,anmerkungen zur ,transkription3 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden bernommen4 ,der ,deutsche ,krieg ,politische ,flugschriften ,herausgegeben von ,ernst ,jckh ,achtes ,heft ,verlagslogo ,deutsche ,verlags-,anstalt ,stuttgart und ,berlin #aiad ,die weltgeschichtliche ,bedeutung des deutschen ,geistes ,von ,dr4 ,rudolf ,eucken ,professor an der ,universitt ,jena ,verlagslogo ,deutsche ,verlags-,anstalt ,stuttgart und ,berlin #aiad ,alle ,rechte vorbehalten ,druck der ,deutschen ,verlags-,anstalt in ,stuttgart ,papier von der ,papierfabrik ,salach in ,salach1 ,wrttemberg ,wir alle wissen1 da wir uns heute in einem ,riesenkampf um unsere ,existenz befinden1 und wir wissen auch1 da dabei sehr unwrdige ,mittel seitens unserer ,feinde angewandt werden4 ,eins dieser unwrdigen ,mittel ist die ,herabsetzung des deutschen ,wesens1 die ,verleumdung1 wir wren ein reaktionres ,volk1 wir wren ,gegner der ,freiheit und ,knechte eines drckenden ,militarismus1 der die ganze ,welt unterwerfen wolle4 ,so scheint es1 als knne ,deutschland und deutsches ,wesen ohne ,schaden fr die ,menschheit ausgerottet werden4 ,gegenber solcher ,anfeindung mssen wir uns auf uns selbst besinnen1 es gilt klarzumachen1 da wir mehr sind1 als jene meinen1 da wir eine weltgeschichtliche ,bedeutung haben1 die uns aller ,neid und ,ha der ,feinde nicht rauben kann4 ,um diese weltgeschichtliche ,bedeutung der deutschen ,art zu ermitteln1 mssen wir zunchst berhaupt ihre ,eigentmlichkeit untersuchen2 diese ,eigentmlichkeit ist aber nicht ganz einfach und leicht zu fassen4 ,denken wir nur an das #ai4 ,jahrhundert und seinen ,verlauf4 ,wie hat sich scheinbar das ,wesen der ,deutschen in ihm verndert6 ,ja1 es mag auf den ersten ,anblick scheinen1 als enthielte unser ,wesen einen ,widerspruch1 einen ,widerspruch1 dessen ,schroffheit alle wahrhaftige ,gre hindern mte4 ,zu ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts hieen wir das ,volk der ,dichter und ,denker1 damals hat man uns wohl die ,inder ,europas genannt4 ,heute sind wir das ,volk der ,techniker1 des welterobernden ,handels1 der groartigen ,industrie1 heute hat man uns wohl die ,amerikaner ,europas genannt4 ,inder und ,amerikaner1 das sind gewaltige ,gegenstze4 -- ,in der ,tat waren wir zu ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts ein ,volk1 das in ,literatur und ,philosophie den ,kern der geistigen ,arbeit fand4 ,wir flchteten uns damals aus der sichtbaren ,welt in ein unsichtbares ,reich des ,gedankens und der ,phantasie1 diese unsichtbare ,welt wurde uns zur vertrauten ,heimat4 ,aber da das so kam1 das hatte besondere ,grnde4 ,der ,dreiigjhrige ,krieg hatte uns bis aufs uerste erschpft1 es dauerte lange1 bis wir wieder in einen frischen und krftigen ,aufstieg kamen4 ,dieser ,aufstieg erfolgte im #ah4 ,jahrhundert1 und zwar seit den dreiiger und vierziger ,jahren2 nun fand aber die erwachende ,kraft keinen ,staat und auch kein wirtschaftliches ,leben1 das ,seele und ,arbeit gewinnen konnte4 ,deutschland war beraus zersplittert1 seine ,verhltnisse waren nicht eigentlich schlecht1 aber kleinlich und drftig1 sie gewhrten keinen ,boden fr eine nationale und politische ,ttigkeit4 ,so wandte sich das deutsche ,streben zum ,reich der ,wissenschaft und der ,kunst1 so schuf man sich jene unsichtbare ,welt1 in der man das innerste ,wesen des ,menschen zu erfassen und zu gestalten suchte1 alle ,seelenkrfte sollten hier belebt und zu voller ,harmonie verbunden werden4 ,man fand in der eigenen ,bildung sowie im ,verhltnis von ,mensch zu ,mensch1 in ,liebe und ,freundschaft ein edles1 feines1 zartes ,leben1 demgegenber die sichtbare ,welt als eine niedere ,stufe erschien4 ,so konnte ein ,friedrich ,schlegel sagen3 ,nicht in die politische ,welt verschleudere du ,glauben und ,liebe1 aber in der gttlichen ,welt der ,wissenschaft und der ,kunst opfere dein ,innerstes in den heiligen ,feuerstrom ewiger ,bildung82 ein ,schiller aber mahnen3 ,werft die ,angst des ,irdischen von euch1 ,flchtet aus dem engen1 dumpfen ,leben ,in des ,ideales ,reich82 das ,reich der ,ideale war die unentbehrliche ,zuflucht hochstrebender1 edler ,seelen4 ,bei ,wrdigung dessen mu uns immer die besondere ,lage gegenwrtig sein1 welche dem deutschen ,geist keine andere ,bettigung groen ,stiles erlaubte4 ,nun kam die ,wandlung im #ai4 ,jahrhundert1 zunchst hervorgerufen durch den jhen ,zusammenbruch des preuischen ,staates bei ,jena1 durch die daraus erwachsende ,erfahrung1 da aller ,glanz von ,kunst und ,wissenschaft ein ,volk nicht bewahrt vor nationaler ,erniedrigung1 vor schmhlicher ,abhngigkeit von ,fremden2 die ,bewegung1 die damals entsprang1 ist trotz aller ,hemmungen unablssig vorgedrungen4 ,wir haben uns der sichtbaren ,welt zugewandt1 und wir haben in dieser ,welt ,gewaltiges geleistet4 ,namentlich die dreiiger ,jahre brachten die neue ,denkweise ins bergewicht4 ,die alten ,helden sterben1 ein ,hegel1 ein ,goethe1 ein ,schleiermacher1 vorher schon ,pestalozzi2 dafr steigen neue auf4 ,liebig grndet #ahbf das erste moderne chemische ,laboratorium1 in ,berlin hlt ,alexander von ,humboldt #ahbg_/bh in der ,universitt und in der ,singakademie die ,vorlesungen ber physische ,weltbeschreibung1 welche die ,naturwissenschaften als allgemein-bildende ,macht zur ,geltung bringen4 ,dann kamen die technischen ,fortschritte1 vor allem die ,eisenbahnen1 und fr das wirtschaftliche ,leben war es von hchster ,bedeutung1 da am #a4 ,januar #ahcd der deutsche ,zoll- und ,handelsverein ins ,leben trat4 ,ein neues ,deutschland erhob sich1 und wir wissen1 was dieses neue ,deutschland geleistet hat4 ,nun aber kommen die ,gegner4 ,seht1 sagen sie1 der ,deutsche ist sich selber untreu geworden1 warum blieb er nicht beim ,dichten und ,denken8 ,ja1 unsere ,anspruchslosigkeit in der sichtbaren ,welt war recht bequem fr die anderen4 ,jean ,paul hat einmal in bitterem ,ernst gesagt3 ,nachdem die ,englnder das ,meer und die ,franzosen das ,land genommen haben1 was bleibt uns ,deutschen anderes als die ,luft8 ,da spter ein ,zeppelin kommen und die ,deutschen in ,wirklichkeit zu ,herren der ,luft machen werde1 das konnte man damals nicht wissen4 ,so konnte auch ,schiller in dem bekannten ,gedicht zum ,antritt des neuen ,jahrhunderts nach ,schilderung der ,herrschgier des ,franzosen und des ,briten uns nur die ,flucht in die heilig-stillen ,rume des ,herzens empfehlen4 ,das kam den anderen ,vlkern recht gelegen1 von allen ,seiten ernteten wir ,lob4 ,noch im ,jahre #ahcg hat ,bulwer1 der bekannte englische ,romanschriftsteller1 einen groen ,roman ,maltravers8 dem groen deutschen ,volke gewidmet1 dem ,volk der ,denker und ,kritiker84 ,heute stellen wir uns den fremden ,vlkern anders dar4 ,aber sind wir von uns selber abgefallen1 wenn wir uns der sichtbaren ,welt zuwandten1 wenn wir zu ,lande und zu ,wasser eine ,macht entfalten1 wenn wir in der ,industrie1 in der ,technik die ,fhrung bernehmen8 ,haben wir damit unser wahres1 innerstes ,wesen verleugnet8 ,nein und abermals nein4 ,wir sind nicht von uns selber abgefallen1 sondern wir haben einen wesentlichen ,zug unserer eigenen ,natur1 der von jeher da war1 wieder neu belebt und ihn dabei zu einer ,hhe gebracht wie nie zuvor4 ,denn wir sind keineswegs ein ,volk bloer ,dichter und ,denker1 was doch leicht heit3 der ,trumer und ,schwrmer1 wir sind in die ,geschichte eingetreten als ein waffenfhiges1 kriegerisches ,volk1 wir haben das groe ,rmerreich zerstrt1 und wir haben es nicht blo zerstrt1 wir haben auf seinen ,trmmern neue ,reiche aufgerichtet1 wir haben ein rmisch-deutsches ,kaiserreich geschaffen4 ,schon damit haben wir gezeigt1 da wir in der sichtbaren ,welt ganz wohl etwas leisten knnen4 ,wir waren dabei nicht blo tapfere ,krieger1 wir waren gro auch in den ,werken des ,friedens4 ,denken wir an die deutschen ,stdte1 die ,stdte des ,mittelalters1 denken wir an den deutschen ,landbau1 dessen treuer ,flei und zhe ,tchtigkeit von der ganzen ,welt anerkannt wird4 ,wir haben unsere ,arbeit in alle einzelnen ,gebiete hinein erstreckt1 wir haben uns dabei berall in die besondere ,natur des ,gegenstandes eingelebt4 ,denken wir nur an das ,forstwesen -- wenn die ,englnder oder die ,amerikaner ihre ,forsten in die ,hhe bringen wollen1 so rufen sie ,deutsche herbei --1 oder an das ,bergwesen2 hier wie dort ist die sorgsame ,durchbildung des ,gebietes ein ,werk der deutschen ,art4 ,wir hatten ,freude an dieser ,arbeit1 an dem ,ringen mit ,widerstnden1 und wir verfolgten dabei nicht blo betretene ,wege1 wir vermochten auch neue zu schaffen4 ,wir waren das ,volk der ,erfinder4 ,wir erfanden die ,buchdruckerkunst -- jedenfalls fr ,europa --1 wir standen frhe voran im modernen ,geschtzwesen1 das jetzt mit seiner groartigen ,ausbildung ein ,grund nationaler ,hoffnung wird4 ,zu ,beginn der ,neuzeit konnte es heien3 ,nrnberger ,witz1 ,ulmer ,geschtz1 ,augsburger ,geld ,regiert die ,welt48 ,auf uns kommt auch die ,erfindung des modernen ,spinnrades1 der ,taschenuhr usw4 ,noch im ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts rhmte der ,franzose ,bayle1 der groe ,kritiker1 uns ,deutsche wegen unserer zahlreichen ,erfindungen2 erst im #ah4 ,jahrhundert ist die ,fhrung hier auf die ,englnder bergegangen4 ,ferner fehlte es uns nicht am ,vermgen der ,organisation4 ,denken wir nur an den ,deutschen ,ritterorden1 an jenes ,land1 das er der deutschen ,kultur gewann1 und das heute fr die deutsche ,sache so schwer gelitten hat6 ,denken wir auch an die ,hanse und ihre ,beherrschung der ,meere6 ,der ,adler von ,lbeck81 so hie das grte ,kriegsschiff des #af4 ,jahrhunderts4 ,so waren wir lange ,zeit hindurch stark und erfolgreich in der sichtbaren ,welt4 ,wenn wir uns daher jetzt nach dieser ,richtung neu entfalten1 so ist das nur eine ,wiederaufnahme alter ,art1 wir haben uns zu uns selbst zurckgefunden1 sind nicht von uns abgefallen4 ,nun werden vielleicht die anderen wiederum einwenden3 ,nun wohl1 dann war jene ,goethe-,zeit1 jene ,zeit der ,dichter und ,denker1 eine bloe ,episode1 ein ,heraustreten des ,deutschen aus seiner natrlichen ,bahn2 dem aber widersprechen wir auf das entschiedenste4 ,das eben ist das ,groe des deutschen ,wesens1 da1 indem wir krftig in die ,welt eingriffen1 wir uns zugleich als ein ,volk des ,seelenlebens1 ein ,volk tiefer ,innerlichkeit erwiesen4 ,im ,mittelalter zeigt sich das vornehmlich in der ,religion1 namentlich in der noch immer nicht voll gewrdigten deutschen ,mystik4 ,sie hat seit dem ,ende des #ac4 ,jahrhunderts das ,streben1 die ,religion dem ,seelenleben jedes einzelnen nahezubringen1 zu einer wunderbaren ,innerlichkeit und auch zu einer kindlichen ,einfalt der ,sprache entwickelt4 ,die ,mystiker der anderen ,vlker haben berwiegend in lateinischer ,sprache geschrieben1 unsere dagegen deutsch1 weil sie das1 was sie wollten1 den ,seelen aller ,volksgenossen nahebringen wollten4 ,meister ,eckhart1 der ,fhrer der deutschen ,mystik 7#acbg71 war ein groer ,gelehrter1 er wurde vom ,papste selbst zum ,doktor ernannt1 er htte in ,paris eine glnzende ,lehrttigkeit finden knnen1 aber er kam nach ,deutschland zurck1 um hier zu wirken und zu frdern4 ,an den verschiedensten ,orten hat er gepredigt1 stets aus tiefster ,seele heraus4 ,er sagt einmal am ,schlu einer ,predigt -- seine ,predigten sind oft mehr philosophische ,betrachtungen --3 ,wer diese ,predigt verstanden hat1 dem gnne ich es wohl2 wenn sie aber auch niemand verstanden htte1 dann wrde ich sie dem ,opferstock gehalten haben48 ,es ist eine innere ,notwendigkeit1 die aus einem solchen ,manne hervorquillt1 und das eben ist das ,groe der deutschen ,art1 ein ,schaffen aus innerer ,notwendigkeit heraus2 nur so findet sich ein volles ,wirken von ,seele zu ,seele4 ,eckhart ist auch der erste1 der dem ,wort ,gemt1 das sonst nichts anderes als ,geist bedeutete1 den unterscheidenden und auszeichnenden ,sinn gegeben hat1 es bedeutet ihm das ,fnklein der ,seele81 wo sie ganz bei sich selber ist4 ,diese ,innerlichkeit der ,religion ist dann in die ,neuzeit gefhrt und hier krftig weiterentwickelt worden4 ,wie wir uns zum dogmatischen ,gehalt der ,reformation stellen1 das ist eine ,frage fr sich1 hier mgen die ,ansichten auseinandergehen4 ,aber wir alle werden einig sein in der ,anerkennung der menschlichen ,gre der ,reformation1 entsprang sie doch dem ,verlangen1 die ,seele des ,menschen zu retten durch die strkere ,entfaltung eines unmittelbaren ,verhltnisses zu ,gott und dabei den ,menschen auf sein eigenes ,gewissen1 auf seine ,persnlichkeit zu stellen4 ,von da aus ergab sich bei tiefer ,demut des ,herzens eine trotzige ,selbstgewiheit der berzeugung4 ,einem ,luther wurde eingewandt1 er rgere die ,menschen durch sein ,auftreten1 er errege ,ansto mit seiner ,erschtterung der altgeheiligten ,ordnung4 ,seine ,antwort war3 rgernis hin1 rgernis her1 ,not bricht ,eisen und kennt kein rgernis4 ,ich soll der schwachen ,gewissen schonen1 sofern es ohne ,gefahr meiner ,seele geschehen kann4 ,wo nicht1 so soll ich meiner ,seele raten1 es rgere sich dann die ganze oder halbe ,welt48 ,dies ,sichstellen auf sein ,gewissen und seine ,persnlichkeit1 wenn es sein mu1 gegen die ganze ,welt1 das ist echt deutsch4 ,diese ,gesinnung aber1 dieser moralische ,ernst1 diese ganze ,denkweise beschrnkt sich nicht auf die protestantischen ,kirchen1 auch der deutsche ,katholizismus hat eine weit grere ,innerlichkeit als der ,katholizismus der romanischen ,vlker4 ,mir hat einmal ein angesehener dnischer ,theologe den ,unterschied zwischen einem ,gottesdienst in ,notre-,dame in ,paris und im ,dom zu ,kln mit lebhaften ,farben geschildert4 ,dort viel ,schaugeprnge ohne ,teilnahme des ,herzens1 hier eine tiefe ,ergriffenheit der ,glubigen4 ,auch das sei hinzugefgt1 da diese deutsche ,innerlichkeit sich auch im ,judentum zeigt4 ,denn es ist der deutsche ,denker ,mendelssohn1 der diese ,religion mit der neueren ,kultur in enge ,beziehung gebracht und sie dadurch wesentlich gefrdert hat4 ,dies ,verlangen1 die ,religion von innen heraus zu begrnden1 hat uns auch zum ,volk der ,religionsphilosophie gemacht4 ,wir ertragen es nicht1 die ,religion so hinzunehmen1 wie sie uns von auen zugefhrt wird1 wir mssen sie vor unserem ,bewutsein1 unserem ,gewissen rechtfertigen1 wir wollen sie auch wissenschaftlich begrndet haben4 ,so unternahmen es ,mnner wie ,kant1 ,schleiermacher1 ,hegel1 sie alle ,gren ersten ,ranges4 ,in der ,neuzeit aber erstreckt sich das ,wirken der ,innerlichkeit bei den ,deutschen weit ber die ,religion hinaus auf alle ,lebensgebiete4 ,die deutsche ,philosophie ist wesentlich verschieden von allen anderen ,philosophien1 sie ist nicht ein bloes ,sichorientieren ber eine gegebene ,welt1 sondern ein khner ,versuch1 die ,welt von innen heraus zu verstehen1 sie bildet groe ,gedankenmassen1 gewaltige ,systeme1 und unternimmt von ihnen aus1 die sichtbare ,welt zu beleuchten1 ja sie in eine unsichtbare umzusetzen4 ,so ein ,leibniz1 ein ,kant1 ein ,hegel1 und noch manche andere wren zu nennen2 entfalteten wir doch auf diesem ,gebiet eine erstaunliche ,fruchtbarkeit4 ,durch alle ,mannigfaltigkeit der ,leistungen aber ging ein ,ringen der ,seele mit dem ,all1 ein ,ergieen der ,seele in die ,wirklichkeit1 ein ,ansichziehen der ,dinge4 ,dies ,streben zur ,innerlichkeit gibt auch der deutschen ,erziehung ihre ,eigentmlichkeit und ihre berragende ,gre3 sie will nicht dressieren fr irgendwelche praktischen ,zwecke1 nicht geschickt machen fr gewisse ,leistungen1 sondern sie erfat den ,menschen bei sich selbst und sucht seine ,krfte auszubilden1 um aus ihm ein inneres ,ganzes1 eine selbstndige ,persnlichkeit und ,individualitt zu machen1 dabei berzeugt1 da1 wenn das gewonnen ist1 auch alles andere sich werde gewinnen lassen4 ,diese ,art der deutschen ,erziehung ist tief in unserem ,wesen begrndet4 ,kein ,volk1 auch nicht die alten ,griechen1 hat das ,kindesalter so verstanden wie das deutsche ,volk4 ,wir sind es1 welche durch ,campe die ,kinderliteratur aufgebracht haben und in ihr die ,fhrung besitzen1 wir bereiten das ,kinderspielzeug fr die ganze ,welt4 ,das ist nur mglich1 weil wir uns in die ,seele des ,kindes hineinzuversetzen vermgen1 und dieses knnten wir nicht1 wenn wir nicht in der innersten ,seele selbst etwas ,kindliches1 ,einfaches1 ,ursprngliches htten4 ,dieselbe reine ,innerlichkeit finden wir auch in der deutschen ,kunst4 ,die deutsche ,musik hat darin ihre unvergleichliche ,gre1 da sie von innen her ganze ,welten schafft1 da sie sonst verborgene ,tiefen der ,seele aufschliet und damit das ,leben weiterbildet4 ,es sei hier nur eines ,bach und eines ,beethoven gedacht4 hnlich die deutsche ,lyrik4 ,was kann sich auf diesem ,gebiet mit einem ,goethe messen1 mit seinem ,sehen und ,fhlen der ,welt von innen heraus8 ,wie ein ,zauberer durchwandert er die ,natur wie das ,menschenleben1 bringt alle ,dinge zum ,sprechen und lt sie ihm ihre ,seele enthllen4 ,so wird die ,welt sein ,eigentum und ein treuer ,spiegel seiner ,seele4 ,demnach haben wir die merkwrdige ,erscheinung -- merkwrdig fr den ersten ,anblick --1 da unser ,leben zwei verschiedenartige ,bewegungen enthlt1 einmal das ,streben nach einer ,unterwerfung der sichtbaren ,welt und damit die ,entfaltung einer ,arbeitskultur1 sodann aber ein ,sichversetzen in die ,innerlichkeit der ,seele1 ein ,weben und ,wirken aus ihren tiefsten ,grnden1 das ,schaffen einer ,seelenkultur4 ,ist das nicht ein ,widerspruch und mu dieser ,widerspruch nicht unser ,leben ins ,stocken bringen8 ,einmal die ,richtung auf die ,welt und das ,verlangen1 die ,dinge zu unterwerfen1 dann die ,zurckziehung von ihnen und das ,sichversenken in das ,reich der ,seele4 ,wie steht es damit8 ,sind wir in der ,tat einem ,widerspruch verfallen8 ,das sei aufs entschiedenste verneint4 ,da wir jene beiden ,seiten in uns tragen1 das gibt unserem ,leben eine einzigartige ,gre und eine fortlaufende innere ,bewegung4 ,diese beiden ,seiten mit ihren ,leistungen sind nur die ,pole eines umfassenden ,lebens4 ,wir tragen in unserer ,natur die ,aufgabe1 eine weltumspannende ,innerlichkeit zu vershnen und auszugleichen mit tchtiger ,arbeit an der sichtbaren ,welt4 ,gewi knnen wir nicht leugnen1 da ,gefahren in dieser ,doppelheit liegen4 ,es kann sein1 da der ,zug in das ,innere den ,menschen zu einer eigensinnigen ,absonderung fhrt4 ,da die ,deutschen so viel miteinander streiten1 da sie mehr in ,parteien zerfallen als andere ,vlker1 das hngt wohl damit zusammen1 da wir uns mehr auf uns selber stellen und eigene ,wege zu gehen lieben4 ,hier liegt die ,gefahr einer ,zersplitterung1 auch die eines ,verfallens in ein vages ,gefhlsleben1 eines ,sichverlierens in eine abgesonderte ,innerlichkeit4 ,auf der anderen ,seite droht die ,gefahr1 da wir uns der ,arbeit hingeben1 ohne sie seelisch zu beleben1 da uns der ,stoff berwltigt1 da wir nur aufeinanderhufen1 wie es die deutsche ,gelehrsamkeit oft getan hat4 ,so sind zwiefache ,gefahren vorhanden1 aber ein krftiges ,volk ist solchen ,gefahren gewachsen4 ,ja1 wir drfen sagen3 kein ,mensch und kein ,volk ist wahrhaft gro1 das nicht einen ,gegensatz in sich trgt und diesen ,gegensatz durch schaffende ,arbeit berwindet4 ,auf seiner ,hhe und auch im ,kern seines ,lebens hat das deutsche ,volk jenen ,gegensatz berwunden und dabei ,leistungen hervorgebracht1 die einzigartig dastehen1 und auf deren ,festhaltung und ,fortsetzung die ,zukunft der ,menschheit beruht4 ,fragen wir1 was der deutschen ,arbeit einen besonderen ,charakter und eine ,gre gibt4 ,es ist ohne ,zweifel dieses1 da die ,arbeit uns nicht ein bloes ,mittel fr auer ihr liegende ,zwecke bedeutet1 sondern da wir unsere ,seele in sie hineinlegen1 in der ,arbeit unser ,wesen entfalten4 ,so wird sie uns wertvoll um ihrer selber willen4 ,daher hat auch kein ,volk mit solcher ,liebe und ,wrme den ,begriff des ,berufs ausgebildet1 als der ,lebensarbeit1 der innerlich zusammenhngenden ,lebensarbeit4 ,der ,beruf ist uns nicht ein ,mittel1 um uerlich weiterzukommen und ,geld zu verdienen1 sondern der ,weg1 unsere geistige ,art zu entfalten und damit uns selber zu finden2 so knnen wir in der ,berufsttigkeit reine ,freude und innere ,erhebung gewinnen4 ,wir preisen den deutschen ,lehrstand4 ,ja1 wenn man rein auf die ,bezahlung sieht und auf die uere ,ehre1 so ist das bescheiden genug und knnte nicht im mindesten die hingebungsvolle ,arbeit1 die ,liebe zu ihr1 die ,freude an ihrem ,gelingen rechtfertigen4 ,es ist die ,versetzung in die ,sache1 das ,einswerden mit der ,sache1 das den ,menschen hier ber alle selbstischen ,beweggrnde hinaushebt4 ,heute bewundern wir die ,heldentaten unseres ,heeres1 aber mglich geworden sind sie nur durch unermdliche treue ,arbeit4 ,in dieser deutschen ,arbeit1 die um der ,sache willen geschieht1 liegt zugleich der ,charakterzug der ,grndlichkeit1 ,gewissenhaftigkeit und ,sorgfalt4 ,wir sind berzeugt1 da in der ,arbeit auch das ,kleinste nicht gering zu achten ist1 die ,arbeit mu in sich selbst vollendet sein4 ,diese ,treue und ,gre der ,arbeit ist aber nur mglich1 weil hinter dieser der ganze ,mensch steht1 weil er sich in die ,arbeit hineinlegt und in ihr sich einen eigenen ,daseinskreis1 einen geistigen ,existenzraum schafft4 ,aber wie die ,arbeit die ,seele verlangt1 so verlangt auch die ,seele die ,arbeit4 ,denn das deutsche ,innenleben ist sehr eigentmlicher ,art1 es ist grundverschieden von dem indischen und berhaupt dem orientalischen4 ,es ist nicht eine ,flucht in eine weltfremde ,stimmung1 nicht ein ,sichzurckziehen von den ,dingen1 sondern es trgt in sich den ,drang1 vollauf zu gestalten1 was in uns wohnt1 die ,tiefen herauszuarbeiten in ,kunst und in ,philosophie1 aber auch in ,erziehung und in ,moral4 ,durch den ganzen ,umkreis des ,lebens wollen wir nicht eine bloe ,innerlichkeit der einzelnen ,seele1 sondern wir verlangen eine ,innenwelt1 die jener allein einen ,inhalt zu geben vermag4 ,wir wollen uns nicht in ertrumte ,welten verlieren1 sondern wir wollen die ,wirklichkeit in ein ,reich der ,innerlichkeit verwandeln4 ,so strebten unsere ,philosophen nach einem zusammenhngenden ,gedankenreiche1 nach einem weltumfassenden ,system4 ,so bedeutete auch die ,innerlichkeit der ,religion nicht ein bloes ,fliehen in fromme und weiche ,gefhle1 sondern es war eine ,belebung und ,umwandlung des ganzen ,bestandes der ,religion von den ,tiefen der ,seele her1 es war ein ,ringen1 alles uere1 alles ,widerstrebende innerlich anzueignen und es zu einem ,ganzen zu fgen4 ,auch unsere groen ,knstler1 vornehmlich unsere ,musiker1 haben uns nicht einzelne ,stimmungen1 einzelne subjektive ,regungen gebracht1 sondern sie haben1 wie wir schon sahen1 neue ,welten reichsten ,inhalts erffnet4 ,so finden wir darin das ,groe des deutschen ,wesens1 da jene beiden ,seiten sich gegenseitig suchen und ergnzen1 damit aber den ,aufbau einer bei sich selbst befindlichen ,welt vollziehen und zugleich unserem ,leben allererst einen ,inhalt und einen ,selbstwert geben4 ,ein derartiges ,beisichselbstsein des ,lebens mit seiner inneren ,freude erhebt uns weit ber alle bloe ,ntzlichkeit1 es macht uns auch das heutige englische ,verfahren unverstndlich1 welches ,soldaten durch ,erhhung des ,lohnes zu gewinnen sucht2 hat dort doch sogar eine ,zeitung die uerung gewagt1 der ,soldat knne1 wenn er aus dem ,kriege zurckkomme1 ein hbsches ,smmchen erbrigt haben4 ,eine solche ,denkweise verachten wir1 wir halten es mit ,aristoteles1 wenn er sagt1 da es ,sache eines freien und grogesinnten ,menschen sei1 nicht das ,ntzliche1 sondern das ,schne zu suchen1 d4 h4 was an sich wertvoll ist und durch sich selbst gefllt4 ,wer wegen des ,erfolges arbeitet1 wegen eines auer ihm liegenden ,zweckes1 der wird damit abhngig von ,fremdem2 auch kommt ein solches ,leben nie zu einem ,ruhen in sich selbst1 sondern es drngt immer wieder ber sich selbst hinaus1 es ist kein volles ,leben1 sondern nur ein ,lebenwollen1 ein bloes ,haschen nach wahrhaftigem ,leben4 ,so empfinden es namentlich die ,inder am modernen europischen ,leben4 ,indem sie das englische ,leben mit seinem ,ntzlichkeitsstreben fr das europische berhaupt halten1 meinen sie1 ein solches ,leben sei gar kein echtes ,leben1 ber dem ,jagen nach den ,mitteln und den ,bedingungen des ,lebens entfliehe das ,leben selbst1 bleibe man innerlich leer1 sei man bei allen ,erfolgen in tiefster ,seele unbefriedigt4 ,aber dieses ,hasten und ,jagen1 dies ,ideal der ,ntzlichkeit1 ist nicht das deutsche ,lebensideal4 ,indem wir ,inneres und ueres sich gegenseitig steigern lassen und beides zu einem ,lebensganzen1 einer ,wirklichkeit verbinden1 finden wir unser ,ziel und unsere ,freude im ,leben selbst1 befestigen wir uns im eigenen ,wesen1 werden wir aller bloen ,ntzlichkeit berlegen4 ,aus solcher ,grundbeschaffenheit zieht das deutsche ,schaffen und ,leben eigentmliche ,eigenschaften4 ,das ,leben1 das im ,ringen von ,seele und ,welt sich uns bildet1 hat zunchst den ,charakter der ,gre4 ,das ist doch etwas anderes1 wenn dieses ,leben sich in innere ,beziehung zum ,weltall setzt1 dieses sich anzueignen und die ,seele zu einer weltumfassenden ,persnlichkeit zu gestalten sucht1 als wenn der ,mensch nur im brgerlichen ,dasein diesen oder jenen ,vorteil erringt oder diesen oder jenen ,gewinn einheimst4 ,solches ,verlangen nach einem unendlichen ,leben aus dem ,all steckt tief in unserer ,natur1 und es kommt auch frh schon zum ,ausdruck4 ,so sagt der erste moderne ,philosoph1 es war das ,nikolaus von ,cues 7#adja-adfd73 ,immer mehr und mehr erkennen zu knnen ohne ,ende1 das ist die hnlichkeit mit der ewigen ,weisheit4 ,immer mchte der ,mensch1 was er erkennt1 mehr erkennen1 und was er liebt1 mehr lieben1 und die ganze ,welt gengt ihm nicht1 weil sie sein ,erkenntnisverlangen nicht stillt48 ,aus solcher ,denkweise ist auch ,goethes ,faust hervorgegangen1 aus solchem ,streben nach ,unendlichkeit findet das deutsche ,leben eine unvergleichliche ,gre4 ,zugleich aber trgt dies ,leben in einem besonderen ,sinne den ,charakter der ,wahrhaftigkeit4 ,als wahrhaftig erscheint uns nur ein solches ,leben und ,streben1 das aus der ,notwendigkeit des eigenen ,wesens hervorgeht und das dieses ,wesen treu zum ,ausdruck bringt4 ,unwahrhaftig ist alles1 was nicht die ganze ,seele hinter sich hat und dem ,menschen nur uerlich anhngt4 ,ein solches ,streben nach innerer ,wahrhaftigkeit geht durch die ganze deutsche ,geschichte1 auf der ,hhe des ,schaffens hat sich berall die ,seele in das ,werk hineingelegt und damit das ,schaffen zu einem ,kampf um ein geistiges ,selbst gestaltet4 ,mir sagte einmal whrend meines ,aufenthalts in ,amerika ein hochgebildeter ,amerikaner1 als wir miteinander ber ,fragen und ,verwicklungen der ,gegenwart sprachen3 ,wenn nur das deutsche ,volk wahrhaftig bleibt1 dann haben wir gute ,aussichten fr die ,zukunft der ,menschheit48 ,er meinte mit solcher ,wahrhaftigkeit eben ein solches ,schaffen aus dem eigenen ,wesen heraus1 aus innerer ,notwendigkeit1 nicht eines ueren ,vorteils wegen4 ,mit dieser ,wahrhaftigkeit aber hngt im deutschen ,leben ,ursprnglichkeit und ,freiheit des ,schaffens eng zusammen4 ,bei ,ursprnglichkeit und ,freiheit steht das in ,frage1 da wir nichts auf bloe ,autoritt hinnehmen1 uns nichts von auen aufdrngen lassen1 sondern da wir unsere eigene berzeugung und ,erfahrung einsetzen und1 wenn es sein mu1 den ,kampf mit aller ,umgebung nicht scheuen4 ,das ,lebenswerk der deutschen schaffenden ,geister war meist ein solcher ,kampf1 ihr ,sieg war ein ,durchsetzen der eigenen ,art und der inneren ,notwendigkeit gegen alles1 was drauen lag4 ,so sind ,gre1 ,wahrhaftigkeit und ,ursprnglichkeit ,hauptzge des deutschen ,lebens1 sie zusammen haben einen ganz eigentmlichen ,idealismus deutscher ,art ausgebildet4 ,seine ,eigentmlichkeit erhellt namentlich durch eine ,vergleichung mit dem indischen und dem griechischen ,idealismus4 ,der ,idealismus der ,inder hat den ,zug zur ,innerlichkeit1 die ,ablsung von der sichtbaren ,welt groartig ausgebildet1 aber er kommt nicht zu einem neuen ,schaffen von innen heraus2 so erzeugt er weiche und edle ,stimmungen1 aber ihm fehlt die ,kraft zur weltaufbauenden ,ttigkeit4 ,in ein einziges ,grundgefhl1 einen einzigen ,grundgedanken erschpft sich hier das ganze ,leben1 es wird wehrlos gegenber der harten ,welt4 ,es hngt damit eng zusammen1 da dies groe ,kulturvolk von einem fremden1 es gar nicht verstehenden ,volke abhngig werden konnte4 ,die ,griechen stehen uns hier nher1 auch ihre groen ,denker verschmhen die bloe ,ntzlichkeit1 sie wollen ein ,leben um des ,lebens willen1 sie wollen ihm bei sich selbst einen ,inhalt geben und einen ,wert verleihen1 sie preisen die ,erhebung zur ,ttigkeit4 ,aber es bleibt ein groer ,unterschied4 ,der griechische ,idealist behandelt die ,welt als gegeben1 er sieht in ihr ein herrliches ,kunstwerk1 das schauend sich anzueignen und freudig zu genieen die ,aufgabe des ,menschen bildet2 die ,richtung darauf scheint ihn ber alle ,kleinheit des ,alltags weit hinauszuheben4 ,in einer solchen fertigen ,welt findet aber der ,mensch nichts ,wesentliches zu verndern1 so gibt es hier keine ,geschichte1 keine ,hoffnung einer ,umbildung und ,erneuerung4 ,wir ,deutsche dagegen verstehen die ,welt als im ,werden begriffen und voll harter ,kmpfe1 zugleich halten wir uns fr berufen1 an dem groen ,werke der ,weiterbildung mitzuwirken und alle ,kraft dafr einzusetzen4 ,wir wollen eingreifen1 bessern1 frdern1 wir geben damit der ,geschichte eine groe ,bedeutung4 ,ist demnach der ,idealismus der ,griechen vorwiegend knstlerischer ,art1 so vertreten wir ,deutsche einen ethischen ,idealismus4 ,jenen ist das ,hchste die ,anschauung1 uns ist das ,hchste die ,tat1 die ,tat der ,persnlichkeit1 die weltschaffende und weltgestaltende ,tat4 ,nun ist das ja ein ,hauptgedanke der ,neuzeit1 da wir nicht einer fertigen ,welt angehren1 da die ,welt um uns und in uns voller ,probleme ist1 und da wir zu ihrer ,lsung nach besten ,krften helfen sollen4 ,so entspricht der deutsche ,idealismus den ,erfahrungen der ,weltgeschichte und den ,forderungen der ,neuzeit1 sein krftiger und mannhafter ,charakter1 seine zugleich ernste und freudige ,art ist der ,menschheit unentbehrlich4 ,er ist mit seiner engen ,verknpfung von ,arbeit und ,seele der modernen ,welt um so unentbehrlicher1 als ihre ,entwicklung voller ,gefahren fr den ,gehalt und ,selbstwert des ,lebens ist4 ,im modernen ,leben hat der ,gedanke besondere ,macht und ,eindringlichkeit gewonnen1 da die ,hauptsache die volle ,entwicklung der ,kraft1 die ,steigerung der ,lebensenergie ins ,unbegrenzte sei4 ,in dieser ,richtung ist ,gewaltiges geleistet worden1 sind die ,individuen wie auch die ,vlker mehr in ,flu gebracht1 wird ihnen alle ,trgheit ausgetrieben1 alles ,schlummernde voll erweckt4 ,aber so gro und fruchtbar dies alles ist1 es darf nicht das ,ganze1 das ,einzige sein4 ,die ,gefahr liegt nahe -- die ,weltstadt lt sie besonders stark empfinden --1 da sich das ,leben in ein ruhe- und rastloses ,streben verwandelt1 da wir nur von ,augenblick zu ,augenblick weiter jagen und ber dem ,denken an die ,zukunft alle wahrhaftige ,gegenwart verlieren2 in aller ,flle des ,lebens lt uns der unaufhrliche ,wechsel der ,eindrcke und ,aufgaben gar nicht zu einem wahrhaftigen1 in sich selbst befriedigten ,leben kommen4 ,das ist eine groe ,gefahr1 wir mssen ihr entgegenarbeiten1 wir knnen das aber durch eine krftige ,belebung der deutschen ,art4 ,denn sie begngt sich nicht mit der bloen ,kraftentwicklung1 sie besteht auf einer ,bildung des ,wesens1 auf einem beharrenden und berlegenen ,sein in aller ,flle des ,wirkens1 sie vermag damit dem ,leben eine ,tiefe und einen ,selbstwert zu geben4 ,der moderne ,mensch hat bei allem ,gerede von ,aktualitt8 viel zu wenig ,gegenwart1 zu sehr lst sich ihm das ,leben in lauter einzelne ,augenblicke auf4 ,goethe dagegen meinte1 jeder ,augenblick soll uns heilig sein1 denn er sei ein ,vertreter der ,ewigkeit4 ,so im ,zeitlichen ein ,ewiges ergreifen ist aber nur mglich1 wenn das ,leben eine ,tiefe hat und aus dem ,getriebe der ,krfte sich eine ,seelenbildung heraushebt2 das aber kann bei uns ,deutschen geschehen4 ,wir brauchen bei hchster ,kraftentfaltung nicht darin aufzugehen1 wir knnen immer dahinter ein ,ganzes der ,persnlichkeit behaupten und entfalten1 wir knnen ein ,ganzes des menschlichen ,seins in alle ,gebiete des geistigen ,schaffens legen1 in ,philosophie und ,kunst1 in ,religion und ,moral4 ,was wir aber dabei erreichen1 das gewinnen wir nicht blo fr uns1 wir gewinnen es fr die ,menschheit4 ,die moderne ,menschheit ist in groer ,gefahr1 in ein sinnloses ,hasten hineinzugeraten und darin aufzugehen4 ,dem knnen wir ,deutsche kraft unserer geistigen ,art energisch entgegenwirken1 wir knnen der ,mannigfaltigkeit eine ,einheit1 der ,bewegung eine ,ruhe entgegenhalten1 wir knnen damit den geistigen ,bestand des menschlichen ,lebens wahren und frdern4 ,mit dem allen gewinnt das deutsche ,leben und ,tun eine weltgeschichtliche ,bedeutung4 ,mit gutem ,grunde hat ,fichte uns das ,volk des ,gemts genannt4 ,er wollte damit nicht den ,gliedern anderer ,vlker das ,gemt absprechen1 das wre eng und unrecht gewesen4 ,aber dahin ging seine ,behauptung1 da die ,innerlichkeit bei uns ,deutschen zu einer gemeinsamen1 unser ,schaffen beherrschenden und unsere ,geschichte durchwaltenden ,macht geworden ist1 mehr als bei irgendwelchem anderen ,volke4 ,in diesem ,sinne drfen wir sagen1 da wir die ,seele der ,menschheit bilden1 und da die ,vernichtung der deutschen ,art die ,weltgeschichte ihres tiefsten ,sinnes berauben wrde4 ,so sicher wir daher berzeugt sind1 da die ,weltgeschichte einen ,sinn hat1 so sicher drfen wir auch berzeugt sein1 da die deutsche ,art unentbehrlich ist1 und da sie sich gegen alle feindlichen ,angriffe siegreich behaupten wird4 ,ein festes ,vertrauen darauf schpfen wir auch aus der ,erwgung1 da der ,besitz einer ursprnglichen und weltumfassenden ,innerlichkeit eine unerschpfliche ,strke verleiht4 ,wo eine solche ,innerlichkeit fehlt1 da bleibt die ,kraft beschrnkt1 da wird sie abhngig von ueren ,bedingungen1 so fehlt dem ,leben das ,groe und ,heldenhafte4 ,drfen wir ,deutsche uns aber mit den tiefsten ,grnden im ,zusammenhang fhlen1 so knnen wir daraus unermeliche ,krfte schpfen1 so knnen wir allem ,ansturm der ,welt um uns von innen her eine ,welt entgegensetzen und jener gegenber zum ,siege fhren4 ,mgen daher zahllose ,feinde sich gegen uns verbnden1 mgen sie ,neid und ,ha1 ,verschlagenheit und ,wildheit aufeinander hufen1 wir haben die berlegenheit innersten ,wesens1 und diese berlegenheit wird uns vollauf die ,kraft gewhren1 allem ,ansturm gewachsen zu bleiben4 ,stehen wir nur fest auf uns selbst1 ergreifen wir den tiefsten ,grund und die innerste ,kraft unseres ,wesens1 dann wird unser ,genius mit uns sein und uns zum ,siege fhren1 dann knnen die ,pforten der ,hlle uns nicht bewltigen4 99 99 99 99 99