,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand des ,jahrganges #aijj der ,mitteilungen aus dem germanischen ,nationalmuseum#8 so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,einzelne ,satzzeichen wurden bei offensichtlichen ,druckfehlern stillschweigend korrigiert1 ausgenommen in ,zitaten1 welche stets unverndert bernommen wurden4 ,inkonsistente ,schreibweisen wurden so belassen1 wie im ,text angegeben4 ,die im ,original teilweise falsche ,nummerierung der ,bildtafeln wurde sinngem korrigiert4 ,das ,inhaltsverzeichnis wurde der bersichtlichkeit halber vor den ,text gesetzt4 ,die folgenden ,stellen wurden korrigiert3 ,inhaltsverzeichnis3 des ,kaufmann#8 des ,kaufmanns#82 ,litterarische ,besprechungen#8 ,literarische ,besprechungen#8 ,s4 #ai3 ,kunst- nnd ,kulturgeschichte#8 ,kunst- und ,kulturgeschichte#8 ,s4 #bc3 ahgesehen#8 abgesehen#82 darher#8 darber#8 ,s4 #bd3 der ,lusthauses#8 des ,lusthauses#8 ,s4 #ea3 machte#8 mochte#8 ,s4 #fa3 dureh#8 durch#82 7#afib#8 7#afib7#8 ,s4 #fc3 ,allgorie#8 ,allegorie#82 doppeltes der#82 eines entfernt ,s4 #hf3 landandae#8 laudandae#8 ,s4 #aaf3 nnnd#8 vnnd#8 ,s4 #abe3 glcklischste#8 glcklichste#8 ,s4 #acb3 von ,hunden#8 von ,handen#8 ,s4 #adh3 ,ludwigs#8 ,ludewigs#8 ,s4 #aej3 ,winkelmanns#8 ,winckelmanns#8 ,s4 #aed3 ,ausicht#8 ,aussicht#8 ,s4 #aei3 ,temperaturbild#8 ,temperabild#8 ,s4 #afi3 su ihm#8 zu ihm#8 ,s4 #aig3 ,holzscheidekunst#8 ,holzschneidekunst#8 ,s4 #bjb3 dreiigjahrigen#8 dreiigjhrigen#8 ,,fn #aih3 bebesuchen#8 besuchen#8 ,,fn #bbc3 fenrhundt#8 feurhundt#8 ,von der ,nomalschrift abweichende ,schriftschnitte wurden durch die folgenden ,sonderzeichen dargestellt3 kursiv3 text fett3 text gesperrt3 text ,kapitlchen3 _/text_/ ,hochgestellte ,zahlen und ,buchstaben wurden durch ein vorangestelltes ,caret-,zeichen 77 gekennzeichnet2 ,symbol3 ,pfund steht fr das deutsche ,pfund-,zeichen4 _/,mitteilungen_/ ,,aus ,,dem _/,germanischen ,nationalmuseum_/ ,,herausgegeben _/vom ,directorium_/4 ,,jahrgang #aijj4 ,,mit ,,abbildungen4 ,n,,rnberg ,,verlagseigentum ,,des ,,germanischen ,,museums #aijj4 ,inhaltsverzeichnis zum ,jahrgang #aijj der ,mitteilungen aus dem germanischen ,nationalmuseum4 ,seite ,andreas ,herneisen1 von ,dr4 ,hans ,stegmann #a ,goldschmiedearbeiten im ,germanischen ,museum1 von ,dr4 ,theodor ,hampe4 ,,ii4 ,langobardische ,votivkreuze aus dem #f4-h4 ,jahrhundert #bg1 #ib ,,iii4 ,ein langobardischer ,schaftbeschlag aus dem #g4-h4 ,jahrhundert #ig ,,iv4 ,ein ,vortragskreuz aus dem #aj4 ,jahrhundert #ih ,die ,grabdenkmler der ,kaiserin ,eleonore in ,wiener-,neustadt und des ,kaisers ,friedrich ,,iii4 im ,stephansdome zu ,wien von ,dr4 ,karl ,simon #ci ,kachelfen und ,ofenkacheln des #af41 #ag4 und #ah4 ,jahrhunderts im ,germanischen ,museum1 auf der ,burg und in der ,stadt ,nrnberg1 von ,dr4 ,max ,wingenroth #eg ,beitrge zur ,geschichte des ,kaufmanns im #ae4 ,jahrhundert1 von ,dr4 ,otto ,lauffer #gh ,vgl4 ,jahrgang #ahii4 ,s4 #aje4 ,das ,lebensende ,georg ,wechters des lteren und seines ,sohnes ,hans ,wechter1 von ,dr4 ,theodor ,hampe4 #aji ,zwei ,schreiben ,maximilians ,i4 von ,bayern1 von ,dr4 ,rudolf ,schmidt #aae ,anhnger im ,germanischen ,museum1 von ,dr4 ,karl ,simon #aah ,herd u4 ,herdgerte in den ,nrnberger ,kchen der ,vorzeit1 von ,dr4 ,otto ,lauffer #abi1 #afe ,ein ,orgelgehuse aus dem ,ende des #af4 ,jahrhunderts1 von ,gustav von ,bezold #ach ,recept wider die ,faulkeyt vnd ,klappersucht der ,weyber vnd ,magd1 von ,dr4 ,otto ,lauffer #adb ,der ,neue ,lucas van ,leyden im ,germanischen ,museum1 von ,dr4 ,franz ,dlberg #aeg ,eine ,holzstatue des heil4 ,georg im ,germanischen ,museum1 von ,dr4 ,richard ,grundmann #ahe ,literarische ,besprechungen3 - ,max ,zucker1 ,albrecht ,drer #dc ,karl ,justi ,winckelmann und seine ,zeitgenossen ,i4 #add ,litterarische ,notizen #ee1 #ajg1 #aee1 #aig ,kleine ,mitteilungen #bjb ,illustration ,,andreas ,,herneisen ,,von ,,hans ,,stegmann4 ,als ich mit freud in uberflues ,den spruch1 mein valete1 peschlues1 ,des tags kam eben zu mir gleich ,der weit perembt und knstenreich ,maler1 der in ,nrnberg1 der stat ,den rumb1 wie ,albrecht ,drer hat1 ,der im vergleichet mit der hant1 ,mit sinreichikeit und verstand#a4 ,wer heute die obenstehenden auf ,andreas ,herneisen#b sich beziehenden ,verse des biederen ,hans ,sachs liest1 wird sich1 wenn er die ,kunstverhltnisse ,nrnbergs in der zweiten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts sich vergegenwrtigt1 kaum eines ,lchelns erwehren knnen1 auch wenn ihm der hier an ,drers ,seite gestellte ,andreas ,herneisen zunchst noch gnzlich unbekannt sein sollte4 ,es gehrt ein tiefes ,eindringen in die ,geschichte ,nrnbergs in allen ihren uerungen politischer1 wirtschaftlicher1 geistiger und knstlerischer ,natur dazu1 um den ,tiefstand begreifen zu knnen1 den die ,nrnberger ,malerei noch nicht fnfzig ,jahre nach dem ,tode ,albrecht ,drers1 des ,mannes1 der ihr den ersten ,platz in ganz ,deutschland erworben1 erreichte4 ,es knnen hier die ,faktoren nicht aufgezhlt werden1 die den auergewhnlich raschen1 wenn auch nach auen noch verschleierten ,verfall der in jeder ,richtung so hoch bedeutenden ,reichsstadt herbeifhrten4 ,die bildenden ,knste1 vor allem die ,malerei1 zeigt denselben am augenscheinlichsten1 nur das ,kunsthandwerk blht1 weil eben allein das ,brgertum1 d4 i4 in diesem ,falle das ,handwerk1 sich ernste ,tchtigkeit bewahrt hatte1 whrend die oberen ,kreise1 politisch1 wirtschaftlich und geistig mit dem ,vergessen und der ,vernachlssigung der ,momente1 welche ,nrnberg gro gemacht hatten1 dem unausbleiblichen ,bankerott langsam aber sicher zusteuerten4 ,die ,knstler1 die in ,nrnberg ,drers ,erbe bernahmen1 heien1 wenn auch zunchst wegen des kleinen ,formats ihrer graphischen ,werke die ,kleinmeister1 klein war aber auch der geistige ,horizont und ,inhalt ihrer ,thtigkeit4 ,das war1 wie bereits angedeutet1 nicht allein ihre eigene ,schuld1 sondern mehr noch die ihrer ,umgebung1 die ja schon einem ,drer nur ein drftiges ,einkommen gewhrt hatte4 ,die ,kirche1 die ,jahrhunderte lang die nhrende ,mutter der ,knste auch in ,nrnberg gewesen1 hrte auf1 der ,mittelpunkt des knstlerischen ,schaffens zu sein1 die vornehmen ,leute1 das ,patriziat1 waren aus klugen1 weitsichtigen1 unternehmenden ,brgern uerlich ,edelleute geworden1 innerlich aber ,spiebrger geblieben1 der dritte ,stand war in seiner geistigen ,entwicklung noch zu weit zurck1 um in die ,entwicklung der hohen ,kunst frdernd einzugreifen4 ,doch aber war mit dem ,anbruch der modernen ,zeit die ,freude an der ,persnlichkeit so weit gestiegen1 da die ,darstellung derselben1 die ,bildniskunst1 reiche ,nahrung1 quantitativ wenigstens1 fand4 ,denn die ,zunahme der ,portrts aus brgerlichen ,kreisen fhrte ihre ,verbilligung und damit ihre ,handwerksmigkeit herbei4 ,georg ,pencz war der letzte ,vertreter der eigentlichen ,nrnberger ,bildnismalerschule1 und als einen1 wenn auch vielleicht nur mittelbaren ,nachfolger drfen wir den bescheidenen ,meister1 dessen unbescheidenes ,lob aus ,hans ,sachs ,munde wir an die ,spitze stellten1 ansehen1 ,andreas ,herneisen1 ber dessen ,leben und ,wirken die an sich vielleicht nicht bermig interessanten1 aber doch manche kultur- und kunstgeschichtliche ,aufschlsse bietenden1 bis jetzt auffindbaren ,notizen im ,folgenden zusammengestellt werden sollen4 ,in weiteren ,kreisen war eigentlich von ihm nicht viel mehr bekannt1 als da ,jost ,amman nach einem ,bild von ihm #aegf das ,portrt des ,hans ,sachs radierte4 ,und doch werden wir sehen1 da die launische ,klio ber ihn mehr der ,nachwelt erhalten hat1 als ber viel bedeutendere ,kunstgenossen2 dafr ist von dem wichtigsten ,teile seiner ,thtigkeit1 seinen dekorativen ,malereien1 so gut wie nichts auf unsere ,zeit berkommen4 ,andreas ,herneisen#c ist am #bh4 ,juli #aech als der ,sohn von ,hans und ,barbara ,herneisen zu ,nrnberg geboren4 #aefb drfte er das ,meisterrecht errungen haben1 da er in diesem ,jahre heiratet und ebenso zuerst als ,meister erwhnt wird4 ber seine ,lehr- und ,wanderjahre1 sowie seine ,lehrmeister sind wir nicht im mindesten unterrichtet#d4 ,sein erstes ,vorkommen ist indes kein rhmliches4 ,am #bg4 ,juni heit es ,enndresen ,herneysen im loch auff das schmehelich gemeldt vnd wers ,im also angeben guetlich zured halten sein sag wiederpringen#e4 ,der ,maler war also wegen eines dem ,rat anstig erschienenen ,gemldes gefnglich eingezogen worden4 ,auf die ,dauer scheint ihm dies aber die ,gunst des ,rates nicht entzogen zu haben2 in demselben ,jahre wird er vom ,rat fr die ,triumphpforte fr ,maximilian ,,ii4 im ,august und ,september in ,gemeinschaft mit den brigen ,nrnberger ,meistern dreiundeinhalb ,wochen beschftigt und erhlt #g fl4 ,lohn#f4 ,bald mu er sich auf dem ,gebiet groer dekorativer ,malereien einen guten ,namen gemacht haben1 denn das in seinem ,anfang oben zitierte ,gedicht des ,hans ,sachs spricht in ausfhrlichster ,weise von seinen ,arbeiten in ,aldersbach#g wie folgt3 ,saget mir1 wie er kumen wer ,von ,allerspach dem gefuersten abt2 ,pey dem het er ein pstallung ghabt1 ,am cor zu malen knstlich fleiig ,umb hundert guelden1 darzu dreyssig1 ,sambt als unkost und zerung frey1 ,farb und was man sunst dorft darpey1 ,sambt einen leitkauf seiner frawen4 ,das ,valete des ,hans ,sachs ist #aefg 7s4 ,gtze a4 a4 ,o4 ,s4 #cba7 der hier angezogene ,spruch am #bh4 ,august #aefh gedichtet1 also mu die ,arbeit in ,aldersbach in den vorgenannten beiden ,jahren vor sich gegangen sein4 ,in die sechziger und siebziger ,jahre fallen auch eine ,anzahl von ,bildern des ,meisters1 die von seiner ,kunst fast allein mehr ,zeugnis geben und die sich in dem ,vorstandszimmer der ,hauptschtzengesellschaft ,nrnberg befinden4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,die ltesten ,portrts der ,nrnberger ,schtzenmeister im ,schiehaus zu ,forsthof in ,nrnberg4 ,erste bis dritte ,reihe4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,die ltesten ,portrts der ,nrnberger ,schtzenmeister im ,schiehaus zu ,forsthof in ,nrnberg4 ,vierte bis sechste ,reihe4 ,dort sind die ,schtzenmeisterbilder seit den sechziger ,jahren des #af4 ,jahrhunderts bis zum heutigen ,tag aufbewahrt4 ,unter den sechs ltesten ,reihen nun1 auf die zum erstenmal in der ,festzeitung zum ,,xii4 deutschen ,bundesschieen in ,nrnberg im ,jahre #ahig von ,dr4 ,reicke#h hingewiesen wurde1 befinden sich eine grere ,anzahl ,herneisen'scher ,bilder4 ,die sechs ,reihen1 die im ,laufe der ,jahrhunderte und insbesondere wohl bei der bertragung vom alten ,schiehaus in ,st4 ,johannis in das jetzige zu ,forsthof in ,unordnung gekommen sind1 vielleicht auch das eine oder andere ,stck verloren haben mgen1 enthalten vierzehn mit dem ,monogramm bezeichnete ,portrts von ,andreas ,herneisen unter einer ,gesamtzahl von #db ,stck4 ,die beiden beigegebenen ,abbildungen #a und #bi geben dieselben wieder1 ohne freilich eine genauere kritische ,wrdigung zuzulassen4 ,die monogrammirten ,stcke sind in ,abbildung #a3 das vierte der ersten ,reihe 7immer von links nach rechts gerechnet7 ,endres ,deucher1 #b7 das dritte 7,albrecht ,welcker71 #c7 das vierte 7,hans ,trebing1 ,bader zu ,whrd71 #d7 das fnfte 7,martin ,pfeiffer ,sporer71 der zweiten ,reihe1 #e7 das erste 7,hans ,koch71 #f7 das dritte 7,joerg ,lang71 #g7 das vierte 7,peter ,frischeisen71 #h7 das sechste 7,hanns ,ziegler7 der dritten ,reihe1 in ,abbildung #b3 #i7 das zweite 7,steffan ,bon71 #aj7 das dritte 7,franz ,reder72 #aa7 das vierte 7,jacob ,koch71 der ersten1 #ab7 das zweite 7,johan ,ettwiller71 #ac7 das vierte 7,hans ,wynderlin71 #ad7 das fnfte 7,mertty ,hoffmann7 der zweiten ,reihe4 ,mit diesen bezeichneten ,bildern drfte aber die ,thtigkeit ,herneisens fr diesen ,zweck nicht erschpft sein2 ja es ist nicht einmal der ,gedanke ganz von der ,hand zu weisen1 da von den #db ,bildern #da 7das letzte von #afae kann natrlich nicht von ihm sein7 von ,herneisen gemalt sind1 wiewohl es nicht ganz wahrscheinlich ist4 ,mit ,rcksicht auf ,manier1 ,auffassung und ,technik mchte ich noch das zweite ,bild 7,jrg ,schwertfeger7 der ersten ,reihe1 die vier brigen der zweiten ,reihe 7,hans ,schneider1 ,bchsenfasser1 ,bernhard ,hainla1 ,sebastian ,seufferbelt1 ,martin ,lang71 das fnfte und siebente der dritten ,reihe 7,niclas ,mengel und ,hans ,lutz7 in ,abbildung #a1 das sechste und siebente der ersten ,reihe 7,istrom ,lindelbach und ,martin ,baumgartner71 das sechste der zweiten 7,sewald ,wissenhauer7 und das zweite und dritte der dritten ,reihe in ,abbildung #b 7,madeis ,flaischer und ,baltasser ,rinder7 ihm zuweisen4 ,der ,umstand1 da er in der urkundlich beglaubigten ,zeit seines ,wrzburger ,aufenthalts 7#aegh-hg7 einige bezeichnete ,bilder hierher malte1 erlaubt1 ihm auch andere nicht bezeichnete aus dieser ,zeit zuzuschreiben4 ,in ,anbetracht der kleinbrgerlichen ,verhltnisse1 in welchen wir uns die hier ,dargestellten ausschlielich lebend zu denken haben1 und welche schwerlich zu besonders hohen ,aufwendungen fr ein ,portrt verleiten und daher auch den ,knstler kaum zur ,anwendung seines hchsten ,knnens anstacheln mochten1 knnen wir uns aus den kleinen ,bildern 7sie sind gleichmig #bi cm4 hoch und #bf1e cm4 breit und auf ,tannen- oder ,fichtenholz gemalt71 immerhin eine ,vorstellung von ,herneisens knstlerischen ,qualitten machen4 ,darin1 da er seine ,halbfiguren stets vor eine hell gehaltene1 ideale ,landschaft setzt1 bewhrt er sich als konservativen ,nachfolger der ,sitten der ersten ,hlfte des ,jahrhunderts4 ,seine ,malweise ist eine flotte1 freie und sichere2 krftige ,farbenkontraste1 wie sie ja das dargestellte ,kostm mit sich brachte1 liebt er2 das ,ganze ist stets hell gestimmt4 ,ob die steife und etwas eintnige ,haltung der ,dargestellten mehr auf ,rechnung derselben1 oder des ,malers kommt1 mag dahingestellt sein2 immerhin geben sie ein sehr anschauliches ,bild des zu hherem ,selbstbewutsein erwachenden ,brger- und ,handwerkertums4 ,die landschaftlichen ,hintergrnde sind ziemlich schematisch gehalten1 und flchtig gemalt4 berraschend wirkt die ,sicherheit1 mit der die recht plastisch durchmodellierten ,figuren vor die ,luftperspektive gesetzt sind4 ,die ,figuren selbst verraten flotte1 rasche ,ausfhrung1 leichte und sichere ,pinselfhrung4 ,der ,portrthnlichkeit ist offenbar groe ,sorgfalt zugewendet1 und das ,charakteristische in allen uerlichkeiten trefflich erfat2 geistige ,vertiefung kann man bei dem ,vorwurf ja kaum erwarten4 ,so viel kann man ruhig behaupten1 der ,mann hatte eine recht achtbare ,routine2 da sie gar zu sehr nach ,handwerk schmeckt1 lag vielleicht mehr an den umgebenden ,verhltnissen als an ihm selbst4 ,eines lt sich auch beobachten1 da ,herneisen mit den ,jahren zu immer grerer ,sicherheit sich durcharbeitete4 ,ein ,vergleich der frheren und spteren ,arbeiten lt dies erkennen4 ,von den datierten ,arbeiten ist das frheste von #aefe1 das spteste von #aehb4 ,von einigen weiteren ,arbeiten berichtet ,nagler in den ,monogrammisten4 ,da das mit dem ,monogramm #fgbaj bezeichnete radierte ,blatt1 das mir nicht vorliegt und eine weibliche ,bste mit groteskem ,kopfputze darstellen soll1 ein ,herneisen'sches ,werk ist1 mu mindestens als recht zweifelhaft angesehen werden4 ,auch ber die andere ,notiz ,naglers#aa ein bezeichnetes ,bild von #aega betreffend1 kann hier blo referiert werden4 ,es soll die ,leidensgeschichte ,christi behandelt und darin noch ein ,nachklang der ,drer'schen ,schule ersichtlich1 die ,frbung aber nicht angenehm1 ins ,dunkle gehend1 sein4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,bildnis des ,hans ,sachs von ,andreas ,herneisen4 ,in der ,galerie ,weber zu ,hamburg4 ,am bekanntesten sind von ,herneisen jedoch die verschiedenen ,hans ,sachs-,portrts geworden4 ,das eine derselben1 von dem wir vorstehend eine ,nachbildung1 und zwar zum erstenmale geben1 befindet sich in der bekannten ,sammlung ,weber in ,hamburg1 deren ,besitzer1 ,herr ,konsul ,weber1 uns in liebenswrdiger ,weise eine vortreffliche ,photographie zur ,verfgung stellte4 ,es ist ein ,brustbild des einundachtzigjhrigen ,hans ,sachs ohne ,hnde1 nach rechts gewandt1 auf rotem ,grunde#ab4 ,der greise ,dichter mit graublauen ,augen1 sprlichem1 weiem ,haupthaar und ,vollbart1 und weien ,augenbrauen1 trgt eine graue1 mit schwarzem ,pelz besetzte ,schaube ber rotem ,rock mit weier kurzer ,halskrause4 ,die ,bezeichnung oben in der ,mitte befindet sich innerhalb der ,jahrzahl #aegf4 ,das ,bild ist auf ,tannenholz gemalt1 #di1e cm4 hoch und #ch cm4 breit4 ,in die ,sammlung ,weber gelangte es aus der ,auktion ,arnstein in ,berlin #ahij1 nachdem es sich um die ,mitte des ,jahrhunderts im ,besitz des ,ministers von ,nagler befunden hatte4 ,es ist das ,vorbild der meisten uns bekannten ,hans ,sachsbildnisse gewesen4 ,ohne die knstlerische ,bedeutung des ,bildes zu berschtzen1 darf man wohl behaupten1 da es mit einfachen ,mitteln eine starke1 naturalistische ,wirkung erreicht4 ,die ,greisenhaftigkeit des ,dargestellten ist mit auerordentlicher ,wahrheit wiedergegeben4 ,der ,einzeldruck mit dem oben des fteren angezogenen ,gedicht ,ein gesprech1 darin der dichter dem gefeierten abt zu allerspach etc41 enthlt die ,radierung 7,stich7 des ,jost ,aman 787#ac und an den #aefh gemachten ,spruch anschlieend1 beziehungsweise ihn verwendend1 die ,danksagung des ,herneisen fr das geschenkte ,valete fr den ,abt1 sowie die genauen ,daten ber das ,bild in den unten stehenden ,versen4 ,da sie von ,hans ,sachs selbst kurz vor seinem ,tode noch verfat1 ist wohl nicht anzunehmen1 vielleicht hat einer der ,freunde aus der ,nrnberger ,singschule dem ,maler ausgeholfen1 wenn dieser nicht gar selbst in diesem ,fall den etwas flgellahmen ,pegasus bestiegen hat4 ,der ,maler schreibt3 ,und ich1 ,endres ,herneisen1 hab ,mit danckbarm gmt fr solche gab ,obgmelten ,herrn ,hans ,sachsen alt1 ,so vil mir mglich1 sein gestalt ,abconterfeit1 da er alt war ,zwey monat vnd #ha4 ,jar ,bracht jms zum newen ,jar zur schenck ,weil ich aber war ingedenck1 ,das vil leut auch in nah vnd ferrn ,verlangt zu sehen diesen ,herrn ,vnd nit zu jm knnen kommen ,hab ich zu ehrn disem frommen ,mein willig dienst auch darzu than ,vnd in im ,truck lassen ausgan1 ,weil er selbst sagt an seim ,siechbet1 ,das jm das ,bild gleich sehen thet4 99 99 99 99 99 ,spter sagt er3 ,vnd dises ,gmehl vollendet wurdt ,nach vnsers ,herrn ,christi geburt ,da man zelt tausend fnff hundert ,jar ,vnd sechs vnd sibentzig frwar1 ,am newen ,jars abent genendt4 ,gott verleih jm ein seligs end ,vnd ein freudenreiche vrstend4 ,es mag bemerkt werden1 da von den anllich des ,todes nach ,herneisens ,gemlde angefertigten1 gestochenen und geschnittenen ,nachbildungen1 so weit mir das ,material vorliegt1 sich gerade diejenige ,ammans am wenigsten treu an das ,vorbild hlt1 obwohl dasselbe angefhrt wird4 ,die betreffenden ,verse lauten3 ,zwei monat ein vnd achzig jar alt ,war ich ,hans ,sachs in der gestalt ,von ,endres ,herneisen abgemalt u4 s4 w4 ,es ist nach genauer ,kenntnis des vorbeschriebenen ,bildes jetzt auch sicher anzunehmen1 da ,herneisens ,bild das ,vorbild fr die anllich der ,vierhundertjahresfeier bekannt gewordenen ,hans ,sachsmedaille in ,mnchen ist4 ,herneisen hat den greisen ,dichter und sich selbst nur noch in einem ,genrebild verewigt1 das ebenfalls seit lngerer ,zeit bekannt1 doch erst in den letzten ,jahren bei dem ,hans ,sachsjubilum die ,aufmerksamkeit weiterer ,kreise auf sich zog und bei dieser ,gelegenheit auch abgebildet wurde#ad4 ,die genaue ,beschreibung des ,bildes mag hier im ,wesentlichen nach ,o4 v4 ,heinemann#ae folgen3 ,das ,bild1 schon seit lngerer1 aber nicht nher zu bestimmender ,zeit im ,besitz der ,wolfenbtteler ,bibliothek1 ist auf ,holz gemalt1 #ed cm4 breit und #dg cm4 hoch4 ,der ,maler hat sich darauf selbst dargestellt1 wie er beschftigt ist1 den ihm gegenbersitzenden ,dichter mglichst naturgetreu auf die ,tafel zu bringen4 ,hans ,sachs sitzt links von dem ,beschauer1 in grauem1 pelzverbrmten ,hausrock1 mit weien rmeln und weier ,halskrause1 an einem ,schreibtische1 die ,feder in der ,hand1 aber er schreibt nicht1 sondern er wendet das nach vorn gehaltene ,gesicht mit dem sprlichen weien ,haupthaar1 und dem langen1 weien1 unten spitz zulaufenden ,bart zu zwei ,dritteln dem ,beschauer zu4 ,auf dem ,tische1 der das ,schreibpult trgt1 steht ein ,tintenfa mit eingetauchter ,feder1 links davon liegt ein aufgeschlagenes ,buch1 rechts ein ,papierblatt1 auf dem geschrieben steht3 ,zway monat #ha iar wardt ich ,hans ,sachs in diser ,gestalt ,von ,endres ,herneisen abgemalt4 ,an dem ,pult aber1 an dem sich der ,dichter anschickt zu schreiben1 spaziert mit erhobenem ,schwanz ein graues ,ktzchen einher4 ,die ,schrifttafel unterhalb des ,tisches bezieht sich auf dieses ,ktzlein1 und dieses hat wohl auch teilweise den ,anla zur ,fertigung gegeben4 ,die anziehende ,erluterung des ,spruches gibt ,o4 von ,heinemann in dem erwhnten ,aufsatz4 ,da mir nur eine nicht gengende ,photographie des ,bildes vorliegt1 ist die knstlerische ,qualitt desselben schwer zu beurteilen4 ,mit ,ausnahme vielleicht des ,kopfes von ,herneisen ist sie aber entschieden schwcher als das ,webersche ,hans ,sachsbild und die ,bildnisse der ,schtzenmeister4 ,bedenken1 die wegen des ,kostms des ,malers aufgetaucht sind1 als ob es mehr der ,mode des beginnenden #ag4 ,jahrhunderts angehre1 und hier eine sptere ,flschung vorliege1 vermag ich nicht zu teilen4 ,ein ,vergleich mit den ,kostmen der ,schtzenmeister ergibt die ,echtheit4 ,trotzdem wre es mglich1 da die nicht durch ihre ,ausfhrung1 aber ihrem ,inhalt nach verschiedenen ,seiten hochinteressante ,genrescene erst betrchtliche ,zeit nach dem ,tod des ,hans ,sachs entstanden wre1 und zwar aus ,eitelkeit des ,knstlers1 der sein nahes ,verhltnis zum ,dichter seinen ,zeitgenossen gewi recht eindringlich vor ,augen fhren wollte1 oder aus wirklicher ,anhnglichkeit an den ,verstorbenen4 ,fr die sptere ,anfertigung spricht die offenbar aus dem ,gedchtnis nur ganz andeutungsweise gegebene ,lokalitt4 ,bezglich der ,jahrzahl ist zu bemerken1 da ,heinemann wohl sicher irrt1 wenn er #aegd liest4 ,auf der ,photographie ist die ,zahl nicht zu erkennen4 #aegh siedelte ,herneisen nach ,wrzburg ber1 wie schon oben kurz erwhnt wurde4 ber seinen dortigen ,aufenthalt berichtet ,becker einmal aus dem seit dieser ,zeit in den ,besitz des ,germanischen ,museums bergegangenen ,wrzburger ,malerverzeichnis1 da er #aegh in die dortige ,lucasgilde aufgenommen worden sei#af1 dann1 da ihm im ,jahr #aehj vom ,domkapitel zu ,wrzburg die ,ausmalung der ,decken des dortigen ,doms um #gjj fl41 #e ,malter ,korn und drei ,eimer ,wein verdungen worden sei#ag4 ,seine ,arbeiten haben im vorigen ,jahrhundert der jetzigen ,dekoration weichen mssen4 ,aus den ,ratsverlssen geht hervor1 da er ursprnglich nur auf zwei ,jahre nach ,wrzburg gehen wollte1 unaufgesagt seines ,brgerrechts4 ,er scheint aber bald einen gnstigen ,boden fr seine ,thtigkeit gefunden zu haben1 denn #aegi1 am #bb4 ,mai1 gibt er das ,nrnberger ,brgerrecht auf1 um erst #aehg nach ,nrnberg zurckzukehren4 ,ob seine ,thtigkeit dort keine ,aufgaben mehr fand1 oder ob nur der ihm in ,aussicht gestellte ,auftrag1 ihm die ,neubemalung und ,vergoldung des schnen ,brunnens1 der damals einer grndlichen ,erneuerung unterzogen wurde#ah1 zu bertragen1 seine ,rckkehr1 die eine definitive sein sollte1 bewirkten1 wissen wir nicht4 ber diesen ,auftrag sind wir in der ,lage1 aus der ,literatur1 den ,ratsverlssen1 und vor allem aus einer ,anzahl ,briefe ,herneisens1 die diese ,angelegenheit betreffen1 und bei einem ,akt mit ,rechnungen etc41 ber die ,instandsetzung des schnen ,brunnens1 im gedachten ,jahr im ,nrnberger ,stadtarchiv sich erhalten haben1 ganz genauen ,bericht geben zu knnen4 ,mgen die knstlerischen ,qualitten ,herneisens auch keine bermigen sein1 so da seine ,gestalt nur durch die ,personen und ,denkmale1 an die seine ,thtigkeit sich knpft1 in erster ,linie interessiert1 so glauben wir doch1 die sechs ,schreiben ,herneisens hier in extenso und in diplomatischer ,treue#ai folgen lassen zu sollen4 ,einmal1 weil sie in das deutsche knstlerisch-handwerkliche ,treiben1 den ,ton und die ,bildungsstufe der damaligen ,handwerker-,knstler1 ber das ganze ,milieu von ,auftraggeber und ,knstler1 ber technische und wirtschaftliche ,fragen des ,knstlerlebens erwnschten ,aufschlu geben1 dann1 weil sie uns das ,denken und ,fhlen eines biederen1 warmherzigen ,menschen von kerndeutscher ,art kennen lernen lassen1 also als kulturgeschichtliche und menschliche ,dokumente ,wert und ,anziehendes genug haben4 ,die ,briefe sind nicht datiert und bis auf einen von der ,hand des ,malers selbst4 ,der erste ist an den ,rat von ,nrnberg gerichtet und lautet3 ,erveste ,erbare wolweie gnstige herrn4 ,dieweil mir von einem erbarn ,rath alhie frkomen1 so ich meiner gelegenheitt nach mchte mich wiederumb hieher in nrmberg ,begeben1 so woltten ir ernvest mir den schonen ,brunen zu mallen vnd verglden verleihen2 darin dan der ,ernvest ,herr ,jeronimus ,holzschuher vertraulich mitt mir davon gehandeltt vnd an mich begertt meinen vberschlag zu thon1 welches ich mich dan ganz vnderthenig ,erbern 787 nach meinem geringen verstandt dasselbig ,e4 ,ernvest hiermitt vermelde vnd ist gewiss so ich es bei einem glden konndte erraten oder treffen damitt ,e4 ,e4 vest nit vbernomen vnd ich ,bei gebrlicher besoldung bleiben kondte1 warlichen thun wolte1 die weil aber dises ein gefehrliche arweitt1 sonderlich dass golt aufs sich tregt1 habe ich ,erstlich ,bey mir weniger nicht vberschlagen konden#bj1 dan #aejj fl41 die weil aber es gemelter herr ,holtzschuher ,baumeister mir angezeigt1 es werde ein rath nitt gesinett so vill goltes wie zuvor#ba daran zu hengen1 welchs dan meiner meinung auch nicht zu wider vnd etwass zirlicher sthen wrde1 dass ander mit allerley merllen#bb von schnem glantz aussgefasst#bc2 damit da der staub sich darauss gesamelt durch den regen mo7c7ht wider abschissen vnd abgewaschen werden4 vnd damitt ,e4 ,ervest wissen mogen1 wass er auf das negst ,costen wrdt allen vncosten dazu zu legen von goltt vnd oll farben1 wills auch mit gott bezeugen der sachen so vil mir muglich recht zu thun1 so wird es ,bei den dreizehen hundert gulden bleiben muessen ausserhalben des gegitters1 so diser zeitt noch nitt gantz fertig1 auch nicht davon zu fodern ist4 daneben denutig#bd gebetten1 da ich ,e4 ,e4 vest solches werck gantz verfertigett1 auch gefallen davon hette1 ich aber dessen ,schadens oder mer dan ich verhofft1 darauff lauffen wrdt vnd bei verstendigen solches gesprtt1 meine heren wrden mich desshalben ergotzen#be4 welches ich andrer meinung nitt melde dan darumb1 dass solche arweitt nitt wie ander gemeldt#bf zu schetzen ist4 wil mich hiemit ,e4 ,ervest sampt meinen gantzen von ,gott gegebenen wenigen angebotten vnd bevolhen haben4 ,e4 ,ernverst williger v4 gehorsamer diener ,endres ,hernneisen maller4 ,zur ,sache selbst mag hier das nicht uninteressante ,faktum mitgeteilt werden1 da der ,rat offenbar fr die ,bemalung und ,vergoldung des schnen ,brunnen eine ,art engere ,submission ausgeschrieben hatte4 ,in dem beregten ,aktenfascikel findet sich nmlich auch die 7nicht eigenhndige7 ,eingabe eines sonst nicht bekannten1 aber wie es aus seinen eigenen ,worten scheint1 angesehenen ,malers ,barthl ,brechtl1 der ebenfalls vom ,rat um ,angabe seiner ,forderung fr diese ,arbeit am schnen ,brunnen befragt wurde4 ,es sei hier auszugsweise nur so viel gesagt1 da er fr unmglich erklrt1 im ,voraus einen ,kostenvoranschlag zu machen1 vielmehr die schlaue ,idee hat1 den ,rat aufzufordern1 ihm erst mitzuteilen1 was die farbige ,fassung im ,jahre #aeda gekostet habe4 ,er betont dabei1 wie wir dies gleich auch bei ,herneisen sehen werden1 die bedeutende ,preissteigerung der ,materialien4 ,er selbst wrde die ,arbeit leiten1 an der ,spitze der ,gehilfen wrde sein ,sohn stehen1 er wrde des ,weiteren aber auch noch eine ,anzahl ,nrnberger ,meister beiziehen4 ,jedenfalls wrden die ,kosten 7ohne ,gitter7 nicht unter #ahjj fl4 betragen4 ,der ,rat1 der sparen wollte1 wird weder auf das erstere ,verlangen die frheren ,kosten anzugeben1 noch auf das um #ejj fl4 hhere ,angebot weiter reagiert haben4 ,dies geht schon aus dem zweiten ,schreiben ,herneisens an den ,baumeister 7patricischen ,referenten ber das ,nrnbergische ,bauwesen7 ,hieronymus ,holzschuher hervor3 ,ernvester ,wolweisser gnstiger her ,holtzschuer4 ,nachdem mir von ,eur ,ernvest vnd auch dem ,ernvesten herrn ,jullius geuder ist befelch geben1 dass ich eine ,visierung zu dem schonen ,brunen nitt allein auff ,bapier1 sondern auch an dem ,brunnen selbst von ollifarben machen vnd mallen solte2 wie ich dan vermeint dasselbig auffs ,bestendigste zu verrichten4 ,welches dan nun geschehen vnd ane ,zweiffel ein ,erbar rath ,besichtigett vnd dieweil mir#bg nun abermals des verdings oder foderung halben handeln sollen1 ist darauff meine entliche meinung1 nach dem ich die zeitt vber den ,brunen ,besichtigt1 ,bei meiner ,ersten foderung zu ,bleiben vnd wie die selbige lautett1 keineswegs davon zu wei7c7hen4 ich mochte aber wol leiden1 dass ein ,e4 ,e4 weiser ,rath den zeug alss oll vnd farben1 goldt vnd zu sohen#bh gehorig selbsten schaffen vnd leghen vnd ich allein die gesellen vnd gesindt1 so mir dazu duglich#bi1 herbei brechte1 dieselbigen in der cost halten2 fr solches ales wolte ich #ejj fl4 nemen vnd denselbigen nach meinem ,besten vermgen mallen vnd machen4 da aber eur ,weisheit wolten der wochen nach ,besolden oder arweiten lassen1 so kondt man mitt dem gesindt der ,cost vnd lohn halben abermals weg finden4 ,was meine ,berson ,belangt will ich in allen sachen nach meinem besten vermgen darzu rethlich sein vnd meine ,besoldung ist einen tag ein gulden4 vnd ferner weiss ich ,e4 ,e4 vnd ,weisheitt keinen frschlag oder andern ,bericht zu geben4 ,bleib also bei dem ,ersten ,meinen ,bericht4 dan ich auch die ,bedencken hab wie alle ding zum deuersten alss ll1 steinll vnd farben1 das man vor wenig zeitten baldt vmb halb geldt gekaufft hett4 zu dem so ist mit dem goldtschlager#cj abgehandelt1 das er das buch goltt eines gulden dicker vnd steiffer machen soll1 welches sich dan auch gewaltig mer in das gelt legt4 so ist das gesindt schwer zu halten mit ,cost vnd lohn4 msst auch noch wol was verzeeren1 ,biss ich ettwass von gesindt zusamen ,bring1 die mir taugen4 wil geschweigen1 was einem vol ll vnd zeug1 goltt vnd andern verschtt oder in ander weg verwst wirtt4 dass vnmuglich ist solte ich dan stetig mit ,beschwertem hertzen arweiten vnd etwa1 da gott vor sey1 mit meiner armutt noch ,buessen4 vnd kem dise meine ,reis von ,wrtzburg dar zu#ca1 so wrdte es mir zu ,wahrhafftigem verderben gereichen4 vnd kan ,e4 ,ervest fr mein ,berson keinen andern frschlag thon1 dan den ,ersten vnd so ferrn ich ,e4 ,ernvest auch ,einen ,e4 ,erbarn ,weissen ,rath dazu gefallen mo7c7ht1 so wil ichs in gotes ,namen wagen vnd frisch mit ,ehstem angreiffen in alle weg des ,brgerre7c7hts mit gemeint4 ,e4 ,ervest ,w4 diener ,endres ,herneisen maler4 ,der treuherzige ,ton mit dem der ,meister hier den weiteren ,versuch1 den ohnehin niederen ,preis herunterzudrcken1 zurckweist wird bei jedem ,leser fr den ,schreiber einnehmen4 ,die ,folge sollte dem ,knstler ,recht geben1 da er um den ,preis von #acjj fl4 die ,arbeit nicht in gewnschter ,weise zu ,ende fhren konnte4 ,die am ,eingang des ,schreibens erwhnte ,visierung glaubte ,wallraff#cb in einer der beiden im ,germanischen ,museum#cc aufbewahrten farbigen ,zeichnungen des schnen ,brunnens wiederkennen zu sollen1 nachdem ,bergau die eine derselben schon als ,arbeit des ,j4 ,pencz nach einem modernen ,monogramm desselben beschrieben hatte#cd4 ,indessen sind meiner ,ansicht nach die beiden nach einem ,vorbild1 eben der ,pencz'schen ,zeichnung von #aedace1 gefertigt1 und zwar nach der rohen und sehr ungeschickten ,ausfhrung sicher von ,dilettanten und nicht von einem ,berufsknstler4 ,die am ,schlu stehende ,erwhnung des ,brgerrechts soll soviel heien1 dass er auer der ausbedungenen ,summe die unentgeltliche ,wiederverleihung des ,brgerrechts erwarte4 ,diese erfolgte denn auch in dem ,ratsverla1 in dem ihm weitere #bjj fl4 bewilligt werden#cf4 ,im nchsten ,brief an ,holzschuher ist der ,meister in voller ,arbeit1 aber ohne ,geld3 ,ervester wolweiser gnstiger ,herr ,holzschuher4 ,e4 ,e4 seindt meine willige dinst ider zeitt zum ,besten4 ,mein ,begern vnd anzeigung ist dieses an eur ,e4 vest4 die weil der costen nun mer grosser wurtt und lefft1 nemlich auff dem schonen ,brunnen vnd sonderlich den goltschlager ,betreffendte1 der mir dan zu sol7c7her arweitt #fj ,buch goltts dass ,buch vmb #d fl4 zugestellt vnd geliffert hatt daran er #ajj fl4 von eur ernvest empfangen auff mein verdinge1 so ,begertt er gleichwol jetz wiederumb2 vnd damitt ich meiner auch nit vergess1 kann ich dem herrn nit verhalten solchs geltz halben1 welches mir dan teglich vnd alle stundt auffgeth1 das mir ein merers muss gereicht werden vndt vnder handen haben1 es wil jetz nitt geschertzt sein#cg1 dan so ich wil fernnis#ch oder ,bleiweiss oder anderes haben1 muss ich das gelt schir for hinaus zallen1 one wass mir auff das gesindt wechentlich geth4 do aber das wrtzbergische gelt konte den schonen ,brunnnen ausstauern vnd verlegen#ci1 wolt ich es gar gern mitt einander von ,e4 ,e4 zur entschafft#dj empfangen4 die weil dan aber lautt meines zusagungs vnd der hilffe gottes das werck schleunig vnd vleissig sol fortt gehen1 so wil mir gebren die mengel1 so solches verhinderten1 ,e4 ,e4 an zu zeigen1 die mgen mich zu solcher sa7c7he nitt verstehen1 alss dass ich es ,boss meinte vnd ettwa zu vill soltt herauss nemen4 das dan mein gebrauch nit gewest vnd noch nitt sein soll1 dan allein das ich haben muss4 ,mein ,bfflug 787#da ist ietz allein zu nurmberg vnd stetth die mll zu wrtzberg1 ,euer ,e4 ,e4 soliches in vntherthenigkeitt nit verhalten wellen vnd sollen4 ,was das goltt anlangt ,bin ich nie aus unserem verding vnd abredt geschritten2 will auch also demselbigen obliegen1 vnd nach meiner zusagung vleissig verrichten1 den es ist ausfrlich also von dem golt1 wie ich es dan gebrauch1 geredt worden vnd gantz vnd gar nitt von anderem oder halb geschlagenem den da es wer frgelauffen#db1 so wolte ich es damals widerrathen haben1 den mir dieses golt1 so es auff steinll in die krummen lilgen vnd rosen zu dick vnd ,brchig ist4 vnd wie wol ich weiss1 dass ,ein ,e4 ,erbar weiser ,rath1 meine ,herrn mir solchen costen des halb geschlagen golts da es von notten#dc1 wol wrden erstatten1 so hatt es doch mir nitt gepren wollen dar zu zu rathen1 dieweil es mir nitt zu brauchen geschmeidig genug ist2 ach nit lenger#dd1 wie den noht#de ein gantzer ,ducaten am wetter bame#df der farbe halben4 ,ist also bei meiner warheitt weder nettig noch ntz1 ein ,e4 ,e4 weisen ,rath in vnntige vncosten zu fhren4 was aber mich vnd mein gemeldt antrifft erbiete ich mich noch vnd darff anders nitt wiederholens1 wie meine vbergebne schrifften 7vnd7 das verding lautten1 alles wo mengel zu verbessern4 ,vnd sonsten ,e4 ,e4 vest mit ,bestem vermgen zu dienen1 vnthertnig gebeten mir mein ,begern1 welches doch mndlich geschehen knen1 in solche vnzierlichen schrifften zu vermelden vnd gegen ,e4 ,e4 auszuschicken nitt verargen4 ,befielh ,e4 ,e4 dem ,ewigen gott4 ,e4 ,e4 ,w4 ,diner ,endres ,hernneissen maller ,in dem vorstehenden ,brief sehen wir ,herneisen tapfer und allem ,anscheine nach mit vollem ,recht seine ,interessen wahren4 ,die beiden nchsten ,schreiben enthalten das ,gesuch1 ihm weitere #bjj fl4 zu gewhren4 ,das vierte an den ,rath gerichtete ist nicht von der eigenen ,hand des ,malers1 sondern wohl von einem berufsmigen ,schreiber fr den ,rath mundiert und etwas redigiert3 ,ernvest frsichtig erbar vnd weiss gebietende1 gnstig ,lieb herrn4 es ist mir ,endres ,herrneisen ,malern als ,e4 ,e4 vnd ,hrn4 ,burgern der ,schne ,prunnen verdingt vnd verlihen worden zu ,malen ,im ,namen ,eines ganzen ,ernvesten frsichtigen ,erbaren und weissen ,raths durch die ,auch ,ernvesten ,herrn ,julius ,geuder vnd ,herrn ,jheronimus ,holzschuher ,alss ,bauherrn vmb vnd fr dreyzehenhundert glden4 solchen prunnen ,aber wie der zu ,malen vnd zu vergulden sein solle ,ist von mir ein vissirung ,auff ,pappier vnd nachmahls an den ,prunnen selbsten zwey ,bilder gemacht vnd allerdings verguldet1 wie sie alle sollen gemalt werden4 ,darauf ich dann nach meiner gemachten ,vissirung fortgefaren vnd im ,namen ,gottes angefangen4 ,dieweil ich aber im werck gewesen1 ,so hab ich doch mssen erfaren vnd von dem herrn ,baumaister berichten lassen1 das dass golt etwas zu wenig vnd vnscheinlich sein wrde1 hab also on alle widerredt dem herrn willfarn vnd mich nicht ,tauren lassen vnd denselbigen mit goldt dermassen gezieret1 das daran nichts vergessen1 man wolte in dann gannz verguldet haben1 das ich dann vn von ,ntten 7sic7 geachtet4 ,dieweilen ich aber bei gueter zeit gesehen das ,ich mit solcher ,summe der fl4 #acjj1 wie ich den gern gewildt#dg1 nit knte auskommen1 ,so hab ich es vnvermeidlicher ,not halben nit vnderlassen knnen vnd ,obbemelten beiden herrn ,angezeigt mich bei einem ,ernvesten frsichtigen ,ernbaren vnd weisen ,rath zu defedirn#dh vnd meine clag anzumelden1 wie das es mir schwer fallen wrde1 da mich ,ein ,e4 ,rath der ,uebergemachten ,schulden halben wrde stecken oder ,unenthebt lassen4 ,und dieweil dan ,nun das verding fast ganz vnd ,jetzt der ,zeit an dem ,gitter ,arbeitt1 so were mein vnderdenstlich ,bitten an ,e4 ,e4 vnd ,hr4 die wllen mich auss solcher als veber die dreyzehnhundert gulden fernern ,costen entheben1 welches sich dann an die ,zweihundert glden hernach erstrecken thuet ohne mein ,besoldung auf meinen ,leib4 ,ich hoffe auch ,e4 ,e4 vnd ,hr4 werden als ,hochverstendige weise herrn an meiner ,vissirung die ,e4 ,e4 vnd ,hr4 beihanden haben ,wol sehen vnd ,spren1 was ich ber solches von goldt vnd ,vleiss gethan habe4 ,auch mich gantz vnd gar nicht gesaumbt und were mir vnmglich gewesen den so baldt zu verfertigen1 wo ,gott der ,herr nit bey mir hilflich sich erzeigt hette1 den ,ich dann von hertzen darum gebetten vnd darumb ,jetzt dancke ,im zu ,lob vnd meiner ,obrigkeit zu grossem ,wolgefallen4 will mich also in ,e4 ,e4 vnd ,hr4 gnedigen willen befelhen und mich des vebrigen vncosten halben zu entheben getrsten2 will mir ,e4 ,e4 vnd ,hr4 fr meins ,leibs besoldung vnd vleiss etwas gewen1 so bin ,ich zufrieden4 ,wonitt behab ich mich doch ,obligirt das ,ich nichts begere wenn ich nur des vncostens enthebt bleibe4 ,will es alles dem ,lieben ,gott vnd meiner lieben ,obrigkeit befelhen4 ,was aber das ,gitter belangt hab ich auff dass ,negst ,vleissig berschlagen vnd kan vnder ,vierhundert gulden1 wie es ist angefangen nicht gemacht werden4 ,das hab ich ,e4 ,e4 vnd ,hr4 vmb mehrer ,nachrichten willen1 ,in vnderthenigkeit nit sollen verhalten1 denen ich mich vnderthenigklich bevelhende ,e4 ,e4 vnd ,hr4 ,e4 w4 ,undertheniger gehorsammer ,burger ,endres ,herneisen ,maler4 ,nicht ganz so unterthnig lautet das andere ,schreiben desselben ,betreffs1 welches ,herrneisen gleichzeitig oder kurz vorher an den ,anschicker der ,peunt1 den technischen ,leiter des stdtischen ,bauamts ,f4 ,fuerst hatte gelangen lassen4 ,dasselbe bringt die ,thatsache1 da ,herneisen sich in seiner ,calculation verrechnet1 in humoristischer ,weise auch durch die links seitlich angebrachte und auch hier wiedergegebene ,zeichnung#di zum ,ausdruck1 dass er sich als in den ,brunnen gefallen darstellt und den ,adressaten durch die ,beischrift helfft auff auffordert1 ihn in seinen ,nthen zu untersttzen4 ,der ,brief lautet3 ,ernvester1 wolweiser gunstiger ,herr ,bauherr ,f4 ,fuerst ist wohlwissentt1 welcher gestalt mir der schone ,brunnen verlihen vnd angedingt1 wie zu sehen in vbergebener vissirung vnd schrifften4 auch was ich mich gegen den ,e4 ,e4 w4 herrn ,jullius ,geuder1 auch meinem gnstigen herrn ,beklagt folgesezen 787#ej ,bei andern herrn ,eltern im schonen ,brunnen4 diweil den nun dise verdingte arweitt zum ,endtt laufft1 welch ich myt meinem hochsten vleiss vnd vermugen gemachett habe1 das ich verhoff ein ,ernvester weiser ,rath werden in#ea solche arweit neben gethanen vleiss in der zeitt gefallen lassen1 vnd wess ich noch dann zu vnterthnigsten gefallen vnd willen thone kondt1 mich hiemitt erbotten haben4 diweil mir aber die suma zu schwer wirtt vnd ich dieselbige vberschlagen1 wil mir zu vill vber dise verdingte dreizehnhundert gulden fallen1 alls das ich ,e4 ,ernvest will gebetten haben mich ,bei einem ,e4 ,e4 weisen ,rath oder ,bey herrn ,jullius geuder anmeldten1 wie ich in dem fortfaren verzagt sey vnd oft besorge ich msse vber dise schuld1 so vber mein verding von ,bihlein#eb als ,zetteln hinvnd wider#ec zusammen flossen#ed1 mit meiner armutt noch langen#ee2 dazu ich mich vil ,bessers zu meinem ,e4 ,e4 weissen rath versehe vnd umb wider antwort vndertnig gebeten haben1 vnd mich ,e4 ,e4 vest bevollen4 was das gitter belangt1 ist alle augen,blick zeitt wie mitt demselben sol abgehandelt werden1 damit wir nitt vergebens ,zeit verliren so dann der ,casten auch nitt gar vergllt werden2 er wrdt sonst von wegen dess steigens zu den gitter wider verwstet4 ,ich wollte auch nach diser sa7c7hen gern gen wrtzberg und mergatham reisen2 der goldtschlager wil gelt haben #adj fl4 ,ich muss auch einen ,zettel auf der ,beindt#ef haben das ll betreffendt ,e4 ,e4 vntherteniger ,diner ,endres ,hernneisen ,maler ,illustration3 ,abb4 #d4 ,federzeichnung im ,herneisen'schen ,brief ,nr4 #e4 ,die im vierten ,brief erwhnte ,forderung von #djj fl4 fr das ,gitter1 mit dem sich der ,maler fr den entgangenen ,verdienst am ,brunnen vielleicht etwas schadlos halten wollte1 scheint dem ,rath wieder zu hoch gewesen zu sein2 im letzten ,briefe1 in dem wieder der ,adressat nicht genannt ist1 als welchen wir aber ziemlich sicher wieder den ,bauherrn ,hieronymus ,holzschuher vermuthen drfen1 erwidert ,herneisen auf desfallsige ,vorstellungen in geschickter und eindringlicher ,weise#eg3 ,ervester weiser gunstiger ,herr4 eur gegen mir gethanes ,beschweren des gegetters#eh alss der fl4 #djj belanget1 so hab ich mich vber gesetzt vnd dem selbigen vleissig nach gerechnet1 wie es hernach ,e4 ,ehrnvest verzeichnet1 was die negste ,manir ist1 allso zu machen wie ich es angefangen hab vnd damit meine ,herrn ,ein ,ervester wolweiser ,rath wahrhafftig bericht haben vnd mir darauss khomen4 ma7c7ht erstlich das goldt auff eintheil des ,gitters deren achte sein der ,feldter4 auff ein feldt geth #e ,buch fein goldt4 nun seindt der felter achte2 das ,buch an fein goldt umb fl4 #d gerechnet1 thut zusamen an geltt fl4 #agf1 ehr mehr4 so setz ich fr mein zeug alls farben vnd steinll1 mh vnd vncosten1 wie dan an allen enndten gebreuchlich auch sovil1 thuett fl4 #cebei vnnd neher kan man es nicht haben1 sonderlich dieweil ich die hchsten farben als lack dan der ,niderlander ,nicolei ein ,maler macht1 dan ich den bei ,ihme bishero kaufft hab1 vnd das ,lot kost #a fl41 wie mir in dan der wandereisen geholt hat4 es ist ein klein ding umb #a ,lot vnd das habe ich ,e4 ,ernvest nitt sollen verhalten4 ,befelh mich in ,e4 ,e4 vnd ,herlikeit wolmeinung ,e4 ,e4 ,w4 ,d4 ,endres ,herrneisen ,maler4 ,damit schliet der interessante ,briefwechsel1 der ,herrneisen zwar nicht als hochgebildeten1 aber immerhin schriftgewandten ,mann zeigt4 ,die ,wiederherstellung des schnen ,brunnens im ,jahre #aehg wurde in ,nrnberg als ,ereignis ersten ,ranges gefeiert und nicht wenig auch die mit derselben betrauten ,meister4 ,in gleichzeitigen ,nrnberger ,dichtwerken bekommen wir davon schlagende ,beweise4 ,zunchst ist das in einer ,chronik befindliche 7,handschrift im ,german4 ,museum #ddai1 f4 #cec ff47 ,lobgedicht auf den schnen ,brunnen1 von dem bekannten ,spruchsprecher ,hans ,weber zu erwhnen4 ,die hauptschlichsten auf unsern ,maler bezglichen ,verse lauten3 ,ich sprach zum alten da vor allen ,ich hab gehrt man wurt ,inn mahlen ,lassen alta wol ,inn der ,stat dass er ein gewaltig ansehen hat ,der alt der sprach ,ja das ,ist wahr man wirdt ,inn mahlen gannz vnd gar dan uss ,ist auch vonn wrtzburg her komen ein berumpter mahler den haben die herrn genummen an der wirdt den ,prunnen malen than mit den worten schied er ,von mir da ,stundt ,ich vor des ,prunnenthr ,ich namb mirs vberss ,hertz vnnd ginng ,hineinn der ,mahler mich ,empfienng ,er fragt mich wass wer mein beger da ,sagt ,ich ,im dasselbig gar ,ich gehe herein auff guet vertrauen wil auch den schnnen ,prunnen schauen welchenn man lobt ,inn der ,stat vnnd auch den schnnen ,namen hat der mahler der namb an dem ,endt gar baldt ein ,steblein inn sein hendt ,sprach mein freundt er ,ist schnn zu ,preissen vnd thuet mir alle ding fein weissen4 ,es folgt dann die sehr ausfhrliche ,beschreibung des ,brunnens1 insbesondere die ,beschreibung der ,figuren1 von der ,direktor ,frommann im ,anzeiger f4 ,k4 d4 ,d4 ,v4 ,s4 #ahed1 ,sp4 #afb f4 einen ,teil verffentlicht hat4 ,ein anderer ,lobspruch auf den schnen ,brunnen1 ebenfalls #aehg von ,friedrich ,beer verfat und dichterisch auf der gleich niedrigen ,stufe stehend1 wie der ,weber'sche1 beschftigt sich ebenfalls eingehend mit unserem ,maler#fj3 ,den ,brunn hat ein ,maler gezirt ,mit gold und farben definirt ,von oben biss unten anns endt ,kein fleiss gespart mit seiner hendt1 ,die bildt geziert als ob sie lebten ,und lebendig am brunnen schwebten1 ,hat auch geziert das gitter frey ,mit schnen farben mancherley ,mit silber und mit rottem ,gold1 ,wer den kaum sieht1 der ist ihm hold ,der ,maler1 der sich so thet fleisen1 ,nennt sich ,andreas ,herreysen1 ,das hab ich an ,sanct ,lucas funden ,wie der sitz an dem brunnen unten4 ,ob die in dem letzten ,brief angedeutete ,reise nach ,mergentheim1 die er mit derjenigen nach ,wrzburg verbinden will1 mit einem ,auftrag dort zusammenhngt1 konnte ich aus der ,literatur nicht ermitteln4 #aegb war das neue ,schlo des deutschen ,ordens zu bauen angefangen worden2 vielleicht da er hier wieder in dekorativen ,aufgaben ,beschftigung gefunden4 ,wichtiger fr ihn und fr ,kunst- und ,kulturgeschichte1 ist seine ,beteiligung an der ,ausstattung eines der hervorragendsten ,denkmale der deutschen ,renaissance1 des neuen ,lusthauses zu ,stuttgart1 das ,herzog ,ludwig von ,wrttemberg vom ,jahre #aehe ab erbauen lie4 ,die ,akten ber den ,bau desselben sind glcklicher ,weise vollstndig erhalten1 und durch das liebenswrdige ,entgegenkommen des kgl4 ,wrttembergischen ,hauptarchivs zu ,stuttgart1 war es mir ermglicht1 die die ,ausmalung betreffenden ,teile hier in ,nrnberg benutzen und denselben die nachfolgenden ,notizen entnehmen zu knnen4 ,nach den vorliegenden1 einer ,klagschrift ,herneisens ber den ,stuttgarter ,hofmaler1 beigelegten ,originalbriefen desselben1 an den ,nrnberger ,meister1 scheint dieser irgendwie durch seine ,wrttemberger ,verwandtschaft von dem ,plan1 das neue ,lusthaus auszumalen1 ,kunde gehabt zu haben1 denn er lt vor ,neujahr durch seinen ,vetter ,johann ,lederlein1 ,formschneider zu ,tbingen1 diesem ein ,geschenk berreichen4 ,steiner dankt in seinem ersten ,brief vom #g4 ,januar #aeij2 erinnert an den ersten ,aufenthalt ,herneisens in ,stuttgart im ,jahre #aege1 gelegentlich der ersten ,hochzeit des ,herzogs ,ludwig1 wo die einheimischen ,maler mit der ,dekoration fr das ,turnier nicht fertig werden konnten und daher ,herneisen nach ,stuttgart durch einen eigenen ,boten hergeholt wurde4 ,es geht aus dem ,brief des weiteren hervor1 dass ,herneisens ,gattin ,anna 7die zweite wohl1 da in der ,folge des fteren von kleinen ,kindern die ,rede ist71 aus ,wrttemberg stammte4 ,er weist auf die bevorstehende ,ausmalung des ,lusthaussaales hin1 die wohl zwei ,sommer in ,anspruch nehmen werde4 ,es werde fr ,herneisen1 wenn er ,lust habe1 ein gut ,stck ,geldes zu verdienen sein4 ,im zweiten ,brief vom #ca4 ,januar1 nachdem ,herneisen erwidert1 sich nher nach der ,sache erkundigt und im ,allgemeinen seine ,bereitwilligkeit1 nach ,stuttgart zu kommen1 zu erkennen gegeben hat1 gibt er ihm den ,inhalt der ,malereien 7,jagden7 an1 fragt ihn nach seinen monatlichen ,ansprchen1 auer den vom ,hof gelieferten ,malutensilien1 ,essen und ,trinken1 und bietet ihm nebst seiner ,frau eine ,stube und ,kammer in seinem ,hause an4 ,sobald der ,zeitpunkt des ,verdinges gekommen sein werde1 werde er ihn nochmals benachrichtigen1 falls er ihm weitere zusagende ,antwort zukommen lasse4 ,der ,frau ,anna ,herneisen schickt er gleichzeitig ein ,angedenken4 ,interessant ist in dem sehr herzlich und fast bermig gottselig gehaltenen ,brief eine ,randbemerkung1 die darauf schlieen lsst1 da ,herneisen nicht blos ,maler1 sondern auch ,bilderhndler gewesen sei3 ,lieber meister ,endres1 so ier was seltzams von gemeldtt her schigen veldt so duedts4 ,so ichs ,eich kan verkauffen vnd geld leschen 7lsen7 wils dan von hertzen gern1 mein ,gn4 ft vnd her hett gern was seltzams2 wil ,eich gern dienen4 ,der vermutlich dritte ,brief ist nicht datiert2 mglicher ,weise ist er ,anfang ,mrz #aeij geschrieben4 ,es geht daraus hervor1 da ,herneisen ,gemlde 7,tcher71 also offenbar auf ,leinwand1 angeboten2 ,steiner fordert ihn auf1 diese nach ,stuttgart zu schicken2 besonders aber ,portrts von ,kaisern1 ,knigen1 ,frsten und andern ,herren2 im ,fall er solche verkaufen knne1 solle er ihm ein ,verzeichnis derselben schicken und die ,preise angeben4 ,er sucht axelbilder das hebbt bis an die brust1 den ,kopff rechte grossen4 ,die letzteren sollten erst von ,herneisen gemalt werden1 bei den erstgenannten scheint es sich um ,handelsobjekte zu handeln4 ,er fhrt dann fort veldt 7wollet7 ier mich wissen lassen ob ier zu nrmberg bei den kunstliebhabern kont etwann ,condervet endleen 7entlehnen7 7vnd87 abmalen1 mich wissen lassen1 dan ich ein buch zu stand bring aller ,kaiser1 ,kng1 ,cur vnd frsten1 was ich khan bekummen1 es sein altt oder new1 welsch oder ditsch4 ,aus diesen ,stzen1 die wie die ganzen greulich unkorrekt und kaum entzifferbar geschriebenen ,briefe etwas unklar sind1 geht nicht hervor1 ob es sich um ,vorlagen fr ein ,buch mit ,portrts von ,frstlichkeiten oder einer ,sammlung fr die herzogliche ,kunstkammer handelt4 ,des weiteren erhlt ,herneisen wiederholt die befriedigendsten ,versicherungen ber seine ,bezahlung2 auch erbietet sich ,steiner1 ihm ,geld fr die ,reise vorzuschieen4 ,wenn er etwas frher komme als die ,malerei selbst beginne1 so schade es nichts1 es seien allerlei ,vorbereitungen1 ,naturaufnahmen u4 s4 w4 zu treffen4 ,der vierte ,brief vom #bj4 ,mrz1 aus dem wir entnehmen1 da ,herneisen sein ,kommen zugesagt und drei ,gemlde 7,tcher7 eingesandt hat1 welche der ,herzog an einen seiner ,diener verschenkt1 ist etwas kleinmtiger4 ,steiner weist darauf hin1 da er einen gefhrlichen ,konkurrenten bei ,hofe habe1 vielleicht ,wendel ,dietterlin3 dan sunst ein maller vor honden der vill sein ein haspell machen1 der vil sich mitt gewaltt ,eindrngen4 ,mein ,g4 ,f4 ,red 7,rte7 sind wunderberlich1 wie ier dan wissend an den frsten hffen gets also zu1 aber wen ier ,kumptt vellendt mier sehen wie der sach zu don ist4 ich hab ,eich sunst von hertzen gern allein die vil es so wankhelmiettig zugett veiss 7wei7 einer veder hinder noch fr4 ,er klagt weiter1 da die ,rte des ,herzogs1 weil der ,bau des ,lusthauses so viel gekostet1 an der ,ausmalung nun mglichst sparen wollten4 ,er fordert ihn neuerdings auf1 ,portrts1 ,brustbilder1 in einem gewissen ,mastab zu fertigen1 und ersucht ihn um ein ,verzeichnis der auf dem ,nrnberger ,rathhaus befindlichen ,bildnisse4 ,im fnften ,brief vom #a4 ,mai #aeij fordert ,steiner ,herneisen dringlich auf1 falls er noch ,willens sei zu kommen1 sich baldigst auf die ,reise zu machen4 ,fr das ,reisegeld schickt er ihm #aj fl4 auf ,rechnung der bestellten ,portrts4 ber die ,portrtsammlung des ,herzogs gibt er nochmals ,aufschlu3 weltt gerne das ier ettliche bechumen khindt1 dan mein ,g4 ,f4 vnd her mecht ain bchlein von ,elfarben allerley conterevedt aller pottenditatten 7sic67 dittscher vnd welscher ,natzion so viel zu bechumen sendt4 ich schreib allen ,talben 7allenthalben7 wo ich etwas weiss ierer ,f4 ,g4 etwas zu bechumen4 ,der letzte ,brief ist unmittelbar vor ,herneisens ,abreise1 am #ba4 ,mai geschrieben4 ,er warnt den ,nrnberger ,maler1 zu viel ,personen und ,hausrat mitzubringen1 ehe die ,verdingung wirklich abgeschlossen4 ,fr die drei oben genannten ,gemlde und zwei ,visierungen erhlt ,herneisen ausserdem #ag fl4 zugesandt4 ,als ,herneisen in ,stuttgart eintraf1 waren die ,vorverhandlungen zwischen dem ,herzog1 seinen ,rten1 dem ,bauintendanten ,dr4 ,georg ,badner und dem ,hofmaler ,hans ,steiner zum ,abschlu gediehen1 nachdem sie schon im ,jahre #aehg zuerst aufgenommen worden waren4 ,die ursprngliche ,absicht fr die ,bemalung der ,decke war1 eine ,kosmographie ,wrttembergs zu geben4 ,des ,herzogs als leidenschaftlichen ,jgers lebhafter ,wunsch1 in dieser ,kosmographie auch die verschiedenen von ihm in den ,wldern seines ,landes gepflegten ,jagdarten mit einverwoben zu sehen1 htte natrlich ein knstlerisches ,unding ergeben4 ,man verfiel deshalb nach jahrelangen ,versuchen und nachdem auswrtige 7franzsische87 ,krfte zurckgetreten waren1 auf den ,ausweg1 zwlf ,landschaften1 die zwlf ,forste ,wrttembergs mit ,jagddarstellungen zu geben4 ,die #bja ,werkschuh lange und in der ,gewlbflche ungefhr #ij ,werkschuh breite ,decke des groen ,saales wurde daher in drei ,lngsstreifen geteilt1 von denen die ueren je sechs der erwhnten ,landschafts- und ,jagdbilder enthielten1 der innere ,streifen aber religise ,darstellungen aus der ,offenbarung ,johannis enthielt4 ,der mittlere ,streifen1 der offenbar auf ,betreiben des geistlichen ,ratgebers des frommen ,herzogs ,ludwig1 ,dr4 ,osiander1 eingefgt wurde1 erhielt ,wendel ,dietterlin von ,straburg zugetheilt#fa4 ,fr die ,bemalung der wahrhaft riesigen ,flchen wurden auer ,dietterlin und dem ,hofmaler ,hans ,steiner1 der den ersten ,hauptentwurf und die ,einteilung besorgt hatte1 folgende ,maler herbeigezogen3 ,andreas ,herneisen1 ,hans ,karg von ,augsburg1 ,hans ,dorn von ,stuttgart1 ,jacob ,zieberle 7,zberl7 von ,tbingen1 ,peter ,riedlinger von ,elingen 7kurz nach ,beginn der ,arbeit verstorben71 ,gabriel ,dachs 7,stuttgart871 ,hans ,melchior ,offstein von ,gppingen und ,philipp ,grether von ,stuttgart4 ,der ,hofmaler1 ,hans ,dorn und ,herneisen waren insofern bevorzugt1 als sie von ,anfang an zwei ,stcke 7,frste7 zugeteilt bekamen2 die brigen nur einen2 spter erhielt ,herneisen noch einen ,teil am ,uracher ,forst zu malen4 ,seine ,landschaften waren der ,stuttgarter und der ,heidenheimer ,forst4 ,es ist interessant1 aus den ,akten ber das ,verfahren der ,maler das ,ntige zu erfahren4 ,zuerst mute eine ,farbenskizze 7gemalte ,tafel7 in kleinerem ,mastabe dem ,herzog zur ,genehmigung vorgelegt werden4 ,da die ,mehrzahl der ,maler des ,waidwerks unkundig waren1 was ihnen1 wie wiederum aus den ,akten hervorgeht1 einigermaen zum ,vorwurf gemacht wurde1 muten sie den vorfallenden herzoglichen ,jagden beiwohnen1 um dort ,studien nach der ,natur zu machen4 ,ebenso muten sie die ,landschaft aufnehmen und die ,portrts des ,jagd-1 ,forst- und ,hofpersonals anfertigen1 um sie dann auf das eigentliche ,gemlde zu bertragen4 ,von den einzelnen ,abteilungen waren vier #dj ,werkschuh1 acht #cj ,werkschuh breit und smtliche #cj ,werkschuh hoch4 ,da natrlich diese riesigen ,flchen in einem ,stck auf ,leinwand zu malen ein ,ding der ,unmglichkeit gewesen wre1 wurden die ,abteilungen in #e resp4 #d ,tcher zerlegt und erst beim ,aufschlagen an der ,decke zusammengefgt4 ,fr jedes derartige ,tuch erhielten die ,maler auer ,lieferung smtlicher ,malutensilien gleichmig #ajj fl41 #b ,schffel ,dinkel und ,eimer ,wein nebst #h fl4 jhrlichen ,hauszins2 eine1 wenn man den mehr dekorativen ,charakter der in einer sehr betrchtlichen ,hhe 7die ,gewlbehhe des ,saales betrug #ej ,werkschuh7 angebrachten ,malereien bercksichtigt1 wohl recht zulngliche ,bezahlung4 ,sehr merkwrdig ist auch die ,ordnung1 auf welche die vereinigten ,maler whrend ihrer ,arbeiten am ,lusthaus verpflichtet wurden4 ,mit ,rcksicht auf ihre ,ausdehnung mu leider auf ,mitteilung des kulturgeschichtlich wichtigen ,stckes verzichtet werden4 ,die ,inspektion der ,arbeit1 wie die ,verteilung der ,materialien lag dem ,hofmaler ,steiner ob2 bei vorfallenden ,streitigkeiten hatte eine aus ,steiner1 ,dietterlein und ,herneisen bestehende ,kommission zu entscheiden4 ,die ,arbeiten begannen im ,juli #aeij1 nachdem die ,skizzen vorgelegt waren und noch mancherlei ,verhandlungen ber die ,hhe der zu verabreichenden ,naturalverpflegung und den ,mietzins gepflogen worden waren4 ,in solchen ,dingen scheint unser guter ,herneisen geschickt1 aber auch etwas vordringlich gewesen zu sein1 wenn man die groe ,zahl seiner ,schreiben an den ,frsten und die ,rentkammerrte in ,betracht zieht4 ,da ,herneisen nicht mit ,glcksgtern gesegnet war1 beweist eine ,eingabe vom #ba4 ,juli #aeij1 worin er zur ,anschaffung von ,haushaltungsvorrten den ,herzog um einen ,vorschu von #ajj fl4 auf den verdingten ,lohn bittet4 ,dr4 ,badner empfiehlt sein ,gesuch1 da er der weiten ,entfernung halber keinen ,hausrat mitgebracht habe und diesen nun neu beschaffen msse1 auch fr einen fertigen ,maler gerhmt werde4 ,am #a4 ,august wird fr ,herneisen1 abgesehen von ,dietterlein1 der ungefhr im ,lohne gleichsteht1 eine ,erhhung seiner ,naturalbezge ber die brigen hinaus beantragt1 nmlich #b ,schffel ,dinkel und #b fl4 ,hauszins und ,eimer ,wein pro ,tuch mehr und jhrlich ein ,sommerkleid4 ,das letztere wurde gestrichen1 das brige zugebilligt4 ,in der zweiten ,hlfte ,januars bittet der ,meister wegen des ersten ihm bergebenen ,stckes1 des ,stuttgarter ,forstes mit ihm abzurechnen1 da die drei hauptschlichsten ,tcher fertig1 die beiden anderen aber innerhalb des ,monats vollendet wrden1 er aber an ,lichtme an dem von ihm erkauften ,haus in ,nrnberg #aej fl4 abzubezahlen habe4 ,nach einer ,eingabe am #bc4 ,juni #aeia war er damals auch mit dem ,heidenheimer ,forst und damit seiner ganzen ,arbeit ziemlich fertig4 ,er bittet darin um ,zuteilung auch noch des zu vergebenden ,uracher ,forstes1 erhlt aber nur neben drei anderen ,malern den vierten ,teil desselben4 ,nun gab es allerdings noch weitere ,arbeiten1 die ,bemalung des ,gesimses1 d4 h4 wohl des ,frieses unter ,decke1 oder ber den ,fenstern in der ,hhe von fnf ,schuh4 ,auch hier war es der ,wunsch des ,frsten1 smtliche ,maler1 die bei der ,decke thtig gewesen waren1 wieder zu verwenden4 ,im ,frhjahr #aeib wurde darber verhandelt1 um welchen ,preis pro ,quadratfu die ,maler die ,arbeit bernehmen wollten1 wenn sie diesmal ,farben1 ,gold1 ,silber etc4 selbst dazu lieferten4 ,die ,maler verlangten fr den ,geviertschuh einen halben ,gulden1 aber auf ,betreiben des ,hofmalers1 der unterdessen mit den brigen in ,dissidien gekommen war1 beschlo man1 ihnen nur einen drittel ,gulden zuzubilligen4 ,das brachte im ,april #aeib einen ,streit zwischen ,herneisen und ,wendel ,dietterlin einer- und dem ,stuttgarter ,hofmaler ,hans ,steiner anderseits zum ,ausbruch4 ,bei diesem beschuldigte ,herneisen den ,letzteren1 neben andern ,durchstechereien1 die ihn nicht persnlich betrafen1 da der ,hofmaler ihm dafr1 da er ihm auer den ursprnglich angedingten ,forsten auch den ,steinberger ,forst zu malen verhelfen werde1 von ihm den ,lohn fr ein ,tuch d4 h4 #ajj fl4 nebst vier ,scheffel ,dinkel und einen ,eimer ,wein als ,verehrung verlangt habe1 auch gleich eine dahin lautende ,verschreibung nebst ,siegel dem ,nrnberger habe aufdringen wollen4 ,die #ajj fl4 habe ,herneisen geben wollen1 nicht aber die ,viktualien1 woraus gegenseitige ,feindschaft entstanden sei4 ,es wrde zu weit fhren1 auf den ,streit1 der auf das ,knstlerleben jener ,zeit eigentmliche ,streiflichter wirft und in den ,akten in ermdender ,breite wiedergegeben ist1 bis auf den fehlenden ,abschlu1 nher einzugehen4 ,der ,stuttgarter ,hofmaler zeigt sich nach den aktenmigen ,darlegungen als ein recht trauriger ,patron1 der mit ,heuchelei und ,verdrehungen nicht nur seine ,kollegen verdchtigt1 nachdem er mehr oder minder erfolgreiche ,erpressungsversuche gemacht1 sondern auch seinen ,herrn in schmhlicher ,weise betrgt4 ,allein er scheint1 obgleich der ,referent in der ,sache1 ,dr4 ,georg ,badner1 der sich berhaupt stets als ein gtiger und wohl wollender ,vertreter der ihm unterstellten ,malerkompagnie darstellt1 dem ,herzog nahe legt1 ihn aus den frstlichen ,diensten zu entlassen1 in dem allmchtigen ,geheimrat des ,herzogs1 ,melchior ,jger von ,gertringen1 einen starken ,rckhalt besessen zu haben2 er verlor seine ,stelle nicht1 wenn er auch nach den ,akten in der ,angelegenheit des ,lusthauses nur noch eine untergeordnete ,rolle spielt4 ,wie gewhnlich scheint ,herneisen mit seiner ,arbeit am ,fries 7,gesims7 des ,saales rasch fertig geworden zu sein2 wenigstens rhmt er sich dessen in mehreren spteren ,eingaben4 ,der ,herzog resp4 ,melchior ,jger behandelten ihn brigens1 jedenfalls unter ,einwirkung des ,hofmalers1 mglichst schlecht4 ,obgleich im ,verding nichts davon stand1 wurde nachtrglich verlangt1 da im ,friese die ,bildnisse der ,rte und ,diener des ,frsten angebracht werden sollten4 ,herneisen sollte die ,vorbilder liefern4 ,als ,herneisen eine ,entschdigung verlangt1 wird die ,sache rckgngig gemacht2 den ,malern aber die ,anfertigung nichts destoweniger zugemutet4 ,als auch sie insgesamt dafr eine ,bezahlung verlangen1 wird nach ,anhren des ,hofmalers u4 s4 w4 die ,sache an den bisher nicht am ,sims beteiligten ,maler ,philipp ,gretter vergeben und beschlossen1 die fremden ,maler baldmglichst ziehen zu lassen4 ,zu einem sehr ausgiebigen ,schriftenwechsel zwischen ,herneisen und dem ,hof1 gab noch eine weitere ,arbeit ,anla4 ,der ,herzog hatte den ,maler beauftragt1 einen am ,neujahrstag #aeib anllich eines ,feuerwerks stattgehabten ,zug1 in l auf ,leinwand auf einer #ae #bb ,fu haltenden ,tafel zu malen4 ,dafr verlangte ,herneisen eine im ,verhltnis gleichmige ,zahlung wie fr die ,deckengemlde im ,lusthaus1 nmlich #bjj fl4 und die dem entsprechende ,menge ,dinkel und ,wein4 ,da er an sechzig ,portrts darauf anbringen mute1 war die ,summe vielleicht nicht bermig hoch4 ,es sollte sich an ,herneisen aber bitter rchen1 da er keinen ,vertrag abgeschlossen1 denn der ,herzog bewilligte ihm trotz oftmaliger ,eingaben nicht mehr als #ajj fl41 obgleich die ,kammerrte und ,jrg ,badner ihn befrworteten2 ,melchior ,jger war dagegen4 ,man scheute sich von wrttembergischer ,seite auch nicht einmal1 die ,unwahrheit zu behaupten1 man htte so viel ,contrefets gar nicht gewollt1 worauf der ,maler die ihm amtlich zugestellte ,liste der zu portrtierenden ,personen vorlegen konnte4 ,im ,august scheint ,herneisen1 wohl privater ,auftrge halber1 sich von ,stuttgart entfernt zu haben1 auf ,befehl des ,herzogs begibt er sich wiederum dahin1 bemerkt aber1 da er mit smtlichen ihm verdingten ,arbeiten fertig sei4 ,in einer umfangreichen ,eingabe ohne ,datum1 ungefhr im ,september1 bittet er um seine gndige ,entlassung durch eigenes ,secret1 da er schon lngere ,zeit in ,stuttgart ohne ,arbeit liege4 ,er bittet um die ,bezahlung seiner rckstndigen ,auslagen1 dann um eine ,entschdigung dafr1 da er in den ,jagdstcken zuerst das ,gefolge des ,herzogs portrtiert und dann die ,vorlagen seinen ,genossen berlassen habe1 weiter ersucht er um eine ,erstattung der ,reisekosten fr ihn1 seine ,familie und sein ,gesinde1 eine ,verehrung1 die er dem ,rat seiner ,vaterstadt vorweisen und zu ,ehren des ,herzogs gebrauchen knne1 und erinnert an den ,abzug seiner ,rechnung fr den ,neujahrsaufzug4 ,seine durchaus krftigen ,worte1 seien teilweise1 weil sie seine ,lage und ,stellung deutlich kennzeichnen1 hier mitgeteilt3 ,so khann ich mir ainigen gedanckhen nicht schpffen1 ,warumben ,e4 ,frl4 ,gn4 eben in disem stuckh mit dem ,ich ,zur ,ltz vil grsser gnad ,vnd dankh zuverdienen ,vnderthenig ,verhofft1 mich ,in so mrkhlichen schaden steckhen1 ,vnnd mir halbe bezalung reichen zulassen gesynnt sein1 ,oder womit ,ich doch hier ,innen ,e4 ,frstl4 ,gn4 missflliges 7dass ich1 da es mir ,angezaigt wrde1 zu nndern ,vndthnig 7sic7 erbiedtig7 gethan haben solte1 ,dieweil aber mir ,armen ,hanndtwerkhsmann vil zu schdlich ,vnnd meinem ,weib ,vnnd kleinen ,khindlin zu nachtheilig ,vnnd bel gehennd sein will1 ,ein solliche grosse ,summam1 ,in lannger saurer1 bestlten ,arbaitt wol ,verdientes gellt1 mir ,abzichen1 da doch hiebeuor ,e4 ,frstl4 ,gn4 mich ,vnnd ,anndere ,jedesmahls ,verrichter ,arbaitt mit gnaden nach ,pillich dingen bezahlen lassen1 ,so ,pidt ,e4 ,frstl4 ,gn4 ,ich gantz ,vnderthenig1 sy wllen auch dises ,puncten halbenn mir die gepr gnedig verordnen4 ,er schlgt schlielich die ,prfung seines ,bildes durch auswrtige ,maler vor4 ,der ,vorschlag der ,rentkammer und ,badners1 ihm #aj fl4 ,reisegeld und einen ,becher im ,werte von #bf-cj fl41 sowie ,erstattung seiner ,auslagen zu gewhren und nochmals seine ,bitte um ,nachzahlung fr den ,aufzug in ,erwgung zu ziehen1 fand natrlich den ,beifall ,jgers1 der schon frher vorgeschlagen1 man solle das mehrerwhnte ,gemlde1 wenn ,herneisen nicht mit #ajj fl4 zufrieden sei1 ihm ohne jede ,entschdigung zurckstellen1 nicht4 ,er erhlt1 nach dem ihm noch die ,farben fr das ,bild ersetzt worden 7#ba fl471 am #bb4 ,sept4 ein ,sommerkleid bewilligt1 wobei ,melchior ,jger in ,bewahrung seiner kleinlichen ,gesinnung ihm den seidenen ,besatz und die ,knpfe streicht4 ,so wird unser ,meister wohl mit sehr gemischten ,gefhlen die schwbische ,hauptstadt mit ,weib und ,kindern verlassen und in sein ,heim am ,geyersberg zu ,nrnberg zurckgekehrt sein4 brigens hat ,herneisen auch von ,nrnberg aus versucht1 zu seinem ,geld zu gelangen4 ,der ,rat hatte ihn schon am #ae4 ,april #aeia mit einer ,erlaubnisurkunde1 die ,arbeiten in ,stuttgart unaufgesagt seines ,brgerrechts fortzufhren1 ausgestattet und ihn weiter1 wie auch aus den ,akten hervorgeht1 dem ,herzog empfohlen4 ,am #af4 ,dezember #afib erfolgt ein weiterer ,ratserla des ,inhalts3 ,auss ,endresen ,herneysens ,malers supplication und frschrifft an ,herrn ,ludtwigen ,hertzogen zu ,wrttemberg ec4 ist verlassen dem ,supplicanten antzuzeigen1 das mein herren nit sehen kndten1 wie er vil erlangen vnd zu wegen bringen mcht1 wenn er inn dieser seiner ,supplication den ,melchior ,jeger als einen geheimbsten ,carmmerrat1 vnd dann den ,hofmaler antziehen wollt1 wenn er aber ein solchs endern vnd auslassen wurd1 so wolten ,ime meine ,herren ein frschrifft mitteylen4 ,herneisen hatte offenbar ,melchior ,jger und ,hans ,steiner in seiner ,eingabe an den ,herzog angegriffen1 was zum mindesten fr die ,erreichung seines ,zieles sehr unklug war4 ,noch einmal kam er mit dem ,rat in ,konflikt wegen eines ,gemldes1 das er #aeic gemalt4 ,es wird eine ,tafel von allerley ,calvinisten genannt und ihm vorgeworfen1 da er dasselbe zum rgernis der ,brgerschaft zum ,hause herausgehngt4 ,der ,rat lie ihm solches untersagen2 ,herneisen achtete aber nicht darauf und hing noch einmal eine solche ,tafel heraus4 ,nun wurde er vom ,rate zur ,rede gesetzt2 der ,maler entschuldigte sich1 er habe die ,tafel bereits nach ,wrzburg1 dahin sie gehre1 geschickt2 ein ehrbarer ,rat mge es dabei bleiben lassen4 ,das geschah2 aber eine strfliche ,rede mit ,warnung lieen ihm die ,herren dennoch sagen#fb4 ,in den ,jahren #aeig erscheint ,herneisen zum letzten ,male in den ,ratsverlssen4 ,es handelt sich1 wie es scheint1 um einen ,aus- oder ,anbau an seinem ,haus am ,geyersberg1 den er anbringen wollte1 wogegen sich aber sein ,nachbar ,jonathan ,schwingsherrlein strubt und dessen ,ausfhrung auch trotz vielmaliger ,eingaben der ,rat nicht zugibt4 ,nach dem von ,direktor ,bsch#fc jngst in diesen ,blttern verffentlichten ,verzeichnis der ,nrnberger ,maler von #aeif-afei war ,andreas ,herneisen von #aeif-afjj ,vorgeher des #aeif neugeschaffenen ,handwerks der ,maler4 ,da er als der erste dieses ,ehrenamt bekleidete1 ist ein ,beweis seiner ,tchtigkeit1 wie der ,achtung1 mit der ihm seine ,nrnberger ,berufsgenossen entgegenkamen4 ,nach derselben ,quelle bildete er nach #aeif noch vier ,lehrlinge aus1 nmlich ,jeremias ,putz1 ,hans ,albrecht ,stahl aus ,bamberg 7#aeid-ig71 ,lienhart ,kilga 7#afjc-h7 und ,wilhelm ,vogel 7#afjf-aj74 ,hieraus ergibt sich1 da ,herneisen bis zum ,tode die ,kunst betrieb4 ,auch erfahren wir1 da ein ,sohn von ihm1 der erst in den #ij;er ,jahren geboren sein kann1 ,namens ,valtin 7,valentin7 den ,beruf des ,vaters ergrift1 allerdings erst nach dessen ,tode4 ,derselbe lernte #afaj-afad bei ,wolf ,eisenmann4 ,es ist die letzte verbrgte ,nachricht1 die sich bisher ber unsern ,maler auffinden lie vor seinem ,tod4 ,denn die in der frheren ,litteratur des fteren wiederholte ,notiz1 er habe im ,jahre #afac den ,hochaltar von ,st4 ,sebald gemalt1 kann deshalb nicht wahr sein1 weil er zu dieser ,zeit lngst gestorben war4 ,nach dem ,eintrag im ,totenbuch der ,pfarrei ,st4 ,sebald#fd ist er am #ac4 ,april #afaj verschieden4 ,damit sei das ,lebensbild des einfachen ,nrnberger ,meisters geschlossen4 ,mglich immerhin1 da von seiner offenbar weitverbreiteten ,thtigkeit weitere1 umfangreichere ,werke sich erhalten haben1 die mehr als das ,genannte dazu beitragen wrden1 seinen knstlerischen ,charakter festzustellen4 ,illustration ,,goldschmiedearbeiten ,,im ,,germanischen ,,museum4 ,,von ,,th4 ,,hampe4 ,,ii4 ,,langobardische ,,votivkreuze ,,aus ,,dem ,,vi4-,,viii4 ,,jahrhundert4 ,erst vor wenigen ,wochen ist die ,sammlung frhchristlich-germanischer ,altertmer des ,museums durch eine ,anzahl ,kreuze aus dnnem ,goldblech bereichert worden1 die ich1 da sie sich zeitlich unmittelbar an den in unserem ersten ,aufsatz behandelten ostgotischen ,schmuck#fe anschlieen1 gleich hier einer kurzen ,betrachtung unterziehen will4 ,ich verbinde damit die ,besprechung zweier weiterer ,kreuze derselben ,art1 die sich schon lnger im ,besitz des ,germanischen ,museums befinden und von denen das eine auch bereits von ,essenwein im ersten ,bande dieser ,mitteilungen 7#ahhf7 ,s4 #aaj f4 gewrdigt worden ist4 ,ebenso sind die zwlf neu hinzugekommenen ,goldkreuze schon verschiedentlich ,gegenstand der ,untersuchung und ,besprechung gewesen und den ,fachgelehrten also keineswegs unbekannt4 ,sie gehrten frher den ,kunstsammlungen des #ahha zu ,mailand verstorbenen ,cavaliere ,carlo ,morbio an und finden sich zuerst in dem ,auktionskatalog dieser ,sammlungen ,s4 #eg ff4 7,nr4 #fch-fdi7 von ,j4 ,naue ausfhrlich beschrieben#ff4 ,diese ,beschreibung findet sich um einige ergnzende und kritische ,bemerkungen vermehrt auch in dem ,aufsatze von ,paolo ,orsi ,di due crocette auree del museo di ,bologna e di altre simili trovate nell',italia superiore e centrale#fg1 der umfangreichsten ,arbeit1 die bisher der ,erscheinung dieser ,kreuze -- es werden deren im ganzen #ha namhaft gemacht und besprochen -- gewidmet worden ist1 und erscheint ebenso in dem ,auktionskatalog ,nr4 #abjd von ,rudolph ,lepke1 wo unsere ,kreuze unter ,nr4 #chc aufgefhrt werden4 ,auf eben dieser ,auktion 7am #ad4 ,dezember #ahii und folg4 ,tage7 wurden die zwlf ,kreuze vom ,germanischen ,museum erworben4 ,illustration3 ,fig4 #a4 ,nach diesem ,hinweis auf die hauptschlichste einschlgige ,literatur1 die natrlich leicht noch vermehrt werden knnte#fh1 lasse ich hier zunchst eine kurze ,beschreibung der ,kollektion unter jedesmaliger ,beigabe einer der ,gre des ,originals entsprechenden ,abbildung des betreffenden ,kreuzes folgen4 ,die beiden schon frher im ,besitz des ,museums befindlichen ,stcke sind durch ein ,sternchen kenntlich gemacht3 #a7 ,kreuz1 aus dnnem ,blech von ,feingold ausgeschnitten 7,f4 ,g4 #afae4 ,katalog ,morbio ,nr4 #fdj1 ,orsi ,nr4 #gg71 der ,querbalken wenig krzer als der ,lngsbalken1 die vier ,arme sich gegen die ,mitte zu verjngend und an den ,enden zweimal durchlocht4 ,glatt ohne jede ,verzierung4 ,herkunft unbekannt4 #eb3dg mm4 ,illustration3 ,fig4 #b4 #b7 ,kreuz der gleichen ,art 7,f4 ,g4 #afaf4 ,katalog ,morbio ,nr4 #fda4 ,orsi ,nr4 #df7 von der ,form des lateinischen ,kreuzes4 ,die ,kreuzarme1 sich gegen die ,mitte zu verjngend und leise ausgeschweift1 sind je mit einem runden ,buckel von etwa #e mm ,durchmesser versehen und weisen an den ,enden #b bis #d ,lcher auf4 ,die ,mitte zeigt im ,kreis ein ,monogramm1 das wohl ,c4 ,rex zu lesen ist und das man auf den ,langobardenknig ,kleph oder ,cleve 7gest4 #egf7 hat beziehen wollen4 ,die ,richtigkeit dieser ,vermutung selbst zugegeben1 ist daraus dennoch1 wie ,orsi mit ,recht bemerkt1 nicht zu folgern1 da unser ,kreuz in irgend einer ,beziehung zu ,knig ,kleph gestanden habe4 ,nur als ,terminus post knnte die ,regierungszeit des ,knigs fr unser ,kreuz allenfalls in ,betracht kommen4 ,wer aber leistet ,gewhr1 da das ,c in der ,that ,cleve bedeutet und nicht etwa auf ,karl den ,groen zu beziehen ist1 der nach der ,unterwerfung des ,desiderius 7#ggd71 wie auch gem einem ,vertrage mit dem ,langobardenherzog ,grimoald ,,iii4 von ,benevent in der ,lombardei und im ,beneventischen ,mnzen mit der ,aufschrift ,,dn ,,carlvs ,,rex1 ,,doms ,,car ,r prgen lie8#fi ,giebt etwa die ,numismatik hierber zuverlssigen ,aufschlu8 ,ich vermag diese ,frage zur ,zeit weder zu bejahen noch zu verneinen1 da mir im ,augenblick die ,speziallitteratur ber langobardische ,mnzen 7,quintino1 ,spinelli etc47 nicht zur ,hand ist4 ,die ,palographie jedoch1 von der man vielleicht gleichfalls ,hlfe erwarten knnte1 kann leider1 wie mir ,herr ,professor ,bresslau die ,liebenswrdigkeit hatte mitzuteilen1 zur ,deutung dieses wie der im folgenden zu erwhnenden weiteren ,monogramme wenig oder nichts beitragen1 zumal langobardische ,knigsurkunden uns -- abgesehen von einem ,stck von immerhin zweifelhafter ,originalitt -- nur abschriftlich erhalten sind2 und auch wenn wir ,originale htten1 wrden wir nicht weiter kommen1 da die langobardischen ,diplome weder von den ,knigen unterschrieben noch mit einem ,monogramm versehen waren4 -- ,das ,kreuz ist unten eingerissen und auch am rechten und oberen ,arme etwas schadhaft4 ,es stammt aus ,monza4 #fc3ea mm4 #c7 ,kreuz aus etwas strkerem ,feingoldblech geprgt 7,f4 ,g4 #afag4 ,katalog ,morbio ,nr4 #fdc4 ,orsi ,nr4 #dg7 von schlanker lateinischer ,form1 mit leicht erhabenem ,rande4 ,die ,arme1 sich gegen die ,mitte zu verjngend1 sind durch ,reihen kleiner ,buckel gemustert und an den ,enden zweimal durchlocht2 die des ,querbalkens tragen berdies an kleinen goldenen ,ketten die gleichfalls durch ,prgung hergestellten christlichen ,symbole ,a und 1 ebenfalls aus ,gold4 ,in dem kreisfrmigen1 doppelt umrnderten ,mittelstck ein ,a mit angefgtem ,abkrzungsschnrkel und die mutmaliche ,abkrzung fr ,rex4 ,herkunft3 ,monza4 #fg3da mm4 ,illustration3 ,fig4 #c4 ,illustration3 ,fig4 #d4 #d7 ,kreuz der gleichen ,art 7,f4 ,g4 #afah4 ,katalog ,morbio ,nr4 #fdd4 ,orsi ,nr4 #dh71 und auch von gleicher ,form1 ,gre und ,ornamentierung1 nur da in der ,mitte ein ,e und ,r mit ,abkrzungszeichen erscheint1 sowie von gleicher ,herkunft4 #e7 ,kreuz1 aus dnnem ,blech von ,feingold ausgeschnitten 7,f4 ,g4 #afai4 ,katalog ,morbio ,nr4 #fdf4 ,orsi ,nr4 #gh71 sich der griechischen ,kreuzform nhernd1 die ,arme1 sich gegen die ,mitte zu verjngend und ausgeschweift1 an den ,enden dreimal durchlocht4 ,durch ,punzierung oder ,prgung hergestellte ,punkte oder kleine ,buckel bilden die ,einfassung und von den ,enden der vier ,kreuzarme berdies je ein lateinisches ,kreuz1 das von kleinen mondsichelfrmigen ,figuren umgeben ist4 ,in der ,mitte ein aus kleinen1 durch je neun ,punkte gebildeten ,rauten zusammengesetzes griechisches ,kreuz4 ,herkunft unbekannt4 #aah3ajc mm4 ,illustration3 ,fig4 #e4 ,illustration3 ,fig4 #f4 #f7 ,kreuz der gleichen ,art 7,f4 ,g4 #afbj4 ,katalog ,morbio ,nr4 #fci4 ,orsi ,nr4 #ge71 von der ,form des lateinischen ,kreuzes2 die ,arme1 sich gegen die ,mitte zu wenig verjngend1 an den ,enden zweimal durchlocht4 ,in der kreisrunden1 am ,rande noch viermal durchlochten ,mitte der ,abdruck einer ,goldmnze ,kaiser ,leos ,,iii41 des ,isauriers 7#gaf-gda71 die vier ,kreuzesarme je von feinem ,perlstab und gerader ,linie1 gegen die ,mitte zu nur von ersterem in schwach erhabener ,ausfhrung eingefat4 ,die linke ,endigung des ,querbalkens1 wie es scheint durch ,abschmelzen1 etwas beschdigt4 ,herkunft3 ,benevent4 #fa3ej mm4 #g7 ,kreuz der gleichen ,art 7,f4 ,g4 #afba4 ,katalog ,morbio ,nr4 #fch4 ,orsi ,nr4 #eg71 doch von annhernd griechischer ,form4 ,die ,kreuzarme verjngen sich gegen die ,mitte zu und sind an ihrem ,ende zweimal durchlocht4 ,durch diese ,lcher luft1 die ,enden der vier ,kreuzarme unter einander verbindend1 ein schmales ,streifchen ,goldlahn1 und mit eben solchem ,goldlahn sind auch die schmleren ,enden der ,kreuzarme noch mehrfach umwunden4 ,im brigen besteht der ,schmuck dieses ,kreuzes lediglich aus dem fnfmaligen ,abdruck einer ,goldmnze des ,kaisers ,justinus ,i41 des ,thraciers 7reg4 #eah-ebg71 die auf beiden ,enden des ,querbalkens im ,avers mit dem ,brustbild des ,kaisers und ,umschrift1 auf beiden ,enden des ,lngsbalkens1 sowie in der ,kreuzesmitte im ,revers mit einer ,viktoria und ,umschrift erscheint4 ,das ,kreuz wurde in der ,umgebung des alten ,doms von ,novara gefunden4 #hb3gf mm4 ,illustration3 ,fig4 #g4 #h7 ,kreuz der gleichen ,art 7,f4 ,g4 #afbb4 ,katalog ,morbio ,nr4 #fde4 ,orsi ,nr4 #ae7 und der gleichen ,form4 ,die sich gegen die ,mitte zu verjngenden ,kreuzesarme sind an ihren ,enden zweimal durchlocht und weisen als ,musterung ein dichtes aber regelmiges ,bandgeschlinge auf1 whrend die ,kreuzesmitte im ,rund ein sogen4 spanisches ,kreuz 7mit durchkreuzten ,enden7 mit vier ,punkten in den am ,kreuzungspunkt von ,lngs- und ,querbalken entstehenden rechten ,winkeln zeigt4 ,herkunft3 ,cividal del ,friuli4 #fg3ff mm4 99#i7 ,kreuz der gleichen ,art 7,f4 ,g4 #aib4 ,orsi ,nr4 #di7 und ,form1 die gegen die ,mitte zu sich verjngenden ,arme an den ,enden zweimal durchlocht4 ,lngs- und ,querbalken sind je durch den gleichen ,stempel mit einer ,musterung von ,bandverschlingungen versehen1 die an ,riemenwerk erinnern und mit einem dem ,fries am ,theoderich-,grabmal zu ,ravenna verwandten ,ornament endigen4 ,die ,lngseinfassung wird je durch den ,perlstab gebildet1 der jedoch nur an den sich verbreiternden ,enden des ,kreuzes sichtbar1 gegen die ,mitte zu mit einem ,teil des ,riemenornaments jedesmal roh weggeschnitten ist4 ,mit verschiedenen ,waffen#gj in einem ,grabe zu ,mailand gefunden4 #ef3ef mm4 ,illustration3 ,fig4 #h4 ,illustration3 ,fig4 #i4 ,illustration3 ,fig4 #aj4 ,illustration3 ,fig4 #aa4 #aj7 ,kreuz der gleichen ,art 7,f4 ,g4 #afbc4 ,katalog ,morbio ,nr4 #fdb4 ,orsi ,nr4 #af7 und annhernd der gleichen ,form1 nur da der ,querbalken hier krzer ist als der ,lngsbalken und da die ,kreuzarme1 die an den ,enden zweimal durchlocht sind1 sich nicht so stark gegen die ,mitte zu verjngen4 ,auch dieses ,kreuz zeigt die mehrfache ,anwendung eines und desselben ,prgestempels1 der indessen wohl nicht ursprnglich zu diesem ,zweck bestimmt war1 da seine ,musterung sich offenbar ber die ,grenzen des ,kreuzes noch fortgesetzt hat4 ,diese ,musterung besteht im wesentlichen aus einem sich in seinen ,motiven fortgesetzt wiederholenden ,bandornament1 wobei die entstehenden ,schlingen und ,endigungen teilweise als ,vogelhlse und -kpfe aufgefat und demgem1 doch in strenger ,stilisierung1 gestaltet worden sind4 ,dazwischen1 wie es scheint1 menschliche ,hnde in langer ,reihe4 ,perlstab-,einfassungen4 ,an zwei ,stellen etwas eingerissen4 ,aus ,cividal del ,friuli4 #ge3fa mm4 #aa7 ,kreuz der gleichen ,art 7,f4 ,g4 #afbd4 ,katalog ,morbio ,nr4 #fdg4 ,orsi ,nr4 #ea71 sich der griechischen ,form nhernd1 doch ziemlich unregelmig ausgeschnitten1 die ,kreuzarme sich nur wenig gegen die ,mitte zu verjngend4 ,an den vier ,endigungen je zweimal1 im ,mittelstck noch viermal durchlocht4 ,die ,kreuzarme sind mit einem ,geschlinge von breiten1 gerippten ,bndern gemustert1 die sich an den ,endigungen ergebenden ,zwickelflchen karriert4 ,die ,mitte weist im ,perlenkranz eine rohe mnnliche ,figur mit gescheiteltem ,haupthaar1 starkem ,schnurrbart1 erhobenen ,hnden und zwei ,schnrkeln anstatt der ,beine auf4 ,an mehreren ,stellen etwas eingerissen4 ,herkunft3 ,lodi vecchio4 #ij3ib mm4 ,illustration3 ,fig4 #ab4 #ab7 ,kreuz der gleichen ,art 7,f4 ,g4 #afbe4 ,katalog ,morbio ,nr4 #fdh4 ,orsi ,nr4 #ej7 und von hnlicher ,form2 die an den ,enden zweimal durchlochten ,kreuzarme sich gegen die ,mitte zu etwas strker verjngend4 ,die ,musterung derselben ist die gleiche wie bei dem vorhergehenden ,kreuz1 nur da wegen der geringeren ,abmessungen von den karrierten ,zwickelflchen an den ,enden hier nur ,anstze zu sehen sind4 ,in der ,mitte1 von ,perlstab und einem ,kranz kleiner halbmondfrmiger ,figuren umrahmt1 ein stilisierter ,adler mit nach links gewandtem ,kopfe4 ,am linken ,kreuzarm eingerissen4 ,aus ,varese4 #ff3eh mm4 ,illustration3 ,fig4 #ac4 ,illustration3 ,fig4 #ad4 99#ac7 ,kreuz der gleichen ,art 7,f4 ,g4 #aaca7 und von griechischer ,form2 die sich gegen die ,mitte zu etwas verjngenden vier ,kreuzarme sind an den ,enden zweimal1 die ,mitte noch viermal durchlocht4 ,jene sind mit einem ,bandgeschlinge hnlicher ,art wie bei den beiden vorhergehenden ,kreuzen gemustert2 darunter1 gegen die ,kreuzmitte zu ein ziemlich roh gezeichnetes ,menschenantlitz mit langem ,haar und ,bart4 ,in der ,mitte1 wie es scheint1 ein sich viermal wiederholendes hnliches ,gesicht2 dazwischen ,schnrkel1 die vielleicht auch ,locken bedeuten sollen4 ,die ,gesamtmusterung des ,kreuzes wurde also offenbar mit drei verschiedenen ,stempeln hergestellt1 von denen zwei viermal1 der fr die ,mitte einmal zur ,anwendung kam4 ,einer der ,kreuzarme und die eine ,hlfte eines anderen ,kreuzarms 7mit dem ,bandornament7 hat sich losgelst4 ,auch sonst weist das interessante ,stck1 das hier zum ersten male verffentlicht wird1 mehrere kleine ,beschdigungen auf4 ,fundort3 ,mailand4 #ib3ib mm4 #ad7 ,kreuz der gleichen ,art 7,f4 ,g4 #afbf4 ,katalog ,morbio ,nr4 #fdi4 ,orsi ,nr4 #fg7 und von hnlicher ,form2 die sich gegen die ,mitte zu verjngenden ,arme an den ,enden mehrfach durchlocht4 ,ein wie es scheint aus dem spten ,akanthus entwickeltes doch teilweise zu tierischen ,formen umgestaltetes ,rankenornament schliet auf den vier ,kreuzarmen und der ,kreuzesmitte je ein schwer deutbares ,monogramm in einem durch eine ,punktreihe ornamentierten ,rhmchen ein4 ,an den uersten ,enden der ,kreuzarme je ein traubenartiges ,ornament1 doch mit kleinen ,ringen anstatt der ,beeren4 ,aus ,toskana4 #hi3hg mm4 7,fortsetzung folgt47 ,illustration ,illustration ,,die ,,grabm,,ler ,,der ,,kaiserin ,,eleonore ,,in ,,wiener ,,neustadt ,,und ,,des ,,kaisers ,,friedrich ,,iii4 ,,im ,,stephansdome ,,zu ,,wien4 ,,von ,,karl ,,simon4 ,hierzu eine ,tafel4 ,zu den schnsten ,erwerbungen1 die das germanische ,nationalmuseum in den ,jahren #ahih und #ahii gemacht hat1 gehren unstreitig die ,abgsse der ,grabdenkmler ,kaiser ,friedrichs ,,iii4 und seiner ,gemahlin ,eleonore2 die ,mittel dazu gewhrte der ,fonds der ,habsburger ,stiftung4 ,eleonore1 eine geborne ,prinzessin von ,portugal1 die #ag;jhrig mit ,friedrich ,,iii4 im ,jahre #adeb zu ,rom feierlich vermhlt wurde1 starb schon #adfg1 und bald darauf wurde ihr ,grabmal in ,angriff genommen4 ,es ist eine stark geaderte ,platte aus rotem ,marmor1 die aufrecht befestigt im ,chorschlusse der ,stiftskirche zu ,wiener-,neustadt steht4 ,sie ist einfach profiliert2 in einer rechteckig vom oberen ,plattenrande absetzenden ,vertiefung befindet sich die nach innen gerichtete vierseitige ,inschrift3 ,,divi ,,friderici ,,caesaris ,,avgvsti ,,conthoralis ,,leonora ,,avgvsta ,,rege ,,portvgalliae ,,genita ,,avgvstalem ,,regiam ,,hac ,,vrna ,,commvtavit ,,iii ,,non ,,septembr #adfg ,in den ,ecken oben sind das ,wappen des deutschen ,reichs und das von ,portugal angebracht1 unten der sterreichische ,bindenschild und der steiermrkische ,panther4 ,das lebensgroe ,reliefbild der ,kaiserin ist in einer ,tiefe von etwa #bj cm aus dem ,stein herausgearbeitet1 auch die vorspringenden ,teile ragen nicht ber den ,rand der ,platte hervor4 ,die ,kaiserin steht unter einem reich mit ,fransen besetzten ,baldachin1 dessen ,vorhnge nach rechts und links aufgenommen und auseinandergeschlagen sind und in langen ,falten herabfallen4 ,zwischen ihnen wird die ,gestalt der ,kaiserin voll sichtbar4 ,die ,krone auf dem ,haupte1 von dem in langen ,wellen das fast bis zur ,erde reichende ,haar herabfllt1 in der ,rechten den ,reichsapfel1 in der ,linken das ,szepter1 steht sie in leicht nach rechts ausgebogener ,haltung4 ,die ,figur ist durchaus stehend und lebendig gedacht4 ,das ,kissen1 auf dem ihr ,haupt ruht1 ist nur der ,ausflu einer bis gegen ,ende des ,mittelalters herrschenden ,vermischung der ,vorstellung des ,stehens und ,liegens der ,grabfiguren4 ,die ,gewandung1 unter der nur die ,spitzen der ,schuhe zum ,vorschein kommen1 besteht zunchst aus einem ungegrteten langen ,kleide1 ber dem ein reichverbrmter ,mantel liegt1 der auf der ,brust durch eine ,spange zusammengehalten wird4 ,vom ,haupte fllt unter der ,krone hervor ein langer ,schleier herab1 der gleichfalls bis zu den ,fen reicht4 ,unter dieser ,flle der ,gewandung verschwinden die ,krperformen von den ,hften abwrts nahezu vollstndig4 ,die ,gewandbehandlung ist ausgezeichnet2 der knitterige ,wurf des schweren ,stoffes gegen die grossen ,falten des ,baldachins in guten ,gegensatz gebracht1 die ,verbrmung und der mannigfaltige ,schmuck sorgfltig wiedergegeben4 ,auch das ,gesicht mit der rund vorgewlbten ,stirn1 der schmalrckigen1 in der ,mitte ein wenig gebogenen ,nase1 den feinen1 geraden ,lippen mit den grbchenartigen ,mundwinkeln ist eingehend und zart1 fast jungfrulich charakterisiert4 ,die ganze ,gestalt eine ansprechende und vornehme ,erscheinung4 ,weit reicher ist das ,grabmal des ,kaisers1 das im ,passionschor des ,stephandomes in ,wien steht4 ,es ist ein ,hochgrab 7tumba74 ,wir muten uns darauf beschrnken1 die ,grabplatte mit dem ,bildnis des ,kaisers abformen zu lassen1 weil unsere ,rumlichkeiten die ,aufstellung des ganzen ,hochgrabes nicht gestatteten1 indessen sei des ,aufbaues mit einigen ,worten gedacht4 ,das ,monument ist aus rotbraunem1 stark geaderten ,salzburger ,marmor1 ruht auf einem #b ,fu hohen ,unterbau und wird oberhalb dieses von einem reich mit ,figuren geschmckten ,marmorgelnder umschlossen4 ,auf einem zierlichen ,systeme von ,stben1 ,leisten und ,hohlkehlen1 zwischen welchen phantastische ,tiere ein buntes ,spiel treiben1 erhebt sich die eigentliche ,tumba bis zu einer ,hhe von #e bei einer ,lnge von #ab #c und einer ,breite von #f #d4 ,an den ,langseiten sind je drei ,reliefbilder1 an den ,schmalseiten je eins1 die fromme ,stiftungen des ,kaisers vorstellen4 ,die ,pfeiler1 welche die ,felder abgrenzen1 zeigen ,statuetten unter ,baldachinen1 die ,kpfe der ,pfeiler sind mit sitzenden und knieenden ,figuren besetzt1 welche um den ,verstorbenen klagen und fr ihn beten4 ,der ringsum mit ,wappenschildern geschmckte oberste ,teil der ,tumba verjngt sich etwas und schliet mit einem ,gesims ab2 ber dem dann die ,deckplatte liegt4 ,dieser ganze ,reichtum des ,aufbaues drfte in der deutschen ,grabplastik des ,,xv4 ,jahrhunderts unerreicht sein4 ,vorbilder sind vielleicht in ,burgund 7,dijon und ,brou7 zu suchen4 ,auch die ,deckplatte selbst ist reich ausgestattet4 ,in der ,umrahmung steht die ,inschrift4 ,es folgen weiter an den ,langseiten ,wappen1 die ,mitte nimmt die ,gestalt des ,kaisers selbst ein4 ,illustration3 ,taf4 ,i4 ,grabplatte ,kaiser ,friedrich ,,iii4 im ,stephansdome zu ,wien4 ,gefertigt von ,nikolaus ,lerch um #adij4 ,die nach auen gerichtete ,legende luft an drei ,seiten und lautet3 ,,fridericus ,,tercius ,,romanor ,,imperator ,,sp ,,augustus ,,austrie ,,stirie ,,karinthie ,,et ,,carniole ,,dux ,,dns ,,marchie ,,sclavonice ,,ac ,,portusnaonis ,,comes ,i ,,habspurg ,,pherret ,,et ,i ,,kiburg ,,marchio ,,burgovie ,,et ,,lantgravi ,,alsacie ,,obit ,,anno ,,mcccc ,die ,angabe der ,jahreszahl ist unvollstndig1 die ,platte war schon bei ,lebzeiten des ,kaisers vollendet und die fehlenden ,zahlen wurden spter nicht ergnzt4 ,die ,wappen sind zur ,rechten des ,kaisers von oben nach unten das ,deutschordenskreuz1 der doppelte ,reichsadler1 zwischen ihnen das kaiserliche ,monogramm1 der sterreichische ,bindenschild1 mit dem ,reichsschwert von einem ,lwen gehalten1 rechts das ,herzogtum ,mailand1 der ,fnfadlerschild 7sterr4 unter der ,enns71 der steierische ,panther2 zu den ,fen endlich der ,habsburger ,lwe4 ,der ,kaiser steht unter einem gotischen ,baldachin1 dessen ,flchen figrliche ,reliefs schmcken2 auf der ,vorderseite der heilige ,christophorus mit dem ,christuskinde1 an den ,schrgseiten knieende ,engel4 ,der ,kaiser ist in ,lebensgrsse in vollem ,ornat dargestellt1 auf dem ,kopfe die ,krone1 in der ,rechten den ,reichsapfel1 in der ,linken das ,szepter um das sich ein ,spruchband mit den fnf ,vokalen schlingt1 nach des ,kaisers eigener ,deutung angeblich3 ,austriae ,est ,imperare ,orbi ,universo4 ber das lange ,gewand legt sich der reichgeschmckte ,mantel4 ,es ist das ,bild eines alternden ,mannes4 ,die ,stellung ist gebeugt und etwas geziert wie es das spte ,,xv4 ,jahrhundert liebte1 die ,last des ,krpers verteilt sich nicht ungezwungen auf ,stand- und ,spielbein4 ,auch bei dieser ,figur ist trotz der stehenden ,stellung das ,kissen hinter dem ,kopfe beibehalten4 ,die ,gesamtwirkung ist uerst malerisch4 ,das ,einzelne ist im hchsten ,grad fein und sorgfltig ausgefhrt2 der schwere ,stoff der ,gewandung mit der knitterigen ,faltenlage1 die doch das rechte ,knie deutlich hervortreten lsst1 die ,adern an den ,hnden1 endlich das von wallendem ,haar umrahmte ,gesicht mit der vorspringenden ,nase1 dem zurcktretenden ,kinn und dem charakteristischen1 von ,schlaffheit zeugenden ,falte um ,nase und ,mund4 ,das ,portrt ist augenscheinlich treffend und entspricht durchaus dem historisch bekannten ,charakter des ,kaisers4 ,von sonstigen ,portrts kommt ausser den ,fresken ,pinturicchios in ,siena und den ,siegeln besonders eine ,medaille von ,giovanni de ,candida in ,betracht1 die von #adfi datiert ist und den ,kopf des ,kaisers in ,profilstellung zeigt4 ,abgesehen von dem jugendlicheren ,alter des ,dargestellten1 finden wir hier schon die erwhnten ,eigentmlichkeiten vorgebildet4 ,von den brigen ihn vorstellenden ,medaillen ist eine vielleicht nach unserer ,grabplatte gemacht2 soweit sich das bei der ,kleinheit des ,stckes 7#ag mm7 behaupten lt4 ,das ,datum der ,medaille 7#ah4 ,oktober #aeac7 bezeichnet zugleich den ,tag1 an dem die ,gebeine des ,kaisers von ,wiener-,neustadt in das eben besprochene ,mausoleum bertragen wurden4 ,erst in diesem ,jahre nmlich wurde es vollendet4 ,damit berhren wir schon die geschichtliche ,frage4 ber das ,geschichtliche der beiden ,grabmler sind wir ziemlich ausreichend unterrichtet4 ,schon #adfg1 noch im ,todesjahre der ,kaiserin1 berief ,friedrich ,,iii4 den ,steinmetzen ,nikolaus ,lerch zur ,anfertigung ihres ,grabmals4 ,lerch war schon ein bekannter und geachteter ,meister als ihm diese ,aufgabe bertragen wurde4 ,so hatte er im ,dom zu ,konstanz das ,chorgesthl und die ,bildschnitzerarbeit an den ,thren1 sowie eine ,tafel im ,chor angefertigt4 ,er war ,werkmeister des groen ,baus in ,straburg gewesen und ,brger dieser ,stadt4 ,als seine ,heimat wird gewhnlich ,leyden angegeben1 ob mit ,recht1 lassen wir dahingestellt2 angesichts der eigenhndigen ,inschrift an dem schnen ,kruzifixus in ,baden-,baden3 ,nicolaus von ,leyen erscheint es mindestens zweifelhaft4 ,sein ,aufenthalt in ,wien-,neustadt hat naturgem lnger gewhrt2 #adgb wird er als ,weingutsbesitzer daselbst erwhnt4 ,nach der ,vollendung des ,grabmals der ,kaiserin gab ihm ,friedrich sein eigenes in ,auftrag4 ,wahrscheinlich ist aber nur die oben besprochene ,deckplatte das ,werk des ,meisters ,nikolaus4 ,seine 7verloren gegangene7 ,grabschrift sagte nur1 dass er ,chayser ,friedrich ,grabstein gehauen hat4 ,an einer anderen ,stelle heit es3 hette ,maister ,niclaus nit unsern ,herrn ,rmisch ,kaiser kunnen howen uff ,stein1 so hette man kum ainen stainmetzel funden1 der dasselb werk hett kunnen machen4 ,an beiden ,orten ist offenbar nur von der ,deckplatte die ,rede4 ,die letztere ,stelle 7aus dem ,jahre #adij7 zeigt uns die hohe ,achtung der ,zeitgenossen vor ,lerch's ,knnen1 die auch wir ihm nicht versagen knnen4 ,beide ,denkmler gehren ohne ,zweifel zu den bedeutendsten ,schpfungen der derzeitigen ,plastik und in ihnen glauben wir noch ein ,fortschreiten des ,meisters zu monomentalerer ,auffassung wahrzunehmen4 ,die ,vollendung des ,grabmals1 fr das vielleicht ursprnglich der mchtige ,aufbau nicht geplant war1 wurde dem ,steinmetzen ,michael ,dichter bertragen1 der es #aeac fertigstellte4 ,illustration ,,literarische ,,besprechungen4 ,,albrecht ,d,,rer499 ,,von ,,gustav ,,von ,,bezold4 ,an ,lebensbeschreibungen ,albrecht ,drers ist nachgerade kein ,mangel mehr1 wenngleich die klassische ,biographie unseres grten ,malers auch nach ,thausing noch zu erwarten bleibt4 ,die letzten ,dezennien haben uns neben ,thausings grndlichem ,buch drei nach ,anlage und ,umfang hnliche ,lebensbeschreibungen ,drers gebracht von ,l4 ,kaufmann 7#ahhj71 von ,anton ,springer 7#ahib7 und von ,m4 ,zucker 7#ahii74 ,kaufmanns ,buch ist im ,auftrage der ,grres-,gesellschaft geschrieben und sucht neben ,beibringung des ,biographischen und ,wrdigung der ,werke die ,frage nach ,drers religisem ,bekenntnis in katholischem ,sinn zu lsen4 ,springers ,drer1 seine letzte ,arbeit ist nur zu teilweisem ,abschlu gekommen4 ,sie ist auf einen allgemeineren ,teil1 die ,biographie und die ,wrdigung der ,werke1 und auf einen speziellen1 kunstgeschichtliche ,errterungen einzelner ,fragen angelegt4 ,springer konnte nur den ersten vollenden4 ,dieser zeigt ,springers schriftstellerisches ,knnen in hellem ,licht1 sichere ,beherrschung des ,gegenstandes und hohe formale ,begabung wirken zusammen1 das ,buch ist ein ,kunstwerk1 das das ,interesse des ,lesers von ,anfang bis zu ,ende wach erhlt4 99 ,albrecht ,drer von ,m4 ,zucker4 ,schriften des ,vereins fr ,reformationsgeschichte4 ,,xvii4 ,jahrgang4 ,vereinsjahr #ahii-aijj4 ,halle a4 ,s4 ,max ,niemeyer4 #ahd ,,ss4 #f ,mark4 ,die ,illustrationen sind uns vom ,herrn ,verleger freundlichst zur ,verfgung gestellt worden4 ,drers ,stellung zur ,reformation ist kontrovers1 ,katholiken und ,protestanten nehmen ihn fr sich in ,anspruch4 ,nachdem die ,grresgesellschaft vorangegangen war1 wollte der ,verein fr ,reformationsgeschichte nicht zurckbleiben mit einer ,biographie ,drers1 in der die ,zugehrigkeit des ,meisters zur protestantischen ,kirche nachgewiesen wird4 ,mit der ,bearbeitung wurde ,professor ,dr4 ,zucker1 ,bibliothekar der ,universitt ,erlangen betraut1 ein genauer ,kenner der ,werke ,drers1 der schon #ahhf eine ,arbeit ber ,drers ,stellung zur ,reformation gegeben hat4 ,gleich im ,voraus sei bemerkt1 dass sich der konfessionelle ,standpunkt des ,verfassers nicht vordrngt4 ,die ,untersuchung ber das ,bekenntnis ,drers ist einem eigenen ,kapitel zugewiesen1 sachlich und fr den ,unbefangenen berzeugend gefhrt und die ,polemik -- vielleicht von einzelnen ,ausdrcken abgesehen1 mavoll4 ,die ,schriften des ,vereines fr ,reformationsgeschichte sind mehr oder minder alle ,volksschriften1 auch ,zuckers ,buch verfolgt die ,absicht1 die ,kenntnis ,drers in weitere ,kreise zu tragen1 die der ,kunstforschung fern stehen4 ,er will eine ,vorstellung geben von dem ,entwickelungsgang und dem reichen ,schaffen ,drers und den ,leser geneigt machen1 vorurteilslos auf die ,schpfungen des grossen deutschen ,meisters einzugehen4 ,die ,anordnung gruppiert sich1 wie bei ,kaufmann und ,springer1 nach den drei ,hauptperioden in ,drers ,leben und knstlerischer ,entwickelung4 ,die ersten ,kapitel behandeln die ,jugend und die ,lehrzeit mit ,einschlu der ersten ,reise nach ,venedig4 ,daran schliet sich die ,besprechung der ,arbeiten ,drers bis zum ,jahre #aejd4 ,auf die ,erzhlung der zweiten ,reise nach ,venedig folgt die ,erluterung der von #aejf bis #aebj erschienenen ,werke4 ,dann folgt die ,reise nach den ,niederlanden und die ,besprechung der nach dieser noch entstandenen ,gemlde und ,stiche1 sowie der theoretischen ,studien und der ,stellung ,drers zur ,reformation4 ,es sind eine schlichte ,erzhlung des ,lebensganges und gewissenhafte und zartsinnige ,kommentare zu ,drers ,werken4 ,das ,buch ist aus grndlicher ,kenntnis des ,werkes ,drers und der reichen ,drer-,litteratur heraus geschrieben1 aber es vermeidet ein zu tiefes ,eingehen auf kritische ,untersuchungen1 zu welchen ,drer ja noch reichlich ,gelegenheit bietet4 ,es ist im besten ,sinne populr4 ,die ,quellen zur ,biographie ,drers und namentlich zur ,erkenntnis seines ,entwickelungsganges bis etwa zum ,jahre #aejj sind ungengend4 ,er selbst berichtet1 da ihn sein ,vater in seinem ,handwerk1 der ,goldschmiedekunst unterwies1 da er aber mehr ,lust zur ,malerei hatte4 ,der ,vater gab nach einigem ,widerstreben nach und brachte ihn #adhf auf drei ,jahre zu ,michel ,wohlgemuth in die ,lehre4 ,in der ,zeit verliehe mir ,gott ,flei1 da ich wohl lernete4 ,aber ich viel von seinen ,knechten leiden mute4 ,und da ich ausgedient hatte1 schickt mich mein ,vater hinweg1 und bliebe vier ,jahr auen1 bis da mich mein ,vater wieder fodert4 ,und als ich im #adij ,jahr hinwegzog nach ,ostern1 darnach kam ich wieder1 als man zhlt #adid nach ,pfingsten4 ,wir wissen1 da ,drer nach ,colmar ging1 um bei ,martin ,schongauer zu arbeiten1 diesen aber nicht mehr am ,leben traf1 indes nahmen ihn dessen ,brder freundlich auf4 #adib war er in ,basel und arbeitete dort an ,vorlagen fr den ,holzschnitt4 ,es werden ihm neuerdings zahlreiche ,holzschnitte in den ,baseler ,verlagswerken jener ,zeit zugeschrieben und ebenso eine ,anzahl ,vorzeichnungen auf ,holzstcken im ,museum zu ,basel1 welche nicht geschnitten wurden4 ,zucker verhlt sich zweifelnd gegenber diesen ,zuschreibungen4 ,gewi ist es schwierig1 das ,jugendwerk eines noch unfertigen ,knstlers rein nach stilistischen ,anhaltspunkten zu konstituieren1 die ,zuschreibungen dieser ,arbeiten an den jungen ,drer hat aber doch einen ziemlichen ,grad von ,wahrscheinlichkeit4 ,man hat noch andere ,wanderziele fr die ,jahre #adij bis #adid nachzuweisen gesucht1 ,krakau1 ,kln1 ,venedig2 fr die ersteren liegen indes keine irgend zureichenden ,grnde vor und die erste ,reise nach ,italien wird mit grerer ,wahrscheinlichkeit in das ,jahr #adie gesetzt4 ,sie ist umstritten1 wird aber von ,zucker mit ,recht als eine feststehende ,thatsache betrachtet4 ,wodurch sie veranlat war1 wird sich kaum mehr aufklren lassen4 ,mit dieser ,reise darf ,drers ,lehrzeit als abgeschlossen betrachtet werden1 nun tritt er uns als fertiger ,meister entgegen4 ,die hohe ,begabung ,drers lassen schon die wenigen ,zeichnungen1 die sich aus seiner ,jugend1 aus der ,zeit vor dem ,eintritt in ,wohlgemuths ,werkstatt erhalten haben1 erkennen4 ,schon die lteste1 das ,selbstportrt des dreizehnjhrigen ,knaben vom ,jahre #adhd zeigt nicht gewhnliche technische ,fertigkeit in der ,fhrung des ,stifts und trotz einiger ,fehler in der ,zeichnung1 eine merkwrdige ,sicherheit im ,erfassen des ,charakteristischen4 ,in ,wohlgemuths ,lehre hat er sich dann die ,technik der ,zeichnung und der lmalerei und wohl auch die knorrige ,hrte der ,formgebung angeeignet1 die ihm ,zeitlebens geblieben ist4 ,in der groen ,werkstatt ,wohlgemuths gab es reichlich ,gelegenheit zu technischer ,ausbildung4 ,an welchen ,werken ,drer beteiligt war1 wissen wir nicht4 ,das ,bildnis seines ,vaters von #adij in den ,uffizien zu ,florenz lt erkennen1 was er als ,maler bei ,wohlgemuth gelernt hat4 ,es ist ein sehr ansprechendes frisch aufgefates und trefflich modelliertes ,portrt4 ,gewisse ,einzelheiten1 die ,drer auch spter liebte1 wie die sorgfltige ,behandlung der ,haare und die ,spiegelung des ,fensters in der ,pupille finden sich schon hier4 ,auch das starke ,zurcknehmen der ,nasenwurzel1 das wir an spteren ,portrts ,drers hufig wahrnehmen1 ist1 wenn auch nicht in aufflliger ,weise1 zu bemerken4 ,wenn es bei aller ,sorgfalt der ,naturbeobachtung noch nicht die frappierende ,charakteristik spterer ,bildnisse ,drers hat1 so ist es doch ein sehr achtenswertes ,werk1 das innerhalb der ,nrnberger ,schule seinen ,platz mit ,ehren behauptet4 ,die grosse ,reihe der ,holzschnitte fr ,baseler ,verleger -- angenommen1 sie seien sicher ,drers ,werk -- ist ,gelegenheitsarbeit1 an welche der hchste ,mastab nicht gelegt werden darf1 unter den ,holzschnitten des sptesten ,,xv4 ,jahrhunderts nehmen sie aber einen hohen ,rang ein4 ,es sind ganz oberdeutsche ,arbeiten1 an welchen auswrtige ,anklnge nicht wahrzunehmen sind4 ,wichtiger fr ,drers ,entwickelungsgang sind die ,eindrcke1 die er in ,italien empfangen hat4 ,drer hat die ,renaissance nicht so vollstndig aufgenommen wie ,holbein1 aber doch weisen die ,architekturmotive in der grnen ,passion1 im ,marienleben1 so frei sie gestaltet sind1 auf die eigene ,anschauung von ,renaissancebauten hin4 ,formale ,zusammenhnge mit italienischer ,kunst in der ,behandlung der ,krperformen finden sich mehrfach in ,drers ,bildern und ,zeichnungen aus jener ,zeit4 ,auch das ,colorit einiger seiner frhen ,bilder1 namentlich des ,dresdener ,altars und des ,portrts ,friedrich des ,weisen ist aus der oberdeutschen ,malerei nicht zu erklren4 ,solche ,farbenakkorde waren der deutschen ,kunst fremd2 man geht kaum fehl1 wenn man seine ,vorbilder in den ,eremitani zu ,padua oder1 im ,archivio notarile zu ,mantua sucht4 ,da hier italienische ,erinnerungen nachklingen1 geht auch daraus hervor1 dass ,drer die coloritischen ,eigenheiten dieser ,gemlde nicht festhlt1 sondern bald wieder das mit ,lokalfarben arbeitende oberdeutsche ,colorit aufnimmt4 ,auf die ,frage der ,proportionen des menschlichen ,krpers ist ,drer erst spter gekommen 7allerdings schon in dieser ,epoche aber wohl nicht in ,italien1 sondern durch ,jacopo de ,barbari71 ob aber nicht seine ,kompositionsweise schon in der ,apokalypse italienische ,einwirkungen verrt1 wre nher zu untersuchen4 ,nach seiner ,heimkehr nach ,nrnberg und seiner ,verheiratung hat ,drer mehr fr den ,kupferstich und ,holzschnitt gearbeitet und gezeichnet als gemalt4 ,noch scheint die ,kunstanstalt ,michel ,wohlgemuths alle bedeutenden ,auftrge festgehalten zu haben4 ,in sechs ,kapiteln bespricht ,zucker die ,apokalypse 7,fig4 #a71 die ,passionsdarstellungen mit ,einschlu der etwas spteren ,kupferstichpassion1 das ,marienleben1 die erste ,epoche der ,thtigkeit als ,kupferstecher1 die ,gemlde bis #aejd und die ,einwirkung von ,traditionen aus dem ,altertum4 ,am gelungensten sind die schnen ,kapitel ber die ,holzschnittfolgen4 ,drer steht mit diesen ,werken schon hoch ber seinen ,zeitgenossen1 wie in seinem technischen ,knnen und der ,fhigkeit klar und bersichtlich zu komponieren1 so noch mehr an ,reichtum und ,kraft der ,phantasie und an ,tiefe der ,empfindung4 ,er hat viel zu sagen und er bringt alles1 was er sagt1 treffend zum ,ausdruck4 ,im ,sptherbst #aeje reiste ,drer zum zweiten ,male nach ,venedig und blieb dort bis in das ,jahr #aejg4 ,die ,veranlassung zur ,reise ist nicht bekannt4 ,in ,venedig erhielt er bald nach seiner ,ankunft von den dortigen ,deutschen den ,auftrag1 ein ,altarbild fr die ,kapelle ,san ,bartolommeo beim ,fondaco dei ,tedeschi zu malen1 er berichtet dies seinem ,freund ,wilibald ,pirkheimer am #f4 ,januar #aejf4 ,er hoffte das ,bild bis ,ostern fertig zu stellen1 aber die ,vollendung nahm ihn bis zum ,september in ,anspruch4 ,das ,bild erregte selbst in ,venedig ,aufsehen4 ,noch in des ,malers ,werkstatt besichtigten es der ,doge und der ,patriarch und die ,maler bekannten1 sie htten schnere ,farben nie gesehen4 ,das ,bild ist das ,rosenkranzfest1 das heute im ,besitze des ,klosters ,strahow in ,prag ist1 leider in traurigem ,zustande4 ,die ,komposition ist symmetrisch1 die ,hauptfiguren1 ,maria1 ,papst ,julius ,,ii4 und ,kaiser ,maximilian bilden eine pyramidale ,gruppe1 zu den ,seiten knieen zahlreiche ,teilnehmer an dem ,feste4 ,drer selbst steht mit einem ,begleiter hinter denselben2 im ,hintergrund ist eine ,stadt am ,fu eines steilen ,berges sichtbar4 ,die ursprngliche ,farbenwirkung ist nicht mehr zu beurteilen1 das ,bild ist fast ganz bermalt4 ,illustration3 ,fig4 #a4 ,die vier ,engel vom ,euphrat erschlagen das dritte ,teil der ,menschen4 ,holzschnitt aus der ,heimlichen ,offenbarung ,johannis8 von #adih4 ,dagegen ist die ,madonna mit dem ,zeisig in der ,berliner ,gemldegallerie 7,nr4 #eeg f471 gleichfalls im ,jahre #aejf in ,venedig gemalt1 wenn auch nicht frei von ,erneuerungen1 im ,ganzen wohl erhalten4 ,sie steht dem ,rosenkranzfest nahe und lsst auch auf dessen coloristische ,behandlung ,schlsse zu4 ,die ,lokalfarbe herrschst im ganzen ,bilde1 aber die einzelnen ,farben sind trefflich verteilt und gegeneinander gestellt und tragen nicht wenig zu der anmutigen1 frhlichen ,gesamtwirkung des reizenden ,bildes bei4 ,das geschlossene ,colorit der ,venezianer ist gar nicht angestrebt1 die sinnliche ,schnheit der einzelnen ,farben ist betont und sie ist denn wirklich eine solche1 da sie auch den ,venezianern ,eindruck machen konnte4 ,unserer ,farbenempfindung allerdings entspricht sie nicht mehr vollstndig4 ,wir stellen ein ,bild1 wie das herrliche ,frauenportrt der ,berliner ,gallerie 7,nr4 #eeg ,g471 das nur in ,venedig entstanden sein kann1 coloristisch hher4 ,es verrt ein intimes ,eingehen auf die venezianische ,weise und beweist1 wie schon der ,dresdener ,altar und das ,bildnis ,friedrich des ,weisen1 da ,drer dem ,malerischen im engeren ,sinne keineswegs unzugnglich war4 ,auch die kleine ,kreuzigung in ,dresden kann hiefr herangezogen werden4 ,zucker setzt sie gleichfalls in die ,zeit des ,aufenthaltes in ,venedig1 sie drfte indes wohl einige ,jahre frher entstanden sein 7vgl4 ,max ,friedlnder im ,jahrbuch der kgl4 preuischen ,kunstsammlungen #ahii ,s4 #bff47 ,drer befand sich wohl in ,venedig1 es fehlte ihm nicht an anregendem ,umgang1 nicht an ,anerkennung und ,ehren1 ja der ,rat bot ihm einen ,jahresgehalt von zweihundert ,dukaten1 um ihn dauernd in ,venedig zu halten4 ,drer lehnte ab1 wiewohl er klar erkannte1 was er damit aufgab4 ,wie er der ,heimat treu blieb1 so hat er auch seine eigene ,kunstweise in ,venedig unentwegt festgehalten4 ,innerhalb derselben aber hat ihn der ,aufenthalt in ,venedig mchtig gefrdert4 ,seine ,zeichnung erreicht hier die freie ,gre1 in der er nicht bertroffen worden ist1 die ,auffassung der ,formen hat sich gehoben und geklrt1 er strebt nach ,einfachheit und baut seine ,kompositionen streng gesetzmig auf4 ,auch theoretischen ,studien ber die ,proportionen des menschlichen ,krpers und ber die ,gesetze der ,perspektive widmet er sich mit ,eifer und sie nehmen in seinen spteren ,jahren einen immer breiteren ,raum ein4 ,man nimmt die ,einwirkungen ,lionardos hiefr in ,anspruch4 ,ich kann diese ,frage nicht beurteilen4 ,unter den ,gemlden1 welche ,drer nach seiner ,rckkehr geschaffen hat1 sind einige seiner ,hauptwerke4 ,die zwei ,tafeln1 ,adam und ,eva im ,prado ,museum zu ,madrid drften #aejg noch in ,venedig entstanden sein4 ,der ,eva und der ,madonna mit dem ,zeisig liegt das gleiche ,kopfmodell zu ,grunde4 ,ich mu bekennen1 da sie in ihrer knstlerischen ,wirkung die hochgespannten ,erwartungen1 mit welchen ich an sie herangetreten bin1 nicht ganz erfllt haben4 ,es ist in der ,haltung der ,figuren eine etwas gesuchte ,grazie1 die ,drer sonst fremd ist4 ,rein formal betrachtet sind die beiden ,gestalten allerdings sehr schn4 ,in den ,jahren #aejh und #aeji entstand der ,heller'sche ,altar 7,fig4 #b und #c7 fr die ,predigerkirche in ,frankfurt1 als ,komposition der ,hhepunkt von ,drers ,schaffen2 #aeaa wurde der ,altar fr die ,kapelle des ,landauer ,bruderhauses mit dem ,allerheiligenbild vollendet1 das jetzt in den ,hofmuseen in ,wien bewahrt wird4 ,die ersten ,ideen dieser ,komposition gehen in das ,jahr #aejh zurck4 ,die ,komposition des figurenreichen ,bildes ist streng symmetrisch1 etwas berfllt4 ,unten ffnet sich der ,blick in eine weite ,landschaft4 ,das ,bild enthlt eine ,flle der herrlichsten ,einzelheiten4 ,der feierlichen ,anordnung entspricht das lichte1 festliche ,kolorit4 ,es gilt von ihm das ,gleiche wie von dem der ,madonna mit dem ,zeisig1 die ,freude an der ,farbe nicht am ,ton herrscht vor1 es ist fr unser ,gefhl zu bunt4 #aeab vollendete ,drer die ,bilder der ,kaiser ,karl des ,groen und ,sigismund4 ,den ,typus des ersteren hat er schon im ,allerheiligenbilde aufgestellt und hier nochmals in einer groartigen1 wenn auch etwas schematischen ,einzelfigur durchgefhrt4 ,dem gewaltigen ,herrscher gegenber erscheint der portrtmig behandelte ,sigismund ziemlich untergeordnet4 ,in diese ,zeit und zwar schon in das ,jahr #aejh fllt das unerfreuliche ,bild der ,marter der ,zehntausend1 in der ,gallerie zu ,wien1 dessen ,vorzge nur in der ,behandlung liegen4 ,als ,drer im ,jahre #aejh die ,himmelfahrt ,mari vollendet hatte1 schrieb er an ,jakob ,heller4 ,niemand solle ihm mehr vermgen1 eine ,tafel mit soviel ,arbeit noch zu machen4 ,er kme dabei zu ,schaden4 ,darum will er jetzt seines ,stechens auswarten4 ,es ist freilich nur ein ,ausdruck des ,unwillens und kurz darauf ist ,drer an dem ,allerheiligenbild thtig1 aber er hat doch in den folgenden zehn ,jahren nicht viel und namentlich keine figurenreichen ,bilder gemalt und seine ,maltechnik wird eine andere1 weniger sorgfltige4 ,war es wirklich dauernde ,unlust am ,malen und nicht der ,mangel an entsprechenden ,auftrgen1 der auf die ,zeit freudigster ,thtigkeit eine nahezu vllige ,abwendung von der ,malerei folgen lie8 ,illustration3 ,fig4 #b4 ,himmelfahrt ,mari4 ,gemalt i4 ,j4 #aejh_/i fr den ,kaufmann ,heller in ,frankfurt4 ,drer hat zunchst seine grossen ,holzschnittfolgen abgeschlossen und neu herausgegeben und dann neues fr den ,holzschnitt und ,kupferstich geschaffen1 darunter die berhmten tiefsinnigen ,bltter1 ,ritter1 ,tod und ,teufel1 die ,melancholie1 ,hieronymus im ,gehuse und den groen ,holzschnitt der heiligen ,dreifaltigkeit4 ,sie sind von ,zucker eingehend und sachgem besprochen4 ,das ,,xii4 ,kapitel ist den ,arbeiten fr ,kaiser ,maximilian1 dem ,gebetbuch1 dem ,triumphzug und der ,ehrenpforte gewidmet4 ,ein groer ,knstler wird auch undankbaren ,aufgaben etwas abgewinnen1 ja die ,schwierigkeit wird vielleicht seine ,erfindungskraft besonders reizen1 so bietet denn das ,gebetbuch wirklich eine erstaunliche ,flle der reizendsten ,darstellungen in leichter und sicherer ,federzeichnung1 aber der ,triumphzug bleibt eine frostige ,allegorie und aus der ,ehrenpforte war vollends nichts zu machen4 ,drers ,sache war die ,architektur berhaupt nicht2 ,hans ,holbein htte wohl einen anderen ,triumphbogen entworfen1 wenn er damals schon thtig gewesen und zu der ,aufgabe herangezogen worden wre4 ,aber die ,aufgabe selbst mit ihrer berflle von genealogischen und historischen ,beziehungen schlo eine wirklich einheitliche ,lsung im ,vornherein aus4 ,und wenn das ,werk im ,einzelnen viel ,schnes bietet1 so bleibt doch die ,mhe zu bedauern1 die ,drer auf diese undankbare ,aufgabe verwendet hat4 ,wute der ,kaiser dem grten deutschen ,maler keine besseren ,auftrge zu erteilen1 so htte er ihn besser gar nicht beschftigt4 ,auch die ,verhltnisse in ,nrnberg waren nicht dazu angethan1 ,drer viele ,anregungen zu bieten und groe ,auftrge ,seitens der ,stadt oder reicher ,brger blieben vollends aus4 ,seine ,produktivitt geht denn auch in den nchsten ,jahren zurck4 ,da brachte die ,reise nach den ,niederlanden im ,jahre #aebj einen neuen ,aufschwung4 ,illustration3 ,fig4 #c4 ,studie zur ,himmelfahrt ,mariae4 ,kaiser ,maximilian hatte ,drer fr die ,arbeiten am ,gebetbuch1 der ,ehrenpforte und dem ,triumphzug ein ,leibgeding von #ajj ,gulden aus der ,nrnberger ,stadtsteuer angewiesen und ihm #aeah weiter eine ,anweisung auf #bjj ,gulden gegeben1 welche #aeai fllig war1 er war aber vor der ,auszahlung gestorben4 ,nun weigerte die ,stadt die ,auszahlung und verlangte dafr wie fr das bisherige ,leibgeding eine ,besttigung ,karl des ,v4 ,da nun ,karl ,v4 nach den ,niederlanden kam1 beschloss ,drer1 ihn dort aufzusuchen und seine ,angelegenheiten vorzutragen4 ,das war die ussere ,veranlassung zur ,reise4 ,geschftliche ,interessen kamen dazu4 ,drer reiste am #ab4 ,juli #aebj von ,nrnberg ab1 diesmal in ,begleitung seiner ,frau und einer ,magd4 ,die ,reise ging ber ,bamberg1 ,frankfurt und ,kln nach ,antwerpen4 ,das ,tagebuch1 das ,drer auf dieser ,reise fhrte1 ist abschriftlich erhalten und gibt uns ziemlich genauen ,einblick in den ,verlauf der ,reise4 ,allerdings notiert ,drer manches1 was wir leicht missen knnten und verschweigt anderes1 was fr uns von ,wichtigkeit wre1 aber bei alledem bleibt das ,tagebuch eines der wichtigsten ,dokumente zu seiner ,lebensgeschichte4 ,die ,besttigung des ,leibgedings erhielt er in ,kln1 wohin er von ,antwerpen gereist war1 am #ab4 ,november #aebj1 auf die #bjj ,gulden mute er verzichten4 ,in ,antwerpen wie in anderen ,stdten wurde er von allen ,seiten1 namentlich aber von den ,malern aufs ,hchste geehrt und an knstlerischen ,anregungen fehlte es nicht2 er besichtigt berall die ,werke der groen ,meister des vorigen ,jahrhunderts1 mehr noch frderte ihn der ,umgang mit den ,lebenden4 ,drers ,vortrag wird malerisch4 ,ein ,versuch in dieser ,richtung1 der noch nicht vllig geglckt ist1 ist das ,bildnis ,bernhards von ,orley in ,dresden4 ,ein zweites zeigt die volle ,meisterschaft4 ,es ist das als ,hans ,imhoff bezeichnete ,portrt von #aeba im ,museum des ,prado zu ,madrid 7,fig4 #d74 ,das ,bild ist in mehr als einer ,hinsicht das ,hchste1 was ,drer im ,portrt erreicht hat4 ,nie wieder hat er einen ,kopf so eindringlich aufgefat und so lebensvoll wiedergegeben1 selbst nicht in den schnen ,bildnissen seiner letzten ,jahre4 ,was aber noch mehr in ,verwunderung setzt1 das ist die bei allem ,eingehen au ,einzelne freie und breite1 im hchsten ,sinne malerische ,behandlung4 ,das konnte #aeba auch kein ,niederlnder besser machen4 ,wer ,drer als ,maler wrdigen will1 mu dieses ,bild gesehen und studiert haben4 ,thausing sucht zu beweisen1 da das ,bild in ,nrnberg und nicht in den ,niederlanden gemalt sei4 ,es ist das eine ,frage1 welche nicht mit vlliger ,sicherheit gelst werden kann4 ,aber ,thausings ,argumente1 es sei keine ,malerei mit geliehenen ,farben und fremder ,palette1 sind nicht zwingend4 ,gute ,farben und ,pinsel gab es auch in den ,niederlanden und der ,aufenthalt in ,antwerpen war lang genug zur ,ausfhrung eines sorgfltig gemalten ,portrts4 ,da ,drer dort ,bildnisse gemalt hat1 berichtet er selbst4 ,fr die ,ausfhrung in den ,niederlanden spricht der ,stil des ,bildes mit ziemlicher ,bestimmtheit1 der nicht ,nachklnge1 sondern unmittelbare ,einwirkungen der niederlndischen ,malerei zeigt4 ,auch der ,umstand1 da das ,bild frh nach ,spanien gekommen sein mu 7bei uns erhalten sich lgemlde nicht so unversehrt71 spricht dafr1 da es nicht von ,nrnberg1 sondern von den ,niederlanden nach ,spanien kam4 ,wre es das ,bildnis ,hans ,imhoffs1 so wre es wohl in dem ,inventar der ,imhoffschen ,kunstkammer erwhnt1 das ist aber nicht der ,fall4 ,doch die ,frage1 ob dieses ,bild in den ,niederlanden oder erst in ,nrnberg gemalt ist1 ist nicht von primrer ,bedeutung1 wichtiger ist es zu sehen1 ob ,drer1 ein ,fnfzigjhriger1 noch dauernden ,gewinn fr seine ,kunst aus den niederlndischen ,anregungen gewonnen hat4 ,und dem ist so1 ,drers ,vortrag bleibt von der niederlndischen ,reise an freier und einfacher als vorher1 die malerische ,behandlung schwindet nicht vllig1 wenn sie auch nicht auf der ausnahmsweise erreichten ,hhe bleibt4 ,auch in ,antwerpen hatte man gesucht1 ,drer festzuhalten4 ,es war ihm ein ,gehalt von dreihundert ,philippsgulden nebst einem eigenen ,hause geboten und alle ,arbeiten sollten noch besonders bezahlt werden1 aber die ,liebe zur ,heimat berwog1 im ,sommer #aeba kam er nach ,nrnberg zurck1 um sofort wieder die ,kleinheit der dortigen ,verhltnisse zu empfinden4 ,der ,rathaussaal sollte neu gemalt werden4 ,die ,entwrfe wurden ,drer bertragen1 mit der ,ausfhrung aber wurden untergeordnete ,maler betraut1 welche nach der ,malertaxe arbeiteten4 ,an der nrdlichen ,wand des ,saales sind drei groe ,gemlde1 die ,verleumdung1 der ,triumphzug ,maximilians und zwischen beiden der ,pfeiferstuhl1 eine ganz realistische ,scene zwischen zwei ,allegorien4 ,es fehlt diesen ,bildern die fr monumentale ,gemlde unerlliche ,anpassung an den ,raum4 ,wie weit dieser ,mangel ,drer zur ,last fllt1 ist kaum mehr zu entscheiden4 ,die erste ,skizze zur ,verleumdung 7,federzeichnung von #aebb in der ,albertina7 ist eine wohl angeordnete friesartige ,komposition1 in der ,ausfhrung sind die ,gruppen weiter auseinander gerckt1 um den ,raum zu fllen1 aber es ist damit nur erreicht1 da er berhaupt nicht gefllt ist1 das ,bild erscheint zusammenhanglos4 ,auch der ,triumphzug ist dem ,raume nur ungengend angepat4 ,am lustigsten sind noch die ,pfeifer auf ihrem ,balkon4 ,drer mochte an der ganzen ,aufgabe1 die er nicht ausfhren sollte1 wenig ,freude haben4 ,illustration3 ,fig4 #d4 ,mnnliches ,portrt im ,museo del ,prado zu ,madrid4 ,er hat berhaupt nach der niederlndischen ,reise nicht mehr viel gemalt4 ,was er noch gemalt hat1 sind zumeist ,portrts4 ,das bedeutendste ist das des ,hieronymus ,holzschuher von #abbf in der ,berliner ,gallerie2 in der charakteristischen ,auffassung steht es dem ,bild von #aeia in ,madrid nahezu oder vollkommen gleich1 in der technischen ,ausfhrung kommt es ihm nahe1 aber die ,behandlung ist doch mehr plastisch zeichnerisch als spezifisch malerisch4 ,in letzterer ,hinsicht steht vielleicht das ,portrt des ,ratsherrn ,jakob ,muffel noch etwas hher4 ,neben den ,gemlden stehen einige treffliche ,portrts in ,kupferstich und ,holzschnitt 7,fig4 #e74 ,drer hat nicht die ruhige1 fast khle ,objektivitt ,holbeins1 er bleibt in der ,wiedergabe der ,formen immer etwas eckig1 aber er erfat die gesamte ,persnlichkeit weit tiefer als dieser4 ,zucker macht hierber einige feine ,bemerkungen4 ,illustration3 ,fig4 #e4 ,willibald ,pirkheimer4 ,kupferstich v4 ,j4 #aebd4 #aebf vollendete ,drer auch die zwei ,tafeln mit den ,gestalten der vier ,apostel1 jetzt in der ,pinakothek zu ,mnchen4 ,zucker tritt hier mit ,eifer dafr ein1 da ,drer in diesen vier ,gestalten die vier ,temperamente dargestellt habe4 ,ich will diese ,frage nicht nher untersuchen1 denn ich halte sie fr berflssig4 ,zugegeben1 ,drer habe die vier ,temperamente malen wollen1 so hat er doch in der ,that etwas ganz anderes gemalt4 ,die vier ,temperamente sind ,abstrakta1 deren allgemeiner ,begriff sich in krperlichen ,formen nur unvollkommen aussprechen lt1 die vier ,apostel sind konkrete ,persnlichkeiten voll des individuellsten ,lebens4 ,eben darin und nicht darin1 da sie schattenhafte ,allgemeinheiten sind1 beruht ihre nach ,jahrhunderten unwiderstehliche ,macht2 eben darin bilden sie einen ,hhepunkt der deutschen1 einen ,hhepunkt der neueren ,kunst berhaupt4 ,im ,oktober #aebf stiftete ,drer die beiden ,bilder auf das ,nrnberger ,rathaus4 ,das ,begleitschreiben lautete3 ,frsichtig ehrber weis lieb ,herren4 ,dieweil ich vorlengst geneigt wr gewest1 ,euer ,weisheit mit meinem kleinwirdigen ,geml zu einer ,gedchtnus zu verehren1 hab ich doch ,solchs aus ,mangel meiner geringschtzigen ,werk unterlassen mssen1 dieweil ich gewusst1 dass mit denselben vor ,euer ,weisheit nit ganz wol htt mgen bestehn4 ,nachdem ich aber diese vergangen ,zeit ein ,tafel gemalt und darauf mehr ,fleiss dann ander ,geml gelegt hab1 acht ich ,niemand wirdiger1 die zu einer ,gedchtnus zu behalten1 denn ,euer ,weisheit4 ,derhalb ich auch dieselben hiemit verehr1 unterthnigs ,fleiss bittend1 die wlle dies mein kleine ,schenk gefllig und gnstlich annehmen und mein gnstig lieb ,herrn1 wie bisher ich allweg gefunden hab1 sein und bleiben4 ,das will ich mit aller ,unterthnigkeit um ,euer ,weisheit zu verdienen geflissen sein4 ,euer ,weisheit unterthniger ,albrecht ,drer4 -- ,der ,rat der ,stadt beschlo am #f4 ,oktober1 das ,geschenk anzunehmen1 es der ,stadt zu erhalten hat er nicht gewut1 schon nach hundert ,jahren kamen sie an den ,kurfrsten von ,bayern4 ,sieht man von dem ,curialstil der ,widmung ab1 so erkennt man leicht1 da sich ,drer des ,wertes der ,bilder wohl bewut war1 da er seiner ,vaterstadt sein ,bestes gab4 ,man erkennt auch1 da er sein ,ende nahen sah2 als ein kranker ,mann war er aus den ,niederlanden zurckgekommen und hat sich nicht mehr erholt4 ,am #f4 ,april #aebh endete er seine irdische ,laufbahn4 ,springer sagt in seinem ,drer1 ein lngeres ,leben htte den von ,drer hinterlassenen knstlerischen ,schatz schwerlich vermehrt4 ,der ,tausch des ,malerkittels gegen den ,gelehrtenrock war endgiltig vollzogen4 ,wir drfen uns daher rhmen1 da wir ,drers ,werk vollendet besitzen4 ,thatschlich nehmen theoretische ,arbeiten in den letzten ,lebensjahren ,drers einen breiten ,raum ein4 ,schon frh hatte er gesucht1 sich ber die theoretischen ,grundlagen seiner ,kunst ,klarheit zu verschaffen4 ,um #aeab-aeac trug er sich mit dem ,plane1 ein umfassendes ,buch zu schreiben1 das wir nach heutigem ,sprachgebrauch als ,lehrbuch der ,malerei bezeichnen wrden4 ,der ,plan blieb liegen4 ,nach der niederlndischen ,reise aber nahm er die ,studien wieder auf und brachte wenigstens einen ,teil derselben1 die ,unterweisung der ,messung mit ,zirkel und ,richtscheit und die vier ,bcher menschlicher ,proportion1 sowie eine kleinere ,schrift ber die ,befestigung von ,stdten1 ,schlssern und ,flecken zum ,abschlu4 ,diese ,werke1 namentlich die ,proportionslehre gehen nun allerdings ber den rein praktischen ,zweck hinaus und zeigen1 da die wissenschaftliche ,erkenntnis fr ,drer ,selbstzweck geworden ist4 ,ob aber theoretische ,studien die knstlerische ,produktivitt ,drers dauernd zurckgedrngt haben wrde1 mu billig bezweifelt werden4 ,drers knstlerische ,entwickelung bewegt sich bis in seine letzten ,lebensjahre in aufsteigender ,richtung und von irgend welchen ,nachlassen der schpferischen ,krfte ist nichts wahrzunehmen4 ,so mchte er denn wohl bei lngerem ,leben noch manches geschaffen haben4 ,da aber der ,tod all seinem ,schaffen und ,wirken frh ein ,ende gesetzt hat1 ist diese ,frage mig1 wohl aber hat eine andere ihre ,berechtigung4 ,ist ,drer zu allseitiger1 voller ,entfaltung der ihm verliehenen ,krfte gelangt8 ,und diese ,frage kann nicht in vollem ,umfang bejaht werden4 ,drer ist von dem intensivsten ,studium der ,natur ausgegangen und hat sich an demselben sein ,leben lang weiter gebildet4 ,so ist er denn einer der grten ,portrtmaler geworden4 ,er gibt in seinen ,bildnissen mehr als die uere ,form1 er gibt das ganze ,wesen der ,dargestellten4 ,dadurch ist er weiter befhigt1 ideale ,charakterfiguren von voller innerer ,konsequenz zu schaffen1 an die wir glauben1 wie an lebende ,persnlichkeiten4 ,solche sind die ,apostelfiguren in ,kupferstich und vor allem die vier ,apostel in ,mnchen1 die mit ,recht den hchsten ,leistungen aller ,malerei beigezhlt werden4 ,eine so intensive ,ausgestaltung des ,persnlichen drngt zur ,einzelfigur4 ,drer hat darin erreicht1 was mglich war1 ein berbieten ist kaum denkbar4 ,allein sein ,knnen war in der ,schaffung einzelner groer ,gestalten nicht beschlossen1 ,begabung und ,neigung waren ursprnglich auf die ,darstellung bedeutender ,vorgnge in strengen ,kompositionen gerichtet4 ,die ,himmelfahrt ,mariae1 das ,rosenkranzfest1 das ,allerheiligenbild sind solche ,werke4 ,aber schon mehrere ,bltter der ,apokalypse gehren hierher1 sie sind trotz des kleinen ,mastabes monumental4 ,um zu voller ,wirkung zu kommen1 verlangen solche ,kompositionen einen groen ,mastab4 ,was wir von ,kompositionen des groen ,stils von ,drer haben1 lt wohl erkennen1 da er zur ,monumentalmalerei berufen war1 allein die ,auftrge blieben aus und deshalb ist auch diese ,richtung von ,drers ,kunst nicht zu voller ,entfaltung gekommen4 ,wenn ,drer mehr als einmal das ,malen verschwrt1 so sind solche ,aussprche nicht durch die ,vorliebe fr ,holzschnitt und ,kupferstich1 sondern durch den ,mimut ber die kmmerlichen ,verhltnisse veranlat1 in ,folge deren er keine ,auftrge auf groe ,bilder erhielt1 oder wenn er solche erhielt1 so schlecht bezahlt wurde1 da er von langer aufopfernder ,arbeit keinen ,nutzen hatte4 ,so bilden denn ,kupferstiche und ,holzschnitte einen sehr groen ,teil von ,drers ,werk4 ,durch sie hat er auf das ,volk gewirkt und ist volkstmlich geworden1 wie kein zweiter deutscher ,maler4 ,noch heute sind seine ,bltter im ,original oder in guten ,nachbildungen in den ,hnden ,vieler4 ,mit ,recht hat ihnen deshalb ,zucker ausfhrliche ,betrachtungen gewidmet4 ,aber sein hchstes ,knnen hat ,drer nicht im ,kupferstich1 sondern in der ,zeichnung erreicht4 ,der ,zeichner ,drer kommt bei ,zucker wohl etwas zu kurz4 ,drers ,zeichnungen sind schon technisch betrachtet von wunderbarer ,schnheit 7,fig4 #c74 ,er fhrt die ,feder1 den ,silberstift und die ,reikohle mit gleicher ,meisterschaft1 sein ,strich ist breit und sicher1 mit den einfachsten ,mitteln werden die beabsichtigten ,wirkungen erreicht4 ,dabei sprechen ,drers ,zeichnungen die ,gedanken mit packender ,unmittelbarkeit aus4 ,zu ihrem vollen ,erfassen ist ein gebildetes ,auge erforderlich1 wer sich aber den ,blick fr sie angeeignet hat1 dem sind sie ein unversiegbarer ,quell des edelsten ,genues4 ,sie sind neuerlich durch die ,ausgabe ,lippmanns1 die den ,originalen so nahe kommt1 als es die heutige ,reproduktionstechnik gestattet1 zwar nicht weiten ,kreisen1 doch aber allen wohlhabenden ,liebhabern zugnglich geworden4 ,die ,bedeutung eines ,knstlers fr sptere ,jahrhunderte bemit sich nach dem ,verhltnis des allgemein ,menschlichen zum zeitlich bedingten1 das sich in seinen ,werken offenbart4 ,manches ist uns an ,drer fremd geworden1 ist veraltet2 aber des ,bleibenden ist unendlich mehr und seine ,werke werden fr alle ,zeiten zu den herrlichsten ,besitztmern der ,menschheit zhlen4 ,illustration ,illustration ,,literarische ,,notizen4 ,geschichtliches ber das ,franziskaner-,minoriten-,kloster in ,wrzburg4 ,von ,p4 ,benvenut ,stengele4 ,wrzburg1 ,andreas ,gbels ,verlagsbuchhandlung4 #bb ,,ss4 #h4 #be ,pfg4 ,das ,schriftchen gibt in knappem ,rahmen ,auskunft ber alle wichtigeren ,ereignisse in der ,geschichte des ,klosters von seiner ,grndung im ,jahre #abba bis auf die neueste ,zeit4 ,von allgemeinerem ,interesse sind die ,mitteilungen ber die ,schwierigkeiten1 welche dem ,orden im ,anfang seiner ,wirksamkeit seitens des ,scularklerus bereitet wurden und die ,nachrichten ber den ,bau und die ,umgestaltungen des ,klosters und der ,kirche4 ,leider wurde letztere1 ein ,bau ,bischof ,julius ,echters1 vor etwa #bj ,jahren in ziemlich unverstndiger ,weise in gotischem ,stil restauriert4 ,lorenz ,fries1 der frnkische ,geschichtsschreiber und seine ,chronik vom ,hochstift ,wrzburg4 ,von ,dr4 ,josef ,kartels4 7,quellennachweis bis ,mitte des ,,xiii4 ,jahrhunderts und ,kritik47 ,wrzburg1 ,bonitas-,bauer #ahii4 #h4 7#aij ,s47 ,wer1 angezogen von dem berall zu ,tage tretenden liebenswrdigen ,wesen des trefflichen frnkischen ,chronisten ,m4 ,lorenz ,fries1 sich versucht fhlt1 dessen ,lebensschicksalen nachzugehen und besonders in die ,werksttte dieses ,geistes zu schauen1 der wird dies gerne aufs neue an der ,hand einer mit ,flei und ,hingebung geschriebenen ,wrdigung des ,vaters der frnkischen ,geschichte thun4 ,einer ,anregung des verstorbenen ,geheimrats von ,wegele entsprang die uns vorliegende ,schrift -- ursprnglich ,wrzburger ,dissertation4 ,nach der ,darlegung der nheren ,umstnde eines ,deutschen ,humanistenlebens1 erlutert ein erstes ,kapitel ,veranlassung und ,zeit der ,abfassung1 ,umfang und ,anlage der ,chronik4 ,weiterhin wird es dann zum erstenmal unternommen1 die ,quellen des ,magisters fr seine frnkische ,chronik im einzelnen zu wrdigen und seine historische ,bedeutung ins rechte ,licht zu setzen4 7,eine kurze ,zusammenstellung hatten allerdings schon ,heffner-,reu in der kleinen ,schrift ,lorenz ,fries1 der ,geschichtsschreiber ,ostfrankens4 ,wrzburg #ahec p4 #g ff4 gegeben47 ,die lange ,folge der hier mit nicht zu verkennender ,sorgfalt ausgefhrten lteren ,geschichtswerke1 lt an ,fries wieder die unermdliche ,schaffensfreudigkeit und ausgebreitete ,belesenheit bewundern1 die uns insbesondere bei den ,ergebnissen seiner archivalischen ,thtigkeit in ,staunen setzen4 ,die ,quellennachweise betreffen namentlich auch eine stattliche ,reihe von ,urkunden1 die dem ,hofsekretr in den ,kopialbnden der bischflichen ,kanzlei vorlagen4 ,bei der strengeren ,betrachtung der historischen ,befhigung ,friesens sieht sich ,kartels gentigt1 dem zu berschwnglichen ,lobe ,ludewigs entgegenzutreten und die einmal nicht wegzuleugnenden ,mngel vom ,standpunkte unserer ,auffassung von ,kritik abzuwgen4 ,den ,vorwurf von ,leichtglubigkeit1 ,irrtmern1 falschen ,schlssen1 ,ungenauigkeiten1 kann er ,fries wiederholt nicht ersparen1 wenn dieser auch sonst allzutollen ,phantasieen eines ,trithemius u4 a4 aus dem ,wege gehen mochte4 ,wird so der kritische ,wert nicht allzuhoch angeschlagen1 so wird doch der ihm mit am meisten verargte ,fehler1 nicht bis zur ersten ,quelle zurckzugehen und ,originalurkunden hintanzusetzen1 zu rechtfertigen gesucht mit dem bemerkenswerten ,einwand1 da ,fries nur wenige ,urkunden auch wirklich im ,original vorlagen4 ,da ,fries als ,franke und insbesondere als ,diener seines ,herrn1 des ,bischofs1 schrieb1 dem er ja auch sein ,werk widmete1 lt uns die ,voreingenommenheit wenigstens begreiflich erscheinen1 mit der die ,verteidigung des ,gedankens der herzoglichen ,gewalt ,wrzburgs in die ,hand genommen wird4 ,des ,chronisten sonstiger ,freimut wird vom ,verfasser mit ,recht wiederholt in entsprechendes ,licht gesetzt4 ,gegenber solchen ,schwchen finden aber die entscheidenden ,vorzge unseres ,magisters einen beredten ,anwalt4 ,man freut und erfrischt sich mit dem ,verfasser an dem warmen ,eintreten des ,humanisten fr ,deutsche ,sprache und ,deutsches ,wesen und bedauert umsomehr den ,verlust der ,friesischen ,schrift ,von der ,art1 ,eigenschaft und dem ,gebrauche der hochdeutschen ,sprache4 ,gewisse ,glanzstellen in ,stil und ,ausarbeitung werden beleuchtet1 wie z4 ,b4 einzelne seine ,charakteristiken1 das ,zurckgreifen auf verschiedene ltere ,lieder und ,epigramme1 die der ,chronist mit ,geschick in seine ,darstellung verflicht4 ,gedrngte bersichten geben uns ein anschauliches ,bild1 welch eine ,flle des ,materials fr ,wirtschafts-1 ,verfassungs- und ,rechtsgeschichte1 fr die ,kunde der ,wrzburger alten ,stadt- und ,landestopographie1 fr ,kunst-1 ,kultur- und ,sittengeschichte sich in dieser ,bistumschronik versteckt4 ,wieviel sich fr die scientia amabilis unserer ,tage1 die ,volkskunde1 an ,nachweisen von alten ,volksbruchen u4 dgl4 aus diesen ,blttern gewinnen lt1 ist wenigstens angedeutet4 ,friesens ,sinn fr den inneren ,wert der ,sagen1 seine ,erkenntnis der historischen ,bedeutsamkeit von ,liedern und ,inschriften1 seine ,vorliebe fr das kecker zeichnende ,sprichwort1 htten vielleicht an anderer ,stelle ein klein wenig mehr ,platz verdient4 ,die trefflich durchgefhrten ,sittengemlde1 die oft das ,leben und ,treiben des geistlichen ,standes zum ,gegenstand haben1 die ,aufmerksamkeit1 die ,fries dem ,judentum und dem ,sektenwesen in ,franken1 dem wechselnden ,verhltnis von ,bischof und ,stadt schenkt1 findet sich andererseits entsprechend hervorgehoben4 ,die ,abneigung gegen die ppstliche ,politik in ,deutschland1 der ,fries sehr unverhohlenen ,ausdruck verleiht1 setzt ,kartels im wesentlichen auf ,rechnung von dessen glhender ,begeisterung fr frnkisch-deutsche ,art4 ,was des ,chronisten persnliche religise berzeugung anlangt1 so glaubt ,verfasser ihn entschieden fr den alten ,glauben in ,anspruch nehmen zu knnen4 ,wenn zum ,schlusse nochmals ,fries das ,lob des ,fleies und der ,arbeitskraft zuerteilt wird1 so ist diesem damit gewi nur ,genge geschehen4 ,wir scheiden von dem ,buche mit dem aufrichtigen ,wunsche1 da der ,verfasser ,zeit und ,lust finden mchte1 die ,nachweise der ,quellen fr die frnkische ,chronik ber die bisher gesteckte ,grenze hinaus auszudehnen1 womit er freilich eine ,arbeit bernhme1 deren ,mhe bei dem steten ,anwachsen der von ,fries fr die folgenden ,zeitrume benutzten ,materialien nicht gering erscheint4 ,heerwagen4 99 99 99 99 99 ,illustration ,,kachel,,fen ,,und ,,ofenkacheln ,,des ,,xvi41 ,,xvii4 ,,und ,,xviii4 ,,jahrhunderts1 ,,im ,,germanischen ,,museum1 ,,auf ,,der ,,burg ,,und ,,in ,,der ,,stadt ,n,,rnberg4 ,,von ,,max ,,wingenroth4 ,,iii4 7,,fl,,tner ,,und ,,hirsvogel47 7,mit #b ,tafeln47 ,den ,ansto zu einer definitiven ,umgestaltung des ,ofenschema's sollte die ,hafnerei etwa um die #dj;er ,jahre des ,skulums erhalten3 der allgemeine ,umschwung in der deutschen1 insbesondere in der ,nrnberger ,kunst1 der um diese ,zeit stattgefunden hatte1 konnte auch auf sie nicht ohne ,einflu bleiben4 ,wir mssen aus diesem ,grunde den genannten ,umschwung nher ins ,auge fassen4 ,der neuen ,geisterbewegung ,italiens1 welche wir unter dem ,namen ,humanismus verstehen1 hat zuerst die ,stadt ,augsburg ,thr und ,thore geffnet4 ,nrnberg1 mit dem konservativen ,sinn seiner aus ,baiern und ,franken gemischten ,bevlkerung folgte1 wie vor kurzem mit ,recht dargelegt wurde1 nur zgernd und langsam nach4 ,wie in diesem ,falle1 verhielt es sich auch mit der ,kunst4 ,die neue1 wie man sie nannte1 die antikische ,bauweise fand den empfnglichsten ,boden in der ,stadt der ,fugger2 hier traten auch frh ihre wirksamsten ,apostel auf2 ,nrnberg verhielt sich zunchst eher ablehnend4 ,doch ihren ,siegeslauf wie durch ganz ,europa1 so auch durch ,deutschland konnte nichts aufhalten und es will uns mig scheinen1 das zu bedauern4 -- ,schon ,drer hat bekanntlich zahlreiche ,renaissance-,elemente in seine ,werke aufgenommen1 aber man darf sagen1 da sein ,formgefhl durchaus das der ,gotik blieb4 ,immer lebhaftere ,kunde inde von der ,herrlichkeit des neuen ,stiles drang ber die ,alpen4 ,mantegna's und anderer ,stiche1 verzierte ,bcher1 insbesondere die ,hypnerotomachia des ,polifilo regten zu genauerer ,bekanntschaft an4 ,und in solcher persnlichen ,anregung drfte auch die ,bedeutung eines ,jakob ,walch fr die ,nrnberger ,knstler zu suchen sein4 ,aber alles das htte nicht gengt1 ein wirkliches ,verstndni fr die neuen ,formen zu erwecken3 die persnliche ,bekanntschaft mit den ,werken der neuen ,bau- und ,dekorationsweise mute den ,ausschlag geben4 ,und so zogen voll ,wanderlust die deutschen ,meister gen ,sden3 vor allem nach ,oberitalien1 wenige nur werden weiter nach ,sden oder gar nach ,rom vorgedrungen sein4 ,so ist denn auch von einem ,einflu des ,florentiner ,dekorationsstiles nichts zu spren4 ,oberitalien3 ,venedig und die ,terra ferma1 ,mailand1 vor allem aber die ,certosa von ,pavia und der ,dom von ,como sind die bestimmenden ,vorbilder fr die deutsche ,kunst gewesen4 ,muten sie doch in ihrem berquellenden1 dekorativen ,reichtum1 ihrer ,hufung lebensvoller ,motive den ,herzen der deutschen ,knstler anders zusagen als die ,florentiner ,renaissance1 fr deren ,klarheit und feines ,mahalten ihnen jegliches ,verstndnis fehlte1 ja immer gefehlt hat4 ,unter den frhesten dieser ,wanderer befand sich zweifellos ein ,sohn ,peter ,vischers1 ,peter der ,jngere1 wenn wir auch die hiefr angefhrten ,urkunden kaum auf ihn anwenden drfen#ga4 ,er kam noch frhzeitig genug zurck1 um dem ,vater die ,resultate seiner ,reise vorzulegen und die beiden groen ,knstler begaben sich nun daran1 dieselben an dem ,sebaldusgrabe1 das ursprnglich in gotischem ,sinne geplant war1 in ausgiebigster ,weise zu verwerten4 ,mag auch die ,gotik hie und da durchblicken1 der naive ,beschauer erhlt den ,eindruck vollstndiger ,renaissance und hnlich muten die ,knstler urteilen1 welche damals das ,wunderwerk ansahen4 ,es ist die ,renaissance der ,certosa1 mit der hier die ,nrnberger bekannt gemacht werden4 #aeaf zog ein anderer ,sohn des ,altmeisters1 ,hermann1 nach ,rom und auch er brachte reichliche ,ausbeute4 ,der ,eindruck dieses ,meisterwerkes nun1 das heute wohl als das vollkommenste ,kunstwerk bezeichnet werden darf1 welches die alte ,reichsstadt noch in ihren ,mauern birgt1 dieser ,eindruck mu ein geradezu siegender gewesen sein4 ,und da er nicht verloren ging1 dafr sorgten die ,arbeiten1 welche in dem folgenden ,jahrzehnt 7#aeai-aebi7 aus der ,werkstatt der ,vischer hervorgingen3 ich erinnere vor allem an das ,grabmal ,friedrichs des ,weisen1 die ,epitaphien der ,eisen und ,tucher und endlich an das wichtigste1 das leider verlorene ,fuggergitter1 welches nach den erhaltenen ,zeichnungen geradezu den ,triumph der ,renaissance in ,nrnberg bedeutet4 ,man war lange geneigt1 die ,bedeutung der ,vischer'schen ,giehtte zu unterschtzen4 ,jetzt drfen wir wohl sagen1 da der ,altmeister und seine ,shne die treibende ,kraft waren1 sie haben den ,bann gebrochen und den ,nrnbergern die ,augen geffnet4 ,was mute es nicht bedeuten1 wenn der nach ,drer mchtigste ,faktor in dem ,kunstleben der ,stadt -- und das war die ,vischer'sehe ,giehtte1 deren ,ruhm in ,deutschland kaum geringer war1 als der des ,malers -- mit solcher ,entschiedenheit fr den neuen ,stil eintrat8 -- ,in gleicher ,zeit waren die sogenannten ,kleinmeister bestrebt1 den neuen ,stil in origineller ,weise zu verdeutschen und zu verbreiten4 ,um #aecj war der ,boden vollstndig vorbereitet2 aber noch war auf vielen ,gebieten der ,kunst und insbesondere des ,kunstgewerbes ein ,schwanken und eine ,unsicherheit bemerkbar2 diese verschwindet erst in dem folgenden ,jahrzehnt und ein ,styl bricht sich ,bahn1 den wir vielleicht als frnkische ,hochrenaissance -- sit venia verbo -- bezeichnen drfen4 ,charakteristische ,momente hierfr sind3 die endliche ,aufstellung des ursprnglich fr die ,fugger bestimmten ,gitters im ,rathaussaale1 der ,bau und die ,innendekoration des ,hirsvogelsaales1 die ,thr im ,standesamt1 das ,tucherhaus und zwar vor allem die ,tfelung zweier ,rume desselben1 zwei ,schrnke im germanischen ,museum#gb 7der eine #aeda bezeichnet71 vielleicht noch der emaillierte ,pokal der ,pfinzing'schen ,stiftung#gc und einige ,oefen1 die der ,gegenstand dieses ,aufsatzes sind4 ,neben dem ,fuggergitter scheint das ,schaffen des ,peter ,fltner den ,ausschlag gegeben zu haben4 ,dieser ,knstler ist in seiner ,bedeutung eigentlich erst in dem letzten ,jahrzehnt entdeckt worden4 ,da der ,umkreis seines ,schaffens noch immer strittig zu sein scheint und somit auch das ,urteil ber seine eigentliche ,bedeutung1 er aber mit unserem ,thema in nchster ,beziehung steht1 so mssen wir von unsrer ,stellung zu der ,fltnerfrage kurz ,rechenschaft geben4 ,absolut sicher d4 h4 zweifellos bezeichnet vom ihm sind etwa dreiig ,holzschnitte1 fnf bis sechs ,zeichnungen1 eine ,holzstatuette des ,adam in ,wien1 zwei ,medaillen und ein ,medaillenmodell aus ,speckstein1 aus gleichem ,stein ein ,plakettenmodell1 endlich durch ,neudrfer bezeugt der ,kamin im ,hirsvogelsaal#gd4 ,die ,daten1 die wir auf diesen ,werken besitzen1 gehen von #aebf-aedf2 vor #aebb ist der ,meister in ,nrnberg eingewandert1 #aedf ist er gestorben4 ,dazu kommt eine ,notiz ,sandrarts1 der ihn ,formschneider nennt1 sowie eine solche ,doppelmayrs ber die drei schnen mit ,wasserfarben gemalten ,stuck aus der ,praun'schen ,kunstkammer4 ,das sollte eigentlich1 zusammengehalten mit dem ,bericht ,neudrfers -- hier besonders wichtig1 weil es sich um einen direkten ,zeitgenossen handelt --1 den es korrigiert und ergnzt1 gengen1 um des ,meisters kunstgeschichtliche ,stellung zu fixieren1 wenn man bedenkt1 wie es der klassischen ,archologie gelingt1 aus viel geringeren ,bruchstcken das ,bild alter ,knstler aufzubauen4 ,wir gewinnen aus all dem folgende ,anschauung des ,meisters3 er arbeitete in ,speckstein und ,holz1 sowohl ,modelle fr ,medaillen und ,plaketten1 ,vorlagen fr ,goldschmiede etc41 als auch selbstndige kleine ,skulpturen1 letztere manchmal auch in ,kirschkern1 ,korallenzinken u4 s4 w4 ,ebenso konnte er in groem ,mastabe und in ,sandstein arbeiten4 ,architektonische ,entwrfe im ,holzschnitt kamen dazu1 ,landschafts- und figrliche ,darstellungen1 sowie ,vorlagen fr ,kunstgewerbe1 worunter die ersten der ,art in ,deutschland fr ,renaissancembel4 ,er war selbst ,formschneider4 ,er zeichnete und aquarellierte schn4 ,in ,perspektiv und ,mawerk war er erfahren4 ,das in den meisten ,fllen neben dem ,p4 ,f4 als ,signatur angebrachte ,handwerkszeug des ,holzschnitzers legt uns1 mit ,vorstehendem in ,verbindung gebracht1 die ,vermutung sehr nahe1 da er selbst kunstgewerbliche ,gegenstnde in ,holz geschnitzt hat4 ,auch die ,qualitt seiner ,leistungen mu eine hohe gewesen sein4 ,er beherrscht den menschlichen ,krper gut und frei3 mit ,ausnahme der sicher frhen ,adamsstatuette ist von dem ,modell -- wie noch bei so vielen ,zeitgenossen -- nichts mehr zu spren4 ,seine ,landschaften zeichnen sich durch malerische und leichte ,behandlung aus4 ,die ,medaillen und die ,plakette gehren zu den besten deutschen ,produkten auf diesem ,gebiete3 es verrt sich in ihnen ein ,sinn fr ,schnheit der ,form1 der nur allzuselten ist4 ,durch die gleichen ,eigenschaften werden seine ornamentalen ,entwrfe ausgezeichnet und sie heben ihn ber alle ,ornamentisten der ,zeit hinaus4 ,in ,bezug auf ,eleganz und ,schliff steht er allein ,holbein nicht nach1 dem er nur an ,kraft und ,frisch weichen mu1 wie ,lichtwark mit ,recht sagt4 ,auch ein ,neuschpfer scheint er gewesen zu sein1 denn man wird ihm hauptschlich die ,einfhrung der ,moreske in ,deutschland zuschreiben drfen1 die er sofort mit hchster ,sicherheit und ,geschmack handhabt4 ,er ist fast der ,einzige1 der die reinen ,formen der oberitalienischen ,frhrenaissance einigermaen versteht und darin arbeitet1 ohne da das seiner schpferischen ,leistung in ,anbetracht der damaligen ,lage ,abbruch thut4 ,oberitalien mu er aufs eifrigste studiert haben4 ,nicht nur1 da ein ,teil seiner ,betten ,variationen1 allerdings freie und selbstndige nach ,polifilo sind2 die ,erinnerung an die ,certosa und an ,como verfolgt ihn stets in seinem ,schaffen2 seine ,kapitelle und sein ,rankenwerk1 ,grottesken und ,trophen1 seine architektonischen ,entwrfe sind unter dem direkten ,einflu des ,comasker ,domes entstanden2 ebenso die ,art1 wie er ,delphine1 ,voluten und anderes verwendet4 -- ,seinen deutschen ,zeitgenossen steht er durchaus selbstndig gegenber1 insbesondere ,drer1 wie schon als auffllig bemerkt wurde1 aber auch ,peter ,vischer4 ,alles in ,allem ein ,meister von respektabler ,vielseitigkeit und ,begabung1 wie geschaffen1 nach dem ,tode der ,genannten die ,fhrung in ,nrnberg zu ergreifen4 ,war er diesen auch weitaus nicht ebenbrtig1 so fand er jetzt1 soviel wir wissen1 seines ,gleichen kaum mehr in der ,stadt4 ,auch dasjenige1 was wir ihm auf ,grund obengenannter ,werke mit aller ,sicherheit1 die berhaupt ,stilkritik sowie andere ,kombinationen geben knnen1 zuschreiben drfen1 besttigt das ,gesagte4 ,unter anderem gehren dazu die meisten ,holzschnitte zum ,vitruv und zur ,perspektive des ,rivius1 die allerdings zum ,teil nach ,cesariano gearbeitet sind1 aber selbst dann1 wie schon ,lbke bemerkt hat1 denselben verbessern1 in vielen ,fllen auch die einfache ,kontur mit reicherem ,leben ausfllen4 ber die groe ,bedeutung der beiden ,drucke und ihrer ,illustrationen fr die ,kunst der ,zeit ist es berflig1 ein ,wort zu verlieren4 -- ,kurz3 ,fltner ist zwischen #aecj und #aedj von dominierendem ,einflu auf die frnkische ,kunst gewesen1 wenn auch nicht der ,bahnbrecher der ,renaissance ' 1 wie man ihn genannt hat4 ,neben ihm darf nur noch ,augustin ,hirsvogel genannt werden1 dieser unstete1 von einer ,thtigkeit zur anderen bergehende ,meister1 man mchte sagen ein auf kleineres ,ma reduzierter deutscher ,lionardo1 von dem wir ob lauter ,vielseitigkeit nur wenig besitzen und ber den uns trotz ,friedrichs verdienstvoller ,monographie#ge noch die ntige ,klarheit fehlt4 ,fr seine hohe ,begabung haben wir erst vor kurzem einen neuen ,beweis erhalten durch ,sigm4 ,wellisch#gf1 der gezeigt hat1 da ,hirsvogel1 dem als ,urheber einer der ersten ,stadtvermessungen der ,ruhm gebhrt1 in der ,geschichte der praktischen ,geometrie als ,bahnbrecher genannt zu werden1 bei seiner geometrischen ,aufnahme der ,stadt ,wien im ,jahre #aedg eine regelrechte ,triangulierung angewendet hat1 wonach ihm die ,ehre gebhrt1 knftighin in der ,geschichte als der lteste ,erfinder der ,triangulierung bezeichnet zu werden4 ,diese bedeutende ,erfindung wurde zuerst einem ,franzosen 7#afib71 dann einem ,englnder 7#afga71 endlich und bis heute dem ,niederlnder ,snellius 7#afag7 zugeschrieben4 ,siebzig ,jahre vorher scheint sie aber schon ,hirsvogel gekannt zu haben4 -- ,um nun seine knstlerische ,bedeutung zu wrdigen1 wollen wir uns wiederum an das ,signierte halten3 es ist nicht allzuviel4 ,neudrfer spricht von seiner hervorragenden ,leistung in der ,glasmalerei1 er habe eine sonderliche ,tuschierung und im ,glasbrennen sonderlichen ,vorteil erfunden1 auch im ,reien sei er gewaltig gewesen1 berhaupt seinem ,vater und ,bruder 7der wichtigsten ,glasmalerwerksttte ,nrnbergs am ,ende des #ae4 und ,anfang des #af4 ,jahrhunderts7 in der ,kunst berlegen4 ,friedrich hat ihm daraufhin die ,glasfenster der ,rochuskapelle zugeschrieben1 welche aus seines ,vaters ,werksttte hervorgegangen sind2 doch sind die ,grnde1 die ,h4 ,stegmann#gg dagegen angefhrt hat1 so gewichtig1 da wir bis auf weitere ,forschungen davon absehen mssen2 an der ,ausfhrung war vielleicht ,augustin beteiligt1 die ,entwrfe scheinen von anderer ,hand zu stammen4 ,von seinen ,hafnerwerken ist uns nichts ,bezeugtes erhalten -- lngst ist man1 und durchaus mit ,recht1 davon abgekommen1 ihm jene zwar kuriosen1 aber doch geringwertigen ,krge zuzuschreiben1 die im ,handel noch unter seinem ,namen gehen2 -- ebensowenig besitzen wir etwas von seinen in ,stein geschnittenen ,wappen1 worin er sehr fleiig und berhmt gewesen sein soll4 ,dieser ,umstand legt1 in ,anbetracht der damaligen ,gewohnheiten1 die ,vermutung nahe1 da er auch ,medaillen- und ,plakettenmodelle geschnitten hat4 ,auch von seinen ,arbeiten in ,email -- wenn damit nicht gewisse ,manipulationen der ,glasmalerei gemeint waren -- wissen wir nichts1 wie auch von seinen ,malereien4 ,es wre sicher eine lohnende ,aufgabe1 wollte jemand einmal dem gesammten ,schaffen und ,leben dieses ,meisters nachgehen1 der auch psychologisch interessant genug scheint2 es dnkt mir nicht unmglich1 da sich noch ,kunstwerke seiner ,hand und auf ihn bezgliche ,urkunden finden lassen4 ,erhalten sind geometrische und geographische ,werke und ,abhandlungen1 auch ein ,concordanz des alten und neuen ,testamentes1 von ihm selbst zusammengetragen und ursprnglich jedenfalls mit ,bildern geschmckt2 endlich fr unser ,thema das ,wichtigste -- eine ,reihe von ,radierungen1 etwa #aej an der ,zahl4 ,entwrfe fr ,gefe1 ,dolche1 ,ornamente1 insbesondere ,grottesken und ,mauresken1 ,jagden1 ,kostmfiguren1 biblische ,scenen1 ,landschaften und ,portrts mit ihren ornamental sehr wichtigen ,umrahmungen4 ,hirsvogel ist vermutlich um #adhh in ,nrnberg geboren1 #aeec in ,wien gestorben4 ,seine ,radierungen sind alle datiert von #aedc-aeej1 es scheint also1 da er1 frher mit anderen ,dingen beschftigt1 erst das letzte ,jahrzehnt seines ,lebens sich der tzkunst gewidmet hat4 ,auch ,hirsvogel ist durchaus ,renaissancemeister1 steht aber seinen ,neigungen nach in schroffem ,gegensatze zu ,fltner4 ,strebte dieser nach ,eleganz und ,schnheit1 so berbietet jener1 insbesondere in seinen ,gefentwrfen alle ,zeitgenossen durch ausschweifende ,phantastik1 aber auch frische ,originalitt4 ,seine ,gefe sind vielfach ,kannen in der ,gestalt hockender ,bcke mit ,visierhelmen1 ,widder1 ,menschenkrper mit ,lwenbeinen1 ,fe mit ,wade u4 s4 w41 ,henkel und ,ausgu in tollster ,weise aus ,lwenschwnzen1 ,zpfen1 ,schlangen1 willkrlich gebrochenen ,tchern oder ,helmzierden gestaltet4 ,manchmal gibt er auch die ,form eines ,pokals und verziert ihn dann mit naturalistischen ,frchten1 ,menschengestalten etc4 ,so barock das alles ist und so stilwidrig es in der ,ausfhrung wirken wrde1 es geht doch ein krftiger1 groer ,zug hindurch1 der besonders auffllt1 wenn man von den in mancher ,beziehung recht schnen ,entwrfen des ,meisters der ,kraterographie 7#aeea7 mit ihrer sinnlosen und deshalb kleinlichen ,hufung an ,gliederungen zu ihm zurckkehrt4 ,wegen seines ,geschmackes an barocken ,tierfiguren mute ihm das ,motiv der ,groteske besonders zusagen und er hat es denn auch vielfach verwendet1 ja1 einen eigenen ,typus eingefhrt3 er zuerst in ,deutschland fllt eine ,flche durch bereinandergestellte ,figuren und ,tiere1 die durch hngende ,tcher verbunden sind 7,lichtwark74 ,auch darin aber zeigt sich der ,gegensatz zu ,fltner3 er berfllt die ,flche und huft1 unbekmmert um ,klarheit1 willkrlich die ,motive bereinander1 so vor allem in den ,dolchscheiden4 ,mit souverner ,freiheit verwendet er alle berlieferten ,motive und verbindet sie in origineller1 vorbildlicher ,art1 so die ,grotteske und das ,rollwerk1 welch' letzteres er1 seiner grozgigen ,manier entsprechend1 massiv und einfach behandelt4 ,so ist er in jeder ,hinsicht streng zu unterscheiden von den eigentlichen ,kleinmeistern4 -- ,was den ,einflu ,italiens auf ihn betrifft1 so verrt sich wohl in ,manchem die ,kenntnis ,como's und der ,certosa1 doch nicht so1 da er mehr wie ,bcher1 ,stiche und ,holzschnitte gesehen zu haben braucht3 ,venedig aber und seine ,umgegend hat er grndlich studiert und die ,nachwirkung der venetianischen ,ornamentik ist nie zu verkennen4 ,so war also in den ,jahren #aecj-aedj die ,richtung1 welche man deutsche ,frhrenaissance nennen kann1 berwunden und es macht sich berall1 auch im ,kunsthandwerk ,nrnbergs das ,streben nach reinerer antikischer ,art geltend2 da konnte auch die ,hafnerei nicht zurckbleiben4 ,die ntige ,grundlage war geboten durch die technische ,errungenschaft1 von der wir im letzten ,aufsatze sprachen3 man hatte bereits angefangen1 die ,kacheln grer zu bilden als bisher1 diese neu gewonnene ,fhigkeit wurde nun begierig aufgegriffen und gesteigert3 man konnte dadurch und wollte von jener bereinanderhufung von ,reihen kleiner ,kacheln absehen1 was erforderlich1 wenn man den ganzen ,aufbau vereinfachen und ihn zugleich zeitgem antikisierend umgestalten wollte4 ,jede ,seite des ,aufsatzes erhielt nur mehr eine groe ,kachel -- hchstens noch ein kleiner ,fries darunter --1 ebenso die ,vorderseite des ,feuerraumes1 dessen ,nebenseiten aus zwei ,kacheln zusammengesetzt wurden4 ,die ,ecken des ,aufsatzes werden durch ,pilaster1 ,sulen oder ,hermen betont1 welche einen ,fries und ein krftig ausladendes ,gesimse tragen2 ein hnliches1 von den gleichen ,pilastern etc4 an den ,ecken und manchmal auch zwischen den beiden ,seitenkacheln gesttzt1 erhielt der ,feuerraum1 der sich nun klar von dem ,aufsatz scheidet4 ,beide haben1 den ,gesimsen entsprechend1 eine krftige1 reich gegliederte ,basis1 mit ,akanthus1 ,schuppenornament und dergleichen1 geziemend geschmckt4 ,die ,pilaster1 ,friese etc4 boten reichlich ,raum zur ,anbringung beliebter dekorativer ,motive2 die groen ,kacheln zeigen meist eine architektonische ,umrahmung1 ,portikus oder ,nische1 wie frher1 aber in viel flacherem ,relief und ohne ,hufung von ,sulen oder ,pfeilern2 in dieser ,umrahmung in der ersten ,zeit mit ,vorliebe eine ,vase oder eine einzelne ,figur1 eine ,allegorie oder ein ,planet und anderes in dem ,idealstile der ,fltner1 ,solis und ,nachfolger2 ohne ,beifgung der ehemals so beliebten realistischen ,details4 ,mit geringen ,ausnahmen verschmht man alles ,bunte und bevorzugt die grne ,glasur1 hchstens belebt durch leichte ,vergoldung4 ,die ,modellierung ist meistens vorzglich und lt darauf schlieen1 da entweder tchtige ,bildhauer die ,modelle der ,formen herstellten1 oder da einzelne ,hafnermeister selber1 wie spter die ,leupold und andere1 begabte ,plastiker waren4 ,jedenfalls war der ,geschmack der ,zeit soweit gestiegen1 da man sich nicht mehr mit rohen und sorglos hergestellten ,kacheln begngte1 und dem kam ein weiterer technischer ,fortschritt entgegen1 die ,verbesserung der grnen ,glasur1 ihre reinere ,zusammensetzung1 welche einen viel dnneren ,auftrag ermglichte1 bei dem die ,schrfe der ,formen nicht allzusehr verlor2 wesentlich trug dazu bei1 da man jetzt die ,reliefs zuerst mit einem feinen1 weien ,thon berzog1 worauf die viel hellere und reinere ,glasur in der ,hauptsache zurckzufhren ist4 ,bewundernswert ist bei den meisten der ,kacheln die auerordentlich geringe ,dicke dieser groen ,stcke4 ,mit dieser ,umgestaltung1 die das eigentliche ,prinzip1 die ,trennung von ,feuerraum und ,aufsatz unangetastet lie1 ja eigentlich erst recht zum ,ausdruck zu bringen wute1 war fr die frnkischen ,hafner auf anderthalb ,jahrhunderte der ,weg gewiesen1 und sie hielten treu an diesem ,schema1 sowie an dem quadratischen ,grundri des ,aufsatzes und dem oblongen des ,feuerraumes fest4 ,zu den ersten ,stcken dieser ,art gehren zwei heute auf der ,burg befindliche fen1 deren ,entstehen vielleicht noch in die dreiiger ,jahre des #af4 ,jahrhunderts fllt3 der vielbesprochene ,ofen im sogenannten ,arbeitszimmer des ,knigs und ein anderer im ,wohnzimmer der ,knigin4 ,illustration3 ,taf4 ,,ii4 ,grnglasierter ,kachelofen1 sogen4 ,hirsvogelofen1 auf der ,burg zu ,nrnberg4 ,mitte des #af4 ,jahrhunderts4 ,nebenstehende ,abbildung 7,taf4 ,,ii7 enthebt mich einer genauen ,beschreibung des ersteren ,ofens1 der mit ,recht einen groen ,ruf geniet4 ,so hufig ich schon die ,burg besucht habe1 stets bin ich von neuem frappiert von der vornehmen und schn gegliederten ,erscheinung dieses ,stckes4 ,und dieser ,eindruck nimmt eher zu als ab bei eingehender ,betrachtung desselben4 ,die sehr scharfe ,pressung der ,formen1 die offenbar aus noch kaum gebrauchten1 aber auch vorzglich gearbeiteten ,modeln entstanden sind1 die -- wenige stark beschdigte ,stellen ausgenommen -- tadellose ,erhaltung1 die ,gltte und herrlich gleichmige ,farbe der ,glasur1 an der das feine ,netz der ,haarrisse selbst jetzt noch1 nach mehr als dreihundertjhrigem ,gebrauche kaum sichtbar ist1 7,friedrich71 ,alles trgt zu diesem ,eindruck bei4 ,dazu kommt der schn gegliederte1 einfache1 zweckentsprechende ,aufbau2 die reine1 reizvolle ,ornamentik1 welche1 obschon keine sklavische ,kopie1 aus dem gleichen ,geiste gedacht ist1 wie die ,marmorreliefs der ,venetianer ,bauten1 ohne natrlich deren ,feinheit und ,frische ganz zu erreichen1 was hier der berschtzung ,friedrichs gegenber zur ,steuer der ,wahrheit nicht verhehlt werden darf4 ,es ist begreiflich1 da ,friedrich1 als er die ,tpferthtigkeit ,hirsvogels zu untersuchen begann1 in dem ,ofen ein ,werk dieses ,knstlers zu finden glaubte1 eingedenk der ,stelle ,neudrfers3 ,er berkam aber andere ,gedanken1 lie solche alle fahren1 machte eine ,kompagnie mit einem ,hafner1 der zog gen ,venedig1 ward hie ehelich und ein ,burger1 bracht viel ,kunst in ,hafners ,werken mit sich1 machte also welsche fen1 ,krge auf antiquitetische ,art1 als wren sie von ,metall gossen1 solches lie er auch anstehen1 bergab seinen ,mitgesellen den ,handel1 ward ein ,wappensteinschneider etc4#gh ,die hie und da laut gewordenen ,zweifel1 ob diese ,stelle nicht ganz1 oder in ihren ersten ,stzen auf ,hirsvogels ,kompagnon zu beziehen ist1 scheinen mir mit ,friedrich dem ,sprachgebrauch der ,zeit und der ,art nach1 wie ,neudrfer fortfhrt1 gegenstandslos zu sein4 ,untersttzt wird dieser ,bericht durch einen ,ratsbeschlu 7#bh4 ,nov4 #aecj73 ,augustin ,hirsvogel's halb soll den ,hafnern ernstlich gesagt werden1 ine an dem1 so ime ein rath vergnnt hat1 der gesellen und anders halben unverhindert zu lassen#gi4 ,die sich von selbst ergebende ,deutung ist natrlich die1 da ,hirsvogel um diese ,zeit schon ,tpferwaren produziert hat und da die eiferschtigen ,meister des ,handwerks ihn darob chikanierten4 ,da ,friedrich aufs eifrigste bestrebt ist1 dieser ,stelle einen andern gezwungenen ,sinn unterzulegen1 ist nur dadurch erklrlich1 da er streng an ,neudrfers ,version festhlt1 wonach ,hirsvogel erst nach aufgegebener ,glasfabrikation und nach seinem ,aufenthalt in ,venedig begonnen habe1 ,tpfereien zu schaffen1 statt also ,neudrfer durch den ,ratsbeschlu1 gewissermaen letzteren durch ,neudrfer korrigierte1 whrend doch derartige ,zeit- und ,motivangaben bei allen ,kunstchronisten der frheren ,jahrhunderte von ihrem ganzen ,berichte am wenigsten ,zutrauen verdienen4 ,ohne deshalb auf die romanhaften ,konstruktionen einzugehen1 in denen sich ,friedrich leider zum ,schaden seines sonst so schtzenswerten ,werkes gefllt1 mssen wir ,neudrfers ,stelle folgendermaen interpretieren3 wohl aus dem gleichen ,knstlerinteresse1 wie seine ,zeitgenossen1 zog es auch den ,hirsvogel nach ,italien und zwar gen ,venedig4 ,ob vor oder nach der ,kompagnie mit dem ,hafner1 welche den ,urkunden zufolge #aeca geschlossen wurde1 zwecks ,herstellung von ,glaswaren auf venetianische ,art1 wissen wir nicht1 da die ,stelle ,neudrfers aus obigen ,grnden in dieser ,hinsicht nicht beweiskrftig erscheint4 ,aus den ,jahren vor #aebh haben wir keine ,notizen ber den ,meister1 mglich1 da er die ,reise schon um diese ,zeit unternommen hat4 ,was er in ,venedig gelernt hat1 ist schwer zu sagen4 ,die ,darlegung ,friedrich's1 da es das ,zinnemail nicht gewesen sein knne1 da solches in ,venedig um #aecj noch nicht verwendet wurde1 ist nach den neueren ,forschungen hinfllig4 ,sicher um #aebj 7vgl4 ,o4 v4 ,falke ,majolika4 ,handbcher der kgl4 ,museen zu ,berlin #ahif1 p4 #ahd f471 mglicherweise aber schon vor #aejj war das ,zinnemail in ,venedig eine bekannte ,sache4 ,unter dem ,schmelzen1 das er von neuem lernen mute1 ist doch wohl eine neue ,art des ,glasierens1 also nach ,allem die ,zinnglasur zu verstehen4 ,da es nur eine reinere ,herstellung der ,glasur und feinere ,zusammensetzung der ,thonmasse war1 was er als ,gewinn nach ,hause brachte1 mchten wir bezweifeln4 ,die offenbar sehr rhrigen ,hafner ,nrnbergs1 und gar ein findiger ,kopf wie ,hirsvogel1 konnten diese ,vervollkommnung1 die sehr nahe lag1 wohl ohne fremde ,hilfe zu ,stande bringen4 ,das ,zinnemail dagegen war eine ,neuerung1 deren ,wichtigkeit ,hirsvogel sofort einleuchten mute1 wenn er die ,venetianer ,majoliken betrachtete und nach deren ,kenntnis er vor allem streben mute4 ,vielleicht war er berhaupt durch den ,anblick venetianer ,majolikenservice im ,besitze ,nrnberger ,patrizier zu der ,reise veranlat worden2 kann es doch nach den erhaltenen ,urkunden mit ,recht zweifelhaft erscheinen1 ob ,nickel thatschlich im ,besitz der richtigen ,kenntnis war4 ,zugleich eignete er sich jene innige ,vertrautheit mit der geschmackvollen ,ornamentik ,venedigs an1 welche die ,radierungen beweisen und die selbst nach dem ,vorgange der ,vischer in ,nrnberg noch ,aufsehen erregen konnte4 ,da das ,kreuz in seinem ,monogramm1 wie solches auf den ,radierungen vorkommt 7keine ,kachel ist signiert71 darauf deutet1 er habe eine ,tochter des ,maestro ,lodovico in ,s4 ,paolo geheiratet1 dessen ,platten das ,kreuz als ,marke tragen1 dnkt mir ohne urkundliche ,anhaltspunkte doch eine sehr vage ,vermutung3 das ,kreuz in ,verbindung mit dem ,monogramm ist durchaus keine seltene ,erscheinung4 ,als wren sie aus ,metall gossen#hj1 erklrt ,friedrich dahin1 da durch die ,schrfe der ,formen dieser ,eindruck erweckt wurde1 wozu dann noch die ,gleichmigkeit der ,glasur betrug1 oder vielmehr1 wie wir mit ,falke's ,worten hinzusetzen3 die einheitlich glatte ,oberflche der neuen ,glasur oder die im ,vergleich mit den brigen deutschen ,irdenwaren feinere und dnnere ausgedrehte ,masse1 die an ,zinngeschirr oder an dergleichen erinnern mochte4 ,schwierigkeiten macht noch die ,stelle3 welsche fen1 ,krg und ,bilder4 ,unter letzteren knnen wir uns allerdings kaum etwas anderes als ,kacheln mit bildlichen ,darstellungen vorstellen4 ,ob wir aber der ,verbindung halber1 wie ,friedrich will1 daraus schlieen drfen1 ,hirsvogel habe ,krge1 d4 h4 ,vasen nur auf ,kacheln angebracht1 gar keine selbstndigen ,krge geschaffen1 dafr scheint mir der manchmal etwas konfuse ,neudrfer1 der sein ,manuskript bekanntlich in acht ,tagen niederschrieb1 doch nicht zuverlssig genug4 ,auf antiquitetische ,art will wohl nicht nur ,grottesken-,dekoration1 sondern auch den antikisierenden ,aufbau besagen4 -- ,all' die angefhrten ,umstnde passen nun mit einer ,ausnahme auf den ,ofen der kgl4 ,burg4 ,er ist aus dem gleichen ,geiste in der gleichen ,zeit entstanden1 wie die oben angefhrten ,beispiele der ,nrnberger ,renaissance zwischen #aecj und #dj und in dies ,jahrzehnt mu auch ,hirsvogels ,tpferthtigkeit fallen1 denn um #aedb mu er ihr in der ,hauptsache ,valet gesagt haben1 wie seine vielfache ,beschftigung auf andern ,gebieten und seine ,entfernung von ,nrnberg vermuten lt4 ,es liegt also sehr nahe1 in ihm eines der von ,neudrfer gerhmten ,produkte des ,meisters zu erkennen4 ,auch in seiner ,ornamentik1 finden wir zahlreiche ,motive der spteren ,ornamentstiche des ,knstlers wieder4 ,nur hat ,friedrich bersehen1 da diese ,ornamentstiche sich von der klaren und mavollen ,dekoration des ,ofens doch etwas durch die willkrliche ,hufung und dabei freiere1 grozgigere ,behandlung der ,motive unterscheiden4 ,auch fehlt in ihnen1 soweit meine ,kenntnis reicht1 das auf dem ,ofen verwendete ,motiv der ,trophe4 ,das kann indes leicht aus der ,entwicklung des ,knstlers zu erklren sein4 ,bedenklich aber ist der ,umstand1 da gerade die ,hauptsache1 welche ,hirsvogel in ,venedig gelernt haben mu1 nmlich die ,zinnglasur1 hier keine ,verwendung gefunden hat1 whrend es doch sehr wahrscheinlich ist1 da der ,knstler nicht versumte1 von dieser wichtigen ,neuerung berall ,gebrauch zu machen4 ,mit der ,annahme aber1 wir htten ein vor der ,venetianischen ,reise entstandenes ,produkt seiner ,hafnerthtigkeit vor uns1 begeben wir uns ganz auf das ,gebiet vager ,konjunkturen4 ,wenn wir nun auch die ,mglichkeit nicht leugnen wollen1 so drfen wir doch nur sehr bedingungsweise und des bequemen ,namens halber1 der zugleich die offene ,frage bezeichnet1 fortfahren1 von einem ,hirsvogelofen zu reden und mssen den ,anteil des ,meisters an der ,vernderung des ,ofenschemas durchaus unentschieden lassen4 -- ,die ,kacheln des ,ofens scheinen sich groer ,beliebtheit erfreut zu haben und oft abgeformt worden zu sein1 so hat sich noch eine solche auf ,schlo ,friedensdorf in ,schlesien erhalten#ha4 ,mit anderen ,friesen und einrahmenden ,hermen versehen1 finden wir eine ,imitation des ganzen ,ofens1 sowie der ,vasenkachel -- letztere nur durch ein ber den ,bauch der ,vase gelegtes ,band bereichert -- in dem ,ofen#hb1 der ehemals den ,saal des ,heubeck'schen ,hauses zierte und leider zusammen mit der prchtigen ,tfelung#hc im ,jahre #ahfi nach ,frankreich verkauft wurde4 ,ofen und ,tfelung drften den ersten ,jahrzehnten des #ag4 ,jahrhunderts entstammen3 eines der ,beispiele1 denen wir noch oft begegnen werden1 da beliebte ,stcke manchmal noch um ein ,jahrhundert spter mit ,hinzufgung einiger neu entstandener ,teile neu hergestellt wurden4 ,friedrich nimmt das ,motiv der ,anbringung einer ,vase auf ,kacheln als ,neuerung ,augustin ,hirsvogels in ,anspruch1 und lt eine ganze ,reihe unten zu erwhnender ,stcke unter seinem ,einflu entstehen4 ,dagegen spricht1 da einige fen1 die dem ,kunstkreis eines andern gleichzeitigen ,meisters nahe stehen1 das ,motiv ebenfalls1 wenn auch in charakteristischer ,verschiedenheit1 aufweisen1 wonach ich glauben mchte1 da fr beide ein italienisches ,vorbild anregend war1 das mir zur ,zeit noch unbekannt ist4 berhaupt spielt die ,vase ja in der gesamten italienischen und deutschen ,ornamentik der ,zeit eine groe ,rolle4 ,illustration3 ,taf4 ,,iii4 ,grnglasierter ,ofen mit teilweiser ,vergoldung auf der ,burg zu ,nrnberg4 ,mitte des #af4 ,jahrhunderts4 ,in seiner ueren ,erscheinung steht dem ,hirsvogelofen nahe der grnglasierte1 teilweise vergoldete ,ofen mit buntglasierten ,einsatzkacheln des ,aufsatzes 7,taf4 ,,iii7 im ,wohnzimmer der ,knigin1 und ,friedrich hat nicht versumt1 ihn fr seinen ,helden zu beanspruchen4 ,die ,grnde1 die er dafr geltend macht1 sind inde wenig stichhaltig3 so eine oberflchliche ,verwandtschaft mit den ,glasgemlden der ,rochuskapelle1 die1 wie wir sahen1 kaum auf ,augustin zurckzufhren sind4 ,friedrich verfllt1 wie noch oft1 in den ,fehler1 der bei jeder ,arbeit auf dem ,gebiet der deutschen ,renaissance nahe liegt1 von dem wohl niemand1 auch der ,schreiber dieser ,zeilen1 sich ganz frei hlt1 und der darin besteht1 ,ornamentmotive1 die ,gemeingut der deutschen ,renaissance oder einer gewissen ,richtung derselben sind1 als fr den gerade behandelten ,knstler charakteristisch zu nehmen4 ,denn der ,austausch der ,motive1 gewissermaen die ,internationalitt derselben ist in dieser ,zeit eine sehr groe4 -- ,von dem sogenannten ,hirsvogelofen unterscheidet sich dies ,stck durch die ungleichmigere ,glasur1 die buntglasierten ,einzelkacheln1 die ,vergoldung -- in ihrer heutigen rohen ,erscheinung sicher nicht ursprnglich --1 die ,kapitelle1 die viel eher auf ,fltner hinweisen1 und ,anderes mehr4 ,am nchsten verwandt ist der ,ofen nicht nur durch den ,triglyphenfries mit ,widderkpfen in den ,metopen1 sondern auch in der ,ornamentik mit dem obengenannten ,schrank von #aeda im germanischen ,museum4 ,so finden wir auf ihm die ,vase mit dem hrenbouquet wieder1 die uns noch einmal auf einem anderen ,ofen begegnen wird4 ,die sehr beschdigten ,kacheln des ,aufsatzes1 in den blichen ,hafnerfarben glasiert1 zeigen die ziemlich plumpen ,darstellungen des ,jonas1 wie ihn der ,walfisch verschluckt1 der ,taufe ,christi und ,abrahams ,opfer1 alles in weiter1 roh behandelter ,landschaft4 ,weit besser sind die grnglasierten ,kacheln des ,feuerraums2 obwohl die ,schrfe der ,pressung zu wnschen brig lt1 jedenfalls aus einem vorzglichen ,model entstanden4 ,drei ,personifikationen der ,strke und anderer ,tugenden auf ,konsolen in einer ,nischenarchitektur1 welche noch sehr an die ,frhrenaissance anklingt4 ,friedrich konnte damit jene treffliche ,kachel mit dem ,bilde der ,venus in ,verbindung bringen#hd1 welche durch die ,schnheit dieses weiblichen ,krpers und dessen vorzgliche ,modellierung mit ,recht zu den besten ,stcken der alten ,hafnerei gerechnet wird4 ,jetzt im k4 k4 sterreichischen ,museum zu ,wien1 stammt die ,kachel aus der ,sammlung ,seuter in ,augsburg1 weshalb sie fr dortiges ,fabrikat unter dem ,einflu ,holbeins gehalten wurde4 ,sie ist aus demselben1 nur leicht vernderten ,model -- es fehlt ein ,stern zu ,hupten der ,venus und die ,konsole ist etwas verschieden gebildet -- entstanden1 wie die vorgenannten4 ,das eingesetzte ,mittelbild stimmt ebenfalls im ,styl berein und gehrte wohl zu einer ,parallelserie1 der ,ursprungsort der ,kachel ist also zweifellos ,nrnberg2 der ,schrfe der ,pressung nach darf sie gewissermaen als ein erster ,abdruck gelten4 ,auch die ,kacheln des ,ofens lassen in der ,eleganz der ,bewegung und der ,schnheit des ,faltenwurfes auf einen tchtigen ,bildner schlieen4 hnliche ,einsatzbilder1 wie die buntglasierten im ,aufsatze dieses ,ofens zeigt derjenige im ,schlafzimmer der ,knigin#he1 ein zum ,teil sehr roh zusammengesetztes ,stck von unreiner ,glasur mit einzelnen ,kacheln aus der ,zeit der besten ,renaissance -- so der ,fries1 der noch in einem ganz gleichen oder hnlichen ,exemplar#hf im ,hamburger ,museum und im bayr4 ,nationalmuseum zu ,mnchen 7,nr4 #cae7 erhalten ist -- und solchen die etliche ,jahrzehnte spter aus rohen ,modeln geformt wurden4 ,die ,hauptkachel gibt eine ,nische1 welche von groen plumpen ,engeln1 die einen schweren ,frchtenkranz halten1 flankiert ist2 diese ,engel stehen auf einem ,postament1 an dem ,lwenkpfe mit ,ringen angebracht sind4 ,in den von ,muscheln abgeschlossenen ,nischen finden wir wiederum die ,darstellung des ,jonas1 ,opfer ,abrahams1 ,taufe ,christi1 dazu noch ,kain und ,abel4 ,ausnahmsweise sind dieselben nicht bunt glasiert1 sondern nur bunt bemalt4 -- ,illustration3 ,fig4 #bd4 ,buntglasierte ,kachel im german4 ,museum4 ,illustration3 ,fig4 #be4 ,grnglasierter ,kachelofen in der ,stadtbibliothek zu ,nrnberg4 ,wie solche ,szenen1 hat man auch in dieser ,zeit schon ,genrebilder verwendet3 so befindet sich in unserem ,museum eine buntglasierte ,kachel1 offenbar zu einem ,fries bestimmt1 mit der ,darstellung einer ,hirsch- und ,hasenjagd 7,fig4 #bd71 die von einer gleich rohen ,hand wohl nach der ,vorlage eines ,holzschnittes oder einer ,plakette hergestellt worden ist4 -- ,weit hher steht jene1 gleichfalls genrehaft aufgefate ,kachel mit dem ,engel und ,tobias in einer ,landschaft#hg als ,einsatzbild1 deren ,originalform im ,besitze des ,kunsthndlers ,fleischmann in ,nrnberg war1 und welche ,friedrich ,hirsvogel zuschreibt1 da die ,landschaft seinen ,radierungen nahe verwandt sei4 ,letzteres ist aber durchaus nicht so sehr der ,fall1 und auerdem knnte ein beliebiger ,hafner einfach eine ,radierung ,hirsvogels als ,vorlage benutzt haben2 da die ,umrahmung #bj oder #cj ,jahre spter ausgefhrt sein mu1 ist ja auch ,friedrich nicht entgangen1 er hilft sich aber mit der ,annahme1 da auch fr diese ein ursprnglicher ,entwurf des ,meisters vorgelegen habe4 ,auf solche ,vermutungen einzugehen1 ist natrlich unmglich4 ,noch weniger brauchen wir uns mit den sehr willkrlichen weiteren ,attributionen ,friedrichs zu befassen#hh2 alle die betreffenden ,stcke1 grtenteils ,produkte einer viel spteren ,periode1 werden an geeigneter ,stelle erwhnt werden4 ,friedrich war eben dermaen begeistert fr seinen ,helden und daher von dem ,wunsche geradezu besessen1 die ganze ,neugestaltung des ,ofenschema's auf ihn zurckzufhren1 da er sogar in notorisch nach ,virgil ,solis gearbeiteten ,stcken seinen ,geist wiedererkennt1 da die eine andere ,stufe der ,entwicklung verratenden ,rothenburger ,ofenmodel als ,imitation ,hirsvogels gelten mssen1 ja1 da er noch den spter zu besprechenden ,g4 ,vest und die gesamte ,tpferei ,kreussens unter seinen ,einflu stellt1 kurz1 die ,arbeit einer ganzen ,generation einem ,meister zuschreibt4 ,illustration3 ,fig4 #bf4 ,grnglasierte ,kachel 7,mitte des #af4 ,jahrh47 im german4 ,museum 7,a4 #edb74 ,aus3 ,lbke1 ,geschichte der ,renaissance in ,deutschland4 ,stuttgart4 ,ebner ,seubert4 #ahhb4 ,illustration3 ,fig4 #bg4 ,grnglasierter ,kachelofen aus der zweiten ,hlfte des #af4 ,jahrh4 im ,merkel'schen ,hause zu ,nrnberg4 ,so wenig wir dem ,allen zustimmen knnen1 ebensowenig darf auch1 was die ,nrnberger fen betrifft1 ,hirsvogel1 wenn berhaupt1 als der alleinige ,neuerer gelten4 ,einmal1 weil die ,umnderung zum ,greifen nahe lag1 und derselben berall siegreichen ,richtung ihren ,ursprung verdankt1 wie zahllose andere ,erscheinungen im ,kunstgewerbe4 ,dann auch1 weil wir einige gleichzeitige fen auf die ,inspiration eines andern selbststndigen ,meisters zurckfhren1 nmlich ,peter ,fltner's1 dessen ,bedeutung fr das ,kunstgewerbe1 wie wir gesehen haben1 mindestens der des ,hirsvogel gleichkommt4 -- ,an erster ,stelle ist da zu nennen der ,ofen in der ,stadtbibliothek1 wohin er aus dem stdtischen ,leihhaus verbracht wurde 7,fig4 #be74 ,die ,vorderseite zeigt in einer ,nische die ,gestalt des ,sol1 ziemlich genau nach der ,fltner'schen ,plakette#hi gearbeitet1 in vorzglich scharfer ,pressung1 die beiden ,nebenseiten eine ,vase mit ,tierfen als ,henkel1 ein vielfach1 besonders aber von ,fltner angewandtes ,motiv4 ,auch die ,architektur der ,nische steht1 nach der ,hungern ,chronica und dem ,krakauer ,altar zu urteilen1 dem ,meister nicht fern4 ,der ,feuerraum ist aus einfachen ,schsselkacheln zusammengesetzt1 nur unten ist ein ,fries angebracht1 der in oblongen ,kacheln an der ,vorderansicht einen ,triton und eine ,nereide einander gegenber zeigt1 an den ,seiten zweimal zwei gegen einander gerichtete ,mnner mit ,fackeln1 deren ,krper in ,bltter und dann1 wie auch der ,fischleib der ersteren in elegant gezeichnetes1 zur ,spirale gewundenes1 echt ,fltnerisches ,rankenwerk bergeht4 ,von den letztgenannten ,kacheln besitzt unsere ,sammlung ein ,exemplar 7,fig4 #bf74 ,auch die an den ,ecken angebrachten ,engelskpfe mit gegeneinander geschwungenen ,flgeln1 erinnern an ,fltner4 ,an und fr sich wre es nun leicht denkbar1 da der ,meister1 wie fr ,sessel1 ,betten und ,thren1 so auch ,entwrfe fr fen gemacht hat2 er knnte sogar1 wie spter ,eisenhoit1 die ,formen fr einzelne ,model selbst gearbeitet haben1 jedenfalls aber nicht die getreue ,nachbildung der ,plakette4 ,sind dagegen nur ,plaketten und ,holzschnitte ,fltners als ,vorlage bentzt worden1 so mssen wir das groe ,verstndnis anerkennen1 mit welchem der ,bildner die ,feinheit seiner ,ornamentik wiederzugeben verstand4 -- ,die ,frage ist schon deshalb nicht zu beantworten1 weil wir ,bedenken tragen mssen1 die ,zusammensetzung des ,ofens als ursprnglich anzusehen4 ,wenigstens will uns die brtige ,herme an der ,ecke des ,aufsatzes mit der ,maske an ihrem ,fugestell etwas spter dnken2 der ,ofen ist wohl in einer ,hafnerwerkstatt1 welche die ,model nach ,fltner besa1 in der zweiten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts geschickt zusammengesetzt worden4 ,illustration3 ,fig4 #bh4 ,detail des ,ofens ,fig4 #bg4 ,illustration3 ,fig4 #bi4 ,braunglasierte ,kachel im bayr4 ,gewerbemuseum4 ,illustration3 ,fig4 #cj4 ,grnglasierte ,kachel ,a4 #aeia1 ,ende des #af4 ,jahrhunderts im german4 ,museum4 ,aus der gleichen ,werkstatt ist noch der prchtige ,ofen im ,saale des ,merkel'schen ,hauses 7,karlsstrae7 hervorgegangen 7,fig4 #bg71 dessen ,kacheln in den gleichen ,nischen die ,planetengtter nach der gleichen ,fltner'schen ,plakettenserie zeigen#ij und zwar wie vorhin ,sol1 dann ,saturn1 ,luna1 ,jupiter1 ,mars1 ,merkur 7,saturn und ,jupiter zweimal74 ,die ,pressung ist nicht ganz so scharf wie bei dem vorgenannten ,ofen4 ,gemeinsam mit letzterem ist noch diesem ,ofen die achtmal wiederholte ,frieskachel mit dem ,triton und der ,nereide1 sowie die unteren ,gesimsglieder4 ,die schne ,fllung der ,pilaster am ,feuerraum zeigt wiederum die charakteristischen ,motive der ,fltner'schen ,ornamentik 7,fig4 #bh72 hier finden wir auch die uns von dem ,ofen im ,wohnzimmer der ,knigin und dem ,schrank bekannte ,vase mit dem hrenbouquet und ,anderes wieder4 -- ,die ,karyatiden des ,aufsatzes1 den ,hermen des vorigen ,ofens nahe verwandt1 vor allem aber die ,behandlung der ,gesimse und ihre ,verkrpfung machen die ,annahme wahrscheinlich1 da der ,ofen in dieser ,form dem ,ende des #af4 ,jahrhunderts seine ,entstehung verdankt1 also gleichzeitig ist mit der herrlichen ,tfelung des ,saales1 die durch ihre ,komposition und ,einzelausfhrung eine der besten in ,nrnberg genannt werden mu4 ,der ,saal in seiner vollstndigen ,ausstattung mit ,decke1 ,wandtfelung1 ,gemlden und ,ofen trefflich erhalten1 wurde offenbar zugleich mit dem gnzlichen ,umbau des ,hauses eingerichtet1 welcher um diese ,zeit stattgefunden haben mu1 wie die ,faade und die interessante ,hofarchitektur beweisen4 ,die ,model der beiden fen aber 7mit den genannten ,ausnahmen7 mssen wir1 der ,reinheit ihrer ,dekoration halber1 in die noch kein fremdes ,element eingedrungen ist1 noch der ersten ,hlfte des ,jahrhunderts1 etwa um #aedj1 zuschreiben4 ,die grne ,glasur dieser hervorragend schnen ,stcke ist sehr hell und gleichmig2 sie sind darin1 wie in der ,feinheit ihrer ,ornamente dem ,hirsvogelofen ebenbrtig1 whrend an ,eleganz des ,aufbaues ihm derjenige im ,merkelhause entschieden berlegen ist4 ,da die ,autorschaft ,hirsvogel's an dem ,burgofen bis jetzt nur ,hypothese1 andererseits diese beiden ,exemplare sicher1 und wie es scheint auch der ,ofen im ,wohnzimmer der ,knigin auf ,fltner'sche ,inspiration zurckgehen1 so mssen wir ihm auch auf die ,hafner seiner ,zeit einen mindestens gleich groen ,einflu zuschreiben wie ,hirsvogel4 ,illustration3 ,fig4 #ca4 ,grnglasierte ,kachel aus der zweiten ,hlfte des #af4 ,jahrh4 im german4 ,museum4 ,diesem ,nrnberger ,renaissancestyl und besonders dem des ,fltner nahe steht der schne ,ofen im ,rathause zu ,ochsenfurt#ia1 der in seiner mavollen ,verwendung des ,dekorativen und fein profilierter ,gesimse1 im ,allgemeinen nur aus gleichmigen ,schsselkacheln bestehend1 einen sehr befriedigenden ,eindruck macht4 ,ecksulchen aus drei gedrehten ,bndern1 unten ein ,fries von oblongen ,kacheln1 in denen eine ,vase von zwei ,mnnern gehalten wird1 deren ,krper in ,bltter und feines ,rankenwerk bergeht1 hnlich den vorgenannten fen2 kmpfende ,putten1 die den ,aufsatz krnen -- das ist der ganze ,schmuck4 -- ,im gleichen ,geiste edelster ,renaissance sind noch eine ,reihe ,schsselkacheln im ,german4 ,mus4 7,a4 #fja1 #fjb1 #aehh1 #aehi7 gehalten1 in deren ,ecken gut modellierte ,tritonen1 ,nereiden etc4 angebracht sind4 ,von der knstlerischen ,hhe und dem ,geschmack der damaligen ,hafnerei zeugt ferner das schne ,stck der ,temperantia im ,besitze des ,bayrischen ,gewerbemuseums 7,fig4 #bi74 ,die grazise ,bewegung1 die eleganten1 wenn auch berschlanken ,proportionen1 die gute ,modellierung und der flotte ,faltenwurf heben dies ,stck ber viele andere hinaus4 ,das ,motiv ist der ,temperantia 7,b4 #acf7 des ,hans ,sebald ,beham entlehnt1 welche wir spter noch einmal als ,vorlage zu erwhnen haben4 ,in diesem ,falle mchte ich aber fast glauben1 da zwischen der ,kachel und dem ,stich noch eine nach letzterem gearbeitete ,plakette gestanden hat4 ,zu dieser ,annahme veranlat mich der vernderte ,kopftypus1 das ,fehlen der ,flgel1 die aus dem ,derben des ,beham ins ,schlanke bersetzten ,proportionen1 die viel heftigere ,bewegung1 die gnzlich verschiedenen1 durchaus nicht knittrigen ,falten und das ebenfalls verschiedene ,beiwerk1 wenn wir das ,alles nicht auf ,rechnung des ,modelleurs der ,kachelform setzen wollen1 der dann knstlerisch recht selbststndig gewesen sein mu4 ,illustration3 ,fig4 #cb4 ,ofenmodell1 grnglasiert im german4 ,museum4 ,die ,vase mit ,blumen1 der wir auf den groen ,mittelkacheln des ,hirsvogels- und ,bibliotheksofens zum ersten ,male begegnet sind1 ist in der zweiten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts vielfach verwendet worden4 ,auf der ,kachel ,a4 #aeia 7,fig4 #cj7 finden wir sie wieder1 die ,form dem ,stck der ,bibliothek nahestehend1 in einer ,architektur1 welche von charakteristischem1 hier recht grozgig behandeltem ,rollwerk umschlungen ist4 ,das ,stck zeichnet sich durch seine dunklere1 sehr warme und gleichmige ,glasur aus4 ,da man bei der ungewohnten ,gre der ,kachel offenbar noch ,besorgnis hegte1 wird sie auf der ,rckseite durch zwei sich kreuzende ,stege verstrkt1 das ,gleiche ist geschehen bei der ,kachel ,fig4 #ca1 deren ,vase mehr an die des ,hirsvogelofens anklingt4 ,auch hier ist ,rollwerk mit der ,architektur der ,nische verbunden4 ,die in dem ,entwurf schn gedachte ,umrahmung ist durch die nachlssige ,ausfhrung sehr vergrbert worden2 auch die fleckige ,glasur wirkt strend4 ,verwendet finden wir diese ,kachel an dem ,aufsatze eines nicht hervorragenden ,ofens unserer ,sammlung 7,a4 ,rper-,bsch #ae71 bei dem die betrchtliche ,vertiefung der einen ,schsselkachel zu praktischen ,zwecken interessant ist4 -- ,das ,vasenmotiv zeigen endlich noch einige ,ofenmodelle der gleichen ,zeit1 so das nebenstehend abgebildete ,stck 7,fig4 #cb74 ,der ,ausdruck ,ofenmodelle drfte wohl ungenau sein3 ich mchte kaum glauben1 da diese ,stcke von ,hafnern als ,modelle hergestellt wurden2 sie dienten wohl von ,anfang an zur ,ausstattung von ,puppenhusern1 in welchen man in ,nrnberg groe ,pracht entfaltete4 ,das ,germanische ,museum besitzt allein fnf solcher1 ob ihrer kompletten und die ,wohnungen getreu nachahmenden ,einrichtung wichtiger ,stcke2 in einem dieser ,huser entdecken wir auch die ,miniaturausgabe eines ,ofens1 der nur aus bereinander gereihten ,vasenkacheln besteht4 ,ebenfalls der zweiten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts entstammt das bei ,ortwein abgebildete ,ofenmodell unserer ,sammlung#ib4 ,illustration ,,beitr,,ge ,,zur ,,geschichte ,,des ,,kaufmanns ,,im ,,xv4 ,,jahrhundert4 ,,von ,,dr4 ,,otto ,,lauffer4 ,,ii4 ,in der ersten ,sammlung dieser ,beitrge 7,jahrg4 #ahii1 pg4 #aje ff47 haben wir in einer ,reihe von ,bildern die allgemeinen ,handelsverhltnisse des ,,xv4 ,jahrhunderts nher zu beleuchten versucht4 ,indem wir uns nunmehr den ,einzelerscheinungen im ,leben des deutschen ,kaufmanns jener ,zeit zuwenden1 erinnern wir uns1 da die ,entwicklung des ,kaufwesens im allgemeinen an die ,mrkte gebunden war1 deren ,verkehr auf der ,grundlage eines besonderen ,friedens und ,rechtsschutzes#ic sich entfaltete1 in gleicher oder hnlicher ,weise wie es ,boners ,edelstein #ajj1 #a ff4 darstellt3 ,ein margt huop sich in einer stat4 der margt vil grze vrheit ht3 es waerin vrouwen oder man1 wer d ze margte wolte gn der hte vride siben tage4 ,von den ,mrkten kommen allerdings die auf den ffentlichen ,pltzen der ,stadt abgehaltenen ,wochenmrkte fr die ,entwicklung des ,kaufwesens kaum in ,frage1 weil dort eigentlich nur die vom ,lande zu ,markt gezogenen ,bauern die selbstgewonnenen ,lebensmittel umsetzten4 ,etwas anderes ist es freilich schon1 wenn der ,verkauf derselben in die ,hnde der ,zwischenhndler oder ,hker bergieng1 aber auch diese haben kaum jemals den ,anspruch auf den ,namen ,kaufmann erhoben4 ,ein richtiger ,kaufverkehr entfaltete sich erst auf den periodisch wiederkehrenden ,jahrmrkten und ,messen1 die sich im ,anfang meist an kirchliche ,festlichkeiten angeschlossen hatten1 und bei denen sich bald ein so lebhaftes ,marktgetriebe entwickelt hatte1 da auch der geweihte ,raum der ,kirche selbst nicht mehr davor sicher war4 ,in der kirchen1 oder im kirchhoff1 sol man nit iar merckt haben1 kauffen vnd verkauffen1 in diesen ,worten ,geilers ,narrensch4 fol4 #ihid zeigt sich1 da das alte ,verbot1 das die ,kirche namentlich im ,,xiii4 ,jahrhundert immer wieder auf das ,entschiedenste hatte aussprechen mssen#ie1 auch am ,ende des ,,xv4 noch nicht berflssig geworden war1 ja der sonst so strenge ,prediger mu sogar noch hinzufgen3 ob man aber kertzle1 oder liechtle zu der me feil moge haben1 die leerer seint hie wider einander4 ,es war also auch damals noch nicht ganz ausgeschlossen1 in dem ,raume der ,kirche selbst ,verkaufsstnde anzutreffen4 ,im allgemeinen aber hatte sich der ,markt schon von den geweihten ,orten zurckgezogen und auf den ffentlichen ,pltzen und ,straen sich festgesetzt1 und war so schon rein rtlich betrachtet ein ,anla der ,spekulation fr die ,einwohner geworden1 die dy hsser ferleihen4444 in der me#if4 ,illustration3 ,fig4 #a4 ,wannenkrmer4 ,holzschnitt von ,hans ,frank #aeaf aus ,geiler1 ,brsamlin4 7,steinhausen a4 a4 ,o4 ,abb4 #bd47ig ,diese ,platzvermieter wenden sich nun natrlich an diejenigen ,kaufleute1 die ihren festen ,stand in der ,messe haben1 undenkbar ist es1 da sie ihr ,geschft an den sogenannten ,wannenkrmern machen4 ,das sind die kremer1 die ihren krom feil tragen in einer wannen4 ,die selben die schncken all winckel au vnd haben vil narrenwerck vnd thorechte ding feil1 vnd haben pfeiflin im krom ligen vnd pfeiffen etwann darzu1 vnd machen die lt lstig ze kauffen1 vnd gond in der me hin vnd her vff alle stuben an alle ort1 vnd wa lt beieinander ston1 so sein die wannenkremer allwegen auch da4 ,das thut aber ein rechter ,kauffmann oder ein hantwercks man nit1 der sein war feil hat#ih4 ,das ,charakteristische dieser ,wannenkrmer besteht also darin1 da sie keinen festen ,verkaufsstand haben1 und ferner darin1 da sie auf eine wenig vornehme ,art die ,kufer an sich locken1 indem sie durch ,possen und derbe ,spsse die ,aufmerksamkeit erregen4 ,der kremer ist etwann ,,xl jrig1 vnd reitet vff eim gemalten stecken daher#ii4 ,in dieser letzten ,art gleichen sie den -- meist an eine feste ,kramstelle gebundenen -- marktschreierischen und oft recht gaunerhaften ,verkufern von ,hausmitteln und ,quacksalbereien1 wie sie sich ja auch bis in unsere ,zeit auf den ,jahrmrkten erhalten haben#ajj4 ,illustration3 ,fig4 #b4 ,zusammenstellung von ,waren1 die auf der ,messe zu kaufen sind4 ,holzschnitt von ,h4 ,frank aus ,geiler1 ,brsamlin4 7,steinhausen a4 a4 ,o4 ,abb4 #if47 ,nur bedingt charakteristisch fr die ,wannenkrmer war die -- teilweise auch in festen ,krambuden anzutreffende -- ,art ihrer ,waren4 ,sie haben etwann feil3 gemalte rlin1 gemalte buppen1 ,lengold 7 ,goldlahn1 ,lametta71 ,lepkuchen1 ,rechenpfenning1 ,rrlin1 hppen 7 eine ,art ,waffeln71 oflaten1 ,kartenspiel#aja4 ,jedenfalls trieben sie einen nach dem ,urteil der ,kirche verwerflichen ,handel1 sie gehren zu den vnntzen kremern vnd kauflten1 der war nit not ist3 sie haben leichtfertige ding feil1 als ,schnurren 7 ,kreisel71 ,rechen1 ,blobelg1 ,abbrechen 7 ,lichtschere71 ,flchfallen1 ,blaw enten#ajb1 die vff holdtschuhen gon1 vnd ,scheiden vnd der gleichen torechte ding4 ,die wil ich nennen frauwenkremer444 ,sie haben frawen werck feil1 wann die frawen etwann mit semlichen 7 solchen7 gackeldingen guckis gackis vmbgond1 darumb nenn ich sie frauwenkremer4 ,durch solche ,dinge werden die ,frauen zu ,leichtfertigkeiten verfhrt1 vnd etwann so kummen sie vor den selben kremen zusammen1 vnd so mu er 7 der ,liebhaber7 ir ein blabalck kaufen1 so kramet sie im ein abbrechen4 ,die ding machen sie dann vff den ermel1 vnd so verstond sie dann einander1 was es bedtet1 vnd der eeman lachet sein dann1 vnd ist gar ein fein ding1 vnd ist als narrenwerck#ajc4 7,vergl4 ,fig4 #a47 ,die ,wannenkrmer dienen also der ,snde1 wodurch sie selbst auch sndhaft werden1 und solange sie diesen ,handel treiben1 knnen sie keine rechte ,bue thun4 ,so eyner in seinem kauffmannschatz vmgat mit wucher1 vnd frkauff vnd die let betregt1 ouch die wrffel vnd kartenspiel machend1 vnd degleichen1 so lang er dien vnrechten kauffmanschatz vnd das gewerb treibet1 so lang mag er nit wre bu tun fr sein snden#ajd4 ,geiler gibt einmal 7,brsaml4 ,i4 fol4 #ib7 eine sehr interessante ,zusammenstellung aller der ,dinge1 mit denen man seiner berzeugung nach von geistlichen und weltlichen ,rechtes wegen keinen ,handel treiben darf1 und wenn auch die ,stelle freilich nur zum ,teil hierher gehrt und es erst recht zu weit fhren wrde1 in allen ,einzelheiten hier nher auf sie einzugehen1 so will ich doch nicht versumen1 sie ganz anzufhren4 ,ein frummer kaufmann sol feil haben gute ,kaufmannschatz1 nit verlegen ding1 erbere ding1 die nit verbotten sein4 ,waz ist verbotten1 zu uerkauffen8 ,geistlich ding 7,spiritualia72 ,gifft 7,venena72 ,prophand 7,frumenta publica72 ,purpurwol 7,vellus muricis72 ,vgeschnitn kind 7,eunuchos72 ,vnntze ding 7,prophana72 ,freie menschen 7,liberos homines74 -- ,zu dem ersten sein verbotten geistliche ding1 als me lesen1 vnd was geistlichen ,dingen anhangt 7,annexa74 ,ich hort einist von eim1 das im einer fnff pfening wolt geben1 er solt im ein me leen1 da sprach er ich mag es kum in der werckstat selber darumb haben4 ,es was aber schimpff 7 ,scherz71 wie wol man nit darmit schimpfen sol4 ,es seind darnach die ,sacrament1 die sol man auch nit verkauffen#aje4 -- ,vnd zu dem andern3 gifft sol man nicht verkauffen1 dann mit vnderscheid444 -- ,das drit ist prophand1 als da man wein vnd korn einem herren zufrt vnd devotis militibus1 andechtigen ,rittern1 wer das vffkauft vnd andern verkauffen wil1 ist der kauffman ein grosse person1 so sol er leib vnd gut verfallen sein1 ist er ein gemeine person1 so sol man im den kopff abhauwen4 -- ,daz vierd ist vgeschnitnen kinden1 besunder so es rmer kind sein1 sol man nit verkauffen1 aber andere kind mag man wol verkauffen4 -- ,daz fnft ist purpurwol1 dem gemeinen man sol man es nicht verkauffen1 bei kopff abhauwen4 -- ,zu dem ,,vi4 ,freie menschen sol nieman verkauffen4 ,der vatter in hungers not mag er den sun verkauffen1 vnd sunst nicht1 aber die fraw nit4 ,er mag die frauw nicht verkauffen1 vnd die muter mag den sun nicht verkauffen1 sie leid hunger oder nicht4 -- ,zu dem sibenden ,lusoria instrumenta1 ,spilwerckzg vnd ding1 die da schedlich seind1 ppig1 weltlich gezierd1 kartenspil1 wrffel1 vnd ding1 dy man niendert zu bruchen kann1 denn zu narrenwerck1 sol man auch nit verkauffen4 ,das zuletzt genannte ,verbot richtet sich also ganz deutlich mit gegen die ,wannenkrmer1 indessen ist es kein ,zweifel1 da dieselben sich durch solchen ,kirchenspruch nicht gar zu sehr anfechten lieen1 und wenn sie selbst darnach strebten1 ihren fliegenden ,handel mit einem festen1 die ,wanne mit dem ,kramladen zu vertauschen1 so wurden sie nicht durch religise ,bedenken dazu veranlat -- zumal in vielen ,fllen nicht einmal ein pltzlicher ,wechsel in der ,art ihrer ,waren damit verbunden war --1 sondern vielmehr durch das natrliche ,verlangen1 in der sozialen ,gliederung ihres ,standes eine ,stufe hher zu steigen4 ,zu dem ersten so treyt er seinen krom in einem wenlyn hin vnd her1 ,streel vnd spiegel4 ,wan er etwas berkumpt1 so will er darnach ein gedemly haben1 vnd wrt darnach ein kaufmann vnd haltet hu1 er hrt nit vff1 er sei den in einer geselschaft1 noch hrt er nit auf1 er will ein galeen vff dem mer haben1 mit diesen ,worten schildert ,geiler 7,brsaml4 ,i4 fol4 #ij7 die ,stufenleiter innerhalb des ,kaufmannsstandes4 ,der ,wannenkrmer wird zum ,besitzer eines ,gadems1 eines ,kaufladens1 darnach wird er ,grokaufmann und begrndet ein ,kaufhaus1 dann schliet er sich einer ,handelsgesellschaft an und hrt nicht eher auf1 als bi er an den berseeischen ,handelsgeschften seinen ,anteil bekommen hat4 ,wenn er es aber soweit bringt1 so hat er vorher viel ,mhe und ,not zu berstehen3 ein kouffman1 will der gro rychtum haben1 er mu lugen1 daz er vryt gon ,andorff 7 ,antwerpen71 gon ,mechel1 gon ,lyon oder ,venedig1 io dick 7 oft7 in schnee1 kelt1 frost1 wind vnd regen1 vnd in grosser widerwertigkeit1 des er wol berhaben wer vnd doheymen am trucken ssse in einer warmen stuben bey seiner frawen vnd lieben kinden4 ,aber daz verlot er allesammen allein vmb zeytlichs guts willen4 ,ich will geschwigen dozu1 daz er mu menge be ellende herberg haben vnd vil bel zeyt1 vnd mu offt nacht in den herbergen in winckelen oder luigen wusten betten ligen1 vff schmutzigem deller essen1 vnd zeren menge be rten vnd wuste suppen1 vnd dennocht dz thr genug bezalen1 vnd mu dozu gro sorg1 angst vnd not haben1 vnd zum dickren mol lib vnd leben zum gutt doran wogen#ajf4 ,so hatte der ,kaufmann auf jeder ,geschftsreise unzhlige ,unbequemlichkeiten zu berstehen1 bei jedem ,aufbruch zur ,messe mute er sich gefat machen1 von wegelagerndem ,raubgesindel berfallen1 ausgeplndert und an ,leib und ,leben gefhrdet zu werden#ajg4 ,von schwerer ,sorge war er befreit1 wenn er das ,ziel seiner ,reise glcklich erreichte1 und es ist wohl zu verstehen1 wenn er sich dort fr ein paar ,tage mit vollem ,behagen dem ,lebensgenu hingab1 ehe er seine ,geschftsthtigkeit aufnahm4 ,das ist es1 was ,geiler1 ,narrensch4 fol4 #aba andeuten will mit den ,worten3 ein kauffmann1 wan er kumpt geen ,franckfurt1 geen ,nierenberg1 so gat er dem spil nach1 dem fressen vnd suffen1 vnd vergit seiner kauffmannschatz1 das sein arm frnemen was eine uerung1 die nichts anderes heien kann1 als da der ,kaufmann von den ,anstrengungen der ,reise sich erholte in den ,gildehusern oder ,kaufleutstuben1 wo zumal vor ,beginn der ,messe ein reich bewegtes ,leben und ,treiben sich entfaltete1 wo alte ,bekannte aus weit entfernten ,gegenden sich in gleich angeregter ,stimmung trafen und mit gleicher ,bereitwilligkeit das ,geld hinaus gehen lieen4 ,nach dem ,vergngen folgte dann die ,arbeit schon bald genug1 nach der ,verschwendung das ,feilschen um den ,pfennig1 und dessen kann man gewi sein1 da derjenige ,kaufmann eine sehr groe ,seltenheit bildete1 bei dem ,geilers -- wohl mehr der ,nutzanwendung zu ,liebe gewhltes -- ,bild 7,brsaml4 ,,ii4 fol4 #fd7 zugetroffen htte3 ,ein begiriger kauffman1 der etwan findet zu kauffen ein edlen stein1 so spricht er nit zu dem der den stein hat1 wie wiltu in geben8 er zelt ym das gelt auch nit1 er wigt es ym auch nit1 er messet es auch nit1 er thut auch den seckel nit vff1 er zerreit vnd zerschneidet den seckel vff1 vnd spricht1 nym als vil als du wilt4 ,wir haben ja schon gehrt1 wie sehr man sich vor den ,warenflschungen zu hten hatte#ajh und wir werden noch sehen1 welchen bervorteilungen man beim ,kauf selbst ausgesetzt war1 kein ,wunder1 wenn der ,kaufmann sich beim eigenen ,einkauf nicht betrgen lie4 ,es ging nun einmal nicht anders1 er mute ein weites ,gewissen haben1 und wenn wir im ,,xiii4 ,jahrhundert schon von ,caesarius von ,heisterbach hren1 ein ,kaufmann knne kaum ohne ,snde sein1 so setzt im ,anfang des ,,xv4 ,jahrh4 ,joh4 ,nider 7a4 a4 ,o4 fol4 #a;a7 die alte ,klage fort1 cum mercatorum officium tot suspectis contractibus circumvolutum agnoscatur moderno tempore1 ut experti animarum medici iustum ab iniusto vix valeant discernere4 ,so sehen wir sie denn ber die ,messe ziehen und mit kaltem ,blut den ,nachkauf#aji treiben1 da sie eim die gurgel abstechen1 vnd ein armen man zwingen vnd tringen1 daz er in zukauffen mu geben1 als man nach dem end der me thut1 vnd die me vgat1 da einer verhalten hat1 vnd dieselben denn vmbher gon vnd einander vnder den armen fren1 vnd dann hinzu gon vnd sich also stellen1 als ob sie nit wllen kauffen1 vnd sei nt des dings1 vnd seind doch darumb da4 ,also wrt der gentigt1 daz er mu sein war neher geben weder sie wert ist vnd er sie selber hat#aaj4 ,illustration3 ,fig4 #c4 ,verladung von ,waren in ein ,kauffahrteischiff4 ,holzschnitt aus3 ,buch der ,zerstrung ,trojas4 ,augsburg1 ,sorg4 #adgi4 7,steinhausen a4 a4 ,o4 ,abb4 #ag47 ,auf die ,einzelheiten des ,kaufaktes werden wir spter zu sprechen kommen1 zunchst mssen wir noch mit ein paar ,worten auf die ,geschftslaufbahn des ,kaufmanns zurckkommen4 ,als ,wannenkrmer fingen natrlich nur die allerwenigsten von denen an1 die uns spter als ,grokaufleute entgegentreten1 weitaus die meisten bernahmen als ,shne von ,kaufleuten einfach den vterlichen ,handel4 ,zu ihrer ,ausbildung erachtete man in wohlhabenden ,familien eine auswrtige ,lehrzeit1 am liebsten im ,auslande1 fr notwendig3 mancher kauffmann sendet seine sun in welsche land#aaa4 ,nach beendeter ,lehrzeit tritt der junge ,mann in das vterliche ,geschft ein oder er macht sich gleich selbstndig1 hlt selbst ,haus und stellt eigene ,bedienstete an1 die er dadurch mglichst an sein ,geschftsinteresse zu binden sucht1 da er ihnen einen gewissen ,anteil am ,gewinn gibt1 denn es ist vernunfftig1 wenn ein kauffmann lot daz gesind1 den gadenknecht auch teil haben am gewerb1 wann sie seind desto trwer1 vnd schencken dester minder hinweg1 so sie an yeglichem ding ir teil haben des verkauffens#aab4 ,derweilen besorgt er selbst die ,geschftsreisen1 unterhlt die berseeischen ,beziehungen -- iedermann wei1 mit was sorg und arbeit die kaufleut daraffter faren bi gon india1 sie fliehen armut durch wasser vnd erdtreich#aac -- und endlich fhrt er die ,verbindungen mit den ,mitgliedern seiner ,handelsgesellschaft#aad1 da etwann acht oder zehn kauffmann ir gelt zusammen legen1 kauffmannschatz damit zu treiben1 ayner ligt zu ,rom der ander zu ,venedig1 der drit zu ,nrnberg1 der vierd zu ,antorff#aae4 ,zur nheren ,charakterisierung dieser ,genossenschaften1 die brigens1 wenn irgend mglich aus ,angehrigen ein und derselben ,familie sich zusammensetzten1 wird es gengen1 noch die ,worte anzufhren1 mit denen ,geiler 7,brsaml4 ,,ii4 fol4 #ce7 sich darber uert3 ,in der grossen gesellschaft1 da seind die kauflt miteinander verpflicht4 ,da legt einer fnft hundert gldin1 einer zwei hundert gldin1 vnd haben ir gewerb zu ,venedig1 zu ,lugdun1 zu ,antorff1 vnd vberal ire verweer4 ,wenn einer gewint oder verlrt1 so gewinnen oder verlieren sie alle zusammen1 vnd wenn sie zusammen kummen1 so seind ettwann zwei tausent gldin gewunnen1 so wissen sie bei der rechnunge1 was yeglichem gehrt1 nachdem vnd er gelert hat4 ,die verschieden groe ,beteiligung der ,mitglieder1 das gemeinsam getragene ,risiko1 die ,arbeit an den einzelnen ,niederlassungsorten1 das ,wirken der ,verweser dortselbst1 schlielich die ,generalversammlung der ,mitglieder und die ,verteilung des ,gewinnes entsprechend dem ,mae ihrer ,beteiligung und ihrer ,geschftsgewandtheit1 das alles hat ,geiler in jenen wenigen ,worten sehr hbsch und anschaulich zusammengestellt4 99 99 99 99 99 ,wir wenden uns der ,schilderung des ,kaufaktes zu1 und indem wir den ,kufer beim ,eintritt in den ,kaufmannsgadem begleiten und die ausgelegte ,ware ins ,auge fassen1 erinnern wir uns dessen1 was wir ber die hufigen ,flschungen gehrt haben1 und treten nicht ohne ,mitrauen an die ,auslage heran4 ,in der ,that zeigt sich bald1 da dasselbe berechtigt ist1 und wir wundern uns nicht mehr allzusehr1 wenn wir im ,jahre #aeab ,murner in seiner ,schelmenzunft 7,kap4 ,,xxv7 schelten hren3 ,wer nit schmieren kan eyn fall1 ,mit hunig streichen gifft und gall1 ,saur mit sie vermischen kan3 ,der kum in die me gon ,franckfurt gan4 ,do lernstu wol des kouffmans dandt1 ,wie mans treibt in allem landt4 ,das obrist ist schon zu gerist3 ,lug du fr dich1 was vnden brist6 ,der schonfal hatt eyn gut gesicht1 ,wie wol dem andren fill gebricht4 ,dorum so heit es3 oben thur1 ,oben sie vnd vnden sur6 ,all ding sindt vff den kouff bereyt1 ,was man feil zu messen treidt4 ,wie kan der ietz ein koufman seyn1 ,der seyn fall nit richt doreyn ,vnd streicht das speckly vornan dran1 ,do mit man narren fohen kan8 ,die kremer hant gut reich zu werden1 ,wo narren kouffen on geferden4 99 99 99 99 99 ,betriegens1 roubens wilt dich neren3 ,die kouffleut henckt man fur die statt1 ,der solche keuff getribben hatt4 ,fur wor1 es wer myr gleich so lieb1 ,das myr meyn gelt doch stil eyn dieb1 ,den das mich eyner offlich trugkt ,und so schedlich mir erlugt6 ,so ich doch meyn1 es sei gelouben1 ,so ist es nut1 den stelen1 rouben4 ,die betrgerische ,kunstfertigkeit der ,verkufer1 ihre ,waren ber ,gebhr anzupreisen1 hatte schon ,johannes ,gerson am ,anfang des #ae4 ,jahrh4 verdammt3 vitetur mendacium 7et specialiter ad damnum alterius7 in laudando suas merces multo plus quam iudicentur esse laudandae#aaf1 ,nider besttigt1 da der ,kaufmann die ,leute verfhrt1 zu teuer zu kaufen1 ementem aliqua arte signorum factorum uel verborum1 eciam si vera sint1 inducit ad emendum carius quam alias#aag und ,geiler 7,brsaml4 ,i4 fol4 #ia7 lt uns gar die ,anpreisungen selbst hren3 ,einer sprichet1 das ist ein gute war1 vnd doch nitt werdt ist1 ich hab das thuch daher kaufft1 vnd hab es dem vnd dem auch also verkaufft vnd dennocht zweier oder dreier pfenning threr geben1 vnd mag nitt darbei beston1 so mir got m helffen1 es ist also4 ,vnd du weist wissenlich1 das es falsch ist4 ,oder an einer andern ,stelle#aah sagt er3 ,du kumpst gar selten in ein gaden1 du findest des affenschmaltzes darin4 ,kumpst du in ein thuch gaden1 so hebt man dir ein thuch herfr3 ,sehen1 lieber her1 ab dem ist auch noch nie kein elen kummen4 ,affenschmaltz ist da6 ,vnd het ich ein gut thuch im hindersten winckel1 ich wolts euch geben4 ,vnd wann du dich also lat salben1 vnd mit disem affen schmaltz lat schmieren1 wan du hinweg kumpst1 so halt er dich fr ein narren1 vnd gibt dir den muff nach 7 er verhhnt dich74 ,selbst wenn ein ,verkufer -- was zwar selten genug vorgekommen zu sein scheint -- den ,grundsatz hatte1 keine geflschte ,ware zu verkaufen1 so schreckte doch offenbar so gut wie niemand davor zurck1 fehlerhafte ,stcke als tadellos und zu gleich hohem ,preise loszuschlagen4 ,zwar hatte ,gerson 7a4 a4 ,o4 fol4 d a b7 schon entschieden sich dahin ausgesprochen1 da solche ,mngel nicht verheimlicht werden drften1 und da der ,preis herabgesetzt werden mte3 si in mercibus sive venialibus sunt magni defectus1 qui sciri non possunt aut percipi1 sive recipiendo sive tangendo non debent celari1 nec vendi debeant ac si praedictos defectus non haberent1 aber bei ,nider1 der doch sonst auch nicht gerade mit seiner ,meinung zurckzuhalten pflegt1 scheint mir schon aus der ganzen ,art der ,fragestellung3 numquid venditor tenetur defectum rei vendendae dicere emptori#aai hervorzugehen1 da die ,zeit mehr geneigt war1 es fr das ,risiko des ,kufers zu halten1 ob er ein gutes oder ein weniger gutes ,stck bekommt4 ,illustration3 ,fig4 #d4 ,der ,kaufmann mit der falschen ,elle4 ,aus den acht ,schalkheiten ca4 #adgjabj4 7,steinhausen a4 a4 ,o4 ,abb4 #cj47 ,in dem letzteren ,falle wrden also die ,kaufleute etwas entlastet werden1 dagegen ist es aber kein ,zweifel1 da sie von der immer wieder erhobenen ,anschuldigung1 zu kleines ,ma und ,gewicht zu gebrauchen1 mit vollem ,recht betroffen wurden4 ,wenn im ,jahre #adid ,brant's ,narrenschiff #ajb1 #cj ff1 die ,klage erhebt3 ,man hat klein mossen vnd gewicht ,die elen sint kurtz zugericht4 ,der koufflad mu ganz vinster syn ,das man nit seh des tuches schyn4 ,die wile einer dut sehen an ,was narren vff dem laden stan1 ,gent sie der wogen eynen druck1 ,das sie sich gen der erden buck1 ,vnd frogen eyns1 wie vil man heysch4 ,den turnen wigt man zu dem fleysch1 wenn ferner ,geiler 7,narrensch4 fol4 #aih b7 in ,anlehnung an ,brants ,worte sagt3 ,item welcher ist gerecht in quantitate1 in der zal1 im gewicht vnd in der ma8 ,acht lot fr ,v6 ,die metzger wiegen iren dumen6 ,in numero3 ,x fr ,,xii biren1 pffel1 ein kurtze elen1 falsche sester#aba1 vnrecht ma zu dem ol1 wein1 hunig etc4 -- ist es nicht das alte ,lied1 das auch ,nider 7a4 a4 ,o4 fol4 #e;a7 schon gesungen hat3 ,in quantitate eciam fraus committitur1 que per mensuram cognosci potest1 ideo si quis scienter utatur deficienti mensura in vendendo per modium1 virgam1 pondus et similibus deficienter mensurando4 ,verminderung von ,ma und ,gewicht waren aber nicht die einzigen ,mittel1 durch die die ,verkufer sorgten1 da sie nicht zu kurz kamen1 auch ihre ,preise darauf einzurichten1 verstanden sie vortrefflich4 ,offenbar war beim ,kauf ein hartnckiges ,handeln und ,feilschen sehr stark blich1 das ,publikum feilschte1 weil es wute1 da die ,verkufer aufschlugen1 und weil die ,verkufer wuten1 da das ,publikum handeln werde1 so schlugen sie nur noch mehr auf4 ,gerson 7a4 a4 ,o4 fol4 d ,i4 b47 hatte deshalb schon angeregt1 die ,kaufleute sollten feste ,preise einfhren1 der ,verkauf wrde dann schneller und vor allem in einer ,gott wohlgeflligen ,weise von statten gehen3 ad cauendum periurationes et mendacia et alia peccata ego consulo seruari consuetudinem quorundam bonorum et fidelium mercatorum1 hoc est non superferre suas merces sed eas vendere ad vnum verbum4 ,et quando videbitur haec consuetudo1 citius et brevius emetur et fiet placitum deo4 ,gerson sttzte sich bei diesem ,vorschlage auf die ,erfahrungen1 die einige gute und rechtschaffene ,kaufleute damit gemacht hatten1 man sieht schon1 da dieselben eine ,ausnahme bildeten4 ,so konstatiert denn auch ,nider 7a4 a4 ,o4 fol4 #ag;b7 einfach3 institores et mercatores consueverunt1 preciosius exhibere quam valeat1 und #gj ,jahre spter fhrt ,geiler 7,brsamlin ,i4 fol4 #ia;b7 dasselbe nher aus mit den ,worten3 ,threr bieten weder man es geben wil1 vff das der kauffmann kum vff das recht mittel1 das ist tegliche snd4 ,als so einer ein elen thuch wil geben vmb sech schiling1 solt er es also bieten1 so het der1 der es kauffte1 kein bengen daran1 sunder er wolt es haben vmb sechthalben schilling4 ,darumm so thut er eins vnd btet es vmb sibenthalben schilling1 vff das er kum vff das recht mittel1 vff den rechten kauff4 ,natrlich wenn der ,kufer den ,wert der ,ware nicht abzuschtzen vermochte1 oder wenn er durch irgend welche ,ursache gezwungen war1 gerade ein bestimmtes ,stck zu kaufen1 oder schlielich wenn er sich nicht auf das ,handeln verstand und den ausgesetzten ,preis entweder ganz bezahlte oder nicht genug herunterhandelte1 dann strich der ,verkufer den ,aufschlag ohne ,skrupeln ein und lachte sich ins ,fustchen4 ,potest etiam fraus tribus aliis modis committi in vendendo4 ,primo si homini inexperto circa rem1 seu simplici superuendit rem scienter4 ,secundo si vidit1 emptorem artatum necessitate nel inordinata affectione impulsum1 et propter hoc superuendit4 ,tertio quin venditor scienter verbis rem1 quae vix valet vnum denarium1 exhibet pro quatuor4 ,et emptor ex verecundia vel quia credit1 non superexhiberi rem plusquam vnum denarium1 dat tres pro ea4#abb ,man kann sich denken1 wie emprt nachher der ,kufer war1 wenn er erfuhr1 da ein anderer bei demselben ,hndler dieselbe ,ware bedeutend billiger gekauft hatte1 wute er doch1 da ein ,wechsel der ,preise in der ,regel nur geringfgig ist und auch nur allmlig sich bildet4 ,da man freilich den ,preis nicht fr alle ,verhltnisse auf ,heller und ,pfennig genau fixieren knne1 da also ,preisschwankungen mglich wren1 das war dem ,publikum vllig vertraut und verstndlich1 wie wir aus vielen ,stellen bei ,nider erkennen knnen1 z4 ,b4 wenn er 7a4 a4 ,o4 fol4 #i;b7 sagt3 ,justum precium non est quodcunque punctualiter determinatum sed magis in quadam aestimacione consistit1 ita quod modica addicio vel minucio non videtur aequalitatem iusticiae tollere4 ,nur verlangte man1 da der ,preis in einem vernnftigen ,verhltnis zu den ,spesen1 die auf der ,ware lasten1 angesetzt wrden1 und da man im allgemeinen beim ,kauf auf ,borg nicht teurer zahlen msse als bei ,baarzahlung3 custodiatur bona fides secundum quod merces constiterint et pro quanto vendi possint saluo sufficienti lucro secundum labores factos et secundum tempus quod currit4 ,et quod propter simplicitatem alterius aut bonam fidem non fiat ei peius4 ,item quod non vendatur carius ad credulitatem quam ad argentum1 nisi forte haberetur damnum magnum in non habendo argentum#abc4 ,das aber mute1 vor allen ,dingen bei den ,armen1 schweren ,ansto erregen1 wenn sie sahen1 da einflureiche ,leute1 ,mitglieder des ,rates u4 s4 w4 kein ,bedenken trugen1 in ,rcksicht auf ihre ,stellung sich ,vorzugspreise gewhren zu lassen1 wie wir z4 ,b4 einmal bei ,geiler 7,brsaml4 ,i4 fol4 #hc;b7 lesen3 ,wenn einer im regiment ist1 vnd sol fisch kauffen1 so bekent in der fischer gar wol vnd gibt sie im allwegen dreier oder vier pfening neher1 dann wenn er nit im regiment wr4 ,wer wei1 wa er des herren wrd bedrffen6 ,in inniger ,beziehung zu den ,preisen steht natrlich der ,verdienst der ,kaufmanns4 ,ein jeder1 der ein ehrenhaftes ,gewerbe treibt1 hat ,anspruch auf ,verdienst3 vnumquemque in opere honesto reipublicae servientem oportet de suo labore vivere honeste4 ,honeste dico propter meretrices histriones et inhoneste viventes#abd4 ,nach der ,gre und der ,gemeinntzigkeit seines ,fleies und seiner ,bemhungen1 meint ,nider#abe solle der ,kaufmann seinen ,verdienst bestimmen1 und ebenso nach der ,gre und dem ,werte seiner ,ware3 mercator debet cum timore luctum recipere racionabiliter secundum noblitatem et gravitatem et utilitatem curae1 laborum1 industriae et sumptuum1 quos et quas contingit habere1 nec non secundum magnitudinem1 multitudinem aut preciositatem rerum1 in quibus servit aut ministrat hominibus4 ,ein ,hkerweib knne an ihrem ,kohl nicht so viel verdienen wollen wie der ,krmer an seiner ,ware1 und dieser wieder msse hinter dem ,grokaufmann zurckstehen1 der die ,importen auf den ,markt bringt3 penestica vendens pisum vel olera1 et de vno facili comitati serviens non tantum lucri recipere potest sicut institor vendens nobiles et multum vtiles mercantias4 ,nec institor in quiete quodammodo residens ceteris paribus potest tantum lucri recipere eciam de aeque magna pecunia sicut adducens res aeque bonas de partibus longinquis#abf4 ,im allgemeinen hielt man einen ,durchschnittsgewinn von #cj bis #dj fr angemessen1 worber ,steinhausen 7pag4 #gg7 nhere ,angaben macht4 ,nider 7a4 a4 ,o4 fol4 #ab;a7 berechnet den ,verdienst mit #ej wenn er sagt3 esto quod mercator statuat in corde suo1 quod pannum1 quem habet pro sex1 velit dare pro nouem solidis4 ,waren ,verkufer und ,kufer nun handelseinig geworden1 so hatte der letztere eine ,anzahlung zu leisten1 dadurch wurde das ,geschft endgiltig besiegelt4 ,dieses ,aufgeld1 auch ,gottespfennig genannt1 wurde dann bei der abschlieenden ,bezahlung vom ,kaufpreise abgezogen3 das vffgeld1 das in latein wrt genannt arra3 wenn einer etwas kaufft1 es sey ein hau1 acker oder matten1 wein oder korn1 so gibt er dem verkauffer etwas daruff1 ein teil geltes1 so er im schuldig ist4 ,damit ist der kouff beschlossen vnd gewi gemacht1 das es also bleiben sol vnd stet gehalten werden -- wrt ettwen genannt ein gotzpfenning1 den man daruff gibt1 vnd nit me1 vnd ist ein vnderscheid zwschen eym pfand vnd vffgelt4 ,wenn so die betzalung geschieht1 so gibt man das pfand herau aber nit das vffgelt1 sunder man erfllet es mit der brigen betzalung#abg4 99 99 99 99 99 ,wenn wir zum ,schlu uns mancher ,einzelheiten erinnern1 ber die unsere ,zusammenstellungen einige ,klarheit zu verbreiten gesucht haben1 so mssen wir mit ,schmerzen gestehen1 da bermig viel die ,rede sein mute von ,lug und ,betrug1 von ,warenflschungen und ,wucherpreisen1 von ,geldschneiderei und unredlichen ,spekulationen4 ,wir mten demnach ein ungemildertes ,verdammungsurteil ber den ,kaufmann des ,,xv4 ,jahrhunderts aussprechen1 und wir drfen es auch nicht verschweigen1 da die ,erhebung gegen den unertrglichen ,druck des ,grokapitalismus1 der sich in den ,hnden der groen ,kaufherren angesammelt hatte1 nicht einer der geringsten ,beweggrnde war fr die aufstndischen ,bewegungen und die revolutionren ,strme1 die am ,beginn des ,,xvi4 ,jahrhunderts in so vielen deutschen ,stdten zu erschreckendem ,ausbruche kamen#abh4 ,um so mehr fhlen wir uns aber verpflichtet1 auch dessen zu gedenken1 was den ,kaufmann zum ,teil entschuldbar erscheinen lt1 dessen1 was er von anderen ,stnden zu erdulden hatte1 der vielfach hervortretenden ,unsicherheit des ,erwerbs1 der ,beschwerlichkeiten des ,verkehrs und der ,gefahren der ,reise1 der drckenden ,abgaben und lstigen ,hemmnisse1 die auf dem ,handel lasteten4 ,zudem finden wir jenen brutalen ,egoismus nicht nur im ,leben des ,kaufmannes wirksam1 vielmehr steht das ganze ,zeitalter unter seinem ,zeichen und mit dem ,kaufmanne teilen ihn auch alle brigen ,stnde1 bei denen er nur andere ,erscheinungsformen annimmt4 ,endlich aber wollen wir vor allem nicht vergessen1 was ,deutschland gerade im ,,xv4 ,jahrhundert seiner ,kaufmannschaft zu danken hatte4 ,was auch der einzelne ,kaufmann verschuldet haben mag1 die ,gesamtheit hat es wieder gut gemacht1 denn eben sie begrndete die hohe ,blte der deutschen ,kultur1 auf der die groen ,errungenschaften der ,renaissance und der ,reformation in ,deutschland beruhen4 ,illustration ,illustration ,,goldschmiedearbeiten ,,im ,,germanischen ,,museum4 ,,von ,,th4 ,,hampe4 ,,ii4 ,,langobardische ,,votivkreuze ,,aus ,,dem ,,vi4-,,viii4 ,,jahrhundert4 7,schlu7 ,die ,fragen1 die sich an diese ,kreuze knpfen sind sehr mannigfaltiger ,art1 indessen teilweise bereits durch die bisherige ,forschung gelst oder doch ihrer ,lsung nahe gefhrt4 ,so kann namentlich durch die ,ausfhrungen ,paolo ,orsis#abi und die sie in vielen ,punkten wesentlich ergnzenden ,r4 ,majocchis#acj als erwiesen gelten1 da wir es in dem ,gebrauch dieser ,kreuze mit einem ,spezifikum der ,langobarden zu thun haben4 ,mit verschwindend wenigen ,ausnahmen haben sie sich bisher alle in denjenigen ,gebieten ,italiens gefunden1 die von den ,langobarden seit der zweiten ,hlfte des ,,vi4 ,jahrhunderts in ,besitz genommen worden waren1 und teilweise sind die ,hauptfundsttten zugleich die ehemaligen ,hauptsttzpunkte der langobardischen ,herrschaft4 ,ihr ,nichtvorkommen im brigen ,italien1 wie beispielsweise auch in ,ravenna schliet die ,mglichkeit einer rmischen oder ostgotischen ,sitte geradezu aus4 ,in ,betracht knnten daher neben den ,langobarden hchstens noch die ,franken kommen1 deren ,scharen zu verschiedenen malen ,italien heimgesucht haben1 wie denn ja auch schlielich das ,langobardenreich seine ,selbstndigkeit an die ,franken unter ,karl dem ,groen verlor4 ,man hat daher auch hin und wieder fr einige dieser ,kreuze frnkischen ,ursprung in ,anspruch nehmen wollen2 so fr das an letzter ,stelle beschriebene und ,fig4 #ad abgebildete ,kreuz unserer ,sammlung#aca4 ,der allerdings von der ,verzierungsweise der brigen wesentlich abweichende ,stil dieses ,kreuzes1 den man als merovingisch ansprechen zu drfen glaubte1 sowie das sich fnfmal wiederholende1 freilich schwer zu entziffernde ,monogramm1 das man auf einen der ,frankenknige mit ,namen ,chilperich oder ,childebert deuten wollte1 fhrte zu dieser ,annahme4 ,auch haben sich sowohl in frnkischen1 wie auch in bayerischen ,grbern in der ,that gelegentlich dergleichen ,kreuze gefunden#acb4 ,indessen sind solche ,funde diesseits der ,alpen bisher zu vereinzelt geblieben1 als da man daraus einen ,schlu etwa auf frnkische ,herkunft der betreffenden ,kreuze ziehen drfte4 ,es ist vielmehr bei den vielfltigen ,beziehungen zwischen den ,langobarden und den ,bayern und ,franken und bei der ,expansivkraft1 die der spezifisch langobardischen ,kunst frhzeitig innewohnt#acc1 sehr wahrscheinlich1 da wir auch in den zu ,schwabmnchen1 ,langenerringen u4 s4 w4 gefundenen ,kreuzen ,import aus dem ,langobardenreich jenseits der ,alpen vor uns haben#acd4 ,fr ,italien endlich wird die ,frage1 ob die ,erscheinung dieser ,kreuze frnkischer oder langobardischer ,kultur und ,kunst entsprossen1 schon durch einen ,vergleich der ,waffen1 die hier in so groer ,zahl zusammen mit den ,kreuzen gefunden worden sind1 mit der in den ersten ,jahrhunderten des ,mittelalters bei den ,franken blichen ,bewaffnung zu ,gunsten der ,langobarden entschieden#ace4 ,mit der ,frage nach ,ort und ,volk erledigt sich -- wenigstens im groen -- auch zugleich die ,frage nach der ,zeit der ,entstehung unserer ,kreuze4 ,die ,zeit der ,langobardenherrschaft in ,italien1 also etwa das ,,vi4-,,viii4 ,jahrhundert1 wird man vornehmlich dafr in ,anspruch nehmen drfen4 ,mglich1 da analog der ,entwicklung der langobardischen ,plastik#acf auch hier der ,beginn eigener ,kunstbung kaum vor der ,mitte des ,,vii4 ,jahrhunderts anzusetzen ist1 mglich auch1 da manche der ,kreuze erst dem ,,ix4 ,jahrhundert entstammen1 da mit der ,unterwerfung unter des groen ,frankenknigs ,herrschaft ,brauch und ,kunstbung der ,langobarden nicht alsbald in ,abnahme gekommen zu sein braucht und ihre nationale ,plastik in der ,that auch spter noch manches bedeutendere ,werk hervorgebracht hat4 ,die genauere ,zeitbestimmung1 die zeitliche ,gruppierung und die ,datierung der einzelnen ,kreuze mu jedoch zuknftiger ,forschung vorbehalten bleiben4 ,ein eingehendes ,studium smtlicher bisher bekannter ,stcke dieser ,art und ein ,vergleich mit anderen uns erhaltenen ,denkmlern der langobardischen ,kultur1 insbesondere auch1 wie frher schon angedeutet wurde1 der ,mnzen1 wrde vermutlich auch fr die ,zeitbestimmung im einzelnen sichere ,anhaltspunkte ergeben4 ,was nun die kunstgeschichtliche ,seite der ,erscheinung unserer ,kreuze betrifft1 so blickt schon aus obigen ,ausfhrungen zuweilen die ,annahme hervor1 da es sich nicht allein um ,gegenstnde1 die -- etwa von fremden ,knstlern -- zum ,gebrauch fr die ,langobarden hergestellt worden sind1 sondern zugleich um ,erzeugnisse der eigenen1 der langobardischen ,kunst handelt4 ,diese ,annahme findet nicht nur in der beraus primitiven ,technik fast aller dieser ,kreuze und in der ebenso primitiven ,ornamentik eines groen ,teils derselben -- vgl4 z4 ,b4 oben ,nr4 #a-g -- ihre ,sttze2 auch die von reiferer ,kunst zeugenden1 reicher ornamentierten unter ihnen weisen in ihrem ,dekor so manche ,berhrungspunkte mit anderen authentischen ,werken der langobardischen ,kunst auf1 da an ihrem ,ursprung in der ,werkstatt eines langobardischen ,goldschmieds#acg nicht wohl gezweifelt werden kann4 ,es begegnen uns hier nicht selten die gleichen ,band- oder ,riemengeschlinge1 die sich so zahlreich an den plastischen ,denkmlern der ,langobarden finden und fr die namentlich die ,dreiteilung der einzelnen ,riemen durch zwei tiefe ,flze so charakteristisch ist#ach -- man vergleiche insbesondere ,fig4 #h4 ,ebenso weist die ,wiedergabe menschlicher ,figuren oder einzelner ,krperteile1 der alle ,kenntnis von ,anatomie und ,proportion mangelt1 der ,gesichter1 die sich als rohe1 starre ,larven darstellen1 der ,hnde1 die ausgestopften ,handschuhen gleichen#aci1 genau die gleichen ,eigentmlichkeiten auf1 die uns von den brigen ,werken der langobardischen ,kunst bekannt sind4 ,eine andere ,frage ist freilich die3 wieweit darf auch ihrem ,ursprunge nach die uns auf diesen ,kreuzen begegnende ,ornamentik als spezifisch langobardisch betrachtet1 wieweit mu sie in diesem ,sinne als gemeingermanisch1 wieweit als ,entlehnung vornehmlich aus der ,antike aufgefat werden8 ,und hier sind es im ,grunde nicht so sehr jene wenig charakteristischen primitiven ,verzierungen durch ,punkte in ,reihen oder in regelmigen ,gruppen1 durch ,striche und ,strichelungen aller ,art1 als eben wiederum jenes ,band- oder ,riemenwerk1 das ,geriemsel1 um das seit einer ,reihe von ,jahren unter den ,forschern ein heftiger ,kampf entbrannt ist4 ,whrend die eine ,partei 7,hans ,hildebrand1 ,sven ,sderberg u4 a471 die den ,germanen der ,vlkerwanderungszeit keinerlei eigene ,tierornamentik zugesteht1 am liebsten auch die meisten ,bandverschlingungen dieser ,art1 wie wir sie ja nicht nur bei den ,langobarden1 sondern hnlich auch bei den ,skandinaviern1 ,angelsachsen1 ,franken u4 s4 w4 antreffen1 auf ,barbarisierung antiker ,tierornamente zurckfhren mchte1 sieht die andere ,partei 7,sophus ,mller etc47 in dem teils auf die ,flechtarbeit als ,vorbild zurckgehenden1 teils auf der ,metalltechnik beruhenden ornamentalen ,bandwerk das ,ursprnglichere1 aus dem sich ebenfalls ohne ,beeinflussung durch die ,kunst der alten ,vlker eine germanische ,tierornamentik spontan entwickelt hat4 ,ein nheres ,eingehen auf diese ,kontroverse und die ,begrndung der beiderseitigen ,ansichten liegt auerhalb des ,rahmens dieses ,aufsatzes4 ,es sollte mit dem ,hinweis darauf nur kurz angedeutet werden1 wie schwierige ,aufgaben auch hinsichtlich der ,ornamentik unserer ,kreuze noch von der ,forschung zu bewltigen bleiben4 ,denn nicht besser als um die sichere ,erklrung von ,herkunft und ,bedeutung des ,geriemsels steht es um unser ,verstndnis der sonstigen ornamental verwandten ,darstellungen1 die diese ,kreuze zeigen1 wie beispielsweise der martialisch aussehenden ,mnnerfigur mit dem prchtigen ,scheitel und den ,schnrkelbeinen auf ,kreuz ,nr4 #aa 7s4 o4 ,fig4 #aa7 oder der vier ,gesichter auf ,kreuz ,nr4 #ac 7,fig4 #ac71 wie sich dergleichen in hnlicher ,zusammenstellung noch auf mehreren anderen ,kreuzen finden#adj4 ,eine ,erklrung solcher ,einzelheiten1 die sich ohne ,zweifel wiederum vor allem auf ein eingehendes und vergleichendes ,studium des gesamten ,materials d4 h4 aller bisher bekannten ,kreuze dieser ,art sttzen mte1 wrde im brigen wesentlich mit bedingt sein durch die klare ,erkenntnis der ,bestimmung1 des ,zweckes1 den diese ,kreuze gehabt haben4 ,aber auch dazu -- es ist der letzte ,punkt1 der hier zu errtern bleibt -- ist die ,forschung bisher leider noch nicht vorgedrungen4 ,wie sich aus den feinen ,durchbohrungen1 die alle diese ,kreuze an ihren ,endigungen1 manche der greren auch an ihrem ,mittelstck aufweisen1 mit hinreichender ,sicherheit ergiebt1 sind sie ursprnglich -- vermutlich auf dem ,gewande der ,toten1 in deren ,grbern sie gefunden wurden -- aufgenht gewesen4 ,darber stimmen alle ,forscher berein2 die ,frage ist nur3 wozu sie aufgenht wurden1 was sie bedeutet haben mgen4 ,unter den #ha ,kreuzen1 die ,orsi als in ,italien gefunden aufzhlt1 sind uns fr etwas mehr als die ,hlfte1 nmlich fr #db1 mehr oder minder eingehende ,nachrichten ber ihre ,auffindung insbesondere ber die mit ihnen zusammen bei den ,skeletten gefundenen ,gegenstnde berliefert#ada4 ,diese #db ,kreuze verteilen sich auf im ganzen #af ,funde4 ,bei #ad von diesen #af ,funden konnte es infolge der zahlreich mit ausgegrabenen ,waffen nicht zweifelhaft sein1 da es sich um langobardische ,kriegergrber handle4 ,so war in der ,that die ,vermutung nicht ganz von der ,hand zu weisen1 da auch die ,kreuze in irgend einer ,beziehung zu dem ,berufe des ,kriegers stehen1 etwa als militrische ,abzeichen oder ,auszeichnungen aufzufassen sein mchten4 ,dieser ,annahme standen aber die beiden anderen ,flle1 in denen man es offenbar nicht mit ,kriegergrbern zu thun hatte1 hindernd entgegen4 ,der eine derselben betrifft einen ,grabfund1 der bereits #agej in ,cividale del ,friuli gemacht wurde4 ,bei ,restaurierungsarbeiten am ,chor der ,kirche ,st4 ,benedikt stie man damals auf unterirdische ,grabkammern1 in denen drei steinerne ,sarkophage standen4 ,in dem ersten1 der seiner ,gre nach die ,leiche eines ,kindes von etwa #ae ,jahren geborgen haben mochte1 fanden sich vier oder fnf ,goldkreuze1 dazu ,bruchstcke eines ,glasgefes4 ,sechs weitere ,kreuze fanden sich in den beiden anderen ,sarkophagen zusammen mit verschiedenen anderen ,gegenstnden aus ,gold1 ,silber und ,glas oder ,bruchstcken von solchen und untermischt mit ,asche und ,knochen#adb4 ,in dem andern ,falle endlich durfte sogar aus einem mit einem solchen ,goldkreuz zusammen gefundenen ,paar ,ohrringen auf ein ,frauengrab geschlossen werden#adc4 ,im ,hinblick berdies auf die zahlreichen ,kreuze1 die ohne genaueren ,fundbericht auf uns gekommen sind -- zu ihnen gehren mit nur einer ,ausnahme 7vgl4 oben ,nr4 #i1 ,fig4 #i7 auch alle jetzt im ,germanischen ,museum befindlichen -- konnte jene ,vermutung demnach nicht aufrecht erhalten werden und die wichtigste weitere ,frage war nur3 waren diese ,kreuze auch bei den ,lebenden in ,gebrauch oder haben wir sie lediglich als ,grab-,beigaben1 als ,votivgaben fr die ,verstorbenen anzusehen8 ,in diesem ,punkte sind die beiden ,forscher1 die zuletzt ausfhrlicher ber unseren ,gegenstand gehandelt haben1 ,orsi und ,majocchi1 nicht einerlei ,meinung4 ,whrend ,orsi sich mehr der ,ansicht zuneigt1 da die crocette langobarde fossero di uso esclusivamente funerario und zur ,begrndung derselben vor allem auf die groe ,zartheit der aus dnnem ,goldblech hergestellten ,kreuze hinweist1 die die ,mglichkeit eines praktischen ,gebrauchs geradezu auszuschlieen scheine#add1 mchte ,majocchi darin ,schmuckstcke erblicken1 die der ,stolz und die ,freude der ,lebenden gewesen seien und daher den ,toten mit in das ,grab gegeben wurden3 non poteva dunque essere strappata la croce da quei cadaveri1 la croce che li aveva aecompagnati constantemente vivi1 della quale si erano gloriati ed ornati1 cui avevano amato di s vivo affetto#ade4 ,angesichts der zarten ,gebilde1 die vor mir liegen1 glaube ich indessen eher der ,anschauung ,orsis als derjenigen ,majocchis beipflichten zu sollen1 zumal mir die letztere durch gleichzeitige ,abbildungen und das1 was wir bisher ber die ,tracht der ,langobarden wissen1 keineswegs gengend untersttzt zu werden scheint4 ,da die ,kreuze bei den ,skeletten gewhnlich in der ,brustgegend gefunden wurden1 sollte man doch1 wenn wir es dabei thatschlich mit ,schmuckstcken fr die ,lebenden zu thun htten1 wohl annehmen1 da sich die eine oder andere ,darstellung erhalten habe1 die ein solches ,kreuz in religis-ornamentaler ,verwendung#adf auf der ,brust des ,dargestellten zeige4 ,das ist aber nicht der ,fall4 ,nur ,kreuze auf ,vorhngen oder an ,stelle der ,clavi oberhalb der ,kniee oder an einem ,zipfel des ,gewandes etc41 von denen noch nicht einmal ausgemacht ist1 in welcher ,technik man sie sich hergestellt zu denken hat1 haben bisher zum ,vergleich herangezogen werden knnen4 ,immerhin ist auch diese ,frage noch kaum spruchreif und ersieht man aus obigen ,ausfhrungen berhaupt1 welch eine ,flle von ,problemen aus den verschiedensten ,gebieten hier noch der ,aufklrung harren4 ,umsomehr werden es alle ,freunde des ,germanischen ,museum mit ,genugthuung begren1 da unsere ,anstalt sich dieses hochbedeutsame ,studienmaterial nicht hat entgehen lassen1 sich vielmehr durch seine ,erwerbung in den ,besitz der reichsten bisher bekannten ,kollektion solcher langobardischer ,votivkreuze gesetzt hat4 ,illustration ,,iii4 ,,ein ,,langobardischer ,,schaftbeschlag ,,aus ,,dem ,,vii_/,,viii ,,jahrhundert4 ,im ,anschlu an die im vorigen ,aufsatze besprochenen langobardischen ,goldkreuze bilden wir vorstehend in ,originalgre1 und zwar in ,aufrollung1 einen ,schaftbeschlag 7,f4 ,g4 #afad7 ab1 der nach ,mitteilung des ,herrn ,geheimrat ,bode in ,berlin zusammen mit ,eisensachen und sonstigen ,gegenstnden in einem langobardischen ,grabe gefunden und #ahig durch das ,germanische ,museum von ,herrn ,cavaliere ,achille ,cantoni in ,mailand erworben wurde4 ,der kreisrunde ,beschlag1 der #cj mm4 im ,durchmesser und eine ,dicke von etwa #a mm4 hat1 diente vermutlich zur ,verzierung und ,festigung eines ,lanzenschaftes4 ,er ist ganz aus ,silber gefertigt und mit sorgfltig ausgefhrten1 sehr krftigen ,gravierungen versehen1 die teilweise mit ,niello ausgefllt sind4 ,die nicht in solcher ,weise wieder auf das ,niveau der ursprnglichen ,oberflche gebrachten ,eingrabungen bilden die ,linien der ,hauptmusterung1 whrend das ,niello zur ,zeichnung innerhalb dieser ,contouren verwandt worden ist1 wie unsere ,abbildung zur ,genge zeigt4 ,am unteren ,ende jeder der vier lambrequinartigen ,verbreitungen des ,beschlages befindet sich ein rundes ,loch fr die ,ngel1 mit denen das ,stck ehemals an seinem ,schaft befestigt war4 ,nur einer dieser ,ngel1 ein langer1 spitzer1 dreikantiger ,silberstift1 ist noch vorhanden4 ,im brigen ist das ,stck1 abgesehen von einem1 wie es scheint durch ,abschmelzen herbeigefhrten ,defekt an einer der breiten ,endigungen 7auf unserer ,abbildung angedeutet71 sowie von zwei kleinen1 ebenfalls durch ,feuer beschdigten ,stellen am oberen ,rande1 und einigen wenigen ,stellen1 die ihres ,niellos verlustig gegangen sind1 gut erhalten4 ,in seiner ,ornamentik berhrt sich unser ,schaftbeschlag vielfach mit anderen ,werken der langobardischen ,kunst4 ,man vergleiche fr das fortlaufende ,ornament der beiden oberen ,bnder beispielsweise das oben unter ,nr4 #aj nher beschriebene und abgebildete ,kreuz1 fr das die beiden ,bnder trennende und auch die einzelnen ,teile des ,beschlags einfassende ,zickzackornament unter anderm die aus dem ,anfange des ,,vii4 ,jahrhunderts stammende ,evangeliendecke der ,knigin ,theodolinde im ,schatz der ,johanniskirche zu ,monza 7abgebildet bei ,labarte1 ,histoire des arts industriels au moyen ge ,i4 ,band1 ,tafel ,,xxviii74 ,frher als etwa in den ,beginn des ,,vii4 ,jahrhunderts mchte ich auch schon wegen der reifen ,kunst1 die das ,stck zeigt1 die ,entstehung unseres ,beschlages nicht setzen -- obgleich freilich zuvor erst auszumachen wre1 ob man einen langobardischen ,goldschmied als ,verfertiger annehmen darf oder eher an einen ,rmer oder ,byzantiner gedacht werden mu4 ,,iv4 ,,ein ,,vortragskreuz ,,aus ,,dem ,x4 ,,jahrhundert4 7,hierzu ,tafel ,,iv47 ,whrend bei den in den letzten beiden ,artikeln behandelten ,gegenstnden1 den langobardischen ,goldkreuzen sowohl1 wie dem silbernen ,schaftbeschlag1 das kulturgeschichtliche ,interesse oder ihre ,bedeutung fr die ,geschichte des ,ornaments den ,wert der ,stcke speziell als ,goldschmiedearbeiten berwog1 haben wir in dem auf der beigegebenen ,tafel abgebildeten ,kreuz 7,k4 ,g4 #gfc7 ein ,werk vor uns1 das wiederum in erster ,linie fr den ,stand der ,goldschmiedekunst in der ,zeit seiner ,entstehung bezeichnend ist1 vor allem aus diesem ,gesichtspunkte betrachtet werden will4 ,wir knpfen damit gewissermaen wieder an jenen von mir an erster ,stelle besprochenen ostgotischen ,schmuck an1 ohne jedoch auch nur den ,versuch wagen zu wollen1 die einzelnen ,phasen aufzuzeigen1 die etwa unsere ,kunst im ,abendlande whrend der vier ,jahrhunderte1 die dieses ,kreuz von jenem ,schmucke trennen mgen1 durchlaufen hat4 ,bleiben doch die in meinem ersten ,aufsatze angedeuteten1 die ,forschung so erschwerenden und die ,gewiheit ihrer ,resutate nur zu hufig beeintrchtigenden ,verhltnisse teilweise auch fr diese ,folgezeit bestehen1 wirken auch weiterhin die ,drftigkeit der ,quellen und die weite ,zerstreutheit der ,denkmler und ihre mangelhafte1 wissenschaftlichen ,zwecke nur ausnahmsweise gengende ,verffentlichung hemmend und lhmend auf den ,fortgang der ,forschung ein4 ,wenn aber auch aus diesen ,grnden der ,entwicklungsgang der ,goldschmiedekunst vornehmlich in der ersten ,hlfte des ,mittelalters noch fr kein ,land mit einiger ,deutlichkeit hat erkannt und nachgewiesen werden knnen1 so brauchen wir doch1 wie ich glaube1 an der ,mglichkeit solcher ,erkenntnis nicht zu verzweifeln4 ,insbesondere die deutschen ,kirchenschtze1 frstlichen ,schatzkammern und ,museen weisen noch eine ansehnliche ,zahl trefflicher ,arbeiten jener ,zeit auf1 und mit der ,gruppierung derselben1 der ,zuweisung an bestimmte ,schulen auf stilvergleichender ,grundlage ist bereits ein tchtiger ,anfang gemacht worden4 ,einem einzelnen1 neu auftauchenden ,werke gegenber wird indessen bei dem derzeitigen ,stand der ,forschung eine mglichst sorgfltige ,beschreibung des ,stckes und seiner ,herstellungsart immer noch das wichtigste sein1 und so mag denn auch hier eine solche1 die ,abbildung erluternde und ergnzende ,beschreibung den ,bemerkungen historischer und stilistischer ,art1 die etwa ber unser ,kreuz zu machen sind1 vorangeschickt werden4 ,illustration3 ,taf4 ,,iv4 ,sptkarolingisches ,vortragskreuz aus dem ,x4 ,jahrhundert4 ,das ,kreuz1 das einer alten ,stiftung in den ,ardennen entstammt und im ,frhjahr #ahid aus dem ,besitz eines ,frankfurter ,hndlers fr die ,sammlungen des ,germanischen ,museums erworben wurde1 hat mit der eisernen ,spitze und der ,kugel1 ber der es sich erhebt1 eine ,gesamtlnge von #gc cm1 fr sich allein eine ,lnge von #eg cm4 ,der ,querbalken ist #de cm4 lang4 ,die ,breite der ,balken schwankt zwischen #dc und #dh mm41 sie endigen1 wie die ,figur zeigt1 fischschwanzfrmig und erweitern sich dabei auf #fb bis #fh mm4 ,der ,durchmesser des annhernd kreisrunden ,mittelstcks betrgt #i cm4 ,die ganze ,goldschmiedearbeit ist ber einem #b cm4 dicken1 auf der ,vorderseite flachen1 auf der ,rckseite leicht gewlbten ,holzkern hergestellt1 oder richtiger3 um einen solchen angebracht4 ,bezglich der ,holzart bemerkte schon ,herr ,prlat ,dr4 ,fr4 ,schneider1 der das ,museum bei der ,anschaffung zu beraten die ,freundlichkeit hatte1 da es sich um keines der sonst bei uns blichen ,hlzer1 sondern eher um ein auslndisches ,holz zu handeln scheine4 ,auch die mikroskopische ,vergleichung eines ,splitters von unserem ,kreuze mit anderen ,holzproben ergab trotz aller darauf gewandter ,mhe kein ganz sicheres ,resultat4 ,herr ,prof4 ,ree in ,erlangen1 welcher die ,gte hatte1 diese ,untersuchung vorzunehmen1 vermochte nur festzustellen1 da es ein ,laubholz sei und unter den untersuchten ,vergleichsproben am meisten hnlichkeit mit dem ,holz des ,birnbaums 7,pirus communis7 zu besitzen scheine4 ,fremdlndischer ,ursprung also ist auch nach dieser ,erklrung nicht ausgeschlossen1 wenn sich auch keinerlei sichere ,schlsse darauf aufbauen lassen4 ,infolge des leider recht schadhaften ,zustandes unseres ,kreuzes lt sich dessen ,herstellungsweise auch im einzelnen ziemlich genau verfolgen4 ,der ,holzkern ward in der ,weise hergestellt1 da der ,lngsbalken samt dem hinteren etwas gewlbten ,teil des ,mittelstcks und ebenso der ,querbalken mit dem vorderen ,teil des ,mittelstcks aus einem ,stck geschnitzt und alsdann diese beiden sich in der ,mitte also gegenseitig ergnzenden und genau entsprechenden ,stcke kreuzweis ineinander gefgt und durch ein paar starke ,eisenngel zusammen verbunden wurden4 ,nur am unteren ,kreuzesende ist die fischschwanzhnliche ,spaltung am ,holzkern nicht vorgebildet1 da hier das ,kreuz mit dem ,kugelfu verbunden zu werden bestimmt war4 ,der ,form des ,holzkerns entsprechend schnitt oder sgte sodann der ,goldschmied die vier ,kreuzarme1 sowie das ,mittelstck mit den ,anstzen der ,kreuzarme aus einem nicht ganz mm starken1 auf der ,oberflche knstlich gerteten ,bleche von #af kartigem ,golde aus und zeichnete sich wohl die ,hauptmusterung des ,kreuzes auf den so entstandenen fnf ,blechstcken vor1 um hierauf -- aus ,sparsamkeitsgrnden -- dieses ,muster1 d4 h4 alle diejenigen ,stellen1 die durch ,steinfassungen oder ,buckel verziert werden sollten1 sorgfltig auszusgen und ebendort alsbald die vorher fertiggestellten ,kastenfassungen mit ihren ,steinen sowie die kleineren schildbuckelfrmigen ,verzierungen von der ,rckseite des ,bleches her aufzulten4 ,die ,fassungen der ,steine sind mit alleiniger ,ausnahme des groen ,ovals der ,kreuzesmitte smtlich von der ,art1 da sich der ,kasten mit fast senkrecht stehenden ,wnden auf der ,unterlage erhebt1 sich dann aber zur besseren ,fassung der ,steine etwa in halber ,hhe verengert1 abschrgt1 und je an der ,stelle1 wo diese ,abschrgung beginnt1 mit einem rings herumlaufenden ,goldfiligrandraht verziert ist4 ,das ,oval der ,mitte wird gebildet durch einen mchtigen ,bergkristall1 der in einen ,kranz bergreifender1 dicht gestellter1 gestanzter ,akanthusbltter gefat ist und auf einem ,kasten aufsitzt1 dessen ,fu1 wie die ,abbildung deutlich zeigt1 ein in regelmssigen ,abstnden durch eine rechteckige ,kastenfassung unterbrochener ,kranz halbkreisfrmiger ,goldzellen in der ,art der alten ,cloisonarbeiten umgiebt4 ,die ,zellen sind mit rotem und dunkelgrnem ,glas ausgesetzt1 wobei1 wie eine ihres ,glases beraubte ,zelle zeigt1 wenigstens bei den roten ,stckchen ganz feine ,goldblttchen als ,folie dienten4 ,unmittelbar ber dem ,zellenkranz verziert ein feiner1 ebenfalls viermal unterbrochener ,filigrandraht1 weiter oben ein strkerer ,filigrandraht den ,kasten des ,bergkristalls1 worauf ein starker kordonnierter ,golddraht den bergang zu dem ,akanthusblattkranz bildet4 ,der ,form nach sind rechteckige1 fast quadratische1 und ovale ,fassungen zu unterscheiden4 ,je zwei rechteckige ,kstchen mit grnen ,steinen1 wohl ,chrysoprasen1 flankieren an den drei noch in ihrem vollen ,goldschmuck erhaltenen ,kreuzesenden groe ovale ,fassungen1 und acht ebensolche1 nur etwas grere ,kstchen mit roten und grnen ,steinen -- ,almandinen1 die teilweise durch rotes ,glas ersetzt sind1 und ,chrysoprasen 787 -- wechseln rund um das groe ,oval der ,mitte mit acht kleinen ovalen ,fassungen ab4 ,in diesen sitzen ,almandinen1 ,granaten und teilweise auch rote ,glasstcke4 ,in einem der ,kstchen fehlt der ,stein4 ,zwei ,reihen von ovalen ,kstchen derselben ,gre1 die mit kleinen goldenen ,buckeln wechseln1 schlieen auf jedem der vollstndig erhaltenen drei ,kreuzesarme eine ,mittelreihe von betrchtlich greren ovalen ,steinfassungen1 die jedoch kleiner sind als die schon erwhnten ,fassungen an den ,kreuzesenden1 ein4 ,in den kleinen ovalen ,kstchen -- es sind abgesehen von dem ,mittelstck1 das deren wie schon erwhnt noch acht weitere enthlt1 #df an ,zahl -- sitzen #bj tafelfrmig geschliffene ,almandine1 sieben mugelich geschliffene ,granaten1 ein ebensolcher ,saphir1 sowie ein ,stckchen blauen und fnf ,stckchen roten ,glases4 ,aus zwlf dieser ,fassungen ist der ,stein verschwunden2 fnf davon sind ganz leer1 soda man die ,flche des ,holzkernes sieht1 in den brigen sieben findet sich noch die alte ,unterlage der ,steine1 die aus einer sprden1 harzigen ,masse besteht4 ,von den #ba noch erhaltenen ovalen ,fassungen mittlerer ,gre1 die dicht aneinander geltet sind1 wobei die ,ltstellen ehemals wohl berall durch kleine ,spangen aus dickem ,golddraht mit sich umrollenden ,enden verdeckt waren -- erhalten haben sich von diesen ,spangen noch zwlf --1 enthalten #ae der ,lnge nach durchbohrte1 grtenteils birnfrmige1 mugelich geschliffene ,saphire1 eine einen ,bergkristall1 zwei blaues1 und eine rotes ,glas4 ,zwei dieser ,fassungen sind vllig leer4 ,ebenso sind die beiden groen ,fassungen am oberen und unteren ,ende des ,hauptbalkens leer1 diejenige an dem erhaltenen ,ende des ,querbalkens indessen noch mit einem groen1 der ,lnge nach durchbohrten ,saphir ausgefllt4 ,die etwa #g mm hohen ,buckel1 die mit den kleinen ovalen ,kstchen auf den ,kreuzesbalken1 wie erwhnt1 abwechseln1 sind am ,fu und auf der ,spitze durch rund herum gelegten ,goldfiligrandraht von verschiedener ,strke verziert4 ,der obere1 aus feinerem ,filigran bestehende ,drahtring umgibt die ffnung eines kleinen ,zilinders aus ,goldblech1 der im ,innern des ,buckels senkrecht steht4 ber diese ffnung legen sich kreuzweis zwei jener auch sonst verwendeten goldenen ,spnglein1 deren leicht umgerollte ,enden bis auf den unteren strkeren ,filigranring des ,buckels heruntergebogen sind4 ,auf dem ,durchschnittspunkt der beiden ,spangen sitzt1 den ,buckel bekrnend1 je eine kleine goldene ,kugel1 die natrlich ebenfalls einigemale samt den ,spangen der ,unbill der ,zeiten zum ,opfer gefallen ist1 wie denn an fnf ,stellen auerdem die ,buckel berhaupt fehlen4 ,in dreien dieser ,flle ist wenigstens der ,untergrund durch ein ,stckchen gelbliches ,blech ergnzt worden4 ,die also mit ihrem ,hauptschmuck versehenen fnf ,bleche wurden sodann durch eiserne ,ngel1 deren platte ,kpfe teilweise noch von ,vergoldung schimmern auf der flachen ,vorderseite des ,holzkerns befestigt4 ,diese ,ngel sind berall hart am ,rande und je in einer ,entfernung von etwa #cj mm4 eingeschlagen1 die ,kpfe mit starkem ,filigrandraht umgeben1 soda sie wie kleine ,rosetten wirken4 ,ganz hnliche ,rosettchen mit kleinen ,goldkugeln oder -knpfen als ,mittelpunkt wurden je in der ,mitte zwischen zwei ,nagelkpfen auf die ,unterlage aufgeltet1 ,kreuzbalken und ,mittelstck schlielich noch mit starkem kordonniertem ,golddraht umzogen4 ,mit gleichem1 nur etwas schwcherem ,draht sind die verschiedenen schmalen ,seitenflchen des ,kreuzes eingefat1 die im brigen nur eine einfache1 aus aufrechtstehenden schmalen ,goldbndern gebildete ,rankenmusterung auf rotgoldenem ,grunde aufweisen4 ,es ist eine gewhnliche ,wellenranke1 von der in regelmigen ,abstnden beiderseits kleine ,ranken1 an ihrem ,ausgangspunkt je durch eine kleine ,querstange zusammengehalten1 abzweigen4 ,in den durch die ,hauptranke1 eine der ,nebenranken und den abschlieenden kordonnierten ,golddraht gebildeten ,zwickeln ist regelmig eine kleine spitzovale ,goldschleife1 gleichsam eine aus dem ,abzweigungspunkt der kleinen ,ranken entspringende ,knospe oder ,keimblttchen1 angebracht4 ,die so ornamentierten ,goldbleche1 die den ,schmuck der ,seitenflchen des ,kreuzes ausmachen1 sind mit diskret angebrachten1 feinen ,eisenstiften auf denselben befestigt1 doch verraten auch hier gelegentlich roh eingehauene dicke schwarze ,eisenngel eine plump ausbessernde sptere ,zeit4 ,auch die ,endigungsflchen der ,kreuzarme wiesen ehemals die gleiche ,goldblechverzierung auf1 doch haben sich davon nur verhltnismig geringe ,reste an der oberen und unteren ,endigung erhalten4 ,das zur ,verwendung gekommene ,gold ist1 wie mehrere1 an den verschiedensten ,stellen vorgenommene ,untersuchungen mit dem ,probierstein ergaben1 auf der ,vorderseite sowohl wie an den ,seitenflchen des ,kreuzes berall von der gleichen ,qualitt 7#af kartig7 und auch von der gleichen rtlichen ,frbung4 ,nur wo dasselbe durch hufiges ,anfassen oder sonstige ,beschdigung abgewetzt ist oder aber1 wie dies namentlich bei den fr ,verroterie bestimmten ,zellen des ,mittelstcks und dem ,rankenwerk der ,seitenflchen der ,fall ist1 das senkrecht zur ,unterlage gestellte und aufgeltete ,goldblech die ,schnittflche zeigt1 erscheint es gelb4 ,das ,filigran1 das uns in zwei verschiedenen ,strken begegnet ist1 hat die ,eigentmlichkeit1 da um jedes der kleinen ,kgelchen1 aus denen sich der ,faden zusammensetzt1 in der ,mitte eine feine ,rille luft1 was jedoch gewi nicht auf eine ,absicht des ,verfertigers1 denn irgend eine besondere ,wirkung wird dadurch nicht erzielt1 sondern wahrscheinlich auf ein nicht ganz exakt arbeitendes ,werkzeug zurckgefhrt werden mu#adg4 ,die ,rckseite des ,kreuzes endlich war wohl ehemals vllig1 ist heute noch an den vier ,kreuzesarmen1 doch nicht mehr an dem etwa kreisrunden ,mittelstck mit vergoldetem ,kupferblech verkleidet1 in das zuvor hbsch stilisierte ,ranken mit palmettenartigen ,blttern eingepret worden waren1 die je an den ,enden der ,kreuzbalken in zwei kleine ,trubchen endigen und leicht erhaben auf ungemustertem ,grunde erscheinen4 ,auch dieses ,blech der ,rckseite ist mehrfach geflickt4 ,mit vergoldetem ,kupferblech umkleidet ist auch die ,kugel1 ber der sich das ,kreuz erhebt1 samt dem ,verbindungsglied zwischen ,kreuz und ,kugel1 das berdies mit gleichfalls aus vergoldetem ,kupferblech hergestellten perlstabhnlichen ,leisten -- einer rundherum laufenden horizontalen und drei dazu senkrecht gestellten -- verziert ist1 whrend die ,kugel ehemals mit einer aus eisernen ,spangen und ,knpfen gebildeten ,rautenmusterung versehen war1 von der jedoch nur noch geringe ,reste erhalten sind4 ,die starke ,eisenschiene1 die unterhalb der ,kugel in eine stumpfe ,spitze ausluft1 geht durch ,kugel und ,zwischenstck hindurch und scheint ziemlich tief in das untere ,ende des ,kreuzes hineingetrieben zu sein4 ,dieselbe zeigt auf das deutlichste1 da wir es mit einem sogenannten ,vortrags-1 ,stations- oder ,prozessionskreuz zu thun haben1 das bestimmt war1 auf einen ,schaft gesteckt1 bei ,prozessionen und sonstigen ,umzgen der ,schar der ,andchtigen vorangetragen zu werden4 ,nach jedesmaligem ,gebrauch ward es vom ,schaft genommen und bei den brigen ,kostbarkeiten der ,kirche oder des ,klosters1 in dessen ,besitz es sich befand1 verwahrt4 ,der ,wert des ,kreuzes bestand aber nur zum geringeren ,teil in der ,goldarbeit und den ,steinen1 mit denen es geschmckt war4 ,es ist vielmehr sehr wahrscheinlich1 da sich ursprnglich unter dem groen ,bergkristall des ,mittelstcks eine ,reliquie1 vielleicht eine ,partikel vom ,kreuze ,christi befand4 ,der ,umstand1 da gerade hier die1 wie es scheint1 aus einer ,thonmasse bestehende1 vielfach zersprungene ,unterlage durch den hellen ,kristall hindurch deutlich sichtbar ist1 whrend der technisch wohl geschulte ,verfertiger unseres ,kreuzes derartige unschne ,wirkungen sonst berall zu vermeiden gewut hat1 lt jedenfalls mit ziemlicher ,sicherheit darauf schlieen1 da in spterer ,zeit ,vernderungen mit der ,kreuzesmitte vorgenommen1 vermutlich also eine dort aufbewahrte ,reliquie entfernt1 wohl entwendet worden ist4 ,im brigen sind die verschiedenen erheblichen ,beschdigungen unseres ,kreuzes1 insbesondere des linken ,kreuzarms -- auch die ,glasstcke an ,stelle der ,saphire u4 s4 w4 sind natrlich nicht ursprnglich1 sondern lediglich ,ergnzungen der in ,verlust geratenen ,steine -- eher auf eine den spteren ,zeiten zur ,last fallende ,verwahrlosung1 als auf ,beraubung zurckzufhren4 ,es ist wenigstens nicht einzusehen1 weswegen ein ,dieb sich nur des ,goldbeschlags des einen ,kreuzarmes oder einzelner1 nach den erhaltenen zu schlieen1 nicht eben wertvoller ,steine etc4 und nicht gleich des gesamten ,schmuckes an ,gold und ,steinen sollte bemchtigt haben4 ,wie aber steht es um die ,frage nach ,zeit und ,ort der ,entstehung unseres ,kreuzes1 welchem ,stile1 welcher ,schule mag dasselbe angehren8 ,um der ,beantwortung dieser ,frage nher zu kommen1 mssen wir versuchen1 die verschiedenen stilistischen und technischen ,momente1 mit denen uns unsere eingehende ,betrachtung bekannt gemacht hat1 auf ihren historischen ,wert hin zu prfen4 ,figrliche ,darstellungen1 die uns diese ,aufgabe ohne ,zweifel wesentlich erleichtern wrden1 mangeln leider gnzlich4 ,da durch die ,verwendung der ,cloisontechnik in den um das ,oval der ,mitte angeordneten ,zellen das ,kreuz stilistisch noch in ,beziehung steht zu jener groen ,gruppe von ,goldschmiedearbeiten der ,vlkerwanderungszeit1 die ich in dem ,aufsatze ber den ostgotischen ,schmuck genauer gekennzeichnet habe1 wurde oben bereits angedeutet4 ,selbst die ,unterlegung der roten ,glasstcke mit einem ganz dnnen ,goldblech als ,folie findet sich hier wie bei den ,ohrgehngen jenes ,schmuckes4 ,aber technische ,kunstgriffe solcher ,art haben zumeist ein langes ,fortleben1 vererben sich1 solange ,vorbedingungen und ,zweck die gleichen bleiben1 von ,generation zu ,generation4 ,und was die ,cloisontechnik selbst angeht1 so findet auch sie sich sowohl bei den ,abendlndern1 insbesondere den verschiedenen ,germanenstmmen1 wie bei ihren ,lehrmeistern1 den ,griechen am ,pontus1 den ,byzantinern und weiterhin den ,persern noch lange in freilich sprlicherem ,gebrauch4 ,auch der ,deckel zur ,lade des ,siegeskreuzes der byzantinischen ,kaiser ,constantinus ,porphyrogenitus und ,romanus ,,ii4 aus der ,mitte des #aj4 ,jahrhunderts#adh und das noch um einige ,jahrzehnte spter unter ,erzbischof ,egbert 7#igg-iic7 in ,trier entstandene ,reliquiar 7samt ,tragaltar7 des heiligen ,andreas#adi weisen noch ,einzelheiten in dieser ,technik auf4 ber den ,schlu des #aj4 ,jahrhunderts hinaus drfte sie indessen schwerlich mehr nachzuweisen sein1 und so wird man das ,jahr #ajjj etwa als den ,terminus ante quem fr die ,entstehung des ,kreuzes ansehen knnen4 ,ein ,terminus post quem ergbe sich jedenfalls am ehesten aus dem ,kranz eng gestellter stilisierter ,akanthusbltter1 der die ,fassung des groen ,bergkristalls der ,mitte bildet4 ,fassungen dieser ,art kommen1 soviel ich sehe1 vor der ,mitte des #aj4 ,jahrhunderts kaum vor1 wo sie dann freilich namentlich in der ,trierer und der an ,trier anknpfenden ,regensburger ,goldschmiedschule rasch groe ,beliebtheit erlangen2 und wir wrden demnach etwa die zweite ,hlfte des #aj4 ,jahrhunderts als die ,entstehungszeit unseres ,vortragskreuzes anzusprechen haben4 ,es ist jedoch sehr wohl mglich1 da die ,vernderungen1 die1 wie wir gesehen haben1 gerade mit der ,kreuzesmitte vor sich gegangen sind1 sich auch auf die ,fassung des ,bergkristalls erstreckten1 da wir also in dem ,akanthusblattkranz nicht mehr die ursprngliche ,fassung vor uns haben4 ,im brigen lt sich als ein weiterer ,terminus post mit einiger ,sicherheit wohl nur die ,entstehungszeit des ,gebetbuchs ,karl des ,kahlen 7 #hgg7 bezeichnen1 mit dessen vorderem ,deckel#aej unser ,kreuz so mannigfache und augenfllige ,berhrungspunkte aufweist1 da an einem ,zusammenhang zwischen beiden ,werken kaum gezweifelt werden kann4 ,hier wie dort1 wenigstens bei allen greren ,steinen1 genau die gleichen ,fassungen3 ,kstchen mit senkrecht aufgesetzten ,wandungen1 die sich oben zum ,zweck der ,fassung des ,steines verengern und an der ,stelle1 wo die senkrechte ,richtung verlassen wird1 einen ,filigranring tragen4 ,hier wie dort die gleiche ,befestigung des ,goldblechs auf seiner ,holzunterlage durch ,ngel1 deren ,kpfe durch einen herumgelegten starken ,filigrandraht zu kleinen ,rosetten ausgestaltet sind1 die gleichen kreuzweis gelegten1 einen kleinen ,buckel bildenden1 sich an den ,enden ein wenig umrollenden1 von einer kleinen ,kugel bekrnten goldenen ,spnglein1 ja sogar -- wenn die ,abbildung bei ,labarte nicht trgt -- die gleiche ,art der ,unterlegung der ,steine mit einer rtlich-grauen1 harzigen oder vielleicht auch aus ,wachs und ,ziegelmehl bestehenden ,masse2 von der gleichen roten ,frbung des ,goldes und der ,umrahmung der ,flchen durch kordonnierten ,golddraht garnicht zu reden4 ,andererseits freilich macht unser ,kreuz in seiner ,gesamterscheinung doch einen erheblich reiferen ,eindruck4 ,die sorgfltige ,ausfhrung der kleinen ,buckel1 die nicht mehr lediglich aus den beiden ,spangen und dem bekrnenden ,kgelchen bestehen1 die zierenden1 die ,ltstellen verdeckenden ,spangen zwischen den greren ovalen ,fassungen1 die aus dnnen schmalen ,goldbndern gearbeiteten ,rankenverzierungen der ,seitenflchen1 die im wesentlichen der notwendigen ,vorrichtung zur ,anwendung von ,zellenemail entsprechen und ,bekanntschaft mit solchem ,email wohl auch hier voraussetzen lassen1 endlich die prchtige ,rankenfhrung des ,blechbeschlages der ,rckseite1 die stilistisch wohl dem brigens reiferen ,dekor der unter ,erzbischof ,egbert gefertigten ,goldbekleidung der ,kapsel des ,petrusstabes1 jetzt in ,limburg#aea1 am nchsten steht -- alles das verrt entschieden eine weiter fortgeschrittene ,kunst4 ,ich trage daher auch trotz der nicht zu leugnenden engen ,beziehungen1 die stilistisch zwischen jenem ,deckel am ,gebetbuch ,karls des ,kahlen und unserem ,kreuz bestehen1 ,bedenken1 auch zeitlich eine besonders nahe ,zusammengehrigkeit anzunehmen1 ja das ,kreuz berhaupt noch dem neunten ,jahrhundert zuzuschreiben4 ,manches deutet eben doch bereits auf die ,kunst des zehnten ,jahrhunderts1 in dessen erster ,hlfte unser ,stck entstanden sein mag4 ,darf man aber nach dem ,gesagten die ,mglichkeit byzantinischen ,ursprungs noch ernstlich in ,erwgung ziehen8 ,ungeachtet der ,fraglichkeit des fr den ,kern zur ,verwendung gekommenen ,holzes glaube ich hier doch mit ,nein antworten zu drfen4 ,allerdings stammen die durchbohrten1 also ehemals zu anderen ,zwecken verwendeten ,saphire smtlich aus dem fernen ,osten1 aus ,china1 und kamen dem ,abendlande vorzugsweise durch ,vermittlung der ,byzantiner zu4 ,ebenso knnte in der ,abstufung der im brigen glatten ,gehuse und der ,anbringung eines ,filigranrings am oberen ,rande der ,kstchen1 sowie in der ,technik der ,rankenverzierungen an den schmalen ,seitenflchen1 wie bereits angedeutet wurde1 byzantinischer ,einflu erblickt werden4 ,aber gerade das ,fehlen des ,emails nicht nur hier1 sondern berhaupt am ganzen ,kreuze scheint andrerseits doch eher gegen als fr byzantinischen ,ursprung zu sprechen1 und an der brigen ,goldarbeit vermag ich schlechterdings keine spezifisch byzantinischen ,motive oder ,techniken zu entdecken1 nichts1 was nicht ebenso gut in dem ,deutschland oder ,frankreich des zehnten ,jahrhunderts entstanden sein knnte#aeb4 ,schon die mehrfach erwhnte ,verroterie um den ,bergkristall der ,mitte schliet sich enger an die lteren frnkischen als an byzantinische ,arbeiten dieser ,art an4 ,ein spezifisch karolingisches ,dekorativ sind sodann jene kreuzweis gelegten schmalen goldenen ,spangen oder ,bnder mit darauf gelteten goldenen ,kgelchen4 ,wie am ,gebetbuche ,karls des ,kahlen findet es sich1 mehr oder weniger modifiziert1 auch noch an spteren ,werken1 z4 ,b4 an einem ,evangelienbuche im ,schatze der ,mnsterkirche zu ,aachen1 das zwar ,bock noch ins #i4 ,jahrhundert setzen mchte1 ,aus'm ,weerth jedoch wohl mit grerem ,rechte der ,ottonenzeit zuteilt#aec ferner an einem der berhmten vier ,kreuze in der ,schatzkammer der ,mnsterkirche zu ,essen1 das wie die beiden ,mathildenkreuze daselbst wohl gleichfalls als eine ,stiftung der btissin ,mathilde ,,ii4 7#igd-ajaa71 der ,enkelin ,ottos des ,groen1 angesehen werden darf#aed und als die reifste dieser ,arbeiten vermutlich erst der ,wende des #aj4 und #aa4 ,jahrhunderts angehrt und selbst noch an dem ,schrein der heiligen ,mauritius und ,innocentius in ,siegburg aus dem ,ende des #ab4 ,jahrhunderts#aee4 ,doch machen die kleinen ,goldplatten1 auf denen das ,dekorativ hier erscheint1 soweit sich nach der ,abbildung bei ,aus'm ,weerth urteilen lt1 den ,eindruck erheblich frheren ,ursprungs1 und scheinen an dem ,siegburger ,reliquienschrein nur aufs ,neue zur ,verwendung gekommen zu sein4 ,ebenso wie von den ,spangen und ,buckeln war auch bereits von den kleinen ,rosetten und den in flachem ,relief ausgefhrten ,ranken der ,rckseite die ,rede4 ,auch die nchsten ,vorstufen fr dieses letztere ,ornament sind vermutlich noch auf dem ,boden karolingischer ,kunst zu suchen -- man vergleiche etwa das ,rankenwerk an der ,basis des sogenannten ,a ,karls des ,groen im ,schatz zu ,conques#aef4 ,das sonstige ,dekor des ,kreuzes1 das zur ,verwendung gekommene ,filigran1 die kordonnierten ,golddrhte1 sowie auch die rote ,frbung des ,goldes1 die seit dem #i4 und bis ins #ab4 ,jahrhundert sehr beliebt war und deren ,herstellung ,theophilus im ,,xl4 ,kapitel seiner ,schedula beschreibt -- ltere ,quellen pflegen1 wo sie vorkommt1 von arabischem ,golde zu sprechen -- ist doch zu wenig charakteristisch1 um zur besseren ,beantwortung unserer ,frage noch erheblich beitragen zu knnen4 ,nur von den kleinen goldenen ,spangen zwischen den greren ,gehusen der mittleren ,steinreihe wre vielleicht1 falls sie in dieser ,verwendung auch an anderen ,werken nachgewiesen werden knnten1 was mir bisher nicht gelungen ist1 noch einige ,aufklrung zu erwarten4 ,auch aus der ,form des ,kreuzes1 den immerhin ungewhnlichen ,endigungen der beiden ,kreuzbalken1 ist nicht eben viel zu schieen4 ,sie begegnet auf bildlichen ,darstellungen sporadisch seit dem ,,vi4-,,vii4 ,jahrhundert und ist wohl als eine bergangsform von den ,kreuzen mit einfach ausgeschweiften ,balkenenden der ,vlkerwanderungszeit und frnkischen ,epoche zu denjenigen mit lilienfrmigen ,endigungen1 die vom ,x4-,,xi4 ,jahrhundert an beliebt werden1 anzusehen4 ,die eichene ,kugel endlich mit ihrer rohen ,umkleidung aus sprlich vergoldetem ,kupferblech und ihrem ,eisenbeschlag wird dagegen wohl zweifellos als einheimisches ,fabrikat gelten drfen4 ,will man nun aber das ,gleiche fr das ,kreuz selbst annehmen1 wie dies der ,unterzeichnete nach reiflicher ,erwgung auf ,grund obiger ,analyse thut1 so mten mit ,rcksicht auf die ,provenienz des ,stckes wohl in erster ,linie die trierisch-lothringischen ,gebiete als ,ort der ,entstehung in ,frage kommen1 und wir htten demnach in unserem ,kreuz mit seinem noch vielfach altertmlichen1 in der ,hauptsache sptkarolingischen ,dekor vermutlich einen ,reprsentanten voregbertischer ,goldschmiedekunst zu erblicken4 ,ein genaueres ,eingehen auf diese ,gesichtspunkte mu ich mir indessen hier1 wo es mir nur um ein vorlufiges ,einreihen dieses interessanten und bedeutsamen ,werkes in die ,kunstgeschichte zu thun sein konnte1 leider versagen4 ,illustration ,,literarische ,,notizen4 ,politische und soziale ,bewegungen im deutschen ,brgertum zu ,beginn des #af4 ,jahrhunderts mit besonderer ,rcksicht auf den ,speyerer ,aufstand im ,jahre #aeab4 ,von ,kurt ,kaser4 ,stuttgart4 ,w4 ,kohlhammer4 #ahii4 #h4 7,,viii4 #bga ,s47 ber ,ursprung und ,ziele der stdtischen ,bewegung ist in neuester ,zeit ein lebhafter ,meinungsstreit entbrannt4 ,lamprecht 7,zeitschrift f4 ,soz4 u4 ,w4-,g4 ,i1 #bab-bbj und in ,zwei ,zeitschriften ,s4 #ga-gd7 findet ihre ,wurzeln in den schroffen sozialen ,gegenstzen1 welche sich seit ,ende des #ad4 ,jahrhunderts infolge der herrschenden geldwirtschaftlichen ,hypertrophie in den ,stdten entwickelt htten4 ,er sucht den ,schwerpunkt der ,bewegung in den zahlreichen und vielfach abgestuften1 proletarischen ,elementen der ,stadtbevlkerung1 deren lngst schon ghrender ,groll gegen die reiche1 vornehme1 in ppiger ,verschwendung dahinlebende ,brgerklasse schlielich zur sozialen ,revolution gefhrt habe4 ,er legt daher das ,hauptgewicht auf die ,darstellung der radikalen ,tendenzen1 welche aus dem lngst bereiteten sozialen ,boden herausgewachsen seien4 ,dagegen sucht ,lamprechts ,gegner ,lenz 7,h4-,z4 ,n4 ,f4 #da ,s4 #ig-ii7 im brgerlichen ,mittelstand1 in den znftischen oder nichtznftischen ,handwerkern das eigentlich bewegende ,element des ,aufstandes4 ,die ,handwerker sind nach seiner ,behauptung die alleinigen ,trger der revolutionren ,forderungen4 ,das ,auftreten taboritischer und sozialistischer ,bestrebungen stellt er gnzlich in ,abrede4 ,mit diesen ,worten charakterisiert der ,verfasser kurz und deutlich die wissenschaftliche ,kontroverse1 in der er durch das vorliegende ,buch einen ,ausgleich zu finden sich bemht1 und um den ,leser selbst zu einem ,urteil zu befhigen1 fhrt er uns in langer ,reihe mit groer ,klarheit und hchst dankenswertem ,sammeleifer die ,nachrichten ber die vielen stdtischen ,bewegungen und ,aufstnde vor1 ber die wir bislang ,kenntnis erhalten haben4 ,eine besonders eingehende ,darstellung wird bei dieser ,gelegenheit dem ,speyerer ,aufstande von #aeab zu teil1 der unter steter sorgfltiger ,bentzung des im ,speyerer ,stadtarchiv liegenden ,urkundenmaterials auf #abd ,seiten -- fast der ,hlfte des ganzen ,buches -- geschildert wird4 ,der ,verfasser ist sich selbst darber klar1 da dieses genaue ,eingehen auf ein bestimmtes ,ereignis nicht ganz zum ,vorteil der ,komposition seiner ,arbeit geschehen sei -- er darf sich darber trsten1 denn wenn wirklich die ,gliederung des ,buches dadurch geschdigt ist1 was der ,leser brigens bei der anziehenden ,art der ,darstellung kaum empfindet1 so hat die ,klarheit und ,durchsichtigkeit der ,arbeit dabei umso mehr gewonnen1 weil eben durch das ,eingehen auf die ,einzelheiten dieses einen ,aufstandes der ,leser einen sicheren ,mastab fr das ,verstndnis all der vielen anderen stdtischen ,revolutionen erhlt1 ber die der ,verfasser ,bericht erstattet4 ,indem uns als die vornehmsten ,triebfedern jener ,bewegungen der ,groll der ,brger ber die drckenden ,steuern und die starke ,verschuldung ihrer ,gemeinwesen und das ,mitrauen gegen die ,finanzverwaltung des ,rates1 die ,furcht1 den regierenden ,herren als ,objekt der ,ausbeutung zu dienen1 dargestellt werden1 indem wir das ,verhltnis der ,laienwelt zu der berall nach ,erweiterung ihres ,machtbereiches und ihres ,besitzstandes strebenden ,geistlichkeit erkennen1 indem wir endlich auch das ,proletariat in die ,bewegungen eingreifen sehen1 erhalten wir ein ungemein fesselndes ,bild von dem stdtischen ,leben jener ,tage4 ,wir sehen in den verschiedenartigen ,bewegungen die ,sehnsucht des ,brgers nach wirtschaftlicher ,befreiung zur ,that werden1 wenn er versucht1 alle ,lasten und ,leistungen1 welche geistliche und weltliche ,obrigkeit1 die ,macht des ,kapitals oder privatrechtliche ,verhltnisse ihm auferlegen1 abzuschaffen1 zu vermindern oder auf unbelastete ,schultern abzuwlzen4 ,wir sehen1 wie der ,verfasser sagt1 das groe ,prinzip der ,bauernbewegung angewandt auf die stdtischen ,verhltnisse4 ,auch die ,stellung der ,stdte zum ,bauernaufstnde1 an dem die stdtischen ,bewegungen ihren materiellen ,rckhalt hatten1 ebenso wie sie an der ,reformation ihre moralische ,sttze fanden1 wird eingehend untersucht und bei dieser ,gelegenheit die1 auch in frstlichen ,kreisen geteilte1 ,ansicht des ,humanisten ,konrad ,mutianus1 als htten die ,stdte erst die ,bauern aufgereizt1 entschieden zurckgewiesen4 ,indem der ,verfasser innerhalb der stdtischen ,bewegung drei ,strmungen unterscheidet3 eine antiklerikale1 eine gemigt-reformatorische und eine radikal-kommunistische1 die sich wechselseitig berhren und durchdringen1 nimmt er seinen ,standpunkt zwischen ,lamprecht und ,lenz4 ,das ,resultat seiner ,untersuchung formuliert er schlielich mit den ,worten3 ,unsere ,beobachtungen zeigen1 da die stdtische ,bewegung nicht einseitig proletarisch-sozialpolitischer ,natur ist1 wie ,lamprecht annimmt4 ,aber ebensowenig wird sie ausschlielich vom ,handwerkerstande getragen und ist nur dessen ,interessen dienstbar1 wie ,lenz behauptet4 ,in ,wahrheit sind beide ,schichten des ,brgertums daran beteiligt3 der zwar mannigfach bedrckte und mivergngte1 aber doch in geordneten ,verhltnissen lebende oder gar wohlhabende ,mittelstand -- also im wesentlichen der zunftmig organisirte ,teil der ,stadtbevlkerung1 zugleich aber1 noch weit anspruchsvoller und leidenschaftlicher als dieser das stdtische ,proletariat nebst den ihm nahestehenden ,elementen4 ,das berzeugend geschriebene ,buch vereinigt die ,vorzge eines reichen ,inhaltes und hchst anziehender ,darstellung und wird sich gewi viele ,freunde erwerben4 ,nrnberg4 ,otto ,lauffer4 ,bauernmbel aus dem ,bayerischen ,hochland4 ,von ,franz ,zell4 #cj ,tafeln mit ,text4 #ahii4 #b4 ,frankfurt a4 ,m4 ,heinrich ,keller4 ,die buerliche ,kunst hat seit lngerer ,zeit die ,aufmerksamkeit der ,kunst- und ,kulturhistoriker auf sich gezogen4 ,eine derjenigen ,gegenden mit besonders ausgeprgter knstlerischer ,thtigkeit in und aus dem ,volke heraus sind die altbayrischen ,lande1 besonders die ,voralpengegenden4 ,wie sie vom ,ausgang des ,mittelalters bis ins spte #ag4 ,jahrhundert herein in farbigen ,holzschnitzwerken religiser ,natur sich nicht genug thun konnte1 so setzte sich die ,lust an farbiger ,dekoration vom #ag4 ,jahrhundert fort in der ,hausauszierung und im ,mobiliar4 ,gerade in ,altbayern hat das ,rococo durch eine geradezu enorme ,bauthtigkeit1 besonders der zahlreichen ,stifter und ,klster1 eine selbstndige ,entwicklung und eine bis ins letzte ,drflein gehende ,verbreitung gefunden4 ,da kann es nicht ,wunder nehmen1 da es trotz mancher ,abschweifung zu ,zopf und ,empire bis zur ,mitte des #ai4 ,jahrhundert der herrschende ,bauernstil blieb4 ,in keinem ,zweig aber tritt die buerliche ,kunst des altbayerischen ,stammes der beiden letzten ,jahrhunderte so reich und anziehend zu ,tage1 als in den ,holzmbeln1 der ,kistlerarbeit 7,kistler ,schreiner74 ,die ,hauptsttte dieser in ,weichholz mit diskreter ,verwendung geschnitzter ,zierteile in ,lindenholz arbeitenden ,mbelindustrie war ,tlz und die stliche ,voralpenlandschaft ,oberbayerns4 ,leider hat der geschmack- und stillose ,plunder der modernen gewhnlichen lackierten ,mbel1 diese interessante ,hausindustrie -- die ,mnner besorgten die ,schreinerarbeit1 die weiblichen ,familienmitglieder in der ,regel die ,bemalung -- in den sechziger ,jahren des #ai4 ,jahrhunderts absterben lassen4 ,es ist daher von dem ,mnchener ,architekten ,franz ,zell sehr verdienstlich1 eine ,sammlung vortrefflicher ,beispiele oberbayrischer ,kistlermbel in farbiger1 von ,j4 ,oberretter durch ,lichtdruck trefflich wiedergegebener ,reproduktionen dargestellt zu haben4 ,die ,tafeln werden sowohl den ,kulturhistoriker1 an den auch der fesselnd geschriebene ,text sich in erster ,linie wendet1 als den ,mbelschreiner1 der fr einfache ,gebrauchsmbel manche gute ,anregung aus dieser urkrftigen1 naiven ,kunst ziehen kann1 in gleicher ,weise interessieren4 ,stegmann4 ,illustration3 ,aus der ,folge der ,vorlagen fr ,goldschmiede von ,georg ,wechter d4 4 7,andr4 #aj74 ,,das ,,lebensende ,,georg ,,wechters ,,des ,,lteren 7 #aehf7 ,,und ,,seines ,,sohnes ,,hans ,,wechter4 ,,von ,,th4 ,,hampe4 ,mit dem ,namen ,georg ,wechters sind eine ,anzahl ,malerradierungen bezeichnet1 die teils aus den siebziger ,jahren des #af41 teils aus dem zweiten und dritten ,jahrzehnt des #ag4 ,jahrhunderts stammen#aeg4 ,unter ersteren sind die knstlerisch bedeutsamsten die von #aegi datierten #cj stuck zvm verzachnen for die ,goldschmid1 die ,wechter auer mit seinem ,namen und der ,jahreszahl noch mit den ,zustzen ,maller und ,,nv,,rmberg versehen hat4 ,auf den dem #ag4 ,jahrhundert angehrigen ,blttern ist1 wo berhaupt eine ,angabe darber vorkommt1 ,bamberg als ,aufenthaltsort des ,knstlers genannt4 ,schon ,nagler haben diese ,thatsachen stutzig gemacht4 ,er vermutete bereits1 da es sich hier nicht um eine und dieselbe ,persnlichkeit1 sondern vielmehr um zwei ,radierer gleichen ,namens handeln werde1 von denen der eine im letzten ,drittel des #af4 ,jahrhunderts in ,nrnberg1 der andere im ersten ,drittel des #ag4 ,jahrhunderts in ,bamberg thtig gewesen sei4 ,eine #eg ,jahre 7von #aegc bis #afcj7 dauernde knstlerische ,thtigkeit1 meint er1 erscheine auch fr einen ,meister zu lang#aeh4 ,demgegenber glaubte ,andresen#aei doch an der ,identitt des ,autors aller mit dem ,namen ,georg ,wechter bezeichneter ,radierungen festhalten zu sollen1 wenn er auch die ,mglichkeit1 da die ,bltter vielleicht zwei ,meistern1 etwa ,vater und ,sohn1 zuzuteilen sein mchten1 nicht in ,abrede stellen will4 ,rechne ich1 sagt er1 die ,jahre von #aegc-afcj zusammen und noch #cj hinzu1 so ergiebt sich ein ,alter von #hg ,jahren1 das zu erreichen nicht zu den ,unmglichkeiten gehrt und ,wechter vielleicht wirklich erreicht hat1 wenn es anders gegrndet ist1 was der neulich in ,mnchen verstorbene ,bamberg'sche ,kunstsammler ,h4 v4 ,reider mitteilt1 da ,wechter sich selbst in seinem ,groteskenbuch 7von #afai7 unter der ,figur des sehr alten1 sich am ,feuer wrmenden ,mannes abgebildet habe4 ,wie es sich mit dieser letzteren ,angabe nun auch verhalten mag3 soviel lt sich wenigstens mit annhernder ,sicherheit nachweisen1 da der ,nrnberger ,georg ,wechter nicht mit dem ,bamberger ,knstler identifiziert werden darf4 ,ein kunstreicher tzmaler ,georg ,wechter nmlich1 aller ,wahrscheinlichkeit nach der ,meister jener trefflichen ,vorlagen fr ,goldschmiede1 starb in ,nrnberg bereits am #bh4 ,mrz #aehf und zwar durch ,selbstmord und unter so eigentmlichen ,umstnden1 da sogar ein ,nrnberger ,chronist1 der ungenannte ,verfasser der fr das letzte ,viertel des #af4 ,jahrhunderts besonders ausgiebigen ,handschrift ,nr4 #ahjbe der ,bibliothek des ,germanischen ,museums1 davon ,akt genommen hat4 ,er schreibt#afj3 ,anno #aehf den ,sechsundtzwainntzigisten ,marty hatt sich zu ,nrmberg ein wolhabender kunstreicher ,ezmahler1 ,gerg ,wchter genant1 vff dem ,lorennzer ,platz wohnent vnnd bej den ,sechzig ,jahren ,altt1 auf ,sannct ,rochius ,kirchof vff seines ,weibs ,grabstain1 daruntter sie den ,ailftten december ,anno #aehe begraben worden1 selbsten durch den ,hal ,jemmerlichen erschossen1 war ein ,breuttigam vnnd hette sein hochzeit am ,sonntag daruor schon angedingt1 nemblich am ,palm ,sonntag mit ,seiner ,brautt bey ,s4 ,lorenzen zu ,gottes ,tische ganngen4 ,was nun die vhrsach gewesen1 konnte man nicht aigentlich wissen4 ,ist sonnsten ein frommer vnd ,gottsfrchtiger ,mann gewesen1 ,ettlich wolten der ,neuen ,heurath die schuldt geben4 ,sein ,elttester ,sohn ,hauns ,wechter hatt ,sich bey dem ,bischoff zu ,aystett mit ,einem ,messer ,inn den ,hal auch selbst erstochen1 wie an seim ortt folgen wird4 ,was in dieser ,chroniknotiz ber ,georg ,wechters ,tod gesagt ist1 wird in allem wesentlichen auch durch die jetzt auf dem ,kreisarchiv ,nrnberg verwahrten ,ratsverlsse der ehemaligen freien ,reichsstadt besttigt4 ,im ,,xiii4 ,faszikel des ,jahrgangs #aehe_/hf heit es daselbst auf ,blatt #bd;a zu ,montag den #bh4 ,mrz #aehf3 ,auf ,valtin ,bulmans1 besichtigers der grber1 verlesene ansag1 was massen sich ,jorg ,wachter1 ein etzer vnd maler1 hie heut 6 auf ,s4 ,rochius kirchhof mit ainer faustpuchsen1 die er bei sich gehabt1 selbst in den hal geschossen1 das er den negsten d4 h4 alsbald vmbgefallen vnd tod gepliben1 soll man bei ime suchen lassen1 was er fur brief oder anders bei sich gehabt1 aldann auch ,bl4 #bd;b sein freundtschafft beschicken und erkhundigung thun1 was er fr anligen gehabt1 oder was ime zu solcher schrecklichen that vrsach gegeben4 ,und weiter3 #aehe_/hf1 ,,xiii1 ,bl4 #be;b ,dienstag1 #bi4 ,mrz #aehf3 ,auf den verlesenen bericht ,jorgen ,wachters1 etzers1 ime selbst zugefugten ableibung halben soll man seiner freundtschafft ir begern de begrabens halben under seins verstorbnen weibs grabstain mit guten worten ablainen vnd vmb mehrers abscheuhens willen an den gewonlichen ort nmlich3 fr ,selbstmrder begraben lassen4 ,souil aber ir begern der klaider halben belangt1 inen sagen1 sich mit den pettelrichtern darumb zuuertragen4 ,vnd dieweil die pettelrichter jederman den todten crper sehen,bl4 #bf;a lassen vnd derwegen gelt aus den leuten geschetzt haben1 soll man sie derhalben beschicken und zured halten4 ,wie man sieht1 stimmen die ,angaben der ,chronik und der amtlichen ,aufzeichnungen nur hinsichtlich des ,datums nicht vllig berein4 ,whrend der ,chronist den #bf4 ,mrz 7,samstag7 als den ,todestag ,georg ,wechters bezeichnet1 geben die ,ratsverlsse den #bh4 ,mrz 7,montag7 als solchen an4 ,ist nun schon an sich der letzteren ,quelle ihrer ,natur nach die grere ,glaubwrdigkeit beizumessen1 so wird in diesem ,falle berdies der ,schreib- oder ,gedchtnisfehler des ,chronisten sofort erwiesen durch die ,nachricht1 die er selbst berliefert1 da nmlich ,georg ,wechter noch am ,sonntag davor1 welcher der ,palmsonntag gewesen1 mit seiner ,braut zum ,abendmahl in die ,lorenzkirche gegangen sei4 ,der ,palmsonntag aber fiel #aehf auf den #bg4 ,mrz4 ,interessant ist in dem zuletzt wiedergegebenen ,ratsverla auch der ,schlupassus1 wonach also die ,bettelrichter den ,krper des ,selbstmrders fr ,geld haben sehen lassen und dafr zur ,rede gehalten werden sollen4 ,offenbar hatte das ungewhnliche ,interesse1 das der ,fall erregte1 seine ,hauptursache in der ,todesart1 die der ,verstorbene gewhlt3 es ist in ,nrnberg vielleicht das frheste ,vorkommen eines ,selbstmordes vermittelst des ,faustrohres1 des ,vorlufers der spteren ,pistole4 ,der tragische ,vorfall1 von dem wir berichten1 ist also auch waffengeschichtlich nicht ganz ohne ,interesse4 ,auf den ,tod ,georg ,wechters bezieht sich endlich noch ein dritter ,ratsverla1 den ich der ,vollstndigkeit wegen und als eine ,ergnzung zu dem eben berhrten ,passus gleichfalls hierher setzen will3 ,jahrgang #aehf_/hg1 ,fasz4 ,i1 ,blatt #f;a ,donnerstag1 #f4 ,april #aehf3 ,auf ,valtin ,bulmans1 de grberbesichtigers bei ,s4 ,rochius1 verlesene entschuldigung de gelt nemens halben von den leuten1 so de abgeleibten ,jorgen ,wechters crper besichtigt haben1 ist verlassen1 ime vnd seinem weib dewegen ein strefliche red zu sagen vnd beiden grberbesichtigern bei ,s4 ,johans vnd ,s4 ,rochius ernstlich zu undersagen vnd zu verpieten1 da sich in kunfftig zeit wiederumb #f;b ein solcher schrecklicher ,fall wie mit dem ,wechter zutragen wurde1 die crper in den capellen oder todtenheulein verschlossen zu halten vnd nicht mehr beschehner massen gelt daraus zu schetzen1 bei meiner herren ernstlichen straf4 ,im brigen habe ich dem1 was die alten ,schriften ber ,georg ,wechters ,tod melden1 kaum noch etwas hinzuzufgen1 zumal sich auch etwa ber die ,motive1 die er fr seine ,that gehabt1 nichts weiter feststellen lt1 als was sich aus dem ,thatbestande selbst zu ergeben scheint und bereits von seinen ,zeitgenossen gemutmat wurde4 ,indessen erfordert der ,schlusatz in jener ,chroniknotiz noch eine weitere ,betrachtung und ,erklrung4 ,nach ihm soll sich auch ,georg ,wechters ltester ,sohn ,hans1 da er sich im ,dienste des ,bischofs von ,eichsttt befand1 durch einen ,messerstich in den ,hals selbst das ,leben genommen haben4 ,der ,chronist fgt hinzu1 da er darber an seinem ,ort berichten werde4 ,in unserer ,handschrift1 die bis zum ,schlu des ,jahres #afjb reicht1 kommt er jedoch nicht wieder auf diesen ,fall zu sprechen4 ,dennoch liegt meines ,erachtens kein ,grund vor1 der ,angabe zu mitrauen4 ,die ,chronik ist1 wie sich aus verschiedenen ,stellen ergiebt1 im wesentlichen auf ,grund gleichzeitiger ,aufzeichnungen um das ,jahr #afad sehr sorgfltig zusammengeschrieben worden#afa4 ,es ist also wahrscheinlich1 da der ,selbstmord des ,hans ,wechter erst zu ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts1 nmlich in der ,zeit zwischen #afjb1 wo die ,chronik abbricht1 und #afad erfolgt ist4 ,vermutlich ist dieser ,hans ,wechter identisch mit einem ,kupferstecher1 von dem die ,nrnberger ,ratsverlsse melden1 da er im ,jahre #aehd sein ,brgerrecht aufgesagt habe3 ,jahrgang #aehd_/he1 ,i1 #ag;b ,mittwoch1 #bi4 ,april #aehd3 ,hans ,wechter1 kunststecher1 hat in sitzendem rath sein burgerrecht aufgesagt1 gewonlichen reuers gegeben vnd ist vmb abschied in die losungstuben gewisen worden4 ,da ,georg ,wechter nach ,ausweis unserer ,chronik #aehf bereits ein ,mann von etwa sechzig ,jahren war1 kann er um jene ,zeit sehr wohl bereits einen selbstndigen ,sohn gehabt haben1 der ja auch ausdrcklich als sein ltester bezeichnet wird4 ,der in den ,ratsverlssen genannte ,hans ,wechter ist aber andererseits aller ,wahrscheinlichkeit nach identisch mit jenem ,zeichner und ,kupfertzer dieses ,namens1 von dem ,andresen sagt1 da er um das ,jahr #afaj blhte#afb4 ,die datierten unter den mit seinem ,namen oder seinem ,monogramm bezeichneten ,bltter stammen aus den ,jahren #aeiiafc1 #afjdafd und #afjfafe1 und diese ,zahlen scheinen ebenfalls dafr zu sprechen1 da wir in dem ,radierer ,hans ,wechter jenen ltesten ,sohn ,georg ,wechters zu erblicken haben1 der zwischen #afjb und #afad zu ,eichsttt durch ,selbstmord starb4 ,wir wrden also1 wenn wir diese ,vermutung gelten lassen1 sagen knnen1 da ,hans ,wechter nach #afjf und vor #afad1 aller ,wahrscheinlichkeit nach aber bald nach #afjf 7oder noch im ,jahre #afjf7 seinem ,leben ein ,ende gemacht haben msse4 ,merkwrdigerweise walten nun hinsichtlich der ,biographie des ,hans ,wechter ganz hnliche ,schwierigkeiten und ,zweifel ob1 wie wir sie oben mit ,bezug auf seinen ,vater ,georg ,wechter kennen gelernt haben4 ,und wie diese ,zweifel dort durch ,feststellung des ,todesjahrs ,georg ,wechters behoben und der ,thatbestand klar gelegt werden konnte1 so wird sich auch hier1 wenn wir durch die angefhrten ,wahrscheinlichkeitsgrnde den ,tod ,hans ,wechters in die ,zeit von #afjf-afad zu setzen uns veranlat sehen1 die ,lsung der strittigen ,frage leicht ergeben4 ,man hat verschiedentlich angenommen1 nicht nur da ,hans ,wechter von ,profession ,goldschmied gewesen sei1 sondern da sich auch ,goldschmiedearbeiten seiner ,hand erhalten htten in einem zu ,kopenhagen befindlichen verzierten ,stahlspiegel1 der ,johann ,wechter #afdf bezeichnet sei1 und einer ,h4 ,w4 #afec signierten hnlichen ,arbeit mit der ,darstellung von ,lot und seinen ,tchtern in ,berlin#aff4 ,zu der ersteren ,annahme mag wohl auch die nahe ,verbindung verleitet haben1 in der ihn seine ,wappenfolge mit ,hieronymus ,bang zeigt1 der hier als ,verleger 7,hieron4 ,banng4 ,excud37 erscheint4 ,hieronymus ,bang1 der aus ,osnabrck stammte und #aehg in ,nrnberg das ,brgerrecht erhielt1 war von ,profession ,goldschmied1 und zwar1 wie es scheint1 ein vielbeschftigter4 ,das im ,germanischen ,museum deponierte ,freiherrl4 von ,scheurlsche ,familienarchiv z4 ,b4 bewahrt manchen ,ausweis ber seine ,thtigkeit als solcher1 und mit ziemlicher ,wahrscheinlichkeit werden ihm auch die vier von ,marc ,rosenberg in seinem ,buche ,der ,goldschmiede ,merkzeichen unter ,nr4 #abbh beschriebenen ,stcke zuzuschreiben sein#afg4 ,bekannter aber noch ist er durch die von ihm herrhrenden ,ornamentstiche4 ,eine solche ,vielseitigkeit drfen wir nun fr ,hans ,wechter gewi nicht annehmen4 ,die ,bezeichnung ,kunststecher in dem mitgeteilten ,ratsverla zeigt zur ,genge1 da er nicht ,goldschmied von ,profession gewesen ist4 ,und da die erwhnten ,goldschmiedearbeiten von #afdf und #afec nicht von ihm herrhren knnen1 ergiebt sich aus unserer chronikalischen ,notiz ber den frhen und jhen ,abschlu seines ,lebens zu ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts- ,es sind also auch hier zum mindesten zwei verschiedene ,persnlichkeiten anzunehmen4 ,um nun aus dem vorstehend ,mitgeteilten die weiteren kunstgeschichtlichen ,konsequenzen zu ziehen1 wrde wohl zunchst das ,werk sowohl des ,georg ,wechter als des ,hans ,wechter1 wie es uns ,andresen darbietet1 einer erneuten ,prfung und ,sichtung zu unterziehen sein4 ,ich kann darauf hier nicht nher eingehen1 sondern mu mich auf einige wenige ,bemerkungen darber beschrnken4 ,am sichersten sind als ,arbeiten ,georg ,wechters des lteren die ,vorlagen fr ,goldschmiede aus dem ,jahre #aegi 7,andr4 #aj7 bezeugt4 ,mit ihnen durch gleiche ,technik1 gleichen ,stil und namentlich auch gleiche ,ornamentationsmotive -- man vergleiche insbesondere die auf den ,blttern zur ,verwendung gekommenen ,cartouchen -- auf das engste verwandt und gleichfalls als unzweifelhafte ,arbeiten unseres ,knstlers auszusprechen sind sodann die ,ansichten von ,windsheim 7#aegf7 und ,memmingen 7#aegc71 sowie das ,wappen des ,nicolaus ,scheller1 die alle mit des ,knstlers ,g ,w bezeichnet sind 7,andr4 ,nr4 #b1 #c und #g74 ,rtselhaft ist mir dagegen1 wie ,andresen auch in dem ,portrt des ,andreas ,nagel1 ,pfarrers zu ,windsheim1 das unsigniert ist und brigens erst aus dem ,jahre #afje stammt1 die gleiche ,art hat erkennen wollen 7,andr4 #e74 ,das abscheuliche ,blatt hat mit dem ,namen ,wechter berhaupt nichts zu thun4 ,als ,werke des jngeren ,georg ,wechter1 der zu ,bamberg thtig war1 sind endlich ,nr4 #a1 #f1 #h1 #i und #aa bei ,andresen zu betrachten4 ,auch die ,ansicht des ,schlosses ,giech 7,andr4 #d7 wird aller ,wahrscheinlichkeit nach ihm angehren4 ,aus dem ,werke ,hans ,wechters 7,andresen ,,iv1 ,s4 #ccd ff47 mchte vielleicht am ehesten das unbezeichnete ,blatt ,nr4 #f3 ,vergleichung der ,schlssel des ,pabstes und des ,apostels ,petrus1 das nach der von ,andresen gegebenen ,beschreibung eine ,spitze gegen die ,pabisten vnd ,jesuwider zu enthalten scheint1 auszuscheiden sein4 ,bei einem ,knstler1 der zuletzt im ,dienste des ,bischofs von ,eichsttt thtig1 also doch wohl ein berzeugter ,katholik war1 werden wir eine solche ,tendenz schwerlich voraussetzen drfen4 ,illustration3 ,aus ,georg ,wechters d4 4 ,ansicht von ,windsheim 7,andr4 #b74 ,illustration ,,zwei ,,schreiben ,,maximilians ,i4 ,,von ,,bayern4 ,,von ,r4 ,,schmidt4 ,von den gleichzeitig im ,anzeiger des ,museums aufgefhrten #bd ,originalschreiben des ,herzogs und ,kurfrsten ,maximilian ,i4 von ,bayern gelangen hier zwei ,stcke1 das eine in seiner ,eigenschaft als ,feldherr der ,liga an den ,kaiser ,ferdinand ,,ii41 das andere anllich des ,todes dieses ,kaisers an die ,witwe desselben gerichtet1 zum ,abdruck4 ,das erstere ,schreiben gibt ein ,bild von der ,erschpfung1 der selbst ein so kornreiches ,land1 wie ,bayern1 durch die ,verheerungen des ,krieges anheimfiel4 ,das zweite gibt gleich den vier hier nicht abgedruckten ,schreiben an die ,knigin ,maria von ,bhmen und ,ungarn ,zeugnis von dem nahen ,verhltnis ,maximilians zu dem sterreichischen ,kaiserhause und seinen dortigen ,verwandten4 ,i4 ,allerdurchleuchtigister grossmechtigister ,khayser1 ,euer ,kay4 ,may4 sein mein gannz vnndterthenige diennst in aller gehorsamb iederzeit berait zuuor4 ,allergenedigister lieber ,herr vnnd ,vetter4 ,nachdeme in meinen ,lanndten heuriges ,jars1 wie ,e4 ,khay4 ,may4 vnlanngst aus meinem1 wegen der noch ausstendigen #cjjj ,muth ,khorn abgeganngnen gehorsambisten ersuechschreiben1 mit mehrerm gdist verstanndten1 die lieben veldtstricht1 sonnderbar in ,waiz vnnd ,khorn1 durch die ,soldatesca an den maisten orthen vnnd besten ,traidspden dermassen verderbt1 auch an vilen orthen gar nit angebauet2 oder was noch verbliben1 nit in die ,scheuren gebracht worden1 dass ich vnnd meine ,lanndtsvnndterthanen1 wie auch ,e4 ,may4 vnnd die ,bundtsarmada an nothwendiger vnndterhalt nit geringen ,abganng vnnd mangel leiden werden ,derowegen ich getrungen wrdt1 die ,notturfft aus ,e4 ,may4 ,erzherzogthumb ,oesterreich zetrachten1 ,dieselbe in gehorsamb bittend1 weiln dero ,lanndt noch mit grossem ,vorrath ,traidt1 wie ich bericht bin1 gesegnet vnnd frsechen1 hingegen die meine wegen des gemainen wesens1 aufhaltung des ,feindes1 damit ,er in ,e4 ,may4 ,lannden nit frbreche vnnd ,prouiantierung der ,armada vast aufs aeusserist verderbt vnnd entblsst sein1 ,e4 ,may4 gerhuen gdigst zuuerwilligen vnnd ,passbrief zu erthaillen1 dass ich in dero sterreichischen ,lannden in#afh3 #ajjj ,muth ,waizen 7zemahlen ich gennzlich verhoffe1 die #cjjj ,muth ,khorn auf ,e4 ,may4 genedigiste verordnung von den ,stenndten ,lanndtes ob der ,enns eruolgen werden7 erhanndlen1 vnnd ,mautt vnnd ,zollfrey herauf in meine ,landen bringen lassen mge4 ,eur ,khay4 ,may4 zue dero hulden vnnd gnaden mich benebens in vnndterthenigkheit empfelchendt ,datum in meiner ,statt ,braunau den #cj4 ,augusti ,a #afcc ,e4#afi ,khay4 ,mt4 gehorsamister getreuester ,churfrst und ,vetter ,maximilian m4 pria4 ,dem ,allerdurchleuchtigisten ,grossmechtigisten ,frsten vnd ,herrn1 ,herrn ,ferdinanden dem andern1 erwhlten ,romischen ,kaiser1 zue allen ,zeiten mehrern des ,reichs1 in ,germanien zu ,hungern vnd ,beham ,knigen1 ,ertzhertzogen zu ,oesterreich1 ,hertzogen zue ,burgundi1 in ,ober3 vnd ,nidern ,schlesien1 ,margrauen zue ,mhrenn1 ,grauen zu ,throl vnd ,grtz1 ,meinem allergenedigisten lieben ,herrn vnd ,vettern4 ,auf der ,rckseite steht auer obiger ,adresse und einigen ,registraturvermerken noch folgender ,entscheid3 ,ad ,cameram ,aulicam4 ,die wrdet aines vnd da ander ,irer ,churf4 ,drchl4 in ,bayrn begern1 ,irer ,kay4 ,mt4 in negster ,audienz mit ,guttachten frzubringen haben4 ,per ,imperatorem #i4 ,sept4 #afcc ,t4 ,hertinger4 ,,ii4 ,allerdurchleichtigiste ,grosmechtigiste ,kayserin1 ,eur ,may4 sein mein gehorsamb willige dienst alzeit mit vleiss zuuor1 genedigiste liebe fraw ,muemb4 ,nachdeme mir der ohnlengst in ,gott seeligist verstorbene ,kay4 ,may4 meines gest4 geliebten ,herrn ,vettern vnnd ,herrn ,vattern#agj erfolgter zeitlicher abgang zu uernemen komen1 hab ich denselben nit allein fr mich selbst1 mit sonderbarer betriebnus verstanden1 sonndern auch fr ein notturft befunden1 sowol an ,i4 ,may4 die verwittibte ,kayserin1 mein auch frdl4 geliebte frauw ,muemb vnnd fraw ,muetter#agj1 als die jez ,regierende#aga vnnd zuegleich auch ,e4 ,kay4 ,m4 ,m4 gegenwerttigen den wolgebornen meinen ,cmmerer vnnd lieben gethreuen ,menrad ,graffen von ,zollern abzeferttigen vnnd vermitelst desselben ,persohn dises vnuerhofften bedriebten zuestandts halb das ,jenig zu uerrichten1 was die schuldigkeit vnnd nahe ,anuerwandtnus von mir erheischt1 vnnd ,eur ,may4 von ,ime ,grauen mit mererem vmbstendtlich anheren vnnd vernemben knden4 ,ersueche derowegen dieselben hiemit gehorsamblich bittendt1 ,sy wollen nit allein ,ime ,graffen in dem was ,er diss orths von meinetwegen ,iro anbringen wirdtet1 gst audienz1 sonndern auch vlligen glauben wie mir selbsten ertheilen1 allermassen diss orths mein vndtertheniges verthrauen zue derselben steet1 vnnd es in begebenden occasionen zuebeschulden bereit1 auch damit ,e4 ,kay4 ,may4 mich gehorsamblich befelchen thue4 ,mnchen den #bc4 ,febr4 ,a #afcg4 ,e4#agb ,mtt4 gehorsamer ,vetter ,maximilian mpria4 ,illustration ,illustration3 ,anhnger von ,daniel ,mignot4 ,,anh,,nger ,,im ,,germanischen ,,museum4 ,,von ,,dr4 ,,karl ,,simon4 ,die ,schmucksammlung des ,germanischen ,museums enthlt eine nicht ganz unbetrchtliche ,anzahl von ,stcken1 die man im engeren oder weiteren ,sinne als ,anhnger bezeichnen kann1 und deren ,besprechung insofern vielleicht einem freundlichen ,interesse begegnen drfte1 als wenig von diesen ,stcken erhalten und wenn erhalten1 wenig bekannt ist4 ,die ,art1 sie zu tragen1 wird verschieden gewesen sein2 als ,hutagraffen1 an die ,kleider angenht1 an ,halsketten1 endlich und wohl sehr vielfach seit dem ,wiederaufkommen des ,rosenkranzes im #ae4 ,jahrhundert an diesem4 ,dem ganzen ,schmucke des ,mittelalters ist eine ,richtung auf zentrale ,komposition eigen1 so vor allem dem ,frspan1 dem am meisten vertretenen ,stck1 der auf der ,mitte der ,brust befestigt ursprnglich nicht zum ,schlieen und ,zusammenhalten der ,kleidung diente1 sondern ein reines ,zierstck war3 so z4 ,b4 an einem wohl aus karolingischer ,zeit stammenden ,stcke im bayer4 ,nationalmuseum 7,obernetter ,taf4 #bce71 an einem gegen das ,jahr #ajjj zu setzenden ,adler1 der das innere ,rund eines flachen ,ringes von ,filigran ausfllt 7,abb4 bei ,luthmer1 ,gold und ,silber2 ,seemann's ,kunstgewerbliche ,handbcher ,bd4 ,,iii ,s4 #ge1 ,fig4 #bh1 a72 desgleichen bei den ,agraffen1 die zum ,anhngen der ,ketten bestimmt waren1 an denen ,schwert und ,dolch befestigt wurden1 und wofr die ,grabdenkmler zahlreiche ,belege bieten4 ,aber auch religise ,themata finden schon vielfach und frh ihre ,darstellung4 ,besonders haben die in der ,seine gefundenen und jetzt zum groen ,teil im ,muse ,cluny aufbewahrten sog4 ,plombs historis wichtiges ,material geliefert4 ,eines der wichtigsten dieser ,stcke ist das ,zeichen der ,notre ,dame du ,puy1 das im ,jahre #aahc ein gewisser ,durand ausfhren lie1 das ,haupt der ,brderschaft de la paix oder der chaperons blancs 7,abb4 bei ,gay3 ,glossaire ,archologique du moyen age et de la ,renaissance4 ,paris #ahhg4 p4 #fcd s4 v4 enseigne74 ,es diente als ,zeichen fr die ,mitglieder der ,bruderschaft1 die sich die ,bekmpfung und ,ausrottung der damals das ,land verheerenden ,ruberbanden zur ,aufgabe gemacht hatte4 ,es ist ein rechteckiges ,stck ,blei mit dem ,relief der ,maria mit dem ,kinde2 den ,rand begleitet die ,legende4 ,mehrere sen dienten zum ,annhen an das ,gewand4 ,anderweitig wurden die ,stcke oft mit ,nadeln befestigt4 ,und das ist bezeichnend fr die ganze ,auffassung des ,schmuckes2 er hat keine selbstndige ,existenz1 er ist ein ,stck des ,kostms4 ,der ,form der ,plombs historis scheint sich die an priesterlichen ,gewndern verwendete ,pluvialschliee durchaus anzureihen4 ,in der ,mitte eine religise ,darstellung1 in ,relief oder durchbrochen1 etwa noch in ,vierpsse eingefat 7,gay a4 ,o4 ,pilgerzeichen des #ac4 ,jahrh47 oder in architektonischer ,umrahmung 7,gay a4 ,o4 ,s4 #fce1 ,luthmer a4 ,o4 ,fig4 #bh1g71 am ,rande die ,legende4 ,aber auch ,freiplastik begegnet1 so z4 ,b4 die ,darstellung eines ,st4 ,georg mit dem ,drachen 7,gay a4 ,o4 #ad4 ,jahrh47 ,auch nach dem ,aufkommen1 der ,halsketten 7,ende des #ad4 ,jahrh471 die erst im #ae4 ,jahrhundert hufiger werden 7fter als ,auszeichnung verliehen1 ,gnadenketten1 ,schtzenketten71 hlt sich noch lange bei den jetzt an ihnen auftretenden ,anhngern die alte zentrale ,form4 ,damit stehen wir an der ,schwelle der ,epoche1 der unsere ,anhnger angehren und zu deren ,beschreibung wir bergehen4 ,eines der ltesten ,stcke wird ,t4 #igb sein2 es ist wie alle folgenden1 bei denen nicht ausdrcklich anders bemerkt wird1 aus vergoldetem ,silber und enthlt in einem schmalen ,rahmen1 von dem #c ,seiten rechteckig zu einander stehen1 whrend die vierte in der ,biegung und krabbenhnlichen ,anstzen an die ,gotik anklingt1 das durch einen ,halbmond abgeschlossene ,brustbild der ,maria mit dem ,kinde4 #b ,engel schweben von den ,seiten heran1 #b andere halten ber ihr die ,krone4 ,eine se oben dient zum ,einhngen1 eine untere war fr anderen ,zierrat bestimmt4 7,hhe #dd mm1 ,breite #cb mm47 ,bei ,t4 #ig sitzt ,maria mit dem ,kinde allein auf dem ,halbmond1 in rundem ,reifen4 7,dm4 #cc mm47 ,zu dritt gruppiert erscheint ,maria auf ,t4 #he und auf ,t4 #hf4 ,dort sitzt zwischen ihr und der hl4 ,anna das ,christuskind2 die ,einrahmung bildet ein dicker runder ,blattkranz4 7,dm4 #cg mm47 ,die ,vergoldung ist besonders gut4 ,hier bildet ,maria selbst die ,mitte2 zwischen ,gottvater und ,christus knieend1 empfngt sie von beiden die ,krone2 ber ihr schwebt die ,taube4 7,fig4 #a rechts unten47 ,ein gewundener ,reifen schliet die ,gruppe ein4 7,hhe #ce mm1 ,breite #cb mm47 ,christus selbst erscheint auf ,t4 #bji1 die ,weltkugel in der ,linken1 die ,rechte benedizierend1 unten und oben verbunden mit dem umgebenden ,rosenkranze1 in den die #d ,evangelistensymbole eingefgt sind4 7,hhe und grte ,breite #ca mm47 ,ein andermal 7,t4 #hg7 ist der hl4 ,georg zu ,pferd dargestellt1 wie er das ,schwert gegen den unter den ,fen des ,rosses liegenden ,drachen schwingt1 der den unteren ,abschlu der in rundem gewundenen ,reifen eingeschlossenen ,gruppe bildet4 7,dm4 #bh mm47 ,illustration3 ,fig4 #a4 ,anhnger im ,germanischen ,museum4 ,t4 #eai4 #hce1 #hf4 ,so sind die behandelten ,gegenstnde ausschlielich der christlichen ,vorstellungswelt entnommen2 die ,mariendarstellungen berwiegen4 ,smtliche ,anhnger sind gegossen und die ,ansicht nur fr eine ,seite berechnet2 die andere ist glatt gelassen4 ,es sind keine groen ,kunstwerke2 auf genaue ,wiedergabe der ,gesichtsformen ist ,verzicht geleistet1 mit ,ausnahme etwa von ,t4 #igb2 freilich sind die ,stcke durch vieles ,tragen auch mehrfach abgenutzt4 ,gemeinsam ist ihnen allen ein ,streben nach zentraler ,komposition2 der einfassende ,rahmen ist meist kreisfrmig oder nhert sich doch der ,kreisform4 ,nur ,t4 #igb hat einen wohl architektonisch gemeinten ,rahmen4 ,bltter- und ,rosenkrnze bringen ,bewegung in die ,silhouette1 die durch die eingefgten ,tiere auf ,t4 #bji noch gesteigert wird4 ,ein ,christus an einem ,kreuze mit astfrmigen ,auswchsen 7,t4 #hd7 bildet eine leicht begreifliche ,ausnahme4 ,meist setzen die ,figuren unmittelbar auf die ,einfassung auf2 #b mal bildet ein ,halbmond1 #a mal ein ,wolkenstreifen die ,vermittlung4 ,die ,hhe der hervorragenden ,teile der ,figuren betrgt kaum mehr als #b mm4 ,fast alle haben unten ,ring oder se fr ein abschlieendes ,anhngsel1 eine ,perle u4 42 nur bei ,t4 #he ist nichts derart vorhanden1 so da die zentrale ,gruppierung voll zum ,ausdruck kommt4 ,illustration3 ,fig4 #b4 ,anhnger von ,daniel ,mignot4 ,eine ,zeitbestimmung der ,stcke ist bei dem fast gnzlichen ,mangel stilistischer ,anhaltspunkte milich1 und es ist sehr mglich1 da solche offenbar fabrikmig hergestellte ,ware sich in einzelnen ,volkskreisen noch lange erhielt1 als im allgemeinen schon eine andere ,geschmacksrichtung aufgekommen war4 ,doch mgen sie wohl in's #af4 ,jahrhundert gehren4 ,war die zentrale ,komposition noch ein ,nachklang der mittelalterlichen ,gewohnheit1 so wurde diese im #af4 ,jahrhundert bei dem eigentlichen vornehmen ,schmuck verlassen und die schon bei den besprochenen ,stcken verschiedentlich bemerkte ,tendenz deutlich1 die ,bestimmung als ,anhnger auch in der ,form auszudrcken4 ,jetzt treten jene reizvollen und immer wechselnden ,formen mit ihrer ,verbindung von edlem ,metall und ,steinen1 etwa auch ,emaillierung1 auf1 die uns noch heute von ,bildern jener ,zeit entgegenleuchten1 und fr die ein ,hans ,holbein nicht verschmhte1 ,entwrfe zu zeichnen1 wie sie uns sein ,londoner ,skizzenbuch zeigt4 ,ueberhaupt nehmen solche ,entwrfe einen breiten ,raum im ,kupferstich gegen ,ende des ,jahrhunderts ein2 von einem der bedeutendsten ,stecher1 der in dieser ,art arbeitet1 ,daniel ,mignot1 geben wir einige ,abbildungen4 7,fig4 #b1 sowie die ,abbildungen am ,anfang und am ,schlu des ,artikels47 ,illustration3 ,fig4 #c4 ,kette und ,anhnger4 ,t4 #gbh4 ,von diesem ,reichtum einer schmuckfreudigen ,zeit ist verhltnismig nur wenig erhalten1 und auch unsere ,sammlung hat wenig1 das zu diesen ,schmuckstcken hheren ,ranges gehrt4 ,so ein goldener zu einer ,kette gehriger ,anhnger 7s4 ,fig4 #c474 ,er ist der ,form nach ziemlich kurz1 verbreitert sich jedoch nach unten4 7,breite #e1d cm1 ,hhe #e cm74 ,am ,rande sitzen #ab ,bergkrystalle in hohen1 viereckigen ,kasten1 die durch umgebogenen ,golddraht auf der ,rckseite befestigt sind4 ,sie rahmen wiederum ein ,mittelstck ein1 in dem #f gleiche ,kasten mit ,bergkrystallen um einen groen mittleren gruppiert sind4 ,diese mittlere ,gruppe ist aus einem ,stck und aufgeschraubt4 ,die ,zwischenrume zwischen den ,kasten sind mit schwarzem ,email ausgefllt4 ,die dazu gehrige ,halskette besteht aus einer ,reihe kleiner1 nach zwei verschiedenen ,zeichnungen abwechselnder ,glieder von gleicher ,technik und ,wirkung wie der ,anhnger1 der mit dem mittleren greren durch ein ,zwischenglied verbunden ist4 ,der gegenstzlichen ,wirkung halber wird beim ,goldschmuck gern auch buntes ,email verwendet4 ,zwei solche ,stcke besitzen wir1 die schon in das beginnende #ag4 ,jahrhundert gehren4 ,t4 #eai ist ein ,ordenszeichen des von ,kurfrst ,christian ,,ii4 gestifteten ,ordens der brderlichen ,liebe und ,eintracht in ,sachsen4 ,ein runder ,reif 7,dm4 #cc mm1 s4 ,fig4 #a oben7 mit der ,inschrift3 ,ecce quam bonum et iucundum habitare fratres inunum schliet eine frei gearbeitete ,gruppe ein3 auf grnem ,rasen sitzen zwei sich kssende ,frauengestalten mit nacktem ,oberkrper4 ,wage und ,palme kennzeichnen sie als ,gerechtigkeit und ,frieden1 also eine ,illustration der alttestamentlichen ,verheiung4 ,auen am ,ringe sind an vier ,stellen ,ranken mit weier ,emaillierung als ,verzierungen angebracht2 nur rechts und links sind sie vollstndig1 oben und unten abgebrochen4 ,in den ,ring selbst sind sechs emaillierte ,wappen eingelassen2 oben das schsische1 dann nach rechts weiter3 ,markgrafschaft ,meien1 ,pfalz ,sachsen1 ,henneberg1 dann vielleicht ,grafschaft ,landsberg 7#b rote irrtmlich statt blaue8 ,balken in goldenem ,felde71 ,herrschaft ,pleien4 ,die ,rume zwischen den ,buchstaben der ,inschrift sind mit schwarzem ,email ausgefllt4 ,die ,figuren selbst sind aus ,gold1 das nach damals beliebter ,weise an den ,fleischteilen mit weiem ,email berzogen ist und an den ,gewndern ein eigentmlich krniges ,aussehen zeigt4 ,beide ,seiten sind vollkommen gleich und als ,schauseiten ausgebildet4 ,illustration3 ,fig4 #d4 ,anhnger im ,germanischen ,museum4 ,t4 #gfj4 ,illustration3 ,fig4 #e4 ,anhnger2 ,t4 #eh4 ,in die gleiche ,zeit gehrt wohl ein ,anhnger mit dem auferstandenen ,christus4 7,t4 #gfj1 s4 ,fig4 #d2 ,hhe #ec mm1 ,breite #de mm74 ,den ,grund bildet durchbrochenes ,rankenwerk aus ,gold1 mit reichem opaken ,emailschmuck in ,blau1 ,grn und ,wei1 auf den zum ,teil noch rote ,pnktchen aufgesetzt sind4 ,von diesem flachen ,grunde lst sich die frei gearbeitete ,figur ,christi1 mit der ,siegesfahne in der ,linken1 die ,rechte erhoben1 plastisch los4 ,die ,fe stehen dem ,grunde noch am nchsten1 whrend das ,haupt mit dem ,nimbus sich #i mm ber den ,grund erhebt und so der ,eindruck des ,herausschwebens erweckt wird4 ,die ,gestalt ,christi ist wieder aus ,gold1 das an ,lendentuch und ,mantel zu dem mit weiem ,email berzogenen brigen ,krper einen lebendigen ,gegensatz bildet4 ,die ,innenseite des ,mantels sollte wohl1 nach ,farbspuren zu schlieen1 rot sein4 ,zu beiden ,seiten lst sich je eine ,ranke mit blauer ,blume vom ,grunde los2 darber liegt je ein ,almandin in lnglichem ,kasten2 eine mit ,almandinen geschmckte ,krone schliet das ,ganze ab4 ,auch die ,rckseite ist reich mit bunten ,emailfarben ausgestattet4 ,das ,ganze ist von einem hchst reichen und festlichen ,eindruck und pat sich einer ,darstellung des ,triumphes ber den ,tod aufs glcklichste an4 ,illustration3 ,fig4 #f4 ,anhnger1 ,t4 #bcjc4 ,eine ,ausnahmestellung nehmen zwei an lngeren ,gehngen angebrachte ,stcke ein4 ,das erste1 das unsere ,abbildung zeigt 7,fig4 #e4 ,t4 #eh1 ,hhe #ah cm1 ,breite #g1h cm71 ist eine aus ,silber gegossene ,sirene mit einer ,krone auf dem ,haupte1 durch die ein ,pfeifchen geht4 ,an dem flachen ,silbergehnge schwebt ein ,glckchen4 ,wie das ,ganze getragen wurde1 ob etwa an einem ,grtel1 ist nicht recht klar4 ,wie sich die ,sirenengestalt berhaupt in der ,kunst des #af4 ,jahrhunderts groer ,beliebtheit erfreute und sie ,holbein z4 ,b4 auf seinem ,erasmus im ,gehus verwendete1 findet sie sich auch noch fter1 gerade wie bei uns1 als ,schmuckgegenstand4 ,so z4 ,b4 im ,rothschildmuseum in ,frankfurt a4 ,m4#agc und in der ,wiener ,schatzkammer#agd4 ,hier haben ,monstreperlen1 aus denen der grte ,teil des ,leibes besteht1 den nchsten ,anla gebildet4 ,jedesmal bilden #d kleine ,perlen den unteren ,abschlu2 auch auf unserem ,stck deuten #d sen auf hnlichen ,schmuck4 ,t4 #bcjc 7,fig4 #f7 stellt einen groen1 gekrnten ,vogel mit krummem ,schnabel und langem1 gestreckten ,schwanze dar 7,lnge mit ,kette #ab cm1 ,breite #ad cm74 ,der ,krper ist aus vergoldetem ,silber und innen hohl4 ,die ,flgel sind angesetzt und mit ,nieten an ,brust und ,schwanz befestigt2 die ,federn sind durch ,gravierung angegeben4 ,unter dem ,halse hngt in einer se eine kleinere goldene ,taube1 mit den ,buchstaben ,d ,c am ,halse4 ,es lge nahe1 an die ,jahreszahl #afjj zu denken1 wo das ,m ausgelassen wre4 ,doch knnte der groe ,vogel noch in frhere ,zeit hinaufreichen4 ,das ,stck wird ein ,schtzenkleinod sein1 von denen sich einige ganz hnliche ,beispiele auch in den ,sammlungen auf ,schlo ,heeswijk erhalten haben4 7,collections de ,heeswijk ,,iii4 n4 #idd74 ,dazugehrige ,schtzenketten1 an denen die ,kleinode getragen wurden1 scheinen ja hufiger zu sein4 ,illustration3 ,fig4 #g4 ,s4 ,georg4 ,anhnger1 ,t4 #ib4 ,indessen bestand der einfach ausgestattete ,anhnger mit religisen ,darstellungen fort4 ,so erscheint auf ,t4 #ajb der hl4 ,christophorus mit dem ,christkinde in ovalem ,medaillon1 das von krausem ,ornament begleitet wird4 7,hhe #g cm1 ,breite #e1a cm74 ,so ist also noch der ,rahmen beibehalten1 der sonst schon vielfach wegfllt#age4 ,der ,art ist eine #f1e cm hohe ,statuette des hl4 ,georg 7,t4 #ib1 s4 ,fig4 #g71 die wohl ein ,anhnger des ,st4 ,georgsritterordens ist4 ,die frei gearbeitete ,gruppe 7silbervergoldet7 steht auf einer sechseckigen ,konsole1 unter der sich ein hr mit gewundenem ,ring befindet4 ,der gerstete hl4 ,georg mit einem ,nimbus aus gewundenem ,draht steht in weit ausschreitender ,stellung auf dem ,drachen1 mit der ,linken den kunstvoll gewundenen ,schweif haltend1 mit der ,rechten das etwas lang geratene ,schwert dem ,ungetm in den ,rachen bohrend4 ,illustration3 ,fig4 #h4 ,pathenpfennig des ,martin ,vogelsang1 #afbg4 ,t4 #bac4 ,nhert sich so der alte ,anhnger durch ,wegfall des ,rahmens der ,freiplastik1 so gewinnt das ,mittelstck andererseits durch die entschiedene ,ausbildung als ,relief mit festem ,hintergrunde einen mehr malerischen ,charakter4 ,sehr selten im allgemeinen kommt es vor1 da die ,darstellung in einen architektonischen ,rahmen gefat ist4 ,t4 #hce ist ein solches seltenes ,beispiel4 ,zwei ,pfeiler auf hohen ,sockeln1 unter denen sich aufgerollte ,voluten befinden1 bilden rechts und links1 ein ziemlich willkrlich geformter ,giebel bildet oben den ,abschlu4 7,hhe #ce mm1 ,breite #ba mm1 s4 ,fig4 #a unten links74 ,die ,reliefdarstellung innen enthlt die ,geburt ,christi4 ,in der ,mitte ist die knieende ,maria mit dem ,kinde beschftigt1 das auf der anderen ,seite von einem ,engel angebetet wird1 whrend ,ochs und ,esel aus dem ,stalle schauen4 ,von rechts tritt ,joseph mit der ,laterne hinzu 7oder ist es ein anbetender ,knig mit einem ,geschenk871 whrend hinter ihm unter einem ,thorbogen ein zweiter mnnlicher ,kopf sichtbar wird4 ,der ,revers enthlt in leichter ,gravierung in phantastisch-architektonischer ,umrahmung mit einem ,lwenkopf oben eine weibliche ,gestalt1 wohl ,venus1 mit #b ,stben 787 in den ,hnden4 ,an den #d ,ecken sind kleine ,knpfchen angebracht1 ein gleiches mit se unten4 ,das ,ganze macht den ,eindruck italienischer ,arbeit4 ,t4 #bjg ist ein ovales ,medaillon 7,dm4 #ch und #cc mm7 mit einem ,rahmen in durchbrochenem ,rankenwerk4 ,der ,avers enthlt in ,reliefdarstellung ,maria mit dem ,kinde auf dem ,halbmond zwischen zwei heiligen ,bischfen1 der ,revers die ,verkndigung4 ,auch dies scheint italienisch zu sein4 ,damit mndet der ,anhnger in den breiten ,strom der religisen ,medaille ein1 wie sie im ,laufe des #af4 ,jahrhunderts und weiterhin in ,beziehung auf ffentliche und private ,vorflle jeder ,art blich wird1 vielfach durch nachtrglich zugefgte oft sehr reiche ,umrahmung noch als ,anhnger charakterisiert1 wie z4 ,b4 der schne ,pathenpfennig des ,martin ,vogelgsang vom ,jahre #afbg 7,t4 #bac2 ,dm4 #ee mm1 s4 ,fig4 #h74 ,aus vergoldetem ,silber1 enthlt die ,vorderseite den hl4 ,martin1 der seinen ,mantel fr den ,bettler zerschneidet1 die ,rckseite die ,inschrift4 ,illustration3 ,anhnger von ,daniel ,mignot4 ,illustration ,,herd ,,und ,,herdger,,te ,,in ,,den ,n,,rnbergischen ,k,,chen ,,der ,,vorzeit4 ,,von ,,dr4 ,,otto ,,lauffer4 ,i4 ,bei allen ,vlkern ist die ,feuersttte von jeher ein geheiligter ,ort des ,hauses gewesen1 und so bildet auch fr die ,deutschen der ,herd1 die ,stelle1 die im ,anfang unserer ,kulturentwicklung die einzige ,wrmespenderin im ,hause war1 die ,stelle1 an der die tgliche ,nahrung bereitet wird1 nicht nur den ,mittelpunkt des ,hauses und des huslichen ,lebens1 er ist vielmehr auch der ,trger einer ,reihe von rechtlichen ,vorstellungen geworden1 die ihm vor anderem ,hausgert eine hervorragende ,bedeutung und eine besondere ,weihe verleihen4 ,die ,zndung und ,nhrung des ,herdfeuers war das ,zeichen rechtlicher ,besitznahme und ,inhabung eines ,grundstckes1 und wem das ,feuer des ,herdes gelscht wurde1 der war damit fr rechtlos erklrt#agf4 ,in manchen ,gegenden wurde bis in unsere ,zeit der ,herd eines ,hauses sogar bentzt1 um danach eine ,grenzbestimmung vorzunehmen1 ja er bildete selbst die ,grenzmarke und durfte also1 auch wenn das fr die ,hauswirtschaft noch so wnschenswert war1 nicht verrckt werden#agg4 ,schlielich wei jedermann1 da der eigene ,herd das ,symbol des eigenen ,hausstandes bis heute geblieben ist4 ,diese besondere ,weihe des ,herdes mag zum ,teil schon mit darauf beruhen1 da eine ,verschiebung der ,herdstelle innerhalb des ,hauses zugleich eine eingreifende ,vernderung auch des huslichen ,lebens zur ,folge gehabt htte1 ebenso aber und wohl noch mehr darauf1 da der alte ,herd mit seinem festen ,mauerwerk nicht die ,bewegbarkeit unserer heutigen ,maschinen1 wie der ,westfale den modernen ,herd nennt1 besa1 und wenn man das umfangreiche ,steingefge des ,herdes1 zumal da wo derselbe an den ,schlot und den weiten ,rauchmantel gebunden war1 htte verrcken wollen1 so wre damit eine der umstndlichsten baulichen ,vernderungen vorgenommen1 die man sich im ,hause berhaupt denken konnte4 ,jedenfalls ist es ,thatsache1 da jene geheiligten ,vorstellungen1 die man mit dem ,herde verband1 sich mit den letztgenannten praktischen ,rcksichten zu gemeinsamer ,wirkung vereinigten4 ,sie waren die ,ursache dafr1 da unsere ,vorfahren gleich anderen ,vlkern sich in ,bezug auf den ,herd und seine ,ausstattung ungeheuer konservativ erhalten haben1 und so begegnen wir denn unter dem ,herdgert zum ,teil uralten und ureinfachen ,gegenstnden und ,formen4 ,infolge des ,alters und der unvernderten ,forterbung dieser ,gerte hat man dieselben in den letzten ,jahren mit ,recht als ein schtzbares ,material erkannt1 aus dessen genauer ,erforschung die ,wissenschaft der ,ethnologie reichen ,gewinn zu ziehen erhoffen darf4 ,solches nach ,krften zu frdern ist der erste ,zweck dieses ,aufsatzes1 in dem wir versuchen wollen1 auf ,grund des uns bekannt gewordenen litterarischen und sachlichen ,materials sowie nach verschiedenen mndlichen ,mitteilungen den ,herd und das ,herdgerte in den ,nrnbergischen ,kchen der ,vorzeit zu schildern4 ,zu dem ethnologischen ,interesse wird sich dabei die antiquarische ,teilnahme des ,altertumsforschers gesellen1 den es erfreut1 einen nicht unwichtigen ,teil deutscher ,hausaltertmer nher kennen zu lernen4 ,mancher unserer ,leser wird vielleicht nur diesen letzteren ,standpunkt einnehmen4 ,er mge sich nicht wundern1 da wir mehr1 als es sonst angngig ist1 die ,entstehungszeit der einzelnen ,stcke unbercksichtigt lassen1 wenn wir es auch nicht versumen werden1 dieselbe in allen ,fllen1 wo sie fr uns berhaupt ersichtlich ist1 mitzuteilen4 ,das oben geschilderte ,beharrungsvermgen der einzelnen ,formen giebt uns aber ein ,recht dazu1 den historischen ,gesichtspunkt etwas zurcktreten zu lassen4 -- ,wenn wir nun beginnen1 zunchst das uns erhaltene litterarische ,material in ,augenschein zu nehmen1 so sind wir in der glcklichen ,lage1 fr ,nrnberg eine ,reihe verhltnismig alter ,auslassungen ber den ,herd und sein ,gert zu besitzen1 die in letzter ,zeit zur bequemen ,bentzung gut herausgegeben sind#agh4 ,der erste ,zeuge ist der ,nrnberger ,fastnachtspieldichter und ,meistersinger ,hans ,folz1 der den zur ,grndung eines ,hausstandes ntigen ,hausrat in zwei verschiedenen ,fassungen1 das eine mal in einem strophischen ,meistergesang und das andere mal in einem ,spruchgedichte besungen hat4 ,fr uns kommen aus diesen ,gedichten folgende ,stellen in ,betracht1 zunchst ,folz1 ,meistergesang #b1 #ac-c1 #f3 ,so mon dt in die kchen gann heffen vnd krg1 kessel vnd pfann driffus pratspis ms mon ach hann plaspalg ein rost ist sit ein pratter vnd ein offen ror ein abascar cimet vr war ein krg mit essig latter klar morser1 stempffel offengabel hackpret hackmesser mit -- ,vamloffel seichpfan offenkruck da mit mons feir zw samen ruck ein pessen in ein winckel schmck ein panczer fleck da mit mon weck den vnflat reiben dw4 -- ,dieser ,stelle entsprechen im ,folzens ,spruchgedichte fol4 ,a ,,ii a_/b folgende ,verse3 ,so man den in die kuchen drit ,czimbt diszer hauszrad wol mit ,tpff sturczen kessel pfannen ,ob man nicht teglich wil drum tzannen ,dreyfuesz blaszbalgk bratspis rost ,mus man auch haben was es kost ,ein kesselhengel vbers feur ,sust wer offt warmes wasser teur 99 99 99 99 99 ,hafengabeln vnd ofenkrucken ,ofengabeln das fwer tzu rucken ,hauszbesen vnd ein besens mher ,do man all nacht den hert mit ker ,ein splgelt czimbt auch wol furwar ,ein braeder vnd ein owenror ,ein pantzer fleck mus man auch haben4 -- ,aus dem ,jahre #aedd bietet uns sodann ,hans ,sachs eine gute ,belegstelle in dem ,spruchgedicht ,der gantz hawsrat ,s4 #b_/c3 ,darnach in die kuechen verfeg ,kessel pfannen1 hefen vnd kreg ,drifus pratspies gros vnd klein ,ein rost vnd pretter mus da sein 99 99 99 99 99 ,ein splstant panczerfleck darpey ,schessel vnd deller allerley ,pletz klain vnd gros ich dir nit lewg ,schwebel zuinter vnd fewer zewg ,ein fewer zangen ein ofen krecken ,das fewer pcklein zw hin schmcken ,ein degel1 plaspalck1 offen ror ,ein offen gabel must haben vor ,kin1 spen vnd holtz zum fewer frisch ,ein pessen1 strowisch vnd flederwisch4 -- ,bedeutendere litterarische ,belege aus dem #ag4 ,jahrhundert sind mir nicht bekannt geworden1 dagegen erschien im ,jahre #agjc in ,nrnberg im ,verlage ,wolfg4 ,moritz ,endters ein ,buch mit dem ,titel3 ,die so kluge als knstliche von ,arachne und ,penelope getreulich unterwiesene ,hausz-,halterin4441 dessen ,,iv4 ,capitel handelt3 ,von denen zur ,hauszhaltung gehrigen1 und unter der ,aufsicht einer klugen ,hausz-,mutter stehenden ,zimmern1 samt deroselben so zierlich- als nutzlichen ,aus-staffierung4 ,dortselbst wird auch ber die wohl-gebaute ,kche und ihr ,gert auf ,seite #bjb manches mitgeteilt1 was uns interessiert3 ,das ,eiserne ,kuchengerthe ebenfalls zu benennen1 sind selbiges die ,brter oder ,bratenwender1 und entweder hier zu ,land die ,feder-,brter oder ,zug- und ,gewicht-,brter1 samt denen dazu gehrigen1 wie auch allerley ,arten von ,hand-,spiszen also genannt1 weil man sie mit der ,hand umdrehet2 theils ,orten werden auch die ,brter von ,handen umgetrieben3 ,man hat von ,eisenwerck in denen ,kchen beedes ,brat-,pfannen und gemeine ,pfannen1 ,glut- oder ,kohl-,pfannen1 ,schssel-,ringe1 gemeine und aufgebogene ,stirzen zum abbrunen1 ,rost1 tiefe ,traif-,lffel1 lcherichte ,faim-,lffel1 flache lcherichte ,bach-,lffel1 ,fisch-,reisten1 ,hackmesser1 ,fleischparten1 ,bratwurst-,znglein1 ,fisch-,schufelin1 ,schmaltz-stecher1 ,spick-,nadel1 ,leuchter und ,liecht-schneutzen1 ,feuerzeug1 ,feuer-,zangen1 ,feuer-,hacken1 ,pfannen-,knechte1 ,dreyfusz1 ,ofen-gabeln1 ,ofen-,schufelein4 ,schlielich will ich noch ein hierher gehrendes im ,jahre #ahjg aufgestelltes ,inventar der ,landauerschen ,zwlfbrder-,stiftung nicht unerwhnt lassen4 ,dasselbe liegt auf der hiesigen ,stadtbibliothek in den ,beilagen zum ,extraditions ,protokolle der ,wohlthtigkeits-,stiftungen in ,nrnberg4 ,ziffer ,nr4 #dhi1 und nachdem es die ,zinn-1 ,kupfer- und ,mszing-gerte aufgezhlt hat1 nennt es von ,eisen und ,blech3 #a ,bratpfanne1 #c ,stielpfannen1 #c grosze ,lffel1 #a ,gabel1 #a ,hackmesser1 #a ,reibeisen1 #a ,rost1 #a ,dreyfusz1 #a ,fleischhacke1 #a ,feuerzange1 #b ,feuer-,bcke1 #b ,ofengabeln4 ,damit sind die wichtigeren fr ,nrnberg in ,betracht kommenden litterarischen ,quellen erschpft1 wobei ich noch besonders erwhnen will1 da der im ,kupferstichkabinet unseres ,museums 7,h4 ,b4 #bbdc7 befindliche ,einblattdruck1 auf welchem ,anna ,kferlin zu ,nrnberg das von ihr erbaute und ausgestattete ,kinder-,haus beschreibt1 fr unsere ,zwecke nichts ausgiebt4 ,die eine oder andere gelegentliche ,erwhnung werden wir an schicklicher ,stelle citieren4 -- 99 99 99 99 99 ,auer diesen litterarischen ,nachweisen sind wir aber auch in der glcklichen ,lage1 eine ,reihe lterer ,abbildungen zu besitzen1 die unsere ,erkenntnis in wesentlichen ,punkten sttzen und frdern werden4 ,zunchst ist da ein ,einblattdruck aus der ,zeit von c4 #adge-adhj zu nennen1 der bislang nur in einem einzigen ,exemplare1 das sich in dem kniglichen ,kupferstichkabinet in ,mnchen befindet1 bekannt geworden ist4 ,a4 ,schultz hat in seinem ,buche ,deutsches ,leben im ,,xv4 und ,,xvi4 ,jahrhundert in ,figur #aea das ,blatt reproduciert1 das auf #bd ,feldern die ,darstellung von allerhand ,hausgerten giebt1 die dem davon umrahmten ,liebespaare zur ,grndung des ,haushaltes ntig sind#agi4 ,fr uns kommen die beiden ueren rechten ,felder der oberen ,reihe in ,betracht4 ,leider ist es jedoch nicht unbestritten1 da das mit hanns paur signierte ,blatt wirklich von dem ,nrnberger ,kartenmaler gleichen ,namens herrhrt#ahj1 deshalb erachten wir uns auch nicht berechtigt1 das ,blatt hier nochmals abzubilden4 ,ebenso ist aus3 ,eygentliche ,beschreibung ,aller ,stnde auff ,erden444 durch den weitbermpten ,hans ,sachsen gantz fleissig beschrieben vnd in ,teutsche ,reimen gefasset4 ,frankfurt a4 ,m4 #aefh das ,blatt1 auf welchem ,jost ,ammans ,illustrationskunst den ,koch darstellt1 fr uns nicht gerade von hervorragender ,bedeutung#aha4 ,illustration3 ,fig4 #b4 ,dagegen stehen uns aus dem ,,xviii4 ,jahrhundert ein paar sehr interessante ,abbildungen zu ,gebote4 ,francisci ,philippi ,florini ,serenissimi ad ,rhenum ,comitis ,palatini444 ,oeconomus ,prudens et legalis4 ,oder ,allgemeiner ,klug- und ,rechts-verstndiger ,haus-,vatter444 ,nrnberg1 ,frankfurt und ,leipzig in ,verlegung ,christoph ,riegels4 ,gedruckt bei ,johann ,leonhard ,knortzen erschien im ,jahre #agjb4 ,das ,,ix4 ,buch handelt von der ,koch-,kunst und bietet auf ,seite #acd und #ace die beiden lehrreichen ,darstellungen1 die wir in ,figur #a und #b wiedergeben4 ,da die ,riegel'sche ,buchhandlung1 die das ,buch verlegte1 in ,nrnberg ihren ,hauptsitz hatte1 und da auch die ,knortz eine ,nrnberger ,druckerfamilie jener ,zeit sind1 so knnen wir nicht daran zweifeln1 da ,nrnbergische ,kchen es sind1 die fr die ,darstellungen das ,vorbild geliefert haben4 ,schlielich findet sich ein von ,m4 ,rler gefertigter ,stich einer ,kche als ,titelbild in3 ,die ,in ihrer ,kunst vortrefflich geubte ,kochin4 ,oder ,auserlesenes und vollstandig-vermehrtes ,nrnbergisches ,koch-,buch ,nrnberg4 ,wolfg4 ,mor4 ,endters ,erben #agcd4 ,wir geben das ,blatt in ,fig4 #c wieder4 ,das hier mitgeteilte ,material ist nun teilweise schon frher verwertet worden4 ,a4 ,schultz sowohl in seinem oben citierten ,buche ,s4 #aac ff4 wie ,h4 ,bsch in diesen ,mitteilungen4 ,jahrg4 #ahig ,s4 #fb ff4 haben sie zum ,teil bentzt1 als sie anllich der ,schilderung von ,hauseinrichtungen auf die ,kche zu sprechen kamen4 ,wir werden im ,verlauf der ,darstellung vielleicht ,gelegenheit haben1 auf diese ,arbeiten einzugehen4 ,auer ihnen haben wir vor allem bentzt3 ,m4 ,heyne1 ,fnf ,bcher ,deutscher ,hausaltertmer ,i4 ,bd4 ,das deutsche ,wohnungswesen4 ,leipzig #ahii4 ,wer immer sich in ,zukunft mit deutschen ,hausaltertmern beschftigen mag1 wird auf dieses vortreffliche und grundlegende ,buch zurckgreifen mssen4 -- 99 99 99 99 99 ,auf das also gesammelte literarische und bildliche ,material gesttzt1 fassen wir nun die uns zu ,verfgung stehenden ,realien ins ,auge4 ,allhier in ,nrnberg haben theils ,frauen eine groe ,freude mit besonderen ,prang-,kuchen -- schreibt die ,haushalterin ,s4 #bjb -- darinnen niemal gekochet1 sondern das ,gerethe nur allein zur ,zierde und ,geprng aufgestellet wird1 da siehet man nichts von ,eisen noch ,holz1 sondern es mu alles von ,zinn und ,messing schimmern und glntzen1 auch sogar der ,besenstiel und das ,kehrig-fa von ,zinn gemachet seyn1 ob man nun davon nicht fglich sagen mochte3 ,wozu dienet dieser kostbare ,unrath8 lasse ich andere davon urtheilen4 ,nun1 wir wollen uns am wenigsten mit einer ,kchin ber die ,daseinsberechtigung dieser ,prangkchen streiten1 fr uns ist die ,hauptsache1 da man in ,nrnberg ihrem ,gebrauch zumeist die ,erhaltung einer ,reihe fr uns interessanter ,gerte zu danken hat4 ,eine vollstndige ,prangkche ist freilich1 so viel uns bekannt ist1 nicht mehr erhalten1 die letzte ist vor zwei ,jahren nach ,england verkauft worden1 jedoch verdanke ich dem ,antiquar ,wohlbold einige ,mitteilungen darber4 ,an ihrem ursprnglichen ,orte erhalten sind eine ziemliche ,reihe von ,gerten der alten ,prangkche des von ,frer'schen ,schlosses in ,haimendorf bei ,lauf4 ,darunter befinden sich eine ,anzahl von ,kchengerten1 deren ,besichtigung mir gtigst gestattet wurde4 ,in derselben ,gegend habe ich auch versucht1 in den ,bauernhusern etwas ausfindig zu machen4 ,diese ,mhe war vergebens1 dagegen habe ich bei dem ,forstaufseher in dem von ,frer'schen ,jagdschlchen ,rockenbrunn bei ,haimendorf manche ,erkundigung eingezogen4 ,erst in letzter ,linie kann ich an dieser ,stelle die ,gerte nennen1 welche sich in der ,kche unseres ,museums befinden4 ,dieselben sind grtenteils zu einer ,zeit gesammelt worden1 in der ihnen die ,ethnologen ihre ,aufmerksamkeit noch nicht zugewandt hatten1 und in der man ihre ,herkunft fr ziemlich gleichgltig hielt4 ,da die ,provenienz sich jetzt fr manche ,stcke nicht mehr feststellen lt1 so drfen dieselben leider fr ,nrnbergische ,verhltnisse nicht herangezogen werden4 ,jedoch will ich spter nicht versumen1 auch von diesen ,stcken ,mitteilung zu machen4 ,illustration3 ,fig4 #c4 ,so wrde unser ,material ein immerhin bescheidenes sein1 wenn uns nicht reiche ,aufschlsse zuteil wrden aus einer ,quelle1 die gerade fr ,nrnberg besonders ppig sich erweist1 whrend sie fr die meisten anderen ,gegenden ,deutschlands nur sprlich zu flieen pflegt1 ich meine die ,puppenhuser oder ,dockenhuser1 wie der ,nrnberger sagt4 ,das ,germanische ,museum ist in der glcklichen ,lage von diesen fr die ,kunde deutscher ,hausaltertmer so wichtigen und interessanten ,schau- und ,prunkstcken der ,spielzeugfabrikation eine ansehnliche ,reihe zu besitzen4 ber die meisten von ihnen hat schon ,h4 ,boesch im ,anzeiger fr ,kunde der deutschen ,vorzeit1 #ahgi4 ,s4 #bcj ff4 genaue ,mitteilungen gemacht1 und so kann ich mich auf die dort gegebenen ,nachrichten beziehen4 ,da es jedoch wnschenswert erscheint1 zunchst ein genaues ,verzeichnis der in den ,dockenhusern vorhandenen ,herdgerte zu geben1 so lassen wir hier eine ,zusammenstellung folgen1 indem wir zugleich durch die eingeklammerten ,zahlen zu erkennen geben1 um welche ,nummer der von ,h4 ,boesch gewhlten ,reihenfolge es sich handelt4 ,a4#ahb ,dockenhaus4 ,depositum der ,familie ,bumler zu ,nrnberg4 ,der ,unterbau des zweistckigen1 #b1bg m hohen1 #j1fgf m tiefen und #a1gee m breiten ,hauses enthlt in der ,mitte ,hof und ,stiege mit ,ausblick auf den ,garten1 links davon ,pferdestall mit darunterliegender ,knechtekammer1 zur rechten ,hand die ,hausapotheke4 ,der erste ,stock enthlt links von ,flur und ,treppe die ,kche1 rechts ein ,wohn- und zugleich ,speisezimmer4 ,der zweite ,stock enthlt links vom ,flur ein ,wohnzimmer und noch weiter links die sogenannte ,speise4 ,rechts vom ,flur liegt das ,schlafzimmer#ahc4 ,das ,haus stammt aus den ,jahren c4 #agaj-agbj und wurde1 wie eine ,aufschrift an dem mittleren ,dacherker mitteilt1 im ,jahre #ahai renoviert4 ,an ,herdgerten sind vorhanden3 #a ,glutpfanne1 #a ,blasbalg1 #a ,wedel1 #a ,kohlenzange1 #a ,herdschaufel1 #a ,hafengabel1 #a ,feuerbock1 #a ,pfannknecht1 #a ,rost1 #d ,bratspiee1 #a ,brter4 ,b4 7#d7 ,h4 ,g4 #ddha4 ,dockenhaus#ahd vom ,ende des ,,xvii4 ,jahrhunderts3 #b ,gluttpfe1 #a ,feuerhaken1 #a ,kohlenzange1 #a ,feuerbock1 #a ,pfannknecht1 #a ,pfanneisen1 #a ,fischrost1 #f ,bratspiee1 #a ,bratspiestnder1 #a ,brter4 ,c4 7#c47 ,h4 ,g4 #aiec4 ,dockenhaus aus der ersten ,hlfte des ,,xvii4 ,jahrhunderts3 #b ,glutpfannen1 #a ,blasbalg1 #a ,wedel1 #a ,dreifu1 #a ,pfannknecht1 #a ,rost1 #a ,fischrost1 #ab ,bratspiee1 #a ,bratspielager1 #a ,brter4 ,d4 7#b47 ,h4 ,g4 #djfc4 ,dockenhaus vom ,jahre #afci3 #a ,blasbalg1 #a ,wedel1 #c ,kohlenschaufeln1 #a ,kohlenzange1 #a ,feuerbock1 #a ,dreifu1 #b ,pfannenknechte1 #b ,roste1 #f ,bratspiee1 #b ,bratspiestnder1 #a ,brter mit hlzernem ,gehuse4 ,e4 ,dockenkche aus dem ,anfang des ,,xix4 ,jahrhunderts3 #a ,blasebalg1 #a ,wedel1 #a ,kohlenzange1 #a ,hafengabel1 #b ,feuerbcke1 #a ,pfannknecht1 #h ,bratspiee1 #a ,brter4 ,f4 7#a47 ,h4 ,g4 #aieb4 ,dockenhaus aus der ,zeit von etwa #afjj3 #a ,wedel1 #a ,kohlenschaufel1 #b ,kohlenzangen1 #b ,feuerbcke1 #a groer ,dreifu1 #a ,pfannknecht1 #b ,roste1 #a ,fischrost1 #e ,bratspiee1 #c ,bratspiestnder1 #a ,brter4 ,g4 ,zugangsnummer #ahiag4 ,dockenkche aus dem ,anfange des ,,xix4 ,jahrhunderts1 frher im ,besitz der ,familie ,fchtbauer zu ,nrnberg3 #a ,glutpfanne1 #a ,hafengabel1 #a ,feuerbock1 #a ,pfannknecht1 #a ,bratspie1 #b ,bratspiestnder4 ,h4 ,schlielich befindet sich noch ein ,dockenhaus im ,bayerischen ,gewerbemuseum ,j4 ,nr4 #cfjb 7#bag71 welches ich nicht unerwhnt lassen will1 weil es gerade in ,nrnberg steht4 ,seine ,herkunft ist aber sehr ungewi1 es wurde #ahge von einer ,offiziersdame in ,mnchen gekauft4 ,es stammt aus dem ,anfang des ,,xvii4 ,jahrhunderts1 erfuhr aber im ,,xviii4 ,jahrhundert eine fast vllig neue ,einrichtung und ,umnderung1 und ist zum ,teil noch im ,anfang des ,,xix4 ,jahrhunderts aufgefllt4 ,j4 ,stockbauer hat in der ,bayerischen ,gewerbe-,zeitung ,i4 #ahhh4 ,s4 #aif ff4 ,beschreibung und ,abbildung davon gegeben4 ,von ,herdgerten sind darin enthalten3 #a ,hafengabel1 #a ,feuerbock1 #a ,pfannknecht1 #a ,rost4 ,bei allen diesen ,husern mu man zwar immer bedenken1 da sie vielfach spter ergnzt und aufgefllt sind1 wie das ja bei der ,vererbung von einer ,kindergeneration in die andere natrlich ist1 indessen ist auch hier zu bemerken1 da diese zeitlichen ,verschiedenheiten fr uns kaum von ,belang sind4 -- 99 99 99 99 99 ,damit haben wir das verfgbare ,material zusammengestellt1 und wir knnen uns in einem folgenden ,aufsatze der ,betrachtung der ,einzelheiten zuwenden4 ,illustration3 ,totentanzbild von ,h4 ,s4 ,beham4 ,illustration3 ,zierleiste von ,virgil ,solis4 ,,ein ,,orgelgeh,,use ,,aus ,,dem ,,ende ,,des #af4 ,,jahrhunderts4 ,,von ,,gustav ,,von ,,bezold4 7,hierzu ,tafel ,v47 ,das auf nebenstehender ,tafel abgebildete ,orgelgehuse wurde im vorigen ,jahre von einem ,hndler in ,augsburg erworben4 ,nach dessen ,aussage stammt es aus einem ,schlo im bayerischen ,schwaben1 nhere ,angaben ber die ,herkunft hat er nicht gemacht1 doch ist die ,angabe glaubwrdig4 ,es ist keine ,orgel fr eine ,kirche1 sondern fr eine ,privatkapelle2 die ,tastatur umfat nur #c ,oktaven1 auch die ,zahl der ,register und ,stimmen war gering4 ,da die ,orgel in einem vornehmen ,hause gestanden hat1 beweist die reiche und sorgfltige ,gestaltung4 ,die ,orgel hat bis zur ,gesimsoberkante eine ,hhe von #c1be m und im unteren ,teil eine ,breite von #a1ea m4 ,der ,aufbau hat die fr ,hausorgeln bliche ,form4 ,die ,komposition entfaltet sich von unten nach oben zu grerem ,reichtum und feinerer ,durchbildung1 doch ist schon der untere ,teil durch zierliche ,behandlung ausgezeichnet4 ,die ,ecken sind mit ,lisenen besetzt1 auf deren ,flchen profilierte ,stbe1 an ,scepter gemahnend1 aufgelegt sind4 ,das vordere ,feld1 zum ,herausnehmen eingerichtet1 hat eine durchbrochene1 sptgotische ,mawerksfllung4 ,die ,seitenflchen des ,kastens fr die ,blasblge sind geschlossen und mit frei gebildeten ,arkaturen geziert4 ,auf diesem unteren ,teil ruht der ,aufsatz1 der das ,werk enthielt und das ,manual4 ,der ,aufsatz gliedert sich der ,hhe nach in zwei ,teile4 ,der untere enthlt seitlich die ,register 7aus dem #ah4 ,jahrhundert71 in der ,mitte eine bewegliche ,fllung1 auf welche ein fnfstimmiges ,gloria1 von zwei ,putten gehalten1 aufgemalt ist4 ,der ,aufbau fr die ,pfeifen ist dreiteilig4 ,die seitlichen ,teile sind hher gefhrt als der mittlere und tragen eine dekorativ architektonische ,bekrnung mit kleinen ,blendarkaden und einem ,konsolengesimse4 ,der mittlere ,teil ist breiter als die seitlichen1 durch ,kandelabersulen in drei ,felder geteilt und im oberen ,abschlu konkav gerundet4 ,vor den ,windladen1 am oberen ,ende der ,pfeifen und ber der ,rundung der mittleren ,abteilung ist durchbrochen geschnitztes ,renaissanceornament angebracht4 ,seitlich treten flgelartige ,ausbauten von zierlicher architektonisch dekorativer ,form vor4 ,auf ihren ,flchen ,gemlde1 rechts ,s4 ,ccilia1 links ,david4 ,illustration3 ,taf4 ,v4 ,orgelgehuse aus dem ,ende des #af4 ,jahrhunderts4 ,die ,seiten und die ,rckwand haben ,mawerksfllungen4 ,das ,gehuse ist im ,ton von grnlich weiem ,marmor gefat1 die ,profile und das ,ornament sind vergoldet1 in letzterem sind einzelne ,teile farbig behandelt4 ,der ,prospekt kann mit ,flgeln geschlossen werden4 ,auf der ,auenseite der ,flgel ist die ,verkndigung1 auf der ,innenseite die ,anbetung der ,knige gemalt4 ,die ,ansicht mit geffneten ,flgeln zeigt ,fig4 #a4 ,illustration3 ,fig4 #a4 ,orgelgehuse aus dem ,ende des #af4 ,jahrhunderts im germanischen ,museum4 ,smtliche ,malereien mit ,ausnahme der ,predella sind in der ,frhzeit des #ah4 ,jahrhunderts bermalt worden4 ,die ,orgel hat in ihrem ,aufbau wie in vielen ,einzelheiten den ,charakter der ,frhrenaissance1 doch weisen einzelne ,ornamentmotive 7,kartuschen71 sowie der ,stil der ,malereien bestimmt auf die ,sptzeit des #af4 ,jahrhunderts4 ,die ,malereien waren nie bedeutend1 durch die bermalung sind sie knstlerisch fast wertlos geworden2 ihren dekorativen ,zweck erfllen sie indes immer noch4 ,dagegen ist der ,aufbau im ,ganzen wie in den ,einzelheiten sehr gut und namentlich das ,ornament glnzend gezeichnet und ausgefhrt4 ,illustration3 ,fig4 #b4 ,entwurf zu der ,orgel der ,fuggerkapelle bei ,s4 ,anna in ,augsburg4 ,es mag auffallen1 da gegen ,ende des #af4 ,jahrhunderts eine ,orgel im ,stil der deutschen ,frhrenaissance gebaut wurde4 ,die ,erscheinung verliert aber ihr ,befremdliches1 wenn wir sehen1 da unsere ,orgel keine ,originalkomposition der ,sptzeit ist1 sondern eine ,reduktion und ,wiederholung einer ,komposition aus der frhesten ,zeit der ,renaissance in ,deutschland1 der ,orgel in der ,fuggerkapelle bei ,s4 ,anna in ,augsburg#ahe4 ,diese ist #aeab gebaut1 das ,werk ist von dem kaiserlichen ,orgelmacher ,jhan von ,dbraw 7,dobrau in ,schlesien871 das ,gehuse von einem ,augsburger ,meister4 ,einen ,entwurf bewahrt das ,museum in ,basel 7vgl4 ,fig4 #b nach ,g4 ,hirths ,formenschatz ,i4 #adc74 ,die ,augsburger ,orgel ist grer als unsere4 ,sie hat im ,prospekt sieben ,felder1 also auch eine entsprechend grere ,zahl von ,pfeifen1 der obere ,teil tritt deshalb weit ber den unteren vor und das ,manual ist auf einem sogenannten ,positiv vor der ,orgel angeordnet4 ,die ,ausfhrung entspricht der rechten ,seite des ,entwurfes4 ,die leeren ,zwickel ber den ,pfeifen sind in den ueren ,feldern durch ,strahlen1 welche aus ,wolken hervorbrechen1 in den ,feldern seitlich der ,mitte durch ,fugger'sche ,wappen gefllt4 ,der ,aufbau ist dem ,raum der ,kapelle angepat und die konkave ,rundung des oberen ,abschlusses durch ein groes ,rundfenster in der ,rckwand bedingt4 ,unsere ,orgel gleicht nun in den ,grundzgen ihres ,aufbaues der von ,s4 ,anna1 doch ist die ,zahl der ,felder im ,prospekt von sieben auf fnf reduziert und die ,gruppierung der ueren gegen die drei mittleren energischer betont4 ,nur vermutungsweise mchte ich andeuten1 da der ,meister1 welcher unser ,orgelgehuse gefertigt hat1 nicht nur die ,orgel von ,s4 ,anna1 sondern auch den ,baseler ,entwurf gekannt hat4 ,die krftigere ,scheidung der ueren ,felder von den mittleren und die ,trennung der letzteren durch ,kandelabersulchen findet sich im ,entwurf auf der linken ,hlfte und die ,delphine ber den seitlichen ,flgeln sind hnlich an anderer ,stelle in der ,zeichnung zu finden4 ,auf ,grund des ,nachweises1 da das ,vorbild unserer ,orgel in der ,fuggerkapelle bei ,s4 ,anna steht1 darf vielleicht die weitere ,vermutung ausgesprochen werden1 da sie aus ,kirchberg1 wo gegen ,ende des #af4 ,jahrhunderts gebaut wurde1 aus ,babenhausen oder einem anderen ,fugger'schen ,schlo stammt4 ,ich will diese ,vermutung nicht weiter verfolgen4 ,illustration ,,recept ,,wider ,,die ,,faulkeyt ,,vnd ,,klappersucht ,,der ,,weyber ,,vnd ,,magt4 ,,von ,,dr4 ,,otto ,,lauffer4 ,im folgenden drucke ich ein als ,einblattdruck verbreitetes ,scherz-,recept des beginnenden #af4 ,jahrhunderts ab1 welches in einen ,sammelband des ,hieronymus ,coler 7,germ4 ,mus4 ,hs4 #bijh7 als fol4 #e eingeklebt ist#ahf4 ,zwar mag die ganze ,tonart und der ,humor1 in dem das ,stck gehalten ist1 fr den ,kenner der ,zeit nichts ,neues bieten1 jedoch wird es sich zu ,vergleichszwecken hier und da mit ,nutzen heranziehen lassen4 ,ein ,edel v kstlich1 von vilen ein bewert ,recep wider die ,faulkeyt vnd ,klappersucht der ,weyber vnd ,magt4 ,ausz ,esculapio ,podalirio ,galieno ,hipocrate vnd ,mesue auch vil andern berumbten ,doctoribus erlesen4 ,durch den wirdigen vnd hochgelerten herrn ,doctor ,nemo ergrundet vnd zusamen getragen etc4 ,die new ,salb ,so ein ,person obgemelt kranckheit anstiesz oder lang zeyt damit behafft were gwesen4 ,recipe3 ,scheyter ,kraut1 ,gerten ,salat1 ,bengel ,suppen1 ,brugel ,brulein1 ,stecken ,pfeffer1 ,kolben gemusz1 ,gabel ,galrey1 ,tremmel ,proten1 ,plewel ,fladen1 ,schlegel ,kuchen1 ,fusz ,milch1 ,pastetlein gebachen von ,besemstiln1 ,krefftige ,fausttaflein4 ,yedes ein halb vierteyl einer stundt4 ,fiat ,vnctio4 ,obgemelte rtzney eins nach dem andern lege der krancken person vber den kopff ,lenden ,arm vnd ,schenckel schmirs auch darmit bisz das jr der roth vn plaw ,schweysz kumpt dan wisch das mit fnff fingerkraut ab4 ,man sol auch obgemelte stuck alle so sie vor wol gebeet mit nach gemeltem ,puluer vbersehen darmit sie dester krefftiger seyen4 ,recipe3 ,leyden1 ,marter1 ,wunden1 ,kranckheyt4 ,puluer yedes ein halben ,landszknecht#ahg4 ,fiat puluis et condiantur antecedentia4 ,pillulen auch zu purgieren von nachgemalten stcken seind nicht vnntz4 ,recipe3 ,fusz pillulen1 ,feust teyg1 ,knew latwerg1 ,electuarium von ,ellenpogen stossen4 ,yedes ,,xii stosz4 ,fiant ,pillul4 et dentur ad placitum4 ,darneben auch mit ,syrop zu purgieren1 magst du nach hernante stuck brauchen4 ,recipe3 ,geyselstab1 ,sesselbeyn1 ,kunckelzucker1 ,kerwisch stil4 ,yedes ein pfundt4 ,fiat ,potio detur in aurora ,vesperique4 ,du solt vnderweylen der krancken person fur labung geben vber die seyten oder wo dich zum besten bedunckt wie volgt4 ,recipe3 ,teller pyren4 ,fiat ,electuarium et detur ad refectionem4 ,darmit vnnd aber die krancken zu letzt nit boser werden mog dann sie zum ersten war vnd dem krancken nicht wider kum4 ,recipe3 ,hungerkraut1 ,drrbrot1 ,brunnensaft1 ,swelckruben4 ,yedes vier wochen4 ,fiat ,esus et detur summa cum parcitate4 ,obgenante stck alle nym nit sambtlich sunder ye eins nach dem andern vnnd brauch die zu rechter zeyt ,dann jr krafft gar grosz vnd sie samptlich genummen wurden mocht der geschmack der krancken person zum todt reychen vnnd dir des felens halben gefengknusz bringen4 ,aber recht gebraucht so ist die kunst probiert vorausz inn der zeyt da die ,cappen von ,hennen schier gemeystert wurden4 ,nun volgt ein ,recept fur solche kranckheyt darmit sie fr kummen werden mag4 ,recipe3 ,maulschlosz1 ,demut wasser1 ,keuschwurtz1 ,heuszlich bletter4 ,yeglichs mit tugent4 ,welche ,fraw oder ,magt dise stuck taglich neust vnd sich deren fur vnd fur gebraucht ist obgenanter sucht on zweyffel ledig4 ,ersparet den kosten den lauff in solcher ,keller ,apotek erlangt die ,kron 7der sie wert ist7 aller ehren etc4 ,illustration ,illustration3 ,zierleiste mit ,brenjagd von ,theodor ,bang4 ,,literarische ,,besprechungen4 ,,winckelmann ,,und ,,seine ,,zeitgenossen994 ,,von ,,gustav ,,von ,,bezold4 ,justi's ,winckelmann ist im vorigen ,jahre in neuer ,auflage erschienen4 ,das ,buch zhlt seit seinem ersten ,erscheinen vor mehr denn dreiig ,jahren zu den klassischen ,hauptwerken unserer biographischen ,literatur4 ,nicht nur den ,lebensgang1 nicht nur den ,inhalt und die ,analyse der ,werke eines ,mannes1 der wie kein ,zweiter bestimmend auf die sthetischen ,anschauungen seiner und der ,folgezeit eingewirkt hat1 bietet es uns1 es schildert auch stets in behaglicher ,ausfhrlichkeit die ,umgebung1 in der ,winckelmann lebte1 und die ueren ,verhltnisse wie die geistigen ,strmungen1 unter deren ,einwirkung sich seine ,entwickelung vollzogen hat4 ,das ,buch ist ein gut ,teil der ,kulturgeschichte des #ah4 ,jahrhunderts4 ,diese ,eigenschaft mag es rechtfertigen1 wenn ich den ,lesern dieser ,zeitschrift ausfhrlicher ber ,inhalt und ,bedeutung des schnen ,buches berichte4 99 ,winckelmann und seine ,zeitgenossen von ,carl ,justi4 ,zweite durchgesehene ,auflage4 #c ,bnde4 ,leipzig1 ,verlag von ,f4 ,c4 ,w4 ,vogel4 #ahih4 ,winckelmann's ,lebensgang ist seltsam und ungewhnlich1 blindlings folgt er dem inneren ,drange1 der ihn auf mancherlei wsten ,umwegen dem ,ziele zufhrt1 da sich sein reicher ,geist und seine einzige ,fhigkeit der ,anschauung voll bethtigen kann4 ,winckelmann's ,wiege stand zu ,stendal in der ,altmark4 ,dort ist er am #i4 ,dezember #agag geboren2 der ,sohn eines armen ,schuhmachers4 ,unter den krglichsten ,verhltnissen ist er aufgewachsen1 aber ein ideales ,streben und ein mchtiger ,drang nach dem ,glck war ihm von seiner frhesten ,jugend an eigen4 ,das ,handwerk des ,vaters mochte er nicht erlernen und ruhte nicht1 bis ihn sein ,vater in die lateinische ,schule gehen lie4 ,dieser hoffte1 da sein ,sohn ,geistlicher werden mge1 eine ,hoffnung1 die auch in unseren ,zeiten noch manchen begabten1 aber armen ,knaben den humanistischen ,studien zugefhrt hat4 ,die damaligen ,gymnasien verdienten kaum den ,namen humanistischer ,bildungsanstalten4 ,wohl nahm das ,latein einen breiten ,raum ein1 ja es war fast der einzige ,unterrichtsgegenstand1 neben dem dem ,griechischen nur eine untergeordnete ,stelle zukam1 aber der ,unterricht blieb am uerlichen der ,grammatik und ,rhetorik haften4 ,wenn ein solcher ,unterricht unseren ,anschauungen von humanistischer ,erziehung nicht entspricht1 so mochte er doch einem begabten ,schler den ,sinn fr die ,schnheit der ,form wecken und bilden4 ,winckelmanns ,anschauungsvermgen bethtigt sich spter am selbstndigsten und glnzendsten auf dem ,gebiete der bildenden ,knste4 ,da er aber auch mit dem feinsten ,gefhl fr formale ,schnheit in den redenden ,knsten begabt war1 zeigt neben manchen uerungen aus verschiedenen ,zeiten die ,auswahl der klassischen ,autoren1 an deren ,werken er in der ,einsamkeit und de der ,jahre1 in welchen er in kleinen ,stdten der ,mark als ,lehrer thtig war1 seinen ,durst nach ,schnheit befriedigte4 ,der ,gymnasiast1 auch wenn er arm ist1 hat heute fast ausnahmslos eine wrdige ,existenz4 ,das ,stundengeben und ,beaufsichtigen jngerer ,mitschler1 das ja manchem nicht erspart bleibt1 hat nichts demtigendes1 strt auch die ,studien nicht4 ,auch ,winckelmann hat auf diesem ,wege einen ,teil der ,mittel zu seinen ,studien erworben4 ,auerdem aber bestand zu seiner ,zeit noch eine ,einrichtung1 welche heutzutage glcklicherweise berwunden ist1 das ,chor- und ,currendesingen4 ,der ,chor bestand aus lteren ,schlern1 welche ,sonntags im ffentlichen ,gottesdienst1 an ,wochentagen vor den sogenannten ,chorhusern1 auerdem bei allen ,begrbnissen1 ja an drei ,tagen vor allen ,husern der ,stadt zu singen hatten4 ,die ,currende bestand aus den ,kindern armer444 ,brger1 die sich durch ,singen vor den ,thren1 unter ,fhrung des ,currendeksters1 ,kleidung1 ,brot1 ,schulbcher und freien ,unterricht verdienten4 ,in die ,reihe dieser rmsten44444 trat ,winckelmann ein4 ,ihre ,thtigkeit war wenig besser denn ,bettel4 ,winckelmann war im ,unterricht in den alten ,sprachen1 in ,geschichte und ,erdbeschreibung ein eifriger ,schler1 die theologischen ,stunden vermochten seine ,aufmerksamkeit nicht zu fesseln4 ,ein ,teil dieser ,abneigung mag der ,art und ,weise zur ,last fallen1 in welcher der ,religionsunterricht betrieben wurde1 der tiefere ,grund ist wohl der1 da das ,metaphysische ,winckelmann's geistiger ,veranlagung berhaupt fremd war4 ,winckelmann war kein frhlicher ,knabe1 an den ,spielen seiner ,kameraden nahm er selten teil und machte sich davon1 sobald er konnte4 ,dagegen regte sich frh die ,neigung1 ein ,bchermann zu werden4 ,wenn er jngere ,mitschler auf ihren ,spaziergngen zu beaufsichtigen hatte1 nahm er ,hefte oder ,bcher mit1 mit welchen er sich nebenbei beschftigte4 #agcc las er fleiig in dem ,neuerffneten adligen ,ritterplatz1 einer ,encyklopdie fr ,kavaliere4 ,hat das ,bild der groen ,welt1 welche er hier kennen lernte1 den ersten ,stachel der ,unzufriedenheit und des ,wegstrebens aus engen ,verhltnissen in sein ,inneres gesenkt8 ,auch der ,wunsch1 die ,reliquien untergegangener ,geschlechter zu entdecken1 regte sich schon damals1 und er durchwhlte die ,sandberge vor der ,stadt nach alten ,urnen4 ,siebzehn ,jahre alt1 verlie ,winckelmann ,stendal und begab sich nach ,berlin4 ,am #ah4 ,mrz #agce trat er in das ,gymnasium zu ,klln an der ,spree ein1 in dem er etwa ein ,jahr verblieb4 ,was ihn nach ,berlin fhrte1 war das ,verlangen nach grndlicher ,kenntnis der griechischen ,sprache und ,literatur1 die er sich in ,stendal nicht erwerben konnte4 ,es ist der ,ruf seines ,genius1 der ihn die ,schnheit des ,hellenenthums ahnen lie1 der ihn hinzog nach der ,welt1 in der allein er heimisch werden konnte4 ,der ,schulplan des ,kllnischen ,gymnasiums 7von #agdb7 lt es schwer begreifen1 wie man des ,griechischen wegen nach ,berlin bersiedeln mochte4 ,neben einem sehr spezialisierten ,unterricht im ,lateinischen wurden allerlei ,nebenfcher betrieben1 an welchen die ,freunde der ,gymnasialreform noch heute ihre ,freude haben knnen1 aber dem ,griechischen war in der oberen ,klasse nur eine ,stunde fr einen griechischen ,autor und in ,prima1 zwei fr ,homer und ,heroidan eingerumt1 und man las nicht die ,ilias und ,odysee1 sondern den ,froschmusekrieg4 ,aber ,mngel in der ,organisation der ,schulen knnen oft aufgewogen werden durch die ,persnlichkeit der ,lehrer4 ,und einen ,lehrer1 der dies einigermaen vermochte1 besa das ,kllnische ,gymnasium an dem ,konrektor ,damm4 ,in den ,geist des ,hellenentums war freilich auch er nicht eingedrungen1 anregend im hheren ,sinne war er sicher nicht1 und ,winckelmann nennt ihn spter einen praeceptor 1 aber er besa doch eine redliche ,begeisterung fr die griechische ,sprache und ,literatur und hatte sich's zur ,lebensaufgabe gemacht1 dem ,studium des ,griechischen in ,deutschland die ,wege zu ebnen4 ,in einem ,programm spricht er den ,satz aus3 ,die ,griechen mssen noch heute nachgeahmt werden1 wenn etwas ,beifallswrdiges zum ,vorschein kommen soll4 ,es ist eine ,ahnung von der ,herrlichkeit der hellenischen ,literatur und ,kunst1 deren volle ,anschauung uns erst sein ,schler ,winckelmann erschlossen hat4 ,seine ,auffassung des ,homer ist unendlich platt4 ,winckelmann aber kam es zunchst darauf an1 sich mit der griechischen ,sprache vertraut zu machen4 ,was ihm1 nachdem er ,damm's ,unterricht genossen hatte1 noch fehlte1 suchte er bei dem ,rektor ,johann ,georg ,scholle in ,salzwedel zu erlangen4 ,scholle war einer der wunderlichsten ,schulpedanten1 aber ein kenntnisreicher1 ein gelehrter ,mann1 bei dem viel zu lernen war1 und ,winckelmann bewahrte ihm ein dankbares ,gedchtnis4 ,auf eigene ,kraft angewiesen1 im steten ,kampfe mit ,not und ,entbehrung1 hatte ,winckelmann die ,schule durchgemacht4 ,ernste ,arbeit und heitere ,entsagung4441 die ,bewahrung des inneren ,triebes in den entmutigendsten ,lagen lernte er so bald1 da seine zeitig gesthlten ,nerven fortan jeglicher ,zumutung im ,handeln und im ,dulden gewachsen waren4 ,in vielen ,stcken1 in seinen ,grundneigungen und ,abneigungen1 insbesondere in der ,vorliebe fr die ,griechen sehen wir den spteren ,winckelmann schon vorgebildet1 aber ,jahre muten vergehen und manche ,irrwege muten durchlaufen werden1 bis er sein wahres ,lebensziel erkennen und erreichen konnte4 ,von ,salzwedel aus bezog ,winckelmann die ,universitt ,halle2 am #d4 ,april #agch wurde er immatrikuliert4 ,wie im ersten ,kapitel die ,zustnde der preuischen ,mittelschulen in der ersten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts1 so beleuchtet ,justi in diesem die der preuischen ,landesuniversitt1 und seine ,gabe1 kurz und treffend zu charakterisieren1 zeigt sich in der ,besprechung allgemeiner ,verhltnisse1 sowie einzelner ,persnlichkeiten in glnzender ,weise4 #afid gegrndet1 sollte die ,universitt ,halle eine ,freistatt sein fr die ,reform des ,unterrichtswesens und fr die ,lehrfreiheit4 ,sie sollte der ,sitz der durch ,spener eingeleiteten religisen ,erhebung des ,protestantismus sein1 welche mit dem ,namen ,pietismus bezeichnet wird und deren ,bedeutung fr die ,erweckung und ,hebung des religisen ,lebens des #ah4 ,jahrhunderts dadurch nicht aufgehoben wird1 da sie frh entartete4 ,dann war sie der ,sitz einer preuischen ,schule des ,staatsrechts1 wo den knftigen ,beamten solche staatsrechtliche ,grundstze eingepflanzt wurden1 die mit der durch die ,annahme der ,knigskrone ganz vernderten ,stellung des ,staates bereinstimmten4 ,diese beiden ,elemente gingen anfangs eintrchtig zusammen2 sie gerieten in ,spannung1 es kam zu einer heftigen ,krisis1 zuletzt verschwand das eine ganz vom ,schauplatz4 ,die berhmtesten ,gelehrten lehrten in ,halle1 aber schon zu ,winckelmann's ,zeit hatten sich viele ,mittelmigkeiten eingedrngt4 ,die ,fachwissenschaften dominierten und die ,humaniora wurden zurckgedrngt4 ,noch waren die ,ziele und ,methoden der ,wissenschaften schwankend1 es war die ,bltezeit der ,polymathie1 ein ungeheueres disparates ,wissen war in vielen ,kpfen gesammelt und ermglichte gewandten ,leuten den bergang von einer ,wissenschaft zur anderen1 der ,professor der ,eloquenz ,johann ,heinrich ,schulze schwankte sein ganzes ,leben lang zwischen ,medizin und ,philologie1 ,gottfried ,sell1 ,professor der ,rechte1 hatte jura studiert und lebte in gnstigen ,verhltnissen in ,holland1 die ,verwstungen1 welche die aus den tropischen ,gewssern eingeschleppte ,pfahlmuschel an ,schiffen und ,dmmen anrichtete1 veranlaten ihn1 eine ,monographie ber dieses ,thier zu bearbeiten1 er legte die ,jurisprudenz bei ,seite und studierte ,naturwissenschaften4 ,sein ,werk sollte nicht nur alle erdenklichen ,gesichtspunkte des ,gegenstandes erschpfen -- den naturhistorischen und den theologischen1 den archologischen und den praktischen --1 es sollte auch die ,schnheiten eines literarischen ,kunstwerkes haben1 wie sie noch niemals beisammen gesehen worden waren4 ,es war in elegantem ,latein geschrieben und geschmckt mit den ,blumen einer in alten und neuen lateinischen und italienischen ,dichtern und in den ,schriftstellern ,hollands1 ,englands und ,frankreichs berreichen ,belesenheit4 #agce kam er als ,professor der ,rechte nach ,gttingen1 zwei ,jahre spter nach ,halle1 wo er abwechselnd und gleichzeitig die ,institutionen und ,pandekten1 die ,rechtsgeschichte und das ,naturrecht1 die ,kosmographie1 die ,naturhistorik und die ,experimentalphysik las4 ,in letzterer war ,winckelmann sein ,zuhrer4 ,er besa kostbare ,sammlungen1 welche sein bedeutendes ,vermgen verschlangen1 zuletzt mute er vor seinen ,glubigern flchten und lebte in ,paris von deutschem ,unterricht und dem ,uebersetzen deutscher ,werke4 #agfg hat er eine franzsische ,ausgabe von ,winckelmann's ,kunstgeschichte besorgt1 der nicht wute1 da der ,uebersetzer sein frherer ,lehrer war4 ,auch der ,kanzler der ,universitt1 ,johann ,peter ,ludewig1 hatte ,theologie und ,humaniora studiert1 in ,halle mit der ,professur der ,poesie und der theoretischen ,philosophie begonnen und war spter zu den ,rechten bergegangen1 deren er sich rasch autodidaktisch bemchtigte2 er hatte zu ,winckelmann's ,zeit den ,lehrstuhl des ,staatsrechts und der ,geschichte inne4 ,ludewig war ein auf das ,praktische gerichteter ,kopf und als ,publizist der gelehrte und schlagfertige ,vertreter der ,rechte ,preuens4 ,seine erfolgreiche ,thtigkeit auf diesem ,gebiet brachte ihm reichliche ,titel und ,wrden1 er war zuletzt ,kanzler des ,herzogtums ,magdeburg4 ,winckelmann wrde1 wenn er seinem ,wunsche htte folgen knnen1 ,medizin studiert haben1 dem ,wunsche seiner ,eltern entsprechend studierte er ,theologie4 ,es war ein ,opfer der ,piett gegen seine ,eltern1 denn seine ,stellung zur ,religion war schon damals eine gleichgiltige1 wenn nicht negative4 ,seine religisen ,anschauungen waren von den englischen ,deisten beeinflut und standen dem ,deismus nahe1 in spteren ,jahren hat er sich doch wieder dem ,glauben an einen persnlichen ,gott zugewandt4 ,zunchst aber trieb er seine ,fachstudien ohne ,liebe und nur die biblische ,exegese scheint ihn angezogen zu haben2 auch noch in spteren ,jahren las er tglich ein ,kapitel aus der hebrischen ,bibel4 ,ebensowenig wie fr die ,theologie vermochte er sich dauernd fr die ,philosophie zu erwrmen4 ,als ,winckelmann studierte1 stand ,wolf auf der ,hhe seines ,ruhmes1 noch war er nicht nach ,halle zurckgekehrt1 aber seine ,schler hatten fast alle ,lehrsthle in ,deutschland besetzt4 ,in ,halle lehrte ,alexander ,gottlieb ,baumgarten4 ,die ,wolfische ,philosophie kam den ,bedrfnissen einer ,zeit1 der die philosophische ,schulung fast vollstndig fehlte1 aufs trefflichste entgegen1 und das ,verdienst1 dem philosophischen ,denken weite ,verbreitung in den ,kreisen der ,gebildeten verschafft zu haben1 bleibt ihr unbestritten4 ,winckelmann hatte das redliche ,bestreben1 sich in das ,system der ,wolfischen ,philosophie einzuarbeiten4 ,er hrte ,baumgarten's ,vorlesungen ber ,logik1 ,geschichte der alten ,philosophie1 ,metaphysik und die philosophische ,encyklopdie2 diese das einzige ,kolleg1 in dem er in seinem letzten ,semester bis zum ,schlu aushielt4 -- ,noch #agdc freut er sich1 die gesammelten ,werke ,wolfs auf seinem ,bcherbrett zu sehen1 er kauft sich die ,logik von ,corvinus und wnscht diese ,disciplin an der ,schule von ,kloster ,berge zu lehren4 ,schlielich aber brachte der ,versuch1 bei ,wolf in die ,schule zu gehen1 die grndlichste ,abneigung zu ,wege4 ,sein ,verlangen nach erfahrender und anschauender ,erkenntnis befand sich in dieser ,welt metaphysischer ,schemen in einer ,luft1 wo ihm der ,atem ausging und auf einem ,boden1 wo sein ,fu nicht auftreten konnte4 ,baumgarten1 ,winckelmann's ,lehrer1 ist der ,begrnder der spekulativen sthetik4 ,sein ,buch ist zwar erst #agej erschienen1 aber sie war schon acht ,jahre vorher in ,vorlesungen behandelt worden1 und ihre ,hauptgedanken kamen jedenfalls schon in der ,metaphysik und ,encyklopdie vor4 ,es ist sicher von ,interesse1 zu erfahren1 ob und wie weit der ,mann1 der den sthetischen ,anschauungen seiner und einer langen ,folgezeit ihre ,richtung gegeben hat1 die ,ideen seines ,lehrers aufgenommen und verarbeitet hat4 ,winckelmann erwhnt in seiner ,theorie des ,schnen den ,begriff der ,vollkommenheit als ,definition der ,weltweisen2 er weist ihn zurck1 ohne den bestimmten ,sinn im ,system zu bercksichtigen4 ,wenn ,winckelmann hier den groen ,grundbegriff der sthetik so kurz abfertigt und die neue ,wissenschaft als leere ,betrachtungen bezeichnet oder gar ignoriert3 so verrt sich darin nicht blos sein ,mangel an philosophischem ,sinn3 es kndigt sich schon im ,keime die ,divergenz an1 die seitdem fast stets die ,angehrigen der ,kunstwelt von denen getrennt hat1 die sich mit der ,kunst vornehmlich zur ,befrderung ihrer spekulativen ,ideen beschftigten4 ,nach ,ablauf seines theologischen ,bienniums blieb ,winckelmann im ,sommer #agdj noch in ,halle1 um die ,bibliothek des ,kanzlers ,ludewig zu ordnen4 ,die ,verbindung mit ,ludewig war in mehr als einer ,beziehung das ,vorspiel einer zehn ,jahre spteren1 folgenreichen ,verbindung mit einem schsischen ,staatsmann und ,geschichtsschreiber1 dem ,grafen ,bnau4 ,wir wissen nicht1 ob sich ,winkelmann's ,thtigkeit nur auf die ,ordnung der ,bibliothek bezog oder ob er als ,amanuensis ,ludewigs an dessen ,arbeiten beteiligt war4 ,er empfing nach seiner ,aussage aus des ,kanzlers eigenem ,munde die ,elemente des ,lehnrechts und studierte zugleich das ,staatsrecht1 aber er betrachtet spter das im ,dienste ,ludewigs verbrachte halbe ,jahr als ein traurig verlorenes4 ,und doch war diese ,thtigkeit das erste ,glied einer ,kette von ,studien1 die einen sehr groen ,teil der folgenden drei ,lustra seines ,lebens ausfllen4 ,das ,ende der zwei akademischen ,jahre war1 da ,winckelmann mit groer ,not ein kahles ,theologenzeugnis bekam4 ,keiner seiner ,lehrer hatte einen bestimmenden ,einflu auf ihn ausgebt und seinen weiteren ,studien die ,richtung gegeben4 ,ohne ,lust hatte er seine obligaten ,kollegien gehrt1 wahllos eine ,reihe anderer mitgenommen1 wenige hatte er ganz ausgehalten4 ,um so mehr hatte er sich durch ,lektre anzueignen gesucht und sich auf dem groen ,schauplatz der ,wissenschaften umgesehen1 ohne sich einer ganz zuzuwenden4 ,ein ,autodidakt war er durch ,not und ,neigung geworden und hatte der ,polymathie seiner ,zeit seinen ,tribut entrichtet4 ,aber er hatte auch gelernt1 seine eigenen ,wege zu gehen und gesehen1 da er zu dem znftigen ,betrieb der ,wissenschaften1 wie er damals war1 nicht gemacht war4 ,im ,umgang mit seinen ,studiengenossen mu er mehr aus sich herausgegangen sein1 als in frheren ,jahren4 ,wenn er von der ,bibliothek kam1 brachte er den ,rest des ,nachmittags meist in ,gesellschaft seiner ,landsleute und ,bekannten zu1 die ihre ,gesellschaft fr unvollkommen hielten1 wenn er nicht dabei war4 ,denn er war immer aufgerumt1 scherzhaft und gesprchig und konnte tausend ,schnurren aus alten und neuen ,zeiten erzhlen4 ,des ,abends war er meistens auf dem ,ratskeller und unterredete sich mit alten ehrbaren ,brgern gern von ihren ,wanderschaften und ,reisen4 ,nachdem ,winckelmann zwei ,jahre in ,halle studiert hatte1 bernahm er eine ,hauslehrerstelle bei dem preuischen ,offizier ,george ,arnold ,grolmann in ,osterburg4 ,in diesem vornehmen ,hause trat ,winckelmann zum erstenmale mit der franzsischen ,bildung der hheren ,stnde in ,berhrung und mochte fhlen1 was ihm bei all' seinem zusammengehuften ,wissen an formaler ,gewandtheit des ,umgangs noch fehlte1 auch der ,mangel der ,kenntnis der neueren ,sprachen mute ihm drckend zum ,bewutsein kommen4 ,in dem ,grolmann'schen ,hause fate ,winckelmann den ,entschlu1 nun doch noch seiner frheren ,neigung zur ,medizin zu folgen und dieses ,studium mit dem der hheren ,mathematik und der neueren ,sprachen zu verbinden4 ,in dieser ,absicht bezog er im ,mai #agda die ,universitt ,jena4 ,fr die ,verbindung des ,studiums von ,medizin und ,mathematik fand er hier einen ausgezeichneten ,lehrer in ,georg ,erhard ,hamberger1 der der letzte folgerichtige ,vertreter der iatromechanischen ,schule war1 einer ,schule1 welche die physiologischen ,vorgnge auf rein mathematisch-mechanischem ,wege zu erklren suchte4 ,die groe ,erweiterung1 welche die ,mathematik mit der ,erfindung der ,infinitesimalrechnung erfuhr1 die ,einfhrung der ,mechanik in die ,himmelskunde durch ,newton mochten dazu verfhren1 auch eine ,wissenschaft1 welche durchaus auf die ,erfahrung angewiesen ist1 deduktiv zu behandeln4 ,da ,winckelmann1 dessen ganze geistige ,veranlagung auf eine anschauende ,erkenntnis gerichtet war1 sich dieser bereits berlebten ,richtung der ,medizin zuwandte1 zeigt nur1 da auch er der ,macht des ,zeitgeistes sich nicht erwehren konnte4 ,er verweilte indes nur etwa ein halbes ,jahr in ,jena1 schon im ,herbst #agda verlie er die ,universitt4 ,in den nchsten ,jahren beschftigte er sich noch mit ,mathematik1 nach und nach aber trat eine ausgesprochene ,abneigung an ,stelle des ,interesses4 ,dagegen haben die ,naturwissenschaften und die ,medizin nie aufgehrt ihn von ,zeit zu ,zeit zu beschftigen und noch in spteren ,jahren hatte er die ,absicht1 nach ,vollendung seines archologischen ,lebenswerkes mit der ,wissenschaft der ,natur sein ,leben zu beschlieen4 ,in den ,herbst #agda versetzt ,justi den abenteuerlichen ,versuch ,winckelmanns1 seine ,studien mit einer akademischen ,reise abzuschlieen4 ,eine solche wurde im #ag4 ,jahrhundert allgemein als ,erfordernis gelehrter ,bildung betrachtet4 ,die ,absichten1 welche man dabei verfolgte1 waren verschieden1 die einen suchten die ,hfe und die ,mittelpunkte der ,diplomatie1 die anderen persnliche ,bekanntschaft mit den ,gelehrten des ,auslandes1 eigenes ,urteil ber fremde ,vlker1 ,sitten und ,verfassungen1 die ,konversation in fremden ,sprachen1 ,eleganz im ,benehmen u4 ,a4 ,winckelmann wollte nach ,paris1 aber schon in ,gelnhausen waren seine ,mittel zu ,ende und blutarm kam er nach ,halle zurck4 ber die besonderen ,absichten1 welche er bei diesem ,unternehmen hatte1 sind wir nicht nher unterrichtet2 uerungen aus spterer ,zeit lassen vermuten1 da ihn die griechischen ,handschriften der ,bibliothek zu ,paris1 deren ,katalog im ,sommer #agda erschienen war1 unwiderstehlich dahin zogen4 ,nachdem dieser ,plan gescheitert war1 bernahm ,winckelmann eine ,stelle als ,erzieher des ,sohnes des ,oberamtmanns ,lamprecht in ,hadmersleben4 ,hier war es1 wo er in der ,bibliothek eines ,herrn von ,hansen das historisch-kritische ,lexikon von ,bayle kennen lernte4 ,das ungeheuere ,material1 welches in diesem ,werke niedergelegt1 anmutig vorgetragen und mit kritischen ,anmerkungen versehen war1 mu einen berwltigenden ,eindruck auf den ,bchermann gemacht haben1 er hat die vier ,foliobnde in zwei handschriftlichen ,folianten ausgezogen1 diese wieder auf einen ,quartband von fast siebenhundert ,seiten reduziert1 ein alphabetisches ,register zu den ,miscellen der ,bayle'schen ,noten gefertigt und sich das ,dictionnaire zu einem ,magazin fr neuere ,geschichte eingerichtet1 und noch #agee ,extracta ex extractis dict4 hist4 ,bael4 gefertigt4 ,das ,interesse an dem ,werke1 das fr das #ah4 ,jahrhundert von groer ,bedeutung war 7auch ,lessing hat es vielfach bentzt7 und das noch nach #ahbj neu herausgegeben wurde1 mag zunchst ein stoffliches gewesen sein1 sicher aber kam1 obgleich es ,winckelmann nur in der bertragung ,gottsched bentzte1 ein formelles hinzu4 ,die gewandte ,dialektik1 die kritische ,kunst1 welche1 wie ,justi mit ,recht bemerkt1 das ,studium ,bayles noch jetzt1 blos formell betrachtet1 zu einem ,schmau fr den ,verstand macht1 mute den mit so feinem ,formensinn begabten ,mann1 der bisher nur das schwerfllige ,rstzeug deutscher ,gelehrten kannte1 anziehen4 ,ein einhalb ,jahre lang blieb ,winckelmann in ,hadmersleben2 seit dem ,anfange des ,jahres #agdc suchte er eine feste ,anstellung und er fand eine solche als ,konrektor der ,schule zu ,seehausen in der ,altmark4 ,fnf ,jahre war er in ,seehausen1 anfangs mit seiner ,stelle vollkommen zufrieden1 spter mit steigendem ,widerwillen1 so da er diese ,zeit stets als die dunkelste seines ,lebens betrachtete4 ,vielerlei innere und uere ,bedrngnisse trafen zusammen4 ,winckelmann war als ,konrektor der ,nachfolger ,boysens1 eines ,mannes von hoher didaktischer und pdagogischer ,begabung1 der die ,schule merklich gehoben hatte4 ,winckelmann kam den ,pflichten seines ,amtes gewissenhaft nach1 aber ohne lebendige innere ,teilnahme2 der ,elementarunterricht war einmal nicht seine ,sache4 ,dies machte sich sofort in der ,abnahme der ,schlerzahl fhlbar und bei den ,schlern war er nicht beliebt4 ,ebensowenig wute er sich mit seinen ,kollegen und ,brgern des ,stdtchens zu stellen4 rgerliche ,zerwrfnisse mit der ,geistlichkeit kamen hinzu4 ,die geistige ,anregung1 die ihm der ,tag nicht bot1 suchte er in nchtlicher ,arbeit4 ,er studierte bis ,mitternacht und des ,morgens um vier ,uhr begann er wieder zu lesen bis sechs ,uhr1 wo der ,unterricht von neuem begann4 ,zum ,schutz gegen die ,klte hatte er einen ,pelzmantel1 er schlief nicht im ,bett1 sondern auf einem ,lehnstuhl4 ,ein geheiztes ,zimmer gnnte er sich nicht1 auch in seiner ,nahrung war er uerst enthaltsam1 nicht aus ,geiz1 sondern um von seinem kargen ,gehalt von #abj ,thaler seinen alten ,vater untersttzen und seinen ,bchervorrat vermehren zu knnen4 ,vereinsamt in seinem ,wohnort1 machte ,winckelmann zahlreiche grere und kleinere ,reisen zu auswrtigen ,freunden1 nach ,bibliotheken zur ,leipziger ,messe u4 ,a4 ,seine ,wanderlust war auerordentlich und er verstand1 fast ohne ,geld zu reisen4 ,winckelmann mochte in der ,erinnerung der vielen ,widerwrtigkeiten1 die er in ,seehausen durchzumachen hatte1 die dort verbrachten ,jahre als verloren betrachten2 sie waren es nicht4 ,er kam dort in seiner ,vereinsammung doch zu grerer ,sammlung1 als irgendwo frher1 er wandte sich neuerdings den ,griechen zu und in der harten ,arbeit schlafloser ,nchte hat er den ,grund zu seiner knftigen ,gre gelegt4 ,bevor ,justi nher auf ,winckelmanns ,griechische ,studien eingeht1 gibt er in einem ,streit der ,alten und ,modernen berschriebenen ,abschnitt einen kurzen berblick ber das ,verhltnis der ,menschen des ausgehenden #ag4 und des beginnenden #ah4 ,jahrhunderts zu den ,griechen4 ,in dem ,mae1 als die ganz der vornehmen ,gesellschaft angehrende franzsische ,bildung sich konsolidierte1 ist bei den ,franzosen1 und nur noch sie und die ,englnder beschftigten sich mit griechischer ,literatur1 eine steigende ,abneigung gegen die griechischen ,dichter wahrzunehmen4 ,man richtete sie an dem eigenen ,mastab und rechtfertigte das ,urteil1 indem man das ,gesetz des ,fortschrittes1 das in den exakten ,wissenschaften und in den mechanischen ,knsten gilt1 auf die schnen ,knste anwandte4 ,die ,angriffe richteten sich insbesondere gegen die homerischen ,gedichte4 ,in dem heftigen ,streit hierber suchte ,voltaire das ,fr und ,wider objektiv abzuwgen1 aber er gibt doch den ,rmern den ,vorzug vor den ,griechen4 ,eine ,befreiung von solchen ,vorurteilen war von ,frankreich aus nicht zu erwarten4 ,sie wurzelten in der franzsischen ,bildung des grand sicle1 und diese1 so einseitig sie uns heute erscheint1 hatte doch eigenartige und groe formelle ,vorzge1 die sie den ,zeitgenossen -- nicht nur ,franzosen -- als vollkommen erscheinen lieen4 ,gleichwohl war eine ,reaktion gegen die ,mitte des ,jahrhunderts unvermeidlich4 ,es waren ,winckelmann und ,lessing1 welche der eine auf intuitivem1 der andere auf kritischem ,wege eine hhere1 auf das ,wesen gerichtete ,auffassung des ,hellenentums anbahnten4 ,man mchte bei einem ,autor1 der so weit ausgreift wie ,justi1 gerade diese fr das gesamte ,geistesleben der ,folgezeit so wichtigen ,fragen etwas ausfhrlicher behandelt sehen4 ,die griechischen ,lieblingsschriftsteller ,winckelmanns waren ,homer und ,sophokles1 ,herodot1 ,xenophon und ,plato4 ,das ,kapitel1 welches diesen ,autoren und ,winckelmanns ,verhltnis zu ihnen gewidmet ist1 ist eines der schnsten in dem reichen ,buche1 von ,winckelmanns uerungen ausgehend1 gibt ,justi viel von ,eigenem1 das vom ,feinsten sthetischen ,urteil getragen ist4 ,hiebei geht er allerdings von ,aussprchen ,winckelmanns aus spterer ,zeit aus1 und es mag fraglich erscheinen1 ob dieser schon in ,seehausen ein so reifes ,urteil hatte2 darauf kommt es indes nicht an1 sondern darauf1 zu welchem ,gebiete sprachlicher und dichterischer ,schnheit ,winckelmann neigte und wir bemerken1 da es schon damals das gleiche war wie das1 welches er spter in der bildenden ,kunst der ,alten am hchsten stellte4 ,ihm entsprach vor ,allem das leidenschaftslose1 abgeklrt ,schne1 weniger das ,erhabene4 ,aeschylos blieb ihm fremd4 ,aber wenn auch die ,alten im ,mittelpunkt seiner ,neigungen standen1 wenn ihr ,studium sich fr seine selbstndige1 produktive ,thtigkeit am fruchtbringendsten erwies1 so war es doch fr ,winckelmann gewissermaen nur eine ,erholung von anderen ,arbeiten und er betrieb daneben noch mancherlei andere ,studien1 am eingehendsten das der neueren ,geschichte4 ,ja er hatte vorbergehend die ,absicht in ,jena oder ,halle die venia legendi fr ,historie und ,staatsrecht zu erwerben4 ,auerdem aber interessierte er sich fr alle mglichen ,wissenschaften4 ,aus allem1 was er las1 fertigte er ,auszge ohne festen ,plan und nicht fr bestimmte ,untersuchungen1 sondern nur zu dauerndem ,besitz des ,gelesenen4 ,vielerlei ,widerwrtigkeiten hatten ,winckelmann den ,aufenthalt in ,seehausen verleidet1 von #agdf an suchte er fortzukommen um jeden ,preis4 ,endlich im ,august #agdg fand er eine ,anstellung an der ,bibliothek des ,grafen ,bnau in ,nthnitz bei ,dresden4 ,so verlie er die ,heimat im einunddreiigsten ,lebensjahre2 nur auf ,besuch kehrte er noch einmal zurck4 ,ob er auch ahnte1 da nun ein ,leben vllig zu ,ende gehe2 da nicht nur ,land und ,volk1 ,freundeskreise und ,berufsgeschfte ganz der ,vergangenheit angehrten1 sondern auch bald ,religion1 ,sprache1 ,sitte1 ,denkweise8 ,htte er sich damals in das ,ich seiner ,zukunft versetzen knnen3 es wrde ihm gewesen sein1 als ob das ,land mit samt seinem bisherigen ,ich hinter ihm versinke4 ,die ,bibliothek des ,grafen ,bnau umfate die ,geschichte mit ihren ,hilfswissenschaften2 sie war gesammelt als ,hilfsmittel fr das groe ,werk ,bnaus1 die deutsche ,kaiser- und ,rechtshistorie und galt als die erste ,privatbibliothek ,deutschlands4 ,ein ,katalog war in ,arbeit und ,winckelmann bearbeitete dafr die ,abteilung der ,kirchengeschichte und das ,leben der ,heiligen und ,mrtyrer4 ,seine ,thtigkeit war aber nicht nur eine bibliothekarische1 er wurde auch zur ,mitarbeit an der ,kaiser- und ,rechtshistorie herangezogen4 ,von diesem weitschichtigen ,werke waren 7#agbh-agdc7 vier ,quartbnde erschienen1 welche bis auf ,konrad den ,salier reichen1 aber es war viel weiter gefrdert1 eine ,reihe von ,kaisern lag druckfertig vor4 ,ein ,teil dieser ,manuskripte ist in die knigliche ,bibliothek zu ,dresden gelangt4 ,es scheint1 da ,winckelmann einige ,teile ziemlich selbstndig zu bearbeiten hatte4 ,herausgekommen ist auer den vier ersten ,bnden nichts4 ,von ,winckelmanns sechsjhrigem ,flei ist der ,wissenschaft nichts zu ,gute gekommen2 fr ihn waren die ,arbeiten als ,vorbungen im historischen ,fach von ,bedeutung1 er erwarb sich unter der ,leitung eines der ersten ,historiker eine gewisse ,gewandtheit im ,gebrauch der ,werkzeuge der ,forschung1 der ,kritik und der ,darstellung4 #agee hatte ,winckelmann die ,absicht1 in ,dresden einen ,cyklus von ,vorlesungen ber neuere ,geschichte zu halten4 ,sie kamen nicht zu ,stande1 doch hat sich ein ,aufsatz ber den mndlichen ,vortrag der allgemeinen ,geschichte erhalten1 wonach er die ,geschichte nach dem ,vorgange ,bolingbrokes1 ,voltaires und namentlich ,montesquieus zu behandeln gedachte4 ,er wollte sie in einem persnlichen oder biographischen und in einem pragmatischen ,teil vortragen1 der die ,schicksale der ,reiche und ,staaten enthalten sollte1 ihre ,aufnahme1 ihr ,wachstum1 ihre ,blte und ihren ,verfall4 ,auch die ,forderung der erleuchteten ,krze welche er an die ,darstellung stellt1 verrt den ,einflu ,montesquieus4 ,winckelmanns amtliche ,thtigkeit war1 wenn auch keine ganz selbstndige1 doch eine wissenschaftliche und insofern war seine ,stellung in ,nthnitz eine bessere als in ,seehausen4 ,sie nahm ihn indes nicht ganz in ,anspruch2 er sammelte in seinen ,musestunden wie bisher unermdlich in dem weiten ,gebiete aller ,wissenschaften1 wozu ihm die ,bibliothek des ,grafen reichlich ,gelegenheit bot4 ,es war hier die neuere ,literatur der ,franzosen und ,englnder1 welche ihn anzog1 vor allen ,montesquieu1 ,montaigne und ,shaftesbury4 ,unter dem ,einflu der ,werke dieser ,mnner1 namentlich des ,geistes der ,gesetze von ,montesquieu haben sich seine politischen ,anschauungen konsolidiert4 ,er zieht in seinen ,kollektaneen berall die ,schriftsteller und ,ideen an1 welche die ,abwendung von dem politischen ,system des siebzehnten ,jahrhunderts am entschlossensten und beredtesten zum ,ausdruck bringen und begeistert sich fr die ,freiheit der alten ,republiken wie der ,schweizer4 ,der ,druck unter dem er in ,preuen gelitten hatte1 und den er dem monarchischen ,absolutismus zur ,last legte sowie die ,aufnahme antiker ,anschauungen mgen ihr ,teil daran haben1 aber seine uerungen aus der rmischen ,zeit zeigen ihn als einen politischen ,ideologen1 der die harten ,notwendigkeiten der ,politik gar nicht wahrnimmt4 -- ,neben ,montesquieu sind es ,montaigne1 ,shaftesbury und ,voltaire1 welche in ,winckelmanns ,kollektaneen am reichsten vertreten sind und was er sich aus diesen und anderen ,autoren anmerkte1 ist allenthalben der ,ruf zur ,natur1 zum ,einfachen und ,vernnftigen2 berall ist herausgegriffen1 was dem vordringenden1 die ,geister entfesselnden ,zug der ,zeit angehrt und die ,zukunft in ,besitz nehmen will4 ,hier erscheint ,winckelmann einmal nicht blos als der sptgeborene ,geistesverwandte der ,tage des ,phidias und ,plato1 sondern als der ,sohn seiner ,zeit4 ,und doch ist es hauptschlich das ,wiederaufleben antiker ,gedanken in der modernen ,literatur das ihn fesselt4 ,was die ,literatur des grand sicle auszeichnet1 ist nicht nur ihr ,inhalt1 sondern auch ihre hohe formale ,vollendung1 sie wendet sich an eine ,gesellschaft vom feinsten und strengsten ,geschmack2 mehr als ,tiefe der ,erudition und ,strenge der ,logik gelten ihr die ,tugenden der ,konversation3 ,klarheit1 ,leichtigkeit und ,krze1 ,korrektheit und ,przision1 ,lebhaftigkeit und berraschende ,vorstellungsverbindungen4 ,alle modernen ,schriftsteller1 fr die sich ,winckelmann erwrmte1 sind ,meister des ,stils4 ,an diesen ,mustern hat sich ,winckelmann zu der ,kunst des ,stils herangebildet1 die es ihm mglich machte1 ein ,buch in gutem ,deutsch fr ,weltleute und ,knstler zu schreiben1 ein ,buch ohne ,zitate1 in urbanem ,ton und in einem aphoristischen ,stil4 ,es ist eine scharfe ,luft die in dieser ,literatur weht und die ,winckelmann zusagte1 das im engeren ,sinne poetische geht ihr ab4 ,justi stellt die ,frage nach ,winckelmanns ,verhltnis zur ,dichtkunst4 ,gthe hat ihm die ,neigung zur ,poesie abgesprochen1 ,justi nimmt an1 da dem ,freunde des ,sophokles und ,homer der ,sinn fr das ,dichterische nicht gefehlt hat1 er fhrt als ,zeugen ,gthe selbst an1 der einrumt1 da ,winckelmann in seinen spteren ,schriften beinahe durchaus selbst ,poet gewesen sei1 und zwar ein tchtiger1 unverkennbarer1 und erwhnt verschiedene ,sammlungen dichterischer ,blten von ,winckelmanns ,hand4 ,aber damit ist die ,frage nicht abgethan4 ,justi selbst gibt zu1 da ,winkelmann vorzglich der didaktische ,vers und das bildliche ,element in der ,poesie zugnglich war4 ,diese ,vorliebe teilt er mit seinen ,zeitgenossen4 ,in der epischen ,poesie1 vielleicht auch in der dramatischen1 schtzt er vor ,allem die figrliche ,malerei der poetischen ,bilder und ,vergleiche und die musikalische ,malerei der ,silben und ,rhythmen4 ,er wnscht1 da alle homerischen ,bilder sinnlich und figrlich zu machen wren und er begeistert sich an dem ,wohlklang des sanften und musikalischen ,dialekts ,joniens1 der durch den ,klang und die ,folge der ,worte die ,gestalt oder das ,wesen der ,sache selbst ausdrcken kann4 ,das ist noch die alte sthetische ,schule vor ,lessing1 deren ,theorien das ,horazische ut pictura poesis zu ,grunde lag4 ,auch darin ist er ein ,kind seiner ,zeit4 ,das ,wort und der ,vers waren in der ersten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts und noch weit darber hinaus nicht die ,elemente1 in welchen die innersten1 zartesten ,empfindungen rein zum ,ausdruck kamen4 ,das ,vermgen hiezu hat erst ,gthe besessen und ,anderen erschlossen4 ,starke lyrische ,empfindungen kamen nur in der ,musik voll zum ,ausdruck4 ,den ,sinn fr das was uns im engsten ,sinne poetisch erscheint1 drfen wir also bei ,winckelmann nicht suchen4 ,sein auerordentlicher ,formensinn aber fand in vollendeten poetischen ,formen ein ,vergngen und sein ,verstand freute sich1 schne ,gedanken und ,bilder in diesen ,formen ausgedrckt zu sehen4 ,und was ist es1 das seiner ,sprache poetischen ,schwung verleiht1 es ist die ,begeisterung1 in die ihn schne plastische ,formen versetzen4 ,gewi haben wenige ,menschen das homo sum so wrtlich genommen als ,winckelmann1 aber sein eigenstes ,element war doch die antike ,plastik1 das scheint mir auch sein ,verhltnis zur ,poesie1 soweit wir es beurteilen knnen1 zu zeigen4 ,auch ber bildende ,kunst hat er so viel gelesen und ausgezogen1 da er sagen konnte3 ,ich habe alles gelesen1 was ans ,licht getreten ist1 in allen ,sprachen ber die beiden ,knste4 -- ,ich habe ,auszge aus den besten ,bchern1 die mir nicht um hundert ,dukaten feil sind4 ,aber die spekulative wie die historische ,kunstbetrachtung steckte noch in den ,kinderschuhen und als ,winckelmann spter mit eigenen ,augen sehen gelernt hatte1 erschien ihm seine frhere ,weisheit aus ,bchern keinen ,schu ,pulver wert4 ,dresden bot aber auch1 wie keine zweite ,stadt ,deutschlands1 ,gelegenheit zu reichster ,anschauung in allen ,knsten4 ,hier herrschte unter ,august ,,ii41 dem ,starken und ,august ,,iii4 ein glnzendes ,kunstleben1 ja es mochte1 bis der siebenjhrige ,krieg alledem ein jhes ,ende machte1 scheinen1 als ob die ,beschftigung mit den ,knsten die wichtigste1 ja die einzig menschenwrdige sei4 ,winckelmann tritt hier zuerst in nhere ,beziehung zu den bildenden ,knsten4 ,es war eine ganz andere ,art des ,wissens1 eine ,erkenntnis aus ,dingen statt aus ,bchern1 eine ,erkenntnis aus ,anschauung und ,empfindung1 statt aus ,worten und ,begriffen4 ,diesen ,unterschied brachte sich ,winckelmann damals mit ,leidenschaft zum ,bewutsein3 er wurde von entscheidendem ,einflu auf sein ,leben4 ,in dieser neuen ,welt findet er endlich sein ,element4 ,dies ,neue bringt ihn von polyhistorischer ,zerfahrenheit zur ,einheit2 indem er sich selbst findet1 fhlt er zum ersten ,male auch den ,antrieb1 ffentlich zu sprechen4 ,damals machte sich der ,widerspruch gegen die ,kunst des ,rococo schon bemerklich4 ,winckelmanns ,stellung in diesem ,streit ist durch sein ,verhltnis zu den ,alten im ,voraus bestimmt4 ,justi behandelt in einem ,bilder aus dem ,dresdener ,kunstleben betitelten ,kapitel die ,zustnde und die ,persnlichkeiten4 ,vortrefflich ist1 was er ber die ,prachtbauten ,dresdens und ber die dekorative ,plastik sagt4 ,ebenso die ,begrndung des ,widerspruches1 der sich schon regte1 whrend diese glnzenden ,kunstschpfungen entstanden4 ,ich mu darauf kurz eingehen1 denn hier liegen die ,ursachen der unermelichen ,wirkungen von ,winckelmanns ,werken4 ,die ,wirkung von ,kunstschpfungen1 sagt ,justi1 auch der ,dichtung und ,tonkunst1 ist eben eine zweifache3 das ist in ihrer emotionellen ,beschaffenheit begrndet4 ,auch ihre ,wrme sinkt durch ,ausstrahlung1 besonders bei starkem ,tempo der ,bewegung auf dem ,gebiet1 und erreicht einen ,punkt der ,indifferenz4 ,dann entsteht das ,bedrfnis der ,neubelebung4 ,dazu kann wohl eine ,zeitlang ,steigerung der ,reize1 ,reinigung und ,vervollkommnung der ,formen gengen2 aber die ,formen leben sich aus2 dann folgt der ,bruch und die ,hinwendung zum ,entgegengesetzten2 man sucht die ,komplement- und ,kontrastwerte4 7,die neue ,auflage bringt hier einen scharfen ,hieb gegen die ,moderne47 ,das ist das ,gesetz1 das die ,wandlungen des ,geschmacks beherrscht und es wre ,verkennung des wirklichen ,zusammenhanges1 wollte man immer nur die hnlichkeitsmomente in den aufeinanderfolgenden ,erscheinungen sammeln und als die wirkende ,kraft betrachten1 statt ,gleiches und ,entgegengesetztes zu wgen und zu messen4 ,es ist also kein ,zufall1 da die ,rede von der rettenden ,nachahmung der ,griechen um jeden ,preis1 die ,predigt des ,classicismus im ,schatten des ,zwingers und der katholischen ,hofkirche sich erhoben hat4 ,in diesen ,stzen ist ein ,gesetz der kunstgeschichtlichen ,entwickelung klar formuliert1 in der ,anwendung auf konkreten ,fall aber bleibt die ,frage offen1 wie es kommt1 da die ,herrlichkeit der franzsischen ,kunst des ,louis ,,xv4 von so kurzer ,dauer war4 ,das scheint mir nun zunchst darin begrndet zu sein1 da diese ,kunst keine eigene ,entwicklungsepoche1 sondern nur die letzte ,phase einer solchen1 der ,renaissance1 ist2 allerdings eine sehr glnzende1 denn sie hat ihren eigenen1 fast selbstndigen ,formcanon4 ,dessen ,schwche aber1 und das ist das ,zweite1 ist1 da er rein konventionell ist und keine ,entwicklungspotenzen in sich schliet4 ,das gilt von der ,architektur1 es gilt in noch hherem ,grade von der ,plastik und ,malerei4 ,das ,konventionelle aber ermdet bald1 besonders wenn es in so verschwenderischer ,flle auftritt wie im ,rococo4 ,dieser zierliche ,stil ist um #agbe noch nicht fertig4 #agej ist er schon am ,ende seiner ,mglichkeiten2 die ,bahn fr einen ,reformator des ,geschmackes war frei1 der ,glaube an die absolute ,vorbildlichkeit der ,antike lebte neu auf1 schon war da und dort der ,ruf zur ,rckkehr zu ihr erschollen4 ,in diesen ,kampf trat ,winckelmann ein mit seiner ,erstlingsschrift1 den ,gedanken ber die ,nachahmung der griechischen ,werke in der ,malerei und ,bildhauerkunst4 ,die ,schrift ist in ,dresden entstanden in dem ,jahre1 das er nach seinem bertritt zur katholischen ,kirche und seinen ,austritt aus dem ,dienste des ,grafen ,bnau noch dort verbrachte4 ,die ,anregung gieng von ,oeser aus1 dem auch ein groer ,teil der ,gedanken angehrt1 die ,form ganz ist ,winckelmanns ,eigentum4 ,er erlutert in begeisterten ,worten die ,vorzge der griechischen ,kunst in ,formgebung1 ,draperie und ,ausdruck4 ,groes ,gewicht legt er auf die ,gunst der ,umstnde1 unter welchen sich bei den ,griechen eine schne ,krperlichkeit entwickelte und die ,sitte1 welche den ,knstlern erlaubte1 diese ,flle der ,schnheit aufs freieste auszubeuten4 ,die hufige ,gelegenheit zur ,beobachtung der schnen ,natur trieb die ,knstler1 in der ,richtung der ,schnheit1 ber die ,gegenstnde ihrer ,einzelerfahrung hinaus3 sie fhrte zum ,ideal4 ,die ,griechen wollten nicht blos das in der ,natur zerstreute sammeln3 sie bildeten sich gewisse allgemeine ,begriffe von ,schnheit1 sowohl einzelner ,teile1 als ganzer ,verhltnisse der ,krper1 die sich ber die ,natur erheben sollten4 ,dem gegenber sind die ,neueren ganz im ,nachteil2 durch ,beobachtung und ,nachahmung der ,natur wrden sie das ,schne ganz gewi verfehlen1 denn das ,schne der ,natur zeigt sich bei uns nicht alle ,tage1 und selten so1 wie es der ,knstler wnscht4 ,ehe er sich daher der ,nachahmung der ,natur berlt1 sollte er aus den ,werken der ,griechen die ,begriffe des ,ganzen1 des ,vollkommenen lernen1 die die ,begriffe des ,geteilten in unserer ,natur bei ihm lutern und sinnlicher machen4 ,zu den ,verirrungen des ,formensinns gesellt sich bei den ,neueren die ,malosigkeit des ,ausdrucks1 der bei den ,griechen die erhabene ,seele gegenber steht4 ,das allgemeine vorzgliche ,kennzeichen der griechischen ,meisterwerke ist eine edle ,einfalt und stille ,gre1 sowohl in der ,stellung1 als im ,ausdruck4 ,so weit knnen wir1 soviel anders auch unsere sthetischen ,anschauungen geworden sind1 folgen1 wenn er aber gegen den ,schlu seiner ,schrift als ,heilmittel gegen die ,verbrauchtheit der ,stoffe und die ,leere der ,gemlde die ,allegorie empfiehlt1 so sehen wir ihn ganz in den ,vorurteilen einer ,zeit befangen1 die glcklicherweise nicht mehr die unsere ist4 ,was uns an der ,schrift noch heute anspricht1 ist die warme ,liebe und die ungemischte ,bewunderung fr die ,antike2 der antike ,sinn fr die krperliche ,vollkommenheit und die ob zwar veraltete1 doch immer noch schne ,sprache4 ,fr ihre ,zeit war sie das befreiende ,wort das aussprach1 was der ,kunst ,not that4 ,sie erregte allenthalben ,aufsehen1 das sich in ,ablehnung und ,zustimmung kundgab1 aber letzteres berwog4 ,nun kam ,winckelmann auf den seltsamen ,einfall1 seine ,schrift selbst anzugreifen und in einer ,erwiderung auf diesen ,angriff zu rechtfertigen4 ,dies geschah in dem ,sendschreiben ber die ,gedanken von der ,nachahmung 7#agef7 und in der ,erluterung der ,gedanken 7#agef74 ,in dem ,sendschreiben stellte er zusammen1 was in den ,akademien von den ,verehrern des ,modernen gegen seine ,these geltend gemacht werden konnte und in der ,erluterung widerlegte er diese ,einwnde1 allein die ,kunst der ,dialektik und ,ironie1 die ,teilung des ,ich in ,anklger und ,verteidiger1 scheint nicht seine ,sache gewesen zu sein4 ,die ,streiche seiner ,kritik treffen nicht die ,gedanken1 und die ,replik pat nicht auf die ,kritik2 beide aber bringen wenig oder nichts zur ,besttigung oder ,beleuchtung der ,gedanken4 ,auch erkannte ,winckelmann selbst1 da er sich mit den beiden ,schriften bereilt habe4 ,aber der ,beifall der ,besten ward seiner ,erstlingsschrift zu ,teil1 mannigfache ,anregungen giengen von ihr aus1 und wenn die einzige der ,ansto zu ,lessings ,laokoon geblieben wre1 so wre ihr schon damit ewiger ,dank gewi4 ,winckelmanns ,stellung hatte sich mit dem ,eintritt in den ,dienst des ,grafen ,bnau angenehmer gestaltet1 als im preuischen ,schuldienst1 doch schon nach zwei ,jahren war er ihrer berdrssig4 ,was ihm fehlte1 spricht er in einem ,briefe vom #bd4 ,juni #ageb klar aus3 ,beatus ille qui procul negotiis est4 ,mihi tamen felici non licuit esse1 ut mihi soli vivere1 ,musis solis litare ,genioque indulgere possim4 ,es ist der unwiderstehliche ,drang nach ,unabhngigkeit1 ein ,glck gab es fr ihn nur1 wenn er sich selbst und seinen ,studien leben konnte4 ,so arbeitete er wieder die ,nchte durch1 und bald fhlte er1 da seine ,gesundheit wankte2 seine ,stimmung verdsterte sich neuerdings und wieder strebte er nach einer ,vernderung4 ,in der ,kunst war ihm ein neuer ,lebenswert aufgegangen1 sein ,sehnen richtete sich nach dem ,lande der ,kunst1 nach ,italien4 ,in solchen ,stimmungen kam er mit dem ppstlichen ,nuntius1 dem ,kardinal ,archinto in ,beziehung1 es erffnet sich ihm die ,aussicht auf ein sorgenfreies ,leben in ,rom1 aber dieses ist nur zu erlangen um den ,preis des bertritts zur rmischen ,kirche4 ,dieser erfolgte nach langem ,zgern und fters unterbrochenen ,verhandlungen am #aa4 ,juli #aged4 ,es ist darber genug geschrieben4 ,eine ,konversion wie die ,winckelmanns1 der nach wie vor ein lauer ,christ blieb1 kann niemanden ,freude machen4 ,es kann ,flle geben1 in welchen der bertritt zu einer anderen ,konfession ,gewissenspflicht ist1 es kann uerer ,zwang eintreten1 der keinen anderen ,ausweg lt1 wo das nicht der ,fall ist1 mu er unterbleiben4 ,wer aber selbst ,jahre lang in einem falschen ,berufe gelebt und viele vergebliche ,versuche sich zu befreien1 durchgemacht hat1 wird auch ber ,winckelmanns ,schritt milde urteilen4 ,und was ,winckelmann gefehlt1 indem er ohne berzeugung bertrat1 was er erduldet1 ist doch der ganzen ,menschheit zu ,gute gekommen4 ,er hat die ,pforten des ,heiligtums aufgethan in dem annoch jeder1 der auf hhere ,bildung1 auf hheres ,glck ein ,anrecht hat1 seine ,heimat findet4 ,ein zweiter ,artikel folgt4 99 99 99 99 99 ,,literarische ,,notizen4 ,inventar der ,bronzealterfunde aus ,schleswig-,holstein4 ,von ,dr4 ,w4 ,splieth4 ,kiel und ,leipzig4 ,verlag von ,lipsius u4 ,fischer4 #aijj4 #hi ,,ss4 und #ac ,tafeln4 ,im ,anschlu an die grundlegenden ,arbeiten von ,o4 ,montelius und ,s4 ,mller sucht der ,verfasser fr ,schleswig-,holstein ein mglichst vollstndiges ,inventar der ,bronzealterfunde aufzustellen und diesen ,bestand in ,perioden zu gliedern4 ,der ,untersuchung sind die in ,schleswig-,holstein besonders zahlreich registrierten ,gesamtfunde zu ,grunde gelegt und ,einzelfunde nur soweit herangezogen1 als sie zur ,vervollstndigung des ,inventars notwendig waren4 ,das ,fundmaterial ist in der ,form von ,tabellen vorgefhrt4 ,in der ,periodisierung folgt der ,verfasser seinen ,vorgngern darin1 da er eine ltere und eine jngere ,bronzezeit annimmt2 die erstere teilt er in drei1 die jngere in zwei ,perioden4 ,es werden die ,typen1 welche den ,formenkreis einer ,periode ausmachen1 charakterisiert und danach die ,tabelle der ,funde der ,periode gegeben4 ,den ,tabellen folgen kurze ,ausfhrungen ber die ,bestattungsweise der ,perioden4 ,in #bcj ,abbildungen werden die wichtigsten ,typen der ,funde vorgefhrt4 ,die sachlichen ,ausfhrungen sind prgnant und zuverlssig und die ,tabellen bieten eine sehr vollkommene bersicht ber die in den verschiedenen ,sammlungen der ,provinz aufbewahrten ,bronzealterfunde4 ,das ,schriftchen bietet eine bequeme ,grundlage fr die relative ,altersbestimmung prhistorischer ,bronzefunde und wird namentlich dem gute ,dienste leisten1 welchem die greren ,arbeiten ber nordische ,altertumskunde nicht zugnglich sind4 ,b4 ,die deutsche ,cicerone4 ,von ,g4 ,ebe4 ,architektur ,i u4 ,,ii4 ,malerei4 ,leipzig1 ,otto ,spencer #ahig1 #ahih4 #h4 #dji1 #cgf u4 #dge ,s4 ,der ,gedanke1 der in den hier uns vorliegenden ,bnden zunchst fr ,architektur und ,malerei zur ,ausfhrung gebracht werden soll1 eine der modernen ,kenntnis entsprechende ,kunsttopographie ,deutschlands in gedrngter ,form herauszugeben1 wird in allen beteiligten ,kreisen lebhaftes ,interesse erregen4 ,seitdem vor fast einem halben ,skulum ,jacob ,burckhardts klassischer ,cicerone1 dessen ,titel auch fr das vorliegende ,werk wohl mit ,rcksicht auf den berhmten ,vorgnger gewhlt wurde1 die italienischen ,kunstschtze ,deutschland und1 man darf behaupten1 der ganzen gebildeten ,welt erst eigentlich nahe gebracht hat1 mute der ,wunsch nach einem solchen ,werke rege werden und bleiben4 ,die ,unentbehrlichkeit des ,lotze'schen ,werkes1 das trotz seiner relativen ,vortrefflichkeit dem ,bedrfnis nur teilweise entsprach1 bis heute ist der ,beweis hiefr4 ,die in den letzten ,dezennien erschienenen zahlreichen speziellen ,denkmlerinventare der verschiedenen deutschen ,gaue1 die immer umfangreicher werdende spezielle und allgemeine ,literatur ber deutsche ,kunst1 haben dem ,verfasser ,g4 ,ebe den ,zeitpunkt als gekommen erscheinen lassen1 wo ein umfassendes kunsttopographisches ,werk in gedrngter ,form mit ,nutzen herauszugeben sei4 ,es wre gewi unbillig1 dem geradezu staunenswerten ,fleie der zur ,aufstapelung und ,sichtung einer derartigen ungeheuern ,zahl von ,einzelnotizen gehrt1 die ,anerkennung zu versagen oder die ,schwierigkeit der formalen ,ausgestaltung eines solchen ,sammelwerks und der richtigen ,auswahl des ,materials zu verkennen4 ,g4 ,ebe hat nun die gesamte ,kunstliteratur in der ausgiebigsten ,weise in ,kontribution gesetzt2 ein gewisses ,bestreben1 ja ,alles1 was die ,deutschen an ,kunst von frhchristlicher ,zeit bis zum ,jahre #ahij geschaffen1 aufzunehmen1 lt sich unschwer erkennen4 ,autopsie war bei dieser ,art der ,auffassung natrlich von ,vornhinein in der ,mehrzahl der ,flle ausgeschlossen4 ,so aber wirkt die ,wiedergabe des ungleichartigen literarischen ,materials vielfach unerfreulich2 es ist nicht zur ,bildung eines selbstndigen ,urteils1 einer originellen ,auffassung gekommen4 ,fr den ,fachmann gibt das ,werk zu wenig1 dieser wird doch auf die speziellen ,inventare und die spezielle ,literatur zurckkommen mssen2 fr den ,laien gibt es viel zu viel ,material1 zu wenig ,aufklrung ber die wichtigsten ,phasen der ,entwicklung4 ,unter dem ,aufstapeln mglichst vieler ,denkmalsnotizen hat naturgem auch die formale ,ausgestaltung gelitten2 das ,buch liest sich trocken und hart4 ,als ,nachschlagebuch wird das ,werk immerhin recht gute ,dienste leisten1 wenn auch zur ,abfassung einer wirklich guten1 zusammenfassenden deutschen ,kunsttopographie nur eine ,kraft ersten ,ranges1 die den schwierigen ,stoff zu sichten und zu meistern versteht1 berufen sein kann4 ,h4 ,st4 ,kleinigkeiten4 ,von ,alban ,scholz4 ,erste ,sammlung4 ,von ,anfang bis #ahgb4 #c4 ,aufl4 #aijj4 ,freiburg i4 ,b41 ,herder'sche ,verlagshandlung4 #gfd ,s4 7geh4 ,m4 #f4--1 geb4 ,m4 #g4dj74 ,der vorliegende ,band der ,kleinigkeiten ist ein beredtes ,zeugnis fr die ,vielgewandtheit und die allezeit gerstete ,feder des bekannten katholischen ,volksschriftstellers4 ,neben ,vorworten zu ,bchern1 ,predigten1 ,aufstzen religiser ,art1 ,blttern aus seinem ,wanderbuche1 ,errterung allgemeinerer sittlicher ,fragen1 wobei scharfe ,beobachtungsgabe und gesundes ,urteil vielfach zu ,tage treten1 sind es besonders polemisch gefrbte ,artikel1 die einen breiten ,raum einnehmen4 ,so gegen die ,freimaurer 7,mrtel fr die ,freimaurer 7#ahfb7 ,s4 #cgg1 ,akazienzweig fr die ,freimaurer1 ,s4 #dbf71 gegen ,johannes ,ronge und seine ,anhnger 7der neue ,kometstern mit seinem ,schweif oder ,johannes ,ronge und seine ,brieftrger ,s4 #dc f471 gegen die ,behandlung der ,katholiken in ,baden 7,badische ,kirchengeschichte aus der letzten ,zeit 7#ahed7 ,s4 #bfe74 ,und die ,bewegungen in der katholischen wie in der evangelischen ,kirche seines engeren ,heimatlandes erfahren mehrfach scharfe ,beleuchtungen4 ,fesselnd ist die flotte und frische1 durch schlagende ,bilder und ,vergleiche reich belebte1 zuweilen humoristische aber auch barocke ,schreibweise1 die das ,interesse auch da wachhlt1 wo man etwa sachlich nicht bereinstimmt4 ,k4 ,s4 ,illustration3 ,taf4 ,,vi4 ,moses lsst in der ,wste ,wasser aus einem ,felsen entspringen4 ,gemlde von ,lucas van ,leyden im ,germanischen ,museum4 ,illustration3 ,lucas van ,leyden4 ,selbstportrt4 ,,der ,,neue ,,lucas ,,van ,,leyden ,,im ,,germanischen ,,museum4 ,,von ,,franz ,d,,lberg4 7,hierzu ,tafel ,,vi47 ,die ,gemldegalerie des ,germanischen ,museums in ,nrnberg ist seit einigen ,monaten im ,besitz eines ,gemldes von ,lucas van ,leyden1 das an ,umfang 7h4 #a1ie1 br4 #b1dj m7 nur seinem ,leydener ,jngsten ,gericht1 an knstlerischer ,bedeutung nur diesem seinem ,hauptwerk1 sowie der berhmten ,heilung des ,bartimeus in der ,petersburger ,ermitage und vielleicht den reizenden ,kartenspielern bei ,lord ,pembroke in ,wiltonhouse nachsteht4 ,die ,erwerbung ist erfreulich einerseits1 weil das ,bild whrend des letzten ,jahrzehnts den ,blicken der ,kunstfreunde vllig entzogen war1 andererseits weil es den ,meister in der ,stadt ,albrecht ,drers vertritt4 ,hat doch ,drers ,werk dem ,hollnder die ,motive fr manche seiner kleineren ,stichkompositionen1 ja fr das ,bildnis ,maximilians sogar die ,vorlage gegeben1 war doch der ,nrnberger ,meister in ,antwerpen bei ,meister ,lucas zu ,gast geladen1 den er dann mit dem ,stift konterfeite und hat er doch den ganzen ,druck des ,genossen teuer um #h ,gulden seiner ,kunst ertauscht6 ,nur schade1 da von ,drer selbst so wenig in ,nrnberg verblieben ist6 ,das ,bild stellt den ,,iv4 ,mose #bj1 #a-ac erzhlten ,vorgang dar1 wie in der ,felswste ,zin ,moses1 von den verschmachtenden ,israeliten gedrngt1 auf ,gottes ,gehei durch den ,schlag seines ,stabes den ,steinen ,wasser entlockt4 ,der ,augenblick nach dem ,wunder ist gewhlt et bibit synagoga et pecora eorum2 doch hat ,lucas1 dem die ,wiedergabe von ,tieren nur einmal1 in dem ,stiche ,die ,melkerin1 trefflich gelang1 die ,beteiligung des ,viehes auf eine im ,hintergrund heranziehende ,karawane eingeschrnkt4 ,die ,geschichte ,mosis wurde von der alten ,leydener ,schule oft behandelt3 die ,aufrichtung der ehernen ,schlange gab ,cornelis ,engebrechtsz auf dem rechten ,flgel der ,leydener ,kreuzigung den ,stoff zu seiner bedeutendsten ,kompositionsleistung1 ,lucas selber schuf jenen ,tanz um das goldene ,kalb1 ein ,bild derber ,ausgelassenheit1 das ,sandrart beim ,buchhalter ,jan ,lossert in ,amsterdam sah und das #agji in unmittelbarer ,nachbarschaft der ,darmstdter ,holbeinmadonna versteigert wurde#ahh2 der letzte ,auslufer der ,gruppe endlich1 ,aertgen van ,leyden1 malte fr den ,leydener ,quirinck ,claesz4 den ,untergang ,pharaos im roten ,meere4 ,unser ,bild hing bis zum ,jahre #ahia in ,rom in der ,villa ,borghese1 dort aber der in der borghesischen ,sammlung so reich vertretenen ,schule von ,ferrara zugezhlt4 ,ein nicht ganz unbegreiflicher ,irrtum3 sind doch unter allen italienischen ,schulen die ,ferraresen am meisten hollndischer ,art verwandt -- wie ja ,dosso ,dossis herrliche ,dido in der ,doria-,galerie fast den ,eindruck eines ,rembrandt macht4 ,die richtige ,bestimmung auf ,lucas van ,leyden findet sich zuerst in der von ,bode herausgegebenen #d4 ,auflage von ,bruckhardts ,cicerone 7#ahgi72 ,woltmann-,wrmanns ,geschichte der ,malerei und ,hymans' van ,mander-,ausgabe folgten4 ,bei der ,errichtung des ,fideikommisses ber die ,galerie ,borghese wurde das ,bild ausgeschieden2 es gelangte an die ,frsten von ,piombino#ahi und nach nochmaligem ,besitzwechsel #aijj an den ,hofkunsthndler ,julius ,bhler in ,mnchen#aij von dem es das ,germanische ,museum erwarb4 ,das ,gemlde zeigt auf einem ,steinblock links unweit der ,mitte die ,jahreszahl #aebg und darunter das ,l1 beides unzweifelhaft echt1 in den von den ,stichen her bekannten ,zgen des ,meisters4 ,so stammt es also aus dem ,jahre jener prunkenden ,reise nach ,seeland1 ,flandern und ,brabant1 die ,lucas in ,gemeinschaft ,mabuses unternahm und von der er die ,todeskrankheit mitbringen sollte6 brigens tragen nur noch zwei seiner bisher bekannten ,bilder ,zeichen und ,jahreszahl von der ,hand des ,meisters3 das ,votivdiptychon in der ,mnchener ,pinakothek aus dem ,besitz des ,frans ,hooghstraet und ,kaiser ,rudolphs1 von #aebb1 und die ,mnchspredigt des ,ryksmuseums1 die rechts ber der ,thr nicht ganz deutlich die ,zahl #aecj hat4 ,die ,schicksale des ,werkes lassen sich nicht weit zurckverfolgen4 ,zwar erwhnt -- worauf ,piancastelli hinwies -- schon ,scannelli#aia ein ,gemlde von ,lucas van ,leyden im ,besitz der ,borghese1 doch gibt er den ,gegenstand nicht an4 ,weder ,gerard ,hoets ,catalogus noch die von ,bredius gesammelten ,archivalien geben uns hier ,aufschlu4 ,vielleicht ist uns hier aber eine ,stelle van ,manders von ,bedeutung1 die von einem anderen ,bilde handelt4 ,in ,leyden -- ob es bei ,dirk van ,sonneveldt oder bei dem ,dilettanten ,job4 ,ariaensz4 ,knotter war1 erinnert er sich nicht mehr genau -- hatte er ein ,bild in ,tempera auf ,leinwand von unseren ,knstler gesehen1 das ,elieser und ,rebekka am ,brunnen darstellte3 in schner1 tiefer ,landschaft sah man besonders anmutige ,frauen in den abwechslungsreichen ,stellungen1 zu denen das ,wasserholen ,anla gibt4 ,nun ist auch unser ,gemlde in ,tempera auf ,leinwand ausgefhrt1 es ist gleichfalls alttestamentlichen ,stoffes und vor allem3 es wandelt ebenso das ,motiv des ,wasserholens in reichster ,weise ab4 ,wre da die ,vermutung zu khn1 da unser ,bild einst mit jenem ,verschollenen ber die ,wand desselben ,zimmers gespannt war8#aib ,wenn schon #gj ,jahre nach ,lucas ,tode van ,mander die ,verwstungen beklagt1 die die ,feuchtigkeit der ,wnde in dessen1 damals bei einem ,brauer in ,delft befindlichen ,temperabildern aus der ,geschichte ,josephs angerichtet hatte1 so werden wir uns heute nicht wundern drfen1 da unser in gleicher ,technik ausgefhrtes ,gemlde nicht unversehrt auf uns gekommen ist4 ,zwei der glnzenden ,seiten des ,meisters1 die feine ,abstufung der landschaftlichen ,grnde und die geschmackvolle ,farbenwahl1 erscheinen hier durch die ,unbill der ,jahre verkmmert2 die ,landschaft ist zumal zu den ,seiten verschwommen und ohne ,tiefe4 ,das ,kolorit hat an ,geschlossenheit sehr verloren1 so da die ursprngliche ,farbenwirkung nicht mehr vollkommen augenscheinlich ist4 ,strend wirkt jetzt namentlich der mehrmals wiederholte ,gegensatz eines stumpfen ,grn und krftigen ,rot4 ,immerhin bleibt noch ein bedeutender malerischer ,eindruck1 der zumal den delikaten ,gewandfarben in der -- am besten erhaltenen -- ,hauptgruppe im ,moses zu verdanken ist2 manches werden wir uns -- da wir von ,lucas ein zweites ,temperabild bisher nicht haben -- etwa nach der dem gleichen ,schulkreise angehrigen ,sibylle von ,tibur in der ,wiener ,akademie rekonstruieren mssen4 ,die ,ausfhrung ist von grter ,sorgfalt4 ,wie an ,drers ,apostelkpfen in den ,ufizi1 ist fast jedes ,haar einzeln gemalt4 ,die ,zierrate1 zumal an den ,gewndern der vornehmsten ,personen1 fein mit sprlichem ,blattgold gegeben4 ,der ,aufbau des ,bildes benutzt mit einem seit ,geertgens ,felsenkoulissen in der hollndischen ,malerei eingefhrten ,kompositionsmittel das steinige ,terrain der ,felswste zur wirkungsvollen ,scheidung der ,gruppen2 hnlich wie zumal auf frhen ,stichen des ,meisters#aic beherrscht den ,mittelpunkt der ,landschaft ein zerklfteter ,felshgel mit schlanken ,bumen1 deren ,kronen der ,rahmen abschneidet4 ,die ,mitte ist von ,figuren leer4 ,die ,fhrer stehen rechts im zweiten ,plan in hellbeleuchteter1 ruhiger ,gruppe4 ,die gelagerte und bewegte ,volksmenge umzieht sie in doppelter1 nach links hin schwererer ,ellipse2 im vorderen ,bogen die ,trnkenden und ,trinkenden1 im hinteren ,bogen die ,wasserholenden4 ,gesenkten ,hauptes steht ,moses1 trumerisch mehr denn befehlend hlt er den wunderwirkenden ,stab in der ,rechten4 ,das feine langbrtige ,gesicht lt wohl den ,kummer ber den wunderschtigen ,wankelmut des ,volkes1 das ,leid der ,strafe1 die ,gott dem ,erzwinger des ,wunders verkndet hat1 erkennen3 ,knnt' ich ,magie von meinem ,pfad entfernen6 ,ein rationalistischer ,zug des ,knstlers ist es1 da die traditionellen ,hrner einfach als aufgerichtete ,haarlocken gegeben sind#aid4 ,die ,kleidung zeigt geschmackvollen ,prunk2 der ,mantelkragen grau mit ,goldborten1 die ,oberrmel grn und fleischrot1 die ,unterrmel blau1 das in ,rhrenfalten fallende ,gewand hellgrau1 die ,stiefel violettrtlich4 ,vertrauender blickt ,mosis linker ,nachbar ,aaron ihn an4 ,das krftige1 viereckige ,gesicht mit dem kurzen1 breiten ,backenbart1 das sich hnlich an einer zweiten ,figur des ,bildes wiederholt1 und noch mehr die stolze1 senkrechte ,linie der ,gestalt erinnern an die ,typen jenes halbverschollenen1 begabten ,schlers unseres ,meisters1 des ,jan ,swart van ,groningen2 der prachtvolle ,flu des leuchtenden ,mantels gibt ,drers glnzendsten ,gewandstudien nichts nach4 ,aarons ,turban ist rot1 graugrn umwunden1 der reichbrokatierte ,talar von hellstem ,violett1 der ,mantel hellorange1 die ,schuhe rot4 ,wie links der ,priester1 so steht rechts der ,krieger ,moses zur ,seite4 ,mit scharfem ,blick wendet er ihm das gedrungene ,gesicht zu2 bestimmt spricht die halberhobene ,rechte2 die hngende ,linke hlt sicher das breite ,schwert1 dessen ,griff der ,maler entsprechend seiner ,art1 alles ,ornamentale zu verlebendigen1 in einen ,tierkopf auslaufen lie4 ,seine ,tracht ist prunkend3 graugrner1 schwerer ,turban1 olivengrner ,schnrrock1 merkwrdig gepolsterter1 orangeroter rmel4 ,unter dem halben ,dutzend ,nebenfiguren der ,gruppe sehen wir einen ,phlegmatiker mit ,doppelkinn in ,vorderansicht1 das ,profil eines ,greises mit hngender ,judennase1 hngender ,lippe und gedrehten ,bartlocken1 der zusammen mit einigen anderen ,gestalten unseres ,bildes1 auf das auch in der #d ,jahre spter gemalten ,heilung des ,blinden#aie zu ,tage tretende ,rassenstudium unseres ,knstlers hinweist1 und einen zigeunerhaft schnen1 jungen ,mann mit halbentbltem1 hngenden ,arm rechts am ,abschlu des ,kreises4 ,eine kleine ,novelle erzhlen uns die drei als ,eckgruppe rechts vorgelagerten ,personen3 mit vollem dankbarem ,blick empfngt das hbsche junge ,mdchen das ,wasser1 das der brtige ,mann mit beiden ,hnden aus der schweren ,kanne in ihre ,schale giet2 ehrenfest zu ,moses und ,aaron aufsehend1 sitzt der bartlose ,alte dabei4 ,die feinen ,zge und die geringelten ,locken des ,mdchens lassen an manche ,kpfe vom linken ,flgel des ,jngsten ,gerichts denken1 die wulstige ,kopfbedeckung trgt auch eine ,frau rechts auf der ,heilung des ,blinden4 ,der ,einschenkende gibt eine zumal mit dem ausgestreckten linken ,bein gut raumfllende ,rckenfigur1 zugleich einen ,haubenstock fr die etwas allzugern ausgebrachten ,kostmstudien des ,knstlers3 weier1 breitrandiger1 runder ,topfhut1 geschlitztes1 ausgebauschtes und gezacktes rotes ,wamms1 olivengrner ,unterrock1 grne rmel und gelbe ,stiefel4 -- ,der ,alte erscheint in gelb und orange1 das ,mdchen in rosa und graugrn4 ,das etwas entfernter der eigentlichen ,mitte des ,bildes nchste ,paar zeigt uns ,jugend und ,alter4 ,die bequem gelagerte junge ,frau fhrt ruhig mit der ,rechten die ,schale zum ,munde und giet zugleich mit der ,linken aus bauchigem ,thonkrug dem knieend zu ihr aufblickenden ,alten in den ,napf1 den er mhsam am ,boden hlt4 ,ihr ,gesicht ist ppig und etwas schwermtig1 die ,hand an der ,schale und der entblt fortgestreckte ,fu sind1 wie auf ,stichen des ,meisters1 etwa ,mars und ,venus1 ein wenig knochig und krampfig geraten4 ,das verschmitzte1 breite ,antlitz des ,mannes mit der pfropfig aufgestlpten ,nase und dem ,doppelkinn ist das einzige bewut hliche auf dem ,gemlde1 noch den ,pbeltypen des ,engebrechtsz1 verwandt4 ,links im ,vordergrunde sehen wir zwei ,kinder in guter ,kameradschaft3 der etwas ltere ,knabe kriecht heran und schiebt den anderen1 der mit beiden ,hnden und vollen ,backen gierig zugreift1 die ,krbisflasche an den ,mund2 jener ist in grnem ,rckchen und trefflich behandeltem weien ,hemd1 dieser in ,rotorange4 ,ganz hnliche ,kinderfiguren tummeln sich ja auch auf dem #b ,jahre frher entstandenen ,prachtstich ,vergil im ,korbe links im ,vordergrund herum4 ,die mtterliche ,pflege vertritt als linke ,abschlugruppe die junge ,frau mit hbschen1 etwas abgehrmtem ,profil1 die aus blauem ,glase dem stmmigen ,kinde zu trinken gibt und ihm zrtlich dabei die ,hand von hinten her auf die ,schulter legt4 ,ihr ,kragen ist rot1 der rmel grn2 sehr gut ist die ,linie des im ,knie aufruhenden rechten ,beins unter dem weien ,gewand ausgedrckt4 ,als ,vorderste der ,wasserholenden erscheinen im ,mittelgrunde1 der ,mosesgruppe gerade gegenber1 zwei ,paare2 als ,erster an der ,quelle und zugleich als zweite1 uerst geschickt gestellte ,rckenfigur des ,bildes1 ein ,mann1 der den ,krper nach rechts hin lehnend1 den rechten ,arm auf dem bedeutungsvollen1 das ,zeichen des ,knstlers tragenden ,steinblock ruhen lt1 mit beiden ,hnden eine groe ,flasche an den ,felsen hlt1 den ,kopf aber aussphend nach der links aus der ,ferne nahenden ,karawane zu wenden scheint4 ,sein geteilter1 am rmel geschlitzter ,rock ist feuerrot1 der langbetroddelte ,kragen dunkelgrn1 das ,hemd wei4 ,ziemlich gelangweilt blickt die bei ihm stehende1 gewhnlich aussehende1 stumpfnasige ,frau in bauschiger ,mtze uns an2 der ,finger ihrer ,linken scheint auf die ihr ,kind trnkende ,mutter hinzuweisen1 an der ,rechten hlt sie wie einen ,handkoffer1 ein breites1 faartiges ,gef4 ,links von ,beiden hrt ein derbfrisches1 reichgeschmcktes junges ,mdchen1 eine ,henkelkanne an der krftigen ,hand1 einem mit aufgerissenem ,auge und spitzer ,handbewegung auf sie einredenden1 schwarzhaarigen und brtigen ,orientalen zu1 der sich eine mchtige ,tonne auf den ,rcken geschnallt hat3 sie in gelb und grau gestreiftem ,kragen1 roten rmeln und ,brusttuch und schwarzen ,kleid2 er in grnem ,rock und roten rmeln4 ,entfernter naht1 durch eine ,bschung getrennt1 eine zweite ,vierergruppe4 ,der ,vorderste1 gerade vor der ,spitze des ,mittelfelsens stehend1 kommt mit schwerem1 breitem ,schritt1 eine ,tonne unter dem entblten ,arme4 ,etwas bedenklich richtet er das edel geschnittene1 in der ,form dem des ,aaron verwandte ,gesicht auf die ,menge der schon ,trinkenden und bedeutet mit der freien linken ,hand den ,nachbar1 der ihn mit stechenden ,augen unruhig ansieht4 ,die virtuos gezeichnete ,gestalt lt in der mchtigen1 hochgezogenen ,schulter und der starken ,muskulatur des ,armes schon etwas den in den ,stichen seit #aebh auftretenden1 durch ,mabuse vermittelten ,einflu italischen ,aktprunkes erkennen4 ,das ,hemd des ,mannes ist gelbrot4 ,der andere hlt eine ,kanne an der linken ,hand und erscheint mit ,knebelbart1 ,schmachtlocken1 asiatischer spitziger ,pelzmtze und graugrner ,kleidung4 ,tiefer im ,wege folgt eine ,frau1 die ihr ,kind im ,gewande am ,busen birgt1 und1 fast von ihr verdeckt1 ein lederfarbener ,alter mit lebensvollstem ,blick1 ein ,kopf1 der unmittelbar an ,rembrandts ,rabbinerbilder gemahnt4 ,in einer ,felsenspalte zwischen dieser ,gruppe und denen um ,moses sehen wir noch die wohl auch zu den ,wasserholenden gehrende ,figur eines ,mannes mit in einander gelegten ,hnden1 die sich in ihrer braunen ,gewandung kaum von den ,felsen abhebt4 ,ebenso wie diese ,gestalt1 hat auch die im ,hintergrunde links in kleinem ,mastabe gemalte1 mit ihren ,kamelen heranziehende ,karawane durch die verwischende ,feuchtigkeit gelitten4 ,nur wenig erkennen wir von einem ,reichtum geistvoller ,zge1 den ,lucas hier hnlich wie unter die ,patriarchen in der ,ferne des ,himmels auf seinem ein ,jahr frher entstandenen ,leydener ,jngsten ,gericht#aif1 ausgestreut hat4 ,links wie rechts im ,mittelgrunde erblicken wir die befriedigt mit dem geholten ,wasser ,abziehenden4 ,die linke1 weitaus strkere ,gruppe wird beherrscht durch die ,profilgestalt eines ,mannes1 der tapfer ausschreitend mit der rechten ,hand eine umreifte hlzerne ,kanne auf der linken ,schulter festhlt und mit dem nervigen linken ,arm das ,gewand aufschrzt4 ,die ,haltung1 die edlen rmischen ,zge1 der graue1 flieende ,bart1 die quellenden ,locken1 durch die sich ein ,stirnband windet1 der groe ,wurf der ,gewandung1 die ,farbenwahl -- graues ,hemd1 hellbrauner rot gernderter ,rock1 schwarze ,strmpfe -- das alles ist mit dem ,schwung und der ,vornehmheit eines ,moretto angelegt4 ,neben ihm geht ein ,junge1 der mit andchtiger ,freude die eifrig festgehaltene ,wasserflasche betrachtet2 beiden folgt eine ,frau in scharfer ,seitenansicht1 auf dem ,kopf eine edel geformte und ornamentierte ,vase tragend1 und ein fast verdeckter kleiner hlicher ,mann in verlorenem ,profil4 -- ,auf der rechten ,seite erkennt man einen abgewendeten ,mann mit der ,tonne auf dem ,rcken und eine stumpf zurckschauende junge ,frau mit dem ,kindchen an der ,brust4 ,in dem ganzen ,bilde1 welch eine ,flle der ,gesichte6 ,stundenlang kann man in dem ,gemlde spazieren gehen4 ,zumal manchen ,stichen gegenber fllt das geringe ,vorkommen stehender ,typen1 der ,reichtum an persnlich durchgebildeten ,kpfen auf4 ,lucas' altgerhmte ,kunst der ,gewandbehandlung zeigt sich auf dieser ,leinwand vielleicht am glanzvollsten4 ,seine unversiegliche ,erfindungskraft beweist er schon in den unendlich mannigfaltigen ,formen der ,trink- und ,schpfgefe4 ,einzelne ,wiederholungen1 wie der zweimal im gleichen ,plan nach rechts ausgestreckte nackte ,frauenfu1 die ,nachbarschaft dreier ,vierergruppen1 die ,aufeinanderfolge von je #e ,mnnern und ,frauen in der ,diagonale von links oben nach rechts unten1 treten kaum ins ,bewutsein4 ,nicht nur an die volkreichen ,bibelszenen des groen ,lucassammlers ,rembrandt1 auch an den in guten ,einfllen unerschpflichen ,leydener ,jan ,steen1 der ja den nicht hufigen ,stoff ebenfalls in einem ,gemlde des ,frankfurter ,stdel'schen ,instituts behandelte1 denkt man gerade vor diesem ,bilde4 ,im knstlerischen ,entwicklungsgang des ,lucas van ,leyden gehrt das ,gemlde in jene lange ,reihe figurenreichster ,kompositionen1 die sich etwa von den drei groen panoramenartigen ,stichen -- ,bekehrung ,pauli von #aeji1 ,eccehomo von #aeaj1 ,calvarienberg von #aeag -- bis zu der vielleicht sptesten ,malerei des ,meisters1 der ,petersburger ,heilung des ,blinden1 hinzieht4 ,das schon bei ,geertgen im ,wiener ,bilde von den ,schicksalen der ,gebeine ,johannis des ,tufers auftretende ,bestreben1 die ,gestalten ohne einen willkrlich angenommenen ,mittelpunkt1 der ,zuflligkeit des ,lebens entsprechend1 anzuordnen1 hatte bei ,lucas im ,eccehomo und noch mehr im ,calvarienberg schlielich dahin gefhrt1 da neben der ,menge der prchtig gestellten ,zuschauergruppen die eigentlichen ,hauptpersonen fast verschwanden1 oder1 wenn sie im ,mittel- oder ,vordergrund verblieben1 mit wenig ,liebe behandelt wurden4 ,so lassen uns im ,stiche1 ,der ,tanz der ,magdalena von #aeai1 dem unser ,gemlde in der ,anordnung der gelagerten ,vordergrundgestalten recht verwandt ist1 ,magdalena selbst und ihr ,partner ziemlich gleichgltig4 ,noch im ,vergil im ,korbe von #aebe mu man den ,helden der ganzen ,anekdote fast mit der ,laterne suchen1 und im ,leydener ,jngsten ,gericht1 jenem merkwrdigen ,versuche1 das ,wunderbarste aller ,ereignisse mit naturalistischen ,mitteln darzustellen1 ist der ,weltenrichter eine der am wenigsten interessierenden ,gestalten4 ,hier dagegen wird1 bei freiester ,gruppenverteilung1 bei einer recht eigentlich zentrifugalen ,komposition1 die ,aufmerksamkeit sofort auf die ,fhrer des ,volkes gelenkt und ,moses und ,aaron sind die fesselndsten ,erscheinungen des ,bildes4 ,in der ,heilung des ,blinden endlich macht ,lucas ,christus und ,bartimeus auch rumlich zum ,mittelpunkte des ,ganzen und setzt zu ,beiden die zahlreichen ,nebenpersonen mit grter ,kunst in die lebhafteste ,beziehung4 ,illustration3 ,,ss4 ,petrus und ,paulus4 ,stich von ,lucas van ,leyden4 ,illustration3 ,zierleiste von ,h4 ,aldegrever4 ,,herd ,,und ,,herdger,,te ,,in ,,den ,n,,rnbergischen ,k,,chen ,,der ,,vorzeit4 ,,von ,,dr4 ,,otto ,,lauffer4 ,,ii4 ,der ,nrnberger ,herd 7lat4 focus1 foculare1 focarium#aig7 tritt uns in allen bekannt gewordenen ,fllen in einer ,form entgegen1 die berhaupt einen ,abschlu in seiner ,entwicklung bezeichnet4 ,er ist von ,grund auf aus ,backsteinen erbaut1 wie wir denn auch schon in ,anton ,tuchers ,haushaltbuch 7,bibliothek des ,litterarischen ,vereins in ,stuttgart ,,cxxxiv4 #ahgg4 ,s4 #aja7 zum ,jahre #aeac die ,bemerkung finden3 ,item adi #b settember 44 fr kalg und #h hertstain mein kuchenhert czu pessern #b ,symbol3 ,pfund #bj ,symbol3 ,pfennig4 ,der ,kern des ,herdes ist hohl1 so da man diesen ,innenraum1 zu dem der ,zugang durch gewlbte ffnungen in den ,herdwnden vermittelt wurde1 dazu bentzte1 um dortselbst einen ,vorrat ,brennholz aufzubewahren und zu trocknen 7vergl4 ,fig4 #a1 #b1 #d u4 #e1 ferner ,boesch1 ,ein sddeutsches brgerliches ,wohnhaus vom ,beginne des #ah4 ,jahrhunderts4 ,mitteilungen #ahig4 ,s4 #fb ,taf4 ,,ix474 ,die erwhnte ffnung ist an dem ,herde des ,puppenhauses ,b4 mit einer groen ,holzthr verschlossen1 ,e4 hat eine zweiflglige ,thr und bei ,d4 verschlieen gar vier groe schwarz gestrichene ,holzthren den inneren ,herdraum4 ,nur ein ,herd ist mir bekannt geworden1 der die angegebenen ,eigenschaften nicht aufweist4 ,derjenige nmlich im ,frhr4 von ,frer'schen ,schlosse zu ,haimendorf1 der eine ,breite von #a1dj m41 eine ,lnge von #b1ij m4 und eine ,hhe von #j1eh m4 besitzt1 hat eine ,herdplatte die aus einem einzigen groen ,sandsteine besteht1 der hinten auf einer ,mauerleiste1 vorn aber auf drei ,sandsteinfen ruht 7vergl4 ,fig4 #f71 wodurch der ,herd eine tischfrmige ,gestalt bekommt1 hnlich wie der siebenbrgisch-schsische ,herd eines ,bauernhauses in ,grossau1 den ,j4 ,r4 ,bnker in den ,mitteilungen der ,anthropologisehen ,gesellschaft in ,wien ,,xxix4 ,s4 #bai beschrieben und ,fig4 #hc abgebildet hat4 ,in allen brigen ,fllen fand sich eine gemauerte ,herdplatte1 deren uerer ,rand1 abgesehen von der ,wandseite1 mit einer ,holzleiste von etwa #bj cm4 ,breite eingefat ist4 ,diese ,holzumrahmung ist bei ,a4 7vgl4 ,fig4 #d7 ,c4 und ,d4 blendend wei angestrichen1 und man kann sich denken1 da die ,hausfrau ihren ,stolz darein setzte1 die ,kante stets blitzsauber zu erhalten#aih4 ,nun aber zeigen schon ,fig4 #d u4 #e1 da jene ,kante zum ,teil eine ,unterbrechung erleidet durch ein aus ,backstein aufgefhrtes ,herdmuerchen1 welches um eine ,backsteinhhe1 also ca4 #h cm41 den ,herdrand berragt4 ,bei ,b4 legt es sich ber die halbe ,breitseite des ,herdes1 hnlich wie es auch bei ,bsch a4 a4 ,o4 ,taf4 ,,ix4 an der linken ,herdseite vorhanden zu sein scheint1 bei ,d4 luft es ber die ganze rechte ,seite1 bei ,a4 7,fig4 #d7 liegt es an der ,rckwand und springt noch um etwa ein ,drittel der rechten ,seitenwand vor4 ,auf diesem ,vorsprunge ist es zu der ,hhe von vier ,backsteinlagen also ca4 #cb cm4 ausgewachsen und strebt1 treppenfrmig abgesetzt1 mit vier ,stufen zur ,kchenwand empor4 hnlich ist bei ,f4 rechts und links ein dreistufiger ,aufbau4 ,selbst bei ,h4 7vgl4 ,fig4 #e7 wo schon ein neuer ,abschnitt in der ,entwicklung des ,herdes sich darstellt1 zeigen sich die ,auslufer des ,herdmuerchens1 das nur bei ,e4 fehlt4 ,illustration3 ,fig4 #d4 ,herd des ,puppenhauses ,a4 ,j4 ,r4 ,bncker hat dieses ,herdmuerchen auch im siebenbrgisch-schsischen ,bauernhause vorgefunden1 wo es noch heute den alten ,namen willestein fhrt4 ,jedenfalls ist es eine sehr alte ,vorrichtung1 und zuflliger ,weise trifft eine der wenigen bekannt gewordenen ,erwhnungen derselben fr bayrisches ,gebiet zu1 wenn im #ab4 ,jahrhundert wihelstain glossiert wird durch3 taedifer1 lapis vel ferrum super quo ponunter taedae 7,schmeller-,frommann1 ,bayerisches ,wrterbuch#b ,,ii1 #hhb7aii4 ,leider ist es mir nicht gelungen1 neues ,material zur ,geschichte des wihelstaines ausfindig zu machen1 und so mu ich mich begngen1 einiges von dem hier abzudrucken1 was in ,joh4 ,wolff's ,vorarbeiten zum siebenbrgisch-deutschen ,wrterbuche 7aus dem ,nachla abgedruckt im ,archiv des ,vereines fr siebenbrgische ,landeskunde ,n4 ,f4 ,,xxvii1 #c4 ,heft #ahig7 sich darber findet4 ,dortselbst heit es auf ,seite #fdh3 willestein 7wiltein1 -tin7 m4 ,herdstein1 halbspannenhoher ,block aus ,lehm und ,ziegelstcken an der ,feuerstatt1 auf welchen das vordere ,ende der ,brnde gelegt wird2 das hintere ,ende liegt auf dem brantert#bjj4 ,obwohl vielerorts verdrngt durch andere ,ausdrcke1 namentlich durch wiltsken und einfaches tskn 7,stsschen1 ,an-1 ,aufsatz71 die man zur ,bezeichnung des ,muerchens1 an dem nichts von ,stein ist1 passender gefunden hat1 und obwohl mit dem alten ,ofen auch der ,wilstein mehr und mehr verschwindet1 so hat sich das ,wort dennoch in vielen ,gemeinden des alten ,stuhlslandes bis heute behauptet2444 ,in ,deutschland ist das ,wort1 wie es scheint1 erloschen2 im #ae4 ,jahrhundert mu es auch dort1 gewi in ,mittelfranken1 noch bestanden haben4 ,ein ,weistum von ,bacharach 7zwischen ,bingen und ,st4 ,goar am linken ,rheinufer7 bestimmt #adjg3 ,wr es1 da einer einen anderen erschlge1 so soll der ,schultheiss und ein ,vogt sein ,haus schliessen1 und waz von farender habe da innen funden wurde vom wilstein an bis zur fursten usz1 daz sij der herren 7,grimm1 ,weist4 #b1 #bag f47444 ,in anderer beachtenswerter ,form kennen wir den ,ausdruck seit kurzem auch aus der ,schweiz4 ,der ,herd ist im sogen4 burgundischen ,hause meist von ungefhr zwei ,fu hohen ,steinplatten eingefat4 ,an dieser ,einfassung ist in einigen ,drfern des ,kantons ,bern die ,benennung bilstein haften geblieben444 ,darnach stammt der ,ausdruck aus einer ,zeit1 wo auch im deutschen ,hause wie hierlands in der ,hirten- und ,zigeunerhtte heute noch die blanke ,erde 7der irn7 die ,feuersttte war und ein ,steinkreis den ,feuerraum umschlo4 ,diese ,auslassungen sind fr ein ,wrterbuch geschrieben und gehen aus von dem ,interesse fr das ,wort4 ,zu der ,geschichte des ,wilsteines als ,gegenstand bleibt uns jedoch noch manches zu bemerken4 ,zunchst betone ich im ,gegensatze zu ,wolff nochmals1 da in den ,puppenhusern der ,wilstein offenbar als aus ,backsteinen aufgefhrt durch die ,bemalung charakterisiert wird1 wie es denn berhaupt von vornherein nicht glaublich erscheint1 da eine mit -stein zusammengesetzte ,bezeichnung an einem ,gegenstande sich htte halten sollen1 an dem nichts von ,stein ist4 ,wir werden im ,gegenteil nachher sehen1 wie sich alsbald eine neue ,bezeichnung durchringt1 nachdem durch eine nderung im ,material auch der alte ,name unzutreffend geworden war4 ,ferner kann ich die ,frage nach dem ,zwecke des ,wilsteines durch ,wolffs ,bemerkungen noch nicht fr endgiltig erledigt halten4 ,es ist leider nicht ersichtlich1 ob ,wolff die von ihm beschriebene ,bentzung selbst gesehen hat1 nach der das eine ,ende der ,brnde auf dem ,wilstein1 das andere auf dem ,feuerbock liegt4 ,eine ,bemerkung darber wre sehr wnschenswert gewesen1 mir wenigstens scheint diese ,feuerungsart kaum glaublich zu sein1 weil sie wegen allzustarken ,zuges entschieden hchst unvorteilhaft gewesen wre4 ,die einfachsten ,sparsamkeitsrcksichten weisen darauf hin1 da man das eine ,ende der ,holzscheite auf den ,wilstein legt1 das andere aber unmittelbar auf den ,feuerungsboden1 das ist in unserem ,falle die ,herdplatte4 ,diese ,art1 die einzelnen ,brnde einseitig hoch zu legen1 ist meines ,wissens in der ,that berall gebruchlich1 wo man am offenen ,feuer kocht4 ,natrlich ist dadurch nicht ausgeschlossen1 da man in der ganzen ,reihe der ,brnde abwechselnd das rechte und dann das linke ,ende der einzelnen ,scheite hochlegt1 indem man dem ,wilstein parallel noch einen ,feuerbock oder einen einfachen ,stein aufstellt#bja4 ,so viel scheint mir dagegen mit ,sicherheit aus ,wolff's ,zusammenstellungen hervorzugehen1 da wir in dem ,wilstein den ,vorlufer des ,feuerbockes zu erkennen haben1 der dadurch charakterisiert ist1 da er als ,teil des ,herdes mit dem ,mauerwerk desselben organisch verbunden war4 ,wenn nun zu dem ,wilstein noch ein zweiter durch irgendwelche praktische ,bedrfnisse erforderter1 in der oben geschilderten ,weise parallel zu ihm aufgestellter ,stein als ,scheitunterlage hinzu kam1 so ging auch auf diesen1 der jetzt frei beweglich war1 die ,bezeichnung ,wilstein ber1 ja sie wurde sogar -- sprachlich betrachtet mit ,unrecht -- auch angewandt auf das ferum1 super quo ponuntur taedae1 wie die oben angefhrte ,glosse beweist4 ,wie lange es dauerte1 bis sich fr dieses ,eisen die ,bezeichnung ,feuerbock in ,nrnberg festsetzte1 wei ich nicht4 ,ich werde spter darauf zurckkommen4 ,unter dem ,namen des ,feuerbockes versah das neue ,eisen die ,funktionen des ,wilsteines1 der seinen alten ,namen bewahrte1 im brigen aber1 zumal wo zwei ,feuerbcke auf dem ,herde standen1 nutzlos wurde4 ,nutzlos1 so scheint es mir1 wurde der alte ,wilstein ,jahrhunderte lang fortgeerbt1 und er konnte sich nur deshalb so lange erhalten1 weil der ,herd sich des in der ,einleitung geschilderten konservativen ,verhaltens unserer ,vorfahren zu erfreuen hatte1 die mit ihm gewisse rechtliche ,begriffe verbanden1 wie die aus dem ,bacharacher ,weistume von ,wolff zitierte zweifellos formelhafte ,wendung3 vom wilstein an bis zur fursten usz zur ,genge beweist4 ,diese rechtlichen ,rcksichten wurden -- was brigens auch durchaus nicht berraschend ist -- noch durch religise ,beziehungen untersttzt4 ,eine bei ,schmeller a4 a4 ,o4 angefhrte1 aus dem #ad4 ,jahrhundert stammende ,glosse lar3 wihelstain1 scheint mir dafr beweiskrftig zu sein4 ,zwar liee sich einwenden1 da lar in diesem ,falle nur schlechthin ,herd bedeute1 dagegen ist jedoch zu bemerken1 da dann wihelstain geradezu die ,bedeutung des ,herdes angenommen haben mte1 was anderweitig nicht bezeugt ist1 vor allem aber spricht der ,umstand dagegen1 da an der betreffenden ,stelle auch focus3 fiurstat besonders aufgefhrt ist4 ,man mte hier also bei lar die mythologischen ,beziehungen empfinden1 -- vergl4 lares und penates ahd4 hsgota oder herdgota4 ,graff #d1 #aea -- und daraus1 da man es mit wihelstain glossierte1 erhellt1 da auch der ,wilstein der ,trger solcher mythologischen ,beziehungen war 7s4 o4 ,s4 #aff ,anm4 #ab47 ,man sieht1 die wenigen ,erwhnungen des ,wilsteines gruppieren sich doch so glcklich zu einander1 da wir ber ,zweck und ,bedeutung desselben eine ,reihe von ,vermutungen aufstellen knnen1 die den ,vorzug groer ,wahrscheinlichkeit besitzen4 ,alles jedoch klrt sich nicht1 denn die ,frage mu unbeantwortet bleiben1 welchen ,zweck der oben geschilderte treppenfrmige ,ausbau des ,wilsteines 7vgl4 ,fig4 #d7 gehabt habe4 ,die ,mglichkeit1 da er als ,untersatz fr die erste ,form des ,bratspielagers gedient htte1 der wir spter begegnen werden1 und dessen hhere oder niedere ,aufstellung er reguliert htte1 da er dann spter nutzlos geworden1 aber gleich dem eigentlichen ,wilstein gewohnheitsmig beibehalten wre1 diese ,mglichkeit will ich als eine sonst nicht zu begrndende ,vermutung hier nur andeuten4 -- ,illustration3 ,fig4 #e4 ,herd des ,puppenhauses ,h4 ,die einfache ,herdplatte gengte nun den ,ansprchen der ,kochkunst nicht auf die ,dauer1 schon am ,ausgange des ,mittelalters mu eine ,ergnzung des einfachen ,herdes vorgenommen sein1 die in greren ,kchen wenigstens seit dem ,anfange des #af4 ,jahrhunderts des fteren angetroffen wird3 zu der ,herdplatte kam1 entweder unmittelbar auf dieselbe aufgesetzt1 oder doch dicht an den ,herd herangebaut1 ein ,backofen4 ,zwar ist das ,backen von allerlei ,speisen im ,ofen gewi so lange bekannt1 als es berhaupt ,bckerfen gab1 aber diese groen ,backfen waren frher auch wohl die einzige ,gelegenheit1 mit der man gebackene ,speisen bereiten konnte4 ,in manchen ,gegenden ,deutschlands werden ja heute noch die seltenen ,festbraten beim ,bcker gebacken#bjb1 und bis auf diesen ,tag schickt jeder ,nrnberger sein ,spanferkel zum ,bcker1 weil die eigene ,bratrhre entweder gar nicht oder nur mit bermig starkem ,feuerungsverbrauch zu der ntigen intensiven ,wrme erhitzt werden kann4 ,diese ,abhngigkeit vom ,bcker war aber auf die ,dauer fr grere ,kchenansprche unertrglich1 und so entstanden die kleineren ,bratfen in der ,kche4 ,schon in dem1 aus einer ,wrzburger ,pergamenthandschrift des #ad4 ,jahrhunderts entnommenen ,buche von guter ,speise 7hrsg4 ,bibliothek d4 ,lit4 ,ver4 ,stuttgart4 ,,ix4 #ahdd7 findet sich so oft die ,bemerkung3 schiuzzez in einen ofen und laz in backen#bjc1 da man versucht ist1 schon fr jene ,zeit die ,mglichkeit eigener ,kchenbackfen anzunehmen1 wie denn ein ,jahrhundert spter1 im ,jahre #adej1 nach der von ,meringer und ,bancalari angezogenen ,stelle aus ,aeneas ,silvius die ,unterscheidung von ,back- und ,stubenfen in sterreich bezeugt ist#bjd4 ,wenn allerdings ,anton ,tucher an der schon oben zitierten ,stelle zum #b4 ,sept4 #aeac 7a4 a4 ,o4 ,s4 #aja_/b7 notiert3 fur kalg und #h herdstain mein kuchenhert czu pessern #b ,symbol3 ,pfund #bj ,symbol3 ,pfennig1 fr ein taglun dem ,kuncz stainmecz1 auch mein ofenschlott czu pessern1 thut alles #g ,symbol3 ,pfund1 mee darein #b grosze eiszne ofenplech #d ,symbol3 ,pfund #e ,symbol3 ,pfennig#bje so scheint mir doch wegen der ,art1 wie ,tucher sich ausdrckt1 fraglich zu sein1 ob die ofenplech zu dem kuchenhert gehrten4 ,a4 ,schulz1 a4 a4 ,o4 ,s4 #aad und ebenso ,grimm ,w4 ,b4 ,,vii1 #aafb halten freilich die ,zusammengehrigkeit fr so selbstverstndlich1 da sie die nicht cursiv gedruckte ,stelle ruhig streichen1 ohne auch nur die ,lcke irgendwie anzudeuten4 ,fr das folgende ,jahr #aead1 welches als ,druckjahr des ,straburger ,hausratgedichtes angenommen wird1 haben wir dann aber einen sicheren ,beleg1 wenn es dortselbst fol4 c4 ,ia 7,hampe a4 a4 ,o47 heit3 ,ein ofelin ist gut zu fladen bachen ,vnd eyns dar vff man vil der wasser brynt4 ,illustration3 ,fig4 #f4 ,herd des v4 ,frer'schen ,schlosses in ,haimendorf4 ,der ,herd in ,haimendorf 7,fig4 #f7 sowohl wie auch derjenige auf dem von ,boesch a4 a4 ,o4 ,tafel ,,ix4 reproduzierten ,blatte zeigen diese ,erweiterung1 der erstere auerdem noch einen eingemauerten ,waschkessel1 der letztere noch einen ,aufsatz1 den ich fr eine ,aschengrube halten mchte4 ,auch ,die ,nrnbergische wohl unterwiesene ,kchin4 ,nrnberg4 ,g4 ,n4 ,raspe #aggi setzt den ,backofen offenbar als weit verbreitet voraus1 sie behandelt das ,braten am ,spie oder im ,oefelein als gleichwertig1 wenn sie z4 ,b4 ,s4 #dhj bei der ,vorschrift1 ,einen ,pohlnischen ,braten zu machen sagt3 stecke ihn an einen ,spiesz oder brate ihn im ,oefelein4 ,noch heute heit das mit dem ,sparherde verbundene ,bratrohr bei ,nrnberg das ,ufla#bjf4 ,nach alle dem wrde ich immerhin zweifelhaft sein1 ob ich mich der von ,j4 ,r4 ,bnker1 a4 a4 ,o4 ,s4 #bjg -- bei der ,beschreibung des dortselbst unter ,fig4 #fb abgebildeten ,herdes -- ausgesprochenen ,ansicht anschlieen sollte1 wo es heit3 ,der im ,hintergrunde des ,herdes links stehende ,branntweinbrennkessel und die rechts stehende ,aschengrube sind neue ,zuthaten4 ,oder wenn die ,erhaltung der betr4 ,objekte ihr kurzes ,alter klar erwiese1 so wrde sich wenigstens die ,frage erheben1 ob sie nicht auch in frherer ,zeit schon mglich gewesen wre1 was mir nach den obigen ,ausfhrungen durchaus nicht unwahrscheinlich ist4 -- ,den interessanten ,herd des ,puppenhauses ,h bilde ich in ,fig4 #e ab4 ,ungefhr ein ,drittel der ,herdflche ist mit einer ,eisenplatte 7a7 berdeckt1 die von einer greren ,kupferplatte 7b7 umschlossen ist1 welche den ganzen brigen ,teil der ,herdflche bedeckt4 ,der ,wilstein 7c7 umfat in der aus der ,zeichnung ersichtlichen ,weise die ,wandseite des ,herdes4 ,an dieser ,seite ist auch -- und das scheint mir das ,wichtigste an diesem ,herde zu sein -- der ,bratofen in das ,innere des frher vllig hohlen ,herdraumes verlegt3 d4 ist die ffnung der ,bratrhre1 e4 das ,feuerloch und f4 der ,aschenkasten4 ,in der hinteren ,ecke der ,kupferplatte b4 bildet g4 das ,loch fr den ,rauchabzug4 ,deutlich sieht man hier die ,anstze zu der neuen ,entwicklung1 die das ,erscheinen des modernen ,sparherdes vorbereitete4 -- ,an der inneren ,seite von c 7oberhalb der ,bratrhre d7 befindet sich ein ,krampen1 dessen ,bestimmung mir nicht klar ist4 ,aus ,rcksicht auf ihn ist an der entsprechenden ,stelle der ,eisenplatte a ein viereckiger ,einschnitt ausgespart1 damit sie beim ,abheben ungehindert ber den ,krampen hinweg gleiten kann4 -- ,von den brigen ,teilen der ,herdausrstung bleibt mir nur noch wenig zu sagen4 ber den ,herd1 der bei ,a4 ,e4 ,g4 und in ,haimendorf in der ,mitte der ,wand1 bei ,b4 ,c4 ,d4 und ,f4 in einer ,ecke der ,kche steht 7vgl4 auch ,fig4 #a u4 #b71 spannt sich die ,kutten 7vgl4 ,schmeller ,i1 #acab71 der weite ,rauchmantel#bjg 7infumibulum#bjh71 der in ,haimendorf an seinen beiden vorderen ,ecken noch durch eine von der ,decke herabsteigende ,eisenstange getragen wird4 ,um den ,rauchmantel ziehen sich mehrere ,holzrahmen zum ,aufstellen von ,kochgeschirren1 ebenso finden sich bei ,d4 und ,e4 an der unteren inneren ,kante des ,rauchmantels eine ,reihe nach innen vorstehender ,holzpflcke zum ,anhngen von ,gertschaften4 -- ,erwhnen will ich wenigstens eine ,stelle aus ,grimm1 ,w4 ,b4 ,,ii1 #bif1 wo es heit3 brnde heien auch die zwei hlzer im rauchfang1 woran man das fleisch hngt4 ,ich habe den ,namen hier freilich nicht konstatieren knnen4 ,vom ,rauchmantel aus steigt der ,rauch in den ,schlot#bji4 ,derselbe ist in den ,steinhusern von ,stein1 wie denn ,anton ,tucher 7a4 a4 ,o4 ,s4 #aja7 im ,jahre #aeac seinen ,schlot vom ,steinmetzen ausbessern lt1 in ,holzhusern aber hat sich der hlzerne ,schlot sehr lange erhalten4 ,heyne hat schon auf die von ,schmeiler ,,ii1 #ecg zitierte ,wrzburgische ,feuer-,ordnung verwiesen1 die im ,jahre #agba erlassen und noch #agij erneuert wurde1 nach der die hlzernen ,schlte zusammen mit den ,strohdchern verboten wurden4 ,hlzern wie vielfach der ,schlot ist nun auch das ,ofenrohr1 das in den drei angezogenen ,nrnbergischen ,dichterstellen 7s4 o4 pg4 #acj-acb7 sich findet1 und das von der ,haushalterin pg4 #bjb ausdrcklich unter den ,gerten von ,holtz-werck genannt wird4 ,so fgt es sich denn auch ganz gut in die ,reihe der brigen ,holzgerte ein1 wo es ,a4 ,schultz 7a4 a4 ,o4 ,s4 #aah7 nicht in den ,zusammenhang zu passen schien#baj4 ,gerade das ,oefelein1 der ,bratofen1 hatte diesen bis zum ,ansatz des ,schlotes oder auch nur ein ,stck an der ,wand sich heraufziehenden ,rauchabzug 7vgl4 ,boesch a4 a4 ,o4 ,taf4 ,,ix7 sehr ntig1 da es sonst wohl an dem wnschenswerten ,durchzuge gefehlt htte4 ,einen eigenen ,schornstein brauchte das ,ofenrohr natrlich nicht1 sondern es lie seinen ,rauch mit durch den ,herdschlot aufsteigen1 eine ,einrichtung1 die vllig dem blichen ,gebrauche entsprach1 der sogar den ,rauch von den ,feuerstellen dreier verschiedener ,stuben in einen ,schlot leiten konnte1 wie es z4 ,b4 fr ,freising schon im ,jahre #acce bezeugt ist 7vgl4 ,heyne1 a4 a4 ,o4 ,s4 #bdj ,anm4 #aji74 ,neben ,herd und felein steht nun -- nicht nur zu ,heiz- sondern auch zu ,kochzwecken verwandt -- die unter dem ,eisenwerk aufgefhrte ,glut- oder ,kohlpfanne 7lat4 arula1 batilla1 foculus1 ignitabulum71 die ein sehr hufig genanntes ,gert ist#baa4 ,auer den eisernen mu es aber auch schon seit alters solche aus ,thon gegeben haben1 der ,name ,glut- oder ,feuerhafen1 der des fteren bezeugt ist 7,grimm ,w4 ,b4 ,,iii1 #aeic71 beweist das1 denn unter hafen ohne nheren adjectivischen zusatz versteht man in der regel nur den irdenen topf1 wie man auch bei topf zunchst an einen irdenen denkt#bab4 ,ebenso kann man die ,bezeichnung glut-scherb1 die fr ,nieder-,altaich bezeugt ist 7,dieffenbach #eb;b unter arula7 zum ,beweise anfhren1 allein es bedarf dessen kaum1 denn ,drers bekannter ,stich vom ,jahre #aead ,melencolia zeigt am linken ,rande deutlich einen mit einem ,handgriffe versehenen irdenen ,feuertopf1 ber dessen ,glut ein ,schmelztiegel aufgestellt ist1 und bis heute haben sich die irdenen ,gluthfen im ,gebrauche der ,nrnbergischen ,marktfrauen erhalten4 ,denjenigen in der ,kche von ,haimendorf bilde ich ,fig4 #g ab4 ,die eisernen ,glutpfannen treten uns in zwei verschiedenen ,formen entgegen4 ,die erste finden wir z4 ,b4 bei ,a4 7vgl4 ,fig4 #h47 ,der eigentliche ,kohlenkasten1 an den ,seiten mit ,luftlchern versehen1 hat innen einen ,rost1 auf dem die ,kohlen liegen1 und ist oben mit einem ,gitterwerk zum ,aufsetzen der ,hfen ausgestattet4 ,um zu verhten1 da die durch die ,luftlcher fallende ,asche das ,zimmer beschmutzt1 steht der mit einem hlzernen ,handgriffe versehene ,boden des ,kohlenkastens an den ,seiten ber -- hnlich wie bei unseren ,vogelbauern --4 ,der ,kasten ruht auf vier ,beinen1 die unten umgebogen sind1 und an den oberen ,enden1 blattfrmig ausgezogen1 der ,pfanne eine ,art ,bekrnung verleihen4 ,dieser ,blattschmuck -- knstlerisch mehr oder weniger vollendet -- scheint ein durchgehendes ,charakteristikum dieser ,glutpfannen zu sein1 er findet sich noch bei ,b4 und ,g41 sowie in der ,kche des ,museums1 ferner in etwas vernderter ,form bei der auch sonst abweichenden ,glutpfanne von ,c4 7vgl4 ,fig4 #i47 ,die zweite vornehmere ,form der ,glutpfannen1 die gewi weniger der ,kche als dem ,wohnzimmer angehrt1 wird reprsentiert durch ein im ,nrnberger ,saal des ,museums 7,zimmer #dc7 befindliches ,exemplar 7,fig4 #aj74 ,dasselbe besteht in einem ,kohlenbecken mit blumenfrmig angeordneten ,luftlchern -- an anderen ,exemplaren sind sie weniger dekorativ eingeschnitten -- und mit zwei am oberen ,rande angebrachten ,tragringen von ,messing4 ,dieses ,becken wird eingesetzt in eine1 auf einem dreibeinigen ,stnder ruhende ,krone1 die ihrerseits zwei ,tragringe und auerdem drei nach auen herabhngende blattfrmige ,stifte besitzt4 ,die letzteren knnen ber das eingesetzte ,kohlenbecken herbergeklappt und als ,unterlage fr einen ,kochtopf bentzt werden4 -- ,eine zweite hnliche ,pfanne befindet sich in demselben ,zimmer1 schlielich eine sehr schlicht gehaltene bei ,b4 -- ,nicht zum ,kochen1 sondern nur zum ,wrmen bezw4 zum ,warmhalten der aufgetragenen ,speise dienen die ,wrmebecken 7franz4 rchaud7#bac4 ,ein sehr einfaches1 in ,messing ausgefhrtes ,beispiel derselben befindet sich in der ,kche des ,albrecht-,drer-,hauses in ,nrnberg4 ,ich bilde es unter ,fig4 #aa ab4 99 99 99 99 99 ,bei den einfachsten ,herdgerten1 nmlich bei denjenigen1 die zur ,bereitung und ,unterhaltung des ,herdfeuers und zur ,bedienung des ,herdes bentzt werden1 ist ein formales ,interesse meist kaum vorhanden1 so da es gengt1 ihre ,namen zusammenzustellen3 ,von dieser ,zusammenstellung selbst glauben wir aber deshalb hier nicht abstehen zu sollen1 weil gerade unter den ,herdgerten so viel ,namen und ,formen sich zeigen1 da es ohne eingehende ,forschung oft schwer sein wird1 die ,zusammengehrigkeit von ,gert und ,benennung festzustellen4 ,neben dem fcherfrmigen ,wedel 7foculare7 und dem ,blasbalg 7lat4 follis1 folliculus1 sufflabulum1 sufflatorium1 foculare1 flabellum1 flabrum1 venticapium7#bad1 den schon eine ,miniatur des #ad4 ,jahrhunderts in der noch heute blichen ,form darstellt#bae erscheint zunchst die ,kolhenschaufel 7lat4 pala1 thuribulum1 infurnibulum1 batillus7#baf1 fr die ,grimm ,w4 ,b4 ,v1 #aehi schon in einem rheinischen ,vocabularium des #ae4 ,jahrhunderts einen ,beleg findet4 7,vgl4 ,fig4 #b3 an die verspringende ,herdecke gelehnt47 ,die ,feuerzange 7lat4 forceps1 tenacula1 tanalia7#bag dient zum ,anfassen der glhenden ,kohlen1 ihre ,gestalt entspricht in allen mir bekannt gewordenen ,fllen vllig derjenigen auf ,fig4 #c und -- besonders deutlich -- auf ,fig4 #b1 wo sie ber den ,herdrand gelegt ist1 sowie derjenigen1 die ,meringer in den ,mitteilungen der ,anthropologischen ,gesellschaft in ,wien ,,xxi1 ,s4 #abe in ,figur #adc abgebildet hat4 ,in der ,form ihr durchaus gleich1 nur kleiner1 ist die ,bratwurstzange1 die man infolge dessen leicht mit ihr verwechselt1 zumal wenn es sich um die ,miniaturformen der ,puppenhuser handelt4 ,der ,feuerhaken#bah tritt uns in ,b4 in der ,form entgegen1 die ,fig4 #ab wiedergibt4 ,er ist dort ganz aus ,eisen1 sein ,griff luft in eine ,tlle aus1 die am ,handende mit einer se einen ,ring zum ,aufhngen trgt4 ,die ,ofenkrcke 7tractula1 rutabulum1 fornaculum1 fornalium7 ist nach ,folz 7s4 o4 ,s4 #aca7 ein ,gert1 da mit mons feir zw samen ruck4 ,sie ist schon lange in ,gebrauch und wird bereits ahd4 erwhnt#bai4 ,sie besteht aus einer ,stange1 die am einen ,ende durch ein ,brett von der ,form eines ,kreissegmentes hindurchgetrieben ist1 und noch heute wird sie -- zumal vom ,bcker -- zum ,rumen des ,ofens benutzt#bbj1 oder auch um die ,glut zum aufbewahren zusammenzuschieben1 wie ,bancalari aus ,berchtesgaden berichtet#bba4 ,nicht so alt wie die ,ofenkrcke scheint die ,ofengabel zu sein4 ,ich habe im mittelalterlichen ,latein keine eigene ,bezeichnung dafr finden knnen4 ,sie wird vielmehr gleich der ,ofenkrcke mit rotabulum bersetzt1 obwohl aus der ,zusammensetzung mit -gabel1 die die ,form ja deutlich beschreibt1 hervorgeht1 da es sich um ein ganz anderes ,gert handelt#bbb4 ,an einer anderen ,stelle wird sie gleich dem ,feuerbock mit audena bezeichnet#bbc4 ,von der ,ofengabel wohl zu trennen ist die ,hafengabel1 die ,grimm1 ,w4 ,b4 nicht kennt1 und von der ,a4 ,schultz a4 a4 ,o4 ,s4 #aag mit ,unrecht sagt1 sie diene dazu1 das ,fleisch aus den ,tpfen herauszunehmen4 ,es handelt sich dabei um das ,gert1 das ,j4 ,r4 ,bncker auch in der deutschen ,heanzerei in ,westungarn unter dem ,namen ,fua'gp'l gefunden und in den ,mitt4 d4 ,anthrop4 ,ges4 ,wien4 ,,xxv1 ,s4 #abb durch ,fig4 #agc_/d abgebildet hat1 und es dient dazu1 mit seinen beiden ,zinken die ,kochhfen an ihrem ,henkel zu fassen und ber das ,herdfeuer oder in den ,ofen zu schieben4 ,die ,hafengabel in ,haimendorf besteht aus einer eisernen ,gabel -- mit zwei #bj cm4 langen ,zinken und einer #ab cm4 langen ,tlle -- und aus einem ,holzstiel von #a1be m4 ,lnge1 die von ,g4 dagegen ist ganz von ,eisen1 ihr ,stab ist vierkantig1 an einer ,stelle jedoch #a mal um sich gedreht1 eine ,vorrichtung1 die wohl verhten sollte1 da die ,stange sich beim ,aufheben eines schweren ,hafens von selbst verdrehen mchte4 ,am ,griffende ist der ,stab zu einem hr umgebogen4 ,den zu der ,hafengabel sich gesellenden ,ofenwagen1 den ,bncker a4 a4 ,o4 beschreibt1 habe ich nicht gefunden4 ,er wird dazu bentzt1 um den mit der ,hafengabel gehaltenen ,hafen von der ,herdplatte aus durch das ,mauerloch in die ,rhre des in der ,stube befindlichen ,ofens hineinrollen zu lassen4 -- ,ein ,gert1 ber welches etwas mehr zu sagen ist1 stellt sich in dem ,kesselringe dar1 welcher ,name des fteren belegt ist1 ohne da es doch bislang vllig klar geworden wre1 um welchen ,gegenstand es sich dabei handle4 ,der ,grund liegt darin1 da der ,name ,kesselring offenbar fr zwei verschiedene ,gerte zugleich bentzt worden ist4 ,inbetreff des einen derselben ist es kein ,zweifel1 da es sich dabei um einen aus ,stroh geflochtenen ,ring handelt1 welcher dem vom ,feuer abgesetzten fulosen ,kessel als ,unterlage zu dienen und ihm einen festen ,halt zu geben hatte1 wie es eine von ,grimm ,w4 ,b4 ,v1 #fbg angefhrte ,stelle beschreibt3 und da es kaum gar1 satzte man den kessel auf einen strhernen kesselring1 vater1 mutter und kinder drum herum1 und aen das ganze kalb auf einmal auf4 ,nur mit der ,vorstellung dieses strohernen ,ringes lt es sich meines ,erachtens auch vereinigen1 da ,fischarts ,gargantua #gd;a von den spanischen ,halskrausen1 sagen kann3 7die frau7 nehet ihm reine 7leinene7 krgen mit toppelkrsigen kesselringen1 oder da ,grimmelshausen den ,kesselring wie einen ,panzerkragen verwenden lassen kann3 ,simplicissimus ,i1 #bda1 der kesselring gerieth mir in die hnd1 den hieng ich an den hals4 ,illustration3 ,fig4 #g bis #ag4 ,dagegen wrden jene beiden ,stellen geradezu unsinnig sein1 wenn man annehmen wollte1 da der ,kesselring eine ,art von ,kesselhaken sei1 weil ein von ,grimm a4 a4 ,o4 zitiertes ,vocabular schreibt3 cacabus hale vel rink4 ,man vergleiche nur einmal bei ,dieffenbach a4 a4 ,o4 #hf;b1 wie cacabus als ,bezeichnung fr alle mglichen ,gerte bentzt wird4 ,wenn man sieht1 wie es dort wechselnd mit kachel1 hafen1 deckel1 kessel1 kesselhaken1 kelter glossiert ist1 so wird man nicht mehr im ,zweifel sein1 da die eben dort sich findende ,glosse3 hale vel rinck nur besagen soll1 da cacabus die beiden verschiedenen ,gerte1 sowohl die hale wie den rinck bezeichnen knne4 ,nicht aber wird man mit ,grimm a4 a4 ,o4 herauslesen wollen1 da hale und rinck zwei verschiedene ,namen desselben ,gertes seien4 ,die ,schwierigkeit ist nun aber noch dadurch vermehrt worden1 da ,stieler in seinem groen ,wrterbuche3 ,der ,teutschen ,sprache ,stammbaum und ,fortwachs 44 gesammelt von dem ,spaten4 ,nrnberg4 ,joh4 ,hofmann #afia ,sp4 #afdi ebenfalls fr den ,kesselring einen lateinischen ,ausdruck setzt1 den er sonst fr den ,kesselhaken verwendet4 ,dort schreibt er3 keszelring1 climacter1 de quo suspendunter lebetes1 whrend er ,sp4 #gfj sagt3 hangel siue hankel quoque est climacter1 instrumentum in gradus scansile1 de quo ahena et lebetes suspendimus4 dicitur etiam alibi ,kajutte1 woraus mit ,sicherheit hervorgeht1 da climacter1 ein ,ausdruck1 fr den ich weder bei ,du ,cange noch bei ,dieffenbach ,belege finde1 die ,bedeutung des ,kesselhakens hat4 ,jedenfalls ersieht man aus diesen beiden ,stellen1 da thatschlich dieselben lat4 ,namen fr ,kesselhaken und ,kesselring gebraucht wurden1 und doch ist auch das ,zweite mit ,kesselring bezeichnete ,gert etwas durchaus anderes als ein ,kesselhaken1 es ist nmlich der ,henkel1 mit dem der ,kessel an den ,kesselhaken angehngt wird4 ,dieses zu konstatieren1 sind wir durch die gtige ,hilfsbereitschaft des ,herrn ,oberstleutnant ,kindler von ,knobloch-,berlin befhigt worden1 der uns die mit ,fig4 #ac und #ad wiedergegebenen ,skizzen der ,wappen des ,colmarer ,geschlechtes ,kesselring und des berlinger ,geschlechtes ,kessenring freundlichst mitgeteilt und folgende ,notizen hinzugefgt hat4 ,ad4 ,fig4 #ac3 ,ludwig ,kesselring von ,nidernhardt 7wohl richtiger ,k4 zum ,niederhoff1 wie die ,familie sonst genannt wird7 wurde von ,kaiser ,rudolf ,,ii4 d4 d4 ,prag #afjd4 #b4 #h4 unter ,besserung seines ,wappens 7durch gekrnten offenen ,helm7 in den ,adelstand erhoben4 7,akten im k4 k4 ,adelsarchiv in ,wien2 ,wappen im dortigen ,wappenbuche ,,ii fol4 #hi;a74 ,denselben ,schild zeigt schon das ,siegel des ,ludwig ,kesselring1 ,obersten ,meisters in ,colmar #adhh4 ,ad4 ,fig4 #ad3 ,jacob ,kessenring erhielt vom ,kaiser ,karl ,v4 d4 d4 ,burgos in ,castilien #aebh4 #c4 #b4 ein ,wappen mit dem ,lehen ,artikel4 ,in ,schwarz ein mit den ,vorderpranken einen roten ,kesselring haltender goldener ,lwe mit roter ,krone und ,zunge4 ,stechhelm3 der ,lwe wachsend4 ,helmdecken rotgolden4 7,akten des k4 k4 ,adelsarchivs in ,wien4 ,das ,original des ,wappenbriefes befindet sich im ,stadtarchiv berlingen74 ,durch die beiden ,wappen ist die ,gestalt des ,kesselringes sicher bezeugt1 wir glauben auch aus ihnen entnehmen zu drfen1 da er unabhngig vom ,kessel als selbstndiges ,gert betrachtet wurde4 ,um seine ,verbreitung zu bestimmen1 drfte es von ,nutzen sein1 wenn wir hier wiedergeben1 was uns ,herr ,schulrat ,keszelring-,bayreuth in gtiger ,bereitwilligkeit mitgeteilt hat1 da neben seiner aus ,schlesien stammenden ,familie ihm noch eine andere in ,sachsen ansige ,familie ,kesselring bekannt sei1 wie denn auch der ,name in ,thringen verschiedentlich zu finden ist4 ,dieses zweite als ,kesselring bezeichnete ,gert drften wir wohl1 weil zum ,kessel gehrig1 in die ,reihe der ,kochgerte zu rechnen haben1 wir hatten uns hier jedoch damit zu beschftigen1 da das erstere1 der ,strohkranz1 als ,herdgert anzusprechen ist4 -- ,als einfachere ,herdgerte sind hier noch ein paar solche zu nennen1 die zur ,versorgung und ,instandhaltung des ,herdes dienen4 ,der ,stlp 7repofocillum7#bbd1 der ,feuerdeckel1 der des ,nachts zum ,schutze gegen die ,feuersgefahr ber die glhenden mit ,asche bedeckten ,kohlen gestrzt wird1 ist wie schon sein ,name anzeigt niederdeutscher ,herkunft#bbe4 ,das ,museum besitzt einen solchen von friesischer ,herkunft und einen zweiten -- unbekannter ,provenienz -- von ,messing in der ,kche4 ,ob und wie weit dieses gewi sehr praktische und ntzliche ,gert in das oberdeutsche ,gebiet eingedrungen ist1 vermag ich nicht anzugeben4 ,in unserem ,puppenhause ,f4 befindet sich jedoch ein solches ,gert1 welches aus einem einviertelkreisfrmig gebogenen ,stck ,messingblech mit zwei ,fen besteht1 whrend jene beiden anderen ,exemplare vllig der mit ,handgriff versehenen ,hlfte eines ,messingkessels gleichen4 ,der ,besen 7virgae1 verriculum7#bbf dient zum ,abkehren der ,herdplatte4 ,unsere ,fig4 #a zeigt ihn deshalb neben dem ,herde an die ,wand gelehnt1 wie ihn auch ,marperger a4 a4 ,o4 ,s4 #fhf bei den ,herdgerten unter dem ,namen scopae auffhrt#bbg4 ,auer ihm wird der ,flederwisch 7scopulae plumeae7#bbh1 der ,gansflgel1 zum ,abkehren gebraucht1 wie auch schlielich jeder beliebige ,lumpenwisch 7penicellum7#bbi dazu benutzt wurde4 ,ein pessen1 strowisch vnd flederwisch haben wir schon 7,s4 #acb7 von ,hans ,sachs genannt gefunden4 -- ,auf den ebendort wie auch von ,folz erwhnten ,panzerfleck gehe ich hier nur deshalb ein1 weil ,a4 ,schultz a4 a4 ,o4 ,s4 #aah sagt1 er sei in diesem ,zusammenhange nicht zu erklren4 ,aus ,hans ,sachsens ,worten geht deutlich hervor1 da er zu dem splstant gehrt1 und so sagt denn ,grimm ,w4 ,b4 ,,vii1 #adcj sehr richtig1 er sei ein stck von einem drahtpanzer1 zum reinigen der ,kochgeschirre gebraucht444 baslerisch wird ein zum reinigen der pfannen gebrauchtes kleines drahtgeflecht noch harnischbltz genannt4 ,auch ,rochholz1 ,deutscher ,glaube und ,brauch im ,spiegel der heidnischen ,vorzeit ,,ii1 ,s4 #aab nennt im alemannischen ,hause ein ,stck ,drahtpanzer1 ,harnischplatz genannt1 womit man ,pfannen und ,kessel fegt4 99 99 99 99 99 ,der ,leser verweile hier eine kurze ,zeit zu flchtiger ,erinnerung1 damit nicht vor der ,flle der ,gerte1 die uns vor ,augen gefhrt werden1 vor der ,menge der ,namen1 denen wir begegnen1 der berblick verloren gehe4 ,wir hatten zunchst die verschiedenen ,feuerstellen kennen gelernt1 den ,herd mit seinen ,nebenerscheinungen und die ,glutpfanne4 ,darauf sind uns die einfacheren ,herdausrstungsgegenstnde bekannt geworden1 ich mchte sagen das kleine ,herdgert1 nmlich ,wedel1 ,blasbalg1 ,kohlenschaufel1 ,feuerzange1 ,feuerhaken1 ,ofenkrcke1 ,ofengabel1 ,hafengabel1 ,kesselring1 ,stlp1 ,besen und ,flederwisch4 ,wir wenden uns nunmehr dem groen ,herdgert zu1 wenn ich diese ,trennung beibehalten darf1 das sind der ,feuerbock1 ferner die ,gegenstnde1 die als ,diener und ,trger der ,kochgerte dienen1 und schlielich diejenigen1 die als ,bratgerte schon eine selbstndige ,haushaltsfunktion zu verrichten haben und an ,bedeutung fast den ,kochgerten gleichstehen1 mit denen sie nur deshalb nicht zusammengestellt werden knnen1 weil die ,kochgerte ursprnglich alle zugleich auch zum ,auftragen der ,speisen bentzt werden konnten1 whrend die ,bratgerte -- mit seltener ,ausnahme -- sich nicht vom ,herde zu trennen pflegten und zum ,auftragen besondere ,serviergerte nicht entbehren mochten4 99 99 99 99 99 ,indem wir dem ,feuerbocke unsere ,aufmerksamkeit zuwenden1 wollen wir es wagen1 ber denjenigen ,gegenstand uns zu uern1 der in mehrfacher ,beziehung wohl der wichtigste von allen ,herdgerten ist1 der zum mindesten bislang am meisten das ,interesse der ,ethnologen in ,anspruch genommen hat1 der aber gerade deshalb noch vielfache ,schwierigkeiten bereitet1 weil seine ,geschichte fr uns durchaus noch nicht mit der wnschenswerten ,klarheit zu erkennen ist4 ,was wir also hier bieten1 erhebt nicht etwa den ,anspruch1 als abschlieend zu gelten1 wie denn berhaupt diese ,ausfhrungen nur als ,beitrge erscheinen wollen4 ,r4 ,meringer hat sein ,urteil ber das ,alter des ,feuerbockes in folgenden ,worten ausgesprochen3 ,eines1 scheint mir1 bleibt bei manchem noch ,zweifelhaften3 da der ,feuerbock eine ,erfindung sehr alter ,zeiten ist4 ,das ist mir die ,hauptsache1 und diese wird man gerne gelten lassen#bcj4 ,diese ,behauptung sttzt sich mit ,recht auf eine ,anzahl von erhaltenen prhistorischen ,feuerbcken1 die ,meringer zum ,teil selbst abbildet#bca1 und die zum anderen ,teile von ,m4 ,hoernes1 ,zur prhistorischen ,formenlehre1 besprochen und abgebildet sind#bcb4 ,schon vorher hatte ,meringer sein ,forschungsergebnis formuliert mit den ,worten3 ,der ,feuerbock ist in prhistorischer ,zeit erfunden worden und ist nur von einem ,teile der ,germanen angenommen worden#bcc4 ,fr uns erhebt sich demnach die ,frage3 wann ist der ,feuerbock nach ,deutschland gekommen8 ,im germanischen ,norden hat es nie ,feuerbcke gegeben#bcd4 ,ein gemeingermanisches ,gert ist es also nicht1 und auch die uns durch die angegebenen ,nachweisungen bekannt gewordenen prhistorischen ,feuerbcke stammen smtlich aus ,italien oder wenigstens aus ,gegenden1 die unter dem ,einflsse rmischer ,kultur standen4 ,das nrdlichste ,exemplar wurde im ,flubette der ,sihl gefunden4 ,es scheint also vllig an ,belegen dafr zu fehlen1 da der ,feuerbock schon in pr- oder frhhistorischer ,zeit in ,deutschland vorhanden gewesen sei4 ,die erste ,erwhnung finde ich in ,karls d4 ,gr4 ,capitulare de villis vom ,jahre #haf1 wo in ,cap4 #db verlangt werden3 in supellectili villarum3 vasa aerea1 plumbea1 ferrea1 lignea1 ,andedi1 andenae1 cramaculi#bce4 ,ein unanfechtbarer ,beleg6 aber leider vermag er uns fast nichts zu sagen1 denn mit ,recht wird sich alsbald die ,frage erheben1 ob hier wirklich eiserne ,feuerblcke gemeint seien4 ,schon die ,nennung1 von zwei ,namen1 die sonst beide als lateinische ,bezeichnungen fr den ,feuerbock verwandt werden1 macht uns stutzig4 ,es mssen doch zwei verschiedene ,gerte gemeint sein6 ,ferner1 wenn es auch klar ist1 da es sich um ,gerte handelt1 die im ,gebrauche die ,funktionen des andena genannten rmischen ,feuerbockes erfllten1 wer sagt uns1 da wirklich eiserne ,feuerbcke gemeint seien8 ,jeder1 der sich einmal mit ,glossensammlungen beschftigt hat1 wird uns recht geben1 wenn wir behaupten1 da mit andena ebenso gut wie der ,feuerbock auch der ,wilstein bersetzt werden konnte4 ,die ,erwhnung in dem ,capitulare bleibt also immerhin ein hchst unsicherer ,beleg4 ,ebenso ist auch die aus dem ,jahre #ajec stammende ,stelle bei ,papias ,lombardus3 andena1 instrumentum ferreum foci fr ,deutschland deshalb nicht zu verwerten1 weil sie italienische ,verhltnisse im ,auge hat#bcf4 ,die erste uns bekannt gewordene deutliche und sicher deutsche ,erwhnung des ,feuerbockes ist darum erst die aus dem #ab4 ,jahrhundert stammende1 oben auf ,seite #aff mehrfach besprochene ,glosse3 wihelstain1 taedifer1 lapis vel ferrum super quo ponuntur taedae4 ,wir haben frher auf ,seite #afh_/i die ,ansicht ausgesprochen1 da in dem ,wilstein der ,vorlufer des ,feuerbockes zu erkennen sei1 und wir sehen mit ,vergngen1 da auch ,meringer zu derselben ,meinung gelangt ist1 die er in die ,worte fat3 ,bei dieser ,art der ,feuerung wird zuerst ein ,holzscheit quer gelegt und die anderen werden rittlings ber ihn gelegt4 ,das quer liegende ,holzscheit kann durch einen ,stein1 eine gemauerte ,leiste des ,herdes1 einen beweglichen ,thonuntersatz vertreten werden4 ,das letzte ,stadium dieser ,entwicklung ist der ,feuerbock1 den auch der ,kamin bernommen hat#bcg4 ,eben in die ,zeit1 wo in ,deutschland dieses letzte ,stadium erst krzlich eingetreten war1 mu unseres ,erachtens die ,wilsteinglosse fallen4 ,damit ist also unsere ,ansicht ausgesprochen1 da in ,deutschland erst um die ,zeit des #aa4-ab4 ,jahrh4 der ,feuerbock den ,wilstein aus dem ,gebrauch zu verdrngen begonnen hat4 ,vllig verdrngt hat er ihn bis heute noch nicht1 nur sehen wir die merkwrdige ,erscheinung1 da er dem in manchen ,gegenden nicht zu bezwingenden ,alten hier und da seinen neuen ,namen aufgezwungen hat4 ,meringer berichtet3 ,mehrfach habe ich im ,gebirge gemauerte ,herdleisten gesehen1 welche ebenfalls ,feuerrsser genannt wurden4 7,dazu ,anm43 ,levissohn hat auch bei ,aussee in einer kaiserl4 ,holzknechthtte solche ,stollen gesehen1 die ,feuerrsser genannt wurden47 ,sonst thut ein ,ziegelstein zur ,not denselben ,dienst#bch4 ,nicht nur der am ,herde festsitzende ,wilstein1 sondern auch das ,bindeglied zwischen ihm und dem ,feuerbock1 der freibewegliche ,feuerstein1 wenn ich in diesem ,zusammenhange so sagen darf1 hat sich also erhalten1 wie auch ,bancalari -- freilich nicht fr ,deutschland -- bezeugt3 ,in der slavisch bewohnten ,valle ,resia1 sdlich ,pontebba1 bentzt man steinerne roh behauene ,feuerhunde#bci4 ,das verkennen wir zwar durchaus nicht1 da ein glcklicher ,fund vielleicht noch ltere ,feuerbcke1 deren deutscher ,ursprung sicher bezeugt ist1 zu ,tage frdern und klar beweisen mag1 da schon ,karls ,capitulare nur den ,feuerbock und nicht etwa den ,wilstein meine oder nur westfrnkische1 hchstens rheinische ,verhltnisse im ,auge habe1 aber soviel scheint uns sicher zu sein3 wenn an der ,stelle ,baierns1 wo die ,wilsteinglosse geschrieben wurde1 noch im #ab4 ,jahrhundert der ,feuerbock den ,namen seines ,vorgngers tragen konnte1 so kann er unmglich lange vorher dorthin gekommen sein4 ,spter finden wir den ,feuerbock dann in ganz ,deutschland verbreitet1 wo er unter den verschiedensten ,namen erscheint3 als ,feuerbock1 ,feuerro1 ,feuerhengst1 ,feuerhund1 ,brantert1 ,brandeisen1 ,brandreide1 ,brandbock1 ,brandruthe etc4#bdj4 ,auch in der mittelalterlich-lateinischen ,litteratur ist er sehr oft genannt1 wohl am meisten von allen ,herdgerten1 und es ist uns gelungen -- ohne drei zweifelhafte ,ausdrcke und abgesehen von vielen ,nebenformen -- allein #bc verschiedene lateinische ,benennungen des ,feuerbockes ausfindig zu machen3 andela1 anderius1 andedus1 andasium1 brandanale1 branderium1 caminale1 canis1 canteriolus1 chenetus1 chiminale1 focarius1 ignitabulum1 incipiendium1 epigergium1 ipogirgium1 lignigerium1 lander1 tressetus1 tedale1 tedarium1 tedifera1 tubolofola#bda4 ,auerdem nennt ,grimm1 ,w4 ,b4 ,,iii1 #aehi den ,feuerbock mit dem allgemeinen ,ausdruck fulcrum1 und nach ,dieffenbach #dic;a wird auch repofocillum1 sonst den ,stlp bezeichnend1 einmal mit brandysen vel -reyde glossiert4 ,igniferrum kann ich trotz ,dieffenbach #bhe;a3 igniferrum1 ignitabulum furysen nicht fr den ,feuerbock in ,anspruch nehmen1 weil sich ebendort die ,glosse findet3 ,ignimen1 igniferrum1 ferrum cum quo perforatur aliquid4 ,alle diese ,erwhnungen drften reichlich gengen1 um den ,gebrauch des ,feuerbockes in ,deutschland whrend der letzten ,jahrhunderte des ,mittelalters zu erweisen4 ,dennoch ist es sehr auffallend1 da ,hans ,folz weder in dem ,meistergesange noch in dem ,spruchgedichte 7s4 o4 ,s4 #acj_/aca7 den ,feuerbock erwhnt#bdb4 ,da er ihn fr selbstverstndlich gehalten htte1 kann man nicht als ,grund anfhren1 denn er nennt auch viele andere selbstverstndliche ,sachen1 die noch dazu unter den ,herdgerten bedeutend unwichtiger sind4 ,andererseits1 da er ihn nicht gekannt htte1 scheint auch kaum glaublich zu sein1 zumal wir fr das ,jahr #aeaf einen deutlichen ,nrnbergischen ,beleg haben4 ,damals schrieb nmlich ,tucher in sein ,haushaltungsbuch#bdc3 fur grosz eisen in ofen1 so man einhaiczt1 die scheit vorn darauf zu legen1 wigt #aa ,symbol3 ,pfund dafr par bezalt #fe ,symbol3 ,pfennig4 ,immerhin giebt auch diese ,stelle zu denken4 ,weshalb drckt sich ,tucher -- noch dazu in einem ,haushaltungsbuche1 das doch nur seinem allerpersnlichsten ,gebrauche dienen sollte -- so umstndlich aus8 ,kannte er den fr ,nrnberg spter bezeugten ,ausdruck ,feuerbock noch nicht8 ,nach ,england scheint der ,feuerbock erst in der ,zeit des #ad4-ae4 ,jahrhunderts gekommen zu sein1 wie wir im ,anschlu an ,wright glauben mchten4 ,derselbe vergleicht a4 a4 ,o4 ,s4 #afb die ,vocabularien der ,mitte des #ac4 ,jahrhunderts mit denjenigen des #ae4 ,jahrhunderts1 und es zeigt sich dabei1 da erst in den letzteren sich findet3 a gobard1 explained in the ,,ms4 by ipegurgium4 ,die ,feuerbcke treten1 besonders wenn sie in vornehmeren ,husern bezeugt sind1 meist paarweise auf4 ,das gilt schon von dem auch noch in anderer ,beziehung interessanten ,bericht ber die ,kchen ,pavias1 den ungefhr im ,jahre #acbj der ,anonymus ,ticinensis in seiner ,schrift ,de laudibus ,papiae lieferte3 ,habent etiam ab utroque latere ignis instrumenta ferrea1 pluribus necessitatibus apta1 quae quia sub igne ponuntur1 graece ypopiria1 vulgariter autem ibi ,brandanalia vocantur#bdd4 ,ebenso zitiert ,du ,cange ,i1 #bej 7,artikel anderius7 eine ,stelle vom ,jahre #acgf aus einem ,inventar ,s4 ,capellae ,parisiensis3 ,duo cheneti siue ,anderii ferri4 ,fnfzehn ,jahre spter1 i4 ,j4 #acia1 finden wir in dem ,hausrat des ,bischofs von ,speier in dem hofe zu ,franckford3 ,in studorio domini3 item #b par brantreiden#bde4 ,noch das ,inventar des ,landauerklosters fhrt zwei ,feuerbcke auf4 ,kleinere ,haushaltungen haben sich dagegen gewi immer mit einem ,feuerbock begngt1 und infolgedessen ist es ganz zutreffend1 wenn ,hans ,sachs1 der doch nur den ntigen ,hausrat zusammenstellt1 auch nur ber das fewer pcklein spricht4 ,die ,form der einfachen ,feuerbcke ist leicht beschrieben4 ,wir unterscheiden grundstzlich zwei verschiedene ,arten3 den vierbeinigen und den dreibeinigen ,feuerbock4 ,der erstere ist unzweifelhaft der ltere1 alle die oben erwhnten prhistorischen 7altitalischen und rmischen7 ,exemplare sind vierbeinig4 ,in historischer ,zeit hat der vierbeinige ,feuerbock an beiden ,seiten je einen ,bgel 7vergl4 ,fig4 #ae71 der dreibeinige dagegen hat den ,bgel nur an der ,seite1 die mit zwei ,beinen versehen ist4 ,der ersten ,art1 die sich auch auf ,fig4 #b u4 #c darstellte1 gehren fast alle uns bekannt gewordenen ,nrnbergischen ,feuerbcke an1 nmlich die ,exemplare von ,a4 ,b4 ,d4 ,e4 7zwei ,exempl471 eins in der ,kche des ,museums 7,h4 ,g4 #egcg7 und schlielich dasjenige in ,haimendorf4 ,mittelalterliche ,abbildungen dieser ,art habe ich ebensowenig wie ,meringer 7,mitt4 d4 ,anthropol4 ,ges4 ,wien4 ,,xxi1 #ach;a7 ausfindig machen knnen1 und auch die mittelalterlichen ,schriftquellen sagen ber die ,form nichts aus4 ,nur als eine -- gewi nicht hufige -- ,nebenart des vierbeinigen ,feuerbockes zu betrachten1 ist der groe fnfbeinige1 den ,wright auf der ,feuersttte der groen ,halle zu ,penshurt 7,kent7 gefunden und a4 a4 ,o4 ,s4 #dej1 ,nr4 #bij publiziert hat4 ,nach jener ,abbildung ist unsere ,fig4 #af gezeichnet4 ,die dreibeinige ,form des ,feuerbockes haben wir in ,nrnberg berhaupt nicht unter den ,herdgerten gefunden4 ,zwei vllig gleiche als ,kamingerte verwendete ,exemplare des #af4-ag4 ,jahrhunderts1 welche unser ,museum besitzt1 hat schon ,meringer1 a4 a4 ,o4 ,,xxi1 ,s4 #aci1 ,fig4 #afg1 abgebildet4 ,wir geben in ,fig4 #ag eine ,darstellung davon4 ,diese ,art1 die bequemer als die vierbeinige an die ,wand anzulehnen war1 scheint mit ,vorliebe fr ,kaminheizzwecke bentzt worden zu sein4 ,havard1 ,dictionnaire hat in den ,artikeln andier 7,i1 #gf mit zwei ,abb47 chenet1 chien de feu 7,i1 #hah ff4 mit zehn ,abb47 und landier 7,,iii1 #bci mit vier ,abb47 eine ,reihe in ,frankreich befindlicher1 knstlerisch ausgefhrter ,exemplare des #ad4-ah4 ,jahrhunderts abgebildet1 die sich aus deutschen ,sammlungen wohl noch werden vermehren lassen#bdf4 ,havards ,anschauungen werden aus den ,worten klar1 die er unter ,art4 landier schreibt3 ,au mot andier1 on a pu voir que l'ustensile dont nous parlons remonte au moins au ,,xiiie sicle4 ,il est probable qu'il est encore plus ancien et qu'il vit le jour au moment o la chemine quitta le centre de la cuisine pour venir s' adosser la muraille4 ,damit ist zugleich ausgesprochen1 da ,havard fr ,frankreich ein sehr hohes ,alter der ,feuerbcke annimmt4 -- ,wie dem ,feuerbocke dann neben der ,erfllung seines eigentlichen ,zweckes1 die ,scheite zu sttzen1 noch weitere ,haushaltsfunktionen bertragen wurden1 und wie er infolgedessen mannigfache formale ,vernderungen und ,erweiterungen erfuhr1 darauf werden wir spter zurckkommen4 -- ,illustration3 ,tafel ,,vii4 ,holzstatue des heiligen ,georg4 ,aus der ersten ,hlfte des #ae4 ,jahrhunderts4 ,illustration3 ,zierleiste von ,virgil ,solis4 ,,eine ,,holzstatue ,,des ,,hl4 ,,georg ,,im ,,germanischen ,,museum4 ,,von ,,dr4 ,,richard ,,grundmann4 7,hierzu ,tafel ,,vii47 ,zu den ,gebieten kunstgeschichtlicher ,forschung1 die bisher noch wenig bearbeitet sind1 gehrt auch die frhmittelalterliche ,holzplastik4 ,ist schon ber die ,geschichte der ,steinskulptur fr einzelne ,zeitrume1 besonders fr das #ad4 ,jahrhundert1 noch nicht volle ,klarheit gewonnen1 whrend hier wenigstens fr das #ac4 ,jahrhundert in neuerer ,zeit eifrige und grndliche ,untersuchungen angestellt wurden#bdg1 so liegen die ,anfnge und die ,entwicklung der ,holzbildnerei fast ganz im ,dunkel und erst vom #ae4 ,jahrhundert ab beginnt die ,geschichtschreibung sich ernstlich mit ihr zu befassen1 was bei der hervorragenden ,stellung dieser ,kunst gegen den ,ausgang des #ae4 und in der ersten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts notwendig geworden war4 ,mag nun die geringe ,beachtung1 mit der die ,kunstgeschichte bis jetzt an den ,erscheinungen der frhmittelalterlichen ,holzskulptur vorbergegangen ist1 in der ,handwerksmigkeit und ,derbheit und in der geringen ,anzahl der erhaltenen ,denkmler immerhin ihren ,grund haben1 zu bedauern ist doch1 da der ,holzschnitzer der frhen ,zeit dem ,steinmetzen gegenber vergessen wurde1 denn der genaue ,einblick in die ,entwicklung dieses so reichen ,kunstzweiges der ,holzbildnerei fehlt dadurch4 ,selbst eine ,geschichte der ,holzskulptur in ihrer ,bltezeit ist noch heute ein kunstgeschichtliches ,desideratum und die wenigen einschlgigen ,publikationen unserer ,tage#bdh sind immer noch ,vorarbeiten dazu1 whrend eine umfassende ,darstellung derselben eine ,aufgabe der ,zukunft bleibt4 ,welch wichtige ,resultate aber eine grndliche ,einzelforschung auch fr die ,holzplastik noch zu ,tage frdern kann1 hat sich erst vor zwei ,jahren gezeigt1 als nachgewiesen werden konnte1 da ,hans ,multscher's ,altarwerk in ,sterzing 7#adef-eh7 nicht1 wie man frher glaubte1 als ,werk eines tiroler ,meisters aus ,innsbruck1 sondern als das eines schwbischen ,knstlers aus ,ulm stammt1 wodurch gleichzeitig die berraschend hohe ,entwicklung der ,ulmer ,kunst vor ,schhlein1 eine ,zeit1 fr welche bis dahin sichere ,anhaltspunkte gefehlt hatten1 dargelegt wurde#bdi4 ,dieses ,schnitzwerk des ,hans ,multscher1 das noch den ,steinstil zeigt und die knitterige ,eigenart des ,holzstils noch nicht erreicht hat#bej ist dennoch eine sehr bedeutende ,leistung und beweist vor allem die knstlerische ,hhe1 auf welcher die ,holzplastik bereits vor ,ausbildung eines eigenen ,holzstils angelangt ist1 wonach die ,forderung noch mehr berechtigt erscheint1 diesem ,zweige der plastischen ,kunstbung und namentlich den ,anfngen desselben mehr ,beachtung als bisher zu schenken4 ,wenn es demnach schon wegen des ,mangels an eingehenden stilkritischen ,untersuchungen schwierig ist1 einem ,denkmal der ,holzskulptur1 das vor der ,mitte des #ae4 ,jahrhunderts entstanden ist1 seine genaue ,stellung innerhalb der ,geschichte dieser ,kunst im allgemeinen und innerhalb der einzelnen ,schulen im besonderen anzuweisen1 so wird diese ,schwierigkeit noch grer angesichts eines ,werkes1 ber welches uns urkundliche ,berichte fehlen und das uns noch dazu als eine in verhltnismig frher ,zeit so ausgereifte ,schpfung entgegentritt und dadurch geradezu frappierend wirkt1 wie die jngst vom ,germ4 ,museum erworbene ,freifigur des hl4 ,georg4 ,der hl4 ,georg steht hier als eine krftige1 jugendlich schne ,mannesgestalt auf dem ,rcken des unter ihm zusammengekauerten ,drachen1 dem er1 mit dem ,ausdrucke der ruhigen berlegenheit des ,siegers auf ihn herabblickend1 die ,lanze in den emporgewendeten ,rachen so wuchtig gestoen hat1 da sie unterhalb des ,kopfes am ,halse hindurchdringt4 ,da der ,heilige die ,lanze mit der ,rechten am untersten ,teil des ,schaftes gefat hlt1 whrend seine ,linke1 dem ,sto die ,richtung gebend1 den ,schaft ungefhr an dessen ,mitte krftig umspannt1 so ist sein erhobener rechter ,arm im ,gelenk fast spitzwinklig1 der linke ,arm dagegen nur wenig1 etwa in einem ,winkel von #ace1 gebeugt4 ,sein ,haupt1 das vorwrtsgeneigt und leicht nach rechts gewendet ist1 bedeckt eine ,rundkappe mit ,knopf1 unter der das reiche lockige ,haar zu beiden ,seiten an den ,schlfen herabfllt1 die ,ohren bedeckend1 whrend ein gekruselter ,schnurr- und ein in zwei ,spitzen auslaufender ,kinnbart die untere ,hlfte des lnglichen ,gesichts einrahmen4 ,die ,augenbrauen sind schn geschwungen1 die ,nase fein gebildet1 die ,wangen sinken unterhalb der ,backenknochen leicht ein4 ,das rechte untere ,bein des ,heiligen 7,standbein7 umklammert der krokodilartige ,schweif des ,tieres in einmaliger ,umwindung1 das linke ,bein 7,spielbein7 ist etwas vorgestellt und setzt zwischen ,hals und ,rumpf des ,drachen auf4 ,die ,ausbiegung der rechten ,hfte ist dazu so gar nicht outriert1 da die ,haltung1 trotz der etwas ins ,knie gebogenen ,beine1 von durchaus vornehmer ,wirkung ist4 -- ,der ,heilige ist zunchst bekleidet mit dem ,panzerhemd1 ber welchem dann als ,schutz fr die ,achseln halbkugelfrmig getriebene ,eisenplatten und ebenso hnliche fr die ,ellbogen und die ,knie 7,ellbogen- und ,kniekacheln71 alle mit ,geschbe1 aufliegen4 ,an den ,achselschutz schlieen sich ,ober- und ,unterarmschienen4 ,dabei umgeben die ,oberarmschienen den ,arm als ,halbrhren1 whrend die ,unterarmschienen schon vollstndige ,rhren bilden4 ,ellbogenbergen und ,kniekacheln sind durch ,riemen befestigt4 ,unterhalb der schngeformten ,kniekacheln setzt sich die ,bewaffnung durch ,beinrhren fort die1 hinten die ,fersen freilassend1 nach vorn ber den ,fu in schnabelfrmig spitzauslaufenden1 geschobenen ,eisenschuhen ihre ,fortsetzung finden4 ber der ,brust liegt eine ,brustplatte1 die sich1 dem bekannten ,brauch gem in der ,mitte zuspitzt1 so da sie hier nur eben durch diesen hervortretenden ,rand sichtbar wird1 denn ber sie ist als ,bekleidung des ganzen ,oberkrpers ein ,waffenrock angelegt1 der den ,krper gnzlich faltenlos und in den ,hften wie angegossen umschliet1 whrend er unterhalb des ,ringgrtels in leichten ,falten bis dicht ber die ,kniekacheln herabreicht1 die ,oberschenkel gnzlich deckend4 ,durch die beiden seitlichen ,schlitze des ,lendners wird die ausgezackte ,form des darunterliegenden ,eisenhemds sichtbar4 ,ein mit gotischen ,metallbeschlgen reichverzierter1 wulstiger ,grtel legt sich ber dem ,lendner unterhalb der ,hften um den ,leib4 ber den ,rand des nicht hohen ,halskragens fllt der gebogte ,saum des ,hemdes4 ,regelmig halbkreisfrmige ,ausschnitte in kleinem ,mastabe zeigt der ,rand der aufgenagelten1 bronzenen ,einfassung des an der rechten ,brustseite angebrachten ,reliquienovals1 das ehemals wohl mit einem ,bergkristall geschlossen war und an welchem jetzt nur noch einer von den ursprnglichen vier ,dornen erhalten ist4 ,der zweibeinige1 geflgelte ,drache von krokodilhnlicher ,bildung wendet sich1 wie zum ,sprunge bereit1 mit fast gerade emporgestrecktem ,halse und aufgesperrtem ,rachen gegen seinen auf ihm stehenden ,besieger1 dessen linkes ,bein sein lnglicher ,kopf beinahe berhrt4 ,die beiden kurzen1 breiten und deshalb wie gestutzt erscheinenden ,flgel zu beiden ,seiten des ,krpers1 an denen die einzelnen ,fluren deutlich unterschieden sind1 wollen sich wie zum ,auffliegen ausspannen4 ,von der ,mitte des ,kopfes1 zwischen den ,augen beginnend1 bis auf die ,spitze des ,schwanzes1 dessen in ,wut und ,schmerz zuckende ,windung um das ,standbein der ,hauptfigur sehr charakteristisch wiedergegeben ist1 ziehen sich ber den ganzen ,leib des ,tieres eng aneinander gereihte1 doch nach der ,mitte des ,krpers an ,gre zunehmende und gegen das ,ende desselben sich allmhlich wieder verkleinernde1 gleichmiggeformte ,knochenschilder hin4 ,die ,fe sind mit fnf scharfen ,krallen bewaffnet4 ,aus den tiefen ,nstern glaubt man ein ingrimmiges ,fauchen zu verspren4 ,die langen spitzen ,ohren1 von denen das rechte nicht mehr erhalten ist1 stehen1 die innere ,erregung bezeichnend1 vom ,kopfe ab4 ,die aus ihren ,hhlen heraustretenden ,augen sind starr auf den ,angreifer gerichtet4 ,das raubtierartige ,gebi zeigt im ,ober- und ,unterkiefer je zwei furchtbare ,fangzhne4 ,das #a1df m4 hohe ,standbild ist aus ,lindenholz1 dem bevorzugten ,material der mittelalterlichen ,holzplastik1 vollrund geschnitzt4 ,in bereinstimmung mit der ,gewohnheit alter ,zeit1 wertvollere ,holzskulpturen vor der ,bemalung erst mit grober ,leinwand zu beziehen1 weist auch unsere ,statue an fast allen ihren ,teilen diese ,art der ,technik auf4 ,so sind mit ,leinwand berzogen3 die ,kappe und der ,oberkrper des ,heiligen einschlielich der ,hnde und des ,schmuckgrtels und die ,gestalt des ,drachen gleichfalls zum grten ,teil4 ,dagegen fehlt dieser berzug am ,kopf des ,georg und an einzelnen ,partien der untern ,hlfte des ,standbilds3 an dem sich unterhalb des ,grtels fortsetzenden ,lendner1 an den ,beinen der ,hauptfigur und am ,halse und untern ,teil des ,drachenkopfes4 ,auf alle ,partien der ,statue1 die mit ,leinwand bekleideten sowohl wie die unbekleideten1 ist alsdann ein ,kreidegrund aufgetragen1 der danach die reiche ,bemalung erhielt4 ,bevor ich zu dieser bergehe1 erbrigt es noch1 von einer ,eigentmlichkeit unsers ,bildwerks zu sprechen1 die dem ,betrachter unmittelbar auffllt4 ,es sind dies die zahlreichen kleinen ,ngel1 die an den ,armlcherrndern des ,oberrocks und an den seitlichen ,schlitzen desselben sichtbar werden4 ,sie dienten zur ,befestigung von ,metallbeschlgen1 mit denen diese ,rnder oder ,sume des ,kleides1 gleichwie der ,grtel1 verziert waren und von denen sich ein ,teilchen noch an dem rechtsseitigen ,ausschnitte des ,gewandes erhalten hat4 ,mit ebensolchen ,ngeln sind auch die bleiernen ,beschlge des ,grtels aufgenagelt und aneinandergereiht dienen sie dazu1 die ,riemen1 mit denen die ,ellbogenbergen angeschnallt sind1 zu verzieren1 wenn sie nicht auch hier gleichzeitig ein ,metallornament1 das sich nicht mehr erhalten hat1 zu befestigen die ,aufgabe hatten4 ,diese ,metallbeschlge sind als ,zierrat mittelalterlicher ,holzskulpturen eine ,seltenheit4 ,die ,bemalung ist eine vollstndige4 ,ihre ,beurteilung ist bei dem jetzigen ,zustande der ,statue1 der den ,kreidegrund teilweise abgebrckelt1 die ,leinwand an manchen ,partien1 besonders der ,rckenseite1 abgerissen zeigt1 eine im einzelnen schwierige4 ,so gleich bei der die ,mitte des ,hauptes deckenden niedrigen ,kappe2 sie scheint ursprnglich braun gewesen zu sein4 ,die ,karnation ist rosig1 aber eine brunliche ,kruste1 die sich ber das ,antlitz zieht1 sowie das defekte ,aussehen anderer ,teile lt darauf schlieen1 da unser ,bildwerk lange ungeschtzt aufgestellt und vernachlssigt war4 ,die schwarzen ,pupillen heben sich von den weien ,augpfeln sehr prgnant ab4 ,das ,haupthaar ist dunkel gehalten2 ,schnurr- und geteilter ,kinnbart spielen vom ,hellbraun ins ,rtliche2 einen noch helleren ,ton zeigen die ,augenbrauen4 ,die ,lippen sind kirschrot gefrbt4 ,die ,bemalung des reichverzierten ,lendners ist in zwei ,grundfarben gehalten3 ein #i cm4 breiter1 dunkelroter kreuzfrmiger ,einsatz teilt der ganzen ,lnge und ,breite des ,gewandes nach den grauen1 in den ,hften und ber der ,brust enganliegenden ,rock in zwei obere und zwei untere sich vllig entsprechende ,partien#bea4 ,die ,wahl gerade dieses roten kreuzfrmigen ,einsatzes auf hellem ,grunde mag von dem ,knstler vielleicht mit ,absicht in ,anlehnung an das ,georgsabzeichen 7das rote ,kreuz auf weiem ,felde7 getroffen sein4 ,ein gotisches ,pflanzenornament1 das in den ,kreidegrund geritzt1 vergoldet und dann gepunzt ist1 trgt in seiner prchtigen ,weise noch dazu bei1 den ,eindruck der ,statue zu erhhen4 ,besonders fein ist die ,abtnung der beiden ,grundfarben1 des ,grau und ,rot1 denen sich noch ein sattes ,grn zugesellt1 das fr die ,kolorierung des ,schmuckgrtels verwendet wurde4 ,die ,farbe des ,eisenhemdes ist schwarz1 ebenso die der anderen ,harnischteile1 soweit dieselben nicht vergoldet sind4 ,die ,vergoldung erstreckt sich in erster ,reihe auf die ,ellbogen- und ,kniekacheln1 sodann auf die gotischen ,ornamente des ,gewandes und auf die ,metallverzierungen des ,grtels1 des ,lendners und des ,reliquienovals4 ,im ,vergleich zu diesen ,teilen erscheint es unzweifelhaft1 da die ,armschienen nicht vergoldet waren4 ,die ,untermalung ist rot gewesen und tritt als solche an der ,ellbogenkachel des linken ,arms und besonders auch an den oberen ,teilen des ,lendners deutlich zu ,tage4 ,die ,bemalung des ,drachen ist nicht minder sorgfltig4 ,die ,grundfarbe ist ein grnliches ,schwarz1 das von dem fr das ,eisenkleid des h4 ,ritters verwendeten nicht sehr absticht4 ,doch ist ,eintnigkeit vermieden1 denn zahlreiche rote1 blaue und gelbe ,punkte bersen den ganzen ,leib und fischartig silbern und stahlblau schillert der ,schwanz des ,ungetms4 ,auch die ,schildknochen sind farbig unterschieden4 ,dort wo die ,lanzenspitze aus dem ,drachenhalse herausdringt1 ergiet sich ein ,blutstrom ber den dunklen ,hals des ,tieres4 ,mit naturalistischer ,treue ist der ,rachen behandelt1 dessen ,gaumen in natrlichem ,rot wiedergegeben ist4 ,aus den roten ,augpfeln treten die schwarzen ,pupillen heraus4 ,an den ,fen und ,krallen lassen sich die ,spuren der einstigen glnzenden ,bemalung mehr ahnen als deutlich wahrnehmen1 denn die ,farben haben dem ,einflu der ,zeit nicht ,stand gehalten4 ,aber schon diese sprlichen ,reste der alten ,bemalung gengen vollkommen1 uns einen ,begriff zu geben von der wundervollen polychromen ,wirkung der ,statue in dem ursprnglichen ,zustande ihrer ,fassung4 99 99 99 99 99 ,fr ,werke der bildenden ,kunst1 in denen der bekleidete ,mensch dargestellt wird1 haben wir zur ,bestimmung ihrer ,entstehungszeit1 sobald uns archivalische ,zeugnisse fehlen und solange das ,denkmlermaterial noch nicht hinreichend gesammelt und gesichtet uns wenigstens in guten ,nachbildungen vorliegt und so eine vergleichende ,stilkritik ermglicht1 zunchst kein besseres ,kennzeichen als die ,tracht4 ,wir halten dabei an dem ,axiom fest1 da ein ,archaismus der ,darstellung1 besonders in der ,bekleidung1 dem ,mittelalter fremd war1 und da die vereinzelten ,spuren desselben nur zufllige sind4 ,die ,ausbildung der ,kostmformen1 welche wir an unserer ,statue vorfinden1 fllt in das #ad4 ,jahrhundert und vornehmlich in die zweite ,hlfte desselben4 ,um die ,mitte und besonders in der zweiten ,hlfte des genannten ,jahrhunderts treten die ,arm- und ,kniekacheln1 die ,armrhren1 die spitzen ,eisenschuhe und der ,lendner auf1 der namentlich in seiner enganliegenden1 scharf in die ,weichen geschnittenen ,form und ber der ,rstung getragen1 wie in ,frankreich und ,england1 auf die zweite ,hlfte des #ad4 ,jahrhunderts hinweist und wobei es fr ,deutschland charakteristisch ist1 da man ihn hier mit zwei seitlichen ,schlitzen ausstattete4 ,auch die selbstndige ,brustplatte und die reiche ,verzierung des ritterlichen ,grtels1 die schlielich soweit ging1 da man in ,aufwandgesetzen dagegen einzuschreiten gezwungen war1 weisen auf die zweite ,hlfte dieses ,jahrhunderts und auf ,deutschland wieder die nicht zu tiefe ,lage des ,grtels hin4 ,ob dieser letztere dabei durch verdeckte ,haken1 wie ,hottenroth#beb meint1 befestigt war oder ob hier des bhmischen ,chronisten ,hagecius#bec ,bemerkung zum ,jahre #acfg3 -- ,die ,rittermessigen liesen ihnen auff gemelte ,rcklein ber die ,lenden v ,tuch anderer ,farben ,strme gleich als ,ritter ,grte auff nehen -- zutrifft1 lt sich an unserer ,statue nicht erkennen4 ,jedenfalls bezeugt desselben ,chronisten weitere ,auslassung zum ,jahre #acfg3 ,darnach pflegten sie auch dieselbigen ,kpplein zu tragen1 oben aufm ,kopff ber sich mit ,trollern 7wohl ,troddeln71 da auch aus dieser kleinen ,kappe1 ebenso wie aus dem ,schmuckgrtel1 bereits auf die sptere ,zeit des #ad4 ,jahrhunderts zu schlieen ist4 ,auch die ,grabdenkmler jener ,zeit1 von denen das ,germanische ,museum eine ,anzahl ,gipsabgsse besitzt1 zeigen eine relative bereinstimmung der ,tracht4 ,so der ,grabstein des ,otto von ,pienzenau 7 #acga7 gleichen ,knieschutz mit ,geschbe1 ,beinschienen1 ,schnabelschuhe und den verzierten ,rittergrtel unterhalb der ,hften4 ,verwandt in ,einzelheiten sind die ,grabmler des ,johann von ,falkenstein 7 #acfe7 und des ,berengar von ,berlichingen 7 #acgg71 welch letzterer den ,knieschutz auch reich vergoldet1 durch ,riemen geschlossen1 den ,grtel unter den ,hften liegend und eine verhltnismig freie ,haltung zeigt1 wie man sie auf ,grabdenkmlern nicht oft antreffen kann4 ,auch das ,grabmal des ,ritters ,burkhard von ,steinberg 7 #acgi7 zeigt gleiche geschobene ,kniekacheln1 mit ,riemen angeschnallt1 hnliche ,ellbogenbergen und ,schnabeleisenschuhe4 ,fr die ,barttracht wre dann hier das ,grabmal des ,johann von ,holtzhausen#bed 7 #acic7 im ,dom zu ,frankfurt a4 ,m4 und das obige des ,johann von ,falkenstein zu nennen1 da sie beide in geteiltem ,kinnbart dargestellt sind und vornehmlich diese ,form des ,bartes zeigt auch der uns in der ,wiener ,handschrift ,nr4 #hccj erhaltene1 #acef vollendete ,bildercyklus des ,luxemburger ,stammbaums aus ,karlstein in ,bhmen#bee1 -- in dem sich brigens auch die ,rundkappe mit ,knpfen auf dem ,scheitel als ,kopfbedeckung der ,mnner findet1 -- und die mit ,miniaturen geschmckte ,handschrift des ,wilhelm von ,oranse von #achg in der ,ambraser ,sammlung4 ,da zudem das ,pflanzenornament auf dem ,lendner unsers ,georg in den ,goldornamenten der ,miniaturen dieser letzteren ,wiener ,handschrift und noch dazu auf einem gleichfalls der zweiten ,hlfte des #ad4 ,jahrhunderts angehrigen und aus ,ulm stammenden1 jetzt im bayr4 ,nationalmuseum befindlichen ,temperagemlde#bef1 das einen ,ritter in hnlichem ,lendner mit seitlichen ,schlitzen und dickem cingulum militare darstellt1 eine ,analogie findet1 so knnte man leicht geneigt sein1 unsere ,statue an das ,ende des #ad4 ,jahrhunderts zu setzen4 ,nun ist jedoch damit nur ein terminus a quo1 nicht aber der zwingende ,beweis erbracht1 da die ,statue gerade im #ad4 ,jahrhundert entstanden sein mu1 denn1 da das #ae4 ,jahrhundert keine neuen ,kostmformen erfand#beg1 haben sich viele ,bestandteile der hier vorliegenden ,tracht noch lange erhalten1 so der ritterliche ,grtel 7,dusing7 mit ,metallbeschlgen1 der ,schnabelschuh 7bis ca4 #adij71 die mit ,riemen aufgebundenen ,armkacheln 7noch um #adhj71 die ,rundkappe u4 a4 ,ebenso die ,barttracht1 denn das ,grabmal des #adjg verstorbenen ,johann ,grafen von ,wertheim mit seinen ,frauen#beh zeigt denselben noch im geteilten ,bart4 ,zudem ist nach den von ,alwin ,schultz#bei erwhnten ,bilderhandschriften von ,enenkels ,weltchronik1 des ,wilhelm von ,orlens in der kgl4 ,privatbibliothek zu ,stuttgart 7v4 #adai7 und des ,kalendariums der ,landesbibliothek zu ,kassel 7#adde7 nicht zu zweifeln1 da die lngere ,form des ,rockes erst im #ae4 ,jahrhundert allgemein wird4 ,und da sich einzelne ltere ,gewandarten noch bis in die ,mitte des #ae4 ,jahrhunderts erhielten1 das beweisen die ,federzeichnungen der #adea in ,schlesien geschriebenen ,hedwigslegende1 von denen die bei ,schultz in ,fig4 #cbj und #cbbbfj mitgeteilten ,proben eine ,lnge und ,form des ,oberrockes und namentlich eine ,lage und ,gestalt des ,grtels zeigen1 die sich von der bei unserm ,heiligen wahrnehmbaren nicht wesentlich unterscheidet4 ,den lngeren1 bis auf die ,knie herabreichenden ,waffenrock zeigen auerdem die bei ,hefner-,alteneck#bfa abgebildeten ,grabdenkmler des ,ludwig von ,hutten 7 #adad71 des ,martin ,seinsheim 7 #adcd71 des ,oswald von ,wolkenstein 7 #adjh7 und die um #adaj entstandene ,kaiserstatue aus dem plastischen ,schmuck des ,braunschweiger ,altstadt-,rathauses#bfb1 ebenso der hl4 ,georg am ,westportal der ,frauenkirche zu ,elingen#bfc1 so da es nach dem ,zeugnis dieser ,denkmler und der ,kostmkunde also nicht ungerechtfertigt erscheint1 wenn ich unser hier in ,rede stehendes ,bildwerk fr eine treffliche ,arbeit aus dem ,anfang des #ae4 ,jahrhunderts erklre4 ,die hnlichkeit1 welche die frher der hl4 ,georg von ,nrnberg genannte1 jetzt aber unter der ,bezeichnung ,karl ,,iv4 im ,berliner ,museum befindliche ,statue aus ,sandstein mit unserm ,bildwerk im ,gesichtstypus1 in ,haar- und ,barttracht und in der ,form des ,baretts hat1 kann nicht als ein hinreichender ,grund gelten1 auch unsere ,statue an das ,ende des #ad4 ,jahrhunderts zu setzen4 ,denn abgesehen davon1 da der ,modebart und die ,kopfbedeckung 7,kappe7 den ,gesichtern ohnehin stets etwas ,gleichfrmiges giebt1 wovon sich jeder berzeugen kann1 der z4 ,b4 die im ,german4 ,museum befindliche ,holzfigur des ,herzogs in hohem ,hut und ,mantel#bfd zum ,vergleich heranzieht1 so deutet doch schon die freiere ,haltung1 die keineswegs steife ,stellung der ,beine bei unserer ,statue und namentlich die lngere ,form des ,lendners auf eine jngere ,entstehungszeit4 ,da brigens gerade ,karl ,,iv4 in der ,berliner ,statue dargestellt sein soll1 erscheint1 selbst wenn man die ,kunst des ,portrtierens in der ,skulptur des #ad4 ,jahrhunderts fr noch unentwickelt hielte1 schon deshalb sehr zweifelhaft1 weil die zahlreichen zeitgenssischen ,bildnisse dieses ,kaisers von ,nikolaus ,wurmser von ,straburg und ,theodorich in der ,burg ,karlstein in ,bhmen und selbst die ,portrtbste ,karls ,,iv4 im ,triforium des ,prager ,domes demselben wenigstens immer die an der ,nasenwurzel etwas eingezogene1 ein wenig aufgestlpte und an der ,spitze fast klobigdicke ,nase als ,charakteristikum geben1 von der aber hier nichts bemerkbar ist4 ,dazu kommt1 da die steinerne ,statue an einem ,strebepfeiler des ,chors der ,pfarrkirche zu ,sulzbach in der ,oberpfalz#bfe1 schon nach der ,rstung des ,dargestellten zu urteilen ein vorzgliches plastisches ,werk der zweiten ,hlfte des #ad4 ,jahrhunderts1 in der ,bildung und im ,ausdruck des ,gesichts1 in der ,behandlung des ,haares und ,bartes1 in der an der ,wurzel eingedrckten ,nase1 dem hngenden ,schnurrbart und dem zweifach geschnrkelten ,kinnbart mit der ,prager ,triforiumbste viel hnlichkeit hat und den authentischen ,karlsbildnissen1 wie ich sie bei ,neuwirth a4 a4 ,o4 reproduziert finde1 namentlich im ,profil gesehen1 so verwandt ist1 da man hier1 der berlieferung zustimmend1 nicht daran zweifeln kann1 ein wirkliches ,bildnis ,karls ,,iv4 von einem zeitgenssischen ,meister vor sich zu haben4 ,die ,berliner ,statue#bff stimmt vielmehr mit dem ,gottfried von ,bouillon des ,schnen ,brunnens in der ,kopfbildung#bfg so vollkommen berein1 da1 zudem auch sie aus ,nrnberg stammt1 fr beide ,figuren wohl auf einen gemeinsamen1 in ,nrnberg thtigen ,meister geschlossen werden darf4 ,wie die ,berliner ,statue so lehnt sich auch die ,darstellung unsers hl4 ,georg augenscheinlich1 wie die portrthaften ,zge beweisen1 an eine ganz bestimmte ,persnlichkeit als ,vorbild an1 ein ,fall1 der in der ,kunstgeschichte nicht selten ist4 ,so zeigt1 nach der ,meinung ,riehls#bfh1 eine ,silberstatuette im bayr4 ,nationalmuseum den ,herzog ,ernst als hl4 ,georg#bfi und der hl4 ,georg auf einem niederlndischen ,gemlde von #aebj im ,german4 ,museum ist nach der ,ansicht der ,herausgeber des ,katalogs anscheinend gleichfalls ein ,bildnis4 ,auch die ,statuen der hh4 ,wolfgang und ,benedikt am ,pacherschen ,wolfgangaltar hlt ,stiassny#bgj fr ,portrts von ,kirchenfrsten und in gleicher ,weise mochte den ,bestellern von ,bildwerken wohl fters noch ein ,denkmal gesetzt werden4 ,fr die portrtmige ,auffassung spricht sodann auch die brtige ,darstellung des hl4 ,georg1 die immerhin eine ,ausnahme von der ,regel#bga ist1 wenn diese ,ausnahme auch1 wie ,drers ,stich 7,bartsch #ec71 wie das schne ,temperagemlde im erzbischflichen ,museum zu ,kln#bgb1 wie das schwbische ,gemlde 7,nr4 #bja7 im ,germ4 ,museum und einige ,holzfiguren 7,nr4 #dhb und #ebe7bgc im bayr4 ,nationalmuseum u4 a4 beweisen1 gar nicht vereinzelt dasteht4 ,von den ungemein zahlreichen knstlerischen ,verherrlichungen des himmlischen ,ritters im ,mittelalter1 dessen hfisches ,ideal sich in ,st4 ,georg wohl am besten verkrpert fand1 gehren die groen cyclischen ,darstellungen seiner ,legende fast ausnahmslos den ,werken der ,malerei an#bgd4 ,die ,plastik zeigt den ,heiligen fast immer nur als ,drachentter1 bisweilen zu ,pferde1 wie auf dem ehernen ,reiterstandbild auf dem ,hradschin zu ,prag 7#acgc7bge1 wie am ,westportal der ,frauenkirche zu ,elingen und auf einem ,relief des ,choraltarschreins in ,milbertshofen#bgf1 hufiger aber1 wie im vorliegenden ,fall1 als auf dem ,rcken des ,drachen stehende ,einzelfigur4 ,von derartigen ,standbildern mgen einige1 gleichfalls der ,holzplastik angehrige und bereits datierte ,beispiele hier noch in ,betracht gezogen werden1 um auch durch einen ,vergleich mit ihnen bestimmen zu knnen1 in welche ,zeit unser ,bildwerk gesetzt werden mu4 ,eine ehemals bemalte ,holzstatue des hl4 ,georg1 von deren ,fassung jetzt nur noch sprliche ,reste erhalten sind1 bewahrt das bayr4 ,nationalmuseum2 sie ist daselbst im ,saal #h aufgestellt#bgg4 ,auch dort steht der hl4 ,ritter auf dem ,rcken des ,drachen1 dem er die ,lanze in den aufgesperrten ,rachen1 aus welchem die lange rote ,zunge hervorragt1 hineinstt4 ,die gezaddelten langen ,hngermel1 der ber dem ,lendner liegende ,brustharnisch und namentlich die ganz hlzerne1 breitbeinige ,haltung unterscheiden ihn wesentlich von dem unsrigen1 wohingegen in der ,lage des ziemlich breiten cingulum militare1 in dem geteilten1 in zwei ,spitzen auslaufenden ,kinnbart und in der ,lnge des ,waffenrockes1 der bis an die mit ,geschbe versehenen ,knieschirme herabreicht1 hnlichkeit vorhanden ist4 ,auch die ,wendung des ,drachen gegen den ,heiligen ist eine hnliche1 erscheint aber ungemein steif und hlzern dabei4 ,dazu deutet auch der ,umstand1 da die schwchere ,linke den ,sto ausfhrt1 whrend die strkere ,rechte die ,lanze nur in ihrer ,richtung hlt1 auf keine scharfe ,beobachtung und kein richtiges ,erfassen der ,natur hin4 ,whrend dieses ,standbild um #adjj angesetzt wird1 zeigt die prchtige1 im gleichen ,saal #h unter ,nr4 #aj aufgestellte polychrom gefate ,freifigur des hl4 ,georg#bgh1 der dort auch in 7schwarzem7 hngendem ,schnurr- und zweispitzigem ,kinnbart dargestellt ist1 im einzelnen und zwar im ,kostm ,zge der ,wende des #ad4 und #ae4 ,jahrhunderts1 so in dem kurzen ,lendner1 unter dem das ,panzerhemd noch sichtbar ist1 dem tiefgestellten cingulum militare1 der ,brustplatte ohne ,rckenteil1 bedeutet aber in ihrer viel freieren ,haltung trotz ihrer stark ausgeschwungenen ,formen einen solchen ,fortschritt gegen die vorige1 da der ,herausgeber des ,katalogs#bgi sie mit ,recht in die erste ,hlfte des #ae4 ,jahrhunderts gesetzt und zudem fr eine treffliche ,arbeit erklrt hat4 ,freilich fllt auch bei diesem ,werk die ungeschickte1 wenig zweckentsprechende ,art1 wie der ,heilige die ,lanze gefat hlt1 wieder auf1 doch ist die ,bewaffnung des ,unterkrpers 7die ,kniekacheln1 die ,beinschienen1 die hinten die ,ferse frei lassen1 die vllig gleichen geschobenen ,schnabeleisenschuhe7 und die ,wendung des ,drachenkopfes gegen ,georg der unsrigen ganz hnlich und auch die ,windung des ,drachenschweifes um das eine ,bein des ,ritters kehrt bei unserm hl4 ,georg nicht viel verndert wieder4 ,dagegen charakterisieren sich schon durch die vollstndige ,plattenrstung die ,georgsstatuen ,nr4 #geb und #gef im bayr4 ,nationalmuseum1 ebenso wie der hl4 ,georg von ,multscher in der ,spitalkirche zu ,sterzing#bhj1 als der zweiten ,hlfte des #ae4 ,jahrhunderts bereits zugehrig1 whrend zwei weitere ,darstellungen des hl4 ,georg 7,nr4 #efa in ,saal #ad und ,nr4 #hab in ,saal #ac des bayr4 ,nationalmuseums7#bha nicht blos durch die vollstndige ,eisenkleidung1 sondern auch durch die gezierte1 hufig fast unmgliche ,stellung des ,ritters1 durch dessen ,bewaffnung mit dem ,schwert anstatt der ,lanze1 die letztere ,holzfigur noch besonders durch die schne um den ,arm gewundene ,schrpe und den ganzen sptgotischen ,stilcharakter als ,arbeiten einer jngeren ,zeit sich unzweideutig kennzeichnen und in ihrer ungezwungenen1 freibewegten ,haltung noch ber die schnen ,georgsgestalten an den ,flanken der ,altre zu ,st4 ,wolfgang#bhb und zu ,kfermarkt in ,obersterreich#bhc hinausgehen4 ,eine dem ,bildschnitzer des ,wolfganger ,altars zugeschriebene ,schnitzfigur in der ,kapelle des ,schlosses ,matzen bei ,brixlegg im ,unterinnthal1 die den hl4 ,georg darstellt1 aber nach der ,meinung von ,stiassny#bhd ursprnglich ein hl4 ,michael gewesen sein soll1 weist in ihrer jetzigen ,gestalt1 in der ,stellung des ,heiligen auf dem ,drachenrcken1 in seiner ,neigung des ,hauptes nach vorn1 in der leichten ,ausbiegung der rechten ,hfte1 in der ,bildung des ,drachenkopfes1 in der ,art wie sich derselbe emporwendet1 namentlich aber in der ,armhaltung des ,georg1 der die ganz ebenso erfate ,lanze in den hnlich gestalteten ,rachen des ,tieres stt1 so mannigfache ,berhrungspunkte mit unserer ,darstellung auf1 da man sich fast zu der ,annahme versucht fhlt1 es habe bei jener ,umgestaltung der ,matzener ,statue unser hl4 ,georg als ,vorbild gedient4 ,schlielich begegnen wir noch einer verwandten ,darstellung des ,drachentters in einer ,statue aus ,eichenholz1 die sich zu ,berg am ,laim bei ,mnchen befindet#bhe4 ,auch dort sehen wir den ,drachen sich mit steil aufgerichtetem ,kopf und weit geffnetem ,rachen gegen seinen ,besieger wenden1 der die ,lanze mit beiden ,hnden erhebt und sich eben zum ,sto anschicken will4 ,den rechten ,fu hat er dabei auf den ,rcken des ,tieres gesetzt4 ,indessen steht dieses ,bildwerk dem unsrigen nicht entfernt so nahe1 wie die oben besprochene ,holzstatue 7,nr4 #ebb7 im bayr4 ,nationalmuseum und1 soweit sich nach der ,abbildung schlieen lt1 jene restaurierte ,schnitzfigur im ,schlosse ,matzen1 wodurch einerseits fr unsere ,datierung eine weitere ,sttze1 anderseits vielleicht auch ein ,hinweis auf die mutmaliche ,heimat des ,knstlers gegeben ist1 nach dessen ,namen wir vergeblich fragen4 ,er ist unbekannt#bhf1 ein ,schicksal1 das er mit allen ,meistern aus der frheren ,zeit der ,holzbildnerei teilt1 die heute nur noch durch ihre ,werke zu uns reden4 ,erst als im #ae4 ,jahrhundert die ,holzskulptur das eigentliche ,arbeitsgebiet der plastischen ,kunstbung wurde und der ,holzstil in gewissem ,sinne selbst auf die dekorativen ,formen der ,architektur nicht ohne ,einflu blieb#bhg1 erst dann tauchen aus dem ,dunkel der geschichtlichen berlieferung die ,namen eines ,hans ,multscher und ,jrg ,syrlin auf4 ,die ,wiege unsers ,meisters wird in sterreich zu suchen sein4 ,werke1 wie das in ,rede stehende1 die in einer relativ frhen ,zeit eine solche ,vollendung bekunden1 mssen auf einem ,boden entstanden sein1 der an bung und ,erfahrung in diesem ,kunstzweige besonders reich war und schon frhzeitig alle ,vorbedingungen zu blhender ,kunstentfaltung enthielt4 ,hier aber gehen alle ,wege den ,alpen zu#bhh in deren stillen ,thlern diese alte ,volkskunst wie vor ,jahrhunderten noch heute eine ,heimsttte hat1 hier fhrt uns die geschichtliche ,forschung in diesem ,falle vielleicht zunchst ins ,salzburgische4 ,diese ,vermutung1 die in erster ,reihe durch einen ,vergleich mit der dortigen ,schnitzkunst1 den ich hier anzustellen leider nicht in der ,lage bin1 mglicherweise an ,wahrscheinlichkeit gewinnen wrde1 ist brigens mit der ,angabe des ,verkufers#bhi1 der die ,statue aus ,steiermark erworben haben will1 nicht absolut unvereinbar1 da ,salzburg whrend des ganzen ,mittelalters in ,malerei und ,plastik einen weitreichenden1 magebenden ,einflu ausgebt hat#bij4 ,wenn diese ,frage danach auch heute noch offen bleiben mu1 so drfte es einer spteren ,untersuchung doch vorbehalten sein1 den ,meister des hl4 ,georg1 wenn einmal erst auf ,grund stilkritischer und archivalischer ,forschungen ber die ,geschichte der ,holzplastik im allgemeinen ein helleres ,licht als jetzt verbreitet ist1 mit aller ,sicherheit zu bestimmen1 wie es ja auch vor noch nicht langer ,zeit erst gelungen ist1 in ,peter ,vischer dem ,jngeren den so lange unbekannt gewesenen1 vielumstrittenen ,meister der berhmten ,nrnberger ,madonna aufzufinden#bia und damit fr die ,entstehungszeit des ,werkes und seine kunstgeschichtliche ,stellung feste ,anhaltspunkte zu gewinnen#bib4 ,illustration3 ,zierleiste von ,virgil ,solis4 ,,literarische ,,notizen4 ,sechszehn ,holzschnitte nach ,arnold ,bcklin4 7,meisterwerke der ,holzschneidekunst4 ,neue ,folge4 ,heft #e47 ,mit einer ,einleitung von ,aemil ,fiedler4 ,leipzig4 ,j4 ,j4 ,weber4 ,imp4 ,fol4 ,die ,worpsweder4 ,zweiundzwanzig ,kunstholzschnitte nach ,gemlden1 ,radierungen und ,zeichnungen4 ,text von ,aemil ,fiedler1 7,meisterwerke der ,holzschneidekunst4 ,neue ,folge4 ,heft ,,vi47 ,verlag von ,j4 ,j4 ,weber1 ,leipzig4 ,fol4 ,zeichnungen von ,sascha ,schneider4 ,,iii4 ,aufl4 ,gesamtausgabe4 ,text von ,aemil ,fiedler4 ,leipzig ,j4 ,j4 ,weber4 ,gr4 #d4 ,die vorstehenden drei ,werke1 aus dem bekannten ,verlage der ,illustrierten ,zeitung1 ,j4 ,j4 ,weber in ,leipzig1 geben1 wie die gesamten seit langen ,jahren erscheinenden ,folgen1 aus der genannten ,wochenschrift zusammengestellte ,reihen von in ,tonschnitt reproduzierten ,kunstwerken wieder4 ,mit ,erfolg ist die ,webersche xylographische ,anstalt bestrebt1 den ,wettkampf mit den neuen auf die ,photographie basierenden ,reproduktionsverfahren einerseits1 der modernen ,griffelkunst1 wie sie der ,knstler seiner ,platte aus manigfachem ,material unmittelbar anvertraut andrerseits1 aufzunehmen4 ,es kann hier nicht an die ,aufgabe gegangen werden1 den knstlerischen ,inhalt der drei vorzglich ausgestatteten ,mappen zu analysieren1 oder auf die ,stellung einzugehen1 welche die dargestellten ,werke und ihre ,meister in der ,entwicklung der modernen ,kunst einnehmen4 ,das ist in anregender und fr den augenblicklichen ,zweck erschpfender ,weise in den bei allen dreien von ,aemil ,fiedler geschriebenen ,textbeilagen geschehen4 ,die ,verlagsfirma nimmt in der noch nicht gar zu langen ,geschichte des ,tonholzschnittes unbestritten die erste ,stelle ein1 unbestritten drfte auch bleiben1 da die letzten beiden ,dezennien die allgemeine ,verwendung des ,tonholzschnittes stark einschrnkten1 wegen der durch die neuen photographischen ,reproduktionsverfahren ermglichten greren ,treue und vor ,allem der greren ,billigkeit4 ,j4 ,j4 ,weber hat an seinen ,traditionen festgehalten und mit ,erfolg danach gestrebt1 durch technische und knstlerische ,verfeinerung den ,tonholzschnitt auf der ,hhe zu erhalten4 ,insbesondere die ausgezeichnet klaren1 die farbige ,wirkung trefflich wiederspiegelnden ,bltter nach ,bcklin geben von den ,fortschritten in der jetzt etwas ber die ,achsel angesehenen ,technik eine deutliche ,vorstellung4 ,das radierte ,werk des ,adriaen van ,ostade in ,nachbildungen4 ,mit biographisch-kritischer ,einleitung1 herausgegeben von ,professor ,dr4 ,jaro ,springer4 ,verlag von ,fischer und ,franke1 ,berlin4 #d4 ,die auerordentlichen ,fortschritte der ,reproduktionskunst sind insbesondere den ,erzeugnissen der ,schwarz-,weikunst frherer ,jahrhunderte zu ,gute gekommen4 ,was frher nur dem bemittelten ,sammler und da selten in grerer ,vollstndigkeit zugnglich war1 das wird ,dank der ,zinktzung jetzt in weite ,kreise zu ganz billigem ,preise getragen4 ,der rhrige ,verlag des ,kupferstichkabinets ,fischer und ,franke zu ,berlin1 hat mit der ,herausgabe der ,radierungen ,ostade's1 des nach ,rembrandt bedeutendsten ,meisters der ,radiernadel einen glcklichen ,griff gethan4 ,die knstlerisch vertiefte und dabei von feinem ,humor durchtrnkte ,darstellung des hollndischen ,bauernlebens durch ,ostade ist als ,schlssel zur hollndischen ,genrekunst vortrefflich geeignet4 ,die ,wiedergabe mittelst ,strichtzung vergrbert freilich und verwischt die intimen ,feinheiten der ,nadel4 ,immerhin ist das vorliegende ,werk1 von einer kurzen ,beschreibung des ,lebens und ,wirkens von ,jaro ,springer begleitet1 ein ,beweis wie weit auch in diesem ,verfahren sorgfltige ,technik es gebracht hat4 ,unser ,egerland4 ,bltter fr ,egerlnder ,volkskunde4 ,im ,auftrage des ,vereines fr ,egerlnder ,volkskunde4 ,herausgegeben von ,alois ,john4 ,verlag des ,vereines4 ,jahrg4 ,i-,,iv4 #ahig-aijj4 #h4 ,zwischen ,fichtel- und ,erzgebirge1 ,bhmer- und ,kaiserwald liegt1 jenseits der ,grenzen des neuen ,reichs1 aber der deutschesten ,gauen einer1 das ,egerland4 ,ob nun die stattlichen farbenfreudigen ,bauernhuser ihn begren1 ob die ehrwrdigen ,bauten der alten ,pfalz ihn an die ,kaiserherrlichkeit der ,hohenstaufen gemahnen oder beim ,besuche des stdtischen ,museums in ,eger manch schnes ,stck ,egerlnder ,hausrats ihn anheimeln mag1 berall schaut dem ,wanderer1 der das ,land durchstreift1 echt deutsche ,art entgegen4 ,da beginnt man zu ahnen1 wieviel ,volksgut auch noch in ,sitte und ,sprache des dem ,bayerischen ,stamm engverwandten ,egerlnders sich birgt4 ,diese ansehnlichen ,reste des deutschen ,lebens und ,denkens ihrem ,wert gem dem ,volke wieder lebendig zu gestalten und damit die beste ,waffe gegen das andringende ,slaventum zu schmieden1 das ist1 was diese von warmer ,heimatsliebe beseelte ,zeitschrift vor bald vier ,jahren versprochen und bis heute redlich gehalten hat4 ,sammlungen und ,arbeiten auf allen ,gebieten der ,volkskunde lsen in diesen ,blttern in bunter ,folge einander ab1 vieles wird berdies im ,bilde dem ,leser veranschaulicht4 ,dabei ist im ,laufe der ,zeit auch der uerliche ,umfang des ,gebotenen gewachsen4 ,hervorgehoben zu werden verdient1 wie namentlich auch dem ,volksliede1 das in hnlichen ,unternehmungen zuweilen etwas stiefmtterlich behandelt wird1 ein breiter ,raum gewhrt ist4 ,einem so kerndeutschen ,blatte1 wie dem vorliegenden1 mchten wir gerne die ,aufmerksamkeit und ,teilnahme aller ,freunde deutschen ,volkstums gesichert wnschen4 ,h4 ,h4 ,aus der ,geschichte der ,reichsstadt ,mhlhausen in ,thringen4 ,von ,professor ,dr4 ,eduard ,heydenreich4 #fj ,,ss4 ,halle4 ,otto ,hendel4 #aijj4 #h4 ,unsere alten ,reichsstdte haben nicht nur in allbewunderten ,werken der ,kunst ,zeugen ihrer groen ,vergangenheit in eine andere ,zeit hinbergerettet1 noch liegt in den von jeher treu gehteten ,archiven manch ungehobener ,schatz verborgen4 ,diese ,urkunden und sonstigen schriftlichen ,denkmler der nach ,art der ,entwicklung unter sich so verschiedenen1 immer aber mit den ,schicksalen des ,kaisertums eng verbundenen ,reichsstdte gehen weit ber rein rtliche ,bedeutung hinaus1 ihre berlieferung leiht vielmehr der ,geschichte des alten ,reichs die frischesten ,farben4 ,nicht in letzter ,reihe solcher ,archive steht das der ,stadt ,mhlhausen in ,thringen1 dessen ,reichtum aber gleichwohl bisher noch nicht in einer der strengeren ,kritik entsprechenden ,geschichte die rechte ,verwertung gefunden hat4 ,diese ,lcke will ,prof4 ,heydenreichs ,buch ausfllen1 den ,ortsansssigen das tglich ,geschaute im ,lichte der ,geschichte verklren und dem fremden ,geschichtsfreunde ,anregung zu eigener ,umschau und ,vergleichung geben4 ,bei aller strengen ,wissenschaftlichkeit1 die bei bloen ,durchblttern schon aus den fleiigen ,literaturnachweisen dem ,leser in die ,augen fllt1 ist berall ein ,ton getroffen1 der die kleine ,schrift zu einem ,hausbuche nach des ,verfassers ,wunsch machen drfte1 indem die flssige ,darstellung oft nur dem ,kenner verrt1 wie viel eigene ,forschungsmhe darin steckt4 ,ausgehend von den ersten ,anfngen der ,stadt1 die wir noch aus vorgeschichtlichen ,altertmern und den ,ortsnamen zu erkennen vermgen1 folgt stets mit ,heranziehung der allgemeinen ,fragen der stdtischen ,verfassungsgeschichte die ,darlegung der ,entwicklung der ,reichsstadt auf ,grund der urkundlichen ,quellen1 von den ,zeiten des noch kniglichen ,beamten unterstehenden ,gemeinwesens bis zum selbstndigen und unabhngigen ,reichsstand4 ,dies ,ziel wird erreicht allerdings erst nach berwindung wiederholter ,bemhungen1 die gemacht werden1 um sie zur einfachen thringischen ,landstadt herabzudrcken4 ,die ,znfte werden hier ohne wesentlichen ,kampf in den ,rat eingegliedert1 so erfuhr das alte stdtische ,regiment eigentlich erst in der ,reformationszeit einen entscheidenden ,sto4 ,wir erfahren mancherlei ,einzelheiten ber das husliche ,leben der ,brger1 ber ,frstenbesuche in der ,stadt1 ,statistisches und ,wirtschaftliches im ,vergleich zu heute1 ber das ,mnzwesen1 u4 ,a4 ,hingewiesen wird auf die kulturgeschichtliche ,bedeutung der ,mhlhausener ,kopialbcher 7#achb ff47 und ,kmmereirechnungen 7#adjg ff471 die noch manche ,ernte versprchen4 ,erwhnung finden ferner die ,umgehungen des ,zinsverbotes1 die kulturelle ,bedeutung der ,klster1 die ,kmpfe der ,stadt mit der toten ,hand4 ,sehr interessante ,ausfhrungen beschftigen sich mit ,baudenkmlern des ,kreises ,mhlhausen1 von denen wir hier nur die kleine vorgotische ,stadtkirche zu ,trefurt1 die ,burg ,normannstein1 die ,reste der ,stadtbefestigung1 endlich die sog4 ,untermarktskirche 7,st4 ,blasius7 als die zweitlteste gotische ,hallenkirche des ,deutschordens hervorheben4 ,zum ,schlusse fhrt uns eine malerische ,wanderung durch das ,mhlhausen von heute1 welches die ,anstrengungen und finanziellen ,opfer seiner ,brgerschaft der neuen ,zeit angepat haben1 immerhin so schonend1 da dem ,kunst- und ,altertumsfreund das ,bild einer mittelalterlichen ,reichsstadt nicht getrbt ist4 ,das ,buch ziert eine stattliche ,reihe hbscher ,abbildungen4 ,h4 ,h4 ,breitkopf und ,hrtels ,sammlung musikal4-wissenschaftlicher ,arbeiten von deutschen ,hochschulen4 ,leipzig #ahih ff4 ,whrend die ,geschichte der ,litteratur schon seit langer ,zeit1 die der bildenden ,knste seit einigen ,dezennien zahlreiche ,vertreter und feste ,methoden der ,forschung besitzt und weite ,kreise der ,gebildeten an ihren ,ergebnissen ,anteil nehmen1 ist die sthetik und die ,geschichte der ,musik bisher wenig gepflegt worden1 ihre ,behandlung hat vielfach eine grndliche ,wissenschaftlichkeit vermissen lassen und um die ,ergebnisse der ,forschungen haben sich nur wenige ,fachleute und noch weniger ,laien bekmmert4 ,da dem so ist1 beruht hauptschlich darauf1 da eine erfolgreiche ,pflege geschichtlicher ,forschung in der ,musik ohne grndliche theoretische ,kenntnisse noch weit weniger mglich ist1 als in ,litteratur oder bildender ,kunst4 ,es ist aber an der ,zeit1 da auch die methodische ,behandlung der ,musikgeschichte in grerem ,umfang in ,angriff genommen werde1 als bisher4 ,neuerdings haben sich zahlreichere jngere ,forscher der ,musikgeschichte zugewendet4 ,um fr ihre ,arbeiten ein ,organ zu schaffen1 hat sich die um die wissenschaftliche ,musikpflege hochverdiente ,verlagsbuchhandlung entschlossen1 eine ,sammlung musikwissenschaftlicher ,arbeiten von deutschen ,hochschulen zu publizieren analog den ,sammlungen kunstgeschichtlicher ,arbeiten von ,e4 ,a4 ,seemann und von ,heitz und ,mndel4 ,es sind bis jetzt vier ,bnde erschienen4 ,gleich der erste ,band1 die ,choralnotenschrift bei ,hymnen und ,sequenzen von ,eduard ,bernoulli1 fhrt uns auf ein ,gebiet1 auf dem noch vielfach ,zweifel und ,unsicherheit herrschen4 ,alle musikgeschichtliche ,betrachtung wird dadurch erschwert1 da wir uns1 sobald wir in ltere ,zeiten aufsteigen1 erst von dem auf diatonische ,scala aufgebauten ,system der modernen harmonischen ,musik frei machen mssen1 und da ,melodiefhrung1 ,rhythmus und ,notierung andere sind1 als die uns gelufigen4 ,nun ist zwar im liturgischen ,gottesdienste der katholischen ,kirche die ,tradition der ltesten ,zeiten niemals ganz erloschen1 aber sie ist vielfach getrbt4 ,so ist auch das ,verstndnis der ltesten ,tonzeichen unsicher geworden4 ,bernoulli setzt sich zunchst mit den modernen ,autoren ber die ,auflsung der ,neumen und der ,choralnoten 7der ,notierung einstimmiger ,gesnge im ,mittelalter7 auseinander4 ,im zweiten ,teil untersucht es die ,aussagen der mittelalterlichen ,theoretiker1 im dritten das in den ,handschriften enthaltene ,material an ,choralnoten4 ,es handelt sich dabei hauptschlich um deren rhythmische ,werte4 ,die ,untersuchungen sind grndlich und methodisch gefhrt und die ,arbeit mu wohl von jedem der auf diesem ,gebiete arbeiten will1 beachtet werden4 ,der zweite ,band enthlt3 ,die ,lehre vom ,ethos in der griechischen ,musik von ,dr4 ,hermann ,abert4 ,auch diese ,arbeit behandelt ein ,gebiet1 das unserem musikalischen ,gefhl uerst fernliegt1 die ,auffassung des griechischen ,volkes von seiner ,musik4 ,wir stellen an die ,musik1 wie an jede ,kunst sthetische ,anforderungen1 der ,grieche schreibt ihr etliche ,wirkungen zu4 ,die elementare ,wirkung der ,musik auf jugendliche ,vlker ist bekannt1 auch der ,grieche ist ihr noch unterworfen1 aber er gab sich ihr nicht willenlos hin1 sondern suchte sie ethischen ,zwecken dienstbar zu machen4 ,es bildete sich eine ,lehre vom ,ethos in der ,musik aus1 deren ,hauptsatz sagt1 die hrbare ,bewegung der ,musik vermag die ,bewegung der ,seele nicht nur darzustellen und wiederzuspiegeln1 sondern auch zu erzeugen4 ,so kann sie den ,willen strkend oder hemmend beeinflussen1 ja das normale ,willensvermgen zeitweise aufheben 7,extase74 ,abert gibt in ansprechender ,weise eine ,darstellung der ,quellen der griechischen ,musiksthetik und entwickelt sodann an der ,hand der ,quellen und der berreste antiker ,musik die ,theorie vom ,ethos4 ,die ,untersuchungen ber die antike ,musik sind darum so schwierig1 weil uns nur ganz wenige ,denkmler erhalten sind1 und so wichtige ,aufschlsse sie geben1 aus ihnen doch weder die ,theorie unmittelbar aufgefunden noch selbst die ,aussagen der ,autoren allseitig sicher kommentiert werden knnen4 ,es kann hier auf die interessanten ,ausfhrungen ,aberts ber das ,ethos der ,tonarten1 des ,klanggeschlechts und des ,rhythmus nicht nher eingegangen werden4 ,es handelt sich um ,erscheinungen1 welche uns trotz unseres scheinbaren ,vertrautseins mit dem griechischen ,altertum vllig fremdartig anmuten4 ,unsere ,stellung zur ,musik ist eine ganz andere1 eine berwiegend1 wo nicht ganz sthetische4 ,und doch wren die ,fragen3 ,sind wir berhaupt noch fhig1 ethische ,einwirkungen von der ,musik zu empfangen8 ,und3 ,ist unsere ganz anders geartete ,musik im ,stande1 solche auszuben8 nicht zu verneinen4 ,im dritten ,band handelt ,heinrich ,rietsch ber die ,tonkunst in der zweiten ,hlfte des neunzehnten ,jahrhunderts4 ,er bezeichnet seine ,arbeit als einen ,beitrag zur ,geschichte der musikalischen ,technik4 ,beethoven hat die ,epoche der harmonischen ,musik zur ,vollendung und zum ,abschlu gebracht4 ,wenn von den ,epigonen auf diesem ,gebiete noch in der alten ,weise weiter gearbeitet und viel schnes geschaffen worden ist1 wenn sich noch manche krftige knstlerische ,individualitten unter ihnen befanden1 so ndert das nichts an der ,thatsache1 da die entwickelungsgeschichtlichen ,faktoren der ,gattung durch die ,klassiker erschpft waren4 ,beethoven selbst hat die ,grenzen der ,musik nach der ,seite der begriffsbestimmten ,ausdrucksfhigkeit hin wesentlich erweitert und die ganze moderne ,schule ist auf den von ihm erffneten ,bahnen weiter geschritten4 ,der neue ,stil der ,musik ist um die ,mitte des neunzehnten ,jahrhunderts fertig1 er tritt nicht unvorbereitet ein1 gleichwohl kann ,richard ,wagner als sein ,schpfer bezeichnet werden1 denn er hat die zerstreut liegenden ,mittel der neuen ,kunst zur ,einheit zusammengefat4 ,es ist deshalb gerechtfertigt1 die ,tonkunst in der zweiten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts einer eigenen ,betrachtung zu unterziehen4 ,man kann den ,charakter der harmonischen ,musik in ihrer klassischen ,epoche als plastisch bezeichnen4 ,die ,melodie ist nach den ,gesetzen der linearen ,schnheit gebildet1 die ,harmonisierung ist klar und wohlklingend1 und auf das feste ,fortschreiten des ,rhythmus wird groes ,gewicht gelegt4 ,wurden ,dissonanzen und rhythmische ,freiheiten als ,kunstmittel angewandt1 so erregten sie ,verwunderung und ,ansto4 ,welche ,errterungen knpften sich an die bekannte ,einleitung zu ,mozarts ,c-dur ,quartett4 ,wrde sie heute komponiert1 so wrde sich niemand mehr an ihr stoen4 ,auf eine ,periode vorwiegend plastisch linearer ,kunstbung mute1 nach dem alle ,kunstentwickelung beherrschenden ,gesetze des ,gegensatzes eine koloristische folgen4 ,rietsch fhrt nun in seiner ,abhandlung die technischen ,kunstmittel vor1 deren sich der neue ,stil bedient4 ,wie weit er dem ,fachmann ,neues sagt1 vermag ich nicht zu beurteilen2 der ,laie1 der der ,entwickelung der modernen ,musik ein ber das oberflchlichste ,anhren hinausgehendes ,interesse entgegenbringt1 wird seine ,ausfhrungen mit ,dank aufnehmen4 ,die ,arbeit ist sehr gut geschrieben und wird durch sorgfltig gewhlte ,beispiele aus neueren ,musikwerken erlutert4 ,die ,musik befand sich im ,laufe des #ai4 ,jahrhunderts in voller1 produktiver ,entwickelung und geriet nicht wie die bildenden ,knste vllig in den ,bann der historischen ,formbehandlung4 ,gleichwohl ist auch sie von dem historischen ,zuge1 der unser ganzes ,zeitalter beherrscht1 stark in ,mitleidenschaft gezogen worden4 ,und whrend die moderne ,schule eine ,entwickelung nach neuen ,zielen nahm1 wurde von anderer ,seite auf ltere ,kunstformen zurckgegriffen4 ,in dem vierten ,bndchen der ,sammlung untersucht ,richard ,hohenemser die ,frage3 ,welche ,einflsse hatte die ,wiederbelebung der lteren ,musik im #ai4 ,jahrhundert auf die deutschen ,komponisten4 ,hohenemser gibt eine ,geschichte der ,wiederbelebung der lteren ,musik und ein ,kapitel ber den ,einflu der lteren ,tonkunst auf die ,vokalmusik des #ai4 ,jahrhunderts4 ,die ,einwirkungen der lteren ,tonkunst auf die ,instrumentalmusik bleibt spterer ,bearbeitung vorbehalten4 ,es ist begreiflich1 da ein junger ,autor seine erste ,arbeit rasch gedruckt haben will4 ,er mag sie dann als ,dissertation drucken lassen2 will er sie in eine ,sammlung ernster ,arbeiten einreihen1 welche sich nicht nur an akademische ,kreise wenden1 so begeht er damit1 da er nur ein ,fragment bietet1 eine ,unhflichkeit4 ,zudem htte es ja dem dnnen ,bndchen nicht geschadet1 wenn es um ein ,kapitel dicker geworden wre4 ,an sich ist diese ,arbeit dankenswert und gibt eine fr die allgemeine ,orientierung ausreichende bersicht ber die ,entwickelung des ,verstndnisses fr alte ,musik und ber die ,verwendung der alten ,tonformen in der ,vokalmusik des #ai4 ,jahrhunderts4 ,eine ,frage ist programmgem in dem ,buch gar nicht berhrt1 nmlich die nach der ,stellung des modernen ,hrers zu alter ,musik4 ,auch sie wre der ,untersuchung wert4 ,das ,ergebnis wrde wohl sein1 da sie uns noch ferner steht als die alte ,kunst1 da die ,vokalmusik1 namentlich der ,acapella ,gesang in seiner reinen ,klangschnheit auf ein leidlich gebildetes ,ohr seine ,wirkung nicht verfehlt1 da aber die ,instrumentalmusik in ihrer einfachen1 farblosen ,besetzung einen ,verzicht auf so vieles voraussetzt1 da sie nur schwer in weiteren ,kreisen volles ,verstndnis finden wird4 ,vorlufig ist sie fr den ,spieler interessanter als fr den ,zuhrer4 ,man darf der ,fortsetzung der ,sammlung mit guten ,erwartungen entgegensehen4 ,die ,chorsthle in der ehemaligen ,cisterzienserabtei im ,wettingen4 ,von ,hans ,lehmann4 ,zrich1 ,hofer ,co4 #bd ,lichtdrucktafeln mit ,,iv und #dh ,s4 ,text2 fol4 #aijj4 ,der um die ,erforschung der ,kunstgewerbegeschichte seiner schweizerischen ,heimat wohlverdiente ,verfasser giebt mit dieser neuen ,publikation aus dem reichen ,schatz der ,schreiner-,bildnerarbeiten der ,schweiz ein hervorragendes in den ersten ,jahren des #ag4 ,jahrhunderts entstandenes ,werk in mustergiltigen ,lichtdrucktafeln heraus4 ,von dem fast berreich im ,geschmack der schweizerischen ,renaissance des #af4 ,jahrhunderts geschmckten ,chorwerk sind in den ,lichtdrucken ,gesamt- und ,teilansichten1 sowie die bedeutsamsten ,details wiedergegeben1 whrend die ebenfalls reich bemessenen ,textillustrationen in ,autotypie weitere ,details1 sowie manche andere auf das ,wettinger ,kloster1 das bekanntlich auch in der ,geschichte der ,schweizerscheiben eine hervorragende ,rolle spielt1 bezgliche ,denkmale und ,vergleichsmaterial zur stilistischen ,beurteilung des ,chorgesthls bringen4 ,ein auerordentlich grndlicher ,begleittext1 der in fast allzu breiten ,schilderungen ber die ,geschichte des ,klosters1 den ,stifter des ,werkes ,abt ,peter ,,ii4 ,schmid und die historischen ,bedingungen der ,herstellung sich ergeht1 dient zur ,erluterung4 ,,kleine ,,mitteilungen4 ,,xix4 ,plenarsitzung der ,badischen ,historischen ,kommission4 ,am #ai4 und #bj4 ,oktober d4 ,j4 fand in ,karlsruhe die ,,xix4 ,plenarsitzung der ,badischen ,historischen ,kommission statt4 ,derselben wohnten #ac ordentliche und #d auerordentliche ,mitglieder bei4 ,als ,vertreter der ,groh4 ,regierung waren zugegen ,se4 ,exz4 der ,staatsminister ,dr4 ,nokk1 sowie die ,ministerialrte ,dr4 ,bhm und ,seubert4 ,den ,vorsitz fhrte der ,vorstand ,geh4 ,hofrat ,professor ,dr4 ,erdmannsdrffer4 ,seit der letzten ,plenarsitzung sind nachstehende ,verffentlichungen der ,kommission erschienen3 ,beyerle1 ,konstanz im dreiigjhrigen ,krieg 7,bad4 ,neujahrsbltter1 ,neue ,folge4 #c4 #aijj72 ,kindler v4 ,knobloch1 ,oberbadisches ,geschlechterbuch1 ,,ii4 ,band1 #b4 ,lieferung 7,lieferung #c befindet sich unter der ,presse72 ,khne1 ,oberrheinische ,stadtrechte1 ,i4 ,abteilung1 ,heft #e 7,heidelberg1 ,mosbach1 ,neckargemnd1 ,adelsheim72 ,fester-,witte1 ,regesten der ,marggrafen von ,baden und ,hachberg1 ,schlu des ,i4 ,bandes 7,lieferung #i und #aj72 ,lieferung #a des ,,ii4 ,bandes befindet sich unter der ,presse2 ,schulte1 ,geschichte des mittelalterlichen ,handels und ,verkehrs zwischen ,westdeutschland und ,italien mit ,ausschlu von ,venedig4 #b ,bnde4 ,an den ,regesten zur ,geschichte der ,bischfe von ,konstanz hat ,privatdozent ,dr4 ,cartellieri unter ,mitwirkung des ,hilfsarbeiters ,dr4 ,eggers weitergearbeitet4 ,letzterer hat durch einen ,besuch der ,archive in ,bern1 ,innsbruck und ,mnchen 7,allgem4 ,reichsarchiv7 das ,material fr die beiden nchsten ,lieferungen 7bis #achc7 vollends ergnzt1 so da mit deren ,drucklegung demnchst begonnen werden kann4 ,kurt ,schmidt war wiederum im ,vatikanischen ,archiv zu ,rom fr die ,regesten thtig2 er wird seine ,nachforschungen noch eine ,zeit lang fortsetzen4 -- ,fr die ,regesten der ,markgrafen von ,baden hat ,prof4 ,dr4 ,witte den ,anfang des zweiten ,bandes druckfertig ausgearbeitet und aus mehreren ,archiven ,deutschlands und der ,schweiz wiederum reiche ,ausbeute fr die ,publikation gewonnen4 ,bei den ,nachforschungen im ,karlsruher ,generallandesarchiv hat ihn der am #d4 ,mai ausgeschiedene ,hilfsarbeiter fr die allgemeinen ,zwecke der ,kommission ,dr4 ,hlscher untersttzt1 an dessen ,stelle am #a4 ,september ,fritz ,frankhauser aus ,straburg getreten ist4 -- ,bezglich der ,fortfhrung der ,regesten der ,pfalzgrafen bei ,rhein wurde beschlossen1 da der ursprngliche ,plan einer ,bearbeitung derselben bis #aejh aufgegeben und der ,abschlu des ,werkes auf das ,jahr #adcf festgesetzt werde1 wobei fr die ,zeit ,knig ,ruprechts auch die auf das ,reich bezglichen ,urkunden volle ,bercksichtigung finden sollen4 ,die ,bearbeitung wird ,dr4 ,sillib1 ,kustos an der ,universittsbibliothek in ,heidelberg1 unter ,professor ,dr4 ,wille's ,leitung bernehmen4 -- ,von den ,oberrheinischen ,stadtrechten hat ,dr4 ,khne unter ,leitung des ,geh4 ,rats ,professor ,dr4 ,schrder die frnkische ,abteilung erheblich gefrdert4 ,von der schwbischen ,abteilung bearbeitet ,dr4 ,hoppeler das ,stadtrecht von berlingen1 ,privatdozent ,dr4 ,beyerle das von ,konstanz4 ,fr die ,herausgabe der gleichfalls einen ,bestandteil dieser ,sammlung bildenden elsssischen ,stadtrechte hat der ,landesausschu fr ,elsa-,lothringen die ,mittel bewilligt4 ,das von ,dr4 ,gny bearbeitete ,stadtrecht von ,schlettstadt befindet sich bereits unter der ,presse4 ,von der ,politischen ,korrespondenz ,karl ,friedrichs von ,baden ist der von ,archivrat ,dr4 ,obser bearbeitete fnfte ,band im ,druck4 -- ,die ,sammlung und ,herausgabe der ,korrespondenz des ,frstabts ,martin ,gerbert von ,st4 ,blasien konnte infolge mehrfacher ,abhaltung der ,bearbeiter ,geh4 ,rat ,dr4 v4 ,weech und ,archivassessor ,dr4 ,brunner nur wenig gefrdert werden4 ,doch steht ihr ,abschlu im nchsten ,jahre zu erwarten4 -- ,dem zweiten ,band der ,wirtschaftsgeschichte des ,schwarzwaldes und der angrenzenden ,landschaften wird ,professor ,dr4 ,gothein1 der ,geschichte der badischen ,verwaltung ,privatdozent ,dr4 ,ludwig sich auch fernerhin widmen4 ,von dem ,oberbadischen ,geschlechterbuch hat ,oberstleutenant a4 ,d4 und ,kammerherr ,kindler von ,knobloch einen betrchtlichen ,teil des ,manuskripts fr weitere ,lieferungen ausgearbeitet4 ,mit der ,sammlung und ,zeichnung der ,siegel und ,wappen der badischen ,gemeinden war wie bisher der ,zeichner ,fritz ,held beschftigt4 ,er hat im ,berichtsjahr fr #ad ,stdte und #aee ,landgemeinden neue ,siegel beziehungsweise ,wappen entworfen und aus den ,urkundenbestnden des ,generallandesarchivs #acgd ,siegel von ,stadt- und ,landgemeinden aufgezeichnet4 ,damit ist bereits eine erhebliche ,vorarbeit geleistet fr das zweite ,heft der ,siegel der badischen ,stdte1 das die ,kreise ,baden1 ,offenburg1 ,freiburg und ,lrrach umfassen und im nchsten ,jahr ausgegeben werden soll4 -- ,die ,pfleger der ,kommission waren unter ,leitung der ,oberpfleger ,prof4 ,dr4 ,roder1 ,archivrat ,dr4 ,krieger1 ,professor ,maurer1 ,professor ,dr4 ,wille und ,stadtarchivar ,dr4 ,albert fr die ,ordnung und ,verzeichnung der ,archive von ,gemeinden1 ,pfarreien1 ,grundherrschaften etc4 thtig4 ,es steht jetzt nur noch eine geringe ,zahl von ,archiven aus4 ,von der ,zeitschrift fr die ,geschichte des ,oberrheins 7,neue ,folge7 ist der ,,xv4 ,band unter der ,redaktion von ,archivrat ,dr4 ,obser fr den badischen und von ,archivdirektor ,professor ,dr4 ,wiegand fr den elsssischen ,teil erschienen1 in ,verbindung damit die unter ,leitung des ,sekretrs stehenden ,mitteilungen der ,badischen ,historischen ,kommission 7,no4 #bb74 ,das ,neujahrsblatt fr #aija1 von ,stadtarchivar ,dr4 ,albert bearbeitet1 wird eine ,schilderung von ,baden zwischen ,neckar und ,main in den ,jahren #ahjc bis #ahjf bringen4 ,fr die ,herstellung von ,grundkarten fr die badischen ,gebiete nach den ,vorschlgen des ,professors ,dr4 von ,thudichum hat1 einem ,beschlu der vorjhrigen ,plenarversammlung gem1 das ,groh4 ,statistische ,landesamt umfassende ,arbeiten gemacht1 die bereits ihrem ,abschlu nahe sind4 ,von dem im ,jahr #ahih vollendeten ,topographischen ,wrterbuch des ,groherzogtums ,baden von ,krieger erweist sich infolge starken ,absatzes und fortdauernder ,nachfrage eine zweite ,auflage als notwendig4 ,die ,kommission beschliet die ,veranstaltung einer solchen in zwei ,bnden und beauftragt den ,bearbeiter mit den ,vorarbeiten dazu4 -- ,ferner wird die ,herausgabe des fnften ,bandes der ,badischen ,biographien1 deren ,fortfhrung die ,kommission in ihrer #af4 ,plenarsitzung in ihr ,programm aufgenommen hat1 beschlossen und die ,redaktion desselben dem bisherigen ,herausgeber des ,werkes1 ,geh4 ,rat ,dr4 v4 ,weech1 und ,archivrat ,dr4 ,krieger bertragen4 -- ,zu den ,bnden #a bis #ci der ,zeitschrift fr die ,geschichte des ,oberrheins soll ein alphabetisches ,wort- und ,sachregister ausgearbeitet werden4 ,zum ,zweck sorgfltiger ,beratung ber die ,anlage und ,durchfhrung dieser ,arbeit wird eine ,subkommission eingesetzt1 die ihre ,vorschlge der nchsten ,plenarsitzung unterbreiten wird4 ,die von der ,kommission erfolgten ,wahlen unterliegen noch hherer ,besttigung4 ,funoten3 ,funote #a3 ,stuttgarter ,lit4 ,ver41 ,hans ,sachs ,,xxiii4 ,bd41 herausgeg4 von ,e4 ,gtze ,s4 #cah4 ,ein gesprech in dem der dichter dem gefuersten abt in ,allerspach sein valete und leczen spruch dediciret4 ,funote #b3 ,im ,einblattdruck des ,gedichts1 von dem noch weiter unten die ,rede sein wird1 steht fr die obenstehende sechste ,verszeile zu lesen3 ,endres ,herneisen sein namen hat4 ,funote #c3 ,von den verrschiedenen ,schreibweisen des ,namen drfte die hier gewhlte die richtige sein2 er selbst unterschreibt so1 des fteren mit willkrlicher ,verdoppelung des n4 ,herneise ,hornisse im ,nrnbergisch-frnkischen ,dialekt4 ,funote #d3 ,fr die ,beihlfe zum ,nachweis einer ,reihe von ,daten ber das ,leben und ,wirken des ,knstlers ist der ,verfasser ,herrn ,kreisarchivar ,dr4 ,bauch in ,nrnberg zu lebhaftem ,danke verpflichtet4 ,funote #e3 ,ratsverl4 vom ,j4 #aefb ,heft #d f4 #f v4 ,kgl4 ,kreisarchiv ,nrnberg4 ,funote #f3 ,die ,originalabrechnungen ,s4 #a4 ,s4 #acd im ,k4 ,kreisarchiv zu ,nrnberg4 ,funote #g3 ,allerspach ,aldersbach1 wornach die unrichtige ,notiz bei ,goetze a4 a4 ,o4 zu berichtigen ist4 ,in ,niederbayern1 im ,bez4-,amt ,vilshofen belegenes1 ehemaliges ,cisterzienserstift mit sptromanischer ,kirche4 ,die ,malereien ,herneisens sind nicht mehr vorhanden4 ,sie wurden jedenfalls bei der im #ah4 ,jahrh4 erfolgten ,neuausstattung der ,kirche durch die ,brder ,asam beseitigt4 ,funote #h3 ,die ltesten ,portrts der ,hauptschtzengesellschaft ,nrnberg4 ,festzeitung fr das ,,xii4 deutsche ,bundesschieen in ,nrnberg #ahig4 ,s4 #aee f4 ,funote #i3 ,die ,clichs wurden dem ,museum von der ,hauptschtzengesellschaft ,nrnberg in dankenswerter ,weise zum ,abdruck berlassen4 ,funote #aj3 ,nagler1 ,monogrammisten ,i ,s4 #ceb4 ,funote #aa3 a4 a4 ,o4 ,s4 #cba4 ,funote #ab3 ,s4 ,k4 ,woermann1 ,wissenschaftliches ,verzeichnis der ,galerie ,weber in ,hamburg1 ,s4 #dd f4 ,funote #ac3 ,s4 ,becker1 ,jost ,amman1 ,s4 #bjd ff4 ,funote #ad3 ,s4 ,dr4 ,alfr4 ,bauch1 ,barbara ,harscherin1 vor dem ,titel4 ,funote #ae3 ,s4 ,o4 von ,heinemann in den ,grenzboten #ahie4 ,s4 #afh ff4 ,funote #af3 ,a4 f4 ,k4 d4 ,v4 #ahee ,sp4 #adh4 ,funote #ag3 ,deutsches ,kunstblatt #ahea1 ,s4 #dje4 ,funote #ah3 ,s4 ,r4 ,bergau1 ,der schne ,brunnen zu ,nrnberg1 ,berlin #ahga1 ,s4 #ai und ,wallraff1 ,bericht ber den ,entwurf zur ,wiederherstellung des schnen ,brunnens1 ,nrnberg #ahii ,s4 #aa4 ,funote #ai3 ,die ,schreibweise wurde beibehalten1 nur die im ,original fast stets fehlende ,interpunktion zum leichteren ,verstndnis beigefgt4 ,funote #bj3 knnen4 ,funote #ba3 offenbar ist die weit kostspieligere ,restauration des ,jahres #aeda gemeint4 ,funote #bb3 wohl ,schreibfehler fr3 mallen malen4 ,funote #bc3 fassen malen1 ,bildhauerei mit ,gold und ,farben bekleiden4 ,funote #bd3 demtig4 ,funote #be3 ergtzen entschdigen4 ,funote #bf3 malerei4 ,funote #bg3 wir4 ,funote #bh3 solchen4 ,funote #bi3 tauglich4 ,funote #cj3 am ,rand steht von ,herneisens ,hand dessen ,name ,j4 ,adoling4 ,funote #ca3 gemeint sind1 wie aus dem ,brief ,nr4 #c hervorgeht1 das ,geld1 das er sich in ,wrzburg verdient hat4 ,funote #cb3 a4 a4 ,o4 ,s4 #aa4 ,funote #cc3 ,historische ,bltter ,nr4 #ebej u4 ,h4 ,b4 ,wasserbaukunst #ad4 ,funote #cd3 ,bergau a4 a4 ,o4 ,s4 #e4 ,funote #ce3 ,unterdessen hat die wirkliche1 jetzt im ,besitz des ,herrn ,architekt ,wallraff befindliche ,originalzeichnung von ,pencz sich vorgefunden4 ,s4 ,wallraff a4 a4 ,o4 ,s4 #i4 ,funote #cf3 ,mitgeteilt von ,baader1 ,a4f4,k4d4d4 ,vorzeit #ahgj ,sp4 #ia;f4 ,funote #cg3 ,man beachte die naive ,ausdrucksweise fr3 es ist mir bitter ,ernst mit meiner ,klage ,funote #ch3 ,firnis4 ,funote #ci3 whrend der ,arbeit am schnen ,brunnen ausreichen wrde4 ,funote #dj3 am ,schlu der ,arbeit4 ,funote #da3 ,unverstndlich2 vielleicht soll es ,pflug heissen ,arbeit1 im ,gegensatz zu der folgenden ,metapher3 die ,mhle zu ,wrtzburg steht still in ,wrtzburg habe ich keine ,arbeit oder kein ,geld zu erwarten4 ,funote #db3 zur ,sprache gebracht werden1 nmlich das halb geschlagene1 doppelt so dick wie das gewhnliche ,blattgold4 ,funote #dc3 ,nten4 ,funote #dd3 zu ergnzen whrt oder reicht4 ,funote #de3 ntig ist4 ,funote #df3 ,wetterfahne4 ,funote #dg3 gewollt4 ,funote #dh3 defendiren1 verantworten4 ,funote #di3 ,aus der angezogenen ,denkschrift von ,walraff und vom ,magistrat der ,stadt zum ,abdruck gtig berlassen4 ,funote #ej3 vielleicht auf das ,sitzen im ,brunnentrog auf der ,zeichnung bezglich4 ,funote #ea3 ihnen4 ,funote #eb3 nicht verstndlich1 vielleicht ,bchlein etc4 ,goldes4 ,funote #ec3 hin und wieder4 ,funote #ed3 geflossen4 ,funote #ee3 dafr mit einer geringen brigen ,habe aufkommen4 ,funote #ef3 ,beindt ,peunt1 ,name des stdtischen ,bauhofes4 ,funote #eg3 ,der ,brief liegt im ,original von ,herneisens ,hand und in einer ,reinschrift mit kleinen orthographischen1 grammatikalischen und stylistischen ,verbesserungen vor4 ,funote #eh3 ,gitter4 ,funote #ei3 ,herneisen hat also beim ,gitter auch wieder #dh fl4 vom ursprnglich geforderten ,preis nachgelassen4 ,funote #fj3 ,der ,lobspruch ist des fteren abgedruckt4 ,die hier gegebene ,stelle1 nach3 ,waldau1 ,beitrge zur ,geschichte der ,stadt ,nrnberg ,,iii4 #bce4 ,funote #fa3 ,der ,verfasser hofft in der ,folge auf die interessante ,thtigkeit ,dietterlins am ,lusthausbau in einem besonderen ,aufsatz zurckkommen zu knnen4 ,funote #fb3 ,nach ,bader1 ,a4f4,k4d4d4,v4 #ahgj ,sp4 #ia f4 ,funote #fc3 ,mitt4 d4 germ4 ,mus4 #ahii1 ,s4 #acd f4 ,funote #fd3 ,kgl4 ,kreisarchiv ,nrnberg1 ,nrnberger ,totenbcher ,nr4 #dgeb4 #afjg-ab4 ,pfarrei ,st4 ,sebald4 #afaj4 #ac4 ,april4 ,der ,kunstreich ,andreas ,herneisen ,flachmaler am ,geyersberg4 ,funote #fe3 ,unter den ,errterungen1 welche die ,arbeit veranlat hat1 sind von besonderem ,interesse die ,ausfhrungen von ,a4 de ,waal3 ,fibulae in ,adlerform aus der ,zeit der ,vlkerwanderung in der ,rmischen ,quartalschrift ,,xiii 7#ahii7 ,s4 #cbd ff4 ,de ,waal weist darin auf eine der letzten ,arbeiten de ,rossis hin1 die dieser im ,bulletino della commissione archeologica communale di ,roma1 #ahid1 ,s4 #aeh-afc unter dem ,titel ,fibula d'oro aquiliforme hat erscheinen lassen4 ,die beigegebene ,tafel ,,xi gibt neben der im ,besitz des ,germanischen ,museums befindlichen nach der genannten ,publikation de ,rossis noch vier weitere ,adlerfibeln greren ,umfangs wieder4 ,die eine derselben 7,nr4 #d7 ist eine der bekannten beiden aus vergoldeter ,bronze gefertigten ,fibeln des ,cluny-,museums1 die sich in ,originalgre schon bei ,charles de ,linas1 ,orfvrerie mrovingienne3 ,les oeuvres de ,saint loi et la verroterie cloisonne 7,paris #ahfd7 auf der letzten ,tafel unter ,a abgebildet findet4 ,sie wurde samt ihrem ,gegenstck zu ,castel bei ,valence d',agen in ,aquitanien gefunden4 ,zwei andere erheblich kleinere1 gleichfalls zusammengehrige und sich entsprechende ,adlerfibeln 7,nr4 #c;a und #c;b bei de ,waal7 wurden #ahhh in einem ,grabe an der ,via ,flaminia beim ,coemeterium ,sancti ,valentini1 doch auerhalb seines ,bezirks gefunden4 ,als ,nr4 #a endlich1 ist auf der ,tafel bei de ,waal eine ,adlerfibel abgebildet1 welche genau der ,nrnberger ,fibel entspricht1 nur da der ,kopf des ,adlers statt nach rechts nach links gerichtet ist1 wodurch in der ,that sehr wahrscheinlich wird1 da wir in dieser ,fibel das gesuchte ,gegenstck zu den unsrigen vor uns haben4 ,de ,rossi81 so fhrt de ,waal aus1 erhielt die ,photographie dal fortunato possessore sig4 cav4 ,vito ,serafini1 che l'ha rinvenuta la fibia in un suo podere di vocabolo ,lagucci1 parrochia di ,domagnano nel territorio di ,s4 ,marino84 ,da die fibula des ,herrn ,serafini81 fhrt de ,waal fort1 identisch sei mit der dem ,museum zu ,budapest angebotenen1 ist sehr wahrscheinlich4 ,cesena und ,s4 ,marino liegen so nahe bei einander1 da die verschiedene ,ortsangabe nicht ins ,gewicht fllt4 ,auch die ,ausfindungszeit1 um #ahic1 stimmt bei beiden berein2 de ,rossi bezeichnet #ahid den ,fund der ,mariner als scoperta test avvenuta4 ,wird von der ,fibel1 die in ,budapest angeboten wurde1 gesagt1 da das ,auge durch einen weien ,stein1 mit einem ,granat in der ,mitte gebildet sei1 so zeigt ein gleiches die ,abbildung auf unserer ,tafel84 ,zwar sind ,kopf und ,hals des ,adlers hier ziemlich verdrckt1 was von der in ,budapest angebotenen ,fibel nicht ausdrcklich erwhnt wird1 doch fllt dieser ,umstand nicht schwer ins ,gewicht und werden wir das von de ,rossi verffentlichte ,stck daher vorderhand wohl als zu unserem ,schmuck gehrig betrachten drfen4 ,leider bleibt auch nach de ,waals schtzenswertem ,hinweis der gegenwrtige ,aufbewahrungsort jener anderen ,fibel zunchst noch dunkel4 ,da die ,kreuze auf den mittleren ,rundschildchen der ,fibeln nicht durchaus das christliche ,symbol zu bedeuten brauchen1 sondern an sich ebensowohl als bedeutungslose ,zierformen genommen werden knnten1 wie dies de ,waal zu thun geneigt ist1 versteht sich von selbst4 ,angesichts der beiden ,fische jedoch1 die auf einer der zu dem gleichen ,schmuck gehrigen beiden schildfrmigen ,platten im ,budapester ,nationalmuseum dargestellt sind1 scheint mir die erstere ,annahme1 da wir es in der ,that auch in jenen ,kreuzen mit dem christlichen ,symbol zu thun haben1 doch nicht so gewagt und mchte ich mich nach wie vor zu dieser ,auffassung bekennen4 ,ebensowenig kann ich mich mit de ,rossis und de ,waals ,ansicht befreunden1 derzufolge ,fibelpaare dieser ,art als militrischer ,grtelschmuck81 militrische ,dekorationen der ,germanen zur ,zeit der ,vlkerwanderung8 zu betrachten wren4 ,ein ,schlu von den beiden kleinen ,fibeln von der ,via ,flaminia1 die in der ,gegend der ,hften des daselbst ,bestatteten gefunden wurden1 auf ,fibeln von der ,art und ,gre der unsrigen oder ihres ,gegenstcks1 erscheint mir von vornherein wenig zulssig2 und wie sollte man sich1 falls jene ,ansicht das ,richtige trfe1 die ,auffindung dieses ,fibelpaares zusammen mit anderem offenbar zu dem gleichen ,schmuck gehrigen weiblichen ,geschmeide1 wie ,haarnadel1 ,ohrringe1 berhaupt erklren8 ,im brigen fehlt es mir an dieser ,stelle leider an ,raum1 ausfhrlicher auf diese ,frage einzugehen1 und ich begnge mich deswegen damit1 hier nur noch einen ,abschnitt aus einem ,briefe ,julius ,naues1 der meine ,ansicht ber die ,bestimmung der ,fibeln teilt1 wiederzugeben4 ,herr ,dr4 ,naue schrieb mir am #ac4 ,mrz unter anderm3 ,rossis und de ,waals ,ansicht1 da diese groen ,fibeln als ,grtelschmuck gedient haben sollen1 kann ich nicht teilen4 ,wir wissen bestimmt1 da in den frnkischen ,frauengrbern1 welche ,abb ,cochet beschreibt1 die ,fibeln von den ,frauen meistens paarweise getragen wurden1 und zwar lagen sie bei den ,skeletten auf der ,brust1 links und rechts 7,cochet1 ,la ,normandie souterraine etc4 ,paris #ahef4 ,s4 #bfe72 ebenso verhlt es sich in den angelschsischen ,grbern von ,fairford und ,marnham-,hill 7,akerman1 ,remain of pagan ,saxondom ,s4 #cg und #ch71 und in ,selzen fand ,lindenschmit 7,das germanische ,totenlager bei ,selzen1 ,tafel #aj und #aa7 bei zwei ,frauenskeletten je ein ,paar ,fibeln1 eine auf der ,schulter1 die andere auf der ,brust84 ,auch ,fausset1 ,inventorium ,sepulcrale1 edited ,ch4 ,r4 ,smith besttigt1 da die ,fibeln bei den ,skeletten auf der ,brust lagen4 -- ,von ,nordendorf geben die ,fundberichte leider die ,lage der ,fibeln nicht an1 doch ist es nach meinem ,dafrhalten zweifellos1 da sie ebenfalls auf der ,brust getragen wurden1 bzw4 hier die ,gewnder oder den ,mantel zusammenhielten84 ,auf dem groen ,mosaik in ,s4 ,vitale in ,ravenna mit der ,darstellung der ,kaiserin ,theodora und ihren ,hofdamen trgt die ,kaiserin auf der rechten und linken ,brustseite je eine groe1 runde1 mit ,perlen besetzte ,fibel1 whrend die beiden neben ihr stehenden ,kmmerer auf der rechten ,achsel die ,spangenfibel haben1 wie die ,mehrzahl der ,mnner auf dem gegenber befindlichen ,mosaik des ,kaisers ,justinian84 ,da unter ,theoderich dem ,groen und sicher auch unter seinen ,nachfolgern ,vieles von den ,byzantinern und ,rmern angenommen worden ist1 so wohl auch die ,art und ,weise1 die ,schmucksachen 7also ebenfalls die ,fibeln7 zu tragen84 ,in vorhistorischen ,grbern -- der ,hallstattzeit -- habe ich die ,fibeln bei den ,skeletten stets in der ,nhe der ,achseln oder auf der ,brust 7links und rechts7 gefunden1 so die groen halbmondfrmigen ,bgelfibeln mit den zwei ,vgeln oben und mit den in ,kettchen angehngten ,klapperblechen84 ,all dieses spricht dafr1 da die ,fibeln nicht als ,grtelschmuck verwendet worden sind84444 ,allerdings schreibt dies ,n4 noch ohne genauere ,kenntnis des ,aufsatzes von de ,waal2 doch ergibt sich aus seinen ,ausfhrungen zur ,genge1 da es auch in unserm ,falle nher liegt1 an ,frauenschmuck als an militrischen ,grtelschmuck zu denken4 ,funote #ff3 ,katalog der ,kunst-,sammlungen des 444 ,cavaliere ,carlo ,morbio4 ,mnchen #ahhc4 ,in ,kommission bei ,theodor ,ackermann4 ,funote #fg3 ,in den ,atti e memoire della r4 deputazione di storia patria per le provincie di ,romagna1 ,,iii4 serie1 vol4 ,v4 ,bologna #ahhg ,s4 #ccc-dad4 ,funote #fh3 ,vgl4 z4 ,b4 noch ,mitteilungen der k4 k4 ,zentral-,kommission ,,iv1 7#ahei7 ,s4 #cbf ,fig4 #f4 u4 ,s4 #cbg4 ,l4 ,lindenschmit1 ,handbuch der deutschen ,altertumskunde ,i 7#ahhj-ahhi7 ,s4 #dgd und ,taf4 ,,xxii ,nr4 #g1 ,taf4 ,,xxx u4 a4 m4 ,funote #fi3 ,vergl4 ,dannenberg1 ,grundzge der ,mnzkunde #b4 ,aufl4 7#ahii7 ,s4 #beg4 ,funote #gj3 ,abgebildet in den ,mitteilungen aus dem germanischen ,nationalmuseum ,i ,s4 #aje ,fig4 #a-e4 ,funote #ga3 ,g4 ,seeger1 ,peter ,vischer der ,jngere4 ,leipzig ,a4 ,seemann #ahig und die ,besprechung desselben durch ,a4 ,bauch in den ,mitteilungen des ,vereins fr ,geschichte der ,stadt ,nrnberg4 #ac4 ,heft #ahii ,seite #bij4 ,funote #gb3 ,mitteilungen ,bd4 ,i1 ,jahrgang #ahhf1 sowie ,ortwein1 ,nrnberg ,taf4 #ad4 ,ferner ,p4 ,j4 ,re1 ,nrnberg4 ,seemann #aijj4 ,fig4 #acd4 ,funote #gc3 ,ebenda ,bd4 ,,ii1 ,jahrg4 #ahhg1 ,seite #cd1 ,taf4 ,,xvi4 ,funote #gd3 ,ausfhrlicheres ber ,p4 ,fltner in dem ,exkurs zu diesem ,aufsatz4 ,funote #ge3 ,c4 ,friedrich4 ,augustin ,hirsvogel als ,tpfer4 ,selbstverlag4 ,nrnberg #ahhe4 ,funote #gf3 ,s4 ,wellisch in ,berichte und ,mitteilungen des ,altertumsvereines zu ,wien ,band ,,xxxiv4 ,s4 #ga1 sowie ,ebenderselbe in der ,zeitschrift des sterr4 ,ingenieur- und ,architektenvereines1 ,jahrg4 #ahii4 ,s4 #cce4 ,funote #gg3 ,h4 ,stegmann1 ,die ,rochuskapelle zu ,nrnberg4 ,fr4 ,bruckmann1 ,mnchen #ahhe4 ,seite #be ff4 ,funote #gh3 ,quellenschriften zur ,kunstgeschichte ,x4 ,s4 #aea4 ,funote #gi3 ,ratsbuch #ae4 ,fol4 #ach4 #aci1 cf4 ,friedrich a4 a4 ,o4 p4 #ab4 ,funote #hj3 ,unsere ,handschrift #dcee1 von ,fuhse und ,lange als vertrauenswrdiger betrachtet1 hat statt dessen3 in ,model gegossen4 ,funote #ha3 ,ortwein ,,liii4 ,blatt #dd4 ,funote #hb3 ,ortwein ,nrnberg1 ,blatt #bf und #bg4 ,funote #hc3 ,ortwein ,nrnberg1 ,bd4 #a und #b4 ,funote #hd3 ,friedrich a4 a4 ,o4 #eh4 ,abgebildet im ,kunsthandwerk4 ,herausgeg4 v4 ,bucher und ,gnauth4 ,spemann #ahge4 ,s4 #bb4 ,funote #he3 ,rper-,bsch ,taf4 #i4 ,funote #hf3 ,ich kenne das ,stck nur aus der ,abbildung bei ,j4 ,brinckmann4 ,das ,hamburgische ,museum fr ,kunst und ,gewerbe4 ,s4 #bif4 ,wir werden ihm spter nochmals begegnen4 ,funote #hg3 ,friedrich a4 a4 ,o4 #eh f4 -- ,taf4 ,,xxxvii4 ,funote #hh3 ,es liegt mir die ,absicht ferne1 mit diesen ,bemerkungen das ,verdienst ,friedrichs schmlern zu wollen4 ,ihm bleibt immer das nicht zu unterschtzende ,verdienst1 die sogenannten ,hirsvogelkrge endgltig abgethan und mit ,energie auf die erneute ,untersuchung dieses sicher sehr wichtigen ,meisters hingewiesen zu haben4 ,auch ist eine ,arbeit ber ein ,gebiet der deutschen ,renaissance1 besonders in ,verbindung mit dem ,kunstgewerbe stets verdienstvoll1 da dies ,gebiet mit ,ausnahme der ,malerei seiner ,schwierigkeit halber von den ,kunsthistorikern ngstlich gemieden wird4 ,funote #hi3 ,lange1 ,p4 ,fltner ,nr4 #ad1 ,taf4 ,,vii4 ,funote #ij3 ,lange1 ,nr4 #aa1 #ab1 #ac1 #ad1 #af1 #ag1 ,taf4 ,,vii4 ,noch im #ag4 ,jahrhundert oft als ,vorlage von ,hafner benutzt1 wofr die ,beispiele bei ,lange1 der diese beiden fen1 da nicht publiziert und geradezu unbekannt1 nicht anfhren konnte4 ,funote #ia3 ,abbildung bei ,ortwein ,abteil4 #ed4 ,franken ,blatt #aj4 ,funote #ib3 ,ortwein1 ,nrnberg ,taf4 #gi1 danach die ,abbildung in den ,mitteil4 des ,german4 ,museums1 ,bd4 ,i4 ,jahrg4 #ahhf1 ,s4 #beg4 ,funote #ic3 ber die ,entstehung desselben vergl4 ,k4 ,lamprecht1 ,der ,ursprung des ,brgertums und des stdtischen ,lebens in ,deutschland4 ,hist4 ,zeitschr4 ,bd4 #fg1 pg4 #che ff4 ,funote #id3 ,nhere ,mitteilungen ber die ,ausgaben1 die ich bentzt habe1 finden sich in den ,anmerkungen der ersten ,sammlung4 ,funote #ie3 ,vergl4 ,steinhausen1 a4 a4 ,o4 pg4 #af4 ,funote #if3 ,geiler1 ,brsaml4 ,i4 fol4 #id;b4 ,auf dem ,markte war ein ,standgeld und auerdem whrend der ,messe ,gebhren an das ,kaufhaus zu zahlen4 ,vergl4 ,kurt ,kaser1 ,politische und soziale ,bewegungen im deutschen ,brgertum zu ,beginn des #af4 ,jahrhdt4 ,stuttgart4 #ahii4 pg4 #aai4 ,funote #ig3 ,die ,abbildungen sind uns1 wie die des ersten ,aufsatzes in dankenswerter ,weise von der ,verlagsbuchhandlung ,eug4 ,diederichs1 ,leipzig1 zur ,verfgung gestellt4 ,funote #ih3 ,geiler1 ,brsaml4 ,i4 fol4 #ajd;b4 ,funote #ii3 ,ibid4 -- ,funote #ajj3 ,vergl4 z4 ,b4 die ,beschreibung1 die ,grimmelshausen im ,simplicissimus 7,halle'sche ,neudrucke7 pg4 #dgj davon macht3 ,ein ,marckschreyer oder ,quacksalber 7welche sich selbs vornehme ,aertzte1 ,oculisten1 ,bruch- und ,steinschneider nennen1 auch ihre gute pergamentine ,briefe und ,siegel darber haben7 444 wann er am offnen ,marckt mit seinem ,han ,wurst oder ,han ,supp auftritt1 und auf den ersten ,schrey und phantastischen krummen ,sprung seines ,narrn mehr ,zulauffs und ,anhorer bekompt1 als der eyfrigste ,seelen-,hirt1 der mit allen ,glocken dreymahl zusammen lauten lassen4444 ,funote #aja3 ,geiler1 ,brsaml4 ,i4 fol4 #ajd;b4 ,funote #ajb3 ,grimm ,w4-,b4 ,,iii4 pg4 #eji fhrt zwar die ,beziehungen zu den ,ausdrcken blauer ,dunst und ,zeitungsente an1 gibt aber keine eigentliche ,erklrung4 ,die oben zitierte ,stelle scheint unter einer blauen ,ente deutlich ein ,kinderspielzeug zu verstehen1 gibt also den ,ausgangspunkt fr die ,redensart3 von blauen ,enten reden1 die zuerst nur bedeutete1 von ,nichtigkeiten reden1 und dann in eingeengter ,bedeutung geradezu den ,begriff lgen annahm4 ,funote #ajc3 ,geiler1 ,brsaml4 ,i4 fol4 #ie b4 ,funote #ajd3 ,geiler1 ,der seelen ,paradi4 7,straburg1 ,matth4 ,schrer #aeaj47 fol4 #bah4 ,funote #aje3 ,es ist nicht ganz klar1 ob ,geiler an dieser ,stelle meint1 ein ,priester solle nicht mit ,geld sich einen ,vertreter zur ,darreichung der ,sakramente verschaffen1 oder ob er auf die ,stolgebhren anspielen will1 die so schweres rgernis erregten und dem ,publikum nicht anders als ein ,sakramentenhandel erschienen1 wie denn auch der ,reformationsprediger ,joh4 ,eberlein von ,gnzburg sich darber uert3 ,wir verkaufen alles1 ,taufen1 ,absolution1 ,begrbnis1 ,heirat1 ,ein- und ,aussegnen von ,kindbetterinnen 4444 und so geben wir entweder rgernis oder wir werden ,bettler4 ,funote #ajf3 ,geiler1 ,postill ,,iii fol4 #fd b4 ,funote #ajg3 ,vgl4 ,steinhausen a4 a4 ,o4 pg4 #ej4 ,funote #ajh3 ,s4 o4 ,jahrg4 #ahii1 pg4 #aae4 ,funote #aji3 ,ibid4 pag4 #aaa4 ,funote #aaj3 ,geiler1 ,brsaml4 ,i4 fol4 #ia4 ,vgl4 auch ,ibid4 fol4 #ic;b_/#id4 ,funote #aaa3 ,ibid4 ,,ii4 fol4 #eh;b4 ,vergl4 ,steinhausen a4 a4 ,o4 pag4 #cf u4 #ci ff4 ,j4 ,kamann1 ,aus dem ,briefwechsel eines jungen ,nrnberger ,kaufmanns im #af4 ,jahrh4 ,mitteilungen a4d4 german4 ,nationalmuseum4 #ahid1 pg4 #i ff4 ,funote #aab3 ,geiler1 ,brsaml4 ,i4 fol4 #ij;b4 ,funote #aac3 ,geiler1 ,narrensch4 fol4 #acd4 ,funote #aad3 ,vergl4 ,steinhausen a4 a4 ,o4 pg4 #ea ff4 ,funote #aae3 ,geiler1 ,predigen tetsch4 7,augsburg4 ,h4 ,otmar #aeaj47 ,fol4 #aab b4 ,funote #aaf3 ,opusculum de cognicione peccatorum venialium et mortalium4 7,augsburg4 ,joh4 ,froschauer #aejc47 fol4 d ,ia4 ,funote #aag3 ,nider1 a4 a4 ,o4 fol4 #ag;a4 ,funote #aah3 ,geiler1 ,von den dry marien1 wie sie vnsern heren iesum cristum wolten salben444 7,straburg4 ,joh4 ,grninger #aebj47 ,fol4 #ae;b4 ,funote #aai3 ,nider1 a4 a4 ,o4 fol4 #e;b_/#f;a4 ,funote #abj3 ,vgl4 ,w4 ,l4 ,schreiber1 ,manuel de l'amateur de la gravure sur bois et sur mtal4 ,nr4 #aihf1 #b4 ,funote #aba3 sester ein ,ma fr ,getrnke und ,frucht4 ,funote #abb3 ,nider a4 a4 ,o4 fol4 #e;a_/b4 ,funote #abc3 ,gerson a4 a4 ,o4 fol4 d ,i4 b4 ,funote #abd3 ,nider a4 a4 ,o4 fol4 #af;a4 ,funote #abe3 ,ibid4 fol4 #h a4 ,funote #abf3 ,ibid4 fol4 #h;a_/b4 ,funote #abg3 ,geiler1 ,paradi fol4 #abj4 ,funote #abh3 ,eine sehr gute ,zusammenstellung hierber gibt das oben genannte ,buch von ,kurt ,kaser4 ,funote #abi3 ,vgl4 a4 a4 ,o4 ,s4 #cgi-chg4 ,funote #acj3 ,r4 ,majocchi1 ,le crocette auree langobardiche del civico museo di storia patria in ,pavia 7,bolletino ,storico ,pavese1 ,anno ,,ii1 ,fasc4 ,,iii4 #ahid74 -- ,s4 #h f4 des ,separatabdrucks dieser ,arbeit1 den ,herr ,professor ,majocchi in ,pavia so liebenswrdig war1 mir zur ,verfgung zu stellen1 werden in den ,anmerkungen noch #ad weitere ,kreuze dieser ,art erwhnt1 soda sich die ,zahl der in ,italien bisher gefundenen und bekannt gewordenen ,kreuze dadurch auf #ie erhht4 ,funote #aca3 ,j4 ,naue im ,katalog der ,sammlung ,morbio ,s4 #fa4 ,funote #acb3 ,vergl4 ,orsi a4 a4 ,o4 ,s4 #dac f4 ,funote #acc3 ,vergl4 ,e4 ,a4 ,stckelberg1 ,langobardische ,plastik4 ,zrich #ahif4 ,s4 #hh ff4 ,funote #acd3 ,orsi ,s4 #dad4 ,majocchi ,s4 #ad f4 etc4 ,funote #ace3 ,vergl4 ,orsi ,s4 #chc ff4 ,funote #acf3 ,vergl4 ,stckelberg a4 a4 ,o4 ,s4 #ha f4 ,funote #acg3 ber ,goldschmiede und den ,betrieb der ,goldschmiedekunst bei den ,langobarden siehe u4 a4 ,orsi a4 a4 ,o4 ,s4 #cie ff4 ,funote #ach3 ,vgl4 ,stckelberg a4 a4 ,o4 ,s4 #ai f4 ,funote #aci3 ,die drei ,zitate nach ,stckelberg1 a4 a4 ,o4 ,s4 #ga f4 ,funote #adj3 ,vgl4 ,orsi a4 a4 ,o4 ,tavola ,,iv ,nr4 #e u4 #g2 letzteres ,kreuz1 in getreuerer ,abbildung auch bei ,majocchi als ,nr4 #b auf der dem ,aufsatze beigegebenen ,tafel4 ,funote #ada3 ,vgl4 ,orsi ,nr4 #a1 #b-aa1 #ab1 #bj-ba1 #bb1 #bc1 #be1 #bf1 #cb-de1 #di1 #ec1 #ed1 #ef1 #eh-fa1 #fi1 #gj4 ,funote #adb3 ,vgl4 ,orsi ,nr4 #b #aa 7,s4 #cdj f474 ,funote #adc3 ,vgl4 ,orsi ,nr4 #ec 7,s4 #cfc71 ,majocchi ,s4 #ai4 ,funote #add3 ,orsi ,s4 #dji f4 ,funote #ade3 ,majocchi ,s4 #bf4 ,funote #adf3 ,majocchi ,s4 #ba4 ,funote #adg3 ,anderer ,meinung scheint ,wolfg4 ,m4 ,schmid1 ,eine ,goldschmiedeschule in ,regensburg um das ,jahr #ajjj 7,mnchen #ahic7 ,s4 #af4 ,er sagt von dem ,filigran am ,deckel des ,codex aureus3 ,der ,faden ist von feinster ,ausfhrung2 denn auch die kleinste ,perle desselben zeigt um ihren ,aequator einen ,schnitt1 der oft nur mit dem ,vergrerungsglas sichtbar wird4 ,funote #adh3 ,abbildung bei ,e4 aus'm ,weerth1 ,das ,siegeskreuz etc4 7,bonn #ahff7 ,taf4 ,i4 ,funote #adi3 ,abbildung bei ,e4 aus'm ,weerth1 ,kunstdenkmler des christlichen ,mittelalters in den ,rheinlanden ,taf4 ,,lv4 ,funote #aej3 ,abgebildet bei ,labarte1 ,histoire des arts industriels1 ,i4 ,bd4 ,tafel ,,xxx4 ,das ,gebetbuch befindet sich jetzt im ,louvre-,museum4 ,funote #aea3 ,abbildung bei ,aus'm ,weerth1 ,siegeskreuz ,s4 #af4 ,funote #aeb3 ,nicht unerwhnt will ich lassen1 da ,herr ,prlat ,schneider in ,mainz1 dieser vorzgliche ,kenner kirchlicher ,altertmer1 das ,kreuz fr eine griechische1 d4 h4 byzantinische ,goldschmiedearbeit hlt4 ,funote #aec3 ,vgl4 ,bock1 ,karls des ,groen ,pfalzkapelle und ihre ,kunstschtze #a1 #ed ff4 ,aus'm ,weerth1 ,kunstdenkmler ,s4 #id und ,taf4 ,,xxxiv4 ,funote #aed3 ,aus'm ,weerth1 ,kunstdenkmler ,tafel ,,xxiv1 ,,xxv ,nr4 #d4 ,clemen1 ,die ,kunstdenkmler der ,rheinprovinz ,,ii1 #c4 ,s4 #de1 ,nr4 #d4 ,funote #aee3 ,abbildung bei ,aus'm ,weerth1 ,kunstdenkmler ,tafel ,,xlvi ,nr4 #b;b4 ,funote #aef3 ,abbildung bei ,didron1 ,annales archologiques ,,xx1 #bfd4 ,funote #aeg3 ,vgl4 ,andresen1 ,der deutsche ,peintre-,graveur etc4 ,v4 ,bd4 ,s4 #d ff4 ,funote #aeh3 ,nagler1 ,knstlerlexikon ,bd4 ,,xxi ,s4 #aib f4 ,monogrammisten ,,iii4 ,bd4 ,s4 #adf 7,nr4 #dgj74 ,funote #aei3 a4 a4 ,o4 ,s4 #a ff4 ,funote #afj3 ,blatt #acf;b der genannten ,handschrift4 ,funote #afa3 ,bl4 #ih;b wird von ,hasdrubal ,rosenthaler1 der wegen zahlreicher ,betrgereien gegen seine ,herren1 die ,frleger1 von #aehc an mehr denn #bj ,jahre auf dem ,frschturm gefangen sa1 gesagt3 yetziger zeitt aber1 #afad1 wohnet ,er vff dem ,diellinghoff inn seins ,vatern ,behaussung 444 etc4 ,funote #afb3 ,andresen1 ,peintre-,graveur ,bd4 ,,iv ,s4 #cca ff4 ,vgl4 auch ,nagler1 ,knstlerlexikon ,,xxi1 ,s4 #aic ff4 ,funote #afc3 ,andr4 ,nr4 #b3 ,nrnberg von ,osten1 nach ,lorenz ,strauch4 ,funote #afd3 ,andr4 ,nr4 #c3 ,die vortreffliche ,wappenfolge4 ,funote #afe3 ,andr4 ,nr4 #d3 ,die groe aus neun ,blttern bestehende ,ansicht von ,prag2 ,andr4 ,nr4 #e3 ,die streitende ,kirche ,christi und ,andr4 ,nr4 #g3 ,das ,religionsgesprch zu ,regensburg #afja4 ,funote #aff3 ,vgl4 ,nagler a4 a4 ,o4 ,s4 #aic f41 ,andresen a4 a4 ,o4 ,s4 #cca f4 ,funote #afg3 ,in ,betracht kommen knnten auch die ,nummern #acbe und #acdg1 bei denen sich das ,merkzeichen ebenfalls aus ,h und ,b zusammensetzt4 ,zeitlich scheinen sie indessen weniger zu entsprechen4 ,hieronymus ,bang mag um #aeij ,meister geworden sein4 #aehg wird er in den ,ratsverlssen noch ,goldschmiedsgeselle genannt4 ,funote #afh3 in an1 ungefhr4 ,funote #afi3 ,von hier an bis m4 pria eigenhndige ,unterschrift des ,kurfrsten4 ,funote #agj3 ,vattern ,schwiegervater2 ,muetter ,schwiegermutter4 ,maximilian war in zweiter ,ehe vermhlt mit ,maria ,anna1 ,tochter ,ferdinands ,,ii4 und der ,kaiserin ,maria ,anna1 geborenen ,prinzessin von ,bayern4 ,funote #aga3 ,erste ,gemahlin ,ferdinands ,,iii41 ,maria ,anna1 ,schwester ,philipps ,,iv4 von ,spanien4 ,funote #agb3 ,von hier an eigenhndige ,unterschrift4 ,funote #agc3 ,vgl4 ,f4 ,luthmer3 ,der ,schatz des ,freiherrn ,karl v4 ,rothschild4 ,meisterwerke alter ,goldschmiedekunst1 ,bd4 ,,ii ,taf4 #ej4 ,funote #agd3 ,vgl4 ,quirin v4 ,leitner3 ,die hervorragendsten ,kunstwerke der ,schatzkammer des sterreichischen ,kaiserhauses4 ,wien #ahgj-gc4 ,taf4 #ab u4 bes4 #ac4 ,funote #age3 ,vgl4 die ,anhnger bei ,marc ,rosenberg3 ,die ,kunstkammer im ,groherzogl4 ,residenzschlosse zu ,karlsruhe4 #ahib4 ,taf4 #f4 ,funote #agf3 ,vergl4 ,j4 ,grimm1 ,deutsche ,rechtsalterthmer #d ,i1 ,s4 #bfh_/i1 wo die weiteren ,angaben nachzulesen sind4 ,funote #agg3 ,e4 ,l4 ,rochholz1 ,deutscher ,glaube und ,brauch im ,spiegel der heidnischen ,vorzeit4 ,berlin #ahfg ,,ii1 ,s4 #aac4 ,funote #agh3 ,drucke und ,holzschnitte des #ae4 und #af4 ,jahrhunderts in getreuer ,nachbildung4 ,,ii4 ,gedichte vom ,hausrat aus dem #ae4 und #af4 ,jahrhundert4 ,in ,facsimiledruck herausgegeben4 ,mit einer ,einleitung von ,dr4 ,th4 ,hampe4 ,straburg4 ,heitz4 #ahii4 ,ich citiere nach dieser ,ausgabe4 ,funote #agi3 ,in kleinerem ,mastabe abgebildet bei ,hampe1 a4 a4 ,o4 ,s4 #af4 ,funote #ahj3 ,das ,nhere darber siehe ,hampe1 a4 a4 ,o4 ,s4 #i4 ,funote #aha3 ,abgebildet in ,g4 ,hirth1 ,kulturgeschichtliches ,bilderbuch ,,iii ,nr4 #aaie4 ,funote #ahb3 ,mit diesen ,buchstaben werde ich knftig die einzelnen ,dockenhuser zitieren4 ,funote #ahc3 ,wie ich hre1 wird demnchst in ,velhagen ,klasings ,monatsheften eine ,abbildung des ,hauses erscheinen4 ,funote #ahd3 ber die ,einrichtung vgl4 ,boesch1 a4 a4 ,o4 ,funote #ahe3 ,aufnahmen der ,kapelle mit sorgfltigen ,detailzeichnungen hat der akademische ,architektenverein des ,karlsruher ,polytechnikums unter ,leitung von ,professor ,weinbrenner gemacht und #ahhd herausgegeben4 ,vgl4 auch die schne ,abhandlung von ,robert ,vischer in seinen ,studien zur ,kunstgeschichte ,s4 #ehc ff4 ,funote #ahf3 ,vgl4 meinen ,aufsatz3 ,zur ,narrenliteratur des #af4 ,jahrhunderts4 ,mitteilungen4 #ahih4 ,s4 #acc ff4 ,funote #ahg3 ,vgl4 ,grimm1 ,w4 ,b4 ,,vi1 #aci3 landsknecht1 ein ,kartenspiel1 das in landsknechtkreisen aufgekommen4 ,nach obiger ,stelle scheint die ,dauer jenes ,spieles in der ,volkssprache scherzhaft als ,zeitma gebraucht zu sein1 eine ,wortverwendung1 die ,grimm a4 a4 ,o4 nicht kennt4 ,funote #ahh3 ,g4 ,hoet1 ,catalogus4 ,haag #ageb4 ,d4 ,i4 ,s4 #aca ff4 ,funote #ahi3 cav4 ,piancastelli in ,l',arte #ahih1 ,maggio-,giugno1 domande e risposte4 ,funote #aij3 ,herrn ,bhler bin ich fr verschiedene bereitwilligst gemachte ,angaben zu ,dank verpflichtet4 ,funote #aia3 ,il microcosmo della pittura4 ,cesena #afeg4 ,s4 #adb una grande historia in quadro assai capace1 e molto ben conservata4 -- ,piancastelli a4 a4 ,o4 ,funote #aib3 ,in desen tyt had men de maniere te mak groote doecken met groote belden in1 die men gebruyckte om ,camers mede te behangen als met ,tapytserye1 en waren van ,ey -- verwe oft ,lym -- verwe ghedaen4 -- ,van ,mander1 ,schilderboeck #afjd4 fol4 #bjc1 het leven van ,rogier van ,brugghe4 ,funote #aic3 ,b4 #ah und #bd1 #be2 fr das ,abschneiden der ,baumkronen ,b4 #ci und #gh4 ,funote #aid3 ,man vergleiche diesen fast sentimentalen ,moseskopf mit dem gewaltig festen von ,claux ,sluters ,mosesbrunnen in ,dijon1 dem #ajj ,jahre frher geschaffenen ,werk eines ,knstlers hollndischer ,herkunft6 ,funote #aie3 ,van ,mander sah in dem -- jetzt zugrunde gegangenen -- obersten ,teil der ,auenseiten der ,flgel dieses ,bildes das ,datum #aeca4 ,funote #aif3 ber die ,datierung dieses ,werkes schrieb ich in meinem ,aufsatz ,das jngste ,gericht des ,lucas van ,leyden im ,repertorium fr ,kunstwissenschaft4 ,,xxii1 #a4 ,funote #aig3 ,vgl4 ,grimm4 ,w4 ,b4 ,,iv1 #ajgd2 ,dieffenbach1 ,glossarium latino-germanicum ,s4 #bda a2 ,du ,cange ,,iii1 #ccb;b1 foculare3 idem quod focus1 locus ubi ignis asservatur1 vel domus ipsa4 ber den indogermanischen ,herd vgl4 ,o4 ,schrader1 ,reallexikon der indogermanischen ,altertumskunde4 ,straburg4 ,k4 ,j4 ,trbner #aija4 ,i4 ,halbbd4 ,s4 #cfg ff4 ,funote #aih3 ,zum ,teil mag dieser saubere ,anstrich auch auf das ,muster der ,prangkchen zurckzufhren sein4 ,dieselben waren brigens nicht etwa nur in ,nrnberg blich1 wie in ,p4 ,j4 ,marperger1 ,vollstndiges ,kch- und ,keller-,dictionarium 444 ,hamburg4 ,benj4 ,schillers ,wwe4 #agaf folgende ,stelle auf ,s4 #fga beweist3 ,eine ,prunck- oder ,prang-,kche nennet man die1 in welcher alles ,zinn- ,meszing- und ,eiserne ,kchen-,gerth in schnster ,ordnung1 blanck gescheuret1 gefeget und poliret stehet1 die ,feuer-,heerde sauber angestrichen1 und welche fast niemahls oder wenig gebrauchet1 oder doch so einmahl darin gekochet worden1 solche gleich wieder gesaubert und aufgewaschen wird4 ,dergleichen ,kchen findet man in ,holland und ,teutschland sehr viel1 da sich manche ,haus-,frau sehr piquiret1 eine solche propre und mit allerhand zu einer vollkommenen ,kchen erforderten ,kchen-,gerth 7auch selbst das ,porcelain nicht ausgeschlossen7 wohl versehene ,kche zu haben1 und solche denen1 die sie besuchen1 aufzuweisen2 ,dabey sie dann eine andere kleine und zum tglichen ,gebrauch gewidmete ,neben-,kche haben1 damit die ,prang-,kche nur immer in ihrem ,esse bleiben mge4 ,funote #aii3 ,wickilstein ist auch als ,ortsname bezeugt3 ,graff1 ,ahd4 ,sprachschatz ,i1 #gjh4 ,zur ,erklrung dieses ,namens will ,frstemann1 ,ad4 ,namenbuch #b ,,ii1 #aehe an eine ,kom-,position mit wig bellum denken4 ,sollte nicht vielmehr eine solche mit ahd4 wh1 goth4 veihs sacer anzunehmen sein8 ,funote #bjj3 brantert ,bezeichnung fr ,feuerbock4 ,funote #bja3 ,wenn ,meringer1 ,mitt4 d4 ,anthrop4 ,ges4 ,wien4 ,,xxiii1 ,s4 #agg sagt3 man erzhlt mir1 da man in ,krain einen ,feuerbock fr kleines ,holz auf den ,herd setzt1 lngere ,scheiter aber ber zwei ,bcke legt4 ,das letztere sieht man bei ,schultz 7,fig4 #aae7 nach einem altniederlndischen ,gemlde des ,leipziger ,museums1 so trifft diese letztere ,bemerkung nicht zu4 ,auf dem betreffenden ,bilde ,liebeszauber ist nur ein ,feuerbock zu sehen4 ,funote #bjb3 ,den ,ausdruck ,eigenbrtler1 den ich z4 ,b4 bei ,hottenroth1 ,deutsche ,volkstrachten ,i1 ,s4 #hh finde1 in diesem ,zusammenhange zu verwerten1 trage ich deshalb ,bedenken1 weil bei ,grimm1 ,w4 ,b4 ,,iii1 #ig steht3 ,eigenbrtler1 m4 qui rem familiarem ipse curat4 ,diese letztere ,form wrde sich als eine ,komposition mit -brot darstellen4 ,funote #bjc3 ,vgl4 ,nrn4 #ef1 #hf1 #hg1 #id1 #ie4 ,funote #bjd3 ,vergl4 ,mitteilungen der ,anthropolog4 ,gesellschaft in ,wien4 ,,xxx4 7#aijj47 ,s4 #f;b4 ,funote #bje3 ,mit ,ofenblech nicht zu verwechseln sind die ,ofeneisen 7vgl4 ,tucher1 a4 a4 ,o4 #hf4 dem stathafner 4 4 4 fr ofeneiszen zu vernewen7 ,grimm1 ,w4 ,b4 ,,vii1 #aaei erklrt sie gleich ,ofenanker als eiserne ,schiene1 die die steine oder kacheln des ofens zusammenhlt4 ,funote #bjf3 ,vgl4 ,bancalari a4 a4 ,o4 ,s4 #f;b_/#g;a4 ,funote #bjg3 ,vgl4 ,heyne1 a4 a4 ,o4 ,s4 #afg4 ,funote #bjh3 ,l4 ,diefenbach a4 a4 ,o4 ,s4 #bih;a4 ,ibid4 #ic;a caminus rauch lach1 #bea;c fumigale rauchfankch ,grimm4 ,w4 ,b4 ,,viii1 #bdh fagunale4 ,funote #bji3 ,heyne a4 a4 ,o4 ,s4 #abj_/a4 ,funote #baj3 ,grimm1 ,w4 ,b4 ,,vii1 #aafb gibt meines ,erachtens jenen ,dichterstellen eine falsche ,auslegung4 ,dort bedeutet das ,ofenrohr weder rohr in einem ,ofen 7zum braten oder warm halten7 wie in einer von ,grimm angefhrten ,stelle aus ,hebel's ,werken1 noch rohr zum anblasen des feuers im ofen1 sondern nur rauchrohr eines ofens4 ,funote #baa3 ,vgl4 ,heyne1 a4 a4 ,o4 ,s4 #aba4 ,marperger1 a4 a4 ,o4 ,s4 #fhf4 ,du ,cange ,,iii1 #gfj ,ignitabulum1 ,ignis receptaculum4 ,dieffenbach #fe;a ,bacilla kolpfanne4 ,vergl4 ,h4 ,a4 ,mller u4 ,o4 ,mothes1 ,illustriertes ,archologisches ,wrterbuch der ,kunst des germanischen ,altertums1 des ,mittelalters und der ,renaissance4 ,die ,artikel ,kohlenbecken 7mit ,abbildung7 und ,handwrmer4 ,funote #bab3 ,grimm1 ,w4 ,b4 ,,iv1 #aba unter ,hafen4 ,funote #bac3 ,vgl4 ,h4 ,havard1 ,dictionnaire de l'ameublement et de la dcoration depuis le ,,xiiie sicle jusqu' nos jours4 ,artikel3 rchaud 7mit ,abbildungen74 ,funote #bad3 ,marperger a4 a4 ,o4 ,s4 #fhe2 ,du ,cange ,,iii1 #ccb2 ,dieffenbach1 #efe;a2 #bda;a4 focular efocher vel plaspalck4 ,s4 o4 ,s4 #afe4 ,mller ,mothes1 a4 a4 ,o4 ,s4 #efa4 ,art4 ,kamingert4 ,dieffenbach #bcg;b4 ,du ,cange ,,iii1 #cac;c4 ,hans ,paur a4 a4 ,o41 ,abt4 #g4 ,funote #bae3 ,abgebildet bei ,mller ,mothes1 ,illustriertes ,archologisches ,wrterbuch der ,kunst des germanischen ,altertums1 des ,mittelalters und der ,renaissance ,i1 ,s4 #abd4 ,fig4 #ih4 ,vgl4 auch ,thom4 ,wright1 ,the homes of other days4 ,london #ahga4 ,fig4 #ajg4 7#ad4 ,jahrh4 ,british ,museum4 ,m4 ,s4 ,reg4 #aj4 ,e4 ,,iv47 ,dazu ,s4 #afc3 the cook makes use of a pair of bellows1 which bears a remarkably close resemblance to the similar articles made in modern times4 ,bei ,hans ,paur a4 a4 ,o4 ,abt4 #bd4 ein ,wedel mit se zum ,anhngen4 ,funote #baf3 ,marperger ,s4 #fhe4 ,du ,cange ,i1 #fbc4 batillum 7vel batilus73 thuribulum1 pala1 ferrum quo colliguntur carbones4 ,i1 #fbe4 batulus3 sunt autem batilli ferrea instrumenta1 palae similitudine1 quibus prunae in fornacibus colliguntur4 ,v1 #ae4 pala instrumentum coquinarium1 batillum4 ,dieffenbach #fe;a4 bacilla 7est pala ferrea7 ein ysen-schuffel4 #bih;a4 infurnibulum4 #dje;c pala4 ,funote #bag3 ,marperger ,s4 #fhe4 ,dieffenbach #bdb;b4 ,mller ,mothes a4 a4 ,o4 ,s4 #efa4 ,art4 ,kamingerth4 ,du ,cange ,,vi4 #ejc;a1 #ecb;c4 ,hans ,paur a4 a4 ,o41 ,abt4 #g4 ,funote #bah3 ,grimm1 ,w4 ,b4 ,,iii1 #aeid4 hamus igni alendo suscitando fiurhke4 ,funote #bai3 ,heyne a4 a4 ,o4 ,s4 #aga4 ,anm4 #gc4 ,grimm4 ,w4 ,b4 ,,vii1 #aafa4 ,dieffenbach4 #eia;a4 tractula1 instrumentum cum quo trahitur ignis de fornace4 ,idem fornaculum vel fornalium4 ofenkrucken4 #ejd;c4 rutabulum ofenkruck1 womit ,dieff4 #cfi;a morungum rurscheyt in ,zusammenhang bringt4 ,funote #bbj3 ,mitteilungen der ,anthrop4 ,ges4 ,wien ,,xxx1 #aj;a4 ,funote #bba3 ,ibid4 #c;a4 ,funote #bbb3 ,dieffenbach #ejj;c4 rotabulum eyn vorck1 cum qua ignis mouetur in fornace4 ,hans ,paur a4 a4 ,o41 ,abt4 #g4 ,funote #bbc3 ,ibid4 #cd;a audena feurhundt vel ofengabel4 ,funote #bbd3 ,dieffenbach #dic;a4 repofocillum1 retropophinum1 vurstulppe1 fuerstolpp1 feur-hall vel -loch1 id quod ponitur super ignem de nocle1 vuyrdecksel des nachtes4 ,fraglich ob die ,bezeichnungen fr ,feuerschirm3 anticipa1 antipirium1 umbella auch fr den ,stlp gebraucht sind4 ,dieff4 #ch a4 anticipa1 antipirium furschirm1 schirmbret vor dem feur4 ,du ,cange ,i1 #cje b4 antipirgium4 ,gall4 ,ecran1 umbella1 qua ante ignem utuntur4 ,marperger a4 a4 ,o4 #fhe4 ,funote #bbe3 ,vgl4 ,bancalari a4 a4 ,o4 ,s4 #c a4 ,funote #bbf3 ,grimm ,w4 ,b4 ,i1 #afad4 ,dieffenbach #fac c4 ,hans ,paur a4 a4 ,o4 ,abt4 #h4 ,funote #bbg3 ,vgl4 ,dieffenbach #eai c4 scopetum eyn beszemplatz4 ,funote #bbh3 ,grimm ,w4 ,b4 ,,iii1 #agdg4 ,funote #bbi3 ,marperger a4 a4 ,o4 ,s4 #fhf4 ,dieffenbach #dbb c4 penicellum1 genus spungiae ad tergendos humores et scutellas1 wadel1 keerwisch4 ,funote #bcj3 ,mitt4 d4 ,anthrop4 ,ges4 ,wien4 ,,xxii1 #ajf4 ,funote #bca3 ,vgl4 ,ibid4 ,,xxi1 #add1 #adf4 ,abb4 #aha4 7rmischer ,feuerbock7 ,,xxiii1 #agg4 ,funote #bcb3 ,mitteilungen der prhistorischen ,kommission d4 ,ak4 d4 ,wiss4 ,wien ,i1 ,nr4 #c 7#ahic74 ,funote #bcc3 ,mitt4 d4 ,anthrop4 ,ges4 ,wien4 ,,xxi1 #adh4 ,funote #bcd3 ,ibid4 ,s4 #acg b4 ,funote #bce3 ,du ,cange ,i1 #bej4 ,art4 andena4 ,funote #bcf3 ,ibid4 ,funote #bcg3 ,mitt4 d4 ,anthrop4 ,ges4 ,wien4 ,,xxi1 #aeb4 ,funote #bch3 ,ibid4 ,s4 #ace4 ,funote #bci3 ,ibid4 ,,xxx1 ,s4 #c;b4 ,funote #bdj3 ,dieffenbach #cd a andena1 brantraite1 -ruthe1 brandeisen4 #bjd a epigergium prantreyt1 eyn windeysern1 herdram4 ,marperger ,s4 #fhe4 ,brandruthen canteriolus1 focarius4 ,grimm ,w4 ,b4 ,,ii1 #big sagt etwas unklar3 ,brandbock1 craticula1 eiserner ,rost1 auf dem die brnde liegen1 was ahd4 prantreita1 mlat4 andena hiesz4 ,unter ,bock findet sich dann allerdings eine zutreffende ,beschreibung4 ,schmeller giebt leider nichts1 weder unter ,bock noch unter ,ro4 -- hnliche ,bezeichnungen finden sich in ,england4 ,vgl4 ,wright a4 a4 ,o4 ,s4 #dej3 the iron dogs1 or andirons1 that supported the fuel4 ,it may be observed that these latter1 in the ,north of ,england and in some other parts1 were called cobirons4 ,funote #bda3 ,dieffenbach #cd a1 #bjd a incipiendium1 fulcrum focarium1 andena1 ferrum quod sustinet ignem4 #ege a ledale1 tedarium1 tedifera1 ferrum1 super quo ponuntur ligna in foco4 ,du ,cange4 ,i1 #gfa4 ,,ii1 #ee4 ,caminale1 fulcrum focarium4 ,gall4 chenet1 cujus usus est in caminis4 ,inventar4 ,m4 ,s4 bonorum ,joan4 de ,madathano ann4 #adej4 ,item plus duo caminalia ferri ponderis quadraginta librarum4 ,,ii1 #cbd b4 ,,ii1 #cbh4 ,,iii1 #gib b4 ,,iii1 #ijj a4 ipopigerium4 ,,iv1 #ibg a4 ypopyrgium4 ,,iv1 #aae a_/b4 ,,iv1 #bc c4 ,,vi1 #fee c4 ,inventar1 ann4 #adgf ex ,tabul4 ,flamar4 ,item plus in camino ignis ejusdem aulae duos canes sive ,tresseti ferri ponderis viginti librarum ferri ad communem extimationem4 ,mller ,mothes1 a4 a4 ,o4 #efa4 ,art4 ,kamingerth4 ,heyne1 a4 a4 ,o4 ,s4 #bdc4 ,anm4 #aad4 ,funote #bdb3 ,auch das ,hausratblatt des ,hanns ,paur 7,schultz a4 a4 ,o47 hat keinen ,feuerbock6 ,funote #bdc3 a4 a4 ,o4 ,s4 #ach 7,heyne ,s4 #bdc4 ,anm4 #aad1 zitiert versehentlich3 #acc47 ,funote #bdd3 ,muratori1 ,script4 ,ital4 ,,xi1 ,sp4 #bf4 ,funote #bde3 ,mone1 ,zeitschr4 f4 d4 ,gesch4 d4 ,oberrh4 ,,iii1 #bee4 -- ,vgl4 auch ,wright1 a4 a4 ,o4 ,s4 #dej ff4 ,funote #bdf3 ,vgl4 ,wright a4 a4 ,o4 ,fig4 ,nrr4 #bdi1 #bfh1 #bif4 ,funote #bdg3 ,von ,august ,schmarsow ber die ,bildwerke des ,naumburger ,domes1 von ,arthur ,weese ber die ,bamberger ,domskulpturen4 ,funote #bdh3 ,a4 ,sach3 ,hans ,brggemann und seine ,werke 7#ahif7 und3 ,eduard ,tnnies3 ,leben und ,werke des ,wrzburger ,bildschnitzers ,tilmann ,riemenschneider #adfh-aeca4 7#aijj47 ,funote #bdi3 ,franz v4 ,reber3 ,hans ,multscher von ,ulm4 -- ,sitzungsberichte der kgl4 bayr4 ,akademie der ,wissenschaften4 ,jahrg4 #ahih1 ,bd4 #b1 ,s4 #a-fh4 ,funote #bej3 ,f4 v4 ,reber1 a4 a4 ,o4 ,s4 #fh4 ,funote #bea3 ,herr ,direktor v4 ,bezold teilt mir mit1 da sich eine ,holzstatue aus dem #ae4 ,jahrhundert im ,louvre durch einen hnlichen kreuzfrmigen ,einsatz auf dem ,lendner auszeichnet4 ,funote #beb3 ,friedrich ,hottenroth3 ,trachten1 ,haus-1 ,feld- und ,kriegsgertschaften der ,vlker alter und neuer ,zeit4 ,stuttgart #ahia4 ,,ii4 ,band4 ,s4 #gg4 ,funote #bec3 ,ich zitiere nach der deutschen bersetzung der bhmischen ,chronika ,wenceslai ,hagecii von ,johann ,sandel aus dem ,jahre #aeif4 ,funote #bed3 und der ,gudela v4 ,holtzhausen 7 #acga74 -- ,abgebildet bei ,hefner-,alteneck3 ,trachten1 ,kunstwerke und ,gertschaften vom frhen ,mittelalter bis ,ende des #ah4 ,jahrhunderts4 ,frankfurt a4 ,m4 #ahhc4 ,taf4 #bja4 ,funote #bee3 ,joseph ,neuwirth3 ,forschungen zur ,kunstgeschichte ,bhmens4 ,,ii4 ,der ,bildercyklus des ,luxemburger ,stammbaumes aus ,karlstein4 ,prag #ahig und ,i4 ,mittelalterliche ,wandgemlde und ,tafelbilder der ,burg ,karlstein in ,bhmen4 ,prag #ahif4 ,funote #bef3 ,abgebildet bei ,hefner-,alteneck a4 a4 ,o41 ,band ,,iii1 auf ,taf4 #bae4 ,funote #beg3 ,hottenroth a4 a4 ,o4 ,s4 #he4 ,funote #beh3 ,abgebildet bei ,hefner-,alteneck a4 a4 ,o41 ,bd4 ,,iv1 auf ,taf4 #bbi4 ,funote #bei3 ,deutsches ,leben im #ad4 und #ae4 ,jahrhundert4 ,familienausgabe4 ,zweiter ,halbband4 ,wien4 #ahib4 ,s4 #bdi ff4 ,funote #bfj3 a4 a4 ,o4 ,funote #bfa3 a4 a4 ,o4 ,band ,,iv1 auf den ,tafeln #bdj1 #bdi und #bcg4 ,funote #bfb3 ,abgebildet in ,a4 von ,heyden's ,blttern f4 ,kostmkunde4 ,neue ,folge1 zweiter ,band4 #ic ,blatt4 ,funote #bfc3 ,abgebildet bei ,w4 ,lbke3 ,geschichte der ,plastik4 #c4 ,aufl4 ,leipzig #ahhj4 ,s4 #eji4 ,funote #bfd3 ,aus dem #ae4 ,jahrhundert4 ,funote #bfe3 ,ich wurde durch eine gtige ,mitteilung des ,herrn ,direktors ,bsch auf sie aufmerksam gemacht4 -- ,eine ,notiz im ,chronicum ,nordgaviense des ,johann ,braun 7,germ4 ,museum4 ,handschrift #gagb1 ,s4 #aac7 besagt1 da der ,rat der ,stadt ,sulzbach die ,statue im ersten ,drittel des #ag4 ,jahrhunderts renovieren lie4 ,man wird sie damals neu bemalt und vergoldet haben4 ,funote #bff3 ,vgl4 ,bode3 ,geschichte der deutschen ,plastik4 ,berlin1 #ahhg4 ,s4 #id fg4 ,daselbst ,abbildung4 -- ,ein ,gipsabgu des ,bildwerks im ,germ4 ,museum4 -- ,dazu vgl4 ,beschreibung der ,bildwerke der christlichen ,epoche4 ,berlin #ahhh4 ,s4 #hf4 ,funote #bfg3 ,der ,kopf des ,gottfried von ,bouillon ist -- trotz ,bergau -- zweifellos alt2 neu 7von #ahbd7 ist nur der untere ,teil der ,statue1 vom ,knie abwrts4 -- ,wie viel besser passen brigens die drei ,ngel an dem ,barett der ,berliner ,statue zu einem ,herzog und ,beschtzer des hl4 ,grabes als zu einem deutschen ,kaiser1 an dessen ,krone sich niemals drei ,ngel in der ,art befanden4 ,die unter den verschollenen ,reichsreliquien aufgefhrte und oft abgebildete hl4 ,lanze umschliet nur einen ,nagel und der schmale eiserne ,reif der lombardischen ,krone1 angeblich aus einem ,nagel vom ,kreuz ,christi hergestellt1 kommt nach auen gar nicht zum ,vorschein1 so da ,bode's ,deutung auf ein ,kaiserbildnis auch hiernach unhaltbar ist4 ,funote #bfh3 ,berthold ,riehl3 ,sanct ,michael und ,sanct ,georg in der bildenden ,kunst4 ,mnchen #ahhc4 ,s4 #di4 ,funote #bfi3 ,nach ,gg4 ,hager1 in der ,zeitschrift ,das ,bayerland #ahie1 ,s4 #dcg ist sie nur eine ,stiftung des ,herzogs ,christoph4 ,funote #bgj3 ,ein mittelalterlicher ,alpenknstler in der ,deutschen ,rundschau1 ,bd4 #ib4 7#ahig47 ,s4 #dbf4 ,funote #bga3 ,vgl4 7ed4 ,didron-,schfer1 #ahee1 ,s4 #cgd7 und die ,georgsdarstellung bei ,donatello und den meisten ,knstlern4 ,funote #bgb3 ,abgebildet bei ,hefner-,alteneck a4 a4 ,o41 ,band ,,iii1 auf ,taf4 #abf4 ,funote #bgc3 ,mit diesen ,nummern sind sie im ,,vi4 ,band der ,kataloge des bayr4 ,nationalmuseums aufgefhrt und daselbst auch abgebildet4 ,funote #bgd3 ,die ,wandgemlde in der ,burg zu ,neuhaus behandelte ,j4 ,e4 ,wocel1 7,wien #ahei71 die ,fresken in ,padua am eingehendsten ,p4 ,schubring4 7,altichiero und seine ,schule4 ,leipzig1 #ahih4 ,s4 #dh ff4 u4 bes4 ,s4 #ge1 #gf47 ,funote #bge3 ,vgl4 ,bode3 ,geschichte der deutschen ,plastik4 ,s4 #hi1 #ij4 ,funote #bgf3 ,g4 v4 ,bezold und ,dr4 ,b4 ,riehl3 ,die ,kunstdenkmale des ,regierungsbezirkes ,oberbayern4 ,tafel #aab4 ,funote #bgg3 ,nr4 #dhb im ,,vi4 ,band der ,kataloge des ,museums4 ,abbildung ebenda auf ,taf4 ,,viii4 ,funote #bgh3 ,nr4 #ebb im ,,vi4 ,band der ,kataloge2 gleichfalls abgebildet auf ,taf4 ,,viii4 ,funote #bgi3 ,direktor ,dr4 ,h4 ,graf4 ,funote #bhj3 ,kunsthistorische ,gesellschaft fr photographische ,publikationen unter ,leitung von ,a4 ,schmarsow und ,a4 ,bayersdorfer4 ,,iv4 ,jahrg4 #ahih4 ,taf4 #ah4 ,funote #bha3 ,abgebildet auf ,tafel ,,xviii und ,tafel ,,xiv des ,katalogs4 7,,vi4 ,band47 ,funote #bhb3 ,vgl4 ,bode3 ,geschichte der deutschen ,plastik4 ,s4 #aig und ,dr4 ,p4 ,albert ,kuhn3 ,allgemeine ,kunstgeschichte4 #af4 ,lief4 #ahih4 ,funote #bhc3 ,vgl4 ,die sterreichisch-ungarische ,monarchie in ,wort und ,bild4 ,obersterreich und ,salzburg4 ,wien #ahhi4 ,s4 #bcc4 ,funote #bhd3 ,zeitschrift fr bildende ,kunst4 ,neue ,folge4 #f4 ,jahrg4 #ahie4 ,s4 #bf4 -- ,da die inzwischen von ,stiassny wiederholt angekndigte ,lichtdruck-,publikation des ,hochaltars von ,st4 ,wolfgang1 in deren ,text er auch ber dieses ,schnitzwerk eingehender handeln wollte1 immer noch nicht erschienen ist1 kann sich mein ,urteil ber dasselbe leider nur auf die a4 o4 ,o4 gegebene ,abbildung desselben 7,autotypie7 grnden4 ,funote #bhe3 ,die ,kunstdenkmale des ,knigreiches ,bayern4 ,erster ,band2 bearbeitet von ,g4 v4 ,bezold u4 ,dr4 ,berth4 ,riehl a4 a4 ,o4 und ,zeitschrift des bayrischen ,kunst-,gewerbe-,vereins in ,mnchen4 ,jahrgang #ahij4 ,s4 #fb4 ,funote #bhf3 ,es kann dies nicht befremden1 wenn man bedenkt1 da im ,verhltnis zu der groen ,anzahl von ,denkmlern nur fr uerst wenige ,werke der ,meister bisher bestimmt werden konnte4 ,so haben wir selbst in ,michael ,pacher1 nach ,stiassny1 den ,bildschnitzer des ,wolfganger ,altars nicht zu sehen4 ,friedrich ,herlin ist1 der ,ansicht von ,haack in seiner ,erlanger ,habilitationsschrift -- ,s4 #ba u4 #cb -- zufolge1 wohl auch nicht ,holzschnitzer2 bei ,lukas ,moser und ,joh4 ,schhlein ist die ,frage gleichfalls noch offen und selbst ,meister so bedeutender ,werke1 wie des ,blaubeurener und ,heilbronner ,altars oder der ,statuen in ,blutenburg bei ,mnchen vermgen wir nicht mit ,namen zu nennen4 ,und wie viel besser steht es mit der ,autorenfrage bei den ,werken der ,steinplastik8 ,funote #bhg3 ,dr4 ,albert ,kuhn a4 a4 ,o4 ,s4 #dcd4 ,funote #bhh3 ,das andere ,hauptgebiet der ,holzbildnerei 7die baltischen ,kstenlnder7 kommt hier zweifellos nicht in ,betracht4 ,funote #bhi3 ,julius ,bhler1 ,mnchen4 ,funote #bij3 ,robert ,stiassny in der ,deutschen ,rundschau a4 a4 ,o4 ,s4 #dae4 ,funote #bia3 ,vgl4 ,georg ,seeger3 ,peter ,vischer der ,jngere4 ,j4 ,d4 ,leipzig #ahig1 woselbst die vorangegangenen ,untersuchungen von ,rettberg1 ,dr4 ,h4 ,stegmann und die den ,ausschlag gebende von ,direktor v4 ,bezold zusammengefat sind4 7,s4 #acb-adj47 ,funote #bib3 ,nach dem ,abschlu dieser ,arbeit stellte ,herr ,direktor v4 ,bezold mir gtigst einen ,brief des ,herrn ,prof4 ,dr4 ,neuwirth zur ,verfgung1 aus welchem ich ersehe1 da dieser grndlichste ,kenner bhmischer ,kunst annimmt1 der ,meister unsers hl4 ,georg habe bhmische ,werke gekannt und sich vielleicht teilweise nach und an ihnen gebildet1 da die ,statue aber nicht fr bhmisch d4 h4 in ,bhmen entstanden1 sondern fr obersterreichisch oder salzburgisch zu halten sei4