,anmerkungen zur ,transkription3 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,in ,antiqua gesetzter ,text wurde mit 99 markiert1 dies gilt nicht fr rmische ,zahlen4 ,einzelne ,druckfehler wurden korrigiert4 ,werner von ,siemens ,werner von ,siemens der ,begrnder der modernen ,elektrotechnik ,von ,artur ,frst ,mit #ac ,abbildungen ,deutsche ,verlags-,anstalt ,stuttgart und ,berlin #aiaf ,alle ,rechte vorbehalten 99,copyright #aiaf by ,deutsche ,verlags-,anstalt1 ,stuttgart99 ,druck der ,deutschen ,verlags-,anstalt in ,stuttgart ,papier von der ,papierfabrik ,salach in ,salach1 ,wrttemberg ,inhalt ,seite ,die ,persnlichkeit #g ,voreltern und ,elternhaus #ae ,die ,anfnge #ba ,erste ,erfindungen #bi ,theorie und ,technik #cg ,revolution und ,krieg #dd ,telegraphen-,apparate #di ,das ,leitungsnetz #eh ,bauten in ,ruland #ga ,unterseekabel #gi ,die berwindung des ,ozeans #id ,intermezzo #ajc ,die indo-europische ,telegraphenlinie #aji ,die ,erfindung der ,dynamomaschine #aad ,elektrische ,bahnen #abi ,elektrisches ,licht #ach ,parerga #ada ,wissenschaft #aej ffentliche ,wirksamkeit #afa ,siemens ,halske #agb ,lebenserinnerungen4 ,weltruhm #ahc ,quellenverzeichnis #ahh ,vieles ,gewaltige lebt1 und nichts ,ist gewaltiger als der ,mensch 7,antigone des ,sophokles7 ,illustration3 ,werner ,siemens als ,seconde-,lieutenant ,illustration3 ,werner ,siemens ,geboren #ac4 ,dezember #ahaf1 gestorben #f4 ,dezember #ahib ,die ,persnlichkeit ,vor dem stolz ragenden ,gebude der ,technischen ,hochschule in ,charlottenburg ist ein ,bronzestandbild aufgerichtet1 das ,werner ,siemens in schlichter ,gestalt zeigt4 ,gewi konnte der ,bildhauer1 der heutigen ,kunstrichtung entsprechend1 nichts ,besseres tun1 als dem heranreifenden ,ingenieurgeschlecht das groe ,vorbild im ,gewand des ,brgers vor ,augen fhren4 ,aber die ,phantasie1 die keine bildnerischen ,schwierigkeiten kennt1 darf sich ,werner ,siemens anders vorstellen4 ,wir ,jngeren1 die mit ihm nicht mehr in persnliche ,berhrung gekommen sind1 sehen ihn gern in zeushnlicher ,gestalt mit einer modern geformten gis in der ,hand4 ,ist er es doch gewesen1 der so recht eigentlich dem furchtbaren ,schildschtterer die ,blitze aus der ,hand genommen4 ,sein ,schaffen erst hat dem ,menschen die ,kraft und die ,fhigkeit gegeben1 den elektrischen ,funken sicher einzufangen1 ihn zu meistern und weithin zucken zu lassen4 ,was vor ihm war1 erscheint uns heute als dilettantisches ,spiel mit der ,elektrizitt1 durch sein ,wirken erst wurde die weltfllende ,kraft wirklich in den ,dienst des ,menschen gezwungen1 der ,blitz aus den ,wolken den ,sterblichen als ,werkzeug beigesellt4 ,den ,grundbau der modernen ,elektrotechnik haben wir aus ,werner ,siemens' ,hnden empfangen4 ,es ist ein ,ganzes1 das die ,menschheit ihm verdankt1 nicht blendende ,teile1 die erst von anderen einem ,ganzen angefgt werden muten4 ,zwar war auch ,werner ,siemens ein groer ,erfinder1 aber ihn kennzeichnet nicht eine ,flle genialer ,einflle2 sondern ein langsames1 stetiges ,weiterfhren dessen1 was er als noch nicht vollkommen erkannt hatte1 lie ihn ein ,lebenswerk von seltener ,geschlossenheit aufrichten4 ,niemals findet man bei ihm1 von einer kurzen ,jugendperiode abgesehen1 ein ,herumirren der ,gedanken auf krausen ,wegen2 den ,zufallserfolg hat er stets verschmht4 ,wie auf einem ,gleis ward sein ,streben und ,forschen stets zwanglufig gefhrt1 und diese ihm von seiner ,natur gewiesene feste ,bahn1 auf der er in stets gleicher ,richtung1 aber zu den hchsten ,zielen vorwrts eilen mute1 hie ,wissenschaft4 ,er schpfte bei seiner ,arbeit stets aus der ,tiefe wissenschaftlicher ,erkenntnis1 und dieses stark gegrndete ,fundament des ,siemensschen ,schaffens bringt es mit sich1 da in der ,reihe der erlauchten ,namen1 die in die ,ehrentafel der ,technik eingegraben sind1 der seinige eine besondere ,stellung einnimmt4 ,man nennt ,montgolfier den ,erfinder des ,luftballons1 ,franklin den ,erfinder des ,blitzableiters1 ,philipp ,reis den ,erfinder des ,telephons1 aber ,werner ,siemens lebt nicht fort als der ,urheber einer bestimmten ,erfindung1 sondern man bezeichnet ihn als den ,mann1 der das elektrische ,zeitalter1 unser ,zeitalter1 heraufgefhrt hat4 ,auch von anderen ,namen aus dem ,reich der ,technik strahlt ein blendendes ,licht1 aber die meisten gleichen doch punktfrmigen ,lichtquellen1 bei deren ,beobachtung man deutlich wahrnimmt1 da all die weit hinausgesandten ,strahlen an einer einzigen ,stelle entstehen4 ,siemens' ,schaffen jedoch ist wie die ,sonne1 die aus leicht verhangenem ,himmel niederstrahlt2 auch sie verbreitet ein sehr starkes ,licht1 das aber weit verstreut ist1 von berall her1 aus smtlichen ,richtungen zu kommen scheint und ein ungeheures ,gebiet erhellt4 ,warm1 wohltuend und ganz gleichmig ist dieses ,licht2 nur wenn man ganz scharf beobachtet1 sieht man einen besonders krftig erhellten ,abschnitt4 ,hier ist der ,ort am ,firmament des ,siemensschen ,schaffens1 von wo die ,leuchtkraft seiner grten ,tat1 der ,schpfung der ,dynamomaschine1 niederstrahlt4 ,da die ,wirksamkeit dieses ,manns1 die ihre ,kraft aus der ,tiefe der ,wissenschaft heraufholte1 zugleich so sehr sich in die ,breite entwickeln1 dem praktischen ,leben von so bedeutendem ,nutzen sein konnte1 verdanken wir einer seltenen ,mischung verschiedener ,fhigkeiten in der ,person von ,werner ,siemens4 ,aus drei ,farben stellt die heutige ,drucktechnik jede mgliche ,tnung her2 aus drei ,eigenschaften vermochte ,siemens so viele und so mannigfaltige ,leistungen herauszuentwickeln1 da sein ,lebenswerk fast unbersehbar geworden ist4 ,in ihm vereinigten sich der ,mann der ,wissenschaft1 der ,techniker und der ,kaufmann zu einem schillernden und doch einheitlichen ,ganzen4 ,fr den ,apparat1 den der ,techniker als unzureichend und verbesserungsbedrftig erkannt hatte1 entwickelte der ,wissenschaftler die theoretische ,grundlage1 schuf er das ,fundament1 auf dem weitergebaut werden konnte2 wurde im wissenschaftlichen ,laboratorium eine neue ,erkenntnis geboren1 dann war der ,ingenieur imstande1 das ,geisteserzeugnis mit einem ,krper zu umschlieen1 der ,knochen1 ,blut und ,muskeln besa1 so da es lebendig zu wirken vermochte4 ,der ,kaufmann aber kannte die ,wege1 um den ,gegenstand so auf den ,markt zu bringen1 da er ,kufer fand und ,geld einbrachte1 das nun wieder die ,mglichkeit zu weiteren wissenschaftlichen ,forschungen schuf4 ,auf diese ,weise entstand ein ,kreislauf1 der zu immer ,grerem fhren mute4 ,er stellte die vorausgenommene ,anwendung des von ,siemens spter gefundenen dynamo-elektrischen ,prinzips auf sein eigenes ,leben dar1 dieses ,prinzips1 nach dem der ,induktor durch die ,leitung die ,polmagnete verstrkt und diese dann wieder rckwirkend den ,induktor zu hheren ,leistungen befhigen4 ,naturwissenschaftliche ,forschung war meine erste1 meine ,jugendliebe 444 daneben habe ich freilich immer den ,drang gefhlt1 die naturwissenschaftlichen ,errungenschaften dem praktischen ,leben nutzbar zu machen1 so hat er von sich gesagt4 ,dabei kann ich mir selbst das ,zeugnis geben1 da es nicht ,gewinnsucht war1 die mich bewog1 meine ,arbeitskraft und mein ,interesse in so ausgedehntem ,ma technischen ,unternehmungen zuzuwenden4 ,in der ,regel war es zunchst das wissenschaftlich-technische ,interesse1 das mich einer ,aufgabe zufhrte4 ,indessen will ich auch die mchtige ,einwirkung nicht unterschtzen1 welche der ,erfolg und das ihm entspringende ,bewutsein1 ,ntzliches zu schaffen und zugleich ,tausenden von fleiigen ,arbeitern dadurch ihr ,brot zu geben1 auf den ,menschen ausbt4 ,diese mchtige ,einwirkung trieb hier nun nicht zu ,spekulationen1 sondern eben zur wissenschaftlichen ,forschung zurck in dem unbewuten ,drang1 der das echte ,genie stets auf den richtigen ,weg lenkt4 ,die ,dreigestalt von ,siemens' ,persnlichkeit hat auch uerlich zu eigenartigen ,konstellationen gefhrt4 ,der praktisch schaffende ,ingenieur wurde als ordentliches ,mitglied in die preuische ,akademie der ,wissenschaften berufen1 die doch1 wie ,du ,bois-,reymond damals betonte1 die ,wissenschaft um ihrer selbst willen betreibt1 und eben derselbe ,mann hatte als 99,dr4 phil4 honoris causa99 einmal ,gelegenheit1 den ,titel ,kommerzienrat1 den man ihm antrug1 als nicht ganz zusagend abzulehnen4 ,als ,werner ,siemens nach ,berlin kam1 um seine ,laufbahn zu beginnen1 war die erste ,eisenbahn in ,deutschland noch nicht erffnet2 eine ,technik in unserem heutigen ,sinn gab es berhaupt nicht4 ,faraday hatte gerade erst seine ,untersuchungen ber die ,magnetinduktion bekannt gegeben1 die in der ,folge die theoretische ,grundlage fr den ,bau smtlicher elektrischer ,maschinen geworden sind2 an eine ,elektrotechnik war also berhaupt noch nicht zu denken4 ,das ,wort ,elektrotechnik selbst ist erst viel spter bei der unter ,siemens' ,mitwirkung erfolgten ,begrndung des ,elektrotechnischen ,vereins geschaffen worden4 ,der junge ,mann selbst kam vom ,land1 aus den engen ,verhltnissen einer rmlichen1 kinderreichen ,familie4 ,er war ohne ,mittel und ohne besondere ,schulbildung4 ,er hatte auch nicht das ,glck1 nun gleich systematische ,studien beginnen zu knnen1 sondern sah sich gezwungen1 die ,laufbahn eines ,artillerieoffiziers einzuschlagen4 ,viele1 viele ,jahre lang konnte er an nichts anderes denken als nur daran1 wie er sich die ,mittel zu seinem kargen ,lebensunterhalt verschaffte4 ,und doch6 ,das ,wunderbare geschah1 das ,unbegreifliche trat auch hier wieder ein1 dem wir immer begegnen1 wenn die geheimnisvoll ber uns gebietende ,macht jemanden dazu ausersehen hat1 ihr ,werkzeug bei der ,fortentwicklung des ,menschengeschlechts zu werden4 ,das in den freien ,luftraum geworfene und am ,wachstum behinderte ,samenkorn keimte dennoch1 ward gro und stark1 schpfte seine ,kraft aus unbekannten ,regionen1 in die nur die ,wurzeln des ,genies den ,eingang finden1 entfaltete sich als ein ,baum1 der kstliche ,frchte trug und seine breitstige ,krone auf kerngesundem1 knorrigem ,stamm weit ausbreitete4 ,als ,werner ,siemens die ,augen schlo1 da war mit seiner ,hilfe1 durch seine ,forschungen und ,erfindungen das ,reich des elektrischen ,schwachstroms prachtvoll errichtet und gefestigt4 ,die ,elektrizitt war als bermittlungswerkzeug des menschlichen ,gedankens unentbehrlich geworden1 sie schlo ,erdteile zusammen und berbrckte die ,weltmeere4 ,schon damals waren die ,drhte die ,harfensaiten1 auf denen das brausende ,lied der menschlichen ,kultur gespielt wurde4 ,die ,starkstromtechnik hatte den festen ,unterbau erhalten1 auf dem sie sich bald zu ihrer heutigen umfassenden ,bedeutung entwickeln sollte4 ,siemens selbst1 der mit der ,dynamomaschine der ,menschheit das ,mittel zu ungeahnter ,beherrschung und ,dienstbarmachung der ,naturkrfte in die ,hand gegeben hatte1 konnte auch hier noch die erste ,entwicklungsstufe selbst leiten und geistig begleiten1 bis mit seinem zunehmenden ,alter ein anderer ,fhrer wurde3 ,emil ,rathenau4 ,der ,sohn des armen ,landwirts hinterlie ein ,vermgen1 das eine sehr stattliche ,zahl von ,millionen umfate4 ,die von ihm begrndete und geleitete ,industriefirma war eine der angesehensten und bedeutendsten in ,deutschland geworden2 er hat ihren ,namen fr immer mit der ,geschichte der ,technik verbunden4 ,was an ,ehrungen einem ,gelehrten1 einem ,erfinder1 einem ,industriellen zuteil werden kann1 ist ihm in reichster ,flle zugeflossen4 ,er verdiente diese ,auszeichnungen um so mehr1 als er neben seinen groen ,taten auf ureigenstem ,gebiet dem ,gedeihen des ,staats zeitlebens eine lebhafte und tatkrftige ,aufmerksamkeit zugewendet hat4 ,in die preuische ,politik hat er ratend und rettend eingegriffen4 ,ein starkes soziales ,pflichtgefhl trieb ihn schon zu einer ,zeit1 als man diesen ,einrichtungen in industriellen ,kreisen noch recht bedenklich gegenberstand1 dazu1 fr die ,angestellten und ,arbeiter seiner ,firma eine ,invalidittskasse und ,altersversorgungseinrichtung zu schaffen4 ,er fand nicht ,ruhe1 bis es ihm gelungen war1 der erfinderischen ,ttigkeit in ,deutschland einen gesunden ,boden zu schaffen4 ,werner ,siemens ist als der ,vater unserer ,patentgesetzgebung anzusehen4 ,durch die ,errichtung der ,physikalisch-,technischen ,reichsanstalt1 deren ,grndung er geistig vorbereitete und durch reiche finanzielle ,beihilfe ermglichte1 lie er das erste ,institut in ,deutschland entstehen1 das ausschlielich der wissenschaftlichen ,forschung gewidmet ist4 ,sein universeller ,geist trieb ihn auch unablssig1 ber naturwissenschaftliche ,fragen nachzusinnen1 die abseits der ,technik lagen4 ,wenn man seine ,arbeiten ber solche ,themen durchblttert und zugleich die ,flle der wissenschaftlichen ,aufstze wahrnimmt1 die er ber technische ,probleme geschrieben hat1 so wird man mit ,staunen erfllt ber die geistige ,kapazitt dieses ,manns1 der schlielich zu wissenschaftlicher ,ttigkeit doch nur in den kargen ,muestunden ,zeit hatte1 die ihm seine weitest ausgebreitete industrielle ,wirksamkeit lie4 ,man sollte meinen1 da in dem ,leben eines solchen ,manns kein ,raum zu dem geblieben wre1 was man im landlufigen ,sinn ,erlebnis nennt4 ,doch da sehen wir wieder1 wie das ,genie den ,fassungsraum des ,jahrs und der ,stunde zu weiten vermag1 so da sie fr ihn ein ,mehrfaches der ,sekundenzahl zu enthalten scheinen1 die der gewhnliche ,mensch abzhlt4 ,werner ,siemens' ,erdenwallen ist erfllt von romantischen ,begebenheiten1 von ,abenteuern knnte man sagen1 wie sie in solcher ,zahl nur wenigen begegnen4 ,fortwhrend erlebt er ,auerordentliches4 ,das ,pltzliche1 das seinen ,erfindungsideen fremd ist1 tritt im ,gang seines ,lebens fortwhrend auf4 ,unerwartete ,ereignisse werfen ihn hufig in andere ,richtung1 als er gerade einzuschlagen beabsichtigt4 ,dreimal verursacht er schwere ,explosionen1 er erobert eine ,festung1 kmpft mit ,beduinen auf der ,spitze einer ,pyramide1 wird durch einen ,schiffbruch auf eine unbewohnte ,insel gebannt1 eine lose gewordene ,kabeltrommel droht sein ,schiff zu zerschmettern1 das ,meer strmt mit furchtbarem ,wten in seltsamer ,weise gegen ihn an4 ,und -- was das erstaunlichste ist -- in all diesem ,getmmel oft schwerer ,gefahren bleibt er jeden ,augenblick der ruhige1 sorgsam beobachtende ,mann der ,wissenschaft4 ,ein ,ausbruch des ,vesuv lt in ihm ,gedanken ber die ,beschaffenheit des ,erdinnern erwachsen1 er treibt ,navigation whrend des ,schiffbruchs und ,meeresforschung inmitten der ,wasserhose4 ,auch der ,kreis der ,familie1 aus dem er hervorging1 zeigt uns ein ungewhnliches ,bild4 ,unter den zahlreichen ,kindern1 die ,werner ,siemens' ,eltern hinterlieen1 ist er nicht das einzige gewesen1 das als schaffender ,mensch ,bedeutung erlangte4 ,zeitlebens war er auf seinem ,hhenpfad aufs engste mit drei ,brdern verbunden1 von denen jeder in seinem ,gebiet ,groes geschaffen hat4 ,wilhelm1 ,friedrich und ,karl ,siemens umgeben als ein leuchtendes ,dreigestirn die ,zentralsonne ,werner4 ,in ihren jungen ,jahren waren sie alle seine ,helfer1 und auch spter haben sie hufig in seinem ,interessenkreis gearbeitet4 ,aber die wissenschaftlich-technischen ,schpfungen ,wilhelms und ,friedrichs1 die auerordentliche organisatorische ,begabung ,karls wrden auch ohne den groen ,bruder es jedem von den ,dreien ermglicht haben1 den ,namen ,siemens bekannt und bedeutsam zu machen4 ,die ,mitwelt hat die vier ,mnner mit gleichem ,namen gewissermaen individuell angesiedelt1 um sie leichter unterscheiden zu knnen4 ,werner war natrlich der ,berliner ,siemens1 ,wilhelm 7,william71 der whrend des grten ,teils seines ,lebens in ,england wirkte und dort als hochberhmter und verehrter ,mann starb1 der ,schpfer des nach ihm benannten1 auf der ganzen ,erde angewendeten ,stahlbereitungsverfahrens1 hie der ,londoner ,siemens4 ,friedrich1 der ,erfinder des ,regenerativofens und verdiente ,frderer der ,glasindustrie1 wurde der ,dresdener ,siemens genannt4 ,karl endlich1 der lange ,zeit in ,petersburg und im ,kaukasus gewirkt hat1 war als der ,russische ,siemens bekannt4 ,nachzuforschen1 wie die gemeinsame ,quelle gestaltet war1 aus der diese vier prchtigen ,strme entsprangen1 ist gewi eine lohnende ,aufgabe4 ,ihr wollen wir uns zunchst zuwenden1 um dann zu beobachten1 wie der grte und mchtigste von ihnen in seinem ,lauf sich um sperrende ,krmmungen windet1 ber ,hindernisse brausend hinwegschiet1 ,arme aussendet1 die sich spter wieder mit dem ,hauptlauf vereinigen1 wie aus dem schmalen ,wasser allmhlich ein breiter ,strom wird1 der endlich ruhig und gelassen ins unendliche ,meer des ,weltruhms und der ,unsterblichkeit ausmndet4 ,voreltern und ,elternhaus ,die ,ahnenreihe der ,siemens schliet sich zu einer ,familie von bestem ,brgeradel zusammen4 ,der ,stammbaum lt sich bis zum ,jahre #aebc zurckverfolgen4 ,da wird in der ,brgerrolle der ,stadt ,goslar ein ,petrowin ,siemens als ,mitglied der ,krmergilde und ,hauseigentmer genannt4 ,seine ,nachkommen sind ,ratsherren und ,stadthauptleute in ,goslar4 ,noch heute steht dort ein altes schnes ,haus mit geschnitztem ,geblk und ,butzenscheiben1 das einer der ,siemensschen ,ahnen errichtet hat2 in ihm werden jetzt noch in gewissen ,abstnden ,zusammenknfte der ,siemens abgehalten4 ,es bestand in der ,familie von jeher ein in ,brgerkreisen seltenes ,zusammengehrigkeitsgefhl1 das bis zum heutigen ,tag sorgsam gepflegt wird4 ,werner ,siemens erwhnt in seinen ,lebenserinnerungen eine alte1 hchst romantische ,familienlegende1 die er als geschichtlich nicht erwiesen bezeichnet4 ,indessen ist durch die ,forschungen von ,stephan ,kekul von ,stradonitz festgestellt worden1 da die ,erzhlung wirklich einen ,urahnen des ,hauses betrifft und zwar eine ,stammutter des ,geschlechts4 ,der ,historiograph hat darber in den ,grenzboten berichtet3 ,von #afah bis #afdh wtete in ,deutschland der ,dreiigjhrige ,krieg3 ein ,menschenalter von ,blut1 ,mord und ,brand1 gnzlicher ,vernichtung der beweglichen1 ,zerstrung der unbeweglichen ,habe1 eine ,zeit geistigen und materiellen ,verderbens der ,nation4 ,vor den ,kriegsgreueln war ,anna ,maria ,crevet1 die am #d4 ,mrz #afaa zu ,lippstadt geborene bildschne1 schwarzlockige ,tochter eines ,barbiers mit ,namen ,gerhard ,crevet und seiner ehrsamen ,hausfrau ,anna ,gallenkamm1 zu ihrem ,vetter ,jobs ,bruckmann1 einem vornehmen ,kaufmann1 nach ,magdeburg geflohen1 um in dessen ,haus eine sichere ,zufluchtssttte zu finden4 ,im ,frhjahr des ,jahres #afca kam es zur ,belagerung der ,stadt1 am #aj4 ,mai alten1 #bj4 ,mai neuen ,stils zu jener furchtbaren ,plnderung1 die alles1 was bisher im groen ,krieg an ,scheulichkeiten verbt worden war1 in den ,schatten stellte4 ,im ,heer der ,belagerer diente damals ein ,soldat mit ,namen ,hans ,volkmar1 geboren am #bd4 ,november #afjg zu ,hollenstedt an der ,leine in der heutigen ,provinz ,hannover4 ,einer der eifrigsten bei der ,plnderung1 drang er mit einer ,anzahl ,spiegesellen in das ,bruckmannsche ,haus4 ,dieses wurde von unten bis oben durchsucht1 und so gelangten die ,plnderer auch auf den ,heuboden1 wo ein groer ,heuhaufen ihre ,aufmerksamkeit anzog1 weil erfahrungsgem die ,einwohner der ,huser derartige ,verstecke zu benutzen pflegten1 um ,wertvolles darin zu bergen4 ,eifrig stocherte ,hans ,volkmar mit seinem ,mordgewehr im ,heuhaufen4 ,da6 ,ein dumpfer ,schrei1 ,geraschel4 ,er whlt weiter4 ,da strzt sich aus dem ,heuhaufen ihm zu ,fen1 seine ,knie umklammernd1 ein schnes junges ,weib1 notdrftig gekleidet1 zum ,tod erschrocken1 aus einer frischen ,wunde an der ,lende blutend1 und fleht mit heiem ,ringen ums ,leben4 ,einen ,augenblick steht er erstarrt1 dann strzt er sich auf sie1 reit sie hoch1 wehrt mit wildem ,ruf die ,gefhrten zurck und eilt mit seiner sen ,beute ins ,lager1 alle ,schtze vergessend4 ,vier ,tage nachher1 am #ad4 ,mai alten1 #bd4 ,mai neuen ,stils1 wurde das ,paar durch einen ,feldprediger im ,lager getraut4 ,hans ,volkmar diente noch eine ,zeitlang als ,soldat1 spter lie er sich in der alten ,kaiserstadt ,goslar am ,harz nieder4 ,dort erwarb er #afej das ,brgerrecht1 wurde #afeb ,achtsmann1 #affj ,stadthauptmann und ist am #bh4 ,mai #afgh im #ga4 ,lebensjahr1 nachdem er mit seiner bei der ,belagerung ,magdeburgs gewonnenen ,ehefrau #dg ,jahre im glcklichsten ,ehestand gelebt hatte1 gestorben4 ,seine ,witwe berlebte ihn noch lange4 ,sie starb erst im ,jahre #afif im #he4 ,jahr ihres ,lebens1 nachdem sie von #aa ,kindern ,mutter1 von #ca ,enkeln ,gromutter1 von #cj ,urenkeln ,urgromutter geworden war4 ,die lteste ,tochter dieser ,anna ,maria ,crevet-,volkmar1 namens ,anna1 die am #a4 ,august #afcf geboren wurde1 heiratete einen ,hans ,siemens1 ,stadthauptmann und ,achtsmann zu ,goslar4 ,sie brachte in das ,geschlecht der ,siemens eine ,eigentmlichkeit hinein1 die es bis heute bewahrt hat1 nmlich den ,kinderreichtum4 ,kommen doch in einzelnen ,fllen #ac1 #ad und #ae ,kinder eines ,ehepaars vor4 ,das ,geschlecht ist noch heute sehr ausgebreitet4 ,an einem ,familientag waren nicht weniger als #fc ,vertreter des ,geschlechts versammelt4 ,augenblicklich zhlt die ,familie #ch ,mitglieder4 ,vom ,anfang des achtzehnten ,jahrhunderts ab bis auf den ,vater der vier berhmten ,brder sind die ,ahnen der ,siemens meist ,landwirte gewesen4 ,aber das ,interesse fr mechanisch-technische ,dinge und die ,erfinderbegabung treten doch mit jenen nicht zum erstenmal in diesem ,geschlecht auf4 ,schon ein ,groonkel der ,brder beschftigte sich in seinen ,muestunden viel mit optischen ,instrumenten und fertigte gern ,mikroskope und ,fernrohre als ,geschenke fr seine ,verwandten an4 ,der ,onkel ,ernst ,franz ,siemens1 der #aghj in ,lutter am ,barenberg geboren wurde1 hat das ,sieden und ,zerkleinern der ,kartoffel bei hoher ,temperatur und die ,anwendung des ,wasserdampfs zur ,destillation in die ,brennerei eingefhrt4 ,sein ,sohn ,karl ,georg errichtete in ,braunschweig die erste groe ,zuckerfabrik mit ,dampfeinrichtung und war ,professor der technischen ,werkstatt an der ,hochschule zu ,hohenheim4 ,ein anderer ,sohn1 ,adolf ,siemens1 der ,offizier bei der ,hannoverschen ,artillerie war1 erfand eine ,verbesserung der ,schrapnelleinrichtung und einen elektrischen ,apparat zum ,entfernungsmessen fr ,geschtze4 ,so ist es also nicht etwas ,neues1 sondern nur eine freilich rasche und groartige ,weiterentwicklung1 wenn ,werner ,siemens den ,ruhm des ,familiennamens ber die ganze ,erde trug4 ,er wurde am #ac4 ,dezember #ahaf als der ,sohn des ,landwirts ,christian ,ferdinand ,siemens und seiner ,gattin ,eleonore1 der ,tochter des ,amtsrats ,deichmann in ,poggenhagen1 zu ,lenthe bei ,hannover geboren4 ,die ,eltern hatten #ad ,kinder1 nmlich #aa ,shne und #c ,tchter4 ,das lteste ,kind war ,ludwig1 von dem wir nichts nheres wissen1 da er verschollen und ohne ,kinder gestorben ist4 ,mathilde1 die geliebte ,schwester von ,werner1 war das zweite ,kind4 ,dann folgte ein ,sohn ,werner1 der kurz nach der ,geburt gestorben ist4 ,unser groer ,ernst ,werner ,siemens war das vierte ,kind seiner ,eltern1 ,wilhelm das achte1 ,friedrich das neunte und ,karl das zehnte4 ,das ,obergut ,lenthe1 auf dem die ,eltern lebten1 liegt an einem bewaldeten ,bergrcken1 der vom ,deistergebirge abfllt4 ,es gehrte zu der damaligen ,kniglich ,grobritannischen ,provinz ,hannover1 deren staatliche ,organisation noch fast mittelalterlich war4 ,der ,vater wagte es einstmals1 ein ,rudel der ,hirsche einzusperren1 die in groer ,zahl die ,saaten auf schlimmste ,weise verwsteten1 aber von niemand angegriffen werden durften4 ,sofort wurde vom ,oberhofjgeramt in ,hannover eine ,untersuchung gegen ihn eingeleitet1 und der ,vater hatte es nur einem ,glckszufall zu verdanken1 da er mit einer schweren ,geldstrafe davonkam4 ,dieses ,erlebnis gab ihm ,anla1 ein ,land mit freieren ,zustnden aufzusuchen1 und er pachtete die ,domne ,menzendorf im ,frstentum ,ratzeburg1 das zu -- ,mecklenburg gehrte4 ,dort hat ,werner glckliche ,jugendjahre verlebt4 ,die konomischen ,verhltnisse im ,elternhaus waren freilich recht trbselig2 die ,domne warf nur einen geringen ,gewinn ab1 viel zu wenig1 um eine so zahlreiche ,familie zu ernhren4 ,bis zu seinem elften ,lebensjahr unterrichtete ,gromutter ,deichmann -- geborene von ,scheiter1 wie sie nie ihrer ,unterschrift beizufgen verga -- ihren ,enkelsohn1 und auch der ,vater erteilte einige ,unterrichtsstunden4 ,dann wurde die einfache ,brgerschule des eine ,stunde weit entfernten ,stdtchens ,schneberg bezogen4 ,die wissenschaftlichen ,resultate dort waren1 wie ,werner ,siemens selbst feststellt1 recht mig4 ,im ,jahre #ahbh berief der ,vater fr seine ,kinder einen ,hauslehrer1 den ,kandidaten der ,theologie ,sponholz1 der ,ausgezeichnetes geleistet haben mu1 da ,werner seiner noch in hohem ,alter mit lebhafter ,dankbarkeit gedachte4 ,leider machte ,sponholz nach einigen ,jahren seinem ,leben durch ,selbstmord ein ,ende1 und nun kam ein trockener ,pedant als ,lehrer ins ,haus1 der vieles verdarb1 was die ,kinder vorher schon in sich aufgenommen hatten4 ,als auch dieser ,mann im ,siemensschen ,haus gestorben war1 wurde ,werner endlich einem systematischen ,unterricht zugefhrt1 indem man ihn auf die ,katharinenschule1 ein ,gymnasium zu ,lbeck1 sandte4 ,bei der ,prfung erwies er sich als reif fr die ,aufnahme in ,obertertia4 ,es hat ihm viel ,verdru bereitet1 da auf diesem ,gymnasium ein fast ausschlielicher ,wert auf das ,erlernen der alten ,sprachen gelegt wurde4 ,fr diese hatte er gar kein ,interesse1 da es bei den grammatischen ,regeln nichts zu denken und nichts zu erkennen gab4 ,fast gar nicht gepflegt wurde die ,mathematik1 fr die der junge ,werner eine starke ,begeisterung fhlte1 und in der er auch schon viel wute1 obgleich seine beiden ,hauslehrer gar nichts davon verstanden hatten4 ,nur aus einem inneren ,drang heraus hatte er sich so lebhaft mit dieser ,wissenschaft beschftigt1 da er auf dem ,gymnasium in dieser ,disziplin sogleich eine hhere ,klasse besuchen durfte4 ,schon in der ,sekunda lie er das ,studium des ,griechischen vollstndig fallen und nahm statt dessen ,privatstunden in ,mathematik und ,feldmessen1 um sich fr das ,baufach vorzubereiten1 das einzige technische ,fach1 das es damals gab4 ,sein glhender ,wunsch war1 an der ,bauakademie in ,berlin studieren zu drfen4 ,aber die sehr geringen ,mittel des ,vaters erlaubten ihm das nicht4 ,sein ,lehrer im ,feldmessen1 der ,leutnant im ,lbecker ,kontingent ,freiherr von ,blzinglwen1 der frher bei der preuischen ,artillerie gedient hatte1 empfahl ihm1 beim preuischen ,ingenieurkorps einzutreten1 wo er mit ,aufwendung geringer ,summen dasselbe lernen knnte wie auf der ,bauakademie4 ,das schien ,werner hoffnungsreich zu sein1 und um ,ostern #ahcd1 in seinem siebzehnten ,lebensjahr1 nahm er ,abschied vom ,elternhaus1 um nach der preuischen ,hauptstadt berzusiedeln4 ,wir wissen nicht1 mit welchen ,gefhlen die ,eltern1 damals wohl schon krnklich und von schweren ,sorgen niedergedrckt1 ihren ,sohn haben fortziehen lassen4 ,sie mgen ihn als einen ,jngling betrachtet haben1 der mit etwas exzentrischen ,ideen aus der ,art schlug1 da er durchaus nicht in dem hergebrachten ,kreis der ,landwirte bleiben wollte4 ,niemand konnte gewi ahnen1 da die als ,kuriositt betrachtete ,vorliebe fr die ,mathematik so hohe ,bedeutung fr das ganze ,geschlecht gewinnen sollte4 ,die ,anfnge ,wir ,heutigen haben ,mhe1 uns die ,zeitumstnde vorzustellen1 unter denen der junge ,werner nach ,berlin ging4 ,ging im wahren ,sinn des ,worts1 denn er mute ber die ,chaussee wandern1 da es eine regelmige ,verbindung von ,mecklenburg nach ,berlin nicht gab1 und er auch gar nicht imstande gewesen wre1 die ,fahrkosten aufzubringen4 ,fr die ,mecklenburger zog er ins ,ausland1 in das fremde1 immer mit einem gewissen ,schrecken betrachtete preuische ,gebiet hinein4 ,die ,bauern von ,menzendorf1 die den ,knaben liebgewonnen hatten1 sandten sogar eine ,abordnung an den ,vater1 um ihn zu bitten1 so einen gauden ,jungen doch nicht nach ,preuen gehen zu lassen1 wo er notwendigerweise verhungern msse4 ,sie dachten1 da das ganze ,land aus demselben unfruchtbaren ,sand bestnde wie der preuisch-mecklenburgische ,grenzrand4 ,irgendein deutsches ,zusammengehrigkeitsgefhl war noch nicht vorhanden2 nur der ,vater ahnte schon mit ziemlicher ,klarheit1 da der ,staat ,friedrichs des ,groen ,deutschland einstmals zur ,gre emporfhren wrde4 ,so trug also der knftige ,offiziersaspirant sein gewi nicht allzu schweres ,rnzel ber die staubige ,landstrae einer ,zukunft entgegen1 deren ,gre ihm durch keine ,fata ,morgana angezeigt wurde4 ,der erste ,mensch1 der sich ihm auf dem neuen ,lebensweg beigesellte1 war ein junger ,knopfmacher4 ,der zog auch nach ,berlin1 und mit ihm nahm ,werner ,siemens in der ,knopfmacherherberge sein erstes ,quartier4 ,das sollte ihm bald sehr belgenommen werden4 ,er hatte eine ,empfehlung an einen entfernten ,verwandten1 den ,leutnant von ,huet bei der reitenden ,gardeartillerie1 bei sich2 diesen suchte er auf und versetzte ihn in grten ,schrecken durch die ,mitteilung1 da er in der standesunwrdigen ,knopfmacherherberge bernachtet habe4 ,der ,leutnant lie sofort das ,rnzel abholen1 den jungen ,mann in einem besseren ,hotel in der ,neuen ,friedrichstrae unterbringen und sandte ihn zum ,general von ,rauch1 den damaligen ,chef des ,ingenieurkorps4 ,der junge ,werner trug nun dem ,general seinen ,wunsch vor1 als ,avantageur sich das ,recht auf ,einberufung zur ,artillerie- und ,ingenieurschule zu erdienen4 ,aber auch hier sollte er keinen ,erfolg haben4 ,der ,general riet dringend ab1 da so viel ,vormnner vorhanden wren1 da der ,eintritt in die ,schule vielleicht erst in vier bis fnf ,jahren stattfinden knnte4 ,er empfahl jedoch1 zur ,artillerie zu gehen1 wo die ,aussichten besser seien und eine gleiche ,schulbildung erworben werden knnte4 ,der junge ,siemens sah ein1 da dieser ,weg wohl der beste sein wrde1 und mit guter ,empfehlung versehen1 fuhr er nach ,magdeburg zum ,kommandeur der dritten ,artilleriebrigade1 dem ,obersten von ,scharnhorst1 einem ,sohn des groen ,organisators der preuischen ,armee4 ,hier stehen wir nun an der ,wurzel des wissenschaftlichen ,werdegangs von ,werner ,siemens1 der also ebenso im soldatischen ,bezirk seinen ,anfang nahm wie die ,entwicklung eines anderen ,groen1 dessen ,lebenslauf er spter kreuzen sollte1 ,hermann ,helmholtz'4 ,der ,oberst von ,scharnhorst machte auch noch einige ,schwierigkeiten4 ,die ,zulassung zur ,artillerielaufbahn sollte von dem ,ausfall eines ,examens abhngig gemacht werden4 ,und auch die ,erlaubnis zur ,teilnahme an der ,prfung konnte nicht ohne weiteres erteilt werden1 denn ,siemens war ja als ,mecklenburger fr ,preuen ein ,auslnder und mute zuvor vom mecklenburgischen ,militrdienst freigekauft werden4 ,das ging keinesfalls geschwind4 ,erst als er sich schon zum ,examen begeben wollte und mit groen ,sorgen den ,freikaufbrief vermite1 kam der ,vater selbst auf einem leichten ,wagen nach ,magdeburg gefahren und bergab seinem ,sohn das ,dokument1 das er der langsamen ,befrderung durch die ,post nicht hatte anvertrauen wollen4 ,siemens hatte sich1 obwohl er ausgezeichnete ,kenntnisse in der ,mathematik besa1 auf das ,examen mhselig vorbereiten mssen1 da hierbei auch in ,geschichte1 ,geographie und ,franzsisch geprft wurde2 diese ,fcher hatte er auf dem ,lbecker ,gymnasium nur sehr oberflchlich getrieben4 ,groe ,kenntnisse hatte er denn darin auch nicht erreicht1 am wenigsten in der ,erdkunde1 aber im ,examen half ihm einer jener zahlreichen ,zuflle1 denen unser groer ,mann im ,leben so hufig als frdernden oder hemmenden ,elementen begegnen sollte4 ,die kleine ,episode hat uns ,werner ,siemens selbst in seinen ,lebenserinnerungen erzhlt1 einem der schnsten ,volksbcher1 die wir besitzen2 jeder ,jngling sollte es lesen1 der sich zu ,ausdauer und groen ,taten krftigen will1 und jeder ,mann1 der ,erbauung sucht in der ,darstellung eines ,lebens1 das voll ist von ,suchen und ,finden1 von jauchzendem ,hoffen und unverzagtem ,bescheiden1 von ,fehlschlgen und prachtvollem ,gelingen4 ,das dramatische ,erlebnis bei der ,prfung trug sich so zu3 ,examinator war ein ,hauptmann ,meinicke1 der den ,ruf eines sehr gelehrten und dabei originellen ,mannes hatte4 ,er galt fr einen groen ,kenner des ,tokaierweins1 wie ich spter erfuhr1 und das mochte ihn wohl veranlassen1 nach der ,lage von ,tokai zu forschen4 ,niemand wute sie1 worber er sehr zornig wurde4 ,mir als letztem der ,reihe fiel zum ,glck ein1 da es ,tokaierwein gab1 der einst meiner kranken ,mutter verordnet war1 und da der auch ,ungarwein benannt wurde4 ,auf meine ,antwort3 ,in ,ungarn1 ,herr ,hauptmann6 erhellte sich sein ,gesicht1 und mit dem ,ausruf3 ,aber1 meine ,herren1 ,sie werden doch den ,tokaierwein kennen6 gab er mir die beste ,zensur in der ,geographie4 ,so zhlte ,siemens schlielich zu den vier ,glcklichen1 die das ,examen am besten bestanden4 ,gewissermaen haben wir es also dem feurigen ,erzeugnis der ungarischen ,weinberge zu verdanken1 da er seine ,laufbahn in einigermaen brauchbarer ,weise beginnen konnte4 ,wer wei1 wohin seine ,entwicklung gefhrt htte1 wenn der prfende ,lehrer dem ,tokaierwein nicht ergeben gewesen wre4 ,es fehlte aber immer noch eine ,planke auf der ,brcke1 die zur ,zukunft fhren sollte4 ,der ,auslnder mute erst eine ausdrckliche knigliche ,genehmigung fr den ,eintritt ins preuische ,heer haben4 ,sie wurde ihm schlielich erteilt und ward das ,eingangstor zu dem ,bezirk1 den er mit seinem ,ruhm erfllen sollte4 ,ich betrachte1 so schrieb ,siemens spter1 die ,kabinettsorder ,friedrich ,wilhelms ,,iii41 die mir den ,eintritt in die preuische ,armee gestattete1 als die ,erffnung der einzigen fr mich damals geeigneten ,bahn1 auf der meine ,tatkraft sich entfalten konnte4 ,nun ward der junge ,artillerist auf dem ,domplatz zu ,magdeburg gedrillt4 ,und schon nach sechs ,monaten erhielt er die ,befrderung zum ,bombardier2 das war ein ,dienstgrad1 der ungefhr unserem heutigen ,obergefreiten entspricht4 ,bei den ,schiebungen wurde er zum erstenmal seiner besonderen technischen ,begabung gewahr1 denn es schien ihm hier alles selbstverstndlich1 was die anderen nur schwer begriffen4 ,im ,herbst des ,jahres #ahce erhielt ,siemens endlich das ersehnte ,kommando zur ,artillerie- und ,ingenieurschule in ,berlin4 ,die drei ,jahre1 die er hier zubrachte1 zhlt er selbst zu den glcklichsten seines ,lebens4 ,ein wiederum gnstiger ,zufall wollte es1 da er hier drei sehr bedeutende ,naturwissenschaftler als ,lehrer vorfand1 den ,mathematiker und ,physiker ,ohm1 der das fr die ,elektrizittslehre grundlegende ,ohmsche ,gesetz aufstellte1 den ,physiker ,magnus und den ,chemiker ,erdmann4 ,nur durch eisernen ,flei gelang es ,siemens1 das ,fhnrich-1 das ,armeeoffizier- und endlich das ,artillerieexamen zu bestehen2 mit groer ,not und ohne ,auszeichnung kam er durch diese ,klippen hindurch1 da ihm eben die feste wissenschaftliche ,grundlage fehlte4 ,soweit er irgend ,zeit hatte1 beschftigte er sich darum mit seinen ,lieblingswissenschaften ,mathematik1 ,physik und ,chemie1 und diesen ,disziplinen hat er sein ganzes ,leben hindurch eine treue ,zuneigung bewahrt4 ,nun war er ,sekondeleutnant und kehrte im ,sommer #ahch aus ,berlin wieder zu seinem ,truppenteil nach ,magdeburg zurck4 ,es begann eine ,zeit schwerer ,sorgen und ,kmmernisse4 ,whrend eines vierwchigen ,urlaubs besuchte er mit seinem ,freund ,william ,meyer das ,heimatdorf1 und die ,wiedersehensfreude mit der vielkpfigen ,familie war gro und rhrend4 ,die preuischen ,offiziersuniformen imponierten den braven ,drflern lebhaft1 und sie begannen einzusehen1 da es in ,preuen doch wohl noch andere ,menschen geben msse als ,hungerleider4 ,damals feierte auch die lteste ,schwester ,mathilde ihre ,hochzeit mit dem ,professor ,karl ,himly aus ,gttingen4 ,der ,bruder ,wilhelm sollte nach der ,absicht der ,eltern ,kaufmann werden4 ,aber ,werner erkannte klar1 da dieses fr ,wilhelm keine geeignete ,laufbahn wre4 ,mit groherzigem ,entschlu nahm er ihn gelegentlich seines ,besuchs in ,lenthe aus dem ,lbecker ,gymnasium und lie ihn1 nachdem die ,genehmigung der widerstrebenden ,eltern erlangt war1 mit nach ,magdeburg bersiedeln1 wo er seine ,erziehung mit treuer ,sorge berwachte4 ,er erteilte dem ,bruder selbst an jedem ,morgen von fnf bis sieben ,uhr mathematischen ,unterricht und veranlate ihn auch1 sich mit der englischen ,sprache zu beschftigen4 ,beides ist fr ,wilhelm in der ,folge von grundlegender ,bedeutung geworden4 ,um sein eigenes ,verdienst zu verdecken1 schrieb ,werner ,siemens spter1 da der dem ,bruder erteilte mathematische ,unterricht fr ihn selbst sehr ntzlich gewesen sei1 da er dazu beigetragen habe1 ihn allen ,verlockungen des ,offizierslebens siegreich widerstehen zu lassen4 ,zu systematischer wissenschaftlicher ,weiterbildung war jetzt wenig ,zeit4 ,aber ,werner ,siemens begann doch schon ein wenig technisch zu experimentieren4 ,und das wre ihm beinahe schlecht bekommen4 ,der erste ,versuch brachte gleich ein jhes1 nicht gerade angenehmes ,erlebnis4 ,er hat es in den ,lebenserinnerungen dargestellt3 ,ich hatte gehrt1 da mein ,vetter1 der hannversche ,artillerieoffizier ,a4 ,siemens1 erfolgreiche ,versuche mit ,friktionsschlagrhren angestellt hatte1 die anstatt der damals noch ausschlielich gebrauchten brennenden ,lunte zum ,entznden der ,kanonenladung benutzt werden sollten4 ,mir leuchtete die ,wichtigkeit dieser ,erfindung ein1 und ich entschlo mich1 selbst ,versuche nach dieser ,richtung zu machen4 ,da die versuchten ,zndmittel nicht sicher genug wirkten1 so rhrte ich in ,ermangelung besserer ,gertschaften in einem ,pomadennapf mit sehr dickem ,boden einen wsserigen ,brei von ,phosphor und chlorsaurem ,kali zusammen und stellte den ,napf1 da ich zum ,exerzieren fortgehen mute1 gut zugedeckt in eine khle ,fensterecke4 ,als ich zurckkam und mich mit einiger ,besorgnis nach meinem gefhrlichen ,prparat umsah1 fand ich es zu meiner ,befriedigung noch in derselben ,ecke stehen4 ,als ich es aber vorsichtig hervorholte und das in der ,masse stehende ,schwefelholz1 welches zum ,zusammenrhren gedient hatte1 nur berhrte1 entstand eine gewaltige ,explosion1 die mir den ,tschako vom ,kopf schleuderte und smtliche ,fensterscheiben samt den ,rahmen zertrmmerte4 ,der ganze obere ,teil des ,porzellannapfes war als feines ,pulver im ,zimmer umhergeschleudert1 whrend sein dicker ,boden tief in das ,fensterbrett eingedrckt war4 ,als ,ursache dieser ganz unerwarteten ,explosion stellte sich heraus1 da mein ,bursche beim ,reinmachen des ,zimmers das ,gef in die ,ofenrhre gesetzt und dort einige ,stunden hatte trocknen lassen1 bevor er es wieder an denselben ,platz zurcktrug4 ,wunderbarerweise war ich nicht sichtlich verwundet1 nur hatte der gewaltige ,luftdruck die ,haut meiner linken ,hand so gequetscht1 da ,zeigefinger und ,daumen von einer groen ,blutblase bedeckt waren4 ,leider war mir aber das rechte ,trommelfell zerrissen1 was ich sogleich daran erkannte1 da ich die ,luft durch beide ,ohren ausblasen konnte2 das linke ,trommelfell war mir schon im ,jahre vorher bei einer ,schiebung geplatzt4 ,ich war infolgedessen zunchst ganz taub und hatte noch keinen ,laut gehrt1 als pltzlich die ,tr meines ,zimmers sich ffnete1 und ich sah1 da das ganze ,vorzimmer mit entsetzten ,menschen angefllt war4 ,es hatte sich nmlich sofort das ,gercht verbreitet1 einer der beiden im ,quartier wohnenden ,offiziere htte sich erschossen4 ,ich habe infolge dieses ,unfalls lange an ,schwerhrigkeit gelitten und leide auch heute noch hin und wieder daran1 wenn sich die verschlossenen ,risse in den ,trommelfellen gelegentlich wieder ffnen4 ,es gelang also vorlufig noch nicht1 eine wichtige ,erfindung zu machen1 und das war um so betrblicher1 als die finanzielle ,lage der ,brder allmhlich immer bedenklicher wurde4 ,am #h4 ,juli #ahci starb die heigeliebte ,mutter1 und ein halbes ,jahr spter1 am #af4 ,januar #ahdj1 schied auch der ,vater aus dem ,leben1 zermrbt vom vergeblichen ,ringen um den ,erwerb des ,lebensunterhalts fr seine ,familie und niedergebeugt von schwerer ,sorge1 da die ,landwirtschaft damals ,erkleckliches nicht abwerfen wollte4 ,es ist ein tragisches ,geschick1 da die ,eltern dahingehen muten1 bevor noch ein ,ahnungsschimmer von dem knftigen ,aufstieg ihres ,sohns ein wenig lichte ,freude in ihr trbes ,dasein hatte bringen knnen4 ,auf den ltesten der dem ,haus nahegebliebenen ,shne fiel nun als schwere ,last die ,sorge um die smtlichen ,kinder4 ,die ,domne ,menzendorf wurde den ,brdern ,hans und ,ferdinand bertragen1 die jngste ,schwester ,sophie nahm ein ,onkel ,deichmann in ,lbeck an ,kindesstatt an1 und die jngsten ,brder ,walter und ,otto blieben zunchst noch bei der ,gromutter in ,menzendorf4 ,spter hat ,werner ,siemens noch einige der ,brder zu sich genommen1 und immer schwerer drngte sich ihm die ,notwendigkeit auf1 ,geldmittel zum ,unterhalt fr sich und die ,geschwister herbeizuschaffen4 ,er fhlte1 da dies mit ,hilfe von ,erfindungen wohl am leichtesten der ,fall sein wrde4 ,mehr ,mue hierzu als in ,magdeburg fand er in der kleinen ,garnisonstadt ,wittenberg1 wohin er im ,jahre #ahdj kommandiert wurde4 ,kurze ,zeit vorher hatte ,jacobi in ,dorpat die ,galvanoplastik erfunden1 und gerade als ,siemens in dem allzu kleinstdtischen ,leben von ,wittenberg nach anregender ,bettigung suchte1 kamen die ersten ,nachrichten von dieser so wichtigen ,erfindung nach ,deutschland4 ,siemens versuchte sofort1 die ,methode nachzumachen1 und es gelang ihm auch1 mit ,hilfe des galvanischen ,stroms aus einer ,lsung von ,kupfervitriol ,kupferniederschlge auf anderen ,metallen zu erhalten4 ,sein lebhafter ,geist fhrte ihn sofort weiter4 ,er dachte1 da es doch mglich sein msse1 ebenso wie man ,niederschlge aus ,kupfer erhielt1 auf gleiche ,weise auch solche von ,gold oder ,silber zu erzielen4 ,da ,gegenstnde aus unedlen ,metallen1 die mit ,gold oder ,silber berzogen wren1 einen sehr viel hheren ,wert bekommen mten1 war ohne weiteres einleuchtend4 ,einem an sich fatalen ,erlebnis1 wieder einem pltzlichen ,blitz aus der ,schicksalswolke1 durfte er es verdanken1 da er seine ,erfindungsabsicht in voller ,ruhe ausarbeiten konnte4 ,erste ,erfindungen ,siemens hatte an einem der zahlreichen ,duelle1 wie sie unter den ,offizieren der kleinen ,garnison hufig vorkamen1 als ,sekundant teilgenommen1 und der ,zufall wollte es1 da das ,vorkommnis zur ,anzeige gelangte4 ,die ,strafen1 die das ,gesetz damals den ,duellteilnehmern androhte1 waren uerst streng4 ,die ,duellanten wurden demzufolge zu zehn1 ,siemens zu fnf ,jahren ,festungshaft verurteilt4 ,als er sich nach der ,zitadelle von ,magdeburg begab1 um dort seine ,strafe anzutreten1 versorgte er sich beim ,vorbergehen in einer ,chemikalienhandlung mit den ,mitteln1 um seine elektrolytischen ,versuche fortsetzen zu knnen4 ,er richtete sich in der ,zelle ein kleines ,laboratorium ein und experimentierte mit ,gold in unterschwefligsaurem ,natron4 ,diese ,flssigkeit benutzte er zur ,anstellung eines ersten galvanoplastischen ,vergoldungsversuchs4 ,er gelang ber alles ,erwarten gut4 ,ich glaube1 so schreibt er darber1 es war eine der grten ,freuden meines ,lebens1 als ein neusilberner ,teelffel1 den ich1 mit dem ,zinkpol eines ,daniellschen ,elementes verbunden1 in einen mit unterschwefligsaurer ,goldlsung gefllten ,becher tauchte1 whrend der ,kupferpol mit einem ,louisdor als ,anode verbunden war1 sich schon in wenigen ,minuten in einen goldenen ,lffel vom schnsten1 reinsten ,goldglanze verwandelte4 ,die goldenen ,lffel1 die der ,leutnant ,siemens durch ,zauberkraft aus unechten zu erzeugen vermochte1 erregten ein solches ,aufsehen1 da die ,kunde davon ber die festen ,mauern der ,zitadelle hinaus bis in die ,stadt drang4 ,ein ,magdeburger ,juwelier erschien in der ,zelle und kaufte dem jungen ,erfinder das ,recht zur ,anwendung seines ,verfahrens fr #dj ,louisdor ab4 ,so gelangte auf galvanoplastischem ,weg auch ,gold in ,siemens' ,portemonnaie1 und er hatte nun die ,mittel1 seine ,versuche fortzusetzen4 ,im ,jahre #ahdb nahm er sein erstes ,patent1 das damals nicht lnger als fnf ,jahre lief1 auf ein ,verfahren1 ,gold behufs der ,vergoldung auf nassem ,wege mittels des galvanischen ,stromes aufzulsen4 ,nun gerade1 wo es notwendig war1 weiter an dem ,verfahren zu arbeiten1 erschien unerwartet der wachthabende ,offizier in der ,zelle und berreichte ,siemens zu seinem nicht geringen ,schrecken1 wie er bekennt1 die knigliche -- ,begnadigung4 ,das war ein schwerer ,schlag fr ihn1 denn die ,zelle war vollgestopft mit allen erdenklichen chemischen ,stoffen und elektrischen ,einrichtungen1 und es erschien dem jungen ,erfinder ganz unmglich1 diese rasch und glcklich nach dem noch ganz unbekannten ,ort zu schaffen1 wohin man ihn jetzt versetzen wrde4 ,er tat darum einen nicht ganz gewhnlichen ,schritt4 ,er schrieb nmlich an den ,festungskommandanten ein ,gesuch1 in dem er bat1 noch einige ,zeit in seiner ,gefangenenzelle verbleiben zu drfen1 in der er mehr edles ,metall zu finden hoffen durfte als in der goldenen ,freiheit4 ,man nahm ihm aber eine solche ,undankbarkeit gegen eine knigliche ,gnade sehr bel und bestand darauf1 da er sich sofort empfehle4 ,gerade um die ,mitternachtsstunde wurde er mit sanfter ,gewalt aus der ,zitadelle entfernt und befand sich nun inmitten seiner ,habseligkeiten hilflos auf der ,strae4 ,so kann auch die ,gnadensonne einmal wie ein ,schadenfeuer wirken4 ,aber so ganz verlassen1 wie er geglaubt hatte1 war er doch nicht4 ,die vorgesetzte ,behrde war offenbar auf seine chemischen ,talente aufmerksam gemacht worden1 und man sandte ihn nicht nach ,wittenberg zurck1 sondern kommandierte ihn nach ,spandau zur ,lustfeuerwerkerei-,abteilung4 ,hier konnte er seine chemische ,kunst lebhaft bettigen1 und er machte in dem neuen ,wirkungsbereich so rasche ,fortschritte1 da ihm ein ,feuerwerk1 welches er am ,geburtstag der ,kaiserin von ,ruland im ,park des ,prinzen ,carl in ,glienicke bei ,potsdam abbrannte1 wegen der ,pracht der ,farben viel ,ehre und ,anerkennung eintrug4 ,aber das war doch ein totes ,gleis1 und zu seiner grten ,freude erhielt er bald das lngst gewnschte ,kommando zur ,artilleriewerkstatt in ,berlin4 ,hier war der ,ort1 wo er seine naturwissenschaftlichen und technischen ,kenntnisse1 die1 wie er wohl wute1 an manchen ,stellen noch recht mangelhaft waren1 weiter vervollstndigen konnte4 ,aber noch immer sollte er nicht zu einer systematischen ,ausgestaltung seines ,wissens gelangen4 ,das verdammte ,geld1 so schrieb er damals1 ist doch der ,knppel1 den man stets am ,halse trgt4 ,er meinte mit diesem ,knppel das ,geld1 das man nicht besitzt4 ,die ,verpflichtung1 fr die jngeren ,geschwister zu sorgen1 drckte immer schwerer1 je weiter diese heranwuchsen4 ,hans und ,ferdinand hatten zwar noch immer die ,domnenpachtung1 aber das aus der ,bewirtschaftung gewonnene ,geld reichte bei weitem nicht zu der ,erziehung der ,kinder aus4 ,der ,zwang1 ,geld verdienen zu mssen1 war darum die ,peitsche1 die ,werner vorlufig immer noch von der ,wissenschaft forttrieb4 ,mit ,hilfe von ,erfindungen dachte er auch jetzt noch1 ,fortunas ,rockzipfel leichter ergreifen zu knnen4 ,vor allem suchte er nun sein ,patent auf galvanoplastische ,vergoldung und ,versilberung richtig zu verwerten4 ,er trat mit der ,neusilberfabrik von ,j4 ,henniger in ,berlin in ,verbindung1 die sein ,verfahren in grerem ,mastab anwenden wollte und ihn am ,gewinn beteiligte4 ,damit entstand die erste galvanoplastische ,anstalt in ,deutschland4 ,der ,gewinn1 der in ,werner ,siemens' ,tasche flo1 war aber gering1 und bald trieb die weitere ,not ihn dazu1 alle ,ansprche aus dem ,vertrag fr #hjj ,taler an die ,firma ,henniger zu verkaufen4 ,kaum war dies geschehen1 so vergrerte ,henniger seine ,fabrikation1 die bis dahin nur schwchlich betrieben worden war1 ganz bedeutend und zog weiter ansehnliche ,gewinne aus dem ,verfahren4 ,die immer rger sich fhlbar machende ,not trieb ,werner ,siemens nun dazu1 eine richtige ,spekulation zu beginnen4 ,er hatte gehrt1 da ein ,herr ,elkington in ,london gleichfalls ein ,verfahren der galvanischen ,vergoldung und ,versilberung gefunden habe1 bei dem er ,cyanverbindungen verwendete4 ,siemens hielt seine unterschwefligsauren ,salze fr besser wirkend und hoffte darum1 in ,england1 dem damaligen ,paradies der ,technik1 dem fr alles ,neue empfnglichen und zur ,aufnahme jeder guten ,idee am ehesten bereiten ,land1 goldene ,berge verdienen zu knnen4 ,er selbst konnte nicht hinbergehen1 da er ja als ,offizier an seinen ,garnisonort gebannt war4 ,aber sein ,bruder ,wilhelm war sehr gern zu der ,reise bereit4 ,der junge ,mann hatte inzwischen einige ,zeit in ,gttingen bei seiner ,schwester ,mathilde ,himly zugebracht1 wo er mit ,hilfe seines ,schwagers seine naturwissenschaftlichen ,kenntnisse hatte vertiefen knnen4 ,darauf war er nach ,magdeburg zurckgekehrt und dort als ,eleve in die ,grflich ,stollbergsche ,maschinenbauanstalt eingetreten4 ,dem lebhaften ,geist ,wilhelms behagte der ,aufenthalt gar nicht1 und gern ergriff er die ,gelegenheit1 ins ,weite hinauszuziehen4 ,diese erste ,fahrt ,wilhelms nach ,england ist ein richtiger kleiner ,roman1 dessen gnstigen ,ausgang der recht klgliche ,anfang keinesfalls erwarten lie4 ,im ,februar #ahdc trat der junge1 kaum zwanzigjhrige ,wilhelm seine ,reise an4 ,er begab sich zunchst nach ,hamburg1 wo er sich die ,mittel fr die berfahrt nach ,england mit viel ,mhe dadurch verschaffte1 da er an einen ,fenstersprossenfabrikanten ein galvanisches ,verkupferungsverfahren verkaufte und schlielich auch noch alle ,chemikalien1 die er bei sich hatte und nicht in ,england einfhren wollte1 zu ,geld machte4 ,die ,gesamtsumme des ,erlses war so gering1 da er im ,augenblick der ,abfahrt an ,werner schrieb1 er drfe in ,england im ganzen nicht mehr als sechs ,louisdor verzehren1 wenn er noch imstande sein solle1 mit ,ehren nach ,haus zurckzukehren4 ,nach seiner ,landung in ,london nahm er in einer bescheidenen ,herberge ,quartier4 ,er hatte vom ,leben in ,england gar keine ,kenntnis1 beherrschte auch die ,sprache des ,landes recht mangelhaft4 ,nur einen einzigen ,empfehlungsbrief brachte er mit1 aber trotz dieser bescheidenen ,ausrstung warf er sich doch khn in den ,strudel des ,lebens der ,riesenstadt4 ber seine ,erlebnisse hat ,wilhelm spter einmal in einem ,vortrag1 den er im ,jahre #ahha im ,rathaus von ,birmingham hielt1 selbst in interessanter ,weise berichtet3 ,ich hoffte irgendein ,bureau ausfindig zu machen1 wo man ,erfindungen einer ,prfung unterwerfen und eventuell je nach ,verdienst vergten wrde2 doch niemand konnte mir einen derartigen ,platz angeben4 ,so spazierte ich denn ,finsbury ,pavement entlang und sah auf einmal ber einer ,tr ,so und ,so -- der ,name ist mir entfallen -- 99,undertaker99 7das bedeutet ,unternehmer von ,leichenbegngnissen7 in groen ,buchstaben geschrieben4 ,halt1 dacht' ich1 das mu wohl der lange gesuchte ,ort sein2 denn auf alle ,flle wird doch ein ,mann1 der sich 99,undertaker99 nennt1 sich auch nicht weigern1 einen ,einblick in meine ,erfindung zu tun und mir am ,ende dann auch die gewnschte ,anerkennung oder besser noch meinen ,lohn dafr besorgen knnen4 ,beim ,eintritt ins ,haus berzeugte ich mich jedoch sehr bald1 da ich entschieden zu frh gekommen war1 um dort bedient zu werden1 und als ich mich dann dem ,inhaber des ,etablissements gegenber befand1 deckte ich meinen ,rckzug mit einigen abgebrochenen ,entschuldigungen1 die dem ,herrn 99,undertaker99 jedenfalls sehr leer vorgekommen sein mssen4 ,hierdurch keineswegs entmutigt1 setzte ich meine ,forschungsreise fort und fand endlich meinen ,weg zum ,patentoffice der ,herren ,poole ,carpmael1 die mich nicht nur freundlich empfingen1 sondern mir auch ein ,empfehlungsschreiben an ,herrn ,elkington mitgaben4 ,so ausgerstet1 fuhr ich nach ,birmingham1 um hier mein ,glck zu versuchen4 ,von ,birmingham aus trat ,wilhelm nun an ,elkington heran und glaubte einen groen ,trumpf in der ,hand zu haben1 als er diesem sein vermeintlich besseres ,verfahren anbot4 ,er war gar nicht bescheiden1 sondern forderte dafr gleich #cjjj ,pfund ,sterling 7#fjjjj ,mark74 ,es ist nicht weiter verwunderlich1 da ,elkington auf dieses ,angebot des etwas strmischen jungen ,manns nicht einging4 ,er lie jedoch ,wilhelm zu sich kommen1 und dieser erfuhr nun zu seiner nicht geringen ,bestrzung1 da ,werners ,erfindung in einem der ,elkingtonschen ,patente schon erwhnt1 also nicht mehr neu und demgem auch kein ,handelsobjekt war4 ,aber ,wilhelm gewann ,elkingtons ,vertrauen1 und dieser erlaubte ihm1 in seiner ,fabrik zu experimentieren4 ,hierbei glckte es ,wilhelm ,siemens1 eine bedeutende ,verbesserung des ,elkingtonschen ,verfahrens zu erfinden4 ,der offenbar sehr vornehm denkende ,englnder ermglichte ,wilhelm darauf1 ein ,patent auf seine ,erfindung zu nehmen und zahlte ihm schlielich dafr die ,summe von #afjj ,pfund ,sterling1 von der jedoch #aaj ,pfund ,sterling fr ,patentkosten abgingen4 ,wilhelm konnte also mit einer ,summe von annhernd #cjjjj ,mark nach ,deutschland zurckkehren1 wodurch er der ,gegenstand staunender ,bewunderung fr die ganze ,familie ward4 ,die ,schwester ,mathilde ,himly schrieb damals in einem ,brief an ,werner3 ,von unserem lieben ,goldfisch erhielt ich vor wenigen ,tagen die erste ,nachricht1 seit er ,dich gesehen4 ,deine ,freude ber ,wilhelms ,erscheinen als ,croesus6 wird wohl so ziemlich so gewesen sein als die meine2 bis dahin hatte mich noch nie eine ,freude so auer ,fassung gebracht4 ,ach6 ,werner -- warum muten dies die theuern seligen ,eltern nicht erleben6 -- ,werdet ,ihr das ,geld denn brderlich theilen8 ,ich bin berzeugt1 da ,wilhelm noch mehr so glcklich spekulieren wird1 und so nimm es nur gern an 444 ,damit traten nun die ,geldsorgen fr einige ,zeit in den ,hintergrund4 ,aber ein solcher ,erfolg htte bei einem schwcheren ,charakter1 als er ,werner ,siemens zu eigen war1 leicht dauernd auf eine schiefe ,bahn fhren knnen4 ,so trieb er ihn nur fr einige ,zeit auf das trgerische ,meer der ,erfindungsspekulationen hinaus1 wie er selbst die ,bestrebungen jener ,zeit spter etwas verchtlich genannt hat4 ,eine ,erfindung folgte jetzt rasch der anderen4 ,wissenschaftliche ,bestrebungen wurden zurckgestellt1 zumal das aus ,england gebrachte ,geld bei den zahlreichen ,verpflichtungen der ,brder nicht lange reichte1 und die ,bedrngnisse bald wieder begannen4 ,werner dehnte zunchst seine elektrolytischen ,versuche weiter aus und gelangte dazu1 gute ,nickelniederschlge herzustellen4 ,das schien etwas sehr ,aussichtsreiches zu sein1 da die teuren1 fr den ,druck verwendeten gravierten ,kupferplatten durch den ,nickelberzug1 der die ,feinheit der ,striche nicht beeintrchtigte1 sehr viel haltbarer wurden4 ,bald jedoch wurde der galvanische ,eisenniederschlag erfunden1 dem man gegenber dem ,nickelberzug den ,vorzug gab1 und die ,erfindung konnte nichts mehr einbringen4 ,gleichzeitig arbeitete ,werner zusammen mit seinem ,bruder ,wilhelm einen ,apparat aus1 der imstande sein sollte1 den ,gang von ,dampfmaschinen1 die damals noch an vielen ,stellen bei ihrer ,arbeit durch ,wind- und ,wassermotoren untersttzt wurden1 genau zu regeln4 ,es sollte dies unter ,anwendung des ,differentialverfahrens geschehen1 und so entstand der ,differenzregulator4 ,dann bemhte sich ,werner ,siemens1 den damals gerade bekannt gewordenen ,zinkdruck fr die ,rotationspresse brauchbar zu machen1 und erfand ferner das anastatische ,druckverfahren1 das durch ,anwendung von ,chemikalien gestattet1 ltere ,drucke zu vervielfltigen4 ,auch einer ,tretfliegemaschine wandte er sein ,interesse zu1 derselbe ,mann1 der spter behauptet hat1 da man niemals ,flugmaschinen wrde bauen knnen1 wenn man nicht imstande wre1 ,antriebsmaschinen zu erschaffen1 die im ,verhltnis so leicht und krftig sind wie die ,bewegungsmuskeln der fliegenden ,tiere4 ,zur ,ausbeutung dieser ,erfindungen ging ,wilhelm ,anfang des ,jahres #ahdd zum zweitenmal nach ,england1 das von da ab seine zweite ,heimat wurde4 ,auch ,werner folgte ihm fr kurze ,zeit dorthin1 aber beide muten bald einsehen1 da ihre hochgespannten ,hoffnungen auf ,verwertung der ,erfindungen aussichtslos waren4 ,wilhelm hatte fr die ,abtretung der ,rechte auf den ,differenzregulator nicht weniger als #gbjjjj ,mark gefordert1 fr das anastatische ,druckverfahren gar eine ,million ,mark4 ,nach mehr als einjhrigem ,aufenthalt in ,england sah er jedoch all seine ,hoffnungen so weit vernichtet1 da er nach ,hause schreiben mute3 ,ich bitte nur noch um die notwendigsten ,mittel1 um meine dringendsten ,schulden abzahlen zu knnen1 da ich seit einiger ,zeit nicht einmal mehr imstande gewesen bin1 meine ,hauswirte zu befriedigen4 ,werner lernte bei seiner ,rckkehr aus ,england whrend eines ,aufenthalts in ,paris sogar den ,hunger kennen4 ,aus ,berlin schreibt er dann an ,wilhelm3 ,die jetzige ,zeit ist der einlaufenden ,buchhndler-1 ,schneider- und sonstigen ,rechnungen wegen besonders verdrielich4 ,dazu kommt ,miete1 ,schulgeld und wei der ,henker was sonst noch fr ,lumpereien4 ,als es ganz schlimm stand1 wurde schlielich durch eine ,geldsendung ,wilhelms der dem ,verwelken nahe ,subsistenzbaum bedeutend erfrischt4 ,theorie und ,technik ,es ist heute nicht mehr genau zu verfolgen1 wie ,werner ,siemens sich und seine ,geschwister durch diese ,periode der drckendsten ,sorgen glcklich hindurchgebracht hat4 ,aber es steht fest1 da der ,kummer ihn nicht zu ,boden warf1 sondern seine ,krfte nur verstrkte1 wie die ,kraft einer sthlernen ,feder gesteigert wird1 je mehr man sie zusammenpret4 ,eine moralische ,stimme in ,siemens begann pltzlich deutlich zu sprechen4 ,er erkannte1 da das ,jagen nach ,erfindungen1 zu dem er sich durch die ,leichtigkeit des ersten ,erfolgs hatte hinreien lassen1 sowohl ihm wie seinem ,bruder zum ,verderben gereichen wrde4 ,er sagte sich daher von allen ,erfindungen los und gab sich ganz ernsten wissenschaftlichen ,studien hin4 ,von nun ab beginnt der ,werner ,siemens1 wie wir ihn kennen und wie er uns teuer geworden ist1 zu wachsen4 ,er fhlte deutlich1 da seine ,vorbildung noch immer unvollkommen sei und seine ,leistungen dadurch zurckgehalten wrden4 ,da er nun ,vorlesungen an der ,berliner ,universitt hrte1 kam er bald in den anregenden ,kreis der spter so bedeutend gewordenen jungen ,naturforscher ,du ,bois-,reymond1 ,brcke1 ,helmholtz1 und durch diesen ,verkehr wurde sein ernstes ,streben nach wissenschaftlicher ,durchbildung seines ,geistes mchtig gefrdert4 ,unter den naturwissenschaftlichen ,fragen1 die ihn damals sofort lebhaft beschftigten1 stand das ,problem der ,heiluftmaschine1 die soeben von ,stirling erfunden worden war1 voran4 ,es schien eine ,zeitlang1 als sollte sie der ,antriebsmotor der ,zukunft werden1 und die erste literarische ,arbeit1 die ,werner ,siemens verfate1 fhrte den ,titel3 ber die ,anwendung der erhitzten ,luft als ,triebkraft4 ,die ,abhandlung erschien im ,sommer #ahde in ,dinglers ,polytechnischem ,journal4 ,die abgeklrten ,betrachtungen darin sind auffallend1 und die strenge ,wissenschaftlichkeit darin verblfft um so mehr1 wenn man wei1 da ,werner noch im ,anfang des ,jahrs in flammendem ,enthusiasmus ber die ,leistungen der ,stirlingschen ,maschine an ,wilhelm geschrieben hatte3 ,ein ,perpetuum mobile ist jetzt kein ,unsinn mehr4 ,bis zur ,niederschrift seiner ,betrachtungen ist er von dieser ,ansicht1 die ein schwerer ,irrtum war1 vollstndig zurckgekommen1 und der ,aufsatz steht bereits vollstndig auf dem ,boden des groen ,perpetuum mobile-feindlichen ,satzes von der ,erhaltung der ,kraft1 der gerade in jener ,zeit von ,julius ,robert ,mayer zum erstenmal ausgesprochen worden1 ,siemens aber noch nicht bekannt war4 ,wenn die ,stirlingsche ,maschine auch spter keine groe ,bedeutung erlangt hat1 so ist sie1 abgesehen von der ,gelegenheit1 die sie ,werner ,siemens fr seine erste wissenschaftliche ,bettigung gegeben hat1 auch noch dadurch wichtig geworden1 da sie dessen ,brder ,wilhelm und ,friedrich ,siemens zu ihren ,arbeiten ber die ,wrmeausnutzung anregte und so zur ,aufstellung des bedeutenden ,regenerativprinzips beitrug4 ,in ,poggendorfs ,annalen erschien im gleichen ,jahr die zweite wissenschaftliche ,abhandlung aus ,werner ,siemens' ,feder1 und deren ,thema fiel bereits in das ,gebiet der ,elektrizitt4 ,den jungen ,physiker beschftigte schon seit lngerer ,zeit das ,problem der ,messung von ,geschogeschwindigkeiten4 ,er sah bald ein1 da die ,feststellung uerst geringer ,zeitunterschiede auf dem bisher immer wieder versuchten elektro-magnetischen ,weg nicht gelingen knne4 ,hierbei muten ,massen bewegt werden1 und diese brauchten zur berwindung ihrer natrlichen ,trgheit zu lange ,zeit4 ,er lie darum durch die fliegende ,kugel1 die an zwei ,stellen ihres ,wegs ,drhte berhrte1 nicht magnetisierende ,strme schlieen1 sondern ,funkenentladungen hervorrufen1 die ,marken in einen rasch rotierenden blanken ,stahlzylinder brannten4 ,die ,funken besitzen keine ,schwere und tun ihre ,arbeit darum ohne ,verzgerung4 ,was er in dem ,aufsatz ber die ,anwendung des elektrischen ,funkens zur ,geschwindigkeitsmessung darlegte1 wird mit entsprechenden ,abnderungen noch heute zur ,messung von ,geschogeschwindigkeiten1 insbesondere in ,geschtzrohren1 benutzt4 ,seine ,bemhungen um die ,feststellung der ,geschogeschwindigkeiten brachte ,siemens auch mit dem ,uhrmacher ,leonhardt in ,berhrung1 der fr die ,artillerieprfungskommission auf gleichem ,gebiet ttig war4 ,zur selben ,zeit machte ,leonhardt fr den ,generalstab der ,armee ,versuche1 die ,klarheit darber schaffen sollten1 ob der rascher arbeitende elektrische ,telegraph wohl imstande sein knnte1 den optischen zu ersetzen4 ,leonhardt bemhte sich1 fr diesen ,zweck den unzuverlssigen ,zeigertelegraphen von ,wheatstone zu verbessern4 ,siemens stand ihm hierbei mit pltzlich aufflammendem ,interesse eifrig bei4 ,es gelang ihm zu seiner eigenen berraschung sehr schnell1 den charakteristischen ,fehler des ,wheatstone-,apparats herauszufinden und diesen durch eine ,neukonstruktion zu verbessern4 ,sogleich fhlte er deutlich1 da der ,telegraph eine groe ,zukunft haben1 und da er selbst vermutlich befhigt sein wrde1 an dem ,ausbau dieser ,zukunft mit ,erfolg und ,vorteil mitzuarbeiten4 ,und so sehen wir ihn jetzt den ersten ,schritt auf dem ,weg tun1 der ihn zum ,gipfel fhren sollte4 ,aber schon tritt von neuem der 99,deus ex machina99 auf und fat ihn hindernd am ,knchel4 ,der ,gipfelweg verschwindet noch einmal hinter ,wolken4 ,wenn man erfahren hat1 an wie vielen wissenschaftlichen und technischen ,dingen ,werner ,siemens in jener ,zeit eifrig und schaffend arbeitete1 so denkt man sicher nicht mehr daran1 da er zu jener ,zeit noch ,offizier war und fr alle diese ,dinge nur die ,zeit brig hatte1 die ihm der ,dienst in der ,artilleriewerkstatt lie4 ,nur eisernster ,flei vermochte ihm die ,kraft zu geben1 immer weiter an seinem geistigen ,aufstieg zu arbeiten4 ,war der ,dienst also lngst eine hchst unangenehm empfundene ,hemmung1 so schien es nun gar einen ,augenblick1 als ob das ,rderwerk der militrischen ,zucht die ganze ,zukunft des jungen ,siemens zwischen seinen ,zhnen zermalmen wollte4 ,er wurde pltzlich in einen politisch-religisen ,konflikt verwickelt4 ,man brachte in jenen bewegten ,zeiten den ,rundreisen des ,predigers ,johannes ,ronge1 eines frheren katholischen ,kaplans1 lebhaftestes ,interesse entgegen4 ,ronge hatte einen scharfen ,artikel gegen die von einer wahren ,vlkerwanderung besuchte ,ausstellung des heiligen ,rocks in ,trier geschrieben und war zur ,strafe dafr exkommuniziert worden4 ,er strebte nun1 ,deutschland durchziehend1 die ,grndung einer neuen deutsch-katholischen ,kirche an4 ,auch in ,berlin trat er auf1 und seine ,versammlungen wurden von vielen jungen ,offizieren und ,beamten besucht1 die damals smtlich liberal dachten4 ,werner ,siemens hatte sich nicht allzusehr um diese ,bewegung gekmmert1 da seine naturwissenschaftlich-technischen ,bemhungen ihn weit davon hinwegtrugen4 ,aber er sollte durch eine zunchst ganz uerliche ,berhrung doch recht eng damit verknpft werden4 ber diesen ,vorgang berichtet er in den ,lebenserinnerungen3 ,gerade als dieser ,rongekultus auf seinem ,hhepunkte angelangt war1 machte ich mit smtlichen ,offizieren der ,artilleriewerkstatt -- neun an der ,zahl -- nach ,schlu der ,arbeit eine ,promenade im ,tiergarten4 ,unter den ,zelten fanden wir viele ,leute versammelt1 die lebhaften ,reden zuhrten1 in denen alle ,gesinnungsgenossen aufgefordert wurden1 fr ,johannes ,ronge und gegen die ,dunkelmnner ,stellung zu nehmen4 ,die ,reden waren gut und wirkten vielleicht gerade deswegen so berzeugend und hinreiend1 weil man in ,preuen bis dahin an ffentliche ,reden nicht gewhnt war4 ,illustration3 ,die erste ,dynamomaschine ,illustration3 ,moderne ,riesen-,dynamo der ,siemens-,schuckert-,werke ,als mir daher beim ,fortgehen ein ,bogen zur ,unterschrift vorgelegt wurde1 der mit teilweise bekannten ,namen schon beinahe bedeckt war1 nahm ich keinen ,anstand1 auch den meinigen hinzuzufgen4 ,meinem ,beispiel folgten die brigen zum ,teil viel lteren ,offiziere ohne ,ausnahme4 ,es dachte sich eigentlich keiner dabei etwas ,schlimmes4 ,jeder hielt es nur fr anstndig1 seine berzeugung auch seinerseits offen auszusprechen4 ,aber gro war mein ,schreck1 als ich am anderen ,morgen beim ,kaffee einen ,blick in die ,vossische ,zeitung warf und als ,leitartikel einen ,protest gegen ,reaktion und ,muckertum und an der ,spitze der ,unterschriften meinen ,namen und nach ihm die meiner ,kameraden fand4 ,die ,offiziere erfuhren bald1 da sie zur ,strafe aus der ,artilleriewerkstatt zu ihren ,truppenteilen zurckversetzt werden sollten4 ,fr ,siemens drohte also die ,gefahr1 wieder nach ,wittenberg zu kommen1 wo natrlich weitere ,bestrebungen auf dem ,gebiet der ,telegraphie unmglich gewesen wren4 ,dagegen emprte sich alles in ihm1 und er war schon stark genug1 nicht blo gegen das ,schicksal zu wten1 sondern es zu meistern4 ,er fate einen ,entschlu1 der bei jedem anderen als bei einem ,menschen von genialer ,kraft abenteuerlich zu nennen wre4 ,etwas ,besonderes mute geschehen1 um sein weiteres ,verbleiben in ,berlin zu ermglichen1 das sah er klar4 ,er mute eine bedeutende ,erfindung machen1 und zwar sofort1 auf der ,stelle6 ,es war gar keine ,zeit zu verlieren4 ,doch eine solche ,eingebung greift man nicht aus der ,luft4 ,siemens lie darum alle ihm in letzter ,zeit bekannt gewordenen ,erfindungen an seinem ,auge vorberziehen1 um zu sehen1 ob darunter nicht eine wre1 die er in auffallender ,weise frdern knnte4 ,in einer schlaflosen ,nacht fiel ihm da die ,schiebaumwolle ein1 die vor kurzem von ,professor ,schnbein in ,basel erfunden worden war4 ,man setzte damals in artilleristischen ,kreisen groe ,hoffnung in diesen ,stoff1 der bei weitem krftiger explodierte als das bisher verwendete ,schwarzpulver4 ,strend war nur1 da sich die ,schiebaumwolle sehr schnell zersetzte und daher praktisch nicht verwendbar war4 ,siemens beschlo in seiner ,not1 die ,schiebaumwolle haltbar zu machen1 und ging sogleich mit loderndem ,eifer an die ,versuche4 ,von seinem alten ,lehrer in der ,chemie1 ,erdmann1 erwirkte er sich die ,erlaubnis1 in dessen ,laboratorium in der ,kniglichen ,tierarzneischule experimentieren zu drfen4 ,dort versuchte er und versuchte immer von neuem1 ,baumwolle mit ,salpetersure zu trnken4 ,er nahm immer strker konzentrierte ,lsungen1 aber die grere ,luftbestndigkeit wollte sich nicht einstellen4 ,schlielich hatte er schon so viel ,salpetersure verbraucht1 da der ,vorrat zu ,ende zu gehen drohte4 ,da begann er ihn durch ,mischung mit ,schwefelsure zu strecken4 ,und siehe da6 ,pltzlich hatte er1 als er die ,baumwolle mit dieser ,mischung trnkte1 ein vorzgliches ,produkt vor sich1 das sich nicht zersetzte und ganz ausgezeichnet explodierte4 ,ja1 die ,explosionsfhigkeit war sogar noch besser1 als ,siemens selbst es vermutete1 wie er bald zu seinem ,schrecken erfahren sollte4 ,bis in die ,nacht hinein hatte er in seiner ,freude ber das ,gelingen der ,versuche eine stattliche ,menge der neuen guten ,schiebaumwolle hergestellt und sie in den ,ofen des ,laboratoriums zum ,trocknen gelegt4 ,als ich nach kurzem ,schlaf am frhen ,morgen wieder nach dem ,laboratorium ging1 so erzhlt er1 fand ich den ,professor trauernd unter ,trmmern in der ,mitte des ,zimmers stehen4 ,beim ,heizen des ,trockenofens hatte sich die ,schiebaumwolle entzndet und den ,ofen zerstrt4 ,ein ,blick machte mir dies und zugleich das vollstndige ,gelingen meiner ,versuche klar4 ,der ,professor1 mit dem ich in meiner ,freude im ,zimmer herumzutanzen suchte1 schien mich anfangs fr geistig gestrt zu halten4 ,es kostete mir ,mhe1 ihn zu beruhigen und zur schnellen ,wiederaufnahme der ,versuche zu bewegen4 ,um elf ,uhr morgens hatte ich schon ein ansehnliches ,quantum ,schiewolle gut verpackt und sandte es mit einem dienstlichen ,schreiben direkt an den ,kriegsminister4 ,im ,ministerium erkannte man sofort die ,wichtigkeit der neuen ,zusammensetzung und lie ,schieversuche damit anstellen4 ,und wenn das ,prparat auch in spteren ,zeiten die ,hoffnungen nicht erfllte1 die man damals darauf setzte1 so war ihm doch der ,erfolg beschieden1 ,siemens vor der ,strafversetzung zu bewahren4 ,da man ihn in der ,pulverfabrik zu ,spandau fr den weiteren ,ausbau der ,erfindung dringend brauchte1 so war von der ,verbannung nach ,wittenberg keine ,rede mehr1 und von den ,kameraden1 die jenes ,ronge-,manifest unterzeichnet hatten1 blieb er als einziger in ,berlin zurck4 ,khne ,selbsthilfe hatte ihn vor dem ,verderben bewahrt4 ,die ,vervollkommnung des ,telegraphen wurde darauf weiter eifrig betrieben1 obwohl ,siemens sich davon eine geschwinde ,rettung aus der immer noch andauernden finanziellen ,trbsal nicht versprechen konnte4 ,bald hatte er auf diesem ,gebiet ,erfindungen von groer und bleibender ,bedeutung gemacht1 so unter anderem die erste brauchbare ,leitungsisolation hergestellt1 wovon wir noch ausfhrlich hren werden2 schon erwog er1 ob es nicht gnstig fr ihn wre1 den ,abschied vom ,militr zu nehmen1 um sich ganz der ,telegraphentechnik zu widmen2 schon grndete er eine kleine ,werkstatt zur ,ausfhrung der von ihm erfundenen ,apparate1 da wird er noch einmal von politischen ,ereignissen aus seiner ,bahn gerissen4 ,revolution und ,krieg ,das ,jahr #ahdh hatte seine drohenden ,wolken heraufgeschickt4 ,ohne darauf vorbereitet zu sein1 hrte ,siemens pltzlich in sein ,laboratorium den ,donner der ,revolution hineinrollen4 ,er fhlte bald1 da jetzt keine ,zeit wre1 technische ,neuerungen fr den ,staat zu schaffen1 aber er stellte sich nicht entmutigt beiseite1 um besseres ,wetter abzuwarten1 er verlie nicht mit einer sentimentalen ,trne im ,auge den wieder einmal morsch gewordenen ,bau seiner ,zukunft1 sondern er gab sofort darauf acht1 was er der ,gegenwart ,brauchbares leisten knnte4 ,in ,berlin spielten sich die groen ,ereignisse der ,mrztage ab4 ,siemens1 der innerlich an der ,bewegung teilnahm1 mute doch persnlich allen ,kundgebungen fernbleiben1 weil er des ,knigs ,rock trug4 ,andererseits schlo ihn die ,trennung von seinem ,truppenteil1 die eine ,folge seiner ,abkommandierung war1 von jeder militrischen ,aktion aus4 ,bald darauf brach die ,emprung der ,schleswig-,holsteiner gegen die dnische ,herrschaft aus4 ,die ,stadt ,kiel befreite sich zuerst1 und bald waren die ,dnen aus ,schleswig vertrieben4 ,sie rsteten sich zur ,wiedereroberung und drohten1 besonders ,kiel durch ein ,bombardement zu strafen4 ,siemens' ,schwager ,himly war als ,professor der ,chemie schon seit lngerer ,zeit in ,kiel ansssig1 und die ,schwester ,mathilde schrieb nach ,berlin angstvolle ,briefe1 denn sie sah schon ihr am ,hafen gelegenes ,haus von dnischen ,kanonen zerstrt4 ,die ,einfahrt in die ,fhrde war fr die feindlichen ,schiffe leicht1 da die kleine ,festung ,friedrichsort1 die den ,hafeneingang sperrte1 sich noch in dnischen ,hnden befand4 ,der ,hilferuf der ,schwester lste in ,werner ,siemens einen ,gedanken von grter ,tragweite aus4 ,er wollte den ,verwandten zu ,hilfe eilen und berlegte sich1 wie man wohl imstande sein knne1 die ,dnen von der ,einfahrt in den ,hafen zurckzuhalten4 ,als das einzig mgliche ,mittel erschien ihm die ,versenkung von groen ,pulvermengen in das ,wasser des ,hafens so1 da sie beim ,darberfahren eines feindlichen ,schiffs auf elektrischem ,weg zur ,explosion gebracht werden konnten4 ,die ,idee der ,unterseemine mit elektrischer ,zndung tauchte hier zum erstenmal auf1 und der ,gedanke konnte auch nur aus dem ,grund gefat werden1 weil ,werner ,siemens die einzig brauchbare ,isolierung von ,leitungsdrhten gegen ,seewasser geschaffen hatte4 ,er bemhte sich sofort1 einen ,urlaub zur ,fahrt nach ,kiel zu erhalten4 ,die provisorische ,regierung in den ,herzogtmern1 die von dem ,plan ,kenntnis erlangt hatte1 sandte sogar einen besonderen ,boten nach ,berlin1 der die ,erlaubnis fr ,siemens erwirken sollte4 ,diese konnte jedoch nicht erteilt werden1 da ja ,preuen und ,dnemark sich noch im ,friedenszustand befanden4 ,jeder fhlte aber1 da der ,ausbruch des ,kriegs nur eine ,frage von ,tagen war4 ,die ,wartezeit benutzte ,siemens1 um groe ,scke aus starker1 mit ,kautschuk gedichteter ,leinwand anzufertigen1 von denen jeder fnf ,zentner ,pulver fate2 ferner bereitete er die isolierten ,leitungen sowie die galvanischen ,zndbatterien vor4 ,endlich teilte ihm der ,departementschef im ,kriegsministerium1 ,general von ,reyher1 in dessen ,vorzimmer er tglich auf die ,entscheidung wartete1 mit1 da der ,krieg gegen ,dnemark beschlossen wre1 und da er als erste feindliche ,handlung ,siemens den gewnschten ,urlaub gewhre4 ,dieser brach sofort nach ,kiel auf4 ,dort brachte sein ,erscheinen in preuischer ,uniform den ,einwohnern die erwnschte ,kunde von der ersehnten ,kriegserklrung1 und der ,leutnant ,siemens wurde darum mit begeistertem ,jubel empfangen4 ,sein ,schwager ,himly hatte indessen in ,kiel schon alle ,anstalten getroffen1 damit die ,minen schnell ausgelegt werden knnten1 denn man erwartete tglich das ,eintreffen der dnischen ,flotte4 ,es war1 wie ,siemens erzhlt1 eine ,schiffsladung von ,rendsburg bereits eingetroffen1 und eine ,anzahl groer ,stckfsser stand gut gedichtet und verpicht bereit1 um einstweilen statt der noch nicht vollendeten ,kautschukscke benutzt zu werden4 ,diese ,fsser wurden schleunigst mit ,pulver gefllt1 mit ,zndern versehen und in der fr groe ,schiffe ziemlich engen ,fahrstrae vor der ,badeanstalt derart verankert1 da sie etwa #bj ,fu unter dem ,wasserspiegel schwebten4 ,die ,zndleitungen wurden nach zwei gedeckten ,punkten am ,ufer gefhrt1 und der ,stromlauf so geschaltet1 da eine ,mine explodieren mute1 wenn an beiden ,punkten gleichzeitig die ,kontakte fr ihre ,leitung geschlossen waren4 ,fr jede ,mine wurden an den beiden ,beobachtungsstellen ,richtstbe aufgestellt und die ,instruktion erteilt1 da der ,kontakt geschlossen werden msse1 wenn ein feindliches ,schiff sich in der ,richtlinie der betreffenden ,stbe befinde1 und so lange geschlossen bleiben msse1 bis sich das ,schiff wieder vollstndig aus der ,richtlinie entfernt habe4 ,waren die ,kontakte beider ,richtlinien in irgendeinem ,moment gleichzeitig geschlossen1 so mute das ,schiff sich gerade ber der ,mine befinden4 ,durch ,versuche mit kleinen ,minen und ,booten wurde konstatiert1 da diese ,zndeinrichtung vollkommen sicher funktionierte4 ,sie ist fr sptere derartige ,einrichtungen vorbildlich geworden4 ,doch mit seinen ,minen glaubte ,siemens den ,hafen immer noch nicht genug geschtzt4 ,er berechnete1 da die ,dnen1 ohne in den ,hafen einzufahren1 von ,friedrichsort her ,kiel bombardieren knnten4 ,daher hielt er es fr notwendig1 die ,eingangsfestung den ,feinden aus der ,hand zu nehmen4 ,er hielt eine flammende ,rede an die ,kieler ,brgerwehr1 und es gelang ihm auch wirklich1 sie als ,eroberungsheer zu konstituieren4 ,an der ,spitze eines ,expeditionskorps von #bjj ,mann zog er aus1 und nach kurzer ,zeit hatten sie wirklich die ,festung ,friedrichsort erobert4 ,sie war nur von wenigen ,invaliden besetzt gewesen4 ,ein ,widerstand irgendwelcher ,art machte sich leider nicht bemerklich1 so schreibt ,siemens darber4 ,auch als ,festungskommandant entfaltete er eine seltene ,tatkraft4 ,friedrichsort wurde gleichfalls durch ,minen gesichert1 von denen eine infolge einer ,unvorsichtigkeit explodierte und die ganze ,gewalt solcher ,anlagen offenbarte4 ,die ,dnen1 die von diesen ,veranstaltungen hrten1 bekamen einen derartigen ,respekt davor1 da sie wirklich whrend des ganzen ,kriegs nicht ein einziges ,mal versucht haben1 in den ,kieler ,hafen einzufahren4 ,daher konnten die berhmten ,elektrominen im inneren ,hafen zwar niemals zur ,anwendung kommen1 es ist aber kein ,zweifel1 da sie im ,bedarfsfall ihre ganze ,schuldigkeit getan htten2 denn als man die ,pulverscke nach ,verlauf von zwei ,jahren wieder aus dem ,wasser herausnahm1 erwies sich der ,inhalt noch immer als vollkommen staubtrocken4 ,durch ein ,schreiben aus dem preuischen ,hauptquartier ward ,siemens wegen der unter seinem ,kommando erfolgten ,besitznahme der ,seebatterie ,friedrichsort feierlich belobt1 und als er spter mit dem berhmten ,fhrer des ,feldheers1 dem ,general ,wrangel1 in einer glnzenden ,versammlung von ,prinzen und hheren ,offizieren zusammentraf1 da mute sich1 dem ,beispiel des ,hchstkommandierenden folgend1 die ganze ,tafel zu ,ehren des khnen ,festungseroberers erheben4 ,er hat dann spter auch noch die ,verteidigung von ,eckernfrde geleitet4 ,die von ihm dort angelegten ,batterien taten sich spter noch rhmlichst dadurch hervor1 da sie das dnische ,linienschiff ,christian ,,viii4 in ,brand schossen und die ,fregatte ,gefion kampfunfhig machten4 ,er selbst aber hatte zu wirklichen ,kriegstaten keine ,gelegenheit mehr und war daher sehr froh1 als die bald beginnenden ,friedensverhandlungen ihm gestatteten1 nach ,berlin zurckzukehren4 ,damit schlieen ,werner ,siemens' ,werdejahre ab4 ,es beginnt nunmehr die ,zeit der ,reife1 der groen ,schpfungen1 die die ,kulturentwicklung der ,menschheit bleibend beeinflut haben4 ,lange ,zeit war es ausschlielich die elektrische ,gedankenbermittlung1 die ,telegraphie1 die ihn beschftigte4 ,um die ,tragweite der ,siemensschen ,taten auf dem ,gebiet der ,telegraphie voll wrdigen zu knnen1 ist es notwendig1 zu wissen1 was bis zu seinem ,auftreten auf diesem ,gebiet geleistet worden war4 ,es sei darum hier eine kurze ,geschichte der ,telegraphie eingeschaltet1 wobei wir in der glcklichen ,lage sind1 einer ,darstellung des ,meisters selbst folgen zu knnen1 die er einst in einem gemeinverstndlichen ,vortrag gegeben hat4 ,dieser ist uns in einer von ,virchow und ,holtzendorff herausgegebenen ,sammlung erhalten geblieben4 ,telegraphen-,apparate ,der heutigen ,zeit1 die hunderttausend ,pferdekrfte in ,form elektrischer ,energie durch dnne ,drhte weithin sendet1 die sich des ,telephons als etwas ,selbstverstndlichem bedient1 erscheint der ,telegraph nicht mehr als die hchst geheimnisvolle1 ungeahnte ,mglichkeiten erschlieende ,einrichtung1 die er fr unsere ,vorfahren im ersten ,viertel des vorigen ,jahrhunderts war4 ,erfllte der ,telegraph doch zum erstenmal einen ,wunsch der ,menschheit1 der seit ,jahrhunderten in ,mrchen- und ,sagengestalten immer wieder seinen ,ausdruck gefunden hatte3 mit der ,geschwindigkeit des ,blitzes an verschiedenen ,orten zugleich wirken1 den widerstehenden ,raum mhelos berwinden zu knnen4 ,hier ward das ,wunder vollbracht4 ,man dachte zunchst an gar keine andere ,nutzungsmglichkeit der eben entdeckten ,elektrizitt1 als daran1 ihre ,fhigkeit der fast unendlich raschen ,ausbreitung zur geschwinden bermittlung des ,gedankens von ,ort zu ,ort auszunutzen4 ,die ,bemhungen hierum setzten mit raschem ,zugreifen ein4 ,im ,jahre #aghj sah ,galvani den ,froschschenkel1 den er1 auf einen kupfernen ,haken gespiet1 am eisernen ,treppengelnder aufgehngt hatte1 in geheimnisvoller ,weise zucken4 #agid klrte ,alessandro ,volta die ,ursache dieser ,muskelkontraktion auf4 ,er stellte fest1 da nicht eine geheimnisvolle ,kraft im ,froschschenkel selbst1 sondern durchflieende ,elektrizitt die ,ursache gewesen sei4 ,mit ,hilfe der ,voltaschen ,sule gelang es zum erstenmal1 dauernde galvanische ,strme zu erzeugen4 ,man erfuhr bald1 da solch ein ,strom beim ,durchgang durch gesuertes ,wasser imstande sei1 dieses in seine chemischen ,bestandteile1 ,sauerstoff und ,wasserstoff1 zu zerlegen4 ,und schon im ,jahre #ahjh machte der ,mnchener ,arzt 99,dr499 ,smmering den ,vorschlag1 diese ,eigenschaft des elektrischen ,stroms zur ,herstellung einer telegraphischen ,verbindung entfernter ,orte zu benutzen4 ,smmering brachte in einem ,glasgef #bf ,goldspitzen an1 von denen jede mit einem ,buchstaben des ,alphabets bezeichnet war4 ,die ,spitzen standen durch #bf ,leitungen mit ebensovielen ,tasten am ,gebeort in ,verbindung4 ,in einen #bg4 ,draht1 der die ,flssigkeit im ,gef leitend mit der ,gebestation verband1 war eine galvanische ,batterie eingeschaltet4 ,sobald am ,gebeort eine ,taste niedergedrckt wurde1 begann eine ,entwicklung von ,gasblschen an der betreffenden ,goldspitze der ,empfangsstelle1 so da der ,beobachter am ,empfangsort erkennen konnte1 welche ,taste in der ,ferne niedergedrckt worden war4 ,auf diese ,weise vermochte man also1 wenn auch langsam1 ,worte zu bermitteln4 ,smmering stellte diesen ersten elektrischen ,telegraphen der ,mnchener ,akademie vor4 ,aber wegen der vielen ,leitungen1 die notwendig waren1 und infolge der ,schwierigkeit1 diese gengend zu isolieren1 konnte die ,anordnung keine praktische ,verwendung finden4 ,professor ,schweigger in ,erlangen schlug darum vor1 statt der #bf ,goldspitzen nur #b zu nehmen4 ,durch eine ,vorrichtung1 die ein ,umpolen der stromgebenden ,batterie gestattete1 wollte er die ,entwicklung von ,wasserstoff willkrlich bald an der einen1 bald an der anderen ,spitze stattfinden lassen4 ,man sieht nmlich an der ,wasserstoffspitze eine bedeutend grere ,zahl von ,gasblschen aufsteigen als an der anderen1 wo ,sauerstoff erzeugt wird4 ,war nun ein ,alphabet vereinbart1 das jeden ,buchstaben durch eine bestimmte ,reihenfolge der ihren ,ort wechselnden ,wasserstoffentwicklung darstellte1 so konnte man mit ,hilfe von zwei ,drhten dasselbe erreichen wie ,smmering mit seiner groen ,zahl von ,leitungen4 ,doch auch der ,schweiggersche ,telegraph hat keine praktische ,verwendung gefunden1 da mit den damaligen ,hilfsmitteln eine deutliche ,abgabe der ,gasblschenzeichen nicht mglich war4 ,erst als ,oersted in ,kopenhagen im ,jahre #ahbj die epochale ,entdeckung gemacht hatte1 da ein elektrischer ,strom1 der in der ,nhe einer frei schwebenden ,magnetnadel parallel mit dieser vorbeigefhrt wird1 die ,nadel abzulenken vermag1 und da diese ,ablenkung von der ,richtung des elektrischen ,stroms abhngt1 tat die ,telegraphie einen weiteren wichtigen ,schritt4 ,ampre in ,paris schlug sofort vor1 diese ,eigenschaft des elektrischen ,stroms zur bermittlung von ,nachrichten zu verwenden4 ,er wollte so viel ,nadeln aufhngen1 wie das ,alphabet ,buchstaben besitzt1 und eine jede ,nadel durch einen darunter fortgefhrten ,draht von fernher ablenkbar machen4 ,hierzu htte man wiederum #bg ,drhte ntig gehabt4 ,ein solcher ,amprescher ,apparat ist nie gebaut worden4 ,fechner gab aber hierzu eine ebensolche ,vereinfachung an1 wie sie ,schweigger fr den ,smmeringschen ,apparat empfohlen hatte1 indem er nur eine ,nadel mit willkrlich wechselnder ,ablenkung nach beiden ,richtungen anordnete4 ,die ,wirkung der ,strme wurde dadurch verstrkt1 da man den ,draht in vielen ,windungen um die ,nadel herumfhrte4 ,nadeltelegraphen1 die auf diesem ,fechnerschen ,grundgedanken beruhen1 sind spter1 als die ,technik weiter vorgeschritten war1 hufig angewendet worden und1 wenn auch in abgenderter ,form1 bei ,beobachtungsinstrumenten noch heute im ,gebrauch4 ,nicht lange darauf wurden durch ,arago und namentlich durch die genialen ,forschungen ,michael ,faradays der ,elektromagnetismus und die ,magnetinduktion entdeckt4 ,gau und ,weber in ,gttingen benutzten die ,tatsache1 da die ,verschiebung einer ,drahtrolle in einem magnetischen ,feld ,stromste hervorruft1 dazu1 einen ,nadelempfnger zu beeinflussen4 ,dieser erste ,telegraph1 bei dem kein ,batteriestrom verwendet wurde1 ist besonders bedeutungsvoll dadurch geworden1 da er zum erstenmal zu einer wirklichen telegraphischen ,verbindung ber eine gewisse ,entfernung gedient hat4 ,in dem ,zeitabschnitt von #ahcc bis #ahdd verband ein ,gau-,weberscher ,telegraph das ,observatorium in ,gttingen mit der dortigen ,sternwarte4 ,im letztgenannten ,jahr schlug ein ,blitz in die ber die ,stadt ,gttingen gefhrte ,leitung und zerstrte sie vollstndig4 ,steinheil in ,mnchen baute im ,jahre #ahcg die zweite in ,gebrauch genommene ,telegraphenanlage zwischen dem ,akademiegebude in der bayerischen ,hauptstadt und der ,sternwarte im benachbarten ,bogenhausen4 ,ihm gelang es schon1 die ,nadelschwankungen auf einen vorbeigleitenden ,papierstreifen durch feine ,farblinien aufzeichnen zu lassen1 und ihm gebhrt darum das ,verdienst1 den ersten ,schreibtelegraphen hergestellt zu haben4 ,er war es auch1 der die ,entdeckung machte1 da man mit einem einzigen ,leitungsdraht auskommen und die ,erde als ,rckleitung benutzen knne1 wenn man sowohl am ,gebe- wie am ,empfangsort je eine mit der ,leitung verbundene ,metallplatte in offenes ,wasser oder in feuchtes ,erdreich einsenkt4 ,schilling von ,cannstadt erweiterte den ,steinheilschen ,telegraphen durch die ,zufgung eines ,glockenwerks1 das durch die erste ,ablenkung der ,magnetnadel ausgelst wurde4 ,bis dahin waren es ausschlielich ,deutsche gewesen1 die an der ,entwicklung des ,telegraphen gearbeitet hatten4 ,nun ging die ,fhrung eine ,zeitlang an die ,englnder und ,amerikaner ber4 ,wheatstone und ,morse waren es1 die durch ihre ,apparate eine neue groe ,periode der elektrischen ,nachrichtenbermittlung herbeifhrten4 ,aber sofort war es von neuem einem ,deutschen beschieden1 hier bahnbrechend einzugreifen1 und dieser ,deutsche hie ,werner ,siemens4 ,bis zu seinem ,auftreten konnte von einem richtigen telegraphischen ,verkehr nicht die ,rede sein4 ,zehn ,jahre spter war das groe ,welttelegraphennetz bereits in lebhaftem ,ausbau und ist auf den ,bahnen1 die ,siemens ihm vorgeschrieben hat1 bis zum heutigen ,tag weitergefhrt worden4 ,als ,siemens den ,wheatstoneschen ,zeigertelegraphen kennen lernte1 gelang ihm1 wie wir wissen1 sofort eine ,verbesserung dieser unzuverlssigen ,maschine4 ,wheatstone hatte die ,buchstaben des ,alphabets im ,kreis auf einem ,zifferblatt angeordnet4 ,darber war eine drehbare ,nadel angebracht4 ,an dem ,empfangsort befand sich ein gleicher ,buchstabenkreis1 ber den man eine ,kurbel hinwegbewegen konnte4 ,durch das ,drehen der ,kurbel von einem ,buchstaben zum anderen wurde immer ein ,stromsto in die ,leitung gesandt1 und damit die ,nadel um einen ,buchstaben weiterbewegt4 ,kurbel und ,nadel sollten auf diese ,weise stets den gleichen ,stand haben1 so da in einfachster ,weise htte telegraphiert werden knnen4 ,die bereinstimmung war jedoch uerst mangelhaft1 und erst ,siemens vermochte hier ,sicherheit zu erwirken4 ,er formte den ,apparat dann noch weiter um1 indem er an die ,stelle der gebenden ,kurbel ,tasten mit ,buchstabenbenennung setzte4 ,die gesamte ,bemhung um die ,nadeltelegraphie war jedoch sofort zu ,ende1 als der ,morse-,apparat erschien4 ,hier wurde der vortreffliche ,gedanke verwendet1 durch einen ,magnet einen ,anker anziehen zu lassen und dadurch ein ,aufschreiben von ,zeichen auf einem an der ,ankerspitze vorbeirollenden ,papierstreifen zu bewirken4 ,sobald man am ,gebeort durch ,niederdrcken einer ,taste einen ,stromschlu hervorruft1 wird drben der ,anker angezogen1 und dessen ,spitze schreibt bei lngerem ,niederdrcken der ,taste auf den ,papierstreifen einen ,strich1 bei krzerem ,niederhalten einen ,punkt4 ,aus ,punkten und ,strichen setzte ,morse in ausgezeichneter ,weise ein ,alphabet zusammen1 das wir noch heute in der ,draht- und sogar in der ,funkentelegraphie verwenden4 ,der ,apparat wurde zum ,grundpfeiler der elektrischen ,nachrichtenbermittlung4 ,aber doch nur1 nachdem er durch ,siemens' ,hand die brauchbare ,gestalt erhalten1 und nachdem seiner ,wirkungsfhigkeit durch denselben ,mann freie ,bahn erffnet worden war4 ,so wie der ,morse-,apparat nach ,europa kam1 als ,uhrmacherarbeit1 war er keinesfalls zu verwenden4 ,an ihm bettigte ,siemens zum erstenmal seinen fabrikatorisch-technischen ,grundsatz1 dem er das ganze ,leben hindurch treu geblieben ist1 nmlich1 sorgfltige und dauerhafte ,arbeit zu leisten4 ,so gab er dem ,morse haltbare ,laufwerke mit ,selbstregulierung der ,geschwindigkeit1 zuverlssig wirkende ,magnetsysteme und sichere ,kontakte4 ,er bildete ihn allmhlich zu dem ,apparat durch1 der heute noch als ,normal-,morseschreiber bei den ,eisenbahnen und ,postanstalten ,deutschlands in groer ,zahl verwendet wird4 ,schon berraschend frhzeitig dachte ,siemens daran1 den telegraphischen ,verkehr dadurch zu beschleunigen und zugleich die ,depeschen klarer lesbar zu machen1 da er ,apparate fr automatische ,sendung konstruierte4 ,er lie ,typen1 die mit den ,morsezeichen versehen waren1 zusammensetzen und sie unter einer ,vorrichtung rasch hindurchtreiben1 die nun ,punkte und ,striche geschwind durch die ,leitung schickte4 ,spter verbesserte er durch die ,konstruktion einer ,dreitastenstanzmaschine den selbstttigen ,lochstreifensender1 der die ,grundlage fr die feinste ,blte der automatischen ,zeichengebung1 den ,siemens ,halskeschen ,schnelltelegraphen1 geworden ist2 mit diesem kann man heute bis zu #bjjj ,zeichen in der ,minute durch den ,draht senden4 ,ein wenig an ,zauberei gemahnt immer das ,verfahren1 das uns ermglicht1 durch einen ,draht zu gleicher ,zeit zwei ,telegramme nach beiden ,richtungen zu senden4 ,von jeder der beiden ,leitungsendstellen aus wird im gleichen ,augenblick etwas anders telegraphiert2 die ,strme durchdringen sich sozusagen gegenseitig in der ,leitung1 aber sie stren einander dennoch nicht4 ,ganz deutlich und klar kommt jedes der beiden zur gleichen ,zeit durch den ,draht laufenden ,telegramme am ,empfangsort an4 ,werner ,siemens ist es gewesen1 der diese ,gegensprechmethode1 wie sie noch heute genannt wird1 erfunden hat4 ,die ,mglichkeit dazu wird durch eine sehr fein erdachte ,schaltungsmethode an beiden ,endpunkten der ,leitung gegeben4 ,zur selben ,zeit wie ,siemens erfand auch der ,telegrapheninspektor ,carl ,frischen in ,hannover das ,gegensprechen2 dieser hat spter als ,ingenieur der ,firma ,siemens ,halske dort eine bedeutende ,stellung eingenommen und ist der ,vater des ,blocksystems1 der wichtigsten ,sicherungsanlage fr ,eisenbahnen1 geworden4 ,als sich bei der immer grer werdenden ,ausdehnung der ,telegraphenleitungen die ,notwendigkeit zeigte1 die niedrig gespannten ,batteriestrme in hher gespannte ,gleichstrme umzuwandeln1 konstruierte ,werner ,siemens eine ,tellermaschine1 welche die damals technisch nicht einfache ,aufgabe glnzend lste4 ,diese ,tellermaschine ist als ,vorluferin der ,dynamomaschine anzusehen1 und zugleich ist in ihr zum erstenmal das ,prinzip des ,transformators verwendet1 das fr die heutige ,starkstromtechnik eine so berragende ,bedeutung gewonnen hat4 ,allen wohl sind die groen ,lutewerke bekannt1 die an jeder ,eisenbahnwrterbude stehen4 ,sie dienen dazu1 dem ,wrter durch das ,ertnen der ,glocke erkennen zu lassen1 da alsbald ein ,zug herankommen wird4 ,die ,signale werden mittels des elektrischen ,stroms von dem nchsten ,bahnhof her gegeben4 ,im ,anfang mute man so krftige ,strme hierfr verwenden1 da sie imstande waren1 die schweren ,glockenklppel selbst durch ,magnetanziehung in ,ttigkeit zu setzen4 ,siemens fhrte hier durch einen ,gedanken1 der fortab auch an vielen anderen ,stellen verwendet worden ist1 eine sehr bedeutende ,erleichterung der ,zeichengebung ein4 ,er brachte in den ,gehusen der ,glocken ,uhrwerke an1 durch die1 sobald die ,sperrung ausgelst ist1 die ,klppel bewegt1 und so die ,glocken zum ,tnen gebracht werden4 ,der elektrische ,strom braucht jetzt im ,augenblick der ,zeichengebung nur noch die ,sperrung auszulsen1 kann also sehr viel schwcher sein4 ,die ,beschftigung mit den ,eisenbahnlutewerken regte ,werner ,siemens auch dazu an1 darber nachzudenken1 ob die sehr unbequemen galvanischen ,batterien1 die sehr viel ,wartung beanspruchten und auf den an der freien ,strecke gelegenen ,zwischenpunkten niemals sachgem gepflegt wurden1 nicht durch andere ,stromgeber ersetzt werden knnten4 ,es gab damals schon die ,magnetinduktionsmaschine1 bei der durch ,drehen eines ,ankers zwischen den ,polen von ,stahlmagneten ,elektrizitt erzeugt wurde4 ,siemens war jedoch nicht der ,mann1 diese ,maschine1 als sie ihm fr seine ,zwecke geeignet schien1 einfach in der hergebrachten ,form zu bernehmen4 ,er erfand vielmehr sofort eine ,verbesserung1 die wohl zum erstenmal seinen ,namen in der ganzen technischen ,welt bekannt gemacht hat4 ,es entstand fr diese ,eisenbahnlutewerke der ,doppel-,t-,anker1 in ,england 99,siemens armature99 genannt4 ,dieser verbesserte den ,wirkungsgrad der ,induktoren ganz auerordentlich1 und wir werden seine ,bedeutung auch fr die ,dynamomaschine spter noch kennen lernen4 ,heute noch ist der ,doppel-,t-,anker bei allen ,magnetinduktoren1 die fr ,telephonruf und fr ,signalzwecke verwendet werden1 in smtlichen ,lndern der ,erde in unzhligen ,exemplaren im ,gebrauch4 ,aber trotz dieser fruchtbaren erfinderischen ,ttigkeit liegt die epochale ,leistung ,werner ,siemens' fr die ,telegraphie doch auf einem ,gebiet1 das mit deren ,apparatur selbst nichts zu tun hat1 sondern nur das anscheinend nebenschliche1 aber schlielich doch wichtigste ,zwischenglied betrifft3 die ,leitung4 ,der ,gelehrte1 so schreibt er einmal1 konnte leicht ,methoden und ,kombinationen ersinnen1 welche telegraphische ,mitteilungen mglich machten1 und welche sich auch1 im ,zimmer versucht1 trefflich bewhrten4 ,in ,wirklichkeit trat aber ein neues schlimmes ,element hinzu1 welches seine ,plne durchkreuzte -- die isolierte ,leitung zwischen den telegraphisch zu verbindenden ,orten4 ,seltsamerweise bevorzugte man in jenen ,zeiten die unterirdischen ,telegraphenleitungen vor den durch die ,luft gefhrten4 ,um so mehr war eine grndliche ,isolierung der ,drhte notwendig1 und eine solche war nicht vorhanden4 ,gerade das trieb ,siemens dazu1 der ,telegraphie seine ,lebensarbeit zu widmen4 ,das ,leitungsnetz ,schon gleich nachdem ihm die ,verbesserung des ,wheatstoneschen ,zeigertelegraphen gelungen1 war es1 wie wir schon gehrt haben1 ,werner ,siemens ganz klar geworden1 da er hier seinen ,lebensweg gefunden habe4 ,endgltig warf er alle ,erfindungsspekulationen hinter sich und begann eine ,arbeit1 die erst in der ,zukunft ,frchte bringen konnte1 obgleich die materiellen ,sorgen ihn schwer bedrngten4 ,am #ac4 ,dezember #ahdf schreibt er an seinen ,bruder ,wilhelm3 ,ich bin jetzt ziemlich entschlossen1 mir eine feste ,laufbahn durch die ,telegraphie zu bilden1 sei es in oder auer dem ,militr4 ,die ,telegraphie wird eine eigene wichtige ,branche der wissenschaftlichen ,technik werden1 und ich fhle mich einigermaen berufen1 organisierend in ihr aufzutreten1 da sie1 meiner berzeugung nach1 noch in ihrer ersten ,kindheit liegt 444 ,man mu doch endlich einmal suchen1 irgendwo festen ,fu zu fassen4 ,meyer schenkte mir gestern eine ,tasse mit der ,aufschrift3 ,schier dreiig ,jahre bist du alt6 -- ,die ,wahrheit dieses ,ausspruchs macht bedenklich und spornt zur ,eile an4 ,wenn nur das verdammte ,geld einen nicht im ,drecke festhielte6 ,und dann kommt es wie eine ,offenbarung ber ihn1 da er richtig gehandelt habe und niemals mehr werde zurckzuweichen brauchen4 ,in einem ,brief vom #c4 ,januar #ahdg an ,wilhelm1 der ihm inzwischen geantwortet und ihn in seinem ,vorhaben bestrkt hatte1 heit es3 ,die trbe ,stimmung 7der ,neujahrsnacht7 wurde durch die neue ,bahn1 die ich mir zum #cj4 ,geburtstage geschenkt habe1 gemildert4 ,ich habe mich im alten ,jahre aller sanguinischen ,hoffnungen1 aller der vielen sich teils durchkreuzenden ,plne entledigt und will1 mit ,deinem ,rate bereinstimmend1 alle meine ,krfte dem einen ,ziele1 der galvanischen ,telegraphie und was daran hngt und dazu nutzt1 widmen6 ,ich will suchen1 mich mit aller ,anstrengung aus der verzweifelten ,lage1 in der ich mich befinde1 herauszuarbeiten und wnsche mir selbst ,ausdauer und ,gesundheit dazu 444 ,ich kndige ,dir hierdurch unsere ,kompanieschaft und entsage allen ,ansprchen auf die aus einer durch ,dich vielleicht herbeigefhrten glcklichen ,wendung unserer bisherigen gemeinsamen ,angelegenheiten entspringenden ,einnahmen4 ,wir knnen darum doch treue ,brder bleiben1 knnen uns gegenseitig raten und helfen4 ,ist es nicht1 als wenn hier die ,macht1 die das ,schicksal der ,menschheit lenkt1 ihrem ,werkzeug zugeflstert habe3 das gelobte ,land liegt hier vor dir6 ,denn in ,wirklichkeit war ja noch gar nichts geschehen1 was zu groen ,hoffnungen berechtigte4 ,nun erst setzt sich ,siemens mit einer kleinen ,werkstatt in ,verbindung1 die von den ,mechanikern ,bttcher und ,halske geleitet wurde4 ,er zeigt einen von ihm erdachten ,telegraphenapparat1 und der vorzgliche ,gang begeistert ,halske so sehr1 da er sofort beschliet1 den ,apparat mechanisch exakt auszufhren4 ,siemens hatte lange gesucht1 bis er in der damaligen noch so untechnischen ,welt jemand fand1 auf dessen ,arbeit er sich verlassen konnte4 ,er wute ganz genau1 da von der ,sorgfalt der mechanischen ,abarbeitung alles knftige ,gelingen beim ,ausbau der ,telegraphenapparatur abhing4 ,und das ist ein ,grundsatz1 den er spter auf die ,grofabrikation bertragen hat1 und der lebhaft mithalf1 die von ihm begrndete ,firma gro und bedeutend zu machen4 ,die berraschend sicher laufenden ,apparate erregten das ,interesse des ,generalstabs1 in dessen ,hnden damals die gesamte ,telegraphie lag4 ,der ,telegraphendirektor ,oberst ,etzel erwirkte1 als schon wieder eine ,rckversetzung nach ,wittenberg drohte1 ,siemens' ,kommandierung zur ,militrtelegraphie4 ,hierbei nahm ,werner ,siemens wahr1 da die ,hauptschwierigkeit beim ,bau der gewnschten unterirdischen ,leitungen die mangelhafte ,isolation war4 ,jacobi hatte versucht1 die ,leitungen mit ,kautschuk oder ,harzen zu umkleiden und sie durch ,glasrhren hindurchzuziehen4 ,aber die ,feuchtigkeit des ,bodens drang in die ,nhte des ,kautschuks und in die ,verbindungsstellen zwischen den ,glasrhren ein4 ,nur eine zusammenhngende isolierende ,masse konnte hier helfen4 ,es gelang ,siemens1 sie aufzufinden4 ,kurz vor jener ,periode hatte ,jos d',almeida der ,asiatischen ,gesellschaft in ,london ein ,stck ,guttapercha vorgelegt4 ,dieser ,stoff wird aus dem ,saft eines ,baums gewonnen1 der nur auf der ,halbinsel ,malakka1 den ,inseln ,sumatra und ,borneo sowie einigen kleinen benachbarten ,inselgruppen wchst4 ,man schenkte der ,guttapercha jedoch keinerlei ,interesse1 bis der ,arzt ,montgomery einige daraus gefertigte ,gegenstnde1 wie ,rohre und ,flaschen1 aus ,hinterindien nach ,england mitbrachte4 ,da wurde ,wilhelm ,siemens darauf aufmerksam und schickte seinem ,bruder ,werner ein ,stck ,guttapercha als ,kuriositt zu4 ,dieser beobachtete1 da die ,masse in erwrmtem ,zustand plastisch wurde und sehr gute isolierende ,eigenschaften besa4 ,er berzog einige ,drahtproben mit erwrmter ,guttapercha und fand1 da die ,drhte vorzglich isoliert waren4 ,sogleich legte er der ,telegraphenkommission die ,guttaperchaleitungen vor1 und man veranstaltete eine ,probeverlegung auf dem ,gelnde der ,anhaltischen ,bahn4 ,es zeigte sich jedoch bald1 da die ,naht1 die in der ,umhllung vorhanden war1 weil man die erwrmte ,guttapercha um den ,draht herumgewalzt hatte1 sich leicht lste1 wodurch die ,isolierung unbrauchbar wurde4 ,da erfand ,werner ,siemens die ,guttapercha-,schraubenpresse1 die gestattete1 den ,stoff unter ,anwendung hohen ,drucks nahtlos um den ,kupferdraht zu fgen4 ,das ist das groe ,ereignis1 von dem ab die ,menschheit in den ,besitz ausgezeichnet isolierter ,drhte gelangte4 ,sofort wurde ,werner ,siemens beauftragt1 eine lngere unterirdische ,leitung zu legen1 und zwar von ,berlin bis ,grobeeren4 ,sie bewhrte sich ausgezeichnet4 ,und nun erschien ,siemens das ,aufblhen des ,telegraphen unmittelbar bevorzustehen4 ,obgleich er noch immer ,offizier war1 veranlate er den ,mechaniker ,j4 ,g4 ,halske1 aus der ,firma1 der er bisher angehrte1 auszutreten und mit ihm zusammen eine ,werkstatt zu begrnden4 ,am #ab4 ,oktober #ahdg wurde diese in einem ,hinterhaus der ,schneberger ,strae erffnet1 in dem auch ,halske und ,siemens selbst ,wohnung nahmen4 ,ein ,vetter1 der ,justizrat ,georg ,siemens1 der sptere ,direktor der ,deutschen ,bank und ,vater des ,bagdadbahn-,unternehmens1 hatte hierzu #fjjj ,taler hergegeben4 ,diese ,anleihe ist die einzige geblieben1 die fr das ,geschft gemacht wurde4 ,ohne weitere ,inanspruchnahme fremden ,kapitals erwuchs hieraus die ,weltfirma ,siemens ,halske4 ,wir werden im ,verlauf der nun folgenden ,darstellung die ,entwicklung dieser ,firma nicht genauer verfolgen1 da sie in einem spteren besonderen ,abschnitt zusammenhngend dargestellt werden soll4 ,vorlufig konnte der ,leutnant ,siemens nur als stiller ,teilnehmer an dem ,geschft mitarbeiten1 aber er war doch die tragende ,kraft des ,unternehmens4 ,als ihm kurze ,zeit spter die ,stellung als ,leiter der preuischen ,staatstelegraphen angeboten wurde1 lehnte er jugendkrftig diese bequeme ,versorgung ab1 um die ,hnde zu weiteren selbstndigen ,arbeiten frei zu haben4 ,aber schon in dieser ,periode geringer ,entwicklung dachte er daran1 welchen ,nutzen der ,telegraph der ,allgemeinheit bringen knnte4 ,er kmpfte in der ,kommission des ,generalstabs dafr1 da die ,benutzung der ,telegraphenlinien auch dem ,publikum gestattet wrde1 was bis dahin nicht der ,fall war4 ,es gelang jedoch erst spter1 diesen ,gedanken durchzusetzen1 der das ffentliche ,wohl so lebhaft frdern sollte4 ,whrend sich nun alles in bester ,entwicklung befand1 brach der ,sturm von #ahdh los1 dessen ,einwirkung auf ,werner ,siemens wir bereits geschildert haben1 ebenso wie seine ,teilnahme an dem ,kampf gegen ,dnemark4 ,dabei haben wir gesehen1 wie vortrefflich er die eben neu hergestellten ,leitungen mit ,guttapercha-,isolierung fr die ,minen zur ,verteidigung des ,hafens zu verwenden wute4 ,als der ,festungseroberer und ,batteriekommandant heimkehrte1 fand er eine recht lebhaft vernderte ,situation vor4 ,die ,telegraphenverwaltung war dem ,militr entzogen und dem ,handelsministerium unterstellt worden4 ,zum ,leiter dieser ,abteilung war ein ,regierungsassessor ,nottebohm ernannt worden1 den ,siemens von einem ,verwaltungsposten in der ,telegraphenkommission her kannte und nicht sonderlich schtzte4 ,halske hatte inzwischen dafr gesorgt1 da die kleine ,fabrik weiterarbeitete1 und so konnte sie sich gleich an der ,ausfhrung eines groen ,unternehmens beteiligen1 zu dessen ,leitung ,werner ,siemens berufen wurde4 ,man wollte mglichst schnell eine unterirdische ,leitung von ,berlin nach ,frankfurt a4 ,m4 verlegt haben1 wo die ,deutsche ,nationalversammlung1 das berhmte ,parlament der ,paulskirche1 tagte4 ,mit der ,lieferung der ,apparate wurde ,halske beauftragt4 ,die isolierten ,drhte wurden von der ,berliner ,gummifabrik ,fonrobert ,pruckner bezogen1 an die ,siemens das ,recht zur ,herstellung der ,guttapercha-,isolierung mit der von ihm erfundenen ,presse bertragen hatte4 ,siemens war also1 wie ,ehrenberg schreibt1 an dem ,bau der ,linie nach ,frankfurt in dreifacher ,weise beteiligt3 als ,staatsangestellter1 als stiller ,teilhaber von ,halske und als vertragsmig beteiligter ,interessent bei der ,firma1 welche die ,leitungen lieferte4 ,es war ein verwickeltes und offenbar auf die ,dauer nicht mgliches ,verhltnis4 ,dabei wurde an dem ,unternehmen nicht viel verdient4 ,werner meinte3 ,wenn #ejjj ,taler brigbleiben1 knnen wir zufrieden sein6 ,doch wurden es schlielich bei weitem nicht so viel4 ,selbstverstndlich mute die ,leitung unterirdisch gefhrt werden1 da man in ,deutschland1 wie damals berall1 die ,furcht hegte1 da oberirdisch gefhrte ,drhte von ,mutwilligen zerstrt oder von diebischen ,leuten1 die der ,wert der ,drhte lockte1 herabgerissen werden knnten4 ,siemens empfahl1 sich bei den in die ,erde einzusenkenden ,kabeln mit der bloen ,isolation nicht zu begngen1 sondern sie noch mit einem ,eisenbandmantel zu umkleiden1 damit sie ,beschdigungen gengenden ,widerstand entgegensetzen knnten4 ,doch in ,rcksicht auf die erforderliche ,schnelligkeit und wegen der zu hohen ,kosten wurde dieser ,ermahnung kein ,gewicht beigelegt1 was sich spter bitter rchen sollte4 ,man umhllte die ,drhte nur mit ,hilfe der ,siemensschen ,guttaperchapresse und legte sie dann in einen nur anderthalb ,fu tiefen ,graben am ,eisenbahndamm entlang4 ,das ,unglck wollte es ferner1 da die ,guttapercha knapp zu werden begann1 da pltzlich infolge der von ,siemens ausgehenden ,anregung1 sie zur ,isolierung von ,drhten zu verwenden1 eine sehr lebhafte ,nachfrage nach diesem ,stoff eingetreten war4 ,so sah man sich gezwungen1 um den weiteren ,fortschritt der ,arbeit nicht aufzuhalten1 die ,guttapercha zu vulkanisieren1 das heit mit ,schwefel zu mischen1 was sich in der ,folge als ein weiterer ,fehlgriff erwies4 ,das ,endstck von ,eisenach bis ,frankfurt mute dann schlielich doch noch oberirdisch gefhrt werden1 da hier die ,eisenbahn1 deren ,erstreckung man sonst folgte1 noch nicht fertiggestellt war4 ,auch an der ,luftleitung traten ungeahnte ,schwierigkeiten auf4 ,es zeigte sich nmlich1 da der nur ganz einfach an hlzernen ,pfosten befestigte ,draht mit der ,erde in leitende ,verbindung kam1 sobald die ,pfosten durch ,regen benetzt wurden4 ,zur ,abhilfe erfand ,werner ,siemens den glockenfrmigen ,isolator1 wie wir ihn heute zu ,millionen in allen ,lndern der ,erde als ,leitungstrger antreffen4 ,dieser ,isolator bietet den groen ,vorteil1 da der tief ins ,innere hineingezogene ,mantel der ,glocke auch bei starkem ,regen trocken bleibt1 so da sich eine zusammenhngende ,regenhaut von dem ber die ,spitze der ,glocke laufenden ,draht bis zum ,pfosten nicht bilden kann4 ,es gelang wirklich1 die ganze ,linie so rasch fertigzustellen1 da mit ihrer ,hilfe die am #bh4 ,mrz #ahdi in ,frankfurt erfolgte ,wahl ,knig ,friedrich ,wilhelms ,,iv4 zum ,deutschen ,kaiser noch in derselben ,stunde in ,berlin bekannt wurde4 ,diese ,telegraphenlinie war die erste von grerer ,ausdehnung1 die in ,europa entstand4 ,die ,leistung1 die ,werner ,siemens hier vollbrachte1 ist um so bemerkenswerter1 als sich in den unterirdisch verlegten ,leitungen physikalische ,phnomene zeigten1 die niemand vorher bekannt waren1 und die das ,telegraphieren zunchst fast unmglich machten4 ,auch ihre ,beobachtung und ,erklrung sollte von grundlegendem ,wert fr die weitere ,entwicklung der ,telegraphie werden4 ,nach den ,grundstzen1 die ,siemens sein ganzes ,leben hindurch bewahrt hat1 richtete er schon bei der ,verlegung dieser ersten greren ,linie eine uerst sorgfltige ,kontrolle der ,leitungsfhigkeit ein4 ,halske hatte zu diesem ,zweck ,galvanometer angefertigt1 deren ,empfindlichkeit weit ber all das hinausging1 was man bisher besessen hatte4 ,als hiermit ,leitungsstcke geprft wurden1 zeigte sich1 da der ,stromdurchgang nicht in der ,weise stattfand1 wie man es erwarten durfte und bisher bei allen ,leitungen beobachtet hatte4 ,es trat eine ,verzgerung des ,stroms beim ,durchlaufen der ,leitung ein4 ,wenn die ,batterie am ,anfang der ,leitung eingeschaltet wurde1 zeigte sich ihre ,wirkung nicht sogleich am anderen ,ende1 sondern diese trat verzgert1 dann auch noch schwach auf und wuchs erst allmhlich zu voller ,hhe an4 ,werner deutete diese hchst seltsame ,erscheinung alsbald richtig als elektrostatische ,ladung der ,kabel4 ,ein ,kabel stellt nmlich1 richtig betrachtet1 nichts anderes dar als eine ,leydener ,flasche4 ,der ,leitungsdraht selbst ist die innere ,belegung1 die ,isolation die trennende ,zwischenschicht 7das ,dilektrikum1 das bei der ,flasche durch das ,glasgef gebildet wird71 und die ,erde oder das vom ,draht durchzogene ,wasser stellen die uere ,belegung dar4 ,eine ,leydener ,flasche hat nun die ,eigenschaft1 sich1 wenn sie an ,spannung gelegt wird1 aufzuladen4 ,sie nimmt ein ,quantum elektrischer ,energie in sich selbst auf und hlt es fest4 ,bei den ,kabeln1 die ,siemens auch demzufolge ,flaschendrhte genannt hat1 ist nun die ,aufnahmefhigkeit infolge ihrer groen ,ausdehnung sehr gro1 und so wird die elektrostatische ,aufladung als ,verzgerung des ,stromdurchgangs bemerkbar4 ,durch diese ,verzgerung ist es unmglich1 schnell nacheinander ,stromste durch sehr lange ,kabel zu schicken4 ,htte ,siemens nicht schon im ,jahre #ahdi die auftretenden ,ladungserscheinungen entdeckt1 so wre man bei der ersten ,benutzung der durch die ,meere verlegten ,kabel wahrscheinlich in die allergrte ,verlegenheit geraten4 ,denn durch diese ist bis zum heutigen ,tag kein telegraphischer ,verkehr nach gewhnlicher ,methode mglich4 ,nur mit ganz schwachen ,strmen und mit ,hilfe hchst empfindlicher ,einrichtungen kann ber ein langes ,kabel verkehrt werden4 ,bei der ,frankfurter ,linie wurde es ferner notwendig1 fr die oberirdisch gefhrte ,leitung ,blitzableiter zu erfinden1 wie sie heute an allen oberirdisch laufenden ,telegraphenlinien auf der ganzen ,erde gebraucht werden1 und klar deutete ,siemens die in einer gewissen ,periode auftretenden1 sonst ganz unerklrlichen ,strungen in der ,leitung als magnetische ,einflsse1 die von den damals gerade sehr lebhaft auftretenden ,nordlichtern hervorgerufen wurden4 ,vorher hatte man noch niemals den ,zusammenhang zwischen solchen elektrischen ,vorgngen in der ,atmosphre und ,strungen in den ,leitungen erkannt4 ,der glnzende ,erfolg1 den die ,frankfurter ,telegraphenlinie hatte1 fhrte dazu1 da ,siemens sogleich einen weiteren groen ,auftrag erhielt1 nmlich den1 eine ,leitung von ,berlin nach ,kln und dann weiter an die belgische ,grenze bis ,verviers zu verlegen4 ,auch hier wurde er aller ,schwierigkeiten rasch ,herr1 und als der ,anschlu an die inzwischen gebaute belgische ,telegraphenlinie in ,verviers erreicht war1 erhielt er eine ,einladung nach ,brssel1 um dort vor dem ,knig ,leopold und der ganzen kniglichen ,familie einen ,vortrag ber elektrische ,telegraphie zu halten4 ,die so entstandene ,linie ,kln-,brssel zerstrte schonungslos das blhende ,geschft eines ,manns1 der bis dahin eine ,taubenpost zwischen den beiden ,orten unterhalten hatte4 ,der ,mann hie ,reuter4 ,als er und seine ,frau sich bei ,siemens darber beklagten1 da ihre ,existenz nun vernichtet sei1 erzhlte dieser ihnen1 da ein ,herr ,wolff soeben in ,berlin mit ,hilfe seines ,vetters1 des schon erwhnten ,justizrats ,siemens1 ein ,depeschenvermittlungsbureau begrndet habe4 ,sie sollten doch nach ,london gehen und dort ein gleiches ,bureau erffnen4 ,das ,ehepaar folgte diesem ,rat1 und das ,unternehmen hatte den denkbar grten ,erfolg4 ,wem frher in ,deutschland das ,reutersche ,telegraphenbureau nicht bekannt gewesen ist1 der hat es whrend des ,weltkriegs sicher zur ,genge kennen gelernt4 ,der ,bau der ,linie von ,kln zur belgischen ,grenze machte es auch notwendig1 ein ,telegraphenkabel durch den ,rhein zu legen4 ,bei dem regen ,schiffsverkehr auf diesem ,strom schien eine einfache ,umwehrung der ,leitung mit eisernen ,drhten nicht gengend1 da die ,gefahr vorlag1 da schleppende ,anker groer ,schiffe sie zerreien knnten4 ,siemens lie daher fr den ,rhein eine biegsame ,eisenrhre herstellen1 die aus einzelnen ,gliedern bestand2 durch das ,innere der ,rhre wurde die isolierte ,leitung hindurchgezogen4 ,vor die ,rhrenkette wurde eine schwere ,ankerkette gespannt1 die schleppende ,anker aufhalten sollte4 ,es war die erste grere ,fluberquerung durch den ,telegraphen1 die hier hergestellt wurde1 und sie hat sich so vorzglich bewhrt1 da sie noch vollkommen brauchbar war1 als sie nach vielen ,jahren aufgenommen wurde1 nachdem man eine neue ,leitung ber die inzwischen errichtete feste ,eisenbahnbrcke gelegt hatte4 ,an der ,schutzkette fand man eine ,menge abgerissener ,schiffsanker hngen2 die ,sicherung hatte also vollstndig ihre ,schuldigkeit getan4 ,da ,auftrge zur ,einrichtung von telegraphischen ,leitungen an ,siemens jetzt in immer grerer ,zahl herantraten1 so mute er sich nunmehr dazu entschlieen1 seinen ,abschied vom ,militr zu nehmen4 ,er erhielt ihn als ,premierleutnant mit der ,erlaubnis1 die ,uniform als ,armeeoffizier mit den vorschriftsmigen ,abzeichen fr ,verabschiedete zu tragen4 ,die ,genehmigung des ,abschiedsgesuchs enthielt eine tadelnde ,bemerkung1 weil ,siemens sich eines ,formfehlers schuldig gemacht hatte4 ,da er sich trotz mancherlei ,krankheitsanfllen1 denen er damals unterworfen war1 krftig genug fhlte1 ganz auf eigenen ,fen zu stehen1 so verzichtete er auf die ihm nach zwlfjhrigem ,offiziersdienst zustehende ,pension4 ,dem schaffensstarken ,mann1 der wohl dunkel fhlte1 da er am ,anfang einer groen ,laufbahn stand1 pate es nicht1 ein vorschriftsmiges ,invalidittsattest einzureichen4 ,mit leeren ,hnden1 wie ich in den ,dienst gegangen bin1 so schreibt er damals in einem ,brief1 habe ich ihn auch wieder verlassen und bin zufrieden damit4 ,aus dieser uerung geht auch hervor1 da das ,geschft bis dahin geldlich nicht sehr erfolgreich gewesen war1 und so ist es auch noch lngere ,zeit hindurch geblieben4 ,siemens war sich jetzt auch schon der ,bedeutung dessen1 was er auf dem ,gebiet der ,telegraphie bisher geleistet hatte1 so weit bewut1 da er eine zusammenfassende ,abhandlung darber verfate4 ,er legte sie im ,april #ahej unter dem ,titel 99,mmoire sur la tlgraphie lectrique99 der ,pariser ,akademie der ,wissenschaften vor1 deren ,votum ja damals eine berragende ,bedeutung besa4 ,es waren sehr bedeutende ,mnner1 die handelnd in der ,sitzung auftraten1 in welcher das ,siemenssche ,memoire vorgelegt wurde4 ,regnault erstattete den ,bericht2 ,du ,bois-,reymond und der ,autor selbst waren als ,gste zugegen4 ,als ,opponent trat ,leverrier1 der groe ,errechner des ,neptuns1 auf1 whrend ,arago als 99,scrtaire perptuel99 den ,vorsitz fhrte4 ,die ,arbeit wurde fr wrdig erachtet1 in die 99,savants trangers99 aufgenommen zu werden4 ,im ,vaterland aber gab es gerade zu dieser ,zeit schwere ,mihelligkeiten1 die eine ,zeitlang drohten1 das junge1 von ,siemens ins ,leben gerufene ,unternehmen zu vernichten4 ,nachdem nmlich die von ihm gelegten unterirdischen ,leitungen eine ,weile die besten ,dienste getan hatten1 begannen sie pltzlich zu versagen4 berall zeigten sich ,leitungsstrungen4 ,siemens erkannte den ,grund sofort1 ja er sah nur die ,voraussage erfllt1 die er gleich zu ,beginn der ,leitungslegung gemacht hatte4 ,er war damals1 wie wir wissen1 wider seinen ,willen von der ,telegraphenverwaltung hart bedrngt worden1 so schnell wie mglich die ,verbindungen herzustellen4 ,schtzende ,umhllungen ber der ,guttapercha anzubringen1 hatte man ihm trotz seines dringenden ,vorschlags wegen der zu hohen ,kosten verwehrt4 ,die ,leitungen waren auch nur in geringe ,tiefen unter dem ,boden eingesenkt und noch dazu mit einer isolierenden ,masse umgeben1 die durch ,schwefelbeimischung verschlechtert war4 ,nun waren an vielen ,orten die ,leitungen von ,eisenbahnarbeitern beschdigt worden1 und man hatte die ,fehlerstellen nur unsachgem ausgebessert1 da kein geschultes ,personal hierfr zur ,verfgung gestellt wurde4 ,nagetiere hatten vielfach die ,drhte angefressen4 ,kurz1 es begann ein sicherer ,verfall der gesamten ,anlagen4 ,die ,telegraphenverwaltung mit ,herrn ,nottebohm an der ,spitze schob die ganze ,schuld auf den technischen ,leiter4 ,da setzte sich ,werner ,siemens zur ,wehr und schrieb eine umfassende ,broschre mit dem ,titel3 ,kurze ,darstellung der an den preuischen ,telegraphenlinien mit unterirdischen ,leitungen gemachten ,erfahrungen4 ,er wies darin nach1 da die ,strungen notwendigerweise eintreten muten1 weil man seinerzeit seine ,wnsche und ,ermahnungen nicht beachtet hatte4 ,damit wurde indirekt ausgedrckt1 da die ,verwaltung schwere ,fehler gemacht hatte1 und die ,folge war1 da der ,telegraphenbauanstalt von ,siemens ,halske fr viele ,jahre alle ,staatsauftrge entzogen wurden4 ,das htte zu einer ,katastrophe fr das junge ,unternehmen fhren mssen1 wenn nicht die damals noch nicht verstaatlichten ,eisenbahnen grere ,bestellungen auf ,telegraphenleitungen und elektrische ,lutewerke gemacht htten4 ,auerdem aber wurde ,siemens nun auch mehr gezwungen1 sich um ,auftrge aus dem ,ausland zu bemhen1 und das legte den ,grund fr die knftige ,ausbreitung des ,geschfts ber die ganze ,erde4 ,ein besonders interessanter und wichtiger ,auftrag kam jedoch gerade in dieser ,zeit1 nmlich im ,jahre #ahea1 aus nchster ,nhe1 aus ,berlin4 ,hier wollte man den inzwischen schon bewhrten ,telegraphen fr eine groe ,sicherheitsanlage nutzbar machen4 ,siemens ,halske bauten damals die erste ,feuermeldeanlage fr ,berlin1 die zugleich mit einem ,polizeitelegraphen verbunden war4 ,die ,aufgabe war mit ihren mannigfachen technischen ,ansprchen interessant1 und sie wurde vorzglich gelst4 ,es waren #de ,stationen einzurichten und #f ,meilen ,leitung zu verlegen4 ,zum erstenmal wurden hierbei die ,drhte in nahtlose ,bleimntel eingeschlossen1 was heute ja bei ,kabeln allgemein blich ist4 ,freilich geschieht die ,herstellung des ,bleimantels in jetziger ,zeit nach einer anderen ,methode4 ,fr die ganze ,anlage erhielt die ,firma die ,summe von #cdjjj ,talern4 ,im gleichen ,jahr wurde die erste in ,london veranstaltete ,ausstellung beschickt4 ,siemens ,halske wurden durch die 99,council medal99 belohnt1 eine ,auszeichnung1 die auer ihnen nur noch zehn ,aussteller aus dem ,gebiet des ,deutschen ,zollvereins erhielten4 ,doch was ,siemens so gern wollte1 nmlich seinen ,fabrikaten ,eingang in ,england zu verschaffen1 gelang trotzdem nicht4 ,er vermochte gegen die 99,electric ,telegraph ,company99 nicht aufzukommen4 ,aber aus ,ruland kamen bald sehr wertvolle ,auftrge4 ,dieses ,land hat ,siemens ,gelegenheit zu einer technisch und wissenschaftlich gleich bedeutenden ,bettigung gegeben4 ,andererseits verdankte damals ,ruland dem ,deutschen die ,ausrstung mit einem so vorzglichen ,telegraphensystem1 wie es von keiner anderen ,stelle her zu erlangen gewesen wre4 ,bevor ,werner ,siemens zum erstenmal russischen ,boden betrat1 warb er auf der ,reise dorthin in ,knigsberg um die ,hand seiner ,kusine ,mathilde ,drumann1 die er vor ,jahren in ,berlin kennen gelernt hatte1 als ihre ,mutter dort pltzlich auf der ,durchreise verschieden war1 und die er seither im ,herzen behalten hatte4 ,am #a4 ,oktober #aheb fand die ,hochzeit statt4 ,doch schon nach wenigen ,jahren wurde die sehr glckliche ,ehe durch das ,dahinscheiden der jungen ,gattin zerstrt4 ,bauten in ,ruland ,schon seit dem ,jahre #ahdh hatte die russische ,regierung mit ,siemens ,halske ber den ,ankauf von ,telegraphenapparaten verhandelt4 ,drei ,jahre spter erwarb die ,regierung #ge ,apparate fr die erste in ,ruland gebaute ,telegraphenlinie von ,petersburg nach ,moskau4 ,nun begab sich ,werner ,siemens nach ,petersburg1 um weitere ,verhandlungen zu fhren4 ,die ,reise dorthin entbehrte durchaus jeglicher ,bequemlichkeit4 ,in den ,lebenserinnerungen heit es3 ,es gab damals noch keine andere ,reiseform in ,ruland als die ,extrapost4 ,diese war auf den ,hauptstraen recht gut organisiert1 natrlich den ,verhltnissen entsprechend4 ,durchschnittlich alle zwanzig bis dreiig ,werst -- eine ,werst ist etwas mehr als ein ,kilometer -- waren auf den ,poststraen feste ,huser mit ,stallungen gebaut1 in denen man ,unterkunft und ,pferde fand1 wenn solche disponibel waren und man einen ,regierungsbefehl an die ,posthalter hatte1 durch den sie angewiesen wurden1 dem ,reisenden gegen ,zahlung der ,taxe ,postpferde fr eine bestimmte ,reise zu geben4 ,war man im ,besitz einer solchen ,order -- ,podoroschna genannt -- so erhielt man1 falls man keine eigene ,equipage hatte1 einen kleinen vierrderigen ,bauernwagen ohne ,federn1 berdeck oder sonstigen ,luxus1 bespannt mit drei1 gewhnlich nicht schlechten ,pferden1 von denen das mittlere in eine ,gabeldeichsel eingeschirrt1 und die beiden ueren mit einer ,wendung nach auen angespannt waren 444 ,eine solche ,postreise will erst gelernt sein4 ,man mu ganz frei und stark vorgebeugt auf seinem ,koffer sitzen1 damit das eigene ,rckgrat die ,feder bilde1 die das ,gehirn vor den heftigen ,sten der ,rder auf den meist nicht allzu guten ,straen schtzt4 ,versumt man diese ,vorsicht1 so bekommt man unfehlbar bald heftige ,kopfschmerzen4 ,man gewhnt sich jedoch ziemlich schnell an diese ,reiseform1 die auch ihre ,reize hat1 lernt es sogar bald1 ganz fest in der wiegenden ,stellung zu schlafen1 und begegnet dabei instinktiv allen ,unbilden der ,strae durch zweckmige ,gegenbewegungen4 ,wenn zwei ,reisende eine solche ,telega benutzen1 pflegen sie sich durch einen ,gurt zusammenzuschnren1 damit ihre ,schwankungen so reguliert werden1 da sie nicht mit den ,kpfen aneinander stoen4 ,ich habe brigens gefunden1 da das ,telegenreisen ganz gut bekommt1 wenn man es nicht bertreibt4 ,freilich ,kurieren1 die wochenlang ohne ,unterbrechung ,tag und ,nacht auf der ,telega sitzen mssen1 sollen diese ,reisen oft den ,tod gebracht haben4 ,kaum in ,petersburg angekommen1 erkrankte ,siemens schwer an den ,masern1 denen eine heftige ,nierenentzndung folgte2 diese hielt ihn fr lngere ,zeit ans ,bett gefesselt4 ,geschftlich aber hatte er ,glck1 denn es gelang1 den ,auftrag fr eine unterirdische ,telegraphenlinie von ,petersburg nach ,oranienbaum zu erhalten1 an die sich ein ,kabel durch den ,finnischen ,meerbusen nach ,kronstadt anschlieen sollte4 ,der ,bau wurde bis zum ,herbst des ,jahres #ahec zur grten ,zufriedenheit des damals unter der ,regierung des ,kaisers ,nikolaus ,i4 allmchtigen ,ministers der ,wege und ,kommunikationen1 des ,grafen ,kleinmichel1 vollendet4 ,das ,kronstadter ,kabel nennt ,siemens selbst die erste submarine ,telegraphenlinie auf der ,erde1 die brauchbar geblieben ist4 ,in ,wirklichkeit aber war schon zwei ,jahre vorher von ,crampton ein ,kabel durch den englischen ,kanal gelegt worden1 das gleichfalls mit ,eisendrhten armiert gewesen ist und recht gut gehalten hat4 ,jedenfalls aber tritt hier der knftige geistige ,schpfer der ,unterseetelegraphie zum erstenmal mit der groen ,aufgabe in ,berhrung1 die er ganz selbstndig lst4 ,illustration3 ,die erste elektrische ,eisenbahn auf der ,berliner ,gewerbeausstellung #ahgi ,illustration3 ,elektrischer ,vollbahnzug 7,schwedische ,eisenbahn ,kiruna-,riksgrnsen7 ,im ,jahre #ahec wurde der ,firma ,siemens ,halske gleich eine weitere ,telegraphenlinie in ,auftrag gegeben1 die von ,warschau zur preuischen ,grenze fhren sollte4 ,als ,werner ,siemens sich bei dieser ,gelegenheit zum zweitenmal nach ,ruland begab1 lernte er die dort herrschenden politischen ,zustnde grndlich kennen4 ,schon in ,berlin hatte er zu seiner ,verwunderung ,mhe1 das ,visum seines ,passes von der russischen ,gesandtschaft zu erhalten4 ,als er an der russischen ,grenzstation anlangte1 wurde sein ,gepck nach ,abfertigung aller brigen ,reisenden mit einer hchst verletzenden ,sorgfalt durchsucht1 und er berhaupt wie ein ,verdchtiger behandelt4 ,als ,siemens daraufhin sein ,gepck zurckverlangte1 um nach ,haus umzukehren1 weil ihm eine solche ,behandlung nicht pate1 erklrte man ihm1 da dies nicht anginge2 er msse vielmehr nach ,warschau weiterreisen4 ,er war also russischer ,staatsgefangener4 ,erst auf seine ,beschwerde von ,warschau aus durfte er nach ,petersburg fahren1 und dort erfuhr er vom ,grafen ,kleinmichel1 da aus ,kopenhagen eine ,meldung eingelaufen sei1 die ihn als einen politisch verdchtigen ,menschen kennzeichnete4 ,siemens meint1 da diese ,kopenhagener ,anzeige wohl der ,dank der ,dnen fr die ,minenlegung im ,kieler ,hafen und den ,bau der ,eckernfrder ,batterie gewesen sei4 ,in spterer ,zeit wurde er noch einmal von der brutalen russischen ,gewalt in hnlicher ,weise angepackt4 ,als er in ,petersburg mit dem allmchtigen ,minister den ,bau einer besonders wichtigen ,linie besprochen hatte1 wollte ihn dieser einfach nicht mehr fortlassen1 bis die ,linie beendet wre4 ,man hatte also die ,absicht1 ihn fr absehbare ,zeit einfach in der russischen ,hauptstadt zu internieren4 ,zum ,glck kam damals der ,prinz von ,preuen1 der sptere ,kaiser ,wilhelm ,i41 zum ,besuch an den ,zarenhof4 ,werner ,siemens suchte um eine ,audienz nach und wurde von dem ,prinzen sehr freundlich empfangen4 ,dieser sagte1 da ihm die ,pfosten der neuerbauten ,telegraphenlinie von der ,grenze bis ,petersburg das ,geleit gegeben und ihm die freudige ,gewiheit verschafft htten1 da er mit der ,heimat in stndiger ,verbindung sei4 ,der ,erfolg der ,audienz war1 da nun der ,pa fr die ,rckreise sofort ausgestellt wurde4 ,schon die ,linie ,warschau-,preuische ,grenze machte es notwendig1 ein besonderes ,petersburger ,bureau einzurichten4 ,an seine ,spitze wurde ,karl ,siemens gestellt1 der vorher bereits fr die ,firma in ,paris ttig gewesen war und sich dort vorzglich bewhrt hatte4 ,als der damals erst vierundzwanzigjhrige ,karl in ,petersburg ankam1 war ,graf ,kleinmichel ber diesen neuen ,leiter des wichtigen ,telegraphenbaus sehr enttuscht4 ,um die ,fhigkeiten des jungen ,manns zu prfen1 stellte er ihm sofort eine ,aufgabe4 ,karl ,siemens sollte ausfindig machen1 wie man die ,telegraphenlinie von ,oranienbaum her in das ,turmzimmer des ,kaiserlichen ,winterpalais einfhren knnte1 ohne an dem prchtigen ,gebude strende ,arbeiten vorzunehmen4 ,an dieser ,stelle war bisher die ,endstation des optischen ,telegraphen gewesen4 ,die russischen ,offiziere hatten keinen anderen ,rat fr die ,emporfhrung der nun erforderlichen ,drahtleitung zu geben gewut als den1 da man groe ,rinnen in das ,mauerwerk schlagen sollte4 ,karl betrachtete den turmartig ausgebauten ,erker1 und es fiel ihm sofort auf1 da in einer der ,turmecken keine ,wasserrinne niederfhrte4 ,er erklrte dem ,grafen ,kleinmichel1 da man in dieser leeren ,ecke nur ein ebensolches ,regenrohr anzubringen brauche1 wie es in den anderen ,ecken niederlaufe1 um dann in diesem die isolierte ,telegraphenleitung unsichtbar hinaufzufhren4 ,das imponierte dem ,grafen sehr4 ,er schimpfte auf seine ,offiziere1 die keine ,lsung gewut htten1 und sagte3 ,nun mu so ein junger1 bartloser ,mensch kommen1 und sieht auf den ersten ,blick1 wie leicht die ,sache zu machen ist4 ,fortab hatte ,karl das ,vertrauen des ,ministers im hchsten ,grad gewonnen und ward sein ,vertrauter4 ,kleinmichel tat bald nichts mehr ohne den ,pruky ,ingener ,siemens4 ,ein groes politisches ,ereignis brachte neue umfangreiche ,auftrge4 ,im ,jahre #ahed brach der ,krimkrieg aus1 in dem ,ruland gegen die ,trkei und deren ,verbndete1 ,england1 ,frankreich und das ,knigreich ,sardinien1 kmpfen mute4 ,nun hatte das ,zarenreich den dringenden ,wunsch1 den ,willen der ,zentralverwaltung rasch berallhin bermitteln zu knnen1 und wollte mglichst schnell weitere ,telegraphenlinien ausgebaut haben4 ,zunchst sollte ,gatschina und damit ,petersburg mit ,warschau verbunden werden4 ,werner ,siemens stellte einen sorgfltig durchdachten ,plan fr die ,leitungslegung auf1 und zur nicht geringen ,verwunderung der ,russen1 die an gut organisierte ,arbeit nicht gewhnt waren1 wurde die #aajj ,werst lange ,strecke in sechs ,wochen fertiggestellt4 ,als man dem ,grafen ,kleinmichel die ,meldung von der ,vollendung der ,linie zur versprochenen ,zeit brachte1 wollte er die ,nachricht nicht glauben4 ,er begab sich sofort selbst zu der ,station im ,telegraphenturm des ,winterpalais und lie sich mit dem ,stationschef in ,warschau verbinden4 ,erst als dieser augenblicklich ,antwort gab1 glaubte der ,minister an die ,fertigstellung der ,leitung und erstattete dem ,zaren darber ,bericht4 ,auf dieser ,linie gelangte zum erstenmal das von ,werner erfundene automatische ,schnelltelegraphensystem mit dem ,dreitastenlocher zur ,anwendung4 ,die glckliche ,vollendung dieser ,linie brachte weitere groe ,bestellungen1 die infolge der durch den ,krieg geschaffenen ,lage nur mit unsglichen ,schwierigkeiten ausgefhrt werden konnten4 ,am fatalsten war ein ,auftrag1 der die ,legung einer ,telegraphenlinie bis in die bereits belagerte ,festung ,sebastopol verlangte4 ,um ,mitternacht wurde ,werner ,siemens von einem ,gehilfen des ,grafen ,kleinmichel aufgesucht1 der ihm erffnete1 der ,kaiser habe den ,bau einer telegraphischen ,verbindung mit ,sebastopol befohlen1 und der ,minister wnsche ,angabe der ,kosten und des ,vollendungstermins bis zum nchsten ,morgen um sieben ,uhr4 ,als ,siemens nach durcharbeiteter ,nacht zur angegebenen ,zeit bei dem ,grafen ,kleinmichel erschien1 wurde ihm mitgeteilt1 da dieser bereits eine ,stunde vorher dem ,kaiser ,bericht erstattet und ihm mitgeteilt habe1 die ,festung wrde in sechs ,wochen an das ,telegraphennetz angeschlossen sein4 ,alle ,hinweise darauf1 da es fast unmglich sei1 in dieser schwierigen ,situation die ,materialien rechtzeitig heranzuschaffen1 halfen nichts4 ,es hie einfach3 ,der ,kaiser will es6 ,und dieses in ,ruland so vielbewhrte ,zauberwort half auch hier4 ,die ,linie wurde1 wenn auch mit einiger ,verzgerung1 noch so rechtzeitig fertiggestellt1 da der bald zu erwartende ,fall von ,sebastopol auf telegraphischem ,weg von der ,festung nach ,petersburg gemeldet werden konnte4 ,es war kein ,wunder1 da die so ausgezeichnet arbeitende deutsche ,firma immer weitere ,auftrge zum ,ausbau des ,telegraphennetzes in dem riesigen russischen ,reich erhielt4 ,da die oberirdisch gefhrten ,leitungen vielfach beschdigt wurden oder von selbst brachen1 so war eine sorgfltige ,kontrolle zur ,aufrechterhaltung eines regelmigen ,dienstes notwendig4 ,graf ,kleinmichel bertrug die berwachung der ,leitungen zunchst den ,verwaltungen der ,chausseen1 an deren ,rand die ,leitungen hinliefen4 ,aber die damit beauftragten gnzlich sachunkundigen ,leute1 die wohl auch nach echt russischer ,art der ,neuerung nicht sehr freundlich gegenberstanden1 machten ihre ,arbeit herzlich schlecht4 ,schlielich muten ,siemens ,halske auch diese berwachung oder ,remonte1 wie man den ,dienst damals nannte1 bernehmen4 ,es gelang hierdurch1 einen schnen ,gewinn zu erzielen1 da ,werner ,siemens sofort ein auf wissenschaftlicher ,grundlage beruhendes elektrisches berwachungssystem erdachte1 das eine stndige ,begehung der ,strecken unntig machte und daher sehr viel ,personal ersparte4 ,es wurden an den ,linien ,wachtbuden errichtet1 die immer #ej ,werst voneinander entfernt waren4 ,der darin aufgestellte ,wchter hatte darauf zu achten1 ob das in die ,leitung eingeschaltete ,galvanoskop lngere ,zeit stillstand4 ,war dies der ,fall1 so mute er seine ,kontrollstelle mit ,hilfe einer einfachen ,vorrichtung an die ,erde schalten und die ,nummer seiner ,bude telegraphieren4 ,aus den ,nummern1 die sie so zugesprochen erhielt1 konnte die nchste ,telegraphenstation genau erkennen1 zwischen welchen ,wachtbuden der ,fehler lag4 ,ein mit den ,wiederherstellungsarbeiten betrauter ,mechaniker mute dann sofort ,extrapost nehmen und zur ,fehlerstelle fahren4 ,der ,leitungsschaden konnte auf diese ,weise stets in krzester ,zeit beseitigt werden4 ,die groen ,telegraphenbauten1 welche die ,firma in ,ruland ausgefhrt hatte1 und die ,remonteverwaltung verschafften ihr bald eine ganz besondere ,stellung im ,reich4 ,siemens ,halske erhielten den ,titel ,kontrahenten fr den ,bau und die ,remonte der ,kaiserlich russischen ,telegraphenlinien4 ,da den ,russen auch damals schon diejenigen ,leute am meisten imponierten1 die ,uniformen trugen1 so lie ,werner ,siemens von einem tchtigen ,knstler ,dienstkleidungen fr seine ,leute entwerfen2 es waren hechtgraue ,rcke mit blauen ,vorsten sowie breite russische ,mtzen4 ,graf ,kleinmichel wollte zunchst das geheiligte ,tragen der ,uniformen den ,telegraphenbeamten nicht bewilligen1 aber als er die in einer ,mappe vereinigten schnen ,bilder sah1 gab er nach und erwirkte vom ,kaiser die ,genehmigung zum ,anlegen der ,dienstkleidung4 ,allmhlich war nun die ,werdezeit der telegraphischen ,technik berwunden4 ,sowohl die ferner in ,ruland wie auch in ,preuen und anderen ,lndern herzustellenden ,linien boten meist kein besonderes technisch-wissenschaftliches ,interesse mehr4 ,sie konnten nach den von ,werner ,siemens in jahrelanger ,geistesarbeit geschaffenen ,grundstzen schematisch ausgefhrt werden4 ,sein ,interesse daran minderte sich also -- abgesehen von dem geschftlichen ,nutzen1 den die ,bauten abwarfen -- sehr erheblich4 #aheg schreibt er3 ,das ,telegraphengeschft ist sehr langweilig geworden und kommt mir vor wie ein ,leierkasten1 den ich zu drehen verpflichtet bin4 ,siemens sah sich nun nach einer anderen groen ,aufgabe um1 und er fand sie im ,ausbau der ,telegraphie durch die ,meere4 ,unterseekabel ,obgleich die ersten ,seekabel ohne die direkte ,mitwirkung von ,werner ,siemens verlegt worden sind1 und obwohl auch das gewaltige ,werk der ersten telegraphischen ,verbindung ,europas mit ,amerika ohne seine ,teilnahme vor sich ging1 ist er dennoch anerkanntermaen als ,begrnder auch der unterseeischen ,telegraphie anzusehen4 ,neben ihm hat sich ,wilhelm ,siemens dabei die grten ,verdienste erworben4 ,ohne die von ,werner angegebene ,isolierung mit ,guttapercha htte ja von einer ,drahtfhrung durch das ,wasser berhaupt nicht die ,rede sein knnen4 ,seinen berlegungen und ,beobachtungen entsprang die richtige ,form fr die ,herstellung der ,kabel4 ,dann aber hat er auch die einzige sichere ,methode der ,kabelauslegung vom fahrenden ,schiff her angegeben4 ,was vorher an ,kabelfhrungen durch das ,meer gelang -- und es war nur uerst wenig von bleibendem ,wert -- war ,zufallserfolgen zu verdanken4 ,die wissenschaftliche ,kabellegungstheorie von ,werner ,siemens erst brachte die notwendige ,sicherheit auch in diese ,technik4 ,die bereits besprochene ,beobachtung der ,ladungserscheinungen in langen ,kabeln hatte rechtzeitig die elektrische ,methode aufgeklrt1 die man zum ,geben von telegraphischen ,zeichen durch solche ,leitungen anwenden mute4 ,die ,apparatur fr die ,kabeltelegraphie ist in ,rcksicht darauf von ,werner ,siemens grundlegend ausgestaltet worden4 ,die ,geschichte der ,kabellegungen ist so reich an hchst dramatischen ,vorgngen wie der ,werdegang keiner anderen ,technik4 ,niemals wohl hat die ,menschheit fr die ,erringung eines technischen ,fortschritts so viel ,lehrgeld bezahlen mssen wie hier4 ,da die ,summe nicht allzu hoch ward1 da sie nicht zu der schlielichen ,einstellung der ,versuche fhrte1 ist das ,verdienst der wissenschaftlichen ,forschungen und praktischen ,arbeiten von ,werner ,siemens4 ,auch ihm begegneten hierbei manche harten ,erlebnisse1 die er jedoch alle glcklich berstand1 obgleich dabei selbst sein ,leben mehr als einmal aufs schwerste bedroht war4 ,im ,jahre #ahdj bereits legte der bedeutende englische ,physiker ,wheatstone dem ,parlament den ,plan fr die ,verlegung eines ,meerkabels zwischen ,dover und ,calais vor4 ,er eilte jedoch mit dieser ,absicht etwas allzu heibltig den ,zeitumstnden voraus1 denn damals kannte man noch keinen ,stoff1 der den ,draht gengend sicher htte isolieren knnen4 ,erst nachdem ,werner ,siemens jene berhmte ,minenleitung im ,kieler ,hafen gelegt hatte1 ging der englische ,ingenieur ,brett im ,jahre #ahej wirklich daran1 die ,meerenge zwischen ,england und ,frankreich durch ein mit ,guttapercha isoliertes ,kabel zu berbrcken4 ,er erachtete es nicht fr ntig1 ber der ,isolierung noch eine besondere feste ,schutzhlle anzubringen1 sondern lie die bloe ,leitung1 mit ,bleistcken beschwert1 auf den ,meeresboden nieder4 ,schon am ,tag nach der ,legung wurde der ,draht durch einen ,fischer zerstrt4 ,ein zweites ,kabel wurde im ,jahre darauf von ,crampton ausgelegt4 ,als es seine ,gte durch eine gewisse ,haltbarkeit bewiesen hatte1 folgte alsbald der ,bau unterseeischer ,telegraphenlinien von ,england nach ,irland und ebenso nach ,belgien und ,holland4 ,es setzte darauf in ,england ein wahrer ,kabeltaumel ein1 und man begann auch grere ,meere zu berbrcken1 indem man dachte1 da das1 was in den ,kstengewssern gelungen war1 auch weiter drauen anwendbar sein msse4 ,wissenschaftliche ,kenntnisse waren eben damals in der ,industrie noch wenig verbreitet4 ,der ,firma ,newall ,co41 die in ,gateshead-on-,tyne eine ,kabelfabrik besa1 gelang es auch wirklich1 im ,jahre #ahed ein ,kabel durch das ,schwarze ,meer von ,varna an der ,balkankste nach ,balaclava auf der ,krim zu legen4 ,die ,leitung hielt aber nur ein ,jahr lang1 nmlich gerade bis zur ,eroberung von ,sebastopol4 ,es stellten sich hierbei auch schon ,schwierigkeiten bei der ,benutzung der damals in ,england noch gebruchlichen ,nadeltelegraphen heraus1 weil die elektrostatische ,kabelladung ihren hindernden ,einflu auf die ,stromsendungen ausbte4 ,obwohl ,werner ,siemens seine ,beobachtungen dieser ,erscheinungen schon vier ,jahre vorher publiziert hatte1 waren sie in ,england doch noch nicht bekannt geworden4 ,nun wandte man sich an ihn und bestellte bei seiner ,firma geeignete ,telegraphenapparate4 ,da ,siemens ,halske1 wie wir wissen1 auch in russischem ,auftrag eine ,linie nach ,sebastopol gebaut hatten1 so entstand jetzt der eigentmliche ,zustand1 da in beiden feindlichen ,lagern ,apparate gleichen ,fabrikats arbeiteten4 ,brett1 der schon im ,kanal nicht sonderlich gnstig gearbeitet hatte1 machte im folgenden ,jahr den ,versuch1 ein ,kabel quer durch das ,mittellndische ,meer von ,cagliari nach ,bona in ,algier zu verlegen4 ,aber ihm war das ,glck nicht hold4 ,als er in tiefes ,wasser kam1 rollte das ,kabel1 weil die ,trommel auf dem ,schiff nicht gengend scharf gebremst werden konnte1 ab und ging verloren4 ,ein gleiches geschah bei dem zweiten ,versuch ,bretts im ,jahre #ahef4 ,er gab daher weitere ,versuche auf1 und die ,legung des ,kabels wurde der ,firma ,newall ,co4 anvertraut4 ,inzwischen hatte ,wilhelm ,siemens dafr gesorgt1 da die ,leistungen ,werners auf dem ,gebiet der ,telegraphie in ,england bekannt wurden4 ,mittels des ,kabels durch das ,schwarze ,meer hatte ,newall ja schon eine ,verbindung mit dem ,berliner ,haus angeknpft1 und nun ersuchte er1 gewitzigt durch die ,mierfolge ,bretts1 ,werner ,siemens1 die elektrische ,prfung des ,mittelmeerkabels bei der ,legung zu bernehmen4 ,denn dieser hatte inzwischen den ,grundsatz aufgestellt1 da das ,kabel in jedem ,augenblick der ,legung sorgfltigst daraufhin kontrolliert werden msse1 ob es auch fehlerfrei sei4 ,im ,september #aheg ging ,werner ,siemens mit einem ,gehilfen und den notwendigen elektrischen ,apparaten an ,bord einer sardinischen ,korvette1 die alle an der ,kabellegung ,beteiligten nach ,bona brachte4 ,obgleich ,siemens nicht die ,absicht hatte1 sich um den mechanischen ,teil der ,kabellegung zu kmmern1 konnte er doch nicht umhin1 an den ,unterhaltungen ber die beste hierfr anzuwendende ,methode teilzunehmen und schlielich auseinanderzusetzen1 da ein ,mierfolg bei dieser ,legung sicher sei1 wenn man dabei beharre1 die im seichten ,wasser gebruchliche ,methode auch bei greren ,meerestiefen zu benutzen4 ,er stellte schon damals seine ,kabellegungstheorie auf1 die in der ,hauptsache darin bestand1 da das ,kabel an ,bord des legenden ,schiffs durch ,bremsvorrichtungen mit einer ,kraft zurckgehalten werden msse1 die dem ,gewicht eines senkrecht zum ,meeresboden hinabreichenden ,kabelstcks im ,wasser entspricht4 ,er hat diese improvisierte ,darlegung dann spter zu einer geschlossenen wissenschaftlichen ,theorie ausgebaut1 die er im ,jahre #ahgd der ,akademie der ,wissenschaften in ,berlin vorlegte4 ,sie ist1 wie schon bemerkt1 fr alle ,zeiten grundlegend geworden4 ,werner ,siemens wurde nun ersucht1 auer der elektrischen berwachung auch die mechanische ,auslegung des ,kabels leitend zu bernehmen1 und trotz der nur provisorisch nach seinen ,angaben zusammengestellten ,einrichtungen hierfr gelang es ihm in der ,tat1 das ,kabel glcklich von einem ,landungspunkt zum anderen hinberzubringen1 noch dazu ohne 99slack991 das heit1 ohne mehr ,kabel zu gebrauchen1 als der berschrittenen ,bodenlnge entsprach4 ,es war dies das erste ,kabel1 das ber grere ,tiefen glcklich gelegt wurde4 ,durch die ,arbeit1 die ,werner ,siemens whrend der ,legung leistete1 fhlte er sich auerordentlich angegriffen4 ,er hatte sich keinen ,augenblick der ,ruhe und ,erholung gegnnt und sich nur durch hufigen ,genu von starkem schwarzen ,kaffee aufrecht zu erhalten vermocht4 ,nach ,beendigung der ,expedition gebrauchte er mehrere ,tage zur ,wiedererlangung seiner ,krfte4 ,der ,sieg der ,deutschen war damit vollkommen4 ,und als noch in demselben ,jahr ,newall ,co4 mit der ,legung von ,kabeln zwischen ,cagliari und ,malta sowie ,korfu beauftragt wurden1 waren es wiederum ,ingenieure von ,siemens ,halske1 welche die elektrischen ,prfungen bei der ,verlegung ausfhrten4 ,es konnte nicht lange dauern1 bis unter diesen ,umstnden das ,verhltnis mit der englischen ,firma recht unangenehm zu werden begann4 ,die ,englnder versuchten ,siemens' ,verdienste zu verkleinern1 und dieser ging daher bald daran1 ein eigenes ,haus in ,england zu begrnden4 ,denn dieses ,land mute1 wie er wohl einsah1 noch fr lange ,zeit das ,hauptausgangsgebiet fr ,kabelverlegungen bleiben4 ,am #a4 ,oktober #aheh wurde die ,firma ,siemens1 ,halske ,co4 in ,london gegrndet1 und an ihre ,spitze trat der vielbewhrte und in ,england bereits hochangesehene ,bruder ,wilhelm4 ,schon im ,jahre #aheh hatte die neue ,firma ,gelegenheit1 sich lebhaft zu bettigen4 ,damals erhielten ,newall ,co4 den ,auftrag1 ein ,kabel durch das ,rote ,meer von ,suez nach ,aden und dann weiter durch den ,indischen ,ozean bis nach ,karatschi in ,indien zu legen4 ,das ,haus ,siemens bernahm nun selbstndig die elektrische berwachung der ,kabellegung sowie die ,lieferung und ,aufstellung der ,apparate4 ,dieses ,kabel hatte eine besondere ,bedeutung aus dem ,grund1 weil es die auerordentliche ,lnge von #cejj ,seemeilen hatte1 whrend die ,mittelmeerkabel nur hchstens #gjj ,seemeilen lang gewesen waren4 ,werner ,siemens arbeitete daher eine neue ,theorie aus1 die er innerhalb eines ,aufsatzes ,apparate fr den ,betrieb langer ,unterseelinien verffentlichte1 und die ihn zu besonderen ,konstruktionen veranlate2 diese sind unter dem ,namen ,rotes-,meer-,system bekannt geworden4 ,siemens brachte hier zum erstenmal den ,kondensator bei der ,kabeltelegraphie in ,anwendung1 der fr die transatlantische ,nachrichtengebung von grter ,bedeutung geworden ist4 ,die ,auslegung des ,kabels gelang wiederum gut4 ,aber weil es schon in der ,fabrik nicht mit vollster ,sorgfalt hergestellt worden war1 und da auch die hohe ,temperatur des ,roten ,meers die ,guttapercha erweichte1 wurde nach der ,ankunft in ,aden ein ,fehler festgestellt1 der das ,telegraphieren unmglich machte4 ,die ,englnder waren sehr unglcklich darber und glaubten schon1 das ganze ,kabel wieder aufnehmen zu mssen1 da man ja1 wie sie meinten1 nicht wissen knne1 an welcher ,stelle sich der ,fehler befnde4 ,aber ,siemens wandte sich wiederum an die ,zauberin ,wissenschaft und untersuchte das ,kabel nach einer schon frher von ihm erdachten ,methode4 ,damit vermochte er die ,fehlerlage ziemlich genau zu bestimmen4 ,er behauptete1 da die schadhafte ,stelle ganz in der ,nhe von ,aden1 noch in der ,meerenge von ,bab-el-,mandeb liegen msse4 ,die ,englnder lachten zwar ber diesen 99scientific humbug991 aber als man das ,kabel an der angegebenen ,stelle aufgefischt und geschnitten hatte1 ergab sich1 da der ,rest fehlerfrei war4 ,die ,genauigkeit der ,messung war dadurch mglich geworden1 da ,werner ,siemens zum erstenmal an die ,stelle der unsicheren ,strommessung die weit genauere ,widerstandsmessung gesetzt hatte4 ,wir werden seinen ,bemhungen um die allgemeine ,einfhrung dieser ,widerstandsmessung noch bei der ,zusammenfassung seiner wissenschaftlichen ,meisterarbeiten begegnen4 ,leider aber blieb dieser so schnell behobene ,fehler nicht der einzige in dem ,kabel durch das ,rote ,meer4 ,nachdem es kurze ,zeit im ,gebrauch gewesen1 trat immer deutlicher das ,vorhandensein vieler schlecht isolierter ,stellen hervor4 ,sie konnten zum grten ,teil nicht mehr ausgebessert werden1 weil das ,kabel durch ,korallenbildung auf dem ,meeresboden festgehalten wurde4 ,es ging schlielich gnzlich zugrunde1 und ,siemens weist in seinen ,schriften darauf hin1 da mangelnde ,sorgfalt bei der ,fabrikation und schlechte ,auswahl der ,lage der ,grund fr den ,untergang dieses sowie fast smtlicher bis zu jener ,zeit gelegten ,kabel gewesen sind4 ,erst nachdem vom ,jahre #ahei ab die englische ,regierung der ,firma ,siemens1 ,halske ,co4 die ,kontrolle der ,kabel schon bei der ,anfertigung und alle weiteren ,prfungen bertragen hatte1 hrten die schweren ,verluste auf4 ,seit jener ,zeit setzte sich der von ,werner ,siemens aufgestellte ,grundsatz durch1 da nicht die ,billigkeit1 sondern die ,gte bei der ,fabrikation von ,unterseekabeln ausschlaggebend sein msse4 ,im ,juli #ahfj hielt ,wilhelm ,siemens vor der 99,british ,association99 einen ,vortrag mit dem ,titel ,umri der ,prinzipien und des praktischen ,verfahrens bei der ,prfung submariner ,telegraphenlinien auf ihren ,leitungszustand4 ,damit wurden die ,siemensschen ,erfahrungen ,allgemeinbesitz1 und seit jener ,zeit sind keine fehlerhaften ,kabel mehr verlegt worden4 ,die ,kabellegung im ,roten ,meer sollte fr die ,beteiligten noch ein seltsames ,nachspiel haben4 ,die ,mitglieder der ,expedition gingen nach ,erledigung der ,geschfte an ,bord des ,dampfers ,alma von der 99,peninsular and ,oriental ,company994 ,sie trafen auf dem ,schiff eine hchst elegante ,gesellschaft an1 von der die neu hinzugekommenen ,reisenden wegen ihrer stark abgenutzten ,kleidung ziemlich ber die ,achsel angesehen wurden4 ,aber bald sollte ein unerwartetes ,ereignis alle scheinbaren ,standesunterschiede grndlichst verwischen4 ,wir lesen darber in den ,lebenserinnerungen3 ,wir hatten erst einige ,stunden geschlafen1 als wir auf eine rauhe ,weise aus unseren ,trumen geweckt wurden4 ,ein heftiger ,sto machte das ganze ,schiff erzittern1 ihm folgten zwei andere noch heftigere1 und als wir entsetzt aufgesprungen waren1 fhlten wir auch schon1 wie das ,schiff sich zur ,seite neigte4 ,ich hatte glcklicherweise meine ,stiefel nicht ausgezogen1 nur ,hut und ,brille abgelegt4 ,als ich mich nach diesen umsah1 bemerkte ich meinen ,hut bereits auf dem ,wege zum niedersinkenden ,schiffsbord und folgte ihm unfreiwillig in gleicher ,richtung4 ,von allen ,seiten erscholl ein wilder1 angsterfllter1 ohrenzerreiender ,aufschrei1 dann ein allgemeines ,gepolter1 da alles auf ,deck ,befindliche den ,weg in die ,tiefe antrat4 ,instinktiv strebte jeder dem hheren ,schiffsbord zu1 die meisten vermochten ihn zu erreichen4 ,mir ging es schlechter1 da ich beim ,suchen nach ,hut und ,brille ,zeit verlor4 ,schon strmte das ,wasser ber die ,bordkante und mahnte mich1 an die eigene ,rettung zu denken4 ,das ,deck war in wenigen ,sekunden in eine so schrge ,lage gekommen1 da es nicht mehr mglich war1 auf ihm emporzuklimmen4 ,doch die ,not macht riesenstark6 ,ich stellte ,tische und ,sthle so bereinander1 da ich ein im hellen ,mondschein sichtbares ,schiffstau1 das vom hochliegenden ,bord herunterhing1 erreichen und an ihm emporklimmen konnte4 ,dort oben fand ich fast die ganze ,schiffsgesellschaft schon versammelt und mit bewunderungswrdiger ,ruhe die ,entwicklung des ,dramas erwartend 444 ,das ,schiff lag bald ganz auf der ,seite1 und die groe ,frage1 an der jetzt ,leben und ,tod alles ,lebendigen auf ihm hing1 war die1 ob es eine ,ruhelage finden oder kentern und uns smtlich in die ,tiefe schleudern wrde4 ,auch hier1 in dieser hchsten ,notlage1 verzichtete ,werner ,siemens nicht darauf1 in aller ,ruhe eine wissenschaftliche ,methode anzuwenden4 ,ich errichtete mir1 so schreibt er weiter1 eine kleine ,beobachtungsstation1 mit deren ,hilfe ich die weitere ,neigung des ,schiffes an der ,stellung eines besonders glnzenden ,sternes verfolgen konnte1 und proklamierte von ,minute zu ,minute das ,resultat meiner ,beobachtungen4 ,alles lauschte mit ,spannung diesen ,mitteilungen4 ,der ,ruf ,stillstand6 wurde mit kurzem1 freudigem ,gemurmel begrt1 der ,ruf ,weitergesunken6 mit vereinzelten ,schmerzenslauten beantwortet4 ,endlich war kein weiteres ,sinken mehr zu beobachten1 und die lhmende ,todesfurcht machte energischen ,rettungsbestrebungen ,platz4 ,es gelang schlielich1 bei ruhiger ,see die ganze ,schiffsgesellschaft in ,booten auf einen ,korallenfelsen der ,harnischinselgruppe zu schaffen4 ,da die meisten keine ,schuhe anhatten1 und der ,felsen mit scharfen ,korallenspitzen berst war1 so war es ,siemens' erste ,sorge1 hier ,ersatz zu schaffen4 ,er fuhr noch einmal nach dem ,wrack zurck und holte eine ,linoleummatte4 ,unter ,verwendung seines ebenfalls geretteten ,taschenmessers erffnete er nun am ,ufer eine ,sandalenwerkstatt und brachte so freudigst begrte ,hilfe4 ,fnf ,tage lang muten nun die #ejj ,geretteten auf dem etwa einen ,hektar groen ,koralleneiland zubringen4 ,die ,sonne brannte mit furchtbarer ,glut hernieder1 und das ,wasser fing an zu mangeln4 ,dazu kam1 da die ,schiffsbesatzung zu meutern begann4 ,die ,offiziere hatten wegen der schlechten ,fhrung des ,fahrzeugs alle ,autoritt verloren2 es mute deshalb aus den jngeren ,passagieren eine ,wachmannschaft gebildet werden4 ,nachdem alle schwere ,qualen ausgestanden hatten1 kam endlich ein englisches ,kriegsschiff in ,sicht1 das die ,schiffbrchigen zunchst mit dem hei begehrten ,trinkwasser versorgte und dann zur ,weiterbefrderung aufnahm4 -- -- ,die ,brder ,siemens wollten fortab in noch strkerem ,ma in dem ,kabelgeschft unabhngig sein4 ,insbesondere auf das ,betreiben von ,wilhelm wurde darum im ,jahre #ahfc eine eigene ,kabelfabrik in ,charlton bei ,woolwich gegrndet4 ,der erste ,auftrag fr diese kam von der franzsischen ,regierung1 die ein ,kabel fr eine neue ,verbindung mit ihrer wichtigsten ,kolonie1 ,algier1 bestellte4 ,der ,anfangspunkt in ,europa sollte ,cartagena in ,spanien sein1 bis wohin eine ,landlinie lief1 und drben sollte es in ,oran landen4 ,obgleich die ,strecke recht kurz war1 und obwohl die ,brder ,siemens ihre ganze ,kunst auf dieses ,kabel verwendeten1 sollte die ,legung aus ueren ,grnden doch die unglcklichste von allen werden1 die sie je ausgefhrt haben4 ,werner ,siemens mute1 um an der ,verlegung teilnehmen zu knnen1 ganz ,europa durchqueren1 denn er befand sich zu jener ,zeit in ,moskau4 ,in fnf ,tagen fuhr er ber ,petersburg1 ,berlin und ,paris nach ,madrid4 ,dort traf er neben den anderen ,teilnehmern an der ,expedition seinen ,bruder ,wilhelm mit seiner jungen ,gattin ,anne1 die gleichfalls mit zu ,schiff ging4 ,in den ,lebenserinnerungen sagt ,werner ,siemens1 da1 vom ,standpunkt des vorgeschrittenen ,alters betrachtet1 jene ,kabellegung ein groer ,leichtsinn gewesen sei1 da ,schiff und ,legungsmethode durchaus unzweckmig waren4 ,als ,entschuldigung dafr1 da das ,unternehmen trotzdem versucht wurde1 knne nur angefhrt werden1 da sie damals unter allen ,umstnden ein eigenes ,kabel legen wollten4 ,wilhelm hatte unglcklicherweise darauf gedrungen1 da ein neuer1 von ihm erdachter ,mechanismus fr die ,kabellegung angewendet wrde1 eine ,trommel mit stehender ,achse1 deren ,konstruktion zwar sehr geistreich ersonnen war1 sich jedoch nicht bewhren sollte4 ,als man das ,kabel von ,oran aus zu legen begann1 zeigte sich1 da es trotz der ausgezeichneten ,fabrikationsmethode1 mit der man es hergestellt hatte1 doch mechanisch nicht vllig zuverlssig geblieben war1 da es sich seitdem stark verndert hatte4 ,man hatte damals eben noch nicht gengend ,erfahrungen4 ,die ,festigkeit des ,kabels hatte gelitten4 ,doch da das ,wetter ruhig und schn war1 wollte man trotzdem den ,versuch machen4 ,aber nachdem die ,uferstrecke gelegt war1 ri das ,kabel pltzlich und sank in die ,tiefe1 von wo es wegen des am ,meeresboden befindlichen ,steingerlls nicht mehr aufgefischt werden konnte4 ,man war jedoch nicht allzu traurig darber1 da man einen ausreichenden berschu an ,kabel auf dem ,schiff hatte1 und es wurde nur beschlossen1 an ,stelle von ,cartagena den nher liegenden ,ort ,almeria als ,landungspunkt in ,spanien zu benutzen4 ,um die ,situation dort aufzuklren1 mute man vorerst hinberfahren4 ,dies geschah1 und die ,schiffsgesellschaft1 die von den ,ortsbewohnern sehr freundlich aufgenommen und durch ein ,fest in den ,rumen des ,theaters geehrt wurde1 verlebte in der spanischen ,stadt einen sehr angenehmen ,tag4 ,aber als man am nchsten ,morgen wieder abgefahren war1 nderte sich das bisher so gnstige ,wetter pltzlich1 nachdem die offene ,see erreicht war4 ,es blies ein lebhafter ,sdwest1 und eine tiefgehende ,wolke streckte einen seltsamen ,rssel bis zum ,meer hinab1 wo das ,wasser unter dem ,rssel mchtig aufschumte4 ,bald kam man mit dem schlechten ,schiff1 das ein englischer ,kstenfahrer und fr das offene ,meer wenig geeignet war1 in den ,teil der ,see1 den die ,wasserhose krftig aufgewhlt hatte4 ,das ,schiff begann hier mchtig zu schwanken1 und pltzlich hrte man dumpfe1 kurze ,schlge aus dem ,innern herauftnen4 ,die ,kabeltrommel hatte sich gelst4 ,entsetzt strzte ,werner ,siemens in die ,kajte zu seinem ,bruder ,wilhelm1 der schwer mit der ,seekrankheit kmpfte4 ,nur dieser kannte die ,konstruktion der ,trommel gengend und vermochte allein1 das ,ungetm wieder zu fesseln1 das die ,schiffswnde im nchsten ,augenblick zu zerschmettern drohte4 ,das gelang denn auch mit groer ,mhe4 ,mit einem ,gefhl der ,befreiung suchten alle1 als es dunkel wurde1 ihr ,lager auf4 ,aber bald sollten sie durch ein neues schreckliches ,begebnis geweckt werden4 ,ich hatte1 so schildert ,werner ,siemens den ,vorgang1 noch nicht lange geschlafen1 als mich lautes ,kommando und ,schreckensrufe auf ,deck jh erweckten2 unmittelbar darauf legte sich das ,schiff in einer ,weise auf die ,seite1 wie ich es sonst nie erlebt habe und auch heute noch kaum fr mglich halten kann4 ,die ,menschen wurden aus ihren ,betten geworfen und rollten auf dem ganz schrg stehenden ,fuboden der groen ,kajte in die gegenberliegenden ,kabinen4 ,ihnen folgte alles1 was beweglich auf dem ,schiff war1 und gleichzeitig erlosch alles ,licht1 da die ,hngelampen gegen die ,kajtendecke geschleudert und zertrmmert wurden4 ,dann erfolgte nach kurzer ,angstpause eine ,rckschwankung und noch einige weitere von nahezu gleicher ,strke4 ,es gelang mir1 gleich nach den ersten ,sten1 das ,deck zu gewinnen4 ,ich erkannte im ,halbdunkel den ,kapitn1 der auf meinen ,zuruf nur nach dem ,hinterdeck zeigte mit dem ,rufe3 99,voil la terre699 ,in der ,tat schien eine hohe1 in der ,dunkelheit schwach leuchtende ,felswand hinter dem ,schiff zu stehen4 ,der ,kapitn hatte1 als er sie gesehen1 das ,schiff ganz pltzlich gewendet1 und dadurch waren die gewaltigen ,schwankungen hervorgerufen4 ,er meinte1 wir mten abgetrieben sein und befnden uns dicht vor den ,felsen des ,cap des ,lions4 ,pltzlich rief eine ,stimme im ,dunkeln3 99,la terre avance6991 und wirklich stand die hohe1 unheimlich leuchtende ,wand jetzt dicht hinter dem ,schiff und rckte mit einem eigentmlichen1 brausenden ,gerusch heran4 ,dann kam ein ,moment so schrecklich und berwltigend1 da er nicht zu schildern ist4 ,es ergossen sich ber das ,schiff gewaltige ,fluten1 die von allen ,seiten heranzustrmen schienen1 mit einer ,kraft1 der ich nur durch krampfhaftes ,festhalten an dem eisernen ,gelnder des oberen ,decks widerstehen konnte4 ,dabei fhlte ich1 wie das ganze ,schiff durch heftige1 kurze ,wellenschlge gewaltsam hin und her geworfen wurde4 ,ob man sich ber oder unter ,wasser befand1 war kaum zu unterscheiden4 ,es schien ,schaum zu sein1 den man mhsam atmete4 ,wie lange dieser ,zustand dauerte1 darber konnte sich spter niemand ,rechenschaft geben4 ,auch die in der ,kajte ,gebliebenen hatten mit den heftigen ,sten zu kmpfen1 die sie hin und her warfen1 und waren zu ,tode erschreckt durch das prasselnde ,gerusch der auf ,deck niederfallenden ,wassermassen4 ,die ,zeitangaben schwankten zwischen zwei und fnf ,minuten4 ,dann war ebenso pltzlich1 wie es begonnen hatte1 alles vorber1 aber die leuchtende ,wand stand jetzt vor dem ,schiffe und entfernte sich langsam von ihm4 ,als nach kurzer ,zeit die ganze ,schiffsgesellschaft sich mit neugestrktem ,lebensmute auf dem ,schiffsdeck zusammenfand und die berstandenen ,schrecken und ,wunder besprach1 meinten die franzsischen ,offiziere1 das unglaublichste ,wunder sei doch gewesen1 da unsere ,dame gar nicht geschrien habe4 ,die echt englische1 mit steigender ,gefahr wachsende ,ruhe meiner ,schwgerin schien den lebhaften ,franzosen ganz unbegreiflich4 ,die ,wasserhose war mit ihrer ganzen ,gewalt ber das ,schiff hinweggegangen1 und die ,passagiere hatten nur einem ,wunder die ,rettung zu verdanken4 ,doch das ,phnomen gewhrte ihnen1 nachdem es sie erschreckt1 auch eine ,erquickung dadurch1 da es das lebhaftest bewegte ,meer in herrlichstem ,glanz aufleuchten lie4 ,werner ,siemens erzhlt1 das ,meeresleuchten sei so lebhaft gewesen1 da man dabei selbst kleine ,schrift deutlich habe lesen knnen4 ,einige ,stunden spter landete man in ,oran1 und trotz der durchgemachten ,aufregung mute doch daran gedacht werden1 das ,kabel nach ,almeria auszulegen4 ,es wurde auf eine andere ,trommel gewickelt1 und bei wiederum sehr schnem ,wetter fuhr man ab4 ,alles ging sehr gut1 und schon hatte man den ,kstenstrich bei ,cartagena dicht vor ,augen4 ,da sahen die ,beobachter des ,kabels pltzlich1 wie dieses ganz sanft auseinanderging und in der ,tiefe verschwand4 ,das bedeutete einen ,verlust von #aejjjj ,mark4 ,in einem an seinen ,bruder ,karl gerichteten ,brief schrieb ,werner bald darauf3 ,wie die ,untersuchung ergab1 war der ,hanf an der ,bruchstelle gebrunt1 was uns einen ,augenblick an ,bosheit glauben lie4 ,doch es scheint eine ,schwchung durch ,eisenrost gewesen zu sein4 ,du hast keine ,idee1 wie ein solcher ,ruck einem durch die ,glieder fhrt6 -- ,bei dem groen ,sturme hatte ,anne sich mit bewundertem ,mute in ihr ,schicksal ergeben2 als aber das ,kabel ri1 war ihre ,selbstbeherrschung nicht ausreichend2 das wirkte strker wie die ,todesfurcht6 ,wir sind doch sonderbare ,geschpfe6 ,noch schwerer als der finanzielle ,verlust traf ihn das technische ,fiasko4 ,die ,arbeit von ,monaten1 alle ,mhe und ,gefahr1 die nicht wir allein1 sondern auch alle unsere ,begleiter des ,kabels wegen erlitten hatten1 waren in einem ,augenblick1 einiger verstockter ,hanffden wegen unwiederbringlich verloren4 ,dazu das unangenehme ,gefhl1 ,gegenstand des ,mitleids der ganzen ,schiffsgesellschaft zu sein4 ,es war eine harte ,strafe fr unsere ,waghalsigkeit4 ,noch in demselben ,jahr wurde1 um die ,scharte mglichst schnell auszuwetzen1 wiederum eine ,legung mit einem neu angefertigten und verstrkten ,kabel vorgenommen4 ,diesmal ging alles glcklich vonstatten1 und ,werner ,siemens erhielt von ,wilhelm1 der wiederum die ,legung leitete1 aus ,cartagena die ersehnte ,mitteilung1 da bereits ,telegramme zwischen ,oran und ,paris gewechselt worden seien4 ,nach wenigen ,stunden folgte dann aber die betrbliche ,nachricht1 da das ,kabel an der spanischen ,kste gebrochen sei4 ,ein ,aufnehmen wurde versucht1 blieb aber vergeblich1 und so war auch das zweite ,kabel verloren4 ,es hatte sich ber zwei ,felsen gelagert1 die hoch ber dem ,meeresboden standen4 ,so freischwebend bildete es eine ,kettenlinie1 deren ,spannung so gro war1 da das ,kabel unter dem ,zug der eigenen ,schwere ri4 ,zum ,glck war die ,firma ,siemens1 ,halske ,co4 durch die ,tatsache1 da zwischen ,paris und ,oran wirklich ,telegramme gewechselt worden waren1 von der ,verpflichtung entbunden1 noch eine dritte ,legung zu unternehmen4 ,die sehr schweren ,verluste1 die durch diese unglckliche ,unternehmung verursacht waren1 fhrten zu einer ,krisis im ,geschft4 ,halske trat damals aus dem ,unternehmen aus1 und das ,londoner ,haus wurde unter der ,firma ,siemens ,brothers selbstndig gemacht4 ,diese ,periode ist als die ,lehrzeit der ,siemens auf dem ,gebiet der ,kabeltelegraphie aufzufassen1 denn die ,erfahrungen1 die sie hierbei machten1 befhigten sie zu den groen und grundlegenden ,erfolgen1 die sie fortab davontrugen4 ,die berwindung des ,ozeans ,die ,brder ,werner und ,wilhelm ,siemens haben bei der ,herstellung der telegraphischen ,verbindung zwischen der ,alten und der ,neuen ,welt ,leistungen von grundlegender ,bedeutung vollbracht1 obgleich sie auch hier nicht die ersten waren1 die den ,versuch wagten4 ,der ,pionier ist vielmehr der amerikanische ,kaufmann ,cyrus ,w4 ,field gewesen4 ,er erkannte die ,gre der ,aufgabe und hat ihrer ,lsung seine ,lebensarbeit gewidmet4 ,zunchst suchte er die amerikanische und die englische ,regierung dazu zu bewegen1 das ,geld fr eine transatlantische ,kabellegung herzugeben4 ,aber die ,verhandlungen fhrten zu keinem ,erfolg4 ,da grndete ,field im ,jahre #ahed eine ,aktiengesellschaft unter dem ,namen 99,atlantic ,telegraph ,company99 mit einem ,kapital von #g ,millionen ,mark4 ,drei ,jahre nach der ,errichtung der ,gesellschaft war das #djbe ,kilometer lange ,kabel fertiggestellt1 und es konnte mit der ,auslegung an der schmalsten ,stelle des ,atlantischen ,ozeans1 zwischen ,valentia auf ,irland und ,st4 ,johns an der ,ostkste der kanadischen ,insel ,neufundland1 begonnen werden4 ,das ,kabel war1 nach ,biedenkapp1 folgendermaen gebaut3 der eigentliche ,leitungsdraht bestand aus sieben zu einer ,litze zusammengedrehten ,kupferdrhten2 um diese waren drei ,lagen ,guttapercha gepret1 dann kam eine ,lage geteerten ,hanfs1 und auen waren #ah schtzende ,eisendrhte schraubenfrmig herumgewunden4 ,fr die ,auslegung wurde das ,kabel auf zwei ,schiffen1 ,agamemnon und ,niagara1 den grten ,fahrzeugen der englischen und amerikanischen ,marine1 untergebracht4 ,man begann mit der ,auslegung an der irischen ,kste4 ,schon hatte man #dej ,kilometer glcklich gelegt1 da kam man an eine ,stelle1 wo der ,meeresboden ziemlich pltzlich bis zu einer ,tiefe von #cfjj ,metern abfiel4 ,das ,kabel lief nun so schnell vom ,schiff1 da die ,trommel nicht folgen konnte1 es ri daher und ging verloren4 ,zwei ,jahre spter wurde wieder ein ,legungsversuch mit einem neuen ,kabel unter ,mitwirkung derselben ,schiffe gemacht4 ,diesmal fuhren die ,fahrzeuge bis zur ,mitte des ,ozeans1 dort wurden die ,kabelenden miteinander verspleit1 ,niagara ging darauf nach ,neufundland1 ,agamemnon nach ,irland ab4 ,es ereigneten sich bei den ,fahrten mancherlei aufregende ,zwischenflle4 ,so war es einmal notwendig1 eine schadhafte ,stelle mit uerster ,geschwindigkeit auszubessern1 whrend das ,kabelstck schon abrollte4 ,dann wurde die moderne ,seeschlange von einem ,riesenwalfisch angegriffen1 der sie beinahe zur ,strecke gebracht htte4 ,aber schlielich kam das groe ,werk doch zu glcklichem ,ende4 ,am #d4 ,august #aheh fuhr der ,agamemnon1 whrend die ,geschtze donnerten1 in ,valentia ein1 am nchsten ,tag erhielt man die ,nachricht1 da auch ,niagara glcklich den ,trinitybusen1 den diesmal gewhlten ,endpunkt auf ,neufundland1 erreicht htte4 ,die ,kabelenden konnten auf beiden ,seiten ans ,ufer gezogen und mit den bereits vorbereiteten ,landlinien verbunden werden4 ,der groe englische ,elektriker ,william ,thomson1 der sptere ,lord ,kelvin1 war der wissenschaftliche ,leiter des groen ,versuchs4 ,freut ,euch1 rief er damals aus1 ,europa und ,amerika sind nicht mehr durch das groe ,wasser getrennt1 wir haben sie einander bis auf wenige ,minuten nher gebracht4 ,die ,knigin ,viktoria und der ,prsident der ,vereinigten ,staaten tauschten ,glckwunschtelegramme als erste transatlantische ,depeschen aus4 ,field wurde in ,england begeistert gefeiert4 ,doch die ,freude dauerte nicht lange4 ,schon am #a4 ,september gingen keine ,zeichen mehr durch das ,kabel1 und es konnte niemals wieder ausgebessert werden4 ,da whrend der kurzen ,gebrauchszeit des ,kabels im ganzen #dcei ,worte durch dieses telegraphiert worden waren1 so hatte1 wie man in ,anbetracht der ,kabelkosten ausrechnete1 jedes ,wort #ahjj ,mark gekostet4 ,der ,verlust auch dieses ,kabels war zwar sehr schmerzlich1 aber die gewechselten ,telegramme hatten immerhin deutlich gezeigt1 von welch auerordentlichem ,wert eine solche ,verbindung zwischen den beiden ,weltteilen ist4 ,man bemhte sich nun1 die ,ursache des zweimaligen ,milingens zu ergrnden4 ,die englische ,regierung setzte ein besonderes ,komitee ein1 das ausfindig machen sollte1 wie die ,methoden bei der ,herstellung und ,verlegung von ,kabeln zu vervollstndigen seien4 ,schlielich kam man dazu1 die ,grundstze1 die ein ,deutscher1 nmlich ,werner ,siemens1 aufgestellt hatte1 als mageblich anzunehmen4 ,was ,siemens selbst durch die ,verlegung der ,mittelmeerkabel gelernt1 und was er auf ,grund seiner theoretischen ,ergrndungen theoretisch gelehrt hatte1 wurde vorbildlich auch fr die berbrckung des ,ozeans4 ,so wirkte er auf diesem ,gebiet schon geistig1 whrend er persnlich an dem ,werk noch nicht beteiligt war4 ,gesttzt auf die wissenschaftlich nunmehr besser geklrte ,situation1 an deren ,aufstellung auch ,william ,thomson ein lebhaftes ,verdienst hatte1 vermochte der unermdliche ,field nochmals ein ,kapital von #ab ,millionen ,mark fr ein ,ozeankabel aufzubringen4 ,es wurde eine besondere ,gesellschaft1 99,the ,telegraph ,construction and ,maintenance ,company991 gebildet1 welche die ,herstellung und ,verlegung des ,kabels ausfhren sollte4 ,unter ,teilnahme der ganzen ,welt wurde der riesenhafte ,leitungsdraht auf dem ,imperator der damaligen ,zeit1 dem grten ,schiff1 das man hatte1 dem ,great ,eastern1 untergebracht4 ,es war dies ein ,dampfer von #bjj ,metern ,lnge1 dessen vier tausendpferdige ,maschinen ,schaufelrder und eine ,schraube antrieben4 ,das groe ,schiff konnte bei dieser ,fahrt nicht allein auslaufen1 da die kolossalen ,eisenmassen1 welche die ,umwehrung des ,kabels darstellten1 seinen ,kompa unzuverlssig machten4 ,es mute daher von zwei anderen ,schiffen begleitet werden1 die ihm die ,richtung zeigten4 ,als fast #bdjj ,kilometer ausgelegt waren1 ri das ,kabel von neuem und versank in unergrndliche ,tiefe4 ,es ist sehr erstaunlich1 da es trotz all dieser ,mierfolge ,field dennoch wieder gelang1 ,kapital aufzubringen1 um einen vierten ,legungsversuch zu unternehmen4 ,schon im nchsten ,jahr ging der ,great ,eastern wieder in ,see1 und diesmal glckte es wirklich1 innerhalb zehn ,tagen die ,kabellegung zu ,ende zu fhren4 ,am #e4 ,august #ahff wurde die ,leitung in ,neufundland ans ,ufer gebracht1 und am #b4 ,september gelang es noch dazu1 das im vorigen ,jahr verlorene ,kabel aufzufischen und gleichfalls bis ,neufundland zu verlngern4 ,auf diese ,weise hatte man nun gleich zwei transatlantische ,telegraphenleitungen1 und fortab sind die beiden ,weltteile in ununterbrochenem elektrischen ,verkehr miteinander geblieben4 ,aber bisher hatte man den ,atlantischen ,ozean nur an einer verhltnismig schmalen ,stelle berquert4 ,es fehlte noch die direkte ,verbindung zwischen ,england und den ,vereinigten ,staaten1 da die ,kabel auf der amerikanischen ,seite bisher alle in ,neufundland1 also auf kanadischem ,gebiet1 gelandet waren1 von wo die ,linien ber ,land nach dem ,gebiet der ,vereinigten ,staaten gefhrt wurden4 ,die ,legung und ,herstellung eines solchen direkten ,kabels stellte wegen seiner sehr viel greren ,lnge eine neue schwierige ,aufgabe dar4 ,das ,unternehmen wurde darum der ,fabrik bertragen1 die den nun auch in ,england schon lebhaftest bewhrten ,namen ,siemens trug4 ,das erste der ganz groen transatlantischen ,kabel ist also in der ,fabrik zu ,charlton bei ,woolwich hergestellt worden4 ,ihm wurde alle ,sorgfalt zugewendet1 die mglich war1 und die ganzen ,erfahrungen der ,brder ,werner und ,wilhelm halfen mit1 ein vorzgliches ,fabrikat herzustellen4 ,der ,erfolg ist denn auch dementsprechend gewesen4 ,auftraggeberin fr das ,kabel war die 99,direct ,united ,states ,telegraph ,company991 die sich im ,jahre #ahgc mit einem ,kapital von #bf ,millionen ,mark bildete und ,wilhelm ,siemens zu ihrem 99,consulting ,director99 machte4 ,die ,leitung sollte in ,ballinskellig-,bai in ,irland beginnen und in ,torbay auf ,neuengland enden4 ,von dort aus sollte die ,linie gleichfalls durch ein ,unterseekabel nach ,ray ,beach in ,new ,hampshire weitergefhrt werden1 wo der ,anschlu an die amerikanischen ,landleitungen erreicht wurde4 ,wilhelm ,siemens konstruierte fr diese ,kabellegung ein besonderes ,schiff1 den auf der ganzen ,erde berhmt gewordenen ,dampfer ,faraday1 der so viele und so vortrefflich gelungene ,kabellegungen ausfhren sollte und mit seinem ,erscheinen die glckliche ,periode der drahtlichen ,ozeanberquerungen einleitete4 ,wenngleich ,wilhelm die ,frage der transatlantischen ,kabeltelegraphie nach allen ,richtungen hin studiert hatte1 so ist es doch recht erstaunlich1 da es ihm als einem ,mann1 der sich niemals mit ,schiffbau nher beschftigt hatte1 gelang1 ein so vorzgliches und noch nach langer ,zeit unbertroffenes ,spezialschiff zu konstruieren4 ,der ,faraday wurde auf der ,werft von ,mitchell ,co4 in ,walker bei ,newcastle-on-,tyne erbaut4 ,er hatte einen ,inhalt von #ejjj ,registertonnen und war #cfj ,fu lang4 ,in seinem ,innern barg er drei riesige ,trommeln1 auf denen ein ,kabel von #cejj ,kilometern ,lnge aufgerollt werden konnte4 ,es war auch eine ,einrichtung getroffen1 die gestattete1 das ,kabel im ,schiff stets unter ,wasser zu halten1 da man die ,erfahrung gemacht hatte1 da es sich im ,trockenen selbst erhitzte1 wodurch die ,isolierung schmelzen konnte4 ,der ,dampfer war mit zwei ,schrauben ausgerstet1 deren ,wellen schrg zueinander standen1 was ihm eine vorzgliche ,manvrierfhigkeit verlieh4 ,nach dem ,urteil aller ,zeitgenossen war das ,schiff wie kein anderes geeignet1 bei ,kabellegungen und auch bei ,hebungen vortreffliche ,dienste zu leisten4 ,am #af4 ,mai #ahgd ging der ,faraday zum erstenmal in ,see4 ,diesmal hatte er jedoch nur die ,kstenkabel fr die englische und auch fr die amerikanische ,seite an ,bord4 ,anfang ,juni begann er seine ,ttigkeit auf der amerikanischen ,seite1 wo er bald durch starken ,nebel aufgehalten wurde4 ,am #b4 ,juli brachten die 99,times99 folgende sensationelle ,depesche des ,reuterschen ,telegraphenbureaus3 ,der ,dampfer ,faraday ist in der ,nhe von ,halifax mit einem ,eisberg zusammengestoen und vollstndig gescheitert4 ,die ,unglcksbotschaft gelangte natrlich auch sofort nach ,deutschland1 und sie traf ,werner ,siemens in einem hchst ungeeigneten ,augenblick4 ,es war in dem ,jahr1 als er zum ordentlichen ,mitglied der ,akademie der ,wissenschaften in ,berlin ernannt worden war1 und an jenem ,tag hatte er in einer ,festsitzung der ,akademie seine ,antrittsrede zu halten4 ,gerade als er zu diesem ,zweck von ,hause fortgehen wollte1 erhielt er die ,nachricht von dem ,untergang des ,faraday4 ,es erforderte1 so schreibt er darber1 nicht geringe ,selbstbeherrschung von meiner ,seite1 niedergedrckt von dieser schrecklichen ,kunde1 doch meinen nicht verschiebbaren ,vortrag zu halten6 ,nur wenige intime ,freunde haben mir die gewaltige ,erregung angesehen4 ,glcklicherweise stellte sich bald heraus1 da die ,nachricht von den ,gegnern der ,siemens flschlich aufgebracht worden war1 um diese zu schdigen4 ,der ,faraday kehrte wohlbehalten zurck und konnte am #a4 ,september von neuem in ,see gehen1 um die ,hauptlegung auszufhren4 ,sie geschah unter ,leitung von ,karl ,siemens1 der sich zu diesem ,zweck an ,bord befand4 ,aber auch ,werner wollte persnlich diesen wichtigen ,vorgang berwachen4 ,deshalb hielt er sich whrend der ,legung in ,ballinskellig-,bai auf1 wo in der ,landungsstation die ,instrumente zur stndigen ,beobachtung des ,kabels whrend der ,auslegung aufgestellt waren4 ,man konnte an ihnen genau den ,isolationszustand der gesamten ,leitung1 soweit sie ins ,meer hinabgelassen war1 erkennen4 ,es war ziemlich gnstiges ,wetter1 so schreibt ,werner ,siemens ber die aufregende ,zeit seiner ,beobachtungen zu ,ballinskellig-,bai in den ,lebenserinnerungen1 und alles ging zunchst gut vonstatten4 ,der schwierige steile ,abfall der irischen ,kste zu groer ,meerestiefe war glcklich berwunden und den elektrischen ,prfungen zufolge der ,zustand des ,kabels untadelhaft4 ,da trat pltzlich ein kleiner ,isolationsfehler ein1 so klein1 da nur auerordentlich empfindliche ,instrumente1 wie wir sie anwendeten1 ihn konstatieren konnten4 ,nach bisheriger ,kabellegungspraxis wrde man diesen ,fehler unbercksichtigt gelassen haben1 da er ohne jeden ,einflu auf die telegraphische ,zeichenbildung war4 ,doch wir wollten eine ganz fehlerfreie ,kabelverbindung herstellen und beschlossen daher1 das ,kabel bis zu dem ,fehler1 der noch dicht hinter dem ,schiffe liegen mute1 wieder aufzunehmen4 ,dies ging auch zunchst trotz der groen ,meerestiefe von #ahjjj ,fu ganz gut vonstatten1 wie uns vom ,schiffe fortlaufend telegraphiert wurde4 ,pltzlich flog aber die ,skala unseres ,galvanometers aus dem ,gesichtsfelde -- das ,kabel war gebrochen6 ,gebrochen in einer ,tiefe1 aus der das ,ende wieder aufzufischen ganz unmglich erschien4 ,es war ein harter ,schlag1 der unser persnliches ,ansehen wie unseren geschftlichen ,kredit schwer bedrohte4 ,die ,nachricht durchlief noch in derselben ,stunde ganz ,england und wurde mit sehr verschiedenen ,empfindungen aufgenommen4 ,niemand glaubte an die ,mglichkeit1 aus so groer ,tiefe ein abgerissenes ,kabelende wieder aufzufischen1 und auch ,bruder ,wilhelm riet telegraphisch1 das verlegte ,kabel aufzugeben und die ,legung von neuem zu beginnen4 ,ich war berzeugt1 da ,karl1 ohne den ,versuch der ,auffischung gemacht zu haben1 nicht zurckkehren wrde1 und beobachtete ruhig die steten ,schwankungen der ,skala des ,galvanometers1 um ,anzeichen zu finden1 die auf ,bewegung des ,kabelendes durch den ,suchanker hindeuteten4 ,solche ,anzeichen traten auch hufig ein1 ohne weitere ,folgen zu haben1 und es vergingen zwei bange ,tage1 ohne irgendwelche ,nachricht von dem ,schiffe4 ,auf einmal heftige ,spiegelschwankung6 ,das ,ende des ,kupferdrahtes mute metallisch berhrt sein4 ,dann mehrere ,stunden lang schwaches1 regelmiges ,zucken des ,spiegelbildes der ,skala1 woraus ich auf stoweises ,heben des ,kabelendes durch die ,ankerwinde schlo4 ,doch stundenlange1 darauffolgende ,ruhe lie die ,hoffnung wieder sinken4 ,da wiederum starke ,spiegelschwankung durch ,schiffsstrom1 die mit nicht enden wollendem ,jubel des ,stationspersonals begrt wurde4 ,das ,unglaubliche war gelungen4 ,man hatte aus einer ,tiefe1 die die ,hhe des ,montblanc ber dem ,meeresspiegel bertraf1 in einer einzigen ,operation das ,kabel gefunden und1 was noch viel mehr sagen will1 ungebrochen zutage gebracht4 ,es muten viele gnstige ,verhltnisse zusammentreffen1 um dies mglich zu machen4 ,guter1 sandiger ,meeresgrund1 gutes ,wetter1 zweckmige ,einrichtungen fr das ,suchen und ,heben des ,kabels und ein gutes1 leicht lenkbares ,schiff mit einem tchtigen ,kapitn fanden sich hier glcklich zusammen und machten mit ,hilfe von viel ,glck und ,selbstvertrauen das unmglich ,erscheinende mglich4 ,bruder ,karl bekannte mir aber spter1 da er whrend des ununterbrochenen ,niederlassens des ,suchankers1 der sieben ,stunden brauchte1 um den ,meeresgrund zu erreichen1 was ihm erst eine klare ,anschauung von der ,gre der bekannten ,meerestiefe gegeben habe1 doch die ,hoffnung auf guten ,erfolg schon verloren hatte und dann selbst von diesem berrascht wurde4 ,nachdem der ,fehler beseitigt war1 wurde die ,legung zu ,ende gefhrt4 ,es hatten sich jedoch einige weitere ,fehlerstellen gezeigt1 und diese wollte man ausbessern1 bevor das ,kabel in den ,betrieb kam4 ,diese ,fehlersuche machte viel ,mhe und kostete viel ,kabel1 so da der ,faraday noch zweimal nach ,england fahren und wieder auslaufen mute4 ,das ,ergebnis war jedoch schlielich ein so vorzgliches ,kabel1 wie es vorher von niemanden gebaut und verlegt worden war4 ,der ,grundsatz1 so schreibt ,william ,pole1 der englische ,biograph von ,wilhelm ,siemens1 alle1 auch die unbedeutendsten ,fehler zu beseitigen1 ist bei diesem ,kabel auf das gewissenhafteste befolgt worden1 obgleich die ,vollendung der ,legung des ,kabels dadurch bedeutend verzgert wurde4 ,seitdem das ,kabel aber im ,besitz der ,auftraggeber ist1 hat es sich als eins der besten von allen ,kabeln1 welche berhaupt je verlegt worden sind1 erwiesen1 und seine ,sprechfhigkeit ist der anderer ,kabel1 in welchen unscheinbare ,fehler unbercksichtigt geblieben sind1 ganz bedeutend berlegen4 ,auch die ,prfung durch ,sir ,william ,thomson1 die hchste ,autoritt auf diesem ,gebiet in ,england1 ergab1 da die ,leitung durchaus fehlerfrei war und eine sehr hohe ,leitungsfhigkeit besa4 ,durch diese vorzgliche ,leistung stand die ,fabrik von ,siemens ,brothers nunmehr an der ,spitze der ,kabelfabriken4 ,im ,jahre #ahha bestellte der amerikanische ,eisenbahnknig ,gould ein ,doppelkabel nach ,amerika durch einfaches ,kabeltelegramm4 ,nach einiger ,zeit schon hatte der ,dampfer ,faraday sechs transatlantische ,kabel aus der ,siemensschen ,fabrik verlegt1 und damit war auch dieser ,zweig der ,technik in seine ,reifejahre eingetreten4 ,intermezzo ,es mu hier noch eine durch das ,haus ,siemens ,brothers in ,london ausgefhrte ,kabellegung geschildert werden1 weil sie zu ihrer ,zeit auf der ganzen ,erde sehr groes ,aufsehen erregt hat4 ,das ,interesse1 das sie erweckte1 ist nicht durch besondere technische ,vorgnge hervorgerufen worden1 sondern durch uere ,begleitumstnde1 die glcklicherweise fr ,kabellegungen nicht charakteristisch sind4 ,in demselben ,jahr1 in welchem die glckliche ,auslegung des ersten direkten atlantischen ,kabels durch den ,dampfer ,faraday gelang1 war die ,fabrik in ,charlton auch mit der ,herstellung eines ,kabels beschftigt1 das die 99,brazil and ,river ,plate ,telegraph ,company99 bei ihr bestellt hatte4 ,es sollte zur ,herstellung einer ,telegraphenlinie zwischen ,rio de ,janeiro und der ,kste von ,uruguay dienen4 ,hierfr muten #bbfj ,kilometer ,kabel ausgelegt werden4 ,obgleich es sich hierbei durchaus nicht um die ,durchquerung gefhrlicher ,gewsser handelte1 auch um gar keine in irgendeiner anderen technischen ,beziehung besonders beschwerliche ,aufgabe1 griff doch das ,verhngnis besonders hart in den ,gang der ,dinge ein4 ,zwei gute1 groe ,schiffe gingen bei der ,kabellegung verloren1 und #eh ,menschen kamen dabei ums ,leben4 ,als das ,kabel fertiggestellt war1 wurde es auf den ,dampfer ,gomos geladen1 der nach ,brasilien abging4 ,er legte ein ziemlich bedeutendes ,stck der ,kabelstrecke glcklich aus1 aber in der ,nacht zum #be4 ,mai #ahge geriet er in der ,nhe von ,rio ,grande do ,sul auf eine ,sandbank1 von der er nicht mehr freizukommen vermochte4 ,das ,schiff wurde gnzlich wrack und mute verlassen werden4 ber #djj ,kilometer ,kabel gingen mit ihm verloren4 ,in ,charlton wurde darauf ein ,ersatzkabel hergestellt und fr dessen berfhrung nach ,sdamerika der ,dampfer ,la ,plata gechartert1 der1 mit dem ,ersatzkabel und ,hilfsmaterialien an ,bord und mit den besten ,wnschen versehen1 am #bf4 ,november #ahgd ,gravesend verlie4 ,das ,schiff war ein eiserner ,schraubendampfer von fast #ajjj ,registertonnen ,gehalt4 ,es war vorzglich ausgerstet1 stand unter dem ,kommando eines bewhrten ,seemanns1 des ,kapitns ,dudden1 und hatte #ge ,personen an ,bord1 darunter den ,ingenieur ,ricketts1 der bei der ,auslegung des ,kabels die ,oberleitung innehaben sollte4 ,niemand konnte ahnen1 da auch dieses zweite ,kabel in ganz anderer ,weise den ,grund des ,meers erreichen sollte1 als beabsichtigt war4 ,als der ,la ,plata sich der ,bai von ,biskaya nherte1 geriet er in einen heftigen ,sturm4 ,das ,schiff wurde sehr stark hin und her geworfen und zwei seiner ,boote gingen ber ,bord4 ,am ,morgen wurde dem ,kapitn aus dem ,maschinenraum mitgeteilt1 da ,wasser in diesen eindringe4 ,er lie darauf1 um das ,schiff zu erleichtern1 einen ,teil des ,kabels ber ,bord laufen4 ,aber um #aj ,uhr war das ,wasser im ,maschinenraum doch bereits so hoch gestiegen1 da die ,feuer erloschen4 ,die ,maschine blieb stehen1 und damit war das ,schiff verloren4 ,man lie die ,boote hinunter1 und jeder versuchte einen ,platz darin zu gewinnen4 ,es waren nur noch drei ,boote vorhanden4 ,zwei von diesen scheiterten alsbald in dem hohen ,seegang4 ,eines aber mit #ae ,personen wurde nach schweren ,erlebnissen von dem ,dampfer ,gare ,loch gesichtet1 der die ,schiffbrchigen rettete und an ,bord nahm4 ,einer der berlebenden hat den ,untergang des ,schiffs geschildert4 ,wir geben diesen ,bericht wie auch den spter folgenden auszugsweise nach ,pole wieder3 ,illustration3 ,die erste elektrische ,straenbahn in ,berlin-,charlottenburg ,illustration3 ,ein moderner ,berliner ,straenbahnwagen ,ich sah das ,schiff untergehen2 es war #be ,minuten vor #a ,uhr4 ,einige ,minuten hindurch sank das ,schiff nur ganz allmhlich1 dann verschwand es pltzlich1 mit dem ,stern nach unten gerichtet4 ,es war ein entsetzlicher ,anblick4 ,das ,deck des ,dampfers zersprang kurz vor seinem ,untergang1 und er war berhaupt in einem schrecklichen ,zustand4 ,der ,kapitn aber war noch immer auf seinem ,posten2 er stand da1 allem ,anschein nach ruhig und gefat1 und ich glaube1 er hat uns sogar noch ein ,lebewohl zugewinkt in dem ,augenblick1 als er mit dem ,schiff versank4 ,dann noch ein ,mark und ,bein erschtternder ,schrei von den an ,bord zurckgebliebenen ,mannschaften -- solch ein ,schrei1 wie ich ihn hoffentlich nie wieder hren werde4 ,wir fischten noch zwei ,jungen und einen ,mann auf1 konnten jedoch sonst niemand mehr retten 444 ,wir erlebten eine schreckliche ,nacht4 ,ich war whrend der ganzen ,zeit auf meinen ,knien damit beschftigt1 ,wasser aus dem ,boot zu schpfen1 wobei ich so frchterlich ausstand1 da ich wnschte1 ich wre ertrunken4 ,einige andere von meinen ,unglcksgenossen wurden von ,fieber und ,durst noch schlimmer geplagt4 ,oft hrte ich den einen oder anderen von ihnen ausrufen3 ,o mein ,gott1 was wrde ich jetzt nicht fr einen ,trunk ,wassers geben6 ,seewasser war genug da2 aber davon trank man nur1 wenn die ,verzweiflung dazu trieb1 und der ,durst wurde dadurch nur um so qualvoller4 ,die ,schiffbrchigen langten am #b4 ,dezember #ahgd wieder in ,london an und brachten erst die ,nachricht von dem ,untergang des ,dampfers ,la ,plata dorthin4 ,die ,brder ,siemens gaben sofort auf telegraphischem ,weg ,anordnung1 da ,schiffe an die ,unglcksstelle fahren sollten1 um vielleicht noch berlebende zu retten4 ,das hatte jedoch keinen ,erfolg4 ,indessen gelang es einem fremden ,schiff1 noch zwei berlebende aufzufinden und zu bergen4 ,diese beiden hatten eine ,leidensgeschichte durchgemacht1 wie sie in der ,geschichte der ,schiffahrt nicht allzuoft vorkommt4 ,sie befanden sich in einem der verloren gegangenen ,boote und wurden von der ,sturzsee ber ,bord geschwemmt4 ,gerade in dem ,augenblick1 als sie wieder auf der ,oberflche erschienen1 versank das ,schiff pltzlich in die ,tiefe1 wodurch sie abermals mit nach unten gezogen wurden4 ,als sie zum zweitenmal nach oben kamen1 erblickten sie ganz in ihrer ,nhe ein auf dem ,wasser umherschwimmendes beschdigtes ,luftrettungsflo1 von dem sie ,besitz zu ergreifen sich bemhten4 ,dieses ,flo war aus ,gummi gefertigt und bestand aus mehreren mit ,luft angefllten ,abteilungen1 die durch ein einen ,sitz bildendes ,segeltuch verbunden waren4 ,auf diesem ,sitz befanden sie sich wie in einem ,wassertrog2 das ,wasser spielte bis an ihre ,hften1 so da ihr unterer ,krperteil allmhlich von der ,klte erstarrte4 ,ihre einzige ,hoffnung1 einem langsamen ,tode zu entrinnen1 bestand darin1 da sie vielleicht von einem der vorbersegelnden ,schiffe bemerkt wrden1 eine ,hoffnung1 die nur sehr wenig ,aussicht auf ,erfllung hatte1 da ein ,schiff1 das nicht ganz dicht an ihnen vorbeifuhr1 sie nur mit ,hilfe eines ,fernrohrs htte erblicken knnen1 wenn sie sich gerade auf dem ,kamm einer ,welle befanden4 ,dabei wusch die ,see bestndig ber sie hin1 und wenn sie nicht beide ,mnner von sehr krftiger und gesunder ,krperkonstitution gewesen wren1 so wrden sie wohl kaum diese drei ,tage bis zu ihrer endlichen ,erlsung berlebt haben4 ,hufig sahen sie in der ,tat ,schiffe in ihrer ,nhe vorberfahren1 von denen kein einziges ihre ,notschreie hrte1 und sie versanken allmhlich in einen ,zustand1 in dem sie zwischen ,wachen und ,schlafen dahindmmerten4 ,am ,mittwoch gegen #d ,uhr morgens sah der eine der ,schiffbrchigen1 der eben munter war1 trotz der ,dunkelheit in der ,ferne ein ,schiff gerade auf das ,flo zusteuern und weckte sofort seinen ,leidensgefhrten4 ,das ,fahrzeug nherte sich ihnen sehr rasch bis auf eine ,entfernung von etwa #ajj ,yards4 ,mit der ganzen noch brigen ,kraft ihrer ,lungen schrien beide wiederum um ,hilfe1 und nach einigen ,sekunden banger ,erwartung kndigte ihnen ein helles ,licht an1 da sie gehrt worden seien4 ,zwei ,stunden lang leuchtete das ,licht wie ein ,rettungsstrahl vor ihren ,augen1 verschwand jedoch kurz vor der ,morgendmmerung1 und als der ,tag anbrach1 war nirgendwo mehr ein ,schiff zu sehen4 ,ihre ,hoffnung war fast der ,verzweiflung gewichen1 als sie pltzlich etwa zwei ,stunden1 nachdem es vollstndig hell geworden war1 das hei ersehnte ,schiff gerade auf sich zusteuern sahen4 ,es war der hollndische ,schoner ,wilhelm ,blenkelszoon4 ,der ,eigentmer1 ,kapitn ,j4 van ,dorp1 hatte unmittelbar1 nachdem er den ,notschrei vernommen1 sein ,schiff aufgebracht und bis zum ,morgen vor ,anker gelegt4 ,inzwischen war das ,luftflo leewrts getrieben4 ,als der ,hollnder bei ,tagesanbruch nirgends mehr etwas sehen konnte1 folgerte er aus der ,strom- und ,windrichtung genau den ,ort1 wohin ein schwimmender ,schiffstrmmer oder ein ,boot getrieben sein knnten1 und wandte sofort nach jener ,richtung4 ,die ,rettung bot jedoch noch besondere ,schwierigkeiten1 da das ,schiff wegen der hochgehenden ,see nicht unmittelbar an die ,seite des ,floes gebracht werden konnte4 ,ebensowenig konnte man ein ,boot hinunterlassen4 ,die ,schiffbrchigen wurden also aufgefordert1 die kurze ,strecke zu durchschwimmen4 ,dem ,hochbootsmann ,lamont gelang dies glcklich4 ,nun sollte auch sein ,genosse ,hooper den ,versuch wagen4 ,dieser war noch mehr erschpft als ,lamont2 aber in dem ,gedanken1 da es am ,ende nicht schlimmer sei1 auf dem ,wege vom ,flo nach dem ,schiff zu ertrinken1 als allein auf dem ,flo hilflos auf dem ,meere umherzutreiben und schlielich elendiglich umzukommen1 wagte er den verzweifelten ,versuch und schwamm fr sein ,leben auf den ,schoner zu4 ,als er jedoch bis an dessen ,seite herangekommen war1 waren seine ,hnde so erstarrt1 da er selbst das ihm zugeworfene ,seil nicht einmal mehr ergreifen konnte1 und so erfate er es daher mit den ,zhnen4 ,der kleine ,schoner lag tief im ,wasser1 einige von seiner ,bemannung lehnten sich sofort ber1 und es gelang ihnen1 ,hooper bei den ,hnden zu ergreifen und ihn sodann an ,bord zu ziehen4 ,die armen ,leute waren nicht mehr imstande zu stehen und fast tot vor ,nsse1 ,klte und ,hunger2 denn es war damals beinahe ,mittwoch mittag1 und seit dem vorhergegangenen ,samstagabend hatten sie keine ,nahrung mehr zu sich genommen4 ,doch die ,menschenfreundlichkeit und sorgsame ,pflege des ,kapitns van ,dorp und seiner braven ,mannschaft1 die nicht hoch genug gepriesen werden kann1 brachte sie allmhlich wieder zu sich4 ,ihre ,namen waren mit unter denen verffentlicht worden1 die mit dem ,dampfer ,la ,plata zugrunde gegangen waren2 es mu daher fr ihre ,familien1 als sie pltzlich wieder erschienen1 gewesen sein1 als ob sie von den ,toten auferstanden wren4 ,damit waren also #ag ,personen gerettet1 #eh1 darunter auch der ,leiter der ,expedition1 ,ricketts1 hatten ihren ,tod gefunden4 ,die ,feinde des ,hauses ,siemens benutzten die ,gelegenheit1 um eine lebhafte ,agitation gegen die ,brder einzuleiten4 ,es wurde behauptet1 der ,dampfer ,la ,plata sei mit schwerer berlastung in ,see gegangen4 ,das ,handelsministerium lie die ,angelegenheit auf das genaueste untersuchen1 worauf sich die vollkommene ,grundlosigkeit aller ,beschuldigungen herausstellte1 ja ,wilhelm ,siemens konnte bei seiner ,vernehmung glaubwrdig nachweisen1 da er das ,schiff mit weit mehr ,rettungseinrichtungen versehen hatte1 als gesetzlich ntig gewesen war4 ,durch ffentliche ,sammlung wurde zum ,besten der ,witwen und ,waisen der zugrunde gegangenen ,mannschaft ein ,fonds aufgebracht1 zu dem die ,brder ,siemens #ajjjj ,mark beisteuerten2 ferner sorgten sie reichlich fr die ,familien der ,angestellten ihres eigenen ,hauses1 die bei der ,la-,plata-,katastrophe ertrunken waren4 ,das brasilianische ,unglckskabel wurde endlich im ,anfang des ,jahres #ahge durch ein drittes ausgesandtes ,schiff1 den ,ambassador1 ausgelegt4 ,die indo-europische ,telegraphenlinie ,kurz bevor die ,brder ,werner und ,wilhelm ,siemens sich zur ,auslegung ihres ersten transatlantischen ,kabels besonders eng zusammengetan hatten1 war von ihnen bereits ein anderes groes ,werk gemeinschaftlich vollbracht worden4 ,sie hatten1 gleichfalls unter ttiger ,mitwirkung von ,karl ,siemens1 eine ,landlinie zustande gebracht1 welche bei weitem die grte ihrer ,zeit war1 und die1 noch heute fortbestehend1 als ein ,denkmal ,siemensscher ,tatkraft anzusehen ist4 ,das englische ,mutterland suchte1 sobald dies technisch mglich war1 eine telegraphische ,verbindung mit seiner grten und wichtigsten ,kolonie1 mit ,indien1 herzustellen4 ,der erste ,versuch1 ,indien zu erreichen1 wurde ber gypten gemacht4 ,wir haben ,werner ,siemens auch hierbei schon am ,werk gesehen1 denn jenes ,kabel durch das ,rote ,meer1 nach dessen ,auslegung er ,schiffbruch erlitt1 war ein ,teil der englisch-indischen ,verbindungslinie4 ,es fand seine ,fortsetzung durch ein zweites ,kabel1 das von ,aden bis nach ,karatschi an der ,mndung des ,indus verlegt wurde1 von wo aus ,landtelegraphenlinien sich ber ganz ,indien erstreckten4 ,wie wir wissen1 hrte das ,kabel im ,roten ,meer schon im ,jahre #ahfa zu arbeiten auf1 und hnlich ging es manchen anderen ,teilstrecken1 weil die ,leitungen in der ,fabrik noch nicht nach den ,siemensschen ,methoden hergestellt worden waren4 ,nun suchte man1 da die ,wichtigkeit der ,verbindung immer deutlicher wurde1 ,indien ber ,land zu erreichen4 ,nur von ,england zum ,kontinent und durch den ,persischen ,golf von ,buschir bis nach ,karatschi sollte wieder das ,kabel benutzt werden4 ,schon jetzt wurden die ,brder ,siemens von den ,regierungen1 durch deren ,lnder diese ,telegraphenlinie hindurchging1 als ,berater herangezogen4 ,aber man kam hier zu keinem befriedigendem ,ergebnis4 ,hatte man doch keine geschlossene ,linie von ,england bis ,indien1 sondern es muten in den verschiedenen ,lndern ,umtelegraphierungen stattfinden4 ,dadurch1 da die in englischer ,sprache abgefaten ,telegramme in ,deutschland1 in ,ruland und in ,persien aufgenommen und von den oft des ,englischen nicht kundigen ,beamten weiter telegraphiert werden muten1 entstanden sehr bse ,strungen4 ,hufig kamen die ,telegramme derartig verstmmelt an1 da sie nicht mehr zu entziffern waren1 und ihr ,weg dauerte manchmal mehrere ,wochen4 ,werner ,siemens fate darauf den ,plan1 eine eigene durchgehende ,linie von ,england nach ,indien zu schaffen1 die ausschlielich diesem ,verkehr dienen und ein direktes ,abgeben der ,telegramme von ,london bis ,karatschi und ,kalkutta ermglichen sollte4 ,er schrieb im ,jahre #ahfg3 ,eine der wichtigsten ,aufgaben der ,gegenwart von der weittragendsten merkantilen und politischen ,bedeutung ist die sichere und schnelle telegraphische ,verbindung ,europas mit ,indien4 ,betrachten wir ,indien mit seiner ungeheuren ,bevlkerung und seiner steigenden ,produktion -- fr sich allein schon eines der wichtigsten ,handelsgebiete der ,erde -- zugleich als ,durchgangspunkt des europischen ,verkehrs nach ,china1 ,japan1 ,australien und ganz ,polynesien1 eines ,verkehrs1 der unbersehbare ,dimensionen annehmen wird3 so leuchtet die ,notwendigkeit einer fr alle ,eventualitten gesicherten telegraphischen ,verbindung hervor1 besonders seitdem die groe ,aufgabe der atlantischen ,telegraphenverbindung mit ,amerika so glnzend und mit so beraus gnstigem finanziellen ,erfolge gelst worden ist4 ,der ,verkehr ,europas mit ,indien und seinen ,hinterlndern ist an sich fr ,europa von grerer ,bedeutung1 als der mit ,amerika4 ,dies gilt in noch hherem ,mae vom ,telegraphenverkehr4 ,der ,nutzen1 den dieser dem korrespondierenden ,publikum darbietet1 ist der ,zeit proportional1 welche durch eine telegraphische ,mitteilung einer brieflichen gegenber erspart wird4 ,da nun ein ,brief von ,london nach ,neuyork durchschnittlich nur etwa #aa ,tage1 nach ,kalkutta aber #cj ,tage braucht1 so ergibt sich der verhltnismig weit grere ,nutzen einer telegraphischen ,depesche nach ,kalkutta im ,vergleich zu der nach ,neuyork aus dieser weit greren ,zeitersparnis4 ,seit die telegraphische ,verbindung mit ,amerika in so gutem ,betriebe ist1 da1 gespornt von den brillanten konomischen ,resultaten derselben1 bereits ,konkurrenzlinien in ,aussicht genommen werden1 durch welche die bisher bermig hohen ,gebhren wahrscheinlich eine bedeutende ,herabsetzung erfahren werden1 seitdem wird die ,bedeutung der direkten indo-europischen ,telegraphie noch wesentlich dadurch erhht1 da sie knftig auch den bedeutenden ,depeschenverkehr ,amerikas mit dem stlichen ,asien und ,australien vermitteln wird4 ,ist die ,depeschenbefrderung zuverlssig1 schnell und nicht unverhltnismig kostspielig1 so wird sie sich sowohl der ,handels-1 als auch der persnlichen und politischen ,mitteilungen in noch weit hherem ,mae bemchtigen1 als es bei anderen krzeren und daher weniger ,zeit ersparenden ,linien der ,fall ist4 ,es wird dann kaum ein irgend bedeutenderes ,handelsgeschft ohne telegraphische ,verstndigung mehr zustande kommen knnen1 da der telegraphische ,korrespondent dem brieflichen schon bei einem einfachen ,angebot und ,akzept um ,monate voraus ist4 ,eine sichere indo-europische ,telegraphie wird aber nicht nur dem bereits bestehenden ,verkehr groen ,nutzen bringen1 sondern auch sehr viel zur schnelleren ,entwicklung desselben beitragen4 ,werner ,siemens besprach diesen ,plan mit seinen ,brdern ,wilhelm und ,karl1 und sie beschlossen1 jeder in seinem ,gebiet die ,vorverhandlungen zu beginnen4 ,wilhelm arbeitete fr das ,unternehmen in ,england1 ,werner verhandelte mit der preuischen ,regierung1 ,karl suchte ,ruland fr den ,plan zu gewinnen4 ,drei ,jahre lang dauerten die ,errterungen4 ,dann erklrten sich alle beteiligten ,regierungen bereit1 die ,konzession zu erteilen4 ,technisch wurde die ,anlage einer solchen1 fast #ajjjj ,kilometer langen durchgehenden ,linie nur dadurch mglich1 da ,werner ,siemens wiederum neue1 besonders empfindliche bertragungs- und ,empfangsapparate schuf4 ,sie gestatten das bergehen der ,telegramme von einem ,leitungsteil zum andern ohne das ,dazwischentreten von ,menschen4 ,im ,jahre #ahfh wurde die 99,indo ,european ,telegraph ,company99 mit einem ,kapital von #i ,millionen ,mark gegrndet4 ,mit ,stolz sagt ,werner1 es sei ein ehrendes ,zeichen fr das ,ansehen gewesen1 welches die ,siemensschen ,firmen schon damals genossen1 da das erforderliche betrchtliche ,kapital ohne ,vermittlung von ,bankhusern1 nur auf die direkte ,aufforderung hin1 in ,london und ,berlin gezeichnet wurde4 ,der ,bau der ,linie war am #aj4 ,dezember #ahfi beendet4 ,die ,strecke besteht bis zum heutigen ,tag unverndert fort4 ,ihr ,arbeiten ist natrlich mit dem ,beginn des ,weltkriegs unterbrochen worden4 ,der ,weg1 den sie durchzieht1 ist folgender3 ,von ,london luft eine ,landlinie bis an die englische ,kste nach ,lowestoft4 ,von dort fhrt ein ,kabel durch die ,nordsee nach ,norderney und setzt sich nach ,emden fort4 ,hier schliet die riesige ,landlinie an4 ,sie luft ber ,berlin bis ,thorn1 wo das russische ,gebiet erreicht wird4 ,von dort geht es ber ,warschau nach ,odessa1 dann zur ,krim und darauf ber ,tiflis und ,tbris nach der persischen ,hauptstadt ,teheran4 ,bis dorthin hatte die indische ,regierung im ,anschlu an das ,kabel ,karatschi-,buschir ihren ,telegraphen vorgestreckt4 ,bis die ,linie in praktische ,benutzung genommen werden konnte1 gab es noch mancherlei ,verdru1 weil es schwer hielt1 den berwachungsdienst in den verschiedenen ,lndern richtig zu organisieren4 ,erst am #ab4 ,april #ahgj konnte die von ,werner ,siemens gewnschte ,generalprobe stattfinden4 ,auf seine ,einladung versammelte sich1 wie ,ehrenberg berichtet1 in der ,londoner ,station der indo-europischen ,linie eine ,anzahl hervorragender ,interessenten4 ,darauf wurde ,teheran angerufen4 ,zu ,werners nicht geringem ,verdru gelang die ,verstndigung mit der persischen ,hauptstadt zunchst nicht4 ,dann aber ging alles gut4 ,major ,smith1 ,chef der englischen ,telegraphenverwaltung in ,teheran1 fragte3 ,was ist dort die ,zeit8 ,london antwortete3 #aa ,uhr #ej1 und dort8 -- #c ,uhr #bg nachmittags4 ,general ,sir ,william ,baker1 ,mitglied des 99,council of ,india991 depeschierte um #ab ,uhr #de nach ,kalkutta3 ,sir ,william ,baker an ,oberst ,robinson1 ,kalkutta2 bin entzckt ber die ,leistungen der indo-europischen ,linie4 ,antwort kam schon um #a ,uhr #ej3 ,kalkutta1 #g ,uhr #g nachmittags4 ,betriebsdirektor an ,sir ,william ,baker1 ,london4 ,dank fr ,ihre ,botschaft1 die in #bh ,minuten hier angelangt ist4 ,damit war der grte ,erfolg erzielt1 den der berlandtelegraph bisher erreicht hatte2 ber eine ,entfernung hinweg1 die ungefhr einem ,siebentel des ,erdumfangs entspricht1 hatte man in krzester ,zeit ,nachrichten getauscht4 ,es war ein neuer groer ,sieg des ,siemensschen ,hauses4 ,die ,erfindung der ,dynamomaschine ,wir gelangen nunmehr zur ,darstellung jener ,erfindung1 die den ,hhepunkt in dem ,schaffen von ,werner ,siemens bedeutet4 ,die menschliche ,kultur knnte das1 was sie heute ist1 nicht sein ohne die ,einwirkung und ,mitwirkung des elektrischen ,starkstroms4 ,die ,mglichkeiten1 die uns die ,ausnutzung der ,naturkraft ,elektrizitt in dieser ,form erschlossen hat1 sind so zahlreich und so innig mit dem gesamten ,dasein und ,treiben der heutigen ,menschheit verwebt1 da das zwanzigste ,jahrhundert ohne sie nicht denkbar wre4 ,starkstrom-,elektrizitt treibt gewaltige ,maschinen an2 sie gestattet -- und das ist ihre ureigenste grandiose ,eigenschaft -- ,energie1 die an einem geeigneten ,punkt erzeugt wird1 weithin zu leiten und berallhin zu verteilen2 das elektrische ,kraftzentrum liefert nach ,belieben vier ,formen der ,energie3 ,kraft1 ,licht1 ,wrme und chemische ,zerspaltungs- oder ,verbindungsenergie4 ,elektrische ,bahnen sind das bequemste und vorteilhafteste ,befrderungsmittel geworden4 ,der ,elektromotor hebt die schwersten ,lasten4 ,die ,elektrometallurgie scheidet ,metalle aus dem ,erz1 die elektrochemische ,industrie bereitet das ,aluminium1 sie entnimmt ,stickstoffverbindungen aus der ,luft4 ,millionen und aber ,millionen ,menschen sind bei der ,fabrikation elektrischer ,maschinen und aller derjenigen ,einrichtungen beschftigt1 die durch sie erst mglich geworden sind4 ,fast die ganze zivilisierte ,menschheit geniet heute die ,segnungen1 die von den elektrischen ,leitungsdrhten ausgehen4 ,nicht lange mehr1 und kein ,ort in einem ,kulturstaat wird ohne ffentlich nutzbare ,elektrizittsquelle sein4 ,da wir diese unvergleichliche ,kraft zu unserer ,verfgung haben1 verdanken wir ,werner ,siemens4 ,er hat die ,maschine erfunden1 durch die allein es bis zum heutigen ,tag mglich ist1 nutzbare elektrische ,strme im groen zu erzeugen4 ,sowenig wie in irgendeinem anderen ,bezirk entspringt im ,reich der ,technik ein groer ,gedanke pltzlich und unvermittelt dem ,gehirn eines ,menschen1 wie ,athene fertig gepanzert dem ,haupt des ,zeus entstieg4 ,generationen sind gewhnlich ntig1 um das ,feld zu dngen1 aus dem dann endlich die ,wunderblume des abschlieenden genialen ,gedankens erblht4 ,es ist erstaunlich1 da der ganze ,werdegang der ,dynamomaschine vom ersten ,aufblitzen des theoretischen ,gedankens1 der zur ,grundlage ward1 bis zu ihrer ,fertigstellung kaum mehr als drei ,jahrzehnte gebraucht hat4 ,wir haben schon in dem kurzen ,bericht ber die ,entwicklung der ,telegraphie von der ,entdeckung ,aragos gehrt1 da elektrische ,strme ,eisen1 das sie in darumgelegten ,windungen umflieen1 magnetisch machen4 ,es whrte mehrere ,jahre1 bis der geniale ,entdecker der elektrischen ,induktion1 ,michael ,faraday1 auf den ,gedanken kam1 da diese ,wechselwirkung zwischen ,elektrizitt und ,magnetismus auch umkehrbar sei4 ,durch bloe berlegung erkannte ,faraday1 da1 wenn ,elektrizitt ,magnetismus zu erzeugen vermge1 ,magnetismus auch imstande sein msse1 ,elektrizitt hervorzurufen4 ,im ,jahre #ahca vermochte er diese ,behauptung durch ein ,experiment zu beweisen4 ,er schrieb darber3 ,es erschien mir sehr sonderbar1 da1 whrend jeder elektrische ,strom von einer magnetischen ,wirkung rechtwinklig zum ,strom von entsprechender ,intensitt begleitet war1 nicht auch in guten1 in den ,bereich dieser ,wirkung gebrachten ,elektrizittsleitern irgendein ,strom oder etwas einem solchen ,strom an ,kraft quivalentes durch sie induziert werden sollte4 ,diese ,erwgungen und die daraus erwachsende ,hoffnung1 ,elektrizitt aus gewhnlichem ,magnetismus zu gewinnen1 regten mich zu verschiedenen ,zeiten an1 die ,induktionswirkung elektrischer ,strme durch ,experimente genauer zu untersuchen4 ,vor kurzem habe ich denn auch positive ,resultate erreicht1 und meine ,hoffnungen sind in ,erfllung gegangen4 ,faraday fand1 da ein ,magnetstab1 den man in eine ,drahtspule hineinstt1 in dieser einen ,strom erzeugt1 und da dasselbe geschieht1 wenn man den ,magnet wieder herauszieht4 ,whrend der ,magnetstab in der ,spule ruht1 entsteht jedoch kein ,strom4 ,man vermag ebenso eine ,stromerzeugung zu bewirken1 wenn man einen weichen ,eisenkern1 der fest in der ,spule steckt1 abwechselnd magnetisiert und wieder entmagnetisiert4 ,zunchst waren die ,wirkungen1 die ,faraday auf diese ,weise erhielt1 nur gering4 ,bei der ersten ,vorfhrung seiner ,entdeckung vor der 99,royal ,institution99 sagte er3 ,der ,funke ist so gering1 da ,sie ihn kaum bemerken knnen1 aber andere ,funken werden folgen1 welche diese ,kraft fr hchst wichtige ,zwecke verwendbar machen4 ,er selbst verfolgte als reiner ,wissenschaftler die praktische ,verwendung seiner ,entdeckung nicht weiter4 ,mir war es mehr darum zu tun1 sagte er spter1 neue ,tatsachen und weitere ,beziehungen1 die auf der magneto-elektrischen ,induktion beruhen1 ausfindig zu machen1 als die ,kraft der bereits erzielten ,strme zu vermehren1 da ich der festen berzeugung war1 da diese ohnedies im ,laufe der ,zeit zu ihrer vollen ,entwicklung gebracht werden wrden4 ,und wirklich wurden sehr bald von anderen ,maschinen gebaut1 welche die magnet-elektrische ,induktion ausnutzten4 ,der ,franzose ,pixii und der ,italiener ,dal ,negro konstruierten schon im ,jahre #ahcb ,maschinen1 bei denen die ,magnetinduktion dadurch hervorgerufen wurde1 da ,induktionsspulen den ,polen von ,magneten durch ,drehung fortwhrend genhert und wieder von ihnen entfernt wurden4 #ahec gelang es ,nollet1 eine sehr groe ,maschine dieser ,art zu bauen4 ,nachdem sie durch ,holmes verbessert und ausgestaltet worden war1 geschah es am #h4 ,dezember #ahej zum erstenmal1 da ,strom fr elektrisches ,licht durch ,maschinenkraft erzeugt wurde4 ,es brannte in dem ,leuchtturm auf ,south-,foreland4 ,die so gebauten ,maschinen erlangten bald eine gewisse ,bedeutung4 ,der ihnen zugrunde liegende ,gedanke war1 die von dauernden ,stahlmagneten erzeugten ,kraftfelder zur ,induzierung von ,strmen in ,spulen zu benutzen1 die durch die ,magnetfelder hindurchgedreht wurden4 ,den drehbaren ,teil1 auf dem die ,spulen saen1 nannte man ,anker4 ,um eine mglichste ,steigerung der induzierten elektrischen ,kraft hervorzurufen1 kam es darauf an1 den ,anker so zu bauen1 da mglichst viele ,spulenwindungen sich zu gleicher ,zeit im ,bereich des magnetischen ,felds befanden4 #ahef erfand ,werner ,siemens eine in dieser ,hinsicht sehr wichtige ,neuerung4 ,er baute damals einen ,anker1 der die ,form eines ,zylinders mit zwei parallelen ,einschnitten in der ,lngsrichtung hatte4 ,nach der ,form1 die der ,querschnitt dieses ,ankers besitzt 7,symbol3 ,doppel-,t-,anker71 nannte er ihn ,doppel-,t-,anker4 ,es sind hier die ,spulenwindungen parallel zur ,achse des ,zylinders in den ,einschnitten aufgewickelt4 ,da man den dringenden ,wunsch hatte1 recht starke und dauernde elektrische ,strme zu erhalten1 so wurden immer umfangreichere magnet-elektrische ,maschinen gebaut4 ,man nahm jedoch bald wahr1 da deren ,leistungsfhigkeit durchaus nicht im ,verhltnis zu ihrer ,gre wuchs4 ,es wurde im ,gegenteil die ,kraft der induzierenden ,stahlmagnete durch den im ,anker entstehenden induzierten und entgegengesetzten ,magnetismus immer mehr geschwcht4 ,daraus erwuchs der ,gedanke1 an ,stelle der ,stahlmagnete ,elektromagnete zur ,erzeugung der ,induktion zu benutzen4 ,man versuchte dies zuerst in der ,weise1 da man die ,elektromagnete durch ,batteriestrme erregte4 ,aber auch hier arbeitete die ,maschine sich selbst bis zu einem gewissen ,grad entgegen4 ,wilde in ,birmingham benutzte dann an ,stelle der ,batterie zur ,erregung der ,elektromagnete eine kleine magnet-elektrische ,maschine1 die mit ,siemensschem ,doppel-,t-,anker ausgerstet war4 ,hierdurch konnte man schon recht krftige ,strme erzeugen1 aber eine gengende ,steigerung war auch hier nicht mglich4 ,die richtige ,anordnung brachte erst das dynamo-elektrische ,prinzip1 das von ,werner ,siemens im ,jahre #ahff gefunden wurde4 ,siemens fate den groartigen ,gedanken1 da man fr die ,erregung der ,magnete1 die dann im ,anker der ,maschine den ,strom hervorrufen1 doch nicht notwendigerweise von auen her gelieferten elektrischen ,strom verwenden msse4 ,in jedem einmal magnetisierten ,eisen1 also auch in den ,erregern1 bleibt immer etwas ,magnetismus zurck4 ,dieser gengt1 um im ,anker1 wenn man ihn dreht1 elektrischen ,strom hervorzurufen4 ,fhrt man nun diesen schwachen elektrischen ,strom um die ,wicklungen der erregenden ,magnete herum1 so mu deren ,magnetismus verstrkt werden1 wodurch nun wieder die ,stromentwicklung im ,anker gesteigert wird4 ,das wirkt von neuem auf die ,erregermagnete1 von da wiederum auf den ,anker1 und so mu sich immer weiter eine ,steigerung der ,maschinenleistung ergeben1 bis die fr ihre ,bauart hchstmgliche ,leistung erreicht ist4 ,das ,ergebnis war1 als ,siemens das ,prinzip praktisch ausprobte1 in der ,tat so1 wie er es erwartet hatte4 ,er nannte den so entstandenen wunderbaren ,apparat dynamo-elektrische ,maschine1 von dem griechischen ,wort ,dynamis ,arbeit1 weil hier die ,arbeit1 die dazu verwendet wurde1 um den ,anker zu drehen1 sich direkt in elektrischen ,strom umsetzte4 ,in trefflicher ,weise ist die ,anordnung in der ,maschine so getroffen1 da der ,magnetismus immer den ,strom und der ,strom den ,magnetismus verstrken mu4 ,technische ,konstruktionen sind1 wie ,graetz sagt1 immer genial und hervorragend leistungsfhig1 wenn sie es verstehen1 ,anordnungen zu treffen1 durch welche sich ,ursache und ,wirkung gegenseitig verstrken4 ,das ist bei dieser ,maschine in besonderem ,ma der ,fall4 ,werner ,siemens erwhnt seine groe ,erfindung1 nach ,pole1 zum erstenmal in einem ,brief1 den er am #d4 ,dezember #ahff an seinen ,bruder ,wilhelm schrieb3 444 ,ich habe eine neue ,idee gehabt1 die aller ,wahrscheinlichkeit nach reussieren und bedeutende ,resultate geben wird4 ,wie ,du wohl weit1 hat ,wilde ein ,patent in ,england genommen1 welches in der ,kombination eines ,magnetinduktors meiner ,konstruktion mit einem zweiten1 welcher einen groen ,elektromagnet anstatt der ,stahlmagnete hat1 besteht4 ,der ,magnetinduktor magnetisiert den ,elektromagnet zu einem hheren ,magnetismus1 wie er durch ,stahlmagnete zu erreichen ist4 ,der zweite ,induktor wird daher viel krftigere ,strme geben1 als wenn er ,stahlmagnete htte4 ,die ,wirkung soll kolossal sein1 wie in ,dinglers ,journal mitgeteilt4 ,nun kann man aber offenbar den ,magnetinduktor mit ,stahlmagneten ganz entbehren4 ,nimmt man eine elektromagnetische ,maschine1 welche so konstruiert ist1 da der feststehende ,magnet ein ,elektromagnet mit konstanter ,polrichtung ist1 whrend der ,strom des beweglichen ,magnetes gewechselt wird2 schaltet man ferner eine kleine ,batterie ein1 welche den ,apparat also bewegen wrde1 und dreht nun die ,maschine in der entgegengesetzten ,richtung1 so mu der ,strom sich steigern4 ,es kann darauf die ,batterie ausgeschlossen und entfernt werden1 ohne die ,wirkung aufzuheben4 ,der welthistorische ,augenblick1 in dem eine elektrische ,maschine mit ,fremderregung zum erstenmal so geschaltet wurde1 da ihr eigener ,strom um die ,erregermagnete lief1 ist uns durch einen ,augenzeugen geschildert worden4 ,siemens1 der ungeduldig auf die ,feststellung harrte1 ob sein ,gedanke auch durch den praktischen ,versuch besttigt werden wrde1 hat damals die ausschlaggebende ,umschaltung selbst vorgenommen4 ,der ,werkmeister ,karl ,mller1 der ihm dabei behilflich war1 lebt heute noch in ,schneberg1 und er hat in einer ,unterredung1 die ,heintzenberg mit ihm anllich des #ej;jhrigen ,jubilums der ,dynamomaschine hatte1 die ,vorgnge1 die ihm noch nach einem halben ,jahrhundert sehr gut erinnerlich waren1 geschildert4 ,heintzenberg hat diese ,darstellung ,mllers in der ,tglichen ,rundschau wiedergegeben4 ,mllers ,erzhlung lautete demnach ungefhr so3 ,eines ,tages war der ,alte zu ihm in die ,werkstatt hinuntergestrmt und hatte ihm in seiner lebhaften ,art den ,auftrag gegeben1 nach einer ,handskizze so schnell wie mglich eine ,maschine zusammenbauen zu lassen1 bei der die ,erregung nicht durch ,stahlmagnete1 sondern durch ,elektromagnete hervorgerufen werden sollte4 ,die ,eisenkerne fr die ,elektromagnete1 die ,polschuhe und die ,wicklung muten neu hergestellt werden4 ,mller ging eifrig an die ,arbeit4 ,es konnte jedoch dem ,prinzipal nicht schnell genug gehen4 ,schon nach wenigen ,tagen gab er in heftiger ,weise seiner ,enttuschung darber ,ausdruck1 da die ,maschine immer noch nicht fertig sei4 ,endlich war es nun so weit4 ,die ,maschine stand bereit in der ,werkstatt2 ob sie allerdings den ,anforderungen des gestrengen ,herrn gengen wrde 4448 ,es war eine tolle ,hetzjagd gewesen1 und manches htte in ruhigerer ,arbeit sorgfltiger gemacht werden knnen4 ,mller hatte auch mehrfach versucht1 den ,anker der ,maschine zu drehen und dabei gefunden1 da dies verdammt schwer ging4 ,auch die ,anker seiner gewhnlichen ,induktoren setzten der ,drehung einen gewissen ,widerstand entgegen1 aber doch nicht in dem ,mae4 ,er hatte die ,maschine wieder auseinandernehmen und die ,lager nachsehen lassen1 aber niemand hatte einen ,fehler finden knnen2 so sah ,mller mit etwas gemischten ,gefhlen dem ,augenblick entgegen1 in dem ,werner ,siemens kommen wrde1 um die neue ,maschine zu prfen4 ,ein ,gehilfe bat um eine ,auskunft1 und als sie zusammen in die ,werkstatt traten1 sah ,mller1 da ,werner ,siemens bereits an der ,versuchsmaschine stand4 ,die ,stirnfurche1 von der man nie recht wute1 ob sie ein ,zeichen von schlechtem ,wetter oder nur die ,folge von angestrengtem ,nachdenken war1 schien heute noch tiefer als sonst4 ,manchmal war ihm recht ungemtlich in der ,nhe dieses ,feuergeistes1 wenn er sich auch immer wieder sagte1 da dieses aufbrausende ,wesen nie lange andauerte1 und wenn er auch ahnte1 da es nur ein ,schild war1 hinter dem der ,alte gegen seine eigene groe ,gutmtigkeit ,deckung suchte4 ,werner ,siemens hatte kaum bemerkt1 da ,mller mit ehrerbietigem ,gru zu ihm getreten war4 ,die ,hnde fest in den ,taschen verankert1 stand er vor der ,maschine und lie seinen scharfen ,blick von einem ,teil zum anderen gleiten4 ,dann versuchte er zu drehen4 ,na1 nun geht das ,donnerwetter los1 dachte ,mller2 aber nichts dergleichen geschah4 ,im ,gegenteil1 die ,stirnfalte war zweifellos etwas geglttet4 ,nun sollte ,mller die ,drahtverbindung zwischen der ,batterie und dem ,elektromagneten lsen4 ,das ging dem ,alten aber zu langsam1 und schon hatte er ,mller den ,schraubenschlssel aus der ,hand genommen1 warf die abgeschalteten ,drhte beiseite wie etwas sehr berflssiges und verband nun die freien ,enden der ,magnetwicklung irgendwie mit den ,schleiffedern am ,kommutator4 ,das alles ging so schnell1 da ,mller kaum die genderte ,schaltung zu erkennen vermochte4 ,nachdem in den ,ankerstromkreis noch ein ,galvanoskop eingeschaltet war1 mute ,mller drehen4 ,das ,galvanoskop erhielt sofort so viel ,strom1 da es fr immer dahin war4 ,mller dachte1 der ,prinzipal wrde ber die ,vernichtung des kostbaren ,instruments verdrielich sein4 ,aber ,werner ,siemens klopfte im ,gegenteil dem verdutzten ,werkfhrer auf die ,schulter und sprach zu ihm wie zu einem ,freund1 was er frher nie getan hatte4 ,er sprach und sprach1 und seine ,augen leuchteten noch mehr als sonst4 ,was er eigentlich sagte1 verstand ,mller nicht recht vor lauter ,verwunderung ber das vernderte ,wesen des ,prinzipals4 ,wir verstehen diese ,erregung ,werner ,siemens' heute sehr gut4 ,es war eben der ,augenblick gewesen1 in dem die ,richtigkeit des dynamo-elektrischen ,prinzips praktisch erwiesen wurde4 ,das ,galvanoskop war das erste ,opfer des dynamo-elektrisch erzeugten ,stroms geworden4 ,aber es sollte nicht umsonst gestorben sein4 ,in einer schnen ,zeitverkettung fllt das #ej;jhrige ,jubilum der ,dynamomaschine genau in die ,zeit1 in welcher der ,geburtstag des ,meisters sich zum hundertsten ,mal jhrt4 ,kurz vor ,weihnachten des ,jahres #ahff fhrte ,werner ,siemens seine neue ,erfindung den ,professoren ,dove1 ,magnus und ,du ,bois-,reymond sowie mehreren anderen ersten ,physikern ,berlins vor4 ,professor ,magnus erbot sich sogleich1 der ,berliner ,akademie der ,wissenschaften eine ,beschreibung der ,erfindung vorzulegen4 ,dies konnte jedoch wegen der ,weihnachtsferien erst am #ag4 ,januar #ahfg geschehen4 ,in der ,arbeit1 die ,professor ,magnus damals der ,akademie bergab1 schrieb ,werner ,siemens am ,schlu3 ,der ,technik sind gegenwrtig die ,mittel gegeben1 elektrische ,strme von unbegrenzter ,strke auf billige und bequeme ,weise berall da zu erzeugen1 wo ,arbeitskraft disponibel ist4 ,diese ,tatsache wird auf mehreren ,gebieten derselben von wesentlicher ,bedeutung sein4 ,das ist denn auch in groartigster ,weise eingetroffen4 ,in ,england wurde die ,erfindung dadurch bekanntgemacht1 da ,wilhelm ,siemens am #ad4 ,februar #ahfg einen ,vortrag darber in der 99,royal ,society99 unter dem ,titel ber die ,umsetzung dynamischer in elektrische ,kraft ohne ,hilfe von permanentem ,magnetismus hielt4 ,er sagte darin3 ,seit ,faradays groer ,entdeckung der ,magneto-,elektrizitt im ,jahre #ahcj haben die ,elektriker fr den ,zweck der ,erzeugung ihrer kraftvollsten ,effekte ihre ,zuflucht zu mechanischer ,kraft genommen1 jedoch die ,kraft der magneto-elektrischen ,maschine scheint in gleichem ,mae von der verausgabten ,kraft einerseits und von dem permanenten ,magnetismus andererseits abhngig zu sein4 ,mein ,bruder1 99,dr499 ,werner ,siemens in ,berlin1 hat mich aber vor kurzem auf ein von ihm angestelltes ,experiment aufmerksam gemacht1 wodurch nachgewiesen wird1 da der permanente ,magnetismus zur ,umsetzung von mechanischer in elektrische ,kraft nicht erforderlich ist1 und das durch dieses ,experiment erzielte ,resultat ist hchst bemerkenswert1 weil dasselbe nicht nur diese1 bis dahin unbekannte ,tatsache feststellt1 sondern vor allem auch1 weil es uns ein einfaches ,mittel an die ,hand gibt1 um hchst kraftvolle elektrische ,nutzeffekte hervorzubringen4 ,er gab hierauf eine ,beschreibung des ,apparats4 ,und dann geschah in der ,versammlung etwas1 das in der ,geschichte der ,erfindungen ewig denkwrdig bleiben wird4 ,unmittelbar nachdem ,wilhelm ,siemens seinen ,vortrag beendet hatte1 stellte ,professor ,wheatstone der 99,royal ,society99 einen ,apparat vor1 der gleichfalls auf ,grund des dynamo-elektrischen ,prinzips gebaut war4 ,die ,erfindung war also von ihm fast gleichzeitig gemacht worden4 ,ja es stellte sich heraus1 da bereits im ,dezember #ahff1 also gerade in den ,tagen1 in welchen ,werner ,siemens seine ,maschine vollendete1 ein ,ingenieur namens ,varley ein englisches ,patent auf den gleichen ,apparat nachgesucht und hierbei dem ,patentamt eine provisorische ,beschreibung in versiegeltem ,umschlag eingereicht hatte4 ,es war also1 wie man das bei groen ,gedanken nicht selten beobachten kann1 die ,zeit der ,reife fr diese ,erfindung gekommen gewesen4 ,nun mute sie der ,menschheit in den ,scho fallen4 ,das ,verdienst von ,werner ,siemens wird hierdurch nicht im geringsten gemindert4 ,jeder1 der sich nicht durch nationalistische ,beweggrnde in seiner ,meinung beirren lt1 mu zugeben1 da dem deutschen ,meister das ,recht der ,prioritt zusteht4 ,selbst der ,englnder ,tyndall erklrte am #ag4 ,januar #ahgi in einem ,vortrag ber das elektrische ,licht1 den er vor der 99,royal ,institution99 hielt3 ,eine ,abhandlung ber denselben ,gegenstand von 99,dr499 ,werner ,siemens wurde am #ag4 ,januar #ahfg vor der ,akademie der ,wissenschaften in ,berlin verlesen4 ,in einem ,brief an die ,zeitschrift 99,engineering991 ,nr4 #fbb1 ,seite #de1 behauptet ,mr4 ,robert ,sabine1 da ,professor ,wheatstones ,maschine in den ,monaten ,juli und ,august #ahff von ,herrn ,stroh gebaut worden sei4 ,ich bezweifle ,herrn ,sabines ,aussage keineswegs2 es ist jedoch im allerhchsten ,grade gefhrlich1 von dem alten ,grundsatz1 den ,faraday stets in aller ,strenge befolgt hat1 abzuweichen1 da das ,datum der ,geburt einer ,erfindung mit dem ,datum der ,verffentlichung identisch sei4 ,werner ,siemens selbst nahm die ,prioritt durchaus fr sich in ,anspruch mit dem ,hinweis darauf1 da das ,prinzip zum erstenmal in den gedruckten ,verhandlungen der ,berliner ,akademie der ,wissenschaften verffentlicht worden sei4 ,auch ist der ,name1 den er dem ,apparat gegeben hat1 dynamo-elektrische ,maschine1 allgemein blich geworden1 und er wird noch heute in der ,praxis in der abgekrzten ,form ,dynamomaschine berall gebraucht4 ,werner ,siemens durfte sich um so mehr auf diese erste ,verffentlichung als die ausschlaggebende ,tatsache sttzen1 als ihm selbst whrend seiner langen ,erfinderttigkeit oft genug die ,vaterschaft an einer ,erfindung nur aus dem ,grund nicht zuerkannt wurde1 weil er im ,drang der ,geschfte die ,verffentlichung unterlassen hatte und ein anderer ihm damit zuvorgekommen war4 ,auch in diesen ,fllen1 wo es fr ihn ungnstig war1 hielt er den ,grundsatz1 da die erste ,verffentlichung die ,prioritt begrnde1 fr einzig richtig4 ,er schreibt darber einmal in den ,lebenserinnerungen3 ,es erscheint zuerst zwar hart und ungerecht1 da jemand durch frhere ,publikation die ,ehre einer ,entdeckung oder ,erfindung sich aneignen kann1 die ein anderer1 der schon lange mit ,liebe und gutem ,erfolge an ihr gearbeitet hat1 erst nach vollkommener ,durcharbeitung publizieren wollte4 ,andererseits mu man jedoch zugeben1 da irgendeine bestimmte ,regel ber die ,prioritten festgesetzt werden mu1 da fr die ,wissenschaft und die ,welt nicht die ,personen1 sondern die ,sache selbst und deren ,bekanntmachung in ,betracht kommt4 ,es ist kein ,zweifel1 da der ,gedanke1 den ,werner ,siemens im dynamo-elektrischen ,prinzip ausgesprochen hat1 uns heute auerordentlich naheliegend erscheint4 ,aber gerade die groen ,vereinfachungen pflegen stets zuletzt gefunden zu werden1 und eben sie bewirken durch ihre unvergleichliche ,klarheit1 da die ,konstruktion dann selbstverstndlich erscheint4 ,durch die ,schaffung der ,dynamomaschine erst gelang es1 die ,elektrizitt aus dem ,anfangsstadium herauszuheben1 in dem sie nur ,gedanken bermittelte1 gewissermaen nur den ,kommandeur spielte4 ,von jetzt ab konnte sie auch ,kraft bertragen und selbst dienstbar schaffend dem ,menschen zur ,hand gehen4 ,die erste ,anwendung1 die ,werner ,siemens von der neu erfundenen ,maschine machte1 war die ,konstruktion eines ,zndapparats fr ,sprengkapseln4 ,verbesserte ,vorrichtungen dieser ,art werden noch heute zu tausenden in ,bergwerken und bei der ,armee angewendet4 ,am #aj4 ,juli #ahfh wurde dann zum erstenmal auf dem ,artillerieschieplatz bei ,berlin das elektrische ,licht eines ,scheinwerfers durch einen ,strom erzeugt1 der von einer ,dynamomaschine herrhrte4 ,alsdann mehrten sich die ,anwendungen auerordentlich rasch4 ,auch der groe und fr die ,jetztzeit so beraus wichtige ,gedanke der bertragung von ,kraft1 die durch die ,dynamomaschine erzeugt wird1 ber weite ,strecken wurde nicht sehr viel spter gefat4 ,es ist ,wilhelm ,siemens1 der ihn im ,jahre #ahgg wohl zum erstenmal ausgesprochen hat4 ,er war damals zum ,prsidenten des 99,iron and ,steel ,institute99 gewhlt worden und wies in seiner ,antrittsrede darauf hin1 da fr eine gewisse sptere ,zeit eine ,abnahme der ,kohle drohe1 und da man rechtzeitig dafr ,sorge tragen msse1 sie durch ,wasserkrfte zu ersetzen4 ,er machte dabei insbesondere auf die ,niagaraflle als eine riesenhafte natrliche ,kraftquelle aufmerksam und sagte3 ,die ,wassermasse1 die stndlich ber diesen ,fall hinwegstrzt1 ist auf #ajj ,millionen ,tonnen geschtzt worden1 und die senkrechte ,tiefe kann man auf #aej ,fu veranschlagen1 die ,stromschnellen noch nicht gerechnet1 die einen ferneren ,hhenabfall von #aej ,fu reprsentieren1 was einen ,gesamtabfall von #cjj ,fu zwischen ,see und ,see ausmacht4 ,die ,kraft1 die der ,hauptfall allein darstellt1 betrgt #afhjjjjj ,pferdekrfte1 eine ,kraftmenge1 die1 wenn sie durch ,dampf erzeugt werden sollte1 die ,verausgabung von nicht weniger als jhrlich #bffjjjjjj ,tonnen ,kohlen bentigen wrde1 wenn man den ,kohlenverbrauch auf stndlich vier ,pfund pro ,pferdekraft berechnet4 ,mit anderen ,worten1 die gesamte ,kohlenmenge1 die auf der ganzen ,welt zutage gefrdert wird1 wrde kaum gengen zur ,erzeugung der ,kraftmenge1 die bei diesem einen groen ,wasserfalle bestndig nutzlos vergeudet wird4 ,es wrde in der ,tat nicht schwierig sein1 einen groen ,teil der auf diese ,weise verloren gehenden ,kraft mit ,hilfe von ,turbinen und ,wasserrdern nutzbar zu machen1 die an den ,ufern des ,flusses unterhalb der ,flle errichtet und durch ,grben lngs der ,uferrnder gespeist wrden4 ,dagegen wrde es unmglich sein1 die ,kraft an ,ort und ,stelle auszuntzen1 da der ,bezirk keinen ,reichtum an ,mineralien oder anderen ,naturprodukten besitzt1 welche die ,errichtung vorteilhaft erscheinen lieen 444 ,im ,lauf der ,zeit drften sich wohl wirksame ,mittel finden lassen1 um ,kraft auf groe ,entfernungen zu bertragen2 doch kann ich nicht umhin1 schon jetzt auf ein ,mittel aufmerksam zu machen1 das meines ,erachtens wohl der ,beachtung wrdig ist1 nmlich auf den elektrischen ,leiter4 ,man nehme an1 ,wasserkraft werde verwendet1 um eine dynamo-elektrische ,maschine in ,bewegung zu setzen1 so wrde ein sehr starker elektrischer ,strom erzeugt werden1 der durch einen metallischen ,leiter von greren ,dimensionen auf eine bedeutende ,entfernung fortgeleitet und dann wiederum benutzt werden knnte1 um elektromagnetische ,maschinen zu treiben und die ,kohlenspitzen elektrischer ,lampen zum ,glhen zu bringen oder die ,scheidung von ,metallen aus ihren ,verbindungen zu bewirken4 ,ein ,kupferleiter von #c ,zoll ,durchmesser wrde imstande sein1 #ajjj ,pferdekrfte auf eine ,entfernung von etwa #ej ,kilometern zu bertragen1 und diese ,kraftmenge wrde gengen1 um ,leuchtkraft von einer ,viertelmillion ,normalkerzen zu liefern1 womit eine mittelgroe ,stadt erleuchtet werden knnte4 ,pole schreibt in seiner ,schilderung des ,lebens von ,wilhelm ,siemens1 da diese uerung die ,zuhrer in hchstem ,grad berrascht habe1 und da diese ,zukunftshoffnungen nur mit einem ,lcheln des ,unglaubens aufgenommen worden seien4 ,wir wissen heute1 in wie groartiger ,weise die ,erfindung von ,werner ,siemens die ,hoffnungen seines ,bruders auch auf dem ,gebiet der ,kraftbertragung erfllt hat4 ,die erste ,dynamomaschine1 die ,werner ,siemens baute1 war noch mit seinem ,doppel-,t-,anker ausgerstet4 ,antonio ,pacinotti hatte aber schon #ahfj fr die magnet-elektrische ,maschine den ,ringanker erfunden1 der eine grndlichere ,ausnutzung der ,induktion gestattete4 ,er ist unter dem ,namen ,grammescher ,ring weit verbreitet gewesen1 weil der ,belgier ,zenobius ,gramme es war1 der die ,pacinottische ,erfindung in die ,praxis bertrug4 ,ein weiterer wichtiger ,schritt in der ,ausbildung der ,dynamomaschine geschah1 als der ,leiter des ,konstruktionsbureaus der ,firma ,siemens ,halske1 ,friedrich von ,hefner-,alteneck1 den ,trommelanker konstruierte1 der gewissermaen die ,vorteile des ,doppel-,t-,induktors und des ,pacinottischen ,rings vereinigte4 ,bei dem ,trommelanker sind die ,wicklungen ber den ,mantel eines ,zylinders so gezogen1 da die erregende ,einwirkung der ,polmagnete fast vollstndig ausgenutzt werden kann4 ,mit diesem ,wunderknuel1 wie man ,hefner-,altenecks ,erfindung bei ihrem ersten ,auftreten nannte1 hatte die ,dynamomaschine die ,form bekommen1 in der sie noch heute benutzt wird4 ,die ,abmessungen aber1 wie sie in unseren ,tagen bei den gewaltigen ,turbogeneratoren erreicht worden sind1 hat wohl auch ,werner ,siemens noch in seinen letzten ,lebensjahren kaum geahnt4 ,elektrische ,bahnen ,die bertragungsfhigkeit der elektrischen ,energie1 der ,wilhelm ,siemens bald nach ,erfindung der ,dynamomaschine eine so groe ,zukunft vorausgesagt hatte1 sollte wirklich bald in besonderer ,weise ausgenutzt werden4 ,die ,dynamomaschine hat den auerordentlichen ,vorzug1 da sie umkehrbar ist4 ,im ,anker wird ,strom erzeugt1 wenn man ihn gewaltsam innerhalb des ,felds der feststehenden ,polmagnete dreht4 ,fhrt man aber dem ,anker von auen her ,strom zu1 so setzt er sich mit bedeutender ,kraft in ,bewegung und ist imstande1 ,maschinen zu drehen4 ,man sprach im ,beginn von sekundren ,dynamomaschinen1 denen man ,strom zufhrte2 heute nennen wir diese ,maschinen ,elektromotoren4 ,setzt man einen solchen ,elektromotor auf ein ,fahrgestell1 so vermag er1 sobald man ihm ,strom zufhrt1 die ,rder des ,fahrgestells in ,bewegung zu setzen und kann auf diese ,weise ,wagen befrdern4 ,die erste ,anregung zur ,herstellung elektrischer ,bahnen wurde indirekt durch den im vorigen ,abschnitt erwhnten ,vortrag von ,wilhelm ,siemens gegeben4 ,der ,baumeister ,westphal in ,kottbus hatte von dem ,vorschlag ,wilhelm ,siemens' gehrt1 die ,kraft der ,niagaraflle zu bertragen4 ,er war nicht so skeptisch wie die ,englnder und fragte darum bei ,werner ,siemens in ,berlin an1 ob es nicht mglich wre1 die ,energie verbrennender ,braunkohle aus seinem ,wohnbezirk nach ,berlin zu bertragen4 ,hiermit wurde ein ,gedanke ausgesprochen1 der ja heute eine sehr bedeutende praktische ,nutzanwendung gefunden hat4 ,aber damals waren noch keine ,mglichkeiten vorhanden1 eine konomische ,fernleitung elektrischer ,energie ber so weite ,strecken herzustellen1 da man die ,vorzge der ,hochspannung noch nicht kannte und sie technisch auch nicht htte beherrschen knnen4 ,aber aus den ,verhandlungen mit ,werner ,siemens entstand schlielich die ,idee1 die elektrische ,kraftbertragung wenigstens dazu zu benutzen1 um die ,kohle mittels elektrischer ,kraft auf ,schienen ber das ,grubengebiet des ,herrn ,westphal selbst zu transportieren4 ,werner ,siemens ging gleich daran1 eine kleine1 schmalspurige elektrische ,bahn zu konstruieren4 ,sie ist niemals in einer ,kohlengrube gefahren1 aber sie wurde doch die erste elektrische ,bahn der ,welt1 die in ,betrieb gesetzt wurde4 ,schon im ,jahre #ahcd hatte ,jacobi in ,petersburg versucht1 ein ,boot mittels einer magnet-elektrischen ,maschine anzutreiben4 ,der ,strom wurde einer ,batterie entnommen4 ,aber das ,zink1 das hierbei elektrolytisch verbraucht wurde1 war ein viel zu teures ,brennmaterial4 #ahce konstruierten dann die ,ingenieure ,strathing und ,becker in ,grningen eine magnet-elektrische ,lokomotive4 ,auch diese ,versuche fhrten zu keinem ,ergebnis4 #ahda erlie der ,deutsche ,bund ein ,preisausschreiben fr die ,konstruktion einer elektrischen ,lokomotive4 ,ein ,erfolg konnte hier ebenfalls nicht erzielt werden1 weil die geeignete ,antriebsmaschine noch fehlte4 ,erst die ,dynamo schuf auch hier eine frdernde ,mglichkeit4 ,im ,jahre #ahgi fand in ,berlin eine ,gewerbeausstellung statt4 ,werner ,siemens1 der mglichst schnell das hochinteressante ,zusammenarbeiten einer primren mit einer sekundren ,dynamomaschine zeigen wollte1 benutzte die ,anlage1 die er eigentlich fr die ,braunkohlengrube in ,kottbus gebaut hatte1 dazu1 um auf dem ,ausstellungsgelnde eine elektrische ,bahn einzurichten4 ,es wurde ein in sich geschlossenes ovales ,gleis von #fjj ,metern ,lnge hergerichtet4 ,darauf verkehrte ein ,zug1 der aus drei offenen ,wagen bestand2 auf jedem von ihnen fanden acht ,personen ,platz4 ,zum ,antrieb wurde eine kleine vierrdrige elektrische ,lokomotive benutzt1 die nur aus dem ,fahrgestell und dem darauf liegenden ,elektromotor bestand4 ,auf dessen ,rcken befand sich der gleichfalls offene ,fhrersitz4 ,die ,bahn fuhr mit einer ,stundengeschwindigkeit von #bd ,kilometern4 ,der ,strom wurde mittels ,schleiffedern von einer mittleren ,schiene abgenommen4 ,die ,fahrschienen dienten als ,rckleitung4 ,der kleine elektrische ,zug lief ganz vorzglich4 ,aber selbst in ,fachkreisen erkannte man die ,wichtigkeit dieses ,versuchs nicht4 ,die ,zeitschrift ,der ,techniker schrieb im ,jahre #ahhj am ,schlu ihrer ,schilderung der ,siemensschen elektrischen ,bahn3 ,als ausgefhrtes ,beispiel der ,umwandlung von mechanischer ,kraft in elektrische und zurck in mechanische ,kraft war die elektrische ,eisenbahn interessant1 wenn wir auch sonst vorderhand noch keinen weittragenden ,nutzen ersehen4 ,und dieses ,urteil wurde ausgesprochen1 obgleich die ,bahn in der ,zeit vom #ca4 ,mai bis zum #cj4 ,september #ahgi #hfcih ,fahrgste befrdert hatte4 ,werner ,siemens dachte jedoch mit seinem weit vorausschauenden ,geist ganz anders ber die ,zukunft dieser seiner ,schpfung4 ,er wollte sie sofort auf das grndlichste in einer umfangreichen ,anlage ausnutzen4 ,schon im ,jahre #ahhj reichte er den ,entwurf fr eine groe ,hochbahnlinie in ,berlin ein4 ,in ,ney ,york waren damals gerade die ersten ,hochbahnen in ,betrieb genommen worden1 weil es dort nicht mehr mglich war1 den gesamten ,verkehr durch ,bahnen in ,straenhhe zu bewltigen4 ,die ,zge wurden auf den ,viadukten von ,dampflokomotiven gezogen4 ,werner ,siemens sah klar ein1 da der elektrische ,antrieb innerhalb einer ,stadt groe ,vorteile bieten mute1 weil die ,belstigung der ,straenanwohner durch den ,rauch und der ,passanten durch herabtropfendes ,wasser sowie das puffende ,gerusch des ausgestoenen ,dampfs hier fortfallen muten4 ,in einem ,vortrag1 den er am #bg4 ,januar #ahhj im ,elektrotechnischen ,verein zu ,berlin hielt1 sagte er3 ,meinerseits halte ich es fr eine ,grostadt fr eine absolute ,notwendigkeit1 auer den ,straenflchen fr die ,wagen und ,fugnger noch eine zweite ,kommunikationsetage fr den schnellen ,verkehr zu haben4 ,sie sehen1 wie mit dem steigenden ,verkehr sich unsere belebteren ,straen schon jetzt tglich mehr verstopfen2 es ist oft kaum mehr durchzukommen1 und kein ,konstabler kann das ndern4 ,wie soll das werden nach #aj1 #bj1 #ej ,jahren6 ,die ,statistik ber die ,zunahme des ,verkehrs berechtigt uns1 mit der vollsten ,bestimmtheit zu sagen1 da die ,straenflche demselben schon in der nchsten ,zeit nicht mehr gengen kann4 ,eine ,abhilfe mu gefunden werden1 wenn das auf wachsenden ,verkehr sich grndende grostdtische ,leben nicht verkmmern und die weitere ,entwicklung der ,reichshauptstadt nicht vollstndig gehemmt werden soll4 ,es mu also notwendig fr ,berlin ein neues ,kommunikationsnetz fr schnellen ,personen- und ,gterverkehr geschaffen werden1 welches den ,straenverkehr nicht hindert und durch ihn nicht gehindert wird 444 ,berlin ist die ,geburtssttte der dynamo-elektrischen ,maschine und der elektrischen ,eisenbahn -- es sollte daher auch der ,welt mit der ,anlage eines ,systems elektrischer ,hochbahnen vorangehen1 dem es sich auf die ,dauer doch nicht wird entziehen knnen6 ,ich bitte ,sie1 meine ,herren1 zur ,realisierung dieses ,vorschlages mitzuwirken6 ,er empfahl nun1 die ,stadtbahn1 die damals gerade gebaut wurde1 durch ein ,netz von nordsdlich gerichteten1 elektrisch betriebenen ,radiallinien auf eisernen ,viadukten zu ergnzen4 ,die erste und ,hauptlinie sollte durch die ,friedrichstrae hindurchgefhrt werden4 ,hier sollten an den ,bordschwellen auf beiden ,seiten der ,strae eiserne ,sulen errichtet werden1 die eine schmale ,fahrbahn1 nicht breiter als das ,gleis selbst1 tragen sollten4 ,siemens drckte sich sehr optimistisch ber die ,geringfgigkeit des ,geruschs aus1 das die fahrenden ,zge entwickeln wrden1 und befrchtete auch keine besondere ,verunstaltung der ,straen4 ,aber das ,projekt scheiterte an dem ,widerspruch der ,hausbesitzer4 ,der ,kaiser legte gleichfalls sein ,veto ein1 insbesondere1 weil die ,hochbahnkreuzung die ,strae ,unter den ,linden1 diese historische 99,via triumphalis991 fr immer verunstaltet htte4 ,der ,plan blieb unausgefhrt1 und erst im ,jahre #ahif begann man in ,berlin mit dem ,bau von ,schnellbahnen4 ,es war die ,firma ,siemens ,halske1 die damals die erste ,hochbahnlinie im ,osten der ,stadt anlegte4 #aijb wurde sie erffnet1 und daran schlo sich der bekannte rasche ,ausbau des ,berliner ,schnellbahnnetzes ber und unter der ,erde4 ,dem damaligen ,stand der ,technik entsprechend1 war ,werner ,siemens der ,meinung gewesen1 da in dem hchst ungeeigneten ,boden von ,berlin ,untergrundbahnen niemals wrden angelegt werden knnen4 ,sehen wir auf ,berlin1 sagte er1 so mssen wir sagen1 unsere ,urvter1 die ,fischer1 die in den ,drfern ,berlin und ,klln lebten1 haben insofern eine schlechte ,wahl getroffen1 als sie sich an einem ,platz niedergelassen haben1 wo der ,grundwasserstand sehr hoch liegt4 ,ein paar ,fu unter der ,erde stoen wir auf ,grundwasser4 ,an einem solchen ,orte sollte eigentlich keine groe ,stadt angelegt werden2 man sollte eine solche immer in einer solchen ,hhe anlegen1 da ein gutes unterirdisches ,kommunikationsnetz sich schaffen liee4 ,knnten wir das1 so wre alle ,not vorber1 und ,berlin knnte sich unbehindert weiter entwickeln4 ,das ist uns aber abgeschnitten2 kein ,baumeister wird so khn sein und im ,grundwasser ein ,eisenbahnnetz ausfhren wollen durch ,bauten wie der ,themsetunnel2 das wrde unermeliche ,kosten machen und doch nicht vollstndig durchfhrbar sein4 ,hier hat sich der groe ,mann ber die ,zukunftsmglichkeiten getuscht4 ,damals machte ,werner ,siemens gleich noch einen zweiten ,vorschlag fr die ,anwendung des ,elektromotors im ,bahnbetrieb4 ,auch fr diesen ist erst die heutige ,zeit reif geworden4 ,er wollte schmale1 niedrige ,tunnel neben den ,eisenbahnlinien herrichten1 in denen die ,post auf kleinen elektrisch angetriebenen ,wgelchen ihre ,sendungen unabhngig von der ,bahn befrdern sollte4 ,die ,post wrde dadurch vom ,zugverkehr unabhngig geworden sein1 und es wre ein hufigerer ,austausch von ,briefen zwischen den verschiedenen ,orten mglich geworden4 ,heute besteht in der ,tat der bereits ziemlich greifbar gewordene ,plan1 solche ,posttunnel fr elektrischen ,betrieb unter dem ,berliner ,pflaster einzurichten4 ,vermutlich werden die ersten ,linien in nicht allzu ferner ,zeit gebaut werden4 ,die ,mglichkeit1 die erste elektrische ,bahn fr praktischen ,betrieb innerhalb ,berlins zu erbauen1 war ,werner ,siemens also genommen4 ,er stand deshalb jedoch nicht davon ab1 einen ,versuch mit der neuen ,einrichtung1 wenn auch in kleinerem ,mastab1 zu machen4 ,am #ab4 ,mai #ahha wurde die erste elektrische ,bahn auf der ,erde erffnet1 die dem ffentlichen ,verkehr diente4 ,die ,linie fhrte von der ,hauptkadettenanstalt in ,lichterfelde nach dem ,bahnhof der ,anhaltischen ,bahn in diesem ,ort4 ,auch diesmal fehlte es nicht an ironischem ,spott kurzsichtiger ,leute4 ,eine ,zeitschrift schrieb1 der einzige ,zweck dieser merkwrdigen ,bahnanlage sei1 die knftigen preuischen ,feldmarschlle durch den mrkischen ,sand zu fahren4 ,da sie die ,urzelle einer unabsehbaren ,entwicklung sein wrde1 sah der berlegen denkende ,verfasser nicht4 ,die ,linie war auf einem eigenen ,bahnkrper gefhrt4 ,zur ,hin- und ,rckleitung des ,stroms diente je eine der ,fahrschienen4 ,sie waren ohne weitere ,isolierung auf hlzernen ,querschwellen verlegt1 obgleich die ,spannung des ,stroms #ahj ,volt betrug4 ,der ,motor war bei dieser ,bahn bereits unter dem ,wagenkasten aufgehngt1 die ,kraft wurde von der ,motorwelle durch ,spiralschnre auf beide ,radachsen bertragen4 ,an den ,wochentagen wurde die ,linie nicht sehr stark in ,anspruch genommen1 aber am ,sonntag hatte sie einen sehr lebhaften ,verkehr1 weil die ,berliner neugierig hinausstrmten1 um auch einmal eine ,fahrt auf diesem abenteuerlichen ,verkehrsmittel1 in diesem ,wagen ohne ,pferde zu machen4 ,in demselben ,jahr noch wurde ein bedeutender ,fortschritt auf dem ,gebiet der elektrischen ,bahnen getan4 ,siemens erbaute eine solche ,bahn auch auf der ,weltausstellung in ,paris1 und hier kam zum erstenmal die oberirdische ,stromzufhrung in ,anwendung4 ,durch diese ,anordnung erst wurde es mglich1 die elektrisch angetriebenen ,bahnen auch ber ffentliche ,straen zu fhren4 ,denn nun bestand nicht mehr die ,gefahr1 da ,menschen oder ,tiere dadurch verletzt werden knnten1 da sie bei gleichzeitiger ,berhrung von zwei stromfhrenden ,schienen in die ,spannung gerieten4 ,jene erste ,oberleitung hatte eine recht schwerfllige ,form4 ,sie bestand nmlich aus einem unten aufgeschlitzten ,rohr1 in das ein ,kontaktstck eingelegt war4 ,dieses wurde vom ,wagen nachgezogen4 ,als im nchsten ,jahr ,gro-,berlin durch ,siemens ,halske seine erste elektrische ,straenbahn erhielt -- es war dies die ,linie ,charlottenburg-,spandauer ,berg -- war die oberirdische ,leitungsfhrung wieder gendert4 ,man hatte hier zur ,seite der eingleisigen ,bahn an ,telegraphenstangen zwei starke ,kupferdrahtseile nebeneinander aufgehngt4 ,auf diesen ,seilen lief ein kleiner vierrdriger ,wagen2 von diesem fhrte eine biegsame ,doppelleitung zum ,dach des ,wagens hinunter1 der an diesen ,leitungen zugleich den ,kontaktwagen hinter sich herzog4 ,beide ,oberleitungsarten wirkten sehr unschn4 ,sie verunstalteten die ,straen erheblich und sind die ,ursache gewesen1 da die ,weiterentwicklung der elektrischen ,bahnen trotz einzelner weiterer ,versuche in ,europa sehr bald ins ,stocken geriet4 ,amerika nahm sich dieses ,verkehrsmittels jedoch sehr energisch an1 und hier wurde zum erstenmal die ,stromabnahme durch einen schrg gestellten ,arm mit ,kontaktrolle eingefhrt4 ,erst viele ,jahre spter begann man1 unter der ,fhrung ,emil ,rathenaus1 die elektrischen ,bahnen in ihrem ,ursprungsland weiter auszubauen1 obgleich ,werner ,siemens schon im ,jahre #ahhg den ,gleitbgel erfunden hatte4 ,von ihm wurde auch die erste ,grubenbahn in dem ,bergwerk ,zauckerode erbaut1 und seine ,firma fhrte im ,jahre #ahhi die erste ,straenbahn mit unterirdischer ,stromzufhrung in ,budapest aus4 ,welche ,bedeutung die elektrischen ,bahnen1 deren ,urheber ,werner ,siemens ist1 heute erlangt haben1 ist bekannt4 ,der ,nutzen der ,straenbahnen beschrnkt sich aber nicht darauf1 da sie eine schnellere ,befrderung als die ,pferdebahnen ermglichen1 sondern sie ben auch auf den ,ausbau der ,weltstdte1 ihre ,wohnungsverhltnisse1 die ,gesundheit ihrer ,einwohner einen auerordentlich frdernden und bessernden ,einflu aus4 ,niemals htten die ,weltstdte ihre ,straen ber ein so weites ,gebiet erstrecken knnen1 wenn nicht die bequeme und schnelle ,befrderung nach dem ,mittelpunkt durch die elektrischen ,bahnen mglich gewesen wre4 ,das billige und schnelle ,verkehrsmittel gestattet auch den ,minderbemittelten ein ,wohnen in luftigen ,auenbezirken1 weitab von ihrem ,arbeitsort4 ,die volkshygienisch so wichtige ,gartenstadtbewegung hngt eng mit dem ,ausbau der elektrischen ,bahnen zusammen4 ,diese beschrnken sich heute schon nicht mehr auf den ,kleinverkehr in den ,straen1 sondern die elektrische ,lokomotive hat sich jetzt bereits auch die ,fernbahnen erobert4 ,in allen ,lndern1 auch in ,preuen1 sind ausgedehnte ,versuche mit elektrischer ,zugfrderung auf groen ,fernbahnstrecken gemacht worden1 und man kann heute schon sagen1 da der elektrische ,betrieb konomisch und technisch dem ,dampfbetrieb auch auf groen ,linien berlegen ist4 ,lnder1 die reich an ,wasserkrften sind1 wie ,schweden und die ,schweiz1 bauen in grerem ,mastab ihr ,bahnsystem fr elektrischen ,antrieb um1 weil sie auf diese ,weise die billig zur ,verfgung stehende ,naturkraft des fallenden ,wassers ausnutzen knnen4 ,illustration3 ,elektrische ,hochbahn durch die ,friedrichstrae nach dem ,vorschlag von ,werner ,siemens aus dem ,jahre #ahhj 7,aufnahme nach einem ,modell7 ,illustration3 ,die heutige ,berliner ,schnellbahn2 ,hochbahnstrecke am ,halleschen ,tor ,im ,jahre #aijf wurde durch einen epochalen ,versuch gezeigt1 da mit elektrischem ,antrieb ,fahrgeschwindigkeiten erreicht werden knnen1 welche die ,dampflokomotive nicht zu leisten vermag4 ,damals taten sich die fhrenden elektrischen ,firmen ,deutschlands1 ,siemens ,halske und die ,allgemeine ,elektricitts-,gesellschaft1 zu ,schnellfahrversuchen zusammen1 fr welche die ,verwaltung der preuischen ,staatsbahnen die ,strecke ,marienfelde-,zossen zur ,verfgung gestellt hatte4 ,es wurden hier ,geschwindigkeiten von ber #bjj ,kilometern in der ,stunde erreicht und damit bewiesen1 da der ,elektromotor fhig ist1 ,zge mit einer so auerordentlichen ,schnelligkeit ber die ,strecke zu befrdern4 ,das ,ergebnis dieses ,versuchs ist bis heute noch nicht praktisch ausgenutzt worden1 aber es schlummern in ihm groe ,zukunftsmglichkeiten4 ,sobald das ,verkehrsbedrfnis es erfordern wird1 drften besondere1 mit nur sehr schwachen ,krmmungen versehene ,strecken erbaut werden1 und auf ihnen wird ein ,zugverkehr mit dem ,doppelten der heute blichen ,schnellzugsgeschwindigkeit stattfinden knnen4 ,die groen ,verkehrszentren werden dann einander auerordentlich viel nher rcken4 ,elektrisches ,licht ,der ,erfinder der ,dynamomaschine hat selbstverstndlich neben dem ,ausbau der elektrischen ,bahn auch einem anderen ,nutzungsbereich der ,elektrizitt seine besondere ,aufmerksamkeit zugewendet1 der zu jener ,zeit schon bis zu einem gewissen ,grad angebaut war4 ,es wurde bei der ,darstellung der ,vorgeschichte der ,dynamomaschine bereits erwhnt1 da mit ,hilfe von magnet-elektrischen ,maschinen elektrische ,beleuchtungsanlagen fr ,leuchttrme geschaffen worden sind4 ,die auerordentliche ,helligkeit des elektrischen ,lichtbogens1 die bis zum heutigen ,tag unbertroffen ist1 zog eben schon frh die ,aufmerksamkeit der technischen ,welt auf sich4 ,die elektrischen ,leuchtturmfeuer leisteten auch recht gute ,dienste1 da die in jener ,zeit vorhandenen ,hilfsmittel gerade die hier gewnschte ,konzentration einer groen ,energiemenge zur ,erzeugung eines einzigen ,lichtpunkts sehr begnstigten4 ,aber es war damals noch nicht daran zu denken1 da das elektrische ,licht den normalen ,beleuchtungseinrichtungen1 dem ,petroleumbrenner etwa oder dem ,gaslicht1 ,konkurrenz machen knnte1 denn ihm fehlte eine wichtige ,eigenschaft3 die ,teilbarkeit4 ,man konnte von einer ,maschine aus immer nur eine einzige ,leuchtquelle betreiben4 ,werner ,siemens war es vorbehalten1 auch hier einen neuen ,weg zu erffnen und damit die moderne ra der elektrischen ,beleuchtung einzuleiten4 ,die ,leuchtkraft des elektrischen ,lichts wurde zum erstenmal im ,jahre #ahjh von ,humphrey ,davy einem staunenden ,auditorium mit blendender ,klarheit gezeigt4 ,zwar hatte man schon frher die leuchtenden ,funken berspringen gesehen1 aber die ,dauer dieser ,lichterscheinung war stets auerordentlich kurz gewesen4 ,davy erzeugte nun mit ,hilfe einer riesenhaften ,voltaschen ,sule1 wie man sie bis dahin noch nicht aufgebaut hatte1 einen dauernden ,lichtbogen1 indem er zwei ,kohlenstbe1 die in die ,leitung eingeschaltet waren und sich berhrten1 ein wenig voneinander entfernte4 ,als man dann spter zur ,erzeugung krftiger ,strme nicht mehr auf ,voltasulen und galvanische ,batterien angewiesen war1 sondern die magnet-elektrischen ,maschinen zur ,verfgung hatte1 benutzte man den ,lichtbogen fr die ,erzeugung eines ,lichts von unerhrter ,intensitt4 ,so lagen die ,dinge noch1 als ,werner ,siemens die ,dynamomaschine erfand4 ,die ersten elektrischen ,lampen1 die durch diese ,maschinen gespeist wurden1 gehrten gleichfalls zu der unteilbaren ,gattung4 ,man hatte jedoch den dringenden ,wunsch1 diese glnzende ,erscheinung1 die sich fr ,leuchttrme und ,scheinwerfer vorzglich eignete1 in ihrer ,intensitt dadurch zu mindern1 da man in den ,maschinenstrom mehrere ,lampen zugleich schaltete4 ,die erste ,mglichkeit hierfr bot die ,erfindung eines ,russen1 die ,jablochkoff-,kerze1 mit der im ,jahre #ahgf die ,avenue de l',opra in ,paris zum erstenmal beleuchtet wurde4 ,man vermochte vier bis fnf ,jablochkoff-,kerzen in denselben ,stromkreis zu schalten und hatte damit schon einen recht achtbaren ,schritt vorwrts getan4 ,die ,lampen bestanden aus zwei parallel nebeneinander liegenden ,kohlenstiften1 die durch eine ,gipsschicht getrennt waren4 ,vor der ,benutzung waren die ,kohlenstifte durch ein quer darber gelegtes ,stckchen ,graphit verbunden4 ,beim ,einschalten des ,stroms verbrannte der ,graphit in kurzer ,zeit1 und nun entzndete sich von selbst der ,lichtbogen zwischen den ,kohlenspitzen4 ,erlosch aber einmal eine der ,lampen1 was bei der ,ungleichmigkeit der ,kohlen nicht gar zu selten vorkam1 so konnte dieselbe ,kerze nur durch hchst umstndliche ,manipulationen wieder entzndet werden4 ,und zugleich verursachte das ,verlschen der einen ,lampe das ,ausgehen aller anderen1 die sich in demselben ,stromkreis befanden4 ,zur weiteren ,verbreitung1 zur allgemeinen ,straenbeleuchtung etwa oder zur ,erhellung von ,fabrikhfen1 war das elektrische ,licht also auch in diesem ,zustand noch nicht geeignet4 ,in dem fr die ,elektrotechnik so wichtigen ,jahr #ahgi1 das die elektrische ,bahn brachte1 wurde die damals neu entstandene ,kaiser-,galerie in ,berlin1 die bekannte ,passage zwischen der ,strae ,unter den ,linden und der ,friedrichstrae1 zum erstenmal durch eine neue ,bogenlampenart erleuchtet4 ,von diesen ,lichtspendern konnte man so viel in dieselbe ,leitung schalten1 wie die von der ,maschine gelieferte ,energie zu speisen vermochte2 sie entzndeten sich1 falls die ,lichtbogen aus irgendeinem ,grund einmal momentan zum ,erlschen gebracht wurden1 sofort selbstttig von neuem1 und das ,erlschen blieb immer nur auf die eine gerade in ,unordnung geratene ,lampe beschrnkt1 keine andere wurde dadurch in ,mitleidenschaft gezogen4 ,in der ,kaiser-,galerie brannten damals zum erstenmal die ,differential-,bogenlampen1 deren ,grundidee ,werner ,siemens ersonnen hatte4 ,die ,konstruktion war dann von ,hefner-,alteneck1 der bereits als ,erfinder des ,trommelankers erwhnt wurde1 ausgefhrt und in hervorragender ,weise durchgebildet worden4 ,bei diesen ,lampen wurde durch die ,anbringung einer ,selbstregulierung mittels ,haupt- und ,nebenstroms erreicht1 da die ,kohlenenden bei eingeschaltetem ,strom immer einen solchen ,abstand voneinander einnehmen muten1 da der ,lichtbogen sich stets in richtiger ,weise bilden konnte4 ,die ,bogenlampen mit ,differentialregulierung sind jahrzehntelang der ,grundpfeiler der elektrischen ,beleuchtung gewesen4 ,erst als die ,glhlampen in der ,form1 wie wir sie von ,edisons ,hand empfingen1 eine viel weitere ,teilung des elektrischen ,lichts ermglichten1 hat die elektrische ,beleuchtung einen zweiten erfolgreichen ,weg zu wandeln begonnen4 ,parerga ,mit der ,darstellung der ,meisterleistungen1 der ,errichtung des ,grundbaus fr die ,land- und ,unterseetelegraphie1 der ,erfindung der ,dynamomaschine1 der ,einrichtung der ersten elektrischen ,bahnen und der ersten modernen elektrischen ,beleuchtung1 ist der ,rahmen1 der das ,bild des ,schaffens von ,werner ,siemens umschliet1 noch nicht ausgefllt4 ,dieser universelle ,geist durchschweifte alle ,hhen und ,tiefen der ,technik2 er unterwarf das ,kleine wie das ,groe einer scharfen ,musterung1 und allerorten bot sich ihm ,gelegenheit1 frdernd einzugreifen4 ,die ,blumen1 die an dem von ,werner ,siemens durch ,jahrzehnte abgeschrittenen ,ideenpfad bescheiden zur ,seite stehen1 wrden gengen1 um den ,erfindungsgarten vieler anderer prchtig zu schmcken4 ,es gengt1 die kleineren1 aber oft gleichfalls sehr bedeutungsvollen ,erfindungen1 die er gemacht hat1 nur kurz aufzuzhlen1 um den quellenden ,gedankenreichtum anzudeuten1 den die ,natur in den ,geist dieses ,manns eingesenkt hatte4 ,man glaubt einen bersprudelnden ,wildbach vor sich zu sehen1 nimmt aber bei genauem ,studium wahr1 da hier ein wohlgeregelter ,wasserlauf fliet1 da keine dieser ,erfindungen pltzlich und wurzellos hervorgebrochen ist1 sondern da jede von ihnen nur der krperliche ,ausdruck1 das letzte ,glied einer langen1 wissenschaftlichen berlegungsreihe oder der ,weiterausbau einer schon frher als aussichtsreich erkannten ,ideenkette ist4 ,so fhrte die erste elektrische ,bahn ,siemens dazu1 den ersten elektrisch angetriebenen ,fahrstuhl zu ersinnen4 ,ist diese ,vorrichtung doch nichts anderes1 als eine aus der ,wagerechten ins ,senkrechte gewendete ,bahn4 ,dieser erste elektrische ,fahrstuhl diente dazu1 die staunenden ,besucher in der ,industrieausstellung zu ,mannheim im ,jahre #ahhj auf einen ,aussichtsturm zu befrdern4 ,bis dahin hatte man nur hydraulisch betriebene ,aufzge gekannt4 ,die ,anwendung des ,elektromotors fr diesen ,zweck bedeutete eine sehr groe ,vereinfachung der ,anlage4 ,dieser ,fahrstuhl ist als die erste elektrisch betriebene ,hebemaschine berhaupt zu betrachten1 wodurch er an den ,anfang einer auerordentlich wichtigen ,entwicklungsreihe tritt4 ,die elektrischen ,krane leisten ja heute allerorten in weitestem ,ma unersetzliche ,dienste4 ,die ,konstruktion dieses ersten ,siemensschen ,fahrstuhls weicht sehr weit von den heute blichen ,bauarten ab2 wir verwenden heute fast ausschlielich ,seile1 die sich auf eine ,trommel wickeln1 zum ,heben der ,fahrkammer4 ,der ,mannheimer ,aufzug war nach dem ,kletterprinzip gebaut4 ,man hatte in dem ,schacht eine senkrecht hinauffhrende ,zahnstange errichtet1 die man auch als eine eiserne ,leiter mit geringem ,sprossenabstand ansehen kann4 ,von beiden ,seiten griffen in die ,leitersprossen kleine1 vom ,elektromotor angetriebene ,zahnrder ein1 und sobald diese gedreht wurden1 kletterte der ,aufzug gewissermaen an der ,leiter empor4 ,der ,antriebsmotor war an der ,fahrkammer selbst angebracht1 er machte also deren ,bewegungen mit4 ,um ein ,abstrzen zu verhten1 geschah die bertragung der ,kraft vom ,motor zu den ,zahnrdern mit ,hilfe einer ,schnecke1 die ja ein selbstsperrendes ,getriebe ist4 ,wenn die ,schnecke beim ,ausbleiben des ,stroms stehen blieb1 konnte der ,fahrstuhl nicht hinunterrutschen1 weil die ,zahnrder dann keine ,bewegung zu machen vermochten4 ,bald machte ,werner ,siemens auch den ,vorschlag1 den ,elektromotor1 der immer noch sekundre ,dynamomaschine hie1 fr die ,landwirtschaft dienstbar zu machen4 ,er konstruierte den ersten elektrischen ,pflug4 ,mit den damaligen1 durch ,dampfkraft angetriebenen ,pflgen war man nur imstande1 vollkommen ebene ,felder abzupflgen und konnte nur gerade1 parallel zueinander stehende ,furchen ziehen4 ,fr die ,anwendung der ,maschinenpflge war also ,bedingung1 da die ,felder flach und rechteckig geschnitten waren4 ,werner ,siemens setzte nun seinen ,motor auf den ,pflug selbst und gewann auf diese ,weise volle ,bewegungsfreiheit1 da die ,verbindung mit der stromgebenden ,maschine durch eine biegsame ,leitung stattfinden konnte1 die jeder wie immer gearteten ,bewegung zu folgen vermochte4 ,eine hbsche ,anwendung der ,elektrizitt als ,bewegungskraft brachte der elektrische ,hammer4 ,es wurde die ,fhigkeit einer stromdurchflossenen ,spule ausgenutzt1 einen ,eisenstab bei ,schlieung des ,stroms krftig in sich hineinzuziehen4 ,durch ,anwendung von ,wechselstrom und ,einbau zweier ,spulen1 die abwechselnd auf einen magnetisierten ,stab einwirkten1 wurde eine rasch hin und her gehende ,bewegung erzielt4 ,die krftigen ,schlge wurden bald dazu benutzt1 um ,gesteinsbohrmaschinen zu bauen4 ,sie hatten durch eine vom ,erfinder angegebene weitere ,anordnung die ,fhigkeit1 den ,stel von selbst1 entsprechend der wachsenden ,vertiefung des ,lochs1 vorrcken zu lassen1 so da er immer gegen das ,gestein schlug4 ,sehr interessant ist die ,anordnung1 die ,siemens angegeben hat1 um eine ,fernsteuerung von ,schiffen zu bewirken4 ,man kannte damals die selbstlaufenden ,torpedos1 die wir heute so reichlich benutzen1 noch nicht4 ,um ein ,torpedo an ein feindliches ,schiff heranzubringen1 wurde es vielmehr mit langen ,spieren an einem ,boot befestigt1 das eine ,antriebsmaschine besa4 ,es war nun natrlich nicht gerade angenehm1 dieses ,boot mit seiner gefhrlichen ,beigabe an das feindliche ,schiff heranzufahren4 ,siemens brachte darum auf dem ,torpedoboot -- das ,wort hatte damals eine andere ,bedeutung als heute -- eine elektromagnetische ,einrichtung an1 mit deren ,hilfe man das ,steuer von fernher bewegen konnte1 so da nun eine ,bemannung nicht mehr ntig war4 ,ein ,querbalken1 der an der ,pinne des ,steuerruders befestigt war1 konnte mit ,hilfe von zwei ,magneten1 die auf seine ,enden einwirkten1 bewegt werden4 ,je nachdem man den einen oder den anderen ,magnet einschaltete1 fand ein ,umlegen des ,ruders statt4 ,durch eine abrollende isolierte ,doppelleitung mute das ,boot natrlich mit seinem ,mutterschiff in ,verbindung bleiben1 auf dem die ntigen ,schaltungen und damit die ,beeinflussungen der beiden ,steuermagnete vorgenommen wurden4 ,indem er diese ,konstruktion weiter bildete1 kam ,siemens dann zu einer ,einrichtung1 die es ermglichte1 da ein unbemanntes ,schiff sich selbst stets so steuerte1 da es genau in einer einmal vorgeschriebenen ,richtung fuhr4 ,als ,steuermann wurde hierbei eine ,magnetnadel benutzt1 die ja immer unbeirrt in derselben ,richtung1 nmlich nach dem magnetischen ,nordpol1 zeigt4 ,durch eine ,einstellvorrichtung wurde bewirkt1 da das ,steuer nur dann in ,ruhe blieb1 wenn das ,schiff in einer ,richtung fuhr1 die einen ganz bestimmten ,winkel zu der magnetischen ,nordsdrichtung bildete4 ,wich das ,schiff von dieser ,richtung ab1 so bekam entweder der eine oder der andere der ,magnete1 die den ,querbalken des ,steuerruders beherrschten1 ,strom1 bis die festgelegte ,fahrtrichtung wieder eingehalten wurde4 ,es kam also hier derselbe ,gedanke in ,anwendung1 den wir heute bei unseren selbstlaufenden ,torpedos benutzen1 nur da bei diesen der unbeirrbare ,steuermann nicht eine ,magnetnadel1 sondern ein sehr schnell rotierender ,kreisel ist1 dessen ,achse sich gleichfalls nicht aus der einmal angenommenen ,richtung bringen lt4 ,eine von ,siemens weiter ersonnene ,einrichtung gab ,gelegenheit1 den ,stand des ,wassers in ,sammeltrmen oder anderen ,behltern von fernher1 insbesondere also in der ,pumpstation1 zu erkennen4 ,durch das im ,behlter auf und nieder gehende ,wasser wurde ein ,schwimmer bewegt4 ,dieser bettigte einen ,mechanismus1 der von ,zeit zu ,zeit1 wenn der ,stand des ,wasserspiegels sich um eine bestimmte ,gre verndert hatte1 einen ,strom durch die ,leitung nach dem ,maschinenhaus schickte4 ,dadurch wurde ein elektrischer ,zeiger bald vorwrts1 bald rckwrts ber eine ,skala bewegt1 so da man auf dieser die ,hhe des ,wasserstands stets ablesen konnte4 ,wasserstandsfernmelder sind spter von diesem ,ursprung her in zahlreichen ,arten konstruiert worden1 und sie bilden heute unentbehrliche ,bestandteile jeder groen ,wasseranlage4 ,man kann ,elektrizitt nicht nur durch ,reibung1 durch ,magnetismus und durch ,induktion1 sondern noch auf eine vierte ,weise1 nmlich durch ,wrme1 erzeugen4 ,ltet man zwei ,stbe aus verschiedenen ,metallen1 etwa ,neusilber und ,eisen1 mit beiden ,enden zusammen und erwrmt die eine ,ltstelle1 so fliet durch den metallenen ,kreis ein ,strom4 ,siemens baute eine riesige ,thermosule aus #bejj einseitig verlteten ,neusilber-,eisen-,elementen auf1 deren ,ltstellen in einem ,rohr untergebracht waren4 ,die anderen nicht zusammengelteten ,enden waren durch ,drhte verbunden1 und diese fhrten alle zu einer gemeinschaftlichen ,leitung1 in die ein passendes ,instrument eingeschaltet war4 ,erwrmte man die ,ltstellen durch ,leuchtgas1 so wurde durch die entstehende ,thermo-,elektrizitt schon nach einer ,minute eine ,glocke zum ,tnen gebracht4 ,es war dies die erste ,thermosule1 die so krftig wirkte1 da durch sie eine merkbare elektromotorische ,kraft erzeugt wurde4 ,willougby ,smith hatte entdeckt1 da das ,selen seine elektrische ,leitfhigkeit mit wechselnder ,belichtung ndert4 ,siemens brachte das ,selen durch ,umschmelzen in sehr hoher ,temperatur in eine ,form1 die gestattete1 mit ,hilfe der sich bei ,belichtung ndernden ,leitfhigkeit die ,strke von ,lichtquellen zu messen4 ,bis dahin besa man in der ,photometrie nur die ,mglichkeit1 die ,strke einer ,lichtquelle dadurch zu bestimmen1 da man sie mit einer anderen verglich4 ,das ,siemenssche ,selen-,photometer gestattete die direkte ,feststellung der ,lichtstrke durch ,widerstandsmessung1 was sehr viel genauere ,resultate lieferte4 ,man war dadurch auch in der ,lage1 die ,leuchtstrke verschiedenfarbiger ,lichtquellen miteinander zu vergleichen4 ,die durch schlagende ,wetter in ,bergwerken auch damals schon nicht allzu selten hervorgerufenen ,katastrophen hatten ,siemens' warmherziges ,empfinden auf sich gelenkt4 ,er begngte sich jedoch nicht mit dem bloen ,mitleid fr die armen ,bergarbeiter1 sondern sann ber ein ,mittel nach1 solche ,unglcksflle zu verhindern4 ,er fand1 da ,platinmoor erwrmt wurde1 sobald eine gewisse ,menge ,grubengas in seiner ,nhe vorhanden war4 ,es findet dann eine langsame1 nicht sichtbare ,verbrennung des ,grubengases statt4 ,diese ,tatsache benutzte er1 um die ,ltstellen von ,thermo-,elementen erwrmen zu lassen4 ,hatte sich in einer ,grube eine gewisse ,menge des gefhrlichen ,gases angesammelt1 das bei ,entzndung die ,ursache der schlagenden ,wetter ist1 dann begannen die an den ,ltstellen mit ,platinmoor belegten ,thermoelemente ,strom durch die ,leitung zu schicken1 die nach oben fhrte1 und die ,zeiger feiner ,instrumente1 die an bestimmten ,beobachtungsstellen ber ,tag aufgestellt waren1 begannen auszuschlagen oder auch akustische ,zeichen auszulsen4 ,die ,hoffnungen1 die man auf diese ,einrichtung damals setzte1 haben sich allerdings nicht in vollem ,ma erfllt4 ,noch heute besitzen wir kein unbedingt zuverlssiges ,anzeigemittel fr ,grubengas4 ,die ,firma ,siemens ,halske hat im ,jahre #ahff die erste ,rohrpostanlage in ,berlin gebaut4 ,sie fhrte vom ,haupttelegraphenamt zur ,brse und diente der raschen ,befrderung von ,telegrammen innerhalb der ,stadt4 ,werner ,siemens selbst schuf die wissenschaftliche ,grundlage fr die ,einrichtung1 indem er die ,bewegungsgesetze der ,gase in ,rhren studierte4 ,in ,ruland war schon damals eine hohe ,abgabe auf die ,erzeugung von ,spiritus gelegt4 ,um brauchbare ,unterlagen fr diese ,besteuerung zu erhalten1 wnschte man einen ,apparat1 der genau die ,menge des durch ein ,rohr strmenden ,spiritus anzeigte und ferner auch die ,menge des absoluten ,alkohols angbe1 der darin enthalten war4 ,der von ,siemens erfundene ,alkoholmeapparat macht die gewnschten ,angaben ebenso genau1 wie sie sonst nur durch die besten1 sehr komplizierten ,meverfahren erzielt werden knnen4 ,eine sich drehende ,trommel stellt die durchstrmende ,flssigkeitsmenge fest1 und ein in der ,flssigkeit liegender ,schwimmer1 der sich entsprechend dem spezifischen ,gewicht hebt und senkt1 korrigiert die ,anzeige gem der ,menge des darin enthaltenen absoluten ,alkohols4 ,ein ,apparat von hnlicher ,feinfhligkeit ist der ,elektrizittszhler4 ,die ,konstruktion mit ,zhlantrieb durch einen ,motor1 dessen ,bewegung durch eine ,kupferscheibe und ,magnetbeeinflussung geregelt wird1 verdanken wir gleichfalls ,werner ,siemens4 ,strommesser dieser ,art werden heute fast ausschlielich verwendet4 ,die lange ,zeit1 welche in ,parlamentssitzungen fr die ,abstimmungen gebraucht wird1 verdro den technischen ,sinn von ,werner ,siemens4 ,im ,jahre #ahgj reichte er beim ,prsidium des ,preuischen ,abgeordnetenhauses einen ,vorschlag fr einen elektrischen ,abstimmungsapparat ein1 der ermglichen sollte1 das ,resultat der ,abstimmungen in krzester ,zeit festzustellen4 ,an jedem der ,abgeordnetensitze sollte eine kleine ,schaltvorrichtung angebracht werden1 deren ,hebel auf ,ja oder ,nein zu stellen war und bei ,abwesenheit eines ,abgeordneten oder bei ,stimmenthaltung auch eine dritte ,stellung einnehmen konnte4 ,sollte eine ,abstimmung vor sich gehen1 so war es nun nicht mehr notwendig1 die ,stimmzettel in einem langwierigen ,vorgang einzusammeln1 sondern jeder ,abgeordnete legte seinen ,hebel in die gewnschte ,stellung1 und ein ,diener konnte durch rasches ,drehen einer ,kurbel die smtlichen ,ja und ,nein in kaum einer ,minute auf einem abrollenden ,papierstreifen erscheinen lassen4 ,durch ,nummernaufdruck auf dem ,streifen war es auch mglich1 zu erkennen1 wie jeder einzelne ,abgeordnete gestimmt hatte4 ,der ,streifen konnte leicht vervielfltigt und so verschiedenen an der ,abstimmung interessierten ,personen bergeben werden4 ,es war auch eine ,einrichtung hinzugefgt1 die durch ,niederlegen von ,fallklappen jeden ,abgeordneten auf seinem ,platz erkennen lassen sollte1 ob seine ,abstimmung richtig registriert war4 ,damit die ,schalter an den ,pltzen nicht von ,unbefugten benutzt werden knnten1 war jeder von ihnen nur mit ,hilfe eines bestimmten ,schlssels zu bewegen1 der sich im ,besitz des ,platzinhabers befand4 ,zu einer ,einfhrung dieses technisch sehr hbschen ,apparats ist es nicht gekommen4 ,schon in jener ,zeit empfand man es als schwere ,belstigung1 da in den ,schornsteinen von ,kesselfeuerungsanlagen sehr viele ,ruteilchen durch den austretenden ,rauch mitgerissen wurden4 ,siemens konstruierte1 um dies zu verhindern1 den ,spiraldeflektor4 ,er setzte in das ,rauchrohr eine ,spirale aus ,blech ein1 durch welche die ,rauchgase hindurchziehen muten4 ,infolge der dadurch eintretenden zentrifugalen ,bewegung wurden die schweren ,ruteile tangential zur ,seite geschleudert2 sie fielen in einen ,sammelbehlter hinunter1 und nur die gereinigten ,rauchgase konnten aus dem ,schornstein austreten4 ,man benutzt diese ,einrichtung noch heute zur ,gewinnung des technisch viel verwendeten ,rues4 ,fr die ,reinigung der ,luft sowie zur ,sterilisierung von ,trinkwasser und zum ,bleichen von ,leinengarnen sowie ,tuchen benutzen wir heute vielfach das ,ozon4 ,es ist dies ein ,gas1 in dem nicht1 wie in der ,luft1 zwei ,sauerstoffatome1 sondern drei miteinander verbunden sind4 ,dieses dritte ,atom trennt sich jedoch sehr leicht von den anderen1 und dadurch vermag das ,ozon eine sehr starke oxydierende ,wirkung auszuben4 ,siemens erfand bereits im ,jahre #aheg eine ,ozonrhre1 welche die ,erzeugung dieses ntzlichen ,gases in vorzglicher ,weise gestattete4 ,in etwas vernderter ,form wird sie noch jetzt verwendet4 ,siemens hat sich berhaupt schon frhzeitig mit elektrochemischen ,studien beschftigt4 ,er sah die groe ,bedeutung1 die diese ,anwendung des elektrischen ,stroms einst haben wrde1 deutlich voraus4 ,gerade auf diesem ,gebiet1 so schrieb er1 wird der elektrische ,strom voraussichtlich knftig die grten ,erfolge aufzuweisen haben und auf ihm der ,menschheit die grten ,dienste leisten knnen4 ,im ,jahre #ahhf deutete er bereits auf einen erst in der letzten ,zeit sehr wichtig gewordenen elektrochemischen ,industriezweig hin4 ,er sagte damals voraus1 da wir mit ,hilfe mechanisch erzeugter ,elektrizitt imstande sein werden1 gewerbsmig ,stickstoffverbindungen aus der ,luft herstellen zu knnen4 ,wir wissen1 da diese ,mglichkeit unsere ,landwirtschaft whrend des ,weltkriegs gerettet hat1 als es nach ,abschneidung der ,zufuhr von natrlichem ,salpeter aus ,chile nur auf elektrischem ,weg mglich war1 die ntigen ,dngemittel herzustellen4 ,mit seinem ,freund1 dem groen ,chemiker ,a4 v4 ,hofmann1 hat ,siemens auch selbst eingehende ,versuche zur elektrischen ,bindung des ,stickstoffs aus der ,luft gemacht4 ,rechnet man zu den in diesem ,abschnitt aufgezhlten ,erfindungen noch die anderen hinzu1 die von ,werner ,siemens frher gemacht wurden1 die galvanoplastische ,herstellung von ,gold- und ,silberberzgen1 den ,differenzregulator1 den ,zinkdruck1 den anastatischen ,druck1 die haltbare ,schiebaumwolle1 die ,messung von ,geschogeschwindigkeiten mittels des elektrischen ,funkens1 so steht man einer erstaunlichen ,flle von fruchtbaren ,gedanken gegenber4 ,der ,meister1 welcher der ,elektrotechnik ihre gewaltigsten ,hilfsmittel schuf1 hat sie auch in einer groen ,anzahl von ,nebengebieten auf das krftigste gefrdert4 ,er hat sich ferner erfolgreich um die ,frderung anderer ,zweige der ,technik bemht und steht so als ein ,riese technischen ,schaffens vor unseren ,augen4 ,wissenschaft ,wenn die wissenschaftlichen ,arbeiten von ,werner ,siemens hier in einem besonderen ,abschnitt behandelt werden1 so geschieht die ,trennung nur aus einem uerlichen ,grund1 nmlich um das berblicken seines so umfangreichen ,lebenswerks zu erleichtern4 ,denn wie wir nun schon aus vielen ,beispielen wissen1 sind der ,techniker und der ,wissenschaftler in ,werner ,siemens nicht voneinander zu sondern4 ,entsprang doch fast eine jede seiner ,erfindungen einer wissenschaftlichen berlegung4 ,das ist es ja eben gewesen1 was seinen ,meisterleistungen die mchtige und nachhaltige ,wirkungsmglichkeit schaffte1 ihnen den breiten ,boden gab1 auf dem sie zu so imponierender ,hhe emporwachsen konnten4 ,sehr hufig hat man bei der ,lektre ,siemensscher ,schriften oder ,reden das deutliche ,gefhl1 da nur ein unwiderstehlicher ,drang ihn dazu trieb1 seine wissenschaftlichen ,erkenntnisse praktisch auszubeuten1 da er dies fast gegen seinen ,willen getan hat4 ,immer von neuem klagt er1 seine ,berufsttigkeit habe ihm so wenig ,zeit gelassen1 eine rein wissenschaftliche ,ttigkeit auszuben4 ,den ,wissensschatz nennt er einmal den einzig wahrhaften ,schatz1 den die ,menschheit besitzt4 ,und wiederum erkennt er selbst ganz genau1 da er seine ,lebensarbeit als schaffender ,techniker und nicht als abstrakter ,gelehrter zu leisten habe4 ,als man ihn im ,jahre #ahgd als ordentliches ,mitglied in die ,preuische ,akademie der ,wissenschaften berief1 sagte er in seiner ,antrittsrede3 ,ich bin nicht anmaend genug1 zu glauben1 da die rein wissenschaftlichen ,leistungen1 welche ich aufzuweisen habe1 allein entscheidend hierfr 7nmlich fr die ,berufung7 gewesen sind4 ,sein ,freund ,du ,bois-,reymond1 der ihm antwortete1 stellte dann den ,doppelcharakter von ,werner ,siemens1 der ihn ,wissenschaftler und ,techniker zugleich sein lie1 vorzglich in einem ,satz zusammen1 indem er sagte3 ,da du auf solcher ,hhe als ein ,frst der ,technik die ,fden unzhliger ,kombinationen in der ,hand haltend1 hundert ,plne im ,kopf wlzend1 im ,innersten der deutsche ,gelehrte in des ,wortes edelstem ,sinne bliebst1 als der du geboren bist1 zu dem du nicht einmal erzogen wurdest2 da in jedem ,augenblick1 wo die ,last der ,geschfte es dir erlaubte1 du mit ,liebe zum ,phnomen1 mit ,treue zum ,experiment1 mit ,unbefangenheit zur ,theorie1 genug1 mit echter ,begeisterung zur reinen ,wissenschaft zurckkehrtest3 das stempelte dich1 von deinem ,scharfsinn1 deiner ,erfindsamkeit1 deiner ,beobachtungsgabe zu schweigen1 in unseren ,augen zum ,akademiker4 ,in seiner ,antrittsrede bei der ,akademie gab ,werner ,siemens dann selbst eine kleine bersicht ber die wissenschaftlichen ,leistungen1 von denen er meinte1 da sie die ,ursache zu seiner fr einen praktisch schaffenden ,techniker so besonders ehrenvollen ,berufung gewesen seien4 ,er erwhnte die ,methode der ,messung groer ,geschwindigkeiten durch den elektrischen ,funken1 die ,auffindung der elektrostatischen ,ladung telegraphischer ,leitungen und ihre ,gesetze1 die ,aufstellung von ,methoden und ,formeln fr die ,untersuchung unterirdischer und unterseeischer ,leitungen sowie fr die ,bestimmung des ,orts vorhandener ,isolationsfehler1 seine ,experimentaluntersuchungen ber die elektrostatische ,induktion und die ,verzgerung des elektrischen ,stroms durch diese1 die ,aufstellung und ,darstellung eines reproduzierbaren ,grundmaes fr den elektrischen ,leitungswiderstand1 den ,nachweis der ,erwrmung des ,dielektrikums des ,kondensators durch pltzliche ,entladung1 die ,auffindung und ,begrndung der dynamo-elektrischen ,maschine4 ,er glaubte ferner anfhren zu knnen1 da manche seiner technischen ,leistungen nicht ohne wissenschaftlichen ,wert gewesen seien1 und nannte von diesen den ,differenzregulator1 die ,herstellung isolierter ,leitungen durch ,umpressung mit ,guttapercha1 die ,gegen-,doppel-,induktions- und automatischen ,apparate fr ,telegraphie1 die ,ozonrhre und ,meinstrumente verschiedener ,art4 ,die meisten dieser ,schpfungen sind uns aus den vorhergehenden ,ausfhrungen bereits bekannt4 ,aber einige der wissenschaftlichen ,meisterleistungen von ,werner ,siemens haben wir hier doch noch nher zu besprechen4 ,eine hervorragende ,tat war die ,schpfung sorgfltiger ,meinstrumente4 ,wir entsinnen uns1 da ,werner ,siemens sich mit dem ,mechaniker ,halske insbesondere aus dem ,grund verbndete1 weil dieser ungewhnlich feine ,przisionsarbeit zu leisten vermochte4 ,nach den von ,siemens aufgestellten theoretischen ,grundlagen hat ,halske ,galvanometer und ,bussolen von einer solchen ,feinheit entstehen lassen1 wie sie bis dahin noch nicht bekannt waren4 ,die ,instrumente sind auf der ganzen ,erde fr die elektrischen ,messungen grundlegend geworden4 ,die ,physiker in allen ,lndern benutzen noch heute zu den genauesten ,messungen ,instrumente1 die in ihrem ,bau sich ganz genau an die ersten von ,siemens ,halske geschaffenen anlehnen4 ,im ,jahre #ahgf beschftigte sich ,werner ,siemens in nachhaltiger ,weise damit1 die ,fortpflanzungsgeschwindigkeit der ,elektrizitt festzustellen1 ber die man bis dahin nur sehr wenig verlliche ,zahlen besa4 ,er stellte den ,versuch so an1 da er den ,zeitunterschied zwischen den ,entladungen zweier ,leydener ,flaschen ma1 von denen die eine durch ,verbindung der ,belegungen mittels eines kurzen ,drahts1 die andere durch eine sehr lange ,leitung geschlossen werden konnte4 ,jede der beiden ,entladungen rief einen ,funken hervor1 der wiederum1 wie bei der ,messung der ,geschogeschwindigkeit1 eine ,marke in einen schnell rotierenden ,stahlzylinder schlug4 ,fr die praktische ,anstellung des ,versuchs wurde ein eiserner ,telegraphendraht von #bccgb ,kilometern ,lnge benutzt1 der zwischen ,kpenick und ,erkner an der damaligen ,niederschlesisch-,mrkischen ,bahn entlang lief4 ,siemens fand die ,fortpflanzungsgeschwindigkeit der ,elektrizitt zu #bdjjjj ,kilometern in der ,sekunde4 ,nachdem ,kirchhoff spter gelehrt hatte1 da fr eine widerstandsfreie ,leitung eine um etwa ein ,drittel hhere ,geschwindigkeit angenommen werden msse1 ergab sich aus dieser ,messung ziemlich genau1 da die ,elektrizittsgeschwindigkeit der des ,lichts gleich ist1 nmlich rund #cjjjjj ,kilometer in der ,sekunde betrgt4 ,heute1 wo wir die nahe ,verwandtschaft zwischen ,licht- und ,elektrizittsschwingungen kennen1 wissen wir1 da diese ,zahl richtig sein mu4 ,grundlegend fr das gesamte ,mewesen in der ,elektrotechnik ist die von ,werner ,siemens geschaffene ,einheit fr den ,widerstand geworden4 ,sowohl in der wissenschaftlichen ,physik wie auch in der ,technik ist die ,feststellung des ,widerstands von ,stromleitern sehr hufig erforderlich4 ,wenn man aber ein ,ma angeben soll1 so braucht man eine genau festgelegte1 jedem zugngliche ,einheit1 auf die man es beziehen kann4 ,die ,wichtigkeit des ,gegenstands war ,ursache1 da schon in der ,mitte des vorigen ,jahrhunderts ,versuche gemacht wurden1 eine ,einheit des ,widerstands zu schaffen4 ,jacobi wollte hierfr einen ,kupferdraht von bestimmter ,lnge und bestimmtem ,querschnitt einfhren4 ,aber es zeigte sich1 da der ,widerstand eines solchen ,drahts sich mit der ,zeit ndert4 ,durch das ,kopieren und immer wieder neue ,kopieren des ,originaldrahts entstanden ferner immer grere ,ungenauigkeiten4 ,die ,grundeinheit mu aber selbstverstndlich stets ganz genau und verhltnismig leicht hergestellt werden knnen4 ,der ,jacobische ,widerstands-,etalon war daher nicht brauchbar4 ,in dem von ,wilhelm ,weber entwickelten absoluten elektromagnetischen ,masystem war zwar schon eine absolute ,einheit fr den ,widerstand enthalten4 ,aber ihre ,herstellung konnte1 namentlich wegen der sehr geringen ,gre dieser ,einheit1 stets nur mit groen ,schwierigkeiten geschehen4 ,siemens erkannte1 da ein ,quecksilberstab sich am besten zur ,herstellung der ,widerstandseinheit eigne4 ,die ,notwendigkeit1 eine wirklich praktisch brauchbare ,grundlage fr diese ,einheit zu schaffen1 wurde ihm besonders deutlich1 als er jene von uns schon erwhnte ,fehlerbestimmung beim ,kabel im ,roten ,meer durch ,widerstandsmessung machte4 ,er schlug vor1 eine ,quecksilbersule von einem ,quadratmillimeter ,querschnitt und einem ,meter ,lnge bei einer ,temperatur von #j ,grad als ,einheit des ,widerstands anzunehmen4 ,eine solche ,quecksilbereinheit lt sich in jedem ,laboratorium mit groer ,leichtigkeit herstellen2 das ,quecksilber kann immer wieder erneuert werden und ist darum keinen ,vernderungen unterworfen4 ,in der ,tat wurde diese ,siemens-,einheit als ,grundlage fr die elektrische ,metechnik angenommen und hat ber zwei ,jahrzehnte als magebende ,gre geherrscht4 ,der ,internationale ,elektrizittskongre in ,paris beschlo dann freilich im ,jahre #ahha1 die absoluten elektromagnetischen ,einheiten1 das sogenannte ,zentimeter-,gramm-,sekunden-,system1 einzufhren4 ,werner ,siemens hat es lebhaft bedauert1 da damit die ,siemens-,einheit verschwand1 aber er erlebte die ,genugtuung1 da die neugeschaffene ,einheit fr den ,widerstand1 das ,ohm1 durch sein ,verhltnis zur ,siemens-,einheit definiert wurde4 ,ein ,ohm ist nmlich #a1jf ,s4,e4 ,inmitten seiner ausgedehnten ,beschftigung mit den wissenschaftlichen ,grundlagen der ,elektrotechnik und im ,drang der immer weiter sich ausdehnenden ,geschfte fand ,werner ,siemens doch noch ,zeit1 mit deutscher ,gelehrtengrndlichkeit solche ,probleme zu bearbeiten1 die von seiner ,lebensarbeit ziemlich weit ablagen4 ,wenn ihm auf seinen ,reisen eine ,erscheinung begegnete1 die ihm nicht ohne weiteres verstndlich war1 so trieb ihn sein ,kausalittsbedrfnis unwiderstehlich dazu1 sie zu erklren und durch ,stellung auf einen wissenschaftlichen ,boden dem eigenen ,verstndnis nherzufhren4 ,solche ,beobachtungen und ,erklrungen fhrten ihn nicht selten dazu1 sehr ausfhrliche ,arbeiten darber abzufassen1 die so grndlich angelegt waren1 da er sie der ,akademie der ,wissenschaften in ,berlin vorlegen konnte4 ,als ,siemens sich zur ,auslegung des ,kabels durch das ,rote ,meer nach dem ,sden begab1 durchreiste er auch gypten4 ,in ,kairo mute er einige ,tage ,aufenthalt nehmen1 da das ,kabelschiff ,agamemnon nicht zur rechten ,zeit eintraf1 das1 weil der ,suezkanal damals noch nicht erffnet war1 den ,weg um das ,kap der ,guten ,hoffnung machen mute4 ,er benutzte die ,mue zu einem ,ausflug nach der ,cheopspyramide4 ,schon whrend des ,eselritts dorthin erhob sich ein auergewhnlich kalter ,wstenwind1 der von einer eigentmlichen roten ,frbung des ,horizonts begleitet war4 ,nachdem sie an ihrem ,ziel angekommen waren1 wurden ,siemens und seine ,reisegefhrten in der blichen ,weise von ,beduinen ber die hohen ,steinstufen auf die ,spitze der ,pyramide hinaufbefrdert4 ,als sie droben anlangten1 war der ,wind zu sturmartiger ,strke angewachsen1 so da sie sich auf der abgeplatteten ,spitze kaum aufrecht halten konnten4 ,der ,wstenstaub hllte die ,spitze der ,pyramide allmhlich ganz ein4 ,man vernahm dabei ein merkwrdig zischendes ,gerusch1 das1 wie sich der sorgfltig beobachtende ,werner ,siemens alsbald sagte1 nicht durch den ,wind verursacht sein konnte4 ,als er einen ,finger ber seinen ,kopf emporhob1 entstand ein scharfer1 singender ,ton1 wodurch ihm klar wurde1 da es sich nur um eine elektrische ,erscheinung handeln konnte4 ,die ,araber1 die auf den nchsten ,stufen kauerten1 kannten die ,erscheinung gleichfalls1 denn sie hielten auch die ausgestreckten ,finger mit dem ,ruf ,chamsin6 7das ist der ,name des ,winds7 in die ,hhe4 ,sofort begann nun ,werner ,siemens auf der ,pyramide mit der elektrischen ,erscheinung zu experimentieren4 ,er hat ber diese sehr interessanten ,versuche in ,poggendorfs ,annalen unter dem ,titel ,beschreibung ungewhnlich starker elektrischer ,erscheinungen auf der ,cheopspyramide bei ,kairo whrend des ,wehens des ,chamsins nhere ,mitteilungen gemacht4 ,als ich eine gefllte ,weinflasche1 deren ,kopf mit ,stanniol beklebt war1 emporhielt1 schreibt er dort1 hrte ich denselben singenden ,ton wie bei der ,aufhebung des ,fingers4 ,whrenddessen sprangen von der ,etikette fortwhrend kleine ,funken zu meiner ,hand ber1 und als ich darauf den ,kopf der ,flasche mit der anderen ,hand berhrte1 erhielt ich eine heftige elektrische ,erschtterung1 whrend ein glnzender ,funke vom metallenen ,kopf der ,flasche in meine ,hand bersprang4 ,es ist klar1 da die durch den feuchten ,kork mit der ,metallbelegung des ,kopfes der ,flasche in leitender ,verbindung stehende ,flssigkeit im ,innern derselben die innere ,belegung einer ,leydener ,flasche bildete1 whrend ,etikette und ,hand die abgeleitete uere vertraten4 ,auch eine entkorkte ,flasche lud sich auf gleiche ,weise1 namentlich dann1 wenn die ffnung gegen den ,wind geneigt wurde1 wie 99,dr499 ,esselbach durch einen heftigen ,schlag erkannte1 den er empfand1 als er dieselbe an den ,mund setzte4 ,siemens baute darauf eine leistungsfhigere ,leydener ,flasche1 indem er eine gefllte ,weinflasche mit metallisch belegtem ,kopf in ein angefeuchtetes ,papier aus dem ,proviantkorb hllte4 ,als er diese hoch ber den ,kopf hielt1 konnte er daraus laut klatschende ,funken von etwa einem ,zentimeter ,schlagweite ziehen4 ,bald hatte er auch ,gelegenheit1 diese ,leydener ,flasche als ,verteidigungswaffe gebrauchen zu knnen4 ,die ,araber hatten1 so erzhlt er1 die aus unseren ,weinflaschen hervorbrechenden ,blitze gleich mit offenbarem ,mitrauen betrachtet4 ,sie hielten dann eine kurze ,beratung1 und auf ein gegebenes ,signal wurde ein jeder meiner ,begleiter von den drei ,mann1 die ihn hinaufbefrdert hatten1 gepackt1 um gewaltsam wieder hinabtransportiert zu werden4 ,ich stand gerade auf dem hchsten ,punkt der ,pyramide1 einem groen ,steinwrfel1 der in der ,mitte der ,abplattung lag1 als der ,scheich der ,arabertribus sich mir nherte und mir durch unseren ,dolmetscher sagen lie1 die ,tribus htte beschlossen1 wir sollten sofort die ,pyramide verlassen4 ,als ,grund gab er auf ,befragen an1 wir trieben offenbar ,zauberei1 und das knnte ihrer ,erwerbsquelle1 der ,pyramide1 ,schaden bringen4 ,als ich mich weigerte1 ihm ,folge zu leisten1 griff er nach meiner linken ,hand1 whrend ich die rechte mit der gut armierten ,flasche -- in offenbar beschwrender ,stellung -- hoch ber den ,kopf hielt4 ,diesen ,moment hatte ich abgewartet und senkte nun den ,flaschenkopf langsam seiner ,nase zu4 ,als ich sie berhrte1 empfand ich selbst eine heftige ,erschtterung1 aus der zu schlieen der ,scheich einen gewaltigen ,schlag erhalten haben mute4 ,er fiel lautlos zu ,boden1 und es vergingen mehrere1 mich schon angstvoll machende ,sekunden1 bis er sich pltzlich laut schreiend erhob und brllend in ,riesensprngen die ,pyramidenstufen hinabsprang4 ,als die ,araber dies sahen und den fortwhrenden ,ruf ,zauberei6 des ,scheichs hrten1 verlieen sie smtlich ihre ,opfer und strzten ihm nach4 ,in wenigen ,minuten war die ,schlacht entschieden und wir unbedingte ,herren der ,pyramide4 ,jedenfalls ist ,napoleon der ,sieg am ,fue der ,pyramiden nicht so leicht geworden wie mir der meinige auf der ,spitze6 ,nun hatten die ,reisenden volle ,freiheit1 ihre ,experimente fortsetzen zu knnen4 ,als ,siemens sich durch einen improvisierten ,isolierschemel aus aufgestellten ,weinflaschen von der ,steinmasse der ,pyramide isolierte1 hrte das sausende ,gerusch beim ,emporheben des ausgestreckten ,fingers nach kurzer ,zeit auf4 ,er konnte jetzt zu seinen ,gefhrten durch ,nherung der ,hand ,funken berschlagen lassen4 ,siemens hat in seiner ,arbeit die interessante ,erscheinung dadurch erklrt1 da1 wie er annimmt1 die ,staubteilchen durch ,reibung auf dem ,boden elektrisch werden1 da dann spter1 wenn sie durch den ,wind hoch emporgetrieben worden sind1 ihre in der ,staubwolke konzentrierte ,gesamtheit eine elektrische ,spannung gegen die ,erde hat4 ,die ,pyramide1 die als leitend zu betrachten ist1 bildet eine gewaltige ,spitze1 von der aus die ,erdelektrizitt zur ,wolke besonders stark ausstrmt4 ,als ,werner ,siemens den ,kaukasus besuchte1 erkrankte er an ,wechselfieber4 ,whrend andere ,menschen sich in einem solchen ,zustand nur mit ihrem krperlichen ,befinden zu beschftigen pflegen1 beobachtete er sorgfltig alle wissenschaftlichen ,begleitumstnde4 ,er kam schon damals1 lange bevor ,koch seine berhmte ,theorie aufgestellt hatte1 zu der berzeugung1 da das klimatische ,fieber seine ,ursache in mikroskopischen ,organismen haben msse1 die sich im ,krper aufhalten4 ,die ,periodizitt des ,wechselfiebers erklrt er durch die ,zeit1 welche die junge ,brut jedesmal braucht1 um zu ihrer1 dem menschlichen ,krper schdlichen ,aktionsfhigkeit heranzuwachsen4 ,das ist spter zu ,siemens' groer ,freude von der medizinischen ,wissenschaft besttigt worden4 ,beim ,auslegen der ,kabel wurde er dazu gefhrt1 einen ,apparat fr genaue ,messung der ,meerestemperaturen anzugeben1 der gestattet1 auf dem ,schiff die ,temperatur der ,tiefe stets sofort abzulesen4 ,im ,jahre #ahgh sah ,siemens zum erstenmal den ,vesuv1 der sich gerade damals in lebhafter ,ttigkeit befand4 ,er beobachtete die ,erscheinungen1 die sich seinem ,auge darboten1 so genau1 als wenn er sich in seinem ,leben mit nichts anderem beschftigt htte als mit dem ,vulkanismus4 ,der ,vesuv trug1 so schrieb er in den ,monatsberichten der ,berliner ,akademie der ,wissenschaften1 whrend meiner ,anwesenheit in ,neapel im ,mai d4 ,j4 7#ahgh7 eine ,dampfkrone1 welche sich hin und wieder bei windstillem ,wetter etwa bis auf ein ,drittel seiner ,hhe ber dem ,meeresspiegel erhob4 ,whrend der ,nacht erschien die ,dampfkrone schwach leuchtend4 ,auffallend war mir hierbei1 da dieselbe1 mit einem guten ,fernrohre betrachtet1 aus schnell aufeinander folgenden ,dampfringen zu bestehen schien4 ,der ,lichtschein war nicht konstant4 ,seine ,helligkeit war sehr vernderlich1 und hin und wieder schien er intermittierend zu sein4 ,siemens bestieg den ,berg bis zum alten ,kraterrand und setzte seine ,forschungen fort4 ,auf der hchsten ,spitze des ,aschenkegels1 welcher sich in der ,mitte des groen ,kraters etwa bis zur halben ,hhe seines ,randes erhob1 sah man eine hell glhende ffnung1 aus welcher in ziemlich regelmiger ,folge alle zwei bis drei ,sekunden heftige ,explosionen hervorbrachen4 ,die ,strke dieser ,explosionen lie sich ungefhr daraus ermessen1 da durch dieselben glhende ,steine und ,schlackenstcke in ,menge bis bedeutend ber meinen ,standpunkt auf dem ,rande des alten ,kraters emporgeschleudert wurden und nach ihrem fast senkrecht erfolgenden ,niederfalle auf der ,oberflche des inneren ,aschenkegels niederrollten4 ,die hellglhende ffnung des ttigen ,kraters bildete ein unregelmiges ,viereck1 dessen mittlere ,seitenlnge ich auf #e bis #f ,meter schtzte4 ,jede ,explosion ri die umgebende ,luft mit sich fort und bildete dadurch ber dem ,berggipfel einen in sich von innen nach auen rotierenden und sich beim ,aufsteigen erweiternden ,dampfring4 ,sie war von einem dumpfen ,knalle begleitet1 welcher den ganzen ,berggipfel merklich erschtterte4 ,eine eigentliche ,flammenerscheinung war nicht zu beobachten4 ,da jedoch heller ,sonnenschein herrschte1 so hatte die ausgestoene ,dampfmasse in der ,nhe der ,kraterffnung die gelbliche ,frbung1 welche schwach leuchtende ,flammen im ,sonnenschein anzunehmen pflegen4 ,diese ,beobachtungen gaben ihm ,anla1 ausfhrliche ,betrachtungen ber die ,gestaltung des ,erdinnern und die darin ttigen ,krfte anzustellen4 ,wir besitzen eine sehr ausfhrliche ,arbeit von ihm hierber1 in der er sich mit den damaligen widerstreitenden geologischen ,ansichten auseinandersetzt4 ,diesen stets nach ,aufklrung ringenden ,geist hat das groe ,haus1 in dem er mit der gesamten ,menschheit wohnte1 weiter lebhaft beschftigt4 ,er hat versucht1 sehr viele ,phnomene1 die sich auf der ,erde und in deren ,luftmeer abspielen1 zu erklren4 ,so schrieb er ber die ,zulssigkeit der ,annahme eines elektrischen ,sonnenpotentials und dessen ,bedeutung zur ,erklrung terrestrischer ,phnomene4 ,hierin legt er dar1 da das elektrische ,potential der ,sonne auf die ,erde so einwirken msse1 da auf der ,erdoberflche ,elektrizitt gebunden wird4 ,diese wird bei der ,rotation der ,erde stndig um diese herumgefhrt und bewirkt als kreisender ,strom deren ,magnetisierung4 ,weitere ,arbeiten geologischer ,natur fhren die ,titel3 ber die ,erhaltung der ,kraft im ,luftmeer der ,erde1 ,zur ,frage der ,ursachen atmosphrischer ,strme und ber das allgemeine ,windsystem der ,erde4 ,in einem ,aufsatz ber das ,leuchten der ,flamme hat ,siemens ,versuche beschrieben1 die er in einem der groen ,glasfen seines ,bruders ,friedrich in ,dresden ber das ,leuchten gasfrmiger ,krper angestellt hat4 ,er kommt zu dem beraus modern anmutenden ,ergebnis1 da das ,flammenlicht ebenso elektrisches ,licht sei wie das der ,geilerschen ,rhre4 ffentliche ,wirksamkeit ,mit der ,hoffnung im ,herzen1 da der ,staat ,friedrichs des ,groen ,deutschland zur ,einigkeit und ,gre emporfhren wrde1 berschritt ,werner ,siemens einstens die mecklenburgisch-preuische ,grenze4 ,um so schwerer lastete auf ihm die ,reaktionszeit1 die nach der ,freiheitsbewegung von #ahdh einsetzte4 ,lnger als ein ,jahrzehnt hielt ihn seine angestrengte technisch-wissenschaftlich-industrielle ,ttigkeit von der ,politik fern1 zumal damals keiner zu hoffen wagte1 da die ,verhltnisse sich alsbald bessern wrden4 ,dann aber1 als nach der ,erkrankung ,friedrich ,wilhelms ,,iv4 ,prinz ,wilhelm von ,preuen die ,regentschaft bernahm1 begann1 wie in den ,herzen so vieler1 auch in ,werner ,siemens die ,ahnung zu sprieen1 da ,preuen sich vielleicht doch noch auf die ,verpflichtung besinnen knnte1 welche die ,weltgeschichte ihm zweifellos fr die ,herbeifhrung der ,einigung ,deutschlands zugedacht hatte4 ,am #c4 ,september #ahfj wohnte er mit seinem ,bruder ,wilhelm einer groen ,versammlung in ,koburg bei1 die zur ,frderung der ,einheitsbestrebungen einberufen worden war4 ,beide ,brder trugen damals das schwarz-rot-goldene ,band mit deutlicher ,absicht zur ,schau4 ,die ,hoffnungen auf eine grndliche ,besserung der ,zustnde in ,deutschland schienen sich dann aber unter der ,regentschaft und auch in den ersten ,jahren1 als der neue ,knig die ,krone trug1 nicht zu erfllen4 ,es kam der ,verfassungskonflikt1 in dem die ,regierung mit dem ,abgeordnetenhaus so hart um die ,bewilligung der ,mittel fr die ,heeresreorganisation kmpfte4 ,siemens war schon dem ,nationalverein beigetreten1 der sich unter der ,fhrung ,bennigsens gebildet hatte und auf das lebhafteste dafr eintrat1 da ,preuen die fhrende ,rolle in ,deutschland bernhme4 ,als im ,jahre #ahfb ,neuwahlen fr das aufgelste ,abgeordnetenhaus stattfanden1 erkor der ,wahlkreis ,lennep-,solingen ,werner ,siemens zu seinem ,vertreter im ,parlament4 ,er hatte sich selbst nicht als ,kandidat gemeldet1 fhlte sich aber doch nunmehr verpflichtet1 die ,wahl anzunehmen4 ,er hat dem preuischen ,parlament in seiner geschichtlich bedeutungsvollsten ,periode fnf ,jahre lang angehrt4 ,den ,konflikt1 den er damals antraf1 stellt er in seinen ,lebenserinnerungen so dar3 ,der ,kern der ,frage bestand in der nach dem ,regierungsplane faktisch eintretenden ,verdoppelung der preuischen ,armee mit entsprechender ,vergrerung des ,militrbudgets4 ,die ,stimmung des ,landes ging dahin1 da diese ,vergrerung der ,militrlast nicht ertragen werden knnte1 ohne zu gnzlicher ,verarmung des ,volkes zu fhren4 ,in der ,tat war der ,wohlstand ,preuens schon damals hinter dem der anderen deutschen ,staaten ansehnlich zurckgeblieben1 da die ,last der deutschen ,wehrkraft auch nach den ,befreiungskriegen hauptschlich auf seinen ,schultern geruht hatte4 ,sollte diese ,last im ,sinne der ,reorganisation noch in so hohem ,mae vergrert werden1 ohne da eine entsprechende ,teilnahme der brigen ,staaten erzwungen wurde1 so mute das ,land in seinem ,wohlstande mehr und mehr zurckgehen und htte die ,last schlielich doch nicht mehr zu tragen vermocht4 ,man wute zwar1 da ,knig ,wilhelm schon als ,prinz von ,preuen und als ,prinzregent von der ,notwendigkeit berzeugt war1 den ,staat ,friedrichs des ,groen wieder zu der seiner geschichtlichen ,stellung angemessenen ,hhe an der ,spitze ,deutschlands zu erheben1 und man zweifelte nicht an dem ,ernste der darauf gerichteten ,bestrebungen des persnlich geliebten und hochgeachteten ,monarchen1 aber man zweifelte an der ,durchfhrbarkeit seines ,planes4 ,der ,glaube an den historischen ,beruf des preuischen ,staates zur ,vereinigung ,deutschlands und an ,preuens ,glcksstern war zu tief gesunken4 ,auch die eifrigsten ,schwrmer fr ,deutschlands ,einheit und knftige ,gre1 ja selbst spezifisch preuische ,patrioten hielten es deshalb mit ihrer ,pflicht nicht fr vereinbar1 ,preuen diese neue1 fast unerschwinglich scheinende ,militrlast aufzubrden4 ,die ,volksvertretung verwarf1 zum groen ,teil allerdings mit schwerem ,herzen1 den ,reorganisationsentwurf der ,regierung1 und bei wiederholten ,auflsungen besttigte das ,volk durch die ,neuwahlen dieses ,votum4 ,es wurde ,siemens besonders schwer1 gleichfalls gegen die ,militrvorlage zu stimmen1 da er sich im innersten ,herzen den alten ,glauben an den ,beruf des preuischen ,staats bewahrt hatte4 ,er hatte den ,wunsch1 einen ,vermittlungsversuch zu machen1 und schrieb damals eine anonyme ,broschre unter dem ,titel ,zur ,militrfrage1 die im ,verlag von ,julius ,springer-,berlin erschien4 ,es wurden darin ,vorschlge gemacht1 eine ,verdoppelung der ,armee fr den ,kriegsfall zu erreichen1 ohne da dem ,land eine so hohe ,kostenlast aufgebrdet wrde1 wie die ,regierung dies wnschte4 ,bismarck und ,roon fhrten bekanntlich damals die ,neuordnung des ,heers gegen den ,willen des ,parlaments durch4 ,und als der ,krieg mit sterreich im ,jahre #ahff ausbrach1 hatten sie die ,waffen in der ,hand1 mit deren ,hilfe ,preuen durch glorreiche ,kriegstaten sich nun endlich doch an die ,spitze der deutschen ,staaten zu stellen vermochte4 ,dann tat ,knig ,wilhelm in weiser ,migung den welthistorischen ,schritt1 fr die ohne gesetzliche ,grundlage im ,interesse der ,heeresschlagfertigkeit gemachten ,ausgaben ,indemnitt vom ,landtag zu erbitten4 ,die ,fhrer der oppositionellen ,fortschrittspartei sahen zunchst nicht deutlich genug ein1 da es nun auch an ihnen sei1 ,nachgiebigkeit zu ben und die ,ausgaben nachtrglich zu bewilligen4 ,der gediegene ,charakter von ,werner ,siemens aber und seine groe ,lebensklugheit lieen ihn deutlich erkennen1 da es nach einem so bedeutenden ,erfolg der ,regierungspolitik fr das ,wohl des ,staats nicht zweckmig wre1 in unfruchtbarem ,groll zu verharren4 ,mit groer ,lebhaftigkeit schilderte er in den ,parteiversammlungen die ,gefahren1 die mit einer ,verweigerung der ,indemnitt verknpft wren4 ,auch objektive ,beurteiler gestehen zu1 was er in seinen ,lebenserinnerungen behauptet1 nmlich1 da es seiner ,einwirkung zu einem groen ,teil zuzuschreiben ist1 wenn wirklich der ,bruch zwischen ,parlament und ,regierung durch ,annahme der ,indemnittserklrung abgewendet und damit der innere ,friede in ,preuen wiederhergestellt1 der ,weg zu weiterer ,gre und zur wirklichen ,einigung ,deutschlands freigemacht wurde4 ,als er dieses wichtige ,ergebnis erreicht hatte1 trat ,siemens1 der seine politische ,ttigkeit immer nur als vorbergehend empfunden hatte1 sogleich von der parlamentarischen ,bhne ab4 ,er legte sein ,mandat nieder1 um sich wieder ganz seiner industriellen ,beschftigung zuzuwenden4 ,aber er tat es doch nicht ohne berwindung1 denn am #f4 ,oktober #ahff schrieb er an seinen ,bruder ,karl3 ,eben ist meine ,mandatsniederlegung abgegangen6 ,auch ein ,opfer1 welches ich dem ,geschft bringe6 ,whrend seiner ,abgeordnetenzeit hatte ,siemens auch ,gelegenheit1 eine wichtige ,tat fr die ,besserung der industriellen ,verhltnisse in ,deutschland zu vollbringen4 ,er war ,spezialreferent der ,abteilung ,metalle und ,metallwaren fr die ,vorbereitung des deutsch-franzsischen ,handelsvertrags4 ,in kluger ,erkenntnis des groen ,schadens1 den die deutsche ,industrie durch den mangelnden ,stolz ihrer fhrenden ,mnner dauernd erlitt1 setzte er damals durch1 da in den ,handelsvertrag ein ,artikel aufgenommen wurde1 der verbot1 deutsche ,fabrikate fortab mit ,firmen- und ,fabrikzeichen der ,fabrikanten eines anderen ,lands zu versehen4 ,er war der ,meinung1 da die deutsche ,industrie geradezu selbstmrderisch handle1 wenn sie die gute von ihr erzeugte ,ware als fremdes ,produkt und nur das ,minderwertige als eigenes ,fabrikat bezeichne4 ,selbst in den ,stdten ,solingen und ,remscheid1 die damals schon in der ,stahlfabrikation ,ausgezeichnetes leisteten1 bestand in jenen ,zeiten noch die verderbliche bung1 die besten ,waren1 die man hervorbrachte1 als englische in die ,welt hinauszusenden4 ,die ,industriellen glaubten auch1 darauf keinesfalls verzichten zu knnen1 und sie sandten eine ,deputation an ,siemens1 die ihn dringend bat1 die ,einfhrung eines ,verbots fremder ,fabrikzeichen nicht weiter zu betreiben4 ,er lehnte jedoch ab1 obgleich man ihm deutlich machte1 da man ihn dann kaum wiederwhlen wrde4 ,daran lag ihm aber weniger1 als an der ,frderung von ,deutschlands ,industrie4 ,und wirklich haben seit jener ,zeit unsere ,fabriken ihren wertvollen ,erzeugnissen den ,ruf auf dem ,weltmarkt verschaffen knnen1 auf den sie lngst schon ,anspruch hatten und heute gewi erst recht haben4 ,es wre jedoch nicht gelungen1 dies zu erreichen1 wenn von ,werner ,siemens nicht die ,anregung zu einer weiteren gesetzgeberischen ,tat auf industriellem ,gebiet ausgegangen wre4 ,die ,schaffung des deutschen ,patentgesetzes1 das auf ihn als seinen gedanklichen ,urheber zurckgeht1 kann man wohl als ,siemens grte ,tat im ,rahmen seiner ffentlichen ,wirksamkeit bezeichnen4 ,im ,jahre #ahfc war man auf dem ,weg1 die ganze ,patentgesetzgebung in ,preuen aufzuheben1 da sie sich in der damals bestehenden ,form als ein schweres ,hindernis fr die ,industrie erwiesen hatte4 ,das ,patent bedeutete in jener ,zeit nicht einen ,schutz des ,erfinders gegen ,nachahmung1 sondern es war ein ,privilegium1 das ihm in ,anerkennung seines ,verdienstes verliehen wurde4 ,die ,erfindung wurde streng geheim gehalten und nur ihre ,benennung verffentlicht1 damit ein jeder sich hten sollte1 etwas hnliches zu schaffen4 ,da man nun nie genau wute1 worum es sich in einem ,patent handelte1 so war eine ,flle verdrielicher ,konflikte die ,folge1 und die ,allgemeinheit hatte gar keinen ,nutzen von den ,patenten4 ,die kurze ,dauer von fnf ,jahren gestattete auch nicht eine gengende ,ausnutzung1 da die ,entwicklung technischer ,dinge grtenteils einen lngeren ,zeitraum beansprucht4 ,der preuische ,handelsminister fragte in dem genannten ,jahr bei smtlichen ,handelskammern an1 ob es nicht an der ,zeit wre1 das ,patentwesen zu beseitigen4 ,auch an das ltestenkollegium der ,berliner ,kaufmannschaft kam eine solche ,anfrage1 und das ,mitglied des ,kollegiums ,werner ,siemens erstattete den ,bericht4 ,er trat dem ,standpunkt des ,handelsministers durchaus entgegen1 indem er zeigte1 da ein ,patentgesetz von grtem ,nutzen fr die ,industrie sein knne1 wenn es nur die richtigen ,bestimmungen enthielte4 ,siemens ging davon aus1 da man dem ,erfinder unbedingt ein ,vorrecht auf sein ,geisteserzeugnis einrumen msse4 ,nur dann sei zu erwarten1 da er seine ,erfindung grndlich ausbaue und so im ,lauf der ,jahre der ,allgemeinheit etwas besonders ,wertvolles berliefere4 ,nur wenn dem ,erfinder ein ,besitztitel auf seine ,erfindung zustehe1 knne er ,kapitalisten gewinnen1 die ihm die ,ausfhrung der ntigen ,versuche ermglichen1 denn der ,geldgeber knne ja einen gesicherten ,anteil am knftigen ,gewinn erhoffen4 ,siemens wies darauf hin1 da es ,james ,watt nur infolge seines durch vierzehn ,jahre laufenden ,patents gelungen sei1 den reichen ,bolton als ,teilnehmer zu gewinnen und so die ,dampfmaschine zu entwickeln4 ,wenn aber der ,staat dem ,erfinder das ntzliche ,geschenk des ,schutzes fr lange ,zeit mache1 so msse dieser zur ,entgeltung verpflichtet sein1 den ,inhalt der ,erfindung ffentlich darzulegen4 ,das ,patent ist1 so hie es in dem ,bericht fr das ltestenkollegium1 nach dieser ,anschauungsweise ein wirklicher ,kontrakt zwischen ,staat und ,erfinder3 jener1 als ,vertreter der ,interessen der ,gesamtheit1 gewhrt diesem auf eine ,zahl von ,jahren1 welche nur so gro zu bemessen ist1 als es die ,erreichung des ,zweckes erfordert1 das alleinige ,dispositionsrecht ber dessen ,erfindung2 dieser bernimmt dagegen die ,verpflichtung1 die in ihr liegenden neuen ,gedanken sofort und vollstndig durch ,verffentlichung zum ,gemeingut zu machen4 ,es ist ,sache der ,gesetzgebung1 dafr zu sorgen1 da die ,gesamtheit aus diesem ,kontrakt den mglichst groen ,nutzen zieht4 ,dieser ,bericht von ,werner ,siemens wurde einstimmig als ,gutachten des ltestenkollegiums angenommen1 und viele andere ,handelskammern in ,preuen schlossen sich seiner ,meinung an4 ,von einer ,abschaffung der ,patente wurde infolgedessen abgesehen4 ,aber damit war nur etwas ,negatives verhindert1 ,positives jedoch nicht erreicht4 ,die damalige ,form des ,patentwesens war praktisch einer gnzlichen ,schutzlosigkeit der ,erfindungen gleich und hatte nach ,siemens' ,meinung sogar eine ,unsoliditt der deutschen ,industrie zur ,folge1 die deren ,ansehen im ,ausland beeintrchtigen mute4 ,es hat sich1 so schrieb ,siemens in einer spteren ,denkschrift1 bei uns in technischen ,dingen nach und nach eine von der anderer ,lnder ganz verschiedene ,rechtsanschauung1 eine andere ,moral herausgebildet4 ,whrend es in ,england und ,frankreich1 selbst in ,amerika1 fr unehrenhaft1 mindestens fr unschicklich gilt1 fremde ,erfindungen ohne ,zustimmung des ,erfinders zu benutzen1 selbst wenn sein ,rechtsschutz zweifelhaft oder ein solcher nicht vorhanden ist1 gilt dies in ,deutschland nicht nur fr anstndig1 sondern in vielen ,fllen sogar fr verdienstlich4 ,als charakteristische ,beispiele dieser ,richtung brauche ich nur anzufhren1 da in ,preuen selbst technische ,staatsbehrden keinen ,anstand nehmen1 neue ,betriebsapparate oder ,einrichtungen1 die von ,gewerbetreibenden auf deren ,veranlassung mit ,mhe und ,kosten ausgearbeitet sind1 anderen ,gewerbetreibenden als ,modelle zur ,nachahmung zu bergeben oder sie zur ,submission zu bringen und die ,ausfhrung dem ,mindestfordernden zu berweisen4 ,sie sind dazu sogar oft durch ihre ,instruktion verpflichtet4 ,in gleicher ,richtung empfehlen ,gewerbetreibende bei uns hufig offen ihre ,fabrikate damit1 da sie grundstzlich nur die bewhrtesten und neuesten ,konstruktionen bekannter angesehener ,firmen nachahmen und daher billiger liefern knnten wie diese1 da sie keine ,erfindungs- und ,versuchskosten zu tragen htten6 ,in anderen ,lndern wrde dies fr ehrenwidrig gehalten werden2 hier nehmen selbst ,staatsbehrden keinen ,anstand1 von solchen vorteilhaft scheinenden ,anerbietungen bestens ,gebrauch zu machen6 ,um in diesen ,zustnden1 die uns heute ganz mittelalterlich erscheinen1 grundlegende ,besserung zu schaffen1 forderte ,siemens zur ,bildung eines ,patentschutz-,vereins auf1 der dann auch unter seinem ,vorsitz ins ,leben trat4 ,seine ,ttigkeit erwirkte im ,jahre #ahgg endlich den ,erla eines ,patentgesetzes fr das ,deutsche ,reich1 dessen ,grundgedanken sich vollstndig auf die ,siemensschen ,ausfhrungen von #ahfc sttzten4 ,danach werden ,patente auf die ,dauer von fnfzehn ,jahren mit jhrlich steigenden ,abgaben erteilt4 ,es finden eine ,voruntersuchung ber die ,neuheit der ,erfindung und die ffentliche ,auslegung der ,beschreibung statt1 um ,gelegenheit zum ,einspruch gegen die ,patentierung zu geben4 ,eine vollstndige ,publikation des erteilten ,patents hat stattzufinden1 auf gerichtlichem ,weg kann jederzeit die ,nichtigkeitserklrung eines erteilten ,patents erfochten werden4 ,illustration3 ,der erste ,scheinwerfer1 der ,strom von einer ,dynamomaschine erhielt ,illustration3 ,moderner ,riesenscheinwerfer der ,siemens-,schuckert-,werke mit ,fernsteuerung ,in ,deutschland ist im ,jahre #ahia ein neues abgendertes ,patentgesetz erlassen worden1 aber auch hierin finden wir ,werner ,siemens' ,ideen vollkommen enthalten4 ,sie haben also seit fast vier ,jahrzehnten die deutsche ,industrie bei ihrem auerordentlichen ,aufschwung begleitet1 und es ist kein ,zweifel1 da sie hierbei zugleich ,sttze und ,frderungsmittel in hohem ,ma gewesen sind4 ,die ,mngel auch der heutigen ,patentgesetzgebung sind gewi nicht zu verkennen4 ,aber die ,vorzge ihrer ,grundgedanken gegenber dem1 was vorher bestand1 sind so bedeutend1 da die deutsche ,industrie ,werner ,siemens auch fr deren ,aufstellung zu besonderer ,dankbarkeit verpflichtet ist4 ,der lebhafte und uneigenntzige ,wunsch1 die ,stellung der ,industrie seines ,vaterlands auf dem ,weltmarkt zu strken1 ihr ,ansehen zu heben1 fhrte ,werner ,siemens zu einer weiteren bedeutsamen ,tat4 ,die naturwissenschaftliche ,forschung1 so sagte er1 bildet immer den sicheren ,boden des technischen ,fortschritts1 und die ,industrie eines ,landes wird niemals eine internationale1 leitende ,stellung erwerben und sich erhalten knnen1 wenn dasselbe nicht gleichzeitig an der ,spitze des naturwissenschaftlichen ,fortschritts steht4 ,in diesem ,zusammenhang vermite er in ,deutschland die ,existenz von ,instituten1 die ausschlielich der physikalischen ,forschung gewidmet seien4 ,der ,staat hat1 so fhrte er weiter aus1 seine ganze ,kraft mit unzweifelhaftem ,erfolge der ,frderung des wissenschaftlichen ,unterrichts zugewandt4 ,seine ,unterrichtsanstalten erzeugen eine groe ,zahl hochgebildeter ,naturforscher1 deren ,lebensberuf fast immer wieder der ,unterricht ist4 ,die wissenschaftliche ,forschung selbst ist nirgends ,lebensberuf in der staatlichen ,organisation1 sie ist nur eine geduldete ,privatttigkeit der ,gelehrten neben ihrem ,berufe1 der ,lehrttigkeit4 ,einzelne ,versuchsstationen1 die durch spezielle dringende ,bedrfnisse hervorgerufen sind1 und auch die ,akademien1 die zwar der wissenschaftlichen ,forschung gewidmet1 aber nur nebenamtlich besetzt und nicht mit den erforderlichen ,einrichtungen zur ,ausfhrung von ,experimentaluntersuchungen versehen sind1 ndern hierin nichts ,wesentliches4 ,die ,berufsgelehrten der ,akademien sind fast durchgngig neben dem ihnen obliegenden ,unterricht noch mit gelehrten ,geschften derartig berbrdet1 da sie -- nach dem ,ausspruch eines unserer ersten ,naturforscher -- aufhren mssen1 ,gelehrte zu sein6 ,der ,mangel an ,gelegenheit zu ruhiger wissenschaftlicher ,arbeit msse dazu fhren1 die deutsche ,technik in die zweite ,linie zu drngen4 ,als ein recht schlagendes ,beispiel fr diese ,rckstndigkeit in ,deutschland fhrte ,siemens die ,tatsache an1 da die elektrischen ,maeinheiten in ,england htten festgestellt werden mssen1 obgleich sie von dem deutschen ,gelehrten ,wilhelm ,weber theoretisch begrndet worden waren4 ,privatlaboratorien reicher ,englnder htten die ,arbeit geleistet1 bei uns sei eine solche ,gelegenheit nicht vorhanden4 ,und auch hier wieder lt er es als ,mann der ,tat nicht bei dem ,bedauern bewenden1 sondern er handelt in grozgigster ,weise1 als es sich zeigt1 da die ,instanzen des ,reichs nicht so leicht dazu zu bewegen sein wrden1 ein ausschlielich der ,forschung gewidmetes ,institut zu schaffen4 ,er bietet dem ,reich eine halbe ,million in ,grundwert oder ,kapital an mit der ,bedingung1 da der ,reichsfiskus die ,kosten der auf dem ,grundstck zu errichtenden ,bauten trage und ihre ,erhaltung bernehme4 ,regierung und ,reichstag nahmen das hochherzige ,geschenk an1 und so entstand die ,physikalisch-,technische ,reichsanstalt auf dem damals still und erschtterungsfrei daliegenden ,gelnde an der ,marchstrae in ,charlottenburg4 ,sie ist ein stolzes ,denkmal der ,siemensschen ,zuneigung fr die ,wissenschaft geworden1 die seine erste ,liebe war und seine letzte geblieben ist4 ,der erste ,prsident der neugeschaffenen ,reichsanstalt wurde der grte ,physiker der damaligen ,zeit1 einer der allergrten berhaupt1 die je gelebt haben1 ,hermann von ,helmholtz4 ,die ,geschichte des frdernden ,einflusses1 den die ,reichsanstalt unter ,helmholtz und den nachfolgenden ,prsidenten ,kohlrausch und ,warburg auf die deutsche ,industrie gebt hat1 mu noch geschrieben werden4 ,sie ist die krftigste wissenschaftliche ,tragsule fr den stolzen ,bau der deutschen ,technik geworden4 ,durch die ,anregung des ,staatssekretrs im ,reichspostamt 99,dr499 von ,stephan und ,werner ,siemens' bildete sich der ,elektrotechnische ,verein1 in dessen ,namen1 wie wir bereits gehrt haben1 das ,wort ,elektrotechnik zum erstenmal auftrat4 ,eine der wichtigsten ,anregungen1 die von dem ,verein ausgegangen sind1 war das ,ersuchen an die deutschen ,regierungen1 an den ,technischen ,hochschulen eigene ,professuren der ,elektrotechnik zu errichten4 ,erst als diesem ,wunsch ,folge geleistet worden war1 begann die ,elektrotechnik als ,spezialfach zu bestehen4 ,die ,resolution1 durch welche diese ,angelegenheit in ,flu gebracht wurde1 war von ,werner ,siemens im ,verein eingebracht worden4 ,siemens ,halske ,es bleibt uns noch brig1 in groen ,zgen die ,entwicklung der industriellen ,firma zu verfolgen1 die von ,werner ,siemens begrndet worden ist4 ,die ,schaffung dieses ,hauses ist ein sehr betrchtlicher ,teil seines ,lebenswerks4 ,das ungewhnliche ,wachstum der ,firma1 ihre ,ausdehnung zu einem ,weltgeschft und die ,tatsache1 da sie schon zu ,lebzeiten des ,grnders zu den angesehensten industriellen ,husern der ,erde zhlte1 sprechen dafr1 da ,werner ,siemens auch in seiner dritten ,eigenschaft1 nmlich als ,kaufmann1 genial begabt war4 ,er verstand es mit groer ,klugheit1 seine wissenschaftlichen und technischen ,schpfungen in dem ,geschftshaus zu verankern1 und er hat der ,firma dadurch die ,mglichkeit zu so kraftvoller ,entwicklung gegeben1 da sie sehr viel dazu beizutragen vermochte1 den ,namen des industriellen ,deutschland auf der ganzen ,erde zu hohem ,ansehen zu bringen4 ,wir wissen bereits aus frheren ,abschnitten1 da ,werner ,siemens in seinem dreiigsten ,lebensjahr1 als bei ihm der ,entschlu feststand1 sich ganz der ,entwicklung des ,telegraphenwesens zu widmen1 in ,berlin eine ,werkstatt begrndete4 berhaupt wird im folgenden manches schon frher ,gesagte wiederholt werden mssen1 da bei dem innigen ,zusammenhang von ,schpfer und ,schpfung sonst eine fortlaufende ,darstellung in diesem ,abschnitt nicht zu erzielen wre4 ,siemens war damals noch ,artillerieoffizier4 ,der ,vetter ,georg ,siemens lieh ihm die zur ,einrichtung der ,werkstatt erforderlichen #fjjj ,taler2 sie sind die einzige ,summe geblieben1 welche die ,firma jemals von ,auenstehenden ntig hatte4 ,der ,gedanke1 der zur ,schaffung einer eigenen kleinen ,fabrik trieb1 war der ,wille ,werner ,siemens'1 seine ,erfindungen mechanisch in vollkommenster ,weise und mit der grten ,genauigkeit bauen zu lassen4 ,darum verbndete er sich mit dem ,mechaniker ,johann ,georg ,halske1 der1 wie er wute1 besonders vorzgliche ,przisionsarbeit zu leisten vermochte4 ,man kann sagen1 da dieser ,grundsatz1 stets beste und saubere ,arbeit zu leisten1 whrend all der ,jahrzehnte1 die bis zum heutigen ,tag vergangen sind1 bei der ,firma ,siemens ,halske auf das sorgsamste innegehalten worden ist4 ,das ,haus war dadurch lange in den ,stand gesetzt1 ohne ,konkurrenz in der ,elektrotechnik zu arbeiten1 und niemand kann verkennen1 da alle ,firmen1 die sich spter in ,deutschland auf elektrotechnischem ,gebiet zu bedeutender ,gre entwickelt haben1 in dieser ,beziehung bei ,siemens ,halske in die ,schule gegangen sind4 ,deutsche elektrische ,maschinen kennt man auf der ganzen ,welt als im hchsten ,grad zuverlssige ,apparate1 und diese ,fabrikationsweise hat sich aus dem ,vorbild heraus entwickelt1 das von ,werner ,siemens seinem industriellen ,schaffen zugrunde gelegt wurde4 ,siemens schreibt im ,sommer #ahdg an seinen ,bruder ,wilhelm in ,london3 ,ich habe mit dem ,mechaniker ,halske1 der sich schon von seinem ,kompagnon 7,bttcher7 getrennt hat1 definitiv die ,anlage einer ,fabrik beschlossen1 und hoffentlich wird sie in sechs ,wochen schon in vollem ,gange sein 444 ,halske1 den ich vllig gleich mit mir gestellt habe in der ,fabrik1 bekommt die ,leitung in der ,fabrik1 ich die ,anlagen der ,fabrik1 ,kontraktabschlsse usw4 ,wir wollen vorlufig nur ,telegraphen1 ,lutewerke fr ,eisenbahnen und ,drahtisolierungen mittels ,guttapercha machen 444 ,nach langem ,suchen ist endlich ein passendes ,quartier fr unsere ,werkstatt gefunden und gemietet1 mit den ,fenstern nach dem ,anhaltischen ,bahnhof hinaus4 7,es war ein ,haus in der ,schneberger ,strae1 in der die ,firma bis zum heutigen ,tag eine ,niederlassung unterhlt7 444 ,ich wohne parterre1 die ,werkstatt eine ,treppe1 ,halske zwei ,treppen hoch1 in ,summa fr #cjj ,taler4 ,bald nach dem #a4 ,oktober wird die ,arbeit beginnen4 ,am #ab4 ,oktober #ahdg war die ,werkstatt in der ,tat eingerichtet4 ,dieses ,datum ist als ,geburtstag der heutigen ,weltfirma ,siemens ,halske anzusehen4 ,die ,arbeit wurde mit drei ,drehbnken begonnen4 ,am #bj4 ,dezember war die ,werkstatt mit zehn ,arbeitern ganz besetzt4 ,kaum hatte man jedoch eine intensivere ,ttigkeit begonnen1 insbesondere um die ,apparate fr den damals von der preuischen ,telegraphenverwaltung veranstalteten ,wettbewerb herzustellen1 da kamen die ,revolution und der ,krieg mit ,dnemark1 der1 wie wir wissen1 ,werner ,siemens lange von ,berlin fernhielt4 ,er hatte es der ,sorgsamkeit seines ,geschftsgenossen zu verdanken1 da die ,firma durch jene ungnstige ,zeit hindurchkam4 ,dann aber wurde die unterirdische ,telegraphenlinie nach ,frankfurt gebaut1 und im ,anschlu daran gab es weitere ,auftrge4 ,im ,sommer #ahdi nahm ,werner ,siemens seinen ,abschied vom ,militr4 ,damals1 als gerade die ersten russischen ,auftrge eingelaufen waren1 hatte sich die ,zahl der ,arbeiter in der ,fabrik bereits auf #cb gehoben4 ,das ,geschft entwickelte sich weiter ganz gut1 da die ,auftrge infolge der ,verbesserungen1 die ,werner ,siemens fortwhrend an den ,apparaten anbrachte1 sich mehrten3 ,schon gegen ,ende des ,jahres #ahea mute ein neues ,gelnde erworben werden1 auf dem eine erweiterte ,fabrik errichtet werden sollte4 ,es wurde das ,grundstck ,markgrafenstrae #id angekauft1 von dem aus das ,haus sich spter ber viele ,teile von ,gro-,berlin verbreitet hat4 ,aber gerade jetzt1 als ,werner ,siemens so gut im ,fahrwasser zu sein glaubte1 da er die lange geliebte ,braut heimfhrte1 kam fr das ,geschft eine schwere ,krisis4 ,siemens hatte jene ,broschre geschrieben1 welche die grobe ,nachlssigkeit der preuischen ,telegraphenverwaltung bei der ,auslegung der ersten unterirdischen ,telegraphenleitungen klarlegte1 und die ,folge war1 da der ,hauptkunde dem ,geschft die ,bestellungen entzog4 ,whrend im ,jahre #aheb ,werner ,siemens in ,petersburg durch die ,masern ans ,krankenbett gefesselt war1 sah es in ,berlin recht bse aus4 ,friedrich ,siemens schrieb damals an ,karl3 ,halske ist durch den ,hausankauf in groe ,geldnot geraten und scheint berhaupt ganz ratlos zu sein1 seit ,werner fort ist4 ,es wurden lebhafteste ,anstrengungen gemacht1 um mit dem ,ausland1 namentlich mit ,frankreich1 ins ,geschft zu kommen4 ,aber ,karl1 der sich in ,paris lebhaft bemhte1 hatte wenig ,erfolg1 und die ,lage wurde immer schlimmer4 ,drahtexporte1 auf die sich die ,firma auf ,anraten ,wilhelms eingelassen hatte1 brachten sie in gefhrliche finanzielle ,situationen4 ,am #ab4 ,mai #ahec schrieb ,werner an ,wilhelm3 ,geld6 ,geld6 ,am #ba41 sptestens #bb4 mssen wir notwendig #aejj ,pfund ,sterling haben1 damit unser ,kredit nicht wacklig wird4 ,die mut ,du verschaffen und rechtzeitig schicken4 ,wilhelm gelang es wirklich1 das ,geld zu besorgen1 und damit war die ,lage im ,augenblick gerettet4 ,man befand sich damals in solcher ,bedrngnis1 da die ,firma ,siemens ,halske1 die doch als ,telegraphenbauanstalt gegrndet war1 whrend dieser ,zeit eifrig danach strebte1 einen ,auftrag auf die ,herstellung ganz gewhnlicher ,ausrstungsteile 7,fittings7 fr die gerade im ,bau befindlichen ,berliner ,wasserwerke zu erhalten4 ,werner war gegenber seinem eigentlichen ,fabrikationsgegenstand so verzagt1 da er sich uerte3 ,bekommen wir die ,fittingsarbeit1 so werden wir den ,telegraphen wohl nach und nach adieu sagen4 ,die ,sache ist zu anlockender ,natur 444 ,sie bekamen die ,auftrge auf die ,fittings nicht1 aber nun setzte bald das groe ,geschft mit ,ruland ein4 ,der gesamte ,geschftsgewinn der beiden ,jahre #ahea und #aheb hatte1 nach ,ehrenberg1 nicht mehr als #hfgh ,taler betragen4 ,das ,ergebnis war hinter dem von #ahej weit zurckgeblieben4 ,es hiee die erfinderische ,ttigkeit von ,werner ,siemens noch einmal erzhlen1 wenn wir hier jede ,entwicklungsphase der ,firma verfolgen wollten4 ,langsam schwanden die ,schwierigkeiten1 und das ,haus wurde zu einer hochangesehenen ,telegraphenbauanstalt1 die aus allen ,teilen ,europas ,auftrge erhielt und am ,ende stark genug war1 das groe ,unternehmen der indo-europischen ,telegraphenlinie in die ,hand zu nehmen4 ,im ,jahre #aheh war ein ,londoner ,zweiggeschft unter der ,leitung von ,wilhelm ,siemens begrndet worden1 das #ahfb bereits #hj ,arbeiter beschftigte4 ,im folgenden ,jahr wurde dann die ,kabelfabrik in ,charlton bei ,woolwich begrndet1 deren erstes ,erzeugnis jenes unglckselige ,cartagena-,oran-,kabel gewesen ist4 ,halske erschrak damals ber die ,gefhrlichkeit des ,seekabelgeschfts so sehr1 da er die ,abtrennung der ,londoner ,firma vom ,berliner ,geschft verlangte4 ,sie ging darauf in den ,privatbesitz der drei ,brder ,werner1 ,wilhelm und ,karl ber1 von denen ,wilhelm die ,leitung bertragen wurde4 ,fortab firmierte das englische ,geschft ,siemens ,brothers4 ,auch die ,petersburger ,firma wurde damals unter der ,leitung von ,karl selbstndig gemacht1 so da fortab drei getrennte ,siemenshuser bestanden4 ,illustration3 ,die ,fabriken in ,siemensstadt 7,nach einem ,gemlde von ,obronski7 ,der umfangreiche ,bau der indo-europischen ,linie veranlate eine weitere ,vergrerung der ,firma1 die auch die ,kriegsjahre #ahgj_/ga gut berstanden hatte4 ,die ,zahl der ,arbeiter in der ,berliner ,fabrik1 die1 nach ,howe1 im ,jahre #ahfg erst #agg betrug1 wuchs #ahfi auf #bej und #ahga auf #dab an4 ,mehr und mehr mute ,werner ,siemens sich durch das ,heranziehen tchtiger ,mitarbeiter entlasten1 um ,zeit genug fr die ,oberleitung der gesamten ,geschfte zu gewinnen4 ,sein ,jugendfreund ,william ,meyer1 der ihm als leitender ,ingenieur vortreffliche ,dienste geleistet hatte1 starb im ,jahre #ahff4 ,an seine ,stelle wurde ,karl ,frischen berufen1 und auch ,friedrich von ,hefner-,alteneck trat damals in die ,firma ein4 ,dieser hat sich1 wie uns bekannt ist1 um die ,durchbildung der ,dynamomaschine und der ,bogenlampe die grten ,verdienste erworben2 ,frischen wurde der ,vater der ausgezeichneten ,eisenbahnsicherungsanlagen1 die heute als ,blocksystem von ,siemens ,halske ber die ganze ,erde verbreitet sind4 ,zwei ,jahre spter fate ,halske den ,entschlu1 aus der ,firma auszutreten4 ,die schweren ,zeiten1 die das ,haus durchzumachen hatte1 lieen ihn treu ausharren4 ,aber seltsamerweise machte ihm das ,geschft keine ,freude mehr1 als es sich immer weiter ausdehnte4 ,die ,erklrung liegt1 wie ,werner ,siemens schreibt1 in der eigenartig angelegten ,natur ,halskes4 ,er hatte ,freude an den tadellosen ,gestaltungen seiner geschickten ,hand sowie an allem1 was er ganz bersah und beherrschte4 ,unsere gemeinsame ,ttigkeit war fr beide ,teile durchaus befriedigend4 ,halske adoptierte stets freudig meine konstruktiven ,plne und ,entwrfe1 die er mit merkwrdigem mechanischem ,taktgefhl sofort in berraschender ,klarheit erfate und denen er durch sein ,gestaltungstalent oft erst den rechten ,wert verlieh4 ,dabei war ,halske ein klardenkender1 vorsichtiger ,geschftsmann1 und ihm allein habe ich die guten geschftlichen ,resultate der ersten ,jahre zu danken4 ,das wurde aber anders1 als das ,geschft sich vergrerte und nicht mehr von uns beiden allein geleitet werden konnte4 ,halske betrachtete es als eine ,entweihung des geliebten ,geschftes1 da ,fremde in ihm anordnen und schalten sollten4 ,schon die ,anstellung eines ,buchhalters machte ihm ,schmerz4 ,er konnte es niemals verwinden1 da das wohlorganisierte ,geschft auch ohne ihn lebte und arbeitete4 ,als schlielich die ,anlagen und ,unternehmungen der ,firma so gro wurden1 da er sie nicht mehr bersehen konnte1 fhlte er sich nicht mehr befriedigt und entschlo sich1 auszuscheiden und seine ganze ,ttigkeit der ,verwaltung der ,stadt ,berlin zu widmen1 die ihm persnliche ,befriedigung gewhrte4 ,da war der ,kompagnon ,siemens ein ganz anderer ,kerl4 ,in einem ,brief an seinen ,bruder ,karl1 in dem er diesem von dem ,ausscheiden ,halskes ,mitteilung machte1 schrieb er3 ,ich will und kann noch nicht zur ,ruhe gehen4 ,ich hasse das faule ,rentierleben1 will schaffen und suchen1 solange ich kann1 sehne mich nicht nach persnlichen ,annehmlichkeiten und ,genssen des ,reichtums4 ,ich wrde krperlich und geistig zugrunde gehen1 wenn ich keine ntzliche ,ttigkeit1 an der ich ,anregung und dadurch ,beruhigung finde1 mehr entfalten knnte4 ,halske1 der #ahij gestorben ist1 hat ,werner ,siemens bis zu seinem ,lebensende als ,freund nahegestanden4 ,sein einziger ,sohn trat als ,prokurist bei der ,firma ein4 ,bei ihrem fnfundzwanzigjhrigen ,geschftsjubilum am #ab4 ,oktober #ahgb waren in der ,fabrik bereits #edc ,arbeiter und #dc ,beamte ttig4 ,damals nahm ,werner ,siemens ,gelegenheit1 seine warmherzigen sozialen ,empfindungen1 die ihn sein ganzes ,leben hindurch beseelt haben1 auch im eigenen ,haus praktisch zu bettigen4 ,er schuf eine ,einrichtung1 die alle ,angestellten der ,firma nach ,magabe ihrer ,leistungen am ,gewinn beteiligte4 ,es wurde bestimmt1 da fortab stets ein ansehnlicher ,teil des ,jahresgewinns zu ,tantiemen fr ,beamte und ,prmien fr ,arbeiter 7spter in ,gratifikationen umgewandelt7 sowie zu ,untersttzungen fr ,arbeiter in ,notlagen aus dem ,geschftsgewinn zurckgestellt wrden4 ,ferner wurde ein ,kapital von #fjjjj ,talern zur ,begrndung einer ,alters- und ,invalidenkasse abgezweigt und zugleich die ,verpflichtung des ,geschfts festgelegt1 der von den ,beteiligten direkt gewhlten ,kassenverwaltung jhrlich fnf ,taler fr jeden ,arbeiter und zehn ,taler fr jeden ,beamten zu zahlen1 sobald diese ein ,jahr lang ohne ,unterbrechung im ,geschft gearbeitet hatten4 ,man mu bedenken1 da diese ,schpfungen zu einer ,zeit geschahen1 als man sich selbst in ,deutschland1 dem ,ursprungsland der ,arbeiterversicherungen1 noch sehr wenig mit dem ,schicksal des kranken und invaliden ,arbeiters beschftigte4 ,auch auf diesem ,gebiet also ist ,werner ,siemens als ein ,bahnbrecher zu betrachten1 und es spricht nichts so sehr fr die ,seelengre dieses ,manns wie die ,tatsache1 da gerade er1 dem es gelungen war1 aus dem ,nichts sich so hoch emporzuarbeiten1 warmherzig derer gedachte1 die vom ,schicksal nicht so glcklich begabt waren4 ,das ,haus ,siemens ,brothers in ,london hatte seit dem ,jahre #ahgd1 das die ,auslegung des ersten direkten transatlantischen ,kabels brachte1 sehr groe ,auftrge auf ,seekabel zu erledigen4 ,bald darauf lenkte die ,erfindung des ,telephons die ,aufmerksamkeit auf sich1 und das ,berliner ,haus nahm sich ihrer frdernd und ausgestaltend an4 ,eine unabsehbare ,reihe von ,konstruktionen auf dem ,gebiet der ,telephonsprechapparate und ,fernsprechvermittlungsmter ist aus der ,fabrik hervorgegangen4 ,mit der ,erfindung der ,dynamomaschine setzt alsbald der ,ausbau der ,starkstromtechnik ein4 ,die ,firma hat auch hierin auf allen ,gebieten ,grundlegendes geleistet4 ,es gibt keine ,anwendungsform des ,starkstroms1 fr welche die ,apparate nicht bei ihr frhzeitig durchgebildet worden wren4 ,im ,jahre #ahhc wurde am ,salzufer in ,charlottenburg eine neue ,fabrik fr grere ,maschinen erffnet4 ,aus kleinen ,anfngen heraus hat sie sich allmhlich zu dem groen ,charlottenburger ,werk entwickelt4 ,werner ,siemens sah seine ,schpfung prchtig gediehen1 als er im ,jahre #ahhi die ,leitung niederlegte und nur noch als stiller ,kommanditist beteiligt blieb4 ,drei ,jahre spter ist er in seinem ,charlottenburger ,heim einer ,lungenentzndung erlegen4 ,als er sich von dem ,geschft zurckzog1 bergab er die ,leitung des groen ,unternehmens seinem ,bruder ,karl und seinen beiden ltesten ,shnen ,arnold und ,wilhelm4 ,karl ,siemens starb im ,jahre #aijf4 ,heute stehen die beiden genannten ,shne von ,werner ,siemens an der ,spitze der ,firma1 und ein dritter1 bedeutend jngerer ,sohn aus der zweiten ,ehe1 die ,werner ,siemens im ,jahre #ahfi mit einer ,verwandten1 ,antonie ,siemens1 geschlossen hatte1 ,karl ,friedrich von ,siemens1 gehrt ebenfalls dem ,vorstand an4 ,den drei ,shnen gesellten sich drei ,tchter1 ,anna1 ,kthe und ,hertha1 zu4 ,im ,jahre #ahig wurde die ,firma ,siemens ,halske mit einem ,kapital von #ce ,millionen ,mark in eine ,aktiengesellschaft umgewandelt4 #aijc gliederte man die ,nrnberger ,fabrik ,schuckert ,co4 an1 und es wurden auf diese ,weise die ,siemens-,schuckert-,werke als ,gesellschaft mit beschrnkter ,haftung mit einem ,kapital von #ij ,millionen ,mark begrndet4 ,sie haben insbesondere die ,aufgabe bernommen1 die ,fabrikation und den ,vertrieb auf dem ,gebiet der ,starkstromtechnik auszufhren1 whrend die ,firma ,siemens ,halske sich mehr der ,entwicklung des ,schwachstroms zugewendet hat4 ,mit welchem ,gelingen die ,nachkommen das hinterlassene ,werk ihres groen ,vaters zu frdern und weiterzubilden gewut haben1 geht aus den ,zahlen hervor1 die das letzte ,geschftsjahr vor dem ,ausbruch des ,weltkriegs charakterisieren4 ,der gesamte ,konzern beschftigte damals #hbejj ,arbeiter und ,angestellte4 ,das gesamte ,aktienkapital betrug im gleichen ,jahr #aec ,millionen ,mark4 ,die ,siemens--,halske-,aktiengesellschaft erzielte einen ,geschftsgewinn von #ag-a_/b ,millionen1 die ,siemens-,schuckert-,werke einen solchen von rund #bh ,millionen ,mark4 ,der lteste ,sohn des ,meisters1 ,arnold von ,siemens1 ist jetzt der ,vorsitzende des ,aufsichtsrats der ,firma ,siemens ,halske4 ,er wurde als ,vertreter der ,familie ins ,herrenhaus berufen und ist mit einer ,tochter des groen ,hermann von ,helmholtz verheiratet4 ,der zweite ,sohn1 ,geheimer ,regierungsrat ,dr4-,ing4 99h4 c499 ,wilhelm von ,siemens1 ,vorsitzender des ,aufsichtsrats der ,siemens-,schuckert-,werke1 lt insbesondere die ,fhrung der ,geschfte im ,rahmen der groen ,siemensschen ,tradition seine ,aufgabe sein4 ,ihm persnlich ist vielfach der ,ansto zu weiteren groen ,leistungen zu verdanken1 die das ,haus nach des ,meisters ,tod vollbracht hat4 ,so ist der ,siemenssche ,schnelltelegraph1 der geschwindeste ,fernbote1 den wir in der ,praxis besitzen1 als seine ,schpfung anzusehen4 ,die ,ausgestaltung der ,metallfadenglhlampe wurde durch seine ,anregung von der ,firma in besonderer ,weise gefrdert4 ,nachdem in ,budapest von der ,firma ,siemens ,halske die erste ,untergrundbahn auf dem europischen ,festland gebaut worden war1 hat ,wilhelm von ,siemens mit grter ,energie und ,ausdauer die ,idee des ,baus von ,hoch- und ,untergrundbahnen in ,berlin betrieben4 ,im ,jahre #ahif wurde denn auch die ,werner ,siemenssche ,idee der ,schaffung von elektrischen ,schnellbahnen fr ,berlin wieder aufgenommen1 und der erste ,spatenstich fr die ,hoch- und ,untergrundbahnlinien getan4 ,das ,schnellbahnnetz von ,berlin1 das sich bis jetzt im ,betrieb befindet -- #aijb wurde die erste ,linie erffnet -- ist eine hervorragende ,schpfung der ,firma ,siemens ,halske1 die besonders auf dem ,gebiet des ,tunnelbaus mit ,grundwasserabsenkung ,bahnbrechendes geleistet hat4 ,seit einigen ,jahren sind die ,hauptfabriken des ,konzerns zu einem imponierenden ,ganzen in einem ,berliner ,auenbezirk zusammengeschlossen4 ,er trgt den ,namen ,siemensstadt und ist eine ,industriesttte von hervorragender ,bedeutung4 ,es befinden sich dort das gewaltige ,wernerwerk1 in dem alle erdenklichen ,schwachstromapparate in hchster ,vollendung erzeugt werden1 das ,blockwerk1 das der ,herstellung der ,eisenbahnsicherungsanlagen dient1 das ,dynamowerk1 ,elektromotorenwerk1 ,autowerk und das ,kleinbauwerk1 das die zierlichen ,zubehrteile elektrischer ,anlagen sowie ,handapparate in ungeheurer ,zahl fertigstellt4 ,in geringer ,entfernung von ,siemensstadt1 in ,gartenfelde1 ist das ,kabelwerk angesiedelt4 ,in ,berlin-,lichtenberg befindet sich die ,fabrik fr ,bogenlampenkohlen1 welche die ,firma ,gebrder ,siemens ,co4 fhrt4 ,hier wird auch noch der von ,werner ,siemens erfundene ,alkoholmeapparat hergestellt4 ,in der ,franklinstrae produziert das ,charlottenburger ,werk weitere ,schaltanlagen und eine groe ,anzahl von ,starkstrom-,apparatteilen4 ,dicht daneben liegt das ,glhlampenwerk4 ,groe ,fabriken unterhlt die ,firma ferner in ,nrnberg und ,wien4 ,lebenserinnerungen4 ,weltruhm ,dreiundsiebzig ,jahre war ,werner ,siemens alt1 als er die ,zgel der ,regierung in dem von ihm selbst geschaffenen groen industriellen ,reich aus der ,hand legte4 ,aber er tat es auch dann noch nicht1 um fortab der ,ruhe zu pflegen1 sondern dieser nimmermde ,geist hatte sich noch ein neues bedeutendes ,ziel gesteckt4 ,das ,werk1 das er vollbracht1 stand deutlich erkennbar vor aller ,augen4 ,nun wollte er auch das ,leben darstellen1 aus dem dieses ,werk hervorsprieen konnte1 emporwachsen mute4 ,er ging an die ,niederschrift seiner ,lebenserinnerungen1 die er bis kurze ,zeit vor seinem ,tod fortsetzte4 ,mit diesem ,buch hat ,werner ,siemens sich und der deutschen ,technik ein bleibendes ,denkmal errichtet4 ,whrend wir sonst die einzelnen ,teile seines wissenschaftlichen und technischen ,schaffens nur nebeneinander aufgestellt1 wie in einem ,lager nach blo praktischen ,gesichtspunkten aufgereiht sehen wrden1 erblicken wir sie nun in knstlerischer ,anordnung zu einem ,museum vereint1 sinnvoll zu einem bersichtlichen ,ganzen verbunden4 ,wir vermgen zu erkennen1 wie ein ,gedanke dem andern die ,hand reicht1 wie die jngere ,schpfung sich auf die ltere sttzt1 wie alles sich zum ,ganzen webt1 eins in dem anderen wirkt und lebt4 ,ein ,lebenswerk steht geschlossen1 als etwas ,vollkommenes vor uns4 ,in dem ,buch eines solchen ,autors ist der ,stil etwas uerliches4 ,werner ,siemens hat bei der ,abfassung seiner ,lebensgeschichte sicherlich keine schriftstellerischen ,wirkungen beabsichtigt4 ,gerade darum aber ist es doppelt bemerkenswert1 da dieser ,mann die ,klarheit seiner ,gedanken in ebenso klare ,rede umzugieen wute4 ,nicht in den ,lebenserinnerungen allein1 auch in seinen ,schriften wissenschaftlichen und technischen ,inhalts1 von denen wir zwei starke ,bnde besitzen1 sind die ,prgung des ,ausdrucks1 die ,kraft der ,darstellung1 die ,anmut der ,schilderungen bewunderungswrdig4 ,gerade hierin sollte der ,meister ein ,vorbild fr das nachgeborene ,technikergeschlecht sein4 ,aus seinen schriftstellerischen ,leistungen kann eine bedeutsame ,lehre entnommen werden4 ,noch heute1 wo die ,technik das ,leben der ,menschen so innig durchdrungen hat1 wo ein jeder innerhalb ihrer ,erzeugnisse und mit ihnen lebt1 stehen die allermeisten der ,technik khl1 fast abweisend gegenber4 ,whrend jeder sich in der ,unterhaltung die uerste ,mhe gibt1 fehlende ,kenntnisse in der ,literatur1 der ,musik1 den bildenden ,knsten sorgsam zu verdecken1 gehrt es fast zum guten ,ton1 von technischen ,dingen nichts zu wissen4 ,man gibt zwar hier und da einer kalten ,bewunderung ,ausdruck1 sieht in den technischen ,schpfungen aber doch kaum mehr als ntzliche ,gegenstnde1 ,werkzeuge1 die nur fr die ,hnde da sind1 aber dem ,geist nichts zu bieten vermgen4 ,der innere ,gehalt der ,technik1 ihre groen gedanklichen ,werte sind unbekannt4 ,man ahnt nicht1 da das ,groe auch hier nicht durch handwerksmiges ,betreiben1 sondern nur als ,folge tief eindringender ,geistesprozesse entstehen kann4 ,es entgeht den meisten1 da die ,technik eine philosophische und knstlerische ,angelegenheit zugleich ist4 ,den ,grund hierfr mu man in der mangelhaften ,form suchen1 mit der das technische ,schaffen den ,fernstehenden erlutert und vorgetragen wird4 ,kaum einer auerhalb der ,fachkreise befat sich gern mit der ,lektre technischer ,schriften1 weil er von vornherein wei1 da er hieraus doch keinen ,gewinn davontragen wird4 ,der schreibende ,ingenieur erzhlt ihm in seinen ,aufstzen von einem einzelnen1 das nur als ,glied eines ,ganzen zu verstehen ist1 aber von diesem ,ganzen ist niemals die ,rede4 ,dazu soll der blo interessierte1 nicht fachmnnische ,leser ,vorkenntnisse mitbringen1 die ihm notwendigerweise mangeln mssen4 ,der schreibende ,ingenieur kennt nicht das seit ,jahrhunderten bewhrte ,einfhrungsmittel der ,literatur1 die ,exposition4 ,er geht 99medias in res991 aber nicht wie ,homer1 indem er den ,leser sofort auf einen schnen ,aussichtspunkt geleitet1 von dem er ihn dann1 rckwrts schauend1 den ,weg erkennen lt1 der dorthin fhrte1 sondern er stellt die ,wibegierigen sogleich auf einen kahlen ,gipfel1 von dem aus nach allen ,seiten unberschreitbare ,abgrnde tief hinunterfallen1 der keine ,verbindung mit der brigen ,welt hat4 ,dem ,leser ist unverstndlich1 wie er pltzlich dort hinausgekommen ist1 und er begreift nichts4 ,technische ,dinge lassen sich nicht so darstellen1 da die ,lektre ,verstndnis und ,genu zu gewhren vermag1 heit dann die allgemeine ,meinung4 ,sie ist so falsch wie mglich4 ,alles was ist1 kann durch schildernde ,kraft deutlich gemacht werden4 ,und diese romantische ,welt der ,technik1 die voll ist von ,wundern1 durchstrmt von heiem ,leben1 von glhendem ,schaffen1 die fortwhrend ,riesen von ungeheurem ,wuchs gebiert1 ,zwerge mit mrchenhaft feiner ,durchbildung ihrer ,glieder schafft1 sie sollte nicht ,gegenstand von ,schilderungen sein knnen1 die ihre ,leser zu bannen vermgen86 ,man glaubt das nur1 weil die ,techniker ihre ,aufstze1 die sich an die ,laienwelt wenden1 nur allzuoft aus einem ,stoff herstellen1 der im ,maschinenbau ja hufig mit ganz gutem ,erfolg angewendet wird1 aber fr das ,schrifttum doch nicht geeignet ist3 aus ,leder4 ,man lese1 wie ,werner ,siemens seine ,kabellegungen1 seine elektrischen ,studien auf der ,cheopspyramide1 selbst die ,geschichte des ,telegraphen darstellt1 und man wird einsehen1 da in der ,welt der ,technik groartige ,stoffe in gengender ,zahl zu finden sind4 ,freilich mu man wohl das ,organ besitzen1 um die tiefe seelische ,erregung nachempfinden zu knnen1 von denen ein ,mann wie ,siemens gleich den geistigen ,gren aller ,zeiten bewegt wurde1 wenn er eine neue ,wahrheit gefunden hatte4 ,das berstrmende ,gefhl1 das den ,archimedes1 nachdem er das hydrostatische ,gesetz entdeckt hatte1 mit dem ,ruf ,heureka6 durch die ,straen laufen lie1 kannte auch er4 ,denn er schreibt3 ,wenn ein dem ,geist bisher nur dunkel vorschwebendes ,naturgesetz pltzlich klar aus dem es verhllenden ,nebel hervortritt1 wenn der ,schlssel zu einer lange vergeblich gesuchten mechanischen ,kombination gefunden ist1 wenn das fehlende ,glied einer ,gedankenkette sich glcklich einfgt1 so gewhrt dies dem ,erfinder das erhebende ,gefhl eines errungenen geistigen ,sieges1 welches ihn allein schon fr alle ,mhen des ,kampfes reichlich entschdigt und ihn fr den ,augenblick auf eine hhere ,stufe des ,daseins erhebt4 ,er empfand also vollkommen als ,knstler1 der er auch in allen seinen ,schpfungen gewesen ist4 ,in welch einer quellenden ,flle aber stehen diese vor uns6 ,wie eng ist der ,raum der fnf ,jahrzehnte1 die er schaffend durchlebte1 gegenber dem geleisteten ,werk6 ,niemals wird der gewhnliche ,sterbliche begreifen knnen1 wie das ,genie sein ,leben lebt1 wie es ,zeit findet zu ergrndenden ,gedanken1 whrend es handfeste ,taten vollbringt2 wie es ,mue gewinnt1 die bestehende ,welt in sich aufzunehmen1 whrend es die neue schafft1 die von seinem ,auftreten an datiert2 welche ,methoden ihm helfen1 die ,zeit so zu berwinden wie der elektrische ,funke den ,raum4 ,werner ,siemens starb von allen ueren ,ehren bekrnzt4 ,die ,universitt ,berlin hatte ihn bei ihrem fnfzigjhrigen ,jubilum zum ,ehrendoktor ernannt1 die ,akademie ihn zu ihrem ,mitglied berufen4 ,kaiser ,wilhelm ,i4 zeichnete ihn durch den ,orden 99,pour le ,mrite99 aus1 ,kaiser ,friedrich verlieh ihm bei seiner ,thronbesteigung den erblichen ,adel4 ,niemals sind ,auszeichnungen einem ,wrdigeren zuteil geworden4 ,denn sein ,leben gehrte nicht ihm selbst1 es war ganz seiner ,kunst1 wie wir sein ,schaffen ruhig nennen wollen1 dem ,vaterland1 der ganzen ,menschheit gewidmet4 ,er gab allen ,bewohnern der ,erde das unbertrefflich weit reichende ,werkzeug der elektrischen ,gedanken- und ,arbeitsbertragung in die ,hand1 er legte das ,fundament fr den ragenden ,bau der deutschen ,elektrotechnik1 er half den ,erfindern1 bedachte mit warmem ,herzen seine ,werkleute und richtete der reinen ,wissenschaft ,tempel ein4 ,aber ihm selbst war das1 was er geschaffen1 noch nicht genug4 ,am ,ende seiner ,selbstbiographie erklrt er1 da sein ,leben schn gewesen sei1 weil es erfolgreiche ,mhe und ntzliche ,arbeit war4 ,und nichts ist ihm im ,alter schmerzlicher1 als von seinen ,lieben scheiden zu mssen und der ,gedanke1 nicht mehr weiter an der ,entwicklung des naturwissenschaftlichen ,zeitalters arbeiten zu knnen4 ,uns scheint er den ,raum seines ,daseins voll ausgefllt zu haben4 ,sein ,name steht als ein ,felsen fest gefgt im brandenden ,meer der ,kulturgeschichte4 ,niemals wird er untergehen4 ,mit ,ehrfurcht nennt man den ,namen ,werner ,siemens in fnf ,erdteilen4 ,die ,gre seines ,werks erscheint erhabener mit jedem ,fortschritt1 den die immer bedeutsamer werdende ,elektrotechnik macht4 ,unser ,vaterland ist stolz darauf1 da ,werner ,siemens ein deutscher ,mann gewesen6 ,quellenverzeichnis ,werner von ,siemens3 ,lebenserinnerungen4 ,verlag von ,julius ,springer1 ,berlin1 #aija4 -- ,wissenschaftliche und technische ,arbeiten4 ,zwei ,bnde4 ,verlag von ,julius ,springer1 ,berlin1 #ahhi und #aija4 -- ,zur ,militrfrage4 ,ein ,vorschlag4 ,verlag von ,julius ,springer1 ,berlin1 #ahfb4 ,antrittsreden der ,herren ,siemens und ,virchow und ,antwort des ,herrn ,du ,bois-,reymond1 ,sekretrs der ,physikalisch-,mathematischen ,klasse4 ,gelesen in der ffentlichen ,sitzung der ,kgl4 ,akademie der ,wissenschaften zu ,berlin am #b4 ,juli #ahgd4 ,william ,pole3 ,wilhelm ,siemens4 ,verlag von ,julius ,springer1 ,berlin1 #ahij4 ,richard ,ehrenberg3 ,die ,unternehmungen der ,brder ,siemens4 ,erster ,band4 ,verlag von ,gustav ,fischer1 ,jena1 #aijf4 ,wilhelm von ,siemens3 #be ,jahre elektrischer ,energieversorgung4 ,sonderabdruck aus der deutschen ,monatsschrift ,nord und ,sd4 ,verlag der ,schlesischen ,buchdruckerei von ,s4 ,schottlnder ,a4-,g41 ,breslau1 #aiac4 ,august ,kundt3 ,gedchtnisrede auf ,werner von ,siemens4 ,aus den ,abhandlungen der ,kgl4 ,akademie der ,wissenschaften zu ,berlin vom ,jahre #ahic4 ,stefan ,kekule von ,stradonitz3 ber das ,erfindergeschlecht ,siemens4 ,aufsatz in der ,zeitschrift ,die ,grenzboten4 ,verlag von ,friedrich ,wilhelm ,grunow1 ,leipzig1 #aijh4 99,dr499 ,karl ,burhenne3 ,biographie der ,brder ,siemens in der ,allgemeinen ,deutschen ,biographie1 #ee4 ,band1 ,nachtrge4 ,verlag von ,duncker ,humblot1 ,leipzig1 #aiji4 99,dr499 ,w4 ,howe3 ,siemens ,halske4 ,ein ,rckblick am ,tage des #ej;jhrigen ,bestehens der ,firma4 ,verlag von ,julius ,springer1 ,berlin1 #ahig4 ,zum #be;jhrigen ,gedenktag der ersten elektrischen ,bahn1 #ca4 ,mai #aijd4 ,herausgegeben von der ,siemens ,halske ,a4-,g4 ,die elektrische ,beleuchtung der ,kaisergalerie4 ,sonderabdruck aus der ,nr4 #bea der ,national-,zeitung4 ,f4 ,heintzenberg3 ,die erste ,dynamomaschine4 ,aus den ,erinnerungen eines ,veteranen der ,elektrotechnik4 ,aufsatz in ,nr4 #bdj der ,tglichen ,rundschau vom #ab4 ,oktober #aiaf4 ,georg ,biedenkapp3 ,die ,entwicklung der modernen ,verkehrsmittel4 ,zweiter ,band3 ,elektrizitt und ,presse4 ,verlag von ,hermann ,paetel1 ,berlin-,wilmersdorf1 #aiaa4 ,geschftsberichte der ,a4-,g4 ,siemens ,halske und der ,siemens-,schuckert-,werke ,g4 m4 b4 ,h4