht habe1 jederman derselben ,gefahr auszusetzen1 dass selbst die ,geretteten gesunder seyn wrden1 wenn sie der ,gefahr sich nicht ausgesetzt htten2 und dass die ,quellen dieses ,widerstrebens keinesweges aus einer besseren ,einsicht1 sondern dass sie grsstentheils aus dem persnlichen ,unvermgen hervorgehen1 solche encyklopdische ,rechenschaft ber das eigene ,fach zu geben1 indem diese1 nur gross im ,einzelnen1 niemals zur ,ansicht eines ,ganzen sich erhoben haben4 ,wer nun eine solche ,encyklopdie seines ,faches geben nicht knnte oder nicht wollte1 der wre fr uns nicht bloss unbrauchbar1 sondern sogar verderblich1 indem durch seine ,wirksamkeit der ,geist unseres ,institutes sogleich im ,beginne getdtet wrde47 4 #bb4 ,wir gehen an die historische ,auffassung des auf den bisherigen ,universitten vorliegenden ,stoffes1 und schicken folgende zwei allgemeine ,bemerkungen voraus4 ,eine ,schule des wissenschaftlichen ,verstandesgebrauches setzt voraus1 dass verstanden und bis in seinen letzten ,grund durchdrungen werden knne1 was sie sich aufgiebt2 sonach wre ein solches1 das den ,verstandesgebrauch sich verbittet1 und sich als ein unbegreifliches ,geheimniss gleich von vornherein aufstellt1 durch das ,wesen derselben von ihr ausgeschlossen4 ,wollte also etwa die ,theologie noch fernerhin auf einem ,gotte bestehen1 der etwas wollte ohne allen ,grund2 welches ,willens ,inhalt kein ,mensch durch sich selber begreifen1 sondern ,gott selbst unmittelbar durch besondere ,abgesandte ihm mittheilen msste2 dass eine solche ,mittheilung geschehen sey1 und das ,resultat derselben in gewissen heiligen ,bchern1 die brigens in einer sehr dunklen ,sprache geschrieben sind1 vorliege1 von deren richtigem ,verstndnisse die ,seligkeit des ,menschen abhange3 so knnte wenigstens eine ,schule des ,verstandesgebrauches sich mit ihr nicht befassen4 ,nur wenn sie diesen ,anspruch auf ihr allein bekannte ,geheimnisse und ,zaubermittel durch eine unumwundene ,erklrung aufgiebt1 laut bekennend1 dass der ,wille ,gottes ohne alle besondere ,offenbarung erkannt werden knne1 und dass jene ,bcher durchaus nicht ,erkenntnissquelle1 sondern nur ,vehiculum des ,volksunterrichtes seyen1 welche1 ganz unabhngig von dem1 was die ,verfasser etwa wirklich gesagt haben1 beim wirklichen ,gebrauche also erklrt werden mssen1 wie die ,verfasser htten sagen sollen2 welches letztere1 wie sie htten sagen sollen1 darum schon vor ihrer ,erklrung anderwrtsher bekannt seyn msse3 nur unter dieser ,bedingung kann der ,stoff1 den sie bisher besessen hat1 von unserer ,anstalt aufgenommen und jener ,voraussetzung gemss bearbeitet werden4 ,ferner haben mehrere bisher auf den ,universitten bearbeitete ,fcher 7als die soeben erwhnte ,theologie1 die ,jurisprudenz1 die ,medicin7 einen ,theil1 der nicht zur wissenschaftlichen ,kunst1 sondern zu der sehr verschiedenen praktischen ,kunst der ,anwendung im ,leben gehrt4 ,es gereicht sowohl einestheils zum ,vortheile dieser praktischen ,kunst1 die am besten in unmittelbarer und ernstlich gemeinter ,ausbung unter dem ,auge des schon gebten ,meisters erlernt wird1 als anderentheils zum ,vortheile der wissenschaftlichen ,kunst selbst1 welche zu mglichster ,reinheit sich abzusondern und in sich selbst sich zu concentriren hat3 dass jener ,theil von unserer ,kunstschule abgesondert1 und in ,beziehung auf ihn andere fr sich bestehende ,einrichtungen gemacht werden4 ,was inzwischen auch in dieser ,rcksicht von der wissenschaftlichen ,kunstschule zu beobachten sey1 werden wir bei ,erwhnung der einzelnen ,flle beibringen4 4 #bc4 ,nchst der ,philosophie macht die ,philologie1 als das allgemeine ,kunstmittel aller ,verstndigung1 mit ,recht den meisten ,anspruch auf ,universalitt4 ,ob auch wohl berhaupt fr das gesammte studirende ,publicum auf der hheren ,schule es eines philologischen ,unterrichtes bedrfen1 oder vielmehr dieser schon auf der niederen ,schule beendigt seyn solle1 ob insbesondere fr diejenigen1 die sich zu ,schullehrern bestimmen1 und fr die es allerdings einer weiteren ,anfhrung bedarf1 die dahingehrigen ,anstalten nicht schicklicher mit den niederen ,schulen selbst vereinigt werden wrden3 -- die ,beantwortung dieser ,frage knnen wir fr jetzt dem ,zeitalter1 da die allgemeine ,encyklopdie geltend gemacht seyn1 und die niedere ,schule seyn wird1 was sie soll1 anheimgeben1 und vorlufig es beim ,alten lassen4 4 #bd4 ,von der ,mathematik sollte unseres ,erachtens der reine ,theil bis zu einer gewissen ,potenz schon auf der niederen ,schule vollkommen abgethan seyn2 und es wre hierdurch das1 was oben ber das ,pensum dieser ,schule gesagt worden1 zu ergnzen4 ,da auch hierauf im ,anfange nicht zu rechnen ist1 so wre vorlufig ein auf diesen gegenwrtigen ,zustand der niederen ,schule berechneter ,plan des mathematischen ,studiums zu entwerfen4 -- ,auf allen ,fall ist mein ,vorschlag1 dass ein ,comit aus unseren tchtigsten ,mathematikern ernannt1 diesen unser ,plan im ,ganzen vorgelegt1 und ihnen aufgegeben wrde1 die ,beziehung ihrer ,wissenschaft auf denselben zu ermessen1 und demzufolge durch allgemeine ,uebereinkunft ,einen aus ihrer ,mitte zu ernennen1 oder auch einen ,fremden zur ,vocation vorzuschlagen1 dem die ,encyklopdie1 der ,plan und die ,direction dieses ganzen ,studiums bertragen wrde4 4 #be4 ,die gesammte ,geschichte theilt sich in die ,geschichte der fliessenden ,erscheinung1 und in die der dauernden4 ,die erste ist die vorzglich also genannte ,geschichte oder ,historie1 mit ihren ,hlfswissenschaften2 die zweite die ,naturgeschichte1 -- welche ihren theoretischen ,theil hat1 die ,naturlehre4 ,in der ersten ist der zu berufende ,ober- und encyklopdische ,lehrer ber unseren ,grundplan zu verstndigen2 worber er vorlufig mit uns einig seyn muss4 ,das ausgedehnte ,fach der ,naturwissenschaft betreffend1 welche durchaus als ein organisches ,ganze behandelt werden muss1 kann ich nur ein ,comit1 so wie oben bei der ,mathematik1 in ,vorschlag bringen1 das aus seiner ,mitte1 oder auch einen ,fremden rufend1 den ,encyklopdisten1 ,entwerfer des ,lehrplans1 und ,director des ganzen ,studiums erwhle1 und falls es so nthig befunden wrde1 nach seinem ,plane den ,vortrag desselben1 auch hier mit der bestndigen ,rcksicht1 dass nicht mndlich mitgetheilt werde1 was so gut oder besser sich aus dem ,buche lernen lsst1 unter sich vertheile4 ,das ,haupterforderniss eines solchen ,planes ist ,vollstndigkeit und organische ,ganzheit der ,encyklopdie4 ,zugleich hat sie fr ihr ,fach sich mit der niederen ,schule ber die ,grenze zu berichtigen1 und dieser die ,potenz1 die sie hervorbringen soll1 als ihr knftiges ,pensum aufzugeben1 welches auch fr die oben erwhnten1 sowie fr alle folgenden ,fcher gilt1 und hier einmal fr immer erinnert wird4 ,bloss die ,philosophie verbittet die directe ,vorbereitung der niederen ,schule1 und ist nur ausschliessend eine ,kunst der hheren4 4 #bf4 ,die drei sogenannten hheren ,facultten wrden schon frher wohlgethan haben1 wenn sie sich1 in ,absicht ihres wahren ,wesens1 in dem ganzen ,zusammenhange des ,wissens deutlich erkannt1 und sich darum nicht1 pochend auf ihre praktische ,unentbehrlichkeit und ihre ,gltigkeit beim ,haufen1 als ein abgesondertes und vornehmeres ,wesen hingestellt1 sondern lieber jenem ,zusammenhange sich untergeordnet und mit schuldiger ,demuth ihre ,abhngigkeit erkannt htten2 indem sie nemlich verachteten1 wurden sie verachtet1 und die ,studirenden anderer ,fcher nahmen keine ,notiz von dem1 was jene ausschliessend fr sich zu besitzen begehrten1 wodurch sowohl ihrem ,studium1 als der ,wissenschaft im ,grossen und ,ganzen sehr geschadet wurde4 ,wir werden auf ,belege dieser ,angabe stossen4 ,eine wissenschaftliche ,kunstschule muthet ihnen sogleich bei ihrem ,eintritte in ihren ,umkreis diese ,bescheidenheit zu4 ,der wissenschaftliche ,stoff der ,jurisprudenz ist ein ,capitel aus der ,geschichte2 sogar nur ein ,fragment dieses ,capitels1 wie sie bisher behandelt worden4 ,sie sollte seyn eine ,geschichte der ,ausbildung und ,fortgestaltung des ,rechtsbegriffes unter den ,menschen1 welcher ,rechtsbegriff selber1 unabhngig von dieser ,geschichte1 und als ,herrscher1 keinesweges als ,diener1 schon vorher durch ,philosophiren gefunden seyn msste4 ,in ihrer gewhnlichen ersten1 lediglich praktischen ,absicht1 -- nur ,richter1 welches ein untergeordnetes ,geschft ist1 zu bilden1 wird sie ,geschichte jener ,ausbildung in dem ,lande1 in welchem wir leben1 und wenn es hoch geht1 unter den ,rmern1 und so ,fragment2 aber ihr letzter praktischer ,zweck ist der1 den ,gesetzgeber zu bilden2 und fr diesen ,behuf mchte ihr wohl das ganze ,capitel rathsam seyn2 denn obwohl1 was berhaupt ,gesetz seyn solle1 schlechthin a priori erkannt wird1 so drfte doch die ,kunst1 die besondere ,gestalt dieses ,gesetzes fr jede gegebene ,zeit zu finden und es ihr anzuschmiegen1 der ,erfahrung der gesammten bekannten ,zeit in demselben ,geschfte bedrfen4 ,richteramt sowohl als ,gesetzgebung sind praktische ,anwendung der ,geschichte2 und so hat die ,jurisprudenz zu ihrer ersten ,encyklopdie die ,encyklopdie der ,geschichte1 indem dieses der ,boden ist1 auf welchem sie und der wissenschaftliche ,verstandesgebrauch in ihr ruhet1 und die ,ausbung derselben in ihrer hchsten ,potenz eigentlich die ,kunst ist1 eine ,geschichte1 und zwar eine erfreulichere1 als die bisherige1 hervorzubringen4 ,die ,anfhrung aber zur praktischen ,anwendung im ,leben fllt ganz ausser den ,umkreis der ,schule1 und wren hierin die ,schler an die ausbenden ,collegia zu verweisen1 unter deren ,augen1 aber auf die ,verantwortung der ,beamten1 denen sie anvertraut worden1 sie fr die knftige ,geschftsfhrung sich vorbereiteten4 ,ich schlage daher fr dieses ,fach ein ,comit vor1 in welchem aber der oben beschriebene ,encyklopdist der ,geschichte ,sitz1 und fr seinen ,antheil entscheidende ,stimme htte4 ,dieses htte einen besonderen ,encyklopdisten fr die ,theile und die ,literatur des beschriebenen ,capitels anzustellen1 den ,studienplan vorzuzeichnen1 und die ,anstalten fr praktische ,bildung unabhngig von der wissenschaftlichen ,kunstschule zu organisiren4 ,ich hoffe1 dass bei entschiedener ,durchfhrung des ,satzes1 nicht mndlich zu lehren1 was im ,buche steht1 der ,lectionskatalog dieser ,facultt krzer werden wird1 als er bisher war2 wiewohl durch unsere ,grundstze des zu ,erlernenden mehr geworden ist4 ,die ,heilkunde ruht auf dem zweiten ,theile des positiv zu ,erlernenden1 der ,naturwissenschaft2 jedoch erlaubt ihr gegenwrtiger ,zustand den ,zweifel1 in welchem auch der ,schreiber dieses sich zu befinden gern bekennt1 ob aus jener unstreitig wissenschaftlichen ,basis in der wirklichen ,heilkunde auch nur ein einziger positiver ,schluss zu machen1 und somit1 ob diese ,basis ,leiterin sey in der ,ausbung1 wie in der ,jurisprudenz dies offenbar der ,fall ist1 oder ob nur gewissen allgemeinen ,resultaten jener ,basis bloss nicht widersprochen werden drfe durch die ,ausbung2 jene daher 7die ,wissenschaft7 fr diese 7die ,ausbung7 nur negatives ,regulativ und ,correctiv wre8 ,sollte1 wie wir befrchten1 das ,letzte der ,fall seyn1 und wie wir gleichfalls befrchten1 immerfort bleiben mssen1 so gbe es von der ,wissenschaft in irgend einem ihrer ,zweige zu der ausbenden ,heilkunde gar keinen sttigen positiven ,uebergang1 sondern die letztere htte ihren eigenthmlichen ,boden in einer besonderen1 niemals auf positive ,principien zurckzufhrenden ,beobachtung2 sie wre somit von der wissenschaftlichen ,schule1 welche alle ,zweige der ,naturwissenschaft bis zu ,anatomie1 ,botanik u4 dergl4 ohne alle ,rcksicht auf ,heilkunde1 und als jedem wissenschaftlich gebildeten ,menschen berhaupt durchaus anzumuthende ,kenntnisse1 sorgfltig triebe1 abzusondern1 und in einem fr sich bestehenden ,institute1 rein und ohne wissenschaftliche ,beimischung1 die als in der ,schule erlernt vorausgesetzt wird1 von der materia medica z4 ,b4 an1 die ja nichts ist1 als die ,anwendung der rztlichen ,empirie auf die ,botanik und dergl41 zu treiben4 ,welche unermesslichen ,vortheile eine solche ,verselbststndigung der ,naturwissenschaft1 die bisher hufig nur als ,magd der ,heilkunde betrachtet und bearbeitet wurde1 und an ihrem ,theile auch der ,heilkunde1 dadurch aber dem ganzen wissenschaftlichen ,gemeinwesen bringen wrde1 leuchtet wohl von selbst ein4 ,es wre daher aus ,sachkundigen ein ,comit zu ,beantwortung der oben aufgeworfenen ,frage und zu ,organisirung derjenigen ,anstalten1 welche das ,resultat dieser ,beantwortung erforderte1 zu ernennen4 ,dass ein solches selbststndiges ,institut der ,heilkunde den ihm anheimgefallenen ,stoff nach einem festen1 auf seine ,encyklopdie begrndeten ,plane1 nach der ,maxime1 nicht zu lehren1 was im ,buche schon steht1 behandelte1 wre auch ihm zu wnschen1 und es wrde sich von selbst verstehen4 ,nun aber1 welches ja nicht aus der ,acht zu lassen1 haben auch die wichtigsten ,resultate der fortgesetzten rztlichen ,beobachtung1 deren wirkliche ,vollziehung ihr allein berlassen wird1 als ein ,theil der gesammten ,naturbeobachtung1 ,einfluss auf den ,fortgang der ganzen ,naturwissenschaft1 und so muss auch die wissenschaftliche ,schule sie keinesweges verschmhen1 sondern sich in den ,stand setzen1 fortdauernd von ihr ,notiz zu haben und bei ihr zu lernen4 ,jedoch wird die ,ausbeute davon niemals sofort und auf der ,stelle eingreifen in das ,ganze1 und so in den encyklopdischen ,unterricht gehren2 es wird drum eine andere1 an ihrem ,orte anzugebende ,maassregel getroffen werden mssen1 dieselbe aufzunehmen1 und sie bis zur ,eintragung in die ,encyklopdie aufzubewahren4 ,dass die ,theologie1 falls sie nicht den ehemals laut gemachten und auch neuerlich nie frmlich zurckgenommenen ,anspruch auf ein ,geheimniss feierlich aufgeben wollte1 in eine ,schule der ,wissenschaft nicht aufgenommen werden knne1 ist schon oben gezeigt4 ,giebt sie ihn auf1 so bequemt sie sich dadurch zugleich zu der bisher auch nicht so recht zugegebenen ,trennung ihres praktischen ,theiles von ihrem wissenschaftlichen4 ,um zuvrderst den ersten abzuhandeln3 der ,volkslehrer1 den sie bisher zu bilden sich vorsetzte1 ist in seinem ,wesen der ,vermittler zwischen dem hheren1 dem wissenschaftlich ausgebildeten ,stande 7denn einen anderen hheren ,stand giebt es nicht1 und was nicht wissenschaftlich ausgebildet ist1 ist ,volk71 und dem niederen1 oder dem ,volke4 ,zunchst zwar1 und dies mit vollem ,rechte1 knpft er sein ,bildungsgeschft an die ,wurzel und das ,allgemeinste aller hheren menschlichen ,bildung1 an die ,religion an2 aber nicht bloss diese1 sondern alles1 was von der hheren ,bildung an das ,volk zu bringen und seinem ,zustande anzupassen ist1 soll er immerfort demselben zufhren4 ,nichts verhindert1 dass er nicht noch neben diesem ,berufe ein die ,wissenschaft selbst in ihrer ,wurzel selbstthtig bearbeitender und sie weiter bringender ,gelehrter sey1 wenn er will und kann2 aber es ist ihm fr diesen ,beruf nicht nothwendig1 und drum ihm nicht anzumuthen4 ,es ist fr ihn hinlnglich1 dass er berhaupt die ,kunst besitze1 wissenschaftliche ,gegenstnde zu verstehen und sich ber sie verstndlich zu machen1 die er ja schon in der niederen ,schule1 welche er auf alle ,flle durchzumachen hat1 gelernt haben wird2 ferner von dem gesammten wissenschaftlichen ,umfange die allgemeinsten ,resultate1 und das ,vermgen1 erforderlichen ,falles durch ,nachlesen sich weiter zu belehren1 worin ihm die an der wissenschaftlichen ,schule eingefhrten ,encyklopdien den ,unterricht und die nthigen ,literaturkenntnisse geben4 ,die nthige ,anfhrung zum ,philosophiren hat er beim ,philosophen zu holen4 ,fr sein nchstes ,geschft der religisen ,volksbildung hat er zu allererst sein ,religionssystem in der ,schule des ,philosophen zu bilden4 ,fr das ,anknpfen seines ,unterrichtes an die biblischen ,bcher wird es vollkommen hinreichen1 dass ein ,buch geschrieben und ihm in die ,hnde gegeben werde1 in welchem aus diesen ,bchern der ,inhalt chter ,religion und ,moral entwickelt werde1 wobei nun weder die ,verfasser dieses ,buches1 noch der dadurch zur ,bibelanwendung anzuleitende knftige ,volkslehrer sehr bekmmert zu seyn brauchen ber die ,frage1 ob die biblischen ,schriftsteller es wirklich also gemeint haben1 wie sie dieselben erklren2 das ,volk aber vor dieser1 durchaus nicht in seinen ,gesichtskreis gehrigen ,frage sorgfltig zu bewahren ist4 ,der ,volkslehrer hat darum durchaus nicht nthig1 die biblischen ,schriftsteller nach ihrem wahren1 von ihnen beabsichtigten ,sinne zu verstehen2 wie denn ohne ,zweifel auch bisher1 ohngeachtet es beabsichtiget und hufig vorgegeben worden1 weder bei ihm1 noch auch oft bei seinem ,professor in der ,exegese1 dies der ,fall gewesen2 und wir somit nicht einmal eine ,neuerung1 sondern nur das ,gestndniss der wahren ,beschaffenheit der ,sache1 und das besonnene ,aufgeben eines unnthigen und vergeblichen ,strebens begehren4 ,ueber ,pastoralklugheit1 d4 i4 ber seine eigentliche ,bestimmung als ,volkslehrer im ,ganzen eines ,menschengeschlechts1 und die ,kunstmittel1 dieselbe zu erfllen1 wird er ohne ,zweifel auch beim ,philosophen einige ,auskunft finden knnen4 ,sein eigenthmlich ihm anzumuthender ,charakter1 die ,kunst der ,popularitt1 und die ,uebungen derselben durch katechetische1 homiletische1 auch ,umgangsinstitute mit ,gliedern aus dem ,volke1 sind der wissenschaftlichen ,schule1 welche den scientifischen ,vortrag beabsichtigt1 entgegengesetzt1 drum von ihm abzusondern1 und am schicklichsten den ausbenden ,volkslehrern1 wie bei den ,juristen1 zu bertragen4 ,das eigentliche ,genie fr den knftigen ,volkslehrer ist ein frommes1 ,menschen und besonders das ,volk liebendes ,herz2 hierauf wre bei der ,zulassung zu diesem ,berufe hauptschlich zu sehen1 und besonders bei ,besetzung der ,consistorien1 als etwa der knftigen ,schulen solcher ,lehrer1 wrde weit mehr auf diese ,eigenschaften1 als auf andere glnzende ,talente oder auf ausgebreitete ,kenntnisse ,rcksicht genommen werden mssen4 ,der wissenschaftliche ,nachlass dieser1 als einer priesterlichen ,vermittlerin zwischen ,gott und den ,menschen mit ,tode abgegangenen ,theologie an die wissenschaftliche ,schule wrde durch eine solche ,vernderung seine ganze bisherige ,natur ausziehen und eine neue anlegen4 ,es hat derselbe zwei ,theile3 ein von der ,philologie abgerissenes ,stck1 und ein ,capitel aus der ,geschichte4 ,die morgenlndischen ,sprachen1 zu denen der den ,theologen bis jetzt fast ausschliessend berlassene hebrische ,dialekt einen leichten und schicklichen ,eingang darbietet1 machen einen sehr wesentlichen ,theil der ,sprachentwickelung des menschlichen ,geschlechts aus1 und sind bei einer einst zu hoffenden organischen ,uebersicht derselben ja nicht auszulassen2 die hellenistische ,form nun vollends der griechischen biblischen ,schriftsteller gehrt zur ,kenntniss der griechischen ,sprache im ,ganzen1 welche ,sprache ja auf unseren ,schulen getrieben wird4 ,beide erhalten gegen den aufgegebenen hchst zweideutigen ,anspruch1 heilige ,sprachen zu seyn1 den weit bedeutenderen1 dass sie menschliche ,sprachen sind1 zurck1 und fallen der niederen ,schule1 die sich ja der ,trgheit schmen wird1 die beschrnkte hebrische ,sprache nicht allgemein bearbeiten zu knnen1 da sie die sehr reiche griechische ,sprache mit ,glck bearbeitet1 wiederum anheim4 ,ferner sind die biblischen ,schriftsteller ja hchst bedeutende ,formen der ,entwickelung des menschlichen ,geistes1 deren wahrer ,werth bloss darum nicht beachtet worden1 weil ein erdichteter falscher alle ,aufmerksamkeit der einen ,partei anzog1 und den ,hass und die unbedingte ,nichtbeachtung der anderen ,partei erregte4 ,von nun an1 sine ira et studio in dieser ,sache urtheilend1 werden wir es ebenso belehrend und ergtzend finden1 den ,jesaias zu lesen1 als den ,aeschylos1 und den ,johannes als den ,plato1 und es wird uns mit dem richtigen ,wortverstndnisse derselben1 welches das gelehrte ,studium allerdings anstreben wird1 weit besser gelingen1 wenn auch die ersten ebensowohl als die zweiten zuweilen auch unrecht haben drften1 als vorher1 da sie immer1 und fr die besondere ,ansicht jedes neuen ,exegeten1 recht haben sollten1 welches ohne mancherlei ,zwang und ohne nie endenden ,streit nicht zu bewerkstelligen war4 ,diese ,exegese wird redlich seyn1 auch redlich gestehen1 was sie nicht versteht1 dagegen die vom theologischen ,principe ausgehende hchst unredlich war2 7das oben ,vorgeschlagene aber gleichfalls keine unredliche ,exegese ist1 da es berhaupt nicht ,exegese ist1 noch sich dafr giebt1 indem eine solche eine gelehrte ,aufgabe ist1 die durchaus vor das ,volk nicht gehrt74 ,das ,capitel aus der ,historie1 wovon die bisherige ,theologie einen ,haupttheil sich fast ausschliessend zugeeignet1 ist die ,geschichte der ,entwickelung der religisen ,begriffe unter den ,menschen4 ,es geht aus dem gebrauchten ,ausdrucke hervor1 dass die ,aufgabe umfassender ist1 als die ,theologie sie genommen1 indem auch ber die ,religionsbegriffe der sogenannten ,heiden ,auskunft gegeben werden msste1 und dass die wissenschaftliche ,schule sie in dieser ,ausdehnung nehmen wird4 ,mit diesen zu ihr gehrigen und sie erklrenden ,bestandtheilen versehen1 ferner ohne alles ,interesse fr irgend ein ,resultat1 und mit redlicher ,wahrheitsliebe bearbeitet1 wird auch die eigentliche ,kirchengeschichte eine ganz andere ,gestalt gewinnen1 und man wird der ,lsung mehrerer ,probleme 7z4 ,b4 ber die wahren ,verfasser mancher biblischen ,schriften1 ber die chten oder unchten ,theile derselben1 die ,geschichte des ,kanon1 u4 s4 w471 die dem ,unbefangenen noch immer nicht grndlich gelst zu seyn scheinen knnten1 nher kommen1 oder auch genau finden und bekennen1 was in dieser ,region sich ausmitteln lasse1 und was nicht4 ,es wre1 wie sich versteht1 dieser ,theil der ,geschichte dem ,encyklopdisten der gesammten ,geschichte1 zur ,verflechtung in seinen ,studienplan1 anheimzugeben4 -- ,zur ,entscheidung ber die oben vorgelegte ,hauptfrage1 und falls die ,antwort darauf befriedigend ausfiele1 zur ,entwerfung eines festen ,planes und ,errichtung eines besonderen ,institutes zur ,bildung knftiger ,volkslehrer wre ein aus sachverstndigen und guten ,theologen und ,predigern bestehendes ,comit niederzusetzen4 4 #bg4 ,diesen zu beauftragenden einzelnen ,mnnern und ,comits wre1 ausser den schon angefhrten ,geschften1 auch noch folgendes aufzugeben1 dass sie vollstndig untersuchten1 was an gelehrtem ,apparate fr jedes ,fach 7,bcher1 ,kunst- und ,naturaliensammlungen1 physikalische ,instrumente1 und dergl47 vorhanden sey1 welche ,notwendigkeiten dagegen uns abgingen und angeschafft werden mssten2 fr vollstndige ,kataloge und ,repertorien dieser ,schtze sorgten2 und in ihre ,studienplne den zweckmssigen1 folgegemssen ,gebrauch derselben aufnhmen4 ,falls die beauftragten einzelnen ,mnner neben ihrem ersten ,geschfte zu diesem nicht ,zeit fnden1 so wren sie zu ersuchen1 einen anderen tchtigen ,mann fr dasselbe zu ernennen4 ,in diesem ,geschfte htten sie von einer ,seite sich sorgfltig zu hten1 dass sie1 etwa um nichts umkommen zu lassen1 oder aus ,streben nach usserem ,glanze und ,rivalitt mit anderen gelehrten ,anstalten1 durch ,beibehaltung berflssiger ,dinge der ,reinheit und ,einfachheit unserer ,anstalt ,abbruch thten2 sowie von der anderen ,seite nichts zu sparen am wirklich ,nthigen4 ,was den usseren ,glanz betrifft1 so wird uns dieser1 falls wir nur das innere ,wesen redlich ausbilden1 von selbst zufallen2 die bedachte ,beachtung desselben aber1 und die ,nachahmung anderer1 von denen wir nicht ,beispiele annehmen1 sondern sie ihnen geben wollen1 wrde uns wiederum in die ,verworrenheit hineinwerfen1 welche ja von uns abzuhalten unser erstes ,bestreben seyn muss4 4 #bh4 ,durch die allseitige ,lsung der aufgestellten ,aufgaben wre nun frs erste zu ,stande gebracht das lehrende ,subject der wissenschaftlichen ,kunstschule4 ,wir knnten mit den encyklopdischen ,vorlesungen eine1 frs erste in ihren brigen ,bestimmungen ganz gewhnliche ,universitt erffnen4 ,es wren jedoch diese gesammten ,vorlesungen1 in denen1 immer nach dem ,ermessen des ,lehrers1 der fortfliessende ,vortrag mit ,examinibus und ,conversatorien1 deren ,besuchung jedem ,studirenden freistnde1 keiner aber dazu verbunden wre1 abwechselte1 ber das erste ,unterrichtsjahr also zu vertheilen1 dass die ,studenten1 und wenn sie es wollten1 auch die ,lehrer1 diese ,vorlesungen alle hren knnten1 dennoch aber den ersteren zum aufgegebenen ,bcherlesen und zur ,ausarbeitung der ,aufstze1 -- von welchem demnchst1 -- den letzteren zu ,beurtheilung dieser ,aufstze ,zeit brig bliebe4 ,es mchte in dieser ,zeitberechnung bei beiden ,theilen in ,gottes ,namen auf noch mehr als den blichen ,fleiss und ,berufstreue gerechnet werden2 indem diese ,eigenschaften ohnedies an unserer ,schule an die ,tagesordnung kommen sollen1 und drum nicht zu frh eingefhrt werden knnen4 4 #bi4 ,whrend dieser encyklopdischen ,vorlesungen des ersten ,lehrjahres stellen der philosophische ,lehrer sowohl1 als die brigen encyklopdischen eine ,aufgabe an ihr ,auditorium1 in dem oben sattsam charakterisirten ,geiste2 so dass das aus dem mndlichen ,vortrage oder dem ,buche ,erlernte nicht bloss wiedergegeben1 sondern dass es zur ,prmisse gemacht werde1 damit sich zeige1 ob der ,jngling es zu seinem freien ,eigenthume erhalten habe1 und als anhebender ,knstler etwas ,anderes daraus zu gestalten vermge4 ,diese ,aufgabe bearbeitet jeder ,studirende1 der da will1 in einem ,aufsatze1 den er zu einem bestimmten ,termine vor ,beendigung des ,lehrjahres1 mit einem versiegelten ,zettel1 der den ,namen des ,verfassers enthalte1 bei dem aufgebenden ,lehrer einsendet4 ,der ,lehrer prft diese ,aufstze und hebt die vorzglichsten heraus4 ,in dieser ,beurtheilung der ,aufstze ist bei rein philosophischem ,inhalte der ,lehrer der ,philosophie unbeschrnkt3 zur ,krnung anderer aber1 die einen positiv wissenschaftlichen ,stoff haben1 mssen der encyklopdische ,lehrer des ,faches und der ,philosoph 7spter1 wenn wir eine solche haben werden1 die philosophische ,klasse7 sich vereinigen1 der erstere entscheidend ber die ,richtigkeit und die auf dieser ,stufe des ,unterrichts anzumuthende ,tiefe und ,vollstndigkeit der historischen ,erkenntniss1 der zweite ber den philosophischen und ,knstlergeist1 mit welchem jener ,stoff verarbeitet worden4 ,ein von ,einem dieser beiden verworfener ,aufsatz bleibt verworfen1 obschon der andere ,theil ihn billigte4 ,die ,nothwendigkeit dieser ,mitwirkung der philosophischen ,klasse liegt im ,wesen einer ,kunstschule3 die ,mitwirkung des historischen ,wissens aber soll uns dagegen verwahren1 dass nicht in empirischen ,fchern a priori phantasirt werde1 statt grndlicher ,gelehrsamkeit4 ,am ,schlusse des ersten ,lehrjahres wird das ,resultat der also vollzogenen ,beurtheilung der eingegebenen ,aufstze1 und die ,namen derer1 deren ,ausarbeitungen gebilligt sind1 bekannt gemacht2 und es treten von ihnen diejenigen1 welche wollen1 zusammen1 als der erste ,anfang eines lernenden ,subjects1 in hherem und vorzglicherem ,sinne1 an unserer wissenschaftlichen ,kunstschule4 ,welche wollen1 sagte ich2 denn obwohl die ,ausfertigung eines ,aufsatzes1 und die ,unterwerfung desselben unter die ,beurtheilung des lehrenden ,corps1 diesen ,willen vorauszusetzen scheint3 so knnen mit dem ersten doch auch mancherlei andere ,zwecke beabsichtigt werden1 von denen zu seiner ,zeit2 alle ,studirenden an unserer ,universitt knnen auch fr diese ,zwecke berechtiget werden2 und es muss darum jedem1 der sogar beitreten drfte1 berlassen werden1 ob er will4 ,inzwischen wird die ,fortsetzung unseres ,entwurfes ohne ,zweifel die sichere ,vermuthung begrnden1 dass jeder wollen werde1 der da drfe4 4 #cj4 ,sie treten zusammen zu einer einzigen grossen ,haushaltung1 zu gemeinschaftlicher ,wohnung und ,kost1 unter einer angemessenen liberalen ,aufsicht4 ,ihre ,bedrfnisse ohne alle ,ausnahme1 nicht ausgeschlossen ,bcher1 ,kleider1 ,schreibmaterialien u4 s4 f4 werden ihnen von der ,oekonomieverwaltung in ,natur gereicht1 und sie haben1 die ,verwaltung eines mssigen ,taschengeldes abgerechnet1 wofr ein ,maximum festgesetzt werden knnte1 whrend ihrer ,studienjahre mit keinem anderen konomischen ,geschfte zu thun4 7,der ,grund dieser ,einrichtung ist schon oben angegeben worden2 und auf die ,einwendung1 dass junge ,leute auf der ,universitt zugleich das ,haushalten mitlernen mssten1 ist zu erwiedern1 dass1 falls dieselben bei uns das ,ehrgefhl1 die ,gewissenhaftigkeit und die intellectuelle ,bildung erhalten1 die wir anstreben1 es sich mit dem knftigen ,haushalten von selbst finden werde2 erhalten sie aber bei dem ,grade der ,sorgfalt1 den wir anwenden werden1 dieselbe nicht1 so ist gar kein ,schaden dabei1 dass sie auch usserlich verderben1 und mag dies immer je eher je lieber geschehen47 ,inwiefern aber diese ,verpflegung ihnen frei auf ,kosten des ,staates1 oder auf ihre eigenen ,kosten gereicht werden solle1 davon behalten wir uns vor1 tiefer unten zu sprechen2 und wollen wir mit dem ,gesagten keinesweges unbedingt das ,erste gesagt haben4 ,mit diesem also zu ,stande gebrachten ,stamme tritt nun das lehrende ,corps in das oben beschriebene innige ,wechselleben4 ,sie werden fortdauernd erforscht und in ihrem ,geistesgange beobachtet1 sie haben den ersten ,zutritt zu den ,examinibus1 ,conversatorien1 dem ,umgange und der ,berathung der ,lehrer1 und stehen in der ,benutzung der vorhandenen literarischen ,hlfsmittel jedem ,anderen vor2 auf ihre nchsten unmittelbaren und wohlbekannten ,bedrfnisse rechnet immerfort der gesammte mndliche ,vortrag der ,kunstschule4 ,im ,falle der wrdigen ,benutzung dieser ,schule1 die durch eine tiefer unten zu beschreibende ,prfung documentirt wird1 stehen sie bei ,besetzung der hchsten ,aemter des ,staates allen ,anderen vor 7und tragen den von ,gottes ,gnaden durch ein vorzgliches ,talent ihnen geschenkten1 und durch wrdige ,ausbildung jenes ersteren verdienten ,adel74 ,immerhin mgen neben ihnen andere ,studirende an den vorhandenen ,bildungsmitteln der ,anstalt1 welche recht eigentlich doch nur fr jene sind1 nach allem ihren ,vermgen theilnehmen1 und in freier ,bildung jenen den ,rang abzulaufen suchen1 welches1 falls es ihnen gelnge1 auch nicht unanerkannt bleiben soll4 ,diese wachsen gewissermaassen wild1 wie im ,walde2 jene sind eine sorgfltig gepflegte ,baumschule1 welche in alle ,wege doch auch seyn soll1 und aus welcher sogar dem ,walde manches edlere ,saamenkorn zufliegen wird4 ,jene sind regulares1 und es wird wohl auch eine anstndige deutsche ,benennung fr sie sich finden lassen2 diese sind irregulares1 blosse ,socii und ,zugewandte2 und dies wren die beiden ,hauptklassen1 in die unser studirendes ,publicum zerfiele4 4 #ca4 ,es wrde auch fernerhin nach jedem abgelaufenen ,lehrjahre denen1 die bis jetzt noch unter den ,zugewandten sich befnden1 freistehen1 durch gelungene ,ausarbeitungen 7indem gegen das ,ende jedes ,lehrjahres ,aufgaben fr dergleichen gegeben werden7 ihre ,aufnahme unter die ,regularen nachzusuchen4 ,ausserdem wrden diejenigen der jungen ,inlnder1 welche vorzgliches ,talent und ,progressen von der niederen ,schule zu documentiren vermchten 7ber deren ,grad und die ,art der ,beweisfhrung spter etwas ,festes bestimmt werden kann71 gleich bei ihrem ,eintritte auf die ,universitt ein ,recht haben auf einen ,platz unter den ,regularen4 4 #cb4 ,es wre zu veranlassen1 dass gleich bei der ,erffnung der ,universitt1 da es noch keine ,regulare giebt1 diejenigen1 welche die ,aufnahme unter sie durch ,ausarbeitungen zu suchen gedchten1 ebenso wie spterhin die ,regularen es sollen1 zu einem gemeinschaftlichen ,haushalt zusammentrten4 ,diese1 obwohl unter besonderer ,aufsicht des ,lehrinstituts stehend1 wre dennoch keine eigentliche ffentliche1 sondern eine ,privatanstalt1 und die ,mitglieder lebten nicht1 wie es mit den ,regularen unter gewissen ,bedingungen wohl der ,fall seyn kann1 auf ,kosten des ,staates1 sondern auf die eigenen1 die jedoch1 ganz wie bei den ,regularen1 gemeinschaftlich verwaltet wrden4 ,es knnte auch denjenigen unter diesen ,vereinigten1 welche beim ,anfange des zweiten ,lehrjahres nicht unter die ,regularen aufgenommen1 und so aus dieser ersten ,verbindung in eine neue hinbergenommen wrden1 nicht verwehrt werden1 in dieser ihrer ersten ,verbindung fortzuleben1 indem sie zufolge des vorhergehenden 4 beim ,anfange des knftigen ,lehrjahres glcklicher seyn knnen1 und so ,candidaten der ,regel zu bleiben4 ,es knnten zu ihnen hinzutreten1 um denselben ,anspruch zu bezeichnen1 andere1 die bisher unter den ,zugewandten sich befanden1 desgleichen die von der niederen ,schule ,kommenden1 die nicht schon von daher das ,recht1 unmittelbar unter die ,regularen zu treten1 mitbringen4 ,diese machen nun eine dritte ,klasse der bei uns ,studirenden1 ein ,verbindungsglied zwischen den ,regularen und den ,zugewandten3 ,novizen4 ,sie sind schon durch die ,natur der ,sache1 indem die ,lehrer wissen1 dass vorzglich aus ihrer ,mitte beim ,anfange des neuen ,lehrjahres sie das ,collegium der ,regularen zu ergnzen haben werden1 der besonderen ,beachtung derselben empfohlen4 4 #cc4 ,damit nun nicht etwa die ,zugewandten1 -- denn von den ,novizen1 die ihren ,anspruch auf die ,regel durch ihr ,zusammenleben bekennen1 ist dies nicht zu befrchten -- um der grsseren ,licenz willen1 jemals versucht werden1 sich fr vornehmer zu halten1 denn die ,regularen1 soll der ,vorzug der letzteren sogar usserlich anschaubar gemacht werden durch eine ,uniform1 die kein ,anderer zu tragen berechtigt sey1 denn sie und ihre ordentlichen ,lehrer4 ,damit dieser ,rock gleich anfangs die rechte ,bedeutung erhalte1 sollen sogleich von ,erffnung der ,universitt an die ordentlichen ,lehrer diese ,uniform gewhnlich tragen1 also dass im ersten ,lehrjahre nur sie1 und diejenigen1 die in demselben ,verhltnisse mit ihnen zur ,universitt stehen1 damit bekleidet seyen2 spter1 nach ,ernennung des ersten ,collegiums von ,regularen1 sie auf diese fortgehe1 und so ferner bei allen folgenden ,ergnzungen des letzteren4 -- 4 #cd4 ,diese ,einrichtung soll zugleich die ussere sittliche ,bildung unserer ,zglinge untersttzen1 und die ,achtung derselben bei dem brigen ,publicum befrdern und sicherstellen4 ,grndliches und geistreiches ,treiben der ,wissenschaft veredelt ohnedies ganz von sich selbst2 berdies wird fr die ,entwickelung der ,ehrliebe und des ,gefhls fr das ,erhabene1 als das eigentliche ,vehiculum der sittlichen ,bildung des ,jnglings1 durch ,beispiel und ,lehre gesorgt werden2 die ,ordnung aber kommt durch die getroffene ,einrichtung von selber in seinen ,lebenslauf3 und so ist fr die innere ,bildung gesorgt4 ,die ussere wird1 bei entwickelter ,ehrliebe1 der ,gedanke untersttzen1 dass sein ,rock ihn bezeichne1 und dass dieses ,kleid nicht im ,mssiggange auf den ,strassen sich herumtreiben1 oder wohl gar an gemeinen ,orten und bei ,zusammenlufen sichtbar werden1 sondern dass es1 als ,mitglied der ,gesellschaft1 nur in ,ehrenhusern erscheinen drfe4 ,was aber ,ehrenhuser sind1 wird man ihm sagen1 und auf alle ,weise die ,erlaubniss1 in solchen ,husern ihn zu empfehlen1 zu verdienen suchen4 7,z4 ,b4 mag immerhin beim jetzigen ,zustande der ,dinge unter gewissen ,umstnden ein ehrliebender ,jngling1 der in ein ,duell verflochten worden1 ,entschuldigung verdienen1 so soll doch unser ,zgling durchaus keine finden darber1 dass er sich erst unter ,pbel1 von welcher ,geburt derselbe auch brigens seyn mge1 begeben1 wo dergleichen mglich war4 ,dahin werde der point d'honneur des ganzen ,corps gerichtet4 ,feige brigens sollen sie nicht werden47 ,nach aussen hin ist gegen die ,hauptquelle der ,verachtung im ,leben1 ,unordnung im ,haushalt und ,schuldenmachen1 unser ,zgling gesichert4 ,dass bei ,excessen1 deren ,urheber unbekannt bleiben sollten1 nicht auch unschuldig1 wie dies in den ,universittsstdten wohl zu geschehen pflegt1 dies ,corps als der stets vorauszusetzende allgemeine ,snder aufgestellt werde1 dagegen werden die ,lehrer sich durch die ,vorstellung schtzen3 ,habt ihr unsern ,ehrenrock bei dem ,excesse gesehen8 ,habt ihr dies nun nicht1 so verleumdet nicht unsere ,zglinge1 denn diese gehen nie aus1 ausser in diesem ,rocke3 und sie 7diese ,lehrer7 werden berhaupt alles ,ernstes auf die ,ehre ihrer ,zglinge und auf alle die ,einrichtungen halten1 die ihnen mglich machen1 dies mit ihrer eigenen ,ehre zu thun4 4 #ce4 ,die ,zugewandten stehen1 da sie weder eigentliche ,mitglieder unserer ,anstalt1 noch eigentliche angesessene ,brger sind1 unter der allgemeinen ,polizei1 und es muss diese1 ohne alle ,mitwirkung von ,seiten der ,anstalt1 und ganz auf ihre eigene ,verantwortung1 die ,einrichtungen1 wodurch den brigen ,brgern die gehrige ,garantie in ,hinsicht dieser ,fremden geleistet werde1 treffen4 ,nicht anders wrde es sich mit den ,novizen verhalten2 welche jedoch1 da sie eine ,einheit bilden1 und ein sichtbares ,band dieser ,einheit an ihrer konomischen ,verwaltung haben1 eine tchtigere ,garantie zu geben1 auch durch diesen ihren ,reprsentanten in ,unterhandlung mit der ,polizei zu treten vermgen1 und so1 in ,absicht der ,individuen1 einer liberaleren ,gesetzgebung unterworfen werden knnen1 als die ersteren4 ,nun aber steht die ,lehranstalt mit diesen beiden ,klassen noch in einem engeren ,verhltnisse1 denn die brigen ,brger1 und es ist der allgemeinen ,polizei vllig fremd1 dasjenige1 was aus diesem engeren ,verhltnisse hervorgeht1 zu ordnen4 ,demnach fielen die dahin gehrigen ,anordnungen dem ,institute1 als dem einen und vorzglichsten ,theilnehmer des abzuschliessenden ,contractes anheim4 -- ,diese ,klassen haben zu allen von der ,schule getroffenen ,lehranstalten den ,zutritt2 da aber ferner die ,schule weder um ihre wissenschaftlichen ,fortschritte1 noch um ihre ,auffhrung sich im mindesten bekmmert1 so beschrnkt sich ihr ,recht an diese lediglich auf den ,punct1 sich gegen die ,verletzungen1 welche aus der ,ertheilung dieses ,zutrittes entstehen knnten 7denn gegen andere ,verletzungen schtzt auch sie die allgemeine ,polizei71 zu schtzen4 ,dergleichen ,verletzungen wrden seyn3 ,strung der ,ruhe und ,ordnung in den ,lehrbungen1 zu denen sie den ,zutritt erhalten2 ,verletzung der ,achtung1 die das ,verhltniss des ,lernenden zum ,lehrer1 oder der ,zugewandten zu denen1 um deren willen die ,anstalt eigentlich da ist1 erfordert2 endlich knnten1 bei dem bekannten ,eigendnkel und der verkehrten ,reizbarkeit der gewhnlichen ,studirenden1 aus dem1 ,dingen der ersten und zweiten ,art entgegengesetzten ,widerstande der ,lehrer andere grblichere ,beleidigungen und ,angriffe erfolgen1 welche1 als erfolgt lediglich aus dem verstatteten ,zutritte1 nicht nach allgemeinen polizeilichen ,grundstzen1 sondern nach strengeren beurtheilt werden mssten4 ,es msste demzufolge zwischen der ,lehranstalt und jedem ,individuum der ,contract1 durch den das letztere das ,recht des ,zutrittes erhlt und sich auf die ,bedingungen1 unter denen es dasselbe erhlt1 verpflichtet1 durch einen ausdrcklichen ,act abgemacht werden4 ,dieser ,act ist die ,inscription2 die ,bedingungen aber sind die ,gesetzgebung fr den ,zugewandten1 welche1 da das brige ,verhltniss desselben zu anderen ,brgern eine ,sache der ,polizei ist1 durchaus nur sein ,verhltniss zur ,lehranstalt1 als solcher1 zu bestimmen hat4 ,die ,novizen knnen1 aus dem schon der ,polizei gegenber angegebenen ,grunde1 auch in dieser ,beziehung unter eine mildere ,gesetzgebung gesetzt werden4 ,der ,act der ,inscription und ,verpflichtung auf die ,gesetze ist ein juridischer1 und wird drum am schicklichsten1 sowie die unten zu bezeichnenden ,justizgeschfte einem besonders zu ernennenden ,justitiarius der ,lehranstalt anheimfallen4 ,da die ,anstalt in gar kein anderes ,verhltniss mit den ,zugewandten eingeht1 als auf die ,erlaubniss des ,zutrittes1 so bleibt ihr auch kein anderes ,zwangsmittel brig1 als die ,zurcknahme dieser ,erlaubniss4 ,dieses kann geschehen im ,besonderen oder im ,allgemeinen4 ,in ,absicht des ersteren muss es jedem einzelnen ,lehrer1 auf seine eigene ,verantwortung vor seinem ,gewissen1 freistehen1 einen ,zugewandten1 dessen ,unruhe und ,zerstreutheit ihn oder sein ,auditorium strt1 oder der ihn oder seine mit ihm enger verbundenen ,schler beleidigt hat1 den ,zutritt zu seinen ,lehrbungen fr eine gewisse ,zeit1 oder auch auf immer1 zu untersagen2 und das ganze lehrende ,corps muss ihn hiebei1 durch die ,verwarnung vor grsserem ,uebel1 auf seine blosse ,anzeige untersttzen4 ,das zweite erklrt sich selbst2 und sind die ,flle1 -- unter die der1 dass jemand der ,verweisung eines einzelnen ,lehrers aus seinem ,auditorium nicht ,folge geleistet htte1 mit gehrt1 -- durch das ,gesetz festzustellen4 ,sollte1 bei ,verborgenheit der ,urheber beleidigender ,attentate1 etwas erst ausgemittelt werden mssen1 so fllt diese ,untersuchung dem ,justitiarius der ,universitt anheim1 vor dessen ,gericht sich der ,inscribirte1 bei ,strafe der ,relegation in contumaciam1 zu stellen hat4 ,bisherige ,universitten1 z4 ,b4 die ,nutritoren der ,jenaischen ,universitt und derselben ,senat1 haben angenommen1 dass es in solchen ,fllen fr die ,verurtheilung keinesweges des strengen juridischen ,beweises bedrfe1 sondern dass ein dringender ,verdacht dazu hinreiche2 indem ja nicht irgend eine ,strafe zugefgt1 sondern nur eine frei ertheilte ,erlaubniss wiederum zurckgenommen werde1 weil deren ,fortdauer gefhrlich scheine2 und der ,verfasser dieses ist der ,meinung1 dass diese recht haben1 und dass auch wir denselben ,grundsatz aufzunehmen htten4 ,der ,justitiarius ist in dieser ,qualitt1 als ,verwalter des ,rechtes des ,institutes1 sich selbst zu schtzen1 demselben verantwortlich4 ,mit der ,zurcknehmung der ,inscription ist1 theils um die ,mitglieder der ,universitt gegen den ferneren ,ueberlauf und die ,rache der ,entlassenen zu sichern1 theils1 weil ein solcher gar keinen ,grund mehr aufweisen kann1 seinen ,aufenthalt an diesem ,orte fortzusetzen1 die ,verweisung aus der ,universittsstadt und ihrer nchsten ,nachbarschaft1 oder die ,relegation natrlich verknpft4 ,die ,pflicht1 ber diese zu halten1 fllt der ,polizei1 die in dieser ,rcksicht gar nicht ,richter oder ,revisor des ,urtheils1 sondern lediglich ,executor des schon gesprochenen ,urtheils ist1 anheim2 und msste gegen diese1 falls sie ihre ,pflicht lssig betriebe1 die ,universitt als ,klger auftreten4 7,sollte in dieser ,ansicht einige ,richtigkeit seyn1 so wrde daraus auch erhellen1 wie die bisherige ,justizverwaltung auf ,universitten1 bald in der ,voraussetzung1 dass die ,universitt nicht mehr drfe1 als eine ,erlaubniss zurcknehmen1 die sie selbst gegeben1 bald1 indem sie zugleich das ihr fremde ,geschft der ,polizei und der ,civiljustiz ausben sollte1 endlich1 indem ihr auch ein ,gefhl ihrer ,vater- und ,erzieherpflichten entstand1 geschwankt1 und bald zu viel1 bald zu wenig gethan habe4 ,hier ist durch die ,trennung zwei sehr verschiedener ,klassen von ,studirenden der ,widerspruch gelst2 und durch die anheimgegebene ,freiheit1 zu welcher ,klasse jemand gehren wolle1 das persnliche ,recht behauptet47 4 #cf4 ,in ,absicht der ,verknpfung der ,relegation mit der ,zurcknahme der ,inscription1 die bei ,fremden ganz unbedenklich ist1 drfte in dem ,falle1 da die zu ,relegirenden ihren elterlichen ,wohnplatz in der ,universittsstadt htten1 billig das ,bedenken eintreten1 ob die ,universitt1 sowie sie ohne ,zweifel das ,recht hat1 diese aus ihren ,hrslen zu verweisen1 auch das ,recht habe1 sie aus ihrem vterlichen ,hause zu vertreiben4 ,da inzwischen1 falls man ihr dieses ,recht absprechen msste1 sie gegen diese durchaus nicht weniger gefhrlichen ,jnglinge ohne eine besondere ,einrichtung nicht gesichert werden knnte1 so wre als eine solche besondere ,einrichtung vorzuschlagen3 #a7 dass ,shne aus der ,universittsstadt1 falls sie nicht etwa schon als ,mitglieder einer niederen ,schule das gute ,zeugniss dieser ihrer ,lehrer fr sich htten1 sich einige ,zeit vor der ,inscription zu derselben anmelden mssten1 und von da an beobachtet wrden1 und dass man ihnen1 falls diese ,beobachtung ,bedenklichkeit gegen sie einflsste1 die ,inscription verweigern knne4 #b7 ,dass ihre ,eltern eine namhafte ,summe als ,caution fr sie stellten1 deren erste ,hlfte im ,falle der ,zurcknahme der ,inscription1 statt der ,relegationsstrafe1 mit der sie dermalen verschont blieben1 verfiele2 dass aber1 falls sie hinfhro von neuem sich einiger ,excesse gegen die ,lehranstalt schuldig machten1 auch die andere ,hlfte verfiele1 und sie dennoch relegirt wrden4 ,sollten ,eltern diese ,caution stellen nicht knnen oder wollen1 so mssen sie sich es eben gefallen lassen1 dass auch ihre ,shne im ,falle der ,verschuldung relegirt werden2 sowie bisher zuweilen sogar ,professoren sich haben gefallen lassen mssen1 dass ihren unfertigen ,shnen dieses begegnet2 indem es gnzlich in dem freien ,vermgen aller ,studenten in der ,welt beruhet1 diejenigen ,handlungen1 welche ,relegation nach sich ziehen1 und deren ,katalog bei uns1 die wir der ,polizei und dem ,civilgerichte berlassen wrden1 was ihres ,amtes ist1 gar nicht gross seyn wrde1 zu unterlassen4 4 #cg4 ,die ,regularen werden vom ,staate und seinem ,organe1 der allgemeinen ,polizei 7denn mit der ,civiljustiz knnte wohl die ,oekonomieverwaltung derselben1 keinesweges aber ein ,einzelner von ihnen zu thun bekommen71 betrachtet als ein ,familienganzes1 das als solches fr seine ,mitglieder einsteht4 ,wre von den letzteren gesndigt1 so ist freilich das ,ganze zur ,verantwortung und ,strafe zu ziehen2 dagegen bleibt die ,bestrafung des einzelnen ,mitgliedes der ,familie selbst berlassen und wird im ,schoosse derselben vollzogen1 und ist vterlich und brderlich1 und soll dienen als ,erziehungs-1 keinesweges aber als schreckendes ,mittel4 ,nur wenn ein ,individuum vom ,krper abgesondert und ausgestossen werden msste1 knnte es wieder als ,einzelner dastehen1 und dem ,forum1 fr welches es sodann gehrte1 anheimfallen4 ,es erhellt1 dass ohne vorhergegangene ,degradation und ,ausstossung keine der bisher aufgestellten gesetzlichen ,verfgungen auf die ,regularen passen1 und dass fr sie weder ,justitiarius oder ,relegation1 oder dass etwas stattfinde4 ,durch die blosse ,ausstossung knnten sie doch nicht weniger werden1 als das1 was sie ohne ,einverleibung in das ,corps der ,regularen gewesen seyn wrden1 ,zugewandte1 und erst als solche mssten sie von neuem sich vergehen1 um der ,polizei oder dem ,justitiarius1 welchem sie ja von nun an erst anheimfallen1 verantwortlich zu werden4 ,dass die ,flle1 in denen ein ,familienganzes seine ,mitglieder nicht vertreten kann1 z4 ,b4 ,criminalflle1 ausgenommen sind1 dass aber auch sodann die ,degradation der ,auslieferung an den ,richter vorhergehen msse1 ist unmittelbar klar4 ,die ,regularen htten sonach zuvrderst fr sich eine ,regel zu finden1 nach der die ,mglichkeit solcher ,flle so gut als aufgehoben1 und berhaupt alle ,vorkehrungen so getroffen wrden1 dass die ,polizei keine ,gelegenheit fnde1 von ihnen ,notiz zu nehmen3 sodann ein ,ephorat und ,gericht zu errichten1 das ber die ,ausbung dieser ,regel hielte4 ,ohne dies wrde in dem ,hause1 in welchem sie beisammen wohnten1 ein alter ehrwrdiger ,gelehrter1 der selbst einst mit ,ruhm und ,verdienst ,lehrer am ,institut gewesen wre1 als der unmittelbarste ,hausvater der ,familie1 mit ihnen wohnen und leben4 7,sollte spterhin die ,gesellschaft also anwachsen1 dass sie in mehrere ,huser vertheilt werden msste1 so msste diese nicht etwa durch die ,benennung verschiedener ,collegia getrennt1 sondern das ,einheitsband msste durch die ,gemeinschaftlichkeit ,eines ,hausvaters und durch andere ,mittel auch usserlich sichtbar bleiben47 ,dieser wre der natrliche ,prsident dieses ,familiengerichts4 ,ferner sind natrliche ,beisitzer desselben alle ordentlichen ,lehrer an der ,anstalt1 indem ja deren eigene ,ehre von der ,ehre ihres ,zglings abhngt2 und knnten dieselben1 zur ,sparung ihrer ,zeit1 abwechselnd in demselben sitzen4 ,endlich wren1 damit ein wahrhaftes ,familien- und ,brudergericht entstnde1 aus den ,regularen selbst1 nach einer leicht zu findenden ,regel1 ,beisitzer zu ernennen4 ,deren richterliche ,verwaltung trge nun den oben angegebenen ,grundcharakter1 die ,verhandlungen aber und ,richtersprche derselben blieben durchaus im ,schoosse dieses ,corps2 hierber anderen etwas mitzutheilen1 wrde betrachtet als eine ,ehrlosigkeit1 die unmittelbar die ,ausstossung nach sich ziehen msste4 ,eine hnliche ,einrichtung knnen die ,novizen1 falls sie eine ,verwaltung finden1 deren ,garantie die ,polizei annehmen will1 treffen4 ,nur haben sie keinen ,anspruch auf den ,beisitz der ordentlichen ,lehrer in ihrem ,familiengerichte2 es kann ihnen aber erlaubt werden1 ausserordentliche ,professoren1 von denen zu seiner ,zeit1 oder auch andere brave ,gelehrte1 zu diesem ,beisitze einzuladen4 ,ueberhaupt1 so hnlich auch das ,noviziat jetzt oder knftig dem ,collegium der ,regularen werden mchte1 so bleibt doch immer der ,hauptunterschied1 dass das letztere unter ffentlicher ,autoritt und ,garantie steht1 das erste aber ein mit ,privatfreiheit zu ,stande gebrachtes ,institut ist1 dessen ,mitglieder von ,rechtswegen keinen grsseren ,anspruch haben1 denn die ,zugewandten1 und die die ,begnstigungen1 welche ,polizei und ,universitt ihnen etwa geben1 nur anzusehen haben als ein freies ,geschenk1 das ihnen auch wieder entzogen werden kann4 4 #ch4 ,durch das ,bisherige ist nun auch die ,entstehung des lernenden ,subjectes in seinen verschiedenen ,abstufungen1 und wie dasselbe immerfort ergnzt und erneuert werden solle1 beschrieben4 ,wir knnen nunmehro auch an eine weitere ,bestimmung des schon oben im ,allgemeinen aufgestellten lehrenden ,subjectes gehen4 ,auf den bisherigen ,universitten war es ,doctoren und ausserordentlichen ,professoren erlaubt1 sich im ,lesen zu versuchen und zu erwarten1 ob ein ,publicum sich um sie herum versammeln werde4 ,haben dieselben schon auf einer anderen ,universitt das ,recht1 ,vorlesungen zu halten1 gehabt1 so knnen auch wir es ihnen erlauben4 ,im entgegengesetzten ,falle mgen sie das anderwrts ,gebruchliche auch bei uns leisten4 ,die eigentlichen ,lehrer fr die ,regularen und die1 so es zu werden streben1 sind freilich die encyklopdischen ,lehrer1 die ja auch die entscheidenden ,aufgaben geben1 sowie die von diesen etwa eingesetzten ,lehrer des ,theils eines ,faches1 welche1 obwohl ,unterlehrer1 dennoch ordentliche ,lehrer sind4 ,fr diese1 die wir immer insgesammt ausserordentliche ,professoren nennen knnten1 blieben demnach die ,zugewandten brig1 an denen sie sich versuchen knnten4 ,dennoch sollen auch nicht nur ,regulare1 und zwar die gebtesten und befestigtsten1 von dem encyklopdischen ,lehrer des ,faches zur ,besuchung ihrer ,vorlesungen ernannt werden1 sondern auch dieser ,lehrer selbst und andere ,lehrer befugt seyn1 denselben insoweit beizuwohnen1 bis sie einen bestimmten ,begriff von den ,kenntnissen und dem ,lehrertalent des ,mannes sich erworben4 ,die erste ,erlaubniss zu lesen geht nur auf ,ein ,lehrjahr4 ,nach ,verfluss desselben muss abermals um dieselbe eingekommen werden1 und es kann diese nach ,befinden der ,umstnde erneuert oder verweigert werden2 oder auch der zweckmssig befundene ,lehrer kann als ordentlicher ,unterlehrer oder auch als ,encyklopdist1 wenn der vorherige abgehen will1 ernannt werden4 ,die ,entscheidung ber beide ,gegenstnde hngt1 wie bei ,beurtheilung der ,aufstze1 ab von der ,klasse des ,faches1 so wie von der philosophischen ,klasse1 wo die erstere ber die ,grndlichkeit der empirischen ,erkenntniss1 die zweite ber die philosophische ,freiheit und ,klarheit entscheidet4 ,auch hier mssen fr ein bejahendes ,urtheil beide ,stimmen sich vereinigen1 indem jede ,klasse erst unter sich und fr sich einig seyn muss1 und ihre ,stimme hier nur fr eine gezhlt wird4 ,da jedoch1 so wie das ,alter beschuldigt wird1 jeder ,neuerung zuweilen sich feindselig zu zeigen1 ebenso die krftigere ,jugend von ,eifersucht gegen fremdes ,verdienst nicht immer ganz frei zu sprechen ist1 so msste bei einem die ,erlaubniss zu lesen1 oder die ,anstellung eines ,lehrers betreffenden ,falle frs erste jede besondere ,klasse 7die hier requirirte empirische1 so wie die philosophische7 zuvrderst in sich selber in zwei ,theile getheilt werden1 den ,rath der ,alten1 und den der ausbenden ,lehrer1 und nur wenn diese beiden ,theile ,nein sagten1 htte die ,klasse ,nein gesagt1 dagegen auch das einseitige ,ja des einen ,rathes zum ,ja der ,klasse wrde4 ,dadurch wrde hervorgebracht1 dass weder die ,neuerungsfurcht des einen1 noch die ,eifersucht des anderen ,theiles den ,fortschritt zum ,besseren hindern knnte1 und diesen beiden ,dingen an einander selber ein wirksames ,gegengewicht gegeben2 wo aber beide ,theile ,nein sagten1 da wrde wohl ohne ,zweifel das ,nein die richtige ,antwort seyn4 7,uebrigens wird eine solche ,eintheilung unseres gelehrten ,corps in einen ,senat der ,alten und der ,lehrer zu seiner ,zeit aus dem ,wesen des ,ganzen1 ganz ohne ,rcksicht auf das soeben erwhnte besondere ,bedrfniss1 sich sehr natrlich ergeben47 4 #ci4 ,eine ,auswahl der ,regularen in jedem ,fache wird beim ,fortgange der ,anstalt1 als ein ,professorseminarium1 ohnedies unter der ,aufsicht der ordentlichen ,lehrer zu den ,geschften des ,lehrers angehalten werden4 ,diesen knnte1 wenn sie aus der ,klasse der ,studirenden herausgetreten und zu ,meistern ernannt worden1 das ,recht zu lesen auf dieselbe ,weise ertheilt werden1 so wie aus ihnen die ,lehrstellen nach derselben ,regel sehr leicht besetzt werden4 ,doch wrden uns immerfort auf jeder ,stufe unserer ,vollendung zu uns kommende fremde ,lehrer1 auf die 4 praeced4 erwhnte ,weise1 willkommen seyn1 und wir dadurch gegen jede ,einseitigkeit des ,tones uns zu verwahren suchen4 4 #dj4 ,die ,verwaltung des ,lehramtes1 besonders nach unseren ,grundstzen1 erfordert jugendliche ,kraft und ,gewandtheit4 ,nun ist wenigen die ,fortdauer dieser jugendlichen ,frischheit bis in ein hheres ,alter hinein zugesichert2 auch fllt die ,neigung der meisten originellen ,bearbeiter der ,wissenschaft in reiferen ,jahren dahin1 ihre ,bildung in einer festen und vollendeten ,gestalt niederzulegen in das ,archiv des allgemeinen ,buchwesens1 und es ist sehr zu wnschen1 dass dies geschehe1 und ihnen die ,zeit und ,ruhe dazu zu gnnen4 ,wir mssen darum nicht anders rechnen1 als dass wir die ,lehrer an unserer ,anstalt nur auf eine bestimmte ,zeit beibehalten wollen4 ,alle diejenigen1 mit denen das ,institut zuerst beginnt1 werden sich bald nach der ehrenvoll verdienten ,ruhe sehnen1 und gern den ,zeitpunct ergreifen1 da unter ihnen ein jngeres ,talent sich gebildet hat1 das ihren ,platz wrdig besetze4 ,alle whrend des ,fortganges des ,instituts neu angestellte ,lehrer sind nur auf einen bestimmten ,zeitraum 7etwa fr die ,periode1 innerhalb welcher das studirende ,publicum sich zu erneuern pflegt7 anzunehmen1 nach dessen ,ablaufe beide ,theile1 die ,universitt und der ,lehrer1 auf die 4 #ch beschriebene ,weise1 den ,contract erneuern oder auch aufheben knnen4 4 #da4 ,um im konomischen ,theile solcher ,verhandlungen dem bisher oft stattgefundenen anstssigen ,markten zwischen ,regierungen und ,gelehrten1 indem die ersteren zuweilen von der ,verlegenheit eines wackeren ,mannes ,vortheil zu ziehen suchten1 um seine ,kraft und sein ,talent wohlfeilen ,kaufes an sich zu bringen1 die letzteren zuweilen auch mit dem ,gehrigen sich nicht begngen mochten1 und ihre bertriebenen ,forderungen durch theils mit ,list an sich gebrachte auswrtige ,vocationen untersttzen1 in der ,zukunft und fr unser ,lehrinstitut vorzubauen1 mache ich folgenden ,vorschlag3 ,entweder sind diese ,lehrer ,inlnder1 und auf unserem ,institute1 wohl gar als ,regulare1 wie zu erwarten1 gebildet1 so hat das ,vaterland ohnedies den ersten ,anspruch auf ihre ,krfte1 so wie sie ,anspruch auf die ,frsorge desselben1 in jedem ,falle und ihr ganzes ,leben hindurch1 haben2 oder sie sind ,fremde1 welche bei uns auch ihre ,bildung nicht erhalten haben4 ,im letzten ,falle fordere man von ihnen1 dass sie1 beim ,eingehen irgend eines ,verhltnisses mit uns1 oder bei der ,erneuerung eines solchen1 sich erklren1 ob sie ihr ,fremdenrecht beibehalten1 oder ob sie das vllige ,brgerrecht haben 7sich nostrificiren lassen7 wollen4 ,im ersten ,falle mssen wir uns freilich gefallen lassen1 dass1 falls sie uns unentbehrlich sind1 sie sich uns so theuer verkaufen1 als sie irgend knnen2 jedoch wird diese ,verbindung immer nur auf einen ,zeitraum eingegangen2 und knnen wir etwa nach dessen ,abfluss sie entbehren1 so sollen sie wissen1 dass wir uns sodann um sie durchaus nicht weiter kmmern werden1 und sie gehen knnen1 wohin es ihnen gefllt4 ,im zweiten ,falle erhlt der ,staat an sie1 und sie an den ,staat alle ,ansprche1 die zwischen ihm und den bei uns gebildeten ,eingebornen stattfinden4 ,um nun in diesem letzteren ,verhltnisse zugleich die persnliche ,freiheit des ,individuums sicher zu stellen1 zugleich eine rechtliche ,gleichheit des ,individuums mit dem ,staate1 der bisher seinem ,diener lebenslnglichen ,unterhalt zusichern1 von ihm aber zu jeder ,stunde sich den ,dienst aufkndigen lassen musste1 hervorzubringen1 und besonders1 um dem ,gelehrtenstande zu grsserer ,moralitt und ,ehrliebe in ,dingen dieser ,art zu verhelfen1 setze man den ,anspruch auf lebenslange ,versorgung1 verhltnissmssig nach dem ,fache1 als gleich einem gewissen bestimmten ,capital1 das der des vollkommenen ,brgerrechts ,theilhaftige dem ,staate zurckzahle1 wenn er dessen bisherige ,dienste verlassen will4 ,ist er nun dem auswrtigen ,berufer dieser ,summe werth1 so mag derselbe sie bezahlen1 und er ist frei2 aber es ist zu hoffen1 dass dieser ,fall nicht sehr hufig eintreten1 und auf diese ,weise wir mit der ,beseitigung so mannigfacher ,vocationen verschont bleiben werden4 4 #db4 ,es ist1 in der ,voraussetzung dieser ,einrichtung1 bei der ,frage1 wie abgetretene ,professoren zu versorgen seyen1 nur von solchen die ,rede1 denen das vollkommene ,brgerrecht angeboren1 oder von ihnen angenommen ist2 indem diejenigen1 welche dasselbe abgelehnt1 nach ihrem ,austritte nicht nur nicht versorgt werden1 sondern es sogar eine feste ,maxime unserer ,politik seyn soll1 dieselben sobald wie mglich entbehrlich zu machen4 ,die bei uns erzogenen und beim ,austritte aus den ,studirenden des ,meisterthums wrdig befundenen ,regularen haben ohnedies den ersten ,anspruch auf die ersten ,aemter des ,staats1 und man knnte auch immerhin den ,lehrern1 die das ,institut beginnen werden1 denselben ,anspruch ertheilen1 den man ihren spteren ,zglingen nicht wird versagen knnen4 ,dieser ,anspruch und die ,fhigkeit1 dergleichen ,aemter zu bekleiden1 werden dadurch ohne ,zweifel nicht vermindert1 dass der ,mann durch einige ,jahre ,lehramt es zu noch grsserer ,gewandtheit in demjenigen wissenschaftlichen ,fache1 dessen ,anwendung im ,leben das erledigte ,staatsamt fordert1 und nebenbei zu grsserer ,reife des ,alters und der ,erfahrung gebracht hat2 es wre vielmehr zu wnschen1 dass alle diesen ,weg gingen1 und das ,leben der ersten ,brger in der ,regel in die drei ,epochen des lernenden1 des lehrenden und des ausbenden wissenschaftlichen ,knstlers zerfiele4 ,weit entfernt daher1 um die ,anstellung ausgetretener ,lehrer verlegen zu seyn1 mssten wir1 wenn wir auch sonst keines ,corps der ,lehrer bedrften1 ein solches schon als ,pflanzschule und ,repertorium hherer ,geschftsmnner errichten1 und bei eintretendem ,bedrfnisse aus diesem ,behlter zuweilen sogar den1 der lieber darin bliebe1 herausheben4 ,dieses ,bedrfniss austretender ,lehrer fr den ,staat und den hheren ,geschftskreis desselben noch abgerechnet1 bedarf auch fr sich selbst als literarisches ,institut solcher ,mnner4 -- ,es giebt sehr weit von der ,wurzel des wissenschaftlichen ,systems abliegende1 in ein sehr genaues ,detail eines ,faches gehende ,kenntnisse1 welche in die allgemeine ,encyklopdie und den gewhnlichen ,kreis des ,unterrichts an der wissenschaftlichen ,schule nicht eingreifen1 und ohne deren ,kenntniss jemand ein sehr trefflicher ,lehrer seyn kann4 ,doch kann das ,bedrfniss auch dieser ,kenntniss fr ,lehrer und ,lernende eintreten2 es muss daher das ,mittel vorhanden seyn1 sie irgendwo zu schpfen4 ,dies seyen frs erste die ausgetretenen ,lehrer4 ,vielleicht arbeiten sie ohnedies an einem ,werke1 in welchem sie ihre individuelle ,bildung in das allgemeine ,archiv des ,buches niederlegen wollen1 zu dem ihnen die ,musse zu gnnen ist4 ,nebenbei mgen auch ,lehrer und ,lernende sich bei ihnen ,raths erholen ber das1 worin sie vorzglich stark sind2 oder auch vorkommenden ,falles beide sie um einige ,vorlesungen ersuchen1 in ,gottes ,namen ber ein orientalisches ,wurzelwort1 oder die ,naturgeschichte eines einzelnen ,mooses4 ,sie sind mit einem ,worte ,rath und ,hlfe der jngeren bei eintretenden ,nothfllen im ,wissen sowohl als der ,kunst4 ,indem sie nun doch nicht mehr eigentliche und ordentliche ,lehrer an der ,universitt1 und ihre noch fortdauernden ,leistungen nur frei begehrte und frei gewhrte ,gaben sind1 sind sie eine ,akademie der ,wissenschaft1 im modernen 7eigentlich franzsischen7 ,sinne dieses ,wortes2 und fr die ,universittsangelegenheiten der oben erwhnte ,rath der ,alten4 ,mit ihnen tritt bei dergleichen ,berathschlagungen das ,corps der wirklichen ,lehrer1 als ,rath der ausbenden ,lehrer zusammen2 daher sind auch die letzteren natrliche ,mitglieder der ,akademie2 und die gesammte ,akademie ist1 in ,beziehung auf die ,universitt1 der ,senat derselben1 nach den erwhnten beiden ,haupttheilen in allen festzusetzenden besonderen ,klassen4 ,freie ,mitglieder der ,akademie bleiben auch die zu anderen ,staatsmtern befrderten ausgetretenen ,lehrer1 und sie sind befugt1 und1 inwiefern es ihre anderen ,geschfte erlauben1 ersucht an den ,berathschlagungen derselben1 als ,mitglieder des ,rathes der ,alten1 ,theil zu nehmen 7und sie werden gebeten werden1 welche ,decorationen auch sonst ihnen zu ,theil geworden seyn drften1 dennoch zuweilen auch unsere ,uniform1 welche berhaupt jeder ,akademiker trgt1 mit ihren ,personen zu beehren74 ,in dieser ,akademie ,schooss bleibt ihnen auch immer1 welche ,schicksale auch sonst auf ihrer politischen ,laufbahn sie betroffen haben mchten1 der ehrenvolle ,rckzug1 und ist ihnen da ein sorgenfreies1 geehrtes ,alter bereitet1 indem der ,charakter eines ,akademikers character indelebilis wird4 4 #dc4 ,noch wre1 in derselben ,rcksicht1 um sichern ,rath und ,hlfe in jeder literarischen ,noth zu finden1 eine andere ,art von ,akademikern1 die sogar niemals ordentliche ,lehrer gewesen1 anzustellen2 ich meine jene lebendigen ,repertorien der ,bcherwelt1 und die1 welche gross und einzig sind in irgend einer seltenen ,wisserei1 obwohl sie es niemals zu einer encyklopdischen ,einheit der ,ansicht ihres ,faches1 oder zu einer lebendigen ,kunst in demselben1 gebracht haben1 und darum als ordentliche ,lehrer fr uns nicht taugen4 ,wir wollen sie nur dazu1 dass unser ordentlicher ,lehrer diese lebendigen ,bcher zuweilen nachschlage2 die ,klarheit und ,kunstmssigkeit wird er dem bei ihm geschpften ,stoffe fr die ,mittheilung an seine ,schler schon selber geben4 7,so starb vor mehreren ,jahren zu ,jena ein gewisser ,b4#bf1 der mehrere ,hunderte von ,sprachen zu wissen sich rhmte1 und von dem andere1 auch nicht mit ,unrecht1 sagten1 er besitze keine einzige4 ,dessenohnerachtet1 glaube ich1 wrde auch der ,besitz eines solchen uns wnschenswrdig seyn4 ,denn falls etwa1 wie es denn in der ,that dergleichen ,leute giebt1 jemand glaubte1 das gesammte menschliche ,sprachvermgen sey im ,grunde ,eins1 und die mancherlei besonderen ,sprachen seyen nur1 nach einem gewissen ,naturgesetze1 ohne einige ,einmischung der ,willkr fortschreitende weitere ,bestimmungen und ,ausbildungen jener ,einen ,wurzel1 und es lasse sich sowohl diese ,wurzel1 als jenes ,naturgesetz finden2 und etwa einer unserer ,akademiker an die ,lsung dieser ,aufgabe ginge1 so wrde diesem aus anderen ,grnden nicht fglich anzumuthen seyn1 dass er alle ,sprachen der ,welt wisse2 es mchte sie aber neben ihm und fr seinen ,gebrauch ein solcher ,b4 wissen1 der wiederum immer unfhig seyn mchte1 ein solches ,problem zu denken und sein ,wissen fr die ,lsung desselben zu gebrauchen4 -- ,so mssen wir denn den ganzen vorhandenen historischen ,schatz aller ,wissenschaft bei uns aufzuspeichern suchen1 nicht um ihn todt liegen zu lassen1 sondern um ihn einst mit organisirendem ,geiste zu bearbeiten4 ,ist dies geschehen1 dann wird es ,zeit seyn1 das caput mortuum wegzuschaffen2 bis dahin wollen wir nichts wegwerfen oder verschmhen47 ,funote #bf3 ,bttner 7874 ,so ist1 nachdem der ,theologie der ,alleinbesitz der orientalischen ,sprachkunde und der der ,kirchengeschichte abgenommen worden1 kaum zu erwarten1 dass beides1 bis auf seinen letzten bekannten ,detail1 in den gesammten encyklopdischen ,unterricht der ,philologie oder der ,geschichte an unserer ,kunstschule werde aufgenommen werden2 dass wir sonach eines ordentlichen ,lehrers der orientalischen ,sprachen oder der ,kirchengeschichte kaum bedrfen werden4 ,dennoch mssen immerfort ,mnner in unserer ,mitte seyn1 bei welchen jeder1 der aus irgend einem ,grunde das ,bedrfniss hat1 ber das ,encyklopdische hinaus bis zu dem ussersten ,detail dieser ,fcher fortzugehen1 sein durch das blosse ,buch nicht also zu befriedigendes ,bedrfniss zu befriedigen vermag4 ,uebrigens sind diese ,anfhrungen nur als ,beispiele zu verstehen4 ,eine systematische ,uebersicht der ,summe unserer ,bedrfnisse in dieser ,rcksicht1 so wie die ,angabe der bestimmten ,mnner1 die wir zu diesem ,behuf fr den ,anfang mit uns zu vereinigen htten1 werden die ,berathschlagungen der oben erwhnten einzelnen ,mnner und ,comits1 welche auch ber diesen ,theil unseres ,plans zu instruiren wren1 an die ,hand geben4 ,auch diese ,art von ,akademikern besitzt alle ,rechte eines solchen1 und sitzt im ,rathe der ,alten4 4 #dd4 ,betreffend den ,uebergang aus dem ,corps der ,lehrlinge in das der ,lehrenden oder praktisch ,ausbenden3 ,der ,regulare msse am ,ende seines ,studirens documentiren1 dass der ,zweck desselben bei ihm erreicht worden1 sagten wir oben4 ,da nun der letzte ,zweck unserer ,anstalt keinesweges die ,mittheilung eines ,wissens1 sondern die ,entwicklung einer ,kunst ist1 der in einer ,kunst ,vollendete aber ,meister heisst1 so wrde jene ,documentation darin bestehen1 dass er sich als ,meister bewhre4 ,das ,meisterstck wrde am schicklichsten in einer zu liefernden ,probeschrift bestehen1 nicht ber ein ,thema freier ,wahl1 sondern ber ein vom ,lehrer seines ,faches ihm gegebenes und darauf berechnetes1 dass daran sich zeigen msse1 ob der ,lehrling die in seiner individuellen ,natur liegende grsste ,schwierigkeit1 die dem ,lehrer ja wohlbekannt seyn muss1 durch die kunstmssige ,bildung seines ,selbst besiegt habe4 7,whlt er selbst1 so whlt er das1 wozu er am meisten ,leichtigkeit und ,lust hat2 daran aber zeigt sich nicht der ,triumph der ,kunst2 der ,lehrer soll ihm das aufgeben1 was fr seine ,natur das ,schwerste ist1 denn das ,schwere mit ,leichtigkeit thun1 ist ,sache des ,meisters47 ,ueber diese seine eigene ,schrift nun1 und auf den ,grund derselben werde er1 bis zur vlligen ,genge des ,lehrers1 ffentlich examinirt4 ,es sind zwei ,flle4 ,entweder wird in einem besonderen empirischen ,fache das ,meisterthum begehrt4 ,in diesem ,falle giebt der ,lehrer dieses ,fachs das ,thema2 die ,prfung aber1 und das tentamen zerfllt in zwei ,theile1 von denen1 wie auch bei den frheren ,beurtheilungen der ,aufstze der ,studenten1 der ,lehrer des ,faches nach der ,erkenntniss1 und beim ,candidaten des ,meisterthums insbesondere darnach forscht1 ob er sie in der ,vollstndigkeit und bis zu demjenigen ,detail1 bis zu welchem der mndliche und ,bcherunterricht an der ,kunstschule fortgeht1 gefasst habe2 die philosophische ,klasse aber ber die lebendige ,klarheit dieser ,erkenntniss die ,prfung nach allen ,seiten hinwendet und versucht4 ,oder der ,candidat begehrte bloss in der ,philosophie das ,meisterthum3 so wrde er in ,absicht des ,themas sowohl1 als der ,prfung auf den ersten ,anblick lediglich der philosophischen ,klasse anheimfallen1 und die ,empirie an ihn keine ,ansprche haben4 ,da inzwischen die ,philosophie gar keinen eigentlichen ,stoff hat1 sondern nur das allen ,stoff der ,wissenschaft und des ,lebens in ,klarheit und ,besonnenheit auflsende ,mittel ist2 und derjenige1 der sich fr einen grossen ,philosophen ausgbe1 dabei aber bekennte1 dass er weder etwas ,anderes gelernt1 vermittelst dessen1 als eines ,mittelgliedes1 er seinen philosophischen ,geist ins ,leben einzufhren vermchte1 noch auch seine ,philosophie unmittelbar von sich zu geben und sie anderen mitzutheilen verstnde1 ohne ,zweifel der ,gesellschaft vllig unbrauchbar1 und keinesweges ein ,knstler1 sondern ein todtes ,stck ,gut seyn wrde3 so muss der1 der sich auf die ,philosophie beschrnkt1 wenigstens sein ,vermgen sie mitzutheilen1 und einen kunstmssigen ,lehrer in derselben abzugeben1 documentiren4 ,und so kann keiner als ,meister in der ,philosophie anerkannt werden1 der sich nicht auch zugleich als ,doctor derselben bewhrt hat4 ,nun ist es ferner gar nicht hinlnglich1 dass er in dieser ,fertigkeit des ,vortrages seiner ,klasse genge2 er soll auch ,nichtphilosophen1 dergleichen ja1 wenn er das ,lehramt einst im ,ernste verwaltet1 alle seine ,lehrlinge anfangs seyn werden1 verstndlich werden knnen2 und so fllt denn in dieser ,rcksicht das ,endurtheil von seiner eigenen ,klasse an die empirischen ,klassen insgesammt1 die es durch aus ihrer ,mitte ernannte ,stellvertreter verwalten knnen4 ,hier also entscheidet umgekehrt die philosophische ,klasse ber die ,richtigkeit des ,inhalts1 als ,resultat der erlernten ,kunst1 die ,gesetze des ,denkens im ,philosophiren frei zu befolgen1 die empirischen ber die ,gewandtheit und ,klarheit in dieser ,kunst1 die er durch den ,vortrag darlegt4 ,mgen diese immerhin ber das ,vorgetragene kein ,urtheil haben2 der ,vortrag selbst wenigstens muss ihnen als meistermssig einleuchten4 -- ,es werden darum diejenigen1 welche um das ,meisterthum in der ,philosophie nachzusuchen gedenken1 sich schon frher in dem ,lehrerseminarium gebt haben1 da der philosophische ,vortrag ohnedies der vollkommenste und das ,vorbild alles anderen ,vortrages bleiben muss1 und darber an unserer ,kunstschule alles ,ernstes zu halten ist4 ,dagegen kann der empirische ,gelehrte1 der seine ,kenntnisse vielleicht nur praktisch anzuwenden gedenkt1 ,meister seyn1 ohne gerade ,doctor seyn zu knnen4 ,macht er auch auf das ,letztere ,anspruch1 und begehrt er an unserem ,institute zu lehren1 so muss er seine ,fertigkeit darin noch besonders darthun1 und hat er hierber beiden1 sowohl der philosophischen ,klasse1 als der seines ,faches1 ,genge zu leisten4 ,es lsst sich auch den ,zugewandten das ,recht1 das ,meisterthum in ,anspruch zu nehmen1 nicht durchaus versagen4 ,da jedoch hierbei die1 den ,lehrern auch von allen schwachen ,seiten ihrer individuellen ,natur oder ,erkenntniss weit besser bekannten1 ,regularen in ,nachtheil kommen wrden1 so wre von den ,zugewandten in diesem ,falle1 fr ,herstellung der ,gleichheit1 zu fordern1 dass sie wenigstens ,ein ,lehrjahr vor ihrer ,erhebung zu ,meistern ihren ,anspruch dem ,lehrer des ,faches1 so wie dem der ,philosophie1 bekannt machten1 und dieses ,jahr hindurch sich dem allseitigen ,studium dieser ,lehrer blossstellten4 ,knnten nicht diese beiden ,lehrer am ,ende des ,jahres mit gutem ,gewissen erklren1 dass ihnen diese jungen ,mnner fr die ,absicht hinlnglich erkundet seyen1 so msste die ,berathung ber ihr ,gesuch abermals ein ,lehrjahr hinausgesetzt werden1 whrend dessen sie zu diesen beiden in demselben ,verhltnisse blieben1 wie im ersten ,jahre4 ,sie mchten auch an diese ,lehrer fr diese eigentlich nicht im ,kreise ihres ,berufs liegende ,mhe einen ,ersatz auszahlen1 der in jedem ,falle1 ob sie nun des ,meisterthums wrdig befunden wren oder nicht1 verfiele4 ,erst durch die ,erlangung des ,meisterthums beweist der ,regulare seine wrdige ,benutzung des ,instituts1 und tritt ein in sein ,recht des ersten ,anspruchs auf die ersten ,wrden des ,staats4 ,ganz gleich lsst sich ihm hierin nun einmal nicht setzen der ,meister aus den ,zugewandten1 der uns die nhere ,bekanntschaft mit seinem moralischen ,charakter und seiner bisherigen sittlichen ,auffhrung versagt hat4 ,jedoch auch hierber das ,beste hoffend1 und da er denn doch auch der ,kunst ,meister ist1 knnte man ihm den ersten ,anspruch da1 wo kein ,meister aus den ,regularen sich gemeldet1 zugestehen4 ,den ,regularen1 die etwa in dem ,gesuche des ,meisterthums durchfielen1 so wie ,zugewandten1 die keinen ,anspruch darauf machten1 mchte man immerhin den gewhnlichen ,doctorgrad ertheilen1 und mgen die empirischen ,klassen ber die dabei nthigen ,leistungen etwas festsetzen4 ,ein gewhnlicher und gemeiner ,doctor nemlich ist derjenige1 der nicht zugleich auch1 wie die frher oben angefhrten1 ,meister ist2 und es ist in diesem ,falle mit den beiden letzten ,buchstaben nicht eigentlich ,ernst1 indem wirklich ,doctor zu seyn nur derjenige vermag1 der ,meister ist1 sondern es ist jenes ,wort nur euphemistisch gesetzt1 statt doctus1 einer der etwas erlernt hat4 ,die rechten heissen ,meister schlechtweg1 und kann man den ,doctor weglassen2 wiewohl man auch1 um den ,unterschied noch schrfer zu bezeichnen1 die letzten ,titular-,doctoren nennen knnte4 ,die philosophische ,klasse hat bei dergleichen ,promotionen gar kein ,geschft2 denn in ihr selber giebt es nur ,meister und ,doctor in ,vereinigung2 um die anderen ,klassen aber bekmmert sie sich nur1 wenn diese ,anspruch auf den ,rang des ,knstlers machen1 dessen diese letzte ,art der ,doctoren sich bescheidet4 ,aus ihnen werden im ,staate die subalternen ,aemter besetzt4 7,man creirte magistros artium1 und in den neueren ,zeiten1 da der ,magistertitel in ,verachtung gerathen1 hat man nur noch den fr vornehmer geachteten ,doctortitel fhren mgen1 da es doch offenbar weit mehr bedeutet ein ,meister zu seyn1 denn ein ,lehrer4 ,wir haben mit jenen magistris artium gar nicht zu thun1 da wir keinesweges ,knste annehmen1 und in denselben etwa bis auf ,sieben zhlen1 sondern nur ,eine1 die ,kunst schlechtweg1 und diese zwar als unendlich1 kennen2 sondern unser ,meister ist artis magister schlechtweg1 der ,kunst ,meister1 und es ist zu erwarten1 dass die1 die dieses ,namens werth sind1 sich seiner nicht schmen werden4 ,und so mgen sie denn immer ,meister1 schlechtweg ohne ,beisatz und ohne das1 auch nur verringernde1 ,herr1 angeredet werden1 und sich schreiben3 der ,kunst ,meister4 ,vor der ,neuerung haben wir uns auch nicht zu frchten1 denn auch andere ,universitten machen ,neuerungen1 wie die ,jenaische1 die anfing gar keine magistros artium mehr1 sondern nur ,doctoren der ,philosophie1 zu creiren1 oder die zu ,landshut1 die dermalen ,doctoren der ,aesthetik creirt4 ,nun ist dieser gradus magistri dermalen nirgends vorhanden1 und wir knnen uns denselben nicht ertheilen lassen4 ,ohne ,zweifel aber wird das ,meisterstck der die ,kunstschule anfangenden ,lehrer dann geliefert seyn1 wenn sie andere ,knstler gebildet haben4 ,indem sie nun mit gutem ,gewissen diese fr ,meister erklren drfen1 erklren sie zugleich sich selbst dafr2 sie erhalten den ,grad1 indem sie ihn ertheilen1 und knnen ihn darum von da an auch fhren47 4 #de4 ,in allen den erwhnten ,aufstzen1 so wie in denen ber das ,meisterthum und den damit zusammenhngenden tentaminibus wird die deutsche ,sprache gebraucht1 keinesweges etwa die lateinische4 ,der in diesem oft angeregten ,streite dennoch niemals deutlich ausgesprochene entscheidende ,grund ist der3 ,lebendige ,kunst kann ausgebt und documentirt werden lediglich in einer ,sprache1 die nicht schon durch sich den ,kreis einengt1 sondern in welcher man neu und schpferisch seyn darf1 einer lebendigen1 und in welche1 als unsere ,muttersprache1 unser eigenes ,leben verwebt ist4 ,als die ,scholastiker in der lateinischen ,sprache mit freiem und originellem ,denken sich regen wollten1 mussten sie eben die ,grenzen dieser ,sprache erweitern1 wodurch es nun nicht mehr dieselbe ,sprache blieb1 und ihr ,latein eigentlich nicht ,latein1 sondern eine der mehreren im ,mittelalter entstehenden neulateinischen ,sprachen wurde4 ,wir haben fr diese freie ,regung unsere vortreffliche deutsche ,sprache3 das ,latein studiren wir ausdrcklich als das abgeschlossene ,resultat der ,sprachbildung eines untergegangenen ,volkes1 und wir mssen es darum in dieser ,abgeschlossenheit lassen4 ,der ,philolog1 eben weil er sein ,geschft in diesem fest abgeschlossenen ,kreise treibt1 kann bei ,interpretation der ,klassiker sich der rmischen1 und1 wie in ,gottes ,namen zu wnschen wre1 auch der griechischen ,sprache bedienen2 und es wre den ,zglingen unseres ,institutes anzumuthen1 dass sie schon beim ,austritte aus der niederen ,schule diese ,fertigkeit1 auch lateinisch zu reden und sich zu unterreden1 gelernt htten4 ,sollte man in gewissen ,fllen1 z4 ,b4 wo der ,anspruch auf ein ,schulamt ginge1 nthig finden1 dass auch der ,candidat des ,meisterthums die ,fortdauer und noch hhere ,ausbildung dieser ,fertigkeit zeigte1 so knnte er dies thun1 aber nur an ,gegenstnden jenes historisch geschlossenen ,cyklus2 wo aber ursprnglich schpferisches ,denken gezeigt werden soll1 da wird die schon fertige ,phrasis bald fr uns denken1 bald unser ,denken hemmen2 und darum bleibe bei diesem ,geschfte die todte ,sprache ferne von uns4 4 #df4 ,wir gehen ber zur ,oekonomieverwaltung unseres ,instituts4 ,es ist vor allem klar1 dass ein zu fester ,einheit organisirtes ,verwaltungscorps dieser ,geschfte eingesetzt werden msse1 dessen hchste ,mitglieder wenigstens aus dem ,schoosse der ,akademie selbst seyen1 etwa ausgetretene ,lehrer1 indem nur diesen die gebhrende ,liebe sich zutrauen lsst1 die brigen aber diesen und der gesammten ,akademie verantwortlich sind4 ,um den ,folgen aus der ,vernderlichkeit des ,geldwerthes fr ewige ,tage vorzubeugen1 wren die ,einknfte des ,institutes nicht auf ,geld1 sondern auf ,naturalien festzusetzen1 also1 dass es z4 ,b4 zu einem bestimmten ,termine von einem bestimmten ,bezahler so und so viel ,scheffel ,korn zu ziehen htte1 die allerdings nicht in ,natur1 sondern in klingender ,mnze abgeliefert wrden2 nicht jedoch nach einem fr immer festgesetzten ,preise1 sondern nach dem1 den dieses ,korn am ,termine der ,zahlung auf dem ,markte wirklich htte4 ,ebenso htte es nun auch an seine ,besoldeten terminlich so und so viel ,scheffel ,korn zu bezahlen4 4 #dg4 ,die beiden ,hauptquellen von ,einknften1 auf die wir frs erste zu rechnen htten1 wren die ,einknfte des ,kalenderstempels von der ,akademie1 sodann die der eingegangenen ,universitt ,halle1 inwiefern dieselben uns verbleiben1 wozu noch die ,verwaltung der ,zahlstellen im ,corps der ,regularen1 und spterhin andere1 tiefer unten zu erwhnende1 ,hlfsquellen kommen wrden4 ,nicht bloss darum1 weil die ,nation zahlt1 sondern aus noch weit tieferen ,grnden1 soll dieselbe innigst mit dieser ,angelegenheit verflochten werden1 und unser ,institut sehr deutlich als ein ,nationalinstitut dastehen4 ,wir werden dies auf folgende ,weise erreichen4 ,da den eigentlichen wesentlichen ,theil unserer ,anstalt1 um dessenwillen alles ,andere da ist1 das ,corps der ,regularen bildet1 so werden die ,stellen in diesem ,corps vertheilt auf die ,kreise und ,stdte der ,monarchie1#bg nach dem ,maassstabe1 wie jeder1 gezwungen oder freiwillig1 beitrgt4 ,stellen1 nicht in dem ,sinne1 dass nur der aus dem ,kreise oder der ,stadt ,gebrtige diese ,stelle haben knne1 sondern jeder1 dem eine solche ,stelle zukommt und sie begehrt1 erhlt sie ohne ,verzug2 sondern also1 dass zwischen dem ,besitzer der ,stelle und dem ,kreise oder der ,stadt1 dem sie zufllt1 ein ,verhltniss entstehe1 wie zwischen ,clienten und ,patron2 dass der ,erstere glaube1 so wie sein eigentlicher ,geburtsort ihm zu dem natrlichen ,leben1 so habe dieser ,kreis oder diese ,stadt ihm zu dem hheren wissenschaftlichen ,leben verholfen2 dass die letztere an den ,successen dieses ihres ,alumnus den ,antheil von ,ruhm nehme1 den die griechischen ,stdte an den aus ihnen stammenden ,siegern in den olympischen ,wettkmpfen nahmen2 endlich1 dass der ,erstere1 wie hoch er auch jemals emporsteige1 dennoch zeitlebens zu dankbarem ,gegendienste bei jeder ,gelegenheit bereit sey1 und aus dem ,clienten ein ,patron werde4 ,mehrere zarte sittliche ,verhltnisse1 die daher entspringen1 abgerechnet1 wird sich auch ein ,interesse und eine ,achtung fr ,wissenschaft durch die ,nation als ein sie ehrenvoll auszeichnender ,charakterzug verbreiten1 der wiederum die ,quelle grosser ,ereignisse werden kann4 ,stellen ferner1 nicht in dem ,sinne1 dass die ,zahl derselben jemals geschlossen sey1 vielmehr soll jeder1 der es werth ist und es begehrt1 aufgenommen werden2 sondern dass die vorhandenen und besetzten nach diesem bestimmten ,maassstabe unter die ,kreise u4 s4 w4 vertheilt werden4 ,auch dem deutschen ,auslnder 7wer von anderer ,nation wre1 qualificirt sich wegen ,abgang der ,sprache nicht zum ,wechselleben mit uns7 soll1 wenn er wrdig ist1 besonders wenn er beim ,eintritte zugleich der ,verpflichtung1 die das vollkommene ,brgerrecht 74 #dj47 mit sich fhrt1 sich unterwrfe1 die ,aufnahme unter die ,regularen nicht abgeschlagen werden4 ,doch wrde1 nach dem ,grundsatze1 dass mit dem ,auslande nur der ,reprsentant der ,einheit des ,staates zu verhandeln htte1 diese ,erlaubniss nur der ,knig ertheilen knnen1 und wren somit alle an ,auslnder gegebene ,pltze knigliche1 keinesweges aber ,landes-,stellen4 ,doch wre der ,knig zu ersuchen1 diese ,erlaubniss den von dem ,lehrercorps vorgeschlagenen nicht leicht1 und nicht ohne hchst bewegende ,grnde zu versagen2 indem1 anderer ,rcksichten zu schweigen1 hierdurch die preussische ,nation recht laut ihre ,anerkennung des allgemeinen deutschen ,bruderthumes documentirt1 und auch dies in der ,zukunft wichtige ,ereignisse nach sich ziehen kann4 ,funote #bg3 ,wie es z4 ,b4 mit den ,stellen an den schsischen ,frstenschulen die ,einrichtung ist2 auch mit den weiterhin beschriebenen ,modificationen4 4 #dh4 ,nach ,maassgabe1 wie jeder ,theil des ,landes beitrgt1 sollten auf ihn die ,stellen vertheilt werden1 sagte ich4 ,so mchte1 ohne alle ,rcksicht1 ob dadurch die ,verwaltung vereinfacht werde oder nicht1 indem weit hhere ,dinge 7die wirkliche ,beschftigung der ,nation mit diesem ,gegenstande und derselben ,folgen7 zu beabsichtigen sind1 der bisherige ,kalenderpacht ganz aufgehoben werden1 dagegen aber die ,kreise und ,stdte sich selber taxiren1 wie viele ,scheffel ,korn fr diesen ,stempel sie zahlen wollten1 die sie hernach durch eigene ,distribution der ,kalender wieder beitrieben2 wobei ihnen vorbehalten bleiben msste1 die ,stempelgebhr nach ,steigen oder ,fallen der ,kornpreise zu steigern oder zu verringern4 ,nach dieser ihrer ,quote am ,beitrage zum ,ganzen richtete sich ihr ,antheil an der ,berechtigung auf ,stellen4 ,falls nicht1 was der ,schreiber dieses in seiner dermaligen ,lage nicht erkunden kann1 dadurch eine andere1 schon eingefhrte ,stempeltaxe aufgehoben wrde1 so knnte diese ,einnahme noch auf folgende ,weise vermehrt werden3 dass durch alle ,theile der ,monarchie dasselbe ,eine ,maass und ,gewicht eingefhrt werde1 was ohnedies seit langem sehr zu wnschen war4 ,die ,bestimmung eines solchen1 und des ,mittels1 es unwandelbar zu erhalten1 ist ein natrlich einer ,akademie der ,wissenschaften anheimfallendes ,geschft4 ,die ,uebereinstimmung mit diesem ,grundmaasse und ,gewicht wre nun allen ,maassen und ,gewichten durch einen ,stempel zu attestiren1 dessen ,ertrag dem ,institute zu gut kme1 und auf dieselbe ,weise beigetrieben wrde4 ,ebenso wrde das1 woraus der bisherige ,fonds der ,universitt ,halle bestanden1 auf ,naturalien gesetzt1 und denen1 die es abzutragen schuldig sind1 als ,quote ihrer ,berechtigung zur ,besetzung der ,stellen angerechnet4 4 #di4 ,da die bei uns gebildeten ,regularen den ersten ,anspruch auf die ersten ,stellen des ,staates haben sollen1 so wrden1 wenn noch andere ,universitten ausser uns in der ,monarchie bestehen sollten1 dieselben entweder auch sich zur ,kunstschule1 und zu diesem ,behufe ein ,corps von ,regularen in ihrer ,mitte bilden mssen2 oder sie wrden als reine ,zugewandtheiten1 in denen auch nicht einmal ein besserer ,kern wirkte1 zu betrachten seyn1 und derselben ,zglinge ebenso am ,verdienste wie am ,rechte den unserigen nachstehen4 ,es ist zu befrchten1 dass das erstere ihnen nicht sonderlich gelingen werde1 indem wir1 die wir ohnedies im ,anfange nicht einmal auf ,vollstndigkeit fr unseren ,bedarf rechnen knnen1 ihnen ohne ,zweifel weder im ,inlande noch im ,auslande etwas fr eine ,kunstschule ,taugliches briglassen werden2 dass sie sonach1 bei dem besten ,bestreben1 dennoch in die zweite hchst nachtheilige ,lage kommen wrden4 ,und so drfte denn vielleicht das in ,anregung ,gebrachte zugleich die ,veranlassung werden1 um ber eine tiefere1 bisher mannigfaltig verkannte ,wahrheit die ,augen zu ffnen4 ,das ,bestreben1 die ,schule und ,universitt recht nahe am vterlichen ,hause zu haben1 und in dem ,kreise1 in welchem man dumpf und bewusstlos aufwuchs1 ebenso dumpf fortzuwachsen und in ihm sein ,leben hinzubringen1 ist unseres ,erachtens zuvrderst entwrdigend fr den ,menschen2 -- denn dieser soll einmal herausgehoben werden aus allen den ,gngelbndern1 mit denen die ,familien-1 ,nachbar- und ,landsmannsverhltnisse ihn immerfort tragen und heben1 und in einem ,kreise von ,fremden1 denen er durchaus nichts mehr gilt1 als was er persnlich werth ist1 ein neues und eigenes ,leben beginnen1 und dieses ,recht1 das ,leben einmal selbststndig von vorn anzufangen1 soll keinem geschmlert werden2 -- sodann streitet es insbesondere mit dem ,charakter des wissenschaftlichen ,mannes1 dem freier1 ber ,zeit und ,ort erhabener ,ueberblick zukommt1 den das ,kleben an der ,scholle aber1 das hchstens dem gewerbtreibenden ,brger zu verzeihen1 entehrt2 endlich wird dadurch sogar die organische ,verwachsung aller zu ,einem und demselben ,brgerthume gehindert1 und lediglich daher entstehen die ,absonderungen einzelner ,provinzen und ,stdte vom grossen ,ganzen des ,staates2 daher1 dass z4 ,b4 der ,ostpreusse dem ,brandenburger1 der ,thringer dem ,meissner1 als etwas fr sich bedeuten wollend1 gegenbertritt1 und man sich nicht wundern muss1 dass z4 ,b4 der ,baier dem ,preussen gegenber sich der gemeinsamen ,deutschheit nicht entsinnt1 da ja sogar der ,ostpreusse zuweilen des gemeinsamen ,preussens vergisst4 ,aus keinem in solcher ,beschrnktheit ,aufgewachsenen ist jemals ein tchtiger ,mensch oder ein umfassender ,staatsmann geworden4 ,wre dieses ,bestreben einmal in seiner wahren ,natur erkannt1 und so eingesehen1 dass dasselbe keinesweges geschont1 sondern ohne ,barmherzigkeit weggeworfen werden msse3 so wre auch kein ,grund mehr vorhanden1 warum mehrere ,universitten in derselben ,staatseinheit bestehen sollten2 es wrde erhellen1 dass der ,ausdruck ,provincialuniversitt einen ,widerspruch enthalte1 indem die ,universalitt das ,besondere aufhebt1 und dass ,ein ,staat von ,rechtswegen auch nur ,eine ,universitt haben sollte4 ,sollen und mssen einmal diejenigen ,brger des gemeinsamen ,staates1 die nicht bestimmt sind1 aus der unbeweglichen ,scholle den ,nahrungsstoff zu ziehen1 durcheinandergerttelt werden zu allseitiger ,belebung3 so ist dazu die ,universitt der einzig schickliche ,ort1 und mgen sie von da an wiederum nach allen ,richtungen verbreitet werden1 jeder1 nicht dahin1 wo er geboren ist1 sondern wohin er passt1 damit wenigstens an dieser edleren ,klasse ein ,geschlecht entstehe1 das nichts weiter ist1 denn ,brger1 und das auf der ganzen ,oberflche des ,staates zu ,hause ist4 ,nach diesen ,principien mssten die anderen in der preussischen ,monarchie vorhandenen ,universitten eingehen1 und die ,fonds derselben zu unserer ,anstalt gezogen werden4 ,die in die neue ,anstalt nicht herbergezogenen ,lehrer knnten ihre ,gehalte fortziehen1 oder auch nach ,maassgabe ihrer ,brauchbarkeit anderwrts versorgt werden4 7,einen ,theil derselben wrden wir1 als die 4 #db4 beschriebene ,art von ,mitgliedern des ,rathes der ,alten1 sogar nothwendig brauchen47 ,diese herbergezogenen ,fonds wrden auf die ,provinzen der eingegangenen ,universitten1 als ,quoten ihrer ,berechtigung auf ,stellen1 vertheilt1 zum ,ersatze des verlorenen ,rechtes im ,schoosse der ,familie den gelehrten ,hausbedarf an sich zu bringen4 ,ueber unseren ,plan gehrig verstndiget1 ist sogar zu hoffen1 dass sie sich diese ,abnderung gern werden gefallen lassen4 7,als ,einwrfe dagegen erwhne ich zuvrderst einen1 den man kaum fr mglich halten wrde1 wenn er nicht wirklich gemacht wrde1 den von der weiten ,reise4 ,gerade die ,mglichkeit1 junge ,menschen vorauszusetzen1 welche die ,unbequemlichkeit eines ,transportes scheuen1 wie ,bume1 oder vor den ,gefhrlichkeiten einer ,reise1 z4 ,b4 von ,knigsberg nach ,berlin1 sich frchten1 beweiset1 wie nothwendig es seyn mge1 dem ,muthe mancher in der ,nation hierin ein wenig zu ,hlfe zu kommen4 ,oder ist der ,kostenaufwand fr ordinre ,post und ,zehrung auf dieser kurzen ,reise ihnen so frchterlich1 so knnte man ja den sich berechtigt glaubenden ,provinzen aus den ,fonds eine ,reisestipendienkasse zugestehen1 aus denen sie fr die gar zu ,drftigen diese kleine ,ausgabe bezahlten4 ,sodann meint man3 es knnte doch etwa einmal auf einer solchen ,universitt ein besonderer und interessanter ,geist und ,ton entstehen1 den wir durch eine ,aufhebung dieser ,universitt ganz unschuldig viele ,jahre vor seiner ,geburt morden wrden1 und man befrchtet1 dass wir der ,entwickelung der herrlichen ,originalitt innerhalb solcher kleinen ,beschrnkungen ,eintrag thun wrden4 ,hierauf dienet zur ,antwort3 dass zufolge der ,zeit1 in welcher die ,wissenschaft steht1 es in derselben nicht mehr ,legionen ,geister1 die jeder fr sich ihr ,wesen treiben1 sondern nur ,einen1 in seiner ,einheit klar zu durchdringenden ,geist giebt1 fr dessen ewige allseitige ,anfrischung gerade an unserem ,institute durch die sehr hufige ,erneuerung des lehrenden ,corps1 und durch den offen gefhrten edlen ,wettstreit aller miteinander1 vorzglich gesorgt ist2 dass aber diese vorgebliche ,originalitt innerhalb localer ,beschrnkung nicht ,originalitt1 sondern vielmehr ,caricatur sey1 welche1 so wie den schlechten ,geschmack1 der an ihr sich labt1 immermehr verschwinden zu machen1 auch ein ,zweck unserer ,anstalt ist4 ,es bliebe nach ,beseitigung dieser sich aussprechenden ,einwrfe kein anderer brig1 als das dunkle ,gefhl des ,strebens1 doch ja nichts umkommen zu lassen1 indem allerhand1 uns freilich nicht bekanntes ,heil durch irgend eine ,zauberkraft daraus sich entwickeln knne1 mit welchem1 als selbst nicht auf deutliche ,begriffe zu ,bringendem1 man in der ,region deutlicher ,begriffe nicht reden kann47 4 #ej4 ,die ,stellen der ,kanoniker an den ,hochstiften waren ursprnglich fr den ,unterricht eingesetzt1 und die ,einknfte knnten diesem ersten ,zwecke fglich zurckgegeben werden4 ,auf die gleiche ,weise ist der ,streit gegen die ,unglubigen1 wozu die ,johanniter-,maltheserritter gestiftet worden1 nicht mehr an der ,tagesordnung1 wohl aber der geistige ,krieg gegen ,unwissenheit1 ,unverstand und alle die traurigen ,folgen derselben2 und knnten so auch diese ,gter diesem ,zwecke gewidmet werden4 ,sie wrden auf dieselbe ,weise1 wie die frher erwhnten ,einknfte1 als ,recht auf ,stellen unter die ,beitragenden vertheilt4 ,ich sage nicht1 dass unser einiges ,institut diese ohne ,zweifel sehr grossen ,hlfsquellen verschlingen solle4 ,dieses ,institut muss fr sich den ,grundsatz der ,verwaltung haben1 dass ihm alles dasjenige1 dessen es fr die ,erreichung seiner ,zwecke bedarf1 unfehlbar werde1 dass es aber auch durchaus nichts begehre1 dessen es nicht bedarf2 noch kann es einen anderen haben1 ohne durch berflssiges ,geschlepp und ,gepck sich selbst zur ,last zu werden4 ,sodann wird zu bedenken seyn1 dass auch der1 demnchst sogleich zu reformirenden niederen ,schule ihr ,antheil zukomme2 ferner1 dass wenn es ber kurz oder lang zu einer ernstlichen ,reform der ,volkserziehung kommen sollte1 auch fr die ,untersttzung dieses ,zweckes das ,nthige vorhanden seyn msse4 ,wir wollen nur sagen1 dass gerade die gegenwrtige ,zeit der ,verlegenheit benutzt werden knne1 um jene bisher anders angewendete ,gter fr diesen grsseren ,zweck des gesammten ,erziehungswesens in ,beschlag zu nehmen1 und dass es unter anderen auch der ,kunstschule freistehen msste1 von ihnen ,gebrauch zu machen1 falls einmal ihre anderen ,quellen nicht ausreichend befunden wrden4 ,selbst auf den ,fall1 dass zunchst1 oder irgend ein andermal1 der ,staat fr eigene ,zwecke dieser ,einknfte bedrfe1 worber tiefer unten3 so wrde es immer ein freundlicheres ,ansehen haben1 wenn er sie zuerst fr diesen1 als ,zweck der ,nation unmittelbar einleuchtenden ,zweck der ,nationalerziehung in ,beschlag genommen htte4 4 #ea4 ,wie in ,absicht der regularen ,stellen berhaupt der ,grundsatz feststeht1 dass jedwedes ,individuum1 das zu einer solchen sich qualificirt1 und sie begehrt1 sie haben msse1 so steht in ,absicht der ,zahlung der ,grundsatz fest1 dass1 wer zahlen knne1 zahlen msse1 wer aber nicht zahlen knne1 dieselbe1 inwiefern er nicht zahlen kann1 unweigerlich frei erhalte4 ,nicht die ,zahlung qualificirt1 sondern die anderweitige ,leistung2 und so soll auch der doppelt oder dreifach ,zahlende dennoch1 als ,auslnder1 bei dem ,knige1 als ,inlnder1 bei einem ,kreise1 eine ,stelle als freie ,gunst nachsuchen1 damit er wisse1 dass es in unserer ,anstalt noch etwas giebt1 das fr ,geld nicht zu haben ist1 und soll der etwanigen konomischen ,rcksicht1 dass man den ,zahlung ,anbietenden in ,absicht der ,proben der ,wrdigkeit gelinder behandle1 durchaus kein ,einfluss gestattet werden4 ,ebenso schliesst auch nicht das ,unvermgen zu zahlen aus1 sondern das geistige ,unvermgen4 ,die zu leistende ,zahlung ist zu berechnen im ,durchschnitte 7am besten auch nach ,scheffeln ,getreide7 auf die eben erwhnten1 dem ,zglinge in ,natur zu liefernden ,bedrfnisse1 auf ,honorar an die ,lehrer fr ,unterricht und ,prfung bei ,ertheilung des ,meisterthums1 auf ,gebrauch der ffentlichen literarischen ,schtze u4 s4 w41 und haben die ,eltern oder ,vormnder des zahlenden ,zglings der ,oekonomieverwaltung ,caution zu leisten auf die ,zeit1 fr welche der ,zgling in das ,institut aufgenommen wird1 indem man ihn1 um spterhin ausbleibender ,zahlung willen1 ja nicht ausstossen knnte1 dennoch aber die ,verwaltung auf ihn als ,zahler rechnet4 ,die ,form dieser ,sicherstellung wird leicht sich finden lassen4 ,und zwar werden alle jene in ,rechnung kommende ,gegenstnde also berechnet1 wie sie dem ,zglinge zu stehen kommen wrden1 wenn er einen ,privathaushalt fhrte1 keinesweges aber also1 wie sie der alles im ,ganzen an sich bringenden ,verwaltung zu stehen kommen3 wie denn dies1 da dieser grosse ,haushalt ohne ,zutritt des ,einzelnen als eine ,einrichtung des ,staates besteht1 ganz billig ist1 und schon dadurch zu ,deckung der ,freistellen ein ,betrchtliches gewonnen werden kann4 ,es ist zu hoffen1 dass unsere reichen ,huser1 deren ,glanz ja sonst bei also getroffenen ,einrichtungen in ihrer ,nachkommenschaft erlschen wrde1 den ,zutritt zu unseren ,regularen fleissig nachsuchen1 und dass besonders unser ,adel diese ,gelegenheit mit ,freuden ergreifen werde1 um zu zeigen1 dass es nicht bloss die versagte ,concurrenz war1 die ihn bei seinem bisherigen ,range erhielt1 sondern dass er auch bei erffneter freier ,concurrenz mit dem ,brgerstande denselben zu behaupten vermge4 ,es knnte hierbei festgesetzt werden1 dass die ,grafen doppelte ,zahlung leisteten1 wie dies in ,absicht der ,collegienhonorarien auch bisher also gehalten worden2 andere ,adelige noch die ,hlfte des ganzen ,quantums zuschssen4 ,freistellen mssen nicht nothwendig ganze ,freistellen seyn1 indem eine ,familie1 die zwar nicht alle diese ,kosten zu tragen vermchte1 doch vielleicht einen ,theil derselben tragen kann4 ,es kann also ,viertel-1 ,halbe-1 ,dreiviertelfreistellen geben1 nach ,maassgabe des ,vermgens der ,familie4 ,doch sollen ganz ,unvermgende auch ganz freie ,station erhalten2 und es soll in ,rcksicht dieser sogar eine ,veranstaltung getroffen werden1 wodurch sie beim einstigen ,austritte aus dem ,collegium der ,regularen1 wie dieser auch brigens ausfallen mge1 fr die erste ,zeit und bis zu einiger ,anstellung gedeckt seyen4 ,die ,entscheidung ber diese theilweisen oder ganzen ,befreiungen fllt der konomischen ,verwaltung des ,institutes zu1 welchem zu diesem ,behufe die ,eltern oder ,vormnder des ,zglings gengende ,einsicht in die ,vermgensumstnde desselben zu geben haben4 ,es muss bei dieser ,einsicht ,genauigkeit stattfinden1 indem hierber das ,ehrgefhl der ,nation selbst geschrft werden soll1 und so1 wie ,armuth keine ,schande1 das ,sicharmstellen und die ,raubgier1 welche den ,ertrag milder ,stiftungen wirklich ,unvermgenden wegzunehmen sucht1 zur grossen ,schande werden sollen4 ,hinwiederum ist mild und freundlich dem wirklichen ,unvermgen das ,gebhrende zu erlassen1 und es ist darum klar1 dass diese ,verwalter fr den ,fortgang der ,wissenschaften redlich interessirte1 und talentvolle ,jnglinge1 auch wenn sie arm sind1 herzlich liebende ,mnner1 und also selbst ,akademiker1 wo mglich ausgetretene ,lehrer seyn mssen4 ,welcher nun unter den ,zglingen seine ,stelle ganz1 oder theilweise frei habe1 braucht niemand zu wissen1 ausser die ,eltern oder ,vormnder eines solchen und die erwhnten ,verwalter2 indem dieses die beiden ,theile sind1 welche die ,abkunft geschlossen1 und sind diese allerseits zur ,verschwiegenheit zu verpflichten4 ,denn obwohl ,armuth fernerhin keine ,schande seyn soll1 so soll doch so lange1 bis es allgemein dahingekommen1 dem zahlenden ,zglinge auch die ,versuchung erspart werden1 sich ber den ihm bekannten ,nichtzahler neben ihm zu erheben4 ,alle sollen in solche ,gleichheit gesetzt werden1 dass dem ,reichsten das wenige1 ,anstndigkeitshalber vielleicht nthige ,taschengeld von der ,verwaltung nicht reichlicher gereicht werde1 als dem ganz freien ,armen4 ,nicht einmal der freigehaltene ,zgling selbst braucht diesen ,umstand zu wissen2 denn obwohl wir fr das ,daseyn der ,anstalt berhaupt die ,dankbarkeit ,aller1 ,zahler oder ,nichtzahler1 in ,anspruch nehmen1 so wollen wir doch dafr1 dass jedes ,talent1 auch ohne ,aequivalent in ,gelde1 bei uns ,entwickelung findet1 keinen besonderen ,dank1 indem wir dies fr ,pflicht1 so wie fr den eigenen ,vortheil des ,vaterlandes erkennen4 ,und so sind denn die an die ,kreise zu vertheilenden ,stellen keinesweges ,kost- oder ,freistellen1 sondern es sind ,stellen berhaupt4 ,jede mgliche ,stelle kann auch ,freistelle werden2 nur weiss der ,kreis selber nicht1 wie es sich damit verhlt1 sondern nimmt unbefangen ,antheil an den wissenschaftlichen ,fortschritten seines ,clienten1 ohne zu wissen1 auf welche besondere konomischen ,bedingungen er dieses ist4 4 #eb4 ,indem der ,ausfall1 der durch diese ertheilten ,befreiungen in der ,oekonomie des ,regulats entsteht1 aus der ,gesammtheit der oben verzeichneten ,quellen bestritten werden muss1 dieser ,ausfall aber1 jenachdem das vorzglichere ,talent aus den reichen oder aus den unbegterten ,klassen der ,nation hervorgeht1 sehr wandelbar und vernderlich seyn drfte3 so ist klar1 dass in diesem ,haupttheile der ,ausgaben keine ,fixirung stattfinde1 dass der ,verwaltung grosse ,hlfsmittel zur ,disposition stehen mssen1 dass dieselbe durchaus kein ,interesse hat1 dieselben ohne ,noth zu verschwenden1 dass sie demnach die etwanigen ,ersparnisse getreulich den ,hnden der ,regierung zurckliefern wird1 welche ber die ,wahrhaftigkeit des ,resultates der gefhrten ,verwaltung durch eine1 gleichfalls auf ,stillschweigen zu verpflichtende ,behrde ,einsicht nehmen kann2 endlich1 dass dieser ganze ,theil der ,verwaltung dem brigen ,publicum ein dasselbe nicht angehendes und ihm undurchdringliches ,geheimniss bleibe4 ,das lehrende ,corps ist es eigentlich1 das nach den gelieferten ,aufstzen oder der von der niederen ,schule gebrachten ,tchtigkeit1 ohne alle ,rcksicht oder ,notiz von den ,vermgensumstnden1 das ,regulat ertheilt3 dies ist das ,erste und ,wesentliche4 ,in dieser ,ertheilung knnen sie1 nach dem aufgestellten ,grundsatze1 dass durchaus kein vorzgliches ,talent ausgeschlossen werden solle1 nicht beschrnkt werden4 ,wie es mit dem also zum ,regularen unwiederbringlich ,ernannten in konomischer ,rcksicht gehalten werden solle1 ist die zweite ausserwesentliche ,frage1 deren ,beantwortung der ,oekonomieverwaltung anheimfllt4 ,dieser verbietet ,gerechtigkeitsgefhl und ,rcksicht auf ,ehrliebe der ,nation1 ,befreiung ohne ,noth zu begnstigen2 die ,natur der ganzen ,einrichtung aber1 sie der dargelegten ,noth zu versagen2 und so kann auch diese auf keine ,weise eingeschrnkt werden4 ,ebensowenig findet im zweiten ,haupttheile der ,ausgaben1 der ,besoldung der ,lehrer und anderer ,akademiker1 der ,erhaltung oder neuen ,anschaffung von ,literaturschtzen1 und anderer den ,fortgang der ,wissenschaften befrdern sollender ,einrichtungen1 eine ,fixirung statt4 ,denn obwohl sich auch etwa ein ,maximum des ,gehaltes fr einen einzigen festsetzen liesse1 so lsst sich doch durchaus nichts festsetzen ber die ,anzahl der zu ,besoldenden1 von so hchst verschiedenen ,arten und ,klassen1 sondern es richtet sich diese1 sowie die anderen angegebenen ,veranlassungen von ,ausgaben1 nach dem jedesmaligen ,zustande der ,wissenschaft1 und ist wandelbar wie dieser4 ,die ,mitglieder der ,anstalt knnen in diesen ,beurtheilungen nur das ,heil der ,wissenschaft und ihrer ,anstalt als hchstes ,gesetz anerkennen1 und sie sind diejenigen1 denen grndliche ,durchschauung desselben1 sowie herzliche ,liebe dafr sich am vorzglichsten zutrauen lsst2 auch verbietet die ,erwgung dieses ,heils selbst ihnen ebenso unnthige ,verschwendung in allen den erwhnten ,zweigen1 als schdliche und unwrdige ,sucht zu sparen4 ,und so geht denn auch fr diesen ,theil dasselbe ,resultat hervor1 das wir oben fr den ersten ,theil aufstellten2 es gilt dasselbe demnach frs ,ganze4 4 #ec4 ,in ,absicht des ,besoldungssystems mchte festgesetzt werden #a7 ein ,gehalt1 der dem ,akademiker1 als solchem1 gereicht wird1 und der dem des vollkommenen ,brgerrechtes ,theilhaftigen unter keiner ,bedingung entzogen werden kann4 ,da nicht so leicht jemand bloss ,akademiker seyn wird1 so ist dieser ,gehalt nur als ein ,beitrag1 keinesweges aber als das1 woraus der ganze anstndige ,unterhalt des ,mannes zu bestreiten sey1 zu betrachten4 #b7 ,das ,mitglied des ,rathes der ,alten hat entweder ein anderweitiges ,staatsamt1 oder eine von den mannigfaltigen konomischen oder ,aufseherstellen1 die aus der ,natur unseres ,instituts hervorgehen1 wofr er besonders besoldet wird2 auch wre er fr die ,weisen1 wie er durch vorbergehende ,vorlesungen oder andere ,leistungen uns ntzlich wird1 durch vorbergehende ,remunerationen zu entschdigen4 ,arbeitet er an einem gelehrten ,werke1 so knnte ihm auch fr diesen ,behuf die ,oekonomieverwaltung ,untersttzung oder ,vorschsse leisten4 #c7 ,der ausbende ,lehrer wird nach ,maassgabe seiner ,arbeit an ,vorlesungen und anderen ,uebungen und ,prfungen besonders besoldet4 ,die ,zugewandten zahlen fr alle diese ,gegenstnde1 inwiefern sie an denselben ,antheil nehmen wollen1 ein festzusetzendes ,honorar1 und zwar voraus4 ,denn es wird dadurch eines solchen ,zugewandten1 der sein vorausbezahltes ,geld nun auch wiederum abhren will1 ,fleiss und ,regelmssigkeit sehr befrdert2 und mgen wir ihm diese ,art der ,ermunterung gern gnnen4 ,der ,regulare ist hierin frei1 und wird eben der ,gehalt des ,lehrers als sein von der ,verwaltung fr ihn bezahlter ,beitrag1 der ja bei ,zahlstellen auch angerechnet wird1 betrachtet4 ,dieses von den ,zugewandten zu ziehende ,honorar ist jedoch dem ,lehrer bei ,fixirung seines ,gehaltes nicht eben in ,rechnung zu bringen1 sondern derselbe also zu setzen1 als ob er neben seinem ,gehalte als ,akademiker von diesem leben msste2 um ihn von dem ,beifalle dieser ,zugewandten ganz unabhngig zu erhalten4 ,dasselbe ,honorar von den ,zugewandten haben auch die ausserordentlichen ,professoren zu beziehen4 ,eigentlich ist es die ,akademie selbst1 welche als unumschrnkte ,oekonomieverwaltung 74 #eb47 sich selbst aus ihrer ,mitte besoldet4 ,so wie die anderen ,stnde nicht verlangen sollen1 dass diese in ,anstndigkeit des ,auskommens ihnen nachstehen1 so wird auch ihnen von ihrer ,seite gerade jenes nicht zu vermeidende ,verhltniss die ,pflicht auflegen1 vor den ,augen der ,nation nicht als unersttliche und habschtige1 sondern als edle und sich bescheidende ,mnner dazustehen2 und ist diese ,denkart auf alle ,weise in sie hineinzubringen4 4 #ed4 ,fr das erste ,lehrjahr mchte es zweckmssig seyn1 den encyklopdischen ,lehrern1 sowie etwa den anderen nthig befundenen ,unterlehrern1 wenn1 wie es grsstentheils der ,fall seyn drfte1 sie schon ausserdem1 als ,akademiker oder dergl41 einen fixirten lebenslnglichen ,gehalt haben1 eine besondere ,remuneration fr die ,arbeiten dieses ersten ,lehrjahres zuzugestehen1 und fr die folgenden ,lehrjahre sich ein weiteres ,bedenken vorzubehalten2 unter anderen auch1 damit man erst she1 wie sich jedes machte1 und ob nicht indessen etwas ,anderes sich findet1 das sich noch besser macht4 ,in ,bestimmung dieser ,remuneration wre1 inwiefern nicht etwa der ,mann schon sonst ausreichend besoldet ist1 und man in dieser ,rcksicht schon ohnedies einen ,anspruch hat auf seine ganze ,kraft1 billig als ,maassstab unterzulegen1 was in dieser ,zeit durch ,schriftstellerei htte erworben werden knnen4 ,denn obwohl das bisweilen auch bliche ,ablesen eines vor langen ,jahren angefertigten ,heftes etwas hchst ,bequemes ist1 und kaum eine andere ,kraft fordert1 als die der ,lunge1 so drfte doch eine solche ,verwaltung des ,lehramts1 wie wir sie gefordert haben1 und die unter anderen auch den grssten ,theil der alten ,hefte unbrauchbar macht1 alle ,kraft und ,zeit des ,lehrers in ,anspruch nehmen2 und wer diese ,verhltnisse kennt1 weiss1 dass ,collegienlesen auf die gewhnlichen ,bedingungen fr einen nicht ungewandten ,schriftsteller in konomischer ,rcksicht ein ,opfer ist1 das zwar der wackere ,mann gern bringt1 der auch wackere aber nicht ohne ,noth fordert4 4 #ee4 ,fr dieses erste ,jahr knnte nun der ,universitt vom ,staate ein ffentlicher ,hrsaal eingegeben werden4 ,die ,studirenden lseten gegen ihr ,honorar1 etwa bei dem1 um der ,inscriptionen willen auch gleich anfangs anzustellenden ,justitiarius der ,universitt1 ,belege 7,zutrittskarten71 nach welchen ihnen1 durch einen gleichfalls anzustellenden famulus communis1 auf eine zu ,jena seit #agij bliche1 dem ,schreiber dieses wohlbekannte ,weise1 ihre ,pltze im ,auditorium angewiesen werden4 ,da wir im ersten ,jahre noch keine ,regulare haben 7,novizen knnen wir haben1 die aber doch immer nur als ,zugewandte zu betrachten sind71 sonach diese etwa knftigen ,regularen1 denen vielleicht auch knftig ,freistellen gegeben werden1 in der allgemeinen ,masse der ,zugewandten noch unentdeckt liegen3 so soll der ,justitiarius1 nach einem ihm etwa anzugebenden ,kanon1 diese erwhnten ,belege auch frei geben knnen1 worber er sich hernach mit dem ,lehrer1 der das ,collegium liest1 zu berechnen hat4 ,ebenso wre ein ,plan zu entwerfen1 wie man whrend dieses ersten ,jahres unvermgende ,studirende durch ,stipendien1 ,freitische und dergl4 untersttzen knnte4 ,doch ist die ,einfhrung des gewhnlichen ,convictoren-1 ,stipendiaten-,examens und dergl41 durch welche der ,unvermgende herausgehoben und bezeichnet wird1 als mit unserm allerersten ,grundsatze ber diesen ,gegenstand streitend1 auch im ersten ,jahre zu vermeiden4 ,sollte man nicht etwa spterhin ber den ,grundsatz sich einverstndigen1 dass bei solchen1 die da ,regulare werden weder knnten1 noch wollten 7wo bei ,bejahung des letzten ,falles die einigermaassen frei zu haltenden wenigstens ,novizen seyn mssten1 und es im ,noviziate ber diesen ,punct eben also gehalten werden knnte1 wie oben 74 #ea47 fr das ,regulat vorgeschlagen worden71 und da die zu subalternen ,geschften nthigen ,handwerksfertigkeiten weit sicherer und schicklicher ausserhalb der ,universitt erlernt werden1 das ,studiren ein blosser ,luxus sey1 der1 wenn er ja statthaben solle1 aus eigenen ,mitteln1 keinesweges aber auf ,kosten des ,staates1 bestritten werden msse2 sondern sollte man darauf bestehen1 die milden ,stiftungen der ber diese ,dinge freilich nicht so scharf sehenden ,vorwelt1 auf die bisherige ,weise zu verwenden3 so kann man freilich nichts dagegen haben1 dass dergleichen ,beneficiaten unter den blossen ,zugewandten auf alle ,weise bezeichnet werden1 und1 so ,gott will1 ihnen sogar eine metallene ,nummer an den ,aermel geheftet werde1 damit die ,liebeswerke doch auch recht in die ,augen fallen6 ,nur soll man den nicht also behandeln1 der einmal ein ,ehrenjngling und ,regularer werden knnte4 4 #ef4 ,diese also zu einem organischen ,ganzen verwachsene ,akademie der ,wissenschaften1 wissenschaftliche ,kunstschule und ,universitt muss ein ,jahresfest haben1 an welchem sie sich dem brigen ,publicum in ihrer ,existenz und ,gesammtheit darstelle4 ,der natrlich sich ergebende ,act dieses ,festes ist die ,ablegung der ,rechenschaft ber ihre ,verhandlungen das ganze ,jahr ber2 und es sollten hiebei zugegen seyn ,reprsentanten der ,nation1 gewhlt aus den zu den ,stellen ,berechtigten1 und des ,knigs1 beider1 als der ,behrde1 der die ,rechenschaft abgelegt wird4 ,zu diesem ,feste wre der ,geburtstag ,friedrich ,wilhelms des ,dritten1 als dessen ,stiftung jener ,krper existiren wird1 falls er jemals zur ,existenz kommt1 unabnderlich und auf ewige ,zeiten festzusetzen4 4 #eg4 ,corollarium4 ,die einzelnen ,vorschlge dieses ,entwurfes sind keineswegs unerhrte ,neuerungen2 sondern sie sind1 wie sich bei einem so viele ,jahrhunderte hindurch in so vielen ,lndern bearbeiteten ,gegenstande erwarten lsst1 insgesammt einzeln irgendwo wirklich dagewesen1 und lassen sich bis diesen ,augenblick in mehreren ,einrichtungen der ,universitten ,tbingen1 ,oxford1 ,cambridge1 der schsischen ,frstenschulen1 in ihrem sehr guten1 das ,gewhnliche weit bertreffenden ,erfolge1 darlegen4 ,lediglich darin knnte der gegenwrtige ,entwurf auf ,originalitt ,anspruch machen1 dass er alle diese einzelnen ,einrichtungen durch einen klaren ,begriff in ihrer eigentlichen ,absicht verstanden1 sie aus diesem ,begriffe heraus wiederum vollstndig abgeleitet1 und sie so zu einem organischen ,ganzen verwebt habe2 welches1 wenn es sich also verhielte1 demselben keinesweges zum ,tadel gereichen wrde4 ,den ,haupteinwurf betreffend1 den derselbe zu befrchten hat1 den der ,unausfhrbarkeit1 muss in der ,berathschlagung hierber nur nicht die im ,verlaufe von allen ,seiten hinlnglich charakterisirte1 brigens ehrenwerthe und von uns herzlich geehrte ,klasse gefragt werden1 welche1 wenn nur sie allein in der ,welt vorhanden wre1 mit ihrer ,behauptung der absoluten ,unausfhrbarkeit recht behalten wrde4 ,wir selbst geben zu1 dass im ,anfange die ,ausfhrung am allerunvollkommensten ausfallen werde1 glauben aber sicher rechnen zu drfen1 dass1 wenn es berhaupt nur zu einigem ,anfange kommen knne1 der ,fortgang immer besser gerathen werde2 selbst aber auf den ,fall1 dass wir befrchten mssten1 es werde sogar nicht zu einem rechten ,anfange kommen1 mssten wir dennoch den ,versuch nicht unterlassen1 indem im allerschlimmsten ,falle wir doch nichts ,schlimmeres werden knnen1 denn eine ,universitt nach hergebrachtem deutschem ,schlage4 ,die allgemeinen ,merkmale der ,grndlichkeit eines ,planes1 der sich nicht bescheiden mag1 ein blosser schner ,traum zu seyn1 sondern der auf wirkliche und alsbaldige ,ausfhrung ,anspruch macht1 sind diese3 dass er zuvrderst nicht etwa die wirkliche ,welt liegen lasse und fr sich seinen ,weg fortzugehen begehre1 sondern dass er durchaus auf sie ,rcksicht nehme1 wiewohl allerdings nicht in der ,voraussetzung1 dass sie bleiben solle1 wie sie ist1 sondern dass sie anders werden solle1 und dass im ,fortgange nicht ,er sich ihr1 sondern ,sie sich ihm bequeme2 und dass er1 nach ,maassgabe der ,verwandtschaft1 eingreife auch in die brigen ,verhltnisse des ,lebens1 und wiederum von diesen getragen und gehoben werde2 sodann1 dass er1 einmal in ,gang gebracht1 nicht der immer fortgesetzten neuen ,anstsse seines ,meisters bedrfe1 sondern fr sich selbst fortgehe1 und1 so ers braucht1 zu hherer ,vollkommenheit sich bilde4 ,nach diesen ,merkmalen sonach ist jeder ,entwurf zu prfen1 wenn die ,frage ber seine ,ausfhrbarkeit entschieden werden soll4 ,dritter ,abschnitt4 ,von den ,mitteln1 durch welche unsere wissenschaftliche ,anstalt auf ein wissenschaftliches ,universum ,einfluss gewinnen solle4 4 #eh4 ,das in unserer ,kunstschule einmal begonnene wissenschaftliche ,leben soll nicht etwa in jeder knftigen ,generation1 sowie es schon da war1 nur sich wiederholen1 viel weniger noch soll es ungewiss herumtappen1 und so selbst ,rckfllen ins ,schlimmere ausgesetzt seyn2 sondern es soll mit sicherem ,bewusstseyn und nach einer ,regel zu hherer ,vollkommenheit fortschreiten4 ,damit dies mglich werde1 muss die ,schule die in einem gewissen ,zeitpuncte errungene ,vollkommenheit irgendwo deutlich und verstndlich niederlegen2 an welche also niedergelegte ,stufe der ,vollkommenheit dieses ,zeitpunctes das beginnende frische ,leben sich selber und seine ,entwickelung anknpfe4 ,am besten wird diese ,aufbewahrung geschehen vermittelst eines ,buches4 4 #ei4 ,da aber das wirkliche1 in unmittelbarer ,ausbung befindliche ,leben der wissenschaftlichen ,kunst fortschreitet von jeder errungenen ,entwickelung zu einer neuen1 jede dieser ,entwickelungen aber1 als die feste ,grundlage der auf sie folgenden neuen1 niedergelegt werden soll im ,buche3 so folgt daraus1 dass dieses ,buch selbst ein fortschreitendes1 ein periodisches ,werk seyn werde4 ,es sind ,jahrbcher der ,fortschritte der wissenschaftlichen ,kunst an der ,kunstschule2 welche ,jahrbcher1 wie ein solcher ,fortschritt erfolgt ist1 ihn bestimmt bezeichnet niederlegen fr die nchste und alle folgende ,zeit1 und welche1 wenn die wissenschaftliche ,kunst nicht unendlich wre1 einst nach ,vollendung derselben begrnden wrden eine ,geschichte dieser -- sodann vollendeten ,kunst4 4 #fj4 ,die ,kunst schreitet fort auf zwiefache ,weise3 theils berhaupt1 wie alles ,leben1 dass sie eben lebendig bleibe1 und niemals erstarre oder versteine2 theils dass dieses berhaupt also fortgehende ,leben auch fortschreite zu hherer ,kraft und ,entwickelung4 ,dies ,letztere geschieht wiederum auf doppelte ,weise3 nemlich zuerst in ihm selber und intensive1 in ,absicht des ,grades1 sodann nach aussen hin und extensive1 indem es immer mehr des ihm angemessenen ,stoffes in sich aufnimmt1 und ihn mit sich ihn durchdringend organisirt1 also in ,absicht der ,ausdehnung4 -- ,todt ist ein wissenschaftlicher ,stoff1 so lange er einzeln und ohne sichtbares ,band mit einem ,ganzen des ,wissens dasteht1 und lediglich dem ,gedchtnisse1 in ,hoffnung eines knftigen ,gebrauches1 anheimgegeben wird4 ,belebt und organisirt wird er1 wenn er mit einem andern verknpft1 und so zu einem unentbehrlichen ,theile eines entdeckten grsseren ,ganzen wird2 und jetzt erst ist er der ,kunst anheimgefallen4 ,wird dieses schon entdeckte und in den ,jahrbchern vorliegende ,ganze mit einem klaren ,begriffe durchdrungen 7die ,klarheit ist aber ein ins ,unendliche zu steigerndes71 dass die ,theile sich noch enger an einander anschliessen und durch einander verwachsen3 so hat die ,kunst intensiv gewonnen2 greift der vorhandene ,einheitsbegriff weiter1 und erfasst ein bis jetzt noch einzeln dastehendes ,glied1 so gewinnt sie extensive4 ,beide ,arten des ,fortschrittes untersttzen sich wechselseitig1 und arbeiten einander vor4 ,die ,erweiterung des ,begriffes macht seine ,verklrung1 seine ,verklrung seine ,erweiterung leichter4 ,in ,absicht der zuerst erwhnten periodischen ,anfrischung des wissenschaftlichen ,lebens aber1 die an sich kein ,fortschreiten ist weder intensiv noch extensiv1 verhlt es sich also3 -- ,unabhngig in ,absicht der ,materie von der besonnenen und kunstmssigen ,entwickelung1 und gerade um so mehr1 in je hherem ,grade die letztere vorhanden ist1 schreitet das geistige ,leben des ,menschengeschlechtes durch sich selber1 wie nach einem unbewussten ,naturgesetze fort4 ,die ,sprache concentrirt1 die ,phantasie erhht sich1 die ,schnelligkeit des ,fassungsvermgens steigt1 der ,geschmack wird zarter2 und so ersterben in einem spteren ,zeitalter ,formen1 die der wahrhafte ,ausdruck des ,lebens eines frheren waren1 und so muss oft das1 dem in keiner ,weise eine hhere innere ,vollkommenheit sich geben liesse1 dennoch aus der erstorbenen usseren ,form in die des dermaligen ,menschengeschlechtes aufgenommen werden4 7,wir machen an folgendem ,beispiele unseren ,gedanken klarer4 -- ,selber die ,philosophie1 als die reinste1 stoffloseste ,form1 die auch im mndlichen ,vortrage immer also1 als reines ,entwickelungsmittel der ,kunst des ,philosophirens1 sich behandelt1 geht dennoch in ,beziehung auf sttigen ,fortschritt der ,wissenschaft auf ein ,buch aus1 welches die durchgefhrte richtige ,anwendung der ,denkgesetze1 als festes und stehendes ,resultat1 absetze4 ,frs erste nun1 was nicht unmittelbar dasjenige ist1 was wir sagen wollen1 sondern wodurch wir uns vorbereiten3 -- wre nun ein solches ,buch vorhanden1 so wrde bis ans ,ende der ,tage jedwedes ,individuum1 das ein ,philosoph seyn wollte1 vielleicht jenes ,buch als ,leitfaden brauchend1 dennoch jene ,anwendung der ,denkgesetze selbst und in eigener ,person durchfhren mssen1 und von dieser ,arbeit jenes ,buch ihn auf keine ,weise entbinden4 ,dagegen htte er davon folgenden ,vortheil3 fhrte sein ,denken ihn auf ein anderes ,resultat1 als in jenem ,buche vorliegt1 so msste er entweder deutlich und bestimmt nachweisen knnen1 welcher ,fehler in ,anwendung der ,denkgesetze im ,buche begangen worden1 der dieses von dem seinigen verschiedene ,resultat hervorgebracht htte2 oder er wsste1 so lange er dies nicht knnte1 sicher1 dass er mit seinem eigenen ,denken noch nicht im ,klaren sey1 er msste annehmen1 dass sein ,resultat ebensowohl irrig seyn knnte1 als das im ,buche vorliegende1 und htte kein ,recht1 seinen ,satz1 der mglicherweise irrig seyn knnte1 an die ,stelle eines andern1 der freilich auch irrig seyn kann1 in dem allgemeinen ,buchwesen zu setzen4 ,mchte er hchstens diesen seinen ,satz1 ausdrcklich als nicht sattsam begrndet1 fr die weitere ,untersuchung eines knftigen klareren ,denkers aufbewahren4 ,und dies wre denn in dem ersten1 wie in dem zweiten ,falle der ,erfolg des vorhandenen ,buches fr die ,wissenschaft1 dort sichere ,erweiterung1 hier ,verwahrung vor blindem ,herumtappen und dem ,eigendnkel1 der da will1 dass seine unbewiesenen ,behauptungen mehr seyen1 als anderer vielleicht bewiesene ,behauptungen1 indem er nur unfhig ist1 den ,beweis zu fassen4 ,hiervon reden wir nun zunchst nicht1 sondern davon4 ,ob nun wohl auch jenes niedergelegte philosophische ,buch also beschaffen wre1 dass es weder in seinem ,inhalte1 noch im ,grade der ,klarheit berhaupt eine ,verbesserung erhalten knnte1 so mchte es doch immer einer ,erfrischung durch das neue ,leben der ,zeit bedrfen47 4 #fa4 ,das bisher beschriebene gbe nun das ,kunstbuch der ,schule4 ,nun zeigt sich diese ,kunst1 und ihr ,leben schreitet fort1 in ,organisation eines ,stoffes4 ,inwiefern dieser ,stoff wirklich schon organisirt ist1 ist er aufgenommen in die ,kunst und in derselben ,buch1 und es bedarf fr ihn keines besonderen ,buches2 inwiefern er aber noch nicht durchdrungen ist1 und er also die weitere ,aufgabe fr die ,kunstschule enthlt1 muss diese ,aufgabe irgendwo in fester ,gestalt niedergelegt seyn1 und die ,schule bedarf1 ausser ihrem ,kunstbuche1 auch eines ,stoffbuches4 ,dies ist nun zum ,theil schon vorhanden an dem ganzen vorliegenden ,buchwesen1 und muss nur die ,schule dieses kennen4 ,die dahin gehrigen ,einrichtungen sind schon im vorigen ,abschnitte angegeben1 und es lsst in dieser ,kenntniss ein ,fortschritt nur so sich denken1 dass diese ,kenntniss des vorhandenen ,buchwesens vervollstndiget1 und das allgemeine ,repertorium desselben besser geordnet und einer leichteren ,uebersicht im ,ganzen zugnglicher gemacht werde1 auf welchen ,zweck auch unsere ,schule in alle ,wege anzuweisen ist4 ,jenes auf diese ,weise schon vorhandene grosse ,stoffbuch selber soll nun fortschreiten3 zuvrderst1 indem es seiner usseren ,form nach erfrischt und erneuert wird1 sodann1 indem in ,absicht des ,inhaltes es theils berichtigt und von den darin vorhandenen ,fehlern gereinigt1 theils immerfort ergnzt und erweitert wird4 ,das ,letzte geschieht durch neue ,entdeckungen auf dem ,gebiete der ,geschichte und der ,naturkunde2 welche ,entdeckungen immerhin bei ihrer ersten ,erscheinung zur ,aufnahme in die ,einheit sich nicht qualificiren mgen1 dennoch aber1 bis ein ,mehreres zu ihnen hinzukommt1 aufbehalten werden mssen4 ,durch diese neuen ,entdeckungen verlngert sich wiederum das ,stoffbuch nach der ,peripherie hin1 das nach der ,seite seines ,centrums immer mehr verkrzt und von dem ,kunstbuche aufgenommen wird4 ,dieser ,fortschritt1 des ,stoffbuches sowohl wie auch des ,kunstbuches1 kann sich nun begeben entweder bei uns1 oder bei anderen2 wo wir im letztern ,falle die ,ausbeute in unsere ,schule und unser ,buch aufzunehmen haben1 damit das gesammte ,buch des ,menschengeschlechtes und sein wissenschaftlicher ,fortschritt ,einheit behalte4 ,zum ,fortschritte dieses gesammten ,buches gehren auch diejenigen ,bestrebungen1 dasselbe zu verbessern1 die nur noch ,versuche und noch nicht zu der ,festigkeit gediehen sind1 dass man sie in einem ,buche niederlegen knne4 ,auch diese ,versuche1 wenn sie bei anderen angestellt werden1 kennen zu lernen1 wenn wir sie anstellen1 uns dabei der ,beobachtung anderer nicht zu entziehen1 mssen wir ,anstalt treffen4 4 #fb4 ,um ber den ,fortschritt der wissenschaftlichen ,kunst1 die im ,kunstbuche dargelegt werden soll1 ganz verstndlich zu werden1 legen wir unsere ,gedanken dar an einem ,beispiele4 ,wenn also z4 ,b4 mit der ,universalgeschichte es dahin zu kommen bestimmt wre1 dass man einshe1 sie sey nicht ein ,zuflliges1 das auch entbehrt werden knne1 sondern sie habe eine bestimmte1 dem ,menschengeschlechte sich aufdringende ,frage nach bestimmten gleichfalls im menschlichen ,geiste schon vorliegenden ,frageartikeln zu beantworten1 als etwa3 wie unser ,geschlecht zu menschlicher ,lebensweise1 zu ,gesetzlichkeit1 zu ,weisheit1 zur ,religion1 und worin noch etwa sonst die ,ausbildung zum wahren ,menschen bestehen mag1 sich allmhlig erhoben habe1 -- hier einseitig1 dann zurckfallend1 um auch andere1 bisher vernachlssigte ,bildungsweisen in sich aufzunehmen2 -- und man ber diese ,fragen zu einigen bestimmten und unvernderlichen ,resultaten gekommen wre3 so wrde man sodann auch einsehen1 dass die bisher abgesteckten ,epochen nach ,entstehung oder ,untergang grosser ,reiche1 nach ,schlachten und ,friedensschlssen1 die ,regententafeln u4 dergl4 nur provisorische ,hlfsmittel1 berechnet auf eine ,denkart1 die nur durch die ,erschtterung des usseren ,sinnes berhrt wird1 gewesen seyen1 um die ,sphre jener besseren ,ausbeute indessen zu erhalten2 und man wrde nur an jene1 inniger an das ,interesse der menschlichen ,wissbegier sich anschmiegenden ,epochen die ,geschichte anknpfen1 welche nun allerdings auch jene ersten weniger bedeutenden mit sich fortfhren wrden1 damit das ,gemlde sein vollkommenes ,leben bis auf den wirklichen ,boden herab bekme4 ,man wrde z4 ,b4 nicht mehr sagen3 unter der ,regierung des und des wurde der ,pflug erfunden1 sondern umgekehrt3 als der ,pflug erfunden wurde1 regierte der und der1 dessen ,leben vielleicht auf die weiteren ,begebenheiten des ,pfluges1 auf welches letzteren ,geschichte es hier doch allein ankommt1 ,einfluss hatte4 ,die ,kunst der ,geschichte wre dadurch ohne ,zweifel fortgeschritten1 indem man nunmehro erst recht wsste1 wonach man in derselben zu fragen1 und worauf in ihr zu sehen habe2 sie wre mit einem klaren ,begriffe durchdrungen4 ,dadurch wre auch die ganze ,bearbeitung derselben an unserer ,kunstschule verndert4 ,vorher bestand ihre eigentliche ,aufgabe darin1 jenen klaren ,begriff und die festen ,data1 die eine ,uebersicht der ,begebenheiten nach seiner ,leitung giebt1 zu finden1 und in diesem ,finden bestand die gemeinschaftliche ,arbeit unserer ,kunstschule4 ,jetzt ist dies da3 es wird abgesetzt im ,buche1 das unser ,zgling selber lesen mag4 ,vorher musste er ein nach anderen ,epochen eingetheiltes ,buch lesen1 das ihm jetzt auch in alle ,wege nicht ganz erlassen werden kann1 das aber ihm1 der einen ,leitfaden von hherer ,potenz hat1 weit leichter haften wird1 als seinem frheren ,vorgnger4 ,die unmittelbar zu treibende ,kunst an unserer ,schule erhlt in ,beziehung auf die ,geschichte eine andere ,aufgabe2 ohne ,zweifel die1 jene ,data weiter auszuarbeiten und zu verbinden1 und so mehr des bisher noch nicht durchdrungenen ,stoffes der ,facta durch den ,grundbegriff zu durchdringen4 ,so in allen anderen ,fchern4 ,die ,kunst grbt fortgehend sich tiefer in bisher unsichtbare ,welten2 die in dem nunmehr ausgegrabenen ,schachte gewonnene ,ausbeute legt sie im ,kunstbuche nieder1 als ,ausgangspunct und als ,instrument ihres weiteren ,verfahrens4 ,und so wre denn #a7 in unseren ,jahrbchern des ,fortschrittes der ,kunst an unserer ,schule1 als ,hauptbestandtheile und als ,epoche machend1 niederzulegen die encyklopdischen ,ansichten jedes unserer ,lehrer von seinem ,fache2 kurz1 versteht sich1 und im ,grossen und ,ganzen4 ,sollte ihm1 wie dies also zu erwarten1 diese klare und ewig dauernde ,rechenschaft auch nicht whrend der ,ausbung seines ,lehramtes angemuthet werden knnen1 so kann sie dennoch nach dem ,austritte ihm nicht fglich erlassen werden1 und hat er darauf schon whrend der ,ausbung zu rechnen4 #b7 ,da unsere ,schler auch ,bcher lesen sollen1 und wir ihnen berhaupt nichts zu sagen gedenken1 was ebenso gut im ,buche steht1 so gehrt zu jener encyklopdischen ,rechenschaft eines ,lehrers allerdings auch die ,angabe1 welche ,lectre er vorschreibe4 ,diese ,lectre mag fr den ,anfang in schon vorhandenen ,bchern bestehen1 und es wird in diesem ,falle genug seyn1 diese zu citiren4 ,spterhin aber werden wir1 theils um die allenfalls veraltete ussere ,form anzufrischen1 theils aber und vorzglich1 wegen des durch den ,fortschritt der ,kunst ganz vernderten ,ausgangspunctes der von uns wirklich zu treibenden ,kunst1 ,lesebcher fr unsere ,zglinge 7ein corpus jedes einzelnen ,faches1 wie es bisher nur ein corpus juris gab7 eigens drucken lassen mssen4 ,in ,absicht des ersten -- des ,auffrischens -- wird zu beachten seyn1 dass dies nicht von dem ,ermessen des ,einzelnen abhngen knne1 sondern mehrere die ,tchtigkeit eines ,einzelnen fr diesen ,behuf anerkennen mssen1 indem nicht in jedem der gesammte lebendige ,zeitgeist sich ausspricht1 und mancher versucht wird1 seinen individuellen ,geist fr jenen zu halten4 ,in ,absicht des zweiten haben wir1 sowie im ,lehren1 den ,grundsatz1 nicht zu sagen1 was schon gedruckt ist1 im ,schreiben den1 nicht zum zweitenmale drucken zu lassen1 was einmal gedruckt ist4 -- ,wird einmal das ,bedrfniss solcher eigenen ,lesebcher eintreten1 so werden uns die ,mittel nicht abgehen1 demselben abzuhelfen1 und knnen wir recht fglich von denen1 die bei uns ,meister oder ,doctor zu werden verlangen1 dergleichen ,probestcke begehren4 ,wir erhielten an jenen encyklopdischen ,rechenschaften1 von denen jede knftige die vorhergegangene entweder formaliter1 durch ,klarheit und ,leichtigkeit1 oder materialiter1 durch weitere ,umfassung des ,stoffes1 bertreffen msste1 -- oder sie knnte nicht aufgenommen werden1 und dies wre ein ,beweis1 dass die ,kunst dermalen bei uns stille stnde -- eine fortgehende und eng zusammenhngende ,reihe von ,fortschritten in der ,wissenschaft1 welche der ,nachwelt1 die einen betrchtlichen ,theil derselben bersehen1 und vielleicht das ,gesetz dieses ,fortschrittes entdecken knnte1 wiederum als ,mittel weit hherer ,fortschritte dienen knnte4 ,wir erhielten an dem1 mit jener und ihrem ,gesetze gemss fortschreitenden ,lesebuche1 das nicht gerade in den ,context jener ,jahrbcher eingewoben seyn msste1 sondern selbststndig existiren knnte1 ein usserliches ,document und einen ,exponenten der ,jahrbcher4 ,dieses ,lesebuch wrde1 sowie es von einer ,seite durch ,steigerung der ,gesichtspuncte anwchse1 von der anderen durch ,auswerfung des sattsam bearbeiteten ,stoffes abnehmen4 ,wir machen dies deutlich an demselben ,beispiele der ,geschichte4 ,wenn man durch ,erfassung etwa des angegebenen ,standpunctes fr diese -- die ,geschichte -- vielleicht auch den ,zweck aufgeben wird1 in derselben ,psychologie oder ,staatswissenschaft zu lernen -- ,zwecke1 die man leicht fr ,vorspiegelungen halten drfte1 um dem ,philosophen gegenber sich aus der ,verlegenheit zu ziehen1 einen ,zweck ihres ,studiums deutlich anzugeben1 -- begreifend1 dass man diese ,zwecke weit wohlfeileren ,kaufes mit der ,philosophie erreichen knne2 dass aber die ,regierungskunst1 die durchaus etwas ,anderes ist1 denn die durch ,philosophiren zu schpfende ,regierungswissenschaft1 eine leichte und sich von selbst findende ,zugabe des rechten ,studiums der ,geschichte sey3 -- wenn man1 sage ich1 diese ,zwecke aufgeben wird1 alsdann wird man einer ,menge ,untersuchungen1 die nur dem psychologischen oder politischen ,zwecke unter die ,arme greifen sollen1 sich gern berheben4 -- 7,so lange es1 um ber die ,aechtheit eines gewissen ,documents urtheilen zu knnen1 auf die ,untersuchung1 welchen ,zuschnitt der ,bart eines gewissen ,kaisers gehabt habe1 ankommt1 muss man in alle ,wege diese ,untersuchung grndlich treiben4 ,sollte aber durch einstige ,vollendung dieser ,untersuchung die ,aechtheit oder ,unchtheit des ,documents1 gemeingltig fr alle knftige ,zeit1 ausgemittelt seyn1 so mag man nun den ,bart immer fahren lassen2 ja dieses um so mehr1 wenn sogar an der ,aechtheit oder ,unchtheit des ,documents selber uns nichts mehr liegen sollte1 indem1 was dadurch entschieden werden soll1 indess anderwrtsher entschieden worden4 ,freilich msste man zu diesem ,behufe auch darber mit sich einig seyn1 dass es in allen ,fchern ,gewissheit und eine feste1 unwidersprechliche ,beweisfhrung gebe1 und nicht etwa gerade in das blinde ,herumtappen1 und in die ,wiederholung desselben ,kreislaufes durch jegliche ,generation1 die ,perfectibilitt des ,menschengeschlechtes setzen47 ,so1 wenn nun jemand durchaus kein anderes ,mittel hat1 um ber den ,werth einer gewissen ,meinung zu entscheiden1 ausser daraus1 dass sie die ,meinung eines gewissen alten ,philosophen gewesen1 dabei aber doch noch immer ,zweifel hegt1 ob dieselbe nicht vielmehr die ,folge der ,gesundheitsbeschaffenheit dieses ,philosophen1 als seiner ,speculation gewesen3 so ist diesem die ,frage ber die ,hypochondrie oder ,nichthypochondrie des ,mannes allerdings hchst bedeutend2 wer aber auf anderem ,wege ber den in ,frage gestellten ,werth ,bescheid htte1 der knnte jenen ,philosophen sammt seinem ,gesundheitszustande ruhig an seinen ,ort gestellt seyn lassen4 4 #fc4 ,neben diesem ersten und wesentlichen ,theile der ,jahrbcher1 den encyklopdischen ,rechenschaften der ,lehrer1 giebt es noch einen zweiten1 zum ersten nothwendig gehrenden ,theil1 die ,ausarbeitungen der ,schler4 ,denn es soll ja nicht bloss die ,kunst der gesammten ,schule in ,bearbeitung des wissenschaftlichen ,stoffes1 es soll auch die besondere ,kunst der ,lehrer gezeigt werden1 selber ,knstler aus dem ihnen gegebenen ,stoffe der ,zglinge zu bilden1 und1 so ,gott will1 der ,fortgang auch dieser ,kunst4 ,ueber die ,lehrmethode derselben wird schon ihre encyklopdische ,rechenschaft1 auch ohne ausdrckliches ,vermelden1 die nthige ,auskunft geben4 ,ueber so viele andere1 in ,worten auch nicht fglich zu beschreibende ,kunstmittel mgen sie schweigen1 und dieselben eben ben2 aber ihr ,werk1 den ,knstler1 der aus ihren ,hnden hervorgeht1 mgen sie vorzeigen4 ,im ,anfange zwar1 und in den ersten ,jahren werden wir noch nichts dieser ,art vorzuweisen haben2 einen sicheren ,anfang aber mssen dennoch auch die ,jahrbcher sich setzen1 indem es ausserdem wohl immer bei dem ,versprechen bleiben knnte4 ,dieser ,anfang knnte erscheinen zu ,anfang des zweiten ,lehrjahres1 und er msste enthalten3 #a7 die encyklopdischen ,ansichten der angestellten ,lehrer jedes ,faches1 die sie ja ohne ,zweifel bei der ,vorbereitung auf dieses ihnen grossentheils neue ,collegium schriftlich entworfen1 und whrend des mndlichen ,vortrages und der mit den ,lehrlingen angestellten ,uebungen verbessert haben werden4 #b7 ,die ,probeaufstze der ,studirenden1 welche gebilligt1 und deren ,verfassern die ,befugniss1 das ,regulat nachzusuchen1 gegeben worden4 ,sollte das ,letztere zu weitlufig ausfallen1 so knnten aus den gelungenen nur die gelungensten ausgewhlt1 der anderen aber nur im allgemeinen mit dem gebhrenden ,lobe gedacht werden4 7,der zweite ,punct wre zugleich die den ,lehrern1 die das ,regulat zuerst besetzen1 allerdings nicht zu erlassende ffentliche ,rechenschaft1 dass sie hierbei nach festen ,grundstzen und keinesweges willkrlich verfahren2 ingleichen die ,weisung an ,studirende und deren ,eltern1 was bei knftigem ,anspruche auf dasselbe ,regulat von ihnen wenigstens gefordert werden wrde4 ,wenigstens2 denn es knnte so kommen1 dass das erstemal1 um denn doch berhaupt ein an ,personal nicht gar zu schwaches ,regulat einzusetzen1 nach ein wenig milderen ,grundstzen verfahren werden msste1 denn spterhin47 ,aus denselben ,bestandtheilen1 ,nachtrgen der ,lehrer zu ihren encyklopdischen ,ansichten1 und ,probeaufstzen neuer ,candidaten des ,regulats wrden die ,jahrbcher auch zu ,anfange des dritten1 vierten etc4 ,lehrjahres bestehen1 so lange bis wir ,aufstze von solchen1 die bei uns das ,meisterthum erhalten htten1 mittheilen und so die ,aufstze der ,schler ungedruckt lassen knnten4 ,erst mit diesen ginge die eigentliche ,rechenschaftsablegung des ,lehrers ber seine ,lehrkunst an4 ,hier auch hebt die eigentliche ,rechenschaft der gesammten ,kunstschule ber den ,fortschritt des ,lehrtalentes und der ,knstlerbildung an ihr an4 ,werden1 noch abgerechnet die ,steigerung des ,begriffes selbst 7wovon in 4 praeced471 in der ,form die ,aufstze der knftigen ,meister klarer1 gewandter1 freier1 leichter1 denn die der frheren1 so steigt die ,kunst2 das ,gegentheil davon wre ein ,beweis1 dass sie wenigstens in dieser ,rcksicht fiele1 und die gesammte ,akademie htte zusammenzutreten und ,anstalten zu treffen1 ne detrimenti quid capiat respublica4 ,schon in den anderen mit den ,lehrlingen anzustellenden ,uebungen1 recht eigentlich aber1 und auch andern sichtbar in diesen ,jahrbchern1 kann ein ,lehrer sehen1 ob ein anderes1 jugendlicheres und gewandteres ,lehrertalent neben ihm aufkomme1 und er hat sodann ohne ,sumen auszutreten1 und diesem seinen ,lehrstuhl zu berlassen4 ,der eigentliche ,vater dieses ,studiums1 und der fortdauernde ,berather und ,warner in demselben bleibt er immerfort4 ,der hier entworfene ,begriff solcher ,jahrbcher wre dem ersten anhebenden ,theile derselben in einer1 das grosse ,publicum befriedigenden ,deutlichkeit voranzusetzen1 und htten wir in dieser ,einleitung uns auf alle hier aufgestellten ,grundstze fr uns und unsere ,nachkommen1 vor ,welt und ,nachwelt1 auf ewig zu verpflichten4 4 #fd4 ,betreffend den ,fortgang insbesondere des ,stoffbuches durch uns1 geht dieser1 wie sich versteht1 auch bei uns1 sowie in der brigen ,welt1 seinen ,weg fort4 ,es wre hierbei nur folgendes anzumerken4 ,zuvrderst ist wohl von keinem unserer ,akademiker zu erwarten1 dass er1 entweder um das ,daseyn seiner ,person kund zu thun1 oder um an den ,ehrensold irgend eines schlecht unterrichteten ,buchhndlers zu kommen1 ,geschriebenes schreibe1 und compilirend aus zehn ,bchern ein eilftes mache1 und htte1 falls dergleichen doch einem beikme1 die gesammte ,akademie die gemeinschaftliche ,ehre zu retten1 und die ,schmach des ,einzelnen von sich abzuwehren4 ,sodann3 dergleichen ,vermehrungen des ,stoffbuches von ,seiten unserer ,akademiker mssten zunchst auf das gegenwrtige ,bedrfniss unserer ,kunstschule gehen und bestimmt seyn1 diesem abzuhelfen2 und es wre den ,arbeiten von dieser ,beziehung der ,vorzug vor anderen zu geben4 ,im ,falle eines solchen ,bedrfnisses knnten wir auch ,auswrtige zur ,mithlfe durch ,aussetzung eines ,preises auffordern2 der ,akademiker selbst ist fr den ,preis zu hoch2 dem ,bedrfnisse der ,familie abzuhelfen1 wenn er kann1 ist ihm ohnedies ,pflicht wie ,freude1 und sind die vom ,rathe der ,alten recht eigentlich fr dieses ,geschft1 auch in ,absicht des ,buchwesens1 eingesetzt4 ,einen ,theil des fortschreitenden ,stoffbuches jedoch mssen wir als ein nothwendiges ,glied in unseren ,plan aufnehmen1 und die regelmssige ,fortsetzung desselben organisiren2 ich meine die ,niederlegung der an unserer ,akademie gemachten neuen ,entdeckungen fr ,geschichte und ,naturwissenschaft1 zu welcher letzteren auch das in der rztlichen ,praxis ,entdeckte1 das einen wissenschaftlichen ,aufschluss ber die ,natur verspricht1 gehrt1 und wir deswegen auch1 ohnerachtet wir die rztliche ,praxis ganz von uns auszuschliessen gedenken1 fr diesen letzteren ,behuf einen1 oder etliche ,mnner unter unseren ,akademikern haben mssen4 ,es ist unsere ,pflicht sowohl1 als unser ,vortheil1 dass diese ,entdeckungen1 sobald sie zu einer bestimmten schriftlichen ,relation haltbar genug geworden1 nicht innerhalb unserer ,gesellschaft bleiben1 sondern auch das auswrtige ,publicum1 das uns ja auch diesen neuen ,stoff bearbeiten helfen soll1 ,kunde davon erhalte4 ,es mssten drum angelegt werden ,jahrbcher der ,wissenschaftlichen ,entdeckungen an unserer ,akademie4 ,ob der ,stoff so reich ausfalle1 dass er einer selbststndigen periodischen ,schrift bedrfe1 oder ob diese ,jahrbcher mit dem tiefer unten zu erwhnenden ,werke1 der ,bibliothek der ,akademie1 vereinigt werden sollten1 mag entschieden werden1 wenn es an die wirkliche ,ausfhrung geht4 ,so viel ist klar1 dass wir kein ,bndchen der ,fortsetzung solcher ,jahrbcher liefern knnen1 wenn wir innerhalb der ,zeit nichts ,neues entdeckt haben1 dass sie somit keinesweges bestimmte ,termine ihrer ,erscheinung halten knnen4 4 #fe4 ,noch ein ,hauptgegenstand der ,beachtung unserer ,akademie ist die ,benutzung des ausserhalb unser1 und anderwrts fortschreitenden ,stoff-1 sowie auch ,kunstbuches2 und die ,nutzbarmachung desselben fr diejenigen unserer ,mitglieder1 die wegen anderer ,geschfte nicht ,zeit haben aufs blosse ,gerathewohl zu lesen 7die ausbenden ,lehrer und ,studirenden71 von denjenigen aus uns1 die diese ,zeit haben 7dem ,rathe der ,alten74 ,es ist dazu erforderlich zuvrderst1 dass man diesen ,fortschritt1 d4 h4 die neu erschienenen ,schriften historisch kenne4 ,fr diesen ,behuf erscheint nun zu ,leipzig der bekannte ,messkatalog1 als das ,verzeichniss ihrer zu ,markte gebrachten ,waare1 dessen ,besorgung1 wie sich versteht1 eine ,sache des ,verkufers der ,waare ist4 ,es mochte gut seyn1 dass sich fertigere ,federn fanden1 welche diesen ,messkatalog paraphrasirten2 doch war und blieb dies immer eine rein mercantilische ,sache1 zum ,dienste des ,kufers und ,verkufers2 und eine allgemeine ,literaturzeitung kann durchaus auf keinen hheren ,werth ,anspruch machen1 als auf den eines ,journals des ,luxus und der ,moden4 ,dass diese subalternen ,handarbeiter durch schlecht unterrichtete ,schmeichler sich berreden liessen1 sie verwalteten zugleich das ,geschft der ,kritik1 und dieses lasse sich eben mit der durchaus mercantilischen ,rcksicht1 den ganzen ,messkatalog herunter zu recensiren1 vereinigen2 dass1 nachdem die ,meinung einmal entstanden1 sogar solche1 die da wohl fhig gewesen wren1 das ,amt der ,kritik zu verwalten1 sich verleiten liessen1 zuweilen ein treffenderes ,wort in jenen unwrdigen ,context hineinzuwerfen1 ist in unseren ,tagen eine der ergiebigsten ,quellen des literarischen und anderen ,verderbens geworden1 und es ist darber auf ,handlanger und ,unternehmer solcher ,paraphrasen des ,messkatalogs ein grsseres ,maass von ,spott gefallen1 als sie ,kraft hatten1 zu verdienen4 ,da die ,liebhaberei unserer ,leser noch immer nach dergleichen ,literaturzeitungen sich hinzuwenden scheint1 und1 so viel dem ,schreiber dieses bekannt ist1 der eigentliche ,grund ihrer ,verwerflichkeit selten rein ausgesprochen und ins ,auge gefasst wird1 so sagen wir noch bestimmt1 dass dieser unser ,entwurf anmuthe1 zu begreifen folgendes3 dass1 wenn auch etwa berhaupt1 was wir hier an seinen ,ort gestellt seyn lassen1 die ,zeit sich herausnehmen drfe1 die ,zeit zu kritisiren1 diese ,kritik wenigstens nicht an der ,allheit der erscheinenden ,bcher1 sowie die einzelnen uns unter die ,hnde fallen1 gebt werden knne1 indem ein solcher ,vorsatz selbst einen absolut unkritischen1 unphilosophischen1 der ,einheit unempfnglichen1 planlosen ,geist voraussetzt1 und nur eine planlose und verworrene ,geburt erzeugen kann2 sondern dass sie an ganzen ,klassen und ,arten von ,bchern1 die nach inneren ,kriterien schon vorher unterschieden worden1 gebt werden msse2 dass jener ,vorsatz1 alles aus der ,presse ,hervorgegangene zu recensiren1 offenbar die ,rcksicht auf gleiche ,gerechtigkeit gegen alle ,verleger1 als ,waarenlieferanten1 darthue1 wie es denn auch die ,verleger sind1 welche auf die ,vollstndigkeit der ,literaturzeitungen am meisten dringen1 und ber ,vergewaltigung laut klagen1 wenn einer ihrer ,artikel unangezeigt geblieben2 dass demnach der mercantilische ,zweck der wesentliche1 den ,plan und das ,grundgesetz solcher ,unternehmungen bestimmende1 der kritische aber nur hinterher als ,vorwand hinzugekommen ist1 und dass man sogar auch darber sich niemals ernsthaft berathschlagt1 ob eine ,vereinigung dieser beiden ,zwecke auch wohl mglich sey4 ,mge wenigstens von unserer ,akademie eine solche ,verwirrung1 welche ihr und der ,kunstschule ,wesen sogleich im ,beginn zerstren wrde1 fern bleiben6 ,uebrigens mag in ,gottes ,namen1 und es wre dieses sogar hchst rathsam1 in der ,hauptstadt unserer ,monarchie1 neben dem ,sitze der ,akademie1 auch eine solche vollstndige ,paraphrase des ,messkatalogs erscheinen2 wre es auch nur darum1 um die anderwrts erscheinenden aufgeblasenen ,zwitternaturen von unseren weniger unterrichteten ,mitbrgern abzuhalten4 ,es sey dies ein ,privatunternehmen eines1 etwa des akademischen ,buchhndlers4 ,die ,sache ist ,handarbeit1 welcher der ,leipziger unparaphrasirte ,messkatalog zur ,basis diene4 ,der ,referent versichert als ,augenzeuge1 dass das ,buch wirklich erschienen sey1 und er es unter den ,augen gehabt habe2 das sey sein ,titel1 so viel koste es1 und hierauf lsst er die ,inhaltsanzeige und irgend eine ,stelle aus dem ,buche abdrucken4 ,ueber die ,wahl dieser ,stellen1 auch etwa ber ganz auszulassende ,schriften1 mag er die ,akademie derjenigen ,klassen1 die ohnedies aus anderen ,grnden diese ,bcher durchzulaufen haben1 befragen drfen1 und wre diesen eine allgemeine ,aufsicht und ,censur dieses ,messcatalogus1 jedem in seinem ,fache1 zu bertragen4 -- ,halte zu diesem ,behuf der ,unternehmer sich einige ,zugewandte1 wiewohl auch ganz unstudirte ,kaufmannsbursche das ,geschft versehen knnten4 ,was dagegen der ,akademie als solcher in ,beziehung auf die auswrtige ,vermehrung des ,buchwesens recht eigentlich zukommen wrde1 wre folgendes3 #a7 ,die ,mitglieder des ,rathes der ,alten nehmen1 jeder fr sein ,fach1 die durch die letzte ,messe erfolgte ,vermehrung des ,buches fr dieses ,fach vollstndig in ,augenschein1 welches1 wenn die ,literatur der ,deutschen ihren bisherigen ,charakter noch lange behlt1 grossentheils mit ,durchsicht der ,inhaltsanzeigen1 der ,register1 der ,vorreden1 und einigem ,durchblttern sich wird abthun lassen4 ,sollte in dieser ,durchsicht dem ,einen etwas vor die ,augen kommen1 das nicht eigentlich zur ,competenz seines ,faches gehrte1 und hier sich nur in dasselbe verloren htte1 so macht er den1 in dessen ,fach es eigentlich gehrt1 aufmerksam4 #b7 ,was nun in dieser dermaligen ,vermehrung des ,buches sich findet als ,fortschritt1 d4 i4 als ,verbesserung oder ,erweiterung des ,stoffbuches in diesem ,fache1 oder auch als ,erhhung des ,kunstbuches1 nach dem oben angegebenen ,maassstabe einer solchen ,erhhung1 wird niedergelegt in einem anderen periodischen ,werke1 welches man ,jahrbcher der ,fortschritte des ,buchwesens1 oder auch die ,bibliothek der ,akademie1 nennen knnte4 ,was blosse ,wiederholung des schon ,bekannten ist1 wird mit ,stillschweigen bergangen4 ,rckflle in schon widerlegte ,irrthmer mgen1 falls nemlich zu befrchten wre1 dass ein ,mitglied unserer ,akademie dadurch geirrt werden knnte1 angezeigt werden4 ,da eine solche ,uebersicht ausgeht von der bisherigen ,literatur des ,faches1 die ihre feststehenden ,abtheilungen schon haben wird1 so kann sie recht fglich an diese1 als den ,grundleitfaden sich halten1 zeigend1 wie jeder dieser ,theile bereichert worden sey1 und so das ,buch1 wo diese ,bereicherung sich vorfindet1 auf ,veranlassung des ,inhalts1 keinesweges aber den ,inhalt auf ,veranlassung des ,buches1 wie dies die ,paraphrase des ,messkatalogs thut1 anfhren4 ,bcher1 in denen gar nichts ,neues steht1 ohne dass sie doch auch als eine ,auffrischung des bisherigen ,buchwesens in diesem ,fache gelten knnten1 und die daher gar nicht existiren sollten1 werden in dieser ,bibliothek ganz bergangen4 ,es wrde ganz zweckmssig seyn1 dass dergleichen1 nach ,angabe dieser ,referenten in der ,bibliothek1 die man darber zu befragen htte1 auch in dem ,messkatalog bergangen wrden1 damit1 sowie wir selbst auf die blosse ,buchmacherei ,verzicht thun1 wir auch die ,untersttzung der auswrtigen ,buchfabriken durch den ,ankauf unserer weniger unterrichteten ,mitbrger verhindern4 ,das ,publicum wisse1 dass es desjenigen1 das sogar unser ,messkatalog bergeht1 sicherlich nicht bedarf4 ,diese ,bibliothek ist unserer ,akademie ,bibliothek1 und zunchst fr deren ,gebrauch geschrieben4 ,mit dem ersterwhnten ,durchwhlen des ganzen1 durch die ,messe herbeigefhrten ,schuttes braucht keiner unserer ,lehrer oder unserer ,schler sich zu bemhen2 selber der alte ,akademiker und ,mitarbeiter an der ,bibliothek braucht es nur mit dem1 der auf seinen ,theil gefallen ist2 die brigen ,theile haben andere fr ihn bernommen4 ,und so hat denn unser ,akademiker nur diese ,bibliothek zu lesen1 und findet in ihr die bestimmte ,nachweisung1 was er etwa noch ausserdem neu ,erschienenes zu lesen habe4 ,fr ihn ist daher diese ,bibliothek allerdings ,kritik1 ,scheidung des zu ,lesenden von dem nicht zu ,lesenden1 des ganzen neuesten ,buches4 ,will auch das auswrtige ,publicum1 und unter ihnen die ,verfasser und ,verleger dieses gesammten neuesten ,buches1 diese ,bibliothek1 die durchaus nicht ihnen zu ,liebe geschrieben ist1 dennoch lesen1 so steht ihnen dies ganz frei4 ,wollen sie ferner dieselbe als allgemeine und so auch fr sie geltende ,kritik ansehen1 so thun sie das auf ihre eigene ,verantwortung4 ,wir wenigstens uns auf die unsrigen beschrnkend1 haben niemals einen solchen arroganten ,anspruch gemacht1 unsern ,richterspruch der ganzen ,welt aufzudringen2 dringt er sich ihnen aber etwa von selbst in ihrem eigenen ,bewusstseyn auf1 so ist dies ein desto ehrenvolleres ,zeugniss fr uns4 ,was daraus entstehen mge1 so haben wir mit ,verfassern oder ,verlegern nichts abzuthun1 indem wir uns diesen niemals fr etwas verbunden haben4 7,dass1 weil wir nicht blind herumtappen1 sondern nach einem festen ,plane einhergehen1 wir gar bald zu grossem ,ansehen gelangen werden und dass dies mchtig zur ,verbesserung des ganzen ,literaturwesens wirken werde1 lsst sich voraussehen4 ,jedoch ist sogar diese grosse ,folge nur eine zufllige1 die wir nicht beabsichtigen2 denn zu bescheiden1 das ,heil der ganzen ,welt auf unsere ,schultern laden zu wollen1 denken wir zunchst nur auf unser eigenes ,heil47 4 #ff4 ,noch sind allein brig die oben erwhnten ,anstalten1 wodurch wir von den ,bemhungen anderer wissenschaftlicher ,krper1 welche ,bemhungen noch nicht ,festigkeit genug erhalten haben1 um im ,buche niedergelegt zu werden1 zeitig ,notiz erhalten1 und diese ,krper in die ,lage setzen1 von den gleichen ,bemhungen bei uns ,notiz zu nehmen4 ,es wre in dieser ,rcksicht vorzuschlagen3 #a7 dass wir an allen bedeutenden ,akademien und ,universitten des deutschen ,vaterlandes sowohl1 als des ,auslandes1 uns einen besonderen ,freund und ,reprsentanten erwhlten aus den ,mitgliedern eines solchen ,corps2 gegenseitig diesen erlaubend und sie einladend1 dasselbe bei uns zu thun4 ,diese ,reprsentanten wren ersucht1 alles1 was an ihrem ,orte von der eben erwhnten ,art sich zutrge1 davon sie glaubten1 dass es die befreundete ,akademie interessiren knnte1 derselben durch ,correspondenz zu melden4 #b7 ,damit wir jedoch1 tiefer denn diese fremden ,berichte1 die nur die erste ,aufmerksamkeit erregen sollen1 und selbst dasjenige1 was diese etwa mit ,stillschweigen bergehen1 mit eigenen ,augen zu sehen uns in den ,stand setzen1 sollen1 wo mglich ununterbrochen1 junge ,mnner aus unserer ,mitte zu ihnen gesendet werden und bei ihnen einige ,zeit sich aufhalten2 die nach erfolgter ,rckkehr uns mndlichen ,bericht abstatten1 wie sie alles befunden4 ,diese sind zu allernchst an unseren ,reprsentanten adressirt1 der ihnen mit ,rath und ,that an die ,hand gehe4 ,es versteht sich1 dass wir dasselbe den verbndeten ,gesellschaften zugestehen1 und die ihrigen also behandeln1 wie wir wollen1 dass die unsrigen von ihnen behandelt werden4 ,so wnschen wir ohne ,zweifel1 dass die unsrigen den unbeschrnktesten ,zutritt zu allen wissenschaftlichen ,uebungen der ,auswrtigen erhalten1 und mssen drum diesen denselben ,zutritt bei uns geben4 ,keinesweges aber wnschen wir1 dass den unsern bei diesen ,besuchen etwa das ,sehwerkzeug des ,auslandes untergeschoben werde1 sondern dass sie sich ihres eigenen ,auges1 sowie es bei uns gebildet worden1 bedienen2 wir sind darum ebensowenig befugt1 oder1 falls wir unseren ,augpunct fr besser zu halten berechtigt seyn sollten1 verpflichtet1 ihn unseren ,gsten zu leihen1 sondern mgen sie das ,vermgen zu sehen eben schon mitgebracht haben4 ,der hierber nthigen ,politik mgen sich sowohl unsere zu diesen ,gesandtschaften gebrauchten ,mitbrger1 als alle unsere ,akademiker befleissigen2 und es haben z4 ,b4 die ersten nicht gerade nthig1 dem ,auslnder gegenber laut ber ihn zu denken1 sondern sie mgen sich berichten lassen1 ihres ,herzens wahre ,gedanken aber1 bis zu ihrer ,rckkehr in unsere ,mitte1 fr sich behalten4 ,die zu diesen wissenschaftlichen ,gesandtschaften am besten sich qualificirenden ,subjecte wren bei uns gezogene und gelungene ,regulare1 und knnten sie damit sehr fglich die ,zeit zwischen ihrem ,austritte aus dem ,regulat und ihrem ,eintritte in die ,akademie ausfllen4 ,vorzglich wrden zu diesen ,geschften gebraucht werden und1 falls sie nur gerade so gut wie andere sich dazu qualificirten1 diesen sogar vorgezogen werden mssen die ,shne aus der ,universittsstadt1 und besonders die unserer ,akademiker2 es versteht sich1 wenn die ,hauptbedingung1 dass sie gelungene ,regulare wren1 von ihnen erfllt wre4 ,dieses zwar keinesweges als ein persnliches ,vorrecht1 dergleichen bei uns keine ,geburt giebt1 sondern vielmehr als ,gleichstellung mit den brigen1 und ,entschdigung dafr1 dass sie die ,universittsstadt an ihrem ,geburtsorte finden1 und im ,grunde aus dem ,umkreise der ,ihrigen zu einem vllig selbststndigen ,leben noch niemals herausgekommen sind1 und so die hiermit verknpften1 oben erwhnten ,vortheile bisher verloren haben4 4 #fg4 ,corollarium4 ,unsere ,akademie1 an und fr sich betrachtet1 giebt in der von uns angegebenen ,ausfhrung das ,bild eines vollkommenen ,staates3 redliches ,ineinandergreifen der verschiedensten ,krfte1 die zu organischer ,einheit und ,vollstndigkeit verschmolzen sind1 zur ,befrderung eines gemeinsamen ,zweckes4 ,an ihr sieht der wirkliche ,staatsknstler immerfort dieselbe ,form gegenwrtig und vorhanden1 welche er auch seinem ,stoffe zu geben strebt1 und er gewhnt an sie sein1 von nun an durch nichts ,anderes zu befriedigendes ,auge4 ,dieselbe ,akademie stellt in ihrer ,verbindung mit den brigen1 ausser ihr vorhandenen wissenschaftlichen ,krpern dar das ,bild des vollendet rechtlichen ,staatenverhltnisses4 ,alle1 in sich brigens allein1 geschlossen und selbststndig bleibend1 kmpfen aus aller ihrer ,kraft um denselben ,preis1 die ,befrderung der ,wissenschaft und der wissenschaftlichen ,kunst2 aber ihr ,wettkampf ist nothwendig redlich1 und keiner kann den errungenen ,sieg verkennen oder schmlern1 ohne sich selbst der1 allen gemeinschaftlichen und bei unendlicher ,theilung dennoch immer ganz bleibenden ,ausbeute des ,sieges zu berauben4 ,ihr ,wettkampf ist liebend2 das beleidigte ,selbstgefhl des ,ueberwundenen hebt sogleich sich wieder empor an der ,freude ber den gemeinsamen ,gewinn1 und die augenblickliche ,eifersucht geht schnell ber in ,dank an den ,frderer des gemeinen ,wesens4 ,diese ,form einer organischen ,vereinigung der aus lauter verschiedenen ,individuen bestehenden ,menschheit vermag in ihrer ,sphre die ,wissenschaft zu allererst1 und dem ,kreise der brigen menschlichen ,angelegenheiten lange zuvorkommend1 zu realisiren4 ,als einzelne ,republik darum1 weil zuvrderst das ,interesse1 das in dieser ,sphre scheiden1 trennen und das zu ,vereinigende voneinanderhalten knnte1 hier bei weitem nicht so dringend und gebieterisch herrscht1 als das der sinnlichen ,selbsterhaltung1 welches im ,gebiete des ,staates entzweiet und sich befeindet2 sodann weil selber das ,element1 das die ,wissenschaft bearbeitet1 die ,denkart veredelt und die ,selbstsucht schmhlich macht4 ,als ein ,verein von ,republiken darum1 weil alle genau wissen und verstehen1 was sie eigentlich wollen2 dagegen die politischen ,entzweiungen der ,vlker und weltverheerende ,kriege sich sehr oft auf die verworrensten und finstersten unter allen mglichen ,vorstellungen grnden4 ,in dieser frheren ,realisirung der fr alle menschlichen ,verhltnisse eben also angestrebten ,form ist sie ,weissagung1 ,brge und ,unterpfand1 dass auch das ,uebrige einst also gestaltet seyn werde1 der strahlende ,bogen des ,bundes1 der in lichten ,hhen ber den ,huptern der bangen ,vlker sich wlbt4 ,aber selbst1 indem sie noch verheisset1 erfllet sie schon und ist gedrungen zu erfllen4 ,die einzige ,quelle aller menschlichen ,schuld1 wie alles ,uebels1 ist die ,verworrenheit derselben ber den eigentlichen ,gegenstand ihres ,wollens2 ihr einiges ,rettungsmittel daher ,klarheit ber denselben ,gegenstand2 eine ,klarheit1 welche1 da sie nicht uns fremd bleibende ,dinge erfasst1 sondern die innerste ,wurzel unseres ,lebens1 unser ,wollen ergreift1 auch unmittelbar einfliesst in das ,leben4 ,diese ,klarheit muss nun jeder wissenschaftliche ,krper rund um sich herum1 schon um seines eigenen ,interesse willen1 wollen und aus aller ,kraft befrdern2 er muss daher1 sowie er nur in sich selbst einige ,consistenz bekommen1 unaufhaltsam fortfliessen zu ,organisation einer ,erziehung der ,nation1 als seines eigenen ,bodens1 zu ,klarheit und ,geistesfreiheit1 und so die ,erneuerung aller menschlichen ,verhltnisse vorbereiten und mglich machen2 durch welche ,erwhnung der ,nationalerziehung wir wieder am ,schlusse unseres ersten ,abschnittes niedergesetzt werden1 und so den bis ans ,ende durchlaufenen ,kreis schliessen4 ,beilagen zum ,universittsplane4 7,ungedruckt47 ,i4 ,plan zu einem periodischen schriftstellerischen ,werke an einer deutschen ,universitt4#bh #a7 ,soll ein solches ,werk der ,universitt ,ehre machen und zugleich den steigenden ,flor derselben befrdern1 so muss dasselbe auf dem ,gipfel der wissenschaftlichen ,bildung der deutschen ,nation anheben1 und seine ,fortsetzung kann nichts ,anderes seyn1 als das fortlaufende ,document des ununterbrochenen ,fortschreitens jener ,bildung auf der vorausgesetzten ,universitt4 #b7 ,es muss wirklich das ,werk der ,lehrer und ,mitglieder dieser ,universitt1 und das ,resultat des wissenschaftlichen ,geistes und seiner ,leistungen auf derselben seyn1 und das ffentliche ,urtheil muss darber nicht in ,zweifel bleiben knnen4 ,es ist daher nicht hinlnglich1 dass jenes ,werk etwa nur in der ,stadt1 wo auch die ,universitt sich befindet1 gedruckt oder auch von ,gelehrten1 die zugleich ,lehrer an derselben sind1 geschrieben werde3 es muss die ,rechenschaftsablegung enthalten ber den ,geist und die ,resultate ihres ,treibens4 ,die ,ehre1 welche bei ,vernnftigen dadurch der ,universitt zu ,theil wrde1 drfte sonst vielleicht der jenes ,glockenziehers1 der zu einer vortrefflichen ,predigt eingelutet zu haben sich rhmte1 nicht ungleich seyn3 die ,rechnung auf das ,vorurtheil der ,unvernnftigen aber ist1 wenn man sich auch herablassen wollte1 darauf ,rcksicht zu nehmen1 nicht sicher auf die ,dauer4 ,funote #bh3 ,geschrieben im ,jahre #ahje1 mit ,bezug auf die ,universitt ,erlangen4 ,vergl4 ,nachgelassene ,werke ,bd4 ,,iii4 ,s4 #bgg4 ff4 #c7 ,der dadurch zu liefernde ,beweis der ,superioritt des wissenschaftlichen ,geistes auf der vorausgesetzten ,universitt muss nicht indirect gefhrt werden1 so dass man sich nur zeige1 als fhig die ,schwchen oder auch die ,vorzge ,anderer einzusehen1 durch welche unabhngig von uns die ,wissenschaften bearbeitet werden2 denn das ist seinem ,wesen nach untergeordnete und ,schlerarbeit4 7,dergleichen sind alle ,recensiranstalten1 ,bibliotheken1 ,literaturzeitungen1 und wie sie ,namen haben mgen4 ,sie tragen das ,geprge ihrer ,unselbststndigkeit und ,inferioritt dadurch an sich1 dass sie fr die ,mglichkeit ihrer eigenen ,existenz ,bcher voraussetzen1 und grnden sich auf den ,wahn des ,zeitalters1 dass die einzige und rechte ,bearbeitung der ,wissenschaften die ,buchmacherei sey4 ,entweder das ,buch wird herabgesetzt in der ,recension3 welche ,ehre aber ist es fr den vorauszusetzenden ,professor-,recensenten1 dass er mehr ist1 als der arme ,stmper1 den er uns vorfhrt8 ,oder es wird erhoben3 entweder der ,verfasser ist ein ,fremder4 ,welche ,ehre erwchst sodann durch sein gutes ,buch unserer ,universitt1 als die sehr untergeordnete der ,anerkennung fremden ,verdienstes8 ,oder er ist einer unser gelehrten ,mitbrger3 wer wird uns recht glauben8 ,in ,deutschland waren diese ,unternehmungen in neueren ,zeiten gar nicht fr den ,flor der ,universitten ersonnen1 sondern bloss ein mercantilisches ,institut1 das den ,buchfhrern zum ,absatz ihrer ,waare verhelfen sollte1 zuerst selbst von einem ,buchfhrer1 sodann von einem bekannten industrisen ,schriftsteller1 der einen drftig besoldeten ,professor fr seinen ,plan gewonnen4 ,von ohngefhr und durch ganz andere ,ursachen -- die ,lehrer1 denen ,jena vorzglich seinen ,ruf verdankt1 sind nie fleissige ,recensenten1 noch die ,redactoren der ,literaturzeitung je vorzgliche ,lehrer gewesen1 -- gewann die verfallene ,universitt1 an deren ,spitze das letzterwhnte ,werk dieser ,art gedruckt wurde1 eine neue ,blthe2 und nun machte der grosse ,haufen den gewhnlichen ,fehlschluss vom ,zugleichseyenden auf das ,verhltniss von ,ursache und ,wirkung2 welcher ,fehlschluss denn auch1 da ihn der grosse ,haufen gemacht1 einige ,zeitlang gute ,dienste geleistet hat4 ,dennoch fing ,jena schon vorher an zu verfallen1 ehe es die ,schtzsche ,literaturzeitung verlor1 und jetzt hilft es ihm nichts1 dass es sogleich wieder eine andere errichtet hat1 welche unstreitig an innerem ,werthe die alte bei weitem bertrifft4 ,auch hat zu ,leipzig1 ,erlangen u4 s4 w4 durch den ,abdruck von ,recensionen1 die meist von ,lehrern dieser ,universitten verfasst sind1 wie in den ,gttinger ,anzeigen1 sich kein grsserer ,flor dieser ,universitten ergeben wollen1 als wie sie ohne dergleichen ,literaturzeitungen auch besitzen wrden4 ,ueberdies1 falls wir uns auch auf das ,alte und ,mittelmssige bescheiden wollten1 ist sogar dies nicht einmal mehr uns zugnglich4 ,aus unseren eigenen ,mitteln1 ohne fremde ,beitrge1 vermgen wir eine ,literaturzeitung nicht einmal auch nur zum ,scheine anzufllen3 durch den ,conflict der alten und der neuen ,jenaischen ,literaturzeitung aber sind alle ,federn schon in ,beschlag genommen1 und es giebt gewiss keinen ,gelehrten von einigem ,verdienste1 welcher zu ,arbeiten dieser ,art sich nicht fr zu gut hlt1 der nicht bei einer dieser beiden1 oder auch wohl bei beiden in ,diensten stehe4 ,ahmen wir lieber dies ,bestreben in dem einzigen ,puncte nach1 dass wir1 so wie jene zu ihrer ,zeit1 etwas ,neues unternehmen1 wobei sie uns meines ,erachtens zugleich den ,vortheil gelassen haben1 dass das ,rechte noch neu ist47 #d7 ,der zu fhrende ,beweis muss direct gefhrt werden1 -- sagten wir3 also1 dass das periodische ,werk der ,universitt den steten ,fortschritt der ,wissenschaft und des wissenschaftlichen ,geistes auf derselben1 unmittelbar und aus der ersten ,hand darlege4 ,jenes ,werk enthalte ganz eigentlich1 was die ltere ,benennung3 acta literaria ,universitatis ,n4 ,n4 ausdrckt4 ,den ,fortschritt der ,wissenschaft und des wissenschaftlichen ,geistes aus der ersten ,hand1 sagten wir ferner4 ,die ,wissenschaft ist ja nicht zunchst das ,buch1 noch lebt sie im ,buche1 sondern sie lebt in dem1 was im wirklichen ,forschen1 im ,conflicte der ,geister und im ,vortrage sich ergiebt4 ,dieses nun werde zum ,buche und ,buchstaben zunchst in jener ,relation4 ,die akademischen ,lehrer sind ja als ,lehrer angestellt1 und nichts verhindert1 dass sie nicht auch berdies noch unter sich selber1 gleich einer ,akademie1 in geistigen ,wechselverkehr treten2 nicht aber werden sie vom ,staate dazu besoldet1 dass sie in die weite ,welt hinein ,bcher schreiben4 ,jene literarischen ,acten der ,universitt wrden nun ihr gemeinschaftliches ,buch1 wenn sie von ,amtswegen zu schreiben htten1 und wohin ,alles1 was sie des ,druckes fr wrdig achteten1 zunchst gehrte4 7,es bliebe ihnen dabei unbenommen1 auch noch auf eigene ,hand ,bcher zu ediren4 ,vom ehrenvollen ,falle tiefer unten4 ,als ,buchfabricanten oder ,compilatoren aber im ,dienste von betriebsamen ,verlegern ,sachen drucken zu lassen1 die nur die ,masse des bedruckten ,papieres1 keinesweges aber die ,wissenschaft vermehren1 ist ohnedies unter der ,wrde eines ,lehrers an einer solchen ,universitt1 und wre durchaus den sogenannten ,privatgelehrten zu berlassen47 ,den ,fortschritt der ,wissenschaften sollten diese literarischen ,acten documentiren4 ,es gehrte daher in sie nur das ,neue1 ,weiterbringende1 keinesweges aber blosse ,wiederholungen oder neue ,aufstutzungen des ,alten1 ,bekannten4 ,die ,wissenschaft kann fortschreiten1 theils in der ,materie durch neue ,entdeckungen und ,ansichten1 theils in der ,form durch bessere ,lehrmethoden und immer begriffsmssige ,beherrschung und ,durchdringung des ,lehrstoffes4 ,alles dieser ,art von den ,lehrern ,erfundene in allen ,zweigen der ,wissenschaften1 welche auf dieser ,universitt bearbeitet werden1 wre in den ,acten niederzulegen4 ,ausgezeichnete und den ,standpunct des wissenschaftlichen ,unterrichts an der ,universitt durch den ,erfolg bezeichnende ,arbeiten der ,zglinge des ,instituts wren nicht auszuschliessen4 ,bringen sie auch die ,wissenschaft nicht weiter1 so knnen sie doch einen bei ,jnglingen nicht gewhnlichen ,grad der wissenschaftlichen ,ausbildung documentiren1 und sollen es4 ,keiner derselben msste der gelehrten ,wrden der ,universitt theilhaftig werden1 welcher nicht einen1 nach jenem ,grundsatze wenigstens aufnehmbaren ,beitrag zu den ,acten geliefert htte2 wodurch die von dieser ,universitt ertheilten ,wrden ,achtung gewinnen wrden vor denen anderer ,universitten1 wo dieser ,maassstab nicht angelegt werden kann4 ,es wrde solchen ,acten nicht zum ,vorwurfe gereichen1 wenn selbst widerstreitende ,ansichten derselben ,gegenstnde von verschiedenen ,verfassern in ihnen nebeneinander stnden4 ,denn es kommt hierbei frs ,erste nicht darauf an1 ob die ,ansichten wahr1 sondern nur ob sie neu sind1 und ob man sich von ihnen versprechen kann1 dass sie auch zu einer neuen ,wahrheit fhren knnten4 ,ueber die ,wahrheit soll erst die ,zukunft und die fortgesetzte ,forschung entscheiden1 und so kann selbst ein neuer ,irrthum ein ,fortschritt auf einem wissenschaftlichen ,gebiete werden1 wenn er auf eine neue ,wahrheit leitet1 welche allein ihn zu widerlegen vermag4 ,aus demselben ,grunde wrde es dem ,werke auch nicht zum ,vorwurfe gereichen1 wenn etwa die ,fortsetzung die frheren ,lieferungen zum ,theil widerlegte2 denn dadurch wrde ja gerade der ,fortschritt bewiesen4 #e7 ,zur ,lieferung von ,beitrgen wren die ,lehrer nur insofern zu verbinden3 a4 dass sie ihre auf ,erweiterung der ,wissenschaften gerichteten ,bestrebungen1 die so weit gereift sind1 dass sie einer ,berichterstattung durch den ,druck fhig geworden1 zuerst den ,acten anbten2 b4 dass jeder ,lehrer im ,verlaufe seines ,wirkens denn doch etwas liefere und dadurch seine ,berechtigung1 an diesem ,platze zu stehen1 darthte4 ,spterhin1 nach ,einfhrung der ,acten1 knnte es ausschliessende ,bedingung der ,berufung zu einer ,stelle an dieser ,universitt werden1 dass man einen bedeutenden1 im ,geiste des ,instituts verfassten ,beitrag geliefert htte4 ,wer seinen fortschreitenden ,geist nicht schon bewhrt hat1 der taugt nicht zum ,mitgliede einer ,gesellschaft1 die lediglich fr den ,fortschritt der ,wissenschaft arbeitet4 ,keinesweges aber wren sie c4 also zu verbinden1 dass sie binnen halbjhriger oder ,jahresfrist so viel ,neues in ihrer ,wissenschaft entdeckt haben mssten1 dass der zweckmssige ,bericht darber so und so viel gedruckte ,bogen fllen knne4 ,vielmehr liegt es in dem ,begriffe solcher ,acten1 dass ihr ,erscheinen durchaus an keine bestimmten ,zeitrume gebunden ist3 sie mgen fortgesetzt werden1 sobald ,stoff dazu sich gesammelt hat2 keinesweges aber soll ihre ,erscheinung an das ,kalenderdatum oder an die ,buchhndlermessen gebunden seyn4 #f7 ,unter den1 keinesweges von den ,beitragenden selbst1 sondern von ,anderen1 die sodann fr diesen ,fall eine ,direction bildeten1 zu entscheidenden ,fragen ist die erste3 ob eine ,ansicht oder eine ,verbesserung wirklich neu sey und der ,wissenschaft einen ,fortschritt verspreche8 7,was keinesweges gleichbedeutend mit der ,frage ist3 ob sie wahr sey87 ,die ,beantwortung dieser ,frage wrde fr jeden besonderen ,beitrag der ,facultt 7dem bestimmten ,lehr- und ,erkenntnissfache7 des ,beitragenden anheimfallen4 ,diese htte ihre verneinende ,antwort mit ,grnden zu belegen und diese dem ,beitragenden zu eigener reifer ,ueberlegung schriftlich mitzutheilen4 ,dies wre die erste ,instanz4 ,wrde er durch diese ,grnde nicht berzeugt und zur ,rcknahme bewogen1 so sollte es noch eine hhere ,instanz fr ,entscheidung dieser ,frage geben1 wofr in einem grossen ,staate eine zweckmssig besetzte ,akademie der ,wissenschaften in der ,hauptstadt sich am besten qualificiren wrde4 ,es mchte im ,falle der ,billigung des ,beitrags in dieser ,instanz1 im ffentlichen ,drucke bemerkt werden1 dass die locale ,facultt des ,beitragenden denselben verworfen1 die ,akademie der ,wissenschaften aber ihn gebilligt habe4 ,im ,falle der ,verwerfung auch in dieser ,instanz htte die ,akademie ihre ,grnde dem ,beitragenden gleichfalls schriftlich mitzutheilen4 ,von dieser ,instanz verworfen1 knnte sein ,aufsatz nun freilich nicht in den ,acten der ,universitt erscheinen2 es msste ihm aber erlaubt bleiben1 denselben nebst den angefhrten ,grnden der ,verwerfung in beiden ,instanzen1 auf eigene ,verantwortung vor das ,publicum zu bringen1 und die ,mit- und ,nachwelt zum ,richter des erhobenen ,streites zu machen4 ,selbst seine ,verhltnisse zur ,universitt und zu den ,acten derselben bei anderen1 den ,streitpunct nicht berhrenden ,gegenstnden mssten dadurch nicht gestrt1 vielmehr seine brgerliche und persnliche ,sicherheit1 sein ffentlicher guter ,name1 seine ,schrift- und ,lehrfreiheit unter den besonderen ,schutz des ,staates genommen werden2 denn das gelehrte ,publicum seines ,staates in seiner sichtbaren ,reprsentation ist ihm gegenber zur ,partei geworden1 und das ,richteramt zwischen ihnen ist einer hheren ,instanz bergeben1 welche zu ihrer ,zeit ,ehre und ,schande austheilen wird4 ,und insbesondere halte die ffentliche ,gewalt sich fern von der ,mglichkeit der ,berhrung mit dieser ,schande4 ,man sage nicht1 dass durch dieses ,hindurchgehen durch verschiedene ,instanzen ,zeit verloren gehe4 ,der einem respectabelen ,corps anderer ,gelehrten einzeln gegenberstehende ,gelehrte soll ,veranlassung und ,zeit gewinnen1 seine ,sache reiflich zu berlegen2 auch bedarf es bei wahrhaft originalen ,ansichten keiner ,eile1 etwa aus ,furcht1 dass etwa ,andere sie uns vorweg nehmen drften4 #g7 ,eine zweite von einer ,direction zu entscheidende ,frage wird seyn ber die ,form des ,vortrages2 denn auch der ,vortrag eines solchen ,werkes muss mustermssig seyn und auf der ,spitze der ,kunst des ,vortrages im ,zeitalter stehen4 ,zur ,entscheidung darber msste ein bewhrter und zwar philosophischer ,schriftsteller herbeigezogen werden1 welcher mit dem ursprnglich ,beitragenden so lange den ,aufsatz verbesserte1 bis dieser seine ,gedanken durchaus als wiedergegeben anerkennte1 und jener mit der ,form zufrieden wre4 ,ohne die ,approbation der ,form durch diesen ,schriftsteller1 welcher ber diesen ,punct ganz allein dem ,curatorium und dem ,publicum verantwortlich wre1 drfte kein ,aufsatz in den ,acten abgedruckt werden4 #h7 ,die ,untersttzung1 deren ein solches ,werk von der ,regierung bedrfte1 wrde1 falls nur das ,personal der ,lehrer richtig gewhlt wre1 sich auf den ersten ,vorschuss zum ,verlage1 und auf die ,direction der ,verlags- und ,debitsgeschfte1 mit denen die ,gelehrten durchaus nichts zu thun haben mssten1 ferner auf den ,schutz derselben gegen ,nachdruck berhaupt und gegen ,wiederabdruck einzelner ,aufstze1 beschrnken4 ,ein solches ,werk wrde in kurzer ,zeit eine ,abnahme finden1 die die ,zurcknahme des vorgeschossenen ,capitals mit den ,interessen erlaubte1 die ,kosten des mercantilischen ,geschfts dabei deckte1 und dennoch einen ansehnlichen ,ueberschuss zur ,vertheilung an die ,beitragenden brig liesse4 ,dieser ,ueberschuss wre1 nach ,abzug der ,correctionsgebhren1 welche bei jedem besonderen ,aufsatze nach ,verhltniss der aufgewendeten ,mhe besonders zu bestimmen wren1 nach der ,bogenzahl der gelieferten ,beitrge an die ,beitragenden gleich zu vertheilen1 und ihnen und ihren ,erben und ,erbnehmern1 auf ewige ,zeiten1 so lange noch ein ,exemplar des ,bandes1 in welchem ihre ,beitrge stehen1 verkauft wird1 als unantastbares ,eigenthum zuzusichern4 ,dass die ,regierung diesen ,gegenstand zu einer ,finanzoperation mache1 wre unter ihrer ,wrde4 ,wiederum lsst von der anderen ,seite von anstndig besoldeten und an einer zahlreich besuchten ,universitt1 deren ,studirende auf eine zweckmssige ,weise angehalten werden1 die gebhrenden ,honorarien zu entrichten1 arbeitenden ,gelehrten sich nicht erwarten1 dass sie nach dem ,schriftstellersolde eilen werden1 so wie der ,bogen abgedruckt ist4 ,vielmehr wrden sie das allmhlige ,eingehen ihres ,antheils ruhig abwarten2 auch wohl dieses ,nebeneinkommen gern fr die ,ihrigen1 die sie mglicherweise doch als unversorgte ,wittwen und ,waisen hinterlassen knnten1 stehen lassen4 ,schlussanmerkung4 #a7 ,vor diesem ,plane mchte mancher ,bescheidene erschrecken und das ,ziel zu hoch gesteckt finden4 ,es ist dabei zu erwgen1 dass1 wie bei allen im blossen ,begriffe vorgezeichneten ,plnen1 also auch hier1 die ,ausfhrung hinter dem ,vorsatze zurckbleiben werde1 und dass dieses ohne alles unser ,vorhaben sich schon von selbst findet4 ,es ist daher um so nthiger1 sich sogleich den einzig rechten ,zweck in seiner ganzen ,klarheit zu setzen1 weil man sodann doch immer hoffen kann1 mehr zu erreichen1 als wenn man sich gleich von vornherein vornimmt1 mit dem ,mittelmssigen oder ,falschen sich abfinden zu lassen4 #b7 ,besonders knnte bei ,erwhnung des ,neuen und des ,erfindens nach ,inhalt oder nach ,form gesagt werden3 wenn nun aber auf der vorausgesetzten ,universitt nichts ,neues in beiderlei ,richtung erfunden wird8 ,ich antworte1 dass jene ,acten dadurch desto nthiger werden1 um ber die eigentliche ,beschaffenheit des ,gelehrtenpersonals an der ,universitt aufzuklren4 ,sie knnen dem ,curatorium derselben deutlich einen ,maassstab geben1 an welcher ,stelle es eigentlich fehle1 und wo nachgeholfen werden msse4 ,ein solcher nicht mehr fortstrebender1 weder in ,erweiterung des ,inhaltes seiner ,wissenschaft1 noch in ,bewltigung ihres ,stoffes zu geistigerer ,form ,neues leistender ,gelehrter kann auch nicht mehr zu den guten ,universittslehrern gezhlt werden2 er msste durch einen anderen ersetzt werden4 ,im ,ganzen aber msste einer ,universitt1 welche dergleichen ,acten herausgbe1 kein einziges1 im gemeinsamen ,vaterlande aufblhendes ,talent entgehen1 welches sie nicht wenigstens fr die ,zeit seiner besten ,blthe sich aneignete4 ,ein ,curatorium knnte auch sodann besser beurtheilen und dem ,zweifelnden augenscheinlich nachweisen1 welche ,personen in den ehrwrdigen ,rang der ,veteranen zu versetzen wren1 die von nun an entweder bloss zur ,tradition des ,erlernten oder zur ,anwendung desselben im praktischen ,wirken zu gebrauchen1 aus dem ,umkreise des wachsenden ,lebens aber zu entfernen sind4 ,ueberhaupt hngt dieser ,plan zusammen mit einem grsseren ,plane zur ,errichtung einer wahrhaft deutschen ,nationaluniversitt1 durch welchen er1 und welcher wiederum durch ihn1 erklrt und die ,ausfhrung erleichtert wrde4 ,,ii4 ,rede von ,fichte1 als ,decan der philosophischen ,facultt1 bei ,gelegenheit einer ,ehrenpromotion an der ,universitt zu ,berlin1 am #af4 ,april #ahaa4 ,hochgeehrte ,herren6 ,ich weiss nicht1 ob es der ,universitt anstndig seyn wrde1 sich zu verwundern1 dass sie in ,berlin ist1 so wie viele ausser ihr dermaassen darber erstaunt sind1 dass sie um der ,wunderbarkeit willen die ,wahrheit der ,sache noch immer nicht recht glauben knnen4 ,einer ,facultt inzwischen1 die nun gar allhier ,doctoren creirt1 wird diese ,verwunderung ber sich selbst oft so aufgedrungen1 dass es in der ,that sehr nthig wird1 sich wohl zu besinnen1 was man eigentlich thue1 und1 so man kann1 in sich selbst ,fuss zu fassen1 um ernsthafte ,haltung zu gewinnen nach ,aussen4 ,erlauben ,sie mir daher1 dass1 ehe wir zu dem angesetzten ,promotionsact gehen1 ich diese nthige ,selbstbesinnung laut vor ,ihnen vollziehe4 ,als im neueren ,europa zuerst ,universitten entstanden1 stellten sich diese eine ,aufgabe1 welche ihnen keinesweges von der ,gesellschaft oder vom ,staate1 welche dafr blind waren1 bertragen wurde1 sondern die sie allein erblickten und mit hochherziger ,freiwilligkeit auf sich nahmen1 -- die ,aufgabe1 den menschlichen ,geist zu befreien und ihn nach allen ,richtungen hin und durch alle ,mittel1 die ihnen bekannt werden mchten1 zu bilden4 ,wem diese akademische ,wrden ertheilten1 den erklrten sie dadurch fr tchtig1 an der ,erreichung dieses ,zweckes mitzuarbeiten und nahmen ihn auf in ihren grossen1 freien ,bund4 ,von ihnen sind die akademischen ,wrden aus ,hand in ,hand bis auf uns herabgekommen1 und es giebt ,keinen unter den jetzt lebenden ,graduirten1 auf den sie nicht durch eine stete ,reihe der ,ueberlieferung von jenem ersten ,bunde aus gekommen sey4 ,auch dauert das ,bedrfniss eines solchen freien ,bundes noch immer fort4 ,uncultur und ,barbarei umgiebt uns noch allenthalben2 wie derselben beizukommen sey1 welcher ,punct jedesmal in dem ,fortgange der geistigen ,menschenbildung an die ,tagesordnung komme1 wer ein tauglicher ,mitgehlfe sey an dieser grossen ,arbeit3 dieses ,alles zu bestimmen mchte wohl noch immer der ,staat ebenso unfhig seyn1 als er es vor ,jahrhunderten war1 und es mchte die ,lsung dieser ,fragen wohl noch immer anheimfallen jenem grossen ,bunde4 ,unser ,staat1 bei der ,stellung unserer ,universitt in die hchste ,leichtigkeit versetzt1 von allem ,althergebrachten abzugehen1 und von ,stimmungen umgeben1 die nicht geneigt sind1 irgend eine ,auszeichnung anzuerkennen1 welche nicht unmittelbar vom ,staate herkommt1 -- hat dennoch1 zu seinem ewigen ,ruhme1 durch die trefflichen ,mnner1 die ihn hierin vertreten1 jenen ,grundsatz ausdrcklich anerkannt1 indem er die vorhergegangene feierliche ,aufnahme in den grossen europischen ,gelehrtenbund zur ,bedingung der ffentlichen ,anstellung an der ,universitt gemacht hat1 die freilich nur ,er ertheilt4 ,tiefer bekennt er sich daher auch zu dem ,grundsatz1 dass die neue ,universitt ihm nicht bloss eine ,pflanzschule seyn soll fr knftige ,beamte1 sondern eine freie ,pflegerin in jeglicher ,richtung und im weitesten1 von ihm ungeschmlerten ,sinne4 ,die akademische ,wrde ist darum noch immer1 was sie ursprnglich war3 feierliches ,symbol der ,aufnahme in den grossen ,bund der ,veredlung des ,menschengeschlechts durch wissenschaftliche ,bildung2 und wer sie annimmt1 bernimmt dadurch feierlich vor ,gott und ,menschen die ,verpflichtung1 dieser ,bestimmung allein sein ,leben zu widmen1 und alle andern ,zwecke desselben aufzugeben4 ,mag doch nun immer diese ,wrde oft an ,unwrdige ertheilt worden seyn6 ,der ,unwrdige hat sie in der ,that nicht empfangen1 sondern nur die ussere ,benennung4 ,es kann sie ,keiner erhalten1 der sie nicht schon trgt in sich selbst4 ,der ,promotionsact fgt bloss die ussere ,anerkennung hinzu3 es kann aber ,keiner anerkannt werden fr das1 was er nicht ist4 ,auch wird der ,wrdige von dem1 der selber wrdig ist1 sicherlich anerkannt4 ,was der1 der ,ideen unfhige1 ,pbel dazu sage1 und ob dieser unseren ,grad auch ehre oder seiner zu spotten sich bestrebe1 darnach fragt der ,eingeweihte nicht2 denn dieser ,pbel ist fr ihn berhaupt nur da1 als ein ,gegenstand1 der entpbelt werden soll4 ,der rechte ,doctor1 der von seiner akademischen ,wrde1 von der ,wrde eines geistigen ,bildners der ,menschheit innig durchdrungene1 wrde sich sogar entehrt finden1 wenn er auf einmal anfinge1 dem ,pbel wohlzugefallen3 er wrde in sich gehen und sich ernstlich prfen1 ob ihm nicht etwa eine ,leichtfertigkeit angeflogen sey4 ,dass es der ,eine grosse1 im neueren ,europa zur ,verbreitung der ,wissenschaften geschlossene ,bund ist1 welcher die akademischen ,wrden ertheilt1 spricht sich auch dadurch aus1 dass jede dieser ,wrden in ihrer ,art nur ,eine ist und dieselbige1 die auch berall als die ,eine und selbige anerkannt wird4 ,die besonderen ,universitten und ,facultten sind in dieser ,beziehung nur ,glieder und ,bevollmchtigte des ganzen ,bundes1 und bertragen die ,wrde in seinem ,namen4 ,um dies deutlich auszusprechen und den ,promovirenden sogar zu nthigen1 nicht etwa den rtlichen ,grad des ,doctors1 sondern den ,grad schlechthin zu ertheilen1 haben die ,universitten eine gemeinsame ,form dieser ,ertheilung verfgt und auch die ,sprache als die gemeinsame aller ,gelehrten dabei gewhlt1 u4 s4 w4 ,joannes ,friderice ,guilelme ,himly1 ,joannes ,alberte ,eytelwein1 ,sigismunde ,friderice ,hermbstaedt1 ,auguste ,ferdinande ,bernhardi1 etc4 etc4 creo1 creatum renuncio1 renunciatum proclamo1 et publice confirmo6 ,vermischte ,aufstze4 ,a4 ,beweis der ,unrechtmssigkeit des ,bchernachdrucks4 ,ein ,rsonnement und eine ,parabel4 7,berliner ,monatsschrift ,bd4 #ba4 ,s4 #ddc-dhc47 ,wer schlechte ,grnde verdrngt1 macht bessern ,platz4 ,so urtheilte unlngst ein durch seinen ,rang1 und mehr noch durch seine ,gerechtigkeit ehrwrdiges ,gericht2 und so dachte der ,verfasser des ,aufsatzes3 ,der ,bcherverlag in ,betrachtung der ,schriftsteller1 der ,verleger und des ,publicums1 nochmals erwogen im ,deutschen ,magaz41 ,april #agia4 ,die ,unrechtmssigkeit des ,bchernachdrucks schien nemlich ,herrn ,reimarus durch die bis jetzt angefhrten ,grnde noch nicht erwiesen2 und er wollte durch eine scheinbare ,vertheidigung desselben die ,gelehrten auffordern1 auf bessere gegen denselben zu denken4 ,denn unmglich konnte es ihm dabei ,ernst seyn2 unmglich konnte er wollen1 dass die ,vertheidigung eines ,verfahrens sich behaupte1 gegen welches jeder ,wohldenkende einen inneren ,abscheu fhlt4 ,seine ,abhandlung theilt sich1 der ,natur der ,sache gemss1 in die zwei ,fragen3 ber die ,rechtmssigkeit1 und ber die ,ntzlichkeit des ,bchernachdrucks4 ,in ,absicht der ersteren behauptet er3 dass bis jetzt noch kein1 offenbar nur aus einem fortdauernden ,eigenthume des ,gelehrten an seinem ,buche abzuleitendes ,recht desselben1 oder seines ,stellvertreters1 des rechtmssigen ,verlegers1 den ,nachdruck zu verhindern1 nachgewiesen sey2 woraus natrlich eine ,befugniss zum ,nachdrucke folgen wrde3 mithin die ,frage3 ob der ,nachdruck in policirten ,staaten zu dulden sey8 nach ihrer ,abweisung vom ,richterstuhle der vollkommenen ,rechte1 von der ,beantwortung der weiteren ,frage abhngen wrde3 ob er ntzlich sey8 ,herr ,reimarus beantwortet diese ,frage bejahend1 mithin auch die erste2 schlgt jedoch zum ,vortheile des ,verfassers und seines rechtmssigen ,verlegers einige ,einschrnkungen der allgemeinen ,erlaubniss des ,bchernachdruckes vor4 ,herr ,reimarus -- denn wir gestehen1 dass wir nicht nthig gefunden haben1 die ,verfasser1 welche er fr eben diese ,meinung anfhrt1 nachzulesen1 da wir natrlicherweise voraussetzen konnten1 dass er ihre ,grnde benutzt1 und dass die letzte ,schrift dafr1 die seinige1 auch die strkste seyn werde1 -- ,herr ,reimarus also hat nicht erwiesen1 noch zu erweisen gesucht1 dass berhaupt kein dergleichen fortdauerndes ,eigenthum des ,verfassers mglich sey2 sondern nur gesagt1 dass man bis jetzt es noch nicht klar dargelegt habe1 und einige ,instanzen angefhrt1 die seiner ,meinung nach gegen die ,allgemeinheit1 und mithin auch ,vollkommenheit eines solchen vom ,eigenthume abgeleiteten ,rechts streiten wrden4 ,wir haben also gar nicht nthig ihm ,schritt vor ,schritt zu folgen1 und uns auf seine ,grnde einzulassen4 ,knnen wir nur ein dergleichen fortdauerndes ,eigenthum des ,verfassers an seine ,schrift wirklich beweisen1 so ist geschehen1 was er verlangte1 und er mag nun seine ,instanzen selbst mit demselben zu vereinigen suchen4 ,ferner haben wir dann auch seinen ,erweis der ,ntzlichkeit des ,bchernachdrucks nicht zu beantworten2 denn es kmmt sodann darauf gar nicht mehr an1 da nie geschehen darf1 was schlechthin unrecht ist2 sey es so ntzlich es wolle4 ,die ,schwierigkeit1 welche man fand1 ein fortdauerndes ,eigenthum des ,verfassers an sein ,buch zu beweisen1 kam daher1 weil wir gar nichts hnliches haben1 und das1 was demselben einigermaassen hnlich zu seyn scheint1 wieder in ,vielem sich gar sehr davon unterscheidet4 ,ebendaher kmmt es1 dass unser ,beweis ein etwas spitzfindiges ,ansehen bekommen muss1 welches wir aber so gut als mglich zu poliren suchen werden4 ,aber der ,leser lasse sich ihn dadurch nicht verdchtig werden2 denn es wird sehr leicht mglich seyn1 ihn in concreto klarzumachen und zu erhrten4 -- ,es sind nemlich eine ,menge ,maximen ber diesen ,gegenstand im ,umlaufe1 welche jeder von der ,sache ,unterrichtete1 ,wohldenkende und fr das ,gegentheil nicht ,interessirte annimmt1 anderer ,verhalten in ,dingen der ,art darnach beurtheilt1 und das seinige selbst einrichtet4 ,lassen sich diese alle leicht und natrlich auf unseren als ,princip aufgestellten ,satz zurckfhren1 so ist dies gleichsam seine ,probe2 und es wird dadurch klar1 dass er der ,grundsatz ist1 welcher allen unseren ,urtheilen ber diesen ,gegenstand1 obgleich dunkel und unentwickelt1 zum ,grunde lag4 ,zuerst der ,grundsatz3 ,wir behalten nothwendig das ,eigenthum eines ,dinges1 dessen ,zueignung durch einen ,anderen physisch unmglich ist4 ,ein ,satz1 der unmittelbar gewiss ist und keines weiteren ,beweises bedarf4 ,und jetzt die ,frage3 ,giebt es etwas von der ,art in einem ,buche8 ,wir knnen an einem ,buche zweierlei unterscheiden3 das ,krperliche desselben1 das bedruckte ,papier2 und sein ,geistiges4 ,das ,eigenthum des ersteren geht durch den ,verkauf des ,buches unwidersprechlich auf den ,kufer ber4 ,er kann es lesen und es verleihen so oft er will1 wiederverkaufen an wen er will1 und so theuer oder so wohlfeil er will oder kann1 es zerreissen1 verbrennen3 wer knnte darber mit ihm streiten8 ,da man jedoch ein ,buch selten auch darum1 am seltensten bloss darum kauft1 um mit seinem ,papier und ,drucke ,staat zu machen1 und damit die ,wnde zu tapeziren3 so muss man durch den ,ankauf doch auch ein ,recht auf sein ,geistiges zu berkommen meinen4 ,dieses ,geistige ist nemlich wieder einzutheilen3 in das ,materielle1 den ,inhalt des ,buches1 die ,gedanken1 die es vortrgt2 und in die ,form dieser ,gedanken1 die ,art wie1 die ,verbindung in welcher1 die ,wendungen und die ,worte1 mit denen es sie vortrgt4 ,das erste wird durch die blosse ,uebergabe des ,buches an uns offenbar noch nicht unser ,eigenthum4 ,gedanken bergeben sich nicht von ,hand in ,hand1 werden nicht durch klingende ,mnze bezahlt1 und nicht dadurch unser1 dass wir ein ,buch1 worin sie stehen1 an uns nehmen1 es nach ,hause tragen und in unserem ,bcherschranke aufstellen4 ,um sie uns zuzueignen1 gehrt noch eine ,handlung dazu3 wir mssen das ,buch lesen1 seinen ,inhalt1 wofern er nur nicht ganz gemein ist1 durchdenken1 ihn von mehreren ,seiten ansehen1 und so ihn in unsere eigene ,ideenverbindung aufnehmen4 ,da man indess1 ohne das ,buch zu besitzen1 dies nicht konnte1 und um des blossen ,papiers willen dasselbe nicht kaufte1 so muss der ,ankauf desselben uns doch auch hierzu ein ,recht geben3 wir erkauften uns nemlich dadurch die ,mglichkeit1 uns die ,gedanken des ,verfassers zu eigen zu machen2 diese ,mglichkeit aber zur ,wirklichkeit zu erheben1 dazu bedurfte es unserer eigenen ,arbeit4 -- ,so waren die ,gedanken des ersten ,denkers dieses und der vergangenen ,jahrhunderte1 und hchstwahrscheinlich eines der ersten aller knftigen1 vor der ,bekanntmachung seiner merkwrdigen ,werke1 und noch eine geraume ,zeit nachher sein ausschliessendes ,eigenthum2 und kein ,kufer bekam fr das ,geld1 welches er fr die ,kritik der reinen ,vernunft hingab1 ihren ,geist4 ,jetzt aber hat mancher hellsehende ,mann sich denselben zugeeignet1 und das wahrlich nicht durch ,ankauf des ,buches1 sondern durch fleissiges und vernnftiges ,studium desselben4 ,dieses ,mitdenken ist denn auch1 im ,vorbeigehen sey es gesagt1 das einzig passende ,aequivalent fr ,geistesunterricht1 sey er mndlich oder schriftlich4 ,der menschliche ,geist hat einen ihm angeborenen ,hang1 ,uebereinstimmung mit seiner ,denkungsart hervorzubringen2 und jeder ,anschein der ,befriedigung desselben ist ihm die ssseste ,belohnung aller angewandten ,mhe4 ,wer wollte lehren vor leeren ,wnden1 oder ,bcher schreiben1 die niemand lse8 ,das1 was fr dergleichen ,unterricht an ,gelde entrichtet wird1 fr ,aequivalent anzusehen1 wre widersinnig4 ,es ist nur ,ersatz dessen1 was der ,lehrer denen geben muss1 die whrend der ,zeit1 dass er fr andere denkt1 fr ihn jagen1 fischen1 sen und ernten4 ,was also frs erste durch die ,bekanntmachung eines ,buches sicherlich feilgeboten wird1 ist das bedruckte ,papier1 fr jeden1 der ,geld hat es zu bezahlen1 oder einen ,freund1 es von ihm zu borgen2 und der ,inhalt desselben1 fr jeden1 der ,kopf und ,fleiss genug hat1 sich desselben zu bemchtigen4 ,das erstere hrt durch den ,verkauf unmittelbar auf1 ein ,eigenthum des ,verfassers 7den wir hier noch immer als ,verkufer betrachten knnen7 zu seyn1 und wird ausschliessendes des ,kufers1 weil es nicht mehrere ,herren haben kann2 das letztere aber1 dessen ,eigenthum vermge seiner geistigen ,natur ,vielen gemein seyn kann1 so1 dass doch jeder es ganz besitze1 hrt durch die ,bekanntmachung eines ,buches freilich auf1 ausschliessendes ,eigenthum des ersten ,herrn zu seyn 7wenn es dasselbe nur vorher war1 wie dies mit manchem heurigen ,buche der ,fall nicht ist71 bleibt aber sein mit ,vielen gemeinschaftliches ,eigenthum4 -- ,was aber schlechterdings nie jemand sich zueignen kann1 weil dies physisch unmglich bleibt1 ist die ,form dieser ,gedanken1 die ,ideenverbindung1 in der1 und die ,zeichen1 mit denen sie vorgetragen werden4 ,jeder hat seinen eigenen ,ideengang1 seine besondere ,art1 sich ,begriffe zu machen und sie untereinander zu verbinden3 dies wird1 als allgemein anerkannt1 und von jedem1 der es versteht1 sogleich anzuerkennend1 von uns vorausgesetzt1 da wir hier keine empirische ,seelenlehre schreiben4 ,alles1 was wir uns denken sollen1 mssen wir uns nach der ,analogie unserer brigen ,denkart denken2 und bloss durch dieses ,verarbeiten fremder ,gedanken1 nach der ,analogie unserer ,denkart1 werden sie die unsrigen3 ohne dies sind sie etwas ,fremdartiges in unserem ,geiste1 das mit nichts zusammenhngt und auf nichts wirkt4 ,es ist unwahrscheinlicher als das ,unwahrscheinlichste1 dass zwei ,menschen ber einen ,gegenstand vllig das ,gleiche1 in eben der ,ideenreihe und unter eben den ,bildern1 denken sollen1 wenn sie nichts voneinander wissen1 doch ist es nicht absolut unmglich2 dass aber der eine1 welchem die ,gedanken erst durch einen anderen gegeben werden mssen1 sie in eben der ,form in sein ,gedankensystem aufnehme1 ist absolut unmglich4 ,da nun reine ,ideen ohne sinnliche ,bilder sich nicht einmal denken1 vielweniger anderen darstellen lassen1 so muss freilich jeder ,schriftsteller seinen ,gedanken eine gewisse ,form geben1 und kann ihnen keine andere geben als die seinige1 weil er keine andere hat2 aber er kann durch die ,bekanntmachung seiner ,gedanken gar nicht ,willens seyn1 auch diese ,form gemein zu machen3 denn niemand kann seine ,gedanken sich zueignen1 ohne dadurch1 dass er ihre ,form verndere4 ,die letztere also bleibt auf immer sein ausschliessendes ,eigenthum4 ,hieraus fliessen zwei ,rechte der ,schriftsteller3 nemlich nicht bloss1 wie ,herr ,r4 will1 das ,recht zu verhindern1 dass niemand ihm berhaupt das ,eigenthum dieser ,form abspreche 7zu fordern1 dass jeder ihn fr den ,verfasser des ,buches anerkenne72 sondern auch das ,recht1 zu verhindern1 dass niemand in sein ausschliessendes ,eigenthum dieser ,form ,eingriffe thue und sich des ,besitzes derselben bemchtige4 ,doch ehe wir weitere ,folgerungen aus diesen ,prmissen ziehen1 lasst sie uns erst ihrer ,probe unterwerfen6 -- ,noch bis jetzt haben die ,schriftsteller es nicht bel empfunden1 dass wir ihre ,schriften verbrauchen1 dass wir sie anderen zum ,gebrauch mittheilen1 dass wir sogar ,leihbibliotheken davon errichten1 ungeachtet dies 7denn wir sehen sie hier noch immer als ,verkufer an7 offenbar zu ihrem ,schaden gereichet2 und wenn wir sie zerreissen oder verbrennen1 so beleidigt dies den ,vernnftigen nur alsdann1 wenn es wahrscheinlich in der ,absicht geschieht1 ihm dadurch ,verachtung zu bezeugen4 ,noch haben sie uns also bis jetzt durchgngig das vllige ,eigenthum des ,krperlichen ihrer ,schriften zugestanden4 -- ,ebensowenig sind sie dadurch beleidigt worden1 wenn man1 bei wissenschaftlichen ,werken1 sich ihre ,grundstze eigen machte1 sie aus verschiedenen ,gesichtspuncten darstellte und auf verschiedene ,gegenstnde anwendete2 oder bei ,werken des ,geschmackes ihre ,manier1 welches ganz etwas anderes ist als ihre ,form1 nachahmte4 ,sie haben dadurch eingestanden1 dass das ,gedankeneigenthum auf andere bergehen knne4 ,aber immer ist es allgemein fr verchtlich angesehen worden1 wrtlich auszuschreiben1 ohne den eigentlichen ,verfasser zu nennen2 und man hat dergleichen ,schriftsteller mit dem entehrenden ,namen eines ,plagiars gebrandmarkt4 ,dass diese allgemeine ,misbilligung nicht auf die ,geistesarmuth des ,plagiars1 sondern auf etwas in seiner ,handlung liegendes ,unmoralisches gehe3 ist daraus klar1 weil wir im ersten ,falle ihn bloss bemitleiden1 aber nicht verachten wrden4 ,dass dieses ,unmoralische1 und der ,grund des ,namens1 den man ihm giebt1 gar nicht darin gesetzt werde1 weil er durch den ,verkauf eines ,dinges1 welches ,kufer schon besitzt1 diesen um sein ,geld bringt3 ergiebt sich daraus1 dass unsere schlechte ,meinung von ihm nicht um das ,geringste gemildert wird1 wenn er ein hchstseltenes1 etwa nur auf grossen ,bibliotheken vorzufindendes ,buch ausgeschrieben hat4 ,dass endlich diese ,ungerechtigkeit nicht etwa darin bestehe1 dass er1 wie ,herr ,r4 meinen knnte1 dem ,verfasser seine ,autorschaft abspreche3 folgt daraus1 weil er diese gar nicht lugnet1 sondern sie nur ignorirt4 ,auch wrde man sie vergeblich darauf zurckfhren1 dass er dem ,verfasser die rechtmssige ,ehre nicht erzeige1 indem er ihn nicht nenne1 wo er ihn htte nennen sollen3 indem der ,plagiar nicht weniger ,plagiar genannt wird1 wenn er auch das ,buch eines ,anonymus ausgeschrieben hat4 ,wir knnen sicher jeden ehrliebenden ,mann fragen3 ob er sich nicht in sich selbst schmen wrde1 wenn er es sich nur als mglich dchte1 dass er etwa eines unbekannten verstorbenen ,mannes ,handschrift1 oder ein ,buch1 dessen einziger ,besitzer er wre1 ausschreiben knnte8 444 ,diese ,empfindungen knnen1 nach allem ,gesagten1 in nichts1 als in dem ,gedanken liegen3 dass der ,plagiar sich eines ,dinges bemchtiget1 welches nicht sein ist4 -- ,warum denkt man nun ber den ,gebrauch der eigenen ,worte eines ,schriftstellers ganz anders1 als ber die ,anwendung seiner ,gedanken8 ,im letzteren ,falle bedienen wir uns dessen1 was unser mit ihm gemeinschaftliches ,eigenthum seyn kann1 und beweisen1 dass es dieses sey1 dadurch1 dass wir ihm unsere ,form geben2 im ersten ,falle bemchtigen wir uns seiner ,form1 welche nicht unser1 sondern sein ausschliessendes ,eigenthum ist4 ,eine ,ausnahme macht man mit den ,citaten3 nemlich nicht nur solchen1 wo von einem ,verfasser bloss gesagt wird1 dass er irgend etwas entdeckt1 erwiesen1 dargestellt habe1 wobei man sich weder seiner ,form bemchtigt1 noch eigentlich seine ,gedanken vortrgt1 sondern auf sie nur weiter fortbaut2 sondern auch solchen1 wo die eigenen ,worte des ,verfassers angefhrt werden4 ,im letzten ,falle bemchtigt man sich wirklich der ,form des ,verfassers1 die man zwar nicht fr die seinige ausgiebt1 welches jedoch hier nichts zur ,sache thut4 ,diese ,befugniss scheint sich auf einen stillschweigenden ,vertrag der ,schriftsteller untereinander zu grnden1 einander gegenseitig mit ,anfhrung der eigenen ,worte zu citiren2 doch wrde auch hier es niemand billigen1 wenn ein anderer1 ohne sichtbares ,bedrfniss1 besonders grosse ,stellen ausschriebe4 ,mit nur halbem ,rechte stehen unter den ,ausnahmen die ,blumenlesen1 die ,geiste 7esprits71 zu deren ,verfertigung gemeinhin nicht viel ,geist gehrt1 und dergleichen kleine ,diebereien1 die niemand sehr bemerkt1 weil sie niemandem viel helfen1 noch viel schaden4 ,kein ,docent duldet es1 dass jemand seine ,vorlesungen abdrucken lasse2 noch nie aber hat einer etwas dagegen gehabt1 wenn seine ,zuhrer sich seinen ,geist und seine ,grundstze eigen zu machen gesucht1 und sie mndlich oder schriftlich weiter verbreitet haben4 -- ,worauf grndet sich dieser ,unterschied8 ,im letzten ,falle tragen sie seine ,gedanken vor1 die durch ihr eigenes ,nachdenken1 und die ,aufnahme derselben in ihre ,ideenreihe1 die ihrigen geworden sind2 im ersteren bemchtigen sie sich seiner ,form1 die nie ihr ,eigenthum werden kann1 krnken ihn also in seinem vollkommenen ,rechte4 ,und jetzt diese a priori erwiesenen und a posteriori durch die aus ihnen mgliche ,erklrbarkeit dessen1 was in ,sachen der ,art fr recht gehalten wird1 erprobten ,grundstze auf das ,verhltniss des ,verfassers und des ,verlegers angewandt6 ,was bertrgt der ,erstere an den ,letzteren1 indem er ihm seine ,handschrift bergiebt8 444 ,ein ,eigenthum3 etwa das der ,handschrift8 ,aber die ,gelehrten werden gestehen1 dass diese grsstentheils des ,geldes nicht werth sey2 und warum verzeihen sie es sich denn nicht1 mehrere von eben der ,schrift an mehrere ,verleger zu verkaufen8 ,das ,eigenthum der darin enthaltenen ,gedanken3 dies bertrgt sich nicht durch eine blosse ,uebergabe2 und selten wrde dem ,verleger viel damit gedient seyn4 -- ,noch weniger das der ,form dieser ,gedanken3 denn diese ist und bleibt auf immer ausschliessendes ,eigenthum des ,verfassers4 -- ,der ,verleger bekommt also durch den ,contract mit dem ,verfasser berhaupt kein ,eigenthum1 sondern unter gewissen ,bedingungen nur das ,recht eines gewissen ,niessbrauches des ,eigenthums des ,verfassers1 d4 i4 seiner ,gedanken in ihre bestimmte ,form eingekleidet4 ,er darf1 an wen er will und kann1 verkaufen -- nicht die ,gedanken des ,verfassers und ihre ,form1 sondern nur die durch den ,druck derselben hervorgebrachte ,mglichkeit1 sich die ersteren zuzueignen4 ,er handelt also allenthalben nicht in seinem ,namen1 sondern im ,namen und aus ,auftrag des ,verfassers4 ,auch diese ,begriffe zeigen sich in allgemein angenommenen ,maximen4 ,warum wird selbst der rechtmssige ,verleger allgemein getadelt1 wenn er eine grssere ,anzahl ,exemplare abdrucken lsst1 als er mit dem ,verfasser verabredet hat8 ,das ,recht des ,verfassers1 dies zu hindern1 grndet sich zwar auf einen ,contract1 der aber nicht ber das ,eigenthum1 sondern den ,niessbrauch abgeschlossen ist4 ,der ,verleger kann hchstens ,eigenthmer dieses ,niessbrauchs heissen4 -- ,warum dann1 wenn er eine zweite ,auflage besorgt1 ohne ,erlaubniss des ,verfassers8 ,wie kann der ,verfasser bei einer zweiten ,auflage1 wenn er nichts ,neues hinzusetzt noch umarbeitet1 von neuem ,honorar vom ,verleger fr die blosse ,erlaubniss der neuen ,auflage fordern8 ,wren diese ,maximen nicht widersprechend1 wenn man annhme1 dass das ,buch ein ,eigenthum des ,verlegers wrde1 und nicht bestndiges ,eigenthum des ,verfassers bliebe1 so dass der ,verleger fortdauernd nichts ist1 als sein ,stellvertreter8 ,wre es nicht widersprechend1 dass das ,publicum1 wenn es1 durch einen prchtigen ,titel getuscht1 ein ,buch gekauft hat1 in welchem es nichts1 als das ,lngstbekannte1 aus den bekanntesten ,bchern rmlich zusammengestoppelt1 findet1 an dem ,verfasser des ,buches ,regress nimmt1 und nicht an seinen ,verleger sich hlt8 ,ein ,recht1 uns zu beklagen1 haben wir allerdings2 wir wollten nicht bloss ein paar ,alphabete gedrucktes ,papier1 wir wollten zugleich die ,mglichkeit erkaufen1 uns ber gewisse ,gegenstnde zu belehren4 ,diese ward uns versprochen1 und nicht gegeben4 ,wir sind getuscht1 wir sind um unser ,geld4 ,aber gaben wir dies nicht dem ,verleger8 ,war er es nicht1 der uns das leere ,buch dagegen gab8 ,warum halten wir uns nicht an ihn1 als an den letzten ,verkufer1 wie wir es sonst bei jedem ,kaufe thun8 ,was sndigte der arme ,verfasser8 444 ,so mssten wir nothwendig denken1 wenn wir den erstern nicht als blossen ,stellvertreter des letztern betrachteten1 der bloss in jenes ,namen mit uns handelte1 und1 wenn wir betrogen wurden1 in jenes ,namen1 auf jenes ,geheiss1 und oft ohne selbst das geringste ,arge daraus zu haben1 uns betrog4 -- ,so verhalten sich ,schriftsteller1 ,verleger und ,publicum4 ,und wie verhlt sich zu ihnen der ,nachdrucker8 ,er bemchtigt sich -- nicht des ,eigenthums des ,verfassers1 nicht seiner ,gedanken 7das kann er grsstentheils nicht2 denn wenn er kein ,ignorant wre1 so wrde er eine ehrlichere ,handthierung treiben71 nicht der ,form derselben 7das knnte er nicht2 auch wenn er kein ,ignorant wre72 -- sondern des ,niessbrauches seines ,eigenthums4 ,er handelt im ,namen des ,verfassers1 ohne von ihm ,auftrge zu haben1 ohne mit ihm bereingekommen zu seyn1 und bemchtigt sich der ,vortheile1 die aus dieser ,stellvertretung entstehen2 er maasset sich dadurch ein ,recht an1 das ihm nicht zusteht1 und strt den ,verfasser in der ,ausbung seines vollkommenen ,rechtes4 ,ehe wir das endliche ,resultat ziehen1 mssen wir noch ausdrcklich erinnern1 dass die ,frage gar nicht von dem ,schaden ist1 welchen der ,nachdrucker hierdurch dem ,verfasser entweder unmittelbar1 oder mittelbar in der ,person seines ,stellvertreters zufge4 ,man zeige1 soviel man will1 dass dadurch weder dem ,verfasser1 noch dem ,verleger ein ,nachtheil entstehe2 dass es sogar der ,vortheil des ,schriftstellers sey1 recht viel nachgedruckt zu werden1 dass dadurch sein ,ruhm ber alle ,staaten ,deutschlands1 von der ,stapelstadt der ,gelehrsamkeit bis in das entfernteste ,drfchen der ,provinz1 und von der ,studirstube des ,gelehrten bis in die ,werksttte des ,handwerkers verbreitet werde3 wird dadurch recht1 was einmal unrecht ist8 ,darf man jemandem wider seinen ,willen und sein ,recht ,gutes thun8 ,ein jeder hat die vollkommene ,befugniss1 seinem ,rechte nichts zu vergeben2 sey es ihm auch so schdlich als es wolle4 ,wann wird man doch ein ,gefhl fr die erhabene ,idee des ,rechts1 ohne alle ,rcksicht auf ,nutzen1 bekommen8 -- ,man merke ferner1 dass dieses ,recht des ,verfassers1 welches der ,nachdrucker krnkt1 sich nicht1 wie ,herr ,reimarus glaubt1 auf einen vermeinten ,contract desselben mit dem ,publicum und auf eine jesuitische ,mentalreservation in demselben grndet2 sondern dass es sein natrliches1 angebornes1 unzuverusserndes ,eigenthumsrecht ist4 ,dass man ein solches ,recht nicht verletzt sehen wolle1 wird wohl ohne ausdrckliche ,erinnerung vorausgesetzt2 vielmehr msste man dann es sagen1 wenn man auf die ,ausbung desselben ,verzicht thun wollte4 ,dies alles als erwiesen vorausgesetzt1 muss1 wenn jeder ein ,dieb ist1 der um ,gewinnstes willen den ,genuss des ,eigenthums anderer an sich reisst1 der ,nachdrucker ohne ,zweifel einer seyn4 ,wenn ferner jeder ,diebstahl dadurch1 dass er an ,dingen geschieht1 die ihrer ,natur nach nicht unter ,verwahrung gehalten werden knnen1 strflicher wird1 so ist der des ,nachdruckers1 welcher an einer ,sache verbt wird1 die jedem offenstehen muss1 wie ,luft und ,aether1 einer der strflichsten4 ,wird er es endlich dadurch noch mehr1 an je edleren ,dingen er geschieht1 so ist der an ,dingen1 die zur ,geistescultur gehren1 der allerstrflichste3 daher man denn auch schon den ,namen des ,plagiats1 der zuerst ,diebstahl an ,menschen bedeutete1 auf ,bcherdiebereien bertragen hat4 ,und jetzt zu einigen ,instanzen des ,herrn ,reimarus6 ,wer es denn sey1 der den ,niessbrauch des fortdauernden ,eigenthums der ,verfasser bei den alten ,autoren1 der es bei ,luthers ,bibelbersetzung habe8 fragt derselbe4 -- ,wenn der ,eigenthmer einer ,sache1 und seine ,erben und ,erbnehmer ausgestorben1 oder nicht auszumitteln sind1 so erbt die ,gesellschaft4 ,will diese ihr ,recht aufgeben1 und es gemein werden lassen2 will es der ,eigenthmer selbst3 -- wer kann es wehren8 ,ob das auch ein ,raub des ,bchereigenthums seyn wrde1 fragt ,herr ,r4 weiter1 wenn jemand ein ,buch einzeln oder in grsserer ,anzahl abschreiben und die ,abschriften verkaufen wolle8 ,da die ,liebhaber1 welche ein ,buch lieber in ,handschrift1 als gedruckt besitzen wollten1 selten seyn1 mithin durch diese ,vervielfltigung der ,exemplare weder dem ,verfasser noch dem ,verleger grosser ,nachtheil entstehen mchte2 da der ,gewinn bei dieser mhsamen ,arbeit nicht gross1 und der ,verkaufswerth wohl grsstentheils kmmerliche ,bezahlung der angewandten ,mhe seyn1 mithin die ungerechte ,habsucht des ,abschreibers weniger auffallen wrde3 so mchten vielleicht der ,erstere und der ,zweite dazu schweigen4 ,sind aber unsere eben ausgefhrten ,stze erwiesen1 so bleibt an sich jeder ,niessbrauch des ,buches1 sey er so wenig eintrglich als er wolle1 ungerecht2 und diejenigen1 welche das ,buch in ,abschrift zu besitzen wnschten1 oder der ,abschreiber1 mssten darber in ,unterhandlung mit dem ,verfasser treten4 -- ,wenn die alten ,schriftsteller ber den mglichen ,niessbrauch der ,autorschaft nicht nachgedacht hatten1 oder1 weil sie sein nicht begehrten1 das ,abschreiben ihrer ,bcher jedem freistellten1 dem es beliebte1 und durch ihr ,stillschweigen die ,einwilligung dazu gaben3 so hatten sie das vollkommenste ,recht1 -- wie jeder es hat -- ihr ,recht aufzugeben2 wenn sie aber gewollt htten1 so htten sie es ebensowohl geltend machen knnen1 als die unsrigen3 denn was heute recht ist1 war es ewig4 ,diese ,grundstze werden durch ,anwendung auf ,dinge1 die man oft mit ihnen verglichen und verwechselt hat1 noch deutlicher werden4 ,so hat man ,producte der mechanischen ,kunst mit ,bchern1 und das ,nachmachen derselben zum ,nachtheil des ,erfinders mit dem ,nachdrucke verglichen2 -- wie passend oder unpassend1 werden wir sogleich sehen4 ,auch ein solches ,werk hat etwas ,krperliches3 die ,materie1 aus der es verfertigt ist1 ,stahl1 ,gold1 ,holz und dergleichen2 und etwas ,geistiges3 den ,begriff1 der ihm zum ,grunde liegt 7die ,regel1 nach der es verfertigt ist74 ,von diesem ,geistigen kann man nicht sagen1 dass es eine dem ,verfertiger eigenthmliche ,form habe1 weil es selbst ein ,begriff einer bestimmten ,form ist -- die ,form der ,materie1 das ,verhltniss ihrer einzelnen ,theile zur ,hervorbringung des beabsichtigten ,zwecks2 -- welches folglich nur auf einerlei ,art1 einem deutlich gedachten ,begriffe gemss1 bestimmt seyn kann4 ,hier ist es das ,krperliche1 welches1 insofern es nicht durch den ,begriff bestimmt wird1 eine besondere ,form annimmt1 von welcher die ,nettigkeit1 die ,eleganz1 die ,schnheit des ,kunstwerkes1 insofern sie nicht auf den hervorzubringenden ,zweck bezogen wird1 abhngt3 an welcher man z4 ,b4 die ,arbeiten der ,englnder1 die ,arbeiten eines gewissen bestimmten ,meisters1 von jeder andern unterscheidet1 ohne eigentlich und deutlich angeben zu knnen1 worin der ,unterschied liege4 ,diese ,form des ,krperlichen kann auch ein ,buch haben1 und durch sie wird die ,reinheit und ,eleganz des ,druckes bestimmt2 in dieser ,rcksicht ist es ,product der mechanischen ,kunst1 und gehrt unter die nun leicht zu entwickelnden ,regeln derselben4 ,angenommen1 was allgemein anzunehmen ist1 dass durch den ,verkauf einer ,sache dem ,kufer das ,eigenthum alles desjenigen bertragen werde1 dessen ,zueignung physisch mglich ist3 was wird durch den ,verkauf eines solchen ,kunstwerkes dem ,kufer bertragen8 ,jedem ohne ,zweifel das ,eigenthum des materiellen ,krperlichen1 nebst der ,mglichkeit1 das ,werk zu dem verlangten ,zwecke zu gebrauchen1 wenn er will1 ihn kennt und ihn dadurch zu erreichen weiss4 ,die ,mglichkeit1 sich den dem ,werke zu ,grunde liegenden ,begriff 7nemlich die ,regel1 nach der es verfertigt ist7 zuzueignen1 ist nicht die ,absicht des ,verkaufs1 und gemeinhin auch nicht des ,kaufs1 wie bei einem ,buche1 wo dies offenbar die ,absicht ist4 ,auch wird sie durch den ,verkauf nicht jedem1 sondern bloss dem1 der dazu die nthigen ,kenntnisse hat1 bergeben4 ,das ,eigenthum dieses ,begriffs aber wird durch den ,verkauf gar nicht bergeben2 sondern zur ,zueignung desselben gehrt noch die ,handlung des ,kufers1 dass er das ,werk untersuche1 es vielleicht zerlege1 darber nachdenke u4 s4 w4 ,aber dennoch ist es nicht nur physisch mglich1 sondern auch oft sehr leicht1 die ,regel der ,verfertigung des ,werkes zu finden4 ,diesen ,begriffen nun seine ,form zu geben1 muss man selbst ,knstler1 und zwar ,knstler in dieser ,kunst seyn4 ,die ,form des ersten ,verfertigers wird man dem ,krperlichen nie geben2 aber es kommt darauf nicht an1 der ,unterschied ist meistens ganz unbemerkbar1 und oft wird der zweite ,verfertiger ihm eine weit schnere geben4 ,man kann folglich nicht nur das ,eigenthum der ,materie1 sondern unter gewissen ,bedingungen auch das des ,begriffs1 nach welchem sie bearbeitet ist1 sich erwerben2 und da man das ,recht hat1 sein ,eigenthum auf jede beliebige ,art zu benutzen1 so hat man ohne ,zweifel auch das1 dies ,kunstwerk nachzumachen4 ,allein1 die ,ausbung dieses ,rechtes ist nicht billig3 es ist nicht billig1 dass der ,mann1 welcher ,jahre lang ,fleiss1 ,mhe und ,kosten aufwendete1 durch die erste ,bekanntmachung des ,resultats seiner jahrelangen ,arbeit1 welches von der ,art1 dass jeder desselben sich bemchtigen kann1 der es siehet1 um alle ,frucht dieser ,arbeit gebracht werde4 ,da aber in ,sachen des ,gewinnstes auf die ,billigkeit anderer nicht sehr zu rechnen ist1 so tritt der ,staat ins ,mittel1 und macht durch ein ausdrckliches ,gesetz1 genannt ,privilegium1 dasjenige ,rechtens1 was vorher nur ,sache der ,billigkeit war4 ,weil indess durch ein solches ,gesetz das natrliche ,recht anderer allerdings eingeschrnkt1 und sie dessen beraubt werden1 besonders dadurch beraubt werden1 dass man das1 was von ihrem guten ,willen abhing1 und ihnen ein ,verdienst geben konnte1 ihnen abnthigt1 und sie dadurch wenigstens der ,entdeckung dieses ,verdienstes beraubt3 so hebt der ,staat dieses ,gesetz wieder auf1 sobald seine ,absicht1 den ersten ,erfinder zu entschdigen1 erreicht ist1 und giebt den ,menschen ihr angebornes und durch ,nachdenken und ,studium behauptetes ,recht wieder4 ,ein solches ,privilegium geht also auf den ,gebrauch des erworbenen ,begriffs2 und nur dasjenige ,bcherprivilegium wrde mit ihm zu vergleichen seyn1 welches verbte1 innerhalb zehn ,jahren nichts ber gewisse ,materien1 als z4 ,b4 keine ,metaphysik1 keine ,naturlehre1 zu schreiben4 -- ,verwechselte etwa ,herr ,r41 dessen ,vorschlge bei ,bcherprivilegien eben dahin auslaufen1 ,bcher mit mechanischen ,kunstwerken1 als ob zu ihrer ,verfertigung nichts weiter gehre1 als etwa ein ,recept1 ein ,buch zu machen im ,kopfe1 und brigens gelenke ,finger1 ,papier und ,dinte8 ,das ,recht des ,kufers1 das ,gekaufte nachzumachen1 geht1 soweit die physische ,mglichkeit geht1 es sich zuzueignen2 und diese nimmt ab1 je mehr das ,werk von der ,form abhngt1 welche wir uns nie eigen machen knnen4 ,diese ,gradation geht in unmerklichen ,abstufungen von der gemeinen ,studirlampe bis zu ,correggio's ,nacht4 ,letztere hat nie um ein ,privilegium nachgesucht1 und ist darum doch nicht nachgemacht worden4 ,zwar ,farben auftragen1 ,licht und ,schatten1 und ein ,kind und eine junge ,frau malen1 kann jeder ,pinsler2 aber es ist uns nicht darum1 es ist uns um die nicht zu beschreibende1 aber zu fhlende ,form des ,vortrags zu thun4 -- ,kupferstiche von ,gemlden sind keine ,nachdrcke3 sie verndern die ,form4 ,sie liefern ,kupferstiche1 und keine ,gemlde2 und wem sie den letzteren gleich gelten1 dem bleibt es unbenommen4 ,auch ,nachstechen schon abgestochener ,gemlde ist nicht ,nachdruck2 denn jeder giebt seinem ,stiche seine eigene ,form4 ,nachdruck wre nur das1 wenn jemand sich der ,platte des ,andern bemchtigte und sie abdruckte4 ,und nach dieser ,unterscheidung nun die ,frage3 ,was ist ein ,bcherprivilegium8 ,ein ,privilegium berhaupt ist ,ausnahme von einem allgemein geltenden ,gesetze der natrlichen oder der brgerlichen ,gesetzgebung4 ,ueber ,bchereigenthum ist bis jetzt kein brgerliches ,gesetz vorhanden2 also muss ein ,bcherprivilegium eine ,ausnahme von einem ,naturgesetze seyn sollen4 ,ein dergleichen ,privilegium sagt1 ein gewisses ,buch solle nicht nachgedruckt werden2 es setzt mithin ein ,gesetz der ,natur voraus1 welches so lauten msste3 ,jeder hat ein ,recht1 jedes ,buch nachzudrucken4 -- ,es ist also doch wahr1 dass das ,nachdruckerrecht selbst von denen1 in deren ,hnde die ,menschheit alle ihre ,rechte zur ,aufbewahrung berlieferte1 von den ,regenten1 als ein allgemein gltiges ,naturrecht anerkannt werde8 ,doch wahr1 dass selbst die ,gelehrten es dafr anerkennen2 denn was kann die ,bitte um ein ,privilegium anders heissen1 als3 ,ich erkenne an1 dass vom ,tage der ,publication meines ,werkes jeder1 wer will1 das unbezweifelte ,recht hat1 sich das ,eigenthum und jeden mglichen ,nutzen desselben anzumaassen1 bitte aber um meines ,vortheils willen1 die ,rechte der ,menschheit einzuschrnken4 -- ,hat man sich je einen ,freibrief gegen ,strassenruber geben lassen8 -- ,aber ein ,bcherprivilegium ist kein ,freibrief gegen ,strassenruber2 es ist eine ,bedeckung von ,husaren1 sagt man mir4 ,wenn dies wahr wre1 wenn es in ,lndern wahr seyn knnte1 wo die ,strassenruber nicht1 wie in ,arabien1 ungebndigt in den ,wldern herumstreifen1 sondern zu jeder ,stunde durch die obrigkeitliche ,gewalt abgelangt werden knnen3 so stnden wir vor einer andern ,untersuchung4 ,die ,tr444 nemlich1 ,sch4441 die ,w444 sind freilich ,ruber2 aber sie sind privilegirte ,ruber4 ,sie haben -- denn die ,bemerkung1 dass eins von beiden1 entweder das ,privilegium1 welches den ,nachdruck verbietet1 oder das1 welches ihn erlaubt1 widersinnig seyn muss1 wollen wir schenken -- sie1 sage ich1 haben nicht die mindeste ,schuld4 ,unbekannt mit dem1 was ,recht oder ,unrecht sey1 weil es fr sie zu tief lag1 fragten sie die1 welche es wissen sollten4 ,man sagte es ihnen1 und sie glaubten4 ,freilich gefiel es dem englischen ,kaufmanne nie wohl1 wenn ein franzsischer ,kaper ihm sein ,schiff und seine ,waaren wegnahm4 ,er beklagte sich ber diese ,ungerechtigkeit4 ,das ist nicht ,unrecht1 das ist ,kriegsrecht1 sagte der ,kaper1 und zeigte ihm seinen ,kaperschein vor2 und whrend der ,englnder diesen untersuchte1 um sich von der ,rechtmssigkeit der ,behandlung1 die er erfuhr1 zu berzeugen1 durchsuchte ihm jener die ,taschen1 und er hatte darin recht4 ,aber1 mit welchem ,rechte nur berhaupt die ,hummeln den ,bienen den ,krieg ankndigen8 444 ,welcher ,vertheidiger des ,bchernachdrucks wird uns dies erklren8 -- ,es wrde doch von einem ,staate viel verlangt heissen1 sagt man1 dass er befehlen solle1 fremde theure ,waare in sein ,land einzufhren4 ,das wrde allerdings viel verlangt heissen2 aber die ,forderung1 dass er sich dann1 wann sie ihm zu theuer ist1 ganz ohne sie behelfen mge1 wre so unbillig eben nicht4 ,joseph ,,ii4 hatte allerdings das vollkommene ,recht1 die ,einfuhr der hollndischen ,hringe in seine ,staaten zu verbieten3 wer knnte ihm dies abstreiten8 ,aber htte er darum auch wohl das ,recht gehabt -- da hollndische ,hringe sich nun einmal nicht nachdrucken lassen -- ,kaper auszusenden1 welche den ,hollndern aufpassen und ihnen ihre ,hringe abnhmen8 ,und wenn diese fremde theure ,waare -- denn ,bcher sind in diesem ,system freilich nicht mehr und nicht weniger ,waare1 als ,hringe und ,kse -- berhaupt nicht eingefhrt werden soll1 wovon soll man sie denn im ,lande abdrucken8 444 ,ei ja6 wir werden uns wohl hten1 die ,einfuhr fremder ,bcher eher zu verbieten1 als bis wir sie erst nachgedruckt haben4 ,es sey ja fr den ,vortheil des ,verfassers vllig gleichgltig1 ob in einem ,lande1 wo die ,einfuhr seiner rechtmssigen ,ausgabe verboten sey1 ein ,nachdruck verkauft werde oder nicht1 da er aus diesem ,lande einmal keinen ,gewinn ziehen knne1 sagt man auch noch4 ,und man hat recht1 und brig recht1 in einem ,systeme1 in welchem nichts unrecht ist1 als das was schadet4 ,ist jetzt ,alles klrlich erwiesen1 was erwiesen werden sollte3 -- dass der ,verfasser ein fortdauerndes ,eigenthum an sein ,buch behalte1 und das vollkommene ,recht habe1 jeden zu verhindern1 wider seinen ,willen ,nutzen aus dem1 was der ,natur der ,sache nach sein bleibt1 zu ziehen2 dass mithin der ,nachdruck eine offenbare1 und zwar eine der strflichsten ,ungerechtigkeiten sey1 -- so ist bei ,untersuchung seiner ,zulssigkeit davon gar nicht mehr die ,frage1 ob er ntzlich sey2 und wir knnen uns gnzlich enthalten1 sie zu beantworten4 ,weder ,herr ,r4 noch das ,publicum wird also etwas dagegen haben1 wenn wir statt dieser ,untersuchung eine ,parabel erzhlen4 ,was sie1 da wir nach obiger ,erinnerung mit ,bchern gar nichts ,aehnliches haben1 erlutern knne1 was sie nach allem schon ,erwiesenen noch zu erlutern habe1 wird jeder einsehen4 ,zur ,zeit des ,khalifen ,harun al ,raschid1 der wegen seiner ,weisheit in der ,tausend und ,einen ,nacht und sonst berhmt ist1 lebte1 oder knnte gelebt haben1 ein ,mann1 der wer weiss aus welchen ,salzen und ,krutern einen ,extract verfertigte1 der gegen alle ,krankheiten1 ja gegen den ,tod selbst helfen sollte4 ,ohne nun eben alle die ,wirkungen zu haben1 welche sein ,verfertiger von ihm rhmte1 -- er war selbst ein wenig krnklich -- war er doch immer eine treffliche ,arznei4 ,um in seinen chemischen ,arbeiten durch nichts gestrt zu werden1 wollte er sich nicht selbst mit dem ,handel befassen1 sondern gab ihn in die ,hnde eines ,kaufmanns1 der allein im ganzen ,lande damit handelte und einen betrchtlichen ,gewinn dadurch erwarb4 ,darber wurden nun seine ,mitbrder1 die brigen ,arzneihndler1 neidisch1 und verschrien ihn und seinen ,extract4 ,ganz anders aber benahm sich dabei ,einer unter ihnen4 ,dieser passte den ,leuten des ,alleinhndlers auf1 wenn sie das ,arcanum vom ,chemiker brachten1 nahm es ihnen ab1 raubte es wohl gar aus dem ,waarenlager selbst2 und das vermochte er1 denn er war ein handfester ,kerl4 ,er vereinzelte es darauf auf allen ,jahrmrkten1 in allen ,flecken und ,drfern1 und weil er es wohlfeil gab und den ,leuten sehr einlobte1 so hatte er reissenden ,abgang4 ,darber erhob dann der ,alleinhndler ein ,geschrei im ganzen ,lande2 und es fielen mitunter auch wohl ,diebe1 ,ruber und dergleichen ,benennungen1 die bei solchen ,gelegenheiten zu fallen pflegen und die dem ,andern auch richtig berbracht wurden4 ,gern htte der ,alleinhndler ihm wieder etwas abgenommen1 aber jener hatte nichts1 das der ,mhe des ,nehmens werth war4 ,schon lange hatte er ihm nachgestellt1 um seiner habhaft zu werden2 aber jener war schlauer als er und entging allen seinen ,schlingen4 ,endlich1 wie denn das stete ,glck unvorsichtig macht1 fiel er doch noch durch ,unachtsamkeit in die ,hnde seines ,feindes1 und ward von ihm vor den ,khalifen gefhrt4 ,hier brachte der ,arzneihndler seine ,klage gegen jenen an1 die mit der ,klage unserer ,buchhndler gegen die ,nachdrucker ziemlich gleichlautend war4 ,jener1 ohne sich bange werden zu lassen1 -- er hatte bei seinem ,marktschreiergewerbe seine ,dreistigkeit vermehrt und eine gewisse ,beredsamkeit sich eigen gemacht -- fhrte seine ,verteidigung folgendermaassen3 ,glorwrdigster ,nachfolger des ,propheten6 ich liebe nach ,principien zu verfahren4 ,der einzig richtige ,maassstab der ,gte unserer ,handlungen ist bekanntermaassen ihre ,ntzlichkeit4 ,je ausgebreitetere und je wichtigere ,vortheile eine ,handlung stiftet1 desto besser ist sie4 ,es giebt zwar noch einige finstere ,kpfe1 die sich etwas erknsteln1 was sie1 glaub ich1 ,recht nennen3 ein ,hirngespinnst1 das sich im ,leben nicht realisiren lsst2 denn kann man nicht bei aller ,rechtschaffenheit verhungern8 ,doch fern sey es1 dass dergleichen altfrnkische ,ideen die aufgeklrten ,zeiten von ,eurer ,majestt glorwrdiger ,regierung entweihen sollten6 -- ,wenn ich mithin beweise1 dass mein ,verfahren den ausgebreitetsten ,nutzen stiftet1 so beweise ich dadurch ohne ,zweifel1 dass es lobenswrdig ist2 und dies ist so leicht zu erweisen4 ,dass meine ,handlung von den vortheilhaftesten ,folgen fr das ,publicum sey1 sollte man das erst zeigen mssen8 ,ich verkaufe das ,arcanum weit wohlfeiler1 als der ,klger2 der gemeinste ,mann wird also dadurch in den ,stand gesetzt1 es sich anzuschaffen1 was er bei dem hohen ,preise des ,alleinhndlers nicht kann2 ich nthige es dem unaufgeklrten ,haufen durch meine ,betriebsamkeit und durch alle ,knste der ,beredsamkeit auf1 und brenne so von ,eifer fr das ,beste ,anderer1 dass ich sie fast zwinge1 sich durch diese heilsame ,arznei gesund zu machen4 ,welch ein ,verdienst um die leidende ,menschheit6 ,knnte ich doch ,eurer ,majestt das ,aechzen der ,leidenden1 das ,rcheln der ,sterbenden recht lebhaft malen1 die durch die von mir gekaufte ,arznei gerettet worden sind6 ,wie vielen ,kindern habe ich ihre ,vter1 die bereits in den ,hnden des ,todes waren1 wieder zurckgegeben1 ihnen selbst aber die ,mglichkeit1 zu guten ,staatsbrgern gebildet zu werden1 und einst wieder ihre ,kinder1 und vermittelst dieser ihre ganze ,nachkommenschaft zu guten ,staatsbrgern zu bilden1 dadurch erhalten6 ,man berechne die ,arbeiten1 welche jeder1 dem durch diese wunderthtige ,arznei einige ,jahre zu seinem ,leben hinzugesetzt werden1 in diesen ,jahren noch zur ,cultur des ,landes verrichten kann2 die noch grssere ,cultur desselben1 die hierdurch wieder mglich wird1 und so ins ,unendliche fort2 berechne die ,menge der ,kinder1 die er in diesen ,jahren noch zeugen kann1 und die ,kinder dieser ,kinder3 und ziehe das ,resultat der vergrsserten ,volksmenge und ,cultur1 die dadurch erfolgt1 und welche schlechterdings nicht mglich war1 wenn ich nicht dem ,klger seine wohlthtigen ,tropfen raubte4 ,es sagen zwar freilich verleumderische ,zungen1 dass das ,arcanum gemeinhin ein wenig verdorben bei mir gekauft worden2 und wenn ich ihnen auch -- ich liebe die ,wahrheit -- sollte zugestehen mssen1 dass an der ,sache etwas sey3 so ist das wahrlich nicht meine ,schuld4 ,ich wrde lieber1 wenn ich knnte1 ihm noch grssere ,kraft geben1 damit man es allein bei mir kaufte1 und mein ,klger alle seine ,kunden verlre2 und das bloss aus ,liebe zum allgemeinen ,besten4 ,aber wie sollte es mir bei der bestndigen ,flucht1 auf der ich vor meinem ,gegner seyn muss1 und bei der ,beschimpfung1 die er meiner ,handthierung anthut1 und die mich nthigt1 die lockersten ,gesellen anzunehmen1 mglich seyn1 es mit der gehrigen ,sorgfalt aufzubewahren8 ,wenn nur einmal meinem ,gewerbe vllige ,ehre und ,sicherheit zugesprochen seyn wird1 wie ich um der grossen ,ntzlichkeit desselben hoffe1 so werde ich dadurch zugleich in ,stand gesetzt werden1 auf die ,conservation desselben mehr ,sorgfalt zu wenden4 ,ich werde angeklagt1 dem ,verfertiger des ,arcanums1 und dadurch mittelbar dem ,publicum zu schaden1 weil ,klger1 wenn ich in die ,lnge fortfahre1 ihm seine ,tropfen wegzunehmen1 nothwendig verarmen und ausser ,stand gesetzt werden msse1 den ,chemiker weiter zu bezahlen1 weshalb denn dieser nothwendig die ,arbeit werde einstellen mssen4 -- ,allein1 da kennt man den ,mann nicht4 ,er wird sie darum nicht einstellen2 denn es ist einmal seine ,liebhaberei1 und er arbeitet ja so nur um der ,ehre willen4 ,im ,gegentheil1 je mehr ich seinem ,unterhndler wegnehme1 und je weniger dieser ihm fr die ,arznei wird bezahlen knnen2 desto mehr wird er arbeiten mssen1 um kmmerlich zu leben3 desto mehr wird folglich diese heilsame ,arznei vervielfltiget werden4 ,und wird nicht sein ,ruhm durch mich in die entferntesten ,drfer verbreitet8 posaune ich ihn nicht mit lauter ,stimme an jedem ,jahrmarkte aus meiner ,bude8 steht nicht sein ,name auf allen meinen ,bchsen und ,glsern mit grossen ,buchstaben in ,golde8 ,ist ihm das nicht ,ehre genug8 braucht er dazu noch ,brot8 ,er mag von der ,ehre leben6 ,endlich soll ich ,klgern ,nachtheil verursachen4 -- ,aber ich muss gestehen1 dass hier mich mein kaltes ,blut verlsst4 ,ich muss ,ihnen sagen1 mein ,herr1 dass ,sie sich der ,unbilligkeit dieser ,anklage schmen sollten4 ,haben ,sie nicht schon genug durch ,ihren ,alleinhandel gewonnen8 ,ach6 drfte ich doch den ,verlust1 den ,sie zu haben vorgeben1 mit ,ihnen theilen6 ,warum wollen ,sie mir denn nicht erlauben1 ,ihnen zu stehlen1 was ich fortbringen kann8 ,warum wollen ,sie mir denn nicht erlauben1 eine kleine ,nachlese zu halten8 ,giebt es nicht noch jetzt1 seitdem ich diese reichlich halte1 ,leute genug1 die entweder um der vermeinten grsseren ,gte ,ihrer ,arznei willen1 die doch wenig betragen kann1 oder aus einem altfrnkischen ,vorurtheile fr rechtmssigen ,besitz1 und vermeinter ,theilnahme an der ,dieberei ,anderer1 lieber ,ihre theure ,waare kaufen1 als meine wohlfeile2 -- als ob ich nicht auch1 wenn man denn einmal von ,rechtmssigkeit reden will1 dadurch das rechtmssige ,eigenthum ,ihrer ,waare erhielte1 dass ich mir die ,mhe gebe1 sie zu stehlen8 ,vielmehr habe ich1 wenn ,sie kalt darber nachdenken wollen1 eben um ,sie selbst das grsste ,verdienst4 ,sie kennen noch ,ihren ,chemiker nicht4 ,schon lngst dachte er1 voll ,neid ber den ,gewinn1 den ,sie durch sein ,arcanum machen1 darauf1 sich des ,handels mit demselben selbst zu bemchtigen4 ,er hat zwar seine ,zeit weit nthiger zur ,verfertigung desselben2 er versteht zwar nichts vom ,arzneihandel2 er ist zwar bei einigen ,versuchen im ,kleinen schon sehr bel angekommen3 aber dennoch -- glauben ,sie mirs auf mein ,wort -- er htte ,sie des ,handels beraubt4 ,nur1 schlau wie er ist1 merkte er meinen ,anschlag auf ,ihren ,waarenkasten1 und wollte lieber ,sie1 als sich selbst bestehlen lassen4 ,wenn ,sie also berhaupt noch in einigem ,besitze des ,handels sind1 so haben ,sie es mir zu verdanken4 ,dies sind die betrchtlichen ,dienste1 ,glorwrdigster ,nachfolger des ,propheten1 die ich dem glubigen ,volke1 die ich dem ntzlichen ,verfertiger des ,extracts1 die ich dem ,klger selbst leiste4 ,und ich nun1 was habe ich dafr8 ,wenn man den geringen ,preis1 um den ich das ,arcanum verkaufe1 gegen die ,kosten1 die ich auf desselben ,conservation doch wende1 die ,reisen1 die ich mache1 berechnen will2 so wird man finden1 dass mir die ,mhe1 sie zu stehlen1 sehr gering bezahlt wird1 und dass ich die ,verleumdungen meines ,gegners1 die ,schurken und ,diebe1 die er gegen mich ausstsst1 fast ganz umsonst hinnehmen1 oder nur sehr niedrig in ,anschlag bringen muss4 ,durch diese ,verunglimpfungen wird mir nun mein ehrlicher ,name1 auf welchen die ,menschen einen so grossen ,werth setzen sollen1 jmmerlich abgeschnitten1 so dass rechtliche ,leute schon anfangen1 sich sehr zu bedenken1 ob sie mir abkaufen wollen4 ,ich bin also ein ,mrtyrer fr das ,beste der ,welt2 und wenn eine ,handlung dadurch gewinnt1 dass man recht viel bei ihr aufopfert1 so ist die meinige eine der verdienstlichsten4 ,dies ,verdienst mchte ich mir nun nicht gern rauben lassen1 wenn nicht durch die ,ehrlosigkeit1 die dadurch auf mein ,gewerbe fllt1 der ,fortgang desselben gehindert1 und dem allgemeinen ,besten ,abbruch gethan wrde4 ,ich bitte demnach ,eure ,majestt anzubefehlen1 dass hinfro jeder mein ,gewerbe fr ein ehrliches halte1 bei namhafter ,strafe2 und dass ,klger gehalten sey1 mir nicht nur ,abbitte und ,ehrenerklrung zu thun1 und ffentlichen ,dank fr den geleisteten ,dienst abzustatten1 sondern auch insknftige sich von mir bestehlen zu lassen1 so viel ich will4 ,so redete der ,marktschreier4 ,wie wrde ,herr ,reimarus1 wie wrde jeder ,gerechtigkeitsliebende hierbei geurtheilt haben8 -- ,ebenso urtheilte der ,khalif4 ,er liess den ntzlichen ,mann aufhngen4 ,b4 ,zwei ,predigten aus dem ,jahre #agia4 ,statt der ,vorrede4 ,der ,verfasser und sein ,freund4 ,d4 ,v4 ,sie bringen die ,handschrift zurck8 ,haben ,sie sie durchgelesen8 ,d4 ,fr4 ,ja4 ,d4 ,v4 ,und ,ihr ,urtheil8 ,d4 ,fr4 ,sie haben ,ihre ,zeit nicht ganz bel angewendet4 ,es bt die ,feder1 wenn man sich bemht1 etwas grndlicher1 als gewhnlich1 und doch plan1 wie es fr die ,kanzel seyn soll1 zu arbeiten2 es macht unsere eigene ,erkenntniss lebendiger1 wenn man sie berdies mit einiger ,wrme vortrgt4 ,d4 ,v4 ,ich verstehe4 -- ,und ein ,exercitium hat seine ,bestimmung erreicht1 wenn es unsere eigenen ,krfte gebt hat4 ,es gehrt vor die ,augen des ,lehrmeisters1 oder des gutmthigen ,freundes1 wenn man ber die ,jahre hinaus ist1 einen ,lehrmeister zu haben2 nicht vor das ,publicum4 ,d4 ,fr4 ,wenn ,sie es so nehmen wollen6 -- ,doch erlauben ,sie mir eine ,frage3 auf welche ,art der ,leser rechnen ,sie8 ,d4 ,v4 ,auf ,leser aller ,art1 welche moralische und religise ,wahrheit1 und das ,nachdenken darber lieben4 ,d4 ,fr4 -- ,die das ,nachdenken lieben1 mithin dasselbe kennen1 aus ,erfahrung kennen1 die in einem ,stande leben1 der ihnen ehemals ,unterricht1 jetzt ,musse gewhrt4 -- ,vielleicht finden diese etwas noch ,besseres zu lesen1 als ,ihre ,predigten4 ,d4 ,v4 ,und warum sollten sie nicht auch in ,stnden gelesen werden1 die auf einer tieferen ,stufe der ,cultur stehen1 die ihnen weniger ,quellen erffnet8 -- ,sie haben doch nicht vergessen1 was ich ,ihnen sagte1 dass der grsste ,theil dieser ,predigten in mancherlei ,lndern1 vor sehr gemischten ,zuhrern1 nicht ohne merklichen ,eindruck gehalten worden8 ,d4 ,fr4 ,abgerechnet1 dass ,sie allenthalben ,fremder und ,gastprediger waren -- angenommen1 dass ,ihre ,eigenliebe diesen merklichen ,eindruck sich nicht um eines ,haares ,breite grsser vorgestellt habe -- alles1 was ,sie wollen1 abgerechnet und angenommen3 so wissen ,sie doch gewiss1 welch ein ,unterschied es ist1 ,predigten hren oder ,predigten lesen4 ,d4 ,v4 ,aber es werden doch darum noch hufig ,predigten gelesen1 in hheren und niederen ,stnden4 ,d4 ,fr4 ,welcher innere ,unterschied zwischen jenen hufig gelesenen ,predigten und den ,ihrigen sey1 werden ,ihnen die ,recensenten sagen2 auf den ,unterschied in den ,personen bernehme ich es1 ,sie aufmerksam zu machen4 -- ,gehen ,sie hin1 und werden der ,lieblingsprediger des feineren ,publicums in einer volkreichen1 ,ton angebenden1 von ,fremden hufig besuchten ,stadt2 dann sammeln ,sie ,ihre ,predigten und setzen ,ihren ,namen vor4 ,wird man sie auch nicht immer lesen1 so wird man sie doch kaufen1 sauber binden und in seine ,bcherschrnke aufstellen4 ,aber -- anonyme ,predigten -- das ist unerhrt6 ,oder wollen ,sie ,ihren unbekannten ,namen vorsetzen8 ,d4 ,v4 ,und wre er berhmt1 so wrde ich desto mehr ,anstand nehmen1 ihn zu nennen4 ,ich mchte die ,aufmerksamkeit dem ,inhalte verdanken1 und nicht dem ,namen4 ,d4 ,fr4 ,dem ,inhalte8 ,so htten ,sie entweder weniger gewhnliche ,gegenstnde behandeln1 oder die behandelten gewhnlichen von einer gewhnlichen ,seite darstellen sollen6 ,sie haben der ,sache beides1 zu wenig und zu viel1 gethan4 ,wer ,ihre ,predigten verstehen1 beurtheilen1 schtzen knnte1 liest keine ,predigten2 und wer ,predigten liest1 versteht die ,ihrigen nicht4 ,d4 ,v4 ,wenn nicht etwa hier und da ein ,prediger4 ,d4 ,fr4 -- ,welche ,predigten lesen1 um entweder sie fr die ihrigen zu gebrauchen1 oder sich darnach zu bilden4 ,sie gestehen mir wohl zu1 dass derjenige1 der der ,bildung fhig ist1 bessere ,muster findet4 -- ,wegen des ,gebrauchens -- wer ,ihre ,predigten desselben werth findet1 macht bessere2 und wer keine besseren macht1 hlt die ,ihrigen fr schlecht und vllig unbrauchbar4 -- ,noch habe ich ,ihnen geschenkt1 dass sich dieselben sehr ungleich sind2 gleichsam eine bunte ,musterkarte der ,vernderung ,ihres ,systems seit zehn ,jahren1 oder lnger4 ,d4 ,v4 ,nach allem also wre ,ihr ,rath8 ,d4 ,fr4 ,mein aufrichtiger ,rath1 dass ,sie sie ruhen liessen1 wo sie zum ,theil schon lange genug geruht zu haben scheinen4 ,d4 ,v4 ,sie haben mir die ,sache nach ,ihrer ,art vorgestellt2 ich zeige sie ,ihnen jetzt nach der meinigen4 -- ,gesetzt nun1 ich htte einen ,versuch machen wollen1 ,darstellungsarten1 die bis jetzt nur fr die ,schule gewhnlich waren1 auf die ,kanzel zu bringen2 und ich legte diese ,versuche darum dem ,publicum vor1 um zu erfahren1 ob es der ,mhe lohnte1 sie fortzusetzen8 ,d4 ,fr4 ,aber so htten ,sie diesen ,versuchen wenigstens die ,predigtform nehmen sollen1 die doch einmal nicht die einladendste ist2 und dann sind noch einige ,predigten beibehalten1 die diese ,entschuldigung nicht fr sich haben4 ,d4 ,v4 ,und wenn ich nun anderweitige1 vielleicht persnliche ,grnde gehabt htte1 eben die ,predigtform1 und eben jene ,predigten1 auf die ,sie zielen1 beizubehalten8 ,d4 ,fr4 ,dann msste freilich das gutwillige ,publicum1 das etwa noch ,predigten kauft1 ,ihre ,ankndigung1 dass ,sie unter andern auch predigen1 mit seinem ,gelde bezahlen4 -- ,und wie wollen ,sie das1 was ,sie zu ,ihrer ,entschuldigung mir jetzt gesagt haben1 dem ,publicum auf eine schickliche ,art sagen8 ,d4 ,v4 ,ich darf nur gerade unser ,gesprch vordrucken lassen4 ,d4 ,fr4 ,mit allem1 was ich zum ,nachtheile ,ihrer ,predigten gesagt habe8 ,d4 ,v4 ,mit allem4 ,dann bin ich wenigstens sicher1 dass nichts ,schlimmeres ber sie gesagt werden knne1 als schon gesagt ist4 ,d4 ,fr4 ,aber einen schngeisterischen ,dialog vor ,predigten6 ,das ist wieder unerhrt4 ,sie sind nicht ,rousseau1 und schrieben keine ,heloise4 ,d4 ,v4 ,so muss ich denn auch schon diesen ,uebelstand mit den brigen verantworten4 ,ueber die ,pflichten gegen ,feinde4 ,eingang4 ,die ,auswege1 die das menschliche ,herz nimmt1 m4 th4 ,fr41 um der ,pflicht auszuweichen1 sind unzhlbar1 in ihren ,wendungen verschieden1 und nur darin kommen sie berein1 dass alle auf irgend eine ,art die ,strenge des ,gesetzes zu umgehen suchen4 -- ,man zieht die ,pflicht zu seinen ,neigungen herab1 wie wir einst an dieser ,stelle an dem ,beispiele der ,ehrlichkeit und der ,menschenliebe zeigten3 man bertreibt sie auch wohl im ,gegentheile zu einer ,hhe1 auf der sie der menschlichen ,natur widerstreitet1 um nur1 wenn einmal zugestanden ist1 dass in der erdichteten ,vollkommenheit sie dem ,menschen unmglich sey1 gar nichts thun zu drfen1 sondern unter dem gerumigen1 viel fassenden ,mantel der menschlichen ,schwachheit seinen ,mangel an gutem ,willen verbergen zu knnen4 ,so ist es mit der durch das ,christenthum gebotenen ,pflicht der ,feindesliebe ergangen4 ,zu bequem1 oder unfhig nachzudenken1 was durch diesen ,ausdruck gefordert werden knne1 hat man das ,wort in seiner ersten scheinbarsten ,bedeutung genommen1 und nun1 wie zu erwarten war1 die ,ausbung dieser ,pflicht unmglich gefunden1 weil es der menschlichen ,natur widerstreitet1 sich ber ,beleidigungen zu freuen1 wie ber ,wohlthaten1 und bei dem ,anblicke des ,feindes eben das ,vergngen zu empfinden1 wie bei dem des ,freundes4 -- ,des ,handelns berhoben1 meinte man sich nun durchs ,reden hervorzuthun1 und wollte sich gegen ein ,gebot1 dem man den ,gehorsam versagte1 durch ,lobeserhebungen abfinden4 ,daher die prahlenden ,lobpreisungen so vieler ,christen ber die ,erhabenheit ihrer ,sittenlehre1 als der einzigen1 welche ,feindesliebe empfehle2 so vieler ,christen1 welche noch wenig ,neigung zeigen1 ihr ,vaterland1 ihre ,freunde1 ihre ,wohlthter zu lieben -- ,lobpreisungen1 welche1 wenn auch die ,anempfehlung dieser ,pflicht der christlichen ,sittenlehre ausschliessend eigen wre1 doch immer eine sehr zweideutige ,schmeichelei seyn wrden4 ,viel verlangen ist keine so grosse ,kunst1 und es gereicht keiner ,sittenlehre zur ,empfehlung1 ,dinge zu fordern1 die der menschlichen ,natur widerstreiten4 ,wir1 m4 ,br41 wollen unsere vortreffliche ,religion nicht so verfnglich loben1 sondern lieber mit ,lernbegierde und ,folgsamkeit ihre ,vorschriften anhren1 und sie zu ihrer wahreren ,ehre in unserem ,leben darzustellen suchen4 ,in gegenwrtiger ,stunde werden wir uns von den ,pflichten gegen ,feinde unterrichten4 ,text4 ,die gewhnliche ,epistel am ersten ,advents-,sonntage1 ,rm4 #ab1 v4 #ag-ba4 ,abhandlung4 ,das zwlfte ,capitel des ,briefes an die ,rmer1 woraus unsere ,epistel genommen ist1 enthlt christliche ,sittenlehren mancherlei ,gehalts in einer leichten ,verbindung4 ,auf die ,pflichten gegen ,feinde wird der ,apostel zweimal gebracht3 einmal durch ein ,wortspiel#bi v4 #ad4 ,segnet1 die euch verfolgen u4 s4 w41 einmal bei ,gelegenheit der allgemeinen ,menschenliebe1 v4 #ai4 #bj4 #ba4 ,wir wollen jetzo1 ohne seinen ,ausdrcken genau zu folgen1 im allgemeinen sehen1 welche ,pflichten gegen die ,feinde ,gewissen und christliche ,religion uns auflege4 ,funote #bi3 ,nemlich im ,grundtexte3 ,die ,ausbung der ,gastfreiheit verfolget2 die ,euch verfolgen1 segnet4 ,wenn man eine so grosse ,menge von ,menschen ber eine so grosse ,menge von ,feinden klagen hrt1 so sollte man glauben1 der ,hass der ,widersacher sey eines der grssten ,erdenleiden1 und die ,pflichten gegen ,feinde seyen nicht nur an sich die schwersten1 sondern auch ihre ,ausbung sey von der weitesten ,ausdehnung4 ,es scheint also unserem ,vorhaben nicht unangemessen1 zuvrderst zu untersuchen3 ,wen wir einen ,feind zu nennen berechtiget sind1 um zu finden1 ob von der ,summe dieses ,leidens nicht ebensowohl1 wie von der ,summe mancher anderen ,leiden etwas abgehe1 und ob die ,pflichten1 die es uns auflegt1 -- wenn sie auch so schwer seyn sollten1 als man glaubt -- in der ,ausbung oft vorkommen4 ,in der allgemeinsten ,bedeutung nennen wir alle diejenigen unsere ,feinde1 die an der ,ausfhrung unserer ,unternehmungen uns hinderlich sind4 ,dies aber kann aus zweierlei ,ursachen entstehen1 nemlich1 entweder weil unsere ,unternehmungen1 oder weil wir selbst ihnen misfllig sind2 der dritte mgliche ,fall1 dass sie beiden abgeneigt seyen1 gehrt mit unter die zwei ersten4 -- ,unser ,vorhaben kann ,anderen zuwider seyn1 entweder weil es ungerecht ist1 oder weil es ihnen nur so scheint4 -- ,im ersteren ,falle also wollen wir ungerecht seyn2 wollen handeln1 als ob die ganze ,schpfung nur fr uns1 und ihre vernnftigen ,bewohner nur zu ,werkzeugen unserer ,einflle da seyen3 und wenn dann ,einer sich unterfngt1 zu glauben1 dass es noch etwas gebe1 was er von uns nicht ertragen msse -- ,einer sich nur in den ,weg stellt1 und unseren ,anmaassungen ,grenzen setzt3 so schreien wir ber ,verfolgung1 und nennen jenen muthigen ,vertheidiger des ,rechts unseren ,feind4 -- ,und mit welchem ,rechte8 ,wollen wir ihn bloss an sich seinem persnlichen ,werthe nach betrachten1 so nthigt unser ,herz1 sey es so verdorben es wolle1 uns das ,bekenntniss ab1 dass der ,mann -- fordere es nun bloss die allgemeine ,menschenpflicht1 oder fordere es berdies noch seine besondere ,pflicht in der ,gesellschaft von ihm -- dass der ,mann1 der ohne ,kummer um unseren ,verdruss und unsere ,feindschaft sich der ,ungerechtigkeit muthig entgegenstellt1 und dem die unvertheidigte ,sache des heiligen ,rechtes theurer ist1 als unsere ,freundschaft1 unendlich mehr werth ist1 als wir1 und dass wir nicht viel ,ehre haben1 unsere ,klagen ber ihn laut werden zu lassen2 -- oder wollen wir ihn in ,beziehung auf uns betrachten1 so werden wir in dem ,manne1 der uns die unvertilgbare ,schande1 und die blutige ,reue1 und das unauslschbare ,andenken1 und die nie endenden ,folgen einer ungerechten ,that erspart1 und uns zwingt1 besser und glckseliger zu seyn1 als wir wollten1 unseren wahrsten ,wohlthter anerkennen mssen4 ,solche ,gegner also gehren gar nicht in die ,zahl unserer ,feinde4 ,in dem zweiten ,falle waren die ,feinde der ,jnger ,jesu1 und berhaupt der ersten ,christen1 an welche die ,ermahnungen des ,apostels gerichtet sind4 ,sie widersetzten sich dem ,vorhaben der ,apostel und ihrer ,anhnger1 weil es ihnen ungerecht schien4 -- ,es war damals eben wie jetzt4 ,die ,juden1 deren grsster ,beweis fr die ,wahrheit ihrer ,religionsgrundstze der war1 dass ihre ,vter und ,grossvter auch so geglaubt1 auch so geopfert1 auch mit den ,formeln gebetet hatten1 hassten1 verfolgten1 tdteten1 wenn sie konnten1 die ersten ,christen1 weil sie eine aufgeklrtere ,gottesverehrung einfhren wollten1 welches jene fr ein sehr strfliches ,unternehmen hielten4 -- ,so wurde das ,vorhaben der ersten ,christen verkannt1 und darum angefeindet1 und so kann es auch das unsrige werden1 von welcher ,natur es auch sey4 -- ,auch solche ,gegner knnen wir nicht mit ,recht ,feinde nennen2 ihr ,widerstand entsteht nicht aus boshaften ,absichten gegen unsere ,personen2 sie meinen fr das ,recht zu kmpfen1 und ihre ,triebfeder wenigstens ist edel4 ,sollten wir uns darber erzrnen1 dass wir erleuchteter sind1 als sie8 ,diese ,gegner sinds1 von denen der ,apostel sagt3 segnet sie -- wnscht ihnen von ganzer ,seele alles ,gute1 und besonders dasjenige ,gute1 dessen sie am meisten bedrfen -- ,erleuchtung4 ,wnscht sie ihnen nicht bloss1 sondern sucht werkthtig durch weise ,belehrung und durch das1 was krftiger wirkt als alle ,belehrung1 durch einen reinen ,wandel ihre ,begriffe zu berichtigen4 ,fhret einen guten ,wandel unter den ,heiden1 auf dass die1 so von euch afterreden1 als von ,uebelthtern1 eure guten ,werke sehen und euren ,vater im ,himmel preisen4 ,endlich kann ,jemand1 ohne unser persnlicher ,feind zu seyn1 unser ,widersacher auch bloss darum werden1 weil wir seinem ,eigennutzen im ,wege stehen1 weil unsere ,erniedrigung ihn heben soll4 ,wir finden uns einmal auf seinem ,wege1 und er rennt uns nieder -- nicht etwa -- aus besonderer ,abneigung gegen uns2 er htte jeden anderen1 der auf unserem ,platze gestanden htte1 auch niedergerannt4 ,er schreitet seinen ,schritt einher -- es kommt ein ,wurm unter seine ,fsse -- er zertritt ihn4 ,aber warum musste auch der ,wurm unter seinen ,fuss kommen2 er htte ihm sonst sein ,leben wohl gnnen mgen4 -- -- ,ohne das ,frchterliche einer solchen ,sinnesart mildern zu wollen1 drfen wir doch sagen1 dass auch ein solcher ,gegner nicht unser ,feind zu nennen sey4 ,er ist freilich auch nicht unser ,freund3 er ist ,niemandes ,freund1 als der seiner eigenen geliebten ,person4 ,er ist freilich ein ,feind des ,rechts und der ,menschheit1 und der unsrige1 weil wir zu ihr gehren2 aber er hasst doch keinen weniger1 als uns1 und das1 was uns trifft1 ist nichts1 als das allgemeine ,loos4 ,wir haben freilich nicht nur das ,recht1 sondern auch die ,pflicht ihn zu behandeln1 wie jeden ,feind der ,gerechtigkeit2 aber wenn wir ihn mit persnlicher ,erbitterung hassen wollten1 so wrden wir selbst ungerecht und ihm hnlich werden4 ,es ist also ,niemand brig1 den wir mit ,recht unseren ,feind nennen knnten1 als derjenige1 der eine persnliche ,abneigung gegen uns hat1 und unser ,vorhaben hindert1 bloss darum1 weil es das unsrige ist4 ,solche ,gegner eigentlich1 und nur in einem gewissen ,sinne die der beiden letzteren ,klassen1 sind der ,gegenstand der ,pflichten gegen ,feinde4 ,da nichts in der ,welt ganz ohne ,ursache geschieht1 und folglich auch der ,hass unserer persnlichen ,feinde nicht vllig ohne ,grund seyn mchte1 so ist es hierbei die erste ,regel der ,sittenlehre1 sich sorgfltig und unparteiisch zu prfen1 ob man1 und wodurch man ,gelegenheit zu dieser ,abneigung gegeben habe4 ,die ,menge der ,freunde oder ,feinde ist zwar nie ein richtiger ,maassstab zur ,schtzung des sittlichen ,charakters eines ,menschen2 wenn aber so gar viele aus dem ,haufen treten und sagen3 du habest sie gedrckt1 so kannst du mit hoher ,wahrscheinlichkeit vermuthen1 dass du eine harte ,seite habest4 ,jede uns bekannt gewordene ,abneigung legt uns die ,pflicht auf1 uns sorgfltig zu prfen1 ob wir vielleicht durch unsere ,ungerechtigkeit1 durch unsere ,unterdrckungssucht uns hassenswrdig gemacht haben2 -- und dann wren wir ja wahrlich nicht werth1 unsere ,augen gegen unsere ,gegner aufzuheben2 -- oder ob wir vielleicht bei wirklich guten ,absichten durch unser unzweckmssiges ,benehmen1 durch eine rauhe1 unfreundliche ,steifigkeit1 durch einen ,mangel der ,schonung gegen ,anderer ,schwachheiten ihnen einen ,verdacht gegen den ,baum beigebracht haben1 der so herbe ,frchte trgt4 ,sollten wir in dieser ,prfung1 bei der wir uns ja nicht schmeicheln mssen1 etwas von der ,art finden1 so bleibt uns nichts brig1 als die ,folgen unserer eigenen ,unklugheit geduldig zu tragen1 hinzugehen und uns zu bessern4 ,finden wir aber an uns keine ,schuld1 so tritt unsere erste heiligste ,pflicht ein3 die1 dem ,unrechte zu widerstehen1 insoweit wir knnen1 ohne selbst ungerecht zu werden1 und die ,ordnung zu zerstren4 -- ,irret euch nicht1 m4 ,br43 alles sich gefallen zu lassen1 alles gut zu heissen1 alles zu dulden1 fordert kein ,christenthum2 und die ,vernunft erklrt dies fr ,unverstand und ,mangel an wahrer ,abneigung gegen das ,bse1 wenn sie es bloss an sich -- und fr ,untersttzung und ,verewigung der ,unordnung1 wenn sie es in ,rcksicht seiner ,folgen fr das ,ganze betrachtet4 ,wer das ,bse an ,anderen nicht hasst1 der hasst es gewiss auch nicht an sich selbst2 und wer keiner ,empfindlichkeit gegen zugefgtes ,unrecht fhig ist1 ist ebensowenig der ,dankbarkeit fr erzeugte ,wohlthaten fhig4 -- ,zwar sagt ,jesus3 ,ich sage euch1 dass ihr allerdings nicht1 berhaupt und in keinem ,falle nicht1 widerstreben sollt dem ,uebel4 ,nimmt dir jemand den ,rock1 dem lass auch den ,mantel1 u4 s4 w4 ,aber es ist bei diesen und hnlichen ,stellen zu bemerken1 dass die ,evangelisten uns nicht nur diejenigen ,aussprche ,jesu1 welche er als ,dolmetscher des ,willens der ,gottheit an die ,menschen zu gltigen ,gesetzen fr alle ,zeiten und ,vlker aufstellte1 sondern auch solche ,reden aufbehalten haben1 in denen er als klgerer ,freund1 bloss seinen ,jngern einen guten ,rath fr ihre besondere ,lage giebt4 ,ob eine ,vorschrift zu der ersteren oder zu der letzteren ,art gehre1 ist nur daraus zu ersehen1 ob sie durch unsere ,vernunft1 als ein allgemeingltiges ,gesetz besttigt werde oder nicht4 ,die ,jnger ,jesu wrden vor jdischen oder heidnischen ,richtersthlen nicht nur keine ,genugthuung erlangt haben1 sondern auch dadurch in ihrem ersten ,berufe1 die christliche ,religion zu predigen1 gestrt1 und vielleicht weit eher1 als es fr ihre ,bestimmung seyn sollte1 getdtet worden seyn4 ,ihnen blieb also kein ,mittel brig1 um sich ihren mhseligen ,zustand ertrglicher zu machen1 als alles geduldig zu ertragen1 und durch die hchste ,sanftmuth ihre ,feinde wenigstens zu einiger ,schonung zu erweichen4 ,spterhin1 nachdem ganze christliche ,gemeinen errichtet waren1 sagt schon ,johannes3 ,sndigt dein ,bruder an dir1 so strafe ihn alleine2 so verweise es ihm unter vier ,augen2 hret er dich nicht1 so sage es der ,gemeine2 hret er die ,gemeine nicht1 so halte ihn als einen ,zllner und ,snder4 ,fr uns aber1 die wir in ganzen christlichen ,staaten leben1 tritt die allgemeingltige1 durch die ,vernunft besttigte ,bemerkung ,paulus in ihre volle ,wirksamkeit ein3 dass die ,obrigkeit1 als ,stellvertreterin der ganzen ,gesellschaft1 das ,schwert nicht umsonst tragen1 sondern dass sie des allvergeltenden ,gottes ,dienerin auf der ,erde1 und eine ,rcherin seyn msse ber jeden1 der ,uebeles thut2 dass wir mithin1 wenn dieser ,satz nicht aufgehoben werden1 und unseren brigen ,pflichten nicht widersprechen soll1 sie zur ,ausbung dieser ,stellvertretung ,gottes bei uns zugefgtem ,unrechte auffordern mssen1 mit dem ,zutrauen1 dass sie stets bereit seyn werde1 das unterdrckte ,recht zu rchen2 ein ,zutrauen1 das sie1 und ,gott1 dessen ,bild sie ist1 ehrt4 -- ,eben daraus aber1 dass wir unsere ,sache ihr bertragen sollen1 folgt1 dass wir uns nicht selbst rchen drfen2 sondern es lediglich ihr1 als ihre eigene ,sache berlassen mssen4 ,diese ,genugthuung aber werde gesucht mit und aus ,liebe4 ,nicht das sey unser ,zweck1 dem ,feinde wieder ,bses zuzufgen1 sondern bloss und einzig das1 das ,bse in ihm1 und durch das ,beispiel seiner ,bestrafung auch in anderen krftigst zu hindern4 ,wer irgend einer anderen ,absicht sich bewusst ist2 wer in seinem ,herzen den geringsten ,zug von ,lieblosigkeit1 die leiseste ,freude ber die gehoffte ,bestrafung seines ,beleidigers aufsprt2 wer nicht sogar ,schmerz empfindet1 dass seine ,pflicht ihn nthigt1 um desselben ,bestrafung anzusuchen1 verliert jenes ,recht gnzlich1 weil er durch ,bestrafung seines ,widersachers die ,obrigkeit nicht zur ,dienerin des ,rechts1 sondern zum ,werkzeuge seiner ,rachsucht und seiner ,feindseligkeit machen1 und in ihr ,gott1 dessen ,bild sie ist1 entweihen wrde3 -- durch welche ,regel denn jene ,erlaubniss ,genugthuung zu suchen1 wieder genau in ihre gehrigen ,grenzen eingeschlossen wird4 -- ,man sey der ,sache ,feind1 und der ,person ,freund4 ,man arbeite1 kmpfe1 ringe1 das ,unrecht zu verhindern2 aber man sey in allen brigen gerechten ,dingen dem ,gegner zu jedem ,dienste und jeder ,aufopferung bereit4 ,man ringe darnach1 ihm zu dienen3 -- zwar nicht ausgezeichnet vor allen anderen ,menschen1 und ebendarum1 weil er der ,feind ist2 eine ,warnung1 die nur fr wenige seltene ,menschen noth thut4 -- ,es giebt nemlich ,menschen1 die1 mit einer ,anlage zur ,erhabenheit und ,strke der ,seele geboren1 dieselbe durch harte ,selbstkmpfe erhht haben1 und aus diesem ,kraftgefhl eben das ,schwerste in ihren ,pflichten begierig an sich reissen1 und die unter zweien ihrer ,hlfe gleich bedrfenden ,gegenstnden eben den ,feind1 und das eben um seiner ,beleidigungen willen gegen sie1 vorziehen wrden2 bloss um das erhabene ,gefhl zu empfinden1 die ,bitterkeit in ihrer ,seele besiegt zu haben4 ,so edel und erhaben diese ,triebfeder auch ist1 so verbietet doch eine reine ,sittenlehre1 die ,wahl der ,gegenstnde unserer ,wohlthtigkeit dadurch bestimmen zu lassen4 -- ,die einzige allgemeingeltende ,regel der ,sittenlehre hierber ist die3 der ,feind werde in vllige ,gleichheit mit allen bedrftigen ,gegenstnden gesetzt2 der ,feind werde im ,bedrfniss vergessen2 unser hlfsbedrftiger1 hungernder1 unbekleideter ,feind sey nicht mehr ,feind1 sey bloss hlfsbedrftig1 hungernd1 unbekleidet4 ,alle jene ,ausdrcke von ,verzeihung1 von ,vershnlichkeit gegen den ,feind sagen viel zu wenig2 wo wir helfen und dienen knnen1 mssen wir unserem ,feinde nicht verzeihen2 wir mssen keinen ,feind haben1 wir mssen nur den ,hlfsbedrftigen sehen4 ,jeder ,dienst1 der sich auf etwas ,anderes grndet1 hat kein ,verdienst4 ,die ,liebenswrdigkeit solcher ,gesinnungen brauche ich nicht erst zu zeigen3 aber den ,einwurf befrchte ich von vielen1 dass dies nur schne ,gemlde seyen1 die sich zwar gut darstellen und beschauen1 aber nie ins menschliche ,leben einfhren liessen2 und dass man die ,welt und das menschliche ,herz schlecht kenne1 wenn man ihnen im ,ernste so etwas anmuthen wolle4 ,wenn es hierbei bloss aufs ,widerlegen ankme1 so drfte ich nur das ,beispiel ,jesu1 der im ,angesichte des ungerechtesten und schmerzhaftesten ,todes fr seine ,verfolger betete2 oder1 wenn euch das zu erhaben dnkte1 das ,beispiel seiner ,jnger anfhren1 die gewiss schwache ,menschen waren1 wie wir1 und eben das thaten4 ,zweckmssiger aber wrde es seyn1 die ,mittel zu entwickeln1 durch deren ,gebrauch es leicht1 sehr leicht wird1 so gegen seine ,feinde zu handeln4 ,sie sind -- sorgfltige ,selbstprfung und lebhafte ,erkenntniss seiner eigenen ,schwachheiten1 das daraus entstehende ,gefhl der ,gebrechlichkeit der menschlichen ,natur berhaupt1 und besonders die ,ueberzeugung1 dass das wenigste ,bse in der ,welt erweislich aus ,bosheit1 und bei weitem das meiste aus ,unverstand geschehe3 eine ,betrachtung1 die vor jetzt die ,krze der ,zeit mir verbietet4 ,dies sind die allgemeinen ,pflichten1 die wir gegen unsern ,feind1 so wie gegen alle ,menschen haben4 ,es giebt aber noch eine besondere gegen den ersteren1 die3 sie zu bessern und zu unseren ,freunden zu machen2 welche gleichsam die ,probe enthlt1 ob wir alle unsere brige ,pflichten gegen sie redlich erfllt haben4 ,haben wir alles weggerumt1 was dem ,feinde ,veranlassung geben knnte1 uns zu hassen2 haben wir ihn stets mit ,liebe und ,edelmuth behandelt1 so kann es nicht fehlen1 er wird endlich -- sey es so spt1 als es wolle -- er wird endlich gewiss unser ,freund werden4 ,und welch ,vergngen wird uns dann berstrmen6 ,ich habe1 theure ,freunde1 durch eine ,schilderung der ,ruhe und ,heiterkeit1 und des wahrsten ,selbstgenusses1 den solche ,gesinnungen unserer ,seele geben1 ebensowenig1 als durch eine ,darstellung der ,bitterkeit und der unangenehmen ,empfindungen1 welche ,hass und ,unduldsamkeit ber unser ,herz verbreiten1 diese ,betrachtung unterbrechen wollen1 um nicht durch ,vorstellung eures eigenen ,nutzens euch zur ,anerkennung eurer ,pflicht zu bestechen zu scheinen4 ,jetzt aber1 nach vollendeter ,untersuchung1 erlaubt mir einige ,fragen an euer ,herz zu legen4 ,ich will euch nicht fragen1 ob ihr persnliche ,feinde1 -- solche ,feinde habt1 denen alles zuwider ist1 was von euch kommt1 die alle eure ,unternehmungen zu hintertreiben suchen1 die euer ,unglck und euren ,untergang geschworen zu haben scheinen8 ,solche ,feinde sind berhaupt selten1 und sind es besonders gegen eine stille1 anspruchslose ,lebensart4 ,aber das lasst euch fragen1 ob ihr nie beleidigt worden seyd8 und wer unter uns mchte wohl diese ,frage mit ,nein beantworten1 da das menschliche ,herz berhaupt nur zu leicht beleidigt wird8 ,ich mag auch nicht untersuchen1 ob ihr euch nicht vielleicht durch eure eigene ,schuld diese ,beleidigung zuzoget -- ihr sollt vllig recht1 euer ,beleidiger vllig unrecht haben4 ,denkt euch jetzt einmal diese ,beleidigung mit allen ihren ,umstnden2 denkt euch den ,beleidiger gegenwrtig2 oder vielleicht ist er es1 vielleicht ist er mit euch in diesem ,gotteshause1 und ihr knnt ihn erblicken4 ,wie wird euch bei seinem ,anblick zu ,muthe8 was wnscht ihr ihm8 wenn ihr ihm in diesem ,augenblicke einen betrchtlichen ,schaden zufgen knntet1 wrdet ihrs thun8 wenn ihr in diesem ,augenblicke ihm einen sehr wesentlichen ,dienst erzeigen knntet1 wrdet ihr eilen8 wrdet ihrs willig und mit ,freuden thun1 oder wrde es euch einen grossen ,kampf kosten8 wrdet ihr vielleicht vorher eure ,bitterkeit gegen ihn auslassen mssen8 ,wie8 ihr httet ,feindschaft mit euch in dieses ,haus des ,friedens gebracht8 indem ihr eure ,stimmen mit den ,stimmen eurer brigen ,mitchristen zur ,anbetung ,gottes vereinigtet1 htte in einem der geheimsten ,winkel eures ,herzens sich ,abneigung gegen diejenigen verborgen1 die ihre ,stimmen mit den eurigen vereinigten8 unter den ,wnschen1 die aus eurem ,herzen zum ,vater aller emporwallten1 htte sein allsehendes ,auge ,wnsche fr das ,elend derer entdeckt1 die seine ,kinder sind1 wie ihr8 ,msset ihr euch dann nicht vor ,gott1 dessen ,auge wahrlich in diesem ,augenblicke das ,innerste eurer ,herzen durchschaut1 schmen8 ,seyd ihr bei diesen ,gesinnungen bisher glcklich gewesen8 ,habt ihr euch nie der ,schwachheit geschmt1 eure ,ruhe von gewissen ,anblicken1 gewissen ,erinnerungen abhangen lassen zu mssen8 eure ganze ,seele als einen ,schauplatz der niedrigsten ,empfindungen erblicken zu mssen1 sobald eure ,gedanken auf gewisse ,begebenheiten eures ,lebens fielen8 ,empfindet ihr diese ,scham -- fhlt ihr diese ,unannehmlichkeit eures bisherigen ,lebens -- o mchte es dann doch in dieser ,stunde in allen ,seelen1 in denen es bisher trbe war1 helle werden2 mchte doch allen ,freude aufgehen6 ,ihr knnt in diesem ,augenblicke nicht hingehen zu eurem ,beleidiger1 ihm nicht die ,hand drcken1 und ihn versichern1 dass aller ,hass aus eurer ,seele rein weggetilgt ist2 -- dies ist nicht in eurer ,macht1 aber euer ,herz ist in eurer ,macht4 -- ,o mchten sie doch1 diese eure ,herzen1 in dieser ,minute sich vereinigen1 so wie ihr hier vereinigt vor ,gott sitzt2 mchten sie doch in dieser ,minute1 ,gott1 und alle seligen ,geister1 die uns hier umringen1 zu ,zeugen1 den unzertrennlichsten ,bund des ,friedens schliessen6 ,du aber1 o ,gott1 der du wahrlich hier zugegen bist1 und unser aller ,herz siehst -- sey unser ,zeuge -- wir wollen uns lieben1 und nie hassen1 wir wollen von nun an allen ,hass und ,bitterkeit aus unserer ,seele tilgen4 ,amen4 ,ueber die ,wahrheitsliebe4 ,eingang4 ,a4 ,z4 ,das ,wort ,wahrheit wird in einer doppelten ,bedeutung gebraucht1 und bezieht sich entweder auf die ,erkenntnisse unseres ,verstandes1 oder auf die ,gesinnungen unseres ,herzens4 ,wenn in ,absicht unseres ,verstandes unsere ,vorstellungen von den ,dingen mit den ,dingen an sich bereinstimmen1#cj wenn z4 ,b4 dasjenige1 was wir fr ein ,glck halten1 wirklich ein ,glck1 und dasjenige1 was wir fr ein ,unglck halten1 wirklich ein ,unglck ist1 so ist ,wahrheit in unserer ,erkenntniss1 und dieser ,wahrheit ,gegentheil heisst ,irrthum4 -- ,wenn in ,absicht unseres ,herzens alle unsere ,aeusserungen mit unseren inneren ,gesinnungen bereinkommen1 so ist dies ,wahrheit in der zweiten ,bedeutung1 welcher wir ,falschheit und ,lge entgegensetzen4 ,wenn man von ,wahrhaftigkeit1 von der ,pflicht sich der ,wahrheit zu befleissigen u4 s4 w4 redet1 so wird dies ,wort in der letzteren ,bedeutung gebraucht2 denn ,wahrheit in der ersteren1 oder die ,richtigkeit unserer ,vorstellungen von den ,dingen hngt von dem ,maasse unserer ,fhigkeiten und unserer ,bildung1 nicht aber von unserem freien ,willen ab1 und lsst sich mithin weder durch gttliche1 noch durch menschliche ,gesetze anbefehlen4 ,wer wissentlich falsch und ein ,lgner ist1 wird dadurch nicht nur ein sehr schdlicher ,gegenstand fr die ,gesellschaft1 sondern auch ein sehr schndlicher fr sich selbst3 denn wie niedertrchtig feige muss sich derjenige erscheinen1 der sich nie getrauen darf1 seines ,herzens ,meinung zu entdecken1 und der im ,innern seines ,herzens ohne ,unterlass eine ,schande sieht1 die er vor jedes ,anderen ,auge sorgfltig verbergen muss6 ,diese ,pein der ,selbstverachtung1 oft um eines sehr geringen ,vortheils willen1 auf sich zu nehmen -- dazu1 sollte man meinen1 wrden die wenigsten ,menschen ,entschlossenheit genug haben2 und es msste mithin der ,falschheit und der ,lgen weit weniger unter ihnen seyn1 wenn sie nicht meistentheils damit angefangen htten1 sich selbst zu betrgen1 ehe sie andere betrogen1 wenn ihr ,herz in der ,falschheit gegen andere sich nicht erst an ihnen selbst gebt1 und dieser unselige ,selbstbetrug sie nicht gegen die ,schande1 ,betrger ,anderer zu seyn1 abgehrtet htte4 -- ,ich habe jetzt1 a4 ,z41 ich habe die giftige ,quelle genannt1 aus welcher unser ganzes sittliches ,verderben herfliesst4 ,nur diese lasst uns1 wenigstens in uns selbst1 zu verstopfen suchen4 ,hrt mich deswegen aufmerksam an1 wenn ich heute von der ,gemthsverfassung1 welche vor jenem unseligen ,selbstbetruge verwahrt -- wenn ich von ,wahrheitsliebe mit euch rede4 ,funote #cj3 ,man wird mir fr die ,kanzel diese ,namenerklrung verzeihen1 und die ,untersuchung1 ob so etwas sich berhaupt nicht etwa widerspreche und nichts gesagt sey1 schenken4 -- ,wenigstens ist das hier ,gesagte nicht aus ,unwissenheit gesagt4 ,du aber1 o ,gott1 lautere ,quelle aller ,wahrheit1 erwrme mich heute mit einem ,strahle deines ,lichtes1 da ich zu deinem ,ebenbilde von dem1 was dein ,wesen ausmacht1 und wodurch allein der ,sterbliche dir hnlich wird1 von ,wahrheitsliebe1 reden soll4 ,geuss ,licht und ,wrme ber meinen ,vortrag1 und ,verstand ber den ,geist meiner ,zuhrer herab1 die sich mit mir vereinigen ,dich darum anzurufen1 u4 s4 w4 ,text4 ,das ,evangelium am ,sonntage ,exaudi1 besonders ,joh4 #ae4 v4 #bf4 ,abhandlung4 ,die verlesenen ,worte sind aus der ,abschiedsrede ,jesu an seine ,jnger4 ,jesus1 der sorgfltige ,fhrer derselben1 sollte sie1 eben im ,begriffe ihr fr die ,menschheit so wichtiges1 fr sie selbst so schwieriges ,lehramt anzutreten1 noch berhuft von ,vorurtheilen des ,verstandes1 und noch grosser ,schwachheiten des ,herzens fhig1 verlassen4 ,um sie hierber zu beruhigen1 versprach er ihnen einen anderen ,trster1 oder richtiger ,fhrer1 der ihre ,vorurtheile ebenso berichtige1 und sie vor ,schwachheiten ebenso sorgfltig warne1 als er selbst es bisher gethan hatte1 den ,geist der ,wahrheit4 ,ich lasse ununtersucht1 was man in diesen ,worten etwa alles finden kann1 wenn man recht begierig etwas recht ,wunderbares sucht4 ,ungeknstelt erklrt sagen sie das1 was ein zrtlicher ,vater sagen wrde1 wenn er in der ,todesstunde seine noch nicht vllig ausgebildeten ,kinder um sich her versammelte1 und zu ihnen sprche3 ,bisher habe ich eure ,handlungen geleitet2 jetzt muss ich euch verlassen1 und das ist gut fr euch1 damit ihr endlich euch selbst regieren lernt4#ca ,statt meiner verweise ich euch an einen erhabenern ,fhrer1 an euer ,gewissen4 ,wie ihr bisher auf meine ,warnungen horchtet1 ebenso horcht hinfhro auf die ,warnungen dieses2 und wie bisher mein ,beifall euer hchstes ,ziel war1 ebenso sey es hinfhro der ,beifall eures eigenen ,herzens3 und dass dieses euch nie tuschen werde1 dafr brgt mir die ,wahrheitsliebe1 die ich in euch bemerkt und gepflegt habe4 -- ,jesus sagt1 dass er ihnen diesen ,wahrheitsgeist senden wolle1 nicht als ob sie etwa erst jetzt durch irgend ein ,wunderwerk umgeschaffen die ,wahrheit wrden lieben lernen1 -- die ,jnger ,jesu1 die an sich weder besser unterrichtet1 noch tugendhafter waren1 als die brigen ,juden ihrer ,zeit1 zeichneten sich eben durch ,wahrheitsliebe1 und bloss durch sie von anderen aus1 und wurden bloss um dieser willen ,schler ,jesu -- sondern1 weil sie erst jetzt1 nach dem ,verluste ihres usseren ,fhrers1 dieses inneren ,fhrers bedrfen wrden4 ,wir alle1 meine th4 ,fr41 sind eben so1 wie die ,jnger ,jesu1 an unser ,gewissen gewiesen1 und eben so nthig1 als ,jene1 bedrfen wir der ,wahrheitsliebe1 um seine ,stimme zu hren4 ,es ist also der ,mhe werth1 diese ,wahrheitsliebe genauer kennen zu lernen4 ,die ,wahrheitsliebe1 von der wir hier und heute reden1 besteht krzlich darin3 dass man sich in seiner ,meinung von seiner eigenen ,tugend nicht betrgen wolle4 ,dies nun scheint ,anfangs widersprechend2 denn es scheint auf den ersten ,anblick unmglich1 sich selbst zu hintergehen1 und hintergehen zu wollen4 ,funote #ca3 ,joh4 #af1 #g4 ,wenn man aber daran denkt1 dass der menschliche ,wille durch zwei sehr verschiedene ,haupttriebe in ,bewegung gesetzt wird1 deren einer ihn antreibt1 sich vor ,beschdigungen seines ,leibes und ,lebens zu sichern1 und die ,mittel aufzusuchen1 dieses ,leben unter so vielen angenehmen ,empfindungen hinzubringen1 als mglich2 -- ein ,trieb1 den wir ,eigenliebe nennen1 und den wir mit den ,thieren des ,feldes gemein haben3 -- deren zweiter aber ihn drngt1 das ,gute zu verehren und das ,laster zu verabscheuen2 -- ein ,trieb1 der uns in den ,rang hherer ,geister und zum ,ebenbilde der ,gottheit erhebt1 und den wir das ,gewissen nennen2 -- -- ,triebe1 die so verschieden sind1 dass daher einige zwei ,seelen im ,menschen angenommen haben2 eine ,bemerkung1 welche allein es schon hinreichend erklrt1 wie ,jesus von dem verheissenen ,geiste der ,wahrheit1 als von etwas ausser den ,jngern reden konnte1 so wie auch schon ein ,weiser einer anderen ,nation das ,gute und ,edle1 das er that oder sagte1 den ,eingebungen eines hheren ,geistes zugeschrieben hatte3 -- wenn man ferner bedenkt1 dass diese beiden ,antriebe1 -- der der ,eigenliebe und der des ,gewissens -- sich oft geradezu widerstreiten1 indem der erstere den ,menschen antreibt1 etwas als angenehm und ntzlich zu begehren1 was der zweite als schndlich und ungerecht ihn zu verabscheuen nthigt3 wenn man dieses beides bedenkt1 so lsst sich sehr leicht einsehen1 wie der ,mensch1 dem die ,tugend nicht lieb genug ist1 um alles fr sie aufzuopfern1 in dem ,gedrnge1 in welches er bei diesem ,widerstreite gerth1 und in der ,wahl1 entweder die ,befriedigung seiner liebsten ,neigungen aufzugeben1 oder sich selbst fr einen ungerechten und schndlichen ,menschen zu halten1 einen ,ausweg suchen und ihn darin finden werde1 dass er sich berrede1 sein ,vergehen sey so gross noch nicht1 und er knne demohngeachtet doch noch ein guter ,mensch seyn4 ,solche ,menschen sind nicht einmal stark genug1 um ganz ,bsewichter zu seyn1 und begierig1 die ,lust des ,lasters und die ,freuden des guten ,gewissens mit einander zu vereinigen1 betrgen sie sich selbst1 oder die schlechtere ,seele in ihnen verflscht die ,aussagen der besseren4 ,der trglichen ,vorspiegelungen1 deren sie sich dazu bedienen1 sind unzhlige4 ,jetzt berreden sie sich1 andere ,bewegungsgrnde bei ihren ,handlungen gehabt zu haben1 als sie wirklich hatten1 und glauben es sich z4 ,b4 im ,ernste1 dass ,gerechtigkeits- und ,pflichtliebe1 oder ,wohlthtigkeit sie da geleitet habe1 wo sie doch ihrer angeborenen ,hrte oder ihrer ,eitelkeit frhnten4 -- ,so waren die1 von denen ,jesus in unserem ,evangelium sagt 7,cap4 #af1 #b73 sie werden1 indem sie euch tdten1 ,gott einen ,dienst damit zu thun meinen4 -- ,eigentlich war wohl beleidigter ,stolz und ,rechthaberei dasjenige1 was die verfolgungsschtigen ,juden1 so wie die ,verfolger aller ,zeiten und ,vlker1 trieb1 nicht aber die ,begierde1 ,gott einen ,dienst zu thun4 ,das letztere banden sie sich wohl nur so auf2 denn es ist sehr zweifelhaft1 ob sie1 wenn sie an ihrer ,seite die ,gemarterten1 und ihre ,gegner die ,marterer gewesen wren1 unter den ,qualen des schmerzlichsten ,todes gerufen haben wrden3 o1 was fr liebe fromme ,leute sind doch unsere ,mrder6 ,es ist wahr1 dass uns der ,tod schwer1 und die ,qualen desselben schmerzhaft ankommen2 aber sie meinen es dabei doch so herzlich gut1 und martern uns aus brennender ,andacht und sehr thtiger ,menschenliebe zu ,tode4 ,jetzt rechnen sie sich gewisse gute ,handlungen1 die sie darum thaten1 weil sie ihnen die wenigste ,aufopferung kosteten1 so hoch als mglich an1 und meinen damit alle ihre brigen ,vergehungen zu vergtigen4 ,so soll etwa ein schweres ,almosen1 mit langsamer widerstrebender ,hand dargereicht1 fr alle ,ausbrche unreiner ,lste1 oder fr eine ,menge schreiender ,ungerechtigkeiten genugthun4 ,das ist ,selbstbetrug in der ,anwendung der ,aussprche unseres ,gewissens auf unsere ,handlungen2 ein ,betrug1 der sich ,keinem1 dem es ein ,ernst ist1 sich selbst recht kennen zu lernen1 lange verbergen kann2 denn aus ihm entstehen die schreiendsten ,widersprche in den ,grundstzen1 wonach wir uns1 und in denen1 wonach wir andere beurtheilen4 ,wir wollen dann immer die ,ausnahme von allen brigen ,menschen seyn1 und was fr alle andere ungerecht ist1 soll fr uns erlaubt1 was bei allen anderen hchst zweideutig ist1 soll bei uns schn und edel seyn4 ,da nun bei einem so groben ,selbstbetruge unser ,herz immer in der ,gefahr ist1 auf seiner ,falschheit ergriffen zu werden2 da ferner gewisse ,handlungen nach allen mglichen ,milderungen und ,beschnigungen doch noch immer ein sehr hssliches ,aussehen behalten1 so fllt der ,mensch aus diesem gefhrlichen ,selbstbetruge leicht in einen noch gefhrlicheren3 er sucht sich nemlich des einzigen hchsten ,gesetzes fr seine ,handlungen1 seines ,gewissens1 das ihm so lstig geworden ist1 ganz zu entledigen1 und beruft sich1 -- ein ,jeder nach ,maassgabe seines ,scharfsinnes -- auf ein anderes3 der ,schwache auf das ,beispiel der grsseren1 oder der vom ,schicksale begnstigteren ,menge2 der ,scharfsinnigere geradezu auf seine ,neigung1 die er statt des zum ,vorurtheile herabgewrdigten inneren ,gefhls durch tausend ,spitzfindigkeiten als hchstes ,gesetz fr die freien ,handlungen vernnftiger ,wesen aufzustellen sucht2 endlich ganze ,zeitalter -- o unseligste ,ausgeburt des menschlichen ,verderbens6 -- auf erdichtete oder verflschte ,offenbarungen der ,gottheit1 die1 unter der ,gewhrleistung eben des ,gottes1 der seinen ,willen unauslschlich in unser ,herz schrieb1 diesem in unser ,herz geschriebenen ,willen geradezu widersprechen und in seinem ,namen das ,laster in ,tugend verwandeln4 -- ,sehet da1 m4 ,br41 in dem ,verderben der ,menschen1 und in ihrer ,begierde1 dieses ,verderben vor sich selbst zu verbergen1 die wahre ,urquelle ,jenes3 andere1 die es doch besser verstehen sollten1 machen es eben so -- das man so oft hrt2 jener ,gebude von ,sittenvorschriften1 die jetzt feiner1 jetzt grber unsere ,neigung als hchstes ,sittengesetz aufstellen1 und nach denen nichts unerlaubt ist1 als wozu es uns an ,kraft fehlt2 jener ,religionsgrundstze1 die uns dort durch ,tausender1 hier durch ,eines fremdes ,verdienst -- nicht etwa das ,fehlende eigener ,verdienste bei dem mglichst thtigen guten ,willen -- eine solche ,hoffnung bietet die ,religion1 und verstattet die ,vernunft ,jedem1 der ihrer bedarf -- sondern den gnzlichen ,mangel an eigenem guten ,willen ersetzen lehren1 und uns am ,ende eines gemisbrauchten ,lebens dort in eine ,mnchskutte1 und hier an ein kaltes3 ,herr1 ich glaube1 verweisen6 ,dies sind die ,wege1 die das menschliche ,herz nimmt1 um sich der ,erkenntniss der ,wahrheit zu entziehen4 ,um allen diesen ,fallstricken1 die der schlauste ,verfhrer1 unser eigenes ,ich1 uns legt1 zu entgehen1 bedarf es der ,wahrheitsliebe3 -- der entschiedenen vorherrschenden ,neigung1 die ,wahrheit bloss um ihrer selbst willen -- sie falle fr uns auch aus1 wie sie wolle -- anzuerkennen4 -- ,diese ,wahrheitsliebe1 oder mit ,jesu zu reden1 dieser ,geist der ,wahrheit treibt uns frs erste1 unser ,gewissen als den einzigen ,richter ber das1 was recht oder unrecht ist1 und als das hchste ,gesetz anzuerkennen1 dem wir immer und ohne ,ausnahme zu gehorchen1 schlechterdings schuldig sind4 -- ,die schnste ,uebersetzung des allgemeinen ,ausspruchs dieses ,gesetzes ist die1 welche ,jesus gegeben hat3 ,was ihr nicht wollt1 dass es euch die ,leute thun1 das thut auch ihr ihnen nicht1 oder allgemeiner3 was euch an anderen ungerecht und schndlich vorkommt1 das ists gewiss auch an euch2 denn ebendieselbe ,stimme in euch1 die es an andern verdammt1 verdammt es auch an euch4 ,es ist also der erste und der ,hauptgrundsatz der ,wahrheitsliebe3 nichts sich fr erlaubt zu halten1 was man nicht allen anderen stets und immer erlauben mchte4 -- ,die ,vernunftmssigkeit dieses ,grundsatzes ist so einleuchtend1 und es ist so unvernnftig1 zu glauben1 dass ein ,einziger eine ,ausnahme vom ganzen ,menschengeschlechte und allen vernnftigen ,wesen machen solle2 dass ,ihm allein erlaubt seyn solle1 was er allen anderen nicht erlaubt1 und fr ihn allein gerecht und edel seyn solle1 was er an allen anderen ungerecht und schndlich findet3 dass es schwer wird1 es zu glauben1 dass der grsste ,haufen der ,menschen sein eigenes geliebtes ,ich in diesen ,rang setze1 und diesem ,gedanken gemss handele4 ,diese ,wahrheitsliebe treibt frs zweite den1 in welchem sie herrschend geworden ist1 sich nach den ,vorschriften seines ,gewissens unparteiisch zu prfen4 -- ,es ist ihm nur um die ,wahrheit zu thun2 nur sie ist ihm werth und willkommen2 sie ist ihm weit theurer als ,er sich selbst2 laute sie1 wie sie wolle1 wenn es nur ,wahrheit ist4 ,er wird also1 weit entfernt nach ,entschuldigungen und ,beschnigungen zu haschen1 vielmehr sehr sorgfltig ber sein betrgerisches ,herz wachen4 ,er wird seine ,fehler nicht geringer1 seine ,tugenden nicht grsser machen wollen1 als sie sind4 ,er wird sich1 wenn die ,stimme der ,wahrheit1 -- das heiligste1 was er kennt -- ihn verurtheilt1 dem ,schmerze der ,reue und dem ,gefhle der ,scham vor sich selbst edelmthig unterwerfen4 ,diese ,wahrheitsliebe nun treibt unwiderstehlich zur ,tugend4 ,anerkennt man das ,gewissen fr sein hchstes ,gesetz2 prft man sich unparteiisch nach demselben1 so wird man die ,pein1 sich selbst verachten zu mssen1 nicht lnger ertragen1 sich nicht entschliessen knnen1 sich selbst fr ungerecht und bse zu halten1 und -- es bleiben zu wollen4 ,so ein ,zustand ist wider die menschliche ,natur4 ,sich fr verdorben halten1 und sich entschliessen1 es zu bleiben1 ist widernatrlich4 ,dieser ,wahrheitsgeist zeugt1 laut unseres ,textes1 von ,jesu4 ,er berzeugt ,jeden1 in dem er herrschend geworden1 durch eigene ,erfahrung1 dass die ,sittenlehre ,jesu die reinste ,darstellung der ,aussprche unseres ,gewissens sey4 ,so jemand will den ,willen thun des1 der mich gesandt hat1 der wird inne werden1 ob diese ,lehre von ,gott sey1 oder ob ich von mir selber rede1 konnte er mit seinem vollen ,rechte sagen4 ,doch hrt noch1 a4 ,z41 die eigenen ,worte dieses ,jesus ber ,wahrheitsliebe1 damit ihr euch noch mehr berzeugt1 dass ich euch jetzt nicht etwa philosophische ,untersuchungen1 sondern reine ,bibellehre vorgetragen habe1 die jeden ,christen angeht4 ,so sagt ,jesus ,joh4 #c1 #ai-ba4 ,das ist das ,gericht1 d4 h4 das ist der wesentliche ,unterschied1 der zwei sehr verschiedene ,arten von ,menschen ihrer ,denkungsart1 und ihren damit genau verbundenen ,schicksalen nach unterscheidet1 dass einige1 obgleich das ,licht in die ,welt gekommen ist1 die ,finsterniss mehr lieben1 als das ,licht1 d4 h4 dass sie1 obgleich die ,stimme der ,wahrheit laut genug in ihrem ,gewissen redet1 und sie auch von aussen aufmerksam auf dieselbe gemacht werden1 dennoch die ,wahrheit nicht anerkennen wollen1 sie hassen und meiden1 und nur den ,betrug lieben1 der ihnen schmeichelt1 da ihre ,werke bse sind4 -- ,wer ,arges thut1 hasset das ,licht1 oder die ,wahrheit1 und er kmmt nicht an das ,licht1 er weicht der ,erkenntniss der ,wahrheit sorgfltig aus1 damit seine ,werke nicht gestraft werden1 damit er nicht von seiner ,verdorbenheit berfhrt1 und vor sich selbst beschmt werde4 -- -- ,die von dieser ,menschenklasse sehr ,verschiedenen sind diejenigen1 welche die ,wahrheit thun1 welche ihr ,gewissen fr das hchste ,gesetz ihres ,verhaltens anerkennen1 und fest entschlossen sind1 der ,stimme desselben in allem zu gehorchen3 -- diese kommen an das ,licht1 sie mgen sich gern in ihrer wahren ,gestalt erblicken1 damit ihre ,werke offenbar werden1 und sie dadurch sich selbst kennen lernen1 wie weit sie in der ,tugend gekommen sind1 und was ihnen zu thun noch brig ist4 ,dieser ,geist der ,wahrheit geht1 nach den ,worten ,jesu in unserem ,texte1 vom ,vater aus2 er ist ein ,geschenk der ,gottheit1 von welcher alle gute ,gaben kommen1 und das ,edelste1 was sie der ,menschheit gab4 ,aber ,gott gab dieses ,geschenk nicht etwa nur einigen1 und versagte es anderen1 er gab die ,anlage dazu allen2 gab sie gewiss auch ,jedem1 der hier gegenwrtig ist4 -- -- ,o1 m4 ,br41 warum kann ich nicht mit ,jedem unter euch in die geheime ,geschichte seines ,herzens zurckgehen2 warum kann ich nicht ,jedem1 ,schritt vor ,schritt1 die ,vorflle aufzhlen1 bei denen die bessere ,seele in ihm lauter wurde8 -- ,denkt zurck an die innige ,bewegung1 mit der die meisten unter euch das erste ,mal beim ,nachtmahle erschienen2 an die ,thrnen der ,rhrung1 mit denen ihr damals vor den ,augen ,gottes und den ,augen der ,gemeine angelobtet1 der ,stimme eures ,gewissens stets zu gehorchen2 an die ernsthaften ,vorstze der ,besserung1 mit denen ihr diese ,handlung oft wiederholt habt2 an die noch ernsthafteren ,vorstze1 die ihr fasstet1 wenn ,krankheit oder eine andere ,noth euch veranlasste1 einen ,blick in euer ,innerstes zu thun2 an den ,schauder und das ,herzklopfen1 das auch den ,verdorbensten unter uns bermannte1 wenn er eine ,snde thun wollte1 die ihm neu und grsser war1 als seine vorhergehenden2 an das ,entsetzen1 das uns alle befllt1 wenn wir von einer harten ,ungerechtigkeit1 von einer grossen ,schandthat hren -- alles das waren und sind ,spuren dieser besseren ,seele in uns4 ,und nun ist es unsere ,sache1 uns zu prfen1 wie viel von dieser ursprnglichen ,wahrheitsliebe wir in uns briggelassen haben4 ,und diese ,prfung1 m4 ,br41 ist nicht schwer2 auf der ,stelle knnen wir unser ,herz auf dem ,betruge ergreifen1 wenn es uns betrgt4 ,der gemeinste ,begriff1 den selbst der unausgebildetste von seiner ,bestimmung hat1 ist der1 ,gott zu gefallen und in den ,himmel zu kommen4 ,wer ist unter uns1 der das nicht hoffe8 ,worauf grnden wir nun diese ,hoffnung1 -- nicht von ,gottes ,seite1 davon ist hier nicht die ,rede1 -- sondern von der unsrigen1 oder1 was denken wir zu thun1 um in den ,himmel zu kommen8 ,trstet ihr euch etwa eures ,kirchen- und eures ,nachtmahlsgehens -- oder wohl gar einer kalten ,reue1 die ihr einst auf eurem ,sterbebette empfinden wollt -- trstet ihr euch irgend eines ,dinges1 ausser der gewissenhaften ,erfllung aller eurer ,pflichten1 und des ernstesten ,entschlusses nichts zu thun1 was ihr fr unrecht haltet3 so hat euch bisher euer ,herz betrogen1 denn es hat euch an ein ander ,gesetz angewiesen1 als an euer ,gewissen4 ,ihr habt alle irgend ein ,vorhaben2 ihr habt vielleicht ohnlngst irgend ein anderes ausgefhrt4 -- ,knnt ihr im ,ernste wnschen1 dass jeder eurer ,nebenmenschen stets und immer so handle1 dass er auch gegen euch so handle1 wie ihr gehandelt habt1 oder zu handeln im ,begriffe steht2 knnt ihr wnschen1 in einer ,welt zu leben1 wo jeder so handelt8 ,solltet ihr dieses nicht wnschen knnen1 -- haltet ihr demohngeachtet eure ,handlung noch fr gerecht und billig8 ,haltet ihr sie dafr1 so seyd versichert1 dass euer ,herz euch betrgt1 und dass die ,entschuldigungen1 die es euch darbietet1 eitel ,tuschungen sind4 ,es ist1 wenn wir in dieser ,prfung unser ,herz nicht ganz lauter befunden haben sollten1 nun unsere ,sache1 zu sehen1 wie wir diese ,wahrheitsliebe in uns wieder herstellen wollen1 -- wenn wir anders nicht lnger jeden ,blick1 den wir in unseren ,busen werfen1 mit ,errthen wieder zurckreissen wollen2 nicht lnger von dem ,auge des ehrlichen ,mannes uns gedrckt fhlen1 und schchtern suchen wollen1 unser ,herz vor ihm zu verbergen1 dass er nicht durch irgend eine ,spalte desselben unsere ,schande entdecke2 nicht lnger dem ,gedanken an ,gott1 den ,herzenskndiger1 und an die ,zukunft1 mit ,angst ausweichen wollen4 ,dazu giebt es nun leider kein ,mittel1 was nicht wenigstens einen ,theil dieser ,wahrheitsliebe voraussetzte1 die dadurch erst hervorgebracht werden soll4 ,wer gar keine mehr hat1 der ist ohne ,rettung verloren2 treibt ihn in die ,enge1 soviel ihr wollt1 -- er wird stets recht haben1 und nie wird es ihm an ,entschuldigungen und ,ausflchten fehlen2 er wird1 wie ,jesus sagt1 nicht glauben1 und wenn die ,todten auferstnden1 und ihm die ,wahrheit predigten2 daher denn auch die ,gottesgelehrten diesen ,zustand sehr passend das ,gericht der ,verstockung genannt haben4 -- ,aber sollte es viele1 sollte es berhaupt ,menschen geben1 die so tief verfallen seyen8 ,auf das verdorbenste ,herz geschehen zuweilen noch gute ,eindrcke2 wenn ihnen ihr ganzer trauriger ,zustand recht nach dem ,leben vor ,augen gemalt wird2 oder1 wenn sie in ein grosses ,unglck verfallen1 aus dem sie mit ihrer ganzen ,kraft sich nicht retten knnen2 oder wenn sie das ,schauspiel einer grossen ,unthat erblicken1 und sich gestehen mssen1 dass sie auf dem geraden ,wege zu dem gleichen ,verbrechen sind2 oder1 welches das letzte und hrteste ,rettungsmittel in der ,hand der ,vorsehung ist1 -- wenn sie selbst in eine grosse ,missethat fallen1 ber die sie hinterher sich selbst entsetzen4 ,gott gebe1 dass keiner in unserer ,mitte sey1 der solcher ,mittel bedrfe2 er gebe1 dass keiner1 der ihrer bedarf1 auch diese ungentzt lasse4 ,amen4 ,c4 ,ueber ,geist und ,buchstab in der ,philosophie4 ,in einer ,reihe von ,briefen4 #agid4cb 7,phil4 ,journal #agih4 ,bd4 ,,ix4 ,s4 #aii-bcb4 ,s4 #bib-cje47 ,erster ,brief4 ,sie haben ,ihre ,erwartungen von der ,philosophie noch nicht aufgegeben1 mein theurer ,freund2 ,sie fahren fort1 an unseren ,bemhungen um dieselbe ,antheil zu nehmen1 und fllen noch immer einen ,theil ,ihrer ,erholungsstunden mit philosophischer ,lectre4 ,aber1 so schreiben ,sie mir1 der ,nachbar drfte fast durch die ,vorstellung einer neuen ,gefahr ,sie beunruhigen4 ,ihn macht der ,unterschied bedenklich1 den ein oder zwei neuere ,schriftsteller zwischen ,geist und ,buchstaben in der ,philosophie berhaupt1 und insbesondere einer gewissen ,philosophie und gewisser philosophischer ,werke gemacht haben4 ,wo es hinauswolle1 und was aus dem unermdetsten ,studiren werden knne1 wenn es dem ersten dem besten erlaubt seyn solle1 die mit saurer ,mhe zusammengebrachten ,kenntnisse im ersten ,andrange des ,kraftgenies zu streichen3 unter dem ,vorwande1 dass dies doch nur der ,buchstabe sey1 und nicht der ,geist8 -- ,der ,nachbar denkt auf ,sicherheit1 und ,sie wnschen eine klare ,einsicht in die ,beruhigungsgrnde1 die ,sie schon jetzt dunkel fhlen4 ,sie haben bemerkt1 dass ich auch mit fr diese ,unterscheidung stimme1 und verlangen von mir eine grndliche und gemeinfassliche ,auseinandersetzung3 was ,geist der ,philosophie1 und ,geist in der ,philosophie heisse1 und wie sich derselbe vom ,buchstaben1 und vom blossen ,buchstaben unterscheide4 ,funote #cb3 ,die folgenden drei ,briefe1 deren ,fortsetzung in einem der knftigen ,hefte erscheinen wird1 sind schon vor vier ,jahren abgefasst worden4 -- ,ich erinnere dies1 um das ,stillschweigen ber neuere ,vorflle und ,aeusserungen1 an die man durch diese ,ueberschrift erinnert wird1 zu erklren4 7,anm4 des ,verfassers47 ,ich hoffe1 dass ,sie durch die ,forderung der ,grndlichkeit mich nicht ber ,vermgen verpflichten wollen3 dass ,sie durch dieselbe nicht mehr andeuten1 als dass ich nach bestem ,wissen und ,gewissen1 soweit ich selbst auf den ,grund sehe1 jenen ,unterschied aus ihm ableite4 ,das wrde denn auch in der ,krze geschehen knnen1 wenn ich alles1 was die unmittelbare ,beantwortung ,ihrer ,frage voraussetzt1 voraussetzen drfte4 ,da dies aber ,ihre ,rechnung nicht zu seyn scheint1 indem ,sie zugleich ,gemeinfasslichkeit fordern1 so muss ich ,sie einen lngeren ,weg fhren1 von welchem ich wnsche1 dass er ,ihnen nie als ein ,umweg erscheinen mge4 ,sie sollen auf demselben langsam gehen1 und zuweilen ruhen und ,aussicht nehmen2 aber mit ein wenig ,geduld hoffe ich ,sie an das ,ziel zu bringen und ihre ,besorgnisse zu heben4 -- ,was die ,belehrung des ,nachbars anbelangt -- doch1 die ,erfahrung1 die ,sie dabei zu machen haben1 kann wenigstens fr ,sie selbst belehrend seyn4 ,ehe ich ,ihnen deutlich machen kann1 was ich unter ,geist in der ,philosophie verstehe1 mssen wir uns darber vereinigen1 was wir berhaupt ,geist nennen4 ,sie erinnern sich der ,klagen1 die ,sie fhrten1 als ,sie ein gewisses1 von einigen hochgepriesenes ,buch lasen4 ,sie konnten sich in dasselbe nicht hineinlesen4 ,sie hatten es vor sich und ,ihre ,augen fest darauf geheftet2 aber ,sie fanden1 so oft ,sie auf sich selbst reflectirten1 sich weit von dem ,buche2 jeder ,ihrer ,angriffe auf den ,inhalt und den ,gang desselben gleitete ab1 und so oft auch ,sie den sprden ,geist desselben ergriffen zu haben glaubten1 entschlpfte er ,ihnen unter den ,hnden4 ,sie hatten nthig1 immer und immer wieder sich selbst zu erinnern1 dass ,sie dieses ,buch studiren wollten1 es studiren mssten2 und es bedurfte der oft wiederholten ,vorstellung des ,nutzens und der ,belehrung1 die ,sie daraus erwarteten1 um den fortdauernden ,widerstand auszuhalten2 bis ,sie endlich aus anderen ,grnden berzeugt wurden1 dass ,sie es ebensowohl ungelesen lassen knnten1 und dass selbst die ,ausbeute nur geringe und der aufgewandten ,mhe nicht werth seyn werde4 -- ,lag dabei die ,schuld lediglich an ,ihnen1 an ,ihrem ,mangel an ,aufmerksamkeit1 an dem ,nichtverhltnisse ,ihres ,talents gegen die ,tiefe und ,grndlichkeit jenes ,buches8 ,sie schienen das nicht zu glauben2 die ,stimmung1 in der ,sie sich bei der ,lectre anderer1 nicht minder grndlicher ,schriften fanden1 erlaubte ,ihnen1 eine gnstigere ,meinung von sich zu fassen4 ,sie fhlten von diesen sich angezogen und gefesselt2 es bedurfte keiner ,erinnerung an ,ihren ,vorsatz1 das ,buch zu studiren1 und an den ,vortheil1 den ,sie sich aus dem ,studium desselben versprachen4 ,sie brauchten bei einer ,lectre1 die allein ,ihren ganzen ,geist ausfllte1 keinen ,zweck ausserhalb derselben aufzusuchen1 und nur das kostete ,ihnen ,mhe1 sich davon loszureissen1 wenn andere ,geschfte ,sie abriefen4 ,sie waren vielleicht mehrmals in einem hnlichen ,falle1 wie eine gewisse franzsische ,frau4 ,die ,stunde1 da der ,hofball erffnet wurde1 traf dieselbe bei der ,lectre der neuen ,heloise4 ,man meldete ihr1 dass angespannt sey2 aber es war noch zu frh1 nach ,hofe zu fahren4 ,nach zwei ,stunden1 da man sie wieder erinnerte1 war es noch immer ,zeit genug2 und zwei ,stunden darauf fand sie es zu spt4 ,sie las die ganze ,nacht durch1 und opferte fr dieses ,mal den ,ball auf4 ,so gehts mit ,bchern1 so geht es mit anderen ,producten der ,kunst sowohl1 als der ,natur4 ,das eine lsst uns kalt und ohne ,interesse1 oder stsst uns wohl gar zurck2 ein anderes zieht uns an1 ladet uns ein1 bei seiner ,betrachtung zu verweilen und uns selbst in ihm zu vergessen4 ,diese ,erfahrung ist um so merkwrdiger1 da die ,grnde1 aus denen man sie etwa auf den ersten ,anblick drfte erklren wollen1 nicht auslangen4 ,der weniger ernsthafte und oberflchliche ,leser1 der nur ,vergngen sucht1 und an den die ,belehrung fast nur durch einen feinen ,betrug unter der ,gestalt des ersten gelangen kann1 mag im ganzen freilich lieber durch ,erzhlungen unterhalten seyn1 als mit dem ,schriftsteller nachdenken und forschen4 ,aber oft gelingt es der reichsten ,erzhlung1 wo ,begebenheiten auf ,begebenheiten folgen1 die eine immer abenteuerlicher als die andere1 nicht1 die ,aufmerksamkeit des ,lesers anzuziehen2 und es giebt ihrer in ,menge1 die1 ohne alle ,rcksicht auf ,belehrung1 lieber mit ,voltaire rsonniren1 oder mit ,lessing polemisiren1 als die ,begebenheiten der schwedischen ,grfin sich erzhlen lassen4 ,es scheint daher allerdings der ,mhe werth1 und liegt vielleicht auf unserem ,wege1 zu untersuchen3 was es doch eigentlich seyn mge1 das uns hier1 es sey zu ,frivolitten oder zu ernsthaften und wichtigen ,untersuchungen1 so mchtig hinzieht2 dort1 so wichtig und ntzlich auch der abgehandelte ,gegenstand sey1 so unwiderstehlich zurckstsst8 ,so viel ist klar1 dass ein ,werk der erstern ,art unsern ,sinn selbst fr seinen ,gegenstand anregen1 beleben1 strken mge2 dass ein solches ,werk uns nicht bloss das ,object unserer geistigen ,beschftigung1 sondern zugleich das ,talent gebe1 uns mit demselben zu beschftigen1 uns nicht das ,geschenk allein1 sondern sogar die ,hand darreiche1 mit der wir es ergreifen sollen2 dass es das ,schauspiel und die ,zuschauer zugleich erschaffe1 und1 wie die ,lebenskraft im ,weltall1 mit demselben ,hauche der todten ,materie ,bewegung und ,organisation1 und der organisirten geistiges ,leben mittheile3 da hingegen ein ,product von der letztern ,klasse gerade denjenigen ,sinn1 dessen man zu seinem ,genusse bedrfte1 aufhlt und hemmt1 und durch den fortdauernden ,widerstand ermdet und tdtet2 so dass der in jedem ,augenblicke abgelaufene ,mechanismus des ,geistes durch einen neuen ,druck der ,haupttriebfeder in ihm1 der absoluten ,selbstthtigkeit1 wieder hergestellt werden muss1 um im nchsten ,augenblicke wieder unterbrochen zu werden4 ,im ersten ,falle denkt unser ,verstand1 oder dichtet unsere ,einbildungskraft von selbst mit dem ,knstler zugleich1 und sowie er es will1 ohne dass wir ihr gebieten2 die gehrigen ,begriffe1 oder die beabsichtigten ,gestalten bilden und ordnen sich vor unserem geistigen ,auge1 ohne dass wir die ,hand daran gelegt zu haben glauben4 ,im zweiten ,falle mssen wir immer ber uns selbst wachen und uns in strenger ,aufsicht haben1 stets das ,gebot der ,aufmerksamkeit wiederholen und ber seine ,beobachtung halten4 ,wie wir unser geistiges ,auge wegwenden1 entfleucht unsere ,aufmerksamkeit vom ,ziele1 die unbewachte ,phantasie sucht wieder ihre gewohnte ,bahn1 oder auch der ,geist fllt in sein dumpfes ,hinbrten zurck4 ,mit einem ,worte3 ,producte der erstern ,art scheinen eine belebende ,kraft zu haben fr den innern ,sinn1 und insbesondere jedesmal fr denjenigen besonderen ,sinn1 fr den ihre ,auffassung gehrt2 ,producte der letztern ,art mgen ,ordnung und ,grndlichkeit und ,nutzbarkeit1 sie mgen alles haben1 was man will1 jene ,kraft haben sie nicht4 ,wir nennen diese belebende ,kraft an einem ,kunstproducte ,geist1 den ,mangel derselben ,geistlosigkeit1 und stehen sonach gerade vor dem ,gegenstande1 welchen wir zu untersuchen haben4 ,wie erhlt ein menschliches ,product jene belebende ,kraft1 und woher hat der geistvolle ,knstler das ,geheimniss1 sie ihm einzuhauchen8 ,mit angenehmem ,befremden entdecke ich bei ,betrachtung seines ,werkes ,anlagen und ,talente in mir1 die ich selbst nicht kannte4 ,hat er auf diese ,anlagen in mir die ,wirkung seiner ,kunst berechnet8 ,ohne ,zweifel2 denn woher sonst dieser ,erfolg8 ,aber wer hat ihm mein ,inneres aufgedeckt1 in welchem ich selbst ein ,fremdling war8 ,wenn er noch allenfalls durch hohe ,vorstellungen aus der ,religion mich in berirdische ,welten erhbe1 oder durch die ,schrecken des ,weltgerichts erschtterte1 oder durch die ,leiden der sanftduldenden ,unschuld mir ,thrnen entlockte1 mchte es seyn2 unerachtet es noch immer wunderbar bliebe1 wie er es dahin bringt1 dass ich auf seine ,dichtungen1 die ich fr nichts als ,dichtungen halte1 mich nur einlasse und ihnen ,empfindungen widme1 die nur zu wahr sind4 ,aber mit der gleichen ,zuversicht schildert sein ,griffel einen lndlichen ,tanz1 wirft sein ,pinsel eine ,feldblume auf die ,leinwand1 und mein ,herz ist immer seine gewisse ,beute4 ,wo liegt der unbegreifliche ,zusammenhang dieser ,mittel mit jenem ,zwecke1 und durch welche ,kunst hat er errathen1 was durch kein ,nachdenken sich drfte finden lassen8 ,zweiter ,brief4 ,sie nehmen die am ,ende meines vorigen ,briefes hingeworfene ,frage auf1 und beantworten sie folgendermaassen3 ,nirgends als in der ,tiefe seiner eigenen ,brust kann der geistvolle ,knstler aufgefunden haben1 was meinen und ,aller ,augen verborgen in der meinigen liegt4 ,er rechnet auf die ,uebereinstimmung anderer mit ihm2 und rechnet richtig4 ,wir sehen1 dass unter seinem ,einflusse die ,menge1 wenn sie nur ein wenig gebildet ist1 wirklich in ,eine ,seele zusammenfliesst1 dass alle individuelle ,unterschiede der ,sinnesart verschwinden1 dass die gleiche ,furcht1 oder das gleiche ,mitleid1 oder das gleiche geistige ,vergngen ,aller ,herzen hebt und bewegt4 ,er muss demnach1 inwiefern er ,knstler ist1 dasjenige1 was allen gebildeten ,seelen gemein ist1 in sich haben1 und anstatt des individuellen ,sinnes1 der uns andere trennt und unterscheidet1 muss in der ,stunde der ,begeisterung gleichsam der ,universalsinn der gesammten ,menschheit1 und nur dieser1 in ihm wohnen4 -- ,wir alle sind auf mannigfaltige ,weise von einander verschieden2 kein ,einzelner ist irgend einem andern ,einzelnen1 dem ,geistescharakter so wenig1 als dem krperlichen nach1 vollkommen gleich4 ,dennoch mssen wir alle1 nher oder entfernter1 nach ,maassgabe der ,gleichfrmigkeit oder der ,verschiedenheit unserer ,ausbildung1 schon auf der ,oberflche unseres ,geistes1 oder in seinen geheimeren ,tiefen gewisse ,vereinigungspuncte haben2 denn wir verstehen uns1 wir knnen uns einander mittheilen1 und aller menschliche ,umgang ist von ,anbeginn an nichts anderes gewesen1 als ein ununterbrochener ,wechselkampf aller ,einzelnen1 jeden ,einzelnen1 mit dem sie im ,gange des ,lebens ,berhrungspuncte bekamen1 mit sich selbst bereinstimmig zu machen4 ,was keinem so leicht1 und keinem ganz gelingt1 gelingt dem ,knstler1 indem er das ,ziel verndert1 und es aufgiebt1 seine ,individualitt in andern darzustellen2 vielmehr diese selbst aufopfert1 und statt ihrer jene ,vereinigungspuncte1 die in allen ,einzelnen sich wiederfinden1 zum individuellen ,charakter seines ,geistes und seines ,werkes macht4 ,daher heisst das1 was ihn begeistert1 ,genius1 und hoher ,genius3 ein ,wesen aus einer hheren ,sphre1 in welcher alle niedere und irdische ,grenzlinien1 die den individuellen ,charakter der ,erdenmenschen bestimmen1 nicht mehr unterschieden werden und in einen leichten ,nebel zusammenfliessen4 ,da die ,mittel1 deren er sich bedient1 um jenen ,gemeinsinn in uns anzuregen und zu beschftigen1 und die ,individualitt1 so lange er uns unter seinem ,einflusse hlt1 verstummen zu machen1 -- da diese ,mittel und ihr nothwendiger ,zusammenhang mit der ,wirkung durch kein ,nachdenken1 durch keine ,beziehung auf ihren ,zweck durch ,begriffe1 so leicht drften aufgefunden werden1 wenigstens alle bisherigen ,bemhungen1 sie auf diese ,art aufzufinden1 gescheitert sind3 so kann er nur durch ,erfahrung1 durch eigene innere ,erfahrung an sich selbst1 zur ,kenntniss derselben gelangt seyn4 ,er hat einst selbst empfunden1 was er uns nachempfinden lsst1 und dieselben ,gestalten1 die er jetzt vor unser ,auge hinzaubert1 -- ununtersucht1 auf welchem ,wege sie vor das seinige kamen1 -- haben ihn einst selbst in jene ssse ,trunkenheit1 in jenen holden ,wahnsinn eingewiegt1 der uns alle bei seinem ,gesange1 oder vor seiner belebten ,leinwand1 oder bei dem ,tone seiner ,flte ergreift4 ,er ist wieder zur kalten ,besonnenheit gekommen1 und stellt mit nchterner ,kunst dar1 was er in der ,entzckung erblickte1 um in seine ,verirrung1 deren geliebtes ,andenken ihn noch mit sanfter ,rhrung erfllt1 das ganze ,geschlecht hineinzuziehen1 und die ,schuld1 welche die ,einrichtung seiner ,gattung auf ihn lud1 unter die ganze ,gattung zu vertheilen4 ,wo gebildete ,menschen wohnen1 wird bis an das ,ende der ,tage das ,andenken seiner lngst erloschenen ,begeisterung durch ihre ,wiederholung gefeiert werden4 ,so lsen ,sie die vorgelegte ,aufgabe2 und ich glaube1 ,sie haben recht4 ,aber erlauben ,sie1 dass wir gemeinschaftlich uns ,ihre ,meinung weiter aufklren1 sie in ihre feineren ,bestandtheile zerlegen1 sie aus ihren ,grnden entwickeln1 um uns etwas ,bestimmtes zu denken unter jenem ,universalsinne1 den ,sie ,ihrer ,erklrung zum ,grunde legen2 um klar einzusehen1 wie jener ,eindruck entstehe1 den sie auf diesen ,sinn in der ,seele des ,knstlers geschehen lassen2 um zu begreifen1 so gut es sich begreifen lsst1 warum sich derselbe so leicht und so allgemein mittheile4 ,vollkommen unabhngig von aller usseren ,erfahrung1 und ohne alles fremde ,hinzuthun soll der ,knstler aus der ,tiefe seines eigenen ,gemthes entwickeln1 was1 ,aller ,augen verborgen1 in der menschlichen ,seele liegt2 er soll nur unter ,anleitung seines ,divinationsvermgens ,vereinigungspuncte fr die gesammte ,menschheit aufstellen1 die sich in keiner bisherigen ,erfahrung als solche bewhrt haben4 ,aber das einzige ,unabhngige und aller ,bestimmung von aussen vllig ,unfhige im ,menschen nennen wir den ,trieb4 ,dieser1 und dieser allein ist das hchste und einzige ,princip der ,selbstthtigkeit in uns2 er allein ist es1 der uns zu selbststndigen1 beobachtenden und handelnden ,wesen macht4 -- ,so weit der ,einfluss der usseren ,dinge auf uns sich auch immer erstrecken mge1 so erstreckt er sicher sich doch nicht so weit1 dass er dasjenige in uns hervorbringe1 was jene selbst nicht haben1 und dass in ihrer ,einwirkung gerade das ,gegentheil von demjenigen liege1 was in ihnen selbst1 als in der ,ursache1 enthalten ist4 ,die ,selbstthtigkeit im ,menschen1 die seinen ,charakter ausmacht1 ihn von der gesammten ,natur unterscheidet und ausserhalb ihrer ,grenzen setzt1 muss sich auf etwas ihm ,eigenthmliches grnden2 und dieses ,eigenthmliche eben ist der ,trieb4 ,durch seinen ,trieb ist der ,mensch berhaupt ,mensch1 und von der grssern oder geringern ,kraft und ,wirksamkeit des ,triebes1 des innern ,lebens und ,strebens1 hngt es ab1 was fr ein ,mensch jeder ist4 ,lediglich durch den ,trieb ist der ,mensch vorstellendes ,wesen4 ,knnten wir ihm auch1 wie einige ,philosophen wollen1 den ,stoff seiner ,vorstellung durch die ,objecte geben1 die ,bilder durch die ,dinge von allen ,seiten her ihm zustrmen lassen3 so bedrfte es doch immer der ,selbstthtigkeit1 um dieselben aufzufassen und sie auszubilden zu einer ,vorstellung1 dergleichen die leblosen ,geschpfe im ,raume um uns herum1 denen die durch das ganze ,weltall herumschweifenden ,bilder so wohl als uns zustrmen mssen1 nicht besitzen4 ,es bedarf dieser ,selbstthtigkeit1 um diese ,vorstellungen nach willkrlichen ,gesichtspuncten zu ordnen3 jetzt die ussere ,gestalt einer ,pflanze zu betrachten1 um sie wiederzuerkennen und von allen hnlichen zu unterscheiden2 jetzt den ,gesetzen nachzuspren1 nach denen die ,natur diese ,bildung bewirkt haben mag2 jetzt zu untersuchen1 wie man jene ,pflanze etwa zur ,speise1 oder zur ,kleidung1 oder zur ,arznei gebrauchen knne4 ,es bedarf der ,selbstthtigkeit1 um unsere ,erkenntniss von den ,gegenstnden unaufhrlich zu steigern und zu erweitern2 und lediglich durch sie wird derselbe ,stern fr den ,astronomen ein grosser1 fester1 in unermesslicher ,entfernung nach unverbrchlichen ,gesetzen sich bewegender ,weltkrper1 der fr den unbelehrten ,naturmenschen immerfort ein ,lmpchen bleibt1 bei dessen ,scheine er sein ,ackergerth zusammensuche4 ,inwiefern der ,trieb solchergestalt auf ,erzeugung einer ,erkenntniss ausgeht1 in welcher ,rcksicht wir ihn auch um der ,deutlichkeit und der ,krze willen den ,erkenntnisstrieb nennen knnen1 gleichsam1 als ob er ein besonderer ,grundtrieb wre -- welches er doch nicht ist2 sondern er und alle besonderen ,triebe und ,krfte1 die wir noch so nennen drften1 sind lediglich besondere ,anwendungen der einzigen untheilbaren ,grundkraft im ,menschen1 und man hat sich sorgfltig zu hten1 dergleichen ,ausdrcke in dieser oder in irgend einer philosophischen ,schrift anders1 als so zu deuten2 -- der ,erkenntnisstrieb demnach wird in gewissem ,maasse immer befriedigt2 in jedem ,menschen sind ,erkenntnisse1 und ohne sie wre er kein ,mensch1 sondern etwas anderes4 ,dieser ,trieb ussert also im allgemeinen sich durch seine ,wirkung2 von dieser schliessen wir auf die ,ursache im selbstthtigen ,subject zurck1 und lediglich auf diese ,weise gelangen wir sowohl zur ,idee vom ,daseyn jenes ,triebes1 als zur ,erkenntniss seiner ,gesetze4 ,nicht immer befriedigt wird der ,trieb1 inwiefern er nicht auf blosse ,erkenntniss des ,dinges1 wie es ist1 sondern auf ,bestimmung1 ,vernderung und ,ausbildung desselben1 wie es seyn sollte1 ausgeht1 und praktisch heisst2 dieses in engster ,bedeutung1 denn der ,strenge nach ist aller ,trieb praktisch1 da er zur ,selbstthtigkeit treibt1 und in diesem ,sinne grndet alles im ,menschen sich auf den praktischen ,trieb1 da nichts in ihm ist1 ausser durch ,selbstthtigkeit3 -- oder1 inwiefern er ausgeht auf eine gewisse bestimmte ,vorstellung1 bloss um der ,vorstellung willen1 keinesweges aber um eines ,dinges willen1 das ihr entspreche1 oder auch nur um der ,erkenntniss dieses ,dinges willen2 welchen letzteren ,trieb1 da er in seiner ,allgemeinheit noch keinen ,namen hat1 wir vorlufig so bezeichnen wollen1 wie man bisher einen ,zweig desselben bezeichnet hat1 und ihn den sthetischen nennen4 ,es ist klar1 dass man zur ,kenntniss dieser ,triebe nicht auf dem gleichen ,wege1 wie zu der des ,erkenntnisstriebes1 durch eine ,folgerung von der ,wirkung auf die ,ursache1 gelangen knne2 und es fragt sich demnach1 wie man zu derselben gelangt sey4 ,aber ehe wir diese ,frage beantworten1 lassen ,sie uns die soeben aufgestellten ,triebe noch ein wenig schrfer unterscheiden4 ,der ,erkenntnisstrieb zielt ab auf ,erkenntniss1 als solche1 um der ,erkenntniss willen4 ,ueber das ,wesen1 die usseren oder inneren ,beschaffenheiten des ,dinges lsst er uns vllig uninteressirt2 unter seiner ,leitung wollen wir nichts1 als wissen1 welches diese ,beschaffenheiten sind3 wir wissen es und sind befriedigt4 ,auf seinem ,gebiete hat die ,vorstellung keinen andern ,werth und kein anderes ,verdienst1 als das1 dass sie der ,sache vollkommen angemessen sey4 ,der praktische ,trieb geht auf die ,beschaffenheit des ,dinges selbst1 um seiner ,beschaffenheit willen4 ,wir kennen dieselbe1 wenn eine ,anregung jenes ,triebes eintritt1 nur zu wohl2 aber wir sind mit ihr nicht zufrieden3 sie sollte anders und auf eine gewisse bestimmte ,art anders seyn4 ,im erstern ,falle wird ein durch sich selbst und ohne alles unser ,zuthun vollstndig bestimmtes ,ding vorausgesetzt1 und der ,trieb geht darauf1 es mit diesen ,bestimmungen1 und schlechterdings mit keinen andern1 in unserem ,geiste durch freie ,selbstthtigkeit nachzubilden4 ,im zweiten ,falle liegt eine1 nicht nur ihrem ,daseyn1 sondern auch ihrem ,inhalte nach durch freie ,selbstthtigkeit erschaffene ,vorstellung in der ,seele zum ,grunde1 und der ,trieb geht darauf aus1 ein ihr entsprechendes ,product in der ,sinnenwelt hervorzubringen4 ,in beiden ,fllen geht der ,trieb weder auf die ,vorstellung allein1 noch auf das ,ding allein1 sondern auf eine ,harmonie zwischen beiden2 nur dass im ersten ,falle die ,vorstellung sich nach dem ,dinge1 und im zweiten das ,ding sich nach der ,vorstellung richten soll4 ,ganz anders verhlt es sich mit dem ,triebe1 den wir soeben den sthetischen nannten4 ,er zielt auf eine ,vorstellung1 und auf eine bestimmte ,vorstellung1 lediglich um ihrer ,bestimmung und um ihrer ,bestimmung als blosser ,vorstellung willen4 ,auf dem ,gebiete dieses ,triebes ist die ,vorstellung ihr eigner ,zweck3 sie entlehnt ihren ,werth nicht von ihrer ,uebereinstimmung mit dem ,gegenstande1 auf welchen hierbei nicht gesehen wird1 sondern sie hat ihn in sich selbst2 es wird nicht nach dem ,abgebildeten1 sondern nach der freien unabhngigen ,form des ,bildes selbst gefragt4 ,ohne alle ,wechselbestimmung mit einem ,objecte steht eine solche ,vorstellung isolirt1 als letztes ,ziel des ,triebes1 da1 und wird auf kein ,ding bezogen1 nach welchem sie1 oder welches nach ihr sich richte4 ,wie der praktischen ,bestimmung eine ,vorstellung zum ,grunde liegt1 die selbst ihrem ,gehalte nach durch absolute ,selbstthtigkeit entworfen ist1 so liegt der sthetischen ,bestimmung eine auf die gleiche ,weise entworfene ,vorstellung zum ,grunde2 nur mit dem ,unterschiede1 dass der letztern1 nicht so wie der erstern1 etwas ,entsprechendes in der ,sinnenwelt gegeben werden soll4 ,wie der ,erkenntnisstrieb eine ,vorstellung zu seinem letzten ,ziele hat1 und befriedigt ist1 nachdem diese gebildet worden1 so der sthetische2 nur mit dem ,unterschiede1 dass die ,vorstellung der ersteren ,art mit dem ,dinge bereinkommen1 die der letztern ,art mit gar nichts bereinkommen soll4 -- ,es ist mglich1 dass eine ,darstellung des sthetischen ,bildes in der ,sinnenwelt gefordert werde2 aber das geschieht nicht durch den sthetischen ,trieb1 dessen ,geschft mit der blossen ,entwerfung des ,bildes in der ,seele vollkommen geschlossen ist1 sondern durch den praktischen1 der dann aus irgend einem ,grunde in die ,reihenfolge der ,vorstellungen eingreift1 und einen mglichen usserlichen und fremden ,zweck jener ,nachbildung in der ,wirklichkeit aufstellt4 ,so kann es gleichfalls geschehen1 dass die ,vorstellung eines wirklich vorhandenen ,gegenstandes dem sthetischen ,triebe vollkommen angemessen sey2 nur bezieht sich die dann eintretende ,befriedigung dieses ,triebes schlechterdings nicht auf die ussere ,wahrheit der ,vorstellung2 das entworfene ,bild wrde nicht minder gefallen1 wenn es leer wre1 und es gefllt nicht mehr1 weil es zuflligerweise zugleich ,erkenntniss enthlt4 -- ,so musste es denn auch seyn -- woran ich ,sie hier nur im ,vorbeigehen erinnere1 und um mich noch deutlicher zu machen1 nicht aber um daraus vorlufig weiter zu folgern -- so musste es denn auch seyn1 wenn beide unvertrgliche ,triebe1 der1 die ,dinge zu lassen1 wie sie sind1 und der1 sie berall und ins ,unendliche hinaus umzuschaffen1 sich vereinigen und einen einzigen untheilbaren ,menschen darstellen sollten1 nach unserer gegenwrtigen ,ansicht der ,sache2 oder auch nach unserer obigen ,weise sie anzusehen1 welche der ,strenge nach die einzig richtige ist1 -- wenn beide ,triebe ,ein und ebenderselbe ,trieb seyn1 und nur die ,bedingungen seiner ,aeusserung verschieden seyn sollten4 ,der ,trieb konnte nicht auf die ,vorstellung des ,dinges gehen1 ohne berhaupt auf die ,vorstellung um ihrer selbst willen zu gehen1 und ebenso unmglich war ein ,trieb1 auf das ,ding selbst einzuwirken und es umzuarbeiten1 nach einer ,vorstellung1 die ausser aller ,erfahrung1 und ber alle mgliche ,erfahrung hinausliegen sollte1 wenn es nicht berhaupt ,trieb und ,vermgen gab1 unabhngig von der wirklichen ,beschaffenheit der ,dinge ,vorstellungen zu entwerfen4 ,wie mgen nun diese beiden zuletzt genannten ,triebe sich ussern1 wenn der sthetische ,trieb gar nicht1 der praktische wenigstens nicht immer ,handlungen hervorbringt1 in denen sie der ,beobachtung dargestellt wrden8 ,auch dann noch bleibt folgendes ,mittel brig1 um ihnen auf die ,spur zu kommen4 ,da der ,trieb1 so wie sein ,wirken im ,menschen eintritt und berwiegend wird1 die gesammte ,selbstthtigkeit desselben anregen und aufreizen1 und dieselbe auf etwas ,bestimmtes1 es sey nun ein ,ding ausser ihm1 oder eine ,vorstellung in ihm1 gnzlich hinrichten soll3 so muss nothwendig die zufllige ,harmonie des ,gegebenen mit jener ,richtung des ,selbstthtigen1 in einem fhlenden ,wesen1 wie der ,mensch doch wohl seyn soll1 sich durch ein berwiegendes ,gefhl seiner selbst1 seiner ,kraft und ,ausbreitung1 welches man ein ,gefhl der ,lust nennt2 die zufllige ,disharmonie des ,gegebenen mit jener ,richtung sich durch ein ebenso berwiegendes ,gefhl seiner ,ohnmacht und ,einengung offenbaren1 welches letztere man ein ,gefhl der ,unlust nennt4 ,so denken wir uns im ,magnete eine ,kraft1 und als ,grund dieser ,kraft einen ,trieb1 alles ,eisen anzuziehen1 das in seine ,wirkungssphre kommt4 ,lassen wir ihn wirklich ein ,stck ,eisen anziehen -- sein ,trieb ussert sich1 er ist befriedigt1 und geben wir dem ,magnete das ,gefhlsvermgen1 so wird in ihm nothwendig ein ,gefhl dieser ,befriedigung1 d4 i4 ein ,gefhl der ,lust entstehen4 ,lassen wir dagegen das ,gewicht des ,eisens seine ,kraft berwiegen1 so bleibt darum in ihm noch immer der vorige ,trieb2 denn er wrde dasselbe ,stck ,eisen wirklich anziehen1 wenn wir vom ,gewichte desselben so viel wegnhmen1 als seine ,kraft berwiegt2 aber er wird nicht befriedigt2 und wenn wir dem ,magnete das ,gefhlsvermgen zuschreiben1 so msste er nothwendig einen ,widerstand1 eine ,einschrnkung und ,einengung seiner ,kraft1 mit ,einem ,worte1 ,unlust empfinden4 ,dieses ist die einzige ,quelle aller ,lust und ,unlust4 ,beide ,triebe1 der praktische sowohl1 als der sthetische1 ussern sich auf diese ,weise1 nur mit ,unterschied4 ,der praktische ,trieb geht1 wie gesagt worden1 auf einen ,gegenstand ausser dem ,menschen1 dessen ,daseyn1 inwiefern keine ,handlung erfolgt1 noch erfolgen kann1 als unabhngig von ihm betrachtet werden muss4 ,der freilich leere ,begriff von diesem ,gegenstande ist in der ,seele vorhanden4 ,es kommt demnach allerdings etwas im ,gemthe vor1 wodurch der ,trieb fr das ,bewusstseyn ausgedrckt und bezeichnet wird1 nemlich der ,begriff dessen1 worauf er geht3 die ,bestimmung des ,triebes ist dadurch charakterisirt1 sie kann gefhlt werden1 und wird gefhlt1 und heisst in diesem ,falle ein ,begehren -- ein ,begehren1 inwiefern die ,bedingungen1 unter denen der ,gegenstand wirklich werden kann1 als nicht in unserer ,gewalt stehend betrachtet werden4 ,kommen sie in unsere ,gewalt1 und wir entschliessen uns zu der ,mhe und zu den ,aufopferungen1 die es uns etwa kosten wird1 sie wirklich zu machen1 so erhebt sich das ,begehren zum ,wollen4 -- ,man kann hier vor dem ,daseyn des ,gegenstandes vorherwissen1 was ,lust oder ,unlust erregen werde1 denn nur das wirkliche ,daseyn des ,gegenstandes erregt ein solches ,gefhl2 man kann daher die ,bestimmung des praktischen ,triebes von dem ,gegenstande1 und mithin von der ,befriedigung oder ,nichtbefriedigung desselben unterscheiden2 der menschliche ,geist bekommt gleichsam etwas ihm ,angehriges1 einen ,ausdruck seines eigenen ,handelns ausser sich1 und sieht mit ,leichtigkeit in den ,gegenstnden1 wie in einem ,spiegel1 seine eigene ,gestalt4 ,ganz anders verhlt es sich mit dem sthetischen ,triebe4 ,er geht auf nichts ausser dem ,menschen1 sondern auf etwas1 das lediglich in ihm selbst ist4 ,es ist keine ,vorstellung von seinem ,gegenstande vor dem ,gegenstande vorher mglich1 denn sein ,gegenstand ist selbst nur eine ,vorstellung4 ,die ,bestimmung des ,triebes wird also durch nichts bezeichnet1 als lediglich durch die ,befriedigung oder ,nichtbefriedigung4 ,die erstere lsst von der letztern sich durch nichts unterscheiden1 sondern beide fallen zusammen4 ,das1 was durch den sthetischen ,trieb in uns ist1 entdeckt sich durch kein ,begehren1 sondern lediglich durch ein uns unerwartet berraschendes1 in keinem begreiflichen ,zusammenhange mit den brigen ,verrichtungen unseres ,gemthes stehendes1 sondern vllig zweckloses und absichtloses ,behagen oder ,misbehagen4 ,so gebe man dem ,magnete zu dem ,triebe1 ein bestimmtes1 seine ,kraft berwiegendes1 ,stck ,eisen anzuziehen1 die ,vorstellung dieses ,eisens3 so wird er begehren1 dasselbe anzuziehen2 und wenn er sich ber seine ,anziehungskraft auch noch die ,kraft zuschreiben kann1 so viel1 als sein ,anziehungsvermgen berwiegt1 von dem ,gewichte des ,eisens hinwegzunehmen1 und der ,trieb1 jenes ,eisen anzuziehen1 strker ist1 als etwa seine ,abneigung1 die ,last desselben zu verringern3 so wird er es anziehen wollen4#de ,nehmen ,sie dem ,magnete das ,vermgen1 sich das ,eisen ausser sich1 mithin auch sein ,anziehen dieses ,eisens vorzustellen1 und lassen ihm lediglich ,trieb1 ,kraft und ,selbstgefhl3 er wird1 wenn die ,schwere des ,eisens seine ,kraft berwiegt1 eine ,unlust2 wenn ,sie die ,last wegnehmen1 und er1 sich selbst unbewusst1 das ,eisen selbst anzieht1 eine ,lust empfinden1 die er sich durch nichts erklren kann1 die fr ihn mit nichts zusammenhngt1 und die unserm sthetischen ,behagen oder ,misbehagen vllig hnlich ist -- aber nicht aus dem gleichen ,grunde entstanden4 ,aber1 denken ,sie sich1 um ein passendes ,bild der sthetischen ,stimmung zu haben1 die liebliche ,sngerin der ,nacht2 denken ,sie sich1 wie ,sie es mit dem ,dichter gar wohl knnen1 die ,seele derselben als reinen ,gesang1 ihren ,geist als ein ,streben1 den vollkommensten ,accord zu bilden1 und ihre einzelnen ,tne als die ,vorstellungen dieser ,seele4 ,durch die ganze ,tonleiter herauf und herab treibt die ,sngerin1 ihr selbst unbewusst1 die ,richtung ihres ,geistes1 und er entwickelt durch die mannigfaltigsten ,accorde hindurch allmhlig sein ganzes ,vermgen4 ,jeder neue ,accord liegt auf der ,stufenleiter dieser ,entwickelung1 und stimmt mit dem ,urtriebe der ,sngerin zusammen1 den sie nicht kennt1 weil wir ihr keine anderen ,vorstellungen als ,tne gegeben haben1 und dessen ,zusammenhang mit dem fr sie zuflligen ,accorde sie nicht beurtheilen kann2 gerade so1 wie unserem ,auge die ,richtung des sthetischen ,triebes verborgen liegt1 und wie wir die -- ganz anderen ,gesetzen zufolge sich in uns entwickelnden ,vorstellungen nicht mit derselben vergleichen knnen4 ,doch muss jene ,zusammenstimmung eine ,lust in ihr erwecken1 die ihr ganzes ,wesen ausfllt1 und deren ,grnde sie sich auch schon darum nicht angeben knnte4 -- ,aber ihr inneres und verborgenes ,leben treibt sie weiter zum folgenden ,tone2 die ,entwickelung desselben ist also noch nicht vollendet1 dieser ,accord drckt noch nicht ihr ganzes ,wesen aus1 und jene ,lust wird daher blitzschnell durch eine ,unlust aufgefasst1 welche mit dem nchsten ,tone sich in hhere ,lust auflsen1 aber wiederkehren1 und die ,sngerin abermals weiter treiben wird4 ,ihr ,leben schwebt hin auf den sich drngenden ,wellen des sthetischen ,gefhls1 wie das ,knstlerleben jedes wahren ,genies4 ,so kommt der praktische ,trieb gar leicht und auf mancherlei ,weise in seinen mannigfaltigen ,bestimmungen zum ,bewusstseyn1 und es scheint sehr mglich1 ihn selbst von der inneren ,erfahrung aus vollstndig kennen zu lernen und zu erschpfen4 ,in ,absicht des sthetischen ,triebes zeigen sich mehrere ,schwierigkeiten1 und es scheint kein ,mittel zu seyn1 um bis zu ihm in die ,tiefe unseres ,geistes einzudringen1 als dass man entweder ohne alle ,rcksicht auf ihn in der usseren ,erfahrung fortschreite1 und abwarte1 ob er sich etwa1 und wie er sich unter derselben zufllig ussern werde1 oder dass man auf gut ,glck und blindlings sich seiner ,einbildungskraft berlasse1 und erwarte1 wie die mannigfaltigen ,ausgeburten derselben auf uns wirken werden4 ,in beiden ,fllen ist man berdies noch in der ,gefahr1 eine ,lust1 die sich auf ein dunkles1 unentwickeltes1 vielleicht vllig empirisches und individuelles praktisches ,bewusstseyn grndet1 mit einem sthetischen zu verwechseln4 ,und so blieben wir denn immer in der ,ungewissheit1 ob es auch berhaupt einen solchen ,trieb gebe1 wie wir den sthetischen beschrieben haben1 oder ob nicht alles1 was wir fr ,aeusserungen desselben halten1 auf einer feinen ,tuschung beruhe2 vor der wirklichen ,erfahrung vorher knnten wir nie mit ,sicherheit ahnen1 was gefallen werde1 und die ,folgerung1 dass das1 was uns gefallen habe1 allen gefallen msse1 bliebe ganz grundlos4 ,bedenken ,sie hierbei noch den ,umstand1 dass sthetische ,vorstellungen zuvorderst nur in und vermittelst der ,erfahrung1 die auf ,erkenntniss ausgeht1 sich entwickeln knnen1 so sehen ,sie eine neue ,schwierigkeit2 von der anderen ,seite aber eine ,erleichterung1 und die einzige1 die den ,uebergang aus dem ,gebiete der ,erkenntniss in das ,feld der sthetischen ,gefhle ffnet4 ,sie sehen eine neue ,schwierigkeit4 -- ,selbst die ,erkenntniss wird zunchst nicht um ihrer selbst willen1 sondern fr einen ,zweck ausser ihr gesucht4 ,auf der ersten ,stufe der ,bildung1 des ,individuums sowohl1 als der ,gattung1 berschreit der praktische ,trieb1 und zwar in seiner niederen1 auf die ,erhaltung und das ussere ,wohlseyn des animalischen ,lebens gehenden ,aeusserung1 alle brigen ,triebe2 und so fngt denn auch der ,erkenntnisstrieb damit an1 bei jenem zu dienen1 um in diesem ,dienste sich zum ,vermgen einer selbststndigen ,subsistenz auszubilden4 ,mit der ,kargheit der ,natur1 oder mit dem ,andringen unseres eigenen ,geschlechtes gegen uns im ,kampfe1 haben wir nicht ,zeit1 bei der ,betrachtung der ,dinge um uns herum zu verweilen2 emsig fassen wir die brauchbaren ,beschaffenheiten derselben auf1 um ,nutzen von ihnen zu ziehen1 unter unaufhrlicher ,besorgniss der ,nachtheile in der ,ausbung1 die uns eine unrichtige ,ansicht derselben zuziehen mchte2 mit ,hastigkeit eilen wir fort von dieser erstrmten ,erkenntniss zur ,bearbeitung der ,dinge1 und hten uns sehr1 einen ,augenblick bei der ,erwerbung des ,mittels zu verlieren1 den wir zur unmittelbaren ,erreichung des ,zweckes anwenden knnten4 ,das ,menschengeschlecht muss erst zu einem gewissen usseren ,wohlstande und zur ,ruhe gekommen1 die ,stimme des ,bedrfnisses von innen1 und der ,krieg von aussen muss erst beschwichtigt und beigelegt seyn1 ehe dasselbe auch nur mit ,kaltbltigkeit1 ohne ,absicht auf das gegenwrtige ,bedrfniss und selbst mit der ,gefahr sich zu irren1 beobachten1 bei seinen ,betrachtungen verweilen1 und unter dieser mssigen und liberalen ,betrachtung den sthetischen ,eindrcken sich hingeben kann4 ,so fasst die ruhige ,flche des ,wassers das schne ,bild der ,sonne2 auf der bewegten werden die mit reinem ,lichte gezeichneten ,umrisse desselben untereinander geworfen und verschlungen in die gewaltsame ,figur der unsteten ,wellen4 ,daher sind die ,zeitalter und ,lnderstriche der ,knechtschaft zugleich die der ,geschmacklosigkeit2 und wenn es von der einen ,seite nicht rathsam ist1 die ,menschen1 frei zu lassen1 ehe ihr sthetischer ,sinn entwickelt ist1 so ist es von der anderen ,seite unmglich1 diesen zu entwickeln1 ehe sie frei sind2 und die ,idee1 durch sthetische ,erziehung die ,menschen zur ,wrdigkeit der ,freiheit1 und mit ihr zur ,freiheit selbst zu erheben1 fhrt uns in einem ,kreise herum1 wenn wir nicht vorher ein ,mittel finden1 in ,einzelnen von der grossen ,menge den ,muth zu erwecken1 ,niemandes ,herren und ,niemandes ,knechte zu seyn4 ,in einem solchen ,zeitalter hat der ,unterdrckte zu thun1 um unter dem ,fusse des ,unterdrckers sich lebendig zu erhalten1 die nothwendige ,luft zu schpfen und nicht vllig zertreten zu werden1 und der ,unterdrcker1 bei den mannigfaltigen ,krmmungen und ,wendungen des ersteren im ,gleichgewichte zu bleiben und nicht umgeworfen zu werden2 durch die gezwungene und unbehlfliche ,lage des letzteren vermehrt sich noch seine ,last und sein ,druck2 dadurch werden die ,wendungen des ersteren nur noch ngstlicher und gewagter1 und der ,druck des letzteren abermals lastender1 und so steigt durch eine sehr begreifliche ,wechselwirkung das ,uebel in einer unseligen ,progression2 keiner von beiden behlt ,zeit1 und er wird sie immer weniger behalten1 zu athmen1 ruhig um sich zu sehen1 und seine ,sinne dem schnen ,einflusse der freundlichen ,natur offen zu lassen4 ,beide behalten lebenslnglich den ,geschmack1 den sie damals annahmen1 als noch nichts1 denn ihre ,windeln sie fesselte3 den ,geschmack an greller1 das stumpfe ,auge gewaltsam reizender ,farbe1 und am ,glanze reicher ,metalle2 und der drftige ,handarbeiter eilt1 dies dem einzigen ,vermgenden zu fertigen1 um den krglichen ,lohn1 dessen er zum ,leben bedarf1 bald einzunehmen4 ,so sank im rmischen ,reiche die ,kunst mit der ,freiheit zu gleichen ,schritten1 bis sie unter ,constantin dem barbarischen ,geprnge frhnen lernte4 ,so werden die ,elephanten der ,kaiser von ,china mit schweren ,goldstoffen bekleidet1 und die ,pferde der ,knige von ,persien trinken aus gediegenem ,golde4 ,nur nicht niederdrckender1 aber widerlicher und beunruhigender fr die ,kunst ist der ,anblick1 wenn unter freieren ,himmelsstrichen und milderen ,gewalthabern diejenigen1 welche in der ,mitte zwischen beiden ,enden stehen1 und denen alle ,welt erlaubt1 frei zu seyn1 dieses letzten ,restes der ,freiheit1 welchen ein ber die ,menschheit waltender ,genius als ein ,saatkorn fr die ,ernte knftiger ,generationen in die ,verfassung geworfen zu haben scheint1 sich nicht bedienen2 sondern den der ewigen ,einfrmigkeit mden ,herrschern wider ihren ,dank ihre ,dienste aufdringen1 und sich grmen1 dass ihre wunderlichen ,verbeugungen und ,adorationen keiner zu ,herzen nimmt1 und dass es ihnen nicht gelingen will1 denselben eine politische ,wichtigkeit zu geben1 die sie an sich nicht haben4 ,dann wiegt man mit haarscharfer ,richtigkeit alle ,art der ,bildung gegen den knftigen ,dienst ab2 fragt die harmlos lustwandelnde ,speculation1 ehe sie uns ber die ,schwelle tritt1 was sie mitbringe2 durchsucht ,romane und ,schauspiele nach ihrer schnen ,moral2 hat kein ,arges daraus1 ffentlich zu bekennen1 dass man eine ,iphigenie1 oder eine ,epistel in derselben ,stimmung1 unpoetisch finde2 und wrde muthmaasslich den ,homer einen schaalen ,reimer nennen1 wenn man ihm nicht um seines reinen ,griechischen willen verziehe4 ,aber gerade der angefhrte ,umstand1 dass wir mit der ,erfahrung unser ,leben anfangen mssen1 erffnet uns1 wie oben gesagt worden1 den einzig mglichen ,uebergang zum geistigen ,leben4 ,sowie jene dringende ,noth gehoben ist1 und nichts mehr uns treibt1 den mglichen ,geisteserwerb gierig zusammenzuraffen1 um ihn sogleich wieder fr den nothwendigen ,gebrauch ausgeben zu knnen1 erwacht der ,trieb nach ,erkenntniss um der ,erkenntniss willen4 ,wir fangen an1 unser geistiges ,auge auf den ,gegenstnden hingleiten zu lassen1 und erlauben ihm dabei zu verweilen2 wir betrachten sie von mehreren ,seiten1 ohne gerade auf einen mglichen ,gebrauch derselben zu rechnen2 wir wagen die ,gefahr einer zweifelhaften ,voraussetzung1 um in ,ruhe den richtigen ,aufschluss abzuwarten4 ,es bemchtigt sich unser der einzige ,geiz1 der edel ist1 ,geistesschtze zu sammeln1 bloss um sie zu haben1 und uns an ihrem ,anblicke zu ergtzen1 gesetzt auch1 wir bedrften ihrer nicht zum ,leben1 oder sie wren nicht mit dem ,stempel ausgeprgt1 welcher allein ,cours hat2 wir wagen es1 bei unserem ,reichthume gleichgltiger gegen den mglichen ,verlust1 etwas anzulegen an ,versuche1 die uns mislingen knnen4 ,wir haben den ersten ,schritt gethan1 uns von der ,thierheit in uns zu trennen4 ,es entsteht ,liberalitt der ,gesinnungen1 -- die erste ,stufe der ,humanitt4 ,unter dieser ruhigen und absichtslosen ,betrachtung der ,gegenstnde1 indess unser ,geist sicher ist und nicht ber sich wacht1 entwickelt sich ohne alles unser ,zuthun unser sthetischer ,sinn an dem ,leitfaden der ,wirklichkeit4 ,aber nachdem der ,pfad beider eine ,strecke weit zusammengegangen ist1 reisst sich am ,scheidewege wohl auch der erstere los1 und geht seinen ,gang unabhngig und ungeleitet von der ,wirklichkeit4 ,so ruhte oft ,ihr ,auge auf der ,gegend an der ,abendseite ,ihrer lndlichen ,wohnung4 ,wenn ,sie dieselbe1 nicht um zu sehen1 wie ,sie den nchtlichen ,anfllen des ,raubgesindels entfliehen knnten1 sondern ohne alle ,absicht betrachteten1 erkannten ,sie nicht bloss die grne ,saat1 und hinter ihr die mancherlei ,kleearten1 und hinter diesen das hohe ,korn1 und fassten in das ,gedchtniss1 was da wre2 sondern ,ihre ,betrachtung verweilte mit ,vergngen auf dem frischen ,grn des ersteren1 und verbreitete sich ber die mannigfaltigen ,blthen des zweiten1 und gleitete sanft ber die kruselnden ,wellen des dritten die ,anhhe hinan4 ,es sollte1 sagten ,sie dann1 dort auf der ,hhe ein ,drfchen unter ,bumen oder ein ,hain liegen4 ,sie begehrten nicht in dem ersteren eine ,wohnung zu haben1 oder in dem ,schatten des letzteren zu wandern2 und es wrde ,ihnen gerade so viel gewesen seyn1 wenn man1 ohne dass ,sie es eben wssten1 durch ein optisches ,kunststck ,ihnen nur den ,anschein dessen hervorgebracht htte1 was ,sie wnschten4 ,woher kam das8 ,ihr sthetischer ,sinn war unter dem ,anblicke der ersteren ,gegenstnde1 indem ihn dieselben unvermuthet befriedigten1 schon geweckt worden2 aber es beleidigte ihn1 dass diese ,aussicht sich so pltzlich abreissen1 und ,ihr ,auge hinter der ,anhhe in den leeren ,raum versinken sollte4 ,nach seiner ,forderung htte sich die ,ansicht in ein passendes ,ende schliessen sollen1 um das angefangene schne ,ganze zu vollenden und abzurunden3 und ,ihre bis jetzt an seiner ,hand geleitete ,einbildungskraft war vermgend1 diese ,forderung desselben aufzufassen4 ,sehen ,sie in diesem ,beispiele eine kurze ,geschichte der ,entwickelung unseres ganzen sthetischen ,vermgens4 ,whrend der ruhigen ,betrachtung1 die nicht mehr auf die ,erkenntniss dessen1 was lngst erkannt ist1 absieht1 sondern die gleichsam noch einmal zum ,ueberflusse an den ,gegenstand geht1 -- entwickelt1 unter der ,ruhe der ,wissbegierde und des befriedigten ,erkenntnisstriebes1 in der unbeschftigten ,seele sich der sthetische ,sinn4 ,der eine ,gegenstand hat unsere ,billigung ohne alles ,interesse1 d4 i4 wir urtheilen alle1 dass er so recht1 und einer gewissen ,regel1 der wir nicht weiter nachspren1 gemss sey1 ohne dass wir darum gerade einen grsseren ,werth auf ihn legen2 ein anderer erhlt diese ,billigung nicht1 ohne dass wir gerade viel ,mhe anwenden wrden1 um ihn anders zu machen4 ,es scheint uns lediglich darum zu thun1 zu zeigen1 dass wir einen gewissen ,sinn gleichfalls besitzen1 und dass wir einer gewissen ,kenntniss mchtig sind1 die nichts weiter ist1 denn ,kenntniss1 und die zu nichts fhren und zu nichts gebraucht werden soll4 ,dieses ,vermgen heisst ,geschmack2 auch die ,fertigkeit1 richtig und gemeingltig in dieser ,rcksicht zu urtheilen1 wird vorzugsweise ,geschmack genannt3 und das ,gegentheil desselben heisst ,geschmacklosigkeit4 ,von dieser noch an dem ,faden der ,wirklichkeit fortlaufenden ,betrachtung1 wo es uns schon nicht mehr um die wirkliche ,beschaffenheit der ,dinge1 sondern um ihre ,uebereinstimmung mit unserem ,geiste zu thun ist1 erhebt sich denn bald die dadurch zur ,freiheit erzogene ,einbildungskraft zur vlligen ,freiheit2 einmal im ,gebiete des sthetischen ,triebes angelangt1 bleibt sie in demselben1 auch da1 wo er von der ,natur abweicht1 und stellt ,gestalten dar1 wie sie gar nicht sind1 aber nach der ,forderung jenes ,triebes seyn sollten3 und dieses freie ,schpfungsvermgen heisst ,geist4 ,der ,geschmack beurtheilt das ,gegebene1 der ,geist erschafft4 ,der ,geschmack ist die ,ergnzung der ,liberalitt1 der ,geist die des ,geschmackes4 ,man kann ,geschmack haben ohne ,geist1 nicht aber ,geist ohne ,geschmack4 ,durch den ,geist wird die an sich in die ,grenzen der ,natur eingeschlossene ,sphre des ,geschmacks erweitert2 seine ,producte erschaffen ihm durch ,kunst neue ,gegenstnde1 und entwickeln ihn weiter1 ohne ihn darum allemal zu sich emporzuheben4 ,seinen ,geschmack bilden kann jeder2 ob aber jeder sich zur ,geistigkeit erheben knne1 ist zweifelhaft4 ,das unendliche1 unbeschrnkte ,ziel unseres ,triebes heisst ,idee1 und inwiefern ein ,theil desselben in einem sinnlichen ,bilde dargestellt wird1 heisst dasselbe ein ,ideal4 ,der ,geist ist demnach ein ,vermgen der ,ideale4 ,der ,geist lsst die ,grenzen der ,wirklichkeit hinter sich zurck1 und in seiner eigenthmlichen ,sphre giebt es keine ,grenzen4 ,der ,trieb1 dem er berlassen ist1 geht ins ,unendliche2 durch ihn wird er fortgefhrt von ,aussicht zu ,aussicht1 und wie er das ,ziel erreicht hat1 das er im ,gesichte hatte1 erffnen sich ihm neue ,felder4 ,im reinen ungetrbten ,aether seines ,geburtslandes giebt es keine anderen ,schwingungen1 als die er selbst durch seinen ,fittig erregt4 ,dritter ,brief4#df ,nur der ,sinn fr das ,aesthetische ist es1 der in unserem ,innern uns den ersten festen ,standpunct giebt2 das ,genie kehrt darin ein1 und deckt durch die ,kunst1 die dasselbe begleitet1 auch uns anderen die verborgenen ,tiefen desselben auf4 ,derselbe ,sinn ist es auch1 der zugleich dem wohlerkannten und gebildeten ,innern den lebendigen ,ausdruck giebt4 ,der ,geist geht auf die ,entwickelung eines ,innern in dem ,menschen1 des ,triebes1 und zwar eines ,triebes1 der ihn als ,intelligenz ber die ganze ,sinnenwelt erhebt1 und von dem ,einflusse derselben losreisst4 ,aber die ,sinnenwelt allein ist mannigfaltig1 und nur inwiefern wir durch einen uns schlechterdings unsichtbaren ,berhrungspunct mit derselben zusammenhangen und ihren ,einwirkungen offen stehen1 sind wir als ,individuen verschieden2 der ,geist ist ,einer1 und was durch das ,wesen der ,vernunft gesetzt ist1 ist in allen vernnftigen ,individuen dasselbe4 ,dem einen mag diese ,speise besser schmecken1 dem anderen eine andere2 der eine mag diese1 der andere jene ,farbe vorzglich lieben4 ,aber die ,wirkungen der ,geistesproducte sind fr alle ,menschen1 in allen ,zeitaltern1 und unter allen ,himmelsstrichen gemeingltig1 wenn auch nicht immer gemeingeltend4 ,fr alle liegt auf der ,stufenleiter ihrer ,geistesbildung ein ,punct1 auf welchen dieses ,werk den beabsichtigten ,eindruck machen wrde1 und nothwendig machen msste2 wenn sie auch etwa bis jetzt diesen ,punct noch nicht erstiegen htten1 oder ihn1 wegen der niedrigen ,stufe1 auf der sie anheben1 bei der ,krze des menschlichen ,lebens1 diesseits des ,grabes gar nicht ersteigen knnten4 ,was der ,begeisterte in seinem ,busen findet1 liegt in jeder menschlichen ,brust1 und sein ,sinn ist der ,gemeinsinn des gesammten ,geschlechts4 ,theils um diesen ,sinn an anderen zu versuchen1 theils um ihnen mitzutheilen1 was fr ihn selbst so anziehend ist1 kleidet das ,genie die ,gestalten1 die sich seinem geistigen ,auge unverhllt zeigten1 in festere ,krper1 und stellt sie so auf vor seinen ,zeitgenossen4 ,um seinen ,sinn zu versuchen zuvrderst3 nicht1 als ob er der ,beistimmung der ,menge bedrfte1 um in der ,stunde der ,begeisterung zu glauben1 was sich ihm durch ein unwiderstehliches ,gefhl1 -- so unwiderstehlich als das seines ,daseyns1 -- offenbart2 sondern um auf die ,stunde der ,erkltung und des ,zweifels sich seines ,glaubens im voraus zu versichern4 ,mein ,werk ist aus der ,flle der menschlichen ,natur geschpft1 darum muss und soll es ,allen gefallen1 die derselben theilhaftig sind1 und wird unsterblich seyn wie sie3 so schliesst er2 der geistlose ,schreiber1 der nicht die leiseste ,ahnung seines hohen ,berufes hat1 kehrt es um1 und folgert3 mein ,product wird von der ,menge gelesen1 es bereichert die ,buchhndler1 und die ,recensenten wetteifern1 dasselbe zu lobpreisen1 darum ist es vortrefflich3 aber dennoch wird der ,glaube des ersteren an sich selbst den ,beifall gebildeter ,menschen1 als eine ,zugabe1 nicht verschmhen4 ,so ist der ,glubige sicher1 dass das ,auge der ,frsehung ber ihm walte1 und dass jenseits des ,grabes ein besseres ,leben seiner warte2 und in gewissen ,stimmungen wrde der ,widerspruch des gesammten ,reichs der vernnftigen ,wesen ihn nicht um eines ,haares ,breite bewegen3 denn sein ,glaube kmmt ihm nicht von aussen1 sondern er hat ihn in seinem eigenen ,herzen gefunden4 ,dennoch fragt und forscht er sorgsam1 ob andere dasselbe glauben1 in dunklem ,vorgefhle banger ,stunden1 wo er einer sonst so gering geschtzten ,sttze1 als die ,beistimmung anderer ist1 doch bedrfen knnte4 ,so wird das wahre ,genie durch die kaltsinnige ,aufnahme seiner ,meisterwerke oder durch den lautesten ,tadel derselben nie aus seiner ,fassung gebracht3 er ist seiner ,sache sicher und gewiss des ,geistes1 der ohne sein ,verdienst in ihm wohnt2 aber er will aus ,achtung fr denselben ihn auch von anderen anerkannt und geehrt wissen4 -- ,es verhlt sich so mit allem1 was wir bloss zufolge unseres ,gefhls annehmen und nur glauben knnen4 ,wenn alle ,anwesende einstimmig versichern1 dass ein ,gegenstand1 den wir zu erblicken glauben1 nicht vorhanden sey1 so werden wir1 wenn wir nur ein wenig mit den ,tuschungen unserer ,sinne und unserer ,einbildungskraft bekannt sind1 leicht irre1 und fangen an1 den ,grund der ,erscheinung in uns selbst zu suchen4 ,an unser inneres ,gefhl glauben wir schon weit fester2 doch sehen wir auch dieses gern durch das ,gefhl anderer untersttzt4 ,um seine ,stimmung mitzutheilen4 ,es ist1 wie ,sie selbst angemerkt haben1 in allen ,menschen der ,trieb1 andere um sich herum sich selbst so hnlich zu machen1 als mglich1 und sich selbst in ihnen1 so vollkommen als es gehen will1 zu wiederholen2 und dies um desto mehr1 je mehr wir zu diesem ,wunsche durch eigene hhere ,bildung berechtigt sind4 ,nur der ungerechte ,egoist will der einzige seiner ,art seyn1 und kann seines ,gleichen ausser sich nicht dulden2 aber der edle ,mensch mchte1 dass alle ihm glichen1 und thut1 so viel an ihm ist1 um es dahin zu bringen4 ,so der begeisterte ,liebling der ,natur4 ,er mchte1 dass aus allen ,seelen sein eigenes liebliches ,bild ihm zurckstrahlte4 ,drum drckt er die ,stimmung seines ,geistes ein in eine krperliche ,gestalt4 ,was in der ,seele des ,knstlers vorgeht1 die mannigfaltigen ,biegungen und ,schwingungen seines inneren ,lebens und seiner selbstthtigen ,kraft sind nicht zu beschreiben2 keine ,sprache hat ,worte dafr gefunden1 und wenn sie gefunden wren1 so wrde die gedrungene ,flle des ,lebens in der allmhligen1 und zu einem einfachen ,faden ausgedehnten ,beschreibung verhauchen4 ,leben wird nur in lebendigem ,handeln dargestellt2 und sowie alle gesetzmssige ,thtigkeit des menschlichen ,geistes1 so muss auch diese freie ,geschftigkeit desselben einen ,gegenstand bekommen1 den sie bearbeite1 und in welchem durch die ,weise ihres ,verfahrens sie ihre innere ,natur verrathe4 ,so besteht das ,wesen1 das ,grundprincip des ,tons in den harmonischen ,bebungen und ,schwingungen der ,saite1 die im luftleeren ,raume nicht minder einander hervorbringen und bestimmen1 ihre innere ,wirksamkeit erfllen1 und fr die ,saite selbst den ,ton bilden wrden2 aber nur in der umgebenden ,luft bekommen dieselben einen usseren ,wirkungskreis1 drcken sich selbst in sie ein1 und pflanzen sich fort bis zum ,ohre des entzckten ,hrers1 und lediglich aus jener ,vermhlung wird der ,ton geboren1 der in unserer ,seele wiederhallt4 ,so drckt der begeisterte ,knstler die ,stimmung seines ,gemthes aus in einem beweglichen ,krper1 und die ,bewegung1 der ,gang1 der ,fortfluss seiner ,gestalten ist der ,ausdruck der inneren ,schwingungen seiner ,seele4 ,diese ,bewegung soll in uns die gleiche ,stimmung hervorbringen1 welche in ihm war2 er lieh der todten ,masse seine ,seele1 dass diese sie auf uns bertragen mchte2 unser ,geist ist das letzte ,ziel seiner ,kunst1 und jene ,gestalten sind die ,vermittler zwischen ihm und uns1 wie die ,luft es ist zwischen unserem ,ohre und der ,saite4 ,diese innere ,stimmung des ,knstlers ist der ,geist seines ,products2 und die zuflligen ,gestalten1 in denen er sie ausdrckt1 sind der ,krper oder der ,buchstabe desselben4 ,hier ist es1 wo das ,bedrfniss der mechanischen ,kunst eintritt4 ,wer die ,dinge einer gewissen ,stimmung gemss bearbeiten will1 der muss es berhaupt verstehen1 sie zu bearbeiten1 und sie mit ,leichtigkeit zu bearbeiten1 so dass kein ,widerstand sichtbar sey1 und dass die todte ,masse unter seinen ,hnden von selbst ,bildung und ,organisation angenommen zu haben scheine4 ,sobald die ,materie widerstrebt1 und es der ,anstrengung bedarf1 sie zu besiegen1 ist die sthetische ,stimmung abgebrochen1 und es bleibt uns anderen nichts brig1 als der ,anblick des ,arbeiters1 der seinen ,zweck zu erreichen strebt2 ein nicht unwrdiger ,anblick1 den wir aber nur hier nicht haben wollten4 ,man hat diese ,leichtigkeit der mechanischen ,kunst sehr oft mit dem ,geiste selbst verwechselt2 und sie ist allerdings die ausschliessende ,bedingung seiner ,aeusserung1 und jeder1 der an das ,werk geht1 muss sie schon erworben haben2 aber sie ist nicht der ,geist selbst4 ,durch sie allein wird nichts hervorgebracht1 als ein leeres ,geklimper1 -- ein ,spiel1 das auch nichts weiter ist1 denn ,spiel1 -- das nicht zu ,ideen erhebt1 und hchstens einen ,muthwillen und eine verschwendete ,kraft ausdrckt1 der man in der ,stille eine bessere ,anwendung wnscht4 ,zwar wird der leichteste und muthwilligste ,pinselstrich des wahren ,genies einen ,anstrich von den ,ideen haben2 aber der blosse ,mechaniker wird durch seine hchste ,kunst nie etwas anderes hervorbringen1 als ein mechanisches ,werk1 ber dessen ,bau man hchstens sich wundern wird4 ,so ist in den letzten ,meisterwerken des begnstigten ,lieblings der ,natur unter unserer ,nation1 -- im ,tasso1 in der ,iphigenie1 und in den leichtesten ,pinselstrichen desselben ,knstlers seitdem1 -- es ist in ihnen1 sage ich1 nicht die so einfache ,erzhlung1 nicht die ohne allen ,schwulst so sanft hingleitende ,sprache1 durch welche der gebildete ,leser so mchtig angezogen wird4 ,es ist nicht der ,buchstabe1 sondern der ,geist4 ,mit der gleichen ,einfachheit der ,fabel1 der gleichen ,leichtigkeit1 dem gleichen ,adel der ,sprache ist es mglich1 ein sehr schaales1 sehr schmackloses1 sehr unkrftiges ,werk zu verfertigen4 ,die ,stimmung ist es1 welche in diesen ,werken herrscht3 diese edelste ,blthe der ,humanitt1 welche durch die ,natur nur einmal unter dem griechischen ,himmel hervorgetrieben und durch eins ihrer ,wunder im ,norden wiederholt wurde4 ,es schmiegt sich an unsere ,seele das lebendige ,bild jener geendigten ,cultur1 die den ,angriffen des ,schicksals nicht mehr mit gewaltsamen ,anstrengungen und ,renkungen entgegengeht1 und die eher alles1 als die reine ,ebenheit ihres ,charakters und die leichte ,grazie in den ,bewegungen ihres ,gemths1 verliert3 jenes ,beruhens in sich selbst und auf sich selbst1 das es nicht mehr bedarf1 durch ,anstrengung seine ,kraft aufzuregen und gegen den ,widerstand anzustemmen1 sondern das auf seiner eigenen natrlichen ,last sicher steht2 jener ,unbefangenheit des ,geistes1 welche die ,dinge1 auch bei ihrem gewaltsamsten ,andringen auf uns1 dennoch keiner anderen ,schtzung wrdigt1 als der1 die ihnen gebhrt1 dass sie ,gegenstnde unserer ,betrachtung sind1 und welche auch dann noch den geflligen ,formen derselben ein sthetisches ,vergngen1 den ,verzerrungen derselben ein leichtes ,lcheln1 wie ,grazien lcheln1 abzugewinnen vermag2 jener ,vollendung der ,menschheit1 die sich von der ,sinnenwelt nicht losgerissen1 sondern abgelst fhlt1 und die mit gleicher ,leichtigkeit derselben ohne ,misvergngen entbehren1 oder ihrer mit ,freude auf ihre ,weise geniessen kann4 ,wir finden uns mit ,vergngen in eine ,welt versetzt1 in der allein eine solche ,stimmung mglich ist1 unter eine ,gesellschaft1 deren ,mitglieder alle gerecht und wohlwollend sind1 und deren ,trennungen nicht durch bsen ,willen verursacht1 sondern selbst nur ,strme des widrigen ,schicksals sind2 -- 7denn ,ungerechtigkeiten freier ,wesen knnen uns nie gleichgltig seyn1 und werden immer ernste ,misbilligung1 keinesweges aber das leichte ,lcheln erregen1 wie die ,verstsse der vernunftlosen ,natur74 ,wir entdecken mit befriedigter ,selbstliebe unter dem ,einflusse des ,knstlers eine ,fassung in uns1 die wir im ,laufe des ,lebens gewhnlich nicht behalten2 wir fhlen uns hher gehoben und veredelt1 und innige ,liebe ist der ,lohn des ,dichters1 der uns so sanft schmeichelt1 um uns zu bessern4 ,jeder hat den feinsten ,sinn fr diejenige ,art der ,ausbildung1 der er zunchst bedrfte1 und mag in der ,stunde der ,tuschung am liebsten das an sich finden1 wovon eine leise ,ahnung ihm sagt1 dass es auf der nchsten ,stufe der ,cultur liege1 die er zu ersteigen hat4 ,ein betrchtlicher ,theil unseres ,publicums ist noch nicht so weit1 dass ihm nichts mehr1 als die ,grazie in seinen ,bewegungen1 die ,leichtigkeit und ,ungezwungenheit in seiner ,kraftusserung abgehe4 ,vielen fehlt es an der ,kraft selbst4 ,fr diese sind ,darstellungen1 wie die1 von welchen wir redeten1 unschmackhaft2 sie verwechseln die durch die ,flle der ,kraft gehaltene ,kraft1 die sie nicht kennen1 mit der ,kraftlosigkeit1 die sie nur zu wohl kennen4 ,diese mgen im ,bilde lieber die rohe1 aber kraftvolle ,sitte unserer ,urahnen sich angetuscht sehen -- eine ,art1 die so vorzglich ist1 als jede andere1 wenn sie mit ,geist behandelt wird -- oder vergngen sich wohl auch an den wunderlichen ,renkungen in unsern gewhnlichen ,ritterromanen1 und an hochtnenden und vermessenen ,reden4 ,dem ,dichter1 von dem ich rede1 war es gegeben1 zwei verschiedene ,epochen der menschlichen ,cultur mit allen ihren ,abstufungen auszumessen4 ,er nahm sein ,zeitalter bei der letzteren ,stufe auf1 um es bei der ersteren niederzusetzen4 ,aber sein ,genius berflog1 wie es seyn musste1 den langsamen ,gang desselben4 ,er bildete1 wie jeder wahre ,knstler soll1 sein ,publicum selbst1 arbeitete fr die ,nachwelt1 und wenn unser ,geschlecht hher steigt1 so ist es nicht ohne sein ,zuthun4 ,jene beiden ,zustnde1 der der ersten ursprnglichen ,begeisterung1 und der der ,darstellung derselben in krperlicher ,hlle1 sind in der ,seele des ,knstlers nicht immer verschieden1 obwohl sie durch den genauen ,forscher sorgfltig unterschieden werden mssen4 ,es giebt ,knstler1 die ihre ,begeisterung auffassen und festhalten1 unter den ,materialien um sich herumsuchen1 und das geschickteste fr den ,ausdruck whlen2 die unter der ,arbeit sorgfltig ber sich wachen2 die zuerst den ,geist fassen1 und dann den ,erdkloss suchen1 dem sie die lebendige ,seele einhauchen4 ,es giebt andere1 in denen der ,geist zugleich mit der krperlichen ,hlle geboren wird1 und aus deren ,seele zugleich das ganze volle ,leben sich losreisst4 ,die ersteren erzeugen die gebildetsten1 berechnetsten ,producte1 deren ,theile alle das feinste ,ebenmaass unter sich und zum ,ganzen halten3 aber das feinere ,auge kann in der ,zusammenfgung des ,geistes und des ,krpers hier und da die ,hand des ,knstlers bemerken4 ,in den ,werken der letzteren sind ,geist und ,krper1 wie in der ,werksttte der ,natur1 innigst zusammengeflossen1 und das volle ,leben geht bis in die ussersten ,theile2 aber wie an den ,werken der ,natur entdeckt man hier und da kleine ,auswchse1 deren ,absicht man nicht angeben kann1 die man aber nicht wegnehmen knnte1 ohne dem ,ganzen zu schaden4 ,von beiden ,arten hat unsere ,nation ,meister4 ,gewisse hhere ,stimmungen sind1 wie soeben gesagt worden1 nicht fr gemeine ,augen1 und lassen sich denselben nicht mittheilen2 bei anderen1 die mittheilbar sind1 ist wenigstens unsichtbar1 woher es komme1 dass das ,werk zu ihnen erhebe2 und nicht sehr feine ,beobachter sind daher versucht1 der ,gestalt und dem ,baue des ,krpers die bewegende ,kraft zuzuschreiben1 die nur der ,geist hat4 ,die ,verhltnisse dieses ,krpers und die ,regeln1 nach denen er gebildet ist1 sind zu berechnen1 zu lernen und durch ,kunst auszuben1 da1 wie oben zugestanden worden1 der ,krper des geistreichsten ,werkes selbst nur durch ,kunst hervorgebracht ist4 ,es giebt mancherlei ,ursachen1 die den geistlosesten ,menschen bewegen knnen1 auf diese ,weise den mechanischen ,theil eines geistvollen ,products nachzubilden2 und da auch dieser sein ,gutes hat1 verlieren manche ,zuschauer nichts dabei4 ,solche ,arbeiter sind ,buchstbler4 ,derjenige1 der ohne ,geist selbst der mechanischen ,kunst nicht mchtig ist1 heisst ein ,stmper4 -- ,stelle ,pygmalion seine beseelte ,bildsule hin vor die ,augen des jauchzenden ,volkes2 er soll ihr1 -- da nichts uns verhindert1 die ,fabel zu ergnzen1 -- mit dem ,leben zugleich den geheimen ,vorzug ertheilt haben1 nur von geistvollen ,augen als lebend erblickt zu werden1 fr gemeine und stumpfe aber kalt und todt zu bleiben4 ,kostet es nicht mehr1 um berhmt zu werden8 denkt1 -- indess das ganze ,volk dem ,knstler huldigt1 ein ,mann1 der seinen ,meissel auch zu fhren versteht1 misst mit ,cirkel und ,lineal genau die ,verhltnisse der ,bildsule1 geht hin1 fertigt sein ,werk1 stellt es neben das ,werk des ,knstlers1 und es sind viele1 die keinen ,unterschied zwischen beiden finden knnen4 ,die ,regeln der ,kunst1 die sich in den ,lehrbchern finden1 beziehen sich meist auf das ,mechanische der ,kunst4 ,sie mssen im ,geiste gedeutet werden1 und nicht nach dem ,buchstaben4 ,so lehren sie uns1 wie wir die ,fabel erfinden1 mittheilen1 allmhlig entwickeln sollen1 und es thut dem ,knstler allerdings noth1 dies zu verstehen4 ,versteht er aber auch nichts weiter1 als die ,beobachtung dieser ,regeln1 so hat er am ,ende eine gute ,fabel1 die die ,neugier reizt1 unterhlt1 befriedigt2 aber wir forderten noch etwas mehr von ihm4 ,die ,einheit der geistigen ,stimmung1 die in seinem ,werke herrscht1 und die dem ,gemthe des ,lesers mitgetheilt werden soll1 ist die ,seele des ,werkes2 ist diese ,stimmung angedeutet1 entwickelt1 durchaus gehalten und siegend1 dann ist das ,werk vollendet1 ob die ussere ,begebenheit fr die leere ,neugier geschlossen sey1 oder nicht2 der ,triumph dieser ,stimmung ber die mannigfaltigen ,strungen derselben ist die wahre ,entwickelung1 obschon der gedankenlose ,leser1 der ein ,mhrchen hren wollte1 frage1 wie es nun weiter geworden sey4 ,sie rathen uns1 zu tuschen2 durch die ,erzhlung1 meint der ,buchstbler1 bietet er alle seine ,knste auf1 um uns sein ,mhrchen fr eine wirkliche ,begebenheit aufzubinden1 und wenn alles mislingt1 versichert er uns auf sein ,ehrenwort1 dass er eine wahre ,geschichte erzhle4 ,nun wohl1 so erzhle er1 bis alle ,gaffer sich wundern2 aber er glaube nicht ein ,kunstwerk geliefert zu haben4 ,unsere ,erhebung zu einer ganz anderen1 uns fremden ,stimmung1 in welcher wir unsere ,individualitt vergessen3 -- das ist die wahre ,tuschung1 und fr diesen ,endzweck reicht diejenige ,wahrheit der ,geschichte1 die er allein als ,wahrheit kennt1 nicht hin4 ,in dieser handeln ,erdenmenschen1 wie wir unter den gleichen ,umstnden ungefhr auch handeln wrden4 ,sie halten ber reine ,moral2 und so thue denn wer kann und will das gute ,werk1 uns wichtige moralische ,lehren durch ,erzhlungen anschaulich und eindringend zu machen4 ,er will uns dahin bringen1 dass wir durch eigenen freien ,entschluss das ,bessere whlen2 er ist unseres ,dankes werth1 und seine ,bemhungen sind nicht allemal an uns verloren4 ,nur wisse er1 was er ist1 und stelle sich nicht in eine ihm fremde ,klasse4 ,der begeisterte ,knstler wendet sich gar nicht an unsere ,freiheit1 er rechnet auf dieselbe so wenig1 dass vielmehr sein ,zauber erst anfngt1 nachdem wir sie aufgegeben haben4 ,er hebt durch seine ,kunst uns ohne alles unser ,zuthun auf ,augenblicke in eine hhere ,sphre4 ,wir werden um nichts besser2 aber die unangebauten ,felder unseres ,gemths werden doch geffnet1 und wenn wir einst aus anderen ,grnden uns mit ,freiheit entschliessen1 sie in ,besitz zu nehmen1 so finden wir die ,hlfte des ,widerstandes gehoben1 die ,hlfte der ,arbeit gethan4#cc ,funote #cc3 ,die ,fortsetzung ist nicht erschienen4 ,d4 ,von der ,sprachfhigkeit und dem ,ursprunge der ,sprache4 7,philos4 ,journal ,bd4 ,i4 ,s4 #bee-bgc1 ,s4 #bhg-cbf4 #agie47 ,in einer ,untersuchung ber den ,ursprung der ,sprache darf man sich nicht mit ,hypothesen1 nicht mit willkrlicher ,aufstellung besonderer ,umstnde1 unter welchen etwa eine ,sprache entstehen konnte1 behelfen2 denn da der ,flle1 welche den ,menschen bei ,erfindung und ,ausbildung der ,sprache leiten konnten1 so mancherlei sind1 dass sie keine ,forschung ganz erschpfen kann3 so wrden wir auf diesem ,wege ebensoviel halbwahre ,erklrungen des ,problems erhalten1 als ,untersuchungen darber angestellt wrden4 ,man darf sich daher nicht damit begngen1 zu zeigen1 dass und wie etwa eine ,sprache erfunden werden konnte3 man muss aus der ,natur der menschlichen ,vernunft die ,nothwendigkeit dieser ,erfindung ableiten2 man muss darthun1 dass und wie die ,sprache erfunden werden musste4 ,man hte sich insbesondere bei dieser ,untersuchung1 so wie bei jeder anderen1 das ,resultat1 das man etwa zu finden hofft1 schon zum voraus im ,auge zu haben4 ,man denke sich in den ,gesichtspunct der ,menschen hinein1 welche noch berhaupt keine ,sprache hatten1 sondern sie erst erfinden sollten2 welche noch nicht wussten1 wie die ,sprache gebaut seyn msse1 sondern die ,regeln darber erst aus sich selbst schpfen mussten4 ,jedem1 der dem ,ursprunge der ,sprache nachforscht1 muss die ,sprache so gut als nicht erfunden seyn3 er muss sich denken1 dass er sie erst durch seine ,untersuchung erfinden soll4 ,ferner hat man bei allen ,untersuchungen ber ,entstehung der ,sprache es auch darin versehen1 dass man zuviel auf willkrliche ,verabredung baute2 dass man z4 ,b4 meinte3 da ich ein ,buch liber1 ,griechisch3 biblion1 book u4 s4 w4 nennen kann1 so mssen die ,nationen einig geworden seyn1 die eine1 dieser bestimmte ,gegenstand solle ,buch -- die andere1 er solle liber1 u4 s4 w4 heissen4 ,aber auf eine solche ,uebereinkunft drfen wir wenig rechnen1 da sie sich nur mit der grssten ,unwahrscheinlichkeit denken lsst1 und wir mssen daher selbst den ,gebrauch der willkrlichen ,zeichen aus den wesentlichen ,anlagen der menschlichen ,natur ableiten4 ,sprache1 im weitesten ,sinne des ,wortes1 ist der ,ausdruck unserer ,gedanken durch willkrliche ,zeichen4 ,durch ,zeichen1 sage ich1 also nicht durch ,handlungen4 -- ,allerdings offenbaren sich unsere ,gedanken auch durch die ,folgen1 welche sie in der ,sinnenwelt haben3 ich denke und handle nach den ,resultaten dieses ,denkens4 ,ein vernnftiges ,wesen kann aus diesen meinen ,handlungen auf das1 was ich gedacht habe1 schliessen4 ,dies heisst aber nicht ,sprache4 ,bei allem1 was ,sprache heissen soll1 wird schlechterdings nichts weiter beabsichtigt1 als die ,bezeichnung des ,gedankens2 und die ,sprache hat ausser dieser ,bezeichnung ganz und gar keinen ,zweck4 ,bei einer ,handlung hingegen ist der ,ausdruck des ,gedankens nur zufllig1 ist durchaus nicht ,zweck4 ,ich handle nicht1 um anderen meine ,gedanken zu erffnen2 ich esse z4 ,b4 nicht1 um anderen anzudeuten1 dass ich ,hunger fhle4 ,jede ,handlung ist selbst ,zweck3 ich handle1 weil ich handeln will4 ,ich habe mich bei der ,erklrung der ,sprache des ,ausdruckes3 willkrliche ,zeichen bedient4 ,darunter verstehe ich hier solche ,zeichen1 welche ausdrcklich dazu bestimmt sind1 diesen oder jenen ,begriff anzudeuten4 ,ob dieselben mit dem ,bezeichneten natrliche ,aehnlichkeit haben1 oder nicht1 das ist hier vllig gleichgltig4 ,ich mag zu dem anderen das ,wort ,fisch sagen -- ein ,zeichen1 das mit dem ,gegenstande1 welchen es ausdrcken soll1 gar keine ,aehnlichkeit hat -- oder ich mag ihm einen ,fisch vorzeichnen2 ein ,zeichen1 das mit dem ,bezeichneten allerdings ,aehnlichkeit hat -- in beiden ,fllen habe ich keinen ,zweck1 als den1 die ,vorstellung eines bestimmten ,gegenstandes bei dem anderen zu veranlassen2 -- folglich kommen beide ,zeichen darin berein1 dass sie willkrlich sind4 ,sprachfhigkeit ist das ,vermgen1 seine ,gedanken willkrlich zu bezeichnen4 ,ich drcke mich absichtlich so allgemein aus1 damit man nicht gleich an eine ,sprache fr das ,gehr denke4 ,von der ,ursprache lsst sich gar nicht behaupten1 dass sie bloss aus ,tnen bestanden habe1 bloss ,gehrsprache gewesen sey4 ,diese letztere kann erst weit spter entstanden seyn1 und lsst sich nur unter ,voraussetzung der ,ursprache und auf eine weit verwickeltere ,art deduciren4 ,die ,frage1 die sich uns zunchst darbietet1 ist folgende3 ,wie ist der ,mensch auf die ,idee gekommen1 seine ,gedanken durch willkrliche ,zeichen anzudeuten8 ,diese enthlt unter sich folgende zwei3 #a7 ,was brachte den ,menschen berhaupt auf den ,gedanken1 eine ,sprache zu erfinden8 #b7 ,in welchen ,naturgesetzen liegt der ,grund1 dass diese ,idee gerade so und nicht anders ausgefhrt wurde8 ,lassen sich ,gesetze auffinden1 welche den ,menschen bei der ,ausfhrung leiteten8 ,ich mache mich deutlicher4 ,die ,sprache ist das ,vermgen1 seine ,gedanken willkrlich zu bezeichnen4 ,sie setzt demnach eine ,willkr voraus4 ,unwillkrliche ,erfindung1 unwillkrlicher ,gebrauch der ,sprache enthlt einen inneren ,widerspruch4 ,man hat sich zwar auf unwillkrliche ,tne beim ,ausbruche der ,freude1 des ,schmerzes u4 s4 w4 berufen1 und daraus gar manches ber ,erfindung und ,gesetze der ,sprache ableiten wollen2 aber beides ist vllig verschieden4 ,unwillkrlicher ,ausbruch der ,empfindung ist nicht ,sprache4 ,um die ,willkr zur ,erfindung einer ,sprache zu bestimmen1 wurde eine ,idee derselben vorausgesetzt4 ,daher die ,frage3 wie entwickelte sich in den ,menschen die ,idee1 ihre ,gedanken sich gegenseitig durch ,zeichen mitzutheilen8 ,allein daraus1 dass sie sich die ,aufgabe aufstellten1 eine ,sprache zu erfinden1 folgt noch nicht1 dass ihnen berhaupt1 und durch welche ,mittel ihnen die ,ausfhrung gelang4 ,daher die zweite schon angefhrte ,frage3 giebt es in der menschlichen ,natur ,mittel1 welche man nothwendig ergreifen musste1 um die ,idee einer ,sprache zu realisiren8 ,kann man diesen ,mitteln nachspren1 und wie mussten sie gebraucht werden1 wenn durch sie der ,zweck erreicht werden sollte8 ,fnden sich solche ,mittel1 so liesse sich wohl eine ,geschichte der ,sprache a priori entwerfen4 ,und sie finden sich allerdings4 ,zuvrderst3 auf welchem ,wege wurde die ,idee von einer ,sprache in dem ,menschen entwickelt8 -- ,es ist im ,wesen des ,menschen gegrndet1 dass er sich die ,naturkraft zu unterwerfen sucht4 ,die erste ,aeusserung seiner ,kraft ist gerichtet auf die ,natur1 um sie fr seine ,zwecke zu bilden4 ,selbst der roheste ,mensch trifft irgend eine ,vorkehrung fr seine ,bequemlichkeit und seine ,sicherheit2 er grbt sich ,hhlen1 bedeckt sich mit ,laub1 und wenn er des ,feuers etwa habhaft werden kann1 zndet er ,holz an1 um sich so gegen den ,frost zu schtzen4 ,er wird von allen ,seiten arbeiten1 die feindselige ,natur zu bezwingen1 und wo er das nicht kann1 wird er sie scheuen4 ,so frchtet der ,mensch den ,donner1 weil er sich ausser ,stande sieht1 die ,natur in dieser ,aeusserung ihrer ,kraft zu beherrschen4 ,sollten wir ,mittel finden1 dieselbe auch hier zu bezwingen1 so wrde sich jene ,furcht bald verlieren4 ,der ,mensch macht sich die ,thiere dienstbar1 oder flieht sie1 wenn er das erstere nicht vermag4 ,so war gewiss1 ehe man die ,kunst erfand1 ,pferde zu zhmen1 dieses grosse starke ,thier dem ,menschen ein ,gegenstand des ,schreckens3 jetzt1 da er es sich unterworfen hat1 frchtet er es nicht mehr4 ,in diesem ,verhltnisse steht der ,mensch mit der belebten und leblosen ,natur3 er geht darauf aus1 sie nach seinen ,zwecken zu modificiren2 aber diese widerstrebt der ,einwirkung1 und nimmt oft genug sie gar nicht an4 ,daher sind wir mit der ,natur in stetem ,kampfe1 sind bald ,sieger1 bald ,besiegte1 -- unterjochen oder fliehen4 ,wie verhlt sich dagegen der ,mensch ursprnglich gegen den ,menschen selbst8 ,sollte wohl zwischen ihnen im rohen ,naturzustande dasselbe ,verhltniss stattfinden1 welches zwischen dem ,menschen und der ,natur ist8 ,sollten sie wohl darauf ausgehen1 sich selbst untereinander zu unterjochen1 oder1 wenn sie sich dazu nicht ,kraft genug zutrauen1 einander gegenseitig fliehen8 ,wir wollen annehmen1 es wre so3 so wrden gewiss nicht zwei ,menschen nebeneinander leben knnen2 der ,strkere wrde den ,schwcheren bezwingen1 wenn dieser nicht flhe1 sobald er jenen erblickte4 ,wrden sie aber auf solche ,art wohl jemals in ,gesellschaft getreten1 wrde durch sie die ,erde bevlkert worden seyn8 ,ihr ,verhltniss wrde ganz so gewesen seyn1 wie es ,hobbes im ,naturstande schildert3 ,krieg aller gegen alle4 ,und doch finden wir1 dass die ,menschen sich miteinander vertragen1 dass sie sich gegenseitig untersttzen1 dass sie in gesellschaftlicher ,verbindung miteinander stehen4 ,der ,grund dieser ,erscheinung muss wohl in dem ,menschen selbst liegen3 in dem ursprnglichen ,wesen desselben muss sich ein ,princip aufzeigen lassen1 welches ihn bestimmt1 sich gegen seinesgleichen anders zu betragen1 als gegen die ,natur4 ,ich weiss recht wohl1 dass viele behaupten1 die ,menschen gingen von ,natur darauf aus1 einander zu unterjochen4 ,was auch immer gegen diese ,behauptung sich einwenden lassen mge1 so ist doch soviel gewiss3 dass sich aus der ,erfahrung mancherlei scheinbare ,grnde fr dieselbe auffinden lassen1 und dass sie folglich der entgegengesetzten ,behauptung1 wiefern diese auch nur als ,erfahrungssatz aufgestellt wrde1 in ,rcksicht auf ,gltigkeit gleichgesetzt werden knnte4 ,diese entgegengesetzte ,behauptung muss also eben darum1 damit ihre ,gltigkeit entschieden sey1 aus einem in der ,natur des ,menschen selbst liegenden ,principe abgeleitet werden4 ,wir wollen dieses ,princip aufsuchen4 ,der ,mensch geht darauf aus1 die rohe oder thierische ,natur nach seinen ,zwecken zu modificiren4 ,dieser ,trieb muss untergeordnet seyn dem hchsten ,principe im ,menschen1 dem3 sey immer einig mit dir selbst2 nach welchem ,principe er in den allgemeinsten ,aeusserungen seiner ,kraft bestndig forthandelt1 auch ohne sich desselben bewusst zu seyn4 ,der ,mensch sucht also -- nicht gerade aus einem deutlich gedachten1 aber aus einem durch sein ganzes ,wesen verwebten1 und dasselbe ohne alles ,hinzuthun seines freien ,willens bestimmenden ,princip -- die nicht vernnftige ,natur sich deswegen zu unterwerfen1 damit alles mit seiner ,vernunft bereinstimme1 weil nur unter dieser ,bedingung er selbst mit sich selbst bereinstimmen kann4 ,denn da er ein vorstellendes ,wesen ist1 und in einer gewissen ,rcksicht1 die wir hier nicht zu bestimmen haben1 die ,dinge vorstellen muss1 wie sie sind3 so gerth er dadurch1 dass die ,dinge1 die er vorstellt1 mit seinem ,triebe nicht bereinstimmen1 in einen ,widerspruch mit sich selbst4 ,daher der ,trieb1 die ,dinge so zu bearbeiten1 dass sie mit unseren ,neigungen bereinstimmen1 dass die ,wirklichkeit dem ,ideale entspreche4 ,der ,mensch geht nothwendig darauf aus1 alles1 so gut er es weiss1 vernunftmssig zu machen4 ,wenn er nun in diesen ,versuchen auf einen ,gegenstand stossen sollte1 an welchem sich die gesuchte ,vernunftmssigkeit ohne seine ,mitwirkung schon usserte1 so wird er sich in ,rcksicht auf diesen aller ,bearbeitung wohl enthalten1 da er dasjenige1 was einzig und allein durch sie hervorgebracht werden soll1 an dem entdeckten ,gegenstande schon findet4 ,er hat etwas gefunden1 was mit ihm bereinstimmt2 wrde es nicht ungereimt seyn1 einen ,gegenstand seinem ,triebe entsprechend machen zu wollen1 der schon1 ohne sein ,zuthun1 demselben entspricht8 ,das ,gefundene wird ihm ein ,gegenstand des ,wohlgefallens seyn3 er wird sich freuen1 ein mit ihm gleichgestimmtes ,wesen -- einen ,menschen angetroffen zu haben4 ,aber woran soll er diese ,vernunftmssigkeit des gefundenen ,gegenstandes erkennen8 ,an nichts anderem1 als woran er seine eigene ,vernunftmssigkeit erkennt -- am ,handeln nach ,zwecken4 -- ,die blosse ,zweckmssigkeit des ,handelns aber an sich allein wrde zu einer solchen ,beurtheilung noch nicht hinreichen2 sondern es bedarf noch der ,idee des ,handelns nach vernderter ,zweckmssigkeit1 und zwar von einem ,handeln1 das verndert ist nach unserer eigenen ,zweckmssigkeit4 ,gesetzt1 der ,naturmensch handle auf einen ,gegenstand1 der entweder nach gewissen ,regeln aufwchst1 ,frchte trgt u4 s4 w41 oder einen1 der nach einem gewissen ,instincte auf ,nahrung ausgeht1 schlft1 erwacht u4 s4 w41 und den er deshalb als nach ,zwecken handelnd beurtheilt4 ,sobald ein solcher ,gegenstand1 auf den der ,naturmensch seinen ,zwecken gemss gehandelt hat1 seinen ,gang fortgeht1 ohne nach ,maassgabe jener ,einwirkung eine ,vernderung in seinem ,zwecke anzunehmen1 so erkennt er ihn nicht fr vernnftig4 ,als zweckmssig und freihandelnd werde ich nur das ,wesen ansehen1 das seinen ,zweck1 nachdem ich meinen ,zweck auf dasselbe anwende1 auch ndert4 ,z4 ,b41 ich brauche ,gewalt auf ein ,wesen1 und es braucht sie auch1 ich erzeige ihm eine ,wohlthat1 es erwiedert sie2 so ist immer ,vernderung des ,zweckes nach dem ,zwecke1 den ich fr dasselbe habe3 mit anderen ,worten1 es ist eine ,wechselwirkung zwischen mir und diesem ,wesen4 ,nur ein ,wesen1 das1 nachdem ich meinen ,zweck auf dasselbe usserte1 den seinigen in ,beziehung auf diese ,aeusserung ndert1 das z4 ,b4 ,gewalt braucht1 wenn ich gegen dasselbe ,gewalt brauche1 das mir wohlthut1 wenn ich ihm wohlthue3 nur ein solches ,wesen kann ich als vernnftig erkennen4 ,denn ich kann aus der ,wechselwirkung1 welche zwischen ihm und mir eingetreten ist1 schliessen1 dass dasselbe eine ,vorstellung von meiner ,handlungsweise gefasst1 sie seinem eigenen ,zwecke angepasst habe1 und nun nach dem ,resultate dieser ,vergleichung seinen ,handlungen durch ,freiheit eine andere ,richtung gebe4 ,hier zeigt sich offenbar ein ,wechsel zwischen ,freiheit und ,zweckmssigkeit1 und an diesem ,wechsel erkennen wir die ,vernunft4 ,der ,mensch geht also nothwendig darauf aus1 ,vernunftmssigkeit ausser sich zu finden2 er hat einen ,trieb dazu1 der sich deutlich genug dadurch offenbart1 dass der ,mensch sogar geneigt ist1 leblosen ,dingen ,leben und ,vernunft zuzuschreiben4 ,beweise davon finden sich hufig genug in den ,mythologien und den ,religionsmeinungen aller ,vlker u4 s4 w4 ,wie wir gesehen haben1 ist es der ,trieb nach ,uebereinstimmung mit sich selbst1 welcher den ,menschen anleitet1 ,vernunftmssigkeit ausser sich aufzusuchen4 ,eben dieser ,trieb musste in dem ,menschen1 sobald er wirklich mit ,wesen seiner ,art in ,wechselwirkung getreten war1 den ,wunsch erzeugen1 seine ,gedanken dem anderen1 der sich mit ihm verbunden hatte1 auf eine bestimmte ,weise andeuten1 und dagegen von demselben eine deutliche ,mittheilung seiner ,gedanken erhalten zu knnen4 ,denn ohne diese ,auskunft musste es sich hufig ereignen1 dass der eine die ,handlung des anderen misverstand und auf eine ,art erwiederte1 die ganz gegen die ,erwartung des ,handelnden war2 ein ,fall1 der den ,menschen in offenbaren ,widerspruch mit seinen ,zwecken versetzte1 und folglich geradezu gegen die ,uebereinstimmung mit sich selbst stritt1 welche er bei der ,aufsuchung vernnftiger ,wesen beabsichtigte4 -- ,ich meine es vielleicht mit jemand gut1 und will ihm mein ,wohlwollen durch ,handlungen zu erkennen geben4 ,allein jener deutet diese ,handlungen unrichtig und erwiedert sie durch ,feindseligkeiten4 ,ein solches ,betragen muss nothwendig bei mir den ,gedanken veranlassen1 dass der andere meine ,absichten verkenne2 und diesem ,gedanken muss bald der ,wunsch folgen1 ihm meine ,gesinnungen auf eine weniger zweideutige ,art ankndigen zu knnen4 ,so wie es mir mit anderen geht1 so anderen mit mir4 ,wie leicht kann ich die wohlmeinende ,handlung eines anderen misverstehen und mit ,undank vergelten8 ,so wie ich aber seine ,absicht besser einsehe1 so werde ich wnschen mein ,vergehen wieder gut zu machen1 und um deswillen von seinen ,gedanken knftig besser unterrichtet zu seyn4 -- ,ich wnsche also1 dass der andere meine ,absicht wissen mge1 damit er mir nicht zuwiderhandle1 und aus gleichem ,grunde wnsche ich1 die ,absichten des anderen zu wissen4 ,daher die ,aufgabe zur ,erfindung gewisser ,zeichen1 wodurch wir anderen unsere ,gedanken mittheilen knnen4 ,bei diesen ,zeichen wird indessen einzig und allein der ,ausdruck unserer ,gedanken beabsichtiget4 ,wenn ich auf jemand erzrnt bin1 so zeigt sich ihm dieser ,zorn allerdings durch feindliche ,behandlung4 ,aber da ist die ,absicht bloss1 meine ,gedanken auszufhren1 nicht aber1 ihm ein ,zeichen davon zu geben4 ,bei der ,sprache aber ist lediglich die ,bezeichnung ,absicht1 nicht als ,ausdruck der ,leidenschaft1 sondern zum ,behufe einer gegenseitigen ,wechselwirkung unserer ,gedanken1 ohne welche1 wie soeben bemerkt wurde1 eine unserem ,triebe angemessene ,wechselwirkung der ,handlungen nicht bestehen kann4 ,durch die ,verbindung mit ,menschen wird also in uns die ,idee geweckt1 unsere ,gedanken einander durch willkrliche ,zeichen anzudeuten -- mit ,einem ,worte3 die ,idee der ,sprache4 ,demnach liegt in dem1 in der ,natur des ,menschen gegrndeten ,triebe1 ,vernunftmssigkeit ausser sich zu finden1 der besondere ,trieb1 eine ,sprache zu realisiren1 und die ,nothwendigkeit1 ihn zu befriedigen1 tritt ein1 wenn vernnftige ,wesen miteinander in ,wechselwirkung treten4 ,wir denken uns bei der ,sprache gewhnlich nur ,zeichen frs ,gehr4 ,wie es gekommen ist1 dass wir uns mit unserer ,sprache eben an diesen ,sinn wenden1 wird in der ,folge erklrt werden4 ,hier ist kein mgliches ,zeichen ausgeschlossen2 so wie in der ,ursprache sicher ebensowenig irgend eins ausgeschlossen war4#cd ,die ,aufgabe zur ,sprache ist jetzt vorhanden3 wie soll ihr aber nun ,genge geschehen8 ,die ,natur offenbart sich uns besonders durch ,gesicht und ,gehr4 ,zwar kndigt sie sich uns auch durch ,gefhl1 ,geschmack und ,geruch an3 aber die ,eindrcke1 welche wir auf diesen ,wegen erhalten1 sind theils nicht lebhaft1 theils nicht bestimmt genug1 und wir lassen uns daher bei usseren ,wahrnehmungen vorzglich durch ,gesicht und ,gehr leiten1 wenn und wo uns der ,gebrauch dieser ,sinne nicht versagt ist4 ,so wie die ,natur den ,menschen etwas durch ,gehr und ,gesicht bezeichnete1 gerade so mussten sie es einander durch ,freiheit bezeichnen4 -- ,man knnte eine auf diese ,grundregel aufgebaute ,sprache die ,ur- oder ,hieroglyphensprache nennen4 ,funote #cd3 ,ich beweise hier nicht1 dass der ,mensch ohne ,sprache nicht denken1 und ohne sie keine allgemeinen abstracten ,begriffe haben knne4 ,das kann er allerdings vermittelst der ,bilder1 die er durch die ,phantasie sich entwirft4 ,die ,sprache ist meiner ,ueberzeugung nach fr viel zu wichtig gehalten worden1 wenn man geglaubt hat1 dass ohne sie berhaupt kein ,vernunftgebrauch stattgefunden haben wrde4 ,die ersten ,zeichen der ,dinge waren1 nach diesen ,grundstzen1 hergenommen von den ,wirkungen der ,natur3 sie waren nichts weiter1 als eine ,nachahmung derselben4 ,hier war die ,mittheilung der ,gedanken selbst willkrlich1 wie sie es bei jeder ,sprache seyn muss1 aber nicht die ,art dieser ,mittheilung3 es stand in meiner ,willkr1 ob ich dem anderen meine ,gedanken bezeichnen wollte1 oder nicht2 aber im ,zeichen selbst war keine ,willkr4 ,diese ,bezeichnung der ,dinge durch die ,nachahmung ihrer in die ,sinne fallenden ,eigenschaften gab sich leicht4 ,der ,lwe wurde z4 ,b4 durch die ,nachahmung seines ,gebrlles1 der ,wind durch die ,nachahmung seines ,sausens ausgedrckt4 ,so wurden ,gegenstnde1 die sich durch das ,gehr offenbaren1 durch ,tne ausgedrckt3 andere1 die sich durchs ,gesicht ankndigen1 konnten im leichten ,umriss etwa im ,sande nachgebildet werden4 ,z4 ,b4 ,fische1 ,netze1 mit einigen ,gesticulationen und ,winken gegen das ,ufer hin begleitet1 waren fr den1 an welchen diese ,zeichen gerichtet waren1 eine ,aufforderung zum ,fischen4 ,diese ,sprache war leicht erfunden1 und hinreichend1 wenn etwa zwei beisammen waren1 um sich zu unterhalten1 oder in der ,nhe zusammen arbeiteten4 ,jeder giebt auf des anderen ,zeichen ,acht3 der eine ahmt einen ,ton nach1 der andere auch2 der eine zeichnet etwas mit dem ,finger1 der andere auch4 ,so verstehen sie einander3 der eine weiss1 was der andere denkt1 und dieser weiss1 was jener will1 dass er denken solle4 ,man stelle sich aber vor1 dass diese zwei fr sich arbeiten und entfernt von einander sind1 z4 ,b4 auf der ,jagd4 ,einer will dem anderen einen ,gedanken mittheilen1 der sich nur durch ein ,zeichen frs ,gesicht ausdrcken lsst2 aber zum ,unglck richtet der andere seine ,blicke nicht auf ihn1 oder kann seine ,zeichen wegen der grossen ,entfernung nicht bestimmt erkennen4 ,hier ist die ,unterredung unmglich4 ,ferner3 man denke sich mehrere1 die um sich zu berathschlagen versammelt sind4 -- ,dies wird bei rohen und uncultivirten ,menschen1 wie wir hier sie uns denken1 oft der ,fall seyn1 weil sie oft des gegenseitigen ,rathes bedrfen4 -- ,man erwge1 ob die angenommene ,hieroglyphensprache fr eine so grosse ,gesellschaft bequem seyn werde4 ,gesetzt1 es sind ihrer zehn beisammen2 whrend einer redet und acht zuhren1 fllt es dem zehnten ein1 auch etwas vorzutragen4 ,aber alle seine ,zeichen werden nicht beobachtet1 weil die brigen auf den ersten merken4 ,wie soll er es anfangen1 um sich ,aufmerksamkeit zu verschaffen8 ,man erinnere sich einer ,bemerkung1 welche die tgliche ,erfahrung besttigt4 -- ,das ,gehr leitet unwillkrlich die ,augen3 man richtet sich nach der ,gegend1 wo ein ,schall herkam1 selbst ohne sich mit ,bewusstseyn die ,absicht zu denken1 der ,ursache dieses ,schalles nachzuspren2 ja1 man hat oft ,mhe1 sich des ,hinsehens zu erwehren4 ,da es der vorausgesetzten ,person in der ,ursprache freisteht1 sich sowohl frs ,gesicht1 als frs ,gehr auszudrcken1 so wird er1 unserer1 nicht gerade deutlich gedachten1 aber dunkel gefhlten ,bemerkung zufolge1 auf den letzteren ,sinn zu wirken suchen1 um die ,gesellschaft frs erste nur aufmerksam auf sich zu machen1 und mag vielleicht zuerst einen unarticulirten ,ton1 etwa ein ,hm6 von sich geben4 ,jetzt werden die anderen ihre ,blicke auf ihn richten1 und er kann durch ,zeichen fr das ,gesicht mit ihnen sprechen4 ,aber sie sind vielleicht in den ,gedankenkreis desjenigen1 der zuerst zu ihnen sprach1 und der jetzt unterbrochen ist1 unwiderstehlich hineingerissen1 er allein interessirt sie1 und sie wenden ihre ,blicke von dem ,zehnten wieder hinweg4 ,dies wird demselben nicht gleichgltig seyn4 ,er ist berzeugt1 dass das1 was er vortragen will1 von der grssten ,bedeutung sey1 -- und wird sich nicht so ruhig gefallen lassen1 dass seine ,rede so wenig ,eingang findet4 ,je strker in ihm das ,verlangen ist1 sich mitzutheilen1 desto lebhafter muss er auch sein ,unvermgen fhlen1 durch ,zeichen frs ,gesicht der ,versammlung seine ,gedanken bemerkbar zu machen3 und dieses ,unvermgen1 verbunden mit der ,erinnerung an die ,wirkung1 welche der ,laut1 den er gleich anfangs von sich gab1 auf die ,gesellschaft machte1 muss nothwendig die ,vorstellung in ihm veranlassen1 dass er die ,gesellschaft nthigen wrde1 auf seine ganze ,rede zu achten1 wenn sein ,vortrag aus blossen ,gehrzeichen bestehen wrde4 ,noch mehr4 ,man verwandle die vorausgesetzte ,gesellschaft in eine solche1 wo jeder reden will -- jeder wird wnschen1 dass er die ,hieroglyphensprache1 in welcher ,zeichen frs ,gesicht mit ,gehrzeichen abwechseln1 in eine blosse ,gehrsprache umschaffen knnte1 um mehr ,eingang und ,aufmerksamkeit zu finden4 ,durch eine solche ,auskunft wrde auch derjenige1 der sich in dem zuerst angefhrten ,falle befand1 in den ,stand gesetzt werden1 dem anderen auch in der ,entfernung1 oder in der ,dunkelheit seine ,gedanken anzuzeigen4 ,durch diese ,mngel der ,ursprache1 dass sie die ,aufmerksamkeit nicht erregt1 sondern sie schon voraussetzt1 dass sie nur in der ,nhe und am ,tage anwendbar ist1 entstand nothwendig die ,aufgabe1 dieselbe in eine blosse ,gehrsprache zu verwandeln4 ,wie soll nun aber diese ,aufgabe gelst werden8 ,wie soll der ,mensch ,gegenstnde1 die sich durch den ,ton nicht charakterisiren1 durch ,tne bezeichnen8 ,der ,hirt wird sein ,vieh1 und die ,feinde desselben1 den ,lwen1 den ,tiger1 den ,wolf1 durch die ,nachahmung ihrer ,stimmen bezeichnen4 ,aber wie soll er einen ,fisch1 ,vegetabilien und andere ,gegenstnde1 welche uns die ,natur nicht durch ,tne ankndigt1 frs ,gehr bezeichnen8 ,dazu kommt noch1 dass1 so wie sich allmhlig die ,bedrfnisse der ,menschen vermehren1 auch immer mehr ,dinge in ,gebrauch kommen1 z4 ,b4 ,zelte1 ,netze und andere ,werkzeuge1 die1 ihrer ,natur nach1 keinen ,ton von sich geben4 ,und doch soll auch fr diese ein bezeichnender ,laut gefunden werden4 ,man beruft sich gewhnlich1 um die ,erfindung solcher ,bezeichnungen zu erklren1 auf ,verabredung3 man nimmt an1 die ,menschen1 in einer ,lage1 die ihnen eine ,gehrsprache nothwendig machte1 wren bereingekommen1 diesen ,gegenstand ,fisch1 jenen ,netz zu nennen u4 s4 w4 ,allein dies ist grundlos4 ,denn erstlich3 wie sollte man auch nur auf den ,einfall gekommen seyn1 ,gegenstnde durch willkrliche ,tne bezeichnen zu wollen1 nachdem man sie bisher immerfort durch natrliche ,zeichen ausgedrckt hatte8 ,dann3 wie kam es1 dass derjenige1 welcher die ,tne vorschlug1 sie selbst nicht wieder vergass1 oder noch mehr -- dass sie von der ganzen ,horde behalten wurden8 ,endlich3 wie wre es denkbar1 dass eine ,menge ungebundener ,menschen sich dem ,ansehen eines ,einzigen unbedingt unterworfen -- dass sie einen ,vorschlag1 der sich auf nichts1 als die ,willkr dieses ,einzigen grndete1 so willig angenommen htten8 ,noch ist bei der ganzen ,deduction der ,sprache1 und insbesondere bei der gegenwrtigen ,untersuchung1 wohl zu merken1 dass die verschiedenen ,momente der ,erfindung und ,modification einer ,sprache nicht so schnell auf einander gefolgt sind1 als sie hier erzhlt werden4 ,wer weiss1 wie viel tausend ,jahre verflossen sind1 ehe die ,ursprache ,sprache frs ,gehr wurde8 ,ferner ist es durch die ,erfahrung besttigt1 dass die ,sprachen sich immer ndern1 immer neue ,modificationen annehmen2 dass aber diese ,vernderlichkeit nach ,maassgabe der ,cultur1 welche eine bestimmte ,sprache hat1 sich strker oder schwcher ussert4 ,vorzglich zeigt sich durch ,erfahrung1 dass die ,sprache sich am meisten bei einem ,volk ndert1 das noch nicht schreibt1 sondern bloss spricht2 weil der ursprngliche ,ton eines ,zeichens1 wenn er einmal verloren gegangen ist1 nirgends wieder aufgefunden werden kann4 ,wo aber geschrieben wird1 da wird der ,ton festgehalten1 und es lsst sich immer wieder bestimmen1 wie ein ,wort ausgesprochen werden muss4 ,durch ,erfindung der ,buchstaben wurde also die ,sprache sehr befestigt4 ,eine lebende ,sprache verndert sich demnach immer im umgekehrten ,verhltniss mit ihrer ,cultur3 je mehr ,ausbildung sie erhalten hat1 desto weniger rckt sie vorwrts1 je uncultivirter sie noch ist1 desto mehr modificirt sie sich2 und sie verndert sich am strksten1 wenn ihre ,laute noch nicht durch ,schriftzeichen festgehalten werden4 ,diese ,bemerkung brauchen wir1 um uns zu erklren1 wie die ,ursprache sich in ,gehrsprache verwandelt hat4 ,nach diesen ,vorerinnerungen kommen wir zur ,beantwortung der ,frage selbst3 wie liess sich ,hieroglyphensprache in ,gehrsprache umschaffen8 ,in der ,ursprache mussten bald die ,zeichen frs ,gehr1 welche ,nachahmung natrlicher ,tne waren1 z4 ,b4 die ,bezeichnung des ,lwen1 des ,tigers u4 s4 w41 die durch das ihnen eigenthmliche ,gebrll ausgedrckt wurden1 merkliche ,vernderungen leiden4 ,bei einem ,volke1 das -- wie von den ,stmmen der ,wilden bekannt ist -- die ,zusammenknfte liebt1 in ,gesellschaft arbeitet und schmaust u4 s4 w41 wird es leicht dahin kommen1 dass ,ein ,mensch durch die ,ueberlegenheit seines ,geistes einen ,vorzug vor den brigen behauptet1 und1 ohne durch ,stimmen dazu erwhlt zu werden1 den ,heerfhrer im ,kriege1 und in ihren ,versammlungen den ,sprecher vorstellt4 ,ein solcher ,mensch1 auf dessen ,reden man vorzglich achtet1 wird sich durch ,gewohnheit eine ,gelufigkeit im ,sprechen erwerben1 und durch diese ,gelufigkeit bald dahin kommen1 dass er die ,dinge nur flchtig bezeichnet1 sich es nicht bel nimmt1 den oder jenen ,ton im ,reden zu berspringen4 ,man wird sich an diese ,abweichung bald gewhnen1 und diese flchtigere ,bezeichnung leicht verstehen lernen4 ,allmhlig wird er sich von der eigentlichen ,nachahmung der natrlichen ,tne immer mehr entfernen1 seine ,bezeichnung wird nach und nach flchtiger1 krzer und leichter werden2 so dass sich -- vielleicht nach einem ,zeitraum von einigen ,jahrzehnden schon -- zwischen seiner ,bezeichnung eines ,gegenstandes und dem natrlichen ,ton1 durch welchen sich dieser dem ,gehr ankndigt1 kaum noch eine ,aehnlichkeit wird entdecken lassen4 ,die ,anderen1 die sich bemhen1 diese leichteren ,gehrzeichen verstehen zu lernen1 werden es bald bequemer finden1 diese ,art zu sprechen1 die sich durch ihre grssere ,leichtigkeit empfiehlt1 auch nachzuahmen4 ,je weiter nun die ,menschen in dieser von der ,natur sich entfernenden ,bezeichnungsart fortgingen1 desto lebhafter musste sich ihnen1 selbst bei der flchtigsten ,aufmerksamkeit auf sich selbst und ihre ,art1 sich auszudrcken1 die ,bemerkung aufdringen1 dass1 da man ,dinge frs ,gehr auf eine andere ,art1 als sie von ,natur tnen1 ausdrcken knne1 man vielleicht auch ,dinge1 die an sich tonlos sind1 durch einen ,ton bezeichnen knnte4 -- ,welchen ,weg musste man nun einschlagen1 um diesen ,gedanken zu realisiren8 ,wenn auch gewisse ,dinge sich nicht ausdrcklich unserem ,ohr ankndigen1 so kmmt ihnen doch zuflligerweise1 unter besonderen ,umstnden1 ein ,ton zu4 ,z4 ,b4 der ,reif hat an sich keinen ,ton1 wenn man aber ber denselben weggeht1 so entsteht ein gewisses charakteristisches ,rauschen1 von welchem er leicht benannt werden konnte3 der ,wald tnt an sich nicht1 wohl aber1 wenn man durchs ,gestruche geht1 u4 s4 w4 ,oft konnte auch ein ,zufall1 welcher sich ereignete1 als gerade ein ,mensch mit der ,betrachtung eines ,gegenstandes sich beschftigte1 die ,erfindung eines ,tons fr denselben veranlassen4 ,z4 ,b4 jemand sah eine ,blume1 indem flog eine ,biene1 welche ,honig aus derselben gesaugt hatte1 sumsend davon2 er sah beides noch nie1 in seiner ,phantasie vereinigte sich jetzt das ,sumsen mit dem ,gedanken an die ,blume1 und diese ,verbindung leitete ihn sehr natrlich darauf1 fr die ,blume und ,biene eine ,bezeichnung zu finden4 ,auf diese ,weise kam man darauf1 ,dinge nach gewissen1 zufllig mit ihnen verbundenen1 oder auf sie bezogenen ,tnen zu benennen4 ,man denke sich nun den ,trieb1 eine ,zeichensprache in ,gehrsprache umzuschaffen1 selbst dann noch in fortdauernder ,wirksamkeit1 als schon die bekanntesten ,gegenstnde -- diejenigen1 die im ,kreise der tglichen ,beschftigungen des ,menschen lagen1 fr das ,ohr bezeichnet waren3 so ist es sehr begreiflich1 wie man endlich darauf geleitet wurde1 auch ,tne zu ,bezeichnung eines ,gegenstandes festzusetzen1 zu welchen auch nicht einmal ein zuflliger ,laut ,veranlassung gab4 ,um die ,bedeutung eines solchen ,tones zu erklren1 musste der ,erfinder ihn durch andere schon bekannte ,tne erlutern1 durch deren ,zusammensetzung er selbst neue ,worte bilden konnte4 ,so war es ihm leicht mglich1 durch ,zusammenstellung mehrerer ,tne1 deren ,gegenstnde mit dem zu bezeichnenden ,objecte in gewisser ,beziehung standen1 seine ,sprache mit neuen ,bezeichnungen zu bereichern4 ,aber wer war es denn1 der fr die ,erfindung und ,ausbildung einer ,gehrsprache zu sorgen hatte8 und wie konnte eine solche willkrliche ,bezeichnung1 die von einem ,individuum aufgestellt wurde und wozu in dem ,gegenstande entweder gar keine oder nur eine zufllige ,veranlassung war1 als ein allgemeinverstndlicher ,ausdruck in ,umlauf gebracht werden8 ,der ,natur der ,sache nach musste dieses ,geschft vorzglich dem ,hausvater und der ,hausmutter einer ,familie angehren1 die bei ihren huslichen ,geschften oft ,gelegenheit hatten1 mancherlei neue ,tne zu erfinden1 womit sie ihren ,hausgenossen die ,bearbeitung eines ,gegenstandes in einem ,ausdrucke auftragen konnten1 den sie anfnglich durch ,vorzeigung des ,gegenstandes erklrten4 ,durch den hufigen ,gebrauch wurden diese ,ausdrcke dem ,vater und der ,mutter selbst gelufiger4 ,allein1 wenn auch der ,hausvater sich durch die von ihm erfundenen ,bezeichnungen seiner ,familie verstndlich machte2 wenn ihm auch z4 ,b4 sein ,sohn1 wenn er eine ,rose verlangt hatte1 die ,blume brachte1 welche er mit diesem ,ausdruck meinte3 wie sollte dies ,wort in der ganzen ,horde gemeinbekannt werden8 ,warum sollte doch der zweite und dritte ,nachbar nicht die ,freiheit gehabt haben1 die ,rose anders zu benennen8 ,mithin liesse sich aus dem ,vorgetragenen nur erklren1 wie die ,sprache der ,familie gebildet und erweitert wurde2 nicht aber1 wie die ,sprache der ganzen ,horde sich entwickeln konnte4 -- ,dieser ,einwurf lsst sich auf folgende ,art auflsen4 ,es wird unter uncultivirten ,vlkern immer wenige geben1 welche ,kopf und ,lust genug besitzen1 sich mit ,ausbildung der ,sprache vorzglich zu beschftigen4 ,daher werden diejenigen1 welche ,fhigkeit und ,neigung zu diesem mhsamen ,geschfte zeigen1 schon dadurch bald ber die ,horde grossen ,einfluss gewinnen4 ,wenn nun dieselbigen ,menschen ausser diesem ,verdienste auch noch andere ,talente besitzen1 die sie zur ,besorgung der ffentlichen ,angelegenheiten ihres ,volkes geschickt machen 7und dies lsst sich um so leichter annehmen1 da die ,menschen1 wie wir sie hier uns denken1 noch nicht durch ussere ,verhltnisse zu einer einseitigen ,bildung verleitet1 leicht von mehreren ,seiten zugleich sich auszeichnen konnten73 so werden sie bald an der ,spitze der ,horde stehen1 und in ihren ,rathsversammlungen das ,wort fhren4 ,diese werden nun die ,bezeichnungen1 die sie fr die ,bedrfnisse ihrer ,familie erfunden hatten1 in die ,volksversammlung bringen2 man wird sie annehmen und fortbrauchen4 ,auf diese ,art wird sich die ,erfindung eines ,hausvaters bald durch die ganze ,horde verbreiten4 ,aber wie sollte man diese ,ausdrcke immer verstehen und behalten8 -- ,man muss sich nur nicht vorstellen1 dass dies alles auf einmal und pltzlich geschehen sey4 ,der ,sprecher brachte nicht etwa ganze ,reihen neuer ,tne vor1 die er auf einmal zu behalten ausdrcklich aufgab2 sondern die ,ausdrcke kamen im ,fluss der ,rede einzeln vor1 und waren1 wenn auch nicht an sich1 doch durch den ,zusammenhang mit anderen bekannten ,worten verstndlich4 ,aller ,augen und ,ohren sind auf den ,redner gerichtet2 man merkt genau auf ihn1 prgt sich das ,gehrte sorgfltig ein1 und gebraucht die gelernten ,zeichen nachher auch in seiner ,familie4 ,bisher waren wir beschftigt1 zu zeigen1 wie einzelne ,gegenstnde frs ,gehr bezeichnet wurden4 ,mit mehreren ,schwierigkeiten wird die uns nun bevorstehende ,untersuchung ber ,bezeichnung allgemeiner ,begriffe verbunden seyn4 ,es giebt in der ,wirklichkeit keinen ,gegenstand1 der1 ausser dem ,merkmale seines ,geschlechts1 nicht auch das ,merkmal einer besonderen ,gattung dieses ,geschlechts an sich trge4 ,es giebt zum ,beispiel keinen ,gegenstand1 von welchem sich weiter nichts sagen liesse1 als dass er ein ,baum1 und nicht zugleich1 dass er etwa eine ,birke1 ,eiche1 ,linde u4 s4 w4 sey4 ,wie kam man demnach darauf1 allgemeine ,begriffe1 z4 ,b4 den des ,baumes1 auszudrcken8 ,zu ,bezeichnungen der ,gattungsbegriffe gelangte man sehr leicht4 ,ein ,hausvater zeigte einem seiner ,kinder eine ,blume1 die er ,rose nannte4 ,bald darauf schickt er es1 ihm die ,rose zu holen4 ,das ,kind hatte mit diesem ,tone gewiss den ,begriff jener bestimmten individuellen ,blume verbunden1 welche ihm der ,vater gezeigt hatte4 ,es findet aber die bestimmte ,blume nicht mehr1 doch erblickt es daneben eine ,blume von gleicher ,gestalt1 welche dem ,kinde nun auch ,rose heisst4 ,es reisst sie ab und bringt sie dem ,vater1 der die ,blume als ,rose anerkennt4 ,so kommen beide berein1 dass der ,schall ,rose nicht bloss jenen einzelnen ,gegenstand auf jener bestimmten ,stelle1 sondern berhaupt alle ,blumen von derselben ,gestalt1 derselben ,farbe1 demselben ,geruche bedeute4 -- ,so war vielleicht in der gleichen ,zeitreihe mit dem ersten ,versuche einer ,gehrsprache die ,bezeichnung der ,gattungsbegriffe mglich4 -- ,richtig ist berhaupt1 dass die ,gattungsbegriffe sich eher entwickelten1 als die des ,geschlechts1 weil1 um sich die letzteren zu denken1 ein hherer ,grad von ,abstraction erfordert wird4 ,folglich mussten auch wohl die ,bezeichnungen fr jene frher entstanden seyn1 als die ,bezeichnungen fr die letzteren4 ,auch ist kein so dringendes ,bedrfniss da1 den ,geschlechtsbegriff -- z4 ,b4 den des ,baums zu bezeichnen1 als etwa die ,gattungsbegriffe ,birke1 ,eiche u4 s4 w4 ,diejenigen ,namen von ,gattungsbegriffen1 denen das ,zeichen des ,geschlechtsbegriffs1 zu welchem sie gehren1 nicht angehngt ist1 sind gewiss frher erfunden worden1 als die ,namen ihrer ,geschlechtsbegriffe2 hingegen1 wo man den ,ausdrucke eines ,gattungsbegriffs die ,bezeichnung seines ,geschlechts beigefgt findet1 da ist der erstere gewiss spter erfunden worden4 ,so sagt man nicht ,birkenbaum1 ,fichtenbaum1 weil die ,namen dieser ,gattungen von ,bumen frher waren1 als die ,bezeichnung des ,geschlechts4 ,hingegen sagt man ,birnbaum1 ,apfelbaum1 ,nussbaum u4 s4 w41 weil hier der ,gattungsbegriff spter zu unserer ,kenntniss kam1 als der seines ,geschlechts4 ,denn es ist bekannt1 dass diese ,gattungen von ,bumen in ,deutschland nicht einheimisch1 sondern erst zu uns gebracht worden sind1 da schon die wilden ,baumarten1 und das ,geschlecht selbst bezeichnet war4 ,man nannte demnach die nun eingefhrten fremden ,bume1 ehe man einen bestimmten ,namen fr sie wusste1 mit dem ,geschlechtsworte3 ,bume4 ,die ,frucht hatte indess schon vorher einen ,namen1 den man vielleicht durch die ,kaufleute erfahren hatte1 und so entstand denn der ,ausdruck3 ,apfelbaum1 ,birnbaum u4 s4 w4 ,sehr abstracte ,begriffe wurden erst ganz spt benannt1 und die ,zeichen derselben sind fters vorher ,zeichen der ,gattung gewesen4 -- ,einer der allerabstractesten ,begriffe ist der eines ,dinges2 durch welches ,wort ein ,seyendes berhaupt bezeichnet wird4 ,im ,deutschen ist die ,ableitung dieses ,wortes weniger verwickelt1 als im ,lateinischen1 da das ,wort ,ens in dieser ,sprache nicht das ,existiren1 sondern den reinen ,begriff des ,seyns ausdrckt4 ,im ,deutschen hiess wohl anfnglich alles1 was als ,werkzeug zu etwas gebraucht wird1 ein ,ding4 ,dies sieht man bei ,kindern und ungebildeten ,menschen1 die anstatt des eigentlichen ,ausdrucks 7wenn sie etwas entweder noch nicht kennen1 oder sich dessen nicht sogleich entsinnen knnen7 z4 ,b4 fr ,feder sagen3 ein ,ding1 womit man schreibt4 -- ,diese ,bedeutung des ,wortes ,ding besttigt sich dadurch1 dass es sehr nahe mit ,dng und ,dung zusammenhngt1 und auch sonst oft damit verwechselt wurde4 ,z4 ,b4 bei ,luther kommt das ,wort ,ding hufig als ,endung eines ,wortes vor2 als1 statt ,deutung -- ,deutding u4 s4 w41 und wenn man in den lteren ,denkmlern unserer ,sprache nachforschen wollte1 so wrde man es noch fter in dieser ,gestalt finden4 ,nach und nach schob man nun diesem ,worte einen hheren ,sinn unter1 und so wurde endlich aus der ,bezeichnung eines ,gattungsbegriffs1 aus dem ,ausdrucke fr ein ,etwas1 das zum ,behuf eines anderen da ist1 die ,bezeichnung eines der allgemeinsten ,begriffe1 die ,bezeichnung eines ,etwas berhaupt4 ,noch mehr ,schwierigkeit findet sich bei der ,erklrung des ,wortes seyn4 ,seyn drckt den hchsten ,charakter der ,vernunft aus1 und der ,mensch muss sehr ausgebildet seyn1 um sich zu der reinen ,vorstellung desselben erheben zu knnen4 ,da wir indess die ,worte3 seyn1 ich bin1 du bist u4 s4 w4 auch in den ,sprachen uncultivirter ,vlker antreffen1 so kann es wohl jene hohe1 nur der schrfsten ,abstraction zugngliche ,idee nicht seyn1 was ursprnglich durch diese ,zeichen ausgedrckt wurde4 ,sie bezeichnen in jenen frheren ,perioden einer ,sprache -- was sie auch uns in den meisten ,fllen1 wo wir uns ihrer bedienen1 bedeuten -- das ,dauernde im ,gegensatz des ,wandelbaren1 oder den sinnlichen ,begriff der ,substanz4 ,es versteht sich1 dass ich dieses ,wort hier in dem ,sinne nehme1 in welchem man es vor der ,wissenschaftslehre genommen hat1 und nehmen musste4 ,ich erklre den ,begriff der ,substanz transscendental nicht durch das ,dauernde1 sondern durch synthetische ,vereinigung aller ,accidenzen4 ,die ,dauer ist nur ein sinnliches ,merkmal der ,substanz1 welches man aus dem ,zeitbegriff hineintrgt4 ,offenbar ist nicht das ,dauernde1 sondern nur das ,wandelbare ,gegenstand unserer ,wahrnehmungen4 ,denn da jede ussere ,vorstellung nur durch ein ,afficirtwerden entsteht1 welches nur dadurch mglich ist1 dass ein ,eindruck auf unser ,gefhl geschieht1 folglich eine ,vernderung in uns veranlasst wird3 so ist klar1 dass jeder ,gegenstand1 dessen wir uns bewusst werden sollen1 sich uns durch und in einer ,vernderung ankndigen msse4 ,etwas ,bleibendes ist demnach nicht wahrnehmbar2 aber wir mssen alle ,verwandlung auf etwas ,bleibendes beziehen -- auf ein dauerndes ,substrat1 welches aber nur ein ,product der ,einbildungskraft ist4 ,auf dieses ,substrat wird nun das ,wort seyn oder ist angewendet4 ,keine ,handlung unseres ,geistes wre ohne ein solches ,substrat1 und ohne eine ,bezeichnung fr dasselbe keine ,sprache mglich4 ,daher kmmt das ,wort seyn in einer ,sprache vor1 sobald sie nur anfngt1 sich zu entwickeln4 ,aber es kmmt unter keiner anderen ,bedeutung vor1 als dass es das ,dauernde1 welches allem ,wechsel zum ,grunde liegt1 anzeigt4 ,eine andere noch schwierigere ,untersuchung1 welche wir anzustellen haben1 betrifft die ,erfindung von ,zeichen fr geistige ,begriffe4 ,zuvor muss der ,begriff dagewesen seyn1 ehe man eine ,bezeichnung fr ihn suchen konnte4 ,wir wollen also zuerst versuchen1 den ,weg1 auf welchem jene ,ideen sich entwickelten1 ausfindig zu machen4 ,so lange der ,mensch1 durch ,nothdurft getrieben1 nur um ,befriedigung sinnlicher ,bedrfnisse bekmmert ist1 wird er zum ,nachdenken1 und insbesondere zur ,entwickelung geistiger ,begriffe keine ,zeit haben4 ,sobald aber die ,sinnlichkeit bis zu einem gewissen ,grade ausgebildet ist1 und der ,mensch sich eine ,geschicklichkeit erworben hat1 sich seine ,bedrfnisse leicht zu verschaffen1 wird er auch durch den der ,seele einwohnenden ,trieb des ,fortschreitens angeleitet werden1 geistigen ,ideen nachzuforschen4 ,er wird gewohnt1 eine sinnliche ,erscheinung sich aus einer anderen1 und diese wieder aus einer dritten zu erklren4 ,wenn ihm nun bei diesem ,erklrungsgeschft eine und dieselbe ,erscheinung sehr oft vorkommt1 so wird er diese1 als die letzte ,ursache aller brigen1 annehmen4 ,hier wird seine ,forschung vielleicht eine ,zeitlang befriedigt stillestehen2 aber bald wird er auch von der ,erscheinung1 welche ihm bis jetzt letzte ,ursache war1 wieder den ,grund aufsuchen1 und so zuletzt aus dem ,sinnlichen zum ,uebersinnlichen bergehen mssen4 -- ,so ist nach und nach das ,urtheil entstanden3 es ist eine ,welt1 mithin auch ein ,gott4#ce ,funote #ce3 ,dieses ,urtheil ist durch die kritische ,philosophie angefochten worden1 als eine ,tuschung4 -- ,aus dem ,gesichtspuncte des philosophischen ,rsonnements knnen wir nicht sagen3 es ist eine ,welt4 ,das1 was ausser mir ist1 kann ich bloss fhlen1 und in dieser ,rcksicht nur glauben4 ,dass ,dinge ausser mir sind1 ist also blosser ,glaubensartikel2 und wie will man aus etwas1 das bloss geglaubt werden kann1 etwas ,erweisbares1 einen demonstrativen ,vernunftsatz machen8 -- ,dieser ,einwurf geht aber nur gegen den ,philosophen1 der -- anstatt1 wie er sollte1 das ,theoretische von dem ,praktischen1 das1 was innerhalb der ,grenzen des ,gefhls geglaubt wird1 von dem was ber diese ,grenzen hinaus1 im ,gebiete des ,verstandes erkannt wird1 scharf zu unterscheiden -- etwas bloss zu ,glaubendes fr etwas ,erkennbares annimmt1 und auf dieses vermeintlich ,erkennbare einen ,beweis grnden will1 der seinem ,gehalte nach fr den ,verstand gltig seyn soll4 ,dass ,dinge ausser uns sind1 erkennen wir nicht2 das ,daseyn dieser ,dinge wird uns nur durchs ,gefhl und im ,gefhl gegeben1 und ist also bloss ,gegenstand des ,glaubens4 ,nun ist es wohl ein einleuchtender ,widerspruch1 aus einem solchen ,glauben die ,existenz irgend eines ,uebersinnlichen erweisen1 aus etwas ,geglaubtem auf ein ,uebersinnliches einen ,schluss machen zu wollen1 der fr den ,verstand1 und nicht bloss fr das ,gefhl berzeugende ,kraft htte4 ,ein solcher ,schluss wrde die ,forderung enthalten3 entweder1 dass der ,verstand1 der1 inwiefern er ,verstand ist1 nur erkennen1 und nur durch ,erkanntes berzeugt werden kann1 glauben2 oder1 dass das ,gefhl1 welches1 als ,gefhl1 uns nur etwas zum glauben geben kann1 erkennen soll4 -- ,also aus dem bloss gefhlten ,daseyn der ,dinge ausser uns knnen wir nicht erweisen1 dass ein ,gott sey4 ,aber aus einem ,gefhle lsst sich leicht ein anderes entwickeln3 wir knnen von einem ,gefhle auf die ,annehmbarkeit eines anderen1 mithin von dem ,glauben an die ,dinge ausser uns1 auf die ,glaubwrdigkeit des ,daseyns eines hchsten bersinnlichen ,wesens schliessen4 ,diesen ,schluss macht der gemeine ,menschenverstand2 und1 da es ihm nicht obliegt1 ,gefhl und ,erkenntniss streng zu unterscheiden1 er auch gar nicht vorgiebt1 sie unterschieden zu haben3 so wre es ein blosser ,misverstand1 wenn man gegen das ,urtheil des gemeinen ,verstandes1 dass ein ,gott sey1 jenen ,einwurf der ,kritik geltend machen wollte4 ,hat sich aber der gemeine ,verstand einmal zu der ,idee einer bersinnlichen ,ursache der ,welt erhoben1 so entdeckt er von diesem hohen ,gesichtspuncte aus bald auch die brigen geistigen ,ideen3 der ,seele1 ,unsterblichkeit1 u4 s4 w4 ,so wie sich nun bei einem ,menschen diese ,ideen mehr und mehr aufklrten1 regte sich auch in ihm der ,trieb1 andere mit dem1 was er erforscht hatte1 bekannt zu machen2 denn nie ist der ,trieb1 sich mitzutheilen1 lebhafter1 als bei neuen und erhabenen ,gedanken4 ,es mussten also auch ,zeichen fr jene ,vorstellungen aufgefunden werden4 ,diese ,zeichen finden sich bei bersinnlichen ,ideen aus einem in der ,seele des ,menschen liegenden ,grunde sehr leicht4 ,es giebt nemlich in uns eine ,vereinigung sinnlicher und geistiger ,vorstellungen durch die ,schemata1 welche von der ,einbildungskraft hervorgebracht werden4 ,von diesen ,schematen wurden ,bezeichnungen fr geistige ,begriffe entlehnt4 ,nemlich das ,zeichen1 das der sinnliche ,gegenstand1 von welchem das ,schema hergenommen wurde1 in der ,sprache schon hatte1 wurde auf den bersinnlichen ,begriff selbst bergetragen4 ,diesem ,zeichen lag nun freilich eine ,tuschung zum ,grunde1 aber durch dieselbe ,tuschung wurde es auch verstanden1 weil bei dem anderen1 welchem der geistige ,begriff mitgetheilt wurde1 an dem gleichen ,schema auch der gleiche ,gedanke hing4 -- ,so muss1 um ein recht auffallendes ,beispiel zu geben1 die ,seele1 das ,ich1 als unkrperlich gedacht werden1 insofern es der ,krperwelt entgegengesetzt ist4 ,wenn es aber vorgestellt werden soll1 so muss es ausser uns gesetzt1 folglich unter die ,gesetze1 nach welchen ,gegenstnde ausser uns vorgestellt werden1 unter die ,formen der ,sinnlichkeit gebracht1 und mithin im ,raume vorgestellt werden4 ,hier ist ein offenbarer ,widerstreit des ,ich mit sich selbst3 die ,vernunft will1 dass das ,ich als unkrperlich vorgestellt werde1 und die ,einbildungskraft will1 dass es nur als den ,raum erfllend1 als krperlich erscheine4 ,diesen ,widerspruch sucht der menschliche ,geist dadurch zu heben1 dass er etwas1 als ,substrat des ,ich1 annimmt1 das er allem1 was er als grobkrperlich kennt1 entgegensetzt4 ,also wird der ,mensch1 wenn er noch gewohnt ist1 ,materialien zu seinen ,vorstellungen vorzglich durch den ,sinn des ,gesichts zu erhalten1 zu einer ,vorstellung des ,ich einen solchen ,stoff whlen1 der nicht in die ,augen fllt1 den er aber sonst wohl sprt1 z4 ,b4 die ,luft1 und wird die ,seele ,spiritus nennen4 ,diese ,art der ,bezeichnung verfeinert sich nach ,maassgabe der ,verfeinerung der ,begriffe4 ,eine ,philosophie1 die alles aus ,wasser entstehen lsst1 und folglich ,wasser fr das erste und feinste ,element hlt1 wrde die ,seele durch ,wasser bezeichnen4 ,bei zunehmender ,verfeinerung der ,begriffe wird sie durch ,luft1 anima1 spiritus1 ausgedrckt2 und bei noch hherer ,cultur1 wenn man schon von ,aether hrt1 wird man sie durch ,aether bezeichnen4 -- ,auf diese ,art werden fr geistige ,begriffe ,bezeichnungen gefunden4 ,die ,uebertragung sinnlicher ,zeichen auf bersinnliche ,begriffe ist indess ,ursache einer ,tuschung4 ,der ,mensch wird nemlich durch diese ,bezeichnungsart leicht veranlasst1 den geistigen ,begriff1 welcher auf eine solche ,weise ausgedrckt worden ist1 mit dem sinnlichen ,gegenstande1 von welchem das ,zeichen entlehnt wird1 zu verwechseln4 ,der ,geist wurde z4 ,b4 durch ein ,wort bezeichnet1 welches den ,schatten ausdrckt3 sogleich denkt sich der ungebildete ,mensch den ,geist als etwas1 das aus ,schatten bestehe4 ,daher der ,glaube an ,gespenster1 und vielleicht die ganze ,mythologie von ,schatten im ,orcus4 ,die ,tuschung war aber unvermeidlich2 man konnte jene ,begriffe nicht anders bezeichnen4 ,wer demnach seine ,denkkraft noch nicht genug gebt hatte1 um dem gebildeten ,geiste des ,forschers1 der zuerst jene geistigen ,ideen in sich entwickelte1 in seinen schrferen ,abstractionen folgen zu knnen1 der konnte auch unmglich den ,sinn fassen1 in welchem jener die bildlichen ,ausdrcke verstand4 ,ein solcher glaubte also1 es wre bloss von den sinnlichen ,gegenstnden1 von welchen die vorgetragenen ,zeichen entlehnt waren1 die ,rede1 und dachte sich also die geistigen ,gegenstnde sehr materiell4 -- ,daher entsteht auch nicht aller ,aberglaube durch ,betrgerei1 sondern dadurch1 dass geistige ,ideen nicht anders1 als durch sinnliche ,worte ausgedrckt werden konnten1 und dass derjenige1 der sich nicht bis zum ,bezeichneten erheben konnte1 bei dem ersten rohen ,zeichen stehen blieb4 ,bisher beschftigte sich unsere ,untersuchung bloss mit der ,frage3 wie kamen die ,menschen darauf1 einzelne ,gegenstnde durch in die ,sinne fallende ,zeichen auszudrcken8 ,wir haben also bloss die ,entstehung der ,worte untersucht4 ,aber ,worte allein machen noch keine ,sprache aus4 ,sprache besteht aus der ,zusammenfgung mehrerer ,worte zur ,bezeichnung eines bestimmten ,sinnes4 ,auch erhalten die einzelnen ,worte erst durch diese ,zusammenfgung1 durch den ,ort1 welchen sie in der ,verbindung mit mehreren anderen einnehmen1 vllige ,verstndlichkeit und ,brauchbarkeit zur ,bezeichnung unserer ,gedanken4 ,wenn ich zu jemand sage3 ,rose -- so wird bei ihm nichts1 als die blosse ,vorstellung der ,rose hervorgebracht werden4 ,wenn ich ihm aber sage3 bringe mir die ,rose2 so weiss er bestimmt1 was ich gedacht habe1 und was ich will1 dass er thun soll4 -- ,zu einer vollstndigen ,erklrung des ,ursprungs der ,sprache ist daher auch erforderlich1 die ,entstehung jener ,zusammenfgung mehrerer ,worte1 d4 h4 der ,grammatik zu zeigen4 ,so irrig es ist1 zu glauben1 dass die willkrlichen ,bezeichnungen der ,gegenstnde durch eine besondere ,uebereinkunft der miteinander vereinigten ,menschen gebildet worden seyen1 so irrig ist es auch1 anzunehmen1 dass ,grammatik durch ,verabredung entstanden sey4 ,eine ,verabredung zu einem solchen ,zweck setzt einen ,grad von ,geistesbildung1 und insbesondere von ,philosophie der ,sprache voraus1 der bei den ,menschen auf der ,stufe der ,cultur1 auf der wir sie hier uns denken mssen1 gar nicht stattfinden konnte4 -- ,vielmehr muss die ,ableitung der ,grammatik ebenfalls von einem1 in dem ,wesen des ,menschen liegenden ,grunde1 von der natrlichen ,anlage zum ,sprechen ausgehen1 und zeigen1 wie diese ,anlage durch das ,bedrfniss geweckt1 und nach und nach auf die ,erfindung der verschiedenen ,arten der ,wortfgung geleitet wurde4 ,die ersten ,wrter waren gewiss ganze ,stze3 sie fassten1 vielleicht in einer einzigen ,sylbe1 welche wiederholt werden konnte1 ein ,substantiv und ein ,zeitwort in sich4 ,z4 ,b4 die ,nachahmung des ,lwengebrlls deutete der ,horde an1 es komme ein ,lwe4 -- ,man hat behauptet3 die ersten ,worte seyen ,zeichen des ,vergangenen gewesen4 ,dies lsst sich aber nicht wohl annehmen3 denn1 wenn diese ,worte das ,geschehene htten bezeichnen sollen1 so mssten vergangene und gegenwrtige ,zeit schon genau von einander abgesondert gewesen seyn1 und zum ,behuf dieser ,unterscheidung beide ein bestimmtes ,zeichen gehabt haben4 ,die ersten ,worte waren vielmehr so unbestimmt als mglich2 sie bezeichneten keine bestimmte ,zeit1 sondern waren bloss aoristisch3 es wurde das ,vergangene und ,gegenwrtige zugleich ausgedrckt4 ,z4 ,b4 ein ,lwe will eine ,horde anfallen4 ,dies kndigt der1 welcher es sieht1 durch ein ,geschrei an1 und drckt dadurch die vergangene1 gegenwrtige und zuknftige ,zeit zugleich aus2 denn er zeigt dadurch an1 dass er den ,lwen gesehen habe1 dass er sie darauf aufmerksam machen1 und ihnen die ,folgen von dessen ,annherung anzeigen wolle1 damit sie sich zu gemeinschaftlicher ,vertheidigung rsten knnen4 ,also die ersten ,worte fassten in sich ein ,substantiv und ein ,zeitwort3 das ,tempus war der ,aorist1 die ,person ganz gewiss die dritte2 denn die ,ursprache fngt an mit dem ,erzhlen1 und der ,ton der ,erzhlung redet in der dritten ,person4 -- ,die ersten ,zeitwrter waren weder ,activa1 noch ,passiva1 sondern ,neutra4 ,denn das ,neutrum bezeichnet einen ,zustand1 der durch sich selbst bestimmt ist1 der folglich auch1 seiner ,einfachheit wegen1 am frhesten zum ,bewusstseyn und zur ,bezeichnung kommen musste4 ,fr alles das1 was wir hier ber die ursprngliche ,gestalt der ,zeitwrter sagen1 knnen die ,wurzelwrter der orientalischen ,sprachen zur ,besttigung dienen2 diese sind ,neutra1 haben aoristische ,zeitbedeutung1 und gehen von der dritten ,person aus4 ,jedes ,ding wurde in der ,ursprache durch seine hchste ,eigenthmlichkeit ausgedrckt4 ,diese hchste ,eigenthmlichkeit eines ,gegenstandes bestand wohl in demjenigen1 wodurch sich dieser ,gegenstand dem ,bewusstseyn der rohen ,naturmenschen am lebhaftesten ankndigte4 ,dieses ,auffallende an einem ,dinge konnte nun schon an sich ein ,ton seyn1 und dann ahmte man denselben nach1 um den ,gegenstand1 dem er angehrte1 zu bezeichnen4 ,wenn es sich aber ursprnglich einem anderen ,sinne1 als dem ,gehr entdeckte1 so suchte man auf die oben beschriebene ,art einen ,ton1 welcher mit jener ausgezeichneten ,eigenschaft in ,beziehung stand1 um auf diese ,art wenigstens mittelbar den ,gegenstand durch seine ,eigenthmlichkeit zu bezeichnen4 ,nun sollten aber noch andere ,eigenschaften1 die einem ,gegenstande zukommen1 auf ,veranlassung der ,umstnde1 auch ausgedrckt1 als demselben zugehrig dargestellt werden4 ,so wurde der ,lwe durch ,nachahmung seines ,gebrlls angedeutet4 ,jetzt sollte ihm aber noch ein anderes ,prdicat zugeschrieben werden1 welches ihm zufllig zukam4 ,in diesem ,falle musste der ,ton1 welcher den ,lwen bezeichnete1 verbunden werden mit einem anderen1 durch welchen die zweite ,eigenschaft bezeichnet werden sollte4 ,z4 ,b4 es sollte ausgedrckt werden3 der ,lwe schlft3 hier musste das ,zeichen des ,lwen mit dem des ,schlafs 7etwa mit dem ,tone des ,schnarchens7 zusammengesetzt werden2 und dies hiess denn3 der ,lwe1 der sonst brllet1 schlft4 -- ,bei dieser ,zusammensetzung konnte aber nicht so lange auf dem ,tone des ,lwen in der ,aussprache verweilt werden1 als sonst geschah1 da man1 unserer ,voraussetzung zufolge1 durch den ,ton des ,lwen den ganzen ,satz3 der ,lwe kmmt1 ausgedrckt hatte1 wo freilich der ,ton1 welcher hier den ganzen mitzutheilenden ,gedanken bezeichnete1 gedehnt und mit ,nachdruck ausgesprochen werden musste4 ,allein wenn dieses ,zeichen mit einem anderen1 auf welchem der ,hauptsinn des ganzen vorzutragenden ,satzes liegt1 und welches also auch in der ,aussprache durch einen lngeren und strkeren ,ton unterschieden werden musste1 verbunden werden sollte1 so musste jenes erste ,zeichen krzer und leichter ausgedrckt werden1 so dass es mit dem folgenden gleichsam in ,ein ,wort zusammenfloss4 ,auf diese ,art entsteht aus einem ,zeitworte ein ,particip1 das durch fteren ,gebrauch1 vielleicht auch durch ,hinzukunft einiger usserer ,zeichen sich leicht in ein ,substantiv verwandeln kann4 ,es gehrt also zum ursprnglichen ,charakter des ,substantivs1 dass ein solches ,wort krzer und zusammenfliessend mit dem folgenden ,worte vorgetragen wurde4 ,daraus erhellt auch -- was man sonst ebenfalls aus einer besonderen ,verabredung erklren zu mssen glaubte -- wie man darauf kommen musste1 die ,zeitwrter durch bestimmte ,endsylben zu bezeichnen1 und durch andere ,endungen1 z4 ,b4 us1 os u4 s4 w41 die ,substantive zu charakterisiren4 ,nach unserer ,deduction musste ein ,wort1 welches als ,substantiv gebraucht werden sollte1 den ,satz erffnen3 und da das ,wort1 welches den ,satz schloss1 durchgngig den strksten ,ton erhielt1 weil es denjenigen ,begriff ausdrckte1 auf dessen ,mittheilung es hauptschlich abgesehen war2 so musste1 weil unsere ,kehle bei mehreren zugleich vorzutragenden ,tnen nur ,einen strker aussprechen kann1 nothwendig das ,substantiv1 als das vorangehende ,wort1 leichter und mit dem folgenden zusammenfliessend ausgedrckt werden2 da hingegen das ,zeitwort1 welches1 unserer ,theorie gemss1 immer das letzte ,wort in einem ,satze war1 sich dadurch auszeichnete1 dass auf ihm der volle ,ton ruhte4 ,wir gehen jetzt zu einer anderen ,untersuchung fort1 bei welcher uns1 wie bei allen folgenden ber die verschiedenen ,arten der ,wortfgung1 die ,aufschlsse leiten werden1 welche das soeben gefundene ,resultat uns ber die ,entstehungsart fast aller ,formen der ,wortverbindung giebt4 ,in dem vorher angefhrten ,falle sollte ein ,gegenstand durch zwei ,bestimmungen bezeichnet werden4 ,gesetzt nun aber1 ein ,gegenstand soll mit drei oder mehreren ,bestimmungen zugleich ausgedrckt werden1 es soll z4 ,b4 angedeutet werden3 der schlafende ,lwe ruht aus1 so muss hier nach der von uns aufgestellten ,regel der ,lwe1 als der ,hauptbegriff im ganzen ,satze1 zuerst bezeichnet werden3 hierauf folgt die nhere ,bestimmung des ,lwen1 nemlich1 dass er schlft3 und zuletzt kmmt eine besondere ,bestimmung dieses ,schlafs -- das ,ausruhen4 ,in dieser ,verbindung muss demnach das ,zeichen des ,schlafs1 welches in der vorher angefhrten ,zusammensetzung als das ,hauptwort einen starken und gedehnten ,ton hatte1 abgekrzt1 und zusammenfliessend mit dem ,zeichen des ,ausruhens1 das hier den ,hauptsinn des ganzen ,satzes enthlt1 auf dem folglich in der ,aussprache am lngsten verweilt werden muss1 vorgetragen werden4 ,man sieht ohne meine ,erinnerung ein1 dass in dieser ,zusammensetzung die ,bezeichnung des ,schlafs1 welche vorher ein ,zeitwort war1 auf dieselbe ,art1 wie in dem vorher aufgestellten ,satze die ,bezeichnung des ,lwen1 zu einem ,particip geworden ist2 woraus sich leicht1 etwa durch einige ussere ,modificationen1 ein ,adjectiv bilden kann4 -- ,so entstehen ,participien1 ,substantive und ,adjective4 ,aber man knnte fragen3 warum ist aus manchen ,bezeichnungen ein ,substantiv1 aus anderen ein ,adjectiv entsprungen1 da doch sowohl das eine1 als das andere1 sich aus einem ,zeitworte1 und durch die ,zusammensetzung desselben mit einem anderen ,zeitworte gebildet hat8 -- ,die ,antwort darauf liegt sehr nahe4 ,bei den ersten rohen ,versuchen einer ,wortfgung mochten nemlich ,adjectiv und ,substantiv nicht so streng unterschieden seyn1 als wir sie jetzt in unseren ,sprachen unterschieden finden3 zumal1 da die ,verschiedenheit beider ,bezeichnungsarten nicht sowohl auf inneren ,merkmalen1 als auf dem besonderen ,gebrauche beruht1 der von der einen und von der anderen gemacht wird4 ,substantiv war der ,natur der ,sache nach dasjenige ,wort1 welches den ,hauptbegriff1 oder das ,subject eines ,satzes bezeichnete3 ,adjectiv hingegen war jedes ,wort1 sobald es eine nhere ,bestimmung des ,hauptbegriffes auszudrcken gebraucht wurde4 ,auf diese ,art konnte dasselbe ,wort1 wenn es in dem einen ,satze das ,subject der ,rede1 in dem anderen nur ein ,prdicat dieses ,subjects ausdrckte1 bald in substantiver1 bald in adjectiver ,bedeutung vorkommen4 -- ,die eigenthmliche ,unterscheidung zwischen ,substantiv und ,adjectiv ist auch wohl erst spter hinzugekommen4 ,fr uns sind sie nun1 nachdem durch gewisse ussere ,merkzeichen der schwankende ,unterschied zwischen beiden fixirt ist1 scharf von einander abgeschnitten2 aber in der ,ursprache drfen wir sie uns noch nicht ebenso von einander unterschieden denken4 ,aus dieser ,gleichartigkeit ergiebt es sich auch1 warum sich ,substantiv und ,adjectiv fast immer in den ,endungen gleichen4 ,da beide durch ,abkrzung des ,stammwortes und durch ,verkettung desselben mit einem anderen strker und gedehnter auszudrckenden ,worte entstehen1 so folgt1 dass sowohl das eine1 als das andere mit einem ,tone enden muss1 der sich leicht dem folgenden ,worte anschliessen lsst3 da hingegen die ,zeitwrter einen rauhen1 harten ,ton haben mussten1 weil sie den ,satz schliessen1 und ihm den ,nachdruck geben mussten4 ,in cultivirten ,sprachen werden freilich die ,zeitwrter diesen rauhen ,ton mehr oder weniger verlieren1 weil sie dann ebenso oft in der ,mitte1 als am ,ende eines ,satzes vorkommen4 ,denn der gebildete ,mensch begngt sich nicht mit ,stzen1 wie sie hier aufgestellt sind3 mit der einfachen ,zusammenstellung eines ,substantivs1 ,adjectivs und ,zeitworts4 ,sowie sich sein ,geist mehr und mehr mit ,vorstellungen bereichert1 wird auch durch die mancherlei ,bestimmungen1 die er den vorgetragenen ,begriffen als ,erluterungen beifgt1 die ,zusammensetzung verwickelter1 der schlichte ,satz zur ,periode erweitert1 und die ursprngliche ,wortfgung folglich verndert4 ,durch diese ,zusammenfgung mehrerer ,worte bildete sich auch allmhlig ein eigenthmlicher ,unterschied des ,substantivs von dem ,zeitwort1 welche ursprnglich ein gemeinschaftliches ,stammwort ausmachten1 das einen ,gegenstand und eine ,handlung zugleich andeutete 7wie nach dem oben angefhrten ,beispiele der ursprngliche ,ton1 der den ,lwen bezeichnete1 zugleich auch die ,ankunft des ,lwen ausdrckte74 ,in der ,verbindung mit anderen ,worten1 wo es nicht mehr den ganzen ,gedanken ausdrcken sollte1 musste ein solches ,wort nicht mit dem vollen ,ton1 sondern leicht und fliessend ausgesprochen werden1 weil ein anderes ,zeichen folgte1 auf welches der ,nachdruck gelegt werden musste4 ,durch einen solchen leichteren und krzeren ,ton konnte sich das ,substantiv in der ,folge berhaupt recht wohl von dem ,zeitworte1 von welchem es abstammte1 unterscheiden1 ohne dass im ,ganzen die ,aehnlichkeit verloren ging1 welche selbst noch in unseren ,sprachen zwischen ,substantiv und ,zeitwort1 wenn sie aus derselben ,quelle entsprungen sind1 stattfindet4 ,hier noch etwas ber die ,stellung der ,worte1 welche zusammengefgt werden sollen4 ,wenn ausgedrckt werden soll3 der ,lwe schlft und ruht aus2 so wird zuerst der ursprngliche ,ton des ,lwen1 hier in substantiver ,bedeutung1 d4 h4 nicht mit der ganzen ,strke des ,tons als ,hauptwort1 sondern krzer abgebrochen mit dem folgenden ,ton zusammenfliessend1 vorgetragen3 zu diesem wird1 als ein ,adjectiv1 der ,ton des ,schlafens hinzugefgt1 und zuletzt kmmt das ,zeitwort ausruhen4 ,der ursprnglichen ,wortfgung gemss1 gehrt also dem ,substantiv der erste ,platz4 ,wie kmmt es zu dieser ,stelle8 -- ,der ,naturmensch hlt sich im ,vortrage seiner ,gedanken genau an die ,ordnung1 in welcher die ,vorstellungen in der ,seele auf einander folgen4 ,immer kmmt aber im ,denken das am wenigsten ,bestimmte zuerst1 und hierauf folgen die nheren und noch nheren ,bestimmungen4 ,folglich musste auch in der ,natursprache das fr uns ,unbestimmte1 oder am wenigsten ,bestimmte zuerst gesetzt werden1 und die nheren ,bestimmungen erst nachfolgen4 ,nun ist das ,substantiv immer das ,unbestimmteste3 durch ein ,adjectiv1 das hinzukmmt1 wird es nher1 und durch das ,zeitwort endlich nach der ,absicht hinlnglich bestimmt4 ,dieser ,ordnung zufolge steht also in der ,ursprache das ,adjectiv immer nach dem ,substantiv4 ,aber wir finden1 dass diese ,ordnung nach ,maassgabe der ,cultur der ,sprachen sich ndert4 ,sobald eine ,sprache nicht mehr bloss ,natursprache ist und sich der ,sprache der ,vernunftcultur nhert1 wird in ihr das ,adjectiv bald vor bald nach gesetzt4 ,bei ,homer z4 ,b4 finden wir meistens das ,adjectiv nach dem ,substantiv4 ,in der lateinischen ,sprache stehen die ,adjective schon hufig voran4 ,in der deutschen ,sprache aber kann das ,adjectiv niemals nach dem ,substantiv gesetzt werden4 ,im ,franzsischen setzt man auch das ,adjectiv mehr vor als nach2 wenn aber mehrere ,adjective mit dem ,substantiv verbunden werden sollen1 so lsst man immer jene auf das letztere folgen1 z4 ,b4 un homme vertueux et bienfaisant2 welche ,verbindungsart1 um des ,nachdrucks willen1 der auf jedes der ,adjective gelegt werden kann1 allerdings einen entschiedenen ,vorzug vor der deutschen hat4 -- ,wie kann es in einer ,sprache dahin kommen1 dass das ,adjectiv1 jener ,ordnung des ,denkens gerade entgegen1 zuerst gesetzt wird8 -- ,in dem ,fortschritt der ,cultur einer ,sprache mssen die ,wrter nicht mehr als einzelne gedacht werden1 sondern mehrere zusammen machen ,einen ,begriff aus und werden als ,ein ,begriff gedacht4 ,so wird auch das ,substantiv nicht mehr als einzelner ,begriff gedacht1 der nachher durch ,adjective bestimmt werden solle1 sondern er wird mit diesen sogleich zusammen gedacht als ,ein ,begriff1 und jene knnen ihm also auch vorhergehen4 ,eine andere ,frage1 die wir jetzt zu untersuchen haben1 betrifft die ,entstehung des ,activs und ,passivs4 ,die ersten ,zeitwrter waren ,neutra4 ,aus dem ursprnglichen ,neutrum lsst sich das ,activ leicht entwickeln4 ,das ,neutrum bezeichnet1 wie wir schon bemerkt haben1 einen ,zustand1 in welchem sich der ,gegenstand der ,rede befindet3 bezieht man nun diesen ,zustand auf ein anderes ,object1 welches mit demselben in ,verbindung steht1 so wird auch das ,neutrum in ein ,activ verwandelt4 ,z4 ,b4 in dem ,satze3 der ,lwe frisst -- drckt das ,wort fressen einen durch sich selbst vllig bestimmten ,zustand des ,lwen aus1 und hat also eine vllig neutrale ,bedeutung4 ,sage ich aber3 der ,lwe frisst das ,schaaf1 so ist dieses ,zeitwort ein ,activ3 denn hier wird die durch dasselbe dem ,lwen zugeschriebene ,handlung auf ihr ,object bezogen4 ,aus eben diesem ,beispiele erhellt auch1 dass das ,wort fr den ,gegenstand1 welcher mit der ,handlung des ,subjects in ,verbindung gesetzt werden soll1 schon als ,substantiv gebraucht seyn1 und ein festes ,merkzeichen seiner substantiven ,bedeutung haben musste1 wenn die erwhnte ,wortfgung1 und folglich auch die ,verwandlung des ,neutrums in ein ,activ zu ,stande kommen sollte4 ,der ,lwe1 welcher hier ,subject des ,satzes ist1 wird durch den gewhnlichen ,laut1 der eine ,nachahmung seines ,brllens ist1 ausgedrckt4 ,dieser ,lwe frisst4 ,auch dies kann durch den eigentlichen ,ausdruck bezeichnet werden4 ,aber wie soll ich nun das ,schaaf ausdrcken8 ,wenn ich dieses auch durch seinen eigentlichen ,ton andeuten will1 so kann dieser ,ton1 welcher zugleich das ,zeitwort des ,blkens ausdrckt1 fr dieses ,zeitwort genommen werden1 und dann bedeutete der ganze ,satz3 der fressende ,lwe blkt4 ,nun haben wir zwar weiter oben gesehen1 dass das ,substantiv sich von dem ,zeitworte1 von welchem es abgeleitet wurde1 durch den leichteren ,ton1 in welchem es vorgetragen wurde1 unterschied4 ,allein dieses ,merkmal ist hier nicht anwendbar1 da das ,substantiv hier nicht den ,satz anfngt1 sondern beschliesst1 und folglich nach unserer ,theorie einen gedehnten und starken ,ton erhalten muss4 ,diesem mglichen ,misverstndnisse ist also nicht eher abzuhelfen1 als bis fr das ,wort1 durch welches das ,schaaf in substantiver ,bedeutung bezeichnet werden soll1 ein bleibendes ,unterscheidungszeichen gefunden worden ist4 ,dies konnte aber auf die oben angegebene ,art leicht geschehen1 indem die ,abkrzung1 mit welcher ein solches ,wort1 wo es ein ,substantiv ausdrckte1 ausgesprochen wurde1 bald in einen fixen eigenthmlichen ,laut verwandelt werden musste2 wobei sehr leicht auch noch ein ,mittelton eingeschoben werden konnte1 um dasselbe mit dem darauf folgenden ,worte leichter zu verbinden4 ,solche ,modificationen des ursprnglichen ,tons wurden durch wiederholten ,gebrauch so mit dem ,worte verwebt1 dass sie zuletzt einen ,bestandtheil desselben ausmachten1 und zu ,merkzeichen der substantiven ,bedeutung eines ,wortes dienten4 ,ehe aber dergleichen ,bestimmungen vorhanden waren1 war der ganze ,satz nicht auszudrcken1 und eher war kein ,activ1 sondern alle ,zeitwrter blieben1 was sie ursprnglich waren -- ,neutra4 ,um die ,entstehung des ,passivs zu erklren1 muss ein ,bedrfniss aufgezeigt werden1 welches die ,menschen zur ,erfindung dieser ,sprachbestimmung leitete2 denn1 dass in der ,ursprache irgend etwas ohne ,noth1 bloss zur ,verschnerung des ,vortrags erfunden worden sey1 lsst sich nicht annehmen4 ,um diese mchte man sich wohl bei den ersten rohen ,versuchen einer ,sprache nicht sehr bekmmert haben2 da sagte man wohl eher3 man schmhet mich1 als -- ich werde geschmhet2 der ,lwe zerreisst das ,schaaf1 als -- das ,schaaf wird vom ,lwen zerrissen4 ,ein solches ,bedrfniss des ,passivs tritt ein1 wenn eine ,handlung vorkmmt1 welche1 nach unseren ,einsichten1 einen ,urheber hat1 den wir aber auf keine ,weise entdecken knnen4 ,sie muss erstlich einen ,urheber haben2 denn hat sie keinen1 oder knnen wir keinen annehmen1 so drcken wir uns durch das ,impersonale aus -- wir sagen3 es donnert1 regnet1 u4 s4 w4 ,zweitens muss der ,urheber unbekannt seyn1 und gar nicht errathen werden knnen2 denn1 gesetzt der ,wolf htte ein ,schaaf geraubt1 so wird der noch ungebildete ,naturmensch1 auch selbst wenn er nicht ,augenzeuge von dem ,vorgange gewesen ist1 doch nicht sagen3 das ,schaaf ist mir geraubt worden2 sondern3 der ,wolf hat das ,schaaf weggenommen2 weil er schon aus ,erfahrung weiss1 dass dieser ,schaafe raubt4 ,das ,bedrfniss des ,passivs trat also erst dann ein1 wenn eine ,handlung da war1 bei der man ebenso klar sah1 dass sie einen ,urheber haben musste1 als man sich bewusst war1 dass man diesen ,urheber nicht errathen knne4 ,ursprnglich wurde daher auch wohl das ,passiv durch ein ,zeichen ausgedrckt1 wodurch der ,redende andeutete1 dass ein ,urheber da sey und dass er ihn nicht kenne4 ,man hngte vielleicht den ,worten1 welche die ,that selbst ausdrckten1 den ,satz an3 ich weiss nicht1 wer es gethan hat4 ,wenn nun diese ,worte bei gleicher ,gelegenheit mehrmals gebraucht wurden1 so musste es bald dahin kommen1 dass sie geschwinder ausgesprochen wurden1 mit dem ,zeitworte1 welches die ,handlung bezeichnete1 enger zusammenflossen1 und zuletzt einen ,bestandtheil desselben ausmachten4 ,ob ein solcher ,zusatz ursprnglich dem ,zeitworte vorgesetzt1 oder angehngt wurde1 lsst sich nicht bestimmen4 ,im ,ganzen aber folgt so viel1 dass ursprnglich das ,passiv wohl durch einen kleinen ,zusatz zum ,zeitwort ausgedrckt wurde1 welcher eigentlich das ,zeichen der ,unbekanntheit des ,urhebers war4 ,das ,verbum medium bezeichnet eine ,handlung1 welche auf uns selbst zurckgeht3 es grndet sich auf hhere ,abstraction1 und kann daher in einer ,ursprache nicht wohl vorkommen4 ,die ,entstehung des ,numerus lsst sich auf folgende ,art erklren4 -- ,der ,singular fand sich von selbst2 er war der ursprngliche ,numerus2 die ersten ,wrter wurden alle im ,singular gebraucht4 ,nun sollte aber der ,horde eine ,mehrheit angezeigt werden2 es wollte z4 ,b4 einer sagen3 es kommen mehrere ,lwen6 wie sollte er das andeuten8 ,durch das natrliche ,bild einer ,heerde3 durch ,dehnung und ,wiederholung des ,tons1 und dadurch1 dass dieser ,ton immer fortschallte4 ,um wie viel oder wenig man den ,ton dehnen1 oder wie oft man ihn wiederholen sollte1 um die mehrere ,zahl anzudeuten1 war vermuthlich nicht bestimmt4 ,der ,pluralis wurde demnach durch ,verlngerung des ,wortes ausgedrckt4 ,der ,pluralis war aber anfangs nur nthig bei ,zeitwrtern1 keinesweges bei ,substantiven und ,adjectiven2 denn es verstand sich von selbst1 dass auch sie1 wenn sie von einem ,zeitworte im ,plural begleitet wurden1 in der mehreren ,zahl zu nehmen waren4 ,der ,numerus der ,substantive und ,adjective ist daher in der ,ursprache nicht zu suchen3 er ist keinesweges eine durch ,nothwendigkeit geforderte ,sprachbestimmung1 sondern eine ,erfindung1 welche das ,streben nach ,bestimmtheit und ,eleganz im knstlichen ,vortrage nthig machte4 ,aber bei ,zeitwrtern war der ,plural unentbehrlich4 ,die verschiedenen ,personen der ,zeitwrter wurden ohne ,zweifel in folgender ,ordnung gebildet4 ,diejenige ,person1 welche zuerst in der ,sprache bezeichnet wurde1 war gewiss die dritte2 denn urprnglich wurde in keiner anderen1 als in der dritten ,person geredet4 ,man nannte einen jeden bei seinem eigenthmlichen ,namen3 ,n4 ,n4 solle das thun6 ,die folgende1 welche zunchst der dritten ihre besondere ,bezeichnung erhielt1 war die zweite ,person2 weil man bei ,verabredungen und ,vertrgen bald das ,bedrfniss fhlte1 dem anderen zu sagen3 das sollst ,du thun4 ,das ,ich1 als die erste ,person1 zeugt 7besonders wo es an der ,endung des ,zeitwortes selbst angehngt ist7 von hherer ,vernunftcultur1 und wurde also auch zuletzt bezeichnet4 ,bei ,kindern sehen wir1 dass sie immer in der dritten ,person von sich sprechen1 und sich1 als das ,subject1 von welchem sie etwas sagen wollen1 durch ihren ,namen ausdrcken1 weil sie sich bis zum ,begriff des ,ich1 bis zur ,absonderung des selben von allem ausser ihnen noch nicht erhoben haben4 ,ich drckt den hchsten ,charakter der ,vernunft aus4 ,wie eine dritte1 zweite1 und erste ,person im ,plural gebildet werden konnte1 ergiebt sich leicht1 wenn der ,plural schon vorhanden war4 ,die ,tempora der ,zeitwrter wurden wahrscheinlich auf folgende ,art erfunden4 ,die ersten ,zeitwrter wurden bloss aoristisch gebraucht3 aus dem ,aorist konnte leicht das ,prsens gebildet werden1 oder vielmehr -- man musste den ,aorist bald selbst als ,prsens verstehen1 weil die ,bestimmungen bei rohen ,nationen sich fast immer auf die gegenwrtige ,zeit beziehen4 ,mehr ,mhe mochte wohl die ,erfindung der ,bezeichnungen fr vergangene und zuknftige ,zeiten kosten4 ,als man zuerst das ,bedrfniss fhlte1 ,vergangenes und ,zuknftiges auszudrcken1 gab man wohl die ,zeit1 in welcher etwas geschehen war1 oder geschehen sollte1 ganz genau an2 es wurde z4 ,b4 nicht gesagt3 es hat sich zugetragen1 sondern3 es trgt sich vor so und so viel ,tagen zu2 nicht3 es wird sich ereignen1 sondern es ereignet sich nach so viel ,tagen4 ,diese ,art sich auszudrcken1 war dem noch ungebildeten ,menschen sehr natrlich4 ,vollkommene ,prcision im ,ausdrucke kndigt eine hhere ,verstandescultur an1 als man den ersten ,erfindern der ,sprache zuschreiben kann4 ,der ungebildete ,mensch theilt nicht bloss das mit1 was der andere von einer ,sache wissen soll1 oder will1 sondern auch was er selbst davon weiss4 ,daher giebts in den uncultivirten ,sprachen eine ,menge berflssiger ,bestimmungen1 eine ,menge ,ausdrcke1 die1 der ,verstndlichkeit des ,ganzen unbeschadet1 weggelassen werden knnten4 ,so auch mit den ,bestimmungen der ,zeit4 ,die ,zeit1 in welcher etwas vorgegangen war1 oder kommen sollte1 wurde1 so weit man zhlen konnte1 bestimmt hinzugesetzt4 ,wo man aber auf einen ,zeitraum stiess1 welcher eine so genaue ,bestimmung nicht zuliess1 da bediente man sich1 wie uns noch einige ,spuren in alten ,sprachen zeigen1 der ,worte3 morgen1 gestern u4 s4 w41 um die verflossene oder zuknftige ,zeit unbestimmt auszudrcken4 ,aus dieser ,bezeichnungsart mussten aber bald mehrere ,misverstndnisse entstehen4 ,wie leicht konnte es ,zwist verursachen1 wenn der zweideutige ,ausdruck morgen fr den besonderen ,fall1 in welchem er gebraucht wurde1 nicht gehrig bestimmt war8 ,z4 ,b4 es sagte einer zum andern3 ich gebe dir das morgen4 ,hier konnte morgen ebensowohl den nchstknftigen1 als jeden anderen folgenden ,tag bedeuten4 ,der andere legt es von dem nchstknftigen ,tage aus1 und kmmt1 um die ,sache abzuholen3 jener weigert sich aber1 das ,versprochene abzuliefern1 weil er es nicht auf morgen1 sondern berhaupt auf die ,zukunft zugesagt htte4 ,durch ,flle dieser ,art konnten leicht ,mishelligkeiten entstehen1 an welchen sich das ,bedrfniss einer bestimmten ,bezeichnung fr ,vergangenheit und ,zukunft deutlich offenbaren musste4 ,diesem ,bedrfniss konnte vielleicht schon dadurch abgeholfen werden1 dass man solche allgemeine ,worte1 wie morgen1 gestern u4 s4 w41 wenn sie die verflossene oder kommende ,zeit berhaupt ausdrcken sollten1 mit dem ,zeitwort zusammenfassender1 schneller und krzer aussprach1 und im ,gegentheil dieselben ,worte1 wenn sie bestimmt den zunchst vergangenen oder zuknftigen ,tag bezeichnen sollten1 durch einen festen1 lngeren ,ton ausdrckte4 ,so wurde zum ,ausdrucke der vergangenen und zuknftigen ,zeit ein ,zusatz zum ,zeitworte gefunden1 welcher nach und nach inniger mit demselben zusammenfloss1 und das ,perfectum und ,futurum in seiner jetzigen ,gestalt bildete4 ,es fragt sich noch3 wie entstanden die verschiedenen ,casus8 -- ,der ,nominativ und ,accusativ sind wohl diejenigen1 auf welche man am frhesten kam4 ,man bedurfte sie auch bei der einfachsten ,wortfgung1 und sie liessen sich auch leicht durch die ,stelle1 welche sie in einem ,satze bekommen mussten1 charakterisiren4 ,das ,subject einer ,rede musste1 als der unbestimmteste ,begriff1 immer die erste ,stelle in einem ,satze einnehmen4 ,bei jeder ,wortfgung musste also ein ,substantiv vorangehen2 darauf folgte das ,zeitwort1 der ,ausdruck des ,zustandes1 in welchem sich das ,subject befand4 ,sollte nun dieses ,zeitwort bezogen werden auf einen ,gegenstand1 welcher mit der durch dasselbe bezeichneten ,handlung des ,subjects in ,verbindung stand1 so musste dieses seinen ,platz gleich hinter dem ,zeitworte erhalten4 ,dieser ,anordnung der ,worte gemss muss das ,substantiv1 da es das ,subject des ,satzes anzeigen1 gleichsam nennen soll1 im ,nominativ1 das ,object aber1 welches auf die ,handlung des ,subjects bezogen wird1 im ,accusativ stehen2 folglich der ,nominativ den ,satz anfangen1 der ,accusativ denselben beschliessen4 -- ,der ,accusativ musste mithin auch1 weil kein ,wort weiter auf ihn folgte1 den lngsten und strksten ,ton haben1 der ,nominativ aber flchtig ausgesprochen und mit dem ,zeitworte verflochten werden4 ,es musste sich also bei einem und demselben ,worte leicht unterscheiden lassen1 ob es im ,nominativ1 oder ,accusativ stehe1 indem in dem letzteren ,falle entweder eine ,verlngerung1 durch ,zusetzung mehrerer ,buchstaben oder ,sylben1 oder doch eine ,verstrkung des ,tones stattfand4 ,der ,genitiv wurde als nhere ,bestimmung des ,substantivs angehngt1 und ich glaube wohl1 dass der ,name1 den er fhrt1 den ursprnglichen ,gebrauch bezeichnet1 welchen man von diesem ,casus machte4 ,man bediente sich seiner zur ,bezeichnung der ,abstammung eines ,menschen1 indem man erst den ,sohn1 und dann den ,vater nannte4 ,spterhin wendete man diese ,bestimmung auch auf das ,besitzthum an1 man sagte z4 ,b4 das ,schaaf des ,marcus u4 s4 w4 ,der ,genitiv hatte deshalb auch seine ,stelle1 durch die er bezeichnet wurde1 unmittelbar nach dem ,substantiv1 zu dessen nherer ,bestimmung er diente4 ,z4 ,b4 man wollte unter einer ,horde einen bezeichnen1 der mit mehreren anderen einen gleichen ,namen hatte2 so setzte man1 um ihn nicht mit einem von diesen ,anderen zu verwechseln1 den ,namen seines ,vaters hinzu1 als3 ,marcus ,caji1 u4 s4 w4 ,da nun1 nach den ,grundstzen1 welchen wir bei der ,ableitung der ,grammatik gefolgt sind1 jedes ,wort1 je weiter es in der ,reihe der ,zeichen zurckstand1 einen desto lngeren und strkeren ,accent erhielt3 so musste auch der ,genitiv einen lngeren oder strkeren ,ton bekommen1 als der ,nominativ1 hinter welchem er seinen ,platz hatte4 ,auch der ,ablativ ist1 wie der ,genitiv1 entstanden1 um ein ,wort nher zu bestimmen1 und drckte vielleicht anfangs das von einem ,orte ,nehmen aus4 ,er ist mit dem ,genitiv gewissermaassen gleichartig2 beide drcken die ,beziehung mehrerer ,nennwrter auf einander aus4 ,die ,entstehung dieser beiden ,casus ist allerdings in der ,ursprache zu suchen4 ,es war unter rohen ,vlkern sehr nothwendig1 dergleichen ,beziehungen recht verstndlich auszudrcken4 ,wie leicht konnte man einem verdrsslichen ,misverstndnisse vorbeugen1 wenn man1 um einen ,menschen desto genauer kenntlich zu machen1 den ,namen seines ,vaters zu dem seinigen hinzufgte2 sowie man auch in allen alten ,geschichtschreibern zur nheren ,bestimmung des ,sohnes den ,namen des ,vaters hinzugesetzt findet4 ,aber um alle die verschiedenen ,beziehungen der ,gegenstnde auf einander zu bezeichnen1 ist weder der ,genitiv noch der ,ablativ hinreichend2 es bedarf also auch noch der ,prpositionen4 ,eine der gewhnlichsten solcher ,beziehungen ist z4 ,b4 die ,localbeziehung1 als3 das ,haus im ,dorfe1 u4 s4 w4 ,diese ,beziehungen wurden ursprnglich wohl dadurch ausgedrckt1 dass man einen ,buchstaben1 eine ,sylbe oder einen fast unmerklichen ,ton einem von den beiden ,nennwrtern1 welche auf einander bezogen werden sollten1 beifgte4 ,da dieser ,zusatz1 den man sich brigens als ,prfix oder ,affix denken kann1 nicht geschrieben1 sondern ausgesprochen wurde1 so liess sich auch nicht bestimmen1 ob er einen besonderen ,ton ausmachte1 sondern er floss in der ,aussprache mit dem ,zeichen1 welchem er vor- oder nachgesetzt wurde1 zusammen4 ,der ,dativ bezeichnet die ,beziehung einer ,handlung auf ein ,drittes1 auf etwas ausser dem ,subject und ,object1 auf welches die ,handlung eigentlich abzweckt4 ,z4 ,b4 ich gebe das ,brot1 ich nehme das ,brot3 hier fehlt offenbar die ,beziehung auf ein ,drittes1 um dessen willen die ,handlung vorgenommen1 dem das ,brot gegeben1 oder genommen wird4 ,setze ich diese ,beziehung hinzu1 sage ich z4 ,b4 ich gebe oder nehme das ,brot dem ,hunde1 so habe ich auch den ,dativ4 ,da der ,gegenstand1 mit welchem eigentlich die ,handlung vorgenommen wird1 zur ,bestimmung der ,handlung unmittelbar gehrt1 so muss auch der ,accusativ1 welcher dieses ,verhltniss des behandelten ,gegenstandes zu der ,handlung bezeichnet1 unmittelbar nach dem ,zeitwort stehen2 und der ,dativ1 welcher den ,gegenstand bezeichnet1 um dessenwillen die ,handlung eigentlich geschieht1 folgt jenem nach4 ,er wird also den ,satz schliessen1 und folglich einen volleren ,ton bekommen1 als der ,accusativ selbst4 ,so entstand ,grammatik bloss durch das ,bedrfniss der ,sprache1 und durch die ,fortschritte1 welche die menschliche ,vernunft nach und nach machte4 ,denn selbst bei der einfachsten ,mittheilung der ,gedanken musste sehr vieles durch ,beziehung der ,worte auf einander ausgedrckt werden1 und der natrliche1 durch die ,vernunft geleitete ,gang der ,sprache brachte den ,menschen1 ohne dass ,verabredung erforderlich gewesen wre1 auf die ,bestimmung der verschiedenen ,arten jener ,beziehung4 ,man knnte gegen diese ,theorie einwenden1 dass es verschiedene ,sprachen gebe1 denen man ihre ,entstehung nach den von uns vorgetragenen ,regeln nicht ansehe4 ,so soll1 unserer ,darstellung gemss1 das ,wurzelwort immer ein ,zeitwort seyn1 und dieses ,zeitwort soll ursprnglich in ,einem ,tone mehrere ,begriffe ausdrcken1 soll ursprnglich in der dritten ,person vorgetragen werden1 und aoristische ,bedeutung haben4 ,nun zeigt sich in der griechischen und lateinischen ,sprache offenbar das ,gegentheil4 ,in den ,zeitwrtern derselben ist augenscheinlich nicht die dritte1 sondern die erste ,person diejenige1 aus welcher alle brigen gebildet sind1 ist nicht der ,aorist1 sondern das ,prsens die ,wurzel4 ,woher also diese ,verschiedenheit1 wenn unsere ,theorie richtig ist8 ,nehmen wir auch an1 dass die genannten ,sprachen keine ,ursprachen gewesen sind1 sondern sich aus schon entstandenen gebildet haben2 so mssen wir doch zugeben1 dass sie zuletzt aus solchen hervorgehen mussten1 welche auf die hier vorgetragene ,art entstanden waren4 ,warum zeigt sich nun in ihnen auch nicht die leichteste ,spur von jener ,ursprache8 ,denn1 mag sich eine ,sprache noch so sehr cultiviren1 mag eine gebildetere ,grammatik noch so viel ,modificationen in sie hineintragen3 so mssen sich doch in ihr noch ,ueberreste von dem ersten rohen ,zuschnitte finden1 z4 ,b4 aus der dritten ,person1 und nicht aus der ersten1 die ,form der brigen abgeleitet1 und der ,aorist1 nicht das ,prsens das ,wurzelwort seyn4 ,auf diesen ,einwurf lsst sich folgendes antworten4 ,man sah sich bald genthigt1 neue ,worte zu erfinden1 weil der menschliche ,geist1 bei seinen ,fortschritten zur ,cultur1 sich immer mit neuen ,vorstellungen bereicherte1 und neue ,bestimmungen in alte ,begriffe hineintrug4 ,die ,worte1 welche man zu ,bezeichnung dieser ,vorstellungen erfand1 -- man mochte nun dazu entweder ganz neue1 in der ,sprache bisher noch nicht vorgekommene ,tne1 oder eine ,verbindung mehrerer1 schon bekannter ,tne gebrauchen1 -- mussten auf jeden ,fall das ,geprge der ,bildung tragen1 welche der menschliche ,geist in dem ,zeitpunct jener erfundenen neuen ,bezeichnungen hatte4 ,nun geht der gebildete ,mensch vom ,ich aus1 und betrachtet alles aus dem ,gesichtspuncte des ,ich3 er wird also auf dieser ,stufe der ,cultur auch bei der ,aufstellung eines neuen ,zeitwortes von der ersten ,person ausgehen4 ,daher kann es nicht fehlen1 dass ein neues ,wort1 gebildet in ,zeiten hherer ,cultur1 von den ursprnglichen ,formen derselben ,sprache abweichen musste4 ,im ,anfange wurden nun solche ,worte mit den alten1 von welchen sie abstammten1 zugleich gebraucht2 aber bald wurden jene allgemein und verdrngten die letzteren4 ,denn1 sowie die ,nation in ihrer ,cultur weiter vorrckte1 musste sie nothwendig die neueren ,formen ihren ,begriffen angemessener finden1 und ber dem ,gebrauche derselben die lteren bald vergessen4 ,so wird selbst bei einem ,volke1 das von allen usseren ,einflssen frei bleibt1 sich mit keinem anderen ,volke vermischt1 seinen ,wohnplatz nie verndert u4 s4 w41 die rohe ,natursprache nach und nach untergehen1 und an deren ,stelle eine andere treten1 die von jener auch nicht die leichteste ,spur an sich trgt4 ,man wrde sich also irren1 wenn man glaubte1 die ,griechen1 ,rmer und andere htten nie eine ,ursprache gehabt1 weil sich keine ,ueberreste davon bei ihnen fnden4 ,jene ,urtne sind nach und nach aus der ,ursprache verschwunden1 als sie sich durch ,zeichen ersetzt sahen1 die dem cultivirten ,geiste des ,volkes besser entsprachen4 ,eine eigene ,erscheinung in den neueren ,sprachen sind die ,hlfswrter2 das3 ich bin1 werden u4 s4 w4 ,diese ,bezeichnungen1 wo sie sich in einer ,sprache finden1 beweisen einen hohen ,grad der ,abstraction4 ,man fand vermuthlich bald einen besonderen ,nachdruck in der auszeichnenden ,endung des ,perfectum und ,futurum1 wodurch die ,sprache an ,rundung gewann4 ,aber immer ist es ,zeichen einer noch hheren ,cultur1 wenn einzelne ,begriffe erfunden werden1 um ,einen ,gedanken desto bestimmter auszudrcken4 ,die ,aufstellung dieser ,bezeichnungen ist aber in einer ,sprache wenigstens nicht frher mglich1 bis in ihr der ,begriff des ,leidens oder das ,passiv schon ausgedrckt ist4 ,e4 ,ueber ,belebung und ,erhhung des reinen ,interesse fr ,wahrheit4 7,aus ,schillers ,horen ,bd4 ,i1 ,st4 ,i4 #agie47 ,vergebens erwartet man durch irgend ein glckliches ,ohngefhr die ,wahrheit zu finden1 wenn man sich nicht von einem lebhaften ,interesse begeistert fhlt1 mit ,verlugnung alles ,andern ausser ihr1 sie zu suchen4 ,es ist demnach eine wichtige ,frage fr jeden1 der die ,wrde der ,vernunft in sich behaupten will3 was habe ich zu thun1 um reines ,interesse fr ,wahrheit in mir zu erwecken1 oder wenigstens dasselbe zu erhalten1 zu erhhen und zu beleben8 ,wie jedes ,interesse berhaupt1 so grndet sich auch das ,interesse fr ,wahrheit auf einen ursprnglich in uns liegenden ,trieb4 ,unter unseren reinen ,trieben aber ist auch ein ,trieb nach ,wahrheit4 ,niemand will irren1 und jeder ,irrende hlt seinen ,irrthum fr ,wahrheit4 ,knnte man ihm auf eine fr ihn berzeugende ,art darthun1 dass er irre1 so wrde er sogleich den ,irrthum aufgeben1 und statt desselben die entgegengesetzte ,wahrheit ergreifen4 ,kommt etwas hinzu1 das sich auf diesen ,trieb bezieht1 entdeckt man in unserm ,fall eine ,wahrheit als solche1 oder erkennt einen ,irrthum fr einen ,irrthum1 so entsteht nothwendig ein ,gefhl des ,beifalls fr die erstere1 eine ,abneigung gegen den letztern2 und beides vllig unabhngig von dem ,inhalte und den ,folgen jener ,wahrheit und dieses ,irrthums4 ,aus wiederholten ,gefhlen der gleichen ,art entsteht ein ,interesse fr ,wahrheit berhaupt4 ,ein solches ,interesse lsst sich daher nicht hervorbringen2 es grndet sich der ,anlage nach auf das ,wesen der ,vernunft1 und wird seinen ,aeusserungen nach in der ,erfahrung durch die ,welt ausser uns ohne unser wissentliches ,zuthun geweckt2 aber man kann dieses ,interesse erhhen4 ,dies geschieht durch ,freiheit1 wie jede sittliche ,handlung4 ,aber alle ,regeln fr ,anwendung der ,freiheit setzen die ,anwendung derselben schon voraus2 und man kann vernnftigerweise nur demjenigen zurufen3 gebrauche deine ,freiheit1 der dieselbe schon gebraucht hat4 ,dieser erste ,act der ,freiheit1 dieses ,losreissen aus den ,ketten der ,nothwendigkeit geschieht1 ohne dass wir selbst wissen wie4 ,so wenig wir uns des ersten ,schrittes in das ,reich des ,bewusstseyns berhaupt bewusst werden1 ebensowenig werden wir uns unseres ,uebertrittes in das ,reich der ,moralitt bewusst4 ,irgend woher fllt ein ,feuerfunke in unsere ,seele1 der vielleicht lange in heimlichem ,dunkel glht4 ,er erhebt sich1 er greift umher1 er wird zur ,flamme1 bis er endlich die ganze ,seele entzndet4 ,jedes praktische ,interesse im ,menschen erhlt und belebt sich selbst2 darin besteht sein ,wesen4 ,jede ,befriedigung verstrkt es1 erneuert es1 hebt es mehr hervor im ,bewusstseyn4 ,gefhl des erweiterten ,bedrfnisses ist der einzige ,genuss fr das endliche ,wesen4 ,die ,hauptvorschrift zu ,erhhung jedes ,interesse im ,menschen1 mithin auch des ,interesse fr ,wahrheit1 heisst demnach3 befriedige deinen ,trieb6 woraus fr den gegenwrtigen ,fall sich folgende zwei ,regeln ergeben3 entferne jedes ,interesse1 das dem reinen ,interesse fr ,wahrheit entgegen ist1 und suche jeden ,genuss1 der das reine ,interesse fr ,wahrheit befrdert6 ,man nehme keinen ,anstoss an der sonst mit ,recht verdchtigen ,empfehlung des ,genusses4 ,dass durch den ,genuss1 und allein durch diesen jeder ,trieb1 der in der vernnftigen ,natur des ,menschen gegrndet ist1 ausgebildet werde1 ist einmal wahr4 ,genuss1 der sich bloss auf ,befriedigung der animalischen ,sinnlichkeit grndet1 verzehrt und vernichtet sich in sich selbst1 und von ihm ist hier nicht die ,rede4 ,geistiger ,genuss1 wie z4 ,b4 der sthetische1 erhht sich durch sich selbst4 ,es ist demnach ebenso wahr1 dass die obenaufgestellte ,regel die einzige ist1 die zur ,erhhung eines geistigen ,interesse gegeben werden kann4 ,die ,beantwortung einer ganz anderen ,frage3 ob nemlich irgend ein geistiger ,genuss ganz unbedingt zu empfehlen sey8 hngt ab von der ,beantwortung einer hheren ,frage3 ob der ,trieb1 auf den jener ,genuss sich bezieht1 ins unbedingte zu erhhen8 und diese von der noch hheren3 ob dieser ,trieb irgend einem andern unterzuordnen sey8 ,so ist der sthetische ,trieb im ,menschen allerdings dem ,triebe nach ,wahrheit1 und dem hchsten aller ,triebe1 dem nach sittlicher ,gte1 unterzuordnen4 ,ob der ,trieb nach ,wahrheit mit einem hheren ,triebe in ,streit kommen knne1 wird sich aus unserer ,untersuchung von selbst ergeben4 -- ,irgend einen ,ausdruck aber zu vermeiden1 weil er gemisbraucht worden1 glaube ich wenigstens hier nicht nthig zu haben4 ,unser ,interesse fr ,wahrheit soll rein seyn2 die ,wahrheit1 bloss weil sie ,wahrheit ist1 soll der letzte ,endzweck alles unseres ,lernens1 ,denkens und ,forschens seyn4 ,die ,wahrheit an sich aber ist bloss formal4 ,uebereinstimmung und ,zusammenhang in allem1 was wir annehmen1 ist ,wahrheit1 sowie ,widerspruch in unserem ,denken ,irrthum und ,lge ist4 ,alles im ,menschen1 mithin auch seine ,wahrheit1 steht unter diesem hchsten ,gesetze3 sey stets einig mit dir selbst6 ,heisst jenes ,gesetz in der ,anwendung auf unsere ,handlungen berhaupt3 handle so1 dass die ,art deines ,handelns1 deinem besten ,wissen nach1 ewiges ,gesetz fr alles dein ,handeln seyn kann2 so heisst dasselbe1 wenn es insbesondere auf unser ,urtheilen angewendet wird3 urtheile so1 dass du die ,art deines jetzigen ,urtheilens als ewiges ,gesetz fr dein gesammtes ,urtheilen denken knnest4 ,wie du vernnftigerweise in allen ,fllen kannst urtheilen wollen1 so urtheile in diesem bestimmten ,falle4 ,mache nie eine ,ausnahme in deiner ,folgerungsart4 ,alle ,ausnahmen sind sicherlich ,sophistereien4 -- ,darin unterscheidet sich der ,wahrheitsfreund vom ,sophisten3 ,beider ,behauptungen an sich betrachtet kann vielleicht der erstere irren1 und der letztere recht haben2 und dennoch ist der erstere ein ,wahrheitsfreund1 auch wenn er irrt1 und der letztere ein ,sophist1 auch da1 wo er die ,wahrheit sagt1 weil sie etwa zu seinem ,zwecke dient4 ,aber in den ,aeusserungen des ,wahrheitsfreundes ist nichts ,widersprechendes1 er geht seinen geraden ,gang fort1 ohne sich weder rechts noch links zu wenden2 der ,sophist ndert stets seinen ,weg1 und beschreibt seine krumme ,schlangenlinie1 sowie der ,punct sich verrckt1 bei welchem er gern ankommen mchte4 ,der erstere hat gar keinen ,punct im ,gesichte1 sondern zieht seine gerade ,linie1 welcher ,punct auch immer hineinfallen mge4 ,diesem ,interesse fr ,wahrheit um ihrer blossen ,form willen ist gerade entgegengesetzt alles ,interesse fr den bestimmten ,inhalt der ,stze4 ,einem solchen materiellen ,interesse ist es nicht darum zu thun1 wie etwas gefunden sey1 sondern nur was gefunden sey4 ,wir haben schon etwa einen ,satz ehemals behauptet1 vielleicht ,beifall damit gefunden und ,ehre eingeerntet1 und meinten es damals aufrichtig4 ,damals war unsere ,behauptung zwar nicht allgemeine ,wahrheit1 die sich auf das ,wesen der ,vernunft1 aber doch ,wahrheit fr uns1 die sich auf unsere damalige individuelle ,denk- und ,empfindungsart grndete4 ,wir irrten1 aber wir tuschten nicht1 weder uns noch andere4 ,seitdem haben wir entweder selbst weiter geforscht1 wir haben unsere individuelle ,denkart dem ,ideale der allgemeinen und nothwendigen ,denkart mehr genhert1 oder auch andere haben uns unseren ,irrthum gezeigt4 ,derselbe materielle ,satz1 der ehemals formale ,wahrheit fr uns war1 ist uns jetzt1 aus dem nemlichen ,grunde1 aus dem er dieses war1 formaler ,irrthum2 und sind wir uns selbst treu1 so werden wir ihn sogleich aufgeben4 ,aber dann mssten wir erkennen1 dass wir geirrt haben2 vielleicht dass ein anderer weiter gesehen habe1 als wir4 ,ist unser ,interesse fr ,wahrheit nicht rein und nicht stark genug1 so werden wir gegen die auf uns eindringende ,ueberzeugung uns vertheidigen1 so lange wir knnen2 und nun ist es uns nicht mehr um die ,form zu thun1 sondern um die ,materie des ,satzes2 wir vertheidigen denselben1 weil er der unsrige ist1 und weil ein eitler ,ruhm uns mehr gilt1 denn ,wahrheit4 ,eine ,meinung schmeichelt unserm ,stolze1 unseren ,anmaassungen1 unserer ,unterdrckungssucht4 ,man erschttert sie mit den strksten ,grnden1 gegen die wir nichts aufbringen knnen4 ,werden wir uns berzeugen lassen8 ,aber wir mssten dann entweder unsere gerechten ,ansprche aufgeben1 oder uns fr wohlbedchtige und berlegte ,ungerechte anerkennen4 ,es ist zu erwarten1 dass wir gegen die ,ueberzeugung uns verwahren werden1 so lange wir knnen1 und dass wir in allen ,schlupfwinkeln unseres ,herzens nach ,ausflchten suchen werden1 um ihr auszuweichen4 ,ein zweites ,hinderniss des reinen ,interesse fr ,wahrheit ist die ,trgheit des ,geistes1 die ,scheu vor der ,mhe des ,nachdenkens4 ,der ,mensch ist von ,natur ein vorstellendes ,wesen1 aber er ist durch sie auch nichts weiter4 ,die ,natur bestimmt die ,reihe seiner ,vorstellungen1 wie sie die ,verkettung seiner krperlichen ,theile bestimmt4 ,sein ,geist ist eine ,maschine1 wie sein ,krper2 nur eine ,maschine anderer ,art1 eine vorstellende ,maschine1 bestimmt durch ,einwirkung von aussen und durch seine nothwendigen ,naturgesetze von innen4 ,man kann viel wissen1 viel studiren1 viel lesen1 viel hren1 und ist doch nichts weiter4 ,man lsst durch ,schriftsteller oder ,redner sich bearbeiten1 und sieht mit behaglicher ,ruhe zu1 wie eine ,vorstellung in uns mit der andern abwechselt4 ,sowie die ,weichlinge des ,orients in ihren ,bdern durch besondere ,knstler ihre ,gelenke durchkneten lassen1 so lassen diese durch ,knstler anderer ,art ihren ,geist durchkneten1 und ihr ,genuss ist um weniges edler1 als der ,genuss jener4 ,diesem blinden ,hange thtig widerstreben1 eingreifen in den ,mechanismus der ,ideenfolge1 und ihr gebieten1 ihr mit ,freiheit eine ,richtung geben auf ein bestimmtes ,ziel1 und von dieser ,richtung nicht abweichen1 bis das ,ziel erreicht ist3 das ist der rohen ,natur zuwider1 und kostet ,anstrengung und ,verlugnung4 ,jedes unthtige ,hingeben ist dem ,interesse fr ,wahrheit geradezu entgegen4 ,es wird dabei gar nicht auf ,wahrheit oder ,nichtwahrheit1 sondern lediglich auf die ,ergtzung geachtet1 die jener ,wechsel der ,vorstellungen uns gewhrt4 ,wir kommen dadurch auch nicht zur ,wahrheit2 denn ,wahrheit ist ,einheit1 und diese muss thtig und mit ,freiheit hervorgebracht werden1 durch ,anstrengung und eigene ,kraftanwendung4 ,gesetzt1 man kme durch ein glckliches ,ohngefhr auf diesem ,wege wirklich zu ,vorstellungen1 die an sich wahr wren1 so wren sie es doch nicht fr uns1 denn wir htten von der ,wahrheit derselben uns nicht durch eigenes ,nachdenken berzeugt4 ,beide ,unarten vereinigen sich in denjenigen1 welche alle ,untersuchung fliehen1 aus ,furcht1 dadurch in ihrer ,ruhe und in ihrem ,glauben gestrt zu werden4 ,was kann eines vernnftigen ,wesens unwrdiger seyn1 als eine solche ,ausrede8 ,entweder ist ihre ,ruhe1 ihr ,glaube gegrndet2 und was frchten sie dann die ,untersuchung8 ,die ,gte ihrer ,sache muss ja nothwendig durch die hellste ,beleuchtung gewinnen4 -- ,aber sie frchten vielleicht bloss unsere ,trugschlsse1 unsere ,ueberredungsknste8 ,wenn sie unsere ,folgerungen nicht gehrt haben1 noch hren wollen3 woher mgen sie doch wissen1 dass es ,trugschlsse sind8 ,und setzen sie in ihren ,verstand nicht das ,vertrauen1 dass er allen falschen ,schein1 der sich gegen ihre ,ueberzeugung auflehnt1 zerstreuen werde1 da sie ihm doch das ungleich grssere zutrauen1 dass er die einzig mgliche reine ,wahrheit ohne sonderliches ,nachdenken aufgefunden habe8 -- ,oder ihre ,ruhe1 ihr ,glaube ist grundlos2 und also ist es ihnen berhaupt nicht darum zu thun1 ob er gegrndet sey oder nicht1 wenn sie nur nicht in ihrer sssen ,behaglichkeit gestrt werden4 ,es liegt ihnen gar nicht an der ,wahrheit1 sondern bloss an der ,vergnstigung1 dasjenige fr wahr zu halten1 was sie bisher dafr gehalten haben2 sey es um der ,gewohnheit willen1 sey es1 weil der ,inhalt desselben ihrer ,trgheit und ,verdorbenheit schmeichelt4 ,sie erhalten etwa dadurch die ,hoffnung1 ohne alles ihr ,zuthun1 tugendhaft und glckselig1 oder wohl gar ohne ,tugend glckselig zu werden1 recht viel zu geniessen1 ohne etwas zu thun2 andere fr sich arbeiten zu lassen1 wo sie ,lust haben1 trge und verdorben zu seyn4 ,alles ,interesse von der angezeigten ,art ist uncht1 und in ,ausrottung desselben besteht der erste ,schritt zu ,erhhung des reinen ,interesse fr ,wahrheit4 ,der zweite ist3 man berlasse sich jedem ,genusse1 den das reine ,interesse fr ,wahrheit gewhrt4 ,die ,wahrheit an sich selbst1 wiefern sie bloss in der ,harmonie alles unseres ,denkens besteht1 gewhrt ,genuss1 und einen reinen1 edlen1 hohen ,genuss4 ,das ist eine gemeine ,seele1 der es gleichgltig ist1 ob sie1 so geringfgig der ,gegenstand auch seyn mge1 irre1 oder im ,besitz der ,wahrheit sey4 ,es ist hierbei nemlich gar nicht um den ,inhalt und um die ,folgen eines ,satzes zu thun1 sondern lediglich um ,einheit und ,uebereinstimmung in dem gesammten ,system des menschlichen ,geistes4 ,aber der ,mensch soll einig mit sich selbst seyn2 er soll ein eigenes1 fr sich bestehendes ,ganzes bilden4 ,nur unter dieser ,bedingung ist er ,mensch4 ,mithin ist das ,bewusstseyn der vlligen ,uebereinstimmung mit uns selbst in unserem ,denken1 oder doch des redlichen ,strebens nach einer solchen ,uebereinstimmung1 unmittelbares ,bewusstseyn unserer behaupteten ,menschenwrde1 und gewhrt einen moralischen ,genuss4 ,man bezeugt es sich durch jenes ,streben1 und durch die vermittelst desselben hervorgebrachte ,harmonie1 dass man ein selbststndiges1 von allem1 was nicht unser ,selbst ist1 unabhngiges ,wesen bilde4 ,man wird des erhabenen ,gefhls theilhaftig3 ich bin1 was ich bin1 weil ich es habe seyn wollen4 ,ich htte mich knnen forttreiben lassen durch die ,rder der ,nothwendigkeit2 ich htte meine ,ueberzeugung knnen bestimmen lassen durch die ,eindrcke1 die ich von der ,natur berhaupt erhielt1 durch den ,hang meiner ,leidenschaften und ,neigungen1 durch die ,meinungen1 die mir meine ,zeitgenossen beibringen wollten3 aber ich habe nicht gewollt4 ,ich habe mich losgerissen1 ich habe durch eigene ,thtigkeit nach einer durch mich selbst bestimmten ,richtung hin untersucht2 ich stehe jetzt auf diesem bestimmten ,puncte1 und ich bin durch mich selbst1 durch eigenen ,entschluss und eigene ,kraft darauf gekommen4 -- ,man wird des erhabenen ,gefhls theilhaftig3 ich werde immer seyn1 was ich jetzt bin1 weil ich es immer wollen werde4 ,der ,inhalt meiner ,ueberzeugungen zwar wird durch fortgesetztes ,nachforschen sich ndern1 aber um ihn ist es mir auch nicht zu thun4 ,die ,form derselben wird sich nie ndern4 ,ich werde nie der ,sinnlichkeit1 noch irgend einem ,dinge1 das ausser mir ist1 ,einfluss auf die ,bildung meiner ,denkart verstatten2 ich werde1 so weit mein ,gesichtskreis sich erstreckt1 immer einig mit mir selbst seyn1 weil ich es immer wollen werde4 ,diese strenge und scharfe ,unterscheidung unseres reinen ,selbst von allem1 was nicht wir selbst sind1 ist der wahre ,charakter der ,menschheit2 die ,strke und der ,umfang dieses ,selbstgefhls ist bestimmt durch den ,grad unserer ,humanitt2 dieser unsere ganze ,wrde und unsere ganze ,glckseligkeit4 ,mit dieser sichern ,ueberzeugung1 stets einig mit sich selbst zu seyn1 geht der entschiedene ,freund der ,wahrheit auf dem ,wege der ,untersuchung ruhig fort2 er geht muthig allem entgegen1 was ihm auf demselben aufstossen mchte4 ,es ist fr denjenigen1 der mit sich selbst noch nicht recht eins geworden ist1 was er denn eigentlich suche und wolle1 usserst bengstigend1 wenn er auf seinem ,wege auf ,stze stsst1 die allen seinen bisherigen ,meinungen1 und den ,meinungen seiner ,zeitgenossen1 und der ,vorwelt widersprechen2 und gewiss ist diese ,aengstlichkeit eine der ,hauptursachen1 warum die ,menschheit auf dem ,wege zur ,wahrheit so langsame ,fortschritte gemacht hat4 ,von ihr ist derjenige1 der die ,wahrheit um ihrer selbst willen sucht1 vllig frei4 ,er blickt jeder noch so befremdenden ,folgerung khn in das ,gesicht4 ,ob sie ein befremdendes oder bekanntes ,aussehen habe1 ob sie seiner und aller bisherigen ,meinung widerspreche oder nicht1 darnach war nicht die ,frage4 ,die ,frage war3 ob sie1 seinem besten ,wissen nach1 mit den ,gesetzen des ,denkens bereinstimme oder nicht1 und das wird er untersuchen4 ,wird sich finden1 dass sie damit bereinstimme1 so wird er sie als heilige1 ehrwrdige ,wahrheit aufnehmen2 wird sie nicht damit bereinstimmen1 so wird er sie als ,irrthum verwerfen1 nicht weil sie der gemeinen ,meinung1 sondern weil sie seinem besten ,wissen nach den ,gesetzen des ,denkens widerspricht4 ,bis dahin ist er vllig gleichgltig gegen sie2 ber ihren ,inhalt hat er die ,frage nicht erhoben2 derselbe ist ihm bekannt2 ihre ,form hat er noch zu untersuchen4 ,mit dieser kalten ,ruhe und festen ,entschlossenheit blickt er hinein in das ,gewhl der menschlichen ,meinungen berhaupt und seiner eigenen ,einflle und ,zweifel4 ,es wirbelt und strmt um ihn herum1 aber nicht in ihm4 ,er selbst sieht aus seiner unerreichbaren ,burg ruhig dem ,sturme zu4 ,er wird ihm zu seiner ,zeit gebieten1 und eine ,welle nach der anderen wird sich legen4 -- ,er will nur ,harmonie mit sich selbst1 und er bringt sie hervor1 so weit er bis jetzt gekommen ist4 ,dort ist noch ,verwirrung in seinen ,meinungen2 das ist nicht seine ,schuld1 denn bis dahin hat er noch nicht kommen knnen4 ,er wird auch dahin kommen1 und dann wird jene ,unordnung in die schnste ,ordnung sich auflsen4 -- ,was wre denn wohl endlich das hrteste1 was ihm begegnen knnte8 ,gesetzt1 er fnde1 entweder weil die ,schranken der endlichen ,vernunft berhaupt1 welches unmglich ist1 oder weil die ,schranken seines ,individuums solches mit sich bringen1 als letztes ,resultat seines ,strebens nach ,wahrheit1 dass es berhaupt gar keine ,wahrheit und ,gewissheit gebe4 ,er wrde auch diesem ,schicksale1 dem hrtesten1 das ihn treffen knnte1 sich unterwerfen2 denn er ist zwar unglcklich1 aber schuldlos2 er ist seines redlichen ,forschens sich bewusst1 und das ist statt alles ,glcks1 dessen er nun noch theilhaftig werden kann4 ,ebenso ruhig -- wenn dieser ,umstand der ,erwhnung werth ist -- bleibt der entschiedene ,freund der ,wahrheit darber1 was andere zunchst zu seinen ,ueberzeugungen sagen werden1 wenn er in der ,lage seyn sollte1 sie mittheilen zu mssen2 und der ,gelehrte ist immer in dieser ,lage1 da er nicht bloss fr sich selbst1 sondern zugleich fr andere forscht4 ,die ,frage ist ja gar nicht1 ob wir mit anderen1 sondern ob wir mit uns selbst bereinstimmend denken4 ,ist das letztere1 so knnen wir des erstern ohne unser ,zuthun1 und ohne erst die ,stimmen zu sammeln1 bei allen denen gewiss seyn1 die mit sich selbst in ,uebereinstimmung stehen2 denn das ,wesen der ,vernunft ist in allen vernnftigen ,wesen ,eins und ebendasselbe4 ,wie andere denken1 wissen wir nicht1 und wir knnen davon nicht ausgehen4 ,wie wir denken sollen1 wenn wir vernnftig denken wollen1 knnen wir finden2 und so1 wie wir denken sollen1 sollen alle vernnftige ,wesen denken4 ,alle ,untersuchung muss von innen heraus1 nicht von aussen herein1 geschehen4 ,ich soll nicht denken1 wie andere denken2 sondern wie ich denken soll1 so1 soll ich annehmen1 denken auch andere4 -- ,mit denen bereinstimmend zu seyn1 die es mit sich selbst nicht sind1 wre das wohl ein wrdiges ,ziel fr ein vernnftiges ,wesen8 ,das ,gefhl der fr formale ,wahrheit angewendeten ,kraft gewhrt einen reinen1 edlen1 dauernden ,genuss4 ,einen solchen ,genuss kann uns berhaupt nur dasjenige gewhren1 was unser eigen ist1 und was wir durch wrdigen ,gebrauch unserer ,freiheit uns selbst erworben haben4 ,was uns hingegen ohne unser ,zuthun von aussen gegeben worden ist1 gewhrt keinen reinen ,selbstgenuss4 ,es ist nicht unser1 und es kann uns ebenso wieder genommen werden1 wie es uns gegeben wurde2 wir geniessen an demselben nicht uns selbst1 nicht unser eigenes ,verdienst und unsern eigenen ,werth4 ,so verhlt es sich auch insbesondere mit ,geisteskraft4 ,das1 was man guten ,kopf1 angebornes ,talent1 glckliche ,naturanlage nennt1 ist gar kein ,gegenstand eines vernnftigen ,selbstgenusses1 denn es ist dabei gar kein eigenes ,verdienst4 ,wenn ich eine reizbarere1 thtigere ,organisation erhielt1 wenn dieselbe gleich bei meinem ,eintritte ins ,leben strker und zweckmssiger afficirt wurde1 was habe ich dazu beigetragen8 ,habe ich jene ,organisation entworfen1 unter mehreren sie ausgewhlt und mir zugeeignet8 ,habe ich jene ,eindrcke1 die mich bei meinem ,eintritte ins ,leben empfingen1 berechnet und geleitet8 ,meine ,kraft ist mein1 lediglich inwiefern ich sie durch ,freiheit hervorgebracht habe2 ich kann aber nichts in ihr hervorbringen1 als ihre ,richtung2 und in dieser besteht denn auch die wahre ,geisteskraft4 ,blinde ,kraft ist keine ,kraft1 vielmehr ,ohnmacht4 ,die ,richtung aber gebe ich ihr durch ,freiheit1 deren ,regel ist1 stets bereinstimmend mit sich selbst zu wirken2 vorher war sie eine fremde ,kraft1 ,kraft der willenlosen und zwecklosen ,natur in mir4 ,diese ,geisteskraft wird durch den ,gebrauch verstrkt und erhht2 und diese ,erhhung giebt ,genuss1 denn sie ist ,verdienst4 ,sie gewhrt das erhebende ,bewusstseyn3 ich war ,maschine1 und konnte ,maschine bleiben2 durch eigene ,kraft1 aus eigenem ,antriebe habe ich mich zum selbststndigen ,wesen gemacht4 ,dass ich jetzt mit ,leichtigkeit1 frei1 nach meinem eigenen ,zwecke fortschreite1 verdanke ich mir selbst2 dass ich fest1 frei und khn an jede ,untersuchung mich wagen darf1 verdanke ich mir selbst4 ,dieses ,zutrauen auf mich1 dieser ,muth1 mit welchem ich unternehme1 was ich zu unternehmen habe1 diese ,hoffnung des ,erfolgs1 mit der ich an die ,arbeit gehe1 verdanke ich mir selbst4 ,durch diese ,geisteskraft wird zugleich das moralische ,vermgen gestrkt1 und sie ist selbst moralisch4 ,beide hngen innig zusammen1 und wirken gegenseitig auf einander4 ,wahrheitsliebe bereitet vor zur moralischen ,gte1 und ist selbst schon an sich eine ,art derselben4 ,dadurch1 dass man alle seine ,neigungen1 ,lieblingsmeinungen1 ,rcksichten1 alles1 was ausser uns ist1 den ,gesetzen des ,denkens frei unterwirft1 wird man gewhnt1 vor der ,idee des ,gesetzes berhaupt sich niederzubeugen und zu verstummen2 und diese freie ,unterwerfung ist selbst eine moralische ,handlung4 ,herrschende ,sinnlichkeit schwcht in gleichem ,grade das ,interesse fr ,wahrheit1 wie fr ,sittlichkeit4 ,durch den ,sieg1 den das erstere ber dieselbe erkmpft1 wird zugleich fr die ,tugend ein ,sieg erfochten4 ,freiheit des ,geistes in ,einer ,rcksicht entfesselt in allen brigen4 ,wer alles1 was ausser ihm liegt1 in der ,erforschung der ,wahrheit verachtet1 der wird es auch in allem seinem ,handeln berhaupt verachten lernen4 ,entschlossenheit im ,denken fhrt nothwendig zur moralischen ,gte und zur moralischen ,strke4 ,ich setze kein ,wort hinzu1 um die ,wrde dieser ,denkart fhlbar zu machen4 ,wer ihrer fhig ist1 der fhlt sie durch die blosse ,beschreibung2 wer sie nicht fhlt1 dem wird sie ewig unbekannt bleiben4 -- ,f4 ,aphorismen ber ,erziehung aus dem ,jahre #ahjd4cf #a4 ,einen ,menschen erziehen heisst3 ihm ,gelegenheit geben1 sich zum vollkommenen ,meister und ,selbstherrscher seiner gesammten ,kraft zu machen4 ,der gesammten ,kraft1 sage ich2 denn die ,kraft des ,menschen ist ,eine und ist ein zusammenhngendes ,ganze4 ,sogleich in der ,erziehung einen abgesonderten ,gebrauch dieser ,kraft als ,ziel ins ,auge fassen1 -- den ,zgling fr seinen ,stand erziehen1 wie man dies wohl genannt hat1 wrde nur berflssig seyn1 wenn es nicht verderblich wre4 ,es verengt die ,kraft und macht sie zum ,sklaven des angebildeten ,standes1 da sie doch sein ,herrscher seyn sollte4 ,der vllig und harmonisch ausgebildeten ,kraft kann man es berlassen1 von welcher ,seite her sie sich der ,welt und der ,praxis in ihr nhern werde2 oder3 in allen ,stnden kommt es nicht darauf an1 wozu man erzogen sey und was man gelernt habe1 sondern was man sey8 ,wer berhaupt nur wirklich ist1 ein vernnftiges und in jedem ,augenblicke selbstthtiges ,wesen1 wird immer mit ,leichtigkeit sich zu dem machen1 was er in seiner ,lage seyn soll4 ,wer aber durch irgend eine usserliche ,einbung 7,dressur7 den leider ermangelnden ,thierinstinct ersetzt hat1 der bleibt eben in dieser ,schranke befangen1 die ihn wie eine zweite1 ihm undurchdringliche ,natur umgiebt1 und die ,erziehung1 der ,unterricht hat ihn gerade beschrnkt1 getdtet1 statt ihn zu befreien und zum lebendigen ,fortwachsen aus sich selbst fhig zu machen4 ,funote #cf3 ,als ,rechenschaftsablegung bei ,gelegenheit eines damals gefassten ,planes geschrieben1 einige ,shne ihm befreundeter ,familien1 zur ,erziehung mit dem eigenen1 in sein ,haus aufzunehmen4 7,anmerk4 des ,herausgebers47 #b4 ,fr ,entwickelung der ,geisteskraft in diesem allgemeinsten ,sinne haben wir ,neueren nichts ,zweckmssigeres1 als die ,erlernung der alten klassischen ,sprachen4 ,ob man frs ,leben jemals dieser ,sprachen bedrfen werde1 davon sey nicht die ,frage3 ja sogar davon werde abgesehen1 ob es dem aufkeimenden ,geiste rthlicher sey1 in der gepressten ,luft der modernen ,denkart1 oder in dem heiteren ,wehen der ,schriftsteller des ,alterthums zu athmen4 ,folgende ,frage aber kann nicht geschenkt werden3 wie der ,zgling ber den ,nebel nicht von ihm geschaffener und deshalb nicht verstandener ,worte1 der nur den ,geist1 welcher ihm unbewusst in der ,sprache umherwankt1 keinesweges aber seinen eigenen1 in ihm aufkommen lsst1 -- ber diesen ,nebel1 der den grssten ,theil selbst der angeblich gebildeten ,menschen zeitlebens gefesselt hlt1 zur lebendigen ,anschauung der ,sache selbst gelangen solle8 ,ich halte dafr1 dass dies geschehen knne nur durch das ,studium der ,sprachen1 deren ganze ,begriffsgestaltung von der ,modernitt vllig abweicht und jeden1 der es in dieser ,region bis zum eigentlichen ,verstehen bringen soll -- was freilich mehr ist1 als was der gewhnliche ,unterricht in den alten ,sprachen bezweckt und in der ,regel auch erreicht1 der sich mit dem ungefhren ,dolmetschen des ,sinnes begngt1 -- entschieden nthiget1 ber alle ,zeichen hinweg zu etwas ,hherem1 als das ,sprachzeichen ist1 zu dem ,begriffe der ,sache sich zu erheben3 -- ein ,studium1 welches ebendarum durch die ,erlernung keiner neueren ,sprache zu ersetzen ist1 weil hierin mit nichtverstandenen ,phrasen1 gegen andere gleichgeltende1 nur anderstnende1 welche ebenfalls nicht verstanden werden1 d4 h4 in denen niemals vom ,ausdrucke und ,bilde zum ,begriffe vorgedrungen wird1 -- ein ,tauschhandel getrieben werden kann und getrieben wird4 ,daher nun die ,nebelwelt halbverstandener1 nie bis auf ihren ,kern untersuchter ,vorstellungen1 in der das gewhnliche ,bewusstseyn1 auch der sogenannten ,gebildeten1 lebt1 und die ihre ,wahrheit sind1 nach der zuflligen ,gestaltung des sie umgebenden ,sprachgeistes und nach dem ebenso zuflligen ,anfluge aus ihren specielleren ,umgebungen1 wo also nirgends das ,bewusstseyn mit dem ,realen und ,wahren zu thun hat1 sondern mit den ,schattenbildern desselben4 #c4 ,es liegt in der ,sache1 dass die ,form des ,unterrichtes und der ,uebungen auf den beschriebenen ,zweck berechnet seyn muss2 eine ,form1 mit welcher ich aus alter ,uebung im ,unterrichte sehr bekannt zu seyn glaube4 ,eine ,nebenrcksicht hierbei wird die seyn1 den grssten ,theil der ,zeit und der ,mhe1 der in dem hergebrachten ,unterrichte auf das ,lateinische1 eine sehr nachstehende ,tochter des ,griechischen1 gewidmet wird1 der ,mutter selbst zuzuwenden1 mit dem ,griechischen1 so viel dies mglich ist1 anzufangen1 dies als ,hauptsache zu nehmen und bis zu ,stil- und sogar ,sprechbungen zu treiben1 indem aus der fr den geborenen ,deutschen1 wegen der sehr nahen ,verwandtschaft des ,griechischen mit seiner ,muttersprache ohnedies leicht zu erlangenden ,fertigkeit1 eine ,ansicht von der ,sprache berhaupt und so auch eine ,vorbereitung auf das weit ferner fr uns liegende ,lateinische erfolgt2 welche auf umgekehrtem ,wege nicht so sicher zu erreichen wre4 #d4 ,es versteht sich1 dass ber dieser ,erlernung der alten ,sprachen und der ,ansichten der alten ,welt1 der alten ,geschichte1 ,geographie u4 s4 w41 die ,kenntniss der umgebenden ,welt nicht vergessen werde4 ,dies ist nun aber1 weil es das ,umgebende betrifft1 mehr durch ,leben und mglichst zu vermittelnde ,anschauung1 als durch todtes ,studium und ,ueberlieferung1 mehr durch unmittelbare ,erfahrung und ,conversation darber1 als durch besondere ,lehrstunden zu befrdern4 ,ein lebendiger1 durch seine tgliche ,arbeit an ,verknpfung und ,ordnung gewhnter ,knabe wird nicht ermangeln1 von dem1 was er erblickt1 aufzusteigen zu dem1 was er nicht erblickt1 und darnach1 so wie nach dem ,zusammenhange beider zu fragen1 und er wird ,befriedigung erhalten1 wenn diejenigen1 die ihn umgeben1 theils selber die ,sache wissen1 theils so zu antworten verstehen1 dass keine todte1 nur wiederholende ,phrase1 sondern eine lebendige ,anschauung im ,zglinge entstehe4 #e4 ,der innere ,geist und ,charakter dieser intellectuellen ,erziehung1 ohne welchen alle usserlichen ,fertigkeiten und ,kenntnisse keinen ,werth haben1 ist der1 dass der ,zgling in der ,that und stets selbst arbeite1 ,alles durch eigene ,geisteskraft sich erwerbe1 keinesweges aber nur mechanisch etwas anlerne4 ,die ,methode1 leicht oder spielend zu lehren und zu lernen1 kann daher in einem vernunftgemssen ,erziehungsplane nicht eintreten1 in welchem es gar nicht darauf ankommt1 was da erlernt sey1 sondern was der ,zgling geistig vermge1 und wie dies ,vermgen durch den ,stoff des ,unterrichtes entwickelt worden sey4 ,aus diesem ,grunde wird das ,studium der ,mathematik1 am geeignetsten nach ,euklides oder in dieser ,methode1 der zweite ,hauptzweig des eigentlichen ,unterrichtes seyn4 #f4 ,dagegen im unmittelbaren ,leben1 durch ein von selbst sich darbietendes oder knstlich herbeigefhrtes ,bedrfniss angeregt1 sind die neueren ,sprachen zu erlernen4 ,diese ,erlernung ist dem ,knaben1 der schon an den alten ,sprachen ,kenntniss der ,sprache berhaupt sich erworben1 und ,ohr und ,zunge an ihnen gebt hat1 der ferner ,lateinisch versteht1 besonders bei den ,tchtern des ,lateinischen sehr leicht1 wenn dabei nur nicht auf eine zu nichts dienende ,virtuositt im blossen ,sprechen ausgegangen wird4 #g4 ,jenen auf ,anschauung gegrndeten ,unterricht in den ,anfangsgrnden der ,geometrie und ,arithmetik abgerechnet1 ist ein eigentlich systematisches und speculatives ,studium der ,wissenschaften1 vor den ,jahren der anfangenden ,reife1 sogar nachtheilig4 ,frher werde nur reicher ,stoff der ,erkenntniss herbeigefhrt1 die ,phantasie gestrkt und frei und selbststndig gemacht1 der ,verstand durch ,uebung an den gesetzmssigen ,gang angewhnt1 als ob dies gar nicht anders seyn knne4 ,erst in dieser ,richtigkeit des geistigen ,blickes befestigt1 mge er ,ausflug nehmen zur ,erforschung und zum deutlichen ,bewusstseyn seiner ,gesetze1 denen er bisher1 wie einem dunkeln ,instincte1 folgte4 ,mit ,einem ,worte3 ,transscendentalismus jeder ,art1 selbst in seinen leisesten ,andeutungen1 gehrt nicht unter die ,gegenstnde der ,erziehung4 -- #h4 ,der ,krper ist so gut ,ausdruck der gesammten menschlichen ,kraft1 als es der ,geist ist4 ,abgerechnet nun1 dass ganz gegen die gewhnliche ,meinung von der ,ungesundheit des ,fleisses und des ernsten ,studiums1 frhe ,geistesbildung1 wenn sie nur nicht ein ,brten der ,memorie ber todten1 unverstandenen ,phrasen1 sondern ein ,leben und ,weben der ,phantasie seyn soll1 schon durch sich selbst auch fr den ,krper der wirksamste ,lebensbalsam ist3 -- dies abgerechnet1 bleibt es noch besonderer ,zweck der ,erziehung1 den ,zgling auch seines ,krpers ,meister zu machen1 also dass er diesen besitze1 in keinem ,sinne aber von ihm besessen werde1 -- auch nicht durch krperliche ,stimmungen und ,aufregungen4 ,hierher gehrt zuerst ,entwicklung und ,fixirung der ,sinne2 des ,auges durch 7nicht mechanisches1 sondern perspectivisches7 ,zeichnen2 des ,ohres durch ,uebung im harmonischen1 einstimmigen und vielstimmigen ,gesange1 und1 sofern ,talent vorhanden1 auch im ,erlernen eines musikalischen ,instrumentes3 -- des allgemeinen ,sinnes durch ,gewhnung an ununterbrochene ,aufmerksamkeit und absolutes ,nichtdulden des ,zerstreutseyns4 7,dieser ,punct ist wichtiger als er scheint1 und ich getraue mir zu behaupten1 dass man das ,menschengeschlecht mit ,einem ,streiche von allen seinen brigen ,gebrechen geheilt haben wrde1 wenn man jeden von dem ,zerstreutseyn geheilt1 und ihn dahin gebracht htte1 nur allemal seine ganze unzerstreute ,aufmerksamkeit auf das zu richten1 was er jetzt treibt47 ,tglicher ,genuss der frischen ,luft1 harmonische ,ausbildung des ,krpers durch gymnastische ,uebungen1 wie ,tanzen1 ,ringen1 ,fechten1 ,reiten1 insgesammt auf den ,zweck gerichtet1 den ,krper unter die ,herrschaft des ,geistes zu bringen und ihn zugleich zum starken1 ausdauernden ,werkzeuge desselben zu machen1 verstehen sich von selber im ,ganzen dieses ,erziehungsplanes4 #i4 ,eine positive moralische ,erziehung1 d4 h4 eine solche1 die sich den ,zweck setze und ihn ausdrcklich ausspreche1 den ,zgling zur ,tugend zu bilden1 giebt es nicht2 vielmehr wrde ein solches ,verfahren den inneren moralischen ,sinn ertdten und gemthlose ,heuchler und ,gleissner bilden4 ,in der eigenen schamhaften ,stille des ,gemthes1 ohne ,geschwtz und ,selbstbespiegelung1 muss die ,sittlichkeit von selbst aufkeimen1 und allmhlig hher erwachsen und sich verbreiten1 so wie die usseren ,beziehungen sich theils vermehren1 theils dem ,kinde klarer werden4 ,so muss es seyn1 und so wird es ohne alles absichtliche ,zuthun allenthalben von selbst erfolgen1 sofern nur lauter gute ,beispiele den ,zgling umgeben und alles ,schlechte1 ,gemeine und ,niedrige fern von seinem ,auge gehalten wird4 ,ausser dieser verhtenden ,sorgfalt hat der ,erzieher nur noch ,folgendes zu thun3 wenige1 in sich selbst durchaus klare und leicht zu beobachtende positive ,gebote aufzustellen1 ber deren ,befolgung1 ohne irgend eine ,ausnahme und unverbrchlich1 gehalten werde4 ,so wre denn irgend einmal mit ,feierlichkeit das sittliche ,gesetz anzukndigen3 schlechthin nicht zu lgen1 nicht wissentlich und bedchtig gegen sein ,bewusstseyn zu reden oder zu handeln4 ,nach aller ,erfahrung ergreift dieses ,gesetz mit einer wunderbaren ,gewalt den ,knaben1 erhebt ihn1 giebt ihm eine innerliche ,fassung1 und wird ihm unaustilgbare ,quelle der inneren ,rechtschaffenheit1 die die ,mutter aller ,tugenden ist und ,keinen1 der sie besitzt1 ohne ,rettung fallen lsst4 #aj4 ,innere ,religiositt des ,gemthes1 das heisst3 heilige ,ahnung eines ber alle ,sinnlichkeit ,erhabenen1 und ,hinneigung zu ihm1 findet bei innerer ,rechtschaffenheit des ,gemthes und zweckmssiger ,geistesbildung1 wie sie eben beschrieben worden1 sich ganz von selbst4 ,sie planmssig anlehren zu wollen1 wrde abermals den inneren ,sinn dafr ertdten und den ,heuchler bilden4 -- ,die ,unterweisungen in der positiven ,landesreligion wird1 wenn der ,zgling in die ,jahre kommt1 an den ,mysterien derselben theilzunehmen1 der ,geistliche seiner ,confession 7welches diese sey1 ist unserer ,erziehung vllig gleichgltig7 besorgen1 und unser ,erziehungsplan wird jeder positiven oder negativen ,einmischung und jedes ,einflusses in diese ,angelegenheit sich mit strenger ,gewissenhaftigkeit enthalten4 #aa4 ,die usseren ,mittel zur ,erreichung des angegebenen ,zweckes werden folgende seyn3 ,es wird ein ,hauslehrer1 oder falls eine grssere ,anzahl von ,zglingen sich fnde1 deren zwei gehalten4 ,die ausschliessenden ,bedingungen1 durch die man sich bei der ,wahl dieser ,lehrer leiten lassen wird1 werden darin bestehen3 zuvrderst1 dass ihnen ,pdagogik um ihrer selbst willen ,geistes- und ,herzensangelegenheit sey1 und sie daher eine solche ,stelle nicht als ,mittel fr einen fremden ,zweck1 sondern selbst als nchsten ,zweck suchen2 -- sodann1 dass1 wenn sie auch nicht alles1 sogar nur weniges von dem1 was sie lehren sollen1 wissen1 sie doch die ,geistesfreiheit und ,uebung haben1 immer mit ,leichtigkeit es zu lernen1 so wie sie dessen bedrfen1 und ebenso die zweckmssigste ,methode1 es zu lehren1 besitzen oder diese sich anzueignen vermgen4 ,diese ,mnner werden1 abwechselnd mit mir1 unter tglich gegenseitiger ,rcksprache und ,rechenschaftsablegung1 lehren und die ,zglinge unter ununterbrochener ,aufsicht behalten4 #ab4 ,fremde ,kinder durchaus und ganz wie unser eigenes anzusehen und zu behandeln1 dazu msste uns1 selbst wenn es keine hheren ,antriebe gbe1 sogar die ,klugheit und das ,wohlwollen gegen unser eigenes ,kind nthigen1 indem das entgegengesetzte ,benehmen gerade fr es selbst die nachtheiligsten ,folgen haben wrde4 ,g4 ,bericht ber den ,begriff der ,wissenschaftslehre und die bisherigen ,schicksale derselben4 7,geschrieben im ,jahre #ahjf47 ,erstes ,capitel4 ,ueber den ,begriff der ,wissenschaftslehre4 ,falls etwa der ,erkenntniss der ,wahrheit durch den ,menschen dieses ,hinderniss im ,wege stnde1 dass im natrlichen und kunstlosen ,zustande diese ,erkenntniss sich selber1 nach eigenen innern und verborgen bleibenden ,gesetzen gestaltete und bildete2 diese ihre eigene ,gestalt der zu erkennenden ,wahrheit1 ohne unser ,vermerken1 mittheilte1 und so in der ,erkenntniss sich selber in den ,weg1 und zwischen sich und die reine ,wahrheit in die ,mitte trte3 so wrde es auf diese ,weise nie zur ,wahrheit1 und falls diese ,selbstmodification der ,erkenntniss wandelbar1 vernderlich1 und in ihrer verschiedenen ,gestaltung vom blinden ,ohngefhr abhngig seyn sollte1 auch nie zu bleibender ,einheit und ,gewissheit in der ,erkenntniss kommen4 ,diesem ,mangel und den nothwendigen ,folgen desselben knnte auf keine andere ,weise abgeholfen werden1 ausser dadurch1 dass jene inneren ,selbstmodificationen der ,erkenntniss aus ihren ,gesetzen vollstndig erschpft1 und die ,producte derselben von der erkannten ,wahrheit abgezogen wrden2 worauf1 nach diesem ,abzuge1 die reine ,wahrheit brigbleiben wrde4 ,so verhlt es sich nun in der ,that2 und dem zufolge wrden1 bis auf ,kant1 alle ,denker und ,bearbeiter der ,wissenschaft ohne ,ausnahme durch den verborgenen ,strom jener inneren ,verwandlungen der ,erkenntniss herumgezogen1 und mit sich selber und andern in ,widerstreit versetzt4 ,kant war der erste1 der diese ,quelle aller ,irrthmer und ,widersprche glcklich entdeckte1 und den ,vorsatz fasste1 auf die einzig wissenschaftliche ,weise1 durch systematische ,erschpfung jener ,modificationen1 und1 wie er es nannte1 durch ,ausmessung des ganzen ,gebiets der ,vernunft1 sie zu verstopfen4 ,die ,ausfhrung blieb jedoch hinter dem ,vorsatz zurck1 indem die ,vernunft oder das ,wissen nicht in seiner absoluten ,einheit1 sondern schon selbst in verschiedene ,zweige gespalten1 als theoretische1 als praktische1 als urtheilende ,vernunft1 der ,untersuchung unterworfen2 auch die ,gesetze dieser einzelnen ,zweige mehr empirisch gesammelt1 und durch ,induction als ,vernunftgesetze erhrtet wurden1 als dass eine wahre ,deduction aus der ,urquelle sie erschpft1 und als das1 was sie sind1 sie dargelegt htte4 ,bei diesem ,stande der ,sachen ergriff die ,wissenschaftslehre die durch jene ,kantische ,entdeckung an die ,menschheit gestellte ,aufgabe2 zeigend1 was der ,wissenschaftsweg in seiner ,einheit sey1 sehr sicher wissend und darauf rechnend1 dass aus dieser ,einheit heraus die besonderen ,zweige desselben sich von selbst ergeben1 und aus ihr wrden charakterisirt werden knnen4 ,wir sind nicht gemeint zu lugnen1 dass nicht von einigen jene ,wissenschaftslehre einigermaassen gefasst1 und ihr ,zweck nothdrftig historisch ersehen worden sey1 indem von mehreren gestanden worden1 dass durch jenes ,werk die absolute ,nichtigkeit aller ,producte des ,grundgesetzes des ,wissens1 der ,reflexion1 dargethan sey4 ,nur machte man aus dieser ,entdeckung ber das ,resultat jener ,philosophie den ,schluss1 dass eben um dieses ,resultates willen die ,wissenschaftslehre nothwendig falsch sey1 indem eine ,realitt denn doch sey1 diese ,realitt aber1 weil nemlich diejenigen1 die also dachten1 fr ihre ,person dieselbe nicht anders zu erfassen vermochten1 nur innerhalb des ,gebiets des ,reflexionsgesetzes erfasst werden knne4 ,durch dieselbe ,voraussetzung machten sie nun die ,wissenschaftslehre1 dieselbe mit dem in ihrer ,gewalt einig befindlichen ,organe fassend1 wirklich falsch2 indem sie1 gar nicht zweifelnd1 dass ein objectives ,seyn gesetzt werden msste1 und dass von diesem allgemeinen ,schicksal der ,sterblichkeit auch die ,wissenschaftslehre nicht frei seyn werde1 meinten1 der ,fehler dieser ,philosophie bestehe darin1 dass sie ein subjectives-objectives ,seyn1 ein wirkliches und concret bestehendes ,ich1 als das ,ding an sich1 voraussetze2 welchem ,fehler sie fr ihre ,person nun dadurch abzuhelfen vermeinten1 dass sie statt dessen ein objectives-objectives ,seyn1 welches sie mit dem ,namen des ,absoluten beehrten1 voraussetzten4 ,zwar hat man in ,absicht der der ,wissenschaftslehre angemutheten ,voraussetzung von ,seiten derselben nicht ermangelt1 wiederholt und in den verschiedensten ,wendungen zu protestiren2 jene aber bleiben dabei1 wie sie denn auch nicht fglich anders knnen1 dass sie besser wissen mssten1 was der ,verfasser der ,wissenschaftslehre eigentlich wolle1 als dieser selbst4 ,in ,absicht ihrer eigenen ,verbesserung ist sonnenklar1 und es wird1 falls jemals einige ,besonnenheit an die ,tagesordnung kommen sollte1 jedes ,kind begreifen1 dass dieses ihr ,absolute nicht nur objectiv ist1 welches das erste ,product der stehenden ,reflexionsform1 sondern zugleich auch1 als ,absolutes1 bestimmt ist durch seinen ,gegensatz eines ,nicht-,absoluten1 welche ganze ,fnffachheit1 noch berdies mit der im ,nicht-,absoluten liegenden ganzen ,unendlichkeit1 in jener ,operation mit dem ,absoluten und ihrer ,einbildungskraft durch einander verwachsen liegt1 und so ihr ,absolutes berhaupt gar kein mglicher ,gedanke1 sondern nur eine finstere ,ausgeburt ihrer schwrmenden ,phantasie ist1 um die ,empirie1 im ,glauben an welche sie fest eingewurzelt sind1 zu erklren4 ,gegen ,erinnerungen1 wie die eben gemachte1 meinen sie auf folgende ,weise sich in ,sicherheit bringen zu knnen4 ,es hat nemlich die ,wissenschaftslehre1 freilich nur frs ,erste1 und als ein ,hausmittel fr diejenigen1 denen der ,zustand der ,besonnenheit noch nicht der natrliche geworden ist1 sondern in welchen er mit dem der ,unbesonnenheit wechselt1 vorgeschlagen1 dass sie bei dergleichen ,producten der stehenden ,reflexionsform sich doch nur besinnen mchten1 dass sie das ,gedachte ja denken4 ,jene1 wohl wissend1 dass1 wenn sie auf diesen ,vorschlag eingehen1 ihnen die geliebte ,tuschung verschwinde1 und das1 was sie gern als das ,ansich shen1 als ein blosser ,gedanke sich gar klar manifestire1 versichern1 dass man an dieser ,stelle sie nie zur ,reflexion bringen solle2 und berichten1 dass gerade durch die consequente ,durchfhrung jener ,maxime die ,wissenschaftslehre zu einem leeren ,reflectirsystem werde1 und dadurch eben1 wie es sich denn auch wirklich also verhlt1 die ganze ,reflexionsform in absolutes ,nichts zerfalle1 indem das eben die jenem ,systeme verborgengebliebene ,kunst sey1 an der rechten ,stelle die ,augen zuzumachen und die ,hand auf1 um die ,realitt zu ergreifen4 ,es entgeht ihnen hierbei gnzlich1 dass1 vllig unabhngig von ihrem ,reflectiren oder ,nichtreflectiren auf ihren ,denkact1 derselbe an sich bleibt1 wie er ist1 und wie er durch die ,form der ,beschrnkung1 in der sie ihn vollziehen1 nothwendig ausfllt2 und dass es ein schlechtes ,mittel ist gegen die ,blindheit1 vor der ,blindheit selber wiederum die ,augen zu verschliessen4 ,so bleibt in dem angegebenen ,falle ihr ,absolutes1 von dem sie doch durchaus nicht anders denken knnen1 als dass es sey1 immer ein ,objectives1 aus dem ,schauen ,hingeworfenes1 und demselben in ihm selber ,entgegengesetztes1 durch sich und in seinem ,wesen2 ob sie nun den ,gegensatz dazu1 das ,schauen1 ausdrcklich hinsetzen oder nicht3 und sie haben1 wenn sie nicht mehr denn dieses ,objectiviren vollzogen haben1 nur das ,seyn berhaupt1 keinesweges aber1 wie sie vorgeben1 das ,absolute gedacht2 oder wollen sie doch auch dieses ,letztere gedacht haben1 so haben sie1 innerhalb des ,seyns berhaupt1 noch durch einen zweiten ,gegensatz mit einem nicht absoluten ,seyn1 eine weitere ,bestimmung vollzogen1 und ihr ,absolutes ist ein besonderes ,seyn1 innerhalb des allgemeinen1 und ihr ,denken ist auf eine bestimmte ,weise analytisch-synthetisch1 weil nur durch ein solches ,denken der ,begriff1 den sie zu haben versichern1 zu ,stande kommt1 sie mgen es nun erkennen oder nicht4 ,dieses ,alles ist ihnen nun seit dreizehn ,jahren oft wiederholt und in den mannigfaltigsten ,wendungen gesagt worden1 und sie haben es auch recht wohl vernommen4 ,aber sie wollen es nicht weiter hren1 und hoffen1 weil wir einige ,jahre geschwiegen1 und sie nach aller ihrer ,lust ihr ,wesen haben treiben lassen1 desselben auf immer erledigt1 und in den ungestrten ,besitz der ,weisheit1 die ihnen gefllt1 eingesetzt zu seyn4 ,jedoch fehlt gar viel daran1 dass dieses ihr ,nichtwollen so ganz ein freies sey4 ,es grndet sich dasselbe vielmehr mit ,nothwendigkeit auf die ,beschaffenheit ihrer geistigen ,natur4 ,sie vermgen nicht zu thun1 was wir ihnen anmuthen1 noch zu seyn1 wie wir sie haben wollen4 ,wollen sie bei diesem ,stande der ,dinge nicht alles ,seyn aufgeben und in die vllige ,vernichtung fallen1 so mssen sie sich auf das ihnen einzig mgliche ,seyn sttzen1 und dasselbe aus aller ,kraft aufrecht zu erhalten suchen4 ,jenes1 oben an einem ,beispiele dargestellte analytisch-synthetische ,denken ist eine ,function der ,phantasie1 und mischt mit den aus ihr erzeugten ,schemen die ,realitt zusammen2 wir aber muthen ihnen das reine und einfache ,denken oder die ,anschauung an1 durch welches allein die ,realitt1 in ihrer ,einheit und ,reinheit1 an sie gelangen knnte4 ,sie sind des ,letzteren durchaus unfhig1 und sind darum allerdings genthigt1 falls sie nicht lieber das ,denken berhaupt aufgeben wollen1 sich der ,herrschaft ihrer dunklen und verworrenen ,phantasie zu berlassen4 ,wie sie auch mit ihrem ,geiste sich hin- und herbewegen mgen1 so werden sie nur auf andere ,formen der ,phantasie getrieben1 aus dieser berhaupt nie herauskommend4 ,die ,form der ,phantasie ist allemal zerreissend das ,eine3 sie gehen nie anders1 als mit schon zerrissenem ,geiste an die ,sache1 und es kann darum das ,eine nie an sie gelangen1 weil sie selbst niemals das ,eine sind4 ,darum verliert auch an ihnen alle ,belehrung ihren ,effect1 weil dieselbe1 um an sie zu kommen1 erst durch ihr ,organ hindurchgehen muss2 in diesem ,durchgange aber ihre eigene ,form verliert1 und die ,form ihres ,organs annimmt4 ,wenn man z4 ,b4 mit ihnen vom ,ich1 als der ,grundform alles ,wissens redet1 so vermgen sie dieses ,ich gar nicht anders an sich zu bringen1 denn als ein objectives1 durch ein anderes ihm entgegengesetztes objectives1 bestimmtes ,seyn1 weil diese letztere ,form eben die ,grundform der ,einbildungskraft ist2 es ist darum nothwendig1 dass sie die ,wissenschaftslehre also verstehen1 wie das deutsche ,publicum sie verstanden hat2 und es ist eben dadurch klar1 dass gar keine ,wissenschaftslehre an sie zu kommen vermag1 sondern statt derselben nur ein hchst verkehrtes ,system1 welches sie durch die entgegengesetzte ,verkehrtheit berichtigen wollen4 ,das einfache ,denken ist das innere ,sehen2 das ,phantasiren dagegen ist ein blindes ,tappen1 dessen ,grund dem ,tapper ewig verborgen bleibt4 ,die ,wissenschaftslehre war ein ,gemlde1 auf ,licht und ,augen berechnet1 und wurde in der ,voraussetzung1 dass dergleichen vorhanden wren1 dem ,publicum vorgelegt4 ,man tappte einige ,jahre herum auf dem ,gemlde1 und es fanden sich einige1 welche ,hflichkeitshalber versicherten1 dass sie die angeblich abgezeichneten ,gestalten unter dem ,finger fhlten4 ,andere1 die mehr ,muth hatten1 bekannten1 dass sie nichts fhlten2 dadurch verminderte sich denn auch die ,schchternheit und die falsche ,scham der ,ersteren1 und sie nahmen ihr ,wort zurck4 ,es fand sich indessen ,einer1 der der allgemeinen ,noth sich annahm1 und aus allerlei altem ,abgange einen ,teig zusammenknetete1 den er ihnen darbot4 ,seit der ,zeit befleissigt jeder1 der ,finger hat1 sich des ,befhlens1 und es ist ein ffentliches ,dankfest darber angesagt1 dass das ,absolute betastbar geworden4 ,wo der eigentliche ,punct des ,streites1 den die ,wissenschaftslehre gegen sie fhrt1 wahrhaftig liege1 weiss unter allen vorgeblich philosophirenden deutschen ,schriftstellern ,keiner2 ich sage mit ,bedacht ,keiner1 und gedenke hierber dermalen keine ,ausnahme zu gestatten4 ,dass auch dieses ,system dafr halte1 die ,betastung sey der einzige innere ,sinn1 und dass es auch ein blosses1 nur etwas wunderbares und von dem ihrigen verschiedenes ,betasten sey1 darber regt nirgends sich einiger ,zweifel4 ,ferner halten sie dafr1 der ,streit sey ber objective ,wahrheiten1 und unser ,system lugne bloss einige ,stze1 die sie behaupten1 und wolle dieses durch andere ,stze verdrngen2 da doch dieses ,system eine ,bestreitung ihres gesammten geistigen ,seyns und ,lebens in der ,wurzel ist1 und ihnen vor allen ,dingen ,klarheit anmuthet1 worauf es sich mit der ,wahrheit ohne ,weiteres auch geben werde4 ,nicht darauf kommt es an1 was ihr denket1 wrde die ,wissenschaftslehre ihnen sagen2 denn euer gesammtes ,denken ist schon nothwendig ,irrthum1 und es ist sehr gleichgltig1 ob ihr auf die eine ,weise irret1 oder auf die andere2 sondern darauf1 was ihr innerlich und geistig seyd4 ,seyd das ,rechte1 so werdet ihr auch das ,rechte denken2 lebet geistig das ,eine1 so werdet ihr dasselbe auch anschauen4 ,nun aber ist das ,erstere nicht ganz leicht1 und wir haben keinen ,grund1 anzunehmen1 dass dermalen mehr ,geneigtheit und ,fhigkeit dazu sich unter den ,deutschen vorfinden werde1 als ihrer seit dreizehn ,jahren1 oder wenn wir ,kant1 von welchem1 nur mit etwas grsserem ,aufwande des eigenen ,scharfsinnes1 dasselbe sich htte lernen lassen1 dazu nehmen1 als seit fnfundzwanzig ,jahren sich dargelegt hat4 ,dennoch wollen wir die neuerdings vom ,publicum bei ,seite gesetzte ,sache wieder in ,anregung bringen2 unbekmmert brigens darum1 ob auch diese ,anregung in derselben leeren ,luft1 in welcher seit geraumer ,zeit alle ,anregungen zum ,besseren fruchtlos verhallet sind1 gleichfalls ohne ,erfolg verhallen werde4 ,um vor allen ,dingen den ,stand der ,einstimmigkeit1 sowie des ,streites der ,wissenschaftslehre mit dem ,publicum festzustellen1 und dadurch unseren eigentlichen dermaligen ,zweck zu bestimmen3 ,das ,publicum will -- wir fgen uns vorlufig seiner ,sprache1 bis wir tiefer unten dieselbe zerstren werden -- das ,publicum will ,realitt1 dasselbe wollen auch wir2 und wir sind sonach hierber mit ihm einig4 ,die ,wissenschaftslehre hat den ,beweis gefhrt1 dass die1 in ihrer absoluten ,einheit erfasst werden knnende1 und von ihr also erfasste ,reflexionsform keine ,realitt habe1 sondern lediglich ein leeres ,schema sey1 bildend aus sich selber heraus1 durch ihre gleichfalls vollstndig1 und aus ,einem ,principe zu erfassenden ,zerspaltungen in sich selbst1 ein ,system von anderen ebenso leeren ,schemen und ,schatten2 und sie ist gesonnen1 auf dieser ,behauptung fest und unwandelbar zu bestehen4 ,das ,publicum1 welches sein geistiges ,leben ber diese ,form nicht hinweg zu versetzen1 noch dieselbe von sich abzulsen1 und sie frei anzuschauen vermag1 hat1 eben ohne es selbst zu wissen1 seine ,realitt nur in dieser ,form2 da es nun aber doch ,realitt haben muss1 so ist es geneigt1 jenen von der ,wissenschaftslehre gefhrten ,beweis fr fehlerhaft zu halten1 weil ihm dadurch seine ,realitt1 die es nicht umhin kann1 fr die einzig mgliche zu halten1 vernichtet wird4 ,wenn wir nun bei diesem ,stande der ,sachen einen ,augenblick annehmen wollen1 dass diesem ,publicum geholfen sey1 und dass es uns zu verstehen vermge2 so knnte das ,erstere nur dadurch geschehen1 dass man mit ihm gemeinschaftlich und vor seinen ,augen die ,form1 in der es befangen bleibt1 ablste und ausschiede und neu zeigte1 dass zwar seine ,realitt1 keinesweges aber alle ,realitt vernichtet sey1 sondern dass im ,hintergrunde der ,form1 und nach ihrer ,zerstrung erst die wahrhafte ,realitt zum ,vorschein komme4 ,dieses ,letztere ist nun diejenige ,aufgabe1 welche wir zu seiner ,zeit durch eine neue und mglichst freie ,vollziehung der ,wissenschaftslehre1 in ihren ersten und tiefsten ,grundzgen zu lsen gedenken4 ,so jemand will1 so mag er eine solche ,arbeit auch fr die ,erfllung des vor langem gegebenen ,versprechens einer neuen ,darstellung der ,wissenschaftslehre nehmen2 welcher ,erfllung ich mich brigens1 weil mir immer deutlicher geworden1 dass die alte ,darstellung der ,wissenschaftslehre gut und vorerst ausreichend sey1 schon lngst entbunden hatte1 und jetzt sie weiter hinausschiebe4 ,wie es mir aus den ffentlichen ,aeusserungen dieser ,erwartung wahrscheinlich geworden1 hoffte man besonders1 dass durch die neue ,darstellung das ,studium dieser ,wissenschaft bequemer werden sollte2 welcher ,hoffnung zu entsprechen ich weder ehemals noch jetzt grosse ,fhigkeit oder ,geneigtheit in mir verspre4 ,da ich soeben die ehemalige ,darstellung der ,wissenschaftslehre fr gut und richtig erklrt habe1 so versteht es sich1 dass niemals eine andere ,lehre von mir zu erwarten ist1 als die ehemals an das ,publicum gebrachte4 ,das ,wesen der ehemals dargelegten ,wissenschaftslehre bestand in der ,behauptung1 dass die ,ichform oder die absolute ,reflexionsform der ,grund und die ,wurzel alles ,wissens sey1 und dass lediglich aus ihr heraus ,alles1 was jemals im ,wissen vorkommen knne1 sowie es in demselben vorkomme1 erfolge2 und in der analytisch-synthetischen ,erschpfung dieser ,form aus dem ,mittelpuncte einer ,wechselwirkung der absoluten ,substantialitt mit der absoluten ,causalitt2 und diesen ,charakter wird der ,leser in allen unseren jetzigen und knftigen ,erklrungen ber ,wissenschaftslehre unverndert wiederfinden4 ,zur vorlufigen ,erwgung4 ,wenn es nun etwa jemand zu der ,einsicht gebracht htte1 dass das ,seyn -- ich muss1 um die ,rede anknpfen zu knnen1 von diesem ,begriffe1 den ich demnchst zu zerstren gedenke1 ausgehen -- dass das ,seyn schlechthin nur ,eins1 durchaus nicht ,zwei1 und ein in sich selber ,geschlossenes und ,vollendetes1 eine ,identitt1 keinesweges aber eine ,mancherleiheit seyn knnte3 so wrde von einem solchen billigerweise zu fordern seyn1 dass er nach dieser ,einsicht nun auch wirklich verfhre1 nicht aber zur ,stunde wiederum gegen sie handelte1 dass er demnach1 falls er etwa noch berdies ein solches ,seyn nicht problematisch an seinen ,ort gestellt seyn lassen1 sondern positiv und bejahend dasselbe annehmen wollte1 dasselbe1 treu seinem ,grundsatze1 eben nur ins positive ,seyn selber oder ins ,leben setzen1 und annehmen msse1 dass es eben nur unmittelbar lebend1 und im unmittelbaren ,erleben und durchaus auf keine andere ,weise sich bewahrheiten knne4 ,wollte er nun etwa dieses ,leben wiederum absolut nennen1 wie ihm1 wenn er nur dadurch keinen ,gegensatz1 der ja gegen die angenommene ,einheit des ,seyns streiten wrde1 aufstellen1 sondern nur soviel sagen wollte1 dass dies das ,eine in sich vollendete ,seyn sey1 ausser welchem gar nichts ,anderes seyn knne3 so wrde er annehmen mssen1 dass das ,absolute nur in dem einzig mglichen innern ,leben von sich1 aus sich1 durch sich sey1 und durchaus auf keine andere ,weise seyn knne1 dass nur im unmittelbaren ,leben das ,absolute sey1 und ausser dem unmittelbaren ,leben gar kein anderes ,seyn es gebe1 und alles ,seyn nur gelebt1 nicht aber auf andere ,weise vollzogen werden knne4 ,knnte nun ein solcher auch wohl freilich sich nicht ablugnen1 dass er in dieser ,operation das ,leben doch nur dchte1 und objectiv vor sich hinstellte1 so msste sich derselbe nur recht verstehen1 um sogleich einzusehen1 dass er dennoch nicht diesen ,gedanken seines ,lebens und das ,product seines ,denkens meine1 indem er ja das ,leben aus sich und von sich selbst1 nicht aber aus seinen ,gedanken heraus gedacht zu haben vermeint1 sonach an diesem ,gedanken sein ,denken ausdrcklich zerstrt1 und durch den ,inhalt dieses einzig mglichen wahren ,gedankens das ,denken1 als etwas fr sich bedeuten wollend1 vllig vernichtet wrde4 ,geradezu aber wrde gegen die vorausgesetzte ,einsicht gehandelt werden1 wenn jemand das ,seyn1 und da das ,seyn durchaus das ,absolute ist1 das ,absolute1 in ein nicht ,einfaches1 sondern ,mannigfaltiges1 und in ein sichtbares ,erzeugniss und ,product eines ,andern ausser ihm setzen wollte4 ,dergleichen ist nun eben der ,begriff des ,seyns1 von welchem wir die ,rede anhoben4 ,er ist nicht von sich1 sondern aus dem ,denken1 und dieses ,seyn ist in sich selbst todt1 wie dies auch nicht anders seyn kann1 da sein ,schpfer1 das ,denken1 in sich selbst todt ist1 und an dem einzigen wahren ,gedanken1 dem des ,lebens1 sich also bewhrt4 ,auch bewhrt dieses ,seyn sich wirklich also todt im ,gebrauche1 indem es fr sich selbst nicht aus der ,stelle rckt1 und durch mndliche ,wiederholbarkeit doch ein ,etwas aus ihm herauskommt1 sondern erst durch einen zweiten ,ansatz des ,denkens ihm ,leben und ,bewegung als ein zuflliges ,prdicat ertheilt wird4 ,alle diese1 dem ,seyn hinterher noch beigelegten ,prdicate sind nun nothwendig willkrliche ,erdichtungen1 indem1 falls das ,denken auf eine glaubhafte ,weise ,bericht vom ,leben abstatten sollte1 das letztere selber darin eintreten und unmittelbar von sich zeugen msste2 jenes ,denken eines ,seyns aber gleich ursprnglich das ,leben von sich ausgeschieden1 und ausser aller unmittelbaren ,berhrung mit ihm sich gesetzt hat1 und darum nicht berichten1 sondern nur erdichten kann2 an welchem letzteren freilich die ,mglichkeit noch besonders zu erklren ist4 ,wrde nun etwa dennoch in einem gewissen ,sinne1 der noch nher zu bestimmen seyn wrde1 angenommen1 dass ,wir1 oder was dasselbe bedeutet1 dass ,bewusstseyn sey3 so wre dieses1 innerhalb der vorausgesetzten ,grundeinsicht1 nur also zu begreifen1 dass das ,eine absolute ,leben eben das unsrige1 und das unsrige das absolute ,leben sey1 indem es nicht zwei ,leben1 sondern nur ,ein ,leben zu geben vermge1 und dass das ,absolute auch in uns eben nur unmittelbar lebend1 und im ,leben1 und auf keine andere ,weise dazuseyn vermge1 indem es berhaupt auf keine andere ,weise dazuseyn vermag2 und wiederum1 dass nur in uns das ,absolute lebt1 nachdem es berhaupt in uns lebt1 es aber nicht zweimal zu leben vermag4 ,inwiefern aber nun ferner angenommen wird1 dass wir nicht bloss das ,eine ,leben1 sondern zugleich auch ,wir oder ,bewusstseyn sind1 so wrde insofern das ,eine ,leben in die ,form des ,ich eintreten4 ,sollte sich1 wie wir aus guten ,grnden vorlufig vermuthen1 diese ,ichform klar durchdringen lassen1 so wrden wir einsehen1 was an uns und unserem ,bewusstseyn lediglich aus jener ,form erfolge1 und was somit nicht reines1 sondern formirtes ,leben sey2 und vermchten wir nun dieses von unserem gesammten ,leben abzuziehen1 so wrde erhellen1 was an uns als reines und absolutes ,leben1 was man gewhnlich das ,reale nennt1 brigbliebe4 ,es wrde eine ,wissenschaftslehre1 welche zugleich die einzig mgliche ,lebenslehre ist1 entstehen4 ,was insbesondere das erste aufgestellte todte ,seyn betrifft1 so wrde erhellen1 dass dieses durchaus nicht das ,absolute1 sondern dass es nur das letzte ,product des in uns in der ,form des ,ich eingetretenen wahrhaft absoluten ,lebens sey2 das letzte1 sage ich1 also dasjenige1 in welchem in dieser ,form das ,leben abgeschlossen1 erloschen und ausgestorben1 somit in ihm schlechthin gar keine ,realitt briggeblieben ist4 ,es wrde einleuchten1 dass eine wahrhaft lebendige ,philosophie vom ,leben fortgehen msse zum ,seyn1 und dass der ,weg vom ,seyn zum ,leben vllig verkehrt sey und ein in allen seinen ,theilen irriges ,system erzeugen msse1 und dass diejenigen1 welche das ,absolute als ein ,seyn absetzen1 dasselbe rein aus sich ausgetilgt haben4 ,auch in der ,wissenschaft kann man das ,absolute nicht ausser sich anschauen1 welches ein reines ,hirngespinnst giebt1 sondern man muss in eigener ,person das ,absolute seyn und leben4 ,ich fge nur noch folgende zwei ,bemerkungen hinzu4 ,zuvrderst1 dass durch diesen ,satz alle ,philosophie ohne ,ausnahme1 ausser der ,kantischen und der der ,wissenschaftslehre1 fr vllig verkehrt und ungereimt erklrt werde2 und wir sprechen dieses bestimmt aus1 indem wir niemals irgend eine ,ausnahme1 welchen ,namen sie auch haben mge1 zu gestatten gedenken4 ,sodann1 so klar und so handgreiflich einleuchtend die gemachte ,bemerkung auch jedem ist1 der sie eben versteht1 so mchte es doch ,leser geben1 die gar nicht leicht in dieselbe sich fnden4 ,der ,grund ist der3 weil es einiger ,anstrengung bedarf1 um sich zur ,vollziehung der angemutheten ,consequenz zu bringen1 und dieselbe in seine freie und besonnene ,gewalt zu bekommen1 zuwider dem natrlichen ,hange im ,menschen1 zum objectivirenden ,denken1 als dem leichtesten1 und jedem ohne alle ,mhe und ,besonnenheit sich anwerfenden zurckzukehren4 ,dennoch kann die ,vollziehung dieser ,einsicht nicht erlassen werden1 indem ausserdem es beim blinden ,tappen bleibt und kein ,sehen erfolgt1 und der ganze ,unterricht1 aus ,mangel eines tauglichen ,organs der ,aufnahme1 seines ,zweckes verfehlt4 ,endlich1 dass beim ,leben angehoben werden msse1 und von diesem erst zum ,seyn fortgegangen werden knne1 hat nur vorlufig verstndlich gemacht werden sollen1 um den dermalen vorhandenen ,grund alles ,irrthums bei ,zeiten aus dem ,wege zu bringen4 ,keinesweges aber haben wir uns dadurch die ,mglichkeit abschneiden wollen1 falls es nothwendig werden sollte1 sogar ber das ,leben hinauszugehen1 und auch dieses als nichts ,einfaches und ,erstes1 sondern als ,product einer klar nachzuweisenden ,synthesis1 nur ja nicht aus dem ,seyn1 darzustellen4 ,einer der nchsten ,aufstze dieser ,zeitschrift wird sich mit dieser ,aufgabe beschftigen4 ,zweites ,capitel4 ,auskunft ber die bisherigen ,schicksale der ,wissenschaftslehre4 ,i4 ,schilderung des bisherigen ,zustandes unserer ,literatur berhaupt4 ,es ist hier keinesweges unsere ,absicht1 bloss wieder zu sagen1 wie sich das ,publicum gegen die ,wissenschaftslehre seit der ,erscheinung derselben verhalten1 sondern dasselbe aus seinen ,grnden zu erklren1 worauf dann derjenige1 der das erstere nicht weiss1 aus diesen ,grnden selbst es a priori ableiten1 oder auch in den seit jener ,zeit erschienenen ,schriften und ,urtheilen es aufsuchen mag4 ,nur grndet ohne ,zweifel dieses alles sich auf den bisherigen und noch dermalen fortdauernden ,zustand der ,literatur berhaupt2 und es wird daher die begehrte ,auskunft auf die von uns gewhlte ,weise ohne ,zweifel gegeben1 wenn der erwhnte ,zustand grndlich geschildert wird4 ,welcher ,schmerz brigens und innige ,wehmuth uns ergreife1 indem wir aus dem klaren ,aether der tiefsten ,betrachtung1 in welchem wir am liebsten uns aufhalten1 herunterzusteigen haben in den ,abgrund der intellectuellen und moralischen ,verkehrtheit in der ,wirklichkeit1 thut nicht noth zu beschreiben4 ,wahrhaftig nicht unsere ,neigung fhrt uns1 sondern eine tiefe ,unlust begleitet uns zu diesem ,geschfte1 welche zu berwinden wir dennoch uns entschlossen haben1 indem1 so sicher wir auch berzeugt seyn mgen1 dass nichts besser werden wird1 es dennoch unsere ,schuldigkeit ist1 zu handeln1 als ob es besser werden knnte1 ganz sicherlich aber es nicht besser werden kann1 bevor nicht das ,uebel in seiner ganzen ,grsse bekannt worden1 und ein betrchtlicher ,theil des ,publicums darber in ein heilsames ,erschrecken versetzt worden4 ,und wenn es auch wahr seyn sollte1 dass der jetzt ausgebildet lebenden ,generation durchaus nicht zu helfen sey1 sondern diese1 als unverbesserlich1 aufgegeben werden msse3 so bliebe es gleichwohl nothwendig1 diejenige1 welche dermalen entsteht und sich bildet1 abzuschrecken1 dass sie nicht in die ,fusstapfen jener ersten trete1 indem1 wenn es wirklich besser werden soll1 die ,besserung doch irgend einmal in der ,zeit anheben muss1 nichts aber verhindert1 dass wir wnschen1 dass1 inwiefern es mglich ist1 diese ,zeit eben jetzt sey4 ,nur zwei allgemeine ,bemerkungen habe ich vorauszuschicken4 ,die erste ist die folgende3 ,ob das1 was ich als den ,charakter unseres gelehrten ,publicums angeben werde1 durchaus und ohne alle ,ausnahme1 oder ob es nur von der entschiedenen ,majoritt gelte1 kann vorlufig an seinen ,ort gestellt bleiben2 und ich will es denjenigen unter meinen wissenschaftlichen ,lesern1 welche mit ,wahrheit sich bewusst sind1 dass ihnen niemals1 weder in ,schriften1 noch auf dem ,katheder1 oder in mndlichen ,unterhaltungen dergleichen ,aeusserungen1 wie wir anfhren werden1 entfallen sind1 von ,herzen gnnen2 indem es mir wenig ,vergngen macht1 mir die ,zahl der ,schuldigen recht gross zu denken4 ,gemeint sind nur diejenigen1 welche selber1 jedoch vor einer ,selbstprfung1 in der sie sich nicht schmeicheln1 sich getroffen fhlen4 ,sodann3 die gewhnliche1 auch ehemals schon uns gegebene ,antwort auf dergleichen ,vorwrfe ist die3 man habe bertrieben1 oder auch ganz und gar die ,unwahrheit gesagt1 und sie seyen nicht also1 wie wir sie dargestellt htten4 ,der hierbei ihnen selbst zwar grsstentheils verborgen bleibende ,grund ihrer ,tuschung ist der1 dass1 da sie selber in allen ihren ,aeusserungen immer nur sagen1 was gesagt worden1 und vor dem ,worte vom ,worte niemals zum ,worte von der ,sache zu kommen vermgen1 sie ebenfalls von uns glauben1 wir wollten berichten1 wie sie sprechen2 und da mag es denn oft wahr seyn1 dass sie also1 wie wir sie darstellen1 sich selber nicht aussprechen4 ,unser ,vorsatz aber war und ist1 zu sagen1 was sie innerlich und in der ,that wirklich sind und leben1 welches letztere unter andern auch recht gut an demjenigen dargelegt werden kann1 was sie seyen1 dem jenes1 ob sie es nun selber wissen oder nicht1 dennoch zur ,quelle und ,prmisse wirklich und nothwendig dient4 ,und wenn es sich auch zuweilen zutrge1 dass sie1 zur ausdrcklichen und wrtlichen ,erklrung ber dieselben ,verhltnisse kommend1 das gerade ,gegentheil von dem1 was sie nach unserer ,behauptung wirklich sind1 sagten3 so ist doch dieses letztere nicht der ,ausdruck ihres wahren ,seyns1 sondern nur ein auswendig ,gelerntes1 und eine am ,markte erhandelte ,maske1 mit welcher sie ihre natrliche ,haut bel genug verdecken2 jenes aber1 als ,princip eines wirklichen ,dafrhaltens im ,leben1 ist ihr wahres innerliches ,leben4 ,und nun zur ,sache6 ,dass das ,organ fr die ,speculation1 durch welche allein doch alles brige ,wissen begrndet1 geordnet und klar wird1 und ohne welche alle ,beschftigung mit den ,wissenschaften nur ein blindes1 vom ,ohngefhr mehr oder weniger begnstigtes ,herumtappen bleibt1 den gegenwrtigen ,bearbeitern der ,wissenschaften gnzlich abgehe1 haben wir schon oben gesagt1 und1 falls jemand fhig seyn sollte1 uns zu verstehen1 durch unsere eigene ,speculation es gezeigt4 ,nun wrde ein ,mangel1 den unser ,zeitalter mit der gesammten ,vorwelt gemein hat1 nicht jenem allein zum besonderen ,vorwurfe gemacht werden knnen1 wenn nicht der grosse ,unterschied obwaltete1 dass diese ,vorwelt von wahrer ,speculation niemals etwas vernommen1 jenem aber nunmehr seit fnfundzwanzig ,jahren1 in einer ununterbrochenen ,folge mannigfaltiger ,schriften zweier in ihrem usseren ,vortrag sehr verschiedener ,autoren1 die ,regeln der wirklichen ,speculation1 und die ,ausbung derselben an mancherlei ,materien1 vorgelegt worden sind4 ,aber was soll man sodann sagen1 wenn in berschwnglicher ,klarheit erhellet1 dass unter diesen vorgeblichen ,bearbeitern der ,wissenschaft sogar der ,begriff von der ,wissenschaft selber1 ihren blossen formalen und usseren ,eigenschaften nach1 nicht nur fast gnzlich verschwunden1 sondern dass sie auch innerlich vor diesem ,begriffe erzittern1 und jede ,anregung desselben leidenschaftlich anfeinden1 und dass der einzige ,trost ihres ,lebens die ,hoffnung ist1 dass es wohl niemals wirklich zur ,wissenschaft kommen werde1 und der einzige ,zweck ihrer ,bestrebungen1 zu verhindern1 dass es dazu komme8 ,msste man nicht sodann urtheilen1 dass an die ,stelle des unter uns ausgestorbenen gelehrten ,publicums die heftigsten ,feinde aller ,wissenschaft getreten1 welche die ,maske der ,gelehrsamkeit nur vorhalten1 um unter deren ,schutze die ,wissenschaft nur sicherer und sieghafter zu bestreiten8 ,die ,wissenschaft1 so gewiss sie ,wissenschaft ist1 hat eine absolute und unvernderliche ,evidenz in sich selber1 vernichtend schlechthin alle ,mglichkeit des ,gegentheils und allen ,zweifel2 und1 da diese ,evidenz nur auf eine einzige unwandelbare und unvernderliche ,weise mglich seyn kann1 die ,wissenschaft hat ihre feste und unvernderliche ussere ,form4 ,dies gehrt zum ,wesen der ,wissenschaft1 als solcher2 nur unter dieser ,bedingung ist sie ,wissenschaft2 und so ist auch allenthalben1 wo es ein wissenschaftliches ,publicum gegeben hat1 in demselben allgemein geglaubt und angenommen worden4 ,wie aber mgen ber diesen ,punct unsere vorgeblichen ,gelehrten glauben und annehmen8 ,ich weiss nicht1 wie viele es unter ihnen geben drfte1 denen nicht von ,zeit zu ,zeit ,aeusserungen1 wie die folgenden1 entgangen seyen3 es halte jemand sich fr allein weise und allein ,philosoph2 es wolle jemand die ,wissenschaft aus ,einem ,stcke haben2 man msse -- als ob es nemlich mehr als ,einen ,standpunct fr jede ,wahrheit geben knne -- bei ,widerlegung der ,gegner sich auf ihren ,standpunct versetzen2 man msse es in der ,untersuchung der ,wahrheit nicht so strenge nehmen1 sondern leben und leben lassen2 und wie noch ins ,unendliche fort die ,wendungen lauten1 in denen der ,wissenschaft angemuthet wird1 auf ihren absoluten ,grundcharakter ,verzicht zu thun3 und dieses alles als gar nicht zu bezweifelnde ,axiome1 mit einer kindlichen ,unbefangenheit1 und so durchaus ohne alle ,ahnung der eigenen ,abgeschmacktheit1 dass sie nicht nur sicher auf die ,beistimmung aller brigen hoffen1 sondern sogar fest berzeugt sind1 der wissenschaftliche ,mann selber1 den sie etwa des ,anspruchs auf ,alleinweisheit bezchtiget1 htte sich dessen erst nur nicht besonnen2 er werde auf ihre ,erinnerung schon in sich gehen und sich schmen4 ,wenn nun etwa auch dieselben ,schriftsteller1 ein andermal von dem ,wesen der ,wissenschaft redend1 sich ohngefhr ebenso darber ausdrckten1 wie wir es oben thaten3 soll man dies fr ihren ,ernst halten8 ,wie knnte man8 ,dieses letztere sagen sie nur2 das ,gegentheil aber glauben sie wirklich1 indem sie ja darnach in wirklicher ,beurtheilung vorliegender ,erscheinungen verfahren2 wie denn auch einige zu dergleichen ,gestndnissen mit rhrender ,naivitt hinzusetzen3 das sey zwar wahr in abstracto1 keinesweges aber in concreto2 wodurch sie demnach klar bekennen1 dass sie jenen ,begriff der ,wissenschaft nur fr einen leeren ,begriff des scherzhaften und spielenden ,denkens halten1 mit dem es hoffentlich niemals werde ,ernst werden4 ,das innere ,wesen der ,wissenschaft ist auf sich selbst gegrndet1 und macht sich schlechthin durch sich selbst und aus sich selbst1 so1 wie es sich macht1 absolut vernichtend alle ,willkr2 und es ist die allererste ,forderung an einen wissenschaftlichen ,menschen1 vor deren ,erfllung niemals auch nur ein ,funke von ,wissen in seine ,seele kommen wird1 dass alle ,neigung in ihm vor dem heiligen ,gesetze der ,wahrheit verstumme1 und er fr immer entschlossen sey1 alles1 was ihm als wahr einleuchten werde1 mit ruhiger ,ergebung sich gefallen zu lassen4 ,sollen wir glauben1 entweder1 dass sie diese ,bedingung vollzogen htten1 oder auch nur1 dass sie es als einen mglichen ,fall dchten1 es werde jemand diese ,forderung an sie machen8 -- solche1 welche ernsthaft vor dem gesammten ,publicum uns benachrichtigen1 dass unsere ,wahrheit ihnen nicht gefalle1 und auseinandersetzen1 wie ihnen bei derselben eigentlich zu ,muthe geworden1 und beschreiben1 wie diejenige ,wahrheit aussehen msse1 die ihnen gefallen solle1 und uns ersuchen1 sie also zu machen und gelten zu lassen1 und1 wenn wir nicht wollen1 sich ereifern und klagen1 dass wir ihnen das ,herz aus dem ,leibe reissen wollten2 welches letztere wir denn auch wirklich gerne thten1 wenn wir es vermchten1 bei eigenem ,unvermgen aber es der gttlichen ,gnade berlassen4 ,oder sollten wir das von denjenigen glauben1 welche1 noch unabhngig von dem ,inhalte des ,vorgetragenen1 sich beklagen1 dass man nicht freundlich genug sie belehre1 dass man ihnen einen unsanften ,ruck gegeben habe1 der beinahe die ruhige ,stimmung ihres ,gemthes gestrt htte2 dass wir uns bessern1 und ihnen knftig die ,lehre und ,arznei in die von ihnen geliebten ,sssigkeiten einkleiden mchten1 widrigenfalls sie zu unserer wohlverdienten ,bestrafung nichts mehr von uns lernen wrden8 ,soll man viele ,ausnahmen von dieser ,denkart glauben1 wenn man sieht1 dass eine neue ,lehre fast mit keinen anderen ,waffen bekmpft wird1 als mit dieser ,abneigung und der ,erregung derselben in den ,gemthern der ,leser1 auf deren ,sympathie und gleichmssigen ,unverstand man sicher rechnet2 ingleichen des ,affects der ,verwunderung ber die ungeheure ,abweichung der ,lehre von der gemeinen ,meinung1 als ob jemand zuzugestehen dchte1 dass etwas wahr sey1 weil es gemein ist8 ,die allererste1 dem wissenschaftlichen ,menschen anzumuthende ,erkenntniss ist die1 dass die ,wissenschaft nicht ein leeres ,spiel oder ,zeitvertreib1 nicht nur ein zum erhhten ,lebensgenusse dienender ,luxus1 sondern dass sie ein dem ,menschengeschlecht schlechthin ,anzumuthendes1 und die einzig mgliche ,quelle aller seiner weitern ,fortentwickelung sey3 dass die ,wahrheit ein ,gut1 und das hchste1 alle anderen ,gter in sich enthaltende ,gut1 der ,irrthum dagegen die ,quelle aller ,uebel1 und dass er ,snde und die ,quelle aller anderen ,snden und ,laster sey2 und dass derjenige1 der die ,wahrheit aufhlt und den ,irrthum verbreitet1 die allerschaudervollste ,snde am ,menschengeschlechte begehe4 ,kann man diese ,erkenntniss denjenigen zutrauen1 welche ihr ganzes ,leben hindurch durch alle ihre ,worte und ,werke die absoluteste ,gleichgltigkeit gegen ,wahrheit und ,irrthum zeigen2 welche alle die ,tage ihres ,lebens fortfahren zu lehren1 ohne jemals etwas zu wissen2 welche1 ohne alle ,ueberzeugung1 dass ,wahrheit sey1 was sie behaupten1 dennoch fort behaupten auf das gute ,glck hin1 dass sie es gleichwohl auch getroffen haben knnten1 und so1 innerlich zu einer concreten ,heuchelei und ,lge geworden1 lgend fortleben und von der ,lge essen1 trinken und sich kleiden8 ,ohne alle ,ueberzeugung1 sage ich3 denn es ist ein himmlisch klarer ,satz1 ganz allein durch sich der ,menschheit den ,besitz der ,wahrheit sichernd1 und welcher1 obwohl er die ,verderbtheit jener aufdeckt1 und darum ein verhasster ,gruel ist in ihren ,augen1 dennoch ihnen zu ,liebe nicht kann aufgegeben werden2 der ,satz3 dass die ,evidenz eine specifisch verschiedene innere und berzeugende ,kraft bei sich fhre1 welche niemals auf die ,seite des ,irrthums treten kann1 dass jederman unter allen ,umstnden seines ,lebens wissen kann1 ob das1 was er denke1 mit dieser ,kraft ihn ergreife oder nicht1 dass daher jedweder1 von welchem hinterher sich findet1 dass er geirrt habe1 dennoch1 obwohl er gar fglich seinen ,irrthum nicht eingesehen haben kann als ,irrthum1 ihn doch auch sicher nicht als ,wahrheit eingesehen hat1 und dass er auch htte entdecken knnen1 dass er ihn nicht als solche einsehe1 wenn er sich nur htte besinnen wollen2 dass er daher auf keine ,weise der ,ueberfhrung zu entgehen vermag1 dass er leichtfertig und ohne wahrhaften ,respect fr die ,wahrheit dahergefahren sey4 ,welches konnte die ,quelle dieser strafbaren ,gleichgltigkeit seyn8 ,allein ,trgheit1 ,leichtsinn1 ,egoismus1 tiefe moralische ,auflsung4 ,das ,leben reisst unaufhrlich uns heraus aus uns selber1 und treibt uns dahin oder dorthin1 so wie es will1 nach seinem ,gutdnken sein ,spiel mit uns fhrend4 ,diesem ,hange zuwider dennoch sich zusammenzunehmen1 und betrachtend sich zu halten1 bis man vollendet1 kostet ,anstrengung1 ,selbstverlugnung1 ,mhe1 und diese thut wehe dem verzrtelten ,fleische4 ,es will schon etwas sagen1 nur zuweilen sich zu besinnen3 dass man es aber in der ,wissenschaft1 zumal in der hchsten1 in der ,speculation1 zu etwas ,bedeutendem bringe1 dazu bedarf es einer bis zur absoluten ,freiheit gebten ,kunst der ,besinnung1 und der erworbenen ,unmglichkeit1 jemals von dem ,strome der blinden ,einbildungskraft gefasst zu werden2 welches alles wiederum einen ganzen klaren1 nchternen und besonnenen ,lebenslauf erfordert4 ,wie htte einen solchen die ,kraftlosigkeit unserer ,tage ertragen knnen8 ,oder1 selbst wenn sie gekonnt htten1 wrden sie es auch nur gewollt haben1 und wrden sie jene ,besonnenheit1 wenn ohne alle ihre ,mhe sie ihnen zu ,theil wrde1 sich zur ,ehre anrechnen oder zur ,schmach8 ,ich sage1 zu der letztern2 denn es ist schon lange her1 dass der ,wetteifer mit jener ,nation1 von der wir jetzt fr unsern guten ,willen1 ihr zu gleichen1 und fr unser ,unvermgen dazu grausam bestraft werden1 uns den ,anschein deutschen ,ernstes1 ,grndlichkeit und ,fleisses verchtlich gemacht1 und uns bewogen hat1 alle ,beschftigung mit den ,wissenschaften in ein ,spiel zu verwandeln1 und uns dem ,strome unserer ,einflle1 als dem einzigen1 was den ,anschein jener so sehr beneideten ,leichtigkeit uns geben knne1 zu berlassen4 ,um sicher zu seyn1 dass wir nicht wie ,pedanten ausshen1 haben wir uns bestrebt1 literarische ,gecken zu werden1 ohne dass es uns doch sonderlich gelungen4 ,ich mchte einmal1 besonders unter unseren jngeren ,gelehrten1 die ,umfrage halten1 um zu erfahren1 wie viele darunter lieber dafr gelten mchten1 dass sie die ,wahrheit durch ,fleiss und ,nachdenken gefunden1 als dafr1 dass sie ihnen durch ihre glckliche ,natur ohne alle ihre ,mhe und ,anstrengung von selber gekommen2 und die nicht lediglich durch den ,titel eines ,genies sich geehrt1 durch die ,benennung aber eines fleissigen und besonnenen ,denkers sich als beschrnkte und geistlose ,kpfe1 und als solche1 fr welche die ,natur doch auch gar nichts gethan1 sich geschmhet finden wrden4 ,und so brachte denn dasselbe ,hinfliessen und ,hintrumen in aus sich selbst erwachsenden ,einfllen1 welches der ,bequemlichkeit zusagte1 zugleich auch ,ehre2 und so liessen wir es uns denn besser gefallen1 als den mhsamen und nicht ehrenden ,ernst4 ,wenn denn nun jene1 wie seit lnger denn ,einem ,menschenalter in unermesslicher ,klarheit sich gezeigt hat1 von der ,wissenschaft so durchaus nichts wussten1 dass ihnen nicht einmal der ,begriff derselben1 oder die allerersten ,bedingungen1 um zu ihr zu gelangen1 bekannt waren2 warum konnten sie dennoch es durchaus nicht unterlassen1 sich fr ,gelehrte auszugeben und zu schreiben1 zu lehren1 zu urtheilen1 als ob sie die grndlichsten wren8 ,da die einzig mglichen ,triebfedern1 die ,liebe zur ,wahrheit und zur ,wissenschaft1 von welchen beiden sie nie einen ,funken erblickt1 sie nicht treiben konnten1 so konnten die ihrigen nur die usseren ,triebfedern seyn3 die bekannten des ,geltenwollens1 der ,ruhmsucht und der anderen ,emolumente1 welche damit verknpft zu seyn pflegen4 ,von diesen werden sie denn auch also getrieben und begeistert1 dass sie die wirkliche ,wissenschaft1 von welcher sie den ,verlust ihres eigenen ,ansehens sich richtig prophezeien1 mehr frchten und hassen1 als irgend etwas anderes1 und dass ihnen kein ,mittel zu schlecht ist1 durch dessen ,anwendung sie hoffen1 den ,anbruch des ,lichts1 wenigstens noch so lange als sie leben1 aufzuhalten2 im schamlosen ,kampfe fr eine tausendfach verwirkte ,existenz1 der sie selber1 wenn sie noch einen ,funken ,ehrgefhl htten1 fluchen wrden4 ,von diesem ihrem dumpfen ,eigendnkel werden sie also geblendet und besessen1 dass er sie zu den lcherlichsten und unglaublichsten ,ungereimtheiten verleitet4 ,indess sie immerfort voraussetzen1 dass keiner ganz recht habe1 und dass es nirgends eine sichere und ausgemachte ,wahrheit gebe1 vergessen sie dennoch diesen1 fr alle anderen ausser ihnen ohne ,ausnahme gelten sollenden ,grundsatz gnzlich1 sobald es ihre eigenen ,personen sind1 welche reden1 indem sie immerfort aus dem ,principe disputiren1 sie htten ja die1 ohne ,zweifel zugleich mit ihrem ,munde ihnen angeborne wahre ,wahrheit1 und darum msse der ,gegner1 der ihnen widerspricht1 nothwendig unrecht haben2 gar nicht sich besinnend1 dass ja der andere ebenso schliessen knne1 und das ,privilegium des blinden ,eigendnkels fr sich allein und ausschliesslich begehrend4 ,ja1 es ist sogar erlebt worden1 und wird noch immerfort erlebt1 dass jemand einer ,lehre durch die ,versicherung1 er knne sie eben nicht verstehen1 oder sie falle ihm so schwer1 dass ihm ,hren und ,sehen dabei vergehe1 das ,zeichen der ,verwerfung aufgedrckt zu haben geglaubt2 mit kindischer ,naivitt bei der ganzen ,welt dieselbe hohe ,meinung von ihm1 die er selbst hegt1 als ihr absolutes ,axiom und ,prmisse aller ihrer ,urtheile voraussetzend1 und im ,rausche seines ,eigendnkels gar nicht ahnend1 wie ihm geantwortet werden msse4 ,zunchst zwar ist diese ,schilderung des literarischen ,zustandes unserer ,tage entworfen1 um daraus die bisherigen ,schicksale der ,wissenschaftslehre zu erklren2 die ,zeit aber1 in welcher ich dieselbe abfasse1 erwirbt mir vielleicht ,verzeihung1 wenn ich zugleich bemerke1 dass der politische ,zustand unserer ,tage1 in welchem1 wenn nicht durch ein ,wunder und auf einem natrlich nicht abzusehenden ,wege uns ,rettung kommt1 alle seit ,jahrtausenden von der ,menschheit errungene ,cultur und deren ,producte zu ,grunde gehen zu mssen scheinen1 bis nach neuen ,jahrtausenden dermalen uns unbekannte ,wilde und ,barbaren denselben ,weg wieder von vorn beginnen1 -- dass1 sage ich1 dieser politische ,zustand lediglich und allein aus dem ,zustande unserer ,literatur entsprungen ist4 ,er ist herbeigefhrt durch das allgemeine ,unvermgen1 irgend einen ,gegenstand fest anzufassen und zu halten1 und ihn nach seinem wahren ,wesen zu durchdringen2 und das ,hlfsmittel dagegen ganz und ernst1 und nicht noch zugleich sein ,gegentheil zu wollen1 und mit eiserner ,consequenz1 verlugnend alle ,nebenzwecke1 es durchzufhren4 ,bei wem aber sollten diejenigen1 welche ber unser ,schicksal entschieden haben1 ,beispiele dieser ,festigkeit holen1 und wem dieselbe ablernen1 wenn diejenigen1 in deren ,schulen sie zuerst gebildet sind und bei denen sie noch tglich1 sey es auch nur fr den ,scherz1 ,unterhaltung suchen1 ihnen keinen anderen ,anblick geben1 als den der absoluten ,zerflossenheit8 ,wo eine ,literatur ist1 da sind es immerfort die ,literatoren1 welche ihr ,zeitalter bilden4 ,gehen nun diese ber in ,fulniss1 so muss neben ihnen alles ,uebrige nothwendig um so mehr verwesen4 ,um jedoch zu unserem eigentlichen ,zwecke zurckzukehren3 wie htte man denjenigen1 mit denen noch ber die ersten ,buchstaben alles ,unterrichts1 ob es wohl auch berhaupt ,wissenschaft geben mge1 zu streiten war1 glaublich machen knnen1 dass es wohl eine ,wissenschaft der ,wissenschaft selber geben mge2 oder diejenigen1 die berhaupt gar keiner ,besinnung fhig sind1 und dessen sich rhmen1 zur allerhchsten und vollendeten ,besinnung heraufleiten knnen8 ,es war nichts ,anderes zu erwarten1 als dasjenige1 was erfolgt ist1 dass sie die ,worte und ,formeln dieser angetragenen ,wissenschaft1 zu dem1 was sie allein wollen und begehren1 zu einigen ,scherzen fr die ,belustigung ihrer ,leser verarbeitet1 und wenn man dennoch ernsthaft geblieben1 voll ,eifer und ,zornes auf uns geschmhet haben4 ,nur noch zwei ,bemerkungen zum ,schlusse4 ,sollten die ,getroffenen auch ber diese ,schilderung sich erklren1 so werden sie ohne ,zweifel wiederum sagen1 wie sie immer sagen1 man habe die ,unwahrheit vorgegeben und bertrieben4 ,nicht fr sie1 sondern fr eine bessere ,nachwelt1 wenn dergleichen mglich wre1 merke ich an1 dass alles auf dem oben angegebenen ,axiome beruhe1 dass jeder1 von welchem sich hinterher findet1 dass er unrecht habe1 gar wohl htte wissen knnen1 dass er nicht berzeugt sey2 dass er sonach auf keine ,weise lugnen knne1 er habe leichtsinnig und unmoralisch gehandelt4 ,dass sie aber fast in allen ihren eigenen ,behauptungen unrecht haben1 wrde wenigstens eine bessere ,nachwelt1 wenn sie nicht zu gut dafr gesorgt htten1 dass keine solche entstehen knnte1 klar begreifen4 ,sodann werden sie1 wie sie gleichfalls immer zu sagen pflegen1 wiederum sagen3 wir htten nur unserer ,leidenschaft ,luft machen wollen1 und werden auch fr diesen ,erguss nicht ermangeln einen glaublichen ,grund zu finden1 nemlich1 weil sie uns ihren ,beifall und ihr ,lob nicht ertheilt htten4 ,nun haben wir ihnen schon zu verschiedenenmalen nicht verhehlt1 dass wir1 so lange sie nemlich also sind1 wie sie sind1 sowohl sie selber1 als auch ihren ,beifall von ,herzen verachten2 aber sie sind fest berzeugt1 dass es ganz und gar unmglich sey1 dass irgend ein ,mensch nicht diejenige achtungsvolle ,meinung von ihnen habe1 die sie selbst ber sich hegen1 dass daher einer also lautenden ,versicherung niemals ,glauben zuzustellen1 sondern dass dieselbe allemal ein leeres ,vorgeben und eine ,maske sey1 um dadurch etwas ,anderes zu bedecken4 ,sie wrden uns daher auch jetzt wieder nicht glauben1 wenn wir auch jene ,versicherung wiederholen1 und ihnen bemerklich machen wollten1 dass man1 um durch seinen ,beifall zu ehren1 erst selber ehrwrdig seyn msse1 und dass wir ihren ,beifall mit ,danke sodann annehmen wrden1 nachdem sie sich erst den unsrigen erworben1 dass wir aber bis dahin es fr eine grosse ,schmach und fr einen ,beweis der eigenen ,niedertrchtigkeit halten wrden1 wenn wir ihnen gefielen4 ,,ii4 ,ein ,beispiel insbesondere von dem philosophischen ,beurtheilungsvermgen des ,zeitalters4 ,es mchte gerathen seyn1 diese fast allgemeine ,schlaffheit und ,geistlosigkeit des ,zeitalters1 noch insbesondere in ,sachen der ,philosophie1 an einem neuerlichen1 noch fortdauernden frappanten ,beispiele darzulegen4 ,des ,zeitalters1 habe ich gesagt1 im ,allgemeinen2 denn ich will nicht1 dass der ,mann1 dessen ,namen unten genannt werde1 glaube1 dass ich ihn fr die ,person meiner ,gegensetzung wrdige1 oder dass er mir selber als ,reprsentant jener allgemeinen ,seichtigkeit gut genug sey1 wodurch ich in der ,that bertrieben1 und gegen die brigen ungerecht seyn wrde4 ,nur dass ein im ,ganzen dennoch unterrichteteres ,publicum durch ihn sich irre machen lassen konnte1 ist es1 was ihm die ,ehre erwirbt1 hier namentlich aufgefhrt zu werden4 ,es war nemlich durch die ,kantischen und durch unsere ,schriften doch endlich dahingekommen1 dass1 obwohl die im ,dogmatismus ,aufgewachsenen nicht bekehrt wurden1 dennoch unter den spter ,gebildeten mehrere zu der ,ueberzeugung gefhrt worden waren1 und auf derselben fest zu beruhen schienen1 dass die ,realitt keinesweges in die ,dinge1 sondern dass sie in das ,denken und seine ,gesetze gesetzt werden msse1 obwohl keiner so recht eigentlich wusste1 wie das letztere zu bewerkstelligen seyn mge2 als es einem der verworrensten ,kpfe1 welche die ,verwirrung unserer ,tage hervorgebracht1 ,friedrich ,wilhelm ,joseph ,schelling1 gelingen konnte1 durch das ,gespenst eines ,subjectivismus der ,wissenschaftslehre1 welches lediglich in seinem grossen ,unverstande sich erzeugt hatte1 selbst diese durch seine ,autoritt zu einem ,irrthume zurckzubringen1 welchen durch sich selbst zu fassen sie doch zu verstndig waren1 und dieselben von ,kant und der ,wissenschaftslehre zu ,spinoza und ,plato zurckzuscheuchen1 bloss weil durch die noch tiefere ,unwissenheit1 wovon eigentlich die ,rede sey1 der ,mann mit noch grsserem ,muthe ausgerstet wurde4 ,sie wussten sich nicht weiter zu rathen1 und forderten wiederholt und in strafedrohenden ,edicten den ,verfasser der ,wissenschaftslehre auf1 zu widerlegen1 wenn er knne1 wozu es weder ,kants1 noch der ,wissenschaftslehre bedurfte1 sondern wovon schon seit ,leibnitz nicht mehr die ,rede seyn konnte4 ,dass der ,mann dadurch seine absolute ,unkunde von dem1 was die ,speculation sey und wolle1 und seine natrliche ,unfhigkeit zum ,speculiren1 sowie die durch ihn ,geirrten die ,unsicherheit ihrer ,kunde gezeigt1 leuchtet von selber ein und bedarf nach den obigen ,erinnerungen keines weiteren ,beweises4 ,aber inwiefern etwa die brige dialektische ,kunst1 das schriftstellerische ,talent1 der sophistische ,witz und die ,gewandtheit des ,mannes den ,getuschten zu einiger ,entschuldigung gereiche1 und was berhaupt dieser ,mann an ,geist und ,kunst vermge und aufzuwenden habe1 mchte eine belehrende ,errterung abgeben4 ,wir wollen in dieser ,errterung1 um mit der allerhchsten ,billigkeit zu verfahren1 uns weder an die frheren ,schriften des ,mannes1 noch auch an dessen sogenanntes ,identittssystem halten2 obwohl dieses letztere so bedeutend geschienen1 dass wir von einem der stehenden literarischen ,tribunale namentlich aufgefordert wurden1 dieses zu widerlegen oder anzuerkennen4 ,war denn nun in diesem ,systeme1 so wie es im zweiten ,hefte des zweiten ,bandes der ,zeitschrift fr speculative ,physik dargelegt ist1 ber welche ,darlegung wir nur im ,vorbeigehen einige ,worte sagen wollen1 der ,irrthum so knstlich und so tuschend verarbeitet1 dass man ohne fremde ,hlfe sich nicht fglich rathen konnte8 ,diese ,darstellung hebt 4 #a4 an mit der ,erklrung3 ,ich nenne ,vernunft die absolute ,vernunft oder die ,vernunft1 insofern sie als totale ,indifferenz des ,subjectiven und ,objectiven gedacht wird4 -- ,dass nun durch diesen ,ausgangspunct der ,mann gleich von vornherein die ,vernunft von sich selbst ausscheide1 und ,verzicht darauf thue1 selber vernnftig zu seyn1 und sich ein einzigesmal zu besinnen1 wie er es denn mache1 um zu allen den ,behauptungen1 die nachfolgen sollen1 zu kommen2 -- dieses zu bemerken konnte dem ,publicum1 weil dadurch das bekanntermaassen abgehende ,organ der ,speculation vorausgesetzt wrde1 nicht wohl angemuthet werden4 ,dass aber die ,eine und absolute ,vernunft1 ausser der nichts seyn solle1 nicht die ,indifferenz des ,subjectiven und ,objectiven seyn knne1 ohne zugleich auch in derselben ungetheilten ,wesenheit die ,differenz desselben zu seyn2 dass hier sonach ausser der ,einen indifferenzirenden ,vernunft noch eine zweite differenzirende im ,sinne behalten wrde1 welche sodann auch wohl in aller ,stille gute ,dienste leisten drfte2 und dass dieser ,fehler nicht etwa nur ein kleiner und unbedeutender ,verstoss1 sondern von den wichtigsten ,folgen seyn mchte1 htte man gleichwohl1 ohne alles ,organ fr ,speculation1 durch ein nur nicht ganz flchtiges ,tappen greifen knnen4 ,dass sie nicht bemerkten1 dass durch diese ,erklrung die ,vernunft nun vollkommen bestimmt und in sich abgeschlossen1 d4 i4 todt sey1 und ihr philosophischer ,heros nun zwar seinen ersten ,satz nach ,belieben werde wiederholen knnen1 niemals aber auf eine rechtliche und consequente ,weise ein ,mittel finden1 um aus ihm heraus zu einem zweiten zu kommen1 wollen wir ihnen ebenso grossmthig erlassen4 ,dass sie aber1 als er nun wirklich nach seiner ,weise anfngt1 den ,todten wieder zu erwecken1 und in den folgenden 4 die ,prdicate des ,nichts und der ,allheit1 der ,einheit und ,gleichheit mit sich selber u4 s4 w41 an diese seine ,vernunft hlt1 und sie glcklicherweise in dieselbe hineindemonstrirt1 sich nicht ein wenig gewundert1 wie denn frs erste nur er selber zu diesen ,prdicaten gelange1 noch ihn darber befragt2 indem ja1 wenn durch die erste ,erklrung das ,wesen der ,vernunft wirklich erschpft wre1 diese ,prdicate selber erst1 durch eine ,analyse jener ,erklrung1 aus der ,vernunft1 als in ihr nothwendig begrndet1 abgeleitet werden mussten1 keinesweges aber1 ,gott weiss woher geschpft1 durch blinde ,willkr davon gehalten werden drften2 dass die ,leser nicht hier das ,leben und ,regen jener 4 #a4 im ,sinne behaltenen differenzirenden ,vernunft in der ,person ihres ,autors selber fhlten2 ja dass ihnen nicht einmal die materiale ,willkr desselben in der beliebigen ,folge der ,prdicate1 die er der ,vernunft anzudemonstriren beliebt1 auffiel1 ist ein wenig schwerer zu verzeihen4 ,was aber soll man erst sodann sagen1 wenn man diese ,andemonstrirungen selber ansieht1 und die ,widersprche1 ,erschleichungen und ,ungereimtheiten entdeckt1 durch welche eine ungebildete und verworrene ,phantasie den ,verfasser blind hinberreisst1 und wenn man sieht1 dass im consequenten ,verfahren aus seinem ersten ,satze allenthalben das gerade ,gegentheil seiner ,behauptung erfolgt1 und dennoch erlebt1 dass diese ,misgeburt von ,system anders1 als mit allgemeinem und unauslschlichem ,gelchter empfangen wird8 ,so lautet z4 ,b4 4 #b43 ,ausser der ,vernunft ist nichts1 und in ihr ist ,alles4 ,wird die ,vernunft so gedacht1 wie wir es 74 #a47 gefordert haben1 so wird man auch unmittelbar inne1 dass ausser ihr nichts seyn knne4 ,denn man setze1 es sey etwas ausser ihr1 so ist es entweder fr sie selbst ausser ihr -- ,so8 fr sie selbst8 ,davon1 dass fr die ,vernunft etwas seyn knne1 haben wir ja in 4 #a4 kein ,wrtlein vernommen1 sondern es schiebt sich hier in aller ,stille1 und ohne dass wir wissen1 woher sie komme1 diese ,voraussetzung zum ,behufe des ,beweises ein1 und der ,verfasser selber hat die ,vernunft nicht gedacht1 wie er 4 #a4 gefordert hatte1 sondern verleitet unmittelbar1 indem er es dem ,leser einschrft1 ihn zum ,gegentheile dieses ,gedankens4 ,aber der ,leser wird es wohl nicht merken1 und so kann ihm der ,beweis wohl gelingen4 ,er gelingt ihm1 wie folgt3 es ist entweder fr sie selbst ausser ihr2 sie ist also das ,subjective1 welches wider die ,voraussetzung ist2 oder es ist nicht fr sie selbst ausser ihr1 so verhlt sie sich zu jenem ,ausserihr1 wie ,objectives zu ,objectivem1 sie ist also objectiv1 allein dieses ist abermals wider die ,voraussetzung4 ,im ,vorbeigehen3 die zweite ,hlfte des ,beweises ist ohne allen ,sinn und ,verstand1 wie der ,leser selber finden mag1 wenn er will1 indem wir dabei uns nicht aufhalten wollen4 ,der richtige und ohne ,erschleichung vollzogene 4 #b4 zu einem solchen 4 #a4 ber dem ,prdicate des ,nichts1 ist der folgende3 ,in der ,vernunft und fr die ,vernunft ist schlechthin nichts4 ,wird die ,vernunft so gedacht1 wie wir es 4 #a4 gefordert haben1 so wird man unmittelbar inne1 dass weder in noch fr die ,vernunft etwas seyn knne4 ,denn setze1 es solle etwas in oder fr die ,vernunft seyn1 so knnte dieses nur dadurch geschehen1 dass und insoweit die ,vernunft selber es wre2 und zwar knnte dieses ,etwas nur das subjective seyn1 oder das objective1 oder beides1 indem wir ausser diesem in unserem 4 #a4 nichts vorfinden4 ,aber dass die ,vernunft das subjective sey1 oder das objective1 oder beides1 widerspricht schlechthin der ,voraussetzung1 dass sie nur sey die ,indifferenz beider4 ,freilich wird in diesem ,beweise vorausgesetzt1 dass ja der ,beweisfhrer whrend desselben sich nicht besinne1 dass in demselben allerdings die ,vernunft fr ihn sey1 und gesetzt sey2 dass daher die eigene factische ,mglichkeit des ,beweises dasselbe voraussetze1 wovon die ,unmglichkeit in ihm erwiesen wird2 und zwar wird dieses mit ,recht vorausgesetzt1 indem das ,gegentheil in einem ,systeme1 das lediglich durch ,nichtbesinnung mglich ist1 gegen die allererste ,verabredung streiten wrde4 ,so lautet der ,anfang von 4 #c43 ,die ,vernunft ist schlechthin ,eine1 und schlechthin sich selbst gleich1 denn wre nicht jenes1 so msste es von dem ,seyn der ,vernunft noch einen anderen ,grund geben -- 7,hier schiebt sich demnach1 zum ,behuf des zweiten ,beweises die zweite ,voraussetzung ein1 dass jedes ,seyn einen ,grund haben msse8 ,woher wissen wir denn das8 ,woher berhaupt pltzlich die ,kategorie des ,grundes1 noch dazu zum ,behuf des ,beweises der 7formellen7 ,einheit der ,vernunft8 ,grund ist eine weit speciellere ,kategorie1 erst eintretend in der ,sphre endlicher ,bedingungen und ,folgen47 -- der ,beweis geht fort -- noch einen anderen ,grund geben1 als sich selbst3 denn sie selbst enthlt nur den ,grund1 dass sie selbst ist1 nicht aber1 dass eine andere ,vernunft sey4 ,so8 woher wissen wir denn wiederum dieses8 ,liegt das auch in 4 #a4 oder in 4 #b48 ,doch erlassen wir ihm die ,frage nach dem ,woher6 lassen wir seine ,anwendung des ,satzes vom ,grunde1 und die unbewiesene ,behauptung1 dass die ,vernunft nur der ,grund ihrer selbst sey1 stehen2 was wrde denn nun mit alle dem der ,satz beweisen8 ,warum knnte denn nicht doch die ,vernunft innerlich und in sich selbst1 eben als ,vernunft1 qualitativ ,eins bleiben1 wenn es auch einen ,grund ihres formalen ,daseyns ausser ihr selber gbe8 ,nur das ,seyn wre sodann nicht ,eins1 und die ,vernunft wre nicht alles ,seyn1 und ,eins mit dem ,seyn4 ,die ,einheit des ,seyns daher1 keinesweges aber die der ,vernunft1 wre bewiesen1 wenn dieser doppelt und dreifach falsche ,beweis etwas beweisen knnte2 aber unser ,verfasser setzt hinzu3 die ,vernunft ist also ,eine1 seinen eigenen ,beweis nicht einmal verstehend4 ,der richtige 4 #c4 ber dem ,prdicate der ,einheit und ,sichgleichheit zu einem solchen 4 #a4 und #b4 wre der folgende3 die ,vernunft ist schlechthin weder ,eines1 noch sich selbst gleich4 ,denn setzet1 dass sie das seyn solle1 so knnte sie1 da ausser ihr gar nichts ist1 dasselbe nur in und fr sich selbst seyn4 ,nun ist es 74 #b47 berhaupt unmglich1 dass in ihr oder fr sie berhaupt etwas sey1 daher kann in ihr oder fr sie auch nicht ,einheit und ,sichselbstgleichheit seyn1 daher kann berhaupt nicht ,einheit und ,sichselbstgleichheit seyn1 und eben darum auch nicht die der ,vernunft seyn4 -- ,freilich wird auch hier vorausgesetzt1 dass ja niemand sich besinne1 wie er selber doch wirklich und in der ,that in diesem ,beweise ,einheit und ,gleichheit setze1 wodurch derselbe ,widerspruch zwischen dem ,thun und ,sagen1 den wir schon bei dem vorigen ,beweise nachwiesen1 eintrte1 und der ganze ,scherz in ,nichts zerginge4 ,nach dieser ,weise geht es nun fort durch das ganze ,scriptum1 und keine der folgenden ,demonstrationen ist anderer ,natur1 als die eben geprften4 ,der ,erfolg aber aller dieser ,anstalten ist der1 dass1 auf eine durchaus nur erdichtete ,weise1 und durch absolute ,aufhebung des ,satzes1 von welchem ausgegangen wurde1 die specifische ,verschiedenheit der mancherlei wirklichen ,dinge erklrt wird aus der ,verschiedenheit des quantitativen ,verhltnisses des ,subjectiven und ,objectiven in ihnen4 ,dass diese ,erklrung vllig willkrlich und eine leere ,hypothese sey1 leuchtet unmittelbar ein2 denn wie knnte irgend jemand auf sie kommen1 der nicht schon als bekannt und ausgemacht voraussetzte1 dass es specifisch verschiedene ,dinge gebe1 und der sich nicht in den ,kopf gesetzt htte1 diese ,verschiedenheit1 es mchte nun ,gott lieb oder leid seyn1 zu erklren4 ,dass sie aber dem ersten ,grundsatze widerspricht und ihn aufhebt1 leuchtet also ein3 ,ist die ,vernunft die absolute ,indifferenz des ,subjectiven und ,objectiven1 und giebt es gar kein anderes ,seyn1 ausser dem der ,vernunft1 so kann in keinem ,seyn diese ,indifferenz aufgehoben werden1 und eine quantitative ,differenz an die ,stelle treten4 ,inzwischen1 wie schon oben gesagt1 ich will auch nicht nach dieser verjhrten1 und wenn auch nicht von dem naturphilosophischen ,publicum erkannten1 dennoch vielleicht von ihrem ,urheber schon bereuten ,snde ihn richten1#cg sondern meine ,untersuchung seines ,geistes und ,talentes auf eine andere ,schrift1 die er selbst fr so heilig hlt1 dass er durch das3 ,rhre nicht ,bock1 denn es brennt1 die ,profanen an der ,schwelle zurckweiset1 und welche wirklich auch nach meinem ,erachten die beste1 d4 h4 die noch am wenigsten stmperhafte unter den zahlreichen ,producten seiner ,feder ist2 auf seine ,schrift3 ,religion und ,philosophie betitelt 7,tbingen1 bei ,cotta1 #ahjd471 bauen4 ,funote #cg3 ,durch diese1 brigens ihre guten factischen ,grnde fr sich habende ,vermuthung haben wir indessen1 wie hinterher sich gefunden1 ihm zu viel ,ehre erwiesen4 ,es ist uns nemlich seit ,abfassung jener ,stelle das erste ,heft der ,jahrbcher der ,medicin etc4 in die ,hnde gefallen1 wo 7,s4 #i47 die soeben berhrte ,darstellung1 und besonders die allgemeinen ,grnde1 wie sie 4 #a bis #ej4 aufgestellt seyen1 noch immer als bewhrt gepriesen und citirt werden4 ,selbst dasjenige1 was mehr noch aus ,divination1 als aus bewusster ,erkenntniss entsprungen gewesen1 habe sich -- zum ,wunder6 -- bewhrt4 ,seine ,divinationen also hat der ,mann als ,philosopheme drucken lassen1 und sagt es selber1 ohne ein ,arges daraus zu haben8 ,welche ,begriffe mag er von ,philosophie haben und von ,schriftstellerei berhaupt8 ,das ,wunder inzwischen jener gerhmten ,bewhrung kann man irgendwo von uns sehr natrlich erklrt finden4 ,uebrigens ist in diesen ,jahrbchern die dogmatische ,verstocktheit1 das ohnmchtige ,pochen auf die ,unbesonnenheit1 die trotzige ,versicherung1 dass diese eben das ,rechte sey1 und das grobe ,misverstehen des ,idealismus so arg1 als jemals1 und es ist ,schonung1 dass wir die gewhlte ,prfung stehen lassen1 und unseren ,maassstab nicht an dieses neueste ,product legen1 das den sichtbaren ,verfall seines ,urhebers in jeder geistigen ,kraft bezeugt4 ,der bei weitem grsste ,theil dieser ,schrift hat es gar kein ,hehl1 dass nur frei und frank hinphantasirt werde1 ohne dass man sich auch nur die ,miene des ,denkens oder der ,untersuchung gbe3 es wird versichert1 betheuert1 behauptet1 entschieden1 ohne dass auch nur ein ,schatten eines ,beweises dazwischen eintritt4 ,alles also ,beschaffene spricht schon durch sich selbst sich sein ,urtheil1 und wir knnen es bergehen4 ,wir wenden uns daher sogleich zur hervorstechendsten ,stelle des ganzen ,buches1 die den ,anschein des ,denkens wirklich an sich nimmt1 und ber die dermalen hchsten ,principien dieses ,philosophen ,auskunft zu geben verspricht1 indem wir1 wie schon oben gesagt1 immer ungergt lassen den ,grundirrthum des ,objectivirens1 und bloss zusehen1 mit welcher ,fhigkeit und ,gewandtheit man sogar im ,irrthume sich bewege4 ,von ,s4 #ah4 an wird eine ,ableitung der endlichen ,dinge aus dem ,absoluten und eine ,darstellung des ,verhltnisses zu ihm angekndigt1 mit welcher es denn auch ,s4 #ba4 also zum ,schlage kommt3 ,so gewiss jenes schlechthin einfache ,wesen der intellectuellen ,anschauung 7mit dem ,worte3 ,wesen meint er das ,object der erwhnten ,anschauung2 er hat aber seinen guten1 uns sehr wohlbekannten ,grund1 dieses letztere ,wort hier ja nicht in den ,mund zu nehmen1 indem dieses ihn in schlimme ,verlegenheiten mit der ,wissenschaftslehre bringen knnte7 -- so gewiss dieses ,wesen ,absolutheit ist3 so gewiss kann ihm kein ,seyn zukommen1 als das durch seinen ,begriff 7denn wre dieses nicht1 so msste es durch etwas anderes ausser sich bestimmt seyn1 was unmglich ist74 ,halten wir gleich hier den schwellenden ,strom dieses ,beweises an1 indem wir ber einiges darin nicht ganz so leicht hinwegkommen knnen1 als sein ,urheber4 ,ich verstehe deutlich3 wre es nicht durch sich bestimmt1 so wre es durch ein anderes bestimmt1 nemlich1 wenn es berhaupt durch etwas bestimmt seyn msste1 wofr der ,beweis keinen ,grund angiebt1 sondern es nur eben hindichtet4 ,ich sehe1 dass dieser ,beweis sein ,absolutes1 das erst ,eins seyn sollte1 in zweie1 in ein bestimmendes und in ein bestimmtes zerreisst1 und so mit einer inneren und materialen ,disjunction 7die ursprngliche und formale1 dass es ,hingeschautes ist aus einem ,schauen1 wird unserem ,versprechen gemss erlassen71 ber die er keine ,rechenschaft giebt1 anhebt2 welches der erste ,act der blinden ,willkr ist4 ,sehe ich dieses ,verfahren tiefer an1 so finde ich1 dass der bekannte ,begriff vom ,absoluten1 dass es sey von sich1 aus sich1 durch sich1 hier vollzogen werde1 welcher1 als blosser ,begriff1 ussere ,charakteristik und ,schema des ,absoluten1 und blosse ,beschreibung seiner ,form im ,gegensatze mit der ,form des ,nichtabsoluten1 das da nicht ist von sich selbst1 keinesweges in dasselbe selber uns hineinzufhren vermag1 sondern dasselbe unserem ,blicke auf ewig verschliesst2 welches nicht zu bemerken die zweite ,blindheit ist4 ,ich sehe ferner1 dass der ,ausdruck3 das sey unmglich1 wie er dasteht1 eine ,unmglichkeit lediglich des ,denkens ausdrcke1 dessen reale ,bedeutung vor allen ,dingen htte gesichert werden mssen2 welches die dritte sehr grobe ,unterlassungssnde ist4 ,wenn ich brigens dieses alles hingehen1 und mir das ,absolute in seiner ,zweifachheit als bestimmendes und bestimmtes gefallen lasse1 so sehe ich noch immer nicht ein1 warum es in seiner ersten ,qualitt1 als bestimmendes1 gerade ein ,begriff seyn solle1 wie mir gleichfalls ohne irgend eine ,anfhrung des ,grundes angemuthet wird2 welches sonach die vierte blinde ,willkr wre4 ,ich sehe inzwischen sehr wohl ein1 warum also verfahren werden musste2 indem es nemlich auf andere ,weise nicht zu der begehrten ,schlussfolge3 das ,absolute ist also berhaupt nicht real1 sondern an sich selbst nur ideal1 kommen knnte4 ,ich will nicht nur gefllig seyn1 sondern sogar ein ,uebriges thun2 ich will wirklich denken1 was der ,beweis von mir verlangt1 und so nachholen1 was sein ,urheber versumt hat2 indem dieser1 wie tiefer unten sich zeigen wird1 das ,begehrte in der ,that nicht gedacht1 sondern nur leere ,worte gemacht hat2 welches1 falls der besprochene ,beweis uns gelingt1 die fnfte ,blindheit seyn wrde4 ,es kann dem ,absoluten kein ,seyn zukommen1 ausser durch seinen ,begriff4 ,wenn ich das letztere in vollem ,ernste und wirklich1 und nicht etwa bloss faselnd1 so dass es wahr seyn solle1 und doch wieder auch nicht wahr1 denke1 so denke ich1 dass das ,absolute einen ,begriff von sich selber1 eine ,anschauung seiner selber1 ein schematisches ,seyn ausser seinem ,seyn1 -- denn also ist ein ,begriff zu denken -- habe1 und zwar von sich1 als einem also bestimmten und beschrnkten ,seyn1 wie es sich begreift4 ,ich sehe nunmehro klar ein1 was dem ,beweisfhrer selber1 der nicht wirklich dachte1 sondern nur faselte1 bloss dunkel vorschweben konnte1 dass auf diese ,weise das ,absolute in sich selbst durchaus nur ideal seyn knne2 indem ich ja so consequent seyn werde1 das ,absolute selbst1 und diesen seinen ,begriff von sich selbst1 durchaus fr ,eins und dasselbe zu halten1 und ihm kein anderes formales oder materiales ,seyn1 und keinen anderen ,sitz und ,mittelpunct dieses letzteren zuschreiben werde1 ausser eben in seinem ,begriffe von sich selber unmittelbar und ganz4 ,das ,absolute wird nun wieder ,eins1 ein zugleich bestimmendes und bestimmtes in der formalen ,einheit des ,begriffes1 und die andere ,hlfte der realen ,bestimmtheit1 welche ohne ,zweifel nur als ,hlfslinie des ,beweises erst angelegt war1 fllt hinweg4 ,zwar bekomme ich statt dieser ,zweiheit in mein ,absolutes die von der ,form des ,begriffes1 in welcher ,form nun das ,absolute aufgeht1 unabtrennbare ,fnffachheit2 aber das ist nun einmal unvermeidlich1 und ich thue wohl1 in das ,unvermeidliche mich zu ergeben4 ,dass ich mich ja nicht besinne1 dass zuletzt doch ich selber es sey1 der jenen ,begriff von einem ,begriffe des ,absoluten von sich selbst habe1 und dass ich denselben auf das ,zureden dieses stattlichen ,beweises1 mit sehr bewusster ,willkr gebildet habe1 -- wodurch ich zwar in das leere ,reflectirsystem fallen1 aber die ,sache ein verwickelteres ,ansehen erhalten wrde1 -- versteht sich1 indem dies gegen die ,abrede laufen wrde4 ,so weit im ,reinen1 lasset uns das ,weitere vernehmen6 ,aber gleich ewig mit dem schlechthin ,idealen ist die ewige ,form4 ,gleich ewig8 ,wir erfahren sonach nebenbei und im ,vorbeigehen1 dass das schlechthin ,ideale unter anderm auch ewig ist4 ,woher mag uns diese ,kunde kommen1 und was mag das heissen1 ewig seyn8 ,seyen wir jedoch diesmal ausser ,sorgen2 der ,verfasser will uns hier nichts aufbinden oder erschleichen2 er denkt das ,gesagte in der ,that nicht1 und denkt diesmal gar nichts2 er hat sich das ,wort ewig nur stark angewhnt1 und es entfhrt ihm hier unwillkrlich2 denn wenn er daran gedacht htte1 dass er es vorbrchte1 so htte er zugleich auch gedacht1 was es doch bedeuten mge2 welches somit die sechste und die siebente ,blindheit auf ,einen ,schlag ist4 ,gleich ewig ist also die ewige ,form8 ,dies versteht sich eigentlich von selbst2 denn wir haben ja schon oben gesehen1 dass das ,absolute1 als durchaus nichts anderes1 denn sein ,begriff von sich selbst1 in dieser ,form des ,begriffes aufgehe1 welche ,form somit ebenso absolut ist1 als dasselbe selber1 da sie es ja selber ist1 und die1 wenn das ,wort ewig eine ,bedeutung haben sollte1 und das ,absolute ewig wre1 auch ebenso ewig seyn wrde1 als dieses4 ,meint denn nun der ,verfasser diese ,form1 oder meint er eine andere8 ,er meint eine andere2 denn dass er schon an dem ,begriffe des ,absoluten von sich selber eine recht tchtige und haltbare und sogar fnffache ,form habe1 ist ihm verborgen geblieben1 woraus eben hervorgeht1 dass er das oben dem ,leser angemuthete ,denken selbst nicht vollzogen1 und so der oben versprochene ,beweis nachgeliefert ist4 ,dass er aber noch eine zweite ,form begehrt1 kommt daher1 weil er irrigerweise meint1 vermittelst der ersten1 selbst wenn er sie sich klar mache1 lasse sich nichts aus dem ,absoluten heraus ableiten1 welches letztere doch sein eigentlicher ,zweck ist4 ,irrigerweise meint er das1 sagte ich2 wenigstens wre uns fr unsere ,person gar nicht bange1 wenn wir einen solchen ,begriff des ,absoluten von sich selber unter die ,hnde bekmen1 dass wir nicht daraus mit leichter ,mhe ,erde und ,himmel1 und alle ihr ,heer sollten ableiten knnen4 ,wir haben ja in diesem ,begriffe das ganze qualitative ,seyn des ,absoluten1 welches es anschaut2 dies wird doch wohl ohne ,zweifel ein ergiebiges ,mannigfaltige uns liefern4 ,wir drfen von nun an nur die ,augen und ,hnde aufthun1 und uns geben lassen1 was da ist2 und haben nun fr jedes ,ding1 das uns vorkommen mag1 die immer fertige und stets sich gleich bleibende ,antwort3 das ist auch ein ,qualitatives im ,absoluten1 und dieses gleichfalls1 und dieses1 und so ins ,unendliche fort4 ,die einzige noch brige ,schwierigkeit wre nur die1 begreiflich zu machen1 wie wir andern zur ,mitwissenschaft vom ,seyn des ,absoluten1 und zur ,theilnahme an seinem ,begriffe von sich selber gelangten2 aber da unwidersprechlich erhellet1 dass die innere ,grundform des ,begriffes des ,absoluten von sich selbst die ,ichform ist1 so knnte ja wohl gerade durch diese ,form jedwedes ,ich an dem ,absoluten ,theil haben1 und in dasselbe versinken2 zu welcher khneren ,lsung der ,aufgabe dieser ,schriftsteller nur zu blde und zu verzagt ist1 und das ,absolute1 soweit als irgend mglich1 sich vom ,leibe hlt4 ,aus diesem ,grunde bleibt die erste ,form unbenutzt1 und es muss ihm eine zweite herbeigeschafft werden1 in welche1 als weniger vornehm1 er mit einem kleineren ,maasse von ,unbescheidenheit seine ,person hineinzuschieben hofft4 ,es ist also eine ,form des ,absoluten2 und diese ist gleich ewig mit ihm2 -- so haben wir vernommen1 ein ,schatten eines ,beweises aber erscheint nicht4 ,woher weiss denn der ,verfasser1 was er behauptet8 und wie mag er wohl dazu kommen1 eine solche ,form anzunehmen8 das werden wir ohne ,zweifel am besten erfahren1 wenn wir sehen1 wozu er sie braucht und gebraucht4 ,aber er gebraucht sie bald darauf1 um vermittelst derselben die ,realitt aus dem ,absoluten zu erklren4 ,sein ,bedrfniss demnach1 diese ,erklrung zu liefern1 ist der wahre ,schpfer1 und der wahre verschwiegen gebliebene ,beweisgrund des ,seyns einer solchen ,form4 ,und so haben wir denn schon hier den ,begriff dieses ,mannes von ,philosophie1 und sein ganzes ,verfahren1 in unermesslicher ,evidenz vor uns liegen4 ,die ,realitt ist eben an sich2 darber wird gar kein ,zweifel rege1 und dieses ist der wahre ,grundpfeiler seines ,systems4 ,diese kann und muss erklrt werden2 und es ist das ,geschft der ,philosophie1 diese ,erklrung zu liefern4 ,auch hierber1 als den zweiten ,grundsatz dieses ,systems1 wird ebensowenig ein ,zweifel rege4 ,zum ,behufe dieser ,erklrung muss nun eine ewige ,form1 und zum ,behufe der ,fllung dieser ,form ein ,absolutes angenommen werden1 welches der dritte ,theil und die wirkliche ,vollziehung dieses ,systemes ist4 ,der ,ausgangspunct desselben ist daher der allerblindeste und stockglubigste ,empirismus1 und ein ,absolutes wird lediglich der ,welt zu ,liebe angenommen4 ,dies ist die wahre ,meinung des ,mannes vom ,absoluten1 denn also gebraucht er es2 und wenn er ein andermal zur ,abwechslung von unmittelbarer ,erkenntniss und ,anschauung des ,absoluten redet1 so ist dies leere ,prahlerei und purer ,scherz1 indem er gar nicht aus dieser ,prmisse1 sondern aus der entgegengesetzten wirklich urtheilt und philosophirt4 ,hchstens mag an dem ,ersteren1 wie wir grossmthig voraussetzen wollen1 so viel wahr seyn1 dass er die ,nothwendigkeit einer unmittelbaren ,erkenntniss1 falls es jemals zu einer mittelbaren kommen sollte1 berhaupt einsieht1 ohne dass er sie doch an sich zu bringen weiss1 noch auf seinem ,wege jemals sie an sich bringen wird4 ,uebrigens ist dieses ,nichtverstehen seiner eigenen wahren ,meinung und ,nichtbemerken seines blinden ,empirismus und seines ,erklrens durch eine willkrlich gesetzte ,hypothese1 die radicale ,blindheit des ,mannes1 und von den hier geprften die achte an der ,zahl4 ,lassen wir inzwischen uns weitere ,auskunft geben ber diese ewige ,form6 -- ,nicht das schlechthin ,ideale steht unter dieser ,form1 denn es ist selbst ausser aller ,form1 so gewiss es absolut ist4 ,ausser aller ,form2 es ist somit das oben ber desselben ,begriff von sich selbst ,gesagte1 wenige ,zeilen darauf1 nachdem es gesagt worden1 zurckgenommen1 ohne dass es gemerkt wird1 welches die neunte ,blindheit wre4 ,aber sehen wir doch nher hin1 was der ,mann eigentlich schwatzt4 ,das selbst ist auch im ,urtext beschwabachert1 und es thut wohl noth1 wiewohl auch von der anderen ,seite es ihm ,verdruss bringen drfte4 ,ich frage3 ist es denn dasselbe ,eine ,absolute1 von welchem oben geredet worden1 das da seyn soll in der ewigen ,form8 ,es muss wohl2 denn sonst htten wir ein zweites ,absolutes1 und wren mit dem ersten ganz vergebens bemht worden1 und es wre ein ,fehler1 dass man uns nicht gleich von vornherein vor die rechte ,schmiede des ergiebigen und erklecklichen ,absoluten gefhrt htte4 ,also ist es doch das ,absolute selbst1 das in der ,form ist4 ,nun aber soll es doch wiederum nicht selbst in der ,form seyn4 ,also ein ,selbst1 das zugleich auch ,nichtselbst1 eine ,identitt1 die zugleich auch ,nichtidentitt ist8 ,giebt es kein ,mittel1 diesen ,unsinn klar in die ,augen springen zu lassen8 ,ich hoffe1 ,folgendes soll ,dienste leisten4 ,ich frage3 ist denn das ,absolute in jenem ,sichformiren ganz und ungetheilt dabei8 oder ist es nicht ganz und ungetheilt dabei8 ,ist das ,erste1 so ist es ganz und in ungetheilter ,wesenheit in der ,form1 und es ist nirgends und auf keine andere ,weise1 ausser in der ,form4 ,unser ,philosoph will nicht1 dass es so sey1 weil ihm um seine eigene selbststndige ,individualitt1 welche sodann in das ,absolute versnke1 bange ist4 ,nach ihm ist also das ,letztere2 ist aber dies1 so theilt in dieser ,formirung das ,absolute sich in zwei absolute ,hlften1 mit deren einer es selbst ausser aller ,form bleibt1 mit deren anderer aber es selbst ist in der ,form4 ,wird dies unser ,philosoph zugeben wollen8 ,ich hoffe das ,gegentheil2 inzwischen hat er es dennoch gesagt1 ohne selbst zu wissen1 was er redet1 welches die zehnte hier obwaltende ,blindheit ist4 ,ich werde es mde1 und vielleicht eben also der ,leser1 dem ,manne noch ferner ,schritt vor ,schritt zu folgen1 und ihm seine ,verworrenheiten vorzuzhlen2 und breche gerade hier um so lieber ab1 da sogleich die zwei folgenden ,zeilen so dicken und zhen ,unsinn enthalten1 dass gar manches ,wort erfordert wrde1 ihn fliessend zu machen4 ,ich setze nur noch den ,schluss dieser ,errterung ber die ewige ,form her4 ,diese ,form ist1 dass das schlechthin ,ideale1 unmittelbar als solches1 ohne also aus seiner ,identitt herauszugehen1 auch als ein ,reales sey4 ,was mag real heissen8 ,nun1 denkt der ,mann1 das weiss ja wohl jedes ,kind1 und macht sich keine ,mhe mit der ,bestimmung seines ,begriffes4 ,wir aber mchten doch gleichwohl gerne wissen1 welchen ,sinn er mit diesem ,begriffe zu verbinden htte1 und mssen es schon selber aus dem ,zusammenhange aufsuchen4 ,real ist dem ,verfasser der ,gegensatz zum ,idealen2 das ,ideale aber ist ihm1 theils nach seinen ausdrcklichen ,worten1 theils zufolge der hheren ,klarheit1 welche wir denselben durch die wirkliche ,vollziehung des angemutheten ,denkens gegeben haben1 dasjenige1 was keines anderen ,seyns bedrftig oder fhig ist1 ausser im ,begriffe3 das ,reale muss daher seyn ein ,seyn1 das keines anderen ,seyns fhig ist1 als nur des ausser dem ,begriffe1 die absolute ,bewusstlosigkeit4 ,so1 sage ich1 msste nach unserem ,philosophen das ,reale gedacht werden1 obwohl derselbe bei anderen ,gelegenheiten wiederum sehr entfernt ist1 es also zu denken2 denn ,s4 #bc4 tritt die ,form der ,bestimmtheit des ,realen durch das ,ideale als ,wissen ein in die ,seele4 ,wir hatten oben nur die ,sichformirung des ,idealen vermittelst und in der ,form zum ,realen1 das unmittelbare ,verschmelzen der ,idealitt in ,realitt 7,j ,x ,r73 woher kommt uns denn jetzt diese neue ,form hherer ,abstraction einer ,bestimmtheit des ,realen durch das ,ideale1 welche wechselseitig seyn muss1 und der blossen ,realitt zugleich den ,grund ihres ,soseyns hinzufgt ,f 7,j ,x ,r71 und noch obenein eine ,seele1 in welcher diese ,form der ,form eintritt8 ,es scheint ja1 dass an diesem ,systeme der wrtembergische ,katechismus wohl ebenso viel ,antheil habe1 als die ,speculation4 ,mit der wirklichen ,ableitung endlicher ,dinge aus dem ,absoluten gelingt es ihm nun1 zu ,ende von mancher ,noth und ,plackerei1 die er sich bis dahin anthut1 ,s4 #bi4 unverhoffterweise folgendermaassen3 ,das ,absolute wrde in dem ,realen nicht wahrhaft objectiv1 theilte es ihm nicht die ,macht mit1 gleich ihm1 seine ,idealitt in ,realitt umzuwandeln und sie in besonderen ,formen zu objectiviren4 ,nun1 da ist ja mit ,einemmale alles gewonnen1 und die ,aufgabe aller ,speculation in unermesslicher ,klarheit und ,leichtigkeit1 zu allgemeinem ,vergngen und ,bequemlichkeit1 gelst6 ,dass wir andern alle das ,reale1 in welchem das ,absolute wahrhaft objectiv geworden1 seyen1 leidet keinen ,zweifel2 die ,macht1 unsere ,idealitt in ,realitt umzuwandeln1 und sie in besondern ,formen zu objectiviren1 geht zufolge dieser ,versicherung uns auch nicht ab2 und so wird denn wohl die ,welt nichts anderes seyn1 als die ,ausbung jener unserer ,macht4 ,thun wir von nun an nur unsere ,sinne1 oder1 in der ,terminologie unseres ,weltweisen1 die uns mitgetheilte ,macht1 unsere ,idealitt in ,realitt umzuwandeln1 auf1 so werden wir ja hren und sehen1 wie jene ,macht in besonderen ,formen sich objectivire2 und so sind wir denn1 freilich auf einem etwas mhsamen und holprigen ,umwege1 gerade bei demjenigen angekommen1 wozu ich schon oben geglaubt1 dass der ,begriff des ,absoluten von sich selber dienen knne4 ,was von nun an uns auch vorkommen knne1 wir werden jedesmal zu sagen wissen1 es sey dies eine ,aeusserung der ,macht1 unsere ,idealitt in ,realitt umzuwandeln1 durch welche ,macht das ,absolute in uns objectiv geworden4 ,leider werden wir in den freudigen ,empfindungen1 die wir hierber gefasst haben mchten1 schon ,s4 #cd4 durch die unerwarteten und merkwrdigen ,worte gestrt3 ,mit ,einem ,worte1 vom ,absoluten zum ,wirklichen giebt es keinen sttigen ,uebergang1 der ,ursprung der ,sinnenwelt 7man bemerke1 dass dieses ,wort hier gleichbedeutend ist mit dem ,wirklichen7 ist nur als ein vollkommenes ,abbrechen von der ,absolutheit1 durch einen ,sprung denkbar4 ,der ,grund der endlichen ,dinge -- so beschliesst die ,s4 #ah4 uns verheissene ,auskunft ber die ,abkunft der endlichen ,dinge aus dem ,absoluten -- der ,grund der endlichen ,dinge kann nicht in einer ,mittheilung von ,realitt an sie1 oder an ihr ,substrat1 welche ,mittheilung vom ,absoluten ausgegangen wre1 er kann nur in einer ,entfernung1 in einem ,abfall vom ,absoluten liegen4 ,diese ebenso klare und einfache1 als erhabene ,lehre 7,so8 es scheint1 der ,geschmack ist mancherlei7 ist auch -- die wahrhaft ,platonische4 -- ,nur durch den ,abfall vom ,urbilde lsst ,plato die ,seele von ihrer ersten ,seligkeit herabsinken4 -- ,es war ein ,gegenstand der geheimeren ,lehre in den griechischen ,mysterien1 auf welche auch ,plato nicht undeutlich hinweiset4 ,nun1 wenn ,plato und die griechischen ,mysterien das annahmen1 so werden wir andern wohl ,respect haben1 und es uns gleichfalls gefallen lassen mssen2 sollte es sich auch finden1 dass in der ganzen ,lehre durchaus kein ,sinn und ,verstand sey1 und dass das ,angemuthete niemals im wirklichen ,denken vollzogen1 sondern nur gesagt werden knne4 ,wir haben grossen ,verdacht1 dass das ,letztere sich finden werde4 ,denn was soll doch dasjenige seyn1 das da abfllt vom ,absoluten8 ,es sind nur zwei ,flle mglich3 entweder nemlich ist es das ,absolute selbst1 in welchem ,falle dieses von sich selbst abfallen1 d4 h4 sich in sich selber und durch sich selber vernichten msste1 welches absurd ist2 oder es ist nicht das ,absolute selbst2 so ist es von1 aus1 durch sich selber1 und wir haben der ,absoluten zwei an der ,zahl1 was abermals absurd ist4 ,es geht nicht1 dass man sage1 das ,absolute habe jenes andere gemacht1 und es gut gemacht1 und es sey nur nachher abgefallen3 denn sodann msste das in ihm liegende ,vermgen1 abzufallen1 ihm entweder das ,absolute ertheilt haben1 in welchem ,falle in der ,ertheilung dieses ,vermgens das ,absolute in der ,that von sich abgefallen wre1 welches die erste ,absurditt ist2 oder es msste dieses ,vermgen von und aus sich selber haben1 wodurch es wenigstens in ,absicht dieses ,vermgens absolut wrde1 welches die zweite ,absurditt ist4 ,jedoch1 wenn wir dieses ,alles dem ,verfasser bersehen wollten1 wie passt denn diese ,aeusserung zu allen seinen frheren ,operationen8 ,ich bitte1 ist denn das ,absolute wirklich und in der ,that vorhanden1 oder ist es nicht wirklich vorhanden8 ,ist denn an dem ,objectivwerden dieses ,absoluten in einer ,macht1 seine ,idealitt in ,realitt umzuwandeln1 und sie wiederum in verschiedenen ,formen zu objectiviren1 ein wahres ,wort1 oder ist daran kein wahres ,wort8 ,ist das ,erstere1 so ist ja die ,wirklichkeit allerdings erklrt1 und der sttige ,uebergang vom ,absoluten zum ,wirklichen ist gefunden4 ,wird aber das ,letztere angenommen1 wie dadurch1 dass die ,unerklrbarkeit des ,wirklichen aus dem ,absoluten behauptet wird1 allerdings geschieht1 so wird ja alles frher ,gesagte fr unwahr erklrt und zurckgenommen1 und es wird alle1 sowohl wahre1 als die hier herrschende vermeinte ,speculation aufgehoben4 ,warum liess denn der ,verfasser dennoch seinen ,anfang stehen1 nachdem er ein solches ,ende gewonnen hatte8 ,haben wir ihn vielleicht nur nicht recht verstanden8 ,abgeleitet habe er nun wirklich und in der ,that etwas1 lsst er sich vernehmen1 aber dieses sey denn doch nur die pure ,idee2 und jenes uns so erfreuliche ,objectiviren seiner ,idealitt in verschiedenen ,formen mag wohl auch nur das blosse leidige ,handeln1 keinesweges aber1 wie wir hofften1 zugleich auch die ursprnglichen ,weltvorstellungen bedeuten8 ,ich bitte1 ist denn die ,idee nicht wirklich1 und kann sie denn nicht wirklich werden1 und ist sie denn nicht in der ersten ,hlfte des ,buches1 in der stattlichen ,ableitung unseres ,herrn ,verfassers in der ,that wirklich geworden8 ,ja1 wer vor ,demuth zu einer solchen ,annahme kommen knnte6 ,das ist ,alles wohl gut1 sagt der ,mann1 aber das ist doch nicht das rechte ,wirkliche1 nicht das wirklich ,wirkliche2 dafr lasse ich lediglich und allein die materielle ,sinnenwelt gelten4 ,ist ihm denn aber im ,laufe seines philosophischen ,lebens niemals die ,behauptung zu ,ohren gekommen1 dass eine ,sinnenwelt berhaupt nur im ,sinne1 der ,sinn aber nur in der ,idee1 als ,sphre des selbststndigen ,lebens der ,idee1 wirklich da sey8 ,will er nun dieses nicht zugeben1 wie er es denn allerdings nicht will2 wie bringt er denn zuvrderst seinen ,begriff von der ,wirklichkeit zu ,stande8 ,offenbar nur durch den ,gegensatz mit der ,idee2 ein ,seyn der ,materie1 durchaus unabhngig von der ,idee1 und da doch ohne ,zweifel ausser der ,idee und der ,materie es nicht noch ein drittes wird geben sollen1 unabhngig von irgend etwas ,anderem1 also ein wahres ,ansich und innerliches ,absolutes1 das zweite an der ,zahl1 wenn es nemlich sein ,ernst ist1 dass es zugleich auch eine absolute ,idee gebe4 ,und so ist denn bei diesem philosophischen ,heros1 wo es ,ernst wird1 nichts mehr zu finden1 als der alte und wohlbekannte ,scherz eines materialistischen ,dualismus4 ,nicht ,wissenschaftslehre1 nicht ,kant1 sondern du1 heiliger ,leibnitz1 bitte fr ihn6 ,ferner1 wie gedchte sich denn wohl der ,mann bei dieser ,denkart gegen diejenigen1 welche auf der ,einheit des ,absoluten1 und auf der ,idee1 als der einzig mglichen ,realitt bestnden1 zu schtzen8 ,er wird niemals eine andere ,weise finden1 als diejenige1 deren er sich wirklich bedient1 dass er1 als ein zweiter ,friedrich ,nicolai1 sich auf das ,zeugniss seiner ,sinne1 und auf den gesunden ,menschenverstand berufe1 und hoch betheure1 die materiellen ,gegenstnde mssten aber doch seyn1 denn er sehe sie ja1 und hre sie1 und keiner soll ihn jemals eines anderen bereden4 ,und so fllt denn an dieser ,stelle dem ,manne die ,maske der ,speculation1 die er auch sonst locker genug trgt1 vllig ab1 und es tritt hervor die natrliche ,haut des rohesten1 stockglubigsten ,empirismus1 wie denn sich ber das ,ansichseyn der ,materie auch nicht einmal ein ,verdacht regt4 ,da man unserm ,publicum alles ausdrcklich sagen muss1 und fast niemals darauf rechnen kann1 dass es selber folgern oder annehmen werde1 dass jemand wirklich wolle und zugebe1 was aus seinen ,stzen folgt3 so merke ich hier noch ausdrcklich an1 dass alle ,naturphilosophie auf diese ,stockglubigkeit1 dieses ,entsetzen und ,erschrecken vor der ,materie1 und diese ,scheu1 selber lebendig1 und nicht als ein blosses ,naturproduct da zu seyn1 sich grnde1 und dass diese denen1 die ihnen widersprechen1 niemals eine andere ,antwort werden geben knnen1 als dass es ihnen am ,gefhle fehlen msse4 ,nun ist1 da wir ebensowohl leben1 denn sie1 ohne ,zweifel zu erwarten1 dass wir ebensowohl hren und sehen mgen1 denn sie2 nur dass wir diesen ,erscheinungen der ,sinne nicht unmittelbar und ohne ,weiteres ,glauben beimessen1 sondern sie mit dem ,begriffe durchdringen1 und in ihrer ,bedeutung1 als dem wahrhaft ,realen an ihnen1 sie verstehen4 ,woran es uns daher1 ihnen gegenber1 in der ,that fehlt1 das ist ihr blinder ,aberglaube1 und wenn sie unter ihrem ,gefhle diesen verstehen1 so haben sie ganz recht mit ihrem ,verdachte1 dass irgend etwas1 das sie besitzen1 uns abgehen mge4 ,mge ihnen doch nie ein ,licht darber aufgehen1 welche ,thoren sie geworden sind1 da sie sich fr ,weise hielten4 ,um zurckzukehren zu unserem ,philosophen3 ein so ber alle ,maassen ungeschickter und stmperhafter ,sophist1 wie wir es ihm nachgewiesen haben1 ist also der ,mann1 dem es gelungen ist1 die ,philosophen dieses ,zeitalters irre zu machen4 ,inzwischen drfte es eine ,ungerechtigkeit sowohl gegen mich selber1 als gegen den genannten ,mann involviren1 wenn ich hiermit dieses ,capitel beschlsse4 ,gegen mich selber1 indem ich nicht will1 dass gewisse ,gegner1 ber die er sich beklagt1 und die er besonders in den ,gegenden seines jetzigen ,aufenthalts gefunden1 glauben sollen1 dass ich mich ihnen beigesellt habe2 gegen ihn1 indem1 da es eine ,zeit gegeben1 da ich weniger geringschtzig ber ihn geurtheilt1 und da bekannt ist1 dass wir beide ehemals in persnlichen ,beziehungen gestanden1 jemand glauben mchte1 dass er noch auf andere ,weise1 denn als ,philosoph1 mir verwerflich geworden4 ,was zuerst meine frheren1 weniger geringschtzigen ,urtheile betrifft1 so gebe ich dabei zu bedenken1 dass damals1 als ich diese fllte1 der ,mann schon um seiner ,jugend willen der philosophischen ,reife und ,klarheit durchaus unfhig war1 und ich daher diese an ihm loben weder wollte noch konnte2 dass ich aber hoffte1 er werde fleissig seyn1 und nicht zweifelte1 dass durch ,fleiss ihm etwas gelingen knnte1 und dass es allein diese ,hoffnungen waren1 welche ich aussprach4 ,wie ich ber die im wirklichen ,besitze des ,mannes befindlichen philosophischen ,kenntnisse von jeher geurtheilt1 kann gleich im ersten ,jahrgange des von mir mit herausgegebenen ,journals eine meiner ,noten zu einer ,abhandlung desselben1 in welcher die ersten ,spuren des ,irrthums1 der sich nun gar stattlich zu einer ,naturphilosophie herausgebildet1 zum ,vorschein kamen1 noch bis heute klrlich beurkunden4 ,jene meine guten ,hoffnungen von ihm hat er nun keinesweges erfllt1 sondern durch unverstndige ,schmeichler frh sich verderben lassen1 und seit dieser ,zeit keines anderen ,dinges sich beflissen1 denn des ,hochmuths und des ,eigendnkels1 und durchaus den ,rang ablaufen wollen demjenigen1 welchen auch nur zu verstehen er gleichwohl fortdauernd unfhig geblieben4 ,um von denen seiner ,gegner1 denen ich nicht gleichen mag1 mich auszuscheiden3 -- ,dass1 wenn des ,mannes ,system consequent verfolgt wird1 kein ,gott brig bleibe1 denn die ,natur1 und keine ,moralitt1 ausser die der ,naturerscheinungen1 sehe ich klar ein2 aber man muss dasjenige1 was die ,menschen bloss sagen1 ebensowenig ihnen zum ,nachtheil anrechnen1 als diese ,errterung gemeint gewesen ist1 es ihnen zum ,vortheile gelten zu lassen4 ,die ,worte sind berhaupt nichts1 und nur das ,leben will etwas bedeuten4 ,was nun die innere ,religion des ,mannes anbetrifft1 so bescheide ich mich hierber von ,rechtswegen alles ,urtheils1 und halte dafr1 dass dieses auch dem brigen ,publicum ebenso sehr gezieme4 ,was die ,moralitt anbetrifft1 drfte es nicht unschicklich seyn1 folgenden ,umstandes bei dieser ,gelegenheit zu erwhnen4 ,es scheint geglaubt worden zu seyn1 und ich finde noch vor kurzer ,zeit in einem ffentlichen ,blatte diese ,insinuation wiederholt1 dass der ,genannte zu denen gehre1 welche bei meinem ,abgange von ,jena ein gewisses mir gegebenes ,wort nicht erfllt htten4 ,ich halte es fr angemessen1 bei der gegenwrtigen ,gelegenheit dieser ,meinung frmlich zu widersprechen4 ,ich stand mit ihm keinesweges auf dem ,fusse1 dass ich ber zu fassende bedeutende ,entschliessungen mich vor der ,that mit ihm berathen htte2 was ihm mitgetheilt worden1 ist ihm erst nach der ,that mitgetheilt worden2 wie ich denn auch einem anderen meiner ,freunde und ,collegen1 auf welchen1 als ,mitherausgeber des philosophischen ,journals1 gleichfalls einiger ,verdacht gefallen1 erst nach der ,that mich erffnet4 ,derjenige ,mann1 der durch seinen ungesuchten ,eintritt meinen unbedingten ,entschluss1 auf einen gewissen ,fall meine ,lehrstelle an der ,universitt ,jena niederzulegen1 den ich ohne ihn einfach und natrlich wrde ausgefhrt haben1 in einen ,versuch1 zu capituliren1 verwandelte1 der einen gewissen ersten ,brief1 welcher ohne seine ,dazwischenkunft nicht wre geschrieben worden1 mit mir verabredete und billigte2 und als der ,erfolg ausfiel1 wie er ausfiel1 mir einen zweiten1 dessen ich bei meinem schon vorher gefassten festen ,entschlusse nicht bedurfte1 sondern der nur ihn decken sollte1 abqulte und abpresste1 und so auf eine ganz richtige1 anstndige und gebhrliche ,entschliessung von mir1 die ich noch jetzt1 nach ,verlauf von acht ,jahren1 durchaus billige1 und in derselben ,lage heute wiederholen wrde1 den ,anschein von ,schwche und ,zweideutigkeit brachte1 war ein anderer1 und es war nur ,einer1 nicht mehrere2 daher man auch meine brigen ,jenaischen ,freunde und ,collegen mit jenem ,argwohn verschonen wolle4 ,inzwischen zrne ich auch diesem ,einen so wenig1 dass ich vielmehr gleich nach der ,that nur mich selber verurtheilt habe1 indem der ,strke1 die mit der nur einen ,augenblick aufflammenden ,schwche gemeinsame ,sache macht1 ohne vorherzusehen1 dass der augenblickliche ,muth nicht fortdauern werde1 ganz recht geschieht1 wenn sie verlassen wird2 und ich habe mit mir selbst mich ausgeshnt lediglich durch die erworbene ,sicherheit1 dass mir dieses nicht zum zweiten ,male begegnen wird4#ch ,dies sey denn hiermit gesagt und abgethan2 indem wir hoffen1 dass die verworrene ,leidenschaftlichkeit jener ,tage nunmehr sich gesetzt habe1 und man begreife1 dass keinem ,menschen in der ,welt1 ausser etwa den ,weimarischen ,finanzen1 welche uns andere nichts angehen1 daran liegen knne1 ob dieser oder jener ,mann ,professor zu ,jena sey1 oder nicht1 und ob ,jena eine blhende1 oder eine verlassene1 oder auch gar keine ,universitt habe4 ,funote #ch3 ,zur ,aufhellung der oben im ,texte befindlichen ,stelle ist ,fichte's ,lebensbeschreibung 7,i4 ,s4 #cff4 ,,ii4 ,s4 #cjj47 zu vergleichen4 ,h4 ,e4 ,g4 ,paulus1 der hier gemeint war1 hat indess gegen jede solche ,beziehung zu ,fichte in den ,skizzen aus meiner ,bildungs- und ,lebensgeschichte 7,heidelberg1 #ahci4 ,s4 #afh-agj7 protestirt1 woraus eine ,reihe von ,verhandlungen zwischen ihm und dem ,unterzeichneten sich ergeben hat1 deren ,erwhnung hier nicht umgangen werden kann1 indem auch sie vorbergehend lebhafte ,aufmerksamkeit erregten4 ,da jedenfalls beide ,mnner auch in dieser ,beziehung mit einander vor die ,nachwelt treten1 so bleibt nichts brig1 um den ,leser zu einem selbststndigen ,urtheile in dieser ,angelegenheit zu veranlassen1 als ihn ausser dem schon ,angefhrten auf die weiteren ,actenstcke zu verweisen4 ,man vergleiche3 ,paulus und ,fichte2 ber einen berichtigenden ,zusatz zu ,j4 ,g4 ,fichte's ,lebensbeschreibung1 als ,anfrage oder ,gegenberichtigung von ,j4 ,h4 ,fichte im ,freihafen #ahdj4 ,zweites ,heft ,s4 #agf-bbi2 ,beleuchtung des ,verhltnisses1 welches zwischen ,professor ,fichte dem ,vater und ,dr4 ,paulus bei dem ,atheismusstreit des ,ersteren stattfand in ,paulus neuem ,sophronizon1 ,i4 ,mittheilung #ahda ,s4 #hj-acd2 endlich3 ,offenes ,schreiben an ,herrn ,dr4 ,paulus in ,bezug auf dessen ,beleuchtung etc4 von ,j4 ,h4 ,fichte in dessen ,zeitschrift fr ,philosophie1 ,bd4 ,,vii4 ,s4 #aea-aee4 7,anmerkung des ,herausgebers47 ,uebrigens ist auch das1 was der ,mann durch seine ,speculation sucht und anstrebt1 keinesweges etwas ,schlechtes und ,gemeines1 sondern es ist das ,hchste1 dessen der ,mensch theilhaftig werden kann2 die ,erkenntniss der ,einheit alles ,seyns mit dem gttlichen ,seyn4 ,seine ,absicht ist daher aller ,ehren werth4 ,ebendasselbe will ja auch ich1 und leiste es2 er aber redet nur daran herum1 und vermag es nicht zur ,wirklichkeit zu bringen1 tritt in den ,weg denen1 die es knnen1 und macht irre andere1 die ohne ihn vielleicht hren und verstehen wrden2 und dieses ist es1 was ihm meinen ,tadel zuzieht4 ,er hasset und fliehet die ,besonnenheit1 in welcher allein das ,heilmittel vom ,irrthume liegt1 mit gutem ,bedachte1 indem er sie nur fr leere ,klarheit hlt1 und macht so die ,unbesonnenheit zur ausdrcklichen ,grundmaxime alles ,realismus1 erwartend von einer blinden ,natur die ,heilung4 ,dies ist nun absolute ,unphilosophie und ,antiphilosophie1 und so lange er auf dieser ,maxime beharrt1 ist ,alles1 was er vorbringt1 ohne ,ausnahme nothwendig falsch1 irrig und thricht1 und es vermag kein ,funke von ,speculation in seine ,seele zu kommen4 ,und so werfe ich ihn denn1 indem ich den ,menschen an ihm in allem seinem mglichen ,werthe lasse1 als ,philosophen ganz und unbedingt weg2 und als ,knstler erkenne ich ihn fr einen der grssten ,stmper unter allen1 die jemals mit ,worten gespielt haben4 ,was hier insbesondere ihm nachgewiesen worden1 leidet1 als gegrndet lediglich auf die blosse allgemeine ,logik1 durchaus keinen ,widerspruch1 ,ausrede oder ,ausflucht1 und es kann dagegen nichts vorgebracht werden1 ausser etwa1 man habe in den ,einheitspunct eben nicht recht hineinkommen knnen1 man meine ja doch das ,rechte1 und habe recht in der ,sache1 wenn auch die ,form mangelhaft geblieben sey1 welches ,alles1 als selber absolute ,antiphilosophie1 schon ehe es vorgebracht worden1 abgewiesen ist4 ,sollten seine ,mitstreiter1 im ,schmerze1 ihren ,vorfechter also abgefertigt zu sehen1 etwas vorbringen wollen1 so werde ich antworten1 oder auch nicht1 wie es mir gefallen wird1 indem ich hierber zu nichts verbunden seyn will4 ,mit dem genannten ,manne selber rede ich1 da wir durchaus von contradictorisch entgegengesetzten ,maximen ausgehen1 niemals1 wie ich denn auch hier nicht mit ihm1 sondern mit seinem ,publicum geredet habe4 ,recensionen4 ,a4 ,giessen1 bei ,heyer3 ,skeptische ,betrachtungen ber die ,freiheit des ,willens mit ,hinsicht auf die neuesten ,theorien ber dieselbe1 von ,leonhard ,creuzer4 #agic4 ,,xvi4 ,vorrede 7von ,herrn ,prof4 ,schmid74 #beb4 #h4 7,jenaer ,allgem4 ,literatur-,zeitung1 #agic4 ,no4 #cjc47 ,wie es von jeher ergangen ist1 ergeht es noch immer4 ,das dogmatische ,verkennen der ,grenzen der ,vernunft erregte die ,angriffe der ,skeptiker auf dieses ,vermgen selbst1 und nthigte dasselbe1 sich einer ,kritik zu unterwerfen4 ,sowie diese ,grenzen von neuem berschritten werden1 regt sich von neuem der ,widerspruch der ,skeptiker1 und nthigt1 -- zum ,glck nicht1 eine neue ,kritik zu unternehmen1 aber -- an die ,resultate der ehemals unternommenen wieder zu erinnern4 ,herrn ,creuzers freilich nur uneigentlich sogenannter ,skepticismus -- denn er nimmt mit der ,kantischen ,schule das ,daseyn eines ,sittengesetzes im ,menschen als ,thatsache des ,bewusstseyns an -- hat die ,theorien ber ,freiheit zum ,gegenstande2 das ,resultat seiner ,untersuchungen ist1 dass keine der bisherigen den ,streit zwischen dem ,interesse der praktischen ,vernunft und dem der theoretischen befriedigend lse2 und ihr lobenswrdiger ,zweck1 zu ,erfindung einer neuen und genugthuendern die ,veranlassung zu geben4 ,ohne von der ganzen ,schrift1 welche theils ber einen unrichtigen ,grundriss aufgefhrt worden 7eine ,behauptung1 die sich nur durch ,vorlegung des einzig richtigen darthun liesse1 welches die ,grenzen einer ,recension berschreitet71 daher nicht mit der strengsten ,ordnung geschrieben ist1 jetzt sich wiederholt1 jetzt ,dinge in ihren ,plan aufnimmt1 die nicht hineingehren1 z4 ,b4 die ,widerlegung des ,spinozistischen ,pantheismus1 des ,egoismus u4 dergl4 m42 theils gegen die vor-,kantischen ,freiheitstheorien nichts gesagt1 was nicht schon ehemals gesagt worden1 -- ohne von ihr einen ,auszug zu geben1 mchte ,rec4 die ,untersuchung nur auf denjenigen ,punct lenken1 der wenigstens fr die ,darstellung der ,wissenschaft wahren ,gewinn verspricht4 -- ,es ist von mehreren ,freunden der kritischen ,philosophie erinnert1 und von ,reinhold einleuchtend gezeigt worden1 dass man zwischen derjenigen ,aeusserung der absoluten ,selbstthtigkeit1 durch welche die ,vernunft praktisch ist und sich selbst ein ,gesetz giebt1 und derjenigen1 durch welche der ,mensch sich 7in dieser ,function seinen ,willen7 bestimmt1 diesem ,gesetze zu gehorchen oder nicht1 sorgfltig zu unterscheiden habe4 ,dass ,hr4 ,creuzer diese ,unterscheidung bald zu beobachten scheint1 bald wieder vernachlssigt und mithin in ihrer ganzen ,bestimmtheit sie sicher nicht gedacht hat1 wollen wir nicht rgen4 ,aber er nimmt die durch ,reinhold1 ,heydenreich1 und zuletzt durch ,kant selbst gegebene1 im ,wesentlichen einstimmige ,definition der ,freiheit des ,willens1 dass dieselbe ein ,vermgen sey1 durch absolute ,selbstthtigkeit sich zum ,gehorsam oder ,ungehorsam gegen das ,sittengesetz1 mithin zu contradictorisch entgegengesetzten ,handlungen zu bestimmen1 als gegen das ,gesetz des logischen ,grundes streitend1 in ,anspruch4 ,reinhold -- 7denn da es ,rec4 weniger um die ,bestimmung des ,verdienstes des ,schriftstellers1 als um die ,bestimmung des bis jetzt fortdauernden ,werthes seiner ,schrift zu thun ist2 so trgt er kein ,bedenken1 sich auf ein ,buch zu beziehen1 von welchem ihm1 da er den deutschen ,mercur nicht bei der ,hand hat1 unbekannt ist1 ob ,hr4 ,creuzer bei ,abfassung des seinigen den ,inhalt desselben habe benutzen knnen1 oder nicht7 -- ,reinhold also hat diesen mglichen ,einwurf 7,s4 #bhb ff4 #b4 ,bd4 der ,briefe ber die ,kantische ,philosophie7 zwar schon im voraus grndlich widerlegt1 aber nach ,rec4 ,ueberzeugung1 die er mit voller ,hochachtung gegen den grossen ,selbstdenker gesteht1 den ,grund des ,misverstndnisses weder gezeigt1 noch gehoben4 ,das logische ,gesetz des zureichenden ,grundes1 sagt ,reinhold1 fordert keinesweges fr alles1 was da ist1 eine von diesem ,daseyn verschiedene ,ursache -- -- sondern nur1 dass nichts ohne ,grund gedacht werde4 ,die ,vernunft hat aber einen sehr reellen ,grund1 die ,freiheit als eine absolute ,ursache zu denken -- und tiefer unten -- als ein ,grundvermgen1 das sich als ein solches von keinem ,anderen ableiten1 und daher auch aus keinem ,anderen begreifen und erklren lsst4 ,rec4 ist mit dieser ,erklrung vollkommen einverstanden2 nur scheint ihm der ,fehler darin zu liegen1 dass man durch anderweitige ,merkmale verleitet wird1 dieses ,vermgen nicht als ein ,grundvermgen zu denken4 -- ,es ist nemlich zu unterscheiden zwischen dem ,bestimmen1 als freier ,handlung des intelligiblen ,ich1 und dem ,bestimmtseyn1 als erscheinendem ,zustande des empirischen ,ich4 ,die oben zuerst genannte ,aeusserung der absoluten ,selbstthtigkeit des menschlichen ,geistes erscheint in einer ,thatsache3 in dem ,bestimmtseyn des oberen ,begehrungsvermgens1 welches freilich mit dem ,willen nicht verwechselt1 aber ebensowenig in einer ,theorie desselben bergangen werden muss2 die ,selbstthtigkeit giebt diesem ,vermgen seine bestimmte1 und nur auf ,eine ,art bestimmbare ,form1 welche als ,sittengesetz erscheint4 ,die von jener zu unterscheidende ,aeusserung der absoluten ,selbstthtigkeit im ,bestimmen des ,willens erscheint nicht1 und kann nicht erscheinen1 weil der ,wille ursprnglich formlos ist2 sie wird bloss als ,postulat des durch jene ,form des ursprnglichen ,begehrungsvermgens dem ,bewusstseyn gegebenen ,sittengesetzes angenommen1 und ist demnach nicht ,gegenstand des ,wissens1 sondern des ,glaubens4 ,die ,neigung 7propensio berhaupt7 als ,bestimmtseyn des 7oberen oder niederen7 ,begehrungsvermgens erscheint2 aber nicht das ,erheben derselben zum wirklichen ,wollen4 ,der ,wille in der ,erscheinung ist nie bestimmend1 sondern immer bestimmt1 die ,bestimmung ist schon geschehen2 wre sie nicht geschehen1 so erschiene er nicht als ,wille1 sondern als ,neigung4 ,die scheinbare ,empfindung des ,selbstbestimmens ist keine ,empfindung1 sondern eine unvermerkte ,folgerung aus der ,nichtempfindung der bestimmenden ,kraft4 ,insofern der ,wille sich selbstbestimmend ist1 ist er gar kein ,sinnen-1 sondern ein bersinnliches ,vermgen4 ,aber das ,bestimmtseyn des ,willens erscheint1 und nun entsteht die ,frage3 ist jenes fr die ,mglichkeit der ,zurechnung als ,vernunftpostulat anzunehmendes ,selbstbestimmen zu einer gewissen ,befriedigung oder ,nichtbefriedigung1 ,ursache der ,erscheinung des ,bestimmtseyns zu derselben ,befriedigung oder ,nichtbefriedigung8 ,beantwortet man diese ,frage mit ,ja1 wie sie ,reinhold 7,s4 #bhd der angefhrten ,briefe7 wirklich beantwortet 7aus ihren ,wirkungen1 durch welche sie unter den ,thatsachen des ,bewusstseyns vorkommt1 ist mir die ,freiheit 7des ,willens7 vllig begreiflich u4 s4 w472 so zieht man ein ,intelligibles in die ,reihe der ,naturursachen herab1 und verleitet dadurch1 es auch in die ,reihe der ,naturwirkungen zu versetzen2 ein ,intelligibles anzunehmen1 das kein ,intelligibles sey4 ,wenn man sagt3 wer sich zur ,frage berechtigt glaubt1 aus welchem ,grunde die ,freiheit sich zu ,a und nicht vielmehr zu ,nicht-,a bestimmt habe1 beweist durch einen ,cirkel die ,nichtigkeit der ,freiheit aus ihrer schon vorausgesetzten ,nichtigkeit1 und wenn er sich recht versteht1 aus der ,nichtigkeit eines ,willens berhaupt3 -- so ist dies freilich sehr wahr erinnert2 aber durch die ,annahme1 dass die ,freiheit wenigstens ,ursache in der ,sinnenwelt seyn knne1 hat man ihn unvermerkt in diesen ,cirkel hineingezogen4 ,nur durch die ,rckkehr zu dem1 was ,rec4 der wahre ,geist der kritischen ,philosophie scheint1 ist die ,quelle dieses ,misverstndnisses zu verstopfen4 ,nemlich -- auf das ,bestimmen der absoluten ,selbstthtigkeit durch sich selbst 7zum ,wollen7 kann der ,satz des zureichenden ,grundes gar nicht angewendet werden2 denn das ist ,eine1 und eine einfache1 und eine vllig isolirte ,handlung2 das ,bestimmen selbst ist zugleich das ,bestimmtwerden1 und das ,bestimmende das ,bestimmtwerdende4 ,fr das ,bestimmtseyn als ,erscheinung muss nach dem ,gesetze der ,naturcausalitt ein wirklicher ,realgrund in einer vorhergegangenen ,erscheinung angenommen werden4 ,dass aber das ,bestimmtseyn durch die ,causalitt der ,natur1 und das ,bestimmen durch ,freiheit bereinstimme1 welches zum ,behuf einer moralischen ,weltordnung gleichfalls anzunehmen ist2 davon lsst sich der ,grund weder in der ,natur1 welche keine ,causalitt auf die ,freiheit1 noch in der ,freiheit1 welche keine ,causalitt in der ,natur hat1 sondern nur in einem hheren ,gesetze1 welches beide unter sich fasse und vereinige1 annehmen3 -- gleichsam in einer vorherbestimmten ,harmonie der ,bestimmungen durch ,freiheit mit denen durchs ,naturgesetz4 7,vergl4 ,kant1 ber eine neue ,entdeckung1 nach der alle neue ,kritik der reinen ,vernunft durch eine ltere entbehrlich gemacht werden soll1 ,s4 #abb ff47 ,nicht darin1 wie ein von dem ,gesetze der ,naturcausalitt unabhngiges ,ding an sich sich selbst bestimmen knne1 noch darin1 dass eine ,erscheinung in der ,sinnenwelt nothwendig ihren ,grund in einer vorhergegangenen ,erscheinung haben msse1 sondern darin1 wie beide gegenseitig von einander vllig unabhngige ,gegenstnde zusammenstimmen knnen1 liegt das ,unbegreifliche3 das aber lsst sich begreifen1 warum wirs nicht begreifen knnen1 weil wir nemlich keine ,einsicht in das ,gesetz haben1 das beides verbindet4 -- ,dass brigens dies ,kants wahre ,meinung sey1 und dass die in mehrern ,stellen seiner ,schriften vorkommende ,aeusserung1 dass die ,freiheit eine ,causalitt in der ,sinnenwelt haben msse1 nur ein vorlufig1 und bis zur nheren ,bestimmung aufgestellter ,satz sey1 scheint ,rec4 daraus zu erhellen1 dass er zwischen einem empirischen und einem intelligiblen ,charakter des ,menschen unterscheidet2 dass er behauptet1 ,niemand knne den wahren ,grad seiner eigenen ,moralitt 7als welcher sich auf seinen unerkennbaren intelligiblen ,charakter grndet7 wissen2 dass er die ,zweckmssigkeit als ,princip der1 beide ,gesetzgebungen verknpfenden1 reflectirenden ,urtheilskraft aufstellt 7als welche ,zweckmssigkeit sich nur durch eine hhere1 dritte ,gesetzgebung mglich denken lsst74 ,vorzglich aber scheint eben dieses in seiner ,schrift vom radicalen ,bsen 7jetzt dem ersten ,stcke der ,religion innerhalb der ,grenzen der blossen ,vernunft7 aus seinem ,beweise fr die ,annehmbarkeit eines absolut freien ,willens aus der ,nothwendigkeit der ,zurechnung1 und aus seiner ,berufung auf einen unerforschlichen hheren ,beistand 7der nicht etwa unseren intelligiblen1 bloss durch absolute ,selbstthtigkeit zu bestimmenden ,charakter statt unserer bestimme1 sondern unsern erscheinenden empirischen mit jenen bereinstimmend mache1 welches nur kraft jener hheren ,gesetzgebung geschehen kann7 hervorzugehen4 ,jene ,beweisart und diese ,berufung sind so innig mit dem ,geiste der kritischen ,philosophie verwebt1 dass man wirklich sehr wenig mit ihm bekannt seyn muss1 um in dieser ,philosophie dieselben so abenteuerlich1 so wider den gesunden ,menschenverstand streitend1 und so lcherlich zu finden1 als ,herr ,creuzer sie findet4 ,es wrde ein ,leichtes seyn1 ihm zu zeigen1 dass er selbst zufolge der ,prmissen1 die er mit der ,kantischen ,schule annimmt1 auch diese ,stze nothwendig annehmen msse4 ,von ,untersuchung dieser ,theorie geht ,herr ,creuzer zur ,prfung des allen ,lesern der ,a4 ,l4 ,z4 sattsam bekannten ,schmidschen intelligiblen ,fatalismus ber4 ,so sehr diese ,theorie1 von der speculativen ,seite angesehen1 ihn befriediget1 so klar und einleuchtend thut er dar1 dass sie alle ,moralitt vllig aufhebe4 ,rec4 ist ber den zweiten ,punct vllig mit ihm einverstanden1 und das1 was ,hr4 ,prof4 ,schmid selbst in der ,vorrede zu diesem ,buche zu seiner ,vertheidigung hierber sagt1 hat ihm wenigstens noch rger1 als die ,anklage geschienen4 ,zurechnung1 ,schuld und ,verdienst fllt bei dieser ,theorie1 nach ,hrn4 ,schmids eigenem ,gestndnisse1 weg2 nun wre es an ihm1 zu zeigen1 wie man sich dabei noch ein fr jede ,handlung1 die nach dem ,gesetze beurtheilt wird1 gltiges ,gesetz denken knne4 ,die ,moralitt1 welche brig bleiben soll1 ist eben diejenige1 welche in den ehemaligen ,glckseligkeits- und ,vollkommenheitstheorien brig blieb3 gut seyn ist ein ,glck1 und bse seyn ein ,unglck4 ,ueber den ersteren ,punct hren wir ,hrn4 ,schmid selbst4 ,man kann den undenkbaren ,gedanken1 den ,nichtgedanken 7einer ,nothwendigkeit1 die nicht ,nothwendigkeit ist1 eines unbeschrnkten ,vermgens1 das nicht alles vermag1 eines ,unvermgens1 das doch das vlligste ,vermgen ist1 eines nothwendigen ,grundes1 der nicht nothwendig begrndet1 eines ,individualdinges1 das sich wie ein abgezogenes ,allgemeinding verhlt1 also bestimmt und auch unbestimmt ist1 endlich einer ,unabhngigkeit1 die aus einer doppelten ,abhngigkeit hervorgeht passt denn diese ,charakteristik auch auf die ,reinholdsche ,definition der ,freiheit des ,willens1 oder etwa nur auf diejenige1 welche praktische ,vernunft und ,willen verwechselt871 der doch fr einen ,hauptgedanken gelten soll1 von einer ,stelle der ,theorie an einen anderen ,platz hinbringen2 man kann ihn aus der ,sinnenwelt in die ,welt der ,noumenen verpflanzen2 man kann gewissen anstssigen1 und wegen ihrer ,bestimmtheit ein wenig unbequemen ,formeln aus dem ,wege gehen1 und bequemere 7ich meine lenksamere1 unbestimmtere7 dafr gebrauchen2 man kann endlich neue ,vermgen der ,willkr erdichten1 sie aus ihrer ,naturverbindung herausreissen1 und so als isolirte ,unbestimmtheiten aufstellen 7ganz eigentlich das1 wenn man die ,ausdrcke nicht ganz genau nimmt1 hat ,rec4 hier gethan1 und fragt3 ob man das ,daseyn eines allgemeingltigen ,sittengesetzes anerkennen und consequent seyn1 und dennoch das auch nicht thun knne87 -- -- aber der ,widerspruch selbst bleibt1 was er war2 der ,verstand kann nicht denken wider die ,gesetze der ,mglichkeit alles ,denkens4 ,und jetzt entscheide das ,publicum1 ob hier noch ein ,widerspruch1 oder ob blosse ,unbegreiflichkeit vorhanden sey8 -- ,uebrigens glaubt ,rec41 dass die ,philosophie sich von ,hrn4 ,creuzer1 sobald in seine ausgebreitete und mannigfaltige ,belesenheit mehr ,ordnung1 und in seine ,geistesthtigkeit mehr ,reife gekommen seyn werde1 viel ,gutes zu versprechen habe4 -- ,b4 ,gotha1 bei ,ettinger3 ,ueber die sittliche ,gte aus uninteressirtem ,wohlwollen1 von ,friedrich ,heinrich ,gebhard4 #agib4 #bij ,s4 #h4 mit ,dedic4 und ,vorber4 7,jenaer ,allgem4 ,literatur-,zeitung #agic4 ,n4 #cjd47 ,rec4 nahm dieses ,buch nicht ohne grosse ,erwartung zur ,hand1 da es ihm die ,auflsung einer ,schwierigkeit zu versprechen schien1 die er noch nirgends befriedigend gelst fand1 und von deren ,auflsung1 wenigstens seiner ,ueberzeugung nach1 darum nicht minder die ,allgemeingltigkeit des ,kantschen ,moralprincips abhngt2 und er war hchst unzufrieden mit sich selbst1 dass er bei den ,ausdrcken des ,verfassers sich so selten etwas ,bestimmtes denken konnte1 bis ihm endlich durch die ,stelle ,s4 #hd43 ,das moralische ,gefhl besteht in einer ,billigung oder ,misbilligung einer ,wirkung der praktischen ,vernunft2 denn sonst wre ja nichts da1 was gebilligt oder misbilligt werden knnte4 ,also ist es kein sittliches ,gefhl1 was uns zur uninteressirten ,thtigkeit treibt1 sondern jenes wird erst von dieser 7der prakt4 ,vernunft7 und von dem ,bewusstseyn derselben erzeugt2 -- auf einmal vllig einleuchtend wurde1 wie weit der ,verf4 selbst vom bestimmten ,denken ber seinen ,gegenstand noch entfernt seyn msse4 ,ein ,aufsatz im ,braunschweiger ,journal 7,juni #agia71 der das von ,smith als ,moralprincip aufgestellte reine oder uninteressirte ,wohlwollen gegen das ,kantische ,princip in ,schutz nahm1 war die ,veranlassung der ersten drei ,abschnitte dieser ,schrift4 ,der erste ,abschnitt vertheidigt ,kant gegen die ,beschuldigung des ,journalisten1 dass er nicht definirt habe1 was sittlich gut sey1 durch die ,vorlegung der ,kantischen ,definition3 es sey dasjenige1 was man zufolge des mit ,nothwendigkeit gebietenden praktischen ,vernunftgesetzes solle2 und entwickelt berhaupt das ,kantische ,moralprincip4 ,hat etwa der ,journalist eine ,realdefinition begehrt 7denn sollten ihm wohl jene ,nominaldefinitionen unbekannt geblieben seyn8 --72 so htte ihm ,hr4 ,gebhard befriedigender geantwortet1 wenn er ihm gezeigt htte1 dass und warum das ,materiale eines bloss formalen ,imperativs sich nicht vorlegen lasse1 und dass er mithin in seiner ,forderung schon voraussetze1 was er durch sie erweisen wolle4 ,neues hat ,rec4 unter einem unerschpflichen ,wortreichthume in diesem ,abschnitte nichts gefunden1 als das1 dass der ,verf4 die allgemeingeltenden ,vorschriften des ,sittengesetzes nicht fr bloss negativ 7fr ,einschrnkungen der den ,willen bestimmenden ,anmaassung des sinnlichen ,triebes71 sondern fr positiv hlt2 dass es z4 ,b4 nach ihm ,pflicht ist1 nicht -- nie eine ,unwahrheit zu sagen1 sondern die ,wahrheit immer1 und in jedem ,falle gerade herauszusagen4 ,der zweite ,abschnitt untersucht1 ob das reine ,wohlwollen ,princip der ,moral seyn knne4 ,dass eine solche ,untersuchung nicht aus bestrittenen ,kantischen ,prmissen1 sondern aus solchen1 die sein ,gegner mit ihm gemeinschaftlich annimmt1 gefhrt werden msse1 scheint der ,verf41 nach einer ,stelle zu urtheilen1 gefhlt zu haben2 ob er diesem ,gefhle gefolgt sey1 wird sich zeigen4 ,ein reines ,wohlwollen sey ein uninteressirtes4 ,interesse sey rein oder pathologisch4 ,das letztere entstehe aus dem sinnlichen ,triebe1 und knne hier nicht gemeint seyn4 ,das erstere sey das durch die ,gesetzgebung der praktischen ,vernunft erzeugte1 und knne ebensowenig gemeint seyn2 denn sonst wre ja dieses ,system mit dem ,kantischen nicht im ,widerspruche4 -- ,dawider kann nun der ,gegner die gegrndete ,einwendung machen3 er nehme allerdings mit ,kant eine uneigenntzige 7nicht auf ,befriedigung des sinnlichen ,triebes ausgehende7 ,neigung an2 sein ,wohlwollen grnde sich ebensowenig auf ein ,interesse1 als das ,kantische obere ,begehrungsvermgen2 aber es bringe1 ebenso wie dieses1 eines hervor3 nur leite er dieses zugestandene ,gefhl keinesweges von einer absoluten ,selbstthtigkeit des menschlichen ,geistes ab1 sondern halte es fr einen ,grundtrieb des ,gemths1 der sich von keinem hheren ,vermgen ableiten1 noch daraus erklren lasse4 ,um zu zeigen1 dass ein solches uninteressirtes ,wohlwollen1 wie er dem ,gegner andichtet1 berhaupt nicht mglich sey1 verwechselt der ,verf4 kurz darauf ,interesse1 geistiges ,wohlgefallen an der blossen ,vorstellung von dem ,daseyn eines ,gegenstandes1 mit ,vergngen1 ,lust an dem durch ,empfindung als wirklich gegebenen ,gegenstande3 wenn der ,gegenstand unseres wohlwollenden ,triebes realisirt wrde1 so wrden wir nicht ermangeln1 ein wirkliches ,vergngen zu empfinden1 mithin sey unser ,wohlwollen doch 7pathologisch7 interessirt4 ,empfindet denn1 kann ihn hier der ,gegner fragen1 der durch das praktische ,vernunftgesetz ,bestimmte kein ,vergngen1 wenn er den ,gegenstand seiner ,willensbestimmung als realisirt empfindet8 ,aber1 lsst er bald darauf den ,gegner richtig antworten1 die ,vorstellung dieses ,vergngens soll nur nicht der bestimmende ,grund des ,willens seyn4 ,aber was denn8 die ,vernunft8 so ist der ,gegner ein ,kantianer4 ,der ,trieb selbst8 ,das kann ,hr4 ,gebhard nicht einsehen4 ,von einem ,dritten1 das den ,willen bestimmen knnte1 einer absoluten ,selbstthtigkeit1 ist im ganzen ,buche nicht die ,rede4 ,nach diesen ,vorbungen setzt endlich ,hr4 ,gebhard den wahren ,streitpunct sehr richtig so fest3 ,soll man der ,vernunft oder dem reinen ,wohlwollen das ,primat zuerkennen8 ,hier entspinnt sich zuerst eine ermdende langweilige ,errterung1 dass die ,vernunft1 wenn man sie auch etwa fr die bloss theoretische ,vernunft anerkennen wolle 7871 doch ber die ,anwendbarkeit des ,princips des ,wohlwollens auf bestimmt gegebene ,flle ,richterin seyn msse4 ,rec4 sollte meinen1 das wre berhaupt nicht die ,vernunft 7das ,vermgen ursprnglicher ,gesetze71 sondern die ,urtheilskraft1 die im ,systeme seines ,gegners hierunter das durch jenes wohlwollende ,gefhl aufgestellte ,gesetz 7welches der ,verstand in eine logische ,formel zu bringen htte7 subsumiren wrde2 und dann -- muss denn nicht dieselbe ,urtheilskraft auf dieselbe ,art auch unter das praktische ,vernunftgesetz subsumiren8 ,und nun endlich kmmt der ,verf4 zu dem1 was er den ,beweis nennt1 dass der ,vernunft1 und zwar der praktischen ,vernunft1 das ,primat ber das reine ,wohlwollen zukomme4 ,warum kann man denn den ,werth oder ,unwerth des uninteressirten ,wohlwollens nicht ebensogut1 wie tausend andere ,fragen1 unentschieden lassen8 7,ist sein ,gegner consequent1 so lugnet er ihm die ,befugniss zu einer solchen ,frage geradezu ab3 ist ihm der ,werth dieses ,wohlwollens absolut derjenige1 nach welchem jeder andere ,werth beurtheilt1 welcher selbst aber nach keinem andern beurtheilt wird47 -- ,entschieden muss werden1 weil es hier auf ,handeln und auf fehlerlose ,richtigkeit des ,handelns ankmmt4 ,nothwendigkeit des ,handelns1 verbunden mit dieser ,regelmssigkeit desselben1 ist aber hier noch nicht ,sache des ,wohlwollens2 denn hierber ist eben erst die ,frage2 sondern der ,vernunft1 und zwar nicht der theoretischen1 sondern der praktischen4 ,versteht ,rec4 diese ,worte1 so sagen sie so viel3 das ,wohlwollen kann nicht absolut erstes ,gesetz des ,handelns seyn2 ich will hier einmal nach einem hheren ,grunde fragen2 mithin giebt es einen solchen hheren ,grund3 diesen hheren ,grund will ich ,vernunft1 und zwar nicht theoretische1 sondern praktische ,vernunft nennen2 mithin -- u4 s4 f4 ,und so ist denn1 fhrt ,hr4 ,gebhard in ,schwabacher ,schrift fort1 die ,subordination des uninteressirten ,wohlwollens unter die praktische ,vernunft klar erwiesen8 -- ,ja wohl1 wenn schon vorher angenommen war1 dass die ,vernunft auch praktisch seyn knne1 und auch wirklich sey4 ,und was heisst denn ,vernunft berhaupt2 und wie ist denn insbesondere die praktische von der theoretischen unterschieden8 ,rec4 hat im ganzen ,buche vergebens nach einer ,spur gesucht1 woraus hervorginge1 dass der ,verf4 auch nur eine leise ,ahnung habe1 was ,vernunft berhaupt1 und was praktische ,vernunft in der kritischen ,philosophie bedeute2 vielmehr hat er dieses ,wort bald fr ,verstand1 bald fr ,urtheilskraft1 bald fr ,willen1 und endlich gar fr sittliches ,gefhl1 kurz fast fr alles gebraucht gefunden1 was dem ,verf4 unter die ,feder kam4 -- ,das ,princip des uninteressirten ,wohlwollens sey unbestimmt4 ,uninteressirt sey ein unbestimmter ,begriff4 ,uninteressirt1 wie es oben erklrt worden1 ist ein negativer ,begriff1 aber kein unbestimmter2 er erhlt seine ,bestimmung in der ,erfahrung von dem ihm entgegengesetzten interessirt 7durch sinnlichen ,trieb zur ,neigung bestimmt74 ,wohlwollen beziehe sich auf ,glckseligkeit1 und werde durch die ,unbestimmbarkeit dieses ,begriffs auch unbestimmbar4 ,theoretisch wohl1 aber nicht als ,princip der ,willensbestimmung1 wenn diesem nicht die hervorzubringende1 sondern bloss die rein zu berichtigende ,glckseligkeit als ,zweck aufgestellt wird4 ,ein ,wille1 der ,glckseligkeit ausser sich wirklich machte1 wre in diesem ,systeme legal2 einer1 dessen ,triebfeder nur lediglich die ,vorstellung dieses ,zweckes gewesen wre1 wre moralisch4 ,hr4 ,gebhard macht die ,bestreitung dieses ,systems sich noch ferner bequem1 indem er die ,unterscheidung der eigenen von der fremden ,glckseligkeit in das ,princip aufnimmt1 und es nun1 wie natrlich1 bei der ,anwendung in ,widerstreit mit sich selbst gerathen lsst4 ,aber ein consequenter ,vertheidiger desselben wird den ,grund dieser ,unterscheidung bloss in der interessirten sinnlichen ,neigung aufsuchen1 und fr das uninteressirte ,wohlwollen ,glckseligkeit berhaupt1 ohne ,rcksicht auf das ,subject derselben1 zum ,objecte aufstellen4 ,dies ,princip sey ferner unverstndlich4 ,ein ,princip msse vernnftig gedacht1 besonnen seyn4 ,das heisst entweder3 es muss fr die ,wissenschaft sich in einer bestimmten ,formel aufstellen lassen 7und warum liesse sich denn das ,bestrittene nicht in der ,formel aufstellen3 die ,hervorbringung der1 deinem besten ,wissen nach1 mglichst grssten ,summe der ,glckseligkeit in der empfindenden ,welt sey hchster ,endzweck deiner freien ,handlungen871 oder3 es muss in dieser bestimmten ,formel dem ,bewusstseyn beim ,bestimmen des ,willens vorschweben2 und der ,verf4 besteht besonders auf dem letzteren4 ,aber warum knnte es denn in jener ,formel das nicht1 wenn es msste8 oder warum msste es denn8 ,wird denn nicht auch das praktische ,vernunftgesetz dem ,bewusstseyn bloss durch ein ,gefhl gegeben2 und ist denn keine ,handlung rein moralisch1 die sich bloss auf dieses ,gefhl1 und nicht auf eine klare1 deutliche und vollstndige ,kenntniss des kategorischen ,imperativs grndet8 ,der ,uebergang eines ,gefhls in ,handlungen lasse sich nicht begreifen4 ,wie mag sich der ,verf4 doch den ,uebergang des auf die praktische ,vernunft sich grndenden sittlichen ,gefhls in ,handlungen begreiflich machen8 ,hoffentlich haben sowohl ,hr4 ,gebhard1 als die ,leser an diesen ,beweisen der vlligen ,unfhigkeit dieses ,kantianers zur ,lsung der aufgeworfenen ,streitfrage genug2 und berheben ,rec4 des langweiligen ,geschfts1 den ,auszug aus einer solchen ,schrift fortzusetzen4 ,dass der ,trieb des ,wohlwollens1 wenn er bei seiner ,anwendung auf bestimmte ,flle von der ,vorstellung der ,glckseligkeit geleitet werden soll1 welche erst durch ,sinnenempfindung gegeben werden msste1 und in welchem ,falle die ,formel3 was du willst1 dass man dir erzeige u4 s4 f41 soviel heissen wrde1 als3 was du durch den sinnlichen ,trieb begehrest1 was dir angenehm seyn wrde1 das sollst du u4 s4 f41 nicht ,princip der ,moral seyn knne1 lsst sich schon aus dem ,bewusstseyn darthun1 vermge dessen wir manches fr moralisch nothwendig anerkennen mssen1 das uns doch als die ,quelle des hchsten und allgemeinsten ,elendes erscheint4 ,aber diese ,beziehung auf ,glckseligkeit1 durch das handelnde ,subject selbst1 ist etwas dem ,systeme zuflliges4 ,die ,hauptfrage ist die3 ob jenes ,gefhl des schlechthin ,rechten 7nicht eines ,glckseligkeit beabsichtigenden ,wohlwollens71 dessen ,daseyn im ,bewusstseyn der ,gegner in seiner ganzen ,ausdehnung zugestehen kann1 von etwas ,hherem1 und zwar von einer praktischen ,vernunft1 abzuleiten sey1 oder nicht8 ,gegen den1 der dieses lugnet1 kann man sich weder auf eine ,thatsache berufen2 -- denn was wirklich ,thatsache ist1 das gesteht er zu1 und dass die ,vernunft praktisch sey1 und durch dieses ihr ,vermgen jenes ,gefhl bewirke1 ist nicht ,thatsache3 -- noch auf das ,gefhl einer moralischen ,nothwendigkeit 7jenes ,sollen71 das damit vereinigt ist2 denn dies entsteht auch im ,kantischen ,systeme aus der ,bestimmung des oberen ,begehrungsvermgens1 als oberen1 zur ,neigung3 -- noch auf einen in diesem ,systeme stattfindenden ,mangel eines ,unterscheidungsgrundes zwischen dem sittlichen und widersittlichen ,triebe2 denn der ,vertheidiger desselben kann nur den ,grundsatz aufstellen3 was sich als allgemein1 stets1 immer und auf jeden ,fall1 gltige ,maxime fr das ,subject ohne ,widerspruch denken lsst1 ist ,wirkung des sittlichen ,triebes1 und was sich1 in dieser ,allgemeinheit 7fr das ,subject7 gedacht1 widerspricht1 das widerspricht dem ,sittlichen2 -- denn wenn jenes ,gefhl ursprnglich und einfach seyn soll1 so kann es sich nicht selbst widersprechen 7vom nichtsittlichen1 dem animalischen ,instincte1 ist es freilich nicht zu unterscheiden1 aber es soll auch in diesem ,system nicht davon unterschieden werden2 seine ,befriedigung ist hier selbst ,pflicht73 -- noch endlich darauf1 dass in demselben jeder ,grund1 eine ,freiheit des ,willens anzunehmen1 wegfalle2 denn wenn eine solche ,freiheit keine ,thatsache des ,bewusstseyns1 sondern ein blosses ,postulat des als ,wirkung der praktischen ,vernunft angenommenen ,sittengesetzes ist2 so behilft ein ,system1 das ihrer nicht bedarf1 sich gern ohne dieselbe2 das sittliche ,gefhl wirkt unwiderstehlich1 wo kein ,hinderniss seiner ,wirkung vorhanden ist4 ,die eigentliche ,moralitt wre freilich vernichtet1 und wir wren wieder an die ,kette der ,naturnothwendigkeit angefesselt1 aber die ,thatsachen unseres ,bewusstseyns wren doch befriedigend und mit hchster ,consequenz erklrt1 alle ,unbegreiflichkeiten des ,kantischen ,systems gehoben1 und jene ,moralitt eine erweisbare ,tuschung4 ,um jene ,triebfeder des schlechthin ,rechten mit der brigen ,natur in ,zusammenhang zu bringen1 und den fteren ,widerstreit derselben mit dem ebenso natrlichen ,glckseligkeitstriebe aufzuheben1 wrden wir auf die ,hypothese getrieben3 dass jene ,triebfeder eine ,veranstaltung der ,natur sey1 um die uns unbekannte ,glckseligkeit auch ohne unser ,wissen durch uns hervorzubringen1 und dass das ,rechtthun1 wenn auch nicht in unserem gegenwrtigen1 oder berhaupt in dem unsrigen1 dennoch in irgend einem ,verstande letztes ,mittel zum hchsten ,endzwecke der ,natur1 der ,glckseligkeit1 sey4 ,der wesentliche ,unterschied eines solchen ,systems vom ,kantischen wre der1 dass in jenem das sittliche ,gefhl zwar auch ,wirkung der ,vernunft 7als ,vermgen ursprnglicher ,gesetze7 wre1 aber der theoretischen2 dass mithin dieses ,gesetz durch den ,mechanismus unseres ,geistes bedingt1 und auf alle ,flle1 worauf es anwendbar wre1 mit ,nothwendigkeit angewendet wrde 7die ,erscheinung der ,unabhngigkeit von ihm1 welche allein es von den brigen ,gesetzen der theoretischen ,vernunft unterscheiden1 und das bei ,anwendung jener ,gesetze vorhandene ,gefhl des ,mssens in ein ,gefhl des ,sollens verwandeln wrde1 entstnde daher1 dass die ,hindernisse der ,anwendung desselben auf ,flle1 worauf es anwendbar schiene1 nicht ebenso1 wie bei jenen1 zu unserem deutlichen ,bewusstseyn gelangten73 in diesem aber dasselbe ,wirkung einer ,vernunft wre1 welche in dieser ,function unter keiner andern ,bedingung stnde1 als unter der ,bedingung ihres eigenen ,wesens 7der absoluten ,einheit und mithin ,gleichfrmigkeit71 einer praktischen ,vernunft4 ,dieses letztere nun lsst sich weder fr eine ,thatsache ausgeben1 noch irgend einer ,thatsache zufolge postuliren1 sondern es muss bewiesen werden4 ,es muss bewiesen werden1 dass die ,vernunft praktisch sey4 ,ein solcher ,beweis1 der zugleich gar leicht ,fundament alles philosophischen ,wissens 7der ,materie nach7 seyn knnte1 msste ungefhr so gefhrt werden3 der ,mensch wird dem ,bewusstseyn als ,einheit 7als ,ich7 gegeben2 diese ,thatsache ist nur unter ,voraussetzung eines schlechthin ,unbedingten in ihm zu erklren2 mithin muss ein schlechthin ,unbedingtes im ,menschen angenommen werden4 ,ein solches schlechthin ,unbedingtes aber ist eine praktische ,vernunft3 -- und nun erst drfte mit ,sicherheit jenes1 allerdings in einer ,thatsache gegebene sittliche ,gefhl als ,wirkung dieser erwiesenen praktischen ,vernunft angenommen werden4 ,der vierte ,abschnitt3 ob das hchste ,princip der reinen praktischen ,vernunft sich mit dem der ,glckseligkeit verbinden lasse1 -- ist gerichtet gegen ,hrn4 ,rapps ,abhandlung ber die ,untauglichkeit des ,princips der allgemeinen und eigenen ,glckseligkeit zum ,grundgesetze der ,sittlichkeit1 ,jena1 bei ,mauke1 #agia4 ,hr4 ,rapp habe anfangs das ,kantische ,moralprincip in seiner vlligen ,reinheit aufgestellt1 aber am ,ende seiner ,schrift sich zu einem ,synkretismus der reinen ,vernunft- und der ,glckseligkeitstheorie hingeneigt4 ,gleich den ersten ,satz1 den der ,verf4 ,hrn4 ,rapps ,satze3 der sittliche gute ,wille sey zwar das hchste ,gut1 aber deshalb doch nicht der ganze letzte ,zweck des ,menschen -- entgegengestellt3 der sittliche ,wille sey nicht nur das ,absolutgute1 sondern auch das hchste1 und zwar das ganze hchste ,gut -- knnte man ihm gelten lassen1 wenn er unter dem sittlichen ,willen nur wirklich den sittlichen ,willen verstnde4 ,da er aber auch hier1 wie immer1 die praktische ,vernunft mit dem eigentlichen ,willen verwechselt1 so ist klar1 dass ihn niemand verstehen kann1 weil er selbst sich nicht verstanden hat4 ,der bescheidene ,verf4 bittet in der ,vorrede nicht um ,nachsicht1 sondern um eine wohlthtig aufklrende ,zurechtweisung1 und nach allem scheint es ihm mit dieser ,bitte ein ,ernst zu seyn4 ,rec4 kann ihm hier bloss den ,rath geben1 noch eine geraume ,zeit ber ,kants und anderer grosser ,selbstdenker ,schriften nachzudenken1 und wenn er dann ja die ,resultate seines ,nachdenkens mittheilen1 und gelesen seyn will1 sich einer grsseren ,prcision1 und besonders der ,einfachheit1 in seinem ,ausdrucke zu befleissigen4 ,es ist unangenehm1 da1 wo man bestimmte ,erklrungen erwartet1 auf ,kruseleien zu stossen1 wie folgende3 ,es giebt ,charaktere 7sic7 und ,handlungen1 deren ,erhabenheit und ,grsse wie ein ewig flammender ,strahl von den ,zeiten des grauen ,alterthums bis zur jngsten ,menschenwelt herableuchtet4 ,bruchstcke aus dergleichen ,chrien in zierlicher ,schreibart schiebt der ,verf4 ein1 wo es sich nur irgend thun lsst4 ,c4 ,zum ewigen ,frieden4 ,ein philosophischer ,entwurf von ,immanuel ,kant4 ,knigsberg1 bei ,nicolovius4 #agie4 #ajd ,s4 #h4 7,philos4 ,journal ,bd4 ,,iv4 ,s4 #ha-ib4 #agif47 ,der ,name des grossen ,verfassers1 das ,interesse fr die gegenwrtigen und nchstknftigen politischen ,ereignisse1 die ,parteilichkeit fr oder wider gewisse ,beurtheilungen derselben1 die ,begierde zu wissen1 wie dieser grosse ,mann sie ansehen mge1 und wer weiss1 welche ,grnde noch -- haben ohne ,zweifel diese ,schrift schon lngst in die ,hnde aller1 die die ,lectre lieben1 gebracht1 und unsere ,anzeige kme fr die meisten ,leser dieses ,journals wohl zu spt1 wenn sie dieselben erst mit ihrer ,existenz bekannt machen wollte4 ,aber gerade diese ,beziehung derselben auf das ,interesse des ,tages1 die ,leichtigkeit und ,annehmlichkeit des ,vortrags1 und die anspruchslose ,weise1 mit welcher die in ihr vorgetragenen erhabenen1 allumfassenden ,ideen hingelegt werden1 drfte mehrere verleiten1 derselben nicht die ,wichtigkeit beizumessen1 die sie unseres ,erachtens hat1 und die ,hauptidee derselben fr nicht viel mehr anzusehen1 als fr einen frommen ,wunsch1 einen unmaassgeblichen ,vorschlag1 einen schnen ,traum1 der allenfalls dazu dienen mge1 menschenfreundliche ,gemther einige ,augenblicke angenehm zu unterhalten4 ,es sey uns erlaubt1 auf die entgegengesetzte ,meinung aufmerksam zu machen1 dass diese ,hauptidee doch wohl noch etwas mehr seyn mge2 dass sich vielleicht von ihr ebenso streng1 als von anderen ursprnglichen ,anlagen erweisen lasse1 dass sie im ,wesen der ,vernunft liege1 dass die ,vernunft schlechthin ihre ,realisation fordere1 und dass sie sonach auch unter die zwar aufzuhaltenden1 aber nicht zu vernichtenden ,zwecke der ,natur gehre4 ,auch sey es uns erlaubt1 anzumerken1 dass diese ,schrift1 wenn auch nicht durchgngig die ,grnde1 doch zum wenigsten die ,resultate der ,kantischen ,rechtsphilosophie vollstndig enthlt1 und sonach auch in wissenschaftlicher ,rcksicht usserst wichtig ist4 ,erster ,abschnitt4 ,prliminarartikel zum ewigen ,frieden unter ,staaten4 #a7 ,es solle kein ,friedensschluss fr einen solchen gelten1 der mit dem geheimen ,vorbehalt des ,stoffes zu einem knftigen ,kriege gemacht worden2 in welchem der schon bekannte oder unbekannte ,grund eines knftigen ,krieges nicht zugleich mit aufgehoben werde4 ,ausserdem wre kein ,friede1 sondern nur ein ,waffenstillstand geschlossen1 sagt ,kant4 ,es liegt im ,begriff des ,friedens4 ,durch ihn versetzen sich1 glaubt ,rec41 die ,contrahirenden1 so gewiss sie contrahiren1 berhaupt in ein rechtliches ,verhltniss gegeneinander1 und vertragen sich nicht nur ber das bis jetzt streitige1 sondern ber alle ,rechte1 die zur ,zeit des ,friedensschlusses ein jeder sich zuschreibt4 ,wogegen nicht ausdrcklich ,einspruch geschieht 7wodurch aber der ,friede aufgehoben wrde71 das gestehen die ,parteien einander stillschweigend zu4 #b7 ,es solle kein fr sich bestehender ,staat 7klein oder gross1 das gelte hier gleichviel7 von einem anderen ,staate durch ,erbung1 ,tausch1 ,kauf oder ,schenkung erworben werden knnen2 -- weil es1 so wie die ,verdingung der ,truppen eines ,staates an den anderen1 berhaupt gegen den ,staatsvertrag laufe2 wie an sich klar ist3 -- in ,beziehung auf den beabzweckten ewigen ,frieden2 weil dies eine nothwendige ,quelle vieler ,kriege gewesen sey1 und fortdauernd seyn werde4 #c7 ,stehende ,heere sollen mit der ,zeit ganz aufhren -- weil sie bestndig mit ,krieg drohen1 und die ,errichtung1 ,vermehrung1 ,erhaltung derselben oft selbst eine ,ursache des ,krieges werde4 #d7 ,es sollen keine ,staatsschulden in ,beziehung auf ussere ,staatshndel gemacht werden2 -- als ,erleichterungsmittel der ,kriege zu verbieten1 wie die stehenden ,heere1 -- auch um des mglichen und zu seiner ,zeit unvermeidlichen ,staatsbanquerots willen4 #e7 ,kein ,staat solle sich in die ,verfassung und ,regierung eines anderen ,staates gewaltthtig einmischen2 -- nicht etwa unter dem ,vorwande des ,skandals4 ,es sey allemal scandalum acceptum1 und die fremde ,einmischung selbst ein grosses ,skandal4 #f7 ,es solle sich kein ,staat im ,kriege mit einem anderen ,feindseligkeiten erlauben1 welche das wechselseitige ,zutrauen im knftigen ,frieden unmglich machen mssen3 als da sind1 ,anstellung der ,meuchelmrder1 ,giftmischer1 ,brechung der ,capitulation1 ,anstiftung des ,verrathes in dem bekriegten ,staate u4 s4 w4 -- weil dadurch der ,friede unmglich1 und ein bellum internecinum herbeigefhrt wrde4 ,beilufig wird aufmerksam gemacht auf den ,begriff einer lex permissiva4 ,sie ist nur mglich dadurch1 dass das ,gesetz auf gewisse ,flle nicht gehe1 -- woraus man1 wie ,rec4 glaubt1 htte ersehen mgen1 dass das ,sittengesetz1 dieser kategorische ,imperativ1 nicht die ,quelle des ,naturrechts seyn knne1 da er ohne ,ausnahme und unbedingt gebietet3 das letztere aber nur ,rechte giebt1 deren man sich bedienen kann1 oder auch nicht4 ,es ist hier nicht der ,ort1 sich weiter darber auszulassen4 ,zweiter ,abschnitt1 welcher die ,definitivartikel zum ewigen ,frieden unter ,staaten enthlt4 -- ,alles ist aufgebaut auf die ,stze1 die ,kant schon ehemals aufgestellt1 die nicht geringen ,anstoss erregt haben1 und deren ,prmissen auch hier nicht weiter als durch ,winke angedeutet sind3 ,alle ,menschen1 die aufeinander wechselseitig einfliessen knnen1 mssen zu irgend einer brgerlichen ,verfassung gehren4 ,jeder hat das ,recht1 den anderen1 den er dazu aufgefordert hat1 feindlich zu behandeln2 auch ohne dass derselbe ihn vorher beleidigt4 ,es sey dem ,rec4 -- der1 bei seinen ,untersuchungen ber das ,naturrecht1 aus ,principien1 die von den bis jetzt bekannten ,kantischen unabhngig sind1 auf diese und auf die tiefer unten folgenden ,kantischen ,resultate gekommen1 und den ,beweis derselben gefunden1 auch sie ffentlich vorgetragen hat1 ehe dieses ,buch in seine ,hnde gekommen1 -- erlaubt1 einige ,worte hinzuzusetzen1 um vorlufig die ,befremdung1 die bei der herrschenden ,denkart diese ,stze erregen mssen1 ein wenig zu mildern4 ,nur inwiefern ,menschen in ,beziehung aufeinander gedacht werden1 kann von ,rechten die ,rede seyn1 und ausser einer solchen ,beziehung1 die sich aber dem ,mechanism des menschlichen ,geistes zufolge von selbst und unvermerkt findet1 weil die ,menschen gar nicht isolirt seyn knnen1 und kein ,mensch mglich ist1 wenn nicht mehrere bei einander sind1 ist ein ,recht nichts4 ,wie knnen freie ,wesen1 als solche1 bei einander bestehen8 ist die oberste ,rechtsfrage2 und die ,antwort darauf3 wenn jeder seine ,freiheit so beschrnkt1 dass neben ihr die der anderen auch bestehen kann4 ,die ,gltigkeit dieses ,gesetzes ist sonach bedingt durch den ,begriff einer ,gemeinschaft freier ,wesen2 sie fllt weg1 wo diese nicht mglich ist1 sie fllt weg gegen jeden1 der in eine solche ,gemeinschaft nicht passt1 und es passt keiner hinein1 der sich diesem ,gesetze nicht unterwirft4 ,ein solcher hat mithin gar keine ,rechte1 er ist rechtlos4 -- ,so lange ,menschen nebeneinander leben1 ohne anders1 als vermittelst der gegenseitigen ,erkenntniss aufeinander einzufliessen1 ist es von beiden problematisch1 ob sie jenem ,gesetze sich im ,herzen unterwerfen1 oder nicht4 ,da jeder von dem anderen ebensowohl das letztere annehmen kann1 als das erstere1 so kann er vor demselben nie sicher seyn2 auch schon darum nicht1 weil der andere ebensowenig weiss1 ob er sich dem ,gesetze unterwerfe1 und demzufolge ,rechte habe1 oder rechtlos sey4 ,es muss jedem ,angelegenheit seyn1 dem anderen seine ,anerkenntniss des ,rechtsgesetzes zu erklren1 sich von seiner ,seite die seinige von ihm zusichern1 und1 da keiner dem anderen vertrauen kann1 sie sich von ihm garantiren zu lassen2 welches lediglich durch die ,vereinigung mit einem gemeinen ,wesen mglich ist1 in welchem jeder durch ,zwang verhindert wird1 das ,recht zu verletzen4 ,wer diesen ,vorschlag nicht annimmt1 erklrt dadurch1 dass er dem ,rechtsgesetze sich nicht unterwerfe1 und wird vllig rechtlos4 ,alle rechtliche ,verfassung ist sonach 7nach ,kant71 in ,absicht der ,personen1 die darin stehen3 #a7 die nach dem ,staatsbrgerrechte der ,menschen in einem ,volke 7jus civitatis72 #b7 nach dem ,vlkerrechte der ,staaten im ,verhltniss gegeneinander 7jus gentium72 #c7 die nach dem ,weltbrgerrechte1 sofern ,menschen und ,staaten1 in usserem aufeinander einfliessendem ,verhltnisse stehend1 als ,brger eines allgemeinen ,menschenstaates anzusehen sind 7jus cosmopoliticum74 ,es giebt sonach1 wie jeder daraus leicht folgern kann1 nach ,kants ,lehre gar kein eigentliches ,naturrecht1 kein rechtliches ,verhltniss der ,menschen1 ausser unter einem positiven ,gesetze und einer ,obrigkeit2 und der ,stand im ,staate ist der einzige wahre ,naturstand des ,menschen3 -- alles ,behauptungen1 die sich unwidersprechlich darthun lassen1 wenn man den ,rechtsbegriff richtig deducirt4 ,erster ,definitivartikel4 ,die brgerliche ,verfassung in jedem ,staate soll republikanisch seyn4 -- ,diese ,verfassung sey die einzig rechtliche an sich1 dem ,staatsbrgerrechte nach1 und fhre den ewigen ,frieden herbei1 der durch das ,vlkerrecht gefordert werde3 indem nicht zu erwarten sey1 dass die ,brger ber sich selbst die ,drangsale des ,krieges beschliessen werden1 die ein ,monarch1 ohne fr sich das geringste dabei zu verlieren1 so leicht ber sie beschliesst4 ,die ,republik sey von der ,demokratie wohl zu unterscheiden4 ,die letztere sey diejenige ,verfassung1 in welcher das ,volk in eigener ,person die executive ,gewalt ausbt1 mithin immer ,richter in seiner eigenen ,sache ist1 welches eine offenbar unrechtmssige ,regierungsform sey3 der ,republikanism diejenige1 in welcher die legislative und executive ,macht getrennt 7ob nun die letztere an ,eine ,person1 oder an mehrere bertragen71 mithin das ,reprsentationssystem eingefhrt sey4 ,dem ,rec4 hat diese vorgeschlagene ,trennung der legislativen von der executiven ,macht immer nicht bestimmt genug1 wenigstens manchen ,misdeutungen ausgesetzt1 geschienen4 ,er glaubt1 dass diejenige ,macht1 die der executiven entgegenzusetzen ist1 einer nheren ,bestimmung fhig sey4 ,er hat1 wenn es ihm erlaubt ist1 seine ,darstellung der ,kantischen hinzuzufgen1 die ,sache so gefunden -- das hchste ,rechtsgesetz ist durch die reine ,vernunft gegeben3 jeder beschrnke seine ,freiheit so1 dass neben ihm alle brigen auch frei seyn knnen4 ,wie weit eines jeden ,freiheit gehen solle1 d4 h4 ber das ,eigenthum im allerweitesten ,sinne des ,wortes1 mssen die ,contrahirenden sich vergleichen4 ,das ,gesetz ist nur formal1 dass jeder seine ,freiheit beschrnken soll1 aber nicht material1 wie weit sie jeder beschrnken solle4 ,hierber mssen sie sich vereinigen4 ,aber dass berhaupt jeder darber etwas declarire1 fordert das ,gesetz4 ,die hchste ,formel fr alle mglichen ,strafgesetze ist durch reine ,vernunft gleichfalls gegeben3 jeder muss von seiner ,freiheit gerade so viel wagen1 als er die des anderen zu beeintrchtigen versucht ist4 ,die ,menge der ,menschen1 die sich im ,staate vereinigen1 der ,bezirk1 den sie einnehmen1 und die ,nahrungszweige1 die sie bearbeiten1 giebt also immer das positive ,gesetz fr den ,staat1 den sie errichten2 und jeder kann ihnen ihr bestimmtes positives ,gesetz aufstellen1 dem man nur jene ,data giebt4 ,alle1 so wie sie in diesen bestimmten ,staat treten wollen1 sind verbunden1 dieses bestimmte ,gesetz anzuerkennen1 und es bedarf da keiner ,sammlung der ,stimmen4 ,jeder hat nur zu sagen3 ich will in diesen ,staat treten2 und er sagt damit alles4 ,die ,gemeine darf das ,zwangsrecht nicht unmittelbar durch sich selbst ausben1 denn sie wrde dadurch ,richter in ihrer eigenen ,sache1 welches nie erlaubt ist4 ,sie muss sonach die ,ausbung desselben1 es sey einem ,einzelnen oder einem ganzen ,corps1 bertragen1 und wird durch diese ,absonderung erst ,volk 7plebs74 ,dieses gewalthabende ,corps kann zu nichts verbunden werden1 als nur schlechtweg was ,rechtens ist in ,ausbung zu bringen4 ,dafr ist es verantwortlich1 und die allgemeinen und besonderen ,anwendungen der ,regel des ,rechts auf bestimmte ,flle bleiben ihm sonach billigerweise berlassen4 ,es ist inappellabel2 alle ,privatpersonen sind ihm ohne ,einschrnkung unterworfen1 und jede ,widersetzlichkeit gegen dasselbe ist ,rebellion4 ,wie es das ,recht verwalte1 darber ist nur das ,volk ,richter1 und es muss das ,urtheil hierber sich schlechthin vorbehalten4 ,aber so lange jenes ,corps im ,besitze seiner ,gewalt ist1 giebt es kein ,volk1 sondern nur einen ,haufen von ,unterthanen2 und kein einzelner kann sagen3 das ,volk soll sich als ,volk erklren1 ohne sich der ,rebellion schuldig zu machen1 und die executive ,gewalt wird das nie sagen2 das ,volk knnte nur sich selbst constituiren1 aber es kann sich nicht constituiren1 wenn es nicht ist4 ,es msste sonach der executiven ,gewalt ein anderer ,magistrat1 ein ,ephorat1 an die ,seite gesetzt werden1 der -- sie nicht richtete1 -- aber1 wo er ,freiheit und ,recht in ,gefahr glaubte1 immer auf seine eigene ,verantwortung1 das ,volk zum ,gericht ber sie beriefe4 ,zweiter ,definitivartikel4 ,das ,vlkerrecht solle auf einem ,fderalism freier ,staaten gegrndet seyn4 -- ,es giebt kein ,vlkerrecht zum ,kriege4 ,recht ist ,friede4 ,der ,krieg ist berhaupt kein rechtlicher ,zustand1 wre dieser zu erhalten1 so wre kein ,krieg4 -- ,wir begngen uns auch nur mit ,winken dies anzuzeigen1 wie ,kant4 ,es hat wohl nie eine ungereimtere ,zusammensetzung gegeben1 als die eines ,kriegsrechts4 ,es knne fr ,staaten1 um in ,beziehung aufeinander aus dem gesetzlosen ,zustande des ,krieges herauszugehen1 kein anderes ,mittel geben1 als dasselbe1 welches es fr einzelne giebt3 dass sie sich1 so wie diese zu einem ,brgerstaate1 sie zu einem ,vlkerstaate vereinigen1 in welchem ihre ,streitigkeiten untereinander nach positiven ,gesetzen entschieden werden4 -- ,dies ist allerdings die ,entscheidung der reinen ,vernunft1 und der von ,kant vorgeschlagene ,vlkerbund zur ,erhaltung des ,friedens ist lediglich ein ,mittelzustand1 durch welchen die ,menschheit zu jenem grossen ,ziele wohl drfte hindurchgehen mssen2 so wie ohne ,zweifel die ,staaten auch erst durch ,schutzbndnisse einzelner ,personen unter sich entstanden sind4 ,dritter ,definitivartikel4 ,das ,weltbrgerrecht solle auf ,bedingungen der allgemeinen ,hospitalitt eingeschrnkt seyn2 -- d4 h4 auf das ,recht jedes ,menschen1 um seiner blossen ,ankunft willen auf dem ,boden eines anderen ,staates1 nicht feindselig behandelt zu werden2 wozu nach den ,grundstzen des blossen ,staatsrechts der ,staat allerdings das vollkommenste ,recht htte4 ,zusatz4 ,von der ,garantie des ewigen ,friedens4 -- ,wenn sich nun gleich zeigen lsst 7wie es sich zeigen lsst71 dass die ,idee des ewigen ,friedens1 als ,aufgabe1 in der reinen ,vernunft liege3 wer steht uns denn dafr1 dass sie mehr als ein blosser ,begriff werden1 dass sie in der ,sinnenwelt werde realisirt werden8 ,die ,natur selbst1 antwortet ,kant1 durch die nach ihrem ,mechanism geordnete ,verbindung der ,dinge4 ,nach den drei ,arten des rechtlichen ,verhltnisses hatte die ,natur dreierlei ,zwecke sich vorzusetzen4 ,zuvrderst1 nach dem ,postulate des ,staatsbrgerrechts1 den3 die ,einzelnen zur ,vereinigung in ,staaten zu treiben4 ,wrde auch nicht die innere ,mishelligkeit1 so wrde doch der ,krieg von aussen1 der gleichfalls in dem ,plane der ,natur lag1 die ,menschen genthiget haben1 ihre ,macht zu vereinigen4 ,dass die ,form dieser ,vereinigung der allein recht- und vernunftmssigen sich immer mehr nhere1 dafr ist durch das allgemeindrckende der ,ungerechtigkeit und ,gewaltthtigkeit gesorgt1 so dass die ,menschen endlich durch ihren eigenen ,vortheil werden gezwungen werden1 zu thun1 was ,rechtens ist4 ,dann1 nach dem ,postulate eines ,vlkerrechts1 den3 die ,vlker voneinander abzusondern1 welches durch die ,verschiedenheit der ,sprachen und ,religionen befrdert wurde1 wodurch zwar anfangs der ,krieg erzeugt1 endlich aber doch durch das entstandene ,gleichgewicht ein bestndiger ,friede hervorgebracht werden muss2 wozu drittens der ,handelsgeist1 der auf den ,eigennutz eine ,sicherheit grndet1 die das ,weltbrgerrecht schwerlich hervorgebracht haben wrde1 beitrgt4 ,es sey dem ,rec4 erlaubt1 zur ,erluterung hinzuzusetzen1 wie er selbst die ,sache ansieht4 -- ,die allgemeine ,unsicherheit1 welche jede rechtswidrige ,constitution mit sich fhrt1 ist allerdings so drckend1 dass man glauben sollte1 die ,menschen mssten schon lngst durch ihren eigenen ,vortheil1 welcher allein die ,triebfeder zur ,errichtung einer rechtmssigen ,staatsverfassung seyn kann1 bewogen worden seyn1 eine solche zu errichten4 ,dies ist bisher nicht geschehen2 die ,vortheile der ,unordnung mssen sonach noch immer die der ,ordnung im allgemeinen berwiegen2 ein betrchtlicher ,theil der ,menschen muss bei der allgemeinen ,unordnung noch immer mehr gewinnen als verlieren1 und denjenigen1 die nur verlieren1 muss doch noch die ,hoffnung brig seyn1 auch zu gewinnen4 ,so ist es4 ,unsere ,staaten sind fr ,staaten insgesammt noch jung1 die verschiedenen ,stnde und ,familien haben sich im ,verhltniss aufeinander noch wenig befestigt1 und es bleibt allen die ,hoffnung1 durch ,beraubung der anderen sich zu bereichern2 die ,gter in unseren ,staaten sind noch bei weitem nicht alle benutzt und vertheilt1 und es giebt noch so vieles zu begehren und zu occupiren1 und endlich1 wenn auch zu ,hause alles aufgezehrt seyn sollte1 erffnet die ,unterdrckung fremder ,vlker und ,welttheile im ,handel eine stets fliessende1 ergiebige ,hlfsquelle4 ,so lange es so bleibt1 ist die ,ungerechtigkeit bei weitem nicht drckend genug1 als dass man auf die allgemeine ,abschaffung derselben sollte rechnen knnen4 ,aber sobald der ,mehrheit die sichere ,erhaltung dessen1 was sie hat1 lieber wird1 als der unsichere ,erwerb dessen1 was andere besitzen1 tritt die recht- und vernunftmssige ,constitution ein4 ,auf jenen ,punct nun muss es endlich in unseren ,staaten kommen4 ,durch das fortgesetzte ,drngen der ,stnde und der ,familien untereinander mssen sie endlich in ein ,gleichgewicht des ,besitzes kommen1 bei welchem jeder sich ertrglich befindet4 ,durch die steigende ,bevlkerung und ,cultur aller ,nahrungszweige mssen endlich die ,reichthmer der ,staaten entdeckt und vertheilt werden2 durch die ,cultur fremder ,vlker und ,welttheile mssen doch diese endlich auch auf den ,punct gelangen1 wo sie sich nicht mehr im ,handel bevortheilen1 und in die ,sklaverei wegfhren lassen1 so dass der letzte ,preis der ,raubsucht gleichfalls verschwinde4 ,zwei neue ,phnomene in der ,weltgeschichte brgen fr die ,erreichung dieses ,zweckes3 der auf der anderen ,hemisphre errichtete blhende nordamericanische ,freistaat1 von welchem aus sich nothwendig ,aufklrung und ,freiheit ber die bis jetzt unterdrckten ,welttheile verbreiten muss2 und die grosse europische ,staatenrepublik1 welche dem ,einbruche barbarischer ,vlker in die ,werksttte der ,cultur einen ,damm setzt1 den es in der alten ,welt nicht gab1 dadurch den ,staaten ihre ,fortdauer1 und eben dadurch den ,einzelnen das nur mit der ,zeit zu erringende ,gleichgewicht in denselben garantirt4 ,so lsst sich sicher erwarten1 dass doch endlich ein ,volk das theoretisch so leicht zu lsende ,problem der einzig rechtmssigen ,staatsverfassung in der ,realitt aufstellen1 und durch den ,anblick ihres ,glckes andere ,vlker zur ,nachahmung reizen werde4 ,auf diese ,weise ist der ,gang der ,natur zur ,hervorbringung einer guten ,staatsverfassung angelegt3 sobald aber diese realisirt ist1 erfolgt unter den nach diesen ,grundstzen eingerichteten ,staaten das ,verhltniss des ,vlkerrechts1 der ewige ,friede von selbst1 weil sie bei dem ,kriege nur verlieren knnen2 dahingegen vor ,erreichung des ersten ,zweckes an die ,erreichung des zweiten nicht zu denken ist1 indem ein ,staat1 der in seinem ,innern ungerecht ist1 nothwendig auf ,beraubung der ,nachbarn ausgehen muss1 um seinen ausgesogenen alten ,brgern einige ,erholung zu geben1 und neue ,hlfsquellen zu erffnen4 ,der ,anhang ber die ,mishelligkeit zwischen der ,moral und der ,politik1 in ,beziehung auf den ewigen ,frieden1 enthlt eine ,menge treffend gesagter ,wahrheiten1 deren reifliche ,beherzigung jeder1 dem ,wahrheit und ,geradheit am ,herzen liegt1 wnschen muss4 ,poesien und metrische ,uebersetzungen4 7,meist ungedruckt47 ,a4 ,das ,thal der ,liebenden4 ,eine ,novelle4#ci ,in der anmuthigsten ,gegend der ,veltelin1 ohnweit der ,grenze von ,italien1 liegt ein kleines ,thal1 das ,thal der ,liebenden genannt4 ,haine von ,lorbeeren und ,pomeranzen und ,citronen1 die ohne ,pflege wachsen1 erfllen es1 und duften ,sommer und ,winter die angenehmsten ,gerche3 in der ,mitte desselben ist ein kleines ,myrtenwldchen1 und im ,myrtenwldchen ein grosser ,grabhgel1 von immer blhenden ,rosen umgeben4 ,vom hohen waldigen ,gebirge bedeckt1 von ,felsen eingezunt1 erblickt es selten das ,auge eines ,sterblichen1 verirrt dahin sich selten der ,fuss des ,wanderers4 ,nur wenige sind hineingekommen4 ,ein geistiges ,wehen1 wie ,ksse eines ,engels1 fhlten sie an ihren ,wangen2 eine sanfte ,wehmuth erfllte ihre ,seele2 unvermerkt enttrpfelten ihren ,augen ,thrnen1 und das war ihnen so sss6 ,die ,bilder ihrer verstorbenen ,freunde oder ,geliebten gingen vor ihrer ,seele vorber1 und ,ahnungen von ,wiedersehen1 ,vorgefhle des ewigen ,lebens erfllten sie1 wenn sie auf dem ,grabeshgel im ,myrtenwldchen fnf ,flmmchen blinken sahen1 ,symbole wiedervereinigter ,treue nach dem ,tode4 ,einst drang ein ,landvogt auf der ,jagd einem verwundeten ,rehe nach1 das hieher seine ,zuflucht genommen hatte1 in das ,thal ein4 ,bangigkeit und ,angst berfiel ihn1 kalter ,schweiss rollte ber seine ,stirn herab1 er musste den geweihten ,boden verlassen4 ,funote #ci3 ,geschrieben zu ,zrich im ,jahre #aghf oder #aghg4 -- ,man vergleiche die ,vorrede ,s4 ,,xvi4 ,in diese ,gegenden hatte sich vor ,jahrhunderten1 erzhlen die ,hirten1 ein junger ,ritter verirrt4 ,im hohen ,walde verloren1 ermattet und hungrig1 erblickte er durch die ,nacht hin von ferne ein ,feuer4 ,es waren ,hirten1 die bei ihrem ,vieh wachten4 ,sie theilten willig mit ihm ihre geringe ,kost1 und er wrmte sich an ihrem ,feuer4 -- ,wie es dort wieder im ,gebsch heult6 sagte der eine1 der jetzt eben zu ihnen hinzukam2 wie der ,geist des armen ,einsiedlers wieder winselt und chzt6 weiss ,gott1 die ,haut schauert mir allemal1 wenn ich da vorbeigehe4 -- ,mir auch1 sagte der andere1 ich mache lieber einen ,umweg von einer ,stunde4 ,und es war doch ein so guter frommer ,mann1 der ,einsiedler3 betete so fleissig1 grsste jedes ,kind so freundlich1 und wies zurechte und half4 ,weisst du noch1 wie er mir den kranken ,fuss heilte1 den ich mir beim ,herabstrzen von jenem ,felsen zerquetscht hatte8 -- ,und wie er mir meine verirrten ,lmmer wiederbrachte8 ,ach6 wie wird es erst unser einem einmal gehen8 ,komm1 wir wollen ein ,vaterunser fr seine arme ,seele beten4 ,wehmuth und ,mitleiden erfllten den ,ritter4 -- ,kommt1 fhret mich an den ,ort4 ,sie fhrten ihn hin4 ,es war eine trbe ,nacht2 der ,wind sausete durch den ,busch dem ,ritter entgegen2 es winselte und chzte dumpf im ,gebsch4 -- ,wer du auch seyest1 unglckliche ,seele1 die im ,fegefeuer leidet2 knnen ,gaben oder ,seelenmessen1 oder das ,gebet irgend eines ,sterblichen deine ,qualen lindern1 so entdecke dich mir3 meine ,seele liebt und bedauert dich1 sagte der ,ritter1 und pltzlich stieg unter dem ,hgel eine ,gestalt hervor4 ,ein langer ,bart wallte ihm herab bis auf den ,grtel2 sein ,auge war eingefallen und erloschen1 seine ,wange abgewelkt1 nagender ,kummer war ber sein ,gesicht verbreitet2 aber durch die dicke ,wolke des ,grams1 die auf ihm lag1 blickte ein einziger schwacher ,zug von ,ruhe und entfernter ,hoffnung hindurch4 ,sein ,anblick erfllte die ,seele mit ,mitleid1 aber nicht mit ,grauen4 ,jngling1 so redete der ,geist1 schaudere nicht vor mir zurck6 ,noch sind es nicht zehn ,jahre1 so war ich ein ,ritter1 jung und feurig1 und mannhaft wie du -- solltest du nie den ,namen ,rinaldo gehrt haben8 -- und ach6 wie glcklich6 ,nicht umsonst vielleicht fhrte dich das ,schicksal zu meiner ,gruft1 die noch nie ein ,sterblicher so in der ,nhe betrat4 ,hre die ,geschichte meiner ,leiden1 und beklage mich4 ,in meinen ersten ,jnglingsjahren1 jeder ,tropfen ,bluts in mir ,feuer1 und jede ,nerve ,kraft1 kam ich an den ,hof nach ,paris4 ,in jedem ,turnier war der ,preis fr mich4 ,ich gefiel2 die ,ritter verleumdeten mich1 und die ,damen sprachen nur unter sich allein von mir4 ,einer der schnsten ,tage meines ,lebens war der ,vermhlungstag der ,knigstochter4 ,aus allen ,lndern der ,franken hatte die ,krone der ,ritter sich versammelt zum feierlichen ,turnier4 ,wir kmpften drei ,tage1 und ich war ,sieger4 ,die neidischen ,blicke der ,ritter und das laute ,zujauchzen des ,volkes von den ,schranken her1 beides war mir gleich festlich4 ,im ,taumel der ,freude sah ich rund um mich her1 um alle ,blicke des ,beifalls einzusaugen1 und sahe in der ersten ,reihe in den ,schranken ein ,frulein2 ihr trbes schwimmendes ,auge zur ,erde gesenkt1 ihr ,haupt nach einer ,seite geneigt1 wie eine ,lilie vor der ,sonnenhitze sich herabbeugt2 ,ernst und tiefes ,nachdenken in ihren sanften schwrmerischen ,zgen4 ,kein frhliches ,hndeklatschen1 kein ,lcheln1 kein verlorener ,seitenblick auf mich2 -- sie allein unter den ,tausenden1 die sie umgaben1 kalt und ernsthaft6 -- ,ich ward tief herabgeschleudert4 -- ,warum verachtet sie dich8 eben sie1 die vollkommenste unter den ,mdchen8 ,ein ,tanz beschloss den ,tag4 ,alle drngten sich zu dem ,sieger1 stolz an seiner ,seite die ,reihen durchzuwallen1 seine ,blicke aufzufangen1 und er suchte die in einem ,winkel verborgene ,verchterin4 ,sie flog mir entgegen1 -- und auf einmal1 wie aufgehalten1 schien sich ihr unwilliger ,fuss zu struben4 ,schchtern und verscheucht tanzte sie2 riss sich los1 entfernte sich1 tanzte mit andern1 und feuriger4 ,sie verachtet dich1 tnte es im ,innersten meiner ,seele1 aber warum8 -- ,ich htte mich selbst verachten mgen4 -- ,jetzt emprte sich beleidigter ,stolz1 sie zu meiden2 jetzt sprach ,liebe und ,neugier1 sie zu suchen4 ,ich schwur mir tausendmal1 sie nie wieder zu sehen1 und ging den ersten ,morgen an einen ,ort1 wo ich sie zu finden hoffte4 ,sie war heiter bei meiner ,ankunft2 ihre ,stirn umwlkte sich1 sobald sie mich sah4 ,so war sie immer4 ,ich beschloss1 ,paris zu verlassen1 und sie nie wieder zu sehen4 ,ich beurlaubte mich vom ,hofe4 ,schon war ich die ,stufen herabgestiegen1 als die ,zofe mir ein ,blatt folgenden ,inhalts in die ,hand drckte3 ,dank euch1 edler ,ritter1 dass ihr ,paris verlasset1 und durch eure ,entfernung einer ,unglcklichen die ,ruhe wiedergebt1 die eure ,gegenwart ihr raubte3 ein ,gestndniss1 das whrend derselben keine irdische ,macht mir wrde entrissen haben4 ,wrdiget ,eures ,andenkens1 ,eurer ,thrnen1 ,eures ,gebets die unglckliche ,maria4 ,wonnegefhl engte meine ,brust1 ich musste ihr ,luft machen4 ,ich eilte auf den ,flgeln der ,liebe zu ihr4 ,ich fand sie nicht2 -- ,unmuth ergriff mich4 ,die ,falsche1 sie lockt mich an1 und stsst mich wieder zurck6 -- ,ich konnte nach meinem ,abschiede vom ,hofe nicht mehr ffentlich erscheinen2 stellte mich krank1 um einen ,vorwand fr mein lngeres ,bleiben zu haben2 und wards vor ,liebe und ,schmerz4 ,verlangen nach ihr gab mir das ,leben wieder4 ,ich ging1 und berraschte sie in einer einsamen ,laube4 ,sie sass ber einer ,stickerei1 in ,trbsinn versunken4 ,noch ehe sie mich erblickte1 lag ich zu ihren ,fssen4 -- ,verlasst mich1 grossmthiger ,ritter1 rief sie3 verlasst die ,gegend1 in der ich lebe4 ,o das unselige ,gestndniss6 warum musste es sich doch aus diesem ,herzen heraufdrngen1 das bei ,euch nur einer flchtigen ,neigung zu begegnen frchtete6 ,ich besnftigte sie4 ,bebend hrte sie meine ,schwre1 auf ewig der ihrige zu seyn2 bebend empfing sie meine heissen ,ksse4 ,ein trauriges ,vorgefhl schien ihre ,seele zu durchschauern4 ,ihr ,herz war offener2 es kmpfte noch1 aber es unterlag allmhlig dem ,gefhle der ,liebe4 ,ich sah sie fters in dieser ,laube4 ,ein feindlicher ,dmon gab mir ein1 es gehre unter die ,trophen eines ,ritters1 die ,unschuld zu morden4 ,es war die ,moral1 die bei festlichen ,gelagen oft an der ,tafel meines ,vaters ertnt hatte4 -- ,in ssse ,schwrmereien versunken1 berraschte uns einst die schnste ,sommernacht in unserer lieben ,laube4 ,ich bestrmte ihre ,tugend1 und ich merkte mit jeder ,minute ihren ,widerstand schwcher werden4 ,schon glaubte ich gesiegt zu haben1 als sie in ,thrnen zerfliessend meine ,fsse umschlang4 -- ,mann mit der strkeren ,seele1 schluchzte sie1 schone die schwchere weibliche4 ,siehe1 ich bin in deiner ,gewalt2 du kannst der ,schwachen1 die jetzt ihr ,leben fr dich verbluten wrde1 das rauben1 was ihr mehr ist als das ,leben2 aber schone der ,armen1 sey grossmthig und thu' es nicht4 -- ,kalter ,schauer berfiel mich2 die ,tugend fing an1 in mein ,herz zurckzukehren2 aber -- besiegst du sie jetzo nicht1 so entfernt sie dich nun auf immer von sich -- flsterte der feindliche ,dmon1 und -- er siegte4 ,ich verliess sie in ,thrnen gebadet4 ,in meiner ,wohnung traf ich ,boten von meinem ,vater3 er erwarte seinen ,tod2 ich solle eilen1 ihn noch lebendig zu finden4 -- ,ich verliess ,paris sogleich1 ohne sie sehen1 ohne ihr ein ,lebewohl sagen zu knnen4 ,mein ,herz zog mich gewaltig zurck3 aber der ,zug ward schwcher1 als neue1 unerwartete ,eindrcke mich bestrmten4 ,mein ,vater starb in meinen ,armen4 ,das ,bild eines sterbenden geliebten ,vaters1 neue ,sorgen1 andere ,gegenstnde1 alles vereinigte sich1 das ,andenken an ,marien in meiner ,seele zurckzudrngen4 ,eine dumpfe1 theilnahmlose ,trauer hielt lange meine ,seele umfangen4 ,da sah ich ,laura1 das ,meisterwerk des ,schpfers1 und mit dem ersten ,blicke waren unsere ,seelen ,eins4 ,heilige ,bande verknpften uns2 wir tranken die ,seligkeit der ,liebe in vollen ,zgen4 ,innige ,liebe liebt keine ,zuschauer3 wir verliessen das ,gerusch der ,stadt1 um in der einsamsten ,gegend am ,fusse der ,alpen unseren ,himmel aufzuschlagen4 ,wir durchirrten ,arm in ,arm die paradiesischen ,fluren4 ,sie ging einst allein aus1 um eine ,gegend hinter einem angenehmen ,hgel1 der immer das ,ziel unserer ,wanderungen gewesen war1 zu sehen4 ,ich war durch einen ,zufall zu ,hause geblieben4 ,ihre ,zurckkunft verzog sich4 ,ich lauschte an der ,laube1 die ich ihr unterdessen an ihrem ,lieblingsplatze bereitet hatte1 um sie bei ihrer ,rckkunft angenehm zu berraschen4 ,bei jedem ,rauschen eines ,blattes1 jedem leisen ,fusstritte glaubte ich sie zu hren4 ,es kam ein ,bote von ihr4 ,zitternd erffnete ich das ,blatt1 das er mir gab1 und las folgende ,worte3 ,wie knnte ich ,rinaldo'n besitzen1 indess ,maria verlassen weint8 ,rhrt dich ihr ,elend nicht1 so lass die ,bitten der ,laura -- ach deiner ,laura6 -- dich rhren1 an ihr tief verwundetes1 noch immer nur fr dich schlagendes ,herz zurckzukehren4 ,vergiss ,lauren und stre die ,ruhe nicht1 der ich entgegeneile4 ,gehe ostwrts von deiner ,wohnung1 nach dem ,hgel zu1 den wir heute frh von der ,morgensonne so schn vergoldet sahen1 wo ein frher geliebtes ,weib und eine ssse ,tochter1 ganz das ,ebenbild ,rinaldo's1 auf deine ,umarmungen warten4 ,der ,schlag war frchterlich4 ,nach geraumer ,zeit erst erhielt ich meine ,besonnenheit wieder4 ,die ,scham hielt mich ab1 ,marien aufzusuchen3 ,laura war mir durch ihre ,grossmuth doppelt theuer geworden4 ,ich wandte ,alles an1 sie wieder zu finden2 kein ,kloster1 keine ,einsiedelei1 keine einsame ,gegend wurde undurchsucht gelassen3 ich durchstreifte selbst als ,pilger die halbe ,erde3 ich hoffte sie durch meine ,bitten zu erweichen2 aber vergebens1 ich fand sie nicht4 ,ich kam endlich in dieses ,thal1 lebte als ,eremit in demselben1 errichtete meiner ,laura1 die ich fr lngst todt hielt1 ein ,grab1 betete und weinte auf ihrem ,hgel1 und starb auf ihm4 ,wenn der ,geist die irdischen ,fesseln verlassen1 und von aller ,zumischung der ,sinnlichkeit frei ist1 sieht er alles in einem anderen ,lichte4 ,taumel dieser ,sinnlichkeit berauschte mich1 im ,leben ,marien zu vergessen2 jetzt fhlte ich ihre ,schmerzen1 die ,schmerzen ,laurens und die ,schmerzen der ,armen1 die unter ,thrnen geboren1 dem ,elende geweiht1 nie den ,vaternamen gestammelt hat2 die vielleicht bestimmt ist1 eine ,beute des ,elendes oder des ,lasters zu werden4 ,ich leide alle ,qualen1 die ich diesen verursacht habe1 im ,fegefeuer1 das die ,reue eben gebiert und das stete ,gedchtniss der unabnderlichen ,vergangenheit1 -- bis ,laura und ,maria glcklich sind1 bis ich mein ,kind an dem ,arme eines ,mannes sehe1 der nur sie liebt4 ,ach6 wird meine ,qual wohl je aufhren8 -- ,aber ich fhle das ,wehen der ,morgenluft4 ,nicht umsonst vielleicht fhrte dich das ,schicksal an meine ,gruft4 ,lerne die ,unschuld verehren1 und rhrt dich das ,elend der ,seele des armen ,rinaldo1 so bete fr mich1 und wallfahrte zum heiligen ,grabe4 -- ,hiermit verschwand der ,geist4 ,schauder ergriff ,don ,alfonso2 so hiess der junge ,ritter4 ,er kniete nieder1 und legte auf ,rinaldo's ,grabe das heilige ,gelbde ab1 nicht zu ruhen1 bis er etwas zur ,befreiung der armen ,seele beigetragen1 und die ,unschuld immer zu verehren4 ,die ,hirten versichern1 dass er dieses ,gelbde nie gebrochen4 ,durch seinen natrlichen ,hang zur ,andacht sowohl1 als durch die ,empfindungen1 die an der ,gruft ,rinaldo's sich seiner bemchtigt hatten1 begeistert1 trat er die ,reise nach dem heiligen ,grabe an4 ,er besuchte alle die ,oerter1 wo der ,weltheiland gelitten4 ,als er einst1 sich selbst und die ,welt um sich vergessend1 auf dem heiligen ,grabe in warmer ,andacht kniete1 und fr die ,seele des armen ,rinaldo betete1 berfiel ein ,haufen sarazenischer ,ruber ,jerusalem1 und fhrte ihn gefangen weg4 ,man brachte ihn unter die ,sklaven des ,emir von ,medina4 ,je mehr seine ,gestalt die ,herzen der ,heiden fr ihn eingenommen hatte1 desto heftiger wurden sie durch seine standhafte ,weigerung1 die ,lehre ihres ,propheten anzunehmen1 erbittert4 ,er wurde mit den niedrigsten der ,sklaven gebraucht1 in den ,grten des ,emir zu graben4 ,die ,hrte der ungewohnten ,arbeit1 die ,strenge1 mit der er behandelt wurde1 und das brennende ,klima verzehrten seine ,krfte4 ,er fiel an einem ,abende1 zur ,zeit1 da die ,grten geschlossen und die ,arbeiter herausgelassen wurden1 ohnmchtig nieder1 und erwartete das ,ende seiner ,leiden4 ,niemand bemerkte den ,vorfall4 ,eine ssse klagende ,stimme1 die in einem ,zimmer des ,serail1 das an die ,grten stiess1 in franzsischer ,sprache ein ,lied an die ,jungfrau ,maria sang1 und durch fteres ,weinen und ,schluchzen sich unterbrach1 brachte ihn wieder zum ,bewusstseyn4 -- ,o holde ,mutter6 seufzte die ,stimme1 wo bist du1 um die ,blume welken zu sehen1 die du so zrtlich pflegtest8 theure ,clestina6 die du jedes ,gefhl der ,tugend in mir wecktest1 wo bist du1 um den letzten ,trost in meine ,seele zu giessen1 und dies brechende ,auge zu schliessen8 ,sie schloss mit einem rhrenden ,gebete an die heilige ,jungfrau1 worin sie mit schwrmerischer ,andacht ihren ,entschluss entdeckte1 sich den ,dolch in das ,herz zu stossen1 ehe sie sich der ,wollust des ,emir aufopfere1 die ihr diese ,nacht drohe2 und sie bat1 ihr fr diese ,that entweder ,gnade bei ,gott zu erflehen1 oder ihr ,hlfe zu senden4 ,sie hat sie dir gesendet2 rief der ,ritter1 dem fremdes ,elend die ,krfte wiedergab1 die sein eigenes ihm genommen hatte1 -- hier ist mein ,arm1 und wenn tausende in ,waffen gegen mich stnden1 so rettete er dich6 -- ,eiserne ,riegel und ,gitter verwahren mich1 edler ,fremdling1 ein ,heer von ,wchtern lauert auf mich4 ,dein ,arm ist zu schwach1 mich zu retten4 ,habe ,dank fr dein ,mitleiden1 habe ,dank1 dass ich nicht unbedauert sterben werde2 und bist du ein ,franke und ein ,christ1 wie deine ,sprache zu zeigen scheint1 so bete fr die ,seele der armen ,marie4 ,er ergriff zwei ,baumleitern1 und band sie zusammen1 um das ,zimmer ,mariens zu ersteigen4 ,indessen war von dem ,aufseher der ,sklaven seine ,abwesenheit bemerkt worden4 ,der erste ,verdacht fiel auf den ,garten4 ,man ging hinein1 und traf ihn mitten in seiner ,unternehmung4 ,die ,absicht derselben war nicht zweideutig4 ,es wurde sogleich dem ,emir gemeldet4 ,sein ,zorn war grimmig2 er bestimmte den nchsten ,morgen zu seiner ,hinrichtung4 ,in jeder anderen ,lage wre vielleicht der ,tod dem ,alfonso willkommen gewesen1 er htte ihn nur als seinen ,retter aus einer ,sklaverei betrachtet1 die ihm ebenso erniedrigend als hart schien2 und htte ihn gern gegen ein thatenloses ,leben umgetauscht3 aber jetzt krnkte das ,schicksal der armen ,marie1 die er nicht retten konnte1 ihn mehr1 als sein eigenes1 und auch jener ,wunsch1 vor seinem ,ende noch etwas zur ,befreiung der ,seele ,rinaldo's beizutragen1 wurde lauter1 je mehr er sich demselben zu nhern glaubte4 ,er ging1 mehr unerschrocken als freudig1 seinem ,tode entgegen4 ,die ,werkzeuge seiner ,hinrichtung waren bereitet4 ,im ,hofe des ,serail war ein ,scheiterhaufen errichtet4 ,der ,pbel strmte dem ,schauspiele zu1 und der ,emir erschien mit seiner neuesten ,favorite1 ,alzire1 auf einem ,balkon1 um die ,hinrichtung mit anzusehen4 ,er kam eben von dem ersten ,genusse ihrer hchsten ,gunst1 und sein ,feuer war dadurch gegen sie nicht erkaltet4 ,er war ihr ergebener1 als er es seit langer ,zeit einem ,weibe gewesen war1 und hatte ihr versprochen1 ihr die erste ,bitte1 die sie an ihn thun wrde1 sie betreffe1 was sie wolle1 uneingeschrnkt zu gewhren4 ,war es ein geheimes ,wohlwollen1 das das ,herz der ,alzire bei ,alfonso's ,anblick pltzlich zu ihm neigte2 oder konnte sie die ,that1 dem ,emir diejenige rauben zu wollen1 von der allein sie ihren ,sturz befrchten durfte1 nicht sehr strafbar finden2 oder war es eine unmittelbare ,wirkung der ,vorsehung1 die ,alfonso'n erhalten wollte3 ,alzire bat um sein ,leben4 ,unwillig1 aber ehrliebend genug1 um sein ,wort nicht zu brechen1 und zu schwach1 um ,alzirens ,bitte widerstehen zu knnen1 gab der ,emir sogleich ,befehl1 den ,alfonso ber die ,grenze zu bringen4 ,der ,ritter1 untrstlicher1 diejenige ihrem ,schicksal zu berlassen1 die er so gern mit ,verlust seines ,lebens gerettet htte1 als erfreut ber die unvermuthete ,rettung seines ,lebens1 durchirrte die rauhen ,wsten ,arabiens4 ,wurzeln1 die er sparsam fand1 waren seine einzige ,nahrung1 und der heisse ,sand brannte seine ,fsse1 und trocknete seine ,krfte aus4 ,in der vierten ,nacht1 indess der ,sturm ihn umheulte1 und die ,wolken den ,schimmer des letzten ,sterns vor seinem ,auge verdeckten1 arbeitete er sich mhsam durch verwachsene ,bsche hindurch2 und eben waren seine letzten ,krfte im ,schwinden1 als er aus einer ,felsenkluft ein mattes ,licht schimmern sah4 ,hoffnung belebte die ,kraft1 die ihm noch brig war3 er erreichte die ,grotte4 ,ein ,weib1 weiss gekleidet1 von schlankem ,wuchse1 trat ihm entgegen4 ,die ehemalige ,schnheit der ,jugend schien auf ihrem ,gesichte einer erhabenern ,schnheit ,platz gemacht zu haben4 ,die geistigste ,andacht flammte in ihrem grossen1 zum ,himmel emporgewhnten ,auge1 und verbreitete sich ber ihr ganzes ,gesicht4 ,nichts liess in ihr die ,sterbliche errathen1 als die sanfte ,wehmuth1 von der alle diese ,zge gemildert waren1 und welche die ,spur ehemaliger ,leiden verwischt zu haben schien4 ,sehr verzeihbar war also der ,irrthum des ,ritters4 -- ,heilige ,jungfrau1 redete er sie an1 und sank auf seine ,kniee2 wunderthtige ,helferin6 -- wer bin ich1 dass du mich wrdigest1 den ,himmel zu verlassen1 um mich zu retten8 -- ,o steh auf6 rief ihm jene zu1 und entweihe nicht den ,namen der ,heiligen4 ,ich bin eine ,sterbliche1 wie du2 glcklich1 wenn die ,mutter ,gottes sich meiner bedienen will1 dir zu helfen6 ,aber welches ,schicksal treibt dich in diese unzugngliche ,wste1 wo ich seit vielen ,jahren keinen ,wanderer erblickte8 ,kann ich und womit kann ich dir dienen8 ,die ,entkrftung des ,ritters erlaubte ihm nicht1 auf die erste dieser ,fragen zu antworten2 aber sie nthigte ihn1 es auf die andere zu thun4#dj ,er bat sie um einen ,trunk ,wasser und um etwas ,speise4 ,sie ging und schpfte ihm aus der ,quelle1 die hart an ihrer ,grotte aus dem ,felsen rieselte1 und brachte milde ,frchte1 die sie selbst gezogen hatte4 -- ,erquickt euch1 ,fremdling2 sagte sie zu ihm1 mit dem wenigen1 was ich euch geben kann2 und nehmet dann dieses ,lager ein4 ,ich werde schon auch einen ,platz finden4 ,wer wollte sich durch eine falsche ,anstndigkeit abhalten lassen1 die ,pflichten der ,menschlichkeit zu erfllen1 wenn es nicht gegen unser eigenes ,geschlecht ist8 ,der ,ritter war durch alles1 was er sah und hrte1 wie betubt4 ,erst nachdem er von seiner ,entkrftung sich ein wenig erholt1 und einer ruhigen ,besinnung mchtig war1 fing die ,neugierde und ,verwunderung an1 an die ,stelle dieser ,betubung zu treten2 aber seine ,unbekannte1 die allein sie htte befriedigen knnen1 war verschwunden4 ,wunderbare ,ahnungen strmten durch seine ,seele2 noch konnte er sich nicht berreden1 ein sterbliches ,weib gesehen zu haben3 aber bald wurden alle seine ,zweifel durch einen festen ,schlaf gefesselt4 ,das ,erste1 was seine ,sinne traf1 als er wieder erwachte1 war die ,melodie des ,liedes1 das die arme ,maria gesungen hatte4 ,es war ihm1 als ob ein ,traum ihn wieder in die ,grten des ,emir versetzte2 er brauchte ,zeit1 um sich zu berzeugen1 er wache2 er horchte und horchte genauer2 der ,gesang kam vom ,eingange der ,grotte her4 ,die ,unbekannte sass an der ,morgensonne1 und sang mit der rhrendsten ,stimme jenes ,lied4 ,seine ganze ,seele lauschte auf ihren ,gesang3 wie wr' es ihm mglich gewesen1 sich selbst durch ,muthmaassungen und ,untersuchungen zu unterbrechen6 -- ,das ,lied schloss und die ,stimme schwieg4 ,eben war er im ,begriff1 sich seinem ,erstaunen und seiner ,begierde1 sich diese ,begebenheiten alle zu erklren1 von neuem zu berlassen1 als ein anderer ,vorfall seine ,betrachtungen unterbrach4 ,funote #dj3 ,voltairisch6 7,randglosse des ,verfassers47 ,bist du es wirklich1 meine ,tochter8 sagte die ,unbekannte zu einem jungen ,frauenzimmer1 das sich sprachlos und schluchzend in ihre ,arme warf1 und ihr weinendes ,gesicht an ihrem ,busen verbarg2 -- schenkt die heilige ,jungfrau die als todt ,beweinte mir wieder8 -- ,ja1 du bist es1 ich fhls an dem starken ,schlagen deines ,herzens gegen das meinige1 an deinem freudigen ,zittern in meinen ,armen4 ,wer1 als meine holde ,maria1 knnte mich so lieben8 ,aber1 sieh mich an2 lass mich dies so lang entbehrte ,antlitz wieder sehen2 lass michs auch in deinen ,augen1 in allen den wohlbekannten ,zgen deines ,gesichts lesen1 dass du es bist1 die mich so liebt4 -- ,so sollte ich denn auch diese ,freude noch auf der ,erde haben1 dich wieder zu sehen2 sollte noch nicht von allem ,irdischen mein ,herz losreissen6 ,ich hatte auch diesen ,wunsch daraus vertilgt1 dich wieder zu haben2 das ward mir schwer4 -- ,heiliger ,gott1 und du1 gnadenvolle ,mutter desselben1 diese ,belohnung meiner ,leiden wagte ich nicht zu hoffen4 ,ich dankte dir fr den ,seelenfrieden und die ,heiterkeit1 die du mir gabst1 meinen letzten und hrtesten ,verlust zu ertragen4 ,aber jetzt hilf mir die ,freude tragen1 dass sie mein ,herz nicht von dir abziehe2 und -- sieh auf mich herab1 -- wenn du mir die ,holde wieder nehmen willst1 oder wenn ich sie nicht mehr rein und nur dir treu wiedergefunden htte3 hier bin ich1 -- ich ergebe mich in deinen ,willen6 -- ,und jetzt1 liebe ,tochter1 erzhle mir3 wo warst du seit jenem traurigen ,tage1 der dich von mir trennte1 und was trennte dich von mir8 ,du warst1 seitdem meine gute erste ,mutter gestorben war1 gtige ,clestina6 -- hrte der ,ritter jene ,stimme sagen1 die er schon in den ,grten zu ,medina gehrt hatte1 -- nicht mehr immer so ganz heiter1 als du es vorher warest4 ,ich bemerkte zuweilen1 dass1 wenn du mich an dein ,herz drcktest1 du pltzlich dich abwandtest1 und dann kam es mir vor1 als ob du eine ,thrne unterdrcktest4 ,du gingest dann hinaus auf meiner ,mutter ,grab1 und betetest1 und bliebst oft lange2 und wenn du zurckkamst1 war so ein ,glanz und so eine ,heiterkeit in deinem ,gesichte1 und du warst so sanft und so feierlich froh1 und mir war so wehmthig wohl an deiner ,seite1 dass mich dnkte1 du seyest auf dem ,grabe verklrt worden1 und seyest nicht mehr meine ,mutter ,clestina1 sondern ein heiliger ,engel4 -- ,doch vernimm das ,schicksal1 das mich von dir getrennt hat4 ,einst an einem ,morgen -- du ruhtest noch -- war ich ausgegangen1 ,blumen zu suchen1 und meiner ,mutter ,grab damit zu schmcken4 ,ich hatte mich wohl zu weit entfernt1 denn pltzlich erschienen die ,ruber der ,wste1 die mich mit ,gewalt fortschleppten1 und als ich schrie1 damit du mir helfen solltest1 mir den ,mund verstopften4 ,sie hrten nicht auf mein ,weinen noch ,bitten1 sondern brachten mich durch lange ,wsteneien in eine ,stadt4 ,die ,stadt hiess ,medina1 wie ich nachher erfuhr4 ,hier bedeckten sie mein ,angesicht mit einem ,schleier1 bis sie mich zu einem reichen ,manne brachten1 der den ,rubern ,geld gab1 und mich seinen ,weibern bergab4 ,heilige ,mutter ,gottes6 was waren dies fr ,weiber6 ,schn waren sie2 einige dnkten mich noch schner1 als du1 meine ,mutter2 aber doch sah ich sie nicht gern1 und es war mir nie recht wohl1 wenn sie mir ins ,gesicht sahen4 ,man sah es nicht1 ob sie mich liebten1 oder ob sie sich untereinander liebten4 ,sie liebten mich wohl auch nicht8 -- ,wenn ich redete1 so lachten sie4 ,ich musste ihre ,sprache lernen2 und ich lernte sie so gerne und so fleissig1 damit ich mit ihnen reden knnte1 und damit sie meine ,freundinnen wrden4 -- ,kaum lernte ich sie verstehen1 so hrte ich1 dass sie nichts vom ,weltheilande und von seiner ,mutter wussten2 und als ich ihnen davon sagen wollte1 und ihnen erzhlen1 wie gtig und huldreich sie wren1 verlachten sie mich abermals1 und redeten dagegen viel von einem grossen ,propheten1 der wohl ein falscher ,prophet seyn muss1 weil du mir nichts von ihm gesagt hast4 -- ,endlich kam einst jener reiche ,mann wieder1 der den ,mnnern1 die mich geraubt hatten1 ,geld gegeben hatte1 und verlangte1 ich sollte ihn lieben2 und das konnte ich doch nicht3 denn er sah so wild und grausam1 und wusste ebensowenig vom ,weltheilande1 als seine ,weiber1 und that allerhand ,dinge mit mir1 die wohl schndlich seyn mssen1 weil er sie that1 und weil er so verstrt dazu aussah4 ,ich stiess ihn zurck3 die ,mutter ,gottes gab mir eine ,kraft1 die ich nie gefhlt hatte1 dass ich ,schwache dem starken ,manne ,widerstand leisten konnte4 ,ich weinte bitterlich2 da ward der ,mann sehr zornig1 und sagte mir mit wildem ,gesichte3 er wrde diese ,nacht wiederkommen1 und da wrde mich nichts vor ihm retten4 ,mir war sehr eng ums ,herz4 ,ich betete inbrnstig zur ,mutter ,gottes1 mich zu erleuchten1 was ich thun sollte2 und wie ich feuriger betete1 wurde ich immer muthiger4 ,es war1 als ob eine geheime ,stimme mir ins ,herz flsterte1 es sey schndlich und sehr schndlich1 was dieser ,mann mit mir thun wolle1 und ich msse eher sterben1 ehe ich es ertrge4 ,ich wusste1 dass eine meiner ,gespielinnen ein ,werkzeug hatte1 -- sie nannte es einen ,dolch -- wovon sie mir einst sagte1 man knne jemand damit tdten4 ,damit kann man ja wohl auch sich selbst tdten1 dachte ich4 -- ,sage mir1 liebste ,mutter1 that ich unrecht1 dass ich es ihr heimlich wegnahm8 ,sie konnte es ja dann immer wieder haben1 glaubte ich4 -- ,erzhle weiter1 sagte ,clestina4 -- ,der ,entschluss mich zu tdten1 ehe ich mich der ,gewaltthtigkeit des ,mannes berliesse1 wurde nun immer fester in mir2 und nachdem ich ihn der heiligen ,jungfrau vorgetragen hatte1 wurde mir innerlich wohl dabei1 und ich glaubte gewiss1 dass sie mir fr diese ,that ,gnade bei ,gott erflehen werde2 als pltzlich jemand unter dem ,fenster rief3 er wolle mich retten1 und einige ,leitern zusammenband1 wie ich hrte4 ,gleich darauf aber vernahm ich1 dass er ergriffen und unter tausend ,verwnschungen weggefhrt wurde4 ,war es ein ,sterblicher1 -- er musste es ja wohl seyn1 weil er sich ergreifen und fortfhren liess1 und mich nicht retten konnte1 -- wie wird es dem ,armen ergangen seyn1 der um meinetwillen sich in diese ,gefahr strzte6 ,wie er ergriffen wurde1 verschwand meine ,ruhe4 ,sein ,schicksal hat seitdem mir mehr ,kummer gemacht1 als das meinige4 ,er ist gerettet -- rufte der ,ritter1 der jetzt erst es wagte1 ,theil an der ,unterredung zu nehmen1 weil er sich unter alten ,bekannten zu seyn dnkte2 -- und hatte seit jener ,nacht den ersten angenehmen ,augenblick1 da er auch dich gerettet sah4 ,maria warf einen schchternen1 aber dankbaren ,blick auf den ,ritter1 um sich -- schien es -- von der ,wahrheit dessen zu berzeugen1 was er sagte3 und ,alfonso erblickte ein ,gesicht1 auf welchem alle ,reize der aufblhenden ,jugend sich vereinigten1 den reinsten ,abdruck ihres unschuldigen ,herzens darzustellen4 ,clestina reichte ihm die ,hand3 ,seyd mir nochmals willkommen1 edler ,fremdling6 -- aber erzhle weiter1 du meine ,tochter4 ,wunderbare ,hlfe ward mir gesandt3 erzhlte sie2 ich blieb diese ,nacht ber unbeunruhigt4 -- ,ja1 sagte der ,ritter1 denn der ,emir hat sie bei einer anderen neu angekommenen ,schnen des ,serail zugebracht1 die ihn mit dem ersten ,blicke gefesselt hatte1 und die ihm weniger ,schwierigkeiten entgegenstellte4 -- ,ich fhlte mich sogar nach einigen ,stunden so ruhig1 dass ein sanfter ,schlaf auf mich herabsank4 ,ich wurde am ,morgen durch ein ,getmmel im ,hofe des ,serail aufgeweckt4 -- ,es war das ,volk1 das sich versammelte1 mich verbrennen zu sehen2 sagte der ,ritter4 -- ,euch verbrennen wollte man8 und der ,todesgefahr1 die ,ihr ausgestanden1 sollte ich meine ,rettung verdanken8 ,doch1 ,gott ,lob1 dass ,ihr gerettet seyd6 -- das ,getmmel nahm ab2 es entstand eine lange1 frchterliche1 erwartende ,stille -- ,alzire1 so hiess die neue ,favorite des ,emir1 sagte der ,ritter1 bat um mein ,leben4 ,der ,emir begnadigte mich1 und liess mich sogleich ber die ,grenze bringen2 daher entstand wahrscheinlich diese ,stille4 -- ,jetzt erhob sich ein ,gemurmel1 fuhr ,maria fort2 nun ward es lauter2 nun brausete es1 wie das tobende ,meer4 -- ,wie8 dem ,hunde von ,franken das ,leben schenken8 ,er soll nicht verbrannt werden8 ,wir sind vergebens hieher geladen worden8 ,leidet es nicht6 schienen einige ,stimmen1 die das ,getmmel berschrien1 zu sagen4 ,der ,aufruhr verbreitete sich ber die ganze ,stadt3 alles lief zu den ,waffen4 ,die ,wachen verliessen die ,thren des ,serail1 und strzten sich bewaffnet gegen das ,volk4 -- ,war es ein unsichtbares ,wesen1 das mir den ,entschluss eingab1 mich jetzt durch die ,flucht zu retten8 ich fand alle ,zugnge unbesetzt2 ich drngte mich durch das ,volk1 das nichts sahe1 als die ,gegenstnde seiner ,rache4 ,ich kam -- ob ich mich noch dunkel des ehemaligen ,weges erinnerte1 oder ob unsichtbar ,engel mich leiteten1 -- ich kam durch die lange ,wste wieder zu deiner ,grotte1 theuerste ,mutter2 bin wieder dein1 um mich nimmer von dir zu trennen4 ,gott sey gelobt1 dass ich dich wieder habe1 meine ,tochter1 sagte ,clestina1 und dass ich dich so wieder habe1 wie ich dich verlor4 ,und er sey gelobet1 dass er auch ,euch erhielt1 edler ,fremdling6 und ,euch hieher brachte1 dass ich ,euch fr den ,antheil danken kann1 den ,ihr an dieser ,unschuldigen nahmt4 ,schon lange scheint eine ,frage auf ,eurer ,lippe zu schweben1 und es ist billig1 dass ich ,eure ,neugier befriedige1 insoweit ich darf4 ,ich bin ein ,weib1 welches einst in der ,welt sehr glcklich war4 ,aber vielleicht hatte ich mein ,herz zu sehr in diesem ,erdenglck verloren3 ,gott entzog es mir1 um mir zu zeigen1 dass nur ,er es sey1 in welchem man befriedigende und dauerhafte ,glckseligkeit finde4 -- ,ich trennte mich von der ,welt und von dem1 der in ihr mein ,abgott war4 ,in der ,stunde der ,begeisterung1 da ich dieses ,opfer1 das ,tugend und ,ehre und mein eigenes wahres ,wohl heischte1 begann1 schien es mir so leicht1 und nachdem es geschehen war1 wollte mein ,herz brechen4 ,ich suchte ,trost und ,ruhe an den heiligen ,oertern1 wo uns allen die ,seligkeit erworben wurde4 ,da traf ich die ,gesellin meiner ,leiden1 mit diesem ihrem ,kinde4 ,ich hatte sie durch mein ,elend glcklich machen wollen4 ,auf die ,art1 wie ich es mir gedacht hatte1 sollte es nicht seyn4 ,wir sollten beide durch lngeres ,leiden zu einer reineren ,glckseligkeit eingehen4 ,wir waren beide fr die ,welt1 und sie fr uns1 auf immer verloren4 ,in der heiligen ,stadt und in ihrer ,nhe waren wir kaum den sarazenischen ,rubern entgangen4 ,wir beschlossen1 uns in diese ,wsten1 durch welche ,gott einst sein auserwhltes ,volk fhrte1 zu begeben1 und kamen in die ,nhe des ,gebirges1 das ,ihr hier vor ,euch erblickt4 ,es ist das ,gebirge ,sinai4 -- ,gott hatte uns den ,platz unserer ,ruhe schon bereitet4 ,wir fanden hier diese ,grotte1 und dort das ,grtchen2 zwar damals verwildert1 aber durch eine geringe ,arbeit war es wieder in ,stand gesetzt4 ,vielleicht dass ohnlngst hier ein frommer ,einsiedler sein ,gott geweihtes ,leben beschlossen hatte4 ,hier haben wir geweint und gelitten4 -- ,so lange noch eine geliebte ,freundin gleiche ,leiden mit mir litt1 wurden die meinigen mir leichter4 ,ich strkte meine ,krfte1 um ihren ,kummer tragen zu helfen1 und vergass des meinigen1 um ,trost in ihre ,seele zu giessen1 und fand ihn dadurch selbst4 ,aber sie schlummerte bald in eine bessere ,ruhe hinber1 und liess mich allein4 ,ich segnete ihr ,geschick2 aber -- du hattest es wohl gesehen1 meine ,tochter1 -- das meinige ward mir schwerer4 ,nur die ,zrtlichkeit gegen dich1 und deine kindliche ,liebe zu mir1 holdes ,kind1 hielten mich aufrecht4 ,aber du konntest meine ,leiden nicht mit mir fhlen4 ,noch hing mein ,herz an etwas ,irdischem2 es hing an dir4 ,du musstest mir genommen werden4 ,musste durch so rauhe ,wege ,gott mich zu meinem ,heile fhren8 -- ,nichts war mir nun brig1 als ,er4 ,nur in sein ,herz konnte ich meine ,empfindungen ausgiessen2 nur von ihm ,gegenliebe erwarten4 ,o1 htte ich es doch eher gewusst1 welchen sssen ,frieden dies ber mein ,herz ausgiesset1 wie vllig dies eine ,seele befriedigt6 -- welch eine ,menge von ,leiden htte ich mir ersparen knnen6 ,aber verzeiht1 guter ,fremdling6 dass ich so flchtig ber die nheren ,umstnde meiner ,geschichte hinwegeilen musste4 ,es ist nicht ,mistrauen4 ,wer so lange1 als ich1 sich nur mit ,gott unterhalten hat1 kennt dieses nicht2 und in ein ,antlitz1 wie das ,eurige1 setzt es niemand4 -- ,ich habe ,ruhe gefunden3 aber noch lebt vielleicht ,einer1 der mir einst nur zu theuer war4 ,kann ich ihm den ,seelenfrieden nicht geben1 wenn er ihn noch nicht errungen hat1 so will ich ihm doch denselben auch nicht nehmen1 wenn er ihn etwa errungen htte4 ,ihr kehrt in die ,welt zurck1 und seyd1 wenn mich nicht ,alles tuscht1 von eben dem ,stande und aus eben den ,lndern1 in denen er lebte4 ,ihr knntet ihn antreffen2 ihn vielleicht antreffen1 ohne ihn zu kennen4 ,gutherzigkeit oder ein von ohngefhr entfahrendes ,wort knnte alle die ,kmpfe in seiner ,seele erneuern1 die er vielleicht lngst ausgekmpft hat4 ,ich muss freilich wieder von ,euch weg1 und in die ,welt zurck3 sagte der ,ritter2 aber ,verehrung gegen ,euch wird mich allenthalben begleiten1 und ,euer ,wille wird immer mein ,gesetz seyn4 ,er sagte das ,erstere so1 als ob ihn dieser ,entschluss etwas koste4 ,die ,lage1 in der er ,marien in den ,grten von ,medina zuerst gefunden1 hatte so etwas ,romantisches2 ,mitleiden und ,theilnehmung an ihrem ,schicksale hatten sich sogleich seines ganzen ,herzens bemchtigt4 ,seine ,phantasie hatte nicht gezgert1 sie1 die er nur gehrt1 nie gesehen hatte1 in einen ,krper zu kleiden2 sie hatte ihn freigebig mit allen ,reizen1 die ihrer ,silberstimme angemessen wren1 ausgeschmckt4 ,er sah sie jetzt2 und sie war weit ber das ,bild erhaben1 das er sich von ihr gemacht hatte4 ,die blhende ,wange1 das sanfte ,auge1 das weiche1 wallende ,haar konnte er seinem ,bilde geben2 aber nicht jenen lebendigen ,ausdruck der ,unschuld1 der ,treue1 der kindlichen ,zrtlichkeit1 weil es ihm dazu am ,urbilde fehlte4 ,er sah sie jetzt1 und sah sie in aller ,freude des ,wiedersehens an den ,busen derjenigen1 die ihr das ,theuerste auf der ,welt war1 hingegossen2 sah1 wie sie in stummen ,gefhlen an ihren ,augen hing1 gleichsam um alle die geliebten ,zge wieder zu sphen1 und die alte ,vertraulichkeit mit ihnen zu erneuern4 ,war es ein ,wunder1 dass seine ,seele von eben den ,gefhlen ergriffen wurde1 deren reizendsten ,abdruck er vor sich sah1 und dass er sie mit der zu theilen wnschte1 die ihm zuerst das schnste ,bild derselben darstellte8 ,maria hatte den ,unbekannten1 der sich fr sie in ,lebensgefahr strzte1 bedauert1 und1 wie sie gewissenhaft war1 sich den ,vorwurf gemacht1 die ,ursache seines ,todes zu seyn4 ,diese ,empfindung allein hatte die ,freude ber ihre ,errettung getrbt4 ,hier fand sie ihn unvermuthet wieder1 an dem ,orte1 der ihr der liebste auf der ,erde war4 ,nun erst getraute sie sich1 sich ganz dem ,gefhle1 dass sie ihrer ,pflegemutter wiedergegeben sey1 zu berlassen2 und es ist mglich1 dass die ,freude ber seine ,gegenwart unvermerkt einigen ,antheil an dem strkeren ,ausdrucke ihrer ,zrtlichkeit gegen ihre ,pflegemutter hatte2 und dass sie1 ohne es zu wissen1 einen ,theil dessen1 was sie bloss fr ,clestinen zu empfinden glaubte1 fr ,alfonso empfand4 ,aber1 kann ich1 darf ich zurckkehren -- fuhr der ,ritter fort -- ohne ,trost fr die ,seele des armen ,rinaldo gefunden zu haben8 ,ich hoffte doch gewiss am heiligen ,grabe -- ,rinaldo8 fiel ,clestina ihm in die ,rede4 ,wer ist dieser ,rinaldo8 was wisst ,ihr von ihm8 ,alfonso erzhlte1 was er von seinem gengsteten ,geiste selbst an seiner ,gruft gehrt hatte2 erzhlte die ,bedingungen1 unter welchen seine ,qualen enden sollten2 ,clestina hrte seine ,erzhlung mit stummer ,betrbniss1 und ,maria mit ,thrnen an4 ,o mchten sie enden1 die ,qualen der unglcklichen ,seele6 und vielleicht sind sie schon grsstentheils geendet1 sagte ,clestina4 ,maria hat ihre ,leiden lngst beschlossen2 sie war die ,freundin1 die mir hier starb2 sie ruht unter jenem ,hgel4 ,das ist ihre und ,rinaldo's ,tochter4 -- ,ich habe aufgehrt zu leiden4 ,ich habe die ,wege der ,vorsehung erkannt2 sie waren nichts als ,gte4 -- ,ich bin ,laura3 ,maria wollte mich nicht anders als ,clestina nennen2 drum habt ,ihr mich hier so nennen hren4 ,und die letzte ,bedingung seiner ,erlsung -- sagte ,alfonso -- mchte doch auch sie erfllt werden6 -- ,ja1 edle wrdige ,frau1 ich darf es ,euch sagen2 -- ich habe nie geliebt2 aber seitdem ich die ,stimme dieses holden ,geschpfes gehrt1 seitdem ich sie hier an ,eurem ,herzen gesehen habe1 -- entweder ich weiss nicht1 was ,liebe ist1 oder ich liebe sie ber ,alles4 ,lasst mich -- o1 ,ihr seyd ja auch ihre ,mutter1 lasst mich sie an meinem ,arme an die ,gruft ihres ,vaters fhren2 der ,anblick wird den ,geist erlsen4 ,maria verbarg ihr ,gesicht an ,laurens ,busen4 ,ihr ,herz schlug strker4 ,fremdling1 sagte ,laura -- nehmt nicht etwa eine flchtige ,rhrung1 ein mattes ,wohlbehagen1 einige sich unwillkrlich ,euch aufdringende ,wnsche sogleich fr ,liebe4 -- ,ihr habt nie geliebt1 sagt ,ihr2 -- ,euer ,herz ist unerfahren und leicht zu bewegen4 ,ihr habt dieses ,kind im ,leiden gesehen1 und habt gewnscht1 habt ,euch bemht1 sie zu retten4 ,ihr seyd durch den ,antheil1 den ,ihr an ihr nahmt1 in ,gefahr gekommen4 ,das kettet edle ,seelen an den ,gegenstand ihrer ,grossmuth3 aber diese ,anhnglichkeit ist noch nicht ,liebe4 ,ihr habt sie hier in allen ,rhrungen der zrtlichen ,tochter gesehen2 das hat sich ,euch mitgetheilt4 ,uebereilet ,euch nicht1 edler ,fremdling4 ,grossmthige ,frau1 versetzte der ,ritter1 was ich fhle1 fhl' ich so wahr und so stark1 dass ich fr die ewige ,dauer desselben gut bin4 ,es ist wie mit ,flammenschrift in mein ,herz geschrieben1 dass diese ,mein seyn muss1 dass sie ,mir bestimmt ist1 und dass ohne sie es kein ,glck mehr auf der ,erde fr mich giebt4 ,ich glaube ,euch1 edler ,mann1 sagte ,laura3 ,ihr scheint wahr und gut2 ich glaube1 dass ,ihr mich nicht tuschen wollt3 aber weder ich1 noch selbst ,ihr knnt wissen1 ob ,ihr nicht vielleicht ,euch selbst tuschet4 ,erwartet es1 bis ,eure ,empfindungen sich ,euch selbst aufklren und entwickeln2 und kommt ,ihr dann1 und sagt noch eben das1 so ist sie ,euer4 ,verzeiht1 edle ,frau1 versetzte der ,ritter3 wie knnte ich in dem1 was ich so innig und so warm fhle1 mich tuschen8 ,tusche ich mich vielleicht auch1 wenn ich mein ,daseyn empfinde8 -- ,aber1 ich soll warten1 soll ,euch verlassen1 in ,lnder gehen1 die weite ,meere von ,euch trennen8 ,wie werde ich das ertragen8 ,ihr sollt nicht allein gehen1 sagte ,laura4 ,dunkle ,ahnung einer hheren ,glckseligkeit1 ein geheimes ,verlangen1 auf dem ,grabe ,rinaldo's zu seyn1 durchstrmt meine ,seele4 ,ihr werdet mich und diese dahin begleiten1 und dann -- wenn ,ihr dann noch so denkt1 ist diese ,euer4 ,sie hatten keine langen ,zubereitungen zur ,abreise zu machen4 ,es waren noch einige ,juwelen von denen1 die ,maria bei ihrer ,abreise aus ,paris mit sich genommen hatte1 vorhanden4 -- ,htte ich glauben knnen1 dass ihr noch einst einen ,werth fr mich haben wrdet8 sagte ,laura1 als sie sie zu sich nahm4 ,sie zogen unbeschdigt durch ,arabien und ,palstina1 und setzten sich zu ,damaskus auf ein ,schiff4 ,ein gnstiger ,wind leitete sie2 sie landeten bald an der europischen ,kste4 ,in einer angenehmen ,sommernacht kamen sie zu ,rinaldo's ,grabe4 ,ein sanfter ,wind suselte3 ,rosenduft erfllte die ,lfte4 ,ruhe und ,heiterkeit im ,gesichte1 glnzend und verklrt entstieg der ,geist seiner ,gruft4 ,sey mir gesegnet1 ,alfonso6 sagte er2 du hast dein heiliges ,gelbde gehalten4 ,du bist seiner werth1 meine ,tochter4 ,in heiligeren ,gefilden sehen wir uns wieder4 -- ,deine unglckliche ,mutter hat ihre ,leiden beschlossen2 ihr ,leib ruht weit von dem meinigen1 aber ihr ,geist ist bei mir3 und du1 meine ,laura1 wirst sie bald beschliessen4 ,der ,geist verschwand4 ,laura sank in ssser ,wehmuth auf das ,grab1 und schlummerte in ein besseres ,leben hinber4 ,sanfte ,trauer erfllte ,mariens und ,alfonso's ,seele4 ,die ,klagen ber den ,verlust der ,glckseligen wurden ihnen sss4 ,sie lebten in diesen ,gegenden das ,leben der ,zrtlichkeit und der ,liebe4 ,jeder ,unglckliche segnete ihr ,haus2 es war ,zuflucht jedes ,hlfslosen4 ,am fnfzigsten ,gedchtnisstage ihrer ,vermhlung1 nachdem sie schon die ,kinder ihrer ,enkel zu ihren ,fssen hatten spielen sehen1 sassen sie in stummer ,zrtlichkeit auf der ,gruft1 und das ,andenken der ,begebenheiten ihres ,lebens ging vor ihrer ,seele vorber4 ,ein sanfter ,schauer berfiel sie1 sie umarmten sich1 und ihre ,seelen gingen vereint in das ,vaterland der ,liebe4 ,die ,hirten fanden sie erstarrt auf dem ,grabe liegen1 und begruben sie nebeneinander1 da1 wo sie lagen4 ,rosenstcke und ,vergissmeinnicht und ,tausendschn entsprossten dem ,boden um das ,grab herum und blhten4 ,ahnungen von ,wiedersehen der ,freunde erfllten die ,seelen der ,hirten4 ,ihren ,augen enttrpfelten ,thrnen4 ,sie gingen1 und als sie hinter sich sahen1 sahen sie fnf ,flmmchen auf dem ,grabe blinken4 ,hinter ihnen schloss sich das ,thal4 ,sie hatten den ,weg dahin nicht wieder gefunden4 ,sie nannten es das ,thal der ,liebenden4 ,b4 ,kleinere ,gedichte4 ,idylle4 7,musenalmanach von ,a4 ,w4 ,schlegel und ,l4 ,tieck1 ,tbingen #ahjb1 ,s4 #agj47 ,was regst du1 mein ,wein1 in dem ,fass dich8 ,es brachten die ,lfte mir ,kunde ,von der ,inbrunst meines ,erzeugers1 ,das regte das ,inn're mir auf6 ,ich mchte die ,bande zersprengen1 ,die von ihm ferne mich halten1 ,und zerfliessen und in den ,dften ,zusammenstrmen mit ihm6 ,so bringen heimliche ,stimmen ,der ,geister ,psychen die ,kunde ,von der unendlichen ,liebe ,im ,unendlichen1 ihrem ,erzeuger2 ,und es dehnet sich ihr das ,herz aus ,in unbeschreiblicher ,wehmuth1 ,in unaussprechlicher ,sehnsucht1 ,bis die irdische ,hlle zerreisst4 ,sonette4 #a4 ,wenn dir das inn're ,gtterwort wird spruchlos1 ,verblasset auch die ussere ,versprung1 ,was dich umgiebt1 verlieret die ,verzierung1 ,was von dir ausgeht1 wird nur schnd' und ruchlos4 ,die ,blthe deines ,lebens steht geruchlos1 ,was andre leitet1 das wird dir ,verfhrung2 ,denn du bist ausserhalb des ,alls ,berhrung1 ,darum wird dir der uss're ,laut auch spruchlos4 ,das innen ,todte glnze noch so scheinsam1 ,doch treibt dich fort zu ungemess'ner ,wehmuth1 ,die unaufhaltsam schon dich griff1 die ,brandung4 -- ,drum bleib' ich in mir selber still und einsam ,und pflege fort mit kindergleicher ,demuth ,das ,unterpfand der einst'gen frohen ,landung4 #b4 ,was meinem ,auge diese ,kraft gegeben1 ,dass alle ,misgestalt ihm ist zerronnen1 ,dass ihm die ,nchte werden heitre ,sonnen1 ,unordnung ,ordnung1 und ,verwesung ,leben8 ,was durch der ,zeit1 des ,raums verworr'nes ,weben ,mich sicher leitet hin zum ew'gen ,bronnen ,des ,schnen1 ,wahren1 ,guten und der ,wonnen1 ,und drin vernichtend eintaucht all' mein ,streben8 -- ,das ist's4 ,seit in ,urania's ,aug'1 die tiefe ,sich selber klare1 blaue1 stille1 reine ,lichtflamm'1 ich selber still hineingesehen2 ,seitdem ruht dieses ,aug' mir in der ,tiefe ,und ist in meinem ,seyn1 -- das ewig ,eine1 ,lebt mir im ,leben1 sieht in meinem ,sehen4 #c4 ,nichts ist denn ,gott1 und ,gott ist nichts denn ,leben2 ,du weissest1 ich mit dir weiss im ,verein2 ,doch wie vermchte ,wissen dazuseyn1 ,wenn es nicht ,wissen wr' von ,gottes ,leben6 ,wie gern' ach6 wollt' ich diesem hin mich geben1 ,allein wo find' ich's8 ,fliesst es irgend ein ,in's ,wissen1 so verwandelt's sich in ,schein1 ,mit ihm vermischt1 mit seiner ,hll' umgeben4 ,gar klar die ,hlle sich vor dir erhebet1 ,dein ,ich ist sie2 es sterbe1 was vernichtbar1 ,und fortan lebt nur ,gott in deinem ,streben4 ,durchschaue1 was dies ,streben berlebet1 ,so wird die ,hlle dir als ,hlle sichtbar1 ,und unverschleiert siehst du gttlich' ,leben6 ,vorbereitung zur gemeinschaftlichen ,andacht4 ,die ,gemeine4 ,mde von des ,lebens ,leiden1 ,mder von des ,lebens ,freuden1 ,flchten wir in eure ,stille1 ,ob uns hier ,erquickung quille4 ,frohseyn ist uns nie gelungen1 ,wie wir eifrig auch gerungen1 ,und wir sind des ,treibens mde1 ,suchen ,ruhe1 wnschen ,friede4 ,die ,pfleger4 ,kommt ,belad'ne zur ,erquickung1 ,kommt ,erschpfte zur ,entzckung6 ,neue ,strke soll die ,matten ,ueberschwnglich berschatten2 ,nur dass draussen ihr versenken ,wollet euer ,thun und ,denken1 ,abthun euer altes ,streben1 ,sterben ab dem eig'nen ,leben4 ,die ,gemeine4 ,und was habt ihr uns zu geben1 ,zum ,ersatz fr unser ,leben8 ,die ,pfleger4 ,solch' ein ,leben1 das gegrndet ,in sich selber1 nimmer schwindet1 ,nimmer wandelt1 selbst sich gnget4 ,dieses hier euch offen lieget4 ,aber nur von euch geschieden ,geht ihr ein in seinen ,frieden6 ,dem #ae4 ,mrz #ahaj4da ,du edler ,keim1 der aus der kalten ,erde ,sich unaufhaltsam in das ,lichtreich drngte1 ,du sinn'ge ,blume1 die1 die ,sonne fhlend1 ,mit allen ,regungen nach ihr sich wandte3 ,wir streben beide1 doch in anderm ,sinne ,jedwedes1 liebend nach demselben ,ziele1 ,und mehr als andres1 eint uns dieses ,streben1 ,und weiht mich dir mit inniger ,ergebung4 ,nimm diese ,frchte1 die dasselbe ,streben1 ,auf dir verschwistertem ,stamme hat getrieben6 ,vielleicht1 dass auch aus uns'rer ,lieb' ein ,zweig entsteht1 ,der einstens zeug' von unsrer hhern ,liebe4 ,philomele4 ,meine ,stimme von ,staub spricht dich gefllig an8 ,aber mchtest du erst hren der ,sphren ,klang6 ,ich zwar sing' in dem ,chore gezwungen und gerne4 ,das ,ganze ,fasset allein der sinnige ,mensch4 ,jenseit des ,aethers strm' eine ,quelle ,des ,tones1 der ,schnheit1 -- diese sind ,eins1 -- ,also lehrete mich mein ,meister1 ,selber er tonlos1 doch schlgt er den ,tact6 ,funote #da3 ,der ,gattin zum ,geburtstage1 mit dem ,geschenke von ,klopstocks ,werken1 des ,oheims derselben4 ,prolog zur ,vesta4#db 7,ungedruckt47 ,die ,herausgeber1 ein ,prnumerant4 ,die ,herausgeber4 ,euer ,edlen sind1 hren wir1 ein braver ,mann1 ,nehmen sich auch der leidenden ,menschheit an2 ,so kommen wir denn von gleichem ,triebe ,beseelt und bitten ,sie um die ,liebe1 ,dass ,sie doch mchten prnumeriren ,ein ,thaler quartaliter auf ein ,journal3 ,wir werden's ,vesta nennen zumal1 ,womit wir nchstens die ,welt wollen zieren4 ,der ,prnumerant4 ,ihr ,journal und die ,menschheit in ,leiden1 ,wie hngen denn zusammen die beiden8 ,die ,herausgeber4 ,die ,armen sollen haben ohne ,verdruss ,von unserm ,gewinne den ,ueberschuss6 ,der ,prnumerant4 ,ich verstehe6 -- ,doch nach welchem ,plan oder ,geist ,werden ,sie denn schreiben allermeist8 ,nach welchem whlen die ,genossen8 ,die ,herausgeber4 ,nach keinem3 -- ,keiner ist ausgeschlossen1 ,und jeder ,freund der ,wahrheit1 ,anmuth und ,kraft ,ist uns willkommen -- sofern er uns was schafft6 ,der ,prnumerant4 ,ich verstehe ganz3 -- ein ,allerlei ,von ,sauer und ,sss mit ,faon dabei6 ,die ,herren1 so denk' ich mir's1 jucket der ,kitzel ,gedruckt zu sehen ihre ,papierschnitzel4 ,kein ,verleger mag sie2 fr eigenes ,geld ,sich drucken zu lassen ihnen auch nicht gefllt4 ,da muss die ,noth helfen aus der ,noth3 ,nun knnen sie eher1 ohne zu werden roth1 ,antragen auf ,prnumeration1 ,und den ,willigen wnschen ein ,gotteslohn6 ,wer auch ihres ,schreibsels nicht begehrt1 ,denkt1 es sey den ,armen ein ,almosen beschert4 ,kann's leiden1 dass man das ,heft mir bringt2 ,niemand ist ja1 der's zu lesen zwingt4 ,indess stehen die ,herrn schon schwarz auf weiss1 ,mehr wollten sie nicht und sie haben ihren ,preis4 ,drum genug1 ihr ,herrn6 ,hier ist mein ,thaler1 ,wnsch' ,ihnen recht viele und reichliche ,zahler1 ,damit ,ihre geistige ,armuth und ,noth ,den leiblich ,armen schaff' ein ,stck ,brot6 ,funote #db3 ,zeitschrift1 erschienen zu ,knigsberg #ahjg4 ,die ,herausgeber4 ,so muss man es durchaus nicht anseh'n1 ,obwohl wir selber1 wie uns gescheh'n ,nicht recht zu wissen gern bekennen4 ,wir wollen fr hohe ,zwecke entbrennen1 ,eingreifen gewaltig in's ,rad der ,zeit1 ,dem ,bedrfniss1 dem ,niemand ,hlfe beut1 ,auch keiner als wir es kennt1 reichen die ,hand6 ,der ,prnumerant4 ,ei sieh1 ,ihr seyd wohl gar auch arrogant8 ,die ,herausgeber4 ,das wollen wir hoffen2 -- dies gilt bei den ,leuten1 ,succurs und ,beifall sich zu bereiten6 ,drum darf auch die ,zeitschrift sich nicht schmen1 ,irgend ein ,erhab'nes zum ,vorwand zu nehmen4 ,wer fr den ,staat auch nicht die ,waffen trgt1 ,der ist durch heil'ge ,brgerpflicht bewegt1 ,dass er ableite des ,volkes ,aufmerksamkeit ,von dem die ,kriege begleitenden ,leid1 ,damit er dessen ,blicke wende ,von dem unvermeidlichen ,kriegselende4 ,der ,prnumerant4 ,elend nur sieht und er nur sieht das ,elend1 ,wer selber elend ist im ,innersten2 ,denn seiner ,leere1 seines tiefen ,grams1 ,seiner ,zerrttung ,bild steigt aus dem ,herzen ,in's ,aug' empor und lagert ihm sich hin ,ueber der ,dinge breite ,oberflche2 ,sie geben stets ihm nur ihn selbst zurck6 ,so auch wer in sich klar und mit sich ,eins ist1 ,er bleibt gewiss der ew'gen ,harmonie ,im trben1 wildverschlungenen ,gewirre ,ird'scher ,erscheinung2 und ihm leuchtet hell ,im ,jammer selbst die immer nahe ,hlfe6 -- -- ,ein ,herausgeber 7ihm nachsehend74 ,der ,mensch ist ein seltsam ,kunstproduct1 ,vorweltlich1 in alt ogygischem ,stil6 ,der andere4 ,sey ruhig1 ,herr ,bruder1 wir sind ja gedruckt2 ,das ,andre bedeutet uns nicht so viel6 ,und wo wr' ,etwas von eigenem ,werth1 ,wogegen sich nicht die ,misgunst kehrt8 ,beide4 ,das ist der plausibelste ,trost in der ,welt1 ,dass man stets sich selber am ,besten gefllt6 ,am #ah4 ,januar #ahab4dc ,ehrwrd'ge deutsche christliche ,gesellschaft1 ,edle1 biedere ,tischgenossenschaft6 ,indem ich1 als bestellt zum ,sprechen1 ,zum erstenmale das ,schweigen will brechen1 ,bitt' ich1 dass man es gnstig verspre1 ,wenn ich im ,knittelvers haranguire2 ,denn eingefasst von ,rindfleisch und ,braten ,drfte die ,prosa zu vornehm gerathen6 99 99 99 99 99 ,zuvrderst sollt' ich mit zierlichen ,worten1 ,wie es gebruchlich aller ,orten1 ,mit ,bezeugung schuldiger ,devotion ,ihnen danken fr die ,decoration1 ,die ,sie durch dieses ,amt mir verlieh'n4 ,doch3 danke durch ,thaten1 spricht deutscher ,sinn6 ,wie hoch ich es schtze im ,herzensgrunde1 ,mit ,ihnen zu bleiben im freundlichen ,bunde1 ,und allen ,ihren ,wunsch und ,willen ,auch meinerseits gern mag erfllen3 ,beweise1 dass mit ,herzlichkeit ,ich ,ihrem ,wunsche mich geweiht2 ,beweise1 wie ich die ,geschfte1 ,so lang's verstatten meine ,krfte ,und meine sonst besetzte ,zeit1 ,werd' immer fhren mit ,heiterkeit4 ,was ,sie an ,gelde mir werden geben1 ,das werd' ich sorgfltig aufheben ,und treulich bewahren und verwalten4 ,auch ber die ,gesetze will ich halten1 ,ohn' alles ,anseh'n der ,person4 ,zeigt gute ,laune sich oder ,liederton1 ,will ich1 so gut ich kann1 mitsingen4 ,auch die ,gesundheiten will ich ausbringen2 ,und erscheint einst der festliche ,pokal1 ,geziert mit dem ,juden ,simson zumal1 ,so werd' ich um weitere ,vorschrift bitten1 ,und diese sey nie berschritten4 ,funote #dc3 ,ueber die ,veranlassung zu dieser ,rede in ,versen hat ihr ,einsender uns zugleich ,folgendes mitgetheilt3 ,a4 v4 ,arnim hatte in ,berlin eine christlich deutsche ,gesellschaft errichtet1 deren ,vorsitz ,fichte an jenem ,tage bernahm4 ,bei dieser ,veranlassung hielt er einen ,vortrag in ,knittelversen1 welcher damals ungemein ansprach und auch1 wie ich bestimmt weiss1 noch jetzt in ,ehren gehalten wird4 ,da ich das ,tagblatt besitze1 worin dieser ,vortrag aufgeschrieben ist1 so macht es mir ein grosses ,vergngen1 ,ihnen denselben mittheilen zu knnen4 99 99 99 99 99 ,im ,uebrigen kann ich von meinem ,sprechen ,in voraus eben nicht viel versprechen4 ,zum ,beispiel3 ,witzig zu seyn aus heiler ,haut ,ist ein ,talent1 nicht ,jedem anvertraut2 ,so selten fast als reine ,vernunft1 ist reiner ,witz1 ,und beide1 denk' ich1 sind gleich viel ntz'4 ,wer witzig ist1 ist's ber ,was und nebenbei1 ,denn ,witz ist ja nicht ,gold1 noch ,silber1 noch ,zinn1 noch ,blei1 ,sondern von ,allem nur die ,faon6 ,so ,jemand den ,witz recht wollte pflegen und nhren1 ,der msst' ihm nur reichlichen ,stoff gewhren ,durch tolle ,streich' und ,narrheiten viel1 ,und nur ihn treiben lassen sein ,spiel1 ,und ja sich hten1 was bel zu nehmen4 ,zu dem ,ersten wird die ehrbare ,gesellschaft sich nie bequemen2 ,so muss sie denn eben ohne ,witz vorlieb nehmen6 ,zudem sind die bisherigen ,stoffe verbraucht2 ,nicht ,jude1 nicht ,philister mehr taugt1 ,um an ihnen zu finden ein ,krn'chen ,spass1 ,das nicht schon einigemale dawas6 -- ,auch will es in der ,that was bedeuten1 ,ueber dergleichen zu spotten vor ,leuten1 ,dass der ,spott nicht auf uns selbst sitzen bleibe4 ,den ,juden schiebt man sich wohl noch vom ,leibe1 ,man ist nicht beschnitten2 -- ergo ist man keiner4 ,mit dem ,philister ist die ,sache schon feiner4 ,streng genommen1 ,keiner sich durchschaut1 ,so lang er steckt in der sndigen ,haut1 ,in ,unschuld ,keiner soll waschen die ,hnde1 ,wie ,keiner selig ist vor seinem ,ende6 ,ob wir durchaus nicht ,philister waren1 ,werden wir im ewigen ,leben erfahren4 ,doch es giebt auch fr sterbliche ,augen ,kennzeichen1 die zur ,prfung taugen1 ,dass man sich orientiren kann4 ,das ,eine geb' ich im ,gleichniss an4 ,es geschieht wohl1 dass ,einer trume1 er wache1 ,und sich's versichre1 und glaublich mache1 ,und ist doch gerade dies sein ,traum6 ,wer wirklich wacht1 kurzum der wacht1 ,und ist nicht weiter auf's ,wachen bedacht4 ,so1 wer in der ,that nicht ,philister ist1 ,der denket dessen zu keiner ,frist2 ,ohne seinen ,dank und ,willen1 und schlechtweg er's nicht ist4 ,wer aber sich's hin und her beweist ,und ,gott am ,morgen und ,abend preist1 ,dass er nicht ist1 wie andre ,leut1 ,ist vom ,philisterthum nicht weit2 ,ja ihm sitzt die ,philisterei ,gerade im ,denken1 dass er's nicht sey6 ,da dieses sich so weit erstreckt ,und bringen kann gar schlimmen ,ruhm1 ,so bleibt vor mir wohl ungeneckt ,so ,juden- wie ,philisterthum6 99 99 99 99 99 ,doch reinige sich der ,gedanke1 ,der ber ,niedrem schwebte1 ,um mit dem ,hhern ganz sich auszufllen6 ,fllet die ,glser6 -- ,es lebe die ,krone1 ,sie steig' auf in der alten ,pracht1 ,ausgerstet mit der alten ,kraft1 ,umgeben von der alten ,treue6 ,c4 ,uebersetzungen aus dem ,portugiesischen1 ,spanischen und ,italinischen4 ,aus ,camoens' ,lusiade4#dd ,gesang #c1 ,stanze #aah4 ,alfonso kehrt1 nach dieses ,sieges ,glcke1 ,hinwieder zu des ,tajo schnem ,becken2 ,dass auch der ,fried' ihn mit den ,krnzen schmcke1 ,womit die ,schlachten ihn so reich bedecken3 ,o welch erbarmungswrdiges ,geschicke1 ,das ,todte knnt aus ihren ,grbern wecken1 ,trifft da die arme1 zarte ,dulderin1 ,die erst getdtet ward1 dann ,knigin6 ,allein durch dich1 durch dein allmchtig ,sehnen1 ,o reine ,lieb'1 erstarb der ,zeiten ,zierde1 ,als drftest du sie deine ,feindin whnen1 ,die treue1 der dein schnster ,lohn gebhrte4 ,wohl sagt man1 ,amor1 dass durch bittre ,thrnen ,gestillt nicht werde deine grimme ,gierde2 ,soll ,menschenblut nun strmen vom ,altare ,zur sssen ,augenweide dir1 ,barbare8 ,funote #dd3 ,zuerst abgedruckt im ,pantheon1 ,zeitschrift fr ,wissenschaft und ,kunst1 von ,bsching und ,kannegiesser4 ,berlin1 #ahaj4 ,i4 ,bd4 #a4 ,heft4 ,seite #a-h4 ,man sah dir hold der ,jahre ,lenz verfliessen1 ,in jene ,seelenruh warst du versenket1 ,ignes1 und in den ,wahn1 den blinden1 sssen1 ,den keinem noch auf lang das ,glck geschenket1 ,in des ,mondego angenehmen ,wiesen1 ,den deiner schnen ,augen ,born getrnket1 ,den ,bergen lehrend1 und der ,flur den lieben ,namen1 der tief dir in die ,brust geschrieben4 ,auch deines ,prinzen ,regungen vergalten ,dein ,sehnen wohl mit seelenvollem ,danken2 ,dein ,bild sie fest vor seinen ,augen halten1 ,wenn er verbannt aus deiner ,blicke ,schranken3 ,des ,nachts ihn tuschen ssse ,traumgestalten1 ,des ,tags entrcken ihn zu dir ,gedanken1 ,und was er sinnt1 und was er sieht im ,innern1 ,ist alles nur ,ein wonnevoll ,erinnern4 ,so vieler ,frstentchter1 schner ,frauen ,bewerben hat bei ihm das ,ziel verfehlet2 ,wie denn auf andres pflegt herabzuschauen ,wess ,herz die ,eine1 traute1 hat erwhlet4 ,der alte ,vater blickt mit stillem ,grauen ,auf die ,verirrung dieser ,lieb'1 ihn qulet ,des ,volkes ,murren und das ,widerstreben ,des ,sohns1 sich in der ,ehe ,band zu geben4 ,und so beschliesst er denn in argem ,muthe ,ignes dem sssen ,lichte zu entrcken4 ,es knne nur in frech vergoss'nem ,blute1 ,so meint er1 solcher ,liebe ,brand ersticken4 ,war's ,wahnsinn1 der ihn trieb1 sein ,schwert1 das gute1 ,das ,schrecken sende nur der ,feinde ,blicken1 ,vor dem der ,mauren ,wuth gemusst erbeben1 ,gegen ein zartes ,frulein zu erheben8 ,zu ihm1 dess ,herz wohl mchte sich vershnen1 ,wird sie geschleppt von wilden ,ungeheuern1 ,und es gelingt den mordbegier'gen ,tnen ,des ,pbels1 seinen ,zorn neu anzufeuern4 ,sie aber -- flehend und mit bangem ,sthnen1 ,erpresst von ,mitleid bloss mit ihrem ,theuern ,und mit den ,kindern1 die sie unterm ,herzen ,ihm trug1 die mehr denn eigner ,tod sie schmerzen2 ,die ,augen hebend zu des ,himmels ,milde ,aus denen eine grosse ,zhre rollte1 7,die ,augen1 denn die ,hnde hielt der wilde ,mordknecht1 der sie in ,fesseln schlagen wollte7 ,dann nieder auf der ,kinder zarte ,bilde ,sie senkend1 die sie jetzt verlassen sollte ,verwaiset1 einsam1 ohne ,schutz und ,rather -- ,spricht also an den grausamen ,grossvater3 ,wenn wilde ,thiere1 deren ,sinn zum ,hassen ,natur bestimmt1 und ,eis um sie geschlagen1 ,der ,wste ,vgel1 die1 um ,raub zu fassen ,und anders nicht1 den ,flug in ,wolken wagen1 ,mit kleinen ,kindern1 die sie seh'n verlassen1 ,solch zrtlich ,mitleid und ,erbarmen tragen1 ,wie man an ,ninus ,mutter hat geschauet1 ,und an den ,brdern1 welche ,rom erbauet2 ,so trag auch du1 dess ,herz durchstrmt vom warmen ,menschlichen ,blute schlgt 7falls es zu nennen ,menschlich1 den ,tod zu geben einer ,armen1 ,bloss weil ihr ,herz in ,liebe musst' entbrennen71 ,trage mit diesen ,kleinen das ,erbarmen1 ,das man in meinem ,urtheil muss verkennen4 ,mg' ihre ,noth ,mitleid in dir erregen1 ,da meine ,unschuld dich nicht kann bewegen6 ,und wie du wusstest einst mit ,schwert und ,feuer ,den ,tod zu senden in der ,mauren ,reihen1 ,sey jetzt vom ,tode gndiglich ,befreier ,der ,schwachen1 die du keiner ,schuld kannst zeihen4 ,falls aber ,unschuld bssen soll so theuer1 ,verweis auf ewig mich in ,wsteneien1 ,in ,libyens ,gluth1 in ,scythiens kalte ,schauer1 ,wo ich mein ,leben enden mg' in ,trauer4 ,lass mich1 wo alle ,schrecken sich erheben1 ,hin in der ,lwen und der ,tiger ,erbe1 ,dass ich1 was ,menschenherz nicht mochte geben1 ,erbarmen dort und ,mitleid mir erwerbe4 ,dort will ich pflegen1 innig hingegeben ,in's ,angedenken dess1 fr den ich sterbe1 ,der nachgelass'nen ,pfnder theure ,gabe1 ,zu der leidvollen ,mutter einziger ,labe4 ,der ,knig sinnt schon drauf1 sie zu befreien1 ,ob ihrer ,worte1 die ihn tief bewegen2 ,das strr'ge ,volk nur will ihr nicht verzeihen1 ,noch ihre ,sterne1 die nicht brachten ,segen4 ,die1 welche glauben1 dass die ,that ,gedeihen ,dem ,reiche bringe1 ziehen scharfe ,degen1 ,gegen ein ,frulein4 ,herz1 schwarz und bitter1 ,ihr zeiget euch als ,henker1 nicht als ,ritter6 ,wie gegen ,priams ,tochter1 ,polyxene1 ,aus der der ,mutter letzte ,freuden quellen1 ,damit ,achilles ,schatten sich vershne1 ,man ,pyrrhus sahe sich gerstet stellen2 ,sie aber ihre jungfruliche ,schne -- ,die ,augen1 welche wohl die ,trb' erhellen1 ,hin auf die ,mutter1 die vor ,schmerzen wthet1 ,gerichtet1 -- zum ,shnopfer willig bietet3 ,so gegen ,sie1 die ,wthenden2 die ,auen1 ,aus denen ,liebe sieht mit hellen ,blicken1 ,in jedes ,auge1 das sie mag erschauen1 ,sanftheit und ,milde strahlend und ,entzcken1 ,und ihre sssen ,blumen1 die getrauen ,sie sich mit ,blutesstrmen zu ersticken1 ,grimmig erbos't die ,schwerter drein versenkend1 ,der ,rache1 die herannaht1 nicht gedenkend4 ,o hohe ,sonne1 hat dein ,strahl genommen ,von des ,entsetzens ,that wohl ,blick und ,kunde8 ,ist er nicht auch denselben ,tag verglommen1 ,wie in ,thyestes ,gastmahls ,gruelstunde8 ,ihr hohlen ,thler1 die ihr da vernommen ,das letzte ,wort aus dem erblassten ,munde1 ,noch lange hallte fort in euerm ,laute ,der ,name ,pedro1 den sie euch vertraute4 ,wie einer ,blume1 so in ,zier getauchet1 ,dass sie der ,schmuck war auf den blh'nden ,heiden1 ,wenn sie gebrochen und zum ,kranz verbrauchet1 ,der rohen ,hand ,betastung musst' erleiden1 ,der ,schmelz vergeht1 der ssse ,duft verhauchet3 ,so ist das ,frulein nach dem bittern ,scheiden2 ,der ,lippen ,ros' erblasset1 es entschweben ,die lichten ,farben mit dem sssen ,leben4 ,der ,that zum ewigen ,andenken kehren ,mondego's ,tchter1 die sie lange klagen1 ,in einen ,quell die da geweinten ,zhren1 ,und geben ihm den ,namen1 den er tragen ,auf alle ,zeiten soll3 noch jetzo nhren ,wo ,ignes lebt und liebt in ihren ,tagen1 ,von einem ,quelle sich der ,blumen ,triebe1 ,dess ,wasser ,zhren sind1 der ,name3 ,liebe4 ,aus dem ,spanischen4 ,madrigal4 ,ihr ,augen1 hell und reine1 ,da eure sssen ,blicke preist die ,menge1 ,warum1 wenn ihr mich anschaut1 blickt ihr strenge8 ,wenn ihr1 je mehr voll ,hulden1 ,so mehr die ,welt erfreut mit heitrem ,scheine1 ,warum blickt ihr mit ,zorn auf mich alleine8 ,ihr ,augen1 hell und reine1 ,erscheint mir nur1 sey's auch mit solchem ,scheine6 ,aus ,cervantes4 ,amadis von ,gallia an ,don ,quixote de la ,mancha4 ,du1 der nachahmtest jenes ,thrnenleben1 ,das auf des ,armuthfelsens schroffer ,kante ,ich fhrte1 da ,verschmhung mich verbannte ,von ,freuden1 mich der ,busse zu ergeben2 ,du1 dem vom ,auge ,fluthen man sah beben1 ,dass ihm der ,salztrank schier das ,herz abbrannte1 ,dem1 als ihn ,silber1 ,kupfer1 ,zinn schon nannte1 ,die ,erd' auf ,erde drft'ges ,mahl gegeben3 ,sey sicher1 dass in alle ,ewigkeiten1 ,mindstens so lang'1 als in der vierten ,sphre ,der feuerrothe ,phbus treibt die ,pferde1 ,den ,preis der ,tapfern keiner dir bestreiten1 ,dein ,vaterland vor allen seyn das hehre1 ,dein weiser ,meister einzig bleiben werde6 ,don ,belianis von ,grcia an denselben4 ,mehr als ein ,ritter auf dem ,erdenrunde ,tht ich in ,handeln1 ,sprechen1 ,stechen1 ,hauen1 ,ob meiner ,thatkraft all' erfasst' ein ,grauen1 ,all' ,unbill rchend1 die mir kam zur ,kunde4 ,ich gab ,grossthaten ,fama's ew'gem ,munde1 ,ich war galant1 ich war beliebt bei ,frauen2 ,wie ,zwerglein tht ich alle ,riesen schauen1 ,zu ,kampf und ,streit bereit in jeder ,stunde4 ,fortuna lag zu meinem ,fuss geschmieget1 ,das ,glck stand meiner ,weisheit treu ergeben1 ,wie eine gute ,magd1 stets zu ,gebote4 ,ob nun mein ,ruhm des ,monds ,horn berflieget1 ,ob auch noch nichts mir hat getrbt das ,leben1 ,neid' ich doch dich1 du grosser ,held ,quixote6 ,petrarca's ,sonnet #cf4 ,sie tritt mir vor's ,gemth -- vielmehr ist drinne1 ,dass ,lethe nicht vermag sie wegzuheben1 -- ,wie sie von ihres ,sterns ,strahlen umgeben1 ,im ,lenz des ,lebens trat mir vor die ,sinne2 ,dass ersten ,blickes ich ein ,bild gewinne ,von ihr1 so sittig1 still und gottergeben1 ,dass ich1 sie ist's1 mir sage1 ist am ,leben1 ,und ,frag' an sie und hold ,gesprch beginne4 ,bald giebt sie ,antwort1 schweigt auch wohl1 dann siehe1 ,wie man halb wacht im ,traum1 der ,irrthum webte1 ,sag ich meinem ,gemth3 ,du bist im ,fehle2 ,tausend1 dreihundert1 acht und vierzig1 frhe ,ein ,uhr1 den sechsten des ,aprils1 entschwebte ,dem sssen ,leibe ja die sel'ge ,seele4 ,gedruckt bei ,julius ,sittenfeld in ,berlin4 ,nachtrag zum ersten ,bande4 ,s4 #ie ,zeile #e von oben ist nach den ,worten3 denn er ist gleich dem ,satze ,x1 als ,note unter dem ,texte aus der #b4 ,auflage der ,wissenschaftslehre folgender ,zusatz hinzuzufgen3 ,d4 h4 ganz populr ausgedrckt3 ,ich1 das in der ,stelle des ,prdicats ,a setzende1 dem zufolge1 dass es in der des ,subjects gesetzt wurde1 weiss nothwendig von meinem ,subjectsetzen1 also von mir selbst1 schaue wiederum mich selbst an1 bin mir dasselbe4 7,anmerk4 99 99 zur #b4 ,ausgabe47 ,zu bemerken ist noch1 dass die ,s4 #ia1 #ie und #ih hinzugefgten ,zustze der #b4 ,ausgabe nur in der zweiten verbesserten ,ausgabe1 ,jena und ,leipzig bei ,gabler #ahjb1 nicht in der bei ,cotta erschienenen unvernderten1 sich finden4 ,druckfehler im siebenten ,bande4 ,s4 #ebj1 ,z4 #b v4 u4 statt jener ,zeitalter l4 jenes ,zeitalters4 - #ebg1 - #f v4 o4 - erfolge l4 erfolgte4 ,nachtrag4 7,aus dem in ,friedr4 ,schiller's ,nachlass nach bereits beendetem ,abdrucke dieses ,bandes aufgefundenen ,originaltexte der ,abhandlung47 ,zur ,abhandlung3 ,geist und ,buchstab ,s4 #bhd4 ,z4 #g4 nach dem ,worte3 wollen4 ,funote #de3 ,durch diesen ,wink soll nicht etwa dem intelligibeln ,fatalismus das ,wort geredet werden4 ,zwar wird der ,wille allemal durch die fr das ,subject in seiner gegenwrtigen ,stimmung berwiegenden ,grnde bestimmt2 aber dass diese ,grnde berwiegen und nicht die entgegengesetzten1 und dass das ,subject gerade in dieser ,stimmung ist und in keiner anderen1 davon liegt der ,grund in der absoluten ,selbstthtigkeit4 ,diese ist es1 welche das entscheidende ,uebergewicht in die ,wagschale legt durch freie ,reflexion und ,abstraction in dem absoluten ,anfange eines jeden innern ,lebensactes1 der von da aus durch die mannigfaltigen ,geschfte des menschlichen ,geistes hindurch nothwendigen ,gesetzen folgt4 ,der ,trieb treibt den ,menschen nicht unwiderstehlich1 wie etwa die ,elasticitt materieller ,krper2 denn es ist ein ,trieb1 gerichtet an ein selbststndiges ,wesen4 ,es bedarf der ,reflexion auf seine ,richtung2 diese ,reflexion ist der ,anfangspunct des fortgehenden steten ,fadens1 und von dem ,grunde1 ob berhaupt reflectirt wird oder nicht1 und davon1 wie reflectirt wird1 ob auf die vollstndige ,anregung oder nur auf einen ,theil derselben1 hngt es ab1 wie die ,willensbestimmung ausfalle4 ,also3 der ,wille ist nicht frei1 aber der ,mensch ist frei4 ,alle seine ,vermgen hngen innigst zusammen1 und greifen bei dem ,handeln gesetzmssig in einander ein2 und nur daraus1 dass man fr wirklich zersplittert hielt1 was nur willkrlich und zum ,behufe der ,speculation zertheilt wurde1 entstanden ,theorien1 die entweder dem natrlichen ,gefhle oder dem ,rsonnement1 oder richtiger beiden zugleich widersprechen4 ,nicht bloss -- so hart diese ,behauptung auch ,manchem vorkommen mag -- nicht bloss die ,willensbestimmung des empirischen ,individuums1 sondern sein gesammter innerer ,charakter1 seine ,vorstellungs- und ,begehrungsweise1 woran er ,vergngen oder ,misvergngen finde sogar1 hngt von eines ,jeden ,selbstthtigkeit ab4 ,man bertrug die durch das ,selbstgefhl angekndigte ,freiheit zuerst auf den ,willen1 weil dieser jeden innern ,lebensact abschliesst und vollendet1 und weil derselbe von ihm aus sogleich in die ,aussenwelt bergeht1 mithin auf diesem ,grenzpuncte zuerst die ,verschiedenheit des freien ,subjects und des gebundenen ,objects bemerkt wurde4 ,aber gerade darum1 weil er die angefhrte ,stelle in der ,reihe der ,geistesgeschfte einnimmt1 ist der ,wille am wenigsten frei1 denn er ist durch das mehrste ,vorhergehende bestimmt4 ,mit dem ,willen fngt der ,mensch einen neuen ,zustand in der ,sinnenwelt an2 man folgerte1 dass er mit demselben ,willen auch den nothwendig vorauszusetzenden neuen ,zustand in sich selbst anfinge2 aber diese ,folgerung ist unrichtig1 und sie war zugleich unwahrscheinlich4 -- ,dritter ,brief4 7,s4 #bia47 ,anfang4 ,funote #df3 ,dem ,nachbar1 dem ,sie meinen vorigen ,brief mitgetheilt haben1 ist in dem ganzen ,zusammenhange desselben nur dasjenige aufgefallen -- melden ,sie mir1 -- was ich ber die ,hindernisse sagte1 welche der ,mangel an usserer ,freiheit der sthetischen ,bildung in den ,weg stellte2 er hat geeilt1 die ,anwendung davon auf sein ,zeitalter und sein ,vaterland zu machen1 und wer weiss welche gefhrliche ,einflssungen in meinen ,worten gefunden4 ,ich will mich nun seiner ,besorgnisse wegen noch deutlicher erklren4 ,in den von ,germanen abstammenden ,verfassungen ,europens -- in den slawischen weit weniger2 aber bin ich denn verbunden1 auch auf diese ,rcksicht zu nehmen1 oder wenn ich in ,deutschland schreibe1 zu sorgen1 dass meine ,ausdrcke nicht gegen den ,kaiser von ,marokko oder den ,dei von ,algier verstossen8 -- in den germanischen ,verfassungen also hat es sich so gefgt1 dass von ,zeit zu ,zeit ,einzelne von den ,unterdrckten unter der ,last sich aufrichteten1 ,einzelne aus den unterdrckenden ,stnden1 durch ,zufall oder durch freie ,wahl1 ihr ,gewicht verloren oder aufgaben1 und beide in einen glcklichen ,mittelstand zusammenflossen2 dadurch das ,loos der ,unterdrckten erleichterten1 indem sie ihnen den ,raum weiter machten1 und auch die ,sorgen der ,unterdrcker mssigten1 indem die ,zahl derer1 die sie zu bewachen hatten1 sich verminderte4 ,hierdurch wurde denn auch die sonst unvermeidliche ,progression der ,sklaverei verhindert und die ,sachen konnten vermittelst des entstandenen ,spielraums mehr in der gleichen ,lage bleiben1 wie sie es denn auch1 einzelne ,zwischenzeiten abgerechnet1 denen aber bald gnstigere folgten1 in der ,that geblieben sind4 ,aus jenem ,mittelstande nun muss und wird sich alles ,heil entwickeln1 das noch ber die ,menschheit kommen soll4 ,jeder1 den das ,glck in diesen schnen ,stand setzte1 kehre daher nur sein ,auge in sich selbst1 ehe er es nach aussen wendet2 er mache sich selbst frei1 ehe er ,andere befreien wolle2 er erhebe sich zu der ,denkart1 die auf ihr selber ruhend1 ihr selbst getreu und in sich ganz gerundet1 ber zeitliche ,zwecke und irdische ,befrchtungen sich erhebt1 und nun lasse er den lebendigen ,ausdruck dieser ,denkart in ,wort und ,wandel auf seine ,zeitgenossen wirken1 wie er kann2 und berlasse es der allmchtigen ,natur1 vor der ,jahrtausende sind wie ein ,tag1 die ,saat1 die er streut1 zu entwickeln und zu reifen4 ,wer diesen ,geist nicht hat1 der will weder sich1 noch ,andere befreien1 sondern er will die ,gewalthaber strzen1 um selbst an ihre ,stelle zu treten1 sey's auch unter der ,form der ,freiheit2 er will nur die ,gestalt der ,knechtschaft verndern1 -- er drohe nun offenbar den ,tyrannen1 oder er krieche an ihren ,stufen1 um einen ,theil ihrer ,gewalt zu erschmeicheln1 die er zu ertrotzen nicht den ,muth hat1 und die er khner durch den ,erfolg ganz begehren wird4 ,ein solcher ist fern von der wahren ,freiheit2 denn er hat sich noch nicht von sich selbst befreit4 ,dies ist meine ganze ,meinung1 und ich mag wohl1 dass sie der ,nachbar wisse4 -- ,in unserem ,innern1 in welchem wir1 wie soeben gefordert wurde1 einheimisch seyn mssen1 wenn eine unserer ,wirkungen nach aussen einen ,werth haben soll1 giebt der ,sinn fr das ,aesthetische uns den ersten festen ,standpunct4 ,das ,genie kehrt darin ein1 u4 s4 w4 ,liste der ,unterzeichner auf ,fichte's smmtliche ,werke4 ,aachen4 ,herr ,buchhndler ,j4 ,a4 ,mayer #a fr3 ,herrn ,regierungsrath ,ritz4 ,aarau4 ,lbl4 ,sauerlndersche ,sortiments-,buchhandlung #c fr3 ,herrn ,e4 ,dorer-,egloff in ,baden in der ,schweiz -- ,j4 ,correvon1 officier fderal du ,gnie in ,iverdun4 ,bibliothque cantonale in ,lausanne4 ,altena4 ,herr ,buchhndler ,p4 ,a4 ,santz #a ,altenburg4 ,lbl4 ,schnuphasesche ,buchhandlung #a ,altona4 ,herr ,buchhndler ,g4 ,blatt #a ,amsterdam4 ,herr ,buchhndler ,c4 ,g4 ,slpke #a fr3 ,herrn ,r4 ,e4 ,bischofsheim4 ,arnsberg4 ,herr ,buchhndler ,a4 ,l4 ,ritter #a fr3 ,herrn ,ober-,landesgerichts-,referendar ,kaupisch4 ,aschaffenburg4 ,herr ,buchhndler ,th4 ,pergay #a ,augsburg4 ,herr ,buchhndler ,kollmann #a fr3 ,herrn ,knigl4 ,studienlehrer ,j4 ,k4 ,e4 ,oppenrieder4 ,basel4 ,lbl4 ,schweighausersche ,buchhandlung #b fr3 ,oeffentliche ,bibliothek4 ,herrn ,dr4 ,joh4 ,gihr in ,liestal4 ,herr ,buchhndler ,j4 ,g4 ,neukirch #a fr3 ,herrn ,dr4 ,drechsler4 ,bautzen4 ,herr ,buchhndler ,aug4 ,weller #a fr3 ,herrn ,canonicus ,dr4 ,prihonski4 ,berlin4 ,herr ,buchhndler ,adolf u4 ,comp4 #a ,lbl4 ,amelang'sche ,buchhandlung #b fr3 ,herrn ,dr4 ,r4 ,haym4 -- ,commerzien-,rath ,westphal4 ,herr ,buchhndler ,w4 ,besser #e fr3 ,herrn ,dr4 ,ribbentropp4 -- -- ,schrader in ,brandenburg4 -- -- ,dalmer in ,halle4 -- ,geh4 ,rath ,dr4 ,bunsen in ,london4 -- ,dr4 ,thaulow in ,kiel4 ,herr ,buchhndler ,alex4 ,dunker #g fr3 ,herrn ,baron von ,richthofen4 -- ,obristlieutenant von ,willisen1 ,flgel-,adjutant des ,knigs4 -- ,geschichts- und ,portraitmaler ,mila4 -- ,trrschmidt4 -- ,professor ,dr4 ,rstell4 -- v4 d4 ,lage1 ,director des ,pdagogiums in ,charlottenburg4 -- ,ungenannt4 ,lbl4 ,enslin'sche ,sortiments-,buchhandlung #d fr3 die ,bibliothek des ,friedrich-,wilhelms-,gymnasiums4 ,herrn ,kammergerichts-,referendar ,haack4 -- ,stadtschulrath ,schulze4 -- ,prediger ,dr4 ,schtze in ,lissabon4 ,lbl4 ,hirschwald'sche ,buchhandlung #a fr3 ,k4 ,st4 ,wladimirsuniversitt in ,kiew4 ,herr ,buchhndler ,a4 ,h4 ,w4 ,logier #a fr3 ,herrn ,privatdocent ,dr4 ,f4 ,a4 ,mrcker4 ,herr ,buchhndler ,e4 ,s4 ,mittler #a fr3 ,herrn ,postsecretr ,kaumann4 ,lbl4 ,nicolai'sche ,buchhandlung #c ,lbl4 ,oehmigke'sche ,buchhandlung #b fr3 ,herrn ,director der hh4 ,stadtschule ,zinnow4 -- ,graf v4 ,grabowski auf ,rodawnitz4 ,herr ,buchhndler ,e4 ,h4 ,schrder #h fr3 ,herrn ,dr4 ,e4 ,meyen4 -- ,dr4 ,glaser1 ,privatdocent4 -- ,graf ,r4 ,raczynski4 -- ,reichenow in ,charlottenburg4 -- ,assessor von ,mrner4 -- von ,neumann4 -- von ,kudrefzef4 -- ,reinbott1 ,lehrer am ,diesterwegschen ,semin4 ,herr ,buchhndler ,jul4 ,springer #f fr3 ,herrn ,prediger ,hoyer in ,frstenau4 -- ,baron v4 ,holtzendorf-,vietmannsdorf4 -- ,fuss4 -- ,siegmund4 -- ,dr4 ,voigtlnder4 -- ,assessor ,witte4 ,herren ,buchhndler ,veit u4 ,comp4 #g fr3 ,herrn ,professor ,dr4 ,h4 ,g4 ,hotho4 -- ,geheimrath ,varnhagen von ,ense4 -- ,ober-,appellationsgerichts-,rath ,meyer4 -- ,j4 ,lehmann1 ,redacteur4 -- ,baumeister ,w4 ,hoffmann4 -- ,geheimerath ,professor ,dr4 ,bckh4 -- ,prediger ,dr4 ,sachs4 ,bern4 ,herren ,buchhndler ,huber u4 ,comp4 #a fr3 ,herrn ,privatdocent ,dr4 ,ris4 ,bielefeld4 ,herren ,buchhndler ,velhagen u4 ,klasing #c fr3 ,herrn ,gymnasiallehrer ,dr4 ,stahlberg in ,herford4 -- ,conrector ,wortmann4 -- ,pastor ,smidt4 ,bonn4 ,herr ,buchhndler ,ad4 ,marcus #i fr3 ,die ,knigl4 ,universitts-,bibliothek4 ,bibliotheque de l'universit de ,louvain4 ,herrn ,director 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,ruprecht #a fr3 ,herrn ,cand4 d4 ,theol4 ,petersen in ,hannover4 ,gotha4 ,herr ,buchhndler ,carl ,glaeser #a fr3 die ,herzogl4 ffentliche ,bibliothek4 ,greifswald4 ,herr ,buchhndler ,otte #c fr3 ,herrn ,professor ,dr4 ,semisch4 -- ,professor ,dr4 ,bostrm in ,upsala4 ,ungenannt4 ,halberstadt4 ,herr ,buchhndler ,f4 ,a4 ,helm #a ,halle4 ,herr ,buchhndler ,anton #a fr3 ,herrn4 ,professor ,dr4 ,ulrici4 ,herr ,buchhndler ,lippert u4 ,schmidt #d fr3 ,herrn ,professor ,dr4 ,schaller4 -- ,privatdocent ,dr4 ,weissenborn4 -- ,stud4 phil4 ,seifart4 -- ,dr4 ,dalmer4 ,herr ,buchhndler ,rich4 ,mhlmann #b ,herren ,buchhndler ,c4 ,h4 ,schwetschke u4 ,sohn #e ,hamburg4 ,herren ,buchhndler ,f4 ,h4 ,nestler u4 ,melle #d fr3 die ,hamburgische ,stadtbibliothek4 ,osmond de ,beauvoir ,priaulx 7,oxford et ,cambridge ,clubb74 ,sir ,william ,hamilton in ,edinburg4 ,ungenannt4 ,herren ,buchhndler ,perthes1 ,besser u4 ,mauke #b fr3 ,herrn ,professor ,dr4 ,ullrich4 ,ungenannt4 ,hamm4 ,herr ,buchhndler ,c4 ,wickenkamp #a fr3 die ,bibliothek des ,gymnasiums4 ,hannover4 ,lbl4 ,hahn'sche ,hofbuchhandlung #a fr3 die ,hahn'sche ,hofbuchhandlung4 ,lbl4 ,helwing'sche ,hofbuchhandlung #b fr3 die ,bibliothek der ,stndeversammlung4 ,herrn ,advocat ,ebhardt4 ,heidelberg4 ,herr ,buchhndler ,e4 ,mohr #a fr3 ,herrn ,kirchenrath ,rothe4 ,herr ,buchhndler ,k4 ,winter #b fr3 die ,grossherzogl4 ,hofbibliothek in ,carlsruhe4 ,herrn ,pfarrer ,sturm in ,buch am ,ahorn4 ,jena4 ,herr ,buchhndler ,fr4 ,frommann #c fr3 die ,grossherzogl4 ,hofbibliothek in ,weimar4 ,ihre ,durchlaucht die ,prinzessin ,caroline von ,schaumburg-,lippe in ,rudolstadt #b ,exempl4 ,kiel4 ,lbl4 ,akademische ,buchhandlung #a fr3 ,herrn ,candidat ,sierck4 ,lbl4 ,schwers'sche ,buchhandlung #a fr3 ,herrn ,professor ,dr4 ,chalybaeus4 ,knigsberg4 ,lbl4 ,borntrger'sche ,buchhandlung #i fr3 die ,knigl4 akadem4 ,handbibliothek4 die ,knigl4 ,bibliothek4 die ,bibliothek des ,lyceum ,hosianum in ,braunsberg4 ,herrn ,candidat ,bttcher in ,koewe4 -- ,professor ,dr4 ,rosenkranz4 -- von ,stomczewski4 fr3 ,herrn ,sydow4 -- ,conrector ,suck in ,wehlau4 -- ,professor ,dr4 ,k4 ,lehrs4 ,herren ,buchhndler ,graefe u4 ,unzer #c fr3 ,herrn ,consistorialrath ,dr4 ,lehnerdt4 -- ,divisionsprediger ,dr4 ,toop4 das ,collegium ,fredericianum4 ,herr ,buchhndler ,e4 ,h4 ,mangelsdorf #a fr3 ,herrn ,subrector ,g4 ,w4 ,a4 ,wechsler4 ,kopenhagen4 ,herr ,buchhndler ,eibe #a ,lbl4 ,gyldendal'sche ,buchhandlung #c fr3 die ,grosse ,knigl4 ,bibliothek4 die ,akademie in ,sore4 ,herrn ,feilberg und ,landmark1 ,buchhndler in ,christiania4 ,herr ,buchhndler ,andr4 ,fr4 ,hst #b fr3 ,herrn ,mag4 ,dr4 ,cronholm in ,malm #b ,exempl4 ,herr ,buchhndler ,h4 ,c4 ,klein #b fr3 ,herrn ,g4 ,plaug1 ,cand4 phil4 die theologische ,bibliothek4 ,herr ,buchhndler ,c4 ,a4 ,reitzel #d ,krakau4 ,herr ,buchhndler ,d4 ,e4 ,friedlein #a fr3 ,herrn ,goleberski1 ,anwalt beim ,tribunal4 ,landshut4 ,lbl4 ,krll'sche ,univ4 ,buchhandlung #a fr3 ,herrn ,appellationsgerichts-,accessist v4 ,hessling4 ,langensalza4 ,herr ,buchhndler ,krner #a fr3 ,herrn ,conrector ,dr4 ,karl ,schramm4 ,leipzig4 ,herr ,buchhndler ,f4 ,a4 ,brockhaus #b ,lbl4 ,dyk'sche ,buchhandlung #a ,herr ,buchhndler ,c4 ,l4 ,fritzsche #a fr3 ,herrn ,professor ,dr4 ,niedner4 ,lbl ,j4 ,c4 ,hinrichs'sche ,buchhandlung #b fr3 die ,stadtbibliothek4 ,ungenannt4 ,herr ,buchhndler ,k4 ,fr4 ,khler #d fr3 ,herrn ,hofrath ,otto in ,dorpat4 die ,universittsbibliothek daselbst ,ungenannt4 ,herr ,buchhndler ,jul4 ,klinkhardt #a ,herr ,buchhndler ,c4 ,h4 ,reclam sen4 #b fr3 ,herrn ,ober-,landesgerichts-,assessor ,lobedan in ,naumburg4 -- ,gymnasiallehrer ,passow in ,meiningen4 ,herren ,buchhndler ,gebr4 ,reichenbach #a fr3 ,herrn ,dr4 ,c4 ,rssler4 ,herr ,buchhndler ,ludw4 ,schreck #a fr3 ,herrn ,w4 ,nemeth1 ,buchhndler in ,kronstadt4 ,herr ,buchhndler ,leop4 ,voss #b fr3 ,herrn ,professor ,dr4 ,drobisch4 die ,universittsbibliothek4 ,lemberg4 ,herr ,buchhndler ,joh4 ,millikowsky #b fr3 ,herrn ,domvicar ,mich4 ,formanyos4 die ,ossolinski'sche ,bibliothek4 ,liegnitz4 ,herr ,buchhndler ,c4 ,e4 ,reisner #a fr3 ,herrn ,diaconus ,peters4 ,lintz4 ,herren ,buchhndler ,fr4 ,eurich u4 ,sohn #a fr3 die ,stiftsbibliothek in ,kremsmnster4 ,london4 ,herren ,buchhndler ,a4 ,asher u4 ,comp4 #ac ,herren ,buchhndler ,williams u4 ,norgate #ac ,lbeck4 ,lbl4 von ,rohden'sche ,buchhandlung #a ,luxemburg4 ,herr ,buchhndler ,g4 ,michaelis #a fr3 ,herrn ,pastor ,drischel4 ,magdeburg4 ,herr ,buchhndler ,w4 ,heinrichshofen #a fr3 ,herrn ,rector ,bracker in ,hundisburg4 ,lbl4 ,rubach'sche ,buchhandlung #b fr3 ,herrn ,criminaldirector1 ,oberlandesger4 ,rath ,fritze4 die ,stadtbibliothek4 ,mailand4 ,herr ,buchhndler ,joh4 ,meiners u4 ,sohn #b ,herren ,buchhndler ,tendler u4 ,schaefer #b fr3 ,herrn ,marchese ,gozzani ,st4 ,georges in ,turin4 -- ,abbate ,don ,raimondi in ,mailand4 ,marburg4 ,lbl4 ,bayrhoffer'sche ,universittsbuchhandlung #c fr3 die ,kurfrstl4 ,universittsbibliothek4 ,herrn ,professor ,dr4 ,bayrhoffer4 -- -- -- ,franz ,vorlnder4 ,herr ,buchhndler ,n4 ,g4 ,elwert #a ,marienwerder4 ,herr ,buchhndler ,alb4 ,baumann #c fr3 ,herrn ,oberlandesgerichts-,rath ,scherres4 die ,bibliothek der ,knigl4 ,regierung4 die ,bibliothek des ,knigl4 ,gymnasiums4 ,herr ,buchhndler ,e4 ,levysohn #a fr3 ,herrn ,referendar ,dring4 ,meiningen4 ,herr ,buchhndler ,w4 ,blum #a ,lbl4 ,kesselring'sche ,hofbuchhandlung #a fr3 die ,herzogl4 ffentliche ,bibliothek4 ,mitau4 ,herr ,buchhndler ,g4 ,a4 ,reyher #a fr3 ,herrn ,professor ,dr4 ,strmpell in ,dorpat4 ,mnchen4 ,lbl4 ,literarisch-artistische ,anstalt #b ,herr ,buchhndler ,georg ,franz #a fr3 die ,bibliothek des ,oberconsistoriums4 ,lbl4 ,palm'sche ,hofbuchhandlung #a fr3 die ,knigl4 ,hof- u4 ,staatsbibliothek4 ,mnster4 ,lbl4 ,wundermann'sche ,buchhandlung #a fr3 ,herrn ,regimentsarzt ,dr4 ,rudolph4 ,lbl4 ,theissing'sche ,buchhandlung #a ,neisse4 ,herr ,buchhndler ,f4 ,burckhardt #a fr3 ,herrn ,graf von ,reichenbach auf ,waltdorf4 ,nordhausen4 ,herr ,buchhndler ,bchting #a ,herr ,buchhndler ,f4 ,frstemann #a fr3 ,herrn ,m4 ,l4 von ,eberstein4 ,nrnberg4 ,herr ,buchhndler ,j4 ,a4 ,stein #a fr3 die ,gymnasialbibliothek4 ,oldenburg4 ,lbl4 ,schulze'sche ,buchhandlung #a fr3 die ,grossherzogl4 ,oldenburgische ,bibliothek4 ,paris4 ,herr ,buchhndler ,a4 ,frank #b ,herren ,buchhndler ,degetau u4 ,comp4 #a fr3 ,herrn ,rehfeld4 ,herr ,buchhndler ,klincksieck #f fr3 ,herrn ,georg ,herwegh4 la ,bibliothque ,royale4 ,herrn ,victor ,cousin1 ,pair de ,france4 -- ,ad4 ,lafont de ,ladebas4 -- ,lerminier4 -- ,verny4 ,pesth4 ,herr ,buchhndler ,gust4 ,emich #a fr3 ,herrn ,stancsics ,mihaly4 ,herr ,buchhndler ,c4 ,geibel #a ,herr ,buchhndler ,c4 ,a4 ,hartleben u4 ,altenburger #c fr3 ,herrn ,professor ,august v4 ,szchy4 -- ,director ,cyrill von ,horvth in ,szegedin4 -- ,k4 ,k4 ,kmmerer ,graf v4 ,zichy in ,lng4 ,herr ,buchhndler ,gust4 ,heckenast #a fr3 ,herrn ,k4 ,k4 ,major ,bein4 ,herren ,buchhndler ,kilian u4 ,comp4 #b fr3 die ,k4 ,k4 ,universittsbibliothek4 ,herrn ,marton4 ,herr ,buchhndler ,kilian sen4 u4 ,weber #c fr3 ,herrn ,bartholomus von ,fischer1 ,profess4 der ,moral und ,theologie4 -- ,jos4 von ,urmenyi1 ,knigl4 ,rath und ,obergespann4 -- von ,adamowics4 ,petersburg4 ,herren ,buchhndler ,eggers u4 ,comp4 #b fr3 ,herrn wirkl4 ,staatsrath v4 ,kranichfeld4 ,ungenannt4 ,posen4 ,herr ,buchhndler ,e4 ,s4 ,mittler #d fr3 ,herrn ,regierungs-,assessor ,duncker4 -- -- -- ,edler4 -- -- -- ,besser4 -- ,consistorialrath ,kissling4 ,herren ,buchhndler ,gebr4 ,scherk #a ,herr ,buchhndler ,zupaski #a ,potsdam4 ,herr ,buchhndler ,ferd4 ,riegel #a fr3 ,herrn ,braueigner ,mller4 ,lbl4 ,stuhr'sche ,buchhandlung #a ,prag4 ,herren ,buchhndler ,borrosch u4 ,andr #a fr3 ,herrn ,professor ,dr4 ,exner4 ,herr ,buchhndler ,ehrlich #b fr3 ,herrn ,candidat der ,medicin ,springer4 -- ,dr4 ,smetana4 ,herren ,buchhndler ,kronberger u4 ,rziwnatz #b fr3 ,herrn ,professor ,dr4 ,bolzano4 ,ungenannt4 ,presburg4 ,herr ,buchhndler ,c4 ,fr4 ,wigand #a ,quedlinburg4 ,lbl4 ,ernst'sche ,buchhandlung #a fr3 ,herrn ,geheimerath ,hertel4 ,reichenbach4 ,herr ,buchhndler ,fr4 ,george #a fr3 ,herrn ,candidat ,peinert in ,olbersdorf4 ,riga4 ,herr ,buchhndler ,j4 ,deubner #b fr3 ,herrn ,pastor ,dr4 ,martin ,berkholz4 -- ,brgermeister ,ritter v4 ,timm1 ,magnificenz4 ,herr ,buchhndler ,n4 ,kymmel #a ,rostock4 ,herr ,buchhndler ,f4 ,l4 ,schmidtchen #b fr3 ,herrn ,professor ,dr4 ,schmidt4 ,ungenannt4 ,lbl4 ,stiller'sche ,hofbuchhandlung #a fr3 die ,grossherzogl4 ,universittsbibliothek4 ,schaffhausen4 ,lbl4 ,hurter'sche ,buchhandlung #a fr3 ,herrn ,decan ,benker in ,diessenhofen4 ,schwbisch-,hall4 ,herr ,buchhndler ,nitschke #a ,schweidnitz4 ,herr ,buchhndler ,c4 ,f4 ,weigmann #b ,solothurn4 ,herr ,buchhndler ,l4 ,jent #a fr3 die ,professorenbibliothek4 ,speyer4 ,lbl4 ,f4 ,c4 ,neidhard'sche ,buchhandlung #a fr3 die ,bibliothek des ,k4 ,gymnasiums4 ,stettin4 ,herr ,buchhndler ,l4 ,saunier #a fr3 die ,bibliothek des ,knigl4 ,gymnasiums4 ,st4 ,gallen4 ,herr ,buchhndler ,c4 ,p4 ,scheitlin #a fr3 die ,stiftsbibliothek4 ,stockholm4 ,herr ,buchhndler ,f4 ,bonnier #c ,strasburg4 ,herren ,buchhndler ,treuttel u4 ,wrtz #b fr3 die ,bibliothek des protestantischen ,seminars4 ,herrn ,colany1 ,candidat der ,theologie4 ,herr ,buchhndler ,levrault #a fr3 ,herrn ,professor ,willm4 ,stuttgart4 ,herren ,buchhndler ,beck u4 ,frnkel #a ,herr ,buchhndler ,fr4 ,h4 ,khler #a fr3 ,herrn ,diaconus ,kornbeck in ,marbach4 ,lbl4 ,j4 ,b4 ,metzler'sche ,buchhandlung #a fr3 ,herrn ,alexander ,simon4 ,herr ,buchhndler ,paul ,neff #b fr3 ,herrn ,rechtsconsulent ,dr4 ,steudel4 die ,knigl4 ,handbibliothek4 ,herr ,buchhndler ,rommelsbacher #a fr3 die ,knigl4 ffentl4 ,bibliothek4 ,thorn4 ,lbl4 ,e4 ,lambeck'sche ,buchhandlung #a ,trier4 ,lbl4 ,lintz'sche ,buchhandlung #b fr3 ,herrn ,ober-,amtmann ,sulz4 -- ,dr4 ,montigny1 ,lehrer am ,gymnasium4 ,tbingen4 ,herr ,buchhndler ,l4 ,f4 ,fues #h fr3 die ,k4 ,universittsbibliothek4 die ,k4 ,seminarbibliothek4 ,herrn ,professor ,dr4 ,reiff4 -- ,stud4 theol4 ,jaeger -- -- -- ,schuster -- -- -- ,schnitzer im ,stift4 -- -- -- ,fricker -- -- -- ,koestlin ,lbl4 ,zu ,guttenberg'sche ,sortimentsbuchhandlung #a fr3 ,herrn ,pfarrer ,zotz in ,ahldorf4 ,ulm4 ,lbl4 ,stettin'sche ,sortimentsbuchhandlung #a fr3 ,herrn ,rechtsconsulent ,dr4 ,gritz4 ,utrecht4 ,herren ,buchhndler ,kemink u4 ,sohn #b ,wien4 ,lbl4 ,fr4 ,beck'sche ,univ4 ,buchhandlung #a ,herren ,buchhndler ,braumller u4 ,seidel #af ,herren ,buchhndler ,c4 ,gerold u4 ,sohn #f ,herr ,buchhndler ,j4 ,g4 ,heubner #a fr3 ,herrn ,abt ,altmann zu ,goettweil4 ,lbl4 ,jasper'sche ,buchhandlung #a ,herren ,buchhndler ,kaulfuss ,ww41 ,prandel u4 ,comp4 #b ,herren ,buchhndler ,mrschner's ,ww4 u4 ,bianchi #b ,herr ,buchhndler ,p4 ,rohrmann #c fr3 die ,k4 ,k4 ,hofbibliothek4 die ,k4 ,k4 ,universittsbibliothek4 ,herrn ,dr4 ,dworzak4 ,herren ,buchhndler ,schaumburg u4 ,comp4 #b fr3 ,herrn ,baron ,nicolaus ,mattencloit4 ,lbl4 ,fr4 ,volke'sche ,buchhandlung #a fr3 ,herrn ,hofrath v4 ,witteczek4 ,herr ,buchhndler ,j4 ,b4 ,wallishauser #a fr3 ,herrn ,baron v4 ,locella4 ,herren ,buchhndler ,wimmer1 ,schmidt u4 ,leo #c fr3 ,herrn ,dr4 med4 ,lederer4 -- ,edler von ,hasner4 ,ungenannt4 ,wiesbaden4 ,lbl4 ,friedrich'sche ,buchhandlung #a fr3 die ,herzogl4 ,nassauische ffentl4 ,landesbibliothek4 ,herr ,buchhndler ,c4 ,w4 ,kreidel #a fr3 ,herrn ,collaborator ,seyberth in ,weilburg4 ,wittenberg4 ,lbl4 ,zimmermann'sche ,buchhandlung #a fr3 die ,bibliothek des ,gymnasiums4 ,wrzburg4 ,lbl4 ,stahel'sche ,buchhandlung #a fr3 ,herrn ,rector ,professor ,dr4 ,franz ,hoffmann4 ,herr ,buchhndler ,ludw4 ,stabel #a fr3 ,herrn ,rechtspraktikant ,dr4 ,reder4 ,zllichau4 ,herr ,buchhndler ,h4 ,sporleder #a fr3 die ,bibliothek der ,realschule in ,meseritz4 ,zrich4 ,herren ,buchhndler ,meyer u4 ,zeller #b fr3 ,herrn ,dr4 ,mager4 -- ,professor ,dr4 ,bobrich4 ,herren ,buchhndler ,orell1 ,fssli u4 ,comp4 #b ,herr ,buchhndler ,fr4 ,schulthess #b fr3 ,herrn ,regierungsrath ,hotz in ,balchrist4 -- ,vicar ,fries4 ,johann ,gottlieb ,fichte's von seinem ,sohne herausgegebene smmtliche ,werke liegen nun vollstndig in acht ,bnden dem ,publicum vor4 ,der ,umfang des ,ganzen betrgt gegen #cjj ,bogen und den ,preis von #ae ,thalern lassen wir vorlufig fortbestehen4 ,die ,abtheilungen der ,gesammtwerke werden auch besonders verkauft1 und zwar3 #a7 ,erste ,abtheilung4 ,zur theoretischen ,philosophie4 ,thlr4 #e4 ,band ,i4 und ,,ii4 #b7 ,zweite ,abtheilung4 ,a4 ,zur ,rechts- und ,sittenlehre4 ,thlr4 #e4 ,band ,,iii4 und ,,iv4 #c7 ,zweite ,abtheilung4 ,b4 ,religionsphilosophische ,thlr4 #b #a_/c4 ,schriften4 ,band ,v4 #d7 ,dritte ,abtheilung4 ,populr-philosophische ,schriften4 ,thlr4 #f4 ,band ,,vi41 ,,vii4 und ,,viii4 ,einer ganz besondern ,verbreitung fhig sind namentlich die ,zweite ,abtheilung ,b4 7#c7 und die ,dritte 7#d71 welche in die politische und religise ,bewegung der ,gegenwart so unmittelbar eingreifen1 dass kein denkender ,beobachter der ,zeit sie ungelesen lassen darf4 ,in den genannten ,abtheilungen ist ,fichte weniger speculativer ,philosoph als begeisterter ,volksredner1 der nchst ,luther und ,lessing das krftigste ,deutsch geschrieben hat4 ,diese vier ,bnde wird ,niemand entbehren knnen1 der die deutschen ,classiker in seiner ,bibliothek vereinigen will4 ,die zweite ,abtheilung ,b4 enthlt3 ,aphorismen ber ,religion und ,deismus1 aus dem ,jahre #agij4 ,versuch einer ,kritik aller ,offenbarung1 #agib4 ,ueber den ,grund unseres ,glaubens an eine gttliche ,weltregierung1 #agih4 ,appellation an das ,publicum gegen die ,anklage des ,atheismus1 #agii4 ,gerichtliche ,verantwortung gegen die ,anklage des ,atheismus1 #agii4 ,rckerinnerungen1 ,antworten1 ,fragen4 7,ungedruckt1 aus dem ,anfange #agii74 ,aus einem ,privatschreiben1 im ,jnner #ahjj4 ,die ,anweisung zum seligen ,leben1 oder auch die ,religionslehre1 #ahjf4 ,die dritte ,abtheilung enthlt3 ,zurckforderung der ,denkfreiheit von den ,frsten ,europens1 die sie bisher unterdrckten1 #agic4 ,beitrge zur ,berichtigung der ,urtheile des ,publicums ber die franzsische ,revolution1 #agic4 ,einige ,vorlesungen ber die ,bestimmung des ,gelehrten1 #agid4 ,ueber das ,wesen des ,gelehrten1 und seine ,erscheinungen im ,gebiete der ,freiheit1 #ahje4 ,ueber die einzig mgliche ,strung der akademischen ,freiheit1 #ahab4 ,die ,grundzge des gegenwrtigen ,zeitalters1 #ahjd4 ,reden an die deutsche ,nation1 #ahjh4 ,anhang zu den ,reden an die deutsche ,nation1 geschrieben im ,jahre #ahjf4 7,ungedruckt74 ,politische ,fragmente aus den ,jahren #ahjg und #ahac4 7,ungedruckt74 ,a4 ,bruchstcke aus einem unvollendeten politischen ,werke vom ,jahre #ahjf-g4 #a7 ,episode ber unser ,zeitalter4 #b7 ,die ,republik der ,deutschen4 ,b4 ,aus dem ,entwurfe einer politischen ,schrift im ,jahre #ahac4 ,c4 ,excurse zur ,staatslehre1 #ahac4 #a7 ,ueber ,errichtung des ,vernunftreiches4 #b7 ,ueber ,zufall1 ,loos1 ,wunder4 #c7 ,ueber die ,ehe1 den ,gegensatz von altem und neuen ,staate und ,religion u4 s4 w4 ,nicolai's ,leben und sonderbare ,meinungen1 #ahja4 ,deducirter ,plan einer zu ,berlin zu errichtenden hheren ,lehranstalt1 #ahjg4 ,beilagen zum ,universittsplane 7,ungedruckt73 a4 ,plan zu einem periodischen schriftstellerischen ,werke an einer deutschen ,universitt1 #ahje4 b4 ,rede bei einer ,ehrenpromotion an der ,universitt zu ,berlin1 am #af4 ,april #ahaa4 ,vermischte ,aufstze3 ,a4 ,beweis der ,unrechtmssigkeit des ,bchernachdruckes1 ein ,rsonnement und eine ,parabel1 #agia4 ,b4 ,zwei ,predigten aus dem ,jahre #agia 7,ungedruckt74 ,c4 ,ueber ,geist und ,buchstab in der ,philosophie1 #agid4 ,d4 ,von der ,sprachfhigkeit und dem ,ursprunge der ,sprache1 #agie4 ,e4 ,ueber ,belebung und ,erhhung des ,interesse an ,wahrheit1 #agie4 ,f4 ,aphorismen ber ,erziehung1 #ahjd 7,ungedruckt74 ,g4 ,bericht ber die ,wissenschaftslehre und die bisherigen ,schicksale derselben1 #ahjf 7,ungedruckt74 ,recensionen von3 ,a4 ,creuzers skeptischen ,betrachtungen ber die ,freiheit des ,willens1 #agic4 ,b4 ,gebhard ber sittliche ,gte1 #agic4 ,c4 ,kant zum ewigen ,frieden1 #agif4 ,poesien und metrische ,uebersetzungen3 ,a4 ,das ,thal der ,liebenden1 ,novelle1 #aghf 7,ungedruckt74 ,b4 ,kleinere ,gedichte1 7meist ungedruckt74 ,c4 ,uebersetzungen aus dem ,portugiesischen1 ,spanischen und ,italinischen1 7meist ungedruckt74 ,veit ,comp4 ,anmerkungen zur ,transkription ,die ,liste der ,unterzeichner auf ,fichte's smmtliche ,werke wurde vom ,anfang an das ,ende des ,buches verschoben4 ,hervorhebungen1 die im ,original g e s p e r r t sind1 wurden mit ,unterstrichen wie hier gekennzeichnet4 ,textstellen1 die im ,original kursiv gesetzt sind1 wurden so markiert4 ,die variierende ,schreibweise des ,originales wurde weitgehend beibehalten4 ,lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert wie hier aufgefhrt 7vorher_/nachher73 ,s4 #ajbj3 444 ihm -- sein ,geschichtschreiber sagt dies an seiner ,urne mit 444 444 ihm -- sein ,geschichtsschreiber sagt dies an seiner ,urne mit 444 ,s4 #ajci3 444 nicht eine ansgemachte ,wahrheit unter allen alten ,schriftstellern 444 444 nicht eine ausgemachte ,wahrheit unter allen alten ,schriftstellern 444 ,s4 #ajfd3 444 ,resensionen herumblttern will1 wird auf die oben angefhrten ,aeusserungen 444 444 ,recensionen herumblttern will1 wird auf die oben angefhrten ,aeusserungen 444 ,s4 #ajgf3 444 ,oder hat etwa das deutsche ,publicum bisjetzt in allem 444 444 ,oder hat etwa das deutsche ,publicum bis jetzt in allem 444 ,s4 #aaje3 444 noch auschaulicher zu machen3 -- ,der ,stoff1 welchen der ,meister 444 444 noch anschaulicher zu machen3 -- ,der ,stoff1 welchen der ,meister 444 ,s4 #aabd3 444 sich verleiten1 dem ,widerspuche zu widersprechen1 so msste 444 444 sich verleiten1 dem ,widerspruche zu widersprechen1 so msste 444 ,s4 #aada3 444 als den blichen ,fleiss uud ,berufstreue gerechnet werden2 indem 444 444 als den blichen ,fleiss und ,berufstreue gerechnet werden2 indem 444 ,s4 #aadd3 444 wie spterhin die ,regularen es sollen1 zu einem geinschaftlichen 444 444 wie spterhin die ,regularen es sollen1 zu einem gemeinschaftlichen 444 ,s4 #aaea3 444 oder ,relegation1 oder dess etwas stattfinde4 ,durch die 444 444 oder ,relegation1 oder dass etwas stattfinde4 ,durch die 444 ,s4 #aafc3 444 mchten auch an diese ,lehrer fr diese eigenlich nicht im 444 444 mchten auch an diese ,lehrer fr diese eigentlich nicht im 444 ,s4 #abda3 444 noch zeugen kann1 und die ,kiuder dieser ,kinder3 und ziehe 444 444 noch zeugen kann1 und die ,kinder dieser ,kinder3 und ziehe 444 ,s4 #abda3 444 ,es sagen zwar freilich verleumderiche ,zungen1 dass das 444 444 ,es sagen zwar freilich verleumderische ,zungen1 dass das 444 ,s4 #abgg3 444 ,erfahrung als solche bewhrt haben4 ,aber das einige ,unabhngige 444 444 ,erfahrung als solche bewhrt haben4 ,aber das einzige ,unabhngige 444 ,s4 #acag3 444 gelernten ,zeichen nachher auch in seiner ,famile4 444 444 gelernten ,zeichen nachher auch in seiner ,familie4 444 ,s4 #acca3 444 mehrere zusammen machen ,einen ,begriff aus und werpen 444 444 mehrere zusammen machen ,einen ,begriff aus und werden 444 ,s4 #acdh3 444 so gerinfgig der ,gegenstand auch seyn mge1 irre1 oder im 444 444 so geringfgig der ,gegenstand auch seyn mge1 irre1 oder im 444 ,s4 #aceb3 444 fest1 frei und khn au jede ,untersuchung mich wagen darf1 444 444 fest1 frei und khn an jede ,untersuchung mich wagen darf1 444 ,s4 #adeg3 444 einer hheren ,gickseligkeit1 ein geheimes ,verlangen1 auf dem 444 444 einer hheren ,glckseligkeit1 ein geheimes ,verlangen1 auf dem 444