,,kunst ,,und ,k,,nstler ,,almanach #aiji ,,bruno ,,cassirer1 ,,verlag1 ,,berlin ,,druck ,,von ,w4 ,,drugulin ,,in ,,leipzig ,,inhalt3 ,vorwort4 ,seite ,hermann ,schlittgen1 ,erinnerung an ,wilhelm ,leibl #a ,eine autobiographische ,note ,adolf ,menzels #af ,max ,liebermann1 ,zwei ,holzschnitte von ,manet #bc ,alfred ,sisley3 ber ,landschaftsmalerei #ce ,jozef ,israels3 ,rembrandt #da ,edward ,gordon ,craig3 ber ,bhnenausstattung #ei ,max ,liebermann3 ,erinnerungen an ,karl ,steffeck #ga ,maurice ,denis3 ,aristide ,maillol #hc ,aubrey ,beardsley ber ,turner #ajj ,anselm ,feuerbach3 ,drei ,briefe #aje ,mac ,neill ,whistler3 ,der rote ,lappen #aag ,mac ,neill ,whistler3 ,wann ein ,kunstwerk vollendet ist #abj ,francisco de ,goya3 ,drei ,briefe #abd ,christian ,morgenstern3 ,h4 ,c4 ,andersens ,silhouetten2 ,des ,mrchendichters ,scheere #acb ,franz ,krger1 ,briefe an ,karl ,steffeck #ada ,karl ,hagemeister3 ,karl ,schuch #adh mile ,zola3 ,edouard ,manet #afd ,ferd4 ,georg ,waldmller1 ,aus seinen hinterlassenen ,schriften #agg ,hans von ,mares3 ,briefe #aic ,,verzeichnis ,,der ,,abbildungen3 ,seite ,max ,slevogt1 ,deckelzeichnung1 farbig ,menzel1 ,aus ,knstlers ,erdenwallen #ag ,edouard ,manet1 ,pariserin1 ,holzschnitt #ba ,edouard ,manet1 ,olympia1 ,holzschnitt #cc ,rembrandt1 ,zeichnung #ci ,edward ,gordon ,craig1 ,zeichnung #eg ,max ,liebermann1 ,zeichnung #fi ,aristide ,maillol1 ,studie #ha ,aubrey ,beardsley3 ,zeichnung zu ,e4 ,a4 ,poe #ajc ,anselm ,feuerbach1 ,zeichnung #aae ,m4 ,n4 ,whistler1 ,mallarm #aba ,francisco de ,goya1 ,zeichnung #abi ,h4 ,c4 ,andersen1 ,silhouette #aci ,franz ,krger1 ,maler ,menzel #ade ,max ,liebermann1 ,zeichnung #afa ,wilhelm ,leibl1 ,selbstportrt #age ,franz ,krger1 ,portrt einer ,dame #aia ,,vorwort ,wo ,knstler ber ,kunst sprechen1 da wird der ,laie fast stets ruhige ,objektivitt und ,vollstndigkeit vermissen2 ja1 er wird oft noch verwirrter werden durch die leidenschaftlichen ,einseitigkeiten der ,produzierenden als er es schon war4 ,dennoch wird er nach einiger ,zeit merken1 dass ihn die einseitigen ,ideen der ,knstler mehr gefrdert haben1 als es sachliche ,auseinandersetzungen eines ,schriftstellers htten tun knnen4 ,denn die ,urteile der ,knstler sind ,willensusserungen und es wohnt ihnen als solchen fortreissende ,kraft inne4 ,es ist durchaus richtig1 was ,gottfried ,keller einmal schrieb3 ,die ,literaten sind wohl ntzlich fr das ,logische und ,chronologische1 das ,graphische und ,biographische1 fr das ,einfgen des ,festgesetzten2 vor dem ,gegenwrtigen1 sofern es als neu oder berraschend erscheint1 stehen sie in der ,regel unproduktiv und ratlos1 und die ersten ,stichworte mssen immer von ,knstlerkreisen ausgehen und sind daher meist parteiisch1 welche ,parteilichkeit von den ,literaten1 nachdem die erste ,kopflosigkeit berwunden1 weiter ausgesponnen wird1 bis der ,gegenstand der ,vergangenheit angehrt und einer verstndigen ,registrierung fhig geworden ist4 ,von solchen ,gedanken geleitet1 hat sich der ,verlag entschlossen1 einige der markantesten ,aeusserungen von ,knstlern ber ,kunst oder ber andere ,knstler1 die im ,laufe von sechs ,jahren in der ,kunstzeitschrift ,kunst und ,knstler verffentlicht worden sind1 gesondert in diesem ,almanach abzudrucken4 ,der ,verlag glaubt1 dass es den ,lesern willkommen sein muss1 die in verschiedenen ,jahrgngen verstreuten ,aeusserungen einmal zu bequemem ,genuss und ,vergleich beisammen zu haben4 ,es soll nichts ,vollstndiges gegeben werden1 es wird in keinem ,punkte eine systematische ,uebersicht ber das ,wollen und ,vollbringen der modernen ,kunst dargeboten2 was der ,leser hier findet1 gleicht vielmehr einem merkwrdigen ,feuerwerk von ,geistesblitzen1 vom ,zufall oft entzndet und gleich dann wieder erloschen4 ,aber man wird finden1 dass die ,strahlen leidenschaftlichen ,erkenntnisdranges1 die von diesen ,knstlerworten ausgehen1 sehr oft mit ihrem jhen ,glanz in neue ,welten hineinleuchten und den ,geist so zu jener ,selbstthtigkeit zwingen1 die dem denkfrohen ,menschen hchster ,genuss ist4 ,wenn diese ,proben daneben ,diesen oder ,jenen begierig machen sollten1 die ,zeitschrift kennen zu lernen1 aus der sie stammen1 so wird diese ,nebenwirkung sehr willkommen sein4 ,das ist selbstloser gemeint als es klingt4 ,denn die ,zeitschrift1 die denselben ,titel trgt wie dieser ,almanach1 folgt im grossen derselben ,tendenz1 wie dieses kleine ,buch2 auch sie will ,freude an der ,kunst und ,liebe zu den ,knstlern erwecken und immer dem ,grundsatz folgen1 dem dieser ,almanach seine ,existenz verdankt3 die ,knstler ber sich und ihre ,arbeitsleidenschaften zum ,sprechen zu bewegen und so zu erreichen1 dass sich die ,ideen der ,kunst an sich selbst immer von neuem entznden1 dass die ,stichworte immer rechtzeitig gegeben werden1 worauf die andern ,akteure der fortschreitenden ,kultur nur warten1 um in ,ttigkeit zu treten4 ,,der ,,verlag ,,bruno ,,cassirer 99 99 99 99 99 ,,erinnerung ,,an ,,wilhelm ,,leibl ,,von ,,hermann ,,schlittgen ,im ,sommer #ahib musste ich nach ,aibling1 um ,moorbder zu nehmen4 ,aibling war sonst ein langweiliges ,nest2 aber bei den ,knstlern hatte es einen guten ,ruf3 ,leibl wohnte dort1 seit vielen ,jahren4 ,ich war von jeher ein grosser ,verehrer von ,leibls ,kunst gewesen2 als junger ,mensch nach ,mnchen gekommen1 gehrte ich zu einem kleinen ,kreise1 dem schon damals 7es war im ,jahre #ahhj7 ,leibl ein ganz ,grosser war4 ,auch mein spterer langjhriger ,aufenthalt in ,paris1 wo ich die moderne ,kunst an der ,quelle studieren konnte1 that dieser ,liebe keinen ,eintrag2 im ,gegenteil3 als ein rocher de bronce stand ,leibl gross und einzig in meiner ,mnchner ,erinnerung4 ,doch wusste ich von seinem ,misstrauen gegen ,kollegen2 man hatte ja so viel ber seine ,menschenscheu erzhlt4 ,deshalb kam mir auch gar nicht die ,idee1 dass ich ihn vielleicht kennen lernen wrde4 ,den ,abend nach meiner ,ankunft in ,aibling promenierte ich auf dem ,markt und freute mich ber das originelle alte ,rathaus mit dem gemtlichen hohen ,dachstuhl2 da kommt ,sperl aus einer ,seitengasse auf mich zugeschossen1 ,sperl1 der einzige langjhrige ,freund und ,kamerad ,leibls4 ,kommen ,sie doch mit auf den ,keller1 ,leibl ist auch da und wird sich sehr freuen6 ,das erlaubte ich mir stark zu bezweifeln1 aber ,sperl wurde dringend1 stellte mir mit ,sicherheit in ,aussicht1 dass ich nicht schlecht behandelt werden wrde und so ging ich mit4 ,die ,bekannten ,leibls waren schon versammelt1 ,aiblinger ,honoratioren und ,brger1 unter andern ein kunstsinniger ,herr ,justizrat und ,baron1 der spter ber ,leibl einen ausgezeichneten kleinen ,nekrolog im ,aiblinger ,tageblatt verffentlicht hat1 und der ,kreistierarzt1 dessen ,freundschaft mit ,leibl ihm ein seltenes ,glck gebracht hat3 er und seine ganze ,familie wurden von ,leibl in vielen kleinen ,werken gezeichnet und gemalt2 die ,kinder in allen ,lebensaltern1 in ,oel1 in ,kreide1 in ,bleistift1 mit der ,feder4 ,leibl1 der auf der ,jagd gewesen1 kam erst spt auf den ,keller4 ,er war in oberbayrischer ,gebirgstracht1 die ihm vorzglich stand4 ,freundlich1 wie einen alten ,bekannten1 begrsste er mich4 ,wir kamen schnell in ein ,gesprch2 gurgelnd und schwer in reinstem klner ,dialekt floss seine ,rede4 ,ich habe das nie begriffen3 seit seiner ,jugend war er von ,kln weggekommen1 hatte fast ausschliesslich mit oberbayrischen ,kleinstdtern und ,bauern verkehrt und nicht ein ,atom von seinem ,klner ,platt war verwischt worden4 ,bald wurden wir gute ,freunde4 ,wenn wir zu dritt1 ,leibl1 ,sperl und ich1 bei verschiedenen ,schoppen guten ,tyrolers allein hinten im ,wirtszimmer sassen1 vergass ich den ,rheumatismus1 der mich nach ,aibling gebracht hatte4 ,hoch gingen da die ,wogen der ,kunstbegeisterung2 ,leibl taute auf und erzhlte von seinen ,anfngen1 seinen ,kmpfen4 ,sein ,auge leuchtete1 wenn von den alten ,meistern geschwrmt wurde3 ,holbein1 ,rembrandt1 ,hals1 ,velasquez6 -- ,der ,plan einer ,reise nach ,madrid zu ,velasquez wurde erwogen4 ,schlecht1 elend schlecht erging es den ,modernen im allgemeinen und den ,mnchnern im besonderen4 ,ich zeigte ,leibl einmal die ,lithographie von ,daumier3 ein ,maler sitzt in der ,landschaft vor seiner ,staffelei1 hinter ihm ein zweiter1 ein dritter und so fort in endloser ,reihe4 -- ,der erste studiert die ,natur1 der zweite kopiert den ersten1 der dritte den zweiten und so weiter4 ,sehen ,sie1 sagte ,leibl lachend1 da haben ,sie die ganze mnchner ,kunst4 ,leibl war weniger menschenscheu als kollegenscheu4 ,was soll ich mir ihre schlechten ,bilder ansehen1 ich kann dann acht ,tage lang nicht arbeiten4 ,die ,fontainebleauer und ,courbet waren seine ,liebe4 ,von ihnen sprach er mit der grssten ,begeisterung4 ,mit ,courbet war er nach ,paris gegangen1 ,courbet hatte ihn dort in seinen engeren ,freundeskreis eingefhrt1 in revolutionrer ,zeit1 kurz vor dem ,kriege4 ,im ,hinterzimmer eines ,cafs hatten sie sich versammelt1 in dem leise gesprochen wurde4 ,von ,zeit zu ,zeit kam der ,wirt herein und legte den ,finger auf den ,mund1 wenn sich draussen etwas ,verdchtiges zeigte4 ,die ,napoleonische ,polizeiwillkr stand in ,blte4 ,mit wem er da zusammen sass1 wusste ,leibl nicht2 er wusste nur das eine3 es waren ,knstler und ,schriftsteller4 ,courbet klopfte ihn dabei hier und da freundschaftlichst auf die ,schulter3 ,gut ,freund4 ,das empfahl ,leibl bei der ,tischgesellschaft4 ,leibl1 der kein ,wort franzsisch verstand1 hatte keine ,ahnung1 wovon die ,rede war4 ,nur in den ,gesichtern der ,leute las er1 dass es etwas ,unerlaubtes war1 wovon gesprochen wurde4 ,courbet besuchte ,leibl fter im ,atelier1 wo er damals die ,cocotte und die alte ,pariserin malte4 ,courbet erkannte ihn an3 durch ,schulterklopfen und krftigen ,hndedruck4 ,leibl hatte aus dieser ,zeit eine grosse ,sympathie fr die ,franzosen bewahrt2 und spter waren sie ja die ersten1 welche seine ,kunst verstanden und anerkannten4 ,mit grosser ,bitterkeit erzhlte ,leibl1 dass in der ersten ,zeit ,bilder von ihm teilweise verbessert wurden4 ,entweder hatte er sie nicht genug ausgefhrt1 dann wurden einzelne ,stellen sauber bermalt1 oder sie waren zu leer1 dann wurde noch etwas hineingemalt1 z4 ,b4 auf dem ,jger 7der junge ,baron ,perfall7 hinten am ,seeufer ein ,boot und ein idyllisches ,huschen hinzugefgt4 7,nach ,leibls ,tode wurde ,sperl ein ,bild bersendet1 er mge urteilen1 ob das ,bild echt sei4 ,sperl schrieb3 das ganze ,bild ist unecht1 bis auf einen schmalen ,streifen ringsum1 welcher vom ,rahmen verdeckt war4 ,das ,bild war ganz bermalt worden67 ,eines ,abends erschien an unserm ,tisch ein ,kunstmaler4 ,wie gewhnlich war ,leibl sehr zugeknpft gegen den ,gast4 ,dieser1 um sich gut einzufhren1 begann3 ,herr ,professor1 ,sie werden sich wundern1 in mir einen ,mitarbeiter zu sehen4 ,leibl sah den ,mitarbeiter scharf an4 ,ja1 ich habe einmal auf eines ,ihrer ,bilder ein ,stck ,hintergrund hinein gemalt4 7,dann schalkhaft37 ,sie hatten sich's hinten herum etwas leicht gemacht1 so huschel-buschel4 ,leibl sprang auf und ich dachte1 etwas ,furchtbares msste geschehen4 ,aber er beherrschte sich und ging hinaus in den ,garten4 ,als er nicht wiederkam1 wurde ich ngstlich und suchte ihn draussen4 ,mit grossen ,schritten ging er auf und ab3 ,ist der ,mensch noch da8 ,ich schlage ihn nieder6 ,es gelang mir endlich1 ,leibl zu beruhigen4 ,der ,gast musste sich aber fr den ,abend mit der ,rckenansicht ,leibls begngen4 ,der ,ahnungslose flsterte mir noch zu3 ,leibl ist wirklich sehr unzugnglich4 ,einmal warm geworden1 unterhielt sich ,leibl gern von seiner ,arbeit4 ,da er jeden ,strich direkt nach der ,natur machte1 so hatte er oft mit grossen ,schwierigkeiten zu kmpfen4 ,die politisierenden ,bauern z4 ,b4 sind unter den denkbar schlechtesten ussern ,verhltnissen entstanden4 ,niedrig1 eng und schlecht beleuchtet war das ,zimmer1 in welchem er das ,bild malte4 ,alle fnf ,bauern mussten sitzen1 auch wenn er nur an ,nebenschlichem arbeitete4 ,leibl stand in der ,thr und konnte kaum sehen1 was er malte4 ,um seine ,arbeit betrachten zu knnen1 musste ,leibl von ,zeit zu ,zeit ins ,freie gehen4 ,manchmal schlief ein ,bauer ein und brachte das ,ensemble durcheinander4 ,ueberhaupt musste er die ,gesellschaft immer an ,hnden und ,gliedmassen1 wie ,marionetten1 zurechtrcken4 ,die drei ,frauen in der ,kirche htte er beinahe unfertig stehen lassen mssen1 nachdem er bereits zwei ,sommer daran gearbeitet hatte4 ,sein ,freund1 der ,pfarrer1 der ihn bestimmt hatte1 vom ,ammersee nach ,aibling berzusiedeln1 starb pltzlich4 ,und der ,nachfolger verbot ,leibl das ,arbeiten in der ,kirche4 ,erst durch die ,vermittlung eines sehr hohen ,herrn wurde das ,verbot zurckgenommen4 ,leibl malte an diesem ,bilde drei ,sommer 7nicht #aj ,jahre1 wie in mnchner ,knstlerkreisen allgemein erzhlt wurde74 ,da er meist in engen ,bauernstuben arbeitete1 in denen er nicht zurcktreten konnte1 so verhaute er sich oft in den ,verhltnissen der ,figuren4 ,die junge ,buerin z4 ,b4 im ,vordergrunde des ,kirchenbildes1 welche jetzt noch zu lang ist1 war einmal noch lnger4 ,sperl kam und sah es4 ,leibl musste das ganze ,stck herauskratzen1 eine ,arbeit von drei ,monaten4 ,auf die ,wilderer hatte er grosse ,hoffnungen gesetzt2 das sollte wieder einmal ein grosses figurenreiches ,werk werden4 ,die ,hosentrger des vordern jungen ,bauern reizten ihn besonders in der ,farbe2 er fing an1 daran zu malen und wollte das ,ganze danach stimmen4 ,das ,modell1 vor kurzem erst vom ,militr gekommen1 reckte sich fortwhrend mit ,stillgesessen krampfhaft in die ,hhe4 ,so geriet die ,figur bei ,leibl furchtbar in die ,lnge4 ,sperl war gerade in ,mnchen4 ,da besuchte ihn der alte ,bauer1 welcher fr den ,wilderer im ,hintergrunde sass4 ,er war nach einem ,ort bei ,mnchen gewallfahrtet4 ,herr ,sperl1 mit dem ,herrn ,leibl geht's schlecht4 ,er bringt sein ,bild net z'samm'4 ,er ist ganz auseinand6 ,sperl fuhr nach ,aibling hinaus und sah das ,unglck4 ,zu ndern war da nichts mehr4 ,leibl hatte das ,bild bereits fr eine ,ausstellung nach ,paris versprochen und schickte es dorthin4 ,im ,cercle international bei ,georges ,petit sah ich es4 ,ich fragte ,leibl spter1 was aus dem ,bilde geworden wre4 ,mit tiefer ,niedergeschlagenheit1 wie von einem grossen ,unglck1 erzhlte er1 dass er das ,bild zerschnitten htte1 als er es wiedersah4 ,einige ,fragmente existieren noch davon und zeigen ,leibls ganz wundervolle ,charakteristik4 ,mit dem ,zerschneiden war ,leibl immer schnell bei der ,hand4 ,die verschiedenen ,handfragmente1 die man von ihm kennt1 rhren alle von zerschnittenen ,bildern her4 ,erbarmungslos wurde oft die ,arbeit langer ,monate vernichtet4 ,hnde zu malen war ihm das grsste ,vergngen2 charakteristisch ist1 dass bei den nach seiner ,ansicht misslungenen ,bildern die ,hnde immer gut waren1 ,gnade vor seinen ,augen fanden und gerettet wurden4 ,der ,fehler1 in den er oft verfiel1 dass der ,kopf zu klein wurde1 kam wohl daher1 dass er meist zu nahe am ,modell sitzen musste4 ,auch auf dem ,portrt des alten ,baron ,perfall in der ,mnchner ,pinakothek fllt der etwas zu kleine ,kopf auf2 fr mich sind die ,hnde das schnste auf dem ,bilde1 wahre ,wunderwerke einfacher1 kstlicher ,malerei4 ,eines ,abends war in unsrer ,gesellschaft eine ,dame1 an deren ,hnden ,leibls ,blicke wie gebannt hingen4 ,solche wundervollen ,hnde1 mein ganzes ,leben lang mchte ich nur ,portrts mit ,hnden malen4 ,die ,damen sitzen aber nicht ruhig1 die ,bauern sitzen besser4 ,dann muss man die ,damen dabei unterhalten1 das kann ich nicht4 ,ich muss doch bei den ,bauern bleiben4 ,als ihm ein ,bekannter aus ,florenz die ,photographie nach dem ,triptychon des ,hugo van der ,goes schickte1 geriet ,leibl in helle ,begeisterung ber die ,hnde der ,hirten4 ,meisterhaft in ihrer ,einfachheit war die ,technik ,leibls4 ,er war fanatischer ,prima-,nass- in ,nassmaler4 ,die zwei grossen ,feinde waren das ,einschlagen und das zu schnelle ,trocknen der ,farben4 ,er war berzeugt1 dass die ,alten ein ,mittel besassen1 um die ,farbe lange nass zu erhalten4 ,was hat er nicht alles versucht6 ,in nasse ,tcher gegen die khle ,wand wurde das ,bild gestellt1 im ,sommer wurde im ,garten eine tiefe ,grube gegraben als ,nachtquartier fr das ,bild4 ,in fortwhrender ,sorge war ,leibl1 in welchem ,zustande am folgenden ,tage die ,farbe sein wrde2 ging es nicht mehr1 war sie schon zu trocken1 dann wurde das ganze ,stck ausgekratzt4 ,zwei scharfe ,rasiermesser1 die er bei dieser ,gelegenheit mit grosser ,meisterschaft handhabte und ,spiritus waren die ,mittel zur ,vernichtung4 ,auf trockne ,farbe zu malen1 war ihm einfach unmglich2 fr ihn war der schne ,guss der ,farbe1 die ,reinheit1 der ,schmelz alles4 ,deshalb haben sich auch alle seine ,bilder wundervoll erhalten4 ,wenn ber ,bcklins ,technik ganze ,bnde geschrieben werden konnten1 so ist die von ,leibl in wenigen ,worten zu beschreiben4 ,von ihm existiert kein einziges gesprungenes ,bild4 ,die letzten #bj ,jahre seines ,lebens hat ,leibl nur in ,oel gemalt4 ,mitte der siebziger ,jahre versuchte er sich in ,temperamalerei2 der ,offizier 7,freiherr von ,stauffenberg7 auf der ,mnchner internationalen ,ausstellung #aija war in ,tempera2 dann hat er noch die ,grfin ,fichler-,treuberg1 deren herrliches ,portrt in gestreiftem ,kleid die ,perle dieser ,ausstellung war1 ein zweites ,mal in ,tempera angefangen 7das ,bild ist verschollen71 und als dritten und letzten ,versuch malte er ,langbehn in ,tempera1 den ,verfasser von ,rembrandt als ,erzieher4 ,dieses ,bild muss sehr schwarz geworden sein4 ,leibl hatte viel ,angst vor dem ,firnissen4 ,bei dem ,bilde ,langbehns erlaubte ,sperl1 der immer sonst das ,firnissen allein ausfhrte1 ,leibl einige ,pinselstriche4 ,dabei kam ,leibl in eine grosse ,firnissierwollust hinein1 so dass das ganze ,bild von ,firnis schwamm1 der auf der ,rckseite in grossen ,tropfen herausrann4 ,ueberhaupt war ,leibl unpraktisch4 ,als er das wunderbare ,bildnis seiner ,mutter 7mit den herrlichen ,hnden7 mit der ,feder zeichnete1 war das ,papier so miserabel aufgespannt1 dass die alte ,frau in helle ,verzweiflung ber die ,zukunft ihres ,sohnes geriet4 ,leibls ,palette war die denkbar einfachste4 ,cremserweiss4 ,cobalt4 ,cadmium hell4 ,terra di ,sienna4 ,cadmium dunkel4 ,patentzinnober4 ,ocker licht4 ,krapplack4 ,ocker dunkel4 ,elfenbeinschwarz4 ,manchmal3 ,gebrannter lichter ,ocker4 ,goldocker4 ,sehr selten3 ,ultramarin4 ,preussisch ,blau4 ,mancher ,kollege wird hier eine ,farbe vermissen1 welche heute als fast unentbehrlich gilt3 ,vert ,emeraude4 ,sperl und ich hatten sie ihm einige ,male empfohlen1 wir fanden die ,tube spter vertrocknet auf seinem ,maltisch4 ,moderne ,maler wird es empren1 dass ,leibl ,elfenbeinschwarz in das ,fleisch nahm2 ich kann die ,tatsache aber leider nicht verschweigen4 ,aufgezeichnet wurde das ,bild mit wenigen ,kohlenstrichen oder mit dem ,pinsel und ,elfenbeinschwarz2 nur in den grossen ,verhltnissen4 ,wunderbar war es zu sehen1 wie ,leibl eine ,figur1 einen ,kopf1 eine ,hand baute4 ,welch enormes ,knnen gehrt dazu1 ohne grosse ,vorbereitungen ein ,stck prima in dieser ,meisterschaft zu vollenden4 ,jedes ,material1 das er in die ,hand bekam1 beherrschte er4 ,war es ,oelfarbe1 ,kohle1 ,kreide1 ,bleistift1 die ,radiernadel1 ,tinte2 mit der ,feder1 mit dem ,pinsel1 mit dem ,finger hineingewischt3 alles fgte sich seinem starken ,willen4 ,es war ein grosser ,genuss1 ihn in seiner ruhigen ,kraft arbeiten zu sehen4 ,bedchtig und langsam wurden die ,tne gemischt1 vorsichtig und bedchtig hingesetzt4 ,keine ,aufregung1 keine ,zappelei1 hervorgegangen aus ,unzulnglichkeit4 ,ruhig1 sicher und bewusst3 ein ganzer1 echter ,meister4 ,fing ein ,stck an1 einzuschlagen1 dann kam ,sperl und trnkte es mit seinen feineren1 geschickteren ,fingern vorsichtig mit ,oel4 ,aus einem ganzen ,guss musste das ,werk entstehen1 ohne schmutzige1 ohne blinde ,stellen2 das fertige ,stck eine ,augenweide1 ein ,anreiz fr die sptere ,arbeit4 ,natrlich war diese ,art des ,schaffens nur mglich bei einem ,knstler wie ,leibl4 ,auch kannte er genau die ,grenzen seiner ,kunst4 ,lebhaft bewegte ,figuren malte er nicht1 alles war bei ihm ruhige ,grsse4 ,mitte der siebziger ,jahre waren vier ,meisterwerke von ,leibl in ,mnchen ausgestellt3 ,die ,dachauerinnen1 ,die ,cocotte1 ,ungleiches ,paar und ,dachauerin in ,pelzhaube mit ,kind4 ,mit ,ausnahme des ,ungleichen ,paars1 welches ,defregger erwarb1 ging alles ins ,ausland4 ,munkaczy erstand die ,dachauerinnen1 die ,dachauerin mit ,pelzhaube kam nach ,paris1 fr die ,cocotte dauerte es lange1 bis ein ,liebhaber kam3 der amerikanische ,maler ,chase4 ,noch vor zehn ,jahren htte man fr ein ,butterbrot folgende ,meisterwerke haben knnen3 ,die ,pariserin 7alte betende ,frau71 ,tischgesellschaft1 ,bildnis des ,bildhauers ,schreibmller und andere schne ,werke aus ,leibls bester ,zeit4 ,auch ,defregger hat vor einiger ,zeit das ,ungleiche ,paar verkauft2 man liess es von ,mnchen fortgehen und regte sich nicht auf4 ,die ,aufregung spart man sich fr die ,zeit1 in der es gilt1 ,bilder von fragwrdigen ,tagesgrssen zu erwerben4 ,beim ,tode ,munkaczys verkaufte die ,witwe die ,dachauerinnen1 ,leibls wunderbarstes ,maler-,werk1 das heute in der ,berliner ,nationalgalerie ist4 ,leibls ,verbitterung gegenber ,mnchen war ungerecht4 ,wir haben ihn doch immer anerkannt4 ,siehe oben4 ,wenn man heute ,gelegenheit htte1 in der ,neuen ,pinakothek nach der ,durchwanderung der den ,sle1 in denen die gute ,kunst aus der neuesten ,zeit so dnn gest ist1 in einem ,leiblzimmer mit den genannten ,meisterwerken auszuruhen1 welche ,wohlthat wre das6 ,in den spteren ,werken ,leibls sprt man deutlich eine gewisse ,schwchlichkeit und ,zaghaftigkeit4 ,die ,kraft liess nach4 ,eine ,reise nach den ,niederlanden rttelte ihn noch einmal auf4 ,verjngt kehrte er zurck4 ,einen ,grssern1 als ,franz ,hals hat es nie gegeben und wird es nie wieder geben1 schrieb er mir4 ,ich fuhr damals ohne ihn nach ,madrid1 und ich glaube1 er schrieb das1 um sich damit zu trsten4 ,als ich im vorigen ,sommer wieder einmal nach ,aibling kam1 um ,freund ,sperl in seiner ,vereinsamung zu besuchen1 wurde das ,atelier ausgerumt2 die ,sachen sollten nach ,mnchen zur ,versteigerung kommen4 ,auf dem ,fussboden lagen alte ,briefe1 zerrissene ,zeichnungen1 ,leinwandreste1 vernichtete ,studien4 ,auf dem ,schranke standen zwei ,gipsbsten eines ,kunsthndlers1 welcher ,leibl in den letzten ,jahren fr den ,kunsthandel entdeckt hatte4 ,die beiden ,gipskpfe sahen scharf und forschend in das ,chaos4 ,unten am ,boden lag eine heute kostbare ,kunstgeschichte1 in ,stcke gerissen4 ,ich erinnerte mich1 wie ,leibl sich ber eine ,stelle in dem ,buche masslos aufgeregt hatte1 in der es von ,menzel geheissen hatte1 er htte nie geliebt4 ,eine schne schwarze ,marmortafel haben die ,aiblinger an dem ,kaufmann ,mayerschen ,hause am ,marktplatz angebracht1 darauf mit ,goldschrift zu lesen ist1 dass in diesem ,hause der berhmte ,maler ,wilhelm ,leibl aus ,kln am ,rhein viele ,jahre wohnte und #ef ,jahre alt geworden ist4 ,grsser wre die ,ehre gewesen1 wenn die ,tafel im ,rathaus angebracht worden wre1 denn da gehren die ,mnner hin1 welche sich um die ,stadt ganz besonders verdient gemacht haben4 ,die ,stadtrte haben in ihrer ,weisheit erwogen und beschlossen1 dass dies ,leibl nicht gethan hat4 ,deshalb musste er hinaus1 ins ,freie1 auf den ,markt4 ,es ist auch besser so4 ,als die guten ,aiblinger nach ,leibls ,tode all' die schnen ,aufstze in den ,zeitungen lasen1 wurde es ihnen aber doch etwas bange ums ,herz3 ,haben wir ihn auch genug zu schtzen gewusst8 ,ja1 wer htte denn auch gedacht1 dass er ein so grosser ,meister wre4 ,er kam ja so einfach daher1 wir liebten ihn und wussten1 darin steckt etwas ,tchtiges4 ,aber dass er ein so grosser ,mann war1 wussten wir nicht4 ,ueber alle grossen ,meister in ,mnchen drinnen wird doch so ausgiebig in den ,zeitungen berichtet4 ,und bei unserm ,leibl haben sie gar nichts geschrieben4 ,herr ,professor ist er ja geworden1 aber erst in spten ,jahren4 ,auch einen ,orden hat er bekommen4 ,vierter ,klasse sogar4 ,aber die in ,mnchen drin1 die mssen doch viel grssere ,meister sein4 ,man braucht sie nur zu sehen1 wie sie daher kommen4 ,einfach und still war es bei ,leibls ,begrbnis4 ,manche offizielle ,stelle1 manche ,knstlervereinigung vergass eine kleine ,ehrung fr den ,meister4 ,freilich3 er war ja nur ein guter ,handwerker4 ,mchten wir alle doch etwas von diesem guten ,handwerk erlernen6 ,,eine ,,autobiographische ,,note ,,adolf ,,menzels ,frh erwachter ,kunsttrieb machte sich 444 in so ausschliesslicher ,weise geltend1 dass der ,vater sich bestimmen liess1444 ,plne aufzugeben4 ,die ,ergebnisse einiger ,versuche1 mich nunmehr in die ,frderung knstlerischer ,schulung einzufhren1 blieben hinter gehegten ,erwartungen zurck4 ,fand ich doch ,erbauung1 ,belehrung1 hchsten ,genuss in oft stundenlangem ,verweilen in ,sonnenbrand und ,schnee vor ein paar kleinen ,schauksten italienischer ,kupferstichhndler -- das schon3 die ,sixtina1 das ,abendmahl1 ,schule von ,athen1 ,heliodor und was nicht alles noch verschlingen zu knnen666 ,und wie manch ,andachtmartyrium ward in der ,kirchen ehrwrdiger ,nacht1 hinter ,staub und ,kerzenqualm1 fr die ,knabenphantasie zum ,meisterwerk umgezaubert6 ,beiher wurde ,fortbildung nicht etwa vernachlssigt4 ,der ,bchertrdel erschloss mir ,damms ,gtterlehre1 auch manch andere ,aesthetica4 ,illustration3 ,ad4 ,menzel1 ,aus ,knstlers ,erdenwallen ,in rmischer ,geschichte hatte ich schon auf der ,schulbank festen ,fuss gefasst4 ,virginias ,tod beschftigte mich auf das ,lebhafteste1 noch vielmehr als vorher die ,allren des ,metellus4 ,jetzt ward auch der ganze ,olymp portrtiert1 versteht sich1 in ganzer ,figur1 in ,kontur und als ,plastik gedacht6 ,streng ohne ,augpfel2 ich tat mir hierin einige ,gewalt an4 ,innerhalb dieser ,zeit nahm ich auch bereits teil an der ,geschftsttigkeit durch ,zeichnen4 ,diesem ,treiben1 das dem ,auge jedes regulr ,gesinnten doch nur als ein wildes erscheinen konnte1 musste ein ,ende werden4 ,wesentlich also um fr mich die ,gelegenheit zur knstlerischen ,ausbildung zu gewinnen1 fhret mein ,vater die ,uebersiedelung von ,breslau nach ,berlin aus4 ,hier in diesem neuen ,horizont1 unter dem ,eindruck der ffentlichen ,monumente -- ,schlter1 ,rauch1 ,schadow -- und auch was die ,schaufenster in so anderer ,flle boten -- setzte das alte ,leben sich fort1 freilich so viel fruchtbarer fr mein ,lernen6 ,vorzugsweise an ,chodowiecki4 ,da1 im ,januar #ahcb1 versetzte der schnelle ,tod meines ,vaters mich in die ,lage der ,selbstndigkeit4 ,statt nun in meiner ,hilflosigkeit 7#af jhrig7 nach ,untersttzung zur ,frderung meines knstlerischen ,strebens auszuschauen1 zog ich es vor1 den geplanten ,besuch der ,akademie aufzuschieben und nur dem ,erwerb zu leben1 darin aber1 mochte das ,jedesmalige wie bisher gleichviel wie geringfgig sein1 so gut ich konnte1 und viel besser als ntig und verlangt wurde1 zu leisten4 ,ostern #ahcc meldete ich mich dann 7ohne ,sehnsucht71 um es doch zu thun1 zur ,akademie1 frequentierte dieselbe nur sehr lckenhaft1 und blieb gegen ,ende des ,jahres ganz fort4 ,ich will damit das damalige ,lehrwesen nicht schelten2 es konnte nicht anders sein4 ,ich hatte mir das alles schon auf anderem ,wege angeeignet1 hatte schon meinen ersten ffentlichen ,erfolg -- ,weihnachten #cc4 ,knstlers ,erdenwallen1 freie ,illustration nach ,goethe1 schaffte mir1 dem in der ,knstlerwelt noch ganz verborgen ,gebliebenen1 sofort die einstimmige ,aufnahme in den ,knstlerverein1 #bb4 ,februar #cd444 ,illustration3 ,ed4 ,manet1 die ,pariserin1 ,original-,holzschnitt ,,zwei ,,holzschnitte ,,von ,,manet ,,von ,,max ,,liebermann ,einen erluternden ,text zu den wunderschnen ,reproduktionen nach ,manet8 ,qui bono8 ,wer ,manet versteht -- und ihn daher liebt -- braucht keine ,erluterungen1 und wer ihn nicht versteht1 noch viel weniger4 ,auch ,holzstcke scheinen ihr ,schicksal zu haben4 ,whrend der ,holzschnitt der ,olympia erst wieder durch ,duret ans ,tageslicht gezogen wurde1 ist das ,portrt der ,dame1 die den ,kopf auf die ,hand sttzt1 verschwunden gewesen3 ebenso wie die ,olympia hatte ,manet das ,portrt fr ein ,journal gezeichnet1 das vor der ,verffentlichung der ,zeichnung einging4 ,der ,holzstock ist verloren gegangen und nur ein ,probedruck hatte sich erhalten1 und nach ihm hat derselbe ,xylograph1 der seinerzeit ,manets ,zeichnung geschnitten1 einen zweiten ,holzstock hergestellt4 ,beide ,holzschnitte sind im ,original wiedergegeben3 wir haben also ,manets ,handschrift vor uns4 -- ,wenn ich frher einmal ,zeichnen als die ,kunst wegzulassen1 definiert habe1 so knnte ich keine besseren ,beispiele fr diese ,definition auswhlen1 als die vorliegenden beiden ,holzschnitte4 ,alle ,kunst ist ,form und alle ,form3 ,vereinfachung4 ,wie die tausend ,formen und ,flchen des ,gegenstandes1 den der ,knstler darstellen will1 sich in seinem ,kopfe zu wenigen1 charakterischen vereinfachen1 whrend seine ,hand sie niederschreibt3 das bildet den ,zeugungsprozess eines jeden ,kunstwerkes4 ,weder der ,kopf allein1 noch die ,hand ohne ,kopf knnen ein ,kunstwerk hervorbringen2 beides ist1 wie die ,seele mit dem ,krper1 verbunden4 ,der ,kopf ist der ,vater1 die ,hand die ,mutter1 und nur die aus dieser ,ehe hervorgegangenen ,kinder sind legitim1 d4 h4 echte ,kunstwerke4 ,aber in den bildenden ,knsten sind ,inhalt und ,form nicht nur1 wie in den andern ,knsten1 untrennbar1 sie sind auch in der philosophischen ,bedeutung des ,wortes identisch3 ihr ,inhalt ist die ,form4 ,natrlich knnen ,malerei1 ,plastik oder ,architektur -- die man sogar gefrorene ,musik genannt hat -- poetische oder musikalische ,gefhle in uns hervorrufen1 aber sie drfen sie nur durch die einer jeden der bildenden ,knste eignen ,ausdrucksmittel hervorrufen wollen4 ,sonst macht der ,maler oder ,bildhauer bei der ,poesie oder ,musik ,anleihen1 die er mit den rechtmssigen ,mitteln seiner ,kunst nicht bezahlen kann4 ,manet ist ,nur-,maler4 ,er malt ebensowenig ,poesie wie ,musik2 worber die sogenannten ,gebildeten aller ,nationen quittierten1 indem sie ihn gleichermassen verabscheuten1 und wohl immer noch verabscheuen1 wenn sie sich jetzt auch schmen1 es einzugestehn4 ,manet so recht verstehn kann wohl nur der ,maler1 und auch nur der1 welcher in der ,wiedergabe der ,natur das ,a und ,o der ,malerei sieht2 was freilich der moderne ,maljngling1 und noch viel mehr der moderne ,kunstskribifax fr einen berwundenen ,standpunkt hlt4 ,wie jener ,maler1 den ,einer fragte1 warum er aus einem ,naturalisten ein ,symbolist geworden1 antwortete3 nach der ,natur malen ist zu leicht4 ,ja6 nach der ,natur malen kann heutzutage fast jeder ,malklassenschler1 beinahe so gut wie ,manet1 jedenfalls viel zu viel la ,manet4 ,und sind doch keine ,manets worden6 ,bei der ,wahl seiner ,themata -- er malt einen ,schinken oder ein ,blumenbouquet1 ,pfirsiche oder eine ,melone1 ,fische oder eine ,brioche1 ,portrts1 mnnliche und weibliche1 oder einen ,akt wie die ,olympia -- ist es klar1 dass das ,aussergewhnliche nicht in seinen ,sujets liegt4 ,manets ,kunst beruht also1 wie die eines jeden echten ,malers1 in seiner neuen ,auffassung4 ,der eigentliche ,maler sucht nichts ,neues zu malen1 sondern das ,alte neu zu malen4 ,ueberhaupt ist es ganz gleichgltig1 ob der ,knstler ein schon tausendmal dargestelltes ,thema behandelt oder ein funkelnagelneues -- was brigens schwer zu finden sein drfte -- da es in der ,kunst nur darauf ankommt1 dass das ,thema in persnlicher und daher neuer ,weise dargestellt wird4 ,wenn ,einer einen ,rosenstrauss oder einen ,schinken so persnlich wie ,manet zur ,darstellung bringen kann1 so ist er1 wie es in der ,kunstgeschichte heisst1 ein bahnbrechendes ,genie3 denn indem er neue ,reize an dem ,schinken entdeckt und dargestellt hat1 hat er das ,bereich der ,malerei erweitert4 ,der ,maler sucht berhaupt nicht1 sondern er findet4 ,er empfngt1 wie ,schiller von ,goethe sagt1 sein ,gesetz vom ,objekt4 ,tausend ,maler haben einen liegenden ,akt oder ein ,damenportrt gemalt3 dass ,manet den ,akt oder das ,portrt in dieser ,einfachheit sah und fr diese ,vereinfachung die adquate ,form fand1 darin liegt sein ,genie4 ,nicht in seiner ,maulfaust1 sondern in seiner malerischen ,phantasie liegt seine ,grsse4 ,er sieht malerisch3 er weiss aus dem ,frauenkrper das ,typische herauszuholen1 ohne die momentanen und zuflligen ,reize1 die die ,natur bietet1 einzubssen4 ,er malt nicht nur1 wie der akademische ,maler1 was er gelernt hat1 was er kann1 sondern wie der wahre geborene ,maler1 was er sieht4 ,aber er ist auch ein ,poet dazu1 denn die ,idee verdichtet sich unter seinem ,pinsel zur plastischen ,form4 ,daher das ,verblffende des ,eindrucks eines jeden ,striches ,manetscher ,kunst3 die ,form1 die er uns zeigt1 hat nur er gesehen4 ,es ist daher der grsste ,unsinn1 ,manets ,bedeutung in seiner ,technik zu sehen1 wie wir's tglich zu lesen bekommen -- und welcher ,unsinn wrde nicht gedruckt6 -- als wre er ein virtuoser ,maler gewesen1 nur ein usserlicher ,kopist der ,natur4 ,man vergleiche nur einen nach der ,natur photographierten ,akt mit der ,olympia1 um -- was aus dem ,bilde natrlich noch viel deutlicher als aus dem ,holzschnitte hervorgeht -- zu erkennen1 dass nie ein ,maler einen ,frauenkrper weniger von der ,natur abgeschrieben hat3 weder ,tizian noch ,rembrandt noch ,velasquez haben einen ,akt persnlicher aufgefasst4 ,aber ebensowenig wie die ,natur hat ,manet die ,alten kopiert4 ,die liegende ,venus des ,velasquez in der ,sammlung ,morrit hat viel mehr ,verwandtschaft mit ,tizian1 als die ,olympia mit ,velasquez4 ,manet hat mehr als je ein ,maler vor ihm oder nach ihm die konventionelle schne ,form vermieden3 die ganze ,pose1 die ,linie1 der ,rhythmus in der ,bewegung -- um von der ,malerei ganz zu schweigen -- sind in der ,olympia ebenso wie in dem ,damenportrt so momentan1 so ungezwungen1 als htte er das ,modell in einem unbelauschten ,augenblicke gesehn und gemalt4 ,daher das ,ueberraschende1 das ,frappierende1 dass wir beim ersten ,anblick jeder ,arbeit von ,manets ,hand1 sei es ,oelbild1 ,pastell1 ,aquarell1 sei's ,radierung1 ,lithographie oder ,zeichnung1 die ,empfindung haben1 als htten wir ,aehnliches nie zuvor gesehn4 ,und dieses ,wunder sollte die ,hand vollbringen knnen8 ,nein1 nur der ,geist vermag ,geist zu erzeugen1 nicht aber die ,hand oder der ,krperteil1 der uns von der ,natur zum ,sitzen gegeben ist4 ,manets ,technik1 weit davon entfernt1 ,virtuositt zu sein1 ist -- wie es bei jedem echten ,knstler sein muss -- der ,ausfluss und der ,ausdruck des innerlich ,geschauten4 ,nach der ,vorschrift1 die der alte ,hippokrates dem ,arzte giebt1 lsst uns ,manet aus dem ,sichtbaren das ,unsichtbare erkennen4 ,wie der wahre ,maler geht er stets von der ,erscheinung aus1 nicht aber -- wie das leider nicht nur bei deutschen ,knstlern geschieht -- umgekehrt1 sucht er fr den ,gedanken die plastische ,form4 ,er will nicht grosse1 philosophische ,gedanken in ,malerei umsetzen1 sondern er sucht das ,einfachste1 was freilich das ,schwerste -- die ,natrlichkeit und -- mit einer leichten ,umschreibung der ,worte ,merks an ,goethe -- mchte ich sagen3 er sucht nicht das sogenannt ,malerische1 sondern er fasst das ,leben malerisch auf3 die hchste ,aufgabe des malenden ,knstlers4 ,es versteht sich von selbst1 dass der ,maler desto mehr die ,ausdrucksmittel seiner ,kunst beherrschen muss1 je mehr er sich auf die ,malerei beschrnkt1 d4 h4 je mehr er auf literarischen ,inhalt verzichtet1 und wir mssen schon bis auf ,velasquez und ,f4 ,hals zurckgehen1 um einen ,malermeister wie ,manet zu finden4 ,aber selbst ,justi1 der berhmte ,verfasser des ,velasquez1 nennt noch ,manet in seinem ,pamphlet gegen die moderne ,kunst 7das1 obgleich oder richtiger weil es nur als ,manuskript gedruckt ist1 in aller ,hnden ist7 einen geistreichen ,skizzisten4 ,was freilich nicht geschimpft ist1 wenn damit gesagt sein soll1 dass ,manets ,bilder die ,frische der ,skizze1 die leider im ,bilde fast immer verloren geht1 bewahren4 ,in der ,skizze feiert der ,knstler die ,brautnacht mit seinem ,werke2 mit der ersten ,leidenschaft und mit der ,konzentration aller seiner ,krfte ergiesst er in die ,skizze1 was ihm im ,geiste vorgeschwebt hat1 und er erzeugt im ,rausche der ,begeisterung1 was keine ,mhe und ,arbeit ersetzen knnen4 ,im lngeren ,zusammenleben mit seinem ,werke erkaltet die ,liebe1 und der ,knstler sieht zu seinem ,schrecken1 da das ,bild nicht hlt1 was die ,skizze versprochen hat4 ,aber ,justi verbindet mit dem ,worte ,skizze einen ,vorwurf2 er meint1 dass ,manet -- und die moderne ,kunst berhaupt -- keine vollendeten ,werke geschaffen hat4 ,freilich hat ,manet seine ,bilder nicht vollendet wie ,metsu1 ,mieris oder ,meissonier4 ,aber hat er deshalb weniger vollendet8 ,ist etwa die berhmte ,krassier-,attacke von ,meissonier durchgefhrter8 ,allerdings sieht man jedes ,hufeisen der ,pferde1 jedes ,glanzlicht auf der ,nase der ,reiter1 jeden ,strohhalm des ,kornfeldes4 ,nur leider fehlt die ,hauptsache3 das ,strmen und ,dahersausen der ,krassiere1 es fehlt das hurre1 hurre1 hopp1 hopp1 hopp1 ging's fort im sausenden ,galopp4 ,wie ,manet ebenso treffend wie boshaft vor dem ,bilde sagte3 alles ist wie aus ,erz1 bis auf die -- ,krasse4 ,in einem ,bildchen1 nicht grsser als eine ,seite von ,kunst und ,knstler hat ,manet ein ,wettrennen gemalt4 ,drei oder vier ,jockeys1 ganz von vorn gesehen1 die auf den ,beschauer losjagen4 ,man fhlt das ,vorbeisausen der ,pferde1 wie die ,jockeys sie zur hchsten ,schnelligkeit im ,laufe anspornen1 und obgleich man kaum die ,beine der ,pferde oder die ,kpfe der ,reiter sieht1 ist ,manets ,bild im ,eindruck viel vollendeter als das ,meissoniers1 wo jeder ,pferdehuf1 ja fast jeder ,nagel im ,hufe zu sehen ist4 ,freilich malt ,manet nicht wie ,velasquez1 und das ist ein ,glck1 denn sonst htten wir ein ,genie weniger und nur einen lumpigen ,nachahmer mehr4 ,manet hat uns etwas ,eignes zu sagen3 daher hat er seine eigne ,sprache1 die zu verstehen wir erst lernen mssen1 denn nur das ,gemeine wird allgemein und sogleich verstanden4 ,er malt keine ,kunststcke1 sondern ,kunstwerke2 keine ,spur von ,kalligraphie4 ,ausfhrung heisst nicht ,ausfhrlichkeit4 ,kunst giebt nicht breite ,bettelsuppe1 sondern ,extrakt4 ,manet macht keinen ,strich zu viel1 aber auch keinen zu wenig1 ein jeder ist notwendig4 ,man betrachte die beiden ,holzschnitte3 jeder ,strich zieht2 er modelliert mit dem ,kontur1 mit der ,linie weiss er das ,schwellende des ,krpers wiederzugeben1 mit zwei dunklen ,punkten das ,funkelnde der ,augen4 ,der ,krper leuchtet4 ,und die ,verteilung von ,schwarz und ,weiss3 der ganze ,raum ist angefllt von ,licht und ,luft und bewegendem ,leben -- daher die ,grsse des ,eindruckes auch bei dem kleinsten ,format4 ,darin beruht die ,poesie der wahren ,malerei3 mit den ihr eignen ,ausdrucksmitteln1 d4 h4 mit der ,zeichnung und ,farbe das ,gefhl von ,licht und ,luft uns vorzuzaubern2 sonst ist sie vielleicht ,poesie oder ,musik1 keinesfalls aber ,malerei4 ,wie jeder wahre ,maler1 ist ,manet vom hchsten sinnlichen ,reize4 ,die ,mathematik in seiner ,kunst ist vllig versteckt4 ,aber hinter der scheinbaren ,zuflligkeit verbirgt sich die vollkommenste ,kunst der ,komposition und die ,kultur der ,hollnder1 ,spanier und -- last not least -- der ,japaner4 ,was er macht1 ist eine ,freude anzuschauen2 jedem ,material weiss er seinen geheimsten ,zauber zu entlocken3 welche ,sattheit der ,farbe1 welche ,flle des ,tons selbst in diesen kleinen ,schwarz-,weiss-,blttchen2 diese ,kraft und dabei die ,zartheit6 ,die wunderbaren ,aktzeichnungen ,rembrandts im ,amsterdamer ,kupferstichkabinett fallen mir ein3 nur ,rembrandt wusste mit so wenigem so viel zu geben6 ,und das sollte keine ,kunst sein8 ,weil die ,alten es anders gemacht haben8 ,wer das behauptet1 beweist nur1 dass er von alter ,kunst ebensowenig versteht wie von moderner4 ,denn es giebt nur eine ,kunst3 die lebt1 ob sie alt ist oder modern4 ,was jung geblieben an der alten ,kunst1 wird an der modernen ,kunst jung bleiben4 ,das brige veraltet4 ,wer aber an der alten ,kunst anderes schtzt als das ,leben1 luft ,gefahr1 nicht das ,werk der alten ,meister zu schtzen1 sondern in den meisten ,fllen nur das ,werk des ,restaurators4 ,illustration3 ,ed4 ,manet1 ,olympia1 ,holzschnitt ,,ueber ,,landschaftsmalerei ,,von ,,alfred ,,sisley ,apers ber ,kunst niederschreiben1 was man heutzutage so etwa sein sthetisches ,glaubensbekenntnis nennt3 das scheint mir eine recht heikle ,sache zu sein1 und wenn ich es versuche1 muss ich gleich an ,turner denken und an eine ,anekdote1 die mir von ihm erzhlt wurde4 ,er ging von ein paar befreundeten ,malern fort1 wo nicht schlecht ber ,malerei gerauft worden war4 ,im ,innern hielt natrlich jeder seine ,kunst fr die beste1 usserlich versuchte aber jeder1 diese ,vorliebe hinter grossen ,worten und schnen pompsen ,theorien zu verbergen4 ,whrend der ganzen ,diskussion hatte ,turner kein ,wort geussert4 ,auf der ,strasse erst wendete er sich an einen ,freund1 der ihn begleitete1 und sagte3 ,eine zu komische ,sache1 die ,malerei1 was8 ,denselben ,widerwillen1 den ,turner empfand1 ,theorien aufzustellen1 empfinde auch ich und glaube1 dass es tausendmal leichter ist1 mit dem grossen ,mund ein ,meisterwerk zu schaffen1 als mit dem ,pinsel oder einem anderen ,material4 ,doch ohne irgend welchen ,anspruch darauf zu erheben1 eine ,art ,vortrag ber die ,landschaftsmalerei zu halten1 werde ich ganz einfach sagen1 was ich darber denke4 ,das ,interesse an einem ,bilde beruht auf verschiedenen ,ursachen4 ,das ,sujet oder das ,motiv muss stets in einer fr den ,beschauer einfachen1 verstndlichen und packenden ,weise wiedergegeben werden4 ,der ,maler muss den ,beschauer zwingen durch ,fortlassen alles berflssigen ,details denselben ,weg mit ihm zu gehen und sofort das zu sehen1 was den ausbenden ,knstler gepackt hat4 ,auf einem ,bilde giebt es immer ein ,eckchen1 das man besonders liebt4 ,dies bildet einen besonderen ,reiz von ,corot und auch von ,jongkind4 ,neben dem ,sujet liegt das ,hauptinteresse innerhalb der ,landschaftsmalerei in dem ,leben und in der ,bewegung4 ,und darin liegt zugleich auch die ,hauptschwierigkeit4 ,seinem ,werke ,leben einzuhauchen1 ist die unerlssliche ,bedingung fr den echten ,knstler4 ,alles muss dazu beitragen3 die ,form1 die ,farbe1 die ,ausfhrung4 ,die ,erregung des ,schaffenden erzeugt das ,leben und erweckt dieselbe ,erregung beim ,beschauer4 ,und obgleich der ,maler ber seinem ,werke stehen soll1 so muss in gewissen ,momenten die ,ausfhrung leidenschaftlich sein1 um dem ,beschauer die ,erregung zu suggerieren1 die der ,knstler empfunden hat4 ,daraus sehen ,sie1 dass ich fr eine verschiedenartige ,ausfhrung auf ein und demselben ,bilde bin4 ,das ist nicht die landlufige ,meinung1 doch glaube ich recht zu haben1 hauptschlich wenn es sich darum handelt1 ,lichteffekte wiederzugeben4 ,denn die ,sonne mildert manche ,teile der ,landschaft und hebt andere krftiger heraus1 und diese ,lichtwirkungen1 die sich in der ,natur beinah materiell nachweisen lassen1 mssen auch materiell auf der ,leinwand wiedergegeben werden4 ,es ist wichtig1 dass die ,gegenstnde richtig und fest aufgebaut sind1 absolut notwendig ist aber1 dass sie von ,licht umflutet dargestellt werden1 wie sie es in der ,natur sind4 ,der ,himmel muss das ,mittel dazu sein4 ,er darf nicht nur als ,hintergrund behandelt werden4 ,er hat nicht allein die ,aufgabe1 dem ,bilde ,tiefe durch seine verschiedenen ,plne zu geben -- denn auch der ,himmel hat ,vorder-1 ,mittel- und ,hintergrund wie das ,terrain -- sondern er belebt es auch durch seine ,wolkenbildungen4 ,giebt es etwas ,herrlicheres und ,bewegteres als einen blauen ,himmel mit leichten weissen ,wlkchen1 wie man ihn oft im ,sommer sieht8 ,welche ,bewegung1 welcher ,schwung darin1 nicht wahr8 ,er hat dieselbe ,wirkung wie die ,welle1 wenn man auf dem ,meer ist3 man wird begeistert1 hingerissen4 ,und ein anderer ,himmel1 spter1 am ,abend4 ,die ,wolken dehnen sich lnger1 fliessen zusammen wie das ,wasser am ,kiel des ,schiffes2 sie scheinen in der ,luft erstarrte ,wirbel zu sein1 bis sie nach und nach1 von der untergehenden ,sonne eingesogen1 verschwinden4 ,solch ein ,himmel ist noch zrtlicher1 melancholischer2 er hat den ,reiz der ,dinge1 die ,abschied nehmen1 und ich liebe ihn ganz besonders4 ,nun will ich aber nicht etwa alle ,himmel aufzhlen1 die dem ,maler lieb sind4 ,ich habe hier nur von solchen gesprochen1 die mich vor allen andern anziehen4 ,auf diesen ,teil des ,landschaftsbildes bin ich so ausfhrlich eingegangen1 um ,ihnen zu beweisen1 welchen grossen ,wert ich darauf lege4 ,als ,fingerzeig diene3 ich fange immer ein ,bild mit dem ,himmel an44444 ,welches meine ,lieblingsmaler sind8 ,um nur von den ,zeitgenossen zu sprechen3 ,delacroix1 ,corot1 ,millet1 ,rousseau1 ,courbet -- unsere ,meister4 ,in kurzen ,worten3 alle jene ,knstler1 die die ,natur geliebt und stark empfunden haben6 ,illustration3 ,rembrandt1 ,zeichnung ,,rembrandt ,,von ,,jozef ,,israels ,es war so etwa gegen die ,hlfte des vorigen ,jahrhunderts1 dass ich nach ,amsterdam ging1 um mich unter der ,leitung des damals sehr renommierten ,portrtmalers ,krusemann zum ,maler auszubilden4 ,bald erhielt ich ,zutritt in das ,atelier meines ,meisters und sah mit ,bewunderung die ,portrts von vornehmen ,personen ,amsterdams1 an denen er gerade arbeitete4 ,die ,rosafarbe der ,gesichter und die feine ,behandlung der ,stoffe1 die sich manchmal vor einem ,hintergrund mit dunkelrotem ,sammet abhoben1 gefielen mir sehr4 ,als ich den ,wunsch ausdrckte1 einige dieser ,portrts kopieren zu drfen1 wurde mir dies von meinem ,lehrmeister rundweg abgeschlagen4 ',wenn ,du kopieren willst1' antwortete er1 'dann gehe nach dem ,museum im ,treppenhaus4' ,ich wagte nicht1 es einzugestehen1 dass dies eine grosse ,enttuschung fr mich war1 ich war so grasgrn aus der ,provinz gekommen und die alten ,meister waren fr mich noch ein ,geheimnis1 denn ich konnte in den alten ,gemlden und in dieser dunkeln ,leinwand die ,schnheit nicht entdecken1 die von jedermann gerhmt wurde1 fr mich waren die ,ausstellungen in ',arti' viel schner und ich bewunderte besonders ,pienemann1 ,gallait1 ,corot und ,kukuk4 ,nicht1 als ob ich so viel rckstndiger gewesen wre als die andern1 aber es fehlte mir ,studium und ,uebung1 ohne die man das ,fremdartige und so ungemein ,knstlerische der hollndischen ,meister nicht begreifen kann1 und ich behaupte heute noch1 dass man1 mag man noch so intellektuell sein1 diese grossen ,alten nicht nur so ohne weiteres geniessen kann1 wenn man sie nicht viel und oft gesehen und sich in ihre ,kunst eingelebt hat4 ,es dauerte lange1 ehe ich den ,mut hatte1 mich mit ,farbe und ,pinsel nach dem ,heiligtum zu begeben1 aber1 nachdem ich eine ,zeitlang viel nach der ,natur gemalt1 viel ,nacktstudien und noch viel mehr ,stilleben gemacht hatte1 ging mir ein ,licht auf4 ,ich begriff1 dass es nicht die gefllige zarte ,behandlung des ,stoffes sei1 was erreicht werden msse1 sondern dass ich zuerst auf das ,relief der ,gegenstnde1 auf die ,haltung der ,figuren in ihrem ,verhltnis zu ,licht und ,schatten1 ihre ,gebrden und ,bewegungen zu achten htte4 ,mit dieser ,ueberzeugung besuchte ich das ,treppenhaus4 ,hier wurde mir allmhlich deutlich1 worin die ,schnheit und ,wahrheit dieser bewundernswrdigen alten ,meister eigentlich bestand1 denn ich merkte1 dass ihre so einfachen ,vorwrfe durch ihre ,behandlung reich und vielsagend wurden4 ,sie waren ,genien1 ohne es selbst zu wissen1 und die sie umgebende ,welt wusste es damals auch nicht4 7,nachdem ,israels es zuerst mit einem kleinen ,gemlde von ,gerard ,dou und dann mit einem ,kopf von van der ,helst versucht hatte1 ohne davon befriedigt zu sein1 wandte er sich zu einem der ,kpfe der ,staalmeesters47 ,der ,mann in der ,ecke links mit seinem spitz zulaufenden ,hut und seinen grauen ,haaren hatte es mir angethan4 ,ich fhlte1 dass hier etwas sei1 dessen ,schnheit ich wiedergeben konnte1 wiewohl ich alsbald sah1 dass die ,bearbeitung eine ganz andere sein musste1 als bei meinen bisherigen ,versuchen2 aber das ,verlangen1 dieses ,neue und ,breite zu erreichen1 zog mich derart an1 dass ich beschloss1 es zu wagen4 ,wie diese ,kopie geworden ist1 weiss ich nicht mehr1 wohl aber weiss ich1 dass sie jahrelang in meinem kleinen ,malerkmmerlein gehangen hat4 ,so trachtete ich1 das ,kolorit und die ,behandlung des grossen ,knstlers zu erfassen1 bis endlich die ,schnheiten der ,nachtwache und der ,staalmeesters mich so beherrschten1 dass mich berhaupt nichts mehr anzog1 was nicht die ,hand des grossen ,rembrandt geschaffen hatte4 ,in seinen ,werken sah ich etwas1 was ich bei den anderen nicht fhlte3 es war seine ,freiheit und ,ungezwungenheit1 die ich bewunderte und die auf der ,zeichenakademie und im ,atelier meines ,lehrmeisters verpnt waren4 ,hatte ich nun eine ,zeitlang ,rembrandts ,gemlde von allen ,seiten betrachtet1 dann ging ich in den unteren ,stock des ,treppenhauses1 wo sich die sogenannte ,prentenkamer befand4 ,hier waren ,rembrandts ,radierungen in ausgezeichnetem ,zustande zu sehen4 ,oft und immer sehr lange sass ich da1 um mich in diese #bdj ,kunstwerke zu vertiefen1 hufig mahnte mich der ,konservator zur ,vorsicht1 wenn ich die ,bltter allzu eifrig umschlug1 um sie miteinander zu vergleichen4 ,ich war erstaunt1 dass der ,knstler1 der die ruhmreiche ,nachtwache und die breiten ,staalmeesters mit ,farben geschaffen hatte1 hier als ein ausgezeichneter ,stecher erschien1 der nicht nur mit der ,kraft und der ,leichtigkeit eines echten ,fhrers des ,pinsels ausgestattet war1 sondern alles beherrschte1 was die ,nadel auf dem harten1 glnzenden ,kupfer hervorzubringen im ,stande war4 ,es war aber nicht diese aussergewhnliche ,kunstfertigkeit1 welche mich bei diesen ,radierungen so fesselte1 noch viel mehr wurde ich durch die erfinderische ,vielseitigkeit der ,vorstellungen1 durch die wundervollen ,beleuchtungen und die naiven kindlichen ,manieren1 die er seinen ,figuren zu geben wusste1 getroffen4 ,nicht nur das ,gemt sprach laut in der ,vorstellung1 sondern es durchdrang alles durch die subtile ,anwendung der ,nadel4 ,die biblischen ,scenen werden in alt-amsterdamscher ,weise vorgestellt1 aber welche ,kunstfertigkeit bei der ,verteilung von ,licht und ,schatten und welche ,phantasie in der ,komposition6 ,so wunderbar originell1 so vollendet im ,ausdruck war hier alles1 dass andere ,bilder dagegen1 mochten sie noch so kunstreich bearbeitet sein1 die ,schule und die ,akademie verrieten4 ,hier waren herrliche ,portrts1 selten schne ,kpfe1 oft von ihm selbst oder seinen ,freunden4 ,aber wenn man das kleine ,bild seiner ,mutter gesehen hat1 muss man die ,mappe einen ,augenblick zuschlagen 444 und seine ,augen wischen4 ,etwas ,schneres1 was mit solchem ,gefhl gestochen ist1 besteht nicht3 die mtterliche ,milde1 das ,wohlwollen und die ,innigkeit des alten ,frauchens blickt uns aus jedem ,strich1 aus jedem ,hkchen der ,nadel entgegen1 jede ,linie hat etwas zu bedeuten1 kein ,pnktchen htte weggelassen werden knnen4 ,und dieses lebensvolle ,portrt hat ,rembrandt in dem jugendlichen ,alter von #bd ,jahren geschaffen6 ,ich schlage die ,mappe wieder auf und sehe die reich bearbeiteten ,bettler4 ,das sind ,typen1 nach denen er damals nur zu greifen hatte und die er so gerne und so oft darstellte3 man sollte sie eigentlich gar nicht arm nennen1 so warm1 so farbig hat sie der ,meister ausgestattet4 ,dann kamen die wirkungsvollen ,landschaften an die ,reihe1 jene merkwrdigen ,nacktstudien1 mit einem ,wort ein ,kosmos4 ,wenn ich dann1 nachdem ich eine ,mappe durchgeblttert hatte1 wieder in die ,stadt zurckkehrte1 war es mir1 als ob ich allerlei ,gestalten begegnete1 welche den seinigen glichen4 ,vom ,treppenhaus nach der ,hoogstraat1 dann durch die ,sint ,anthoniebreestraat und endlich in der ,joodenbreestraat1 wo ich damals einige ,schritte von dem ,hause entfernt1 in dem ,rembrandt so viele ,jahre geschaffen hat1 wohnte1 berall da sah ich wieder die malerische ,menge1 dieses geruschvolle ,leben1 diese warmen jdischen ,gesichter mit ihren eisgrauen ,brten1 die ,frauen mit ihren fuchsrothen ,haaren1 die ,karren voll von ,fischen und ,frchten und allerlei ,waren4 -- ,alles war ,rembrandt6 ,es giebt aber noch eine dritte ,aeusserung von ,rembrandts ,talent3 das sind seine ,zeichnungen4 ,fr einen jungen ,maler1 der nach ,mitteln sucht1 um seine ,gedanken auszusprechen1 waren diese ,zeichnungen ebenso rtselhaft wie ermutigend4 ,da sie nicht so deutlich waren wie seine ,radierungen1 dauerte es einige ,zeit1 ehe ich mich mit ihnen befreunden konnte1 aber als ich begriffen hatte -- was ich heute noch glaube -- dass der ,meister diese ,zeichnungen nicht gemacht hatte1 um sie mit zierlichen ,linien zu umgeben und sie dann dem ,publikum vorzufhren1 da fhlte ich ihre wahre ,tragweite4 ,es waren meistens ,gefhlsusserungen1 um seinem phantasiereichen ,gemt zu ,hlfe zu kommen4 ,ohne jedes ,nachdenken auf das ,papier geworfen1 aber mit einer ,hand1 die bei jedem ,zucken und bei jeder ,erregung ,meisterstcke schuf4 ,oberflchlich betrachtet1 werden diese ,zeichnungen durch allerlei ,tintenflecke und harte dicke ,striche1 die wild und wunderlich durcheinander gingen1 entstellt1 betrachtet man sie aber gut1 dann scheint alles wohl berechnet und gefhlt4 ,so sah ich also diesen ,rembrandt als den ,mann1 der mit seinem ,pinsel1 seiner ,feder oder dem ,grabstichel alles darzustellen und vor die ,phantasie zu zaubern vermochte4 ,vom ,himmel und von der ,erde1 von den ,helden der ,geschichte und von den alltglichen ,menschen1 von einem ,stckchen des ,turms der ,westerkirche wusste er eine schne ,zeichnung zu machen1 ,lwen und ,elefanten wurden in der seltsamsten ,weise wiedergegeben4 ,besonders seine ,nacktfiguren von ,frauen sind deshalb so merkwrdig1 weil bis jetzt kein ,maler es gewagt hatte1 sie so darzustellen1 wie sie im ,atelier vor ihm standen1 aber ,rembrandt1 bezaubert durch das ,licht und die ,glut der ,fleischfarbe1 zauderte keinen ,augenblick1 sie so zu malen1 wie er sie sah4 ,es war keine ,venus1 keine ,juno oder ,diana1 es war die ,waschfrau seines ,nachbars1 die er entkleidete und in der ,herrlichkeit ihres ,fleisches wiedergab4 ,und seine ,handschrift allein1 ich meine die ,manier1 mit der er seine ,schnrkel und ,striche hinwarf1 war an sich schon ein genussreicher ,anblick1 von dem man sich nur schwer trennen konnte4 ,und das alles that er mit einer ,leichtfertigkeit1 mit einer ,ausgelassenheit und mit einer ,sicherheit1 welche den ,gedanken eines ,studiums oder irgend einer ,anstrengung gar nicht aufkommen liess4 99 99 99 99 99 ,und wie denke ich jetzt ber den ,meister1 nachdem so viele ,jahrzehnte verflossen sind8 ,wohlan denn1 ,leser1 betrachte mit mir die gewaltigste ,aeusserung von ,rembrandts grossartiger ,malkunst1 die er in seiner ,nachtwache niedergelegt hat4 ,schon beim ersten ,anblick werden wir sofort durch breite ,bewegungen von ,schatten und ,licht getroffen1 die wie ,farbentne durch die enorme ,flche der ,leinwand singen4 ,dann kommen pltzlich zwei ,mnner auf uns zu1 die aus der ,gruppe nach vorne treten1 der eine ganz dunkel1 der andere ganz hell gekleidet4 ,das ist ,rembrandt6 ,er wagt1 schreiendes ,licht gegen ,dunkel zu stellen4 ,und um diesen ,gegensatz von grossen ,linien harmonisch zu machen1 ersinnt er etwas3 der linke ,arm des dunklen ,mannes ist ausgestreckt1 als ob er mit der vorgehaltenen ,hand etwas behaupten will1 und so wirft er mit seiner ,hand einen grossen sonnigen ,schlagschatten auf seinen weissen ,kameraden6 ,das ,genie weiss sich zu helfen1 wo gewhnliche ,menschen keinen ,rat mehr wissen4 ,diese ,mnner sind offenbar miteinander im ,gesprch1 man sieht es1 sie sind die ,anfhrer des ganzen ,trupps4 ,da stand er jetzt1 der grosse ,meister1 als alles auf die ,leinwand gebracht war1 was darauf kommen musste -- aber er schttelte das ,haupt4 ,nach seiner ,meinung traten diese beiden ,mnner noch nicht gengend in den ,vordergrund4 ,dann nahm er noch einmal seine grosse ,palette1 seinen breitesten ,pinsel taucht er noch einmal tief in den ,farbentopf1 und diese zwei vordersten ,figuren wurden noch einmal mit krftigen ,strichen behandelt1 hier mehr ,tiefe1 dort noch mehr ,licht1 und so versuchte er alles1 um dem1 was in den ,vordergrund zu kommen hatte1 noch ein krftigeres ,relief zu geben -- und dann sah er1 dass es gut war1 und so liess er es dann auch stehen4 ,vielleicht war die ,aehnlichkeit seiner ,herren ,auftraggeber etwas weniger sprechend1 auch beklagte man sich bei ihm ber ,mangel an ,ausfhrlichkeit1 aber fr ihn war die ,hauptsache1 dass die ,figuren lebten1 und dass sie sich bewegten4 ,wie herrlich ist ihm dies gelungen6 ,von den ,federn ihrer ,hte an bis zu den ,sohlen ihrer ,schuhe1 die beinahe den ,rand des ,gemldes erreichen1 ist alles1 als ob man es mit der ,hand prfen knnte4 ,wie sind die ,kpfe voll ,energie und ,charakter1 ihre ,kleidung ist auf den ,leib gegossen1 der sthlerne ,halsberg1 die ,schrpe1 die ,stiefel des hellen ,mannes sind von wunderbarer ,malkraft2 dann der dunkle mit dem roten ,wehrgehnge1 mit dem ,handschuh und dem ,stock ist von einer ,erfindungsgabe1 die nur deshalb nicht auffllt1 weil alles so richtig1 einfach und natrlich ist4 ,ich kenne keine ,darstellung1 welche die ,pracht und das ,malerische jener ,zeiten so stark ausdrckt1 wie diese zwei ,mnner1 die auf diesem ,riesengemlde einherschreiten4 ,wenden wir uns nun zu der rechten ,seite1 um den schwitzenden ,trommler zu betrachten4 ,sein scheinbar pockennarbiges ,gesicht unter dem ,schatten seines verschlissenen ,huts ist eine echte ,falstafffigur1 die dicke ,trunkenboldnase1 sein fettiger ,mund1 alles1 was an ihm ist1 sind von einer malerischen ,bravour1 die den ,wagemut des ,meisters so besonders charakterisieren2 man sehe nur1 wie er darauf lostrommelt1 als ob er jedermann sagen wollte1 dass er eine der prchtigsten ,figuren des berhmten ,meisters sei1 den man ,rembrandt nennt4 ,ich begreife sehr gut1 dass beim ,anblick dieses ,mannes1 wie er vor uns webt und lebt1 der beschrnkte1 quasi gelehrte und dummgewissenhafte ,grard de ,lairesse in seinem grossen ,buch ber die ,malkunst 7in welchem ,rembrandt der grsste ,farbenklekser genannt wird7 ausrief3 ,bei ,rembrandt luft die ,farbe wie ,dreck aufs ,paneel6 ,genialitt und philisterhaftes ,knotentum sind und bleiben geschworene ,feinde4 ,wenden wir uns jetzt nach der linken ,seite des ,gemldes4 ,hier steht der durchgeistigte ,landsknecht1 ganz in ,rot gekleidet4 ,ein ,maler mit dem ,hell- und ,brauntalent brauchte nicht bange zu sein1 jemand von ,kopf zu ,fuss rot zu malen1 er wusste1 dass das ,spiel von hell und dunkel ihm helfen wrde4 ,so liegt denn auch hier das ,rot teilweise im ,schatten einer herrlichen ,nuance und vereinigt sich trefflich mit den grulich grauen ,tnen der brigen ,figuren4 ,auch dieser rote ,mann ist in der eben beschriebenen ,weise mit dem ,pinsel behandelt worden2 betrachtet man ihn gut1 dann scheint es1 als ob ,rembrandt diesen malerischen hervortretenden ,mann mit einem vollen ,pinselstrich von oben bis zu den ,fssen hingeworfen hat4 ,wie fest ist die ,behandlung der ,hand1 welche das ,gewehr ladet1 wie forsch die ,striche auf seinem roten ,hut1 auf dem roten ,wams1 wie krftig1 lebhaft1 beweglich und reich steht er da6 ,in diesem wunderbaren ,gemlde stossen wir jeden ,augenblick auf etwas ,interessantes4 ,sprechend ist der ,hellebardier1 der vom ,rande links rckwrts blickt1 dann der ,mann1 der hinter dem weissen ,mann sein ,gewehr untersucht1 und wie herrlich wirkt der lachende1 von dunklem ,hintergrunde sich abhebende ,junge mit seinem grauen ,hut6 ,der ,kopf des ,mannes1 der mit seinem ,arm auf etwas zeigt1 ist auch wieder von besonderer ,farbe und ,malweise2 selbst der graue ,pfeiler1 gegen den sich der ,kopf mit dem ,helm abhebt1 wirkt trefflich zum ,gesamteindruck mit4 ,aber hier ist noch etwas ,wunderbares1 und zwar das fremdartige ,mdchen1 das sich zwischen allen diesen mnnlichen ,figuren bewegt4 ,viele ,kritiker und ,kunsthistoriker haben sich den ,kopf darber zerbrochen1 was dies eigentlich zu bedeuten habe und gefragt1 ob diese ,figur berhaupt hierher gehre4 ,htte ,rembrandt sie gehrt1 denn wrde er lchelnd geantwortet haben3 ,seht ihr denn nicht1 dass ich dieses liebumflossene ,kind hier ntig hatte1 um gegen alle diese nach unten laufenden ,linien und diese dunklen ,farben einen ,kontrast zu schaffen8 ,der ,mann mit der ,fahne im ,hintergrund1 der weglaufende ,hund -- alles untersttzt und hilft einander in ,farben1 ,linien und ,effekt4 ,da ist auf diesem ,gemlde auch keine winzige ,stelle1 die nicht ein seltsames ,malertalent verrt4 ,hier gilt die ,behauptung3 ,schneide nur ein kleines ,stck aus einem ,gemlde heraus1 und ich will dir sagen1 ob der ,maler ein ,knstler ist4 ,und nun noch die ,staalmeesters4 ,hier schallt uns eine ganz andere ,musik entgegen1 als aus den ,tnen der ,nachtwache4 ,still und vornehm ist hier alles1 hier herrscht allein die hohe ,auffassung des menschlichen ,antlitzes4 ,sie sitzen hier1 diese alt-hollndischen ,mnner und beratschlagen1 ihre ,geschftsbcher vor sich auf dem ,tisch4 ,rembrandt hat uns ihre ,kpfe mit so viel ,leben verdeutlicht1 dass sie im ,laufe der ,zeiten alte ,bekannte geworden sind4 ,ja1 alte ,bekannte1 die schon einige hundert ,jahre gelebt haben1 ehe wir da waren4 ,wie lange schon kenne ich diesen ,mann an der linken ,seite mit seiner ,hand auf dem ,lehnstuhl1 mit den grauen1 feinen ,haaren1 die unter seinem hohen spitzigen ,hut von seiner breiten gerunzelten ,stirn hervorquellen4 ,hier giebt die ,farbe1 sowohl im ,licht1 wie im ,schatten1 ein ,durcheinander von ,fleischtnen1 ,zwischentnen von ,grn und ,rot1 ,grau und ,gelb1 sie ist so aneinander gereiht1 dass hier etwas erreicht ist1 wobei der ,verstand frmlich stille steht4 ,das ,relief1 das ,hervorspringen aus dem ,hintergrund ergreift uns wunderbar1 aber auch welches ,modell1 wie sieht uns der ,mann mit dem einfachen ,blick aus den tiefen ,augenhhlen an -- es ist ein ,unikum1 wie es ,rembrandt selbst niemals bertroffen hat4 ,auch alle anderen ,kpfe1 besonders der ,mann1 der sich nach vorn beugt1 dieser wunderbar natrliche ,zunftmeister1 der vor dem ,buch ,platz genommen hat und sein neben ihm sitzender ,nachbar bis zum fnften ,kaufmann an der rechten ,seite mit dem ,diener hinter sich -- alles ist ,mnnlichkeit1 ,reichtum und ,leben4 ,der ,hintergrund ist wieder eine ,schpfung1 wie sie nur ,rembrandts feines ,gefhl fr ,linien hervorzubringen wusste4 ,die ,wand und das ,getfel umgeben diese ,komposition1 als ob sich dies von selbst verstnde1 und als ob es auch thatschlich so gewesen wre4 ,und doch wird dieser geniale ,kunstgriff noch durch die ,herrlichkeit des ,kolorits des roten warmen ,tischtuchs bertroffen1 welches dem ganzen ,gemlde einen tieferen dunkleren ,ton verleiht4 ,ob ber dieses ,gemlde nach seiner ,vollendung von den ,zeitgenossen viel gesprochen und geschrieben worden ist1 weiss ich nicht1 aber fr uns stellen diese ,mnnerkpfe das ,hchste dar1 was die ,malkunst erreichen kann4 ,in ,madrid1 wo mich die ,gemlde von ,velasquez bezauberten1 machte ich mit ,bekannten einen ,spaziergang durch die ,strassen und ber die ,pltze der ,stadt1 an einem ,gebude sahen wir einen grossen1 vielfarbigen ,anschlagezettel1 auf dem vermerkt war1 dass hier eine ,ausstellung moderner spanischer ,knstler zu sehen war4 ,neugierig traten wir ein1 wir sahen viel ,schnes und ,gutes1 aber pltzlich standen wir1 wie aus ,spanien weggeblasen1 vor drei ,kpfen aus den ,staalmeesters1 die ein spanischer ,maler in ,amsterdam kopiert hatte4 ,war es ,chauvinismus1 war es ,ueberzeugung8 ,diese ,kopien redeten zu uns einen ,geist grsserer ,einfachheit1 grossartigerer ,auffassung der ,natur und der ,menschenwrde als alles1 was wir im ,prado bewundert hatten4 ,ja1 dieses ,gemlde ist selbst ein ,totschlger fr die alt-hollndischen ,kunstbrder3 ,der tchtige van der ,helst wird neben ihm oberflchlich1 der prchtige ,frans ,hals skizzenhaft und durchsichtig1 denn so viel ,genialitt1 so viel ,relief bei solcher ,natrlichkeit der ,haltung und ,gebrden wird nicht mehr gefunden4 ,und der ,mann1 der dieses ,wunderwerk geschaffen1 war damals ein armer ,brger1 der in einem dunklen ,winkel der ,stadt wohnte1 in der jetzt zu seinen ,ehren ein ,fest gefeiert wird4 ,rembrandt steht in unseren ,tagen im ,zenit seines ,ruhms2 ,gold hat neben seinen ,meisterstcken keinen ,wert mehr2 um das ,unbedeutendste davon zu besitzen1 opfert man ,hnde voll ,gold1 man durchreist nach ihm die ,welt1 und die ,kritik1 die sich lange ,jahre hat hren lassen1 ist jetzt verstummt4 ,merkwrdig ist es1 dass keine der allgemein anerkannten ,grssen der ,malkunst im ,laufe der ,zeiten der ,gegenstand so vieler ,kritik gewesen ist wie das ,werk ,rembrandts4 ,und dennoch1 was man auch ber die ,unwahrscheinlichkeit der ,vorstellung und die ,uebertriebenheit des dunklen ,hintergrunds gesagt1 bleibt die ,nachtwache noch stets1 wie die ,englnder sie nennen1 das ,wunder der ,welt4 ,schon whrend seines ,lebens gab es ,leute genug1 die es ihm bel nahmen1 dass er nicht bei der ,antike und bei den ,italienern in die ,schule gegangen war1 und dass er die ,natur so malte1 wie er sie wirklich zu sehen glaubte4 ,uns dnkt dies befremdend1 aber es ist doch wahr1 denn schon whrend der letzten ,jahre von ,rembrandts ,leben war man mit den alten hollndischen ,begriffen in ,kunst und ,literatur nicht mehr zufrieden1 und jetzt noch lese ich mit ,widerwillen1 wie man die ,namen latinisierte und in hollndischen poetischen ,werken ber griechische ,gtter und mythologische ,figuren sprach1 die zu unserem hollndischen ,himmel so schlecht passen4 ,aber zum ,glck hat sich ,rembrandt stark genug gefhlt1 um unbeirrt seinen eigenen ,weg zu gehen1 und die ,zeit liegt hinter uns1 in der man von den kunstgefhrlichen ,theorien sprach1 die seinen ,gemlden anhaften sollten1 man hielt sich an die ,behandlung der ,technik1 aber zu der tiefen1 ihr zu ,grunde liegenden ,idee wusste man nicht durchzudringen4 ,aber die liberalen ,ansichten der modernen ,welt sind auch auf dem ,gebiete der ,kunst siegreich gewesen1 heute fhlen und wissen wir1 dass die vermeintlichen ,schwchen und ,uebertreibungen nur die ,eigenart eines ausserordentlichen ,menschen bilden1 und wir entbehren sie nicht gerne1 weil wir dann befrchten mssen1 ein unvollstndiges ,bild der ,persnlichkeit vor uns zu haben1 von der jede ,lebensusserung unser ,interesse rege macht4 ,ich schliesse 444 aber1 wie so manches ,mdchen an ihren ,liebhaber schreibt3 ich hre mit der ,feder auf1 aber nicht mit dem ,herzen 444 ich denke an das ,portrt von ,jan ,six1 dieses seltene ,juwel1 ich denke an das ,louvre1 an ,kassel1 an ,braunschweig und an was nicht alles -- aber genug4 ,ich wollte in diesen ,zeilen dem ,leser nur sagen1 wie ich mir ,rembrandt stets vorgestellt habe1 als das ,ideal des ,knstlers1 frei und ungebunden in seinem ,werk1 genial in allem1 was er tat1 eine ,figur1 in der sich die ,grsse unserer alten ,republik abspiegelt4 ,illustration3 ,e4 ,gordon ,craig1 ,holzschnitt ,,ber ,b,,hnenausstattung ,,von ,,edward ,,gordon ,,craig ,es giebt drei ,arten von ,bhnendekoration1 die phantastische1 die realistische und die schlechte4 ,schlecht ist die ,ausstattung1 die weder ganz und gar realistisch noch ganz und gar phantastisch ist4 ,diese ,dekoration findet der ,londoner ,theaterbesucher allabendlich4 ,diese ,dekoration ist schlecht1 weil sie zugleich echt und schn sein soll und weder das eine noch das andere ist4 ,es giebt zwei ,grnde dafr1 dass es damit so steht3 erstens weil dem ,bhnenmaler1 auch wenn er grosses technisches ,talent hat1 nicht bis zu dem ,moment1 in dem der ,vorhang aufgeht1 freies ,spiel gelassen wird1 oder aber weil man ihm gestattet1 der eigenen ,idee zu folgen und dadurch die schnere ,vorstellung des ,dichters zu verdrngen4 ,ich habe verschiedentlich gesehen1 wie ,dekorationen1 nachdem sie ins ,theater gebracht worden waren1 durch die ,unfhigkeit des ,schauspielers1 der ,direktor ist1 vollkommen verdorben wurden4 ,der ,schauspielerdirektor1 der von der ,kunst und ,technik der ,bhnendekoration keinen ,begriff hatte1 war der ,ansicht gewesen1 entweder dass er es besser gemacht haben wrde1 oder dass er in dieser ,dekoration nicht spielen knne1 -- und vor allen ,dingen hatte er gewhnt1 er msse ein ,wort mitzureden haben4 ,mit diesem ,worte streicht er ein paar ,stunden hintereinander freundlichst ,fehler heraus1 und die ,scene wird dann dem ,publikum vorgefhrt1 nachdem allmhlich ,vernunft und ,sachlichkeit aus ihr entfernt worden4 ,die ,form wird verndert1 ,monde werden hinzugefgt1 ,farben gewechselt1 ,schatten dort unterdrckt1 wo der ,maler sie mit bewusster ,absicht hingesetzt hatte1 und alles das geschieht1 damit sich der ,schauspielerdirektor zu ,hause fhle4 ,nach meiner ,ansicht kostet diese ,verwstung viel ,geld4 ,fr den ,theatermaler muss1 obwohl sich solche ,sorte von ,betrieb fr ihn bezahlt macht1 darin etwas ausserordentlich ,verletzendes liegen2 ja1 diese ,art kann ihn aus dem ,theater und einem ,institut in die ,arme treiben1 das des ,theatermalers ,paradies ist3 es ist eine von dem berhmten ,theatermaler de ,loutherbourg gemachte ,erfindung4 ,de ,loutherbourg1 der im #ah4 ,jahrhundert lebte1 hatte anfangs fr ,david ,garrick1 spter fr sich selbst gearbeitet4 ,bei diesem seinem eigenen ,unternehmen hatte er von den ,schauspielern ,abstand genommen4 ,weshalb sollten die ,schauspieler die ,aussicht verderben1 indem sie zwischen der ,bhne und den ,zuschauern standen8 ,weshalb sollte man ihnen gestatten1 ber ,herrn ,n4's ,rasenpltze oder ,herrn so und so's ,waldungen zu schreiten8 ,mochten diese ,herren lieber ein ,schild aufstellen mit der ,bemerkung1 dass das ,betreten verboten sei1 oder auf dem die ,worte standen3 ,achtung1 hier ist die ,bhne4 ,anstatt mit ,worten unterhielt de ,loutherbourg das ,ohr seines ,publikums mit ,geruschen4 ,die ,auffhrung bestand entweder aus der naturalistischen ,darstellung eines ,schiffsbruchs oder aus der eines brennenden ,hauses oder aus irgend einem sonstigen realistischen ,vorgang4 ,wirkliche ,wellen schienen gegen das ,schiff zu schlagen1 und der ,regen strmte unaufhrlich hernieder1 der ,wind heulte und zerwirbelte die ,raketen1 die in der dunklen ,nacht aufschossen1 er verteilte feurige ,garben rings um das ,boot1 dazu hrte man die ,stimmen der ,mannschaft1 die mit den ,elementen kmpfte1 und jedes ,detail war bis zur ,vollendung ausgearbeitet4 ,wahrscheinlich war dies die grsste ,annherung an die ,wirklichkeit1 die je auf der ,bhne versucht worden ist4 ,es ist evident3 so faszinierend diese ,art bei der ,darstellung von ,feuerwerk ist1 so lcherlich und unreal ist sie in einem ,shakespeareschen ,stck4 ,vor kurzer ,zeit suchte ein bekannter ,londoner ,schauspieler1 der sein eigener ,direktor ist1 zu beweisen1 dass vollkommene ,illusion durch grsste ,genauigkeit der ,details erreicht werden knnte4 ,er whnte1 dass1 wenn im ,laufe des ,dramas eine ,scene vor einem ,schlosse spiele und im ,dialog dieses ,schloss erwhnt wrde1 man dies ,schloss mit grsster ,genauigkeit vor dem ,zuschauer aufbauen msste4 ,nehmen wir einmal eine ,auffhrung von ,macbeth4 ,ich stelle mir vor1 wie der ,schauspielerdirektor zum ,theatermaler sagt3 ,machen ,sie mir diese ,ausstattung mglichst prchtig1 benutzen ,sie alle ,ihnen zu ,gebote stehenden ,mittel1 um sie mglichst brillant zu machen4 -- ,er sagt nicht nur dies1 sondern geht noch einen ,schritt weiter1 z4 ,b4 sagt er3 ,wir brauchen eine ,scene vor einem ,schloss3 ich finde es ntig1 dass ,sie diese ,bcher von unschtzbarer ,wissenschaftlichkeit ansehen4 ,gehen ,sie mit ,herrn so und so nach dem ,south ,kensington ,museum1 suchen ,sie dort soviel ,bilder als mglich vom ,schloss ,glamis1 machen ,sie ,skizzen1 wenn es ,ihnen erlaubt wird und reisen ,sie mit ihnen im nchsten ,zug nach ,schottland4 ,messen ,sie das ,schloss aus1 nehmen ,sie den ,grundriss und nehmen ,sie ,ansichten von den verschiedenen ,punkten auf4 ,die ,zeichnungen machen ,sie mit recht viel ,gefhl und mit ,lokalkolorit4 ,dann legen ,sie mir die ,zeichnungen vor1 und ich werde ,ihnen sagen1 welche ich fr am meisten geeignet fr unsere ,zwecke halte4 ,diese kleine ,reise wird ziemlich viel ,geld kosten4 ,modelle werden gemacht werden und werden mehr ,geld kosten1 und das ,ergebnis von all diesen ,mhen und diesen ,geldausgaben wird eine genaue ,wiedergabe des kolossalen ,schlosses ,glamis sein1 auf die ,forderungen der modernen ,bhne reduziert1 #be ,fuss im ,quadrat444 ,durch diese ,genauigkeit der ,details hofft der ,direktor vollkommene ,illusion zu erreichen4 ,aber diese beiden ,dinge sind wie zwei ,pole einander entgegengesetzt4 ,die vollkommene ,illusion wird durch die sogenannte ,akkuratesse viel eher verhindert4 ,der ,schauspielerdirektor ruft dem ,geist zu3 ,steh1 ,phantom1 und versucht ihn mit einer ,hellebarde aufzuhalten4 ,so wird ein ,schloss mit imitierten ,steinen1 mit scheinbar wirklichem ,epheu an den ,mauern und manchen anderen trefflichen ,einzelheiten vorgefhrt1 und danach hngen sie vier oder fnf ,streifen blauen ,tuchs hin1 jeden in einer verschiedenen ,nuance1 und von uns wird erwartet1 wir sollten ernst bleiben1 weil ein ,schauspieler1 der auf den hlzernen ,boden stampft1 um zu beweisen1 dass hier nicht solide ,erde ist1 mit einer abstrakten ,miene deklamiert3 ,this castle hath a pleasant seat2 the air ,nimbly and sweetly recommends itself ,unto our gentle senses4 und ein anderer ,schauspieler1 ohne im mindesten auf die ,stelle einen ,blick zu werfen1 fortfhrt3 ,this guest of summer1 ,the temple-haunting martlet does approve1 ,by his loved mansionry1 that1 the heaven's breath ,smells wooingly here3 no jut1 frieze1 ,buttress1 nor coign of vantagety1 but this bird ,hath made his pendent bad and procreant cradle ,where they most breed and haunt1 ,i have observed1 ,the air is delicate4 ,die ,worte1 wie sie auch gesprochen werden mgen1 rufen das ,bild einer wundervollen ,scene herauf1 etwas1 was ganz verschieden ist von der ,pappdeckelgeschichte1 die uns vorgefhrt wird4 ,doch ich kann mir durchaus denken1 dass der ,schauspielerdirektor sich vorstellt1 er lasse die ,scenerie sich den ,worten anpassen4 ,er sieht durchaus nicht1 wie das alles lcherlich ist4 ,und liesse ich einen ,augenblick gelten1 dass ,genauigkeit im ,detail vollkommene ,illusion hervorbrchte1 so halte ich doch fest1 dass niemals1 seit das ,theater besteht1 irgend eine ,scene vorgefhrt werden konnte1 in der alle ,details genau waren4 ,denn es ist unmglich1 die ,bewegung der ,zweige und ,bltter accurat wiederzugeben1 unmglich1 eine genaue ,wiedergabe eines ,kornfeldes zu zeigen2 und so weiter auf allen ,gebieten der ,natur4 ,die meisten dieser ,dinge knnen suggeriert werden -- doch kann man sie nicht in einem ,netz auffangen1 so dass sie krperlich auf der ,bhne eines ,theaters wieder erscheinen4 ,wer auch immer versuchen mag1 eine genaue ,darstellung zu geben1 ohne dass er zuvor ein genaues ,tageslicht geschaffen hat1 msste nach meiner ,meinung von dem ganzen ,ding bleiben4 ,ich zweifle1 auch wenn er alle ,zeit zur ,verfgung htte1 ob er es mglich machen kann1 all die tausend kleinen ,gerusche wiederzugeben1 die ich in einem gewissen ,moment um mich hre1 die ,stimme des ,wachsens im ,walde1 das ,gerusch der kleinen ,zweige1 den ,wirrwarr und das ,singen der ,hunderte von ,vgeln2 unzhlige ,schatten liegen ber dem ,boden und haften an den ,wolken1 an diesen unnachahmlichen ,wolken1 die sich unaufhrlich bewegen und ihre ,form verndern und wieder verndern1 und die ,erde sendet ihre tausend verschiedenen ,gerche aus und fllt mit ihnen die ,luft1 in fortwhrendem ,wechsel4 ,die ,wiedergabe von all diesen ,dingen ist etwas1 was ber die ,arbeit einer ,million von herkulischen ,regisseuren und ,technikern ginge4 ,realistische ,scenerie ist an ihrem ,platze nur1 wenn sie die ,fassung realistischer ,dramen ist4 ,man sieht sie jetzt selten1 und nur im ,auslande4 ,ich will mich nun mit der ,scenerie beschftigen1 wie sie aus der ,einbildungskraft gewonnen werden kann4 ,einige ,auffhrungsleiter zeigen uns drei ,vorhnge und einen ,teppich1 und nennen das eine ,scenerie1 die von der ,einbildungskraft geschaffen worden4 ,doch das ist nur eine ,scheinscenerie2 es ist ein geschmackvoller ,weg1 der aus einer ,schwierigkeit herausfhren soll1 eine ,idee1 die von einem ,naturell ausgeht1 das des malerischen ,sinnes entbehrt4 ,eine ,scenerie1 die aus der ,einbildungskraft geschaffen wird1 ist fr ,shakespearesche ,dramen1 fr ,phantasiestcke und ,opern geeignet4 ,ein knstlerischer ,regisseur msste die ,fhigkeit haben1 durch ,suggestion fr uns das ganz ,innerste der ,natur wiederzugeben4 ,suggestion1 nicht ,realismus durchflutet alle ,shakespeareschen ,dramen4 ,des ,regisseurs ,aufgabe wird leichter1 wenn1 wie dies bei ,shakespeare der ,fall ist1 der ,dichter bereit ist1 ihm ,hilfe zu leisten4 ,unter diesem ,beistand verstehe ich nicht die ,bhnenanweisung1 denn ,shakespeare hat das ,besondere1 keine ,bhnenvorschriften zu geben1 und nur sehr wenige ,andeutungen sind es1 die er fr den ,schauspieler hinterlassen hat4 ,nehmen wir z4 ,b4 ,akt #a1 ,scene #a aus ,hamlet4 ,nicht ,shakespeare1 sondern erst seine ,herausgeber ,malone1 ,theobald1 ,capell1 ,pope und andere1 die befrchteten1 dass ,shakespeare sich nicht klar genug ausgedrckt htte1 fgten solchen ,unsinn wie3 ein offener ,platz vor dem ,palaste oder eine ,terrasse vor dem ,palaste hinzu4 ,bevor diese ,leute das ,gemlde nach ihrer eigenen ,auffassungskraft erniedrigten1 war die ,scene so weit wie die ,einbildungskraft ,shakespeares4 ,seine einzige ,notiz zu ,anfang ist3 ,actus ,primus1 ,scaena ,prima4 ,kein ,wort auch nur ber ,dnemark1 oder ber ,helsingr1 ebensowenig wird ber eine ,terrasse gesagt4 ,an ,stelle von all dem hilft ,shakespeare uns auf einem andern ,wege4 ,er fhrt uns ein ,gemlde aus der ,einbildungskraft vor4 ,ein ,streifen schwarzen ,himmels wird angedeutet durch einen einzelnen ,stern4 ,es ist eine kalte ,nacht4 ,nichts rhrt sich4 ,pltzlich schlgt eine ,uhr die ,stunde an4 ,ein ,mann1 der bis jetzt im ,schatten verborgen gewesen1 steht langsam auf und bleibt horchend stehen4 ,dann geht er ruhelos hin und her4 ,der ,platz erfllt ihn mit einer gewissen ,furcht4 ,er fhrt fort zu gehen1 er geht uns gegenber vorbei4 ,nun ist er in einen ungeheuren1 unergrndbaren ,schatten versunken1 aus welchem er jetzt wieder in das graue ,licht auftaucht4 ,er erscheint wie irgend ein ,gespenst2 das1 was er zu treffen frchtet1 ist das1 womit er am meisten ,aehnlichkeit hat4 ,so weit fhrt ,shakespeare uns1 dann berlsst er dem ,regisseur die ,ausfhrung mit der auf jeder ,seite seines ,dramas niedergeschriebenen ,bemerkung1 dass die ,scenerie und die ,scheingegenstnde beredtsam sein sollen und ,sohnesliebe1 ,mord und ,melancholie1 ,gewalt und ,uebergewalt ausatmen msse4 ,genauigkeit ist einen ,pfifferling wert6 ,shakespeares ,meinung vom ,werte der ,genauigkeit bei einer solchen ,gelegenheit ist im ,hamlet bezeugt4 ,douce erwhnt einige ,anachronismen4 ,er fhrt aus1 dass die dnische ,geschichte ,hamlet in mrchenhafte ,zeiten versetzt hat1 lange bevor das ,christentum nach ,nordeuropa gebracht wurde1 und dass mithin die hufigen ,anspielungen auf ,gewohnheiten der ,christen unsachgemss sind4 ,hamlet schwrt beim heiligen ,patrick und spricht von den ,chorknaben der ,pauls-,kirche4 ,wir sehen ,kanonen1 ein ,knigssiegel1 bevor eines gebraucht wurde1 eine ,universitt in ,wittenberg1 ,schweizer ,garden1 ,glocken1 ,dukaten1 moderne ,herolde1 ,rappiere1 und wir hren von ,ausdrcken der modernen ,fechtkunst4 ,wenn aber ,shakespeare akkurater gewesen wre1 knnte man glauben1 dass wir dann ein besseres ,drama htten1 eines1 das treuer gegen die ,natur ist8 ,genauigkeit ist da von keiner ,bedeutung4 ,was wichtig ist1 ist allein1 dass der1 der die ,stcke auffhrt1 jede ,scene und jeden ,teil einer ,scene wgt1 wie ein ,redner jede ,silbe seiner ,rede wgt4 ,nichts muss dem ,zufall berlassen bleiben4 ,die ,form der ,scene ist so wichtig wie ihre ,farbe4 ,schlsser mgen architektonisch korrekt sein oder nicht1 aber vor allem mssen sie sich prchtig im ,luftraum erheben4 ,grten mssen voll von unbekannten ,bumen und ,pflanzen sein4 ,die ,form der ,zimmer und ,mbel darf niemals zuvor gesehen worden sein ausser in der ,phantasie4 ,die ,kostme mssen so sein wie sie niemals getragen worden sind ausser in den ,bildern1 die die ,vision der ,poeten bevlkern4 ,diese ,dinge mssen geschaffen werden1 sie mssen voll ,bedeutung sein1 oder sie sind nutzlos4 ,ich habe ,regisseure allem seine ,bedeutung rauben sehen1 indem sie gleichgltig gegenber dem ,wert von ,linien und ,farben waren4 ,illustration3 ,max ,liebermann1 kleine ,strasse in ,naarden1 #aija ,,erinnerungen ,,an ,,karl ,,steffeck ,,von ,,max ,,liebermann ,ich kam als ,sekundaner zu ,steffeck1 #ahfc oder #fd1 um ,mittwoch und ,sonnabend ,nachmittags bei ihm zu zeichnen4 ,nachdem ich #ahff das ,abiturientenexamen gemacht hatte1 trat ich in sein ,schleratelier ein1 um ,maler zu werden4 ,mglich also1 dass mir ,steffecks ,bild als zu verklrt in der ,erinnerung geblieben ist1 im ,licht der goldenen ,jugendzeit4 ,steffeck erscheint mir wie der grosse ,knstler in ,romanen3 schn1 geistreich1 witzig1 unter dessen ,pinsel mhe- und sorglos1 bei anmutigem ,getndel mit schnen ,damen und klugen ,reden mit vornehmen ,herren1 ,meisterwerke entstehen4 ,steffeck bewohnte in seinem ,hause ,hollmannstrasse #ag -- er war aus begterter ,familie -- das ,erdgeschoss2 in den anstossenden ,garten hatte er zwei ,ateliers bauen lassen fr sich und seine ,schler4 ,die ,hochschule fr bildende ,kunst1 die damals ,akademie hiess1 war sehr versumpft und erfreute sich keines besonderen ,renomms4 ,desto mehr ,zuspruch hatte ,steffeck1 dessen ,schule nach ,pariser ,vorbild -- dem einzig nachahmenswerten -- eingerichtet war3 ,vormittags von #i-a ,uhr wurde nach dem lebenden ,modell gearbeitet1 nachmittags nach ,gips gezeichnet und abends von #f-h ,uhr war ,aktsaal1 wo neben uns angehenden ,malern ,architekten wie ,kayser und von ,grossheim1 ,kunsthistoriker wie ,wilhelm ,bode die menschliche ,figur studierten4 ,oft zeichnete ,steffeck selbst mit1 und es war eine ,freude1 zu sehen1 mit welcher ,sicherheit und ,leichtigkeit er das ,modell hinunterfegte1 fast ohne den ,bleistift abzusetzen4 ,korrekturen gab's bei ihm nicht1 wie bei seinem ,meister ,gottfried ,schadow1 von dem ,steffeck oft die niedliche ,geschichte erzhlte1 dass1 als sein ,sohn ,wilhelm1 der sptere ,akademiedirektor in ,dsseldorf1 ihn um einen ,groschen fr ,gummi gebeten1 er ihn gefragt htte1 wozu er ,gummi gebrauchte1 er1 ,gottfried ,schadow1 mache keinen falschen ,strich1 den er wegzuwischen htte4 ,nach seinem allmorgendlichen ,spazierritte1 so gegen #aj ,uhr1 kam ,steffeck ins ,schleratelier1 gewhnlich noch in ,reithosen und mit ,sporen an den ,stiefeln2 im ,munde die ,zigarre1 die er in einem fort ausgehen liess1 um sie ebenso oft wieder in ,brand zu stecken4 ,er interessierte sich nur fr die ,arbeiten1 in denen er etwas in der ,natur ,beobachtetes wiedergegeben fand4 ,routine und ,chick waren ihm ein ,greuel1 ebenso wie die gewerbsmssige ,kalligraphie1 wie sie damals auf den ,akademien gelehrt wurde4 ,ueberhaupt wurde er nicht mde1 vor diesen ,pflanzsttten des ,knstlerproletariats zu warnen3 ,entweder hat einer gengend ,talent1 dann braucht er den akademischen ,unterricht nicht1 oder er hat nicht gengend ,talent1 dann ntzt er ihm nichts4 ,richtig zeichnen lernen1 das ,uebrige war ihm ,hekuba4 ,zeichnet1 was ,ihr seht1 war seine immer wiederholte und beinahe einzige ,lehre4 ,mit sonstiger ,aesthetik behelligte er uns nicht1 denn er wusste1 dass alles ,lernen in der ,kunst in nichts anderem bestehen kann1 als die ,form zu finden1 das ,gesehene wiederzugeben4 ,daher hatte er nur ,schler1 die ihn grenzenlos verehrten1 oder solche1 die ihn ebenso grenzenlos hassten und -- bald weiterzogen1 besonders nach ,mnchen1 wo ,piloty den ,nrnberger ,trichter zu haben schien1 d4 h4 in ein paar ,monaten hatten ihm seine ,schler1 die vornehmlich ,polen1 ,tiroler1 ,bhmen waren1 smtliche ,mal-,tricks und ,schlenker abgeguckt1 und nacheinander gab's eine berhmte tiroler1 eine polnische und bhmische ,malergeneration4 ,neben dem vielen ,g'schnass und dem talentvollen ,kitsch trat damals gerade ein wirkliches ,genie wie ,makart auf1 und ich erinnere mich noch des beispiellosen ,erfolges seiner ,pest von ,florenz4 ,steffeck sagte von dem ,bilde3 es ist schlecht gezeichnet und mit ,hurensalbe lasiert4 ,und wenn er das ,wort nicht erfunden hatte1 so htte er's jedenfalls erfunden haben knnen4 ,er war ein zu getreuer ,schler ,schadows und seines vergtterten ,lehrers ,franz ,krger1 dazu ,berliner bis auf die ,knochen1 um sich irgendwelcher ,gefhlsduselei in ,form oder ,farbe hinzugeben4 ,fr das franzsische ,blut in ihm -- er gehrte zur ,kolonie -- war nur der ,gedanke1 der klar ausgedrckt war1 klar gedacht4 ,auf ,klarheit und ,richtigkeit war sein ,streben in der ,kunst gerichtet1 wobei er leider1 ohne es zu merken1 in allzu grosse ,nchternheit und ,trockenheit verfiel4 ,die ,franzosen schienen ihm seinem ,kunstideale am nchsten zu kommen3 er hatte ein paar ,jahre in ,paris studiert1 er sprach glnzend franzsisch und wurde nicht mde1 ,paris als das ,dorado der ,kunst uns zu schildern4 ,seit ,napoleon ,,iii4 herrschte ,couture als franzsischer ,malerkaiser1 und jeder ,maler1 der sich einigermassen respektierte1 suchte sich dessen ,rezept fr die alleinseligmachende ,malerei zu verschaffen4 ,der alte ,raven hatte den berhmten ,edelknaben von ,couture fr seine ,galerie erworben1 und es ist wohl nicht zu viel gesagt1 wenn ich behaupte1 dass er bis zum franzsischen ,krieg als schnstes ,stck ,malerei bei uns angesehen wurde4 ,auch ,steffeck lehrte nach ,coutures ,methode3 die ,zeichnung wurde zuerst mit einem dnnen ,umbraton angetuscht1 dann wurden die ,lokaltne in die braune ,untermalung hineingesetzt1 die ,schatten blieben womglich von der ,untermalung1 jedenfalls ganz dnn und transparent1 stehen1 und zum ,schluss wurden ein paar pastose ,glanzlichter aufgesetzt4 ,neben der ,korrektheit der ,zeichnung handelte es sich fr ,steffeck um ,eleganz des ,vortrages4 ,wo diese beiden ,eigenschaften einem hheren1 gesteigerten ,leben geopfert waren1 wie bei ,menzel1 war's aus mit seiner ,anerkennung4 ,ueberhaupt hatte er eine ausgesprochene ,abneigung gegen ,menzel1 vor dessen ,karikaturen er uns eindringlich warnte4 ,freilich stand ,steffeck damals mit dieser seiner ,abneigung gegen ,menzel durchaus nicht vereinzelt da4 ,dieser war noch der ,apostel des ,hsslichen1 wie ihn ,w4 v4 ,kaulbach genannt hatte1 und noch lngst nicht der ,altmeister mit dem ,schwarzen ,adlerorden4 ,man weiss1 wie ,schadow ber ,menzels erste ,illustrationen zu ,kuglers ,friedrich dem ,grossen in der ,haude und ,spenerschen ,zeitung geurteilt hatte3 ,die ,kritzeleien oder ,griffonagen eines gewissen ,menzel seien des grossen ,knigs unwrdig1 und noch #ahfa erwhnt ,wagen in seinem ,katalog zu der ,wagnerschen ,sammlung1 ,menzels1 von dem kein ,bild in der ,sammlung war1 berhaupt nicht4 ,bis vor dem franzsischen ,kriege waren neben ,steffeck der alte ,eduard ,meyerheim1 ,gustav ,richter1 ,eduard ,hildebrandt und ,carl ,becker viel berhmter als ,menzel1 und ,steffecks ,urteil ber ihn erhellt aus folgender ,geschichte1 die mir mein damaliger ,meister fters als einmal erzhlte 7denn er war sehr stolz darauf74 ,menzels ,krnungsbild war gerade ausgestellt und war sehr abfllig beurteilt1 besonders von ,steffeck4 ,menzel1 dem das zu ,ohren gekommen sein mochte1 hatte sich an ,steffeck brieflich mit der ,bitte gewandt1 wenigstens vor dem ,publikum sein ungnstiges ,urteil ber das ,bild etwas zurckzuhalten1 worauf ihm ,steffeck geschrieben1 dass er sich der grssten ,mssigung befleissigt htte1 sonst htte er erklrt1 dass das ,krnungsbild ausshe1 als ob #ad ,tage -- ,s4444dreck darauf geregnet htte4 ,menzels ,genie war seiner ,zeit um eine ,generation voraus1 deshalb war unserem ,meister1 der trotz seines ,talentes ganz in seiner ,zeit steckte1 ,menzel zuwider1 wie diesem dreiig ,jahre spter etwa die ,impressionisten zuwider waren4 ,steffeck war ,vater von #ad ,kindern1 und whrend der zweieinhalb ,jahre1 die ich sein ,schler war1 hatte ihm seine ,gattin drei ,zwillingspaare hintereinander geschenkt2 trotzdem glaube ich nicht1 dass die ,sorge um seine grosse ,familie ihn -- wie er oft im ,missmut behauptete -- an der vollen ,entfaltung seines ,talentes gehindert hat4 ,sein kolossales ,jugendwerk ,albrecht ,achill1 das er als ,dreissigjhriger gemalt1 hatte sein ,renommee gegrndet2 #bj ,jahre spter malte er das fast ebenso grosse ,bild1 das jetzt im ,schlosse hngt3 ,knig ,wilhelm nach der ,schlacht von ,kniggrtz1 leider ohne den erhofften ,erfolg4 ,das grosse ,format lsst die ,fehler oder richtiger das ,fehlende in ,steffecks ,talent natrlich vergrssert erscheinen4 ,ihm fehlte die innere ,leidenschaft1 der ,kampf und das ,ringen nach dem ,hchsten1 die ,konzentration1 vor allem aber der knstlerische ,egoismus1 der alles seinem ,werke opfert4 ,weil sein ,werk ihn nicht mit sich fortreisst1 reisst er auch uns nicht mit sich1 wie z4 ,b4 ,schmitson1 der gerade damals1 ,anfang der sechziger ,jahre1 ,berlin enthusiasmierte4 ,besser als in den grossen ,maschinen1 wie ,albrecht ,achill oder ,die ,schlacht von ,kniggrtz1 erscheint daher ,steffecks ,talent in den unzhligen ,pferde- und ,hundebildern kleineren ,formats2 am schnsten aber in seinen ,pferde- und ,reiterportrts1 die er zu sechs ,friedrichsd'or das ,stck und gewhnlich la prima in einer ,sitzung heruntermalte -- auch darin1 dass er nur prima malte1 zeigte sich sein gesunder ,instinkt -- und die die glcklichen ,besitzer oft noch nass mit nach ,hause nehmen konnten4 ,ausser ,franz ,krger verstand wohl keiner ein ,pferd so gut wie ,steffeck4 ,bevor er den ,gaul malte1 liess er ihn sich in dem kleinen ,garten hinter seinem ,atelier vorreiten -- ach6 wie oft und wie gern habe ich's gethan -- um seine ,gangart kennen zu lernen4 ,mit wunderbarer ,sicherheit und mit photographischer ,treue wusste er sie nachher wiederzugeben4 ,er hatte eine ,steeplechase gemalt1 wie ein ,gaul1 alle vier ,beine unterm ,leib1 ber eine ,hrde setzte1 und die ,kritik hatte ihn wegen der allerdings hchst ungewhnlichen und gewagten ,stellung der vier ,pferdebeine1 als unmglich in der ,natur1 heftig angegriffen4 ,eines ,tages zeigte er uns triumphierend eine ,momentphotographie1 die inzwischen erfunden worden war und woraus deutlich hervorging1 dass er ganz richtig die ,stellung der ,pferdebeine wiedergegeben hatte4 ,und nur jemand1 der sich mit hnlichen ,problemen beschftigt hat1 weiss1 was es heisst1 derartige ,bewegungen zu beobachten und richtig wiederzugeben4 ,sein ,sinn fr ,zeichnung war eminent3 wie jedes wahrhaft knstlerische ,zeichnen1 beruhte er auf dem ,gefhl fr richtig und gross gesehene ,verhltnisse4 ,ich entsinne mich noch eines seiner ,skizzenbcher mit ,studien zu einer ,parforcejagd1 die er fr den ,grossherzog von ,mecklenburg malen sollte2 oft nur ,andeutungen1 der ,kopf in ,form eines ,ovals und mit ein paar ,strichen fr ,augen1 ,nase und ,mund1 aber die ,proportionen waren so richtig1 dass man aus den wenigen ,strichen die dargestellten ,personen erkennen konnte4 ,doch1 wie gesagt1 ,steffeck war nicht nur ,berufsmensch und ,familienvater3 er war auch ,genussmensch4 ,er interessierte sich fr alles1 fr ,politik1 fr alles1 was in der ,welt1 d4 h4 in ,berlin1 passierte4 ,er sass in unzhligen ,kommissionen und er war wohl durch #bj ,jahre ,prsident des ,vereins ,berliner ,knstler4 ,nicht nur ,prsident1 sondern dessen ,seele3 er hatte es verstanden1 durch ,heranziehen von fhrenden ,mnnern aus andern ,berufen aus dem ,verein den geselligen ,mittelpunkt ,berlins zu machen4 ,ich glaube1 dass er ,prsident des ,vereins blieb bis zu seinem ,weggange nach ,knigsberg1 wo er ,direktor der dortigen ,akademie wurde4 ,jetzt ist aus dem ,verein1 der ursprnglich nur gesellige und wohlthtige ,zwecke verfolgte1 weder zu seinem ,vorteile1 noch zu dem seiner ,mitglieder ein kunstpolitischer geworden3 nachdem er die ,mitwirkung an den grossen ,kunstausstellungen erlangt hat1 wird er versuchen1 auch ,juryfreiheit fr die ,mitglieder des ,vereins herauszuschlagen4 ,und es liegt auf der ,hand1 dass dadurch das ,niveau der ,kunst in ,berlin unendlich leiden muss4 ,ich sah ,steffeck zum letzten ,male im ,jahre #ahhf1 als er von ,knigsberg auf der ,durchreise nach ,karlsbad sich ein paar ,tage hier aufhielt2 er war ein ,greis geworden1 der1 von ,rheumatismus geplagt1 sich nur mhsam1 auf den ,stock sich sttzend1 fortbewegen konnte1 und wenige ,jahre darauf1 #ahij1 ist er gestorben4 ,es wre lcherlich1 von ,steffeck in ,superlativen zu reden3 er selbst -- denn er war wie ,th4 ,fontane1 mit dem er auch sonst manche ,aehnlichkeit hat1 ein ,cyniker1 und zwar von der ,sorte1 der sentimentale ,phrasen und feierliche ,redensarten am ekelhaftesten sind -- wrde am lautesten darber lachen4 ,aber er war ein ganzer ,mensch und ein echter ,knstler1 der sein ,handwerk ehrte1 und darum sollte auch ihn das ,handwerk ehren4 ,seine ,kunst und sein ,leben waren ausgeglichen und in ,harmonie1 daher die ,liebenswrdigkeit1 die beides umstrahlt4 ,ich aber wollte der ,liebe und ,verehrung1 die ich ihm bers ,grab hinaus bewahrt habe und bewahren werde1 ,ausdruck geben3 ,nehmt alles nur zusammen1 ,steffeck war ein famoser ,kerl4 ,illustration3 ,a4 ,maillol1 ,studie ,,aristide ,,maillol ,,von ,,maurice ,,denis ,i4 ,die ,begabung fr das ,klassische4 ,es gereicht der franzsischen ,skulptur zur besonderen ,ehre1 dass die ,kunst ,aristide ,maillols ihre ,blte und ihren ,erfolg zur gleichen ,zeit feiert1 in der der ungeheure ,ruhm von ,rodin uns noch mit seinem ganzen ,zauber beherrscht4 ,rodin hat uns aufgezwungen das ,gefhl fr seine schneidende ,art1 fr seinen ,geschmack an dogmatischer ,schnheit an ,charakter und ,ausdruck1 hauptschlich an seinem ,stil1 der ganz nur ihm eigentmlich ist1 der feurig und kompliziert1 leidenschaftlich ist1 der zum ,fremdartigen neigt und der1 was dies ,alles besagt1 durchtrnkt ist von ,romantik4 ,er wird auf unsere ,epoche einen hnlichen ,einfluss haben wie ,richard ,wagner3 er ist das ,haupt der modernen ,schule1 alle ,neuerer werden aus ihm hervorgehen4 -- ,und nun entdeckt uns ein neuer ,meister ein anderes ,ideal1 andere ,schnheiten1 deren naive ,sinnlichkeit1 ,einfachheit und ,vornehmheit ohne ,pose wieder mehr den ,geschmack fr das ,klassische hervorheben und den ,reiz eines frischen und kristallklaren ,wassers haben4 ,seine ,kunst ist eine vornehmlich synthetische ,kunst4 ,ohne durch irgend eine ,theorie dahin gefhrt zu werden1 nur durch seinen eigensten ,instinkt1 hat er an der neoklassischen ,bewegung teilgenommen1 deren ,ursprung man bei ,czanne und ,gauguin suchen muss4 ,die ,terrakotten und die ,holzschnitzereien des ,meisters von ,tahiti1 ebenso wie die ,kartons zu ,gobelins von ,emile ,bernard sind nicht ohne ,einfluss auf seine ,entwicklung gewesen4 ,die ,kunstleistungen der ,synthetischen1 die sich gegen den eklektischen ,realismus der ,akademien emprten1 haben in ,maillol1 der ein ,schler von ,cabanel war1 seine wahrhafte ,natur erweckt4 ,aber whrend wir jene ,einfachheit1 jenen grossen ,stil nur in ,paradoxen suchten und nur unter grssten ,opfern fanden1 entdeckte ihn ,maillol in sich selbst1 fast mhelos4 ,er verstand es1 die kleinlichen ,berechnungen1 die ,vorurteile der akademischen ,schule einfach ber ,bord zu werfen1 und kam frh dazu1 auf allen ,gebieten ,werke von wirklich synthetischer ,schnheit zu schaffen4 ,jeder denkende ,knstler kommt frher oder spter dahin1 diese ,art ,schnheit jeder anderen vorzuziehen4 ,das ,ideal der ,kunst ist1 in wenigen klaren und bestimmten ,formen die unendlich verschiedenartigen ,beziehungen zu kondensieren und zusammenzuziehen1 die wir in der ,natur beobachten4 ,gegen ,ende ihrer ,laufbahn verzichten ein ,degas1 ein ,rodin1 ein ,renoir auf die kstlichsten ,feinheiten ihrer frheren ,malweise und erweitern ihr ,handwerk1 krzen ab1 vereinfachen und bringen ,opfer4 ,wer unter uns1 der sich der wahren1 der einzigen ,schwierigkeit unserer ,kunst bewusst ist1 wrde nicht gern all seine ,qualitten von ,geschmack1 ,feinfhligkeit und ,technik eintauschen gegen jene kostbare ,gabe1 die vorzglich die ,begabung ,maillols ist3 die klassische ,begabung4 ,,ii4 ,ueber klassische ,kunst4 ,in der ,kenntnis der klassischen ,kunst herrscht vor allem die ,idee der ,synthese4 ,kein ,klassiker1 der nicht konomisch mit seinen ,mitteln umgeht1 der nicht die ,grazie des ,details der ,schnheit des ,ensembles unterordnet1 der nicht die ,grsse durch ,prgnanz erreichen will4 -- ,aber die klassische ,kunst verlangt ausserdem den ,glauben an notwendige ,beziehungen1 an mathematische ,proportionen1 an einen ,schnheits-,standard -- entweder ein ,sujet des ,kunstwerks 7,kanon des menschlichen ,krpers7 oder in der ,oekonomie des ,werkes 7,gesetze der ,komposition74 ,wichtig ist auch1 das ,gleichgewicht zwischen ,natur und ,stil1 zwischen ,ausdruck und ,harmonie zu finden4 ,der ,klassiker handelt nach synthetischer ,methode1 stilisiert oder erfindet sogar vielleicht ,schnheit1 nicht nur beim ,bildhauen oder ,malen1 sondern schon beim ,sehen1 wenn er die ,natur anschaut4 ,jedes ,objekt1 das er betrachtet1 erschafft er neu2 wenn er ihm auch seine hauptschliche logische ,berechtigung belsst1 wandelt er es seinem eigenen ,genie gemss um4 ,der griechische ,bildhauer aus der ,schule des ,phidias weicht nicht dem ,modell aus1 indem er vereinfacht2 er lsst nichts aus1 aber so meisterhaft beherrscht er jedes ,detail der ,mathematik1 dass sie sich alle in erhabener ,harmonie auflsen4 ,der ,krper1 den seine ,kunst erdenkt1 ist so objektiv1 dass er wahr erscheint1 und doch hat ihn der ,gedanke des ,menschen konstruiert1 er hat ,stil4 ,so bildet der ,klassiker aus den der ,natur entlehnten ,elementen nicht nur die ,elemente von ,kunstwerken1 wie der ,orientale1 der ,romantiker oder der ,impressionist1 sondern auch die ,elemente einer ,natur1 wie er sie sieht1 ideal verstndlich und nach seinem ,bilde erschaffen4 ,es scheint brigens1 dass es die ,griechen des fnften ,jahrhunderts und die ,aegypter sind1 welche die allgemein verbreitetsten ,schnheitstypen und die besten ,proportionen geschaffen1 sowie am meisten ,leben und ,realitt in eine bis dahin rein architektonische ,auffassung des menschlichen ,krpers gebracht haben4 ,und ist es nicht gerade das1 was wir auch in anderen ,epochen bei den ,meistern der ,bildhauer- und ,malkunst am ,mittelmeer1 bei den ,mosaikknstlern von ,rom und ,ravenna1 bei den ,giottisten bewundern8 ,,iii4 ,griechische oder gotische ,klassik8 ,wie jene bemht sich auch ,maillol vollkommen schne und vollkommen einfache ,formen zu schaffen4 ,den ,gegenstand seiner ,sinnlichkeit1 alles1 was er in der ,natur liebt1 kleidet er in gewisse ,konventionen1 die er erfunden hat4 ,er erschafft1 ganz naiv1 vielleicht sogar unbewusst1 klassische ,synthesen4 ,nichts ,ueberflssiges belastet die ,knappheit seiner ,figuren1 von denen so manche die ,reinheit einer ,tanagra-,figur hat4 ,durch seine ,geburt1 durch seine ,rasse gehrt er dem ,sden ,frankreichs an3 er kommt uns von den ,ufern des ,mittelmeers1 dessen blaue ,fluten die ,geburt der ,venus gesehen und zu so vielen berhmten ,kunstwerken begeistert haben4 ,irgend ein ,grieche1 sein ,ahnherr1 hat vielleicht an unsere sdlichen ,ksten mit dem ,kultus der ,schnheit auch den der ,pallas ,athene mitgebracht1 also den ,kultus des klassischen ,geistes4 ,er selbst1 mit seiner gut gebauten ,stirn1 seiner geraden ,nase1 seinem borstigen ,bart1 gleicht einem der ,krieger aus dem ginetischen ,giebelfeld2 er ruft in einem die ,gedanken an einen ,begleiter des schlauen ,odysseus wach1 den eine keltische ,nymphe an diesen ,ufern zurckgehalten hat4 ,in ,bauyulx in ,roussillon geboren1 wo er auch alljhrlich die ,wintermonate verlebt1 ist er zwischen den ,pyrenen und dem ,meer aufgewachsen1 unter ,olivenbumen und in ,weingrten4 ,da erhlt eine freigebigere ,sonne die ,geister der ,menschen1 eine lchelnde ,jugend4 ,sie sind immer zum ,enthusiasmus bereit1 feurig in ,worten1 zu wunderbaren ,erzhlungen geneigt4 ,wer ,maillol gehrt hat1 wie er ,melodien seines ,vaterlandes singt1 den ,himmel1 die ,sonne und den ,wein rhmt1 der weiss1 wie tiefe ,wurzeln ihn an den lieben ,boden des ,vaterlandes knpfen1 ,greek3 ,philn es patrida gaian1 dort hat er die ,weisheit ,houdon's wiedergefunden1 da knpft er mit leichter ,grazie an die ,traditionen der griechischen ,bildhauerkunst an4 ,von anderer ,seite#a wird behauptet1 dass ,maillol ein ,anhnger der ,gotik sei4 ,und das scheint ein direkter ,widerspruch gegen uns zu sein4 ,ich gebe zu1 er hat die ,grazie1 die ,intimitt1 die ,feinfhligkeit des ,occidentalen4 ,seine ,auffassung des ,realen berhrt uns nher als die ,vollkommenheit der ,antike1 er hat eine anmutende ,heiterkeit1 incessu patuit dea lsst sich nicht auf seine nackten ,figuren anwenden4 ,sein ,klassizismus liegt uns nher1 mit einem ,wort1 er ist ein ,moderner4 ,aber man muss sich darin verstehen4 ,ich teile nicht das ,vorurteil unserer lateinisch-heidnischen ,erziehung1 die uns unser ,mittelalter als eine dunkle ,epoche der ,askese und der ,barbarei zeigt4 ,im ,gegenteil1 das ,christentum erweckte die ,leidenschaft fr die ,natur3 die ,kunst des ,mittelalters1 bald mystisch1 bald sinnlich1 hatte ein sehr lebhaftes ,gefhl fr alles1 was reizvoll auf der ,erde ist4 ,die ,meisterwerke unserer ,bildhauerkunst des ,,xiii4 ,jahrhunderts lassen sich ganz mit den ,meisterwerken des griechischen ,v4 ,jahrhunderts vergleichen4 ,obgleich sie verschiedenartiger1 lebendiger1 ausdrucksvoller sind1 drfte man ihnen den ,charakter allgemeiner ,menschlichkeit1 und jene erhabene ,roheit absprechen1 durch die ,maillols ,statuen mit den schnsten ,antiken verwandt sind4 ,aber von unserm ,standpunkt1 d4 h4 vom klassischen ,standpunkt aus1 muss jeder zugeben1 dass z4 ,b4 die ,statuen von ,chartres eine ebenso geluterte ,kunst1 einen ebenso gefeilten ,stil1 ein ebenso reines ,formgefhl zeigen wie die schnsten griechischen ,statuen4 ,und es giebt wenig ,darstellungen der ,frau in der griechischen ,kunst des ,v4 ,jahrhunderts1 die so frisch und kstlich wirken1 wie die ,darstellung der heiligen ,jungfrau1 die die ,gotik uns so rundlich und heiter lchelnd zeigt4 ,das ,buch ber die ,sinnlichkeit und die ,vollkommenheit der ,form der franzsischen ,bildhauerkunst des ,mittelalters ist noch nicht geschrieben4 #a ,jacques ,blanche4 ,ich weiss nicht1 ob ,maillols synthetische ,methode sich an die ,griechen oder an die ,gotiker lehnt4 ,aber unbedingt sehe ich bei ihm ein entschiedenes ,eingehen auf die ,natur und auf das individuelle ,leben1 das er1 wie in den ,kirchenbildern1 durch absolute ,wahrheit bersetzt1 die ihn bis zur ,missbildung und zum ,linkischsein fhrt4 ,am ,portal von ,notre ,dame in ,paris1 in der ,herodias von ,rouen1 im ,vierblatt von ,amiens1 im ,giebelfeld der ,brautthr von ,st4 ,sebaldus in ,nrnberg finden sich ,rundungen1 eine ,grazie1 ,naivitten1 die der reine ,maillol sind4 ,in ihm vereinigen sich vershnlich zwei aufeinanderfolgende ,traditionen1 das griechische ,v4 und das christliche ,,xiii4 ,jahrhundert1 zwei ,kunstformen1 die den idealen ,typus der ,menschheit durch die ,flle der ,form verwirklicht haben4 ,,iv4 ,flle der ,form4 ,bis zu welchem ,grade ,maillol das ,gefhl fr die ,form1 fr die ,schnheit einer ,linie1 fr die geometrische ,vollkommenheit eines ,krpers hat1 das drcken schon vollkommen seine ,entwrfe1 seine flchtigen ,skizzen aus4 ,ein einfacher ,zug gengt ihm1 um sein plastisches ,interesse an einem ,werke zu rechtfertigen1 an dem wir ihn dann lange ,monate arbeiten sehen4 ,die zauberhaften ,arabesken seiner ,tapisserien zeigen sein erstes ,tasten nach der ,form2 allerdings sind sie farbig und das ist auf den ersten ,blick ihr grsster ,reiz4 ,wenn er auch aus einem ,land stammt1 das ,poussinsche ,linien und mehr graue ,tinten zeigt1 so reizte ihn doch von ,jugend an das ,spiel der ,farben4 ,er war ein malerisches und dekoratives ,talent1 ehe er ,bildhauer wurde4 ,man kennt die schnen gewirkten ,tapeten1 die er im ,salon der ,socit ,nationale ausstellte3 grosse ,figuren genial drapierter ,frauen in der ,umgebung eines ,obstgartens oder ,parks4 ,aber gerade in diesen ersten ,werken1 ebenso in seinen wenigen ,malereien1 ,lithographien und ,holzschnitten entdeckt man unter der ,zartheit der ,farben sein tiefes ,gefhl fr die ,form1 auf den emaillierten ,fayencetellern1 die aus seiner ,anfangszeit stammen1 z4 ,b4 den beiden jungen ,mdchen1 die eine ,giesskanne tragen1 stehen die ,umrisse in voller ,schrfe1 und doch treten schon die ,modellierungen bedeutungsvoll hervor4 ,und schon seine ersten ,figurinen zeigen in ihrer ,flle all seine plastischen ,qualitten4 ,seine ,meisterschaft besttigt sich in den ,statuen und ,statuetten der letzten ,jahre1 der halbdrapierten ,figur von ,octave ,mirbeau2 den ,kmpferinnen und dem sitzenden jungen ,mdchen von ,herrn ,vollard1 einer stehenden ,frau von ,mr4 ,fayet1 einer kauernden weiblichen ,gestalt vom ,grafen ,kessler2 in allen entdeckt man erstaunliche ,kombinationen von ,flchen und geflligen ,rundungen1 ein vollkommenes ,verstndnis der relativen ,wichtigkeit der ,volumen1 eine starke ,modellierung und ,breite in der ganzen ,ausfhrung4 ,was ist nun in der ,ausarbeitung seines ,werkes sein ,kriterium1 sein ,fhrer8 ,es ist nicht der ,charakter eines ein fr allemal gewhlten ,typus2 denn er entnimmt verschiedenen ,modellen1 ,abgssen und selbst ,photographien die ganz verschiedenen ,elemente1 die er zu einem ,ganzen verschmilzt4 ,es ist auch nicht die ,bewegung1 denn er verndert sie im ,laufe seiner ,arbeit1 es ist einfach das wundervolle1 instinktive1 natrliche ,gefhl fr die ,form4 ,keiner komponiert so wie ,maillol das ,element des ,fleisches1 die ,symmetrie eines ,torsos und die ganze ,architektur der ,sinne1 in der sich seine ,phantasie entfaltet4 ,er braucht absolute ,freiheit1 um nach seinem sicheren ,instinkt zu erfinden und die ,materie zu gestalten4 ,aber auch im ,meistern der ,ueberflle seiner ,gaben1 in der ,art1 wie er unter tausend verschiedenen ,elementen diejenigen whlt1 die am geeignetsten sind1 ihn zu befriedigen1 fhlt er ganz wie die ,klassiker das ,bedrfnis eines ,zwangs4 ,dieser ,nachkomme der ,aegypter1 der ,griechen und des herrlichen ,pradier schreibt sich selbst festgelegte ,proportionen1 feste ,satzungen vor3 nach seinen gewhnlichen ,modellen hat er die ,maasse przisiert1 die ihm gefallen1 und einen idealen ,typus geschaffen1 dem er nach ,mglichkeit alles unterwirft4 ,ich habe beobachtet1 dass er sich1 indem er mglichst systematisch kugel- und cylinderhnliche ,formen verwendet1 den ,rat von ,ingres zu verwirklichen bemht3 dass die ,beine wie ,sulen sein mssen4 -- ,und er verwendet die vom ,meister bezeichneten ,mittel3 ,um die ,schnheit der ,form zu erreichen1 muss man rund und ohne innere ,details modellieren4 ,denn schne ,form ist gerade ,flchen mit ,rundungen4 -- ,und ,ingres fgte hinzu3 ,warum schafft man nicht grossen ,stil8 weil man statt einer grossen ,form drei kleine macht4 ,eine glnzende ,formel1 welche die ganze ,kunst und ,methode ,maillols umfasst6 ,v4 ,der ,sinn fr das ,reale4 ,so haben wir nun untersucht1 welche ,qualitten er fr sein ,schaffen mitbringt und mit welcher ,beherrschung er eine ganz konkrete und ganz mit ,realismus genhrte ,phantasie beherrscht4 ,denn solche ,kunst wre in der ,that akademisch1 wenn die ,liebe zum ,realismus nicht berall darunter hervorblhen wrde4 ,aus seinen vollendetsten ,synthesen ist es leicht1 seine ,begeisterung fr die ,natur herauszufhlen4 ,dieser grosse ,klassiker hat eine ganz kindliche ,empfindung4 ,jedes noch so vertraute ,schauspiel in der ,natur sieht er jedesmal wieder mit entzckten ,augen und einem frischen ,herzen4 ,die ganze ,aussenwelt liebt er leidenschaftlich4 ,giebt er nun wirklich dem was er sieht den ,vorzug vor dem1 was er erfindet8 ,eine offene ,frage4 ,jedenfalls hat er die ,gabe der ,frische in einem unerhrten ,grade4 ,ich habe ihn in ,ekstase geraten sehen ber einen ,kieselstein1 ber ein ,stckchen ,erde1 ber den ,glanz eines ,metalls4 ,seine ,zrtlichkeit ist unermesslich1 er ist fr den ,zauber jeder ,sache empfnglich4 ,wenn seine knstlerische ,neugierde so universell ist1 wenn er sich so warm mit dem anzuwendenden ,material1 mit der ,patina1 beschftigt1 wenn er gern neue ,mischungen zum ,modellieren erfindet1 wenn er bei seinen ,spaziergngen auf dem ,lande ,pflanzen sammelt1 um ihren ,saft zu ,farbstoffen auszupressen1 so kommt das daher1 dass nichts in der ,natur ihn gleichgltig lsst4 ,er ist eben mit allen ,sinnen der geborene ,realist4 ,,vi4 ,maillols ,sinnlichkeit4 ,dies ist auch das ,geheimnis seiner sexuellen1 mehr griechischen als christlichen ,sinnlichkeit1 in der seine ,kunst sich gefllt4 ,ein voller ,rcken1 strotzende ,schenkel1 runde ,schultern1 die ,weichheit des ,leibes1 straffe ,brste -- bei all diesen ,reizen des weiblichen ,krpers verweilt zrtlich sein ,meissel4 ,die ,antike1 die nicht die ,frauen liebte1 hat uns wenige so verfhrerische ,figuren hinterlassen4 ,keine ,romantik1 keine ,literatur kompliziert ihm die jugendliche ,vision dieser schnen1 zur ,liebe bereiten ,krper1 ohne ,scham und ohne ,leidenschaft1 ,geschpfe der feinsten und kstlichsten ,bestialitt1 krftig gebaute und gesunde ,musen1 deren lssige ,stellungen sie der ,mutter ,erde nhern1 oder die manchmal ohne ,bewegung im ,glanz ihrer ,nacktheit dastehen2 ,architekturen des ,fleisches1 die kalt wren ohne jenes ,erzittern der ,haut1 ohne jene ,unbestimmtheit der ,geste1 ohne die ,zrtlichkeit1 die ihnen die wundervolle ,schchternheit ,maillols einhaucht4 ,,vii4 ,das ,linkische in ,maillols ,kunst4 ,so oft er aufrichtig ist1 wird er linkisch4 ,ich verstehe unter linkisch jene ,art von ,ungeschicklichkeit1 durch die sich1 nicht gebunden an ussere ,formen1 die persnliche ,erregtheit des ,knstlers offenbart4 ,nicht nur unsere alten ,meister1 die frhen ,gotiker1 nein1 auch die grssten unserer ,modernen haben uns ,zeugnis von dieser glcklichen ,naivitt gegeben4 ,ingres lie sich1 statt sich mit den akademischen ,vorschriften der ,schule ,davids zu begngen1 ruhig der ,ungeschicklichkeit zeihen und wagte die ,thetis zu zeichnen6 ,der alternde ,puvis de ,chavannes bumte sich gegen den ,verfall der ,ingres-,schule auf und in ihm erstand die ,kindlichkeit der ,giottoschule wieder4 ,um der jmmerlichen ,oberflchlichkeit der ,kunst des zweiten ,kaiserreichs zu entgehen1 begngten sich ,manet1 ,renoir1 ,degas damit1 aufrichtig zu sein und verachteten die ,virtuositt1 und die ,kritik witzelte ber ihre ,unkenntnis der ,prinzipien von ,kunst1 ,farbe und ,zeichnung6 ,der ,fall ,maillol ist ein komplizierterer2 seine ,kunst ist eine ,kunst der ,formeln1 aber sein ,instinkt stellt sie auf3 er enthlt sich jedweder ,konvention1 wenn er sie nicht1 wenn ich so sagen darf1 selbst erlebt hat4 ,man muss folgendes richtig verstehen3 ,seine ,aufrichtigkeit kennt nur ,grenzen insoweit1 als sein klassischer ,geschmack in ,betracht kommt4 ,immerhin ist sie aber begrenzt2 und trotz dieses ,zwanges bricht sie berall siegreich hervor1 sie macht diese kanonische ,schnheit lebendig1 so dass1 so vollendet er auch erfindet1 seine ,kunst doch der ,triumph des ,instinkts ist4 ,wie naiv sieht er sein ,modell1 wie natrlich formt er es6 ,die ,khnheiten1 die er sich mit der ,natur erlaubt1 die ,missbildungen1 durch die er eine ,bewegung1 eine ,stellung betont1 der ,rhythmus eines schnen ,krpers1 kein ,kunstgriff verbirgt sie3 man sieht sie deutlich1 er hat gar nicht die ,absicht1 etwas zu verbergen6 ,keinerlei ,erleichterung1 kein ,notbehelf6 ,wie seine ,frauengestalten sind1 ist seine ,kunst nackt und natrlich6 ,und wie sie hat er auch jene burische ,derbheit1 eine ganz altmodische ,gesundheit und jene ,schamhaftigkeit1 die jeder von ,natur offene ,mensch einer komplizierten ,zivilisation gegenber hat4 ,welch herrliches ,naturell6 er vereinigt die ,tugend eines ,klassikers mit der ,unschuld eines ,primitiven6 ,,viii4 ,ein klassischer ,primitiver4 ,wie die ,primitiven hat er die ,achtung vor seinem ,handwerk4 ,er macht sich gar nichts aus den ,klassifikationen der ,theoretiker1 und er glaubt nicht1 dass die ,inspiration allein gengt ohne die ,fgsamkeit der ,hnde4 ,er lsst sich nicht durch leere ,worte dpieren1 er weiss1 dass die ,kunst kein ,priesteramt ist1 dazu bestimmt1 um die ,gesetze der essentielle humanit zu entwirren und zu verknden4 ,die ,dilettanten unserer ,zeit1 die aberglubisch die geringfgigsten ,skizzen irgend eines geschickten ,talentes verehren1 werden in ,maillol keinen ,mitschuldigen fr ihren ,fanatismus finden4 ,so durchdrungen er von seinem ,werte ist1 so will er weder sich noch uns durch eine ,skizze zufriedenstellen4 ,er hat den ,ehrgeiz und die ,anstndigkeit1 zu vollenden1 zu gltten1 mit einem ,wort1 ein vollkommenes ,kunstwerk zu schaffen4 ,er nimmt sich dazu die notwendige ,zeit1 er hat die ,redlichkeit des ,kunsthandwerkers aus frheren ,tagen3 er hat ,geduld4 ,solch ein ,praktiker ist eine ,seltenheit in unserer ,epoche des ,impressionismus und der ,improvisation1 er verschmht1 mit den ,abdrcken seiner ,finger im ,thon zu modellieren1 und ist nicht zufrieden1 bis sein ,holz hbsch sauber1 sein ,thon geglttet ist und bis die ,bronze unter der ,feile die ,flle der ,oberflchen und die ,eleganz der ,rundungen angenommen hat4 ,wenn er die ,geduld der ,primitiven hat1 so treibt er auch wie sie sein ,handwerk einfach1 indem jede ,handhabung aus der ,erfahrung seiner ,hnde resultiert4 ,die moderne ,industrie mit ihren flinken ,hlfsmitteln schdigt nicht seine eifrigen ,versuche1 ja1 ich wage zu sagen1 er verachtet sie2 ebenso hat er kein grosses ,zutrauen zu den ,neuerungen auf wissenschaftlichem ,gebiete3 er verlangt von der ,natur direkt alle ,hlfsmittel1 die sie ihm bieten kann1 und fr das brige nimmt er zu den ,traditionen des ,handwerks ,zuflucht4 ,auf seinen zuflligen ,spaziergngen in ,banguls entdeckte er die seltensten und dauerhaftesten ,tinkturen1 ein alter ,apotheker leitete seine botanischen ,sammlungen und um seine ,frbmittel herzustellen1 bediente er sich der ,rezepte von ,empirikern4 ,und so gelang es ihm1 ,wolle von absolut echten ,farben herzustellen1 die1 wie ,herr ,meier-,graefe versichert1 denen aus der ,manufaktur der ,gobelins vorzuziehen sind4 ,ich muss noch hinzufgen1 dass er dieselbe ,methode in der ,zusammensetzung der ,thonerde und der ,emaille anwendet1 ebenso in der ,wahl und der ,verfertigung seines ,handwerkszeugs4 ,voller ,verehrung fr die ,vergangenheit1 gehorsam den ,lehren der ,museen1 ahmt er keine ,epoche sklavisch nach und liebt sie alle4 ,daher archaisiert er auch nie mit ,absicht1 er erschafft jede seiner ,formeln neu4 ,wenn er manchmal den ,griechen aus der ,zeit des ,phidias sich nhert -- und das springt bei einer lebensgrossen ,figur1 an der er jetzt arbeitet1 in die ,augen1 kommt das nicht etwa durch eine mhsame gnostische ,nutzanwendung1 durch die ,vermittlung einer khlen ,ueberlegung1 oder durch ,nachahmung -- nein1 er fhlt eben einfach ganz wie sie1 und ihre ,vollendung ist die seine1 die ganz mit seinem ,instinkt bereinstimmt4 ,er ist ein primitiver ,klassiker4 ,,ix4 ,inwiefern ist er ,meister seines ,geschicks8 ,ich habe gezeigt1 welchen selbst erwhlten ,platz ,aristide ,maillol unter den ,neueren in der ,kunst unserer ,epoche einnimmt4 ,keine ,versuchung1 kein ,einfluss 7wenn es nicht etwa der ,rausch des ,erfolges wre7 knnte ihn von einem so scharf gezeichneten ,wege ableiten1 auf dem er schon ,werke von einer seltenen ,vollendung geschaffen hat4 ,und doch entwickelt er sich noch4 ,es sei erlaubt1 dem nachzudenken1 nach welchen ,zielen seine letzten ,arbeiten streben4 ,seine ersten ,terrakotta-,plaketten1 in denen er bei seinem ,auftreten so geglckte ,silhouetten prgte1 seine ,bronze-,figurinen1 hauptschlich seine letzten ,statuetten1 waren schon trotz ihrer kleinen ,proportionen monumentale ,werke4 ,es wre von nun an richtig1 dass die ,architekten ihn teilnehmen liessen an der ,ausschmckung knftiger ,palste4 ,niemand verstnde besser als er1 seinen ,statuen die gebhrende ,rolle zu geben1 die der ,skulptur in der ,oekonomie eines ,gebudes zukommt4 ,sie wrden den strengen ,linien der ,steine ein heiteres ,leben einhauchen1 ohne die ,grsse der ,gesamtheit zu zerstren1 ohne die ,uebertreibung einer ,bewegung oder die ,aufdringlichkeit eines ,ausdrucks4 ,wie selten sind aber moderne ,architekten1 die soviel ,stil und soviel ,mssigung verdienen6 ,ich denke mir ihn lieber1 wie er die ,alleen eines ,parks verschnt und wie er unter dem dichten ,grn eines neuen ,versailles1 in der klassischen ,umgebung eines franzsischen ,parks1 edle und verfhrerische ,bildwerke errichtet1 eine ,freude fr die ,augen und ein ,ausruhen fr den ,geist4 ,,aubrey ,,beardsley ,,ber ,,turner ,sobald ausserordentliche ,knstler ber ,knstler sprechen1 ist es bemerkenswert2 sie bertreffen die richtigen ,meinungen1 ebenso wie ausserordentliche ,gemlde in den ,geist der ,kunst selbst dann einfhren1 wenn sie ,fehler haben4 ,die ,fehler gehen aus dem ,begnadetsein des ,knstlers hervor2 wer den ,knstler liebt1 wird ihn auch in seinen ,uebertreibungen lieben und lernt durch ihn unsagbare ,dinge4 ,in glnzender ,weise hat ,ruskin1 der1 obzwar ,schriftsteller von ,profession1 doch gleichfalls ein ,knstler war1 der sich in ,uebertreibungen erging1 gesagt3 ,michelangelo und ,turner waren ,gegenpole und die beiden grssten ,knstler jeder in seiner ,art1 der eine der grsste ,monumentalknstler1 der andere der grsste ,landschaftsmaler4 ,er hat sich geirrt4 ,derartiges ,generalisieren fhrt notwendig einen ,mangel an ,feinheit des ,urteils herbei4 ,er hat jedoch in grossen ,strichen gezeichnet und sein ,urteil wirkt anschaulich4 ,aber wunderbar hat andererseits der geniale ,zeichner ,aubrey ,beardsley den englischen ,landschaftsmaler charakterisiert -- ebenfalls mit paradoxen ,mitteln4 ,in einer ,novelle hat ,aubrey ,beardsley dies ,kunsturteil ber ,turner niedergelegt4 ,zauberhaft geschrieben ist sie4 ,beardsley zeigt den ,helden seiner ,novelle in einer ,morgenstunde1 den sonderbar gemusterten ,betthimmel anblickend und seinen ,ideen nachhngend4 ,nachdem er erzhlt hat1 an was alles sein bizarrer ,held in diesem ,augenblick denkt1 an lauter schne1 anmutige und interessante ,dinge1 fhrt ,aubrey ,beardsley1 der sich mithin nicht allein zum ,novellisten sondern auch zum ,kritiker geeignet zeigte1 in seiner ,erzhlung fort3 ,er dachte auch an den ,claude ,lorrain in ,lady ,delaware's ,sammlung1 das ,hauptwerk eines anbetungswrdigen und unfehlbaren ,meisters1 der mehr als irgend ein anderer ,landschaftsmaler uns von der ,atmosphre unserer ,stdte frei und uns vergessen macht1 dass das ,land zuweilen schon steif1 langweilig und ermdend sein kann4 ,es scheint fast unglaublich1 dass man ,claude jemals in ungnstigem ,sinne mit ,turner1 dem ,wiertz der ,landschaftsmalerei1 verglichen habe4 ,corot ist sein einziger ebenbrtiger ,rival1 doch verdunkelt oder ersetzt er ,claude ,lorrain nicht4 ,ein ,corot'sches ,gemlde ist wie ein zartes lyrisches ,gedicht voll ,liebe und persnlicher ,aussprache2 whrend eine ,landschaft von ,claude an eine vornehme1 gedankenschwere ,ekloge erinnert4 ,eine feinere ,bemerkung als der ,vergleich von ,turner mit ,wiertz1 dem belgischen ,gernegross1 ist selten gemacht worden4 ,in der ,verurteilung ,wiertz' ist sich alle ,welt einig1 in der ,geringschtzung ,turner's ist man sich so wenig einig1 dass ,aubrey ,beardsley gewiss der ,letzte gewesen sein wrde1 der den ,vergleich mit ,wiertz ernstlich aufrecht gehalten htte4 ,dennoch fhlt man1 wie etwas ,treffendes in dem ,worte liegt4 ,illustration3 ,aubrey ,beardsley1 ,zeichnung zu ,e4 ,a4 ,poe ,,drei ,,briefe ,,von ,,anselm ,,feuerbach ,liebe ,mutter6 ,du wirst mit ,einpacken fr ,emilie#b beschftigt sein und ich freue mich darber1 dass wenigstens ,eines ,deiner ,kinder entschlossen ist1 whrend auf mir noch immer der ,dmon der ,unentschlossenheit ruht4 #b ,die ,schwester des ,malers4 ,ich habe wahrhafte ,sehnsucht an die ,arbeit zu kommen4 ,vorgestern ,abend wurde mir allerseits zugesetzt1 den ,winter hier zu bleiben4 ,professor ,schwind1 mit dem ich von frherher ganz auseinander war1 wurde ich vorgestellt und er hat sich den ganzen ,abend mit mir auf das herzlichste unterhalten4 ,gestern war ich bei ihm und ich muss ihm1 trotzdem er nicht malen kann1 den ,preis geben vor allen ,andern4 ,er ist wirklich der ,genialste1 der mir noch vorgekommen4 ,spt in der ,nacht1 nach dem ,abendessen1 liess er die ,musiker1 welche bei ,tafel gespielt hatten1 noch ein ,quartett von ,haydn machen4 ,er findet es schlimm1 dass ich bloss vom ,verkaufe meiner ,sachen leben muss1 und meint1 es htte einen bessern ,klang1 wenn ein ,bild aus ,mnchen1 als aus ,karlsruhe komme4 ,an ,bcklin schreibe ich heute4 ,piloty war von exquisiter ,freundlichkeit4 ,der ,grossherzog von ,weimar hielte viel auf mich2 er selbst gehe auf ,besuch hin und nach ,berlin und schlug mir vor1 mitzugehen1 aber nicht vor ,anfang ,november1 da der ,herzog auf der ,jagd wre und er es mir sehr bel nhme1 wenn ich zu einer ,zeit hinkme1 wo er abwesend444 ,wenn ich 7hier7 die ,behaglichkeit der ,leute sehe1 den ,reichthum ihrer ,ateliers1 der ,hilfsmittel1 die ihnen dadurch zu ,gebote stehen1 so mchte ich mich sofort ersufen444 ,mit ,modellen sieht es hier schlecht aus1 in ,weimar auch444 ,was habe ich von ,karlsruhe1 wo man mir nicht einmal einen ,auftrag gegeben8 ,bcklin hatte nach langem ,kampfe sein ,bild#c endlich fr sechshundert ,gulden in die ,galerie hier gebracht6 #c ,den ,pan im ,schilf in der neuen ,pinakothek4 ,ich besuche alle ,ateliers1 manche mehrmals1 weil ich durchaus wissen will1 woran ich bin4 ,es hat mich ,manches so frappiert1 erfreut1 abgestossen und die ,behaglichkeit der ,hlfsmittel verblfft1 dass ich1 nach meinem unknstlerischen heidelberger ,aufenthalt1 mir manchmal vorkam1 wie der ,bauer1 der zum ,erstenmal in die ,residenz kommt4 ,auf jeden ,fall ist der ,aufenthalt ein sehr lehrreicher4 ,in ruhigen ,augenblicken will mich's bednken1 als ob mein ,farbensinn feiner sei und mein ,streben1 mein ,weg1 immer der gleiche bleiben msste1 um ein grosser ,knstler zu werden1 oder zu sein4 ,allein diese ,perioden der ,unentschlossenheit1 die ich nur meiner ,erfolglosigkeit zu verdanken habe1 ruinieren mir gar zu viel4 ,alles arbeitet darauf los1 und nur ich bin auf dem ,punkte1 nicht zu wissen1 wohin ich meinen ,stab lenken soll4 -- ,die ,unthtigkeit ist mir wahrhaft verhasst4 ,was das ,alterthmeln meiner ,bilder anbelangt1 so sind das ,kleinigkeiten1 die die ,leute abstossen1 und ist dies leicht zu vermeiden4 ,an ,bcklin habe ich das ,beispiel1 wie weit man kommt2 seine ,sachen stehen gegen die rmischen zurck4 ,wie sollte es auch anders sein1 da ihm die ,anschauung fehlt und immerwhrende ,nahrungssorgen seine reizbare ,natur aufreiben4 ,piloty hat sich gut geussert ber ihn und mir gesagt1 wie sehr er an mir hnge4 ,fries444 ist der ,einzige1 der mir nach ,rom rth1 da alles ,glaubenssache sei4 ,doch ist ,unentschlossenheit begreiflich bei diesen ,zeiten1 mit tausend ,franken in der ,tasche1 die noch dazu gepumpt sind4 ,morgen sehe ich mich nach ,atelier um1 obgleich bei kalten leeren ,wnden sich der ,genius nicht gleich einstellen drfte1 nur um ,alles zu versuchen4 ,briefe ,riedels und ,bcklins erwarte ich noch hier4 ,dass in ,mnchen doch eine ,knstlerluft ist1 thut wohl gegen ,frankfurt und ,karlsruhe4 ,nach ,berlin schicke ich nie mehr was1 es kommt gar nichts dabei heraus4 ,mein einziger ,trost ist meine rasche ,art zu produzieren1 was mich diesen ewigen ,zeitverlust verschmerzen lsst4 ,eines ist sicher1 dass man herumreisen muss1 anschauen etc4 heut zu ,tage1 sonst bleibt man zurck4 ,ich habe nun immer mehr die ,ueberzeugung1 dass mein ,weg ein feiner und bedeutender ist1 dass ich wohl so fortfahren muss2 doch ist mit der ,energie nicht ,alles gethan und dass ich dabei immer arm bleiben werde scheint ausser allem ,zweifel4 ,hier sind die gegenstzlichsten ,richtungen2 in meiner liegt eigentlich ,alles vershnt444 ,dass ich ,rom wiederbetreten werde1 steht fest in meiner ,seele2 mchte ich doch bald dieser zweifelnden ,ungewissheit enthoben sein4 ,es ist zum ,verzweifeln1 ,alles will mich haben und ,niemand bietet ,etwas4 -- ,nachher will ich zu ,kaulbach1 der gewiss ein ganz heruntergekommener ,mann ist4 ,man ist sehr artig gegen mich und habe ich dies ,wenige nicht blos meiner ,arbeit und ,rom zu verdanken4 ,es kann sich kein ,mensch mehr ,vorwrfe ber diese ,unschlssigkeit machen1 als ich selbst2 ich verfluche sie und werde deshalb doch nicht klger444 ,wie freue ich mich1 dass ,emilie ihr ,schicksal selbst in die ,hand nimmt2 es kann und soll ihr leichter fallen1 als mir1 der ich ganz ,knstler bin und den man nicht so verpflanzen kann nach ,belieben444 ,eines habe ich gesehen1 dass meine ,kunst ein delikates ,pflnzchen ist und ich kann noch bertlpelt werden1 auch wenn ich unverdrossen weiter mache4 ,wenn ich hier geblieben wre1 so htten meine ,bilder hierher gemusst1 denn es wre doch mglich1 dass mir eine ,bestellung vom ,knig geworden wre2 so sind sie in ,berlin1 was mich am meisten rgert1 gehen dann nach ,hannover1 wo ich wenig ,hoffnung habe zum ,verkaufe444 ,der ,gedanke an ein grosses ,werk in ,rom steht unverrckt fest in meiner ,seele und die ,zeit1 wann1 kommt nicht einmal so sehr in ,betracht1 nur drfte es nicht zu lange anstehen4 ,eine blosse ,reise nach ,weimar kostet mir zu viel4 -- ,schwind ist der einzige1 echte ,knstler2 bei den ,andern sind es frappante1 photographische ,studien1 wobei das ,detail immer besser ist1 als die ,gestaltung4 ,mein ,studium des ,menschen ist eine heut zu ,tage brodlose ,kunst4 ,schwind nahm mich gleich unter den ,arm und schimpfte furchtbar ber meinen ,hafis4#d #d ,schwind hasste den franzsischen ,kolorismus und also auch ,feuerbachs in ,paris entstandenen ,hafis vor der ,schenke4 99 99 99 99 99 ,liebe ,mutter6 ,ich habe gestern einen sehr schnen ,tag verlebt1 ,vormittags in der ,galerie1 ,nachmittag und ,abend mit ,schwinds ,familie4 ,er hatte die ,gte1 mir die sieben ,raben zu zeigen1 ,eigenthum des ,grossherzogs von ,weimar1 ein ,werk so kstlicher ,genialitt und so ergreifender ,lieblichkeit1 dass ich ganz selbst verzaubert bin4 ,ich glaube1 dass sich ,niemand der ,thrnen erwehren kann1 wie am ,schlusse die langersehnten ,kinder1 als ,jnglinge1 jauchzend herangesprengt kommen und den ,scheiterhaufen1 auf welchem die ,schwester steht1 umringen4 ,es hat mich lange nichts so ergriffen4 ,abends gingen wir noch in die ,redaktion der ,neuesten ,nachrichten und da habe ich ein ,atelier ausschreiben lassen1 vielleicht hilft es4 ,sie wollen mich wenigstens bis ,donnerstag halten1 wo ,hndels ,esther gegeben wird4 ,aber ich thue es nicht1 sondern gehe1 so schwer mir der ,abschied wird1 nchste ,woche nach ,rom4 ,was werden mir die ,karlsruher denn schreiben1 die ,philister8 ,schwinds haben mir sogar ihre ,villa angeboten am ,starnbergersee1 fr den ,winter1 wo auch ,du hinziehen sollst4 ,doch das sind ,trume4 ,du siehst daraus1 wie herzlich man hier gegen mich ist4 ,ich habe hier viel gelernt und bereue keine ,stunde1 die ich hier verlebte4 ,ich habe jetzt noch einige ,tage zum ,zuwarten1 dann gehe ich -- mein ,koffer steht noch in ,friedrichshafen -- aber fr nicht lnger1 als anderthalb bis zwei ,jahre2 dann will ich an ein frhliches1 deutsches ,schaffen gehen1 weil ich frchte1 in ,rom ,hypochonder zu werden4 ,dass mir ,schwind die ,bilder zeigte1 darf ich hoch genug anschlagen1 da sie beim ,photographieren sind und ,tausende sie zu sehen verlangten4 ,seine ,frau1 die mich noch vom ,maskenfeste#e her kennt1 meint1 ich sei jnger geworden seit damals4 #e ,feuerbach war #ahdh und #ahdi studienhalber in ,mnchen gewesen4 ,schwinds waren seit #ahdg in ,mnchen4 ,in ,schwinds ,sachen weht ewige ,jugend und ein ,duft1 dass ich mich wirklich1 mit all meinem ,talente1 tief unter ihm fhle4 ,ich werde hier kein ,atelier finden und dann heisst es nchste ,woche fort4 ,wre ich geblieben1 so htten alle meine ,bilder hergemusst4 ,mit ,karlsruhe will mir's nicht in den ,kopf1 ich wrde dann doch gleich im ,frhling hierherkommen4 ,es gehen mir nach und nach die ,augen auf2 ich habe viel gelernt und bin ein feiner ,knstler -- aber ob ich je so sprudeln lassen kann1 wie ,schwind1 daran zweifle ich4 ,was ist es ein eigenes ,ding um das innere ,gefhl6 ,warum bin ich von ,friedrichshafen nach ,mnchen8 -- ,ich glaube1 dass sich in meinem ,innern ,etwas umgestaltet und ich werde auch in ,rom andere ,sachen machen4 ,schwind sagte mir1 er habe nach langen ,kmpfen endlich so viel1 dass seine ,familie nach seinem ,tode leben knne4 ,man sagt hier1 dass die ,polizei in ,karlsruhe die ,knstler scharf bewache1 wegen der ,modelle666 ,gnne mir noch die paar ,tage ruhigen ,betrachtens1 der ,abschied kommt frh genug4 ,ich will dann doppelt und dreifach fleissig sein4 ,spter komme ich dann nach ,mnchen1 wo ich mich an ,schwind anschliessen will4 ,ich kann lernen von ihm1 wie man heiter bleibt und gesund4 ,meine ,farbe bleibt mir immer4 ,ich halte ihn fr den ,ersten1 und blos1 weil er das ,herz bewegt mit seinen ,sachen4 ,briefe von ,dir treffen mich noch hier444 ,ich komme mir manchmal wie ein rechtes ,rindvieh vor1 ,gottlob sind das nur vorbergehende ,stimmungen444 ,schreibe mir noch einmal hierher1 wie ich ,dich bereits im vorigen ,briefe gebeten4 ,jenes feuchte1 kleine ,atelier nehme ich nicht1 man kann sich dort den ,tod holen#f4 ,jetzt warte ich noch bis ,anfang nchster ,woche1 dann muss ich weg4 #f ,in ,karlsruhe4 ,heute gehe ich zu den ,antiken4 ,dein ,anselm4 99 99 99 99 99 ,liebe ,mutter6 ,als kurze ,antwort auf deinen wohlgemeinten ,brief kann ich nur sagen1 dass mir ,mnchen das ,liebste wre1 doch wird es am ,ateliermangel scheitern1 so wie es ,knaus ging4 ,ich bin deshalb immer auf den ,beinen und habe auch ,auftrag gegeben4 ,ich kann nicht mehr thun4 ,hier stnden mir alle ,hilfsmittel zu ,gebote und wenn ich ,etwas auftreibe1 so wre ich gleich bei der ,hand4 ,genelli hat geschrieben und ich habe ,gelegenheit gehabt ber ,weimar so viel zu hren1 dass mir die ,lust ein fr allemal vergangen ist444 ,was ,rom betrifft1 so ist ,ende ,november noch nichts verloren1 und schreibt ,riedel gnstig1 so wre kein ,hindernis4 ,wenn ,du anfragen willst in ,karlsruhe1 so thue es1 nur weiss ich keine ,ateliers dort1 ausser die der ,kunstschule und da gehe ich wirklich nicht gern hinein und auf andere ,geschichten lassen sie sich nicht ein4 ,ich bentze die nchsten ,tage zur ,atelierjagd2 an ,umgang wrde es nicht fehlen1 auch habe ich noch fr acht ,tage genug zu sehen und zu studieren444 ,finde ich hier kein ,atelier1 und ist die ,antwort der ,karlsruher nicht so1 wie wir es wnschen1 und 7lautet7 ,riedels ,brief nur halbwegs acceptabel1 dann breche ich zum zweiten ,mal ,alles ab und gehe nach ,rom und wenn es ,ende ,november wre4 ,die ,motive die mich nach ,mnchen trieben sind klar2 es entsprang aus dem innersten ,bedrfniss1 mitlebende ,knstler sehen und schtzen zu lernen und meine ,sache in ,rapport damit zu bringen1 weil ich ,isolierung als ,mensch und ,knstler in ,rom befrchtete4 ,dem ,uebelstand wre jetzt schon abgeholfen1 da ich ,eindrcke genug habe1 um sie fr ein ,jahr in der ,stille zu verarbeiten4 ,hier wre ich gut am ,platz1 weil meine ,richtung mittendurch geht4 ,ich kann nichts weiter sagen1 als dass ich in ,mnchen bleibe1 wenn ich ,etwas finde444 ,scheitert es1 dann bin ich reduziert auf ,rom oder ,karlsruhe4 ,du wirst bald an der ,antwort merken1 ob sie flau oder ermuthigend ist1 und dann breche ich die ,zelte ab und laufe dem ,teufel in den ,rachen1 wenn es sein muss4 ,ich weiss nichts ,besseres4 ,weimar und ,frankfurt sind mir ganz ,null geworden4 ,hier ist neutraler ,boden1 billiges ,leben und ernsthaftes ,streben -- aber auf der ,strasse kann ich nicht arbeiten444 ,ich beschliesse diesen ,brief1 weil ich wieder herumlaufen will444 ,htte ich ein ,atelier gefunden1 dann ssse ich heute schon drinnen444 ,hier wird doch was geleistet1 man giebt und empfngt ,anregung und ich habe nur einen ,wunsch1 dass es mir gelingen mge ein ,atelier zu finden444 ,dass mir ,rom immer das ,edelste bleiben wird1 versteht sich von selbst1 denn dort allein habe ich nie geschwankt6 ,dein ,anselm4 ,illustration3 ,a4 ,feuerbach ,,mac ,,neill ,,whistler ,der rote ,lappen ,warum sollte ich meine ,werke nicht ,symphonien1 ,arrangements1 ,harmonien und ,nocturnos nennen8 ,ich weiss recht wohl1 dass manche braven ,leute meine ,bildertitel komisch und mich selbst exzentrisch finden4 ,ja1 exzentrisch ist das ,wort1 das sie fr mich aufgebracht haben4 ,die grosse ,mehrheit des englischen ,publikums kann und wird nie ein ,bild einfach als ,bild ansehen1 losgelst von allen literarischen oder historischen ,momenten4 ,mein ,bild -- eine ,harmonie in ,grau und ,gold -- eine ,schneestimmung mit einer einzelnen schwarzen ,gestalt und einer erleuchteten ,schankwirtschaft1 ist hierfr ein ,beispiel4 ,mir ist die ,vergangenheit1 ,gegenwart und ,zukunft der schwarzen ,figur vollkommen gleichgltig und ich habe sie dorthin gemalt1 einfach weil an diesem ,punkte eine schwarze ,note hingehrte4 ,das einzige1 was mich dabei interessiert1 ist1 dass die ,kombination von ,grau und ,gold der ,grundton des ,bildes ist4 ,und das ist gerade1 was meine ,freunde nicht begreifen knnen4 ,sie sagen3 ,warum soll man es nicht ',trotty ,veck' nennen und diese ,harmonie von ,grau und ,gold dadurch in einen hbschen ,haufen ,gold und ,silber verwandeln8 ,und geben damit ganz naiv zu1 dass1 ohne einen netten ,taufnamen1 kein ,geschft zu machen ist4 ,aber selbst vom kaufmnnischen ,standpunkt aus wre dies ,anfllen seines ,ladens mit den ,waren eines ,anderen unanstndig1 wenn es nicht durch den ,brauch geheiligt wre4 ,selbst die ,beliebtheit eines ,dickens drfte nicht heraufbeschworen werden1 um einer ganz anders gearteten ,kunst zum ,erfolge zu verhelfen4 ,ich wrde es als einen gemeinen und niedertrchtigen ,trick ansehen1 das ,publikum durch den ,namen ,trotty ,veck anzulocken4 ,denn wenn es berhaupt ,sinn fr die ,malerei htte1 so msste es wissen1 dass ein ,bild sein eigenes ,verdienst hat und nicht auf dramatisches1 anekdotisches oder lokales ,interesse angewiesen ist4 ,wie die ,musik die ,poesie des ,schalles1 so ist die ,malerei die ,poesie der ,farbe und die ,anekdotenmalerei hat nichts mit der ,harmonie des ,schalls oder der ,farbe zu thun4 ,die grossen ,musiker wussten dies4 ,beethoven und die anderen ,grossen komponierten ,musik1 einfach ,musik1 eine ,symphonie in dieser ,tonart1 ein ,konzert oder eine ,sonate in einer anderen4 ,auf ,f oder ,g bauten sie himmlische ,harmonien auf -- ,tonverbindungen1 die sie aus ,f oder ,g und deren verwandten ,moll-,tonarten entwickelten4 ,dies ist reine ,musik und ebenso verschieden von den beliebten ,liedchen1 die an und fr sich trivial sind1 aber durch die ,gedankenverbindungen interessieren1 wie z4 ,b4 der ,jankee ,doodle oder ,partant pour la ,syrie4 ,die ,kunst sollte auf all solche ,kder verzichten1 sollte ganz allein stehen1 und zu dem knstlerischen ,sinn des ,auges oder ,ohres sprechen1 ohne damit ,erregungen zu vermischen1 die ganz fremd dazu stehen1 wie ,frmmigkeit1 ,mitleid1 ,liebe1 ,patriotismus und dergleichen4 ,all diese ,empfindungen haben keinerlei ,beziehung zum ,kunstwerk und darum lege ich so grosses ,gewicht darauf1 meine ,werke ,arrangements oder ,harmonien zu nennen4 ,man nehme das ,bild meiner ,mutter1 das ich in der ,knigl4 ,akademie als ein ,arrangement in ,grau und ,schwarz ausgestellt habe4 ,dieser ,titel sagt1 was es ist4 ,fr mich hat es ,interesse als das ,bild meiner ,mutter4 ,was kann oder darf aber das ,publikum die ,identitt des ,portrts interessieren8 ,der blosse ,nachahmer ist ein armseliges ,geschpf4 ,wenn der ,mann schon ein ,knstler wre1 der einen ,baum1 eine ,blume1 oder irgend einen ,gegenstand einfach abmalt1 so msste der ,photograph der ,knig der ,knstler sein4 ,der ,knstler muss mehr als dies thun3 bei einem ,portrt muss er mehr auf die ,leinwand bringen als das ,gesicht1 das das ,modell gerade an diesem einen ,tage zur ,schau trgt1 er muss1 kurz gesagt1 den ganzen ,menschen malen1 nicht nur den momentanen ,ausdruck4 ,beim ,farbenarrangement muss er die ,blume als die ,tonart betrachten1 in der er komponiert1 nicht als das trockene ,modell4 ,dies wird jetzt leidlich gut verstanden1 wenigstens von den ,schneidern4 ,in jedem ,kleid ist man jetzt auf eine gewisse ,tonart in bezug auf die ,farbe bedacht1 die in der ,komposition immer wiederkehrt1 wie der ,gesang der ,wiedertufer im ,propheten oder das ,hugenotten-,lied in der ,oper gleichen ,namens4 99 99 99 99 99 ,wann ein ,kunstwerk vollendet ist4 ,ein ,gemlde ist vollendet1 sobald jede ,spur der ,mittel1 die zur ,erreichung des beabsichtigten ,resultates angewandt wurden1 verschwunden ist4 ,von einem ,gemlde sagen1 -- wie das so oft zu seinem ,lob geschieht1 -- dass es eine grosse und ernste ,arbeit erkennen lasse1 das heisst sagen1 dass es unvollendet ist1 und unwert1 gesehen zu werden4 ,der ,fleiss in der ,kunst ist eine ,notwendigkeit -- nicht etwa eine ,tugend -- und jedes ,zeichen1 das man von ihm in einer ,schpfung wahrnimmt1 ist ein ,fehler1 nicht ein ,vorzug1 ein ,beweis1 nicht der ,vollendung1 sondern von unbedingt ungengender ,arbeit2 -- denn die ,arbeit allein nur kann die ,spur der ,arbeit auswischen4 ,illustration3 ,whistler1 ,stphane ,mallarm ,am ,werke des ,meisters darf man nicht nur nicht den ,schweiss seiner ,stirne riechen1 sondern auch nicht die leiseste ,anstrengung seiner ,arbeit fhlen2 es ist beendet1 sobald es begonnen worden4 ,eine ,aufgabe1 die durch ,fleiss und ,beharrlichkeit allein zu ,ende gefhrt worden ist1 ist niemals begonnen worden und wird ewig unvollendet bleiben3 -- sie ist ein ,monument des guten ,willens1 -- des guten ,willens und der ,dummheit4 ,je mehr sich einer abringen1 je mehr er sich ,mhe geben und beeilen mag1 umsomehr wird er zurckbleiben4 ,das ,meisterwerk muss uns erscheinen wie die ,blume dem ,maler erscheint1 in ihrer ,knospe vollendet wie in ihrer ,entfaltung1 ohne ihre ,gegenwart zu begrnden1 ohne eine ,mission1 die sie zu erfllen htte -- einfach eine ,freude fr den ,knstler1 eine ,illusion fr den ,menschenfreund1 ein ,rtsel fr den ,botaniker -- ein ,erwecker des ,gefhls und seiner ,allitterationen fr den ,dichter4 ,,francisco ,,de ,,goya ,drei ,briefe ,lieber ,martin1 ich habe sehr bedauert1 dass ,dir die ,festlegung des ,kapitals auf ,leibrente schlecht erschienen1 aber glaube mir1 wenn es noch ,zeit wre1 wrde ich ,dir danken und ,deinem ,rat folgen1 aber da ist nichts mehr zu ndern1 man muss sich damit abfinden4 ,es entschuldigt mich gewiss1 dass ich mir von einem ,beichtvater raten liess 7freilich habe ich ihn selbst um ,rat gefragt72 kurz das ist vorbei4 ,ich habe etwas mehr als die #ajjj ,doblonen daran gewandt4 ,meiner ,frau habe ich so tglich #f ,realen ausgesetzt4 ,doch verlassen wir diesen ,gegenstand1 um ihn zu vergessen4 ,bei dem ,hause sehe ich1 dass ,du uns soviel ,geflligkeiten wie nur mglich erweisest1 auch meine ,frau ist ,dir dafr unendlich dankbar und beauftragt mich1 dir zu sagen1 dass1 da das ,haus das ,grab der ,frauen ist1 so erscheint ihr die ,lage traurig2 aber ich wiederhole1 dass ,du1 wenn ,du weisst1 dass es geeignet ist1 es machen mgest4 ,ich fr mein ,teil sage ,dir1 dass alles1 was ,du thust1 immer meinen ,beifall finden wird1 mag es sich um ,monate oder um ,jahre handeln1 einerlei1 wie es ,dir am besten erscheint4 ,betreffs der ,wohnung gengt sie mir reichlich fr meine ,frau1 eine ,magd und einen ,diener und hchstens noch ,jemand1 denn ich hatte vergessen ,dir zu sagen1 dass meine ,eltern lieber die ,zurckgezogenheit wnschen und mit meiner ,schwester fortziehen wollen4 ,ich habe den ersten ,entwurf einer ,kuppel beendet1 aber ich werde wahrscheinlich noch #b ,monate hier sein1 denn bevor alles hergerichtet sein wird1 werden damit allein mindestens #dj ,tage vergehen2 noch sind keine ,anzeichen vorhanden1 es scheint1 dass es um so mehr sich hinzieht1 als ich es dringend wnsche4 ,mglicherweise bekomme ich hier ein ,pferd2 teile mir deine ,ansicht mit und wenn es sich macht und ,dir gut scheint1 ob ich es von hier mitbringen soll4 ,leb wohl6 und ,vorsicht mit den langfingrigen ,h4444-weibern1 die beissen4 ,ich weiss nicht1 ob ich ,dir auf alles antworte1 nur weiss ich soviel1 dass das1 was ,du thust1 wohlgethan sein wird4 ,dein ,fran de ,goya ,madrid #i de ,agoto de #hj4 99 99 99 99 99 ,lieber ,martin1 wie ich in meinen frheren ,briefen sagte1 will ich sehen1 ob sie mir meinen ,wunsch erfllen lassen1 ,dir ausfhrlich zu schreiben1 obgleich ich hinke von einem ,sturze1 den wir mit einem ,wagen hatten1 der schon halb ausgehandelt war zu #ij ,doblonen4 ,er ist wirklich ein ,prachtstck 7es giebt in ,madrid nur #c solche ,wagen71 er ist englischer ,bauart und daher so leicht1 dass man keinen zweiten finden wrde1 von ausgezeichneter ,eisenarbeit1 vergoldet und lackiert1 fein6 auch bleiben die ,leute hier stehen1 um ihn anzugaffen6 ,wir fuhren aus um ihn zu probieren mit einem ,pferde1 das ich auch kaufte1 sehr gut1 schon #aj ,jahre alt1 aber mit allen guten ,eigenschaften fr meinen ,zweck4 ,wir fuhren1 sein ,besitzer und ich1 so flott in feinem ,trab und es konnte garnicht besser gehn4 ,schon ausserhalb von ,madrid fingen wir an scharf zu fahren1 ich fhrte die ,zgel1 da sagte er zu mir3 soll ich ihn einmal umdrehen lassen la ,napolitana4 7,das ,pferd stoppte daher71 ich gab ihm die ,zgel1 da ich wnschte1 etwas ,neues zu sehen und kennen zu lernen und im ,galopp1 wie er in der ,mitte des ,weges ging1 -- obwohl dieser breit war1 war er es doch nicht genug1 um sich das1 was er ausfhrte1 vorstellen zu knnen -- kamen wir beim ,umbiegen zum ,stillstand1 ,wagen1 ,pferd und wir berschlugen uns und ,gott sei ,dank1 war der1 welcher am schlechtesten davonkam1 nur ich1 es hatte nichts weiter zu bedeuten1 als dass ich seit dem ,santjago-,tage1 als dieses passierte1 bis heute meinen ,hofarzt erwarte1 um zu wissen1 ob er mir erlaubt1 etwas zu gehen4 ,es ist nmlich am ,knchel das rechte ,bein verletzt1 aber nichts gebrochen noch ausgerenkt4 ,ich hatte mir ein beneidenswertes ,dasein geschaffen1 schon hatte ich nicht mehr zu antichambriren4 ,wer etwas von mir wollte1 kam zu mir1 ich machte mich immer rarer1 und wenn es nicht eine sehr hohe ,persnlichkeit war oder mit ,empfehlung eines ,freundes kam1 fhrte ich fr ,niemanden eine ,arbeit aus1 und je unentbehrlicher ich mich machte1 desto weniger verliessen sie mich 7noch verlassen sie mich71 so dass ich nicht weiss1 wie fertig werden4 ,indem ich auf diese ,weise so ahnungslos war wie du es nur im entferntesten sein kannst1 erfuhr ich1 dass es ,anwrter fr die ,teppichfabrik gab1 und es interessierte mich nicht weiter1 als dass ich mich freute1 dass einige der verdientesten ,professoren ihr ,auskommen finden wrden4 ,eines ,tages liess mich ,bayeu rufen -- wir standen uns nicht besonders 7871 was mir grosse ,verwunderung verursachte und begann mir zu sagen1 dass der ,dienst des ,knigs immer begehrenswert wre und dass er mit #abjjj ,realen angefangen htte und dass er diese aus der ,hand ,mengs erhalten und zwar nur als ,gehilfe1 dass ich jetzt aber eine bessere ,gelegenheit htte1 in den ,dienst des ,knigs zu treten zugleich mit ,ramon1 und dass wir schon in ,betracht gezogen wren1 denn ihm und ,maella wre ein ,befehl des ,knigs zugegangen1 die besten ,maler in ,spanien auszusuchen1 und dass ein ,jeder einen vorschlagen solle1 und dass er seinen ,bruder vorgeschlagen und es derart arrangiert htte1 dass ,maella mich vorschlge1 um die ,vorlagen fr die ,teppichfabrik zu malen und fr jede andere ,art von ,arbeit fr den kniglichen ,dienst mit jhrlich #aejjj ,realen4 ,ich dankte ihm und wusste nicht1 was mir geschah2 nach #b ,tagen hatten wir schon die ,mitteilung1 dass der ,knig es zu denselben ,bedingungen1 wie angegeben1 dekretiert habe1 derart1 dass1 als ich es erfuhr1 es schon dekretiert und dem ,schatzamt angewiesen war4 ,wir gingen dem ,knige1 ,kronprinzen und ,infanten uns vorzustellen1 und da bin ich ohne zu wissen1 wie das ,abscheuern geschah4 ,mit dem1 was ich hatte1 bringe ich es auf beinah #bhjjj ,realen und nicht will ich mehr ,gnade bei ,gott1 was ich ,dir aufrichtig zur ,verfgung stelle1 ,du musst nicht sagen1 dass ich nicht ein ,schwtzer bin4 ,bitte grsse ,d4 ,juan ,martin und sorge1 dass diese ,beilage meine ,schwester empfange4 ,dein ,fran de ,goya ,madrid1 den #a4 ,august #aghf4 ,ich habe ,pallas noch nicht gesehen1 um ihm den ,brief zu geben4 ,illustration3 ,franc4 ,goya1 ,zeichnung 99 99 99 99 99 ,lieber ,martin1 ich schreibe ,dir nicht franzsisch1 bis ich es besser zu sprechen verstehe1 weil es mir noch viel ,arbeit kostet4 ,durch ,yoldi erfuhr ich1 dass du ,drosseln fngst und dich so gut wie mglich zerstreust1 wir sind einige ,mal auf ,lerchen gegangen und schossen so schn vorbei1 wie ,du1 aber wir brachten den ,tag vergngt und im ,freien zu4 ,alles erscheint einem ,zerstreuung1 nur das ,beschmutzen der ,flinten ist unangenehmer als es erscheint4 ,ich mchte wissen1 ob ,du schmuck1 vornehm oder ruppig bist1 ob ,du ,dir einen ,bart zugelegt hast1 ob ,du alle ,zhne hast1 ob dir deine ,nase gewachsen ist1 ob du ,brillen trgst1 ob du stramm schiffst1 ob du irgendwo weiss geworden bist und ob fr dich die ,zeit wie fr mich verstrichen ist4 ,mich hat sie alt gemacht mit vielen ,runzeln1 so dass ,du mich nicht erkennen wrdest1 ausser an der ,stumpfnase und an dem feuchten4444444 ,sicher beginne ich schon recht die #da ,jahre zu fhlen4 ,du aber hast dich vielleicht so conserviert1 wie in der ,schule des ,pater ,joaquin4 ,an den ,mnch in ,valencia habe ich wegen der ,farben geschrieben4 ,an meine ,schwester schreibe ich heute ,abend1 dass sie zu ,dir gehen soll und ,du wirst ihr die #ae ,duros geben1 die ich hier an ,piran und an ,joldi zahlen werde1 denen ich1 bevor ich die ,summe wusste1 die sie ,dir schuldete1 #bjj ,realen gab1 aber auf dein ,conto rechne ihm nur die #i ,thaler an1 denn er sagte mir schon1 dass er mir den ,rest gutschreiben wrde1 aber ich brach in ,lachen aus1 indem ich ihm fr die ,rechtschaffenheit dankte4 ,gute ,nacht1 ,friede auf ,erden und ,wohlgefallen in ,ewigkeit1 ,amen4 ,fran de ,goya #bh4 ,november #hg4 ,entschuldige die ,mhe4 ,h4 ,c4 ,,andersens ,,silhouetten ,des ,mrchendichters ,scheere4 ,,von ,,christian ,,morgenstern ,klipp1 klapp1 sagte die ,scheere1 dieweil sie nun wieder einen ,gang in dem weissen ,papier vollendet hatte1 klipp klapp1 klipp klapp1 so wie jemand1 der befriedigt mit den ,lippen schmatzt1 nachdem er ein grosses ,stck ,kuchen abgebissen und verschluckt hat4 ,und dann ging es von neuem an die ,arbeit4 ,sie war eine kluge ,scheere und wusste gar viele lustige ,schelchen auszuschneiden3 als da kleine ,damen1 die tanzten1 ,liebesgtter1 ,schwne1 ,palmen1 ,mnner mit ,schirmen1 ,engel mit langen feierlichen ,flgeln4 ,und wie sie gab es viele ,scheeren im ,land1 und alle konnten mit mehr oder weniger ,glck dieselben ,bilder ausschneiden wie sie4 ,nur eines konnten sie nicht1 und das war gerade die ,hauptsache4 ,unsere ,scheere nmlich hatte zu ihrer grossen ,geschicklichkeit1 die sie mit mancher ihrer ,schwestern teilte1 auch noch eine ,art ,seele1 die sie zu einem ganz neuen und ausserordentlichen ,wesen machte1 sobald es ihr einfiel1 in sie zu fahren4 ,sie fuhr aber immer zugleich mit den ,fingern ihres ,herrn in sie1 so dass es aussehen konnte1 als wren diese selbst ihre ,seele4 ,da wrde man sich aber sehr getuscht haben4 ,denn unsere ,scheere ward von diesem ,augenblick an ein ganz eigenwilliges ,persnchen1 das bald so1 bald so dachte und that1 recht wie eine kleine ,prinzessin1 die sich nichts zu versagen braucht1 wonach ihr das ,herz steht4 ,und die guten dicken ,finger mussten immer mit1 immer mit und konnten froh sein1 wenn sie nicht ganz rot geschunden wurden4 ,ja1 das war eine wunderliche ,scheere4 ,whrend die anderen immer ganz genau wussten1 was sie wollten1 und nie mehr wollten als sie konnten1 erlebte man von ihr die unerwartetsten ,dinge1 sei es1 dass sie sich einfach in ihren ,stoff hineinstrzte und dann dem ,zufall berliess1 sei es1 dass sie sich von vornherein sagte3 ,jetzt soll es einmal etwas ganz ,absonderliches werden1 etwas ber die ,maassen ,spassiges1 oder ,verwirrendes1 oder ,geheimnisvolles4 ,so fing sie eines ,tages an1 einen ,baum auszuschneiden4 ,als sie an den zweiten ,ast von unten kam1 fuhr es ihr durch den ,kopf1 ihn in einen ,cupido auslaufen zu lassen2 und da sie den kleinen ,gott schon auszuschneiden gebt war1 verwandelte sie das ,ende des ,zweigs stracks in ein ,bblein mit ,flgeln4 ,und weil der ,baum nun schon ein ,mrchenbaum geworden war1 konnte es gewiss nichts schaden1 wenn man ihn oben mit einer ,balleteuse krnte1 die sich in einem ,storchennest auf der ,fussspitze wippte1 im ,begriff1 in khnem ,bogen empor und herab zu schweben4 ,zur ,ergnzung sodann -- denn was sollte wohl solch ein ,baum 7und nun gar einer mit einem ,amor und einem ,frauenzimmer7 allein auf der ,welt -- erfand sie einen komisch bestrzten ,mann hinzu1 wie einen1 der vor diesem sonderbaren ,baum halb berrascht1 halb auch schon im ,bilde sich fhlend1 so zu reden begonnen haben mchte3 ,es ist mir ungemein schmeichelhaft1 sehr verehrter ,herr ,baum -- oder soll ich sagen3 sehr verehrte ,madame ,baum und ,mutter zweier so liebreizender ,sprsslinge -- hier auf freiem ,felde ,ihre ,bekanntschaft zu machen2 wiewohl ich stets berzeugt war1 dass ,euer ,hochwohlgeboren durchaus nicht nur so ein ,baum wren1 wie meine lieben ,kopenhagener dort hinten anzunehmen nur allzu geneigt sein drften444 ,also1 wie wre es etwa1 wenn ,ihro ,gnaden1 die leicht beschwingte ,tnzerin da droben1 mir auf die ,schulter zu springen geruhten1 whrend der kleine ,herr vor mir sein ,fsschen vielleicht auf meine ,nase setzen will1 damit ich ihn mit einem kurzen ,ruck seinem ,frulein ,schwester auf die linke ,hfte werfen kann4 ,es wre mir ein ,vergngen1 den ,kinderchen dann ein wenig mein liebes ,kopenhagen dort hinten zu zeigen und ganz besonders mein wunderschnes ,schloss mit seinen feenhaften ,grten1 ,grotten und ,wasserknsten1 das mir der ,knig und die ,knigin geschenkt haben1 und wo sie gewiss die beste ,gesellschaft finden wrden4 ,ein ander ,mal ging unsere ,scheere bewusster vor4 ,sie hatte zudem kein einfaches1 sondern ein wie ein ,briefbogen zusammengelegtes ,stck ,papier zu verarbeiten1 und da musste man schon etwas nachdenklicher zu ,werke gehen4 ,denn was nun heraus kam1 wurde zugleich eine ,art ,ornament1 indem1 wenn man das ,papier auseinanderfaltete1 dasselbe von zwei ,seiten sich entgegenkam und ein von der ,spitze eines ,schwanenfittigs vorwrts strmender ,mann zum ,exempel auf diese ,weise zu einer ,doppelgnger-,szene ward1 in welcher zwei auf ,schwnen balancierende ,turnknstler sich mit ihren ,nasen und linken ,beinen im ,gleichgewicht hielten1 whrend hinter sich jeder seine ,fcherpalme und seinen ,schutzengel hatte1 der nur darauf wartete1 bei einem etwaigen ,unglcksfall helfend einzugreifen4 ,aber wie wir sehen1 warten sie heut noch darauf1 und das kommt wahrscheinlich daher1 dass der von den ,mnnern und der von den ,schwnen eingeschlossene ,raum ein so zierliches ,ornamentenpaar darstellt1 dass man garnicht lange hinzugucken braucht1 um zu meinen1 er sei eigentlich die ,hauptsache und das andere nur ein ,drumherum4 ,und das empfand die ,scheere auch selbst und liebte deshalb diese ,doppelbilder mit ihrem doppelten ,reiz und ,sinn ganz besonders4 ,ich mchte manches von diesen ,sachen sticken -- sagte eines ,tages eine ,dame1 die bei dem ,dichter zu ,besuch war4 ,es wrde ausserordentlich wohlthuend sein1 diese durch ,symmetrie gebndigten1 ja fast beruhigten ,bizarrerien vor seinem ,nhtisch liegen zu haben4 ,und seinen niedlichen ,schuh darauf zu stellen6 fgte der ,dichter hinzu1 indem er mit einer galanten ,handbewegung sich leicht verbeugte4 ,die ,scheere aber1 die das gehrt hatte1 ersann am selben ,abend noch einen schneeweissen ,hain auf gldenem ,grund1 darinnen zwei junge ,mdchen tanzten4 ,dabei kam dem ,dichter eine ganz merkwrdige ,empfindung4 ,als er nmlich den schneeweissen ,hain so ansah1 schien er ihm nicht nur ein in ,erfindung und ,anordnung gut geglcktes ,bildchen1 sondern auch noch etwas anderes1 etwas fast wie ein richtiges kleines ,gemlde1 so recht keck und unbekmmert um alle anatomischen ,einzelheiten1 nur als ,lichteindruck1 zusammenfassender ,farbenfleck1 ornamentale ,abbreviatur lebendiger ,wirklichkeit hingeworfen4 ,aber das flog nur so wie der ,schatten eines ,vogels durch sein ,hirn4 ,denn im allgemeinen sah er doch nur hbsche ,spielereien in diesen ,sachen und litt wohl kaum an ,weltschmerz darber1 dass sie nicht mehr waren4 ,was im brigen unsern ,dichter als ,maler gelockt htte1 wrde man vielleicht am besten aus einem ,ofenschirm1 dessen vier ,flgel er in seinem letzten ,lebensjahr mit aus aller ,welt zusammengesammelten ,bildern beklebte1 ersehen haben4 ,nach ,lndern -- ,dnemark1 ,schweden und ,norwegen1 ,deutschland1 ,frankreich1 ,england -- geordnet1 gaben die ein ebenso geschickt komponiertes wie traumhaft romantisches ,durcheinander von ,portrtbildnissen1 ,gruppen1 ,aufzgen1 ,slen1 ,kirchen1 ,palsten1 ,wldern1 ,gebirgen und was weiss ich noch allem1 und mochten aus der ganzen ,ferne ihres ,schwindschen ,barock an ,fresken alter ,italiener wie den trionfo della morte des ,campo ,santo in ,pisa oder die festlichen1 kindlich redseligen ,wandmalereien des ,benozzo ,gozzoli in der ,hauskapelle der ,medicer erinnern4 -- ,klipp klapp machte die ,scheere1 -- aber nicht die1 von welcher wir hier geredet haben1 sondern die der alten weisen ,parze2 und was sie zerschnitt1 war nicht einfltiges ,papier1 sondern der ,lebensfaden des grossen ,mrchendichters ,hans ,christian ,andersen selbst4 ,unsere irdische ,scheere aber1 nachdem sie ihren ,besitzer verloren hatte1 wurde wieder eine gewhnliche ,scheere wie alle andern4 ,sie schnitt auch ferner ,putten und ,palmen aus1 aber es war kein rechter ,sinn mehr dabei1 denn sie hatte mit ihrem ,meister zugleich ihre besondere1 bermtige ,seele eingebsst4 ,eines ,tages aber ging sie hinaus in den ,garten ihres ehemaligen ,herrn und suchte sich ein ,pltzchen1 wo die ,levkojen am dichtesten standen4 ,und schnitt mit sich selber einen ,stengel nach dem andern ab1 bis dass sie ganz von ,blumen wie von einem kleinen goldenen ,grabhgel bedeckt war4 ,und so blieb sie liegen4 ,und wenn sie der ,rost nicht gefressen hat1 so liegt sie dort heute noch4 ,illustration3 ,andersen1 ,silhouette ,,franz ,,kr,,ger ,briefe an ,karl ,steffeck ,mein lieber ,herr ,steffeck6 ,sie haben mich durch ,ihren eben so lieben als interessanten ,brief recht sehr erfreut2 er hat mich einestheils ber ,ihr ,wohlergehen beruhigt1 anderntheils von dem ,zustande der dortigen ,kunst in ,kenntniss gesetzt4 ,ich danke ,ihnen recht herzlich dafr und sollten ,sie einmal wieder die ,idee bekommen1 mir schreiben zu wollen1 so genieren ,sie sich keineswegs wegen der ,lnge des ,briefes und lassen ,sie dabei das ,sprichwort gelten3 je lnger je lieber6 ,ohne nun auf die einzelnen ,punkte in ,ihrem ,briefe zurckzukommen1 so hat mich besonders die ,schilderung ber die ,art des ,grau-,malens der dortigen jungen ,knstler um so mehr in ,verwunderung gesetzt1 als uns ,deutschen ja die ,farbe in den franzsischen ,bildern vorzugsweise zusagt4 ,sollte dies ,verfahren nicht dazu dienen1 die ,leutchen im ,zeichnen und ,modelliren erst recht fest zu machen8 ,dieser einzig guten ,grundlage folgt alsdann1 vorausgesetzt1 dass einer ,farbensinn hat1 die ,farbe von selbst4 -- ,wie beneide ich ,sie so viel ,schnes sehen1 die ,ateliers der berhmtesten dortigen ,knstler besuchen zu knnen6 etc4 ,wills ,gott1 im nchsten ,frhjahr2 dann hoffe ich1 ,sie auch noch dort zu treffen und nehme im ,voraus ,ihren ,schutz und ,beistand in ,anspruch4 ,sehr freue ich mich1 ,arbeiten von ,ihnen zu sehen1 bitte ,sie aber1 doch die ,pferde nicht ganz zu vernachlssigen4 ,sollte auch die franz4 ,cavalerie deren nicht die schnsten haben1 wie ich schon vielfach gehrt habe4 -- ,an ,le ,poitteoin #ajjj ,grsse sowie an meine ,landsleute1 die sich meiner erinnern -- ,hier ist alles beym alten4 ,perdisch geniert mich sehr durch seine feurige ,lebhaftigkeit und ,raabe durch sein burschikosen1 lderlichen ,lebenswandel66 ,themann will ein religises historisches ,werk auf die ,reformation bezglich herausgeben und hat ,herrn ,perdisch dafr angepumpt1 jedoch vergebens4 ,wollen ,sie ihm nicht #d-ejj ,thaler dazu vorschiessen oder schei444444 ,meine ,wenigkeit ist jetzt mit den ,hannoverschen ,bildern beschftigt und ich werde nun bald diesen liebenswrdigen ,monarchen zu ,pferde mit ,umgebung in der ,art wie den ,kaiser von ,r4 eben so gross beginnen4 -- ,nun leben ,sie recht wohl1 mein lieber ,herr ,steffeck4 ,gott erhalte ,sie gesund1 heiter1 lasse ,sie recht ernst und fleissig wie ,sie es immer waren und gebe ihnen die gute ,idee ein1 mir recht bald wieder zu schreiben4 ,meine ,frau grsst ,sie herzlich und vereinigt ihre ,wnsche fr ,ihr ,wohl mit den ,meinigen4 ,behalten ,sie lieb ,ihren aufrichtigen ,freund ,f4 ,krger ,berlin d4 #f4 ,april #dj4 ,mein verehrter lieber ,herr ,steffeck6 ,ihre freundliche ,zuschrift aus ,rom hat mir eine recht herzliche ,freude verursacht1 nicht allein seines interessanten ,inhaltes wegen1 sondern hauptschlich deshalb1 weil ich daraus erkenne1 dass ,sie meiner noch freundlich gedenken4 ,ich danke ,ihnen fr diese ,teilnahme und wnsche ,ihnen aufrichtig alles ,wohlergehen in ,ihrer knstlerischen ,laufbahn4 ,ein ,bild1 was ,ihr ,herr ,vater die ,gte hatte1 mir zu zeigen1 das erste1 glaub' ich1 was ,sie in ,rom vollendet1 hat mir in ,farbe1 ,composition und theilsweiser ,technik recht wohl gefallen1 nur 7nehmen ,sie1 ich bitte1 den freundlichen ,rath ,ihres ,freundes wohlgefllig auf7 in der ,zeichnung1 besonders der ,hnde etc4 drften ,sie etwas gewissenhafter sein1 da ,zeichnung1 wie ich mir einbilde1 die ,grundlage alles ,malens ist4 ,die ,studien die ,sie in ,paris gefertigt und die mir von ,ihren verehrten ,eltern auch gezeigt wurden1 haben mir in jeder ,einsicht1 besonders aber in der ,farbe ausserordentlich gefallen und mit aufrichtiger ,freude habe ich darin die grossen ,fortschritte bemerkt1 die ,sie in der ,kunst gemacht4 ,gebe der ,himmel ,ihnen frohen ,sinn1 ,ausdauer in der begonnenen ,laufbahn1 ,gesundheit und es wird ,ihnen nicht fehlen4 -- ,was mich anbelangt1 so habe ich1 ,gott sei ,dank1 immer vollauf zu thuen4 ,illustration3 ,franz ,krger1 ,bildniszeichnung des ,maler ,menzel ,ausser den ,knig und ,hannover in ,lebensgrsse zu ,pferde1 von dem ,kronprinzen1 von einigen ,generalen umgeben1 7ein ,bild1 was mich interessierte7 habe ich krzlich unseren ,knig zu ,pferde1 halbe ,lebensgrsse1 mit zahlreichem ,gefolge eine ,parade seines ,regimentes abnehmend1 vollendet und die ,composition1 die ,russischen ,garden auf einem ,bilde darstellend1 von welchen ,sie die ,skizzen bei mir noch gesehen haben1 ist in #h-ad ,tagen auch fertig4 ,es ist ein reiches aber sehr buntes ,bild1 was sehr mhsam auszufhren war4 ,nchst diesen ,arbeiten habe ich noch zwei grosse ,bilder begonnen1 wovon das eine mich lebhaft beschftigt1 das andere mich dagegen eben so sehr langweilt4 ,das ,erste ist der russische ,frst ,wittgenstein neben seinem ,pferde stehend1 mit ,umgebung in ,lebensgrsse1 das ,zweite die ,huldigungsszene1 die in der ,natur ber alle ,beschreibung grossartig war1 in der ,ausfhrung zu einem ,gemlde indessen hchst monoton und langweilig ist4 ,indessen ich habe den ,auftrag einmal angenommen und lasse durch ,schwarz auch schon tapfer die ,architectur 7von der ,schlossapotheke nach den ,linden zu7 aufzeichnen4 -- ,sonst wsste ich ,ihnen nichts weiter von meiner ,wenigkeit zu melden1 als dass ich mich mit meiner ,frau wohl und munter befinde1 was wir ,ihnen von ,herzen auch wnschen4 -- ,rabe ist wie ,sie wissen werden1 in ,paris und hat auf #b ,jahre vom ,knig #ajjj ,thaler bekommen2 eine ,vergnstigung1 die natrlich viele ,neider fand bey ihn1 der vermgende ,eltern hat4 ,perdisch ist stets noch mein treuer ,gefrte im ,atelier1 sonst htte aber auch1 ausser ,schwarz1 der wie ich eben schon bemerkt1 am ,huldigungsbilde zeichnet1 ,niemand weiter ,platz1 da es fr den ,augenblick recht sehr mit ,arbeiten angefllt ist4 -- ,mein ,pferd1 ein sehr krftiger ,yvenacker dunkelbrauner ,wallach1 sowie meine ,hunde1 deren ich #f ,stck sehr schner habe1 die aber fr den ,augenblick durch einen unglcklichen ,zufall sich fasst alle lahm gelaufen haben1 lassen sich ,ihnen schnstens empfehlen4 -- ,nun mein lieber ,herr ,steffeck1 muss ich schliessen1 da es mir an ,raum gebricht und ich ,sie mit meinem ,gewsch auch nicht lnger langweilen mchte4 -- ,meine ,frau und ich grssen ,sie von ganzem ,herzen und wnschen ,ihnen alles ,wohl im fernen ,sden4 ,der ,himmel erhalte ,sie gesund und 44444444444 tugendhaft und lassen ,sie ,ihre ,freunde in der ,heimat nicht ganz vergessen1 besonders aber nicht ,ihren treu ergebensten ,freund ,f4 ,krger ,berlin1 den #ah4 ,sept4 #da4 ,,karl ,,schuch ,,von ,,karl ,,hagemeister ,dass die deutsche ,kunstwissenschaft in den letzten ,jahren auf den ,namen ,schuch immer mehr hingewiesen wurde1 ist nur dadurch zu erklren1 dass ,schuch eine ,persnlichkeit ist1 die klar und deutlich aus einem bedeutenden ,lebenswerk spricht und so stark ist1 dass ihre dauernde ,stellung in der deutschen ,kunst nicht mehr bestritten werden kann4 ,schuchs ganzes ,wesen war deutsch2 dass er in ,wien geboren wurde1 ist zufllig4 ,sein ,vater1 ein ,pflzer1 war nach ,wien eingewandert1 wo ihm im ,jahre #ahdf sein ,sohn ,karl geboren wurde4 ,ich weiss1 dass er ,karl hiess und nicht ,charles2 wir nannten ihn immer so4 ,der ,umstand1 dass er eine ,franzsin zur ,erzieherin hatte und dass seine sptere ,frau1 eine ,franzsin1 ihn wahrscheinlich auch ,charles nannte1 ist nicht imstande seinen ,namen zu ndern4 ,ich muss ihn unbedingt fr ,deutschland reklamieren und habe nur ein bitteres ,lcheln1 wenn ich jetzt hren muss1 dass ,oesterreicher sagen3 ,unser ,schuch4 ,und ebenso darber1 dass der sterreichische ,staat nicht ein ,bild von ihm erworben hat4 ,in kleinem ,kreis war ,schuchs ,kunst lngst geschtzt4 ,da er aber den schweren ,kampf ,leibls und ,trbners um ,anerkennung sah und nicht gezwungen war des ,erwerbs wegen auszustellen1 blieb er so lange unbekannt4 ,durch einen ,hinweis ,trbners kam dann die ,ausstellung bei ,schulte zu ,stande1 die mit einem ,mal die ,sachlage nderte4 ,die ,kennerschaft von ,tschudis1 und ,schuchs ,zugehrigkeit zum ,kreise ,leibs1 die durch die ,jahrhundertausstellung deutlich wurde1 brachten dem toten ,knstler allgemeine ,anerkennung1 als deren logische ,folge die ,ankufe fr die ,nationalgalerie1 fr ,dsseldorf1 ,hamburg und viele andere ,galerien zu betrachten sind4 ,zufllig besuchte ich die ,ausstellung bei ,schulte und alte kstliche ,erinnerungen wurden in mir wach1 als ich die herrlichen ,bilder sah1 von denen so viele neben mir1 ,staffelei an ,staffelei1 entstanden waren4 ,ich fhlte den ,drang fr mich festzustellen1 wie ,schuch zu ,leibl und ,trbner steht4 ,in der ,nationalgalerie konnte ich den ,gedanken dann nicht unterdrcken3 ein ,ebenbrtiger und von unvergnglichem ,wert4 ,trotz ,sperl1 ,hirth und ,anderer aus dem ,leibl-,kreis4 ,was ,schuch als ,knstler und ,mensch war1 will ich versuchen aus der ,erinnerung und auf ,grund einer umfangreichen ,korrespondenz festzustellen1 wenn ich auch weiss1 dass von der ,frische1 die ein zeitiges ,zusammensein erzeugt1 viel verloren geht4 ,im ,sommer #ahgc lernten wir uns am ,hintersee kennen und schlossen eine ,freundschaft1 die die schnste ,erinnerung meines ,lebens bildet4 ,schuch war aus ,mnchen von ,leibl und ,trbner gekommen1 um seinen ,weg zu suchen4 ,sein erster ,lehrer war ,halauska1 ,gebirgsmaler in ,wien1 gewesen4 ,unter ihm malte er schon in letzter ,zeit eigenartig gesehene ,studien1 wahr1 breit und durchdrungen von einem starken ,naturgefhl4 ,ein ,bild1 das ich noch heut in der ,erinnerung habe1 ,erlen1 die ber einen ,bach mit rotbraunem ,gestein hngen1 war mir voller ,beweis fr ein angeborenes ,talent4 ,das ,rezept ,halauskas1 sagte er mir1 mag fr sein ,gefhl ausreichend sein1 fr mich war es aber nicht gengend4 ,ich ging darum nach ,mnchen und schloss mich ,leibl und ,trbner an1 als den echtesten ,wahrheitssuchern1 die ,deutschland damals hatte4 ,der ,verkehr mit ,leibl und ,trbner liess ihn erkennen1 dass der engste ,anschluss an die ,natur die ,grundlage sein musste1 um ,eigenart zu entwickeln und dass nur ,holbein als direktes ,vorbild fr ihn in ,betracht kommen konnte4 ,der ,ernst und die ,ehrlichkeit1 jene tiefe leidenschaftliche ,wahrheitsliebe ,holbeins1 waren ihm und auch ,leibl und ,trbner ,vorbild4 ,was diese ,knstler dem ,vorbild hinzufgten1 war die ,tonschnheit im ,sinne einer gesetzmssigen ,entwicklung von ,luft und ,licht ber der konkreten ,form4 ,dieses ,ziel suchte jeder von ihnen zu erreichen und geschah das mit einer bewundernswerten ,scharfsinnigkeit und ,gewissenhaftigkeit1 die ,alle in ihren besten ,arbeiten gemein haben4 ,was sie unterscheidet1 ist im ,grunde nur das impulsive ,gefhl1 womit sie ihre ,naturbeobachtungen auf die ,leinwand bertragen4 ,wenn das bei dem ,einen mehr verstandesmssig geschieht1 beim ,andern mehr gefhlsmssig1 so ergeben sich daraus die ,unterschiede fr ihre ,wertschtzung4 ,ich halte es fr belanglos1 den ,einen aus dem ,andern zu erklren und kann nicht zugeben1 dass ,einer vom ,andern etwas direkt genommen hat2 denn solche starke ,naturen sind weder ,nachahmer noch geistige ,diebe1 nur ihr intensives ,streben lsst sie zu verwandten ,resultaten kommen4 ,in letzter ,instanz ist fr mich massgebend3 was fr ein ,mensch steht hinter dem ,werk1 und wie stark ist seine ,ausdrucksfhigkeit4 ,mir liegt nichts ferner als die ,reihenfolge der ,knstler aus dem ,leibl-,kreis nach ihrer knstlerischen ,bedeutung festzustellen4 ,gefestigt in seinen ,kunstanschauungen und klar in seinen ,zielen malte ,schuch am ,hintersee nicht ,bergriesen1 ,gletscher oder den ,see1 sondern intime ,dinge1 alte ,ahornbume1 ,weiden1 kleine ,bche usw4 und jedesmal suchte er dabei eine malerische ,aufgabe zu lsen4 ,was alle ,arbeiten gemeinsam haben1 ist die ,tonschnheit1 die immer prima erreicht worden ist4 ,sie war ihm die wichtigste ,erscheinungsform4 ,was er darunter verstand1 geht aus einem ,brief hervor1 in dem er sagt3 ,meine frheren ,stilleben sind mir alle zu aufdringlich an ,realitt1 es fehlt ,distanz1 ,luft1 die ,dmmerung des ,raumes1 meine ,sachen sind alle bis an strkste ,lokalfarbe getrieben1 woraus sich ein ,widerspruch ergiebt1 denn die ,lokalfarbe ist so genommen1 als htte man das ,objekt unter der ,nase und durch ,zeichnung und ,perspektive als stnd's doch in der ,entfernung4 ,der ,ton deutet letzteres auch an1 aber die ,lokalfarbe widerspricht und ist zu hart1 zu laut4 ,was ist denn der ,ton als die ,modifikation1 die die ,lokalfarbe erleidet durch die zweifache ,bedingung des ,lichts und der ,entfernung8 und doch ,ton mit ganzer ,kraft8 ein ganzer ,unsinn1 selbst im ,atelier -- denn diese ,bedingungen sind immer da4 ,absolutes ,licht und absolutes ,dunkel ist der usserste ,ton1 und beides vernichtet die ,lokalfarbe und die ,plastik4 ,daraus geht als logischer ,schluss hervor3 dass wer in voller ,kraft und ,plausibilitt malen will1 notwendig den ,ton ausschliesst und umgekehrt2 wer ,ton malen will1 notwendig die ,plastik und ,lokalfarbe unterordnen muss4 ,ich denke1 das ist klar2 sollte aber meine ,logik und ,empfindung falsch sein1 so will ich doch lieber mit ,leibl1 ,trbner und den ,alten irren als mit der neupreussischen ,kunst und mit ,gussow4 ,wollen die ,leute bloss den plausiblen ,schein der ,natur malen1 so sehe ich den ,zweck ihres ,malens nicht ein -- ich begreife nicht1 warum ich mir dann lieber nicht die ,natur selbst ansehe -- darin lsst sich ja diese doch nicht erreichen und wenn1 so wre gar kein ,unterschied mehr zwischen ,bild und ,vorbild1 zwischen ,kunst und ,natur und mir bliebe weiter nichts zu bewundern brig als die ,fertigkeit des ,nachbildners2 und das sollte ,kunst sein und der ,maler ein ,knstler8 ,nein1 hier handelt es sich um etwas ,anderes3 um das ,begreifen der ,natur und das ,wiedergeben ihrer geistigen ,wahrheiten1 um das ,warum der ,erscheinung1 das ,hervorheben ihrer ,gesetzlichkeit1 und so sind ,trbner1 ,leibl1 ,daubigny usw4 ,knstler1 wenn sie die ,eigenschaften des ,lichts und des ,tons studieren1 und ein ,gussow trotz aller ,fertigkeit und ,geschicklichkeit ein ,affe der ,natur4 ,fr diese ,art1 das ,hervorheben1 ,hervorsuchen der ,gesetzlichkeit in den ,erscheinungen1 wird man aber keine ,maschine erfinden1 das wird immer der ,geist besorgen mssen und zwar der knstlerische ,geist4 ,einerlei ,licht und ,luft ist der ,ton1 aber nicht einerlei ,farbe wie bei ,vollon1 diesem geschickten ,lgner in ,asphalt1 und die ,bedeutung des ,tons ist die1 dass er den ,dingen das ,materielle nimmt und nur die therische ,essenz der ,erscheinung festhlt4 ,dieser ,brief giebt am klarsten seine gesamte ,kunstanschauung wieder4 ,vom ,hintersee gingen wir ber ,wien und ,dresden nach ,brssel1 um den ,hollndern nher zu sein4 ,nach ,neujahr kam auch ,trbner4 ,erst ging ,schuch mit mir nach ,holland1 um ,galerien zu sehen und gleich dann nochmals mit ,trbner1 so begeisterten ihn die ,hollnder4 ,wenn ihn ein ,bild interessierte1 belagerte er es frmlich und wie ernst er sich vertiefte1 mag daraus erhellen1 dass er immer und immer wieder drngte1 die ,natur zu sehen1 die dargestellt war1 um so den ,zusammenhang zwischen ,natur und ,kunst zu finden4 ,die grossen ,meister ,rembrandt1 ,hals usw4 begeisterten ihn2 doch ein ,bild ging ihm ber alles3 die kleine ,architektur von van der ,meer in der ,galerie ,six4 ,trotz ,leibl1 trotz der grssten ,modernen1 trotz der grssten ,formate und ,farbenwirkungen und ,geschicklichkeiten -- eine solche ,arbeit hat doch ,keiner gemalt1 d4 h4 so tief hat ,keiner mehr die ,natur angesehen1 sagte er zu mir4 ,nach den tiefen ,eindrcken ,hollands wurde fleissig studiert und als ,hauptleistung ist der ,christus von ,trbner daraus hervorgegangen4 ,im ,jahre #ahge war ,schuch in ,olevano1 um ,architekturen zu malen1 jene schmutzigen1 grauen ,strassen in unbeschreiblicher ,tonschnheit4 #ahgf waren wir in ,venedig zusammen4 ,schuch mietete ein ,haus am ,canal grande1 wo ich ganz oben ein ,atelier einrichtete1 mit einer ,treppe nach der ,plattform des ,daches1 von wo wir oft des ,abends die versinkende ,pracht ,venedigs bewunderten4 ,schuchs ,aufenthalt in ,venedig hatte den ,zweck1 ausserhalb jeder ,konvention selbst auszureifen und vom ,stilleben zur ,architektur und von dieser zur ,landschaft zu kommen4 ,hier in tiefer ,einsamkeit mit mir als ,mitstrebenden bildete er sich weiter und es entstanden die grossen wunderbaren ,stilleben3 das ,kchenstilleben1 das ,stilleben mit der ,figur seines ,dieners aus ,cadore und das ,studierzimmer4 ,die ,einsiedelei in ,venedig war etwas ,wunderbares an ,arbeit1 wenn ich die ,gondelfahrten1 die ,ausflge nach ,chioggia1 ins ,gebirge usw4 mit hinzurechne2 denn immer war es ,forschung1 die zu allem trieb4 ,von ihm mit ,mitteln ausgestattet1 schleppte ich alles ,malenswerte herbei1 sogar einen lebenden ,uhu aus den ,cadorischen ,alpen4 ,die ,art und ,weise wie ,schuch arbeitete1 war ungeheuer interessant4 ,er hat1 so lange ich mit ihm malte1 niemals gezeichnet1 weil er nur malerisch empfand und eine ,zeichnung ihm nicht ausdrucksvoll genug war4 ,wenn er ein ,stilleben gestellt hatte1 betrachtete er es lange und hielt eine frmliche ,konsultation ab1 um das ,bild geistig fertig zu bekommen und die ,mittel festzustellen1 womit die ,absicht am besten zu erreichen war4 ,die ,palette mit den wenigsten ,farben war ihm die liebste4 ,fand er nach einer prima ,malerei1 dass ein ,stck nicht recht gelungen war1 so wurde es mit ,ossa sepia wieder ausgeschliffen und neu gemalt4 ,so sind oft ,dinge1 namentlich in den grossen ,stilleben1 zweimal gemalt4 ,es sind auch oft gute ,sachen abgeschliffen und einmal standen sogar #ch abgeschliffene ,leinwnde da1 um ,neues aufzunehmen4 ,matheo1 der ,diener1 schliff manchmal wie ein ,besessener4 ,er liess ein gestelltes ,stilleben stehen und malte es oft mit einer anderen ,farbenzusammenstellung1 wenn er glaubte es treffender und vollkommner auszudrcken4 ,ueber alle ,erfahrungen1 ,beobachtungen1 ,paletten usw4 fhrte er ,buch4 ,jede ,farbe prfte er auf ihre ,ausdrucksfhigkeit fr ,schatten1 fr ,licht usw4 ,worauf ,schuch gar keinen ,wert legte1 das war sein empfindungsvoller ,vortrag1 der seinem die ,dinge frmlich befhlenden ,blick entsprach4 ,und so sehr er ,meister der ,technik war1 so hasste er die ,geschicklichkeit1 die nichts ausdrckt4 ,jeder ,strich hatte bei ihm etwas zu sagen und wenn er frher einer ,fleckentheorie huldigte1 als er noch in ,mnchen war1 so kam er nach und nach davon ab4 ,er hatte erkannt1 dass er1 wenn er alle ,tne ehrlich abschrieb1 doch nur eine ,seite der ,erscheinung gab1 selbst wenn alles im ,ton war4 ,er wollte kein ,mosaik der ,erscheinung geben1 sondern auch in seiner ,darstellung den ,gehalt der ,dinge ahnen lassen4 ,er wusste1 dass er ber diese ,stufe hinweg musste und wurde nun breiter und freier in seinen ,stilleben1 namentlich in seinen ,riesenstilleben von ,venedig4 ,die ,empfindungsweise seiner frhen ,arbeiten war gleichmssig und nicht durch sein ,temperament variiert1 wie es spter geschah1 wo die ,skala immer grsser wurde4 ,am feinsten sind fr mich seine ,skizzen1 worin die ganze ,feinfhligkeit mit dem ,temperament gepaart zum ,ausdruck gekommen ist4 ,als ,beispiele seiner ersten ,art fhre ich an3 ,krebsstilleben2 als seiner zweiten ,art entsprechend3 ,die ,wildente1 und von ,skizzen das ,atelier in ,venedig4 ,wenn ,schuch in ,venedig immer das ,ziel hatte1 vom ,stilleben zur ,landschaft ber die ,architektur zu gelangen1 so giebt es doch nur eine ,architektur von ihm3 ,abazzia ,st4 ,gregorio4 ,dagegen viele ,blumenstcke1 die denselben instruktiven ,zweck hatten4 ,die alten ,italiener bten den ,einfluss1 dass ,schuch aus seiner frheren ,schwrze herauskam2 nur ,tizian mit seinem warmen ,licht bewog ihn mehrmals ,stillleben des ,sptnachmittags in seinem ,atelier zu malen4 ,dieses hatte ich mit ,holztfelung versehen1 die ein brtendes ,licht erzeugte1 wenn die ,sonne schien4 ,eine ,sendung meiner ,federzeichnungen aus ,ferch bewog ,schuch dann hierher zu kommen und nur zu landschaftern4 ,drei ,sommer malten wir zusammen und ,ferch war nur die ,fortsetzung der wunderbaren ,einsiedelei von ,venedig4 ,als er klar ber das ,stilleben war1 suchte er auch fr die ,landschaft die reinste ,vorstellung4 ,er fasste die ,natur als etwas ,lebendiges auf1 worin ,licht und ,luft das eigentliche ,leben erzeugen2 er wollte aus der ,natur nichts machen1 sie nicht aufbauschen1 sondern durch feinste ,beobachtung ihr eigenstes ,leben geben und die ,natur von ,ferch1 die ,wiesen mit kleinen ,wssern1 die grazisen ,birken waren immer wieder ,gegenstand seines intimsten ,studiums4 ,im ,winter #ahhc-hd waren wir in ,paris4 ,ein ,ereignis fr ihn war die ,ausstellung ,manet und selbstredend war der ,impressionismus ,gegenstand seines tiefsten ,nachdenkens4 ,er erkannte die impressionistische ,darstellungsart nur als ,ausdruck1 ,sprache1 die nicht fr jeden passt und darum fr viele gefhrlich werden muss4 ,er bewunderte das ,licht1 das ,leben in den ,arbeiten2 am meisten aber eigentlich ,monet1 den er als ,genie betrachtete1 weil er den ,darstellungskreis bereichert hat1 indem er das bewegte ,licht ausdrckte4 ,dass ,monet alle mglichen ,dinge malte1 dass er alle ,stimmungen zum ,ausdruck brachte1 interessierte ihn nicht sehr1 sondern nur1 dass er durch feinste ,beobachtung der ,valeurs ein bewegtes ,licht schuf und dass alle ,gegenstndlichkeit doch nur die ,folie war1 auf der der ,kampf zwischen ,luft und ,licht ausgekmpft wurde4 ,diese ,that ,monets war ihm das ,wertvolle am ganzen ,impressionismus und die grsste ,errungenschaft der modernen ,malerei4 ,die ,auswchse des ,impressionismus 7die oft den ,eindruck gestopfter bunter ,wolle machten71 verlachte er als geistloses ,gestupfe1 ebenso hatte er fr jede ,schmierskizze1 die ,impressionismus sein sollte1 ein bitteres ,lachen4 ,die ungeheure ,energie aber1 womit ,alle das ,prinzip erfassten1 bewunderte er und sie war fr ihn ein ,sporn1 seine ,art weiter zu entwickeln4 ,whrend einer ,debatte1 die es schon des ,morgens beim ,kaffee gab1 sagte er mir3 ,ich mchte am liebsten gar nichts1 weder ,impressionismus noch ,leibl1 weder ,daubigny noch ,millet -- ich mchte treu und ehrlich sein knnen und nicht ein ,verhltnis zur ,natur wie ,troyon oder ,x und ,y1 sondern wie ich selbst4 ,er meinte hiernach auf das ,klarste1 dass in letzter ,instanz ein ,werk nur ,wert hat durch die ,persnlichkeit1 die dahinter steht1 nicht durch die ,ausdrucksform1 ,sprache1 in der es vorgetragen4 ,dass er sich treu blieb1 sieht man an seinen grossen ,waldbildern vom ,doubs1 wohin er in den achtziger ,jahren oft ging4 ,das ,licht zittert in den ,bildern1 aber der ,helle ging er doch eher aus dem ,wege1 als dass er sie suchte4 ,es zittert durch die mannigfaltigen ,valeurs4 ,nur ein ,deutscher konnte ,waldbilder schaffen von solcher ,intimitt und ,wucht1 diese ,waldbilder vom ,doubs geben mir ,recht1 wenn ich behaupte1 dass ,schuch sein ,ziel vom ,stilleben zur ,architektur und ,landschaft zu kommen erreichte4 ,statt aber1 dass eins dieser grossen ,waldbilder mit dem grossen ,kchenstilleben1 das ,schuch fr sein ,hauptwerk hlt1 eine deutsche ,galerie schmckt und sein ,bild vervollstndigt1 sind sie in ,wien begraben4 ,dass ,schuch auch ,kpfe1 von denen mein ,portrt ,leiblsche ,qualitten hat1 und auch ,akte malte1 darf ich nicht unerwhnt lassen4 ,leider werden nur meine ,sachen briggeblieben sein4 ,schuch als ,menschen zu schildern1 wrde auch sehr interessant sein1 doch muss ich mich kurz fassen4 ,wenn bei einer knstlerischen ,persnlichkeit der ,knstler nur der ,extrakt von seinem ,menschen ist1 so ist der ,rckschluss bei ,schuch nicht trgerisch4 ,nur ein tief- und feinfhlender ,mensch konnte diese ,kunst schaffen1 und wenn fr den ,liebhaber der ,sinn1 ,bilder zu sammeln1 der ist1 dass er hinter seinen ,kunstwerken ihre ,erzeuger von der ,wand deutlich reden hrt1 so muss ich sagen1 dass mir mein ,portrt von ihm ein kostbarer ,besitz ist1 der mir sein ,andenken als ,freund und ,lehrer immer gegenwrtig und lebendig erhlt4 ,bei allseitiger ,bildung1 bei lebhaftem ,temperament1 bei grosser ,opferfreudigkeit und ,aufrichtigkeit1 war es eine ,freude1 mit ihm zu leben und zu streben4 ,seine ,treue war gross2 und fr mich war es die schnste ,zeit1 meine eigentliche ,lehrzeit1 als ich mit ihm zusammenstrebte und lebte4 ,illustration3 ,max ,liebermann1 ,zeichnung ,wenn ich neuerdings lese1 in welcher ,weise ,trbner ber seinen verstorbenen ,freund spricht1 so befremdet mich das sehr4 ,ich weiss1 dass ,schuch mit ,trbner intim befreundet war1 dass ,schuch mit ihm ,freundschaft schloss1 um gemeinsam zu streben und dass ,schuch der ,letzte sein wrde1 einen ,einfluss ,trbners zu bestreiten4 ,wieviel ,einer dem ,andern gab1 ist schwer festzustellen und auch vollkommen gleichgltig1 da es in letzter ,instanz fr die ,bedeutung ,schuchs doch nur darauf ankommt1 was er ohne ,einfluss geschaffen hat4 ,ich glaube aber1 dass bei der starken ,intelligenz ,schuchs1 die aus seinem ,lebenswerk sowie aus seiner ,korrespondenz spricht1 auf der ich fusse1 von einer ,abrichtung keine ,rede sein kann4 ,wenn ,trbner diese ,briefe1 in denen ,schuch ber ihn spricht1 lesen wrde1 so knnte er keinen ,augenblick im ,zweifel sein1 wie ihn ,schuch als ,freund verehrte1 wie er sein ,talent anerkannte und stets fr ihn eingetreten ist4 ,sicher htte ,trbner nicht in solcher ,weise ber seinen toten ,freund sprechen knnen4 ,wenn ,talent gestaltendes ,gefhl ist1 so hatte ,schuch sehr viel und sein ,lebenswerk wird fr ,einsichtige bekunden1 inwieweit er von ,trbner beeinflusst war und was er unbeeinflusst schuf4 ,dies ,lebenswerk 7die grossen genannten ,bilder an der ,spitze71 wird deutlicher fr ihn reden als ich es jemals vermchte4 ,,edouard ,,manet ,,von ,,emile ,,zola ,edouard ,manet ist mittelgross1 eher klein als gross4 ,sein ,haar und ,bart sind blass kastanienbraun1 die ,augen1 dicht bei einander und tief1 haben jugendliches ,leben und ,feuer4 ,der ,mund ist charakteristisch dnn1 beweglich1 etwas spttisch in den ,mundwinkeln4 ,das ganze ,gesicht von einer feinen1 intelligenten ,unregelmigkeit zeigt ,biegsamkeit1 ,khnheit1 ,verachtung des ,banalen und der ,dummheit4 ,wenn wir vom ,gesicht zum ,wesen kommen1 so finden wir in ,manet einen ,menschen von einer ausgesuchten ,liebenswrdigkeit1 sehr hflich1 von vornehmen ,allren und sympathischem ,eindruck4 ,der ,knstler hat mir eingestanden1 dass er leidenschaftlich gern in die ,gesellschaft geht und eine geheime ,wollust bei der parfmierten und leuchtenden ,zartheit der ,soiren empfindet4 ,in die ,gesellschaft treibt ihn ohne ,zweifel seine ,liebe fr breite und lebhafte ,farbstrme1 aber es ist in seinem ,inneren auch ein angeborenes ,bedrfnis nach ,vornehmheit und ,eleganz1 und dieses mache ich mich anheischig1 ebenfalls in seinen ,werken zu finden4 ,so ist also sein ,leben4 ,er arbeitet hartnckig und die ,zahl seiner ,bilder ist schon betrchtlich4 ,er malt1 ohne entmutigt zu werden1 ohne mde zu werden1 und schreitet geradeaus1 seiner ,natur gehorsam4 ,nach der ,arbeit geniesst er die ruhigen ,freuden des modernen ,brgers1 geht in ,gesellschaften und fhrt das ,leben eines ,jeden1 nur mit dem ,unterschiede1 dass er vielleicht noch friedlicher und noch besser erzogen ist1 als die ,andern4 ,was mich in ,manets ,bildern zuerst frappiert1 ist eine sehr zarte ,richtigkeit in den ,beziehungen der ,tne unter einander4 ,frchte sind auf eine ,tafel gesetzt und heben sich von einem grauen ,hintergrunde ab4 ,es giebt unter den ,frchten1 je nachdem sie mehr oder minder nahe sind1 ,farbenwerte1 die eine ganze ,tonleiter bilden4 ,wenn ihr von einer ,note ausgeht1 die heller als die wirkliche ,note ist1 msst ihr einer ,leiter folgen1 die immer heller bleibt4 ,und umgekehrt muss es sein1 wenn ihr von einer dunkleren ,note ausgeht4 ,das ist1 was man1 glaube ich1 das ,gesetz der ,valeurs nennt4 ,ich kenne in der modernen ,schule niemanden ausser ,corot1 ,courbet und ,edouard ,manet1 die stndig diesem ,gesetze gefolgt sind1 wenn sie ,figuren malen4 ,die ,werke gewinnen dabei eine seltsame ,reinlichkeit1 eine grosse ,wahrheit und einen grossen ,reiz4 ,edouard ,manet geht gewhnlich von einer ,note aus1 die heller als die in der ,wirklichkeit existierende ,note ist4 ,seine ,malereien sind blond und leuchtend1 von einer soliden ,bleichheit4 ,das ,licht fllt weiss und breit auf die ,gegenstnde und beleuchtet sie auf ein sanfte ,art4 ,es giebt da nicht den geringsten erzwungenen ,effekt4 ,die ,personen und die ,landschaften baden sich in einer heiteren ,klarheit1 welche das ,bild vllig erfllt4 ,was mich danach frappiert1 ist die notwendige ,folge der genauen ,beobachtung des ,gesetzes von den ,werten4 ,der ,knstler lsst sich irgend einem ,gegenstand gegenber durch seine ,augen leiten1 die diesen ,gegenstand in breiten ,tinten bemerken1 welche gegenseitig ,einfluss auf einander nehmen4 ,ein ,kopf gegen eine ,mauer ist nur noch ein mehr oder minder weisser ,fleck auf einem mehr oder minder grauen ,hintergrund2 und das ,kleid1 an das ,gesicht herangesetzt1 zum ,beispiel ein mehr oder minder blauer ,fleck neben dem mehr oder minder weissen ,flecke4 ,daher eine grosse ,einfachheit1 fast gar keine ,details1 eine ,gesamtheit von richtigen und zarten ,flecken1 die in einigen ,schritten ,entfernung dem ,bilde ein ergreifendes ,relief geben4 ,ich lege auf diesen ,charakter der ,werke von ,edouard ,manet ,nachdruck1 denn er herrscht in ihnen und macht sie zu dem1 was sie sind4 ,die ganze ,persnlichkeit des ,knstlers besteht aus der ,art1 in der sein ,auge gebildet ist3 er sieht blond und in ,massen4 ,was mich in dritter ,linie frappiert1 ist eine etwas trockene1 jedoch reizvolle ,grazie4 ,man verstehe mich richtig3 ich spreche nicht von der rosa und weissen ,grazie1 die die ,porzellankpfe der ,puppen haben1 sondern von einer durchdringenden und wahrhaft menschlichen ,grazie4 ,edouard ,manet ist ein ,weltmann und in seinen ,bildern sind gewisse auserlesene ,linien1 gewisse schlanke hbsche ,haltungen1 die von seiner ,liebe fr die ,eleganzen des ,salons zeugen4 ,das ist das ,element des ,unbewussten1 die ,natur des ,malers4 ,nach der ,zergliederung die ,zusammenfassung4 ,nehmen wir gleichviel welches der ,bilder ,manets und suchen nichts anderes1 als was es enthlt3 beleuchtete ,gegenstnde1 wirkliche ,geschpfe4 ,der ,gesamtanblick ist1 wie ich es gesagt habe1 leuchtend blond4 ,in dem ausgebreiteten ,licht sind die ,gesichter in breiten ,fleischflchen behandelt1 die ,lippen werden einfache ,striche1 alles vereinfacht sich und hebt sich vom ,hintergrunde in machtvollen ,massen ab4 ,die ,richtigkeit der ,tne stellt die ,plne fest1 erfllt das ,bild mit ,luft1 giebt jedem ,gegenstande ,kraft4 ,man hat1 um sich ber ,manet lustig zu machen1 behauptet1 dass seine ,bilder an die ,bilderbgen von ,epinal erinnern2 sehr viel ,wahrheit liegt in diesem ,spott1 der ein ,lob ist4 ,dort auf den ,bilderbgen und hier auf den ,bildern sind die ,verfahren die gleichen1 die ,tinten sind schichtweise angewendet1 mit dem einzigen ,unterschiede1 dass die ,arbeiter der ,bilderbgenfabrik die ,tne rein brauchen1 ohne sich um die ,werte zu kmmern1 ,edouard ,manet die ,tne jedoch vervielfacht und sie in die richtigen ,beziehungen bringt4 ,es wrde eher am ,platze sein1 ,manets vereinfachte ,malerei mit den japanischen ,farbenholzschnitten zu vergleichen1 die ihnen durch ihre seltsame ,eleganz wie durch ihre prachtvolle ,fleckenverteilung hnlich sind4 ,der erste ,eindruck1 den ein ,bild von ,edouard ,manet hervorbringt1 ist ein wenig hart4 ,man ist nicht daran gewhnt1 so einfache noch auch so aufrichtige ,uebersetzungen der ,wirklichkeit zu sehen4 ,dann giebt es1 wie ich gesagt habe1 einige elegante ,schroffheiten1 die berraschend wirken4 ,das ,auge bemerkt zuerst nur breit geschichtete ,tinten4 ,bald zeichnen die ,objekte sich und stellen sich an ihre ,pltze4 ,am ,ende einiger ,augenblicke erscheint das ,ganze1 kraftvoll1 und man empfindet einen wirklichen ,reiz1 indem man diese helle und gewichtige ,malerei betrachtet1 die die ,natur mit einer sanften ,brutalitt1 wenn ich mich so ausdrcken darf1 wiedergiebt4 ,wenn man sich dem ,bilde nhert1 sieht man1 dass die ,behandlung mehr delikat als schroff ist4 ,der ,knstler benutzt nur den ,pinsel 7nicht den ,spachtel7 und bedient sich seiner sehr vorsichtig4 ,er giebt keine ,farbenanhufungen1 sondern eine einfache ,schicht4 ,dieser ,wagehals1 ber den man sich lustig macht1 hat eine ,technik1 die sehr vorsichtig ist1 und wenn seine ,werke einen besonderen ,anblick gewhren1 so verdanken sie das nur der persnlichen ,art1 in der ,manet die ,objekte sieht und bersetzt4 ,wenn man mich prfte1 wenn man an mich die ,frage stellte1 welche neue ,sprache ,edouard ,manet sprche1 so wrde ich hinsichtlich des ,ganzen antworten3 er spricht eine ,sprache1 die aus ,einfachheit und ,richtigkeit gemacht ist4 ,die ,note1 die er bringt1 ist das ,blond1 das das ,bild mit ,licht erfllt4 ,die ,uebersetzung1 welche er uns giebt1 ist eine richtige und vereinfachte ,uebersetzung1 die in ,ensembles vorgeht und nur die ,massen angiebt4 ,nicht oft genug kann ich wiederholen1 dass wir tausend ,dinge vergessen mssen1 um dieses ,talent zu verstehen und zu geniessen4 ,es handelt sich hier nicht mehr um eine ,untersuchung der absoluten ,schnheit2 der ,knstler malt weder die ,geschichte noch die ,seele2 was man ,komposition nennt1 existiert fr ihn nicht1 und die ,aufgabe1 die er sich stellt1 ist nicht1 diesen ,gedanken darzustellen oder jenen historischen ,vorgang4 ,darum muss man ihn auch nicht vom ,standpunkt des ,moralisten oder des ,literators beurteilen1 sondern als ,maler4 ,er behandelt die ,figurenbilder1 wie es in den ,kunstschulen erlaubt ist1 die ,stilleben zu behandeln2 er stellt1 will ich damit sagen1 die ,figuren ein bichen dem ,zufall nach vor sich hin1 und hat nur danach ,verlangen1 sie auf die ,leinwand zu bringen1 wie er sie sieht1 mit den lebhaften ,gegenstzen1 welche sie bilden1 indem sich eine von ihnen von der anderen absetzt4 ,fordert von ,manet nichts anderes als eine ,uebersetzung von wrtlicher ,richtigkeit4 ,er kann nicht singen und philosophieren2 er kann malen4 ,er hat die ,gabe1 und das da ist sein ,eigentum1 sein ,temperament1 in ihrer ,feinheit die hauptschlichen ,tne zu ergreifen und solcherweise in grossen ,plnen die ,dinge und die ,wesen zu modellieren4 ,man hat ,manet vorgeworfen1 dass er die spanischen ,meister nachahme4 ,ich gebe zu1 dass einige ,aehnlichkeit zwischen seinen ersten ,arbeiten und den ,arbeiten dieser ,meister ist4 ,man ist immer jemandes ,sohn4 ,aber von seinem ,mittagessen im ,grase an scheint mir ,manet klar die ,persnlichkeit zu zeigen1 die ich kurz zu erklren und auszulegen gesucht habe4 ,die ,wahrheit ist vielleicht1 dass das ,publikum1 indem es sah1 dass er ,scenen und ,kostme aus ,spanien malte1 auch annahm1 dass ,manet seine ,modelle von jenseits der ,pyrenen nhme4 ,von da bis zur ,anklage des ,plagiats ist es nicht weit gewesen4 ,daher ist es gut1 bekannt zu geben1 dass ,edouard ,manet die espada und den majo gemalt hat1 weil er in seinem ,atelier spanische ,kostme hatte und sie schn in der ,farbe fand4 ,er bereiste ,spanien erst im ,jahre #ahfe1 und seine ,bilder tragen einen zu persnlichen ,accent1 als dass man in ,manet nur einen ,bastard von ,velasquez und ,goya erblicken knnte4 ,das erste1 was ich empfand1 als ich ins ,atelier von ,edouard ,manet trat1 war ein ,gefhl von ,einheit und von ,kraft4 ,es ist ,herbheit und ,sanftheit beim ersten ,blick1 den man auf die ,wnde wirft4 ,ehe die ,augen sich auf einer bestimmten ,leinwand festsetzen1 irren sie von ungefhr von unten nach oben1 von rechts nach links1 und diese hellen ,farben1 die eleganten1 sich mischenden ,formen haben eine ,harmonie1 einen ,freimut von usserster ,einfachheit und ,energie4 ,dann habe ich langsam die ,werke hintereinander zergliedert4 ,hier gebe ich in einigen ,zeilen mein ,gefhl ber jedes von ihnen1 mit etwas ,nachdruck bei den umfangreicheren4 ,das lteste ,bild ist der ,absynthtrinker2 ein abgezehrter1 abgestumpfter ,mann1 in eine ,ecke seines ,mantels gehllt und in sich versunken4 ,der ,maler suchte sich noch2 es ist beinahe eine melodramatische ,absicht in diesem ,gegenstand2 und dann finde ich hier nicht das einfache und genaue1 mchtige und grosse ,temperament1 das der ,knstler spter hat4 ,danach kommen der spanische ,snger und das ,kind mit dem ,degen4 ,das sind die ,pflastersteine -- jene ersten ,werke1 deren man sich bedient1 um mit ihnen die letzten ,werke des ,knstlers zu erschlagen4 ,der spanische ,snger1 ein ,spanier1 der auf einer ,bank von grnem ,holz sitzt und singend ,guitarre spielt1 hat auf der ,ausstellung eine mention honorable bekommen4 ,das ,kind mit dem ,degen ist ein kleiner ,knabe1 stehend1 mit naiver ,miene1 und uns anstaunend4 ,er hlt mit beiden ,hnden einen grossen ,degen mit ,wehrgehnge4 ,diese beiden ,malereien sind fest und solide1 brigens sehr fein1 und sie verwunden in gar nichts den schwachen ,blick der ,menge4 ,man behauptet1 dass ,edouard ,manet einige ,verwandtschaft mit den spanischen ,meistern hat und er hat es nie so sehr bekundet wie in dem ,kinde mit dem ,degen4 ,der ,kopf des ,knaben ist ein ,wunder von ,modellierung und besnftigter ,kraft4 ,htte der ,knstler immer derartige ,kpfe zu malen unternommen1 so wrde er vom ,publikum gehtschelt1 mit ,lob und ,geld berschttet worden sein4 ,freilich wre er ein ,reflex geblieben1 und nie wrden wir die schne ,einfachheit kennen gelernt haben1 die sein ganzes ,talent bildet4 ,fr mich1 ich gestehe es1 ist das ,sympathische in seinen ,werken anderswo als in diesen ,stcken2 ich ziehe die freimtigen ,schrfen1 die richtigen und mchtigen ,flecke der ,olympia den gesuchten und engen ,feinheiten des ,kindes mit dem ,degen vor4 ,aber von jetzt an habe ich nur noch von solchen ,bildern zu sprechen1 die mir das ,fleisch und ,blut ,edouard ,manets zu sein scheinen4 ,zu ,anfang kommen die ,bilder1 die im ,jahr #ahfc bei ,martinet auf dem ,boulevard des ,italiens einen wirklichen ,auflauf verursachten4 ,pfeifen und ,hohngelchter kndigten1 wie es ,brauch ist1 an1 dass ein neuer originaler ,knstler sich offenbart habe4 ,die ,zahl der damals ausgestellten ,bilder war vierzehn4 ,acht von ihnen werden wir in der ,weltausstellung wiederfinden3 den alten ,musiker1 den ,leser1 die ,gitanos1 einen ,strassenjungen1 ,lola de ,valence1 die ,strassensngerin1 das spanische ,ballet und die ,musik in den ,tuilerien4 ,die vier ersten der ,reihe citiere ich nur4 ,lola de ,valence ist durch den ,vierzeiler von ,charles ,baudelaire berhmt1 der ebenso ausgezischt und bel behandelt wurde wie das ,gemlde selbst3 ,entre tant de beauts que partout on peut voir ,je comprends bien1 amis1 que le dsir balance1 ,mais on voit scintiller dans ,lola de ,valence ,le charme inattendu d'un bijou rose et noir4 ,ich beabsichtige nicht1 zur ,verteidigung dieser ,verse beizutragen und sage nur1 dass sie fr mich das ,verdienst haben1 ein gereimtes ,urteil ber die ganze ,persnlichkeit des ,knstlers zu geben4 ,ich weiss nicht1 ob ich bertreibe4 ,es ist vollkommen wahr1 dass ,lola de ,valence ein bijou rose et noir ist4 ,der ,knstler geht bereits nur durch ,flecke vor und seine ,spanierin ist breit1 mit lebhaften ,gegenstzen gemalt2 die ganze ,leinwand von zwei ,tinten bedeckt4 ,das ,bild1 das ich unter den aufgefhrten aber vorziehe1 ist die ,strassensngerin4 ,eine junge1 auf den ,hhen des ,panthon wohlbekannte ,person tritt aus einer ,schenke heraus1 whrend sie ,kirschen isst1 die sie aus einer ,tte nimmt4 ,das ganze ,werk ist von einem sanften blonden ,grau4 ,die ,natur scheint mir in diesem ,bild mit der ussersten ,einfachheit und ,genauigkeit zergliedert zu sein4 ,ein derartiges ,bild hat1 von seinem ,gegenstande unabhngig1 eine ,erhabenheit1 welche den ,rahmen erweitert2 man fhlt darin die ,erforschung der ,wahrheit1 die gewissenhafte ,arbeit1 die ein ,mann leistet1 der vor allem freimtig sagen will1 was er sieht4 ,die beiden andern ,bilder1 das spanische ,ballet und die ,musik in den ,tuilerien waren es1 bei denen damals das ,pulver explodierte4 ,ein aufgeregter ,amateur ging so weit1 zu drohen1 dass er handgreiflich werden wrde1 wenn man die ,musik in den ,tuilerien lnger in dem ,ausstellungssaal hngen liesse4 ,ich begreife den ,zorn dieses ,liebhabers2 denkt euch unter den ,bumen des ,tuileriengartens eine ganze ,menge -- hundert ,personen vielleicht1 die sich in der ,sonne bewegen4 ,jede ,person nur als einfachen ,flecken1 kaum bestimmt1 und die ,details zu ,linien und schwarzen ,punkten geworden4 ,wre ich dagewesen1 so htte ich den ,liebhaber gebeten1 sich in eine achtungsvolle ,entfernung zu begeben4 ,dann htte er gesehen1 dass diese ,flecke lebten1 dass diese ,menge sprach und dass dieses ,bild eins der bezeichnendsten des ,knstlers sei1 eines von denen1 bei denen er am meisten seinen ,augen und seinem ,temperamente gefolgt ist4 ,illustration3 ,w4 ,leibl1 ,selbstbildnis ,,ferd4 ,,georg ,,waldm,,ller ,aus seinen hinterlassenen ,schriften ,seiner ,excellenz dem ,herrn ,staatsminister ,anton ,freiherrn von ,schmerling1 ,grosskreuz des st4 ,leopold-,ordens etc4 etc4 etc4 ,eure ,excellenz6 ,ich erlaube mir diese ,zeilen an ,eure ,excellenz zu richten1 in denen ich eine getreue durchaus wahrheitsgemsse ,darstellung der ,verfolgungen1 und moralischen ,misshandlungen zu ,ihrer ,kenntnis zu bringen beabsichtige1 und es der ,gerechtigkeitsliebe ,eurer ,excellenz anheim stelle1 darber zu entscheiden1 ob mein ,verlangen nach einer ,rehabilitierung ein gerechtfertiges sei oder nicht4 ,die ,verfolgungen1 welche ich erlitten1 haben ihren ,grund lediglich in meinem ,streben die belstnde unseres bisherigen akademischen ,unterrichtes der ,wahrheit gemss zu beleuchten1 und der ,kunst berhaupt jene ,stellung zu erringen1 welche ihr in civilisirten ,staaten gebhrt4 ,dieses ,streben habe ich in mehreren ,broschren entwickelt1 besonders in jener1 welche den ,titel fhrt3 ,andeutungen zur ,belebung der vaterlndischen bildenden ,kunst4 ,die in dieser ,broschre ausgesprochenen ,enthllungen ber den in dem akademischen ,lehrsystem herrschenden ,schlendrian erweckten natrlich das grsste ,missfallen in den diesem ,schlendrian1 bei welchem sie ihren ,vorteil fanden1 huldigenden akademischen ,kreisen1 und es ward das ,anathema ber den khnen ,reformator ausgesprochen1 der es unerschrocken aussprach1 was ,not thue1 um dem ,verfalle der ,kunst entgegen zu treten4 ,der damalige ,herr ,minister des ,unterrichtes1 ,graf ,leo ,thun1 gestand mir mndlich1 dass er zwar die ,wahrheit der ,enthllung des gnzlich mangelhaften kunstttenden statt kunstlebenden akademischen ,unterrichtes in meiner ,broschre nicht bestreite1 dass aber ,enthllungen solcher ,art1 von einem ,mitgliede der ,akademie1 und ihres ,rates selbst1 von einem ,professor der ,akademie ausgehend1 offenbar als ein ,disciplinarvergehen betrachtet werden msse1 welches mit der ,enthebung von meiner ,anstellung bei der ,akademie zu bestrafen sei4 ,diese ,bestrafung ward dann auch vollzogen1 da ich am #d4 ,september #aheg in ,pension gesetzt ward1 jedoch nur mit dem ,bezuge einer ,pension von #djj fr4 statt meines ,gehaltsbetrages von #hjj fr41 welche ich in meiner ,anstellung bezog4 ,dass meine ,beleuchtung der damals an der ,akademie eingefhrten sog4 ,reform1 deren ,entwurf und ,fassung von dem ministeriellen ,berichterstatter ,herrn ,grafen ,franz ,thun und seinem ,freunde ,herrn ,ruben herrhrte1 und dem ,herrn ,minister gleichsam oktroyiert ward1 da er1 wie er in einer ,unterredung mit mir unverhohlen usserte1 dass er in ,sachen der ,kunst kein ,verstndnis habe1 -- dass1 sage ich1 meine ,beleuchtung jener ,schpfung des ,herrn ,grafen ,franz ,thun und des ,herrn ,ruben diesen ,herrn und ihren ,schmeichlern unbequem gewesen1 begreife ich1 um so mehr1 als meine ,wahrheitsliebe und ,freimtigkeit nicht gestattete1 auch in ,unterredungen mit diesen ,herren selbst meine ,ansichten zu verhehlen4 ,in einer solchen ,unterredung mit dem ,herrn ,grafen ,franz ,thun usserte ich1 dass ich die ,ernennung des ,herrn ,ruben zum ,direktor der ,akademie gegenber der ,einfhrung von ,meisterschulen befremdlich fnde1 da ja doch nicht angenommen werden knne1 dass die ,meister sich dirigieren lassen wrden1 und der ,graf antwortete mir3 ,er lasse dies dahin gestellt sein1 die ,ernennung des ,herrn ,ruben zum ,direktor sei nur erfolgt um demselben einen grsseren ,gehalt zuzuwenden6 ,ich glaube1 dass die ,anfhrung eines solchen ,motives zur ,anstellung keines ,kommentars bedarf1 um die ,zustnde der akademischen ,gebahrung1 sowohl im ,kunst- als im ,geschftswesen zu charakterisieren4 ,meine eigenen ,bestrebungen wurden nie von unlauteren ,interessen beeinflusst4 ,ich glaube dies durch alle ,handlungen meines knstlerischen und brgerlichen ,lebens bewiesen zu haben4 ,ich erhielt von ,sr4 ,majestt dem verewigten ,kaiser ,nikolaus von ,russland eine hchst ehrenvolle1 von den wesentlichsten persnlichen ,vorteilen fr mich verbundene ,aufforderung1 mich in ,petersburg zu etablieren1 und daselbst eine ,meisterschule zu grnden4 ,ich leitete damals auch hier eine ,privat-,meisterschule1 und konnte es nicht ber mich gewinnen1 meine ,schler1 talentierte ,jnglinge1 welche ihre knstlerische ,ausbildung mir anvertraut hatten1 zu verlassen4 ,ich wies ohne ,bedenken den glnzenden ,antrag zurck1 und sandte einen meiner besten ,schler1 ,herrn von ,zichy nach ,petersburg1 welcher sich dort eine ehrenvolle und lukrative ,existenz grndete1 was er auch vollkommen durch sein ,talent verdient4 ,ich habe mir erlaubt auf diese ,episode meines knstlerischen ,lebens hinzudeuten1 weil sie wohl den sprechendsten ,beweis liefert1 wie ich es mir 7als7 meine ,lebensaufgabe erachtete1 alle meine ,krfte der ,belebung1 und dem ,gedeihen der vaterlndischen ,kunst zu widmen1 und dadurch meinen echten ,patriotismus zu bethtigen4 ,dass diese meine ,bestrebungen in jenen ,kreisen knstlerischer und akademischer ,thtigkeit1 welche in der ,erhaltung des ,schlendrians ,vorteile finden1 angefeindet wurden1 darauf musste ich bei meinem ,vorgehen gefasst sein1 dass aber diese feindliche ,gesinnung auch in jene ,sphren gedrungen sei1 welche ihrer ,natur nach erhaben ber alle ,einflsse solcher ,art stehen sollten1 darber habe ich in neuerlichster 7,zeit7 die berraschendsten ,beweise erhalten4 ,ich hatte es nmlich fr meine ,pflicht gehalten1 die oben erwhnte ,broschre ,sr4 ,majestt dem ,kaiser ehrfurchtsvoll zu ,fssen zu legen4 ,der ,vorschrift gemss reichte ich das ,exemplar in dem k4 k4 ,oberstkmmereramt ein4 ,nach einiger ,zeit ward ich zu ,seiner ,excellenz dem ,herrn ,oberstkmmerer ,grafen von ,lauzcownski beschieden1 und empfing aus seinem ,munde folgende ,abfertigung3 ,ich soll ,ihre ,broschre dem ,kaiser geben1 dass ,sie eine ,auszeichnung1 etwa gar einen ,orden bekommen6 ,nein1 das thue ich nicht6 ,auch diese ,rede bedarf keines ,kommentars4 ,ein solcher ,beweggrund dem ,kaiser ein ,werk nicht zu berreichen drfte so ziemlich beispiellos genannt werden1 und noch verwunderlicher ist es1 wie ein ,kavalier1 dem man doch wenigstens einen gewissen ,grad von ,bildung beimessen drfte1 sich so weit vergessen kann1 in solch unanstndiger ,weise einen solchen ,bescheid einem ,manne zu erteilen1 der durch die ,haltung seines ganzen ,lebens als ,brger und ,knstler makellos stehend den vollen ,anspruch1 und die ,berechtigung1 wenn auch nicht auf die ,zuneigung doch jedenfalls auf die ,achtung auch des hchsten ,wrdentrgers hat4 ,einen zweiten ,beweis1 wie man sich in jenem ,bureau die grsste ,geringschtzung gegen mich erlauben zu drfen glaubte1 fand ich in dem folgenden ,vorgange4 ,ich hatte mir erlaubt eines meiner neueren ,gemlde1 welches die ,anerkennung als eines meiner besten ,werke erhielt1 ,seiner ,majestt dem ,kaiser vorzustellen1 und um dessen ,ankauf zu bitten4 ,diese ,bitte wurde indessen1 obschon ,seine ,majestt dem ,bilde ,beifall schenkte1 abschlgig beschieden1 und ich erhielt meine ,bittschrift mit diesem ,bescheide aus dem ,oberstkmmereramt zerrissen zurck1 also mit einer durch keine ,amtsvorschrift gebotenen ,verschrfung des ,ausdruckes1 einer in keiner ,weise gerechtfertigten verchtlichen ,missachtung44444 ,abgesehen davon1 dass die juridische ,entscheidung1 ob durch freimtige ,besprechung bestehender unleugbarer belstnde in einem ,institute1 von belstnden1 fr welche ich bereit bin1 den thatschlichen ,beweis vor jeder ,kommission von ,fachmnnern1 und einem ,vorsitzenden zu liefern1 ob ,mitteilungen solcher ,art unbedingt und in allen ,fllen1 wo sie von einem ,mitgliede eines solchen ,institutes selbst ausgehen als ,disciplinar-,vergehen1 und strafwrdig zu behandeln seien1 immer noch erst zu erwarten wre1 da sich ohne ,zweifel hoch ,vieles pro et contra sagen liesse1 so halte ich dafr1 dass in diesem ,falle1 wenn ich wirklich straffllig wre1 die ,strafe durch meine ,pensionierung berhaupt in gengender ,weise htte befunden werden mgen1 auch wenn ich mit #bh ,dienstjahren in ,bercksichtigung meiner ,verdienste um die ,kunst1 als ausbender ,knstler1 und als ,lehrer und ,rat1 mit meinem ganzen ,gehalt bedacht worden wre1 statt mit einem ,bruchteile desselben4 ,ich glaube mir also die ,bitte erlauben zu drfen1 mir in so ferne eine ,rehabilitierung zu ,teil werden zu lassen1 wodurch mir die ,beziehung meines gehabten ,gehaltes von #hjj fr4 im ,ruhestand belassen wrde1 wobei ich mich aber erbiete auch noch eine ,meisterschule zu leiten1 von welcher ich mir guten ,erfolg1 sowohl die ,resultate meiner frheren ,leistungen1 als durch den ,umstand hoffen zu drfen mich berechtigt halte1 da sich fortwhrend viele akademische ,schler an mich wenden1 welche unter meiner ,leitung studieren wollen1 und mir dadurch ihr ,zutrauen in meine ,lehrmethode1 und in das ,prinzip1 welches ich derselben zum ,grunde lege1 aussprechen4 ,somit fhle ich mich denn ermutigt1 die ,entscheidung dieser ,frage der ,weisheit und ,gerechtigkeitsliebe ,eurer ,excellenz anheim zu stellen1 in festem ,vertrauen1 dass der erleuchtete ,geist ,eurer ,excellenz am besten zu beurteilen wissen wird1 in wie ferne mein ,ansuchen gerechtfertigt erscheint1 und zu wrdigen sei4 ,im ,gefhle der aufrichtigsten ,verehrung ,eurer ,excellenz ,unterthnigst ergebenster ,diener ,f444 ,was soll uns die ,kritik8 ,was soll uns die ,kritik8 ,soll sie die bildende ,kunst frdern8 ,als die ,kunst auf ihrer ,hhe1 als es eine wahrhafte ,kunst gab1 existierte damals eine ,kritik8 ,eine ,kritik in solcher ,weise wie jetzt1 vornehmlich bei uns8 ,nein6 ,das ne sutor ultra crepidam ist auch jetzt noch die passendste ,antwort auf alle und jede ,kritik in der bildenden ,kunst4 ,der ,knstler1 welcher sein ,kunstwerk in die ffentlichkeit giebt1 unterzieht sein ,werk der ,beurteilung des ,publikums4 ,jeder ,beschauer wird nach seinem individuellem ,empfinden und ,erkennen in seinem ,gemte von dem ,werke ergriffen werden1 oder kalt bleiben4 ,es kann der ,gegenstand schon die ,ursache sein1 obwohl ,kunstwerke in ihrem ,inhalte fr alle ,beschauer ein allgemeines ,interesse haben sollen1 es ist eine ,bedingung1 denn wenn es nur fr eine ,person1 oder fr einen kleinen ,kreis ,interesse hat1 so soll es nicht in die ffentlichkeit4 ,dass aber weder das ,publikum noch ,kunstliebhaber eine eigentliche ,kritik zu fllen im stande sind1 ist gewiss2 sie sprechen ihre ,empfindung des ,gefallens oder ,missfallens aus1 und dieses ist fr den ,knstler gengend1 ihn in der ,wahrheit zu bestrken1 oder einzulenken auf den ,weg der ,wahrheit4 ,solcher ,art ,kritik erreichte bei den ,griechen und im ,mittelalter jene hohe ,stufe der ,ausbildung4 ,betrachten wir dagegen die ,folgen1 welche das ,gefasel unserer sogenannten ,kunstkritiker in den ,journalen mit sich bringt1 welche ganz gewiss schamrot wrden -- ich thue ihnen die ,ehre an1 es zu glauben -- wenn sie eine ,ahnung htten1 wenn es nur ihr ,dnkel zuliesse zu erkennen1 dass ihre ,aussprche voll ,widersprche sich selbst aufheben1 welches durch ihre vllige ,unkenntnis veranlasst wird4 ,durch was und an wem sind sie berufen1 decidierte ,urteile1 ,belehrungen u4 s4 w4 ber die ,kunst abzugeben8 ,gewhnlich sind es ,schreiber in ,bureaus1 oder ,personen1 die durch ,talentlosigkeit und ,faulheit sich keinem ,berufe widmen konnten1 nichts sind1 der ,gesellschaft zur ,last fallen1 wogegen jeder ,taglhner ,nutzen bringender ist4 ,es geschieht wohl manchmal1 dass sie von ,knstlern1 welche durch die ,feder das ,publikum aufmerksam machen1 was man von solchen ,aussprchen zu halten hat1 zurechtgewiesen werden1 allein1 die ,frechheit geht so weit1 dass sie drohen einen solchen ,knstler1 der sie lcherlich gemacht1 zu vernichten6 ,welche ,macht steht ihnen als ,hintergrund zu ,gebote8 ,es wre die grsste ,schmach1 wenn hohe ,staatsmnner sich von solchen ,individuen ihre ,handlungsweise bestimmen liessen4 ,so ist es gerade dem ,gedeihen wahrer ,kunst nur hinderlich2 einmal schon durch die dreisten ,behauptungen ihrer lcherlichen1 oder persnlich verleumdenden ,aussprche1 und da das ,publikum in der ,regel derlei ,aussprche glaubt1 weil sie gedruckt sind1 ja sogar viele diese ,kritiken bei den ,bildern in der ,ausstellung zur ,hand haben1 um nur ja kein eigenes ,urteil zu haben1 sich in solcher ,weise gngeln lassen1 und dann um gleichsam der ,kunst ,hohn zu sprechen1 indem sie ,leistungen von ,malern ihrer ,clique1 die unter aller ,kritik sind1 mit ,weihrauch der hchsten ,huldigung bestreuen4 ,was haben also diese ,kritiker geleistet8 ,die heimische ,kunst ist immer mehr und mehr1 statt sich zu heben1 gesunken4 ,diese ,aussprche haben viele junge ,talente schon bei ihrer ,entwicklung in solcher ,weise beirrt1 dass jede ,hoffnung fr sie dahin ist4 ,ich habe bei einigen ,gelegenheiten versucht dieses ,treiben durch ,entgegnungen in den ,journalen zu paralisieren1 und es ist mir auch zeitweise gelungen1 gewisse ,stimmen in ihrer ,lcherlichkeit dem ,publikum zu bezeichnen1 und zum ,schweigen zu bringen2 allein die ,herren ,redakteure nehmen sehr ungern1 oder einige auch gar nicht1 derlei ,beleuchtungen in ihr ,journal auf1 ausser mit ,insertionskosten1 und da es das ,beste der ,kunst betrifft1 und nicht meinen persnlichen ,vorteil1 so musste ich meinem ,eifer ,einhalt thun4 ,die ,herren ,redakteure besorgten vor allem1 ihre von ihnen bezahlten ,berichterstatter als unfhig erklrt zu sehen1 und bei der ,gleichgltigkeit1 welche sie fr die bildende ,kunst haben1 beschtzen sie lieber ihre ,lieblinge1 und lassen die ,spalten ihrer ,journale nur diesen erbrmlichen ,umtrieben offen4 ,wre es nicht besser die ,rume ihres ,blattes mit etwas andern zu fllen1 ber bildende ,kunst lieber ganz und gar zu schweigen8 ,denn derlei hebt kein ,journal4 ,wird auch manchmal die ,wahrheit verkndet1 so erscheint es so ausser aller ,gewohnheit1 wird fr ,sotise gegeben1 und man macht ,pressvergehen daraus2 wer soll aber bei einem solchen ,pressprozesse das richtige ,urteil fllen1 da unsere ,kunstzustnde weder erkannt noch beachtet sind84444 ,jene ,journalisten sind nebst dem1 dass sie ,ignoranten sind1 auch bswillige parteiische1 die auf ,kosten der ,sache1 der ,kunst1 ,individuen lobhudeln1 in einer ,art1 die angesichts der ,kunst wohl hchst lcherlich ist1 aber wegen obiger ,ursachen das wahrhaft ,gute beeintrchtigt4 ,ihre ,aussprche sind gewhnliche1 allbekannte1 abgentzte ,phrasen4 ,wenn es diesen ,kritikern wirklich um die ,sache und nicht um ,personen zu thun wre1 wenn sie im stande wren1 durch ihre ,kritik ntzen zu knnen1 so ist nicht das ,journal der ,platz dazu1 auch nicht die ffentlichkeit1 sondern das ,atelier der ,knstler4 ,dort knnten sie ihre ,meinung gegenber dem ,knstler aussprechen1 insofern sie eine haben1 und der ,knstler sie erwidern2 es wrde sich bald zeigen1 wer der ,belehrung bedarf4 ,denn belehren soll ja die ,kritik1 das ist ihr ,zweck4 ,wenn nun die ,herren ,kritiker sich befhigt whnen1 gegenber dem ,knstler ihre ,meinung zur ,geltung bringen zu knnen1 ihn zu belehren1 ihm wenn er auf ,abwegen wandelt den rechten ,weg zum ,heile der ,kunst zu zeigen1 so drften sie insgesamt diesen ,vorschlag1 derlei ,besprechungen in den ,ateliers der ,knstler zu pflegen1 ihre begonnenen und vollendeten ,leistungen kritisch zu beleuchten1 annehmen1 und ich verpflichte mich1 der erste zu sein1 der in seinem ,atelier seine ,werke einer solchen ,besprechung unterzieht4 ,nur eine kleine ,bedingung setze ich daran3 dass meinerseits einige ,zeugen1 wenn auch stillschweigend1 diesen ,verhandlungen beiwohnen4 ,nun meine ,herren1 kann man billiger sein1 haben ,sie eine bessere ,gelegenheit ,ihre ,beurteilungsfhigkeit zu beweisen8 ,auch verpflichte ich mich der erste zu sein1 der ber diese ,fhigkeit in der ffentlichkeit seine ,anerkennung ausspricht1 und alles widerruft1 was er ber ihre ,ignoranz zum ftern gesagt und geschrieben1 wenn sie das ,gegenteil in solcher ,art beweisen4 ,im ,gegenteil aber mssen sie die ,sache1 wenn auch eine ,lieblingssache von ihnen1 aufgeben und keine ,kritik mehr schreiben1 denn sonst wrde ich auch ihr ,fiasko1 besttigt durch ihre ,zeugen1 dem ,publikum zur ,einsicht stellen44444 ,auch drfte ihre ,anonimitt aufhren 7vielleicht verschweigen sie aus zarten ,rcksichten fr ihre ,angehrigen ihre ,namen67 sie mssten ihre ,kritiken mit ihren wirklichen1 nicht ,pseudonamen unterzeichnen1 damit das ,publikum gleich ersehe1 mit wem es zu thun hat1 auch wrden dann die ,knstler sich an sie wenden knnen ihren ,rat einzuholen1 berhaupt ,nutzen schpfen von ihren ,kenntnissen4 ,es wre auch fr die ,nachwelt wnschenswert ihre ,namen zu wissen1 damit sie bei der verdienten ,anerkennung manches ,knstlers und seiner ,werke auch ihren ,teil bekmen4 ,wie sind ,mozart1 ,beethoven bei ihren ,lebzeiten von gewissen ,richtern heruntergerissen worden6 ,die ,nachwelt denkt anders2 ihre ,werke in ihrer ,vortrefflichkeit und ,originalitt stehen vor den ,jetztlebenden unerreicht da4 ,mozart1 ,beethoven haben in drftigen ,verhltnissen gelebt1 niemand dachte daran1 ihnen wegen ihrer genialen ,leistungen ,auszeichnungen zukommen zu lassen1 whrend jetzt manche ,kompositeure 7ja wohl ist jetzt alles aus ,verschiedenen gestohlen1 komponiert67 mit mehreren ,orden prangen1 die nicht wrdig sind1 ,jenen die ,schuhriemen aufzulsen4 ,beethoven htte sich hoch geehrt und glcklich gepriesen1 wenn er die goldene ,medaille erhalten htte als ,anerkennung seiner knstlerischen genialen ,leistungen4 ,die ,anerkennung wirklich knstlerischen ,verdienstes ist aber jedem ,staate ,pflicht und gereicht ihm zur ,ehre4 ,wie in der ,musik1 ebenso in der bildenden ,kunst sowohl in sterreich als in ,deutschland4 ,diejenigen ,maler oder ,bildhauer und ,architekten1 die so recht aus den vorhandenen ,kunstwerken aller ,zeiten zu stehlen wissen1 werden fr diese ,diebsthle honoriert und dekoriert4 ,bei solchem ,treiben wre es am ,platze1 dass die ,kunstgelehrten ihre ,stimme erheben und darauf hinweisen sollten2 was ist aber die ,ursache ihres ,stillschweigens8 ,unkenntnis1 ,parteilichkeit44444 ,mgen derlei geschichtliche ,thatsachen das ,publikum fr die ,folge aufmerksam auf die ,unterscheidung von ,wahrheit und ,trug machen4 ,illustration3 ,franz ,krger1 die ,frstin von ,liegnitz1 ,zeichnung ,,hans ,,von ,,mar,,es ,briefe ,i diavoli tengano sempre una buonissima memoria specialmento quando s'incontrano con angeli3 anche che siamo angeli di giorno a giorno4 ,i4 ,neapel1 #ah4 ,juli #ahgc4 444 -- ,sie mssten eigentlich wissen1 dass ich ,versprechen selten halte1 mich aber hie und da bemhe1 mehr zu leisten1 als ich verspreche4 ,bei einer gewissen ,fhigkeit1 mich in die ,lage ,anderer hineinzudenken1 ist es ein ,zug meines guten ,herzens1 dass ich ,ihnen bisher nicht wissentlich ,langweile bereitet habe4 ,doch kein ,mensch entgeht seinem ,schicksale und selbst ,sie nicht4 ,so hren ,sie denn6 ,die erste ,bedingung1 um in einer ,kunst etwas ,gutes zu leisten1 ist der ,takt4 ,hier stehe ich nun schon da wie ,faust4 ,denn um zu erklren und deutlich zu machen1 was ich damit meine1 msste ich schriftlich viele1 viele ,seiten ausfllen1 wobei dann allerdings sich auch herausstellen wrde1 dass eben dieser ,takt die erste und auch die letzte ,bedingung zu allem knstlerischen ,treiben in sich schliesst4 ,ist man sich nahe1 so bieten sich tausend ,gelegenheiten dar1 die ,einem den ,ausdruck der eigenen ,gesinnung und ,meinung erleichtern2 und auch wenn man lange zusammengelebt1 kann ,einer dem ,andern mit wenig ,worten viel sagen1 doch so auf ,distanze zu wirken1 befllt mich doch bei meiner mangelhaften ,ausdrucksweise eine gewisse ,furcht1 missverstanden zu werden4 ,und zumal bei einer ,kunst1 die ,dinge sagen soll1 fr die keine ,worte gemacht sind4 ,bei der grssten ,achtung fr ,ihre ,auffassungskraft4 ,indessen erscheint es mir ganz richtig1 dass ,sie jetzt ein ,stilleben malen4 ,ich mache ,sie piccola pittrice 7verzeihen ,sie diese ,interjection7 darauf aufmerksam1 dass ,sie dabei niemals einen ,gegenstand fr sich betrachten1 sondern stets beobachten1 wie sich derselbe zu seiner ,umgebung verhlt1 sei es nun in seiner ,begrenzung1 d4 h4 ,form1 oder auch in der ,farbe4 ,wenn ,sie sich das zur ,gewohnheit machen1 so werden ,sie bald dahinter kommen1 dass man rund malen kann ohne zu modellieren4 ,unser ,auge nimmt zunchst in der ,natur nur verschieden begrenzte und gefrbte ,flecken wahr und nur unsere ,erfahrung und unser ,wissen lassen uns auch die ganzen ,gegenstnde erkennen4 ,schon die blosse naive ,nachahmung dieser ,flecken bringt stets eine gewisse ,tuschung hervor4 ,davon wrde ich an ,ihrer ,stelle ausgehen1 weil ,sie auf diese ,weise zuerst dazu kommen1 die ,mittel1 mit denen man nachahmt1 zu beherrschen4 ,ganz falsch ist es1 sich die ,manier1 die ,handgriffe eines ,andern anzugewhnen1 weil man sich damit einen ,block zwischen die ,augen und die ,natur1 der besten ,meisterin setzt4 ,es versteht sich ganz von selbst1 dass auf diese ,weise kein erschpfendes ,bild gemalt wird1 doch wollen wir heute bei diesem ,punkte stehen bleiben1 weil sich dann nach und nach aus diesem rohen ,block etwas ,feines herausmeisseln lsst4 ,es kommt auch darauf an1 ob ,sie an das1 was ich sage1 glauben knnen3 das ist eine conditio sine qua non4 ,also denn nach dem italienischen ,sprichwort chi va piano arriva sano1 wer langsam geht1 erreicht sein ,ziel gesund4 ,wenn ,sie sich auch mit ,blumen befassen mchten1 so wrden ,sie um so mehr himmlische ,krnze durchs irdische ,leben flechten und weben4 ,doch ich bin des trocknen ,tones nun endlich satt1 mcht einmal wieder den ,teufel spielen4 ,nein1 haben ,sie keine ,angst1 die ,hitze1 wenn auch ,teufelselement1 macht mich dazu unfhig4 ,ich fhle mich ganz ,maresele4 ,freuen ,sie sich1 dass ,sie ,gebirgsluft atmen knnen4 -- ,um der ,hitze einer ,nacht zu entgehen1 kam ich neulich auf den ,einfall1 um ,mitternacht auf einem kleinen ,kahne nach ,sorrent zu fahren1 doch da machte ich die ,erfahrung1 dass zur ,nacht es zur ,see noch heisser ist als auf dem ,lande4 ,aber es war doch eine der reizendsten ,nchte1 die ich erlebt habe4 ,die ,see spiegelglatt1 der hellste ,vollmond1 dazu noch spter ,frau ,venus1 die strahlend die rauchige ,werksttte ihres ,herrn ,gemahls verliess und sich im ,meere spiegelte4 ,nur hie und da strich geisterhaft ein ,fischerkahn bei uns vorber2 bis sich endlich ein frischer ,wind erhob1 der das ,meer gleich schwarz erscheinen liess1 auf dem wir dann mit aufgezogenen ,segeln uns schnell unserem ,ziele nherten und mit der aufgehenden ,sonne erreichten4 ,sorrent mit seinen ,grten ist schon ein kleines ,paradies1 wenn ich ,zeit htte1 fhre ich jede ,woche hin4 ,es sind keine ,sirenen dort1 aber ein ,gasthof nennt sich zu den ,sirenen und solche knnten wohl da einmal ihr ,quartier aufschlagen4 -- 444 ,der ,schluss1 der leider ein wenig verfrhte ,ihres ,briefes hat mich bewogen1 ,sie in den ,teufelsorden aufzunehmen1 und zwar verdienen ,sie einen verteufelt hohen ,rang in demselben4 ,also carina diavoletta oder diavoletta carina1 als solche werden ,sie zur ,zeit der festlichen ,aufnahme ,ihr ,diplom empfangen4 -- 444 7,unterschrift7 ,der arme1 jetzt ein wenig gebratene ,teufel1 ,maresele genannt4 ,,ii4 ,neapel1 den #i4 ,sept4 #ahgc4 ,gestern ,abend wurde ich durch ein verteufeltes ,kunstwerk berrascht4 ,es ist schwer zu sagen1 ob die glckliche ,wahl des ,gegenstandes oder die ,conzeption und ,verarbeitung mehr zu loben ist4 ,nun1 in meine ,hnde gelangt1 wird es demselben an einem wrdigen ,platze nicht fehlen4 ,hoffentlich und anscheinend hat meine schne ,fleckentheorie ,wurzel gefasst4 ,indess soll ich wohl die gestellte ,frage unverzglich beantworten8 ,fast mchte ich mich weigern und darin ,ihrem teuren ,beispiele folgen4 ,ist das recht1 so gut gemeinte ,fragen1 wie die meinen1 unbeantwortet zu lassen8 ,doch ich will ,ihren allerhchsten ,unwillen nicht erregen1 und meinem ,naturell folgend1 ganz zahm und artig folgen4 ,erstens also habe ich vor #c ,wochen eine ,fortsetzung zu meinem ersten hchst erbaulichen ,kunstschreiben verfertigt1 aber allerdings dieselbe1 zunchst aus ,zerstreutheit1 statt abzusenden1 in der ,tasche mit herumgetragen1 ein ,los1 das meinen ,schriften hufig genug zufllt4 ,zweitens folgt hier eine ,beschreibung meines tglichen ,lebens4 ,wie die meisten ,menschenkinder stehe ich morgens auf4 ,ohne weiteren ,verzug1 als den ,genuss von etwas gefrorener ,limonade1 gehe ich an die ,arbeit4 ,zuerst also den ,arbeitern ihre ,tagesarbeit bestimmen1 das heisst1 die ,grsse des ,stckes ,mauer angeben1 das ich bemalen will4 ,dann wird einige ,stunden nach dem ,modell in ,oel gemalt und zwar in der grssten ,eile2 dann ist der ,grund prpariert1 und da muss nun oft kolossal viel an einem ,tage zusammengearbeitet werden1 bei welcher ,gelegenheit nicht nur ,kopf und ,hand1 sondern auch der ganze ,krper in ,anspruch genommen wird1 da man oft recht verzweifelte ,stellungen einnehmen muss4 ,bei einer solchen ,geistesgegenwart verlangenden ,arbeit vergisst man zwar selbst die erdrckendste ,hitze1 aber ist der ,abend herangenaht1 so ist man auch zu allem unfhig4 ,dann lass ich mich hchstens von einer ,leib und ,seele erschtternden ,carosetta zum kleinen ,hafen hinfahren und mir von der ,see den ,rest geben4 ,die ,seeluft setzt ,einen dann wenigstens in ,stand1 sein ,souper mit einigem ,behagen zu halten2 schlechtgespielte ,strauss'sche ,walzer1 korallenfeilbietende ,hausierer1 scheussliche ,moden noch bertreibende ,neapolitanerinnen treiben einen dem ,lager zu1 wo ,freund ,morpheus von summenden1 stechenden ,janzaren nur zu bald vertrieben wird4 ,so geht es seit sechs ,wochen ,tag fr ,tag4 ,ist es da ein ,wunder1 wenn zuletzt statt eines ,menschen oder auch ,teufels nur ein dnner ,sommerfaden brig bleibt1 mit dem wenig abzuspinnen ist8444 -- ,,iii4 ,neapel1 #ai4 ,sept4 #ahgc4 444 -- ,wenn ich sicher wre1 dass die ,wesen ohne ,schnurrbart so verschwiegen wren1 wie die mit1 so wrde ich ,ihnen jetzt sehr -- sehr viel zu sagen haben4 ,doch wollen wir jetzt einmal zuerst mit ,ihnen beginnen1 in ,parenthese1 an meine barsche ,manier mssen ,sie sich nun schon gewhnen4 ,wenn ,sie zufrieden mit sich wren1 so wre auch alle ,hoffnung verloren1 denn das mssen ,sie wissen1 dass der ,knstlerstand der wahre ,stand der ,unzufriedenheit mit sich ist4 ,je weiter man gelangt1 desto grssere ,ansprche stellt man an sich3 das alte ,sprichwort3 lang ist die ,kunst1 kurz ist das ,leben1 bewhrt sich nur zu sehr als zutreffend4 ,uebrigens bin ich auch nicht direkt der ,ansicht1 dass der ,schnurrbart das allein seligmachende ,mittel zum ,leisten ist2 jedoch sind den ,frauen grssere ,hemmnisse in den ,weg gelegt4 ,vor allen ,dingen hinderlich ist es ihnen1 dass sie vorzugsweise und in erster ,linie ,damen sein wollen1 mit anderen ,worten die ,mnner mehr vom ,leisten abhalten1 anstatt sie darin1 wie ihre ,geschlechtsgenossinnen1 die ,musen1 anzueifern und zu bestrken4 ,wer etwas leisten will1 darf den ,teufel darnach fragen1 was man sagt1 sondern muss unverrckt sein ,ziel vor ,augen haben2 und das soll nicht ganz leicht sein4 ,man muss sich mehr fr eine ,sache als fr die ,leute interessieren4 ,vor allem aber muss man lernen1 das ,gute vom ,mittelmssigen zu unterscheiden2 das ist der einzige ,weg zum ,heil4 ,glauben ,sie nicht1 dass ich ,sie einschchtern will1 sondern ich gebe ,ihnen nur zu berlegen1 was doch erwhnenswert ist4 ,bei allen ,leistungen von dauerhaftem ,werte spielt der ,charakter eine grssere ,rolle als man glaubt4 ,das grsste ,hindernis bleibt stets die gute ,gesellschaft2 um comme il faut zu sein1 bedarf es nicht mehr ,verstandes1 als der eines ,nussknackers1 whrend die verlangten1 erbrmlichen ,rcksichten den ,gescheiten seiner besten ,zeit und besten ,gedanken berauben4 ,ein ,mann kann sich ber dergleichen ,dinge mit ,leichtigkeit hinwegsetzen2 aber einer jungen ,dame drfte das schon eine schwierige ,aufgabe sein1 wenn auch nicht unmglich4 ,so1 fr heute erlassen ,sie mir die ,fortsetzung meiner ,predigt2 ,sie mssen wissen1 dass ich heute schon eine lebensgrosse ,giovinetta in einen ,orangenhain gesetzt habe1 am liebsten wre es mir gewesen1 ich htte ,ihr liebes ,konterfei statt dieses machen knnen4 ,aber ,ihre ,photographie ist zu sehr verschieden vom ,original4 -- 44444 -- ,doch muss ich ,sie zunchst noch um sechs ,wochen ,urlaub bitten1 damit ich als ein ,mann erscheinen kann1 der in ,wahrheit etwas geleistet hat4 ,so lange brauche ich1 um mein ganzes ,werk1 das ,jahre in ,anspruch zu nehmen schien1 zu vollenden4 ,einen solchen ,einfluss hat die italienische ,luft auf mich ausgebt4 ,diese neue ,erfahrung lsst mich allerdings mit ,grauen an den ,norden und speziell an ,dresden1 die ,capitale der ,mittelmssigen1 denken4 ,ich habe grosse ,plne1 sobald sie sich realisieren oder die ,mglichkeit dazu sich herausstellt1 so werde ich dieselben ,ihnen mitteilen444 -- ,es wird dunkel und ich schliesse4 ,duncque carissima carina non dimenticate me poveretto1 perch sarebbe poco bene a me di cantare come la mia bella vicina3 ,ti voglio ben assai e tu non pensa me -- 444 ,,iv4 ,florenz1 #c4 ,dezember #ahgc4 444 -- ,die ,wahrheit zu gestehen1 befand ich mich die ganze ,zeit in einem sehr anormalen und jedenfalls fr das ,briefschreiben hchst ungeeignetem ,zustande1 der erklrt und entschuldigt wird durch die fr mich allerdings grossen ,anstrengungen4 ,zu ,beginn voriger ,woche bin ich mit meinen ,arbeiten in ,neapel zu ,ende gekommen und gleich darauf ber ,rom hierher gereist4 ,es war meine ,absicht1 nach ,deutschland zu reisen1 die habe ich aber1 da ich in der ,that zu sehr der ,erholung bedarf1 vorlufig aufgegeben4 ,dafr habe ich aber hier ein ,lokal in einem reizend gelegenen ,kloster gemietet und wenn wir es bei der ,ortsbehrde durchsetzen knnen1 werden wir nach und nach ,herren des ganzen ,gebudes werden4 ,was ich mir nach dieser ,seite gewnscht1 scheint nun in ,erfllung zu gehen -- 444 444 -- ,soeben habe ich ,frau ,koppel aufgesucht und habe da zu meiner ,ueberraschung gehrt1 dass la bella in diesen ,tagen hierher kommt4 ,da wird denn wohl die ,zeit nicht fern sein1 wo auch die carina hier erscheinen wird und ebenso la graziosa1 um dann den ,sirenengesang in choro anzustimmen4 ,dann wrden ,sie im ,frhjahr nach der ,heimat ,ihrer ,kolleginnen wandern und sich bei der ,gelegenheit berzeugen knnen1 welche ,schandthaten ein von den ,sirenen ,bethrter verrichtet hat4 ,diesen ,brief1 es ist der fnfte1 schicke ich jetzt definitiv ab -- 444 ,v4 ,neapel1 #a4 ,juli #ahgd4 444 -- ,ein trauriger ,anlass rief mich zu ,beginn des ,frhjahres nach ,deutschland und nachdem ich dort meinem von mir hochverehrten ,vater die letzte ,ehre erwiesen hatte1 strebte ich sobald wie mglich die ,sttte trauriger ,erinnerungen zu verlassen und kehrte so ber ,paris nach ,florenz zurck4 ,dort hatte indessen ,hildebrand den ,kauf eines ,klosters abgeschlossen1 wo nun jetzt auch fr mich eine bleibende ,sttte bereitet wird4 ,wenn ,sie nach ,florenz kommen und den berhmten ,aussichtspunkt ,bello-,sguardo besuchen wollen1 so knnen ,sie nicht vermeiden1 bei der ,statue des ,s4 ,francesco vorbeizukommen4 ,das ,bildwerk ist schlecht1 doch1 wenn auch mit bedauerndem ,gesichtsausdrucke1 zeigt seine erhobene ,hand dahin1 wo der stets fidele ,giovanni ,cerbero weilt4 ,unmittelbar hinter ihm -- dem ,heiligen -- ffnet sich gross und weit die ,pforte des ,verderbens4 ,doch frchten ,sie nichts und treten ,sie unbekmmert hinein1 das hllische ,ungeheuer wird ,sie sofort als ,herrin begrssen4 ,oben aus den ehemaligen ,zellen geniesst man die herrlichste ,aussicht auf die friedlichen ,sttten1 denen unsere ,kultur soviel zu verdanken hat4 -- ,da es jetzt gar zu heiss in ,florenz ist und bei uns gebaut wird1 so lebe ich fr die zwei ,monate ,juli und ,august hier in ,neapel1 wo ich mich mit der ,beobachtung der ,menschheit in ihrem wahren ,naturzustande beschftige -- 444 ,als ,adresse angegeben3 ,h4 v4 ,m4 jetzt ,napoli ,stazione zoologica oder ,firenze #ai ,san ,francesco di ,paola fuori porta ,romana4 ,,vi4 ,unterzeichnet3 ,spiriti capuzineschi di ,s4 ,francesco di ,paola4 ,,vii4 ,florenz1 ,s4 ,francesco di ,paola1 #bi4 ,i4 #ahge4 ,hoffentlich wird sich ,eure ,engelschaft von dem ,entsetzen ber meine ,heiligkeit wieder einigermassen erholt haben4 ,was ist zu thun1 heutzutage muss man sich eben gewhnen1 fr etwas gehalten zu werden1 was man nicht ist4 ,so kann ich ,ihnen im ,vertrauen sagen1 dass ich allerdings weder in heiligen1 noch in profanen ,sachen ein grosser ,meister bin1 was ja auch schliesslich gar nicht ntig ist4 ,es ist genug1 wenn man es dahin bringt1 das ,unglck1 in unserem reizenden ,jahrhundert geboren zu sein1 mit ,geduld zu ertragen4 ,die ,herren ,damen knnen lachen1 sie haben weniger ,grund1 unzufrieden zu sein1 wenigstens brauchen sie es nicht zu merken4 ,und nun soll ich ,ihnen wohl sagen1 wo das ,unglck steckt3 das werde ich aber fein bleiben lassen4 ,im ,gegenteil1 wenn ,sie nicht in der ,stadt der ,phaken lebten1 wrde ich ein wenig ,ihren ,neid zu erregen suchen1 durch ,erzhlungen von ,sonnenschein1 blhenden ,rosenbschen und dem friedlichen ,klosterleben4 ,es knnte das vielleicht auch einen ,engel reizen1 wenn nicht ,wolken von ,anbetern noch reizender wren4 ,doch1 wenn das paradiesische ,dasein darin besteht1 dass ein ,tag wie der andere vorbergeht 7denn so ist es ja doch71 so scheint mir hier das wahre ,engelsklima zu sein4 ,nur bringt das ,land wenig dergleichen hervor1 nichts natrlicher daher1 wenn man wnscht1 dass sie von anderwrts daher geflogen kommen4 ,sie sehen1 ,einsamkeit und ,klosterleben bringen einen in etwas heiligen ,geruch1 mit ,engeln dagegen wrde man selig sein4 ,doch im ,ernst1 der selige ,mares mchte ich vor der ,hand noch nicht genannt werden4 ,in der ,kunst bin ich indessen ziemlich dahin gelangt und wenn mein ,herr ,genius sich nicht bald mit neuem ,vorrate im ,lande der ,seligen versieht1 so mag er sich vom ,teufel holen lassen4 ,was treiben ,sie denn eigentlich8 ,von der ,hauptsache1 das heisst von sich1 lassen ,sie ja ,ihren caro maestro gar nichts hren4 ,ich muss mich ja schmen1 jedesmal so viel von meiner ,wenigkeit zu plaudern1 und frchten1 fr einen selbstschtigen ,narren gehalten zu werden4 ,immerhin glaube ich kein ,narciss zu sein -- 444 ,,viii4 ,roma ,via ,sistina #ajg4 #be4 ,mai #ahgg 7874 444 -- ,wie werden ,sie aufatmen1 nun vor schwerflligen ,rmern sicher zu sein1 die andern ,menschen nur das ,dasein verleiden und vor lauter ,eitelkeit nicht einmal ,hinz noch ,kunzen aufkommen lassen mchten4 -- 444 -- ,nachdem wir1 ,adonis und ich ,sie verlassen hatten1 befanden wir uns glcklich in einem ,bummelzuge1 der erst #i ,uhr abends in ,florenz ankam4 ,dies setzte uns jedoch in die ,lage1 der heiligen ,ccilia in ,bologna unsere ,bewunderung und ,verehrung darbringen zu knnen4 ,zwei ,tage blieb ich noch in ,florenz1 wo auch ,ihre ,angelegenheiten erledigt wurden1 und bin heute wieder in meine mehr traurige als trauliche ,einsamkeit eingekehrt4 ,sie sehen in diesen schlechten ,zeilen meine erste ,beschftigung4 -- 444 ,,ix4 444 -- ,denn nichts ist trauriger in der ,welt als ,missverstehen und man soll vom ,apfel nicht verlangen1 dass er auch eine ,rose sei4 -- 444 ,x4 #ahgg4 444 -- ,so entsteht eine sehr schne ,sammlung1 in der die launige1 schlechtlaunige1 gutlaunige1 strenggelaunte1 ernstgelaunte ,selbstschilderung eines so interessanten ,individuums als das meinige1 enthalten ist4 ,daneben ,sprche der ,weisheit1 tiefsinnige ,bemerkungen ber ,kunst und goldene ,lebensregeln4 ,es ist blos schade1 dass das alles doch am ,ende ein ,raub der ,flammen sein wird -- 444 444 -- ,ich bin berzeugt1 dass mein ,streben nach ,klarheit und ,wahrheit in ,kunst und ,leben des ,lohnes nicht entbehren wird4 -- ,ich gedachte nach ,deutschland zu gehen1 doch nach reiflicher ,ueberlegung habe ich das aufgegeben1 ich darf mich nicht zu sehr zerstreuen und werde ,ischia als ,badeort und ,villegiatur benutzen1 und vielleicht finde ich an jener homerischen ,kste auch eine ,bucht1 an der ich die knftige ,villa erbauen kann4 ,das ,gepltscher der ,meereswogen ist unbedingt notwendig zu einem erspriesslichen ,landaufenthalt4 -- 444 ,,xi4 7wahrsch4 ,rom1 ,ende ,mai #ahgg47 ,vielleicht weiss die unvergessliche1 vergesslichste ,pallas trotz ihrer ,gttlichkeit nicht1 dass dieser ,monat der ,monat der ,allegria ist4 ,hier in ,rom1 auf seinem ,siegeszug von ,indien aus1 gelangte endlich ,gott ,bacchus auch hierher2 auf dem ,janiculus pflanzte er seinen ,thyrsusstab in den ,boden und sagte3 ,auch ich will von hier aus die ,welt beherrschen6 ,und in der ,that1 wenn ein ,kult in der ewigen ,stadt unvergnglich und unerschttert bleibt1 ist es der seine4 ,namentlich ist es in diesem ,monate1 dass er seine ,macht zeigt1 dann mssen sich alle anderen ,gottheiten1 selbst ,venus und ,amor1 ihm beugen4 ,gross und klein1 ,mann und ,weib huldigen ihm in dieser ,zeit und zwar in bacchantischem ,jubel4 ,darf nun wohl der ,priester der ,pallas1 der hohen1 ber gewhnliche ,weiberschwchen erhabenen ,pallas1 der schon oft zrnenden ,pallas1 sich in diesen wilden ,strudel der ,begeisterung fortreissen lassen8 ,er vor allen ,dingen sollte den ,ruhm und die ,ehre seiner ,gottheit aufrecht halten4 ,doch wie kann er das1 wenn sie selbst in undurchdringlichen ,nebel tiefen ,schweigens gehllt sich seinem ,aug' und ,ohr verbirgt8 ,verlassen ohne ,trost1 ohne ,strkung1 was soll er thun8 ,dort steht der ,knabe1 der lchelnde1 mit gefllter ,schale1 komm1 winkt er und trinkt den ,trank freudiger ,begeisterung1 sssen ,vergessens4 ,komm1 was dein ,herz auch beunruhigt1 hier bei mir findest du ,trost1 ,ruhe und ,freude4 ,komm1 deinen ,gliedern gebe ich ,kraft und ,rstigkeit1 deine ,phantasie erflle ich mit den lieblichsten ,bildern1 und sagst du ,schmeichler1 ich verlange von dir nichts als ,nehmen1 kein ,gelbde1 keinen ,schwur1 keine ,treue1 nimm du nur und ich will nur geben4 ,so spricht er1 der ,jubel seiner ,scharen1 die fliegenden ,haare1 die leuchtenden ,augen1 die schwellenden ,lippen1 ,gesang und ,tambourinen -- das alles betubt mich1 ich kann nicht lnger widerstehen1 ich schwanke -- nein1 ich schwanke nicht1 denn ich weiss1 der ,pallasdienst gewhrt hhere1 bewusstere ,freuden4 -- 444 ,,xii4 ,rom1 #b4 ,juni #ahgg4 444 -- ,von meinem versteinerten ,dasein wird sich wenigstens das ,haupt in nchster ,woche in einen vergipsten ,zustand verwandeln und die ,metamorphose einer zweiten ,versteinerung wird im nchsten ,winter vor sich gehen4 ,sollte dieses ,gipsscheusal in ,wien willkommen sein1 so wrde sich dasselbe gehrig eingetrocknet dorthin bewegen4 ,di ,lei umilissimo servitore e sciavo4 ,h4 v4 ,m4 ,,xiii4 jedenfalls ,juni #ahgg4 444 -- denn klar und ehrlich sein1 ist sich selbst offen zeigen4 ,der ganze ,vorgang meines ,lebens ist eigentlich dies ,bestreben gewesen und ich weiss auch1 dass dadurch sowohl ich als andere mehr gewonnen wie verloren haben4 ,durch nichts wird die gegenseitige ,teilnahme mehr gesteigert4 -- 444 444 -- ,sie werden nicht bse sein1 wenn ich ein ,beispiel anfhre3 ,aprs nous le dluge1 d4 h4 ich will mitnehmen was ich kann1 mag auch die ,welt darber zu ,grunde gehen4 ,knnte man sich1 wenn solch ein ,grundsatz wirklich ins ,gemt gedrungen wre1 noch ,liebe zu einer ,person oder ,sache vorstellen8 ,beides1 ,glck und ,genuss1 werden dann unmglich sein und auch die ,wirkung auf die ,umgebung ist vernichtend4 ,besser1 richtiger1 glaube ich1 wre es zu sagen1 handle1 lebe deiner ,ueberzeugung treu1 sollte auch deine ,person darber zu ,grunde gehen4 ,so und nicht anders sind alle ,menschenwerke entstanden1 die das ,leben1 die ,welt auch nach dem ,hingange ihrer ,schpfer schliesslich zusammenhalten444 -- -- 444 -- ,rom ist auch der ,ort1 wo ich mich selber doch am meisten fhle1 denn hier ist mein ,wesen erst zu sich selbst gekommen und lernen kann hier jeder2 denn auch die ,sitten1 richtig gesehen1 knnen nur gnstigen ,einfluss haben1 namentlich die der ,frauen4 ,ich freilich habe einige1 nicht ganz mit meinen brigen harmonierende italienische ,eigenschaften angenommen1 die man mir wohl wieder abgewhnen kann4 -- 444 444 -- ,hoffentlich wird der ,abguss wohlerhalten ankommen1 es dauert immer etwas lange4 ,vom ,verfertiger desselben erhalte ich soeben aus ,deutschland die ,anzeige seiner ,verlobung und demnchstigen ,heirat4 ,,xiv4 ,juni #ahgg4 444 -- ,das ,schicksal hat mir doch die grosse ,gunst erwiesen1 dass ich auf weitere und nicht gemeine ,ziele lossteuern durfte4 ,im ,grossen und ,ganzen habe ich die ,zeit nicht unbentzt vorberziehen lassen2 ich habe manches erworben1 was vielleicht nicht zu verachten ist4 ,ich habe nicht planlos gelebt1 und die ,zeit nhert sich1 in der sich das zeigen wird4 ,von ,natur nicht ohne ,mut1 beseelt von ,glauben und bewhrt mit festen selbsterrungenen ,ueberzeugungen hat mich der ,blick in die ,zukunft nie zittern gemacht4 -- ,von ,haus aus hielt ich es unter der ,wrde meines ,berufes1 der ein edler ist1 denselben zum eigentlichen ,erwerb zu missbrauchen1 obgleich es mir oft1 wenn ich wollte1 nicht so schwer wurde -- 444 444 -- ,und so htte ich vor der ,hand weiter nichts zu sagen1 als dass die ,bste heute abgegangen ist1 mgen die starren1 harten ,zge derselben1 weil sie die ,hlle eines weichen1 treuen und zarten ,gemtes sind1 nicht unwillkommen sein4 ,der ,pallas die gebhrende ,verehrung und ,kniebeugung von ihrem getreuen ,ritter ,hans4 ,,xv4 ,ischia1 ,marina della ,mandra1 wahrscheinlich #ahgh4 444 -- ,wer nach irgendetwas in der ,welt strebt1 kann von ,kleinlichkeiten nur momentan befangen sein und wird sie auch bei niemand anderem voraussetzen4 ,so wie man in der ,kunst sich bemhen soll1 die vorzglichen ,seiten der ,kunstwerke zu erkennen1 anstatt der mangelhaften1 so soll man es im ,leben auch machen1 im anderen ,falle wrde letzteres sehr freudlos sein4 ,darum muss ich immer wiederholen1 dass ich selbst auf einen vollen ,lebensgenuss stets erpicht bin und mich darum wohl befhigt fhle1 auch anderen darin etwas beizustehen und da muss es ,einen natrlich betrben1 wenn man sieht1 wie die ,meisten dem momentanen ,amsement dauerndes ,vergngen1 ,wohlbehagen und ,glck ohne weiteres zum ,opfer bringen4 ,um von allgemeinen ,betrachtungen auf mich selbst zurckzukommen1 so kann ich sagen1 dass ich mich hier durchaus heimatlich fhle4 ,und wie knnte es anders sein4 ,lachend ,himmel und ,meer1 lachende ,landschaft und frhliche ,menschen1 da msste man allerdings versteinert sein1 wenn man nicht auch eine etwas heiterere ,physiognomie wie gewhnlich annhme4 ,ich fhre hier allerdings ein reines ,schlaraffenleben4 ,baden1 segeln1 reiten1 auch auf den ,bergen herumklettern und sich dann gelegentlich erfrischen und strken1 ist jetzt meine ganze ,thtigkeit1 und nebenbei fehlt es nicht an der vortrefflichsten ,unterhaltung1 da ein ,freund von mir hier lebt1 den man schon zu den ungewhnlich intelligenten ,menschen rechnen darf4 ,soviel steht fest1 dass1 wenn man sich von der ,arbeit erholen und zu neuerer frischerer ,thtigkeit vorbereiten will1 es kein anderes ,land giebt1 dass das so mglich machte als die glcklichen ,ksten dieses ,meeres4 ,hier von meinem ,fenster aus sehe ich die ,stelle1 wo die ,elite der ,rmer sich ihre ,landsitze baute1 und dass es heute nicht mehr so ist1 beweist nur1 wie wenig man jetzt zu leben versteht4 ,in diesem verdienstlosen ,hinschlendern habe ich doch ein kleines ,verdienst1 dass ich nmlich den ,lockungen von ,sirenenknsten und ,najaden standhaft widerstehe4 ,doch was schreibe ich das1 da ich doch weiss1 dass dasselbe1 weil es nicht berhrt1 auch nicht anerkannt wird4 ,im brigen hoffe ich1 dass ,pallas sich wohl befinde und berhaupt 7als solche nmlich7 existiert4 ,dass die ,ueberzeugung hiervon mein ,wohlbefinden unendlich heben wrde1 versteht sich von selbst und ich verbleibe bis dahin ein knurrendes ,meerscheusal4 99 99 99 99 99 ,neapel1 den #bf4 ,mai #ahgc4 ,verehrteste gndige ,frau6 ,aus den blauen ,wogen1 auf denen ich mich jetzt tglich schaukeln kann1 steigen immer lebhafter die ,erinnerungen an die verlebten schnen ,tage in ,wien empor4 ,damit mir dieselben nicht auch zu gleicher ,zeit ,gewissensbisse erzeugen sollen1 so erlaube ich mir1 ,ihnen noch einmal meinen lebhaftesten1 herzlichsten ,dank auszusprechen fr alle ,liebenswrdigkeiten1 die dem ,eindringling von ,ihnen und den bsen ,sirenen zuteil geworden sind4 ,anders kann ich leider die letzteren nicht nennen1 denn whrend ,odysseus nur die ,knochen der ,verlockten am ,strande erblickte1 so sind diese wertlosen ,gegenstnde das ,einzige1 was ich so halbwegs gerettet habe4 ,als das ,palladium fr das brige ist der ,hut in ,wien geblieben1 der wohl noch so schwarz wie frher sein wird4 ,uebrigens ist es besagten ,knochen in der ,gesellschaft eines liebenswrdigen gescheiten ,freundes bisher nach ,umstnden gut ergangen4 ,der ,himmel verhllte whrend der ganzen ,reise gndig das ,antlitz der ,sonne4 ,vergeblich suchte ich in ,venedig ,ihren ,herrn ,sohn zu entdecken1 in ,florenz verlebte ich mit alten und neuen ,freunden zwei angenehme ,tage1 in ,rom nur einige ,stunden als ,herr von ,mnchhausen und bin seit drei ,tagen hier mit den ,vorbereitungen zu einer vita pittoresca beschftigt4 ,meine demnchstige ,werksttte wird fast vom ,meer besplt1 wodurch die ,einwirkungen der nun hereinbrechenden ,sommerhitze bedeutend abgeschwcht werden4 ,verzeihen ,sie meine gndige ,frau1 dass ich soviel von mir geschrieben habe1 es ist nur aus dem ,beweggrunde geschehen1 so doch einmal etwas von ,ihnen vernehmen zu knnen4 ,ich hoffe1 dass ,frau ,h4 nun gnzlich hergestellt sein wird und dass sich ,ihre ganze ,familie eines wnschenswerten ,wohlbehagens erfreut4 ,ihrem ,herrn ,gemahl bitte ich mitzuteilen1 dass ich mich bereits umgesehen habe1 doch bei dem einzigen vorgefundenen wegen ganz bertriebener ,forderungen von den ,unterhandlungen abstand4 ,da ich einmal im ,bitten bin1 so bitte ich ,sie auch noch ,ihr jngstes ,frulein ,tochter auf ein knstlerisch-pdagogisches ,sendschreiben vorzubereiten von einem al fresco-pittore1 der sich zum ,schluss dem geneigten ,andenken von ,ihnen und ,ihrer ganzen ,familie empfiehlt und in dankbarster ,ergebenheit nennt ,hans von ,mares1 ,napoli ,htel grande ,bretagne4 99 99 99 99 99 ,neapel1 den #e4 ,juli #ahgc4 ,verehrteste gndige ,frau1 ,ihr liebenswrdiger ,brief hat mir die unbeschreiblichste ,freude bereitet4 ,wie herzlich ich den ,anlass der ,verzgerung einer solchen ,freude bedauere1 brauche ich gewiss nicht zu versichern4 ,hoffentlich wird sich nun ,ihre ,frau ,tochter nach so langem ,leiden einer desto dauernderen ,gesundheit erfreuen4 ,uebrigens will ich es ,ihnen nur gestehen1 ich war im ,stillen recht trostlos so gar kein ,lebenszeichen von ,ihnen und den ,ihrigen zu haben4 ,umsomehr fhlte ich mich jetzt entschdigt4 ,vielleicht hat sich keine ,gelegenheit gegeben ,ihnen den ,hauptzug meines ,charakters zu offenbaren1 das ist der ,egoismus4 ,und er mag sich denn auch darin zeigen1 dass1 wo ich einmal ,sympathie gefasst habe1 ich auch zher und fester halte als ein ,polyp seine ,beute4 ,bisher hat mich darin mein ,instinkt noch nie getuscht und so vertraue ich ihm auch blindlings4 ,ob ,sie mich brigens so sehr beneiden wrden1 wenn ,sie den hiesigen ,sommer kennten1 drfte bezweifelt werden4 ,auf die schnen1 bedeckten ,regentage muss man schon ,verzicht leisten4 ,besser steht es schon mit einigen ,menschen und noch besser1 das kann ich nicht leugnen1 mit der ,kunst4 ,und ich kann ja gewiss sein1 ,sie werden keinen ,gebrauch davon machen1 so will ich ,ihnen anvertrauen1 dass ich anfange zu merken1 dass die ,mutter ,natur es recht gut mit mir gemeint hat1 und tritt kein feindlicher ,dmon mir in den ,weg1 so werde ich bald meiner ,person und noch mehr meiner ,kunst ,ehre machen4 ,ich bin nun fest berzeugt1 dass ich den ,lohn um den ich ,jahre lang durch angestrengtes ,studium und heimliche ,selbstverleugnung gerungen habe1 erhalten werde4 ,er besteht darin1 dass ich das ,beste -- ,feinste was ich empfinde1 ausdrcken kann und vielleicht fr ,viele verstndlich4 ,ich arbeite mit ,hildebrand zusammen1 wir sind uns gegenseitig nur ,ergnzungen1 eigentlich nur eine ,person3 das kommt daher weil wir uns beide ganz einer ,sache gewidmet haben4 ,mit meinen hiesigen ,vorwrfen ist es mir eigen gegangen4 ,zuerst wollte ich nur einige ,figuren malen und durch ,h4 7,hildebrand7 einige ,stuck- und ,bildhauerarbeiten anbringen lassen4 ,nach und nach hat sich das alles ganz verndert3 ich habe nun beschlossen einen ,saal von oben bis unten auszumalen und auch alle ,vorarbeiten dazu vollendet4 ,wir brauchen nur noch das ,fussgestell auszufhren4 ,das wird allerdings einige ,zeit in ,anspruch nehmen1 denn die ,bilder1 die alle im ,zusammenhange stehen1 bedecken grosse ,wandflchen3 die ,lnge einer der auszufllenden ,wnde betrgt fast #dj ,fuss4 ,werden wir bis zum ,oktober nicht fertig1 so mssen wir auch noch den nchsten ,sommer hierher kommen4 ,und werden wir auch in der ,ausfhrung vom ,gelingen begnstigt1 so hilft dann nichts mehr1 ,sie mssen mit ,ihrer ganzen ,familie hierher pilgern und sich berzeugen1 was ,ihr neuer ,freund in dieser alten ,welt macht4 ,sie mssen dann aber eben so mild mich beurteilen1 wie ich selber es thue4 ,und nun1 gndige ,frau1 messen ,sie mir den versprochenen ,lohn nicht zu karg zu1 sondern bedenken ,sie vielmehr1 dass die ,teilnahme und ,sympathie schner1 kluger1 edler und liebenswrdiger ,frauen1 fr ,jeden der etwas schnes leisten mchte1 der wirksamste ,sporn ist4 ,ich bitte ,sie1 das auch ,ihren ,tchtern ans ,herz zu legen4 ,ich kann ja nicht als fremder ,herr betrachtet werden1 sondern nur als etwas ,allgemeines1 das nur dadurch1 dass es ausserhalb der ,convention steht1 existiert4 ,es ist sehr beschmend fr mich1 dass ich ,ihrem vortrefflichen ,beispiele bezglich der schnen und deutlichen ,handschrift nicht nacheifere1 ich fhle sehr gut das unpassende meines undeutlichen ,schreibens4 ,da ist aber das ,malen ,schuld daran4 ,meine kleine ,schlerin bitte ich durch ,sie nun bald ,rechenschaft von ihrem ,thun und ,treiben in der ,kunst bei ,androhung schwerer1 unausbleiblicher ,strafen1 zu geben -- ,wie gewhnlich1 muss auch ich meinen ,brief schliessen1 ich frchte ,ihnen schon lstig gefallen zu sein4 ,und doch fllt einem die ,hauptsache erst ein1 wenn der ,brief abgesendet ist4 ,gestatten ,sie mir zum ,schluss auf ,distance die ,hand zu kssen1 so wie auch den #c ,sirenen4 ,hans von ,mares4 99 99 99 99 99 ,,maler-,b,,cher ,,aus ,,dem ,,verlage ,,bruno ,,cassirer ,,eugene ,,delacroix1 ,,mein ,,tagebuch4 ,deutsche ,bearbeitung von ,erich ,hancke4 ,zweite ,auflage4 ,mit einem ,portrt4 ,gebunden ,m4 #e4-- ,,lovis ,,corinth1 ,,legenden ,,aus ,,dem ,k,,nstlerleben4 ,initialen1 ,vignetten und ,umschlagzeichnung vom ,knstler4 ,m4 #c4ej1 gebunden ,m4 #d4ej ,,eug,,ne ,,fromentin1 ,,die ,,alten ,,meister -- ,,belgien -- ,,holland4 ,deutsch von ,e4 v4 ,bodenhausen4 ,zweite ,auflage4 ,m4 #d4ej1 gebunden ,m4 #e4ej ,,paul ,,gauguin1 ,,noa-,,noa4 ,deutsch von ,luise ,wolff4 ,mit #h ,abbildungen4 ,zweite ,auflage4 ,gebunden ,m4 #d4-- ,,vincent ,,van ,,gogh1 ,,briefe4 ,deutsch von ,m4 ,mauthner4 ,mit #ab ,abbildungen4 ,dritte ,auflage4 ,gebunden in ,japanpergament ,m4 #c4fj ,,jozef ,,isra,,ls1 ,,spanien4 ,,eine ,,reiseerz,,hlung4 ,zweite ,auflage4 ,mit ,nachbildungen von ,handzeichnungen des ,verfassers4 ,m4 #g4--1 gebunden ,m4 #i4-- ,,carl ,,larsson1 ,,bei ,,uns ,,auf ,,dem ,,lande4 ,mit #bd farbigen1 ganzseitigen ,bildern und reichem ,buchschmuck4 ,geb4 ,m4 #bj4-- ,,max ,,liebermann1 ,,jozef ,,isra,,ls4 ,kritische ,studie4 ,mit einer ,originalradierung und #ac ,abbildungen4 ,dritte ,auflage4 ,m4 #b4-- ,,max ,,liebermann1 ,,degas4 ,mit fnf ,tafeln und zwei ,abbildungen im ,text4 ,vierte ,auflage4 ,deckelzeichnungen von ,degas4 ,m4 #b4ej ,,wilhelm ,,tr,,bner1 ,,personalien ,,und ,,prinzipien4 7,selbstbiographie -- ,kunstverstndnis von ,heute -- ,verwirrung an ,kunstbegriffen -- ,das ,heidelberger ,schlo -- usw47 ,m4 #c4--1 gebunden ,m4 #d4-- ,,jan ,,veth1 ,,streifz,,ge ,,eines ,,holl,,ndischen ,,malers ,,in ,,deutschland4 ,mit vielen ,tafeln4 ,umschlag von ,m4 ,liebermann4 ,gebunden ,m4 #e4ej4 7,pro arte4 ,rheinreise4 ,eine deutsche ,madonna4 ,a4 v4 ,menzel4 ,max ,liebermann4 ,arnold ,bcklin4 ,jozef ,israls4 ,odilon ,redon4 ,die alten ,hollnder4 ,aelbert ,cuyp47 ,,james ,,mac ,,neil ,,whistler1 ,,die ,,artige ,,kunst ,,sich ,,feinde ,,zu ,,machen4 ,deutsch von ,m4 ,mauthner4 ,geb4 ,m4 #h4-- 99 99 99 99 99 ,,kunst ,,und ,k,,nstler ,monatsschrift fr ,kunst und ,kunstgewerbe ,redaktion3 ,,karl ,,scheffler ,erscheint seit ,oktober #aijb in monatl4 ,heften von je #dd ,seiten mit vielen ,illustrationen und ,kunstbeilagen ,preis ,mark #f4-- vierteljhrlich ,probehefte legt jede ,buchhandlung vor1 sowie der ,,verlag ,,bruno ,,cassirer ,,in ,,berlin ,w41 ,,derfflingerstrasse #af 99 99 99 99 99 ,anmerkungen zur ,transkription3 ,rechtschreibung und ,zeichensetzung des ,originaltextes wurden bernommen und offensichtliche ,druckfehler korrigiert4 ,gesperrter ,text wurde 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