---------------------------------------- ---------------------- ,anmerkungen zur ,transkription ,gesperrter ,text ist als gesperrt dargestellt1 ,fettschrift als fett4 ,eine ,liste der ,korrekturen befindet sich am ,ende des ,buchs4 ---------------------------------------- ---------------------- ,illustration3 ,rudolf ,eucken4 ,der ,sinn und ,wert des ,lebens ,von ,rudolf ,eucken ,fnfte1 vllig umgearbeitete ,auflage ,achtzehntes bis zwanzigstes ,tausend ,verlag von ,quelle ,meyer in ,leipzig #aiag ,satzanordnung und ,einbandzeichnung von ,professor ,georg ,belwe4 ,pierersche ,hofbuchdruckerei ,stephan ,geibel ,co41 ,altenburg1 ,s4-,a4 ,die ,wohnung des ,lebens sind viel weiter denn die ,wohnungen des ,todes4 ,luther4 ,vorwort zur ersten ,auflage4 ,mit einer ,behandlung der ,frage nach dem ,sinn und ,wert des ,lebens suche ich die inneren ,probleme der ,gegenwart jedem einzelnen mglichst nahe zu bringen und ihn zur ,teilnahme daran zu gewinnen4 ,solche ,fassung der ,aufgabe zog der philosophischen ,errterung bestimmte ,grenzen3 da es aber innerhalb dieser ,grenzen genug zu klren gibt1 das hofft die ,untersuchung selbst zu zeigen4 ,dem einen oder anderen ,leser wird vielleicht der erste kritische ,teil zu weit ausgesponnen scheinen4 ,aber es konnte die entscheidende ,hauptthese1 an der die ,mglichkeit einer ,wiederbefestigung des ,lebens und einer ,verjngung der ,kultur hngt1 ihre volle berzeugungskraft nur erlangen1 wenn sie als der einzig mgliche ,weg zum ,ziele erwiesen war2 dafr aber war jene ,kritik unentbehrlich1 sie steht nicht neben1 sondern in der ,sache4 ,jena1 ,dezember #aijg4 ,vorwort zur fnften ,auflage4 ,zwischen der vierten und der fnften ,auflage liegt der ,beginn und der ,verlauf des ,weltkriegs2 notwendig muten seine ,eindrcke und ,erfahrungen auch auf das ,gesamtbild des menschlichen ,lebens wirken1 und solche ,wirkung mute sich auch auf eine ,untersuchung erstrecken1 welche sich mit dem ,sinn und ,wert des ,lebens befat4 ,so ist denn diese neue ,auflage aufs grndlichste umgestaltet1 ja vllig erneuert worden1 ganze ,abschnitte sind stark verkrzt1 andere neu hinzugefgt worden1 das ,ganze ward straffer zusammengefat und mehr in den ,dienst eines einzigen ,hauptgedankens gestellt4 ,so wenig ich meine ,grundanschauungen zu verndern brauchte -- die ,erfahrungen des ,krieges haben sie nur besttigt --1 ihre ,darstellung mute krftiger werden1 die ,gegenstze waren schrfer zu scheiden1 die ,forderungen deutlicher herauszuheben4 ,so hoffe ich1 da das ,buch an innerem ,leben gewonnen hat1 und da zugleich sein ,verhltnis zur ,gegenwart in ,ja und ,nein enger geworden ist4 ,mein ,hauptwunsch geht dahin1 in unserer wirren ,zeit mchte es suchenden und kmpfenden ,seelen irgendwelche ,frderung bringen4 ,jena1 im ,juli #aiag4 ,rudolf ,eucken4 ,inhaltsbersicht4 ,seite ,einleitung #a ,die ,antworten der ,zeit4 ,die lteren ,lebensordnungen4 ,die religise ,lebensordnung #d ,die ,lebensordnung des weltlichen ,idealismus #aj ,die neueren ,lebensordnungen4 ,die gemeinsame ,grundlage #ag ,die ,lebensordnung des ,naturalismus #ai ,die ,wendung des ,menschen zu sich selbst4 ,die ,sozial- und die ,individualkultur #bh ,erwgungen und ,vorbereitungen #dj ,versuch eines ,aufbaues4 ,die ,erffnung eines neuen ,lebens4 ,der ,aufstieg zur ,hauptthese #ej ,die ,entwicklung der ,hauptthese #fj ,hauptzge des neuen ,lebens #gc ,geistiges ,leben und menschliche ,lage #hf ,auseinandersetzung mit der ,welt und der ,lage des ,menschen4 ,die bermacht der ,natur #if ,die ,unsicherheit des menschlichen ,geisteslebens #aje ,die moralische ,verwicklung des ,menschenlebens #aac ,auseinandersetzung mit dem ,zweifel #acd ,folgerungen aus der ,gesamtbilde des ,lebens4 ,folgerungen fr das ,leben des ,einzelnen #add ,folgerungen fr die ,aufgaben der ,gegenwart #aef ,folgerungen fr die ,ausbildung eines deutschen ,lebensstiles #afa ,sachregister #agj ,namenregister #agb ,einleitung4 ,die ,frage nach einem ,sinn und ,wert des ,lebens macht ruhigen ,zeiten wenig ,sorge1 da dann die ,umwelt dem ,einzelnen einen festen ,lebenszusammenhang zufhrt1 ihm darin einen sicheren ,halt und eine ,antwort auf etwaige ,zweifel gibt2 sie wird erst dringend1 wenn ber den ,grundstock des ,lebens eine ,unsicherheit entsteht1 wenn sich in ihm ,spaltungen bilden und das ,handeln nach verschiedenen ,richtungen ziehen4 ,dann mssen wir wohl oder bel unsere ,zuflucht zum eigenen ,denken nehmen1 dann mssen wir suchen1 mit seiner ,hilfe wieder eine ,hauptrichtung des ,lebens zu gewinnen und in der ,arbeit dafr eine ,wehr und ,waffe gegen all das ,dunkle und ,feindliche1 das unaufhrlich auf uns eindringt4 ,so erweist das ,fragen und ,mhen um einen ,sinn und ,wert des ,lebens immer einen geistigen ,notstand1 einen solchen erweist es auch heute4 ,dieser ,notstand ist keineswegs eine bloe ,folge des ,krieges1 er reicht weit hinter ihn zurck und ist aus dem ,ganzen des modernen ,lebens mit ,notwendigkeit hervorgegangen4 ,dieses ,ganze hat sich in verschiedenartige ,strme gespalten1 die auseinandergehende ,richtungen verfolgen und abweichende ,wertschtzungen enthalten4 ,namentlich stehen hier gegeneinander eine unsichtbare und die sichtbare ,welt4 ,der frheren ,zeit galt jene als der ,kern der ,wirklichkeit und als der ,hauptstandort echten ,lebens1 whrend die ,neuzeit mehr und mehr die sichtbare ,welt auch zur geistigen ,heimat des ,menschen macht und alle seine ,ziele von ihr erhofft4 ,innerhalb der ,hauptrichtungen aber erschienen weitere ,unterschiede und trieben das ,leben auseinander1 das freudige ,ja der einen wurde den anderen zum herben ,nein1 eine peinliche ,unsicherheit griff um sich und mute zur ,schwchung alles ,strebens wirken1 das die ,notwendigkeit des ,lebens und die selbstischen ,zwecke berschreitet4 ,so mute die ,menschheit bei aller ,flle uerer ,berhrungen sich innerlich mehr und mehr zerwerfen und ein gegenseitiges ,verstndnis verlieren4 ,ernsteren ,seelen waren diese ,gefahren schon vor dem ,kriege deutlich geworden1 und an ,bemhungen1 sie zu berwinden1 hatte es nicht gefehlt4 ,aber die ,breite der ,zeit fhlte sich viel zu sehr in reichem ,kulturbesitz und wurde durch die ,befassung mit ihm viel zu sehr festgehalten1 um diesen ,fragen viel ,aufmerksamkeit zu schenken2 so blieb das ,mhen um sie im ,hintergrunde und erlangte nicht die ntige ,kraft4 ,der ,krieg hat die ,lage weiter verschrft1 er stempelt die willenlose ,ergebung in die ,widersprche des ,daseins zu flacher und niedriger ,art4 ,er zeigt uns handgreiflich die vllige ,abhngigkeit unseres ,lebens und ,strebens von dunklen ,geschicken1 er zeigt die ,menschheit bei sich selbst gespalten und bis zu wildem ,ha verfeindet1 er zeigt im ,vlkerleben eine hliche ,mischung moralischer ,unlauterkeit und intellektueller ,schwche1 er zeigt freilich auch viel ,kraft in den ,vlkern und viel ,aufopferungsfhigkeit fr gemeinsame ,zwecke1 aber im ,gesamteindruck stellt er die ,lage der ,menschheit als hchst verworren und ihr ,streben als eines deutlichen ,zieles entbehrend dar1 er erschttert aufs strkste den ,glauben an das ,walten einer ,vernunft bei ihr4 ,einer so verworrenen ,lage gegenber versagt alles bloe ,grbeln und ,deuten1 ,scharfsinn und menschlicher ,witz werden uns nicht von ihr befreien2 die einzige ,hoffnung einer ,rettung besteht darin1 da durch alles menschliche ,meinen und ,suchen hindurch eine tiefer gegrndete ,tatschlichkeit im ,leben waltet1 auch uns sich erffnet und unser ,handeln zu sicheren ,zielen leitet4 ,dieser ,tatschlichkeit den ,weg zu bahnen1 zunchst der ,richtung inne zu werden1 in der sie zu suchen ist1 das mu einer ,selbstbesinnung zur ,aufgabe werden4 ,sie kann das aber nicht tun ohne vorherige ,orientierung ber den heutigen ,lebensstand mit all seinem ,durcheinander4 ,denn was an vermiedenen ,strmen wirkt und sich gegenseitig zu hemmen droht1 das sind keineswegs bloe ,lehren1 die sich behaupten und zurcknehmen lassen1 sondern das enthlt tatschliche ,leistungen1 ,bewegungen des ,lebens selbst1 ,konzentrationen1 welche ihrem ganzen ,bereich eine eigentmliche ,beschaffenheit verleihen2 wir kmpfen daher nicht um bloe ,deutungen eines gegebenen ,lebensstandes1 sondern wir kmpfen um den ,lebensstand selbst1 wir kmpfen nicht um ,bilder1 sondern um ,wirklichkeiten4 ,die ,verwicklung aber stellt sich nun dahin1 da jede einzelne dieser ,lebensentfaltungen ,berechtigtes und ,wertvolles enthlt1 das1 einmal belebt1 sich nicht wieder aufgeben lt1 da sie aber1 anscheinend untrennbar1 mit diesem anderes verquickt1 was wir unmglich festhalten knnen1 wovon wir uns befreien mssen4 ,da so ,notwendiges und ,unmgliches bei uns zusammentrifft und vielfach ineinander verfliet1 das versetzt uns in ein peinliches ,schwanken zwischen dem ,ja und dem ,nein2 wir sehen nicht1 wo das eine sich gegen das andere abgrenzt1 wir werden nach dem ,wechsel der ,stimmung bald hierher1 bald dorthin gezogen4 ,um so mehr bedrfen wir einer berlegenen ,tatschlichkeit1 die uns ,wahres und ,falsches scheiden1 das ,wahre aber miteinander verbinden und mutig in den ,kampf fhren lehrt4 ,ohne den ,glauben an das ,bestehen und das ,wirken einer solchen ,tatschlichkeit wre alles ,streben nach ,rettung vergeblich1 auch unsere ,untersuchung ruht auf einem solchen ,glauben1 sie wird getragen von der berzeugung1 da in der ,tiefe des ,lebens ,notwendigkeiten walten1 die nicht an menschlicher ,meinung hngen4 ,im ,vertrauen auf solche ,notwendigkeiten beginnen wir unser ,werk4 ,die ,antworten der ,zeit4 ,die lteren ,lebensordnungen4 ,die religise ,lebensordnung4 ,von den verschiedenen ,lebensordnungen1 die den ,menschen der ,gegenwart umwerben1 wirkt am strksten auf das ,ganze noch immer die der ,religion4 ,ein ,erbe uralter ,zeiten hat die ,religion durch besondere ,erfahrungen des ausgehenden ,altertums eine herrschende ,stellung erlangt2 jene ,zeiten lieen den ,menschen sowohl die ,nichtigkeit des gewhnlichen ,lebens als das eigene ,unvermgen mit peinlicher ,schrfe empfinden und erfllten ihn zugleich mit einer tiefen ,sehnsucht nach einem neuen ,leben1 ja einer neuen ,welt4 ,ein solches ,leben hat in unserem westlichen ,kulturkreise das ,christentum ausgebildet1 es hat1 nachdem das leidenschaftliche ,verlangen nach ,rettung der ,seele sich spter geklrt und gemildert hatte1 ein religises ,lebenssystem geschaffen und ihm alle ,kulturarbeit angefgt2 dies ,lebenssystem hat durch die ,kette der ,jahrhunderte hindurch seine ,macht bis zur ,gegenwart behauptet und hlt auch heute den ,anspruch auf ,beherrschung der ,seelen noch aufrecht4 ,diese religise ,lebensordnung setzt mit einer heroischen ,kraft die ,welt1 die uns umgibt1 zu einer niederen herab und macht eine unsichtbare ,welt des ,glaubens und des ,gemtes zur geistigen ,heimat des ,menschen2 zugleich vollzieht sie eine energische ,konzentration1 indem sie zum alleinigen ,ziel des ,lebens und ,strebens die ,einigung mit dem ,geist vollkommener ,macht1 ,weisheit und ,gte erhebt4 ,mit ihrer ,einfhrung absoluter ,mae wird sie der ,quell aller ,erhabenheit1 die das menschliche ,leben kennt1 zugleich aber lt sie1 und sie allein1 das ,leben eine reine ,innerlichkeit1 ein volles ,beisichselbstsein1 gewinnen1 indem es hier an erster ,stelle ein ,verhltnis von endlichem und unendlichem ,geiste wird4 ,aus solcher ,innerlichkeit vermag es den ,menschen unvergleichlich mehr sich selbst zu erschlieen1 und lehrt es zugleich die ,menschen sich gegenseitig besser verstehen und inniger miteinander fhlen4 ,das hier entwickelte ,leben hat bei seinem ,wurzeln in gttlicher ,liebe eine groe ,weichheit und ,zartheit1 aber der ,liebe verbindet sich eng die ,heiligkeit einer sittlichen ,ordnung und gibt dem ,leben bei aller ,innigkeit einen unermelichen ,ernst4 ,in diesem ,zusammenhange durfte der ,mensch von sich und seinem ,tun aufs ,hchste denken4 ,als ,ebenbild ,gottes bedeutete er den ,mittelpunkt der ,wirklichkeit1 um den sich das ,all bewegte1 und dessen ,tun ber seine ,geschicke entschied4 ,wohl hatte der ,einzelne sich dem ,ganzen des ,gottesreiches gliedmig einzufgen1 aber zugleich bildete er einen eigenen ,kreis und wurde als ein ,selbstzweck behandelt2 zur ,vollendung des ,ganzen1 das kein ,glied missen durfte1 gehrte auch seine ,rettung4 ,diesem ,leben fehlte es nicht an ,sorgen1 ,nten und ,schmerzen1 die ,hhe der ,forderung und der weite ,abstand des ,menschen verhinderten alles bequeme ,behagen und alles spielende ,glck1 ja das ,gewicht von ,leid und ,schuld schien mehr zu wachsen als abzunehmen4 ,aber die ,grunderfahrung der ,religion1 die ,befreiung von drckender ,schuld und die ,schpfung eines neuen ,lebens durch gttliche ,liebe und ,gnade1 hob den ,menschen ber den ganzen ,bereich von ,kampf und ,not hinaus2 die ,einigung mit ,gott lie ihn ein vollkommenes ,leben und hohe ,seligkeit teilen1 in die freilich fr den ,menschen immerfort der berwundene ,schmerz hineinklingt4 ,wohl verblieb der ,widerstand einer gleichgltigen1 ja feindseligen ,welt1 aber in ,zweifel versetzen und das ,streben lhmen konnte er nicht4 ,so war es kein leichtes ,leben1 das hier entstand1 aber es war ein ,leben voller ,bewegung und in sicheren ,zusammenhngen1 es war kein leeres1 kein sinnloses ,leben4 ,so hat die religise ,lebensordnung lange ,jahrhunderte beherrscht1 sie hat ,individuen und ganze ,vlker verbunden1 sie hat unzhligen ,seelen sowohl eine krftige ,aufrttelung als seligen ,frieden gebracht4 ,ihr eigentmlich sind besonders die schroffen ,kontraste1 worin sie das menschliche ,leben versetzt3 die ,gottheit zugleich in weltberlegener ,hoheit und in nchster seelischer ,nhe 7,gott ist mir nher als ich mir selber bin1 ,meister ,eckhart71 der ,mensch verschwindend klein und doch zur ,gemeinschaft mit dem ,hchsten berufen1 ,liebe und ,ehrfurcht1 ,milde und ,ernst eng miteinander verflochten1 tiefes ,dunkel und strahlendes ,licht1 ,elend und ,seligkeit sich gegenseitig steigernd1 ein ,aufstieg zum ,ja durch ein ,nein hindurch1 eine volle ,anerkennung1 aber zugleich auch ,heiligung des ,leides1 in dem allen eine starke ,bewegung1 die allererst der ,seele des ,einzelnen wie dem ,leben der ,menschheit eine wahrhaftige ,geschichte erffnet und diese zum ,kern aller ,wirklichkeit macht1 ein unablssiges ,hinausstreben ber alle ,gegenwart bloer ,zeit1 aber zugleich ein sicheres ,ruhen in einer gegenwrtigen ,ewigkeit4 ,eine so heroische ,gre und zugleich eine solche ,innigkeit hat das ,leben an keiner anderen ,stelle erreicht4 ,trotzdem haben sich gegen dieses ,leben starke ,zweifel erhoben1 ,zweifel nicht blo aus eitler ,widerspruchslust flacher ,seelen1 sondern auch aus dem heiligen ,ernst eines ,ringens um lautere ,wahrheit4 ,bedenken entstanden zunchst aus der eingreifenden ,vernderung1 welche seit ,beginn der ,neuzeit das ,bild der ,natur und bald auch das der ,geschichte empfing1 es ergab das wachsenden ,widerspruch nicht nur an einzelnen ,stellen1 wie bei der ,frage der ,wunder1 sondern die ganze ,welt der ,religion konnte von hier aus als zu eng und mit viel menschlicher ,zutat behaftet erscheinen4 ,dieser ,widerspruch der ,weltbetrachtung lt sich berschtzen1 er lt sich aber auch unterschtzen4 ,sicherlich ist ,religion etwas anderes als bloe ,weltanschauung1 aber einen ,widerspruch mit gesicherten ,zgen des ,weltbildes kann auch die ,religion nicht ohne schweren ,schaden ertragen2 ihre ,wahrhaftigkeit leidet darunter1 wenn sie einer ,auseinandersetzung mit ihm aus dem ,wege geht4 ,tiefer freilich geht die schrfere ,scheidung der geistigen ,arbeit vom menschlichen ,seelenstande1 wie das moderne ,denken sie vollzogen hat4 ,der ,mensch konnte danach als ein ,sonderwesen erscheinen1 das ganz unfhig ist1 die ,welt in seine ,begriffe zu fassen und ihre ,tiefen zu ergrnden2 die ,religion erschien von da aus leicht als ein bloes ,hineintragen menschlicher ,bilder und ,wnsche in das ,all1 sie konnte diesem ,gedankengange schlielich als ein bloes ,wahnbild erscheinen4 ,aber gegen das alles htte sich kmpfen und die ,grundwahrheit der ,religion auch gegen den schroffsten ,widerspruch durchsetzen lassen1 wre das ,ganze des ,lebens in der ,verfassung geblieben1 aus der die ,wendung zur ,religion hervorging4 ,hier aber war ein ,umschlag erfolgt1 der den ,gesamtstand vllig verschob4 ,jene ,wendung war in einem ,bruch mit der nchsten ,welt entstanden1 zu einer ,zeit1 wo die ,menschheit den ,glauben an sich selbst und ihr ,vermgen verloren hatte1 wo sie im besonderen einen schweren moralischen ,zwiespalt empfand1 und wo nur das ,ergreifen einer neuen ,welt ihre geistige ,vernichtung schien verhten zu knnen4 ,nun aber hatten neue ,vlker in langen ,jahrhunderten der ,erziehung neue ,kraft gesammelt1 und diese ,kraft strebte mit dem ,beginn der ,neuzeit nach voller ,bettigung1 die nchste ,welt wurde ihr zum willkommenen ,vorwurf1 und das ,wirken in ihr drngte die moralischen ,probleme1 drngte im besonderen den moralischen ,zwiespalt der ,seele weit in den ,hintergrund4 ,wenn aber solche ,wandlung des ,lebensgefhls kein starkes ,verlangen nach einer ,erlsung und vlligen ,umwandlung aufkommen lie1 so verlor die ,religion ihre seelische ,nhe und ihre berzeugungskraft2 die ,gefahr entstand1 da sie mehr als ein ,erbstck der ,vergangenheit fortgefhrt wurde1 als aus eigener ,erfahrung hervorging1 ja da sie als eine blo gesellschaftliche ,einrichtung erschien und als solche aus ,grnden der ,wahrhaftigkeit hart angefochten wurde4 ,eine derartige ,bewegung hat sich von der ,hhe der ,gesellschaft1 wo sie entstand1 immer mehr in die breiten ,massen gesenkt2 wie weit sie auch bei uns ,deutschen um sich gegriffen hat1 das wrde noch deutlicher zutage treten1 wenn nicht die sehr problematische ,hilfe1 welche bei uns der ,staat der ,religion noch immer zukommen lt1 den wirklichen ,stand der ,dinge schonend verdeckte4 ,auch drfen wir nicht erwarten1 da der gegenwrtige ,weltkrieg diese ,lage wesentlich ndert4 ,gewi bringt er mit seinen ungeheuren ,gefahren und schweren ,verlusten einen groen ,ernst in die ,stimmung und lenkt zwingend die ,gedanken auf die ,fragen des ,geschicks und der ,bestimmung des ,menschen1 auf die ,fragen von ,zeit und ,ewigkeit4 ,aber einer einfachen ,beantwortung dieser ,fragen im ,sinne der berkommenen ,religion widerspricht der unabweisbare ,eindruck des ,wirkens eines dunklen ,schicksals1 das unbekmmert um menschliches ,wohl und ,wehe nur die blinde ,notwendigkeit walten lt1 den einen opfert1 den anderen rettet1 wie es sich eben trifft4 ,auch das gewaltigste uere ,ereignis kann ohne ein inneres ,entgegenkommen keine seelische ,wandlung erzeugen2 so drfte auch dieser ,krieg auf die ,seelen verschieden wirken1 je nachdem was sie an ihn bringen3 er wird die ,glubigen glubiger und die ,unglubigen unglubiger machen2 er wird die ,religion wieder mehr als eine unabweisbare ,frage empfinden lassen1 aber eine ,frage ist keine ,antwort4 ,so kann es scheinen1 als sei die ,zeit der religisen ,lebensordnung abgelaufen1 und als msse die ,religion als ein irreleitender ,wahn aus dem menschlichen ,leben verschwinden4 ,aber so einfach1 wie ihre ,gegner sich die ,sache denken1 ist diese nicht4 ,denn die ,religion hat weit ber alle ,lehren und ,einrichtungen hinaus in den ,grundbestand des menschlichen ,lebens eingegriffen und ihm ,weiterbildungen gebracht1 deren ,preisgebung es einer klglichen ,verarmung ausliefern wrde4 ,von ihr kam eine ,befreiung von dem schweren ,druck des ,daseins1 das uns sonst unbarmherzig umklammert2 sie erffnete mit ihrer ,erhebung ber dieses und ihrer ,erschlieung einer neuen ,welt die einzige ,mglichkeit1 alles ,unzulngliche und ,verfehlte des menschlichen ,lebensstandes vollauf anzuerkennen1 ohne darber die ,festigkeit des ,glaubens und den ,mut des ,handelns einzuben2 mit ihrer ,umkehrung des ,lebens wurde sie ein ,quell heroischer ,gre und mit ihrer ,vorhaltung absoluter ,mae eine gewaltige ,kraft der ,aufrttelung und nimmer fertigen ,bewegung2 die einzigartige ,stellung1 welche gemeinsame ,schtzung der ,menschheit der moralischen ,aufgabe zuerkennt1 rechtfertigt sich vollauf nur in der ,welt der ,religion2 dazu ihre ,entfaltung reiner ,innerlichkeit -- auch die eigentmlich deutsche ,frbung des ,ausdrucks ,gemt ist der ,religion zu verdanken --1 sowie ihr ,vermgen1 den ,menschen wie der ,menschheit der kaum ertrglichen ,vereinsamung in einem seelenlosen ,weltall zu entziehen1 der sie sonst verfallen sind2 -- wahrlich1 wir knnen die flachen ,seelen nur bedauern1 die ohne ,schaden und ,schmerz glauben das alles aufgeben zu knnen2 jedenfalls sind sie mit ihrer ,flachheit nicht die berufenen ,vertreter der ,menschheit1 und bringt ihre leichtherzige ,verneinung die ,sache nicht schon zum ,abschlu4 ,aber zugleich bleibt alles bestehen1 was sich gegen die ,religion an ,bedenken und ,zweifeln erhob2 so steht das ,geistesleben der ,gegenwart zwischen dem ,ja und dem ,nein in haltloser ,mitte1 und es ist uns die ,religion1 mit ihr auch die religise ,lebensordnung1 aus einem festen ,besitz zu einem schweren ,problem geworden2 auch das ,ewige1 was sie enthalten mag1 hat sich der ,gegenwart neu zu bewhren1 es ist zu einer offenen ,frage geworden4 ,die ,lebensordnung des weltlichen ,idealismus4 ,die ,verwicklungen der ,religion zu vermeiden1 ohne die ,tiefe des ,lebens zu mindern1 glaubt ein der ,welt zugekehrter1 sie umfassender und durchdringender ,idealismus1 ein ,idealismus1 der mit seiner ,entfaltung einer ,geisteskultur seit ,jahrtausenden eine selbstndige ,art neben der ,religion entwickelt1 bald sie freundlich ergnzend1 bald ihr als ,feind begegnend4 ,die ,lebensordnung des ,mittelalters hatte diesen ,idealismus ihren eigenen berzeugungen angegliedert1 die ,neuzeit gab ihm eine wachsende ,selbstndigkeit1 so da er sich schlielich der ,religion berlegen fhlte und ihr die ,beherrschung des ,lebens bestreiten konnte4 ,auch dieser ,idealismus nimmt seinen ,standort in einer unsichtbaren ,welt1 aber ihm bedeutet diese nicht ein neben dem sinnlichen ,dasein befindliches1 von ihr abgelstes ,reich1 sondern seinen eigenen ,grund1 seine belebende ,seele2 da das ,all nicht in das ,nebeneinander der einzelnen ,erscheinungen aufgeht1 sondern eine dem ueren ,auge verborgene ,tiefe besitzt1 da es ein ,ganzes bildet und ein inneres ,leben fhrt1 das ist die ,grundberzeugung1 mit der diese ,lebensordnung steht und fllt4 ,aus solcher berzeugung verbindet dieser ,idealismus den ,menschen eng mit dem ,all und lt ihn sein ,leben aus diesem schpfen1 aber zugleich gewhrt er ihm eine einzigartige ,stellung und ein ausgezeichnetes ,werk4 ,denn alles ,untermenschliche scheint das ,leben bewutlos und aus dunklem ,zwange zu fhren1 es verwandelt das ,vermgen des ,ganzen nicht in den ,besitz der einzelnen ,stelle2 dies aber geschieht beim ,menschen1 der den ,gedanken des ,ganzen denkt und dieses selbst damit weiterfhrt4 ,erst bei ihm erhebt sich die ,welt zu voller ,klarheit und ,freiheit und erlangt damit ihre ,vollendung2 der ,mensch darf gro von sich denken1 indem sein ,wirken so viel fr das ,ganze bedeutet4 ,diese ,lebensordnung bewegt sich vornehmlich um den ,gegensatz von ,innerem und uerem1 von unsichtbarer und sichtbarer ,welt4 ,das ,innere hat als der ,haupttrger des ,lebens das uere zu ergreifen und zu beseelen1 es tut das namentlich in ,kunst und ,wissenschaft1 aber auch durch ,entwicklung einer in der menschlichen ,natur angelegten ,moral2 das uere aber ist unentbehrlich1 um das ,innere von mattem ,umri zu voller ,durchbildung zu bringen4 ,so entsteht ein geistiges ,schaffen1 das1 getragen von einer ,weltvernunft1 gegenber der gebundenen ,natur1 auch gegenber der ueren ,ordnung des ,menschenlebens1 wie die ,zivilisation sie vertritt1 ein hheres ,leben schafft1 eine ,geisteskultur1 deren ,wahres1 ,schnes1 ,gutes den ,menschen den reichsten ,gehalt gewinnen und den ganzen ,umkreis des ,daseins veredeln lt4 ,dieses ,leben bedarf keines auer ihm gelegenen ,lohnes und ist nicht auf einen ,nutzen gerichtet1 es findet vollste ,befriedigung in seiner eigenen ,entfaltung und freudigen ,selbstanschauung2 bei unablssigem ,wirken ruht es sicher im eigenen ,wesen und bewahrt bei allem ,streben ins ,weite einen beherrschenden ,mittelpunkt4 ,dies ,leben ist verschiedener ,frbungen fhig1 je nachdem ,wissenschaft1 ,kunst oder ,moral den leitenden ,grundton geben1 und an ,kmpfen im eigenen ,bereich hat es ihm nicht gefehlt4 ,aber alle ,mannigfaltigkeit belt ihm der ,religion gegenber eine eigentmliche ,art4 ,die ,religion ist mehr auf die ,schrfung1 die ,weltkultur mehr auf die ,ausgleichung der ,gegenstze bedacht2 jene richtet das ,leben auf einen ,punkt1 diese gibt ihm mehr ,weite2 jene sieht mehr ,schwche und ,kleinheit1 diese mehr ,kraft und ,gre am ,menschen2 ist sie es doch1 die vor allem das ,menschsein zu einem hohen ,wertbegriff erhoben und ,achtung vor allem geweckt hat1 was menschliches ,angesicht trgt2 jene findet den ,weg zur ,lebensbejahung erst durch schwere ,erschtterung und herbe ,verneinung hindurch1 diese glaubt sie durch vollste ,anspannung eigener ,kraft unmittelbar vollziehen zu knnen2 jener gilt das ,bse mehr als eine ,verderbtheit1 dieser dagegen als eine ,schwche und ,mattheit des ,wollens4 ,vielleicht mag ein ,leben weiterer ,art den ,gegensatz umspannen und zu einer ,ausgleichung fhren1 zunchst ist ein weites ,auseinandergehen nicht zu verkennen4 ,dieser weltliche ,idealismus gewann eine besondere ,hhe im altgriechischen ,leben2 im ,mittelalter ein bloer ,nebenstrom1 brach er in der ,neuzeit mit frischer ,kraft hervor1 aus ihm entsprang bei uns ,deutschen die ,epoche geistigen ,schaffens1 welche wir unsere klassische nennen1 und die uns den ,ruf eines ,volkes der ,dichter und ,denker eintrug4 ,von den reichen ,schtzen1 welche die ,gesamtbewegung des weltlichen ,idealismus mit ihrer ,geisteskultur erzeugte1 zehren wir heute alle1 und knnen uns gar nicht denken1 wie sie zu entbehren wren4 ,aber mit dem ,anspruch1 das ,leben zu fhren1 ist es dem weltlichen ,idealismus nicht anders ergangen als der ,religion3 die ,grundlage wurde erschttert1 das ,grunderlebnis verdunkelt2 so erhielten feindliche ,mchte die ,oberhand und vertrieben diese ,gestaltung aus dem ,mittelpunkte des ,lebens4 ,da die ,welt eine ,tiefe habe1 und da diese dem ,menschen zugnglich sei1 das ist jetzt dem vorwiegenden ,zuge des ,lebens nicht minder zweifelhaft geworden als die ,grundwahrheiten der ,religion4 ,der weltliche ,idealismus hatte stets ,mhe1 seine ,behauptung in vollem ,sinne zu erhrten4 ,eine sichere berzeugungskraft gaben ihm nur besondere ,hhepunkte geistigen ,schaffens1 seltene ,sonn- und ,festtage der ,menschheit1 wo eine ,gunst des ,schicksals mit hohen ,aufgaben der weltgeschichtlichen ,lage selbstwchsige ,persnlichkeiten groen ,stils zusammenfhrte2 dann wurde allerdings eine unsichtbare ,tiefe der ,welt zu allergewissester ,nhe und zum sicheren ,standort des ,handelns4 ,aber solche schaffenden ,zeiten sind ,ausnahmezeiten1 und der ,alltag bt sein ,recht1 jenes hohe ,leben sinkt und zugleich sein ,vermgen1 den ganzen ,menschen an sich zu ziehen und einzunehmen2 aus der eigenen ,bettigung wird dann ein bloes ,aneignen und ,genieen berkommener ,schtze1 es verflacht damit das geistige ,schaffen unvermeidlich zu einer bloen ,bildung1 einer geschmackvollen ,formung des ,lebens2 gewi hat auch eine solche ihren ,wert1 aber sie bewegt nicht die letzten ,tiefen des ,lebens1 und sie ist dem ,dunklen1 ja ,dmonischen in der ,menschennatur bei weitem nicht gewachsen2 sie befreit nicht gengend von innerer ,leere1 und sie erleidet leicht dadurch ,schaden an ihrer ,wahrhaftigkeit1 da sie oft weniger aus einer ,notwendigkeit eigenen ,verlangens als der sozialen ,umgebung halber gesucht wird4 ,alles in allem erscheint die ,bildung mehr als ein ,leben aus zweiter ,hand1 ein solches aber kann schwer den ,angriffen ,widerstand leisten1 welche der ,grundbehauptung erwachsen4 ,der ,verlauf des neunzehnten ,jahrhunderts hat diese ,angriffe mchtig anschwellen lassen4 ,zunchst wirkt die ,erschtterung der ,religion auch zu einer ,schwchung des weltlichen ,idealismus4 ,denn seine berzeugung von einer ,tiefe des ,alls und von dem ,walten eines unsichtbaren ,ganzen hat die ,menschheit meist nur im ,anschlu an eine religise berzeugung gewonnen1 nur eine solche machte den ,bruch mit der sichtbaren ,welt auch dem ,einzelnen zur zwingenden ,notwendigkeit1 und die ,veredlung1 welche jener ,idealismus an der ,welt vollzieht1 ist kaum denkbar ohne das verklrende ,licht1 das die berwelt der ,religion auf diese wirft2 je mehr die ,zurckdrngung der ,religion dieses ,licht verblassen lt1 desto mehr verliert auch jener seine leitende ,stellung im ,leben1 wird er aus dessen ,mittelpunkte an die ,auenseite gedrngt4 ,sodann aber hat die neueste ,zeit der sichtbaren ,welt eine ,selbstndigkeit gegeben1 welche sie nie zuvor fr uns hatte2 immer energischer hat die wissenschaftliche ,arbeit aus ihr alles ,seelenleben vertrieben1 dafr aber ein neues ,reich reiner ,tatschlichkeit erffnet und aus ihm eine berstrmende ,flle neuer ,aufgaben abgeleitet1 deren ,lsung das menschliche ,wohlsein aufs erheblichste zu steigern verspricht4 ,zugleich hat die ,forschung die ,besonderheit und ,gebundenheit des menschlichen ,lebens und ,strebens aufs strkste hervorgekehrt1 es scheint ihr in enge ,schranken gebannt und dadurch gnzlich verhindert1 jene ,welt starrer ,tatschlichkeit sich innerlich anzueignen und ihre ,unermelichkeit als ein ,ganzes zu erleben2 sie wird bei aller ueren ,annherung unserer ,seele immer fremder4 ,kann ein solcher ,gedankengang im ,menschen den ,vollender des ,weltalls sehen8 ,aber mehr als alles das widersprechen dem weltlichen ,idealismus im modernen ,leben die ,erfahrungen innerhalb der ,menschheit selbst4 ,es erschien hier so viel wilde ,leidenschaft und unbegrenzte ,selbstsucht1 so viel ,kleinheit der ,gesinnung1 so viel moralische ,unlauterkeit1 so viel ,mangel an geistiger ,gre und an ,kraft der ,persnlichkeit1 es stellte sich das menschliche ,dasein so sehr als ein wirres ,chaos dar1 da alle ,hoffnung verflog1 in ihm ein ,reich der ,vernunft entdecken oder es in ein solches verwandeln zu knnen4 ,wie vermchte sich aber bei solcher ,lage geistiges ,schaffen und edle ,bildung als der ,kern des ,lebens zu behaupten8 ,auch der gegenwrtige ,krieg mu den ,eindruck ihrer ,ohnmacht ber die menschliche ,seele verstrken4 ,wre eine gemeinsame ,vernunft die ,grundkraft menschlichen ,lebens1 so mte sie die ,menschheit zusammenhalten und einen etwaigen ,zwiespalt rasch berwinden1 sie mte allem ,rohen und ,gemeinen siegreich widerstehen1 das an einzelnen ,stellen erscheinen mchte4 ,deutlich genug aber sehen wir1 da das keineswegs geschieht4 ,was hilft uns dann aber jene ,geisteskultur mit ihrer gepriesenen ,bildung8 ,ist sie nicht blo ein geflliger ,schein1 mit dem sich das menschliche ,leben umkleidet1 um seine nackte ,gestalt zu verhllen8 ,und lohnt es sich dann1 so viel ,mue und ,arbeit an diesen ,schein zu verwenden8 ,so ist es kaum zu verhten1 da viel ,geringschtzung dieses weltlichen ,idealismus aufkommt und um sich greift4 ,und doch haben wir uns zu hten1 solcher ,stimmung nachzugeben und die ,gter geringzuschtzen1 die er mit ,behauptung und ,leistung vertritt4 ,denn sie berhren keineswegs die bloe ,oberflche des ,lebens1 sie wirken weit ber die ,stimmung und ,neigung der ,individuen hinaus zu seiner ,durchbildung von innen her1 sie haben eine ,klrung1 ,vertiefung1 ,veredlung an ihm vollzogen1 deren ,preisgebung uns in den ,stand der ,barbarei zurckschleudern wrde2 mag einer besonderen ,zeit unter besonderen ,geschicken sich ihr ,bild verzerren1 sie hren darum nicht auf1 im ,grunde des ,lebens ttig zu sein und mehr aus dem ,menschen zu machen1 als sein eigenes ,bewutsein ihm zeigt4 ,das ,reich der geistigen ,gter verbleibt1 auch wenn sich dem ,menschen der ,zugang zu ihm durch manche ,hemmung zeitweilig versperrt4 ,immerhin verbleibt solche ,hemmung und will vollauf gewrdigt sein2 die fhrende ,stellung des weltlichen ,idealismus wird jedenfalls durch die ,erfahrungen der ,gegenwart schwer erschttert4 ,und zugleich machen sie zweifelhaft1 wieviel wir an ihm berhaupt besitzen1 und wo sein ,recht innerhalb eines weiteren ,lebensganzen liegt4 ,so verwandelt sich uns auch hier in eine unsichere ,frage1 was frheren ,zeiten eine zuversichtliche ,antwort gab4 99 99 99 99 99 ,demnach ist die ,lebensordnung des weltlichen ,idealismus heute nicht weniger erschttert als die der ,religion1 wir verspren die ,erschtterung nur nicht so stark1 weil sie weniger durch einen direkten ,angriff als durch ein allmhliches ,verblassen und ,ermatten erfolgte2 wie der weltliche ,idealismus nicht die ,khnheit der ,religion besitzt1 so entzndet der ,streit um ihn auch nicht so gewaltige ,leidenschaft4 ,aber hier wie da kommen wir zu demselben ,endergebnis3 ,lebensmchte1 welche ,jahrtausende lang die ,menschheit beherrschten1 ihrem ,leben ,ziele gaben und ihm dadurch einen ,sinn verliehen1 haben eine feste ,wurzel im ,bewutsein des heutigen ,geschlechts verloren und erhalten sich mehr durch trge ,gewohnheit als durch eigene ,erfahrung4 ,nur die ,verstrickung in die ,geschfte des ,alltags und das berwiegen von ,einzelfragen lt uns bersehen1 wie ,ungeheures bei uns vorgeht4 ,oder ist es nicht etwas ,ungeheures1 wenn ,ziele1 an die ,jahrtausende ihre beste ,kraft gesetzt haben1 und im ,glauben an die sie lebten und starben1 nunmehr eine bloe ,einbildung scheinen und damit der bisherige ,hauptzug des ,strebens als ein leerer ,wahn befunden wird8 ,ist es nicht etwas ,ungeheures1 wenn die unsichtbare ,welt1 frher als eine sichere ,zuflucht ergriffen und als ein ,quell der ,liebe und ,wahrheit gepriesen1 nunmehr sich vllig auflsen mu8 ,wir mten die ,umwlzung anerkennen1 wenn das ,gebot der ,wahrheit sie forderte2 aber nur flache ,denkart kann leicht und vergnglich alles hinter sich werfen1 was bisher als heilig galt4 ,zum mindesten drfte sie nicht bersehen1 da das ,durchschauen eines so langen ,irregehens der ganzen ,menschheit allen ,glauben an ihr ,vermgen zur ,wahrheit aufs tiefste erschttern mte4 ,die neueren ,lebensordnungen4 ,die gemeinsame ,grundlage4 ,so schwer wir die ,erschtterung der ,gegenwart durch das ,verblassen der unsichtbaren ,welt nehmen mgen1 es sei nicht vergessen1 da zu ihrem ,ersatz ein vielverheiender ,aufbau im ,werke ist1 und da einem neuen ,leben die sichtbare ,welt unvergleichlich mehr geworden ist1 als sie frheren ,zeiten war4 ,diese ,welt hat sich nicht nur in der ,natur um uns wie in der eigenen ,geschichte der ,menschheit der ,erkenntnis in ungeahnter ,weise erschlossen1 sie hat auch dem menschlichen ,wirken immer mehr ,angriffspunkte gezeigt2 der ,befund der ,dinge1 sonst wie ein unentrinnbares ,schicksal hingenommen1 zeigt sich jetzt sehr wohl einer ,vernderung und ,verbesserung fhig3 ,elend und ,roheit werden angegriffen1 das ,leben durchgngig in rascheren ,flu versetzt und zu mehr ,flle und ,freude gebracht4 ,den ,kern des neuen ,lebens bildet aber die ,arbeit1 das heit die ,ttigkeit1 welche den ,gegenstand ergreift und ihn fr den ,menschen bereitet2 was von altersher davon vorlag1 das hat die ,neuzeit erheblich dadurch gesteigert1 da ihr die ,arbeit weit mehr ber die ,krfte und ,zwecke der ,individuen hinauswchst1 ja durch ,bildung eigener ,zusammenhnge eine ,selbstndigkeit gegen den ,menschen erlangt4 ,so zeigen es ,wissenschaft und ,technik1 so zeigen es auch politisches und soziales ,wirken2 sie alle machen den ,menschen zum ,gliede eines ,arbeitsganzen1 dessen ,forderungen er unbedingt nachkommen mu4 ,in solcher ,unterordnung der ,einzelnen gewinnt das ,ganze eine gewaltige ,macht1 es fat das ,nebeneinander der ,krfte und das ,nacheinander der ,zeiten zu gemeinsamem ,wirken zusammen1 das in sicherem ,zuge vordringt und keine ,grenze als endgltig anerkennt4 ,so gewinnt die ,menschheit einen frischen ,mut und ein stolzes ,selbstvertrauen1 sie entwickelt in ihrem eigenen ,bereich ein mannhaftes1 klares1 zielbewutes ,leben1 das auch zu entsagen vermag1 aber durch das ,entsagen keineswegs niedergedrckt wird4 ,denn fr alles1 worauf zu verzichten ist1 scheint der ,gewinn an ,sicherheit und an ,wahrhaftigkeit vollen ,ersatz zu bieten4 ,unerschtterlich fest scheint der ,boden1 der hier die ,arbeit trgt1 alle ,einbildungen und ,vorurteile1 die gleich trbem ,nebel die ,dinge umhllten1 sind gewichen und machen hellem ,sonnenlicht ,platz1 die ,ttigkeit findet nach allen ,seiten ein offenes und unbegrenztes ,feld2 so scheint erst hier das ,leben sich selbst und seine ,kraft zu finden1 von einem ,schlummerstand in volle ,wachheit berzugehen4 ,alles ,wirken hat dabei den ,reiz eines frischen ,sehens und selbstndigen ,entdeckens4 ,drfen wir uns wundern1 da dieses ,leben eine starke ,anziehungskraft ausbt1 und da ihm das ,goethewort zugute kam4 ,er stehe fest und sehe hier sich um1 ,dem ,tchtigen ist diese ,welt nicht stumm8 ,die ,wendung vom allgemeinen ,gedanken zur nheren ,durchfhrung lie jedoch ersehen1 da das hier gebotene ,leben keineswegs einfach ist4 ,in zwei ,bereichen liegt uns das ,dasein vor3 in der ,natur und im ,menschheitsleben4 ,jeder dieser ,bereiche lt sich zur ,hauptsache machen1 jeder kann von sich aus eine allumfassende ,lebensordnung zu bilden suchen4 ,so entspringen aus dem gemeinsamen ,grunde zwei verschiedene ,lebensstrme und wollen gesondert behandelt sein4 ,es sei zunchst als der einfachere derjenige behandelt1 dem das ,verhltnis des ,menschen zur ,natur als das ,grundverhltnis seines ,lebens gilt4 ,die ,lebensordnung des ,naturalismus4 ,eine ,lebensordnung des ,naturalismus konnte nicht entstehen1 bevor das ,bild der ,natur alles ,fremdartige ausgeschieden und seine ,eigentmlichkeit deutlich ausgeprgt hatte2 das aber ist zuerst seit ,beginn der ,neuzeit geschehen4 ,in ,abweisung aller religisen und spekulativen ,deutung wird hier zum ,ziel der ,forschung die ,erfassung der ,natur in ihrer reinen und bloen ,tatschlichkeit2 hier entsagt jene aller inneren ,eigenschaft und allem seelenartigen ,streben und verwandelt sich in ein ,reich unbeseelter ,massen und ,bewegungen1 das sich in festen ,zusammenhngen und unwandelbaren ,ordnungen darstellt1 ohne dem ,menschen eine besondere ,stellung einzurumen und ihn zum ,gegenstand besonderer ,sorge zu machen4 ,von ,anfang an bestand viel ,neigung1 dies ,reich der ,natur fr das ,ganze der ,wirklichkeit auszugeben und zugleich alle ,wissenschaft nach ,art der ,naturwissenschaft zu gestalten2 schon ,bacon 7#aefa bis #afbf7 nannte die ,naturwissenschaft die groe ,mutter und die ,wurzel alles ,erkennens1 diese ,neigung hat immer mehr ,boden gewonnen und ,naturbegriffe immer tiefer in alle ,gebiete eindringen lassen1 so da heute naturwissenschaftliche ,weltanschauung vielen als ,weltanschauung berhaupt gilt4 ,um sich so zum ,all zu erweitern1 mute die ,natur auch den ,menschen an sich zu ziehen und ganz und gar in sich aufzunehmen suchen4 ,das konnte so lange nicht gelingen1 als eine unbersteigbare ,kluft ,ursprung und ,wesen des ,menschen von der ,natur zu trennen schien2 aber der ,anerkennung einer solchen ,kluft hat die ,naturwissenschaft immer entschiedener widersprochen1 sie hat immer mehr verbindende ,fden aufgewiesen1 bis die moderne ,entwicklungslehre eine vllige ,verkettung herzustellen schien4 ,gehrt aber der ,mensch ganz und gar zur ,natur1 so mu auch sein ,leben ganz dem der ,natur entsprechen1 so hat alles auszuscheiden1 was im berkommenen ,befunde dem widerspricht4 ,die ,natur aber erscheint hier als ein ,nebeneinander einzelner ,elemente1 die in vielfachste ,beziehung treten und auch manche ,verwebung bilden1 deren ,verbindung aber nie mehr als eine ,anhufung und ,zusammensetzung ist2 es gibt hier keinen inneren ,zusammenhang und daher auch kein ,wirken aus einem ,ganzen1 auch kein ,selbstndigwerden eines ,inneren4 ,wie die ,natur in reiner und bloer ,tatschlichkeit verluft1 so kann auch das ,menschenleben1 das zu ihr gehrt1 keine die natrliche ,selbsterhaltung berschreitende ,wertschtzung1 kein ,gut und ,bse anerkennen2 nur die ,entfaltung der ,kraft und die sie begleitende ,lust kann dem ,leben einen ,antrieb geben1 und1 soweit hier berhaupt von ,zielen die ,rede sein kann1 haben sie in die ,kraftsteigerung einzumnden4 ,die bertragung dieser ,mae auf das menschliche ,leben erwies ein gutes ,recht dadurch1 da sie ,tatsachen zur vollen ,anerkennung brachte und untereinander zusammenschlo1 die frher vereinzelt geblieben und als ,nebensachen behandelt waren4 ,so die ,gebundenheit aller seelischen ,bettigung an krperliche ,bedingungen1 so die elementare ,macht der ,naturtriebe und der natrlichen ,selbsterhaltung1 so die berwiegende ,macht der materiellen ,faktoren im ,menschenleben1 so das aufrttelnde und vorwrtstreibende ,wirken des ,kampfes ums ,dasein1 so die weite ,ausdehnung der blinden und sinnlosen ,tatschlichkeit auch im ,bereich des ,menschen4 ,alles zusammen ergibt einen eigentmlichen ,lebenstypus1 der sich auch der geistigen ,arbeit1 die er an sich zieht1 mitteilen mu4 ,da diese ,lebensordnung dem geschichtlich berkommenen ,stande schroff widerspricht1 so mu sie mit einer entschiedenen ,verneinung beginnen1 mit einer ,verneinung alles dessen1 was die ,natur berschreitet und damit die ,wirklichkeit auseinanderzureien scheint4 ,so geschah es nach ihrer berzeugung in ,religion und ,metaphysik1 gemeinsam war ihnen der ,fehler1 das menschliche ,subjekt von seiner ,umgebung abzulsen und seiner ungezgelten ,phantasie eigene ,wege zu gestatten4 ,dadurch entstanden erdichtete ,bildungen1 die1 so meint man1 einen vielfachen ,druck auf den ,menschen ben und mit ihren ,satzungen und ,vorurteilen das ,leben verengen und entstellen4 ,es scheint ein groer ,gewinn an ,freiheit1 wenn das aus dem ,leben verschwindet4 ,zugleich ein ,gewinn an ,einheit1 indem die verhngnisvolle ,spaltung aufhrt1 die aus jener berhebung des ,subjekts hervorging4 ,im eigenen ,aufbau aber verheit dies ,leben eine gewaltige ,steigerung der ,kraft1 der anschaulichen ,nhe1 ja der ,wahrhaftigkeit4 ,denn nur in ,berhrung mit dem ,gegenstande drauen scheint das menschliche ,vermgen sich vollauf zu entfalten1 ja erst ,leben in vollem ,sinne zu werden4 ,in endloser ,weite und ,flle breitet sich dabei vor dem ,menschen das ,reich der ,arbeit aus1 und was in ihr das ,erkennen erringt1 das findet hier1 wo sich der ,ttigkeit deutliche ,angriffspunkte bieten1 ohne viel ,mhe den ,weg zum ,handeln2 wie aus der modernen ,naturwissenschaft unmittelbar die moderne ,technik entsprang1 so scheint diese ,denkweise berhaupt der gegebene ,weg1 die menschlichen ,verhltnisse zu verbessern und den ,gesamtstand menschlichen ,wohlseins zu heben4 ,auch die einzelnen ,gebiete bringt diese ,lebensordnung in eine starke ,bewegung nach eigentmlicher ,richtung4 berall ein ausgeprgter ,realismus1 der von ertrumten ,hhen abruft1 alle ,ziele1 der ,kunst wie der ,wissenschaft1 der ,erziehung wie der ,moral1 des politischen wie des sozialen ,lebens1 innerhalb der sinnlichen ,erfahrung findet und ihren ,gehalt damit eigentmlich gestaltet4 ,durchgngig gilt es1 die sinnlichen und materiellen ,faktoren als die ,wurzeln aller ,kraft voll zur ,wirkung zu bringen1 das ,leben dadurch zu sttigen1 es in frischen ,flu und sicheren ,fortgang zu bringen4 ,so inmitten alles ,realismus ein ,leben mit so viel ,spannung1 ,leistung und ,hoffnung1 da es auf die weltberfliegenden ,ausblicke frherer ,zeiten ohne ,schmerz scheint verzichten zu knnen4 ,ein neuer ,tag scheint hier anzubrechen1 dessen helles ,licht alle frhere ,zeit zu einer trben ,dmmerung herabsetzt4 ,dieser ,lebensstrom hat viel zu viel ,krfte in ,bewegung gesetzt1 viel zu viel ,leistungen hervorgebracht1 ja den ,gesamtstand des menschlichen ,daseins viel zu sehr umgewandelt1 als da sich seine ,macht verkennen und seine ,bedeutung angreifen liee4 ,was in ,frage kommen kann1 ist lediglich dieses1 ob er das ganze ,leben zu erfllen und seinen ,gesamtstand zu beherrschen vermge4 ,denn dagegen erheben sie freilich schwere ,bedenken1 sie gehen von einem ,punkte aus1 der bei flchtigem ,anblick nebenschlich scheinen mag1 der sich aber bei nherer ,prfung als so bedeutend herausstellt1 da jener ganze ,lebensstrom mit all seiner ,tatschlichkeit dadurch an die zweite ,stelle gedrngt wird und sich damit bescheiden mu1 ein ,stck eines weiteren ,lebens zu bilden4 ,jener behandelt den ,menschen als ein bloes ,stck der ,natur und verlegt in sie sein ganzes ,leben4 ,aber woher kennen wir die ,natur1 wie wissen wir berhaupt von ihr8 ,wir kennen sie nur als ein ,erlebnis der menschlichen ,seele1 wir kennen sie nur in ihrer ,wirkung auf die ,seele1 und nur von der ,seele aus wird das ,bild entworfen1 mit dem sie uns vor ,augen steht4 ,diesen ,aufbau der ,natur von der ,seele her hat eben die neuere ,philosophie mit besonderer ,klarheit aufgewiesen1 sie hat gezeigt1 da sowohl was in ihm an festen ,elementen als an ,zusammenhngen vorliegt1 uns nicht von auen zugefhrt1 sondern von der ,seele aufgebracht und von ihr in das auf uns eindringende ,chaos zu seiner ,bewltigung hineingelegt wird2 die ,seele ist es1 welche die ,natur erst im wissenschaftlichen ,sinne entdeckt und aus der ,flut der ,eindrcke herausarbeitet2 dabei ist vllig klar1 da das nicht von der sinnlichen ,empfindung aus1 sondern aus der ,arbeit des ,denkens geschieht2 das kann verkennen nur1 wer wissenschaftliche und naive ,stellung des ,menschen zur ,umgebung in eins zusammenwirft4 ,mit der ,anerkennung des ,unterschiedes tritt vor die sinnliche ,empfindung die ,denkarbeit1 also eine geistige ,ttigkeit1 und es zeigt sich zugleich1 da im ,bilde der ,natur die ,eindrcke auf ein ,gerst von ,gedankengren1 von ,begriffen aufgetragen und nur dadurch in ein ,ganzes verwandelt worden sind4 ,in ,wahrheit ist die ,welt des ,forschers mit ihrer ,umsetzung der ,natur in ,krfte1 ,beziehungen1 ,gesetze etwas wesentlich anderes als das1 was die ,sinne uns bermitteln4 ,diese berlegenheit des geistigen ,wirkens bekundet aber eine ,selbstndigkeit des ,seelenlebens gegen die ,natur und lt uns zugleich verstehen1 da es seelische ,antriebe sind1 welche ber den ,zwang der ,selbsterhaltung hinaus der ,befassung mit der ,natur einen ,wert verleihen4 ,der ,anhnger des ,naturalismus legt1 wenn auch unwillkrlich1 selbst dafr ,zeugnis ab4 ,denn was ihn bewegt1 ist nicht blo der ,trieb1 seine ,kraft in ,bewegung zu setzen1 sondern ein ,streben nach ,befreiung von irreleitendem ,wahn1 nach mehr ,einheit und nach mehr ,wahrhaftigkeit der ,weltanschauung2 sind aber solche ,ziele von der bloen ,natur aus irgendwie zu begreifen1 bekunden sie nicht ein aller ,natur berlegenes ,leben und ,streben8 ,kurz1 es hat der ,naturalist1 indem er die ganze ,weite der ,welt berdachte1 leider etwas vergessen1 was im ,grunde das ,allernchste ist1 er hat sich selbst1 die eigene ,seele1 vergessen4 ,aber die ,seele ist nun einmal da und lt sich nicht wegdisputieren2 selbst wer sie leugnet1 tut es aus einem ,drange nach ,wahrheit1 damit aber aus einem ,antriebe seelischer ,art4 ,und die ,seele ist nicht blo da1 sondern sie zeigt auch eine eigentmliche ,art und stellt aus ihr ,forderungen1 denen die naturalistische ,lebensordnung nicht zu entsprechen vermag4 ,das seelische ,leben ist kein bloes ,nebeneinander1 es umfat alle ,mannigfaltigkeit und bezieht sie auf einen ,mittelpunkt1 es geht nicht in die ,beziehungen nach auen hin auf1 sondern es bildet sich einen eigenen ,kreis und gewinnt damit ein ,beisichselbstsein2 es erschpft sich nicht in bloe ,tatschlichkeit1 sondern es entwickelt ,mae und ,ziele aus sich selbst heraus und prft danach alles1 was bei ihm vorgeht1 kurz es ist ein wesentlich anderes ,leben1 was hier entsteht1 als das der sinnlichen ,natur4 ,auch ist dieses ,leben nicht ohne ein gemeinsames ,werk groen ,stiles geblieben1 welches das menschliche ,dasein wesentlich umgewandelt hat1 in nichts anderem liegt dies vor als in der ,hervorbringung eines ,kulturstandes1 womit der ,mensch sich ber die ,natur hinaushob und ihr gegenber ein neues ,reich mit eigentmlichen ,gren und ,gtern erzeugte4 ,das ergibt allerdings eine ,zweiheit1 aber sollen wir den ,aufstieg bekmpfen und zugleich alle ,kultur verwerfen1 weil sie das ,leben minder einfach macht8 ,sehr wohl kann bei dieser ,bewegung der ,mensch die ,natur zu weit zurckgeschoben und sich in seiner ,meinung zu sehr von ihr abgelst haben1 -- die ,bekmpfung dessen ist ein unbestreitbares ,verdienst des ,naturalismus --1 aber wenn der ,kulturmensch zur ,natur zurckkehrt und ihr eine hhere ,schtzung fr das ,ganze des ,lebens verleiht1 so wird er dadurch nicht im mindesten ein bloes ,stck der ,natur1 seine geistige berlegenheit bleibt dabei unangetastet4 ,von solcher berlegenheit aus mu ihm aber die naturalistische ,lebensordnung als durchaus unzulnglich erscheinen4 ,denn folgerichtig durchgedacht mu sie alles ,bestehen einer ,innerlichkeit und allen ,wert von inneren ,gtern1 mu sie zum ,beispiel ,gren wie ,gesinnung1 ,pflicht1 ,ehre1 ,persnlichkeit1 ,charakter als vllige ,einbildungen verwerfen1 als ebenso verderbliche ,einbildungen1 wie es nach ihrer ,meinung die ,ideen von ,gott und ,weltvernunft sind4 ,das will jene ,lebensordnung nicht1 gewi nicht2 auch sie hlt an jenen ,gren fest1 auch sie will ,moral1 auch sie will eine ,veredlung des ,menschen1 aber sie kann das nur in ,widerspruch mit den eigenen ,grundgedanken4 ,selbst den ,begriff der ,wahrheit kann sie nur in solchem ,widerspruch beibehalten4 ,denn wie kann von einer gemeinsamen und zwingenden ,wahrheit die ,rede sein1 wenn nur einzelne ,individuen mit ihren verschiedenen1 unablssig wechselnden ,meinungen nebeneinanderstehen1 und wenn aus ihrem ,zusammensein hchstens ein gewisser ,durchschnitt hervorgeht8 ,auch fr echte ,kultur ist hier kein ,platz4 ,so sehr jene ,ordnung die ,lebensbedingungen nach allen ,richtungen hin zu verbessern vermag1 sie gibt damit dem ,leben weder eine innere ,bildung noch irgendwelchen ,gehalt1 sie berliefert es geistiger ,leere2 ber die blo uere ,ordnung der ,lebensverhltnisse1 die ,zivilisation1 kommt sie mit eigenen ,mitteln nun und nimmer hinaus4 ,so kann die naturalistische ,lebensordnung die hheren ,forderungen des ,menschenwesens nur in ,widerspruch mit sich selbst festhalten2 da bei solchem inneren ,widerspruch zur ,erfllung jener viel geschehen kann1 ist schwerlich zu erwarten4 ,die ,leere und ,sinnlosigkeit1 in die hier das ,leben gert1 mu augenscheinlich und zugleich unertrglich werden1 sobald die ,frage aufs ,ganze gerichtet wird1 was der zum ,denken erwachte ,mensch schlielich doch nicht unterlassen kann4 ,was wird hier aus dem ,ganzen des ,lebens1 was aus dem ,lebensstand der ,menschheit8 ,kein inneres ,band verknpft hier die ,menschheit mit dem ,all1 auch kein solches ,band die ,menschen untereinander4 ,wir mhen und hasten uns im wilden ,lebenskampf1 damit sich mehr und mehr ,kraft entfalte1 aber es gibt nichts1 dem diese ,kraft zugute komme1 es gibt keine ,mglichkeit1 sie in ein wahrhaftiges ,leben eines ,beisichselbstseins berzufhren4 ,die der ,kraftentfaltung anhangende ,lust steht in grellem ,miverhltnis zu all der ,mhe und ,arbeit1 all der ,aufregung und ,aufopferung1 welche die ,erhaltung des ,lebens vom ,kulturmenschen fordert4 ,so viel ,verwicklung und ,umstndlichkeit in ,erziehung und ,bildung1 in staatlicher ,ordnung und sozialem ,aufbau1 und das alles1 damit wir im wesentlichen dasselbe erreichen1 was das ,tier so viel leichter erreicht6 ber solche ,bedenken sich leicht hinwegsetzen kann nur1 wer einem starken ,optimismus gegen den ,menschen und die menschliche ,lage huldigt1 wer keine inneren ,verwicklungen1 keine schweren ,probleme in ihr anerkennt4 ,so ging in der ,tat der ,naturalismus oft mit einem flachen ,optimismus zusammen4 ,dieser ,optimismus hatte schon vor dem ,kriege manche ,erschtterung erlitten1 es waren im menschlichen ,leben manche ,probleme und ,widersprche ersichtlich geworden1 denen gegenber der ,naturalismus vollstndig wehrlos ist2 so waren seine ,flitterwochen schon vorher abgelaufen4 ,die ,erfahrungen des ,weltkrieges mssen das weiter vertiefen4 ,denn wren wir in den ungeheuren ,erschtterungen1 die er bringt1 und den ,problemen1 die er erffnet1 allein auf die ,hilfen angewiesen1 die der ,naturalismus zu bieten vermag1 so bliebe nichts anderes als eine vllige ,verzweiflung1 ein trostloser ,pessimismus4 ,und einem solchen ,abschlusse wird doch die ,menschheit mit aller ,kraft widerstehen1 selbst in den schweren ,verlusten und den durch sie geweckten ,zweifeln wird sie eine berlegenheit gegen die bloe ,natur empfinden4 ,das ,leid selbst erweist sich als der strkste ,gegner des ,naturalismus1 sobald es ins ,innere gewandt wird4 ,so wird dieser seinen ,anspruch auf eine fhrende ,stellung nicht durchzusetzen vermgen4 ,aber glauben wir deshalb nicht1 da wir schon mit ihm fertig sind1 da nicht viele offene ,fragen verbleiben4 ,die naturalistische ,lebensordnung hat nicht nur einzelne ,daten aufgedeckt und zur ,geltung gebracht1 ihr ,verdienst ist1 in zwingender ,weise einer ganzen ,seite unseres ,lebens zur ,anerkennung verholfen zu haben1 die ihr frher mit ,unrecht versagt ward4 ,diese ,anerkennung lt sich aber nicht vollziehen1 ohne da schwierige ,fragen erwachen1 manche ,zweifel entstehen1 das ,ganze unseres ,lebens eine neue ,beleuchtung erhlt4 ,den ,naturalismus zu schelten mag der landlufigen ,apologetik als ein billiges ,vergngen berlassen bleiben2 die vom ,naturalismus vertretene ,tatschlichkeit im ,ganzen des ,lebens zu wrdigen ist eine ,aufgabe1 die noch immer recht viel zu tun gibt4 ,der ,mensch ist nicht blo ,natur1 aber er ist weit mehr ,natur1 als die lteren ,ordnungen ihm zuerkennen1 und dieses ,mehr wird nicht eher zur ,ruhe kommen1 als bis es sein ,recht gefunden hat4 ,die ,wendung des ,menschen zu sich selbst4 ,die ,sozial- und die ,individualkultur4 ,wenn das ,dasein ,gottes dem ,menschen ungewi wird und die ,weltvernunft ihm verblat1 wenn zugleich die ,natur eben bei wachsender uerer ,annherung ihm innerlich fremder wird und sein seelisches ,leben leer lt1 so scheint1 um unserem ,dasein einen ,sinn und ,wert zu bewahren1 nur noch ein einziger ,weg zu verbleiben3 die ,wendung des ,menschen zu sich selbst1 die ,ergreifung1 ,nutzung1 ,ausbildung alles dessen1 was im eigenen ,bereiche vorgeht4 ,solche ,wendung lt sich aber in zwiefachem ,sinne verstehen4 ,einmal kann sie bedeuten1 da der menschliche ,kreis die ,sttte bildet1 wo allein sich uns ,tiefen der ,wirklichkeit erschlieen1 von wo aus alles zu entwickeln ist1 was mehr aus uns machen soll2 dann geht der ,mensch keineswegs in das ,bild auf1 das sein unmittelbarer ,anblick zeigt1 dann knnen groe ,mglichkeiten in ihm liegen und weitere ,zusammenhnge von ,welt und ,leben von ihm aus ersichtlich werden4 ,so erfahren wir es heute in erhebender ,weise1 wenn uns der ,mensch in ,staat und ,nation weit ber den nchsten ,anblick hinauswchst4 ,dies aber soll uns spter beschftigen1 an dieser ,stelle kommt nur in ,frage1 ob das moderne ,leben eine ,bewegung enthlt1 vom ,menschen1 wie er in der ,erfahrung vorliegt1 vom ,menschen1 wie er leibt und lebt1 eine allumfassende ,lebensordnung als eine reine ,menschenkultur aufzubauen4 ,das wrde die ,behauptung schrfer zuspitzen und dem ,leben eine engere ,bahn abstecken4 ,eine derartige ,behauptung ist aber in der ,tat vorhanden und hat einen eigentmlichen ,anblick vom ,leben und ,sein hervorgebracht4 ,whrend von frheren ,zeiten her und bis in die ,gegenwart hinein der ,mensch sich selbst und seinen ,kreis im ,lichte einer unsichtbaren ,welt1 sei es des ,gottesreiches1 sei es einer ,weltvernunft1 sieht und versteht1 ist neuerdings auch eine breite ,bewegung dahin aufgekommen1 ihn ganz und gar auf das sichtbare ,dasein zu stellen1 hier alle ,ziele zu suchen1 ihn mit seinesgleichen nicht durch irgendwelche ,vermittlung eines ,gedankenreiches1 sondern nur durch das tatschliche ,zusammentreffen auf dem ,boden des ,daseins zu verbinden4 ,eine solche ,wendung darf sich auf tatschliche ,vernderungen des ,lebens berufen4 ,in der ,neuzeit sind auf ,grund der modernen ,technik und der ,beschleunigung des ,verkehrs die ,berhrungen und ,beziehungen von ,mensch zu ,mensch unermelich gewachsen1 die ,krfte haben sich mehr zu fruchtbarer ,arbeit zusammengefunden und dadurch ihr ,vermgen gesteigert1 auch die ,individuen sind weit mehr in ,bewegung versetzt und zu mehr unmittelbarem ,empfinden geweckt2 durch alles zusammen ist der ,mensch sich selbst und dem ,menschen weit mehr geworden4 ,solche ,erfahrungen lassen es nicht als berkhn erscheinen1 da der ,mensch sein ,schicksal selbst in die ,hand nimmt und mit emsigem wie zielbewutem ,handeln einen zusagenden ,stand des ,lebens herbeifhrt1 der alle berechtigten ,wnsche zu erfllen verspricht2 ist ein berschwngliches ,glck unerreichbar1 wie es die ,religionen dem ,menschen versprachen1 so kann doch recht viel zur ,hebung des ,daseins geschehen1 in tatkrftigem ,wirken dafr kann der ,mensch seinem ,leben ganz wohl einen ,sinn und ,wert verleihen4 ,ihm mag es bei solchem ,zuge ein nicht geringer ,vorteil dnken1 wenn die ,bindungen und ,hemmungen entfallen1 welche von den lteren ,lebensordnungen her einen ,druck auf das ,handeln ben1 wenn der ,mensch nunmehr allen ,anregungen der ,erfahrungswelt mit voller ,unbefangenheit nachgehen kann4 ,auch die einzelnen ,lebensgebiete mssen sich damit eigentmlich gestalten1 sie mssen an ,schlichtheit1 an seelischer ,nhe und ,wrme gewinnen1 wenn sie lediglich daraufhin angesehen und danach bemessen werden1 was sie dem ,menschen als ,menschen leisten4 ,aller ,verwicklung der ,weltprobleme enthoben1 sieht sich hier das ,handeln vor erreichbare ,ziele gestellt1 die doch keineswegs geringfgig sind und menschliche ,kraft ganz wohl in ,bewegung zu setzen vermgen4 ,so ist es sehr begreiflich1 da ein derartiges ,streben vielen ,anklang fand und einen eigentmlichen ,lebensstrom erzeugte4 ,solche ,fassung des menschlichen ,daseins mu auch den ,gegensatz eigentmlich gestalten1 der von altersher durch die menschliche ,gemeinschaft geht1 und dessen ,zusammensto ein ,hauptantrieb der ,bewegung auf diesem ,gebiete ist1 den ,gegensatz des ,gesamtstandes und des ,befindens der einzelnen ,individuen1 den ,kampf darum1 ob mglichste ,unterordnung unter das ,ganze oder freie ,bewegung der ,einzelnen das ,hauptziel bilde1 ob mehr das ,gemeinsame oder das ,eigentmliche den ,charakter des ,lebens zu bestimmen habe1 ob mehr eine ,organisation oder eine ,emanzipation der ,krfte zu erstreben sei4 ,dieser ,gegensatz von ,gesellschaft und ,individuum1 von ,zusammenstreben und ,auseinandergehen1 von ,ordnung und ,freiheit durchdringt in weitester ,fassung die ganze ,weltgeschichte1 er wirkt von ihr zur ,gegenwart sowohl aus der ,arbeit der ,jahrtausende als aus den ,erfahrungen des letzten ,jahrhunderts4 ,nachdem der ,verlauf des ,altertums mehr und mehr die berkommenen ,ordnungen zersetzt und den ,schwerpunkt des ,lebens den ,individuen zugewiesen hatte1 erfolgt gegen sein ,ende ein immer strkerer ,rckschlag zugunsten einer festeren ,verbindung der ,krfte1 philosophische ,schulen wie religise ,kulte schlieen die ,individuen enger zusammen und lassen sie einander helfen und sttzen2 das ,christentum nimmt die ,bewegung auf und fhrt sie bei wachsendem ,verlangen nach einem sicheren ,halt und nach ,befreiung von eigener ,verantwortung schlielich dahin1 da die religise ,gemeinschaft1 die ,kirche1 zur alleinigen ,trgerin gttlicher ,wahrheit und gttlichen ,lebens wird1 der ,einzelne einen ,anteil daran nur durch ihre ,vermittlung erlangt4 ,wir wissen1 wie das auch in die ,gegenwart hinein eine groe ,macht erstreckt4 ,eine vllig entgegengesetzte ,richtung verfolgt die ,neuzeit durch alles ihr eigentmliche ,schaffen hindurch1 sei es der ,aufklrung1 sei es des ,humanismus4 ,aus allen ihren ,bildungen spricht der ,glaube an den ,wert und das ,vermgen der ,individuen1 so da auf deren ,wirken das ,leben zuversichtlich gestellt wird2 nichts unterscheidet die ,kulturarbeit der modernen ,vlker mehr voneinander als das ,gebiet und die ,art1 worin sie den ,freiheitsgedanken zur ,herrschaft brachten2 auch fr das ,leben der ,gegenwart hat jener seine ,macht keineswegs eingebt1 er erzeugt immer neue ,bewegung4 ,sodann aber entsteht auf dem ,boden des letzten ,jahrhunderts von verschiedenen ,seiten her ein starkes ,verlangen nach mehr ,zusammenschlu der ,einzelnen zu einem ,ganzen und nach ihrer ,befestigung dadurch1 das aber sowohl aus der inneren ,bewegung des geistigen ,lebens als durch neue ,aufgaben und ,verwicklungen auf dem ,boden der ,erfahrung4 ,die spekulative ,philosophie lief in eine ,verkndigung eines alles beherrschenden ,gesamtgeistes aus1 dem der ,einzelne unbedingt dienen msse1 strker noch wirkte das ,aufkommen einer historischen ,denkart mit ihrer ,einfgung des ,einzelnen in groe ,zusammenhnge1 am strksten aber tat es das ,aufkommen schroffer wirtschaftlicher ,gegenstze1 der ,konflikt von ,arbeit und ,kapital1 der die ,menschheit zu zerreiben drohte und daher ein wachsendes ,verlangen nach einer ,ordnung ihrer ,verhltnisse durch die berlegene ,macht des ,staates hervorrief4 ,alles miteinander hat manche auf die mittelalterliche ,denkart zurckgreifen lassen1 vornehmlich aber hat es auf dem eigenen ,boden der ,zeit eine neue ,bewegung erzeugt1 die ,bewegung zu einer lediglich bei sich selbst befindlichen und befriedigten ,sozialkultur4 ,wieviel in der modernen ,gestaltung des ,lebens ihr frderlich ist1 daran wurde schon frher erinnert2 eben jene ,gestaltung lie den ,menschen deutlich empfinden1 wie sehr er inmitten aller scheinbaren ,freiheit am ,ganzen hngt1 ja wie die freiere ,bewegung selbst stark zur ,einschrnkung des ,einzelnen wirkt1 indem sie ihn in mehr ,berhrung mit der ,umgebung bringt und deren ,einflu von allen ,seiten auf ihn eindringen lt4 ,alles derartige zusammenfassend und die ,krfte zu gemeinsamer ,arbeit verbindend1 erstrebt die moderne ,sozialkultur eine ,ordnung des menschlichen ,daseins1 welche den ,gesamtstand wesentlich hebt1 im besonderen eine ,atmosphre des ,wohlwollens und des ,wohlseins schafft1 in der sich alle ,krfte entfalten und alle ,zustnde bessern knnen4 ,es liegt in der ,natur der ,sache1 da ein solches ,wirken vornehmlich von auen nach innen geht1 da es mit der ,herstellung glcklicher ,lebensbedingungen1 sowie zweckmiger ,einrichtung des ,zusammenlebens beginnt1 in festem ,vertrauen darauf1 da dem ein ,fortgang des ,inneren entsprechen werde4 ,denn was das ,ganze gewinnt1 das scheint sich notwendig auch in die einzelnen ,seelen zu senken4 ,so wird hier das ,handeln vornehmlich auf die ,umgebung gerichtet1 es findet seine ,hhe in eifrigem ,wirken fr andere und das gesellschaftliche ,ganze2 damit wird alle ,ethik zur ,sozialethik1 und statt der ,gottheit wird hier die ,menschheit zum ,gegenstand der hchsten ,verehrung4 ,demgem ist es auch die ,leistung fr den gemeinsamen ,lebensstand1 die ber die ,bedeutung und die ,gestaltung der einzelnen ,lebensgebiete1 zum ,beispiel der ,kunst und der ,wissenschaft1 entscheidet4 ,da auch der ,wahrheitsbegriff sich dieser ,denkweise anpassen kann1 das zeigt der ,pragmatismus1 der1 aus ,amerika stammend1 auch in ,europa zahlreiche ,anhnger fand4 ,der ,gefahr1 die von dieser ,sozialkultur aus der ,selbstndigkeit der ,individuen droht1 wird dadurch zu begegnen gesucht1 da sich mit jener ,bewegung eine demokratische ,tendenz zu verbinden pflegt1 das ,streben1 mglichst alle zur unmittelbaren ,teilnahme und ,entscheidung aufzubieten und so einem jeden die ,ordnung des ,ganzen auch zur eigenen ,tat zu machen oder doch als eine solche erscheinen zu lassen4 ,bemerkenswert ist auch1 da eben auf modernem ,boden das freie ,zusammenleben und die eigene ,bewegung der ,krfte viel ,organisation hervorgebracht hat1 wie sie frher nur von oben herab aus einer berlegenen ,gedankenwelt mglich schien2 denken wir nur an die ,gewerkschaften und ihr hervorragendes ,wirken im ,kriege6 ,die ,leistungen dieser ,sozialkultur liegen deutlich zutage4 ,ihre ,richtung der ,arbeit auf die ,wohlfahrt aller hat viel ,not und ,hrte ausgetrieben1 mehr ,freude und ,milde in das ,leben gebracht1 sie hat hilfreiche ,ttigkeit in alle ,verzweigung des ,daseins eingefhrt1 jedem ,menschenwesen ein ,recht zuerkannt und es damit auch im eigenen ,bewutsein gehoben1 sie hat zugleich ein ,gefhl der ,verantwortlichkeit jedes ,einzelnen fr den ,stand des ,ganzen geweckt1 sie hat mit dem allen eine hchst wertvolle ,weiterbildung des menschlichen ,daseins vollzogen4 ,aber das alles berechtigt sie noch keineswegs zur ausschlielichen ,fhrung des ,lebens2 sie kann eine solche nicht unternehmen1 ohne auch ihre ,schranken erkennen zu lassen4 ,diese ,schranken betreffen aber sowohl das hier gesteckte ,ziel als die ,mittel zu seiner ,erreichung4 ,der ,mensch geht in ,wahrheit nicht auf in das ,verhltnis zum ,nebenmenschen1 er hat auch ein ,verhltnis zu sich selbst und in engem ,zusammenhang damit eins zum ,all und mu von daher ,mae des ,lebens entlehnen2 auch kann er sich unmglich so in seinen ,zustand verschlieen und alles nach der ,wirkung dafr bemessen1 da ihm alles ,gegenstndliche gleichgltig wird1 da erst dessen ,aneignung dem ,leben eine innere ,weite und zugleich eine reine ,freude zu geben vermag4 ,einem ,wesen1 das mit seinem ,denken sich zur ,unendlichkeit und ,ewigkeit zu erheben und von da den eigenen ,stand zu betrachten vermag1 wird die bloe ,wohlfahrt1 ein mglichst schmerzfreies und genureiches ,leben1 und sei es auch das ,leben aller1 ein viel zu geringes ,ziel2 auch dessen ,erreichung beliee ihn in einer vlligen inneren ,leere1 die als endgltiger ,stand gedacht peinvoller ist als aller ,schmerz4 ,wer direkt auf ,glck im ,sinne der ,wohlfahrt ausgeht1 der mu alles ,wagnis und ,opfer mglichst fern von sich halten und fein suberlich gebahnte ,heeresstraen wandern1 wo doch die ,erfahrung lehrt1 da der ,weg zu hohen ,zielen nur durch den ,schmerz von ,zweifel und ,verneinung geht1 und da bedeutende ,kraft nur das zu wecken vermochte1 was nicht wegen des bloen ,glckes1 sondern aus dem ,zwange geistiger ,selbsterhaltung angestrebt wurde1 wie immer dabei das subjektive ,befinden ausfallen mochte4 ,jenes allein vermag dem ,handeln einen heroischen ,charakter zu geben1 whrend das bloe ,glckverlangen es unvermeidlich einem ,philistertum grberer oder feinerer ,art berliefert4 ,so droht das ,voranstellen der ,sorge um die ,bedingungen und ,mittel des ,lebens das ,leben selbst schwer zu schdigen1 ja tief herabzusetzen4 -- ,auch die ,menschheit bte insofern kein hohes ,ziel1 als die ,zusammenhnge der ,sozialkultur ihr keine innere ,einheit zu geben vermgen und sie statt eines zusammengehrigen ,ganzen in ein bloes ,nebeneinander einzelner ,elemente verwandeln2 fast unvermeidlich wird damit der ,durchschnitt zur ,norm1 und die ,masse mu die ,menschheit vertreten2 so verstanden wird der ,menschheitsgedanke auf den ,einzelnen eher niederdrckend als erhhend wirken1 er bedroht ihn mit der ,gefahr einer ,verwischung der ,unterschiede und einer abschleifenden ,gleichmacherei4 ,aber angenommen1 das ,ziel der ,sozialkultur bliebe unangefochten1 wie will sie die ,krfte und die ,gesinnungen zu seiner ,erreichung finden8 ,sie hofft alles von einem ,handeln fr andere1 einem altruistischen ,handeln1 und sieht nicht1 da ein solches ,handeln eine bewegende ,kraft nur erlangen kann1 wenn der andere nicht blo neben mir steht1 sondern mit mir durch eine innere ,einheit des ,lebens verbunden1 in mein geistiges ,selbst aufgenommen wird4 ,aber ein derartiger ,begriff mu der ,sozialkultur als schlechthin unverstndlich erscheinen und die ,sache als unerreichbar2 jene lt den anderen neben mir stehen und verlangt doch1 da ich meine ,kraft fr ihn einsetzen soll4 ,nie aber kann ein ,mensch oder ein ,ding eine starke ,bewegung erzeugen1 solange es nicht ein ,bestandteil meines eigenen ,lebens wird4 ,eine solche ,bewegung geht nur aus innerer ,notwendigkeit1 namentlich aus unertrglichen ,widersprchen des eigenen ,lebens hervor2 nur sofern der ,mensch auf sich selber steht und fr sich selber schafft1 kann er etwas erreichen1 das auch den anderen wertvoll ist2 wer vornehmlich an die ,wirkung bei anderen denkt1 der hat damit auf das ,erstgeburtsrecht des ,schaffens verzichtet4 -- ,in der ,gesinnung aber setzt die ,sozialkultur freundliche1 wohlwollende1 zahme ,menschen voraus1 ,menschen1 die kein radikales ,bses kennen1 nichts von wilden ,leidenschaften und dunklen ,abgrnden der ,seele wissen1 denen alles ,dmonische oder gar ,diabolische1 zugleich freilich auch alles ,heroische1 eine unverstndliche ,gre ist4 ,muten wir schon frher bezweifeln1 ob die ,menschen so zahm1 so gutartig sind1 so hat der gegenwrtige ,krieg solchen ,zweifel wohl zu vollem ,siege gebracht4 ,damit aber wird der ,sozialkultur eine ,hauptsttze entzogen1 dem ,bsen gegenber hat sie keine ,wehr4 ,bei solchen ,bedenken verkennen wir keineswegs die ,bedeutung edler ,humanitt und rastloser ,hilfsttigkeit1 die nach jener ,richtung hin entfaltet wird1 auch nicht den ,wert des ,strebens1 alles ,menschenbild zu heben und zur ,selbstttigkeit zu berufen2 aber das geschieht nur unter berschreitung der begrifflichen ,schranken jener ,lebensordnung1 die ,leistung geht hier1 wie so oft1 weit ber die ,lehre hinaus4 ,im besonderen erhlt die ,menschheit oft einen tieferen ,sinn1 als der eigene ,boden der ,sozialkultur begrndet1 sie wird1 oft in ,nachwirkung der lteren ,lebensordnungen1 ein hoher ,idealbegriff1 der echte ,begeisterung erweckt4 ,solche ,verschiebung der ,begriffe macht dem ,herzen der ,bekenner alle ,ehre1 das ,problem aber lst sie nicht4 ,diese ,gefahren und ,schranken muten auch innerhalb der ,menschenkultur zur ,empfindung kommen und eine ,gegenbewegung erzeugen4 ,das ergab die ,bildung einer ,individualkultur1 welche sich ebenfalls ganz und gar auf den ,boden der ,erfahrung stellt und jede ,abhngigkeit des menschlichen ,daseins von weiteren ,zusammenhngen ablehnt1 welche aber innerhalb der ,erfahrung einen vllig anderen ,ausgangspunkt nimmt1 nmlich das ,frsichsein1 den seelischen ,zustand des ,individuums4 ,indem sie die ,sozialkultur als eine ,mechanisierung und ,schablonisierung des ,lebens bekmpft1 stellt sie ihr ein ,leben entgegen1 welches vornehmlich das ,individuum zu strken1 es unter ,befreiung von aller ,bindung ganz auf sich selbst zu stellen und zur vollen ,ausprgung seiner ,eigentmlichkeit zu bringen verspricht4 ,indem sie alle ,lebensverhltnisse und alle ,lebensgebiete zu ,mitteln fr die ,entfaltung und den ,selbstgenu des ,individuums macht und zugleich alles1 was von der ,vergangenheit zu uns wirkt1 in lebendige ,gegenwart verwandelt1 ergibt sich viel ,freiheit und ,frische1 ein berstrmender ,reichtum verschiedener ,bildungen1 entsteht ein leichtbeschwingtes1 freischwebendes1 frohgestimmtes ,leben2 es wird sich selbst um so mehr zu verstrken glauben1 je mehr es das ,unterscheidende pflegt und den ,abstand von anderen hervorkehrt2 die ,freude1 etwas ,eigenes1 ,unabhngiges1 ,unvergleichliches zu sein1 wird alles ,tun durchdringen und heben2 ,hauptgehilfen dieses ,lebens werden ,kunst und ,literatur1 natrlich in einem besonderen ,sinne verstanden4 ,zustimmung hat diesem ,leben namentlich sein ,widerspruch gegen den ,massencharakter und die ,gleichfrmigkeit der ,sozialkultur gebracht2 da es mit seiner ,auflsung des ,daseins in lauter ,einzelpunkte und seinem ,mangel alles ,kernes unmglich das ,menschenleben ausfllen und fhren kann1 das bedarf keiner nheren ,darlegung4 ,nur das sei bemerkt1 da die ,individualkultur im ,kern ihrer ,behauptung denselben ,fehler begeht wie die ,sozialkultur3 wie diese aus der ,menschheit unversehens etwas weit besseres macht als ihre ,begriffe gestatten1 so mu die ,individualkultur das ,individuum idealisieren1 um es zum ,haupttrger des ,lebens machen und in ihm dessen ,hauptzweck finden zu knnen4 ,sie denkt dies ,individuum als gro und als ,quell einer starken ,bewegung1 mit hchsten ,problemen befat und eine ,welt der ,wahrheit und ,schnheit in der eigenen ,seele erbauend4 ,aber woher soll das alles innerhalb des gegebenen ,daseins kommen1 dem doch einmal das ,individuum nur ein ,glied einer weitschichtigen ,verkettung bedeutet1 nicht eine ,sttte ursprnglichen ,lebens1 nicht den ,durchbruchspunkt einer neuen ,welt4 ,wie die ,individualkultur das ,individuum versteht1 kann die ihm beigelegte ,selbstndigkeit nur eine ertrumte und das daraus entstehende ,leben nur ein eingebildetes sein4 ,schtzbare ,anregungen im einzelnen und manche vollberechtigte ,kritik seien dabei dieser ,individualkultur bereitwillig zugestanden4 ,so scheitert die bloe ,menschenkultur in jeder der ,richtungen1 die sie einschlagen kann1 und zwischen denen sie whlen mu2 weder das ,zusammenstreben noch das ,auseinandergehen der ,menschen gibt dem ,leben einen ,sinn und ,wert und lt die ,seele ein ,beisichselbstsein erreichen4 ,denn auch die ,individualkultur gelangt nicht zu einem solchen1 da sie die ,seele in lauter einzelne ,lagen und ,stimmungen zersplittert1 ohne ihnen eine ,einheit des ,wesens und eine ,innenwelt entgegenzusetzen4 ,wenn die ,ausfhrung beider ,arten der ,menschenkultur die ,oberflche berschreitet1 so tut sie das in schroffem ,widerspruch mit der ,grundbehauptung des ,ganzen4 ,das empfindet auch die ,gegenwart immer strker1 schon vor dem ,kriege war vielfach das ,blomenschliche als viel zu klein erkannt und mit dem berdru an seinem selbstgeflligen ,gebaren eine tiefe ,sehnsucht nach ,durchbrechung seiner ,schranken und nach ,erringung eines weiteren1 reineren1 wahreren ,leben erwacht4 ,augenscheinlich wurde1 da die ,ablsung des ,menschen von der groen ,welt und die ,bildung eines ,sonderkreises ihn einer ,enge und ,kleinheit berliefert1 die er selbst auf die ,dauer nicht aushlt1 die ihm die ,tiefe seines eigenen ,wesens verschliet4 ,so hrten wir viel von bermenschlichem und von bermenschen reden4 ,aber alle echte und innige ,sehnsucht1 die aus solchem ,streben spricht1 fhrt ber ein ungestmes ,wogen und ,wallen der ,seele nicht hinaus1 wenn dieses bermenschliche innerhalb der ,welt der ,erfahrung gesucht wird4 ,denn viel zu streng binden hier den ,menschen ,natur und ,schicksal1 und zwar mehr noch von innen als von auen1 als da ein khner ,aufschwung ihn davon befreien und ein neues ,leben schaffen knnte4 ,es mu das ,menschenwesen berhaupt einer inneren ,umwandlung und ,erhhung fhig sein1 wenn der ,einzelne wesentlich mehr aus sich machen soll2 sonst ist alles ,mhen verloren4 ,der ,krieg hat uns diese ,wahrheit noch strker eingeprgt1 er stellt uns die ,unzulnglichkeit des bloen ,menschen und damit aller bloen ,menschenkultur so deutlich vor ,augen1 da nur eine flache ,denkweise sich folgendem ,dilemma entziehen kann3 entweder steht das ,menschenleben in tieferen ,zusammenhngen und schpft aus ihnen neue ,ziele und ,krfte1 welche die bloe ,wohlfahrt des ,menschen berschreiten1 oder das ganze menschliche ,sein ist eine1 freilich unbegreifliche1 ,verirrung des ,weltlaufs1 und alles ,streben nach einem ,sinn und ,wert unseres ,lebens ist zu sicherem ,scheitern verdammt4 ,es wre ein groer ,gewinn unserer harten ,zeit1 wenn sie uns dieses ,entweder -- ,oder klar durchschauen liee und damit allen verwirrenden und verflachenden ,mittelgebilden ein dauerndes ,ende bereitete4 ,erwgungen und ,vorbereitungen4 ,wir sahen1 da es der ,gegenwart an ,bestrebungen nach krftiger ,zusammenfassung des ,lebens keineswegs fehlt1 auch da diese ,bestrebungen in ,vorhaltung beherrschender ,ziele den ,lebensstand schrfer beleuchtet und das ,handeln vielfach aufgerttelt haben4 ,aber wir sahen auch1 da keine dieser ,bestrebungen sich zu sicherer ,herrschaft ber die anderen hinaushebt1 da sie nicht nur weit auseinandergehen1 sondern einander schroff widersprechen und das ,leben unter widerstreitende ,antriebe stellen4 ,besonders gilt das von dem ,gegensatz der lteren und der neueren ,denkart1 der ,versuch einer ,ausgleichung verbietet sich bei ihm ganz und gar4 ,hatte die ltere ,denkart1 namentlich die religise1 alle ,hingebung an die sichtbare ,welt als einen ,raub an einer hheren ,ordnung und als ein ,sinken des ,lebens von unerllicher ,hhe behandelt1 so besteht die neuere um so mehr auf einer vollen ,selbstndigkeit1 ja ,ausschlielichkeit dieser ,welt1 so gilt ihr alle ,befassung mit bersinnlichen ,dingen als eine ,verirrung des ,strebens und eine ,vergeudung der ,kraft2 des einen ,gott ist dem anderen zum ,abgott geworden4 ,da ein so harter ,widerspruch ein freundliches ,sichvertragen unbedingt ausschliet1 so mte eine der ,antworten die ,oberhand gewinnen2 auch das aber zeigte sich als unmglich4 ,die ,lebensordnungen1 die auf dem ,boden der lteren ,denkart stehen1 wie ,religion und weltlicher ,idealismus1 entbehren in der ,kulturarbeit der ,gegenwart einer sicheren ,begrndung und festen ,stellung1 die modernen ,denkweisen aber entsprechen viel zu wenig den durch die ,gesamtgeschichte der ,menschheit erffneten ,tiefen des ,lebens1 um einen ,abschlu bieten zu knnen2 so finden wir das ,alte erschttert1 auch vielfach in einer fr uns zu engen ,gestalt1 das ,neue aber verbleibt in einer ,flche1 ber die wir notwendig hinausgehen mssen4 ,dazu spalten sich die ,hauptstrme wieder in verschiedene ste mit weit auseinandergehender ,richtung4 ,auf dem ,boden der unsichtbaren ,welt sieht die ,religion am ,menschen die ,schwche1 der weltliche ,idealismus die ,strke2 jene spaltet die ,wirklichkeit1 diese verlangt ihre ,einheit4 ,innerhalb der modernen ,daseinskultur aber ziehen die ,versuche einer ,einfgung des ,menschen in die ,natur und einer ,ausbildung seines besonderen ,kreises nach verschiedener ,richtung1 jene wird dieser leicht zu kalt und seelenlos1 diese jener zu eng und dumpf4 ,und die ,unvershnlichkeit von ,sozial- und ,individualkultur trat mit voller ,klarheit vor ,augen4 ,indem alles dies nicht nur ,verschiedenartige1 sondern ,entgegengesetzte auf uns eindringt1 und dabei gerade das ,streben nach ,einheit die ,geister auseinanderfhrt und ihre ,zerwerfung steigert1 entsteht eine geistige ,anarchie1 deren buntes ,durcheinander den ,augenblick ergtzen mag1 die aber fr die ,dauer zur ,zerstrung wirken mu4 ,denn sie macht alles ungewi1 was bisher als sicherer ,besitz galt1 und lt ,zweifel und ,streit an den tiefsten ,wurzeln des ,lebens nagen4 ,die ,neuzeit stritt zuerst ber die nhere ,fassung und ,begrndung der ,religion1 schlielich wird ihr das ,ganze der ,religion zur ,frage2 vor den ,verwicklungen der ,metaphysik fliehen wir in das ,gebiet der praktischen ,vernunft und suchen in der ,moral eine unangreifbare ,wahrheit1 bald aber wird auch diese zunchst in ihrer berkommenen ,fassung1 dann aber auch im ,grundgedanken angegriffen und erschttert4 ,gegenber solchem ,unsicherwerden ganzer ,lebensgebiete schien wenigstens der ,mensch als ,ganzes1 als lebendige ,persnlichkeit1 zu bleiben und einen gewissen ,halt zu gewhren1 aber auch hier zeigt ein genaueres ,zusehen bald1 da der ,streit sich auch auf jenen vermeintlich sicheren ,trger erstreckt1 und da im ,begriff der ,persnlichkeit ganz verschiedene1 ja entgegengesetzte ,fassungen durcheinanderlaufen2 eben das1 was dem einen an ihr gro erscheint1 das erklrt der andere fr verwerflich4 ,die ,ausdehnung und die ,tiefe der ,erschtterung entgeht uns leicht1 weil der ,einzelne sie zunchst nur im ,gebiet seiner eigenen ,arbeit empfindet und annimmt1 da es drauen besser steht4 ,ein berblick des ,ganzen zeigt aber bald1 da die ,unsicherheit eine durchgngige ist1 und da keinerlei gemeinsames ,lebensideal die heutige ,menschheit verbindet4 ,alles miteinander ergibt eine geistige ,krise1 wie sie so gewaltig in der ganzen ,vergangenheit nicht war1 denn auch die grten ,umwlzungen frherer ,zeiten belieen eine gewisse ,gemeinsamkeit des geistigen ,lebensraumes1 sie vernderten mehr die ,wege als die letzten ,ziele selber4 ,heute gibt es in prinzipiellen ,fragen keinen einzigen ,punkt1 auf den wir uns aus der ,verwirrung als auf ein gemeinsames ,bekenntnis zurckziehen knnten4 ,eine derartige ,auflsung versetzt eine hochentwickelte ,kultur in eine hchst peinliche ,lage4 ,zahlreiche ,krfte sind da und fordern ,beschftigung1 eine gengende ,bindung aber und eine sichere ,zielrichtung fehlt2 so suchen sie tastend umher und erzeugen statt echten ,lebens mehr ein bloes ,lebenwollen1 ein ,sehnen und ,haschen nach ,leben4 ,das ist ein ,stand1 wo eine freischwebende ,reflexion die ,stelle geistigen ,schaffens erschleicht1 wo eine flache ,klugheit eine ungebhrliche ,macht erlangt1 eine groe ,gewandtheit oft mit innerer ,leere zusammengeht1 wo wir alles sagen knnen1 was wir sagen wollen1 wo wir nur nichts ,rechtes zu sagen haben4 ,ein solches ,leben entbehrt wie eines gehaltvollen ,kernes1 so auch eines festen ,haltes und eines sicheren ,maes1 es lt den ,menschen wehrlos gegen all den ,wirbel von ,eindrcken und ,anregungen1 der unaufhrlich auf ihn eindringt1 zugleich macht es ihn unfhig1 ,wesenhaftes und ,wesenloses1 ,wahres und ,scheinbares1 ,bedeutendes und ,unbedeutendes im ,bestande der ,zeit auseinanderzuhalten1 alles fliet ihm durcheinander1 und der ,wechsel der ,strmungen der ,zeitoberflche wirft ihn bald hierher1 bald dahin1 lt ihm aber dabei den ,schein1 als ob er selber denke4 ,dazu die ,zersplitterung der ,menschheit1 die ein solches ,auseinandergehen des ,lebens erzeugt4 ,indem die ,individuen nach der ,besonderheit ihrer ,art1 ihrer ,lage1 ihrem ,beruf an verschiedenen ,punkten ,stellung nehmen und verschiedene ,richtungen whlen1 entsteht eine ,sonderung in ,sekten und ,parteien1 es droht ein ,behandeln aller ,probleme vom ,standpunkt der ,partei1 ein ,verschwinden innerer ,gemeinschaft1 die ,gefahr einer seelischen ,vereinsamung inmitten aller ,flle uerer ,berhrung4 ,unsere ,welten spalten sich immer mehr1 bis schlielich jeder nur in seiner ,privatwelt lebt4 ,eine solche innere ,vereinsamung ertrgt die ,menschheit nicht auf die ,dauer4 ,zugleich mu auch der ,stand des geistigen ,schaffens sinken4 ,und mit dem ,schaffen sinkt auch der ,glaube1 sein ,zwillingsbruder4 ,vollauf verstndlich wird von hier aus1 wie unsere ,zeit1 im ,durchschnitt des ,kulturbrgertums betrachtet1 sich als eine ,zeit des ,unglaubens1 des ,mkelns und ,verkleinerns darstellt1 des ,unglaubens nicht an bloe ,dogmen1 sondern an das ,leben selbst und an sein ,vermgen zur inneren ,erhhung und ,erneuerung4 ,was daraus an ,stockung und ,hemmung hervorgeht1 das wiegen alle ueren ,erfolge nicht auf4 ,eine derartige ,lage mag so lange keinen tiefen ,schmerz bereiten und keine ,gegenbewegung erzeugen1 solange der ,einzelne sie nur wie ein drauen vorgehendes ,schauspiel betrachtet2 sie mu unertrglich werden1 sobald sie zur eigenen ,erfahrung1 zum eigenen ,erlebnis wird4 ,da sie das aber wird1 dahin wirkt der gegenwrtige ,weltkrieg mit elementarer ,gewalt2 um den ungeheuren ,aufgaben und ,schicksalen nicht zu erliegen1 die er uns bringt1 bedarf der ,mensch eines festen ,haltes und eines sicheren ,zieles2 eine ,kultur1 die ihm das nicht bietet1 droht zum bloen ,schein zu werden1 zu einem ,kulturersatz1 wie man das mit einer heutigen ,wendung sagen knnte4 99 99 99 99 99 ,aber so schwer wir das alles nehmen1 vergessen sei nicht1 da keineswegs unser ganzes ,leben in die geschilderten ,gegenstze aufgeht1 da vielmehr manches in ihm von der ,verwicklung unberhrt bleibt4 ,denken wir nur an das krftige nationale ,leben der ,gegenwart1 an die moderne ,wissenschaft1 an die moderne ,technik6 ,unsere ,zeit ist grundverschieden vom ausgehenden ,altertum1 dem es zu ,unrecht oft gleichgestellt wird2 denn whrend damals eine greisenhafte ,ermattung durch die ,gemter ging und auer der ,religion sich alle ,lebensgebiete in trauriger ,stockung befanden1 sehen wir heute die regste ,ttigkeit1 ein gewaltiges ,vordringen an manchen ,stellen1 ein ,erwachen immer neuer ,probleme4 ,darin freilich liegt die ,schranke1 da die ,bewegung mehr auf die einzelnen ,gebiete als auf das ,ganze des ,menschen geht1 da die ,expansion die ,konzentration weit berwiegt1 da die verschiedenen ,antriebe und ,anstze sich nicht zueinander finden4 ,hier ist ein schweres ,problem1 ja ein gefhrlicher ,notstand unverkennbar2 aber diese ,begrenzung der ,frage ist doch eine entschiedene ,abweisung eines vlligen ,pessimismus4 ,auch das wollen wir ja nicht bersehen1 da die ,bildung so verschiedener ,lebensstrme nicht nur eine ,schwche1 sondern auch eine ,strke der ,gegenwart bedeutet4 ,zeigt dieser ,reichtum von ,bildungen doch1 da wir den verschiedenen ,anregungen eine groe ,offenheit entgegenbringen und die ,lebensfragen mit besonderer ,energie ergreifen2 so kommt vieles erst jetzt zur deutlichen ,aussprache1 was frher verborgen blieb oder doch abgeschwcht wurde4 ,die ,gegenstze1 unter denen wir jetzt leiden1 sind wahrlich nicht von gestern und heute1 jede genauere ,betrachtung entdeckt sie auch in frheren ,zeiten4 ,aber zu unvershnlichen ,widersprchen sind sie erst uns gewachsen1 die wir1 schon weil wir geschichtlich denken und die ,zeiten miteinander vergleichen1 das ,eigentmliche und ,unterschiedliche der ,lebensgestaltungen schrfer sehen1 zugleich aber aus einem strkeren ,einheitsverlangen uns nicht wie das ,mittelalter mit einem bloen ,nebeneinander und einer geschickten ,abstufung der verschiedenen ,gestalten begngen knnen4 ,so ist nicht sowohl unser ,vermgen kleiner als die ,aufgabe grer geworden2 die ,aufgabe aber hat nicht menschlicher ,eigensinn ersonnen1 es legt sie uns eine weltgeschichtliche ,notwendigkeit auf4 ,sie ist uns zunchst ein ,geschick1 aber ein ,geschick1 das wir in ,freiheit verwandeln und zugleich zu einer inneren ,erhhung unseres ,lebens wenden knnen4 ,endlich sei auch das erwogen1 da1 wenn ein letzter1 allumfassender ,abschlu berall auf unberwindlichen ,widerspruch stie1 dieser ,widerspruch selbst auch ein positives ,verlangen zu erkennen gab und dem ,streben damit eine gewisse ,richtung wies4 ,die ,religion scheint uns nicht fest genug begrndet1 nicht weil die ganze ,zeit von ,zweifelsucht befallen ist1 sondern weil wir hhere ,ansprche an den ,erweis ihrer ,wahrheit stellen1 sie nach dem ,stande des ,geisteslebens notwendig stellen mssen4 ,ihre ,gestaltung erscheint uns als zu eng1 nicht weil uns der ,sinn fr charaktervolle ,geschlossenheit verloren ging1 sondern weil unser ,leben durch ,erfahrung und ,wandlung hindurch eine grere ,weite gewonnen hat1 und die ,religion ohne schwere eigene ,schdigung sich dieser ,erweiterung nicht entziehen darf4 ,auch der weltliche ,idealismus scheint uns nur deshalb nicht sicher genug begrndet und nicht voll unser ,wesen durchdringend1 weil neue ,erfahrungen neue ,forderungen in dieser ,richtung zu stellen zwangen4 ,da der ,naturalismus unsere ,seele nicht befriedigt1 und da uns die ,ziele der ,menschenkultur in ihren beiden ,hauptformen als unzulnglich gelten1 das bekundet ein ,verlangen nach einem ,beisichselbstsein des ,lebens und ein ,hinausstreben ber alles selbstsatte ,menschentum4 ,so steht durchgngig hinter der ,verneinung eine ,bejahung1 es gilt nur die verschiedenen ,bejahungen aus der ,unbestimmtheit und ,verworrenheit herauszuarbeiten und zueinander in ,beziehung zu setzen4 ,gewisse ,punkte sind damit festgelegt1 gewisse ,aufgaben uns gewiesen4 ,so zweifellos sich daher die ,gegenwart als hchst unfertig und voller ,verwicklung darstellt1 sie bringt an uns groe ,ziele und ruft unsere ,kraft zu hchster ,anspannung auf4 ,hten wir uns also1 von dieser ,zeit wegen jener offenen ,fragen gering zu denken6 ,keine ,zeit hat die ,mglichkeiten des ,lebens in solcher ,flle ergriffen und mit solchem ,eifer behandelt1 keine die ,probleme in solchem ,umfang aufgenommen und so sehr aus ,selbstttigkeit wie aus eigener ,erfahrung zu lsen versucht4 ,freilich sind die ,probleme einstweilen grer als unser ,vermgen zur ,lsung1 aber dies ,vermgen ist nicht an eine starre ,grenze gebunden2 warum sollte es nicht so gut wie auf den besonderen ,gebieten auch bei diesen zentralen ,fragen einer ,steigerung fhig sein und uns der ,aufgabe mehr und mehr gewachsen machen8 ,stellen wir uns also zur gegenwrtigen ,lage aktiv1 verlieren wir nicht den ,mut1 und vertrauen wir darauf1 da in dem ,streben ber sie hinaus nicht der ,mensch zum gegebenen ,lebensstande aus eigener ,klugheit etwas hinzuersinnt1 sondern da das ,ganze des ,lebens selbst in einem ,streben zu neuem ,aufstieg begriffen ist1 wir aber im ,dienste dieses ,aufstiegs unserem eigenen ,streben einen ,gehalt1 ja eine ,gre zu geben vermgen4 99 99 99 99 99 ,fr die ,denkarbeit gilt es vor allem die ,richtung des ,weges zu finden1 der uns ber die gegenwrtige ,verwicklung hinausfhren kann2 es handelt sich fr sie zunchst darum1 welches ,ziel dem ,streben vorschweben mu1 sodann darum1 welche ,wege zu diesem ,ziele offenstehen4 ,was das erste betrifft1 so bedrfen wir zweifellos einer ,tatschlichkeit allumfassender ,art1 nher einer ,gesamttat1 welche ber die geschilderten ,gegenstze hinauszuheben und ein ,auseinanderfallen des ,lebens zu verhten vermag4 ,ohne das gibt es keine ,einheit und auch keine ,festigkeit4 ,aber zugleich gilt es klarzumachen1 wie mit der berlegenen ,einheit einer solchen ,gesamttat die ,verschiedenheit der ,lebensbahnen vereinbar ist1 die wir vorhanden sahen4 ,es mu in der ,art1 wie wir ,menschen zu jener ,gesamttat stehen1 angelegt sein1 da wir sie nur von verschiedenen ,seiten her erfassen knnen1 da daher1 was als ,einheit zugrunde liegen mu1 zugleich ein hohes ,ziel und eine schwere ,aufgabe bildet4 ,der ,boden aber1 von dem aus nach jener ,gesamttat zu streben ist1 kann kein anderer sein als das ,leben selbst1 nicht irgendwelches drauen befindliche ,datum1 das ,leben im ,ganzen betrachtet1 nicht in einzelnen ,bettigungen1 auch nicht als bloes ,denken4 ,wenn irgendwie1 so mu sich von jenem aus ein ,weg zum ,ziel finden lassen4 ,denn das ,leben ist das ,erste und ,ursprnglichste1 das1 worauf alles zurckkommt1 und innerhalb dessen alles vorgeht2 das1 was niemand leugnen kann1 da das ,leugnen selbst einen ,erweis des ,lebens bilden wrde4 ,wenn also jene ,gesamttat1 von der wir einen ,zusammenhang des ,lebens hoffen1 berhaupt erreichbar ist1 so mu sie nicht nur vom ,leben aus1 sondern innerhalb des ,lebens erreichbar sein4 ,sehen wir also1 ob eine ,durchmusterung seiner in ,wahrheit etwas derartiges aufdeckt4 ,finden knnen wir jenes aber nur1 wenn wir das ,leben nicht wie etwas ,fremdes betrachten1 das wie ein ,naturproze nur an uns vorgeht1 sondern wenn wir uns in seine eigene ,bewegung versetzen1 es als eigenes ergreifen1 es selbst zu erleben suchen4 ,es gilt1 den ,tatbestand1 der hier in ,frage steht1 das ,zusammengehen des ,lebens in eine umfassende und berlegene ,gesamttat1 in uns selbst zu erwecken und bei uns zu entwickeln1 nur eine ,krftigung und ,vertiefung des eigenen ,lebens kann uns das ,ganze nahercken4 ,so mu das ,streben selbst eine ,lebensbewegung in sich tragen2 ohne den ,mut und die ,kraft zu geistiger ,selbsterhhung und zur ,bezwingung der ,widerstnde kommen wir hier nicht weiter4 ,einem solchen ,emporklimmen aber wird alles eine ,bereitschaft entgegenbringen1 was in der ,menschheit nicht greisenhaft1 sondern jugendlich fhlt2 ,jugend aber mit sich bei diesen ,dingen nicht nach der ,zahl der ,jahre4 ,versuch eines ,aufbaus4 ,die ,erffnung eines neuen ,lebens4 ,der ,aufstieg zur ,hauptthese4 ,um eine neue ,hhe zu erklimmen1 gilt es zunchst den ,ausgangspunkt richtig zu whlen2 es kann dieser aber fr unser ,werk kein anderer sein als das ,leben selbst1 das ,leben zunchst dem bloen ,umrisse nach mit ,vorbehalt aller nheren ,bestimmung4 ,denn was immer uns an ,tatsachen oder an ,ttigkeiten begegnet1 das setzt das ,leben voraus und liegt innerhalb seines ,bereiches2 auch seine ,beschaffenheit hngt wesentlich an dem1 was sich beim ,ganzen des ,lebens herausstellt4 ,wenn demnach von diesem ,ganzen zu beginnen ist1 so wird die erste ,frage dahin gehen1 ob es einfacher ,art ist1 oder ob es verschiedene ,arten und ,stufen in sich trgt4 ,nun bildet den ersten ,angriffspunkt zur ,beantwortung dieser ,frage die ,tatsache1 da das ,gefge der uns umgebenden ,natur sich mit seinen ,krften und ,gesetzen weit auch in das seelische ,gebiet erstreckt2 unverkennbar bilden wir auch innerlich weithin ein ,stck der ,natur4 ,denn wie in der ,natur so treffen auch in einer gewissen ,flche des ,seelenlebens lauter einzelne ,elemente zusammen1 bilden kleinere oder grere ,verkettungen und ,zusammenhnge1 die sich aller bewuten ,einwirkung entziehen2 der gesamte ,komplex aber ist in einer ,selbstbehauptung gegenber der ,umgebung begriffen1 die unablssig auf ihn eindringt1 aller ,antrieb kommt hier von drauen1 und nach drauen hin geht alles ,streben2 so wird das ,leben ein ,austausch von ,wirkung und ,gegenwirkung1 es ist1 was es ist1 nicht fr sich1 sondern nur zusammen mit anderem und in der ,beziehung auf anderes4 ,ein derartiges ,geschehen bildet ein groes ,stck unseres menschlichen ,lebens1 ein weit greres1 als unser ,bewutsein ihm zuzuerkennen pflegt4 ,aber zugleich ist darauf zu bestehen1 da unser ,leben sich nicht in diese ,art erschpft1 da es mit krftigen ,bewegungen ihren ,rahmen durchbricht1 und da diese ,bewegungen sich zum ,ganzen einer neuen ,art verbinden1 die eine ,selbstndigkeit gegenber der bloen ,natur erweist4 ,sehen wir1 wie sich das nher ausnimmt4 ,wie auf der ,naturstufe alles ,leben aus den gegenseitigen ,berhrungen einzelner ,punkte hervorgeht und zwischen diesen verluft1 so ist es gebundener und damit sinnlicher ,art1 es trgt durch und durch ein sinnliches ,geprge2 diese sinnliche ,art kann verblassen und bersehen werden1 nie aber kann sie vllig verschwinden2 soweit das ,naturgeschehen reicht1 kann sich nichts von ihr befreien und ihr selbstndig entgegentreten4 ,nun aber erscheint beim ,menschen eine derartige ,befreiung1 und zwar nicht nur in vereinzelten ,zgen1 sondern in einer ,gesamtentfaltung des ,lebens1 in der ,entfaltung nmlich1 die vom ,denken getragen wird4 ,denn in diesem erscheint eine ,kraft der ,selbstttigkeit und der ,selbstndigkeit1 mit ihrer ,hilfe vermag der ,mensch die ,bindung an die ,umgebung zu zerreien1 dieser gebieterisch entgegenzutreten und seine ,macht an ihr zu erweisen2 ein auf ,denken gestelltes ,leben bringt eigene ,forderungen an die ,dinge und zwingt sie1 sich ihnen zu fgen4 ,solche ,selbstndigkeit kann aber das ,denken nicht erweisen1 ohne mit einer berlegenen ,einheit die einzelnen ,vorgnge zu umspannen und sie miteinander zu verbinden1 das aber nicht nach ihrer sinnlichen ,nhe1 sondern nach einer sachlichen ,zusammengehrigkeit1 die vom blosinnlichen ,dasein aus vllig rtselhaft scheinen mu4 ,ein ,gesamtentwurf geht hier voran und wirkt im ,fortschreiten vom ,ganzen zum ,einzelnen zur ,gliederung und ,abstufung des gesamten ,bereiches2 gegenber der bloen ,anhufung der sinnlichen ,elemente erscheint ein von ,gedanken beherrschtes ,ganzes1 ein ,system1 das jenes ,ganze den einzelnen ,stellen gegenwrtig hlt und sie dadurch erhht4 ,hand in ,hand damit vollzieht das ,denken eine ,ablsung des ,gegenstandes vom menschlichen ,befinden und die ,zuerkennung einer eigenen ,art und eines eigenen ,rechtes an ihn2 das besagt eine durchgreifende ,scheidung1 die ,nebel des ersten ,anblicks weichen1 klar erhebt sich vor uns die ,welt4 ,aber die ,scheidung bildet nicht den letzten ,abschlu1 der ,mensch hrt nicht auf1 kraft seines ,denkens sich mit dem zeitweilig ferngerckten ,gegenstand zu befassen und ihn mglichst zu sich zurckzuziehen2 indem das gelingt1 erfolgt eine innere ,erweiterung des ,lebens1 und es entsteht ein selbstndiger ,lebenskreis2 diese ,bewegung treibt schlielich zum ,gedanken eines bei sich selbst befindlichen ,zusammenhanges1 einer allumfassenden ,wirklichkeit4 ,eine solche wird nicht von drauen dargeboten1 sie kann nur von innen her entspringen4 ,im ,zusammenwirken alles dessen erwchst mehr und mehr gegenber dem sinnlichen ,dasein eine vom ,gedanken getragene1 eine unsinnliche ,welt2 die ,menschengeschichte erweist durch ihren ,gesamtverlauf ein unablssiges ,vordringen dieser gegen jenes1 eine fortgehende ,verschiebung vom ,sinnlichen ins ,unsinnliche1 damit aber eine ,erhebung des ,menschen ber die ,stufe der bloen ,natur4 ,mehr und mehr verlegt sich nmlich das ,leben in ,gedankengren und wird seine ,bewegung ein ,kampf dieser ,gren4 ,wie ein vordringendes ,leben das ,sinnliche zu bloen ,mitteln und ,werkzeugen seines ,strebens macht1 das zeigt besonders greifbar die ,sprache1 nicht minder aber das ,recht und die ,religion1 auch das ,weltbild der ,wissenschaft hebt sich immer deutlicher von dem des naiven ,menschen ab und lt uns damit in zwei ,welten leben4 ,in allen diesen ,stcken hat die ,neuzeit einen tchtigen ,ruck vorwrts gemacht1 denn wo hat je das ,leben so sehr wie hier seinen ,hauptantrieb und seine ,hauptkraft aus der ,bewegung von ,ideen und ,prinzipien gezogen8 ,so drfen wir wohl von einer ,umkehrung des ,lebens reden1 die sich in der ,gesamtgeschichte bei uns vollzieht2 was ein bloer ,anhang war1 das macht sich als die ,hauptsache geltend1 und was zunchst die ganze ,welt bedeutete1 das wird mehr und mehr zu einer bloen ,umgebung4 ,die ,folgen solcher ,wandlung erstrecken sich aber in alle ,verzweigung des seelischen ,lebens hinein und ergeben durchgngig mehr ,selbstndigkeit1 mehr ,wirken aus dem ,ganzen1 mehr ,erhebung ber die bloe ,zustndlichkeit durch ,ausbildung eines ,reiches der ,gegenstnde4 ,aus solchem ,selbstndigwerden des ,lebens baut das ,erkennen ein ,reich der ,begriffe gegenber dem sinnlichen ,eindruck auf1 vermag aber auch das ,fhlen sich dem sinnlichen ,reiz zu entwinden und ,freude und ,schmerz aus unsinnlichen ,gren zu schpfen4 ,wie weit hat sich oft das1 was die ,menschen als hchstes ,gut erstrebten1 vom sinnlichen ,wohlsein entfernt1 wie oft geriet es mit diesem in schroffen ,widerspruch6 ,ohne die ,kraft1 diesen zu ertragen1 htte es schwerlich ,helden und ,mrtyrer gegeben4 ,das menschliche ,wollen zeigt eine verwandte ,bewegungsrichtung1 indem es sich dem dunklen ,zwange des ,naturtriebs zu entwinden1 eine eigene ,entscheidung zu treffen1 eine eigene ,bahn zu verfolgen vermag4 ,was dabei an inneren ,kmpfen entsteht1 das ist grundverschieden von allem ,zusammensto nach drauen hin4 -- ,solches ,selbstndigwerden des ,inneren wird begleitet von einer ,erhebung aller ,lebensbewegung ber das bloe ,nebeneinander einzelner ,punkte4 ,so im ,system der ,wissenschaft mit seiner ,bewegung vom ,ganzen zum ,einzelnen1 seiner ,durchgliederung des ganzen ,bereiches2 so im ,verlangen eines ,gesamtstandes des ,wohlseins1 der auf die ,schtzung der ,einzelerlebnisse zurckwirkt und wohl gar ,freude in ,schmerz1 ,schmerz in ,freude verwandeln kann2 so auch in der ,unterordnung aller einzelnen ,bestrebungen unter ein beherrschendes ,gesamtziel und ihre ,bemessung nach der ,leistung dafr4 ,in ,wahrheit haben auf religisem1 politischem1 sozialem ,gebiet nur solche ,bewegungen die ,hingebung und die ,kraft des ganzen ,menschen gewonnen1 welche ihm einen neuen ,gesamtstand verhieen2 da alle ,verbesserungen im ,einzelnen dagegen nicht aufkommen knnen1 das haben die ,mittelparteien oft zu ihrem ,schaden erfahren4 -- ,endlich zeigt alle ,verzweigung des ,lebens eine ,bewegung zur ,scheidung und ,wiederverbindung1 darin aber eine berwindung der anfnglichen ,verworrenheit und eine ,bildung eigener ,lebenskreise2 so tut es die ,wissenschaft mit ihrer ,scheidung von ,subjekt und ,objekt und ihrem ,erstreben einer gegenstndlichen ,wahrheit2 so konnte das ,gefhl ,liebe und ,mitleid von der ,enge des bloen ,punktes befreien und sie die innerste ,seele groer ,weltreligionen werden lassen1 so konnte es in anderer ,richtung reine ,freude aus dem ,recht und dem ,fortgang der ,sache schpfen2 das ,streben nach dem hchsten ,gut aber fand die ,befriedigung des bloen ,subjekts viel zu klein1 es wollte ein ,weiterkommen im eigenen ,bestande1 es wollte nicht dem ,menschen1 wie er sich unmittelbar darstellt1 gengen1 es wollte mehr aus dem ,menschen machen1 ihm ein neues ,selbst bereiten4 ,in allen diesen ,bewegungen erscheint unverkennbar der ,aufstieg eines neuen ,lebens4 ,denn wir brauchen nur1 was im ,einzelnen leicht als selbstverstndlich hingenommen wird1 ins ,ganze zu fassen1 um eine durchgreifende ,wendung in ihm zu entdecken1 die auch auf das ,weltbild wirken mu4 ,wenn das ,denken nicht blo eine vorgefundene ,welt so oder so zurechtlegt1 sondern das ,gef eines selbstndigen ,lebens wird1 beginnt damit nicht eine neue ,ordnung8 ,eine ,innerlichkeit entsteht1 die mit aller sinnlichen ,gebundenheit bricht und sich auf sich selber stellt2 verkndet das nicht eine andere ,welt8 ,und ist das geschilderte ,leben aus dem ,ganzen1 ist ferner das ,sichselbersuchen des ,lebens durch ein ,auseinandertreten und ,wiederzusammengehen hindurch nicht ein ,zeugnis fr einen von ,grund aus neuen ,aufbau8 ,da diese ,bewegung wie aller bloen ,natur so auch aller menschlichen ,willkr weit berlegen ist1 das erhellt besonders deutlich aus dem ,erscheinen neuer ,lebensformen1 das damit verbunden ist4 ,solche ,lebensformen erscheinen namentlich in der ,arbeit und im geistigen ,schaffen4 ,beide wollen uns den ,gegenstand nher bringen und durch ihn gewinnen lassen1 aber die ,arbeit behandelt jenen als uns gegenberliegend1 whrend das ,schaffen ihn in das eigene ,leben hineinzieht und von hier aus zu entwickeln sucht2 so bleibt das ,verhltnis dort ein ueres1 whrend es sich beim ,schaffen ins ,innere zu wenden sucht4 ,bei der ,arbeit ein ,messen der menschlichen ,kraft mit der gegenstndlichen ,welt1 eine intellektuelle1 technische1 praktische ,unterwerfung dieser1 damit nicht nur eine unermeliche ,erweiterung1 sondern auch eine ,befestigung des ,lebens1 der ,gewinn eines ,weltbewutseins4 ,aber bei aller ,gre behlt die ,arbeit eine ,schranke1 ber die es hinaus zum ,schaffen drngt4 ,denn wie jene die ,sache nur als ein ,gegenber behandelt1 so vermag sie nicht sie innerlich an sich zu ziehen1 so setzt sie nicht sowohl das ,ganze der ,seele als einzelne ,krfte in ,bewegung und frdert mehr diese als jene2 das der ,stufe der ,arbeit angehrige ,forschen fhrt noch nicht zu einem ,gehalt der ,dinge1 und alles praktische und soziale ,wirken zur ,hebung der menschlichen ,lage mag noch so sehr die ,krfte verketten1 es verbindet damit keineswegs schon die ,seelen und schtzt sie nicht durch eine gemeinsame ,innenwelt vor schmerzlicher ,vereinsamung4 ,mag daher diese ,stufe der ,arbeit den ,hauptschauplatz unseres ,wirkens bilden1 sie bringt nicht unser ,streben zum ,abschlu2 es kann trotz aller ,gefahr einer ,irrung und ,verirrung nicht umhin1 auch eine innere berwindung des ,gegensatzes von ,kraft und ,gegenstand1 von ,mensch und ,welt zu fordern2 eine solche aber kann nur einem ,schaffen gelingen1 das jenen ,gegensatz von innen her umspannt und aus einem berlegenen ,wirken seine beiden ,seiten belebt und erhht4 ,da solche ,forderung kein miger ,einfall ist1 das zeigt die ,tatsache der ,kunst mit ihrer berwindung des ,gegensatzes von ,subjekt und ,objekt im ,schaffen und ,schauen1 das zeigt aber auch echte ,liebe mit der ,bildung eines inneren ,zusammenhanges1 der aus seinen ,gliedern weit mehr macht1 als sie in der ,vereinzelung sind4 ,wie weit das menschliche ,leben diese ,stufe zu erklimmen vermag1 das ist eine ,frage fr sich1 aber schon das ,verlangen danach bekundet den ,aufstieg zu einer neuen ,hhe2 nur in ,erfllung dieses ,verlangens ist entstanden1 was in ,religion1 ,philosophie und ,kunst dem menschlichen ,zusammensein eine ,seele gab und von bloer ,zivilisation eine ,geisteskultur abhob4 ,alle ,aussicht auf diese ,hhe versperren1 das heit auf ein tieferes ,verstndnis des menschlichen ,strebens verzichten2 ja es wird sich wohl zeigen1 da1 was hier als die uerste ,hhe erscheint1 schon von ,anfang an gewirkt haben mu1 um eine ,bewegung ber die bloe ,natur hinaus berhaupt hervorzubringen2 auch der ,arbeit mu es schon als ,antrieb und ,hoffnung gegenwrtig sein4 ,wie haben wir diese ,bewegung zu einem neuen ,leben zu verstehen1 wie ihren ,ursprung zu erklren8 ,ausgeschlossen ist durch alle bisherige ,betrachtung eine ,ableitung von der bloen ,natur her2 es kann das nur unternehmen1 wer ber den natrlichen ,bedingungen auch alles ,hheren den ihm eigentmlichen ,gehalt vergit1 der doch schlielich die ,hauptsache bildet4 ,aber ,bedingungen fr schaffende ,grnde auszugeben1 das ist ja leider ein ,fehler1 den die heutige ,forschung oft begeht4 ,scheidet fr uns die ,natur hier aus1 so bleibt als ,erzeuger des neuen ,lebens in unserem ,erfahrungskreise nur der ,mensch4 ,aber beim ,menschen1 wie er leibt und lebt1 ist das neue ,leben viel zu matt und schwach1 um sich gegen die alte ,art durchzusetzen2 auch ist es hier mit dieser viel zu sehr vermengt und an sie gebunden1 um sich in ein ,ganzes zusammenzuschlieen und sich zu reiner ,gestalt auszuprgen4 ,dazu wrde das neue ,leben als ,erzeugnis des bloen ,menschen zugleich ein ,werk des einzelnen ,menschen sein2 die unbegrenzte ,mannigfaltigkeit der individuellen ,sorgen und ,geschicke wrde es dann aber gnzlich auseinanderfallen lassen1 ohne da sich die mindeste ,mglichkeit bte1 solcher ,auflsung entgegenzuwirken4 ,so blieben wir im ,widerspruch stecken und mten allen ,antrieb zum ,weiterstreben verlieren1 wenn nicht noch eine andere ,mglichkeit und damit ein ,ausweg bestnde4 ,diese ,mglichkeit aber kann keine andere sein als die1 da das neue ,leben nicht von uns ,menschen erzeugt1 sondern uns mitgeteilt wird1 da es in uns erscheint und zwar als ,erffnung einer neuen ,stufe1 die wir nicht von uns aus bereiten1 die wir nur aufzunehmen und weiterzufhren haben4 ,einen solchen bermenschlichen ,ursprung verrt schon der weite ,abstand1 ja schroffe ,gegensatz der ,grundformen des neuen ,lebens1 wie sie uns namentlich ,arbeit und ,schaffen zeigten1 und der ,beschaffenheit des menschlichen ,daseins4 ,dieses bietet ein bloes ,nebeneinander und ,durcheinander2 ,arbeit und ,schaffen verlangen einen inneren ,zusammenhang und ein gemeinsames ,reich der ,wahrheit1 nur ein solches macht es verstndlich1 da sie jede ,behauptung und ,leistung als allgemeingltig geben4 ,der natrliche ,mensch ist in seinen ,zustand eingeschlossen und berhrt den ,gegenstand nur von auen2 ,arbeit und ,schaffen berwinden die ,kluft und stellen einen ,zusammenhang her1 die ,arbeit mehr von auen1 das ,schaffen rein von innen4 ,der ,mensch steht in der ,zeit und unterliegt einem stndigen ,wechsel1 sein ,leben ist ein ,dahingleiten von ,augenblick zu ,augenblick2 ,arbeit und ,schaffen fordern fr ihre ,erzeugnisse eine berlegenheit gegen die ,zeit1 ein ,beharren gegenber allem ,wechsel4 ,der natrliche ,mensch mit den ,wert der ,dinge nach der ,wirkung auf sein ,befinden1 ,arbeit und ,schaffen geben den ,dingen selbst einen ,wert und lassen diesen ,wert uns unmittelbar bewegen2 so nur kann sich ein ,gutes und ,schnes von dem ,angenehmen und ,ntzlichen scheiden4 ,kurz1 wir gewahren bis in die ,grundformen hinein im neuen ,leben eine ,bewegung zu einer neuen ,welt2 eine derartige ,bewegung kann nicht von den bloen ,punkten1 sie kann nur von einer ,welt selbst aufgebracht sein4 ,wir haben daher in dem neuen ,leben eine neue ,stufe des ,weltlebens anzuerkennen1 worin es nicht mehr in die ,beziehungen einzelner ,elemente sowie in die ,selbsterhaltung von ,punkten gegen ,punkte aufgeht1 sondern wo es sich in ein ,ganzes zusammenfat und in der ,entfaltung dieses ,ganzen neue ,ziele gewinnt4 ,damit vollzieht sich im ,seelenleben eine durchgreifende ,vernderung4 ,auf der ,naturstufe tierischen ,lebens steht alle seelische ,leistung im ,dienst der natrlichen ,selbsterhaltung des ,einzelnen wie der ,gattung2 was immer jenes ,leben an ,klugheit und ,geschicklichkeit aufbringen mag1 das setzt1 soweit unsere ,wahrnehmung reicht1 jener ,selbsterhaltung gegenber keine neuen ,ziele2 auch sehen wir nicht1 da hier eine ,selbstttigkeit der ,gebundenheit der ,triebe und ,vorstellungsverkettungen entwchse und sich neue ,wege bahnte4 ,ein derart in lauter einzelne ,fden zerlegtes und lediglich im ,nebeneinander verlaufendes ,leben kme nie zu irgendwelchem ,beisichselbstsein1 nie zu einer selbstndigen ,innerlichkeit1 daher auch nie zu etwas1 was ,gehalt heien knnte2 ist nun tatschlich in der ,menschheit eine derartige ,innerlichkeit mit einem ,gehalt erschienen1 so mu die ,auenwelt bei allem unermelichen ,getriebe als eine vllige ,leere erscheinen1 als ein ungeheurer ,widerspruch2 welche ,flle von ,kraft und ,kampf1 welche ,mhe der ,lebenserhaltung1 und das alles in fortwhrender ,selbstaufhebung begriffen1 das ,ergebnis des ,ganzen ein ,nichts6 ,trotzdem mten wir uns den ,widerspruch als letzten ,abschlu gefallen lassen1 erschiene nicht im menschlichen ,leben1 wenn auch nicht seiner ganzen ,ausdehnung nach1 so doch mit unbestreitbarer ,tatschlichkeit eine neue ,art des ,lebens1 ein ,leben aus dem ,ganzen und ,innern1 ein ,leben1 das ein ,beisichselbstsein erreicht und einen ,inhalt zu entwickeln strebt4 ,so haben wir in diesem ,leben das ,durchbrechen einer neuen ,stufe des ,weltlebens anzuerkennen1 wir berzeugen uns1 da das ,all mehr ist als bloe ,natur1 da sich in ihm eine ,fortbewegung vollzieht1 indem die ,wirklichkeit eine ,tiefe entwickelt und in sie den ,menschen hineinzieht4 ,indem so das ,innere selbstndig wird1 erlangt der ,begriff des ,geistes und des ,geistigen erst einen deutlichen ,sinn2 nun bezeichnet er nicht blo eine besondere ,seite des ,seelenlebens1 sondern die selbstndig gewordene ,innerlichkeit2 der ,hauptabschnitt der ,welt liegt dann nicht zwischen uerem und ,innerem1 zwischen ,natur und ,seele1 sondern zwischen gebundener und freier ,innerlichkeit1 zwischen einer auch die niedere ,stufe der ,seele umfassenden ,natur und der ,stufe des ,geisteslebens4 ,die ,entwicklung der ,hauptthese4 ,unsere bisherige ,untersuchung fhrte zu dem ,ergebnis1 da1 was an ,aufstieg des ,lebens bei der ,menschheit vorliegt1 nicht eigenem ,vermgen des bloen ,menschen entstammen kann1 sondern das ,wirken eines berlegenen ,lebens erweist4 ,das aber verndert wesentlich den ,anblick und auch die ,aufgabe unseres ,lebens4 ,denn wenn so unser ,leben nicht einen in sich abgeschlossenen ,kreis bedeutet1 sondern sich als ein ,gesetztsein durch ein berlegenes ,leben1 als ,wirkung einer ,ursache darstellt1 so mu es zu einem zwingenden ,antriebe werden1 uns mglichst in jene ,ursache zu versetzen1 damit zu klren1 was bei uns vorgeht1 auch seine einzelnen ,zge fester zusammenzuschlieen1 ferner die eigene ,kraft durch die ,herstellung einer ,verbindung mit den schaffenden ,grnden zu strken4 ,es gilt zu den ,quellen zurckzugehen1 um der ,gebundenheit und ,verworrenheit berlegen zu werden1 die uns fesselt und niederdrckt1 es gilt von da aus in frischen ,flu zu versetzen1 was sonst trge und matt dahinschleicht4 ,mit der ,ursache wird uns ein ,ideal vorgehalten1 das zugleich zur erweckenden ,kraft bei uns wird1 das mehr aus uns zu machen und unserem ,leben mehr ,sinn zu geben verspricht4 ,was bei uns als bloes ,streben vorliegt1 das mu in der ,ursache ,volltat sein1 damit es unser ,streben erzeugen kann1 als solche aber wird es auch inhaltlich den bei uns erreichten ,stand weit berschreiten4 ,es erscheint im ,bereich des ,menschen ein berschreiten des bloen ,nebeneinander1 ein starkes ,verlangen nach inneren ,zusammenhngen1 ja nach mglichster ,gestaltung des ,lebens von einer beherrschenden ,einheit her4 ,diese ,bewegung aber schwebt in der ,luft und mu an den harten ,widerstnden des natrlichen ,daseins scheitern1 wenn nicht das ,leben von ,grund aus ein ,ganzes bildet1 wenn nicht ein ,gesamtleben1 eine ,welteinheit geistiger ,art besteht und wirkt2 so wenig unser ,vorstellen diese ,einheit zu fassen vermag1 sie bleibt die ,grundvoraussetzung der ,bildung einer neuen ,lebensstufe gegenber der der ,natur1 einer ,welt ist nur eine ,welt1 nicht der bloe ,mensch gewachsen4 ,die ,anerkennung solcher ,welteinheit mu aber dahin drngen1 alles1 was an ,verzweigung geistigen ,lebens bei uns vorliegt1 von einer umfassenden ,einheit her zu verstehen1 es dadurch zu beleben und zu erhhen4 ,wie so der ,bewegung zur ,einheit1 so ist auch der zur ,innerlichkeit eine berlegenheit gegen den bloen ,menschen zuzuerkennen1 wenn1 was bei uns in jener ,richtung vorgeht1 nicht ins ,leere fallen soll4 ,denn was beim ,menschen an eigentmlicher ,innerlichkeit erschien1 das wollte kein bloer ,nachklang1 auch kein bloes ,abbild bleiben1 sondern das wollte einen selbstndigen ,lebenskreis bilden1 das wollte eine ,innenwelt werden4 ,wie knnte es aber das unternehmen1 wie knnte es in seinen ,bereich die ganze ,weite hineinzuziehen suchen1 wre das ,all ein seelenloses ,nebeneinander1 bestnde nicht auch in ihm als einem ,ganzen eine ,innerlichkeit1 auch das natrlich in voller berlegenheit gegen unser ,vorstellungsvermgen4 ,dabei bleibt es3 entweder erlangt bei uns die ,innerlichkeit keine ,selbstndigkeit1 oder sie ist in einem ,innenleben der ,welt begrndet4 ,das ,selbstndigwerden aber1 das allein echte ,innerlichkeit entstehen lt1 verlangt eine ,stellung des ,lebens auf eigene ,tat2 so gibt es keine ,innerlichkeit der ,welt ohne das ,entstehen einer ,tatwelt gegenber dem ,dasein1 das uns zunchst umfngt2 auch die ,welt als ,ganzes mu schlielich in einer ,gesamttat begrndet sein1 sonst kann die ,tatwelt nicht dem ,dasein gewachsen und berlegen werden4 ,die ,tatwelt darf aber1 um volle ,selbstndigkeit und ,selbstgenugsamkeit zu besitzen1 nichts auer sich liegen lassen1 sie mu alles an sich ziehen und von sich aus zu gestalten suchen2 das erklrt auch den ,trieb zur ,unendlichkeit1 der dem menschlichen ,streben innewohnt1 es nimmer ruhen und rasten lt4 ,diese ,forderung der ,selbstgenugsamkeit geht aber nicht nur nach auen1 sondern auch nach innen1 die ,ttigkeit darf nicht an etwas anderem haften und an es gebunden bleiben1 sie mu ganz auf sich selber stehen2 das aber kann sie nicht1 wenn sie irgendwelches ,sein auer sich duldet und blo an ihm sich zu schaffen macht2 so mu sie1 was sie an ,sein anerkennt1 aus sich selbst hervorbringen1 zugleich den ,begriff des ,seins aber gegen die gewhnliche ,fassung wesentlich umgestalten4 ,von einem ,sein innerhalb des ,lebens kann nur die ,rede sein1 sofern verlangt wird1 da ein ,ganzes des ,lebens an jeder einzelnen ,stelle gegenwrtig sei1 damit das ,leben sich eine ,tiefe gebe und seine ,ausbreitung zum ,ausdruck dieser ,tiefe gestalte4 ,das macht erst die ,forderung verstndlich1 da der ,mensch im ,handeln etwas sei1 gem dem ,schillerschen ,worte3 ,gemeine ,naturen zahlen mit dem1 was sie tun1 edle mit dem1 was sie sind4 ,denn offenbar bezeichnet hier das ,sein nicht ein hinter dem ,leben befindliches ,ding1 sondern eine ihm selbst gegenwrtige ,einheit und ,tiefe4 ,mit ihrer ,bildung vollzieht sich eine innere ,abstufung des ,lebens1 und es rechtfertigt sich damit erst die ,bedeutung1 welche wir ,begriffen wie ,gesinnung1 berzeugung1 ,denkart usw4 zuzuerkennen pflegen4 ,eine solche ,anerkennung eines ,seins im ,leben befreit uns auch von der ,alleinherrschaft des ,dinges an sich1 das1 unserem ,verhltnis zur ,auenwelt entsprungen und dafr berechtigt1 bei bertragung auf die innere ,welt alles ,wahrheitsstreben lhmen1 ja zerstren mte4 ,denn wenn uns auch unsere ,seele zur ,auenwelt wird1 so besteht keine ,mglichkeit einer ,wahrheit4 ,damit aber das ,ganze des ,selbst die ,ausbreitung des ,lebens voll durchdringe1 darf die ,mannigfaltigkeit des ,tuns nicht ein bloes ,nebeneinander bleiben1 sondern sie mu zu einem festen ,zusammenhange verbunden werden1 in dem alles ,einzelne einander ergnzt und sich gegenseitig nher bestimmt1 zugleich aber das ,ganze einen eigentmlichen ,charakter ausprgt4 ,so entstehen zunchst einzelne ,gebiete geschlossener ,art1 ber sie alle hinaus aber drngt es zum ,schaffen eines ,gesamtzusammenhanges1 und erst ein solches ,gesamtwerk ergibt etwas1 das in vollem ,sinne ,wirklichkeit genannt werden darf4 ,wir erkannten in ,arbeit und ,schaffen bei uns eine ,bewegung zur ,hervorbringung einer ,wirklichkeit1 da erst mit ihrer ,erreichung das ,leben eine ,festigkeit und einen bestimmten ,gehalt gewinnt1 ja erst vollstndiges ,leben wird4 ,da eine derartige ,wirklichkeit letzthin aber nur von innen her1 als eine ,selbstentfaltung des ,lebens entstehen kann1 dieses aber eine ,welt in sich tragen mu1 so erkennen wir wiederum das ,angewiesensein des ,menschen auf ein umfassendes ,weltgeschehen2 ohne ein ,wurzeln darin und ein ,schpfen daraus ist alles menschliche ,streben nach ,herstellung einer ,wirklichkeit und damit nach ,vollendung des ,lebens verloren4 ,denn nur so hrt der ,geist auf1 blo ber den ,wassern zu schweben1 nur so kommt er in volles ,schaffen hinein und findet sich selbst in solchem ,schaffen4 ,durchgngig erhellte1 da bei dem ,aufstieg1 der durch unser ,leben geht1 nicht einem vorhandenen ,stande nur dieses oder jenes hinzugefgt oder auch jenem eine besondere ,richtung gegeben wird1 sondern da die ,frage viel tiefer geht4 ,sie geht auf das ,ganze des ,lebens selbst3 dieses hat sich aus einem blo anhangenden ,halb- und ,scheinleben zu selbstndigem und echtem ,leben erst zu erheben1 alle besonderen ,aufgaben sind nur ,stcke und ,seiten dieser einen ,gesamtaufgabe1 und es ist ihre ,lsung letzthin an die ,entscheidung ber diese gebunden4 ,an solchem ,erringen eines wahrhaftigen ,lebens1 eines ,lebens1 das bei sich selber ist und einen ,inhalt besitzt1 arbeitet die ganze ,menschengeschichte1 sofern sie geistige ,zge trgt2 sie erhlt ihren tiefsten ,sinn und zugleich ihre strkste ,kraft daraus1 da in ihr das ,leben in unserem ,bereich sich selber sucht2 sie verluft nicht auf gegebener ,grundlage1 sondern sie ist in stetem ,mhen um einen sicheren ,grund begriffen4 ,so ist das ,leben in seiner neuen ,erschlieung allem ,wunsch und ,vermgen des bloen ,menschen zweifellos berlegen4 ,aber ebenso will die ,tatsache anerkannt und gewrdigt sein1 da dieses berlegene zugleich innerhalb des ,menschen als eigene ,kraft zu wirken und weiterzutreiben vermag1 da das ber dem ,menschen zugleich ein ,in dem ,menschen werden kann1 eine ,tatsache1 die um so wunderbarer scheint1 je mehr man sich in sie vertieft4 ,und doch ist ein solches ,innewohnen des neuen ,lebens unentbehrlich1 wenn alles1 was sich uns beim ,menschen an ,aufstieg des ,lebens zeigte1 echt1 krftig1 ja berhaupt mglich sein soll4 ,umfinge den ,menschen ganz und gar eine begrenzte ,sondernatur1 und mte sie ihm auch alles vermitteln1 was vom ,gesamtleben an ihn kommt1 so knnte er nie eine innere ,gemeinschaft mit diesem gewinnen1 so wrde alles an ihn ,herangebrachte durch jene besondere ,art verzerrt und verbogen1 so knnte das ,neue nie bei ihm die ,kraft einer ,selbsterhaltung gewinnen1 die doch fr alles ,vordringen unentbehrlich ist4 ,da es in ,wahrheit anders steht1 da unser ,leben das bermenschliche zugleich als ein ,innermenschliches haben kann1 das erweist sich durch das ,ganze des ,lebens bis in seine ,grundformen hinein4 ,durchgngig besteht die ,mglichkeit1 da etwas die volle ,kraft und ,hingebung des ,menschen gewinne1 was den ,zwecken und dem gesamten ,glck des bloen ,menschen schnurstracks widerspricht4 ,dies allein erklrt zum ,beispiel die ,macht und rechtfertigt die bliche ,schtzung der ,pflichtidee4 ,hier kommt im ,menschen etwas zur ,wirkung1 was seinem ,handeln feste ,schranken zieht und seinen ,naturtrieben schroff widerspricht1 und zugleich wird es ihm zu eignem ,entscheiden und ,wollen1 es gibt ihm eben in der ,unterordnung das ,bewutsein vollster ,freiheit4 ,der ,pflichtgedanke ist aber nur ein besonders reiner ,ausdruck einer ,bewegung1 die durch das ganze ,leben geht4 ,denn wo immer es die ,stufe der bloen ,natur berschreitet1 da tritt es unter bindende ,normen1 die ihm kein fremdes ,gebot1 sondern seine eigene ,zuwendung auferlegt1 die den ,menschen in ,wahrheit erhhen1 indem sie ihn herabzusetzen scheinen4 ,so beim ,denken1 das mit seiner ,versetzung in die ,sache und seiner ,vertretung ihrer ,forderungen das ,wohl des bloen ,menschen ganz wohl schwer schdigen kann4 ,wie oft zwang uns das ,denken1 namentlich auf politischem und sozialem ,gebiet1 ,folgerungen zu ziehen1 die uns hchst unbequem waren1 und wie oft haben die von ihm herausgestellten ,widersprche das ,leben aus seinem ,gleichgewichtsstand unsanft aufgescheucht6 ,das konnte das ,denken nur als ein eigenes ,werk und als eigene ,triebkraft des ,menschen2 hinter der ,selbstverneinung1 die es vollzog1 stand schlielich notwendig irgendwelche ,selbstbejahung4 ,am deutlichsten ist die ,bewegung des ,menschenlebens ber den bloen ,menschen hinaus bei der ,religion1 das aber sowohl im ,gedankengehalt als in der ,gestaltung des ,handelns4 ,die ,religion enthlt1 wie schon der ,begriff des ,heiligen zeigt1 einen starken ,trieb1 einen gewissen ,bereich vom gewhnlichen ,leben abzusondern1 ihn darber hinauszuheben und ihm ,verehrung darzubringen2 wo sie mit ursprnglicher ,kraft die ,gemter einnahm1 da war sie kein bloes ,hinausstrahlen menschlicher ,gren und ,wnsche in das ,all1 wie es flschlich oft dargestellt wird1 sondern ein ,kampf gegen die ,festlegung des ,strebens bei diesen ,gren und ,gtern4 ,xenophanes ,wort1 da die ,menschen nach ihrem eigenen ,bilde das der ,gtter gestaltet htten1 stimmt nicht zur ,erfahrung der ,geschichte2 sie zeigt vielmehr ein ,verlangen1 etwas ,andersartiges1 etwas wesentlich ,hheres gegenber dem ,menschen zu erreichen4 ,in frheren ,zeiten hat sich das ,streben dabei oft ins ,ungeheuerliche verloren und ,gestalten geschaffen1 die uns ,spteren fratzenhaft scheinen mgen2 bleibt aber nicht auch in einem weiten ,abstand1 ja ,gegensatz zum menschlichen ,dasein1 wer bei der ,gottheit etwas ,reingeistiges1 ,ewiges1 ,unendliches sucht8 ,daher hat die ,religion1 sofern sie nicht blo das ,leben angenehm umsumt und damit einer sicheren ,auflsung entgegengeht1 einen herben und strengen ,charakter2 das ,wort ,niemand wird ,gott sehen und leben hat einen guten ,sinn4 ,fr das ,handeln aber bildet in ihrem ,gebiet den ,zentralbegriff der des ,opfers4 ,auch hier hat sich im ,fortgang des ,lebens die ,sache vom ,sinnlichen ins ,unsinnliche verschoben1 aber nur eine ,verflachung und ,verflchtigung kann das ,beharren1 ja das ,wachstum des ,opfergedankens auf der geistigen ,stufe verkennen4 ,die ,religion hat genau so viel ,macht ber das menschliche ,seelenleben1 als sie zu ,opfern zu treiben vermag4 ,aber -- merkwrdig genug -- bei allem1 was sie an ,verneinung und ,entsagung fordert1 haben die ,menschen in ihr die hchste ,seligkeit gesucht und auch zu finden geglaubt2 konnten sie das1 wenn sie nicht in ihr die letzte ,tiefe ihres eigenen ,wesens zu erreichen glaubten8 ,dieses ,ja und ,nein1 dieses ,stirb und ,werde1 was alle ,verzweigung der ,lebensgebiete durchdringt1 fat sich insofern auch in ein ,ganzes zusammen1 als das ,kulturleben der ,menschheit fr jede eindringende ,betrachtung nicht ein fortlaufendes ,gewebe bildet1 sondern sich in den ,gegensatz einer durch die ,zwecke des ,menschen beherrschten ,menschenkultur und einer ihr berlegenen1 ja entgegengesetzten ,geisteskultur zerlegt4 ,die ,menschenkultur war und ist unablssig bemht1 die ,geisteskultur zu sich herabzuziehen und in ihre ,dienste zu stellen1 die ,vorkmpfer dieser haben mit jener stets einen harten ,kampf zu bestehen gehabt1 sie sind in ihm oft zu ,mrtyrern geworden und muten durchgngig ein einsames ,leben fhren1 aber nicht nur haben sie die ,kraft dazu und eine ,freudigkeit darin gefunden1 sondern sie sind es1 welche mit ihrer ,belebung der ,tiefen allein dem ,menschenleben eine ,seele erhalten und ihm einen ,sinn und ,wert verleihen4 ,streichen wir sie und was sie vertreten1 und das ,menschenleben wird ein verworrenes ,chaos1 ein vergebliches ,mhen1 die ,naturstufe wesentlich zu berschreiten4 ,auch in das ,dasein des ,einzelnen erstreckt sich der ,gegensatz4 ,der naturhaften ,individualitt tritt gegenber die ,persnlichkeit mit ihrer ,selbstttigkeit2 sie kann sich nicht ausbilden und dem ,menschen ein neues ,leben erringen1 ohne an jener eine scharfe ,kritik zu ben1 zu sondern und auszuscheiden1 sie findet dabei mannigfachen ,widerstand1 den sie ohne ,schmerz und ,entsagung nicht berwinden kann4 ,aber allem solchen ,nein hlt ein ,ja vollauf die ,wage1 und unter vielfacher ,aufopferung kann sich das ,leben doch zu einem ,gewinn gestalten4 ,wie haben wir dies alles zu verstehen8 ,wie kann im ,menschen etwas ,wurzel schlagen und die bewegende ,kraft seines ,lebens werden1 was seiner besonderen ,art so schroff widerspricht8 ,augenscheinlich kommt an ihn etwas wesentlich berlegenes und hlt ihm neue ,ziele vor4 ,aber dies berlegene mit seinen ,zielen wird zugleich zum eigenen ,leben des ,menschen1 es kann ihm etwas1 das sein bisheriges ,leben entwertet1 zu wahrem ,leben werden4 ,wie anders klrt sich das auf1 und wie anders kann das neue ,leben ,kraft gewinnen als dadurch1 da das ,gesamtleben mit seiner ,tatwelt unmittelbar in den ,menschen als eine ursprngliche ,lebensquelle gesetzt ist1 da schaffendes ,leben ihm unmittelbar als sein eignes eingepflanzt wird4 ,eine ,welt im ,menschen aufbauen und von ihr der ganzen ,umwelt den ,kampf ansagen lt sich nur1 wenn in ihm selbst ein ,weltleben von ,haus aus angelegt ist2 das kann aber nur durch eine ,erffnung1 eine ,schpfung des ,gesamt- und ,urlebens in ihm geschehen4 ,da er ein selbstndiger ,mittelpunkt1 ein geistiges ,selbst1 man knnte sagen1 eine geistige ,energie ist oder doch werden kann1 das besagt offenbar ein ,gesetztsein1 eine ,tat1 die nur aus dem ,gesamtleben stammen kann und daher stets an diesem hngt4 ,das stimmt zu einer ,erfahrung der ,gesamtgeschichte geistigen ,lebens4 ,denn diese zeigt1 da durchgngig den schaffenden ,hhen der ,menschheit das ,gesetztsein durch eine berlegene ,macht und ein ,getragenwerden durch sie mit voller ,klarheit gegenwrtig war4 ,so fhlte sich das knstlerische ,schaffen groen ,stiles nicht als ein bloes ,erzeugnis individuellen ,vermgens1 sondern als ,eingebung einer hheren ,macht1 als eine zu ,ehrfurcht und ,dank verpflichtende ,gnade4 ,auch groe ,denker muten unter einer inneren ,notwendigkeit stehen1 wenn sie die ,forderung einer neuen ,denkart -- und sie forderten alle eine neue ,denkart1 nicht blo einzelne ,vernderungen -- zuversichtlich allem entgegenstellen konnten1 was von altersher und allen anderen als sichere ,wahrheit galt4 ,auch die ,helden der ,tat pflegten sich als ,werkzeuge einer hheren1 wenn auch geheimnisvollen ,macht zu fhlen2 sonst htten sie schwerlich den moralischen ,mut zu ihrem ,handeln gefunden1 das so viel ,verantwortlichkeit in sich trug4 ,da aber das berlegene sie mit solcher ,gewalt ergreifen und der ,kern wie die treibende ,kraft ihres eigenen ,lebens werden konnte1 das hellt sich erst auf mit der ,anerkennung dessen1 da in ihnen selbst das ,ganze des hheren ,lebens als eine ursprngliche ,quelle gesetzt war4 ,so nur konnte ihnen jenes ,hchste das ,allernchste und ,innerlichste werden1 so nur wurde das ,gegrndetsein in einer hheren ,ordnung mit vollster ,freiheit des ,handelns vereinbar1 ja eine ,grundbedingung dieser1 so nur konnte ,meister ,eckhart sagen3 ,gott ist mir nher als ich mir selber bin1 und ,luther bekennen1 da nichts ,gegenwrtigeres und ,innerlicheres sein kann in allen ,kreaturen denn ,gott selbst und seine ,gewalt4 ,es erscheint aber das ,leben des ,menschen mit solcher ,anerkennung einer selbstndigen ,erffnung des ,gesamtlebens in ihm als ein ungeheurer ,widerspruch4 ,der ,mensch ist seiner ,lebensform nach begrenzt1 er kann diese ,begrenzung unmglich berspringen4 ,aber in dieser begrenzten ,form soll ein unendlicher ,gehalt zur ,entfaltung kommen4 ,das mu einmal das ,leben in eine unermdliche ,bewegung versetzen1 es lt es nicht ruhen und rasten1 es treibt ber jedes erreichte ,ziel immer weiter zu neuen ,zielen4 ,zugleich aber ruft es ein ,streben hervor1 durch ,ausbildung einer ,gemeinschaft und auch durch ein ,zusammenwirken der ,zeiten jene naturgegebene ,enge zu berwinden4 ,das nmlich ist der tiefste ,antrieb zur ,ausbildung einer ,gesellschaft und einer ,geschichte eigentmlich-menschlicher ,art1 da das ,individuum hier ein seiner ,besonderheit und seiner ,vergnglichkeit berlegenes ,leben erstrebt und damit das dem ,einzelnen vllig ,unmgliche wenigstens einigermaen anzunhern sucht4 ,bei allem ,aufschwung bleibt aber stets die ,gefahr1 da das ,engmenschliche sich einschleiche und mit schillernden1 zweideutigen ,formen die ,bewegung zu sich zurckziehe4 ,das geschieht zum ,beispiel oft durch den ,begriff der ,persnlichkeit und die ihm gezollte ,schtzung4 ,persnlichkeit gehrt zu den ,begriffen1 bei denen sich alles ,mgliche denken lt1 und bei denen daher leicht gar nichts gedacht1 leicht keine ,rechenschaft gegeben wird4 ,in diesem ,begriff rinnt heute ,hheres und ,niederes vielfach zusammen1 man denkt oft dabei an die ,bildung eines geistigen ,einzelkreises1 der sich mglichst in sich selbst befestigt und alles ,erlebnis auf sich als den beherrschenden ,mittelpunkt und ,selbstzweck bezieht4 ,bei solcher ,fassung schtzt alle ,weite der ,interessen nicht vor einer inneren ,absonderung von der groen ,welt1 einem selbstischen ,sicheinspinnen in einen besonderen ,kreis und schlielich einem verfeinerten ,epikureismus4 ,dem sei die ,behauptung und die ,forderung entgegengesetzt1 da das ,gesamtleben den ,hauptstandort zu bilden habe1 damit das ,streben volle ,offenheit und ,weite behalte2 was an der besonderen ,stelle an eigentmlichem ,leben entsteht1 das ist von jenem her als seine ,individualisierung und ,gestaltung zu verstehen4 ,da eine solche eigentmliche ,gestaltung des ,gesamtlebens an den einzelnen ,stellen mglich ist1 und da sie gewaltige ,kraft zu ben vermag1 das zeigen deutlich die groen geschichtlichen ,persnlichkeiten1 das wird zur ,aufgabe fr jedes ,einzelleben4 ,so viel bleibt gewi1 da das geistige ,schaffen beim ,menschen durch jenes ,zusammentreffen von unendlichem ,gehalt und endlicher ,lebensform nicht nur in rastlose ,bewegung versetzt wird1 sondern da es auch unter einander widerstreitende ,richtungen gert4 ,einmal zwingt jene ,begrenztheit es nach geschlossenen ,gestaltungen zu streben1 um zusammenfassen und bersehen zu knnen1 von der anderen ,seite aber treibt die uns innewohnende ,unendlichkeit zur ,ablehnung aller ,grenzen und damit in das ,gestaltlose1 ,flieende1 die bloe und reine ,stimmung hinein4 ,da hier groe ,lebenswogen gegeneinandergehen1 das zeigt besonders deutlich die ,kunst mit ihrem ,kampf zwischen klassischem und romantischem ,schaffen1 im ,grunde aber durchdringt der ,gegensatz alle ,weite des ,lebens4 ,so scheinen wir groer ,unfertigkeit1 ja ,unsicherheit ausgeliefert4 ,aber wir tun das nur fr den ersten ,anblick1 jede tiefere ,erwgung zeigt1 da inmitten aller ,unfertigkeit das ,leben einen festen ,halt gewinnt und in sichere ,bahnen geleitet wird1 auch da jene ,unfertigkeit selbst eine unvergleichliche ,gre bekundet4 ,jenes neue ,leben in uns kann1 so sahen wir1 unmglich vom ,menschen selbst hervorgebracht sein2 es als sein ,werk verstehen1 das heit es verflachen1 verkmmern1 zerstren4 ,ist es aber vom ,gesamtleben in uns gesetzt1 so erfahren wir einmal darin1 da dieses ,leben eine dem ,gemenge der menschlichen ,welt berlegene ,wirklichkeit hat1 wir erfahren aber zugleich1 da es bei dieser berlegenheit sich uns mitteilt1 nicht in einzelnen ,wirkungen oder ,stcken1 sondern mit seiner ganzen ,unendlichkeit2 gerade da das in so schroffem ,gegensatz zur eigenen ,lage und zum eigenen ,wollen steht1 bezeugt1 da sich damit eine ,uroffenbarung in uns vollzieht1 ein neues ,leben uns mitgeteilt1 ein hohes ,ziel eingeprgt wird4 ,es ist nicht eigene ,kraft1 es ist verliehene ,kraft1 woraus wir streben und wirken4 ,mag dabei alle nhere ,ausfhrung noch so unsicher und flieend bleiben1 wir erkennen in jener ,schpfung eines neuen ,lebens eine ,grundtatsache1 die uns allem ,zweifel enthebt und zugleich das sichere ,bewutsein einer ,bedeutung unseres ,lebens gewhrt4 ,derartige ,umwlzungen und ,erneuerungen liegen ber aller bloen ,einbildung4 ,auch gewinnen wir hier die ,gewiheit1 nicht blo ein ,stck einer gegebenen ,welt1 ein ,stiftchen eines seelenlosen ,mechanismus zu sein1 sondern jenes neue ,leben mit seiner neuen ,welt verlangt unsere ,ergreifung und ,aneignung1 es versichert uns damit einer ,freiheit4 ,so gewi ,freiheit ein ,unding1 solange wir nur ein ,stck einer natrlichen ,ordnung bilden1 sie wird zur unerllichen ,forderung und felsenfesten ,gewiheit1 sofern ein ,zusammentreffen und ein ,zusammensto zweier ,welten in unserem ,lebensbereiche ersichtlich wird1 in dem uns eine ,entscheidung auferlegt ist4 ,mit der ,sicherheit und der ,freiheit gewinnt unser ,leben aber zugleich ein hohes ,ziel und eine unvergleichliche ,gre4 ,denn nun gilt es1 an unserer ,stelle das ,gesamtleben auszubilden und weiterzufhren1 wir werden ,mitarbeiter an der ,weltbewegung1 an einem ,aufstieg des ,lebens1 und eben darin finden wir zugleich ein echtes ,selbst4 ,die ,tiefen des ,lebens erffnen sich uns damit zu eigenem ,besitz1 das ,ringen nach ,aneignung und ,frderung seiner ,unendlichkeit kann uns eine ,freudigkeit bereiten1 die aller bloen ,lust weitaus berlegen ist4 ,gewinnt damit unser ,leben in seinem ,kern ein helles ,licht1 so kann es ganz wohl alle ,dunkelheit der ,umgebung ertragen2 auch kann dann kein ,zweifel darber bestehen1 da es so verstanden einen vollen ,sinn und einen hohen ,wert besitzt4 ,hauptzge des neuen ,lebens4 ,die ,gestaltung des ,lebens1 die sich fr uns ergab1 in alle ,breite zu verfolgen1 kann nicht unsere ,aufgabe sein2 wohl aber scheint es zur ,erreichung eines deutlicheren ,bildes ntig1 einige seiner ,hauptzge herauszuheben4 ,zunchst zeigte sich1 da das ,leben zum ,selbstndigsein nicht gelangen konnte ohne eine ,aufrttelung aus dem vorgefundenen ,gemenge1 ohne einen ,bruch mit der nchsten ,lage und das ,erringen eines neuen ,standorts4 ,es zeigte sich1 da es nicht nur einzelne ,aufgaben1 sondern eine ,aufgabe auch als ,ganzes enthlt1 es ist nicht nur hier und da zu verbessern1 es ist im ,ganzen umzuwandeln4 ,daher pat fr sein ,grundgefge nicht der ,begriff der ,entwicklung als eines sicheren1 ja notwendigen ,hervorgehens des ,hheren aus dem ,niederen1 hier verwandt fhrt er unvermeidlich unter ,naturbegriffe zurck4 ,jener ,abbruch fordert eine ,entscheidung und ,tat1 und zwar eine ,tat1 die1 wenn auch bei besonderen ,temperamenten als eine pltzliche ,erleuchtung und ,bekehrung erscheinend1 sich nicht in den ,augenblick erschpft1 sondern fortdauernder ,art sein mu2 denn das ,neue ist dem ,alten gegenber immerfort aufrechtzuhalten1 immerfort durchzusetzen4 ,mit solcher ,tathaltung1 wie man sagen knnte1 erhlt das ganze ,leben einen ,charakter ethischer ,art1 das ,ethische entwchst dabei der ,einschrnkung auf ein besonderes ,gebiet und dehnt seine erhhende ,kraft ber das gesamte ,leben aus1 es betrifft dann keineswegs blo das ,verhltnis von ,mensch zu ,mensch und das dem zugewandte praktische ,handeln1 sondern durch alle ,verzweigung des ,lebens1 so auch durch das ,erkennen und das knstlerische ,schaffen geht ein vlliger ,gegensatz1 indem entweder vom ,standort und von den ,zwecken des bloen ,menschen aus gehandelt wird1 oder aber darin selbstndiges ,leben mit seiner neuen ,welt zur ,entfaltung strebt4 ,demnach liegt die ethische ,aufgabe nicht in einer ,reihe mit anderen1 sondern als eine ,wendung des ,ganzen geht sie allen anderen voran und macht ihr ,gelingen erst mglich4 ,so gefat kann die ethische ,bettigung keine ,knechtung und ,herabdrckung1 sondern nur eine ,befreiung und ,erhhung des ,lebens bedeuten4 ,denn bei ihr steht in ,frage1 da das selbstndige ,leben voll zu eigenem werde2 dies aber kann nur dadurch geschehen1 da das ,gesamtleben an dieser ,stelle eine selbstndige ,wurzel schlgt und auch sie zur ,bildung eines ,selbst1 zu einer ,selbsterzeugung befhigt4 ,diese ,erzeugung eines neuen1 eines geistigen ,selbst ist der ,punkt1 an dem das ,gelingen des ,lebens hngt2 denn kein ,streben gewinnt rechte ,kraft1 das nicht als ,ausdruck eines ,selbst und zur ,erhaltung dieses ,selbst gefhrt wird2 ein ,pseudoselbst1 einen ,selbstersatz bildet im nchsten ,lebensstande das natrliche ,ich1 das mit unheimlicher ,macht auch das ,kulturleben ergreift und entstellt2 seine ,macht ist nur dadurch zu erschttern1 da dem ,pseudoselbst ein echtes1 ein geistiges ,selbst entgegentritt und der ,bewegung die elementare ,kraft und ,glut einer ,selbstbehauptung verleiht4 ,das ist die ,hauptwaffe gegen das ,scheinwesen und die ,stumpfheit der ,durchschnittskultur1 das allein macht ein kraftvolles ,leben ohne allen ,egoismus mglich4 ,wenn demnach das ,entstehen eines selbstndigen ,lebenszentrums die ,hauptsache beim ,aufstieg des neuen ,lebens bildet1 so erscheint dabei das ,merkwrdige1 ja ,wunderbare1 da eben das1 was gegenber der ,welt und auch gegenber der ihrer ,verkettung unterliegenden ,seelenlage unser ,allereigenstes und ,ursprnglichstes ist und uns allein auf uns selber stellt1 der hheren ,ordnung gegenber sich als ein ,geschaffenes und uns ,verliehenes darstellt4 ,so hatte ,luther in seinem ,gedankenkreise vllig ,recht1 wenn er das1 was ihm als das ,innerlichste und ,wesentlichste am ,menschen galt1 den ,glauben1 in keiner ,weise als ein ,werk des ,menschen1 sondern eine gttliche ,gabe und ,gnade verstand3 das brige wirkt ,gott mit uns und durch uns1 dies allein wirkt er in uns und ohne uns4 ,nur eine flachere ,fassung des ,glaubens kann das ,leben aus ,glauben und ,werken zusammensetzen4 ,wir brauchen jenen ,grundgedanken ,luthers nur weiter zu fassen1 um ihn schlechterdings unentbehrlich zu finden4 ,nur er gestattet1 mit tiefer ,bescheidenheit und ,demut im ,grunde des ,lebens eine volle ,selbstndigkeit1 ,unerschrockenheit1 ja1 wenn es sein mu1 ,trotz gegen alles ,menschengetriebe zu verbinden4 ,zur ,vertiefung des ,lebens1 so sahen wir1 mu sich notwendig eine ,gestaltung gesellen3 das aufsteigende ,leben mu1 um volles ,leben zu werden1 sich einen festen ,zusammenhang1 eine eigene ,wirklichkeit bilden4 ,so gilt es durchgngig1 vom neuen ,leben aus einen eigentmlichen ,kreis zu bereiten unter ,fhrung des ,schaffens1 unter ,ausfhrung durch die ,arbeit4 ,sonst bleibt die ,umwandlung bei aller seelischen ,wrme leicht ein bloer ,aufschwung1 der keine gengende ,kraft gegenber der ,starre und ,sinnlosigkeit des gewhnlichen ,lebens aufbieten kann4 ,so bleibt namentlich auf religisem ,gebiet viel ehrliche ,begeisterung ohne rechte ,frucht1 weil sie nicht den ,weg zur werkttigen ,arbeit fand4 ,auch diese aber mu sich durch die ,verbindung mit dem geistigen ,selbst erhhen4 ,denn erst diese lt sie einen inneren ,zusammenhang und eine durchgehende ,beseelung gewinnen und sich damit deutlich von aller bloen ,nutzung der ,krfte unterscheiden1 der ein geistiger ,hintergrund fehlt4 ,wie aber die ,einzelstelle ihre ,kraft letzthin aus dem ,ganzen zu empfangen hat1 so mu auch der ,fortgang ihres ,lebens vom ,gesamtleben umfangen bleiben4 ,das um so mehr1 als das ,gesamtleben kein leeres ,gef ist1 sondern als schaffendes bestimmte ,richtungen in sich trgt und ,forderungen stellt1 auch besondere ,erfahrungen in ,auseinandersetzung mit der menschlichen ,lage macht2 diese ,forderungen und ,erfahrungen hat die ,einzelstelle erst herauszuarbeiten und bei sich zur ,wirkung zu bringen2 ihr ,geschick wie ihre ,aufgabe klrt sich ihr nur vom ,ganzen her auf4 ,indem aber ihr ,ziel und ,los auf das des ,ganzen aufgetragen wird1 gewinnt ihr ,leben unmittelbaren ,anteil an ,weltgeschehnissen und damit eine ,gre2 wird jene ,verbindung unterbrochen und der ,einzelpunkt lediglich auf sich selbst und sein ,verhltnis zur ,umgebung gestellt1 so mu das ,leben rasch in ein ,sinken kommen2 denn dann bleibt es an den kleinmenschlichen ,kreis gebannt1 und aller ,radikalismus1 mag er sich noch so wild geberden1 der innerhalb dessen entstehen mag1 befreit nicht von jener inneren ,bindung und kleinmenschlichem ,spiebrgertum4 ,es gibt keine ,freiheit und keine ,gre ohne ein ,durchdringen zu den ursprnglichen ,quellen des ,lebens1 wie es nur durch ein selbstndiges ,aneignen des ,gesamtlebens mglich wird4 ,demgem haben auch die ,wirklichkeiten der besonderen ,kreise innerhalb der ,bewegung des ,gesamtlebens zur ,wirklichkeit zu verbleiben1 darin ihre ,aufhellung und auch ihr ,ma zu finden4 ,darin allein knnen sie sich auch untereinander zu einem ,lebensgewebe verbinden4 ,so stellt sich das ,leben als eine unbegrenzte ,flle von ,teilwirklichkeiten innerhalb einer ,gesamtwirklichkeit dar2 die ,beziehung der ,einzelenergie zur ,gesamtenergie hat dabei als begrndend allen ,beziehungen zu den einzelnen voranzugehen1 da diese eine innere ,erhhung1 ja ,umwandlung erst von jener zu empfangen haben4 ,es hatte daher guten ,grund1 wenn nicht nur groe ,religionen1 sondern auch philosophische ,gedankenwelten darauf bestanden1 da alle ,beziehungen von ,mensch zu ,mensch1 alle gegenseitige ,liebe auf das ,verhltnis zu ,gott und die in ihm erwiesene gttliche ,liebe gegrndet und dadurch veredelt werde4 ,nur eine solche ,begrndung ergibt eine innere ,gemeinschaft des ,lebens und ein gegenseitiges seelisches ,verstndnis1 whrend der dem bloen ,nebeneinander angehrige ,mensch einer seelischen ,vereinsamung nicht entgehen kann4 ,wie aber in der ,kraft1 so mssen auch in ihrer ,arbeit die einzelnen ,lebensgebiete vom ,ganzen umfangen und von ihm gerichtet bleiben1 um nicht den ,zusammenhang mit den ursprnglichen ,lebensquellen zu verlieren4 ,die verschiedenen ,lebensgebiete bedrfen das in verschiedenem ,mae1 im besonderen notwendig ist die ,wahrung des ,zusammenhanges den ,gebieten1 die als ,trger geistigen ,schaffens nur dadurch eine eigentmliche ,aufgabe und eine sichere ,stellung gewinnen wie die ,religion1 die ,kunst und auch die ,philosophie4 ,sie alle sinken und lassen den geistigen ,gehalt zugunsten technischer ,leistung verkmmern1 wenn sie jenen ,zusammenhang lockern oder wohl gar verschmhen4 ,wie wollte zum ,beispiel die ,philosophie mehr werden als eine ,zusammenstellung der ,einzelwissenschaften oder eine nicht sehr fruchtbare ,fachwissenschaft neben anderen1 wenn sie nicht ihre ,hauptaufgabe darin fnde1 die ,forderungen1 welche der ,aufstieg des ,lebens zur ,selbstndigkeit enthlt1 deutlich herauszuarbeiten und sie gegen den ,widerspruch der nchsten ,welt zu vertreten8 ,solche ,fassung macht die ,einzelgebiete keineswegs zu bloen ,anwendungen einer schon gesicherten und abgeschlossenen ,wahrheit1 ihre besonderen ,erfahrungen und ,leistungen knnen auch das ,gesamtleben frdern und weiterfhren1 aber das nur unter ,versetzung auf seinen ,boden4 ,diese ,forderung eines ,zusammenhanges der ,einzelgebiete mit dem ,ganzen der ,lebensentfaltung gibt der weltgeschichtlichen ,bewegung der ,menschheit einen hohen ,wert auch fr das ,lebensproblem1 sie drngt zur ,ausbildung einer weiteren ,gegenwart gegenber der des bloen ,augenblicks4 ,denn den geistigen ,kern jener ,bewegung bildet das ,sichselbersuchen und ,entfalten des ,lebens2 darin sind eigentmliche ,linien vorgezeichnet1 ,erffnungen erfolgt und ,erfahrungen gemacht1 welche sich von der ,zuflligkeit der ,zeitlagen abzulsen vermgen1 alle weitere ,bewegung begleiten und ,forderungen an sie stellen2 so wenig das der ,gegenwart die eigene ,arbeit abnimmt1 es kann sie in dieser erheblich frdern1 sofern nur im geschichtlichen ,befunde eine grndliche ,scheidung von ,zeitlichem und ,ewigem erfolgt2 eine solche ,scheidung lt sich aber nur vom ,ganzen des ,lebens aus vollziehen4 ,denn nur bei diesem kommen wir auf den letzten ,punkt der ,entscheidung1 nur von hier aus wird ein endgltiges ,urteil darber mglich1 was von den ,erzeugnissen der bloen ,zeit angehrt1 und was ber sie hinaus in eine ewige ,ordnung weist4 ,die durch das alles gehende ,anerkennung eines ,hervorgehens der ,welt und ,wirklichkeit aus der eigenen ,bewegung des ,lebens ist das sicherste ,mittel1 den ,menschen von der ,herrschaft des bloen ,intellekts zu befreien1 wonach gerade unsere ,zeit aus ganzer ,seele schmachtet1 ohne es gengend erreichen zu knnen4 ,denn solange die ,welt als eine gegebene ,wirklichkeit uns gegenbersteht1 wird es immer der ,intellekt sein1 der eine ,verbindung mit ihr herstellt und damit die ,fhrung des ,lebens an sich nimmt1 erst wenn die ,welt als ein ,erzeugnis schaffenden ,lebens und innerhalb dieses befindlich erscheint1 tritt die ,tat an die erste ,stelle4 ,gewi wird auch bei ihr als einer geistigen das ,denken eine groe ,rolle spielen1 aber es bildet dann nur die ,form1 in der sich das ,leben entfaltet1 eine ,form1 die eine ,erfllung und ,belebung erst von dem wirklichkeitschaffenden ,selbst erwartet2 von diesem ,selbst abgelst werden die ,erzeugnisse des ,denkens bloe ,schatten und das aus diesen bestehende ,reich ein ,scheinersatz echter ,wirklichkeit4 ,die ,welten aller groen ,denker waren an erster ,stelle ,erweisungen ihres ,selbst1 ,erhaltungen dieses ,selbst2 nur das gab ihnen ihren ,charakter4 ,alles miteinander verlegt das ,leben mehr in die ,innerlichkeit zurck1 aber in eine ,innerlichkeit1 welche nicht nachbildender1 sondern schaffender ,art ist1 welche nicht neben den ,dingen steht1 sondern sie aus ihrem eigenen ,grunde hervorbringt4 ,in einer solchen ,innenwelt wird fr die ,einzelenergie zum ,grundverhltnis des ,lebens das ,verhltnis zur ,gesamtenergie1 nur dann vollzieht sich die gesamte ,lebensentfaltung innerhalb einer bei sich selbst befindlichen ,welt1 und gehrt dieser ,welt alles an1 was den ,grundbestand des ,lebens betrifft4 ,hier steht in ,frage das1 was in der ,sprache der ,religion ,rettung der ,seele heit4 ,das besagt zugleich1 da1 was hier geschieht1 gewonnen oder verloren wird1 an ,gehalt und ,wert alles andere unvergleichlich berragt1 was sonst dem ,menschen zufallen und zur ,aufgabe werden kann4 ,eine derartige geistige ,innerlichkeit kann sich aber nur behaupten unter steter ,abwehr eines ,eindringens blomenschlicher ,elemente und eines ,sinkens unter die ,zwecke der bloen ,menschen4 ,die ,geschichte zeigt hier einen durchgngigen ,gegensatz niederer und hherer ,art4 ,einerseits das ,streben1 alle ,lebensbewegung dem ,wohl des bloen ,menschen dienen zu lassen und ihn in seiner natrlichen ,lebenshaltung dadurch zu strken1 andererseits eine ,entfaltung vom ,ganzen des ,lebens her und damit eine ,emporhebung ber den bloen ,menschen2 dort bei aller ,geschftigkeit eine innere ,leere und ein ,abhngigbleiben von der menschlichen ,vorstellungsweise2 hier eine ,herausbildung von ,lebensinhalten und das ,aufnehmen eines ,kampfes gegen jene ,vorstellungsweise2 dort bleibt der ,mensch bei allem ,sichstrecken nach auen hin im ,kerne unverndert1 hier heit es1 ihn innerlich zu erweitern und den ,schwerpunkt seines ,wesens zu verlegen4 ,am deutlichsten ist dieser ,gegensatz wohl bei der ,religion4 ,denn alle ,gemeinschaft von ,worten1 ,formeln und ,einrichtungen verdeckt nicht den weiten ,abstand zwischen einer ,religion1 die dem ,menschen1 ohne ihn wesentlich umzuwandeln1 ,glck und ,fortbestand verheit1 und einer ,religion1 welche ein neues ,leben verkndet und in dieses den ,menschen versetzen will4 ,nur so gefat kann sie als lauterer ,selbstzweck wirken1 nur so auch den ,vorwurf widerlegen1 ein ,erzeugnis blomenschlicher ,begehrung und ,meinung zu sein4 ,denn nun wird sie aus einer ,selbsterhaltung des bloen ,menschen eine ,selbsterhaltung des ,lebens beim ,menschen2 was sie aus einer solchen an neuen ,gehalten erffnet und mit berlegener ,macht an ihn bringt1 das kann mit seiner ,unendlichkeit1 ,ewigkeit1 ,vollkommenheit kein ,machwerk des bloen ,menschen sein1 das bedeutet augenscheinlich die ,erschlieung eines neuen ,lebens4 hnlich steht es mit den anderen ,lebensgebieten2 sie muten oft genug dem bloen ,menschen dienen1 aber sie verloren damit eine ,selbstndigkeit1 einen inneren ,zusammenhang1 einen eigentmlichen ,gehalt4 ,das ndert sich nicht wesentlich1 wenn fr den einzelnen ,menschen das ,nebeneinander der ,menschen1 die ,masse1 eingesetzt wird2 denn die ,summierung befreit nicht von der ,abhngigkeit gegen blomenschliches ,wohl und ,wehe1 sie ergibt keine hheren ,ziele4 ,hier liegt eine nicht geringe ,gefahr fr die an sich so segensreiche soziale ,bewegung1 sie kann ein inneres ,sinken nicht vermeiden1 wenn sie als ein bloes ,mittel fr das menschliche ,wohlsein behandelt1 was ohne innere ,zerstrung keine solche ,unterordnung vertrgt4 ,wo zum ,beispiel das ,recht in dieser ,weise behandelt wird1 da verliert es alle eigentmliche ,art1 da steigert es nicht den ,lebensgehalt1 da hrt es auf ein selbstndiges ,lebensgebiet zu sein4 ,das ,durchschauen dieses inneren ,gegensatzes einer blomenschlichen und einer selbstndigen ,behandlung der ,lebensgebiete erzeugt aber unmittelbar die ,forderung1 die ,vermengung1 die das ,durchschnittsleben beherrscht1 mit aller ,energie zu bekmpfen und den ,geistesgehalt der ,gebiete als ,glieder eines groen ,lebenszusammenhanges deutlich herauszuarbeiten4 ,was die eigentmliche ,art dieser ,lebensbewegung an die einzelnen ,lebenstrger und ,lebensbereiche an ,forderungen stellt1 das drfte besonders deutlich aus der ,vergleichung mit der modernen ,lebensordnung erhellen4 ,diese hat einen eigentmlichen ,charakter vornehmlich dadurch erhalten1 da sie die ,kraft zum ,kern des ,lebens machte und in ihrer ,entfaltung und ,steigerung seine ,hauptaufgabe fand1 an ihre ,lsung vornehmlich ,gelingen und ,glck des ,lebens band4 ,so hie es beim ,individuum alle ,kraft zu entfalten1 so wurde in ,staat und ,gesellschaft mglichst alle ,kraft zur ,bettigung aufgerufen und auch das gemeinsame ,wirken vornehmlich auf das ,ziel der ,befreiung aller ,krfte gelenkt1 so wurden die verschiedenen ,kulturgebiete namentlich danach geschtzt und gestaltet1 was sie der ,kraftentwicklung leisteten1 so bestand selbst die ,neigung1 das ,weltall als einen groen ,kraftkomplex zu verstehen4 ,mit solcher ,steigerung der ,kraft schien auch das ,glck ins ,unermeliche zu wachsen4 ,die ,durchfhrung dieses ,strebens hat unendlich viel ,schlummerndes geweckt1 ,starres in ,flu gebracht1 uns mehr ,macht nicht nur ber die ,umgebung1 sondern auch ber uns selbst gegeben1 sie hat damit den ,gesamtstand des ,lebens betrchtlich gehoben4 ,aber diese ,lebensordnung der ,kraftentfaltung lie auch manches verloren gehen1 sie hat eine sehr bestimmte ,grenze gezeigt4 ,denn so notwendig die ,entwicklung der ,kraft1 sie ist mehr ein ,mittel fr ein hheres ,ziel als ein vollgengender ,selbstzweck2 wird sie als ein solcher betrachtet und behandelt1 so entsteht die ,gefahr1 da das ,leben ein rastloses ,weiter- und ,weiterstreben werde1 nie zu einem ,ruhen in sich selbst und daher auch nie zur ,herausbildung eines ,inhalts gelange1 demnach bei aller ,aufregung und bei allen ,erfolgen im ,einzelnen als ,ganzes schlielich ins ,leere verlaufe4 ,die ,gegenwart empfindet das schon deutlich genug1 und sie empfindet zugleich die ,notwendigkeit1 ber diesen ,abschlu des ,lebens hinauszukommen4 ,das kann aber nur geschehen1 wenn die ,kraftentwicklung einer berlegenen ,ordnung des ,beisichselbstseins des ,lebens und der ,inhaltsbildung eingefgt wird1 es gilt durchgngig von den bloen ,kraftkomplexen zu bei sich selbst befindlichen ,lebensenergien1 zu ,lebenszentren zu streben1 so bei allen ,lebenstrgern und in allen ,lebensgebieten4 ,eine solche ,lebensenergie mit einem selbstndigen ,zentrum mu das ,individuum1 mssen ,staat und ,gesellschaft1 mssen die einzelnen ,lebensgebiete1 mu schlielich auch das ,ganze des ,weltalls werden4 ,die ,bildung einer solchen ,energie fordert aber das ,erringen einer inneren1 der ,mannigfaltigkeit berlegenen und sie durchdringenden ,einheit1 das kann aber den einzelnen ,stellen nur innerhalb des ,ganzen und im ,schpfen aus ihm gelingen4 ,so gilt es durchgngig eine ,wendung des ,lebens nach innen1 whrend die bloe ,krafterweisung es unvermeidlich nach auen kehrt und bei sich selbst zerspaltet4 ,der ,kulturarbeit ergeben sich damit weite ,ausblicke und fruchtbare ,aufgaben1 die sich hier nur andeuten lassen4 ,das ,erkennen einer ,grundtatsache des ,lebens vor aller nheren ,gestaltung vermag auch der menschlichen berzeugung einen festeren ,halt zu geben4 ,die nhere ,durchbildung der ,bewegung bringt viel ,arbeit und verwickelte ,fragen mit sich1 welche die ,individuen und ganze ,kreise leicht weit auseinanderfhren2 der ,zwiespalt und ,streit lt dann leicht die ,gesamtbewegung als unsicher erscheinen4 ,suchen wir dagegen die erste ,tatschlichkeit beim ,leben selbst1 arbeiten wir sein ,grundgefge heraus1 so lt sich in der ,ausfhrung das ,auseinandergehen und selbst der ,kampf wohl ertragen1 ohne da uns das ,ganze wankend wird4 ,das gilt zum ,beispiel von der ,religion4 ,nach der ,verschiedenheit der ,individuen1 der ,bildungsstufen1 der ,kulturkreise wird ihre ,gestaltung unvermeidlich recht verschiedener ,art sein2 aber wir brauchen uns dieser ,spaltung nicht endgltig zu ergeben1 wir knnen uns bemhen1 vom ,grundbestande des ,lebens her ein gemeinsames ,geschehen herauszuheben1 das der ,zersplitterung entgegenzuwirken vermag4 ,zugleich aber auch dem ,zweifel1 der ber der ,unfertigkeit der ,durchbildung die bewegende ,kraft bersieht1 welche auch den ,streit erst mglich macht1 der so den ,wald vor ,bumen nicht sieht und eine im ,flu befindliche ,bewegung nach einem starren ,mastabe mit4 ,eben dieses mu dabei zur ,befestigung der berzeugung wirken1 da die ,bewegung nicht an einzelnen ,punkten hngt1 sondern einen ,kampf von ,ganzem zu ,ganzem in sich trgt4 ,einzelne ,vorgnge lassen sich je nach der ,fassung des ,ganzen verschieden deuten und wenden1 wie denn ein starkes ,mitrauen gegen sogenannte innere ,erfahrungen berechtigt ist1 da der eine sie so1 der andere anders zu deuten vermag2 ja selbst ganze ,komplexe sind verschiedener ,deutungen fhig und sehen wohl ihre ,ursprnglichkeit bestritten4 ,besteht doch selbst darber in der ,wissenschaft keine bereinstimmung1 ob ,gren wie ,pflicht und ,gewissen ,urphnomene oder abgeleiteter ,art sind4 ,wird aber der ,kampf von ,ganzem zu ,ganzem gefhrt und die innerste ,seele eingesetzt1 so kommen wir auf das letzte1 das ursprngliche ,geschehen2 wenn irgendwo1 so wird hier unsere berzeugung eine elementare ,festigkeit gewinnen4 ,denn hier wird uns nicht etwas von auen her zugefhrt oder auch als ein innerer ,zustand nur wahrgenommen1 sondern hier steht die ,sache auf unserer ,tat und ,entscheidung2 es handelt sich dabei um nichts ,geringeres als um unsere geistige ,selbsterhaltung1 um geistiges ,sein oder ,nichtsein4 ,diese ,selbsterhaltung mit ihrer ,selbstbejahung ist aber die ,wurzel aller ,gewiheit1 aus ihr entspringt alles ,suchen einer solchen4 ,dabei sei stets gegenwrtig1 da1 was wir einerseits als eine ,grundtatsache ergreifen1 sich andererseits als eine unermeliche ,aufgabe darstellt4 ,denn volle ,festigkeit kann uns das ,leben nicht mit einem ,schlage gewinnen1 sondern nur durch ein fortschreitendes ,zusammenschlieen1 durch ein ,wachstum in gegenseitiger ,verschrnkung und ,durchbildung der ,mannigfaltigkeit1 das aber innerhalb eines umfassenden ,selbst1 das durch alles hindurch sich entfaltet und den ganzen ,umkreis beseelt4 ,je mehr das ,leben das ,gewebe einer ,wirklichkeit aus sich entwickelt1 zugleich aber ein volles ,beisichselbstsein gewinnt1 desto strker wird die ,befestigung2 das ,einzelne wird um so sicherer werden1 je enger es sich dem ,ganzen verkettet1 und je mehr das ,leben des ,ganzen in ihm gegenwrtig ist4 ,wenn demnach volle ,sicherheit uns ,menschen als ein hohes und fernes ,ziel gelten mu1 so bleibt die ,bewegung zu diesem ,ziele mit ihrer berlegenheit gegen alle menschliche ,willkr eine ,tatsache ursprnglicher und unbestreitbarer ,art2 wir knnten jenes ,ziel nicht suchen1 nicht unsere ,seele daran setzen1 wirkte es nicht von vornherein als treibende ,kraft in uns2 das aber kann es nicht1 ohne irgendwie in uns selbst gegrndet zu sein4 ,was so vom ,ganzen des ,lebens gilt1 das gilt auch von seinen einzelnen ,trgern3 auch die ,kulturepochen1 die ,vlker1 die ,individuen erlangen eine ,festigkeit der berzeugung und eine ,sicherheit des ,weges nicht durch angestrengtes ,grbeln1 hinter das immer wieder ein neues ,grbeln treten kann1 sondern nur durch einen inneren ,zusammenschlu ihres ,lebens und seine ,lagerung um einen beherrschenden ,mittelpunkt2 nur das verscheucht den ,zweifel und gibt dem ,handeln eine freudige ,zuversicht1 nur von hier aus wird uns das ,leben aus halber zu voller ,wirklichkeit4 ,geistiges ,leben und menschliche ,lage4 ,da ein neues ,leben in der ,menschheit und auch beim einzelnen ,menschen erwacht1 sie ber den nchsten ,stand hinaustreibt und dafr eine groe ,wendung fordert1 das spricht zu uns mit zu viel ,tatschlichkeit1 um sich bestreiten zu lassen4 ,aber zugleich ist nicht zu verkennen1 da nicht das gesamte ,leben in diese ,bewegung aufgeht1 da das ,dasein mit seinen eigentmlichen ,lebensformen ihr gegenber beharrt1 da damit das ,ganze des ,lebens unter einen ,widerspruch gert4 ,selbstndiges ,leben fordert eine berlegenheit gegen ,raum und ,zeit1 der ,mensch des ,daseins bleibt streng an diese gebunden2 jenes entwickelt ein ,ganzes der ,gedankenwelt1 das menschliche ,leben verluft in der ,flche des ,bewutseins mit seiner begrenzten ,fassungskraft und seiner unablssigen ,vernderung2 inmitten alles geistigen ,aufschwungs beharren die ,bedrfnisse der natrlichen ,selbsterhaltung mit starkem ,zwange2 eine ,losreiung vom gesellschaftlichen ,durchschnitt1 ja ein ,kampf gegen ihn erwies sich als unentbehrlich1 und doch bleibt der ,mensch ein ,stck von jenem und mu hier seine ,stellung wahren4 ,so behauptet sich das ,dasein1 das von der ,tatwelt aus als eine niedere ,stufe erschien1 mit zher ,kraft ihr gegenber und macht eigentmliche ,rechte geltend4 ,ein solcher ,stand der ,dinge mu den ,menschen in starke ,unruhe versetzen1 er hat ihn auf weit abweichende ,bahnen getrieben4 ,als einfachster ,weg zur ,lsung der ,verwicklung konnte aufstrebenden ,seelen und ,zeiten das ,unternehmen erscheinen1 die niedere ,welt vllig abzustoen und den ganzen ,umfang des ,lebens von der in khnem ,sturm gewonnenen ,hhe aus zu entwickeln4 ,so ward es in der ,religion1 so in der ,moral1 so auch in der ,philosophie gewagt4 ,aber berall hat sich gezeigt1 da solche ,ablsung von der ,erfahrungswelt1 solcher ,versuch1 alle ,wirklichkeit von innen her zu erzeugen1 unberwindliche ,widerstnde fand und das ,geistesleben selbst mit ,verarmung bedrohte4 ,so geschah es der ,mystik1 wenn sie sich nicht damit begngte1 eine allumfassende ,einheit zu verknden und ihre ,gegenwart an jeder ,stelle zu fordern1 sondern wenn sie alle ,mannigfaltigkeit zu bloem ,scheine herabsetzen wollte2 denn unrettbar verfiel sie dabei in ein ,gefhlsleben vllig gestaltloser ,art1 und sah sie sich vom hchsten ,aufschwung oft in einen ,stand gnzlicher ,verlassenheit zurckgeschleudert4 hnliches erfuhr die ,moral1 wenn sie die notwendige ,begrndung des ,handelns auf das alle ,mannigfaltigkeit tragende ,gesamtleben so verstand1 da nun alle ,befassung mit menschlichen ,angelegenheiten als ein ,raub am ,hchsten erschien2 denn so kamen ,gottesliebe und ,menschenliebe in einen schroffen ,widerspruch1 und jene ,gottesliebe selbst drohte erzwungen und innerlich leer zu werden4 ,auch die ,philosophie hat die notwendige berlegenheit des ,denkens wohl dahin berspannt1 aus seiner ,bewegung die ganze ,wirklichkeit entspringen zu lassen1 sie hat diese aber damit in ein ,gewebe formaler ,gren verwandelt2 sie htte das noch mehr getan1 wre ihrer ,arbeit nicht immerfort aus der ,erfahrungswelt eine versteckte ,ergnzung zugeflossen4 ,demnach mu berall die geistige ,bewegung allerdings volle ,selbstndigkeit erreichen und ihre berlegenheit wahren1 aber unmittelbar aus eigenem ,vermgen kommt sie ber ,entwrfe und ,umrisse nicht hinaus1 auch gewinnt sie damit nicht die erforderliche ,kraft1 um die harten ,widerstnde zu brechen4 ,das ,dasein ist keineswegs blo etwas ,niederes1 ber das sich ohne ,verlust hinweggehen liee1 sondern in ihm stecken ,tatsachen1 deren ,ergreifung der geistigen ,bewegung erst eine genauere ,richtung gibt1 in ihm stecken ,krfte1 die gewonnen sein wollen1 damit das geistige ,leben die notwendige ,strke erhalte4 ,freilich wird sich dabei nicht einfach aufnehmen lassen1 die ,aneignung mu zugleich eine ,umwandlung sein1 aber es bleibt die ,forderung einer ,ergnzung des ,lebens von dorther4 ,das bildet eine entschiedene ,wendung und einen erheblichen ,fortschritt der ,neuzeit1 da sie das ,dasein keineswegs blo als ein niederes1 fr das geistige ,leben gleichgltiges1 ja gefhrliches ,gebiet behandelt1 da sie vielmehr auf die ,notwendigkeit dringt1 sich unbefangen auch in jenes zu versetzen und es fr das ,hauptziel zu verwerten4 ,vorher hatte das ,bestehen auf einen aller individuellen ,willkr berlegenen ,gesamtstand die einzelnen ,menschen und auch die einzelnen ,lebensgebiete von vornherein als ,glieder eines ,ganzen behandelt und jede ,selbstndigkeit ihm gegenber zu einem ,unrecht gestempelt1 jetzt haben wir uns berzeugt1 da das ,gelingen des ,ganzen selbst einer freieren ,entwicklung der ,elemente bedarf2 frher ging das ,streben auf eine zeitberlegene ,ordnung1 die alle ,vernderung zu etwas ,niederem1 ja ,verwerflichem herabsetzte und damit der ,geschichte nur eine untergeordnete ,stellung zuwies1 die ,neuzeit brachte zur ,geltung1 da sich uns ,menschen viel ,wertvolles1 ja ,unentbehrliches nur mit ,hilfe der ,bewegung zu erffnen vermag1 obschon es selbst der ,bewegung berlegen ist1 sie erhob damit die ,geschichte zu einer wesentlichen ,seite des ,lebens2 die sinnliche ,welt schien vorher durchaus untergeordnet und das ,streben nach sinnlichen ,gtern als ein ,ausdruck niedriger ,gesinnung1 der ,neuzeit hat sich herausgestellt1 da das ,leben der ,erfahrungen der sinnlichen ,welt zur eigenen ,weiterbildung bedarf1 und da die sinnlichen ,gter auch die seelische ,kraft zu steigern vermgen4 ,so wird durchgngig dem ,dasein ein hherer ,wert zuerkannt und der ,tatwelt seine ,aneignung geboten4 ,solches ,angewiesensein der ,tatwelt auf das ,dasein bringt aber manche ,fragen mit sich und legt ,wendungen nahe1 die das menschliche ,leben auf eine falsche ,bahn verleiten4 ,vornehmlich diese ,wendung1 da1 was das ,dasein in der ,beleuchtung und der ,behandlung von der ,tatwelt aus leistet1 als sein eigenes ,werk erachtet1 der ,tatwelt aber damit alle ,selbstndigkeit abgesprochen wird4 ,so geschieht es1 wenn man glaubt1 aus bloer ,erfahrung ein ,ganzes der ,erkenntnis gewinnen zu knnen1 da die ,bildung einer ,erfahrung selbst das ,wirken des ,denkens fordert und damit die ,tatwelt voraussetzt2 so geschieht es weiter1 wenn der ,naturalismus ein wissenschaftliches ,bild der ,natur1 eine ,umsetzung der sinnlichen ,eindrcke in ,gedankengren1 aus sich zu gewinnen hofft1 da jenes ,bild von der ,tatwelt aus entworfen wird2 hierher gehrt es auch1 wenn eine flachere ,fassung der ,sozialethik das blomenschliche ,zusammensein ,moral erzeugen lt1 da ohne eine ,ursprnglichkeit der ,moral jenes ,zusammensein nun und nimmer eine ,wendung zur ,moral vollziehen knnte4 ,es kann aber solche ,verkehrung nicht die zweite ,stelle zur ersten machen1 ohne da der ,bestand des ,lebens in ein jhes ,sinken gert2 so erklrt sich vollauf der ,ernst1 ja die ,leidenschaft des um diese ,fragen gefhrten ,kampfes4 ,minder stark ist die ,irrung1 aber es bleibt eben bei der ,verfeinerung eine gefhrliche ,irrung1 den ,bestand des ,lebens aus ,tatwelt und ,dasein zusammenzusetzen1 etwa das ,erkennen aus ,denken und ,sinnlichkeit4 ,denn einmal erzeugt eine solche ,zusammensetzung unvermeidlich einen ,streit darber1 welche der beiden ,seiten die wichtigere sei und das ,ma zu geben habe1 wie das zum ,beispiel der ,streit des ,idealismus und des ,realismus um das ,verstndnis ,kants mit voller ,deutlichkeit zeigt2 dann aber erreicht eine bloe ,zusammensetzung nie eine innere ,einheit und daher auch kein volles ,leben4 ,von altersher bis in die ,neuzeit hinein ward versucht1 das ,leben aus einem ,zusammenwirken von ,stoff und ,form zu erklren1 aber das gengt nicht einmal fr die ,kunst1 die jener ,versuch zunchst im ,auge hatte4 ,denn ,form und ,stoff ergeben miteinander keineswegs schon ein lebensvolles ,kunstwerk2 sonst wrde ja die akademische ,kunst den ,gipfel aller ,kunst bedeuten4 ,noch weniger ergibt die peinlichste ,anwendung von ,denkgesetzen auf den ,stoff der ,erfahrung eine lebendige ,wissenschaft1 am wenigsten aber die gewissenhafteste ,anwendung moralischer ,regeln auf die ,flle der ,lebenslagen die lebendige ,selbstentfaltung einer ,persnlichkeit4 ,freilich mu dem ,dasein eine gewisse ,selbstndigkeit zuerkannt werden1 aber es ist auf den ,boden des ,hheren zu versetzen und hier umzugestalten1 um das ,ganze des ,lebens weiterzufhren4 ,so ist1 wenn die ,kunst eines ,goethe ,inneres und ueres untrennbar miteinander verbindet1 das keine ,zusammensetzung aus gleichwertigen ,faktoren1 auch kein bloer ,parallelismus1 sondern das ,innere bleibt berlegen1 es zieht das uere an sich und teilt ihm seine ,seele mit1 es selbst aber findet erst in der ,darstellung nach auen seine ,durchbildung und ,vollendung4 ,demnach ist die ,lebensbewegung anders zu verstehen als eine ,zusammensetzung von ,form und ,stoff oder auch von ,kraft und ,gegenstand4 ,eine ,erhebung ber den ,gegensatz mu schon in der ,tatwelt durch ein vollttiges ,schaffen erfolgen2 dieses bleibt nur insofern begrenzt1 als es unmittelbar aus sich selbst nur die ,grundlinien festzustellen1 nur den ,umri zu entwerfen vermag2 eben darin enthlt es auch einen ,antrieb zur ,weitergestaltung4 ,dieser ist aber nur zu befriedigen1 indem das ,dasein auf den ,boden der ,tatwelt gezogen wird und ,anhaltspunkte fr die erstrebte ,weiterbildung gewhrt1 aber so gewi damit die ,tatwelt eine gewisse ,bindung erfhrt1 sie ist es1 in deren ,bereich der ,aufstieg erfolgt4 ,zur ersten ,aufgabe wird damit1 die ,wirklichkeitslinien und ,umrisse feststellen1 welche die ,tatwelt aus sich hervorbringt1 erst das ruft eine ,bewegung hervor und stellt ,fragen an das ,dasein1 deren ,beantwortung das ,leben weiterzubilden vermag4 ,immerhin behlt auch bei solcher ,unterordnung das ,dasein eine gewisse ,selbstndigkeit1 das ,leben aber bekommt zwei ,ausgangspunkte1 die sich nicht miteinander vermengen drfen4 ,nur wenn das ,dasein eine unbefangene ,betrachtung und ,wrdigung findet1 kann es seinen vollen ,beitrag zum ,gelingen des ,lebens liefern4 ,so wenig damit unser ,leben im ,grunde zwiespltig wird1 es behlt eine ,abstufung in sich selbst1 und es kann auf gewisse ,fragen keine schlechthin einfache ,antwort geben4 ,nehmen wir zum ,beispiel die ,frage des ,glcks4 ,gewi knnen wir den ,kern unseres ,glckes nur in dem ,gewinn eines selbstndigen ,lebens suchen1 aber auch als ,teilhaber einer ,geisteswelt bleiben wir ,menschen zugleich ,wesen von ,fleisch und ,blut sowie ,brger eines gesellschaftlichen ,zusammenseins2 auch hier steht ein ,gelingen oder ,milingen in ,frage1 wir knnen1 wir drfen1 was hier geschieht1 nicht als gleichgltig von uns weisen1 wir knnen das nicht1 weil es tatschlich in den ,gesamtstand des ,lebens eingreift1 wir drfen es nicht1 weil durch eine ,miachtung dessen1 was hier geschieht1 auch der innere ,bestand des ,lebens ,schaden leidet4 ,mit einem solchen ,auseinanderhalten der ,ausgangspunkte braucht aber das ,leben selbst nicht auseinanderzufallen1 es wird das nicht tun1 solange die berlegenheit der ,tatwelt voll gewahrt wird4 ,freilich liegt hier die ,mglichkeit schwerer ,verwicklungen nahe1 und da es nicht bei der bloen ,mglichkeit bleibt1 das wird uns bald zu beschftigen haben4 ,zum ,abschlu dieser ,betrachtung sei nur noch dieses bemerkt1 da eben das ,auseinanderhalten von ,tatwelt und ,dasein es mglich macht1 den verschiedenen ,lebensordnungen1 die heute sich gegeneinander stellen1 ein gewisses ,recht zuzuerkennen1 ohne sie durch einen flachen ,ausgleich nur aneinanderzukleben1 es mglich macht1 die ,gegenstze vollauf anzuerkennen und ihnen dabei berlegen zu bleiben4 ,die ,lebensordnungen der unsichtbaren ,welt verfechten das hhere ,recht der ,tatwelt und sind darin unangreifbar2 sie knnen aber ins ,unrecht geraten und vermgen ihren ,idealismus nicht vollauf durchzubilden1 wenn sie das ,dasein miachten und damit auf die ,hilfen verzichten1 die sie fr ihre eigenen ,zwecke aus ihm gewinnen knnten4 ,die ,lebensordnungen der sichtbaren ,welt sind demgegenber im ,recht mit dem ,ausweis1 da sie nicht blo einzelne ,daten1 sondern ganze ,seiten des menschlichen ,lebens vertreten1 die als ,charakterzge auch in sein ,gesamtbild strker einflieen mssen1 als es in frheren ,zeiten geschah4 ,wir haben innerhalb des ,idealismus realistischer zu denken1 ohne damit dem ,widersinn eines ,realidealismus zu verfallen4 ,auch die ,verzweigung innerhalb der beiden ,hauptrichtungen ist aus dem ,zusammenhange unserer ,betrachtung ganz wohl zu verstehen und zu wrdigen4 ,er macht begreiflich1 da das geistige ,leben einerseits alle ,ausbreitung zurckstellen und sich in sich selbst befestigen mu1 um eine sichere ,weltberlegenheit und ein volles ,beisichselbstsein zu finden1 da andererseits aber zu seiner ,durchbildung die ,entfaltung zu einer ,welt schlechterdings unentbehrlich ist4 ,ganze ,lebensgebiete folgen mehr der einen oder der anderen ,richtung und bekennen damit eine berzeugung vom ,ganzen2 die einen beherrscht der ,kontrast1 die anderen der ,zusammenhang der ,wirklichkeit4 ,jenes geschieht bei der ,religion und auch bei der ,moral1 wo sie in strengem ,sinne genommen wird1 mit ihrer ,schrfung des ,gegensatzes rtteln sie auf und treiben sie das ,leben weiter2 dieses geschieht bei der ,kunst und der ,wissenschaft1 sie wirken damit zur ,verbindung und zugleich zur ,befestigung des ,lebens4 ,ein berwiegen jener droht das ,leben zu sehr im bloen ,umri zu halten und die durchbildende ,kraft der ,arbeit zu unterschtzen1 ein berwiegen dieser hemmt leicht die volle ,anerkennung der ,tiefen und auch der ,abgrnde des ,lebens4 ,wie die menschliche ,lage einmal ist1 mssen die beiden ,strme eine gewisse ,selbstndigkeit gegeneinander bewahren1 um ihre ,eigentmlichkeit und ihre ,kraft voll erweisen zu knnen4 ,wenn demnach alles ,ineinanderflieen fernzuhalten ist1 so darf auch die ,erhebung ber die ,welt nicht so verstanden werden1 da sie nur vorgenommen wird1 um der ,welt mehr ,gehalt bei sich selbst zu geben4 ,die berlegenheit darf kein bloer ,durchgangspunkt sein1 sie ist auch bei krftiger ,erfassung der ,welt festzuhalten1 damit nicht ein ,pantheismus entstehe1 der zugleich verneint und bejaht und daher nur eine bergangserscheinung sein kann4 ,auch die ,lebensordnungen der sichtbaren ,welt werden gegenseitig ihre ,grenze zu wahren haben2 die ,natur mit ihrer reinen ,tatschlichkeit und ihrer durchgehenden ,verkettung1 und das ,menschenleben mit seinem unablssigen ,weiterstreben und seinen schroffen ,gegenstzen drfen nicht ineinander verflieen4 ,das ist es1 was den ,positivismus eines ,comte zu einem durchgehenden ,widerspruch macht1 da er einmal in naturwissenschaftlicher ,denkart eine bloe ,schilderung1 eine ,beschreibung des ,tatbestandes sein will1 andererseits aber mit hchstem ,eifer eingreifende ,wandlungen des gesellschaftlichen ,zusammenseins fordert4 ,an solchem ,widerspruch leidet auch die ,soziologie1 indem sie das ,leben der ,gesellschaft unter ,naturgesetze stellt1 aber es zugleich wesentlich umbilden will4 ,so ist es als eine ,eigentmlichkeit der menschlichen ,lage anzuerkennen1 da das ,leben sich vollauf zu entfalten nur vermag1 indem es verschiedenen ,strmen eine gewisse ,selbstndigkeit gewhrt4 ,zugleich freilich ist mit grtem ,nachdruck zu fordern1 da ein ,ganzes des ,lebens den einzelnen ,strmen berlegen bleibe und ihre besonderen ,erfahrungen in eine ,gesamterfahrung verbinde1 die aus ihnen erwachsenden ,lebensbilder an einem ,gesamtbilde prfe und daraus berichtige4 ,das kann nur geschehen1 wenn ein der ,verzweigung berlegener ,standort gewonnen und zugleich das ,lebensproblem weiter zurckverlegt wird4 ,das wird aber mglich1 wenn die ,bildung eines selbstndigen schaffenden ,lebens im ,bereich des ,menschen zum ,problem der ,probleme wird1 wenn die ,frage des ,lebens berhaupt vor alle ,fragen der besonderen ,gestaltung tritt4 ,zur ,aufgabe wird damit1 jeden einzelnen ,strom auf den ,punkt zurckzufhren1 wo er aus dem ,ganzen hervorbricht1 und seine ,bedeutung danach zu messen1 was er fr das ,ganze des ,lebens leistet4 ,auch das stellt ,aufgaben ber ,aufgaben1 und es erscheint auch von hier aus unser menschliches ,leben als mitten im ,werden begriffen und daher als hchst unfertiger ,art4 ,aber warum sollte uns das erschrecken und niederdrcken1 wenn nur feststeht1 da ,bedeutendes bei uns vorgeht1 und da die ,sache hoch ber aller menschlichen ,willkr liegt4 ,und darber kann nicht wohl ein ,zweifel sein4 ,auseinandersetzung mit der ,welt und der ,lage des ,menschen4 ,bisher hatten wir ein ,gesamtbild des ,lebens entworfen1 ohne die ,frage zu stellen1 wie weit unser menschlicher ,bereich es zur ,ausfhrung bringt1 was er an ,hemmungen1 aber auch an berwindungen enthlt4 ,nun aber gilt es sich auch damit zu befassen2 wir werden dabei nicht nur einen eigentmlichen ,tatbestand finden1 wir werden im ,bilde des ,lebens selbst weitere ,zge entdecken4 ,es erwachsen aber ,hemmungen vornehmlich in dreifacher ,richtung3 aus der bermacht der ,natur1 aus der ,unsicherheit des ,geisteslebens1 aus der ,unlauterkeit und dem inneren ,widerspruch des menschlichen ,standes4 ,diese ,punkte wollen gesondert behandelt sein4 ,die bermacht der ,natur4 ,verhlt sich ,geistesleben und ,natur1 wie unser ,lebensbild behauptet1 wie eine hhere und niedere ,stufe1 so wre zu erwarten1 da die ,natur durchgngig sich unterordnete und einen ,zusammenhang mit dem ,geistesleben zeigte4 ,dem aber widerspricht zunchst die ,unermelichkeit der ,natur1 der gegenber1 was in der ,menschheit an geistiger ,art erscheint1 zu winziger ,kleinheit herabsinkt4 ,es klingt vermessen1 ein so ,verschwindendes fr den ,kern der ,wirklichkeit auszugeben4 ,weiter aber scheint der ,natur alle ,verknpfung mit dem ,geistesleben zu fehlen4 ,frhere ,zeiten haben wohl gewagt1 eine solche aufzuweisen1 so glaubte das ,mittelalter in der ,pflanzen- und ,tierwelt durchgngig ,hinweise auf das ,leben1 ,leiden und ,auferstehen ,jesu zu entdecken1 eine sinnbildliche ,deutung wob ein ,band zwischen der ,auen- und der ,innenwelt4 ,wie fern ist uns heute1 schon durch die unermeliche ,erweiterung der ,natur ins ,groe wie ins ,kleine hinein1 diese ,denkart gerckt6 ,nach dem jetzigen ,bilde scheint die ,natur ganz und gar in sich selbst zu ruhen und bei sich selbst zu verlaufen1 scheint auch das ,gebiet organischer ,bildung nicht ber sich selbst hinauszuweisen4 ,welche ,beziehung knnte zum ,beispiel die wunderbare ,lebensflle und der erstaunliche ,formenreichtum der ,tiefseewelt zur ,entwicklung des ,geisteslebens haben8 ,wohl fhrt in der ,natur ein ,strang zu der ,hhe1 wo sich solches ,leben entfaltet1 aber dieser ,strang ist nur einer neben vielen anderen1 die sich an mannigfachen ,stellen abzweigen und ohne irgendwelchen ,zusammenhang mit jenem ,leben verlaufen4 ,wie ein dunkles ,rtsel steht vor uns das ,ganze der ,natur4 ,ein ,aufstieg der ,bildung und des ,lebens ist unverkennbar1 aber er erfolgt unter harten ,widerstnden und so1 da das ,hhere streng an die niederen ,stufen gebunden bleibt4 ,schwerlich wird die ,natur sich letzthin mechanisch erklren lassen1 die ,anerkennung bildender ,krfte aber macht es zu einem rtselhaften ,widerspruch1 da vielfach die ,natur die ,wesen gegen einander hetzt und sie auf gegenseitige ,zerstrung anweist2 indem sie die ,angriffswaffen des einen1 die ,schutzwehr des anderen verstrkt1 scheint sie sich selbst entgegenzuwirken4 ,zweckmigkeit an den einzelnen ,stellen1 aber kein erkennbarer ,zweck im ,ganzen4 ,so bleibt zunchst vllig unklar1 wie das ,geistesleben eine innere ,verbindung mit diesem ,reiche haben knnte2 hat es sie aber nicht1 so scheint es vereinsamt in dem unermelichen ,all1 dessen ,seele zu sein es behauptet4 ,dazu zeigt sich der ,lauf der groen ,welt1 dem auch wir aufs engste verflochten sind1 vllig gleichgltig gegen unser ,ergehen2 von altersher hat den ,menschen die ,wahrnehmung beschftigt1 aufgeregt und wohl gar zur ,verzweiflung getrieben1 da das1 was ihm von innen her als das ,hchste gilt und woran er sein ,hauptstreben setzt1 im ,ganzen der ,welt aller ,schtzung und ,bedeutung zu entbehren scheint2 wie im ,spiel zerstrt die ,natur1 sei es in langsamer ,verzehrung1 sei es in gewaltigen ,umwlzungen1 was geistig von hchstem ,werte ist1 sie kennt kein gut oder bse1 ihr gilt kein ,unterschied4 ,es hat nicht an ,bemhung gefehlt1 den ,widerspruch wegzudeuten und nachzuweisen1 da mit jenem ,befunde ein ,reich der ,gerechtigkeit und sittlichen ,ordnung1 ja der ,liebe und gtigen ,vorsehung1 wohl vereinbar sei1 aber mochten weite ,kreise und lange ,epochen in solchen ,gedankengngen eine ,befriedigung finden1 die ,menschheit ist aus einer solchen immer wieder aufgescheucht und von dem ,zweifel befallen1 ob jene ,ausgleichung nicht eine bloe ,ausrede sei1 ein ,erzeugnis bloer ,wnsche und ,trume4 ,dazu unterliegt der ,mensch nicht nur nach auen hin1 sondern auch im eigenen ,bereich der ,herrschaft der ,natur4 ,alle ,entfaltung seelischen ,lebens bei ihm zeigt eine solche ,abhngigkeit von krperlichen ,zustnden und ,vorgngen1 da versucht werden konnte1 sie ganz und gar darauf zurckzufhren4 ,auch in das ,handeln reicht solche ,bindung hinein4 ,denn das ,sinnliche nimmt in ihm eine berragende ,stellung ein2 statt geistigen ,zwecken zu dienen1 bemchtigt es sich der seelischen ,krfte1 das aber ber den eigenen ,entschlu der ,menschen hinaus1 aus bitterem ,zwange der ,notwendigkeit4 ,wie die ,menschheit sich im ,durchschnitt der ,erfahrung ausnimmt1 wird die natrliche ,selbsterhaltung des ,individuums wie der ,gesellschaft der beherrschende ,haupttrieb des ,lebens4 ,unablssig haben wir um die ,behauptung unseres ,daseins zu kmpfen1 und zwar so hart1 da diese ,aufgabe oft das ganze ,streben einnimmt1 das nicht nur bei den ,individuen1 sondern auch bei den ,vlkern und der gesamten ,menschheit4 ,nicht die ,ideen1 sondern die ,interessen1 und zwar die materiellen ,interessen1 beherrschen den ,durchschnitt des menschlichen ,daseins4 ,wie sehr sie auch bei groen geschichtlichen ,wendungen1 zum ,beispiel bei religisen ,umwlzungen1 im ,spiele sind1 das hat eben die neueste ,zeit mit ihrer ,hervorkehrung der konomischen ,betrachtungsweise anzuerkennen gezwungen4 ,dabei mssen wir zugestehen1 da der ,kampf mit seiner harten ,not und seiner ,aufrttelung der ,krfte fr den ,menschen1 wie er nun einmal ist1 sich nicht entbehren lt2 blogeistige ,ziele bewegen ihn viel zu wenig1 ein sorgenfreies ,leben wrde fr die meisten ein trges und schlaffes werden4 ,dazu kommt die ,selbsterhaltung der ,gattung mit ihrer ,voranstellung der geschlechtlichen ,seite des ,lebens4 ,mit ,unrecht hat eine ltere ,denkart unter dem ,einflu theologischer ,dogmen der ,menschheit den ,geschlechtstrieb als eine sittliche ,schuld aufgebrdet1 da vielmehr der ,zwang der ,natur ihn ihr eingepflanzt hat und er fr ihr ,fortbestehen durchaus unentbehrlich ist4 ,demnach erscheint durchgngig die sinnliche ,lebenserhaltung als die strkste ,macht im menschlichen ,dasein1 und es behlt ,schiller ,recht mit dem ,wort1 da ,hunger und ,liebe die ,welt regieren4 ,von hier aus mag alles geistige ,leben eine bloe ,nebensache scheinen1 die anderen ,zwecken zu dienen hat4 ,solchem bergewicht des ,sinnlichen entspricht die ,tatsache1 da die ,formen des natrlichen ,daseins in ,raum und ,zeit1 die das schaffende ,leben berwinden wollte1 in ,wahrheit beharren und unser ,streben beherrschen4 ,das bloe ,nebeneinander des sinnlichen ,daseins umfngt uns mit starrer ,tatschlichkeit und isoliert den einen gegen den anderen1 whrend alle ,entfaltung geistigen ,lebens ein ,wirken aus dem ,ganzen verlangt2 nicht minder befinden wir uns in dem ,nacheinander der ,zeit1 wo keine ,leistung und kein ,zustand beharrt1 vielmehr alles fliet und der ,wandel der ,dinge leicht das heutige ,recht morgen in ,unrecht verkehrt4 ,einen wie raschen ,wechsel der ,ziele1 der berzeugungen und des ,geschmackes zeigt das menschliche ,dasein1 whrend das geistige ,schaffen seinen ,gehalt als zeitberlegen gibt und auf solcher ,forderung bestehen mu1 um seine ,kraft voll einzusetzen4 ,das alles lt sich nicht leugnen1 noch auch beiseite schieben1 es bleibt bei der ,tatsache1 da geistiges ,leben bei uns ,menschen in starker ,abhngigkeit steht und sich oft recht kmmerlich ausnimmt4 ,das anerkennen heit aber keineswegs einem endgltigen ,nein unterliegen4 ,dem widersteht schon die ,tatsache1 da inmitten unseres ,daseins weit ber die bewute ,absicht des ,menschen hinaus eine ,weiterbewegung gegen die bloe ,natur und ihre ,mae im ,gange ist4 ,denn vielfache ,erfahrung zeigt1 da1 was der ,mensch unter dem ,zwange der ,not und seiner ,selbsterhaltung wegen ergriff1 sich ihm durch den eigenen ,verlauf des ,lebens verwandelt und veredelt3 was zunchst nur uerlich war1 das wird ins ,innere gewandt2 was als bloes ,mittel diente1 das gewinnt einen ,wert bei sich selbst2 auf solchem ,wege erfolgt durch die ganze ,weite und ,breite des ,lebens ein ,aufstieg zu geistiger ,hhe4 ,betrachten wir die persnlichen ,verhltnisse von ,mensch zu ,mensch in ,liebe und ,freundschaft4 ,was ,liebe genannt wird1 ist zunchst dem ,naturtrieb verwachsen und oft recht flacher ,art1 es trgt geistige ,zge nur nebenbei1 der andere ,mensch erscheint vornehmlich als ein ,mittel zur ,erhhung des eigenen ,wohlseins4 ,aber im ,zusammensein vollzieht sich nach und nach eine ,wendung dahin1 da jener auch bei sich selbst einen ,wert erhlt1 und da der ,frderung seines ,wohles das ,ich sich unterordnen1 ja aufopfern kann1 da unter ,durchbrechung der anfnglichen ,enge eine innere ,erweiterung des ,lebens erfolgt4 ,nicht anders steht es mit der ,freundschaft4 uere ,grnde der ,ntzlichkeit und der ,annehmlichkeit pflegen die ,menschen zusammenzufhren1 es ist meist eine ,gemeinschaft der ,zwecke1 welche sie zusammenhlt4 ,aber bei einiger ,dauer pflegt das gegenseitige ,verhltnis sich ins ,innere zu wenden1 und jedes ,glied eine innere ,teilnahme1 ja ,freude am anderen auszubilden4 ,schon ,aristoteles hat geschildert1 wie der ,verlauf des ,lebens aus dem zunchst blo ,ntzlichen und ,angenehmen etwas an sich ,wertvolles1 etwas ,gutes bereitet1 und wie damit der ,mensch seinen eigenen ,beweggrnden entwchst1 wie hier nach dem ,ausspruch des ,denkers auch in dem ,menschen niederer ,art etwas ,gttliches wirkt1 das strker ist als er selbst4 ,auch unser ,verhltnis zu den ,gegenstnden1 mit denen unsere ,arbeit zu tun hat1 nimmt teil an solcher ,erhhung4 ,wir pflegen die ,arbeit um der ,selbsterhaltung willen aufzunehmen1 in der ,not des ,kampfes ums ,dasein mssen wir notgedrungen einen ,lohn fr sie verlangen2 die ,sache mag uns dabei zunchst vllig gleichgltig sein4 ,aber nach und nach wird uns die ,arbeit durch ihren eigenen ,gehalt lieb und wert1 ihr ,fortgang wird zur ,herzenssache1 die ,sorge um ihr ,gelingen lt uns willig groe ,mhen und ,opfer ertragen4 ,das namentlich1 wenn sich die ,arbeit ber einzelne ,leistungen hinaus zur ,lebensarbeit steigert1 einen eigentmlichen ,beruf erzeugt und damit allem ,handeln eine beharrende ,richtung gibt4 ,das widersteht mit besonderer ,strke einem ,beharren bei kleinlicher ,selbstsucht und wirkt zur inneren ,erhhung des ,lebens4 ,wie so im ,verhltnis zu ,menschen und ,gegenstnden das ,leben vom ueren ins ,innere1 vom ,natrlichen ins ,geistige bergeleitet wird1 so trgt der ,einzelne auch in seiner eigenen ,seele eine ,macht1 die ihn vorwrts treibt4 ,das ist die ,besonderheit seiner ,art1 seine ,individualitt4 ,sie ist zunchst eine ,gabe der ,natur1 in der ,niederes und ,hheres zusammenfliet2 diesen ,befund zu wahren und durchzusetzen entspricht dem ,naturtrieb der ,selbsterhaltung und gewinnt daher leicht die ,neigung des ,menschen4 ,aber die ,bewegung1 die damit in ,flu kommt1 fhrt immer mehr und mehr ber den ,anfang hinaus1 es drngt den ,menschen dahin1 jenen ,kreis enger zusammenzuschlieen1 einen beherrschenden ,mittelpunkt auszubilden1 ,haupt- und ,nebensachen zu scheiden2 je mehr das gelingt1 desto deutlicher wird eine ,hauptrichtung ersichtlich und wird die ,wendung von einem niederen ,selbst der ,natur zu einem hheren des ,geistes gefrdert4 ,die individuelle ,art erscheint damit als ein ,pfeiler1 an dem sich das ,leben in die ,hhe rankt4 ,auch das menschliche ,zusammenleben zeigt einen hnlichen ,aufstieg vom ,niederen zum ,hheren1 ein ,hinauswachsen des ,menschen ber seine eigenen ,triebe4 ,so in der ,verbindung der einzelnen ,krfte4 ,zunchst ist es das uere ,nebeneinander und der ,zwang der ,lebenserhaltung1 welche die ,menschen zusammenfhren und zu kleineren oder greren ,gruppen verbinden4 ,aber nun ergibt die ,verbindung gemeinsame ,erfahrungen und ,kmpfe1 gemeinsame ,erfolge und ,leiden2 sowenig daraus unmittelbar eine innere ,gemeinschaft hervorgeht1 eine solche wird durch den gemeinsamen ,besitz doch vorbereitet1 es werden ,anhaltspunkte gewonnen1 die einem ,leben aus dem ,ganzen entgegenkommen4 ,so wird1 was ,volk und ,vaterland auf der ,stufe des geistigen ,lebens dem ,menschen bedeuten knnen1 auch durch die natrliche ,entwicklung angebahnt4 hnliches erfahren wir gegenber der ,zeit mit ihrem ,nacheinander4 ,denn gegenber dem bloen ,nacheinander bildet das gesellschaftliche ,leben beharrende ,zge und ,lagen aus1 die sich von der geistigen ,arbeit aneignen und einer neuen ,stufe zufhren lassen4 ,es erscheint damit eine gewisse ,vermittlung zwischen der bloen ,zeit1 die das nchste ,dasein beherrscht1 und der ,ewigkeit1 die das geistige ,schaffen fordert4 ,demnach erweist schon im ,bereich des ,daseins das ,leben selbst ein erziehendes ,wirken4 ,wir verstehen von hier aus1 wie ,plato von einer dem ,niederen innewohnenden ,sehnsucht nach ,ewigkeit reden und eine ,stufenleiter des ,strebens im ,weltall aufsuchen konnte2 nur sei das nicht als ein bloes ,hervorgehen aus der ,natur verstanden1 sondern als eine ,emporhebung durch die ,kraft des ,geisteslebens4 ,die ,natur knnte unmglich in jenen ,aufstieg gelangen1 wirkte nicht ein tieferer ,grund in ihr und gbe ihr den ,trieb zur ,weiterbewegung4 ,uns aber erschpft sich die ,wirkung des geistigen ,lebens nicht in eine solche ,emporbildung der ,natur1 sondern1 wie wir sahen1 erzeugt dieses ,leben ein selbstndiges ,reich1 das wesentlich anderer ,art ist als das der ,natur4 ,nicht nur in besonderen ,richtungen vollziehen sich erhebliche ,wandlungen1 nicht nur weichen hier die ,gter des ,ntzlichen und ,angenehmen denen des ,guten1 ,wahren und ,schnen1 sondern es verwandelt sich der ,grundbegriff der ,wirklichkeit1 indem diese nicht mehr ein bloes ,nebeneinander in ,raum und ,zeit1 nicht ein bloes ,gewebe von ,einzelpunkten bildet1 sondern alle ,mannigfaltigkeit mit einem ,ganzen des ,lebens umfat und sie sich innerhalb dieses entfalten lt4 ,wie das eine ,erhebung ber ,raum und ,zeit vollzieht1 so erweist hier ein ,geschehen seine ,tatschlichkeit nicht durch ein ,vorhandensein im zeitrumlichen ,nebeneinander1 sondern durch die ,zugehrigkeit zum ,leben des ,ganzen4 ,hier bildet nicht die ,beziehung von ,einzelnem zu ,einzelnem1 sondern das ,verhltnis des ,einzelnen zum ,ganzen das ,grundverhltnis des ,lebens1 im ,gesamtleben hat jedes seine ,stelle und sein ,recht aufzuweisen1 was als wahr gelten will4 ,jenes ist nach unseren ,darlegungen nicht eine ,welt neben einer anderen1 sondern es ist die ,welt1 in der allererst das ,leben ein ,beisichselbstsein erreicht2 es mu daher als die ,grund- und ,hauptwelt1 als der ,kern alles ,geschehens anerkannt werden4 ,erst von hier aus sahen wir auch ein wissenschaftliches ,bild der ,natur entstehen1 dies ,bild aber lt eine berschauende ,erwgung manche ,zge gewahren1 welche bei aller ,rtselhaftigkeit eine grere ,tiefe des ,ganzen verraten1 als der ,mechanismus des bloen ,nebeneinander zu erklren vermag2 so die ,wechselwirkung der ,elemente1 so das ,durchgehen einfacher ,grundgesetze1 so die ,macht der ,formbildung in der ,natur1 so auch der ,aufstieg zu hheren ,stufen in ihr4 ,ja selbst die enge ,verkettung unseres geistigen ,vermgens mit der ,natur wird einer naturalistischen ,deutung entzogen1 sobald anerkannt wird1 da im ,beisichselbstsein des ,lebens etwas der ,natur wesentlich berlegenes eintritt4 ,denn dann wird der ,gedanke unabweisbar1 da die ,natur zu einer derartigen ,erhhung nicht fhren knnte1 bese nicht sie selbst einen tieferen ,grund1 und stellte sie sich damit nicht als eine bloe ,stufe eines weiteren ,geschehens dar4 ,freilich mssen uns zugleich die ,grenzen unseres ,erkennens und die berlegenheit der ,natur ber alle menschlichen ,mae gegenwrtig bleiben2 da aber ein innerer ,zusammenhang von ,natur und ,geist besteht und auch uns sich erffnet1 das erweist die ,kunst mit ihrem das ,leben durchwaltenden ,wirken4 ,denn sie lt das ,sinnliche zum ,ausdruck des ,geistigen werden und seiner ,fortbildung dienen1 ihr vermgen ,worte1 ,tne1 ,farben innerlichste ,seelenlagen zu verkrpern1 nicht minder aber bringt sie zur ,anerkennung1 da beim ,menschen das ,geistesleben solcher ,verkrperung bedarf1 um ihm volle ,wirklichkeit zu werden4 ,so erweist die ,kunst den ,zusammenhang beider ,welten und gibt1 um mit ,goethe zu reden1 von des ,daseins ewiger ,harmonie die seligste ,versicherung4 ,mag demnach im ,gesamtbild des ,lebens die ,natur eine gewaltige ,macht behaupten und fr den ueren ,eindruck weit berlegen bleiben1 in unserer ,seele erhebt sich eine neue ,welt1 deren ,tatschlichkeit alle ,schranken des ,menschen nicht aufheben knnen4 ,denn diese ,welt hat von ,haus aus eine ,selbstndigkeit und berlegenheit gegen den ,stand und das ,befinden des ,menschen1 sie aber ist uns das ,allernchste und ,allergewisseste1 das1 von wo aus wir die ,natur innerlich erst erleben2 wer daher der ,macht der bloen ,natur unterliegt1 der bekundet damit nur die ,schwche seiner eigenen ,stellung im ,geistesleben4 ,die ,unsicherheit des menschlichen ,geisteslebens4 ,gegen die bermchtige ,sinnenwelt suchten wir einen festen ,halt im ,selbstndigwerden des ,lebens4 ,aber mit diesem ,selbstndigwerden scheint es beim ,menschen schlecht genug bestellt2 wer mchte leugnen1 da das ,geistesleben dem ersten ,eindruck hier sehr schwankende ,umrisse zeigt3 die einzelnen ,menschen und ,kreise gehen bei seiner ,fassung weit auseinander bis zu vlligem ,gegensatz2 nicht minder tun es die verschiedenen ,zeiten2 gegenber ihren ,bewegungen und ,wandlungen erscheint jenes als vllig biegsam und weich1 als etwas1 das jeder ,forderung nachgibt1 sich jeder ,lage bereitwillig anpat4 ,solche ,schmiegsamkeit gewhrt menschlichem ,meinen und ,wnschen den weitesten ,spielraum1 der ,streit der ,parteien zieht die ,sache an sich1 auf ,deutung und ,nutzen des bloen ,menschen scheint alles hinauszukommen1 damit aber eben das1 was ber den ,menschen hinausheben sollte1 ein ,spielball seines ,beliebens1 ein ,werkzeug seiner ,zwecke zu werden4 ,so das ,chaos des ersten ,eindrucks4 ,aber der ,zusammenhang unserer ,betrachtung gestattet diesem ,eindruck zu widerstehen4 ,das ,leben entbehrt keineswegs alles festen ,tatbestandes1 weil die ,menschen sich ber seine ,fassung streiten1 es gilt nur die ,tatschlichkeit an der rechten ,stelle zu suchen1 sie nicht gegenber dem ,leben1 sondern innerhalb seiner zu suchen4 ,denn auch ,bewegung und ,streben enthllen einen eigentmlichen ,tatbestand1 erffnen bestimmte ,zge1 zeigen eine ,richtung des ,weges1 lassen ein ,vermgen des ,geistes ersehen4 ,es erwacht zum ,beispiel in der ,menschheit1 wie wir sahen1 ein ,streben nach einer neuen ,art der ,geschichte1 nach einer ,erhebung ber das bloe ,vorberziehen der ,zeiten1 nach einer inneren ,festhaltung dessen1 was uerlich versank2 erweist das darin bekundete ,vermgen1 die ,zeiten zu berschauen und in ein ,gesamtbild zu fassen1 ihrem ,wandel ,bleibendes abzuringen und in ,aneignung dieses ,bleibenden eine zeitberlegene ,gegenwart zu bilden1 erweist ein derartiges ,vermgen nicht eine eigentmliche ,beschaffenheit des ,lebens1 und zugleich eine ,tatschlichkeit1 die kein bloes ,deuten hervorbringen knnte8 ,gegenber solcher ,zurckverlegung der ,tatschlichkeit in das ,grundgewebe des ,lebens erscheint die bliche ,behandlung der ,sache als viel zu flach und summarisch4 ,diese fragt nur nach dem ,endergebnis wie der ,hndler nach der fertigen ,ware1 die ,arbeit ist ihr gleichgltig2 so gewahrt sie nicht1 da auch diese im ,entfalten der ,krfte einen eigentmlichen ,tatbestand enthlt4 ,ja1 es kann bei diesen inneren ,fragen das ,wie der ,arbeit wichtiger sein als ihr ,erzeugnis1 da jenes neue ,fragen stellen1 neue ,mglichkeiten erffnen1 den ,lebensproze vertiefen kann4 ,auch sind es nicht blo einzelne ,bewegungen1 die einen ,tatbestand in sich tragen1 sondern es entstehen auch innerhalb des ,lebens grere ,zusammenhnge1 geschlossene ,gebiete mit eigentmlichen ,gesetzen und ,forderungen1 wie ,kunst und ,wissenschaft1 ,moral und ,religion4 ,auch bei diesen ,lebensgebieten1 die im ,lauf der ,geschichte immer selbstndiger geworden sind und namentlich in der ,neuzeit ihre eigentmliche ,art deutlich hervorgekehrt haben1 verdeckt leicht der ,streit um die nhere ,fassung die ,grundtatsache1 welche schon ihr ,entstehen und ,bestehen enthlt2 man sieht den ,wald nicht vor lauter ,bumen4 ,weil zum ,beispiel bei der ,moral und der ,religion die nheren ,fassungen weit auseinandergehen1 erscheinen jene leicht als ein bloes ,machwerk menschlicher ,meinung2 sie knnen das nicht mehr1 wenn gegenber allen besonderen ,arten von ,moral und ,religion eine berlegene ,tatsache darin erkannt und anerkannt wird1 da berhaupt ,religion und ,moral im menschlichen ,kreise entstehen und nicht blo die ,einzelnen beschftigen1 sondern das ,ganze des ,lebens eigentmlich gestalten4 ,denn durch alles1 was die einzelnen ,religionen voneinander trennt1 geht ein gemeinsamer ,zug des ,lebens1 geht die ,abhebung einer hheren ,art von seinem sonstigen ,stande1 geht die ,forderung1 alles menschliche ,wohlsein gegenber jener zurckzustellen2 das ergibt eine eigentmliche ,welt der ,gedanken nicht blo1 sondern auch der ,gefhle1 eine ,entwicklung von ,erhabenheit und ,gnade einerseits1 von ,ehrfurcht und ,glaube andererseits2 auch lt sich das nicht in seine ,geschichte verfolgen1 ohne in dieser einen ,aufstieg vom ,sinnlichen ins ,unsinnliche1 vom ,einzelnen ins ,ganze1 von uerem ,werk zur ,gesinnung des ,herzens zu erkennen1 allen ,zweifeln und ,irrungen gegenber erscheint darin eine eigentmliche ,entfaltung des ,lebens4 hnlich steht es mit der ,moral4 ,allem ,unterschied ihrer ,gestaltungen und allem ,streit der ,moralsysteme bleibt die ,tatsache berlegen1 da die ,menschheit sich berhaupt der ,herrschaft des bloen ,naturtriebs entwand und die ,wendung zu einer ,ordnung vollzog1 welche ihr schwere ,gebote auferlegt und doch als ihr zugehrig anerkannt wird4 ,es lag darin ein ,aufruf zur ,befreiung von allen selbstischen ,zwecken1 auch die ,forderung einer freien ,entscheidung und ,zuwendung1 dabei der ,anspruch1 allen anderen ,zwecken berlegen zu sein und unbedingten ,gehorsam verlangen zu drfen4 ,mag eine solche ,bewegung langsam vordringen und immerfort harten ,widerstand finden1 sie ist vorgedrungen und hat sich gegenber allem ,widerstande behauptet4 ,ist nicht auch das eine aller ,willkr berlegene ,tatschlichkeit8 ,welche ,macht solche ,lebenskomplexe ausben knnen1 das zeigt besonders deutlich die ,wissenschaft mit ihrer ,erhebung des ,denkens zu voller ,selbstndigkeit4 ,sie fordert eine sachliche ,verkettung1 die alle ,mannigfaltigkeit zum ,ganzen eines ,systems verbindet1 jeden ,satz streng in seine ,konsequenzen entwickelt1 keinerlei ,widerspruch der einzelnen ,behauptungen duldet2 es kann das seinem ,inhalt nach den ,interessen des bloen ,menschen geradezu widersprechen1 und doch zwingt es ihn mit unwiderstehlicher ,macht zum ,gehorsam1 den ,einzelnen sowohl als das ,ganze des ,vlkerlebens4 ,solche ,zurckverlegung der ,tatschlichkeit stellt auch die berzeugungen des ,menschen vom ,ganzen der ,welt auf einen festeren und breiteren ,grund1 als die bliche ,art es tut1 die alle ,wahrheit von bloem ,verstande erwartet4 ,wie die einzelnen ,lebensgebiete eine ,bewegung des ,gesamtlebens hinter sich haben und sie zum ,ausdruck bringen1 so vertritt jedes in der ,durchfhrung seines ,unternehmens eine berzeugung vom ,ganzen2 auch innerhalb der einzelnen ,gebiete wird keine ,leistung wahrhaft gro1 die nicht ein ,bekenntnis vom ,ganzen enthlt4 ,dabei erschliet aber die ,arbeit der verschiedenen ,gebiete verschiedene ,seiten des ,ganzen1 wie schon vorher beim ,gegensatz des berweltlichen und ,innerweltlichen ersichtlich wurde4 ,hier sei nur noch hinzugefgt1 da das ,erziehungswerk eine ,vermittlung beider ,richtungen und ihrer ,bekenntnisse fordert und auf seiner ,hhe vollzieht4 ,denn wenn es einerseits die ,schrfe der ,gegenstze voll anerkennen mu1 um gengende ,tiefe und ,kraft zu erreichen1 so knnte es keinen ,mut zu seiner ,aufgabe finden1 schlummerte nicht in jeder ,menschenseele ein geistiger ,keim und bestnde nicht die ,mglichkeit1 ihn durch treue ,arbeit zu wecken4 ,solches den ,lebensgebieten innewohnende ,bekenntnis erklrt es auch1 da die berzeugungen der ,individuen wie die ganzer ,zeiten sich nach den ,lebensgebieten zu richten pflegen1 denen ihre ,arbeit dient1 da zum ,beispiel die ,wege der ,naturforscher und die der ,geistesforscher meist auseinandergehen4 ,aber eben dies ,auseinandergehen zeigt1 da die von den einzelnen ,gebieten gebotene ,tatschlichkeit nicht auslangt1 da wir1 um vllig sicher zu werden1 auch eine ,gesamtleistung suchen und fordern mssen1 die den ,gesamtumfang des ,lebens eigentmlich gestalte und aller ,ttigkeit eine deutliche ,richtung weise4 ,nun kommt uns freilich eine solche ,gesamtleistung nicht als eine fertige ,tatsache entgegen1 wohl aber zeigt die weltgeschichtliche ,arbeit eine unablssige ,bewegung nach diesem ,ziele1 ja diese ,bewegung bildet den ,kern und die ,hauptspannung der ,weltgeschichte4 ,das nmlich bezeichnet die ,hhepunkte menschlichen ,strebens1 da dort eine aller ,mannigfaltigkeit berlegene und sie durchdringende ,art des ,schaffens gewonnen wurde1 alle ,verzweigung der ,lebensarbeit zusammenhielt und dem ,gesamtbereich einen ausgeprgten ,charakter verlieh4 ,so schuf die ,hhe des ,griechentums eine ,lebenseinheit knstlerischer1 namentlich plastischer ,art1 und suchte ihren ,zielen und ,forderungen gem alle ,lebensgebiete zu gestalten4 ,solche ,behandlung nach der ,art eines plastischen ,kunstwerks lie nicht nur das ,weltall eigentmlich als einen herrlichen ,kosmos sehen1 sie gab auch der staatlichen ,gemeinschaft wie der ,seele des ,einzelnen ein festes ,gefge und hielt ihnen ein ,gesetz der ,anordnung und ,abstufung vor4 ,was aus solchen ,bewegungen hervorging1 das hat neue ,seiten des ,lebens erschlossen und viel ,schlummerndes geweckt2 auf seiner ,hhe konnte dieses ,schaffen sich als den letzten ,abschlu betrachten4 ,es hat dann freilich die ,erfahrung gezeigt1 da jenes knstlerische ,gestalten den ,umfang und die ,tiefe des ,lebens nicht erschpft1 aber es wird dadurch keineswegs zu einer ,erscheinung vorbergehender ,art1 sondern was es an bildendem und veredelndem ,vermgen erffnet hat1 das bleibt als eine ,quelle des ,lebens allen folgenden ,zeiten gegenwrtig und widersteht mit mchtiger ,kraft einer sonst drohenden ,barbarei4 ,jener knstlerischen ,behandlung des ,lebensproblems ist die ethisch-religise des ,christentums gefolgt und hat die ,herrschaft ber weite ,kreise der ,menschheit gewonnen4 ,auch sie hat spter ,widerspruch erfahren1 aber ihre ,umwandlung des ,lebensbestandes1 die von ihr bewirkte ,vertiefung1 ihre ,aufdeckung schroffer ,gegenstze im ,menschenwesen1 aber auch einer ,erhebung darber durch gttliche ,liebe und ,gnade1 ist ein unverlierbarer ,besitz der ,menschheit2 wo das aufgegeben oder auch nur verdunkelt wurde1 da geriet das ,leben rasch in ein jhes ,sinken4 ,dem ,christentum widersprach dann eine moderne ,lebensordnung1 welche das ,wachstum der ,macht sowohl nach auen als auch nach innen zum ,ziel der ,ziele machte1 dabei der intellektuellen ,arbeit eine hervorragende ,stellung zuwies und im ,fortschreiten um des ,fortschreitens willen das hchste ,glck zu finden hoffte2 der ,lebensbestand geriet dadurch in einen rascheren ,flu1 neue ,ziele wurden erreichbar1 das ,handeln gewann unermelich an bewegender ,kraft4 ,das erhlt sich auch in die ,gegenwart hinein und wird aus dem ,lebensbestande nicht wieder zu streichen sein4 ,aber auch ihm gegenber steigt unverkennbar wieder eine neue ,woge des ,lebens auf1 welche mehr ,beisichselbstsein und zugleich mehr ,gehalt des ,lebens verlangt1 die inneren ,probleme mit ihren ,verwicklungen strker hervorkehrt1 weitere ,tiefen und ,zusammenhnge fordert und in ,durchbildung solches ,strebens alle ,gebiete umwandeln mu4 ,demnach berliefert die ,geschichte dem ,menschen freilich keinen fertigen ,besitz1 wohl aber gewhrt sie mit ihren ,erffnungen dem ,streben bestimmte ,anhaltspunkte und ,ziele1 sie stellt es damit auf eine eigentmliche ,hhe und entzieht es zugleich der ,willkr des ,menschen4 ,den ,forderungen dieser ,hhe mu alles entsprechen1 was ber bloe ,tagesmeinung hinaus in den ,lebensbestand eingreifen und dauernd frdern mchte4 ,jene ,folge der ,lebensordnungen bildet demnach kein bloes ,auf- und ,abwogen1 es stecken darin ,erfahrungen bleibender ,art1 die freilich anzueignen und miteinander auszugleichen sind1 um voll zum ,besitz zu werden4 ,denn die ,macht1 mit der das ,ganze zu uns wirkt1 ist nicht mechanischer ,art1 die vom ,leben gebotene ,tatschlichkeit ist nicht fr den vorhanden1 der sich von der ,bewegung fernhlt und das ,ergehen der ,menschheit mit stumpfer ,gleichgltigkeit betrachtet4 ,die ,schuld des unsicheren ,hin- und ,herschwankens liegt dann aber nicht am ,leben1 sondern an dem ,menschen1 der ,frchte genieen will1 ohne sich mhen zu wollen4 ,mge ein solcher des indischen ,wortes gedenken3 ,wenn die ,fledermaus bei ,tage nicht sieht1 so ist das nicht ,schuld der ,sonne4 ,immerhin seien die ,verwicklungen gewrdigt1 welche das ,problem gerade der ,gegenwart bereitet4 ,zwischen den schpferischen ,hhepunkten liegen ,zeiten1 wo das ,alte verblat und das ,neue noch unfertig ist1 wo daher ,kritik und ,verneinung eine ,hauptrolle spielen2 eine derartige ,zeit der ,ebbe ist bei allen glnzenden ,leistungen an der ,auenseite des ,lebens unverkennbar die ,gegenwart4 ,die ,lage verschrft sich bei diesen hchsten ,lebensfragen weiter dadurch1 da wir mehr als alle frheren ,zeiten ein historisches ,bewutsein ausgebildet haben1 das heit1 da uns die ,unterschiede der ,zeiten und der ,abstand frherer ,gestaltungen von der ,gegenwart vllig deutlich vor ,augen stehen2 so knnen die einzelnen ,zeiten eher als ,gegner denn als ,freunde erscheinen und sich keineswegs mhelos zu einem ,ganzen verbinden4 ,aber wenn solches ,auseinandertreten der ,zeiten allen festen ,besitz zu gefhrden scheint und uns damit unruhig macht1 so liegt der letzte ,grund wiederum nicht in den ,dingen1 sondern in uns1 die wir nicht stark genug sind1 die verschiedenen ,leistungen zu umspannen und miteinander auszugleichen4 ,auch hier gilt es das ,problem mutig anzugreifen und durch eine ,zurckverlegung seiner ,behandlung dem ,reichtum der weltgeschichtlichen ,arbeit gerecht zu werden und ihn dem eigenen ,leben zur ,frderung zu wenden4 ,gefahren sind sicherlich da1 aber unterliegen kann ihnen nur eigene ,lauheit und ,schwche4 ,die moralische ,verwicklung des ,menschenlebens4 ,was bisher an ,widerstand und ,hemmung erschien1 sei es vom berwltigenden ,eindruck der ,auenwelt her1 sei es von der ,unsicherheit des ,lebens bei sich selbst1 das schien ganz wohl berwindlich1 wenn nur die ganze ,seele des ,menschen die ,aufgabe auf sich nahm und ihre volle ,kraft an sie setzte2 es bildet insofern die moralische ,gesinnung in weitester ,bedeutung verstanden die ,grundbedingung alles ,gelingens4 ,aber gerade bei ihr erscheinen ,verwicklungen schwerster ,art1 ,verwicklungen1 welche allem1 was sonst das ,leben an ,gefahren und ,mistnden bietet1 erst ihre volle ,schrfe geben4 ,wie steht es mit dem moralischen ,verhalten des ,menschen8 ,ein sicheres ,urteil darber zu bilden ist schon deshalb schwer1 weil die einzelnen ,menschen hier sehr verschieden sind1 und neben hchsten ,hhen sich tiefste ,niederungen finden4 ,dazu hngt das ,urteil wesentlich an dem ,ma1 das an die ,sache gelegt wird4 ,so kann sein weites ,auseinandergehen keineswegs wundernehmen2 je nachdem es dem ,optimismus oder dem ,pessimismus folgt1 entsteht ein grundverschiedenes ,bild der menschlichen ,lage4 ,der ,optimismus erachtet den ,kern des ,menschen als gut1 das ,bse nur als etwas ,anhangendes1 als eine ,ausnahme und eine verzeihliche ,schwche1 er kann das aber nicht1 ohne das ,ma sehr niedrig zu nehmen und sich schon mit der bloen ,vermeidung grober ,vergehen zu begngen4 ,damit aber setzt er sich in ,widerspruch mit allen groen ,denkern nicht nur1 sondern auch mit der durchgehenden ,schtzung im gemeinsamen ,leben4 ,denn mochten die ,denker in ihrem ,weltbilde noch so weit auseinandergehen und die einen beim ,all mehr ,vernunft1 die anderen mehr ,unvernunft sehen1 darin gingen sie alle zusammen1 den moralischen ,stand der ,menschheit hchst ungengend zu finden4 ,und zwar beschrnkten sie sich dabei nicht auf ein summarisches ,urteil1 sie pflegten auch mit nherem ,eingehen den weiten ,abstand1 ja den ,widerspruch des ,durchschnittsstandes gegen das zu zeigen1 was ihnen als unerllich galt4 ,die antiken ,denker verlangten fr ein ,leben gem der ,vernunft ein sicheres ,ma und eine harmonische ,ausgleichung1 auch ein festes ,beharren inmitten der ,ttigkeit1 zugleich aber fanden sie die groe ,menge von unersttlicher ,gier erfllt und in unablssiger ,vernderung begriffen2 das ,christentum berief die ,liebe1 seine beherrschende ,weltmacht1 auch zur ,leitung des menschlichen ,lebens1 aber alle seine fhrenden ,geister stimmen berein in der ,klage ber den ,mangel an ,liebe und ber die ,gleichgltigkeit der ,menschen gegeneinander1 ber die zerstrende ,macht der ,selbstsucht2 die ,neuzeit forderte eine ,entfaltung aller ,krfte und ein volles ,teilnehmen des ,menschen am aufsteigenden ,zuge des ,lebens1 aber sie mute zugleich anerkennen1 da der ,durchschnitt dumpf und trge die ,aufgabe von sich weist und nur durch knstliche ,mittel leidlich in ,bewegung zu bringen ist4 ,das lt sich nher auch zu den einzelnen ,hauptdenkern verfolgen und dabei zeigen1 da je hher einer von der moralischen ,aufgabe dachte1 er um so schmerzlicher den weiten ,abstand des ,durchschnitts von der ,forderung empfand2 so zum ,beispiel ,kant mit seinem ,bestehen auf lauterer ,wahrhaftigkeit und strenger ,gerechtigkeit4 ,solche ,stellung der ,denker entspricht aber der durchgehenden berzeugung der ,menschheit4 ,denn nicht nur galten berall nicht die ,optimisten1 sondern die ,pessimisten fr die besseren ,menschenkenner1 auch die gemeinsamen ,einrichtungen pflegen vorauszusetzen1 da der ,mensch das rechtlich und sittlich ,notwendige nicht aus ,liebe zur ,sache tut1 sondern durch ,lohn oder ,strafe dazu angehalten werden mu4 ,lassen alle solche ,erfahrungen den moralischen ,optimismus als eine flache ,denkart erscheinen1 so ist es begreiflich1 da der ,rckschlag dagegen seine ,strke in mglichster ,hervorkehrung der menschlichen ,schlechtigkeit suchte4 ,so vornehmlich in den ,religionen und hier wieder vor allem im ,christentum4 ,wir wissen1 wie das zu der ,lehre von der ,erbsnde und von der vlligen moralischen ,verderbtheit des ,menschen gefhrt hat1 ja wie hier alle ,schuld des bels im ,all auf den ,menschen geworfen und auf seinen ,abfall von ,gott zurckgefhrt wurde4 ,der tiefe ,ernst dieser ,denkweise ist sicherlich anzuerkennen1 und auch darin vertritt sie eine unbestreitbare ,wahrheit1 da das ,bse kein bloes ,nebeneinander einzelner ,vorgnge ist1 sondern einen ,gesamtstand bildet1 der den ,einzelnen mit berlegener ,gewalt umfngt4 ,aber das schwere ,problem wird hier wie ein ,knoten zerhauen1 und sowohl das ,woher wie das ,wohin bereitet dabei grte ,verwicklung4 ,wie kommt der ,mensch zu solcher ,schuld1 und wie kann sie solche ,folgen haben1 da in ,wahrheit der ,kampf der ,wesen mit seiner ,wildheit und seiner ,zerstrung1 da der ,schmerz und der ,tod weit ber die menschliche ,sphre hinausreicht1 auch die ,natur mit ihren ,notwendigkeiten und ihren ,trieben den ,menschen fest umklammert8 ,und wie soll bei einem ,stande vlliger ,verderbtheit und ,stumpfheit an dieser ,stelle ein neues ,leben erwachen8 ,wird dieses ganz und gar1 ohne alles ,zutun des ,menschen1 durch eine hhere ,macht ihm eingeflt1 so sieht man nicht1 wie das zu eigenem ,leben werden1 und wie eine moralische ,identitt zwischen frherem und spterem ,stande bleiben knnte4 ,so haben denn auch die ,gedankenwelten1 welche im ,prinzip den ,menschen ganz und gar verwarfen und ihn zu vlliger ,passivitt verdammten1 in der ,ausfhrung doch auch seinem ,handeln irgendwelches ,pfrtchen geffnet4 ,dazu entspricht jene vllige moralische ,preisgebung des ,menschen nicht dem ,tatbestande des ,lebens4 ,denn zunchst erweist schon dieses1 da der ,mensch sein moralisches ,ungengen so schmerzlich empfindet und sich so viel damit zu schaffen macht1 da er nicht gnzlich in jenen ,stand aufgeht2 es fehlen aber auch in der ,wirklichkeit des ,lebens edlere ,zge nicht1 es fehlt nicht an ,liebe zum ,menschen und an ,hingebung an die ,sache1 ja nicht an edler und aufopferungsvoller ,gesinnung2 was dem ,ganzen daran mangelt1 das erscheint oft in begrenzten ,kreisen1 und namentlich lassen ,gefahr und ,leid oft eine moralische ,gre ersehen1 die vom ,alltagsleben aus wie ein ,wunder erscheinen mag4 ,immerhin bleibt die ,verwicklung und das ,rtsel1 da das ,hhere nicht den ,gesamtstand beherrscht1 sondern mehr als eine ,ausnahme und als eine ,sache besonderer ,flle erscheint1 da also eben das1 was die ,gre des ,menschen ausmacht1 von ihm selbst als eine ,nebensache behandelt wird4 ,die ,zusammenhnge unserer ,betrachtung geben der ,sache ein eigentmliches ,licht4 ,die ,aufgabe geht dahin1 das ,leben von der ,bindung an die ,natur abzulsen1 ihm ein ,beisichselbstsein zu erringen und es aus solchem eine ,welt der ,gehalte und ,gter erzeugen zu lassen2 das bedarf der vollen ,hingebung der ,gesinnung und der ,richtung aller ,krfte auf dieses ,ziel4 ,in ,wahrheit pflegt jene ,hingebung zu fehlen1 die ,krfte lehnen alle ,bindung ab1 gehen ihren eigenen ,weg und geraten dabei leicht unter die ,macht eben dessen1 das berwunden werden sollte2 der ,vorteil des ,individuums bleibt dem ,handeln das hchste ,ziel und zieht alles ,streben zu sich zurck4 ,ein derartiger ,stand lt das ,leben bei allem ueren ,aufputz innerlich leer1 ein ,wirken fr hhere ,ziele entspringt hier weniger aus der ,notwendigkeit einer geistigen ,selbsterhaltung als es zur ,aufrechterhaltung des ,scheines nach auen hin und zur ,verbesserung der eigenen ,stellung erfolgt4 ,so zeigt das ,leben durchgngig ein groes ,manko1 ja einen schroffen ,widerspruch4 ,da den ,menschen zunchst die niedere ,stufe einnimmt1 so bedarf die ,wendung zur hheren einer inneren ,umwlzung1 und diese ist nicht mglich ohne ein starkes ,verlangen1 ohne das1 was ,mnner wie ,plato und ,goethe ,liebe nennen1 wer aber mchte behaupten1 da eine solche ,liebe berwiegend vorhanden ist1 wer kann leugnen1 da ,klte und ,gleichgltigkeit die vorherrschenden ,zge bilden8 ,die ,entfaltung des ,hheren verlangt ein inneres ,selbstndigwerden des ,lebens1 nur kraft eines solchen kann es eine ,ursprnglichkeit erreichen und aus sich selber schaffen2 wer aber kann leugnen1 da ein solches ,insichselberwurzeln1 eine ,selbstwchsigkeit eine seltene ,ausnahme ist8 ,das neue ,leben hat sich gegenber einer feindlichen oder doch gleichgltigen ,welt zu behaupten1 die uerlich weit berwiegt2 dazu bedarf es heroischen ,mutes und vlliger ,unerschrockenheit2 lt sich bestreiten1 da eine derartige tapfere ,gesinnung dem ,durchschnitt des ,lebens fehlt1 da bei diesen ,fragen ngstlichkeit1 ja ,feigheit weit berwiegen1 die das ,spiel von vornherein verloren geben8 ,alles miteinander erweist freilich nicht eine vllige ,verderbtheit des ,menschen1 wie die altprotestantische ,dogmatik sie lehrte1 wohl aber einen ,stand der ,vermengung und der ,unlauterkeit1 in dem das ,niedere das ,hhere weit zurckdrngt und es nicht voll aufkommen lt4 ,das bel wurzelt viel zu tief1 als da sich eine allmhliche berwindung durch eine geschichtlichgesellschaftliche ,kultur hoffen liee4 ,wohl fhlt das gesellschaftliche ,zusammensein sich als einen ,vertreter und ,vorkmpfer des ,guten1 es vermag in der ,tat gewisse ,erscheinungen des ,bsen erfolgreich zu bekmpfen1 ja unter besonderen ,umstnden ,begeisterung und ,aufopferung fr die gemeinsamen ,zwecke zu erzeugen1 wie der gegenwrtige ,krieg das deutlich zeigt1 und zwar keineswegs blo in ,deutschland4 ,aber solche groen ,augenblicke sind ,ausnahmszeiten1 die wieder vorbergehen1 im allgemeinen wirkt das gesellschaftliche ,leben mehr zur ,oberflche als zur ,tiefe des ,menschen1 es unterdrckt mehr als es bessert1 seinerseits aber erzeugt es mit ,weckung des ,macht- und ,herrschaftsverlangens und seiner ,spaltung der ,menschen in ,parteien neue moralische ,gefahren und ,schden4 ,nun bleibt noch die ,hoffnung eines moralischen ,fortschritts in der ,geschichte1 aber so gewi ihr ,verlauf in anderen ,stcken uns weiterbringt3 ob das auch in moralischer ,hinsicht der ,fall ist1 steht in vlliger ,unsicherheit4 ,nach mancher ,richtung ein ,fortschritt1 nach anderer eher ein ,rckschritt1 ein ,wachstum raffinierten ,genusses1 ein ,wachstum auch selbstischer ,machtgier1 ein ,abschtteln von ,bindungen ohne dafr einen ,ersatz zu schaffen4 ,im groen und ganzen verbleibt die ,verwicklung1 und zugleich verbleibt es dabei1 da die ,menschheit einer ,aufgabe1 an der alle innere ,gre und ,wrde ihres ,lebens hngt1 sich nicht gewachsen zeigt1 da sie damit sich selbst widerspricht1 ja vielfach an ihrer eigenen ,zerstrung arbeitet4 ,wie kommen wir ber diesen ,widerspruch hinaus1 welche ,wege bieten sich zur ,befreiung von ihm8 ,wir knnen unmglich alle verschiedenen ,wege schildern und prfen1 welche die religisen wie die philosophischen ,gedankenwelten an dieser ,stelle versuchten1 wir mssen uns an die beiden ,hauptleistungen halten1 welche unseren westlichen ,kulturkreis beherrschen4 ,die eine ist philosophischer1 die andere religiser ,art1 jene verkrpert sich vornehmlich im ,stoizismus1 der uns hier ber die besondere ,schule hinaus als ein besonderer ,typus der ,denkweise gilt1 diese im ,christentum1 das wir ebenfalls nicht sowohl als ein kirchliches ,bekenntnis1 sondern als eine ,macht des ,geisteslebens verstehen4 ,die ,grundlage der stoischen ,gedankenwelt bildet die berzeugung1 da1 wie immer der ,mensch der ,erfahrung beschaffen sein mag1 das ,menschenwesen eine ,vernunft in sich trgt1 die allem ,getriebe des ,alltags sicher und weit berlegen ist1 die aller ,widerspruch der ,weltumgebung nicht zu erschttern vermag2 es steht uns frei1 in heroischer ,erhebung uns in diese ,vernunft zu versetzen1 uns fest in ihr zu verschanzen und damit jene berlegenheit uns zu eigenem ,besitz zu machen4 ,hier gilt es die ,gter der hheren ,welt zu reiner ,gestalt herauszuarbeiten und in voller ,treue zu wahren1 diese ,welt gegen allen ,widerstand1 auch den in der eigenen ,seele1 tapfer aufrechtzuhalten1 durch alle ,widerwrtigkeiten des ,lebens sich die ,sicherheit und ,freudigkeit der ,gesinnung nicht im mindesten trben zu lassen4 ,in diesem ,zusammenhange wird zur ,forderung1 das ,gute lediglich aus innerer ,achtung und ,schtzung zu tun1 allen ,lohngedanken als eine ,erniedrigung abzuweisen1 der ,auenwelt gegenber volle ,unabhngigkeit1 ja1 wenn es sein mu1 trotzigen ,stolz zu wahren4 ,aus solchem ,gedankengange entwarf ,plato in leuchtenden ,zgen sein ,bild vom leidenden ,gerechten -- in weitem ,abstand von der christlichen ,fassung dieses ,begriffes --1 dessen innere ,hoheit alles ,leid und alle ,verfolgung nur steigern1 der eben dadurch das volle ,bewutsein seiner berlegenen ,gre gewinnt4 ,in verwandter ,gesinnung wollten groe ,erzieher die sittliche ,aufgabe ja nicht von den ,erfahrungen des ,weltlaufs abhngig machen1 sie etwa auf die ,lehre grnden1 da es dem ,guten wohl und dem ,bsen schlecht zu ergehen pflege1 vielmehr sei die ,seele gengend im ,guten zu strken1 um die ,freude an ihm allem ,leid berlegen zu machen4 ,eben die ,besiegung oder vielmehr die ,durchdringung und so ,vernichtung der ueren ,hemmnisse des ,lebens durch die eigene ,willens-1 durch die gesteigerte ,tatkraft1 diese ist es1 welche dem ,menschen im eigenen ,bewutsein ,frieden1 ,freude und ,freiheit gewhrt 7,frbel74 ,diese ,denkweise hat selbstwchsige ,menschen erzeugt und ,erz in das ,leben gebracht1 sie hat einer ,verweichlichung der ,menschheit widerstanden1 sie hat auch in trben ,zeiten den ,lebensmut aufrechtgehalten2 so mu diese mnnliche ,denkweise ein ,stck unseres ,lebens bleiben4 ,aber sie hat gewisse ,voraussetzungen und ,schranken1 die einen ,abschlu bei ihr verbieten4 ,sie hat vornehmlich den ,einzelnen und die ,wahrung seiner ,unabhngigkeit im ,auge1 der ,stand des ,ganzen macht ihr weniger ,sorge1 und den ,aufbau eines geistigen ,zusammenhanges unternimmt sie nicht2 zugleich denkt sie den ,einzelnen als stark und als den ,verwicklungen nicht nur der ,auenwelt1 sondern auch der eigenen ,seele vollauf gewachsen2 so spricht sie mehr zu den ,hhen als zum ,gesamtstand der ,menschheit1 und bei aller ,beteuerung der ,wrde alles ,menschenwesens befat sie sich wenig mit den ,niederungen des ,menschenlebens4 ,auch wird das ,leben hier mehr ein ,abwehren als ein ,vorwrtsschreiten4 ,die ,grundberzeugung wird tapfer gegen alle ,zweifel und ,widerstnde behauptet1 nicht aber das ,leben durch ,erschtterung1 ,zweifel und ,leid hindurch wesentlich weitergebildet4 ,das ,ganze ist mehr ,festhaltung des alten ,standes als ,anbahnung eines neuen2 ein solcher ist aber nicht zu entbehren1 wenn das menschliche ,leben im eigenen ,innern schroffe ,widersprche enthlt4 ,so gengt die bloe ,abwehr nicht1 ohne ,vorhaltung und ,antrieb eines erhhenden ,ziels wrde das ,leben seine ,spannung verlieren und leicht in trgen ,stillstand kommen4 ,solches ,stocken gilt es fernzuhalten1 und das zu tun unternimmt die ,religion4 ,die ,wendung zur ,religion tritt in unsere ,untersuchung nicht pltzlich und unvermittelt ein1 denn unsere berzeugung von der ,erffnung einer hheren ,stufe des ,lebens beim ,menschen und seinem ,getragenwerden dadurch enthlt von ,haus aus einen1 wenn auch nicht direkt religisen1 so doch der ,religion verwandten ,charakter4 ,zu einer weiteren ,ausbildung dieses ,charakters treibt aber die ,erfahrung der ungeheuren ,widerstnde1 die das ,geistesleben in der ,welt des ,menschen erfhrt1 sowie seiner ,ohnmacht gegen sie2 die ,hemmungen mgen so lange sich leidlich ertragen lassen1 als sie nur von auen kommen2 sie werden unertrglich1 wenn sie auch den tiefsten ,grund des ,lebens ergreifen1 und mit unheimlicher ,klarheit sich dort ein schroffer ,zwiespalt auftut4 ,dann fhrt die ,sachlage unvermeidlich auf dieses ,entweder -- ,oder3 entweder kommt das ,gesamtleben mit seiner bisherigen ,erffnung bei uns nicht weiter1 und es wird damit das menschliche ,leben vllig sinn- und zwecklos1 oder es mu sich ber den bisherigen ,stand hinaus noch eine weitere ,tiefe und ,kraft erschlieen1 womit die ,hemmungen freilich nicht einfach entfallen1 aber eine ,befreiung von ihrem ,drucke mglich wird und das ,streben wieder in ,flu gert4 ,hier setzt nun die ,behauptung des ,christentums ein und erffnet neue ,mglichkeiten4 ,freilich knnen wir diese als ,philosophen und als ,kinder der ,gegenwart nicht entwickeln1 ohne uns mit der berkommenen kirchlichen ,fassung offen und ehrlich auseinanderzusetzen4 ,nach dieser ,fassung ist der ,mensch aus freier ,entscheidung von ,gott abgefallen und hat dadurch die ganze ,welt in ,tod und ,elend verstrickt4 ,diese ,schuld hat den ,zorn ,gottes erregt1 ,zorn natrlich nicht im ,sinne eines ,affektes1 sondern als ,ausdruck des sittlichen ,ernstes2 dieser ,zorn ist zu beschwichtigen1 und das kann nur durch eine ,shnung der ,schuld geschehen4 ,eine solche ,shne kann aber nicht der durch seinen ,fall alles sittlichen ,vermgens beraubte ,mensch vollbringen1 sie kann nur dadurch erfolgen1 da ,gott in seiner alles berwindenden ,liebe selbst ,mensch wird1 die ,schuld auf sich nimmt1 sie durch ,leiden und schmachvollen ,tod shnt und dadurch das ,liebesverhltnis in voller ,herrlichkeit wieder herstellt4 -- ,wir knnen unmglich an dieser ,stelle eine kritische ,errterung dieses ,gedankenganges unternehmen#a1 dessen gewaltigen ,ernst und dessen aufrttelnde ,kraft wir aufrichtig anerkennen1 aber der ,behauptung wird sich kaum widersprechen lassen1 da er1 dem ,mittelalter entsprungen1 heute vielen ernsten ,seelen schlechterdings unhaltbar geworden ist1 da deren religise berzeugung jener mittelalterlichen ,fassung entwachsen ist4 ,es ist eine ,torheit und ein ,unrecht1 sie deswegen einer geringeren ,tiefe zu bezichtigen4 ,damit aber entsteht die ,frage1 ob sich das ,christentum von jener ,fassung ablsen lt und doch eine ,weltmacht bleibt1 sowie dem ,leben die gesuchte ,erhhung verspricht4 ,wir bejahen diese ,frage zuversichtlich1 wir bejahen sie von den ,grundtatsachen des ,lebens aus1 die allem ,wandel der ,zeiten berlegen sind4 ,eigentmlich ist hier zunchst die ,verschrfung des ,problems4 ,das bel wird hier nicht so sehr im ,verhltnis zur ,welt als im ,innern selbst gefunden1 die sittliche ,schuld wird zur ,wurzel alles bels1 zu dem1 was allem ,leid erst seine volle ,schwere verleiht4 ,aber aller ,erschtterung1 die daraus hervorgeht1 tritt die felsenfeste berzeugung entgegen1 da das ,gttliche nicht in jenseitiger ,hhe ber der niederen ,sphre verbleibt1 sondern da es in alle ihre ,abgrnde eingeht1 ohne sich darin zu verlieren1 da es durch seine volle ,selbstmitteilung dem ,menschen ein aller bisherigen ,bettigung berlegenes ,leben mit einem neuen ,mittelpunkt schafft1 das aber aus einem unmittelbaren ,verhltnis zum ,ganzen des ,lebens im ,gegensatz zu allem ,wirken und ,schaffen an der ,welt1 in ,bildung eines neuen ,bereiches der ,wirklichkeit auch gegenber aller ,geisteskultur4 ,damit wird die ,grundtatsache der ,setzung gttlichen ,lebens im ,menschen1 diese ,voraussetzung aller ,geistigkeit1 ein gutes ,stck weitergefhrt3 was vorher sich ber das ganze ,leben ausbreiten sollte1 das wird nun in sich selbst konzentriert und erffnet damit noch mehr ursprngliche ,tiefe4 ,alle ,gren und alle ,begriffe mssen sich damit steigern4 ,die ,innerlichkeit prgt nun noch strker ihre berlegenheit aus1 indem sie sich in vollem ,kontrast zur ,welt entwickelt1 die ,gesinnung wird hier bei sich selbst zur ,tat1 die ,idee des ,geisteslebens wchst zur ,gottesidee und das ,reich des ,geistes zum ,gottesreich4 ,die ,erffnung des neuen ,lebens an den ,menschen wird damit weit mehr zur freien ,tat1 zur rettenden und erhhenden ,tat1 zu einer ,bekundung der ,liebe1 die nichts verloren gehen lt und sich mit ihrer ganzen ,flle gibt4 ,so durchgngig eine seelische ,erwrmung und zugleich eine festere ,einwurzelung des erhhenden ,lebens4 ,der eigentmliche ,charakter dieses neuen ,lebens erscheint besonders deutlich in seinem ,verhalten zum ,leid4 ,jenes flieht nicht das ,leid und sucht es nicht irgendwie abzuschwchen1 sondern es wrdigt es vollauf und geht in seine ganze ,ausdehnung ein1 nicht um es stehen zu lassen1 wie es steht1 sondern um es in einen ,gewinn zu verwandeln4 ,solche ,verwandlung ist keineswegs so leicht und einfach1 wie oft behauptet wird4 ,denn der oft gehrten ,meinung1 da das ,leid die ,seele veredle und vertiefe1 widerspricht schnurstracks die ,erfahrung4 ,im gewhnlichen ,lauf der ,dinge macht das ,leid den ,menschen eher eng1 klein1 scheelschtig1 es bringt viel ,jmmerlichkeit zutage1 whrend die ,befreiung von ,not und ,sorge das ,herz erweitert und hilfsbereit macht4 ,vertiefend kann das ,leid nur wirken1 wenn der ,erschtterung des ,menschen eine hhere ,macht entgegenkommt und ihm durch die ,erschtterung hindurch sich selbst erschliet4 ,dann lt sich auch im ,menschen etwas wecken1 das ihm bis dahin unzugnglich blieb1 dann lt sich auch ein ,glaube an den ,menschen wiedergewinnen1 an den ,einzelnen wie an die ,vlker und an das ,ganze der ,menschheit4 ,dieser ,glaube geht dann aber nicht auf den natrlichen ,stand und die ,naturbegabung des ,menschen1 sondern auf das in ihm erffnete und ihm als eigenes ,selbst verliehene gttliche ,leben4 ,von hier aus erhlt erst die ,tatsache volles ,licht und einen festen ,zusammenhang1 da in schwerem ,leid oft ,edles unerwartet im ,menschen hervorbricht1 und da damit dasjenige1 was bisher unser ganzes ,wesen dnkte und uns starr zu binden schien1 sich als eine besondere ,stufe erweist1 ber die es zwingend hinaustreibt4 ,so geschieht es wohl auch den ,kulturen3 was besonderen ,zeiten die endgltige ,lsung scheint1 das erweist sich in groen ,prfungen1 wie wir eine solche auch heute erleben1 als unzulnglich und schal2 auch im ,gelingen leben die ,kulturen sich aus und werden greisenhaft2 ein ,verzagen und ,verzichten wre kaum zu vermeiden1 bestnde nicht eine ,mglichkeit des ,hervorbrechens neuer und reiner ,anfnge1 die ,mglichkeit eines ,jugendlichwerdens der ,menschheit4 ,aber woher soll diese neue ,jugend kommen1 wenn sich nicht der ,menschheit ursprngliche1 von der ,verwicklung unberhrte ,lebensquellen erschlieen8 ,so macht diese ,lebensoffenbarung1 und wohl nur diese1 es mglich1 das ,leid in seiner vollen ,herbheit anzuerkennen und darber den ,mut des ,lebens nicht zu verlieren1 ihn vielmehr weiter zu steigern4 ,da aber auch beim ,siege das ,leid nicht vllig verschwindet1 sondern sein ,wirken fortsetzt1 so kann dieses ,leben beide ,pole gegenwrtig halten3 ,schmerz und ,freude1 ,hemmung und berwindung1 und die ,seele dadurch in unablssige ,bewegung versetzen4 ,jener ,aufstieg zum ,ja durch das ,nein macht mit seiner ,forderung einer durchgreifenden ,wandlung erst eine ,geschichte der ,seele mglich1 erhebt auch die ,weltgeschichte erst zu einer wahrhaftigen ,geschichte1 whrend sie sonst eine bloe ,evolution1 ein bloer ,naturproze bleibt4 ,es hngt damit zusammen1 da1 wie ,william ,james bemerkt1 sich gehaltvolle ,selbstbiographien in der ,weltliteratur fast nur auf dem ,boden des ,christentums finden4 ,was htte man auch zu berichten1 wenn die ,seele als ,ganzes keine ,aufgabe in sich trgt8 ,bei der nheren ,entwicklung dessen sei aber mit voller ,kraft und ,klarheit der ,gedanke gegenwrtig gehalten1 der unsere ,errterung leitet1 der ,gedanke1 da das ,ganze selbstndigen ,lebens1 das nunmehr als ein gttliches anerkannt wird1 den ,menschen nicht nur mit einzelnen ,wirkungen berhrt1 sondern mit seiner ganzen ,flle als eine selbstndige ,lebensquelle unmittelbar in ihn gesetzt wird4 ,das entspricht dem ,grundgedanken des ,christentums von dem vollen ,eingehen ,gottes in die ,welt und dem ,gttlichwerden des ,menschen4 ,es ergeben sich daraus notwendig zwei ,forderungen1 die einander leicht widersprechen knnen3 das neue ,leben mu in jeder ,seele schlechterdings ursprnglich sein und zum ,kern ihres eigenen ,wesens werden1 zugleich aber mu es das ,ganze einer ,welt in sich tragen1 es mu daher1 um sich zu entfalten1 auch im menschlichen ,bereich ein groes ,lebensreich bilden1 es darf nicht eine ,sache des bloen ,individuums bleiben4 ,wir drfen nicht alles nur auf uns beziehen und meinen1 wovor ,eckhart warnt1 ,gott habe die ganze ,welt vergessen bis auf mich allein4 ,wir wissen1 wie diese ,zweiheit sich geschichtlich im ,gegensatz von ,kirche und ,persnlichkeit ausdrckt1 dort die ,gefahr einer ,bindung des ,einzelnen und eines ,zurcktretens der ,gesinnung vor den ,leistungen1 den religisen ,pflichten -- ein hchst unsympathisches ,wort --1 hier die einer ,zersplitterung in lauter individuelle ,kreise1 zugleich die ,gefahr eines berwucherns subjektiver ,zustndlichkeit1 eines ,mangels an geistiger ,substanz4 ,jener ,gedanke der ,untrennbarkeit beider ,seiten gestattet ein ,streben nach einer berwindung des ,gegensatzes1 er verhindert1 die ,spaltung in ,katholizismus und ,protestantismus als endgltig hinzunehmen1 da jede ,seite eine unentbehrliche ,wahrheit vertritt1 die sich ohne schweren ,schaden nicht verdunkeln lt4 ,zu solcher ,verwicklung der ,gestaltung gesellt sich die ,schwierigkeit einer ,umsetzung der ,grundtatsachen in eine ,gedankenwelt4 ,da jene ,tatsachen ber dem ,bereiche der ,arbeit liegen1 der unsere ,begriffsbildung beherrscht1 so knnen sie in ,begriffen nur annhernd dargestellt werden1 so mssen oft ,bilder gengen1 um das ,erlebnis fabar zu machen4 ,so namentlich beim ,gottesbegriffe selbst4 ,es erscheint hier viel ,schwanken zwischen verschiedenen ,fassungen1 zwischen ontologischen ,gren1 wie absolute ,einheit1 absolutes ,sein1 die mehr eine philosophische als eine religise ,bedeutung haben1 und ,gren1 welche den ,begriff dem menschlichen ,empfinden nherrcken1 wie namentlich dem der ,persnlichkeit1 die damit mehr ,wrme gewinnen lassen1 aber zugleich der ,gefahr eines ,verfallens ins ,blomenschliche ausgesetzt sind4 ,tatschlich pflegen zwei verschiedene ,gottesbegriffe ohne eine gengende ,auseinandersetzung ineinander zu verflieen4 ,diese ,spaltung von ,weite und ,ferne einerseits1 von ,nhe und ,enge andererseits1 die das religise ,leben nach entgegengesetzter ,richtung treibt1 ist nur zu berwinden1 wenn als ,grundbegriff nicht das absolute ,sein1 sondern das absolute ,leben gilt1 zugleich aber die ,gegenwart dieses ,lebens beim ,menschen anerkannt und er damit ber die bloe ,besonderheit hinausgehoben wird4 ,auch so verbleibt es freilich bei bloen ,annherungen1 aber das macht uns den ,grundgehalt mit seiner ,erhhung des ,lebens keineswegs unsicher oder machtlos4 ,die ,sache sinkt dadurch nicht zu einem bloen ,spiel der ,phantasie1 da der ,mensch zu ihrer ,darstellung der ,bilder nicht entraten kann4 ,da jene ,schranke dem ,leben der ,religion nicht allzu gefhrlich wurde1 das bewirkt vornehmlich die tatschliche ,gestaltung des ,christentums auf dem ,boden der ,geschichte4 ,wir denken dabei namentlich einerseits an den ,aufbau einer religisen ,gemeinschaft als einer lebensvollen ,gegenwrtighaltung einer hheren ,ordnung1 eines ,reiches ,gottes auf ,erden1 wie die ,kirche sie bildet oder doch zu bilden strebt1 andererseits an die starken ,persnlichkeiten1 welche das ,christentum aufweist1 und deren vollste ,kraft es gewann1 vor allem an die begrndende ,persnlichkeit ,jesu4 ,die ,eigenschaften1 die sich uns zur ,entfaltung alles hheren ,lebens in der ,menschheit vornehmlich notwendig zeigten1 erscheinen hier in einer das sonstige ,ma weit berschreitenden ,verkrperung4 ,wir forderten ,liebe1 damit die ,bewegung zur ,hhe alle ,hemmungen des niederen ,standes berwinde1 hier finden wir eine ,liebe1 welche die von ,plato und ,goethe gepriesene ,liebe mit ihrer ,innigkeit und ,opferwilligkeit weit bertrifft2 wir forderten volle ,selbstndigkeit und ,ursprnglichkeit2 wie knnte sie grer sein als hier1 wo ein von ,grund aus neues ,leben entsteht und ganz und gar aus sich selber schpft2 wir forderten ,tapferkeit und ,unerschrockenheit2 wo knnte sie grer sein als hier1 wo nicht dieses oder jenes in der vorgefundenen ,welt1 sondern diese ganze ,welt angegriffen und entwertet wird8 ,so ging von hier ein ,lebensstrom aus1 der den ,jahrtausenden ursprngliches ,leben zufhrt und die ,menschheit immer wieder zu sich zurckruft1 damit sie an ihm sich lutere und aus ihm ein neues ,leben schpfe4 ,die verschiedenen ,zeiten sahen und fanden bei ihm verschiedenes1 aber wer immer in nhere ,berhrung mit ihm trat1 der fhlte sich zur ,ehrfurcht vor der schlichten ,hoheit des ,zimmermannssohnes gezwungen und fand sein ,leben durch ihn gehoben1 ja in neue ,bahnen getrieben4 ,nur fhre alle ,verehrung nicht zu einem ,jesuskult und zu einer ,anbetung1 die dem gttlichen ,wesen selbst allein vorbehalten sei2 sie darf das auch deshalb nicht1 weil damit leicht der ,zusammenhang mit dem gemeinsamen ,menschheitsleben gelockert und das ,christentum zu sehr als eine einmalige ,tat1 zu wenig als ein die ganze ,geschichte durchdringendes1 jeden ,einzelnen zur ,mitarbeit und zur ,fortfhrung aufrufendes ,werk verstanden wird4 ,die alte ,kirche1 zum ,beispiel der grte ,kirchenlehrer des ,morgenlandes1 ,origenes1 fand die ,forderung nicht zu khn1 jeder solle nicht blo ein ,anhnger ,christi sein1 sondern selbst ein ,christus werden2 wir ,neueren werden den ,gedanken wohl anders fassen1 aber darauf mssen auch wir bestehen1 da das ,christentum einen fortlaufenden ,lebensstrom1 ein gemeinsames ,werk bilden mu1 wenn es die ,menschheit geistig fhren und in jedem ,einzelnen sichere ,wurzel schlagen soll4 ,wir sehen1 an ,verwicklungen fehlt es nicht1 aber es sind ,verwicklungen nicht der ,kleinheit1 sondern der ,gre1 und allen ,verwicklungen gegenber erhlt sich die eindringliche ,wahrheit und die schlichte ,einfalt des ,grundbestandes4 ,vieles ,grbeln fhrt dabei nicht weiter1 geben wir uns vielmehr rckhaltslos der ,gre dieser ,welttatsache hin1 gedenken wir der ,worte ,pestalozzis3 ,das ,staunen des ,weisen in die ,tiefen der ,schpfung und sein ,forschen in den ,abgrnden des ,schpfers ist nicht ,bildung der ,menschheit zu diesem ,glauben4 ,in den ,abgrnden der ,schpfung kann sich der ,forscher verlieren1 und in ihren ,wassern kann er irre umhertreiben1 fern von der ,quelle der unergrndlichen ,meere4 -- ,einfalt und ,unschuld1 reines menschliches ,gefhl fr ,dank und ,liebe ist ,quelle des ,glaubens4 ,im reinen ,kindersinn der ,menschheit erhebt sich die ,hoffnung des ewigen ,lebens1 und reiner ,glaube der ,menschheit an ,gott lebt nicht in seiner ,kraft ohne diese ,hoffnung4 ,so vollzieht die ,religion eine ,erhebung ber das ,gebiet der ,hemmung1 indem sie dem ,menschen ein in ,gott gegrndetes und von gttlicher ,liebe getragenes ,leben erffnet2 es tritt damit zur kmpfenden ,geistigkeit eine berwindende1 und was der zunchst vorhandene ,lebensstand an ,gutem getrbt und gebunden aufwies1 das erlangt nunmehr eine ,selbstndigkeit1 es vermag sich zusammenzuschlieen und eine reine ,gestalt zu erstreben4 ,aber so gewi solche ,wendung zeigt1 da der ,lebenskampf nicht vergeblich ist1 sie besagt keinen reinen ,sieg1 sie lst nicht glatt das ,problem4 ,dazu lt die ,bewegung viel zu viel unergriffen1 dazu behlt das ,feindliche viel zu viel ,wirklichkeit1 die ,welt des ,menschen wird damit keineswegs ein ,reich der ,vernunft4 ,das kann freilich nicht dem ,zweifel die ,oberhand geben1 denn die ,tatsache des ,erscheinens eines neuen ,lebens wird durch allen ,widerstand keineswegs aufgehoben2 ja wenn sie auer allem ,zweifel steht1 so mu der ,widerstand selbst ihre ,selbstndigkeit und berlegenheit bestrken1 denn eben die ,verworrenheit und die ,unlauterkeit des ,weltgetriebes1 sowie das moralische ,unvermgen des ,menschen macht klar1 da nicht von da aus jene ,erhhung des ,lebens stammen kann1 da sie nicht ein ,erzeugnis des bloen ,weltlaufs ist1 da sie aus gttlicher ,macht stammen mu4 ,so die eigentmliche ,denkweise der ,religion1 die nicht mit dem weil1 sondern mit dem obgleich schliet1 die nicht aus der ,vernunft1 sondern aus der ,unvernunft der ,welt und den ihr innewohnenden ,widersprchen die ,gewiheit des ,bestehens einer hheren ,ordnung schpft1 eine ,denkweise1 die freilich nicht ohne ,gefahr ist und leicht berspannt werden kann4 ,so viel aber ist gewi3 das ,beharren des ,widerstandes zwingt zu einem eigentmlichen ,urteil ber die ,gesamtlage der ,menschheit4 ,das ,ganze der ,welt1 das sie umfngt1 mit seiner ,unfertigkeit und seinen ,gegenstzen1 mit seinem ,angewiesensein auf eine der ,verwicklung berlegene ,ordnung1 kann nicht das ,ganze der ,wirklichkeit bilden und nicht in sich einen ,abschlu tragen1 es ist ein ,stck einer weiteren ,wirklichkeit1 eine besondere ,art des ,seins1 die tieferer ,grnde und weiterer ,zusammenhnge bedarf1 um berhaupt zu bestehen und einen ,sinn zu erlangen4 ,so suche auch unser ,handeln nicht in dieser widerspruchsvollen ,welt seine letzten ,ziele1 es bleibe vielmehr inmitten alles ,kampfes unbeirrt auf eine ,welt berlegener1 selbstndiger ,geistigkeit gerichtet1 um sie bei uns aufrechtzuhalten und mglichst zur ,wirkung zu bringen1 in festem ,vertrauen darauf1 da letzthin nichts von dem verloren sein kann1 was dem ,aufbau wahrhaftigen ,lebens dient4 ,unser ,leben behlt auch dann einen ,sinn und ,wert1 wenn es mehr ein inneres ,vordringen als ein ueres berwinden1 mehr ein ,wecken und ,sammeln der ,krfte als ein volles ,erreichen der ,ziele ist1 wenn es in ,zusammenhngen steht1 die wir nicht klar durchschauen4 ,so dachte auch ,luther1 wenn er sprach3 ,es ist noch nicht getan und geschehen1 es ist aber im ,gange und ,schwange1 es ist nicht das ,ende1 aber der ,weg4 ,es glhet und glnzet nicht alles1 es feget sich aber alles4 ,solcher ,stand der ,dinge fhrt notwendig auf die ,unsterblichkeitsfrage und zugleich unter all die ,verwicklung1 welche dieser ,frage innewohnt4 ,wie viele ,grnde den ,menschen der ,gegenwart an einer glatten ,bejahung hindern1 das bedarf keiner nheren ,darlegung1 nur das eine sei angefhrt1 da ein unbegrenztes ,fortbestehen in dieser zeitrumlichen ,existenz1 ein ,fortbestehen der besonderen ,individualitt mit all ihrer ,enge und ,zuflligkeit1 manchem von uns weniger ein ,glck als ein schweres ,unglck dnken mchte2 wir brauchen das nur durchzudenken1 um es geradezu unertrglich zu finden4 ,aber trotzdem macht es sich auch nicht so leicht mit einer vlligen ,verneinung4 ,zunchst ist es nicht blo niedrige ,lebensgier1 welche eine ,fortdauer suchen heit1 und es handelt sich dabei nicht blo um eine ,rettung unserer natrlichen ,besonderheit1 sondern um das selbstndige ,leben1 das bei uns durchbricht1 uns zu selbstttigen ,lebenstrgern macht und uns an ,unendlichkeit und ,ewigkeit teilnehmen lt4 ,erlsche alles1 was an ,geistigem im ,menschenwesen belebt wird1 mit dem krperlichen ,untergange1 so wrde ja auch das ganze ,menschengeschlecht dahinschwinden1 wie die welken ,bltter vom ,baume fallen1 und all sein ,mhen und ,wirken1 das ja1 wie wir sahen1 kein ,reich der ,vernunft ergibt1 sondern in den ,gegenstzen stecken bleibt1 mitten im ,streben abbrechen und damit vllig sinnlos werden4 ,das mten wir uns so lange gefallen lassen1 als wir die ,sache vom bloen ,menschen aus betrachten2 steht sie aber so1 da darin das absolute ,leben sich dem ,menschen erffnet und ihn zu selbstndiger ,mitwirkung aufruft1 so wrde der ,zweifel und die ,verneinung jenes ,leben selber treffen2 ist der ,aufbau des ,geisteslebens in der ,menschheit ein gttliches ,werk1 so kann sie nicht schlechthin vergehen4 ,daher verficht die religise berzeugung die ,unsterblichkeit nicht vom bloen ,menschen1 sondern von ,gott her1 nach den ,worten ,augustins3 ,fr sich selbst kann nicht untergehen1 was fr ,gott nicht untergeht4 ,wird aber dieser ,gedankengang eingeschlagen1 so ist er auch zu ,ende zu fhren2 ,unsterblichkeit kann dann nicht eine unbegrenzte ,fortdauer in ,zeit und ,raum1 sie mu eine ,erhaltung im gttlichen ,leben mit seiner ewigen ,ordnung bedeuten4 ,worauf es ankommt1 ist die berzeugung1 da des ,menschen ,leben und ,streben sich nicht in die bloe ,zeit erschpft1 sondern auf ,ewiges geht1 und da dies ,ewige nicht auf einzelne ,leistungen beschrnkt bleibt1 sondern den ,kern des ,wesens betrifft4 ,eine derartige ,ewigkeit drfen wir um so getroster verfechten1 als wir sie nicht erst von der ,zukunft erwarten1 nicht blo auf sie hoffen und harren1 sondern sie schon besitzen1 mitten in ihr stehen1 in ihr den ,standort unseres geistigen ,lebens haben4 ,insofern knnen wir mit ,goethe zusammengehen1 wenn er meint1 da das ,bestndige der ird'schen ,tage uns ewigen ,bestand verbrge1 wir knnen sogar mit ,kant einen ,vorteil darin finden1 da uns bei dieser ,frage alle nhere ,vorstellung versagt ist1 da eine solche uns leicht an der vollen ,hingebung an das gegenwrtige ,leben hindern wrde1 das uns wahrlich genug zu tun gibt4 ,ein ,glaube an eine ewige ,ordnung und unsere ,zugehrigkeit zu ihr sei unbedingt festgehalten2 ohne eine ,begrndung in solcher ,ordnung wird alles ,leben und ,streben in der ,zeit zu bloem ,schatten und ,schein1 und verfllt unser ,leben unrettbar einer vlligen ,sinnlosigkeit4 ,dafr aber steckt doch zu viel in ihm4 ,auseinandersetzung mit dem ,zweifel4 ,unsere ,untersuchung hat wiederholt den ,zweifel gestreift1 der ihrem ,hauptzuge widerspricht1 aber es fehlt bisher noch eine grndliche ,auseinandersetzung mit ihm2 eine solche aber ist nicht zu entbehren1 wenn unsere berzeugung die notwendige ,sicherheit erreichen und sich auch nach verschiedenen ,seiten hin noch deutlicher ausprgen soll4 ,jenes knnen wir aber nicht tun1 ohne dem ,zweifel selbst das ,wort zu geben4 ,der ,zweifel3 ,du hast eine ,reihe von ,grnden vorgebracht und dabei den ,eindruck zu erwecken gesucht1 als entsprngen sie einer unbefangenen ,wrdigung der ,sache4 ,in ,wahrheit ist das ein bloer ,schein4 ,denn du hast eine bestimmte ,tendenz an die ,sache herangebracht und sie in ihrer ,beleuchtung gesehen4 ,du suchtest mit aller ,kraft eine ,bejahung des ,lebens durchzusetzen1 du hobst hervor1 was ihr gnstig ist1 und schobst zurck1 was ihr widerspricht4 ,wohl anerkanntest du die bermacht der ,natur1 das ,schwanken im ,geistesleben1 selbst die moralische ,verwicklung der ,menschheit1 aber du strebtest durchgngig mglichst rasch ber das ,hemmnis hinaus1 und wenn du es berwunden zu haben glaubtest1 so lieest du es hinter dir liegen und behandeltest es als ein ,nebending4 ,so erhielt deine ,untersuchung einen optimistischen ,einschlag1 und es ergab sich ein viel zu beruhigtes1 ein schngefrbtes ,bild unseres ,lebens4 ,ich3 ,ich bestreite entschieden1 die ,untersuchung im ,dienst einer bloen ,tendenz zu fhren4 ,aber ich behaupte1 da jede ,arbeit1 die nicht fruchtlos auslaufen soll1 eine bestimmte ,richtung haben mu1 nicht ziellos hin und her schwanken darf4 ,zu verlangen ist nur1 da sie diese ,richtung aus der ,sache und nicht aus bloer ,neigung des ,menschen erhalte4 ,nun aber suchte ich durchgngig zu zeigen1 da die ,wendung des ,lebens zur ,selbstndigkeit1 dieser ,leitgedanke unserer ganzen ,untersuchung1 nicht dem ,vermgen des bloen ,menschen entspringt1 und da sie seinen ,neigungen eher widerspricht1 da sie vielmehr eine ,bewegung aus dem ,weltall bedeutet1 die in sich selbst eine ,richtung trgt und mit berlegener ,kraft das ,streben des ,menschen in diese zwingt4 ,da diese ,bewegung in unserem ,bereich hrtesten ,widerstnden begegnet1 das wei ich wohl und habe es auch mglichst zum ,ausdruck gebracht1 aber ich finde1 da sie diesem ,widerstande keineswegs erliegt1 sondern sich gegen ihn behauptet und ihn an ,hauptstellen siegreich berwindet4 ,da vieles nicht in die berwindung eingeht1 das habe ich nicht verschwiegen und auch nicht zu verkleinern gesucht4 ,mir tritt damit das ganze ,leben unter den ,anblick eines ,kampfes1 und ich meine1 da dieser ,kampf nicht gelingen kann1 wenn der ,gegner unterschtzt wird4 ,aber ein anderes ist es1 den ,gegner nicht zu unterschtzen1 ein anderes1 keinen ,kampf gegen ihn zu wagen2 letzteres scheint mir schon deshalb verkehrt1 weil mir geistiges ,leben kraft seiner ,begrndung in ,weltzusammenhngen keine starre ,gre bedeutet1 sondern einer unermelichen ,steigerung fhig dnkt4 ,diese ,steigerungsfhigkeit auch mitten im harten ,kampfe anzuerkennen1 ist noch keineswegs ,optimismus2 will jemand das aber so nennen1 so bekenne ich mich gern zu einem derartigen ,optimismus1 zum ,glauben an die unbegrenzte ,macht des ,lebens4 ,der ,zweifel3 ,du bersiehst1 da du bei allem dem bloe ,mglichkeiten fr ,wirklichkeiten gibst4 ,weil der ,mensch nach deiner ,behauptung sich ber die ,natur erheben kann1 nimmst du an1 er tue das in ,wirklichkeit2 weil der ,gewinn eines festen ,bestandes im ,leben nicht unbedingt ausgeschlossen ist1 behandelst du ihn als schon gewonnen2 weil ,sehnen und ,hoffen des ,menschen den elenden moralischen ,durchschnittsstand berschreitet1 dnkt dir ein ,mehr schon vorhanden4 ,du bersiehst1 da der ,durchschnittsstand der ,menschheit unter eben den ,hemmungen bleibt1 die deine ,betrachtung bersprang3 die ,natur bleibt bermchtig auch beim ,menschen1 den hchst unsicheren ,stand des menschlichen ,strebens lt eben die ,gegenwart deutlich empfinden1 und wie wenig die ,moral die tiefste ,gesinnung der ,menschheit beherrscht1 das haben gerade die fhrenden ,geister der ,religion aufs schmerzlichste empfunden4 ,ich3 ,den weiten ,abstand des tatschlichen ,verhaltens der ,menschen von den ihnen gesteckten ,zielen anerkenne ich vollauf1 aber dieser ,abstand setzt die ,ziele noch nicht zu bloen ,mglichkeiten herab und damit1 wie du zu meinen scheinst1 zu bloen ,gebilden menschlicher ,meinung4 ,mgen die ,individuen noch so wenig die geistige ,bewegung teilen1 mag der ,durchschnittsstand ihre ,forderungen noch so wenig erfllen1 die ,bewegung selbst bleibt eine ,tatschlichkeit1 die der bloe ,mensch nun und nimmer ersinnen knnte1 die als berlegen und von ihm unabhngig an ihn kommt1 ihn mit erhhendem ,wirken umfngt1 ihm starke ,antriebe zufhrt4 ,aber als ,quell eines ,reiches der ,freiheit lt sie sich nicht mechanisch bertragen1 verlangt sie eine ,anerkennung und ,aneignung seitens des ,menschen1 mag sie insofern fr den ,einzelnen eine bloe ,mglichkeit heien4 ,nicht aber ist sie dieses an sich selbst1 nicht auch ist sie es fr das ,ganze der ,menschheit4 ,dieses hat mit der ,ausbildung einer ,geisteskultur eine berwindung der ,natur vollzogen1 es hat der weltgeschichtlichen ,arbeit bestimmte ,richtungen und ,forderungen eingeprgt1 es hat mit der ,bewegung zur ,religion eine durchgreifende ,vertiefung des ,lebens vollzogen2 das alles bildet eine ,tatschlichkeit1 ohne welche der ,einzelne berhaupt nicht aufstreben knnte4 ,nur darf man die ,tatsachen nicht neben und auer dem ,leben1 man mu sie innerhalb seiner suchen2 solche ,lebenstatsachen1 die sich deutlich genug von allen sogenannten inneren ,erfahrungen1 subjektiv-seelischen ,zustnden unterscheiden1 ergeben berhaupt erst ,festigkeit1 und knnen auch dem1 was von auen kommt1 erst den ,charakter der ,tatschlichkeit verleihen2 es ist daher eine ,verkehrung der ,sache1 wenn diese grundlegenden ,tatsachen als bloe ,einbildungen hingestellt werden4 ,in der ,entfaltung des ,geisteslebens nur ,wechsel und ,wandel1 nur ,widerspruch und ,streit gewahren kann nur1 wer sie lediglich von auen betrachtet und mit ,hnden greifen will1 was ihm als wirklich gelten soll4 ,wer aber in die ,bewegung eintritt und sie als eine eigene miterlebt1 der wird alsbald die ,tatschlichkeit erfahren1 welche ihr innewohnt1 und die ,kraft1 die von ihr ausgeht1 der wird erkennen1 da auch im ,streben und ,suchen sich ein wirklichkeitbildendes ,schaffen erweist2 ihm wird gewi sein1 da geistige ,festigkeit sich nicht von auen her bermitteln1 sondern nur aus eigener ,bewegung erringen lt1 so da letzthin alle und jede ,gewiheit auf einer ,selbstbefestigung ruht4 ,der ,zweifel3 ,du magst sagen1 was du willst2 deine ,beweisfhrung ist zu knstlich1 zu verwickelt2 sie wird nie den ,menschen als ,menschen gewinnen1 er mu seine berzeugung auf einen festeren ,grund bauen knnen als auf weitausgesponnene philosophische ,errterungen4 ,wie schwer mu es einem schlichten ,manne sein1 den ,begriff eines selbstndigen ,lebens auch nur zu fassen und ihn gar zu einer ,macht fr sein ,handeln zu erheben6 ,durch zu viel ,gestrpp ist hier der ,weg zu bahnen und zu viel davon ist zu beseitigen1 damit nur ein ,ausblick mglich werde2 ehe man dazu gelangt1 wird man ermdet sein4 ,was zu den ,menschen wirken will1 mu einfacher ,art sein und unmittelbar zum ,herzen sprechen2 alles andere bleibt ,sache der bloen ,schule4 ,ich3 ,du verkennst die ,eigentmlichkeit philosophischer ,behandlung1 wrdigst nicht die besondere ,art unserer ,zeit und gibst auch unserer ,arbeit nicht ihr volles ,recht1 wenn du bei ihr lediglich ,verwicklung siehst4 ,um dieses vorauszuschicken1 so meine ich1 da alle ,mannigfaltigkeit unserer ,errterung einen einzigen ,grundgedanken bekennt1 und da sich von ihm aus ein ,entweder -- ,oder ergibt1 welches das ganze ,leben durchdringt und auf entgegengesetzte ,bahnen treibt4 ,das ist aber die ,behauptung1 da im ,menschen aus berlegener ,macht ein neues ,leben gesetzt wird1 das ihn in eine ,weltbewegung aufnimmt und zugleich zur selbstndigen ,mitarbeit an dieser ,bewegung aufruft4 ,nur kraft eines solchen ,lebens kann er es unternehmen1 der ,natur ein ,reich der ,geisteskultur gegenberzusetzen2 nur ein solches ,leben vermag durch seinen ,gehalt ihn der schwankenden und tastenden ,reflexion zu entwinden und ihm inmitten aller ,unfertigkeit eine volle ,sicherheit zu geben2 nur die ,selbstvertiefung dieses ,lebens macht ihm gewi1 da jene berlegene ,macht nicht in jenseitiger ,hoheit beharrt1 sondern ihn in die ,verwicklungen des ,daseins begleitet und ihn ber sie hinaus einer hheren ,stufe zufhrt4 ,in ,wahrheit entwickelt das alles nur jenen einen ,grundgedanken1 die ,grundtatsache eines dem ,menschen nicht aus eigener ,kraft geschpften1 sondern ihm verliehenen neuen ,lebens2 sicherlich kann nur eine solche einfache ,grundwahrheit unserem ,streben einen festen ,halt und einen inneren ,zusammenhang geben4 ,diese ,grundwahrheit1 die alle ,geistesgeschichte der ,menschheit durchdringt1 wurde frheren ,zeiten mehr aus gemeinsamer berzeugung1 im besonderen durch die ,religion zugefhrt2 wir wissen1 wie die ,wandlungen der ,neuzeit sie fr viele weit zurckgedrngt und arg verdunkelt haben1 so da dadurch fr die ewige ,wahrheit eine neue ,form notwendig wird4 ,fr solche ,aufgabe ist die ,arbeit der ,philosophie nicht zu entbehren1 diese ,arbeit kann aber nicht so unmittelbar wie die ,religion zur ,seele jedes ,einzelnen sprechen1 ihr ,weg fhrt durch begriffliche ,errterung hindurch2 so mag die ,sache von auen betrachtet als knstlich und verwickelt erscheinen1 obwohl sie im ,grundgehalt einfach ist4 ,wer besitzt1 kann auch in der ,form einfacher sein als wer erst sucht2 da wir aber suchen mssen1 das liegt an der ganzen ,zeit1 dafr trifft den ,einzelnen keine ,verantwortung und keine ,schuld4 ,der ,zweifel3 ,alle deine ,reden und ,grnde lsen nicht das ,problem1 das von altersher mit schwerer ,wucht auf der menschlichen ,seele lastet1 sie lsen nicht die ,frage1 warum denn die hhere ,macht1 als deren ,offenbarung du das in der ,menschheit neu aufquellende ,leben betrachtest1 sich nicht in unseren ,geschicken mit deutlichen ,zgen erweist1 warum nach unbefangenem ,eindruck der ,weltlauf das ,wohl und ,wehe des ,menschen mit voller ,gleichgltigkeit behandelt1 weshalb ,gut und ,bse bei ihm nicht in die ,wage fallen1 weshalb so viele zerstrende ,krfte in unserem ,dasein walten4 ,der gegenwrtige ,krieg mit seinem unbarmherzigen ,vernichten so vieles blhenden ,lebens und seiner ,wendung so vieler ,geschicke aus hellem ,licht in trbes ,dunkel mu solche ,frage noch weit eindringlicher und peinlicher machen als der gewhnliche ,lauf der ,dinge4 ,wie kann eine ,macht der ,liebe1 und sei es auch nur der ,gerechtigkeit1 eine derartige ,auslieferung der ,menschheit an sinnlose ,mchte dulden8 ,erschttern solche ,eindrcke nicht allen ,glauben an jene hhere ,macht1 ja lassen sie diesen ,glauben nicht als ein bloes ,wahnbild des ,menschen erscheinen8 ,ich3 ,das ist frwahr ein gewichtiger ,einwand1 den nur die ,flachheit leicht nehmen kann4 ,jeder ,einblick in die innere ,geschichte der ,menschheit zeigt aber1 da er keineswegs neu aufgetaucht ist1 sondern von altersher ernste ,seelen beschftigt und aufgeregt hat1 ohne da sie darber ihren ,glauben verloren haben4 ,da sie wahrlich die ,sache nicht leicht nahmen1 so mssen sie ,grnde gehabt haben1 die ihnen freilich nicht die ,verwicklung glatt lsten1 wohl aber sie ihrem niederdrckenden ,einflu entwanden4 ,diese ,grnde kommen aber schlielich auf das ,eine hinaus1 da ihnen trotz jenes ,mangels greifbarer ,bekundung jene hhere ,macht kein bloer ,hintergrund des ,weltgeschehens blieb1 sondern da sie ein unmittelbares ,wirken von ihr auch innerhalb jenes fanden und anerkannten1 das aber in der ,erschlieung eines hheren1 wesenhafteren ,lebens sowohl in der ,menschheit als in der ,seele jedes ,einzelnen4 ,es war das ,wunder des ,geistes1 das ihnen eine uere ,durchbrechung des ,weltlaufs1 das ihnen sinnliche ,wunder entbehrlich machte4 ,ein echtes ,wunder erkannte der ,einzelne vornehmlich darin1 da ihm das ,leben inmitten des ,kampfes gegen eine gleichgltige1 ja feindliche ,welt nicht nur aufrecht gehalten wurde1 sondern eine innere ,erhhung erfuhr2 eine weiterblickende ,betrachtung mute aber die ganze ,menschheit umfassen und dabei voll zur ,geltung bringen1 da in ihr weit ber ihr eigenes ,vermgen hinaus1 ja ihrem eigenen natrlichen ,streben zuwider ein ,reich des ,geistes1 ja der ,liebe begrndet und gegen alle ,widerstnde nicht nur behauptet1 sondern weiter und weiter verstrkt ward4 ,eben dies1 da das nicht aus dem ,menschen1 sondern eher trotz seiner geschah1 und da1 was dabei bei ihm selbst zur ,wirkung gelangte1 nicht aus eigener1 sondern aus verliehener ,kraft gewirkt ward1 gab ihm die felsenfeste berzeugung1 da er nicht blo seine eigene ,sache fhrt1 sondern in inneren ,zusammenhngen steht und durch die ,kraft des ,ganzen getragen wird4 ,so befestigt aber fhlte er sich stark genug1 den ,widerspruch der ,auenwelt zu ertragen1 so wenig er ihn leicht nehmen konnte4 ,aber nunmehr gewann die ,sache den ,anblick1 da wir ,menschen auf die innere ,welt gestellt sind und ihr treu bleiben sollen1 auch gegenber der ,undurchsichtigkeit der ueren ,geschicke und all ihrer ,hemmungen4 ,diese ,undurchsichtigkeit selbst nimmt sich dabei anders aus1 wenn sich nunmehr das ,gesamtbild des ,lebens verndert4 ,mten wir unser hchstes ,ziel darin finden1 da es uns wohl ergehe und wir lange leben auf ,erden1 so wre allerdings gegen jenen lhmenden ,eindruck nicht aufzukommen und der ,unvernunft bliebe das letzte ,wort4 ,nun aber haben sich uns hhere ,ziele aufgetan3 es gilt einen inneren ,aufstieg des ,lebens im ,bereich der ,menschheit1 und dies kann bei der tatschlichen ,schroffheit der ,gegenstze nicht in ruhiger ,entwicklung1 sondern nur durch ,kampf und ,schmerz1 durch ,wandlung und ,entsagung hindurch geschehen4 ,fr solches inneres ,aufklimmen1 fr dies ,stirb und ,werde kann aber manches dienlich sein1 was sich1 uerlich angesehen1 wie ein bloer ,verlust ausnimmt4 ,bringt das zunchst bloe ,mglichkeiten1 und bleibt es uns in tiefes ,dunkel gehllt1 woher so schroffe ,gegenstze im ,weltbestande und so harte ,widersprche im menschlichen ,wesen stammen3 alles ,dunkel verkmmert uns nicht im mindesten den ,aufstieg eines neuen ,lebens und die ,verwandlung unseres ,wesens dadurch4 ,stellen wir uns auf diese eine ,grundtatsache und halten uns fest an sie1 so knnen alle ,rtsel der ,weltlage uns nicht dem ,zweifel zur ,beute geben1 so kann der ,widerstand selbst uns nur in der berzeugung von der ,ursprnglichkeit und der berlegenheit jener ,grundwahrheit bestrken4 ,so vermgen wir uns mit dem ,zweifel nicht zu verstndigen1 verstehen aber knnen wir ihn sehr wohl4 ,es liegen schwere ,verwicklungen und ungeheure ,widersprche im ,weltstande und im ,menschenleben1 die sich aller ,aufklrung durch menschliche ,einsicht entziehen1 die wir einfach als ,tatsachen hinnehmen mssen4 ,diesen ,widerstnden gewachsen und berlegen werden knnen wir nur dadurch1 da wir uns selbst in die ,bewegung versetzen und sie als die unsrige fhren1 damit ihre ,kraft erfahren1 damit in ihr eine unerschpfliche ,welt entdecken4 ,freilich mu1 wer die ,bewegung teilt1 auch ihre ,mhen und ,kmpfe teilen1 auch ,zweifel werden ihn nicht verschonen4 ,aber die ,zweifel liegen dann innerhalb der ,bewegung1 ja sie entspringen erst aus ihr2 so knnen sie nun und nimmer ihre ,tatschlichkeit erschttern1 ja es kann der ,zweifel selbst zur berwindung des ,zweifels wirken4 ,denn vom ,zweifel gilt dasselbe1 was von der moralischen ,verwicklung3 nichts hat die ,menschen mehr eines naturberlegenen ,lebens gewi gemacht als das ,gewahren und ,durchleben schwerer ,probleme in der eigenen ,seele2 die vllige ,unmglichkeit1 diese ,probleme liegen zu lassen1 ward das sicherste ,zeugnis dafr1 da das ,ganze keine bloe ,einbildung ist2 die ,befassung mit diesen ,problemen lie das ,leben auf sich selber stehen und unabhngig von seiner ,umgebung werden1 es gewann eben dadurch echte ,freiheit1 da es eine innere ,notwendigkeit in sich aufnahm4 ,zugleich erzeugte die ,strke des ,schmerzes ber den ,nichtbesitz unentbehrlicher ,gter die ,hoffnung1 den ,glauben1 die felsenfeste ,gewiheit1 da jenes1 was wir schmerzlich entbehren1 irgendwie besteht und schlielich auch uns zugehen wird4 ,wo hingegen der ,zwang innerer ,probleme fehlt1 der ,mensch die ,bewegung von auen her betrachtet und sie wie etwas ,fremdes von sich schiebt1 da berwltigen ihn leicht die ,eindrcke der gleichgltigen oder feindseligen ,welt1 da verliert der ,zweifel seine aufrttelnde und vorwrtstreibende ,macht1 da wird er matt und schlaff1 da weicht die ,welt vor dem ,menschen zurck1 und alles kluge ,rsonnement vergrert nur die damit entstehende ,kluft4 ,mit ,recht hatte ,goethe besondere ,freude an der ,erzhlung von dem ,wandeln ,jesu auf dem ,wasser1 alles ,groe verlangt einen festen ,glauben1 ja einen ,trotz gegen die ,mae der ,welt1 whrend der ,kleinglubige versinkt4 ,gre aber verlangt das ,leben durchgngig von dem zwischen zwei ,lebensstufen befindlichen ,menschen1 eine ,gre1 vor der alle ,unterschiede gesellschaftlicher ,stellung verschwinden2 so hatte ,luther ,recht1 wenn er meint1 niemand drfe den ,glauben fahren lassen1 da ,gott mit ihm groe ,dinge tun wolle4 ,auch zusammenfassend drfen wir mit ,luther sagen4 ,darum nur getrost und frisch dahin gesetzt1 was auch die ,welt nehmen kann4 ,die ,wohnungen des ,lebens sind viel weiter denn die ,wohnungen des ,todes4 ,die ,folgerungen aus dem ,gesamtbilde des ,lebens4 ,folgerungen fr das ,leben des ,einzelnen4 ,wie jede ,lebensordnung sich am ,dasein des ,einzelnen zu bewhren hat1 so mu es auch die unsrige tun2 sie tut das1 indem sie auch im ,einzelleben eine hohe ,aufgabe findet1 ihm einen inneren ,zusammenhang gibt1 es den ,widersprchen entwindet1 die es zu zerstren drohen4 ,diese ,widersprche stammen vornehmlich daher1 da der ,mensch kraft seiner geistigen ,anlage der bloen ,natur entwchst und bei ihr kein ,genge mehr findet1 da der ,durchschnitt seines ,daseins aber geistiges ,leben nicht gengend entfaltet1 um ihm ,selbstndigkeit zu erringen2 so schwebt der ,mensch in unsicherer ,mitte1 und da die ,versuche einer ,hilfe sich bald als unzulnglich erweisen1 so luft das ,ganze schlielich in trbe ,entsagung aus2 das ,leben erscheint nach dem ,ausdruck ,schopenhauers als ein ,geschft1 das seine ,kosten nicht deckt4 ,der ,verlauf des ,lebens durch die verschiedenen ,alter hindurch stellt sich zunchst als ein ,aufstieg1 bald jedoch als ein ,abstieg dar1 damit aber als ein berwiegender ,verlust1 als eine herbe ,enttuschung4 ,beim ,eintritt in das ,leben wird das ,individuum vom engen ,kreise der ,seinigen freudig begrt und zrtlich gepflegt1 auch den ,weg des ,heranwachsenden behten ,liebe und ,gte1 und was an kleinen ,sorgen und ,schmerzen erscheint1 das strt nicht die ,lebensfrische und ,lebenslust4 ,da die ,abhngigkeit noch nicht drckend wirkt1 so hat das ,kindesalter einen ,stand harmlosen ,glckes1 nach dem das sptere ,leben oft wie nach einem verlorenen ,paradiese zurckschaut4 ,dann aber erwacht ein ,verlangen nach voller ,selbstndigkeit1 das ,leben drngt ins ,freie und ,weite1 der ,mensch sucht eigene ,wege und schliet in ,freundschaft und ,liebe selbstgewhlte ,bnde2 neue ,triebe erwachen und neue ,wnsche steigen auf1 schwellende sinnliche ,kraft fhrt auch dem geistigen ,leben fruchtbare ,antriebe zu4 ,ins ,endlose geht hier das ,sehnen und ,hoffen1 unbegrenzte ,mglichkeiten stellen sich zur ,wahl vor den strebenden ,geist1 das ursprngliche ,aufquellen frischer ,kraft erzeugt das ,gefhl1 da jetzt erst die ,welt ihren ,lauf beginne1 jetzt erst die ,sonne voll leuchte1 jetzt erst ,lust und ,liebe ihren ,zauber entfalten4 ,die ,vergangenheit dnkt dabei leicht eine bloe ,vorstufe dessen1 was jetzt an den ,punkt der ,entscheidung gelangt1 eben jetzt wird die ,zukunft geschmiedet1 eben jetzt aller ,folgezeit der ,weg gewiesen4 ,so gro kann die ,jugend nicht von sich denken1 ohne auch manche ,sorgen und ,schmerzen auf sich zu nehmen1 die hochfliegenden ,plne selbst lassen den ,widerstand der ,erfahrung mit besonderer ,strke empfinden4 ,aber ein freudiges ,kraftgefhl schpft daraus mehr ,antrieb als ,hemmung2 auch waltet ein fester ,glaube an die ,macht der ,einsicht und der ,gerechtigkeit in menschlichen ,dingen1 ein ,glaube auch an eine berlegenheit freier ,entscheidung ber alle starre ,gewhnung4 ,aus der ,zeit der ,entwrfe und ,plne tritt der ,mensch mit beginnendem ,mannesalter in die ,zeit der ,arbeit ein1 nun gilt es selbst ,hand anzulegen1 nun das ,vermgen in ,tat umzusetzen2 ein ,beruf wird ergriffen1 ein eigenes ,heim begrndet4 ,das bringt dem ,leben eine gewisse ,verengung und lenkt es in eine ruhige ,bahn4 ,aber wenn der ,sturm und ,drang der ,jugend verfliegt1 so verflicht sich dafr das ,leben enger mit seiner ,umgebung und gewinnt es einen festeren ,boden2 klarer stehen die ,ziele vor ,augen1 und das ,wirken gewinnt an ,sicherheit4 ,aus emsiger ,arbeit quillt ,liebe und ,freude hervor1 die ,hingebung und ,opfer zu erzeugen vermag und zur ethischen ,erhhung wirkt4 ,aber diese ,wendung bringt das ,leben bald an einen kritischen ,punkt1 den am meisten kritischen ,punkt unseres ,daseins4 ,die ,arbeit zwingt1 das ,streben auf die ,leistung zu richten1 sie lenkt damit den ,menschen vom eigenen ,innern ab1 sie verlegt den ,schwerpunkt des ,lebens mehr und mehr in das ,verhltnis zur gesellschaftlichen ,umgebung und unterwirft den ,einzelnen ihren ,forderungen4 ,das ergibt so lange keine schwere ,verwicklung1 als das ,feuer der ,jugend noch anhlt und das ,werk des ,tages erwrmt2 aber allmhlich erlischt jenes ,feuer1 es erschlafft mehr und mehr die ,jugendkraft der ,natur1 und es fragt sich nun1 ob1 was damit verloren geht1 irgendwelchen ,ersatz erhalte4 ,damit aber wird das ,leben vor eine folgenschwere ,entscheidung gestellt4 ,nur geistige ,kraft vermchte die sinkende ,natur zu ersetzen1 sie knnte das aber nur1 wenn die geistige ,anregung1 die dem ,individuum zugefhrt wurde1 in ihm tief genug ,wurzel geschlagen htte1 um eine ,selbstndigkeit zu erreichen und den ,hemmungen gewachsen zu werden4 ,dies aber geschieht1 wie der ,augenschein zeigt1 in den meisten ,fllen nicht1 das geistige ,leben wird weniger durch eigene ,kraft als durch das verwickelte ,triebwerk des gesellschaftlichen ,lebens aufrecht gehalten2 das aber besagt gerade nach unserer ,darlegung deshalb einen schroffen ,widerspruch1 weil geistiges ,leben ein ,selbstndigwerden der ,innerlichkeit bedeutet2 eine ,beugung unter eine fremde ,ordnung mu es verflachen und entstellen1 ja setzt es schlielich zu bloem ,aufputz und ,schein herab4 ,das mu auch das ,individuum am eigenen ,leibe erfahren3 es kann nicht vornehmlich nach drauen blicken und die ,wirkung auf die ,umgebung berechnen1 ohne da die ,kraft des ,lebens sinkt und seine ,gefhle ermatten2 ursprngliches ,schaffen weicht trger ,gewhnung1 und eine geistlose ,mechanisierung gewinnt immer weiteren ,raum4 ,die ,arbeit sinkt zur ,routine1 und was feurige ,liebe schuf1 das mu die ,gewohnheit des ,alltags und khle ,erwgung der ,zweckmigkeit mhsam aufrecht erhalten4 ,zugleich weicht das strmische ,hochgefhl der ,jugend einem nchternen ,realismus1 der ,trgheitswiderstand der ,verhltnisse1 der die ,jugend so wenig bekmmerte1 wird nun berschtzt und lhmt allen khnen ,aufschwung2 dasselbe gilt von der ,macht des ,kleinen und ,gemeinen1 sowie des ,zufalls1 der oft mhsame ,arbeit und wohlerwogene ,plne in spielender ,laune zerstrt4 ,ist es dem ,individuum zu verdenken1 wenn solche ,eindrcke und ,erfahrungen es auf eine ,beherrschung der ,dinge verzichten und mglichst eine ,anpassung an seine ,umgebung suchen lassen8 ,auch untersttzt das gesellschaftliche ,leben eine derartige ,wendung1 indem es sich eifrig bemht1 den ,menschen die drohende innere ,leere nicht voll empfinden zu lassen4 ,die ,gesellschaft lt es an ,anerkennung der ,leistung nicht fehlen1 sie stachelt den ,ehrgeiz des ,individuums an und schmeichelt mit mannigfachen ,mitteln seiner ,eitelkeit2 oft verkehrt sich das in wunderlicher ,weise dahin1 da das ,nichts dem ,nichts eine ,bedeutung zuspricht und ihm damit ein ,selbstbewutsein verleiht2 auch ersinnt die ,gesellschaft mit groem ,geschick ,unterhaltungen und ,zerstreuungen1 ,spiele1 ,sport usw41 ,ersatzmittel echten ,lebens1 die durch unablssige ,erregung der einzelnen ,augenblicke die ,leere des ,ganzen verdecken mchten4 ,aber das ,gefhl der ,leere verscheuchen1 heit nicht die ,leere vertreiben1 in aller knstlich erzeugten ,erregung fhren die ,seelen kein wahrhaftiges ,leben1 sind sie1 innerlich angesehen1 tote ,seelen1 geistig tot1 bevor der krperliche ,tod sie dahinrafft4 ,und nun erwacht oft eine wehmtige ,sehnsucht nach der ,kindheit1 wo das ,leben in so weitem ,ausblick vor dem ,menschen lag1 wo alle ,mglichkeiten noch offen standen1 und die ,pulse so viel krftiger schlugen4 ,schlielich versagen die ,krfte zur ,arbeit1 und gilt es ein ,scheiden von ihr1 das ,greisenalter beginnt4 ,dieser ,abschied von der ,arbeit1 die mehr und mehr zu einer lastenden ,brde wurde1 mag zunchst wie eine ,erleichterung und ,befreiung erscheinen1 die ,ruhe wird zum ,genu1 der harte ,kampf erlischt1 die ,stimmung wird weicher1 das ,urteil des unbeteiligten ,zuschauers milder2 zugleich wird er selbst1 da er nun ja aus der ,wettbewerbung ausschied1 freundlicher beurteilt oder doch schonungsvoller behandelt4 ,das ,greisenalter ist die ,zeit der ,selbstbetrachtung1 aber einer ,betrachtung1 die sich vom ,schaffen abgelst hat2 so hat diese ,weisheit einen matten und unfruchtbaren ,charakter1 sie erleichtert mehr das ,scheiden vom ,leben1 als sie diesem nachtrglich einen ,wert verleiht4 ,die ,beleuchtung1 welche sein ,verlauf beim ,rckblick erhlt1 gibt eher dem ,pessimismus als dem ,optimismus ,recht4 ,die ,natur versah jeden von uns mit einem ,kapital fr das ,leben1 aber dieses ,kapital war begrenzt1 und wir haben es allmhlich aufgezehrt2 was sollen wir nun noch beginnen8 ,wir hatten manche ,erfolge1 aber sie lieen die ,seele vergessen und verkmmern1 und sie selbst geraten in ,unsicherheit1 wenn der ,sinn und ,wert des gesamten ,lebens zweifelhaft wird1 und wie sollte das hier nicht geschehen8 ,wir strebten von ,augenblick zu ,augenblick und hofften stets mit dem ,erklimmen der nchsten ,hhe den hchsten ,gipfel gewonnen zu haben1 aber immer wieder erschienen neue ,hhen und zwangen uns weiter zu wandern4 ,das ,leben kam nicht zu sich selbst und ging nicht in ein ,ganzes zusammen2 so hatte es dem ,strom der ,zeit nichts entgegenzusetzen1 sondern trieb wehrlos mit ihm dahin4 ,im ,hoffen und ,harren auf ein ,glck1 das irgendwoher kommen sollte1 entrann uns die ,gegenwart und schlielich das ganze ,leben1 es war mehr ein ,suchen und ,haschen1 ein ,verlangen nach ,leben als wahres und wirkliches ,leben4 ,zugleich verschiebt sich durch den ,verlauf des ,lebens in schmerzlicher ,weise das ,verhltnis des ,einzelnen zur ,zeit und zur menschlichen ,umgebung4 ,im ,aufstreben fhlte er sich seiner ,zeit aufs allerengste verbunden1 und ihre ,frderung bildete den ,hauptantrieb seines ,strebens4 ,am ,schlu aber entweicht ihm die ,zeit1 die alten ,probleme treten zurck und machen neuen ,platz2 das macht ihn fremd in der ,zeit und mit seinem ,hangen an der ,vergangenheit selbst zu einer ,vergangenheit4 ,nicht viel anderes erfhrt er mit den einzelnen ,menschen4 ,als er aufstrebte1 hatte er viele ,genossen1 deren ,teilnahme er sicher war1 und die er zu fhren oder doch zu frdern hoffte4 ,diese ,genossen und ,freunde werden ihm nach und nach entrissen1 und ,fremde besetzen ihren ,platz4 ,so findet er sich immer weniger verstanden1 und mu sich immer einsamer fhlen1 ja schlielich mag er sich wie ein bloes berbleibsel erscheinen1 das die ,wogen des ,geschickes bisher verschonten1 nun aber bald dahinraffen werden4 ,das alles fhrt zu der ,stimmung1 der ,goethe den ,ausdruck gab3 ,ein alter ,mann ist stets ein ,knig ,lear4 ,was ,hand in ,hand mitwirkte1 stritt1 ,ist lngst vorbei gegangen1 ,was mit und an dir liebte1 litt1 ,hat sich wo anders angehangen2 ,die ,jugend ist um ihretwillen hier1 ,es wre thrig zu verlangen3 ,komm ltele du mit mir4 ,solchen ,zweifeln und ,enttuschungen gegenber ist es ein bloer ,scheintrost1 da unsere ,arbeit der ,heranbildung eines neuen ,geschlechtes diene1 unsere ,mhe diesem fromme4 ,denn was wird damit gewonnen1 wenn das neue ,geschlecht auch nur wieder ein neues heranzieht1 und dieses wieder ein anderes1 wenn jedes die ,frage einem anderen zuschiebt1 und damit das ,leben nie ber das ,suchen hinaus zu einem ,beisichselbstsein gelangt8 ,schlielich erscheint das unermdliche ,streben von ,geschlecht zu ,geschlecht als ein bloes ,mittel1 die ,menschheit physisch zu erhalten2 es mag dann eine grobe ,irrung dnken1 da wir uns als einen ,selbstzweck behandeln und vom ,leben einen ,inhalt begehren4 ,alle solche ,gren stellen sich dann als bloe ,lockmittel heraus1 die uns vorgespiegelt werden1 um uns aus natrlicher ,trgheit aufzurtteln4 ,wir alle werden damit bloe ,durchgangspunkte des ,lebens1 ,wogen1 die sich rasch zusammenballen und ebenso rasch zerrinnen1 ,wogen1 die einander unaufhrlich verdrngen4 ,dieser ,stand der ,dinge mag so lange verborgen bleiben1 als der ,blick nur an einzelnen ,geschehnissen haftet2 sobald aber ein berschauendes ,denken die ,erfahrungen ins ,ganze fat1 wird die ,sinnlosigkeit dessen offenbar1 und das letzte ,wort behlt die ,verneinung4 ,so pflegt es zu sein1 so braucht es aber nicht zu sein2 da es so ist1 das liegt am ,menschen selbst1 der sein ,leben allein auf die ,umgebung richtet und es von ihr abhngig macht1 statt ihm eine ,selbstndigkeit zu erringen und die ,bildung des ,innern voranzustellen4 ,wir sahen1 wie hohe ,ziele das menschliche ,leben enthlt1 auch der ,einzelne kann sie ergreifen1 sein ,dasein in ,tat verwandeln1 eine ,unendlichkeit in der eigenen ,seele entdecken1 den ,kampf gegen alles ,schicksal getrosten ,mutes unternehmen4 ,er kann das von der berzeugung aus1 da berlegene ,macht in ihm ein neues ,leben und eine ursprngliche ,quelle erschliet2 zu dessen ,aneignung und ,entfaltung aber bedarf es seiner ,gesinnung und ,tat4 ,das ,leben erhlt einen vllig anderen ,anblick1 wenn es nicht blo an uns vorgeht1 sondern unser eigenes ,werk werden kann1 wenn es nicht eine vorgeschriebene ,linie nur fortsetzt1 sondern die ,forderung einer groen ,wendung in sich trgt1 die ,forderung eines berlegenwerdens nicht nur gegen die ,natur1 sondern auch gegen den flachen und widerspruchsvollen gesellschaftlichen ,durchschnitt1 die ,forderung1 das ,ganze der ,lebenswelt im eigenen ,wesen zu ergreifen4 ,es stehen dabei nicht blo einzelne ,leistungen in ,frage1 sondern ein einziges aller ,mannigfaltigkeit berlegenes ,ziel1 die ,erhebung des ,menschen zu einem selbstndigen ,lebenszentrum1 die ,bildung eines geistigen ,kernes1 einer geistigen ,energie1 die ,geburt eines ,geistesmenschen statt des bloen ,daseinsmenschen4 ,denn der ,mensch mu zweimal geboren werden1 einmal natrlich und sodann geistig1 wie der ,brahmine 7,hegel74 ,brahminen in diesem ,sinne sind aber wir alle1 mag der ,daseinskreis des ,einzelnen noch so bescheiden sein4 ,so darf es mit ,goethe heien3 ,gott begegnet sich immer selbst2 ,gott im ,menschen sich selbst wieder im ,menschen4 ,daher keiner ,ursache hat1 sich gegen die ,grten gering zu achten4 ,zum ,gelingen der ,wendung bedarf es einmal eines unablssigen ,hochhaltens der ,gesinnung1 es bedarf aber auch einer emsigen ,arbeit1 welche dem ,menschen einen eigenen ,bereich erringt1 ihm eine eigentmliche ,wirklichkeit schafft und ihn sich darin befestigen lt4 ,die ,bewegung bleibe nicht ein bloes ,wogen und ,wallen1 sie strebe auch zu irgendwelchem geschlossenen ,werke1 weniger wegen der ,leistung1 die stets unvollkommen bleibt1 als zur notwendigen ,aufrttelung1 ,zusammenfassung und ,lenkung der ,krfte2 ohne das kann das ,leben nicht stark in sich selbst und zur vollen ,wirklichkeit werden4 ,gewi wird es so gefat alles eher als ein sicheres ,fortschreiten oder gar ein behagliches ,genieen4 ,mit seiner ,forderung1 ,unendliches im ,endlichen1 ,zeitberlegenes im ,zeitlichen1 ,freischaffendes im ,gegebenen und ,gebundenen1 ,liebe in der ,welt der ,selbstsucht und des ,streites zur ,macht und ,wirkung zu bringen1 enthlt es einen durchgngigen ,widerspruch2 diesen ,widerspruch kann das ,alltagstreiben verdunkeln und vergessen1 den ,hhen menschlichen ,strebens aber war er mit voller ,klarheit gegenwrtig3 die edelsten ,menschen machten sich die meisten moralischen ,sorgen1 die ,heiligen pflegen sich fr ,snder und die ,snder fr ,heilige zu halten 7,pascal71 die grten ,knstler fhlten besonders schmerzlich den weiten ,abstand zwischen ,wollen und ,vollbringen1 und tiefste ,denker fhlten sich namentlich getrieben1 einer berschtzung des menschlichen ,erkenntnisvermgens entgegenzuwirken und scharf seine ,grenzen zu ziehen4 ,aber das alles kann nicht erschrecken1 wenn der ,mensch der lebendigen ,gegenwart erhhender ,mchte gewi ist und sein ,werk nicht als eine ,privatangelegenheit1 sondern als eine ihm zugewiesene1 aber zugleich vom ,gesamtleben getragene ,aufgabe fhrt1 nicht aus eigener1 sondern aus verliehener ,kraft4 ,dabei fllt auch das ins ,gewicht1 da das ,leben des ,menschen verschiedene ,schichten enthlt1 und da selbst das ,milingen bei einer von ihnen fr das ,ganze ein ,gewinn werden kann4 ,wir haben uns zunchst im ,bereich der ,natur und des gesellschaftlichen ,zusammenseins zu erhalten1 ber die dort waltende ,notwendigkeit und ,ntzlichkeit erhebt weltbauendes geistiges ,wirken und ,schaffen in ein ,reich der ,geisteskultur1 ber diesem aber wlbt sich als letzter ,abschlu ein ,reich weltberlegener ,innerlichkeit und weltberwindender ,liebe4 ,in diesem letzten kann auch das einen ,wert erlangen1 was uerlich nicht zur vollen ,wirkung kam1 ja es verschwinden hier alle ,unterschiede der ,leistung4 ,denn hier wird zum entscheidenden ,hauptwerk die ,gesinnung1 ,gesinnung als ttige ,haltung1 nicht als passiver ,zustand1 hier gilt das ,gleichnis von den ,arbeitern im ,weinberg1 das auch die geringste ,arbeit nicht verwirft1 wenn sie nur aus der treuen ,einsetzung der ganzen ,seele hervorging4 ,steht es so mit dem ,menschen1 so kann er den ,gefahren trotzen1 welche sein ,leben nach kurzem ,aufschwung in ein ,stocken und ,sinken zu bringen drohten4 ,nun kann er dem ,schicksal1 das ihn umfngt1 ein ursprngliches ,leben entgegensetzen und damit sein ,dasein in einen unablssigen ,kampf zwischen ,schicksal und ,freiheit verwandeln2 nun kann er die entweichende physische ,jugend durch eine geistige ersetzen und gegenber einem erstarrenden ,mechanismus das ,leben in frischem ,flu erhalten4 ,auch erschpft sich nunmehr das ,leben nicht mehr in ein ,nacheinander einzelner ,vorgnge1 es bleibt kein bloes ,kommen und ,gehen1 sondern nunmehr vermag es gegen den ,wirbel und ,wandel eine ,hauptrichtung festzuhalten und eine beharrende ,gegenwart auszubilden1 die alles1 was dem inneren ,fortgang dient1 verbinden und durcheinander befestigen kann4 ,hat unser ,leben so viel bei sich selbst zu tun und verheit sein ,verlauf so reichen ,gewinn1 so kann es auch nicht mehr echte ,weisheit bedeuten1 das ,leid1 das uns traf1 einfach abzuschtteln und mglichst alle ,spur von ihm auszutilgen1 sondern dann hat es einem ,ganzen des ,lebens gegenwrtig zu bleiben und zu seiner ,frderung zu wirken4 ,solche innere ,bildung vermag durch den ganzen ,verlauf des ,lebens im ,aufstieg zu bleiben und an geistiger ,frische zu wachsen2 es wird von hier aus die ,forderung der ,mystik verstndlich1 der ,mensch solle jeden ,tag jnger werden1 jeden ,tag mehr aus der ,zeit in die ,ewigkeit treten2 nur werden wir dabei weniger mit der ,mystik an bloe ,kontemplation als an schaffende ,ttigkeit denken4 ,wie in diesem ,zusammenhange das ,leben sich nicht als ein ,aufzehren eines gegebenen und begrenzten ,kapitals darstellt1 sondern als das ,schaffen eines neuen1 das ins ,grenzenlose zunehmen kann1 so wird nun das sentimentale ,zurckblicken auf die ,jugendzeit und das ,klagen ber den ,verlust ihrer ,frische und ,spannkraft zu einem ,ausdruck matter und flacher ,denkart1 ja zu einem ,zeugnis dessen1 da das ,leben sein ,ziel verfehlte4 ,nicht minder als dem ,sinken der ,jugendkraft lt sich auch der ,mechanisierung der ,arbeit und dem ,unterliegen unter starre ,routine erfolgreich ,widerstand leisten4 ,uns bezwingen nicht sowohl die ,auendinge als unsere innere ,schwche1 unser ,unvermgen1 inmitten der ,arbeit ein ,werk des ganzen ,menschen zu wahren und von ihm aus die ,arbeit zu beseelen4 ,werfen wir nicht auf das ,schicksal1 was in ,wahrheit wir selbst verschulden6 ,wenn die ,festhaltung einer durchgehenden inneren ,aufgabe das ,leben in ein fortlaufendes ,werk verwandelt und der ,verlust nach auen hin sich durch einen inneren ,gewinn ersetzen lt1 so behalten auch die spteren ,lebensstufen ein eigentmliches ,recht und einen eigentmlichen ,wert4 ,auch ,gter wie ,kraft und ,schnheit beschrnken sich nicht auf die ,jugendzeit1 auch die spteren ,alter knnen sie besitzen1 nur werden diese sie anders gestalten und mehr ins ,seelische wenden mssen4 ,wir ergeben uns gewhnlich viel zu frh und machen weit weniger aus uns1 als wir knnten1 unser schlimmster ,feind ist die eigene ,verzagtheit1 ist der ,mangel an rechtem ,glauben4 ,richtig verstanden hat auch das ,greisenalter seinen besonderen ,wert1 es braucht kein mattes ,verklingen zu sein1 es kann ein inneres ,zusammenfassen des ,lebens werden und eine ,emporhebung ber alle ueren ,mae vollziehen4 ,wohl lockert sich das ,verhltnis zur ,zeit1 jedoch nur das zu ihrer ,oberflche1 nicht zu dem ,ewigkeitsgehalt1 der allein den ,zeiten eine ,tiefe gibt und sie zu einem gemeinsamen ,werke verbindet4 ,auch das ,einsamerwerden gegen die ,menschen braucht keine ,vereinsamung zu bedeuten1 wenn ,liebe zum ,menschenwesen bleibt und immer neue ,ttigkeit wachruft1 wenn vor allem der ,mensch in den ,zusammenhngen des geistigen und gttlichen ,lebens sich sicher geborgen fhlt und als ,glied einer ewigen ,ordnung wei4 ,dann mag das ,leben nach dem ,ausdrucke ,leibnizens gegenber der frheren ,evolution eine ,art von ,involution vollziehen1 eine ,einkehr in sich selbst1 aber es fllt damit nicht ins ,leere1 wenn es von innen her eine ,welt zu eigen gewann1 die den ,grundbestand aller ,wirklichkeit bildet1 der gegenber alles ,dasein zu einer niederen ,stufe herabsinkt4 ,so erscheint das ,greisenalter als ein ,prfstein fr den ,ertrag des ,lebens1 fr sein ,gelingen oder ,milingen4 ,wir erwhnten vorhin ein trbe gestimmtes ,goethewort2 wie der groe ,lebensweise sich selbst ber solche ,stimmung hinaushob1 das zeigt ein anderer ,ausspruch1 der seine individuelle ,art in unnachahmlicher ,sprache verkrpert3 ,die ,jahre nahmen dir1 du sagst1 so vieles3 ,die eigentliche ,lust des ,sinnenspieles1 ,erinnerung des allerliebsten ,tandes ,von gestern2 weit und breiten ,landes ,durchschweifen frommt nicht mehr2 selbst nicht von oben ,der ,ehren anerkannte ,zier1 das ,loben1 ,erfreulich sonst4 ,aus eignem ,tun ,behagen ,quillt nicht mehr auf1 dir fehlt ein dreistes ,wagen6 ,nun wt ich nicht1 was dir besondres bliebe4 ,mir bleibt genug6 ,es bleibt ,idee und ,liebe4 ,folgerungen fr die ,aufgaben der ,gegenwart4 ,so gewi in den ,bewegungen der ,weltgeschichte die philosophische ,arbeit nur einen bescheidenen ,platz einnimmt1 so ist sie doch unentbehrlich bei den ,fragen1 die den ganzen ,menschen und die ,gesamtrichtung des ,lebens betreffen4 ,da aber die von uns vertretene ,gedankenwelt nach dieser ,richtung hin wohl einiges ntzen kann1 das sei an einigen ,hauptpunkten kurz gezeigt4 #a4 ,wir gehen vom ,begriff des ,lebens aus und stellen uns damit in einen zwiefachen ,gegensatz1 in einen ,gegensatz zu allem ,beginnen vom ,sein und in den einer ,voranstellung besonderer ,ttigkeiten4 ,was jenen betrifft1 so geht er freilich mehr die eigentliche ,philosophie als das ,leben an1 so sei hier nur das bemerkt1 da beim ,ausgehen vom ,leben das ,erkennen nicht auf eine gegebene ,welt1 nicht auf ein starres ,ding an sich gewiesen wird1 und da berhaupt ein ,leben sich weit leichter und weit reicher erffnen kann als ein ,sein4 ,auch die ,religion stellt sich anders dar1 wenn ihr hchstes ,ziel nicht ein absolutes ,sein1 sondern das absolute ,leben bildet4 ,hier aber liegt uns vor allem an dem ,gegensatz des ,lebens als eines ,ganzen zu seinem ,auseinandergehen in die ,besonderheit der ,verzweigung4 ,es ist ein ,hauptzug des modernen ,lebens1 die ,eigentmlichkeit der ,einzelgebiete mehr zu entwickeln und strker hervorzukehren als frhere ,zeiten es taten4 ,diese ,verstrkung aber hat bei allen ,erfolgen mangels eines ,gegengewichts immer mehr dazu gefhrt1 da die ,gebiete auseinandergingen und wohl gar in einen schroffen ,gegensatz zueinander gerieten4 ,da ihrer ,arbeit naturgem die ,menschen folgten1 so entstand eine ungeheure ,zerklftung und ,zersplitterung1 wie wir heute schmerzlich empfinden4 ,mit diesem berwiegenden ,eingehen in die ,verzweigung hngt auch zusammen1 da das ,leben sich mehr ins ,technische wendet und immer komplizierter geworden ist1 da einfache ,grundgedanken den ,spezialproblemen immer mehr weichen muten4 ,dem mu begegnet werden1 dem lt sich aber nur begegnen durch ein ,zurckgehen auf ein berlegenes ,ganzes des ,lebens4 ,es steht zu hoffen1 da1 wenn die groen ,lebenswahrheiten und ,lebensnotwendigkeiten krftiger herausgearbeitet und bewuter angeeignet werden1 unser ,lebensstand eine ,verjngung und ,vereinfachung erfhrt1 da die ,menschen gemeinsame ,aufgaben erkennen und sich bei ihnen zusammenfinden4 ,alle schnen ,worte von ,menschenwrde und ,humanitt berwinden nicht die ,kluft1 das kann nur durch eine ,verstrkung der gemeinsamen ,aufgaben erfolgen1 an deren ,lsung das ,gelingen und der ,sinn alles ,lebens hngt1 bei denen wir aber zugleich uns aufeinander angewiesen und innerlich verbunden fhlen4 ,hier gilt es ein ,bauen von innen heraus4 #b4 ,das ,leben als ,grundlage dessen nehmen konnten wir nicht1 ohne anzuerkennen1 da ein derartiges ,leben nicht ein ,erzeugnis blomenschlichen ,vermgens ist1 da es vielmehr aus greren ,zusammenhngen stammt1 und da damit innerhalb des ,menschen etwas bermenschliches ersichtlich wird4 ,aus solcher berzeugung lt sich der heutigen ,unsicherheit in der ,schtzung des ,menschen entgegenwirken4 ,es war der ,neuzeit eigentmlich1 beim ,bilde der ,welt wie bei der ,gestaltung des ,lebens vom ,menschen auszugehen und ihn damit sehr zu steigern4 ,es hat das aber neben groem ,gewinn auch manche ,verwicklung gebracht1 im besonderen die ,gefahr1 da der bloe ,mensch die ,rechte und ,ansprche an sich ri1 die nur dem schaffenden ,leben gebhren4 ,solche ,mistnde wurden so lange minder bemerklich1 als von frheren ,lebensordnungen her noch ein ,glanz auf der ,menschheit lag und sie als ein ,glied grerer ,zusammenhnge sehen lie4 ,aber diese ,verklrung ist mehr und mehr gewichen1 und der ,mensch hat sich immer ausschlielicher auf sein natrliches und gesellschaftliches ,dasein gestellt4 ,wenn dabei manche ,grenze und ,schwche sich nicht verkennen lie1 so suchte man das wohl durch eine ,summierung der ,krfte zu berwinden1 sei es in dem ,nacheinander der ,geschichte1 sei es in dem ,nebeneinander der ,gesellschaft4 ,wie wenig das aber auslangt1 das hat sich unserer ,errterung oft erwiesen2 die ,eindrcke des ,krieges bekrftigen das1 indem sie den ,menschen mit sehr widersprechenden ,zgen zeigen1 im ,verhltnis der ,nationen unermelich viel ,ha und ,neid1 ,unwahrheit und ,ungerechtigkeit1 innerhalb der ,nationen aber viel ,kraft und ,aufopferungsfhigkeit1 wie wir das auch unseren ,gegnern zuerkennen mssen2 so ein hchst verworrenes ,bild des ,menschen4 ,die ,unsicherheit1 ja ,hilflosigkeit wird dadurch verstrkt1 da die moderne ,wissenschaft die ,bedeutung des ,menschen im ,weltall immer geringer anschlgt2 wir auf unserem kleinen ,planeten und mit unserer zeitlich begrenzten ,dauer scheinen vllig nebenschlich und gleichgltig im ,ganzen der ,wirklichkeit4 ,und doch knnen wir unmglich auf eine ,schtzung der ,menschheit verzichten1 wenn unser ,handeln hohe ,ziele entwerfen und unserem ,vermgen sie zu erreichen vertrauen soll4 ,so geht ein ,sehnen durch die ,menschheit der ,gegenwart1 den ,menschen von innen heraus zu erhhen4 ,das aber kann unmglich vom bloen ,dasein aus geschehen1 es verlangt die ,erffnung einer neuen ,welt1 einer ,tatwelt1 in der menschlichen ,seele1 und die ,schpfung eines selbstndigen ,lebens im ,menschen2 unsererseits bedarf es dabei einer krftigen ,herausarbeitung jenes bermenschlichen im ,menschen und zugleich eines ,zusammenschlusses der ,streiter fr eine echte ,geisteskultur zu einer festen ,gemeinschaft2 frher haben die ,kirchen sich dieser ,aufgabe angenommen1 vieles in ihnen ist sicherlich heute veraltet1 aber der sie beseelende ,grundgedanke bleibt schlechterdings unentbehrlich und wird sich durch alle ,verneinung und ,bekmpfung hindurch immer wieder ,geltung verschaffen4 #c4 ,wir verlangten fr das ,leben die ,bildung eines festen ,kerns im ,menschen1 eines ,selbst1 das alle ,mannigfaltigkeit trgt1 sich erhhend in sie hineinlegt1 damit aber das ,leben zu einem ,beisichselbstsein erhht4 ,wir verlangen zugleich einen ,lebensinhalt und eine ,wesenskultur4 ,damit widersprechen wir einer bloen ,kraftkultur1 wie sie in der ,neuzeit die ,herrschaft an sich gerissen hat4 ,auch hier lag zugrunde eine unverwerfliche ,forderung4 ,die frheren ,lebensordnungen nahmen den ,menschen zu sehr als eine fertige ,gre und setzten daher nicht gengend den ganzen ,umfang seiner ,kraft in ,bewegung4 ,nun zeigte die ,neuzeit1 wieviel sich im ,menschen steigern und in den ,verhltnissen bessern lt2 darber ist aber die ,steigerung zum ,selbstzweck geworden1 und es entsteht die ,gefahr1 das ,beisichselbstsein des ,lebens und alle ,inhaltsbildung als nebenschlich1 ja gleichgltig zu behandeln4 ,denn mag die ,kraft in der einen ,richtung als ,wachstum materiellen ,vermgens1 in der anderen als eine ,steigerung des seelischen ,standes mittels eines durchleuchtenden ,denkens verstanden werden1 weder hier noch da kommt es zu einem wahrhaftigen ,leben1 wird das ,leben mehr als ein bloes ,lebenwollen1 als ein ruheloses ,hasten und ,jagen4 ,wollen wir aber dem mit ,aussicht auf ,erfolg widerstehen1 so gilt es gegenber dem ,kraftideal ein neues ,ideal zu gewinnen und durchzusetzen2 das aber kann nur durch eine ,wesensbildung mit ihrer ,vertiefung des ,lebens geschehen4 #d4 ,jene ,wesenskultur erhebt den ,anspruch1 allein dem ,leben einen ,selbstwert und eine innere ,freudigkeit zu verleihen4 ,damit stellt sie sich in ,gegensatz zu einer ,gestaltung des ,lebens1 welche die materiellen ,aufgaben zur ,hauptsache macht und die ideellen nur als einen ,anhang und eine ,hilfe behandelt4 ,auch hier entspringt die ,gefahr aus einer ,wendung des ,lebens1 die viel ,frderung mit sich brachte4 ,die wirtschaftlichen ,fragen waren in frheren ,zeiten viel zu sehr im ,hintergrunde geblieben1 und es hing damit eng zusammen1 da die geistige ,bewegung in vollem ,sinne auf enge ,kreise beschrnkt blieb1 da die ,kultur sich zu wenig von unten her emporhob1 zu sehr nur von oben her niedersenkte4 ,so tun sich neue ,ausblicke auf1 wenn darin eine ,wandlung erfolgt4 ,aber wiederum entsteht die ,gefahr1 da dies ,neue das ganze ,leben und alle ,kraft des ,menschen an sich reit und im ,gewinn selbst den ,gesamtstand niederdrckt2 die wirtschaftlichen ,fragen nehmen schon jetzt die leitende ,stellung ein1 wie auch der gegenwrtige ,weltkrieg im letzten ,sinne einen wirtschaftlichen ,grund hat3 das gewaltige wirtschaftliche ,vordringen ,deutschlands1 der ,widerstand und der ,neid der anderen ,vlker dagegen4 ,die ,notwendigkeit1 die ungeheuren ,verluste dieses ,krieges leidlich wieder auszugleichen1 drohen die wirtschaftlichen ,fragen noch mehr zur ,hauptsache zu machen4 ,so elementaren ,forderungen gegenber vermgen schne ,worte und salbungsvolles ,zureden nichts1 sondern ihnen ist nur dadurch eine ,schranke zu ziehen1 da die innere ,leere aller blomateriellen ,erfolge durchschaut wird1 und da zugleich eine starke ,sehnsucht nach einem ,lebensinhalt erwacht1 dieser ,sehnsucht aber auch die ,mglichkeit einer ,erfllung geboten wird4 ,es mu eine ,bewegung entstehen1 welche die ,hauptrichtungen des schaffenden ,lebens in ,religion1 ,philosophie und ,kunst wieder mehr in ein ursprngliches ,wirken versetzt1 aus eigener ,erfahrung1 nicht aus der vergangener ,zeiten1 welche damit der sichtbaren ,welt eine innere ,welt entgegenhlt1 welche nicht den ,menschen1 wie er ist1 befriedigt1 sondern wesentlich mehr aus dem ,menschen macht4 ,schlielich gilt es heute einen ,kampf um eine geistige ,selbsterhaltung1 nicht blo des einzelnen ,menschen1 sondern der gesamten ,menschheit1 um die ,rettung einer ,seele des ,lebens1 fr die alle ,erfolge nach auen hin keinen ,ersatz gewhren4 ,solcher ,kampf fordert neben anderem auch eine ,selbstbesinnung und ,selbstvertiefung durch ,denkarbeit4 ,und wie der ,ausgangspunkt1 so ist auch das ,hauptproblem des ,denkens das ,leben sowohl in dem1 was es uns bietet1 als in dem1 was es von uns fordert4 ,folgerungen fr die ,ausbildung eines deutschen ,lebensstiles4 ,es liegt in der deutschen ,art1 die ,probleme der ,zeit mit groem ,ernst und ,eifer mitzuerleben2 zugleich aber haben wir auch bei uns besondere ,probleme1 fr die vielleicht auch eine ,philosophie des ,lebens nicht nutzlos ist4 ,diese ,probleme erwachsen aber vornehmlich aus der ,schwierigkeit1 die gemeinsamen ,aufgaben der ,menschheit mit ganzer ,seele festzuhalten und dabei einen eigentmlich deutschen ,lebensstil auszubilden4 #a4 ,es hat aber diese ,schwierigkeit zwei ,hauptgrnde3 einmal sind uns die ,grundelemente geistigen ,lebens zunchst von drauen zugefhrt1 und es besteht die ,gefahr1 da wir sie uns nicht gengend in ,fleisch und ,blut verwandeln2 sodann aber enthlt unser eigenes ,wesen ,gegenstze1 die sich schwer miteinander ausgleichen lassen4 ,was jenes betrifft1 so empfingen wir unsere ,religion vom ,christentum2 gewi entsprach im innersten ,wesen des ,christentums manches der deutschen ,art1 und hat der ,deutsche diese ,art eben durch das ,christentum erst voll zur ,geltung gebracht2 aber alle ,anerkennung dessen lt die ,frage offen1 ob die ,form1 in der das ,christentum vom sinkenden ,altertum her an den ,deutschen kam1 nicht auch manches ihm ,fremde enthlt1 und ob hier nicht eine ,aufgabe vorliegt1 die auch durch die ,reformation noch nicht gengend gelst ist4 ,die ,kultur aber kam uns vom ,altertum her1 und am ,empfangenen haben wir unsere eigene ,art herangebildet1 gerade an den ,hhepunkten unseres ,schaffens erwies sich die ,berhrung als fruchtbar4 ,und doch ist der ,zweifel nicht abzuweisen1 ob die ,verbindung von ,altem und ,neuem vollauf gelungen ist1 ob hier nicht auch ,elemente in unser ,leben eingeflossen sind1 die wir als halbfremd empfinden1 wie zum ,beispiel selbst bei den ,schpfungen des spteren ,goethe1 ob demnach nicht auch hier noch manches zu klren und sichten bleibt4 ,endlich aber sind uns von den westlichen ,vlkern nicht nur uere ,lebensformen1 sondern auch politische ,ideale zugefhrt2 wir haben dadurch manche ,aufrttelung und ,frderung erfahren1 aber zugleich wird uns auch viel ,fremdes auferlegt und oft zu bereitwillig aufgenommen4 ,jene ,vlker haben zum ,beispiel einen eigentmlichen ,begriff von ,freiheit1 der sich von dem in unserem ,wesen angelegten wesentlich unterscheidet3 jene erstreben mehr eine ,gleichheit1 whrend wir auf eine ,gliederung nicht wohl verzichten knnen2 so ist ihr ,begriff von ,demokratie sehr verschieden von dem1 den wir gem unserer ,art fordern mssen4 ,da wir in all diesen ,punkten viel zu nachgiebig sind1 viel zu wenig unsere eigene ,art herausarbeiten und zur ,geltung bringen1 kann kein ,unbefangener leugnen4 ,der ,deutsche bleibt hier sich selbst eine ,aufgabe1 eine ,aufgabe gerade am heutigen ,tage4 ,da aber die ,herausarbeitung des eigenen ,wesens so viel ,mhe macht1 das liegt zum guten ,teil daran1 da dieses ,wesen in sich selbst verschiedene1 ja entgegengesetzte ,bewegungsrichtungen trgt1 ja da es eine eigentmliche ,doppelheit aufweist4 ,als ,hauptgegensatz erscheint dabei der von ,seele und ,arbeit1 er geht durch die ganze deutsche ,geschichte4 ,einmal enthlt unsere ,art das ,verlangen1 eine selbstndige ,innenwelt zu bilden und von ihr aus1 ja fr sie das ,leben zu fhren4 ,zugleich aber enthlt sie ein nicht minder starkes ,verlangen1 in der sichtbaren ,welt zu wirken und sie den ,zwecken des ,menschen zu unterwerfen4 ,daraus entsteht leicht eine ,gefahr fr das ,ganze des ,lebens1 denn wenn diese beiden ,forderungen sich nicht gengend zusammenfinden1 ja sich miteinander zerwerfen1 so ist ein ,sinken nicht zu verhten2 die seelische ,ttigkeit wird sich dann leicht von der ,welt ablsen und ins ,formlose verlieren1 die ,arbeit aber zu sehr ein blostoffliches ,sammeln und ,anhufen werden4 ,schon das treibt den ,deutschen ber den nchsten ,stand der ,dinge hinaus1 da zur berwindung dieses ,gegensatzes der ,gewinn eines neuen ,standortes unentbehrlich ist2 ja man darf sagen1 da schon durch diesen ,gegensatz der deutschen ,art ein ,zug zur ,metaphysik unausrottbar eingepflanzt ist4 ,weitere ,konflikte aber erzeugt die geistige ,arbeit selbst4 ,denn einerseits sehen wir die ,deutschen eifrig bemht1 alle ,mannigfaltigkeit zusammenzuhalten1 alle ,gegenstze auszugleichen1 nichts vom ,lebensbestande aufzugeben1 alles in eine ,harmonie oder doch in eine zusammenhngende ,bewegung zu bringen1 kurz in einem vershnenden ,sowohl -- ,als auch zu denken4 ,nicht minder stark aber wirkt im deutschen ,wesen das ,verlangen1 die ,gegenstze mit vollster ,schrfe hervorzukehren1 das ,unterscheidende jeder ,seite zu betonen1 alle ,vermittlung oder ,abschwchung als eine ,verflachung abzuweisen1 das ,leben damit unter ein unerbittliches ,entweder -- ,oder zu stellen4 ,jenes gewahren wir in ,persnlichkeiten wie ,leibniz1 ,goethe1 ,mozart1 ,hegel1 die andere ,art bei ,luther1 ,bach1 ,kant1 ,schiller1 ,beethoven4 ,jene ,art enthlt die ,gefahr einer ,abschleifung und eines zu raschen ,hinwegeilens ber die ,dunkelheiten des ,lebens1 diese die andere1 das ,leben auseinanderzureien und auseinanderfallen zu lassen4 ,so haben beide ,seiten dem ,ganzen des deutschen ,lebens gegenwrtig zu bleiben4 ,das kann aber nur geschehen1 wenn der ,gesamtbegriff des ,lebens aller besonderen ,gestaltung berlegen bleibt1 und somit jene beiden ,richtungen gleichberechtigte ,antriebe werden1 die sich gegenseitig sowohl ergnzen als steigern knnen4 ,das alles steckt dem deutschen ,leben hohe ,ziele und legt ihm schwere ,aufgaben auf1 notwendig wird damit der ,mensch auf grere ,zusammenhnge gewiesen1 und zu ,hauptzgen seines ,lebens werden tiefer ,ernst und aufrichtige ,ehrfurcht werden4 ,uns wird das ,leben nicht leicht gemacht1 und wir empfinden oft schmerzlich den weiten ,abstand zwischen der von unserm eigenen ,wesen geforderten ,hhe und dem ,durchschnitt des ,alltags2 vielleicht ist er grer als bei irgendeinem anderen der leitenden ,vlker4 ,so haben wir jene ,hhe stets mit allem ,eifer neu zu erringen und mssen zugleich nach verschiedensten ,richtungen hin einen ,kampf gegen drohende ,verflachungen fhren4 ,zahlreich sind heute diese ,verflachungen2 wir mchten nur eine von ihnen erwhnen1 da sie mehr empfunden als ausgesprochen zu werden pflegt1 das ist die von der ,reichshauptstadt1 von ,berlin1 ausgehende ,verflachung1 der ,berlinismus1 wie es kurz heien knnte4 ,wir hegen die aufrichtigste ,hochachtung vor dem ,eifer des ,strebens und der ,tchtigkeit der ,arbeit1 die dort geleistet wird1 wir wissen zugleich1 wie viele ,mnner und ,frauen dort bereinstimmend mit uns denken1 aber das kann und darf uns nicht verhindern1 die ,gefahr fr die innere ,lebenshaltung zu bezeichnen1 die von dortigen ,massenwirkungen ausgeht4 ,mangels einer groen ,tradition wird das ,leben dort berwiegend auf den freischwebenden ,verstand gestellt1 und es erhalten damit unvermeidlich ,reflexion1 ,kritik und ,verneinung eine bergroe ,macht2 formale ,gewandtheit und ,geschicklichkeit1 oft auch bloe ,redefertigkeit1 sollen geistigen ,gehalt ersetzen2 man kennt keine offenen ,probleme2 wie man sich selber fertig fhlt1 so vollzieht man berall einen raschen ,abschlu2 die groen ,lebensfragen1 an denen aller ,sinn und ,wert unseres ,daseins hngt1 finden wohl ein lebhaftes ,interesse und eine geistreiche ,errterung1 aber nicht das ,einsetzen einer ,wesenstiefe und den ehrfurchtsvollen ,ernst1 worauf sie bestehen mssen4 ,da ,ernst und ,ehrfurcht keine ,gedrcktheit zu erzeugen brauchen1 vielmehr mit innerer ,frische und ,frhlichkeit ganz wohl vereinbar sind1 das zeigt zum ,beispiel die ,gestalt eines ,luther4 ,wehren wir uns also dagegen1 da uns fr echte ,kultur ein bloer ,kulturersatz aufgedrngt werde6 #b4 ,weitere ,schwierigkeiten bereitet die ,frage1 einen dem deutschen ,wesen gemen ,typus fr unser ,staatsleben zu erreichen1 auch hier stehen wir in nicht geringer ,verwicklung2 das aber namentlich durch einen unausgeglichenen ,streit zwischen alter und neuer ,art4 ,unsere ,geschichte war bei aller geistigen ,fruchtbarkeit und aller ,durchbildung der ,einzelnen politisch wenig glcklich1 war doch der ,erbe des rmischen ,weltreichs schlielich zu klglicher ,ohnmacht gesunken und zu einem ,spielball fremder ,mchte geworden4 ,wir knnen daher nicht dankbar genug dafr sein1 da die ,entwicklung des preuischen ,staates einen festen ,kern fr die ,sammlung der deutschen ,stmme gewinnen lie4 ,das aber trieb notwendig dort die politische ,gestaltung in eine ,einseitigkeit1 indem allen anderen ,aufgaben voran die ,aufgabe trat1 die ,macht des ,staates zu strken und zu steigern4 ,so entstand der ,obrigkeitsstaat1 der fr jenen ,zweck ,hervorragendes geleistet hat1 der berhaupt viel tchtige ,verwaltungsarbeit verrichtet und weiteste ,kreise zu treuer ,pflichterfllung gebildet hat4 ,aber die selbstndige ,ttigkeit der ,einzelnen sowohl als die der kleineren und greren ,kreise kam dabei zu kurz1 der ,obrigkeitsstaat wurde nicht gengend zum ,volksstaat4 ,das wurde namentlich als ein ,mistand empfunden1 als der industrielle1 berhaupt der wirtschaftliche ,aufstieg ein neues ,deutschland erstehen lie1 neue ,schichten der ,gesellschaft emporhob1 sie berechtigte ,ansprche auf selbstndige ,teilnahme am ,staatsleben stellen lie4 ,es ist eine ,torheit1 sich einer solchen aller menschlichen ,willkr berlegenen ,wandlung starr zu verschlieen1 aber es ist eine nicht geringere ,torheit1 die ,verwicklung summarisch durch einfache bertragung auslndischer1 namentlich romanischer ,staatsformen auf deutsche ,verhltnisse lsen zu wollen4 ,dafr sollte man zu hoch vom deutschen ,wesen und ,geiste denken1 um sich auf diesem ,hauptlebensgebiet eine bloe ,nachahmung gengen zu lassen4 ,wir haben unsere eigenen ,begriffe von staatlichen und gesellschaftlichen ,dingen1 wir denken viel zu hoch vom ,beruf1 um ihn bei der ,volksvertretung vollstndig auszuschalten und alles ,heil von der bloen ,masse zu erwarten2 wir verlangen mehr ,recht der ,persnlichkeit1 mehr ,selbstverwaltung und ,gliederung2 da wir das ,bewutsein haben drfen1 fr die innere ,freiheit der ,geister mehr getan zu haben als irgendein anderes ,volk der ,neuzeit1 in ,luther fr die religise1 in ,kant fr die philosophischmenschliche1 in ,goethe fr die knstlerische ,freiheit1 so drfen wir hoffen1 da es uns auch gelingen wird1 fr die unentbehrliche ,freiheit im menschlichen ,zusammensein eine ,form zu finden1 die unserer eigenen ,art entspricht4 ,die erste ,bedingung dessen ist aber1 da wir dieser ,art deutlich inne werden1 und da wir von dem ,zuflligen und ,angreifbaren scheiden1 was in ihr wesentlich und wertvoll ist4 ,dazu bedarf es wiederum energischer ,selbstbesinnung durch ,denkarbeit1 dazu bedarf es auch einer ,klrung der gemeinsammenschlichen ,ziele1 innerhalb derer wir unsere ,aufgabe suchen mssen4 #c4 ,eine weitere ,aufgabe stellt uns endlich die durch den ,weltkrieg erzeugte ,lage4 ,wir haben im ,verhltnis zu anderen ,vlkern schwere ,enttuschungen erfahren und sind zwingend auf die eigene ,kraft zurckgeworfen4 ,das treibt dazu1 unsere nationale ,art strker herauszuarbeiten und auch der ,vergangenheit gegenber mehr ,selbstndigkeit zu erringen4 ,aber es gilt dabei die ,gefahr einer ,verengung fernzuhalten1 die ,gefahr1 uns vom ,ganzen der ,menschheit abzusondern1 das doch vom ,beisichselbstsein des ,lebens her seinen unantastbaren ,wert behlt1 die grundgeistigen ,aufgaben vor den ,forderungen des ,tages zurckzustellen1 auch ber einem ,hangen am ,augenblick zu vergessen1 da wahre ,gegenwart nicht innerhalb des ,zeitlaufs liegt1 sondern nur in ,erhebung ber ihn entstehen kann4 ,frher lie uns das ,streben nach ,weite des ,lebens oft die ,sorge um seinen ,charakter vergessen1 nun wollen wir ber dem erstrebten und hchst notwendigen ,charakter nicht die ,weite verlieren6 ,so dringen von allen ,seiten her ,forderungen auf uns ein1 denen wir ohne eine ,selbstvertiefung und ein ,ergreifen innerer ,zusammenhnge unmglich entsprechen knnen4 ,zu einem glcklichen ,fortgang bedarf es vor allem voller ,wahrhaftigkeit und ,selbstndigkeit1 damit ursprngliches ,leben in uns entstehen knne2 entsteht es aber1 so wird es mit seiner ,weltberlegenheit uns auch den ,mut und die ,kraft verleihen1 das als notwendig ,erfate gegen allen ,widerstand durchzusetzen und allen ,schein als bloen ,schein zu entlarven4 ,so ergab sich durchgngig eine groe ,unfertigkeit als dem deutschen ,leben eigentmlich4 ,das ist ein ,nachteil1 gewi2 aber es ist auch ein nicht geringer ,vorteil4 ,denn da wir so viele noch zu lsende ,probleme in uns tragen1 das zeigt1 da wir uns noch keineswegs ausgelebt haben1 sondern uns noch im ,werden befinden und noch weiter wachsen knnen1 da wir trotz einzelner greisenhafter ,zge im ,kern noch ein jugendliches ,volk sind4 ,so werden wir auch1 wenn wir auf eine glckliche ,zukunft unseres ,volkes hoffen1 dabei vornehmlich auf unsere ,jugend vertrauen4 ,sie hat in diesem gewaltigen ,kriege in harten ,kmpfen wie in ausdauerndem ,ertragen eine herrliche ,kraft und ,gesinnung erwiesen2 bertrgt sie das in das ,werk des ,friedens1 das vor uns liegt1 so drfen wir hoffen1 da sie sich auch den inneren ,aufgaben gewachsen zeigen und durch mutige ,arbeit an den groen ,fragen unseren ,glauben an den ,sinn und ,wert des menschlichen ,lebens strken wird4 ,sachregister4 ,altertum1 sein ,lebensgefge #aaj4 ,arbeit1 ,kern des modernen ,lebens #ah2 ihr emporbildendes ,wirken #aja2 ihre ,gre und ihre ,gefahren #adf1 #aed4 ,arbeit und ,schaffen #ee ff41 #eh4 ,arbeit und ,seele1 ihr ,zusammentreffen im deutschen ,wesen #afc4 ,berlinismus1 seine ,gefahr #afe4 ,beruf1 seine ,bedeutung und ,wirkung #aja4 ,bildung1 ihre ,bedeutung und ihre ,schranke #ac4 ,bses1 seine ,tatschlichkeit #aae ff42 ,arten seiner berwindung #aai ff41 #adj4 ,christentum #aaa1 #abb2 ,forderungen dafr #abi2 sein ,verhalten zur deutschen ,art #afb2 berragende ,bedeutung ,jesu fr das ,christentum #abh4 ,christlicher und stoischer ,lebenstypus #aai ff4 ,dasein und ,tatwelt1 ihr ,verhltnis #hf ff4 ,denken1 seine ,bedeutung fr das ,leben #ea ff41 #fe ff4 ,deutsche ,art1 ihre ,gre und ihre ,verwicklungen #afa ff4 ,deutscher ,lebensstil1 ,forderungen dafr #afa ff4 ,ding an sich1 ,grenze dieses ,begriffes #fc1 #aef4 ,einsamkeit1 ,gefahr und berwindung #dd1 #adi1 #aee4 ,einzelgeschick und ,gesamtgeschick #gf ff4 ,entwicklung1 ihre ,schranke #gc ff4 ,erbsnde1 abgelehnt #aae ff4 ,erfahrung1 ihre ,unentbehrlichkeit #hg ff4 ,erziehendes ,wirken des ,lebens #ajj4 ,erziehung1 ihre ,weltanschauung #aji4 ,festigkeit des ,lebens1 wie erreichbar #hc ff4 ,form und ,stoff #ij4 ,fortschritt1 ,problem des moralischen ,fortschritts #aah ff4 ,freiheit und ,schicksal #aec4 ,freiheit des ,handelns1 ihre ,notwendigkeit und ihre ,mglichkeit #gb4 ,freundschaft1 ihr emporbildendes ,wirken #ajj ff4 ,gegenwart1 ,notwendigkeit einer zeitberlegenen ,gegenwart #gh1 #aec4 ,geistige ,jugend1 ihre ,mglichkeit #aec4 ,gemeinschaft1 ihre emporbildende ,kraft #ajb4 ,geschichte1 ihre ,bedeutung fr das ,lebensproblem #gh2 ,eigentmlichkeit der menschlichen ,geschichte #ajf2 keine bloe ,evolution #abf4 ,geschichte der ,seele1 ihre ,bedeutung #abf4 ,gesellschaft1 ,schranke ihres moralischen ,wirkens #aah2 ihr ,wirken auf den ,einzelnen #adg ff4 ,glaube und ,werke #ge4 ,gottesbegriff1 ,doppelheit seiner ,fassung #abg4 ,greisenalter #adh1 #aee4 ,heroismus1 seine ,notwendigkeit fr das ,leben #aah1 #adc4 ,historisches ,bewutsein1 seine ,bedeutung #aab4 ,ideen und ,interessen #ii4 ,ideen und ,prinzipien1 ihre ,macht in der ,neuzeit #ec4 ,individualitt1 ihr emporbildendes ,wirken #ajb4 ,individualitt und ,persnlichkeit #fh4 ,individualkultur1 ihre ,bedeutung und ihre ,grenze #cg ff4 ,individualleben1 sein ,verlauf und seine ,probleme #add ff4 ,innere ,konflikte1 ihre weitertreibende ,kraft #adb4 ,intellektualismus1 ,mglichkeit seiner berwindung #gi1 #aji4 ,jugendalter #add ff4 ,katholizismus und ,protestantismus #abg4 ,kindesalter #add4 ,kirche1 ihre ,notwendigkeit #aei4 ,klassische und romantische ,kunst #ga4 ,konkurrenz1 ihre ,unentbehrlichkeit #ii4 ,kraftidee1 ,beherrscherin der modernen ,kultur #hb ff41 #aaa1 #aei4 ,kultur1 ,geisteskultur und ,menschenkultur geschieden #fg2 ,altern der ,kulturen #abe4 ,kultur und ,zivilisation #aa4 ,kunst1 ihre ,leistung #ef1 #ij #aje4 ,leben1 notwendiger ,ausgangspunkt #dh ff41 #aef2 sein ,gesamtziel #aca4 ,lebensalter des ,menschen #add ff4 ,lebensenergien #fi1 #hc4 ,lebensgebiete1 ihre zusammenhaltende und richtende ,kraft #ajg ff42 ihre hhere und ihre niedere ,gestaltung #hj ff4 ,lebensgeschichten #aeb4 ,lebensstufen #ej ff4 ,lebenstatsachen1 unterschieden von subjektiven ,erfahrungen #acg4 ,lebenszusammenhnge in der ,weltgeschichte 7griechische1 christliche1 moderne7 #aaj ff4 ,leid1 verschiedene ,stellung der ,lebensgefge zu ihm #abd2 als ,bestandteil des ,lebens #aec ff4 ,liebe1 ihre ,grundbedingung #gg2 ihr erhhendes ,wirken #ajj4 ,liebe und ,mitleid #ed4 ,lust1 ihre ,unzulnglichkeit #ec4 ,mannesalter #ade4 ,materielles1 seine ,bedeutung und seine berschtzung #afj4 ,mensch1 sein ,hinauswachsen ber die ,natur #ea2 ,gefahr seiner berhebung #aeh4 ,menschenkultur und ,geisteskultur #fg1 #hj ff4 ,moderne ,lebensordnung #aaa4 ,moral1 ihr universaler ,charakter #gd2 ihre ,tatschlichkeit #ajh4 ,moralischer ,stand der ,menschheit1 seine ,schtzung bei den ,denkern #aad4 ,mystik #hg1 #aed4 ,natur1 ihre bermacht #if2 ihr innerer ,widerspruch #ig2 ihre ,gleichgltigkeit gegen den ,menschen #ig ff42 eine ,stufe des ,alls #ajd4 ,naturalismus1 sein ,lebenssystem #ai ff4 ,optimismus und ,pessimismus1 ihre verschiedene ,beurteilung des moralischen ,standes des ,menschen #aad ff4 ,persnlichkeit1 verschiedene ,fassungen #db2 ,gefahr des ,begriffes #gj4 ,persnlichkeit und ,individualitt #fh4 ,pessimismus1 abgelehnt #adb ff4 ,pflichtidee1 ihre ,zusammenhnge #fe4 ,raum und ,zeit1 als ,beherrscher des ,daseins #ii ff42 ,kampf des ,lebens gegen sie #ajc ff4 ,religion1 ihre ,lebensordnung #d ff42 ihre ,bewegung ber den ,menschen hinaus #ff ff42 ihre echte und ihre unechte ,art #hj ff42 ihre gemeinsame ,art #ajh2 ,begrndung der ,wendung zu ihr #aba2 ihre ,art des ,schlieens #aca1 #adc ff4 ,religise ,pflichten1 ,ablehnung dieses ,begriffes #abg4 ,routine1 ,gefahr und berwindung #adg1 #aed4 ,schaffen und ,arbeit #ee ff4 ,sein im ,leben #fb4 ,sozialethik1 ihre ,bedeutung und ihre ,grenze #cc ff4 ,sozialkultur #ca ff4 ,soziologie1 ihr innerer ,widerspruch #id4 ,stoizismus1 als ,lebenstypus #aai ff4 ,tatwelt und ,dasein1 ihre ,scheidung #fb ff42 ihr ,verhltnis #hf ff4 ,tote ,seelen #adh4 ,unsinnliche ,welt1 ihre ,selbstndigkeit und ,macht #eb4 ,unsterblichkeitsproblem #acb ff4 ,verneinungssucht der ,gegenwart #dd4 ,weltgeschichtliche ,bewegung der ,menschheit #gh ff4 ,weltlicher ,idealismus1 seine ,lebensordnung #aj ff4 ,weltkrieg1 seine ,wirkung #b1 #ae1 #bg1 #dj1 #aah1 #aci1 #aeh4 ,wirklichkeit1 ihre verschiedene ,fassung #ajc ff4 ,wirtschaftliche ,fragen1 ihr berwiegen in der ,gegenwart #afj4 ,wissenschaft1 ihre ,macht #ajh4 ,zweifel1 prinzipielle ,auseinandersetzung mit ihm #acd ff4 ,namenregister4 ,aristoteles #aja4 ,augustin #acc4 ,bacon #bj4 ,comte #id4 ,eckhart #f1 #fi1 #abf4 ,frbel #abj4 ,goethe #ai1 #aje1 #aag1 #acc1 #adc1 #adi1 #aef1 #afb4 ,james 7,william7 #abf4 ,kant #aae1 #acc4 ,leibniz #aee4 ,luther #gj1 #ge1 #aca1 #adc4 ,origenes #abi4 ,pascal #aeb4 ,pestalozzi #acj4 ,plato #ajc1 #aag1 #abj4 ,schiller #fb1 #ii4 ,schopenhauer #add4 ,xenophanes #ff4 ,funoten #a ,fr eine solche ,errterung mu ich auf meine religionsphilosophischen ,schriften verweisen1 besonders auf die ,schrift3 ,knnen wir noch ,christen sein8 ---------------------------------------- ---------------------- ,anmerkungen zur ,transkription ,inkonsistenzen wurden beibehalten1 wenn beide ,schreibweisen gebruchlich waren1 wie3 ,ausnahmezeiten -- ,ausnahmszeiten ,inneren -- ,innern ,kernes -- ,kerns ,standortes -- ,standorts ,stiles -- ,stils unserem -- unserm ,weltkrieges -- ,weltkriegs ,die folgenden nderungen wurden vorgenommen3 ,s4 #bf ans in aus gendert4 ,s4 #bh den strksten in der strkste gendert4 ,s4 #ca ,anseinandergehen in ,auseinandergehen gendert4 ,s4 #ajc ,anangenehmen in ,angenehmen gendert4 ,s4 #aaj ,hhenpunkte in ,hhepunkte gendert4 ,s4 #aaa eiue in eine gendert4 ---------------------------------------- ----------------------