,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #aiad erschienenen ,buchausgabe erstellt4 ,satzzeichen wurden stillschweigend korrigiert bzw4 ergnzt4 ,da dieses ,buch ,beitrge verschiedener ,autoren beinhaltet1 bestehen individuelle ,abweichungen von den blichen ,schreibweisen1 beispielsweise bei grammatischen ,fllen oder der ,verwendung von ,bindestrichen bei zusammengesetzten ,substantiven4 ,diese persnlichen ,ausprgungen wurden stets beibehalten4 ,das ,inhaltsverzeichnis wurde der bersichtlichkeit halber an den ,anfang des ,textes verschoben4 ,gesperrt gedruckte ,passagen im ,original sind in dieser ,version von ,tilden umgeben4 ,die folgenden ,fehler wurden korrigiert3 ,s4 #ff3 wo wie er mit dem ,ringe#8 so wie er mit dem ,ringe#8 ,s4 #fg3 ,lust machen#8 ,luft machen#8 ,s4 #ha3 doppeltes und#82 eines entfernt ,s4 #abh3 ,familen#8 ,familien#8 ,s4 #ahb3 zwischerten#8 zwitscherten#82 ,tumwchter#8 ,turmwchter#8 ,s4 #ahc13 doppeltes hielt#82 eines entfernt ,s4 #aij13 mondbeleuteten#8 mondbeleuchteten#8 ,s4 #bja13 unverheirateteten#8 unverheirateten#8 ,illustration ,,chad ,,gadja ,das ,peachbuch ,herausgegeben von ,,hugo ,,herrmann ,illustration ,berlin #aiad ,jdischer ,verlag ,illustration ,,inhaltsverzeichnis4 ,seite ,die ,anordnung des ,peachfestes 7aus der ,bibel7 #g ,aus der ,peach-,hagadah #ac ,theodor ,zlocisti1 ,die ,peach-,hagadah #ci ,s4 ,ben-,zion1 ,mit dem ,frhling #eg ,pharaos ,traum #gb ,von ,moses #gd ,i4 ,l4 ,lewinski1 ,mit reichem ,gute #gi ,vom ,auszuge #hi ,die ,ordnung beim ,schlachten #ij ,peach in ,jerusalem zur ,rmerzeit #ib ,mendele ,mocher ,sforim1 ,der ,tausch #ig ,das ,peach der ,samaritaner #aji ,s4 ,j4 ,agnon1 ,der ,seder #aaa ,von der ,wallfahrt #abd ,z4 ,kasdai1 ,peach im ,kaukasus #abf ,j4 ,l4 ,perez1 ,der ,zauberknstler #acc ,ch4 ,n4 ,bialik1 ,melameds ,hoffnung #ada ,peach im ,jemen #ade ,martin ,buber1 ,der ,seder des ,unwissenden #aeb ,leopold ,kompert1 ,das ,mazzothbacken #aei ,heinrich ,heine1 ,der ,rabbi von ,bacherach #afi ,pauline ,wengeroff1 ,peach in ,ruland vor siebzig ,jahren #aib ,julius ,heilbrunn1 ,die ,chagigah in ,rechoboth #bji ,,die ,,anordnung ,,des ,,pessachfestes4 ,zweites ,buch ,moses1 ,kapitel #ab4 ,der ,ewige sprach zu ,moses und ,aaron im ,lande ,mizrajim3 ,dieser ,monat sei euch der erste der ,monate2 an der ,spitze der ,monate des ,jahres stehe er euch4 ,sprecht zu der ganzen ,gemeinde ,israel also3 ,am zehnten dieses ,monates nehme jeder ein ,lamm1 fr jedes ,haus je ein ,lamm4 ,sind aber in einem ,hause zu wenige fr ein ,lamm1 so nehme er es zusammen mit dem nchsten ,nachbarn an seinem ,hause1 bis ihrer so viele sind1 als ein ,lamm verzehren knnen4 ,ein fehlerfreies1 mnnliches1 jhriges ,lamm sei es2 von den ,schafen oder den ,ziegen nehmet es4 ,bewahrt es bis auf den vierzehnten ,tag dieses ,monats2 und schlachtet es1 jedes ,huflein in der ganzen ,gemeinde ,israel1 gegen ,abend4 ,dann nehmet von dem ,blute und bestreichet damit beide ,trpfosten und die ,oberschwelle der ,huser1 worin ihr es esset4 ,esset das ,fleisch in derselben ,nacht1 am ,feuer gebraten2 ungesuerte ,brote mit bitteren ,krutern esset dazu4 ,esset es weder roh noch in ,wasser gesotten1 sondern am ,feuer gebraten1 das ,haupt mit den ,schenkeln und ,eingeweiden4 ,lat nichts davon brig bis zum ,morgen2 was davon bis zum ,morgen brig bleibt1 das verbrennt4 ,so aber sollt ihr es essen3 die ,grtel um die ,lenden1 die ,schuhe an den ,fen1 ,stbe in den ,hnden2 so verzehrt es in ,eile3 es ist ein ,peach fr den ,ewigen4 ,ich will das ,land ,mizrajim in dieser ,nacht durchziehen und alle ,erstgeburt im ,lande ,mizrajim schlagen1 von ,menschen wie von ,vieh2 alle ,gtter ,mizrajims will ich strafen1 ich1 der ,ewige6 ,das ,blut sei euch als ,zeichen an den ,husern1 worin ihr seid2 ich werde das ,blut sehen und an euch vorbergehen1 da euch nicht ,leid und ,verderben treffe1 wenn ich das ,land ,mizrajim schlage4 ,dieser ,tag sei euch ein ,gedenktag1 feiert an ihm dem ,ewigen ein ,fest fr all eure ,nachkommen2 als ewigen ,brauch feiert es4 ,sieben ,tage esset ungesuertes ,brot2 am ersten ,tage sollt ihr den ,sauerteig aus euren ,husern entfernen1 denn wer ,gesuertes it vom ersten ,tage bis zum siebenten1 soll weggetilgt werden aus ,israel4 ,am ersten ,tage haltet eine ,festversammlung1 am siebenten ,tage haltet eine ,festversammlung2 an ihnen soll alle ,arbeit ruhen2 nur was jeder zur ,nahrung braucht1 drft ihr zubereiten4 ,haltet das ,gesetz des ungesuerten ,brotes2 denn an diesem selben ,tage habe ich eure ,scharen aus dem ,lande ,mizrajim gefhrt4 ,haltet diesen ,tag fr all eure ,nachkommen als ewigen ,brauch4 ,im ersten ,monat1 am vierzehnten ,tage1 des ,abends1 esset ungesuertes ,brot1 bis an den einundzwanzigsten ,tag des ,monats1 des ,abends4 ,sieben ,tage soll kein ,sauerteig in euren ,husern zu finden sein1 denn wer ,gesuertes it1 soll weggetilgt werden aus der ,gemeinde ,israel1 er sei nun ein ,fremdling oder heimisch im ,lande4 ,esset kein gesuertes ,brot2 wo immer ihr wohnet1 et ungesuertes ,brot48 99 99 99 99 99 ,und ,moses rief alle ,alten in ,israel und sprach zu ihnen3 ,auf6 ,nehmet ein ,schaf fr eure ,familien und schlachtet das ,peach6 ,nehmt ein ,bschel ,ysop1 taucht es ins ,blut in dem ,becken und bestreichet die ,oberschwelle und die beiden ,trpfosten mit dem ,blute im ,becken2 und keiner gehe aus seines ,hauses ,tr bis zum ,morgen6 ,der ,ewige wird einherziehen1 die von ,mizrajim zu treffen2 wenn er das ,blut sehen wird an der ,oberschwelle und den beiden ,trpfosten1 wird er an der ,tr vorbergehen und den ,verderber nicht in eure ,huser kommen lassen1 jemand zu treffen4 ,haltet dies als ,brauch1 fr dich und deine ,kinder ewiglich4 ,und wenn ihr in das ,land kommt1 das der ,ewige euch geben wird1 wie er zugesagt hat1 so haltet diesen ,dienst4 ,und wenn eure ,kinder euch fragen3 ,was habt ihr da fr einen ,dienst8#8 -- so sprechet3 ,es ist das ,peachopfer des ,ewigen1 der in ,mizrajim an den ,husern der ,kinder ,israel vorberging1 als er ,mizrajim traf1 unsere ,huser aber verschonte4#88 ,da neigte sich das ,volk und bckte sich4 ,und die ,kinder ,israel gingen hin und taten1 wie der ,ewige ,moses und ,aaron geboten hatte2 also taten sie4 99 99 99 99 99 ,um ,mitternacht aber schlug der ,ewige alle ,erstgeborenen in ,mizrajim1 vom ,erstgeborenen des ,pharao an1 der auf seinem ,throne sa1 bis zum ,erstgeborenen des ,gefangenen1 der im ,kerker sa1 und auch alle ,erstgeburt des ,viehs4 ,da stand der ,pharao auf in dieser ,nacht samt seinen ,hflingen und allen von ,mizrajim1 und es ward ein lautes ,geschrei in ,mizrajim1 denn es war kein ,haus1 worin nicht ein ,toter lag4 ,da rief er ,moses und ,aaron des ,nachts und sprach3 ,auf1 zieht hinweg von meinem ,volke1 ihr mitsamt den ,kindern ,israel1 geht und dienet dem ,herrn1 wie ihr gesagt habt4 ,auch eure ,schafe und ,rinder nehmet mit1 wie ihr gesagt habt2 geht und bittet auch fr mich48 ,und die von ,mizrajim drngten das ,volk1 eilends aus dem ,lande zu ziehen1 denn sie sprachen3 ,wir alle sind des ,todes68 ,da trug das ,volk den ,brotteig1 ehe er gesuert war1 in ihre ,kleider eingebunden1 auf den ,schultern4 ,und die ,kinder ,israel taten1 wie ,moses gesagt hatte1 und verlangten von denen von ,mizrajim silberne und goldene ,gerte und ,kleider4 ,und der ,ewige gab dem ,volke ,ansehen bei denen von ,mizrajim1 so da sie ihnen willfahrten2 so plnderten sie die von ,mizrajim4 99 99 99 99 99 ,so zogen die ,kinder ,israel von ,raamses nach ,sukoth1 sechshunderttausend ,mann zu ,fu ohne die ,kinder4 ,und auch viel ,gesindel zog mit ihnen1 ,schafe und ,rinder1 ein groer ,haufe ,vieh4 ,und sie buken den ,teig1 den sie aus ,mizrajim gebracht hatten1 zu ungesuerten ,kuchen2 es war ja nicht gesuert1 denn sie wurden aus ,mizrajim getrieben und durften nicht verweilen noch sich ,reisezehrung bereiten4 ,die ,zeit aber1 die die ,kinder ,israel in ,mizrajim wohnten1 war vierhundertdreiig ,jahre2 nach ,ablauf der vierhundertdreiig ,jahre1 an einem ,tage1 zog das ganze ,heer des ,ewigen aus dem ,lande ,mizrajim4 ,diese ,nacht wird dem ,ewigen gehalten1 da er sie aus dem ,lande ,mizrajim fhrte2 diese ,nacht soll dem ,ewigen gehalten werden von allen ,kindern ,israel und fr all ihre ,nachkommen4 99 99 99 99 99 ,also an einem ,tage fhrte der ,ewige die ,kinder ,israel aus dem ,lande ,mizrajim1 nach ihren ,scharen4 ,illustration ,illustration ,,seht ,,das ,,brot der ,armut1 das unsere ,vter im ,lande ,mizrajim aen6 ,wer hungrig ist1 komme und esse4 ,wer bedrftig ist1 komme und feire mit uns ,peach4 ,dieses ,jahr hier1 nchstes ,jahr in ,erez-,israel2 dieses ,jahr ,knechte1 nchstes ,jahr freie ,mnner4 99 99 99 99 99 ,,wodurch ,,ist ,,ausgezeichnet diese ,nacht vor allen ,nchten8 ,denn in allen ,nchten essen wir ,gesuertes und ,ungesuertes1 in dieser ,nacht aber nur ,ungesuertes2 ,in allen ,nchten essen wir von allen ,pflanzenarten1 in dieser ,nacht aber nur bitteres ,kraut2 ,in allen ,nchten sind wir nicht verpflichtet auch nur einmal einzutauchen1 in dieser ,nacht aber zweimal2 ,in allen ,nchten essen wir aufrecht sitzend oder angelehnt1 in dieser ,nacht aber nur angelehnt4 ,illustration ,illustration 99 99 99 99 99 ,,knechte ,,waren ,,wir unter ,pharao in ,mizrajim2 doch der ,ewige1 unser ,gott1 fhrte uns mit starker ,hand und mit ausgestrecktem ,arme von dort heraus4 ,wenn der ,heilige -- gepriesen sei er6 -- unsere ,vter nicht aus ,mizrajim gefhrt htte -- wahrlich1 wir und unsere ,kinder und unserer ,kinder ,kinder wren ,knechte geblieben in ,mizrajim4 ,und wren wir auch alle ,weise1 wren wir klug1 wren wir alt und erfahren1 wren wir ,kenner der ,thorah3 doch wren wir verpflichtet1 von dem ,auszug aus ,mizrajim zu erzhlen2 und wer am meisten vom ,auszug aus ,mizrajim zu erzhlen wei1 der sei gepriesen4 99 99 99 99 99 ,illustration ,,es ,,wird ,,berichtet von ,rabbi ,elieser1 ,rabbi ,jehoschua1 ,rabbi ,elasar1 dem ,sohne ,asarjahs1 ,rabbi ,akiba und ,rabbi ,tarfon1 da sie in ,b'ne-,b'rak speisten4 ,und sie erzhlten die ganze ,nacht hindurch vom ,auszuge aus ,mizrajim1 bis ihre ,schler kamen und ihnen zuriefen3 ,ihr ,herren ,lehrer6 ,die ,zeit des ,morgengebetes ist da68 99 99 99 99 99 ,,von ,,viererlei ,s,,hnen spricht die ,thorah3 einer ist klug1 einer bse1 einer einfltig und einer wei nicht zu fragen4 ,illustration ,,was ,,sagt ,,der ,,kluge8 ,welche ,zeugnisse1 welche ,vorschriften und welche ,befugnisse hat der ,ewige1 unser ,gott1 euch gewhrt88 ,und du vermelde ihm die ,gebruche des ,peach und da man nach dem ,genusse des ,peachopfers keinen ,nachtisch herumreichen darf4 99 99 99 99 99 ,illustration ,,was ,,sagt ,,der ,b,,se8 ,was habt ihr da fr einen ,dienst88 ,ihr8 und nicht wir84 ,damit aber1 da er sich aus der ,gemeinschaft ausschlo1 leugnete er die ,hauptsache4 ,darum stumpfe ihm die ,zhne ab und sprich zu ihm3 ,eben dies tat der ,ewige mir1 als ich aus ,mizrajim zog48 ,mir8 und nicht dir82 denn wenn er dort gewesen wre1 er wre nicht erlst worden4 ,illustration ,,was ,,sagt ,,der ,,einf,,ltige8 ,was ist das88 ,ihm sage nur3 ,mit starker ,hand fhrte uns ,gott aus ,mizrajim1 aus dem ,hause der ,knechte48 99 99 99 99 99 ,,der ,,aber ,,nicht ,,zu ,,fragen ,,weiss1 den mache aufmerksam2 denn es heit3 ,erzhle deinem ,sohne an diesem ,tage3 ,dies tat mir der ,ewige1 als ich aus ,mizrajim zog4#88 99 99 99 99 99 ,illustration ,,von ,,anfang ,,an waren unsere ,vter ,gtzendiener2 seither aber weihte ,gott uns seinem ,dienste2 denn es heit3 ,es redete ,jehoschua zu allem ,volke3 ,so sprach der ,ewige1 der ,gott ,israels3 jenseits des ,stromes saen eure ,vter von der ,urzeit an3 ,terach1 der ,vater ,abrahams und ,vater ,nachors1 und sie dienten anderen ,gttern4 ,da nahm ich euren ,vater ,abraham von jenseits des ,stromes und fhrte ihn durch das ganze ,land ,k'naan2 ich vermehrte sein ,geschlecht und gab ihm den ,jizchak4 ,ich gab dem ,jizchak ,jakob und ,esau1 und dem ,esau gab ich das ,gebirge ,ser1 es zu beherrschen2 ,jakob aber und seine ,shne zogen hinab nach ,mizrajim48 ,illustration 99 99 99 99 99 ,illustration ,,gepriesen ,,sei1 der ,israel seine ,verheiungen treulich hlt1 gepriesen sei er2 denn der ,heilige1 gepriesen sei er1 hat den ,ausgang berechnet1 um auszufhren1 was er ,abraham unserem ,vater im ,bunde versprochen4 ,denn es heit3 ,er redete zu ,abraham3 ,wisse wohl1 da dein ,geschlecht als fremdes in einem ,lande leben wird1 das nicht ihm gehrt1 und da sie elende ,knechte sein werden durch vierhundert ,jahre4 ,aber auch das ,volk1 dem sie dienen1 werde ich richten -- und dann werden sie ausziehen mit reichem ,gute48 99 99 99 99 99 ,,darum ,,so ,,stand ,,er bei unsern ,vtern und uns2 denn nicht nur ein einziger erhob sich gegen uns1 um uns zugrunde zu richten1 sondern in jedem neuen ,geschlechte erheben sie sich gegen uns1 uns zu verderben1 und der ,heilige -- gepriesen sei er6 -- reit uns aus ihren ,hnden4 99 99 99 99 99 ,illustration ,,geh ,,hin und lerne1 was ,laban1 der ,aramite1 unserem ,vater ,jakob zu tun gedachte4 ,der ,pharao wtete nur gegen das mnnliche ,geschlecht1 ,laban aber gedachte die ,gesamtheit zu vernichten4 ,denn es heit3 ,der ,aramite stellte dem ,vater nach1 da zog er hinab nach ,mizrajim und machte sich dort mit einer kleinen ,familie ansssig1 dort aber wurde er zu einem groen1 mchtigen und zahlreichen ,volke48 ,die von ,mizrajim aber verleumdeten uns1 bedrckten uns und legten uns schwere ,arbeit auf4 ,die von ,mizrajim verleumdeten uns1 wie es heit3 ,wohlan1 sprach der ,pharao1 wir wollen uns klugerweise vor ihnen wahren1 sonst knnten sie allzu zahlreich werden4 ,und wenn sich ein ,krieg erhbe1 wrden sie sich auch noch zu unsern ,feinden schlagen1 uns bekmpfen und aus dem ,lande ziehen48 ,sie bedrckten uns1 wie es heit3 ,da setzten sie ,frohnvgte ber das ,volk1 um es mit ihren ,frohndiensten zu drcken2 und es baute dem ,pharao ,vorratsstdte1 ,pithom und ,raamses48 ,illustration ,sie legten uns schwere ,arbeit auf1 wie es heit3 ,sie trieben die ,kinder ,israel zur ,arbeit mit ,hrte48 ,und wir schrien zu dem ,ewigen1 dem ,gott unserer ,vter1 und der ,ewige hrte unsere ,stimme1 er sah unser ,elend1 unsere ,mhsal und unsere ,bedrngnis4 ,wir schrien zu dem ,ewigen1 dem ,gott unserer ,vter1 wie es heit3 ,lange ,zeit danach starb der ,knig von ,mizrajim4 ,die ,kinder ,israel seufzten unter der ,arbeit und schrien2 und ihr ,ruf nach ,befreiung von der ,arbeit drang zu ,gott empor48 ,der ,ewige hrte unsere ,stimme1 wie es heit3 ,und ,gott hrte ihr ,wehklagen und ,gott gedachte seines ,bundes mit ,abraham1 mit ,jizchak und mit ,jakob48 ,er sah unser ,elend1 unsere ,mhsal und unsere ,bedrngnis1 wie es heit3 ,und ich sah die ,qual1 womit die von ,mizrajim sie qulen48 99 99 99 99 99 ,und der ,ewige fhrte uns aus ,mizrajim1 mit starker ,hand und ausgerecktem ,arm1 mit furchtbarer ,macht und mit ,zeichen und ,wundern4 ,der ,ewige fhrte uns aus ,mizrajim1 nicht durch einen ,engel1 nicht durch einen ,seraph1 nicht durch einen ,abgesandten1 sondern der ,heilige1 gepriesen sei er1 in seiner eigenen ,herrlichkeit1 wie es heit3 ,ich will das ,land ,mizrajim in dieser ,nacht durchziehen und alle ,erstgeburt im ,lande ,mizrajim schlagen1 von ,menschen wie von ,vieh2 alle ,gtter ,mizrajims will ich strafen1 ich1 der ,ewige48 99 99 99 99 99 ,mit starker ,hand und ausgerecktem ,arm1 mit furchtbarer ,macht und mit ,zeichen und ,wundern4 ,dies sind die zehn ,plagen1 die der ,heilige1 gepriesen sei er1 ber die von ,mizrajim gebracht hat3 ,verwandlung des ,wassers in ,blut1 ,frsche1 ,stechmcken1 wilde ,tiere1 ,viehpest1 ,beulen1 ,hagelschlag1 ,heuschrecken1 ,finsternis und ,ttung der ,erstgeburt4 99 99 99 99 99 ,,welche ,f,,lle ,,von ,,wohltaten erwies uns ,gott6 ,htte er uns nur aus ,mizrajim gefhrt1 ohne die gypter zu richten -- es htte uns gengt4 ,htte er die gypter gerichtet1 nicht aber auch ihre ,gtzen -- es htte uns gengt4 ,htte er ihre ,gtzen gerichtet1 nicht aber ihre ,erstgeborenen erschlagen -- es htte uns gengt4 ,htte er ihre ,erstgeborenen erschlagen1 nicht aber uns ihren ,reichtum gegeben -- es htte uns gengt4 ,htte er uns ihren ,reichtum gegeben1 nicht aber uns das ,meer geteilt -- es htte uns gengt4 ,htte er uns das ,meer geteilt1 nicht aber uns trockenen ,fues hindurchgefhrt -- es htte uns gengt4 ,htte er uns trockenen ,fues hindurchgefhrt1 nicht aber unsere ,feinde darin ersuft -- es htte uns gengt4 ,htte er unsere ,feinde darin ersuft1 nicht aber durch vierzig ,jahre fr unsern ,unterhalt in der ,wste gesorgt -- es htte uns gengt4 ,htte er durch vierzig ,jahre fr unsern ,unterhalt in der ,wste gesorgt1 nicht aber uns mit ,manna gespeist -- es htte uns gengt4 ,htte er uns mit ,manna gespeist1 nicht aber uns den ,sabbath gegeben -- es htte uns gengt4 ,htte er uns den ,sabbath gegeben1 nicht aber uns an den ,berg ,sinai gefhrt -- es htte uns gengt4 ,htte er uns an den ,berg ,sinai gefhrt1 nicht aber uns die ,thorah gegeben -- es htte uns gengt4 ,htte er uns die ,thorah gegeben1 nicht aber uns nach ,erez-,israel gelangen lassen -- es htte uns gengt4 ,htte er uns nach ,erez-,israel gelangen lassen1 nicht aber uns das ,heiligtum erbaut -- es htte uns gengt4 99 99 99 99 99 ,,nicht ,,eine ,,wohltat1 sondern unzhlig viele verpflichten uns ,gott4 ,denn er fhrte uns aus ,mizrajim1 er richtete die gypter1 ebenso ihre ,gtzen1 er erschlug ihre ,erstgeborenen1 er gab uns ihren ,reichtum1 er teilte uns das ,meer1 er fhrte uns trockenen ,fues hindurch1 er ersufte unsere ,feinde darin1 er sorgte durch vierzig ,jahre fr unsern ,unterhalt in der ,wste1 er speiste uns mit ,manna1 er gab uns den ,sabbath1 er fhrte uns an den ,berg ,sinai1 er gab uns die ,thorah1 er lie uns nach ,erez-,israel gelangen1 er erbaute uns das ,heiligtum1 um all unsere ,snden zu vershnen4 ,illustration ,,rabbi ,,gamliel sagte3 ,wer folgende drei ,dinge am ,peach nicht nennt1 hat seine ,pflicht nicht erfllt4 ,diese sind3 ,das ,peachopfer1 die ,mazzah1 das bittere ,kraut48 99 99 99 99 99 ,,das ,,pessachopfer1 das unsere ,vter zu der ,zeit aen1 als das ,heiligtum noch stand1 was bedeutet es8 ,es bedeutet1 da der ,heilige -- gepriesen sei er6 -- die ,huser unserer ,vter in ,mizrajim berging4 ,denn es heit3 ,sprechet3 ,es ist das ,peachopfer des ,ewigen1 der in ,mizrajim an den ,husern der ,kinder ,israel vorberging1 als er ,mizrajim traf1 unsere ,huser aber verschonte4#8 ,da neigte sich das ,volk und bckte sich48 99 99 99 99 99 ,,dieses ,,unges,,uerte ,,brot1 das wir essen1 was bedeutet es8 ,es bedeutet1 da der ,brotteig unserer ,vter nicht ,zeit hatte zu gren1 bis ihnen der ,knig1 der aller ,knige ,knig ist1 der ,heilige -- gepriesen sei er6 -- erschien und sie erlste4 ,denn es heit3 ,sie buken den ,teig1 den sie aus ,mizrajim gebracht hatten1 zu ungesuerten ,kuchen2 es war ja nicht gesuert2 denn sie wurden aus ,mizrajim getrieben und durften nicht verweilen noch sich ,reisezehrung bereiten48 ,illustration 99 99 99 99 99 ,illustration ,,dieses ,,bittere ,,kraut1 das wir ,essen1 was bedeutet es8 ,es bedeutet1 da die gypter das ,leben unserer ,vter in ,mizrajim verbitterten4 ,denn es heit3 ,sie verbitterten ihnen das ,leben durch schwere ,arbeit mit ,lehm und ,ziegeln und durch allerlei ,feldarbeit und sonstige ,dienste1 wozu sie sie mit ,strenge zwangen48 99 99 99 99 99 ,,zu ,,jeglicher ,,zeit ist ein jeder verpflichtet1 sich so anzusehen1 als ob er selbst aus ,mizrajim gezogen wre4 ,denn es heit3 ,erzhle deinem ,sohne an diesem ,tage3 ,dies tat der ,ewige mir1 als ich aus ,mizrajim zog48 ,nicht allein unsere ,vter erlste der ,heilige -- gepriesen sei er6 --1 sondern auch uns erlste er mit ihnen2 denn es heit3 ,uns fhrte er von dort heraus1 um uns das ,land zu geben1 das er unsern ,vtern verheien48 99 99 99 99 99 ,illustration ,,darum sind wir verpflichtet1 zu danken1 zu loben1 zu preisen1 zu rhmen1 zu verherrlichen1 zu feiern1 zu segnen1 zu erheben1 zu verehren1 anzubeten ihn1 der an unsern ,vtern und an uns all diese ,wunder getan hat4 ,er fhrte uns aus der ,knechtschaft zur ,freiheit1 aus dem ,kummer zur ,freude1 aus der ,trauer zum ,feste1 aus dem ,dster in helles ,licht1 aus ,gebundenheit zur ,erlsung4 ,lat uns denn vor ihm singen3 ,hallelujah6 99 99 99 99 99 ,illustration ,,da ,,israel ,,aus ,,mizrajim ,,zog1 das ,haus ,jakob aus dem fremden ,volke1 da ward ,juda sein ,heiligtum1 ,israel sein ,reich4 ,das ,meer sah und floh1 der ,jordan wandte sich rckwrts1 die ,berge hpften wie ,widder1 die ,hgel wie junge ,lmmer4 ,was ist dir1 o ,meer1 da du fliehst1 du ,jordan1 da du dich rckwrts wendest8 ,ihr ,berge1 da ihr hpft wie ,widder1 ihr ,hgel1 wie junge ,lmmer8 ,vor dem ,herrn erbebe1 du ,erde1 vor dem ,gotte ,jakobs1 der den ,fels wandelt in ,wassersee1 den ,kieselstein in einen ,wasserquell6 99 99 99 99 99 ,,so ,,tat ,,hillel zur ,zeit1 da das ,heiligtum stand3 ,er umwickelte ,mazzah mit bitterem ,kraute und a es auf einmal1 um zu erfllen1 wie es heit3 ,mit ,mazzoth und bitteren ,krutern soll man es essen4#88 ,illustration 99 99 99 99 99 ,,ergiesse ,,deinen ,,zorn ber die ,vlker1 die dich nicht kennen1 und ber die ,reiche1 die deinen ,namen nicht anbeten2 denn sie verdarben ,jakob und zerstrten seine ,flur4 ,ergiee deinen ,grimm ber sie und die ,flamme deiner ,wut treffe sie4 ,verfolge sie mit ,wut und tilge sie unter dem ,himmel des ,ewigen hinweg4 ,illustration 99 99 99 99 99 ,,nicht ,,uns1 o ,ewiger1 nicht uns1 sondern deinem ,namen gib die ,ehre1 um deiner ,milde1 um deiner ,treue willen6 ,warum sollen die ,heiden sprechen3 ,wo ist nun ihr ,gott88 ,ist doch unser ,gott im ,himmel2 was immer er will1 vollendet er4 ,ihre ,gtzen aber sind ,silber und ,gold1 ,werk von ,menschenhand4 ,sie haben einen ,mund und reden nicht1 sie haben ,augen und sehen nicht2 sie haben ,ohren und hren nicht1 sie haben eine ,nase und riechen nicht4 ,hnde und tasten nicht1 ,fe und gehen nicht1 und kein ,laut dringt aus ihrer ,kehle4 ,ihnen gleich sind1 die sie schufen1 alle1 die auf sie bauen4 ,israel baut auf den ,ewigen1 er ist sein ,schirm und ,schild4 ,das ,haus ,aarons baue auf den ,ewigen6 ,er ist sein ,schirm und ,schild4 ,die ,anbeter des ,ewigen bauen auf den ,ewigen2 er ist ihr ,schirm und ,schild4 99 99 99 99 99 ,,lobet ,,den ,,ewigen1 alle ,vlker6 ,preiset ihn1 alle ,stmme6 ,denn gewaltig ist ber uns seine ,gnade und die ,wahrheit des ,ewigen in ,ewigkeit4 ,hallelujah6 99 99 99 99 99 ,,danket ,,dem ,,ewigen1 denn er ist gtig1 ewig whrt seine ,gnade4 ,es spreche ,israel3 ,ewig whrt seine ,gnade4 ,es spreche das ,haus ,aarons3 ,ewig whrt seine ,gnade4 ,es sprechen die ,anbeter des ,ewigen3 ,ewig whrt seine ,gnade4 ,,so ,,war ,,es ,,um ,,mitternacht4 ,schon viele ,wunder tatest du des ,nachts4 ,abimelech1 dem ,knige von ,gerar1 drohtest du ,tod im ,traum des ,nachts1 ,laban1 den ,aramiten1 versetztest du in ,schrecken des ,nachts1 ,israel rang mit dem ,engel und siegte ber ihn des ,nachts2 ,es war um ,mitternacht4 ,die ,erstgeborenen derer von ,mizrajim trafest du des ,nachts1 ,da sie sie nicht fanden1 als sie aufstanden des ,nachts1 ,den stolzen ,mut ,sisseras1 des ,frsten1 zertratest du beim ,sternenschein des ,nachts2 ,es war um ,mitternacht4 ,belsazar1 der aus den geweihten ,gefen sich bezechte1 ward erschlagen des ,nachts1 ,daniel ward aus der ,lwengrube gerettet1 der die ,zeichen deutete der ,nacht1 ,ha trug ,haman im ,herzen und schrieb ,blutbefehle des ,nachts2 ,es war um ,mitternacht4 ,la bald kommen den ,tag1 der nicht ,tag ist noch ,nacht1 ,setze ,wchter ber deine ,stadt ,jerusalem1 bei ,tage wie bei ,nacht1 ,erhelle wie ,licht des ,tages das trbe ,dunkel der ,nacht2 ,es war um ,mitternacht4 99 99 99 99 99 ,,sein ,,ist ,,der ,,ruhm1 sein ist die ,ehre4 99 99 99 99 99 ,n,,chstes ,,jahr ,,in ,,jerusalem6 99 99 99 99 99 ,,allm,,chtiger ,,gott1 bau ,deinen ,tempel schiere1 also schier3 in unsern ,tagen1 schiere1 ja schiere4 ,barmherziger ,gott1 gerechter ,gott1 ,demtiger ,gott1 hoher ,gott1 wrdiger ,gott1 ,sanfter ,gott1 huldvoller ,gott1 trauter ,gott1 ,juden-,gott1 krftiger ,gott1 lebendiger ,gott1 ,mchtiger ,gott1 namhaftiger ,gott1 ewiger ,gott1 ,furchtbarer ,gott1 zarter ,gott1 kniglicher ,gott1 ,reicher ,gott1 starker ,gott1 ,du bist ,gott und niemand mehr4 ,o bau ,deinen ,tempel schiere1 also schier3 in unsern ,tagen1 schiere1 ja schiere6 99 99 99 99 99 ,,eins -- ,,wer ,,weiss ,,es8 ,eins -- ich wei es3 ,eins ist unser ,gott1 der im ,himmel und auf ,erden ist4 ,zwei -- wer wei es8 ,zwei -- ich wei es3 ,zwei sind der ,tafeln des ,bundes1 eins ist unser ,gott1 der im ,himmel und auf ,erden ist4 ,drei -- wer wei es8 ,drei -- ich wei es3 ,drei sind der ,vter1 zwei sind der ,tafeln des ,bundes1 eins ist unser ,gott1 der im ,himmel und auf ,erden ist4 ,vier -- wer wei es8 ,vier -- ich wei es3 ,vier sind der ,mtter1 drei sind der ,vter1 zwei sind der ,tafeln des ,bundes1 eins ist unser ,gott1 der im ,himmel und auf ,erden ist4 ,fnf -- wer wei es8 ,fnf -- ich wei es3 ,fnf sind ,bcher der ,thorah1 vier sind der ,mtter1 drei sind der ,vter1 zwei sind der ,tafeln des ,bundes1 eins ist unser ,gott1 der im ,himmel und auf ,erden ist4 ,sechs -- wer wei es8 ,sechs -- ich wei es3 ,sechs sind ,bnde der ,mischnah1 fnf sind ,bcher der ,thorah1 vier sind der ,mtter1 drei sind der ,vter1 zwei sind der ,tafeln des ,bundes1 eins ist unser ,gott1 der im ,himmel und auf ,erden ist4 ,sieben -- wer wei es8 ,sieben -- ich wei es3 ,sieben sind ,tage der ,woche1 sechs sind ,bnde der ,mischnah1 fnf sind ,bcher der ,thorah1 vier sind der ,mtter1 drei sind der ,vter1 zwei sind der ,tafeln des ,bundes1 eins ist unser ,gott1 der im ,himmel und auf ,erden ist4 ,acht -- wer wei es8 ,acht -- ich wei es3 ,acht sind ,tage des ,bundes1 sieben sind ,tage der ,woche1 sechs sind ,bnde der ,mischnah1 fnf sind ,bcher der ,thorah1 vier sind der ,mtter1 drei sind der ,vter1 zwei sind der ,tafeln des ,bundes1 eins ist unser ,gott1 der im ,himmel und auf ,erden ist4 ,neun -- wer wei es8 ,neun -- ich wei es3 ,neun sind ,monden der ,reife1 acht sind ,tage des ,bundes1 sieben sind ,tage der ,woche1 sechs sind ,bnde der ,mischnah1 fnf sind ,bcher der ,thorah1 vier sind der ,mtter1 drei sind der ,vter1 zwei sind der ,tafeln des ,bundes1 eins ist unser ,gott1 der im ,himmel und auf ,erden ist4 ,zehn -- wer wei es8 ,zehn -- ich wei es3 ,zehn sind der ,gebote1 neun sind ,monden der ,reife1 acht sind ,tage des ,bundes1 sieben sind ,tage der ,woche1 sechs sind ,bnde der ,mischnah1 fnf sind ,bcher der ,thorah1 vier sind der ,mtter1 drei sind der ,vter1 zwei sind der ,tafeln des ,bundes1 eins ist unser ,gott1 der im ,himmel und auf ,erden ist4 ,elf -- wer wei es8 ,elf -- ich wei es3 ,elf sind der ,gestirne1 zehn sind der ,gebote1 neun sind ,monden der ,reife1 acht sind ,tage des ,bundes1 sieben sind ,tage der ,woche1 sechs sind ,bnde der ,mischnah1 fnf sind ,bcher der ,thorah1 vier sind der ,mtter1 drei sind der ,vter1 zwei sind der ,tafeln des ,bundes1 eins ist unser ,gott1 der im ,himmel und auf ,erden ist4 ,zwlf -- wer wei es8 ,zwlf -- ich wei es3 ,zwlf sind der ,stmme1 elf sind der ,gestirne1 zehn sind der ,gebote1 neun sind ,monden der ,reife1 acht sind ,tage des ,bundes1 sieben sind ,tage der ,woche1 sechs sind ,bnde der ,mischnah1 fnf sind ,bcher der ,thorah1 vier sind der ,mtter1 drei sind der ,vter1 zwei sind der ,tafeln des ,bundes1 eins ist unser ,gott1 der im ,himmel und auf ,erden ist4 99 99 99 99 99 ,,ein ,b,,cklein1 ein ,bcklein1 das gekauft ,vterlein1 er gab dafr zwei ,suslein2 ein ,bcklein6 ein ,bcklein6 ,es kam ein ,ktzlein und a das ,bcklein1 das gekauft ,vterlein1 er gab dafr zwei ,suslein2 ein ,bcklein1 ein ,bcklein6 ,es kam ein ,hndlein und bi das ,ktzlein1 das gefressen das ,bcklein1 das gekauft ,vterlein1 er gab dafr zwei ,suslein2 ein ,bcklein6 ein ,bcklein6 ,es kam ein ,stcklein und schlug das ,hndlein1 das gebissen das ,ktzlein1 das gefressen das ,bcklein1 das gekauft ,vterlein1 er gab dafr zwei ,suslein6 ein ,bcklein1 ein ,bcklein6 ,es kam ein ,feuerlein und verbrannte das ,stcklein1 das geschlagen das ,hndlein1 das gebissen das ,ktzlein1 das gefressen das ,bcklein1 das gekauft ,vterlein1 er gab dafr zwei ,suslein2 ein ,bcklein1 ein ,bcklein6 ,es kam ein ,wsserlein und lschte das ,feuerlein1 das verbrannt das ,stcklein1 das geschlagen das ,hndlein1 das gebissen das ,ktzlein1 das gefressen das ,bcklein1 das gekauft ,vterlein1 er gab dafr zwei ,suslein2 ein ,bcklein1 ein ,bcklein6 ,es kam ein chslein und soff das ,wsserlein1 das gelscht das ,feuerlein1 das verbrannt das ,stcklein1 das geschlagen das ,hndlein1 das gebissen das ,ktzlein1 das gefressen das ,bcklein1 das gekauft ,vterlein1 er gab dafr zwei ,suslein2 ein ,bcklein1 ein ,bcklein6 ,es kam ein ,schlchterlein und schlachtete das chslein1 das gesoffen das ,wsserlein1 das gelscht das ,feuerlein1 das verbrannt das ,stcklein1 das geschlagen das ,hndlein1 das gebissen das ,ktzlein1 das gefressen das ,bcklein1 das gekauft ,vterlein1 er gab dafr zwei ,suslein2 ein ,bcklein1 ein ,bcklein6 ,es kam ein ,todesenglein und schlachtete das ,schlchterlein1 das geschlachtet das chslein1 das gesoffen das ,wsserlein1 das gelscht das ,feuerlein1 das verbrannt das ,stcklein1 das geschlagen das ,hndlein1 das gebissen das ,ktzlein1 das gefressen das ,bcklein1 das gekauft ,vterlein1 er gab dafr zwei ,suslein2 ein ,bcklein1 ein ,bcklein6 ,es kam der liebe ,gott und schlachtete das ,todesenglein1 das geschlachtet das ,schlchterlein1 das geschlachtet das chslein1 das gesoffen das ,wsserlein1 das gelscht das ,feuerlein1 das verbrannt das ,stcklein1 das geschlagen das ,hndlein1 das gebissen das ,ktzlein1 das gefressen das ,bcklein1 das gekauft ,vterlein1 er gab dafr zwei ,suslein2 ein ,bcklein1 ein ,bcklein6 ,illustration ,,die ,,pessach-,,hagadah4 ,von ,theodor ,zlocisti4 ,israel das auserwhlte ,volk6 ,hat der ,stolz dieses ,bekenntnis geboren1 der ,stolz1 der die ,verpflichtung in sich trgt8 ,oder ist diese berzeugung nur ein ethisches ,erziehungsmittel unserer alten ,meister1 die unermdlich ,barrikaden trmten um die ,zelte ,jakobs1 da sie festblieben im brausenden ,sturm der ,zeiten und nicht ihr schtzendes ,dach verlren1 wenn einmal die ,sonne in mitleidigen ,gnaden der ,gemeinde lchelte8 ,formel und ,stimmung der ,segenssprche und ,gebete steigerten ,israels berzeugung von seiner ,erwhltheit auch dann noch zu schpferischem ,leben1 als das ,verlangen nach der ,erlsung von der ,fessel jdischer ,verpflichtung jene -- sonst ungebte -- ,bescheidenheit aufkommen lassen mochte1 nichts anderes und nicht mehr denn die ,vlker der ,erde zu sein4 ,sein zu -- wollen4 ,die ,geschichte sprach4 ,vor ihrer eindringlichen ,rede mute das ,murren derer verstummen1 die ,israels ,vergangenheit wie ,strflingsketten empfanden auf dem ,wege des ,fortschritts81 der so viele ,flchtlinge sah4 ,freiheitssehnsucht und das ,ahnen einer hheren ,berufung1 das die ,seelen in der ,sklavennot festmachte im ,entschlu und stark zur ,tat1 fgten die ,stmme zum ,volke4 ,aus mythischem ,gewlk stieg es in den ,lichtkreis der ,geschichte4 ,vlker1 die am ,morgen blhten1 versanken in die ,nacht4 ,der ,trutz der ,gewaltigen zerbrach4 ,die ,kleinen verdorrten in der ,schwle4 ,die ,herren der ,welt und ihre ,werke starben4 ,aber ,israel1 der ,knecht ,gottes1 mute leben4 ,und lebt4 ,nur das ,tote und was das ,gesetz des ,sterbens in sich trgt1 hat eine ,geschichte4 ,das jdische ,volk hat nur eine ,vergangenheit4 ,es lebt1 da es kmpfen mu3 um sich1 um ,gott1 um eine ,zukunft4 ,es lebt harrend des ,messias1 der sich durch den ,propheten ,eliah ankndigt4 ,es lebt fr das goldene ,zeitalter der ,menschen1 das nur die ,resignation sterbender ,vlker1 die ,verzweiflung der ,geschichtsnationen in die ,vorzeit1 die war und nicht wiederkehrt1 hat verlegen knnen4 ,israel lebt2 und dieses ,lebendigsein lt seine ,vergangenheit nicht zur ,geschichte erstarren4 ,was in den ,zeiten war1 mu den ,geschlechtern wirklich sein4 ,und ,gegenwart6 ,war einstmals ,erlebtes nicht unwertiges ,beiwerk1 sondern das ,erlebnis1 dann ist es heut wie einst3 ewige ,gegenwart1 die kein ,verblhen kennt4 ,dieses ist des ,peachfestes letzter ,sinn4 ,dieses ist das gestaltende ,prinzip der ,hagadah1 das formende ,element von ,peachbrauch und ,sitte4 ,in jedem ,geschlecht und ,geschlecht ist der einzelne verpflichtet1 sich selbst so zu sehen1 als sei er persnlich aus ,mizrajim gezogen4 ,denn es heit3 ,und du sollst verknden deinem ,sohne an jenem ,tage also3 ,wegen dessen1 was der ,ewige mir getan hat bei meinem ,auszug aus ,mizrajim444 ,nicht unsere ,vter allein hat der ,heilige1 gelobt sei er1 erlst1 sondern auch uns hat er mit ihnen erlst1 denn es heit3 ,und uns hat ,er von dort herausgefhrt1 um uns zu fhren und um uns zu geben das ,land1 das er unsern ,vtern zugeschworen48 ,peach als ,geschichtsfest1 als ein ,fest der ,erinnerung zu feiern1 mute als ,entehrung gelten4 ,wer den ,auszug aus ,mizrajim nicht als ein persnliches ,erlebnis in sich trug1 war ein ,abtrnniger1 frevelte an dem ,lebensgesetz des jdischen ,volkes4 ,nur der ,bse -- der ,feind ,israels6 -- konnte fragen3 ,was soll dieser ,dienst -- euch86 ,euch6 ,nicht ihm6 ,er schliet sich aus der ,gemeinschaft aus4 ,so verleugnet er das ,wesentliche4 ,mache ihm darum die ,zhne stumpf und sage ihm3 ,wegen dessen1 was der ,ewige mir getan hat bei meinem ,auszug aus ,mizrajim444 ,mir1 nicht ihm4 ,er wre von dort nicht befreit worden48 ,sich selbst als den ,erlsten zu fhlen und frhlich die ,verpflichtung aus dieser ,gnade zu tragen3 das war die berwindung der ,zeiten4 gypten war nicht einst4 ,es lebt fort als das ,land unserer ,knechtschaft4 ,und in neuer ,gestalt nur steht es auf1 ,israel zu vernichten4 ,die ,feinde wechseln4 ,die ,feindschaft bleibt4 ,das ,werkzeug der ,frohnherren erneuert sich1 und der ,ha findet keckere ,knste der ,versklavung --3 aber im ,peach trgst du die ,gewiheit der ,erlsung4 ,die ,befreiung der ,nation nimmt dem einzelnen die ,kette ab4 ,und der einzelne1 der in sich das ,werk der ,befreiung fhlt1 erlst das ,volk4 ,so verknpft ,peach dich mit dem ,volke und bindet die ,geschlechter durch die ,ewigkeit gemeinsamen ,schicksals6 ,neue ,zeiten steigen empor mit neuen ,geschehnissen4 ,es sind die alten1 nur in neuem ,mummenschanz4 ,neue ,geschlechter kommen4 ,es sind die alten1 wird das ,erlebnis des ,vaters nur das ,erlebnis des ,sohnes4 ,aber die ,kette der ,geschlechter ist zerrissen1 wenn der ,sohn stumm steht vor der tiefsten ,erregung des ,vaters4 ,und also strebt das ,erziehungsproblem unserer ,meister empor zur ,vershnung und ,verschmelzung der ,gewordenen und der ,werdenden3 ,erzhle ihnen nicht4 ,sondern lehre die ,kinder -- fragen48 ,mah nischtanah halajlah haseh mikol halejloth 444 ,das ,fest der ,vergangenheit wird das ,fest derer1 die in sich die ,zukunft tragen4 ,als der ,tempel noch auf der ,hhe ,zions stand1 gab es wohl noch kein besonderes ,rituale4 ,aus allen ,stdten und ,gauen kamen die ,familien in die heilige ,stadt1 um dort mit ,opfern und frhlichem ,gelage ihre eigene ,befreiung zu feiern4 ,an drei ,millionen ,menschen -- ,freiheitknder -- sah noch kurz vor dem jdischen ,kriege8 ,jeruschalajim4 ,peach machte sie zu einem ,volke1 wie die gyptische ,befreiung sie zu einem ,volke gemacht hatte4 ,wie es die ,kraft immer aus sich gebar1 in ,raum und ,zeit ,getrenntes zu vereinen1 aus den ,umstnden ,geschiedenes zusammenzufgen1 so lste es in alter ,zeit die ,spannung der sozialen ,schichten und der religisen ,bnde4 ,der ,arme war der ,gast des ,reichen4 ,ha lachma anja -- dies ist das ,brot des ,elends4 ,es gehrte den ,drftigen4 ,die ,genossenschaften1 die in der levitischen ,reinheit lebten -- die ,chawerim --1 wollten sich jetzt nicht vom ,am haarez unterscheiden1 dessen ,sein und dessen ,werk im ,erdhaften wurzelten3 ,zu ,peach hie es3 ,kol ,israel chawerim4 ,das ,fest weihte auch die ,ungeweihten4 ,erst in der ,folge weitete sich der ,sinn dieser ,formel zur ,notwendigkeit eines ,lebensprinzips aus4 ,pharao lag noch nicht am ,boden4 ,rmische ,kohorten durchzogen das ,land4 ,der ,tempel fiel4 ,das ,imperium romanum schwoll um eine neue ,kolonie an4 ,viele muten ins ,elend ziehen4 ,aber des ,peach konnten sie nicht vergessen4 ,die im ,lande blieben auf heimischer ,scholle -- den ,zllnern frohnend wie einst den ,zwingherren in gypten -- zogen wie einst hinauf in die heilige ,stadt1 opferten das ,lamm und sangen1 wie uns des ,nazareners ,jnger melden1 den ,lobgesang4 ,frhe schon war also das ,hallelgebet in die ,festordnung eingefgt worden4 ,an die ,stelle der flieenden ,bruche eines frhlichen ,freiheitsfestes hatte die ,sorge um die ,erhaltung des ,volkstums die ,ordnung gesetzt4 ,die ,meister sahen den ,gang der ueren ,geschicke schmerzergriffen4 ,aber weit in die ,zeiten hinausblickend griffen sie besonnen das ,werk an3 der ,weiterfhrung und ,umformung mosaischen ,gesetzes und jdischer ,sitte4 ,den neuen ,lebensbedingungen des ,exils sich weise anpassend1 wollten sie die ,verbannung berwinden1 berdauern4 ,sprache und ,brauch und die bungen des heiligen ,dienstes durften1 sollten sich wandeln1 damit die ,seele des ,volkstums in unbefleckter1 unberhrter ,reinheit blieb4 ,peach mute gerettet werden4 ,es war die ,rettung selbst6 ,die enge ,beziehung der ,nation zum ,erlebnis ihrer ,volkswerde -- leidenschaftlicher annoch1 als das uere ,band der ,staatseinheit zerri -- mute den ,erstarrungsproze des ,peachrituale hinauszgern4 ,noch kmpfte das ,haus ,schammais8 mit der ,schule ,hillels1 ob nur der erste ,psalm des ,hallelgebetes -- ,lobet1 ihr ,knechte des ,herrn1 lobet den ,namen des ,herrn8 -- vor dem ,festmahl gesungen werden sollte oder auch der zweite1 der sich dichter dem ,sinn des ,festes anschmiegte3 ,als ,israel aus ,mizrajim zog1 das ,haus ,jakob aus dem fremden ,volke1 da ward ,juda sein ,heiligtum1 ,israel sein ,reich48 ,noch war die ,formel des ,weihespruches nicht festgeschmiedet4 ,rabbi ,tarfon1 der die ,schergen der rmischen ,herrschaft frchtete1 fgte ihm nur den ,satz bei3444 und uns diese ,nacht erleben lieest1 da wir ,mazzah und ,maror darin essen drfen84 ,aber der jngere ,rabbi ,akiba1 der im barkochbischen ,aufstande das heilige ,banner der ,propheten trug1 der gotterfllte ,mrtyrer des letzten nationalen ,verzweiflungskampfes1 ,akiba prete die lodernde ,flamme patriotischer ,sehnsucht in die ,worte3 ,la uns1 ,gott1 noch andere ,feste1 die zu uns kommen1 in ,frieden erleben1 jubelnd ob des ,wiederaufbaues deiner ,stadt1 freudig in deinem ,dienste1 da wir wieder essen drfen von den ,fest- und ,peachopfern1 deren ,blut -- dir wohlgefllig -- die ,wand deines ,altars berhrt1 und da wir dir danken mit neuem ,liede fr unsere ,befreiung und fr die ,befreiung unserer ,seele4 ,gesegnet seist du ,gott1 der ,israel erlst48 ,mchtig brauste der ,jubel dieses ,festes persnlichen ,erlebnisses auf4 ,und der ,weihespruch1 den die ,weisen schufen1 steigerte noch die ,gre des ,erlebnisses3 444 der uns erlst hat und unsere ,vter erlst hat aus gypten48 ,die ,vter traten zurck vor der ,befreiung des lebenden ,geschlechtes4 ,im ,leid der ,gegenwart sollte es die ,wonne der ,freiheit fhlen4 ,allein da die letzte nationale ,hoffnung verschttet war1 sollte sich der ,ernst gleich einem schweren ,tau in die sonnenfrohen ,flgel der ,festesfreude legen4 ,einst schwelgte der ,jude nach dem ,peachmahle bei feurigem ,weine4 ,lieder erklangen im ,kreise2 und die kichernde1 schmeichlerische ,flte1 das ,lieblingsinstrument der ,juden1 zauberte im ,kusse mit trunkenen ,lippen hpfende ,weisen hervor4 ,da leuchteten die ,augen und die ,stirnen glhten4 ,die ,glieder regten sich zum ,tanze4 ,und freudetrunken zog die ,jugend in die ,huser der ,freunde4 ,sie scherzten und lrmten1 bis die khle ,nacht sie hinausrief auf die ,berge2 sprangen sie nicht wie ,widder1 und die ,hgel nicht wie junge ,schafe8 ,das ,echo der ,felsen und ,wnde sang frhlichen ,refrain2 und die ,sterne lchelten444 ,als zum ,beginn des dritten ,jahrhunderts unserer ,zeitrechnung ,rabbi ,jehuda ,hanassi die mndlich berlieferten ,gesetze und ,bruche in der ,mischnah festlegte1 war das hellenisch anmutende ,epikomon untersagt4 ,selbst nach dem dritten und vierten ,becher des ,rituale durfte kein ,wein mehr genossen werden4 ,warum all die ,zeugnisse1 ,vorschriften und ,gesetze88 fragt das kluge ,kind4 ,und beziehungsvoll soll der ,vater antworten3 ,man lasse die ,peachfeier nicht mit einem ,epikomon schlieen48 ,die ,freiheit soll im ,geiste erlebt werden4 ,nicht im ,rausch4 ,die ,freude in ,bande zu schlagen1 ward sittliche ,pflicht4 ,israel war wieder im ,galuth4 ,des ,spiritualismus dichtes ,gewebe hllte schtzend das einst erdhafte ,volk4 ,das ,leben auf eigener ,scholle war verwehrt4 ,das ,leben im eigenen ,geiste konnten nicht ,feuer und ,schwert und nicht die ,macht der ,csaren vernichten4 ,wenn nur die ,kette der ,geschlechter sich nicht lste6 ,im ,kinde das nationale ,erlebnis der ,befreiung aus ,mizrajims ,sklaverei zu einem persnlichen aufsteigen zu lassen1 wurde1 je weiter die ,zeiten schritten1 um so deutlichere ,aufgabe der ,peachbung4 ,schon ,rabban ,gamliel hatte gefordert1 da am ,peachabend von den drei ,dingen1 dem ,peachlamm1 dem ungesuerten ,brote und den bitteren ,krutern gesprochen werden sollte4 ,das ,kind mute sehen1 fragen und hren4 ,in den ,sinnbildern der bitteren ,leiden ,israels sollte ihm der ,auszug aus gypten gegenwrtig werden4 ,und also fortbauend fgten unsere ,meister ,stein um ,stein zu unserer ,hagadah4 ,nicht eine geschichtliche berlieferung galt es weiterzugeben2 nicht antiquarische ,kenntnisse zu erhalten4 ,die ,frage nach dem ,sinn des ,peachopfers schwand1 als der ,opferkult in die ,form national durchsetzter ,gebete eingeschmolzen war4 ,die ,frage1 warum sitzen wir heut angelehnt1 wurde eingefgt4 ,und die anderen ,fragen wurden nach den aus verndertem ,milieu gegebenen ,vorstellungen des ,kindes neu gewendet4 ,die ,antwort des ,vaters gab zunchst wohl nur den schlichten ,bericht von den ,leiden ,israels in der gyptischen ,sklaverei und von ihrer ,befreiung4 ,aber in den ,jahrhunderten wurden aus alten ,bchern ,geschichtchen entlehnt1 die dem ,feste galten und zur ,seele eines jdischen ,kindes sprechen konnten4 ,als letztes ,zwischenstck kam die geistvolle1 packende ,erzhlung von den vier verschieden gearteten ,shnen1 die nach dem ,sinn des ,festes fragen4 ,so wuchs die ,peach-,hagadah4 ,wie der ,peachabend die groe ,stunde des ,kindes wurde1 wurde die ,hagadah das ,buch des ,kindes4 ,es lste sich aus den groen ,folianten1 in deren gewundenen ,wegen es wie ein verborgener ,garten lag2 und fhrte klein und zierlich sein eigen ,leben4 ,gebetstcke schmiegten sich an4 ,fromme ,lieder baten um ,eingang4 ,aber als um das ,jahr #aajj die ,hagadah ganz als selbstndiges ,werk auftrat1 war ihre ,entwicklung noch nicht abgeschlossen4 ,wie der ,peachabend die ,geburtsstunde des ,erlebnisses war1 das sich immer wieder erneute1 also verjngten sich ,brauch und ,sitte1 und neue ,lieder schmeichelten sich ein1 ernste und scherzende1 wie das ,lied von ,bcklein1 ,chad ,gadja1 das ,adirhu und die nachdenkliche ,zahlenspielerei des ,echad mi jodea4 ,also wurde das ,peachbuch ein ,lieblingsbuch der ,juden4 ,ein ,kinderbuch in unserem ,sinne konnte es nicht werden4 ,zunchst schon1 weil sich zum ,seder die ganze ,familie versammelte und der ,eifer und die ,nachdenklichkeit auch der ,erwachsenen angeregt werden mute4 ,aber weit darber aus3 hatte denn das jdische ,kind eine rechte ,kindheit8 ,es sah die ,sorge frhe um sich und die ,angst1 die in den ,ecken hockte4 ,die ,liebe1 die es betreute1 erbebte zu oft nur im ,frchten4 ,seine ,spiele wagten sich nicht ins ,freie4 ,sie suchten nicht das ,leben zu erfassen1 mit kindlichen ,hnden zu begreifen2 sondern hatten geheime ,beziehungen zu einem ,sein1 das ber allem ,irdischen ist4 ,frhe schon kehrte sein ,geist ein zur ,weisheit der ,ahnen2 ging er auch nur zagend und in kindlicher ,befangenheit in diesen stillen ,grten1 so wute er doch1 da sie seine ,welt sein -- muten4 ,so war die ,peach-,hagadah ein ,buch auch fr dieses jdische ,kind2 wert und lieb noch den ,gereiften1 die ihrer kindheitarmen ,kindheit gerne dachten1 mit seiner niedergehaltenen ,natrlichkeit und seinem gesteigerten ,intellektualismus4 ,ein ,buch1 in dem die verngstete1 freiheitsehnende ,seele sich im ,spiegelbilde fand4 ,ein ,buch1 das sich dem ,alltag entzog und -- alljhrlich nur fr zwei ,abende der dunklen ,truhe entfhrt -- in den ,monaten aufgestapelt die ,freude am ,lichte1 an ,freiheit und leuchtenden ,augen trug4 ,so war es1 da eine fast zrtliche ,liebe dieses ,buch wie nie ein anderes jdisches ,buch umgab4 ,es wurde hufig abgeschrieben1 und sinnende ,knstler wuten mit goldigen ,farben1 mit kecken ,buchstaben und zierlichen ,bildern den ,ernst der schweren ,buchstaben ins ,heitere zu schmcken4 ,fnfundzwanzig dieser illuminierten ,handschriften-,hagadahs haben in unsere ,tage die ,kunde liebevoller ,sorgfalt getragen4 ,sie stammen aus dem dreizehnten und vierzehnten ,jahrhundert1 aus ,spanien1 ,frankreich und ,deutschland4 ,allein als schon die ,druckerkunst die ,demokratisierung des ,buches begonnen hatte1 starb die ,freude an dem persnlichsten ,besitz einer bemalten ,handschrift nicht4 ,bis ins achtzehnte ,jahrhundert blhten jdische ,meister dieser heiteren ,kunst1 und ,aaron ,schreiber ,sterrlingen aus ,gewitsch in ,mhren war weit berhmt als ,hagadahschreiber in den ,landen4 ,auf schwerem ,pergamente lebte die ,geschichte vom ,auszug aus ,mizrajim4 ,in langen ,tagen und in ,nchten erstand die ,schrift2 und ,sinnen und ,sorge1 ,segen und ,versagung in den ,schpferstunden gruben sich in die ,buchstaben ein4 ,bald liegen sie kauernd am ,boden2 bald streben sie empor1 als wollten sie wie eine ,jakobleiter der ,enge des ,irdischen entstreben4 ,noch ist der ,buchstabe nicht zum ,blei erstarrt4 ,getreulich folgt er ,willen und ,laune des ,schpfers4 ,in den krausen1 verschnrkelten ,initialen spiegelt sich noch das verworrene ,gewoge der ,absichten1 der ,hoffnungen und ,zagnisse1 die jeden ,gestalter im ,anbeginn seiner ,arbeit durchziehen4 ,in den ,zwischenstcken1 die so scheinen wollen1 als seien sie eine ,erholung fr den ,leser1 ruht der ,sturm des ,schaffens2 und besonnen1 nachdenklich wird die ,linie der ,zeichnung4 ,und wenn ein ,stck zu ,ende gebracht1 tollt sich die ,freude am gelungenen ,werk in den ,kapriolen der ,phantastik aus4 ,die ,lust am grotesken ,buchstaben1 der sich in ,schlangenschwnzen1 ,giraffenhlsen1 ,karikaturenkpfen1 in ,blten und ,gezweige verliert1 das ,behagen an bizarren ,schlustcken und der sittliche ,ernst1 der ,zwischenstcke formt -- groe ,worte etwa1 die wie ,knige des ,gedankens in ,schlo und ,burgen stehen oder sich in dichter ,dornenhecke ungeweihtem ,auge zu verbergen scheinen --3 sie haben sich in allen handschriftlichen ,hagadahs erprobt4 ,in den ,bilderbeilagen weichen sie indessen ab4 ,die lteste -- zugleich das kstlichste ,erbe jdischer ,knstlerschaft -- die ,hagadah von ,serajewo bringt in enger ,folge ,bilder zur ,genesis und zur ,erzhlung des ,auszugs aus gypten4 ,die ,illustration des eigentlichen ,peachrituale tritt hier zurck4 ,andere wieder schlieen sich enger den ,begebenheiten an1 die im ,peach ihre ewige ,wiederkehr feiern4 ,moses1 sein wundersames ,schicksal und seine ,berufung werden der ,mittelpunkt dieses eingeengten ,bildkreises4 ,die ,erzhlungen von den vier ,weisen1 die zu ,b'ne-,b'rak vom ,peach sprachen1 bis da der ,morgen sie zum ,gebete rief1 die ,typen der vier ,fragenden1 ,rabban ,gamliel1 der die ,festordnung schuf1 werden im ,bilde deutlich4 ,und ,eliah sehen wir nahen1 den ewigen ,wanderer1 der wie ein gtiger ,trster aus dem dstern ,wirrsal der ,gegenwart in den ,frieden des ,messias weist4 ,wie sich die ,formensprache des ,zeichners aus dem ,primitiven1 ber die ,technik der ,renaissance zum ,realismus aufhellt1 so prgt sich in der ,auswahl der ,motive die ,stimmung der ,zeiten aus4 ,dunkle ,tage kommen1 da der ,ha die stachliche ,peitsche schwingt4 ,in den frhen ,hagadahhandschriften1 die stolze ,herren aus romanischen ,landen sich zeichnen lieen1 herrscht das ,bild1 dem die ,bibel den ,vorwurf gibt4 ,in den deutschen des spten ,mittelalters will sich die ,legende verknden4 ,die groe aristokratische ,linie verluft ins ,volkstmliche1 in die ,trumereien des ,gedrckten1 in die ,enge des ,hauses4 ,die ,helden und ,starken -- ,simson1 ,david -- kommen in die ,hagadah und -- das ,genrebild des huslichen ,lebens6 ,der ,weg dieser ,entwicklung mndet in den ,drucken und verliert seine letzte ,spur im -- ,klich4 ,von den #hie ,ausgaben1 die in den vier ,jahrhunderten von #aejj-aijj erschienen sind1 tragen #aid bildnerischen ,schmuck4 ,in den ersten ,drucken1 von denen uns ,stcke erhalten sind1 ringt noch ein echter1 gottergebener ,kunsttrieb4 ,der ,druck vervielfltigte1 demokratisierte das ,buch4 ,aber der ,meister sa in einsamer ,klause1 schnitt krause ,gedanken1 heilige und frohe ,stimmung in seine ,buchstaben und ,stcke2 und die ,phantasie des rechten ,werkmannes machte das drre ,holz lebendig4 ,die ,prager ,hagadah von #aebf und die von ,mantua aus dem ,jahre #aefj sind kstliche ,schpfungen4 ,technisch gebunden an die ,formen des deutschen ,holzschnittes1 motivisch geleitet durch die letzten illustrierten ,handschriften-,hagadahs1 sthetisch erzogen durch die ,renaissance finden sie den ,weg zu persnlicher ,gestaltung4 ,jede ,seite hat ihr eigenes ,leben4 ,ein naiver ,kunstsinn verteilt den ,raum4 ,die ,zeilen sind ungleichmig1 oft wie ,blcke aufgebaut1 oft wie ,terrassen ansteigend4 ,fruchtgirlanden rahmen die ,seiten ein4 ,aber nicht in langweiliger ,wiederholung4 ,stcke fallen aus1 um einem ,bildchen ,platz zu geben2 oder wuchtig rckt der ,textwert vor4 ,mit den einfachsten ,mitteln wird ergtzliche ,mannigfaltigkeit erreicht4 ,die ,bilder begleiten den ,text2 oft nur ein einziges ,wort verdeutlichend4 ,die ,legende drngt sich vor und das liturgische ,element4 ,die ,peachfeier im ,hause wird in realistischen ,triptychen dargestellt4 ,und die ,hasenjagd fehlt nicht4 ,sie war aus einem ,merkwort entstanden3 ,j4 ,k4 ,n4 ,h4 ,s4 7,jajim1 ,kiddusch1 ,ner1 ,hawdalah1 ,s'man73 ,jagnehas sprachen es die deutschen ,juden4 ,und also kam die in der alten ,kunst beliebte und symbolisch vielgedeutete ,hasenjagd in die -- ,hagadah4 ,das kraftvolle ,sch'foch chamathcha al hagojim -- der ,fluch gegen die ,vlker1 die ,gott nicht erkennen -- erhlt ein eigenes ,schmuckblatt3 ,adam und ,eva1 ,judith mit dem ,haupte des ,holofernes1 ,simson1 der das ,tor vom ,tempel des ,gottes ,dagon trgt1 und -- ,eliahu auf seinem mden ,eselein4 ,die vier ,fragenden stehen noch jeder fr sich4 ,aber der ,bsewicht trgt schon den ,harnisch des ,landsknechtes4 ,es war nicht mehr die hohe ,kunst und die volle ,farbenpracht der illuminierten ,handschriften4 ,aber es blieb doch ein ,reichtum knstlerischer ,gesichte und die ,vielgestaltigkeit des ,typographen4 ,indes3 ,je weiter die ,zeiten vorschritten1 um so kunstloser1 eintniger wurden die ,zeichnungen1 bis sie im ,morast der ,erbrmlichkeit rettungslos stecken blieben4 ,es ist1 als wre mit dem ,judentum auch der jdische ,gestaltertrieb in nicht mehr verstandener berlieferung erstarrt --3 war ,peach nur noch alter1 geheiligter1 anbefohlener ,brauch1 und war es nicht mehr das immer sich erneuernde ,erlebnis der ,befreiung8 ,ist die ,peach-,hagadah tot8 ,und hat sie deshalb eine ,geschichte8 ,oder will sich der groe ,tag verknden1 da ,israel wieder hinaufzieht gen ,jeruschalajim1 zur ,stadt des ,herren1 um dorten in frhlichem ,feste die ,erlsung aus ,mizrajim zu feiern1 weil es in junger ,seele die eigene ,erlsung erlebt8 ,illustration ,,mit ,,dem ,,fr,,hling4 ,von ,sch4 ,ben-,zion4 ,der ,winter ist vorber1 der ,regen vorbei1 vergangen48 ,der ,lehrer fuhr wieder heim in seine ,stadt und die ,schule ist aus und vorber4 ,nur einige ,erinnerungen an die ,melodie zum ,hohenliede sind geblieben1 die wie weie ,wolken am ,himmel schweben4 ,awremel ist jetzt ein freier ,mann2 sogar einen ,fingerring besitzt er1 einen ,ring von reinem ,silber1 den er im ,kehricht fand4 ,er wei aber noch nicht recht1 was er mit seiner ,freiheit und seiner ,herzensfreude und mit dem ,fingerring anfangen soll4 ,der ,himmel ist hell1 die ,sonne klar und neuer ,schein ber der ,welt4 ,wie schn1 wie lieblich wre es jetzt1 hinauszugehen und unter der ,wlbung des reinen ,himmels hinzuwandeln und still in die ,tiefen der ,welt zu trumen6 ,oder mit allen ,gespielen wie junge ,fllen hinzusprengen1 die dem ,wind nachjagen1 den ,duft der feuchten ,erde1 des neusprieenden ,grases zu atmen1 ,knige zu whlen1 ,heere anzufhren und ,krieg zu erklren6444 ,aber ach1 eins hindert an all dem1 eins ist unheilvoll3 der ,schmutz4 ,alle ,gassen sind voll ,morast1 so da nicht einmal ein trockener bergang mglich ist4 ,illustration ,und im ,hause geht erst recht alles drunter und drber4 ,in allen ,zimmern eine heillose ,unordnung2 mit jedem ,schritt stolpert man ber allerlei ,mbelstcke und ,gertschaften1 die von ihren gewohnten ,pltzen fortgerissen und durcheinandergerttelt sind4 ,eiserne und kupferne ,tpfe werden mit ,knirschen und ,kreischen geputzt1 so da die ,ohren zerreien und alle ,nerven im ,krper erzittern4 ,den ,kissen und ,matratzen werden die berzge abgenommen1 dann klopft man sie mit ,stcken1 dichter ,staub steigt auf1 ,federn fliegen2 und der ,staub erhebt sich und fllt einem die ,augen1 er fllt wieder und legt sich auf alles2 alles sieht so schmutzig aus1 dazu ist es mit ,kalk und ,lehm beschmiert4 ,und von all dem ,schmutz hat man einen faden ,geschmack im ,munde1 wie von gelschtem ,kalk oder geknetetem ,lehm4 ,das alles htte ,awremel schlielich nicht gestrt2 hier seine ,kraft und seinen ,heldenmut zu zeigen1 wo es ein gottgeflliges ,werk war1 das ,haus auf den ,kopf zu stellen1 htte ihm nur gepat4 ,aber seine ,mutter strt ihn und vertreibt ihn von berall4 ,hier steht die neue ,kiste1 die man fr ,mazzoth gekauft hat1 und dort ein ,fchen fr ,borschtsch zu ,peach4 ,diesem ,allerheiligsten8 darf man nicht nahekommen4 ,wenn er in die ,kche kommt und den ,herd nur anrhrt1 jammert die ,mutter gleich3 ,herr der ,welt1 wozu lebe ich noch88 ,auch der alten ,dienerin1 die sonst zu ,awremel immer so sanft ist1 weil er doch ein ,gelehrter8 ist1 darf er jetzt ohne ,lebensgefahr nicht in die ,nhe4 ,sie tncht und kalkt mit der ,magd1 hadert mit ihrem ,schicksal und lamentiert3 ,herr der ,welt1 wie soll ich bis zum ,seder-,abend mit all der ,arbeit fertig werden88 ,illustration ,der ,herr der ,welt scheint aber an ihrem ,schmerz wenig ,anteil zu nehmen und macht sich im ,himmel und auf ,erden einen prchtigen ,frhling4 ,der ,tag leuchtet immer tiefer1 die ,sonne gleit1 die ,luft weht lau1 der ,wind geht frisch und eine geheimnisvolle ,freude verbreitet sich im ganzen ,weltraum4 ,was soll aber ,awremel anfangen8 ,er klettert auf den ,schrank1 um die ,peach-,hagadah zu suchen4 ,dabei wirft er ein ,gebetbuch in den ,kbel1 in dem die ,magd den ,kalk mischt4 ,der ,kalk spritzt hoch auf1 da die ,magd fast blind wird4 ,die ,mutter will ihn fassen1 er springt herab1 balanziert zwischen den ,gefen1 die dastehen1 zerbricht einen irdenen ,topf und entwischt4 ,illustration ,unglcksjunge18 ruft ihm die ,mutter nach1 was hast du hier zu suchen8 ,trink ,tee und geh ins ,beth-,hamidrasch beten1 wie jeder ,mensch48 ,das leuchtet ,awremel ein2 schnell verschwindet er und verzichtet sogar auf den ,frhstckstee2 denn im ,beth-,hamidrasch kann er seinen ,gespielen seinen ,ring zeigen1 seinen ,fund1 und sie knnen ihm vielleicht einen ,rat geben1 was er damit tun soll4 ,illustration ,aber er findet im ,beth-,hamidrasch keinen von seinen ,freunden4 ,sie haben nicht so nahe wie er1 so sind sie nicht gekommen4 ,der ,schmutz hat sie umschlossen wie eine ,wste4 ,so steht er einsam und allein unter den ,erwachsenen1 die schnell beten1 und hat gar keine ,lust1 mitzubeten4 ,ihn beschftigt nur eine einzige ,frage3 was soll er mit dem ,ring tun8 ,soll er ihn verkaufen8 ,woher dann einen ,kufer nehmen8 ,er mu ihn zuvor putzen1 und zwar mit der ,pasta1 womit der ,diener die ,leuchter im ,beth-,hamidrasch fr die ,feiertage putzt4 ,jede ,ware gilt1 wonach sie aussieht4 ,wenn der ,ring wie neu sein wird1 wird sich vielleicht irgendwie ein ,brutigam finden1 der ihn als ,verlobungsring kauft4 ,aber der ,diener ist brbeiig1 er ist ein ,soldat noch aus der ,zeit ,nikolaus ,i41 und er jagt ,awremel fort und lt ihn nicht einmal zusehen4 ,so geht ,awremel fort und blickt voll ,neid auf die neue ,borte an dem ,gebetmantel des reichen ,reb ,jeschua ,heschel4 ,auch sie ist aus ,silber2 aber weil das ,silber schn poliert ist1 blhen zwischen den ,fden ,lichtfunken wie goldene ,augen4 ,und ,awremel schlendert weiter und putzt seinen ,ring1 damit er ebenso schn glnze4 ,er reibt ihn am ,leder seiner ,schuhe und an dem ,futter seines ,rockes2 und dabei belauscht er das ,gesprch zweier ,schnorrer1 die einander erzhlen1 durch wieviele ,drfer und ,stdte sie in ihrem ,leben gekommen sind4 ,der ,dajan ,reb ,selig legt jetzt ,t'fillin2 es ist schon spt und der ,ring glnzt schon1 aber er glnzt noch bei weitem nicht so1 wie die ,borte4 ,er will weiterputzen1 whrend er zusieht1 wie der ,dajan seine ,t'fillin abnimmt und die ,riemen zusammenlegt wie die ,flgel einer ,taube4 ,und ,awremel putzt und putzt4 ,der ,dajan hat bereits dreimal die ,decke der ,bundeslade gekt1 dann ist er fortgegangen2 das ,beth-,hamidrasch leert sich1 ,awremel wird mde und wei nicht1 wieweit er in seinem ,gebete gekommen ist4 ,sein ,herz ist leer und er schluckt vor ,hunger seinen ,speichel4 ,aber doch ist es ihm angenehm1 so einsam und allein auf der ,fensterbank zu sitzen1 die von der ,sonne beschienen ist1 und in die ,gasse zu sehen4 ,die ,zeit unserer ,freiheit48 ,freiheit ist ein schnes ,ding4 ,es gibt keinen ,zwang der ,schule1 keinen ,zwang des ,hauses2 es ist still1 friedlich und licht4 ,er sitzt da1 schaut hinaus und wei1 da an seinem ,finger ein dicker silberner ,ring glnzt2 er sieht ,wasserlachen im ,schmutz der ,strae stehen1 moorartige ,pftzen1 die aber glitzern wie helles ,gold und ,mrchen von rieselnden ,quellen erzhlen4 ,eine ,kuh mit hngendem ,bauch und vollem ,euter1 deren ,rippen sich wie ,beulen aus der schmutzigen ,haut heben1 steht regungslos1 wie eine ,statue1 nahe der ,wand4 ,sie zuckt nicht1 kaut nicht wieder1 bewegt kein ,ohr2 sie ist nur damit beschftigt1 ihren ausgefrorenen ,krper der ,sonne hinzuhalten4 ,ein groer ,hahn mit seinen ,hhnern bricht mit groem ,aufruhr aus einem ,bodenfenster2 sie haben sich gegen ihren ,zwingherrn emprt1 die ,steige zerbrochen und verbreiten sich nun mit ,gekreisch und ,gegacker ber das ,dach4 ,der ,hahn schlgt mit den ,flgeln und ruft seine ,freiheit mit lautem ,kikeriki vom ,dachfirst aus in die ,welt4 ,zwei ,leute tragen an einer ,stange einen groen ,korb voll ,mazzoth vorbei1 die im ,sonnenschein leuchten2 ,awremel sprt ihren warmen ,duft durch das ,fenster und sein ,hunger zerrt in ihm4 ,er springt von der ,fensterbank und will sich einreden1 da er schon zu ,ende gebetet hat4 ,ist es denn anzunehmen1 da er bis zur ,essenszeit mit dem ,gebete nicht fertig geworden sein sollte8 ,da erscheinen eben zwei junge ,leute1 die miteinander eifrig und leise sprechen2 anscheinend disputieren sie ber eine wichtige ,sache4 ,awremel ist der ,meinung1 es lohne sich1 ihnen zuzuhren2 und als sie stehen bleiben1 schleicht er sich in ihre ,nhe4 ,die ,zeit1 die er lauschend verbringt1 kann ja zugleich fr ein ,gebet gelten2 auf eins mehr oder weniger kommt es wahrhaftig nicht mehr an4 ,so hrt er1 wie der eine1 der ,rote1 zu dem ,blassen mit dem dicken wollenen ,halstuch sagt3 ,und glaubst du denn1 das ,hohelied sei wirklich eine ,allegorie auf das ,volk ,israel8 ,gar keine ,spur1 sage ich dir6 ,es sind einfach ,liebesgesprche zwischen ,salomo und ,sulamith und ihrem ,herzensfreunde1 dem ,hirten44448 ,der ,blasse staunt und zweifelt1 sein ,gesicht flammt auf und er fragt3 ,wie88 ,da springt ,awremel aus seinem ,lauscherwinkel hervor1 lacht den beiden ins ,gesicht und luft aus dem ,beth-,hamidrasch4 ,hinter dem ,hause1 unter einer ,leiter und auf einem umgekehrten ,fa it er sein ,mittagmahl1 ,butterbrot1 das ihm die ,mutter gegeben1 und ein ,stck ,zucker1 das er genommen8 hat4 ,und da er satt und zufrieden ist1 findet er keinen anderen ,platz als diese ,leiter4 ,er steigt hinauf und steht schon auf der letzten ,sprosse2 alles in ihm spricht3 ,die ,zeit unserer ,freiheit48 ,die ,freiheit pocht in seinem ,herzen wie ein gefangener ,vogel1 der an die ,wnde seines ,kfigs pickt und davonfliegen mchte4 ,alle ,dcher leuchten im ,lichte der ,freiheit2 er htte ,lust1 sich mit einem ,satz auf den ,first zu schwingen und von ,dach zu ,dach ber die ganze ,stadt hinzuhpfen4 ,sieh1 da kommt er1 springt ber die ,berge1 hpft ber die ,hgel4 ,mein ,geliebter gleicht einem ,reh oder dem jungen ,hirsche48 ,zwei ,strche1 ,boten der ,freiheit1 fliegen ber ihm dahin4 ,und was sind all die ,gerusche von den ,hfen her1 all das ,kreischen1 ,schlagen1 ,reiben1 was ist es8 ,sind das nicht ,rufe der neuen ,freiheit8 ,freiheit in der ,welt1 ,freiheit im ,hohenliede4 ber die ,bibelverse ist ein neues1 heiteres ,licht ausgegossen4 ,die ,blumen zeigen sich im ,lande1 der ,lenz ist gekommen und der ,turteltaube ,ruf lt sich in unserm ,lande hren4 ,der ,feigenbaum1 schon reifen seine ,frchte4448 ,wenn man das alles wrtlich und einfach nimmt1 ohne ,deutung1 ohne ,das heit8 und ,er will sagen8 -- kluge ,worte hat der ,rote gesprochen4 ,von der ,leiter zum ,dachboden ist's nur ein ,sprung4 ,unter dem ,dache herrscht ein geheimnisvolles ,halbdunkel4 ,alles ist still1 nur eine ,henne gackert von der ,steige im ,winkel her4 ,und vom ,dache hrt man ein freches ,zwitschern3 die ,vgel plaudern dort und kratzen mit den ,klauen ihrer dnnen ,fchen in einem bescheidenen ,winkelchen3 ,sulamith verbirgt sich dort4 ,meine ,taube in den ,felsspalten1 in den ,steinritzen4448 ,die ,welt drauen lebt1 freut sich1 arbeitet1 ist geschftig2 hierher entflieht1 um sich zu verbergen1 nur alles ,weiche1 alles ,se1 das in jedem ,laute lebt4 ,hier tnt nur die ,stille und ,heimlichkeit1 das ,zittern des ,alls4 ,und dies bildet hier einen kstlichen ,schatz1 einen ,schatz verborgener ,freuden4 ,ein ,windhauch kommt seines ,wegs vorber1 flstert und klappert im ,kamin1 zwngt sich herein1 blst in den goldenen ,staub1 der in der ,sonne tanzt1 bewegt die ,spinnenfden und verschwindet wieder444 ,awremel hockt in seinem ,versteck1 im schattigen ,winkel1 er kauert sich noch enger zusammen und schliet die ,augen vor der ,wonne seiner vielen ,gensse4 ,und ihm ist1 als htte der ,wind ihn mitgenommen und an einem einsamen ,ort in einen weichen ,scho gelegt1 dort zu schlafen wie ein ,kind4 ,aber die neue ,wonne1 die ihn erfllt1 lt ihn nicht schlafen4 ,er wei nicht1 was er mit seiner ,seele1 was er mit dieser ,wonne anfangen soll -- so wie er mit dem ,ringe nichts anzufangen wei4 ,er ist reich ber alle ,maen und hat fr seine ,schtze keine ,verwendung4 ,er steht auf und geht langsam vor1 als schleiche er listig1 die helle ,freude der ,welt zu haschen2 er klettert auf die ,hhnersteige und legt seinen ,kopf zum ,dachfenster hinaus3 welche ,weite1 welche ,welt erschliet sich ihm da6 ,er sieht alles und niemand sieht ihn3 als htte er eine ,tarnkappe aufgesetzt4 ,er ist ein ,herrscher1 der niemand ber sich hat4 ,und jenseits der ,dcher1 jenseits der ,hfe1 jenseits der weien ,wsche1 die an den ,schnren hngt und sich im ,winde bewegt1 sieht er einen grnen ,berg1 auf dessen ,gipfel ein helles ,wldchen in einem dnnen blaugrauen ,nebel fast verborgen ruht4 ,und der ,berg dehnt sich in den ,nebel hinein ins ,unendliche und schmilzt wie ein ,stck ,zucker in heiem ,wasser4 ,awremels ,blick schwebt ber den ,wolkenhgeln1 die vom fernen ,horizonte aufsteigen1 wei wie ,perlmutter4 ,er schwebt ber den ,schneestreifen1 die zerschmelzen und wie flssiges ,gold gleien4 ,eine ,herde von ,schafen und ,ziegen zieht den ,berg herab1 der ganze ,abhang ist bunt und gefleckt2 und in ,awremels ,seele regt es sich mchtig1 da er in einem lauten ,gesange seinen ,jubel ,luft machen mu4 ,tu mir kund1 o du1 den meine ,seele liebt3 ,wo weidest du8 wo lagerst du am ,mittag8444 -- ,mit mir1 vom ,libanon1 o ,braut1 komm mit mir vom ,libanon6 ,meine ,schwester ,braut1 von den ,lwenwohnungen1 von den ,pantherbergen68 ,er und seine ,schwester ,braut8 wandeln nebeneinander1 beide schweben leicht dahin1 ohne die ,erde zu berhren1 aneinander geschmiegt in zartem ,kosen1 sie zittern und schweben in der ,luft wie zwei junge ,pflnzlein1 von einem wrzigen ,windhauch berhrt4 ,ich will zum ,balsamberge gehen und zum ,weihrauchhgel48 ,er ruft sein ,lied von der ,hhe hinaus und eine dnne1 zarte1 klare ,stimme antwortet ihm mit melancholischer ,weise aus der ,tiefe3 ,lieb ,mtterlein1 o schweige still1 ,da niemand es erfhrt2 ,o lsche meines ,herzens ,hllenbrand3 ,gib1 was es hei begehrt68 ,dieses ,lied singt die schwarze ,adel1 die ,tochter ,evas1 der ,witwe1 die am ,nachbarhofe wohnt4 ,ihr ,huschen ist so klein wie ,kinderspielzeug1 die ,fenster sind winzig und hart ber dem ,erdboden4 ,die kleine ,adel steht auf einem ,schemel und tncht die ,auenwand der ,htte4 ,eine lichte ,strahlenkrone flimmert um ihre ,locken1 in die der ,wind blst1 da sie ihr ber ,stirn und ,augen fallen4 ,sie hebt ihr ,gesicht1 das von der ,wrme des ,tages blht1 zu ihm auf1 blinzelt mit den ,augen1 rmpft das ,nschen vor der ,lichtflle1 die ihn umfliet1 und ffnet ihre ,lippen zu einem kleinen ,lcheln4 ,sie bckt sich1 taucht den ,pinsel in den ,kalkeimer vor ihren ,fen und kehrt zu ihrem traurigen ,liedchen zurck4 ,vor ,sehnen nach der ,liebsten mein ,ist krank mein ,herz und ,blut4 ,sie wohnt in einem kleinen ,httelein1 ,hat keines ,hellers ,gut48 ,und zum dritten ,male ertnt die sehnschtig klagende ,weise3 ,mein ,mut siecht hin1 mein ,arm erschlafft1 ,schwer trag ich dein ,gebot4 ,verweigerst du1 die meine ,seele liebt1 ,so bleibt mir nur der ,tod48 ,und mit einer ,stimme1 die vor ,sehnen vergeht1 wiederholt sie3 ,verweigerst du1 die meine ,seele liebt1 ,so bleibt mir nur der ,tod48 ,in ,awremels ,kpfchen geht alles drunter und drber4 ,er ist wie trunken von dem ,liede1 er will etwas tun1 um ,adel in ,erstaunen zu setzen4 ,er fhlt3 er ist leicht wie ein ,adler1 schnell wie ein ,hirsch1 stark wie ein ,lwe4 ,aber er kann doch nicht auf das ,dach steigen und hinunterspringen --6 ,so klettert er schleunigst die ,leiter hinab1 springt ber den ,zaun und in ,adels ,hof und nhert sich ihr1 eben als sie den ,pinsel wieder in den ,kalkeimer taucht4 ,er fat sie an der ,hand und sagt3 ,ich -- ich -- will dir den ,pinsel eintauchen68 ,sie steht auf dem ,schemel und tncht die ,wand mit dem ,pinsel1 den er eingetaucht hat4 ,ihr ,kopf legt sich in den ,nacken zurck1 ihr leuchtendes ,gesicht ist erhoben und ihre schwarzen ,augen ruhen verborgen in dem ,schatten ihrer langen ,wimpern4 ,sie glnzen wie ,punkte lauteren ,goldes4 ,awremel sieht zu ihr auf und sein ,herz ist voll ,wonne2 ohne es zu wissen1 geniet er das ,glck einer ,blume1 die in ,tau und ,licht badet4 ,pltzlich stt seine8 ,adel einen kleinen ,schrei aus1 pret die ,lippen aufeinander und zieht ihr ,nschen vor ,schmerz in ,falten4 ,sie beugt sich zu ihm und zeigt ihm ihren ,finger1 in den der ,kalk eine kleine ,wunde gebrannt hat2 dann reicht sie ihm einen ,leinenstreifen1 er solle ihr damit den ,finger verbinden4 ,awremel ist eifrig und voller ,freude1 da er ,adel gehorchen und ihr helfen1 da er den ,schmerz seiner ,schwester ,braut8 stillen darf4 ,er wickelt den ,streifen fest um ihren ,finger4 ,doch hat er keinen ,faden1 den ,verband festzubinden2 und ohne nachzudenken1 nimmt er mit freudiger ,bewegung seinen ,silberring und streift ihr ihn ber den gestreckten ,finger4 ,er steckt ihr den ,ring fest an und sein ,herz schlgt ihm laut bis in den ,hals hinauf4 ,und er lchelt und spricht die ,trauungsformel3 ,du bist mir verlobt durch diesen ,ring nach dem ,gesetze ,moses und ,israels48 ,aber sogleich erschrickt er ber das1 was er getan hat444 ,wir wollen uns immer lieb haben1 ,awremel18 spricht sie zu ihm3 ein ,scherz1 der ,wahrheit enthlt4 ,gewi1 gewi18 versichert ,awremel2 dabei schmt er sich und zittert und erwgt1 ob er jetzt nicht verpflichtet ist1 ihr einen ,scheidebrief zu schreiben8 ,pltzlich wendet er sich von ,adel ab und luft schleunigst davon1 vor dem ,mdchen und vor dem ,ring an ihrem ,finger1 klettert ber den ,zaun und auf die ,leiter und verbirgt sich in der ,dachkammer4 ,dort pret er das ,gesicht in die ,hnde2 ,trnen wrgen ihn2 hier will er vor ,schande sterben an seines ,herzens ,hllenbrand81 hier in dieser ,bodenkammer bleibt ihm nur der ,tod48 ,und da ertnt ,adels ,stimme wieder in flehenden ,tnen3 ,schon drei lange ,tage zrnst du mir2 ,sage1 ,liebster mein1 was tat ich dir8 ,glaubest1 ,zweifler du1 ich lieb dich nicht8 ,frag den ,wunderrabbi1 wie man tut1 ,la dir deuten1 was der ,traum dir spricht -- ,gib mir deine ,hand1 sei wieder gut68 ,sie schmt sich nicht und sorgt sich nicht2 aber auf ihm lastet seine ,tat wie ein schwerer ,alb1 wie ein ,traum aus einer schlaflosen ,nacht1 in dem trbe ,bilder und ,irrlichter wechseln4 ,er sitzt in der ,finsternis wie ein von ,gott ,geschlagener und wartet1 bis ,adels ,stimme schweigt4 ,dann erhebt er sich1 steigt vom ,boden hinab1 traurig1 schuldbeladen und sndig1 wie einer1 der zum ,richtplatz geht444 ,die untergehende ,sonne wirft einen roten ,schein auf sein verschmtes ,gesicht und leuchtet in feurigem ,glanze4 ,,pharaos ,,traum4 ,es war #acj ,jahre nach der ,ankunft der ,kinder ,israel in ,mizrajim und sechzig ,jahre nach ,josephs ,tode1 da hatte der ,pharao einen seltsamen ,traum4 ,er erblickte einen hohen ,greis mit einer ,wage in der ,hand2 in der einen ,schale lagen alle ,bewohner ,mizrajims1 ,mnner1 ,weiber und ,kinder1 in der andern ,schale aber lag ein ,lmmchen2 und das ,lmmchen wog alle die von ,mizrajim auf4 ,der ,knig erschrak ber diesen ,traum1 den er nicht zu deuten wute4 ,am ,morgen aber versammelte er eilends alle ,gelehrten und ,sterndeuter von ,mizrajim und erzhlte1 was er gesehen2 und alle waren in ,furcht und ,grauen ob des ,gesichtes4 ,endlich trat einer der ,groen des ,hofes1 ,bileam1 der ,zauberer1 vor den ,pharao und sprach3 ,dieser ,traum bedeutet fr ganz ,mizrajim ein groes ,unheil48 ,der ,knig fragte ihn1 was es denn sei4 ,da verkndete der ,weise3 ,den ,kindern ,israel wird ein ,sohn geboren werden1 der ,mizrajim vernichten wird4 ,ich aber1 mein ,herr und ,knig1 will dir einen ,rat geben3 befiehl1 da man jeden neugeborenen ,sohn unter den ,kindern ,israel tte2 vielleicht1 da so der ,traum nicht in ,erfllung geht48 ,das leuchtete dem ,pharao und seinen ,leuten ein1 und er folgte dem ,rate4 ,im dritten ,jahre nach ,moses ,geburt sa einst der ,pharao zu ,tische und speiste2 zu seiner ,rechten sa die ,knigin1 zu seiner ,linken seine ,tochter ,bithja und vor ihm alle ,groen seines ,hofes4 ,bei ,bithja aber sa der ,knabe ,moses1 in bunte ,gewnder gekleidet4 ,und ,moses gefiel dem ,pharao1 so da dieser ihn auf den ,scho nahm4 ,da streckte der ,knabe die ,hand aus1 nahm die goldene ,krone vom ,haupte des ,pharao und setzte sich sie auf4 ,darber erschrak der ,knig und die ,groen verwunderten sich4 ,bileam aber1 der ,zauberer1 nahm das ,wort und sprach3 ,mein ,herr und ,knig1 gedenke des ,traumgesichtes1 das du einst erblicktest und das dein ,knecht dir deutete6 ,ist nicht dies eines von den hebrischen ,kindern8 ,der ,geist ,gottes steckt in ihm und aus seiner ,weisheit handelt er2 er ist es1 der ,mizrajim vernichten wird6 ,gib schleunigst ,befehl1 ihm das ,haupt abzuschlagen68 ,der ,pharao fand den ,rat gut4 ,da entsandte ,gott den ,engel ,gabriel2 der nahm die ,gestalt des ,jithro1 eines der ,groen und ,freunde des ,knigs1 an und sprach3 ,mein ,herr und ,knig1 hte dich1 unschuldiges ,blut zu vergieen6 ,der ,knabe hat ja noch keinen ,verstand6 ,wenn du mir es gestattest1 will ich dir einen ,rat erteilen3 lege einen funkelnden ,rubin und eine glhende ,kohle vor dieses ,kind hin2 streckt es die ,hand aus und ergreift den ,rubin1 dann weit du1 da es ,verstand hat1 dann hat es den ,tod verdient und wir verfahren mit ihm nach der ,gerechtigkeit4 ,greift es aber nach der ,kohle1 dann ist erwiesen1 da es keinen ,verstand besitzt1 und es ist frei48 ,dieses ,wort gefiel dem ,pharao und seinen ,freunden2 sie legten den ,rubin und die ,kohle in eine ,schale und stellten sie vor ,moses hin4 ,der ,knabe streckte die ,hand aus und griff schon nach dem ,rubin1 doch der ,engel stie seine ,hand fort1 da er die ,kohle fate2 er fhrte sie zum ,munde und berhrte mit ihr seine ,lippen und die ,zungenspitze4 ,darum war ,moses von so schwerer ,zunge4 ,damals aber ward er auf diese ,weise gerettet4 ,,von ,,moses4 ,jeden ,sohn1 der geboren wird1 sollt ihr in den ,strom werfen48 -- ,rabbi ,chanan erzhlte3 ,israels fromme und keusche ,tchter suchten ihre ,kinder zu retten4 ,so nahmen sie sie denn und verbargen sie in ,hhlungen ihrer ,wohnsttten4 ,da brachten die gypter ihre kleinen ,kinder in die jdischen ,huser und zwickten sie da1 bis sie weinten4 ,da hrte das jdische ,kind die weinende ,stimme seines ,kameraden und weinte mit ihm4 ,so fanden sie die gypter und warfen sie in den ,flu4 ,illustration ,in dieser ,stunde sprach der ,heilige1 gebenedeit sei er1 zu den ,dienstengeln3 ,steigt doch herab und seht die ,kinder meiner ,lieblinge ,abraham1 ,jizchak und ,jakob1 wie man sie in den ,strom wirft4 ,da stiegen die ,engel erschreckt herunter und standen bis zu den ,knien im ,wasser und fingen die jdischen ,kinder auf und legten sie auf emporragende ,sandbnke4 ,der ,heilige aber1 gebenedeit sei er1 lie ihnen ,brste aus den ,steinen sprieen und gab ihnen so zu trinken4 99 99 99 99 99 ,wenn die gypter kamen1 die ,kinder zu tten1 geschah ein ,wunder und die ,kinder wurden von der ,erde verschluckt4 ,da brachten die gypter ,ochsen und pflgten die ,erde1 aber wenn sie weg waren1 sprossen die ,kinder wieder auf wie das ,gras auf dem ,felde4 ,und wenn sie gro gewachsen waren1 kamen sie scharenweise nach ,hause4 ,so kam es denn auch1 da sie am ,roten ,meere1 da ,gott sich offenbarte1 ihn gleich wiedererkannten und riefen3 ,dies ist mein ,gott68 ,rabbi ,jehuda ,hanassi hielt einmal eine ,predigt und die ,zuhrer schliefen ein4 ,da wollte er sie wieder wach machen und rief3 ,in gypten war einst eine ,frau1 die hat auf einmal sechshunderttausend ,menschen geboren48 ,erstaunt fuhren die ,zuhrer auf4 ,da sagte er3 ,jochebed1 ,moses' ,mutter1 ist gemeint4 ,denn ,moses hat sechshunderttausend ,israeliten aus gypten gefhrt1 so ist er denn soviel ,menschen gleich zu achten48 99 99 99 99 99 ,es erzhlten unsere ,lehrer3 ,als ,moses die ,herde ,jithros in der ,wste weidete1 entlief ihm ein ,bcklein4 ,moses setzte ihm nach1 bis er zu einem ,felsen kam1 da stand das ,bcklein an einer ,quelle und trank4 ,als ,moses das sah1 sagte er ihm3 ,ich wute gar nicht1 da du aus ,durst weggelaufen bist4 ,nun bist du gewi recht mde48 ,so lud er es sich auf die ,schulter und trug es4 ,das sah ,gott und sprach3 ,du hast ,mitleid mit deiner ,herde1 so wahr du lebst1 so sollst du meine ,herde weiden1 ,israel4 99 99 99 99 99 ,warum zeigte sich ,gott dem ,mose im ,dornbusche1 der loderte und nicht verbrannt ward8 ,um ,moses ,zweifel zu besiegen4 ,denn ,moses glaubte doch1 da vielleicht die gypter ,israel vernichten wrden4 ,so zeigte ihm ,gott den ,dornbusch und sprach3 ,wie der ,dornbusch vom ,feuer umflackert wird und nicht verzehrt werden kann1 so knnen auch ,israels ,feinde es nicht vernichten4 ,illustration ,illustration ,mit ,moses ,stab hat es eine eigentmliche ,bewandtnis4 ,der ,stab ward am sechsten ,schpfungstage in der ,dmmerung erschaffen und dem ersten ,menschen im ,paradies bergeben4 ,adam gab ihn dem ,henoch und ,henoch dem ,sem und dann erhielten ihn nacheinander ,abraham1 ,isaak und ,jakob4 ,jakob brachte ihn nach gypten und gab ihn dem ,josef4 ,nach ,josefs ,tode fiel er mit seiner ganzen ,habe dem ,pharao zu4 ,in ,pharaos ,palaste sah ihn ,jithro1 der einer von ,pharaos ,wahrsagern war1 entwendete ihn und pflanzte ihn in seinen ,garten4 ,aber da konnte ihn niemand nahe kommen -- bis ,moses nach ,midjan kam und in den ,garten eintrat4 ,er konnte die ,zeichen lesen1 die auf dem ,stabe standen und hatte die ,macht1 ihn an sich zu nehmen4 ,als ,jithro dies sah1 sprach er3 ,frwahr1 das ist ,israels ,erlser4 ,deshalb gab er ihm seine ,tochter1 die ,zipporah1 zur ,frau4 99 99 99 99 99 ,ein ,heide fragte den ,rabbi ,josua ben ,karcha3 ,weshalb redete ,gott zu ,moses aus einem ,dornbusche88 ,der ,rabbi erwiderte3 ,htte er aus einem ,johannisbrotbaume zu ihm geredet oder aus einer ,sykomore1 so httest du mir dieselbe ,frage gestellt4 ,allein ich will es dir sagen3 es soll dir so gezeigt werden1 da es nichts gibt1 worin nicht ,gottes ,herrlichkeit lebte2 sogar im ,dornbusche ist sie48 ,,mit ,,reichem ,,gute4 ,von ,a4 ,l4 ,lewinski4 ,gewidmet den ,peachfahrern in ,erez-,israel4 ,und dann werden sie ausziehen mit reichem ,gute4448 ,allmhlich lerne ich verstehen1 weshalb ,moses auf dieses reiche ,gut8 soviel ,wert legte1 da er es immer wieder erwhnt4 ,auf den ersten ,blick erscheint es ja etwas sonderbar4 ,das ,volk war in einem so entsetzlichen1 in einem so erniedrigenden ,zustand1 dort in ,mizrajim -- in einer ,art von grenzenloser ,knechtung2 man arbeitete mit den ,juden1 wie mit ,lasttieren1 in ,lehm und ,ziegeln1 in aller schweren1 gliederbrechenden ,arbeit2 ,aufseher standen ber ihnen und schlugen sie mit ,geieln und ,stcken1 hnlich wie es den ,leibeigenen einst in ,ruland ging oder den ,negersklaven in ,amerika -- es scheint doch1 als wre es genug fr ein solches ,volk1 blo aus der ,knechtschaft in die ,freiheit zu gehen1 aus ,gebundenheit zur ,erlsung1 hinauszugehen und zu fliehen1 und mte man selbst die ,haut zurcklassen3 wenn nur die ,seele gerettet wird2 und kein ,gedanke bleibt fr ,geld und ,gut4 ,nachher1 wenn es erst aus ,mizrajim gezogen sein und begonnen haben wrde1 fr sich selbst statt fr seine ,herren und ,peiniger zu arbeiten1 wrde es ja von selbst zu reichem ,gute kommen4 ,denn sechshunderttausend ,menschen1 eine ,million und zweihunderttausend arbeitende ,arme sind schon fr sich ein reiches ,gut4 ,sie wrden arbeiten und ,reichtum schaffen4 ,die ,hauptsache war1 diese ,arme zu befreien1 damit sie fr sich selbst arbeiten knnten und nicht fr ,nutzen und ,vorteil der gypter4 ,illustration ,und da steht ,moses und ruft und mahnt eindringlich an das reiche ,gut1 das1 wie es scheint1 einen wichtigen ,hauptpunkt seines ,programms bildete4 ,raschi1 das heit unsere naiven ,alten1 gab folgende ,erklrung3 ,all diese ,mahnungen sollten ihn1 den ,gerechten1 unsern ,vater ,abraham1 befriedigen1 damit er nicht sage3 ,man wird mit ihnen arbeiten und wird sie plagen1#8 und so traf es ein1 und dann werden sie ausziehen mit reichem ,gute1#8 und das traf nicht ein48 ,diese ,erklrung1 mu ich sagen1 leuchtet mir nicht ganz ein4 ,wenn er1 der ,gerechte1 soviel bei ,gott vermochte1 warum hat er dann die ,knechtschaft in ,mizrajim berhaupt zugelassen8 ,er htte sofort protestieren sollen4 ,denn zu welchem ,zweck und zu welchem ,ende war die ganze ,verbannung da8 ,das alte ,system der luternden ,leiden81 der vershnenden ,verbannung8 hatte schon damals keinen ,sinn4 ,ein ,volk1 das eben erst begonnen hat1 zu leben1 hat noch gar nicht ,zeit gehabt1 so viel zu sndigen1 da das ,elend der ,knechtschaft kommen mte1 es zu lutern und zu bessern4 ,die ,juden wren wahrscheinlich sogar ohne die ,knechtschaft in ,mizrajim auch ,juden geworden und1 wer wei1 vielleicht bessere als sie nach all dem ,bessern und ,lutern durch die gypter geworden sind444 ,illustration ,gewi1 das ,elend lutert1 -- aber es lutert zu sehr2 mit dem ,schmutz lutert es auch das ,fleisch weg und mit dem ,fleische reit es auch ,stcke aus der ,seele4 ,einem ,schwerkranken sprach man von dem ,lohn der ,leiden2 sie wrden ihm ewige ,seligkeit einbringen1 er solle nur alle ,schmerzen geduldig ertragen4 ,er aber sagte3 ,nicht sie und nicht ihren ,lohn68 ,ich bin sicher1 da das ,elend in ,mizrajim unsern ,nationalcharakter sehr geschdigt und uns einen ewigen ,jammer hinterlassen hat4 ,jetzt1 nach ,tausenden von ,jahren1 ist es uns schwer1 uns unsern ,volkscharakter und seine ,eigenschaften ohne all diese ,widerwrtigkeiten vorzustellen4 ,nicht die ,verbannung in ,babel und nicht die in ,edom ist es1 sondern dieses erste ,verbannungselend1 das uns pltzlich traf1 als das ,volk noch jung und zart war1 ein ,stoff1 bereit1 in der ,hand des ,bildners jede ,form anzunehmen2 dieses gyptische ,elend ist es1 das furchtbar stark auf uns wirkte1 und uns mit ewigem ,schmutz bedeckte4 ,und es gibt noch heute keine schlechte ,eigenschaft in unserem ,volke1 von der nicht wenigstens ein kleiner ,teil von ,mizrajim herstammt4 ,alles in allem3 diese ,knechtschaft war durchaus nicht notwendig1 ja sogar hchst berflssig6 ,und jener ,gerechte1 der selbst eine ,art von ,freiherrn und ,kavalier war 7siehe sein ,verhalten gegenber ,lot und dem ,knig von ,sodom71 ein ,ritter ohne ,furcht und ,tadel1 der kein ,unrecht ansehen konnte und es wagte1 mit wenigen ,leuten1 seinen ,knechten und ,hausgenossen1 insgesamt #cah ,mann1 vier siegreiche ,knige anzugreifen -- ein gerechter ,ritter8 wie dieser wre gewi mit der gyptischen ,verbannung nicht einverstanden gewesen und htte auch auf die ,zusicherung verzichtet3 ,auch das ,volk1 unter dem sie arbeiten werden1 werde ich richten48 ,denn was fr ein ,vorteil ist hierbei8 ,was haben wir davon1 da es gerichtet worden ist8 ,ganz abgesehen davon1 da es gar nicht zum ,charakter des ,hebrers ,abraham1 d4 h4 zum wahren jdischen ,charakter1 pate1 der durch und durch barmherzig und nicht rachschtig ist1 der auch gegen seine rgsten ,feinde keinen ,ha trgt1 vielmehr in jedem ,augenblicke bereit ist1 zu verzeihen und mehr als das1 alles zu vergessen1 was man ihm angetan hat4 ,was fr ein ,nutzen ist in dem ,strafgericht8 ,werden denn die ,quler umkehren auf ihrem ,wege1 werden sie denn ,reue empfinden1 da sie die ,juden ohne ,ursache gepeinigt8 ,werden sie denn in ,zukunft andere ,wege wandeln8 ,wir wissen doch1 da die ,leiden nicht die ,snden der ,juden abwaschen2 sondern jene erbittern sich nur noch mehr und gieen die ganze ,schale des ,zornes ber die ,juden aus4 ,wahrscheinlich htte ,abraham gern auf das ,strafgericht verzichtet1 und natrlich erst recht auf das reiche ,gut81 er1 der seinen wahren ,wert kannte und der mit ,stolz zu dem ,knige von ,sodom sagte3 ,ich hebe meine ,hand auf zu dem ,herrn1 da ich keinen ,faden und nicht einmal einen ,schuhriemen von der ,beute nehme48 ,nein1 er jagte nicht dem ,reichtum nach1 nicht fr sich und nicht fr seine ,nachkommen4 ,also nicht1 um ihn zu vershnen1 spricht ,moses von dem reichen ,gute1 das unsere ,vter aus ,mizrajim fhren sollten2 sondern es scheint ein wichtiger ,hauptpunkt seines persnlichen ,programms gewesen zu sein4 ,und ich beginne ihn und sein ,system zu verstehen4 ,es ist nicht anzunehmen1 da unsere ,vter in ,mizrajim ein groes ,volksvermgen besessen haben4 ,wir kennen ja die konomische und finanzielle ,lage jenes ,landes nicht genau1 aber wenn wir nach ihrer ,staatsordnung urteilen sollen1 die auf ,sklaverei und auf eine eigentmliche ,brokratie gegrndet war1 war sie nicht besonders glnzend4 ,ein auf so faulen ,grundlagen beruhender ,staat konnte nicht reich werden4 ,ein freies ,volk wird reich1 es arbeitet fr sich und frchtet weder die ,konkurrenz von auen noch ,schwierigkeiten im ,innern2 aber ein faules und dem ,trunk ergebenes ,volk1 das sich auf seine ,knechte verlt1 kann nicht reich werden4 ,und wenn die gypter selbst so waren1 konnten die ,juden1 ihre ,sklaven1 nicht wohlhabend sein4 ,wir wissen auch1 da das ,volk hart und der ,knig starrsinnig war2 und in einem solchen ,lande1 wo der ,judenha von allen ,seiten drngt1 von oben nach unten und von unten nach oben1 von rechts nach links und von links nach rechts1 wo sich die ,fhrer des ,volkes bemhen1 die ,juden vom ,handel1 ja berhaupt von jeder ,arbeit und ,beschftigung fernzuhalten -- gab es da irgendeine ,mglichkeit1 zu ,wohlstand zu kommen8 ,fr mich ist es unzweifelhaft1 da das ,volk im ganzen1 in seinen breiten ,schichten1 ein ganz armes ,volk war1 jedoch1 wie immer im ,exil1 mit einem kleinen ,huflein von sehr reichen ,leuten1 denen es aus verschiedenen ,ursachen1 durch ein ,zusammentreffen verschiedener gnstiger ,umstnde1 geglckt war1 ein groes ,vermgen zu erwerben1 reiches ,gut8 in ihren ,hnden zu sammeln4 ,und dieses reiche ,gut war fr unser ,volk hchst notwendig4 ,nicht nur1 um es aus ,mizrajim hinauszufhren2 noch mehr1 um es nach ,erez-,israel hineinzubringen und es dort festzusetzen4 ,denn aus ,mizrajim zu ziehen1 war ja noch nicht der schwerste ,teil der ,aufgabe4 ,und ,moses befrchtete1 und mit ,recht1 da die ,reichen in ,israel1 die wenigen ,glcklichen und vom ,schicksal ,begnstigten1 die trotz aller beschrnkenden ,gesetze ,zeit genug gefunden hatten1 um reich zu werden und ein schnes ,vermgen zu sammeln1 da diese nicht einverstanden sein wrden1 auszuwandern1 und erklren wrden1 sie wollten in ,mizrajim bleiben4 ,und die ,ersparnisse der ,arbeit von #daj ,jahren1 die ,frchte der schweren ,mhen eines ganzen ,volkes durch viele ,geschlechter wrden im ,lande des ,elends geblieben sein1 das ,volk aber htte mit leeren ,hnden in sein neues ,land kommen knnen4 ,mit leeren ,hnden gehen1 mit leeren ,hnden kommen2 mit leeren ,hnden aber ist es schwer1 es vorwrts zu bringen4 ,und darum begann er vom ersten ,tage an1 wo er kam1 um dem ,volke im ,namen der zuknftigen ,erlsung1 im ,namen des ,vaterlandes zu sprechen1 darum begann er von der ersten ,sekunde an auf das reiche ,gut8 zu dringen1 mit dem sie aus ,mizrajim ziehen sollten4 ,und ich stelle mir vor1 da das auf das groe ,publikum1 auf das ,volk1 sogleich ,eindruck machte4 ,das ,volk hrte mit ,begeisterung seine neuen ,worte1 die ,verkndigung der ,erlsung1 und das ,volk glaubte und hrte1 da ,gott der ,kinder ,israels gedachte und ihr ,elend ansah84 ,das ,volk glaubte1 das ,volk hoffte4 ,aber auf die groen ,kapitalisten wirkte die ,sache nicht so schnell4 ,sie standen abseits2 und es dauerte noch lange1 ,tage und ,jahre1 ehe man einsehen lernte1 da die reiche ,bourgeoisie nicht so einfach beiseite geschoben werden knne1 da auch sie zum ,volke gehre und der ,erlsung wert sei wie das ganze ,volk4 ,noch lnger aber whrte es1 bis die alten ,reichen begriffen1 da auch sie eine ,erlsung ntig hatten1 so wie das ganze ,volk1 und da ihnen ihr reiches ,gut am ,tage des ,gerichtes nichts helfen wrde4 ,wenn sie sich nicht beeilen wrden1 aus dem ,lande zu ziehen1 wenn sie sich nicht rechtzeitig vor dem ,tage des ,gerichts eine ,ruhesttte inmitten ihres ,volkes bereiten wrden -- da mte langsam1 langsam auch ihr ,gut zergehen und ihr ,reichtum ein ,ende nehmen4 ,es brauchte lange1 ehe man all das verstand4 ,und in dieser ,zwischenzeit scheint es1 da unser ,volk in gnzliche ,armut geriet4 ,die ,reichen1 die am ,beginn von ,moses ,propaganda sehr reich gewesen waren1 hatten vermutlich ,verluste gehabt444 ,und nun sahen sie ein1 da sie entrinnen mten1 der mit einem bichen ,gut und jener mit einem bichen4 ,und das ,volk zog aus ,mizrajim mit groer ,hoffnung auf den ,gewinn von ,erez-,israel4 ,vielleicht war so mancher ,reiche unter ihnen1 der nicht aus ganz freiem ,willen ging1 nur als ob ihn ein bser ,geist triebe4 ,und diese waren gewi der ,erlsung nicht so ganz wrdig4 ,und trotzdem reut es mich auch ihrer nicht2 sie waren im ,volk aufgelst und ihr ,vermgen blieb in ,israel4 ,wre es denn besser1 sie wren mit ihrem ,besitz in ,mizrajim geblieben und die gypter wren auf jdische ,kosten reich geworden8 ,mit ihrem ,gelde htten sie ,pferde und ,wagen gerstet1 ihren ,brdern nachzujagen4 ,und wir mssen zur ,ehre unseres ,volkes sagen1 da wie damals auch jetzt nur ganz wenige ,leute von diesem ,schlage unter uns sind4 ,viele unserer ,reichen sind vielleicht zu sehr zugeknpft2 aber sie sind doch umgngliche ,leute1 intelligent und in ihrer ,art auch dem ,volke getreu4 ,nach meiner ,meinung sind sie alle der ,erlsung wrdig -- da sie aber eine ,erlsung brauchen1 das ist ber jeden ,zweifel erhaben4 ,und ich billige das ,system ,moses4 ,ich billige seine ,erinnerungen und ,mahnungen betreffs des reichen ,gutes83 ,und dann werden sie ausziehen mit reichem ,gute68 ,aber1 wahrhaftig1 ,moses ,programm beginnt sich zu verwirklichen4 ,unsere ,jugend1 die noch vor kurzer ,zeit unsere ,bourgeoisie so tief verachtet hat1 ist schon klger geworden und hat eingesehen1 da das ,kapital fr uns sehr wichtig ist4 ,und ich wage zu glauben1 da auch der jngste ,arbeiter1 der erst heute zu arbeiten begonnen hat1 die brgerlichen ,gste1 die nach ,erez-,israel kommen1 mit ,liebe empfngt4 ,und was noch wichtiger ist1 die ,reichen selbst1 und gerade die ,besten unter ihnen1 sind zu der ,einsicht gekommen1 da ihnen eine ,erlsung nottut4 ,da es sich lohne1 mit reichem ,gute8 nach ,erez-,israel zu gehen2 da es richtig sei1 dort fr sich selbst und fr das ,volk etwas zu unternehmen4 ,und sie kommen wirklich4 ,wenn nicht mit reichem ,gute -- das ,vermgen ist einstweilen noch im ,ausland --1 die ,kapitalisten selber kommen schon4 ,wir wollen hoffen1 da das ,programm ,moses1 wie es sich zu verwirklichen beginnt1 auch gnzlich durchgefhrt wird4 ,die ,kapitalisten werden sich nicht damit begngen1 da sie selbst das ,land bereisen2 im nchsten ,jahre werden sie samt dem reichen ,gute8 kommen4 ,wer anfngt mit der ,erlsung1 dem sagt man3 ,vollende6 ,,vom ,,auszuge4 ,um vielerlei guter ,werke willen ward ,israel aus gypten erlst3 weil sie ihre ,namen nicht verndert hatten und ihre ,sprache nicht aufgaben und ihre ,geheimnisse nicht verrieten und an der ,beschneidung festhielten4 99 99 99 99 99 ,die ,geschichte ,pharaos gleicht der ,geschichte jenes ,sklaven1 dem sein ,herr auftrug1 auf dem ,markte einen ,fisch zu kaufen und der einen stinkenden ,fisch nach ,hause brachte4 ,sprach der ,herr3 ,entweder wirst du selbst den ,fisch essen oder du bekommst hundert ,peitschenhiebe oder du zahlst den ,fisch4 ,sprach der ,sklave3 ,ich will ihn essen4 ,aber kaum begann er zu essen1 da ward ihm bel davon und er sprach3 ,ich will geschlagen sein4 ,noch hatte er nicht fnfzig von den hundert ,peitschenhieben1 da rief er3 ,ich zahle lieber den ,preis4 ,so hatte er den stinkenden ,fisch gegessen und war geschlagen worden und mute obendrein zahlen4 ,so auch ,pharao4 ,erst wollte er die ,kinder ,israel nicht entlassen1 wie ,gott verlangte1 nachher erlitt er die zehn ,plagen und mute den ,juden ,kostbarkeiten mitgeben und sie doch wegschicken4 ,als die gypter im ,meer versanken1 wollten ,gottes ,engel ,triumphgesnge anstimmen4 ,da sprach ,gott3 ,die ,geschpfe meiner ,hnde versinken im ,meer und ihr wollt ,lieder singen vor mir8 ,,die ,,ordnung ,,beim ,,schlachten ,,des ,,pessachopfers4 ,das ,opfer wurde in drei ,abteilungen geschlachtet4 ,denn es heit3 ,und schlachten soll es die ganze ,gemeinde der ,versammlung ,israels zwischen den ,abenden4 ,gemeinde8 ist eins und ,versammlung8 eins und ,israel8 eins4 ,trat die erste ,abteilung ein und hatte sich der ,tempelvorhof gefllt1 so schlo man die ,tren des ,vorhofs4 ,sie stieen in die ,posaune und erhoben ein ,freudenjauchzen und stieen dann abermals in die ,posaune4 ,die ,priester aber standen reihenweise und hielten in den ,hnden silberne ,schalen und goldene ,schalen2 eine ,reihe hatte lauter silberne ,schalen und eine ,reihe hatte lauter goldene1 und nicht waren sie gemischt4 ,und die ,schalen hatten keine flachen ,bden1 damit sie sie nicht hinstellen knnten und das ,blut so gerinne4 ,hatte ein ,israelit geschlachtet und der ,priester das ,blut in der ,schale aufgefangen1 so gab er sie seinem ,nachbarn und sein ,nachbar wieder seinem ,nachbarn2 der nahm die volle ,schale in ,empfang und gab die leere zurck2 der ,priester1 der dem ,altar am nchsten stand1 sprengte sie mit einer ,sprengung gegen den ,grund des ,altars4 ,ging die erste ,abteilung hinaus1 so trat die zweite ein2 ging die hinaus1 dann trat die dritte ein4 ,und nach der ,weise der ersten ,abteilung traten die zweite und dritte4 ,sie lasen das ,hallelgebet4 ,wenn sie zu ,ende waren1 so wiederholten sie es2 wenn sie es wiederholt hatten1 lasen sie es zum drittenmal2 doch kam es hierzu niemals4 ,rabbi ,juda sagt3 ,niemals kam die dritte ,abteilung bis zu den ,worten3 ,ich liebe es1 denn der ,herr erhrt81 weil bei dieser ,abteilung nur mehr wenig ,opfernde waren4 ,wie hngten sie die ,peachopfer auf und huteten sie ab8 ,haken aus ,eisen waren in die ,wnde eingeschlagen und in die ,sulen1 an denen sie aufhngten und abhuteten4 ,fr die1 welche keinen ,platz mehr fanden1 waren dnne1 glatte ,stbe und man legte einen auf seine ,schulter und auf die ,schulter seines ,nachbarn und hngte daran auf und hutete ab4 ,man ri das ,peachlamm dann auf und nahm seine ,opferteile heraus1 legte sie in eine ,schssel und lie sie in ,rauch aufgehen auf dem ,altar4 ,,pessach ,,in ,,jerusalem ,,zur ,r,,merzeit4 ,so wie ,marcus1 rmischer ,konsul1 ,richter der ,juden1 der zur ,zeit des zweiten ,tempels in ,jerusalem weilte1 es selbst gesehen und beschrieben hat4 ,folgendes ist die ,ordnung des ,peachopfers1 wie ich es zum ,teil selbst gesehen1 im brigen aber genau gehrt habe3 ,zu ,beginn des ,monates1 der bei ihnen ,nissan heit1 gehen ,boten und ,gesandte im ,auftrage des ,knigs und der ,richter nach allen ,gegenden um ,jerusalem an alle ,besitzer von ,schafen oder ,rindern mit dem ,befehl1 ihr ,vieh schleunigst nach der ,stadt zu bringen1 damit die ,peachpilger ausreichend ,opfertiere und auch ,speise finden2 denn des ,volkes ist sehr viel4 ,wer aber nicht zur rechten ,zeit kommt1 dessen gesamter ,besitz wird zugunsten des ,tempels eingezogen4 ,so ziehen denn alle ,besitzer von ,herden eiligst heran und lassen ihr ,vieh durch den ,bach nahe der ,stadt gehen1 um es zu baden und von allem ,schmutz zu subern4 ,denn sie wenden hierauf ein ,wort ,salomos an3 ,von der ,schwemme kamen sie48 ,wenn sie an die ,berge rings um ,jerusalem kommen1 sind ihrer so viele1 da man das ,gras nicht mehr sieht3 alles ist wei von dem ,schimmer der ,vliee4 ,und wenn der zehnte ,tag kommt -- am vierzehnten bringt man das ,opfer dar --1 gehen alle hinaus1 um das ,opfertier einzuhandeln 7sie nennen es ,peach74 ,wenn sie aber zur ,vollbringung des ,dienstes hinausgehen1 sagt nie einer zum andern3 ,trolle dich fort68 oder ,mach ,platz1 da ich vor dir an die ,reihe komme68 ,und wre selbst einer ihrer ,knige1 ,salomo oder ,david1 der letzte daran4 ,als ich ihre ,priester darauf hinwies1 da das doch ungehrig sei1 sagten sie mir3 ,das soll andeuten1 da vor ,gott kein ,stolz und ,rang gilt1 weder whrend der ,vorbereitung zum ,dienst noch -- erst recht -- beim ,dienste selbst4 ,da sind alle vor ihm gleich zum ,guten48 ,wenn nun der vierzehnte ,tag des ,monats anbricht1 steigen sie auf einen hohen ,turm im ,tempel 7die ,hebrer nennen ihn ,lul71 der erbaut ist wie bei uns die ,glockentrme4 ,in den ,hnden tragen sie drei silberne ,trompeten1 auf denen sie blasen2 dann verknden sie laut rufend3 ,volk ,gottes1 hre1 die ,zeit ist gekommen1 das ,peachopfer zu schlachten zu ,ehren dessen1 der seinen ,namen im ,heiligtume ruhen lie68 ,und wenn das ,volk diese ,ankndigung hrt1 zieht es ,festgewnder an2 denn von ,mittag an ist fr alle ,juden ,feiertag4 ,an einem ,eingang der groen ,halle im ,tempel stehen von auen zwlf ,leviten mit silbernen ,stben und zwlf von innen mit goldenen ,stben4 ,die von auen haben die ,kommenden zu beruhigen und zu dirigieren1 damit niemand durch zu groe ,hast zu ,schaden komme und nicht alle auf einmal herzudrngen und in ,streit geraten4 ,es ist nmlich einmal vorgekommen1 da am ,peach ein alter ,mann mitsamt seinem ,opfer in dem groen ,gedrnge erdrckt wurde4 ,die ,leviten aber1 die innen stehen1 haben die ,hinausgehenden zu beaufsichtigen1 damit sie nicht stoen4 ,auch schlieen sie die ,tore der ,halle1 wenn sie sehen1 da mehr ,leute hineinkommen als zugleich ,platz haben4 ,an der ,schlachtstelle aber stehen viele ,reihen von ,priestern mit silbernen und goldenen ,schalen in ,hnden4 ,wenn eine ,reihe mit ,silber beginnt1 ist sie durchaus mit ,silber1 wenn mit ,gold1 ist sie durchaus mit ,gold3 so ist es um der ,pracht und der ,schnheit willen4 ,jeder einzelne von den ,priestern schpft eine ,schale ,blut vom ,schlachttier und reicht sie dem nchsten1 dieser reicht sie weiter und so fort bis an den ,altar4 ,der letzte aber am ,altar reicht die ,schale leer zurck1 der nchste reicht sie weiter und so fort1 bis jeder ,priester eine volle ,schale bekommen und eine leere ,schale zurckgegeben hat4 ,das geht ohne jede ,unterbrechung und ,aufenthalt1 denn sie sind in dieser ,verrichtung flink und gewandt1 so da die ,schalen hin- und herlaufen wie ,pfeile vom ,bogen eines ,kriegers4 ,sie haben sich ja schon dreiig ,tage vorher in dieser ,arbeit eingebt und genau darauf geachtet1 wo etwa eine schwache ,stelle wre4 ,dort stehen auch zwei hohe ,sulen1 auf denen zwei ,priester mit silbernen ,trompeten postiert sind4 ,sie blasen zu ,beginn der ,opferhandlung1 um den ,priestern auf der ,kanzel ein ,zeichen zu geben1 da sie den ,lobgesang anstimmen mit klangvollen und dankerfllten ,tnen1 mit allen ,musikinstrumenten2 an diesem ,tage werden alle ,instrumente verwendet4 ,auch der ,opferer fllt in den ,lobgesang ein4 ,ist das ,opfer aber noch nicht beendigt1 so wird der ,lobgesang nochmals angestimmt4 ,nach dem ,schlachten geht man hinaus in die ,hallen2 dort sind die ,wnde ringsum mit eisernen ,haken und ,zinken versehen1 an denen man das ,opfertier aufhngt1 um es abzuhuten4 ,auch viele ,stbe gibt es dort2 denn falls kein ,haken frei ist1 nimmt man zum ,abhuten einen ,stab4 ,sodann gibt man ab1 was fr den ,altar gebhrt1 und geht leichten und frhlichen ,mutes fort1 wie ein ,sieger im ,kampf4 ,denn das ,peachopfer nicht zur rechten ,zeit dargebracht zu haben1 gilt als ewige ,schande4 ,die ,priester tragen whrend dieser ,diensthandlung rote ,gewnder1 damit man das ,blut nicht sieht1 das auf sie spritzt4 ,das ,kleid ist kurz und reicht nur bis zu den ,knien1 sie sind auch barfu und ihre rmel reichen nur bis zum ,oberarm1 alles1 damit sie whrend der ,verrichtung nicht behindert sind4 ,auf dem ,haupte tragen sie eine hutartige ,mtze1 um die drei ,ellen ,tuch wie ein ,turban gewunden sind4 ,der ,hohepriester aber hat1 wie man mir gesagt hat1 einen vierzigfach gewundenen weien ,turban4 ,die fen1 in denen das ,opfer gebraten wird1 sind nahe dem ,eingang2 man erklrte mir1 dies diene dazu1 den ,glauben und die ,freude an dem ,feste recht ffentlich und allgemein zu machen4 ,wenn es gebraten ist1 essen sie es mit ,singen und ,jubeln2 noch aus der ,ferne hrt man ihre jauchzenden ,stimmen4 ,und in den ,peachnchten werden wegen der vielen ,fremden an keinem ,tore von ,jerusalem die ,tren geschlossen2 die ,juden sagen1 zu ,peach seien doppelt so viel ,menschen da1 als aus gypten zogen4 ,,der ,,tausch4 ,von ,mendele ,mocher ,sforim4 ,im ,monat ,adar1 sagt der ,talmud1 freut man sich4 ,der ,schnee schmilzt1 auf allen ,wegen liegt tiefer ,schmutz und ehrliche ,juden1 abgerissen und schmierig1 beginnen nachzudenken1 woher sie ,geld fr die ,peachfeier nehmen sollen -- die ,zeit unsrer ,freude ist da6 ,um diese ,zeit erhielt ich einen ,brief von einem ,glupsker ,bekannten1 ich solle doch ja so bald als mglich zu ihm kommen1 mit ,sack und ,pack1 mit dem ,planwagen und den ,bcherbndeln1 um einen ,tausch zu machen3 er wolle mir fr meine alte ,ware neue geben1 ,sammelbcher1 ,unterrichtswerke1 ,gedichte1 ,bilder und ,skizzen1 hochinteressante ,romane1 psychologische1 konomische und soziale ,erzhlungen1 dazu feine und kunstvolle ,gegenstnde von mancherlei ,art1 ,chanukahlampen und dergleichen mehr4 ,mein ,bekannter in ,glupsk betreibt vielerlei ,geschfte mit wenig ,segen4 ,er ist ,buchhndler und ,makler und auch ein ,stckchen von einem ,schriftsteller und ,verleger1 und dazu ein armer ,teufel1 das aber in reichem ,mae4 ,um ehrlich zu sein3 ich habe sein ,anerbieten nicht ganz ernst genommen1 denn ich wute ja1 da er im ,notfall -- er nehme es mir nicht bel -- ein ,lgner sei1 wie das ja oft bei ,kaufleuten so geht1 die in ,kauf und ,verkauf das ,ma verbessern83 ihre ,ware ist pures ,gold1 die des andern schlechtes ,blech4 ,so habe ich also von seinem ,briefe1 der die alte ,ware in ,grund und ,boden verdammte und die neue ber den grnen ,klee lobte1 nicht viel ,aufhebens gemacht4 ,dann aber berlegte ich1 da es am ,ende doch so bel nicht wre1 nach ,glupsk zu fahren4 ,wozu sollte ich meine ,ware so lange festhalten8 ,wohl mglich1 da die andere schlechter1 da sie ganz wertlos war2 aber besser oder schlechter -- man mu handeln4 ,mag der ,besen schlechter sein -- wenn er nur neu ist6 ,ich beschlo also1 schleunigst abzureisen1 um noch zu ,purim nach ,glupsk zu kommen und die berhmten ,glupsker ,purimspieler zu sehen4 ,alle ,tage des ganzen ,jahres sind sie arme einfltige ,gesellen1 zu ,purim aber sie sind klug und geistreich1 und ,wortspiele fallen da wie die ,tropfen wenn es regnet4 ,es war mir aber nicht beschieden1 da ich noch einige ,zeit daheim verweilen mute4 ,als ich dann so weit war1 gedachte ich zu ,peach wieder daheim einzutreffen4 ,so sorgte ich noch vor der ,abfahrt dafr1 mein ,haus mit all den guten ,dingen zu versehen1 die man zu diesem ,feste braucht4 ,ich empfahl meiner ,frau1 um ,gottes willen an nichts zu sparen1 nicht an ,rosinen und nicht an ,wasser1 und einen ,rosinenwein zu bereiten1 den ein ,knig nicht verschmhen mte4 ,und kaufe auch einen ,sack ,kartoffeln und ,gnseschmalz und einen recht wohlgenhrten ,truthahn4 -- ,wie8 ,das ,geld wird nicht reichen8 ,darum mache dir nur ja keine ,sorgen4 ,versetze deinen ,schmuck1 das oder jenes ,einrichtungsstck2 ,gott wird hoffentlich mit mir sein1 und wir werden1 wenn ich in ,frieden heimkehre1 ein frhliches ,peachfest feiern1 ,rosinenwein mit ,lakritzen trinken und lustig sein48 ,so wurde alles besorgt4 ,allein ,gott sandte ,regen und ,schnee ber die ,welt1 ein ,gemisch von ,wasser und nassen ,eiskrnern1 und der ,weg wurde unwegsam fr ,wagen und ,schlitten1 zu ,pferd wie zu ,fu4 ,ich schleppte mich mit ,mhe und ,not eine ,viertelmeile tglich vorwrts4 ,jeder ,schritt kostete mein armes ,pferdchen blutigen ,schwei4 ,es schleppte sich ein paar ,schritte1 fiel1 stand auf1 ging wieder ein paar ,schritte und fiel abermals4 ,und ich ,unseliger stapfe nebenher durch den ,morast1 beschmutzt vom ,kopf bis zum ,fu wie ein ,teufel1 gleite aus und falle1 falle und chze4 ,ich chzte nicht nur fr mich1 sondern auch fr mein ,pferd4 ,wie kam mein armes ,pferdchen dazu1 sich so qulen zu mssen8 ,und wem zuliebe mute es sich qulen8 ,mir zuliebe1 der ich mit einem ,schlage alle alten ,ladenhter los werden wollte4 ,einen ganzen ,wagen hatte ich damit angestopft1 mehr als das arme ,tier erzog1 ohne ,mitleid1 ohne einen ,gedanken an seine ,qual4 ,solange es seine ,leiden noch ertrug1 ging und fiel1 fiel und aufstand1 sich fast aus seiner eigenen ,haut zog und doch ging1 stellte ich mich gefhllos1 zeigte ihm die ,peitsche1 rief und schalt4 ,als aber das ,pferdchen endlich ganz und gar in einen ,sumpf geriet1 irgendwo unter einem ,berge1 sich im ,schmutz ausstreckte1 so lang es war1 die ,fe von sich spreizte und liegen blieb1 ohne auch nur ein ,glied noch zu rhren1 da meldete sich mein jdisches ,herz mit einer ,moralpredigt3 ,du trichter1 dummer ,kerl1 du nimmst eine ehrliche ,kreatur und verkmmerst ihr das ,leben mit schwerer ,arbeit1 mit unendlichen vielen schweren ,bndeln von ,bchern1 von ,makulatur6 ,alles hat doch ,ma und ,ziel6 ,ziegel und ,steine kann man nur bis zu einem bestimmten ,mae einem ,pferd aufladen1 sonst ertrgt es sie nicht2 und du hast deinem ,pferdchen1 einem elenden ,geschpfe1 die ganze ,masse der ,jdischkeit1 das ganze ,joch aller jdischen ,bndel aufgelegt6 ,was ist das ,ende8 ,das gute ,wesen plagt sich1 keucht1 reibt sich auf1 kann sich nicht mehr vom ,fleck rhren und ringt mit seiner ,seele4 ,schau es an1 wie es daliegt1 ohne ein ,lebenszeichen zu geben4 ,wie ein toter ,krper6 ,doch was hilft das alles1 was ntzt ,leid und ,reue8 ,war es zuerst wie ein toter ,krper1 so war es nachher wirklich und wahrhaftig einer4 ,mein ,pferdchen war verendet6 ,dort und damals war ich wie ein ,kapitn1 dem sein ,schiff mitten im ,meer untergeht4 ,allein und verlassen stand ich mitten auf der ,strae und ein ,meer von ,schmutz dehnte sich um mich herum4 ,das ,pferdchen lag tot im ,sumpf1 der ,wagen steckte bis ber die ,achsen im ,morast2 und morgen ist ,erew ,peach1 und in meiner ,seele ist's bitter und trb4 ,was sollte ich tun8 ,aber ein ,jude hat doch einen ,gott2 wenn es schon ganz schlimm wird1 erinnert man sich seines lieben ,namens4 ,so tat auch ich4 ,es war die ,zeit des ,minchah-,gebetes4 ,so wandte ich denn mein ,angesicht gen ,osten1 sagte ,pithum ,haktoreth8 und betete langsam und mit ,inbrunst1 so lange1 bis die ersten ,sterne aufschimmerten4 ,der ,heilige1 gepriesen sei er1 hrte mein ,gebet1 zeigte mir etwas wie ein fernes ,feuer und gab mir den ,gedanken ein1 dorthin zu gehen1 wo es leuchtete4 ,so kroch ich auf ,hnden und ,fen lange zwei ,stunden1 bis ich auf eine ,htte stie1 wo einer am ,waldesrand wohnte4 ,der ,mann blickte mich zuerst wild an1 als er aber sah1 da ich in ,furcht und ,zagen vor ihm stand und den ,kopf hngen lie1 wurde er weicher und gewhrte mir ,gastfreundschaft4 ,er bewirtete mich mit gebratenen ,kartoffeln und einem ,glas ,tee und wies mir zur ,nacht einen ,platz im ,schuppen an4 ,am andern ,morgen bat ich ihn dringend1 ein ,paar ,ochsen an meinen ,wagen zu spannen und mich nach ,bojberik zu fahren1 was die nchste ,stadt war4 ,dafr erlaubte ich ihm1 auer seinem ,lohn1 das ,fell meines toten ,pferdchens abzuziehen und noch als ,andenken die ,hufeisen zu behalten4 ,ich tat das des ,friedens wegen4 ,er sollte nicht sagen1 da man einem ,juden nichts ,gutes erweisen drfe1 weil er nicht zu danken verstehe4 ,so kam ich in der ,abenddmmerung nach ,bojberik1 als keine lebende ,seele mehr auf der ,strae war2 gro und klein war bereits in den ,bethusern versammelt4 ,aufrichtig gesagt1 war mir das sehr angenehm2 ein ,jude steckt doch gern in alles seine ,nase1 will alles mit der ,hand anfhlen1 ein ,jude will doch alles wissen4 ,und nun kam ich1 ein bekannter ,jude1 ,mendel der ,buchhndler1 mit einem ,paar ,ochsen dahergefahren6 ,natrlich wrde man mit ,kind und ,kegel zusammengelaufen sein und mir einen festlichen ,empfang mit ,hoch und ,hurra gemacht haben4 ,ich bin aber doch ein einfacher ,jude1 ein gewhnlicher ,mensch1 und scheue soviel ,ehre4 ,ich habe in ,bojberik einen ,bekannten und guten ,freund aus alten ,tagen her2 er ist ,buchhndler wie ich und in allen ,orten1 wo ,juden wohnen1 wohlbekannt unter dem ,namen ,hendel ,bojberiker aus ,bojberik4 ,vor ,hendels ,haus lie ich mich fhren4 ,whrend des ,fahrens hatte ich ,zeit1 mich in ,gedanken zu versenken4 ,ochsen sind bekanntlich keine ,schnellufer1 sie gehen ,schritt vor ,schritt1 bedchtig1 langsam1 ohne ,eile1 wiederkuend4 ,ich sa im ,wagen und kaute auch nochmals alle die ,begebenheiten durch1 die mich unterwegs getroffen hatten4 ,ich sinnierte und sehnte mich nach meinem ,haus1 nach ,weib und ,kindern4 ,das ,herz tat mir weh1 da mir das ,fest zerstrt war1 da ich nicht wie ein ,knig neben meiner ,knigin obenan sitzen wrde4 ,ich gedachte auch des ,truthahns3 wahrscheinlich war es ein fetter1 feiner ,truthahn1 ein wahres ,labsal6 ,und ich sehnte mich inniglich444 ,die ,ochsen tappten1 krochen durch ,gassen und ,gchen1 bis sie endlich vor ,hendels ,haus stehen blieben4 ,eine ,weile stand ich mit beklommenem ,herzen vor der ,tr4 ,ich stand wie ein ,armer an der ,tr des ,reichen3 ,werde ich ihn nicht bei schlechter ,laune antreffen8 ,wird er mich nicht scheel ansehen88 ,aber was tut nicht ein ,jude vor ,not8 ,vor ,not bemht er sich um fremde ,menschen1 vor ,not wird er ein ,gast4 ,ich fasse mir ,mut1 strecke die ,hand aus und ffne die ,tr1 ffne sie leise und langsam1 und sie knarrt4 ,ich drcke leise und sie knarrt1 als ob sie etwas zu fordern htte4 ,so kam ich in den finstern ,hausflur2 und alsbald regten sich die ,leute und machten mir einen ,empfang3 sie empfingen mich mit lautem ,freudengeschrei und wie berauscht vor ,wonne4 ,ich konnte gar nicht verstehen1 was mit ihnen los war4 ,eins luft in die ,stube hinein und ruft3 ,gekommen6444 ,er ist da1 er ist da68 ,ein zweites schreit ganz auer ,atem3 ,ein ,licht1 ein ,licht1 steckt ein ,licht an68 ,ich hre eine ,frauenstimme1 zuckers1 voll ,anmut und ,liebenswrdigkeit1 und eine ,frau kommt herausgeeilt1 umarmt1 kt und halst mich -- beinahe4 ,sie schwatzt1 spricht liebe- und vorwurfsvolle ,worte durcheinander1 freut und erbost sich zugleich3 ,welcher ,gast1 welch seltener ,gast6444 ,weshalb kommst du so spt8 ,bin ich nicht auch so gut wie andere ,leute88 ,ich stand verdonnert da1 wie ein ,nachtwandler1 aber als ich endlich den ,mund auftat und antworten und erzhlen wollte1 was mir passiert war1 entzndete man eine ,kerze -- und wir standen alle erstarrt und mit offenem ,munde da wie ,golems4 ,wahrhaftig1 eine schne ,szene6 99 99 99 99 99 ,die ,sache verhielt sich so3 ,hendel war auf ,geschftsreisen gegangen4 ,er sollte zu ,sabbath ,hagadol1 dem ,sabbath vor ,peach1 heimkommen und war nicht eingetroffen4 ,da war seine ,familie sehr traurig gewesen4 ,als ich nun in der ,dunkelheit eintrat1 dachten die ,kinder1 es sei der ,vater1 und die ,frau glaubte1 ihr ,mann sei zu ,peach gekommen2 da gab es ,freude und ,aufruhr1 als sie aber den ,irrtum merkten1 blieben sie mit aufgerissenen ,augen und ,mndern stehen4 ,auch der ,frau ,hendels war das ,fest zerstrt1 da ihr ,mann zu ,peach nicht da war und sie keinen ,knig hatte4 ,andererseits aber dankte sie ,gott und pries seinen ,namen1 da er ihr doch einen bekannten ,menschen beschert hatte1 den ,seder zu halten4 ,sie geleitete mich zu dem ,hessebett und machte mich zum ,knige an ,hendels ,statt84 ,auch ich dankte dem ,hchsten und lobte ihn1 der an mir ,wunder getan hatte4 ,er hatte mich aus der ruhelosen ,verbannung nach ,bojberik gebracht1 da ich wie ein ,knig dasa1 ,bitterkraut und ,eier und ,fisch und ,kndel a und fr ,hendel und ,hendels ,weib die ,hagadah las1 mit lautem ,preis und ,lobgesang3 ,hallelujah6 ,illustration ,jedoch nicht an mir allein geschah solch ein ,wunder1 da ich1 ungeahnt1 wie ein ,knig dasa4 ,wie ich einige ,tage spter erfuhr1 war auch ,hendel dasselbe ,wunder1 derselbe ,peach zuteil geworden4 ,hendel ,bojberiker hatte seinen ,wagen mit ,bchern vollgepackt und war von ,bojberik abgefahren1 wie er alljhrlich vor ,peach zu tun pflegt4 ,und so geschah ,hendel dasselbe1 was ,mendel geschah3 ,schnee und ,regen1 ,sumpf und ,morast1 ,pftzen und ,grben1 ,kummer und ,leiden den ganzen ,weg entlang4 ,auch sein ,pferd ging und fiel1 strzte und wlzte sich im ,schlamm4 ,und wenn es mit dem ,leben davonkam und nicht umkam1 so verdankte es das wahrhaftig nicht seiner ,heldenkraft1 denn es war drr und ausgemergelt1 hinkte und hatte eine ,beule auf dem ,auge -- mein ,pferdchen war nach aller ,meinung im ,vergleich zu jenem gesund und schn4 ,nur ist der ,morast in den ,gegenden1 durch die ,hendel kam1 dnner und verursacht nicht so unglckliche ,folgen wie der dichte ,sumpf um ,bojberik und ,glupsk4 ,so zog ,hendel langsam mit seinem ,pferdchen dahin1 kroch mit ,mhe und ,not vorwrts und gelangte genau am ,erew ,peach nach ,kabzainsk4 ,so fuhr er noch am ,abend vor mein ,haus1 hielt ganz fein bei meiner ,frau den ,seder1 sa auf meinem ,hessebett und war ,knig an meiner ,statt1 glcklich und zufrieden1 da ,gott ihm einen ,ruheort gegnnt hatte4 ,das erzhlte mir ,hendel selbst1 als wir einander nach dem ,feste in der ,hlfte des ,wegs begegneten2 und wir krmmten uns vor ,lachen1 als wir von dem ,tausch erfuhren4 ,aber als ich begann1 ihm von meiner ,reise nach ,glupsk zu erzhlen1 um dort alte ,bcher fr neue zu tauschen1 zog er ein saures ,gesicht1 schttelte bedenklich den ,kopf und sagte dann3 ,du magst ,gott danken1 da du mit dem ,pferdchen davongekommen bist4 ,ein ganz schner ,sndenbock68 ,ich sah ihn gro an4 ,was siehst du mich an1 ,mendel88 rief er4 ,ich sage dir3 wohl dir1 da dein ,pferdchen umgekommen ist6 ,denn so bist du vor der ,reise nach ,glupsk und vor einem beln ,geschft behtet worden4 ,du kannst zufrieden sein1 da es dir nicht gelungen ist1 jene ,ware zu kaufen4 ,ich beneide dich3 du darfst jetzt hoffen1 den ,buchhandel ganz los zu werden4 ,zum ,teufel mit den ,scharteken1 alten und neuen6 ,wie gut wre es1 htte auch mein ,pferdchen ein bses ,ende genommen1 ja1 womglich schon vor einem ,jahre6 ,so htte ich von der neuen ,ware nichts gewut und htte mein ,geld nicht verloren4 ,nein1 ,mendel1 ich wiederhole dir3 es ist ein ,glck fr dich1 da dein ,pferdchen verreckt ist48 ,wenn ihr aber glaubt1 ,hendels ,zorn sei echt gewesen1 so seid ihr im ,irrtum4 ,hendel handelt noch immer mit ,bchern wie seit jeher1 und auch ich bin ein ,buchhndler geblieben wie zuvor4 ,ja1 damals1 mitten auf dem ,weg1 als ,hendels ,zorn ein wenig verflogen war1 haben wir stehenden ,fues einen ,tausch gemacht3 ich gab ihm philosophische ,bcher1 ,artikel und ,predigten1 und er gab mir ,klagelieder und ,trauergesnge4 ,denn fr ,klagelieder und ,trauergesnge war die ,zeit gerade recht3 es ging gegen den ,frhling1 berall fing es an zu grnen und zu sprieen1 und unsere jdischen ,brder bereiteten sich zu ,klagen1 ,weinen und ,fasten4 ,,das ,,pessach ,,der ,,samaritaner4 ,aus einem ,gesprch mit ihrem ,hohepriester4 ,wir feiern das ,peachfest sieben ,tage lang4 ,der erste und der siebente ,tag sind ,feiertage1 wo wir wie am ,sabbath von jeder ,arbeit ruhen1 die ,tage dazwischen sind ,halbfeiertage4 ,unsere ,mazzoth backen wir fr jeden ,tag neu1 und zwar auf einer ,bratpfanne2 wir lassen sie nicht suern1 ,salz aber tun wir hinein1 denn ,salz ist einer der sieben ,bnde1 die ,gott mit ,israel schlo4 ,es heit ja3 ,la ,salz nicht fehlen1 den ,bund deines ,gottes48 ,die sieben ,tage lang wohnen wir alle in ,zelten auf dem ,berge ,garisim1 jede ,familie in einem besonderen ,zelt1 und da ist noch ein groes ,zelt fr die ganze ,gemeinde4 ,bei ,sonnenuntergang am ,erew ,peach bringen wir das ,peachopfer auf dem ,altare1 der jedes ,jahr fr diesen ,zweck errichtet wird4 ,zuerst erklren wir ,priester der ,gemeinde in hebrischer und arabischer ,sprache den ,sinn und die ,entstehung des ,festes1 dann beten wir ein besonderes ,gebet in arabischer ,sprache fr unsern ,knig und ,herrn1 den ,sultan4 ,dann schlachten die ,schlchter die ,schafe1 von jeder ,familie eins4 ,wenn die ,tiere abgehutet1 die ,gedrme und die ,spannader herausgenommen und ,salz daran getan ist1 wird ein hlzerner ,spie durch das ,maul durchgestoen4 ,so wird das ,opfer in eine groe ,grube gelegt1 die im ,berge ausgegraben ist und worin ,feuer angezndet wird4 ,die ffnung der ,grube wird dann mit ,lehm verschlossen und das ,peachopfer darin drei ,stunden lang gebraten1 das ,haupt mit den ,schenkeln und ,eingeweiden4 ,um ,mitternacht aber essen wir es mit ,lied und ,gesang4 ,und du magst mir glauben1 mein ,freund1 da es herrlich schmeckt wie ,manna1 besser als alles ,gebratene und jede kstliche ,speise1 die man an jedem beliebigen ,tage bereiten kann4 ,und doch ist unser ,peachopfer nur wie eine ,ahnung von dem wahren ,peachopfer1 das wir darbrachten und das wir wieder darbringen werden1 wenn das ,heiligtum an seinem ,platze errichtet sein wird4 ,am ,morgen des ,festtags herrscht eitel ,freude bei uns2 einer bittet den andern um ,vergebung alles ,unrechts1 damit ,liebe und ,freundschaft unter uns sei4 ,und im ,gemeindezelt trinken wir ,wein und essen se ,speisen1 um den ,tag recht zu feiern4 ,am ,morgen nach dem ,feste aber kehren wir nach ,sichem heim1 wie es in der ,thorah heit3 ,frhmorgens sollst du dich wenden und in dein ,zelt kehren48 ,,der ,,seder4 ,von ,s4 ,j4 ,agnon4 ,als ,jechiel-,michal1 der ,schuldiener1 mit seiner heiligen ,arbeit fertig war und aus dem alten ,beth-,hamidrasch trat1 um nach ,hause zu gehen1 war er besonders froh3 ,gott sei ,dank1 nun war die ,zeit der vielen ,vorbereitungen zum ,feste vorbei1 die mannigfachen ,lasten1 die ,gott ihm auferlegt hatte1 waren von ihm genommen2 nun konnte auch er etwas von der ,festfreude spren und1 nach ,gottes ,gebot1 einen ,seder machen1 wie jeder ,mann in ,israel4 ,aber als er so stand und die ,tr des ,beth-,hamidrasch verschlo -- ber ihm leuchtete das ,licht dieses ,abends --1 da erfate ihn eine leichte ,khle und fast begann er1 an allen ,gliedern zu zittern4 ,und ,jechiel-,michal versuchte das ,schlo1 sperrte auf und zu1 zu und auf1 um zu sehen1 ob er richtig geschlossen hatte4 ,er nahm die ,schlssel in die ,hand und ging in gedrckter ,stimmung heim4 ,denn er hatte sich erinnert1 wohin er ging1 und ihm war schwer zumute4 ,einsam wrde er in seinen vier ,wnden sitzen1 auf seinem zerrissenen ,kissen1 das schon so viele ,jahre keine ,frauenhand berhrt hatte1 um es zurechtzulegen2 und so wie vorm ,jahre wrde er in der ,hagadah lesen1 deren ,bltter von ,wein befleckt sind -- der ,wein aber war an jenem ,peachabend aus seinem ,becher getropft1 als er das ,fest bei seinem ,schwiegervater1 an der ,seite seiner frommen seligen ,frau gefeiert hatte4 ,er wrde halbgare ,gerichte verzehren1 die er selbst erst mhsam anwrmen mute2 ach1 wie schlimm ist es1 wenn der ,mensch allein ist6 ,zwar hatten ihn viele wohlhabende und angesehene ,leute eingeladen1 an den ,peachabenden zum ,seder bei ihnen zu bleiben4 ,seit ,schuschan-,purim1 dem ,tag nach dem ,purimfest1 hatten sie ihm gesagt3 ,wie kann nur ein ,jude am ,festtag einsam sitzen8 ,es ist ja ein ,glck1 ,reb ,jechiel-,michal1 da in dieser ,nacht bse ,geister keine ,macht haben2 trotzdem aber solltet ,ihr die ,freude unseres ,befreiungsfestes nicht verschmhen1 nicht verschmhen1 ,euch in den ,frieden eines jdischen ,hauses zu begeben4 ,erscheint denn ,euch dieses ,fest als eine geringe und unwichtige ,angelegenheit8 ,und wenn ein ,jude einsam sitzt1 ohne ,familie1 ohne ,verwandte und ,freunde1 dann hllt ihn ,trauer ein1 ,gott bewahre uns vor ihr6 ,trauer ist die ,hefe im ,teig1 sie ist der wahre ,chamez4 ,und ,chamez am ,peach3 davor beschtze uns ,gott68 ,nicht so aber war es mit ,jechiel-,michal4 ,er ist ja nur ein ,schuldiener1 ein einfacher ,schuldiener1 macht ,botengnge fr ,fremde3 aber doch ist er ein ,mann in ,israel4 ,er wrde seinen ,feiertag nicht durch ,trauer entweihen1 er wrde seine ,welt nicht dadurch finster machen1 da er an einem fremden ,tische se4 ,er ist ein ,jude1 und auch er war unter denen1 die aus ,mizrajim zogen4 ,und seine ,seele1 das wei ,gott1 stammt sicherlich und wahrhaftig nicht vom ,erew-,raw1 von dem gyptischen ,gesindel1 das sich an die ausziehenden ,israeliten hngte4 ,nur aber -- die ,hausfrau fehlte ihm4 ,den ganzen ,tag ist er im ,dienste der ,gemeinde beschftigt1 heizt den ,ofen im ,beth-,hamidrasch1 zndet die ,kerzen an und ordnet die ,bcher2 so geht der ,tag vorber und die ,nacht kommt4 ,und am ,abend1 wenn er heimgeht1 hungert ihn1 ehe er sich etwas zum ,abendbrot gekocht hat2 denn er hat den ganzen ,tag nichts gegessen1 auer trockenen ,dingen -- hchstens einen ,apfel4 ,und ein ,jude soll ja jeden ,tag etwas ,gekochtes essen6 ,aber ehe er sich ein ,gericht bereitet hat1 vergeht ihm die ,elust1 und er it niemals mit ,behagen4 ,so grbelte er im ,gehen und litt darunter4 ,denn es ist ja ein gottgeflliges ,werk1 am ,peach1 dem ,feste der ,befreiung1 froh zu sein4 ,und er wute1 da der ,bse all diese ,bitternisse ber ihn gebracht hatte1 nur um ihn in ,traurigkeit zu verletzen4 ,und ,jechiel-,michal spie aus1 als ob -- ,gott bewahre6 -- ein ,stubchen ,chamez in seinen ,mund gekommen wre und er es ausspucken wollte1 noch whrend er es im ,munde hatte4 ,illustration ,es war so4 ,die ,hausfrau fehlte ihm1 die ,hausfrau4 ,und als er zu diesem ,schlu gekommen war1 nahm er die ,schlssel fest in die ,hand und schritt rasch dahin1 wie der ,knigssohn1 der auf den ,palast zueilt1 wo seine ,braut1 die allerschnste ,prinzessin1 ihn erwartet4 ,auf einmal aber ffnete sich vor ihm ein ,fenster1 und er hrte die ,stimme einer ,frau3 ,guten ,abend1 ,reb ,jechiel-,michal68 ,und er erwiderte3 ,guten ,abend1 ,sara-,lea68 ,er dachte1 sie wolle ihn nach dem ,jahrzeittage ihres ,mannes fragen4 ,so blieb er ihr gegenber stehen4 ,unmerklich aber gerieten sie ins ,plaudern4 ,sie erzhlte ihm1 wie schwer das ,peachfest fr sie sei4 ,sie habe ja zwar alle ,vorbereitungen getroffen1 es fehle nichts2 aber schlielich sei sie ja doch blo eine ,frau4 ,sie besitze ja alles1 was zur richtigen ,feier des ,seder gehre2 jetzt aber sei sie doch gentigt1 sich an ,fremde zu wenden4 ,und doch sei es genug1 wenn sie das ganze ,jahr ihre ,nachbarn bemhe1 wenn sie zu ihnen komme1 um von ihnen1 in ihren ,husern1 ,kiddusch und ,hawdalah zu hren4 ,ich bitte ,euch18 begann ,jechiel-,michal1 es ist doch eine ,mizwah1 eine gottgefllige ,handlung1 es ist eine verdienstliche ,tat um ,lebende und ,tote48 ,illustration ,ach18 sagte ,sara-,lea1 ,mizwah6 ,glaubt ,ihr1 solche fromme ,handlungen seien so leicht8 ,ein ,jude steckt den ganzen ,winter ber in seiner ,arbeit1 sieht ,frau und ,kinder keinen ,augenblick2 da kommt ,peach1 da kommt ein bichen ,ruhe und ,mue1 da will er beisammensitzen mit ,frau und ,kind2 niemand strt ihn -- und pltzlich1 am ,seder1 berfllt ihn eine elende ,witwe4 ,gott bewahre mich davor1 mit den ,lippen zu sndigen -- aber was soll ich sagen8 ,die ,zeiten sind schlecht geworden1 eine ,schwche ist ber die ,welt gekommen4 ,frher1 in der alten ,zeit444 ,o1 in der alten ,zeit brachte ein ,jude viele ,gste mit heim1 gab ihnen zu essen und zu trinken und niemandem wre es eingefallen zu sagen3 ,es wird uns zu eng hier4#8 ,bei meinem seligen ,vater war immer eine ganze ,gemeinde zum ,sederabend4 ,und hat denn in meinem ,hause je ein ,gast zum ,sederabend gefehlt8 ,mein seliger ,mann ist nie ohne einen ,gast aus dem ,beth-,hamidrasch heimgekommen4 ,und was fehlt mir jetzt8 ,wein ist1 ,gott sei ,dank1 da1 sogar ein ,becher mehr als ntig1 ,mazzoth und sogar ,mazzah-,sch'murah1 ,fleisch und ,charoeth genug fr alle ,gottesfrchtigen4 ,was fehlt mir aber8 ,einen ,truthahn habe ich fr ,peach geschlachtet1 die ,flgel hingen ihm vor ,fett zu ,boden4 ,seit ,purim schon sagten die ,leute3 ,sara-,lea1 bindet ihn um ,gott nicht an einen ,fu ,eures ,bettes2 wer wei sonst1 wohin ,euch dieser ,hahn verschleppt8#8 ,aber was fehlt mir8 ,ein ,mann in ,israel4 ,ja1 wenn die ,frau im ,hause ihres ,mannes ist4446 ,aber mein seliger ,mann sitzt in der himmlischen ,wonne und geniet die ,herrlichkeit ,gottes2 ich dagegen mu mich von ,sabbath zu ,sabbath1 von ,ort zu ,ort drcken1 nur um ein jdisches ,wort zu hren4 ,ich dachte daran1 den ,schulleiter zu ersuchen1 er mchte mir einen guten ,schler besorgen1 der bei mir zu ,hause den ,seder gbe -- aber ich bin doch nur eine ,frau1 eine elende ,witwe3 wie knnte ich so etwas verlangen88 ,bei diesen ,worten ,sara-,leas seufzte ,jechiel-,michal und zitierte aus dem ,talmud3 ,besser ist's1 es sitzen zwei beisammen als eine ,witwe sitzt allein48 ,und obgleich diese ,worte aramisch gesprochen wurden1 in einer ,sprache1 die ,sara-,lea nicht verstand1 fhlte sie sich doch erleichtert2 denn sie wute1 da ,jechiel-,michal in seinem ,herzen nicht bse von ihr dachte4 ,sie las ihm ja die gute ,gesinnung aus den ,augen4 ,und auch sie seufzte1 sah ihn mit freundlichem ,gesichte an und sagte in beistimmendem ,tone3 ,alles ist da2 aber wenn der ,hausherr fehlt1 was hilft dann alles brige88 ,und nach einem zweiten ,seufzer fuhr sie fort3 ,ich wei wahrhaftig nicht1 weshalb ich hier bin4 ,meine ,kinder habe ich aufgezogen1 sie sind gro geworden und haben mich verlassen4 ,einer ist in ,amerika1 einer in ,argentinien1 und ich bin allein geblieben4 ,einsam und allein4 ,ich wollte nach ,erez-,israel gehen1 dort ist man nicht so verlassen und verloren4 ,aber immer wieder3 wie kann eine alleinstehende ,frau an einen ,ort ziehen1 wo man sie nicht kennt1 wie kann sie in ein fremdes ,haus treten88 ,jechiel-,michal war voll ,mitleid2 er drehte seine rechte ,schlfenlocke und sprach ihr begtigend zu4 ,ist denn mein ,schicksal besser als das ,eure1 ,sara-,lea8 ,ihr seid1 ,gott sei ,dank1 geschmckt wie eine ,braut und et gute ,speisen2 ich aber bin verbannt und traurig1 wie ein ,witwer eben ist4 ,ja1 so ist es auf dieser ,welt6 ,ein ,jude -- ach1 wir haben auf dieser ,welt nichts als ,gottes ,gunst4 ,aber man soll am ,feiertag nicht traurig sein68 ,whrend er sich aber trsten wollte1 kam ihn ein ,erbarmen ber sich selber an1 und er sprach3 ,was ist denn ein ,mann ,groes8 ,ich danke alle ,tage ,gott1 da er mich nicht als ,frau geschaffen hat2 ich wei genau1 wie der ,seder zu machen ist2 aber geht nun in eine ungetnchte ,wohnung ohne ,festtagsstimmung1 in ein ,zimmer1 erfllt mit ,alltag6 ,wrmt ,euch halbgargekochte ,gerichte an und setzt ,euch wie ein ,knig auf das zerbrochene ,bett6 ,o ,sara-,lea1 nicht umsonst sagt der ,jalkut3 ,alle ,leiden sind schwer1 aber ,armut ist schwerer als alles andere4 ,alle ,leiden kommen und gehen2 gehen sie aber1 so wird alles wieder1 wie es zuvor gewesen4 ,nur die ,leiden der ,armut verdunkeln die ,augen des ,menschen4#8 ,glaubt nicht etwa1 da ich mich krnke1 weil ich am ,stolze keinen ,teil habe4 ,gott bewahre mich6 ,ich sage dies nur1 um ,euch zu erwidern1 die ,ihr klagt1 da ,ihr eine ,frau seid4 ,ja1 noch mehr3 in diesem ,winter habe ich mich erkltet und mein ,hals schmerzt mich4 ,was soll ich da noch sagen88 ,als ,sara-,lea dies hrte1 sagte sie3 ,ihr solltet doch lieber ins ,zimmer treten4 ,zwar ist der ,winter vorbei und die ,klte zu ,ende1 aber man kann sich noch immer leicht eine ,krankheit zuziehen48 ,ihre ,worte leuchteten ihm ein1 er verkroch sich tief in sein dickes ,halstuch und folgte ihr dann in ihre ,stube4 ,da sah er3 die ,wnde waren nach ,vorschrift getncht1 der ,lehmboden war rein und braun1 aus jedem ,winkel blinkte der ,feiertag4 ber allem lag die heilige ,ruhe1 die am ,peach geboten ist4 ,da kam das ,wort ber ihn und er pries ihr ,haus3 ,ach1 wie schn ist die ,stelle1 wo die ,hnde einer ,frau geruht haben68 ,sogleich nahm sie eilends die ,tischdecke ab und lie alles sehen1 was dort stand4 ,lauterer ,wein1 ,mazah1 ,eiermazah1 ,petersilie1 ,eier1 ein ,flgel1 eine ,schssel voll ,fleisch und viele kstliche ,leckerbissen4 ,und sie sprach3 ,solch ein ,seder -- und wozu8 ,ich nehme doch alles fort und bringe die ,sachen einem ,nachbarn ins ,haus4 ,ich bin doch nur eine ,frau4 ,man vergit schwer1 da man einmal eine ,hausfrau war4 ,so sagte ich mir3 ,ich will mir fr ein ,weilchen einen ,seder machen1 als ob ein ,hausherr da wre und man den ,seder zu ,hause hielte1 wie bei jedem ,manne in ,israel48 ,jechiel-,michal wurde ganz warm und er wollte etwas sagen4 ,aber da befiel ihn ein schweres ,husten und ,ruspern1 so da ,sara-,lea ihn ganz erschrocken ansah und ihn mahnte3 ,reb ,jechiel-,michal1 et nur heute um ,gottes willen nicht zuviel bittere ,kruter6 ,ihr hustet ja1 ,ihr hustet6 ,ein bichen ,tee mit viel ,zucker wrde ,euch guttun4 ,wer wird ,euch denn zu ,hause etwas ,warmes vorbereiten88 ,sara-,lea schwieg und seufzte4 ,auch ,jechiel-,michal seufzte und dann seufzten noch einmal beide zugleich4 ,dann fragte sie3 ,vielleicht bleibt ,ihr ein ,weilchen hier1 ,reb ,jechiel-,michal1 und ich bereite ,euch einen warmen ,schluck1 ein ,glas8 -- ,ach1 ich vergesse ja1 da heute ,feiertag ist1 da man zuerst ,kiddusch machen mu1 ,seder machen mu444 ,wollt ,ihr vielleicht hier den ,seder machen88 ,und wie der hhere ,wille aus der inneren ,stimme zum ,worte ward1 wiederholte sie3 ,wahrhaftig1 wollt ,ihr den ,seder hier machen88 ,jechiel-,michal schaute hin und her und sah doch berall die ,herzensgte der ,frau2 er konnte sich nicht losreien4 ,ihm war1 als wren alle seine ,glieder an dem ,orte festgewurzelt1 wo er sa4 ,er verlor die ,empfindung seiner ,hnde und seiner ,fe und seine ,lippen verschluckten die ,antwort4 ,whrend er aber noch nach ,worten rang1 nahm ,sara-,lea eine ,unmenge von ,kissen1 ,polstern und schnen weien ,decken1 die sie zu ,ehren des ,peachfestes gewaschen und geplttet hatte4 ,damit bereitete sie ein ,hessebett1 wie in der alten ,zeit4 ,und ,jechiel-,michal nahm1 ohne ,absicht und ohne sich zu besinnen1 die ,schlssel und legte sie hin2 dann blickte er die weien ,kissen an1 als ob die ,gottesherrlichkeit selbst darber ruhte4 ,dann stand er auf und wechselte den ,platz1 von einem ,stuhl zum andern1 bis er an das ,hessebett kam2 er setzte sich oben an den ,tisch1 zgerte aber in ,gedanken noch immer1 so da die ,frau noch einmal zu ihm kam und ihren ,wunsch wiederholte4 ,sie stand auf und fllte einen ,becher mit ,wein1 damit er darber ,kiddusch mache4 ,er aber sah mit dem einen ,auge auf den sen lauteren ,wein1 mit dem andern nach den sauber blinkenden ,winkeln der ,stube1 und er dachte3 ,wie schn ist doch die ,stelle1 an der die ,hnde einer ,frau ruhten68 ,und er machte ,kiddusch1 wrzte seine ,stimme mit den schnsten ,trillern und sein ,mund schwebte wie ein ,lied ber dem ,becher2 ,sara-,lea lauschte und ward voller ,wonne und ihr ,angesicht leuchtete4 ,ach1 wie schn ist die ,stimme des ,mannes1 wenn er heilige ,worte ertnen lt6 99 99 99 99 99 ,also sa ,jechiel-,michal1 der ,schuldiener1 wie ein ,knig1 wie jeder ,mann in ,israel1 und vor ihm stand ,sara-,lea mit dem ,becken voll reinen ,wassers4 ,jechiel-,michal wusch seine ,hnde und betrachtete das ,becken1 ein kstliches ,gef4 ,wenn ,gott ihr die ,gnade gewhren wrde1 da sie nach ,jerusalem kme1 wrde sie es fr einen heiligen ,ort stiften1 damit die ,kohanim1 die ,priester1 darin ihre ,hnde waschen1 wenn sie zum ,segen gehen4 ,schon hier hatte man es ja an jedem ,feiertag vom ,hause ihres ,mannes in das alte ,beth-,hamidrasch gebracht1 ,jechiel-,michal hatte es mit ,wasser gefllt und die ,kohanim hatten ihre ,hnde darin gewaschen4 ,und jetzt stand die ,hausfrau selbst vor ihm und bediente ihn mit diesem ,becken6 ,jechiel-,michal tauchte die ,petersilie ein1 brach die ,mazzoth und sagte die ,hagadah4 ,sara-,lea hrt zu und schickt ein stilles ,dankgebet zu dem heiligen ,gottesnamen empor1 da er ihr beschieden hat1 in ihrem ,hause einen richtigen ,peach mit allem1 was dazu gehrt1 zu erleben4 ,vor ,jechiel-,michal weicht die schwere ,last und das ,leid1 er sitzt zurckgelehnt1 sein schweres ,haupt sinkt in die ,kissen1 der ,schwei ringelt seine ,schlfenlocken und es scheint ihm1 als versinke er in einen tiefen ,abgrund4 ,er wei nicht1 wie ihm geschieht2 er wei nur1 da unendliche ,gnade die ,welt umfngt4 ,sein ,blut pocht und strmt1 fast empfindet er ,schmerz2 allein er fhlt das ,verlangen1 der ,schmerz mchte tiefer werden1 siebenmal tiefer1 und er mchte in den ,abgrund hinabfallen4 99 99 99 99 99 ,das ,stdtchen ruht stille und lautlos unter dem fahlblauen ,himmel1 welcher von dem vielen ,staub1 der vor ,peach aus ,husern und ,hfen aufgestiegen1 wie verschleiert ist4 ,der ,mond bahnt sich einen ,weg und der ,himmel wird klar4 ,und die ,nachtstrahlen weben einen ,baldachin ber dem kleinen ,huschen1 das in die ,heiligkeit des ,festes versinkt4 ,ein khles ,frhlingslftchen kommt1 stiehlt sich durch eine ,fensterffnung1 blst einen ,augenblick herein und kmpft einen kleinen ,krieg mit der warmen ,luft im ,zimmer2 und in der ,stube summt es wie ein ,pltschern von ,wellen und es dnkt ihnen1 als fhren sie3 sie sitzen auf dem ,schiffe1 mitten im groen ,meer1 auf dem ,wege nach ,erez-,israel1 wohin ihre ,seele sich sehnt2 und allbereits schmiegen sie sich an die heilige ,erde und sehen die heiligen ,sttten mit ,augen4 ,die herabgebrannten ,kerzen flimmern in den ,leuchtern1 da das ,lftchen sie trifft1 erheben ihre ,augen und blicken ,jechiel-,michal und ,sara-,lea still ins ,gesicht4 ,jechiel-,michal liest die ,hagadah und trillert mit seiner ,stimme und sagt3 ,er baue sein ,haus balde68 ,aus den ,husern der ,gasse trgt der ,frhlingswind das ,echo ber die ganze ,stadt3 ,el benej1 el benej2 baue1 o ,gott1 baue6 ,jechiel-,michal singt und sagt3 ,leschanah habaah bijruschalajim68 ,und die ,phantasie1 die dem ,menschen so tief eingepflanzt ist1 lt ihn denken1 schon hier sei ein ,stck ,erez-,israel2 er fhlt schon die ,luft des ,landes2 aus den ,zweigen klingt das se ,zwitschern eines ,vogels und im ,hause ,sara-,leas1 der ,witwe1 singt eine ,stimme ,schir haschirim4 ,,von ,,der ,,wallfahrt ,,zum ,,feste4 ,wie schn ist dein ,gang in den ,schuhen8 -- so heit es im ,hohen ,liede2 gemeint aber ist3 wie schn sind ,israels ,fe1 wenn sie zum ,feste wallfahren4 99 99 99 99 99 ,und niemand soll nach deinem ,lande trachten1 wenn du hinaufsteigst8 -- dies lehrt uns1 da des ,wallfahrenden ,kuh ruhig auf ihrer ,wiese grasen konnte2 kein wildes ,tier tat ihr etwas zuleide4 ,das ,huhn konnte auf dem ,miste scharren1 kein ,wiesel tat ihm wehe4 ,einst geschah es1 da einer verga1 die ,tre seines ,hauses abzusperren1 als er zum ,feste nach ,jerusalem pilgerte4 ,als er heimkehrte1 da fand er eine ,schlange1 die sich um den ,ring der ,tr gewunden hatte4 ,auch verga einer die ,hhner in sein ,haus einzulassen4 ,als er kam1 da lagen die ,katzen zerrissen vor den ,hhnern4 ,auch verga einmal ein ,wallfahrer einen ,getreidehaufen in den ,speicher zu schaffen4 ,da er von der ,wallfahrt heimkehrte1 da hatten sich ,lwen schtzend um den ,haufen gelagert4 ,zwei reiche ,brder wohnten einst in ,askalon4 ,die hatten bse ,nachbarn -- von den ,vlkern der ,welt waren die4 ,immer dachten sie nur3 ,wann werden diese ,juden schon nach ,jerusalem ziehen1 dort zu beten1 da wir in ihr ,haus einbrechen und dort alles plndern1 was da ist4 ,es kam die ,zeit des ,festes und die zwei ,brder zogen nach ,jerusalem4 ,da bestellte ,gott an ihrer ,statt zwei ,engel1 die nahmen ihre ,gestalt an und gingen in ihrem ,hause ein und aus4 ,als die ,brder aus ,jerusalem heimkamen1 sandten sie all ihren ,nachbarn ,geschenke von allen guten ,dingen1 die in ,jerusalem zu kaufen gewesen waren4 ,da fragten die ,nachbarn3 ,wo wart ihr denn8 ,antworteten sie3 in ,jerusalem4 -- ,wann habt ihr euch auf den ,weg gemacht8 -- ,damals und damals4 -- ,und gekommen8 -- ,dann und dann4 -- ,und wen habt ihr zurckgelassen8 -- ,keinen ,menschen4 -- ,da sprachen die ,heiden3 ,gepriesen sei der ,gott der ,juden1 der sie nicht verlassen hat und sie nicht verlassen wird in alle ,ewigkeit444 99 99 99 99 99 ,rabbi ,jizchak sagte3 ,warum gibt es in ,jerusalem nicht die sen ,frchte von ,ginossar8 ,damit die ,wallfahrer sich nicht sagen3 ,schon um der ,ginossarfrchte willen lohnt es sich1 nach ,jerusalem zu pilgern4 ,darum -- sagte ,rabbi ,dostai -- gibt es in ,jerusalem auch nicht warme ,quellen wie in ,tiberias4 ,auf da wir nach ,jerusalem nicht wallfahren um anderer ,dinge willen3 nur wegen des ,festes und wegen der ,freude des ,festes4 ,,pessach ,,im ,,kaukasus4 ,von ,z'wi ,kasdai4 ,mit dem ,neumond des ,nissan beginnt man den ,weizen fr das ,peachmehl zu mahlen1 und whrend des ,mahlens steckt man in der ,mhle ,wachskerzen an4 ,den ,weizen aber bewahrt man im ,haus von den ,monaten ,thammus und ,ab her auf1 wo in jenen ,gegenden die ,weizenernte beendigt wird4 ,denn bei ihnen besteht bis heute der ,gebrauch1 da die armen ,frauen hinter den ,schnittern her auf die ,felder sammeln gehen1 sogar zu den ,nichtjuden2 was sie aufgelesen haben1 dreschen sie jeden ,abend aus und verkaufen es zu ,mazzothmehl4 ,sie backen die ,mazzoth in einem gerumigen ,backofen1 der unten breit und oben schmal ist1 wie ein umgekehrter ,topf4 ,wenn er mit ,stroh oder ,mist ausgeheizt ist1 legen die ,frauen1 die den ,teig kneten1 die ,mazzoth an seine ,wnde an4 ,jeden ,abend stellt man ,wasser fr den folgenden ,tag zurecht4 ,dann versammeln sich die jungen ,frauen und die ,mdchen im ,backhause1 wo sie in der ,arbeit abwechseln4 ,sie sitzen voll ,erregung und ,spannung auf dem ,boden1 kneten den ,teig in einem kupfernen ,gef1 walzen ihn aus und lassen ihn rdeln84 ,dann bringen sie ihn schleunigst in den ,backofen4 ,whrend der letzten ,woche vor dem ,fest herrscht groe ,bewegung4 ,die ,frauen machen sich an ihre groe ,arbeit1 subern1 reiben1 putzen1 waschen4 ,das wichtigste ist ihnen1 da sie die ,kupfergerte recht schn und glnzend machen2 darauf wird bei den ,vlkern des ,kaukasus1 die viel kupfernes ,geschirr verwenden1 groer ,wert gelegt4 ,aber auch den ,sattel und das ,zaumzeug putzen sie grndlich und hngen es in den ,winkeln ihrer ,wohnung auf4 ,die ,mnner aber beschftigen sich eifrig damit1 das ,chamez zu verbrennen2 von der ,sitte1 das ,chamez zu verkaufen1 wissen sie dort nichts4 ,denn sie nehmen alles ernst und streng4 ,am ,erew ,peach fasten alle erstgeborenen ,shne1 es gibt fr sie keine ,befreiung durch ,loskaufen oder durch ,beendigung eines ,studienabschnittes4 ,vom ,mittag an sind sie mit der ,vorbereitung des ,karpas und des ,charoeth beschftigt1 das sie alle acht ,tage als einen richtigen ,gang aus einer groen ,schssel essen4 ,wenn sich der ,tag neigt1 ziehen die ,mnner ,freiheitsgewnder8 mit weiten bauschigen rmeln an1 stecken einen kurzen ,speer in ihren ,grtel -- manche nehmen auch ihre ,pistolen -- und gehen in das ,beth-,hamidrasch zu ,gesang und ,gebet4 ,an diesem ,abend singen sie nmlich alle das groe ,loblied ,wort fr ,wort zusammen mit dem ,vorsnger4 ,kehren sie aber heim1 so finden sie ihre ,htte bereits zu ,ehren des ,festes mit vielen ,kerzen beleuchtet4 ,die alten ,frauen hllen sich in ihre ,tcher1 die jungen ,frauen aber und die ,mdchen in ,linnen- und ,webestoffe und flechten ,rosen und andere ,blumen in ihre ,locken und ,zpfe4 ,sie holen eilig1 was sie vorbereitet haben1 gebratene ,gnse1 gestopfte ,truthhne1 ,mazzoth1 ,maror1 eine ,schssel ,charoeth1 und bringen es ihren ,mnnern nach dem ,hause des ,rabbiners4 ,denn es ist bei ihnen ,sitte1 da sich viele ,familien im ,hause eines der ,gelehrten8 versammeln2 es kann aber auch bei einem einfachen ,familienvater sein1 wofern er gut hebrisch kann und die ,hagadah in ihre 7tatarische7 ,sprache zu bersetzen versteht4 ,so sitzen sie denn nach ihrer ,art auf dem ,boden und der ,gelehrte bersetzt ihnen mit vieler ,innigkeit die ,hagadah4 ,so wie frher der ,brauch war1 da sich mehrere ,familien zu einem ,lmmlein ansagten und in einem ,hause zum ,seder versammelt waren1 so ist es bei ihnen noch heute1 da immer einige ,familien zusammenkommen4 ,das frdert ihr ,zusammengehrigkeitsgefhl und ihre innige ,brderlichkeit sehr4 ,es ist ein schnes ,bild1 wie sie dasitzen1 gekleidet in ihre ,freiheitsgewnder1 so breit und bauschig1 den ,grtel um ihre ,lenden und den kurzen ,spie an der ,seite4 ,sie sitzen in einer ,reihe1 geordnet wie ,soldaten1 die nach dem ,kampfe ruhen4 ,zwischen den ,reihen sind kostbare persische ,teppiche ausgebreitet1 fr die das ,wort der ,megillah gilt3 ,weies ,zeug und purpurblaues ,tuch1 eingefat mit ,schnren von ,byssus und ,purpur48 ,und auf ihnen stehen prchtige ,leuchter mit brennenden ,kerzen4 ,die ,frauen1 die das ganze ,jahr in ihre ,zimmer zurckgezogen sind1 kommen zum ,seder mit unverschleiertem ,gesicht und geschmckt mit goldenen ,ohrgehngen und kstlichen ,ringen von ,saphirstein und ,diamanten2 um den ,hals tragen sie goldene und silberne ,mnzen auf einen blauen ,faden gereiht1 um die ,lenden silberne ,kettengrtel2 die jungen ,frauen aber und die ,mdchen tragen ,rosen und sonstige ,blten ins ,haar geflochten1 die den schnsten ,duft verbreiten4 ,in dieser ,nacht frchten sie keinen bsen ,blick und keine argen ,geister1 denn es ist eine ,nacht1 da ,er wacht444 ,wenn der ,vorleser an die ,stelle kommt1 die von der zuknftigen ,erlsung spricht1 heben alle ihre ,hnde auf1 spreizen die ,finger und rufen1 tief bewegt und voller ,trauer3 ,wollte ,gott1 da ,meschiach1 ,davids ,sohn1 kme und alle ,verbannten sammelte1 so wie der ,ewige1 unser ,gott1 einst unseren ,vtern tat48 ,und die ,frauen fallen ein und rufen3 ,amen1 dies sei sein ,wille68 ,und an der ,stelle3 ,zu jeglicher ,zeit ist ein jeder verpflichtet4448 erhebt sich der ,vorleser1 nimmt ein ,stckchen ,mazzah1 eingewickelt in ein altes ,tuch1 legt es sich auf den ,nacken1 geht vier ,schritte1 zeigt es allen und erklrt ihnen in ihrer ,sprache1 da so unsere ,vter aus ,mizrajim zogen1 den ,teig auf den ,schultern2 auch macht er hastige ,bewegungen1 um ihnen das ,wort3 ,in ,eile8 recht zu ,gemte zu fhren4 ,indessen gehen die ,jnglinge in ein besonderes ,zimmer1 whlen dort einen unter sich1 kleiden ihn in zerfetztes ,gewand1 legen ihm einen ,sack auf die ,schultern1 geben ihm einen dicken ,hakenstock in die ,hnde und schicken ihn hinaus4 ,nach einer ,weile hrt man lautes ,pochen an der ,tr4 ,der ausgesandte ,jngling steht drauen und bittet flehentlich um ,einla4 ,die ,sitzenden fragen ihn insgesamt3 ,wer bist du und was willst du hier48 ,ich bin ein ,jude und will mit euch ,peach feiern1 das ,fest unserer ,freiheit48 ,wie sollen wir dir glauben1 da du ein ,jude bist88 ,ich trage doch einen ,talliskatan und ,schaufden48 ,das ist noch kein ,beweis2 gib ein anderes ,zeichen68 ,so mgen es euch meine ,schlfenlocken beweisen68 ,auch das gengt uns nicht1 es ist noch nicht das ,richtige48 ,lat mich nur ein und ihr werdet sehen1 da ich die ,wahrheit spreche48 ,und dabei beginnt er zu zrnen und zu toben und poltert mit dem ,stock an der ,tr4 ,da fragen sie weiter3 ,wenn du denn ein ,jude bist3 weshalb kommst du so spt8 ,weit du denn nicht1 da heute ein ,festtag in ,israel ist1 an dem man daheim ruht88 ,sehet1 ich komme jetzt von ,jerusalem1 der heiligen ,stadt2 der ,weg ist sehr weit und voller ,gefahr auf ,schritt und ,tritt4 ,unsere ,feinde lauern uns auf und stellen sich uns in den ,weg4 ,wie eine eiserne ,mauer traten sie zwischen mich und euch1 da ich nicht vor dem ,feiertag zu euch kommen konnte48 ,dabei bricht er in ,trnen aus und klagt bitterlich1 die ,versammelten aber sitzen1 wie versunken in ihre ,gedanken2 tiefe ,stille herrscht im ganzen ,hause1 nur selten von einem schweren ,seufzer unterbrochen4 ,alle sehen nach der ,tr2 der ,vorleser aber gibt ein ,zeichen1 man ffnet und sogleich tritt der ,jngling ein und geht bis in die ,mitte des ,zimmers1 das ,schwert an der ,seite1 mit ,leder gegrtet1 den ,stock in der ,hand und den ,sack ber den ,schultern4 ,an den ,fen trgt er genagelte ,sandalen mit aufgebogenen ,spitzen und sein ,kleid ist ber und ber bestaubt4 ,und pltzlich bricht im ganzen ,raume ein lauter ,jubel los1 alle bestrmen ihn mit ,fragen4 ,wie geht es ,jerusalem1 der heiligen ,stadt88 ,illustration ,wie geht es unsern ,brdern1 die dort vor ,gott sitzen1 im ,lande der ,herrlichkeit88 ,wann wird der ,erlser kommen1 uns zu erlsen88 ,bringst du uns eine ,botschaft von unserer ,befreiung und ,erlsung88 ,und er sagt ihnen einen herzlichen ,gru von ,jerusalem1 von den ,weisen daselbst1 von den ,stdten und ,drfern1 den ,feldern und ,hgeln1 von den heiligen ,grbern4 ,und im ,namen der ,weisen in der heiligen ,stadt meldet er ihnen1 es seien ,zeichen geschehen1 da der ,erlser bald kommen und die eiserne ,mauer zerschmettern werde1 die sie von der heiligen ,stadt scheidet4 ,und alle lauschen andchtig seinen ,worten2 dann heben sie die ,hnde auf und wiederholen viele ,male mit langen ,seufzern und innigem ,schmerz und mit herzlicher ,inbrunst3 ,ja1 so sei sein ,wille1 so sei sein ,wille68 ,,der ,,zauberk,,nstler4 ,von ,j4 ,l4 ,perez4 ,in ein ,stdtchen ,wolhyniens kam einmal ein ,zauberknstler4 ,wiewohl es vor ,peach war -- zu einer ,zeit also1 da man mehr ,sorgen als ,haare auf dem ,kopfe hat -- machte sein ,kommen doch greres ,aufsehen4 ,war das ein ,rtsel von einem ,menschen6 ,die ,kleider zerrissen und einen eingedrckten ,zylinderhut auf dem ,kopfe4 ,das ,gesicht durchaus jdisch1 doch der ,bart wegrasiert4 ,von ,schlfenlocken keine ,rede4 ,und nie sah man ihn essen1 weder erlaubte1 noch unerlaubte ,speisen4 ,da soll einer klug daraus werden4 ,woher8 ,aus ,paris4 ,wohin8 ,nach ,london4 ,hat sich hierher verirrt4 ,ging offenbar zu ,fu4 ,ins ,bethaus kam er auch nicht1 selbst nicht am groen ,sabbath4 ,und stand man um ihn herum1 so verschwand er pltzlich1 als ob ihn die ,erde verschlungen htte1 und tauchte auf der anderen ,seite des ,marktplatzes wieder auf4 ,bald hatte er einen ,saal gemietet und fing an1 seine ,kunststcke zu zeigen4 ,ganz groartige ,sachen3 verschluckte vor aller ,leute ,augen glhende ,kohlen1 als ob es ,suppenfleckchen wren4 ,zog aus dem ,munde allerlei ,bnder heraus -- rote1 grne und von welcher ,farbe man nur wollte1 und lange1 wie der ,galuth 7das ,exil74 ,frderte aus einem ,stiefelschaft sechzehn ,paar ,truthhne heraus1 wie ,bren so gro1 die wirklich lebten und lustig ber die ,szene flatterten4 ,hob einen ,fu in die ,hhe und scharrte von den ,schuhsohlen goldene ,dukaten ab -- eine ganze ,schssel voll4 ,natrlich klatschte man ,bravo4 ,da pfiff er1 und eine ,menge feiner ,sabbathbrote schwirrte pltzlich durch den ,raum1 tanzte unter der ,decke4 ,ein zweiter ,pfiff -- und alles war wieder verschwunden1 als ob es gar nicht dagewesen wre4 ,alles3 ,bnder1 ,truthhne und so weiter4 ,nichts war zurckgeblieben4 ,nun ja1 man wei es doch1 da sich der ,teufel auch etwas leisten kann4 ,die gyptischen ,schwarzknstler haben wahrscheinlich noch grere ,kunststcke zustandegebracht4 ,doch eins3 ,wie konnte er dabei nur so arm sein8 ,ein ,mensch1 der von seinen ,schuhsohlen ,dukaten abscharrt und sein ,quartier nicht bezahlen kann6 ,der mit einem ,pfiff mehr ,sabbathbrote bckt als der grte ,bcker im ,backofen1 der ,truthhne aus dem ,stiefelschaft zieht und dennoch -- ein langgezogenes ,gesicht hat1 wie ein ,sterbender und flackernden ,hunger in den ,augen444 ,wahrlich eine fnfte ,frage fr den ,sederabend1 sagten die ,leute4 ,nun wollen wir aber den ,zauberknstler bis zum ,sederabend verlassen und inzwischen ,chajim ,jojne und sein ,weib ,riwke ,beile aufsuchen4 ,chajim ,jojne hatte einmal ein groes ,holzgeschft betrieben und schlielich dabei sein ganzes ,vermgen eingebt4 ,dann war er ,waldschreiber8 geworden1 aber auch die ,stelle war bald verloren4 ,nun lebte er schon eine ,reihe von ,monaten im ,elend4 ,der ,winter war in schrecklichen ,nten vorbergegangen1 und jetzt kam das ,peachfest immer nher4 ,zum ,verpfnden war nichts mehr da1 denn alles1 vom ,hngeleuchter bis zum letzten ,kissen1 war schon im ,leihamt4 ,riwke ,beile dachte an ,gemeindeuntersttzung4 ,doch ,chajim ,jojne wollte davon nichts wissen4 ,er mochte sich nicht blostellen und vertraute auf ,gott1 der schon helfen werde4 ,riwke ,beile suchte mehrmals in allen ,winkeln nach und fand1 welches ,wunder1 einen alten1 ausgeriebenen silbernen ,lffel1 den sie schon seit ,jahren verloren glaubte4 ,aber ,chajim ,jojne nahm den ,lffel1 verkaufte ihn und trug den geringen ,erls in die ,kasse1 aus der man die ,armen fr das ,peachfest untersttzt4 ,die ,armen gehen vor1 sagte er4 ,inzwischen rckt die ,zeit immer nher1 es blieben nur noch wenige ,wochen bis ,peach4 ,chajim ,jojne wartete voll ,vertrauen auf ,gottes ,hilfe4 ,und ,riwke ,beile schwieg4 ,die ,frau mu dem ,manne gehorchen4 ,und ,tag auf ,tag verrann4 ,riwke ,beile fand keinen ,schlaf1 weinte die ,nchte durch1 still1 da ihr ,mann sie nicht hre4 ,und die ,tage waren noch schlimmer4 ,da mute sie sich auch noch vor den ,nachbarn hten1 mute sorgen1 da sie ihr das ,elend nicht ansahen4 ,o1 diese ,blicke der ,neugier und des ,mitleids1 die sie wie mit ,nadeln stachen6 ,und diese ,fragen3 ,wann backt ihr ,mazzoth8 ,habt ihr schon die roten ,rben eingelegt8 ,oder wenn es nhere ,bekannte waren3 ,aber1 was geht denn bei euch vor1 ,riwke ,beile8 ,habt ihr's vielleicht knapp8 ,wir wollen euch borgen444 ,und was solcher ,reden mehr sind4 ,und sie mute ablehnen1 ber und ber errtend1 die unglaublichsten ,vorwnde erfinden4 ,denn ,chajim ,jojne wollte keine ,menschengabe annehmen und gegen seinen ,willen konnte sie doch nicht handeln4 ,die ,nachbarn wollten es dabei nicht bewenden lassen und gingen zum ,rabbi1 er solle sich doch ins ,mittel legen4 ,der ,rabbi hrte sie an1 seufzte1 sann eine ,weile nach1 und antwortete schlielich1 da ,chajim ,jojne ein gelehrter und gottesfrchtiger ,mann sei1 der wohl wisse1 was er tue4 ,wenn sein ,gottvertrauen so fest sei1 dann sei es eben fest444 ,und nun ist der ,peach da6 ,riwke ,beile hat nicht einmal ,lichter1 um den ,segen darber zu sprechen4 ,chajim ,jojne kehrte aus dem ,bethaus heim4 ,aus allen ,fenstern strahlt das ,fest4 ,nur sein ,haus steht finster da1 wie ein ,trauernder unter ,hochzeitsgsten1 wie ein ,blinder unter ,sehenden4 ,aber er verzweifelt nicht4 ,wenn ,gott nur wollen wird1 denkt er1 wird auch fr mich noch ,peach sein1 und tritt mit frhlichem ,guten ,abend8 ein4 ,und wiederholt3 ,guten ,abend1 ,riwke ,beile48 ,und ,riwke ,beile antwortet aus einer finsteren ,ecke mit trnengesttigter ,stimme3 ,guten ,abend1 ,chajim48 ,dabei leuchten ihre ,augen wie zwei glhende ,kohlen aus der ,ecke hervor4 ,er geht auf sie zu und spricht auf sie ein3 ,riwke ,beile18 sagt er1 es ist heute ,feiertag4 ,wir feiern den ,auszug aus gypten4 ,verstehe doch6 ,da darf man nicht traurig sein4 ,und es ist doch auch gar kein ,grund dazu da4 ,wenn es dem lieben ,gott nicht gefiel1 da wir unsern eigenen ,seder haben1 dann mssen wir eben mit einem fremden vorlieb nehmen4 ,dann wollen wir anderswohin gehen4 ,man wird uns berall hineinlassen4 ,alle ,tren stehen uns offen4 ,sagt man doch am ,sederabend3 ,kol dichfin jejthej wejechul1#8 das heit3 ,wer hungrig ist1 komme und esse6#8444 ,komm1 nimm den ,schal um und la uns beim ,erstbesten einkehren48 ,und ,riwke ,beile tut wie immer nach dem ,willen ihres ,mannes4 ,alle ,kraft aufwendend um nicht aufzuschluchzen1 hllt sie sich in den zerrissenen ,schal4 ,schon will sie gehen1 als im selben ,augenblick die ,tr von auen geffnet wird4 ,guten ,abend68 grt es4 ,gut ,jahr68 antworten die ,eheleute4 ,sie sehen nicht1 wer es ist4 ,ich mchte euer ,gast beim ,seder sein18 sagt der ,fremde4 ,wir haben selbst keinen ,seder18 erwidert ,chajim ,jojne4 ,tut nichts1 ich hab' ihn mitgebracht48 ,seder im ,finstern18 schluchzt ,riwke ,beile1 die sich nun nicht mehr zurckhalten kann4 ,ei bewahre18 meint der ,gast1 es wird schon ,licht werden48 ,er winkt und mitten im ,zimmer1 in der ,luft erscheinen zwei silberne ,leuchter1 in denen schon die angezndeten ,stearinkerzen stecken4 ,es wird hell4 ,chajim ,jojne und ,riwke ,beile erkennen den ,zauberknstler1 starren ihn an und bringen vor ,schreck und ,verwunderung kein ,wort hervor4 ,sie fassen sich an den ,hnden1 und so stehen sie da1 mit weit aufgerissenen ,augen und offenen ,mndern4 ,er aber wendet sich nun an den ,tisch1 der ganz verschmt in einem ,winkel des ,zimmers steht3 ,na1 ,kleiner18 sagt er zu ihm1 deck dich und komm her68 ,und sofort fllt von oben ein schneeweies ,tischtuch herab und deckt den ,tisch und dieser selbst setzt sich in ,bewegung und rckt mitten ins ,zimmer1 just unter die ,leuchter4 ,und diese wieder schweben hernieder und stellen sich auf ihn4 ,jetzt fehlen noch die ,sederbetten18 sagt der ,zauberknstler1 die ,sederbetten sollen kommen68 ,und sofort rcken aus drei ,ecken des ,zimmers drei ,sthle an den ,tisch heran und stellen sich an drei ,seiten auf4 ,breiter werden68 befiehlt er4 ,und sofort gehen sie in die ,breite und verwandeln sich in ,grovatersthle4 ,weicher68 ruft er4 ,und sie sind mit rotem ,samt berzogen4 ,und gleichzeitig fallen von der ,decke schneeweie ,kissen auf sie nieder4 ,die ,sederbetten sind fertig444 ,eine ,sederschssel mit allem1 was darauf gehrt1 stellt sich auf den ,tisch4 ,ebenso ,flaschen mit rotem ,wein und ,becher dazu4 ,pltzlich liegen auch ,mazzoth da und alles andere1 was man zu einem richtigen und frhlichen ,seder braucht1 selbst ,hagadoth mit ,goldschnitt4 ,illustration ,illustration ,und ,wasser zum ,hndewaschen habt ihr88 fragt nun der ,zauberer4 ,ich kann auch ,wasser bringen48 ,da erst kamen die beiden zu sich4 ,und ,riwke ,beile fragte leise ihren ,mann1 was er von der ,sache halte4 ,chajim ,jojne aber wute keine ,antwort4 ,sie riet1 er solle zum ,rabbi gehen und ihn fragen4 ,aber sie knne doch nicht mit dem ,zauberer allein bleiben1 meinte er4 ,darum solle lieber sie gehen4 ,ihr1 einer ,frau1 werde der ,rabbi nicht trauen1 antwortete sie4 ,er werde glauben1 da sie verrckt geworden sei4 ,schlielich kamen sie berein1 zusammen zu gehen und inzwischen den ,zauberer mit seinem ,seder allein zu lassen4 ,der ,rabbi gab klugen ,rat4 ,das1 was mit unreinem ,zauber gemacht werde1 erklrte er ihm1 sei gar nicht wirklich1 weil alle ,zauberei nur ,blendwerk sei4 ,sie sollten also nach ,hause gehen1 und wenn die ,mazzah sich brechen1 der ,wein sich einschenken liee1 die ,sederbetten sich anfhlen lieen usw41 dann wre alles gut1 dann wren es ,geschenke des ,himmels und sie drften alles genieen4 ,mit diesem ,bescheide gingen sie nun klopfenden ,herzens nach ,hause4 ,als sie eintraten1 war der ,zauberknstler schon fort4 ,aber der ,seder8 stand da wie frher4 ,und die ,kissen lieen sich berhren1 der ,wein lie sich gieen1 die ,mazzah brechen444 ,und jetzt verstanden sie erst1 da der ,prophet ,eliah bei ihnen eingekehrt war und hatten ein frhliches ,fest4 ,,melameds ,,hoffnung4 ,von ,ch4 ,n4 ,bialik4 ,ach1 es wird ,zeit1 die ,stunde mu kommen1 ,da endlich auch ich1 ,leeser ,mendel ,melamed1 ,verschnaufe die heillose1 leidige ,mhsal1 ,die mir drrt das ,gebein und aufsaugt mein ,mark 444 ,der ,herr sieht mein ,herz3 ich kann's nicht mehr tragen1 ,die alten ,krfte sind lngst dahin 444 ,mein ,leib verfllt und geht darnieder1 ,die harte ,brde reibt ihn auf 444 ,acht ,halbjahre sind's1 seit die ,schulmeisterbank ,unter mir drckt und mein ,herzblut zehrt2 ,acht ,halbjahre -- volle1 gezhlte vier ,jahre ,hab ich mein ,heim1 ,weib und ,kind nicht gesehen6 ,der einzige ,gott allein kennt mein ,herz1 ,mein banges1 wehes1 zitterndes ,sehnen ,nach meinen teuren ,augensternen -- ,nach meinem herzigen1 kleinen ,kchlein1 ,nach meinem geliebten1 frommen ,weibe1 ,frau ,zippe -- bis hundertundzwanzig ,jahr6 ,doch was ist zu tun -- und ,gott ist mein ,zeuge3 ,ich kann nicht1 ich kann nicht mit leerer ,hand1 ,wie ich gegangen bin1 wiederkehren6 ,zuvor mu ich sparen ein ,taler fnfhundert -- ,wie ich mit meinem frommen ,weibe ,beim ,abschied klrlich bedungen habe1 ,in bndigster ,form1 nach der ,satzung der ,thorah 444 ,nun werd ich gottlob nur ein einziges ,jahr ,den ,rcken noch beugen1 den ,zuchtstock schwingen1 ,bis die ,zahl beisammen3 ein ,taler fnfhundert -- ,dann ,schlu und zu ,ende1 dem ,weltenherrn ,dank48 bers ,jahr1 wenn der ,herr mich am ,leben erhlt1 ,vor ,chamez-,rumung1 bei ,sonnenaufgang1 ,wenn der ,hahn noch krht1 und die volle ,zahl ,beisammen ist -- ein ,taler fnfhundert3 ,dann -- auf1 ,leeser ,mendel1 den ,abschied gegeben ,dem ,zuchtstock1 der ,schulbank1 dem ,lehramt fr immer6 ,verkauf samt dem ,chamez die drei um ein ,nickel ,mit gltigem ,zuschlag fr ewige ,zeit6 ,genug1 ,leeser ,mendel1 vom unsteten ,leben1 ,vom ,elend der ,wanderung1 fern deinem ,nest6 ,hast fnfhundert ,taler1 das ,glck1 im ,beutel1 ,hast satt und vollauf dich gerackert4 -- ,genug6 ,nun breite die ,flgel6 ,auf1 auf in dein ,nest6 ,dort harrt deine ,taube1 die lieblichen ,jungen -- ,so werd ich vergngten ,herzens mir sagen ,und tief in die ,tasche versenken den ,beutel1 ,mein ,bndel schnrend1 gerstet zur ,reise -- ,hernach auf ,adlerfittichen heim 444 ,wie jauchzen mir ,weib und ,kinder entgegen -- ,ich male so recht ihren ,jubel mir aus -- ,was bringst du mir1 ,mendel88 ,was bringst du mir1 ,vater88 ,so drngt sich um mich die fragende ,schar4 ,nichts hab ich gebracht1 mein ,weib1 meine ,kinder1 ,ich hatte nicht ,mue1 ,geschenke zu schaffen1 ,geschenke und ,gaben fr jedes von euch4 ,doch habe ich ein ,geschenk fr euch alle1 ,ein rechtes ,geschenk fr euch mitgebracht1 ,das fegt uns die ,armut aus allen ,winkeln1 ,das spendet uns ,trost fr vergangenes ,leid 444 ,hier bring ich euch -- wohlgefllt -- einen ,beutel3 ,fnfhundert ,talerchen bar und blank68 ,und ich sehe voraus all den schimmernden ,glanz1 ,der die ,stube erfllt und den festlichen ,tisch1 ,wenn in selbiger ,nacht ich zum ,seder mich schicke1 ,in blitzblanken ,glsern der ,rotwein funkelt1 ,und mein ,jngster1 ,jechiel1 das zarte ,stimmchen ,zu gar gewichtiger ,frage erhebt3 ,ach1 ,vterchen1 sage1 was ist diese ,nacht ,vor allen anderen ausgezeichnet88 99 99 99 99 99 ,und nach ,peach1 so ,gott mich am ,leben erhlt1 ,wenn der ,lenzwind weht und die ,pftzen trocknen1 ,will ich sogleich zur guten ,stunde ,ein groes ,geschft bei uns erffnen 444 ,das soll hernach ein ,laden werden1 ,ein ,laden -- wie geschrieben steht6 ,dann brauch' ich frwahr blo etwas ,glck1 ,ein wenig himmlisches ,erbarmen 444 ,denn nicht umsonst hat sich ,leeser ,mendel ,in aller ,welt umhergetrieben2 ,hab' manches erfahren vom ,weltenlauf ,und werd' in ,geschften ,bescheid doch wissen 444 ,und dann3 drfte ich1 ,leeser ,mendel1 der ,schnorrer1 ,mich erfrechen1 die gttliche ,vorsicht zu leugnen8 ,ist kein ,vater im ,himmel1 im ,herzen kein ,glaube8 ,ist meine ,zipporah kein wackeres ,weib8 444 ,ach1 du lieber ,gott1 wann erscheint schon der ,tag1 ,den ich mit wehem ,herzen erwarte6 ,schon spr' ich seit langem zur linken ,seite ,ein spitzes ,bohren1 wie ,nadelstiche1 ,als nagte und sgte mir dort ein ,wurm 444 ,doch das tut nichts4 ,sobald ich erst wieder daheim bin1 ,bereit ich mir ,trnklein und melk unsre ,ziege1 ,vertreibe die ,schmerzen und flick mich zurecht 444 ,ach ,gott1 es wird ,zeit1 die ,stunde mu kommen1 ,da endlich auch ich1 ,leeser ,mendel ,melamed1 ,verschnaufe die leidige1 zehrende ,mhsal2 ,da mein tgliches ,brot -- und seis noch so bitter -- ,nur aus ,deiner ,hand komme1 allmchtiger ,vater1 ,nur aus ,deiner ,hand komme1 barmherziger ,gott6 ,,pessach ,,im ,,jemen4 ,dem ,osterfest sieht man mit der grten ,andacht entgegen4 ,schon am ,tage nach ,purim beginnen die ,vorbereitungen4 ,da man hier nicht wie anderwrts neue ,kleider zu nhen und die ,wohnungseinrichtung instand zu setzen braucht1 verbringt man ,tage damit1 die ,wnde frisch zu weien1 die ,steine des ,fubodens besonders grndlich zu waschen und die ,handmhlen zu putzen4 ,die wichtigste ,angelegenheit ist die ,herrichtung des ,mehls fr die ,asymas8 7,mazzoth74 ,das ,korn1 ob es nun ,sch'murah 7das seit der ,ernte besonders fr das ,osterbrot aufgehobene7 ist oder anderes1 wird einzeln ,korn fr ,korn gemahlen4 ,alte ,frauen bernehmen die ,arbeit des ,mahlens4 ,am ,sabbath vor ,ostern gehen ,oberrabbiner und ,richter in alle ,synagogen der ,stadt und ermahnen alle ,gemeindemitglieder1 ihre jungen ,frauen recht sorgfltig beim ,fortschaffen des ,chamez zu beaufsichtigen4 ,in anderen ,stdten der ,trkei halten die ,rabbiner an diesem ,tage lange ,predigten4 ,hier verstehen sie sich nicht gut auf ffentliche ,reden1 und wenn sie ihren ,gemeindemitgliedern etwas zu sagen haben1 setzen sie einen kleinen ,artikel auf und lesen ihn mit eintniger ,stimme vor4 ,in diesem ,jahr beginnt das ,peachfest an einem ,samstagabend2 wir mssen das ,gebet im ,dunklen verrichten1 denn im ganzen ,judenviertel gibt es keinen einzigen ,mohammedaner1 der die ,lichter anznden knnte2 eine einzige ,lampe brennt seit dem vorigen ,abend und gibt nur ein ganz blasses ,licht4 ,in dem kleinen ,tempel von ,gaveh sind #gj ,personen eng aneinander gepret2 alle ,hausierer sind heute aus den ,drfern in die ,stadt zurckgekommen4 ,alle sitzen in ihre schwarzen ,schemlas gehllt auf dem ,fuboden4 ,man beginnt mit dem ,gebet3 ,huldiget dem ,ewigen84 ,der heute funktionierende ,vorbeter hat ein angenehmes ,organ2 er liest eine ,strophe1 der ,chor antwortet mit der zweiten1 und so wird der ganze ,psalm abwechselnd vom ,vorbeter und dem aus wenigen ,personen bestehenden ,chor vorgetragen4 ,pltzlich stimmt die ,gemeinde das ,hallelujah an1 das ist ein ,triumphgeschrei1 ein ,begeisterungsgesang1 der in vollen ,tnen durch den ,raum schallt4 ,ich fhle mich nicht mehr einsam1 und ich kann begreifen1 wie sehr die zum lieben ,gott emporgerichteten ,bitten den ,mut der ,unglcklichen in den ,tagen groen ,leids aufgerichtet haben4 ,es ist dunkle ,nacht geworden1 der ,sabbath ist vorber2 nun werden die ,lampen angezndet1 und der ,gottesdienst wird in dem blichen ,lrm zu ,ende gefhrt4 ,ich bin beim ,oberrabbiner zum ,seder eingeladen und habe die ,einladung unter der ,bedingung angenommen1 da ich mir das ,essen aus meiner ,wohnung schicken lassen darf4 ,wir kommen in das vollstndig finstere ,haus4 ,mein ,wirt zieht seinen ,talar aus1 um die ,lampen zurecht zu machen1 und ich gehe inzwischen in die ,kche1 weil ich gern das ,vorbereiten der ,mazzoth beobachten mchte4 ,in einem kleinen ,raum ist an der ,lngsseite eine ,art breiten ,sofas aus ,ton angebracht1 auf dem man groe ,lcher bemerkt1 das sind die hiesigen ,backfen4 ,auf der ,erde sitzt eine ,frau und rhrt mechanisch das in einer ,terrine befindliche ,wasser um2 in das ,wasser schttet sie ein ,ma ,mehl1 und whrend sie mit der linken ,hand die ,terrine festhlt1 knetet sie mit der rechten das ,mehl und macht daraus einen ,teig4 ,das ,wasser gengt nicht2 sie nimmt mit der linken ,hand ,wasser1 knetet mit der rechten weiter und balanciert dabei die ,terrine mit groem ,geschick4 ,fast eine ,stunde lang wird der ,teig so bearbeitet1 bis er schlielich ganz wei und sehr elastisch wird4 ,whrend dieser ,zeit wird der ,backofen geheizt und verruchert das ganze ,haus4 ,nachdem der ,teig fertig ist1 wird er in einzelne ,teile geschnitten1 die man auf eine ,platte legt2 die ,mutter des ,rabbi nimmt ein mit einem ,tuch bedecktes ,kissen -- in der ,art der von ,putzmacherinnen benutzten ,haubenkpfe --1 breitet den ,teig aus1 dann versenkt sie die ,hand in den ,backofen1 drckt den ,teig gegen die erhitzte ,wand und zieht eine ,minute spter einen weien knusperigen1 sehr appetitlichen ,kuchen daraus hervor4 ,welcher ,unterschied zwischen diesem ,gebck und den dicken1 schweren und unverdaulichen ,osterbroten der ,trkei6 ,hier werden sie tglich zweimal frisch gebacken und dabei die grte ,vorsicht zur ,vermeidung des ,chamez angewendet2 es ist sehr mhsam fr die ,hausfrau1 aber ihr ,leben setzt sich nur aus ,arbeit und ,trbsal zusammen4 ,ich kehre in das ,zimmer zurck4 ,der ,oberrabbiner hat inzwischen die ,lampen angezndet und seine ,funktion als ,schochet ausgebt1 indem er vor der ,haustr einen ,hammel und ein ,kalb schlachtete4 ,jetzt ist er wieder hier2 sein ,bruder mit seiner ,familie und einige ,nachbarn sind erschienen1 um dem ,seder beizuwohnen4 ,die ,tafel wird hergerichtet2 sie besteht aus einer niedrigen ,fubank1 um deren ,rand man kreisfrmig ,rben1 ,petersilie und ,kresse legt4 ,das bildet einen etwa #ej cm hohen ,kreis1 dessen ,innenraum von den ,tpfen mit verschiedenen ,ewaren ausgefllt ist4 ,whrend man auf die ,fertigstellung der ,mazzoth wartet1 wird1 wie gewhnlich1 ein religises ,thema diskutiert4 ,zum ,beispiel3 ,warum wird der ,wein der ,arba ,kossoth nicht in ein einziges ,glas gegossen2 warum trinkt man nicht alles auf einmal aus -- hiee das ein ,gesetz oder einen ,brauch verletzen8 ,jeder spricht seine ,meinung aus1 und der ,diener1 ein alter neben dem ,oberrabbiner sitzender ,junggeselle1 erklrt1 man brauche die ,arba ,kossoth1 um viermal statt eines einzigen ,mals den ,segensspruch sprechen zu knnen4 ,auch die ,frauen sind ins ,zimmer gekommen4 ,der lteste ,sohn fllt die ,glser1 man macht ,kiddusch1 wscht sich die ,hnde und liest mit groer ,geschwindigkeit die ,hagadah4 ,da keine ,kinder bei ,tisch sind1 brauchen nicht viele ,erluterungen gegeben zu werden4 ,bei der ,stelle1 wo von den zehn ,plagen die ,rede ist1 wird ein ,scherben herbeigeholt1 in den der ,oberrabbiner zehn ,tropfen ,wein aus seinem ,glase trufelt4 ,man liest weiter4 ,wenn man an dem ,absatz angelangt ist1 der mit den ,worten3 ,bezeth ,jisrael ,mimizrajim8 beginnt1 rufen alle ,anwesenden beim ,schlu jeder ,strophe3 ,hallelujah1 hallelujah68 ,der letzte ,abschnitt der ,hagadah ist ein schner ,gesang zum ,preise des ,schpfers1 der in unseren trkischen ,buchausgaben nicht abgedruckt ist4 ,beim ,karpas8 pflegt man im ,orient und ,okzident ein ,sellerie- oder ,petersilienblttchen in ,essig zu tunken2 hier nimmt man zu einer kleinen ,kugel zusammengerollte ,petersilie -- ungefhr in der ,gre einer ,olive -- und tunkt sie in das ,charoeth4 ,diese ,mischung1 die an den ,mrtel erinnern soll1 den unsere ,vorfahren in gypten herstellen muten1 wird hier aus dreizehn verschiedenen ,zutaten zusammengesetzt3 aus ,datteln1 pfeln1 ,mandeln1 ,sesam1 ,nelken usw4 ,nachdem die ,vorlesung der ,hagadah beendet ist1 wird nach ,landessitte gespeist1 indem alle ihre ,hnde in denselben ,napf stecken4 ,danach kommt das ,tischgebet und das ,sch'foch8 und der ,seder ist vorber4 ,illustration ,am zweiten ,peachabend bin ich beim ,more ,aron ,cohen1 ,richter beim ,beth ,din2 er ist ein prchtiger stattlicher ,greis mit schnem1 langem1 weiem ,bart und immer freundlichem1 sympathischem ,gesicht4 ,der ,imam hatte ihn zum ,oberrabbiner ernennen lassen1 er legte diese ,wrde aber bald ab und nahm dafr den ,posten eines einfachen ,richters an2 er wollte sich ntzlich machen1 ohne dafr ,ehrungen oder ,vorteil zu gewinnen4 ,von ,beruf ,schneider1 nht und stickt er den ganzen ,tag an den ,galamnteln fr die ,araber1 die ihn sehr lieben und ihn gern bei sich empfangen4 ,er ist das ,oberhaupt einer ,patriarchenfamilie1 die er mit ,milde regiert4 ,von seinen fnf verheirateten ,shnen1 die mit ihren ,familien in seinem ,haus wohnen1 sind drei bereits ,grovter4 ,es ist eine ,freude1 in dieses gottgesegnete ,haus zu kommen4 ,illustration ,more ,aron liebt die ,poesie der alten ,bruche und hngt an der ,vergangenheit4 ,der ,wohlklang seiner ,stimme hat sich trotz seines hohen ,alters noch voll erhalten1 darum hat der von ihm abgehaltene ,seder einen groen ,reiz4 ,vor ,beginn der ,vorlesung bricht er eine ,mazzah in zwei ,teile1 hllt sie in ein ,tuch1 legt sie auf die ,schulter und spaziert damit durch das ganze ,haus3 das bedeutet den ,auszug aus gypten4 ,die ,mah nischtanah wird von zwei seiner ,enkel ins ,arabische bersetzt1 damit die ,frauen auch etwas davon verstehen81 erklrt mir der milde ,greis4 ,wenn man das ,kamah ,maaloth ,toboth8 beginnt1 setzen ,mnner und ,frauen sich um die ,tische und heben diese in die ,hhe1 sobald das ,dajenu gesagt wird1 lassen sie die ,tische mit einem ,ruck wieder herunterfallen4 ,die letzten ,strophen werden mit groem ,nachdruck vorgetragen4 ,nach der ,mahlzeit wird in sehr vergngter ,stimmung das ,sch'foch81 das ,hohelied1 das ,echad mi jodea8 und das ,chad ,gadja8 gelesen4 ,erst um ,mitternacht war das ,fest beendet4 ,,der ,,seder ,,des ,,unwissenden4 ,eine chassidische ,legende von ,martin ,buber4 ,rabbi ,levi ,jizchak von ,berditschew htete mit sorglicher ,seele die ,weihe aller ,bruche und gab jedem seinen ,sinn aus der ,tiefe4 ,einmal hatte er den ,seder der ersten ,peachnacht mit aller ,inbrunst und ,andacht gehalten1 also da jedes ,gebot und jede ,sitte lebendig und des ,geheimnisses voll an des ,zaddiks ,tische erschien1 und jedes ,tun der ,menschenhnde und des ,menschenmundes war wie ein glserner ,schrein1 der wunderwirkende ,kleinodien birgt4 ,mit einer ,stimme1 die wie ,saitenspiel war1 erzhlte der ,rabbi die alte ,erzhlung1 und aus seiner ,rede stieg das ,sinnbild auf und leuchtete wie verschleierte ,sterne im ,raume4 ,mizrajim war die ,verbannung der ,seele und das ,rote ,meer ihre ,befreiung4 ,sie hatte dem ,pharao ,stdte bauen mssen1 und die ,frohnvgte hatten sie wund geschlagen4 ,aber die ,lsung wurde gesandt1 und das ,wunder kam1 und die ,dinge der ,welt wandelten ihre ,art1 und der ,tag der ,seele brach an1 und die ,seele ging trockenen ,fues durch das ,meer4 ,so stieg das ,sinnbild aus des ,rabbis ,seele auf und leuchtete ber der ,nacht4 ,und so ging die ,nacht dahin1 und die ,versammelten wurden nimmer mde4 ,und als das ,morgenrot kam1 da schien es ihnen selbst wie ein ,zeichen des ,geheimnisses1 und es war ihnen1 als ob zwei ,sinnbilder einander grten1 das ,wort des ,zaddiks und das ,morgenrot4 ,aber als der ,seder zu ,ende war und ,rabbi ,levi ,jizchak allein in seiner ,kammer sa1 mute er an diese ,nacht denken1 die er gefeiert hatte1 und an den ,seder1 der gewachsen war aus dem ,willen seines ,herzens4 ,und es dnkte ihn schn und vollkommen1 was geschehen war4 ,und er sprach zu ,gott3 ,du ,grund und ,heimat meines ,lebens1 meiner ,seele ,herr und ,herrlichkeit1 wahrlich1 ich habe dir recht gedient in dieser ,nacht und deine ,ehre verkndet in ,flammengesngen48 ,und er hielt inne und horchte auf den ,grund seines ,lebens4 ,aber da war nichts als ,schweigen4 ,da erschrak der ,rabbi1 denn nie noch war ihm dies widerfahren1 und sammelte sein ,herz und sprach mit hastigen ,worten3 ,habe ich nicht mit meinem ,tun getaucht in die ,mysterien deiner ,gnade8 ,habe ich nicht die ungesuerten ,brote erhoben als das ,siegel des ,streites1 den die ,seele um dich streitet1 und das ,bitterkraut gegessen als die ,pflanze des ,leides1 das die ,seele fr dich trgt1 und des ,peachlammes gedacht als des ,zeichens des ,opfers1 in dem die ,seele sich dir entgegenbringt88 ,doch das ,schweigen lagerte wie zuvor4 ,und stammelnd sprach der ,rabbi weiter3 ,habe ich nicht die ,hungrigen gerufen1 da sie kommen und essen1 und auch die noch1 die dahingingen im ,hunger ihrer ,sehnsucht und nicht genhrt worden sind8 ,habe ich nicht die ,durstigen gerufen1 da sie kommen und trinken1 und auch die noch1 die dahingingen im ,durste ihres ,erkennens und nicht gestillt worden sind8 ,und sind nicht die ,geister gekommen und haben gegessen und getrunken an meinem ,tische88 ,aber das ,schweigen lag starr und ungestrt da4 ,da kroch das ,unheil wie ein ,wurm in das ,herz des ,rabbi1 und er warf sich nieder und schrie mit der letzten und zerbrechenden ,stimme3 ,habe ich nicht deine ,tat verkndet1 o ,befreier88 ,da wurde das ,wort wach auf dem ,grunde seines ,lebens1 wie die ,kraft in der ,erde wach wird an einem ,sptwintermorgen1 und das ,wort redete3 ,warum rhmst du dich und nennst schn und vollkommen1 was durch dich geschehen ist8 ,frwahr1 lieblicher ist mir der ,seder ,chajims1 des ,wassertrgers1 als der deine48 ,da erhob sich ,rabbi ,levi ,jizchak zitternd und verstrt und rief seine ,hausleute und seine ,schler zusammen und fragte sie3 ,ist in dieser ,stadt einer1 der ,chajim der ,wassertrger genannt wird8 ,und kennt ihr ihn88 ,da flsterten sie miteinander und unterredeten sich1 und ein ,schler sprach3 ,wir glauben wohl1 da es hier einen ,mann dieses ,namens gibt1 aber wir kennen nichts von ihm und nicht1 wo er wohnt48 ,und ein anderer fgte dazu3 ,sicherlich ist es der ,unwissenden einer4 ,und wohnen mag er wohl an der ,grenze der ,stadt1 wo die ,huser der ,armen sind48 ,da rief der ,zaddik3 ,gehet hin und suchet ihn und bringet ihn eilig zu mir48 ,und sie gingen1 ihn zu suchen4 ,indessen schritt der ,rabbi ,levi ,jizchak in seiner ,kammer hin und her und mhte sich1 seiner ,seele die ,ruhe wiederzubringen4 ,gewi ist es einer von den ,verborgenen18 so redete er ihr zu1 von den heimlichen ,gottesshnen einer1 die in ,knechtesgestalt unter uns leben und ihr heiliges ,wesen hinter rohem und burischem ,getriebe verhllt halten1 also da sie nur ihrem ,herrn sich ffnen und gewhren4 ,einer von den ,sechsunddreiig ist es1 von den ,zaddikim der unsichtbaren ,welt1 die sich ewig erneuern und durch die die ,welt erneuert wird48 ,aber seine ,seele gab sich nicht zufrieden und wehrte ihn ab und sprach3 ,mag es auch einer von diesen sein1 was hat er geschaut1 was ich nicht geschaut htte1 und welchen ,dienst kennt er1 den ich nicht kennte8 ,und in welchem ,abgrund wohnt er1 in dem nicht auch ich wohnte88 ,also redete die ,seele zu ihm und verachtete die ,ruhe und haderte mit dem ,nichts4 ,die ,schler aber liefen in der ,stadt umher und fragten nach ,chajim1 dem ,wassertrger4 ,endlich wurde ihnen sein ,haus gewiesen1 und sie gingen hin und klopften an die ,tr4 ,eine ,frau kam heraus und fragte nach ihrem ,begehr4 ,als sie erfuhr1 wen sie suchten1 verwunderte sie sich und sagte3 ,wohl ist ,chajim1 der ,wassertrger1 mein ,mann4 ,aber er kann nicht mit euch kommen1 denn er hat gestern viel getrunken1 und nun schlft er noch1 und wenn ihr ihn auch wecket1 wird seine ,mdigkeit ihn gefesselt halten1 und er wird seine ,fe nicht zu heben vermgen48 ,jene aber antworteten nur3 ,der ,rabbi hat es befohlen68 und gingen hin und rttelten ihn auf4 ,da sah er sie aus blinzelnden ,augen an und verstand nicht1 wozu sie seiner bedurften1 und wollte sich wieder hinlegen4 ,sie jedoch hoben ihn vom ,lager und nahmen ihn in ihre ,mitte und trugen ihn fast auf ihren ,schultern zum ,zaddik4 ,der lie ihm einen ,sitz in seiner ,nhe geben1 und als er stumm und verwirrt dasa1 neigte er sich zu ihm und sprach3 ,rabbi ,chajim1 mein ,herz1 worauf ging ,euer ,gedanke1 als ,ihr das ,gesuerte zusammensuchtet88 ,da sah ihn jener mit stumpfen ,augen an und schttelte den ,kopf und antwortete3 ,herr1 ich habe mich umgesehen in allen ,winkeln und habe es zusammengesucht48 ,und der ,zaddik fragte weiter3 ,und was hattet ,ihr im ,sinne1 als ,ihr das ,gesuerte verbranntet88 ,da dachte jener nach und betrbte sich und sagte endlich zgernd3 ,herr1 ich habe vllig vergessen1 es zu verbrennen4 ,und nun entsinne ich mich1 es liegt noch auf dem ,balken4 ,und dies mgt ,ihr mir vergeben1 ,herr1 da ich es vergessen habe48 ,als ,rabbi ,levi ,jizchak dies hrte1 ward auch das ,letzte in ihm unsicher2 aber er fragte weiter3 ,und das saget mir noch1 ,rabbi ,chajim3 ,wie habt ,ihr den ,seder gehalten88 ,da war es1 als erwache jenem etwas in ,aug' und ,gliedern1 und er sprach mit weicher und demtiger ,stimme3 ,rabbi1 ich will ,euch die ,wahrheit sagen4 ,seht1 ich habe von je gehrt1 da es verboten ist1 ,branntwein zu trinken die acht ,tage des ,festes1 und da trank ich gestern am ,morgen1 da ich genug habe fr acht ,tage4 ,und da wurde ich mde und schlief ein4 ,und dann weckte mich meine ,frau1 und es war ,abend1 und sie sagte zu mir3 ,warum hltst du nicht den ,seder wie alle ,juden8#8 ,sagte ich3 ,was willst du von mir8 ,bin ich doch ein ,unwissender und mein ,vater war ein ,unwissender1 und ich wei nicht recht1 was tun und was lassen4 ,aber sieh1 das wei ich3 ,unsere ,vter und unsere ,mtter waren gefangen bei den ,zigeunern1 und wir haben einen ,gott1 der hat sie hinausgefhrt in die ,freiheit4 ,und sieh1 nun sind wir wieder gefangen1 und ich wei es und sage dir1 ,gott wird auch uns in die ,freiheit fhren4#8 ,und da sah ich den ,tisch stehen1 und das ,tuch leuchtete wie die ,sonne1 und standen drauf ,schsseln mit ,mazzoth und ,eiern und anderen ,speisen1 und standen ,flaschen mit rotem ,wein1 und da a ich die ,mazzoth mit den ,eiern und trank den ,wein und gab meiner ,frau zu essen und zu trinken4 ,und dann kam die ,freude ber mich1 und ich hob den ,becher zu ,gott und sagte3 ,sieh1 ,gott1 ich trinke diesen ,becher zu dir4 ,und du neige dich zu uns und mache uns frei6#8 ,und so saen wir da und tranken und freuten uns vor ,gott1 und dann kam die ,mdigkeit ber mich1 und ich legte mich hin und schlief ein48 ,also erzhlte ,chajim der ,wassertrger dem ,zaddik von ,berditschew und seinen ,schlern4 ,,das ,,mazzothbacken4 ,von ,leopold ,kompert4 ,vierzehn ,tage vor dem ,osterfeste1 in greren ,gemeinden auch vier ,wochen frher1 werden die ,gemeindeglieder durch den ,schuldiener aufgefordert1 sich zu der am nchsten ,sonntag stattfindenden ,verpachtung des ,ostermehles auf dem ,gemeindehaus einzustellen4 ,auffallend genug erscheinen an diesem ,tage nur sehr wenige1 die ,lust bezeigen1 den ,pacht zu bernehmen4 ,aus ,grnden nmlich1 die man sehr wohl billigen wird4 ,zuerst ist der ,pachtschilling nach dem ,stande der jeweiligen ,fruchtpreise schon so hoch gestellt1 da sich nach aller ,berechnung nur ein ganz kleiner ,gewinn herausfindet4 ,dann ist das ,geschft von einer ,masse ,strapazen1 ,entbehrungen und ,mhen begleitet1 und drittens1 wenn sich der ,pchter ber alle diese ,berge hinwegsetzt1 gert er wieder in ,gefahr1 seine ,popularitt in der ,gemeinde zu verlieren4 ,er kauft schlechtes ,getreide ein1 das ,mehl ist schwarz1 und nun hat er ein ,publikum gegen sich1 das ihn durch volle acht ,ostertage tausendmal in einem ,atem in den ,ostrazismus verurteilt1 denn bei jedem solchen ,brote1 das man geniet1 wird des ,pchters in ,ausdrcken erwhnt1 fr die das groe ,wrterbuch von ,adelung nicht besteht4 ,es ist ein langsames ,gerdertwerden von unten nach oben -- durch volle acht ,tage4 ,illustration ,doch findet sich immerhin jemand1 der den ,mehlpacht bernimmt4 ,barmherzige ,seelen gibt es genug4 ,solche strecken dem ,pchter1 der gewhnlich ber ein uerst geringes ,vermgen zu gebieten hat1 die ,brgschaft vor1 sowie auch die ,einkaufssumme4 ,damit geht er auf den ,getreidemarkt1 kauft ein1 wie und wo er es kann1 natrlich immer in der ,absicht1 so billig als mglich zu kaufen4 ,bis dahin hat das ,geschft noch wenig ,nationales1 wenig ,eigentmliches4 ,dies beginnt erst drauen in der ,mhle4 ,hier fngt eine lange ,reihe von ,mhen und ,strapazen an1 die zu beschreiben einen erklecklichen ,aufwand von ,tinte kosten wrde4 ,die ,mhle1 wo das ,ostermehl gemahlen wird1 mu vor allem von oben nach unten gesubert und ausgefegt werden1 damit ja nicht ein ,stubchen frheren unreinen ,mehles dazwischen kme4 ,dann mu man ein uerst aufmerksames ,auge auf die ,mllerburschen haben1 die absichtlich oder unabsichtlich das ,mehl entheiligen und dem religisen ,gewissen des ,pchters manchen empfindsamen ,hieb versetzen knnen4 ,noch aufmerksamer mu der ,pchter auf die ,finger seiner ,mllerburschen sehen1 damit diese nichts auf den ,boden fallen lassen4 ,solche berflsse kommen dem ,pchter selbst zugut1 auch will er nicht1 da der reiche ,mller so heiliges ,mehl geniee oder gar verkaufe4 ,wenn das ,mahlgeschft vorber1 das ,mehl in ,scke gegeben und heimgefhrt worden ist1 verkndet der ,schuldiener aufs neue1 in der ,synagoge oder in der ,gasse1 man knne kaufen kommen2 der ,verkaufsort sei da und da4 ,nun beeilt sich ein jeder1 seinen ,bedarf an ,ostermehl sobald als mglich zu decken1 damit er nicht zu spt komme4 ,bevor man das ,mehl kaufen geht1 werden sehr ernsthafte ,debatten zwischen den ,eheleuten gepflogen4 ,whrend eines ,jahres sind bedeutende ,vernderungen in der ,familie vorgegangen1 sie hat sich vergrert1 auch sind die ,kinder grer geworden und damit im steigenden ,verhltnis auch das ,zentrum ihres ,lebens1 nmlich der ,magen4 ,die ,mutter mchte gern sparen1 ein ,achtel oder gar ein ,viertel weniger nehmen1 der ,vater aber zeigt lchelnd auf die ,anzahl ihrer ,familienmitglieder4 ,nach langem ,her- und ,hinreden vereinigen sich endlich beide und treffen ein juste milieu1 das allen ,anforderungen der ,familie entsprechen wird4 ,in greren ,gemeinden besteht der ,gebrauch1 von den ,gemeindemitgliedern bei der ,abnahme des ,ostermehles eine ,steuer zu erheben1 deren ,ertrag der ,gemeinde zufllt4 ,je nach dem ,quantum des ,mehles wird diese ,steuer festgesetzt4 ,nun trifft es sich zuweilen1 da der arme1 unbemittelte ,mann1 der fr ein ganzes ,rudel hungriger ,mgen zu sorgen hat1 hher besteuert wird als der reiche1 dem trotz seines ,mammons kein ,kindeslcheln beschert ward -- ein ,miverhltnis1 das aber berhaupt dem ganzen ,steuerkomplex noch immer anklebt und ohne ,verletzung einmal gegebener ,zustnde nicht gehoben werden kann4 ,nun werden die ,backhuser erffnet4 ,grere ,gemeinden zhlen deren mehrere1 kleinere oft nur eines4 ,solche ,backhuser sind entweder ,eigentum von ,individuen oder der ,gemeinde selbst4 ,wo es mehrere gibt1 entsteht zwischen den ,besitzern derselben eine ,rivalitt ganz eigener ,art4 ,der eine stellt seinen ,tarif etwas niedriger und erzielt dadurch eine grere ,masse von ,kunden1 der andere ist prompter in seinen ,bestellungen1 der dritte zeichnet sich wieder durch vortreffliches ,gebck aus4 ,so hat ein jeder seine ,vorzge und sucht sie geltend zu machen4 ,so viel trgt jedoch jedes ,backhaus seinem ,besitzer ein1 da er1 wie man zu sagen pflegt1 die ,ostern herausbringt84 ,treten wir in ein solches ,backhaus ein6 ,heftig durch- und ineinander tnende ,stimmen empfangen den ,eintretenden4 ,wir stehen in einer langen1 von bedeutend azotischen ,dnsten angefllten ,stube1 wo nahe an hundert ,menschen mit dem ,bereiten der ungesuerten ,brote beschftigt sind4 ,sie stehen um lange viereckige1 mit blanken ,kupferplatten bedeckte ,tische herum4 ,wie nach einem ,takte bewegen sich aller ,hnde4 ,der eine hat ein ,stck ,teig vor sich und dehnt es schnell und flink mit dem ,wellholze aus4 ,der andere hat das ,brot bereits fertig1 das in einer kreisrunden1 ganz flachen ,platte besteht2 er nimmt nun noch das ,ruppelholz1 d4 i4 kleine zugespitzte ,stbchen1 womit er das ,brot auf allen ,punkten durchlchert1 damit die ,hitze von allen ,seiten eindringe und der ,suerung vorgebeugt werde4 ,zwischendurch laufen kleine ,buben1 nehmen die ,brote ab1 und tragen sie zum ,ofen hinaus4 ,matzes1 ,matzes68 schreit einer1 der bereits sein ,brot auf dem ,tische beendet liegen hat und frchtet1 es knnte durch die ,lnge der ,zeit suern4 ,und dabei ergrimmt er und stt ,flche aus1 weil die ,hinaustrger der ,brote ihm zu saumselig und faul sind4 ,drei ,personen sind es jedoch1 auf deren ,schultern eine ganze ,welt von ,plagen und ,mhen liegt4 ,der eine ist der ,mehriner81 der andere der ,kneter1 der dritte der ,schieer4 ,diese ,trias ist wahrhaft bewundernswrdig und zugleich bedauernswert1 denn ihre ,beschftigung ist die mhseligste von allen4 ,illustration ,der ,mehriner8 mit das ,mehl und teilt es dem ,kneter zu4 ,der ,teig wird in kupfernen ,kesseln bereitet und bedarf nur einer sehr einfachen ,manipulation1 ,mehl und ,wasser4 ,die ,hauptsorge des ,kneters besteht darin1 da der ,teig sobald als mglich durchknetet sei1 wozu ihm wenige ,minuten gegeben sind4 ,denn durch ein lngeres ,verzgern knnte er in ,fermentation geraten1 und tausend ,argusaugen sind da auf der ,lauer1 die ein jedes ,versehen mit bitterem ,spotte1 ja wohl auch mit ,dispensierung des ,kneters bestrafen knnen4 ,der ,schieer endlich ist niemand anderes als der ,bcker selbst4 ,man denke sich einen ,menschen1 der mit wenigen ,unterbrechungen vierzehn ,tage1 ja sogar drei ,wochen in einem fort der ,hitze des ,ofens ausgesetzt ist1 und man hat eine linde ,vorstellung von langsamem ,verbranntwerden4 ,der ,schieer gehrt gewhnlich der christlichen ,religion an1 wie berhaupt in manchen ,gemeinden auch ,christenmdchen zur ,bereitung der ,osterbrote verwendet werden4 ,sobald ein solches ungesuertes ,brot aus der ,backstube hinausgetragen1 wird es ohne ,weile auf die ,schaufel gelegt und mit ungemeiner ,flinkheit vom ,schieer in den ,ofen getan4 ,nach wenigen ,minuten kehrt es bereits gebacken zurck4 ,hier wird es gewhnlich von der ,hausfrau1 die die ,brote backen lt1 empfangen und lngs eines langen ,tisches1 der mit weien ,linnen bedeckt ist1 aufgestellt4 ,oder ein ganzes ,rudel ,kinder ist es1 das sich diesem ,geschfte mit aller ,freudigkeit hingibt1 gewhnlich die ,kinder der ,hausfrau1 oder1 wenn die nicht1 fremde4 ,diesen lt man als ,entgelt ihrer ,mhe kleine ,fischlein aus ungesuertem ,teige backen1 mit denen sie dann am ,abend in der ,gasse herumrennen1 sie triumphierend ihren ,gespielen hinweisend1 die mit solchen ,trophen noch nicht zu glnzen haben4 ,durch all dies ,gedrnge und ,schreien und ,rufen wandelt aber noch eine ,figur1 deren wir bis jetzt noch nicht erwhnt haben4 ,es ist der ,more ,zedek81 ein ,gelehrter1 der darber zu wachen hat1 da alles in grter ,ordnung und ohne ,verletzung der geringsten religisen ,zeremonie vor sich gehe4 ,er beaufsichtigt den ,mehriner und den ,kneter1 damit dieser den ,teig nicht ber die ,zeit in dem kupfernen ,kessel herumknete1 dann wirft er aufmerksame ,blicke denen zu1 die die ungesuerten ,brote verfertigen1 damit auch sie nicht dem ,gesetze zuwiderlaufen1 das da ungesuerte ,brote will4 ,zuweilen trifft es sich auch1 da man ihm religise ,bedenken vortrgt1 die er zu schlichten hat4 ,ein ungesuertes ,brot war nicht nach rechter ,art durchlchert1 in der ,ofenhitze stiegen ,blasen auf1 oder sonst ein ,gebrechen ist daran zu erblicken4 ,nun kommt die ,hausfrau mit dem fraglichen ,corpus delicti und fragt den ,rabbi1 ob er dieses ,brot fr gltig erklre oder nicht4 ,der ,rabbi schaut es lange mit prfendem ,blicke an und sagt entweder ja oder nein4 ,im verneinenden ,falle wird das ungesuerte ,brot eine ,beute der ,kinder1 und sie teilen sich so frhlich darein1 da man es ihnen ansieht1 sie wrden gar nichts dagegen haben1 wenn der ,rabbi das ganze ,gebck fr ungltig erklren wollte4 ,die grte ,sorge und ,virtuositt wird aber auf die sogenannten ,mizwahbrote8 verwendet4 ,das sind diejenigen ungesuerten ,brote1 die man an den beiden ersten ,abenden des ,osterfestes braucht1 wo der ,hausvater im ,kreise der ,seinigen den ,auszug der ,israeliten aus gypten feiert4 ,diese ,brote sind von einer greren ,beschaffenheit als die anderen1 und die ,mdchen1 die sie verfertigen1 legen eine besondere ,vorsorge an den ,tag1 sie so fein und gro und rund als mglich auszudehnen4 ,auch rivalisieren sie whrend des ,wellens miteinander1 wer von ihnen das grte ,monstrum hervorzubringen imstande sei4 ,ist endlich das ,backgeschft vorber1 so erhalten die ,leute ihren ,lohn1 wobei es gewhnlich zu nicht unbedeutenden ,znkereien kommt4 ,es findet sich da manche sparsame ,hausfrau oder manch knickeriger ,hausherr1 die ber den bedungenen ,lohn nichts von sich lassen wollen81 wie man sagt4 ,denn man begehrte noch ein kleines ,trinkgeld von ihnen1 indem man auf das vortreffliche ,gebcke hinweist1 das man bereitet4 ,lt sich die ,hausfrau bewegen und tut noch etwas hinzu1 so erhlt sie tausend ,segnungen und ,beglckwnschungen1 tut sie es nicht1 so spricht und grollt man sehr viel1 und sie kann gewi sein1 da im nchsten ,jahre die ungesuerten ,brote viel schlechter ausfallen werden als heuer4 ,so ein ,bcker hat fr solche ,seelenkrnkungen ein treffliches ,gedchtnis4 ,wir haben schlielich noch einer ,ehrenbezeugung zu erwhnen1 die bei ,gelegenheit des ,backens der ungesuerten ,brote ausgebt wird4 ,dem ,rabbiner werden am letzten ,tage die ungesuerten ,brote gebacken4 ,wo es eine ,jeschibah 7,hochschule7 gibt1 bernehmen die ,jnger derselben selbst die ,verpflichtung1 fr ihren ,lehrer die ,brote zu kneten1 zu bereiten und backen4 ,auf diese ,art geniet der ,rabbiner drei ,privilegien3 #a4 da er ganz frische1 #b4 ganz makellose und #c4 ganz reine ,brote bekommt4 ,um dieser ,vorteile willen hat sich schon mancher gewnscht1 ,rabbiner zu sein -- anderer zu geschweigen4 ,,der ,,rabbi ,,von ,,bacherach4 ,von ,heinrich ,heine4 ,unterhalb des ,rheingaus1 wo die ,ufer des ,stromes ihre lachende ,miene verlieren1 ,berg und ,felsen mit ihren abenteuerlichen ,burgruinen sich trotziger gebrden1 und eine wildere1 ernstere ,herrlichkeit emporsteigt1 dort liegt1 wie eine schaurige ,sage der ,vorzeit1 die finstere1 uralte ,stadt ,bacherach4 ,nicht immer waren so morsch und verfallen diese ,mauern mit ihren zahnlosen ,zinnen und blinden ,warttrmen1 in deren ,luken der ,wind pfeift und die ,spatzen nisten2 in diesen armselig hlichen ,lehmgassen1 die man durch das zerrissene ,tor erblickt1 herrschte nicht immer jene de ,stille1 die nur dann und wann unterbrochen wird von schreienden ,kindern1 keifenden ,weibern und brllenden ,khen4 ,diese ,mauern waren einst stolz und stark1 und in diesen ,gassen bewegte sich frisches1 freies ,leben1 ,macht und ,pracht1 ,lust und ,leid1 viel ,liebe und viel ,ha4 ,bacherach gehrte einst zu jenen ,munizipien1 welche von den ,rmern whrend ihrer ,herrschaft am ,rhein gegrndet worden1 und die ,einwohner1 obgleich die folgenden ,zeiten sehr strmisch und obgleich sie spterhin unter ,hohenstaufische und zuletzt unter ,wittelsbacher ,oberherrschaft gerieten1 wuten dennoch1 nach dem ,beispiel andrer rheinischen ,stdte1 ein ziemlich freies ,gemeinwesen zu erhalten4 ,dieses bestand aus einer ,verbindung einzelner ,krperschaften1 wovon die der patrizischen ,altbrger und die der ,znfte1 welche sich wieder nach ihren verschiedenen ,gewerken unterabteilten1 beiderseitig nach der ,alleinmacht rangen1 so da sie smtlich nach auen zu ,schutz und ,trutz gegen den nachbarlichen ,raubadel fest verbunden standen1 nach innen aber wegen streitender ,interessen in bestndiger ,spaltung verharrten2 und daher unter ihnen wenig ,zusammenleben1 viel ,mitrauen1 oft sogar ttliche ,ausbrche der ,leidenschaft4 ,der herrschaftliche ,vogt sa auf der hohen ,burg ,sareck1 und wie sein ,falke scho er herab1 wenn man ihn rief1 und auch manchmal ungerufen4 ,die ,geistlichkeit herrschte im ,dunkeln durch die ,verdunkelung des ,geistes4 ,eine am meisten vereinzelte1 ohnmchtige und vom ,brgerrechte allmhlich verdrngte ,krperschaft war die kleine ,judengemeinde1 die schon zur ,rmerzeit in ,bacherach sich niedergelassen und spterhin whrend der groen ,judenverfolgung ganze ,scharen flchtiger ,glaubensbrder in sich aufgenommen hatte4 ,die groe ,judenverfolgung begann mit den ,kreuzzgen und wtete am grimmigsten um die ,mitte des vierzehnten ,jahrhunderts1 am ,ende der groen ,pest1 die1 wie jedes andre ffentliche ,unglck1 durch die ,juden entstanden sein sollte1 indem man behauptete1 sie htten den ,zorn ,gottes herabgeflucht und mit ,hilfe der ,ausstzigen die ,brunnen vergiftet4 ,der gereizte ,pbel1 besonders die ,horden der ,flagellanten1 halbnackte ,mnner und ,weiber1 die1 zur ,bue sich selbst geielnd und ein tolles ,marienlied singend1 die ,rheingegend und das brige ,sddeutschland durchzogen1 ermordeten damals viele tausend ,juden1 oder marterten sie1 oder tauften sie gewaltsam4 ,eine andere ,beschuldigung1 die ihnen schon in frherer ,zeit1 das ganze ,mittelalter hindurch bis ,anfang des vorigen ,jahrhunderts1 viel ,blut und ,angst kostete1 das war das lppische1 in ,chroniken und ,legenden bis zum ,ekel oft wiederholte ,mrchen1 da die ,juden geweihte ,hostien sthlen1 die sie mit ,messern durchstchen1 bis das ,blut herausfliee1 und da sie an ihrem ,peachfeste ,christenkinder schlachteten1 um das ,blut derselben bei ihrem nchtlichen ,gottesdienste zu gebrauchen4 ,die ,juden1 hinlnglich verhat wegen ihres ,glaubens1 ihres ,reichtums und ihrer ,schuldbcher1 waren an jenem ,festtage ganz in den ,hnden ihrer ,feinde1 die ihr ,verderben nur gar zu leicht bewirken konnten1 wenn sie das ,gercht eines solchen ,kindermordes verbreiteten1 vielleicht gar einen blutigen ,kinderleichnam in das verfehmte ,haus eines ,juden heimlich hineinschwrzten und dort nchtlich die betende ,judenfamilie berfielen1 wo alsdann gemordet1 geplndert und getauft wurde1 und groe ,wunder geschahen durch das vorgefundene tote ,kind1 welches die ,kirche am ,ende gar kanonisierte4 ,sankt ,werner ist ein solcher ,heiliger1 und ihm zu ,ehren ward zu ,oberwesel jene prchtige ,abtei gestiftet1 die jetzt am ,rhein eine der schnsten ,ruinen bildet1 und mit der gotischen ,herrlichkeit ihrer langen spitzbgigen ,fenster1 stolz emporschieenden ,pfeiler und ,steinschnitzeleien uns so sehr entzckt1 wenn wir an einem heitergrnen ,sommertage vorbeifahren und ihren ,ursprung nicht kennen4 ,zu ,ehren dieses ,heiligen wurden am ,rhein noch drei andere groe ,kirchen errichtet1 und unzhlige ,juden gettet oder mihandelt4 ,dies geschah im ,jahre #abhg1 und auch zu ,bacherach1 wo eine von diesen ,sankt-,wernerskirchen gebaut wurde1 erging damals ber die ,juden viel ,drangsal und ,elend4 ,doch zwei ,jahrhunderte seitdem blieben sie verschont von solchen ,anfllen der ,volkswut1 obgleich sie noch immer hinlnglich angefeindet und bedroht wurden4 ,je mehr aber der ,ha sie von auen bedrngte1 desto inniger und traulicher wurde das husliche ,zusammenleben1 desto tiefer wurzelte die ,frmmigkeit und ,gottesfurcht der ,juden von ,bacherach4 ,ein ,muster gottgeflligen ,wandels war der dortige ,rabbiner1 genannt ,rabbi ,abraham1 ein noch jugendlicher ,mann1 der aber weit und breit wegen seiner ,gelahrtheit berhmt war4 ,er war geboren in dieser ,stadt1 und sein ,vater1 der dort ebenfalls ,rabbiner gewesen1 hatte ihm in seinem letzten ,willen befohlen1 sich demselben ,amt zu widmen und ,bacherach nie zu verlassen1 es sei denn wegen ,lebensgefahr4 ,dieser ,befehl und ein ,schrank mit seltenen ,bchern war alles1 was sein ,vater1 der blo in ,armut und ,schriftgelahrtheit lebte1 ihm hinterlie4 ,dennoch war ,rabbi ,abraham ein sehr reicher ,mann2 verheiratet mit der einzigen ,tochter seines verstorbenen ,vaterbruders1 welcher den ,juwelenhandel getrieben1 erbte er dessen groe ,reichtmer4 ,einige ,fuchsbrte in der ,gemeinde deuteten darauf hin1 als wenn der ,rabbi eben des ,geldes wegen seine ,frau geheirat habe4 ,aber smtliche ,weiber widersprachen und wuten alte ,geschichten zu erzhlen1 wie der ,rabbi schon vor seiner ,reise nach ,spanien verliebt gewesen in ,sara -- man hie sie eigentlich die schne ,sara -- und wie ,sara sieben ,jahre warten mute1 bis der ,rabbi aus ,spanien zurckkehrte1 indem er sie gegen den ,willen ihres ,vaters und selbst gegen ihre eigne ,zustimmung durch den ,trauring geheiratet hatte4 ,jedweder ,jude nmlich kann ein jdisches ,mdchen zu seinem rechtmigen ,eheweibe machen1 wenn es ihm gelang1 ihr einen ,ring an den ,finger zu stecken und dabei die ,worte zu sprechen3 ,ich nehme dich zu meinem ,weibe nach den ,sitten von ,moses und ,israel68 ,bei der ,erwhnung ,spaniens pflegten die ,fuchsbrte auf eine ganz eigne ,weise zu lcheln2 und das geschah wohl wegen eines dunkeln ,gerchts1 da ,rabbi ,abraham auf der hohen ,schule zu ,toledo zwar emsig genug das ,studium des gttlichen ,gesetzes getrieben1 aber auch christliche ,gebruche nachgeahmt und freigeistige ,denkungsart eingesogen habe1 gleich jenen spanischen ,juden1 die damals auf einer auerordentlichen ,hhe der ,bildung standen4 ,im ,innern ihrer ,seele aber glaubten jene ,fuchsbrte sehr wenig an die ,wahrheit des angedeuteten ,gerchts4 ,denn beraus rein1 fromm und ernst war seit seiner ,rckkehr aus ,spanien die ,lebensweise des ,rabbi1 die kleinlichsten ,glaubensgebruche bte er mit ngstlicher ,gewissenhaftigkeit1 alle ,montag und ,donnerstag pflegte er zu fasten1 nur am ,sabbath oder anderen ,feiertagen geno er ,fleisch und ,wein1 sein ,tag verflo in ,gebet und ,studium1 des ,tages erklrte er das gttliche ,gesetz im ,kreise der ,schler1 die der ,ruhm seines ,namens nach ,bacherach gezogen1 und des ,nachts betrachtete er die ,sterne des ,himmels oder die ,augen der schnen ,sara4 ,kinderlos war die ,ehe des ,rabbi2 dennoch fehlte es nicht um ihn her an ,leben und ,bewegung4 ,der groe ,saal seines ,hauses1 welches neben der ,synagoge lag1 stand offen zum ,gebrauche der ganzen ,gemeinde2 hier ging man aus und ein ohne ,umstnde1 verrichtete schleunige ,gebete1 oder holte ,neuigkeiten1 oder hielt ,beratung in allgemeiner ,not2 hier spielten die ,kinder am ,sabbathmorgen1 whrend in der ,synagoge der wchentliche ,abschnitt verlesen wurde2 hier versammelte man sich bei ,hochzeit- und ,leichenzgen1 und zankte sich und vershnte sich2 hier fand der ,frierende einen warmen ,ofen und der ,hungrige einen gedeckten ,tisch4 ,auerdem bewegten sich um den ,rabbi noch eine ,menge ,verwandte1 ,brder und ,schwestern mit ihren ,weibern und ,kindern1 sowie auch seine und seiner ,frau gemeinschaftliche hme und ,muhmen1 eine weitlufige ,sippschaft1 die alle den ,rabbi als ,familienhaupt betrachteten1 im ,hause desselben frh und spt verkehrten1 und an hohen ,festtagen smtlich dort zu speisen pflegten4 ,solche gemeinschaftliche ,familienmahle im ,rabbinerhause fanden ganz besonders statt bei der jhrlichen ,feier des ,peach1 eines uralten1 wunderbaren ,festes1 das noch jetzt die ,juden in der ganzen ,welt am ,vorabend des vierzehnten ,tages im ,monat ,nissan1 zum ewigen ,gedchtnisse ihrer ,befreiung aus gyptischer ,knechtschaft1 folgendermaen begehen4 ,sobald es ,nacht ist1 zndet die ,hausfrau die ,lichter an1 spreitet das ,tafeltuch ber den ,tisch1 legt in die ,mitte desselben drei von den platten ungesuerten ,broten1 verdeckt sie mit einer ,serviette1 und stellt auf diesen erhhten ,platz sechs kleine ,schsseln1 worin symbolische ,speisen enthalten1 nmlich ein ,ei1 ,lattich1 ,mairettichwurzel1 ein ,lammknochen und eine braune ,mischung von ,rosinen1 ,zimmet und ,nssen4 ,an diesen ,tisch setzt sich der ,hausvater mit allen ,verwandten und ,genossen und liest ihnen vor aus einem abenteuerlichen ,buche1 das die ,hagadah heit1 und dessen ,inhalt eine seltsame ,mischung ist von ,sagen der ,vorfahren1 ,wundergeschichten aus gypten1 kuriosen ,erzhlungen1 ,streitfragen1 ,gebeten und ,festliedern4 ,eine groe ,abendmahlzeit wird in die ,mitte dieser ,feier eingeschoben1 und sogar whrend des ,vorlesens wird zu bestimmten ,zeiten etwas von den symbolischen ,gerichten gekostet1 sowie alsdann auch ,stckchen von dem ungesuerten ,brote gegessen und vier ,becher roten ,weins getrunken werden4 ,wehmtig heiter1 ernsthaft spielend und mrchenhaft geheimnisvoll ist der ,charakter dieser ,abendfeier1 und der herkmmlich singende ,ton1 womit die ,hagadah von dem ,hausvater vorgelesen und zuweilen chorartig von den ,zuhrern nachgesprochen wird1 klingt so schauervoll innig1 so mtterlich einlullend und zugleich so hastig aufweckend1 da selbst diejenigen ,juden1 die lngst von dem ,glauben ihrer ,vter abgefallen und fremden ,freuden und ,ehren nachgejagt sind1 im tiefsten ,herzen erschttert werden1 wenn ihnen die alten wohlbekannten ,peachklnge zufllig ins ,ohr dringen4 ,im groen ,saale seines ,hauses sa einst ,rabbi ,abraham1 und mit seinen ,anverwandten1 ,schlern und brigen ,gsten beging er die ,abendfeier des ,peachfestes4 ,im ,saale war alles mehr als gewhnlich blank2 ber den ,tisch zog sich die buntgestickte ,seidendecke1 deren ,goldfranzen bis auf die ,erde hingen2 traulich schimmerten die ,tellerchen mit den symbolischen ,speisen1 sowie auch die hohen weingefllten ,becher1 woran als ,zierat lauter heilige ,geschichten von getriebener ,arbeit2 die ,mnner saen in ihren ,schwarzmnteln und schwarzen ,platthten und weien ,halsbergen2 die ,frauen1 in ihren wunderlich glitzernden ,kleidern von lombardischen ,stoffen1 trugen um ,haupt und ,hals ihr ,gold- und ,perlengeschmeide2 und die silberne ,sabbathlampe go ihr festliches ,licht ber die andchtig vergngten ,gesichter der ,alten und ,jungen4 ,auf den purpurnen ,sammetkissen eines mehr als die brigen erhabenen ,sessels und angelehnt1 wie es der ,gebrauch heischt1 sa ,rabbi ,abraham und las und sang die ,hagadah1 und der bunte ,chor stimmte ein oder antwortete bei den vorgeschriebenen ,stellen4 ,der ,rabbi trug ebenfalls sein schwarzes ,festkleid1 seine edelgeformten1 etwas strengen ,zge waren milder denn gewhnlich1 die ,lippen lchelten hervor aus dem braunen ,barte1 als wenn sie viel ,holdes erzhlen wollten1 und in seinen ,augen schwamm es wie selige ,erinnerung und ,ahnung4 ,die schne ,sara1 die auf einem ebenfalls erhabenen ,sammetsessel an seiner ,seite sa1 trug als ,wirtin nichts von ihrem ,geschmeide1 nur weies ,linnen umschlo ihren schlanken ,leib und ihr frommes ,antlitz4 ,dieses ,antlitz war rhrend schn1 wie denn berhaupt die ,schnheit der ,jdinnen von eigentmlich rhrender ,art ist2 das ,bewutsein des tiefen ,elends1 der bittern ,schmach und der schlimmen ,fahrnisse1 worinnen ihre ,verwandte und ,freunde leben1 verbreitet ber ihre holden ,gesichtszge eine gewisse leidende ,innigkeit und beobachtende ,liebesangst1 die unsere ,herzen sonderbar bezaubern4 ,so sa heute die schne ,sara und sah bestndig nach den ,augen ihres ,mannes2 dann und wann schaute sie auch nach der vor ihr liegenden ,hagadah1 dem hbschen1 in ,gold und ,sammet gebundenen ,pergamentbuche1 einem alten ,erbstck mit verjhrten ,weinflecken aus den ,zeiten ihres ,grovaters1 und worin so viele keck und bunt gemalte ,bilder1 die sie schon als kleines ,mdchen am ,peachabend so gerne betrachtete1 und die allerlei biblische ,geschichten darstellten1 als da sind3 wie ,abraham die steinernen ,gtzen seines ,vaters mit dem ,hammer entzwei klopft1 wie die ,engel zu ihm kommen1 wie ,moses den ,mizri totschlgt1 wie ,pharao prchtig auf dem ,throne sitzt1 wie ihm die ,frsche sogar bei ,tische keine ,ruhe lassen1 wie er1 ,gott sei ,dank6 versuft1 wie die ,kinder ,israel vorsichtig durch das ,rote ,meer gehen1 wie sie offnen ,maules mit ihren ,schafen1 ,khen und ,ochsen vor dem ,berge ,sinai stehen1 dann auch wie der fromme ,knig ,david die ,harfe spielt1 und endlich wie ,jerusalem mit den ,trmen und ,zinnen seines ,tempels bestrahlt wird vom ,glanze der ,sonne6 ,der zweite ,becher war schon eingeschenkt1 die ,gesichter und ,stimmen wurden immer heller1 und der ,rabbi1 indem er eins der ungesuerten ,osterbrote ergriff und heiter grend emporhielt1 las er folgende ,worte aus der ,hagadah3 ,siehe6 das ist die ,kost1 die unsere ,vter in gypten genossen6 ,jeglicher1 den es hungert1 er komme und geniee6 ,jeglicher1 der da traurig1 er komme und teile unsere ,peachfreude6 ,gegenwrtigen ,jahres feiern wir hier das ,fest1 aber zum kommenden ,jahre im ,lande ,israels6 ,gegenwrtigen ,jahres feiern wir es noch als ,knechte1 aber zum kommenden ,jahre als ,shne der ,freiheit68 ,da ffnete sich die ,saaltre1 und herein traten zwei groe blasse ,mnner1 in sehr weite ,mntel gehllt1 und der eine sprach3 ,friede sei mit euch1 wir sind reisende ,glaubensgenossen und wnschen das ,peachfest mit euch zu feiern48 ,und der ,rabbi antwortete rasch und freundlich3 ,mit euch sei ,frieden1 setzt euch nieder in meiner ,nhe68 ,die beiden ,fremdlinge setzten sich alsbald zu ,tische1 und der ,rabbi fuhr fort im ,vorlesen4 ,manchmal1 whrend die brigen noch im ,zuge des ,nachsprechens waren1 warf er kosende ,worte nach seinem ,weibe1 und anspielend auf den alten ,scherz1 da ein jdischer ,hausvater sich an diesem ,abend fr einen ,knig hlt1 sagte er zu ihr3 ,freue dich1 meine ,knigin68 ,sie aber antwortete1 wehmtig lchelnd3 ,es fehlt uns ja der ,prinz68 und damit meinte sie den ,sohn des ,hauses1 der1 wie eine ,stelle in der ,hagadah es verlangt1 mit vorgeschriebenen ,worten seinen ,vater um die ,bedeutung des ,festes befragen soll4 ,der ,rabbi erwiderte nichts und zeigte blo mit dem ,finger nach einem eben aufgeschlagenen ,bilde in der ,hagadah1 wo beraus anmutig zu schauen war1 wie die drei ,engel zu ,abraham kommen1 um ihm zu verknden1 da ihm ein ,sohn geboren werde von seiner ,gattin ,sara1 welche unterdessen weiblich-pfiffig hinter der ,zelttre steht1 um die ,unterredung zu belauschen4 ,dieser leise ,wink go dreifaches ,rot ber die ,wangen der schnen ,frau1 sie schlug die ,augen nieder1 und sah dann wieder freundlich empor nach ihrem ,manne1 der singend fortfuhr im ,vorlesen der wunderbaren ,geschichte1 wie ,rabbi ,jehoschua1 ,rabbi ,elieser1 ,rabbi ,asarjah1 ,rabbi ,akiba und ,rabbi ,tarfon in ,b'ne-,b'rak angelehnt saen und sich die ganze ,nacht vom ,auszuge der ,kinder ,israel aus gypten unterhielten1 bis ihre ,schler kamen und ihnen zuriefen1 es sei ,tag und in der ,synagoge verlese man schon das groe ,morgengebet4 ,derweilen nun die schne ,sara andchtig zuhrte und ihren ,mann bestndig ansah1 bemerkte sie1 wie pltzlich sein ,antlitz in grausiger ,verzerrung erstarrte1 das ,blut aus seinen ,wangen und ,lippen verschwand1 und seine ,augen wie ,eiszapfen hervorglotzten2 -- aber fast im selben ,augenblick sah sie1 wie seine ,zge wieder die vorige ,ruhe und ,heiterkeit annahmen1 wie seine ,lippen und ,wangen sich wieder rteten1 seine ,augen munter umherkreisten1 ja1 wie sogar eine ihm sonst gar fremde tolle ,laune sein ganzes ,wesen ergriff4 ,die schne ,sara erschrak1 wie sie noch nie in ihrem ,leben erschrocken war1 und ein inneres ,grauen stieg kltend in ihr auf1 weniger wegen der ,zeichen von starrem ,entsetzen1 die sie einen ,moment lang im ,gesichte ihres ,mannes erblickt hatte1 als wegen seiner jetzigen ,frhlichkeit1 die allmhlich in jauchzende ,ausgelassenheit berging4 ,der ,rabbi schob sein ,barett spielend von einem ,ohre nach dem andern1 zupfte und kruselte possierlich seine ,bartlocken1 sang den ,hagadahtext nach der ,weise eines ,gassenhauers1 und bei der ,aufzhlung der gyptischen ,plagen1 wo man mehrmals den ,zeigefinger in den vollen ,becher eintunkt und den anhngenden ,weintropfen zur ,erde wirft1 bespritzte der ,rabbi die jngern ,mdchen mit ,rotwein1 und es gab groes ,klagen ber verdorbene ,halskrausen und schallendes ,gelchter4 ,immer unheimlicher ward es der schnen ,sara bei dieser krampfhaft sprudelnden ,lustigkeit ihres ,mannes1 und beklommen von namenloser ,bangigkeit schaute sie in das summende ,gewimmel der buntbeleuchteten ,menschen1 die sich behaglich breit hin und her schaukelten1 an den dnnen ,peachbrten knoperten1 oder ,wein schlrften1 oder miteinander schwatzten1 oder laut sangen1 beraus vergngt4 ,da kam die ,zeit1 wo die ,abendmahlzeit gehalten wird2 alle standen auf1 um sich zu waschen1 und die schne ,sara holte das groe silberne1 mit getriebenen ,goldfiguren reichverzierte ,waschbecken1 das sie jedem der ,gste vorhielt1 whrend ihm ,wasser ber die ,hnde gegossen wurde4 ,als sie auch dem ,rabbi diesen ,dienst erwies1 blinzelte ihr dieser bedeutsam mit den ,augen1 und schlich sich zur ,tre hinaus4 ,die schne ,sara folgte ihm auf dem ,fue2 hastig ergriff der ,rabbi die ,hand seines ,weibes1 eilig zog er sie fort durch die dunkeln ,gassen ,bacherachs1 eilig zum ,tor hinaus auf die ,landstrae1 die den ,rhein entlang nach ,bingen fhrt4 ,es war eine jener ,frhlingsnchte1 die zwar lau genug und hellgestirnt sind1 aber doch die ,seele mit seltsamen ,schauern erfllen4 ,leichenhaft dufteten die ,blumen2 schadenfroh und zugleich selbstbengstigt zwitscherten die ,vgel2 der ,mond warf heimtckisch gelbe ,streiflichter ber den dunkel hinmurmelnden ,strom2 die hohen ,felsenmassen des ,ufers schienen bedrohlich wackelnde ,riesenhupter1 der ,turmwchter auf ,burg-,strahleck blies eine melancholische ,weise1 und dazwischen lutete eifrig gellend das ,sterbeglckchen der ,sankt ,wernerskirche4 ,die schne ,sara trug in der rechten ,hand das silberne ,waschbecken1 ihre linke hielt der ,rabbi noch immer gefat1 und sie fhlte1 wie seine ,finger eiskalt waren und wie sein ,arm zitterte2 aber sie folgte schweigend1 vielleicht1 weil sie von jeher gewohnt1 ihrem ,manne blindlings und fragenlos zu gehorchen1 vielleicht auch1 weil ihre ,lippen vor innerer ,angst verschlossen waren4 ,unterhalb der ,burg ,sonneck1 ,lorch gegenber1 ungefhr wo jetzt das ,drfchen ,niederrheinbach liegt1 erhebt sich eine ,felsenplatte1 die bogenartig ber das ,rheinufer hinaushngt4 ,diese erstieg ,rabbi ,abraham mit seinem ,weibe1 schaute sich um nach allen ,seiten und starrte hinauf nach den ,sternen4 ,zitternd und von ,todesngsten durchfrstelt stand neben ihm die schne ,sara und betrachtete sein blasses ,gesicht1 das der ,mond gespenstisch beleuchtete1 und worauf es hin- und herzuckte wie ,schmerz1 ,furcht1 ,andacht und ,wut4 ,als aber der ,rabbi pltzlich das silberne ,waschbecken ihr aus der ,hand ri und es schollernd hinabwarf in den ,rhein3 da konnte sie das grausenhafte ,angstgefhl nicht lnger ertragen1 und mit dem ,ausrufe ,schadai voller ,genade68 strzte sie zu den ,fen des ,mannes und beschwor ihn1 das dunkle ,rtsel endlich zu enthllen4 ,der ,rabbi1 des ,sprechens ohnmchtig1 bewegte mehrmals lautlos die ,lippen1 und endlich rief er3 ,siehst du den ,engel des ,todes8 ,dort unten schwebt er ber ,bacherach6 ,wir aber sind seinem ,schwerte entronnen4 ,gelobt sei der ,herr68 ,und mit einer ,stimme1 die noch vor innerem ,entsetzen bebte1 erzhlte er3 wie er wohlgemut die ,hagadah hinsingend und angelehnt sa und zufllig unter den ,tisch schaute1 habe er dort zu seinen ,fen den blutigen ,leichnam eines ,kindes erblickt4 ,da merkte ich8 -- setzte der ,rabbi hinzu -- da unsre zwei spte ,gste nicht von der ,gemeinde ,israels waren1 sondern von der ,versammlung der ,gottlosen1 die sich beraten hatten1 jenen ,leichnam heimlich in unser ,haus zu schaffen1 um uns des ,kindermordes zu beschuldigen und das ,volk aufzureizen1 uns zu plndern und zu ermorden4 ,ich durfte nicht merken lassen1 da ich das ,werk der ,finsternis durchschaut2 ich htte dadurch nur mein ,verderben beschleunigt1 und nur die ,list hat uns beide gerettet4 ,gelobt sei der ,herr6 ngstige dich nicht1 schne ,sara2 auch unsre ,freunde und ,verwandte werden gerettet sein4 ,nur nach meinem ,blute lechzten die ,ruchlosen2 ich bin ihnen entronnen1 und sie begngen sich mit meinem ,silber und ,golde4 ,komm mit mir1 schne ,sara1 nach einem anderen ,lande1 wir wollen das ,unglck hinter uns lassen1 und damit uns das ,unglck nicht verfolge1 habe ich ihm das letzte meiner ,habe1 das silberne ,becken1 zur ,vershnung hingeworfen4 ,der ,gott unserer ,vter wird uns nicht verlassen4 -- ,komm herab1 du bist mde2 dort unten steht bei seinem ,kahne der stille ,wilhelm2 er fhrt uns den ,rhein hinauf48 ,lautlos und mit gebrochenen ,gliedern war die schne ,sara in die ,arme des ,rabbi hingesunken1 und langsam trug er sie hinab nach dem ,ufer4 ,hier stand der stille ,wilhelm1 ein taubstummer1 aber bildschner ,knabe1 der zum ,unterhalt seiner alten ,pflegemutter1 einer ,nachbarin des ,rabbi1 den ,fischfang trieb und hier seinen ,kahn angelegt hatte4 ,es war1 als erriete er schon gleich die ,absicht des ,rabbi1 ja es schien1 als habe er eben auf ihn gewartet2 um seine geschlossenen ,lippen zog sich das lieblichste ,mitleid1 bedeutungstief ruhten seine groen blauen ,augen auf der schnen ,sara1 und sorgsam trug er sie in den ,kahn4 ,der ,blick des stummen ,knaben weckte die schne ,sara aus ihrer ,betubung1 sie fhlte auf einmal1 da alles1 was ihr ,mann ihr erzhlt1 kein bloer ,traum sei1 und ,strme bitterer ,trnen ergossen sich ber ihre ,wangen1 die jetzt so wei wie ihr ,gewand4 ,da sa sie nun in der ,mitte des ,kahns1 ein weinendes ,marmorbild2 neben ihr saen ihr ,mann und der stille ,wilhelm1 welche emsig ruderten4 ,sei es nun durch den einfrmigen ,ruderschlag1 oder durch das ,schaukeln des ,fahrzeugs1 oder durch den ,duft jener ,bergesufer1 worauf die ,freude wchst1 immer geschieht es1 da auch der ,betrbteste seltsam beruhigt wird1 wenn er in der ,frhlingsnacht in einem leichten ,kahne leicht dahinfhrt auf dem lieben1 klaren ,rheinstrom4 ,wahrlich1 der alte1 gutherzige ,vater ,rhein kann's nicht leiden1 wenn seine ,kinder weinen2 trnenstillend wiegt er sie auf seinen treuen ,armen und erzhlt ihnen seine schnsten ,mrchen und verspricht ihnen seine goldigsten ,schtze1 vielleicht gar den uralt versunkenen ,niblungshort4 ,auch die ,trnen der schnen ,sara flossen immer milder und milder1 ihre gewaltigsten ,schmerzen wurden fortgesplt von den flsternden ,wellen1 die ,nacht verlor ihr finstres ,grauen1 und die heimatlichen ,berge grten wie zum zrtlichsten ,lebewohl4 ,vor allen aber grte traulich ihr ,lieblingsberg1 der ,kedrich1 und in seiner seltsamen ,mondbeleuchtung schien es1 als stnde wieder oben ein ,frulein mit ngstlich ausgestreckten ,armen1 als krchen die flinken ,zwerglein wimmelnd aus ihren ,felsenspalten1 und als kme ein ,reiter den ,berg hinaufgesprengt in vollem ,galopp2 und der schnen ,sara war zumute1 als sei sie wieder ein kleines ,mdchen und se wieder auf dem ,schoe ihrer ,muhme aus ,lorch1 und diese erzhle ihr die hbsche ,geschichte von dem kecken ,reuter1 der das arme1 von den ,zwergen geraubte ,frulein befreite1 und noch andre wahre ,geschichten1 vom wunderlichen ,wispertale drben1 wo die ,vgel ganz vernnftig sprechen1 und vom ,pfefferkuchenland1 wohin die folgsamen ,kinder kommen1 und von verwnschten ,prinzessinnen1 singenden ,bumen1 glsernen ,schlssern1 goldenen ,brcken1 lachenden ,nixen444 ,aber zwischen all diesen hbschen ,mrchen1 die klingend und leuchtend zu leben begannen1 hrte die schne ,sara die ,stimme ihres ,vaters1 der rgerlich die arme ,muhme ausschalt1 da sie dem ,kinde soviel ,torheiten in den ,kopf schwatze6 ,alsbald kam's ihr vor1 als setzte man sie auf das kleine ,bnkchen vor dem ,sammetsessel ihres ,vaters1 der mit weicher ,hand ihr langes ,haar streichelte1 gar vergngt mit den ,augen lachte und sich behaglich hin und her wiegte in seinem weiten1 blauseidenen ,sabbathschlafrock444 ,es mute wohl ,sabbath sein1 denn die geblmte ,decke war ber den ,tisch gebreitet1 alle ,gerte im ,zimmer leuchteten1 spiegelblank gescheuert1 der weibrtige ,gemeindediener sa an der ,seite des ,vaters und kaute ,rosinen und sprach hebrisch1 auch der kleine ,abraham kam herein mit einem allmchtig groen ,buche1 und bat bescheidentlich seinen ,oheim um die ,erlaubnis1 einen ,abschnitt der ,heiligen ,schrift erklren zu drfen1 damit der ,oheim sich selber berzeuge1 da er in der verflossenen ,woche viel gelernt habe und viel ,lob und ,kuchen verdiene444 ,nun legte der kleine ,bursche das ,buch auf die breite ,armlehne des ,sessels und erklrte die ,geschichte von ,jakob und ,rahel1 wie ,jakob seine ,stimme erhoben und laut geweint1 als er sein ,mhmchen ,rahel zuerst erblickte1 wie er so traulich am ,brunnen mit ihr gesprochen1 wie er sieben ,jahre um ,rahel dienen mute1 und wie sie ihm so schnell verflossen1 und wie er die ,rahel geheiratet und immer und immer geliebt hat444 ,auf einmal erinnerte sich auch die schne ,sara1 da ihr ,vater damals mit lustigem ,tone ausrief3 ,willst du nicht ebenso dein ,mhmchen ,sara heiraten88 worauf der kleine ,abraham ernsthaft antwortete3 ,das will ich1 und sie soll sieben ,jahr warten48 ,dmmernd zogen diese ,bilder durch die ,seele der schnen ,frau1 sie sah1 wie sie und ihr kleiner ,vetter1 der jetzt so gro und ihr ,mann geworden1 kindisch miteinander in der ,lauberhtte spielten1 wie sie sich dort ergtzten an den bunten ,tapeten1 ,blumen1 ,spiegeln und vergoldeten pfeln1 wie der kleine ,abraham immer zrtlicher mit ihr koste1 bis er allmhlich grer und mrrischer wurde1 und endlich ganz gro und ganz mrrisch444 ,und endlich sitzt sie zu ,hause allein in ihrer ,kammer eines ,samstags ,abend1 der ,mond scheint hell durchs ,fenster1 und die ,tr fliegt auf1 und hastig strmt herein ihr ,vetter ,abraham in ,reisekleidern und bla wie der ,tod1 und er greift ihre ,hand1 steckt einen goldenen ,ring an ihren ,finger und spricht feierlich3 ,ich nehme dich hiermit zu meinem ,weibe1 nach den ,gesetzen von ,moses und ,israel6 ,jetzt aber8 -- setzt er bebend hinzu -- jetzt mu ich fort nach ,spanien4 ,lebewohl1 sieben ,jahre sollst du auf mich warten68 ,und er strzt fort1 und weinend erzhlt die schne ,sara das alles ihrem ,vater444 ,der tobt und wtet3 ,schneid ab dein ,haar1 denn du bist ein verheiratetes ,weib68 -- und er will dem ,abraham nachreiten1 um einen ,scheidebrief von ihm zu erzwingen2 -- aber er ist schon ber alle ,berge1 der ,vater kehrt schweigend nach ,haus zurck1 und wie die schne ,sara ihm die ,reitstiefel ausziehen hilft und besnftigend uert1 da der ,abraham nach sieben ,jahren zurckkehre1 da flucht der ,vater3 ,sieben ,jahr sollt ihr betteln gehn68 und bald stirbt er4 ,so zogen der schnen ,sara die alten ,geschichten durch den ,sinn wie ein hastiges ,schattenspiel3 die ,bilder vermischten sich auch wunderlich1 und zwischendurch schauten halb bekannte1 halb fremde brtige ,gesichter und groe ,blumen mit fabelhaft breitem ,blattwerk4 ,es war auch1 als murmelte der ,rhein die ,melodien der ,hagadah1 und die ,bilder derselben stiegen daraus hervor1 lebensgro und verzerrt1 tolle ,bilder3 der ,erzvater ,abraham zerschlgt ngstlich die ,gtzengestalten1 die sich immer hastig wieder von selbst zusammensetzen2 der ,mizri wehrt sich furchtbar gegen den ergrimmten ,moses2 der ,berg ,sinai blitzt und flammt2 der ,knig ,pharao schwimmt im ,roten ,meere1 mit den ,zhnen im ,maule die zackige ,goldkrone festhaltend2 ,frsche mit ,menschenantlitz schwimmen hintendrein1 und die ,wellen schumen und brausen1 und eine dunkle ,riesenhand taucht drohend daraus hervor4 ,das war ,hattos ,museturm1 und der ,kahn scho eben durch den ,binger ,strudel4 ,die schne ,sara war dadurch etwas aus ihren ,trumereien gerttelt und schaute nach den ,bergen des ,ufers1 auf deren ,spitzen die ,schlolichter flimmerten1 und an deren ,fu die mondbeleuchteten ,nachtnebel sich hinzogen4 ,pltzlich aber glaubte sie dort ihre ,freunde und ,verwandte zu sehen1 wie sie mit ,leichengesichtern und in weiwallenden ,totenhemden schreckenhaftig vorberliefen1 den ,rhein entlang444 es ward ihr schwarz vor den ,augen1 ein ,eisstrom ergo sich in ihre ,seele1 und wie im ,schlafe hrte sie nur noch1 da ihr der ,rabbi das ,nachtgebet vorbetete1 langsam ngstlich1 wie es bei todkranken ,leuten geschieht1 und trumerisch stammelte sie noch die ,worte3 ,zehntausend zur ,rechten und zehntausend zur ,linken2 den ,knig zu schtzen vor nchtlichem ,grauen4448 ,da verzog sich pltzlich all das eindringende ,dunkel und ,grausen1 der dstre ,vorhang ward vom ,himmel fortgerissen1 es zeigte sich oben die heilige ,stadt ,jerusalem mit ihren ,trmen und ,toren2 in goldner ,pracht leuchtete der ,tempel2 auf dem ,vorhofe desselben erblickte die schne ,sara ihren ,vater in seinem gelben ,sabbathschlafrock und vergngt mit den ,augen lachend2 aus den runden ,tempelfenstern grten frhlich alle ihre ,freunde und ,verwandte2 im ,allerheiligsten kniete der fromme ,knig ,david mit ,purpurmantel und funkelnder ,krone1 und lieblich ertnte sein ,gesang und ,saitenspiel -- und selig lchelnd entschlief die schne ,sara4 ,,pessach ,,in ,,russland ,,vor ,,siebzig ,,jahren4 ,von ,pauline ,wengeroff4 ,illustration ,die ,zeit vor ,peach verging in endlosen ,vorbereitungen fr die ,wirtschaft1 fr ,kleider und ,putzsachen4 ,endlich nahte der wichtige ,tag des ,erew-,peach heran4 ,da erreichte die ,arbeit ihren ,hhepunkt6 ,am ,abend vorher wird auch eine rituelle ,handlung vollzogen3 das ,b'dikath ,chamez1 d4 h4 das ,fortschaffen des gesuerten ,brotteiges aus dem ,hause4 ,da begab sich meine ,mutter in die ,kche1 lie sich von der ,kchin einen hlzernen ,lffel und einige ,gnsefedern geben1 wickelte um beides einen weien ,lappen1 nahm ein ,wachskerzchen dazu1 band das ganze mit einem ,bindfaden fest und brachte es in das ,zimmer des ,vaters1 wo sie es auf das ,fensterbrett legte4 ,diese scheinbar bedeutungslosen ,gegenstnde sollten abends bei einer religisen ,handlung verwendet werden4 ,mein ,vater nahm1 nachdem er zu ,abend gebetet hatte1 das ,bndel1 steckte das ,wachskerzchen an und bergab es meinem ,bruder1 dessen ,hand ihm als ,leuchter dienen sollte1 und nun ging der ,feldzug gegen den ,chamez durch das ganze ,haus4 ,jedes ,fensterbrett1 jeder ,winkel1 in dem man ,speisen vermutete1 wurde von meinem ,vater untersucht und von meinem ,bruder mit dem ,wachskerzchen erleuchtet4 ,die aufgefundenen ,krmel wurden mit den ,federn in den ,lffel gescharrt1 nachdem mein ,vater das dazu bestimmte ,gebet gesprochen hatte4 ,wir ,kinder machten uns manchmal den ,spa1 vorher berall ,krmel anzuhufen1 worber sich der ,vater wunderte1 da doch an diesem ,tage die ,fensterbrettchen gewhnlich mit besonderer ,aufmerksamkeit gesubert wurden4 ,so untersuchte er nun grndlich die ,fenster1 und die ,mutter mute sich beeilen1 das noch vorhandene ,brot aus dem ,hause zu rumen1 denn das ,gesetz gebot1 da alles ,brot1 das auf der ,suche durchs ,haus vorgefunden wurde1 gesammelt und verbrannt werde4 ,nachdem diese ,handlung vollbracht war1 speiste man etwas frher zu ,abend als sonst4 ,das inzwischen verborgene ,brot durfte nun zwar auf den ,tisch kommen1 die gesammelten ,brotkrmel im ,lffel aber wurden mit dem ,wachskerzchen und den ,federn in einen ,lappen gebunden und auf dem ,hngeleuchter im ,speisezimmer recht hoch befestigt1 damit es keine ,maus erreiche1 welche die ,krmel sonst wieder zerstreuen knnte4 ,man ging zeitig schlafen1 um am nchsten ,morgen recht frh aufzustehen1 denn um #i ,uhr morgens darf sich kein ,bissen ,brot oder sonstiger ,chamez im ,hause eines religisen ,juden vorfinden4 ,wir ,kinder wurden sehr frh geweckt und muten ,frhstck und ,mittagessen auf einmal verzehren4 ,das ,nationalgericht fr diesen ,morgen ist hei gesottene ,milch mit ,weibrot4 ,doch war meist zu dieser ,stunde schon ein ,braten fertig1 an dem sich mancher ,hausgenosse gtlich tat4 ,und nun rasch1 rasch681 trieb meine ,mutter alle im ,hause an1 auch die ,dienerschaft a doppelt soviel als sonst1 denn es durfte doch nichts vom ,chamez zurckbleiben4 ,wir ,kinder machten allerhand ,spe und verabschiedeten uns dann fr volle acht ,tage vom ,brote4 ,das ,geschirr wurde rasch gewaschen1 und die ,mutter befahl dem ,diener1 alles ins ,speisezimmer zu bringen4 ,von dem teuren ,porzellanservice bis zur letzten ,kupferkasserole wurden alle ,stcke bunt durcheinander auf die ,diele1 den ,tisch1 die ,fenster gestellt und dann mute alles in groe ,kisten gepackt und auf den ,boden gebracht werden1 woher sodann die gefllten ,kisten mit dem ,peachgeschirr herunter getragen wurden4 ,das ,speisezimmer wurde wieder grndlich gereinigt1 die ,fensterbrettchen mit weiem ,papier bedeckt4 ,der groe ,speisetisch wurde auseinander gezogen1 mit einem weien ,tuch oder mit ,papier bedeckt und dann der zu seiner ganzen ,lnge ausgezogene ,tisch mit dickem ,filz1 einer ,schicht ,heu und vieler grauen ,leinwand bedeckt1 die mit kleinen ,ngeln befestigt werden1 das wir ,kinder mit so groer ,neugierde erwarteten1 weil jedes von uns darunter seinen bestimmten ,kos 7kleiner ,becher von hbscher ,form7 hatte4 ,aber damit nicht genug6 ,es gab um diese ,zeit auch an allen ,orten und in allen ,zimmern viel ,interessantes fr uns zu sehen1 besonders im ,hof1 wo alle ,holztische und -bnke zum ,kaschern aufgestellt waren4 ,man go die ,bank oder den ,tisch mit siedendem ,wasser1 strich mit einem zum ,glhen gebrachten ,eisen darber hin und her und schttete dann gleich kaltes ,wasser auf die ,gegenstnde4 ,illustration ,auer diesem ,schauspiel gab es aber noch etwas ,groartigeres3 der ,vater erschien nmlich in der ,kchentr mit dem ,chamez von gestern in der ,rechten und lie ,feiwele1 den alten ,wchter1 ,ziegelsteine und trockene ,holzstcke bringen4 ,der ,alte besorgte das blitzschnell1 errichtete aus den ,ziegeln einen kleinen ,herd und legte die ,holzstcke darauf4 ,mein ,vater legte den ,lffel mit den darin befindlichen ,krmeln auf den ,scheiterhaufen und lie das ,holz in ,brand setzen4 ,wir ,kinder liefen hin und her1 um uns1 wenn irgend mglich1 dabei ntzlich zu machen4 ,das trockene ,holz fing sofort ,feuer1 und ein ,flmmchen nach dem andern zngelte aus dem ,scheiterhaufen hervor4 ,und wir ,kinder schrien3 ,seht1 seht1 die ,federn sind schon versengt6 ,der ,lappen brennt schon4448 ,endlich verschlangen die vereinten ,flammen auch den ,lffel1 und es dauerte nicht lnger als zehn ,minuten1 so war das ,autodaf des ,chamez vollzogen4 ,mein ,vater verlie nicht eher den ,schauplatz1 als bis alle berbleibsel des ,scheiterhaufens weggerumt waren1 denn nach der ,vorschrift darf man selbst nicht auf die ,asche treten1 auch wenn es ,nutzen oder ,vergngen8 brchte4 ,wir ,kinder sprangen von da in das ,ezimmer1 wo ,schimen1 der ,meschores8 7der ,diener71 mit dem ,auspacken des ,peachgeschirrs beschftigt war4 ,wir wollten auch hier helfen und von unseren ,kossoth 7,weinbecherchen7 ,besitz ergreifen1 da schmunzelte der ,diener schalkhaft und meinte1 da wir dazu noch nicht gehrig vorbereitet seien4 ,wir waren verblfft und sahen ihn fragend und bestrzt an4 ,mit gleichgltiger ,miene erklrte er1 da wir noch nicht gescheuert und gekaschert seien4 ,wieso gekaschert88 fragten wir4 ,ja1 ja18 versetzte unser ,peiniger1 ,ihr mt heie glhende ,steindelach 7,steinchen7 in den ,mund nehmen1 sie dort herumkollern1 hernach mit kaltem ,wasser aussplen1 ausspucken1 dann erst drft ihr dieses ,geschirr anrhren48 ,wir fanden keine ,antwort und strzten weinend in die ,kche1 wo meine ,mutter in voller ,arbeit war4 ,sie beriet eben mit der ,kchin die ,bereitung des ,indianvogels1 eines riesigen ,truthahns1 der bereits geschlachtet1 gerupft1 gesengt1 gesalzen und dreimal mit ,wasser abgesplt war4 ,jetzt lag er auf dem ,brett1 und die ,kchin hielt ihn mit beiden ,hnden fest1 als wenn er davonfliegen wollte1 whrend die ,mutter1 mit einem groen ,kchenmesser bewaffnet1 den ,hauptschnitt ausfhrte4 ,unweit von diesem ,schauplatz1 rechts von der ,bank1 lag auf einem abgehobelten ,brett in seiner ganzen ,lnge ein silberschuppiger ,hecht aus dem ,flusse ,bug1 noch der kunstgerechten ,behandlung harrend4 ,auf der linken ,seite stand der sauber gescheuerte ,kchentisch1 auf dem sich verschiedene ,schsseln1 ,teller1 ,gabeln1 ,lffel befanden1 ferner ein groer ,korb ,eier1 ein ,topf ,mazzothmehl1 das meine ,schwester eben siebte und aus dem spter die schmackhaften ,torten1 ,mandelkuchen usw4 bereitet wurden4 ,wir wollten nun die ,mutter fragen1 ob ,simon recht htte4 ,aber wir blieben1 von der ,mutter reger ,arbeit gefesselt1 stehen4 ,die schreckliche ,vorstellung von den glhenden ,steindelach im ,mund erprete uns ein leises ,schluchzen und meine jngere ,schwester berredete mich1 die ,mutter doch zu interpellieren4 ,allein die ,mutter kam uns zuvor4 ,ihr war unser ,flstern schon lngst aufgefallen und1 halb verwundert1 halb rgerlich1 fragte sie uns1 weshalb wir so ungestm in die ,kche gestrzt wren4 ,da erzhlten wir mit klglicher ,stimme1 in halben ,stzen1 was der bse ,schimen uns gesagt htte4 ,sie verstand nicht recht und ward ungeduldig4 ,dann schrie sie pltzlich auf3 ,was fr glhende ,steindelach8 ,wer hat sie in den ,mund genommen8 ,wer hat sich mit heiem ,wasser begossen88 ,nach einer langen ,auseinandersetzung erfuhr sie endlich die eigentliche ,ursache unserer ,besorgnis4 ,sie lie ,schimen sofort kommen und verbot ihm energisch1 uns so dummes ,zeug vorzuschwtzen4 ,uns sagte sie1 wir sollten uns waschen und reine ,kattunkleidchen anlegen1 dann wren wir wrdig1 unsere ,kossoth in ,empfang zu nehmen4 ,im ,nu waren wir angekleidet4 ,mit triumphierenden ,mienen sprangen wir ins ,ezimmer und halfen nun das ,geschirr abwischen4 ,whrend meine ,mutter mit dem ,tischdecken und dem ,vorbereiten der verschiedenen kleinen ,symbole fr die ,abendfeier beschftigt war1 kam der ,vater oft und erkundigte sich1 ob nichts vergessen worden sei4 ,zur ,krnung des ,werkes lie die ,mutter noch einige ,daunenkissen und eine weie ,pikeedecke holen und bereitete fr den ,vater zur linken einen ,ruhesitz1 das ,hessebett1 ein hnliches wurde auf zwei ,sthlen fr die jungen ,mnner neben ihren ,sitzpltzen hergerichtet4 ,jeder ,winkel atmete ,sauberkeit und ,behaglichkeit1 und die festliche ,stimmung1 die im ,hause herrschte1 teilte sich jedem mit4 ,die ,abenddmmer stiegen langsam hernieder4 ,die ,teestunde nahte4 ,wir tranken und schlrften das duftige ,getrnk mit besonderem ,behagen1 denn er schmeckte in der trefflichen ,umgebung ganz besonders gut4 ,alles blitzte und funkelte4 ,selbst fr das ,trinkwasser waren neue ,gefe in ,verwendung4 ,nun ging es an die ,toilette6 ,es dauerte nicht lange1 so erschien meine ,mutter festlich gekleidet1 um die ,kerzen anzuznden4 ,sie war zur ,zeit1 die ich schildere1 jung und hbsch4 ,ihre ,haltung war bescheiden und doch selbstbewut4 ,ihr ganzes ,wesen1 ihre ,augen drckten wahre1 tiefe ,ruhe und ,seelenfrieden aus4 ,sie dankte dem ,schpfer fr die ,gnade1 da er sie und ihre ,lieben diesen ,festtag in ,gesundheit hatte erleben lassen4 -- ,ihre ,kleidung war reich wie die einer ,patrizierin jener ,tage4 ,aus ihrer ganzen ,art leuchtete die vornehme1 adlige ,abkunft4 ,mancher von der jungen ,generation wird bei dem ,wort adliger ,abkunft8 spttisch lcheln1 als gbe es keinen jdischen ,adel6 ,freilich hat der ,jude sein ,adelsdiplom weder auf dem ,schlachtfeld noch aus ,knigspalsten fr ,heldentaten auf der groen ,landstrae erworben4 ,den jdischen ,adel gab das geistige ,leben3 lebendiges ,talmudstudium1 ,liebe zu ,gott und den ,menschen4 ,und es traf sich oft1 da zu diesen ,tugenden auch uerer ,reichtum und ,wrden kamen4 ,nachdem meine ,mutter die ,kerzen angezndet hatte1 verrichtete sie ein kurzes ,gebet1 bedeckte sich1 wie es der ,brauch will1 die ,augen mit beiden ,hnden4 ,bei dieser ,gelegenheit konnten wir die kostbaren ,ringe an ihren ,fingern bewundern1 in denen das ,kerzenlicht in allen ,regenbogenfarben glitzerte und flimmerte4 ,besonders der eine blieb mir in ,erinnerung1 der einen groen1 gelben ,brillanten in der ,mitte hatte1 den in lnglicher ,form drei ,reihen weier ,brillanten umschlossen4 ,nun erschienen meine lteren1 verheirateten ,schwestern in reichem ,putz2 man trug in den vierziger ,jahren statt des goldgestickten1 schmalen ,rockes einen faltenreichen1 breiten ,rock1 der aber weder ,reifrock noch ,turnre besa1 die den jugendlichen ,krper verunstalteten4 ,auch meine vier unverheirateten ,schwestern bis zur allerkleinsten trugen ,schmuck4 ,die ,sedertafel glnzte und strahlte1 der ,meschores 7,diener7 hatte einen neuen ,kaftan an1 sein ganzes ,auftreten atmete feierliches ,selbstbewutsein1 als bediente er an diesem ,abend aus ,liebenswrdigkeit1 ,geflligkeit1 nicht aus ,pflicht1 als fhlte er sich den ,herrschaften gleich4 ,er brachte das silberne ,becken und viele ,handtcher4 ,man erwartete die ,herren aus dem ,bethause1 die auch bald erschienen4 ,schon beim ,hereintreten meines ,vaters fhlten wir an dem ,ton1 mit dem er laut ,gut ,jom ,tow8 7,guten ,feiertag7 sagte1 eine gewisse ,feierlichkeit1 eine wohltuende ,vergngtheit4 ,er lie meinen ,bruder smtliche ,hagadahs bringen und erteilte den ,kindern den ,segen4 ,hierauf nahmen wir an dem ,tische ,platz1 und zwar nach der ,reihe des ,alters4 ,heute durfte auch ,schimen1 der ,meschores1 an einer ,ecke des ,tisches sitzen1 nach patriarchalischer ,art1 womit bekundet wird1 da an diesem ,abend alle gleich sind -- ,herr und ,diener4 ,das ,aussehen meines ,vaters war wrdevoll2 seine groen1 klugen ,augen1 die edlen ,gesichtszge drckten eine innere ,zufriedenheit und ,seelenruhe aus4 ,die mchtige1 rastlose ,stirn zeugte von rastloser ,gedankenarbeit4 ,der lange1 gut gepflegte ,bart vervollstndigte das ehrwrdige1 patriarchalische ,aussehen1 und sein ,verhalten den ,kindern sowie allen anderen gegenber flte1 obwohl er erst vierzig ,jahre zhlte1 ,ehrfurcht ein1 als wre er ein ,greis von achtzig ,jahren4 ,mein ,vater war auf ueres sehr bedacht1 ohne eitel zu sein4 ,der ,ernst der jdischen ,erziehung schtzte gegen solchen ,leichtsinn4 ,seine ,festtagskleidung bestand aus einem langen1 schwarzen ,atlaskaftan4 ,er war der ,lnge nach von beiden ,seiten mit zwei ,samtstreifen besetzt1 neben denen eine ,reihe kleiner schwarzer ,knpfe angebracht waren4 ,die ,kleidung vervollstndigte eine teure pelzverbrmte ,mtze 7,streimel genannt7 und ein breiter ,atlasmantel um die ,lenden4 ,von dem weien ,leinenhemd war blo der ,kragen sichtbar1 der vorteilhaft den schwarzen luxurisen ,anzug hervorhob4 ,auch das rote ,foulardtaschentuch fehlte nicht4 ,mein ,vater lie sich gemtlich auf seinen ,sitz nieder1 legte eine prchtige ,schnupftabaksdose mit dem roten ,foulardtaschentuch auf den ,tisch zu seiner ,rechten und begann in der ,hagadah zu lesen4 ,er bat die ,mutter1 ihm die einzelnen ,gerichte von den ,tellern zu reichen1 auch die jngeren ,herren folgten seinem ,beispiel4 ,dann fllte die ,mutter auf eine besondere ,bitte des ,vaters hin den ,becher mit ,rotwein4 ,die verheirateten ,schwestern fllten hierauf auch ihren ,mnnern die ,becher1 whrend unsere ltere1 unverheiratete ,schwester das ,amt des ,einschenkens bei uns ,kindern und den anderen ,tischgenossen1 selbstverstndlich auch beim ,meschores1 versah4 ,jeder der ,herren bekam auf seinen ,teller drei ,sch'murah-,mazzoth1 zwischen denen sich bereits die ,seroa1 ein wenig von dem vorbereiteten ,meerrettich1 ein wenig ,salat1 ,charoeth1 ein gebratenes ,ei1 ein ,radieschen befanden4 ,das alles war mit einer weien ,serviette bedeckt4 ,der ,vater nahm den ,becher ,wein in seine rechte ,hand1 sagte das ,kidduschgebet und leerte das ,glas4 ,alle ,tischgenossen folgten seinem ,beispiel1 nachdem sie ,amen gesagt hatten4 ,meine ,mutter fllte von neuem die ,becher1 die anderen ,frauen taten es wieder fr ihre ,mnner1 whrend die ,becher der anderen ,tischgenossen mit sem ,rosinenwein gefllt wurden4 ,dann nahm der ,vater das ,gedeck mit allen darauf befindlichen ,dingen in die rechte ,hand1 hob es in die ,hhe und sprach dabei laut das ,kapitel ,ha lachma anja4 ,die mnnlichen ,tischgenossen wiederholten den ,satz bis zum zweiten ,kapitel ,mah nischtanah1 den sogenannten vier ,fragen1 welche das jngste ,kind bei ,tische zu fragen hat4 ,der ,vater antwortete mit bewegter ,stimme aus der ,hagadah lesend3 ,awadim hajinu48444 ,knechte waren wir bei ,pharao in ,mizrajim1 und htte uns damals ,gott der ,allgtige in seiner ,allmacht nicht erlst1 und wren wir nicht von dort ausgezogen1 wren wir1 unsere ,kinder und ,kindeskinder1 bis jetzt noch ,sklaven gewesen4 ,und wenn wir auch alle kluge ,schriftgelehrte wren1 so ist es dennoch unsere ,pflicht1 vom ,auszug aus gypten zu erzhlen48 ,bei diesen ,worten brach der ,vater immer in ,trnen aus1 -- er konnte und durfte seinem ,schpfer gewi aus vollem ,herzen danken1 wenn er seinen ,blick ber die schne ,tafelrunde schweifen lie und die junge1 hbsche ,frau mit den blhenden ,kindern1 die kostbar geschmckt dasaen1 sah6 ,er durfte sich wirklich im ,vergleich zu jener ,zeit der ,sklaverei als einen ,frsten betrachten4 ,nun folgten die ,psalmen1 die als ,hallelgebet zusammengefat sind1 dann nach oftmaligem ,hndewaschen die ,erklrung1 warum wir an diesem ,abend die vielen bitteren ,kruter essen4 ,es ist zur ,erinnerung daran1 da unsere ,vorfahren reich an ,bitternissen waren1 und da sie1 durch die ,wste ziehend1 keine andere ,erquickung hatten als bittere ,kruter4 ,hierauf brachen die ,herren die mittlere der drei ,mazzoth entzwei1 legten die eine ,hlfte unter das ,polster zum ,aphikomon8 7,nachspeise7 und die andere ,hlfte verteilten sie in kleinen ,stcken unter die ,tischgenossen als ,mozi8 7der ,jude betet vor dem ersten ,bissen ,brot1 vor jeder ,mahlzeit74 ,dann a man vom ,meerrettich3 erstens zu ,maror1 der in ,charoeth getunkt1 so rasch als mglich verschluckt wird1 da dies ohne ,mazzoth geschehen mu4 ,dann der ,korech1 wieder eine ,portion ,meerrettich zwischen zwei ,mazzothstckchen gelegt4 ,fr jeden ,brauch wird zuvor ein bestimmtes ,gebet gesprochen4 ,mit einem ,wort1 man bekam an diesem ,abend den ,meerrettich gehrig zu spren2 und wir muten mit ,trnen in den ,augen zugeben1 da das ,leben unserer ,vorfahren in gypten bitter war4 ,spter wurden ,radieschen und ,eier in ,salzwasser getaucht2 das mundete schon besser1 und endlich kam das ,abendbrot an die ,reihe1 das mit ,pfefferfischen begann1 dem eine fette ,brhe mit ,mazzahmehlklchen folgte und das mit einem feinen frischen ,gemse endete4 ,dann bekam jeder ,tischgenosse von dem aufbewahrten ,aphikomon4 ,nun wurden die ,becher aufs neue mit ,wein gefllt4 ,man go sich ,wasser ber die ,hnde1 was man ,majim ,acheronim8 nennt 7letztes ,wasser71 wobei ein kleines ,gebet verrichtet wurde1 und nun schickte man sich an1 das ,tischgebet zu sagen1 womit gewhnlich einer der ,herren bei ,tische beehrt wurde4 ,am ,schlu des ,gebetes fiel die ganze ,tischgesellschaft mit einem lauten ,amen8 ein2 und nachdem jeder fr sich leise das ,nachtischgebet mitgebetet hatte1 wurden erst die ,becher geleert4 ,und jetzt begann der zweite ,teil der ,hagadah4 ,zum vierten ,male fllte man die ,becher4 ,diesmal wurde auch die groe silberne ,kanne gefllt1 die in der ,mitte aufgestellt und fr den ,propheten ,eliahu bestimmt war4 ,dieser ,brauch findet in den kabbalistischen ,schriften eine ,erklrung4 ,nach der kabbalistischen ,lehre ist alles1 was man in paarweiser ,zahl it oder trinkt schdlich oder es kann zum mindesten schdlich wirken4 ,daher mu bei der ,sedermahlzeit zu den vier ,bechern1 die getrunken werden1 noch ein fnfter gefllt werden4 ,wir ,kinder glaubten fest an die ,volkssage1 da der ,prophet ,eliahu ungesehen hereinkomme und an dem ,becher nippe4 ,wir blickten daher unverwandt nach der ,kanne und wenn sich die uerste ,schicht an der ,oberflche leise bewegte1 waren wir berzeugt1 da der ,prophet anwesend war und uns berrieselte es kalt und hei4 ,smtliche ,becher wurden gefllt und der ,vater befahl dem ,diener1 die ,tr zu ffnen4 ,nun begann man das ,kapitel ,sch'foch chamathcha8 zu rezitieren2 hierauf folgten die ,schlukapitel des ,hallel4 ,und zum ,schlu das allegorische ,liedchen ,chad ,gadja1 ,chad ,gadja81 ,ein ,zicklein1 ein ,zicklein84 ,mit diesen und hnlichen ,versen fand der ,sederabend seinen ,abschlu4 ,jeder hatte seinen vierten ,becher ,wein ausgetrunken4 ,auf den ,gesichtern aller ,tischgenossen sah man die ,abspannung und ,erregtheit infolge des ungewohnten ,weingenusses4 ,meine lteren und jngeren ,geschwister verlieen eine nach der anderen die ,tafel1 ehe noch die ,verse zu ,ende gesungen waren1 was nicht als ,verletzung der ,religion oder der ,hausdisziplin galt4 ,mich aber hielt etwas zurck1 das ich mir um nichts entgehen lassen wollte4 ,es war ,schir haschirim1 das ,hohe ,lied1 das ,lied der ,lieder ,salomos1 von dem ich jedes ,wort1 jeden ,ton mit meiner ganzen ,seele aufnahm4 ,die herrliche ,verschmelzung von ,tnen und ,worten wirkte auf das ,kindesgemt berauschend2 ich lauschte entzckt4 ,das ganze ,lied wurde im ,rezitativ in sieben ,tnen gesungen1 wobei sich mein lterer ,schwager ,david ,ginsburg besonders auszeichnete1 und hat sich so lebhaft1 so unvergelich meiner ,seele eingeprgt1 da ich den ,anfang noch heute1 an meinem spten ,lebensabend1 auswendig kann4 ,was gbe ich darum1 noch einmal in meinem ,leben das ,lied so schn singen hren zu knnen4 ,auch meine ,mutter pflegte gewhnlich noch bei ,tische zu bleiben4 ,meine ,mutter ermahnte mich dann mehr als einmal1 zu ,bett zu gehen4 ,ich aber bat1 noch bleiben zu drfen1 was sie mir fr ein ,weilchen auch gestattete4 ,als sie aber merkte1 wie md und abgespannt ich war1 erfolgte eine zweite ,ermahnung1 und ich wiederholte meine frhere ,bitte noch instndiger4 ,meine ,stimme war wahrscheinlich dabei so innig1 da ich die ,erlaubnis erhielt4 ,ich gab mir ,mhe1 nicht mde zu erscheinen und kroch auf einem im ,winkel stehenden groen ,armstuhl und hrte mit wahrem ,seelengenu dem ,gesange zu4 ,bis zum ,schlu hielt ich es aber nicht aus1 und ich erwachte erst auf meinem ,lager1 als meine ,njanja mich entkleidete und zurecht legte4 ,ich wurde dabei munter1 schlief aber bald wieder in der seligsten ,stimmung ein und erwachte am ,morgen mit der gleichen frohen und vergngten ,laune4 ,alles im ,hause war festlich geschmckt2 berall feierliche1 herrliche ,osterstimmung6 ,drauen strahlte der ,frhlingssonnenschein vom heiteren ,himmel herab4 ,die ,luft war mild und warm4 ,die ganze ,natur schien ein festliches ,kleid angelegt zu haben1 wie wir alle im ,hause4 ,o goldene ,kinderzeit im ,elternhause1 wie schn bist du6 ,,die ,,chagigah ,,von ,,rechoboth4 ,von ,julius ,heilbrunn4 ,illustration ,ich hatte meinen ,aufenthalt in ,erez ,israel 7anllich der ,turnfahrt #aiac7 um eine ,woche ber die geplante ,zeit hinaus verlngert1 um den ,seder in ,jeruschalajim und die ,chagigah in ,rechoboth mitzuerleben4 ,ich habe den ,entschlu nicht bereut4 ,ein freundlicher ,zufall lie mich auf dem ,rckwege von ,haifa nach ,jerusalem das seltsame ,peachopfer der ,samaritaner auf dem ,berge ,garisim sehen1 das wie eine tolle unwahrhaftige ,phantasie in meiner ,erinnerung steht4 ,welch bizarre ,mischung von ,urtradition und modernstem ,geschftsgeist6 ,die ,samaritaner bringen seit zweitausend ,jahren die ,peachwoche auf der ,opfersttte in ,zelten zu4 ,die ,zelte vermieten ihnen ,thom4 ,cook ,sons1 wie riesige schwarze ,lettern auf den weien und bunten ,zelttchern verknden4 ,der ,seder in ,jerusalem wich von keinem ,seder irgend eines jdischen ,hauses in der ganzen ,welt ab4 ,deutschland und ,england1 ,ruland und ,sdafrika1 ,kanada und ,australien hatten ihre ,vertreter entsandt4 ,sie alle einte am ,schlu das eine ,gam leschanah habaah bijruschalajim68 ,der ,weg nach ,rechoboth fhrte mich ber ,ekron1 das ich vordem nicht gesehen hatte4 ,als wir kamen1 traten gerade die ,makkabim 7,turner7 an1 um in frischem ,marsch und mit frohem ,lied nach ,rechoboth zu ziehen4 ,es war eine ,freude1 die prchtigen ,gestalten in guter ,haltung1 netter ,tracht und in bester ,stimmung auf diesem ,boden und bei diesem ,marsch zu treffen4 ,so ist an jenem ,tage im ganzen ,land aus den meisten jdischen ,kolonien die ,jungmannschaft aufgebrochen1 um auf dem ,festplatz im mnnlichen ,kampfspiel die ,krfte zu messen4 ,manche kamen auch durch ,kolonien1 die keine ,makkabim zu entsenden hatten4 ,dieser ,durchmarsch verfehlte seine ,wirkung nicht4 ,beschmt stand in solchen ,pltzen die ,jugend dabei2 man ist sofort daran gegangen1 neue ,vereine zu grnden oder schwach gewordene neu zu beleben4 ,am ,tage vor der ,feier trafen wir in ,rechoboth ein1 das uns schon vordem lieb geworden war1 weil es am strksten den gesunden ,geist des neuen freien jdischen ,jischub und wirtschaftliche ,selbstndigkeit erkennen lie4 ,mit ,mhe fanden wir ein bescheidenes ,unterkommen4 ,in beiden ,hotels war alles berfllt1 und es bedurfte eifrigen ,zuredens1 bis wir einen ,wirt bewegen konnten1 uns noch aufzunehmen4 ,dann gingen wir1 so schnell es der tiefe ,sand der ,straen erlaubte1 zum ,festplatz4 ,der ,weg fhrt ber die ,birkah81 das groe ,wasserreservoir auf der ,hhe des den ,ort beherrschenden ,berges1 der auch die schne ,synagoge und das ,beth-,am 7,volkshaus7 trgt4 ,da oben sehen wir die ganze ,ansiedlung vor uns ausgebreitet1 die sich teils in geschlossenen ,straenzgen1 teils in einzelnen ,gehften ber die weit ausladenden ,hgel erstreckt4 ,am ,horizont verliert sich der ,blick im ,kranz der ringsumher liegenden reichen ,orangenbojaren4 ,unmittelbar zu unseren ,fen dehnte sich der ,festplatz4 ,schon heute am ,vortage zeigte sich ein lebhaftes ,gewimmel4 ,die ,makkabim bten noch einmal ihre ,gert- und ,freibungen in den einzelnen ,vereinen und wurden dann von ,orloff zu einer ,generalprobe zusammengenommen4 ,die ,fuballgruppen fochten die ersten ,vorkmpfe aus1 die ,reiter fhrten ihre ,pferde vor1 waren stolz1 wenn sie bewundert wurden und liefen einige ,privatrennen untereinander4 ,es ist eine ,lust1 die feurigen1 gutgebauten ,tiere und die schneidigen ,reiter zu sehen1 frische ,jungen1 ,schomrim 7,wchter7 und ,kolonistenshne1 ein wildes1 ungebrdiges ,volk1 denen die ,freude am ,reiten und ,schieen aus den blanken ,augen blitzt1 wunderhbsch in ihrem schmucken weien1 weit ber den ,nacken fallenden ,kopftuch1 das sie von den ,beduinen bernommen haben1 weil es ebenso schn wie praktisch ist4 ,zum erstenmal hatte man auf ,anregung des ,koloniearztes ,dr4 ,moskowitz1 der die ,organisation des ganzen ,festes mit geschickter und energischer ,hand leitet1 eine ,ausstellung von landwirtschaftlichen und industriellen ,erzeugnissen versucht4 ,es war ein kleiner1 aber wohlgelungener ,anfang4 ,das ,syndikat der ,weinbauern hatte sein ,zelt mit freiem ,weinausschank1 einzelne ,kolonisten hatten besonders groe1 gut geratene ,frchte ausgestellt1 ein ,holzwarenfabrikant zeigte sehr interessante ,produkte der ,verwendung des ,eukalyptusholzes1 ein ,aussteller landwirtschaftliche ,maschinen mit eigenen ,erfindungen und ,verbesserungen1 die den ,bedrfnissen des ,landes angepat waren4 ,wir trafen noch alles in voller ,vorbereitung an2 die ,frauen der leitenden ,mnner waren bemht1 die ,ausstellungszelte mit dem ,schmuck des ,landes1 mit ,blten und mit ber mannsgroen ,palmblttern zu verschnern4 ,nicht ungern stellten wir beschftigungslosen ,ausstellungsbummler uns ihnen bei dieser ,arbeit zur ,verfgung4 ,es wurde auch nicht vergessen1 fr die leiblichen ,bedrfnisse des kommenden ,tages zu sorgen4 ,groe ,zelte wurden aufgeschlagen1 in denen es spter ,tee1 den man dort trotz des guten ,weines viel und leidenschaftlich gern trinkt1 sowie ,obst und mancherlei ,speisen gab4 ,es lag eine ,stimmung erwartungsvoller ,vorfreude ber dem ,platz4 ,dann kam ein ,abend1 ein stiller1 friedvoller1 mondlos dunkler ,dorfabend4 ,der nchste ,tag enttuschte die ,erwartungen nicht4 ,schon frh strmten von allen ,seiten groe ,massen ,volkes zu ,pferd1 zu ,esel und zu ,wagen herbei4 ,bald sammelte sich eine zahlreiche ,wagenburg auf der einen ,seite des ,festplatzes4 ,am strksten wurde der ,zuflu1 als der ,extrazug1 den die ,eisenbahn von ,tel ,awiw1 dem jdischen ,viertel von ,jaffa1 aus eingelegt hatte1 in ,ramleh angekommen war und seine ,insassen sich in langer ,kolonne heranwlzten4 ,viertausend ,menschen bedeckten in unendlichem ,gewimmel den ,festplatz4 ,sehr viele ,araber waren darunter1 die mit unverhohlenem1 schweigsamem ,staunen das fremde ,bild betrachteten4 ,ganz ungezwungen1 wenn auch meist in geschlossenen ,gruppen1 bewegten sich zahlreiche ,jemeniten unter der frhlichen ,menge4 ,eine fleiige ,kapelle lie ihre lustigen ,weisen ber das ,feld hin ertnen4 ,wir trafen ,bekannte aus dem ganzen ,lande wieder1 begrten uns mit ihnen voll herzlicher gegenseitiger ,freude3 es war1 als ziehe die sechswchige ,fuwanderung noch einmal in wenigen ,stunden an uns vorber4 ,schon am frhen ,morgen waren die ,turner auf dem ,platze4 ,der ,makkabiverband von ,palstina umfate damals #ihj ,turner 7die ,zahl ist inzwischen stndig gewachsen74 ,ein sehr groer ,teil von ihnen war zugegen und gab dem ,fest den ,charakter4 ,es wurden ,gert- und ,freibungen vorgefhrt1 es gab spannende ,fuballwettkmpfe1 ,wettlufe1 ,tauziehen4 ,die einzelnen ,kolonien wetteiferten1 einander den ,rang abzulaufen1 aus ,tel ,awiw hatte das hebrische ,gymnasium seine ,schler in den ,kampf gesandt4 ,gleich nach der ,mittagspause vereinigte ein gewaltiger ,festzug die gesamte mitwirkende ,mannschaft4 ,mit fliegenden ,fahnen zogen die einzelnen ,gruppen des ,zuges wohlgeordnet durch das ,dorf4 ,vor dem ,hause des ,waad 7,gemeinderat der ,kolonie7 hielt man an4 ,der ,rosch hawaad 7,vorsteher71 ,herr ,eisenberg1 trat auf den ,balkon und hielt eine lange1 mit groer ,begeisterung1 vielfach mit ,trnen der ,rhrung aufgenommene ,rede4 ,so wenig ,hebrisch ich verstand1 so merkte ich doch1 da er das heutige ,peach mit dem ,peach von ,mizrajim verglich und auf ein ,peach der ,zukunft hindeutete4 ,das oft wiederholte ,wort ,cheruth 7,freiheit7 war der ,grundton seiner ,ansprache4 ,in diesem ,augenblick war in uns allen die ,wahrheit des oft gesungenen ,am ,jisrael chaj -- ,das ,volk ,israel lebt8 tiefstes ,erlebnis4 ,der ,zug marschierte zum ,festplatz zurck1 die ,wettkmpfe wurden wieder aufgenommen1 die ,reiter absolvierten ihre interessanten ,wettrennen4 ,dabei beteiligte sich auch ,zipporah1 die ,tochter eines ,ansiedlers aus einer der sdlichsten ,kolonien1 ,frau eines ,schomer4 ,beim ,wettrennen gab es einen peinlichen ,zwischenfall1 einen heftigen ,streit1 weil ein ,teilnehmer wegen ,behinderung disqualifiziert werden sollte und dennoch mitreiten wollte4 ,der ,streit wurde geschlichtet1 aber es war doch eine ,dissonanz in dem sonst so harmonisch verlaufenen ,tag4 ,das ,bild wre aber geflscht1 wenn ich dies nicht auch erwhnen wollte4 ,der ,tag ging zur ,neige4 ,die ,siegespreise wurden auf dem ,platze verteilt1 manch gute ,rede noch gehalten1 die letzten ,glser ,wein getrunken -- wobei ich hervorheben mu1 da trotz des freien ,ausschanks von gutem schweren ,wein kein ,betrunkener bei diesem ,volksfest zu finden war4 ,wir verlieen den ,festplatz4 ,der ,weg fhrte uns an der ,synagoge vorbei2 da sie erleuchtet war1 traten wir ein und fanden die ,mitglieder des ,talmudvereins beim ,lernen1 meist alte ,mnner1 aber lauter krftige burische ,gestalten4 ,so reicht sich hier altes und neues jdisches ,leben die ,hand4 ,abends fand im ,beth-,am1 das die ,masse der ,zuhrer nicht fassen konnte1 ein ,neschef1 eine musikalisch-literarische ,abendunterhaltung statt4 ,in die ,tne einer ,sonate von ,beethoven hinein klangen von drauen ab und zu die ,freudenschsse der abfahrenden ,gste4 ,,anmerkungen ,,des ,,herausgebers4 ,zuvrderst schulde ich ,herrn ,s4 ,j4 ,agnon vielen ,dank1 der mir bei der ,auswahl und bersetzung seine sehr wertvolle ,hilfe geliehen hat und ohne dessen ,untersttzung ich damit nicht htte zurechtkommen knnen4 ,von den im ,buche enthaltenen ,stcken sind folgende sieben ursprnglich deutsch geschrieben3 ,zlocisti1 ,die ,peach-,hagadah2 ,peach im ,jemen1 ,buber1 ,der ,seder des ,unwissenden2 ,kompert1 ,das ,mazzothbacken2 ,heine1 ,der ,rabbi von ,bacherach2 ,wengeroff1 ,peach in ,ruland vor siebzig ,jahren2 ,heilbrunn1 ,die ,chagigah4 ,hiervon hat ,herr ,dr4 ,zlocisti das erste ,stck fr dieses ,peach-,buch geschrieben1 ebenso ,herr ,dr4 ,heilbrunn das letzte4 ,peach im ,jemen8 ist einem der ,alliance ,isralite ,universelle erstatteten und in der ,zeitschrift ,ost und ,west8 #aijf abgedruckten ,reisebericht entnommen4 ,das ,stck von ,kompert ist aus dessen ,skizzen aus dem ,ghetto8 7geschrieben #ahdf7 im zehnten ,bande seiner smtlichen ,werke 7,leipzig72 das von ,heine bildet das erste ,kapitel seines ,erzhlungsbruchstckes ,der ,rabbi von ,bacherach8 7geschrieben #ahbd-be71 das von ,pauline ,wengeroff ist mit freundlicher ,erlaubnis der ,verfasserin dem ersten ,bande ihrer ,memoiren einer ,urgromutter8 7,berlin #aiaj7 entnommen4 ,zwei ,stcke sind aus dem ,jiddischen bersetzt3 ,der ,tausch8 von ,mendele ,mocher ,sforim und ,der ,zauberknstler8 von ,j4 ,l4 ,perez4 ,das erstere entstammt den ,gesammelten ,schriften von ,mendele dem ,buchhndler81 dem ausgezeichneten1 gemtvollen und volkstmlichen ,humoristen1 und ist von mir bersetzt2 das zweite ist von ,mathias ,acher bertragen und in den ,volkstmlichen ,erzhlungen8 von ,perez 7,berlin1 ,jdischer ,verlag7 enthalten4 ,es behandelt wie so viele ,erzhlungen des ,dichters einen ,stoff aus der legendenhaften ,volkspoesie der chassidischen ,volkskreise4 ,alle brigen 7#ad7 ,beitrge sind aus dem ,hebrischen bersetzt4 ,die das ,buch einleitenden beiden ,stcke sind aus dem zweiten ,buch ,moses und aus der ,peach-,hagadah genommen4 ,die schne ,skizze von ,s4 ,ben-,zion aus ,bilder aus der ,jugend8 7,verlag ,moriah1 ,odessa74 ,das ,stck ,von ,moses81 sowie die weiteren ,stcke ,pharaos ,traum81 ,vom ,auszuge81 ,die ,ordnung beim ,schlachten8 und ,von der ,wallfahrt8 stammen aus der groen ,literatur der ,midraschim 7der an das ,fnfbuch anknpfenden ,erzhlungen1 ,legenden1 ,mrchen1 ,betrachtungen74 ,pharaos ,traum8 ist nach dem ,midrasch ,leben ,moses8 und dem ,midrasch ,wajoscha81 der letzte ,absatz ,von ,moses8 nach dem ,midrasch ,schemoth ,rabba82 die brigen aber nach der ,ausgabe ,sefer haagadah8 von ,bialik und ,rawnitzki 7,odessa1 ,verlag ,moriah7 und bertragen von meinem lieben ,freunde ,dr4 ,hugo ,bergmann4 ,mit reichem ,gute8 ist aus dem dritten ,band der ,schriften von ,a4 ,l4 ,lewinski 7,odessa1 ,verlag ,jabneh72 ,peach in ,jerusalem zur ,rmerzeit8 aus dem ,buche ,schewet ,jehudah8 von ,salomo ,ben ,virga1 herausgegeben von ,dr4 ,m4 ,wiener 7,hannover #ahee72 ,das ,peach der ,samaritaner8 erschien im ,luach ,erez-,israel8 7,palstina-,kalender7 fr #effc 7#aijb-jc71 redigiert von ,a4 ,m4 ,luncz in ,jerusalem4 ,es schildert das ,peachfest1 wie es die ,bewohner von ,sichem 7,samaritaner71 eine merkwrdige jdische ,gruppe1 die leider am ,aussterben ist1 noch heutigen ,tags feiert 7jetzt gibt es ihrer nur mehr etwa #gj ,familien74 ,der ,seder8 von ,agnon ist noch nicht in ,buchform erschienen4 ,den ,bericht von ,z4 ,kasdai ber ,peach in ,kaukasien fanden wir in ,n4 #ge der ,zeitung ,hameliz8 von #aijc4 ,melameds ,hoffnung8 von ,bialik1 bersetzt von ,dr4 ,moritz ,zobel1 ist bisher deutsch nur in der ,welt8 7#aijc1 ,n4 #af7 erschienen4 ,die ,stcke1 wo ein bersetzer nicht genannt ist1 sind von mir bertragen1 doch ist die bersetzung des ,liedchens ,chad gadja8 in der ,hagadah dem zweiten ,kapitel von ,heines ,rabbi von ,bacherach8 entnommen 7mit ,ausnahme des letzten ,verses1 der dort fehlt74 99 99 99 99 99 ,wenn ich zur ,besprechung der ,bilder bergehe1 habe ich auch hier die angenehme ,pflicht1 mit einem ,dank zu beginnen4 ,er gilt ,herrn ,j4 ,h4 ,wagner in ,berlin1 der aus seinen reichen ,bcherschtzen alle ,vorlagen fr die ,reproduktion1 insbesondere die kostbare ,hagadah von ,mantua1 zur ,verfgung gestellt und wertvolle ,ratschlge erteilt hat4 ,nur die ,zeichnung des ,baruch8 7,seite #ah7 und die ,abbildungen aus der ,prager ,hagadah von #aebf 7,randleiste des ,titels7 und ,seite #ee und #acb stammen nicht von ihm4 ,die ,umschlagzeichnung habe ich nach einer ,reproduktion der ,gruppe ,sulamith8 von unserm ,meister ,henryk ,glicenstein angefertigt4 ,der ,rahmen um den ,titel ist aus einer #aebf zu ,prag gedruckten ,hagadah 7unten das ,prager ,wappen74 ,ebendaher das schne ,schmuckblatt zum ,sch'foch auf ,seite #ee1 aus dem auf ,seite #acb ein ,detail wiederholt ist4 ,auf ,seite #e ist das ,titelblatt eines rmischen ,machsor abgebildet1 das im ,jahre #edhb 7#agbb7 von ,jizchak ,jare und ,jakob ,chawer-tob in ,mantua gedruckt wurde4 ,aus diesem ,buche stammen noch die ,abbildungen auf ,seite #aad und #aae4 ,sie illustrieren die ,worte ,mazzah8 und ,maror84 ,seite #ab stellt das ,titelblatt einer von ,moses ,may zu ,metz im ,jahre #eebg 7#agfg7 gedruckten ,hagadah dar4 ,die ,zeichnung zeigt oben ,moses1 der das verirrte ,lamm sucht und an den brennenden ,dornbusch gert2 er hat eben auf ,gottes ,gehei die ,schuhe abgelegt4 ,die beiden unteren ,bildchen auf ,seite #af und #ag 7der ,bse und ,der nicht zu fragen wei7 sind aus der in dem ,werke ,seder ,birkath ,hamason enthaltenen ,hagadah1 gedruckt im ,jahre #eeac 7#agec7 zu ,frankfurt a4 ,o4 von ,doktor ,professor ,grilo4 ,aus demselben ,buche sind noch die ,abbildungen auf ,seite #ah 7die ,fahrt ,abrahams mit dem kleinen ,lot ber den ,strom71 ,seite #bj 7die schwere ,arbeit in ,mizrajim71 ,seite #bi 7,einzug des ,meschiach in ,jerusalem1 vor ihm der ,prophet ,eliahu7 und ,seite #aje 7,hasenjagd74 ,die ,schrift ,baruch auf ,seite #ah entstammt einer ,machsorhandschrift aus dem #ac4 ,jahrhundert1 die auf der ,hamburger ,stadtbibliothek aufbewahrt wird4 ,die ,abbildung auf ,seite #bd 7,lehrer beim ,vortrag7 lieferte ein jdisch-deutsches ,minhagim-,buch1 gedruckt von ,herz ,levy ,rofe 7,arzt7 in ,amsterdam #edhc 7#agbc74 ,ebendaher die ,abbildungen auf ,seite #afj 7,mazzahmehl-,mahlen71 #afd 7,mazzothbacken71 #aic 7,kaschern der ,gefe7 und #aid 7,b'dikath ,chamez1 ,wegrumung des ,gesuerten2 das ,kind unterm ,tische hlt das ,licht74 ,seite #cg zeigt die ,nachbildung des ,titelblattes einer von ,jakob ,proops im ,jahre #eegj 7#ahaj7 zu ,amsterdam gedruckten ,hagadah4 ,die ,abbildungen auf ,seite #eh bis #fa stellen ,szenen aus den ,vorbereitungen fr das ,peachfest dar4 ,das ,kaschern81 das ,scheuern des ,geschirrs1 das ,durchsuchen der ,truhen nach ,chamez1 das ,mehlbeuteln4 ,sie sind in dem ,vorbild1 einer von ,leo von ,modena 7,jehuda ,arje ,memodena7 mit einer ,erluterung herausgegebenen und von ,bragadin in ,venedig #edgf 7#agaf7 gedruckten ,peach-,hagadah ,z'li esch8 von ,sprchen in jdisch-deutscher ,sprache des #ag4 ,jahrhunderts begleitet1 wie3 ,die besucht ihre ,kisten mit groen ,sorgen81 oder3 ,und die scheuert ihr ,geschirr gar fein48 ,dieselbe ,vorlage gab auch die ,bildchen auf ,seite #ge 7,moses und ,aaron71 ,seite #aci 7,mazzah und ,maror7 und ,seite #bji 7,der ,prophet ,jesaia74 ,die kleinen ,bildchen auf ,seite #hj1 #ha1 #aej1 #aea stammen aus einer von ,hirsch ,edelmann in ,knigsberg herausgegebenen kleinen ,hagadah in ,quer-,sedez-,format vom ,jahre #efje 7#ahde74 ,sie stellen dar3 einen von den gyptischen ,frohnvgten geschlagenen ,juden1 die vier ,shne aus der ,hagadah 7der ,bse hlt die ,hnde vor die ,augen und will von nichts wissen71 das ,sedermahl1 die eilige ,flucht aus ,mizrajim4 ,alle brigen ,abbildungen sind den schnen ,hagadah von ,mantua entnommen1 die ,jizchak ,bassan #ecba 7#aefa7 gedruckt und die der ,zensor ,camill ,jaghel #afjc mit seiner eigenhndigen ,unterschrift versehen hat4 ,die ,bilder erklren sich selbst oder aus dem ,text2 das auf ,seite #bg stellt den ,hausvater dar1 der wie ein ,knig8 zu ,tische sitzt und den ,segensspruch ber den ,becher ,weines spricht4 ,w,,rterverzeichnis4 ,afikoman s4 ,epikomon4 ,aramite1 ,bewohner von ,aram 771 ,syrien4 ,arba ,kossoth 7 71 die vier ,becher1 vgl4 ,ko4 ,b'dikath chamez 7 71 ,wegrumen des ,gesuerten4 ,beth-,din 771 ,gericht4 ,beth-,hamidrasch 771 ,bethaus1 ,synagoge4 ,borschtsch 7slawisches ,wort71 ein ,peachgericht1 das hauptschlich aus roten ,rben besteht4 ,chamez 771 ,gesuertes4 ,charoeth 771 ein aus verschiedenen ,ingredienzien bereiteter ser ,wein1 der an den bei den ,frohnarbeiten in ,mizrajim verwendeten ,mrtel erinnern soll4 ,dajan 771 ,richter4 ,epikomon1 ,nachtisch4 ,erew 771 ,vorabend1 ,vortag4 ,erew-,raw 771 ,gesindel1 das sich den abziehenden ,israeliten anschlo4 ,erez-,israel 771 ,palstina4 ,galuth 771 ,verbannung1 ,exil4 ,ginossar 771 die ,gegend von ,tiberias in ,galila 7,nordpalstina7 am ,genezareth-,see4 ,golem 771 knstlicher ,mensch ohne ,seele und ,leben4 ,hawdalah 771 ,zeremonie am ,sabbathausgang4 ,hessebett1 der mit ,polstern versehene ,sitz des den ,seder ,abhaltenden4 ,jalkut 771 ein midraschisches ,werk4 ,jemen1 ,sdarabien4 ,karpas 771 ,petersilie4 ,kiddusch 771 ,segensspruch ber den ,wein4 ,kohanim 771 ,priester4 ,ko 771 ,becher4 ,megillah 771 das ,buch ,esther4 ,melamed 771 ,lehrer4 ,meschiach 771 ,messias1 ,erlser4 ,minchah 771 ,nachmittagsgebet4 ,mischnah 771 ,aufzeichnungen des berlieferten ,gesetzes4 ,mizwah 771 ,gebot1 verdienstliche ,handlung4 ,more 771 ,lehrer4 ,more ,zedek 7 71 ,gelehrter4 ,rabbi 771 ,lehrer1 ,gelehrter2 in der ,anrede3 ,reb4 ,raschi 771 ,rabbi ,sch'lomoh ,jizchaki1 ,verfasser des verbreitetsten ,kommentars zu ,bibel und ,talmud4 ,sabbath hagadol 771 der groe ,sabbath81 ,sabbath vor ,peach4 ,schadai 771 ,allmchtiger4 ,schir haschirim 771 das ,hohelied4 ,sch'murah 771 ,mehl1 das von der ,ernte an fr ,mazzoth aufbewahrt wird4 ,schochet 771 ,schlchter4 ,seroa 771 ,arm1 ,flgel als ,symbol fr den starken ,arm48 ,sus 771 kleine ,mnze4 ,t'fillin 771 ,gebetsriemen4 ,tiberias1 ,stadt im ,norden ,palstinas1 berhmt durch ,heilquellen4 ,zaddik 771 ,wunderrabbi4 ,druck von ,c4 ,schulze ,co41 ,g4 m4 b4 ,h41 ,grfenhainichen4