,anmerkungen zur ,transkription ,im ,original gesperrter ,text wird so dargestellt4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text wird so dargestellt4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,endes des ,buches4 ,spitzen ,illustration3 ,jan ,vermeer van ,delft 7,louvre7 ,spitzenklpplerin ,spitzen und ihre ,charakteristik von ,bertha von ,jurie ,mit #ce ,abbildungen ,illustration ,verlag von ,bruno ,cassirer ,berlin #aijg ,inhaltsbersicht4 ,seite3 ,vorwort ,,vii ,spitzen #a ,punto tirato #ah ,punto tagliato und ,venetianische ,spitzen #bj ,colberts ,schpfung der franzsischen ,spitzenindustrie #bf ,point d',alenon #cj ,brsseler ,nadelspitzen oder ,point de ,bruxelles #ci ,guipures #db ,flmische ,klppelspitzen #ea ,valenciennes #eg ,malines #fj ,point de ,lille #fc ,binches #fe ,point de ,paris #ff ,hollndische ,spitzen1 ,pottenkant #fg ,blonden #fh ,brsselerspitzen4 ,point de ,bruxelles oder ,brabanter #fi ,chantilly #gh ,vorwort4 ,ich habe absichtlich die franzsischen1 italienischen1 eventuell flmischen ,ausdrcke beibehalten1 da ich von der ,anschauung ausgehe1 da in deutscher bersetzung die ,worte unverstndlich werden4 -- ,meine ,ansicht1 was eigentlich der point d',angleterre ist1 habe ich ,allan ,cole ,direktor des ,south ,kensington ,museum nachgebildet4 -- ,die englischen ,spitzen berhre ich nur flchtig1 da sie mir zu wenig bekannt sind -- und ihr ,unterschied nur eine ,geschmackdifferenz der belgischen duchesse zu den englischen duchesse-honiton bedeutet4 ber torchon-,cluny und alle die vielen ,auvergnespitzen habe ich1 was ihre ,geschichte anbelangt1 zu wenig ,material gefunden1 knstlerisch haben sie aber fast gar keine ,bedeutung1 ebensowenig fr die ,entwicklungsgeschichte der ,spitzen1 wohl aber konomisch4 ,meine ,absicht ist1 ein leicht faliches ,handbuch fr spitzenliebende ,damen zu schreiben -- eine ,art ,nachschlagebuch1 da es in dieser ,art meines ,wissens in deutscher ,sprache nichts gibt4 ,ich versuche die charakteristischen ,merkmale der einzelnen ,spitzen hervorzuheben -- ihre ,verwandtschaft untereinander -- und nehme einen so ziemlich neuen ,standpunkt insofern ein als ich die groe ,bedeutung des technischen ,verfahrens betone und so lege ich starkes ,gewicht auf die innige ,verwandtschaft der genuesischen ,klppelspitzen mit den flmischen einerseits und andererseits der ,mailnder zu den ,brsselern 7,brabanter und point d',angleterre etc47 in ihrer geteilten ,ausfhrungsart4 ,ich nehme also ,genua1 ,mailand1 ,flandern und ,brabant als ,gattungsbegriffe an4 ,andererseits suche ich die ,wechselwirkung der ,klppel- und ,nadelspitzen der einzelnen ,nationen untereinander im ,stil und ,zeichnung zu betonen4 ,natrlich ist das ,thema in keiner ,weise erschpft4 ,ich habe mich tunlichst aller ,anekdoten enthalten4 ,ich verweise auf die ,werke von ,allan ,cole1 ,a4 ,m4 ,s41 ,bury ,paliser1 ,dreger etc4 ,die ,originale der abgebildeten ,spitzen befinden sich zum ,teil im ,besitze der ,damen3 ,frau ,anna von ,herz-,hertenried1 ,frau ,fanny ,kobeck-,steyrer1 ,frau ,lw-,unger und ich spreche diesen ,damen hiermit meinen besten ,dank fr die freundliche berlassung der ,spitzen zum ,zwecke der ,abbildung aus4 ,spitzen4 ,nichts ist so sehr vom ,weibe1 fr das ,weib geschaffen1 wie die ,spitzen4 ,nichts kleidet die ,frau jeden ,alters -- ob ,kind oder ,greisin -- besser und lieblicher als die ,spitzen4 -- ,nichts aber auch ist in der ,arbeit selbst so symbolisch weiblich1 wie dieser schnste und edelste ,schmuck1 dessen ,anfertigung hingebende ,geduld und rastlosen ,flei erheischt3 ,zu stillem1 weltfremden ,lebenswandel gezwungen1 arbeitet und mht sich die ,spitzenarbeiterin ihr ,lebelang fr andere6 -- ,es wre daher nur zu begreiflich1 wenn die ,frauen stolz wren auf dieses ihr eigenstes ,gebiet1 auf welchem sie noch niemals vom ,manne berholt wurden1 das so originell und knstlerisch hochstehend ist4 -- ,und dennoch ist eben in den letzten ,jahrzehnten eine gewisse ,stagnation in diesem ,zweige echt weiblicher ,kunstfertigkeit zu bemerken1 deren ,grund wohl nicht allein in der ,nachahmung durch die ,maschine1 sondern gewi auch in tiefergehenden soziologischen und konomischen ,momenten zu suchen ist4 ,ein geistreicher ,franzose hat das ,,xix4 ,jahrhundert das ,zeitalter des ,talmis genannt -- ,preglas1 ,pakfong1 ,kunstmarmor und eine ,unzahl anderer ,imitationstechniken und ,pseudomateriale versuchten die ,erzeugnisse auf den betreffenden ,produktionsgebieten zu berholen1 im ,preise zu unterbieten1 und deren ,nachahmungen als ,massenartikel breiten ,schichten zugnglich zu machen4 ,als naturgeme ,reaktion gegen diese miverstndlich demokratische ,tendenz sehen wir in eben demselben ,jahrhunderte den ,sammelgeist wie noch nie erwachen3 ,edle ,bronzen1 echte ,teppiche1 geschliffene ,glser1 all die zahllosen ,bettigungen lngst dahingegangenen ,kunstfleies kamen zu noch nicht dagewesener leidenschaftlicher ,wrdigung4 -- ,denn der ,mensch hat -- sei es die ,schwche1 sei es den ,vorzug1 je verfeinerter er wird1 desto mehr den ,trieb sich aristokratisch von der ,masse differenzieren zu wollen und den ,besitz von ,gegenstnden eifrigst anzustreben1 die nicht jedermann zugnglich sind und deren ,erkenntnis und ,genu allein einen hheren ,grad von ,kultur voraussetzen4 ,merkwrdigerweise scheinen die ,spitzen von dieser ,strmung ausgeschlossen zu sein2 wohl hat man noch selten so viele ,spitzen getragen wie gerade jetzt2 aber die ,trgerinnen echter ,spitzen sind zu zhlen und ,frauen1 die sich schmen wrden1 falschen ,schmuck anzulegen1 schmcken ihre ,kleider1 ihre ,wsche1 ihr ,heim in unbegreiflicher ,unbekmmertheit mit der ,lge der falschen ,spitze6 ,der moderne ,mensch hat offenbar das ,verstndnis fr die ,schnheit der echten ,spitzen verloren und ist auf diesem ,gebiete so ungebildet und abgestumpft1 wie kaum einem anderen ,kunstzweige gegenber4 ,frher klppelten und nhten die vornehmen ,frauen selbst1 sie bildeten ihre ,umgebung heran1 ein fortwhrender ,meinungsaustausch bestand1 der ,ehrgeiz wurde geweckt1 die ,phantasie angeregt1 und in diesem ,wettbewerb erwuchsen die reizenden ,blten der alten ,spitzenkunst4 ,heute unterscheidet die ,dame oftmals kaum die ,nhespitzen von den ,geklppelten2 sie versteht die ,technik nicht1 und so bleibt sie vor den schnsten ,arbeiten gleichgltig4 ,aber ebenso wie die besten ,bewunderer einer ,bilder- oder ,photographien-,ausstellung stets die ,dilettanten sind1 und das ,publikum eines ,pianisten meistens ,selbstspielende im ,konzertsaal bilden werden1 ebenso wrde erst dann die ,dame die ,spitzen voll genieen1 wenn sie selbst dilettantisch ,spitzen erzeugen wrde2 keinesfalls wrde sie damit der ,berufsarbeiterin ,konkurrenz machen1 sie wrde nur mit erhhter ,neugierde den ,schpfungen ihrer rmeren ,schwestern gegenberstehen4 ,wahre ,freude und wirkliches ,interesse kann zweifellos nur da vorhanden sein1 wo ein gewisser ,grad von ,verstndnis und ,vorbildung fr den ,gegenstand gegeben ist3 ,ein derartiges ,verstndnis mte sich gerade in unserem ,falle sozusagen automatisch verbreiten1 denn der ,besitzerin und ,trgerin von schnen ,spitzen gengt es nicht1 da sie allein deren ,wert kennt1 sie mchte auch das ,interesse ihrer ,umgebung dafr wecken4 -- ,so war es einstens1 so ist es heute noch in weit hherem ,mae als bei uns zu ,lande in ,frankreich1 in ,belgien1 in ,england4 -- ,es gengt wahrhaftig nicht1 da wir im ,inlande knstlerisch und technisch gleich hochstehende ,spitzen zu erzeugen vermgen1 da wir von auslndischen ,ausstellungen die hchsten ,preise heimtragen1 wenn das heimische ,publikum verstndnislos der eigenen ,ware gegenbersteht4 ,zunchst mte das ,publikum verstehen lernen1 worin die ,schnheit der ,spitzen besteht1 warum der ,preis bei diesen und jenen hher oder niederer ist1 so wie es die kleinste und bescheidenste ,bourgeoise in ,paris versteht1 bei ihren ,einkufen in allem und jedem zu differenzieren und zu taxieren1 und nie das ,gefhl des ,betrogenwerdens hat1 das jeden ,einkauf zur ,qual macht4 ,und nicht nur die modernen ,spitzen1 auch dem ererbten ,spitzenschatze wird dann die ,dame mit dem angeregten ,interesse des annhernden ,sachverstndnisses gegenberstehen1 sie wrde ihn allgemach bewerten1 bewundern1 und lieben lernen3 ,was du ererbt von deinen ,vtern hast1 erwirb es1 um es zu besitzen gilt auch hier4 ,oft ist durch kleine ,mittel viel ,gutes zu schaffen3 ,in den ,schulen mssen heute noch die kleinen ,mdchen obligat einen ,strumpf stricken lernen2 meistens bleibt es auch der einzige ihres ,lebens1 denn hier hat die ,maschine die anerkannte ,meisterschaft davongetragen4 ,knnte man nicht lieber in derselben ,zeit die ,grundbegriffe der ,spitzenarbeit lehren8 ,den rmeren wrde damit vielleicht die ,anregung zu einem spteren ,nebenerwerbe1 zumindest aber eine praktische ,kenntnis mehr gegeben1 die ihnen einmal einen bescheidenen1 gediegenen1 selbstgeschaffenen ,luxus erlauben wrde4 ,die ,wohlhabenden wrden vielleicht den ,spitzen ein regeres ,interesse bewahren4 ,man wende nicht ein1 da die ,spitzenarbeit dem ,auge schdlich sei4 ,vierzehn und mehrstndige ,arbeit im ,tage1 bei schlechtem ,lichte1 in elenden dumpfen ,stuben1 schadet freilich der ,gesundheit1 und die bleichen ,gesichter1 die uns in den ,spitzenindustriedistrikten begegnen1 geben dafr ein trauriges ,zeugnis3 aber ist es minder schdlich1 unter denselben ,verhltnissen und demselben ,zwange einer unerbittlichen ,not1 tagein tagaus hinter der ,nhmaschine zu sitzen8 ,aber sollte der wunde ,punkt vielleicht darin bestehen1 da es eben ein ,kunstzweig des ,weibes fr das ,weib ist8 ,der ,mann interessiert sich auer kommerziell fast gar nicht mehr dafr2 frher trugen die ,mnner gleich den ,frauen ,spitzen1 aber fast parallel mit dem ,aufkommen der ,maschinenerzeugungen legten die ,mnner die ,mode des ,spitzenjabots ab4 -- ,ist es gesucht1 dies in einen ,zusammenhang zu bringen8 ,und soll man es nur damit motivieren1 da der ,mann zu jener ,zeit ein fr allemal mit dem ,putze aufhrte8 -- ,ich glaube nicht2 denn die gestrkte ,wsche ist1 so einfach sie sich ansieht1 doch unverhltnismig teuer2 auch weil sie sich unendlich schnell abnutzt4 ,die ,kleidung des ,mannes ist durchwegs solider und reeller1 die ,stoffe sind fester und dauerhafter1 es wird der ,schein gemieden2 und so bin ich berzeugt1 da1 wenn heute wieder eine ,modelaune oder sthetische ,einsicht die ,jabots fr die ,mnner aufbrchte1 es gewi keinem eleganten ,manne einfiele1 ,maschinenspitzen dafr zu verwenden4 ,die mondaine ,frau hingegen gibt jhrlich viele ,perzente ihres ,toilettegeldes fr etwas ,falsches1 ,unschnes und ,undauerhaftes aus1 das nach einer ,saison verschwinden mu1 whrend die echten ,spitzen1 wenn auch teurer1 den bleibenden ,wert haben3 in verschiedenster ,verwendung knnen ein und dieselben ,spitzen immer wieder aufleben und verwendet werden4 ,es gibt ,damen1 die wahre ,schtze an alten ,spitzen besitzen1 und auf ihren ,kleidern nur falsche tragen2 sie wenden achselzuckend ein1 einmal ,tragen knnte zu viel ,wertvolles vernichten1 kaufen aber deshalb keine modernen echten ,spitzen1 weil sie zu viel alte besitzen4 ,die ,logik hinkt in diesem ,falle4 ,die modernen ,spitzen sollen doch nicht die ,erbsammlung vergrern1 und als totes ,kapital liegen bleiben1 sondern sollen eben1 weil sie neu sind1 und der ,faden noch nicht mrbe und brchig ist zum wirklichen ,kleiderschmucke dienen4 ,es wird niemand leugnen1 da nichts so gut kleidet1 wie echte ,spitzen4 ,wei ist stets die beste ,umrahmung fr ein ,gesicht1 besonders fr ein nicht mehr ganz junges4 ,es lst die scharfen ,schatten durch den ,lichtreflex auf1 der ,ton der ,haut wird gehoben und belebt1 und erscheint durchsichtiger4 ,es ist oft schwer1 besonders an der ,winterkleidung1 dieser sthetischen ,regel zu folgen4 ,doch ,spitzen lassen sich immer anbringen1 nur mssen es echte sein4 ,es fiele keiner ,dame ein1 in einem eleganten ,hauswesen ,porzellan auf den ,tisch zu bringen1 wie man es auf ,bahnhfen oder ,vergngungs-,etablissements als ,massenartikel verwendet2 sie nehmen aber auch gewhnlich nicht ihr altes ,meiner oder ,wiener ,porzellan von der ,wand herab in ,benutzung1 sondern sie verwenden ein geschmackvolles modernes ,service1 das -- wenigstens im ,prinzip -- kunstgewerblich so hoch steht1 da es in kommenden ,tagen1 wenn es die vorbergehende ,periode des ,unmodernseins berwunden hat1 wrdig seinen ,platz neben den ,antiquitten anderer ,zeiten ausfllen wird4 ,nun haben die ,spitzen eine eigentmliche1 nicht genug gewrdigte ,eigenschaft3 sie werden niemals unmodern1 nicht nur objektiv gesprochen1 sondern auch subjektiv2 sie sind einfach alt oder neu4 ,das ,odium unmodern haftet ihnen niemals an4 ,nehme man ,brsseler ,spitzen aus den #dj;er bis #fj;er ,jahren des vergangenen ,jahrhunderts1 also gewi keiner guten ,stilzeit4 ,sie werden trotzdem verwendet werden knnen1 ohne dem ,kleide den ,stempel der ,geschmacklosigkeit aufzudrcken4 ,man versuche das mit einem ,gold- oder ,juwelenschmucke aus dieser ,zeit6 ,oder selbst mit einem ,schirmgriff1 einem ,retikule oder einer ,grtelschnalle4 ,noch eine andere ,eigenschaft haben die ,spitzen1 welche nicht gengend beachtet wird1 obwohl sie dem ,zuge unserer ,zeit so sehr entspricht4 ,sie sind der individuellste ,zierat1 den eine ,frau haben kann1 falls sie ihn nur irgendwie anstrebt4 ,die exklusivste ,mode wird nach einem ,vierteljahre zum abgedroschenen1 banalen ,tragen1 daher das rasche ,wechseln der sich differenzieren ,wollenden1 und das ,imitieren aus zu vergnglichem ,materiale des groen ,publikums1 das atemlose ,hasten nach ,neuem2 und dabei dreht sich die ,mode in einem engen ,kreise1 hascht nach ,altem und kombiniert nur ,neues4 ,wegen dieser ,eigenschaften haben die ,portrtmaler von jeher die ,spitzen gerne an ihren ,modellen verwendet3 weil sie nicht dem ,wechsel der ,mode unterliegen2 weil sie dem ,gesichte einen milden ,reflex geben1 der die ,schatten zart und verschwommen macht und jene von ,leonardo da ,vinci verlangte ,beleuchtung des zerstreuten ,lichtes untersttzen helfen und schlielich wegen ihres individuellen ,geprges4 ,die ,handarbeit1 also das ,kunsthandwerk1 hat immer einen eigentmlichen ,zauber4 ,ein ,hauch von ,seele und ,charakter des ,erzeugers spricht1 ihm selber unbewut1 aus seiner vollendeten ,arbeit zu uns4 ,es ist eine bescheidene und naive ,sprache4 ,das ,kunsthandwerk verhlt sich zur absoluten ,kunst1 wie das erlauschte ,volkslied zu einer die ,aufmerksamkeit voll in ,anspruch nehmenden ,symphonie4 ,kleine ,unregelmigkeiten1 kleine persnliche ,zge geben der ,arbeit ein reizvolles ,geprge1 es liegt etwas wie latentes ,gemt in der ,arbeit4 ,das ,milieu spielt neben der ,persnlichkeit auch eine groe ,rolle4 ,wie liee es sich sonst erklren1 da so oft ,spitzen von einem ,land zum andern importiert wurden1 und zwar stets zur mglichst getreuen ,nachahmung1 weil es sich immer um eine geschftliche ,konkurrenz handelte2 da trotzdem die ,art der ,spitzen in der neuen ,umgebung ihr ,ansehen vernderte1 falls sie sich als neuer ,industriezweig wirklich einbrgerten4 ,so geschah es mit den ,venetianer ,spitzen im ,,xvii4 ,jahrhundert1 die in ,alenon aus ,brotneid eingefhrt wurden1 und bereichert zu den ,venetianern als points d',alenon zurckkehrten1 um sich wieder in points plats de ,venise1 und ,buranospitzen zu wandeln4 ,zur ,zeit1 als man noch alle ,feinheiten der ,spitzen voll wrdigte1 knpfte die ,tradition an manche ,stadt besonders hervorragende ,vorzge2 so galt es als ausgemacht1 da die ,spitzen von ,valenciennes unvergleichlich schner seien1 wenn sie in der ,stadt selbst erzeugt waren4 ,dieselbe ,arbeiterin1 mit denselben ,faden und ,klppeln knnte eine in ,valenciennes angefangene ,arbeit auerhalb der ,stadt nicht so schn vollenden1 hie es1 und ebenso sprach man von ,malines und anderen ,orten1 und ist dies auch nur als ein ,mrchen hier zu wiederholen1 so liegt in ihm1 wie in jedem ,aberglauben ein ,kern ,wahrheit2 die ,sitten und ,gebruche1 die ,reinlichkeit im allgemeinen1 die ,zartheit der ,hnde1 der ganze ,lebenswandel wird durch diesen ,beruf beeinflut4 ,auch waren die ,spitzen wertvoller1 wenn sie als fortlaufende ganz von ein und derselben ,person angefertigt waren4 ,so bringt ,mme4 ,paliser einen ,auszug einer ,rechnung von ,mme4 du ,barry3 #b barbes et rayons de vraies ,valenciennes1 #c aunes #c_/d collet1 #d aunes1 grand jabot1 le tout de la mme main4 ,es waren die ,einfachsten der ,einfachen1 die ,spitzen arbeiteten4 ,sie kamen wohl nicht oft aus dem ,umkreise ihres ,hauses heraus und verstanden nicht viel mehr1 als ihre ,nadel oder den ,klppel zu fhren1 ihre ,ausbildung war eine einseitige1 vom ,zeichnen hatten sie keine ,ahnung1 und doch1 dadurch1 da sie von frhester ,kindheit gebt wurden1 insbesondere die ,klpplerinnen 7meistens vom fnften oder sechsten ,jahre an7 beherrschten sie so sehr das ,mechanische ihrer ,arbeit1 da diese ganz instinktmig vor sich ging und ihnen gar keine ,schwierigkeiten bereitete1 so da der berschu an ,aufmerksamkeit sich in einen gewissen1 kaum mebaren sehr verfeinerten ,kunstinstinkt umwandelte1 der einem sechsten ,sinne gleich ihnen anhaftete4 ,dies haben die ,frauen der ,spitzenkaste gemein mit den ,menschen der ,renaissance1 den ,japanern und den ,italienern des ,volkes3 das ,gefhl fr das ,schne1 das naiv und unbewut zum ,ausdruck kommt und was es berhrt1 veredelt4 ,der ,unterschied liegt durchwegs mehr in der ,behandlung durch die ,verschiedenartigkeit der ,technik und des ,materiales bedingt1 als in der ,abwechslung der ,zeichnungen aus ein und derselben ,zeit4 ,bevor der rseau gefunden war1 war die freie ,entwicklung der ,zeichnung immer an gewisse ,regeln gebunden4 ,die lteren ,malines haben oft die fast gleiche ,zeichnung wie die alten ,brssler ,spitzen1 dabei ist ihre ,ausfhrung grundverschieden2 ebenso verhlt es sich mit ,brssler zu ,malines1 ,malines zu ,lilles und point de ,france und ,valenciennes zu ,mailnderspitzen4 ,man darf nicht vergessen1 da in jenen ,zeiten der ,stil in allen ,zweigen ein einheitlicher war4 ,die ,ornamente1 sei es nun fr ,brokate1 ,glsertzung1 ,waffen1 ,leder1 ,samt1 ,spitzen1 entsprangen alle demselben sehr ausgeprgten ,stilgefhle4 ,bei den ltesten ,spitzen mute das ,ornament in seinen ,linien ganz dicht ineinander passen2 das heit1 es blieb von ,linie zu ,linie nicht mehr ,zwischenraum1 als eine bride berbrcken konnte4 ,das ,muster war grozgig und fllte die gegebene ,breite der ,spitzen voll aus4 ,hufig ist es ein ,hauptstamm1 von dem aus sich ,zweige ranken und ,blumen versteln und mglichst gleichmig ber den ,raum verteilen4 ,eine andere ,art der ,zeichnung1 -- ein ornamentales ,labyrinth und ein bandartig verschlungener in seiner ,abart muschelartiger ,dessin1 -- war sehr verbreitet1 besonders letzterer in jenen ,gegenden1 wo die ,spitzenerzeugung nur buerliche ,hausindustrie blieb1 wie in einem ,teile ,deutschlands1 in ,ruland und ,skandinavien4 ,aber hier wurde sie zu einem toten ,arm1 und die ,linien der ,zeichnungen werden immer geistloser nachgeahmt1 wie es stets mit stagnierenden ,gedanken geschieht4 ,sehr bezeichnend fr diese ,art hausbackener ,dessin nennen die ,italiener diese ,spitzen vermicelli4 ,die oft sehr hbschen ,litzenspitzen sind eine bequeme und billigere ,nachahmung derselben1 und entarteten schlielich in die schrecklichen modernen point-laces4 ,je schner und vollkommener die ,spitzen sich entwickelten1 desto mehr trachtete ,zeichnung und technische ,ausfhrung miteinander ,schritt zu halten4 ,um dem ,zwange des ,ineinanderfgens der ,linien zu entgehen1 machte man brides1 die sich in der weiteren ,technik verstelten und noch spter eine unregelmige1 wabenartige ,masche bildeten4 ,es war den ,klpplerinnen vorbehalten1 den eigentlichen rseau erfunden zu haben4 ,von den flandrischen ,spitzen bernahmen den rseau die points d',alenon1 und von denen wieder die ,venezianer2 erst mit dem ,aufkommen des regelmigen rseaus1 welches der ,zeichnung ,rckhalt und ,sttze gab1 konnte sich diese frei entfalten4 ,es ist die beste ,zeit fr den ,stil der ,spitzen4 ,das ,ornament folgte im freien ,schwung1 ungehemmt durch technische ,rcksichten1 den ,eingebungen der ,phantasie1 und blieb edel4 ,man fhlt noch die traditionelle ,schulung und das ,mahalten2 spter erst zersplitterten sich die ,ornamente1 wurden erfindungsarm und sparsam1 was auch teilweise durch die billigere ,herstellungsart1 insbesondere als die ,applikationen aufkamen1 bedingt war4 ,so hat die ,erfindung des rseaus einen ausschlaggebenden ,einflu auf die ,zeichnung und ,art der ,spitzen genommen4 ,jetzt erst konnten die leichten1 zarten ,volants gemacht werden4 ,die ,spitzen individualisierten sich oder besser gesagt1 nationalisierten sich4 ,der ,zeichner konnte seiner ,phantasie mehr ,spielraum geben und fand reiche ,anregung in den herrschenden heimatlichen ,ornamenten1 sowie in der ,verwendung fr die ,volkstrachten und huslichen ,gewohnheiten4 ,geographisch hat aber anfangs ,italien mit seinen ,spt-,renaissance-,ornamenten lange ,zeit die ,zeichnungen ganz beeinflut1 sie wurden aber spter ganz und gar von dem ,versailler ,stil der aufeinander folgenden drei ,louis verdrngt1 der von nun an1 besonders in allen greren ,volants zum ,ausdrucke kommt4 ,es ist ,decadence1 aber reizende ,decadence1 die nur leider den bergang zu dem groen ,geschmacksverfall bildet4 ,so reizend und erfindungsreich sich die points d',alenon1 die ,venetianischen und points d',angleterre in ihren abwechslungsvollen ,dessins darstellen1 so bringen sie doch ein ,element hinein1 welches eigentlich nicht mehr ganz zur ,spitzendarstellung geeignet ist1 schwere1 zu irdische ,gegenstnde1 die man sich gar nicht anders1 als wie in den drei ,dimensionen vorstellen kann1 ,menschen1 ,musikinstrumente1 ,gueridons1 ,vasen1 kurz ,dinge1 die durch ihr ,gewicht in ,widerspruch mit dem ,transparenten und therischen der ,spitzen stehen1 und was schlielich in dem ,miverstndnis der ,ornamente der ,chantilly des ,,xix4 ,jahrhunderts endet4 ,die ,blumen sind verkrzt1 und mit ,voraussetzung der ,perspektive dargestellt1 auerdem hat man noch die absolute ,imitation der ,natur im ,auge4 ,diese ,spitzen verlieren trotz ihrer groen ,prchtigkeit viel dadurch1 da sie bei ihrer ,anfertigung durch zu vielerlei ,hnde gingen1 da die ,zeichnung nicht mit der ,technik im ,einklang steht1 und da mit ihnen die ,individualitt1 das hchste ,ziel des ,kunsthandwerkes abhanden kommt1 denn diese kann nur erreicht werden1 wenn sie1 in der ,hauptsache wenigstens1 nur von einer ,person gemacht werden4 ,so stehen die flmischen ,klppelspitzen in dieser ,beziehung an erster ,stelle4 ,wie die ,teilung der ,arbeit bei ,alenon und ,venetianer eintrat1 verlor sich die innige ,fhlung des ,gedankens und der ,interpretation1 und am schlimmsten in der ,beziehung1 was geistlose ,arbeit anbelangt1 sind auch die in der ,zeichnung zu unterst stehenden ,chantilly4 ,man versteht unter ,spitzen eine ,arbeit1 die entweder durch ,hilfe von ,nadel oder ,klppel auf einem regelmigen ,grunde1 -- rseau und treille genannt -- gemacht ist1 oder eine ,arbeit hnlicher ,art1 deren ,zeichnung sich von einem unregelmigen ,grunde abhebt4 ,letztere erscheint dadurch1 da sie unabhngig von einem ,grund gemacht ist1 freier1 doch legt ihr eben diese scheinbare ,freiheit mannigfachen ,zwang auf4 ,die ,wirkung der ,spitzen als reich1 elegant1 einfach1 weich1 durchsichtig und kleidsam hngt von der ,anordnung und ,verteilung der3 fond1 toil1 mats1 jours1 grill1 engrlure1 pied1 picots1 brides untereinander ab1 und von der ,wahl des ,materiales4 ,charles ,blanc hat einen ausgezeichneten ,vergleich aufgestellt4 ,die ,nadel verhlt sich zum ,klppel1 wie der ,bleistift zum ,wischer4 ,was die ,nadel hervorhebt und unterstreicht1 verwischt und mildert dagegen der ,klppel4 ,die ,kontur der ,nadelspitzen ist stets eine klare1 fast harte4 ,die ,klppelspitzen hingegen haben etwas ,weiches1 ,vertrumtes und ,mildes4 ,aber im allgemeinen kann die ,technik aller ,spitzen am besten mit einer ,radierung verglichen werden4 ,wie die ,kunst des ,graveurs mit der ,radiernadel genau wei1 welche ,wirkung mit schiefen1 geraden1 kurzen oder breiten ,strichen1 mit ,punkten und ,kreisen1 ,wiederholungen1 mit ,aussparungen und ,verdichtungen1 mit ,licht und ,schatten erzielt wird1 so wei auch die ,spitzenverfertigerin alle ,reichtmer ihrer ,technik auszuntzen4 ,hier wird ein mat angewendet1 hier ein grill1 dort ein bergang mit einem jour2 ein ,akzent wird durch das ,cordonet gegeben1 und einen ,kontrast oder einen ,ausgleich soll der ,fond bilden1 und die ,wahl des ,fadens1 der ,nadel oder des ,klppels ist wie die ,wahl des ,papiers und tzmittels4 ,da wie dort kann man sagen3 kleine1 sehr kleine ,ursachen1 groe ,wirkung4 ,alle diese kleinen ,ursachen mit ,takt anzuordnen und richtig zu bentzen1 fhrt zur ,meisterschaft in dem ,fache und bildet die ,kunst4 ,das ,wort ,spitzen ist selbst nicht sehr alt1 ebensowenig wie dentelles1 und wurde erst in ,anwendung gebracht1 als die gezackten ,kragen und ,manschetten aufkamen2 und anfangs gebrauchte man es nicht allein4 ,man sagte1 passement bord droit4 ,das ,wort passement1 ,kante1 ,borte1 wurde bis ins ,jahr #ahjj meistens gebraucht1 und zwar ohne viel ,differenzierung fr jedweden ,kleideraufputz1 der als ,abschlu dienen konnte1 sei es nun eine gold- oder silbergewebte ,borte1 oder eine ,stickerei 7mit ,perlen besetzt71 wenn es nur den ,zweck des ,besatzes erfllte oder bortenmig bentzt werden konnte4 ,ein zweites ,wort3 ,kanten wurde lange ,zeit besonders in ,nord- und ,nordwest-,deutschland gebraucht1 so wie dies noch heute im ,hollndischen der ,ausdruck fr ,spitzen ist4 ,ob die ,worte points oder pointois von dem ,wort ,stich oder dem anschaulichen ,begriff der ,spitzen1 scharfen ,zacken herrhren1 ist schwer zu entscheiden4 ,aber eben1 weil die ,spitzen vielerlei ,ursprnge und ,abarten hatten1 gab es ursprnglich kein einheitliches ,wort dafr4 ,man war frher genauer und umstndlicher4 ,wenn man spter unter points kurzweg ,nadelspitzen verstand1 so sind unter dentelles nicht ebenso als ,gegensatz ,klppelspitzen zu verstehen4 ,man sagte3 passement dentel passement l'aiguille passement fait au mtier4 ,passement dentel war anfangs einfach ein ,modeausdruck1 als die stark gezackten ,kragen und ,manschetten1 insbesondere die genuesischen1 getragen wurden1 und entspricht dem gezhnt1 gezackt4 ,im ,deutschen beschrnkte man sich meistens auf die sinngetreue bersetzung aus dem ,franzsischen4 ,die spitzenerzeugende ,bevlkerung hat die technischen ,bezeichnungen fast alle aus dem ,flmischen und ,plattdeutschen bernommen4 ,der ,kufer gebrauchte das franzsische ,wort und dessen deutsche bersetzung4 ,denn die deutsche ,umgangssprache war nach dem dreiigjhrigen ,kriege gewi zum ,drittel mit franzsischen ,worten untermengt1 und es galt als guter ,ton1 dieses ,kauderwelsch zu sprechen1 insbesondere die ,mode und hfischen ,worte1 und so finden sich bis heute viele ,ausdrcke des ,spitzenhandels nur im ,franzsischen und werden unverndert gebraucht3 barbe1 volants1 ruche1 jour1 fichu1 manchette1 jabots1 picots1 etc4 ,was den ,ursprung der ,spitzen anbelangt -- geht es einem wie mit einem ,flusse2 geht man seinem ,ursprunge nach1 so entdeckt man1 da er aus vielen kleinen ,bchen1 ,quellen und ,zuflssen entsprungen ist4 ,manchmal flieen diese lange nebeneinander und erst nach und nach stoen sie zusammen1 um den mchtigen ,strom zu bilden4 ,viele ,quellen der ,spitzen entspringen im ,orient4 ,damals war das ganze abendlndische ,kulturleben vom ,orient befruchtet4 ,die ,prachtliebe1 die ,farbenfreudigkeit1 stammen aus dem ,osten2 feine schleierartige ,gewebe wurden gleich der ,seide erst durch die ,kreuzzge wirklich bekannt4 ,diese ,stoffe wurden bewundert und man versuchte sie der europischen ,tracht anzupassen4 ,auf den prraffaelitischen ,bildern sehen wir die heiligen ,frauen mit einem unendlich feinen ,schleier auf dem ,haupte1 dem ,zanzera1 und ein ,streifen dieses zwischen dem ,leinen-,battiste und der ,seidengaze stehenden ,stoffes umhllt ihnen keusch ,nacken und ,busen4 ,der ,rand des ,zanzera sowohl wie der des hemdartigen ,gewandes sind mit einem zarten1 erhabenen ,ornamente geschmckt1 oder auch blo fein gefltelt2 fast knnte man glauben1 eine ,art ,spitzen zu entdecken2 es sind jedoch keine1 und diese ,schleier haben andere ,bedeutung4 ,es ist in bezug auf die ,spitzen der ,beginn der ,jahrhunderte lange whrenden ,mode des ,wei als ,abschlu zur ,haut1 und zu dieser ,verwendung wurden spter die meisten ,spitzen gemacht4 ,andere ,quellen wurzeln in den heimischen ,znften ,goldstickerei1 ,posamentiererei und ,weberei4 ,aus diesen entwickelten sich die ,guipures4 ,ferner die ,gold- und ,silberspitzen1 die ,klppelspitzen und wie sie spter an jeweiliger ,stelle aufgezhlt und geschildert werden4 ,italien und die ,niederlande kmpfen um die ,palme1 die ,spitzen zuerst erzeugt zu haben1 diese ,frage wird wahrscheinlich niemals unanfechtbar zu ,gunsten des einen oder des anderen ,landes entschieden werden4 ,zu viel ,chauvinismus trbt die lteren ,berichte1 und spter trat ein so reger ,austausch von ,land zu ,land ein1 jedes neue ,muster1 jeder ,fortschritt in der ,ausfhrung1 jede ,mode und jeder ,erfolg verbreiteten sich sofort weit ber die ,grenzen der eigenen ,heimat4 ,vermutlich werden die ,versuche fast gleichzeitig gemacht worden sein1 der ,boden war eben reif die ,saat aufzunehmen und sprieen zu lassen4 ,keinesfalls darf man sich vorstellen1 als ob die ,spitzen pltzlich als eine ,art ,erfindung entstanden wren1 gleichwie ,minerva aus dem ,haupte ,jupiters sprang4 ,nein1 langsam bildeten sich die ,spitzen1 aus den verschiedenen ,zweigen der textilen ,knste ihre ,motive und ,anregungen schpfend2 die ,spitzen wurden fortwhrend verndert und die ,technik erweitert1 und als in ihrer ,entwicklung ein ,stillstand eintrat1 -- im ,anfange des vergangenen ,jahrhunderts1 -- war auch eine gewerbliche ,stagnation1 ob ,ursache oder ,wirkung bleibt unentschieden1 ihre ,begleiterscheinung4 ,und deshalb haben zum ,beispiel die modernen sterreichischen ,spitzen den ,keim der ,lebensfhigkeit in sich1 weil sie sich nicht begngten1 zu imitieren1 sondern selbstndig weiterschufen1 an alte ,tradition anknpfend1 neue ,techniken verwertend4 ,jedenfalls sind die ,nh- und ,klppelspitzen ziemlich gleichzeitig als selbstndige -- freie -- ,spitzen gemacht worden2 es drften nur die ,vorlufer der ,nhspitzen1 nmlich die ,leinen jour ,arbeiten1 in der ,zeichnung und ,wirkungs-,intention auch den ,klppelspitzen1 die in der ,technik von ,posamentiererei und ,weberei lernten1 zur ,anregung gedient haben4 ,genht wurde zuerst aber nur der ,ntzlichkeit wegen1 infolgedessen bildete sich die ,technik der ,nadel am meisten und schnellsten aus4 ,dem ,ntzlichen gesellte sich bald der ,wunsch nach dem ,schnen zu4 ,nebstbei kam es ,tischtuch1 ,vorhang und ,gewand zu statten1 wenn die ,sume beschwert wurden4 ,das betreffende ,stck benutzte sich besser1 es hatte einen schneren ,faltenwurf und der ,wind konnte weniger damit herumschlagen1 bei feineren ,geweben aber verhtete man dadurch1 da die ,sume sich aufrollten4 ,so entwickelte sich die ,technik immer mehr und es konnten neue ,versuche gemacht werden4 ,die orientalischen ,knpfarbeiten 7macram71 die ,fransen1 das ,zusammenziehen der ,fden1 bei schtteren ,geweben in ,gruppen und ,bscheln1 das ,herausziehen der ,fden1 das ,besetzen mit doppeltem ,stoff1 das alles bildete sehr hbsche ,effekte2 ,ornamente wurden gebildet1 und so waren jour und punto tirato da4 ,die ausgeschnittenen ,stellen1 -- vielleicht wurde manchmal aus der ,not eine ,tugend gemacht1 -- wurden mit ,rdern und ,stbchen aus ,knopflochstich mit spinnetzartigen ,mustern gefllt4 ,und diese einfachen geometrischen ,figuren wurden mit der ,zeit und bung immer komplizierter und da fngt die ,grenze an1 wo es oftmals schwer zu unterscheiden ist1 ob sie noch als points coup1 punto tagliato oder punto tirato1 aus der ,leinwand gearbeitet sind1 oder schon als selbstndige ,spitzen 7punto in aere7 behandelt wurden4 ,in sterreich nennt man diese ,arbeiten meistens1 ohne viel ,unterschied zu machen1 ,reticella oder ,ragusaspitzen1 was aber weder der allgemein gebruchliche noch durchaus richtige ,ausdruck ist4 ,die ,fischer haben von altersher genetzt1 es wurden ,stoffe und ,borten gewebt1 ,passements aus ,gold und ,silber1 teils gewebt1 teils gestickt4 ,aus dem ,orient kamen ,anregungen2 das tglich umgehende ,leben gab auch solche nicht nur in den textilen ,handwerken1 sondern auch in ,architektur1 im ,ziselieren der ,waffen1 berall fand man das ,streben durch ,licht und ,schatten und scharfe ,konturen knstlerische ,wirkungen zu erzielen1 die nicht auf ,farbe und ,plastik beruhen4 ,und so versuchte man mit anderen ,mitteln dasselbe1 was schlielich in den ,spitzen gipfelte4 ,in alten ,zeiten war der mndliche ,meinungsaustausch ein groer4 ,ebenso wie in den ,spinnstuben abends1 kamen tagsber ,gruppen von ,frauen1 ,mdchen und ,mgde zusammen1 um in dem ,hause einer vornehmen und reichen ,frau gemeinsam zu arbeiten4 ,war es nun eine ,altardecke1 oder die ,heiratsausstattung fr ein manchmal noch kaum geborenes ,kind1 an denen sie jahrelang schufen1 geschah es in einem ,kloster oder ,hospiz1 immer wurden neue ,versuche gemacht1 der ,ehrgeiz angespornt1 ,neues zu finden und sich auszuzeichnen4 ,die ,damen1 welche die ,sachen trugen1 oder verschenkten1 die bei ihnen angefertigt wurden1 beeinfluten und berwachten ,geschmack1 ,schnitt1 ,muster1 ,wahl des ,materiales4 ,die ,mdchen aus dem ,volke brachten ,anregungen aus dem ,berufsmilieu1 dem sie entstammten4 ,das ,fischermdchen1 mit dem ,netzen vertraut1 machte feinen ,grund1 eine ,zeichnung wurde in ,stopfstich1 point de reprise auf das ,netz bertragen4 ,so bleibt die ,frage1 ob die ,niederlande mit dem feinsten ,flachs1 oder ,italien mit seinem ,ornamenten-,reichtum1 die ,wiege der ,spitzenkunst war1 unentschieden4 ,im allgemeinen behaupten die ,autoren1 da man ,venedig die ,nh-1 ,belgien die ,klppelspitzen verdanke4 ,jedenfalls waren die ,venetianer ,spitzen im ,,xvi4 ,jahrhundert hoch berhmt und damals war ,venedig in ,mode und ,luxus die tonangebende ,stadt1 wie spter ,paris4 ,nebstdem kann man den ,einflu des nahen kirchlichen ,rom nie hoch genug einwerten4 ,die ,kirche war ja der ,brennpunkt der gesamten abendlndischen ,knste und ,handwerke4 ,und sie ist allem ,neuen auf diesem ,gebiete ,pate gestanden1 wie die ,erzeugnisse oftmals ihr bestimmt wurden4 ,die ,liturgie schreibt aber im ,dienste des ,altars blo ,wachs1 ,leinwand1 ,gold und ,silber vor1 also verhltnismig beschrnktes ,material4 ,so mag das ppstliche ,rom naturgem das ,endziel abertausender ,erzeugnisse fleiiger ,frauenhnde des ,nordens gewesen sein1 das ,schnste und ,beste1 die ,trume resignierter ,menschenherzen wurden mit ,geduld und heiligem ,eifer in ,spitzenkunstwerke umgesetzt4 -- ,die mit ,saumstickerei beschwerten ,leinwandstreifen werden wohl die ersten ,spitzen geschmckt und als ,altardecke gedient haben4 ,spter erst werden ,bettwsche1 ,tischzeug und ,hemd hnlichen ,zierat erhalten haben4 ,alter1 ebenso wie der geographische ,ursprung1 sind demnach schwer genau zu bestimmen4 ,man kann sich nur nach ,bildern1 ,bchern und ,rechnungen richten und diese sind nicht immer genaue ,anhaltspunkte4 ,wer wollte wohl die ,jahreszahl der ,erfindung der ,lokomotive nach dem ,vorkommen auf ,bildern bestimmen wollen8 ,aber nichts ist so verwirrend1 und das ,interesse erlahmend fr den ,laien -- wie die ,spitzen nur nach ,alter und ,landschaft ordnen zu wollen2 wissen wir doch aus anderen ,kunstzweigen1 wie sich ,stil und ,art verschleppt2 wie ,mbel in unseren ,alpentlern oft um viele ,jahrzehnte gegen verkehrsreichere ,zentren sich verspten und z4 ,b4 gotische ,formen noch bis spt ins neunzehnte ,jahrhundert1 stets unbehindert von ,tagesstrmungen1 wiederholt wurden und sich zu einer ,art ,volksstil umgestalteten4 ,aus den ,jahren #aebg und #aebh stammen die ersten ,musterbcher fr ,nhspitzen2 das erste erschien in ,kln1 das zweite war von dem ,venetianer ,antonio ,tagliente herausgegeben4 ,dieser sagt selbst1 er habe zum ,teile schon vorhandene ,muster von ,meistern gesammelt1 zum ,teile neue ,muster selbst erfunden und gezeichnet2 es erscheint daher sehr begreiflich1 da der ,auflage dieses ,buches eine groe ,anzahl von ,jahren vorausgegangen ist1 in denen das ,spitzen-,nhen und ,klppeln eine weite ,verbreitung gefunden hatte1 denn das ,bedrfnis nach neuen ,mustern ist ein ,beweis1 da die alten eine schon zu allgemeine ,verbreitung hatten und abgedroschen waren1 und da in ,italien und im zivilisierten ,europa damals schon das ,spitzenerzeugen ein ,industriezweig fr viele ,gegenden war1 und nicht eine bloe ,nebenbeschftigung fr die ,muestunden mancher ,frauen bildete4 ,diese ersten ,muster zeigen uns zum grten ,teile geometrische ,figuren1 soweit sie fr die ,nhtechnik gedacht waren4 ,punto tirato4 ,punto tirato ist einer der ltesten und primitivsten ,vorlufer der ,nadelspitzen4 ,sie sind ganz aus einem groben aber schtteren ,leinwandgrund herausgearbeitet4 ,geschnitten wurde nichts1 die ,ketten- und ,schufden wurden in ,gruppen und ,bndel zusammengezogen und geschoben1 mit ,zwirn berwickelt und bildeten den ,grund eines viereckigen ,netzwerkes4 ,das ,muster aber wurde in der ,leinwand ausgespart4 ,naturgem erscheint die ,zeichnung eckig und hart4 ,manchmal suchte man dies zu mildern1 indem man die ,kontur mit einem ,leinen- oder ,seidenfaden abrundete und allzu schroffe ,ecken darunter verschwinden lie4 ,das ,muster war breit1 ,tierdarstellungen1 wie ,einhorn1 ,drache1 ,pelikan1 ,adler1 ,hirsche und ,schlangen waren beliebt1 auch ,adam und ,eva1 plumpe ,reiter und dergleichen kommen vor4 ,diese ,arbeiten zeigen alle eine gewisse ,schablonenhaftigkeit2 sie sind meistens nicht breiter als zirka ein ,meter 7die ,breite eines ,handwebestuhles7 und ein glatter ,leinwandstreif schliet sie gegen unten ab2 dieser hufig mit einer flachen weien oder bunten ,stickerei versehen4 ,die groben ,klppel- oder ,nhspitzen1 die manchmal diese punto tirato ,arbeiten umgeben1 sind immer erst spter dazugefgt worden4 ,diese ,tcher1 die in ihrer ,naivitt vielfach an die modernen skandinavischen ,hausindustrieerzeugnisse erinnern1 dienten hauptschlich als ,altardecken1 ,tischtcher und auch vielfach zur ,zierde des ,bettes1 in dem diese ,streifen unter der ,matratze eingebettet wurden und mit ihrem verzierten ,teile ber den ,rand des ,bettes heraushingen4 ,ferner wurden sie noch zu ,bett- und ,fenstervorhngen und ,handtchern verwendet2 fr ,leibwsche oder ,kleiderschmuck eigneten sie sich nicht4 ,groe hnlichkeit im ,dessin mit dem punto tirato haben die ,filetarbeiten1 doch sind die letzteren in ,geschmack und ,ausfhrung weit verfeinerter4 ,ihre ,technik ist nicht mehr so primitiv und erlaubt ihnen eine genauere und schnere ,interpretation der ,zeichnung4 ,die ,gestalten1 oftmals apokalyptische ,tiere1 ,drachen1 ,phantasievgel1 sind harmonischer und besser in den ,proportionen und erscheinen daher nicht so plump4 ,zuerst wurde ein feines ,netz gearbeitet und auf dieses wurde die ,zeichnung in einer ,art ,webe- oder ,stopfstich bertragen4 ,nach den ,ornamenten zu urteilen1 wurden diese ,tcher meistens fr den ,altardienst oder eine sonstige kirchliche ,verwendung gemacht4 ,aber auch ,bettvorhnge und ,tischtcher wurden damit geziert4 ,es war eine sehr dauerhafte ,handarbeit und man findet sie hufig in privaten und ffentlichen ,sammlungen4 ,sie wurde auch farbig ausgefhrt4 ,diese ,art von ,arbeiten mssen fr die gute ,wirkung verhltnismig wenig ,mhe gemacht haben4 ,sie wurden in neuester ,zeit wieder als ,dilettantenbeschftigung nachgemacht und haben als ,fensterstores und dergleichen hbsche ,verwendung4 ,eines ist noch zu erwhnen4 ,in den ,filetarbeiten wird zum ersten ,mal der ,knopflochstich in ,anwendung gebracht1 auf dem spter die ganze ,nhspitzentechnik sich aufbaute4 ,punto tagliato4 ,mit diesen zwei erwhnten ,arbeitsgattungen1 dem punto tirato und dem punto ricamato hrt fr lange ,zeit das phantastische ,tierornament auf4 ,die unentwickelte ,anfangstechnik des punto tagliato erlaubte dergleichen nicht1 sie war1 obwohl in der ,ausfhrung edler und mhevoller1 doch in der ,wahl der ,muster beschrnkter1 und mute sich mit der ,ausfhrung von geometrischen ,figuren begngen4 ,es wurden ,quadrate1 ,rhomben und dergleichen aus der ,leinwand ausgeschnitten1 teilweise lie man auch in denselben ,webefden stehen und benutzte sie als ,basis fr das ,ornament2 doch alle ,fden1 sei es nun neu gespannte oder die der ,grundleinwand wurden mit ,nadelarbeit berzogen1 und zwar kamen nur dreierlei ,stiche in ,anwendung4 ,zuerst wurde der ,rand der ausgeschnittenen ,stelle mit ,knopflochstich befestigt1 dann wurden die ,stbchen1 welche vier bis sechs ,fden gebildet hatten1 mit einer ,art ,webestichen berflochten2 dnnere ,stbchen aus blo ein oder zwei ,grundfden wurden einfach berwickelt und endlich noch konnten diese vertikal1 horizontal und diagonal laufenden ,stbchen als ,speichen zu einer ,art ,rderwerk dienen1 und dieses war wieder aus ,knopflochstich gebildet4 ,auch picots kamen schon zur ,anwendung4 ,die ,stellen der ,leinwand1 welche ausgespart geblieben waren1 wurden nun mit einer flachen1 oft grnen1 braunen1 gelben oder roten ,stickerei ausgefllt1 und zwar lief der ,stich derselben immer parallel zum ,webefaden4 ,so primitiv diese ,art ,arbeiten anfangs sind1 -- sie lieen dem ,ornament viel weniger freie ,entwicklung1 wie die zwei frher besprochenen ,arbeiten1 -- so bilden sie doch die letzte ,vorstufe zu den eigentlichen ,nh-,spitzen4 ,mit der ,zeit wurde immer mehr ,leinwand weggeschnitten und selbstndige ,fden gezogen1 um das ,gerst fr die stets komplizierter werdenden ,ornamente zu bilden2 endlich begngte man sich nicht mehr mit den ,stbchen und ,festons1 man fllte freie ,stellen mit dicht aneinander gedrngten ,knopflochstichen aus1 entwarf die ,zeichnung gleich auf ,pergament1 und so entstand der punto in aria1 die ersten selbstndigen ,venetianerspitzen4 ,so lange diese ,spitzen aus geometrischen ,figuren gebildet sind1 nennt man sie ,reticella1 oder auch ,greek lace1 dentelles greques und zwar wurde ihnen dieser ,name deshalb beigelegt1 weil zur ,zeit des griechischen ,befreiungskrieges die englische ,besatzung der ionischen ,inseln diese ,art ,hausindustrie sehr hufig bei der ,bevlkerung derselben fand1 und man in dem damaligen allgemeinen ,griechenenthusiasmus darin ,spuren klassischer ,kultur zu finden glaubte und ganz verga1 da diese ,inseln1 wie ,dalmatien1 noch kurz vorher unter der ,oberhoheit der venezianischen ,republik gestanden hatten und da diese ,spitzen alte italienische ,kulturtradition waren1 und im ,gegensatze zu den ,erzeugnissen des ,mutterlandes in ihrer ,entwicklung ber ein ,jahrhundert lang stehen geblieben waren1 whrend in der ,lagunenstadt die ,venetianerspitzen immer herrlicher aus ihren primitiven ,anfngen herausreiften und ihren ,siegeslauf ber die ,welt antraten4 ,die ,venetianer ,nadelspitzen entwickelten sich aber in verschiedenen ,gattungen3 es sind ,reticella1 gros point de ,venise oder ,venetianer ,reliefspitzen1 in ,rosaline1 in flache ,venetianerspitzen1 ,coraline und in point de ,venise rseau und in ,burano4 ,alle diese ,spitzen haben keinen rseau mit ,ausnahme der ,burano und point de ,venise rseau4 ,gleich nachdem die freien ,nadelspitzen1 die ,reticella1 aufkamen1 wurden sie fr die ,mode der ,krause benutzt2 mit schmalen punto in aere besetzte man die ,rnder derselben1 dann kam die ,mode der sogenannten ,stuartkragen1 fr welche etwas breitere ,spitzen verwendet wurden4 ,alle ,portrts aus der ,zeit zeigen uns ,mnner und ,frauen mit ,rschen1 ,krausen und ,stehkragen1 es war eine ,zeit1 wo man besonders im ,nordwesten von ,europa sehr viel ,schwarz trug und die weien ,spitzen waren das einzig helle und kostbare an der ,kleidung2 es war die ,zeit der ,religionskriege1 der ,einkehr in sich selbst und vielfach des ,ernstes und der ,heuchelei4 ,dann kamen die ,umlegkragen auf2 man sagt ,ludwig ,,xiv4 htte als ,jngling so schne blonde ,locken gehabt1 da er die ,mode der unbequemen ,halskrausen deshalb abschaffte1 und nun begann die ,herrschaft der ,allonge-,percken1 ,umlegkragen und ,kravatten und groe ,farbenfreudigkeit drang von dem ,sden ber ,frankreich nach dem ,norden4 ,es ist die ,zeit1 in welcher die ,venetianerspitzen hchste ,mode waren4 ,es gibt wohl keine bessere ,bezeichnung fr diese1 als das ,wort pomps4 ,groe schwere ,barockzeichnungen1 die es meistens verschmhen1 sich auf ein und derselben ,garnitur zu wiederholen1 sind ihnen eigen2 erhabene1 oftmals auch ganz plastische ,blumen erhhen ihre ,wirkung4 ,es sind stolze1 kostbare ,spitzen1 etwas steif1 etwas parvenuehaft paten sie vorzglich auch als ,schmuck fr jene prachtliebenden1 herrschschtigen ,menschen der ,nachrenaissance1 jener ,zeit der raffiniertesten ,kultur neben groer ,barbarei1 und hohen ,kunstsinnes neben der ,vorliebe fr abgeschmackte1 de ,poesie4 ,andere ,spitzen sind auch mhsam und kostspielig1 aber sie schreien es nicht so laut in die ,welt hinaus4 ,jeder ,stich erzhlt von den ,mhen und dem ,golde1 das sie kosteten4 ,wenn man sich aber den ,hintergrund zu diesen prchtigen ,spitzen denkt1 schwere ,samte und ,brokate1 in satten1 leuchtenden ,farben1 nicht zart und verschwommen1 alles kostbar und gediegen1 so kann man nur bewundern1 wie gut diese ,art ,spitzen als ,krnung zu dem ppigen ,geschmacke pat1 wie groartig ihre entschiedenen ,linien und ihr selbstbewutes ,aussehen wirken4 ,diese ,venetianer ,reliefspitzen werden immer in ,leinwandfden#a ausgefhrt2 ein ,cordonet1 aus mehreren ,fden oder manchmal sogar aus ,rohaarunterlage gebildet1 wird mit dichten ,knopflochstich um die vorher vollendeten ,mats und jours genht4 ,das ,eigentmliche an dieser ,gattung ist zunchst ihr ,relief1 ferner die zahlreichen picots1 die das ,cordonet zieren1 endlich da fast gar keine brides in ,anwendung kommen4 ,die ,mats oder pleins sind jene ,teile in der ,zeichnung1 welche am meisten der ,leinwand gleichen4 ,sie werden aus ganz dicht aneinandergereihten ,maschen gebildet4 ,die jours werden aus mannigfachen ,zusammenstellungen der ,maschen1 aber stets lockerer und durchsichtiger gebildet2 es gibt deren eine groe ,auswahl1 und um sie zu arbeiten werden die besten und gebtesten ,arbeiterinnen verwendet4 ,die ,kelche der ,blumen und alle jene ,teile des ,ornamentes1 die sich durch groe ,leichtigkeit auszeichnen sollen1 werden als jours behandelt1 auerdem werden oft noch ganz freiliegende ,bltter aufgesetzt#b1 welche die plastische ,wirkung sehr steigern und einen hbschen ,kontrast zwischen ,licht und ,schatten erzeugen2 unwillkrlich wird man beim ,anblicke dieser ,meisterwerke an ,stuckornamente erinnert4 berdies gibt es wirklich ein interessantes1 offenbar vereinzelt dastehendes ,beispiel fr die ,wechselwirkung der ,nadelspitzen zu dem ,stukko3 ,in der ,provinz ,ferrara1 in der ,kirche von ,carpi1 sind die ,predellen aller ,altre mit ,stukkoverzierungen geschmckt1 die zum ,verwechseln treu die venezianischen ,reliefspitzen nachahmen4 #a ,nmlich in moderner ,ausfhrung1 bei den alten ist das selbstverstndlich4 #b fleurs volantes4 ,gewi ist dies schon eine dekadente ,kunsterscheinung1 aber es wre dennoch interessant zu erfahren1 wieso blo in ,ferrera dergleichen gemacht wurde1 und zwar mit hbscher ,wirkung4 ,die gros point de ,venise haben sich im ,laufe der ,jahre fast nicht gendert2 vor #bej ,jahren waren die ,dessins und die technische ,ausfhrung nicht anders1 und man bleibt heute noch meistens dem hergebrachten historischen ,stile treu1 es werden ,berthe1 ,volants1 ,kragen1 ,manschetten etc4 gemacht4 ,da die ,herstellung unendlich mhsam ist1 groe ,geschicklichkeit1 genaues1 reines ,arbeiten und ,geschmack von den ,ausfhrenden verlangt1 ist und war sie stets eine der teuersten ,spitzen4 ,nicht umsonst war sie zu so groer ,berhmtheit gelangt1 man versucht sie daher auch in einfacher ,ausfhrung zu imitieren oder wenigstens ihre ,wirkung im groen und ganzen zu erreichen2 so steht die dem ,kontinente wenig bekannte irische ,technik der ,carrikmaccro unter dem ,einflusse der ,reliefspitzen4 ,hier wird die ,zeichnung in ,battist ausgeschnitten und mit einem groben ,cordonet umsumt oder manchmal noch auf ,tll applikiert4 ,auch die irischen ,hkelspitzen streben wohl den ,effekten der ,venezianerspitzen nach4 ,obwohl die ,fachwissenschaft im allgemeinen der ,ansicht zuneigt1 da der point de rose1 -- ,rosaline -- spteren ,datums als die ,reliefspitzen ist1 mag doch das ,gegenteil plausibler scheinen4 ,der ,stil der ,zeichnung ist weniger barock und edler1 zierlicher und recht verschieden von den ,reliefspitzen2 meistens ist es ein dichtes1 ineinander verschlungenes ,astwerk1 welches nur hie und da von einer kleinen jour-,blume belebt wird1 die schwach -- en relief -- gearbeitet ist2 das ,ganze ist viel prziser und eleganter1 und obwohl bescheidener in der ,wirkung1 noch kostbarer wie die ,reliefspitzen4 ,die krause ,verworrenheit der ,zeichnung zeigt weniger ,wucht und ,majestt aber mehr ,lieblichkeit4 ,die zahllosen meist unregelmigen1 nur manchmal rautenfrmig angeordneten brides richtig und geschmackvoll zu verteilen erfordert von der ,arbeiterin mehr als manuelle ,geschicklichkeit1 sie erheischt persnlichen ,geschmack und knstlerischen ,takt4 ,die point de rose verdienen ihren ,namen in mehrerlei ,beziehung4 ,die eigentmlichen brides picotes1#c die so charakteristisch fr die ,rosaline sind1 haben die ,form von ,rosetten4 ,endlich haben die ,rosalines hufig1 aber nicht immer1 ganz kleine ,relief-,rschen1 die ziemlich naturgetreu geformt sind4 ,jedenfalls sind die brides campanes das wesentlichste ,kennzeichen der point de rose1 welche brigens wegen deren hnlichkeit mit den ,schneekristallen auch oftmals point de neige genannt wurde4 #c ,brides picotes oder campanes4 ,eine ,schwche der ,rosalines ist1 da sie stets als ,volants gearbeitet werden und zwar in oben und unten ganz geraden1 einfrmigen ,linien abgeschlossen sind2 das pied oder engrelure wird nach dem ,abschlu als ganz besonders und meistens feiner gearbeitete picots picotes gearbeitet und steht nicht in gengendem stilistischen ,zusammenhang mit dem eigentlichen ,spitzenstreifen4 ,rosaline und ,reliefspitzen wurden reichlich an ,paramenten verwendet1 ,chorrcke1 ,altardecken1 ,kelchdecken1 wurden mit ihnen besetzt4 ,aber auch in der weltlichen ,kleidung fr ,frauen wie ,mnner fanden sie1 so weit ihre ,kostbarkeit nicht in ,betracht kam1 uneingeschrnkte ,verwertung4 ,die flachen venezianischen ,spitzen -- point plat de ,venise erinnern stark an ,klppelspitzen4 ,sie sind1 wie ihr ,name sagt1 stets ganz flach1 und entbehren sogar das ,relief durch das ,cordonet4 ,eine durchgedachte und wohldurchgefhrte ,zeichnung mit vielen und reichen jours lt mehr wie mechanisches ,knnen durchblicken1 hbsche zahlreiche brides picotes1 die zierlichen dreiteiligen ,rosetten wie ,eisnadeln1 erinnern an den point de rose2 es sind verhltnismig lange ,stbchen1 an denen wie zarte ,kristalle eine ,anzahl anmutiger picots angereiht sind1 aber immer in ,gruppen4 ,diese brides und ihre ,zeichnung1 die in crescendo und diminuendo auf- und abschwillt1 unterscheidet sich von der ,coraline oder den sogenannten eigentlichen ,venetianerspitzen4 ,diese erinnern1 wenn auch an eine andere ,gattung1 ebenfalls an ,klppelspitzen und zwar an die ,bndelspitzen und sie bilden das ,pendant in ,nadelausfhrung zu den sogenannten ,kirchenspitzen4 ,die ,zeichnung hat wenig ,bedeutung1 sie ist wirr und verschlungen2 in ziemlich gleich breiten ,streifen windet und schlngelt sie sich gedankenlos dahin1 wenige oder gar keine jours tragen dazu bei1 ihr ein ziemlich monotones und nicht so kostbares ,geprge wie bei obengenannten ,spitzen zu geben4 ,ihr ,reiz besteht hauptschlich in ihren brides picotes1#d die eine nicht geschlossene sechseckige ,masche bilden und die picots stehen einzeln und gleichmig verteilt auf den brides4 ,diese maschenartigen brides bilden den bergang zu den eigentlichen ,reseauspitzen1 sie sind schon in ,reihen parallel zu den pieds ausgefhrt4 ,kunstlos halten sie sich mehr an die ,natur und an ihren ,namen ,coraline knpft sich die ,erzhlung1 da sie zuerst von einem verliebten ,fischermdchen einem von ihrem ,geliebten geschenkten ,korallenzweige nachgeahmt wurden4 #d ,die sechste ,seite der ,masche wird schon von dem eigentlichen ,ornament gebildet4 ,tatschlich haben diese ,coraline etwas venetianisch ,volkstmliches1 sie sind und bleiben wie reizende ,naturkinder stets mit ihrer ,heimat eng verwachsen und wurden niemals auer im ,venetianischen gemacht1 whrend ihre kunstvollen ,schwestern1 berall1 wo je ,spitzen erzeugt wurden1 gleich schn oder schner nachgeahmt wurden1 hauptschlich in ,belgien und in ,frankreich4 99 99 99 99 99 ,als nun in ,venedig durch ,colberts ,schpfung -- 7der franzsischen ,spitzen-,industrie7 -- die ,hauptausfuhr nach ,frankreich versiegte und dieses berhaupt die ,fhrung in ,modefragen bernahm1 trat eine zeitweilige ,stagnation in der ,pointserzeugung ein1 doch die ,not lehrte die ,venetianer und wie ehemals die ,franzosen bei ihnen in die ,lehre gegangen waren1 so trachteten sie jetzt von ihren ,konkurrenten zu lernen und die wichtigsten ,neuerungen1 insbesondere die ,verwertung des ,reseaus fr die ,regeneration ihrer ,spitzen zu verwenden4 ,bald nationalisierten sich diese ,alenon-,imitationen wieder1 es entstand der sogenannte point plat de ,venise rseau4 ,es waren ganz flach genhte ,spitzen1 von gar keinem ,cordonet umsumt und hatten einen hnlichen ,maschengrund1 wie der ,reseau des point d',alenon1 nur war er stets unregelmig und die ,maschen fielen nicht in eine ,linie1 nherten sich mehr dem ,viereck und waren verschwommen1 doch fiel dies nicht so sehr auf1 da der ,grund nicht stark in ,betracht kam2 das ,dessin war so gro und breit angelegt1 da nur in kleinen ,zwischenrumen verhltnismig wenig ,platz fr den fond blieb2 sie haben mit ,sedanspitzen viel hnlichkeit4 ,es sind ausgesprochene ,rokokkozeichnungen aus ,lilien1 ,muscheln1 ,blten und ,knospen mit ungrazisen ,schnrkeln1 die den sogenannten ,jesuitenstil an sich tragen4 ,die ganzen ,arbeiten machen einen flachen1 fast geklppelten ,eindruck2 das ,cordonet1 wenn man einen blo etwas strkeren ,faden so nennen kann1 ist ganz platt an der ,flche gearbeitet und ist mit unendlich feinen picots gegen den rseau getrennt4 ,die sehr feinen ,maschen laufen horizontal zum ,rand und der ,faden ist uerst fein und das ,ornament wird schon so schablonenhaft angewendet1 da man bei einzelnen ,formen den natrlichen ,ursprung kaum mehr entdecken kann4 ,ein groer ,reichtum an jours zeichnet sie aus1 die alle zu beschreiben nicht mglich ist2 hufig kehrt ein einziges ,ornament wieder4 ,es ist berhaupt bemerkenswert1 da ein groes ,abwechseln an jours meistens mit einer gewissen ,korruptheit des ,stils ,hand in ,hand geht1 ein berladen mit ,details1 welches in allen ,kunstgattungen zu verfolgen ist1 und die ,armut an ,gedanken verbergen soll4 ,diese flachen ,venetianerspitzen mit rseau wurden von der zweiten ,hlfte des ,,xviii4 ,jahrhunderts bis zum ,ende der venetianischen ,republik in ,venedig hauptschlich auf den ,laguneninseln gemacht4 ,die politischen ,verhltnisse1 die immer zunehmende ,verarmung und der ,verfall in der ,lagunenstadt bewirkten1 da die ,spitzenindustrie1 ein wesentlich von ,luxus und ,eleganz lebendes ,gewerbe1 ganz zugrunde ging4 ber ,europa brausten die ,strme der franzsischen ,revolution berall merkbar nach4 ,ein demokratischer ,geist fegte viele ,gebruche1 ,mibruche und ,reichtum weg1 doch auch viel guter ,geschmack und reizende ,gewohnheiten verschwanden damit fr immerwhrende ,zeiten4 ,auf der ,insel ,burano fristeten eine ,gattung ,spitzen kmmerlich ihr ,dasein weiter1 die armen ,fischerfrauen machten unscheinbare ,spitzen1 die ihre ,abkunft von den point d',alenon nicht verleugnen konnten1 aber in ,stil und ,ausfhrung degeneriert waren und aus groben1 ungleichmigen ,fden gemacht waren4 ,im ,jahre #ahfd schrieb ,madame ,bury-,paliser3 ,die ,venetianer ,spitzen existieren nicht mehr4 ,und doch1 acht ,jahre spter wurde dieses verlschende ,flmmchen zu neuem ,leuchten entfacht4 ,es wurde auch mhsam und kunstvoll ins ,leben gerufen1 durch ,mitleid und ,wohltat4 ,im ,jahre #ahgb brach ein ganz auerordentlich strenger ,winter ber ,oberitalien herein4 ,die ,lagunen waren zugefroren und die ,fischer konnten wochenlang nicht ihrem ,berufe nachgehen4 ,die ,not war eine unbeschreibliche und rief die ffentliche ,teilnahme wach4 ,eine ,sammlung wurde zum ,teil fr die ersten ,bedrfnisse der ,armen verwendet1 der ,rest wurde in weiser ,vorsorge fr die ,grndung einer ,hausindustrie gespart4 ,man sagt1 es htte damals ein uraltes ,mtterchen gelebt1 die als einzige den ,venetianerspitzenstich noch machen konnte1 ,ceccia ,scarporiolo2 sie1 halb blind und gelhmt1 unterwies die ,fischermdchen und lehrte ihnen1 was sie wute1 ein ,damenkomitee1 an dessen ,spitze die ,grfin ,adriano ,mercello stand1 setzte sich mit ganzer ,kraft fr dieses ,unternehmen ein4 ,ganz ,italien1 an seiner ,spitze die ,knigin ,margherita1 interessierte sich fr diese ,neuschpfung in ,burano1 und bald konnten die ersten1 seit langer ,zeit wieder in ,venedig verfertigten ,venetianerspitzen1 verkauft werden4 ,seither ist die ,spitzenerzeugung in ,venedig wieder eine blhende ,einnahmsquelle geworden4 ,burano blieb unter dem ,patronat des ,komitees1 die ,familie ,marcello wurde zu einer ,art ,spitzen-,dynastie und die ,buranospitzen sind die besten und schnst gearbeiteten von ,venedig1 sie gehrten nicht1 wie leider die meiste ,marktware ,venedigs1 in die ,rubrik ,andenken-,verkaufs-,erzeugnisse1 die harm- und gedankenlose ,hochzeitsreisende1 nicht zur ,ehre ,venedigs1 nach ,hause bringen4 ,in ,burano werden jetzt wieder alle ,gattungen der frheren ,venetianerspitzen gepflegt1 meistens sind es ,spitzen ohne rseau1 nur mit einen ,grund von brides1 hufig in gelblicher ,farbe1 mit ,ausnahme der points de ,burano4 ,diese sind aber noch immer den ,alenon-,spitzen hnlich1 die ,muster bleiben dem ,stil der drei ,louis ,frankreichs treu2 der rseau hat fast viereckige ,maschen4 ,der rseau der ,burano sieht jedoch niemals den anderen fonds hnlich1 es macht immer einen eigentmlichen flockigen1 verwaschenen und verzogenen ,eindruck1 was zum ,teile von dem unregelmigen ,faden herrhren mag4 ,das ,cordonet der ,burano ist nur niedergenht und niemals1 wie bei den ,alenon mit dem schnen gleichmig dichten ,knopflochstich berschlungen4 ,die ,venetianerspitzen gehren historisch ,venedig an1 aber sie werden berall1 wo die edlen ,kunstspitzen gemacht werden1 mit ,erfolg erzeugt1 sei es nun in ,frankreich1 ,belgien oder sterreich2 ,belgien pflegt sehr diese ,gattung ,spitzen und hat wahrscheinlich einen greren ,umsatz darin1 als ,italien2 man sagt1 da viele1 und zwar die beste ,ware nach ,italien besonders an die ,riviera von ,belgien geliefert wird1 aber auch in ,venedig werden belgische ,venetianerspitzen verkauft4 ,point d',alenon4 ,von #aefj bis ungefhr zur ,hlfte des ,,xvii4 ,jahrhunderts exportierten die ,venetianer eine ungeheuere ,menge ,nadelspitzen1 sie deckten den ganzen ,bedarf ,europas1 denn nirgends wurden ihre ,spitzen so gut nachgeahmt1 da man ihnen nennenswerte ,konkurrenz machen konnte4 ,die verschiedenen ,regenten erlieen zahlreiche ,erlsse gegen den bertriebenen ,luxus1 hohe ,schutzzlle1 strenge ,verbote ntzen und frommen nicht gegen die ,macht der herrschenden ,mode4 ,frankreich stand an der ,spitze der importierenden ,lnder4 ,fr viele ,millionen ,francs wurden alljhrlich ,spitzen aus ,venedig eingefhrt und die ,nachfrage steigerte sich noch zusehends unter ,louis ,,xiv4 ,der roi soleilliebte in seiner ,jugend ppigen ,luxus und ,glanz1 er selbst beeinflute die ,moden und sprach allen ,verordnungen seiner ,minister ,hohn1 indem er fr sich und seinen ,hof den grten ,aufwand an ,spitzen aller ,gattungen trieb1 insbesondere aber die ,venetianer bevorzugte4 ,es gab damals kaum ein ,kleidungsstck1 das nicht aus ,spitzen gemacht oder mit ,spitzen verziert wurde1 breite ,umlegkragen1 jabots1 manschetten1 kanons1 das sind ,spitzenvolants1 die aus den ,stulpstiefeln hervorsahen1 ,rosetten an den ,schuhen1 an den jarretieren1 ,barben1 ,hauben1 ,schrzen1 ,bett- und ,tischzeug1 kurz alles war mit ,spitzen versehen4 ,in den ,feldzgen1 im ,lager1 ber ,harnischen1 im ,boudoir1 in ,kirchen und ,klstern1 berall waren ,spitzen zu sehen4 ,wenn man nun bedenkt1 da ,frankreich verhltnismig wenig ,spitzen im ,lande produzierte1 so begreift man1 welch ein wirtschaftlicher ,aderla dies fr ,frankreich war1 und wie ,flandern und ,venedig dabei gewannen4 ,von der ,macht der ,mode kann man sich einen ,begriff machen1 wenn man die strengen ,gesetze der damaligen ,zeiten betrachtet2 mit ,schmugglern machte man nicht viel ,federlesens1 man knpfte sie an den nchsten ,baum oder scho sie nieder1 und trotzdem1 da der ,gewinn verlockend genug war1 wurden die ,schmuggler nur schlauer und erfindungsreicher1 und ,ballen von ,spitzen fanden ihren ,weg ber die franzsische ,grenze4 ,wenn es kaum eine ,kunst oder ein ,kunsthandwerk1 das durch ,jahrhunderte so anonym geblieben ist1 wie das der ,spitzen gibt1 denn berall anders treten uns ,namen entgegen1 so tritt ausnahmsweise der ,name und die ,gestalt ,colberts hervor1 ein ,genie1 das seinerzeit im ,anfassen der nationalen ,wirtschaftspolitik um ,jahrzehnte vorauseilte1 der nicht nur ,altes untersttzte1 sondern ,neues schuf1 der das so wichtige ,prinzip erkannte1 da ein ,luxus1 so lange das ,geld im ,lande bleibt1 und nichts vom ,auslande importiert wird1 nationalkonomisch nicht schdlich ist1 da selbst sinnlose ,ausgaben der ,reichen das ,geld ins ,rollen bringen1 ,industrieen schaffen1 die fr den ,export ,bedeutung erlangen knnen1 und das ,volk zu groer ,regsamkeit anspornen4 ,colbert war mit einem ,wort der erste moderne ,finanz- und ,handelsminister1 er war der erste1 der mit den nationalen ,gtern nicht ,raubbau trieb1 er wollte nicht nur ernten1 sondern ste auch in der ,gegenwart fr die ,zukunft4 ,ihm hat ,frankreich den ersten ,impuls fr die allen ,strmen trotzende ,entwicklung der ,industrie zu danken1 er grndete oder frderte ,manufakturen1 wie die ,gobelinweberei1 ,svresporzellanerzeugung1 er lie die so kostbaren und damals blo in ,venedig erzeugten ,venetianerspiegel in ,frankreich erfolgreich nachahmen1 und endlich grndete er die ,spitzenindustrie4 ,colbert erkannte gleich1 da auf dem ,wege der ,verbote die ,verhltnisse nicht zu sanieren waren4 ,mit der ,mode mute gerechnet werden1 blieb nur das ,geld im ,lande1 und es war das ,beste die ,passion fr die eigene ,heimat auszunutzen4 ,colbert fate seine ,sache erfolgreich an4 ,in ,frankreich hatte man bis dahin ,nadelspitzen kaum fabriziert1 doch war die ,anfertigung des ber alle ,lnder populren point coup auch dort eingebrgert2 hie und da hatte wohl auch die eine oder andere ,spitzen-,matrone auf eigne ,faust ,venetianerspitzen aber minderwertig imitiert4 ,er suchte sich nun zur ,pflanzsttte seiner ,ideen jenen ,bezirk ,frankreichs aus1 der eine relativ gut geschulte weibliche ,bevlkerung besa1 und das war ,alenon1 mit ,nachbarschaft1 wie ,aurillac1 ,argentan etc4 ,die ,grndung der ,alenon-,spitzenindustrie ist deshalb eine sehr bemerkenswerte1 weil sie eine vollkommen bureaukratische ist1 sie wurde vom ,schreibtisch aus diktiert1 und mit ,erfolg ins ,leben gerufen4 ,im allgemeinen war und ist die ,spitzenerzeugung stets eine volkstmliche gewesen1 die nur hie und da in den ,klstern ,frderung fand1 von den ,regierungen frher hufig eher gehemmt als untersttzt wurde4 ,colbert war der erste1 der nationalkonomisch und administrativ wohl durchdachte ,grndungen durch ,ausbildung von schon existierenden ,industrieen durchfhrte1 obwohl er speziell von seiten der ,bevlkerung in ,alenon anfangs wenig freundliches ,entgegenkommen fand4 ,vor dem ,grndungsjahr #affe hatte eine ,mme4 ,perrire in ,alenon venetianische ,spitzen fr eigene ,rechnung nachgeahmt4 ,mit ihr und einigen anderen grndete ,colbert die ,manufacture du point de ,france wie von nun an alle franzsischen ,spitzen hieen4 ,die ,behauptung1 welche die meisten ,autoren der ,mme4 ,paliser nachsprechen1 da die erste ,manufaktur in ,chteau de ,lonrey bei ,alenon etabliert war1 ist nicht haltbar4 ,zwei sehr ernste ,autoren1 wie ,duval und ,despierres widersprechen dieser ,annahme und druckten in ihren ,werken alte ,dokumente als glaubwrdige ,beweise ab2 abgesehen von diesen ,schriften spricht auch noch ein sehr einfacher ,gedankengang gegen diese ,behauptung4 ,im ,jahre #affe war die ,feudalherrschaft noch in ,blte4 ,der ,adel war noch nicht verarmt1 wie spter nach der ,revolution4 ,damals1 in ,reichtum und ,ansehen ungebeugt1 bewohnten und benutzten die ,adeligen ihre ,schlsser noch selbst2 hatten sie mehrere1 so kamen dieselben wohl manches ,mal noch zu ,lebzeiten des ,besitzers in ,benutzung einer jngeren ,linie oder einer bevorzugten ,maitresse4 ,ein bufertiger ,bruder oder eine alte ,snderin bertrug oder verschrieb ihre ,herrschaft zur ,rettung ihrer ,seele der ,kirche oder einem ,kloster1 seltener schon wurden ,schlsser oder ,burgen in ,spitler verwandelt4 ,doch der ,gedanke1 ein ,schlo in eine ,fabrik oder gar in eine ,kaserne umzuwandeln1 widerspricht ganz und gar dem aristokratischen ,geiste jener selbstherrlichen ,zeit4 ,dies blieb der ,neuzeit vorbehalten1 und leider oft zum ,schaden der sthetik4 ,die ,grndung der ,gesellschaft der points de ,france verteilte sich auf verschiedene ,bezirke1 wie ,reims1 ,sedan1 ,aurillac und ,argentan2 und was nun von ,alenon1 dem wichtigsten1 erzhlt wird1 gilt mehr oder minder von den anderen auch4 ,es wurden ,gebude fr diesen ,zweck eingerumt und ausgestattet und man lie ,venetianerinnen und ,flmlnderinnen kommen und ,frauen aus ,alenon wurden angeworben1 die gengende ,schulung hatten4 ,mit diesem kleinen ,stabe hoffte ,colbert in kurzer ,zeit #hjjj ,arbeiterinnen heranbilden zu knnen4 ,darin wurden aber seine ,erwartungen getuscht1 denn1 so lange die ,fabrik als solche unter der zehnjhrigen ,staatspatronanz stand1 brachte man es auf nicht mehr wie #gjj ,arbeiterinnen1 die ,bevlkerung1 die sich in ihrem ,erwerbe bedroht sah1 bot ,widerstand1 es kam hufig zu ,ausschreitungen4 ,es wurde mit den neuen ,mustern1 die auch ,monopol waren1 ,mibrauch getrieben1 was zwar strenge gestraft wurde aber ,hetzereien und ,whlereien zur ,tagesordnung machte4 ,trotzdem hatte die ,manufaktur einen groen ,erfolg4 ,louis ,,xiv4 erklrte den point de ,france zur offiziellen ,hof-,etiquette1 er trug ihn selbst und alles beeilte sich1 ihn nachzuahmen4 ,diese ,fabrik mu man sich als ein ,mittelding zwischen einer ,fachschule und einer ,aktiengesellschaft denken4 ,nachdem die ersten zehn ,jahre verflossen waren1 verwandelte sie sich in mehrere ,privatunternehmen4 ,sie hatte aber ungemein befruchtend auf die allgemeine ,spitzenindustrie gewirkt1 obwohl man sich in den ersten fnfundzwanzig ,jahren darauf beschrnkte1 die ,venetianerspitzen mglichst getreu zu kopieren4 ,es war jene ,gattung mit den brides picotes und war vielleicht nur im ,relief etwas flacher gehalten4 ,doch der franzsische ,geschmack kam bald zur ,geltung1 die ,ausfhrung wurde zierlicher als die italienische und die ,zeichnung wurde nach dem tonangebenden ,geschmacke modifiziert4 ,wie aus den ,venetianerspitzen derselben ,zeit kann man an den ,alenon bemerken1 da die brides wabenartig angeordnet waren1 welche einen regelmigen rseau ahnen lieen4 ,im ,anfange des ,,xviii4 ,jahrhunderts wurde der ,versuch gemacht1 den ,klppel-,reseau mit der ,nadel nachzubilden4 ,es war auch die ,konkurrenz1 die das herbeifhrte1 denn die belgischen ,spitzen wurden damals am ,hofe viel getragen und drohten die points zu verdrngen4 ,die flmischen ,mdchen werden offenbar die ,anleitung dazu gegeben haben4 ,in die ,jahre zwischen #agjj und #agag fallen die wichtigen ,neuerungen1 die den points d',alenon ihr heutiges ,ansehen gaben und sie von den venetianischen ,spitzen so wesentlich unterscheiden1 so da sie von nun an eine ganz selbstndige ,gattung wurden4 ,es sind dies3 der eigentliche1 feine rseau1 der dem ,ansehen nach hnlich wie der der ,brsseler ,klppel-,spitzen 7point d',angleterre7 war2 der ,anfang des rseaus der ,klppelspitzen war sechseckig und ist spter ein mehr lngliches ,viereck geworden und wird hufig rseau d',alenon genannt4 ,dann wurde gleichzeitig die sogenannte maille boucle und die bride tordue oder maille tordue gemacht1 beides regelmige sechseckige ,maschen1 die nur grer und strker wie der rseau sind4 ,die bride boucle picots1 die von den ,venetianern entlehnt war1 nahm um diese ,zeit ab4 ,die bride boucle wird hufig den ,argentans als ,spezialitt zugeschrieben2 jede ihrer sechs ,seiten wurde acht bis fnfzehn ,mal mit ,knopflochstich berzogen1 wodurch sich natrlich dieser ,grund durch groe ,dauerhaftigkeit auszeichnete und nebstbei in originellen ,kontrast mit dem#e feinen eigentlichen rseau trat1 der hufig als zweiter ,streifen den ,rand der ,spitzen zierte4 ,durch die ,bentzung des rseaus wurden auch ,zeichnung und ,technik der ,alenons bedeutend gendert4 ,von nun an wurden die points d',alenons nicht mehr in ,einem gearbeitet1 sondern in kleinen ,teilen von verschiedenen ,arbeiterinnen1 so wie die ,brsseler ,spitzen4 ,jede ,arbeiterin war in ihrer ,spezialitt eingearbeitet1 und ein ,stck ,spitzen ging durch zwlf bis sechzehn verschiedene ,hnde1 bis es fertig war4 ,diese getrennte ,arbeit war in ,venedig nicht in ,gebrauch gewesen1 und ist eine franzsische ,neuerung1 die man von den belgischen ,klpplerinnen gelernt hatte4 ,bei alten ,spitzen begngte man sich mit der ,ausfhrung von fleurs1 welche aus entoilage oder remplis gebildet waren2 eine brode umgab sie und die brides fllten den ,grund4 ,nun aber werden die ,spitzen hufig in zweierlei ,streifen gemacht1 ,medaillons als rivire angeordnet1 schlngelten sich durch die ,spitzen4 ,diese ,medaillons wurden nun mit zahllosen verschiedenen ,stichen ausgefllt1 die man modes nannte und die das rempli ersetzten1 das jetzt zu groe hnlichkeit mit dem feinen rseau hatte4 ,eine ,eigentmlichkeit der ,nomenklatur des point de ,france oder d',alenon ist1 da er ganz andere ,namen fr die verschiedenen ,teile hat1 wie sonst gebruchlich4 #e ,der ,grund ist hier strker wie die sich zart abhebende ,zeichnung1 was eine schnere ,wirkung hervorbringt1 bei den point de gaze de ,bruxelles verhielt sich die ,sache umgekehrt1 der fond ist unproportioniert zart zum ,dessin4 ,motivs1 fond1 entoilage1 fleur war die ,bezeichnung fr die ,blume1 champs fr den ,grund1 ob aus brides oder rseau1 brode heit das ,cordonet1 das die ,zeichnung umgibt1 modes1 fentres oder portes heien die jours und so weiter4 ,points d',alenon sind noch insoferne interessant1 weil man an ihnen wie an keiner anderen ,spitzenart den jeweilig herrschenden ,stil in der ,zeichnung verfolgen kann4 ,die ltesten vor #affj1 volkstmlich velins nach dem ,pergament1 auf dem sie gearbeitet wurden1 genannt1 unterscheiden sich nicht von den allerorts gemachten points coups1 ,reticellas oder primitiven ,venetianern4 #affj bis #agjj verlegte man sich auf die getreue ,kopie der kostbaren ,venetianer ,reliefspitzen und anderer1 edler ,gattungen4 ,kleine ,dessinnderungen wurden dann spter wohl auch versucht1 aber erst von #agjj erhalten die points d',alenon ihr gewohntes ,aussehen4 ,von #agag bis #aged 7,louis ,,xv47 fllten die ,blumen der ,zeichnung bei schmleren ,volants noch die ganze ,breite der ,spitzen aus4 ,der ,schwerpunkt der modes ist gegen den ,rand gedrngt4 ,der ,grund ist in einer der drei ,gattungen brides1 oder in rseau ausgefhrt4 ,unter ,louis ,,xvi4 kommt die sehr charakteristische ,faons in ,streifen und zweierlei champs auf1 auch wird spter le rseau mouche gemacht1 der dann in der ,folge wieder aufgenommen wurde4 ,oben ,gesagtes gilt von den kleineren ,volants und den ,berthen2 betrachtet man jedoch ein greres ,stck wie die damals modernern tabliers und sehr breiten ,volants1 so kann man nicht genug ber den ,reichtum und die ppigkeit der jours und modes staunen1 eine solche wohlgeordnete ,flle von ,details drngt sich4 ,und die ganze1 groe ,zeit einer vollkommen hfischen ,kunstrichtung1 die1 man mchte sagen aus der ,initiative einzelner ,personen entstand und mit diesen verging1 zieht an ,einem vorbei1 ,versailles und ,petit ,trianon unter den drei ,louis mit diesen lebt und stirbt der point d',alenon1 ,fllhrner1 ,blumen1 ,fruttiguirlanden1 ,rosen und ,schmetterlinge1 schnbelnde ,vgel1 ,blumenvasen1 ,bageigen1 ,mandolinen1 ,wappen und ,menschen1 ja oft ,medaillonportrts von den ,regenten1 dies alles wurde hufig unsymmetrisch und doch fein stilisiert angeordnet4 ,sehr bemerkenswert ist die stetige ,konkurrenz der verschiedenen ,spitzengattungen untereinander2 sie entlehnen die knstlerischen ,wirkungen und ahmen sich nach1 bald war point de ,france1 bald wieder die flachen ,klppelspitzen der point d',angleterre1 oder die ,malines ,kniginnen der ,mode4 ,im ,wettbewerb trachteten sie sich an ,schnheit1 hnlichkeit und dann ,verschiedenheit und ,neues bieten zu bertrumpfen4 ,um #agjj findet man an den modes der ,alenon hufig einen point angewendet1 den rseau rosac1 der1 in ,nadelstich transponiert1 den ursprnglichen point de neige der ,malines wiedergibt4 ,diesen point de neiges oder oeil de perdrix findet man durch das ganze ,,xviii4 ,jahrhundert an ,brsseler ,spitzen 7point d',angleterre71 ,valenciennes1 ,malines1 point ,alenon und ,argentan immer wieder in verschiedenen ,ausfhrungen und ,variationen1 und es war der kostbarste ,grund4 ,einen groen ,niedergang in der franzsischen ,spitzenindustrie schuf der ,widerruf des ,edikts von ,nantes im ,jahre #afhe4 -- ,unzhlige protestantische ,familien verlieen ihre ,heimat und trugen ihre ,fhigkeiten in fremde ,lnder -- und grndeten durch ihre ,kenntnisse und ,geschicklichkeit neue ,gewerbe -- berhaupt haben die ,religionsverfolgungen im ,laufe der ,jahrzehnte gerade zur ,ausbreitung der ,spitzenindustrie sehr viel beigetragen4 ,wenn ,deutschland1 ,schweden1 ,dnemark1 die ,schweiz und das ,erzgebirge berhaupt eine ,spitzenindustrie haben1 so verdanken sie es zum grten ,teile den franzsischen und flmischen ,emigranten4 -- ,direkte ,vorteile aber gewann ,venedig daraus1 es erzeugte ,spitzen im franzsischen ,geschmacke und beschickte damit wieder die franzsischen und europischen ,mrkte4 ,den zweiten1 verderblichen ,einflu hatte die franzsische ,revolution4 -- ,whrend der ,revolutionsjahre gingen die meisten ,spitzen-,industrien in ,frankreich zu ,grunde1 manche1 man sagt mehr wie zwlf1 fr immer2 ,sedan1 ,aurillac1 ,valenciennes kamen nie mehr in ,betrieb4 ,napoleon frderte1 wo er konnte1 die durch die ,revolution lahmgelegten ,gewerbe1 auch den points d',alenon wandte er seine ,sympathien zu4 ,die points d',alenon im ,empire zeigen kleine ,blmchen stilisiert im rseau verstreut2 und dieses ist mit sogenannten petits pois1 larmes oder grains de caf1 coeurs -- oder wie diese kleinen ,pnktchen sonst noch im empfindsamen ,geschmack der ,zeit heien1 verziert1 maille boucle wurde von nun an nicht mehr gemacht4 ,spter wurden die ,alenon #ahcj--fj die ,blumen auf ,maschintlle appliciert und ,br4 ,mercier nahm einen ,musterschutz auf seine ,erfindung1 die sechseckigen ,maschintll-,maschen mit ,knopflochstich in eine maille boucle zu verwandeln4 ,dieses ,verfahren hatte aber keine groe ,lebensfhigkeit in sich4 ,man sagt1 es sei noch mhsamer1 wie die eigentliche bride boucle4 ,das ,cordonet oder die brode der ,alenons war zu allen ,zeiten schner und dichter umschlungen1 wie das der ,venetianer- und ,brsslerspitzen1 auch war das ,relief weniger erhaben1 obwohl man ihm durch ,einlage von ,rohaarfden manchmal mehr ,konsistenz gab4 ,man unterschied frher points d',alenon und point d',argentan2 letzterer galt als noch kostbarer wie ersterer4 ,der ,unterschied war meistens in einer sorgfltigeren ,ausfhrung in der ,zeichnung1 auch machte ,argentan hufig die mhsame maille boucle4 ,sedan1 ,aurillac1 ,reims1 ,argentella hatten alle den sogenannten fond oeil de perdrix und dies waren lauter hnliche ,spitzen1 die man heute schwer differenzieren kann4 ,argentella sind1 wie der ,name schon ahnen lt1 eine ,abart1 besser gesagt ,spielart1 der ,argentan1 mglicherweise sind sie wirklich von ,genua stammend2 die ,end-,partikel ihres ,namens klingt jedenfalls italienisch2 sie hatten den fond rseau rosac besonders viel in ,verwendung1 das ,cordonet ist zwar nicht niedergenht1 aber nicht ganz bersponnen1 was auch auf italienische1 nicht franzsische ,fabrikation deuten wrde1 point de ,sedan und point plat de ,venise hatten einige hnlichkeit1 ,rokokkospitzen mit breiter1 und so dichter ,zeichnung1 da sie fast jedweden ,grund entbehren konnten4 ,sie haben hie und da kleine ,reliefs wie aufgesetzte ,lichter im ,genre der ,brabante4 ,colbert hatte gesiegt4 ,das ,geld blieb im ,lande und seine bureaukratische ,schpfung hatte die in ihrer ,art einzig dastehenden point d',alenon ins ,leben gerufen4 ,das ,wohlwollen der ,regierung blieb ihnen stets treu2 im ,jahre #ahaa wurde die ,neuerung gemacht1 den ,arbeiterinnen ,zeichenunterricht geben zu lassen1 bisher hatte man das nirgends versucht4 ,alenon hat eine jetzt noch lebende ,tradition der ,spitzenindustrie4 ,erbgesessene ,familien bilden ,dynastien1 die alle ,erinnerungen pflegen1 teilweise auch publizistisch hervortreten2 es sind dies ,namen wie3 ,duval1 ,despierre1 ,baron ,mercier4 ,brsseler ,nadel-,spitzen oder ,point de ,bruxelles4 ,vor allem mu hervorgehoben werden1 da unter dem ,namen point de ,bruxelles vielerlei ,spitzen1 sowohl ,nadel- wie ,klppelspitzen verstanden werden knnen4 ,dieser ,mibrauch mit dem ,namen entspringt zum ,teil aus der ,willkr der ,hndler und ,schneiderinnen und aus dem ,unverstndnis des ,publikums4 ,es werden points l'aiguille oder point de gaze fr ,nadelspitzen1 alte ,brabanter1 duchesse und ,applikations von ,nadel- und ,klppel-,spitzen und fnferlei 767 ,arten point d',angleterre so genannt4 ,man sieht also1 da auch in der ,bezeichnung der point d',angleterre verwirrend vorgegangen wird1 und es ist schwer1 bei den vielfachen1 widersprechenden ,ansichten der ,autoren das richtige in diesem ,wirrwarr herauszufinden4 ,mglicherweise hat man frher wirklich mehr wie eine ,gattung ,spitzen darunter verstanden4 ,und als die ,verwechslungen begannen und sich der ,begriff1 der einzig mit dem ,namen verknpft war1 immer mehr verwischt hatte1 wurde das ,unverstndnis wohl oft von den ,hndlern ausgenutzt1 um die ,kufer zu tuschen1 insbesondere da der point d',angleterre sehr kostbar und hochgeschtzt war4 99 99 99 99 99 ,die ,brsseler ,nadelspitzen1 point l'aiguille1 wenn alt1 point de gaze1 wenn neu genannt1 sind verhltnismig spt aufgekommen4 ,die groen ,erfolge der ,venetianerspitzen und der point d',alenon waren die unmittelbare ,ursache fr die ,brsseler ,frauen1 eine neue ,art ,nadelspitzen zu schaffen4 ,da sie erst gegen die ,mitte des ,,xviii4 ,jahrhunderts 7#agbj7 aufkamen1 wurden sie nicht mehr mit brides gemacht1 sondern gleich mit dem rseau das damals neu und sehr in ,mode war4 ,point l'aiguille verleugnet nie seine ,abkunft von den ,alenon1 obwohl diese ,alenon einen ausgeprgteren1 fast knnte man sagen1 einen offiziellen ,hofstil hatten4 ,das ,cordonet ist bei den point l'aiguille wie bei den heutigen point de gaze nicht mit einem aus mehreren ,fden gebildeten stark hervortretenden bride mit dichtem1 gleichmigen ,knopflochstich niedergehalten1 sondern nur stellenweise mit point clair niedergenht1 ferner ist auch die ,masche des rseaus eine andere4 ,die ,brsselermasche wird nur aus einer gedrehten ,fadenschlinge gemacht1 whrend bei dem ,alenon-rseau der ,faden am ,ende einer solchen einfachen ,maschenreihe angelangt1 durch die ,maschen zurckgefhrt wird1 so da alle ,seiten des ,alenon-rseaus aus doppelten ,faden bestehen1 was natrlich die ,dauerhaftigkeit des ,grundes sehr erhht4 ,eine der schnsten ,zierden des point l'aiguille ist ein groer ,reichtum und ,mannigfaltigkeit an jours1 jedoch ist die ,zeichnung nicht so schwungvoll stilisiert wie die der ,venetianer und nicht so zierlich steif wie der ,alenon4 ,in der ,zeichnung bleiben ,brsselerspitzen stets naturalistischer wie diese4 ,anfangs wurden die ,blumen und der rseau in ,einem gearbeitet4 ,louis ,,xv4 ,regierungsantritt brachte auch neue ,moden -- points d',angleterre und ,malines waren die regierenden ,spitzen1 und da diese ersteren auch in breiten ,stcken gemacht wurden1 nderte man die ,anfertigungsart der point l'aiguille und machte die ,blumen getrennt vom rseau1 und in ihrem ,rand wurde nachher der reizende ,klppelrseau1 hnlich dem der ,malines angeschlagen4 ,dieses ,verfahren eignete sich aber nur fr kleinere ,stcke4 ,bei ,barben1 ,krawatten und schmalen ,volants1#f die wenig ,raum fr den ,fond hatten1 bei breiteren ,spitzen verwendete man den am ,klppelpolster angefertigten ,droschelstreifen#g in der ,breite von drei bis acht ,zentimeter1 und der wurde mit einem sehr kunstvollen ,stich in das ,muster hineingenht und zusammengefgt4 ,dieser ,stich war die ,erfindung einer ,brsseler ,arbeiterin und war nicht wahrnehmbar4 ,er blieb lange ,zeit hindurch ein wohlgehtetes ,metiergeheimnis4 #f ,diese ,gattung ,nadelarbeit mit ,klppeltlle kombiniert wird von vielen ,autoren auch als ,point d',angleterre bezeichnet4 #g ,droschelgrund nennt man im flmischen den sechseckigen ,maschengrund1 wie er bei den ,malines gearbeitet wurde4 ,point l'aiguille1 die kaum ein ,jahrhundert in dieser ,form und unter dem ,namen fabriziert wurden1 sind sehr schn und kostbar1 insbesondere in der ,zusammenstellung der ,nadelblumen mit dem sechseckigen1 reizenden ,droschelgrund wirken sie ungemein gediegen und apart4 ,alte point l'aiguille ,blumen und rseau1 beides aus ,nadelarbeit1 sind sehr selten1 die sechseckige ,nadelmasche ist dem ,droschelfond hnlich1 das ,cordonet ist wie das der ,venetianerspitzen1 nie so schn und dicht berschlungen wie das ihres gemeinschaftlichen ,vorbildes der ,alenon1 es besteht aus drei bis vier niedergenhten ,fden4 ,das ,cordonet ist auch nicht mit picots in der ,zeichnung selbst zwischen dem rseau geschmckt4 ,diese unzhligen feinen picots bleiben die ,spezialitt der ,alenon4 ,als aber im ,anfange des ,,xix4 ,jahrhunderts der mechanische ,tll in ,nottingham erfunden wurde und nun die ,nadel- und ,klppel-,applikationen aufkamen1 kehrte man zu der ursprnglichen ,verfertigung der point l'aiguille unter dem ,namen point de gaze zurck1 ,blumen und rseau werden wieder in ,einem gearbeitet4 ,das andere ,verfahren mit ,droscheltll ist heute gnzlich verloren gegangen4 ,die ,zeichnung ist modern und vielleicht wie die aller modern sein wollenden ,brsselerspitzen etwas zu naturalistisch und zu wenig stilisiert4 ,die rseaumasche bleibt immer zu leicht1 im ,gegensatz zu dem etwas roh wirkenden ,cordonet4 ,selbstverstndlich werden diese ,spitzen heute ebensogut in hchster ,vollendung als wie in ,marktware ausgefhrt1 sie stehen1 was ,popularitt anbelangt1 in einer ,linie mit den duchesses4 ,point de gaze wird auch hufig auf ,tllapplikations hergestellt4 ,man nennt sie dann ,brsseler ,nadel-,applikation4 ,point l'aiguille werden nicht mehr in ,brssel und ,umgebung erzeugt1 sondern in den ,gegenden von ,alost1 ,gent1 ,grammont etc4 ,belgien hat aber noch etwas ,besseres in ,nadelspitzen vorzuweisen als den point de gaze1 denn es macht alle ,gattungen ,venetianer ,nadelspitzen meisterhaft nach4 ,guipures4 ,man kann fast sicher annehmen1 da das prunkliebende ,spanien die ,heimat der guipures ist4 ,es war das farbenfreudigste europische ,volk und stand am meisten unter stlichem ,einflu1 da es doch mit ,mauren und ,juden nebeneinander wohnte4 ,die ,vorliebe fr kostbaren ,schmuck und ,gewandung mag es sich zum ,teil von diesen1 zum ,teil aus seinem fast parvenuhaft schnell erworbenen ,reichtum angewhnt haben4 ,man nimmt an1 die ,mauren htten die ,behandlung der ,gold- und ,silberfden den spanischen ,juden gelehrt und diese erzeugten die guipures so lange im ,lande1 bis sie durch die ,religionsverfolgungen vertrieben nach anderen ,lndern emigrierten4 ,diese ,juden haben wieder ihre ,kunst in der neuen ,heimat ausgebt und so wurden die ,gold- und ,silber-guipures nach ,lyon1 ,marseille1 ,genua1 ,mailand1 ,lucca1 ,venedig und ,ragusa verschleppt4 ,es ist jedoch wahrscheinlich1 da in ,italien auch schon vorher ,goldspitzen gemacht wurden1 da besonders die genuesischen und venetianischen ,rheder sehr hufig mit allen ,kulturen des mittellndischen ,meeres in ,berhrung kamen4 ,die ,venetianer ,carpaccios schmckten sich mit ,gold- und ,silberguipures4 ,die ,seidenguipures1 die ein- und buntfarbigen1 haben in ,spanien ihr ,vaterland1 sonst war dieses wenig produktiv1 was ,spitzen anbelangt1 zum mindesten hat es die ,geschichte der ,spitzen mit keiner neuen ,type bereichert4 ,es war stets mehr ,kufer als ,erzeuger1 selbstverstndlich wurden1 wie in allen ,klstern1 so auch dort sehr schne ,nadel- und ,klppelspitzen von den ,nonnen verfertigt1 doch kamen diese ,erzeugnisse selten in weltlichen ,gebrauch und waren ganz den ,venetianerspitzen hnlich4 ,die unglaubliche ,anzahl von ,kirchen1 ,altren1 ,marien-1 ,jesus- und ,heiligen-,statuen wurden mit diesen ,klosterwerken geschmckt1 und bilden heute noch einen nationalen ,schatz4 ,der ,bedarf des ,laienstandes wurde aber hauptschlich vom ,auslande besorgt2 ,venetianerspitzen1 point de ,france1 point d',angleterre1 ,chantilly und ,blonden1#h wie es die ,mode mit sich brachte4 ,die ,annahme1 da ,spanien selbst im greren ,stil ,spitzen erzeugt hat1 ist eine irrige und kann1 wenn behauptet1 nicht gengend bewiesen werden2 meistens leitet man dies von der ,spitzengattung point d',espagne genannt1 ab4 ,nun mu man bedenken1 da eine ,industrie blhen und vergehen kann1 aber niemals verschwindet sie spurlos2 ,traditionen1 ,mythen und ,dokumente bleiben als sprechende ,beweise fr die einstige ,existenz erhalten4 ,insbesondere in ,spanien mute die ,spitzenindustrie eine sehr ausgebreitete gewesen sein1 um den ungeheuren ,bedarf dieses reichen und prunkliebenden ,volkes und den der ,kolonien zu decken4 ,denn nicht nur der ,hof und die ,granden trugen ,spitzen1 sondern auch das ganze ,volk1 und wie nirgends anderswo wurden die ,spitzen als ,volants an den ,rcken und ,mantillen1 ,volkstracht4 ,denn die ,spitzen-,hauben der ,hollnderinnen1 ,flminnen und franzsischen ,buerinnen1 erscheinen eine sehr bescheidene ,tracht im ,vergleich mit dem reichen ,aufwand der ,spanierin1 wo selbst die rmste immer eine schwarze und weie ,blonden-,mantille besitzt1 und welche als unpfndbar gelten4 #h ,blonden wurden verhltnismig am meisten im ,lande fabriziert4 ,point d',espagne wird ebenso wie point d',angleterre nur eine ,bezeichnung fr eine speziell diesen ,lndern gelieferte ,ware sein und hat sich der letztere nicht von den ,brsslern1 der erstere nicht von den ,venetianern unterschieden4 ,point d',espagne wurde hchstens im ,geschmack und ,reichtum der ,ausfhrung der sehr streng konservativen ,hofetikette zu ,gefallen gearbeitet und es liegt sehr nahe1 da der ,verkufer dem gut zahlenden ,kunden aus ,courtoisie seine ,ware als point d',espagne verkaufte4 ,dies ist eine so hufig wiederkehrende ,erscheinung im ,geschftsverkehr1 da man sich wundern mu1 da diese zwei ,bezeichnungen allein die ,basis fr eine ,polemik abgeben knnen4 ,wenn die sterreichischen ,fabrikanten ihre ,fez nach dem ,balkan exportieren1 vermeiden sie es gewi1 das made in austria zu betonen4 ,die ,spitzen1 die man in ,spanien in den ,klstern findet1 unterscheiden sich hchstens etwas im ,dessin von den venetianischen1 und nirgends findet man mit ,ausnahme der guipures wirklich originelle ,erzeugungen4 ,man mu bedenken1 ,spaniens ,bltezeit fllt vor die groe ,spitzenperiode -- als diese sich verbreiteten1 war es bereits1 wenn auch noch nicht uerlich merkbar1 im ,verfall4 ,eine sich zersetzende ,gesellschaft1 ein kriegsdurchwhltes oder durch unglckliche ,politik oder wirtschaftliche ,verhltnisse gedrcktes ,volk1 wird zur ,not seine alten ,industrien erhalten1 eine ,hausindustrie kann sogar zum ,retter in schweren wirtschaftlichen ,krisen werden1 wenn der auswrtige ,handel brach liegt2 wie man dies eben bei der ,spitzenerzeugung in den ,niederlanden in den traurigen und blutigen ,,xvii4 und ,,xviii4 ,jahrhunderten beobachten kann4 ,aber niemals werden in solchen ,perioden blhende ,industrien neu geschaffen und eingebrgert4 ,so wre auch damit der logische ,beweis fr die ,unzulnglichkeit einer wirklichen ,volks-,spitzen-,industrie der ,spanier erbracht4 ,sie lebten und wirtschafteten so lange der ,reichtum frherer ,jahre reichte1 gedankenlos dahin4 ,der ,staat trieb ,raubbau mit den nationalen ,gaben1 verschwendete und verwstete1 was zu verschwenden und zu verwsten war4 ,die ,ausbeute der ,kolonien versiegte auch durch schlechte ,wirtschaft mit der ,zeit und diese lsten sich vom ,mutterlande los4 ,spanien hat nur eine ,anregung gegeben und eine ,eigenart geschaffen1 das sind die bunten ,seidenspitzen1 und etwa noch nebst diesen die guipures1 wofr man ,seide und ,aloefaden1 naturfarben oder schwarz fr grobe ,spitzen verwendete4 ,im ,,xvi4 und ,,xvii4 ,jahrhundert werden auf den ,inseln des mittellndischen ,meeres vielfach dieselben ,kultur- und ,zivilisationsverhltnisse wie in ,spanien und ,portugal zu finden gewesen sein4 ,allan ,cole reproduzierte in seinem ,werke ,ancient ,point and ,pillow ,lace auf ,tafel ,,iv eine hervorragend schne spanische ,nadelguipure aus dem ,,xvii4 ,jahrhundert1 die schon sehr viel hnlichkeit mit point de ,venice zeigt1 ein maurisches ,dessin und die sehr schmale ,zeichnung wird beiderseitig von einer stark erhabenen ,cardonet eingefat4 ,nadelguipures werden jetzt gar nicht mehr erzeugt4 ,je mehr man sich in das ,studium der ,spitzen vertieft1 desto mehr gewinnt man die berzeugung1 da auch die ,klppelspitzen ihren ,anfang in ,italien hatten4 ,macram d4 h4 geknpfte ,fransen und die spanischen ,metalldrahtguipuren haben die ,grundlage gelegt4 ,beide ,gattungen fhren uns in ihren allerfrhesten ,anfngen in den ,orient4 ,in ,italien wurden in vielen ,stdten wie ,lucca1 ,florenz1 ,venedig1 ,mailand1 ,genua1 ,ragusa1 ,goldspitzen geflochten2 ob sie diese von ,spanien bernommen oder direkt vom ,orient empfangen haben1 bleibt unentschieden4 ,mit der ,bezeichnung ,guipures wird allgemein ein sehr groer ,mibrauch getrieben4 ,es werden hufig ,spitzen1 die keinen rseau haben1 oder solche mit rseau1 wenn sie aus grobem ,material gemacht sind1 als ,guipure bezeichnet4 ,der eigentliche ,sinn des ,wortes ,guipure liegt in dem ,begriff des ,zeitwortes guiper1 welches bedeutet einen ,faden um einen ,achsfaden zu rollen oder zu drehen4 ,tatschlich haben die ,guipures alle dasselbe ,merkmal1 da ihre ,arbeit stets mit einer ,unterlage verfertigt wird1 sei es nun ein ,seiden- oder ,leinenfaden1 die die ,basis bilden1 und welche entweder mit gleichem oder anderem ,material bersponnen wurden4 ,wie die ,klppelspitzen von ,knpfarbeit und ,weberei1 wie die ,nadelspitzen von point coup und filet gelernt haben1 lehnen sich die ,guipures am meisten an die ,passementerietechnik an1 doch knnen sie sowohl mit ,nadel als auch mit ,klppel gemacht werden4 ,die ltesten ,guipures sind aus ,gold- und ,silberdraht oder ,seidenfaden1 ein- oder mehrfrbig gemacht4 ,sie waren vor und gleichzeitig mit der ,reticella ,mode4 ,sie gehren noch fast dem ,mittelalter an4 ,hufig ist der ,achsfaden bei ,gold- und ,silberguipures eine ,seiden- oder ,leinenschnur2 dies begrndet sich einerseits aus der ,kostbarkeit des ,materials1 andererseits aber auch in der besseren ,gebrauchsfhigkeit4 ,eine guipure ganz aus ,metalldraht hergestellt1 htte den ,nachteil gehabt1 da sie viel steifer und ungraziser in der ,verarbeitung gewesen wre und schwerer im ,tragen4 ,es sind drei eng nebeneinander laufende ,fden oder ,schnrchen1 die von einem ,faden1 lose1 gewebeartig zusammengehalten werden1 und die wie beim ,stopfstich1 mit einer ,schlinge bei jeder ,umkehr enden4 ,das ,ornament ist bandartig in groen ,schnrkeln und ,ranken gezeichnet und weist meistens frheren ,geschmacksstil auf4 ,diese ,zeichnung wird mit brides1 die unregelmig und ganz nach ,bedarf angebracht sind1 zusammengehalten4 ,die brides wie der ,weberfaden der guipure ist aus feinerem ,draht oder ,faden gebildet1 dasselbe gilt auch von ,seiden- oder ,leinen-guipures4 ,genua und ,mailand gestalteten die guipures aus und es entstanden alle ,arten italienischer1 franzsischer und niederlndischer guipures in erster ,linie und aus diesen entwickelten sich die anderen ,arten ,klppelspitzen1 die -- besonders in ,flandern -- zur hchsten technischen ,vollkommenheit gediehen4 ,die ersten italienischen ,klppelspitzen haben hufig von beiden ,gattungen den ,charakter entlehnt1 und in ihrer weiteren ,entwicklung dieselben ,effekte verwertet2 doch sei erwhnt1 da kaum ein anderer ,ausdruck in der kommerziellen ,spitzensprache so hufig und so unbegrenzt angewendet wird wie das ,wort guipure4 ,alle groben ,spitzen1 alle torchons und berhaupt alle ,arten1 die zufllig keinen sehr populren ,namen haben und nicht sehr fein sind1 und keine rseau haben1 werden kurzweg guipure getauft4 ,man kann aber nur zwei ,familien unterscheiden1 solche1 die wie oben gesagt1 ihren ,ursprung von der ,seiden- und ,gold-guipure ableiten1 die also eine getrennte ,ausfhrung haben1 das heit das toil 7,guimp7 und der ,grund2 die beiden werden getrennt am ,klppelpolster gemacht4 ,der ,faden des toils oder der guimp luft nicht wie der ,faden der ,leinwand horizontal und vertikal zum ,rande1 sondern parallel zu den ,rundungen und ,schwingungen der ,zeichnung und dieses1 das toil1 hat nie einen dichten ,rand1 sondern endet stets mit einem gleichmigen jour1 in dessen ,rand dann der ,grund eingearbeitet wurde1 wenn die einzelnen ,teile verbunden wurden4 ,die zweite ,art wird wie die macram#i in ,einem gearbeitet und das ,charakteristische derselben ist1 da sie weder fond noch toil im eigentlichen ,sinne1 also getrennte ,wirkung haben2 beide lsen oder konzentrieren sich ineinander4 ,sie werden stets mit der anfangs aufgeschlagenen ,anzahl ,klppel fortgearbeitet und nichts dazugefgt oder weggenommen4 ,und so leicht manchmal die ,technik dieser ,spitzen aussieht1 so verlangt sie von der ,arbeiterin ob gebt oder ungebt1 stets eine groe ,aufmerksamkeit1 da sie fortwhrend rechnen mu und die ,schnheit der ,arbeit davon abhngt1 da sie die ,fden richtig verteilt und verzweigen lt1 trennt und vereint1 wie die ,zeichnung es verlangt1 whrend der rseau jahrelange bung erfordert1 aber dann mhelos und gedankenlos verfertigt werden kann4 #i ,macram sind aus ,fransen geknpfte ,spitzen1 wenn der ,faden der ,fransen zu lang war1 verwirrte er sich leicht4 ,der ,gedanke lag nahe1 ihn auf einer ,spule aufzuwickeln -- nun wurde die ,spule ein ,hindernis beim ,knpfen1 man verkreuzte die ,fden einfach oder geflochten -- dies bedingte aber vorlufige ,sttzpunkte -- erst mit der ,erfindung der ,drahtstecknadel 7,nrnberg #aeac7 konnten die eigentlichen ,klppelspitzen ausgefhrt werden4 ,jedes ,land hat die ,technik dieser zweierlei guipures in seiner ,art weiter gestaltet und ,neues geschaffen1 und auch parallel mit den anderen ,nationen ,gleiches geleistet4 ,um vorerst bei ,italien zu bleiben1 sind a7 die eigentlichen guipures oft aus groben1 ungebleichten ,leinenfden und mit erhabenen -- wie aufgenhten -- ,schnrchen gearbeitet 7wie schon oben die spanischen geschildert sind7 von ihnen abgeleitet1 b7 die ,bndelspitzen2 diese sind ihnen eng verwandt4 ,das ,ornament wird durch eine ,art ,band gebildet1 das vorerst der ,zeichnung angepat geklppelt wurde4 ,die ,zeichnungen sind etwas derbe ,blumen und ,ornamente oder ineinander verschlungene ,bnder und die ,zwischenrume sind mit ,klppel- oder ,nadeljours gefllt und mit brides vereint4 ,diese ,spitzen1 besonders die mit verschlungenem ,bandmuster1 werden hufig zu den sogenannten ,kirchenspitzen gerechnet4 ,die ,bndelspitzen mit geklppeltem ,band sind oft leicht und zierlich verschlungen1 im ,italienischen heien sie vermicelli4 ,sehr hufig findet man an italienischen ,arbeiten dieser ,art im toil in kurzen ,abstnden kleine ,lcher in der ,gre eines ,stecknadelkopfes4 ,die ,litzenspitzen sind eine ,abart von diesen ,bndelspitzen2 das geklppelte ,bandornament wird durch eine gewebte ,litze ersetzt und dadurch mu diese in der ,verarbeitung an den ,rundungen und ,biegungen eingehalten werden und bildet ,fltchen1 an den ,kreuzungen liegt sie doppelt bereinander4 ,solche ,litzenspitzen sind1 wenn auch wirkungsvoll und dekorativ1 selbstverstndlich stets etwas plump und stellen nicht hohe ,kunst vor4 ,aus dieser ,art entstanden zu guter ,letzt die schrecklichen point lace1 die in ihrem ,dilettantismus ,europa berschwemmten und als home made gepriesen wurden4 ,die dritte ,art1 die sogenannten ,mailnderspitzen1 haben auch ,bandornamente oder ,adler1 ,wappen und dergleichen1 die als stilisierte ,motive in einem ziemlich groben vier- oder sechseckigen geflochtenen ,klppel-rseau sitzen -- manchmal ist dieser rseau in ,nadelarbeit1 in letzterem ,fall1 wenn die ,techniken gemischt sind1 heien sie mezzo punto4 ,die ,mailnderspitzen sind die einzigen italienischen ,spitzen1 die einen rseau haben4 ,es mag daher sehr hufig vorgekommen sein1 da ein solcher ,grund erst in spteren ,zeiten auf alte ,spitzen1 an welchen der ,grund zuerst abgenutzt wurde1 angewendet wurde1 denn im allgemeinen werden sowohl ,klppel- wie ,nadelspitzen mit der ,nadel ausgebessert4 ,nun mu erwhnt werden1 da in vielen ,fllen bei italienischen besonders aber auch bei flmischen ,spitzen dieser ,art1 ,fond und ,motive1 wenn auch separat1 so doch gleichzeitig gemacht wurde1 das heit man arbeitete ein ,motiv1 dann sofort den rseau und legte die rseauklppel beiseite1 bis ein neuer ,raum zum ,fllen geschaffen war1 man fhrte die ,klppelfden quer ber ein ,motiv auf der ,rckseite und erst in spteren ,zeiten entwickelte sich die ganz getrennte ,art wie bei ,bruges und ,applikation etc4 ,aus diesen drei oben geschilderten ,spitzenarten haben sich die ,brsseler1 die ,bruges und duchesses entwickelt4 ,die zweite ,klasse der italienischen ,spitzen knnen nur dann zu den ,guipures gerechnet werden1 wenn ihre ,art kein eigentliches toil aufweist1 wenn sich also die ,zeichnung und ,ausfhrung nicht im ,grund und guimp trennt1 sondern diese ein harmonisches ,ganzes bilden und sich in geflochtene ,schnre oder ,stbe verbreiten und in ,flchen auflsen4 ,die ltesten geflochtenen heien point de ,gnes fris 7genuesische ,giupures7 und wurden vielfach als ,ersatz fr die sehr teuren ,nadelspitzen1 die venetianischen ,reticella1 verwendet2 sie sind aus ganz geflochtenen ,zpfchen gebildet und sind meistens ,zackenspitzen1 sie sehen in der ,nhe wie gehkelt aus1 von ferne aber haben sie die grte hnlichkeit mit ,reticella1 ihre ,ornamente sind ganz geometrisch4 ,eine ,art ,ornament wiederholt sich stereotyp1 das sogenannte ,gerstkornmotiv1 bald zieht es sich wie eine ,reihe von ,kindern aufgefater ,beeren im ,zickzack durch die ,spitzen1 bald ist es zum ,kleeblatt oder sternartig zusammengesetzt4 ,eine andere ,gattung ,zackenspitzen1 auch genuesischen ,ursprungs1 ist offenbar aus der geflochtenen ,guipure entstanden1 sie sind flach1 haben dickes toil1 ebenfalls wie ,beeren oder ,kugeln1 welche aus dem geklppelten ,bandornament entstanden sind1 und sind mit brides verbunden4 ,fr unser heutiges ,auge wren sie zu plump1 um sie fr den ,schmuck der ,kleidung zu verwenden1 aber ihre allgemeine hnlichkeit mit der ,reticella verschafften ihnen im ,,xvii4 ,jahrhundert groe ,verbreitung fr das brgerliche ,alltagskleid der ,minderbemittelten und fr die sparsamen ,kaufleute der republikanischen ,gesellschaften des ,westens2 man kann sie hufig auf ,portrts ehrsamer ,ratsherrn und ,brger abgebildet sehen4 ,sie haben ein neues ,element in die ,klppeltechnik gebracht1 nmlich die tiefeingekerbten ,spitzen und runden ,zacken1 die bei den ,englndern vandyked heien1 nach der auf ,van ,dyk-,portrts abgebildeten ,spitzen1 die fast alle diese ,formen haben4 ,aus diesen ,spitzen in einem ,zug geklppelt1 entwickelten sich die vielen groben ,leinenspitzen1 welche fr den ,hausgebrauch in ,oberitalien verwendet wurden4 ,sie sind gute1 dauerhafte ,spitzen mit einfachen buerlichen aber geschmackvollen ,motiven1 man fand sie vielfach an gestickten ,leintchern und ,bettwsche angenht1 ihre ,verbreitung reichte weit ber ,italien hinaus4 ,in ,tirol1 ,kroatien und ,istrien wurden sie ebenfalls gemacht4 ,zu dieser ,gruppe gehren noch die ,malteserspitzen1 in schwarzer oder weier ,seide oder aus ,leinenfden geklppelt4 -- ,die ,zeichnung ist sehr einfach3 ,bandmotive mit ,gerstkorn-,gruppen zu ,kreuzen gestellt und ,rder aus brides sind so ziemlich die hergebrachten ,ornamente4 ,italien hat seine ,technik vernachlssigt1 es blieb bei der ,fertigkeit des ,,xvii4 ,jahrhunderts stehen und berlie es anderen ,vlkern1 den ,belgiern und ,franzosen1 darin reiche ,ausbeute an ,variationen zu schaffen4 ,der italienische ,flachs eignete sich nicht so gut zu feinen regelmigen ,gespinsten4 ,daher kann man italienische ,klppelspitzen stets an ihrer relativen ,grobheit des ,fadens erkennen1 wenn nicht an dem ,stil der ,zeichnung1 der etwas ,grozgiges und ,elegantes hat4 ,flmische ,klppelspitzen4 ,vermutlich ist es eine ,gedankenassoziation1 die viele befllt1 da man sich ein altes niederlndisches ,interieur gar nicht ohne einen ,klppelpolster vorstellen kann2 man sieht so viele ,spitzen auf allen ,portrts und die hollndischen ,maler sind jedenfalls diejenigen1 welche am hufigsten die ,spitzenklpplerinnen in ihren ,genre-,bildern dargestellt haben4 ,und doch will man dafr ,beweise erbringen1 so erscheint es fast wie ein ,trugschlu1 man wei wenig ber die hollndische ,spitzenerzeugung und zur ,geschichte der ,luxusspitzen haben sie jedenfalls nichts beigetragen2 betrachtet man aber die hollndischen ,pottenkant1 denkt man an die ,individualitt dieses ,volkes1 an ihre verhltnismig ruhige ,geschichte1 so meint man ohne es vllig beweisen zu knnen1 da doch frher die ,klppelindustrie sehr stark ausgebreitet war1 aber aus irgend welcher ,ursache frher versiegte1 als die groe ,blte-,zeit fr die ,spitzen anbrach2 da es also bei einfachen ,erzeugnissen blieb1 die zwar allgemein im ,gebrauch waren1 aber schon in der dritten oder vierten ,generation zugrunde gegangen sein mgen1 denn man mu bedenken1 da ,spitzen1 die lter wie #aej ,jahre sind1 zu den groen1 geschtzten ,seltenheiten gehren4 ,daher erklrt es sich1 da man von den einfacheren alten ,spitzen sehr wenig wei1 weil sie zu sehr durch den tglichen ,hausgebrauch abgenutzt wurden und viel schneller zugrunde gingen1 wie die sehr groen und kostbaren ,luxusspitzen4 ,dies ist zu bedauern1 da man gerade an den einfacheren ,klppelspitzen gut die ,entwickelungsgeschichte studieren knnte4 ,auch der feinste1 zarteste hollndische ,flachs1 besonders berhmt von ,harlem1 der allen nordischen ,spitzen ein gewisses bergewicht an ,eleganz gegen die grberen italienischen ,gespinste gab1 trgt dazu bei1 in ,holland ,spitzen zu suchen -- um -- keine zu finden4 ,die ,klppelspitzen haben ihre ,heimat in ,flandern1 ,brabant1 kurzum in ganz ,belgien und mit belgischen ,klppelspitzen kann kein ,land der ,welt in ,wettbewerb treten1 auch ,italien und ,frankreich nicht4 ,belgien hat vor allem smtliche existierenden ,gattungen ,klppelspitzen gepflegt1 es hat den rseau erfunden und mit wenigen ,ausnahmen wie ,frankreich mit ,chantilly und ,italien mit ,mailnder rseauspitzen1 auch allein ausgenutzt4 ,die einheimischen ,klppelspitzen der anderen ,lnder haben meistens nur brides in allen mglichen ,ausfhrungen oder sind getreue ,nachahmungen von flmischen ,spitzen4 ,der rseau wurde aber nirgends so eingebrgert1 da er neue nationale ,abarten im ,laufe der ,jahrzehnte gebildet htte1 und selbst die ,imitationen wurden meistens grber und buerlicher wie die ,originale des ,stammlandes gemacht4 ,es erscheint daher unntig und schwer1 wie schon einmal erwhnt1 die ,spitzen durchwegs nach ,nationalitten zu differenzieren1 insbesondere wenn sie kein besonders abweichendes ,geprge zeigen4 ,ist es nicht logischer1 die ,valenciennes unter die flmischen ,spitzen zu gliedern1 als wie unter die franzsischen zu reihen8 ,valenciennes gehrte bis zum ,jahre #afgg1 als es durch den ,frieden von ,nymwegen zu ,frankreich kam1 zu den ,niederlanden4 ,die vielerlei kleinen ,spitzen1 die in der ,normandie und der ,bretagne gemacht wurden1 tragen alle ,valenciennes oder malineartigen ,typus1 ebenso die ,spitzen des ,erzgebirges und nirgends wurden sie vervollkommnet noch liefen sie denen des ,mutterlandes irgendwie den ,rang ab2 sie blieben ,epigonen4 ,charakteristisch gesondert erscheinen hingegen die ,chantilly und ,blonden fr ,frankreich1 wenn sie auch heute vielfach nur mehr in ,grammont erzeugt werden1 so bleiben sie doch ein wesentlich franzsisches ,produkt4 ,und ,spitzen ohne rseau kann man einige anfhren1 die ganz nationales ,aussehen haben1 so die russischen und skandinavischen mit ihrem monotonen ,muschelornament1 das an die versteinerten ,ammoniten erinnert1 und viele andere4 ,klppelspitzen kann man jedoch in zwei der ,technik nach hchst verschiedene ,gattungen einteilen1 welche beide in ,italien1 ,belgien und ,frankreich gepflegt wurden4 ,es sind erstens die ,spitzen1 die in einem ,zuge fortlaufend gearbeitet wurden1 zweitens ,spitzen1 die in ihren einzelnen ,teilen separat angefertigt und dann mittelst ,hkelnadel#aj und ,klppel zu einem ,ganzen vereinigt wurden4 #aj ,das ,wort ,hkelnadel knnte leicht einen falschen ,begriff geben2 sie dient nur dazu1 um den ,faden in einer ,schlinge am ,rande der fertigen ,motive durchzuziehen1 durch welche ,schlinge ein ,klppelpaar gezogen wird4 ,die ersteren werden in ,belgien auf einem viereckigen1 leicht geneigten ,polster gemacht1 in anderen ,lndern besonders fr schmale ,spitzen1 auf einem muffartigen1 dem die ,vorlagzeichnung ringartig angepat wird1 und auf dem die ,spitzen ins ,unendliche fortgearbeitet werden knnen4 ,man findet in allen ,lndern eine ,art ,spitzen1 die man hufig auch ,kirchenspitzen nennt1 und die untereinander1 sei es der point d',anvers1 oder deutsche oder italienische1 ein und denselben ,ursprung haben und sehr alt sind1 es sind ,spitzen1 die keinen eigentlichen ,grund noch ,leinwandschlag aufweisen2 sie sind locker und die ,formen lsen sich auf und gehen ineinander ber1 kaum bildet sich in dem ,gewirre der ,klppel eine kleine ,insel als ,leinwandschlag1 gleich wird sie gelst und verteilt sich in geflochtenen ,stben 7,ganzschlag und ,halbschlag7 etc4 ,es sind dies die einfachen ,flechtspitzen4 ,diese ,spitzen bilden die ,ahnen fr die ganze ,gruppe der in ,einem gemachten ,spitzen4 ,italien und ,deutschland haben sie verhltnismig am wenigsten umgebildet und sie blieben ,spitzen fr ,haus- und ,kirchengebrauch4 ,in ,frankreich entwickelten sich aus ihnen die torchons1 die heute noch in der ,auvergne tausenden und abertausenden ,hnden ,beschftigung geben4 ,am meisten hat aber ,belgien diese ,spitzen umgestaltet1 so sehr1 da man in der primitiven verwischten dentelle d',auvers kaum mehr die ,verwandtschaft mit den rseauspitzen erkennen kann4 ,in ,italien gehren hieher alle buerlichen und die ,dekorationsspitzen 7guipure d'ameublement7 wie sie in ganz ,oberitalien von den genuesischen ,litorale bis zur ,adria gemacht werden4 ,spitzen in spagatgrober1 ungebleichter ,leinwand sind heute berall in allen ,industriebezirken zu finden4 ,in ,frankreich wurden sie in der ,auvergne gemacht und bilden die torchons und dentelles d'ameublement 7guipure d'art74 ,in diese ,gruppe gehren fr ,frankreich noch alle ,valenciennes1 ,lilleartigen1 ,chantilly und ,blonden1 aber diese wurden nicht in ,frankreich aus den torchons systematisch entwickelt1 sondern sie bernahmen die ,frchte der belgischen ,knste und arbeiteten spter erst an der weiteren ,entwicklung4 ,in ,belgien entstanden aus dentelle d',anvers1 point de ,flandre1 ,trollkant1 ,pottenkant1 point de ,paris die primitivsten ,valenciennes1 moderne ,valenciennes1 ,malines1 ,binche1 ,lille4 ,aus dem aufgelsten ,maschengewirr der ,antwerpenerspitzen bildete sich vorerst die maille cinq troux und der fond de neige1 spter der regelmige ,maschengrund der ,malines1 ,valenciennes und ,lille1 die die schnsten1 dauerhaftesten und kostbarsten rseauspitzen sind und deren rseau man verschiedene ,namen gibt1 fond clair ou simple fr ,lille1 ,chantilly1 ,blonden 7aus blo gedrehten ,fden71 fond double oder fond chant1 aus paarweise laufenden ,fden1 wie ,pottenkant1 point de ,paris1 ,chantilly1 torchons und auch ,blonden -- geflochtenen ,masche1 wie ,malines1 ,valencienne und maille cinq troux1 ,binche1 ,trollkant4 ,zur zweiten ,gruppe gehren alle ,klppelspitzen1 deren ,formenschlag getrennt gemacht ist1 sie haben mit ,ausnahme der point d',angleterre und point de ,milan keinen rseaugrund4 ,sie werden auf einem wie eine ,scheibe drehbaren ,polster gemacht1 so da die ,arbeit jeweilig in die fr die arbeitende ,person bequemste ,lage gedreht werden kann1 sie haben stets wenig ,klppelpaare in ,verwendung und dies vereinfacht die ,arbeit in vieler ,beziehung insbesondere1 da sie die geeignete ,technik vorstellen1 um grere ,stcke1 wie sie unter ,louis ,,xiv4 zweiter ,regierungshlfte modern wurden1 anzufertigen4 ,sieht man also einen breiten ,volant oder ,schleier oder tablier mit ,rseaugrund1 kann man sicher sein1 da es ,spitzen sind1 die in der zweiten ,gattung ,technik gemacht werden mit ,ausnahme der ,blonden und ,chantilly1 die in schmalen ,streifen einerlei ob fond oder ,dessin angefertigt und dann zusammengenht werden4 ,diese ,technik wurde von den ,mailnder ,rseauspitzen bernommen und die lteste ,ausfhrungsart drfte wohl die eben geschilderte sein3 da man die ,motive von ,fall zu ,fall rund arbeitete und sie gleich mit den brides oder rseaus zusammenfgte4 ,man legte die ,klppel dann jeweilig beiseite und fhrte sie auf der ,rckseite quer ber das ,dessin4 ,diese ,art wurde so lange ausgefhrt1 als die ,zeichnung des ,toil noch eine streifenweise war1 sobald ganz freie1 inselartige ,motive gemacht wurden1 knpfte man den rseau nachtrglich in den ,rand und die ,motive wurden auf runden ,polster oft von mehreren ,arbeiterinnen gleichzeitig hergestellt2 so entstanden point d',angleterre1 duchesse1 ,bruges1 applikations etc4 ,es ist ferner stets sehr wichtig1 die ,spitzen darauf hin zu betrachten1 ob sie flach gearbeitet sind1 also ganz dem ,klppelstil treu bleiben oder ob sie mit ,zufgung des ,cardonet andere ,wirkung hnlicher textiler ,erzeugnisse anstreben1 wie der ,stickerei1 oder der ,nadelspitzen oder eigentlichen ,guipuren1 wie man es an ,malines1 ,trollkant1 ,lille1 ,pottenkant1 ,brabanten etc4 findet4 ,trollkant sind ganz eigentmliche1 flandrische ,spitzen1 die sich sehr in der ,zeichnung an jene ,spitzen1 genannt points de ,flandre1 anlehnen2 ihre ,eigenart ist1 da sie gleich einer ,musterkarte alle mglichen 7points-7,schlge und ,variationen aufweisen4 ,troll heit auf ,flmisch ,kobold 7wie im ,skandinavischen71 aber ,trolly bedeutet auch einen groben ,faden1 etwa dem ,sinne nach den franzsischen la brode gleichbedeutend4 ,so mag man sich um den ,ursprung dieses ,wortes ,trollkant streiten1 erklrt und gedeutet konnte es nach beiden werden4 ,kobold und ,fee haben dem gewhnlichen ,sterblichen berlegene ,phantasie2 das ,muster ist stets wechselnd1 nicht kontinuierlich1 sei es nun in der ,zeichnung1 oder in der technischen ,interpretation1 doch haben ,trollkant immer einen ,konturfaden und dies1 und die nicht einheitliche ,ausfhrung der ,zeichnung1 unterscheiden sie hauptschlich von den points de ,flandre2 es sind dichte ,spitzen mit meistens guten1 alten ,zeichnungen1 in nicht sehr feinem1 aber regelmigem ,faden ausgefhrt2 jedenfalls sind sie eine ,spiel- oder ,eigenart ,flanderns und gehren zu den ,varianten der vielen ,stmmlinge der points d',anvers1 points de neige1 maille cinque troux1 der einfache ,formenschlag1 fond chant oder fond double finden sich vereint1 aber bilden noch keinen eigentlichen von den ,motiven getrennten ,grund4 ,valenciennes4 ,valenciennes1 die ,wschespitzen par excellence1 sind leicht erkennbar1 toil und rseau werden gleichzeitig gearbeitet und womglich mit der gleichen ,anzahl ,klppel4 ,sie gelten mit ,recht als die dauerhaftesten ,spitzen1 das toil ist das dichteste1 welches berhaupt vorkommt1 und sieht wie feiner ,batist aus4 ,die ,klppel werden kunstvoll verteilt und in dem rseau fortgefhrt1 welcher aus einer der ,valenciennes charakteristischen ,masche besteht2 jede ,seite derselben ist ein aus vier ,fden geflochtenes ,zpfchen1 je dichter dieses ist1 desto dauerhafter ist sie4 ,das toil ist von keinem ,cordonet-,faden eingefat1 und ist ganz flach1 was ihm beim ,waschen und ,bgeln sehr zum ,vorteil gereicht4 ,daher hatte sie den ,beinamen eternelles ,valenciennes4 ,der ,faden des toil luft wie bei ,leinwand vertikal und horizontal1 bei alten ,stcken kann man beobachten1 da das toil und rseau aus derselben ,klppelanzahl bestand1 es wurde also nichts geschnitten4 ,man kann die ,valenciennes in dreierlei ,gattungen einteilen3 #a4 ,die ganz alten1 welche sehr groe hnlichkeit mit den flandrischen ,spitzen zeigen1 haben die maille cinque troux 7welche auch geflochten ist74 ,die ,zeichnung bildet nicht den ,rand1 sondern schlngelt sich durch die ganze ,breite in einem grozgigen ,muster1 ,blumen und ,ranken1 mit ,vorliebe ,nelken und ,tulpen1 welches darauf schlieen lt1 da wirklich die flmischen ,arbeiterinnen1 die unter ,louis ,,xiv4 in ,valenciennes angesiedelt wurden1 diese ,art eingefhrt haben4 ,der rseau geht bis zum ,rand1 welcher nur durch ein doppelt breites ,zpfchen 7acht ,fden7 und picots abgeschlossen ist2 sie haben hufig jours mit point de neige4 #b4 ,die ,valenciennes wie sie noch heute ist1 mit der runden oder fast runden ,masche und die ,valenciennes mit der viereckigen ,masche4 ,die ,valenciennes mit der runden ,masche ist die ltere von den beiden letzteren ,gattungen4 ,ihr rseau wurde in ,valenciennes erfunden1 weshalb diese les vraies ,valenciennes genannt wurde2 sie waren schn und fein gearbeitet1 das toil bildet bei beiden ,gattungen den ,rand1 kleine verstreute ,blmchen bilden hufig die ,zeichnung und im ,beginne mgen die ,spitzen1 in ,valenciennes selbst verfertigt1 sich durch grere ,schnheit ausgezeichnet haben1 so da die in ,lille1 ,aras und so weiter angefertigten ,imitationen als fausses ,valenciennes oder btardes benannt wurden1 doch mit dem ,,xviii4 ,jahrhundert ging dieser ,industriezweig in ,valenciennes nieder4 ,im belgischen ,flandern blhte dafr diese ,gattung auf1 die ,revolution hatte in ,frankreich die verderblichsten ,folgen fr die ,spitzenindustrie im allgemeinen4 ,auch wurden spter in ,lille und ,aras weniger kostspielige ,lille ,spitzen gemacht1 die unter dem ,namen dentelle de ,lille den ,valenciennes ,konkurrenz machten4 ,um sich ein ,bild von dem ,unterschiede in der ,anfertigung zu machen1 sei nur erwhnt3 whrend eine ,arbeiterin der ,lillespitzen zwei bis drei ,meter im ,tage fertig stellen konnte1 vermochte eine ,valenciennes-,klpplerin hchstens fnf ,centimeter bei zwlfstndiger ,arbeitszeit zustande zu bringen1 man kann also dadurch den bedeutenden ,preisunterschied verstehen4 ,mme4 ,paliser erzhlt3 auf der ,weltausstellung im ,jahre #ahea waren ,valenciennes von ,ypres zu #bjjj ,franks per ,meter ausgestellt4 ,die ,arbeiterin konnte in zwlf ,stunden tglich nur acht ,millimeter anfertigen4 ,valenciennes in der ,breite von fnf ,centimeter bentigen zwei bis dreihundert ,klppel4 ,jetzt werden in ,valenciennes gar keine ,spitzen in der ,art und dieses ,namens gemacht4 ,fast der ganze ,bedarf wird in ,belgien gemacht und zwar ist ,ypres das ,zentrum davon4 ,im ,jahre #ahcj wurde dann die viereckige1 sehr klare ,masche gemacht4 ,die ,zeichnung wurde reformiert1 sogar jours mit point d'aiguilles1 mit barettes1 und point de neige gemacht4 ,in ,bruges1 ,courtrois1 ,bailleul und so weiter macht man ,valenciennes mit kleinen ,abweichungen1 zum ,beispiel in der ,brugher ,gegend wird die runde oder fast runde ,masche gemacht1 anderswo wird das toil sehr fein geklppelt und whrend des ,arbeitens werden ,nadeln hineingestochen1 die dann kleine ,lcher bilden4 ,im ,ganzen und ,groen gehren aber die ,valenciennes zu jenen ,spitzengattungen1 die in stetiger ,abnahme begriffen sind2 einerseits ist die ,herstellung eine auerordentlich mhsame und langwierige1 anderseits werden sie durch die ,maschine in stetig besserer ,ausfhrung imitiert1 so zwar1 da die feinen ,sorten der ,maschinenspitzen oft schwer von den echten zu unterscheiden sind4 ,das toil und rseau ist schon recht hnlich1 nur an dem ,rande und den picots kann man die falschen besonders nach dem ,waschen leicht erkennen4 ,die picots der echten sind aus zwei ,paar ,fden geschlungen 7vier ,fden71 die falschen nur aus zwei einfachen ,fadenmaschen1 die nebeneinander liegen4 ,die picots und ,rnder bei allen ,maschinenspitzen sind der schwchste ,teil und der ,rand zieht ein und zerreit zuerst4 ,die ,zahl der ,arbeiterinnen vermindert sich jedes ,jahr und die jungen ,arbeiterinnen knnen berhaupt nur mehr die schmalen billigen und grberen ,waren 7meistens fr den ,hausierhandel7 machen4 ,die ,valenciennes wurden auch noch im ,erzgebirge1 der ,schweiz und in ,england und so weiter gemacht1 sind aber niemals so fein und schn gearbeitet wie die belgischen4 ,jahrelang1 von ,kindesbeinen auf erworbene bung ist die ,grundbedingung der ,technik dieser ,spitzen4 ,malines4 ,wenn die ,valenciennes den ,beinamen les eternelles verdienen1 gebhrt den ,malines hingegen das ,prdikat la reine de dentelles4 ,tatschlich kann mit ihr an ,zartheit1 ,kleidsamkeit und ,eleganz nur noch die ,binches konkurrieren4 ,in der ersten ,hlfte des ,,xvii4 ,jahrhunderts wurde der ,name ,malines im allgemeinen fr die verschiedenen flandrischen ,spitzen gebraucht und zirka von #affe an knpft sich der ,name genauer an diese ,spitzengattung an1 obwohl sie damals noch nicht das ,aussehen unserer heute bekannten ,malines hatte4 ,es war auch nach dieser ,zeit gegen das ,,xviii4 ,jahrhundert1 da sich nach den ,versuchen und dem ,gebrauche der verschiedenen fonds1 in ,malines die den ,spitzen dieses ,namens einzig eigentmliche ,masche herauskristallisierte1 welche den sogenannten ,droschelgrund oder ,eisgrund bilden1 jene reizende1 klare und dabei doch zarte sechsseitige ,masche4 ,an vier ,seiten ist sie aus doppelten ,fden gewunden1 whrend sie an den zwei ,seiten1 an welchen die zwei ,fadenpaare zusammenlaufen1 mehrfach geflochten ist4 ,der ,leinengrund 7toil7 wird gleichzeitig mit dem ,grund 7rseau7 gearbeitet und der ,fadenschlag luft wie bei den ,valenciennes vertikal und horizontal4 ,ein strkerer ,faden 7cordonet7 umgibt die ,contour und akzentuiert die ,zeichnung des toil1 welches schtterer1 wie bei den ,valenciennes1 geschlagen wird4 ,es wird dadurch dieses wolkige und flaumige ,geprge der ,spitze hervorgerufen und steht im reizenden ,kontrast zu dem ,grund der reinen und regelmigen ,maschen4 ,die ltesten ,malines haben wie alle lteren ,spitzen ein sehr breites ,dessin1 so da fr den eigentlichen rseau nur wenig ,raum bleibt4 ,sie haben in der ,zeichnung groe hnlichkeit mit den alten ,brsselerspitzen1 die ,technik der ,ausfhrung ist grundverschieden und bei nherem ,betrachten wird sie leicht zu unterscheiden sein4 ,der ,faden des toil der ,brsselerspitzen luft stets parallel mit der ,zeichnung und pat und schmiegt sich ihren ,rundungen an4 ,eine ,zeitlang verwendete man in den ,malines auch vielfach den fond de neige und damals sahen sie den ,trollkanten sehr hnlich1 doch kam der fond de neige wieder ab und mit dem gebteren ,gebrauch des ,droschelgrundes bildete sich auch die ,zeichnung zu einem den ,malines charakteristischen ,stile aus4 ,es waren kleine ,blumen1 zarte ,ranken und ,bltter1 ,rosen und ,margueriten1 hufig waren in den ,blumen jours ausgespart1 welche mit brides und anderen fonds gefllt waren1 meistens bildete die ,zeichnung eine ausgeprgte ,bordure und der rseau war nur mit kleinen ,blmchen1 point d'sprit und so weiter geziert4 ,daher nannte man sie ,malines brides1 ,malines fond de neige1 malines points d'esprit4 ,in dieser letzten ,entwicklung wurden sie ungemein geschtzt und sie waren durch mehr als wie ein ,jahrhundert hohe ,mode an den ,hfen von ,england und ,frankreich4 ,der feinste ,faden1 der stets aus ,leinen war1 gab ihr diesen weichen1 milchigen ,schimmer1 der1 wie ein ,autor sagte1 die ,blondinen1 welche damals an den ,hfen regierten1 gut und vornehm kleidete4 ,die ,ausfhrung war sehr kostspielig2 es erforderte sechs ,jahre ,lehrzeit1 um die ,masche des ,yisgrondes regelmig und zart ausfhren zu knnen4 ,so waren es die ,spitzen der ,hchsten und ,reichsten4 ,whrend der rgence unter ,louis ,,xv4 und ,marie ,antoinette wurden sie fr ,ruchen1 ,jabots1 ,krawatten und fichus1 fr ,hauben und ,kopfputz verwendet4 ,die ,etikette schrieb sie fr ,sommerfestlichkeiten vor4 ,die ,zeichnung folgte der ,mode1 fr ,ruchen brauchte man barbenartige ,spitzen1 die an beiden ,seiten mit picots versehen waren1 und diese borduren wurden noch kampaniert1 das heit mit schmalen leichten ,spitzen 7mignonettes7 besetzt1 was ihnen1 zu ,ruchen gelegt1 ein ungemein duftiges ,aussehen gab4 ,maria ,antoinette lancierte die ,mode der leichten ,stoffe1 ,linon1 indischer ,mouseline1 gestickter ,batist wurden fr ,kleider und fichus verwendet und mit ihnen triumphierten zum letzten ,male die ,malines4 ,in ,england waren sie schon frher aus der ,mode gekommen und da die ,stadt ,malines ihr ,absatzgebiet besonders in ,england hatte1 verfiel dieser ,industriezweig in ihr am ersten4 ,die franzsische ,revolution vernichtete sie gnzlich und heute gibt es in ,malines gar keine ,spitzen dieser ,art und an anderen ,orten hat sie gleichfalls ganz aufgehrt zu existieren4 ,turnhout mit achthundert ,arbeitern fabriziert hauptschlich nur schmale billige ,ware4 ,napoleon war ein eifriger ,bewunderer der ,malines und er wollte diese niedergegangene ,industrie wieder beleben1 aber es gelang ihm nicht2 es war kein ,nachwuchs an ,arbeiterinnen herangebildet worden1 sie verstanden nicht mehr1 den ,droschelgrund zu formen4 ,wenige alte ,frauen vegetieren noch1 die sich mit ,anfertigung der ,malines beschftigen4 ,und so leben die ,malines meist nur mehr in alten ,familiensammlungen weiter und nur hie und da sieht man auf einer ,ausstellung noch ein schnes ,stck moderner ,erzeugung4 ,points de ,lille4 ,eine ,art ,mittelstellung zwischen den ,valenciennes und den ,malines nehmen die ,lillespitzen ein4 ,in ,lille wurde schon sehr frh geklppelt1 gegen #afjj wurden schwarze und weie ,spitzen erzeugt1 dann imitierte man die ,valenciennes1 welche #af #jjj ,arbeiterinnen beschftigt haben4 ,mit der groen ,vogue der ,malines und dem starken ,bedarf derselben nderten die ,lillespitzen ihre ,art allmhlich und anstatt der ,valenciennes imitierte man die ,malines4 ,die ,lille sind die vulgren ,malines1 sozusagen eine billige ,volksausgabe4 ,sie sehen in ihrer ,zeichnung und der allgemeinen ,wirkung ihren vornehmen ,schwestern oft zum ,verwechseln hnlich1 doch es gengt1 sie nher zu betrachten1 um zu bemerken1 da ihnen der den ,malines eigene ,charme fehlt2 sie sind steifer und ungraziser1 doch ist ihre ,ausfhrung eine ungemein billigere4 ,das toil ist hufig sehr schmal1 oft nur gleich so breit1 wie der offene grobe ,faden1 der es umgibt4 ,die ,spitzen haben meistens einen geraden ,rand 7doch nicht ausnahmslos74 ,es gibt zwei deutlich getrennte ,arten ,lilles1 die eine1 welche fr ,holland1 die andere1 die fr ,frankreich bestimmt sind2 gemeinsam sind ihnen die oben erwhnten ,merkmale und der stets aus einem fond clair bestehende ,grund1 das heit es wird eine aus zwei ,fden mit ,hilfe von ,stecknadeln gewundene ,masche hergestellt1 und zwar ist diese fr ,frankreich stets sechseckig1 fr ,holland hufiger viereckig1 auerdem gilt fr beide1 da die ,maschen stets senkrecht zum ,rande der ,spitzen stehen1 whrend bei den ,malines parallel zu diesem4 ,die ,lilles1 welche fr den ,handel nach ,frankreich bestimmt sind1 imitieren die ,malines am strksten2 sie haben sehr hnliche ,muster1 oft sind jours mit ovalen ,medaillons mit verschiedenen fonds gefllt in der ,zeichnung der ,bordren1 dann gibt es auch solche1 die mehr den ,valenciennes hnlich sind1 oder solche1 deren ,dessin sich um traubenartige ,lcher oder ,kreise bildet4 ,es gibt auch sehr feine1 zarte ,lilles1 in welchen das ,cordonet durch das toil luft1 anstatt es einzufassen4 ,hufig werden die ,lilles als ,malines verkauft und der ,kufer soll genau zusehen1 da er diese ,spitzen nicht stark berzahlt4 ,die zweite ,gattung der hollndischen ,exportartikel wird als ,dutche von den ,arbeiterinnen benannt4 ,diese sind sehr volkstmliche ziemlich derbe ,spitzen1 mit hbschen grozgigen ,rankenwerkzeichnungen und ihre ,bestimmung ist meistens1 fr die hollndische ,nationalhaube verwendet zu werden4 ,oft ist die ,zeichnung so komponiert1 da sie einen ,haubenflgel ausfllt4 ,ihr rseau ist mit points d'esprits geziert1 und in der ganzen ,art liegt etwas ,traditionelles1 welches kaum von der ,mode beeinflut wird4 ,wer erinnert sich nicht gerne an jenen reizenden und kleidsamen ,kopfputz1 der die runden frischen ,gesichter der ,hollnderinnen mit den blendend weien ,flgeln malerisch umgibt8 ,als ,ersatz fr die aus ,lillespitzen verfertigten ,hauben wird auch hufig der billigere gestickte ,tll verwendet4 ,wie berhaupt in ,frankreich mit dem ,,xix4 ,jahrhundert das ,klppeln vielfach abkam1 war es wie in ,valenciennes auch in ,lille1 da diese ,industrie ganz nach ,belgien bersiedelte1 wo sie heute noch einen recht blhenden ,zweig der ,spitzenindustrie ausmacht und zwar meistens an jenen ,orten1 wo einstens oder noch jetzt ,malines oder points de ,france oder ,valenciennes verfertigt wurden oder werden4 ,ein ,hauptzentrum ist ,turnhout im nrdlichen ,belgien4 ,binches4 ,binches sind den vieux points de flandre nahe verwandt1 sie haben wie diese keinen eigentlichen rseau1 sondern jenen verschwommenen1 aufgelsten ,maschengrund1 der den alten belgischen ,spitzen ihr ,geprge gibt4 ,es sind in ihrer ,einfachheit reizende1 phantastische ,spitzen2 es ist als ob ein dichter ,schneefall1 durch die ,klppelmalerei wiedergegeben wrde1 groe1 kleine und ganz kleine ,flocken haben sich sachte um eine ,ranke wie eine ,eisblume festgesetzt1 denn so natrlich und scheinbar kunstlos sieht der point de neige aus2 die ,zeichnung pat sich dieser ,zartheit an1 wie ein ,netz aus ,fden von gesponnenem ,zucker1 wie der ,schatten eines gefiederten ,baumes1 der an einer weien ,wand hin- und hergleitet2 wie ein ,spinngewebe zwischen ,zweigen in der ,luft gespannt sieht sie sich an1 es sind ,elfenspitzen4 ,der ,faden ist von auerordentlicher ,feinheit4 ,flach1 ohne ,cordonet1 mit einem sehr losen ,leinwandgrund1 nur mit point de neige und hie und da einer ganz kleinen ,maschengruppe hnlich den fond chant als jour verwendet1 wirken sie durchaus nicht monoton2 zart und duftig gehren sie dennoch in die ,familie der haltbarsten1 der geflochtenen ,spitzen2 wo nur irgendwo vier ,fden zusammenlaufen1 vereinigen sie sich zu einem losen ,zpfchen4 ,meistens haben sie einen geraden ,rand1 der nur durch die picots abgeschlossen ist1 die ,zeichnung ist auch grtenteils wie fr ein entre-deux komponiert4 ,das toil bildet nicht den ,rand4 ,obwohl die grte ,mode der ,binches knapp vor die franzsische ,revolution fiel1 sind ihre ,muster doch die der ersten ,hlfte des ,,xvii4 ,jahrhunderts geblieben4 ,was heute an ,binches gemacht und so genannt wird1 verdient kaum den ,namen1 sie sind schwer und in derber ,ausfhrung und sehen eher den point de ,flandres hnlich4 ,point de neige1 wie sie auch genannt wurden1 gehren leider1 wie so vieles ,schne1 der ,vergangenheit an4 ,in der ,stadt ,binches wurden sie schon seit langem durch die ,allerwelts-,brsslerapplikations verdrngt4 ,die besseren ,arbeiterinnen wanderten zur ,zeit der ,krisis nach ,flandern aus und nahmen das ,geheimnis ihrer ,technik mit4 ,in ,binches aber soll am ,karnevalstag des ,gilles mit einer mchtigen ,ruche aus dentelles de ,binche spazieren gehen1 der letzte ,rest einer verschwundenen ,pracht4 ,sic transit gloria mundi4 ,point de ,paris4 ,ursprnglich wurden in der ,umgebung von ,paris ganz gewhnliche ,klppelspitzen gemacht1 lisette1 mignonette und gewhnliche ,guipuren4 ,gleichzeitig mit der ,grndung der ,industrie in ,reims1 ,sedan1 ,alenon etc4 wurde von ,colbert auch eine ,fabrik im ,chteau de ,madrid bei ,paris eingerichtet und nun gestalteten sich die ,spitzen aus4 ,als im ,,xviii4 ,jahrhundert die groe ,nachfrage in ,malines war1 und gerne von ,minderbemittelten hnliche aber billigere ,spitzen gekauft wurden1 kamen die ,lilles und points de ,paris auf und es wurden diese ,spitzen1 wie sie noch jetzt gemacht werden1 erzeugt4 ,die points de ,paris tragen zu sehr den flmischen ,typus1 sind nebstbei ,epigonenspitzen1 als da man sie aus dieser ,gruppe ausschalten knnte4 ,ihr fond chant oder fond de ,paris1 derselbe wie die ,chantillyspitzen1 scheint zwar absolut franzsisch zu sein1 ist es aber nicht so sehr1 als man meinen knnte1 denn der fond double1 wie er auch meistens genannt wird1 wurde von jeher an dem urflmischen ,pottenkant verwendet4 ,es ist ein sogenannter ,spellegrund1 ein ,rseau1 das mit ,hilfe von ,stecknadeln angefertigt wird1 und zwar aus zwei diagonalen und einem horizontalen1 sich kreuzenden ,fadenpaare4 ,es sind ,spitzen1 die sich niemals durch allzugroen ,ideenreichtum in der ,zeichnung hervortun4 ,meistens werden sie auch ziemlich gewhnlich und in grober ,ausfhrung gemacht4 ,ihr toil ist wie das der ,malines und ,lille von einem ,cordonette umgeben und oft haben sie jours in points de ,lille4 ,meistens sind die points de ,paris grber wie point de ,lille4 ,diese ,spitzen sind schon seit langem1 wie die meisten ,klppelspitzen1 von ,frankreich ganz nach ,belgien bersiedelt1 sie werden in ,turnhout und ,cerfontaine und anderen ,orten fabriziert4 ,man macht points de ,paris auer in weien ,leinenfaden auch in schwarzer ,seide4 ,hollndische ,spitzen4 ,pottenkant4 ,pottenkant sind originelle ganz volkstmliche ,spitzen4 ,es ist ein ganz merkwrdiger ,vorwurf3 immer und immer wieder ,blumentpfe oder ,vasen mit ,blumen4 ,da sie aber hufig sehr grazis sind und in ihrer ,art einzig dastehen1 und auch technisch durchaus nicht in einer anderen ,gruppe aufgehen1 so mu man ihnen einen besonderen ,platz anweisen4 ,sie sind so hollndisch mit ihren stilisierten ,tulpen und ,nelken und anderen ,blumen1 manchmal mit ,wurzeln im ,topf1 manchmal geschnitten in ,vasen1 da man sie eher jenseits der ,schelde als blo diesseits in ,antwerpen suchen wrde4 ,sie haben ein fond double1 wie point de ,paris1 in dem klar und brgerlich korrekt der kleine ,topf mit seinen ,zweigen sitzt4 ,ein ,cordonet umgibt die ,zeichnung1 der ,rand ist meistens ganz gerade1 oft wie fr einen ,einsatz 7entre deux7 gearbeitet2 sie sind selten mehr1 wie ein paar ,finger breit4 ,blonden4 ,man kann spanische und franzsische ,blonden unterscheiden1 die zwei sehr verschiedene ,gattungen unter diesem ,namen vereinen2 die ersten gehren zur spanischen ,nationaltracht4 ,sehr liebenswrdige und anmutige ,spitzen ohne hheren knstlerischen ,wert sind die ,blonden1 ihre glnzend weien ,seidenflecken geben ihnen einen weichen ,schimmer1 der sie ganz unhnlich den anderen ,spitzengattungen aus ,zwirn macht1 sie sind sehr auffallend und doch nicht so kostbar1 da sie von jeher der ,modelaune unterworfen waren4 ,maria ,antoinette liebte sie sehr und sie waren bis zum ,sturze des ,knigtums beliebt1 dann verschwanden sie und tauchten mehrmals wieder im ,,xix4 ,jahrhundert auf4 ,kaiserin ,eugenie als ,spanierin bevorzugte sie auch eine ,zeitlang und sie wurden in den sechziger ,jahren in ganz ,europa sehr viel getragen4 ,sie bieten in ihrer ,ausfhrungsart vielerlei ,abwechslung1 groe ,blumen mit zarten chantillyartigem rseau lassen den ,seidenglanz sehr zur ,geltung kommen4 ,die feinen1 schleierartigen1 deren ,dessin nur mit feinen ,faden wie hineingestickt ist1 knnen kaum als ihre ,schwester erkannt werden4 ,sehr hbsch sind auch die mit silbernen oder goldenen ,fden durchzogenen4 ,der rseau ist meistens wie das der ,lille1 manchmal aus fond chant gebildet4 ,die ,blonden waren von jeher in ,spanien sehr geschtzt1 jede ,spanierin besa wenigstens eine ,mantille aus ,blonden und dort in ihrer ,heimat waren sie nicht den ,moden unterworfen4 ,man erzhlt sich von ihrem ,ursprung1 -- fast jede ,spitzengattung hat ihre ,legende1 -- da sie von einer trauernden ,mutter1 von den blonden ,haaren ihres geliebten ,kindes1 das sechzehnjhrig gestorben war1 verfertigt worden waren4 ,dieser ,schleier sah so reizend aus1 da bald andere ,frauen versuchten1 dieses ,gewebe in feinen ,seidenfden nachzuahmen4 ,in ,spanien werden sie in ,barcelona zwar erzeugt1 doch decken sie keineswegs den ,bedarf ,spaniens und dessen ,kolonien und sind nicht so schn und gediegen1 wie die in ,caen1 ,bayeux1 und ,chantilly verfertigten4 ,in ,belgien werden sie in ,grammont und ,turnhout fabriziert4 ,im allgemeinen nimmt die ,fabrikation mit dem allmhlichen ,verschwinden der spanischen ,nationaltracht ab4 ,die ,kolonien halten in der ,beziehung mit dem ,mutterlande ,schritt4 ,im ,,xvii4 ,jahrhundert hieen sie bisette1 beide ,namen blonde und bisette erinnern daran1 da man sie anfangs aus ungebleichtem ,seidengespinst klppelte1 aber sie wurden sehr hufig auch schwarz verfertigt und sind sehr hbsch und wirkungsvoll4 ,die ,blonden mit breiten ,seidenflecken1 die spanischen1 sind cremewei1 whrend die sogenannten franzsischen blauwei sind und dadurch leicht einen grauen und verstaubten ,eindruck machen4 ,brsselerspitzen4 ,point de bruxelles oder ,brabanter4 ,das absolut ,charakteristische fr alle ,klppelspitzen1 welche diesen ,namen fhren1 ist1 da bei ihnen zum ,unterschiede von den fortlaufend gearbeiteten flmischen ,klppelspitzen ihre ,blumen oder der ornamentale ,leinenschlag in einzelnen ,stcken am ,klppelpolster ausgefhrt wird und dann erst sie mit brides oder rseaugrund zu einem ,ganzen vereinigt werden4 ,man erkennt sie daher stets daran1 da die ,fden des toil nicht wie ,webfden laufen1 sondern da der lange ,faden1 wie die ,ringe eines ,baumstammes1 mehr oder minder parallel zu einem ,mittelpunkte luft1 ferner da dieses toil nicht von einem festen ,rand abgegrenzt wird1 sondern immer wie mit einem jour-,band umgeben ist1 an dem dann spter entweder die brides oder der rseau angeschlagen werden4 ,diese ,ausfhrungsart hat selbstverstndlich ,vor- und ,nachteile4 ,vorzge sind1 da man dadurch beliebig groe ,stcke nicht nur in der ,lnge1 sondern auch in der ,breite anfertigen kann1 was bei in ,einem gearbeiteten ,spitzen vllig ausgeschlossen ist1 da die ,zahl der ,klppel in das ,unendliche anwachsen wrde4 ,praktischen ,vorteil hat diese getrennte ,ausfhrung auch noch dadurch1 da man die ,herstellung der einzelnen ,motive mehreren ,arbeiterinnen zu gleicher ,zeit berlassen kann1 und da diese1 was ihr ,knnen anbelangt1 viel ungebildeter sein drfen1 wie die ,klpplerinnen der fortlaufenden ,spitzen4 ,natrlich erfordert das ,zusammensetzen der ,spitzen zu einem ,ganzen wieder sehr geschmackvolle und gebte ,arbeiterinnen4 ,der ,nachteil der getrennten ,arbeit besteht darin1 da diese ,spitzen durch das ,zusammensetzen durchschnittlich nicht so dauerhaft sind1 wie andere1 ebenso feine1 in ,einem gearbeitete ,spitzen2 und da das individuelle ,geprge verloren geht4 ,diese ,art der ,brsseler ,spitzen haben hnliches technisches ,verfahren wie die sogenannten mailndischen ,klppelspitzen und sind wie diese alt4 ,die ltesten ,brsselerspitzen wurden ohne rseau gemacht4 ,sie sind auf einem runden ,klppelpolster hergestellt1 der sich auf einer ,achse dreht1 so da die ,arbeit jeweilig in den ,kurven zu der ,person gewendet werden kann4 ,die ,zeichnung ist breit und voll1 groe ,rosen und ,blumen liegen dicht nebeneinander angeordnet und sind mit brides picots vereint1 die jours werden mit points d'esprits oder quadratisch gelegten1 feinen ,stbchen gefllt4 ,einige feine ,relief-,fden1 die nicht die ,zeichnung umranden1 sondern nur hie und da verwendet werden1 akzentuieren die ,blumen wie mit aufgesetzten ,lichtern1 sie sehen wie ein ganz feiner ,saum aus4 ,man beachte1 da bei den ,malines diese ,umrandungen blo aus einem strkeren ,faden gebildet sind und auch die modernen ,brsseler ,applikations ihre ,reliefverzierungen blo aus einem ,faden aufgesetzt haben4 ,aus diesen ltesten ,brsseler ,spitzen entwickelten sich dann sukzessive die duchesses in ihrer heutigen ,gestalt1 sowie die ,brsseler ,applikations und die ,bruges und vor allem die points d',angleterre4 ,das toil jeder ,blume wird einzeln gemacht und hat wie alle ,gattungen dieser ,art den jour-,rand des toils an dem der sptere fond angeschlagen wird4 ,duchesses sind die meist verbreiteten modernen ,luxusspitzen4 ,die ,zeichnung ist hufig ganz modernen ,stils1 sie sehen reich und kostbar aus1 die brides und jours sind sehr oft mit der ,nadel hineingesetzt4 ,das toil ist fein und eine gewisse ,eleganz lt sich ihr nicht absprechen4 ,aufgesetzte ,reliefe1 ,blten und ,bltter1 viele ,variationen von ,klppelschlgen1 geben ihnen ein kostbares ,aussehen4 ,wer wirklich ein geschultes ,auge fr ,spitzen hat1 wird zwar stets die ,spitzen anderer ,ausfhrung vorziehen2 so lange sie gediegen gearbeitet sind1 schne ,zeichnung haben und nicht die leider allzuhufig anzutreffende ,marktware bilden1 ist jedoch gegen die ,duchesses nichts zu sagen4 99 99 99 99 99 ,um aber auf die alten ,brsselerspitzen zurckzukommen1 wurden diese in hchster ,vollendung oftmals mit einem brides fond1 hnlich dem rseau rosac der ,nadelspitzen gemacht4 ,es ist das der stets in neuen ,variationen auftauchende fond de neige der alten ,binches1 ,valenciennes etc41 der in den ,formen von den ,nadelspitzen und spter wieder vom ,klppel fr die getrennt ausgefhrten ,brsselerspitzen nachgeahmt wurde1 und dann point d',angleterre brides hie1 und spter einen sechseckigen ,klppelrseau erhielt1 der sehr hnlich dem der ,malines ist und heute nicht mehr ausgefhrt werden kann4 ,die zwei ,seiten des ,hexagons1 die geflochten sind1 sind etwas lnger1 als wie die der ,malines-,maschen2 es sind dies die in alten ,zeiten so viel genannten points d',angleterre rseau und sie hatten den ,vorteil ,spitzen zu sein1 die den ,anforderungen der damaligen ,mode entsprechend in ,schrzen1 breiten ,volants und dergleichen greren ,stcken angefertigt werden konnten1 und die zu points d',alenon in vielfachen ,wechselwirkungen standen2 das ,dessin ist ganz der ,auffassung dieser kostbaren franzsischen ,spitzen nachgeahmt und es herrschte zwischen beiden1 so lange sie hergestellt wurden1 eine heftige ,rivalitt4 ber point d',angleterre sind von allen ,autoren so verschiedene ,meinungen ausgesprochen worden1 da es schwer ist1 sich in dem ,gewirre der ,behauptungen einen ,weg zu bahnen4 99 99 99 99 99 ,alte point d',angleterre haben wunderschnen ,brsseler 7oder ,droschel7 rseau1 die ,masche ist fast ein lngliches ,viereck1 es hnelt uerlich dem ,alenon oder ,burano rseau zum ,verwechseln1 erst bei scharfem ,zusehen sieht man1 da der fond geklppelt ist2 auch brides picot als ,zierde kommen in ,anwendung1 welche ganz den brides picot der points d',alenon gleichen2 diese brides dienen nur als ,beweis1 wie sehr sich der point d',angleterre um die getreue ,imitation des point d',alenon bemhte4 ,nimmt man ,bcher zur ,hand1 so liest und findet man1 da bei den ,autoren vollkommen verschiedene ,ansichten1 ,bezeichnungen und ,schilderungen von ,spitzen dieses ,namens gegeben werden4 ,fr die points d',angleterre kann man absolut nur zwei ,regeln aufstellen3 a7 sie mssen durchwegs ,handarbeit sein 7also nicht ,brsseler ,applikation71 b7 sie drfen in keiner anderen ,kombination als wie in einer spteren ,louis ,,xiv41 frheren ,louis ,,xv41 blichen ,herstellungsart gemacht sein1 also ,motive feinster ,brsseler ,arbeit separat gemacht entweder mit dem fond brides oder brides rosac 7point d',angleterre bride71 oder mit dem feinen ,droschelgrund 7,brsselerfond74 ,ausnahmsweise kann man noch als point d',angleterre ,nadelmotive mit ,droschelfond bezeichnen2 aber diese ,art ,spitzen sind heute sehr selten geworden1 so da sie nicht oft in den ,handel kommen und nur mehr in wenigen ,stcken vorkommen4 ,diese ,gruppe der ,brsseler ,spitzen1 inklusive die point d',angleterre1 wrde man mit dem ,charakteristikon der ,spitzen mit gewollten fonds1 sei es der brides oder des ,droschelgrundes bezeichnen knnen1 whrend die anderen1 die alten ,brabanter1 ,duchesses1 ,bruges etc4 alle nur den ,notfond haben1 weil die ,zeichnung technisch nicht der ,sttzen entbehren kann4 ,bei ersteren ist der ,fond eine ,zierde1 bei letzteren ein notwendiges bel4 ,als in ,frankreich die manufactures du point de ,france an vielen ,orten gegrndet wurden1 entstand in kurzer ,zeit eine groe ,umwlzung in dem ,aussehen der ,spitzen4 ,in ,alenon wurden ,nadelspitzen in groen ,volants und tabliers zum ersten ,male in dieser ,ausdehnung gemacht2 dies wurde ermglicht durch die in ,alenon aufgekommene ,art1 die ,motive getrennt vom rseau anzufertigen4 ,dies war ganz neu1 denn selbst die genuesischen und ,brabanter ,spitzen1 die nicht in einem ,zug mit der gleichen ,anzahl ,klppel gemacht wurden1 sondern mit wenig ,klppeln auf rundem ,polster1 wurden von ,fall zu ,fall1 wie die ,arbeit vorwrts ging1 sofort miteinander verbunden4 ,die ,arbeiterin hatte die ,spitzen auf der ,zeichnung aufliegen1 und nicht wie die sptere ,art der in sich abgeschlossenen ,motive ganz separat zu verarbeiten4 ,mit den breiten volants und tabliers wurde eine groe ,umwlzung in der ,mode hervorgerufen4 ,valenciennes1 ,malines1 alle diese ,spitzen konnten nur mehr zu ,garnierungen verwendet werden1 und traten in den ,hintergrund2 da schufen die belgischen ,unternehmer den point d',angleterre3 ,klppelmotive1 die wie die ,alenon separat gemacht wurden4 ,man konnte nun die ,arbeit bei eiligen ,bestellungen ebenso beschleunigen1 wie die groen ,stcke der franzsischen ,nadelspitzen2 point d',angleterre wurde aus ,klppelmotiven mit ,brsselergrund1 dem schnsten und technisch der ,malines hnlichen fond1 gemacht4 ,man sieht an den ltesten points d',angleterre die vollkommene ,beeinflussung der ,zeichnung durch franzsischen ,stil1 durch diese ,neuerung war die ,gefahr1 da belgische ,spitzen ganz und gar von den franzsischen verdrngt wrden1 behoben2 im ,gegenteile1 die points d',angleterre machten der franzsischen ,industrie groe ,konkurrenz1 denn sie hatten eine ,eigenschaft1 die ,nadelspitzen niemals haben1 sie waren unendlich weicher und schmiegsamer und daher in vielen ,fllen besser kleidend1 und vor allem trotz ihrer ,kostbarkeit billiger2 denn ,klppelspitzen1 noch so fein und kostbar1 sind stets billiger wie die hnlichen ,spitzen in ,nadelausfhrung4 ,da points d',angleterre wie alle ,spitzen verschiedene ,entwicklungsstufen zeigen1 ist kein ,wunder4 ,zuerst also mit brides rosac1 dann dem ,droschelfond1 hufig mit jours aus brides als bergang1 dann ,droschelfond in ,streifen angefertigt und appliziert4 point d',angleterre wurde durch die baumwollene ,brsseler ,applikation verdrngt und wird heute nicht mehr gemacht4 ,der ,streit1 der sich um den ,namen point d',angleterre entsponnen hat1 fhrt zu vielen ,irrtmern4 ,man will sie als ,gattung#aa ganz leugnen2 doch mit ,unrecht1 denn in alten ,schriften findet man sie hufig erwhnt4 ,nur wre zu erklren1 wieso sie zu diesem ,namen kamen3 ,in aller ,stille hatte ,england an seinem ,reichtum und an seiner ,industrie gearbeitet1 man sprach nicht viel von dem ,inselvolke1 es hatte kein ,versailles und war damals noch nicht ,mode machend1 aber es war reich geworden und der ,wohlstand war in allen ,klassen verteilt1 es hatte einen angesehenen ,brgerstand und ,patricier1 wie die ,niederlnder und ,west- und ,mittel-,deutschen1 die ,menschen waren energisch1 fleiig und aufwrts strebend4 ,zur ,zeit als in ,frankreich schon die groben ,miwirtschaften des franzsischen ,hofes und ,adels das ,volk und den ,brgerstand in seiner ,entwicklung hinderten4 #aa ,man kann aber ebensogut diese selben ,spitzen alte ,brabanter1 alte ,brsseler1 nennen -- es erscheint mir nur angezeigt1 den wirklich einst gebruchlichen ,namen zu verwenden4 ,von keinem ,volke hatten die ,englnder so viel gelernt1 wie von den ,niederlndern4 ,wenn es heute noch in ,wolle1 ,tuch und ,leinweberei an erster ,stelle steht1 verdankt es dies den ,lehren der ,niederlnder1 das ,praktische machte es sich zu eigen und berholte die ,niederlnder darin2 das ,schne aber entlieh es und wute es zu zahlen4 ,ein ,holbein1 ein ,van ,dyk wurden in ,england gefeiert und ihre ,leistungen wurden mit ,gold aufgewogen2 so wuten sie die ,spitzen der nahen ,niederlande auch zu schtzen und sie bildeten einen bedeutenden ,ausfuhr-,artikel von ,belgien nach ,england4 ,dieses war damals nicht selbstndig in ,mode und ,geschmack1 wenn es aber nicht alles aus ,frankreich bezog1 was ,luxus anbelangt1 so mag das seinen ,grund darin gehabt haben1 da ,frankreich alle ,hfe und alle ,moden des ,kontinentes zu versorgen hatte und der regen ,nachfrage entsprechend1 hohe ,preise machte2 mit den ,niederlanden und ,belgien stand ,england von jeher in steter ,verbindung1 es waren verwandte ,volksstmme1 ,schiffervolk und ,kaufleute und wenn sie nicht direkt ,ware tauschten1 so geschah dies doch indirekt1 durch ,gesetze und ,bestimmungen fr ,zlle1 ,begnstigungen und ,verbote von ,warenausfuhr1 die sich in beiden ,lndern fr einander regelten4 ,erlie ,england ein zu groes ,einfuhrsverbot gegen ,spitzen1 antworteten die ,niederlande mit dem ,boykott der englischen ,wolle1 bis das erstere ,verbot widerrufen wurde4 ,es ist selbstverstndlich1 da ein reicher und angesehener ,kunde stets ,rcksicht und ,entgegenkommen von ,seite des ,verkufers finden wird und so wurden auch die oben geschilderten ,brsseler ,klppelspitzen in zusammengesetzter ,ausfertigung fr den englischen ,markt points d',angleterre genannt1 da dieselben ,spitzen unter dem gleichen ,namen in ,frankreich ,furore machten ist nicht zu verwundern4 ,viele ,spitzen mgen von ,belgien ber den ,kanal nach ,england und wieder ber das ,wasser nach ,frankreich gewandert sein4 ,dieses kleine ,manver verlohnte sich der ,mhe1 denn ,frankreich hatte sich gegen belgische und ,venetianer ,spitzen-,einfuhr mit enormen ,zllen geschtzt1 und fr das nicht ,spitzen produzierende ,england war kein ,zoll vorgesehen4 ,auerdem war damals die ,herzogin ,henriette von ,orleans1 eine englische ,prinzessin1 vielleicht angesehener und tonangebender wie die ,knigin1 welche ein ,scheinleben der ,etikette fhrte1 whrend die englische ,prinzessin1 elegant und liebenswrdig1 sogar eine ,zeitlang als der ,flirt ihres kniglichen ,schwagers galt4 ,in neuerer ,zeit versuchten einige ,autoren1 es sei betont1 nicht englische1 zu beweisen1 da der point d',angleterre nichts anderes als wie der schne ,vorgnger der ,honitons sei1 aber wie beweisen sie es8 ,durch nichts4 berall in den ,dokumenten der damaligen ,zeiten liest man1 wenn von ,spitzen die ,rede ist1 vom point d',angleterre1 er war ganz ungemein verbreitet und es wre kaum zu begreifen1 da diese massenhaften ,erzeugnisse der englischen ,industrie ganz unnachweisbar verschwunden sein sollten4 ,es soll das kostbare ,geheimnis des schnen ,brsseler oder ,droschelfonds1 den kein anderes ,spitzenland je zu verfertigen wute1 besessen haben und doch nirgends erwhnt werden8 ,dagegen sollen die authentischen ,erwgungen und ,berichte ber den schwunghaften ,schmuggel der belgischen ,spitzen nach ,england kein ,beweis sein1 da ,england enorme ,summen dafr ausgab1 obwohl es zu ,hause die herrlichen und hochmodernen points d',angleterre htte kaufen knnen4 ,einmal1 wird erzhlt1 wurde eine ganze ,schiffsladung belgischer ,spitzen konfisziert -- wie viele ,tausende von ,metern mssen das gewesen sein6 point d',angleterre war eine neue ,schpfung und um diese zu lancieren1 mute man einen ,namen erst erfinden1 denn sie mute als etwas ,neues hervorgehoben werden4 ,so war der ,name point d',angleterre in mannigfacher ,art opportun4 ,duval bringt ein ,dokument zum ,abdruck3 ,un arrt de ,conseil d',etat du #ab mars #afia4 ,les ouvriers qui travaillent aux dentelles de fil ont depuis quelques annes invent une faon de dentelles faites par morceaux ou pices de rapport qui sont ensuite rassembles au fuseau appeles communment dentelles d',angleterre ou dentelles de ,bruxelles dont la fabrique est trs mauvaise et l'usage de peu de dure4 ,cette nouvelle faon de dentelles pourrait insensiblement diminuer la qualit et valeur des autres bonnes dentelles etc4 ,sa ,majest desirant empcher un abus si prjudiciable au commerce defend etc4 etc4 ,freilich stammte aus jener ,zeit die ,einfhrung und ,grndung der ,honitons1 die aber als ,spitzengattung nicht im geringsten den ,vergleich mit alten point d',angleterre aushalten4 ,honitons sind ,spitzen1 die groe hnlichkeit mit den duchesses haben1 sie sind im ,grunde nichts anderes4 ,niemals aber erreichen sie den ,reichtum1 die ,abwechslung an ,fllungen und jours1 diesen ,stil der ,zeichnung im ,einklang mit der geistreichen ,interpretation wie die points d',angleterre2 wer darber sprechen will und dies behauptet1 hat eben noch nie wirklich schne alte points d',angleterre gesehen1 die tatschlich sehr selten und kostbar sind4 ,points ,honiton sind eben ,duchesse mit meistens recht minderen ,zeichnungen und einer sehr handwerksmigen ,interpretation4 ,chantilly4 ,chantilly sind ,spitzen1 die unter ,louis ,,xiv4 ,regierungszeit in der franzsischen ,stadt dieses ,namens aufgekommen sind4 ,es sind ,spitzen1 die aus ,seide und zwar aus der besten verfertigt wurden2 meistens versteht man darunter schwarze ,spitzen1 aber sie wurden auch in ,wei ausgefhrt4 ,es sind ,spitzen1 die in groen ,volants und ,tchern hergestellt wurden und eine ,zeitlang auf hellem ,seidengrund vielfach bei ,hof getragen wurden4 ,die ,mode fllt in die ,zeit1 als berhaupt die breiten ,volants fr ,toiletten begehrt wurden1 es sind die ,spitzen1 die als erste in dieser ,gre und ,ausdehnung gemacht wurden4 ,als rseau kam der fond de ,lille und fond chant 7de ,paris7 in ,anwendung4 ,sie wurden unendlich fein und zart gearbeitet und geklppelt und der ,dessin ist mit einem strkeren ,faden gebildet4 ,spter unter ,louis ,,xv4 wurden die ,zeichnungen stark stilisiert und sprlich4 ,chantilly waren stets von der ,fluktuation der ,mode sehr beeinflut1 naturgem kamen sie zu ,zeiten von ,hof- und ,landes-,trauer immer wieder in ,mode4 ,so kann man groen ,bedarf unter ,louis ,,xv4 -- ,louis ,,xvi41 dann unter ,josefine und ,kaiserin ,eugenie konstatieren4 ,im ,anfang des ,,xix4 ,jahrhunderts brachten sie eine ,neuerung1 das dreieckige ,tuch2 diese ,form wurde den damals alles beherrschenden indischen ,schals entliehen und vertrat diese im ,sommer4 ,es sind ,spitzen1 die sehr unter der decadence der ,zeichnung um die ,mitte des ,,xix4 ,jahrhunderts litten4 ,doch war die ,ausfhrung eine zarte1 sorgfltige und kostbare4 ,sie haben in der ,fabrikation die einzige ,eigenart1 da sie in ,streifen1 gleichgiltig ob rseau oder ,dessin1 gleichmig hergestellt und dann durch unsichtbare ,zusammenfgung zu groen ,stcken gestaltet wurden4 ,es war durch mehr wie ein ,jahrhundert gebruchlich1 da ,chantilly wenigstens durch ein ,stck in einem eleganten ,trousseau vertreten war4 ,in modernen ,zeiten wurden sie in grberer ,ausfhrung in ,grammont und ,belgien hergestellt1 doch da an dem ,rohmaterial1 einer stark und schwerfllig gefrbten ,seide gespart wurde1 erreichten sie nicht den ,glanz und die ,elegance der ursprnglichen ,chantilly-,fabrikation4 ,auer der europischen ,mode hatten sie eine groe ,bedeutung in der spanischen ,nationalkleidung1 wo sie neben den schwarzen ,blonden in ,spanien und in dessen ,kolonien ungemeine ,verbreitung hatten4 ,doch keine von allen ,spitzengattungen wurde so schnell und gleich vorzglich wie sie von der ,maschine imitiert4 ,dies und die immer mehr abnehmende ,nationaltracht der ,spanierinnen hatte zur ,folge1 da ihre ,erzeugnisse stark erschtternde ,krisen durchzumachen hatten4 ,grammont machte eine solche in der traurigsten ,weise durch4 ,schne alte ,chantilly besitzen aber heute noch einen groen ,wert und werden als ,erbstcke in ,ehren gehalten4 ,auer diesen feinen aristokratischen ,seidenspitzen drngte sich im ,wechsel der ,mode ein brgerliches ,surrogat der schweren ,wollspitzen ein1 die zu verschiedenen ,zeiten unter gewechselten ,namen zum ,beispiel als ,lama auftauchen und eine mehr oder minder langlebige ,modeerscheinung waren2 knstlerisch haben diese nicht viel ,bedeutung4 ,sie wurden grtenteils in der ,auvergne1 in ,puy und ,umgebung fabriziert und tragen den grberen torchon-,charakter dieser ,spitzen-,zentren zur ,schau4 ,doch immer wieder werden diese ,spitzen1 von ,modelaunen abhngig1 auftauchen und verschwinden1 wie es der ,caprice der ,mode oder dem ,unternehmungsgeist einzelner groer ,fabrikanten entspricht4 ,die soziale ,tendenz ist aber diese1 da die ,arbeiterinnen immer weniger gerne schwarze ,spitzen erzeugen1 da dieses den ,augen ungleich schdlicher wie die weie ,spitzenfabrikation ist4 -- ,buchdruckerei ,roitzsch1 ,g4 m4 b4 ,h41 ,roitzsch4 ,abbildungen ,illustration3 ,,point ,,coup ,,mit ,,reticella ,illustration3 ,,reticella ,illustration3 ,,point ,,plat ,,de ,,venise ,illustration3 ,,venetianische ,,nadelspitzen ,illustration3 ,,br,,sseler ,,kl,,ppelspitzen1 ,,brabanter ,,oder ,,point ,d',,angleterre ,,genannt ,illustration3 ,,point ,d',,alen,,on ,,mit ,r,,seau ,,rosac ,illustration3 ,,point ,d',,alen,,on ,illustration3 ,,italienische ,,bauernspitzen ,,in ,,der ,,art ,,der ,,mail,,nder ,illustration3 ,,malines ,illustration3 ,,genuesische ,,kl,,ppelspitzen ,illustration3 ,,valenciennes ,,barbe ,illustration3 ,,valenciennes ,illustration3 ,,binche ,illustration3 ,,malinesartige ,,spitzen ,,mit ,,seltenem ,,grund ,illustration3 ,,point ,,de ,,lille ,illustration3 ,,point ,d',,alen,,on ,illustration3 ,,kl,,ppelspitzen ,,in ,,art ,,der ,,lteren ,,valenciennes1 ,,wahrscheinlich ,,jedoch ,,italienische ,,arbeit ,illustration3 ,,haubendeckel1 ,,br,,sseler ,,kl,,ppelspitzen1 ,,sogen4 ,,point ,d',,angleterre ,illustration3 ,,kl,,ppelspitzen ,,in ,,getrennter ,,ausf,,hrung ,illustration3 ,,sehr ,,einfache ,,spitzen 7,,holland ,,und ,,nord-,,flandern7 ,,in ,,einem ,,zuge ,,gearbeitet 7,stark vergrssert7 ,illustration3 ,,point ,,de ,,lille 7,stark vergrssert7 ,illustration3 ,,point ,d',,argentan 7,stark vergrssert7 ,illustration3 ,,br,,sseler ,,applikation ,,mit ,,echtem ,,kl,,ppelgrund1 ,,sogen4 ,,droschelgrund 7,stark vergrssert7 ,illustration3 ,,point ,d',,alen,,on 7,stark vergrssert7 ,illustration3 ,,malines 7,stark vergrssert7 ,illustration3 ,,alte ,,belgische ,,spitzen ,ohne rseau und ohne jours2 sie haben nur zweierlei toil 7,leinenschlag74 ,in neuerer ,zeit im ,bruger ,bezirke nachgeahmt 7,stark vergrssert7 ,illustration3 ,,alte ,,point ,,de ,,flandre 7,stark vergrssert7 ,illustration3 ,,ansicht ,,der ,,verkehrten ,,seite ,,von ,,fl,,mischen ,,kl,,ppelspitzen 7,stark vergrssert7 ,illustration3 ,,brabanter ,,in ,,zwei ,,teilen ,,gearbeitet 7,stark vergrssert7 ,illustration3 ,,valenciennes ,,mit ,,runder ,,masche ,illustration3 ,,alte ,,point ,,de ,,bruges ,zuerst wurden die ,blumen angefertigt und dann mit ,brides verbunden2 alles auf einem runden ,polster mit wenigen ,klppeln gearbeitet ,illustration3 ,,alte ,,point ,,de ,,flandre ,vorlufer der ,valenciennes1 ,lilles1 ,malines etc4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtlich fehlerhafte ,zeichensetzung wurde stillschweigend korrigiert4 ,die unterschiedlichen ,schreibweisen der ,spitzenbezeichnungen 7,bindestriche1 ,auszeichnungen1 ,gro- und ,kleinschreibung1 ,akzente7 und ,personennamen wurden beibehalten4 ,der ,punkt bei ,mme wurde einheitlich ergnzt4 ,korrekturen3 ,inhaltsverzeichnis3 ,,vi - ,,vii1 #ej - #fj ,vorwort ,,vii ,malines #fj ,s4 #a3 ,kapitelname gem ,inhaltsverzeichnis hinzugefgt ,spitzen4 ,s4 #i3 ,aleon - ,alenon bernahmen den rseau die points d',alenon1 ,s4 #af3 seinen - seinem oder ,italien mit seinem ,ornamenten-,reichtum1 ,s4 #ai3 ,stoppstich - ,stopfstich ,webe- oder ,stopfstich bertragen4 ,s4 #bc3 verwechseln - ,verwechseln die zum ,verwechseln treu die venezianischen ,reliefspitzen ,s4 #bh3 ,fischerfrau - ,fischerfrauen die armen ,fischerfrauen machten unscheinbare ,spitzen1 ,s4 #cb3 ,manufakture - ,manufaktur da die erste ,manufaktur in ,chteau de ,lonrey ,s4 #cf3 ,iniative - ,initiative aus der ,initiative einzelner ,personen entstand ,s4 #cf3 verschiedenenen - verschiedenen ,konkurrenz der verschiedenen ,spitzengattungen untereinander ,s4 #cg3 stililisiert - stilisiert zeigen kleine ,blmchen stilisiert im rseau verstreut ,s4 #cg3 sogenanuten - sogenannten ist mit sogenannten petits pois ,s4 #ci3 ,mglicher weise - ,mglicherweise ,mglicherweise hat man frher wirklich mehr wie eine ,gattung ,s4 #dj3 point - ,point ,point l'aiguille verleugnet nie seine ,abkunft von den ,alenon ,s4 #dh3 ,faden - ,fden da sie die ,fden richtig verteilt und verzweigen lt ,s4 #dh 7,funote73 ,franzen - ,fransen ,macram sind aus ,fransen geknpfte ,spitzen1 wenn der ,faden der ,fransen zu lang war ,s4 #ef3 de - des ob sie mit ,zufgung des ,cardonet ,s4 #ei3 ,valencienne - ,valenciennes ,jetzt werden in ,valenciennes gar keine ,spitzen in der ,art ,s4 #ei3 paar - ,paar der echten sind aus zwei ,paar ,fden geschlungen 7vier ,fden7 ,s4 #fj3 ,faden - ,fden ,an vier ,seiten ist sie aus doppelten ,fden gewunden ,s4 #fa3 der eigentliche - den eigentlichen so da fr den eigentlichen rseau nur wenig ,raum ,s4 #fd3 hollndischeu - hollndischen ,die zweite ,gattung der hollndischen ,exportartikel ,s4 #fe3 rgendwo - irgendwo wo nur irgendwo vier ,fden zusammenlaufen ,s4 #fi3 deren - dessen den ,bedarf ,spaniens und dessen ,kolonien ,abbildungsteil3 berschrift ergnzt ,abbildungen