,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #aije erschienenen ,buchausgabe erstellt4 ,satzzeichen wurden stillschweigend korrigiert4 ,ausdrucksweise und ,rechtschreibung sind oft stark regional gefrbt 7z4,b4 frbig#8 fr farbig#81 ober#8 fr ber#81 usw472 in ,zweifelsfllen wurde die hochdeutsche ,form verwendet4 ,die ,verwendung von #8 bzw4 ss#8 ist im ,original nicht konsequent2 dies wurde so belassen1 wenn im ,text keine vorherrschende ,variante festgestellt werden konnte4 ,der ,name des ,architekten ,max ,benirschke wurde in den ,bildunterschriften gelegentlich flschlicherweise ,bernischke#8 geschrieben4 ,dies wurde im vorliegenden ,text korrigiert4 ,inkonsistente ,schreibweisen wurden beibehalten 7z4,b4 ,parven#8 und ,parvenu#874 ,unwesentliche ,abweichungen zwischen den ,titeln des ,inhaltsverzeichnisses und der ,kapitelberschriften bleiben unkorrigiert4 ,die in der ,druckfehler-,berichtigung#8 angegebenen ,stellen wurden bereits in den ,text mit aufgenommen4 ,desweiteren wurden die folgenden ,passagen korrigiert3 ,s4 #b3 eigenlich#8 eigentlich#8 ,s4 #c3 jahrzehnte lang#8 jahrzehntelang#8 ,s4 #bj3 massvoll#8 mavoll#8 ,s4 #ba3 ,grosstun#8 ,grotun#8 ,s4 #bf3 fat#8 fasst#8 ,s4 #bg3 nocht#8 noch#8 ,s4 #ca3 ,kasetten#8 ,kassetten#8 ,s4 #ch3 ,selbststndigkeit#8 ,selbstndigkeit#8 7harmonisiert7 ,s4 #dj3 von einer#8 vor einer#8 ,s4 #fg3 politierte#8 polierte#8 ,s4 #hh3 achzig#8 achtzig#8 ,s4 #aja3 von einen ,ort#8 von einem ,ort#8 ,s4 #aae3 ,raum und ,mitteln#8 ,raum und ,mittel#8 ,s4 #aag3 aus ,maeterlincks mystischen#8 aus ,maeterlincks mystischem#8 ,s4 #abj3 agelenkt#8 abgelenkt#8 ,s4 #abd3 vernachligt#8 vernachlssigt#82 unter dem ,einflu gekommen#8 unter den ,einflu gekommen#8 ,s4 #abg3 uud#8 und#8 ,s4 #aci3 ,arbeitstitsch#8 ,arbeitstisch#8 ,s4 #adj3 austoben#8 sich austoben#8 ,s4 #ade3 ,sonnenaufgang und -,untergang#8 ,sonnenaufgang und -untergang#8 ,s4 #aeb3 ,flaon#8 ,flacon#8 ,s4 #afd3 ,krber#8 ,krbe#8 ,s4 #afg3 berflig#8 berflssig#8 ,s4 #agc3 der frheren ,kapiteln#8 der frheren ,kapitel#8 ,gesperrt gedruckte ,passagen sind mit ,unterstrichen umgeben 7gesperrt74 ,,joseph ,,aug4 ,,lux ,,die ,,moderne ,,wohnung ,,und ,,ihre ,,ausstattung ,,joseph ,,aug4 ,,lux ,,die ,,moderne ,,wohnung ,,und ,,ihre ,,ausstattung ,,mit #agc ,,bildern ,,und #h ,,farbigen ,,tafeln ,,nach ,,werken ,,und ,,entw,,rfen ,,von ,,modernen ,,architekten ,,und ,,ihren ,,schulen #aije ,,wiener ,,verlag ,,wien ,,und ,,leipzig ,,druck ,,von ,w4 ,,schlenker1 ,,wien1 ,,ix41 ,w,,hringerstrasse #bf4 ,,meiner ,,frau4 ,,inhalt4 ,seite ,tradition und ,moderne #a ,schmcke ,dein ,heim8 #ag ,die sthetik der ,miethswohnung #be ,wnde und ,decke1 ,vorhnge und ,teppiche #ca ,lichtkrper und ,heizkrper #ci ,vorzimmer und ,dienerzimmer #dd ,die ,kche #ej sthetik des ,etisches #ee ,das ,speisezimmer #fd ,der ,salon #fi ,wie man ,bilder hngt #gg ,das ,portrt im ,wohnraum #hd ,plastik im ,zimmer #id ,junggesellenheim und ,herrenzimmer #ajj ,das ,musikzimmer #aab ,schlafzimmer und ,bad #aba ,das ,kinderzimmer #acf ,das ,spielzeug #add ,das ,mdchenzimmer #aea ,blumen am ,fenster #aeh ,blumenkrbe #afc ,die ,offizierswohnung #afe ,die ,arbeiterwohnung #afi ,tradition und ,moderne4 ,illustration3 ,panneau von ,arch4 ,max ,benirschke1 ,dsseldorf4 ,illustration3 ,mbel um #ahbj4 ,schlo ,wetzdorf4 ,ein verblhtes ,lcheln von ,liebenswrdigkeit und lebensfrohem ,behagen ist an den ,dingen der ,biedermeierzeit abzulesen4 ,zu den hellgelben ,kirschholzmbeln1 oder nachgedunkelten ,mahagonimbeln1 zu der unerdenklichen ,flle von ,formen1 ,schrnken und ,tischen aller ,art1 ,damenschreibtischen und ,nhtischen1 stummen ,aufwrtern und ,kommoden1 zu den groblumigen ,mbelbezgen und den hellen ,gardinen1 den ,blumen am ,fenster und den gestickten ,glockenzgen1 zu all der gefhlsseligen ,geburtstagslyrik1 welche den ,proben des huslichen ,kunstfleies von den ,schlummerkissen bis zu des ,hausvaters ,samtkppchen oder ,samtpantoffeln1 eingewebt war1 gehren die ,locken an der ,schlfe1 unter den bebnderten ,florentinerhten hervorquellend1 die weien duftigen ,tllkleider oder schwere ,seide in abgetnten sentimentalen ,farben1 heliotrop1 dunkellila1 altrosa und schwarz4 ,schwind's ,frauengestalten mag man sich dabei gerne vorstellen4 ,der sptgeborene ,enkel blickt mit einer gewissen affektierten1 halb spttischen1 halb gnnerhaften berlegenheit1 hinter der sich nur allzuoft eine unbefriedigte ,sehnsucht verbirgt1 auf jene groelterlichen ,tage zurck1 in denen sich das ,brgertum auf seine ,art auslebte1 und zu jener ,einheit der ,lebensuerungen gelangte1 welche die ,bezeichnung ,stil verdient4 ,eine sptere ,zeit hat diesen ,stil ,biedermeier getauft4 ,in diesem ,worte verdichtet sich fr uns die ,vorstellung einer vollkommen durchgebildeten bodenstndigen ,kultur1 die in ungebrochener ,linie von den gewhnlichen ,tageserscheinungen bis zu den ,gipfelpunkten1 welche die ,namen ,grillparzer1 ,schubert1 ,schwind bezeichnen1 emporsteigt4 ,und ein sonnenhaftes ,lcheln umspielt heute alle ,lippen1 welche dieses ,wort nennen4 ,man war nicht immer so freundlich gesinnt4 ,die jngst verwichene ,zeit1 welche dem ,kultus der historischen ,stile frnte1 hat in das ,wort ,biedermeier jenes ,ma von unsglicher ,verachtung hineingelegt1 welche der ,kosmopolit1 auch der vermeintliche1 fr das ,spiebrgertum immer bereit hat4 ,das ,wort war eigentlich nur gemnzt als ,bettelpfennig fr alles ,lcherliche1 ,gezierte1 ,hausbackene1 ,philisterhafte1 das man1 wenn man durchaus will1 der ,schmachtlockenzeit anmerken konnte4 ,aber die ,zeiten haben sich grndlich gendert und der ,kosmopolitismus1 der in allen ,stilepochen lebte und einen wahren ,unrat von ,geschmacklosigkeit und ,widersinnigkeit aufhufte1 hat einen grlichen ,katzenjammer hinterlassen4 ,wir suchen heute alle volkstmlichen ,kunstlelemente auf1 die wurzelhaft sind1 sofern sie nicht in den letzten fnfzig ,jahren mit ,stumpf und ,stil ausgerottet wurden4 ,wir knpfen dort wieder an1 um uns durch ihr ,vorbild zu strken1 damit auch wir zu ,formen gelangen1 in denen unser ,volk und unsere ,zeit lebt und die vom gewhnlichsten ,alltag bis zu den ergreifendsten uerungen festlicher ,weihe nur eine ungebrochene ,linie aufweist4 ,illustration3 ,interieur um #ahjj4 ,schlo ,wetzdorf4 ,illustration3 ,schreibzimmer der ,grfin ,molly ,zichy-,ferraris ,wien #ahcj nach einem ,gemlde von ,albert ,schindler4 ,illustration3 ,empfangszimmer in einem ,wiener ,brgerhause um #ahdj4 ,illustration3 ,interieur um #ahaj aus ,schlo ,wetzdorf4 ,und wie es oft erging1 was anfnglich ,schimpfwort war1 ward spterhin ,ehrentitel4 ,biedermeiers ,ehrenrettung kann nicht schlagender dokumentiert werden1 als durch den liebevollen ,eifer1 der das alte ,germpel vom ,speicher1 wohin es jahrzehntelang verbannt war1 wieder herunterholt und in den schnsten ,zimmern aufstellt4 ,das ist gewi ein rhrender1 herzerfreuender ,vorgang1 wenn sie wirklich alter ,familienbesitz1 wenn sie also echt sind4 ,zwar werden solche ,zimmer1 die vollstndig mit altem ,hausrat angefllt sind1 den ,eindruck eines ,museums machen1 aber ein solches ,familienmuseum1 mit dem sich viele freundliche ,erinnerungen verknpfen1 wird immer ein besonderer ,schatz sein4 ,weit ber den persnlichen ,wert hinaus1 besitzen sie die ,kraft eines lehrreichen ,beispiels1 welches fr den ,ausbau unserer huslichen ,kultur in groem ,sinne vorbildlich ist4 ,sie sind die ,vorlufer des modernen ,mbels4 ,mit ihrer bezwingenden ,einfachheit und ,anspruchslosigkeit waren die ,rume geeignet1 die ,geberden und ,bewegungen jener gemt- und geistvollen ,menschen mavoll aufzunehmen1 die ,stimme des ,geistes und ,herzens austnen zu lassen1 ohne sie durch den ,unrat der ,geschmacklosigkeit1 durch die ,wirrnis von ,schnrkel und ,stilbrocken1 in denen babylonisch die ,sprachen aller ,vlker und ,zeiten ertnen1 zu beschmen und lcherlich zu machen4 ,aus allen ,winkeln jener ,interieurs1 zwischen dem ernsten1 einfachen ,hausrat1 hinter den weien ,gardinen und zwischen den ,blumen am ,fenster winkt der genius loci freundlich hervor1 und es ist kein ,stuhl und kein ,schrank1 kein ,gegenstand des ,gebrauches1 der nicht den ,geist der ,vorfahren trge1 ihre ,taten1 ihre ,ideale1 das ,wesen ihrer ,persnlichkeit und ihr ,gedchtnis berlieferte4 ,so erscheint uns ,spteren das grovterische1 anspruchslose ,biedermeierzimmer als das traute ,heim von ,menschen1 denen die ,heimat nicht nur ein ,wort oder ,begriff war1 sondern der gesetzmige knstlerische ,ausdruck der ,persnlichkeit in den ,gegenstnden der ,huslichkeit4 ,die ,interieurs frherer ,epochen1 die der ,biedermeierzeit vorausgehen1 besitzen keine solche ,vorbildlichkeit4 ,auch nicht das ,empire ,mbel1 in dem die groe ,historie des barocken ,zeitalters ausklingt4 ,denn die ,voraussetzungen1 die jene historischen ,formen geschaffen haben1 sind von den heutigen grundverschieden4 ,hof und ,kirche herrschten auch in ,kunst und ,kunstgewerbe4 ,aber es ist fr die ,einheit jener ,kultur bezeichnend1 da die berladenen ,formen1 in welchen das ,machtbewutsein der weltlichen und geistlichen ,herrschaft adquaten ,ausdruck fand1 in einem ,grade volkstmlich wurden1 da sie schlielich bis in den einfachsten ,haushalt eindrangen1 als ,abglanz absolutistischer und sacerdotaler ,herrlichkeit4 ,die ,armut der barocken ,originalschpfungen1 die nicht ber die ,reprsentationsrume hinausgingen und das persnliche oder private ,leben in einem ,zustand der grenzenlosen ,verlassenheit belieen1 ist noch wenig beachtet4 ,dem ,parvenu am ,ende des ,jahrhunderts erging es wie den ,kindern mit dem ,mrchenknig3 ,wie wohnten doch die ,knige schn6 ruft er in den ,prunkslen eines alten ,barockschlosses aus1 so mchte ich es auch haben6 ,und alsbald hat er eine stilgerechte ,einrichtung1 alles in billigster1 banalster ,nachahmung4 ,das ,um und ,auf der barocken ,interieurs bestand aus ,sthlen und ,tischen1 aus dem ,paradebett und dem ,sofa4 ,im brigen wohnten auch die ,frsten in einem denkbar schlechten ,zustand und entbehrten alle ,bequemlichkeit1 die heutzutage jedem gewhnlichen ,sterblichen eine selbstverstndliche und unentbehrliche ,sache ist4 ,wer die prunkenden ,barockpalste durchwandert1 die von den alten ,adelsgeschlechtern noch bewohnt werden1 findet am ,ende der berladenen ,prunksle1 gewhnlich im ,obergescho1 einige einfache1 mit brgerlicher ,behaglichkeit1 meistens im ,empire- oder ,biedermeierstil eingerichtete ,gemcher4 ,das ist die eigentliche ,wohnung des ,frsten4 ,es liegt eine feine ,ironie in dieser ,erscheinung1 da der ,frst1 um der niederdrckenden ,wucht seiner ,reprsentationspflichten zu entgehen1 seine ,zuflucht zur brgerlichen ,schlichtheit und ,bequemlichkeit nimmt1 whrend der ,parvenu des #ai4 ,jahrhunderts all sein ,behagen hingibt fr das bischen ,talmiglanz einer stilgerechten ,wohnung4 ,in der ,tat mute der ganze ,reigen historischer ,stile in atemloser ,hetze wiederkehren1 ehe man wieder zu dem vernnftigen ,standpunkte zurckfand1 auf dem bereits unsere ,groeltern standen4 ,die ganze ,barocke hat nicht eine ,form briggelassen1 die fr die heutige ,kultur brauchbar wre4 ,sie bedeutet einen ,abschlu4 ,die ,revolution hat sie samt dem ganzen absolutistischen ,knigtum hinweggefegt4 ,ein strammer militrischer ,zug geht durch die nchsten ,jahrzehnte4 ,der kaiserliche ,stil trgt den ,bedrfnissen der ,zeit ,rechnung1 aber ,empire ist noch sehr aristokratisch4 ,mit dem ,glanz der ,napoleonzeit verschwand auch der ,empire-,stil2 aus dem ,kosmopolitismus und seinem politischen ,katzenjammer flchtete man ins alte romantische ,land1 ,uhland1 ,eichendorff1 ,schubert weckten die schwrmerische ,liebe zur ,natur1 und ein ,einschlag des lndlichen ,elements1 wohl auch schon damals der ,einflu ,englands in ,modedingen1 fhrte zu den biederben1 quadratischen und zylindrischen ,formen des ,biedermeier-,mbels1 an dem ,reminiszenzen aus dem ,barock- und ,empire-,stil als dekorative ,details hngen blieben4 ,das ,brgertum schafft die ,formen1 die es braucht4 ,es will nicht glnzen1 nicht prsentieren1 sondern bequem und behaglich leben4 ,es erfllt seine ,forderungen mit strenger ,sachlichkeit und zugleich mit einem ,erfindungsreichtum1 der erstaunlich ist4 ,unsere ,mbeltypen wurden damals geschaffen4 ,und es bewahrt meistens eine ,feinsinnigkeit1 von der wir uns nicht immer einen richtigen ,begriff gebildet haben4 ,es ist die ,zeit ,adalbert ,stifters4 ,er ist der vollgiltige ,reprsentant seiner ,zeit4 ,biedermeier im besten ,sinne4 ,er erschliet uns die ,interieurs seiner ,zeit1 und die ,interieurs seiner ,traumwelt1 und lt uns alles miterleben1 was wir beim ,betreten eines ,altwiener ,raumes heute noch nachzuempfinden vermgen4 ,alle ,rume dieser ,art sind schwer zugnglicher ,privatbesitz1 nur mehr sprlich in ,vollstndigkeit erhalten1 meistens als ,trdelgut verschleudert1 da und dort ein ,stck4 ,die ,museen die im ,banne der ,kunstgeschichte stehen1 hielten sich zu vornehm1 diese ,dinge zu sammeln1 und auch die ,lebensart unserer ,groeltern zu zeigen4 ,illustration3 ,fenster von ,arch4 ,georg ,winkler4 ,illustration3 ,glasfenster von ,prof4 ,kolo ,moser4 ,illustration3 ,tr mit ,portire von ,architekt ,max ,benirschke1 ,dsseldorf4 ,nun wird die ,frage laut1 was wir mit diesen verjhrten ,dingen1 die so freundlich zu uns sprechen1 anfangen sollen4 ,sie nachahmen8 ,das hiee ein altes ,laster1 das wir beim ,haupttor hinaustreiben1 durch ein ,hinterpfrtchen wieder hineinlassen und den ,zirkel der ,stilhetze mit diesem letzten ,glied schlieen4 ,wie von allem ,vergangenen1 trennt uns auch vom ,biedermeier eine tiefe ,kluft4 ,dennoch sind diese ,dinge wertvoll durch das ,beispiel1 das sie lehren4 ,sie lehren1 wie die ,menschen von damals sichs bequem und gemtlich nach ihrer ,art einrichteten1 und solcherart zu ,ausdrucksformen gelangten1 die organisch aus dem ,leben und seinen ,forderungen hervorgegangen waren1 vielleicht hie und da ein bischen unbeholfen und schwerfllig1 im ganzen aber unbekmmert1 treuherzig und bieder4 ,sie lehren1 da wir es auch so machen mssen4 ,der ,lebende behlt ,recht4 ,viele ,dinge sind konstruktiv so vollkommen1 da man sie fast unverndert aufnehmen knnte1 wenn nicht unsere ,zeit doch wieder ihre eigene ,art htte1 sich auszuprgen4 ,was uns von ,biedermeier trennt1 sechzig1 achtzig ,jahre einer technischen1 sozialen1 wirtschaftlichen1 knstlerischen ,entwicklung mssen durchgreifende ,vernderung des ,lebensbildes herbeifhren4 ,schmen wir uns der ,gegenwart nicht4 ,whrend vor dem ,hause das ,automobil1 das ,fahrrad1 die elektrischen ,bahnen vorbeirasen1 knnen wir im ,innern des ,hauses1 wo wir alle technischen ,vorteile auszuntzen suchen1 vom ,telephon bis zu den elektrischen ,glhkrpern1 nicht den historischen ,biedermeier spielen4 ,das hiee1 da wir uns eben altdeutsch gefhlt haben1 eine ,rolle mit der anderen vertauschen4 ,wohl aber knnen wir ,biedermeier im modernsten ,sinne sein1 indem wir uns treu zu dem bekennen1 was unserer ,zeit gem ist1 so wie es unsere ,grovter fr ihre ,zeit getan haben4 ,dann wird sich von selbst ein gewisser verwandtschaftlicher ,zug mit den vergangenen ,dingen der ,heimat herausstellen1 wie denn berhaupt alles ,echte1 aus wirklichem ,bedrfnis ,herausgeborene1 trotz groer zeitlicher ,trennung verwandter ist1 als man denkt4 ,denn immer ist der ,mensch das ,ma der ,dinge4 ,auch die ,motive aus alter ,kultur wecken in unserem modernen ,gefhl ein ,echo4 ,illustration3 ,pfeiler von ,arch4 ,max ,benirschke1 ,dsseldorf4 ,illustration3 ,pfeiler v4 ,arch4 ,max ,benirschke1 ,dsseldorf4 ,nicht von oben her wird heute der ,stil diktiert1 sondern von unten her4 ,die heutigen ,produktions-,verhltnisse1 die ,entwicklung der ,technik1 der ,industrie haben die neuen sozialen ,grundlagen geschaffen1 aus denen die moderne ,formensprache hervorgegangen ist4 ,welche ,umwlzung hat z4 ,b4 das neue ,beleuchtungswesen auf dem ,gebiete der ,metallindustrie hervorgerufen6 ,die ,erfindung der ,elektrizitt allein hat zu ,beleuchtungskrpern gefhrt1 deren ,formen aus keiner ,tradition geholt werden konnten4 ,so geht es auch mit den anderen ,gebrauchsdingen4 ,das ,auswachsen der ,stdte zu ,weltstdten hat zu neuen1 bis dahin nie gekannten ,lebensformen gefhrt4 ,durch das ,zusammendrngen so vieler ,menschen an einem ,ort und den dadurch bedingten raschen ,austausch und ,verbrauch der ,gter1 hat das ,leben eine auerordentliche knstliche ,steigerung erfahren und den ,typus des ,stadtmenschen verschrft4 ,aus diesen ,verhltnissen ist eine spezifisch moderne ,aufgabe erstanden1 nmlich die3 inmitten des rasselnden ,getriebes der ,fabriken1 des ,straen- und ,geschftsverkehres den ,zustand der ,wohnlichkeit herzustellen1 ,rume zu schaffen1 welche die ,urbanitt der ,sitten und ,lebensgewohnheiten verkrpern1 und als friedliche ,inseln inmitten des hastigen ,welttreibens das ,gefhl der ,heimat wachhalten4 ,in der ,tat1 die moderne ,stadtwohnung ist unser jngstes ,problem4 ,frher kannte man es nicht4 ,denn wie wir oben gesehen haben1 waren die ,wohnungen der ,brger zuerst von den ,ausstrahlungen des ,hofes und des kirchlichen ,hochgefhls bestimmt und spter von den wechselnden allgemeinen ,zeitideen des ,kosmopolitismus1 der ,romantik und noch vor einem ,jahrzehnt von der ,renaissance-,illusion1 vom ,kultus der historischen ,stile4 ,weltstdte im gegenwrtigen ,sinne sind ein sehr junges ,erzeugnis4 ,sie haben die ,wohnungsfrage neu geschaffen4 ,der ,kern dieser ,frage ist ,bentzbarkeit1 ,zweckmigkeit1 ,bequemlichkeit4 ,dazu ist die ,ausntzung aller modernen ,hilfsmittel1 aller technischen ,errungenschaften ,bedingung1 die zu neuen ,lsungen fhrt4 ,gerade die praktischen ,forderungen des ,lebens geben fruchtbare ,anregungen zu neuen ,schnheitsmglichkeiten1 die im ,wesen der ,dinge liegen4 ,auf diesem ,wege gelangen wir zu dem lange gesuchten volkstmlichen ,stil1 welcher der ,ausdruck unserer heutigen allgemeinen ,lebensformen ist4 ,illustration3 ,portire von ,arch4 ,max ,benirschke1 ,dsseldorf4 ,illustration3 ,schablone fr ,wandmalerei von ,arch4 ,max ,benirschke1 ,dsseldorf4 ,die ,forderungen1 welche die heutige ,zeit an die ,zweckkunst stellt1 sind in allen ,kulturlndern dieselben4 ,aus den bereinstimmungen ergibt sich der ,zeitstil1 dessen wesentliche ,merkmale heute sind3 ,zurckgehen auf die konstruktiven ,elemente1 in denen das eherne ,gesetz der ,zweckmigkeit wirksam ist1 sinnfllige ,ausntzung der ,materialwerte1 welche hier die zusammenfassende ,kraft des ,eisens1 dort die ,weichheit der ,fichte1 die zhe ,wucht der ,eiche etc4 sichtbar macht und aus ihren natrlichen ,eigenschaften neue dekorative ,werte zieht4 ,die unmittelbare ,anknpfung an die ,natur1 an die funktionellen ,bedrfnisse und ,gewohnheiten des ,menschen schliet grundstzlich die ,wiederholung gebrauchter historischer ,formen aus und erffnet ungeahnte ,gestaltungsmglichkeiten1 die eine lebendige organische ,beziehung zu unserem ,wesen unterhalten4 ,in diesem engen ,anschlu an die natrlichen ,forderungen liegt also das ,gemeinsame der heutigen angewandten ,kunst1 aber zugleich auch das ,differenzierende4 ,die ,lebenserfordernisse1 soweit sie in den ,gebrauchsdingen des ,alltags1 in den ,gegenstnden der ,huslichkeit zum ,ausdruck kommen1 sind allgemeiner ,natur1 wenngleich sie berall eine andere ,sprache sprechen1 einen anderen ,dialekt4 ,so spren wir bald in der allgemeinen ,kultur die persnliche1 in den typischen ,formen die ,individualitt1 im ,zeitstil den ,geist der ,heimat1 den genius loci4 ,in ,england1 in ,deutschland und bei uns wird nach den allgemeinen ,grundstzen gearbeitet1 allerdings berall mit anderen ,ergebnissen4 ,daran ist die ,ortstmlichkeit schuld1 die ,heimatkultur1 die als ,obertne im modernen ,schaffen leise mitschwingen und die lokale ,frbung erzeugen4 ,das wird schlielich niemand leugnen3 wir alle haben von ,england gelernt4 ,das hatte ,england dem ,kontinent voraus1 es besa von altersher eine ununterbrochene brgerliche ,tradition und die groen ,neuerer in ,kunst und ,kunstgewerbe fanden von vorneherein einen ,boden vor1 auf dem ein gut ,gedeihen war4 ,denn die altenglische ,sitte1 da jeder ,brger sein ,haus allein bewohnt1 kommt den ,absichten der modernen ,kunst hilfreich entgegen4 ,das ererbte ,gut volkstmlicher ,sitten und ,anschauungen einerseits1 die immense ,vorarbeit einzelner leuchtender ,geister1 vor allem ,dante ,rosetti1 ,john ,ruskin und ,william ,morris1 sind die ,grundlagen der ,knstler1 die wir heute am ,werke sehen4 ,illustration3 ,teppich von ,arch4 ,max ,benirschke1 ,dsseldorf4 ,illustration3 ,lufer von ,arch4 ,max ,benirschke1 ,dsseldorf4 ,immer mehr richten sich die ,blicke auf ,wien4 ,dort ist ein neues ,knstlergeschlecht1 das zum grtenteil aus der ,wagnerschule hervorgegangen ist1 aufgestanden und hat mit selten gesehener ,eintracht und ,geschlossenheit die moderne ,raumkunst geschaffen4 ,knstlerisch und wahlverwandtschaftlich steht es der ,gruppe ,mackintosh am nchsten4 ,es hat den ,vorzug der grten ,frische und ,natrlichkeit4 ,bei aller strengen knstlerischen ,konsequenz geht ein liebenswrdiger ,wienerzug durch das ganze ,schaffen dieser ,knstler1 die zur ,sezession gehren oder sich zu ihren ,anschauungen bekennen4 ,sie haben sich bereits das ,ausland erobert4 ,heute verlangt man schon den ,wiener ,stil4 ,josef ,olbrich hat ihm eine ,insel im ,ausland geschaffen4 ,prof4 ,josef ,hoffmann ist sicherlich die strkste und konsequenteste ,kraft unter den ,neuen4 ,prof4 ,kolo ,moser schafft ,werke von fast femininer ,grazie4 ,vornehm und zweckvoll sind ,leopold ,bauers ,schpfungen4 ,was die ,schulen von ,prof4 ,hoffmann1 ,k4 ,moser1 ,a4 ,roller1 ,baron ,mirbach1 ,a4 ,bhm auf allen ,gebieten des ,kunstgewerbes und der huslichen ,kunst leisten1 wird bahnbrechend wirken4 ,zahlreiche ,schler sind erfolgreich im ,auslande ttig4 ,unter diesen verdient ,max ,benirschke in ,dsseldorf besondere ,erwhnung4 ,die ,architekten und ,kleinkunst gehen hier ,hand in ,hand und erreichen solcherart die bewundernswerte ,einheit eines ,stils1 der unmittelbar aus dem ,leben quillt und fr das ,leben schafft4 ,die moderne ,wohnung und ihre ,ausstattung wird solcherart1 ob sie nun einfachen oder leichten ,verhltnissen entspricht1 den ,stempel einer vornehmen ,kultur tragen1 die ,wesenszge einer geschmackvollen1 gebildeten1 modernen ,persnlichkeit4 ,illustration3 ,diverse ,lufer aus ,bast von ,architekt ,hans ,vollmer1 ausgef4 ,prag-,rudniker ,korbwarenfabrikation4 ,illustration3 ,lufer aus ,bast4 ,prag-,rudniker ,korbwarenfabrikation4 ,schmcke dein ,heim6 ,wohnrume spiegeln immer den ,geist ihrer ,bewohner4 ,gleichviel1 ob sie mit reichen oder geringen ,mitteln ausgestattet sind4 ,so werden sie zu ,verrtern1 und der berflssige ,aufwand1 der sogenannte ,luxus1 der vielfach fr ,geschmack genommen wird1 offenbart nur zu oft1 was er eben zu verhllen strebt3 die ,geschmacklosigkeit4 ,das ist eine kaprizise ,geschichte3 ,geschmack ist nicht immer fr ,geld zu haben4 ,auch nicht fr viel ,geld4 ,die rmste ,htte kann reicher sein als der prunkende ,palast4 ,denn ,seelenadel kann auch unter dem fadenscheinigen ,kleid und unter dem rauhen ,bauernkittel wohnen4 ,sicherlich wird er auf die ,umgebung ausstrahlen1 auf die nchste husliche ,umgebung1 und dort im ,stillen wirken4 ,ganz unauffllig1 groben ,sinnen nicht wahrnehmbar4 ,das ,seelische ist es1 was an den ,wohnrumen interessiert1 das1 was menschlich an ihnen ist4 ,nicht wie sie eingerichtet1 ob kostbar1 ob rmlich4 ,wenn ich in einem weissgetnchten ,bauernhaus sorglich gepflegte ,blumen am ,fenster sehe1 mchte ich am liebsten verweilen4 ,wie man bei lieben1 guten ,menschen verweilt4 ,die kahlste ,stube1 darin ,reinlichkeit herrscht und ein paar ,topfgewchse stehen oder ein ,bltenzweig im ,glas1 birgt einen ,strahl von ,schnheit wie heimliches ,licht4 ,illustration3 ,mbelstoffe von ,backhausen ,shne1 ,wien1 nach ,entwrfen von ,arch4 ,fr4 ,dietl und ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,mbelstoffe von ,backhausen ,shne1 ,wien1 nach ,entwrfen von ,prof4 ,joseph ,hoffmann1 ,max ,benirschke und ,leopold ,bauer4 ,illustration3 ,mbelstoff von ,prof4 ,joseph ,hoffmann1 ausgefhrt von ,backhausen ,shne1 ,wien4 ,allein das ,zeugnis1 das die ,wohnungen fr die persnliche ,kultur der ,besitzer ablegen1 ist nur in seltenen ,fllen ein gnstiges4 ,ich habe die ,wohnungen aller ,stnde gesehen und vor allem des ,mittelstandes1 der den ,hauptteil der ,stadtbevlkerung ausmacht1 und ich habe fast durchwegs nur ,variationen eines ,themas gefunden1 das nichts ,erquickendes bot4 ,auf die falsche ,note des erborgten ,luxus1 der den ,schein hher stellt als das ,sein1 ist heute noch das meiste gestimmt4 ,auf jeder ,schwelle1 die ich berschritt1 hatte ich die ,empfindung1 als schallte mir eine widerliche ,reklamestimme entgegen3 ,schmcke ,dein ,heim6 ,den traulichen ,blumenflor1 der uns die lebendige ,natur1 den ,frhling in die ,stube zaubert1 fand ich ersetzt durch die knstliche ,palme1 eine erbrmliche ,karikatur1 die ihre starren ,bltterfinger verzweiflungsvoll nach allen ,richtungen ausstreckt in der offenbaren ,absicht1 das ,makartbouquet traurigen ,angedenkens an ,geschmackswidrigkeit zu bertrumpfen4 ,das beleidigte ,auge1 das sich von diesem unwrdigen ,anblick weg zum ,fenster wendet1 begegnet dort einer neuen ,schmach4 ,wohlfeile1 klgliche ,imitationen der ,glasmalerei hngen an den ,scheiben und wehren dem sprlichen ,tageslicht in den engen1 dsteren ,gassen den ,zutritt in die dmmerigen ,stadtwohnungen4 ,resigniert lasse ich mich auf die ach1 so wohlbekannte ,ripsgarnitur nieder4 ,doch es knnte auch eine ,plschgarnitur sein oder eine solche aus ,halbseidendamast4 ,denn ich sehe sie nicht4 ,sie ist ber und ber bedeckt mit ,milieux und ,schutzdeckerln aller ,art1 welche die zchtige ,hausfrau1 die ,mutter der ,kinder in den langen ,jahren des heiligen ,ehestandes gestickt und gehkelt hat4 ,als ich mich wieder erhebe1 habe ich die ,proben des huslichen ,kunstfleisses auf meinem ,rcken hngen4 ,die verlegene ,miene der ,hausfrau steigert meine eigene ,verlegenheit1 als ich inne werde1 dass die ausgenhten ,lappen das ,angenehme mit dem ,ntzlichen verbinden1 und nicht nur das ,heim schmcken1 sondern auch als cache-misre die ,blssen der verschossenen und zerschlissenen ,garnitur sorgsam verhllen sollen4 ,ich bcke mich rasch1 um die verstreuten ,fetzen aufzulesen1 aber da htte ich beinahe das ,unglck gehabt1 von der nahen ,konsole das ,gelump des unntzen ,kleinkrams1 jene ,kunstgegenstnde und ,geschenkartikel1 die wir aus den ,schaufenstern der ,kronenbazare kennen1 die niedlichen ,schweinchen1 ,figrchen1 ,tellerchen aus ,glas und ,porzellan1 die fr wenig ,geld viel ,geschrei machen1 herabzuwerfen und damit das ,odium eines ungefgen ,barbaren auf mich zu lenken4 ,ich brauche kaum zu sagen1 dass mich die erlogene ,eleganz verstimmte1 dass mich die ,enge drckte und dass die bestndige ,gefahr1 ein ,unglck anzurichten1 mein ,benehmen unfrei und linkisch machte4 ,aber ich fand es nirgends besser4 ,durchwegs ,rume mit mehr oder weniger ,luxus1 die unseren ,geist und unseren ,leib fesseln1 die nicht geeignet sind1 unsere ,bewegungen und ,geberden mavoll aufzunehmen1 die1 angefllt mit dem ,unrat der ,geschmacklosigkeit und einer babylonischen ,wirrnis von ,stilbrocken und ,schnrkeln1 den ,sinn fr ,einfachheit1 ,wahrhaftigkeit und ,echtheit ertten4 ,ich nehme keinen ,becher zur ,hand1 ohne den ,leib eines ,mnchleins oder ,gnomen zu umschliessen1 jeder ,zigarrenabschneider wird mit dem ,kopf ,bismarck's oder ,moltke's maskiert1 jedes ,gefss ist berladen mit ,blattwerk und ,guirlanden1 die ,wnde sind angefllt mit schlechten ,bildern1 ,fchern1 japanischen ,schirmen und ,photographien4 ,illustration3 ,bordre von ,arch4 ,max ,benirschke1 ,dsseldorf4 ,die freundlichen ,hausgtter der ,gastlichkeit und ,geselligkeit pflegen nicht in ,rumen zu wohnen1 wo die ,persnlichkeit sich im ,widerspruch zur huslichen ,umgebung befindet und wo selbst die ,inwohner ,fremdlinge sind4 ,fremdlinge im eigenen ,heim4 ,an einem ,herde ist nicht gut rasten1 wo unaufhrliche ,dissonanzen herrschen4 ,die ,talmi-,eleganz unserer brgerlichen ,wohnungen1 die unter der ,devise ,schmcke dein ,heim6 stehen1 all die billige ,effekthascherei1 all der anscheinende ,komfort1 der keiner ist1 weil er nur des ,scheines wegen da ist1 und nur ,plage macht1 ohne fr etwas gut und ntzlich zu sein1 mit einem ,wort3 das ,grotun1 das ist die unaufhrliche ,dissonanz4 ,wer mit feiner ,witterung begabt ist1 sprt das schon an der ,trschwelle4 ,und all die ,nichtigkeiten1 die nur da sind1 um ber den wahren ,zustand zu tuschen1 werden zu den schreiendsten ,anklgern4 ,kann man wirklich von dem ,geist oder ,charakter solcher ,wohnrume auf das ,wesen der ,menschen zurckschliessen und den einzelnen verantwortlich machen8 ,man bedenke3 ein ,zahnarzt glaubt es sich schuldig1 einen ,empfangssalon la ,louis ,,xv4 zu besitzen4 ,die ,sache muss mglichst billig sein1 darum ist auch das ,schlechteste gut genug4 ,aber immerhin1 man sieht doch1 dass man auch wer ist6 ,vor einem ernsten ,urteil wird der ,zahnarzt kaum als geschmackvoller oder auch nur als gebildeter ,mann bestehen4 ,aber seine ,entschuldigung ist1 dass es den ,leuten gefllt1 und die ,masse gibt ,richtung4 ,im ,grossen wie im ,kleinen4 ,sie macht die ,mode4 ,und sei diese noch so absurd1 ihrer suggestiven ,kraft wird sich der ,einzelne1 der ,durchschnittliche1 kaum entziehen4 ,man spricht vom ,zeitstil und von ,kulturstrmung1 die eine ,epoche charakterisiert4 ,der ,einzelne folgt dann seinem ,herdeninstinkt4 ,so mag man1 wenn man nachsichtig sein will1 den ganzen ,skandal von ,lge und ,tuschung1 von schbiger ,eleganz und erlogener ,vornehmheit1 der in ,geschmackdingen seit gut dreissig ,jahren herrscht1 jener unpersnlichen ,abstraktion1 die man ,zeitgeist nennt1 zuschreiben4 ,illustration3 ,flchenmuster von ,architekt ,max ,benirschke1 ,dsseldorf4 ,aber schlielich mssen es doch wieder die ,einzelnen sein1 die eine ,wendung anbahnen4 ,im richtigen ,verstande msste der marktschreierische ,imperativ ,schmcke dein ,heim6 einen ,widerwillen erzeugen1 der zum tchtigen ,kehraus fhrt4 ,die ,schmucklosigkeit wre zunchst der grsste ,schmuck1 die ,befreiung von dem angepriesenen putzmachenden ,tand4 ,man brauchte nur damit zu beginnen1 statt der knstlichen ,pflanzen lebende1 echte ins ,zimmer zu bringen1 um ,freude an ihrer ,echtheit und ihrem ,gedeihen zu gewinnen1 und eine ,revolution ist eingeleitet4 ,zuerst wrden die schweren1 verdunkelnden ,stoffgardinen fallen1 um wieder ,licht und ,luft in die dumpfen ,rume einzulassen4 ,wir mssten den echten ,blumen1 so wir sie erhalten wollen1 dieses ,opfer bringen1 und es wre eine gerechte ,wiedervergeltung1 denn gerade diese verdsternden ,stoffgardinen waren es1 die zur ,zeit1 als der ,makartsche ,atelierstil ,mode wurde1 unsere ,blumen verdrngt haben4 ,so nun aber das clair-obscur jener romantischen ,rembrandt-,stimmung vor der ,tageshelle gewichen ist1 entpuppt sich die ,lcherlichkeit des ,stimmung machenden ,krimskrams an den ,gesimsen1 all der ,krge1 die keinem ,gebrauch dienen1 die weder ,wasser noch ,wein fassen1 der ,vasen1 die keine ,blumen aufnehmen knnen1 der ,teller1 die zu keiner ,mahlzeit verwendet werden knnen1 und die sich als drftiger ,gschnas vor dem hellen ,tage schmen1 als nicht minder die dunkel gehaltenen ,wnde1 die so beliebt sind1 weil man den ,schmutz darauf nicht sieht4 ,im ,schmutze leben1 das macht nichts1 nur sehen darf man ihn nicht6 ,illustration3 ,glasluster fr elektr4 ,licht von ,arch4 ,leopold ,bauer4 ,illustration3 ,beleuchtungskrper von ,architekt ,max ,benirschke4 ,nun aber wird der ob seiner ,nichtigkeit entlarvte ,prunk unertrglich1 und es beginnt ein lustiger ,umsturz1 vor dem nichts niet- und nagelfest ist4 ,vom ,hundertsten kme man ins ,tausendste4 ,vom ,fenster zu den ,wnden und den ,bildern1 und von diesen zu den ,mbeln1 bis ins ,kleinste herab4 ,es ist fast unabweislich1 in allen ,einzelheiten des ,wohnraumes die neue ,wohnungssthetik zu erhrten4 ,der ,ausgangspunkt dieser neuen sthetik aber ist1 dass wir allen sogenannten ,luxus aus unseren ,husern fortschaffen und zur ,aufrichtigkeit und ,einfachheit zurckkehren1 wenn wir wollen1 dass die ,kunst wieder im ,hause beginne4 ,epochen mit hochentwickelter volkstmlicher ,kultur haben gezeigt1 da die ,kunst immer vom ,hause ausgeht und von hier aus auch das uere ,leben ergreift4 ,darum mu unsere ,sorge darauf gerichtet sein1 da wir nicht die goldene ,regel verletzen1 die uns ,william ,morris gegeben3 ,behalten ,sie nichts in ihrem ,heim1 wovon ,sie nicht wissen1 da es ntzlich ist1 wovon ,sie nicht glauben1 da es schn ist6 ,illustration3 ,die obere ,partie einer ,sitzecke mit elektrischen ,beleuchtungskrpern von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,die sthetik der ,mietswohnung4 ,illustration3 ,elektr4 ,beleuchtungskrper v4 ,professor ,joseph ,hoffmann4 ,illustration3 ,ofen von ,arch4 ,georg ,winkler4 ,illustration3 ,kamin von ,architekt ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,kaminwand von ,arch4 ,max ,benirschke1 ,dsseldorf4 ,da die ,hausarchitektur im ,zeichen des ,umschwunges steht1 wird niemand mehr leugnen4 ,die ,architektur1 die schwerflligste aller ,knste1 folgt dem neuen ,zug freilich zuletzt1 denn sie hat nicht nur das grte ,trgheitsmoment1 das ,schwergewicht der ,gewohnheit1 sondern auch die ,gewissenlosigkeit des ,bauspekulantentums und die ,gleichgiltigkeit des ,publikums zu berwinden4 ,das leichtbewegliche ,kunstgewerbe1 das heute fhrend vorangeht1 konnte viel schneller das ,feld erobern1 und man kann sagen1 da die ,schwenkung1 die auch im ,hausbau zu spren ist1 vom ,kunstgewerbe veranlat1 ja fast erzwungen worden ist4 ,denn das ,kunstgewerbe verlangt einen festen ,sttzpunkt1 eine ,fhrung1 einen ,halt1 und diesen kann nur die ,architektur geben4 ,im ,einzelwohnhaus ist da und dort dieser urschliche ,zusammenhang von ,architektur und ,handwerk1 von ,raum und ,mbel1 zwar schon hergestellt oder doch angebahnt1 aber im ,miethaus der ,stadt1 also in der ,stadtwohnung1 deren sthetische ,durchbildung doch eine der nchstliegenden ,aufgaben ist1 sind wir nicht immer so glcklich daran4 ,wie notwendig es ist1 dass ,kunstgewerbe und ,hausbau ,hand in ,hand gehen1 und wie eines ohne das andere nicht bestehen kann1 will ich an einem typischen ,fall nachweisen1 der auf hunderte von ,beispielen pat1 die sich in der ,stadt von ,tag zu ,tag mehren4 ,jemand war des im ,mittelstande eingebrgerten ,atelierstils1 des ,markartbouquets1 der knstlichen ,palme und der verpbelten ,renaissancembel berdrssig1 er entfernte die ,stoffgardinen1 um wieder ,luft und ,licht in den dmmerigen ,raum zu lassen1 ,zimmerpflanzen ziehen zu knnen und ,freundlichkeit zu verbreiten4 ,aber die braunen ,mbel vertragen die ,helligkeit nicht1 ihre ,hlichkeit und ,unzweckmigkeit1 die ,erbrmlichkeit des ganzen unechten ,luxus wurde mit einem ,male unertrglich und sie wurden ersetzt durch jene geflligen neuen ,mbel1 deren ,wesen ,einfachheit und ,natrlichkeit ist1 und die in dem sogenannten ,biedermeiermbel unserer ,gro- und ,urgroeltern vorgebildet waren1 die also gewi nichts ,fremdartiges1 sondern etwas durchaus ,heimatliches1 ,bodenstndiges1 ,trautes waren4 ,aber es ntzt nicht1 da man den neuen ,wein in die alten ,schluche fllte4 ,das ,miverhltnis zwischen ,raum und ,mbel trat dann erst grell zutage4 ,die ,mbel waren gewi zwecklich formal gebildet1 aber die ,zimmer6 ,das ,raumausma war gro genug und dennoch konnte man nichts unterbringen4 ,an ein geschmackvolles ,stellen der ,mbel war nicht zu denken4 ,daran waren die ,tren und ,fenster schuld4 ,denn es gehrt schon einmal zu dem eingebrgerten ,begriff von einer ,stadtwohnung1 da ein ,zimmer zwei ,fenster haben mu4 ,die ,fensterwand geht natrlich fast verloren1 denn links und rechts bleibt kein nennenswertes ,stck ,wand1 und es erbrigt nur noch der ,pfeiler1 der einen dunklen ,schatten mitten ins ,zimmer wirft4 ,die ,beleuchtung wird dadurch noch schlechter1 da die ,fenster das ,hauptlicht nicht von oben her geben1 sondern von den untern ,flgeln1 so da nur der ,fuboden vor dem ,fenster die ,helle empfngt1 was fr das ,auge das denkbar ungnstigste ist4 ,die einfachste und natrlichste ,lsung wre nun die1 ein einziges etwas breiteres in der ,mitte anzubringen1 wobei nicht nur eine ausgezeichnete ,belichtung erzielt werden kann1 sondern auch links und rechts tiefe ,ecken gewonnen werden1 die es gestatten1 gewisse ,mbelstcke1 das ,sofa zum ,beispiel1 quer anzuordnen1 oder die ,nische so auszubauen1 da das ,gefhl der ,geschlossenheit und ,geborgenheit erhht wird4 ,viel ist auf diese ,weise gewonnen1 aber noch lange nicht alles4 ,denn da sind noch die ,tren1 die unseligen groen ,flgeltren1 deren manches ,zimmer drei besitzt1 und die von jeder ,wand ein erhebliches ,stck wegnehmen4 ,man behalf sich frher mit einer ,draperie1 um sie wenigstens dekorativ zu gestalten1 was im ,wohnraum einen nichts weniger als sympatischen theatralischen ,eindruck macht4 ,aber immer noch besser als die nackten1 berflssig hohen und breiten ,palasttren mit dem widersinnigen braunen ,anstrich und der ebenso widersinnigen knstlichen ,maserung4 ,da der ,raum auch gerumig werde1 gnstige ,raumverhltnisse besitze1 hngt also nicht allein vom ,fenster1 sondern auch von der ,lage und ,gre der ,tren ab4 ,das sind die zwei ,angelpunkte1 um die sich die neue und vernnftige ,raumgestaltung dreht4 ,noch ist dadurch fast gar nicht der ,grundri tangirt1 noch ist fast keine ,forderung an den ,erfindungsgeist der ,architektur gestellt1 sondern erst ganz einfach eine gewisse ,empfindungsfeinheit verlangt1 ein ,mitgefhl fr die ,menschen1 die in den ,rumen wohnen1 und darinnen die ,mglichkeit finden sollen1 ihr ,leben behaglich zu gestalten4 ,es ist ja wahr1 die meisten ,menschen verlangten die bisherigen ,wohnungen gar nicht besser1 sie haben nicht das ,bedrfnis1 ihre ,umgebung knstlerisch gestaltet zu sehen1 aber das hindert nicht1 da der ,architekt1 wofern er ein ,knstler ist1 den frher oder spter ja doch eintretenden knstlerischen ,bedrfnissen vorarbeiten und dergestalt die ,prmissen einer hheren ,kultur schaffen soll4 ,fr diese ,kulturarbeit ist der ,architekt einer der wichtigsten ,faktoren1 und man kann sagen1 ohne ihn kann nichts geschehen4 ,aber die ,empfindungsfeinheit1 die von dem knstlerischen ,architekten 7der andere kommt nicht in ,betracht7 verlangt werden mu1 wird bei dieser ,tat nicht stehen bleiben4 ,er wird die brgerlichen ,menschen nicht allein von dem berflssigen und daher schdlichen und geschmackverderbenden ,luxus1 der sich in den billigen albernen ,ziraten oberhalb der ,tr und in den rein uerlichen nur auf die ,auenerscheinung berechneten ,zutaten an den ,fenstern uert1 befreien1 sondern er wird auch sein ,auge auf die ,wnde1 den ,boden und die ,decke1 endlich auf den ,anstrich der ,holzteile richten1 er wird die ,teile nicht der ,obsorge des ,zimmermalers und ,anstreichers berlassen1 die in ,geschmacksdingen auf dem tiefsten ,niveau stehen2 er wird vielmehr auch hier seinen ,einflu geltend machen und damit das niedere ,handwerk wieder heben4 ,denn alle ,handwerksknste sind ,bestandteile der ,architektur4 ,es hat sich gezeigt1 da die braunen ,tr- und ,fensterteile1 die rote1 grne oder sonst irgendwie schmutzigfarbene ,ausmalung mit den so hsslichen ,dessins jedes anstndige ,mbel umbringen4 ,nun ist die ,farbenempfindung bei der grostdtischen ,menschheit ein verlorenes ,gut4 ,jeder ,bauer im ,gebirge ist uns darin berlegen4 ,weil aber jede sthetische ,frage im ,kern eine praktische ist1 so lt sich dieser ,sache vielleicht von der hygienischen ,seite beikommen4 ,warum sind die dunklen ,schmutzfarben unserer ,wnde so beliebt8 ,es ist schon gesagt worden4 ,weil man den ,schmutz darauf nicht sieht4 berdies ist das wiederholte ,neuausmalen oder ,tapezieren fr den kleinen ,mann zu kostspielig4 ,einer solchen kulturwidrigen ,vornehmtuerei auf ,kosten der ,reinheit und ,hygiene soll in unseren ,husern nicht ,vorschub geleistet werden4 ,man fragt sich oft1 warum unsere ,wohnungen nichts ,weies enthalten4 ,warum hat man ,wnde und ,decke nicht im einfachen ,wei1 mit einem schnen ,fries1 so da man sie um billiges ,geld jhrlich einmal frisch tnchen kann8 ,die ,leute vor #hj ,jahren1 die noch eine feine ,kultur besaen1 haben ,fenster und ,tren wei gestrichen4 ,sie hatten auch weie ,gardinen und ,topfpflanzen4 ,die ,bauern in vielen deutschen ,gegenden haben das noch4 ,und wie traut sind solche ,rume6 diesen ,sinn fr ,reinlichkeit und ,helligkeit mu man wiederbeleben1 sonst ist nicht vorwrts zu kommen4 ,altwien besa hbsche im ,bogen ausgebauchte ,fenster1 die mit ,geschick wieder verwertet werden knnen4 ,dabei ist ,bedacht zu nehmen1 da im ,fenster ,blumen gezogen werden knnen1 denn die allmhlig wiedererwachende ,blumenfreude ist ein wichtiger ,kulturfaktor und ein erfreuliches ,symptom der ,rckkehr zur ,natrlichkeit und ,echtheit4 ,der ,architekt mu alle diese halbbewuten ,regungen mit feinen ,sinnen erfassen und verwerten4 ,es gehrt viel ,liebe und ,geduld und ,menschenfreundlichkeit dazu1 aber ohne diese ,eigenschaften ist in der ,kunst nichts zu machen4 ,nur das ,mitgefhl1 das ,mitleben kann ,formen schaffen1 die nichts uerliches sind1 wie die ,stuckherrlichkeit moderner ,zinskasernen1 sondern etwas1 das von innen nach auen gewachsen ist1 und unsere bisherigen ,hundelcher wieder in menschenwrdige ,wohnungen umwandelt4 ,auf diesem ,wege drften sich auch die notwendigen ,grundrinderungen ergeben4 ,die ,badezimmer1 die heute schon bei kleineren ,wohnungen zu finden sind1 sollten als ,annex des ,schlafraumes ausgestaltet werden4 ,denn es ist widersinnig und gesundheitsgefhrlich1 aus dem ,baderaum durch das gewhnlich sehr kalte ,vorzimmer in den ,schlafraum und umgekehrt gehen zu mssen4 ,diese und noch viele nderungen knnen geschehen1 ohne da die ,ertragsfhigkeit des ,hauses nur im mindesten herabgesetzt wird4 ,da wir trotzdem das moderne ,mietshaus noch nicht haben1 ist vielmehr eine ,folge der herrschenden ,teilnahmslosigkeit der ,bauherrn und des ,publikums1 das noch nicht gelernt hat1 ,bedrfnisse zu haben4 ,die ,mitarbeiterschaft von dieser ,seite her ist freilich nicht zu entbehren4 ,illustration3 ,heizkrper-,verkleidung von ,professor ,joseph ,hoffmann4 ,illustration3 ,fries und elektr4 ,beleuchtungskrper von ,a4 ,sumestberger4 ,illustration3 ,wandfries von ,arch4 ,max ,benirschke1 ,dsseldorf4 ,wnde und ,decke1 ,vorhnge und ,teppiche4 ,illustration3 ,decke mit ,schnrlarbeit von ,mizzi ,ebers 7,kunstschule fr ,frauen und ,mdchen1 ,wien1 ,prof4 ,a4 ,bhm74 ,illustration3 ,decke mit ,schnrlarbeit von ,paula ,roth 7,kunstschule fr ,frauen und ,mdchen ,wien1 ,prof4 ,a4 ,bhm74 ,illustration3 ,perlenstickerei auf ,leinen von ,minka ,podhayska 7,kunstschule fr ,frauen und ,mdchen1 ,wien1 ,prof4 ,a4 ,bhm74 ,illustration3 ,perlenstickerei auf ,tll mit ,applikation von ,minka ,podhayska 7,kunstschule fr ,frauen und ,mdchen1 ,wien1 ,prof4 ,a4 ,bhm74 ,zu den schweren geschnitzten ,kassetten-,decken altdeutscher ,stuben passte dunkles ,getfel der ,wnde und die ,ledertapete4 ,wo man sie heute noch im ,brgerhause vorfindet1 ist sie nicht dem modernen ,gefhl1 sondern einer posthumen ,butzenscheibenromantik1 die noch immer nicht ausgestorben ist1 entsprungen4 ,wie es noch ,wotansenkel im schwarzen ,salonrock gibt1 die wie die alten ,deutschen immer noch eins trinken1 so gibt es eine groe ,kategorie1 die in ihrer ,gefhlsweise bei ,hans ,sachs stecken geblieben ist und ,rume liebt1 wo selbst das liebe ,himmelslicht trb durch gemalte ,scheiben bricht4 ,die ,sache gehrt ins ,museum1 wo man sie billig bewundern mag4 ,im ,alltag und im grellen ,licht der ,gegenwart sind solche abgestorbenen ,lebensformen immer von bel4 ,abgesehen davon1 da in ,mietswohnungen eine solche pompse ,sache nur auf den ,schein berechnet sein kann und eine ,lge ist1 weil in solchen ,wohnungen1 wo wir eigentlich immer auf dem ,sprung stehen1 nichts von ,ewigkeitsdauer geschafft werden kann1 auer was sich leicht fortschaffen1 auf einem ,mbelwagen verpacken und in einer neuen ,wohnung ebenso leicht und gefllig wieder aufstellen lt4 ,auf ein gewisses ,nomadentum ist unser ,leben in ,mietswohnungen gestellt4 ,aus konomischen1 sozialen und hygienischen ,grnden ergibt sich die neue sthetik1 die fr unsere ,wohnung glatten und weien ,verputz an ,wnden und ,decke verlangt1 die je nach ,geschmack mit schablonirter ,malerei oder ,tapete bedeckt wurden4 ,damit war aber zugleich ein freier ,spielraum fr die gefhrlichsten ,ausschweifungen der knstlerischen ,phantasie unserer ,tapezierer- und ,zimmermalerjnglinge gegeben4 ,vernunft ward ,unsinn1 ,wohltat ,plage4 ,das ,ungeheuerlichste1 ,wahnwitzigste ward ,mode1 wenn es unter der ,flagge einer falschen ,sezession segelte4 ,auch diese ,modekrankheit mute berstanden werden und schlielich setzte sich die ,arbeit ernster und tchtig vorwrts strebender ,knstler beim ,publikum durch4 ,groe ,firmen der ,tapeten-1 ,teppich- und ,textilbranche suchen die ,entwrfe solcher ,knstler zu erwerben und ,geschmackvolles in den ,handel zu bringen4 ,heute sprt man im groen ,publikum schon ein erfreuliches ,bestreben nach vornehmer ,einfachheit1 das nur des ,entgegenkommens knstlerischer und industrieller ,kreise bedarf1 um zu einer allgemeinen ,niveauerhhung des ,geschmacks zu fhren4 ,man zieht es vor1 die ,wnde und ,decke entweder einfach zu weien oder frbig zu streichen und einen hbschen ,fries aufzusetzen oder mit entsprechender ,tapete zu bekleiden4 ,bei der ,wahl der ,farbe wird ,bedacht genommen1 da zur ,farbe der ,mbel die ,wnde und ,decke einen komplementren ,gegensatz bilden1 der die ,mbelstcke hervorhebt und mit diesen1 was die farbige ,erscheinung betrifft1 ein harmonisches ,ganzes darstellt4 ,dem ,dessin von ,tapeten oder schablonierten ,wnden steht man mit ,recht mitrauisch gegenber1 weil es sehr viel ,takt erfordert1 das ,rechte zu finden1 das diskret genug ist1 als ,hintergrund von ,mbel und ,bildern nicht unruhig und anspruchsvoll zu wirken und die ,harmonie zu stren4 ,im allgemeinen gilt auch fr die gemusterten ,wandflchen die ,regel1 da sie in ,farbe und ,zeichnung als bloe ,flche und ,untergrund1 der fr sich allein keine ,geltung beanspruchen darf1 zu wirken hat4 ,da man die hellen ,farben vorzieht1 ist in dem modernen hygienischen ,bedrfnisse begrndet1 das nach ,licht und ,luft heischt1 die in der ,stadt kostbare ,gter sind4 ,aus diesem ,grunde hat man die ,stoffgardinen durch ,vorhnge aus leichtem dnnen ,zeug ersetzt1 indischer ,seide oder ,leinen mit ,aufnharbeit1 daran sich der ,kunstflei der ,hausfrau zeigen mag4 ,fr ,aufnharbeit geben die ,leistungen moderner ,knstler und ,kunstschulen glnzende ,vorbilder4 ,man whlt natrlich auch fr diese leichten ,vorhnge helle ,farben1 entweder weies ,leinen1 oder1 wenn es sich um durchsichtige ,gaze oder indische ,seide handelt1 auch orange ,farbe1 die einen goldenen ,schein ins ,zimmer legt4 ,die ,vorhnge hngen in geraden1 schlichten ,linien herab1 sind seitlich zu ziehen und laufen in ,ringen offen an einer ,messingstange4 ,illustration3 ,decke mit ,kreuzstich von ,elisabeth ,toffler 7,kunstschule fr ,frauen u4 ,mdchen1 ,wien1 ,prof4 ,a4 ,bhm74 ,illustration3 ,decke mit ,bndchenarbeit von ,paula ,roth 7,kunstschule fr ,frauen u4 ,mdchen1 ,wien1 ,prof4 ,a4 ,bhm74 ,auch der ,teppich ist auf diese anheimelnde einfach vornehme ,gesamtwirkung gestimmt4 ,es ist aber durchaus nicht stilwidrig1 in einem solchen ,raum einen echten ,perserteppich aufzubreiten4 berhaupt was ist ,stil8 ,wenn irgend ein antikisierender in ,holz geschnitzter ,fries1 bald auf ,schrnken und ,betten aufgetragen und auseinandergezerrt und dann wieder auf ,nachtkstchen schmal zusammengedrngt wird1 so nennt man das im ,mbelhndlerverstande stilgerecht4 ,wenn aber jemand in seiner ,wohnung heterogene ,dinge zusammentrgt1 die ihrer ,entstehung nach1 rumlich und zeitlich1 sehr getrennt sein mgen1 aber durchaus echt sind1 so ergibt sich vermge dieser ,echtheit eine gewisse ,einheit und diese ,einheit kann man fglich ,stil1 vielleicht den einzig wahren und naturgemen ,stil nennen4 ,darum beleidigt es unser ,empfinden nicht1 wenn wir in der neuen ,wohnungs-,ausstattung einen echten ,perser und an den ,wnden gar echte ,gobelins vorfinden4 ,die orientalischen ,teppiche haben schne geometrische ,muster und die liegen uns sthetisch wahrhaft nher1 als alle plumpen ,pflanzenstilisierungen1 die man in der wohlfeilen ,teppichfabrikation antrifft4 berdies hat die ,moderne auch passende ,teppiche geschaffen1 die in ruhigen ,farben gehalten sind1 eine strenge geometrische ,zeichnung oder irgend eine phantasievolle ,linienfhrung aufweisen und die ,stimmung solcher ,rume harmonisch abschlieen1 ,teppiche von ,kolo ,moser1 ,josef ,hoffmann1 ,josef ,olbrich1 ,leopold ,bauer1 ,peter ,behrens1 ,max ,benirschke u4 v4 a4 ,illustration3 ,vitrage mit ,stilstich von ,paula ,roth 7,kunstschule fr ,frauen und ,mdchen1 ,wien1 ,prof4 ,a4 ,bhm74 ,die weiblichen ,handarbeiten1 die in diesem ,zusammenhange erwhnt werden mssen1 bedrfen gleichfalls einer knstlerischen ,reform4 ,hier sollte eigentlich der ,ausgangspunkt der huslichen ,kunstpflege sein4 ,leider hat auf diesem ,gebiete die ,schablone jede ,regung von ,selbstndigkeit und ,geschmack erstickt4 ,die ,arbeit ist zu einer ermdenden1 ttlich langweiligen bung1 zum bloen mechanischen ,ausnhen von allerlei ,lappen herabgesunken und rechtfertigt die ,verachtung1 mit der die radikal ,gesinnten die geistlose ,beschftigung ablehnen4 ,trotzdem sind sie nicht zu entbehren4 ,sie werden wieder ein ,segen sein1 wenn die rein mechanische ,handarbeit zur knstlerischen ,arbeit geadelt ist1 was der ,fall sein wird1 wenn die handarbeitenden ,frauen die ,muster1 die sie ausfhren1 selbst entwerfen auf ,grund klarer ,kenntnis der ,technik1 des ,materials und des ,zweckes4 ,illustration3 ,leinentischlufer mit ,knoten und ,stilstich von ,paula ,roth 7,kunstschule fr ,frauen und ,mdchen1 ,wien1 ,prof4 ,a4 ,bhm74 ,lichtkrper und ,heizkrper4 ,illustration3 ,wartezimmer von ,arch4 ,hans ,stubner4 ,die moderne ,lichtquelle1 ,elektrizitt1 hat zu ,beleuchtungskrpern gefhrt1 deren ,form keinem ,vorbild entlehnt werden konnte1 sondern aus der ,natur der ,sache geschpft werden mute4 ,hier kann man die lehrreiche ,wahrnehmung machen1 da solchen rein sachlichen ,lsungen ein groer dekorativer ,reiz innewohnt4 ,glhlampen an ,leitungsdrhten in wohlgemessenen ,abstnden von der ,decke herabhngend1 knnen durch ihre ,anordnung allein hchst erfreulich wirken4 ,hier bedarf es keines weiteren ,ornaments4 ,wrde ein solches hinzutreten1 so drfte es leicht strend empfunden werden4 ,die ,tatsache1 da aus rein sachlichen ,lsungen die glcklichsten dekorativen ,wirkungen abzuleiten sind1 liee sich an allen bisher blichen ,beleuchtungskrpern demonstrieren1 an denen wir leider gewohnt sind1 ein berma der unsinnigsten ,ornamente zu sehen4 ,eine sachlich gelste ,petroleumlampe1 die durch zweckmige ,form allein edel wirkt1 gehrt1 wenn sie wirklich vorkommt1 zu den grten ,seltenheiten4 ,fr den ,knstler ist hier noch immer ein ,feld offen4 ,fr ,gasbeleuchtung sind moderne ,beleuchtungskrper geschaffen worden1 aus ,metall und ,opalscentglas1 die formal zu den ,schnsten gehren1 das wir in diesem ,genre besitzen4 ,dagegen kommt es vor1 da den ,kerzenweibchen oder ehemaligen ,kerzenlustern elektrische ,glhlampen aufgesetzt werden1 die auf imitierten ,kerzenschften stehen und solcherart den ,anschein einer wirklichen ,kerzenbeleuchtung erwecken4 ,es knnen immer ,flle vorkommen1 bei ,festessen z4 ,b41 wo man sich lieber der edelsten ,lichtquelle1 der ,kerze selbst bedient1 die wie kein anderes ,beleuchtungsmaterial geeignet ist1 ,festweihe und feierlichen ,glanz zu verbreiten4 ,dann aber sollen es wirkliche ,kerzen sein4 ,aufrichtigkeit und ehrliches ,bekennen1 also hier ,materialbekennen1 sind ,grundlage jedes gesunden ,geschmacks4 ,an elektrischen ,tischglocken1 ,tastern1 ,lichttrgern und ,leuchtern hat die neue ,zeit viel geschaffen4 ,aber auch hier ist vor einer gewissen berkunst zu warnen4 ,rein sachliche und geschmackvolle ,lsungen sind selten4 ,es mu dahin gestellt bleiben1 ob es ein glcklicher ,gedanke ist1 mit dem ,zweckbegriff eine figurale ,darstellung zu verbinden1 die mit der ,sache eigentlich nichts zu tun hat4 ,wir sehen ,leuchter in ,gestalt von ,lichttrgerinnen1 weibliche ,gestalten1 die ,kerzen tragen1 bald schwer belastet1 bald mit geschlossenen ,augen hinschreitend1 als ,symbol der ,nacht1 dann emporschwebend wie die zngelnde ,flamme oder hingekauert1 den ,kerzenschaft wie eine ,sule umklammernd4 ,der ,plastiker lebt sich nur aus1 wenn er an den ,gebrauchsgegenstnden1 die er formt1 seine figuralen ,ideen verkrpern kann4 ,unzhlige ,symbole leitet seine ,phantasie aus dem ,lichtmotiv ab und umrankt es mit dem ppigen ,gespinnst seiner ,formerfindung4 ,diesen ,dingen gegenber1 die ja zum ,teil auch wirkliche ,schnheit offenbaren1 ist der ,standpunkt fernzuhalten1 da ein sehr gebildeter und disziplinirter ,geschmack die streng sachlichen ,formen an allen ,gebrauchsdingen vorzieht1 damit die eigentlichen ,kunstwerke1 die sich im ,raum befinden1 zu jener unbestrittenen ,geltung kommen knnen1 die ihnen zukommt4 ,illustration3 ,warteraum von ,arch4 ,alois ,hollmann4 ,illustration3 ,halle von ,arch4 ,alois ,hollmann4 ,illustration3 ,vorzimmer von ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,in ,bezug auf die ,heizkrper ist hnliches zu sagen4 ,frhere ,zeitalter1 die u4 zw4 ,renaissance vor allem1 hat fen gehabt1 an denen die ,freude am ,ornament wahre ,orgien feierte4 ,jeder ,kachel trug ein anderes ,ornament1 eine andere figurale ,darstellung1 eine andere ,farbengebung4 ,das ganze war ein ,wunderbau wie der babylonische ,turm4 ,im ,zeitalter des ,barock1 ,rokoko und ,empire begegnet man wei glasirten fen in geschwungenen ,linien1 oder ,obeliskenformen1 die ein ,postament fr plastische ,gruppen vorstellten4 ,spter kam die ,hafnerkunst gnzlich auf den ,hund4 ,heute kann man dem ,ofen und der ,holz- und ,kohlenheizung nicht mehr das ,wort reden4 ,eine neue ,beheizungsart stellt sich vor3 die ,zentralheizung durch erwrmtes ,wasser oder ,luft und die ,gasheizung4 ,gaskamine wendet man in ,wohnungen sehr vorteilhaft an2 man kann sich des von der gerippten1 blinkenden ,metallflche wiederstrahlten ,feuerscheins erfreuen1 ein ,hochgenu fr romantische ,gemter1 die nach der anheimelnden ,poesie der ,fireside der offenen ,kamine1 eine unbezhmbare ,sehnsucht empfinden4 ,sie knnen am ,gaskamin ihrer ,sehnsucht frhnen1 ohne die ,schattenseiten der begehrten ,dinge zu empfinden4 ,denn diese ,einrichtungen sind technisch vorzglich4 ,aber sie sind vom sthetischen ,standpunkt aus unertrglich4 ,sie sind gewhnlich mit den heillosesten ,stilschnrkeln verbrmt4 ,da hilft nur ,eines3 ,man gibt ihm eine hlzerne ,umhllung1 wei oder sonstwie lackiert1 mit einem ,gesimse fr kleine ,kunstwerke versehen und mit ,sitzgelegenheiten rechts und links4 ,wir haben damit in unserer ,stadtwohnung die gemtlichste und traulichste ,einrichtung gewonnen1 wie man sie sonst nur in einem englischen ,hause zu finden gewohnt ist4 ,illustration3 ,vorzimmer von ,arch4 ,karl ,sumetsberger4 ,vorzimmer und ,dienerzimmer4 ,illustration3 ,kleiderablage von ,architekt ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,kleiderschrank v4 ,arch4 ,g4 ,winkler4 ,illustration3 ,vorraum mit ,sitzgelegenheit in der ,fensterecke von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,der erste ,schritt1 den wir in eine ,wohnung tun1 belehrt uns gewhnlich1 wessen ,geistes dieses ,heim ist4 ,der ,vorraum1 den wir zuerst betreten1 ist schon fr alle anderen ,rume bezeichnend4 ,die ,persnlichkeit frbt berall ab4 ,ein ,haus1 dessen ,neben- und ,nutzrume nicht in ,ordnung sind1 wird auch nicht ein einziges ,gemach besitzen1 das volles ,behagen gewhrt4 ,umgekehrt wird sich ein ordnender und liebenswrdiger ,hausgeist auch bis auf die uerste ,schwelle bemerkbar machen4 ,praktisch betrachtet1 hat ein ,vorzimmer zwei ,aufgaben zu erfllen4 ,es dient als ,warteraum fr den ,besuch1 der sich melden lt1 um nicht unvermittelt in die ,gemcher zu treten4 ,der angemeldete ,besuch bentzt den ,augenblick1 ,hut und berkleider abzulegen und mit einem prfenden ,blick in den ,spiegel sich ber die ,ordnungsmigkeit seiner ,toilette zu versichern4 ,demnach ergeben sich als unerlliche ,mbelstcke3 eine ,kleiderablage fr ,rcke1 ,hte1 ,stcke und ,schirme1 ein ,wandspiegel1 der gewhnlich damit in ,verbindung steht1 einige ,sitzgelegenheiten1 am besten einfache ,sthle und ein ,tischchen mit ,lade4 ,die ,hausfrau erkennt eine weitere ,aufgabe des ,vorzimmers darin1 da sie es zur ,aufnahme ihrer eigenen ,kleiderschrnke einrichtet4 ,denn bei den heutigen beschrnkten ,raumverhltnissen in ,mietshusern und den neuen ,raumgestaltungsprinzipien sucht man derartige groe ,wandschrnke aus den ,wohnzimmern zu bannen und ins ,vorzimmer zu verlegen4 ,so mag man denn an allen ,wnden gleichfrmige ,schrnke finden1 die aus einem ,stck1 jedoch in viele ,teile zerlegbar1 bestehen knnen4 ,man wird aber gut tun1 die ganze ,wandhhe bis zum ,plafond schrankartig abzubauen und die oberen ,fcher1 die ,separattren ober der ,kopfhhe haben1 zur ,aufnahme von allerlei ,schachteln und sonstigen ,effekten1 wenig bentzten ,kleidern u4 s4 w4 zu verwenden1 denn in einem ,haushalt werden leicht alle ,fcher und ,schrnke zu wenig1 um zu beherbergen1 was sich im ,laufe der ,zeit ansammelt4 ,es kann aber auch1 um nicht eine ,wand fr die ,kleiderablage mit ,spiegelteil opfern zu mssen1 eine solche ,kleiderablage und der ,spiegel vorne an einem oder mehreren der ,schrnke angebracht1 der ,spiegel in eine der ,schranktren eingelassen1 die ,kleiderhaken neben den ,schranktren befestigt und solcherart alle vier ,wnde mit ,schrnken abgebaut werden4 ,selbstverstndlich wird man weiches ,holz zu diesem ,zweck verwenden und in einer ,farbe1 am besten wei1 lackieren oder streichen4 ,als ,bodenbelag findet man vielfach ,matten1 die mit einfachem ,muster von ,knstlern entworfen1 durch die ,prag-,rudniker ,korbwarenfabrikation stark in den ,handel gebracht werden und sich vortrefflich bewhren4 ,ein solcherart ausgestatteter ,vorraum besitzt alle ,vornehmheit und ,anspruchslosigkeit1 deren er bedarf1 wenn er den ,besucher auf die gastlichen ,hauptrume vorbereiten will4 ,unterordnung in den ,hauptgedanken der ,wohnungsausstattung ist hier ,gesetz4 ,im ,vorraum pflegt man gute ,bilder und sonstige ,kunstwerke nicht unterzubringen2 schlechte soll man aus ,geschmacksgrnden noch weniger hinstellen1 weil der ,raum keine ,trdelkammer sein soll und da leicht eine geringschtzige ,meinung von den ,inwohnern erwecken kann4 ,aber es ist keineswegs ,grundsatz1 da aus den ,vorrumen ,kunstwerke1 wie ,bilder und ,plastik1 verbannt sein sollen1 im ,gegenteil1 wenn das ,haus weitlufig genug ist1 und das ,vorzimmer1 wie es heute geschieht1 mehr den ,charakter einer ,hall empfngt1 fnden sie auch hier ausgezeichnet ,platz und trgen von dem ,geist und der ,vorliebe der ,bewohner freundliche ,spuren ber die ,schwelle ihrer inneren ,wohnrume hinaus und dem ,besucher einladend entgegen4 ,wir mgen uns da nur einmal ,goethe's ,beispiel vor ,augen fhren und sein ,haus in ,weimar rekonstruieren1 wie es anfangs des #ai4 ,jahrhunderts ausgesehen hat4 ,ohne glnzend zu sein1 war alles hchst edel und einfach2 auch deuteten verschiedene an der ,treppe stehende ,abgsse antiker ,statuen auf ,goethe's besondere ,neigung zur bildenden ,kunst und dem griechischen ,altertum4 ,der ,vorraum in der ,i4 ,etage trug die ,zeichen ,salve als freundliches ,willkommen und einer der zwei ,vorrume1 wo man zu warten gentigt war1 war durch ein rotes ,kanapee und ,sthle von gleicher ,farbe beraus heiter mbliert2 zur ,seite stand ein ,flgel und an den ,wnden sah man ,handzeichnungen verschiedener ,art und ,gre4 ,illustration3 ,vorraum mit ,treppe von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,dienstbotenzimmer von ,architekt ,prof4 ,josef ,hoffmann4 ,so bei ,goethe4 ,freilich zwischen dem ,alt-,weimarer ,hause ,sr4 ,exzellenz und einer modernen ,stadtwohnung1 ist ein ,unterschied4 ,illustration3 ,kche von ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,zu jenen ,rumen1 fr die man im ,allgemeinen auch das ,schlechteste fr gut genug hlt1 gehren die ,dienerzimmer4 ,es ist ein trauriges ,zeichen schlechter sozialer ,begriffe und unzureichender menschlicher ,einsicht1 wenn man in einem ,hause die ,dienstleute1 denen man doch ,treue und ,anhnglichkeit zum ,gesetz macht1 schlecht versorgt findet4 ,im ,dienstverhltnis gibt es nach beiden ,seiten hin ,pflichten und ,rechte und kein ,teil1 weder ,dienstgeber noch ,dienstnehmer1 drfte dem anderen etwas schuldig bleiben4 ,fr menschenwrdige ,zustnde im ,hinblick auf das ,dienstpersonal zu sorgen1 ist auch eine der ersten ,pflichten der ,hausfrau1 wenn sie nicht ,recht behalten sollte1 da sie wirklich bezahlte ,feinde im ,hause habe4 ,guter ,geschmack heit hier wie berall ,reinlichkeit und ,zweckdienlichkeit4 ,massiv eiserne ,betten 7,hohlrume sind immer ,aufenthalt unausrottbarer ,ungeziefer71 einfache ,mbel aus weichem ,holz in irgend einer ,farbe gestrichen1 ,tisch1 ,stuhl1 ,schrank und ,waschgelegenheit mblieren den ,raum vollstndig und knnen ihn zugleich recht wohnlich machen4 ,wenn fr das persnliche ,wohl der ,dienstleute in mustergiltiger ,weise gesorgt ist1 ist das immer eine ,ehre fr die ,hausfrau4 ,die ,kche4 ,illustration3 ,kche von ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,in einem ,lobliede an die ,kche meint ,gilles ,corrozet 7#aecd71 da es eine schne ,sache sei um ein geschmcktes ,haus1 um eine behagliche ,stube1 um den wohlbestellten ,speicher und ,keller1 da aber ein ,haus trotzdem nichts ,erquickliches bte1 wenn man nicht auch eine gute ,kche sehe1 die gute ,kche1 wo die freundlichen ,gtter ,diana1 ,ceres und ,bachus ihre gesegneten ,gaben niederlegen1 wo der freundliche1 ,zufriedenheit und ,wohlbehagen spendende ,hausgeist im ,winkel am ,herde tront und leibliche ,strkung und ,mehrung der ,daseinsfreude verheiungsvoll winken4 ,der gute ,corrozet ist ein praktischer ,idealist2 wer auf guten ,tisch hlt1 7und wer tut das nicht7 mu vor allem auf gute ,kche halten1 und darum gibt er seinen ,zeitgenossen eine umstndliche1 in zierliche ,reime geflochtene ,darstellung einer ganzen ,kcheneinrichtung1 in der er auch nicht die ,lichtschneutzen vergit und daraus man leicht ersehen kann1 welche hervorragende ,wichtigkeit die ,kche im damaligen ,haushalt besa4 ,sie ist die ,urzelle des ,hauses1 aus der die anderen ,rume erst nach und nach hervorgegangen sind4 ,noch im ,,xviii4 ,jahrhundert vollzog sich auf den seigneuralen ,gtern ,frankreichs das ,leben vorzugsweise in der ,kche1 whrend die brigen ,gemcher des ,hauses als bloe ,reprsentationsrume nur gelegentlich bentzt wurden4 ,illustration3 ,kche von ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,sicherlich ist die ,kche der am frhesten und am vollkommensten ausgebildete ,teil des ,hauses gewesen4 ber deren ,einrichtung lt uns auch die ,nrnberger ,haushlterin nicht im ,zweifel1 die im ,jahre #agaf ber das deutsche ,brgerhaus schrieb3 ,von einer wohlgebauten ,kche wird vornehmlich gefordert1 da sie nicht allzuweit von der ,esstube entfernt seye1 damit nicht im ,winter das ,essen1 wenn es weit getragen werden mu1 kalt auf den ,tisch gebracht werde4 ,man darf sich hierbei wohl nicht eine ,stadtwohnung mit gedrngten ,rumen vorstellen1 sondern ein weitlufiges altdeutsches ,brgerhaus1 wo mglicherweise die ,kche1 wie in den heutigen ,landhusern und ,villen1 im ,untergescho gelegen war4 ,daher die ,mahnung der ,nrnberger ,haushalterin1 die zu ihrer ,zeit die vortreffliche ,einrichtung von ,speiseaufzgen nicht gekannt haben drfte4 ,illustration3 ,porzellanservice von ,frl4 ,jutta ,sicka4 ,illustration3 ,porzellanservice von ,frl4 ,jutta ,sicka4 ,gegenber den alten ,kchen1 so vollkommen sie auch mit ,gertschaften versehen sein mochten1 haben die heutigen1 von modernen ,architekten eingerichteten ,kchen entschieden bedeutende ,vorzge aufzuweisen4 ,das ,gebot der ,zweckmigkeit und sanitre ,rcksichten erfordern1 da die ,kchen hell seien1 in modernen ,landhusern legt man daher die ,fenster breit und ziemlich hoch an1 selbst wenn dies nicht durch die tiefe ,lage des ,raumes im ,souterrain erforderlich sein sollte1 damit die ,wandflchen fr die ,kcheneinrichtung gut ausgentzt werden knnen4 ,unter diesen ,fenstern befinden sich in der ,regel die ,schrnke mit mglichst viel ,laden und ,stellagen1 die mit ,glastren verschlossen sind4 ,in der ,mitte der ,wand1 unterhalb der ,fenster finden wir hufig den ,anrichtetisch1 in seinen ,unterteilen als ,schrank ausgentzt und von einem ,gesims mit verschliebaren ,fchern gekrnt4 ,auf der gegenberliegenden ,seite steht der ,herd4 ,im ,gegensatz zur ,kche von einst1 die man erst dann fr schn erachtete1 wenn das blitzblanke ,messing- und ,kupfergeschirr1 die bunten ,tpfe aus ,steingut und ,porzellan1 die ,zinn- und ,blechgefe an ,wnden und offenen ,stellagen zum ,entzcken der ,hausfrau prangend ausgestellt waren1 liebt man es heute1 jegliches ,kchenrequisit in den ,schrnken abzuschlieen und hat damit vollkommen recht4 ,denn so kann das ,geschirr von ,staub und ,fliegenunrat frei gehalten werden und man erspart ein berma von ,reinigungsarbeit4 ,nur das ,kupfergeschirr lt man frei hngen4 ,eine solche ,kche sieht aber auch appetitlich genug aus1 namentlich1 wenn die ,wnde wei verkachelt sind1 wie das neuestens oft der ,fall ist4 ,bis zu einer gewissen ,hhe wenigstens sollen die ,wnde verkachelt sein1 soweit eben spritzendes ,wasser reicht4 ,an ,stelle der ,kacheln werden auch dnne ,marmorplatten verwendet und zwar nur weie1 weil es aus begreiflichen ,grnden ,grundsatz ist1 da wei vorherrsche4 ,darum werden smtliche ,holzgegenstnde1 also die ganze ,kcheneinrichtung wei lackiert1 wobei man den ,vorteil hat1 durch einfaches ,abwaschen jeden ,schmutz leicht zu entfernen4 ,da man auf wei jede ,unreinlichkeit sofort sieht1 ist nur ein ,vorzug1 denn sie soll nirgends und am allerwenigsten in der ,kche geduldet werden4 ,will man durchaus ein ,ornament1 so soll es nur ein ,flachornament sein1 aufschablonirt und sparsam angewendet4 ,jede ,schnitzerei ist zu verpnen1 sie wirkt nur als ,staubfnger4 ,im brigen hat man ,bedacht auf gradlinige einfache ,formen ohne ,gesimse1 und auf einfache ungeteilte ,holzflchen1 die durch bloes ,abwischen rein gehalten werden knnen4 ,die ,kchenmbel sollen mit ihrer ,flche bis auf den ,fuboden herabgehen und auf diesem ohne ,fe fest aufstehen1 damit sich unterhalb der ,schrnke keine unkontrollierbaren ,schmutzwinkel bilden knnen4 ,dagegen tut man gut1 die ,stuhl- und ,tischflchen1 die oft gerieben werden mssen1 berhaupt nicht zu streichen1 sondern blo fein gehobelt im ursprnglichen ,holzton stehen zu lassen1 und so einzurichten1 da sie abnehmbar sind4 ,auf diese ,art knnen sie am besten gewaschen und gerieben werden1 wovon das ,holz bald ein blhweies ,aussehen bekommt4 ,in ,bezug auf den ,fuboden hat man auch zu bedenken1 da in ,kchen immer ,wasser verschttet wird1 und da er mit ,wasser abgeschwemmt und solcherart leicht gereinigt werden soll4 ,darum wird man den ,steinboden dem bisherigen ,brettelboden vorziehen4 ,der ,steinboden aber bedeutet einen ,angriff auf die ,gesundheit der ,kchinnen1 die ohnehin meistens gichtisch sind4 ,da bietet denn das ,xylolith einen ,ausweg4 ,xylolith ist ein ,kunststein1 der auf ,holz aufgetragen wird1 nicht so hart wie ,naturstein ist1 aber sonst alle seine ,vorzge aufweist und noch mehr4 ,er ist nmlich schon in allen ,farben zu haben und man kann ihn nach seinem persnlichen ,geschmack whlen4 ,zu dem blinkenden ,wei der ,wnde passt sehr gut ein roter oder blauer ,xylolithboden4 ,illustration3 ,theeservice aus ,silber von ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,die ,franzsin des ,,xviii4 ,jahrhunderts mute ihr ,paradebett haben1 die deutsche ,frau ihre ,prunkkche4 ,das kennzeichnet zur ,genge den ,unterschied zweier ,nationen4 ,heute existiert beides nicht mehr4 ,vieles wird heute fertig ins ,haus gebracht1 was einst im ,hause erzeugt werden mute4 ,selbst der ,kohlenherd ist in ,gefahr verdrngt zu werden4 ,gas und ,elektrizitt1 ,centralversorgung1 spielen eine immer grere ,rolle4 ,wenn auch die ,kche heute nicht so umfangreich ist1 wie die altdeutschen ,kchen waren1 so bildet sie doch noch immer eine ,macht im ,hause1 von der das ,glck im ,heimwesen zum groen ,teil abhngt4 ,an ihr sieht man1 was die ,hausfrau ist oder was sie nicht ist4 ,es gibt ,kchinnen1 die einen ,dienstort verlassen1 wenn ihre ,werksttte1 die ,kche1 nicht der ,wrde und ,bedeutung des ,raumes entsprechend ausgerstet ist4 ,die schlechtesten ,kchinnen sind das sicherlich nicht4 ,illustration3 ,vasen von ,prof4 ,moser1 ausgefhrt von ,bakalowits ,shne1 ,wien4 sthetik des ,etisches4 ,illustration3 ,tafelaufsatz und ,blumengefe von ,baronesse ,falcke1 ausgefhrt von ,bakalowits ,shne1 ,wien4 ,es war eine geistreiche ,dame1 die bei einem ,diner1 das sie fr eine groe ,gesellschaft veranstaltete1 folgendermaen verfuhr3 ,nach dem ,grundsatze1 den die ,rmer schon kannten1 da eine ,tischgesellschaft nicht weniger als die ,zahl der ,grazien und nicht mehr als die ,zahl der ,musen betragen sollte1 verteilte sie die zahlreichen ,gste an ebensoviele ,tische als ntig waren1 um die gesegnete ,zahl herzustellen4 ,und sie stimmte jeden ,tisch auf eine andere ,farbe4 ,sie hatte sich mit den ,damen ins ,einvernehmen gesetzt1 und sie muten ihre ,toilette der ,farbe ihres ,tisches anpassen4 ,selbst die ,tischtcher muten ,farbe bekennen1 und man sah die ganze ,skala des ,regenbogens vertreten1 ja sogar ein schwarzes ,tischtuch war vorhanden4 ,die ,blumen wurden dementsprechend gewhlt und verteilt4 ,die geistreiche ,dame hatte von ihrer meisterhaften ,anordnung eine auerordentliche ,wirkung erwartet und die ,wirkung war auerordentlich4 ,sie war nmlich auerordentlich geschmacklos4 ,sie war so geschmacklos1 da man wirklich sehr geistreich sein mu1 um dergleichen einmal begehen zu drfen4 ,sie hat es sicherlich nicht wieder getan4 ,die feine ,lehre war daraus zu ziehen1 da fr das ,gedeck nur eine ,farbe existiert1 die den ,glanz der ,frische und der ,appetitlichkeit gewhrt1 das festliche ,wei1 als der richtige ,grundton1 davon sich das ,silber1 ,krystall1 ,porzellan und die freudigen ,farben der ,blumen schn und erquicklich abheben und zugleich ein ,schmaus fr das ,auge sind4 ,die sthetische ,befriedigung ist ein wesentlicher ,bestandteil der ,tafelfreude4 ,nebst dem feinen weien ,linnen1 das manche ,frauen1 wie namentlich in frherer ,zeit1 hten wie ,silber1 ist es die ,blume1 welche dem gedeckten ,tisch den ,adel knstlerischer ,schnheit verleiht4 ,wie bei allen ,dingen1 kommt es auch hiebei nicht auf die ,kostbarkeit oder ,seltenheit der ,blumen an1 sondern auf die ,art1 wie sie verwendet werden4 ,gerade unsere einfachen heimischen ,blumen1 mit schlichter ,treuherzigkeit ,bauernblumen genannt1 knnen1 klug gebraucht1 zu den feinsten ,wirkungen gebracht werden1 und man erinnere sich nur daran1 was ,lichtwark ber den ,lwenzahn als ,tischblume sagt4 ,der vielverachtete ,lwenzahn1 der den ganzen ,tisch auf ,gelb stimmt1 knnte eine unvergleichliche ,tischblume abgeben4 ,mit gelben ,blumen nht die ,hausfrau gerne ihren ,tischlufer aus1 und eine unbewute ,anerkennung liegt darin1 da ,gelb auf weiem ,tischzeug besonders schn steht4 ,aber gerade hier ist viel ,takt in der ,anwendung erforderlich4 ,streublumen sind sehr beliebt1 aber sie sehen alsbald welk aus1 verursachen hliche ,flecken und eine krause ,unordnung am ,tisch1 die ihr freundliches ,aussehen von frher bald ins ,gegenteil verwandelt4 ,ein ,knstler hatte den glcklichen ,einfall1 die ,schnittblumen in kleinen wrfelartigen ,glasgefen1 die in regelmigen ,abstnden eine ,reihe in der ,mitte des ,tisches bildeten1 aufzustellen1 und er hat damit das ,rechte getroffen4 ,heute bekommt man zu diesem ,zwecke kleine ,glasgefe mit dreieckiger ,basis1 die man in beliebiger ,weise zu ,gruppen mit hoch- und kurzstengeligen ,blumen vereinigen kann4 ,hohe ,blumen- und ,fruchtaufstze1 welche die einander gegenbersitzenden ,personen den ,blicken entziehen1 haben sich als unzweckmig und geschmacklos berlebt4 ,illustration3 ,speisezimmer von der ,vereinigung ,wiener ,kunst im ,hause84 ,illustration3 ,,speisezimmer ,m,,bel ,,aus ,,blaugrauer ,,eiche -- ,,wand ,,ist ,,rauher ,,putz ,,mit ,,eingesetzten ,,kacheln ,entwurf von ,arch4 ,max ,benirschke1 ,dsseldorf4 ,illustration3 ,speisezimmer von ,arch4 ,alois ,hollmann4 ,die ,reform des ,tafelgedeckes beginnt schon bei der ,serviette4 ,sie hat heute noch eine ,form1 die ihre ,gebrauchsart lngst berlebt hat4 ,kein ,mensch von ,lebensart wird sie heute noch mit einem ,zipfel unter dem ,kinn in den ,kragen stecken4 ,man legt sie heute einfach ber den ,scho4 ,die zweckentsprechende ,form sollte demnach jene sein1 welche etwa das ,handtuch besitzt3 ein lngliches ,rechteck4 ,da die ,serviette weich und lind sei1 wird zwar in der ,theorie immer verlangt1 aber die ,praxis kennt nur damastene ,servietten1 die anfangs bocksteif sind und nach lngerem ,gebrauch abhaaren4 ,die ,zeiten sind wirklich vorber1 wo ,linnen dem ,silber gleichgestellt war4 ,illustration3 ,zimmerecke von ,arch4 ,franz ,exler4 ber das ,glas wre manches zu sagen4 ,gewhnlich sitzt das ,glas wie ein ,blumenkelch auf hohem dnnen ,stengel1 was zwar anmutig anzusehen1 aber in sehr hohem ,mae unpraktisch ist4 ,erstens wird die ,standfestigkeit gering1 bei leiser ,berhrung fllt das ,glas um1 und zweitens ist der ,stengel beim ,reinigen allzuleicht abzudrehen4 ,aber auch dickes ,glas ist nicht zu empfehlen1 weil nicht gut daraus zu trinken ist4 ,zwischen ,lippe und ,flssigkeit soll sich so wenig ,glaswand befinden als immerhin mglich4 ,aus dieser ,voraussetzung ergibt sich die organische ,form des ,trinkglases von selbst2 es mte einen starken1 feststehenden1 starkwandigen ,fu und ,stengel haben und mte gegen den ,rand ganz dnn verlaufen1 um als angenehmes ,glas empfunden zu werden4 ,handsam soll das ,glas sein und mundgerecht4 ,so einfach die ,lsung scheint1 ich habe ein solides ,glas noch nicht gefunden4 ,dem ,glase steht das ,porzellan zunchst4 ,ich wei1 da die meisten ,leute buntbemaltes ,geschirr lieben4 ,es macht zwar nicht viel aus1 ob das ,geschirr bemalt ist oder einfach wei1 nur ist zu bedenken1 da die ,bemalung hufig ,schden des ,porzellans verdecken mu4 ,reliefartiger ,dekor am ,tellerrand ist im hchsten ,grade unzweckmig1 aber alles ,unzweckmige ist am hufigsten anzutreffen4 ,ganz weies ,geschirr ohne bunte ,streifen ist sehr vornehm in der ,wirkung1 aber merkwrdigerweise selten im ,gebrauche zu finden4 ,illustration3 ,speisezimmer von ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,illustration3 ,buffet von ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,und nun das ,silber4 ,es ist ja heute noch der ,stolz jedes wohlhabenden ,hauses1 der wohlgehtete ,schatz1 den man nur zu besonderen ,festtagen oder zu ,ehren eines ,gastes zu verwenden wagt4 ,die ,silberlffel im ,alltag zu gebrauchen1 wrde der ,mehrzahl der ,hausfrauen als beispiellose ,verschwendung erscheinen4 ,ich wei wirklich nicht aus welchem ,grunde4 ,gerade fr den ,alltagsgebrauch ist echtes ,edelmetall wie ,silber allein zu verwenden1 weil es widerstandsfhiger und sauberer zu halten ist als billiges ,zeug1 das oftmals erneuert werden mu1 immer bel aussieht und zuguterletzt viel hher zu stehen kommt als ,silber4 ,der wahrhaft konomische ,sinn wird sich immer nur des letzteren bedienen4 ,gewhnlich aber ist fr die ,hausfrau das ,silberzeug blo ,gegenstand des platonischen ,genusses1 ohne weiteren ,daseinszweck1 als still im eigenen ,glanz zu ruhen1 und als ,brautgeschenke gefhlsame ,erinnerungen der ,hausfrau zu bewahren4 ,den ,kranz so frommer ,tugenden aber wollen unsere ungeweihten ,hnde nicht zerreien4 ,sprechen wir lieber von der ,form1 die das ,silberzeug erhalten hat4 ,die ,liebe der ,knstler hat sich ja dem ,silber in besonderem ,mae zugewendet1 und gerade in den letzten ,jahren ist viel an dem ,tafelbesteck probiert worden4 ,bei der heutigen ,art1 ,messer und ,gabel leicht zu halten1 hat das ,besteck auch jene ,leichtigkeit und ,zierlichkeit erhalten1 die man ihm wnschen mag4 ,jedermann hat sich schon ber die ,gabel gergert1 die absolut keine ,sauce fassen will4 ,als aber ,oberbaurat ,otto ,wagner sein ,reformbesteck ausstellte1 gab es dennoch eine kleine ,erschtterung4 ,man ist die alte ,form schon so gewhnt1 da die wenigsten ,menschen einsehen wollen1 da es da noch etwas zu reformieren gibt4 ,da gab aber eines ,tages ein einarmiger ,general den ,ansto zu einer ,revolution4 ,der wollte eine ,gabel1 mit der er nicht nur spieen1 sondern auch schpfen und ntigenfalls auch schneiden konnte4 ,die ,gabel wurde gefertigt2 sie besa eine flache lffelartige ,form mit drei kurzen ,zinken1 so da man damit bequem spieen und zugleich ,sauce fassen konnte4 ,illustration3 ,standuhr von ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,diese ,gabel ist sicherlich der reformierteste ,teil des ,reformbesteckes4 ,sie drfte allgemeine ,annahme finden1 denn auch von der hygienischen ,seite her ist ihr ,angenehmes wegen ihrer leichten ,reinbarkeit nachzusagen4 ,in den ,ansprchen1 die wir in sthetischer ,hinsicht an den ,etisch stellen1 prgt sich ein guter ,teil unserer ,erziehung und unserer persnlichen ,kultur aus4 ,die ,mahlzeiten sind ,feste des ,leibes1 die bei ,homer1 der von seinen ,helden getreulich berichtet1 wann sie die ,hnde zum lecker bereiteten ,mahle erhoben1 eine ,art frhlicher ,gottesdienst werden4 ,der ,adel der ,form kommt spter hinzu4 ,es gengt dem ,kulturmenschen nicht1 da das ,mahl lecker bereitet sei4 ,die schne ,form ist nicht zu entbehren4 ,sie ist das halbe ,essen4 ,die sthetische ,forderung wird geradezu zur krperlichen4 ,eine gewisse absolute ,schnheit des ,etisches hat sich herausgebildet1 die sich mit ,einfachheit wohl vertrgt und die nur eine ,verschiebung hinsichtlich der ,kostbarkeit vertrgt4 ,diese ist aber sicherlich zu entbehren4 ,eine ,sehnsucht nach ,schnheit geht durch unser ,zeitalter4 ,wenn nichts fruchtet1 will man wenigstens in ,schnheit sterben4 ,das ist gewi sehr edel1 aber anmutsreicher ist3 in ,schnheit leben4 ,und dazu gehrt3 in ,schnheit essen4 ,das ,speisezimmer4 ,illustration3 ,standuhr v4 ,arch4 ,max ,benirschke4 ,vor ,jahren sah es freilich noch anders aus4 ,wie es in den meisten ,wohnungen heute noch aussieht4 ,altdeutsch war es1 oder was man darunter versteht4 ,der ,plschdekorationsdivan trug die ach so bekannten ,dekorationsteller4 ,die altdeutsche ,kredenz war geschnitzt1 zwar sehr roh und albern1 aber im groen und ganzen trug das ,mbel eine ,faade wie ein italienischer ,palazzo4 ,sulen waren an jedem ,trchen1 aber sie hatten nichts zu sttzen4 ,sie waren angeklebt und bewegten sich mit der ,tr auf und zu4 ,ich erzhle das nur1 um auf den ,widersinn einer solchen ,ornamentik1 die man an jedem derartigen ,mbel finden kann1 gebhrend aufmerksam zu machen4 ,die anderen ,einrichtungsstcke paten dazu -- insofern waren sie wirklich stilgerecht4 ,der massive ,speisetisch hatte unten eine kreuzweise ,verspreizung1 so da man nie recht wute1 wie man die eigenen ,beine unter dem ,tische unterbringen soll4 ,es war zu wenig ,platz1 und sie auf die ,verspreizung zu stellen1 litt die ,hausfrau nicht4 ,die blichen ,speisezimmersesseln standen herum1 mit ,sitzflchen aus ,holz1 das figurale ,ornamente eingepret hatte1 so da man sich nicht niedersetzen konnte1 ohne sich einer schnen ,marke mitten ins ,gesicht zu setzen -- herrlich6 ,natrlich war auch ein ,pfeilerspiegel da mit ,trumeau1 dunkle ,vorhnge1 um alles in allem die beziehungsreiche1 wurstrot- und sauerkrautfarbene ,gesamtstimmung zu erzeugen1 die seit einer ,generation in ,speisezimmern so beliebt ist4 ,illustration3 ,schrank und ,wandmalerei von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,buffet von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,schlgt man die ,tageszeitungen auf1 so findet man spaltenlange ,annoncen1 darin solche ,intrieurs angepriesen werden4 ,man mag daraus ersehen1 da sie noch immer ein ,publikum finden1 das diese ,mhe und ,kosten verlohnt4 ,illustration3 ,schrank von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,,ausgef,,hrt ,,in ,,weis1 ,,blau ,,und ,,schwarz ,,gebeizt -- ,,und ,,poliertem ,,ahornholz ,standuhr von ,architekt ,max ,benirschke4 ,beim ,stuhl begann die ,revolution4 ,man verlangte1 da er ,bequemlichkeit gewhre1 und bestimmte die ,sitzhhe nach dem krperlichen ,ma4 ,eigentlich hat man das auch in ,goethes ,zeiten getan und vielleicht schon zu ,moses ,zeiten1 aber man hat seit der ,zeit1 da man fremde ,stile kopierte1 darauf vergessen4 ,die ,querleisten zwischen den ,beinen wurden als lstig empfunden und blieben weg4 ,dann kam die ,lehne in ,betracht4 ,hiebei ist die ,atmung zu bercksichtigen4 ,geht die ,lehne im ,bogen1 so mu sie unter den ,schultern abschlieen1 sonst verursacht sie ,atembeklemmungen4 ,geht sie hher1 so schliee sie besser gerade ab4 ,doch soll sie mglichst niedrig sein1 sonst bildet sie ein ,hindernis beim ,servieren4 ,von der ,stuhlform hngt der ,tisch ab4 ,die richtige ,hhe ist bei ,speisetischen sehr wichtig4 ,ausziehtische sind natrlich bevorzugt1 wenn sie auf guten ,rollen laufen4 ,die ,zarge darf nicht so weit herabreichen1 da sie das ,knie des ,sitzenden beengt4 ,die ,querstangen sind absolut zu vermeiden4 ,man hat neuestens den ,tischfu mit gehmmertem ,messing umkleidet1 darauf man unbekmmert die ,fe stellen kann4 ,buffet1 ,teetisch1 ,serviertisch ergnzen das ,mobilar4 ,das ,ornament besteht hchstens in eingelegten ,linien1 im flachen ,dekor4 ,glatte polierte ,formen1 die anmutige ,reflexlichter erzeugen1 den ,glanz des ,silberzeugs1 die ,weie des ,porzellans widerspiegeln1 sind durchaus beliebt4 ,die ,tafelaufstze sind niedrig1 einfach und zweckvoll4 ,den ,hauptschmuck bilden die ,blumen1 auf der ,tafel und am ,fenster4 ,dort hngen keine ,stoffgardinen mehr1 die ,rembrandtstimmung ist dahin1 alles ist auf ,luft und ,licht und ,farbe gestimmt1 auf helle1 freundliche ,farben4 ,durchsichtige ,gardinen1 seitlich aufzuziehen1 hngen in geraden ,falten herab4 ,die ,wnde sind natrlich auch hell1 keine ,tapeten1 keine ,dessinierung4 ,perlgrau zum ,beispiel4 ,das ,mbelwerk gebeizt oder lackiert4 ,mahagoni ist schn und teuer4 ,rot gebeiztes ,holz tut es auch4 ,sthle und ,tisch in diesem ,ton1 dagegen die ,buffets1 die ,kaminverkleidung1 der ,blumenstnder etc4 wei lackiert4 ,das gibt einen schnen ,akkord4 ,unter ,kaminverkleidung verstehe ich die ,umhllung des ,gaskamins1 mit ,fchern zur ,aufnahme von allerlei ,kleinkunst4 ,fr den ,bodenbelag findet man heute schon gutes und billiges ,zeug in geeigneten ,farben1 entweder einfrbig oder gestreift oder sonst mit einem ruhigen ,linienornament4 ,wo elektrisches ,licht ist1 hat man den ,vorzug einer gleichmig verteilten ,deckenbeleuchtung4 ,auch bei den ,beleuchtungskrpern lasse man es nur auf reine ,zwecklichkeit ankommen und verschmhe allen ornamentalen und figuralen ,kram1 der sich in dieser ,form immer wieder anpreist4 ,erst wenn man von jedem ,ornament absieht1 wird man zu ruhigen1 einheitlichen ,wirkungen und zu einer stillen und vornehmen ,schnheit gelangen4 ,wenn man einmal so weit sein wird1 die ,farbe zu wrdigen1 die ungebrochenen einfachen ,farben1 nicht die schmutzig aussehenden1 dann wird man im ,raum glckliche ,ergebnisse erzielen1 die man nur andeuten kann4 ,illustration3 ,standuhr v4 ,arch4 ,max ,benirschke4 ,der ,salon4 ,illustration3 ,buffet von ,arch4 ,franz ,exler4 ,die ,hausfrau1 der stets die ,sorge um ein standesgemes ,heim am ,herzen liegt1 steht dieser ,frage hufig ratlos gegenber4 ,bei den anderen ,rumen gibt es keine solchen ,schwierigkeiten1 deren ,einrichtung ergab sich notgedrungen1 aus dem ,bedrfnisse heraus4 ,aber beim ,salon -- das ist etwas anderes4 ,hier spricht das ,bedrfnis nicht so laut2 man wohnt nicht darin2 man hat ihn gewhnlich nicht fr sich1 sondern fr die anderen4 ,also um darin zu reprsentieren4 ,es gehrt zu den ,herkmmlichkeiten1 da selbst jede kleinere ,wohnung ihren ,salon hat4 ,dazu whlt man fast immer das beste und grte ,zimmer1 die anderen ,rume werden ins ,hintertreffen gerckt4 ,ich halte zwar die ,gemcher1 die meinem persnlichen ,dasein dienen1 fr weitaus wichtiger1 aber das gehrt nicht hieher4 ,im ,salon kann man zeigen1 da man auch wer ist1 und das erklrt alles4 ,also wendet sich die ratlose ,hausfrau an ihr ,hausblttchen1 von dem sie gewhnlich auch die ,kochrezepte bezieht3 ,bitte1 wie richte ich meinen ,salon ein8 und erhlt alsogleich probaten ,rat in der herkmmlichen ,form3 ,man nimmt ein paar ,sthle verschiedener ,form und ,gre1 mit beliebigem ,seidenstoff gepolstert1 kleine ,tischchen1 ein ,sopha1 ,fauteuils etc4 ,die ,durchschnittssalons der brgerlichen ,wohnungen schmecken alle nach diesem ,rezept4 ,der ,mbelhndler liefert den bric--brac1 den billigen ,tand1 die ,gipsstatuen und all den ,kram1 der fr wenig ,geld viel ,geschrei machen soll4 ,illustration3 ,buffet von ,arch4 ,hans ,stubner4 ,dieselbe de und ,langeweile1 den ,mangel jeder persnlichen ,regung findet man von ,haus zu ,haus4 ,was auch die praktischen ,ratgeber und ,mbelhndler sagen mgen1 so richtet man einen ,salon nicht ein4 ,wozu haben wir berhaupt einen ,salon8 ,welche ,aufgabe soll er in dem ,organismus unseres ,hauses erfllen8 ,soviel steht fest3 ,in der ,form1 wie wir ihn meistens finden1 bildet er einen toten ,raum4 ,sollte der ,salon nicht derart zu gestalten sein1 da er auch von dem ,leben erfllt werde1 das die anderen ,rume beherrscht1 da er nicht blo einer unzulnglichen ,reprsentanz diene1 sondern wirklich der ,bedeutung gleichkomme1 die man ihm auf ,kosten der ,bequemlichkeit in der brgerlichen ,wohnung einrumt8 ,die ,sache ist der ,untersuchung wert4 ,illustration3 ,speisezimmer von ,arch4 ,r4 ,bruer4 ,schon das ,fremdwort ,salon besagt1 da wir es mit einem ,raume zu tun haben1 der aus einer fremden ,kultur stammt4 ,die italienische ,renaissance veratmet in dem ,wort4 ,salone1 groer ,saal1 so hie der groe ,empfangsraum im italienischen ,palazzo4 ,was wir heute unter dieser ,bezeichnung in unseren ,durchschnittswohnungen finden1 ist freilich eine ,farce auf den ursprnglichen ,geist eines solchen ,raumes4 ,soll der ,salon fr unsere ,verhltnisse wieder ,sinn und ,zweck bekommen1 dann mssen wir ihn seines anscheinend reprsentativen ,charakters1 der fr die groe ,mehrzahl ohnehin bedeutungslos ist1 entkleiden1 und ihm das ,geprge eines persnlich intimen ,raumes geben4 ,nach einer gesunden ,auffassung von der ,sache hat aber der brgerliche ,salon die ,aufgabe1 alle ,dinge aufzunehmen1 welche die ,persnlichkeit1 ihre ,neigungen und ihre ,ideale charakterisieren4 ,jegliches ,ding darin mte von der ,persnlichkeit etwas auszusagen haben4 ,fr die gebildete ,hausfrau oder den gebildeten ,hausherrn wird der ,salon recht eigentlich ,bibliothek oder ,arbeitszimmer sein1 wo die ,lieblingsbcher stehen und die ,studien gepflegt werden1 wo an den ,wnden in geeigneten1 zum ,auswechseln gerichteten ,rahmen die ,kunstbltter hngen1 die ,sammlungen aufgestellt sind und aus allen ,dingen die geistigen ,wesenszge der ,bewohner sprechen4 ,hier1 wo man von allen ,gegenstnden seiner ,neigungen umgeben ist1 wird man am angenehmsten plaudern1 und die ,langeweile1 dieser ttliche ,feind aller ,lebensfreude1 wird solchen ,rumen sicherlich fernbleiben4 ,die ,unterhaltung1 die von diesen ,gegenstnden her ,nahrung empfngt1 wird leicht und fesselnd sein1 weil sie solcherart die ,eigenart der ,bewohner auf unauffllige und sympathische ,weise offenbart1 und eine anziehende ,neuheit darin besitzt1 da sie sich nicht um die ,schwchen des abwesenden lieben ,nchsten zu drehen braucht4 ,illustration3 ,buffet von ,arch4 ,georg ,winkler4 ,wo diese ,auffassung platzgreift1 stellen sich die neuen ,grundstze fr die zweckmige ,einrichtung ungerufen ein4 ,die gute ,hausfrau1 die bereits gemerkt hat1 um was es sich handelt1 wei nun mit einemmal1 was sie fr ihren ,salon braucht4 ,sie wird ,wnde und ,plafond in einfachen ruhigen ,farben halten1 vielleicht einfrbig blo mit einem herumlaufenden ,fries1 oder sie wird1 wenn sie ,stofftapeten haben will1 zu einem modernen ,muster greifen4 ,in ,stofftapeten ist auch mehr ,farbenfreude und ,lebhaftigkeit der ,zeichnung statthaft4 ,sie wird die ,mbel so einfach1 aber auch so gediegen herstellen lassen als mglich1 vielleicht aus ,mahagoni oder rotgebeiztem ,holz1 mit dem sich auch weie ,lackmbel gut verbinden lassen4 ,die ,mglichkeiten sind nicht auszudenken1 der gute ,geschmack wird mit allen ,mitteln das richtige treffen4 ,die ,anordnung der ,mbel wird selbstverstndlich von der bisherigen ,aufstellung sehr verschieden sein mssen4 ,man wird in einem solchen intimen ,raum ,wert darauf legen1 eine gemtliche ,plauderecke zu besitzen1 ein cozy-corner1 das eine ,ecke des ,zimmers fllt1 eine halbkreisfrmige gepolsterte ,sitzgelegenheit enthlt1 und ein ,tischchen davor1 wo man behaglich sitzen kann1 den ganzen ,raum beherrscht und sich dennoch abgeschlossen und geborgen fhlt4 ,das ,fenster1 das bei der ,art unserer ,zimmer leider so wenig ,raum an der ,wandseite lt1 wird einfach zur unteren ,hlfte verkleidet1 wenn es sich nicht anders tun lt4 ,von diesem ,platze aus ergibt sich die geschmackvolle ,aufstellung der anderen ,mbelstcke1 die immer nur nach ,magabe des persnlichen ,bedrfnisses vorhanden sein werden1 ganz leicht4 ,illustration3 ,speisezimmer von ,arch4 ,karl ,witzmann4 ,illustration3 ,speisezimmer von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,man glaube indessen nicht1 da die ,sache so brandneu ist1 da man es nicht wagen drfe1 sie aufzunehmen4 ,bei den ,knstlern gehrt es zur berlieferung1 die ganz selbstverstndlich ist1 da sie ihre ,gste im ,arbeitsraum1 also in der ,werkstatt1 im ,atelier empfangen4 ,das ,atelier ist zugleich ihr ,salon4 ,darum unterhlt man sich bei den ,knstlern am besten1 weil man von ihrem geistigen ,wesen ganz umgeben ist1 von allen ,dingen1 die diese ,geistigkeit sichtbar machen4 ,auf diese ,art kann es jedermann halten4 ,nicht jeder ist ,knstler1 wird man sagen4 ,aber jeder ,gebildete hat geistige ,interessen irgendwelcher ,art oder treibt einen geistigen ,sport1 musiziert1 sammelt1 liest4 ,oder sollte ich allzu optimistisch sein8 ,man gebe einem ,salon das ,geprge eines geistigen ,sammelpunktes4 ,wer aber in den neuen1 oben dargestellten ,grundstzen eine ,festigung durch das ,beispiel der altehrwrdigen ,tradition braucht1 der lese die folgende ,schilderung des idealen ,zimmers1 das sich ,adalbert ,stifter einrichten wollte1 den man in dieser ,hinsicht ganz gut als einen ,vorlufer der ,modernen betrachten kann4 ,illustration3 ,speisezimmer mit ,erker von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,buffet von ,arch4 ,georg ,winkler4 ,zwei alte ,wnsche meines ,herzens stehen auf4 ,ich mchte eine ,wohnung von zwei groen ,zimmern haben1 mit wohlgebohnten ,fubden1 auf denen kein ,stubchen liegt2 sanft grne oder perlgraue ,wnde1 daran neue ,gerte1 edel massiv1 antik einfach1 scharfkantig und glnzend2 seidene graue ,fenstervorhnge1 wie matt geschliffenes ,glas1 in kleine ,falten gespannt1 und von seitwrts gegen die ,mitte zu ziehen4 ,in dem einen der ,zimmer wren ungeheuere ,fenster1 um ,lichtmassen hereinzulassen1 und mit obigen ,vorhngen fr trauliche ,nachmittagsdmmerung4 ,rings im ,halbkreise stnde eine ,blumenwildnis1 und mitten darin se ich mit meiner ,staffelei und versuchte endlich jene ,farben zu erhaschen1 die mir eben im ,gemte schweben und nachts durch meine ,trume dmmern -- ach1 jene ,wunder1 die in ,wsten prangen1 ber ,ozeane schweben und den ,gottesdienst der ,alpen feiern helfen4 ,an den ,wnden hinge ein oder der andere ,ruysdael oder ein ,claude1 ein sanfter ,guido und ,kindergesichtchen von ,murillo4 ,in dieses ,paphos und ,eldorado ginge ich dann nie anders1 als nur mit der unschuldigsten1 glnzendsten ,seele1 um zu malen oder mir sonst dichterische ,feste zu geben4 ,stnden noch etwa zwischen dunkelblttrigen ,tropengewchsen ein paar weie ruhige ,marmorbilder alter ,zeit1 dann wre freilich des ,vergngens letztes ,ziel und ,ende erreicht4 ,wie man ,bilder hngt4 ,im ,turmalin1 einer ,geschichte1 so dunkel wie der ,edelstein1 nach dem sie benannt ist1 erzhlt ,adalbert ,stifter von einem wunderlichen ,manne1 der die vier ,wnde seines ,wohn- und ,arbeitszimmers vollstndig mit ,bildnissen berhmter ,mnner behing4 ,es war kein ,stckchen1 auch nur handgro1 das von der ursprnglichen ,wand zu sehen gewesen wre4 ,in der ,sache lag ,system1 und sie drfte zu des seligen ,biedermeiers ,zeiten ,schule gemacht haben4 ,denn als ich einmal in einem ,schlosse zu ,gast war1 das in jenen ,tagen eingerichtet wurde und die ursprngliche ,einrichtung heute noch unverndert besitzt1 sah ich ganze ,wnde mit schmalen1 einfachen ,goldrahmen dicht behngt1 darin ,lithographien1 ebenfalls ,bildnisse berhmter ,mnner1 zumeist der ,kriegsgeschichte angehrig1 zu sehen waren4 ,wie ich nachtrglich hrte1 hatte das ,schlo einem berhmten ,feldherrn zum ,aufenthalte gedient4 ,illustration3 ,sitzgelegenheit in einem ,salon von ,architekt ,georg ,winkler4 ,diese ,anordnung erscheint mir aus zwei ,grnden beachtenswert4 ,erstens waren es nur bedeutsame ,bilder1 die als ,original-,lithographien einen gewissen ,wert besaen und durch ihren ,inhalt ein ganz bestimmtes ,verhltnis zu ihrem ,besitzer ausdrckten1 und zweitens war in dem ,arrangement eine klare1 dekorative ,absicht ausgeprgt4 ,ich meine aber durchaus nicht1 da man die ,sache nachahmen drfte4 ,sie ist nur deshalb sympathisch1 weil sich in ihr berhaupt ein ,gestaltungsgrundsatz geltend macht4 ,im brigen knnte man sehr viel ,gegenteiliges einzuwenden haben1 denn eine ,sammlung von ,kunstblttern gehrt doch viel eher in die ,mappe1 die man nur in musenfreundlichen ,stunden dem schnheitsuchenden ,auge erschliet1 und dann gengt dieses briefmarkenhnliche ,aufkleben nicht mehr dem modernen ,formsinn4 ,auerdem mchte ich der ,gefahr begegnen1 da man meine ,sympathie zugunsten jener wigwamartig mit ,trophen behngten ,schauspielerwohnungen auslegt1 wo die ,wnde ber und ber mit ,photographien in protzigen ,goldrahmen bepflastert sind1 die das liebe ,ich1 von vorn und hinten gesehen und in allen mglichen und unmglichen ,lebenslagen variiert1 mglichst aufdringlich zur ,schau stellen4 ,diesem indianerhaften ,zustand mchte ich nicht einmal den ,schein eines freundlichen ,arguments gnnen4 ,illustration3 ,einfaches ,speisezimmer von ,architekt ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,kehren wir zu ,biedermeier zurck und gestehen wir1 da die alte ,ordnung1 wo sie noch unverflscht in den ,rumen von anno dazumal vorhanden1 recht artig aussieht4 ,im traurigen ,gegensatz zu dieser ,art ,bilder zu hngen1 haben die ,durchschnittswohnungen in den heutigen ,miethusern kein ,prinzip ausgebildet4 ,oder doch nur eines3 nmlich die ,lcher in der ,wand zu verdecken4 ,beim ,beziehen einer neuen ,wohnung geben diese garstigen ,lcher1 mit ,gyps verschmiert1 aus der schmierigen ,wandbemalung grell hervorstechend1 der ratlosen ,hausfrau die einzige und getreulich befolgte ,auskunft auf die ,frage3 ,wie sollen wir die ,bilder hngen8 ,illustration3 ,einfaches ,buffet von ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,und sind sie glcklich gehngt1 gerade dort1 wo der gttliche ,zufall1 der fr die ,lcher sorgt1 sie haben wollte1 dann freut sich ,gro und ,klein ber die schne ,wohnung4 ,ich habe nichts so himmlisch und nichts so verderblich gefunden1 als diese ,anspruchslosigkeit4 ,als ich einmal ber den ordinren ,schund loszog1 mit dem gewhnlich die ,wnde der ,durchschnittswohnung angefllt werden1 schrieb mir eine ,dame3 ,da haben ,sie sich einmal grndlich blamiert6 ,sie drften ganz gut wissen1 wozu die ,bilder gehren6 ,oder ist es schner1 wenn berall die ,lcher hervorschauen8 ,glauben ,sie vielleicht1 da sich jeder ,erste ,beste einen ,bcklin kaufen kann8 u4 s4 w4 ,die zeitgeme ,dame1 die mir so temperamentvoll widersprach1 ahnte wahrscheinlich gar nicht1 wie sehr sie mir recht gab4 ,der ,aufschrei war sicher ein ,beweis1 da ich den ,finger auf eine ,wunde gelegt hatte4 ,ich glaube wahrlich nicht1 da in ein derartiges ,milieu ein ,bcklin besser passen wrde1 als etwa eines jener fabriksmigen lbilder1 die der ,rahmenhndler als ,draufgabe fr einen geschmacklosen und lrmenden ,goldrahmen liefert4 ,dagegen ist um dasselbe billige ,geld gute und echte ,kunst zu haben4 ,illustration3 ,einfaches ,wohnzimmer v4 ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,fr die ,hngung der ,bilder ist entscheidend1 da nicht die ,wand die ,hauptsache und das ,bild der bloe hinzutretende ,schmuck1 sondern da die ,wand blo ,hintergrund und das ,bild die ,beseelung und ,belebung der ,flche ist4 ,der ,kunstfreund1 der von diesem ,grundsatze ausgeht1 wird bei der ,hngung seiner ,bilder nicht leicht einen ,migriff tun4 ,er wird die ,wand als ,hintergrund behandeln und sie daher so anspruchslos halten1 als immerhin mglich4 ,die beliebten ,tapetenblumen knnen der ,bildwirkung immer nur schdlich sein4 ,er wird seine ,wnde entweder weien lassen1 was am schnsten ist1 oder er wird sie in einfachen1 ruhigen ,farben halten und sich auf die ruhige ,tonwirkung beschrnken1 die allerdings ein feines ,farbengefhl bedingt4 ,und er wird staunen1 welche ,macht die sparsam verteilten ,originalbltter der ,reproduktionskunst auf diesem ,hintergrund gewinnen knnen4 ,sparsam verteilt und in menschlich dimensionierter ,hhe mssen sie gehalten sein1 denn sie sollen die ,wandflchen gliedern und mit ihrem ,inhalt deutlich zu dem ,beschauer sprechen4 ,hier wre es am ,platze1 ein ,wort ber den ,rahmen zu sagen4 ,der ,rahmen hat die ,bedeutung einer ,grenze1 die die ,welt des ,bildes von der ,umgebung abschliet4 ,er soll das ,bild heben und daher selbst einfach und anspruchslos sein4 ,um das ,bild zu heben1 hat man auer ,gold auch sonstige ,farben versucht1 die gute ,wirkung haben1 wobei freilich als ,grundsatz zu beachten ist1 da es eine ,farbe sei1 die im ,bilde nicht vorkommt und einen komplementren ,gegensatz bildet4 ,der ,form nach werden immer die geraden ,leisten am besten sein2 vor den verzierten ,rahmen1 die auf den ,namen ,kunsthndler-,rahmen lauten1 ist durchaus zu warnen4 ,es wird oft die ,frage aufgeworfen1 ob man den weien ,rand an reproduzierten ,blttern stehen lassen soll4 ,bei ,radierungen1 die den ,plattenrand haben1 ist der weie ,rand sicherlich von groer ,berechtigung1 in allen ,fllen aber ist er an und fr sich schon ein ,rahmen4 ,man mu sich in diesem ,falle begngen1 einen ganz schmalen1 einfachen ,holzrahmen herumzulegen1 der ganz gut wei sein kann1 ja man braucht nur einen schmalen ,streifen ,papier um den ,glasplattenrand umzukleben1 um des vorteilhaftesten ,aussehens gewiss zu sein4 ,illustration3 ,einfaches ,wohnzimmer von ,architekt ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,ich denke hiebei immer zuerst an die kleinere ,wohnung in den ,miethusern1 wo ja die ,misre am grten ist und oft mit geringen ,mitteln eine gewisse ,schnheit erzielt werden knnte4 ,groe ,wohnungsverhltnisse1 in ,einzelwohnhusern und ,villen1 wo der ,luxus fr einen ziemlichen ,aufwand1 wenn nicht notwendigerweise fr ,geschmack -- o1 im ,gegenteil6 -- sorgt1 kommen fr uns zunchst nur in bedauernder ,hinsicht in ,betracht1 da sie kaum mehr1 wie in frheren ,zeiten1 das groe ,wandbild aufweisen1 das in ,hallen1 ,loggien etc4 seinen rechten ,platz fnde1 und solche ,wnde1 wenn das ,bild etwa nach ,art der alten ,gobelins oder mit dem ,geiste eines ,puvis de ,chavannes gemalt wre1 mit der bezaubernden und ungestrten ,harmonie edler ,linien und groer einfacher ,farbenklnge erfllen mte4 ,solche ,heimsttten mssten die eigentliche ,pflegesttte des groen lbildes und der ,wandmalerei sein4 ,illustration3 ,bcherschrank v4 ,arch4 ,georg ,winkler4 ,fr die ,durchschnittswohnung mu die ,reproduktionskunst in den meisten ,fllen gengen1 wenn berhaupt auf ,kunst ,wert gelegt wird4 ,wird nach den gegebenen ,anhaltspunkten verfahren1 dann kann sich an den ,wnden eine ungeahnte ,schnheit entfalten4 ,um die ,kunstwerke mit grerer ,geschlossenheit zu vereinigen1 wird in manchen ,wohnungen in der ,augenhhe eine ,holzverkleidung gefhrt mit regelmigen1 rahmenartigen ,ausschnitten1 darin die ,kunstbltter hinter ,glas stehen und beliebig je nach dem ,inhalt der ,mappe ausgewechselt werden knnen4 ,der ,kunstfreund ist solcherart stets im gegenwrtigen ,genu seiner ,sammlung und kann den ,turnus wechseln1 so oft es ihm beliebt1 von der feinen dekorativen ,wirkung dieses ,arrangements ganz zu schweigen4 ,ob man nun auf die eine oder andere ,art vorgeht1 dafr sich immer neue und interessante ,gestaltungsmglichkeiten in unseren modernen ,ausstellungen lernen lassen1 man wird sich bald auf einem hheren ,niveau demselben ,ideal nahe finden1 das schon unseren ,grovtern erstrebenswert schien1 man wird nmlich ein ganz bestimmtes ,verhltnis zu dem ,bilderbesitze mit einer klaren dekorativen ,absicht zu verbinden wissen4 ,diese feine ,lehre liegt im dunklen ,turmalin und in manchem alten ,rume1 darin die ,ahnenstimme lebt4 ,die bildmig dekorative ,verwendung anderer ,materialien1 wie etwa getriebene ,paneele in ,messing1 ,kupfer oder ,silber1 die ,kachelschnitte1 ,mrtelschnitte1 ,mosaikbilder1 ,email und ,perlmutter etc41 die in die ,mauer eingelassen werden1 kann nur im eigenen ,wohnhaus in ,betracht kommen1 wo der ,kunst ein viel grerer ,spielraum gegeben ist4 ,illustration3 ,,entw,,rfe ,f,r ,,lackm,,bel ,tischchen von ,architekt ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,salonecke von ,arch4 ,karl ,bruer4 ,das ,portrt im ,wohnraum4 ,illustration3 ,wohnzimmer von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,sitzgelegenheit mit ,bcherablage von ,architekt ,max ,benirschke4 ,eine ,stadt1 die hunderttausend ,einwohner hat1 kann keine zwei ,portrtmaler ernhren4 ,das gibt zu denken4 ,im ,nebenzimmer hngt das ,portrt der ,gromutter4 ,sie sieht aus1 wie in ihren besten ,jahren1 als ,frau1 da sie schon alle ihre ,kinder gehabt hat4 ,acht an der ,zahl4 ,wie gut sie aussieht6 ,die dunklen ,haare sind in der ,mitte gescheitelt und ziehen in schnem ,schwung stark in die ,schlfen herein4 ,das blaue ,seidenkleid ist tief ausgeschnitten1 ein feines ,spitzentuch trgt sie darber4 ,um den schnen ,hals luft eine neunfache ,perlenschnur1 vorne von einer groen ,brosche zusammengehalten4 ,sie trgt die groen1 aber ungemein fein und leicht gearbeiteten ,ohrgehnge aus den ,dreiiger- und ,vierziger-,jahren und schn gefate ,ringe3 ,topas1 ,amethyst und ,chrysopras4 ,stundenlang knnte man sie ansehen4 ,wie schn sie ist6 berallhin folgen einem ihre ,blicke4 ,stellt man sich links1 rechts1 in die ,mitte1 immer blickt sie einem an mit den braunen1 klaren1 gtigen ,augen4 ,der ,maler ist gar nicht bekannt4 ,aber das ,bild lernt man lieben1 und im ,bilde die ,frau4 ,bald hat sie einen unverlierbaren ,platz in der ,seele und lebt mit uns1 obzwar sie lngst tot ist4 ,im ,leben haben wir sie nie gesehen4 ,ein ,jugendbildnis ist noch da4 ,da war sie noch ,mdchen1 trug einen bebnderten ,florentinerhut und weie1 duftige ,tllkleider4 ,ein ,pastell1 bla und rhrend anzusehen4 ,ausgebleicht1 aber rosig umhaucht1 wie verdorrte ,rosen4 ,das war eine kunstfrohe ,zeit1 ,gromutters ,jugendtage4 ,aus allen ,familien sind uns von damals ,bildnisse berliefert1 lportrts1 ,pastelle1 ,lithographien1 ,miniaturen1 von ,daffinger und ,genossen auf ,elfenbein kunstreich gemalt4 ,dieselben ,personen meistens in den verschiedensten ,lebens-,epochen dargestellt1 ,grillparzer1 die ,frhlichs1 ,schubert1 all die ,groen ihrer ,zeit1 noch aus ihren unberhmten ,tagen1 was das ,bemerkenswerte ist4 ,von den ,bildnissen ,unberhmter1 die nur ,familienwert haben1 gar nicht zu reden4 ,diese ganze ,kunstblte ist untergegangen4 ,illustration3 ,salonschrank von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,auf hunderttausend ,einwohner kommen heute keine zwei ,portrtmaler4 ,wie werden wir unseren ,enkeln im ,gedchtnis bleiben6 ,wird unser ,bild in ihren ,seelen leben1 gegenwrtig sein1 mitwirkend in ihrem ,tun und ,lassen1 geliebt und verehrt wie unsere selige ,gromutter8 ,wir lassen uns photographieren4 ,in einer ,anzahl von ,jahren ist die ,photographie verblat1 ausgeblasen1 unkenntlich1 eine ,fratze4 ,vielleicht heben sie die ,nachkommen auf1 vielleicht6 ,aber ansehen tut man sie nicht1 zeigen noch weniger4 ,es ist unerquicklich4 ,name sind wir dann1 leerer ,schall4 ,und dann erst wirklich gestorben4 ,liebe ,gromutter1 du lebst6 ,nein1 wir lassen uns auch portrtieren4 ,wir gehen in eine groe photographische ,anstalt1 wo viele junge ,maler im ,taglohn angestellt sind1 und bestellen das ,portrt4 ,es ist zwar nur ein photographischer ,grund1 aber schn angefrbelt4 ,sehr s und schmeichelhaft1 als ob wir nicht ,menschen1 sondern ,porzellanpppchen wren4 ,aber es gefllt den ,leuten1 und es ist modern4 ,darum tut es nichts1 da dieser ,schund siebzig bis achtzig ,gulden kostet4 ,meistens soll es eine berraschung sein1 ein ,geschenk fr die ,frau des ,hauses1 fr den ,ehegatten4 ,o ,glck6 ,o ,wonne6 ,alles ist ,festfreude4 ,am ,geschenk darf man nicht mackeln1 darum wird der kritische ,verstand beizeiten totgeschlagen1 wofern er berhaupt da war4 ,zum ,schlusse liebt man1 was man hat1 und sieht nur das sndhafte ,geld darin1 das es gekostet hat4 ,illustration3 ,schmuckkstchen von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,fr dasselbe ,geld bekommt man auch ein gutes ,portrt4 ,man wende sich an die ,akademie1 an die ,kunstvereine1 an die jungen1 fertigen ,knstler4 ,die gehen mit ,feuereifer daran1 sie brauchen nicht mehr unwrdige ,arbeit tun1 ,bilderbogen kolorieren1 ,nikolo und ,krampusse fr den ,christkindlmarkt fabrizieren1 um das ,leben zu fristen4 ,alle ,portrtmaler htten auf einmal zu tun4 ,und in jedem ,hause knnten ein paar ,bildnisse sein1 die einen wahren ,familienschatz bilden4 ,illustration3 ,salon1 ,sitzecke von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,lackmbel von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,aber dem steht manches entgegen4 ,leider zum ,teil die jungen und fertigen ,knstler selbst4 ,die sind betrt durch das ,riesenphantom1 das ,knstlerpreis heit1 den die ,knstler von ,ruf zu erzielen pflegen4 ,warum sollten wir nicht auch -- -- --8 ,kommt man in eine von jungen ,knstlern veranstaltete ,ausstellung1 fllt nichts so sehr auf als die hohen ,preise4 ,es ist ein offenes ,geheimnis1 da dieselben ,bilder um tatschliche ,kaufbetrge erhandelt werden1 die zwergenhaft sind im ,vergleiche zu den verlangten ,riesensummen4 ,mehrstellige ,knstlerpreise kommen mit dem steigenden ,ansehen und ,alter von selbst4 ,whrend unsere ,knstler darben1 sind beispielsweise die franzsischen ,maler das ,verkaufen gewhnt4 ,das machen die billigen ,preise4 ,illustration3 ,stuhl von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,und dann die ,leute4 ,die sagen1 die ,photographie tut denselben ,dienst4 ,das ist nicht wahr4 ,die ,photographie gibt zwar alle ,einzelheiten genau wieder1 aber rein uerlich1 auf chemisch-mechanische ,weise4 ,darum hat sie immer etwas ,mechanisches1 ,seelenloses4 ,ich finde es ganz begreiflich1 da ,leute die gelungenste ,photographie mit den ,worten zurckweisen3 ,das bin ich nicht6 ,in den photographischen ,ateliers kommt das tglich vor4 ,nicht wie wir im ,auge des leblosen mechanischen ,apparates uns darstellen kommt es an1 sondern darauf1 wie wir im ,auge des ,menschen erscheinen4 ,darauf ist unser ,empfinden1 ja unser ganzes ,sein gestellt4 ,darum kann die ,photographie nie die ,geltung eines ,portrts haben4 ,da gibt es ,leute1 die behaupten1 die ,bildniskunst sei die niedrigste ,gattung der ,malerei4 ,es ist gelegentlich schon geschrieben worden4 ,es ist gesagt worden1 da es eigentlich recht widerwrtig sein msse1 tglich fremde ,augen1 ,ohren1 ,nasen zu malen1 nichtssagende ,gesichter1 die dem ,maler doch langweilig und gleichgltig sein mssen4 ,da tut er eben seine ,pflicht1 schafft treu und fleiig wie ein ,handwerker1 und was derlei ,aussprche mehr sind4 ,illustration3 ,fauteuil von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,ich habe immer eine heimliche ,sehnsucht gehabt1 ,portrtmaler zu sein4 ,bildniskunst1 sie ist der ,gipfel der ,malerei4 ,ich habe die ganz klare ,empfindung1 da ein ,maler1 der ,knstler ist1 nichts malt1 was ihm gleichgltig ist1 da er ,psycholog genug ist1 um in jedem ,antlitz einen ,schimmer ,seele zu entdecken1 und da er den ,pinsel nicht eher anrhrt1 bis er sich ber den inneren ,menschen klar geworden4 ,denn das ist seine ,kunst1 da er den ,menschen nicht wie die ,photographie in der uerlichen ,zuflligkeit des ,augenblicks darstellt1 sondern dessen innere ,zge ergreift und den ,charakter mit allen seinen ,mglichkeiten offenbart4 ,diese innere hnlichkeit ist knstlerisch wichtiger als die blo uere4 ,ihm werden die feinen ,linien und ,fltchen des ,antlitzes1 die der ungeschickte ,photograph1 der schmeicheln will1 mit ,vorliebe wegretouchiert1 besonders kostbar sein1 und er wird das ,auge1 das wir immer zuerst suchen1 wie den ,weg zur ,seele1 als wichtigste ,offenbarungsquelle behandeln4 ,das ,portrt ist ,geschichtsmalerei im hchsten ,sinne4 ,nicht allein fr den ,maler ist die ,sache interessant1 auch fr den ,besteller4 ,der wei1 der ,knstler malt aus innerer ,anschauung heraus1 also das ,bild1 das er in seiner ,seele von ihm gewonnen hat4 ,er malt ihn1 wie wir im ,auge des ,menschen erscheinen4 ,es liegt darin etwas1 das uns allen sehr nahe geht4 ,das ,auge des ,nchsten ist in ,wahrheit unser ,wchter4 ,der einsame ,mensch verwildert4 ,unsere gesellschaftliche ,kultur ist auf das fremde ,auge gestellt4 ,sie spitzt sich im ,kerne auf die unausgesprochene ,frage zu3 ,werde ich gefallen8 ,das ,magebendste aber wird sein1 wie uns der ,knstler mit seinen verfeinerten und verschrften ,sinnen auffat4 ,er wird uns mit keiner ,wahrheit verschonen4 ,wir werden in seiner ,darstellung nicht aussehen wie im stumpfen ,alltag1 sondern wie an einem ,festtage des ,lebens1 etwa in seinem hchsten ,augenblick1 in dem sich unser verborgenstes ,wesen zum strksten ,ausdruck sammelt4 ,illustration3 ,fauteuil und ,tischchen von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,stuhl von ,arch4 ,maurice ,herrgesell4 ,kann das die ,photographie leisten8 ,ich habe von der ,gromutter keine ,photographie1 das gab es zu ihrer ,zeit noch nicht4 ,angenommen1 es gbe eine solche1 und ich bese nichts von ihr als diese ,photographie1 so wrde sie wirken wie erblindete ,spiegel4 ,die ,gromutter wre sodann nie fr mich gewesen4 ,die ,bildniskunst hat mich verehren gelehrt4 ,illustration3 ,plastik von ,prof4 ,franz ,metzner4 ,plastik im ,zimmer4 ,eine edle ,plastik im ,zimmer zu haben1 ist immer eine ,angelegenheit kunstfroher ,geister4 ,die ,portrtplastik kommt im ,hause zur hervorragenden ,geltung4 ,ebenso wie die nach dem ,leben gearbeitete ,medaille4 ,blo zu beider ,art ,monumenten kann ich meine ,stimme geben1 sagt ,goethe4 ,was hat uns nicht das fnfzehnte1 sechzehnte und siebzehnte ,jahrhundert fr kstliche ,denkmale dieser ,art berliefert1 und wie manches ,schtzenswerte auch das achtzehnte6 ,im neunzehnten werden sich gewi die ,knstler vermehren1 welche etwas ,vorzgliches leisten1 wenn die ,liebhaber das ,geld1 das ohnehin ausgegeben wird1 wrdig anzuwenden wissen4 -- ,leider tritt noch ein anderer ,fall ein4 ,man denkt an ein ,denkmal gewhnlich erst nach dem ,tode einer geliebten ,person1 dann erst1 wenn ihre ,gestalt vorbergegangen und ihr ,schatten nicht mehr zu haschen ist4 ,nicht weniger haben selbst wohlhabende1 ja reiche ,personen ,bedenken1 hundert bis zweihundert ,dukaten an eine ,marmorbste zu wenden1 das doch das unschtzbarste ist1 was sie ihrer ,nachkommenschaft berliefern knnen4 ,mehr wei ich nicht hinzuzufgen1 es mte denn die ,betrachtung sein1 da ein solches ,denkmal berdies noch transportabel bleibt und zur edelsten ,zierde der ,wohnung gereicht1 anstatt da alle architektonischen ,monumente an den ,grund und ,boden gefesselt1 vom ,wetter1 vom ,mutwillen1 vom neuen ,besitzer zerstrt und1 so lange sie stehen1 durch das ,an- und ,einkritzeln der ,namen geschndet werden4 ,illustration3 ,portrtplastik von ,prof4 ,franz ,metzner4 ,fnfzig ,jahre spter lebte noch ein ,abglanz dieses berragenden ,geistes4 ,die ,groelternzeit lebte in ,goethe4 ,vom idealen ,zimmer ,adalb4 ,stifters wurde schon erzhlt4 ,ein ,fernrohr durfte nicht fehlen1 denn das ist die ,art der ,dichter1 da sie immer wie durch ,fernrohre sehen4 ,in die ,zukunft hinein4 ,da ist die ,rede von weien ruhigen ,marmorbildern alter ,zeit1 die den ,gipfel seiner ,wnsche bilden4 ,illustration3 ,salonecke von ,arch4 ,maurice ,herrgesell4 ,die ,wiener ,kunstwanderungen erschlossen die ,wohnungen1 die den ,kunstsinn der letzten zwanzig bis dreiig ,jahre offenbarten4 ,die ,sache war lehrreich genug4 ,von wirklich edler ,plastik war wenig zu sehen4 ,kaum hie und da eine ,portrtplastik4 ,dagegen hatte die ,galvanoplastik einen breiten ,raum4 ,man denke ,michel ,angelos' ,moses in einer elektro-chemischen ,wiedergabe1 natrlich gegen das ,original gemessen aufs winzigste verkleinert1 einem ,tafelaufsatze nicht unhnlich4 ,gypsstatuen mit ,goldbronze belegt1 standen umher4 ,jeder ,sinn fr ,echtheit ward verleugnet4 ,es war die ,art1 wie man in der ,zeit des ,parven- und ,protzentums die ,kunst verstand und pflegte4 ,der ganze ,gtterhimmel1 der den ,bildungsbezirk des ,grobrgertums umstand1 hatte eine ,wendung ins ,operettenhafte gemacht4 ,soweit ,offenbach's ,schne ,helena von der ,iliade entfernt ist1 soweit entfernt sich der ,kunstverstand des ,mrs4 ,jourdains anno #ahgj von der ,erkenntnis ,michel-,angelesker ,gre4 ,illustration3 ,sitzecke von ,arch4 ,karl ,witzmann4 ,illustration3 ,schreibmappe mit ,lederschnitt von ,frulein ,trethahn4 ,heute ist das ,kunstgewissen weiterer ,kreise wieder empfnglicher geworden4 ,man lchelt ber die ,geschmacklosigkeiten unserer jngsten ,vergangenheit4 ,man sagt sich wieder1 das plastische ,kunstwerk mu sich in den ,raum einordnen1 soll an bedeutsamer ,stelle steh'n1 einen ,augenruhepunkt bilden und dem prfenden ,blick standhalten knnen4 ,nachbildungen von rumlich greren ,kunstwerken sind durchaus verwerflich4 ,grere plastische ,werke haben im ,wohnraum nicht ,platz1 sie fallen aus dem ,rahmen1 sie stren die ,harmonie empfindlich1 wenn sie mit der rumlichen ,umgebung nicht im ,einklang stehen4 ,die ,kleinplastik nahm in den letzten ,jahren einen groen ,aufschwung4 ,sie liefert den plastischen ,schmuck unserer ,wohnung1 wofern es nicht auch eine gute ,portrtplastik sein kann4 ,aber was die ,bazare an kleinplastischem ,schmuck liefern1 ist selten von knstlerischem ,wert1 meist nur sliche allgefllige ,publikumsware4 ,man gewhnt sich also schon allmhlich daran1 zum ,knstler selbst zu gehen1 wie es in den besten ,kunstjahren war4 ,man braucht den ,zwischenhndler nicht1 der ja niemals knstlerische ,interessen1 sondern nur ,handelsinteressen hat1 oft zum ,schaden des guten ,geschmackes4 ,der ,bevormundung durch den unwissenden ,verkufer1 der den rgsten ,plunder unter dem ,schlagwort ,modern oder ,sezzessionistisch den ,kunden aufschwatzt1 hat sich das deutsche ,publikum noch nicht zu entziehen gewut4 ,irgend ein einzelner ,gegenstand ohne ,kunstwert1 in irgend einem ,laden gekauft1 kostet meistens ebensoviel1 als ein kleines ,originalwerk im ,atelier4 ,die ,segnungen einer solchen ,kunstfreude wrden nicht lange ausbleiben und ihr erster ,erfolg wre der1 da ,leute1 die nicht in der ,lage sind1 solche ,kunstsachen zu besitzen1 den hlichen ,plunder der ,bazare1 der flschlich fr ,wohnungsschmuck ausgegeben wird1 lieber nicht aufstellen1 und wenigstens durch diese ,enthaltsamkeit die erfreulichen ,zeichen eines gesunden ,geschmackes geben1 anstatt durch lcherliche ,surrogate das peinliche ,gefhl wachzurufen1 da das ,gewollte doch ganz anders sein mte4 ,illustration3 ,schreibmappe mit ,lederschnitt von ,frulein ,trethahn4 ,illustration3 ,salonschrank von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,junggesellenheim u4 ,herrenzimmer4 ,das ,studium alter ,kulturen hat uns gelehrt1 da je erhabener die ,kunst1 desto grer die ,einfachheit war4 ,wenn wir wollen1 da die ,kunst ihren ,ausgangspunkt in dem ,hause nehme1 dann mssen wir aus unseren ,husern alle berflssigen und strenden ,gegenstnde fortnehmen1 den sogenannten ,luxus1 den ,komfort1 der in ,wirklichkeit gar kein ,komfort ist1 weil er nur unntige ,plage macht und fr nichts gut und ntzlich ist4 ,der wirklichen ,gebrauchsgegenstnde sind verhltnismig wenige4 ,wenden wir uns einmal an die kleinste ,wohnung1 die von einer alleinstehenden ,person bewohnt wird1 an das sogenannte ,junggesellenheim1 so finden wir in der ,regel ein einziges ,zimmer1 in dem geschlafen und gearbeitet wird1 wobei eine ,arbeit vorausgesetzt ist1 die nicht viel ,unordnung verursacht4 ,wir finden darin einen ,bcherschrank1 der eine ,menge ,bcher enthlt1 ein ,bett1 das mit weien weichen ,leinenvorhngen1 die mit ,aufnharbeit versehen1 abnehmbar und waschbar sind1 verschlossen ist1 und bei ,tag1 wenn die ,vorhnge1 die in metallenen ,ringen laufen1 zurckgezogen sind1 als ,divan bentzt werden kann4 ,das ,nachtkstchen1 wie ein einfaches ,schrnkchen gebaut1 dient bei ,tag als ,bcherablage1 als ,stnder fr ,vasen und ,rauchzeug4 ,dann ein ,tisch1 der sicher steht1 um daran zu schreiben oder zu arbeiten4 ,mehrere ,sthle1 die sich leicht von einem ,ort an den anderen bringen lassen1 ein ,kleiderschrank mit ,schubksten fr ,wsche und derlei1 und solche ,bilder und ,stiche1 als es die ,mittel erlauben1 ja keine ,lckenber1 sondern wirkliche ,kunstwerke1 was heute unschwer fr wenig ,geld zu haben ist2 auch eine oder zwei ,vasen gehren hieher1 um ,blumen hineinzutun1 namentlich wenn man in einer ,stadt lebt4 ,ein ,ofen gehrt natrlich ins ,zimmer1 aber man zieht einen kleinen ,gaskamin vor1 der1 artig von einem ,holzgehuse umgeben1 an seinem ,bord allerlei1 ,gegenstnde der ,kleinkunst aufzunehmen geeignet ist4 ,illustration3 ,schrank von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,weiter ist nichts ntig1 besonders wenn der ,fuboden gut ist4 ,wenn dies nicht der ,fall ist1 so wrde ein kleiner ,teppich1 der in zwei ,minuten zur ,reinigung aus dem ,zimmer geschafft werden kann1 gute ,dienste leisten2 doch mte dafr gesorgt sein1 da er schn ist1 sonst wrde er schrecklich stren4 ,illustration3 ,schrank von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,das ist rein alles1 was wir in unserem ,junggesellenheim brauchen1 wenn wir nicht musikalisch sind und ein ,klavier haben mssen 7in ,bezug auf deren ,schnheit wir bel daran sind71 und wir knnen nur sehr wenig zu diesen notwendigen ,dingen hinzufgen1 wenn wir nicht sowohl beim ,arbeiten wie beim ,nachdenken und ,ausruhen gestrt sein wollen4 ,wenn diese ,dinge fr die geringsten ,kosten1 fr die sie gut und dauerhaft ausgefhrt werden knnen1 hergestellt wrden1 wrden sie nicht viel ,auslagen verursachen1 und sie sind so wenig1 da die1 welche die ,mittel haben1 sie berhaupt anzuschaffen1 sich auch bemhen knnten1 sie gut ausgefhrt und schn anzuschaffen1 und alle die1 denen die ,kunst am ,herzen liegt1 sollten sich sehr bemhen1 dies zu tun1 und dafr sorgen1 da keine ,scheinkunst sie umgibt1 nichts1 dessen ,herstellung oder ,verkauf einen ,menschen herabgewrdigt hat4 ,und ich bin fest berzeugt1 da1 wenn alle1 denen die ,kunst am ,herzen liegt1 sich dieser ,mhe unterzgen1 dies einen groen ,eindruck auf das ,publikum machen wrde4 ,mit diesen ,worten entwirft der englische ,kunstgewerbler und ,dichter ,william ,morris1 der als ,apostel der neuen und eigentlich uralten ,glaubensstze allerortens eine sich tglich mehrende ,gemeinde hat1 einen solchen einfachen ,raum und sagt3 ,diese ,einfachheit knnen ,sie andererseits so kostbar herstellen wie ,sie wollen oder knnen2 ,sie knnen ,ihre ,wnde mit gewirkten ,tapeten behngen1 statt sie zu weien oder mit ,papiertapeten zu bekleben2 oder ,sie knnen sie mit ,mosaikarbeiten verdecken1 oder auch durch einen groen ,maler ,freskomalerei darauf anbringen lassen -- all dies ist nicht ,luxus1 wenn es um der ,schnheit willen und nicht zum ,zwecke der ,schaustellung geschieht4 ,das kann man der ,liebhaberei des ,bestellers berlassen4 ,im allgemeinen wird die grte ,einfachheit auch hier das ,zweckdienlichste sein4 ,es gibt allerdings ,leute1 die sich ein prchtiges ,studio einrichten und darin allen erdenklichen ,luxus anhufen1 um sich ,stimmung zur ,arbeit zu machen4 ,sicher ist1 da in solchen ,studios kaum jemals ernstlich studiert wird4 ,wer ernst arbeitet1 wei1 das man im ,arbeitszimmer nicht ,zerstreuung braucht1 sondern ,sammlung4 ,hier soll aber die grte ,einfachheit walten4 ,man kann auf das ,beispiel ,goethes hinweisen1 das sich in diesem ,zusammenhang einstellt4 ,den meisten ,besuchern ,weimars einst und jetzt drfte die ,schlichtheit seines ,arbeitszimmers unliebsam aufgefallen sein1 und man hrt oft uerungen der ,verwunderung darber1 da einem so groen ,geiste die ,drftigkeit des ,raumes gengen mochte4 ,herr ,dr4 ,w4 ,bode spricht in seinem ,buche3 ,goethes ,lebenskunst darber aus3 ,wir sind nicht wenig erstaunt1 wenn wir das ,huschen betreten1 das sieben ,jahre hindurch dem ,busenfreunde des ,landesherrn1 dem weithin berhmten ,dichter des ,werther und ,gtz1 das einzige ,heim war4 ,so bescheiden htten wir es uns doch nicht vorgestellt4 ,unten ist gar kein bewohnbares ,zimmer1 hchstens kann man einen ,raum1 an dessen ,wnde ,plne von ,rom hngen1 im ,sommer wegen seiner ,khle schtzen2 oben sind drei ,stuben und ein ,kabinettchen1 alle klein und niedrig1 mit bescheidenen ,fensterchen und schlichten ,mbeln2 zuerst ein ,empfangszimmer mit harten steifen ,sthlen1 dann das ,arbeitszimmer mit kleinem ,schreibtisch1 daranschlieend ein ,bcherzimmer und zuletzt das ,schlafzimmer1 in dem noch die ,bettstelle steht1 die zusammengeklappt und so als ,koffer auf die ,reise mitgenommen wurde444 ,illustration3 ,rauchtisch von ,architekt ,franz ,messner4 ,illustration3 ,salontischchen von ,architekt ,max ,benirschke4 ,so ist das ,gartenhaus eingerichtet4 ,aber auch vom ,stadthause hat man keinen anderen ,eindruck4 ,nichts deutet auf einen vornehmen reichen ,besitzer4 ,die ,studierstube1 in der er seine unsterblichen ,werke schuf1 wrde heute nur ,wenigen gengen1 die sich zum ,mittelstande rechnen2 fr standesgem wrde sie niemand halten4 ,alles darin ist zur ,arbeit bestimmt1 zum ,lesen1 ,schreiben oder ,experimentieren2 kein ,sopha1 kein bequemer ,stuhl1 keine ,gardinen1 sondern nur einfachste dunkle ,rouleaux4 ,auch an den ,bchern ist keine ,pracht1 seine gesammelten ,werke sind auf das schlichteste eingebunden1 er nahm ja auch seine berhmtesten ,dramen oder ,gedichte jahrzehntelang nicht wieder in die ,hand4 ,nur ein ,mbel hatte ,goethe in dieser ,stube1 das wir nicht kennen -- ein kleines ,korbgestell1 das sein ,taschentuch aufnahm4 ,und auf dem ,tische lag ein ,lederkissen1 auf das er die ,arme legte1 wenn er dem gegenbersitzenden ,schreiber diktierte4444 ,zu ,eckermann uerte ,goethe einmal3 ,prchtige ,gebude und ,zimmer sind fr ,frsten und ,reiche4 ,wenn man darin lebt1 fhlt man sich beruhigt1 man ist zufrieden und will weiter nichts4 ,meiner ,natur ist es ganz zuwider4 ,ich bin in einer prchtigen ,wohnung1 wie ich sie in ,karlsbad gehabt1 sogleich unttig und faul4 ,geringe ,wohnung dagegen1 wie dieses schlechte ,zimmer1 worin wir sind1 ein wenig unordentlich ordentlich1 ein wenig zigeunerhaft1 ist fr mich das ,rechte2 es lt meiner ,natur volle ,freiheit1 ttig zu sein und aus mir selber zu schaffen4 ,und ein andermal sagte der ,achzigjhrige3 ,sie sehen in meinem ,zimmer kein ,sopha1 ich sitze immer in meinem alten hlzernen ,stuhl und habe erst seit einigen ,wochen eine ,art von ,lehne fr den ,kopf anbringen lassen4 ,eine ,umgebung von bequemen anspruchsvollen ,mbeln hebt mein ,denken auf und versetzt mich in einen passiven ,zustand4 ,einen ,schmuck besa die einfache ,studierstube aber doch1 den hchsten und herrlichsten zugleich1 der alle ,drftigkeit berglnzte3 ,goethes ,geist1 der in diesem ,raume schuf4 ,illustration3 ,entwrfe fr ein ,damenzimmer und ein ,herrenzimmer von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,salonschrank von ,architekt ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,damensalon von ,arch4 ,franz ,exler4 ,ein ,zusammenhang zwischen ,junggesellenwohnung und ,herrenzimmer ist durch den ,umstand gegeben1 da auch das letztere ,wohn- und ,arbeitsraum oder auch ,salon des ,hausherrn ist1 wie der ,name ,herrenzimmer berdies schon sagt4 ,es kommt im ,hauswesen dort vor1 wo die ,hausfrau entweder ihren ,damensalon oder ihr ,boudoir hat1 oder wo man aus konomie auf den ,salon berhaupt verzichtet und das eine zu erbrigende ,gesellschaftszimmer vorzugsweise auf die ,bedrfnisse des ,hausherrn hin zurechtmacht4 ,massive1 dunkel gebeizte oder polierte ,mbel mit einfachen blanken ,beschlgen finden sich darin1 ein groer ,bcherschrank1 ein entsprechender ,arbeits- oder ,schreibtisch1 groe gepolsterte ,sitzmbel mit grauem oder braunem ,lederberzug1 alles ernst und einfach und von der gewissen ,vornehmheit1 die in der ,gediegenheit berhaupt liegt4 ,ist der ,hausherr ,waffensammler1 so findet sich ein ,waffenschrank vor1 berhaupt ,mbel1 die seinen besonderen ,liebhabereien oder ,berufszwecken dienen4 ,in einfachen ,rahmen hngen ,bilder oder ,stiche1 manche khne ,modernitt1 le ,nu au ,salon1 warum nicht8 ,ein ,tropfen ,pikanterie vermengt sich mit dem ,duft schwerer ,zigarren4 ,so findet man es hufig4 ,aber das dominierende1 ehrfurchteinflende ,mbel ist der groe ,schreibtisch4 ,an ihn werden heute die persnlichsten ,anforderungen gestellt1 nicht weniger als an den guten ,sessel4 ,hier hat eine gute ,tradition mitgearbeitet4 ,aus dem ,anfang des neunzehnten ,jahrhunderts sind groe1 sorgfltig erdachte ,schreibtische berliefert1 groe ,diplomatenschreibtische mit verschliebarem ,pultdeckel1 einfach geistreich kombiniert1 dem amerikanischen roll desk nicht unhnlich1 ferner eine ,unzahl verschiedenartiger ,damensekretre mit zahlreichen ,fchern und durchaus verschliebar1 als ein glnzendes ,zeichen einer geistig ungeheuer regsamen ,zeit4 ,man schrieb fleiig ,tagebcher1 unterhielt mit allen ,zeitgenossen regen1 brieflichen ,verkehr4 ,auch der ,schreibtisch von damals bildet gewissermaen ein menschliches ,dokument4 ,was so ein verwittertes ,mbel nicht fr ,geheimnisse verbirgt1 und was so einem ,kasten fr anmutige ,rtsel abzulesen sind1 diesen ,lden1 die einst vollgestopft waren mit ,gedichten1 ,liebesbriefen1 ,prozessen und ,romanzen1 schweren ,locken und anderen ,liebeszeichen1 gleich einem ,riesensarg1 der mehr ,tote enthielt als mancher ,grberhain4 ,sentimentalitten1 nicht wahr8 ,aber ein ,persnlichkeitszug ging durch die ,dinge des ,hausrats1 das wollte festgestellt sein4 ,und einen ,persnlichkeitszug will man den ,dingen heute wieder geben4 ,der ,schreibtisch sollte seinem ,besitzer angemessen sein wie ein ,kleid4 ,konstruktiv besitzt der amerikanische verschliebare ,schreibtisch viele ,vorteile1 fr das ,privatzimmer ist er aber allzu bureaumig4 ,im ,halbkreis geht die ,tischplatte um den ,sitzenden1 auch die uersten ,enden in den ,bereich seiner ,hnde rckend4 ,van de ,velde's ,schreibtisch1 der diese ,form aufwies1 war eine ,sensation4 ,illustration3 ,sitzgelegenheit mit seitlichen ,schrnken von ,architekt ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,billardzimmer von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,rauchzimmer4 ,illustration3 ,spielzimmer von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,zimmerecke von ,arch4 ,franz ,exler4 ,allein er war kein ,vorbild4 ,van de ,velde'scher ,stil hat nur fr einen einzigen ,menschen in der ,welt ,berechtigung1 fr van de ,velde selbst4 ,er drckt ein allzu ,persnliches aus1 das1 wenn es ,mode wird1 aufs nachdrcklichste bekmpft zu werden verdient4 ,fr die ,allgemeinheit hat van de ,velde keine brauchbaren ,typen geschaffen4 ,mit dem ,schreibtisch geht es uns wie mit dem ,sessel4 ,wer einen passenden ,schreibtisch sucht1 findet ihn nicht4 ,er mu mit seinem ,architekten oder ,tischler beraten1 um zu finden1 was fr seine ,person das ,beste ist4 ,es ist der einzige ,weg1 der zum ,rechten fhrt4 ,der ,konsument mte in allen ,dingen1 die seine persnlichen ,bedrfnisse angehen1 ,mitarbeiter des ,knstlers sein1 was aber wohl voraussetzt1 da er ein wohlunterrichteter1 einsichtsvoller ,mensch sei4 ,sieht er sich dann nach einem passenden ,schreibzeug um1 dann hat er wieder seine liebe ,not4 ,die ,dinge dieser ,art1 die sich im ,handel vorfinden1 sind fast nie sachlich gelst4 ,im besten ,falle mssen ,bureau-,utensilien herhalten4 ,ebenso ergeht es einem mit den ,rauchrequisiten4 ,hier ist fast alles erst zu tun4 ,ein weites ,feld steht fr den ,knstler der ,kleinplastik offen1 wenn erst der ,publikumsgeschmack zur strengen ,sachlichkeit erzogen sein wird4 ,einstweilen sind es nur einige moderne ,architekten1 die sich ihrer erziehlichen und kulturellen ,aufgabe vollends bewut sind4 ,illustration3 ,salonschrank von ,architekt ,max ,benirschke4 ,das ,musikzimmer4 ,illustration3 ,klavier von ,arch4 ,k4 ,bruer4 ,illustration3 ,pianino von ,arch4 ,georg ,winkler4 ,illustration3 ,,pianino ,,sammt ,,einlegearbeit ,arch4 ,max ,benirschke4 ,der ,zufall spielt mir die ,reproduktion eines ,bildes von ,schwind in die ,hnde4 ,schubert-,abend ist es betitelt4 ,eine ,stimmung strmt aus dem ,blatt1 zart wie der ,duft verdorrter ,rosen2 ein ,hauch der legendren liebenswrdigen ,wiener ,geselligkeit weht durch den ,raum4 ,es ist ein ,altwiener ,brgersalon1 grovterischer ,hausrat steht umher1 ,gastlichkeit und ,gemtlichkeit1 der genius loci winkt aus allen ,winkeln hervor1 ein ,klavier steht in die ,mitte des ,zimmers herein1 eines jener spinettartigen ,instrumente1 zierlich und schlank1 im wohltuenden ,gegensatz zu den ,monstren unserer heutigen ,klaviere1 ,schubert davor und ein ,kreis von ,kunstsinnigen um ihn herum1 die ,schwestern ,frhlich1 selbstverstndlich auch ,grillparzer1 dann der gefeierte ,opernsnger ,vogel und alles1 was damals zur geistigen ,elite gehrte4 ,damals war noch die ,glanzzeit der ,hausmusik4 ,die vielen ,duos1 ,trios1 ,quartette und ,quintette1 von den berhmten ,tonknstlern jener ,zeit zu diesem ,zwecke verfat1 und die ,zusammenstellung der ,instrumente sind an und fr sich ein sprechender ,beweis fr den eifrigen ,betrieb der ,hausmusik4 ,bach und ,hndel waren in jedem ,hause gekannt und geliebt4 ,finden wir heute noch gute ,hausmusik8 ,die ,frage drfte nicht ohneweiters zu bejahen sein4 ,zwar findet sich in jeder ,wohnung ein ,klavier vor1 fingerbende ,musikbeflissene bilden mehr denn je die ,verzweiflung nervser ,nachbarn1 aber die ,pflege der ,hausmusik ist heutzutage seltener geworden4 ,man geht lieber in den ,konzertsaal1 der in frheren ,zeiten nicht so viel des ,abwechslungsreichen und ,interessanten bot als die ,neuzeit1 die jeden ,tag eine beliebige ,anzahl musikalischer ,berhmtheiten auf das ,podium stellt4 ,da kann man auch ,toiletten zeigen und sehen1 und selber gesehen werden4 ,bei den meisten wei man kaum1 was sie antreibt1 die ,musik oder das andere4 ,die biedere1 hausbackene1 ehrsame ,hausmusik kommt in ,verfall4 ,daran ist aber in ,wahrheit nicht so sehr der ,konzertsaal schuld1 als vielmehr der ,verfall des ,hauswesens selbst4 ,die freundlichen ,genien der ,gemtlichkeit und ,gastlichkeit1 die man vor fnfzig ,jahren bei viel geringeren ,lebensansprchen noch unter jedem ,dache finden konnte1 sind aus den ,stdten1 ,grostdten zumal1 meist entschwunden4 ,und in der ,provinz8 ,die verzehrt sich in ,sehnsucht nach der gleienden ,pracht der ,grostadt1 der sie ihre besten ,krfte abgibt4 ,kalt und ungastlich ist es fast an jedem ,herde geworden4 ,hier bringen auch die besten ,tonwerke keine ,harmonien hervor4 ,irgend ein ,gassenhauer1 wild und gehackt1 eine beliebte ,nummer aus dem ,variet deckt in der ,regel das ,bedrfnis nach musikalischen ,genssen4 ,bachs gravittische ,gavotten1 ein liebliches ,adagio ,mozarts1 eine ,sonate ,beethovens sind im ,hause der ,disharmonien bloer ,lrm4 ,verstndnis und ,pflege guter ,musik sind ebenso sehr ,sache des gebildeten ,geschmacks wie gute ,manieren und vorteilhafte gesellschaftliche ,haltung4 ,also ,teil der persnlichen ,kultur1 die auch in der huslichen ,umgebung und in allen ,dingen1 die im ,bereich der ,persnlichkeit liegen1 zum ,ausdruck kommt4 ,man sollte glauben1 da ein feines ,gefhl fr die sthethik der ,farben und der ,formen von vorneherein die ,bedingungen zum ,verstndnis edler ,musik besitzen mte4 ,in einem ,hauswesen1 wo die edle ,farbe herrscht und die edle ,linie1 und der ,sinn1 der aus dem ,zweckmigkeitsprinzip des ,alltags die ,schnheit abzuleiten wei1 wird man in der ,regel auch gute ,musik antreffen4 ,denn ein gemeinsamer knstlerischer ,grundzug fhrt von der sichtbaren ,harmonie auf die hrbare4 ,eine nach vernnftigen modernen ,grundstzen eingerichtete ,stadtwohnung braucht aus blo sthetischen ,grundstzen durchaus kein eigenes ,musikzimmer zu besitzen1 abgesehen davon1 da ,raum und ,mittel hiefr selten bereitstehen4 ,es wird mit den ueren ,merkmalen unserer mit edlem ,geschmack eingerichteten ,wohnung nicht im ,widerspruch stehen1 wenn wir im ,speisezimmer oder im ,raume1 den wir gewhnlich ,salon nennen1 den unsterblichen ,werken der hheren ,tonkunst lauschen und in einem dieser ,zimmer das ,klavier und den ,notenschrank aufstellen4 ,aber da sind wir schon in arger ,verlegenheit4 ,das ,klavier in seiner heutigen ungeheuerlichen ,form pat zu den schlanken1 raumsparenden ,mbeln noch viel weniger als es zu den altdeutschen oder sonstigen stilgerechten ,einrichtungen gepat hat4 ,es verstellt in den verhltnismig kleinen ,wohnzimmern den besten ,raum1 steht breit und sperrig da und zerstrt jede irgendwie versuchte harmonische und zweckvolle ,gliederung des ,gemaches4 ,es ist berhaupt ein ,mbel1 das1 zwar1 wenn seine ,seele ausklingt1 der mchtigsten1 erschtterndsten und himmlischesten ,wirkungen fhig ist1 in seiner uerlichen ,erscheinung ein wahres ,scheusal genannt werden mu1 das wegen seiner hchst unpraktischen ,form am allerwenigsten als eigentliches ,hausinstrument gedacht zu sein scheint4 ,in den ,zeiten1 da ,schubert am ,klavier sa1 da hatte dieses ,instrument eine ,form1 die mit dem brigen brgerlichen ,hausrat im ,einklang stand4 ,es hatte eine schmchtige1 zierliche1 fast elegante ,form und fiel nirgends plump aus dem ,rahmen der gesamten ,wohnungskunst1 wie es das heutige tut4 ,es wuchs sich selbstndig und unabhngig aus und gewann solcherart seine umfangreiche1 wenig ansprechende ,form4 ,die ,klavierfabrikanten haben bis heute wenig ,lust gezeigt1 sich mit ihren ,klavierformen der neuen ,bewegung1 welche im ,hause so durchgreifende ,vernderungen herbeigefhrt hat1 anzuschlieen und ein bischen darber nachzudenken1 ob man nicht durch eine vernderte ,konstruktion zu geflligeren1 zierlicheren ,gehusen gelangen knnte4 ,vor dem ,kolo eines ,klavieres heutiger ,konstruktion steht auch der genialste ,entwurfsknstler in ,verlegenheit da1 er wei sich nichts anzufangen4 ,baut er ein ,gehuse1 das der einfachen strengen ,linienfhrung des heutigen ,mbels entspricht1 so sieht es womglich noch sperriger und ungeheuerlicher aus4 ,der schottische ,knstler ,mackintosh hatte einem ,kunstfreunde ein ,musikzimmer eingerichtet und es mit allen ,finessen einer raffinierten ,knstlerschaft ausgestattet4 ,als dekoratives ,motiv dieses ganz in ,wei gehaltenen ,raumes war eine symbolische ,darstellung der sieben ,prinzessinnen1 aus ,maeterlincks mystischem ,mrchenspiel verwendet4 ,in einem wundersamen ,linienklang kehrt dieses ,motiv an allen ,teilen wieder als ,paneele1 als ,verkrpfung an den ,holzteilen1 am ,kamin1 an den hohen ,sthlen1 am ,fenster1 am ,klavier4 ,alles ist ,musik1 sichtbare ,musik in dem eigenartigen ,raum1 der in mattem ,elfenbeinwei strahlt1 darin da und dort frbige ,stcke eingesetzt sind1 die in ihrer dekorativen ,linienfassung wie seltsame ,mrchenaugen aussehen und in dem toten1 starren ,material ein geheimnisvolles ,leben erwecken1 als ob drauen der leibhafte ,prinz stnde und mit bangen1 sehnlichen ,blicken durch die ,scheiben ins ,gemach she1 wo wie bleiche schne ,schatten die ,prinzessinnen schlafen1 wie der ,wohllaut1 der in den ,saiten schlft1 angstvoll gehtet1 da kein ,miton von drauen ihr zartes ,leben mordet4 ,illustration3 ,schrank 7,lackmbel7 von ,architekt ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,schrank 7,lackmbel7 von ,architekt ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,wohnzimmer von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,schreibtisch von ,architekt ,alois ,hollmann4 ,wenn ein ,knstler sein ,bestes getan hat1 ist es nicht seine ,schuld1 da es trotzdem unverhltnismig hoch und breit und strrisch dasteht4 ,klaviere sind einmal so4 ,man mte1 um einmal die wohltemperierte ,klavierform zu finden1 sich einmal an ,george ,logan in ,greenock 7,schottland7 wenden1 von dem aus der ,turiner ,ausstellung #aijb ein ,musikzimmer bekannt ist1 das uns der ,knstler zwar nur als ,aquarellbild zeigen konnte4 ,aber es gengt1 um den ,traum eines ,knstlers kennen zu lernen4 ,eine heitere1 kindlich frhliche ,mozartstimmung herrscht in dem ,raum1 ber den ,teppich schreitet man wie auf einer blumigen ,au1 an den weigetfelten ,wnden stehen in hohen ,vasen ,bltenzweige1 die einen ,frhling ins ,gemach zaubern1 und man mag es glauben1 da hier die ,tne hell und lustig fliegen wie muntere ,spielblle4 ,zwei sitzen am ,klavier1 wahre ,blumenerscheinungen1 und das ,klavier1 aus ,ebenholz mit sparsam verteilten hellen ,einlagen ist von ganz idealer ,erscheinung4 ,zart und einfach gebaut1 fgt es sich harmonisch in den ,raum ein4 ,hier strt kein ,miton1 auch kein sichtbarer4 ,ist es auch nur ein ,knstlertraum1 so mag1 da er greifbare ,formen gefunden1 die ,mglichkeit nicht fern sein1 da er ganz reale ,wirklichkeit werde1 wofern die ,klavierfabrikanten wollen4 ,in brgerlichen ,wohnungen wird man sich mit einem ,pianino begngen mssen1 die bereits ganz moderne ,formen1 ohne jeden ,stilschnrkel aufweisen4 ,illustration3 ,stehpult von ,arch4 ,karl ,sumetsberger4 ,wenn ,sie aber ,lust und ,mittel haben1 ein eigenes ,musikzimmer einzurichten1 dann versagen ,sie sich jedwede ornamentale ,ausstattung1 denn die bedarf1 wenn die ,sache nicht plump und aufdringlich werden soll1 eines hchst delikaten1 knstlerischen ,geschmackes1 der zu den grten ,seltenheiten gehrt4 ,vermeiden ,sie also jeden ,zierrat1 dulden ,sie selbst keine ,musikerbsten oder ,portrts1 denn sie tragen zur musikalischen ,stimmung nichts bei1 sie stren viel eher4 ,bringen ,sie lieber eine harmonische ,wirkung durch die kunstreiche ,anwendung von ,form und ,farbe hervor und wirken ,sie dadurch im ueren musikalisch4 ,auch hiebei wird sich zeigen1 da in der ,beschrnkung die ,meisterschaft liegt4 ,halten ,sie den ,musiksalon blo in ganz einfachem1 edlem1 elfenbeinartigem ,wei1 ohne jedweden ,dekor1 und stellen ,sie nichts hinein als ein schwarzpoliertes ,piano1 ein schwarzpoliertes ,notenschrnkchen1 einige ,bltenzweige in ,vasen und denken ,sie sich in diesem ,raum eine schne ,stimme1 ein paar kunstreiche ,hnde1 die starke goldene ,tne ums ,haupt winden1 und ,sie werden in diesem ,raum unbeirrt und von keinem fremden ,eindruck abgelenkt1 wahre ,feste in ,moll feiern4 ,illustration3 ,schreibkasten1 geschl41 v4 ,prof ,kolo ,moser4 ,illustration3 ,schreibkasten1 offen1 von ,prof4 ,kolo ,moser4 ,schlafzimmer u4 ,bad4 ,illustration3 ,schreibkasten von ,johanna ,hollmann4 ,was fr die ,vorfahren das ,schlafzimmer bedeutete1 davon knnen wir uns nach den heutigen ,wohnungszustnden keinen rechten ,begriff machen4 ,das ,schlafzimmer galt so ziemlich als der ,hauptraum des ,hauses4 ,es sah aus wie ein ,thronsaal4 ,das mchtige ,bett1 zu dem seitlich ,stufen emporfhrten und das baldachinartig berwlbt war1 stand1 mit dem ,kopfende an der ,wand1 mitten im ,raum4 ,im ,zeitalter der ,gothik und der ,renaissance gab die ,kunst ihren ,segen dazu1 wundervolle ,schnitzereien finden sich selbst an den ,betten brgerlicher ,huser vor4 ,im siebzehnten ,jahrhundert vollzieht sich ein guter ,teil des gesellschaftlichen ,lebens im ,schlafzimmer4 ,es ist ,toilettenzimmer1 ,wohnraum1 ,empfangsraum1 ,speisezimmer1 sogar ,kche1 wenigstens fr die leichteren ,speisen4 ,die ,franzsin hatte ihr ,paradebett1 sie empfieng den groen ,besuch im ,bette liegend oder sich ankleidend4 ,der ,barockstil hat darum auch keine anderen ,mbel ausgebildet1 als das ,himmelbett1 den ,schreibtisch1 der nach unten zu ,wscheschrank ist1 und oben als ,glasschrank ,thee- und ,kaffeeservice enthlt1 das ,sopha und die gepolsterten ,sthle und das alles in ,formen1 die fr unser heutiges wahres ,sein unverwendbar geworden sind4 ,sie gehren der ,historie an4 ,zur ,zeit des ,empire1 um #ahjj1 glich das ,schlafzimmer einem ,tempel4 ,die ,antike hatte es allen angetan4 ,man wollte frei sein von der berlieferung und geriet unversehens in die rgste ,sklaverei4 ,das ,schlafzimmer sollte nicht wie ein ,schlafzimmer aussehen4 ,menschliche ,notwendigkeiten galten als durchaus unsthetisch4 ,es war die ,zeit der ,gtterpose4 ,das ,bett fand hufig in einem ,alkoven ,platz1 dessen ,front ein griechisches ,tempelfries trug oder es war reich und kunstvoll drapiert4 ,sinnreiche ,symbole deuteten an1 da hier ,aphroditens geweihte ,sttte sei4 ,das ,nachtkstchen erhielt die ,form eines ,opferstockes4 ,der ,waschtisch war als ,altar der ,reinigung gleichfalls als ,opfersttte charakterisiert4 ,der praktisch brgerliche ,sinn der ,biedermeierzeit vertrug diesen sthetischen ,ballast nicht4 ,er reduzierte die ,formen auf das konstruktiv ,notwendige1 schuf sie nach seinen leiblichen ,bedrfnissen um4 ,knige sind damals ,brger geworden1 sie entflohen der ,ungemtlichkeit der ,schlsser und dem ,druck der ,reprsentation1 um sich in der ,eremitage wieder menschlich zu fhlen4 ,heute mchte der kleine ,brger wie ein ,knig leben4 ,der ,mbelspekulant ist der groe ,hexenmeister1 der alle ,illusionen geben kann4 ,alle ,stilarten liefert er1 die ,gothik1 die ,renaissance1 ,barock1 ,rokoko1 ,empire4 ,nicht um das ,sein handelt es sich1 sondern um den ,schein4 ,die ,mbel sind darnach4 ,die ,nutzrume treten zurck4 ,das ,schlafzimmer ist die letzte1 erbrmlichste ,kammer4 ,mein ,gott1 die kleine ,wohnung erlaubt es nicht anders6 ,und berhaupt6 ,in's ,schlafzimmer kommt niemand hinein6 ,illustration3 ,arbeitszimmer 7,bureau7 einer ,dame mit modernem ,gobelin von ,arch4 ,karl ,witzmann4 ,illustration3 ,arbeitszimmer und ,bibliothek von ,arch4 ,hans ,stubner4 ,ein englischer ,architekt1 ,frank ,brangwyn1 ,a4 ,r4 ,a41 sagt sehr zutreffend1 da die meisten ,schlafzimmer vom ,standpunkte einer zweckentsprechenden ,ausstattungskunst betrachtet1 vernachlssigt sind1 weil sie nicht den kritischen ,blicken unserer ,freunde und ,bekannten ausgesetzt sind4 ,sie werden selten von jemandem ,andern gesehen1 als von ihren ,eigentmern4 ,wenn die ,schlafzimmer in dem ,mae zugnglich wren1 wie die ,gesellschaftsrume1 so wrden sie unter den ,einflu jenes seltsamen ,wetteifers gekommen sein1 der seit den frhesten ,zeiten zur ,ausschmckung jedes ,gebrauchsgegenstandes gefhrt hat1 der der ffentlichen ,beachtung ausgesetzt war und ,neid oder ,bewunderung erregen konnte4 ,es wrde sehr wenig ,kunst geben1 wenn die ,menschen unempfindlich wren fr den ,ansporn des ,lobes oder der ,nadelstiche des ,spottes und ,neides4 ,die volkstmlichsten ,kunstformen1 wie etwa die griechischen ,statuen1 und die ,bilder italienischer ,kirchen aus dem fnfzehnten und sechzehnten ,jahrhundert sind immer hervorgegangen aus den besten ,traditionen und folglich den grten ,meistern4 ,weltfremde ,einsamkeit fhrt die ,kunst hinweg von dem ,hauptstrom des befruchtenden ,lebens1 und landet sie in irgend einem ungesunden ,sumpfwasser1 wo sie schwach und hinfllig wird1 im kleinlichen ,ehrgeiz eingebildeter ,gre befangen4 ,erinnern wir uns daher1 da die ,kunst nichts so notwendig braucht1 als ffentliche ,anerkennung und ffentliche ,nachfrage4 ,illustration3 ,arbeitszimmer und ,bibliothek von ,arch4 ,hans ,stubner4 ,illustration3 ,arbeitszimmer von ,arch4 ,a4 ,hollmann4 ,bei dieser ,sachlage ist es wichtig1 da die allgemeine ,aufmerksamkeit auf den schlechten ,zustand der sehr schlechten ,schlafzimmer gelenkt wird1 welcher heute in #ii von #ajj ,fllen vorkommt4 ,in den meisten ,schlafzimmern findet man weit weniger ,kunst1 als in der roh zubehauenen ,holzhtte eines ,sdsee-,insulaners4 ,es ist seltsam1 da wir nach ,jahrhunderten des ,fortschritts in anderen ,dingen ein so geschmackloses und achtloses ,volk geblieben sind in ,bezug auf die ,dinge1 die unserem persnlichsten ,gebrauch dienen4 ,was soll ein ,schlafzimmer sein8 ,ein paar praktische ,betrachtungen werden die ,besonderheiten klarlegen4 #a4 ,man kann annehmen1 da der ,raum1 der einem zur ,verfgung steht1 klein ist1 wie in den meisten ,schlafzimmern4 ,man wird daher mit den ,dimensionen das ,mglichste tun1 um den ,eindruck von ,gerumigkeit und ,luftigkeit hervorzubringen4 ,der ,raum soll nicht nur angenehm sein fr den ,schlafenden1 sondern auch fr das ,erwachen4 ,illustration3 ,herrenzimmer 7,arbeitszimmer7 von ,arch4 ,petru ,balan4 #b4 ,ein ,schlafzimmer ist nicht nur ein ,raum um darin zu schlafen1 sondern auch ein ,raum1 in welchem eine kranke ,person fr ,wochen1 ja ,monate liegen kann1 und deshalb soll sich nichts bertriebenes in der ,ausstattung vorfinden1 nichts das sich dem ,auge mit ermdender und langweiliger ,beharrlichkeit aufdrngt4 ,aus demselben ,grunde ist es gut1 das ,bett so zu stellen1 da die kranke ,person auf das ,winterfeuer im ,kamin blicken kann und angeregt und erfreut wird von seinem lustigen und hellen ,flackern4 ,man mag vielleicht lcheln ber diese ,kleinigkeiten1 aber sie sind sehr wichtig4 ,illustration3 ,bureau von ,arch4 ,m4 ,herrgesell4 #c4 ,die bisherigen ,betrachtungen haben rasch ber die ,grundzge des ,entwurfes belehrt4 ,die ,notwendigkeit1 die man fhlt1 das ,zimmer weiter1 gerumiger und luftiger erscheinen zu lassen als es wirklich ist1 fhrt mit der ,logik des gesunden ,menschenverstandes zu verschiedenen praktischen ,lsungen4 ,man entscheidet sich zum ,beispiel1 keine gemusterte ,tapete zu nehmen4 ,wenn eine ,wand ber und ber gemustert ist1 so lockt sie von allen ,standpunkten die ,aufmerksamkeit auf sich1 sie scheint sich dem ,auge dadurch nher zu bringen und dem ,raum einiges von seiner ,lnge und ,breite zu rauben4 ,man entscheidet sich auch dafr1 da die ,einrichtung nicht mehr ,raum einnehmen darf1 als unbedingt erforderlich ist2 daher mu die handwerkliche ,leistung die hchsten konstruktiven ,vorzge aufweisen1 damit man den hchsten ,grad von ,annehmlichkeit und ,zweckmigkeit mit dem geringsten ,aufwand von ,holz erreicht4 ,nachdem das ,zimmer ein ,schlafzimmer ist1 hat man ganz recht1 das ,bett als das wichtigste ,mbelstck zu betrachten1 und es aus ,holz herzustellen1 teils weil gut gearbeitetes ,holz so schn und ruhig harmonisch wirkt1 teils weil ,messingbetten nicht immer mit den ,farben bereinstimmen1 welche man im ,auge hat1 und endlich1 weil sich ,metall zu frostig anfhlt4 ,das ,bett wird nicht so niedrig sein1 da sich die ,magd versucht fhlen knnte1 die ,reinigung des ,fubodens darunter zu vernachlssigen1 noch wird es so hoch sein1 da der ,raum zwischen ,matratze und ,fuboden als ,speicher fr ,schachteln und fr ,staubansammlung geeignet erscheint4 ,wenn man zum ,schlu das ,schlafzimmer als ,krankenzimmer auffassen will1 ist der ,grundsatz der ,wohnlichkeit unerllich1 ebenso eine ruhige ,heiterkeit in der ,farbengebung4 ,illustration3 ,bureau der sterr4 ,bedburger ,linkrusta ,werke ,alfred ,hoffmann1 von ,architekt ,max ,benirschke4 #d4 ,man wird vielleicht ,bilder in diesem ,schlafzimmer anbringen wollen4 ,man hnge keine goldenen ,rahmen auf den ,grund der ,tapete1 sondern treffe eine solche ,anordnung1 da die ,malerei einen tektonischen ,teil der ,wand selbst bildet4 ,in andern ,worten1 man whle einen ,fries oder hnliche andere dekorative ,malereien1 die man seinem ,urteile nach fr gut findet4 ,das ,werk mu einigermaen mehr sein als interessant2 es mu beitragen zur frischen und ursprnglichen ,farbengebung1 die man als passend fr ein ,schlafzimmer findet1 und man fhrt sie daher so durch1 da die ,malerei nicht aus der ,mauer hervorspringt1 sondern flchig wirkt1 und im ganzen eine ebenso wirkungsvolle als bescheidene ,rolle spielt4 ,illustration3 ,briefkassette von ,architekt ,otto ,prutscher4 #e4 ,welches ,holz soll man verwenden8 ,es ist klar1 da die dekorative ,verwendung von ,materialien zwingt1 streng und einfach zu sein2 aber der ,strenge des ,stils kann durch eine glckliche ,wahl des ,holzes entgegen gewirkt werden4 ,nuholz wrde zu schwer im ,ton sein und ,eiche zu steif und unbiegsam in ,substanz und ,masse4 ,was man braucht1 ist ein leichteres ,holz1 freundlicher von ,aussehen1 und so scheint es nach mancher berlegung und manchen ,versuchen empfehlenswert1 ,zuflucht zu ,kirschholz zu nehmen4 ,es hat eine schne ,textur1 der ,ton ist hell1 warm1 freundlich und es hat auch eine ,art von huslicher ,eleganz4 ,von ebenso glcklicher ,wirkung sind weilackierte ,mbel4 ,zu ihrem ,lobe kann nicht genug gesagt werden4 ,und wenn nun das ,werk vollendet ist und die ,morgensonne in das ,zimmer tritt1 so wird man das ,zimmer heimlich und traut finden1 als einen freundlichen ,raum1 sich darin anzukleiden und dem ,tag einen guten ,anfang zu geben4 ,glcklicherweise gewinnt diese gesunde ,auffassung wieder ,raum4 ,man fhlt sich wieder1 die ,persnlichkeit wchst4 ,man hat persnliche ,bedrfnisse4 ,das ,schlafzimmer braucht kein ,thronsaal zu sein1 auch kein ,tempel4 ,aber luftig soll es sein4 ,wir sind alle ,fanatiker der ,hygiene geworden4 ,mit ,luft1 ,licht1 ,sauberkeit und ,einfachheit bestreiten wir unsere ,interieurstimmungen4 ,und siehe da1 es wirkt ganz famos4 ,was dem ,krper zugute kommt1 gibt auch der ,seele ,nahrung4 ,wenn wir auch zum guten ,glck auf das ,ornament verzichtet haben1 so gibt es fr den knstlerischen ,geschmack doch noch sehr viel zu tun4 ,vielleicht mehr als frher4 ,denn das ,einfache1 das ist doch das ,allerkomplizierteste4 ,die ,anordnung der ,massen1 die ,gliederung des ,raumes1 die ,behandlung der ,farbe1 die zwecklich formale ,erfllung der ,bedrfnisse1 das sind ,dinge1 in denen sich das ,persnliche klar ausspricht4 ,ist ,harmonie in der ,persnlichkeit1 dann wird sie auch im ,raum sein4 ,und1 das ist das ,allerwichtigste1 der ,einzelne1 der angefangen hat nachzudenken1 mu mit seinem ,tischler1 mit seinem ,architekten arbeiten1 wenn er das ,seine haben will4 ,illustration3 ,herrenzimmer aus ,wiener ,kunst im ,hause4 ,auf ,licht und ,luft also kommt es an4 ,man wird sich daher helle ,farben wnschen1 die ,wnde ganz licht1 die ,betten und ,schrnke in hellgelbem ,kirschholz1 oder wei lackiert1 oder in unverhllter ,naturfarbe1 wobei man die ,flchen durch ,einsetzen anders frbiger ,holzstcke beleben kann4 ,sonst hat man gerne eine ,ottomane dem ,bette am ,fuende vorgelegt1 ja mit diesem auch in einem konstruktiv verbunden4 ,hat man einen besonderen ,toilettenraum1 dann brauchen ,wsche- und ,kleiderschrnke nicht im ,schlafraume stehen4 ,die ,einrichtung der modernen ,schrnke dieser ,art ist fr den ,inhalt genau ausgemessen4 ,der ,hngeraum mu so hoch sein1 um die ,rcke gut aufnehmen zu knnen4 ,oberhalb derselben im ,inneren befindet sich hufig auch ein ,brett fr die ,hte4 ,die ,hosen und ,westen werden in die breiten ,laden gelegt4 ,eine ,lade fr das ,schuhwerk befindet sich zu unterst4 ,kleinere separate ,laden und ,fcher sind da fr ,spitzen1 ,bnder1 ,kravatten1 ,handschuhe1 ,krgen1 ,manschetten etc4 ,fr die ,schmutzwsche gibt es einen truhenhnlichen ,behlter1 der im ,vorzimmer steht und hufig als ,sitzgelegenheit ausgentzt ist1 mit einem ,deckel oben zur ,aufnahme der ,schmutzwsche und der von unten aufklappbaren ,vorderseite zur ,herausnahme derselben2 alles versperrbar1 natrlich4 ,illustration3 ,bett von ,prof4 ,kolo ,moser4 ,das ,nachtkstchen gibt ebenfalls ,mglichkeiten zu neuen sinngemen ,lsungen4 ,man kann einen kleinen1 glasschrankartigen ,aufsatz damit verbinden1 der die ,hausapotheke aufzunehmen hat4 ,leichte1 helle ,vorhnge1 seitlich aufzuziehen1 schtzen das ,gemach gegen ,blicke von auen her1 sperren aber nicht das ,licht aus4 ,vor dem ,fenster steht die ,toilette3 ein vertikaler ,spiegel mit zwei im ,winkel stehenden ,flgeln1 ein ,gesimse davor1 und links und rechts vom ,sitz kleine ,laden fr die gesammte ,kosmetik4 ,das alles ist sehr zierlich1 sehr einfach1 sehr elegant4 ,illustration3 ,schlafzimmer von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,das ,bad ist in unmittelbarer ,nhe des ,schlafzimmers zu halten4 ,jede bessere ,stadtwohnung hat ihr ,badezimmer4 ,ein regelrechtes ,bad1 mit seinen weien glnzenden ,kacheln1 der vertieften ,wanne1 den blankgeputzten ,hhnen in der ,marmorverschalung1 den glnzenden ,apparaten1 den technisch vorzglich eingerichteten ,waschtischen sieht immer einladend aus4 ,im ,schlafzimmer kann man sodann den ,waschtisch entbehren4 ,gerade was die ,badeeinrichtung angeht1 so haben wir eine unbescholtene ,vergangenheit4 ,in den glanzvollen ,zeiten des ,hausrats von der ,gothik bis zum ,rokoko ist keine ,rede von ,badeeinrichtungen4 ,die ,kunst befasste sich nicht damit1 es blieb eine rein technische ,angelegenheit der neueren ,zeit1 darum haben wir es heute in vollkommen von ,stilarchitekturen unbeirrten1 praktischen ,formen vorgefunden4 ,nur rmische ,vorbilder existieren und die sind sicherlich auch mustergiltig4 ,frher war man weniger heikel in dieser ,hinsicht4 ,heute ist das ,bad tgliches ,bedrfnis fr einen ,menschen1 der reine ,wsche trgt4 ,illustration3 ,bett von ,arch4 ,hans ,stubner4 ,man sieht1 ein vollkommener ,wandel in der brgerlichen ,wohnung ist im ,zuge4 ,die ,nutzrume treten wieder in den ,vordergrund4 ,gesund zu schlafen ist eine ,vorbedingung des persnlichen ,wohlseins4 ,man wird wieder den geeignetesten ,raum als ,schlafzimmer einrichten1 und die anderen ,rume in zweiter ,linie und nach ,magabe ihrer ,wichtigkeit bedenken4 ,bei diesen anderen ,rumen aber ist ,einschrnkung am ,platze4 ,man mu keinen ,salon haben2 man kann das ,wohnzimmer als solchen bentzen oder man kann das ,wohnzimmer mit dem ,speisezimmer verquicken1 den ,salon mit dem ,arbeitszimmer1 was gewi das allerrichtigste ist1 oder es kann auch1 wenn es nicht anders geht1 ein ,raum fr drei dienen1 ,wohnzimmer1 ,salon und ,speisezimmer in einem sein4 ,das ,schlafgemach mu hingegen ungeteilt bleiben1 den ,fremden verschlossen1 der ,ort der ,ruhe und der ,trume4 ,der wahre ,kulturgrad zeigt sich in seiner ,beschaffenheit4 ,illustration3 ,schlafzimmer von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,schlafzimmer von ,arch4 ,hans ,stubner4 ,das ,kinderzimmer4 ,illustration3 ,schlafzimmer von ,arch4 ,hans ,stubner4 ,ein ,zimmer kenne ich1 das eitel ,freude ist4 ,kunst im vornehmen ,sinne hat wenig dort zu schaffen1 aber das ist ganz recht4 ,die ,kinder1 denen dieser ,raum zum ,aufenthalt dient1 brauchen nicht zu frchten1 irgend einen kostbaren ,gegenstand zu beschdigen4 ,nichts hemmt die ,freiheit ihrer ,bewegung4 ,sie mssen sich nicht benehmen1 wie jene biblischen vierzig ,kinder1 die sich samt und sonders betrugen wie eines1 sondern hier darf sich jedes ,kind betragen1 wie vierzig4 ,und das ist gut4 ,luft1 ,licht und ,freiheit mu das ,kinderzimmer gewhren4 ,entweder die kleine ,schar tollt im ,raum umher und erfllt ihn mit frhlichem ,lrm1 oder sie hocken still zusammen1 betrachten die kindlich einfachen ,darstellungen an dem herumlaufenden ,wandfries1 wo allerlei ,tiere dargestellt sind1 in jenen primitiven flchig behandelten ,formen1 die der rege schaffenden ,phantasie der ,kleinen noch genug freien ,spielraum zur ,selbstbettigung geben4 ,diese ,bilder1 ebenso wie das ,spielzeug1 das auf hnliche ,weise primitiv und der kindlichen ,anschauungsweise angemessen sein mu1 wollen die ,sinne erziehen und vor allem das ,auge4 ,darum ist im ,kinderzimmer die ,farbe von so groer ,wichtigkeit4 ,gottfried ,keller's ,wort gilt3 ,die ,erhaltung der ,freiheit und ,unbescholtenheit des ,auges4 ,dazu gehrt1 da man alles ,hliche1 ,verlogene und ,imitierte aus der ,kinderstube fern hlt4 ,eine ,mutter stellte die ,frage1 wann sie mit der ,erziehung ihres vier ,jahre alten ,kindes beginnen sollte4 ,sie ist aber nicht die ,einzige1 die es nicht wei1 da mit der ,erziehung des ,kindes vom ersten ,schrei an1 den es in der ,welt tut1 begonnen wird1 und da die ,umgebung1 die ,kinderstube1 auf rein sachliche ,art erziehlich wirken mu4 ,die ,erziehung der ,farbenfreude beginnt hier1 damit das ,auge einmal der getreue ,hter und ,wchter des ,paradieses der farbenvollen ,weltherrlichkeit werde1 an dem die ,meisten wie ,ausgestoene blind vorbergehen4 ,darum wird es gut sein1 im ,kinderzimmer1 dessen ,wnde im einfachen ,farbenton und sehr hell gehalten sein mssen1 farbige ,wandbilder aufzuhngen1 die in ,rahmen zum ,auswechseln angebracht sind1 damit man den ,kindern von ,zeit zu ,zeit etwas ,neues bieten und den ,kreis ihrer ,anschauungen erweitern kann4 ,der schnste ,mrchen- und ,tierfries1 der an die ,wand gemalt ist1 wird auf die ,dauer langweilig und die geheime ,wirkungskraft1 so gro sie auch ,anfangs immer sein mag1 versagt schlielich ganz4 ,auf die ,wandbilder1 die im ,verlage von ,teubner und ,voigtlnder1 ,dresden1 ,leipzig1 erschienen sind1 sei bei dieser ,gelegenheit empfehlend hingewiesen4 ,die ,unternehmung bringt farbige ,original-,steinzeichnungen von hervorragenden ,knstlern zu wohlfeilen ,preisen auf den ,markt und man kann ihnen das ,zeugnis eines vortrefflichen1 volkstmlichen ,erziehungsmittels ausstellen4 ,die ,heimatkunde1 die ,sage1 das ,mrchen1 das ,tierleben1 ,bilder aus ,dorf und ,stadt bringen sie in gelungener ,weise zur ,anschauung und geben dem kindlichen ,gemt reichen ,vorstellungsinhalt4 ,illustration3 ,kleider- und ,wscheschrank von ,architekt ,hans ,stubner4 ,illustration3 ,schlafzimmer von ,arch4 ,a4 ,hollmann4 ,illustration3 ,toilettegarnitur von ,prof4 ,kolo ,moser4 ,whrend der untere ,teil der ,wnde eines ,kinderzimmers am besten in lichtem ,holz getfelt wird1 entweder hell gebeizt oder lackiert oder auch im ,naturton gehalten1 um abgerieben zu werden1 setzt oberhalb des ,getfels der farbige ,fries ein1 oder eine ,reihe von ,wandbildern1 in ,leisten gefat1 ziemlich auerhalb des ,bereiches der ,hnde2 die ,wand setzt sich oberhalb bis zur ,decke in hellen ,farben fort und trgt ganz oben ein ,blumenfries4 ,aber nicht einmal das ist ntig2 ,wand und ,decke knnen wei bleiben4 ,zur ,blumenpflege soll man ,kinder frh anregen1 sie ist das beste ,mittel zur ,erziehung der ,naturfreude und der ,beobachtungsgabe4 ,deshalb wird man gut tun1 unterhalb des ,fensters ein ,brett anzubringen1 wo die ,blumentpfe stehen1 die von den ,kindern selbst gewartet werden4 ,das ,licht soll von oben her auf die ,pflanzen fallen1 ,tische und ,sthle lt man am besten nur suberlich gehobelt ohne ,anstrich herstellen1 um sie stets gut waschen und reiben zu knnen1 was im ,kinderzimmer sicherlich sehr hufig notwendig ist4 ,wo es mglich ist1 lt man ein kleines ,turngert anbringen4 ,ein ,arbeitstisch mit allerhand ,werkzeugen ist hier gut am ,platze1 denn zu bauen und zu arbeiten fangen ,kinder frhzeitig an4 ,im ,allgemeinen soll aber das ,kinderzimmer kein ,kramladen sein4 ,namentlich mit ,spielsachen soll es nicht berhuft werden4 ,sonst erzieht man zur ,sprunghaftigkeit und ,zersplitterung der ,aufmerksamkeit4 ,zu zeichnen haben ,kinder immer4 ,das ist die erste bildnerische ,regung1 die man an ihnen beobachtet4 ,die ,eindrcke auf die ,kinderseele sind so stark und plastisch1 da sie alle unwillkrlich ihre ,gedanken graphisch darzustellen streben4 ,dieser ,kunsttrieb1 der wie eine schwache ,saat aufsprot und umsichtiger1 sorgfltiger aber unaufdringlicher ,pflege bedrfte1 wird leider selten mit ,verstndnis behandelt und verkmmert allzufrh4 ,man wird daher sehr gut tun1 an einer ,wandstelle eine groe ,tafel mit ,kreide und ,schwamm anbringen zu lassen1 daran der bildnerische ,sinn der ,kleinen sich austoben mag4 ,vor allem aber lasse man sie mit ,farbe und ,pinsel arbeiten4 ,nicht pedantisch nach ,vorlagen oder ,vorbildern1 sondern nach ihrer eigenen ,lust und ,wahl4 ,man lasse ihnen darin volle ,freiheit2 sie sollen ihre ,welt darstellen1 so1 wie sie sie sehen4 ,was dabei herauskommt1 ist das erste schwache ,pflnzchen eines knstlerischen und zugleich ursprnglichen ,schaffens4 ,da dieses ,pflnzchen nicht verkmmere oder erstickt werde1 ist ,sache einer weiteren kunstpdagogischen ,umsicht1 die freilich schon auerhalb des ,kinderzimmers liegt4 ,feldblumen1 bunte ,steine1 alles was die ,kinder im ,freien sammeln und als kostbare ,schtze daheim ausbreiten1 bringen die ,mrchenstimmung in das kleine ,reich1 das sie mit den ,gestalten ihrer ungebrochenen ,phantasie bevlkern4 ,von der ,zeit der ersten ,gehversuche bis zum zwlften ,jahre ungefhr whrt die frhliche ,herrschaft4 ,wenn das ,kind lter wird1 tritt die illusionschaffende ,seite der ,phantasie zurck1 das ,vorstellungsgewebe fllt sich immer mehr aus und die ,ansprche werden grer4 ,sobald das ,mdchen nicht mehr den ,schemel als ,puppenbett verwenden will1 die ,knaben aus umgestrzten ,sthlen nicht mehr eine wirkliche ,eisenbahn herstellen mgen oder in einem ,brett ein ,schiff und im ,fuboden das ,meer erblicken1 sobald die ,kinder sich nicht mehr mit ,eifer in die ,rolle eines ,tieres versetzen1 seine ,stimme und ,bewegung nachahmen wollen und aufhren1 sich gelegentlich als ,lokomotive oder ,dampfschiff zu fhlen1 wird ihnen das ,puppenheim zu eng4 ,sie fangen an1 die ,kinderschuhe auszutreten4 ,das zwlfjhrige ,mdchen fhlt sich als ,frulein und bekommt ein neues ,zimmer1 eine neue ,welt4 ,die ,buben studieren4 ,weit hinten liegt die ,kindheit1 wie eine selige ,insel und an ihr gestrandet eine ganze ,arche ,noah's voll ,kinderschelchen1 entseelt und entzaubert4 ,ein ,reich in ,trmmern4 ,fernab und vergessen4 ,illustration3 ,toilette von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,schlafzimmer v4 ,arch4 ,georg ,winkler4 ,illustration3 ,schlafzimmer von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,schlafzimmer von ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,das ,spielzeug4 ,illustration3 ,kinderspielzeug v4 ,maler ,ferdinand ,andri4 ,eine mittelalterliche ,sage erzhlt von einem zauberkrftigen ,beryll1 der in seinem ,spiegel alle vergangenen und knftigen ,dinge zeigte1 alle ,schnheit der ,erde1 ferne ,lnder und ,meere4 ,doch bedurfte er eines reinen glubigen ,gemts1 das von dem ,weltgift des ,zweifels noch nicht angenagt war1 um das holde ,wunder zu sehen1 sonst blieb der wundersame ,stein trb und dunkel4 ,noch geschehen ,wunder4 ,kinder erleben sie tglich aufs ,neue4 ,nicht einmal ein ,beryll oder sonst ein kostbarer ,edelstein ist ntig1 es gengt ein ganz wertloser ,stein1 den sie mit der jungen ,kraft ihrer ungebrochenen ,phantasie begaben1 das ,mirakel zu bewirken4 ,mit staunendem ,ergtzen sehen sie in dem schillernden ,ding ,sonnenaufgang und -untergang1 eine groe farbenreiche ,welt von ,wundern1 mit einem ,wort1 ihre eigene ,welt4 ,mit ,verwunderung sieht man sie oft an kostbarem1 mhsam ersonnenem ,spielzeug achtlos vorbergehen und an irgend ein unscheinbares ,ding ihre ,liebe hngen4 ,ein unbedachtes ,wort1 ,spott oder ,vorwurf und die holde ,wunderglubigkeit ist dahin1 das zauberhafte ,juwel wird blind und taub und erscheint nur mehr als das1 was es ist1 als wertloser ,stein oder ,glasscherben4 ,und ein ,stck ,unschuld geht damit zugrunde4 ,man begngt sich in der ,regel1 zu sagen1 da ,kinder leicht zufrieden zu stellen seien4 ,das ist ein sehr oberflchliches ,urteil4 ,ich bin viel eher geneigt zu glauben1 da es kein schwerer zu befriedigendes ,publikum gibt1 als gerade die ,kleinen4 ,der ,witz der ,groen1 die fr sie denken und bilden1 wird an ihnen gewhnlich zu schanden4 ,die schnsten ,spielsachen finden zumeist dann erst ,wert in ihren ,augen1 wenn sie sie zertrmmert haben1 um sie in ihrem ,sinne wieder aufzubauen4 ,sowohl diese als viele andere ,erscheinungen sind ,beweise1 da das ,kind in dem ,spielzeug das ,rohmaterial sucht1 mit dem seine ,phantasie freischaffend verfhrt4 ,der ,wert des ,spielzeuges liegt nicht in dem1 was es ist1 sondern in dem1 was es werden kann1 was das ,kind mit ihm machen soll4 ,bedeutung und ,beseelung1 gleichsam den knstlerischen ,ausbau1 empfngt es aus dem kindlichen ,schaffenstrieb4 ,diesen anzuregen1 zu heben und zu krftigen1 ihm die rechten ,mittel bereit zu stellen1 ist der ,zweck des ,spielzeuges4 ,illustration3 ,toilette v4 ,arch4 ,georg ,winkler4 ,illustration3 ,toilette von ,arch4 ,georg ,winkler4 ,auch die ,kinderstube ist ein ,spiegelbild ihrer ,zeit4 ,eine ,welt fr sich1 die aber ihren ,inhalt aus dem groen ,leben empfngt und jeden ,kulturwandel mitmacht4 ,der ,naturalismus der letzten ,jahrzehnte hat auch in dieser kleinen ,welt ein ,echo gefunden und in der ,spielzeug-,manufaktur jenen konsequenten ,wirklichkeitssinn erzeugt1 der wohl den ,verstand nhrt1 aber das ,herz leer lt4 ,puppen werden erzeugt von panoptikumartiger ,wirklichkeitstreue1 den ,babies zum ,verwechseln hnlich1 stilgerechte ,steinbauksten1 ,spielschiffe und ,eisenbahnen mit kompliziertem ,betrieb1 die ein getreues ,modell dieser ,verkehrseinrichtungen darstellen4 ,wir leben ja im ,zeitalter der ,technik1 so mag der knftige ,ingenieur schon in der ,kinderstube sein ,talent an solchen ,modellen nhren4 ,das ist die ,meinung so mancher ,eltern1 die bei der ,geburt des ,kindes schon seinen ,beruf vorbestimmen und den ,fachmann bilden wollen1 ehe sie den ,menschen gebildet haben4 ,von den ,groen wird das ,spielzeug gewhlt1 anstatt von den ,kleinen4 ,aber was das sentimentale ,kindlichkeitsgefhl der ,groen gutheit1 billigt nicht immer der naive ,sinn der ,kleinen4 ,diese armen ,kinder der ,reichen6 ,in eine ,kinderstubenwelt werden sie gestellt1 die fertig ist und ausgebaut und die nichts brig lt zu vollenden4 ,und nun heit es3 spiele6 ,spielen um des ,spielens willen8 ,fr das ,kind ist das ,spiel notwendige ,arbeit1 daran es seine ,krfte bt und entwickelt4 ,in dieser fertigen ,welt beginnt die ,arbeit mit dem ,zertrmmern4 ,zertrmmern1 um neu aufzubauen4 ,um wie viel reicher sind oft die ,kinder der ,armen6 ,ein ,stck ,holz wird zur ,puppe1 von der kleinen ,mutter sorgfltig in armselige ,lappen gehllt und aufs zrtlichste betreut4 ,mit der ,sorge wchst die ,liebe4 ,man sage der ,kleinen nicht1 das ist keine ,puppe1 das ist nur ein ,stck ,holz6 ,wo gewhnliche ,augen nur ein ,stck ,holz sehen1 da hat die kindliche ,phantasie bereits ein ,wunder bewirkt4 ,an dem selbsterschaffenen beseelten ,gegenstand bt das junge ,herz seine ,fhigkeiten4 ,und dieser ,gegenstand hat alle ,bedeutung1 die es hineinlegt4 ,er ist das rechte ,spielzeug geworden4 ,illustration3 ,bad von ,arch4 ,leopold ,bauer4 ,die ,jungen auf dem ,dorfe kennen den ,steinbaukasten und seine zwei bis drei ,gestaltungsmglichkeiten nicht4 ,sie kennen nur den ,lehmhgel am ,bach und den ,sandhaufen1 die der ,baulust keine ,grenze setzen4 ,hier hat es der ,formsinn leicht4 ,brcken entstehen1 ,wlle1 ,befestigung1 ,minen1 ,werke der augenblicklichen ,eingebung1 die im nchsten ,augenblicke wieder anderen weichen4 ,immer ist es kurzweilig und zweckvoll4 ,der willige ,baustoff fgt sich jeder ,regung des ,schaffenstriebes4 ,und die ungestrte ,phantasie bevlkert alle diese ,bauten1 die ,gruben und ,lcher1 mit spukhaften ,geheimnissen4 ,es ist die ,zeit1 da das ,mrchen zur ,wirklichkeit wird1 die ,wirklichkeit zum ,mrchen4 ,das ,spielzeug verhlt sich zu den ,dingen des ,alltags wie das ,mrchen zur ,wirklichkeit4 ,in beiden ist die reale ,welt vorgebildet1 aber zugleich auf die einfachsten1 sinnflligsten ,elemente reduziert4 ,die gemeine ,logik reicht gar nicht aus1 um diese ,elemente zu wrdigen4 ,man mte denn die ,welt mit den ,augen des ,kindes ansehen1 naiv1 voraussetzungslos sagen wir knstlerisch4 ,in diesem ,betrachte ist auch das ,spielzeug knstlerisches ,neuland4 ,es erfordert einfach organisierte ,seelen1 wie es der ,toymaker ,caleb ,plummer und seine blinde ,tochter in ,dickens ,heimchen am ,herde sind4 ,solche ,seelen wissen1 da eine ,reihe von ,sardinenbchsen1 mit einem ,bindfaden zusammengehalten1 dem ,volk der ,kleinen eine bessere ,illusion von einem ,eisenbahnzug gibt1 als das technisch vollkommenste ,modell4 ,in unseren ,straen gehen arme ,slovaken herum mit billigem ,spielzeug1 das sie selbst aus ,holz schneiden1 nach ihrer eigenen unverbildeten1 kindlichen ,anschauung4 ,der blasierte ,grostdter kann diesen ,dingen keinen ,reiz abgewinnen1 er sagt1 es ist nichts d'ran4 ,es ist allerdings nichts d'ran1 als eine entzckende ,naivitt1 eine berraschende ,kindlichkeit1 die uns ,groen abgeht4 ,die ,kleinen haben wohl ein anderes ,urteil darber1 und wie mich dnkt1 ein weit richtigeres4 ,nehmen wir ihnen doch nicht schon von der ,kinderstube an jene ,kindlichkeit1 die ihr gutes ,recht ist1 ihre ,kraft und ,schnheit4 ,sie zu hten und fr das ,leben zu bewahren1 ist ein wichtiger ,teil der ,erziehung4 ,und im ,dienste dieser ,erziehung steht das ,spielzeug4 ,ferdinand ,andri hat den immerhin interessanten ,versuch gemacht1 ,spielzeugtypen grotesker ,art zu schaffen1 die an den primitiven ,charakter der besprochenen alten volkstmlichen ,spielsachen anknpfen4 ,illustration3 ,bad von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,badezimmer von ,arch4 ,karl ,bruer4 ,illustration3 ,waschgeschirr von ,frl4 ,jutta ,sicka4 ,porzellanmanufaktur ,joseph ,bck1 ,wien4 ,das ,mdchenzimmer4 ,illustration3 ,kinderschlafzimmer von ,arch4 ,leopold ,bauer4 ,illustration3 ,badezimmer von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,kinderarbeitszimmer von ,arch4 ,leopold ,bauer4 ,illustration3 ,mdchenzimmer-,ecke von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,die ,stellung der ,frau im heutigen ,leben ist ein ,kampf1 ihr ,kampf ist ein ,suchen4 ,ihr ,streben ist ,gleichberechtigung mit dem ,manne in sozialen1 beruflichen und politischen ,dingen4 ,auf allen ,gebieten wetteifert sie mit ihm als ebenbrtige ,genossin -- oder ,rivalin4 ,das sprt man schon im ,mdchenzimmer4 ,die ,nervositten des ,tages vibrieren bis in die ,stille des jungfrulichen ,gemaches4 ,der ,studiengang ist von fast mnnlicher ,strenge und ,hrte1 auf den knftigen ,struggle for life vorbereitend4 ,und dennoch liegt ber den ,dingen ein milder ,abglanz weiblicher ,grazie1 die die ,frau auch in den ,hrten des ,berufes als unschtzbares ,gut bewahren will4 ,die ,zwittererscheinungen des dritten ,geschlechts gehren einer kurzen ,uebergangsperiode an und sind mit dem ,fluche der ,lcherlichkeit beladen von der ,bildflche verbannt4 ,das ,mdchenzimmer vor fnfzig ,jahren ist gegen das heutige eine friedvolle ,welt4 ,das war damals ein liebliches ,hindmmern an ,bndern und ,kram1 bis der ,grovater kam und die ,gromutter nahm4 ,vielleicht gleicht das heutige ,mdchenzimmer dem damaligen sehr stark an uerlichen ,stimmungselementen1 aber innerlich ist es von ganz anderem ,leben erfllt4 ,eine satte1 lavendelschwere ,luft lag in dem ,raum1 wo durch weie ,gardinen der ,tag hell herein schien1 der ,schreibtisch mit den dicken zylindrischen ,fen barg ,schleifen und ,andenken1 himmelblaue ,vergimeinnichtlyrik auf antikisierenden ,wunschkarten gedruckt1 ein ,pckchen ,briefe voll lispelnder ,ach61 in steifer ,schrift geschrieben1 abgestandene ,parfums entsendend1 wie ein altes leeres ,flacon1 und aus dem spindeldrren ,spinet entstiegen in dnnen gebrechlichen ,tnen ,mozarts grazise ,menuetts1 ,schuberts kindlich frhliche ,weisen1 whrend durch die ,straen die sentimentalen ,klnge zogen3 wann's ,mailfterl suselt444 ,die ,lavendelstimmung ist heute auch aus dem ,mdchenzimmer entschwunden4 ,im ,notenstnder neben dem ,klavier finden wir ,richard ,wagner1 ,hugo ,wolf1 ,richard ,strau1 ,schubert und ,beethoven sind geblieben4 ,auf dem ,tische hufen sich ,bcher1 sogar ,zeitschriften1 ,maeterlincks ,leben der ,bienen liegt da2 es liegt nicht nur da1 es wird auch gelesen4 ,was unter dem ,titel ,mdchenliteratur einstens beliebtes ,lesefutter war1 ist nicht vorzufinden4 ,das ,nhtischchen im ,fenster mit dem ,strickkrbchen im ,fue ist ebenfalls verschwunden1 es ist samt der ,mdchenlekture in der ,rumpelkammer der ,vergangenheit begraben4 ,blumen stehen am ,fenster1 wie es auch einst war1 ,rosen im ,glas und1 wenn es die ,jahrzeit will1 auch weie ,lilien4 ,das ganze ,gemach ist darauf gestimmt1 eine ,symphonie in ,wei4 ,das ,bett steht unsichtbar hinter den weien ,vorhngen1 die vom ,plafond heruntergehen und tagsber zugezogen sind4 ,weie feine ,vorhnge1 seitlich zu ffnen1 verhllen das ,fenster1 wei sind ,decke und ,wnde1 durch die bandartig ein ,fries geht1 und an den ,wnden hngen1 in schmalen1 glatten ,rahmen ,reproduktionen nach ,burne ,jones1 trauernde ,frauengestalten mit keuschem ,leib und sehnschtigen ,blicken1 love in ruins und andere schmachtende ,legenden1 die der knospenhaft unerschlossenen ,gestalten prraffaelitischer ,meister1 die nun seit einigen ,jahren modern sind4 ,schmalhftige hochgezogene ,mbel stehen herum1 fufrei1 so da man unten bis zur ,wand blickt1 was den ,raum grer erscheinen lt1 ein weiter ,bcherschrank1 zierliche ,schrnkchen und ,sthle1 ein ,toilettetisch mit fazettiertem ,glas ohne ,rahmen und mit ,laden1 die ,toiletteartikel darin zu versperren1 im brigen alles blitzblank und sauber anzusehen1 hie und da ein erlesenes ,stck eigenen ,kunstfleies1 ein ,tischlufer1 eine ,schutzdecke1 sauber ausgenht1 mit modernem ,muster4 ,der ,bodenbelag ist einfrbig ohne ,dessin1 oder fast ohne solchen1 graublau im ,ton und die ,mbel sind lackirt4 ,blau steht zu wei sehr schn4 ,dunkles ,rot kann auch verwendet werden4 ,hellgelbes ,kirschholz ist von bezwingender ,anmut4 ,ein solches ,gemach wirkt schon durch die ,farbe wie ein ,frhling4 ,stehen ein paar feine ,glser am ,schrnkchen1 einige kleine ,kunstgegenstnde gut verteilt1 ,vasen1 ,porzellan aus ,kopenhagen1 blank und schimmernd1 dann mutet es an wie ein ,festtag im ,mai4 ,illustration3 ,mdchenzimmer von ,arch4 ,alois ,hollmann4 ,illustration3 ,toilette von ,arch4 ,karl ,bruer4 ,solcherart erscheint das ,mdchenzimmer als ein ,spiegel der ,persnlichkeit1 die darin lebt4 ,und nicht nur der ,persnlichkeit1 sondern auch ihrer ,zeit4 ,was die ,ideale1 ,wnsche und ,hoffnungen der ,gegenwart sind1 kann und soll man ja auch an diesem ,ort verspren4 ,die ,zeiten sind jedenfalls vorbei1 wo die ,mdchenerziehung kein anderes ,ziel kannte1 als unter die ,haube zu kommen4 ,nichtsdestoweniger ist es sehr erfreulich1 wenn sich im heutigen ,mdchenzimmer auch ein ,kochbuch vorfindet4 ,die genaue ,kenntnis des ,hauswesens auf ,grund eigener ,bettigung ist auch fr jede gebildete ,dame eine selbstverstndliche ,voraussetzung4 ,die ,vorbereitung auf irgend einen selbstndigen ,beruf und auf das ,leben1 das drauen harrt1 soll unter allen ,umstnden auch der ,entwicklung huslicher ,tugenden ,raum gewhren4 ,was immer die ,zukunft erheischen mge1 das ,leben drfte in diesen ,raum nichts hereintragen1 was irgendwie geschmackswidrig1 schmutzig und anstig ist4 ,man mu nicht hausbacken und prde sein1 aber man mu in allen ,fllen auf seelische ,hygiene bedacht sein1 sowohl im ,umgang mit ,menschen1 als mit ,bchern und ,dingen4 ,im allgemeinen drfte das ,mdchenzimmer in allen ,verhltnissen den oben geschilderten ,charakter empfangen1 bald einfacher1 bald reicher ausgestattet1 je nach den persnlichen ,bedrfnissen und ,mglichkeiten4 ,seine besondere ,prgung wird es natrlich von dem ,geiste erhalten1 der darin haust4 ,die ,wohnungspsychologie kann nicht leicht ,fehlschlsse ziehen4 ,man wird es auf den ersten ,blick erkennen1 ob die ,inwohnerin ,kunstgewerblerin1 ,beamtin oder ,studentin ist4 ,die ,individualitt soll ja in den ,dingen der ,huslichkeit am strksten sprechen4 ,reinheit und ,nettigkeit machen hier1 wie berall den ,hauptschmuck aus4 ,die ,grazien werden sicherlich auch das ,gemach erfllen1 wenn sie die ,inwohnerin mit ihren ,gaben beglckt haben1 was natrlich nicht zu bezweifeln ist4 ,wenn auch die junge ,dame ein angehendes ,frulein ,doktor ist1 braucht ihre ,stube nicht auszusehen wie eine ,studentenbude4 ,es ist eine bedenkliche ,atmosphre1 wo ,parfum mit ,zigarettenqualm vermischt ist4 ,illustration3 ,mdchenzimmer von ,arch4 ,maurice ,herrgesell4 ,blumen am ,fenster4 ,die ,hausgrten sind aus unserer ,stadt ziemlich verschwunden4 ,der ,utilitarismus der ,bauunternehmer hat nicht bedacht1 da die ,naturfreude mit zu den tglichen ,lebensbedrfnissen der ,stadtmenschen zhlt4 ,in dem ,mae aber1 als ,garten und ,feld zurckwichen und die ,natur den ungastlichen ,mauern entfloh1 erwuchs in der ,trostlosigkeit dieser ,steinwste eine seltsame1 bleiche ,stubenpflanze1 die ,natursehnsucht1 die recht eigentlich ein ,grostadtprodukt ist4 ,und zugleich ein wichtiger ,faktor der ,kultur4 ,wie tief diese ,sehnsucht wurzelt1 kann man an ,sonn- und ,feiertagen sehen1 wenn die ,menge aus der ,straen quetschender ,enge ins ,freie drngt1 wenn sie an ,waldungen und ,feldrainen ,blumen errafft1 um sie in die traurigen ,stuben zu stellen1 wo sie sterbend noch einen ,abglanz von ,sonnenfreude und ,sommerlust verbreiten4 ,wenn es irgend ein ,vollkommenes gibt1 so ist es gewi das schne1 stille ,sein der ,pflanze und die ,reinheit ihres ,lebens4 ,und was die ,menschen fr das ,feinste ansehen1 ist ihre ,schnheit und ihr ,duft4 ,sie wirkt mit der ,kraft eines ,symbols4 ,ein einziger ,zweig ins ,zimmer gebracht1 und ein ganzer ,frhling ist zu ,gast6 ,illustration3 ,kassette von ,arch4 ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,rauchtisch von ,architekt ,max ,benirschke4 ,illustration3 ,blumenstnder von ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,die unklare ,natursehnsucht des ,stdters gibt einen klaren ,fingerzeig4 ,etwas sehr wertvolles liegt darin1 vielleicht ein neuer ,zivilisationsfaktor1 den man nur zu organisieren braucht4 ,anfnge sind vorhanden1 um in die naturverlassene ,stadt wieder die ,grten einzufhren4 ,jedermann in der ,stadt kann seinen ,garten vor dem ,fenster haben4 ,einen winzigen allerdings1 aber ein ,grtchen immerhin4 ,einen ,meter lang1 ein ,drittel breit1 nicht grer als es das ,fenstergesimse erlaubt1 und die grn oder wei gestrichene ,einfassung1 die dort aufzustellen ist4 ,fr wenig ,geld liefert der ,markt die schnsten ,blumen1 und zwar je strker die ,nachfrage1 desto billiger4 ,die ,sache hat auch eine volkswirtschaftliche ,bedeutung4 ,ein wichtiger ,zweig der ,landwirtschaft kme ins ,aufblhen1 die ,blumenzucht4 ,man bedenke1 was die ,blumenkultur in ,holland und in ,frankreich wirtschaftlich bedeutet4 ,keine ,stadt hat greren ,blumenbedarf als ,paris und nirgends sind die ,blumen billiger4 ,die ,blumenmrkte von ,paris sind eine ,sehenswrdigkeit4 ,bei uns ist kaum noch der ,sinn dafr aufgegangen1 welche reiche ,quelle von ,freuden ein solches ,blumenbrett ist1 ein gut bestandenes und schn gepflegtes1 natrlich4 ,wenn aus dem ,gesimse eine ,blumenwildnis hervorblht1 die duftet und leuchtet in den prangendsten ,farben1 ist die ,stube mit einemmal verwandelt4 ,die freundlichen ,hausgtter der ,traulichkeit und ,wohnlichkeit sind pltzlich eingekehrt und walten mit ,zaubermacht1 mag auch der ,hausrat noch so rmlich sein4 ,es ist nicht nur eine liebliche ,augenweide1 o1 noch viel mehr6 ffnet man am ,morgen das ,fenster1 dann wlzt der ,lufthauch ganze ,wolken von ,wolgerchen herein1 die das ,gemach erfllen4 ,und welche ,labsal ist es1 abends hinter diesem ,hausgarten zu sitzen6 ,eine ,flle von ,segen strmt vom ,fenster her in die ,stube und in das ,herz der ,inwohner und hilft wol irgend ein ,gutes im ,leben zu frdern4 ,diese ,blumenwildnis vor dem ,fenster ist zwar kein vollkommener ,garten1 nicht einmal eine ,laube1 wie man sie einst hatte1 aber sie ist etwas1 was unter ,umstnden noch viel mehr sein kann1 weil sich ein persnliches damit verbindet4 ,denn die ,liebe1 die auf dem ,grunde eines jeden guten ,werkes ist1 muss sich auch hier bettigen4 ,wer hier nicht set1 wird auch nicht ernten4 ,die ,blumen am ,fenster gedeihen nicht ohne aufmerksame ,pflege4 ,das verursacht zwar eine kleine ,mhe morgens und abends1 aber was tut's8 ,kann man denn etwas lieben1 um was man sich gar nicht zu bemhen braucht8 ,zumindest ist hier die ,mhe eine ,freude1 die man nicht dem ,dienstmdchen berlassen soll4 ,der bloe ,pflichtbegriff ist giftiger ,mehltau fr die ,blumenpracht am ,fenster4 ,so etwas merkt man gleich4 ,nein1 die ,blumenpflege gehrt der ,dame des ,hauses zu4 ,dann wird das ,blumenbrtel zum ,symbol1 wo jede ,pflanze von der ,sorgfalt und ,liebe der gewiss liebenswerten ,grtnerin erzhlt4 ,oft kommt man an einem ,hause vorbei1 wo an einem der ,fenster ,hortensien stehen und ,nelken und ,rosen1 ,pelargonien und brennende ,liebe und je nach der ,jahreszeit manche andere schne ,pflanze4 ,die schnen weien ,hnde1 die sichtbar werden1 um mit so viel ,liebe den ,blumenstand am ,fenster zu pflegen1 zur eigenen ,herzenslust und zur stillen dankbaren ,freude des ,vorbergehenden1 geben ein sehr edles ,beispiel4 ,eine neue ,schnheit zieht in unsere ,straen ein4 ,da und dort bricht aus den ,gesimsen eine solche blhende und duftende ,blumenwildnis hervor4 ,und nun denke man sich diesen ,blumenreichtum ber alle ,fenster1 an allen ,huserreihen1 bis ins hchste ,stockwerk verbreitet3 er msste die ,stadt in einen reizenden ,garten verwandeln4 ,es msste ein ,segen sein frs ,auge und frs ,herz und auch fr die ,gesundheit4 ,die lebt ja bekanntlich vom ,schnen1 ebenso wie das ,gute4 ,illustration3 ,mdchenzimmer von ,arch4 ,franz ,exler4 ,illustration3 ,mdchenzimmer von ,arch4 ,franz ,exler4 ,illustration3 ,blumenkbel4 ,prag-,rudniker ,korbfabrikation4 ,illustration3 ,,salonkasten ,,und ,,die ,,dazugeh,,rige ,,einlegearbeiten4 ,arch4 ,max ,benirschke4 ,aber nicht nur nach auen hin wrde der ,wandel eintreten1 sondern auch nach innen4 ,eine ,revolution hat die ,blume in den ,wohnungen hervorgebracht4 ,der ,fall ist typisch3 ,ist in irgend einem ,hause die ,blumenfreude intensiv geworden1 dann sprt man die ,woltat der ,blumenherrschaft in allen ,rumen4 ,die schweren ,stoffgardinen1 welche die vordem so beliebte ,rembrandt'sche clair-obscur-,stimmung erzeugen sollten1 werden entfernt4 ,luft und ,licht strmen nun in vollen ,fluten herein4 ,nun zeigt es sich auf einmal1 welch' ein lichtscheues ,gesindel von ,nippes und lcherlichem ,aufputz die ,wohnung verunstaltete1 vom ,makart-,bouquet angefangen bis zu den japanischen ,schirmen und ,photographiestndern1 wie viel unkontrollierbare ,staubwinkel allen ,wnden und ,mbeln entlang vorhanden sind4 ,die ,umwlzungen1 die von der stillen selbstgengsamen ,blume ausgehen1 fllen ein lustiges ,kapitel4 ,wir wollen uns einmal flchtig daran erinnern1 da unsere ,groeltern eine solche feine ,kultur besaen1 zu der wir jetzt erst wieder den ,anfang machen4 ,treten wir in die ,tr unserer ,grovter1 dann finden wir ein helles ,gemach mit weien ,gardinen1 einfarbigen oder weien ,wnden1 hellgelbe ,kirschholzmbeln1 und als ,herrscherin und ,hterin dieser einladenden1 traulichen ,stimmung die ,blumen1 unsere heimatlichen ,bauernblumen in weien ,tpfen1 lieblich anzuschauen4 ,in der ,blumenliebe liegt etwas sehr ,edles4 ,der ,anfang von ,kunst liegt in ihr4 ,was die ,blumenpflege fr die ,kultur bedeutet1 mag man in der ausgezeichneten ,schrift ,makartbouquet und ,blumenstrau von ,alfred ,lichtwark nachlesen4 ,von den ,blumen der ,heimat mu man ausgehen1 sie passen zu unserem ,dasein4 ,wir finden sie in den beliebten ,blumenstcken der frheren ,zeit1 in den ,vorgrten der alten ,landhuser und in den ,bauerngrten4 ,nur die ,modesucht hat sie verachtet4 ,darum sollen sie zu ,ehren gebracht werden4 ,blumenkrbe4 ,illustration3 ,,salonkasten ,,und ,,die ,,dazugeh,,rige ,,treibarbeit ,arch4 ,max ,benirschke4 ,das wissen alle ,hausfrauen ganz gut1 da die reichlich verwendeten ,blumenkrbe fast immer absolut geschmacklos und unpraktisch waren4 ,da ,niemand in seinem ,hause einen praktischen und sthetisch befriedigenden ,blumenkorb aufweisen konnte1 hatte einen ganz einfachen ,grund4 ,es gab keinen also beschaffenen ,blumenkorb4 ,was bislang fr geschmackvoll galt1 war ein ,blumenkorb mit einem aus imitiertem ,astwerk gefertigten ,gestelle1 womglich braun gestrichen oder gar bronziert oder sie waren geflochten und hatten ,voluten und andere stilvolle ,ornamente aus ,weidenruten und ,flechtwerk aufgesetzt1 die als wahre ,staubfnger in kurzer ,zeit ein scheuliches ,aussehen bekamen und ob ihrer augenscheinlichen ,zwecklosigkeit in das ,gebiet des lcherlichsten ,unfugs gehren4 ,knstler und ,kunstgewerbler haben sich in letzter ,zeit mit den ,formen des ,blumenkorbes befat4 ,soweit diese ,lsungen bekannt geworden und in den ,handel gekommen sind1 lt sich ein bedeutender ,schritt zur ,zweckmigkeit und wohltuenden ,einfachheit konstatieren4 ,formen sind im ,handel1 die aus ,pfefferrohr und ,flechtwerk hergestellt1 die ,ansprche des guten ,geschmackes wohl erfllen4 ,aber es liegt immerhin noch ein weites ,feld fr die ,erfindung schner und praktischer ,formen1 sowie fr die ,anwendung geschmackvoller ,farben offen4 ,der groe ,anreger auf kunstgewerblichem ,gebiete1 ,alfred ,lichtwark1 erzhlt in seinem ,buche ,blumenkultur 7das jedermann lesen sollte1 ebenso wie alle seine anderen ,schriften71 da ihm berichtet wurde1 in ,hamburg htte man frher statt der ,blumentpfe vor jeden ,fensterflgel einen langen1 eckigen ,korb gestellt1 als ,hlle fr vier oder fnf ,tpfe4 ,diese ,krbe wren innen und auen gestrichen gewesen4 ,gesehen hat er sie nicht mehr4 ,illustration3 ,zusammenlegbares ,buffet einer ,offizierswohnung v4 ,arch4 ,exler4 ,diese ,einrichtung ist schn und praktisch und ,lichtwark knpft daran die ,errterung der ,farbe4 ,es ist nichts im ,wege1 da man neben dem ,grn auch ,wei -- was sehr gnstig ist -- und unter ,umstnden auch ,rot verwendet oder ,wei mit grnen1 ,grn oder ,rot mit weien ,querstreifen4 ,auch ,blau1 ,purpur1 ,orange und ,gelb sind denkbar1 aber schwieriger zu verwenden1 sobald man es mit mehr als einer ,blume zu tun hat4 ,fr grere alleinstehende ,zimmerpflanzen sind ,topfhllen in ,gestalt schn bewegter und geschmackvoll gefrbter runder ,krbe -- ,korbvasen -- ausgezeichnet zu verwenden4 ,sie sehen gut aus und haben den ,vorzug1 nicht zu zerbrechen4 ,die ,offizierswohnung4 ,die ,frau des ,offiziers beginnt heute einzusehen1 da es fr ihre ,wohnung nichts unpraktischeres geben kann1 als den billigen ,prunk und lcherlichen ,zierrat1 der in den durchschnittlichen ,stadtwohnungen einen tuschenden ,schein von ,luxus und ,eleganz erwecken soll4 ,der ,begriff3 standesgem1 fr den militrischen ,beruf bindender1 als fr jeden anderen1 hat in ,bezug auf die ,offizierswohnung eine seltsame ,umwertung durch das ,beispiel jener brgerlichen ,wohnungen erfahren1 die von einer gedankenlosen marktlichen ,massenfabrikation beherrscht1 einen nicht mehr zu unterbietenden ,tiefstand des ,geschmackes bezeichnen4 ,illustration3 ,offizierswohnung von ,arch4 ,alois ,hollmann4 ,standesgem1 das sollte ursprnglich wohl heien zweckgem1 lebt heute nur der ledige ,offizier4 ,er hat die typische ,offizierswohnung ausgebildet1 die in ihrer ,einfachheit und ,mobilitt auf das ,zelt zurckweist4 ,da steht sein eisernes ,bett1 ein ,bcherbrett1 ein paar ,feldsthle1 ein groer zusammenklappbarer ,tisch1 darauf er bequem ,plne1 ,skizzen1 ,bcher und ,schreibzeug ausbreiten kann4 ,ordnung und ,nettigkeit geben dem ,raum den einzigen1 aber auch wirksamsten ,schmuck4 ,sobald der ,offizier verheiratet ist1 verliert seine husliche ,umgebung in der ,regel ihren typischen ,charakter4 ,die ,frau des ,hauses1 welche in der ,wohnungsfrage zu entscheiden hat1 hlt sich an das ,beispiel1 das die ,masse gibt4 ,sie richtet die ,wohnung so ein1 wie sie ,geschftsleute und ,beamte haben1 die nie oder nur selten in die ,lage kommen1 ihren ,wohnsitz zu wechseln4 ,dann sieht man an den ,mbeln jene schleuderhaften ,schmuckformen1 deren ,daseinszweck nur darin besteht1 die unsolide ,mache zu verkleiden und ein berma tglicher ,reinigungsarbeit zu verursachen4 ,man kann sich leicht die ,verwirrung vorstellen1 wenn die ,notwendigkeit eines ,garnisonswechsels eintritt1 auf den der aktive ,offizier gefat sein mu4 ,trotz der ungeheuren ,verpackungsmhen und der erforderlichen unverhltnismig groen ,anzahl von ,transportwgen1 welche die ,transferierungskosten enorm erhhen1 ist das ,mobilar1 das einer solchen ,inanspruchnahme nicht gewachsen ist1 schweren ,beschdigungen unterworfen4 ,illustration3 ,,speise ,,zimmer ,offizierswohnung von ,arch4 ,alois ,hollmann4 ,man mute sich erst ber alle ,unzulnglichkeiten klar werden1 um wieder die ,mglichkeiten einer standesmigen1 das heit1 zweckmigen ,offizierswohnung auf ,grund einer klaren ,erkenntnis der ,bedrfnisse zu finden4 ,das praktische ,mbel ist selten teuerer1 meistens sogar billiger1 als die schleuderhaft und gedankenlos fabrizierte ,marktware4 ,raum1 ,zeitersparnis und ,bequemlichkeit mu die ,mbelkonstruktion fr die ,offizierswohnung gewhren1 vor allem die ,mglichkeit kompendis zu packen1 so da vier ,zimmer in einem ,transportwagen ohne die ,gefahr der ,beschdigung gut untergebracht werden knnen4 ,zusammenlegbarkeit nach ,art der amerikanischen ,missionrmbel oder der einfache ,kofferstil werden in diesen ,fllen zu den besten ,lsungen fhren4 ,auf ,schmuck kommt es beim praktischen ,mbel nicht an4 ,er ist auch keine ,bedingung der ,schnheit4 ,schnheit entsteht hier nicht durch die uerliche ,zutat von ,schmuckformen1 sondern kann im ,wesentlichen nur aus der ,zweckmigkeit entwickelt werden4 ,auch die brige ,dekoration des ,zimmers mit ,vasen und ,kleinplastik mte sehr zurckhaltend1 aber so gediegen als mglich sein4 ,was nicht den prfenden ,blick aushalten kann1 hat keine ,berechtigung im ,raum zu existieren4 ,an ,stelle der ,schmuckform wrde die edle1 feinempfundene ,farbe treten4 ,diese einfachen1 geradlinigen und augenscheinlich gediegenen und praktischen ,mbel wrden1 koloristisch behandelt1 im ,verein mit weien1 waschbaren ,gardinen und einigen ,blumen am ,fenster in jedem ,raum1 der nur weie1 kalkgeputzte ,wnde hat1 die traulichste ,stimmung erzeugen und zugleich ein ,beweis fr den hheren ,geschmack der ,offiziersfrau sein1 die ein auf den besonderen ,berufserfordernissen beruhendes ,studium der ,mglichkeiten nicht gescheut hat4 ,von einem modernen ,architekten1 den sie etwa zu ,rate gezogen1 untersttzt oder im persnlichen ,kontakt mit dem ,handwerker1 dem sie ,angaben macht und dessen ,arbeiten sie wachsam verfolgt1 mte sie zu einer ,einrichtung gelangen1 von der man nicht behaupten drfte1 da sie pat1 wie schlechtsitzende ,kleider4 ,sie wrde ebenso wie bei den ,kleidern auch das ,ma der ,sthle und ,tische bis auf den ,millimeter durchprobieren und den ,bedrfnissen des ,krpers anpassen lassen4 ,der gute ,stuhl in ihrem ,hause mte alle ,bequemlichkeiten bieten und den darauf ,sitzenden dennoch elegant erscheinen lassen4 ,querleisten zwischen den ,beinen wrde man an diesen ,sthlen nicht finden1 weil sie berflssig und unpraktisch sind4 ,denn erstens will man die ,fe unter den ,stuhl bequem einziehen knnen und dann kommen ,sporen mit den ,querleisten leicht in ,kollision4 berall wrde darauf geachtet sein1 da nicht mehr ,material zur ,verwendung kommt1 als unbedingt ntig ist1 um den ,formen keine unntige ,schwere zu geben4 ,illustration3 ,,schlaf ,z4 ,offizierswohnung von ,arch4 ,alois ,hollmann4 ,bei ,sthlen1 die an die ,wand gerckt werden1 mten die ,hinterbeine weit ausladen1 damit die ,lehnen die ,wand nicht abschrammen knnen4 ,auch bei dem ,tisch sind die ,querstangen zur ,festigung nicht ntig und daher nur dort zu dulden1 wo ihre ,abnutzung nicht strt1 wie etwa in der ,bauernstube1 wo das ,holz gewaschen werden kann und das ,aufstellen der ,fe keinen ,schaden anrichtet4 ,die ,reise um das ,zimmer liee sich bequem fortsetzen und von ,gegenstand zu ,gegenstand der ,beweis fhren1 wie unpraktisch das fr die ,bedrfnisse der ,massen hergestellte ,marktmbel in jedem besonderen ,falle ist4 ,die ,offiziersfrau1 die sich in jedem einzelnen ,falle darauf besinnt1 was ihrer ,wohnung zum ,vorteil gereicht1 wird keine ,einrichtung haben wie eine ,krmersfrau1 auch nicht wie eine ,banquiersfrau4 ,sie wird ein ,heim haben1 das sich von allen anderen unterscheidet als die standesgeme ,offizierswohnung4 ,und sicherlich wird jeder1 der eine solche ,wohnung sieht1 anerkennen mssen1 da es eine tapfere und geschmackvolle ,dame ist1 die den ,mut hat1 durchaus zu scheinen1 was sie sein soll1 nmlich wahrhaft standesgem4 ,dazu gehrt sicherlich eine vornehme ,gesinnung und ein selbstbewuter ,charakter1 der an all der erborgten und verlogenen ,eleganz1 die man heute sieht mit einem ,lcheln der ,geringschtzung vorbergeht und tut1 was seiner ,art gem ist4 ,illustration3 ,offizierswohnung von ,arch4 ,alois ,hollmann4 ,die ,arbeiterwohnung4 ,illustration3 ,einfache ,wohnung4 ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,auf meiner ,suche nach einer wahren ,volkskunst innerhalb der ausgestalteten ,huslichkeit stieg ich tiefer hinab zu jenen breiten ,volksschichten1 denen nicht um den ,schein1 sondern um das ,sein zu tun sein mu1 um die bloen ,krfte1 die in den ,mauern1 ,bgen1 ,fenstern1 ,pfeilern1 wirksam sind1 also um den nackten ,zweckbegriff1 um das rohe ,gerst praktischer ,schrnke1 ,tische und ,sthle1 denen als einziger ,schmuck die natrlichen ,eigenschaften des ,materials1 die ,struktur des ,holzes etc4 zugute kommen1 zu jenen ,volkskreisen also1 die nicht ,zeit und ,geld haben1 ihr ,leben mit ,schmuck und ,tand herauszuputzen1 sondern die auf das ,gesunde1 ,primitive1 ,einfache losgehen4 ,dort drften ,anregungen und die ,offenbarung einer wahren ,volkskunst zu erwarten sein4 ,mit diesem ,gedanken kehrte ich beim ,kleinbrger ein1 bei jenen besseren ,handwerksleuten1 die berhaupt ,anspruch auf ein geordnetes ,hauswesen erheben4 ,nichts von dem1 was ich erwartete1 habe ich dort gefunden4 ,alles wollte mehr scheinen1 als es wirklich war1 mit einem erborgten ,schein ber die grinsende ,nacktheit und ,armseligkeit der ,wohnrume hinwegtuschen4 ,bei ,leuten war ich1 die sich neu eingerichtet hatten4 ,kalt und hart standen ein paar ,mbelstcke im ,raum2 fabriksmig schleuderhaft gearbeitete1 vom ,hndler um schweres ,geld gelieferte ,betten1 ,tische und ,sthle1 in diesem oder jenem ,stil1 neuestens gibt es auch solche im ,sezessionsstile4 ,der ,stolz der ,leute hing an ihnen1 sie saen in der ,kche1 um das einzige schne ,zimmer zu schonen und lauschten am ,abend ngstlich auf das mrderische ,krachen des zerlechzenden ,holzes1 wobei es ihnen jedesmal wie ein ,dolchsto durchs ,herz fuhr4 ,die rmsten waren gewi am schlimmsten daran2 sie hatten am teuersten gekauft und konnten an ihrem ,heim keine rechte ,freude haben4 ,da lobe ich mir die rmste ,bauernhtte1 wo man ,blumen im ,fensterrahmen stehen sieht4 ,hier offenbart sich wenigstens die ,liebe zur ,natur1 welche gleichzeitig die ,liebe zur ,heimat und zum ,heim ist und der eigentliche ,anfang aller ,kultur und ,kunst4 ,mehr als aller ,trdlerkram ladet ein solcher ,raum den ,gast zum behaglichen ,verweilen ein1 wenngleich seine ,gerte1 ,tisch und ,bank nur aus blankem ,holze roh gezimmert wren4 ,illustration3 ,einfache ,wohnung4 ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,illustration3 ,einfache ,wohnung4 ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,ein ,begriff beherrscht die ,anschauungen aller ,klassen1 der die ,lebens- und ,wohnverhltnisse bis in die tiefsten ,schichten der arbeitenden ,bevlkerung herab1 vergiftet hat1 der ,begriff3 ,luxus4 ,es ist im ,vorigen wiederholt dargelegt worden3 ,luxus1 als das schlechthin berflssige1 und darum eigentlich ,schdliche4 ,das ,wort und die ,sache1 die es deckt1 kam eigentlich dadurch auf1 da eine reiche ,lebenshaltung auf ,kreise bertragen wurde1 die keine ,bedrfnisse in dem angemessenen ,mastabe besa1 und die sich der bernommenen ,dinge nur bedienten1 den ,anschein von ,vornehmheit und ,gre zu erwecken4 ,die ,sache ward ,mode1 und wer sich nicht mit kostbaren ,dingen umgeben konnte1 begngte sich mit billigem ,kleinkram und den rohen1 effekthaschenden ,zierraten1 die man sogar an der erbrmlichen ,trdelware entdecken kann4 ,dieser uneigentliche ,luxus brachte die gesunde ,anschauung1 die auf das rein ,zweckliche ausgeht und in deren ,erfllung alle ,schnheitsmglichkeiten liegen1 zum ,verfall4 ,die ganze moderne ,bewegung bezweckt letztenendes die ,wiedererweckung jener gesunden ,grundstze4 ,die groe ,menge1 die sich zu kalt anstauendem ,besuch in unsere ,ausstellungen drngt1 verharrt in ihrem ,heim gewhnlich in den kulturwidrigsten ,verhltnissen und verbarrikadiert sich gegen alle ,sanierungsversuche mit dem viel verbreiteten ,vorurteil1 da die moderne ,einrichtungsfrage sich lediglich auf die ,formel zuspitze1 ,thu' nur ,geld in ,deinen ,beutel6 ,die groe ,masse1 die sich heute noch aus ,oekonomie mit dem vom ,trdler1 ,ratenhndler oder ,mbelfabrikanten gelieferten1 roh ornamentierten ,plunder begngt1 ist nicht zur ,einsicht erzogen1 da die solide1 zeitgeme ,ausgestaltung des ,heimwesens durchaus mit keinem ,mehraufwand verbunden sein mu4 ,der ,luxus mag sich dann je nach der ,brse und den persnlichen ,ansprchen richten und kann der ,hauptsache nach nur in der ,verwendung von mehr oder weniger kostbarem ,material bestehen4 ,im ,prinzip aber werden alle in den vorigen ,kapiteln dargelegten ,grundstze auch fr die ,arbeiterwohnung gelten mssen und eine ,verschiebung nur in ,bezug auf grere ,schlichtheit und beschrnktere ,wohnungsrumlichkeiten eintreten knnen4 ,illustration3 ,einfache ,wohnung4 ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,auch die ,arbeiterwohnung kann ein ,schmuckkstchen sein1 was ,nettigkeit und ,ordnung betrifft1 ein trauter ,raum1 in dem man gerne verweilt1 der nicht nur bewohnbar1 sondern auch wohnlich ist und dem ,kneipen und ,tingltanglwesen wirksam entgegenarbeitet4 ,der ,andrang in ,kneipen und ,tingltangln1 die rohe ,duzbrderschaft lassen unfehlbar auf ein zerrttetes ,hauswesen schlieen4 ,soll man also die arme volkreiche ,stadt1 wo sich die ,wohnungen aneinander und bereinander bauen1 zahllos wie die ,zellen eines ,bienenkorbes1 wohnlich finden und das ,gefhl der ,heimatlosigkeit verlieren1 so mu von dem ,innern der ,huser her1 aus den ,wohnungen der ,eindruck verschwinden1 da fast alle1 ob arm oder reich1 ,fremdlinge im eigenen ,heim geworden sind4 ,nun bilden die erfreulichen ,bildungsbestrebungen der modernen intelligenten ,arbeiterschaft freilich die sicherste ,gewhr dafr1 da sich der ,ausbau einer inneren ,kultur langsam vollzieht1 der sich denn auch nach auen hin in hheren ,geschmacksanforderungen da und dort geltend macht4 ,im ,allgemeinen aber sieht es noch ziemlich schlimm aus4 ,aber auch dem einfachsten ,manne1 der von diesen geheimen ,triebkrften berhrt1 ,aufklrung sucht1 wie er es in seiner ,wohnung anfangen msse1 kann geholfen werden4 ,aus den ,andeutungen der frheren ,kapitel mte sich eigentlich alles ableiten lassen1 was der kleinen ,wohnung des ,arbeiters oder ,handwerkers frommt4 ,die ,wnde des ,zimmers und der ,kammer werden jedenfalls ganz wei getncht sein1 ein einfaches ,fries tragen und jedes ,jahr mit wenig ,kosten nachgetncht werden knnen4 ,einfaches1 helles ,zeug hngt als ,zuggardine1 seitlich aufzuziehen1 in schlichten ,falten von den ,fenstern herab1 wo ,blumen stehen und dem ganzen ,raum eine freundliche ,stimmung geben4 ,illustration3 ,einfache ,wohnung4 ,arch4 ,prof4 ,joseph ,hoffmann4 ,die ,mbel sind ganz einfach1 aus weichem ,holz1 gut und sorgfltig gemacht1 in geraden ,leisten und ,brettern zusammengefgt4 ,reines1 einfaches ,tischlererzeugnis -- ohne ,knstelei4 ,die ,farbe kann an solchen ,mbeln1 wofern sie nur in guten und richtigen ,verhltnissen hergestellt1 alle ,schnheit hervorbringen4 berhaupt mte die ,schnheit des ,raumes zum ,teil in der farbigen ,wirkung gesucht werden4 ,das weiche ,holz lt sich auf verschiedenartige ,weise beizen und man knnte zu dem ,wei der ,wnde einen graublauen ,holzton oder einen dunkelblauen oder kirschroten vorteilhaft verwenden1 von zahllosen anderen ,abstufungen nicht zu reden4 ,man vermeide durchaus1 irgend ein ,zierrat anbringen zu wollen4 ,schnheit kommt aus der zweckvollen ,durchbildung1 aus der schnen ,proportion der ,masse und endlich aus der glcklichen ,farbenwirkung4 ,nur ein paar ,haupttne sollen vorherrschen4 ,nebst dem ,wei der ,wnde irgend ein krftiger farbenfroher ,ton an den ,mbeln1 der auch die einfachsten ,stcke bedeutsam macht und den ,sinnen nher rckt4 ,man ahnt fr gewhnlich gar nicht1 wie leicht die ,sinne auf die farbige ,erscheinung reagieren4 ,weilackierte ,mbel1 wie die hier abgebildeten1 sind das ,kennzeichen einer ganz feinen ,kultur4 ,fr billigen und echt knstlerischen ,wandschmuck hat der ,verlag ,teubner und ,voigtlnder1 ,leipzig1 in vorzglicher ,weise gesorgt4 ,in allen ,stdten sind die ,knstler am ,werke1 auch dem kleinen ,mann zu geben1 was des kleinen ,mannes ist4 ,eine wesentliche ,aufgabe aller ,jener1 die am ,ausbau der modernen ,kultur bettigt sind1 ist es1 das ,interesse des ,volkes auf die ,dinge zu lenken1 die sein eigenes ,wohl betreffen und zur ,mitarbeit an diesem ,kulturgedanken anzuregen4 ,jeder kann an der ,schnheit der ,erde und des ,lebens mittun und ,kulturarbeit verrichten4 ,jeder tut es1 der sein eigenes ,feld wohlbestellt und bei seinem ,hause1 bei seiner ,wohnung1 seinem ,heim anfngt4 ,im ,sinne dieses ,kulturgedankens wolle auch dieses ,buch verstanden und als ,freund und ,fhrer bentzt werden4 ,druckfehler-,berichtigung4 ,seite #bb statt3 wie der8 zu lesen3 wieder #bc ,krimkskrams8 ,krimskrams #be ,artelierstils8 ,atelierstils #bh knstlich8 knstlerisch #bh die8 diese #ca trbe8 liebe #cf ,knstlerschulen8 ,kunstschulen #ef ,falche8 ,falke #ei ,hellmann8 ,hollmann #fc ,frderung8 ,forderung #fd ,dekorationssteller8 ,dekorationsteller #abb mehr als8 wie ein #abb durchans8 durchaus #abh betrachten8 zu betrachten #abi dem8 den