,anmerkungen zur ,transkription3 ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text wurde mit markiert4 ,im ,original gesperrt gesetzter ,text wurde mit markiert4 ,im ,original fett gesetzter ,text wurde mit markiert4 ,doppelte ,anfhrungsstriche wurden durch 7unten7 und 7oben7 ersetzt4 ,einfache ,anfhrungsstriche wurden durch 7unten7 und 7oben7 ersetzt4 ,das ,kreuz 7#dx71 welches das ,sterbedatum symbolisiert1 wurde durch ersetzt 7,seite #c und ,funote #ci7 ,,ameisenb,,chlein oder ,anweisung zu einer vernnftigen ,erziehung der ,erzieher von ,,christian ,,gotthilf ,,salzmann ,mit ,einleitung und ,anmerkungen versehen von ,ernst ,schreck ,illustration3 ,dekoration ,leipzig ,druck und ,verlag von ,philipp ,reclam jun4 ,einleitung4 ,die zweite ,hlfte des vorigen ,jahrhunderts war eine ,zeit der ,umwlzung auf dem ,gebiete der ,kunst1 ,wissenschaft und ,poesie4 ,der ,kunst wurden von ,winkelmann 7#agaf-agfh7 und ,lessing 7#agbi-agha7 neue ,richtlinien gegeben1 und in der deutschen ,litteratur begann1 vorbereitet durch die kritischen ,kmpfe1 mit dem ,erscheinen von ,klopstocks ,messiade1 von ,wielands und ,lessings ersten ,schriften die ,morgenrte der zweiten klassischen ,periode1 der zuvor aber noch die ,sturm- und ,drangperiode1 die ,periode der ,original- und ,kraftgenies voranging1 der selbst unsere grten ,dichter ,schiller und ,goethe mit ihren ,erstlingswerken angehren4 ,auf religisem ,gebiete suchte der in ,england durch ,shaftesbury und seine ,anhnger ins ,leben tretende ,deismus an ,stelle der positiven ,religion die ,vernunft- und ,naturreligion zu setzen4 ,voltaire und ,rousseau verbreiteten die deistischen ,ideen durch ihre ,schriften weiter1 und durch die franzsischen ,enzyklopdisten ,diderot 7 #aghd71 ,helvetius 7 #agga71 ,holbach und d',alembert 7 #aghc7 ward der ,deismus1 dem immer noch ein gewisser ,ernst eigen war1 zum flachen1 alles ,glaubens baren ,materialismus4 ,die ,naturreligion fand auch in ,deutschland ihre ,anhnger1 wo sie in gemildeter ,form als ,rationalismus auftrat1 als dessen ,vertreter ,ernesti 7#agjg-agha71 ,semler 7#agbe-agia7 und ,reimarus 7#afid-agfh7 zu nennen sind4 ,da diese ,reformbestrebungen auch auf die ,pdagogik ihren ,einflu ausben muten1 ist selbstverstndlich1 wenn man bedenkt1 wie innig diese ,wissenschaft mit ,religion1 ,naturanschauung und anderen ,wissensgebieten zusammenhngt4 ,und diese ,reform auf dem ,gebiete der ,erziehung und des ,unterrichts blieb dann auch nicht aus4 ,die ,hauptanregung zu derselben ging von ,frankreich aus1 namentlich als ,rousseau in seinen socialpdagogischen ,schriften1 besonders aber in seinem ,emil #agfb71 dem ,naturevangelium1 wie ,goethe es nennt1 das ,ideal einer naturgemen ,erziehung aufgestellt hatte4 ,zwar waren schon im #ag4 ,jahrhundert ,mnner aufgetreten1 die ihre ,lebensaufgabe darin suchten1 das ,erziehungswesen aus den alten1 ausgetretenen ,geleisen1 aus dem ,mechanismus1 herauszureien4 ,es sei nur erinnert an die ,bestrebungen eines ,ratich1 ,comenius1 ,herzog ,ernst des ,frommen1 ,august ,hermann ,francke u4 a4 ,aber ihre ,bestrebungen hatten es nicht vermocht1 den alten ,schlendrian im ,schulwesen zu beseitigen4 ,so sagt ,raumer in seiner ,geschichte der ,pdagogik 7,,ii4 ,s4 #big73 ,die ,jugend war damals fr die meisten eine sehr geplagte ,zeit1 der ,unterricht hart und herzlos streng4 ,die ,grammatik wurde dem ,gedchtnis eingeblut1 ebenso die ,sprche der ,schrift und die ,liederverse4 ,eine gewhnliche ,schulstrafe war das ,auswendiglernen des #aai4 ,psalmes4 ,die ,schulstuben waren melancholisch-dunkel4 ,da die ,jugend auch mit ,liebe etwas arbeiten knne1 das fiel niemandem ein1 so wenig1 als da sie die ,augen zu irgend etwas anderem als zum ,lesen und ,schreiben haben knne4 ,da traten ,john ,locke und namentlich ,jean-,jacques ,rousseau mit ihren pdagogischen ,reformbestrebungen auf den ,schauplatz4 ,whrend letzterer in ,frankreich verfolgt ward1 und seine ,schriften verbrannt wurden1 begrte man in ,deutschland seine pdagogischen ,ideen mit ,freuden4 ,hier waren es die ,philanthropen1 die die durch sie geluterten ,ideen ,rousseaus zur praktischen ,ausfhrung brachten4 ,philanthropen wurden diese ,mnner genannt1 weil sie als das ,ziel der ,erziehung berhaupt und ihrer ,arbeit insbesondere die menschliche ,glckseligkeit betrachteten 7,dittes74 ,sie suchten beim ,unterrichte dem ,ntzlichkeitsprinzipe ,geltung zu verschaffen und an ,stelle eines traditionellen ,mechanismus eine bessere1 der ,natur des ,kindes entsprechende ,methode einzufhren4 ,die bislang trotz ,comenius und ,francke fast vllig unbeachtet gelassenen ,realien wurden von ihnen mehr bercksichtigt1 und die leibliche ,erziehung des ,kindes gem dem ,worte ,lockes3 ,mens sana in corpore sano6 mehr in den ,vordergrund gestellt4 ,dr4 ,karl ,schmidt stellt als ,vorzge der philanthropischen ,erziehung hin3 ,der ,philanthropinismus hat3 a7 die ,erziehung dem verderblichen ,zwange des ueren ,lebens enthoben und sie mit freierem ,geiste belebt2 b7 der krperlichen ,ausbildung ,geltung verschafft2 c7 den toten ,gedchtniskram aus der ,schule verbannt2 d7 der ,offenbarung ,gottes in der ,natur und dem ,kirchentum gegenber das ,christentum betont2 e7 die ,schulstuben zu ,sitzen der ,gesundheit1 des ,frohsinns und der ,liebe gemacht2 f7 vor allem aber eine neue ,periode fr ,unterrichtsbcher und ,unterhaltungsschriften geschaffen4 ,zwar gerieten die ,philanthropen in ihren ,bestrebungen auf falsche ,bahnen1 da sie entgegen der christlichen ,lehre statt der ,erlangung der ewigen ,seligkeit die menschliche ,glckseligkeit1 den ,eudmonismus als das ,ziel der ,erziehung hinstellten2 doch haben sie auf die ,entwickelung der deutschen ,pdagogik einen nicht zu unterschtzenden segensreichen ,einflu ausgebt4 ,mag ihren ,ideen und ,bestrebungen auch manches ,irrige und ,unpraktische anhaften1 so mu man doch mit ,dankbarkeit das durch sie bewirkte ,gute und ,ntzliche anerkennen4 ,viele ihrer pdagogischen ,grundstze und ,ideen haben auch jetzt noch ihre volle ,berechtigung2 ja manche von ihnen harren trotz des ,fortschrittes1 den die ,pdagogik seitdem gemacht1 noch der ,erfllung4 ,als ,vertreter des ,philanthropinismus sind zu nennen3 ,wolke1 der durch seine litterarischen ,arbeiten eine grndliche ,reform der deutschen ,sprache anstrebte1 ,trapp1 der eine wissenschaftliche ,begrndung und systematische ,ordnung der ,erziehungslehre herbeizufhren sich bemhte1 ,olivier1 der durch seine ,lesemethode1 die zwar sinnreich und bildend1 aber unpraktisch war1 den ersten ,leseunterricht zu bessern versuchte4 ,die ,hauptvertreter des ,philanthropinismus waren aber ,basedow1 der ,grnder des ,dessauer ,philanthropin1 der durch seine ,schriften und ,reklamemacherei viel zur ,verbreitung der neuen pdagogischen ,ideen beitrug1 ,campe1 der ,verfasser des ,robinsons und vieler anderer ,jugendschriften1 der sich um die ,reinigung der deutschen ,sprache verdient machte1 und ,salzmann4 ,letzterer ist aber die verehrungswrdigste ,gestalt von den ,philanthropen und hat von diesen auch am nachhaltigsten gewirkt4 ,christian ,gotthilf ,salzmann ward am #a4 ,juni #agdd als der ,sohn eines ,predigers zu ,smmerda1 im ,kreise ,weiensee1 ,regierungsbezirk ,erfurt geboren4 ,smmerda ist in unserer kriegerischen ,zeit durch ,nikolaus von ,dreyses ,zndnadelgewehr bekannt4 ,bis zu seinem fnften ,jahre erhielt ,salzmann ,unterricht von seinen ,eltern1 von der ,mutter im ,lesen1 vom ,vater im ,lateinischen4 ,die ,erziehung des ,elternhauses war wie das ,leben desselben einfach und fromm4 ,spter besuchte der ,knabe die ,schule1 die aber keinen gnstigen ,eindruck auf ihn machte4 ,in seinen spteren ,jahren sagte er darber3 ,in der ,schule wurde der ,religionsunterricht eigentlich gar nicht erteilt2 denn das ,auswendiglernen des ,katechismus und des ,spruchbuches kann doch wohl nicht ,religionsunterricht heien4 ,das ,einkommen des ,vaters war nur gering1 so da er1 um seine ,familie in ,ehren durchzubringen1 neben seinem ,amte in ,feld und ,garten tchtig ,hand anlegen1 ja seiner thtigen ,hausfrau oft das ,gespinst haspeln mute4 ,so lernte auch der junge ,salzmann im elterlichen ,hause die ,arbeit frh lieb gewinnen4 ,wenn an langen ,winterabenden der ,vater am ,haspel und die ,mutter am ,spinnrocken sa1 so mute der ,sohn in der ,bibel vorlesen4 ,so gewann er frh trotz des mangelhaften ,religionsunterrichtes in der ,schule das ,wort ,gottes lieb1 und noch in seinem letzten ,lebensjahre bekannte er3 ,wenn ich oft1 von ,unmut niedergedrckt1 am ,rande der ,verzweiflung wandelte1 gab mir ein ,spruch aus den ,psalmen neues ,leben1 neuen ,mut4 ,noch jetzt dienen mir diese ,sprche zur ,erquickung4 ,von #agef an besuchte ,salzmann das ,gymnasium zu ,langensalza1 und als sein ,vater #ageh nach ,erfurt versetzt ward1 empfing er von diesem ,privatunterricht4 ,er besuchte kein ,gymnasium mehr1 sondern besuchte spter noch einige ,kollegia an der damals noch bestehenden ,erfurter ,universitt4 ,seiner ,eltern ,wunsch war1 da der ,sohn1 wie es der ,vater war1 ,prediger werden solle4 ,diesem ,wunsche kam ,salzmann auch nach1 als er mit seinem #ag4 ,jahre 7#agfa7 die ,universitt ,jena behufs ,studium der ,theologie bezog4 ,an dem wsten ,studentenleben1 das dort herrschte1 nahm er keinen ,anteil4 ,viel lieber erging er sich in dem romantischen ,rauhthale bei ,jena in der ,betrachtung des ,stilllebens in der ,natur4 ,er schrieb spter darber3,die innige ,freude1 welche ich bei meinen einsamen ,spaziergngen durch das ,rauhthal an dem ,aufmerken auf die mich umgebenden ,naturgegenstnde1 an der genaueren ,betrachtung und ,beobachtung derselben finden lernte1 war mir bis dahin noch unbekannt gewesen4 ,ich sah die ,schpfung und ihren ,urheber in einem neuen ,lichte4 ,hier ruht der ,keim zu der spteren ,schnepfenthaler ,lebensregel1 da die sittliche und auch geistige ,entwickelung zu fhren sei3 ,vom ,sichtbaren zum ,unsichtbaren4 ,ende #agfd kehrte ,salzmann ins ,elternhaus zurck1 wo er bis #agfh blieb und den ,unterricht seiner jngeren ,geschwister bernahm4 ,im ,jahre #agfh ward er ,pfarrer in dem ,dorfe ,rohrborn bei ,erfurt1 wo er sich der vierzehnjhrigen ,tochter des ,pfarrers ,schnell zu ,schlo-,vippach vermhlte4 ,von seinem ,gehalte1 #hj ,thaler1 konnte er nicht mit ,familie leben1 umsomehr nicht1 als er nach dem ,tode seiner ,schwiegereltern seine beiden ,schwgerinnen zu sich ins ,haus nahm4 ,er war deshalb gezwungen1 nebenbei ,ackerbau zu treiben1 und er that dieses mit solcher ,umsicht und solchem ,erfolge1 da er den ,dorfbewohnern auch in dieser ,hinsicht ein ,vorbild war4 #aggb ward ,salzmann ,prediger in ,erfurt4 ,wegen seiner freieren religisen ,ansichten ward er von seinen ,amtsgenossen vielfach angefeindet1 so da er #agha in das von ,basedow #aggd gegrndete ,philanthropin zu ,dessau als ,religionslehrer und ,liturg eintrat4 ,mit ,eifer und ,liebe widmete er sich dem ,erziehungswesen1 in dem er sich bald eingearbeitet hatte4 ,von ,dessau aus machte er auch die ,bekanntschaft des ,volksmannes und ,pdagogen ,eberhard von ,rochow1 dessen ,schule zu ,rekahn ihn sehr befriedigte4 ,obgleich er in ,dessau ,mitleiter des ,philanthropins war und mit gleichgesinnten ,pdagogen nach philanthropischen ,grundstzen arbeitete1 so fand er sich doch nicht ganz befriedigt4 ,er beschlo1 selbst eine ,erziehungsanstalt zu grnden1 an die er folgende ,anforderungen stellte3 ,dieselbe solle #a7 auf dem ,lande liegen1 #b7 von einem ,oberhaupte einheitlich geleitet1 und #c7 die ,zglinge soviel als mglich als ,familienglieder behandelt werden4 ,salzmann kaufte deshalb in der ,nhe von ,waltershausen im ,gothaischen ein ,landgut1 wozu ihm der ,herzog ,ernst ,,ii4 von ,gotha1 ein ,urenkel ,ernst des ,frommen1 des ,pdagogen unter den ,frsten1 #djjj ,thaler schenkte4 ,hier grndete er im ,mrz #aghd seine ,erziehungsanstalt ,schnepfenthal4 ,schwere ,sorgen suchten ihn oft1 namentlich anfangs1 heim2 doch im ,vertrauen auf ,gottes ,beistand begann er sein ,werk4 ,die ,anstalt war zwar da1 aber keine ,zglinge4 ,salzmann entschlo sich nun1 einen begabten ,knaben unentgeltlich aufzunehmen4 ,die ,wahl fiel auf ,karl ,ritter1 den ,sohn eines verstorbenen ,arztes in ,quedlinburg1 der #aghh mit seinem ltesten ,bruder und seinem bisherigen ,erzieher ,guts-,muths in die ,anstalt eintrat4 ,karl ,ritter war also der erste ,schler ,schnepfenthals und ist auch ihr berhmtester geworden4 ,seine geographischen ,werke sind weltbekannt2 er ist der ,vater der vergleichenden ,erdbeschreibung4 ,spter fanden sich noch mehrere ,schler ein1 ja die ,schnepfenthaler ,anstalt ward bald eine der gesuchtesten ,deutschlands4 ,zehn ,jahre nach der ,grndung1 im ,jahre #agid1 zhlte sie auer des ,grnders zahlreicher ,familie und einer ganzen ,anzahl ,lehrer gegen #fj ,schler1 die smtlich mit der grten ,liebe zu ihrem ,vater ,salzmann aufblickten4 ,im ,jahre #ahjc zhlte ,salzmanns ,anstalt #fa ,zglinge1 welche ,anzahl erst seit den napoleonischen ,kriegen 7#ahji7 sank1 weil von jetzt an der ,geist ,pestalozzis die allgemeine ,aufmerksamkeit an sich fesselte1 und die durch den ,krieg bedingte ,verarmung vieler ,eltern das hohe ,kostgeld nicht erschwingen konnte2 in diesem ,jahre hatte die ,anstalt blo #cf ,zglinge4 ,sie ist das einzige philanthropische ,institut1 das noch blht1 und das im ,jahre #ahhd die hundertjhrige ,jubelfeier seines ,bestehens begehen konnte4 ,tchtige ,lehrkrfte wirkten an der ,salzmannschen ,anstalt4 ,es seien genannt ,guts-,muths1 der ,erzvater der ,turnerei und ,verfasser nachstehender ,schriften3 ,gymnastik fr die ,jugend1 ,spiele zur bung und ,erholung des ,krpers1 ,turnbuch1 ,handbuch der ,geographie1 ,methodik der ,geographie2 ,blasche1 ,verfasser der ,anleitung zu ,papparbeiten und anderer ,schriften fr den ,handfertigkeitsunterricht2 ,glaz1 spter ,konsistorialrat in ,wien2 ,lenz1 der spter ,vater des durch seine naturhistorischen ,schriften bekannten ,harald ,otmar ,lenz und ,rektor des ,weimarer ,gymnasiums ward2 ,andr1 ,bechstein1 die drei ,brder ,ausfeld1 ,mrker1 ,weienborn4 ,mrker1 ,lenz und ,weienborn wurden sogar ,salzmanns ,schwiegershne1 was viel dazu beitrug1 da die ,anstalt zu ,schnepfenthal trotz ihrer ,vergrerung den ,familiencharakter behielt4 ,im ,unterrichte wurden in ,schnepfenthal im allgemeinen die bekannten philanthropischen ,grundstze durchfhrt4 ,die geistige ,entwickelung des ,kindes galt als oberster ,grundsatz2 in zweite ,linie trat erst die materielle ,aneignung gewisser ,stoffgebiete4 ,das ,ziel1 das sich ,salzmann bei der ,erziehung der ,jugend setzte1 war nach seinen eigenen ,worten3 ,gesunde1 verstndige1 gute und frohe ,menschen zu bilden1 sie dadurch in sich selbst glcklich zu machen und zu befhigen1 zur ,frderung des ,wohles ihrer ,mitmenschen krftig mitzuwirken4 ,deshalb ward vor allen ,dingen auf ,weckung und ,schrfung der eigenen ,beobachtung in der umgebenden ,natur1 auf ,bildung und bung des ,verstandes und somit auf die ,selbstndigkeit des ,urteils abgesehen4 ,fast dreiig ,jahre wirkte ,salzmann selbst an seiner ,anstalt1 die er als ein ,vater leitete4 ,im ,jahre #ahji nach langem ,genusse ungestrter ,gesundheit ward er von der ,gicht befallen1 welche die ,kraft seines ,lebens allmhlich erschpfte4 ,er starb am #ca4 ,oktober #ahaa1 nachdem ihm seine ,gattin1 mit der er vierzig ,jahre in glcklicher und kinderreicher ,ehe gelebt hatte1 und die ihm eine treue ,gehilfin seines ,lebenswerkes gewesen1 bereits #ahaj vorangegangen war4 ,einer seiner ,zeitgenossen widmete ihm bei seinem ,hinscheiden folgende ,worte3 ,die ,anstalt zu ,schnepfenthal hat einen groen ,verlust zu beklagen4 ,den sie verloren1 halten wir fr der ,besten ,einen1 denn gleich sehr war er ausgezeichnet durch ,eigenschaften des ,geistes und des ,herzens4 ,eindringend und scharf war sein ,blick1 ruhig und besonnen sein unermdliches ,wirken1 schnell sein ,entschlu und gro seine ,selbstbeherrschung4 ,wohlthtigkeit und ,milde hat er stets gebt1 dabei aber nie der ,eitelkeit und der ,ruhmsucht ,raum gegeben4 ,sein ,auftreten war einfach1 aber wrdig2 es kennzeichnete den ,vater und ,regierer eines groen ,hauswesens4 ,die ihm ,untergebenen leitete er durch ,blicke und ,worte2 ,strafen1 um seine ,autoritt zu sttzen1 bedurfte er nie4 ,nach dem ,willen des bescheidenen ,mannes schmckt nur ein ,fliederbusch sein ,grab4 ,der ,dichter ,welker rief ihm nach3 ,nicht eingeengt in dumpfumschlossnen ,rumen1 ,nein frei1 wie einst dich die ,natur erzog1 ,schlfst du hier1 ,deutschlands edler ,pdagog1 ,im grnen ,hain bei deinen ,lieblingsbumen4 ,und was du frh gesehn in holden ,trumen1 ,es war kein ,wahn der schmeichelnd dich betrog2 ,denn als dein ,geist dem ,irdischen entflog1 ,stand's herrlich da mit ,frucht und ,bltenkeimen4 ,hier liegt dein ,staub4 -- ,doch lebt unsterblich fort1 ,was deine ,kraft erschuf durch ,that und ,wort4 ,wenn ,marmormonumente lngst zerfallen1 ,dein ,denkmal blht auf jenem ,hgel dort1 ,wo ,kinder wie zum ,vaterhause wallen1 ,und segnend ruht dein ,geist auf jenen ,hallen6 99 99 99 99 99 ,neben seiner praktischen ,thtigkeit als ,erzieher war ,salzmann auch als ,schriftsteller fr die ,hebung der ,volks- und ,jugendbildung thtig4 ,seine schriftstellerische ,thtigkeit war eine sehr umfassende4 ,er begann dieselbe schon kurz nach seiner ,versetzung nach ,erfurt4 ,hier lernte er als ,seelsorger manches ,elend in den ,familien kennen1 das er durch zwei ,mittel zu steuern glaubte4 ,er sagt darber3 #a7 mssen die ,eltern ber die ,quelle ihres ,elends belehrt werden2 #b7 mssen die ,kinder eine bessere ,erziehung erhalten4 ,er suchte dieses nun durch seine ,schriften zu erreichen4 ,seine erste pdagogische ,schrift war3 ,unterhaltungen fr ,kinder und ,kinderfreunde1 in der er das wiedergab1 was er in den ,abendstunden mit seinen ,kindern getrieben hatte4 ,ihr folgte #aghj das ,krebsbchlein oder ,anweisung zu unvernnftiger ,erziehung der ,kinder1 eine ironische ,anweisung1 die ,kinder schlecht zu erziehen1 in der die vorhandenen belstnde der ,erziehung lcherlich gemacht werden4 ,grund zu den ,anfeindungen von orthodoxer ,seite gab das ,buch3 ber die wirksamsten ,mittel1 den ,kindern ,religion beizubringen4 ,whrend ,salzmanns ,aufenthalt am ,dessauer ,philanthropin entstanden3 ,vortrge bei den ,gottesverehrungen #d ,bnde1 ,moralisches ,elementarbuch ,i4 ,teil1 der pdagogische ,roman3 ,karl von ,karlsberg oder ber das menschliche ,elend4 ,der sechste und letzte ,band erschien erst #aghh4 ,ferner3 das erste ,bndchen der ,reisen der ,salzmannschen ,zglinge4 ,in ,schnepfenthal schrieb ,salzmann3 ,konrad ,kiefer oder ,anweisung zu einer vernnftigen ,erziehung der ,kinder1 in der uns die ,erziehung eines ,bauernsohnes durch seinen ,vater unter ,mitwirkung des ,pfarrers geschildert wird4 ,die ,schrift bildet ein ,gegenstck zu ,rousseaus ,emil1 deshalb auch wohl der deutsche ,emil genannt4 ,das bedeutendste pdagogische ,werk ,salzmanns ist aber unstreitig sein ,ameisenbchlein1 das zugleich die schnste ,darstellung seiner ,pdagogik enthlt und die rechte ,frucht seiner pdagogischen ,arbeit und ,erfahrung ist4 ,da dasselbe im ,nachfolgenden selbst gebracht wird1 so wird noch ausfhrlicher davon demnchst zu reden sein4 ,ferner schrieb ,salzmann3 ,noch etwas ber ,erziehung4 ,in dieser ,schrift fhrt er fnf ,hauptmngel an1 an welchen die ,erziehung noch leide1 und welche einer raschen ,abstellung bedrften4 ,diese fnf ,hauptmngel sind3 a7 ,vernachlssigung der krperlichen ,erziehung1 b7 da man die ,jugend zu wenig mit der ,natur bekannt mache1 c7 da der ganze ,unterricht dahin abziele1 die ,aufmerksamkeit der ,kinder von dem ,gegenwrtigen abzuziehen und auf das ,abwesende zu lenken1 d7 da die ,kinder beim ,lernen mehr fremde als eigene ,krfte gebrauchen1 e7 da die jugendliche ,arbeit nicht unmittelbar belohnt werde4 ,in ,schnepfenthal entstanden ferner3 ber die heimlichen ,snden der ,jugend1 ,der ,himmel auf ,erden1 ,reisen der ,salzmannschen ,zglinge1 neue ,folge1 ,die ,familie ,ehrenfried oder erster ,unterricht in der ,sittenlehre fr ,kinder von #h bis #aj ,jahren4 ,als ,fortsetzung dazu erschien3 ,heinrich ,gottschalk in seiner ,familie oder erster ,religionsunterricht fr ,kinder von #aj-ab ,jahren1 als weitere ,fortsetzung3 ,unterricht in der christlichen ,religion4 ,weiter seien noch genannt3 ,nachrichten fr ,kinder aus ,schnepfenthal1 ber die ,erlsung des ,menschen vom ,elend durch ,jesum und ,christliche ,hauspostille 7#fg ,predigten74 ,als ,volksschrift erschien #agia3 ,auserlesene ,gesprche des ,boten aus ,thringen 7#ahhf neu herausgegeben vom stdtischen ,schulinspektor ,dr4 ,fritz ,jonas in ,berlin1 ,verlag von ,l4 ,oehmigke ebenda74 ,von ,salzmanns ,volks- und ,jugendschriften seien genannt3 ,sebastian ,kluge1 ,konstants kuriose ,lebensgeschichte1 ,ernst ,haberfeld1 ,josef ,schwarzmantel1 ,heinrich ,glaskopf4 ,von ,salzmanns ,jugendschriften heit es in ,schmids ,encyklopdie der ,pdagogik3 ,im ,triumvirate der ersten ,kinderbuchperiode 7,weie1 ,campe1 ,salzmann7 ist ,salzmann vielleicht der ,schwchste1 aber gewi nicht der ,schlechteste4 ,neben dem realistischen ,campe1 dem civilisierenden ,weie steht er am bescheidensten1 aber am reinsten da4 99 99 99 99 99 ,basedow1 der ,herold unter den ,philanthropen1 erkannte wohl die ,schden des ,erziehungswesens1 war auch durch ,wort und ,that bemht1 sie zu bessern4 ,da aber seine ,grundstze viel ,irriges und ,unpraktisches enthielten1 so vermochten sie einen dauernden ,erfolg nicht auszuben2 dazu kam noch sein prahlerisches1 aller ,gewissenhaftigkeit1 ,umsicht und ,besonnenheit bares ,wesen1 soda ,herder ber ihn uerte3 ,ihm mchte ich keine ,klber zu erziehen geben1 geschweige ,menschen4 ,campe dagegen wirkte hauptschlich nur durch seine litterarische ,thtigkeit auf die ,erziehung ein4 ,fassen wir nun kurz ,salzmanns ,stellung unter den ,philanthropen zusammen1 so ist er der ,praktiker unter ihnen1 der die lebensfhigen ,grundgedanken des ,philanthropinismus festhielt1 der die neuen ,ideen am sichersten und am besonnensten durchfhrte in ruhiger und unverdrossener ,arbeit4 ,dittes sagt von ihm3 ,salzmann ist ohne ,zweifel der bedeutendste ,praktiker unter den ,philanthropen1 ausgezeichnet durch ,besonnenheit1 ,migung1 ,ausdauer1 stille ,heiterkeit und hausvterlichen ,sinn4 ,von all den vielen ,philanthropinen1 die entstanden1 ist die ,anstalt zu ,schnepfenthal das einzigste1 das noch besteht4 ,schuldirektor ,moritz ,kleinert in ,dresden widmete der ,anstalt zu ihrer ,jubelfeier #ahhd folgendes ,sonett3 ,viel ,ritter edlen ,geistes seh' ich schreiten ,durch ein ,idyll1 mit ,namen ,schnepfenthal1 ,den ,geist voll ,feuer1 ,krper wie von ,stahl1 ,zu bessern die beschrnkten1 zopf'gen ,zeiten1 ,die ,unnatur hin zur ,natur zu leiten ,in ,freud' und ,arbeit1 ,kleidung und im ,mahl2 ,zu heben trocknen ,lernens bittre ,qual1 ,den ,himmel hier auf ,erden zu bereiten4 ,so seh' ich ,salzmann in dem ,kreis der ,seinen ,ein ,patriarch1 geliebt und hochbewundert2 ,ich sehe ,guts-,muths sich mit ihm vereinen2 ,es steht vor mir ein herrliches ,jahrhundert1 ,das gro im ,schaffen1 nicht blo im ,verneinen1 ,und das auch uns zu gleichem ,thun ermuntert4 99 99 99 99 99 ,wie schon gesagt1 ist das bedeutendste pdagogische ,werk ,salzmanns sein ,ameisenbchlein1 das deshalb auch in einer ,sammlung von ,schriften aus allen ,zweigen der ,litteratur und ,wissenschaften1 wie es ,reclams ,universal-,bibliothek ist1 nicht gut fehlen konnte1 weshalb sich der ,verleger1 dieses erkennend1 auch entschlo1 dasselbe in seine ,sammlung aufzunehmen und den ,unterzeichneten mit der ,herausgabe betraute4 ,ihren ,titel hat die ,schrift von dem ,titelblatte der ,originalausgabe1 auf dem sich nmlich das ,bild eines ,ameisenhaufens befand4 ,eine ,anzahl ,ameisen bemht sich um ,ameisenlarven1 whrend eine andere ,anzahl unbesorgt in der ,luft umherfliegt4 ,die ,ersteren sollen die ,lehrer vorstellen1 die sich der ,erziehung und des ,unterrichts der ,kinder angenommen haben1 die letzteren dagegen die ,eltern1 die1 nachdem sie ihr ,geschlecht fortgepflanzt1 sich in die ,luft schwingen und nach menschlicher ,art und ,weise sich nicht um ihre ,brut bekmmern4 ,unter dem ,bilde befindet sich das ,wort3 ,spr4 ,sal4 #f1 #f3 ,gehe hin zur ,ameise1 du ,fauler1 siehe ihre ,weise an und lerne4 ,mge jetzt eine kurze1 bersichtliche ,darstellung des ,inhalts folgen4 ,a4 ,anrede an ,hermann4 ,aufforderung an denselben1 sich der ,erziehung zu widmen und zwar aus folgenden ,grnden3 a7 ,die ,erziehung schafft die ,gelegenheit1 fr ,menschenwohl recht thtig sein zu knnen2 b7 die gewissenhafte ,ausbung der ,erziehungskunst verschafft dir die ,seligkeit1 einst ,mnner1 durch dich gebildete ,mnner1 zu sehen1 die mit ,kraft und ,nachdruck fr alles ,gute thtig sind2 c7 das ,erziehungsgeschft ist nicht so mhsam1 als es von denen1 die es nicht verstanden haben1 geschildert worden ist2 d7 die ,frhlichkeit1 welche ein wahrer ,erzieher unter den ,kleinen hervorzubringen vermag1 hat einen wohlthtigen ,einflu auf denselben2 e7 kein ,geschft ist belohnender als das ,erziehungsgeschft4 ,als ,lohn wird dem ,erzieher3 #a7 ,frohsinn1 ,gesundheit und ein heiteres ,alter1 #b7 eigene ,veredelung1 #c7 materieller ,gewinn4 ,b4 ,vorbericht ber den ,titel4 ,in ihm setzt ,salzmann auseinander1 warum er3 a7 diesen ,titel gewhlt und b7 dem ,bchlein diesen ,inhalt gegeben habe2 c7 ,entschuldigung ber die etwas starke und schneidige ,art des ,vortrags4 ,c4 ,die ,schrift selbst3 #e ,teile3 ,i4 ,symbolum3 ,von allen ,fehlern und ,untugenden seiner ,zglinge mu der ,erzieher den ,grund in sich selber suchen2 denn a7 vielen ,lehrern fehlt das ,lehrgeschick2 b7 viele ,erzieher und ,lehrer lehren die ,kinder die ,fehler #a7 durch schlechtes ,beispiel1 #b7 durch falsche ,behandlungsart1 #c7 durch den ,mibrauch des ,zutrauens1 das ihnen vom ,kinde entgegengebracht wird1 #d7 durch ,nichtbefriedigung des ,thtigkeitstriebes2 c7 viele ,erzieher dichten ihren ,zglingen ,fehler und ,untugenden an1 da sie nicht die kindliche ,natur bercksichtigen4 d7 oft nehmen die ,erzieher eine willkrliche ,regel an1 nach der sie die ,zglinge richten wollen1 und rechnen diesen jede ,abweichung von derselben als ,untugend an4 e7 indem die ,erzieher ,eigenheiten ihrer ,zglinge zu den ,fehlern und ,untugenden rechnen1 vergrern sie dieselben4 ,,ii4 ,was ist ,erziehung8 ,sie ist ,entwickelung und bung der jugendlichen ,krfte4 ,in diesem ,kapitel giebt ,salzmann einen kurzen ,abri der ,erziehung und der allmhlichen ,entwickelung der jugendlichen ,krfte4 ,,iii4 ,was mu ein ,erzieher lernen8 a7 ,er mu sich und seine ,zglinge gesund zu erhalten suchen und zwar3 #a7 durch einfache ,kost1 #b7 durch ,abhrtung1 #c7 durch ,bewegung4 b7 ,er mu die kindlichen ,krfte an sinnlichen ,gegenstnden ben und durch ntzliche und unterhaltende ,beschftigungen fr die ,befriedigung des ,thtigkeitstriebes 7durch ,handarbeiten7 sorgen4 c7 ,er mu sich bemhen1 mit ,kindern umzugehen4 d7 ,er mu die ,kinder zur ,sittlichkeit gewhnen1 und zwar3 #a7 durch ,wahrhaftigkeit1 #b7 durch ,vorhalten von ,vorbildern1 #c7 durch ,ermahnung unter vier ,augen1 #d7 dadurch1 da das ,kind selbst das ,gute einsieht und will4 ,,iv4 ,plan zur ,erziehung der ,erzieher4 ,hier giebt ,salzmann denjenigen1 die sich dem ,erziehungsgeschfte widmen1 eine ,anweisung zur ,selbsterziehung2 seine ,hauptregel ist3 ,erziehe dich selbst6 #aa ,regeln3 #a7 sei gesund2 #b7 sei immer heiter2 #c7 lerne mit ,kindern sprechen und umgehen2 #d7 lerne mit ,kindern dich beschftigen2 #e7 bemhe dich1 dir deutliche ,kenntnisse der ,erzeugnisse der ,natur zu erwerben2 #f7 lerne die ,erzeugnisse des menschlichen ,fleies kennen2 #g7 lerne deine ,hnde brauchen2 #h7 gewhne dich mit deiner ,zeit sparsam umzugehen2 #i7 suche mit einer ,familie oder ,erziehungsgesellschaft in ,verbindung zu kommen1 deren ,kinder oder ,pflegeshne sich durch einen hohen ,grad von ,gesundheit auszeichnen2 #aj7 suche dir eine ,fertigkeit zu erwerben1 die ,kinder zur innigen berzeugung von ihren ,pflichten zu bringen2 #aa7 handle immer so1 wie du wnschest1 da deine ,zglinge handeln sollen6 ,v4 ,schluermahnung3 ,non ex quovis lignofit ,mercurius4 ,prfe dich1 ob du die ,gabe hast1 auf ,kinder zu wirken und sie zu lenken4 ,salzmanns ,ameisenbchlein verdient auch noch jetzt trotz der vielen pdagogischen ,schriften1 die alljhrlich auf den ,bchermarkt gelangen1 gelesen und studiert zu werden4 ,ist heutzutage auch das meiste von dem1 was es giebt1 wenigstens theoretisch allgemein anerkannt1 so ist der ,inhalt des ,buches noch nicht als veraltet zu betrachten4 ,moller sagt in ,schmids ,encyklopdie des gesamten ,erziehungs- und ,unterrichtswesens3 ,es giebt in der neueren pdagogischen ,litteratur vielleicht kein ,werk1 das die ,pflicht des ,erziehers1 sich selbst zu vervollkommnen und den ,grund jedes ,mierfolgs vor allem in sich selbst zu suchen1 so eindringlich mit mildem ,ernst und erfahrungsreicher ,weisheit ans ,herz gelegt htte1 wie das ,ameisenbchlein4 ,ist nun auch diese ,salzmannsche ,schrift besonders fr ,erzieher von ,fach und fr diejenigen geschrieben1 die es werden wollen1 so finden doch auch die ,eltern manchen beherzigenswerten ,wink in demselben4 ,klarheit und ,wahrheit1 ,frische und ,natrlichkeit spricht sich auf jeder ,seite dieser ,schrift aus1 so da ihre ,lektre auch jetzt noch reichen ,genu bietet4 ,mge deshalb auch die von mir veranstaltete ,ausgabe freundliche ,aufnahme bei ,deutschlands ,lehrern und in deutschen ,familien finden4 99 99 99 99 99 ,das ,ameisenbchlein erschien im ,jahre #ahjf in ,schnepfenthal in der ,buchhandlung der ,erziehungsanstalt4 ,veranlat dazu ward ,salzmann durch den ,mangel an ,anweisungen zur ,erziehung der ,erzieher1 whrend an ,bchern1 die ,anweisungen zur ,erziehung der ,kinder enthalten1 berflu war4 ,salzmann schreibt3 ,was helfen aber diese1 wenn jene nicht da sind8 ,wozu ntzen alle ,theorien1 wenn die ,leute fehlen1 die sie ausfhren knnen8 ,statt darauf zu denken1 das ,wahre und ,gute1 was wir von der ,erziehung bereits wissen1 in ,ausbung zu bringen1 fhrt man fort1 neue ,theorien aufzustellen1 denen1 so gut wie jenen1 die ,ausfhrung fehlen wird4 ,wir gleichen theoretischen ,baumeistern1 die die ,ideale zu den vollkommensten ,gebuden mit der ,reifeder entwerfen knnen1 die aber immer nur ,risse bleiben1 mit denen man etwa die ,wnde bekleiden kann1 da ihren ,verfertigern die ,geschicklichkeit fehlt1 das ,entworfene zur ,wirklichkeit zu bringen4 ,dem nachfolgenden ,abdrucke ward die ,originalausgabe von #ahjf zu ,grunde gelegt4 ,diese erschien doppelt1 nmlich in einer auf besserem ,papier1 in grerem ,drucke und mit dem oben erwhnten ,bilde auf dem ,titelblatte hergestellten ,ausgabe und in einer wohlfeilen ,ausgabe ohne ,titelbild4 ,hinderlich waren der ,verbreitung der ,schrift die bald nach ihrem ,erscheinen in ,deutschland auftretenden ,kriegsunruhen1 die auch auf die ,schnepfenthaler ,anstalt nachteilig wirkten4 ,ein ,nachdruck des ,ameisenbchleins erschien #ahjg in der ,j4,j4 ,mckenschen ,buchhandlung in ,reutlingen4 ,wieder abgedruckt ward es in der #ahde von der ,hoffmannschen ,verlagsbuchhandlung in ,stuttgart verlegten und zum hundertjhrigen ,geburtstage ,salzmanns von dessen ,familie veranstalteten ,ausgabe seiner ,volks- und ,jugendschriften4 ,benutzt sind von mir auch1 soweit es meinen ,zwecken entsprach1 die ,ausgabe der ,salzmannschen ,schriften von ,karl ,richter1 sowie diejenige von ,richard ,bosse und ,johs4 ,meyer4 ,hannover1 am ,todestage ,salzmanns1 den #ca4 ,oktober #ahhg4 ,ernst ,schreck4 ,ameisenbchlein4 ,an ,hermann6 ,so nenne ich dich1 lieber junger ,mann1 der du in deiner ,brust ein ,streben fhlst1 durch ,thtigkeit fr ,menschenwohl dich in der ,welt auszuzeichnen4 ,gieb mir die ,hand6 ,wenn du nicht vorzgliche ,talente und entschiedene ,neigung zu einem andern ,geschfte in dir fhlst -- so widme dich der ,erziehung6 ,diese schafft dir ,gelegenheit1 fr ,menschenwohl recht thtig zu sein4 ,wer ,morste austrocknet1 ,heerstraen anlegt1 ,tausenden ,gelegenheit verschafft1 sich ihre ,bedrfnisse zu verschaffen1 ,grten pflanzt1 ,krankenhuser stiftet1 wirkt auch fr ,menschenwohl1 aber nicht so unmittelbar und durchgreifend als der ,erzieher4 ,jener verbessert den ,zustand der ,menschen1 dieser veredelt den ,menschen selbst4 ,und ist der ,mensch erst veredelt1 so geht aus ihm die ,verbesserung von selbst hervor1 und der ,zgling1 dessen ,veredelung dir gelungen ist1 hat ,anlage1 auf dem ,platze1 wohin ihn die ,vorsehung stellt1 den ,zustand von tausenden seiner ,brder angenehmer und behaglicher zu machen4 ,in keiner ,klasse von ,menschen findest du so viel ,empfnglichkeit fr alles ,gute1 als bei ,kindern4 ,ihr ,herz ist die wahre ,jungfernerde1 in welcher jedes ,samenkorn schnell ,wurzel schlgt und emporwchst2 es ist ein ,wachs1 das sich willig in jede ,form schmiegt1 in die du es drckst4 ,das ,herz der ,erwachsenen gleicht einem ,lande1 das schon mit ,gewchsen besetzt ist1 die darin tiefe ,wurzeln schlugen1 und die erst mit vieler1 oft vergeblicher ,mhe ausgerottet werden mssen1 wenn der ,same1 den du in dasselbe werfen willst1 gedeihen soll2 einem ,marmor1 der mit groer ,behutsamkeit bearbeitet sein will1 und in dem man1 nach langer mhseliger ,arbeit1 oft auf eine ,ader stt1 die alle fernere ,arbeit zwecklos macht4 ,wenn du die ,erziehungskunst wirklich grndlich erlernst und mit ,gewissenhaftigkeit ausbest1 so verschaffst du dir gewi die ,seligkeit1 einst ,mnner1 durch dich gebildete ,mnner1 zu sehen1 die mit ,kraft und ,nachdruck fr alles ,gute thtig sind4 ,wende mir nicht ein1 das ,erziehungsgeschft wre so mhsam4 ,wo ist denn ein gemeinntziges ,geschft1 das nicht mhsam wre8 ,und wenn es ein solches1 wie z4 ,b4 das ,zerlegen einer ,pastete1 gbe1 wolltest du dich wohl demselben widmen8 ,aber glaube mir1 das ,erziehungsgeschft ist nicht so mhsam1 als du denkst4 ,erzieher1 die die ,erziehung nicht verstanden1 haben es in einen beln ,ruf gebracht4 ,merke nur auf die ,winke1 die dir in diesem ,buche gegeben werden1 und befolge sie1 so wirst du bei der ,erziehung zwar ,mhe1 aber fast immer solche finden1 die durch einen baldigen glcklichen ,erfolg belohnt wird1 und deswegen kaum den ,namen der ,mhe verdient4 ,und diese kleine ,mhe -- durch wie mannigfaltige ,freude wird sie verst werden6 ,sieh'1 was fr ein harmloses1 frhliches ,vlklein die ,leutchen sind1 in deren ,kreise der ,erzieher wirkt6 ,wird1 wenn du ein wirklicher ,erzieher wirst und dich zu ihnen herabstimmen lernst1 ihre bestndige ,frhlichkeit nicht einen wohlthtigen ,einflu auf dich haben8 ,die ,erfahrung lehrt1 da ,mnner1 die in der jugendlichen ,atmosphre leben und weben1 gemeiniglich alt werden1 unterdessen da von denjenigen ihrer ,jugendfreunde1 die in dem ,dunstkreise der ,erwachsenen arbeiteten1 einer nach dem andern dahin welkt4 ,man hat diese unleugbare ,erscheinung oft den jugendlichen ,ausdnstungen zugeschrieben1 die solche ,mnner einatmen1 und damit ihre zhwerdende ,blutmasse verdnnen4 ,ob es wahr sei1 kann ich nicht entscheiden1 da mir hierzu die ntigen rztlichen ,kenntnisse fehlen4#a ,sicher trgt aber die bestndige ,munterkeit und ,frhlichkeit der ,jugend das ihrige dazu bei1 wenn man ihr nur nicht durch ,eigensinn und ble ,laune entgegenarbeitet4 ,will man sich in den ,lehnstuhl setzen1 um des ,marasmus ,ankunft ruhig abzuwarten1 so kommt ein munterer ,knabe gehpft1 bittet1 einen seiner jugendlichen ,wnsche zu befriedigen1 und reizt uns1 den ,lehnstuhl zu verlassen4 ,dort beginnen einige frohe ,knaben ein munteres ,spiel1 das auch uns zum ,frohsinn stimmt4 ,nun ruft uns die ,glocke in das ,lehrzimmer1 wo man1 soll anders der ,unterricht einen guten ,erfolg haben1 der blen ,laune entsagen und zum ,frohsinn sich stimmen mu4 ,so verjngt der ,erzieher1 der seiner ,bestimmung gem lebt1 sich tglich1 und hlt das ,alter mit seinen mannigfaltigen ,beschwerden von sich entfernt4 ,die ,erziehung1 denkst du vielleicht1 wird aber so schlecht belohnt4 ,das glaubst du wirklich8 ,mir deucht1 kein ,geschft ist belohnender als dieses4 ,sind denn ,frohsinn1 ,gesundheit und ein heiteres ,alter1 die gewhnlich dem wahren ,erzieher zu teil werden1 eine ,kleinigkeit8 ,nchstdem kann er noch auf eine andere ,belohnung rechnen1 dies ist -- die eigene ,veredelung4 ,der ,erzieher1 der sein ,geschft nicht als ,broterwerb treibt1 den die ,veredelung seiner ,pflegebefohlenen ,hauptzweck ist1 mu schlechterdings ein guter1 edler ,mensch werden4 ,wie8 er sollte stets die ,pflicht mit ,wrme empfehlen knnen1 ohne ber dieselbe tglich nachzudenken und ihren ,wert zu fhlen8 ohne sich selbst als ,muster der ,pflichterfllung darzustellen8 ,er sollte unter jungen ,leuten leben knnen1 deren scharfes ,auge jeden ,fehler bemerkt1 deren ,freimtigkeit jeden ,fehler bemerkbar macht1 ohne dieselben abzulegen8 ,das so wahre ,sprichwort3 docendo discimus ist auch in moralischer ,hinsicht wahr4 ,wenn wir uns ernstlich bestreben1 unsere ,pflegebefohlenen zu veredeln1 werden wir selbst veredelt4 ,und nun1 mein guter ,hermann6 wenn du bei dem ,erziehungsgeschfte gesund und froh wirst1 wenn dabei dein innerer ,mensch gedeihet und immer mehr edlen ,sinn bekommt1 bist du nicht belohnt genug8 ,gesetzt1 du mtest deine ,tage in niedriger ,drftigkeit verleben1 bist du nicht belohnt genug8 ,oder1 wolltest du wohl dies alles dahin geben1 um eine glnzende ,rolle zu spielen8 wolltest lieber an einer reichlich besetzten ,tafel krank1 als bei einer einfachen ,mahlzeit mit gutem ,appetite sitzen8 wolltest lieber ,jubel um dich und in dir ,gram1 als in dir ,frohsinn und um dich ,stille haben8 wolltest lieber einen ,schwarm feiler ,seelen befehlen1 als dich selbst beherrschen8 ,nun1 so triff den ,tausch1 aber -- mein ,hermann bist du nicht -- dir ist dies ,buch nicht geweihet4 ,an dich wende ich mich1 der du den ,wert dieser groen ,belohnung fhlen kannst4 ,erlangtest du auch keine als diese1 so wirst du jede andere entbehren knnen4 ,aber gewi1 wenn du dich bestrebst1 kein mittelmiger1 sondern ein ausgezeichneter ,erzieher zu werden1 wird dir auch andere ,belohnung nicht fehlen4 ,die ,zeiten sind vorbei1 da das ,erziehungsgeschft verchtlich war4 ,die ,familien werden immer zahlreicher1 denen ein guter ,erzieher das hchste ,bedrfnis ist1 die sich denselben um jeden ,preis zu verschaffen suchen2 die ihn nicht als ersten ,bedienten1 sondern als ersten ,freund des ,hauses betrachten4 ,frstenfamilien sehen sich nach dem ,manne um1 dessen ,leitung sie ihre ,kinder mit vollem ,zutrauen bergeben knnen4 -- ,und du wolltest nicht ,erzieher werden8 ,vorbericht4 ,als ich mich bei ,ausfertigung des ,krebsbchleins#b in das ,kerbtierfach warf1 war meine ,meinung1 eine ,reihe von ,schriften auszuarbeiten1 die ihren ,namen von ,kerbtieren haben sollten4 ,allein die ,geschfte1 in die ich von diesem ,zeitpunkte an verwickelt wurde1 hielten mich immer davon ab1 und nun lt mir das herannahende ,alter wenig ,hoffnung brig1 meinen ,vorsatz ausfhren zu knnen4 ,das ,skorpionbchlein1 oder ,anweisung zu einer unvernnftigen ,regierung der ,vlker1 sowie das ,spinnenbchlein1 oder ,anweisung zu unvernnftiger ,fhrung der ,ehe1 wird also nicht zur ,wirklichkeit kommen4 ,das ,ameisenbchlein oder die ,anweisung zu einer vernnftigen ,erziehung der ,erzieher erscheint aber hier4 ,wozu der sonderbare ,titel8 wird man fragen4 ,erstlich dazu1 da dadurch ,leser herbeigelockt werden4 ,der ,inhalt dieses ,buches scheint mir so wichtig1 da ich wnsche1 es mchte von allen1 die erziehen oder erziehen lassen1 gelesen und beherzigt werden4 ,gleichwohl ist zu besorgen1 da es unter der ,flut von ,schriften1 mit welchen ,deutschland in jeder ,messe berschwemmt wird1 nicht mchte bemerkt werden1 wenn es nicht eine ,auszeichnung bekommt1 die in die ,augen fllt1 und es unter den tausenden1 von welchen es umgeben ist1 bemerkbar macht4 ,was ist hierzu aber wohl schicklicher als der ,titel8 ,ein anderer wrde dazu vielleicht einen griechischen oder franzsischen ,namen1 oder den ,namen einer ,gottheit oder eines ,weisen des ,altertums gewhlt haben2 mir aber gefiel der ,titel3 ,ameisenbchlein4 ,zweitens whlte ich gerade diesen ,titel1 weil das ,krebsbchlein so gut ist aufgenommen worden1 da es noch nach #bd ,jahren gelesen und hier und da empfohlen wird1 und ich daher hoffen durfte1 da die hnlichkeit des ,namens diesem ,buche einen hnlichen ,beifall im ,publikum verschaffen wrde4 ,endlich liegt auch wirklich ein ,grund zu der ,wahl dieses ,titels im ,ameisenhaufen selbst4 ,die ,eltern der ,ameisen1 nachdem sie ihr ,geschlecht fortgepflanzt haben1 schwingen sich in die ,luft1 und sind1 nach menschlicher ,art und ,weise1 um ihre ,brut unbekmmert1 deren ,pflege und ,erziehung sie jenen ,ameisen berlassen1 die durch die ,natur zu einem niederen ,wirkungskreise bestimmt sind4 ,diese nun besorgen ihr ,geschft auch recht gut2 sie bringen die junge ,brut tglich an die ,sonne1 laufen herbei und suchen sie zu retten bei jeder ,gefahr1 von welcher sie bedroht wird#c -- und der ,erfolg brgt fr die ,gte der ,erziehung1 da jeder ,ameisenhaufen der ,wohnsitz der ,gesundheit1 ,reinlichkeit1 ,thtigkeit und ,folgsamkeit ist1 die in vielen menschlichen ,gesellschaften vermit werden1 zu welchen man aber die jungen ,ameisen gleich nach ihrem ,entstehen gewhnt4 ,so wie also ,salomo den ,faulen zum ,ameisenhaufen verweist1 knnte man auch in anderer ,rcksicht den ,erzieher auf denselben aufmerksam machen4 ,so viel vom ,titel6 ,was den ,inhalt betrifft1 so scheint er mir von groer ,wichtigkeit zu sein4 ,wir haben einen berflu von ,bchern1 die ,anweisung zur ,erziehung der ,kinder enthalten1 aber an ,anweisungen zur ,erziehung der ,erzieher scheint mir noch ,mangel zu sein4 ,was helfen aber jene1 wenn diese nicht da sind8 ,wozu ntzen alle ,theorien1 wenn die ,leute fehlen1 die sie ausfhren knnen8 ,die ,revision des ,schul- und ,erziehungswesens#d stellt gute ,theorien auf1 wo sind sie aber ausgefhrt worden8 ,statt darauf zu denken1 das ,wahre und ,gute1 was wir von der ,erziehung bereits wissen1 in ,ausfhrung zu bringen1 fhrt man fort1 neue ,theorien aufzustellen1 denen1 so gut wie jenen1 die ,ausfhrung fehlen wird4 ,wir gleichen theoretischen ,baumeistern1 die die ,ideale zu den vollkommensten ,gebuden mit der ,reifeder entwerfen knnen1 die aber immer nur ,risse bleiben1 mit denen man etwa die ,wnde bekleiden kann1 da ihren ,verfertigern die ,geschicklichkeit fehlt1 das ,entworfene zur ,wirklichkeit zu bringen4 ,ach1 gebt uns gute ,erzieher6 gebt uns ,leute1 die die ,neigung1 ,geschicklichkeit und ,fertigkeit haben1 ,kinder vernnftig zu behandeln1 sich die ,liebe und das ,zutrauen derselben zu erwerben1 die ,krfte zu wecken1 ihre ,neigungen zu lenken1 und durch ihre ,lehre und ihr ,beispiel die jungen ,menschen zu dem zu machen1 was sie1 ihren ,anlagen und ihrer ,bestimmung nach1 sein knnen und sein sollen1 und die ,erziehung wird gelingen1 ohne da wir neue ,theorien ntig haben4 ,so geht aus der ,dorfschule manches verstndigen1 rechtschaffenen und treuen ,schulmeisters1 der nie etwas von reiner ,pflicht hrte#e1 noch neue ,theorien ber den ,unterricht im ,lesen studierte1 nach und nach eine ,gemeinde hervor1 die durch ihre ,rechtschaffenheit1 helle ,einsichten1 ,ordnung1 ,thtigkeit und ,lesefertigkeit sich im ganzen ,umkreise zu ihrem ,vorteile auszeichnet1 und alle hinter sich zurcklt1 die nach den neuesten ,theorien von ,mnnern erzogen wurden1 die nicht zu erziehen verstanden4 ,was ist z4 ,e4 vernnftiger1 als die ,forderungen der ,erzieher1 die ,kinder mehr durch ,vorstellungen1 als durch ,belohnungen und ,strafen zu lenken8 ,allein zu dem ,lenken der ,kinder durch ,vorstellungen gehrt eine ganz eigene ,geschicklichkeit4 ,derjenige1 dem sie fehlt1 kann den ,kindern sehr viel ,vernnftiges und ,gutes sagen1 das sich recht gut lesen lt1 und wird damit doch nichts ausrichten1 unterdessen da ein anderer1 der die ,erziehung versteht1 mit weit weniger ,worten zu seinem ,zwecke kommt4 ,es ist unter den ,erziehern allgemein angenommen worden1 da zur ,erziehung auch eine gewisse ,abhrtung des ,krpers gehre2 wenn der ,erzieher aber selbst weichlich ist1 wie will er andere abhrten8 u4 s4 w4 ,was die ,art meines ,vortrags betrifft1 so wird man manches daran auszusetzen finden1 das aber doch wegen meiner ,eigenheit verdient entschuldigt zu werden4 ,bisweilen werde ich etwas stark und entscheidend sprechen1 und fordern1 da dies und jenes so und nicht anders sein msse4 ,dies ist eine ,folge von der ,lebhaftigkeit meiner berzeugung4 ,ich bin kein ,jngling mehr1 der sich mit ,idealen beschftigt1 von denen er noch zweifelhaft ist1 ob sie auer seinem ,gehirne gedeihen werden2 ich habe einige und zwanzig ,jahre selbst erzogen1 die ,eigenheiten der ,kinder in mancherlei ,verhltnissen kennen gelernt1 manchen ,versuch mit ihnen gemacht1 der mir milang1 und andere1 von denen ich die gesegnetsten ,wirkungen versprte4 ,was ich also wei1 das wei ich aus vieljhriger ,erfahrung2 ist es mir daher zu verdenken1 wenn ich davon mit eben der ,zuversicht spreche1 mit welcher ein alter ,arzt die ,heilart einer gewissen ,krankheit1 deren ,gte ihm eine vieljhrige ,erfahrung besttigte1 zu empfehlen pflegt8 ,auch werde ich wenig oder gar nicht dessen ,erwhnung thun1 was andere ,erzieher geleistet haben4 ,dies rhrt keineswegs von der ,geringschtzung anderer her1 sondern ist blo eine ,folge meiner ,eigenheit4 ,ich habe wenig gelesen1 desto mehr gedacht1 beobachtet und gehandelt4 ,will man dies als ,unvollkommenheit ansehen1 so mag man es2 so viel ist aber doch gewi1 da es einem ,manne1 der die ,arbeiten anderer nicht hinlnglich kennt1 nicht geziemt1 darber zu urteilen4 ,besonders auffallend wird man es finden1 da ich der ,pestalozzischen ,lehrart1 die die ,augen von ,europa auf sich gezogen hat1 nicht oft ,erwhnung thue4 ,es geschieht dies aus eben diesem ,grunde4 ,so viel ich in einem flchtigen ,blicke von der ,lehrart dieses verdienten ,mannes gefat habe1 scheint es mir1 als wenn wir in der ,hauptsache mit einander bereinstimmten1 und nur im ,ausdrucke voneinander verschieden wren4 ,manches aber1 das mir bei ihm neu war1 habe ich angenommen und benutze es mit ,dank4 ,dahin gehren seine ,linearzeichnungen1 die bungen des ,gedchtnisses1 die ,rechnungsmethode und das laute ,aussprechen von mehreren ,schlern zugleich4 ,mge dies kleine ,buch den ,zweck1 zu welchem es aufgesetzt wurde1 ganz erreichen6 ,mgen viele deutsche ,jnglinge dadurch fr das wichtige1 wohlthtige ,geschft der ,erziehung gewonnen1 mgen sie dadurch auf den einzig wahren ,weg1 den die ,natur uns vorzeichnet1 geleitet1 mge dadurch das ,vorurteil zerstrt werden1 als wenn die ,erziehung eine lstige ,arbeit und das ,gelingen derselben uerst zweifelhaft sei1 damit unsere ,nation den ,ruhm1 den sie sich durch ihre ,erziehungskunst im ,auslande erwarb1 noch ferner behaupte und begrnde4 ,schnepfenthal1 im ,oktober #ahje4 ,c4,g4 ,salzmann4 ,symbolum4 ,denen1 die sich entschlieen1 das ,christentum anzunehmen1 wird gewhnlich bei ,einweihung zu demselben eine ,formel vorgelegt1 zu deren ,annahme sie sich bekennen mssen1 die man ,symbolum nennt4 ,damit ist nun freilich groer ,mibrauch getrieben worden1 und manches ,symbolum scheint mehr in der ,absicht gegeben zu sein1 um ,ha gegen ,andersdenkende1 als ,anhnglichkeit an die ,partei1 mit welcher man sich vereinigen will1 einzuflen4 ,an sich ist diese ,gewohnheit aber doch gut und ntig4 ,jede ,gesellschaft mu doch einen gewissen ,zweck haben1 zu welchem sie sich vereinigt1 und gewisse ,grundstze1 durch deren ,befolgung sie den vorgesetzten ,zweck erreichen will2 diese knnen in eine kurze ,formel verfat1 und die ,annahme derselben von denen verlangt werden1 die mit der ,gesellschaft sich verbinden wollen4 ,ich lade jetzt deutsche ,jnglinge ein1 sich dem wichtigen ,geschft der ,erziehung zu weihen4 ,man wird es also nicht sonderbar finden1 wenn ich ihnen auch eine ,formel zur ,annehmung als ,symbolum vorlege4 ,ein jeder1 der ,neigung hat1 in die ,gesellschaft der ,erzieher zu treten1 beherzige sie und prfe sich selbst1 ob er wohl von ganzem ,herzen sie glauben und annehmen knne4 ,wer dies nicht kann1 wer darin ,widerspruch findet1 der lasse mein ,buch lieber ungelesen1 weil er unfhig ist1 das ,erziehungsgeschft mit ,vergngen1 mit ,eifer und ,wirksamkeit zu betreiben4 ,mein ,symbolum ist kurz und lautet folgendermaen3 ,von allen ,fehlern und ,untugenden seiner ,zglinge mu der ,erzieher den ,grund in sich selbst suchen4#f ,dies ist eine harte ,rede1 werden viele denken2 sie ist aber wirklich nicht so hart1 als sie es bei dem ersten ,anblicke scheint4 ,man verstehe sie nur recht1 so wird die scheinbare ,hrte sich bald verlieren4 ,meine ,meinung ist gar nicht1 als wenn der ,grund von allen ,fehlern und ,untugenden seiner ,zglinge in dem ,erzieher wirklich lge2 sondern ich will nur1 da er ihn in sich suchen soll4 ,sobald er ,kraft und ,unparteilichkeit genug fhlt1 dieses zu thun1 ist er auf dem ,wege1 ein guter ,erzieher zu werden4 ,es liegt freilich in der ,natur des ,menschen1 den ,grund von allen ,unannehmlichkeiten1 ja von seinen eigenen ,fehltritten auer sich zu suchen2 man findet ,spuren davon schon in der ,geschichte des ersten ,sndenfalls2 es ist also kein ,wunder1 wenn auch der ,erzieher geneigt ist1 die ,schuld von der ,unfolgsamkeit1 ,ungeschicklichkeit und dem ,mangel an ,fortschritten seiner ,zglinge lieber diesen1 als sich selbst beizumessen2 allein diese ,neigung gehrt zu denen1 die durch die ,vernunft nicht nur geleitet1 sondern1 wie ,neid und ,schadenfreude unterdrckt werden mssen4 ,ich setze es als bekannt voraus1 da der ,grund von den ,fehlern der ,zglinge wirklich oft in den ,erziehern liege4 ,wre dies nicht1 mte man die ,ursache derselben schlechterdings allemal den ,kindern oder der ,lage zuschreiben1 in welcher sich die ,erzieher befinden1 so wre es freilich eine ungerechte und thrichte ,forderung1 dem ,erzieher zuzumuten1 sie in sich selbst zu suchen4 ,welcher vernnftige ,erzieher wird dies aber wohl glauben8 ,bist du nun berzeugt1 da der ,grund von den ,fehlern der ,zglinge wirklich oft in den ,erziehern liege1 so wnsche ich1 dir es glaublich zu machen1 da dies auch bei dir oft der ,fall sei1 der du es liesest4 ,hast du nicht vielleicht bemerkt1 da die ,zglinge1 die gegen dich unfolgsam sind1 anderen willig gehorchen8 oder da die nmlichen ,zglinge1 die bei deinem ,vortrage flatterhaft sind und nichts lernen1 wenn sie in die ,lehrstunden anderer kommen1 ,aufmerksamkeit zeigen und gute ,fortschritte machen8 ,solltest du diese ,bemerkung wirklich gemacht haben1 so tusche dich nicht1 sei aufrichtig gegen dich selbst1 und gestehe dir ein1 da du selbst an dem schuld sein kannst1 was du an deinen ,zglingen tadelst4 ,sage nicht1 ich bin mir doch bewut1 da ich meine ,pflichten redlich erflle4 ,dies kann wohl sein1 aber vielleicht verstehst du noch nicht recht1 die ,kinder zu behandeln4 ,vielleicht hast du in deinem ,betragen etwas ,zurckstoendes1 das die ,kinder mitrauisch und abgeneigt macht4 ,vielleicht fehlt dir die ,lehrgabe4 ,du bist zu schlfrig1 oder dein ,vortrag ist zu trocken und zu abstrakt4 ,hast du ferner nicht wahrgenommen1 da die nmlichen ,zglinge1 die zu gewissen ,zeiten auf deinen ,vortrag merken und deine ,winke befolgen1 zu anderen ,zeiten flatterhaft und unfolgsam sind8 ,kann dich dies nicht auch belehren1 da der ,grund von ihren ,fehlern in dir zu suchen sei8 ,ich begreife nicht1 antwortest du1 wie dies daraus folge4 ,bin ich nicht der nmliche1 der ich gestern war8 ,wenn meine ,zglinge nun nicht die nmlichen mehr sind1 mu der ,grund von diesen ,vernderungen nicht in ihnen liegen8 ,es kann sein4 ,ehe du dies aber annimmst1 so untersuche nur erst1 ob du wirklich noch der nmliche seiest1 der du gestern warest4 ,gar oft wirst du finden1 da du ein ganz anderer ,mann geworden bist4 ,vielleicht leidest du an ,unverdaulichkeit1 oder hast dir durch ,erkltung den ,schnupfen zugezogen1 oder ein unangenehmer ,vorfall hat deine ,seele verstimmt1 oder du hast etwas gelesen1 was dich noch beschftigt und hindert1 deine ganze ,aufmerksamkeit auf dein ,geschft zu wenden u4 s4 w4 ,ein einziger von diesen ,zufllen kann dich zu einem ganz andern ,manne gemacht haben4 ,gestern tratest du mit heiterer ,seele und feurigem ,blicke unter deine ,kleinen2 dein ,vortrag war lebhaft1 mit ,scherz gewrzt1 deine ,erinnerungen waren sanft und liebevoll1 die ,lebhaftigkeit deiner ,zglinge machte dir ,freude4 ,und heute8 ,ach1 du bist der ,mann nicht mehr1 der du gestern warst4 ,deine ,seele ist trbe1 dein ,blick finster und zurckstoend1 deine ,erinnerungen sind herbe1 jeder jugendliche ,mutwille reizt dich zum ,zorne4 ,hast du dies nicht zuweilen an dir wahrgenommen8 ,nun so sei aufrichtig und gestehe dir1 da der ,grund1 warum deine ,zglinge heute nicht so gut sind1 als sie gestern waren1 in dir liege4 ,ich erwarte noch vielerlei ,einwendungen gegen mein ,symbolum1 davon ich einige anfhren und beantworten will4 ,derjenige1 dem diese ,beantwortungen gengen1 wird sich leicht die brigen ,einwendungen selbst widerlegen knnen2 wer sich aber dabei nicht beruhigen kann1 bei dem werde ich auch nichts ausrichten1 wenn ich alle mglichen ,einwendungen anfhren und widerlegen wollte4 ,er ist ein durch die ,eigenliebe geblendeter ,mensch1 der schlechterdings nicht ,unrecht haben will1 der eher alle seine ,zglinge fr ,dummkpfe und ,bsewichte erklrt1 als da er an seine ,brust schlge und sich eingestnde1 da er gefehlt habe2 er ist -- zur ,erziehung unfhig4 ,lasset uns also die ,einwendungen hren6 ,mein ,zgling hat alle die ,fehler1 ber die ich ,klage fhre1 gehabt1 ehe ich ihn bekam1 wie kann ich denn die ,schuld davon mir beimessen8 ,zugestanden1 da dein ,zgling diese ,fehler hatte1 ehe du ihn bekamest4 ,warum hat er sie noch8 ,ist nicht die ,abgewhnung von ,fehlern ein ,hauptstck der ,erziehung8 ,wenn diese nun nicht erfolgt1 ist es denn nicht wenigstens mglich1 da der ,grund davon in dir liege8 ,du bekamst z4 ,e4 deinen ,zgling als ein schwchliches ,kind1 mit dem wenig anzufangen war1 warum ist er denn noch nicht strker8 ,hast du nicht von schwchlichen ,kindern gehrt1 die durch eine vernnftige ,behandlung gestrkt wurden8 ,kennst du die ,mittel1 schwchliche ,kinder zu strken8 ,hast du davon ,gebrauch gemacht8 ,dein ,zgling ist zuvor verzogen worden -- er ist eigensinnig1 widerspenstig1 lgenhaft2 warum ist er dies aber noch1 nachdem er so lange unter deiner ,leitung war8 ,hast du ihn auch die ,folgen seines ,eigensinns fhlen lassen1 um ihn dadurch zum ,nachdenken zu bringen8 ,hast du es ihm gehrig fhlbar gemacht1 da du ein ,mann1 er ein ,kind ist1 da du ihm an ,kraft1 ,erfahrungen und ,einsichten berlegen bist1 und ihn so zur berzeugung zu bringen gesucht1 da er von dir abhnge und deine ,vorschriften befolgen msse8 ,hast du dir auch immer die gehrige ,mhe gegeben1 zu untersuchen1 ob das1 was er dir sagte1 wahr sei1 und ihn durch ,aufdeckung seiner ,lgen zu beschmen8 ,du erzhlst1 wie du deine ,zglinge behandelst1 welche ,ermahnungen du ihnen giebst1 durch welche ,vorstellungen du sie zu leiten suchst1 und klagst1 da du mit alle dem doch nichts ausrichtetest4 ,dies kann wohl sein2 es kann auch sein1 da ich an der ,vorstellung deiner ,behandlungsart gar nichts auszusetzen finde2 sollte ich dich aber handeln sehen1 so wrde ich vielleicht doch bemerken1 da die ,ursache von dem schlechten ,erfolge deiner ,bemhungen in dir liege4 ,es ist nicht genug1 da man etwas ,gutes sagt und vernnftig handelt1 sondern es kommt auch noch darauf an1 wie man spricht1 und wie man handelt4 ,wer ,ohren hat zu hren1 der hre6 ,der ,ton1 in dem man mit jungen ,leuten spricht1 ist von groer ,wichtigkeit4 ,sie sind geneigt1 mehr durch das ,gefhl1 als durch die ,vernunft sich leiten zu lassen4 ,wer also den rechten ,ton treffen kann1 der der jugendlichen ,natur am angemessensten ist1 und auf sie den meisten ,eindruck macht1 der richtet bei ihr mit wenigen ,worten weit mehr aus1 als ein anderer1 der sich nicht in den rechten ,ton stimmen kann1 mit einer langen ,rede4 ,so ist der ,ton1 in welchem manche ,erzieher mit ihren ,zglingen1 zumal wenn diese von vornehmer ,herkunft sind1 sprechen1 zu schchtern1 zu blde1 es fehlt ihnen das ,durchgreifende4 ,so wie nun das ,ro an dem ,beben der ,schenkel seines ,reiters bald die ,furchtsamkeit desselben merkt und ihm den ,gehorsam versagt1 so fhlen junge ,leute an dem schchternen ,tone1 in welchem der ,erzieher mit ihnen spricht1 bald1 da er ihnen nicht gewachsen sei1 und achten nicht viel auf ihn4 ,bei anderen ,erziehern ist der ,ton1 in welchem sie reden1 zu trocken1 zu einfrmig4 ,wenn man sie hret1 so sollte man glauben1 sie lsen ihre ,ermahnungen aus einem ,buche ab4 ,solche ,ermahnungen fruchten auch nichts4 ,man kann von ,kindern nicht erwarten1 da sie auf einen zusammenhngenden ,vortrag viel merken1 den ,sinn desselben fassen und darber nachdenken sollen4 ,der ,ton1 die ,mienen1 der ganze ,anstand des ,redners mu ihnen den ,inhalt der ,rede begreiflich machen1 sonst wirkt sie wenig4 ,ich gehe hin und weine -- sagt ein gewisser ,prediger lchelnd am ,schlusse der ,trauerrede1 die er am ,grabe seines ,amtsbruders hielt4 ,und -- niemand lie eine ,thrne fallen4 ,lag die ,schuld davon vielleicht an der ,hartherzigkeit der ,zuhrer8 ,nicht doch -- sie lag an der lchelnden ,miene1 mit welcher der ,redner sagte3 ,ich gehe hin und weine4 ,htte er mit einer weinerlichen ,miene geschlossen und dazu das ,schnupftuch vor die ,augen gehalten1 so wrde er mehr ausgerichtet haben1 wenn er auch gar nichts dazu gesagt htte4 ,endlich ist der ,ton mancher ,erzieher zu gebieterisch4 ,mit stolzen ,blicken sehen sie auf ihre ,pflegeshne herab1 wie ein adelstolzer ,offizier auf seine ,compagnie1 und jede ,ermahnung1 jede ,erinnerung hat die ,form eines despotischen ,befehls4 ,was wird die ,wirkung davon sein8 ,abneigung und ,widerspenstigkeit4 ,der zur ,freiheit bestimmte ,mensch fhlt eine natrliche ,abneigung gegen jede harte1 willkrliche ,behandlung1 und man kann es ihm nicht zur ,last legen1 wenn er sie gegen seinen despotischen ,erzieher uert4 ,nun sollte ich noch von dem ,korporalstone sprechen1 den manche ,erzieher sich angewhnt haben1 die ihren ,ermahnungen und ,vorschriften durch ,rippenste und ,stockschlge ,nachdruck zu geben suchen4 ,da aber dagegen schon so viel gesagt worden1 und die ,unschicklichkeit desselben allgemein anerkannt ist1 so halte ich es fr berflssig1 davon weiter ,erwhnung zu thun4 ,unterdessen rate ich jedem jungen ,manne1 der die ,jugend nicht anders als mit ,rippensten und ,schlgen zu lenken wei1 da er der ,erziehung gnzlich entsage1 weil er dabei doch nicht froh werden und nichts ,gutes wirken wird4 ,er bemhe sich1 eine ,korporalstelle oder die ,stelle eines ,zuchtmeisters zu erhalten1 da wird er auf seinem ,platze sein4 ,das bisher ,gesagte wird hinreichend beweisen1 da viele ,erzieher sich deswegen die ,ursache von den ,fehlern ihrer ,zglinge beizumessen haben1 weil ihnen die ,geschicklichkeit fehlt1 ihnen dieselben abzugewhnen4 ,oft lehren sie aber auch wirklich dieselben4 ,nun werden die meisten ,leser denken1 dies ist bei mir der ,fall nicht1 ich lehre meinen ,zglingen ihre ,pflichten und suche sie durch meine ,ermahnungen zu guten und thtigen ,menschen zu bilden4 ,ich glaube es gern4 ,ich nehme es als bekannt an1 da unter meinen ,lesern keiner sei1 der seine ,zglinge zur ,trgheit1 ,lgenhaftigkeit1 ,unvertrglichkeit und anderen ,untugenden ermahne4 ,daraus folgt aber noch nicht1 da sie diese ,untugenden nicht lehrten4 ,kann man die ,untugend nicht durch sein ,exempel lehren8 ,wirkt dies nicht strker auf die ,jugend als ,ermahnung8 ,du empfiehlst z4 ,e4 den ,flei1 und bist doch selbst trge1 gehst mit ,verdrossenheit an deine ,geschfte1 klagst ber deine vielen ,arbeiten1 uerst oft den ,wunsch1 von deinen ,geschften befreit zu werden2 du ermahnst sie zur ,wahrheitsliebe und lgst doch selbst2 sagst1 da du einen ,freund besuchen wollest1 und schleichst dich in das ,wirtshaus zum ,spieltische1 setzest deine ,lehrstunden unter dem ,vorgeben aus1 da du krank wrest und bist doch nicht krank2 forderst von deinen ,zglingen ,vertrglichkeit1 und zankst doch immer mit den ,personen1 die mit dir in ,verbindung stehen4 ,du kommst mir vor wie ein ,sprachlehrer1 der die ,theorie der ,sprache recht gut vorzutragen wei1 aber sie selbst fehlerhaft spricht und schreibt4 ,wenn seine ,schler ein ,gleiches thun1 kann man denn nicht von ihm sagen1 da er sie die ,fehler gegen die ,sprachregeln gelehrt habe8 ,kann man ferner nicht auch ,fehler und ,untugenden durch die ,behandlungsart lehren8 ,ich glaube es allerdings4 ,wenn du z4 ,e4 jeden ,mutwillen1 jede ,unbesonnenheit1 jedes ,versehen deines ,zglings strenge ahndest1 was hast du ihn gelehrt8 ,die ,lgenhaftigkeit4 ,seiner jugendlichen ,natur ist es nun einmal notwendig1 bisweilen mutwillig zu sein1 unbesonnen zu handeln1 dies und jenes zu versehen2 wei er nun1 da du dies alles strenge ahndest1 was wird er thun8 ,er wird seine ,fehltritte vor dir zu verbergen suchen1 ableugnen1 ein ,lgner werden4 ,mibrauchst du das ,zutrauen1 das dir dein ,zgling beweist1 plauderst du die ,gestndnisse aus1 die er dir als seinem ,freunde thut1 hltst sie ihm wohl gar ffentlich vor und beschmst ihn deswegen -- was lehrst du ihn8 ,verschlossenheit4 ,kannst du im ,ernste verlangen1 da dieser junge ,mensch dir seine ,geheimnisse anvertrauen soll1 da du sie nicht zu bewahren weit8 da er ,offenherzigkeit gegen dich zeigen soll1 wenn du sie ihm zum ,verbrechen machst8 ,nur der ,einfltige1 der ,schwachkopf wird dies thun2 der ,knabe1 der sich fhlt und die ,unregelmigkeit deines ,benehmens beurteilen kann1 wird dir sein ,zutrauen entziehen und es ,personen schenken1 bei denen seine ,geheimnisse besser aufgehoben sind4 ,wenn du den ,thtigkeitsbetrieb deiner ,zglinge nicht zu befriedigen suchst2 wenn du1 um sie zu beschftigen1 ihnen nichts in die ,hnde giebst als ,bcher und ,federn1 was lehrst du sie8 ,eine ganze ,reihe von ,untugenden1 deren ausfhrliches ,verzeichnis ich hier niederzuschreiben nicht geneigt bin4 ,der ,thtigkeitsbetrieb ist nun einmal da und ist ein wohlthtiges ,geschenk des ,schpfers1 ist die ,stahlfeder1 die er in die junge ,maschine gesetzt hat4 ,bcher und ,federn vermgen ihn nicht zu befriedigen2 denn zum ,gebrauche derselben gehrt ,nachdenken1 welches ein ,geschft der ,vernunft ist1 die bei den ,knaben noch in der ,entwickelung steht2 und wenn auch gleich ,bcher und ,federn in vielen ,fllen ohne ,nachdenken knnen gebraucht werden1 so ist doch der bestndige ,gebrauch derselben zu einfrmig1 als da er ,knaben,a1 die ,abwechselung lieben1 angemessen sein sollte4 ,folglich haben ,knaben1 die man an die ,bcher und den ,schreibtisch fesselt1 ,langeweile4 ,gelingt es nun bei einigen1 da sie sich daran gewhnen1 so ist der ,thtigkeitstrieb erstickt1 sie werden faul und trge2 gelingt dies1 welches bei den meisten der ,fall zu sein pflegt1 nicht1 so bricht der gehemmte ,thtigkeitstrieb durch und verfllt auf ,ausschweifungen1 wovon die heimlichen ,snden gemeiniglich die ersten zu sein pflegen4#g ,wer hat sie diese gelehrt8 ,der ,erzieher4 ,wer von den mannigfaltigen ,methoden1 die ,kinderuntugenden zu lehren1 ein ,mehreres wissen will1 dem empfehle ich das ,krebsbchlein1 oder die ,anweisung zu einer unvernnftigen ,erziehung der ,kinder4 ,der ,erzieher macht sich drittens auch der ,fehler und ,untugenden seiner ,zglinge dadurch schuldig1 da er ihnen dieselben andichtet4 ,wenn man die ,schilderung hrt1 die manche ,erzieher von ihren ,zglingen machen1 so mchte man sich entsetzen und alle ,lust verlieren1 sich dem so wohlthtigen ,geschfte der ,erziehung zu widmen4 ,da ist nicht der geringste ,trieb1 etwas ,ntzliches zu thun1 unausstehliche ,trgheit1 ,unbesonnenheit1 ,unvertrglichkeit1 ,tcke1 ,bosheit1 es ist eine ,schar roher1 ungeschlachter ,buben1 bei denen nichts ausgerichtet werden kann4 ,der gebildete ,erzieher lchelt dabei1 weil er wahrnimmt1 da diese ,untugenden grtenteils in dem ,gehirne des ,erziehers sitzen1 der das fr ,untugenden erklrt1 was doch notwendige ,eigenschaften der ,kindheit sind4 ,was wrde man von einem ,vater halten1 der sein dreiwchiges ,kind unreinlich schelten wollte1 weil es die ,windeln verunreinigt2 oder von einem ,grtner1 der darber im ,frhlinge ,klage fhrte1 da er auf allen seinen ,kirschbumen nicht eine einzige ,frucht1 lauter ,blten fnde8 ,wrden wir sie nicht mitleidig belcheln8 ,viele ,erzieher handeln aber nicht vernnftiger4 ,sie machen es ihren ,zglingen zum ,verbrechen1 wenn sie so handeln1 wie die kindische#h ,natur zu handeln pflegt und handeln mu1 und fordern von ihnen ein ,betragen1 das nur die ,wirkung der gebildeten ,vernunft1 die bei ihnen noch klein ist1 sein kann2 sie suchen ,frchte zur ,zeit der ,baumblte4 ,wir wollen darber ein ,gesprch zwischen ,herrn ,corydon und seinem ,freunde ,mentor hren4 ,nichts ,gesetztes1 sagt er1 ist bei meinen ,zglingen4 ,kann ich sie dahin bringen1 da sie bedchtig gingen8 ,da ist nichts als hpfen1 springen und laufen4 ,m4 ,so8 ,das ist ja recht schn4 ,ich wrde sehr unmutig werden1 wenn meine ,zglinge wie die ,drahtpuppen gingen4 ,der ,knabe mu hpfen1 springen und laufen1 wenn er seine ,krfte fhlt4 ,c4 ,keine ,spur von ,nachdenken4 ,m4 ,und darber wundern ,sie sich8 ,was denkt denn im ,menschen nach8 ,ist's nicht wahr1 die ,vernunft8 ,wo soll denn also bei den ,knaben1 deren ,vernunft sich noch nicht entwickelt hat1 das ,nachdenken herkommen8 ,c4 ,nichts als ,kindereien treiben sie4 ,m4 ,das kommt daher1 weil sie ,kinder sind4 ,c4 ,wenn das ,zeichen zur ,lehrstunde gegeben wird1 da geht es so langsam1 so verdrossen1 da man die ,geduld verlieren mchte2 geht es aber zum ,spielplatze1 da sollte man die ,freudigkeit sehen1 mit welcher sie dahin eilen1 gleichsam1 als wenn der ,mensch zum ,spielen bestimmt wre4 ,m4 ,der ,mensch ist freilich zum ,spielen nicht bestimmt1 wohl aber der werdende ,mensch1 der ,knabe4 ,nach und nach mu man ihm ,geschmack an der ,arbeit beibringen1 darf es ihm aber nicht zur ,last legen1 wenn er daran nicht sogleich ,geschmack finden kann4 ,c4 ,und in den ,lehrstunden sind sie nicht einen ,augenblick ruhig4 ,m4 ,das kommt daher1 weil sie sich in einer ,lage befinden1 die ihnen nicht natrlich ist4 ,das gesunde ,kind ist nur so lange ruhig1 als es schlft1 auerdem ist es in bestndiger ,bewegung4 ,sie haben dabei weiter nichts zu thun1 als darber nachzudenken1 wie ,sie ihr unruhiges ,wesen zur ,erreichung guter ,zwecke benutzen wollen4 ,geben ,sie den kleinen ,hnden etwas zu thun1 und den plauderhaften ,mulern recht viel ,gelegenheit zu sprechen1 so werden ,sie die unruhigen ,geister nicht mehr lstig finden4 ,c4 ,wie viele ,krnkungen verursachen sie mir durch ihre ,tcke und ,bosheit6 ,m4 ,tcke und ,bosheit8 ,diese habe ich noch nicht oft an ,knaben bemerkt4 ,geben ,sie mir doch davon ein ,beispiel4 ,c4 ,ein ,beispiel8 ,ich knnte davon ein ,buch schreiben4 ,stellen ,sie sich um des ,himmels willen vor -- gestern fhrte ich meine ,knaben aus1 die ,glieder zittern mir noch1 wenn ich daran denke4 ,m4 ,nun8 ,was gab es denn8 ,c4 ,da warfen sie sich mit ,schneeballen4 ,m4 ,und das nennen ,sie ,tcke und ,bosheit8 ,c4 ,nicht doch6 ,aber ehe ich mich versah1 warf mir einer einen ,schneeballen auf den ,rcken2 mir1 seinem ,aufseher6 ,m4 ,um ,sie zu krnken8 ,c4 ,warum denn sonst8 ,m4 ,ja6 ,das ist eben der ,punkt1 worin ihr ,herren so oft fehlt4 ,bei jeder uerung des ,mutwillens und der ,unbesonnenheit wittert ihr ,tcke und ,bosheit und versndigt euch dadurch an der ,jugend4 ,tcke und ,bosheit sind der ,jugend nicht natrlich4 ,wenn sie sich zeigen1 so sind sie ihr gewi durch die verkehrte ,art1 mit welcher sie von den ,erwachsenen behandelt wurde1 eingeimpft4 ,c4 ,was sollte aber der ,bube1 der mich warf1 fr eine andere ,absicht gehabt haben1 als mich zu krnken8 ,m4 ,sie zu reizen1 an der ,schneeballerei teilzunehmen4 ,was thaten ,sie denn1 da ,sie den ,schneeball bekommen hatten8 ,c4 ,ich drehte mich um und fragte3 ,wer ist der ,bube1 der mich geworfen hat8 ,m4 ,nu8 ,was bekamen ,sie denn fr eine ,antwort8 ,c4 ,keine4 ,ich drohte1 sie alle von der ,mittagsmahlzeit auszuschlieen1 wenn sie mir den ,buben nicht nennen wrden1 der die ,achtung gegen mich verletzt htte4 ,keiner antwortete4 ,sie aen zu ,mittag lieber alle trocken ,brot1 als da einer so aufrichtig gewesen wre1 mir den ,buben1 der mich beleidigt hatte1 zu entdecken4 ,m4 ,ich sehe darin das ,abscheuliche nicht1 das ,sie darin wahrnehmen4 ,c4 ,wie8 ,ein ,komplott knnen ,sie billigen1 das diese ,bsewichter gegen ihren ,lehrer und ,aufseher machten8 ,m4 ,ich sehe weder ,komplott noch ,bsewichter4 ,einer von der ,gesellschaft hat in einer ,anwandlung von ,mutwillen ,sie geworfen -- das wissen alle4 ,sie aber erklren diesen ,knaben deswegen fr einen ,buben1 der die ,achtung gegen ,sie aus den ,augen gesetzt htte4 ,sie drohen ihm durch ihren ,blick und den rauhen ,ton1 mit welchem ,sie sprechen1 jene harte ,strafe4 ,die ,knaben fhlen alle1 da ,sie hierin unrecht thun1 und verraten deswegen ihren ,kameraden nicht4 ,sie versagen sich lieber eine ,mittagsmahlzeit1 als da sie einen guten1 aber mutwilligen ,knaben einer zu harten ,behandlung preisgeben4 ,gesetzt auch1 da diese ,knaben darin unrecht thaten1 da sie den ,mutwilligen nicht entdeckten1 haben ,sie durch ,ihre ,hrte ihnen nicht selbst dazu ,veranlassung gegeben8 ,wissen ,sie1 was ich gethan htte1 wenn ich an ,ihrer ,stelle gewesen wre8 ,ich htte mich umgedreht und lchelnd gefragt3 ,ich glaube1 ihr wollt es gar mit mir aufnehmen8 ,wer ist der kleine ,held1 der es wagt1 sich mit mir zu messen8 ,da wrde denn der ,knabe von selbst herausgetreten sein und gesagt haben3 ,ich6 ,ich htte darauf den ,kampf mit ihm begonnen1 und1 wenn ein paar ,schneeblle wren gewechselt worden1 htte ich etwas ernsthaft gesagt3 nun1 ,freund6 ist es gut1 nun haben wir uns miteinander gemessen4 ,so wrde er den ,schneeball1 den er schon gegen ,sie aufgehoben hatte1 haben fallen lassen1 und das ganze ,schauspiel wrde sich zur allgemeinen ,zufriedenheit geendigt haben4 ,hier mag ,herr ,corydon abbrechen4 ,wollte ich ihn ausreden lassen1 so wrden seine ,klagen den ganzen ,raum ausfllen1 den ich dem ,ameisenbchlein bestimmt habe4 ,denn wer die ,eigenheiten der kindlichen ,natur in die ,klasse der ,untugenden setzt1 wie viel wird dieser nicht zu klagen haben6 ,oft werden die ,erzieher auch dadurch die ,schpfer der ,untugenden ihrer ,zglinge1 da sie eine willkrliche ,regel annehmen1 nach welcher sich die jungen ,leute richten sollen1 und jede ,abweichung von derselben ihnen als ,untugend anrechnen4 ,wenn die ,regel nun albern und widernatrlich ist1 und die jungen ,leute dies fhlen1 so werden sie auch keine ,neigung haben1 sie zu befolgen1 jeden ,augenblick davon abweichen1 und so als bertreter in des ,erziehers ,augen erscheinen4 ,dies begegnet besonders den stolzen ,erziehern1 die sich fr unfehlbar halten1 ihre ,zglinge als ,sklaven betrachten1 die ihnen blinden ,gehorsam schuldig wren1 bei allen ihren ,handlungen auf sie ,rcksicht nehmen und bei jeder ,gelegenheit die strengste ,unterwrfigkeit gegen sie beweisen mten4 ,ein solcher ,erzieher duldet keine ,einwendung1 keinen ,widerspruch1 dies wre ,beleidigung1 ,mangel an ,hochachtung4 ,wenn er sich zeigt1 soll alles ,spiel ruhen1 tiefes ,stillschweigen erfolgen1 alles in einer ehrfurchtsvollen ,stellung vor ihm stehen4 ,der freimtige1 unbefangene ,knabe1 der keine ,verstellung gelernt hat und geneigt ist1 sich an jeden1 den er fr gut hlt1 anzuschmiegen1 wird diese ,forderung unertrglich finden4 ,furcht vor ,mihandlungen wird ihn vielleicht bewegen1 sich einige ,augenblicke nach den unbilligen ,forderungen seines ,zuchtmeisters zu richten2 bald wird er sich aber vergessen1 sich in seiner natrlichen ,gestalt zeigen1 und deswegen als ein nichtswrdiger ,bube behandelt werden4 ,jetzt kommt ,herr ,crispin mit steifem ,nacken und abgemessenen ,schritten einhergegangen1 um seine ,lehrstunde zu geben4 ,seine ,schler sind vor dem ,hause eben mit ,ballspiel beschftigt4 ,einige erschrecken bei seinem ,anblicke und verbeugen sich vor ihm mit heuchlerischer ,miene1 andere setzen ihr ,spiel fort4 ,was fr eine schndliche ,auffhrung1 schreit er ihnen zu1 ist dies6 ,habe ich ,gassenbuben zu ,schlern8 ,unwillig folgen sie ihm in das ,lehrzimmer4 ,setzet euch1 gebietet er1 und da keiner sich unterstehe1 das geringste ,gerusch zu machen4 ,schreibt1 was ich euch diktiere3 ,il vit la carosse 7 ,er sah den ,wagen74 ,herr ,crispin6 sagte der kleine muntere ,klaus1 ich dchte1 es msse heien le carosse4 ,schweig6 antwortete er1 und wenn es gleich heien sollte le carosse1 so mut du doch schreiben la carosse1 weil ich1 dein ,lehrer1 es gesagt habe4 ,einem unbrtigen ,knaben kommt es nicht zu1 seinem ,lehrer zu widersprechen4 ,nun fngt er an1 das ,diktierte zu erklren1 und bemerkt1 da ein paar ,knaben sich ein ,stckchen ,papier zeigen1 die ,kpfe zusammenstecken und lachen4 ,er fhrt zu1 nimmt das ,papier weg1 und erblickt darauf eine kleine ,handzeichnung1 die der junge ,klaus soeben verfertigt und darunter geschrieben hat3 ,das ist ,herr ,crispin4 ,nun ist die ,lehrstunde beendigt1 weil ,herr ,crispin in so heftigen ,zorn geraten ist1 da er sie nicht fortsetzen kann4 ,er wirft den schndlichen1 verworfenen ,buben zur ,thr hinaus und befiehlt1 da er ihm nicht wieder vor die ,augen kommen soll4 ,der brige ,teil der zum ,unterricht bestimmten ,stunde wird mit ,schimpfreden und ,drohungen zugebracht1 die ich niederzuschreiben mich schme4 ,nach ,crispins ,schilderung ist seine ,klasse ein ,haufen schndlicher1 verworfener ,gassenbuben4 ,und was ist es1 wogegen er sich so sehr ereifert8 ,eine ,geburt seines eigenen ,gehirns -- schndliche ,beleidigung des ,lehrers -- wovon ein anderer gebildeter ,mann gar nichts wrde geahnt haben4 ,wenn die ,knaben durch seine ,gegenwart sich im ,spielen nicht stren lieen1 so kam es von dem ,bewutsein her1 da sie nichts ,unrechtes thten2 wenn ,klaus ,herrn ,crispin auf einen ,sprachfehler aufmerksam machte1 so war dies eine ,wirkung seiner liebenswrdigen ,freimtigkeit1 wofr ihm ein anderer die ,hand wrde gedrckt haben4 ,da bei der ,verfertigung seiner ,handzeichnung nicht etwas ,tcke im ,hintergrunde gelegen habe1 getraue ich mir nicht zu behaupten4 ,gesetzt aber1 dies wre der ,fall2 wer hat sie rege gemacht8 ,kein anderer ,mensch1 als ,herr ,crispin1 durch das offenbare ,unrecht1 das er dem kleinen ,zeichner that4 ,endlich vergrern ,erzieher bei ihren ,zglingen oft die ,zahl der ,untugenden1 indem sie die ,eigenheiten derselben dazu rechnen4 ,wenn man in einer ,erziehungsanstalt die ,stiefeln smtlicher ,zglinge nach einem ,leisten wollte machen lassen1 so wrde es sich finden1 da sie nur fr die wenigsten paten und den brigen entweder zu gro oder zu klein wren4 ,und was wre nun in diesem ,falle wohl zu thun8 ,die ,fe1 fr welche die ,stiefeln nicht passen1 fr fehlerhaft erklren8 an den ,fen einiger ,zglinge etwas abschneiden1 an anderen etwas hinzusetzen8 ,ihr lacht8 ,ihr wollt wissen1 was ich mit dieser sonderbaren ,frage wolle8 ,ich will es gleich sagen4 ,sowie jeder ,knabe seine eigene ,form des ,fues hat1 so hat auch jeder seinen eigenen ,charakter#i und seine eigenen ,talente4 ,wollt ihr nun die ,knaben mit ihren verschiedenen ,charaktern und ,talenten auf einen ,fu1 oder1 wie man auch zu sagen pflegt1 ber einen ,leisten behandeln1 so wird diese ,behandlungsart immer den wenigsten angemessen sein2 wollt ihr nun dieses den ,knaben als ,untugend anrechnen und sie eurer ,behandlungsart anzupassen suchen1 so handelt ihr mit ebenso weniger berlegung1 als derjenige1 der die ,fe nach den ihnen bestimmten ,stiefeln formen wollte4 ,ihr gebt euren ,zglingen wegen begangener ,fehltritte ffentliche ,verweise4 ,dies mag fr gewisse ,fhllose1 bei welchen vorhergegangene ,ermahnungen fruchtlos waren1 von guter ,wirkung sein2 wenn ihr dies aber bei allen thun wollt1 so wird der ehrgeizige ,ferdinand sich fr beleidigt halten und geneigt sein1 die grten ,unbesonnenheiten zu begehen2 der weichmtige ,wilhelm hingegen wird bittere ,thrnen weinen und mutlos werden4 ,ihr lehrt den ,fritz und ,karl4 ,jener fat sogleich alles1 was ihr ihm sagt1 und die ,arbeit1 die ihr ihm gebt1 ist in einer ,viertelstunde vollendet4 ,so ist es nicht mit ,karl4 ,dieser gute1 ehrliche ,knabe hat einen sehr langsamen ,kopf1 fat sehr schwer den ,vortrag1 bringt an der ihm aufgegebenen ,arbeit eine ,stunde zu1 und am ,ende ist sie doch nicht so gut1 wie die1 die ,fritz lieferte4 ,darber gebt ihr ihm ,verweise1 die er nicht verdient hat4 ,ihr unterrichtet den ,heinrich und ,ludwig im ,lateinischen und in der ,mathematik4 ,heinrich kann schlechterdings die lateinischen ,sprachregeln nicht fassen1 in der mathematischen ,lehrstunde hingegen ist er der beste ,schler2 und ,ludwig bringt euch lateinische ,aufstze1 an denen ihr nur wenig zu verbessern findet2 aber die ,mathematik -- fr diese hat er keinen ,sinn4 ,gleichwohl verlangt ihr von beiden1 da sie im ,lateinischen und in der ,mathematik gleiche ,fortschritte machen sollen2 verweist dem ,heinrich seine ,faulheit in der lateinischen und dem ,ludwig seine ,verdrossenheit in der mathematischen ,lehrstunde und -- thut beiden unrecht4 ,ihre ,faulheit und ,trgheit sitzt in euerm ,gehirne4,b ,dies wre also mein ,symbolum1 das jeder verstehen1 annehmen und befolgen mu1 wenn mein ,ameisenbuch ihm ntzen soll4 ,sowie aber alle ,symbole sind gemibraucht worden1 so wird es wahrscheinlich auch mit diesem gehen4 ,wenn nun mancher ,erzieher mit seinen ,bemhungen bei seinen ,zglingen wenig oder nichts ausrichtet1 wenn sie wenig lernen1 ihre ,untugenden beibehalten und unter seiner ,leitung mehrere annehmen1 so werden die ,eltern ihm die ,schuld davon geradezu beimessen und sich auf mein ,ameisenbchlein berufen4 ,hierin thun sie unrecht4 ,habe ich denn gesagt1 da man den ,grund von allen ,untugenden und ,fehlern der ,zglinge dem ,erzieher beimessen msse8 ,nichts weniger als dieses4 ,nur von dem ,erzieher fordere ich1 da er selber den ,grund davon in sich suchen solle1 damit1 wenn er wirklich in ihm lge1 er ihn wegrumen knne4 ,daraus folgt aber noch nicht1 da andere ihm die ,schuld davon beilegen sollen4 ,ihr1 liebe ,eltern1 seid auch die ,erzieher eurer ,kinder4 ,habt ihr gleich die ,erziehung derselben zum ,teil einem andern bertragen1 so nehmet ihr doch noch immer auf eine nhere oder entferntere ,art daran ,anteil4 ,fr euch ist also mein ,symbolum auch niedergeschrieben4 ,ueberdenkt1 beherzigt es und macht die ,anwendung davon auf euch selbst4 ,statt die ,untugenden eurer ,kinder dem ,erzieher zur ,last zu legen1 suchet den ,grund davon in euch4 ,der ,erzieher sucht ihn in sich1 ihr sucht ihn in euch1 und jeder ,teil bessert da1 wo er findet1 da er gefehlet habe4 ,so wird alles recht gut gehen4 ,ein jeder lern' seine ,lektion6 ,so wird es wohl im ,hause stohn4 ,wer mein ,symbolum nicht annimmt1 sich fr unfehlbar hlt1 und die ganze ,schuld von den ,untugenden seiner ,zglinge und dem ,milingen ihrer ,bearbeitung in ihnen oder in der uerlichen ,lage sucht -- wie will der erziehen knnen6 ,mit ,unwillen wird er seine ,zglinge ansehen1 ihr ,anblick wird ihm unangenehme ,empfindungen verursachen1 jede ihrer ,unbesonnenheiten ihn beleidigen1 oft wird er in ihren unschuldigsten ,aeuerungen ,tcke und ,bosheit wittern1 von lauter verworfenen ,menschen1 bei denen man nichts wirken kann1 sich umgeben glauben4 ,wie lstig wird ihm die ,erziehung werden1 wie herbe sein ,ton1 wie verkehrt sein ,benehmen gegen seine jungen ,freunde sein und wie fruchtlos alle seine ,bemhungen6 ,sehnlich wird er dem ,zeitpunkte entgegensehen1 da ihm das ,erziehungsgeschft abgenommen wird1 und er seine bisherige ,lage mit einer andern vertauschen kann4 ,er wird kommen1 der sehnlich herbeigewnschte ,zeitpunkt2 du wirst dich dann leichter fhlen1 und dir wird es scheinen1 als wenn du neugeboren wrest4 ,bald aber wirst du in deiner neuen ,lage neue ,unannehmlichkeiten finden2 deine ,umgebungen werden deinen ,erwartungen nicht entsprechen1 und weil du nun einmal dich gewhnt hast1 die ,ursachen des ,mivergngens immer auer dir zu suchen1 so wirst du die ,schuld davon deinen ,umgebungen beimessen1 und die alten ,klagen werden von neuem beginnen4 ,der ,anfang der ,weisheit ist die ,selbsterkenntnis2#aj wo diese fehlt1 wird man die ,weisheit in keiner ,lage finden1 und den ,gleichmut und die ,zufriedenheit1 die aus derselben entspringen1 allenthalben vermissen4 ,freund6 der du dich der ,erziehung widmest1 sei also stark und entschliee dich1 wenn du an deinen ,pflegeshnen ,fehler und ,untugenden bemerkst1 wenn die ,bearbeitung derselben dir nicht gelingen will1 den ,grund davon immer in dir zu suchen4 ,du wirst gewi vieles finden1 das du nicht geahnt hast1 und wenn du es findest1 freue dich und la es dir ein ,ernst sein1 es wegzuschaffen4 ,es wird dir gewi gelingen1 und dann -- dann -- welche angenehme ,vernderung wirst du in und auer dir verspren6 ,die dir anvertraute ,jugend wird dir in einem andern ,lichte erscheinen1 ihre ,munterkeit wird dich aufheitern1 ihre ,thorheiten und ,unbesonnenheiten werden dich nicht mehr beleidigen1 du wirst sie mit mehr ,nachsicht und ,schonung behandeln2 das ,herbe und ,bittere in deinem ,tone1 das ,finstere in deinem ,gesichte wird sich verlieren1 die ,aufwallungen des ,zorns1 zu denen du geneigt bist1 werden sich nach und nach mindern1 der ,bequemlichkeit1 die du dir angewhnt hattest1 wirst du entsagen1 so manchen andern ,felder1 der auf deine jungen ,freunde ble ,eindrcke machte1 wirst du ablegen1 du wirst deinem ,vortrage immer mehr ,lebhaftigkeit und ,annehmlichkeit verschaffen4 ,hast du einige ,zeit so an dir gebessert -- was wird der ,erfolg sein8 ,du wirst dich zu einem guten ,erzieher gebildet haben4 ,deine ,pflegeshne werden dich mit ihrer ,liebe und ihrem ,zutrauen belohnen2 deine ,winke werden sie befolgen1 deine ,bemhungen werden gelingen1 ihre ,fehler und ,untugenden werden nach und nach weichen4 ,will es dir in manchen ,fllen doch nicht gelingen1 kannst du gewisse ,fehler und ,untugenden doch nicht wegschaffen -- gut6 so hast du doch die ,beruhigung1 mit ,ueberzeugung zu dir sagen zu knnen3 ich habe das ,meinige redlich gethan1 die ,schuld von dem ,milingen meiner ,bemhungen kann ich mir nicht beimessen4 ,was ist ,erziehung8 ,seitdem es ,menschen giebt1 sind dieselben auch erzogen worden4 ,gleichwohl hat man noch keinen bestimmten1 allgemein angenommenen ,begriff von der ,erziehung4 ,fast jeder1 der ber dieses ,geschft schreibt1 giebt davon seine eigene ,vorstellung4 ,da knnte ich nun alle die ,begriffe1 die seit ,aristoteles#aa bis auf ,pestalozzi von der ,erziehung sind gegeben worden1 anfhren1 erklren1 mit einander vergleichen und den richtigen heraussuchen4 ,ich habe aber meine ,ursachen1 warum ich es nicht thue4 ,erstlich1 weil mir viele davon unbekannt sind1 zweitens1 weil ich es fr zweckwidrig halte4 ,wozu wrde es ntzen1 wenn ich die ,leser mit den verschiedenen ,vorstellungen1 die man sich in verschiedenen ,zeitaltern von der ,erziehung machte1 aufhielte8 ,am ,ende komme ich doch mit meinem eigenen ,begriffe hervorgetreten und suche ihnen denselben zu empfehlen4 ,da ist es ja krzer1 wenn ich sie sogleich1 ohne alle ,umschweife1 damit bekannt mache4 ,nach meiner ,meinung ist ,erziehung3 ,entwickelung und bung der jugendlichen ,krfte4#ab ,erzieht man das ,kind zum ,menschen1 so werden alle seine ,krfte entwickelt und gebt2 erzieht man es aber fr ein gewisses ,geschft1 so hlt man es fr ntig1 da man nur diejenigen1 die zur ,verrichtung desselben erforderlich sind1 in ,thtigkeit setze1 und andere1 die der ,wirksamkeit derselben nachteilig sein knnen1 schlummern lasse oder gar lhme1 so wie man den ,stier entmannt1 der zum ,zuge bestimmt ist4 ,hier rede ich nur von der ersten ,art der ,erziehung4 ,um die ,gehkraft der ,kinder zu entwickeln und zu ben1 steckte man sie ehedem in ,laufbnke1 oder legte ihnen ,laufzume#ac an1 und sie wurden oft krummschenklig und hochschultrig1 und wenn man ihnen den freien ,gebrauch ihrer ,glieder zulie1 hatten sie dieselben nicht in ihrer ,gewalt1 strauchelten oft1 zerschlugen sich die ,kpfe1 oder bekamen andere ,beschdigungen4 ,jetzt sind ,laufbnke und ,laufzume aus allen ,kinderstuben verbannt1 wohin das ,licht der bessern ,erziehung gedrungen ist4 ,man sieht da die ,kinder1 wie junge ,tiere1 herumkriechen2 fhlen sie mehr ,kraft in ihren ,schenkeln1 so richten sie sich empor und treten an ,sthle4 ,man setzt nun mehrere ,sthle in kleiner ,entfernung von einander hin1 legt ,bilder und ,spielwerk drauf1 um sie zu reizen1 von einem ,stuhle zum andern zu wandeln4 ,nach einigen ,tagen lassen sie die ,sthle stehen1 und wandeln1 ohne sich an etwas zu halten1 durch das ,zimmer4 ,verlieren sie das ,gleichgewicht1 so setzen sie sich gewhnlich auf den ,hintern4 ,bei dieser bung bleiben die ,glieder gesund und unverletzt4 ,wie lange whrt es1 so sieht man die nmlichen ,kinder1 die erst krochen1 laufen und springen4 ,diese ,behandlungsart enthllt uns das ganze ,geheimnis einer vernnftigen1 der menschlichen ,natur angemessenen ,erziehung4 ,so wie man bei dieser ,anleitung zum ,gehen die ,gehkraft nicht eher zu ben sucht1 bis die ,kriechkraft hinlnglich gebt ist1 und jene hinlnglich sich uert1 so darf man auch nicht andere ,krfte zu entwickeln suchen1 bis sie wirklich da sind1 und diejenigen1 aus welchen sie hervorgehen pflegen1 hinlngliche bung bekommen haben4 ,ferner1 so wie die ,laufbnke und ,laufzume entfernt sind1 und die ,kinder gereizt werden1 aus eigenem ,entschlusse fortschreiten1 und so ihre ,gehkraft zu ben1 so mu auch der ,erzieher bei bung der brigen ,krfte alles ,laufzaumhnliche zu entfernen suchen2 er darf nicht sowohl die jugendlichen ,krfte ben1 als vielmehr den ,kindern ,gelegenheit und ,reiz verschaffen1 diese bungen selbst vorzunehmen4 ,das ,kind empfngt ohne ,zweifel alle seine ,krfte durch die ,erzeugung und bringt sie mit1 wenn es sich seinem pflanzenhnlichen ,zustande entwindet und in das ,tierreich bergeht4 ,die meisten aber schlummern noch1 wie der ,keim im ,weizenkorne1 wenn es in die ,erde geworfen wird2 sie sind nur noch ,vermgen und entwickeln sich1 mit dem ,fortgange der ,zeit1 in folgender ,ordnung4 ,zuerst die meisten ,krfte des ,leibes4 ,das neugeborene ,kind atmet1 schreit1 schluckt1 verdauet u4 s4 w4 ,die uerlichen ,dinge machen auf dasselbe ,eindrcke1 aber das ,vermgen1 sie zu empfinden oder sich davon ,vorstellungen zu machen1 uert sich in seinen ersten ,lebenstagen noch nicht4 ,nach und nach fngt es an1 die uerlichen ,dinge sich vorzustellen1 diese ,vorstellungen aufzubewahren1 sie von ,zeit zu ,zeit wieder hervorzubringen3 die ,krfte der ,sinnlichkeit1#ad des ,gedchtnisses1 der ,einbildungskraft entwickeln sich4 ,in der ,folge uert sich der ,verstand durch ,urteile1 die er ber ,gegenstnde fllet1 die in die ,sinne fallen4 ,zugleich fangen die in den ,hnden befindlichen ,krfte an1 ein ,streben nach ,thtigkeit zu uern4 ,das ,kind greift nach allem1 betastet alles1 wirft es von einem ,orte zum andern4 ,giebt man ihm in der ,folge ein hlzernes ,pferd1 so bauet es von ,bchern oder ,sthlen einen ,stall1 legt ihm ,futter vor1 zieht es heraus1 bindet es an einen ,stuhl oder sonst etwas1 das des ,pferdes ,wagen sein und von ihm fortgezogen werden soll u4 dgl4 ,erst bei dem ,austritte aus dem ,stande der ,kindheit fngt die ,vernunft an durch ,vorstellung von bersinnlichen ,gegenstnden sich thtig zu beweisen4 ,hierdurch hat uns die ,natur die ,ordnung vorgezeichnet1 in welcher wir ihr bei ,entwickelung der jugendlichen ,krfte behilflich sein mssen4 ,was mu ein ,erzieher lernen8 ,es ist ein ,lieblingssatz der neueren ,erzieher1 da die ,erziehung des ,kindes mit seiner ,geburt anfangen msse1 und ich stimme demselben von ganzem ,herzen bei4 ,schriebe ich nun jetzt ber die ,erziehung der ,kinder1 so mte ich zeigen1 wie ,eltern1 ,kinderwrterinnen und alle ,personen1 in deren ,hnden sich das ,kind in seinen ersten ,lebensjahren befindet1 sich gegen dasselbe in diesem ,zeitraume verhalten mten4 ,da ich aber bei ,ausfertigung dieser ,schrift die ,erziehung der ,erzieher zum ,gegenstande habe1 wodurch man nach dem ,sprachgebrauche ,personen versteht1 die von den ,eltern verschieden sind1 und die gewhnlich das ,kind dann erst unter ihre ,aufsicht bekommen1 wenn es schon gehen1 sprechen1 sich ,vorstellungen von ,gegenstnden der ,sinnenwelt machen und darber urteilen kann1 so wrde es mich zu weit von meinem ,zwecke abfhren1 wenn ich mich auf die ,behandlungsart der ,kinder in ihren ersten ,lebenstagen einlassen wollte4 ,wer hierber belehrt sein will1 dem empfehle ich das ,buch1 welches ich unter dem ,titel3 ,konrad ,kiefer1 oder ber eine vernnftige ,erziehung der ,kinder1 herausgegeben habe1 wo er verschiedene gute ,winke und ,belehrungen erhalten wird4 ,jetzt untersuche ich also nur1 was die ,person fr die ,erziehung des ,kindes zu thun habe1 welche es aus dem ,schoe der ,familie zur ferneren ,ausbildung erhlt4 ,das ,lebensjahr1 in welchem dieses geschieht1 ist bekanntlich nicht allgemein bestimmt4 ,mancher ,erzieher erhlt seine ,zglinge im fnften oder sechsten ,jahre1 die meisten erhalten sie spter4 ,hier nehme ich an1 der ,erzieher trete sein ,amt bei fnfjhrigen ,zglingen an4 ,da fragt es sich nun1 was hat er von diesem ,zeitpunkte an bei ihnen zu thun8 und was mu er in dieser ,rcksicht lernen8 ,die ,krfte des ,leibes1 und unter diesen vorzglich diejenigen1 deren ,thtigkeit zur ,erhaltung und ,nahrung desselben am ntigsten sind1 entwickeln sich bei den ,kindern zuerst4 ,folglich mu der ,erzieher auch verstehen1 wie er die ,wirksamkeit derselben oder die ,gesundheit des ,leibes erhalten soll4 ,bei ungesunden ,knaben milingt alle ,erziehung4#ae ,ihr bestndiges belbefinden macht sie eigensinnig1 verdrossen1 schwcht den ,thtigkeitstrieb und macht sie abgeneigt1 durch ,aufmerksamkeit auf die sie umgebenden ,dinge sich ,vorstellungen zu verschaffen4 ,jeder rauhe ,wind1 jeder ,regenschauer schreckt sie aus der ,natur zurck und verhindert sie1 in ihrem ,schoe ,kenntnisse einzusammeln4 ,die ,erziehung ungesunder ,kinder ist also ein hchst mhsames und fast undankbares ,geschft1 und wer erziehen will1 mu wissen1 wie man seine ,zglinge gesund erhalte4 ,dazu1 wird man einwenden1 sind ja die rzte da4 ,freilich sind sie da4 ,sind sie aber auch immer da1 wo der ,erzieher mit seinen ,zglingen sich befindet8 ,sind sie auf dem ,landgute des ,edelmannes8 sind sie auf den ,landhusern1 wo die begterten ,stadtbewohner oft ihre ,kinder erziehen lassen8 sind sie auf ,reisen zugegen8 ,und wenn sie zugegen sind1 kann man denn ihnen seine ,zglinge immer ohne ,bedenken anvertrauen8 ,ach1 es ist ein hchst schdliches ,vorurteil1 da das ,doktordiplom eine vorzgliche ,geschicklichkeit zur ,erhaltung der menschlichen ,gesundheit erteile4 ,ein ,arzt1 der zu einem kranken ,knaben gerufen wird1 dessen ,natur er nicht kennt1 dessen ,lebensart er nicht beobachtet hat1 der vielleicht den ,kopf voll von einer gewissen ,krankheit hat1 die er allenthalben sucht und allenthalben zu finden glaubt1 kann leichter in der ,beurteilung seines belbefindens1 des ,ursprungs desselben und in der ,wahl der ,heilmittel irren1 als ein aufmerksamer ,erzieher1 der seinen ,zgling immer um sich hat und seine ,natur und ,lebensart kennt4 ,und sind denn alle rzte redlich8 ,sind nicht manche unter ihnen1 die ihre ,patienten so behandeln1 wie ein gewinnschtiger ,uhrmacher die ,taschenuhren1 die ihm zur ,ausbesserung bergeben werden1 der sie nie vollkommen herstellt1 damit immer daran etwas zu bessern bleibe1 immer etwas fr ihn zu gewinnen ist8#af ,der ,erzieher mu also verstehen1 wie er seine ,zglinge gesund erhalte1 wie er es verhte1 da sie krank werden1 und wie ihnen zu helfen sei1 wenn da und dort in der ,maschine eine ,stockung entsteht2 und nur bei auerordentlichen ,fllen wo seine ,einsichten ihn verlassen1 mu er zum ,arzte seine ,zuflucht nehmen4,c ,alles auseinanderzusetzen1 was man thun mu1 um seine ,pflegeshne gesund zu erhalten1 ist hier der ,ort nicht4 ,nur dies bemerke ich1 da man sie zur ,abhrtung gewhnen1 tglich1 ohne sich an die ,witterung zu kehren1 sie im ,freien bewegen1 einfache ,kost ihnen zu genieen geben1 und des kalten ,bades nebst den damit verknpften ,schwimmbungen sich bedienen mu4,d ,dies sei ein ,wink fr euch jungen ,mnner1 die ihr euch der ,erziehung widmen wollt4 ,wenn eure ,zglinge durch ,abhrtung ihre ,gesundheit erhalten sollen1 so mt ihr euch selbst abhrten4 ,denn glaubt ihr wohl1 da sie im ,schneegestber sich wohl befinden werden1 wenn ihr ber die unangenehmen ,empfindungen klagt1 die es euch verursacht8 da sie gern mit leichter ,kleidung und unbedeckten ,kpfen ausgehen werden1 wenn ihr euch in ,pelzwerk hllt8 ,oder glaubt ihr wohl1 da verzrtelte ,jnglinge sich gern der rauhen ,luft aussetzen werden8 ,ach1 ich besorge1 sie werden1 so oft die ,luft rauh ist1 allerlei ,entschuldigungen hervorsuchen1 um das ,ausgehen abzulehnen und in der warmen ,stube bleiben zu knnen1 und so1 statt ihre ,zglinge abzuhrten1 dieselben verzrteln4 ,also1 liebe ,freunde6 ,wenn ihr nicht nur ,erzieher heien1 sondern es wirklich sein wollt1 so hrtet euren ,leib ab6 ,werft die ,federbetten weg und gewhnet euch1 auf ,stroh unter einer leichten ,bedeckung zu schlafen2 bedeckt den ,kopf leicht oder gar nicht4 ,da der ,kopf immer bedeckt sein msse1 ist ,vorurteil4 ,eure ,kleidung sei leicht1 ,pelzwerk darf nie an euren ,leib kommen4 ,so lange man durch ,gehen und ,laufen sich in ,bewegung hlt1 kann man viel aushalten2 nur dann wird eine ,ausnahme stattfinden mssen1 wenn man in ruhiger ,lage1 im ,wagen oder auf dem ,schlitten sich befindet4 ,gehet tglich in die freie ,luft1 ohne erst durch die ,fensterscheiben nachzusehen1 was es fr ,wetter sei4 ,macht bisweilen starke ,reisen zu ,fue1 damit euer ,leib sich gewhne1 das damit verknpfte ,ungemach auszuhalten4 ,da die ,bewegungen auf dem ,schnee und ,eise ein vorzgliches ,strkungsmittel sind1 so lernt auf kleinen ,schlitten fahren und mit ,schlittschuhen auf der ,eisflche laufen4 ,dann habt ihr nicht ntig1 durch weitlufige ,vorstellungen euren ,zglingen die ,nutzbarkeit dieser ,bewegungen begreiflich zu machen4 ,ihr setzt euch auf euern ,schlitten und gleitet den ,berg herab1 ihr schnallet eure ,schlittschuhe an und fahret ber die ,eisflche hin1 und eure ,zglinge bitten euch von selbst1 da ihr ihnen ,schlitten und ,schlittschuhe sollt machen lassen4 ,wenn der ,genu einfacher ,kost ein ,erhaltungsmittel der jugendlichen ,gesundheit ist1 so begreift ihr von selbst1 da ihr euch auch dazu gewhnen mt4 ,die warmen auslndischen ,getrnke1 die bei der gewhnlichen ,erziehung uns zu einem notwendigen ,bedrfnisse gemacht werden1 die ,leckereien1 die auf den ,tafeln der ,begterten einen ,teil der ,mahlzeit ausmachen1 mt ihr entbehren lernen4 ,dann habt ihr nicht ntig1 euern ,zglingen die ,vortrefflichkeit einer einfachen ,kost vorzupredigen4 ,wenn ihr selbst euern ,genu auf ,milch und ,obst1 ,butter1 ,gemse1 ,fleisch und andere ,nahrungsmittel1 welche die naheliegende ,natur darbietet1 einschrnkt1 so werden sie sich von selbst daran gewhnen1 und die ,lsternheit nach geknstelten ,nahrungsmitteln wird bei ihnen schwach1 und leicht zu besiegen sein4 ,wird dies wohl ebenso leicht sein1 wenn ihr euch ,gensse erlaubt1 vor denen ihr sie warnet8 ,wollet ihr die ,zglinge zum kalten ,bade fhren1 ohne selbst daran teilzunehmen1 so knnt ihr leicht voraussehen1 was fr ,unannehmlichkeiten daraus entspringen werden4 ,mehrere von ihnen werden mit ,unwillen ins ,wasser gehen1 unter allerlei ,entschuldigungen sich dieser bung zu entziehen suchen1 und1 was tausend jungen ,leuten ,wollust ist1 das wird ihnen ,frondienst sein4 ,ihr selbst werdet ngstlich am ,ufer umherlaufen1 wie eine ,truthenne1 wenn ihre ,entenbrut auf dem ,teiche schwimmt1 und ihnen bei den ,gefahren1 in die sie kommen1 nicht raten und nicht helfen knnen4 ,das krzeste ,mittel1 diesen ,unannehmlichkeiten vorzubeugen1 ist -- lernt selbst ,schwimmen4 ,dann wird das ,tauchen1 ,platschern und ,schwimmen im kalten ,wasser euch ,freude machen1 ihr werdet euch mit ,vergngen in dasselbe strzen1 eure ,kleinen werden euch nachfolgen1 ihr werdet imstande sein1 ihnen alle die ,vorteile bekannt zu machen1 durch welche man sich ber dem ,wasser erhalten und auf seiner ,flche sich frei bewegen kann1 und sie retten knnen1 wenn sie in ,gefahr kommen sollten4,e ,bei einer solchen ,behandlungsart werden die ,krfte1 die der ,schpfer euern ,kleinen zur ,erhaltung des ,leibes einpflanzte1 ihre ,verrichtungen selbst thun und nicht oft und nicht lange in denselben gestrt werden4 ,bisweilen wird dies aber doch geschehen4 ,dann bedarf es oft nur eines kleinen ,reizes1 um die abgespannten ,krfte wieder in ,thtigkeit zu setzen4 ,diesen ,reiz ihnen zu geben1 mt ihr verstehen4 ,auer diesen nhrenden und erhaltenden ,krften mu nun auch der ,sinnlichkeit1 dem ,gedchtnisse1 der ,einbildungskraft und dem ,verstande bung verschafft werden4 ,woran sollen diese bungen geschehen8 ,an ,gegenstnden1 die in die ,sinne fallen4 ,diese mssen in groer ,mannigfaltigkeit herbeigeschafft und den ,kindern zur ,betrachtung vorgestellt werden4 ,wo diese bei sechs- bis achtjhrigen ,kindern fehlen1 da ist keine ,erziehung1 weil nichts da ist1 woran sie ihre regenden ,krfte ben knnen4 ,und welches sollen diese sinnlichen ,gegenstnde sein8 ,dies mssen uns die ,kinder selbst lehren4 ,wir mssen ihnen ablernen1 welche ,gegenstnde am meisten geeignet sind1 ihre ,aufmerksamkeit auf sich zu ziehen4 ,wenn man ihnen dann dieselben vorzeigt1 so hat man nicht ntig1 sie immer zu ermahnen3 gebt ,achtung1 liebe ,kinder6 ,sie fhlen in sich selbst ,drang zum ,beobachten4 ,sie thun das1 worauf ihr ,erzieher hinarbeiten mu -- sie erziehen sich selbst4 ,da hat mich nun eine lange ,erfahrung gelehrt1 da nichts die ,aufmerksamkeit der ,kinder so frh auf sich ziehe1 als -- ,tiere4 ,wer daran zweifelt1 der beobachte die ,kinder selbst1 und er wird das ,nmliche wahrnehmen4 ,ihre ,augen sind selten auf ihren ,leib1#ag gewhnlich auf die ,gegenstnde gerichtet1 mit welchen sie umgeben sind4 ,bringt man nun einen ,sperling1 eine ,maus1 einen ,fisch oder ein anderes ,tier in das ,zimmer1 so sehen sie von allen andern ,dingen weg und -- blicken auf die ,tiere4 ,selbst wenn man ihnen ein ,bilderbuch vorlegt1 so verweilen sie am lngsten bei den ,bildern1 auf welchen ,tiere vorgestellt sind4 ,dadurch fordern sie laut3 wollt ihr die ,krfte1 die sich jetzt bei uns uern1 ben1 so zeigt uns ,tiere6 ,man fngt auch wirklich hier und da an1 auf diese ,forderung ,rcksicht zu nehmen1 und die ,naturgeschichte1 die ehedem der ,jugend ganz fremd blieb1 in ,schulen und ,erziehungshusern zu lehren1 aber -- meistenteils ganz zwecklos4 ,man hlt ,vorlesungen ber ein ,system der ,naturgeschichte1 ohne von den ,erzeugnissen der ,natur etwas vorzuzeigen1 glaubt dadurch die ,forderungen der jugendlichen ,natur zu erfllen und irrt sich4#ah ,das ,kind will seine ,krfte ben an sinnlichen ,gegenstnden2 wie kann es dies1 wenn ihm keine vorgezeigt werden8 ,naturgeschichte soll gelehrt werden1 nicht um ihrer selbst willen1 sondern um der ,jugend auch ,gelegenheit zu schaffen1 an der ,natur verschiedene ,krfte zu ben4 ,dies fllt ja alles bei den naturhistorischen ,vorlesungen weg4 ,da verhlt ja das ,kind sich blo leidend und lt den ,lehrer fr sich beobachten und urteilen4 ,sollen die jugendlichen ,krfte an der ,natur gebt werden1 so mssen die ,erzeugnisse derselben ihnen nach und nach zur ,betrachtung vorgestellt werden1 und zwar eins auf einmal1 damit die ,aufmerksamkeit sich besser auf dasselbe heften knne1 und zwar anfnglich -- ein ,tier4 ,dies ,tier mu nun genau betrachtet werden nach seinen verschiedenen ,teilen1 ihrer ,form1 ihrer ,farbe1 ihrer ,absicht2 es mu nun mit einem andern verglichen und bemerkt werden1 was es mit ihm gemein habe1 und wodurch es von ihm unterschieden sei1 es mu den ,augen bisweilen entzogen und von dem ,kinde beschrieben werden4 ,was durch die eigene ,beobachtung nicht kann gefunden werden1 z4 ,b4 die ,nahrung1 die ,lebensart1 der ,nutzen1 den es dem ,ganzen schaffe1 das setzt der ,lehrer durch seine ,erzhlung hinzu4 ,ich stelle z4 ,e4 zur ,betrachtung einen ,kanarienvogel auf4 ,wie viel giebt es da zu betrachten6 ,ich kann die ,betrachtung nun auf zweierlei ,art anstellen3 erstlich indem ich meinen ,kleinen vorerzhle1 was ich an dem ,vogel bemerke2 zweitens1 indem ich sie reize1 denselben zu betrachten4 ,im ersten ,falle be ich meine1 im zweiten der ,kinder ,krfte4 ,da nun nicht jenes1 sondern dieses bei der ,erziehung der ,kinder ,zweck sein soll1 so mu ich sie zur eigenen ,betrachtung zu reizen suchen1 wenn ich nicht zweckwidrig handeln will4 ,dies wrde ungefhr auf folgende ,art geschehen3 ,wie heit dies ,tierchen8 ,warum ein ,vogel8 ,warum ,kanarienvogel8 ,welches sind seine ,gliedmaen8 ,was hat er vorne am ,kopfe8 ,aus wie vielen ,teilen besteht der ,schnabel8 ,was hat der ,oberkiefer fr eine ,form8 ,was steht an beiden ,seiten des ,oberkiefers8 ,was haben die ,nasenlcher fr eine ,form8 ,was hat der ,unterkiefer fr eine ,form8 ,welcher ,kiefer ist beweglich8 ,welcher unbeweglich8 ,wozu braucht der ,kanarienvogel seinen ,schnabel8 ,haben alle ,kanarienvgel ,schnbel8 ,ist also der ,schnabel ein wesentlicher oder ein zuflliger ,teil8 ,was steht an beiden ,seiten des ,kopfes8 ,wozu ntzen die ,augen8 ,was steht ber den ,augen8 ,wozu ntzen die ,augenlider8 ,warum schliet dieser ,vogel bisweilen die ,augenlider8 ,womit ist der ,kopf bedeckt8 ,warum8 ,was haben die ,federn fr eine ,farbe8 ,haben sie diese ,farbe bei allen ,kanarienvgeln8 ,ist diese ,farbe also wesentlich oder zufllig8 ,worauf steht der ,kopf8 ,was kann der ,vogel mit dem ,halse thun8 ,wie heit der obere ,teil des ,halses8 ,und der untere8 ,wie heien die beiden ,gliedmaen an den zwei ,seiten des ,krpers8 ,aus wie viel ,teilen besteht der ,flgel8 ,wie heien die ,federn1 mit denen die ,flgel bedeckt sind8 ,wie heien die ,federn an der ,seite8 ,welche ,federn sind lnger8 ,aus wie viel ,teilen besteht eine ,schwungfeder8 ,wozu braucht der ,vogel die ,flgel8 ,wie heien die ,gliedmaen unten am ,krper8 ,aus wie viel ,teilen bestehen sie8 ,warum bestehen sie denn aus mehreren ,teilen8 ,wie heit der obere ,teil1 der unmittelbar am ,krper sitzt8 ,wie der mittlere8 ,wie der untere8 ,was steht an dem untern8 ,womit sind die ,lenden und ,schenkel bedeckt8 ,womit die ,beine und ,zehen8 ,wie viele ,zehen stehen an jedem ,beine8 ,wie viele an beiden8 ,wie viel ,zehen haben zehn ,kanarienvgel8 ,wie viele hundert8 ,sind alle ,zehen gleich lang8 ,welches ist der lngste8 ,welches der krzeste8 ,wie viele ,gelenke hat jeder ,zehe8 ,warum haben die ,zehen ,gelenke8 ,was steht vorne an den ,zehen8 ,wie heit der ,teil des ,vogels1 an welchem alle ,gliedmaen stehen8 ,wie heit der obere ,teil8 ,wie der untere8 ,wie heit der ,vorderteil des untern ,teils8 ,was fr eine ,farbe hat der ,rcken8 ,und die ,brust8 ,und der ,bauch8 ,wie heien die ,federn hinten am ,rumpfe8 ,wie viel sind es ,schwanzfedern8 ,wie heien hier diese ,federn ber den ,schwanzfedern8 ,und diejenigen1 die unter den ,schwanzfedern sind8 ,was ist das fr eine fleischichte ,erhhung ber den ,schwanzfedern8 ,wozu ntzt die ,fettdrse8 ,jetzt drehe dich um1 ,adolf1 und beschreibe mir den ,kanarienvogel6 ,was fr ein ,tier betrachteten wir gestern8 ,nenne mir jeder etwas1 was der ,kanarienvogel mit dem ,frosche gemein hat6 ,nenne mir jeder etwas1 wodurch der ,kanarienvogel von dem ,frosche unterschieden ist6 ,dies ist nur ein ,wink1 wie der ,unterricht ber ,gegenstnde aus dem ,tierreiche kann angestellt und zur bung jugendlicher ,krfte angewendet werden4 ,wer ihn versteht1 wird die ,fragen leicht noch mehr vervielfltigen knnen4 ,es kann z4 ,e4 den ,kindern noch vieles abgefragt werden1 was sie von dem ,vaterlande1 der ,nahrung1 der ,pflege1 dem ,nutzen und dem ,handel wissen1 der mit ,kanarienvgeln getrieben wird2 was die ,kinder nicht wissen1 wird von dem ,lehrer hinzugesetzt4 ,kann es nun wohl eine bessere bung der jugendlichen ,krfte geben1 als ,betrachtung der ,gegenstnde aus dem ,tierreiche8 ,sie hat fr die ,kleinen so vielen ,reiz und gewhnt sie daher leicht1 ihre ,aufmerksamkeit auf eine ,sache eine ,zeit lang zu heften2 sie gewhnt das ,auge1 die ,dinge nicht obenhin1 sondern genau anzusehen1 und ein so gebtes ,auge bemerkt tausend kleine ,merkmale1 die dem ungebten ,auge verborgen sind2 die ,sinnlichkeit bt sich1 von den empfundenen ,sachen sich richtige ,vorstellungen zu machen2 das ,gedchtnis wird durch ,auffassung der mannigfaltigen ,benennungen der verschiedenen ,teile des ,tieres1 und die ,einbildungskraft durch ,entwerfung eines richtigen ,bildes von dem betrachteten ,tiere1 und der ,verstand durch ,beurteilung der ,absichten eines ,tieres und durch ,aufsuchung der hnlichkeit und ,unhnlichkeit1 die zwischen verschiedenen ,tieren stattfindet1 in ,thtigkeit gesetzt4 ,dies ist wohl ganz gut1 wird man einwenden2 aber woher sollen wir ,tiere genug nehmen1 um tglich eins zum ,aufstellen zu haben8 ,daran wird es1 wenn nur der gute ,wille da ist1 gewi nicht fehlen4 ,zwar kann ich nicht voraussetzen1 da jeder ,erzieher mit einem ,naturalienkabinette versehen sei2 aber das groe ,naturalienkabinett1 die ,natur1 steht ihm doch offen6 ,wenn er mit seinen ,zglingen in dieser fleiig sucht1 so wird er gewi vieles finden2 und wenn er mit einigen ,jgern1 ,hirten1 ,bauern u4 dergl4 in ,verbindung tritt und sie zu bewegen sucht1 die ,tiere1 die sie in ihre ,gewalt bekommen1 ihm zur ,ausstellung in der ,lehrstunde zu leihen1 so wird er ber den ,stoff zu seiner naturhistorischen ,lehrstunde nicht drfen verlegen sein4 ,es ist diese ,lehrstunde in hiesiger ,anstalt gleich in den ersten ,jahren ihres ,daseins1 da wir noch kein ,naturalienkabinett hatten1 tglich gegeben und tglich ein neues ,tier aufgestellt worden4 ,also1 fragt jemand hhnisch1 sollen wir den ,ochsen1 das ,pferd1 den ,esel in das ,lehrzimmer fhren und den ,kindern zur ,betrachtung aufstellen8 ,diese ,frage verdient keine ,antwort1 da jeder ,vernnftige gleich darauf verfallen wird1 da man die ,kinder auch zu den ,tieren fhren kann1 welche ihnen zuzufhren unschicklich sein wrde4 ,man kann sie nach allen ihren ,teilen und unterscheidenden ,merkmalen betrachten1 und dann in das ,lehrzimmer zurckkehren1 um ber den betrachteten ,gegenstand eine ,unterredung anzustellen4 ,woher sollen wir aber1 fragt man weiter1 die auslndischen ,tiere bekommen8 ,von ,zeit zu ,zeit werden auslndische ,tiere zur ,schau herumgefhrt1 die man dann mit seinen ,zglingen betrachten kann4 ,dies sind freilich nur wenige2 es wird aber nichts schaden1 wenn sie auch einen groen ,teil derselben nie zu sehen bekommen4 ,der ,zweck des ,unterrichts in der ,naturgeschichte soll ja bei ,kindern nicht sein die ,erlernung derselben1 sondern -- bung ihrer ,krfte1 wozu die naheliegende ,natur hinlnglichen ,stoff darbietet4 ,um sich gegen ,mangel desselben ganz zu sichern1 mu man mit dem ,unterrichte in der ,tierkunde den ,unterricht in der ,pflanzenkunde verbinden1 und diesen vorzglich im ,sommer1 jenen im ,winter treiben4 ,diese ,unterweisung kommt im wesentlichen mit dem ,unterrichte in der ,tierkunde berein4 ,der ,hauptzweck ist -- ,kraftbung der ,kinder4 ,das ,mittel dazu ist ,aufstellung einer ,pflanze zum eignen ,betrachten derselben4 ,wrde dieser ,unterricht nun in ,landschulen gegeben1 deren ,schler sich wahrscheinlich in ihrer ,gegend ansiedeln werden1 so knnte man ja wohl mit den deutschen ,benennungen der ,pflanzen1 die in dieser ,gegend gewhnlich sind1 auskommen2 erteilt man denselben aber ,kindern1 welche wahrscheinlich reisen und sich in verschiedenen ,lndern niederlassen werden1 so ist es besser1 sie sogleich zu gewhnen1 die ,pflanzen mit dem ,linnischen lateinischen ,namen zu benennen4 ,dies ist fr ,kinder zu schwer1 sagt ihr4 ,ich sage aber1 es ist nicht zu schwer4 ,sechs- bis achtjhrige ,kinder1 ,mdchen sowohl als ,knaben1 die ein halbes ,jahr in meiner ,anstalt in der ,pflanzenkunde ,unterricht erhalten haben1 kennen beinahe alle ,pflanzen1 die in hiesiger ,gegend wachsen1 wissen sie ,linnisch zu benennen und freuen sich nicht wenig darber1 da sie es knnen4 ,freilich ist das ,behalten der lateinischen und griechischen ,benennungen anfnglich etwas schwer1 aber eben deswegen ist es eine herrliche ,gedchtnisbung4#ai ,ein ,kind1 das ein paar tausend solche ,namen gemerkt hat1 wird leicht ,wrter der ,wissenschaften und fremden ,sprachen auffassen1 zu deren ,erlernung es bestimmt ist4 ,da die ,linnischen ,benennungen von allen europischen gebildeten ,vlkern angenommen sind1 so ist es denen1 die sie gefat haben1 hernach auch mglich1 sich in allen ,weltgegenden ber die ,pflanzenkunde verstndlich auszudrcken und1 wenn sie in der ,folge dieselbe weiter fortsetzen wollten1 die ,kunstsprache zu verstehen4 ,da die ,zahl der ,pflanzen sehr gro und ftere ,wiederholung ntig ist1 wenn die ,namen derselben sollen behalten werden1 so ist es ntig1 da auer der ,pflanze1 die man in der ,lehrstunde zur ,betrachtung aufstellt1 noch mehrere hingelegt und ihre ,namen hergesagt werden4 ,man thut wohl1 wenn man diesen ,unterricht in zwei ,kursus einteilt4 ,im ersten wird der ,bau der ,pflanze1 der sogleich in die ,augen fllt1 die ,wurzel und ihre ,form1 der ,stengel1 die ,bltter nach ihrer ,form1 ,farbe und ihrem ,stande1 die ,blattanstze1 die ,gabeln1 die ,blten1 ihre ,form1 ihr ,stand1 ,kelch1 ,blumenkrone1 ,same1 ,frucht betrachtet2 im zweiten aber wird dies alles wiederholt1 und nun werden auch die ,befruchtungswerkzeuge untersucht und der ,pflanze die ,klasse und ,ordnung angewiesen1 in die sie gehrt4 ,man wird leicht begreifen1 wie unsglich mannigfaltig die bungen sind1 die den ,augen1 dem ,gefhle1 dem ,gedchtnisse1 der ,einbildungskraft und dem ,verstande der ,kinder bei dieser ,gelegenheit verschafft werden knnen4 ,um dies begreiflich zu machen1 denke ich mir jetzt eine ,klasse von ,knaben1 welcher im ersten ,kursus ,unterricht erteilt1 und welcher ,galeopsis ladanum zur ,betrachtung vorgestellt wird4 ,wie heit diese ,pflanze8 ,galeopsis ladanum4 ,was bemerkst du am ,stengel8 ,er ist holzig4 ,ferner8 ,gestreift4 ,ferner8 stig4 ,wie stehen die ste8 ,einander gegenber4 ,was steht an den sten8 ,bltter4 ,was fr eine ,farbe haben sie8 ,grn4 ,was fr eine ,form8 ,lanzettfrmig4 ,was bemerkst du noch mehr an den ,blttern8 ,sie sind gezhnt4 ,sonst nichts8 ,gestielt4 ,wie stehen sie8 ,einander gegenber4 ,wie steht's mit den ,blten8 ,sie sind rachenfrmig4 ,wie stehen sie8 ,wirtelfrmig4 ,was bemerkst du an dem ,kelche8 ,er ist fnfmal gezhnt4 ,bemerkst du nichts an den ,zhnen8 ,sie haben ,grannen4 ,jetzt drehe dich um und beschreibe mir ,galeopsis ladanum4 ,galeopsis ladanum hat einen holzigen1 gesteiften1 stigen ,stengel4 ,die ste stehen einander gegenber4 ,die ,bltter sind grn1 lanzettfrmig1 gezhnt1 gestielt1 stehen einander gegenber1 die ,blten sind rachenfrmig und stehen wirtelfrmig2 der ,kelch ist fnfzhnig und die ,zhne haben ,grannen4 ,gestern betrachteten wir ,atropa ,belladonna2 worin sind beide ,pflanzen einander hnlich8 worin unhnlich8 u4 s4 w4 ,nun werden die ,namen aller ,pflanzen1 die auf dem ,tische liegen1 von demjenigen ,schler1 der von der ,pflanzenkunde die meisten ,kenntnisse hat1 laut und deutlich ausgesprochen und von der ganzen ,versammlung laut nachgesprochen4 ,ferner wird von dem ,lehrer eine ,pflanze nach der andern genannt1 und die ,kinder mssen die genannten heraussuchen4 ,zur ,abwechselung kann man auch einem ,kinde leise den ,namen einer ,pflanze ins ,ohr sagen1 und die brigen mssen erraten1 welche es gewesen sei4 ,dadurch werden sie gereizt1 die ,namen immer zu wiederholen1 ohne da diese einfrmige ,beschftigung sie ermde4#bj ,diese bungen knnen noch sehr vervielfltigt werden4 ,z4 ,e4 man kann bisweilen die ,kinder auffordern1 da sie die vorgelegte ,pflanzenreihe genau ansehen1 sich umkehren und dann eine ,anzahl in der ,ordnung hersagen1 wie sie daliegen4 ,eine herrliche bung der ,einbildungskraft und des ,gedchtnisses6 ,ich habe bisweilen achtjhrige ,kinder in meiner ,anstalt #dj ,pflanzen in der ,ordnung1 in welcher sie auf dem ,tische lagen1 mit weggewandtem ,gesichte hersagen hren4 ,oder man kann die ganze ,klasse die ,hnde auf den ,rcken legen lassen1 jedem ,kinde ein ,blatt von einer ,pflanze darein legen und sie durch das ,gefhl erraten lassen1 von welcher ,pflanze es sei u4 s4 w4 ,im zweiten ,kursus knnen alle diese bungen wiederholt und nun auch die ,befruchtungswerkzeuge1 die ,merkmale der ,klasse und ,ordnung1 zu welcher die ,pflanze gehrt1 aufgesucht werden4 ,um die ,kinder in der ,klassifizierung zu ben1 kann man bisweilen den ,namen einer ,pflanze auf ein ,papier schreiben1 das ,papier umwenden und die ,kinder reizen1 die ,pflanze1 deren ,namen man aufgeschrieben hat1 durch die ,klassifizierung zu erraten4 ,diese ,methode ist hchst einfach1 hat fr die jungen ,leute vielen ,reiz und ist eine vortreffliche ,verstandesbung4 ,z4 ,e4 ,ich schreibe auf das ,papier ,galeopsis ladanum und fordere ,fritzen auf1 zu erraten1 was fr eine ,pflanze ich aufgeschrieben habe4 ,er wird1 wenn er einigermaen gebt ist1 folgende ,fragen thun3 ,gehrt die ,pflanze in eine von den ersten zwlf ,klassen8 ,nein4 ,in eine von den ersten sechs der zweiten zwlf ,klassen8 ,ja4 ,in die dreizehnte8 ,nein4 ,in die vierzehnte8 ,ja4 ,in die erste ,ordnung8 ,ja4 ,mentha8 ,nein4 ,prunella8 ,nein4 ,ajuga8 ,nein4 ,thymus8 ,nein4 ,galeopsis8 ,ja4 ,tetrahit8 ,nein4 ,ladanum8 ,getroffen4 ,welche ,freude fr ,fritzen1 da er durch so wenige ,fragen aus den vielen hundert ,pflanzen1 die ihm bekannt sind1 diese einzige1 deren ,namen ich mir niedergeschrieben hatte1 sogleich herausfinden konnte4 ,hierbei mu ich aber vor einer ,verirrung warnen1 deren mancher ,erzieher sich wahrscheinlich schuldig machen wird1 -- man hte sich1 den ,kindern ,vergrerungsglser in die ,hnde zu geben1 um die ,klassen- und ,ordnungsmerkmale der ,pflanzen zu untersuchen4 ,die ,cryptogamia stelle man also gar nicht zur ,betrachtung auf und lasse auch diejenigen ,pflanzen nicht besonders untersuchen1 deren ,merkmale mit unbewaffneten ,augen nicht entdeckt werden knnen1 sondern sage ihnen nur1 in welche ,klasse und ,ordnung sie gehren4 ,diese alle liegen im eigentlichen ,verstande auerhalb des ,gesichtskreises der ,kinder4 ,sie sollen die ,pflanzen kennen lernen1 um daran ihre ,krfte1 besonders aber ihr ,empfindungsvermgen#ba zu ben2 durch den ,gebrauch der ,vergrerungsglser wird aber ein ,teil derselben1 das ,gesicht1 abgestumpft4 ,sollte einer oder der andere in der ,folge sich der ,pflanzenkunde ausschlieend widmen1 so ist es noch immer ,zeit genug1 mit ,vergrerungsglsern seine ,untersuchungen fortzusetzen und so dem allgemeinen ,besten die ,schrfe seines ,gesichtes aufzuopfern4 ,mehrere ,vter1 wenn sie dies lesen1 werden sagen3 wozu dies alles8 ,mein ,sohn soll kein ,naturforscher1 kein ,botaniker1 er soll ,soldat oder ,kaufmann oder ,gelehrter werden4 -- ,wir sind vollkommen einerlei ,meinung1 liebe ,freunde4 ,eure ,kinder sollen gar nicht in der ,absicht zur ,betrachtung der ,natur angeleitet werden1 damit sie sich der ,naturforschung berhaupt und der ,pflanzenkunde besonders widmen1 sondern da sie bei der ,betrachtung der ,natur ihre ,krfte1 ihr ,empfindungsvermgen1 ,gedchtnis1 ,einbildungskraft und ,verstand ben sollen1 die sie in jeder ,lage1 in die sie kommen werden1 so ntig haben4 ,ein junger ,mensch1 der seine ,krfte auf diese ,art ausgebildet hat1 fat mit denselben in der ,folge leicht alles auf1 was ihm gelehrt wird1 er geht mit offenen ,augen durch die ,natur1 sieht alles1 was darin merkwrdig ist1 wei die feinsten ,merkmale aufzufinden1 wodurch sich die ,sachen voneinander unterscheiden1 und sieht tausend ,dinge1 die den ,augen anderer verborgen bleiben4 ,ich fhre jetzt ,fritz und ,kilian1 davon der erste auf vorbeschriebene ,art gebt1 der andere aber von der bung zurckgehalten und an ,bcher gefesselt wurde1 in die ,natur4 ,was siehst du hier1 ,kilian8 frage ich4 ,gras1 erhalte ich zur ,antwort4 ,was siehst du1 ,fritz8 frage ich weiter4 ,dactylis glomerata1 ,cynosurus cristatus1 ,bromus mollis1 ,aira flexuosa1 ,rhinantus crista galli etc4 ,ich mchte1 da diese bung so lange als mglich fortgesetzt wrde1 und da dieselbe durch die ,mannigfaltigkeit der aufgestellten ,gegenstnde sehr befrdert wird1 so schlage ich vor1 da man1 nachdem man mit der ,betrachtung der ,erzeugnisse der ,natur sich eine ,zeitlang beschftigt hat1 nun auch die ,betrachtung der ,erzeugnisse des menschlichen ,verstandes1 der ,werkzeuge1 ,gefe1 ,kleidungsstcke und ,hausgerte damit verbinde1 eins derselben nach dem andern aufstelle und die ,kinder gewhne1 an demselben alle ,teile1 ,formen und ,absichten zu bemerken4 ,wenn man die ,sache ernstlich angreift1 so wird man sich wundern1 wie viel an den gewhnlichsten ,dingen zu bemerken und zu unterscheiden ist4 ,zum ,beispiele fge ich den ,entwurf zu einer ,unterredung ber die ,handsge bei1 so wie ihn mein ,gehilfe ,mrker niedergeschrieben hat4 ,die ,handsge ist neu1 gro1 schwer1 brauchbar 7ntzlich74 ,das ,sgeblatt ist sthlern1 lang1 breit1 neu1 glatt1 dnn4 ,die ,zhne des ,sgeblattes sind scharf1 geschrnkt1 dicht1 kurz4 ,die ,angeln des ,sgeblattes sind lang1 schmal1 dnn4 ,das ,gestell der ,sge ist hlzern1 neu1 gro1 zusammengesetzt4 ,die ,arme des ,gestells sind hlzern1 gebogen1 dick1 lang1 breit4 ,die ,zapfenlcher der ,arme sind rund1 gro4 ,die ,handgriffe der ,sge sind hlzern1 kurz1 rund1 dick4 ,die ,zapfen der ,handgriffe sind kurz1 walzenfrmig1 dick1 eingeschnitten4 ,der ,steg der ,sge ist hlzern1 lang1 dick1 gerade4 ,die ,schnur der ,sge ist hanfen1 lang1 stark1 gespannt1 zusammengedreht1 neu4 ,der ,spanner der ,sge ist hlzern1 lang1 keilfrmig1 schmal1 dnn4,f ,so wie nun die ,betrachtung der ,natur und ,kunst als ,erziehungsmittel gebraucht werden soll1 so mu man sich bemhen1 allem brigen ,unterrichte eine solche ,form zu geben1 da dadurch dieser ,zweck befrdert1 die ,krfte gebt1 die ,kinder erzogen werden4 ,auf hnliche ,art1 wie bei ,betrachtung der ,natur und ,kunst1 mu auch bei dem brigen ersten ,unterrichte alles zur ,anschauung1 wo nicht zur uerlichen1 doch zur innerlichen gebracht werden4 ,bei dem ,sprachunterrichte z4 ,e4 mu man anfnglich lauter solche ,bcher gebrauchen1 bei deren ,lesung nur ,vorstellungen in der jungen ,seele erregt werden1 die sie entweder selbst durch die ,anschauung bekommen hat und sie also leicht wieder hervorbringen kann1 oder die doch mit denselben in ,verwandtschaft stehen4 ,benennungen von bersinnlichen ,gegenstnden drfen darin gar nicht vorkommen4 ,tne1 mit denen das ,kind nicht sogleich eine ,vorstellung verbinden kann1 haben fr dasselbe keinen ,reiz1 es hat keine ,neigung sie aufzufassen1 und -- wenn es sie auffat1 so ntzen sie ihm nichts1 weil es dabei gar nichts oder etwas ganz ,falsches denkt4#bb ,ebendeswegen darf mit ,kindern anfnglich noch keine ,grammatik getrieben werden4 ,dies wird jetzt ziemlich allgemein angenommen1 indem in mehreren1 in lebenden ,sprachen aufgesetzten ,lesebchern fr ,kinder ein ,bestreben sichtbar ist1 die ,kinder ber ,dinge zu unterhalten1 die innerhalb ihres ,gesichtskreises liegen4 ,in der lateinischen ,sprache sind solche ,bcher schon seltener1 und von den wenigen1 welche vorhanden sind1 wird nicht immer ,gebrauch gemacht4 ,man schreitet bei dem ,unterrichte in dieser ,sprache zu schnell zu dem ,lesen rmischer ,schriftsteller1 wo eine ,menge ,wrter vorkommen1 zu denen den ,kindern die ,vorstellung fehlt1 und dies ist gewi eine ,hauptursache1 warum man bei vielen so wenig ,lust zur ,erlernung dieser ,sprache bemerkt4 ,ebendeswegen wird es immer gewhnlicher1 diejenigen ,knaben1 die nicht zum ,studieren bestimmt sind1 von ,erlernung dieser ,sprache loszuzhlen4 ,ich kann dies nicht billigen4 ,mehrere europische ,sprachen sind doch aus dieser entstanden1 und werden leichter gelernt1 wenn man in jener einen guten ,grund gelegt hat2 berdies ist sie nun einmal so allgemein1 da man nicht leicht ein ,buch in neueren ,sprachen lesen kann1 in welchem sich nicht hier und da ,brocken davon befnden1 welche ,lesern1 die damit ganz unbekannt sind1 immer ,steine des ,anstoes sein mssen4 ,dadurch wird es notwendig1 da den gebildeten ,stnden diese ,sprache nicht ganz fremd sein darf4 ,htte der ,erzieher so viel ,kenntnis der lateinischen ,sprache1 da er ber die aufgestellten ,gegenstnde der ,natur und ,kunst1 ber merkwrdige ,vorflle in der ,familie1 kurz ber ,dinge1 die den ,kindern anschaulich wurden1 im leichten1 aber echten ,latein ,aufstze niederschreiben knnte1 sie den ,kindern vorlese1 von ihnen laut nachsprechen und in das ,deutsche bersetzen liee1 so wrde er davon groen ,nutzen verspren4 ,es wrde den ,kindern ,vergngen machen1 sie wrden eine ,menge lateinische ,wrter behalten1 mit einigen ,eigenheiten der ,sprache bekannt werden und bei dem knftigen ,lesen der lateinischen ,schriftsteller weniger ,schwierigkeiten finden4#bc ,schriebe ich ein ,buch ber die ,erziehung der ,kinder1 so mte ich mich noch ber den ganzen ,unterricht ausbreiten1 den ,kinder erhalten sollen3 da ich aber von der ,erziehung der ,erzieher handle1 so ist dies ,wenige genug1 ihnen einen sehr bedeutenden ,wink zu geben1 was junge ,mnner1 die sich der ,erziehung widmen1 eigentlich zu erlernen haben4 ,wenn ich1 liebe ,freunde1 sehe1 wie bei weitem die meisten von euch sich zu ihrer ,bestimmung vorbereiten1 so kann ich nicht anders1 als euch und die armen ,kleinen1 die eurer ,aufsicht werden anvertraut werden1 bemitleiden4 ,ihr lernt die alten ,sprachen1 etwas ,geographie1 ,geschichte und ,mathematik1 hchstens etwas ,franzsisch und ,musik1 hrt einen philosophischen und theologischen ,kursus und glaubt nun1 euch zu ,erziehern gebildet zu haben4 ,wenn man euch nun den ,franz1 ,robert1 ,stephan1 fnfjhrige ,knaben1 zur ,erziehung bergiebt1 was wollt ihr denn mit ihnen anfangen8 ,was von aller eurer ,gelehrsamkeit knnt ihr denn in diesem euern ,wirkungskreise benutzen8 ,fast gar nichts4 ,diese ,kleinen hngen noch ganz an der sichtbaren ,welt1 durch deren ,betrachtung sich ihr edlerer ,teil entwickeln und fr bersinnliche ,vorstellungen ,empfnglichkeit erwerben soll1 und ihr -- seid in der sichtbaren ,welt ,fremdlinge4 ,die ,dinge1 die euch tglich umgeben1 sind euch unbekannt1 und ihr wit von vielen nicht einmal den ,namen anzugeben4 ,da geht ihr dann mit euren ,kleinen durch die ,natur1 wie ein ,landmann durch die ,dresdner ,bildergalerie4 ,ei sehen ,sie1 sagt ,robert1 den ,vogel1 der hier auf dem ,aste sitzt6 ,wie heit er8 -- ,ich kenne ihn nicht1 ist die ,antwort4 ,freudig kommt ,franz gehpft mit einer ,blume in der ,hand und fragt3 ,kennen ,sie diese ,blume8 ,es erfolgt die nmliche ,antwort4 ,nun geht es in die ,lehrstunde4 ,blumen und alles1 was die ,kinder aus der sichtbaren ,welt aufgerafft haben1 wird ihnen weggenommen1 der ,trieb nach ,anschauung1 der bei ihnen so stark ist1 wird erstickt2 ihr gebt ihnen statt ,blumen ,bcher in die ,hnde1 und stellt ihnen statt ,sachen ,zeichen der ,sachen auf1 zu deren ,erlernung sie keine ,lust besitzen4#bd ,da verbreitet sich denn ber die ,verbindung1 in welcher ihr so glcklich leben knntet1 ,mivergngen2 die ,kinder knnen einen ,mann nicht lieb gewinnen1 der sie nicht auf eine ihnen angenehme ,art zu unterhalten wei1 und ihr betrachtet eure ,kinder mit ,mifallen1 bei denen ihr mit eurem ,unterrichte wenig oder gar nichts bewirket4 ,folgt also1 ,freunde1 dem ,rate eines alten ,erziehers1 und macht euch mehr mit der sichtbaren ,welt bekannt1 nach der ,anweisung1 die ihr im folgenden ,abschnitte finden werdet4 ,jetzt denke ich mir nun einen ,erzieher1 der sich nach meinem ,wunsche bildet1 in dem ,kreise seiner ,zglinge1 ,einen ,gegenstand nach dem andern1 aus dem ,tier- und ,pflanzenreiche und den ,werksttten der menschlichen ,kunst1 stellt er ihnen vor1 fesselt ihre ,aufmerksamkeit daran1 unterhlt sich mit ihnen darber auf eine fr beide ,teile sehr angenehme ,art1 bt das ,empfindungsvermgen und mehrere ,seelenkrfte der ,kleinen und sprt davon schon in den ersten ,tagen die wohlthtigsten ,wirkungen4 ,mit dieser ,beschftigung fllt er tglich ein paar ,stunden aus4 ,da aber jeder ,tag mehr als zwei ,stunden hat1 so fragt es sich1 was soll in den brigen ,stunden mit den ,kindern vorgenommen werden8 ,das ist die schwere ,frage1 die sich nur wenige ,erzieher lsen knnen4 ,unterhalten ,sie mich doch1 lieber ,herr ,richard6 sagte einmal ein kleiner ,junker1 der von ,langeweile geplagt wurde1 zu seinem ,hofmeister4 ,war dieser ,wunsch unbillig8 ,mu man den kleinen ,mann nicht lieb gewinnen1 der einen ,ekel gegen die ,langeweile bezeigt8 ,aber in welche ,verlegenheit mu der ,erzieher bei diesem so billigen und gerechten ,wunsche der ,kinder geraten8 ,kinder fnf bis sechs ,stunden des ,tages zu unterhalten1 ist frwahr kein leichtes und angenehmes ,geschft4 ,denn womit soll man die ,kinder unterhalten8 ,mit ,erzhlen8 ,dies ist eine so angenehme als ntzliche ,unterhaltung1 wenn man etwa eine ,viertelstunde tglich darauf verwendet4 ,aber immer erzhlen1 ermdet die ,kinder1 sowie den ,erzieher4 ,bilder erklren8 ,hiermit hat es die nmliche ,bewandtnis4 ,bcher zu lesen geben8 ,kinder von so zartem ,alter knnen noch nicht lesen4 ,es gehrt dazu nicht nur das deutliche ,aussprechen der ,zeichen1 sondern auch das richtige ,vorstellen der dadurch bezeichneten ,sachen4 ,sie spielen lassen8 ,auch dies bekommen sie bald berdrssig4 ,ja1 wenn man sie mit ,nssen und ,mandeln versieht und ihnen ,karten und ,wrfel in die ,hnde giebt1 so werden sie sich damit mehrere ,stunden auf eine ihnen sehr angenehme ,art zu unterhalten wissen2 wer sieht aber nicht1 da ihnen dies eben so nachteilig sei als ,mohnsaft1 dessen die ,kinderwrterinnen sich oft bedienen1 um die ,kinder zur ,ruhe zu bringen4 ,merket auf6 ,auer dem ,vermgen zu empfinden1 sich vorzustellen und zu urteilen1 regen sich in den ,kindern noch verschiedene ,krfte1 die nach bung streben4 ,daher die bestndige ,unruhe der ,kinder1 die den ,erziehern so lstig ist2 daher die bestndigen ,ermahnungen3 stille1 ,kinder6 seid ruhig6 die die ,kinder verstimmen und die ,gegenwart der ,erzieher ihnen hchst lstig machen4 ,schafft doch den nach bung strebenden ,krften der ,kinder hinlngliche bung1 und ihr werdet gewi finden1 da sie sich auf eine angenehme und ntzliche ,art zu unterhalten wissen1 euch nicht mehr lstig sein1 sondern vielmehr die angenehmste ,aufheiterung verschaffen werden4 ,wie sollen wir1 fragt ihr1 dies anfangen8 ,dies ist nun eure eigene ,sache4 ,wenn ihr auf die ,wnsche eurer ,zglinge1 auf ihre tgliche ,lage merkt1 so werdet ihr ,gelegenheit genug finden1 sie zu beschftigen4 ,hier sind indes einige ,winke4 ,in den ,lehrstunden verlangt ihr1 da sie stets ruhig sein und stille sitzen sollen4 ,gegen diese ,forderung strebt ihre ganze ,natur1 die durchaus regsam1 zur ,thtigkeit geneigt und abgeneigt ist1 sich blo leidend zu verhalten4 ,ihr werdet die ,kinder verdrossen machen und ,widerwillen gegen euch erregen1 wenn ihr auf eurer ,forderung zu streng besteht4 ,sucht sie in bestndiger ,thtigkeit zu erhalten1 so werdet ihr beide miteinander zufrieden sein4 ,haltet ihnen also keine ,vorlesungen1 verlangt nicht von ihnen1 da sie euch blo zuhren sollen1 sondern lat euern ,vortrag eine bestndige ,unterredung sein1 an welcher bald dieser1 bald jener teilnehmen mu1 lat nach ,pestalozzischer ,lehrart die ganze ,versammlung von ,zeit zu ,zeit nachsagen1 was ihr vorgesagt worden4,g ,wird ein ,unterricht erteilt1 an welchem die ,kinder nicht mit den ,augen1 sondern nur mit den ,ohren und ,sprachwerkzeugen teilnehmen1 so wird das ,zeichnen der ,linien1 ,winkel und ,quadrate nach ,pestalozzischer ,art1 whrend des ,unterrichts1 ihre ,hnde von allen ,spielereien abziehen1 und ihnen eine unterhaltende und ntzliche ,beschftigung gewhren4 ,aber auer den ,lehrstunden1 was sollen wir1 fragt ihr1 dann mit unsern ,zglingen anfangen8 ,hret nur auf ihre ,wnsche1 so werden sie euch schon selbst dazu ,anleitung geben4 ,einmal wollen sie ein ,schiffchen haben1 das auf dem ,bache schwimmen soll1 ein andermal ,knallbchsen1 ,handspritzen1 ,bogen und ,pfeile1 ,drachen u4 dgl4 ,von solchen ,kindereien suchen nun berweise ,erzieher sie abzubringen und verleiden so ihnen und sich selbst das ,leben2 der wahre ,erzieher freuet sich aber allemal1 so oft er solch einen ,wunsch bei seinen ,kindern bemerkt1 und ist bereit1 ihnen ,rat und ,anweisung zu geben1 wie sie sich die gewnschten ,sachen selbst verfertigen knnen4 ,selbst verfertigen1 sage ich4 ,das ,selbstverfertigen1 anfnglich von allerlei ,spielwerk und in der ,folge von wirklich ntzlichen ,werkzeugen und ,gerten1 ist ein so ntzliches und angenehmes ,geschft1 da ich es zu einer unerllichen ,forderung an alle ,anstalten1 wo die ,kinder zweckmig erzogen werden sollen1 mache1 da ihnen ,anleitung und ,gelegenheit zum ,selbstverfertigen gegeben werde4 ,dazu gehrt denn freilich eine ,werkstatt1 mancherlei ,werkzeuge und ,materialien und ,anweisung1 davon ,gebrauch zu machen4 ,hat es der ,erzieher dahin gebracht1 da seine ,zglinge nach geendigten ,lehrstunden mit ihren ,hnden sich beschftigen und ihre kleinen ,wnsche ausfhren knnen1 so hat er gewonnen ,spiel4 ,das schwere ,geschft1 sie zu unterhalten1 ist ihm abgenommen1 sie unterhalten sich selbst -- er ist blo ,zuschauer und ,ratgeber4 ,der ,gewinn1 der fr die ,kinder daraus entspringt1 ist unbeschreiblich gro4 ,erstlich wird ihr ,thtigkeitstrieb befriedigt und allen den ,ausschweifungen1 die aus dem gehemmten ,thtigkeitstriebe zu entspringen pflegen1 ist vorgebeugt4 ,zehn ,kinder an der ,werkstatt sind leichter zu lenken1 als drei1 die nicht wissen1 was sie thun sollen4 ,zweitens befinden sich die ,kinder dabei so wohl2 denn ist denn das nicht das reinste innigste ,vergngen1 wenn man gewissen vorgesetzten ,zwecken sich immer mehr nhern kann und sie endlich ganz erreicht8 ,jetzt ist das ,schiff fertig1 an dem die ,kleinen seit einiger ,zeit arbeiteten -- jetzt wird es vom ,stapel gelassen -- wird auf den ,bach gebracht1 auf dem es nun segeln soll4 ,mit welchem ,frohlocken geschieht es6 ,so etwas mt ihr selbst gesehen haben1 liebe ,freunde1 um euch zu berzeugen1 wie ungemein wichtig es sei1 ,kindern ,gelegenheit zu geben1 selbst etwas zu verfertigen4 ,drittens werden dabei so viele ,krfte gebt4 ,der ,geist1 der bei der sonst blichen ,lehrart immer dressiert wird1 nach fremden ,vorschriften zu handeln1 lebt dabei auf1 fat eigene ,ideen und erfindet ,mittel1 sie auszufhren4 ,das ,auge bt sich1 die ,gren zu messen1 um jedem ,teile des auszufhrenden ,werkes das ntige ,verhltnis zum ,ganzen zu geben2 und die ,muskeln der ,hnde werden auf so mannigfaltige ,art gebt1 da sie hernach bei den mannigfaltigen ,vorfllen des menschlichen ,lebens1 in den ,verlegenheiten1 in die man oft gert1 sich selbst zu helfen imstande sind1 ohne da sie immer ntig haben1 zu fremder ,hilfe ihre ,zuflucht zu nehmen4 ,ein ,mann1 der seinen ,hnden nicht mancherlei ,geschicklichkeiten in der ,jugend erworben hat1 ist nur ein halber ,mann1 weil er bestndig von anderen ,leuten abhngig ist4 ,wahrscheinlich befinden sich neun ,zehnteile der ,leser mit mir in diesem ,falle4 ,diese frage ich auf ihr ,gewissen1 ob sie nicht viel drum gben1 wenn sie in ihrer ,jugend ,anweisung bekommen htten1 mit ihren ,hnden etwas zu verfertigen8 ,die ,einwendungen1 die dagegen werden gemacht werden1 sind mannigfaltig1 und ich habe nicht ,lust1 mich mit ,aufzhlung und ,widerlegung derselben aufzuhalten4 ,die meisten derselben werden doch daher rhren1 weil die wenigsten ,herren ,erzieher ,handarbeit gelernt haben und deswegen diese ,erziehungsart verschreien und lcherlich zu machen suchen4 ,was wrde ich denn bei ihnen ausrichten1 wenn ich mit ihnen darber streiten wollte8 ,mit vieler ,beredsamkeit suchte einst ein ,prediger einige seiner ,zuhrer von einer gewissen beln ,gewohnheit abzubringen4 ,herr ,pfarrer6 sagten sie1 als er ausgesprochen hatte1 recht mag er wohl haben1 aber wir thun es doch nicht4 ,so mchte es mir auch wohl gehen4 ,ein paar ,einwendungen kann ich aber doch nicht mit ,stillschweigen bergehen1 da sie vielen ,schein haben4 ,sie sind diese3 ,wenn man die ,kinder mit ,handarbeiten beschftigt1 so geht zu viele ,zeit verloren1 und sie verlieren die ,lust zum ,erlernen der ,sprachen und ,wissenschaften4 ,dies mchte freilich wohl vielmal der ,fall sein1 wenn man den ,kindern die freie ,wahl liee1 ob sie einen schriftlichen ,aufsatz verfertigen oder mit ,handarbeit sich beschftigen wollten4 ,so meine ich es aber nicht4 ,nur die ,freistunden sollen dazu angewendet werden4 ,je jnger der ,zgling ist1 desto mehr bedarf er ,freistunden oder ,stunden1 in denen er von ,geistesarbeiten frei ist2 je mehr sich hingegen des ,geistes ,krfte entwickeln1 desto mannigfaltigere und anhaltendere ,beschftigungen kann man ihm geben1 desto mehr mindert sich auch die ,zahl der ,freistunden4 ,die zweite ,einwendung1 die man machen knnte1 ist diese3 ,zu ,handarbeiten ist doch der ,gebrauch von allerlei scharfen und spitzigen ,instrumenten ntig -- wie leicht kann sich ein ,kind damit gefhrlich verwunden6 ,mglich ist dies freilich4 ,allein der ftere ,gebrauch der scharfen ,werkzeuge lehrt auch zugleich die dabei ntige ,vorsicht4 ,und die ,erfahrung -- diese ist doch sicher auf meiner ,seite4 ,hrt man nicht immer von ,kindern1 die sich gefhrlich verwundeten1 und die nie zur ,handarbeit ,anleitung bekamen8 ,und bei meinen ,zglingen1 die so mancherlei spitzige und scharfe ,werkzeuge in ,hnden haben1 ist noch nie eine gefhrliche ,verwundung vorgefallen4 ,wenn es also schlechterdings ntig ist1 den ,kindern ,anleitung zu geben1 selbst mit ihren ,hnden etwas zu verfertigen1 so begreift ihr von selbst1 die ihr euch der ,erziehung widmet1 da ihr verbunden seid1 ,handarbeit zu erlernen4 ,es giebt da keinen ,ausweg4 ,entweder ihr mt euch entschlieen1 eure ,zglinge den ganzen ,tag zu unterhalten und den ,thtigkeitstrieb1 der sich in ihren ,hnden regt1 zu lhmen1 oder -- ihr mt euch in allerlei ,handarbeiten selbst suchen ,geschicklichkeit zu erwerben4#bg ,knnen wir1 sagt ihr vielleicht1 nicht ,handwerksleute annehmen1 die in unserer ,gegenwart den ,zglingen die ntige ,anweisung geben8 ,versucht es1 und ihr werdet dann alle die ,unannehmlichkeiten selbst finden1 die aus solchen ,verbindungen zu entspringen pflegen4,h ,ich komme auf den wichtigsten ,teil der ,erziehung1 auf die ,gewhnung zur ,sittlichkeit1 oder nach gewissen richtigen ,regeln zu handeln4 ,wo diese fehlt1 hat die brige ,erziehung wenigen oder gar keinen ,wert4 ,ich denke mir jetzt einen ,jngling1 der unter den ,hnden seines ,erziehers gesund und stark wurde1 sich mancherlei ,geschicklichkeiten erwarb1 alle seine ,geisteskrfte durch bung entwickelte1 der nun aber alle diese ,vorzge anwendet1 seinen ,lsten ,befriedigung zu verschaffen -- was ist denn durch die ,erziehung gewonnen worden8 ,fr ihn nichts1 ihm fehlt ja die eigentliche ,menschenwrde1 die in der ,freiheit oder in der ,kraft besteht1 seine ,lste zu beherrschen und nach richtigen ,grundstzen zu handeln2 und glckselig wird er nie1 da es fr den ,menschen keine andere ,glckseligkeit giebt1 als die aus dem ,bewutsein entspringt1 seine ,pflicht erfllt oder nach richtigen ,grundstzen gehandelt zu haben4 ,und fr die menschliche ,gesellschaft thut er auch wenig4 ,er wird fr sie nichts thun1 wenn dadurch seinen ,lsten nicht ,befriedigung verschafft wird1 und wird dadurch ,unheil stiften1 wenn er damit zu seinem ,zwecke kommen kann4 ,je mehr seine ,krfte ausgebildet sind1 desto berlegener ist er andern1 desto weniger knnen sie ihm widerstehen1 desto gefhrlicher ist er fr die ,gesellschaft4 ,was soll ich dies weitlufiger ausfhren8 ,diese ,wahrheit ist bereits fast allgemein anerkannt1 und man findet sie fast in allen ,bchern1 die ber die ,erziehung geschrieben sind4 ,wie steht es aber mit der ,befolgung8 ,zeigen sich nicht allenthalben moralische ,ungeheuer1 auf deren ,unterricht und ,kraftentwickelung doch viel ,flei gewendet wurde8 ,man sucht die ,ursache davon teils in dem ,verderben der menschlichen ,natur1 teils in der ,mangelhaftigkeit der sittlichen ,grundstze1 die ihnen mitgeteilt wurden2 ich hingegen glaube ihn mehr in einer fehlerhaften ,behandlung des jungen ,menschen gefunden zu haben4 ,ich will darber mit niemandem rechten2 man erlaube mir aber meine eigene1 auf ,erfahrung gegrndete ,meinung vorzutragen4 ,der neugeborne ,mensch kann noch nicht gehen1 und das ,prinzip seiner ,handlungen sind seine ,empfindungen4 ,was ihm angenehme ,empfindungen verursacht1 begehrt1 was unangenehme ,empfindungen bewirkt1 das flieht er4 ,da ist keine ,rcksicht auf ,religion oder ,moral sichtbar4 ,will man dies moralisches ,verderben nennen1 nun so thue man es2 man erlaube mir aber dann auch1 da ich das ,unvermgen zu gehen1 das man an dem jungen ,menschen bemerkt1 das physische ,verderben der menschlichen ,natur nenne4 ,seitdem man die ,laufzume und ,gngelwagen abgeschafft hat1 verliert sich das physische ,verderben der ,natur nach und nach1 und die ,kinder lernen erst gehen1 dann sogar laufen und springen4 ,schafft die moralischen ,gngelwagen und ,laufzume ab1 und der moralische ,mensch wird sich ebenso gut von selbst entwickeln und erst gut1 dann edel zu handeln anfangen4 ,und was sind denn die moralischen ,gngelbnder8 ,die ,gebote und ,verbote und die knstlichen ,mittel1 wodurch man die ,kinder an ,befolgung derselben zu gewhnen sucht4#bh ,der ,mensch hat gegen alle ,gebote und ,verbote1 insofern sie es sind1 eine natrliche ,abneigung4 ,er will immer gern seinen eigenen ,willen thun2 zweifelst du daran1 mein ,leser1 so bemerke nur selbst1 was in dir vorgeht1 wenn deine ,freiheit durch ,gebote und ,verbote eingeschrnkt wird4 ,so wie bei den ,kindern die ,menschwerdung eintritt1 wie die ,geisteskrfte sich entwickeln1 zeigt sich auch die ,abneigung gegen ,gebote und ,verbote4 ,wenn man nun durch ,gebote und ,verbote und durch die damit verknpften ,strafen und ,belohnungen sie zu gngeln sucht1 so entsteht ,unwille und ,abneigung gegen den ,befehlshaber1 es regt sich ein ,bestreben1 seinen ,gesetzen auszuweichen1 und wenn die ,verbindung mit dem ,gesetzgeber aufhrt1 dann zeigt sich ,zgellosigkeit1 weil nichts mehr da ist1 das verhinderte1 die ,wnsche1 die sie seither bei sich hegten und unterdrcken muten1 zu befriedigen4 ,man lasse daher das ,kind immer seinen eigenen ,willen thun1 so wird es gut werden4 ,ihr entsetzt euch ber diese ,behauptung8 ,ihr fragt1 wozu es der ,erzieher bedrfe1 wenn das ,kind immer seinen eigenen ,willen thun sollte8 ,liebe ,freunde6 ,leset das1 was nun folgt1 mit einiger ,aufmerksamkeit1 und ich will mich bemhen1 so deutlich zu sprechen1 als es mir mglich ist1 so werden wir hoffentlich am ,ende einander die ,hnde geben und miteinander eins sein4 ,meine ,meinung ist diese3 ,der ,erzieher soll den ,zgling dahin zu bringen suchen1 da er selbst das ,gute wolle und es thue1 nicht deswegen1 weil es ihm von anderen geboten und das ,gegenteil verboten wird1 weil er von der ,befolgung des ,gebots ,belohnung1 von der bertretung ,strafe zu erwarten hat1 sondern weil er es selbst will4 ,sind wir nun miteinander eins8 ,ich hoffe es4 ,die ,frage ist nur1 wie man das ,kind dahin bringe1 da es das ,gute wolle2 dies ist schwer und nicht schwer1 je nachdem man es angreift4 ,nach meinen ,erfahrungen gehrt dazu zweierlei3 #a4 ,da man dem ,kinde stets die ,wahrheit sage oder ihm von seinen ,pflichten die richtige ,ansicht gehe4 #b4 ,da man es dahin bringe1 da es die ,wahrheit einsehe4 ,hat man es dahin gebracht1 so will es das ,gute und bedarf nur einer kleinen ,erinnerung von ,zeit zu ,zeit1 um es von seinen ,verirrungen1 die freilich nicht fehlen werden1 zurckzubringen4 ,man sei also stets wahr in seinen ,ermahnungen6 ,die ,kinder haben fr die ,wahrheit einen ungemein feinen ,sinn1 der ihnen aber auch jede ,unwahrheit bemerkbar macht4 ,wer also durch ,unwahrheit seine ,zglinge zum ,guten zu lenken sucht1 wird sein ,ziel gewi verfehlen4 ,schreie nicht1 mein ,kind6 sagte einst eine ,mutter1 als sie ihr weinendes ,kind durch das ,feld fhrte1 es sind ,muse hier im ,acker1 die kommen hervor1 wenn sie dich schreien hren1 und beien dich4 ,wer sieht nicht das ,unvernnftige und ,unwahre dieser ,vorstellung8 ,das ,kind schwieg ein paar ,augenblicke4 ,da ihm aber dann wieder ein paar ,schreie entfuhren1 und keine ,maus sich zeigte1 so schrie es weit strker als zuvor4 ,handeln denn die ,erzieher aber vernnftiger1 die ihren ,zglingen von der ,erfllung der ,pflichten ,folgen versprechen1 die hchst zufllig sind1 und wegen ,verletzung derselben ihnen ,strafen drohen1 die so selten sich einfinden1 als ein weinendes ,kind von einer ,maus gebissen wird8 ,fallen nicht ferner diejenigen ,erzieher in eben diesen ,fehler1 die ihren ,zglingen manches zur ,pflicht machen1 wozu sie doch nicht verbunden sind8 ,mssen sie denn nicht lauter falsche ,grnde anfhren1 um ihre ,forderungen zu beschnigen8 ,willst du z4 ,e4 deinen lgenhaften ,zgling dahin bringen1 da er die ,wahrheit rede1 so kannst du sagen1 auf eine ,lge gehrt eine ,maulschelle1 und es ihm auch sogleich fhlbar machen4 ,was wirst du damit ausrichten8 ,er wird gegen dich erbittert werden1 aber die ,neigung zur ,unwahrheit wird bleiben4 ,oder du kannst sagen1 wer lgt1 der stiehlt1 und wenn du so zu lgen fortfhrst1 so wirst du ein ,dieb und kommst an den ,galgen4 ,ist denn dies wahr8 ,oder du kannst etwas nachdrcklich sagen3 ,kind6 ,wenn du lgst1 so glaubt man dir nicht mehr4 ,dies wre fr dich ein groes ,unglck4 ,dies ist wahr1 und da es wahr sei1 begreift das ,kind leicht4#bi ,aber wenn man ihm die ,verbindlichkeit1 sich aller ,bewegungen im ,freien zu enthalten und acht ,stunden tglich stille zu sitzen1 begreiflich machen will1 wie soll man dies anfangen1 ohne die ,unwahrheit zu reden8 ,und wie kann man einem ,kinde zumuten1 zu glauben1 was nicht wahr ist1 und danach zu handeln8 ,wenn man ,kindern die ,wahrheit begreiflich machen will1 nach welcher sie handeln sollen1 so vergesse man ja nicht1 wen man vor sich habe -- nicht ,menschen1 sondern ,geschpfe1 die imstande der ,menschwerdung sich befinden1 bei denen die ,vernunft noch klein ist4 ,alle langen zusammenhngenden ,ermahnungen1 alle abstrakten ,grundstze1 die nur mit der ,vernunft knnen gefat werden1 sind unwirksam4 ,die ,kinder verstehen nichts davon4 ,sie haben aber eine ,nachahmungsbegierde1 die sie geneigt macht1 alles1 was ihnen an andern gefllt1 nachzuthun4 ,diese mu in ,anspruch genommen werden4 ,man mu ihnen in wahren oder erdichteten ,erzhlungen von der ,handlungsart1 zu welcher man sie bringen will1 ,muster vorstellen und sie so lebhaft schildern1 da sie glauben dieselben vor sich stehen zu sehen1 und so gefllig1 da in ihnen der ,entschlu entsteht1 ebenso zu handeln4 ,dabei mu man sich hten1 die ,anwendung geradezu auf sie zu machen und sie zu ermahnen1 ebenso zu handeln4 ,denn die ,kinder sollen ihren eignen ,willen thun4 ,wenn man sie nun die ,anwendung auf sich selbst machen lt1 und sie fassen dann selbst den ,entschlu1 so zu handeln1 so thun sie ihren eignen ,willen4 ,ich habe von der ,wirksamkeit dieser ,art des ,unterrichts sehr viele ,erfahrungen gemacht4 ,oft1 nicht immer1 aber oft1 wenn ich eben recht aufgelegt war1 in meiner ,erklrung meines ersten ,unterrichts in der ,sittenlehre#cj meinen ,zglingen ein gewisses ,muster recht darzustellen1 umschlossen sie mich am ,ende der ,lehrstunde und baten3 ,o ,vater6 ,la uns doch auch so handeln6 ,die ,kinder haben ferner ,verstand1 der auffat1 was ihm anschaulich dargestellt wird4 ,dieser mu ebenfalls in ,anspruch genommen werden4 ,man mu ihnen die ,verbindlichkeit1 so und nicht anders zu handeln1 so anschaulich als mglich zu machen suchen4 ,sobald sie dieselbe gefat haben1 ist auch gewi der ,entschlu da1 darnach zu handeln4 ,dazu gehrt eine eigene ,gewandtheit1 die nur durch bung erlangt werden kann4 ,zu allen ,zeiten ist man nicht aufgelegt dazu1 und da thut man besser1 wenn man seinen ,vortrag so lange verschiebt1 bis man sich dazu aufgelegt fhlt4 ,dann kann man aber auch ,wunder thun4 ,von den vielen ,erfahrungen1 die ich in dieser ,rcksicht gemacht habe1 will ich nur eine anfhren1 die ich neuerlich zu machen ,gelegenheit hatte4 ,vor einiger ,zeit ri bei meinen ,pflegeshnen die ble ,gewohnheit ein1 da sie immer die ,schlssel zu ihren ,schrnken und ,kisten verloren4 ,da sie einen geflligen ,schlosser zur ,seite hatten1 der ihnen sogleich drei ,schlssel auf einmal verfertigte1 so legten sie auf dieselben gar keinen ,wert mehr4 ,ich konnte ihnen deswegen scharfe ,verweise geben1 konnte auf das ,schlsselverlieren eine groe ,strafe setzen und noch mancherlei thun1 das nichts wrde gewirkt haben4 ,aber eben deswegen1 weil ich vorhersah1 da dies alles nichts helfen wrde1 that ich lieber gar nichts und lie sie eine ,zeitlang ,schlssel verlieren1 so viel sie wollten4 ,endlich fiel mir ein1 wie ich ihnen die ,verbindlichkeit1 ihre ,schlssel in acht zu nehmen1 anschaulich machen knnte4 ,als sie daher einmal in ,reihe und ,glied vor mir standen1 hielt ich einen ,schlssel in die ,hhe und sagte3 ,jetzt gebt ,achtung6 ,jetzt1 liebe ,freunde1 will ich eine ,vorlesung halten ber -- den ,schlssel4 ,die ,materie1 aus welcher der ,schlssel besteht1 ist gewhnlich ,eisen4 ,in ,ansehung seiner ,form bemerken wir diesen ,teil1 der heit ,kamm1 und diesen1 der ist das ,rohr1 und diesen1 das ist der ,griff4 ,dies habt ihr freilich alles lange schon gewut1 jetzt will ich euch aber noch etwas sagen1 was wenigstens zwei ,dritteilen von euch unbekannt war1 nmlich was eigentlich ein ,schlssel ist4 ,httet ihr dies gewut1 so wrdet ihr gewi auf eure ,schlssel einen grern ,wert gelegt haben4 ,achtung6 7die folgenden ,worte wurden langsam und mit groem ,nachdrucke ausgesprochen74 ,ein ,schlssel ist das ,mittel1 das ,behltnis1 zu dem er gehrt1 zu ffnen4 ,wenn ich also den ,schlssel zu meinem ,schranke verliere1 so bekommt der ,finder das ,mittel in die ,hnde1 meinen ,schrank zu ffnen4 ,verliere ich viele ,schlssel1 so erhalten die ,domestiken1 die ,handwerksleute1 die ,tagelhner1 die ,bettler1 die in unsere ,huser kommen1 nach und nach ,mittel1 den ,schrank zu ffnen4 ,in diesem ,falle thte ich besser1 wenn ich ihn gar nicht mehr verschlsse1 da ersparte ich mir doch die ,mhe des ,auf- und ,zuschlieens4 ,das ,zuschlieen wre ja doch vergeblich4 ,da es mglich sei1 seinen ,schlssel nicht zu verlieren1 dies beweist der ,schlssel1 den ich hier in der ,hand habe1 den ich im ,jahre #agff verfertigen lie1 der also nun beinahe #dj ,jahre alt ist4 ,mit diesen ,worten trat ich ab und berlie die ,versammlung ihrem eigenen ,nachdenken4 ,der ,erfolg davon war1 da das ,schlsselverlieren sogleich aufhrte1 und da nunmehr seit zwei ,monaten von meinen ,pflegeshnen kein einziger ntig gehabt hat1 sich einen neuen ,schlssel verfertigen zu lassen4 ,und worin liegt denn die ,zauberkraft1 die dies bewirkte8 #a4 ,darin1 da ich durch den sonderbaren ,eingang zu meiner ,rede aller ,erwartung spannte und sie zur ,aufmerksamkeit brachte4 ,was htten die triftigsten ,vorstellungen vermocht1 wenn man nicht darauf aufmerksam gewesen wre8 #b4 ,da ich den ,wert der ,schlssel und die ,verbindlichkeit1 sie zu bewahren1 recht anschaulich machte4 #c4 ,da ich sie dadurch dahin brachte1 da sie die ,verbindlichkeit1 ihre ,schlssel zu bewahren1 begriffen und sich selbst entschlossen1 dies zu thun4 ,ich hielt diesen ,vortrag ffentlich1 weil er einen ,fehler betraf1 der fast allgemein war4 ,man hte sich ein ,gleiches zu thun1 wenn man ein einzelnes ,kind zur ,erfllung einer ,pflicht oder ,ablegung eines ,fehlers bringen will4 ,man wird dabei seinen ,zweck gewi verfehlen1 denn die ,wirkung ffentlicher ,ermahnungen1 die eine gewisse ,person betreffen1 ist allemal ,beschmung1 wodurch eine ,art von ,betubung hervorgebracht wird1 die den ,ermahnten unfhig macht1 aufzumerken2 sehr oft wird dadurch auch ,erbitterung gegen den ,ermahner bewirkt1 die den ,vorsatz erzeugt1 die ,ermahnung nicht zu befolgen4 ,die ,kinder haben ferner ,sinnlichkeit1 die man auch benutzen mu4 ,dies geschieht1 wenn man durch ,ton und ,mienen das ausdrckt1 was man sagen will4 ,da ich hiervon schon oben gesprochen habe1 so ist es berflssig1 darber weitlufiger zu reden4 ,ich bemerke nur dies noch1 da es ungemein wichtig sei1 durch ,ton und ,miene auf ,kinder zu wirken1 die ,vernunftgrnde noch nicht fassen knnen4 ,wer dies versteht1 der richtet durch einen ,blick1 ein ,wort1 die ,beifall oder ,mifallen ausdrcken1 mehr aus1 als ein anderer durch eine lange ,gottesverehrung4 ,die ,einwendungen1 die gegen diese ,erziehungsart werden gemacht werden1 sehe ich voraus und bergehe sie mit ,stillschweigen1 weil sie jeder ,denkende leicht selbst widerlegen kann4 ,nur eine kann ich nicht unerrtert lassen4 ,der ,mensch1 wird man sagen1 mu gehorchen lernen1 wenn er in die menschliche ,gesellschaft passen soll4 ,was soll aus der ,gesellschaft werden1 wenn man ihr ,glieder zuzieht1 die gewhnt sind1 keinen andern als ihren eigenen ,willen zu thun8 ,die ,revolutionen1 die ,staatsumwlzungen1 die ,knigsmorde1 die in unsern ,tagen vorgefallen sind1 die sind die ,frchte der liberalen ,erziehung1 die man jetzt den jungen ,leuten giebt4 ,liebe ,freunde6 ,ereifert euch nicht zu sehr6 ,denkt nur an die ,frauenzimmer in ,n41 von denen ich oben gesprochen habe1 die an ,nervenkrankheiten sterben1 seitdem die ,schnepfenthler ,zglinge sich im kalten ,wasser baden6#ca ,die ,staatsumwlzungen und ,knigsmorde hngen mit der liberalen ,erziehung ebenso zusammen1 wie die ,nervenkrankheiten der ,frauenzimmer in ,n4 mit dem kalten ,baden der ,schnepfenthler ,zglinge4 ,wie8 ,sind denn etwa die berchtigten ,staatsumwlzer nach der hier empfohlenen ,methode erzogen worden8 ,oder haben sich diejenigen1 die so erzogen wurden1 durch ,insubordination ausgezeichnet8 ,und wenn es von ,hunderten einer that1 was beweist dieses8 ,man suche doch junge ,leute zu berzeugen 7und wie leicht ist dies71 da es ,pflicht sei1 die ,vorschriften derer zu befolgen1 die ihnen vorgesetzt sind1 und sie dahin zu bringen1 da sie es sich selbst zum ,gesetz machen1 dies zu thun1 so ist es ja gut4 ,sie werden dann immer geneigt sein1 die ,vorschriften ihrer ,vorgesetzten zu befolgen1 ohne da es ntig ist1 ihnen in jedem einzelnen ,falle die ,grnde davon anzugeben4 ,freilich setze ich voraus1 da ein vernnftiger ,erzieher seinen ,zgling nicht willkrlich behandle1 da er ihm keine ,vorschriften gebe1 die nicht auf wahren ,grnden beruhen2 freilich mu ich zugeben1 da der ,zgling knftig wahrscheinlich in ,lagen kommen werde1 wo er willkrlich und unvernnftig behandelt wird4 ,was ist denn aber dabei zu thun8 ,sollen wir das ,kind vielleicht unvernnftig behandeln1 damit es an die unvernnftige ,behandlung1 die seiner in der ,zukunft wartet1 gewhnet werde8 ,dies wre doch wirklich eine sonderbare ,forderung4 ,man bereite es darauf vor1 man zeige ihm in ,beispielen1 welch' willkrliche ,behandlung sich oft der ,mensch gefallen lassen msse1 und mache ihm die ,verbindlichkeit begreiflich1 sich derselben zu unterwerfen1 so lange man von dem willkrlichen ,behandler abhngig ist1 und er nicht eine ,handlungsart von uns verlangt1 die wir fr unrecht halten4 ,wollt ihr1 meine jungen ,freunde1 euch also der ,erziehung widmen1 so mt ihr notwendig lernen1 den ,kindern die praktischen ,wahrheiten so anschaulich zu machen1 da sie dieselben auffassen1 annehmen1 sich die ,befolgung derselben zum ,gesetz machen und so ihren eignen ,willen thun4 ,gewhnt ihr sie blo1 durch allerlei ,knsteleien1 euern ,willen zu thun1 so ist ihre ganze ,moralitt eine ,windmhle1 die stille steht1 sobald sie von einer ,anhhe ins ,thal gesetzt wird1 auf welches der ,wind nicht wirken kann4 ,wollt ihr ihnen die ,wahrheit vorpredigen1 ohne euch darum zu bekmmern1 ob sie dieselbe fassen1 so erzieht ihr ,kinder1 an denen1 wie ihr zu sagen pflegt1 ,hopfen und ,malz verloren ist1 bei denen kein ,zureden1 kein ,ermahnen etwas hilft1 von denen ihr klagt1 da ihr immer tauben ,ohren predigt4 ,die ,ursache davon liegt nicht in ihren ,ohren1 sondern in eurer leisen ,sprache1 weil ihr nicht so sprechen gelernt habt1 da es durch die ,ohren in die ,seele dringt4 ,statt also euch die ,kpfe ber das oberste ,moralprinzip zu zerbrechen1 lernt nur die allgemein zuerkannten praktischen ,wahrheiten den ,kindern recht falich und annehmlich zu machen4 ,der ,gewinn1 der daraus entspringt1 ist gro -- sehr gro4 ,sobald das ,kind das ,gute selbst will1 so erzieht es sich selbst1 und fnfzig ,kinder1 die das ,gute wollen1 sind leichter zu lenken1 als ein einziges1 dem es noch nicht eingefallen ist1 gut zu werden4 ,sobald ein ,kind eine ,sprache lernen will1 so lernt es sie1 und in einer einzigen ,lehrstunde1 die ihm darin gegeben wird1 kommt es weiter1 als ein anderes1 das diese ,sprache nicht erlernen will1 und vom ,morgen bis zum ,abend darin ,unterricht bekommt4 ,ist der ,zeitpunkt da1 wo sich bei den jungen ,leuten ,empfnglichkeit fr das bersinnliche zeigt1 so mu man nun den praktischen ,wahrheiten1 die man sie lehrte1 eine hhere ,sanktion dadurch geben1 da man sie zu berzeugen sucht1 da dieselben ,gottes ,wille sind4 ,wie dies anzufangen sei1 glaube ich in meinem ,heinrich ,gottschalk gezeigt zu haben und werde es ausfhrlicher zeigen in dem christlichen ,religionsunterrichte1 den ich nchstens hoffe liefern zu knnen4#cb ,dabei kommt denn aber freilich wieder viel auf den ,vortrag des ,lehrers an4 ,er mu so zuversichtlich und eindringlich zu sprechen wissen1 da die ,zuhrer berzeugt werden1 da er selbst alles1 was er sagt1 von ganzem ,herzen glaube1 er mu die ,wahrheit mit solchen ,grnden zu untersttzen wissen1 da ihnen kein ,zweifel dagegen brig bleibt4 ,plan zur ,erziehung der ,erzieher4 ,man errichte vor allen ,dingen eine ,pflanzschule fr ,erzieher4 ,man berufe die berhmtesten ,erzieher aus allen ,weltgegenden zusammen1 stelle sie als ,lehrer der ,erziehungskunst an und gebe jedem tausend bis fnfzehnhundert ,thaler ,gehalt1 damit er gegen ,sorgen gedeckt sei2 man stelle einen ,lehrer der ,zergliederungskunst an und sorge dafr1 da es nicht an ,leichnamen fehle1 an denen er den jungen ,erziehern den ,bau des menschlichen ,leibes zeigen kann2 man berufe ferner einen ,lehrer der ,heilkunde1 welcher ,vorlesungen ber die ,kinderkrankheiten hlt und die zweckmigsten ,heilmittel kennen lehrt2 man errichte eine ,bchersammlung1 in welche alle ,schriften aufgenommen werden1 die von ,griechen1 ,rmern1 ,franzosen1 ,englndern1 ,italienern1 ,deutschen1 ,dnen1 ,schweden ber die ,erziehung sind geschrieben worden1 damit der knftige ,erzieher eine recht vielseitige ,ansicht von seinem ,geschfte bekomme4 ,man errichte ferner einen ,lesesaal1 in welchem alle ,zeitschriften1 die in ,deutschland1 wo mglich auch in anderen gebildeten ,lndern ,europas1 herauskommen1 zu finden sind1 damit es die ,pflanzschule sogleich erfahre1 wenn irgend jemand etwas ,neues in der ,erziehungskunst erfunden hat4 ,knnte damit ein ,schauspielhaus verbunden werden1 in welchem die ,erzieher monatlich ein paar ,schauspiele auffhrten1 so wre es desto besser1 so lernten sie ,ton1 ,miene und ,anstand des ,krpers bilden4 ,unumgnglich ntig wre aber die ,anlegung eines ,gartens1 in welchen1 so viel als mglich1 alle ,pflanzen gesetzt wrden1 die unser ,erdball hervorbringt4 ,die ,ausfhrung dieses ,plans wrde freilich groe ,summen kosten2 ist die ,erziehung aber nicht das ,wichtigste fr den ,staat8 ,werden die ,unterthanen nicht gern die schwersten ,auflagen sich gefallen lassen1 wenn sie von dem wohlthtigen ,zwecke derselben belehrt werden8 wenn ,schriftsteller und ,prediger sich vereinigen1 ihnen die ,wichtigkeit der ,sache begreiflich zu machen8 ,wird der ,frst nicht gern seine ,schtze ffnen1 um solch eine ,anstalt zu untersttzen1 die fr den ,staat von so unabsehlich wichtigen ,folgen sein kann und mu8 ,solch einen ,plan zu entwerfen1 wre ich vielleicht vor vierzig ,jahren fhig gewesen1 da das ,blut noch flchtig durch meine ,adern strmte1 in meinem ,gehirne ,entwrfe auf ,entwrfe sich erzeugten1 ohne da mich die ,bedenklichkeit beunruhigte1 ob sie auch in der wirklichen ,welt ausfhrbar wren4 ,jetzt aber1 da das ,blut etwas langsamer fliet1 fallen nur doch gegen diesen ,plan allerlei ,bedenklichkeiten ein4 ,erstlich glaube ich doch1 da es etwas schwer sein werde1 die ,summen1 die zur ,ausfhrung desselben ntig sind1 aufzubringen2 zweitens1 wenn dies auch wre1 so wrde darber so viel ,zeit verflieen1 da unsere jetzt lebende ,jugend aufwchse1 ohne sich der wohlthtigen ,wirkung desselben zu erfreuen4 ,dies wre doch wirklich schade6 ,drittens gebe ich zwar zu1 da1 wenn alles gelnge1 der ,staat eine ,menge vielseitig gebildeter ,erzieher erhalten wrde1 die von der ,erziehungskunst recht viel sprechen und schreiben knnten2 ob aber ein einziger imstande sein wrde1 ein ,kind wirklich zweckmig zu erziehen1 daran zweifle ich sehr4#cc ,ich will also diesen ,plan1 der sich gut lesen1 aber schwer ausfhren lt1 lieber ganz aufgeben und jedem1 der sich der ,erziehung widmet1 einen etwas einfachern vorlegen1 der in den drei ,worten begriffen ist3 ,erziehe dich selbst6 ,dieser hat den ,vorzug1 da er einfach ist1 wenig ,geld kostet1 gleich nach ,lesung dieses ,buches von allen1 die dafr ,sinn haben1 ausgefhrt werden kann und ,erzieher bilden wird1 die nicht blo von der ,erziehung sprechen und schreiben1 sondern wirklich erziehen knnen4 ,wer nun glaubt1 von mir noch etwas lernen zu knnen1 der merke auf die ,winke1 die ich ihm jetzt zur ,selbsterziehung geben werde4 #a4 ,sei gesund6 ,ein kranker ,mann ist ein armer ,mann1 alle ,geschfte werden ihm schwer1 aber keins schwerer1 als die ,erziehung4 ,im krankhaften ,zustande ist man sehr reizbar1 jeder ,mutwille1 jede ,unbesonnenheit der ,jugend erregt ,unwillen4 ,man mu sich also in einer ,gesellschaft1 welcher ,mutwillen und ,unbesonnenheit eigen sind1 sehr bel befinden1 weil man sich alle ,augenblicke von derselben fr beleidigt hlt4 ,und wie will man sie in einem steten ,zustande unangenehmer ,empfindungen erziehen knnen8 ,alle ,ermahnungen werden von ,galle triefen oder mit einem zitternden ,tone vorgebracht werden4 ,dieser wird nichts wirken1 und jene wird schaden4 ,die vielen ,klagen1 die man ber die ,unfolgsamkeit der ,jugend hren mu1 rhren gewi meistens von der ,krnklichkeit der ,erzieher her1 und wie kann man sich zutrauen1 gesunde ,kinder erziehen zu knnen1 wenn man selbst ungesund ist8 ,dies ist ja aber1 wird man sagen1 eine sonderbare ,forderung3 ,sei gesund6 ,gesund will freilich ein jeder sein2 hngt denn die ,gesundheit aber von seinem ,willen ab8 ,allerdings4 ,vorausgesetzt1 da keins der ,eingeweide verletzt ist und du deinen ,krper nicht durch ,ausschweifungen sehr geschwcht hast1 so kannst du gesund sein1 wenn du nur ernstlich willst4 ,der ernstliche ,wille hat auf den ,krper einen mchtigen ,einflu4 ,hrte ihn nur nach und nach ab1 sei mig und enthaltsam1 widme den ,tag der ,arbeit und die ,nacht der ,ruhe1 und wenn du demungeachtet zu krnkeln anfngst1 anstatt zur ,apotheke deine ,zuflucht zu nehmen1 suche lieber den ,grund deines belbefindens zu erfahren4 ,dies kannst du1 wenn du ber deine bisherige ,lebensweise nachdenkst4 ,hast du den ,grund deines belbefindens erst entdeckt1 so wird es dir leicht sein1 dir durch einfache ,mittel zu helfen4 ,unplichkeiten z4 ,e41 die von berladung des ,magens herrhren1 werden oft durch ,versagung einer ,mahlzeit gehoben4 ,etwas ,mehreres hierber zu sagen1 trage ich deswegen ,bedenken1 weil es das ,ansehen gewinnen wrde1 als wenn ich den ,arzt machen wollte1 was mir aber noch nie in den ,sinn gekommen ist4 ,es mache sich ein jeder mit seiner ,natur bekannt1 erforsche1 woher seine ,krankheit komme und lerne die einfachen ,mittel kennen1 dieselbe zu heben1 so wird er sich eine dauerhafte ,gesundheit erwerben knnen4 ,das geht bei mir nicht6 hre ich viele sagen4 ,lieber ,freund1 versuche es1 ich hoffe1 es wird gehen4 ,ich kenne mehrere ,personen1 die sonst viel mit krperlichen ,leiden kmpfen muten1 aber durch ,befolgung dieser einfachen ,vorschriften zu einer festen ,gesundheit gelangt sind4 ,geht es bei dir aber wirklich nicht1 entweder weil dir der ,sinn fr echte ,gesundheitspflege fehlt1 oder weil dein ,krper fehlerhaft gebaut ist1 oder weil durch irgend eine ,ursache etwas darin zerstrt worden1 so befolge meinen ,rat1 entsage der ,erziehung und widme dich einem andern ,geschfte4 ,sie wrde dir uerst lstig werden1 und du wrdest1 auch bei dem besten ,willen1 mehr ,schaden als ,nutzen stiften4 #b4 ,sei immer heiter6 ,in einer heitern ,stunde ist man unter seinen ,zglingen allmchtig4 ,sie hngen an uns mit ganzer ,seele1 sie fassen alle unsere ,worte auf1 sie befolgen alle unsere ,winke4 ,knntest du immer heiter sein1 so wre kein leichter ,geschft als die ,erziehung4 ,es giebt ,personen1 denen die ,heiterkeit angeboren ist1 denen alles von der lachenden ,seite erscheint2 diese bedrfen dieser ,ermunterung nicht1 vielmehr mu ich sie erinnern1 da zur ,erziehung auch ,ernst ntig sei1 wenn man sein ,ansehen behaupten und seinen ,erinnerungen die ntige ,wirksamkeit verschaffen will4 ,allein die ,zahl derer1 die von der ,natur mit ,heiterkeit beschenkt wurden1 ist sehr klein1 die meisten sind mehr fr ,mimut empfnglich und befinden sich daher gewhnlich in einer unzufriedenen ,stimmung des ,gemts4 ,da bei dieser unangenehmen ,stimmung die ,erziehung sehr schwer wird und wenig nutzt1 wei jeder und fhlt daher die ,verbindlichkeit1 nach steter ,heiterkeit zu streben4 ,sich dieselbe zu verschaffen1 ist so schwer nicht1 als manche vielleicht glauben werden4 ,man suche nur erst den ,ursprung des ,mimuts auf1 so wird es etwas ,leichtes sein1 ihn wegzuschaffen4 ,warum1 frage ich dich also1 lieber ,leser1 bist du denn immer so mimutig8 ,meine ,lage -- antwortest du4 ,du irrst dich1 mein ,freund6 es ist wahr1 da immer eine ,lage geeigneter ist1 den ,mimut zu reizen1 als die andere2 allein der eigentliche ,grund des ,mimuts liegt doch immer in dir selbst4 ,ein ,mann voll ,kraft und hellen ,einsichten mu imstande sein1 sich von seinen ,umgebungen unabhngig zu machen und seiner ,heiterkeit aus sich selbst ,nahrung zu geben4 ,er ist ruhig1 wenn es auch um ihn her strmt und wetterleuchtet1 und zufrieden1 wenn um ihn herum ,unzufriedenheit herrscht4 ,ein anderer1 dem diese ,kraft und ,einsichten fehlen1 ist finster und mimutig1 auch wenn ihn alles anlacht4 ,der ,grund des ,mimuts liegt oft in einem fehlerhaften ,zustande des ,krpers4 ,wer nun gelernt hat1 sich gesund zu erhalten1 wird auch gegen diese ,art des ,mimuts sich schtzen knnen4 ,oft1 und vielleicht meistenteils1 entspringt er aber aus einem fehlerhaften ,zustande der ,seele1 und zwar vorzglich aus der blen ,gewohnheit1 sich von seinen ,umgebungen unangenehme ,vorstellungen zu machen4 ,sehet1 liebe ,freunde6 es giebt eine doppelte ,welt4 ,die eine ist auer uns1 die andere in uns4 ,jene ,welt ist von unseren ,vorstellungen unabhngig1 diese besteht in den ,vorstellungen1 die wir uns von derselben machen4 ,auf erstere knnen wir nur wenig wirken1 diese aber ist unser ,werk1 wir sind ,schpfer derselben4 ,ist also die ,welt auer dir nicht so1 wie sie deiner ,meinung nach sein sollte1 so schaffe dir selbst eine ,welt1 die dich anlacht1 die dich zur ,heiterkeit stimmt1 lerne allen ,dingen eine angenehme ,ansicht abzugewinnen1 dir von ihnen beruhigende1 aufheiternde ,vorstellungen zu machen1 und -- deine ,heiterkeit ist fest1 wenigstens so fest gegrndet1 als es in dem ,larvenstande1 in dem wir uns befinden1 mglich ist4 ,la uns einmal mit dieser ,schpfung einen ,versuch machen und sehen1 ob von dem ,kreise1 in dem du wirkst1 nicht eine angenehme1 reizende ,vorstellung mglich sei4 ,du wandelst und wirkst in einem ,kreise von ,kindern4 ,wer sind sie8 ,werdende ,menschen4 ,wer gab sie dir8 ,gott1 der alles giebt4 ,in welcher ,absicht8 ,um sie zu leiten1 da sie sich zu vernnftigen1 freien1 thtigen1 glckseligen ,wesen bilden1 und dir dadurch ,gelegenheit zu schaffen1 dich selbst zu veredeln4 ,aber ihre ,untugenden8 ,sind ,reizungen zum ,nachdenken ber den ,ursprung derselben und die besten ,mittel1 sie wegzuschaffen4 ,und die ,schwierigkeiten1 die man dir in den ,weg legt8 ,sollen dich reizen1 deine ,krfte anzustrengen1 um sie zu berwinden4 ,der ,undank1 mit dem du belohnt wirst8 ,schafft dir ,gelegenheit1 dich zu ben1 rein sittlich zu handeln4 ,sind solche ,ansichten nicht ungemein aufheiternd8 ,begreifst du nicht die ,mglichkeit1 wie ein ,mann1 der sich eine ,fertigkeit erworben hat1 seinen ,umgebungen solche ,ansichten abzugewinnen1 sich die ,heiterkeit eigen machen kann8 ,aber solche ,ansichten bekommen zu knnen1 mu man freilich einen hhern ,standpunkt zu erreichen suchen1 auf dem man1 ber das ,sichtbare wegsehend1 seinen ,blick auf das ,unsichtbare richten kann4 ,hier verschwindet alle ,unordnung1 ,verwirrung und alles bel1 und ffnet sich ein ,feld1 wo lauter ,harmonie und erhabne ,zwecke sichtbar sind4 ,denen1 die ,neigung haben1 diesen hhern ,standpunkt zu erklimmen1 habe ich dazu die ,hand geboten in dem bekannten ,buche -- ,der ,himmel auf ,erden4#cd ,ich zweifle nicht1 da junge ,erzieher1 welche die in diesem ,buche gegebenen ,vorstellungen sich eigen machen1 sich bei ihrem ,geschfte zur ,heiterkeit zu stimmen1 erlernen werden4 #c4 ,lerne mit ,kindern sprechen und umgehen4 ,jede ,klasse von ,menschen hat ihre eigene ,sprache und ,gewohnheiten1 mit welchen man viele ,bekanntschaft haben mu1 wenn man sich bei ihr wohlbefinden und gefallen will4 ,daher ist der ,stubengelehrte ngstlich und macht sich lcherlich1 wenn er in den ,kreis der hhern ,stnde eintritt1 und wei nicht1 wie er sich benehmen soll1 wenn er in eine ,gesellschaft von ,ackerleuten kommt4 ,ein hnliches ,schicksal haben junge ,mnner1 die nur mit ,bchern und erwachsenen ,personen umgingen1 wenn ,kinder ihnen anvertraut werden4 ,sie wissen nicht1 wie sie sich benehmen sollen1 sie sind immer in ,verlegenheit und -- gefallen den ,kindern nicht1 denen ihre ,gesellschaft lstig ist4 ,woher kommt dies8 ,die ,sprache und die ,gewohnheiten der ,kinder sind ihnen fremd4 ,macht euch also mit denselben bekannt6 ,statt viel ber die ,erziehung zu lesen und pdagogische ,vorlesungen zu hren1 sucht lieber ,kinder auf1 in deren ,gesellschaft ihr tglich ein paar ,stunden verlebt4 ,kinder giebt es ja allenthalben1 wo ,menschen wohnen1 ihr werdet sie gewi auch antreffen auf dem ,platze1 wo ihr euch befindet4 ,vielleicht habt ihr einen ,hauswirt1 einen ,nachbar1 einen ,freund oder ,verwandten1 der mit ,kindern gesegnet ist1 und dem es lieb sein wird1 wenn ihr sie bisweilen unterhalten wollt4 ,zum ,stoffe der ,unterhaltung schlage ich zuerst vor die ,erzhlung4 ,die ,erzhlung hat fr alle ,kinder ,reiz1 und sobald eine ,person1 die gut erzhlen kann1 ihren ,mund ffnet1 so sammeln sich die ,kinder um sie1 wie die ,kchlein1 wenn die ,mutter lockt4 ,und dieses ,herzudrngen1 diese sichtbare ,begierde nach ,erzhlung macht denn auch dem ,erzhler sein ,geschft leicht und angenehm4 ,in unseren ,tagen1 wo so viele ,bcher fr ,kinder geschrieben sind1 kann es an ,stoff zur ,erzhlung nicht fehlen4 ,das beste1 das ich kenne1 ist der ,campesche ,robinson4#ce ,wenn du nun zu erzhlen anfngst1 so bemerke wohl1 wie sich deine kleinen ,zuhrer dabei benehmen4 ,sind ihre ,augen und ,ohren auf dich gerichtet1 bitten sie dich1 wenn du schlieen willst1 da du weiter erzhlen sollst1 so ist es ein ,zeichen1 da sie in deiner ,erzhlung ,unterhaltung finden2 werden sie aber schlfrig oder fangen an zu spielen und sich untereinander zu necken1 so mu es irgendwo fehlen4 ,du wirst vielleicht meinen1 es fehle am guten ,willen der ,kinder4 ,ich glaube aber1 da du dich irrst1 da die ,kinder1 so weit ich sie kenne1 alle an ,erzhlungen ,vergngen finden4 ,der ,fehler liegt vielmehr sicherlich entweder an dem ,inhalte der ,geschichte1 die du vortrgst -- oder an dir selbst4 ,vielleicht enthlt deine ,geschichte nichts fr ,kinder ,anziehendes4 ,versuche es daher mit einer andern2 fesselt diese ihre ,aufmerksamkeit mehr1 so httest du vorher in der ,auswahl der ,erzhlung gefehlt4 ,nur hte dich1 deine ,kleinen mit ,feen- und ,zaubergeschichten zu unterhalten4 ,diese hren sie freilich so gern1 als sie ,pfefferkuchen essen1 sie sind aber ihrem ,geiste so nachteilig1 als der ,pfefferkuchen ihrem ,magen4 ,solltest du aber finden1 da die ,kinder bei allen deinen ,erzhlungen zerstreut und teilnahmslos bleiben1 so liegt der ,fehler sicher in dem ,tone deines ,vortrags1 und du hast dann umsomehr ,ursache1 daran zu bessern1 da die ,absicht deiner ,erzhlung doch vorzglich ist1 mit ,kindern sprechen zu lernen4 ,hier sind einige ,winke1 wie du deinen ,erzhlungston verbessern kannst4 ,der ,mann spricht wie ein ,buch1 pflegt man zu sagen1 wenn man jemandem wegen seiner ,unterhaltungsgabe einen ,lobspruch beilegen will4 ,wenn du aber dich mit deinen ,kindern unterhltst1 so rate ich dir1 sprich nicht wie ein ,buch1 sondern wie ein ,mensch im ,umgange mit ,menschen zu sprechen pflegt1 sprich die ,sprache des gemeinen ,lebens4 ,wenn man ein ,buch schreibt1 so whlt man jedes ,wort und jede ,redensart und vermeidet viele ,ausdrcke des gemeinen ,lebens als unedel4 ,vermeide du bei deinen ,erzhlungen keinen ,ausdruck als unedel1 dessen du dich im tglichen ,umgange nicht zu schmen pflegst2 dadurch bekommt deine ,erzhlung ,leben und wird fr ,kinder anziehend4 ,vermeide ferner1 so viel du kannst1 allgemeine ,ausdrcke1 weil diese ,kindern weniger falich sind und nenne lieber die ,sachen einzeln1 die dadurch bezeichnet werden4 ,du kannst z4 ,e4 sagen3 ,die ,mutter1 als sie von ihrer ,reise zurckkam1 brachte ihren ,kindern ,frchte und ,spielwerk mit2 du kannst diesen ,satz aber auch so ausdrcken3 ,da die ,mutter von ihrer ,reise zurckkam1 brachte sie ,frnzchen und ,wilhelminchen allerlei artige ,sachen mit1 pfel1 ,birnen1 ,haselnsse1 eine ,schachtel voll kleiner ,teller1 ,leuchter1 ,schsseln1 ,lffel1 ,bilder u4 dgl42 die letzte ,darstellung hat fr die ,kinder sicher mehr ,reiz als die erste4 ,sei ferner in deiner ,erzhlung etwas umstndlich und vergi nicht1 in dieselbe allerlei ,nebenumstnde einzuweben1 die die ,handlung begleiteten4 ,so kannst du der obigen ,erzhlung durch ,einflechtung folgender ,nebenumstnde mehr ,leben geben4 ,ach1 wenn doch die ,mutter nur einmal wiederkme6 sagte ,frnzchen zu ,wilhelminchen4 ,kaum hatte sie es gesagt1 so rasselte etwas unter dem ,fenster4 ,frnzchen sah hinaus1 erblickte die ,mutter in einem ,reisewagen1 sprang mit ,wilhelminchen hinaus -- da stieg die ,mutter heraus1 umarmte ihre ,kinder1 lie den ,koffer vom ,wagen nehmen und in die ,stube tragen4 ,die ,kinder folgten ihr und waren begierig zu sehen1 was in dem ,koffer wre4 ,jetzt wurde er geffnet und ausgepackt4 ,auch eine ,schachtel wurde ausgepackt und den ,kindern hingesetzt4 ,neugierig ffneten sie dieselbe und fanden darin allerlei artige ,sachen1 die ihnen ,freude machten3 pfel1 ,birnen u4 s4 w4 ,fhre ferner die ,personen immer redend ein und la sie in dem ,tone sprechen1 wie sie wirklich wrden gesprochen haben4 ,z4 ,e4 ,frnzchen erblickte ihre ,mutter4 -- ,wilhelmine6 rief sie1 die ,mutter ist da4 -- ,die ,mutter8 sagte ,wilhelmine -- und beide sprangen die ,treppe hinab -- ,mutter6 gute liebe ,mutter6 sagten sie und fielen ihr um den ,hals4 ,gute ,kinder6 sprach diese1 indem sie dieselben an ihre ,brust drckte1 wie sehr habe ich mich nach euch gesehnt4 ,ihr seid doch noch gesund8 ,w4 ,recht gesund6 ,hast du uns etwas mitgebracht8 ,m4 ,wollen sehen6 ,hans1 trage diesen ,koffer in meine ,stube4 ,w4 ,was wird in dem ,koffer sein8 u4 s4 w4 ,es versteht sich von selbst1 da du immer in dem ,tone sprechen mut1 in welchem die ,person1 die du redend einfhrst1 wrde gesprochen haben1 und dir daher ,mhe geben1 deine ,stimme in deine ,gewalt zu bekommen4 ,wilhelmine1 die ,mutter ist da6 mu ganz anders ausgesprochen werden1 als das3 ,gute ,kinder6 ,wie sehr habe ich mich nach euch gesehnt6 ,durch diese bestndige ,abwechselung des ,tons bekommt nicht nur deine ,erzhlung ,leben1 sondern deine ,stimme bekommt auch die gehrige ,geschmeidigkeit1 die dir unentbehrlich ist1 wenn du mit ,nachdruck und ,herzlichkeit zu deinen ,pflegebefohlenen sprechen willst4 ,endlich suche auch in deine ,erzhlung ,handlung zu bringen4 ,dies geschieht alsdann1 wenn du durch deine ,mienen und die ,bewegung deiner ,glieder die ,handlungen1 welche du erzhlst1 auszudrcken suchst4 ,z4 ,e4 das3 ,wilhelmine1 die ,mutter ist da6 mu mit einer ,miene ausgesprochen werden1 die den hchsten ,grad der ,freude ausdrckt4 ,dabei darfst du nicht in ruhiger ,stellung bleiben1 sondern mut eine solche annehmen1 in welche ein ,kind durch die ,freude ber die unvermutete ,zurckkunft der geliebten ,mutter versetzt zu werden pflegt4 ,zum ,stoffe der ,unterhaltung mit ,kindern schlage ich ferner vor3 ,erklrung solcher ,bilder1 die fr ,kinder etwas ,anziehendes haben4 ,freilich haben alle ,bilder fr ,kinder etwas ,anziehendes1 aber doch immer eins mehr als das andere4 ,abbildung der lebendigen mehr als ,vorstellung der leblosen ,natur1 ,tiere mehr als ,menschen1 handelnde ,wesen mehr als solche1 die sich in einer ruhigen ,stellung befinden4 ,die ,abbildung eines ,hahnenkampfes hat fr ,kinder sicher mehr ,anziehendes1 als die ,vorstellung aller hhnerartigen ,vgel4 ,diese werden ,kinder zwar auch einige ,zeit mit ,vergngen betrachten1 aber sich daran bald satt sehen4 ,bei ,betrachtung des ,hahnenkampfes werden sie hingegen lnger verweilen und sie fters mit ,vergngen wiederholen4 ,bei ,verfertigung der ,kupfer zu ,konrad ,kiefers ,,abc- und ,lesebchlein1 wie auch zum ersten ,unterrichte in der ,sittenlehre1 ist auf diese ,bemerkungen ,rcksicht genommen worden4 ,alles1 was von der ,erzhlung ist gesagt worden1 gilt auch von der ,erklrung der ,bilder2 du mut1 wenn sie ,kinder an dich ziehen sollen1 bei derselben die nmlichen ,winke befolgen1 die ich dir in ,ansehung jener gegeben habe4 ber beides knnte ich dir noch vieles sagen2 wenn du aber ,drang fhlst1 durch ,erzhlung und ,bildererklrung deine ,kleinen an dich zu ziehen1 so wirst du von selbst alles besser lernen1 als ich es dir sagen kann4 #d4 ,lerne mit ,kindern dich beschftigen4 ,bei den jetzt beschriebenen ,unterhaltungen bist du die handelnde ,person1 und die ,kinder sind blo ,zuhrer und ,zuschauer4 ,dieses ,verhltnis1 so angenehm es ihnen anfnglich ist1 wrde sie doch ermden1 wenn es zu lange dauern sollte1 da ihr ,trieb zur ,selbstthtigkeit dabei keine ,befriedigung findet4 ,du mut daher auch ,unterhaltungen suchen1 an denen sie thtigen ,anteil nehmen knnen4 ,zu diesen rechne ich zuerst das ,spiel1 nmlich ein solches1 das einen ntzlichen ,zweck hat1 entweder dem ,leibe eine freie ,bewegung und ,behendigkeit zu verschaffen1 oder die geistigen ,krfte zu ben4 ,diese ,spiele kannst du zum ,teil von den ,kindern selbst lernen1 wenn du sie von deinen ,pflegebefohlenen angeben lt und bisweilen die ,spielpltze anderer ,kinder besuchst1 teils kannst du ,anleitung zu denselben finden in ,guts-,muths ,spielen fr ,kinder4#cf ,bei der ,wahl derselben hast du auf zweierlei ,rcksicht zu nehmen3 da sie einen wirklich ntzlichen ,zweck haben1 und da sie deinen ,kleinen ,vergngen machen4 ,o ihr alle1 die ihr euch der ,erziehung weihet1 lernet1 ich bitte euch1 lernet mit ,kindern spielen6 ,ihr werdet durch diese bung drei wichtige ,zwecke erreichen3 die ,kinder an euch ziehen und ihre ,liebe und ihr ,zutrauen erwerben1 die ,gabe1 mit ihnen zu sprechen und sie zu behandeln1 euch mehr eigen machen -- und ,gelegenheit finden1 in das ,innerste eurer ,kleinen zu sehen1 da sie bei dem ,spiele weit offner und freier handeln1 als in andern ,lagen1 und sich mit allen ihren ,fehlern1 ,schwachheiten1 ,einfllen1 ,anlagen1 ,neigungen zeigen1 wie sie wirklich sind4 ,wer mit ,kindern nicht spielen kann1 wer in dem ,wahne steht1 da diese ,art der ,unterhaltung mit ,kindern unter seiner ,wrde sei1 sollte eigentlich nicht ,erzieher werden4 ,da wir doch aber nicht blo zum ,spielen bestimmt sind1 und die ,kinder desselben bald berdrssig wrden1 wenn sie sonst gar keine ,beschftigung htten1 so wirst du bald das ,bedrfnis anderer1 etwas ernstlicherer ,beschftigungen fhlen4 ,worin diese bestehen sollen1 ist vorhin gezeigt worden4 ,jetzt fragt es sich nur1 wie du dir die ,geschicklichkeit dazu erwerben kannst4 ,daher rate ich dir3 #e4 ,bemhe dich1 dir deutliche ,kenntnisse der ,erzeugnisse der ,natur zu erwerben4 ,unter deutliche ,kenntnis verstehe ich ,kenntnis der ,merkmale1 wodurch man die verschiedenen ,klassen und ,gattungen der ,naturerzeugnisse voneinander unterscheiden kann4 ,dazu fehlt es mir1 antwortest du vielleicht1 an ,gelegenheit4 ,wirklich8 ,du lebst ja in der ,natur und bist mit ,erzeugnissen derselben umgeben1 die um dich her wachsen und leben4 ,gewhne dich nur1 eines derselben nach dem andern genau zu betrachten und die ,merkmale aufzusuchen1 wodurch sie sich von andern1 ihnen hnlichen1 unterscheiden4 ,dadurch wirst du deinem ,unterscheidungsvermgen schon einige ,fertigkeit erwerben4 ,aber die ,worte werden dir fehlen1 womit du jedes ,naturerzeugnis und seine ,merkmale benennen sollst4 ,daher mut du nun einen ,freund aufsuchen1 der mit der ,natur sich bekannt gemacht hat1 und der dir einige ,anleitung giebt1 die ,merkmale der ,naturerzeugnisse1 z4 ,e4 in der ,pflanzenkunde die verschiedenen ,teile der ,blumen1 aufzusuchen1 und dir die ,kunstausdrcke1 mit welchen sie pflegen benannt zu werden1 bekannt macht4 ,in unsern ,tagen1 wo die ,naturkenntnis immer weiter sich verbreitet1 sind solche ,freunde so selten nicht1 als vor zwanzig ,jahren4 ,solltest du auch einige ,stunden weit gehen mssen1 um diesen ,freund zu finden1 so ist es doch der ,mhe wert1 bisweilen einen ,weg zu ihm zu machen4 ,ferner mut du dir einige ,bcher zu verschaffen suchen1 die dir ,anleitung geben1 die ,natur kennen zu lernen4 ,auch hieran ist jetzt ein berflu4 ,unter der ,menge derselben nenne ich nur in der ,pflanzenkunde3 ,dietrichs ,anleitung zur ,kenntnis der ,pflanzen2 ,deutschlands ,flora von ,hofmann und ,rhling2 in der ,tierkunde3 ,leskens ,naturgeschichte1 und in beiden3 ,bechsteins gemeinntzige ,naturgeschichte des ,in- und ,auslandes4#cg ,findest du nun ein ,naturerzeugnis1 von dessen ,natur und ,namen du dir ,kenntnis zu erwerben wnschest1 z4 ,b4 eine ,pflanze1 so siehe zuerst auf die ,merkmale der ,klasse1 dann der ,gattung1 ferner der ,ordnung1 wobei du dich vorzglich an die ,merkmale halten mut1 die am meisten in die ,augen springen1 dann schlage dein ,buch nach und suche die ,klasse und ,gattung auf1 zu welcher deine ,pflanze gehrt1 so wird es dir nicht schwer sein1 auch die ,ordnung zu finden1 zu welcher sie gerechnet1 und den ,namen1 mit welchem sie benannt wird4 ,frage dann bisweilen deinen ,freund1 ob du dich nicht geirrt habest1 du wirst dich dann freuen1 wenn du wirklich gefunden hast1 was du suchtest1 und selbst dein erkannter ,irrtum wird dir lehrreich sein und dich vor hnlichen ,verirrungen bewahren4 ,ich gebe dir diesen ,rat um desto zuversichtlicher1 da ich aus ,erfahrung wei1 da verschiedene junge ,mnner whrend eines kurzen ,aufenthalts in meiner ,anstalt sich auf diesem ,wege nicht gemeine ,kenntnisse der ,natur1 vorzglich der ,pflanzen1 erworben haben4 ,da ich vorhin hinlnglich glaube bewiesen zu haben1 da die ,betrachtung der ,natur zur ,unterhaltung der ,kinder1 zur ,weckung und bung ihrer ,geisteskrfte hchst ntig sei1 so ergiebt sich hieraus von selbst1 da du mit der ,natur dich bekannt machen mut1 wenn du mit ,vergngen und mit ,nutzen erziehen willst4 ,diese ,bekanntschaft wird dir groe und mannigfaltige ,vorteile gewhren4 ,fr dich wird sie eine ergiebige ,quelle des ,vergngens sein1 weil du nun nicht mehr durch die ,welt als ein ,fremdling wandelst1 dem alle seine ,umgebungen unbekannt sind1 sondern als ein ,einheimischer1 der auf den ,bergen und in ,thlern1 im ,wasser und in dem ,innern der ,erde1 ,bekannte antrifft1 mit denen er sich unterhalten kann4 ,noch wichtiger wird sie dir im ,umgange mit deinen ,kleinen sein1 da sie dir den mannigfaltigsten ,stoff zur ,unterhaltung und zum ,unterrichte darbietet1 dich deinen ,kleinen wichtig und unentbehrlich macht und dir ,gelegenheit giebt1 besonders im ,sommer1 manche ,stunde bei deinen ,kleinen auf eine hchst ntzliche und angenehme ,art mit dem ,sammeln und ,trocknen der ,pflanzen auszufllen4 #f4 ,lerne die ,erzeugnisse des menschlichen ,fleies kennen4 ,da diese einen sehr mannigfaltigen ,stoff zur lehrreichen ,unterhaltung mit ,kindern geben1 wie ich vorhin zeigte1 so ist die ,kenntnis derselben unentbehrlich4 ,bei der sonst gewhnlichen ,erziehung blieb uns dieselbe fast ganz fremd2 von den meisten ,dingen1 die uns umgeben1 hatten wir keine deutlichen ,vorstellungen1 und die ,namen der verschiedenen ,teile derselben waren uns unbekannt4 ,suchen wir uns diese ,kenntnis nicht zu verschaffen1 so knnen wir sie auch unsern ,pflegeshnen nicht mitteilen2 sie werden sich daher gewhnen1 ihre ,umgebungen nur oberflchlich ansehen1 und sich mit einer dunkeln ,erkenntnis derselben begngen4 ,also1 ,freund6 der du dich der ,erziehung widmest1 bemhe dich1 mit den mancherlei ,erzeugnissen des menschlichen ,fleies bekannt zu werden1 und lerne vorzglich ihre ,materie1 ihre ,teile1 ihre ,form1 ihren ,zweck kennen und richtig benennen4 ,die ,gelegenheit dazu wirst du finden1 wenn du sie suchest4 ,die ,person1 die die ,sache verfertigt hat und die sie gebraucht1 wird dir ber alles1 was du zu wissen verlangst1 ,aufschlu geben knnen4 ,triffst du z4 ,e4 einen ,ackersmann an1 der deinen ,gru freundlich erwiedert1 so la dich mit ihm in ein ,gesprch ein ber sein ,geschft und ber das ,werkzeug1 dessen er sich bedient1 um ,furchen zu ziehen und den ,acker zur ,hervorbringung des ,getreides1 das dich nhrt1 zuzubereiten4 ,la dir von ihm die verschiedenen ,teile des ,pflugs benennen und die ,absicht anzeigen1 in welcher sie an demselben angebracht sind4 ,er wird mit ,vergngen deine ,fragen beantworten1 und du wirst da mancherlei kennen lernen1 das dir zuvor unbekannt war1 und dich freuen1 es gelernt zu haben4 ,so besuche die ,werkstatt des ,schreiners1 des ,drechslers1 des ,schmieds u4 s4 w41 unterhalte dich mit ihnen ber die ,materien1 die sie bearbeiten1 ber die ,form1 die sie ihnen geben1 die ,werkzeuge1 deren sie sich bedienen1 um zu ihren ,zwecken zu kommen2 besuche ferner die ,pltze1 wo ,maschinen aufgestellt sind1 die durch den ,druck einer migen ,kraft groe ,wirkungen hervorbringen1 z4 ,e4 ein ,mhlwerk1 und la dir die verschiedenen ,teile1 ihre ,benennungen und ,absichten1 bekannt machen u4 s4 w4 ,du wirst bei solchen ,unterredungen mit der produzierenden ,menschenklasse oft mehr an ntzlichen ,kenntnissen und ,fertigkeiten erwerben1 als in dem ,hrsaale manches ,philosophen4 ,du wirst mit dieser zahlreichen1 so wichtigen1 der menschlichen ,gesellschaft unentbehrlichen ,menschenklasse umgehen und sprechen lernen1 eine ,gabe1 die nicht immer dem ,stubengelehrten eigen ist2 du wirst einen ,schatz von ,kenntnissen dir erwerben1 die du in der ,folge im ,kreise deiner ,pflegeshne benutzen kannst2 die gewhnlichsten ,dinge werden dir ,stoff zur ,unterhaltung mit ihnen darbieten2 du wirst dich endlich gewhnen1 die ,dinge nicht oberflchlich1 sondern genau anzusehen1 und diese ,gewohnheit deinen ,zglingen mitteilen4 #g4 ,lerne deine ,hnde brauchen4 ,wer den ,zucker in der ,kaffeeschale mit dem ,lffelchen herumrhrt1 gebraucht seine ,hnde zwar auch2 aber da man einen solchen ,gebrauch nicht verstehe1 wenn man den andern ermuntert1 seine ,hnde brauchen zu lernen1 ergiebt sich von selbst4 ,seine ,hnde brauchen lernen heit vielmehr1 durch mancherlei bungen alle ,muskeln derselben in seine ,gewalt zu bekommen suchen1 um damit mancherlei verrichten und verfertigen zu knnen4 ,und da hier von der ,bildung zum ,erzieher die ,rede ist1 so mut du vorzglich solche ,geschfte verrichten und solche ,sachen verfertigen lernen1 die dir bei der ,erziehung ntzlich sein knnen4 ,personen1 von denen du in dieser ,hinsicht etwas lernen kannst1 findest du allenthalben1 und sie werden meistenteils geneigt sein1 dir die ,handgriffe1 die sie bei ihren ,arbeiten anwenden1 bekannt zu machen4 ,triffst du z4 ,e4 eine ,person an1 die die ,geschicklichkeit besitzt1 durch ,biegung des ,papiers mancherlei ,figuren zu verfertigen1 so halte dies nicht fr zu gering1 suche es zu erlernen4 ,es wird dir in der ,folge bei den ,kindern1 die dir anvertraut werden1 vorzglich bei solchen1 deren ,hnde noch zu schwach sind1 um ,werkzeuge gebrauchen zu knnen1 mannigfaltige ,vorteile gewhren4 ,so nimm auch ,unterricht im ,netzstricken1 wenn du hierzu ,gelegenheit findest1 weil du auch hiermit deine ,kleinen auf eine angenehme und ntzliche ,art wirst beschftigen knnen4 ,suche auch einen ,grtner auf1 bei dem du bisweilen in die ,lehre gehen kannst4 ,lerne den ,spaten und ,rechen gebrauchen1 ein ,gartenbeet anlegen und mache dir die ,vorteile bekannt1 die bei ,aussung1 ,pflanzung und ,abwartung der gewhnlichen ,gartengewchse zu beobachten sind4 ,wenn dann bei deinen ,pflegebefohlenen die ,neigung zum ,gartenbau erwacht1 so wirst du derselben nicht entgegenarbeiten1 du wirst sie zu nhren und zu befriedigen suchen1 der ,gehilfe und ,ratgeber der kleinen ,grtner und so fr sie eine sehr wichtige ,person sein4 ,vorzglich suche ,gelegenheit1 wo du lernen kannst1 ,holz und ,pappe zu bearbeiten4 ,diese ,arbeiten empfehle ich dir vorzglich1 weil sie so reinlich sind und nicht so1 wie viele andere1 ,veranlassung geben1 die ,hnde1 ,kleidung und das ,zimmer zu beschmutzen1 und -- weil du dabei mancherlei ,werkzeuge1 das ,schnitzmesser1 den ,hobel1 den ,meiel1 den ,bohrer1 den ,hammer1 den ,schraubstock u4 s4 w4 brauchen lernst4 ,weit du mit solchen ,werkzeugen umzugehen1 dann ist deine ,kraft und ,wirksamkeit um ein merkliches vergrert1 und du bist in den ,stand gesetzt1 sie auf deine ,kleinen berzutragen1 und sie zu der so wichtigen1 ntzlichen und angenehmen ,selbstverfertigung anzufhren4 ,woher will ich1 fragst du1 die ,zeit hernehmen1 um dies alles erlernen zu knnen8 ,dadurch veranlassest du mich1 dir den achten ,wink zu gehen4 #h4 ,gewhne dich mit deiner ,zeit sparsam umzugehen4 ,zeit ist ,geld1 sagte1 wenn ich nicht irre1 ,franklin1 vermutlich um ,leuten1 in deren ,augen nichts so groen ,wert hat1 als ,geld1 den gewissen ,wert der ,zeit begreiflich zu machen4 ,ich sage aber1 ,zeit ist mehr als ,geld1 da man durch gute ,verwendung der ,zeit viel ,geld erwerben1 aber durch keine ,geldsummen sich ,zeit erkaufen kann4 ,die ,zahl der ,familien ist nicht klein1 welche ber ,geldmangel klagen4 ,sie besuchen die ,schauspiele und ,konzerte1 bewirten oft ihre ,bekannten an ,tafeln1 die mit den mannigfaltigsten und teuersten ,speisen beseht sind1 ahmen in ,verzierung ihrer ,zimmer den ,personen vom ersten ,range nach1 richten sich in ihrer ,bekleidung nach den ,gesetzen der ,mode und klagen dann1 da ihre ,einnahme nicht zureichen wolle4 ,wie diesen ,familien knne geholfen1 wie sie in eine ,lage knnten versetzt werden1 wodurch der ,geldmangel mit einem ,male aufgehoben wrde1 sieht ein jeder1 nur sie selbst nicht4 ,freund6 der du fragst1 wo soll ich ,zeit hernehmen1 dies alles zu erlernen8 ,in dem ,bilde solcher ,familien bist du selbst gezeichnet4 ,die schnsten ,stunden des ,tages1 die ,morgenstunden1 bringst du vielleicht im ,bette zu4 ,dann setzest du dich an den ,tisch und liesest die ,zeitungen1 ,zeitschriften und andere ,schriften1 die dir von der ,lesegesellschaft1 deren ,mitglied du bist1 sind zugeschickt worden2 nachmittags besuchst du ,gesellschaften1 abends sitzest du bei dem ,spieltische4 ,wenn ich dir nun rate1 die ,natur kennen und die ,hnde brauchen zu lernen1 so fragst du mich1 woher soll ich die ,zeit nehmen1 dies alles zu erlernen8 ,denke doch nur darber nach1 wie du deine ,zeit am zweckmigsten anwenden willst1 und thue das1 was dir deine ,vernunft dann raten wird1 so wirst du ,zeit genug haben1 nicht nur dieses1 wozu ich dir rate1 sondern noch weit mehr zu erlernen4 ,stehe frh auf1 so hast du gleich ein paar ,stunden gewonnen1 in welchen du viel lernen kannst4 ,da bei der ,annherung des ,morgens die ganze ,natur1 die ,nachtvgel ausgenommen1 erwacht1 so ist es unschicklich1 da der ,mensch1 der in gewissen ,rcksichten ,herr der ,natur ist1 dann im ,schlafe liege4 ,die ,abweichung von dieser ,ordnung der ,natur hat gewi sehr mannigfaltige traurige ,folgen1 vorzglich fr den ,erzieher4 ,deine ,zglinge mssen doch1 wenn sie anders gesund bleiben und vor ,entkrftung bewahrt werden sollen1 frh aufstehen4 ,wirst du sie dazu gewhnen knnen1 wenn du dich selbst von der ,sonne in deinem nchtlichen ,lager bescheinen lt8 ,denken und beobachten mu immer dein ,hauptgeschft sein2 dadurch wird deine ,geisteskraft gebt1 und du sammelst einen ,schatz selbsterworbener ,kenntnisse1 von deren ,wahrheit du berzeugt bist und die du bei deinen ,arbeiten anwenden kannst4 ,lesen mut du auch1 um dir mehr ,stoff zum ,denken zu verschaffen4 ,geschieht dies mit ,migung1 mit ,auswahl vorzglich in ,hinsicht auf das ,fach1 dem du dich gewidmet hast1 so verschaffst du deinem ,geiste eine gesunde1 strkende ,nahrung4 ,liesest du aber1 so wie es jetzt gewhnlich ist1 unmig1 so kommst du mir vor wie ein ,mensch1 der den ganzen ,tag it4 ,sein stets beladener ,magen macht ihn zum ,denken unfhig1 und seine ,sfte werden durch die heterogenen ,nahrungsmittel1 die in dieselben bergehen1 verderbt4 ,das bestndige ,lesen fllt den grten ,teil des ,tages aus und raubt dir die ,zeit1 die du zum ,denken und ,handeln anwenden solltest4 ,du fassest eine ,menge ,begriffe1 wahre1 halbwahre und falsche durcheinander1 auf1 die dich verwirren und zu keiner ,selbstndigkeit kommen lassen4 ,heute urteilst du so1 die nchste ,woche behauptest du das ,gegenteil1 je nachdem das ,buch urteilt1 das du zuletzt durchgelesen hast4 ,so nachteilig wrde dir das unmige ,lesen sein1 wenn du auch keine bestimmten ,geschfte httest4 ,weit grerer ,nachteil entspringt aber hieraus1 wenn du gewisse bestimmte ,geschfte1 wie z4 ,e4 die ,erziehung1 bernimmst4 ,jetzt trittst du unter deine ,kleinen1 aber nur mit dem ,krper1 dein ,geist ist abwesend und wandelt noch in dem ,ideenkreise1 in welchen ihn die ,zeitschrift versetzte1 die du eben jetzt aus der ,hand gelegt hast4 ,daher hrst du nicht recht und siehst verkehrt1 und deinen ,reden fehlt der ntige ,nachdruck4 ,du bernimmst die ,aufsicht ber sie mit der ,zeitschrift in der ,hand1 verlangst nun von ihnen eine ihnen unnatrliche ,stille1 damit du im ,lesen nicht gestrt werdest2 bei jedem ,gerusche1 bei jeder ,frage1 die an dich geschieht1 wirst du unwillig und lt dich wohl zu einem auffahrenden ,tone verleiten4 ,ihre ,handlungen zu beobachten1 bist du unfhig1 und deine ,gegenwart wirkt nicht viel mehr als eine ,vogelscheuche1 die in den ,weizen gestellt ist1 um die ,sperlinge abzuhalten4 ,eine ,zeitlang frchten sie dieselbe1 nach und nach gewhnen sie sich daran und setzen sich am ,ende gar darauf4 ,willst du also1 ,freund6 ein wirklich guter ,erzieher werden1 so befolge meinen ,rat und mige dich im ,lesen4 ,bedenke1 da das ,lesen immer nur ,mittel zur ,erreichung hherer ,zwecke sein mu1 und da du eine ,thorheit begehst1 wenn du das ,mittel zum ,zwecke machst4 ,du wirst dann viel ,zeit ersparen1 die du nun zur ,erwerbung solcher ,kenntnisse und ,fertigkeiten anwenden kannst1 die dir bei dem ,erziehungsgeschfte unumgnglich ntig sind4 ,denke an ,pestalozzi6 ,wrde er wohl der mchtigwirkende ,mann geworden sein1 der er ist1 wenn er die ,zeit1 die er auf das ,denken und ,beobachten verwendete1 mit ,lesen zugebracht htte8#ch ,du wirst ferner eine groe ,zeitersparnis machen1 wenn du dich nicht zu sehr an die ,gesellschaftlichkeit gewhnst4 ,da die ,gesellschaftlichkeit ihre groen ,vorteile habe1 und der mige ,genu derselben ,bedrfnis sei1 wer wird dies leugnen8 ,aber mehrere halbe ,tage die ,woche hindurch in ,gesellschaften zu verleben1 ist ,zeitverschwendung1 ist wahrer ,miggang1 der1 so wie jeder ,miggang1 viel ,bses lehrt1 und dem ,erzieher die ,zeit raubt1 die er auf ,vorbereitung und ,abwartung seines ,geschfts verwenden sollte4 ,wirst du nur die ,hlfte der ,zeit1 die du bisher verplaudertest1 in der ,natur oder in der ,werkstatt zubringen1 so wirst du bald ein anderer ,mann werden4 ,noch eins6 ,du bist doch wohl kein ,spieler8 ,du hast doch wohl nicht die ,gewohnheit angenommen1 halbe ,tage oder ,abende hinter der ,spielkarte zuzubringen8 ,wre dieses1 so mut du von neuem geboren werden1 es mu eine gnzliche nderung mit dir vorgehen1 wenn du zum ,erzieher tchtig sein willst4 ,hast du denn noch gar nicht ber den ,wert der ,zeit nachgedacht2 noch gar nicht berlegt1 wie viel ein vernnftiger ,mensch in einer ,stunde denken1 lernen und wirken kann8 ,wie kannst du denn mit deinen ,lebensstunden so verschwenderisch umgehen8 ,wie willst du denn erziehen knnen1 wenn die ,spielsucht dich beherrscht8 ,wirst du1 wenn die ,spielstunde schlgt und dich zum ,spieltische ruft1 dich nicht von deinen ,pflichten losmachen8 ,wirst du deinen ,pflegebefohlenen wohl ,selbstbeherrschung predigen knnen1 wenn du selbst ,sklave der ,spielsucht bist8 ,wird dein ,exempel nicht auf deine ,kleinen ,einflu haben und ihnen ,neigung zum ,kartenspiele beibringen8 ,also1 ,freund6 der du mit dieser ,sucht behaftet bist1 whle6 ,entsage dem ,kartenspiele oder der ,erziehung1 weil beide sich so wenig miteinander vertragen1 wie die ,arbeiten in einem ,hammerwerke mit dem ,spielen auf der ,harmonika4 ,so glaube ich dir denn die ,frage3 ,wo soll ich denn die ,zeit hernehmen1 dies alles zu erlernen8 hinlnglich beantwortet zu haben4 ,entsage nur allen den ,gewohnheiten1 die ,zeit zu verschwenden1 die du bisher angenommen hattest1 so wirst du berflssige ,zeit haben1 das alles zu erlernen1 was das ,erziehungsgeschft erleichtern und begnstigen kann4 #i4 ,suche mit einer ,familie oder einer ,erziehungsgesellschaft in ,verbindung zu kommen1 deren ,kinder oder ,pflegeshne sich durch einen hohen ,grad von ,gesundheit auszeichnen4 ,warum8 ,das wirst du leicht erraten4 ,wenn du ,erzieher werden willst1 so mut du auch lernen1 deine ,pflegebefohlenen gesund zu erhalten4 ,dazu knntest du dir zwar auch die ntigen ,kenntnisse in den ,schulen der rzte und aus den ,bchern1 die sie schreiben1 erwerben2 ich glaube aber1 du erwirbst sie dir leichter und sicherer im ,umgange mit ,personen1 die es bewiesen haben1 da sie zur ,erhaltung der ,gesundheit der ,kinder die ntige ,einsicht und ,geschicklichkeit besitzen4 ,siehe6 der ,baumgrtner hat mehrere tausend junge ,bume unter seiner ,aufsicht1 die bei seiner ,pflege wachsen und gedeihen1 ohne da er eine genaue ,kenntnis ihrer innern ,teile besitzt1 ohne ,physiologie der ,pflanzen studiert zu haben4 ,er lernte die ,behandlungsart derselben von dem ,exempel seines ,vaters oder ,lehrmeisters4 ,auf hnliche ,art wirst du auch lernen knnen1 die ,gesundheit der ,kinder zu erhalten4 ,in dem ,umgange mit den ,personen1 mit denen ich dir rate1 in ,verbindung zu kommen1 wirst du sehen1 wie sie die ,kinder behandeln1 um ihrem ,krper ,kraft und ,festigkeit zu verschaffen1 und was sie mit ihnen thun1 wenn sie sich bel befinden4 ,im letztern ,falle mut du dreierlei verstehen3 zu erfahren1 wo es den ,kindern fehle1 was ihr belbefinden veranlat habe1 und das einfache ,mittel1 wodurch die ,unordnung im ,krper gehoben werden knne4 ,alles dies wird weit sicherer durch den ,umgang mit solchen ,personen1 unter deren ,aufsicht die ,kinder gedeihen1 als durch rztliche ,vorlesungen und ,bcher erlernt1 weil man bei dem erstern die ,sachen durch die ,anschauung und bei diesen durch die ,beschreibung wahrnimmt1 bei deren ,anwendung man sich so leicht irren kann4 #aj4 ,suche dir eine ,fertigkeit zu erwerben1 die ,kinder zur innigen berzeugung von ihren ,pflichten zu bringen4 ,wie ntig dies sei1 habe ich vorhin gezeigt4 ,sobald die berzeugung da ist1 entsteht auch der ,entschlu zur ,pflichterfllung4 ,das ,kind thut nun seine ,pflichten1 nicht weil sie von anderen geboten1 nicht wegen der ,belohnungen und ,strafen1 die mit der ,erfllung und ,vernachlssigung derselben verknpft sind1 sondern weil es berzeugt ist1 da es notwendig so sein mu4 ,deswegen denke selbst oft ber deine ,pflichten nach und suche dich von der ,verbindlichkeit1 sie zu erfllen1 zu berzeugen4 ,so lange dir diese berzeugung fehlt1 so lange du nur durch die ,umstnde dich zur ,pflichterfllung bestimmen lt1 so lange wird es dir auch schwer sein1 sie mitzuteilen1 und deine ,ermahnungen werden so kalt und ,unwirksam sein1 als die ,predigten eines ,jakobiners von den ,pflichten der ,unterthanen gegen die ,obrigkeit4 ,bist du aber dazu gelangt1 so wirst du auch ,drang empfinden1 sie auf deine ,kleinen zu bertragen1 der dich beredt machen und deinem ,vortrage die ntige ,wrme und ,wirksamkeit verschaffen wird4 ,was von ,herzen kommt1 geht wieder zu ,herzen4 ,ist z4 ,e4 die berzeugung von der ,pflicht der ,selbstbeherrschung bei dir lebendig geworden1 so wird sie dir auch stets gegenwrtig sein1 und du wirst sie deinen ,kleinen leicht anschaulich machen knnen4 be dich nun darin1 durch anschauliche ,darstellung der ,pflichten die ,kinder zur berzeugung davon zu bringen4 ,jede bung verschafft ,fertigkeit1 und je fter sie wiederholt wird1 desto mehr ,vorteile1 leicht zum ,zweck zu kommen1 zeigt sie uns4 ,dieser ,zweck ist bei der ,erziehung in moralischer ,hinsicht doppelt3 erstlich den von ihren ,pflichten berzeugten ,kindern zur ,erfllung ,neigung einzuflen2 zweitens sie zu bestimmen1 gewisse ,pflichten sogleich auszuben4 ,beide ,zwecke wirst du erreichen1 wenn du eine ,fertigkeit dir erwirbst1 alles recht anschaulich darzustellen und die ,pflicht gleichsam zu versinnlichen4 ,da der ,mangel an ,geisteskraft die erste und vorzglichste ,ursache ist1 warum die ,kinder gegen die ,pflicht ,abneigung haben und auch dann1 wenn die ,neigung wirklich da ist1 sie doch sehr oft vernachlssigen1 so mut du dich mit einem ,vorrate von ,bildern versehen1 unter denen du die ,notwendigkeit1 nach seinen ,einsichten zu handeln und die ,sinnlichkeit zu beherrschen1 damit unsere geistige ,kraft immer die regierende1 der ,leib mit seinen ,begierden die gehorchende sein msse1 vorstellest4 ,dieses kannst du versinnlichen durch das ,bild eines ,reiters1 eines ,hausvaters1 eines ,frsten1 kannst zeigen1 da nicht das ,ro1 nicht das ,gesinde1 nicht die ,unterthanen1 sondern der ,reiter1 der ,hausvater und der ,frst regieren1 und das ,ro1 das ,gesinde1 die ,unterthanen gehorchen mssen1 wenn alles gut gehen soll2 da das ,schicksal eines ,reiters sehr traurig sei1 der sein ,pferd nicht bndigen und regieren kann2 da der ,hausvater und ,frst1 die von ihren ,untergebenen sich mssen vorschreiben lassen1 sich eben so bel befinden1 und dies der nmliche ,fall mit einem ,menschen sei1 dessen ,geisteskraft so schwach ist1 da er die ,begierden nicht bndigen kann1 und ihren ,forderungen nachgeben mu4 ,du mut dir ferner eine ,fertigkeit zu erwerben suchen1 die ,pflichten zu personifizieren oder ,personen zum ,muster aufzustellen1 die sich durch ,erfllung gewisser ,pflichten auszeichneten4 ,dazu findest du reichlichen ,stoff in den ,schriften fr ,kinder1 welche erdichtete ,erzhlungen enthalten1 deren ,zweck ,veredelung der ,gesinnung ist4 ,noch weit mehr wirst du aber wirken1 wenn du die ,beispiele von wirklichen ,personen aus der alten und neuen ,geschichte sammelst1 die du deinen ,kleinen als ,muster in ,erfllung gewisser ,pflichten vorstellen kannst4 ,erzhle ihnen z4 ,e4 die edle ,handlung des ,herrn von ,montesquieu1 der in der ,stille einen in barbarischer ,sklaverei seufzenden ,hausvater loskaufte1 ihn kleiden lie und seiner trauernden ,familie wieder schenkte1 ohne es merken zu lassen1 wem sie diese ,freude zu verdanken habe2 oder die ,gewissenhaftigkeit jenes ,mennoniten1 der1 als er von einem feindlichen ,offizier gentigt wurde1 ihm ein ,gerstenstck zum ,abmhen fr die ,pferde zu zeigen1 denselben vor den ckern seiner ,nachbarn vorbeifhrte und ihm sein eignes ,gerstenstck zeigte -- und du wirst gewi wahrnehmen1 da deine kleinen ,zuhrer das ,edle dieser ,handlungen innig fhlen und von dem ,entschlusse werden belebt werden1 ebenso zu handeln4 ,willst du aber deine ,kleinen dahin bringen1 da sie gewisse ,pflichten sogleich erfllen1 so mut du dir eine ,fertigkeit erwerben1 ihnen die ,notwendigkeit derselben recht anschaulich zu machen4 ,dies kann geschehen1 wenn du sie das ,unschickliche der ,vernachlssigung recht innig fhlen lt4 ,gesetzt1 der kleine ,hieronymus sollte dahin gebracht werden1 zu gewissen ,stunden bestimmte ,arbeiten zu machen1 und weigere sich dessen1 so knntest du sagen3 ,wenn du glaubst recht zu haben1 so wollen wir es zum ,gesetz machen1 da jedes ,glied unserer kleinen ,gesellschaft in der ,arbeitsstunde vornehmen kann1 was es will1 spielen1 singen1 umherlaufen1 wie es will4 ,er wird das ,ungereimte einer solchen ,verordnung sogleich fhlen und sich zur ,arbeit bequemen2 oder du kannst auch nur kurzweg fragen3 ,willst du1 da alle ,kinder so handeln sollen8 und wenn er sich merken lt1 da er das ,unschickliche davon fhle1 kannst du weiter fragen3 ,aus welchem ,grunde willst du denn eine ,ausnahme von der ,regel machen8 ,ein andermal1 wenn er eine gewisse ,pflicht vernachlssigt1 kannst du auch fragen3 ,hltst du mich fr einen rechtschaffnen ,mann8 wirklich8 wie kannst du mir denn zumuten1 da ich der ,vernachlssigung deiner ,pflichten nachsehen soll8 ,thut das ein rechtschaffner ,mann8 ,wrdest du mich nicht selbst verachten mssen1 wenn ich mein ,aufseheramt gewissenlos verwaltete und zur ,vernachlssigung deiner ,pflichten schwiege8 ,durch solche und hnliche ,behandlungen wirst du viel bewirken1 deine ,pflegebefohlenen zur ,kenntnis und berzeugung von ihren ,pflichten bringen1 in ihnen der ,entschlu1 sie zu erfllen1 erzeugen1 sie gewhnen1 pflichtmig zu handeln1 und nur selten in die ,notwendigkeit versetzt werden1 ihnen ihre ,verirrungen durch ,strafen fhlbar zu machen4 #aa4 ,handle immer so1 wie du wnschest1 da deine ,zglinge handeln sollen6 ,jedes ,kind hat1 wie ich schon bemerkt habe1 einen ,hang so zu handeln1 wie es andere handeln sieht1 und es ist geneigter1 ,handlungen nachzuahmen1 als ,ermahnungen und ,vorschriften zu befolgen4 ,dein stetes ,bestreben mu also dahin gehen1 deinen ,zglingen in jeder ,hinsicht ,muster zu sein1 und die ,belehrungen1 die du ihnen giebst1 durch dein ,beispiel zu besttigen4 ,kinder haben ein ungemein feines ,gefhl und bemerken jeden ,fehler ihres ,erziehers4 ,sie vor ihnen zu verbergen1 ist eine vergebliche ,bemhung2 sie zu verteidigen1 heit sie ihnen empfehlen4 ,das einzige ,mittel1 zu verhten1 da deine ,fehler keinen nachteiligen ,einflu auf sie haben1 ist -- da du sie ablegst4 ,ehe du dich also entschlieest1 ,erzieher zu werden1 prfe dich wohl1 ob dir deine moralische ,besserung ein ,ernst sei1 und du dir hinlngliche ,kraft zutrauest1 deinen ,kleinen in jeder ,hinsicht ,muster zu sein4 ,ist dies bei dir der ,fall nicht1 so entsage lieber diesem ,geschfte1 bei welchem du doch nicht viel ,gutes stiften wirst1 und whle ein anderes1 bei welchem dein ,beispiel fr deine ,mitmenschen weniger ansteckend ist4 ,fhlst du aber bei dir ,entschlossenheit und ,kraft1 deinen ,kleinen in jeder ,rcksicht ,muster zu werden1 so widme dich diesem wichtigen ,geschfte mit ,freudigkeit und rechne auf einen gesegneten ,erfolg desselben4 ,je eifriger du es treibst1 desto vollkommner wirst du selbst werden4 ,deine ,pflegebefohlnen werden deine ,erzieher sein1 manchen deiner ,fehler1 der deiner ,aufmerksamkeit entging1 dir bemerklich machen und dich reizen1 ihn abzulegen4 ,dein ,beispiel wird auf sie wirken1 jeder deiner ,ermahnungen den ntigen ,nachdruck geben1 und so wie sie durch den steten ,umgang mit dir deine ,mundart1 so werden sie auch deine ,tugenden annehmen4,i ,schluermahnung4 ,das bekannte ,sprichwort3 ,non ex quovis ligno fit ,mercurius#dj kann auch auf den ,erzieher angewendet werden4 ,so wie es nicht jedem ,menschen gegeben ist1 ein ,maler oder ,dichter1 auch bei dem besten ,willen und der besten ,anweisung1 zu werden1 so ist es auch nicht jedes ,menschen ,sache1 das ,geschft der ,erziehung mit gutem ,erfolg zu treiben4 ,es gehrt dazu eine eigene natrliche ,anlage4 ,man kann in hohem ,grade rechtschaffen und weise sein1 viele ,wissenschaft und mannigfaltige ,geschicklichkeit besitzen und doch1 wenn jene ,gabe fehlt1 unvermgend sein1 auf ,kinder zu wirken und sie zu lenken4 ,prfe dich also wohl6 ,hast du die ,winke1 die dir in dieser ,schrift gegeben wurden1 befolgt1 so beobachte1 was dies fr ,wirkung auf deine ,kleinen thue1 ob sie gern in deiner ,gesellschaft sind1 ob deine ,vorstellungen auf sie ,eindruck machten und deine ,erinnerungen von ihnen befolgt werden4 ,sollte dies der ,fall nicht sein1 so entrste dich nicht gegen sie1 sondern untersuche1 wo du gefehlt habest4 ,knntest du bei einer fortgesetzten ,untersuchung nichts an dir bemerken1 was abzundern wre1 und da du1 auch bei dem redlichsten ,bestreben1 wenig bei ihnen ausrichten1 ihre ,liebe und ihr ,zutrauen nicht erwerben knntest1 so wre dies wohl ein bedeutender ,wink der ,vorsehung1 da sie dich nicht zur ,erziehung1 sondern zu irgend einem andern ,geschfte bestimmt habe1 und du thust wohl1 wenn du diesen ,wink befolgest4 ,du wirst bei fortgesetzter ,selbstprfung gewi eine vorzgliche ,neigung und ,anlage zu irgend einem andern ,geschfte finden4 ,der ,vater der ,menschen hat jedes seiner ,kinder gut ausgestattet1 jedem sein ,pfund gegeben1 mit dem es wuchern1 das es durch gute ,anwendung vergrern und zur ,befrderung seines und des ,wohls seiner ,brder benutzen kann4 ,folge also dem ,winke der ,vorsehung und widme dich dem ,geschfte1 zu dem du dich berufen fhlst4 ,du wirst es mit ,vergngen treiben1 es gut ausrichten und damit viel ,gutes wirken4 ,wolltest du hingegen ferner der ,erziehung1 bei aller ,unfhigkeit zu derselben1 dich weihen1 so wrdest du dir und deinen ,pflegeshnen das ,leben verleiden und bei dem besten ,willen ihrem ,charakter eine schiefe ,richtung geben4 ,findest du aber1 da der ,umgang mit ,kindern dir ,freude macht1 da sie an dir mit ganzem ,herzen hngen1 da du sie mit ,leichtigkeit lenken kannst1 dann glaube1 da der ,weltregierer dich zur ,erziehung derselben berufen habe4 ,folge seinem ,rufe mit ,freudigkeit und sei versichert1 da der ,lohn deiner ,berufstreue sehr gro sein werde1 da du im ,kreise deiner ,pflegebefohlenen immer ,aufheiterung finden1 von deinen ,arbeiten reiche ,frchte sehen und durch dieselben einen sehr betrchtlichen ,beitrag zur ,befrderung des ,wohls der ,menschenfamilie geben wirst6 ,anmerkungen4 #a ,die ,gereokomie1 d4 i4 die ,methode1 durch ,einatmung der jugendlichen ,ausdnstungen den alternden ,krper zu verjngern1 beruht auf einem aus dem ,altertume stammenden ,irrtume4 ,siehe #a4 ,kn4 #a4 ,auch ,hufeland erzhlt in seiner ,makrobiotik 7,univ4-,bibl4 ,nr4 #dha-dhd7 von der ,anwendung derselben4 ,die ,ausdnstungen der ,kinder in den ,schulrumen sind wegen der ,kohlensure u4 dergl41 die sie enthalten1 der ,gesundheit nur schdlich1 whrend der ,sauerstoff1 der so notwendig fr die ,atmung ist1 bald verzehrt wird4 ,es ist deshalb in gesundheitlicher ,hinsicht dringend notwendig1 nach jeder ,unterrichtsstunde in geschlossenen ,rumen1 frische ,luft in diese einzufhren4 ,wohl hat dagegen ,salzmann ,recht1 wenn er sagt1 da die bestndige ,munterkeit und ,frhlichkeit der ,jugend erfrischend auf das ,gemt des ,lehrers einwirken4 ,der herzliche ,verkehr1 der tgliche ,umgang mit der frohen ,jugend bewahrt das ,herz des ,erziehers vor dsterer ,melancholie und finsterer ,misanthropie4 ,dagegen ist die krperlich und geistig anstrengende ,thtigkeit des ,lehrers gewi der ,grund1 da nach statistischen ,nachweisen der ,lehrerstand in ,bezug auf sein ,durchschnittslebensalter nicht hoch steht4 #b ber das ,krebsbchlein siehe ,einleitung4 ,das ,titelbild dieser ,schrift zeigte einen alten und drei junge ,krebse in einem ,teiche mit der ,unterschrift3 ,faciam1 mi papule1 si te idem facientem prius videro 7,ich werde's thun1 mein ,vterchen1 wenn ich zuvor sehen werde1 da du's thust74 #c ,nach unserer heutigen ,kenntnis stimmt der von ,salzmann geschilderte ,vorgang bei den ,ameisen nicht mit der ,wirklichkeit4 ,man unterscheidet bei den ,ameisen3 a7 geflgelte ,mnnchen1 b7 geflgelte ,weibchen1 c7 verkmmerte1 ungeflgelte ,weibchen oder geschlechtslose ,arbeiter4 ,an schnen ,augustabenden erheben sich die geflgelten ,mnnchen und ,weibchen in die ,luft1 wobei die ,begattung im ,fluge vor sich geht4 ,das ,aufschwingen in die ,luft geschieht also nicht nach geschehener ,begattung1 wie ,salzmann irrtmlich meint1 sondern vor derselben4 ,nach der ,begattung kommen die mnnlichen ,ameisen um1 wogegen die ,weibchen sich selbst die ,flgel abstreifen und neue ,kolonien grnden4 ,die ,erziehung wird durch die dritte ,art besorgt4 #d ,in den ,jahren #aghe-ia gab ,joh4 ,heinr4 ,campe unter ,mitwirkung von ,gedike1 ,resewitz1 ,trapp1 ,salzmann1 ,lieberkhn1 ,funk u4 a4 in #af ,bnden ,allgemeine ,revision des gesamten ,schul- und ,erziehungswesen von einer ,gesellschaft praktischer ,erzieher heraus4 ,in diesem ,werke werden die wichtigsten ,fragen der ,erziehung im ,sinne der von ,rousseau und den ,philanthropen angebahnten ,reform behandelt4 ,die ,arbeiten dieses ,sammelwerkes enthalten namentlich in ,bezug auf leibliche ,erziehung und ,elementarunterricht manches ,brauchbare2 teilweise waren sie aber auch nur bersetzungen von ,lockes ,gedanken ber ,erziehung und von ,rousseaus ,emil 7,univ4-,bibl4 ,nr4 #ija-ijh71 mit zahlreichen ,glossen der ,herausgeber versehen4 ,getadelt wird an diesem bedeutendstem ,denkmal des philanthropischen ,zeitalters die bisweilen zu sehr hervortretende einseitige ,richtung auf das materiell ,ntzliche1 insonderheit in den ,originalarbeiten1 die von ,campe selbst herrhren1 von dem es heit1 da er das ,verdienst dessen1 der bei uns den ,kartoffelbau einheimisch gemacht1 oder das ,spinnrad erfunden hatte1 hher anschlug als das ,verdienst des ,dichters einer ,ilias und ,odyssee4 #e ,der groe ,philosoph ,immanuel ,kant 7#agbd-ahjd7 hielt in ,knigsberg auch ,vorlesungen ber ,pdagogik1 hat aber kein eigentliches ,system der ,pdagogik hinterlassen 7s4 ,kant3 ber ,pdagogik1 herausgegeben von ,th4 ,vogt1 ,verlag von ,beyer ,shne1 ,langensalza74 ,salzmann denkt an das von ,kant aufgestellte ,prinzip der ,moralitt3 ,thue die ,pflicht um der ,pflicht willen6 ,dieses ist ,kant das hchste sittliche ,ziel1 und zu dieser sittlichen ,freiheit soll der ,mensch erzogen werden4 #f ,dieser ,satz klingt etwas paradox1 ist aber1 wie ,salzmann nachweist1 fr den ,erzieher ernst und wichtig4 ,da ,salzmann in ,bezug auf sein anthropologisches ,prinzip auf dem ,boden des ,naturalismus stand1 so suchte er auch nie den ,urgrund aller ,fehler und ,untugenden in der angeborenen ,verderbtheit der menschlichen ,natur1 im ,menschen selbst1 sondern stets auerhalb desselben4 ,auch in ,salzmanns anderen ,schriften kehrt dieser ,gedanke wieder4 ,in der ,vorrede zum ,krebsbchlein heit es3 ,der ,grund von allen ,fehlern1 ,untugenden und ,lastern der ,kinder ist mehrenteils bei dem ,vater oder der ,mutter1 oder bei beiden zugleich zu suchen4 ,es klingt dies hart1 und ist doch wahr4 ,und am ,schlusse der ,vorrede3 ,eltern und ,erzieher6 ,wenn eure ,kinder ,untugenden und ,fehler an sich haben3 so sucht den ,grund davon nicht in ihnen1 sondern -- in euch4 ,im #ai4 ,kapitel von ,konrad ,kiefer sagt ,salzmann3 ,so lernen diejenigen ,eltern auch immer besser ihre ,kinder erziehen1 die fein bescheiden gute ,lehren annehmen und den ,grund von den ,fehlern1 die die ,kinder angenommen haben1 erst in sich suchen4 ,schon ,rousseau stellte in seinem ,emil den hnlich klingenden ,satz auf3 ,an allen ,lgen der ,kinder ist der ,erzieher schuld4 ,so versucht man auch jetzt vielfach die ,schule fr die angebliche ,zunahme der ,verrohung und ,verwilderung der ,bevlkerung1 fr die ,zunahme der ,verbrechen1 verantwortlich zu machen4 ,trifft der ,schule hierin ein ,vorwurf1 so kann das ,ma desselben nur gering sein4 ,auer ihr kommen noch viele andere ,erziehungsfaktoren in ,betracht1 auf die die ,schule wenig oder gar keinen ,einflu hat4 #g ,da die ,pflege des frh im ,kinde wach werdenden ,thtigkeitstriebes nicht erst der ,schule anheimfallen mu1 sondern da sie schon im ,elternhause bezw4 durch den ,kindergarten stattzufinden hat1 habe ich in meiner ,schrift3 ,einflu des ,frbelschen ,kindergartens auf den nachfolgenden ,schulunterricht nher dargelegt4 ,da die ,schule die ,selbstthtigkeit der ,kinder ebenfalls frdern soll1 ist selbstredend4 ,niemals soll der ,lehrer dem ,schler jene ,arbeit abnehmen1 die dieser selbst zu leisten vermag4 ,was dessen ,geisteskrften nur erreichbar ist1 das gebe man ihm nicht fertig1 nein1 darnach gestatte man ihm nur seinen ,geist auszurecken4 ,kehr sagt3 ,selbstsuchen1 selbstsehen1 selbstfinden1 selbstthtig sein1 hlt den ,schler geistig wach4 ,auch ,salzmann legt groen ,wert auf mglichst selbstndiges ,arbeiten der ,kinder4 ,in seiner ,schrift3 ,noch etwas ber die ,erziehung heit es3 ,es ist noch sehr wenig ,anleitung zum eigenen ,beobachten1 eigener ,erforschung1 eigener ,erwerbung der ,kenntnisse1 sondern der ,lehrer arbeitet den ,kindern vor1 unterrichtet sie von dem1 was er durch seine mhsamen ,arbeiten herausgebracht hat1 und das ,kind verhlt sich mehrenteils leidend4 #h kindische kindliche4 ,im vorigen ,jahrhundert hatte die ,endung isch noch nicht den ,begriff des ,lcherlichen2 diesen hat sie erst in diesem ,jahrhundert erhalten4 #i ,charakter ist -- wie ,lindner sagt -- die bleibende ,art und ,weise1 zu handeln und zu wollen2 sein ,kennzeichen ist innere bereinstimmung und ,konsequenz4 ,fassen wir den ,begriff ,charakter noch schrfer1 so ist er die vollstndige ,konsequenz des smtlichen ,wollens und ,handelns durch ,unterordnung desselben unter praktische ,grundstze und dieser wieder unter einen obersten praktischen ,grundsatz4 ,das letzte ,ziel aller ,erziehung ist nach ,herbart die ,heranbildung des sittlichen ,charakters oder1 wie er es nennt1 ,charakterstrke der ,sittlichkeit4 ,sittlichkeit und ,charakter stehen im engen ,verhltnis zum ,wollen4 ,ohne ,wollen keine ,sittlichkeit1 kein ,charakter1 da wir mit ,charakter die ,konsequenz des ,denkens und ,handelns1 angeregt von bewuten ,beweggrnden und geleitet von bewuten festen ,grundstzen1 bezeichnen4 ,von einem ,charakter ist deshalb beim ,kinde nicht gut zu sprechen2 es lt sich vielmehr durch die ,eingebung des ,augenblicks und der ,umgebung1 durch ,beispiel und berredung bestimmen4 ,es soll erst zum ,charakter erzogen werden4 ,zur ,entwickelung eines guten und groen ,charakters ist a7 eine gnstige ,naturanlage1 b7 die ,vielseitigkeit und ,einheitlichkeit des ,unterrichts1 welcher kenntnisreich macht und gleiche ,gedanken mit mglichst vielen verschiedenen ,vorstellungen verknpft1 sie aber alle einer ,einheit1 der ,sittlichkeit1 unterordnet1 ntig2 ferner ist c7 namentlich die richtige ,gewhnung notwendig4 ,die letztere ist fr die ,entwickelung des sittlichen ,charakters sehr wichtig1 da sie die ,individualitt veredelt1 die ,geisteskrfte1 besonders das verstndige und vernnftige ,denken sthlt1 das ,gedchtnis des ,willens bildet und so die ,schnelligkeit und ,konsequenz des ,entschlusses und ,handelns frdert1 und viele ,tugenden zur ,gewohnheit macht4 ,was ,salzmann hier unter ,charakter meint1 nennen wir jetzt nach heutigem psychologischen ,sprachgebrauch ,individualitt1 d4 i4 die ,summe der allgemeinen und besonderen ,merkmale oder die ,eigentmlichkeiten eines ,menschen4 ,die ,individualitt wird bestimmt3 a7 durch die krperliche ,beschaffenheit nach ,alter und ,geschlecht1 ,gesundheit oder ,krnklichkeit1 ,naturell u4 s4 w41 b7 durch das ,temperament1 c7 durch die besondere ,richtung der natrlichen ,anlagen1 d7 durch die ,erziehung4 ,comenius unterscheidet in seiner ,didactica magna sechs ,haupttypen von ,schlerindividualitten3 a7 die ,scharfsinnigen1 ,lernbegierigen1 ,bildsamen1 b7 diejenigen1 die zwar scharfsinnig sind1 aber langsam und hierbei gefgig1 c7 die ,scharfsinnigen und ,lernbegierigen1 aber dabei ,trotzigen und ,verstockten1 d7 die ,willfhrigen und zugleich ,lernbegierigen1 aber ,langsamen und ,schwerflligen1 e7 jene1 die schwachsinnig und berdies nachlssig und trge sind1 f7 die ,schwachkpfe1 die berdies noch von verkehrter und bsartiger ,beschaffenheit sind4 -- ,es ist eine ,hauptaufgabe der ,erziehung1 die ,individualitt des ,zglings soviel als mglich unversehrt zu erhalten4 ,es ist deshalb ,pflicht des ,erziehers1 die ,individualitten seiner ,schler zu erkennen und diese bei seiner ,erziehung und seinem ,unterrichte zu bercksichtigen4 ,doch darf er der ,individualitt nicht einen allzu freien ,spielraum einrumen1 da sonst leicht ,sonderlinge1 ,hartkpfe und ,egoisten erzogen werden4 ,deshalb ist in ,hinsicht auf die ,beachtung der ,individualitt der richtige allgemeine ,grundsatz der3 ,der ,erzieher erforsche die ,individualitt seiner ,zglinge und bilde sie so1 da sie sich stets in bereinstimmung mit der ,mehrheit des gebildeten und edleren ,teiles der menschlichen ,gesellschaft befindet4 7,petzold47 #aj ,erkenne dich selbst6 war der ,wahlspruch des ,lakedmoniers ,chilon1 eines der sieben griechischen ,weisen4 ,es war ferner die ,inschrift des delphischen ,apollotempels4 ,sokrates stellte dieses ,wort jedem ,einzelnen seiner ,schler als ,lebensaufgabe1 damit er gut handeln lerne4 #aa ,aristoteles ward #che v4 ,chr4 zu ,stagira in ,thrazien geboren2 in seinem #ag4 ,jahre ward er ,schler ,platos zu ,athen1 bei dem er #bj ,jahre blieb4 #cdc ward er vom makedonischen ,knige ,philipp zur ,erziehung seines dreizehnjhrigen ,sohnes ,alexander berufen4 ,als ,alexander spter seinen ,feldzug gegen ,persien unternahm1 grndete ,aristoteles in ,athen eine ,philosophenschule4 ,er starb #cbc v4 ,chr4 zu ,chalcis auf ,euba4 ,aristoteles ist nicht nur praktisch als ,erzieher thtig gewesen1 sondern er hat sich auch in seinen ,schriften theoretisch vielfach mit der ,erziehung beschftigt1 so in seiner ,nikomachischen ,ethik und in der ,politik4 ,eine besondere von ihm verfate ,schrift ber die ,erziehung ist verloren gegangen4 ,aristoteles betrachtet die ,erziehung als die schwierigste ,aufgabe1 die gestellt werden1 und auch als die hchste1 deren ,lsung versucht werden kann4 ,das ,ziel der gesamten menschlichen ,thtigkeit ist nach ihm die ,glckseligkeit 7,eudmonie71 die sich auf die ,tugend grndet4 ,im ,unterrichte betont er vor allem das ,notwendige und zum ,leben ,ntzliche 7,utilittsprinzip71 wie spter auch die ,philanthropen4 #ab ,die ,aufgabe der ,erziehung ist die ,entwickelung und bung aller ,krfte des ,kindes1 der leiblichen sowohl als auch der seelischen4 ,damit ist aber noch nicht das ,ziel der ,erziehung1 wie auch das ,wesen derselben festgesetzt4 ,dieses liegt vielmehr darin1 da das ,ebenbild des ,schpfers in dem ,zglinge wieder hergestellt werde1 oder in der ,erreichung nicht nur der irdischen1 sondern auch der himmlischen ,glckseligkeit4 #ac ,die ,laufbnke und ,laufzume 7,laufbnder7 wurden frher und werden auch noch jetzt angewandt1 um die ,kleinen eher zum ,laufen zu bringen4 ,durch die gutartig vor die ,brust gelegten ,bnder bei den ,laufzumen und durch die ,leisten bei den ,laufbnken wird die ,brust zum ,schaden der ,gesundheit eingeengt bezw4 gedrckt4 ,mit ,recht eifert deshalb ,salzmann in seinem ,ameisenbchlein1 wie auch im ,konrad ,kiefer und in ,noch etwas ber ,erziehung gegen solche unnatrliche ,mittel4 ,schon ,rousseau sagt im zweiten ,buche seines ,emils3 ,man lehre den ,kindern nichts1 was sie von selbst lernen2 so z4 ,b4 nicht das ,gehen4 ,gngelbnder als ,laufkorb1 ,fallhut und andere ,hilfen taugen nichts4 ,auch ,kant zieht gegen die ,leitbnder und dergl4 zu ,felde4 #ad ,sinnlichkeit ,sinne4 ber die bung der ,sinne s4 ,anm4 #ba4 #ae ,fr die ,erreichung des ,unterrichts- und ,erziehungszieles ist zwar die ,gesundheit des ,kindes ein wesentlicher ,faktor2 doch ist es von ,salzmann zuviel behauptet1 wenn er sagt1 da bei ungesunden ,kindern alle ,erziehung milinge4 ,wohl erschwert die ,krnklichkeit oder die ,schwche eines ,kindes die ,arbeit des ,erziehers1 da er ja bei derselben die physische ,natur des ,zglings bercksichtigen mu1 und von einem schwchlichen ,kinde nicht das fordern darf1 was er von einem gesunden verlangt4 ,die physische ,schwche wirkt auch oft nachteilig auf ,geist und ,gemt ein1 aber von einem gnzlichen ,milingen der ,erziehung bei ungesunden ,kindern darf doch nicht die ,rede sein4 ,es erfordert aber die schwchliche ,beschaffenheit der physischen ,natur des ,schlers eine besondere ,bercksichtigung seitens des ,lehrers und eine gediegene pdagogische ,durchbildung desselben4 #af ,wenn ,salzmann hier gegen die rzte eifert1 so hat dieses seinen ,grund in dem niederen ,standpunkte1 den die ,arzneikunde im vorigen ,jahrhundert einnahm4 ,seitdem sich aber die ,medizin und ihre ,hilfswissenschaften zu wirklichen ,wissenschaften erhoben1 und berhmte ,gelehrte der ,neuzeit als ,virchow1 ,stromeyer1 ,koch1 ,schrtter1 ,bock1 ,klencke1 ,esmarch1 ,frst1 ,freerichs u4 a4 zu ihren ,vertretern zhlt1 ist es damit anders geworden4 ,dies schliet aber nicht aus1 da der ,lehrer selbst verstehe1 die ,gesundheit seiner ,zglinge zu frdern1 und sie auch in der ,gesundheitspflege zu unterweisen4 ,als einschlgliche ,schriften seien genannt3 ,kirchhoff3 ,gesundheitspflege2 ,bock3 ,bau1 ,leben und ,pflege des menschlichen ,krpers2 ,correus3,der ,mensch2 ,katz3 ,frs ,auge2 ,reclam3 ,gesundheitsschlssel1 ,gesundheitslehre fr ,schulen2 ,zwick3 ,krperpflege und ,jugenderziehung2 ,reimann3 ,die krperliche ,erziehung und die ,gesundheitspflege in der ,schule2 ,kohler3 ,die ,gesundheitslehre in der ,volks- und ,fortbildungsschule2 ,gauster3 ,die ,gesundheitspflege im allgemeinen und hinsichtlich der ,schule im besonderen2 ,scholz3 ,leitfaden der ,gesundheitslehre2 ,siegert3 ,die ,schulkrankheiten4 -- ,schon ,comenius1 ,montaigne und ,rousseau forderten die ,schulhygieine2 diesen tritt auch ,salzmann bei4 ,jetzt wird sogar von mehreren ,seiten gefordert1 da in jeder ,schulkommission ein ,arzt ,sitz und ,stimme haben solle4 ,wohl ist die ,mitarbeit des ,arztes in der ,schule wnschenswert1 da die ,schule weder die krperliche ,gesundheit noch die geistige ,frische des ,schlers schdigen darf4 ,den rzten aber jeder ,zeit freien ,zutritt in die ,schule zu gestatten1 wrde viele ,strungen des ,unterrichts herbeifhren4 ,dagegen ist zu fordern1 da der ,gesundheitslehre der ihr gebhrende ,platz im ,unterrichte eingerumt werde1 und da die ,seminare die angehenden ,lehrer in der ,schulhygieine unterweisen1 diese auch bei den ,prfungen der ,lehrer ,prfungsgegenstand sei1 damit die ,lehrer zur ,erhaltung der ,gesundheit der ,kinder in der ,schule beitragen knnen4 ,denn gerade whrend der ,schulzeit ist die krperliche ,kultur sehr wichtig3 erstens1 weil der jugendliche ,krper des ,schlers allen ,schdlichkeiten der ,umgebung mehr offen steht und unter den ,folgen bler ,angewhnungen mehr leidet1 als der abgehrtete ,krper des ,erwachsenen1 und zweitens1 weil der ,unterricht durch den ,zwang des ,stillsitzens in dicht besetzten ,schulstuben1 sowie durch die andauernde geistige ,anstrengung auf die ,gesundheit des ,kindes leicht ungnstig einwirken kann4 7,lindner47 ,da die ,forderung ,salzmanns und der anderen ,philanthropen3 die ,schule habe das leibliche ,wohl der ,schler zu bercksichtigen und zu frdern1 so wichtig ist1 geht daraus hervor1 da der ,krper die ,wohnung und das ,werkzeug der ,seele ist4 ,deshalb spricht auch ,rckert3 ,ein gutes ,werkzeug braucht zur ,arbeit der ,arbeiter1 ,und gute ,waffen auch zum ,waffenstreit ein ,streiter4 ,du ,streiter ,gottes und ,arbeiter1 merk's1 o ,geist1 ,da deines eignen ,leibs du nicht unachtsam seist ,das ist dein ,arbeitszeug1 das ist dein ,streitgewaffen1 ,das halte wohl im ,stand1 zu streiten und zu schaffen6 ,o1 wie du dich bethrst1 wenn du den ,leib zerstrst1 ,der dir so angehrt1 wie du ,gott angehrst4 ,wie du ,gott angehrst1 so hrt dein ,leib dir an1 ,und ohne deinen ,leib bist du kein ,gottesmann4 #ag ,hier tritt ,salzmann in ,gegensatz zu ,pestalozzi1 der in seiner ,schrift3 ,wie ,gertrud ihre ,kinder lehrt 7,univ4-,bibl4 ,nr4 #iia4 #iib7 die ,behauptung aufstellt3 ,der ,mensch ist selbst der erste ,vorwurf der ,anschauung und diesem ,satze gem den ,krper des ,kindes und seine ,glieder zuerst als ,betrachtungsobjekt behandelt wissen will1 wozu er im ,buch der ,mtter ,anleitung gab4 ,die neuere ,pdagogik stellt sich dagegen auf den ,standpunkt ,salzmanns und stimmt den ,worten von ,trks1 der #ahjh in ,ifferten bei ,pestalozzi weilte1 bei4 ,trk sagt3 ,ich hatte schon frher die ,idee des ,buches der ,mtter als gut anerkannt1 aber die ,wahl des ,gegenstandes der dort aufgestellten bungen3 des menschlichen ,krpers gemibilligt2 ich erachte die ,umgebungen des ,kindes im ,hause und in der ,natur fr weit mehr dazu geeignet4 #ah ,mit ,recht tadelt ,salzmann das ,verfahren1 ,naturgeschichte zu lehren1 ohne die ,kinder selbst in die ,natur einzufhren4 ,schon ,rousseau sagte3 ,eure ,philosophen lernen die ,naturgeschichte in den ,naturalienkabinetten1 sie besitzen ,flitterkram1 wissen ,namen und haben durchaus keine ,idee von der ,natur4 ,auch in seiner ,schrift3 ,noch etwas ber die ,erziehung zieht ,salzmann gegen den naturgeschichtlichen ,unterricht1 der sich nicht auf ,anschauung der ,natur selbst sttzt1 zu ,felde4 ,gewi ist es jetzt bedeutend besser damit geworden2 doch wird der naturgeschichtliche ,unterricht noch vielfach in zu wissenschaftlicher ,weise erteilt1 indem man sich zu sehr an das ,system hlt1 whrend doch die ,einfhrung der ,kinder in die ,natur selbst die ,hauptsache sein sollte4 ,verbesserungsbestrebungen machen sich in neuester ,zeit geltend4 ,es sei in dieser ,hinsicht hingewiesen auf die ,schriften von ,junge3 ,der ,dorfteich2 ,baade3 ,zur ,reform des naturgeschichtlichen ,unterrichts2 ,twiehausen3 ,der naturgeschichtliche ,unterricht in ausgefhrten ,lektionen2 ,vgler3 ,prparationen fr den ,naturgeschichtsunterricht2 ,kieling und ,pfalz3 ,methodisches ,handbuch fr den ,unterricht in der ,naturgeschichte4 ,was ,salzmann weiter vom naturgeschichtlichen ,unterricht sagt1 gilt auch namentlich vom ersten ,schulunterricht4 ,seine ,lehrbeispiele1 die er im ,nachfolgenden giebt1 beziehen sich besonders auf diesen ,unterricht4 ,hier ist gerade die ,anschauung an ihrem ,platze4 ,namentlich findet die ,anschauung ihre ,pflege in dem sog4 ,anschauungsunterrichte1 dessen ,ziel sein soll1 das ,kind mit der heimatlichen ,umgebung1 ihrer ,natur und ,lebewesen bekannt zu machen1 weshalb er vielfach auch als ,heimatskunde bezeichnet wird4 ,der angehende ,lehrer1 dem bekanntlich gerade dieser so wichtige ,unterricht obliegt1 sei auf folgende ,schriften hingewiesen3 ,wernecke3 ,praxis der ,elementarklasse2 ,strbing3 ,sprachstoffe2 ,harder3 ,anschauungsunterricht2 ,jtting-,weber3 ,anschauungsunterricht und ,heimatskunde2 ,wiedemann3 ,prparationen2 ,wagner3 ,entdeckungsreisen in ,haus und ,hof1 in ,wald und ,feld c42 ,breiden3 ,der ,anschauungsunterricht2 ,fuhr und ,ortmann3 ,anschauungsunterricht2 ,niederges3 ,anschauungsunterricht2 ,stieber3 ,anschauungsunterricht im ,anschlusse an die ,pfeifferschen und ,winkelmannschen ,bilder2 ,heinemann3 ,handbuch fr den ,anschauungsunterricht und die ,heimatskunde2 ,seidel3 ,materialien fr den ,anschauungs- und ,sprachunterricht im ersten ,schuljahre2 ,fischer3 ,sprachstoffe zu ,leutemanns fnfzehn ,tierbildern2 ,richter3 ,der ,anschauungsunterricht4 #ai ,die lateinischen ,namen der ,pflanzen sind fr die ,kinder der ,volksschule nur toter ,ballast4 ,auch hier gilt das ,wort3 ,res1 non verba4 ,was ntzen den ,kindern die ,namen der ,naturdinge1 zumal die lateinischen1 wenn ihnen die ,kenntnis der ,naturkrper selbst abgeht8 ,hauptsache ist die ,betrachtung der ,natur selbst2 dann mag der ,name hinzutreten1 aber nur der deutsche4 ,man hte sich1 den ,naturgeschichtsunterricht in bloe ,nomenklatur aufgehen zu lassen2 die ,gefahr liegt aber bei dem bloen ,angeben der ,namen sehr nahe4 ,viel ist in dieser ,hinsicht auf dem ,gebiete des naturgeschichtlichen ,unterrichts gesndigt worden1 weshalb die ,reformbestrebungen1 von denen die ,arbeiten von ,junge1 ,kieling und ,pfalz1 ,twiehausen1 ,baade und ,vgler zeugen1 freudig zu begren sind4 #bj ,in ,bezug auf dieses ,erraten der ,pflanzen1 wie ,salzmann es will1 sei erinnert an das ,versteckspiel1 das ,wolke mit den ,zglingen beim groen ,examen am ,dessauer ,philanthropin auffhrte1 von wo es ,salzmann entlehnt hat 7s4 ,schummel3 ,fritzens ,reise nach ,dessau74 #ba ,unter ,empfindungsvermgen versteht ,salzmann1 was wir nach dem heutigen psychologischen ,sprachgebrauche ,sinnesvermgen nennen4 ,salzmann nennt dieses ,empfindungsvermgen1 weil die ersten einfachen ,eindrcke1 die uns durch die ,sinne zugehen1 ,empfindungen genannt werden1 aus denen dann die ,wahrnehmungen1 ,anschauungen und ,vorstellungen hervorgehen4 ,die bung der ,sinne des ,kindes ist sehr wichtig4 ,deshalb fordert auch ,rousseau3 ,erst bung der ,sinne1 dann bung der ,geisteskrfte6 ,sinnenvernunft vor intellektueller ,vernunft6 ,denn die ersten ,vermgen1 die sich in uns bilden und entwickeln1 sind die ,sinne4 bt nicht blo die ,krfte der ,kinder1 bt alle ,sinne1 welche die ,krfte regieren1 benutzt mglichst jeden ,sinn1 prft die ,eindrcke des einen ,sinnes durch die anderen4 ,met1 zhlt1 wgt1 vergleicht6 ,und ,comenius sagt3 ,anfangs be man die ,sinne1 dann das ,gedchtnis1 hierauf den ,verstand1 zuletzt das ,urteil4 ,denn die ,wissenschaft beginnt mit der sinnlichen ,wahrnehmung4 ,und ,salzmann schreibt in seiner ,schrift3 ber die ,erziehungsanstalt zu ,schnepfenthal3 ,da wir alle unsere ,kenntnisse durch die ,sinne bekommen1 die den ,stoff liefern1 aus dem die ,vernunft ihre ,begriffe abzieht1 so ist es wohl sehr ntig1 da zuerst die ,sinne gebt werden1 und in seinem ,himmel auf ,erden3 ,das richtige ,empfinden wird am besten in der ersten ,jugend gelernt1 wenn die mit der ,welt noch unbekannte ,seele auf die ,dinge1 die um sie sind1 aufmerksam gemacht und angeleitet wird1 sie selbst zu beobachten und darber selbst zu urteilen4 ,wie vorteilhaft es fr den ,schulunterricht ist1 wenn die ,sinne der ,kinder bereits im vorschulpflichtigen ,alter durch den ,kindergarten gebt und geschrft worden sind1 habe ich in meiner ,schrift3 ,der ,einflu des ,frbelschen ,kindergartens auf den nachfolgenden ,schulunterricht nachgewiesen4 7,verlag von ,siegismund ,volkening1 ,leipzig47 ,da die bung der ,sinne auch auf den oberen ,schulstufen zu pflegen ist1 ist selbstredend4 #bb ,mit ,eifer tritt ,salzmann gegen das bloe ,wortlernen auf und betont1 wie es nachher auch von ,pestalozzi geschah1 die ,anschauung1 besonders auf den unteren ,stufen4 ,auch ,basedow verlangt in seinem ,methodenbuche3 keine ,worte und ,stze zu lehren1 mit denen die ,kinder noch falsche ,begriffe verbinden4 ,locke sagt3 ,nicht durch ,worte1 sondern durch ,dinge und ,abbildungen der ,dinge erhalten die ,kinder die ersten ,vorstellungen4 ,bei ,comenius heit es3 ,alles mu der sinnlichen ,anschauung unterstellt werden4 ,gegen ,salzmanns ,forderung1 da man bei dem ,sprachunterrichte z4 ,b4 anfnglich lauter solche ,bcher gebrauchen msse1 bei deren ,lesung nur ,vorstellungen in den jungen ,seelen erzeugt werden1 die sie entweder selbst durch die ,anschauung bekommen haben1 oder die doch mit denselben in ,verwandtschaft stehen1 verstoen z4 ,b4 die meisten unserer ,fibeln4 ,so bringt z4 ,b4 eine viel gebrauchte ,fibel in ihren bungsgruppen ,wrter1 deren ,inhalt den ,kindern ganz fern liegt4 ,ich nenne nur3 ,domino1 ,delta1 ,indien1 ,tiber1 ,xerxes1 ,xantippe1 ,none u4 a4 #bc ,auch der fremdsprachliche ,unterricht mu1 wie ,salzmann mit ,recht bemerkt1 die ,anschauung zur ,grundlage haben4 ,wie viele ,vokabeln1 ,stze u4 s4 w4 mssen die ,kinder aber lernen1 deren ,inhalt ihnen ganz fremd ist4 ,auch die heterogensten bungsstze werden ihnen vorgefhrt4 ,in der franzsischen ,sprache hat man nun schon angefangen1 dieselbe auf ,grundlage der ,anschauung zu lehren4 ,so ,lehmann in seinem ,lehr- und ,lesebuche der franzsischen ,sprache nach der ,anschauungsmethode1 ,ducotterd und ,mardner3 ,lehrgang der franzsischen ,sprache auf ,grund der ,anschauung4 ,in seiner ,schrift3 ,noch etwas ber die ,erziehung giebt ,salzmann seine ,lehrweise der fremden ,sprachen an3 ,erst wird ber die verschiedenen ,produkte der ,natur1 die zusammengebracht werden1 lateinisch 7franzsisch7 gesprochen1 das ,gesprch diktiert und niedergeschrieben1 dann werden zweckmig gewhlte ,schriftsteller gelesen und dabei die grammatikalischen ,regeln gegeben1 endlich lateinische 7franzsische7 ,aufstze gemacht4 ,salzmann will also die sog4 direkte ,methode angewandt wissen4 #bd ,schon ,rousseau tritt in seinem ,emil gegen das zu frhe ,bcherlesen der ,kinder ein4 ,emil soll vor seinem #ab4 ,jahre kein ,buch in die ,hand bekommen4 ,wenn ,salzmann auch mit ,recht nicht so weit geht1 so sind seine ,worte1 mit denen er im ,ameisenbchlein und im ,konrad ,kiefer gegen den zu frhzeitigen ,beginn des ,lesenlernens eifert1 wohl beherzenswert4 ,er sagt mehrmals3 ,kinder mssen erst gewhnt werden1 aus der ,natur sich zu unterrichten1 bevor man ihnen ,bcher in die ,hnde giebt4 ,das ,kind mu erst den bergang finden aus dem lustigen ,spielleben der ,kinderstube zu der ernsten ,arbeit der ,schule4 ,mit ,recht fordern deshalb namhafte ,pdagogen1 als ,trk1 ,denzel1 ,gramann1 ,graser1 ,lben1 ,dr4 ,k4 ,schmidt1 ,kehr u4 a41 da dem ,lesenlernen ein ,vorkursus vorangehen msse2 ja einige von ihnen wollen erst das ,lesenlernen ins zweite ,schuljahr verlegt wissen4 ,auch die acht ,schuljahre von ,rein1 ,pickel und ,scheller wissen von einem ,leseunterrichte im ersten ,schuljahre nichts4 ,was soll man aber sagen1 wenn ,kleinkinderschulen und ,kindergrten den ,kindern die ,fibel in die ,hand geben1 und wenn ,therese ,focking die ,lehrerwelt sogar mit einer ,frbelfibel beehrt hat86 ,vgl4 meine ,schrift3 ,der ,einflu des ,frbelschen ,kindergartens auf den nachfolgenden ,schulunterricht4 #be ,pestalozzi widmete dem ,vorsagen und ,nachsprechenlassen langer und verwinkelter ,stze1 deren ,inhalt den ,kindern oft ganz unverstndlich war1 viel ,zeit und ,kraft 7vgl4 ,wie ,gertrud ihre ,kinder lehrt1 ,univ4-,bibl4 ,nr4 #iia4 #iib74 ,er wollte die ,kinder dadurch im ,sprechen ben und ihre ,sprachkraft strken4 ,salzmann anerkennt auch den ,wert des ,nach- und des ,chorsprechens1 will aber nur einen beschrnkteren ,gebrauch davon zu machen wissen4 ,die heutige ,pdagogik steht auf ,salzmanns ,seite4 ,auch sie betreibt das ,chorsprechen1 aber nur von dem1 was den ,kindern verstndlich ist4 ,wiedemann fhrt in seinem ,lehrer der ,kleinen als ,grnde fr das ,chorsprechen an3 #a7 das ,chorsprechen lst vor allen ,dingen die ,zunge2 #b7 es kultiviert die ,aussprache2 #c7 es giebt auch den ,schchternen ,mut2 #d7 es hlt bei der ,stange2 #e7 es schtzt die ,kinder vor langer ,weile1 belebt den ,unterricht4 ,siehe auch3 ,haushalter3 ,das ,sprechen im ,chor4 #bf ,zur ,verbesserung des ersten ,leseunterrichts schrieb ,salzmann ,konrad ,kiefers ,,abc- und ,lesebchlein4 ,es erschien #ahjf4 #bg ,in seiner ,schrift3 ber die ,erziehungsanstalt in ,schnepfenthal lt sich ,salzmann eingehend ber die ,ausbildung der ,handfertigkeit aus4 ,so sagt er3 ,zur ,erziehung des ,menschen ist unumgnglich ntig3 bung seiner ,hnde und ,gewhnung1 von den ,werkzeugen1 die der menschliche ,verstand erfand1 ,gebrauch zu machen4 ,in ,schnepfenthal fand der ,handfertigkeitsunterricht eingehende ,pflege4 ,die ,zglinge wurden unterwiesen in ,papparbeiten1 ,schreinerarbeit1 ,drechseln1 ,korbflechten4 ,besonders widmete sich der ,lehrer ,blasche diesem ,unterrichte4 ,die ,handfertigkeitsunterrichtsfrage ist zur ,zeit eine brennende1 noch unentschiedene4 ,in zahlreichen ,schriften wird fr und gegen den ,handfertigkeitsunterricht gestritten4 ,nach unserer ,ansicht ist ,salzmann in vollem ,rechte1 wenn er die ,betreibung von ,handarbeiten zur ,krftigung des ,krpers fordert4 ,fr eine ,eingliederung derselben1 zumal wenn der ,handfertigkeitsunterricht nur praktisch-formalen ,nutzen gewhrt und mit der ,schularbeit in gar keiner ,verbindung steht1 knnen wir uns nicht begeistern4 ,stellt er sich aber in den ,dienst des theoretischen ,unterrichts1 wie es z4 ,b4 die ,schrift vom ,seminarlehrer ,magnus3 ,der praktische ,lehrer fr die ,seminare thut1 so ist die ,sache eine andere4 ,wenn der ,handfertigkeitsunterricht dagegen in selbstndigen ,kursen1 wie in den ,knabenhorten1 erteilt wird1 so haben wir nichts dagegen zu erinnern4 ,wer sich eingehender ber diese heutige ,tagesfrage unterrichten will1 der sei verwiesen auf die ,schriften3 von ,schenckendorff3 ,der praktische ,unterricht1 eine ,forderung der ,zeit an die ,schule1 sein erziehlicher1 volkswirtschaftlicher und sozialer ,wert2 ,eckardt3 ,die ,arbeit als ,erziehungsmittel2 ,hanschmann3 ,die ,handarbeit in der ,knabenschule2 ,salomon3 ,arbeitsschule und ,volksschule2 ,gelbe3 ,der ,handfertigkeitsunterricht2 ,rauscher3 ,der ,handfertigkeitsunterricht1 seine ,theorie und ,praxis2 ,barth und ,niederley3 ,des deutschen ,knaben ,handwerksbuch2 ,elm3 ,der ,handfertigkeitsunterricht in ,theorie und ,praxis2 ,michelsen3 ,die ,lehr- und ,arbeitsschule zu ,alfeld2 ,karl ,friedrich 7,professor ,biedermann73 ,die ,erziehung zur ,arbeit1 eine ,forderung des ,lebens an die ,schule2 ,rimann3 ,geschichte des ,arbeitsunterrichtes in ,deutschland2 ,johs ,meyer3 ,die geschichtliche ,entwickelung des ,handfertigkeitsunterrichts2 von ,schenckendorff3 ber ,bedeutung und ,ziel des ,handfertigkeitsunterrichts2 ,johs ,meyer3 ,der ,handfertigkeitsunterricht und die ,schule2 ,seidel3 ,der ,arbeitsunterricht1 eine pdagogische und soziale ,notwendigkeit2 ,btow3 ,die ,volksschule und der ,handfertigkeitsunterricht2 ,kreyenberg3 ,handfertigkeit und ,schule4 #bh ,in ,bezug auf sein anthropologisches ,prinzip stand ,salzmann wie die anderen ,philanthropen auf dem ,boden des ,rationalismus4 ,sie huldigten dem ,grundsatze der ,naturalisten3 ,der ,mensch ist von ,natur durchaus gut4 7,pelagianismus47 ,so sagt ,rousseau am ,anfange des ,emil3 ,alles ist gut1 wie es aus den ,hnden des ,urhebers aller ,dinge hervorgeht2 alles entartet unter den ,hnden des ,menschen4 ,an einer anderen ,stelle heit in derselben ,schrift3 ,stellen wir als unantastbaren ,grundsatz fest1 da die ersten ,regungen der ,natur immer gut sind2 es giebt keine ursprngliche ,verderbtheit in dem menschlichen ,herzen4 ,auch ,salzmann lt in seinem ,konrad ,kiefer den ,pfarrer sprechen3 ,lieber ,herr ,kiefer1 es giebt eine ,erbsnde1 eine ,regung zum ,bsen und eine ,abneigung vom ,guten1 die die ,kinder von ihren ,eltern bekommen2 sie wird ihnen aber nicht sowohl angeboren1 als anerzogen4 ,dagegen behaupten die strengen ,supranaturalisten1 da die menschliche ,natur zum ,guten aus eigener ,kraft absolut unfhig ist4 ,die ,wahrheit liegt wohl1 wie so oft1 so auch hier1 in der ,mitte4 ,in der ,natur des ,menschen kann kein ,absolut-,bses1 wohl aber die ,anlage zum ,relativ-,bsen sein4 ,die gemigteren ,supranaturalisten beschrnken ihre ,ansicht auch dahin1 da dem ,menschen eine ,neigung zum ,bsen angeboren sei1 die sich in der frhesten ,jugend mit bergewicht uere4 #bi ,wohl enthalten die nachfolgende ,worte ,salzmanns ber die sittliche ,erziehung manches ,beherzigenswerte1 wollen aber mit ,vorsicht aufgenommen sein4 ,wenn ,salzmann ,verbote und ,gebote als moralische ,gngelbnder verwirft1 so folgt dieses aus seinem anthropologischem ,prinzipe1 das auf den ,naturalismus beruht4 ,das ,kind mu den ,anordnungen des ,erziehers nicht folgen1 weil es von deren ,vernnftigkeit berzeugt ist1 sondern aus ,gehorsam1 der in der ,autoritt und in der ,liebe zum ,lehrer beruht4 ,das erste ,haupterfordernis der ,zucht ist der ,gehorsam4 ,so fordert auch ,jean ,paul1 da alle ,erziehung beim ,gehorsam anfangen msse4 ,erst auf die ,stufe der ,zucht folgt die ,stufe der ,freiheit des ,willens4 ,doch ist die keimende ,selbstndigkeit des ,kindes zu beachten4 #cj ,die ,schrift3 ,erster ,unterricht in der ,sittenlehre fr ,kinder von #h-aj ,jahren erschien #ahjc4 #ca ,siehe ,salzmanns ,anmerkung ,s4 #eb4 ,locke und ,rousseau hatten das ,baden im ,freien zur ,abhrtung des ,krpers sehr empfohlen4 ,ihnen folgten die ,philanthropen1 indem sie dasselbe praktisch ausfhrten4 ,so hatte auch ,salzmann das ,baden in den zu seinem ,besitztume gehrigen ,teichen eingefhrt4 ,man hielt diese ,neuerung vielfach als fr die ,gesundheit nachteilig1 namentlich gab man an1 da das ,baden im kalten ,wasser die ,nerven aufrege4 ,hierauf beziehen sich ,salzmanns ,worte4 ,in neuester ,zeit beginnt man ,schulbder in den ,schulanstalten einzurichten wie z4 ,b4 in ,gttingen1 ,hannover1 ,frankfurt am ,main4 #cb ,die ,schrift3 ,heinrich ,gottschalk oder erster ,religionsunterricht fr ,kinder von #aj-ab ,jahren erschien #ahjd2 ihr folgte #ahjh der ,unterricht in der christlichen ,religion4 #cc ,nach diesen ,worten scheint ,salzmann wenig von einer ,vorbildung zum ,lehrerberufe auf einer ,pflanzschule zu halten1 nachdem er doch selbst kurz vorher den ,umri zu derselben entworfen hat4 ,als einfacheren ,weg stellt er die ,regel3 ,erziehe dich selbst6 auf4 ,der ,grund liegt1 wie ,karl ,richter bemerkt1 wohl darin1 da er bei seinem ,plane nicht sowohl ,dorfschulen und ihre ,lehrer1 sondern junge ,theologen als ,lehrer in ,familien und an ,privatinstituten im ,auge hatte4 ,schon zu ,salzmanns ,zeit bestanden an vielen ,orten ,seminare1 wie das ,berliner ,seminar1 von ,hecker gegrndet1 und die von ,friedrich d4 ,g4 in ,schlesien eingerichteten ,seminare4 ,die von ,salzmann gegebenen ,regeln sind von den ,erziehern wohl zu beherzigen2 sie gengen aber durchaus nicht zur ,bildung derselben4 ,wer selbst den ,lehrerberuf nicht theoretisch und praktisch erlernt hat1 wozu sich am besten unsere heutigen ,lehrerbildungsanstalten mit ihren bungsschulen eignen1 kann kein tchtiger ,erzieher sein4 ,deshalb wird auch bei den ,prfungen der ,lehrer auf die pdagogische ,ausbildung und auf die ,lehrprobe das ,hauptgewicht gelegt4 ,zu fordern ist auch1 da die ,schulaufseher und ,schulleiter sowohl theoretisch als praktisch pdagogisch geschult sind1 was leider bis jetzt noch nicht stets der ,fall ist4 #cd ,der ,himmel auf ,erden erschien #agig4 ,salzmann zeigt in dieser ,schrift1 da der ,mensch die ,glckseligkeit nicht erst im ,jenseits erwarten solle1 sondern da er sich schon hier auf ,erden das ,leben zu einem ,himmel gestalten knne und zwar durch sittliches ,handeln und treue ,pflichterfllung1 durch lebendige ,erkenntnis ,gottes und im ,umgange mit ihm1 durch fromme ,betrachtung seiner ,werke4 ,eine neue ,ausgabe dieser ,schrift ist #ahhe von ,august ,roth besorgt worden 7,minden1 ,j4,c4,c4 ,bruns' ,verlag74 #ce ,das ,original des ,robinson 7,univ4-,bibl4 ,nr4 #baid4 #baie7 hatte der ,englnder ,daniel ,defoe 7#affa-agca7 #agai nach den ,erlebnissen eines ,matrosen1 namens ,alex4 ,selkirks frei bearbeitet4 ,campe gab dieses ,buch mit vielfach eingestreuten ,betrachtungen und langweiligen ,belehrungen #aggi unter dem ,titel3 ,robinson der ,jngere heraus4 ,mit dieser ,zeit hat dasselbe viele ,auflagen erlebt und gehrt noch jetzt zu den beliebtesten und vielgelesensten ,jugendschriften4 ,neue treffliche ,bearbeitungen lieferten ,g4,a4 ,grbner1 ,ferd4 ,schmidt1 ,mensch1 ,hcker4 ,schon ,rousseau wies in seinem ,emil auf den ,robinson hin4 ,er sagt3 ,ein gutes ,buch ist es1 das mein ,emil zuerst lesen soll2 es wird lange ,zeit ganz allein seinen ,bcherschatz bilden und wird jederzeit den vornehmsten ,rang in diesem einnehmen4 ,es soll der ,text sein1 von dem unsere ,unterhaltung ber die menschlichen ,erfindungen und ,wissenschaften ausgeht2 es soll der ,prfstein sein1 an dem ich die ,fortschritte in der ,urteilskraft meines ,zglings erproben will2 und so lange sein ,geschmack einfach und natrlich bleibt1 wei ich1 wird die ,lesung desselben ihm ein immer neues ,vergngen bereiten4 ,und was ist dies fr ein wunderbares ,buch8 ,ist es ,aristoteles8 ,ist es ,plinius8 ,ist es ,buffon8 ,nein6 ,es ist ,robinson ,crusoe4 ,hettner sagt von dem ,buch3 ,es entrollt sich darin ein ,bild vor uns1 so gro und gewaltig1 da wir hier noch einmal die allmhliche ,entwickelung des ,menschengeschlechts berschauen4 ,und in der ,vorrede der ,ausgabe von ,grbner heit es3 ,der ,held hat ,fleisch und ,blut1 er tritt in voller ,wahrheit vor uns hin2 er zeigt sich in den ,stunden der ,schwche wie in denen der ,gre1 wie er vom leichtsinnigen ,knaben zum gottlosen ,jnglinge wird1 wie er zur ,erkenntnis gelangt und wie oft er abermals strauchelt1 ehe er das wird1 was ihm die sittlich-religise ,bedeutung fr die ,zwecke der ,charakterbildung giebt4 ,die ,herbart-,zillersche ,schule legt den ,robinson dem ,gesinnungsunterrichte des zweiten ,schuljahres 7zweite kulturhistorische ,stufe7 unter4 ,siehe ,rein3 ,zweites ,schuljahr4 #cf ,das ,guts-,muthssche ,spielbuch ist mehrfach1 neu bearbeitet1 herausgegeben worden4 ,zuletzt ist es #ahhd in sechster ,auflage vom ,seminar-,oberlehrer ,o4 ,schettler unter dem ,titel3 ,guts-,muths' ,spiele zur bung und ,erholung des ,krpers und ,geistes1 gesammelt und bearbeitet fr die ,jugend1 ihre ,erzieher und die ,freunde unschuldiger ,jugendfreuden7,hof1 ,grau ,co47 erschienen4 ,ihm sind seit dem ,erlasse des preu4 ,kultusministers #ahhb ber die ,jugendspiele eine ,menge neuer ,sammlungen von ,turnspielen gefolgt4 ,es seien genannt3 ,ambros3 ,spielbuch #djj ,spiele und ,belustigungen fr ,schule und ,haus2 ,khler3 ,bewegungsspiele des ,kindergartens2 ,wagner3 ,illustriertes ,spielbuch fr ,knaben2 ,stangenberger3 ,spiele fr die ,volksschule2 ,schettler3 ,turnspiele fr ,knaben und ,mdchen2 ,jacobs3 ,deutschlands spielende ,jugend2 ,brunlich3 ,kinderspiele und ,liederreigen fr ,mdchen2 ,leske3 ,illustriertes ,spielbuch fr ,mdchen2 ,lier3 ,turnspiele fr ,deutschlands ,jugend2 ,kohlrausch und ,marten3 ,turnspiele2 ,bruns3 ,illustriertes ,kinderspielbuch2 ,wiener3 ,fest- und ,freizeit-,spielbchlein2 ,kmpel3 ,das ,spiel der ,jugend und seine ,bedeutung fr die ,volksschule2 ,lausch3 #acd ,spiele im ,freien fr die ,jugend2 ,matz3 ber die ,spiele der ,kinder2 ,wolter3 ,das ,spiel im ,freien2 ,zander3 ber die ,bedeutung der ,jugendspiele fr die ,erziehung4 #cg ,die hier genannten ,schriften sind jetzt veraltet1 doch an ihre ,stelle neue getreten4 ,es seien genannt3 ,leunis3 ,synopsis der #c ,naturreiche2 ,brehm3 ,illustriertes ,tierleben1 ,leben der ,vgel2 ,lenz3 ,gemeinntzliche ,naturgeschichte des ,tierreichs2 ,lben3 ,anweisung zu einem methodischen ,unterrichte in der ,pflanzenkunde2 ,auerswald3 ,botanische ,unterhaltungen2 ,teller3 ,wegweiser durch die #c ,reiche der ,natur2 ,crie3 ,anweisung zur ,bestimmung der ,pflanzen2 ,garcke3 ,flora von ,deutschland2 ,thom3 ,lehrbuch der ,botanik1 der ,zoologie2 ,romler3 ,die #d ,jahreszeiten1 ,flora im ,winterkleide1 der ,wald2 ,postel3 ,fhrer durch die ,pflanzenwelt2 ,polack3 ,illustrierte ,naturgeschichte2 ,dietlein3 ,tierkunde2 ,scholz3 ,tierkunde2 ,eiben3 ,schulnaturgeschichte des ,tierreichs1 des ,pflanzenreichs2 ,vogel3 ,erster ,unterricht in der ,naturgeschichte2 ,twiehausen3 ,der naturgeschichtliche ,unterricht in ausgefhrten ,lektionen2 ,schleiden3 ,die ,pflanze und ihr ,leben2 ,grube3 ,biographien aus der ,naturkunde1 ,naturbilder2 ,wagner3 ,pflanzenkunde1 ,in die ,natur2 ,lben3 ,anweisung zu einem methodischen ,unterrichte in der ,tierkunde2 ,masius3 ,naturstudien1 ,die gesamten ,naturwissenschaften2 ,taschenberg3 ,was da kriecht und fliegt2 ,schubert3 ,naturgeschichte4 #ch ,gewi ist das unmige ,lesen1 namentlich1 wenn es nur geschieht1 um zu lesen1 von groem ,schaden4 ,der ,lehrer lese alles nur in ,beziehung auf seinen ,beruf und seine ,lehrfcher4 ,namentlich gewhne er sich daran1 mit der ,feder in der ,hand zu lesen4 ,er merkt sich dadurch nicht allein das ,gelesene besser1 sondern er verbessert auch seinen ,stil4 ,er achte aber auch auf das ,lesen seiner ,zglinge4 ,er bewahre sie vor dem verderblichen ,viellesen2 deshalb ist die ,benutzung der ,schlerbibliothek wohl zu kontrollieren1 und man halte darauf1 da der ,schler ber den ,inhalt des aus derselben entnommenen ,buches ,bericht erstatte4 #ci ,schon im ,dessauer ,philanthropin gab es ,meritentafeln4 ,von hier aus fhrte ,salzmann sie auch in seiner ,anstalt ein4 ,die ,meritentafeln bestanden bei ,salzmann aus einer schwarzen1 im ,betsaal aufgehngten und mit den ,namen smtlicher ,schler versehenen ,tafel4 ,fr jede ,leistung und ,arbeit erhielten die ,zglinge je nach dem ,werte derselben ,billette des ,fleies4 ,hatte einer #ej von diesen1 so ward hinter seinem ,namen auf der ,tafel ein gelber ,nagel eingeschlagen er hatte einen goldenen ,punkt erworben4 ,wer deren #ej hatte1 erhielt den ,orden des ,fleies1 der bei feierlichen ,gelegenheiten auf der ,brust getragen ward4 ,er bestand aus einem goldenen ,kreuze1 das in der ,mitte ein rundes ,schildchen hatte1 auf dem sich ein erhaben gearbeitetes ,grabscheit mit den ,buchstaben ,d4 ,d4 u4 ,h4 7 ,denken1 ,dulden und ,handeln7 befand4 ,durch diese ,auszeichnungen ward der ,flei des ,schlers wohl angespornt1 aber auch ein falscher ,ehrgeiz und die ,selbstberschtzung grogezogen4 ,das ,lernen ward dadurch zum ,mittel zum ,zwecke herabgewrdigt1 anstatt selbst ,zweck zu sein4 ,nicht uerliche ,auszeichnung1 sondern der ,unterricht des ,lehrers soll das unmittelbare ,interesse des ,lernenden1 mit dem dieser sich ganz dem ,wissensstoffe hingiebt1 erwecken4 ,wenn ,salzmann gegen die krperliche ,zchtigung redet1 so hat er diese ,ansicht nicht immer gehabt4 ,in ,noch etwas ber die ,erziehung und im ,konrad ,kiefer empfiehlt er sie noch4 ,unserer ,ansicht und ,erfahrung nach mu der ,lehrer die krperliche ,zchtigung nur als letztes ,strafmittel ansehen1 zu dem er erst dann greifen darf1 wenn alle anderen nichts gefruchtet haben4 ,auch ,luther empfiehlt einen eichenen ,butterwecken als geistige ,salbe4 ,der ,pdagoge ,ludw4 ,dderlein sagt3 ,es kann eine ,schule bestehen ohne krperliche ,zchtigung1 aber nicht ohne die ,mglichkeit derselben1 nicht ohne die ,berechtigung zu derselben4,gegen die krperliche ,zchtigung schrieb ,schuldirektor ,dr4 ,th4 ,mertens in ,hannover 7 #ahhg7 in seiner ,schrift3 ,schlge in der ,schule8 #dj ,non est quovis ligno fit ,mercurius ,nicht aus jedem ,holze lt sich ein ,merkur schnitzeln4 ,dieses ,wort soll von ,pythagoras herrhren4 ,dem ,comenius ward auf seine ,forderung3 jeder ,mensch msse unterrichtet werden1 dies ,wort entgegengehalten4 ,seine ,antwort war3 ,aber aus jedem ,menschen ein ,mensch4 ,ende4 ,funoten3 ,a ,ich gebrauche hier und in der ,folge das ,wort ,knaben1 weil ich bei ,ausarbeitung dieses ,buches freilich immer die ,behandlungsart der ,knaben vor ,augen hatte4 ,das meiste wird aber auch auf die ,mdchenerziehung1 mit einigen ,abnderungen1 knnen angewendet werden4 ,b ,seit zwanzig ,jahren bin ich ,vorsteher einer ,erziehungsanstalt1 in welcher ,kinder von allerlei ,familien und ,nationen zusammen leben2 ihre ,zahl beluft sich seit einiger ,zeit beinahe auf #gj4 ,unter diesen lebe und webe ich vom ,morgen1 bis ich ins ,schlafzimmer gehe4 ,wren nun die ,kinder so schlimm1 wie sie von manchen ,erziehern geschildert werden1 wie knnte ich das aushalten8 ,mte ich nicht schon einigemal ein ,gallenfieber bekommen haben8 ,das geschieht aber nicht2 vielmehr befinde ich mich in ihrer ,gesellschaft sehr wohl4 ,dies kommt nicht daher1 weil sie so vollkommen1 so musterhaft wren2 sie geben mir vielmehr bestndig ,beispiele von ,leichtsinn1 ,unbesonnenheit u4 dergl4 ,nach geendigter ,lehrstunde spielen1 laufen1 springen1 jauchzen sie2 ich trete unter die jubelnde ,gesellschaft1 und meine ,gegenwart macht weiter keine ,vernderung4 ,in diesem allen finde ich nun nichts ,beleidigendes1 weil ich glaube1 ,kinder sind ,kinder1 denken und handeln wie ,kinder4 ,daher gehen ,wochen hin1 ehe ich durch sie einmal gergert werde4 ,geschieht dies1 und ich prfe mich genau1 so finde ich gemeiniglich1 da der ,grund davon doch in mir selbst liege1 weil entweder in meinem ,krper ,unordnung ist1 oder weil ein anderer unangenehmer ,vorfall mich verstimmt hat1 oder weil ich mit ,geschften zu sehr berladen bin4 ,je aufmerksamer ich auf mich selbst werde1 desto seltener werden auch die ,beleidigungen4 ,ja ich kann versichern1 da in den #bj ,erziehungsjahren1 die ich hier verlebt habe1 ich mich nicht erinnern kann1 da einer meiner ,zglinge mit berlegung etwas in der ,absicht gethan habe1 um mich zu krnken4 ,man verzeihe mir dieses offenherzige ,gestndnis4 ,es kann mir dasselbe ebensowenig als ,ruhmredigkeit angerechnet werden1 als dem ,baumgrtner1 wenn er in seinem ,buche ber die ,baumzucht bisweilen etwas von seiner eigenen ,baumpflanzung sagt4 brigens gestehe ich gern ein1 da von meinen ,pflegeshnen der ,schlu nicht sogleich auf alle ,kinder gemacht werden kann4 ,denn ob sie gleich aus verschiedenen ,husern und ,lndern zusammengefhrt sind1 so leben sie doch in einer gewissen ,absonderung von der brigen ,welt1 und das ,beispiel der ,erwachsenen1 das ,entgegenwirken der ,eltern1 ,tanten1 des ,gesindes u4 dergl41 die ,verfhrung der ,knaben1 die ohne ,aufsicht und ,erziehung aufwachsen1 hat auf sie keinen ,einflu4 ,ein anderer ,erzieher1 dem von allen ,seiten entgegen gearbeitet wird1 hat freilich mit greren ,schwierigkeiten zu kmpfen4 ,c ,da mehrere ,leser diese ,behauptung fr zu khn erklren werden1 so erlaube man mir1 da ich wieder eine ,thatsache aus meinem ,wirkungskreise aufstelle4 ,ich bin jetzt der ,pflegevater von beinahe #gj jungen ,leuten1 die in ganz verschiedenen ,himmelsstrichen1 von ,lissabon bis ,moskau1 geboren wurden1 in deren erster ,erziehung also notwendig eine groe ,verschiedenheit war4 ,diese jungen ,leute sind alle gesund1 auf ihren ,kpfen ist nicht der geringste ,ausschlag sichtbar1 es gehen bisweilen drei ,jahre hin1 ohne da einer bettlgerig wird1 und in den #ba ,jahren1 in denen ich meiner ,anstalt vorstehe1 ist kein einziger gestorben4 ,gleichwohl bin ich kein ,arzt4 ,in den ersten zehn ,jahren1 die ich hier lebte1 betrat nie ein ,arzt mein ,haus4 ,erst dann1 da sich die ,zahl meiner ,zglinge sehr vergrerte und zu besorgen war1 da ich etwas bei ihnen bersehen mchte1 fing ich an1 mich rztlicher ,hilfe zu bedienen4 ,von der ,gesundheit deiner ,zglinge1 wird man sagen1 sind deine gesunde ,luft und dein gesundes ,wasser die ,ursachen4 ,diese sind freilich viel wert1 allein wenn wir das gesunde ,wasser nicht trnken1 uns darin nicht badeten1 uns in der gesunden ,luft nicht herumtummelten1 so wrden beide uns wohl wenig helfen4 ,die ,art1 wie wir hier junge ,leute behandeln1 ist die wahre ,ursache1 warum sie sich so sehr durch ,gesundheit auszeichnen und der ,tod bisher noch nicht zu ihnen kam4 ,sollte einmal von den ,grundstzen1 nach welchen bisher hier erzogen wurde1 abgewichen werden1 sollte man sich mehr an die in vornehmen ,husern gewhnliche ,lebensart anschmiegen1 so wrde man in ,schnepfenthal1 ebenso wie in anderen ,anstalten1 ,krankenstuben errichten mssen2 statt des blhenden ,rots1 das die ,wangen der jungen ,schnepfenthler auszeichnet1 wrde ,blsse sich einfinden1 und unser ,gottesacker wrde ,grabmler von jungen hoffnungsvollen ,knaben bekommen1 die in der ,blte ihrer ,jahre ein ,raub des ,todes wurden4 ,dies alles schreibe ich blo in der ,absicht nieder1 um die ,leser zu berzeugen1 da es allerdings mglich sei1 seine ,zglinge gesund zu erhalten1 ohne sich der ,heilkunde beflissen zu haben4 ,d ,einige behaupten1 die ,nervenkrankheiten1 die in unseren ,tagen so gewhnlich sind1 wren eine ,folge der kalten ,bder4 ,deshalb will ich nun mit niemandem streiten4 ,das sage ich aber ganz freimtig und laut1 da von den jungen ,leuten1 die ich erzogen habe und noch erziehe1 deren mehrere ,hundert sind1 kein einziger eine ,nervenkrankheit bekommen hat 7wenn auch einmal ein hier erzogener nervenkrank wrde1 so folgte doch daraus noch nicht1 da dies vom kalten ,bade komme71 da von alle den nervenkranken ,personen1 die ich kannte1 nicht eine einzige sich kalt badete1 und da es mir nicht recht glaublich ist1 da die ,nervenkrankheiten1 an welchen die ,frauenzimmer in ,n4 leiden1 von den kalten ,bdern der ,zglinge zu ,schnepfenthal herrhren sollten4 ,e ,ich bemerke ein fr allemal1 da ich in diesem ,buche mich vorzglich mit ,jnglingen unterhalte1 die sich zur ,erziehung bilden wollen4 ,sollte also dieser und jener bereits gebildete ,erzieher manches ,bedrfnis haben1 gegen welches ich hier spreche1 manche ,fertigkeit nicht besitzen1 welche ich dem sich bildenden ,erzieher empfehle1 so soll ihm durch meine freimtigen uerungen kein ,vorwurf gemacht werden4 ,dies wird mir aber jeder zugestehen1 da der ,erzieher mit mehr ,nachdruck wirken kann1 wenn er von den ,bedrfnissen frei ist1 an welche er seine ,zglinge nicht gewhnen1 und die ,fertigkeit selbst besitzt1 die er ihnen beibringen will4 ,was soll nun aber der ,erzieher thun1 bei dem dies der ,fall nicht ist8 ,freimtig heraussagen3 diese ,angewhnung1 dieser ,mangel ist eine ,unvollkommenheit1 die von meiner ersten ,erziehung herrhrt1 gegen welche ich euch auf das beste zu verwahren suchen will4 ,f ,der aufgesetzte ,entwurf ist einen ,bogen lang4 ,um den ,raum zu schonen1 fge ich davon nur dieses ,bruchstck bei1 das aber hinlnglich sein wird1 den denkenden ,erzieher zu belehren1 wie viel an den gewhnlichsten ,dingen des gemeinen ,lebens bemerkt und unterschieden werden kann4 ,g ,dieses laute ,nachsprechen der ganzen ,versammlung hat gewi seinen sehr groen ,nutzen4 ,es erhlt die ,kinder in ,thtigkeit1 reizt sie zum ,lautsprechen und prgt den ,vortrag ihrem ,gedchtnisse ein4 ,man mu aber von dieser bung mit ,vorsicht ,gebrauch machen4 ,will man gewisse ,wrter und ,stze dem ,gedchtnisse seiner ,kleinen einprgen1 so ist das ftere laute ,aussprechen derselben von der ganzen ,versammlung hierzu gewi ein wirksames ,mittel4 ,will man aber durch eigenes ,urteil den ,verstand ben1 so halte ich das chormige ,aussprechen fr zweckwidrig1 weil die ,kinder dadurch vom ,selbsturteilen abgezogen und zum ,nachbeten gewhnt werden4#be ,wie man bei den sonst so verdrielichen ,,abc-1 ,sillabier- und ,lesebungen die ,kinder in einer angenehmen ,selbstthtigkeit erhalten kann1 glaube ich in ,konrad ,kiefers ,,abc- und ,lesebchlein hinlnglich gezeigt zu haben4#bf ,h ,da die ,erzieher so selten sind1 die in ihren ,hnden ,geschicklichkeit besitzen1 etwas zu arbeiten1 so hat es mir ,mhe gekostet1 den ,unterricht in einigen ,handarbeiten in meiner ,anstalt einzufhren4 ,jetzt lernen meine ,zglinge folgendes3 anfnglich ,verfertigung von allerlei ,spielereien aus ,papier und ,netzstricken1 ferner allerlei ,dinge aus ,holz zu schnitzen1 ,korbflechten1 ,papparbeiten1 ,lackierern1 ,schreinern und ,drechseln4 ,i ,wer mit der ,einrichtung meiner ,erziehungsanstalt bekannt ist und wei1 da in derselben sich ,meritentafeln befinden1 an welchen die ,namen meiner ,zglinge geschrieben1 und denselben gelbe ,ngel beigefgt sind1 durch welche der ,grad ihres ,fleies bemerkbar gemacht wird1 der wird sich wundern1 da ich dieses ,erziehungsmittels hier gar nicht ,erwhnung thue4 ,es ist also wohl ntig1 mich hierber zu erklren1 zumal da es seit einiger ,zeit anfngt gewhnlich zu werden1 da man1 um eine ,erziehungsanstalt zu empfehlen1 mit einem hmischen ,seitenblicke auf die meinige1 von ihr rhmt1 sie habe keine ,meritentafeln4 ,die moralische ,erziehung kann nur auf die ,art1 wie ich sie vorhin beschrieben habe1 durch lebhafte berzeugung von den ,pflichten bewirkt werden und wird auf diese ,art in meiner ,anstalt betrieben4 ,neben der moralischen ,bildung ist aber in jeder kleinen und groen ,gesellschaft eine gewisse ,polizei ntig1 wodurch die uerlichen ,handlungen der ,glieder der ,gesellschaft geleitet werden4 ,daher findet man in jeder guten ,erziehungsanstalt eine ,einrichtung1 wodurch die fleiigen ,zglinge vorgezogen1 die unfleiigen zurckgesetzt werden4 ,fr meine ,lage habe ich die ,meritentafel zweckmig gefunden1 nie aber sie andern zur ,nachahmung empfohlen1 vielmehr mein ,mifallen bezeigt1 wenn ich bisweilen in ,familien ,meritentafeln vorgefunden habe4 ,ich erreiche in meiner ,anstalt damit zwei sehr wichtige ,zwecke3 erstlich1 da ,kinder1 bei denen die ,vernunft noch in der ,entwickelung steht1 das ,verhltnis1 in welchem sie gegeneinander in ,ansehung ihres ,fleies stehen1 immer sinnlich dargestellt erblicken4 ,zweitens1 da die ,lehrer ein ,mittel in den ,hnden haben1 ihren ,zglingen1 ohne krperliche ,zchtigungen1 die ich in dem ,kreise meiner ,pflegeshne nicht dulde1 ihre ,pflichtvergessenheit durch den ,abzug von ,billets1 deren fnfzig mssen erworben sein1 wenn man neben seinem ,namen einen gelben ,nagel haben will1 fhlbar zu machen4 ,wirklich fhlen sie diesen ,abzug oft inniger1 als manches an ,schlge gewhntes ,kind eine krperliche ,zchtigung4 ,in der ,zeit1 da ein ,zgling sich seine fnfzig ,ngel erwirbt1 entwickelt sich gewhnlich seine ,vernunft so weit1 da er eines solchen sinnlichen ,leitungsmittels nicht mehr bedarf4 ,er wird nun eine ,zeitlang auf die ,probe gestellt1 ob er auch ohne dieses ,leitungsmittel seine ,geschfte ordentlich verrichte und die gesellschaftlichen ,pflichten erflle4 ,hlt er die ,probe aus1 so wird er zum ,offizier erklrt1 als ,jngling behandelt1 in die ,gesellschaft der ,erwachsenen gezogen1 bekommt ,aufsicht ber die ,kleinern u4 s4 w4 ,den ,orden des ,fleies habe ich schon seit geraumer ,zeit abgeschafft4 ,er war eben das1 was eine ,offiziersstelle ist4 ,die ,sache ist geblieben1 der ,name aufgegeben1 und da die gewhnlichen ,menschen mehr an dem ,namen der ,dinge1 als an den ,dingen selbst hngen1 so hoffe ich1 da diejenigen beruhigt sein werden1 denen der ,name ,orden anstig war4#ci 99 99 99 99 99 99 ,anmerkungen zur ,transkription3 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden bernommen2 lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,beibehalten wurde3 ,einige ,ausdrcke wurden in beiden ,schreibweisen bernommen3 soziale und sozialer 7beide ,seite #abc7 und socialpdagogischen 7,seite #d7 ,encyklopdie 7,seiten #ab und #ag7 und ,enzyklopdisten 7,seite #c7 ,schneeballen 7,seite #ch7 und ,schneeblle 7,seite #ci7 euerm 7,seite #dc7 und eurem 7,seite #ga7 euern 7,seiten #ed1 #ee1 #gj1 #gc und #hf7 und euren 7,seiten #db1 #ec1 #ed und #gj7 uerungen 7,funote ,e7 und ,aeuerungen 7,seite #de7 ,ueberzeugung 7,seite #df7 und berzeugung 7,seite #ag1 #bf1 #cb1 #ajh1 #aji und #aaa1 ,funote ,i7 neugeborne 7,seite #gh7 und neugeborene 7,seite #di7 danach 7,seite #ha7 und darnach 7,seiten #hb und #aaf7 grern 7,seite #hc7 und greren 7,seite #dc7 einfachern 7,seite #hh7 und einfacheren 7,funote #cc7 letzteren 7,seite #ajh7 und letzteren 7,seite #ad7 erstern 7,seite #ajh7 und ersteren 7,seite #ad7 eignes 7,seite #aaj7 und eigenes 7,seite #gc7 rechtschaffnen 7,seite #aaa7 und rechtschaffenen 7,seite #be7 ,pflegebefohlnen 7,seite #aab7 und ,pflegebefohlenen 7,seiten #ba1 #if1 #ajc1 #ajg1 #aaa und #aad7 z4 ,e4 und z4 ,b4 7verschiedene ,seiten7 u4 dgl4 und u4 dergl4 7verschiedene ,seiten7 ,folgende offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert3 gendert wurde und namentlich ,jean ,jacque ,rousseau mit ihren in und namentlich ,jean-,jacques ,rousseau mit ihren 7,seite #d7 gendert wurde ,es seien genannt ,guths-,muths1 der ,erzvater der ,turnerei in ,es seien genannt ,guts-,muths1 der ,erzvater der ,turnerei 7,seite #i7 gendert wurde als das ,erziehungsgegeschft4 ,als ,lohn in als das ,erziehungsgeschft4 ,als ,lohn 7,seite #ae7 gendert wurde der ,kinder enthalten1 aber ,anweisungen zur ,erziehung in der ,kinder enthalten1 aber an ,anweisungen zur ,erziehung 7,seite #bd7 gendert wurde nach und nach eine ,gemeine hervor1 die in nach und nach eine ,gemeinde hervor1 die 7,seite #be7 gendert wurde sich eingestnde da er gefehlt in sich eingestnde1 da er gefehlt 7,seite #ca7 gendert wurde ist seine ,klasse ein ,haufe schndlicher1 verworfener ,gassenbuben4 in ist seine ,klasse ein ,haufen schndlicher1 verworfener ,gassenbuben4 7,seite #da7 gendert wurde ,so ist es nicht mit ,karln4 in ,so ist es nicht mit ,karl4 7,seite #dc7 gendert wurde davon geradezu beimessen uud sich auf mein in davon geradezu beimessen und sich auf mein 7,seite #dd7 gendert wurde die ,laufbnke und ,laufzune entfernt sind1 und in die ,laufbnke und ,laufzume entfernt sind1 und 7,seite #dh7 gendert wurde ,zglinge durch ,abhrtuug ihre ,gesundheit erhalten in ,zglinge durch ,abhrtung ihre ,gesundheit erhalten 7,seite #ec7 gendert wurde nicht ntig1 durch weitluftige ,vorstellungen euren ,zglingen in nicht ntig1 durch weitlufige ,vorstellungen euren ,zglingen 7,seite #ed7 gendert wurde ,mssen ,sie denn nicht lauter in ,mssen sie denn nicht lauter 7,seite #hj7 gendert wurde eine ,gesellschaft von ,ackerleuten kmmt4 in eine ,gesellschaft von ,ackerleuten kommt4 7,seite #ic7 gendert wurde zerstreut und teilnamlos bleiben1 so in zerstreut und teilnahmslos bleiben1 so 7,seite #ig7 gendert wurde ,feld c42 ,breiden1 ,der ,anschauungsunterricht2 in ,feld c42 ,breiden3 ,der ,anschauungsunterricht2 7,funote #ah7 gendert wurde am ,anfange des ,emil3 ,alles ist in am ,anfange des ,emil3 ,alles ist 7,funote #ba7 gendert wurde ,kohlrausch und ,marten3 ,turnspiele2 in ,kohlrausch und ,marten3 ,turnspiele2 7,funote #cf7