,anmerkungen zur ,transkription3 ,mit umschlossene ,texte sind im ,original in einer anderen ,schriftart 7,antiqua7 als der ,haupttext 7,fraktur7 gedruckt4 ,im ,original sind auch die ,abkrzung ,dr4 und rmische ,zahlen in ,antiqua gedruckt2 dies wurde fr die elektronische ,fassung nicht bernommen4 ,umschlieungen mit 99 zeigen gesperrt gedruckten ,text an4 ,griechischer ,text wurde transliteriert und ist mit umschlossen4 ,offensichtliche ,interpunktionsfehler berichtigt4 ,im brigen wurden ,inkonsistenzen in der ,interpunktion und ,schreibweise einzelner ,wrter belassen4 ,eine ,liste mit sonstigen ,korrekturen finden ,sie am ,ende des ,buchs4 ,zur besseren bersichtlichkeit wurde dem ,buch ein ,inhaltsverzeichnis hinzugefgt4 ,schopenhauer ,aphorismen zur ,lebensweisheit #aiac ,ernst ,ohle in ,dsseldorf ,druck der ,spamerschen ,buchdruckerei in ,leipzig ,inhalt ,einleitung ,kapitel ,i4 ,grundeinteilung4 ,kapitel ,,ii4 ,von dem1 was einer ist4 ,kapitel ,,iii4 ,von dem1 was einer hat4 ,kapitel ,,iv4 ,von dem1 was einer vorstellt4 ,kapitel ,v4 ,parnesen und ,maximen4 ,a4 ,allgemeine4 ,b4 ,unser ,verhalten gegen uns selbst betreffend4 ,c4 ,unser ,verhalten gegen andere betreffend4 ,d4 ,unser ,verhalten gegen den ,weltlauf und das ,schicksal betreffend4 ,kapitel ,,vi4 ,vom ,unterschiede der ,lebensalter4 ,le bonheur n'est pas chose aise3 il est trs difficile de le trouver en nous1 et impossible de le trouver ailleurs4 99,chamfort499 ,einleitung4 ,ich nehme den ,begriff der ,lebensweisheit hier gnzlich im immanenten ,sinne1 nmlich in dem der ,kunst1 das ,leben mglichst angenehm und glcklich durchzufhren1 die ,anleitung zu welcher auch ,eudmonologie genannt werden knnte3 sie wre demnach die ,anweisung zu einem glcklichen ,dasein4 ,dieses nun wieder liee sich allenfalls definieren als ein solches1 welches1 rein objektiv betrachtet1 oder vielmehr 7da es hier auf ein subjektives ,urteil ankommt7 bei kalter und reiflicher berlegung1 dem ,nichtsein entschieden vorzuziehn wre4 ,aus diesem ,begriffe desselben folgt1 da wir daran hingen1 seiner selbst wegen1 nicht aber blo aus ,furcht vor dem ,tode2 und hieraus wieder1 da wir es von endloser ,dauer sehn mchten4 ,ob nun das menschliche ,leben dem ,begriff eines solchen ,daseins entspreche1 oder auch nur entsprechen knne1 ist eine ,frage1 welche bekanntlich meine ,philosophie verneint2 whrend die ,eudmonologie die ,bejahung derselben voraussetzt4 ,diese nmlich beruht eben auf dem angeborenen ,irrtum1 dessen ,rge das #di4 ,kapitel im #b4 ,bande meines ,hauptwerks erffnet4 ,um eine solche dennoch ausarbeiten zu knnen1 habe ich daher gnzlich abgehn mssen von dem hheren1 metaphysisch-ethischen ,standpunkte1 zu welchem meine eigentliche ,philosophie hinleitet4 ,folglich beruht die ganze hier zu gebende ,auseinandersetzung gewissermaen auf einer ,akkommodation1 sofern sie nmlich auf dem gewhnlichen1 empirischen ,standpunkte bleibt und dessen ,irrtum festhlt4 ,demnach kann auch ihr ,wert nur ein bedingter sein1 da selbst das ,wort ,eudmonologie nur ein ,euphemismus ist4 -- ,ferner macht auch dieselbe keinen ,anspruch auf ,vollstndigkeit2 teils weil das ,thema unerschpflich ist2 teils weil ich sonst das von andern bereits ,gesagte htte wiederholen mssen4 ,als in hnlicher ,absicht1 wie gegenwrtige ,aphorismen1 abgefat1 ist mir nur das sehr lesenswerte ,buch des 99,cardanus99 de utilitate ex adversis capienda erinnerlich1 durch welches man also das hier ,gegebene vervollstndigen kann4 ,zwar hat auch 99,aristoteles99 dem #e4 ,kapitel des #a4 ,buches seiner ,rhetorik eine kurze ,eudmonologie eingeflochten3 sie ist jedoch sehr nchtern ausgefallen4 ,benutzt habe ich diese ,vorgnger nicht2 da ,kompiliren nicht meine ,sache ist2 und um so weniger1 als durch dasselbe die ,einheit der ,ansicht verloren geht1 welche die ,seele der ,werke dieser ,art ist4 -- ,im allgemeinen haben freilich die ,weisen aller ,zeiten immer dasselbe gesagt1 und die ,toren1 d4 h4 die unermeliche ,majoritt aller ,zeiten1 haben immer dasselbe1 nmlich das ,gegenteil getan3 und so wird es denn auch ferner bleiben4 ,darum sagt 99,voltaire993 nous laisserons ce monde-ci aussi sot et aussi mchant que nous l'avons trouv en y arrivant4 ,kapitel ,i4 ,grundeinteilung4 ,aristoteles hat 7,eth4 ,nicom4 ,i1 #h7 die ,gter des menschlichen ,lebens in drei ,klassen geteilt1 -- die ueren1 die der ,seele und die des ,leibes4 ,hievon nun nichts als die ,dreizahl beibehaltend1 sage ich1 da was den ,unterschied im ,lose der ,sterblichen begrndet sich auf drei ,grundbestimmungen zurckfhren lt4 ,sie sind3 #a4 ,was einer 99ist993 also die ,persnlichkeit1 im weitesten ,sinne4 ,sonach ist hierunter ,gesundheit1 ,kraft1 ,schnheit1 ,temperament1 moralischer ,charakter1 ,intelligenz und ,ausbildung derselben begriffen4 #b4 ,was einer 99hat993 also ,eigentum und ,besitz in jeglichem ,sinne4 #c4 ,was einer 99vorstellt993 unter diesem ,ausdruck wird bekanntlich verstanden1 was er in der ,vorstellung anderer ist1 also eigentlich1 wie er von ihnen 99vorgestellt wird994 ,es besteht demnach in ihrer ,meinung von ihm1 und zerfllt in ,ehre1 ,rang und ,ruhm4 ,die unter der ersten ,rubrik zu betrachtenden ,unterschiede sind solche1 welche die ,natur selbst zwischen ,menschen gesetzt hat2 woraus sich schon abnehmen lt1 da der ,einflu derselben auf ihr ,glck1 oder ,unglck1 viel wesentlicher und durchgreifender sein werde1 als was die blo aus menschlichen ,bestimmungen hervorgehenden1 unter den zwei folgenden ,rubriken angegebenen ,verschiedenheiten herbeifhren4 99,zu den echten persnlichen ,vorzgen991 dem groen ,geiste oder groen ,herzen1 verhalten sich alle ,vorzge des ,ranges1 der ,geburt1 selbst der kniglichen1 des ,reichtums u4 dgl4 wie die ,theater-,knige zu den wirklichen4 ,schon 99,metrodorus991 der erste ,schler ,epikurs1 hat ein ,kapitel berschrieben3 peri tou meizona einai tn par' hmas aitian pros eudaimonian ts ek tn pragmatn4 7,majorem esse causam ad felicitatem eam1 quae est ex nobis1 e1 quae ex rebus oritur4 -- ,vgl4 ,clemens ,alex4 ,strom4 ,,ii1 #ba1 p4 #cfb der ,wrzburger ,ausgabe der opp4 polem47 ,und allerdings ist fr das ,wohlsein des ,menschen1 ja1 fr die ganze ,weise seines ,daseins1 die ,hauptsache offenbar das1 was in ihm selbst besteht oder vergeht4 ,hier nmlich liegt unmittelbar sein inneres ,behagen oder ,unbehagen1 als welches zunchst das ,resultat seines ,empfindens1 ,wollens und ,denkens ist2 whrend alles auerhalb ,gelegene doch nur mittelbar darauf ,einflu hat4 ,daher affiziren dieselben uern ,vorgnge oder ,verhltnisse jeden ganz anders1 und bei gleicher ,umgebung lebt doch jeder in einer andern ,welt4 ,denn nur mit seinen eigenen ,vorstellungen1 ,gefhlen und ,willensbewegungen hat er es unmittelbar zu tun3 die ,auendinge haben nur1 sofern sie diese veranlassen1 ,einflu auf ihn4 ,die ,welt1 in der jeder lebt1 hngt zunchst ab von seiner ,auffassung derselben1 richtet sich daher nach der ,verschiedenheit der ,kpfe3 dieser gem wird sie arm1 schal und flach1 oder reich1 interessant und bedeutungsvoll ausfallen4 ,whrend z4 ,b4 mancher den andern beneidet um die interessanten ,begebenheiten1 die ihm in seinem ,leben aufgestoen sind1 sollte er ihn vielmehr um die ,auffassungsgabe beneiden1 welche jenen ,begebenheiten die ,bedeutsamkeit verlieh1 die sie in seiner ,beschreibung haben3 denn dieselbe ,begebenheit1 welche in einem geistreichen ,kopfe sich so interessant darstellt1 wrde1 von einem flachen ,alltagskopf aufgefat1 auch nur eine schale ,szene aus der ,alltagswelt sein4 ,im hchsten ,grade zeigt sich dies bei manchen ,gedichten ,goethes und ,byrons1 denen offenbar reale ,vorgnge zum ,grunde liegen3 ein trichter ,leser ist imstande1 dabei den ,dichter um die allerliebste ,begebenheit zu beneiden1 statt um die mchtige ,phantasie1 welche aus einem ziemlich alltglichen ,vorfall etwas so ,groes und ,schnes zu machen fhig war4 ,desgleichen sieht der ,melancholikus eine ,trauerspielszene1 wo der ,sanguinikus nur einen interessanten ,konflikt und der ,phlegmatikus etwas ,unbedeutendes vor sich hat4 ,dies alles beruht darauf1 da jede ,wirklichkeit1 d4 h4 jede erfllte ,gegenwart1 aus zwei ,hlften besteht1 dem ,subjekt und dem ,objekt1 wiewohl in so notwendiger und enger ,verbindung wie ,oxygen und ,hydrogen im ,wasser4 ,bei vllig gleicher objektiver ,hlfte1 aber verschiedener subjektiver1 ist daher1 so gut wie im umgekehrten ,fall1 die gegenwrtige ,wirklichkeit eine ganz andere3 die schnste und beste objektive ,hlfte bei stumpfer1 schlechter subjektiver1 gibt doch nur eine schlechte ,wirklichkeit und ,gegenwart2 gleich einer schnen ,gegend in schlechtem ,wetter1 oder im ,reflex einer schlechten ,camera obscura4 ,oder planer zu reden3 ,jeder steckt in seinem ,bewutsein wie in seiner ,haut1 und lebt unmittelbar nur in demselben3 daher ist ihm von auen nicht sehr zu helfen4 ,auf der ,bhne spielt einer den ,frsten1 ein anderer den ,rat1 ein ,dritter den ,diener oder den ,soldaten1 oder den ,general usf4 ,aber diese ,unterschiede sind blo im uern vorhanden1 im ,innern1 als ,kern einer solchen ,erscheinung1 steckt bei allen dasselbe3 ein armer ,komdiant1 mit seiner ,plage und ,not4 ,im ,leben ist es auch so4 ,die ,unterschiede des ,ranges und ,reichtums geben jedem seine ,rolle zu spielen2 aber keineswegs entspricht dieser eine innere ,verschiedenheit des ,glcks und ,behagens1 sondern auch hier steckt in jedem derselbe arme ,tropf1 mit seiner ,not und ,plage1 die wohl dem ,stoffe nach bei jedem eine andere ist1 aber der ,form1 d4 h4 dem eigentlichen ,wesen nach1 so ziemlich bei allen dieselbe2 wenn auch mit ,unterschieden des ,grades1 die sich aber keineswegs nach ,stand und ,reichtum1 d4 h4 nach der ,rolle richten4 ,weil nmlich alles1 was fr den ,menschen da ist und vorgeht1 unmittelbar immer nur in seinem 99,bewutsein99 da ist und fr dieses vorgeht2 so ist offenbar die ,beschaffenheit des ,bewutseins selbst zunchst das ,wesentliche1 und auf dieselbe kommt1 in den meisten ,fllen1 mehr an1 als auf die ,gestalten1 die darin sich darstellen4 ,alle ,pracht und ,gensse1 abgespiegelt im dumpfen ,bewutsein eines ,tropfs1 sind sehr arm gegen das ,bewutsein des 99,cervantes991 als er in einem unbequemen ,gefngnisse den ,don ,quijote schrieb4 -- ,die objektive ,hlfte der ,gegenwart und ,wirklichkeit steht in der ,hand des ,schicksals und ist demnach vernderlich3 die subjektive sind wir selbst2 daher sie im wesentlichen unvernderlich ist4 ,demgem trgt das ,leben jedes ,menschen1 trotz aller ,abwechselung von auen1 durchgngig denselben ,charakter und ist einer ,reihe ,variationen auf 99ein99 ,thema zu vergleichen4 ,aus seiner ,individualitt kann keiner heraus4 ,und wie das ,tier unter allen ,verhltnissen1 in die man es setzt1 auf den engen ,kreis beschrnkt bleibt1 den die ,natur seinem ,wesen unwiderruflich gezogen hat1 weshalb z4 ,b4 unsere ,bestrebungen1 ein geliebtes ,tier zu beglcken1 eben wegen jener ,grenzen seines ,wesens und ,bewutseins1 stets innerhalb enger ,schranken sich halten mssen2 -- so ist es auch mit dem ,menschen3 durch seine ,individualitt ist das ,ma seines mglichen ,glckes zum voraus bestimmt4 ,besonders haben die ,schranken seiner ,geisteskrfte seine ,fhigkeit fr erhhten ,genu ein fr allemal festgestellt4 ,sind sie eng1 so werden alle ,bemhungen von auen1 alles1 was ,menschen1 alles1 was das ,glck fr ihn tut1 nicht vermgen1 ihn ber das ,ma des gewhnlichen1 halb tierischen ,menschenglcks und ,behagens hinaus zu fhren3 auf ,sinnengenu1 trauliches und heiteres ,familienleben1 niedrige ,geselligkeit und vulgren ,zeitvertreib bleibt er angewiesen3 sogar die ,bildung vermag im ganzen1 zur ,erweiterung jenes ,kreises1 nicht gar viel1 wenn gleich etwas4 ,denn die hchsten1 die mannigfaltigsten und die anhaltendsten ,gensse sind die geistigen2 wie sehr auch wir1 in der ,jugend1 uns darber tuschen mgen2 diese aber hngen hauptschlich von der geistigen ,kraft ab4 -- ,hieraus also ist klar1 wie sehr unser ,glck abhngt von dem1 was wir 99sind991 von unserer ,individualitt2 whrend man meistens nur unser ,schicksal1 nur das1 was wir 99haben991 oder was wir 99vorstellen991 in ,anschlag bringt4 ,das ,schicksal aber kann sich bessern3 zudem wird man1 bei innerm ,reichtum1 von ihm nicht viel verlangen3 hingegen ein ,tropf bleibt ein ,tropf1 ein stumpfer ,klotz ein stumpfer ,klotz1 bis an sein ,ende1 und wre er im ,paradiese und von ,huris umgeben4 ,deshalb sagt ,goethe3 ,volk und ,knecht und berwinder1 ,sie gestehn1 zu jeder ,zeit1 ,hchstes ,glck der ,erdenkinder ,sei nur die ,persnlichkeit4 99,w4 ,o4 ,divan499 ,da fr unser ,glck und unsern ,genu das ,subjektive ungleich wesentlicher als das ,objektive sei1 besttigt sich in allem3 von dem an1 da ,hunger der beste ,koch ist und der ,greis die ,gttin des ,jnglings gleichgltig ansieht1 bis hinauf zum ,leben des ,genies und des ,heiligen4 ,besonders berwiegt die ,gesundheit alle uern ,gter so sehr1 da wahrlich ein gesunder ,bettler glcklicher ist als ein kranker ,knig4 ,ein aus vollkommener ,gesundheit und glcklicher ,organisation hervorgehendes1 ruhiges und heiteres ,temperament1 ein klarer1 lebhafter1 eindringender und richtig fassender ,verstand1 ein gemigter1 sanfter ,wille und demnach ein gutes ,gewissen1 dies sind ,vorzge1 die kein ,rang oder ,reichtum ersetzen kann4 ,denn was einer fr sich selbst ist1 was ihn in die ,einsamkeit begleitet und was keiner ihm geben oder nehmen kann1 ist offenbar fr ihn wesentlicher als alles1 was er besitzen1 oder auch1 was er in den ,augen anderer sein mag4 ,ein geistreicher ,mensch hat1 in gnzlicher ,einsamkeit1 an seinen eigenen ,gedanken und ,phantasien vortreffliche ,unterhaltung1 whrend von einem ,stumpfen die fortwhrende ,abwechselung von ,gesellschaften1 ,schauspielen1 ,ausfahrten und ,lustbarkeiten1 die marternde ,langeweile nicht abzuwehren vermag4 ,ein guter1 gemigter1 sanfter ,charakter kann unter drftigen ,umstnden zufrieden sein2 whrend ein begehrlicher1 neidischer oder bser es bei allem ,reichtum nicht ist4 ,nun aber gar dem1 welcher bestndig den ,genu einer auerordentlichen1 geistig eminenten ,individualitt hat1 sind die meisten der allgemein angestrebten ,gensse ganz berflssig1 ja1 nur strend und lstig4 ,daher sagt ,horaz von sich3 ,gemmas1 marmor1 ebur1 ,thyrrhena sigilla1 tabellas1 ,argentum1 vestes ,gaetulo murice tinctas1 ,sunt qui non habeant1 est qui non curat habere2 und ,sokrates sagte1 beim ,anblick zum ,verkauf ausgelegter ,luxusartikel3 ,wie vieles gibt es doch1 was ich nicht ntig habe4 ,fr unser ,lebensglck ist demnach das1 was wir 99sind991 die ,persnlichkeit1 durchaus das ,erste und ,wesentlichste2 -- schon weil sie bestndig und unter allen ,umstnden wirksam ist3 zudem aber ist sie nicht1 wie die ,gter der zwei andern ,rubriken1 dem ,schicksal unterworfen1 und kann uns nicht entrissen werden4 ,ihr ,wert kann insofern ein absoluter heien1 im ,gegensatz des blo relativen der beiden andern4 ,hieraus nun folgt1 da dem ,menschen von auen viel weniger beizukommen ist1 als man wohl meint4 ,blo die allgewaltige ,zeit bt auch hier ihr ,recht3 ihr unterliegen allmhlich die krperlichen und geistigen ,vorzge3 der moralische ,charakter allein bleibt auch ihr unzugnglich4 ,in dieser ,hinsicht htten denn freilich die ,gter der zwei letztern ,rubriken1 als welche die ,zeit unmittelbar nicht raubt1 vor denen der ersten einen ,vorzug4 ,einen zweiten knnte man darin finden1 da sie1 als im ,objektiven gelegen1 ihrer ,natur nach1 erreichbar sind und jedem wenigstens die ,mglichkeit vorliegt1 in ihren ,besitz zu gelangen2 whrend hingegen das ,subjektive gar nicht in unsere ,macht gegeben ist1 sondern jure divino eingetreten1 fr das ganze ,leben unvernderlich feststeht2 so da hier unerbittlich der ,ausspruch gilt3 ,wie an dem ,tag1 der dich der ,welt verliehen1 ,die ,sonne stand zum ,grue der ,planeten1 ,bist alsobald und fort und fort gediehen ,nach dem ,gesetz1 wonach du angetreten4 ,so mut du sein1 dir kannst du nicht entfliehen1 ,so sagten schon ,sibyllen1 so ,propheten2 ,und keine ,zeit und keine ,macht zerstckelt ,geprgte ,form1 die lebend sich entwickelt4 99,goethe499 ,das ,einzige1 was in dieser ,hinsicht in unserer ,macht steht1 ist1 da wir die gegebene ,persnlichkeit zum mglichsten ,vorteile benutzen1 demnach nur die ihr entsprechenden ,bestrebungen verfolgen und uns um die ,art von ,ausbildung bemhen1 die ihr gerade angemessen ist1 jede andere aber meiden1 folglich den ,stand1 die ,beschftigung1 die ,lebensweise whlen1 welche zu ihr passen4 ,ein herkulischer1 mit ungewhnlicher ,muskelkraft begabter ,mensch1 der durch uere ,verhltnisse gentigt ist1 einer sitzenden ,beschftigung1 einer kleinlichen1 peinlichen ,handarbeit obzuliegen1 oder auch ,studien und ,kopfarbeiten zu treiben1 die ganz anderartige1 bei ihm zurckstehende ,krfte erfordern1 folglich gerade die bei ihm ausgezeichneten ,krfte unbenutzt zu lassen1 der wird sich zeitlebens unglcklich fhlen2 noch mehr aber der1 bei dem die intellektuellen ,krfte sehr berwiegend sind1 und der sie unentwickelt und ungenutzt lassen mu1 um ein gemeines ,geschft zu treiben1 das ihrer nicht bedarf1 oder gar krperliche ,arbeit1 zu der seine ,kraft nicht recht ausreicht4 ,jedoch ist hier1 zumal in der ,jugend1 die ,klippe der ,prsumtion zu vermeiden1 da man sich nicht ein berma von ,krften zuschreibe1 welches man nicht hat4 ,aus dem entschiedenen bergewicht unsrer ersten ,rubrik ber die beiden andern geht aber auch hervor1 da es weiser ist1 auf ,erhaltung seiner ,gesundheit und auf ,ausbildung seiner ,fhigkeiten1 als auf ,erwerbung von ,reichtum hinzuarbeiten2 was jedoch nicht dahin mideutet werden darf1 da man den ,erwerb des ,ntigen und ,angemessenen vernachlssigen sollte4 ,aber eigentlicher ,reichtum1 d4 h4 groer berflu1 vermag wenig zu unserm ,glck2 daher viele ,reiche sich unglcklich fhlen1 weil sie ohne eigentliche ,geistesbildung1 ohne ,kenntnisse und deshalb ohne irgend ein objektives ,interesse1 welches sie zu geistiger ,beschftigung befhigen knnte1 sind4 ,denn was der ,reichtum ber die ,befriedigung der wirklichen und natrlichen ,bedrfnisse hinaus noch leisten kann1 ist von geringem ,einflu auf unser eigentliches ,wohlbehagen3 vielmehr wird dieses gestrt durch die vielen und unvermeidlichen ,sorgen1 welche die ,erhaltung eines groen ,besitzes herbeifhrt4 ,dennoch sind die ,menschen aber tausend ,mal mehr bemht1 sich ,reichtum1 als ,geistesbildung zu erwerben2 whrend doch ganz gewi1 was man 99ist991 viel mehr zu unserm ,glcke beitrgt1 als was man 99hat994 ,gar manchen daher sehn wir1 in rastloser ,geschftigkeit1 emsig wie die ,ameise1 vom ,morgen bis zum ,abend bemht1 den schon vorhandenen ,reichtum zu vermehren4 ber den engen ,gesichtskreis des ,bereichs der ,mittel hiezu hinaus kennt er nichts3 sein ,geist ist leer1 daher fr alles andere unempfnglich4 ,die hchsten ,gensse1 die geistigen1 sind ihm unzugnglich3 durch die flchtigen1 sinnlichen1 wenig ,zeit1 aber viel ,geld kostenden1 die er zwischendurch sich erlaubt1 sucht er vergeblich jene anderen zu ersetzen4 ,am ,ende seines ,lebens hat er dann1 als ,resultat desselben1 wenn das ,glck gut war1 wirklich einen recht groen ,haufen ,geld vor sich1 welchen noch zu vermehren1 oder aber durchzubringen1 er jetzt seinen ,erben berlt4 ,ein solcher1 wiewohl mit gar ernsthafter und wichtiger ,miene durchgefhrter ,lebenslauf ist daher ebenso tricht1 wie mancher andere1 der geradezu die ,schellenkappe zum ,symbol hatte4 ,also was einer 99an sich selber hat991 ist zu seinem ,lebensglcke das ,wesentlichste4 ,blo weil dieses1 in der ,regel1 so gar wenig ist1 fhlen die meisten von denen1 welche ber den ,kampf mit der ,not hinaus sind1 sich im ,grunde ebenso unglcklich1 wie die1 welche sich noch darin herumschlagen4 ,die ,leere ihres ,innern1 das ,fade ihres ,bewutseins1 die ,armut ihres ,geistes treibt sie zur ,gesellschaft1 die nun aber aus eben solchen besteht2 weil similis simili gaudet4 ,da wird dann gemeinschaftlich ,jagd gemacht auf ,kurzweil und ,unterhaltung1 die sie zunchst in sinnlichen ,genssen1 in ,vergngungen jeder ,art und endlich in ,ausschweifungen suchen4 ,die ,quelle der heillosen ,verschwendung1 mittelst welcher so mancher1 reich ins ,leben tretende ,familiensohn1 sein groes ,erbteil1 oft in unglaublich kurzer ,zeit1 durchbringt1 ist wirklich keine andere1 als nur die ,langeweile1 welche aus der eben geschilderten ,armut und ,leere des ,geistes entspringt4 ,so ein ,jngling war uerlich reich1 aber innerlich arm in die ,welt geschickt und strebte nun vergeblich1 durch den uern ,reichtum den innern zu ersetzen1 indem er alles 99von auen99 empfangen wollte1 -- den ,greisen analog1 welche sich durch die ,ausdnstung junger ,mdchen zu strken suchen4 ,dadurch fhrte denn am ,ende die innere ,armut auch noch die uere herbei4 ,die ,wichtigkeit der beiden andern ,rubriken der ,gter des menschlichen ,lebens brauche ich nicht hervorzuheben4 ,denn der ,wert des ,besitzes ist heutzutage so allgemein anerkannt1 da er keiner ,empfehlung bedarf4 ,sogar hat die dritte ,rubrik1 gegen die zweite1 eine sehr therische ,beschaffenheit2 da sie blo in der ,meinung anderer besteht4 ,jedoch nach ,ehre1 d4 h4 gutem ,namen1 hat jeder zu streben1 nach ,rang schon nur die1 welche dem ,staate dienen1 und nach ,ruhm gar nur uerst wenige4 ,indessen wird die ,ehre als ein unschtzbares ,gut angesehen1 und der ,ruhm als das ,kstlichste1 was der ,mensch erlangen kann1 das goldene ,vlies der ,auserwhlten3 hingegen den ,rang werden nur ,toren dem ,besitze vorziehen4 ,die zweite und dritte ,rubrik stehn brigens in sogenannter ,wechselwirkung2 sofern das habes1 habeberis des ,petronius seine ,richtigkeit hat1 und1 umgekehrt1 die gnstige ,meinung anderer1 in allen ihren ,formen1 oft zum ,besitze verhilft4 ,kapitel ,,ii4 ,von dem1 was einer ist4 ,da dieses zu seinem ,glcke viel mehr beitrgt1 als was er 99hat991 oder was er 99vorstellt991 haben wir bereits im allgemeinen erkannt4 ,immer kommt es darauf an1 was einer sei und demnach an sich selber habe3 denn seine ,individualitt begleitet ihn stets und berall1 und von ihr ist alles tingirt1 was er erlebt4 ,in allem und bei allem geniet er zunchst nur sich selbst3 ,dies gilt schon von den physischen2 wie viel mehr von den geistigen ,genssen4 ,daher ist das englische to enjoy one's self ein sehr treffender ,ausdruck1 mit welchem man z4 ,b4 sagt he enjoys himself at ,paris1 also nicht er geniet ,paris1 sondern er geniet 99sich99 in ,paris4 -- ,ist nun aber die ,individualitt von schlechter ,beschaffenheit1 so sind alle ,gensse wie kstliche ,weine in einem mit ,galle tingirten ,munde4 ,demnach kommt1 im ,guten wie im ,schlimmen1 schwere ,unglcksflle beiseite gesetzt1 weniger darauf an1 was einem im ,leben begegnet und widerfhrt1 als darauf1 wie er es empfindet1 also auf die ,art und den ,grad seiner ,empfnglichkeit in jeder ,hinsicht4 ,was einer in sich ist und an sich selber hat1 kurz die ,persnlichkeit und deren ,wert1 ist das alleinige ,unmittelbare zu seinem ,glck und ,wohlsein4 ,alles andere ist mittelbar2 daher auch dessen ,wirkung vereitelt werden kann1 aber die der ,persnlichkeit nie4 ,darum eben ist der auf persnliche ,vorzge gerichtete ,neid der unvershnlichste1 wie er auch der am sorgfltigsten verhehlte ist4 ,ferner ist allein die ,beschaffenheit des ,bewutseins das ,bleibende und ,beharrende1 und die ,individualitt wirkt fortdauernd1 anhaltend1 mehr oder minder in jedem ,augenblick3 alles andere hingegen wirkt immer nur zu ,zeiten1 gelegentlich1 vorbergehend1 und ist zudem auch noch selbst dem ,wechsel und ,wandel unterworfen3 daher sagt ,aristoteles3 h gar physis bebaia1 ou ta chrmata 7nam natura perennis est1 non opes74 ,eth4 ,eud4 ,,vii1 #b4 ,hierauf beruht es1 da wir ein ganz und gar von auen auf uns gekommenes ,unglck mit mehr ,fassung ertragen1 als ein selbstverschuldetes3 denn das ,schicksal kann sich ndern2 aber die eigene ,beschaffenheit nimmer4 ,demnach also sind die subjektiven ,gter1 wie ein edler ,charakter1 ein fhiger ,kopf1 ein glckliches ,temperament1 ein heiterer ,sinn und ein wohlbeschaffener1 vllig gesunder ,leib1 also berhaupt mens sana in corpore sano 7,juvenal4 ,sat4 ,x1 #cef71 zu unserm ,glcke die ersten und wichtigsten2 weshalb wir auf die ,befrderung und ,erhaltung derselben viel mehr bedacht sein sollten1 als auf den ,besitz uerer ,gter und uerer ,ehre4 ,was nun aber1 von jenen allen1 uns am unmittelbarsten beglckt1 ist die ,heiterkeit des ,sinnes3 denn diese gute ,eigenschaft belohnt sich augenblicklich selbst4 ,wer eben frhlich ist1 hat allemal ,ursach1 es zu sein3 nmlich eben diese1 da er es ist4 ,nichts kann so sehr1 wie diese ,eigenschaft1 jedes andere ,gut vollkommen ersetzen2 whrend sie selbst durch nichts zu ersetzen ist4 ,einer sei jung1 schn1 reich und geehrt2 so frgt sich1 wenn man sein ,glck beurteilen will1 ob er dabei heiter sei3 ist er hingegen heiter1 so ist es einerlei1 ob er jung oder alt1 gerade oder bucklig1 arm oder reich sei2 er ist glcklich4 ,in frher ,jugend machte ich einmal ein altes ,buch auf1 und da stand3 wer viel lacht1 ist glcklich1 und wer viel weint1 ist unglcklich1 -- eine sehr einfltige ,bemerkung1 die ich aber1 wegen ihrer einfachen ,wahrheit doch nicht habe vergessen knnen1 so sehr sie auch der ,superlativ eines truism's ist4 ,dieserwegen also sollen wir der ,heiterkeit1 wann immer sie sich einstellt1 ,tr und ,tor ffnen3 denn sie kommt nie zur unrechten ,zeit2 statt da wir oft ,bedenken tragen1 ihr ,eingang zu gestatten1 indem wir erst wissen wollen1 ob wir denn auch wohl in jeder ,hinsicht ,ursach haben1 zufrieden zu sein2 oder auch1 weil wir frchten1 in unsern ernsthaften berlegungen und wichtigen ,sorgen dadurch gestrt zu werden3 allein1 was wir durch diese bessern1 ist sehr ungewi2 hingegen ist ,heiterkeit unmittelbarer ,gewinn4 ,sie allein ist gleichsam die bare ,mnze des ,glckes und nicht1 wie alles andere1 blo der ,bankzettel2 weil nur sie unmittelbar in der ,gegenwart beglckt2 weshalb sie das hchste ,gut ist fr ,wesen1 deren ,wirklichkeit die ,form einer unteilbaren ,gegenwart zwischen zwei unendlichen ,zeiten hat4 ,demnach sollten wir die ,erwerbung und ,befrderung dieses ,gutes jedem anderen ,trachten vorsetzen4 ,nun ist gewi1 da zur ,heiterkeit nichts weniger beitrgt als ,reichtum1 und nichts mehr als ,gesundheit3 in den niedrigen1 arbeitenden1 zumal das ,land bestellenden ,klassen sind die heiteren und zufriedenen ,gesichter2 in den reichen und vornehmen die verdrielichen zu ,hause4 ,folglich sollten wir vor allem bestrebt sein1 uns den hohen ,grad vollkommener ,gesundheit zu erhalten1 als dessen ,blte die ,heiterkeit sich einstellt4 ,die ,mittel hiezu sind bekanntlich ,vermeidung aller ,exzesse und ,ausschweifungen1 aller heftigen oder unangenehmen ,gemtsbewegungen1 auch aller zu groen oder zu anhaltenden ,geistesanstrengung1 tglich wenigstens zwei ,stunden rascher ,bewegung in freier ,luft1 viel kaltes ,baden und hnliche ditetische ,maregeln4 ,ohne tgliche gehrige ,bewegung kann man nicht gesund bleiben2 alle ,lebensprozesse erfordern1 um gehrig vollzogen zu werden1 ,bewegung sowohl der ,teile1 darin sie vorgehen1 als des ,ganzen4 ,daher sagt ,aristoteles mit ,recht3 ho bios en t kinsei esti4 ,das ,leben besteht in der ,bewegung und hat sein ,wesen in ihr4 ,im ganzen ,innern des ,organismus herrscht unaufhrliche1 rasche ,bewegung3 das ,herz1 in seiner komplizierten doppelten ,systole und ,diastole1 schlgt heftig und unermdlich2 mit #bh seiner ,schlge hat es die gesamte ,blutmasse durch den ganzen groen und kleinen ,kreislauf hindurch getrieben2 die ,lunge pumpt ohne ,unterla wie eine ,dampfmaschine2 die ,gedrme winden sich stets im motus peristalticus2 alle ,drsen saugen und sezernieren bestndig1 selbst das ,gehirn hat eine doppelte ,bewegung mit jedem ,pulsschlag und jedem ,atemzug4 ,wenn nun hiebei1 wie es bei der ganz und gar sitzenden ,lebensweise unzhliger ,menschen der ,fall ist1 die uere ,bewegung so gut wie ganz fehlt1 so entsteht ein schreiendes und verderbliches ,miverhltnis zwischen der uern ,ruhe und dem innern ,tumult4 ,denn sogar will die bestndige innere ,bewegung durch die uere etwas untersttzt sein3 jenes ,miverhltnis aber wird dem analog1 wenn1 infolge irgend eines ,affekts1 es in unserm ,innern kocht1 wir aber nach auen nichts davon sehen lassen drfen4 ,sogar die ,bume bedrfen1 um zu gedeihen1 der ,bewegung durch den ,wind4 ,dabei gilt eine ,regel1 die sich am krzesten lateinisch ausdrcken lt3 omnis motus1 quo celerior1 eo magis motus4 -- ,wie sehr unser ,glck von der ,heiterkeit der ,stimmung und diese vom ,gesundheitszustande abhngt1 lehrt die ,vergleichung des ,eindrucks1 den die nmlichen uern ,verhltnisse1 oder ,vorflle1 am gesunden und rstigen ,tage auf uns machen1 mit dem1 welchen sie hervorbringen1 wann ,krnklichkeit uns verdrielich und ngstlich gestimmt hat4 ,nicht was die ,dinge objektiv und wirklich sind1 sondern was sie fr uns1 in unsrer ,auffassung sind1 macht uns glcklich oder unglcklich3 ,dies eben besagt ,epiktets tarassei tous anthrpous ou ta pragmata1 alla ta peri tn pragmatn dogmata 7commovent homines non res1 sed de rebus opiniones74 berhaupt aber beruhen #i_/aj unseres ,glckes allein auf der ,gesundheit4 ,mit ihr wird alles eine ,quelle des ,genusses3 hingegen ist ohne sie kein ueres ,gut1 welcher ,art es auch sei1 geniebar1 und selbst die brigen subjektiven ,gter1 die ,eigenschaften des ,geistes1 ,gemtes1 ,temperaments1 werden durch ,krnklichkeit herabgestimmt und sehr verkmmert4 ,demnach geschieht es nicht ohne ,grund1 da man vor allen ,dingen sich gegenseitig nach dem ,gesundheitszustande befragt und einander sich wohlzubefinden wnscht3 denn wirklich ist dieses bei weitem die ,hauptsache zum menschlichen ,glck4 ,hieraus aber folgt1 da die grte aller ,torheiten ist1 seine ,gesundheit aufzuopfern1 fr was es auch sei1 fr ,erwerb1 fr ,befrderung1 fr ,gelehrsamkeit1 fr ,ruhm1 geschweige fr ,wollust und flchtige ,gensse3 vielmehr soll man ihr alles nachsetzen4 ,so viel nun aber auch zu der1 fr unser ,glck so wesentlichen ,heiterkeit die ,gesundheit beitrgt1 so hngt jene doch nicht von dieser allein ab3 denn auch bei vollkommener ,gesundheit kann ein melancholisches ,temperament und eine vorherrschend trbe ,stimmung bestehn4 ,der letzte ,grund davon liegt ohne ,zweifel in der ursprnglichen und daher unabnderlichen ,beschaffenheit des ,organismus1 und zwar zumeist in dem mehr oder minder normalen ,verhltnis der ,sensibilitt zur ,irritabilitt und ,reproduktionskraft4 ,abnormes bergewicht der ,sensibilitt wird ,ungleichheit der ,stimmung1 periodische bermige ,heiterkeit und vorwaltende ,melancholie herbeifhren4 ,weil nun auch das ,genie durch ein berma der ,nervenkraft1 also der ,sensibilitt1 bedingt ist1 so hat ,aristoteles ganz richtig bemerkt1 da alle ausgezeichnete und berlegene ,menschen melancholisch seien3 pantes hosoi perittoi gegonasin andres1 kata philosophian1 politikn1 poisin technas1 phainontai melancholikoi ontes 7,probl4 #cj1 #a74 ,ohne ,zweifel ist dieses die ,stelle1 welche ,cicero im ,auge hatte bei seinem oft angefhrten ,bericht3 ,aristoteles ait1 omnes ingeniosos melancholicos esse 7,tusc4 ,i1 #cc74 ,die hier in ,betrachtung genommene1 angeborene1 groe ,verschiedenheit der ,grundstimmung berhaupt aber hat 99,shakespeare99 sehr artig geschildert3 ,nature has fram'd strange fellows in her time3 ,some that will evermore peep through their eyes1 ,and laugh1 like parrots1 at a bag-piper2 ,and others of such vinegar aspect1 ,that they'll not show their teeth in way of smile1 ,though ,nestor swear the jest be laughable,a4 ,merch4 of ,ven4 ,sc4 ,i4 ,a ,die ,natur hat in ihren ,tagen seltsame ,kuze hervorgebracht1 einige1 die stets aus ihren uglein vergngt hervorgucken1 und1 wie ,papageien ber einen ,dudelsackspieler lachen1 und andere von so sauertpfischem ,ansehn1 da sie ihre ,zhne nicht durch ein ,lcheln blo legen1 wenn auch ,nestor selbst schwre1 der ,spa sei lachenswert4 ,eben dieser ,unterschied ist es1 den 99,plato99 durch die ,ausdrcke dyskolos und eukolos bezeichnet4 ,derselbe lt sich zurckfhren auf die bei verschiedenen ,menschen sehr verschiedene ,empfnglichkeit fr angenehme und unangenehme ,eindrcke1 infolge welcher der eine noch lacht bei dem1 was den andern fast zur ,verzweiflung bringt3 und zwar pflegt die ,empfnglichkeit fr angenehme ,eindrcke desto schwcher zu sein1 je strker die fr unangenehme ist1 und umgekehrt4 ,nach gleicher ,mglichkeit des glcklichen und des unglcklichen ,ausgangs einer ,angelegenheit wird der dyskolos beim unglcklichen sich rgern oder grmen1 beim glcklichen aber sich nicht freuen2 der eukolos hingegen wird ber den unglcklichen sich nicht rgern1 noch grmen1 aber ber den glcklichen sich freuen4 ,wenn dem dyskolos von zehn ,vorhaben neun gelingen1 so freut er sich nicht ber diese1 sondern rgert sich ber das eine milungene3 der eukolos wei1 im umgekehrten ,fall1 sich doch mit dem einen gelungenen zu trsten und aufzuheitern4 -- ,wie nun aber nicht leicht ein bel ohne alle ,kompensation ist2 so ergibt sich auch hier1 da die dyskoloi1 also die finstern und ngstlichen ,charaktere1 im ganzen1 zwar mehr imaginre1 dafr aber weniger reale ,unflle und ,leiden zu berstehn haben werden als die heitern und sorglosen3 denn wer alles schwarz sieht1 stets das ,schlimmste befrchtet und demnach seine ,vorkehrungen trifft1 wird sich nicht so oft verrechnet haben1 als wer stets den ,dingen die heitere ,farbe und ,aussicht leiht4 -- ,wann jedoch eine krankhafte ,affektion des ,nervensystems oder der ,verdauungswerkzeuge1 der angeborenen dyskolia in die ,hnde arbeitet2 dann kann diese den hohen ,grad erreichen1 wo dauerndes ,mibehagen ,lebensberdru erzeugt und demnach ,hang zum ,selbstmord entsteht4 ,diesen vermgen alsdann selbst die geringsten ,unannehmlichkeiten zu veranlassen2 ja1 bei den hchsten ,graden des bels bedarf es derselben nicht einmal2 sondern blo infolge des anhaltenden ,mibehagens wird der ,selbstmord beschlossen und alsdann mit so khler berlegung und fester ,entschlossenheit ausgefhrt1 da der meistens schon unter ,aufsicht gestellte ,kranke1 stets darauf gerichtet1 den ersten unbewachten ,augenblick benutzt1 um1 ohne ,zaudern1 ,kampf und ,zurckbeben1 jenes ihm jetzt natrliche und willkommene ,erleichterungsmittel zu ergreifen4 ,ausfhrliche ,beschreibungen dieses ,zustandes gibt ,esquirol1 des maladies mentales4 ,allerdings aber kann1 nach ,umstnden1 auch der gesundeste und vielleicht selbst der heiterste ,mensch sich zum ,selbstmord entschlieen1 wenn nmlich die ,gre der ,leiden1 oder des unausweichbar herannahenden ,unglcks1 die ,schrecken des ,todes berwltigt4 ,der ,unterschied liegt allein in der verschiedenen ,gre des dazu erforderlichen ,anlasses1 als welche mit der dyskolia in umgekehrtem ,verhltnis steht4 ,je grer diese ist1 desto geringer kann jener sein1 ja am ,ende auf ,null herabsinken3 je grer hingegen die eukolia und die sie untersttzende ,gesundheit1 desto mehr mu im ,anla liegen4 ,danach gibt es unzhlige ,abstufungen der ,flle1 zwischen den beiden ,extremen des ,selbstmordes1 nmlich dem des rein aus krankhafter ,steigerung der angebornen dyskolia entspringenden1 und dem des ,gesunden und ,heiteren1 ganz aus objektiven ,grnden4 ,der ,gesundheit zum ,teil verwandt ist die ,schnheit4 ,wenngleich dieser subjektive ,vorzug nicht eigentlich unmittelbar zu unserm ,glcke beitrgt1 sondern blo mittelbar1 durch den ,eindruck auf ,andere2 so ist er doch von groer ,wichtigkeit1 auch im ,manne4 ,schnheit ist ein offener ,empfehlungsbrief1 der die ,herzen zum voraus fr uns gewinnt3 daher gilt besonders von ihr der ,homerische ,vers3 ,outoi apoblt' esti then erikydea dra1 ,hossa ken autoi dsi1 hekn d' ouk an tis heloito4 ,der allgemeinste berblick zeigt uns1 als die beiden ,feinde des menschlichen ,glckes1 den ,schmerz und die ,langeweile4 ,dazu noch lt sich bemerken1 da1 in dem ,mae1 als es uns glckt1 von einem derselben uns zu entfernen1 wir dem andern uns nhern1 und umgekehrt2 so da unser ,leben wirklich eine strkere oder schwchere ,oszillation zwischen ihnen darstellt4 ,dies entspringt daraus1 da beide in einem doppelten ,antagonismus zu einander stehn1 einem uern oder objektiven1 und einem innern oder subjektiven4 uerlich nmlich gebiert ,not und ,entbehrung den ,schmerz2 hingegen ,sicherheit und berflu die ,langeweile4 ,demgem sehen wir die niedere ,volksklasse in einem bestndigen ,kampf gegen die ,not1 also den ,schmerz2 die reiche und vornehme ,welt hingegen in einem anhaltenden oft wirklich verzweifelten ,kampf gegen die ,langeweile4 ,der innere oder subjektive ,antagonismus derselben aber beruht darauf1 da1 im einzelnen ,menschen1 die ,empfnglichkeit fr das eine in entgegengesetztem ,verhltnis zu der fr das andere steht1 indem sie durch das ,ma seiner ,geisteskrfte bestimmt wird4 ,nmlich ,stumpfheit des ,geistes ist durchgngig im ,verein mit ,stumpfheit der ,empfindung und ,mangel an ,reizbarkeit1 welche ,beschaffenheit fr ,schmerzen und ,betrbnisse jeder ,art und ,gre weniger empfnglich macht3 aus eben dieser ,geistesstumpfheit aber geht andrerseits jene1 auf zahllosen ,gesichtern ausgeprgte1 wie auch durch die bestndig rege ,aufmerksamkeit auf alle1 selbst die kleinsten ,vorgnge in der ,auenwelt sich verratende 99innere ,leerheit99 hervor1 welche die wahre ,quelle der ,langeweile ist und stets nach uerer ,anregung lechzt1 um ,geist und ,gemt durch irgend etwas in ,bewegung zu bringen4 ,in der ,wahl desselben ist sie daher nicht ekel2 wie dies die ,erbrmlichkeit der ,zeitvertreibe bezeugt1 zu denen man ,menschen greifen sieht1 imgleichen die ,art ihrer ,geselligkeit und ,konversation1 nicht weniger die vielen ,trsteher und ,fenstergucker4 ,hauptschlich aus dieser inneren ,leerheit entspringt die ,sucht nach ,gesellschaft1 ,zerstreuung1 ,vergngen und ,luxus jeder ,art1 welche viele zur ,verschwendung und dann zum ,elende fhrt4 ,vor diesem ,elende bewahrt nichts so sicher1 als der 99innere99 ,reichtum1 der ,reichtum des ,geistes3 denn dieser lt1 je mehr er sich der ,eminenz nhert1 der ,langenweile immer weniger ,raum4 ,die unerschpfliche ,regsamkeit der ,gedanken aber1 ihr an den mannigfaltigen ,erscheinungen der ,innen- und ,auenwelt sich stets erneuerndes ,spiel1 die ,kraft und der ,trieb zu immer andern ,kombinationen derselben1 setzen den eminenten ,kopf1 die ,augenblicke der ,abspannung abgerechnet1 ganz auer den ,bereich der ,langenweile4 ,andrerseits nun aber hat die gesteigerte ,intelligenz eine erhhte ,sensibilitt zur unmittelbaren ,bedingung1 und grere ,heftigkeit des ,willens1 also der ,leidenschaftlichkeit1 zur ,wurzel3 aus ihrem ,verein mit diesen erwchst nun eine viel grere ,strke aller ,affekte und eine gesteigerte ,empfindlichkeit gegen die geistigen und selbst gegen krperliche ,schmerzen1 sogar grere ,ungeduld bei allen ,hindernissen oder auch nur ,strungen2 welches alles zu erhhen die aus der ,strke der ,phantasie entspringende ,lebhaftigkeit smtlicher ,vorstellungen1 also auch der widerwrtigen1 mchtig beitrgt4 ,das ,gesagte gilt nun verhltnismig von allen den ,zwischenstufen1 welche den weiten ,raum vom stumpfesten ,dummkopf bis zum grten ,genie ausfllen4 ,demzufolge steht jeder1 wie objektiv1 so auch subjektiv1 der einen ,quelle der ,leiden des menschlichen ,lebens um so nher1 als er von der andern entfernter ist4 ,dem entsprechend wird sein natrlicher ,hang ihn anleiten1 in dieser ,hinsicht das ,objektive dem ,subjektiven mglichst anzupassen1 also gegen 99die99 ,quelle der ,leiden1 fr welche er die grere ,empfnglichkeit hat1 die grere ,vorkehr zu treffen4 ,der geistreiche ,mensch wird vor allem nach ,schmerzlosigkeit1 ,ungehudeltsein1 ,ruhe und ,mue streben1 folglich ein stilles1 bescheidenes1 aber mglichst unangefochtenes ,leben suchen und demgem1 nach einiger ,bekanntschaft mit den sogenannten ,menschen1 die ,zurckgezogenheit und1 bei groem ,geiste1 sogar die ,einsamkeit whlen4 ,denn je mehr einer an sich selber hat1 desto weniger bedarf er von auen und desto weniger knnen auch die brigen ihm sein4 ,darum fhrt die ,eminenz des ,geistes zur ,ungeselligkeit4 ,ja1 wenn die ,qualitt der ,gesellschaft sich durch die ,quantitt ersetzen liee2 da wre es der ,mhe wert1 sogar in der groen ,welt zu leben3 aber leider geben hundert ,narren1 auf einem ,haufen1 noch keinen gescheuten ,mann4 -- ,der vom andern ,extrem wird1 sobald die ,not ihn zu ,atem kommen lt1 ,kurzweil und ,gesellschaft1 um jeden ,preis suchen und mit allem leicht vorlieb nehmen1 nichts so sehr fliehend wie sich selbst4 ,denn in der ,einsamkeit1 als wo jeder auf sich selbst zurckgewiesen ist1 da zeigt sich1 was er 99an sich selber99 hat3 da seufzt der ,tropf im ,purpur unter der unabwlzbaren ,last seiner armseligen ,individualitt2 whrend der ,hochbegabte die deste ,umgebung mit seinen ,gedanken bevlkert und belebt4 ,daher ist sehr wahr1 was 99,seneka99 sagt3 omnes stultitia laborat fastidio sui 7ep4 #i72 wie auch ,jesus ,sirachs ,ausspruch3 des ,narren ,leben ist rger denn der ,tod4 ,demgem wird man1 im ganzen1 finden1 da jeder in dem ,mae gesellig ist1 wie er geistig arm und berhaupt gemein ist4 ,denn man hat in der ,welt nicht viel mehr1 als die ,wahl zwischen ,einsamkeit und ,gemeinheit4 ,die geselligsten aller ,menschen sollen die ,neger sein1 wie sie eben auch intellektuell entschieden zurckstehn3 nach ,berichten aus ,nord-,amerika1 in ,franzsischen ,zeitungen 7le ,commerce1 ,octbr4 #ai1 #ahcg71 sperren die ,schwarzen1 ,freie und ,sklaven durcheinander1 in groer ,anzahl1 sich in den engsten ,raum zusammen1 weil sie ihr schwarzes ,stumpfnasengesicht nicht oft genug wiederholt erblicken knnen4 ,dem entsprechend1 da das ,gehirn als der ,parasit oder ,pensionr des ganzen ,organismus auftritt1 ist die errungene 99freie ,mue99 eines jeden1 indem sie ihm den freien ,genu seines ,bewutseins und seiner ,individualitt gibt1 die ,frucht und der ,ertrag seines gesamten ,daseins1 welches im brigen nur ,mhe und ,arbeit ist4 ,was nun aber wirft die freie ,mue der meisten ,menschen ab8 ,langeweile1 und ,dumpfheit1 so oft nicht sinnliche ,gensse oder ,albernheiten da sind1 sie auszufllen4 ,wie vllig wertlos sie ist1 zeigt die ,art1 wie sie solche zubringen3 sie ist eben das ozio lungo d'uomini ignoranti des ,ariosto4 ,die gewhnlichen ,leute sind blo darauf bedacht1 die ,zeit 99zuzubringen992 wer irgend ein ,talent hat1 -- sie 99zu benutzen994 -- ,da die beschrnkten ,kpfe der ,langeweile so sehr ausgesetzt sind1 kommt daher1 da ihr ,intellekt durchaus nichts weiter1 als das 99,medium der ,motive99 fr ihren ,willen ist4 ,sind nun vor der ,hand keine ,motive aufzufassen da2 so ruht der ,wille und feiert der ,intellekt2 dieser1 weil er so wenig wie jener auf eigene ,hand in ,ttigkeit gert3 das ,resultat ist schreckliche ,stagnation aller ,krfte im ganzen ,menschen1 -- ,langeweile4 ,dieser zu begegnen1 schiebt man nun dem ,willen kleine1 blo einstweilige und beliebig angenommene ,motive vor1 ihn zu erregen und dadurch auch den ,intellekt1 der sie aufzufassen hat1 in ,ttigkeit zu versetzen3 diese verhalten sich demnach zu den wirklichen und natrlichen ,motiven wie ,papiergeld zu ,silber2 da ihre ,geltung eine willkrlich angenommene ist4 ,solche ,motive nun sind die 99,spiele991 mit ,karten usw41 welche zu besagtem ,zweck erfunden worden sind4 ,fehlt es daran1 so hilft der beschrnkte ,mensch sich durch ,klappern oder ,trommeln1 mit allem1 was er in die ,hand kriegt4 ,auch die ,zigarre ist ihm ein willkommenes ,surrogat der ,gedanken4 -- ,daher also ist1 in allen ,lndern1 die ,hauptbeschftigung aller ,gesellschaft das ,kartenspiel geworden3 es ist der ,mastab des ,wertes derselben und der deklarierte ,bankrott an allen ,gedanken4 ,weil sie nmlich keine ,gedanken auszutauschen haben1 tauschen sie ,karten aus und suchen einander ,gulden abzunehmen4 ,o1 klgliches ,geschlecht6 ,und indessen auch hier nicht ungerecht zu sein1 will ich den ,gedanken nicht unterdrcken1 da man zur ,entschuldigung des ,kartenspiels allenfalls anfhren knnte1 es sei eine ,vorbung zum ,welt- und ,geschftsleben1 sofern man dadurch lernt1 die vom ,zufall unabnderlich gegebenen ,umstnde 7,karten7 klug zu benutzen1 um daraus was immer angeht zu machen1 zu welchem ,zwecke man sich denn auch gewhnt1 ,contenance zu halten1 indem man zum schlechten ,spiel eine heitere ,miene aufsetzt4 ,aber eben deshalb hat andererseits das ,kartenspiel einen demoralisierenden ,einflu4 ,der ,geist des ,spiels nmlich ist1 da man auf alle ,weise1 durch jeden ,streich und jeden ,schlich1 dem andern das ,seinige abgewinne4 ,aber die ,gewohnheit1 im ,spiel so zu verfahren1 wurzelt ein1 greift ber in das praktische ,leben1 und man kommt allmlig dahin1 in den ,angelegenheiten des ,mein und ,dein es ebenso zu machen und jeden ,vorteil1 den man eben in der ,hand hlt1 fr erlaubt zu halten1 sobald man nur es gesetzlich darf4 ,belege hiezu gibt ja das brgerliche ,leben tglich4 -- ,weil also1 wie gesagt1 die 99freie ,mue99 die ,blte1 oder vielmehr die ,frucht des ,daseins eines jeden ist1 indem nur sie ihn in den ,besitz seines eigenen ,selbst einsetzt1 so sind die glcklich zu preisen1 welche dann auch etwas ,rechtes an sich selber erhalten2 whrend den ,allermeisten die freie ,mue nichts abwirft1 als einen ,kerl1 mit dem nichts anzufangen ist1 der sich schrecklich langweilt1 sich selber zur ,last4 ,demnach freuen wir uns1 ihr lieben ,brder1 da wir nicht sind der ,magd ,kinder1 sondern der ,freien4 7,gal4 #d1 #ca47 ,ferner1 wie das ,land am glcklichsten ist1 welches weniger oder keiner ,einfuhr bedarf2 so auch der ,mensch1 der an seinem innern ,reichtum genug hat und zu seiner ,unterhaltung wenig oder nichts von auen ntig hat2 da dergleichen ,zufuhr viel kostet1 abhngig macht1 ,gefahr bringt1 ,verdru verursacht und am ,ende doch nur ein schlechter ,ersatz ist fr die ,erzeugnisse des eigenen ,bodens4 ,denn von andern1 von auen berhaupt1 darf man in keiner ,hinsicht viel erwarten4 ,was einer dem andern sein kann1 hat seine sehr engen ,grenzen3 am ,ende bleibt doch jeder allein1 und da kommt es darauf an1 99wer99 jetzt allein sei4 ,auch hier gilt demnach was ,goethe 7,dicht4 u4 ,wahrh4 ,bd4 #c1 ,s4 #dgd7 im allgemeinen ausgesprochen hat1 da1 in allen ,dingen1 jeder zuletzt auf sich selbst zurckgewiesen wird1 oder1 wie 99,oliver ,goldsmith99 sagt3 ,still to ourselves in ev'ry place consign'd1 ,our own felicity we make or find4 7,the ,traveller v4 #dca sq47 ,das ,beste und ,meiste mu daher jeder sich selber sein und leisten4 ,je mehr nun dieses ist1 und je mehr demzufolge er die ,quellen seiner ,gensse in sich selbst findet1 desto glcklicher wird er sein4 ,mit grtem ,rechte also sagt ,aristoteles3 h eudaimonia tn autarkn esti 7,eth4 ,eud4 ,,vii1 #b71 zu deutsch3 das ,glck gehrt denen1 die sich selber gengen4 ,denn alle uern ,quellen des ,glckes und ,genusses sind1 ihrer ,natur nach1 hchst unsicher1 milich1 vergnglich und dem ,zufall unterworfen1 drften daher1 selbst unter den gnstigsten ,umstnden1 leicht stocken2 ja1 dieses ist unvermeidlich1 sofern sie doch nicht stets zur ,hand sein knnen4 ,im ,alter nun gar versiegen sie fast alle notwendig3 denn da verlt uns ,liebe1 ,scherz1 ,reiselust1 ,pferdelust und ,tauglichkeit fr die ,gesellschaft3 sogar die ,freunde und ,verwandten entfhrt uns der ,tod4 ,da kommt es denn1 mehr als je1 darauf an1 was einer an sich selber habe4 ,denn dieses wird am lngsten ,stich halten4 ,aber auch in jedem ,alter ist und bleibt es die echte und allein ausdauernde ,quelle des ,glcks4 ,ist doch in der ,welt berall nicht viel zu holen3 ,not und ,schmerz erfllen sie1 und auf die1 welche diesen entronnen sind1 lauert in allen ,winkeln die ,langeweile4 ,zudem hat in der ,regel die ,schlechtigkeit die ,herrschaft darin und die ,torheit das groe ,wort4 ,das ,schicksal ist grausam und die ,menschen sind erbrmlich4 ,in einer so beschaffenen ,welt gleicht der1 welcher viel an sich selber hat1 der hellen1 warmen lustigen ,weihnachtsstube1 mitten im ,schnee und ,eise der ,dezembernacht4 ,demnach ist eine vorzgliche1 eine reiche ,individualitt und besonders sehr viel ,geist zu haben ohne ,zweifel das glcklichste ,los auf ,erden2 so verschieden es etwan auch von dem glnzendesten ausgefallen sein mag4 ,daher war es ein weiser ,ausspruch der erst #ai;jhrigen ,knigin ,christine von ,schweden1 ber den ihr noch blo durch 99einen99 ,aufsatz und aus mndlichen ,berichten bekannt gewordenen ,kartesius1 welcher damals seit #bj ,jahren in der tiefsten ,einsamkeit1 in ,holland1 lebte3 ,mr4 ,descartes est le plus heureux de tous les hommes1 et sa condition me semble digne d'envie4 7,vie de ,descartes par ,baillet1 ,liv4 ,,vii1 ch4 #aj47 ,nur mssen1 wie es eben auch der ,fall des ,kartesius war1 die ueren ,umstnde es so weit begnstigen1 da man auch sich selbst besitzen und seiner froh werden knne2 weshalb schon ,koheleth 7#g1 #ab7 sagt3 ,weisheit ist gut mit einem ,erbgut1 und hilft1 da einer sich der ,sonne freuen kann4 ,wem nun1 durch ,gunst der ,natur und des ,schicksals1 dieses ,los beschieden ist1 der wird mit ngstlicher ,sorgfalt darber wachen1 da die innere ,quelle seines ,glckes ihm zugnglich bleibe2 wozu ,unabhngigkeit und ,mue die ,bedingungen sind4 ,diese wird er daher gern durch ,migkeit und ,sparsamkeit erkaufen2 um so mehr1 als er nicht1 gleich den andern1 auf die uern ,quellen der ,gensse verwiesen ist4 ,darum wird die ,aussicht auf mter1 ,geld1 ,gunst und ,beifall der ,welt1 ihn nicht verleiten1 sich selber aufzugeben1 um den niedrigen ,absichten oder dem schlechten ,geschmacke der ,menschen sich zu fgen4 ,vorkommenden ,falls wird er es machen wie 99,horaz99 in der ,epistel an den ,mcenas 7,lib4 ,i1 ep4 #g74 ,es ist eine groe ,torheit1 um 99nach auen99 zu gewinnen1 99nach innen99 zu verlieren1 d4 h4 fr ,glanz1 ,rang1 ,prunk1 ,titel und ,ehre1 seine ,ruhe1 ,mue und ,unabhngigkeit ganz oder groenteils hinzugeben4 ,dies hat aber 99,goethe99 getan4 ,mich hat mein ,genius mit ,entschiedenheit nach der andern ,seite gezogen4 ,die hier errterte ,wahrheit1 da die ,hauptquelle des menschlichen ,glckes im eigenen ,innern entspringt1 findet ihre ,besttigung auch an der sehr richtigen ,bemerkung des 99,aristoteles991 in der ,nikomachischen ,ethik 7,i1 #g2 et ,,vii1 #ac1 #ad71 da jeglicher ,genu irgendeine ,aktivitt1 also die ,anwendung irgendeiner ,kraft voraussetzt und ohne solche nicht bestehn kann4 ,diese ,aristotelische ,lehre1 da das ,glck eines ,menschen in der ungehinderten ,ausbung seiner hervorstechenden ,fhigkeit bestehe1 gibt auch ,stobos wieder in seiner ,darstellung der peripatetischen ,ethik 7,ecl4 eth4 ,,ii1 c4 #g1 p4 #bfh-bgh71 z4 ,b4 energeian einai tn eudaimonian kat' aretn1 en praxesi progoumenais kat' euchn 7felicitatem esse functionem secundum virtutem1 per actiones successus compotes72 auch mit der ,erklrung1 da aret jede ,virtuositt sei4 ,nun ist die ursprngliche ,bestimmung der ,krfte1 mit welchen die ,natur den ,menschen ausgerstet hat1 der ,kampf gegen die ,not1 die ihn von allen ,seiten bedrngt4 ,wenn aber dieser ,kampf einmal rastet1 da werden ihm die unbeschftigten ,krfte zur ,last3 er mu daher jetzt mit ihnen 99spielen991 d4 h4 sie zwecklos gebrauchen3 denn sonst fllt er der anderen ,quelle des menschlichen ,leidens1 der ,langeweile1 sogleich anheim4 ,von dieser sind daher vor allem die ,groen und ,reichen gemartert1 und hat von ihrem ,elend schon ,lukretius eine ,schilderung gegeben1 deren ,treffendes zu erkennen man noch heute1 in jeder groen ,stadt1 tglich ,gelegenheit findet3 ,exit saepe foras magnis ex aedibus ille1 ,esse domi quem pertaesum est1 subitoque reventat2 ,quippe foris nihilo melius qui sentiat esse4 ,currit1 agens mannos1 ad villam praecipitanter1 ,auxilium tectis quasi ferre ardentibus instans3 ,oscitat extemplo1 tetigit quum limina villae2 ,aut abit in somnum gravis1 atque oblivia quaerit2 ,aut etiam properans urbem petit1 atque revisit4 ,,iii1 #ajgc4 ,bei diesen ,herren mu in der ,jugend die ,muskelkraft und die ,zeugungskraft herhalten4 ,aber spterhin bleiben nur die ,geisteskrfte3 fehlt es dann an diesen1 oder an ihrer ,ausbildung und dem angesammelten ,stoffe zu ihrer ,ttigkeit1 so ist der ,jammer gro4 ,weil nun der 99,wille99 die einzige unerschpfliche ,kraft ist2 so wird er jetzt angereizt durch ,erregung der ,leidenschaften1 z4 ,b4 durch hohe ,hasardspiele1 dieses wahrhaft degradierende ,laster4 -- berhaupt aber wird jedes unbeschftigte ,individuum1 je nach der ,art der in ihm vorwaltenden ,krfte1 sich ein ,spiel zu ihrer ,beschftigung whlen3 etwan ,kegel oder ,schach2 ,jagd oder ,malerei2 ,wettrennen oder ,musik2 ,kartenspiel oder ,poesie2 ,heraldik oder ,philosophie1 usw4 ,wir knnen sogar die ,sache methodisch untersuchen1 indem wir auf die ,wurzel aller menschlichen ,kraftuerungen zurckgehen1 also auf die 99drei physiologischen ,grundkrfte991 welche wir demnach hier in ihrem zwecklosen ,spiele zu betrachten haben1 in welchem sie als die ,quellen dreier ,arten mglicher ,gensse auftreten1 aus denen jeder ,mensch1 je nachdem die eine oder die andere jener ,krfte in ihm vorwaltet1 die ihm angemessenen erwhlen wird4 ,also zuerst1 die ,gensse der 99,reproduktionskraft993 sie bestehn im ,essen1 ,trinken1 ,verdauen1 ,ruhen und ,schlafen4 ,diese werden daher sogar ganzen ,vlkern als ihre ,nationalvergngungen von den andern nachgerhmt4 ,zweitens die ,gensse der 99,irritabilitt993 sie bestehen im ,wandern1 ,springen1 ,ringen1 ,tanzen1 ,fechten1 ,reiten und athletischen ,spielen jeder ,art1 wie auch in der ,jagd und sogar in ,kampf und ,krieg4 ,drittens1 die ,gensse der 99,sensibilitt993 sie bestehen im ,beschauen1 ,denken1 ,empfinden1 ,dichten1 ,bilden1 ,musiziren1 ,lernen1 ,lesen1 ,meditieren1 ,erfinden1 ,philosophiren usw4 -- ber den ,wert1 den ,grad1 die ,dauer jeder dieser ,arten der ,gensse lassen sich mancherlei ,betrachtungen anstellen1 die dem ,leser selbst berlassen bleiben4 ,jedem aber wird dabei einleuchten1 da unser allemal durch den ,gebrauch der eigenen ,krfte bedingter ,genu und mithin unser in dessen hufiger ,wiederkehr bestehendes ,glck1 um so grer sein wird1 je edlerer ,art die ihn bedingende ,kraft ist4 ,den ,vorrang1 welchen in dieser ,hinsicht die ,sensibilitt1 deren entschiedenes berwiegen das ,auszeichnende des ,menschen vor den brigen ,tiergeschlechtern ist1 vor den beiden andern physiologischen ,grundkrften hat1 als welche in gleichem und sogar in hherem ,grade den ,tieren einwohnen1 wird ebenfalls niemand ableugnen4 ,der ,sensibilitt gehren unsere ,erkenntniskrfte an3 daher befhigt das berwiegen derselben zu den im 99,erkennen99 bestehenden1 also den sogenannten 99geistigen99 ,genssen1 und zwar zu um so greren1 je entschiedener jenes berwiegen ist,b4 ,dem normalen1 gewhnlichen ,menschen kann eine ,sache allein dadurch lebhafte ,teilnahme abgewinnen1 da sie seinen 99,willen99 anregt1 also ein persnliches ,interesse fr ihn hat4 ,nun ist aber jede anhaltende ,erregung des 99,willens99 wenigstens gemischter ,art1 also mit ,schmerz verknpft4 ,ein absichtliches ,erregungsmittel desselben und zwar mittels so kleiner ,interessen1 da sie nur momentane und leichte1 nicht bleibende und ernstliche ,schmerzen verursachen knnen1 sonach als ein bloes ,kitzeln des ,willens zu betrachten sind1 ist das ,kartenspiel1 diese durchgngige ,beschftigung der guten ,gesellschaft1 aller ,orten,c4 -- ,der ,mensch von berwiegenden ,geisteskrften hingegen ist der lebhaftesten ,teilnahme auf dem ,wege bloer 99,erkenntnis991 ohne alle ,einmischung des 99,willens991 fhig1 ja bedrftig4 ,diese ,teilnahme aber versetzt ihn alsdann in eine ,region1 welcher der ,schmerz wesentlich fremd ist1 gleichsam in die ,atmosphre der leicht lebenden ,gtter1 thean rheia zontn4 ,whrend demnach das ,leben der brigen in ,dumpfheit dahingeht1 indem ihr ,dichten und ,trachten gnzlich auf die kleinlichen ,interessen der persnlichen ,wohlfahrt und dadurch auf ,miseren aller ,art gerichtet ist1 weshalb unertrgliche ,langeweile sie befllt1 sobald die ,beschftigung mit jenen ,zwecken stockt und sie auf sich selbst zurckgewiesen werden1 indem nur das wilde ,feuer der ,leidenschaft einige ,bewegung in die stockende ,masse zu bringen vermag2 so hat dagegen der mit berwiegenden ,geisteskrften ausgestattete ,mensch ein gedankenreiches1 durchweg belebtes und bedeutsames ,dasein3 wrdige und interessante ,gegenstnde beschftigen ihn1 sobald er sich ihnen berlassen darf und in sich selbst trgt er eine ,quelle der edelsten ,gensse4 ,anregung von auen geben ihm die ,werke der ,natur und der ,anblick des menschlichen ,treibens1 sodann die so verschiedenartigen ,leistungen der ,hochbegabten aller ,zeiten und ,lnder1 als welche eigentlich nur ihm ganz geniebar1 weil nur ihm ganz verstndlich und fhlbar sind4 ,fr ihn demnach haben jene wirklich gelebt1 an ihn haben sie sich eigentlich gewendet2 whrend die brigen nur als zufllige ,zuhrer eines und das andere halb auffassen4 ,freilich aber hat er durch dieses alles ein ,bedrfnis mehr als die andern1 das ,bedrfnis zu lernen1 zu sehen1 zu studiren1 zu meditiren1 zu ben1 folglich auch das ,bedrfnis freier ,mue3 aber eben weil1 wie 99,voltaire99 richtig bemerkt1 il n'est de vrais plaisirs qu'avec de vrais besoins1 so ist dies ,bedrfnis die ,bedingung dazu1 da ihm ,gensse offen stehn1 welche den andern versagt bleiben1 als welchen ,natur- und ,kunstschnheiten und ,geisteswerke jeder ,art1 selbst wenn sie solche um sich anhufen1 im ,grunde doch nur das sind1 was ,hetren einem ,greise4 ,ein so bevorzugter ,mensch fhrt infolge davon neben seinem persnlichen ,leben noch ein zweites1 nmlich ein intellektuelles1 welches ihm allmlig zum eigentlichen ,zweck wird1 zu welchem er jenes erstere nur noch als ,mittel ansieht3 whrend den brigen dieses schale1 leere und betrbte ,dasein selbst als ,zweck gelten mu4 ,jenes intellektuelle ,leben wird daher ihn vorzugsweise beschftigen und es erhlt1 durch den fortwhrenden ,zuwachs an ,einsicht und ,erkenntnis1 einen ,zusammenhang1 eine bestndige ,steigerung1 eine sich mehr und mehr abrundende ,ganzheit und ,vollendung1 wie ein werdendes ,kunstwerk2 wogegen das blo praktische1 blo auf persnliche ,wohlfahrt gerichtete1 blo eines ,zuwachses in der ,lnge1 nicht in der ,tiefe fhige ,leben der andern traurig absticht1 dennoch ihnen1 wie gesagt1 als ,selbstzweck gelten mu2 whrend es jenem bloes ,mittel ist4 ,b ,die ,natur steigert sich fortwhrend1 zunchst vom mechanischen und chemischen ,wirken des unorganischen ,reiches zum vegetabilischen und seinem dumpfen ,selbstgenu1 von da zum ,tierreich1 mit welchem die ,intelligenz und das ,bewutsein anbricht und nun von schwachen ,anfngen stufenweise immer hher steigt und endlich durch den letzten und grten ,schritt bis zum 99,menschen99 sich erhebt1 in dessen ,intellekt also die ,natur den ,gipfelpunkt und das ,ziel ihrer ,produktionen erreicht1 also das ,vollendetste und ,schwierigste liefert1 was sie hervorzubringen vermag4 ,selbst innerhalb der menschlichen ,spezies aber stellt der ,intellekt noch viele und merkliche ,abstufungen dar und gelangt hchst selten zur obersten1 der eigentlich hohen ,intelligenz4 ,diese nun also ist im engeren und strengeren ,sinne das schwierigste und hchste ,produkt der ,natur1 mithin das ,seltenste und ,wertvollste1 was die ,welt aufzuweisen hat4 ,in einer solchen ,intelligenz tritt das klarste ,bewutsein ein und stellt demgem die ,welt sich deutlicher und vollstndiger als irgendwo dar4 ,der damit ,ausgestattete besitzt demnach das ,edelste und ,kstlichste auf ,erden und hat dementsprechend eine ,quelle von ,genssen1 gegen welche alle brigen gering sind2 so da er von auen nichts weiter bedarf1 als nur die ,mue1 sich dieses ,besitzes ungestrt zu erfreuen und seinen ,diamanten auszuschleifen4 ,denn alle anderen1 also nicht intellektuellen ,gensse sind niedrigerer ,art3 sie laufen smtlich auf ,willensbewegungen hinaus1 also auf ,wnschen1 ,hoffen1 ,frchten und ,erreichen1 gleichviel auf was es gerichtet sei1 wobei es nie ohne ,schmerzen abgehen kann1 und zudem mit dem ,erreichen1 in der ,regel1 mehr oder weniger ,enttuschung eintritt1 statt da bei den intellektuellen ,genssen die ,wahrheit immer klarer wird4 ,im ,reiche der ,intelligenz waltet kein ,schmerz1 sondern alles ist ,erkenntnis4 ,alle intellektuellen ,gensse sind nun aber jedem nur vermittels und also nach ,magabe seiner eigenen ,intelligenz zugnglich3 denn tout l'esprit1 qui est au monde1 est inutile celui qui n'en a point4 ,ein wirklicher1 jenen ,vorzug begleitender ,nachteil aber ist1 da1 in der ganzen ,natur1 mit dem ,grad der ,intelligenz die ,fhigkeit zum ,schmerze sich steigert1 also ebenfalls erst hier ihre hchste ,stufe erreicht4 ,c ,die 99,vulgaritt99 besteht im ,grunde darin1 da im ,bewutsein das ,wollen das ,erkennen gnzlich berwiegt1 womit es den ,grad erreicht1 da durchaus nur zum ,dienste des ,willens das ,erkennen eintritt1 folglich wo dieser ,dienst es nicht heischt1 also eben keine ,motive1 weder groe noch kleine1 vorliegen1 das ,erkennen ganz zessiert1 folglich vllige ,gedankenleere eintritt4 ,nun ist aber erkenntnisloses ,wollen das ,gemeinste1 was es gibt3 jeder ,klotz ,holz hat es und zeigt es wenigstens1 wenn er fllt4 ,daher macht jener ,zustand die ,vulgaritt aus4 ,in demselben bleiben blo die ,sinneswerkzeuge und die geringe1 zur ,apprehension ihrer ,data erforderte ,verstandesttigkeit aktiv1 infolge wovon der vulgre ,mensch allen ,eindrcken bestndig offen steht1 also alles1 was um ihn herum vorgeht1 augenblicklich wahrnimmt1 so da der leiseste ,ton und jeder1 auch noch so geringfgige ,umstand seine ,aufmerksamkeit sogleich erregt1 eben wie bei den ,tieren4 ,dieser ganze ,zustand wird in seinem ,gesicht und ganzen ueren sichtbar1 -- woraus dann das vulgre ,ansehen hervorgeht1 dessen ,eindruck um so widerlicher ist1 wann1 wie meistens1 der hier das ,bewutsein allein erfllende ,wille ein niedriger1 egoistischer und berhaupt schlechter ist4 ,unser praktisches1 reales ,leben nmlich ist1 wenn nicht die ,leidenschaften es bewegen1 langweilig und fade2 wenn sie aber es bewegen1 wird es bald schmerzlich3 darum sind die allein beglckt1 denen irgendein berschu des ,intellekts ber das zum ,dienst ihres ,willens erforderte ,ma zuteil geworden4 ,denn damit fhren sie1 neben ihrem wirklichen1 noch ein intellektuelles ,leben1 welches sie fortwhrend auf eine 99schmerzlose99 ,weise und doch lebhaft beschftigt und unterhlt4 ,bloe ,mue1 d4 h4 durch den ,dienst des ,willens 99unbeschftigter99 ,intellekt1 reicht dazu nicht aus2 sondern ein wirklicher berschu der 99,kraft99 ist erfordert3 denn nur dieser befhigt zu einer dem ,willen nicht dienenden1 rein geistigen ,beschftigung3 hingegen otium sine litteris mors est et hominis vivi sepultura 7,sen4 ep4 #hb74 ,je nachdem nun aber dieser berschu klein oder gro ist1 gibt es unzhlige ,abstufungen jenes1 neben dem realen zu fhrenden intellektuellen ,lebens1 vom bloen ,insekten-1 ,vgel-1 ,mineralien-1 ,mnzensammeln und ,beschreiben bis zu den hchsten ,leistungen der ,poesie und ,philosophie4 ,ein solches intellektuelles ,leben schtzt aber nicht nur gegen die ,langeweile1 sondern auch gegen die verderblichen ,folgen derselben4 ,es wird nmlich zur ,schutzwehr gegen schlechte ,gesellschaft und gegen die vielen ,gefahren1 ,unglcksflle1 ,verluste und ,verschwendungen1 in die man gert1 wenn man sein ,glck ganz in der realen ,welt sucht4 ,so hat z4 ,b4 mir meine ,philosophie nie etwas eingebracht2 aber sie hat mir sehr viel erspart4 ,der normale ,mensch hingegen ist1 hinsichtlich des ,genusses seines ,lebens1 auf ,dinge 99auer ihm99 gewiesen1 auf den ,besitz1 den ,rang1 auf ,weib und ,kinder1 ,freunde1 ,gesellschaft usw41 auf diese sttzt sich sein ,lebensglck3 darum fllt es dahin1 wenn er sie verliert oder er sich in ihnen getuscht sah4 ,dies ,verhltnis auszudrcken1 knnen wir sagen1 da sein ,schwerpunkt 99auer ihm99 fllt4 ,eben deshalb hat er auch stets wechselnde ,wnsche und ,grillen3 er wird1 wenn seine ,mittel es erlauben1 bald ,landhuser1 bald ,pferde kaufen1 bald ,feste geben1 bald ,reisen machen1 berhaupt aber groen ,luxus treiben1 weil er eben in ,dingen aller ,art ein ,genge 99von auen99 sucht2 wie der ,entkrftete aus ,consomm's und ,apothekerdrogen die ,gesundheit und ,strke zu erlangen hofft1 deren wahre ,quelle die eigene ,lebenskraft ist4 ,stellen wir nun1 um nicht gleich zum anderen ,extrem berzugehn1 neben ihn einen ,mann von nicht gerade eminenten1 aber doch das gewhnliche knappe ,ma berschreitenden ,geisteskrften1 so sehn wir diesen etwa irgendeine schne ,kunst als ,dilettant ben1 oder aber eine ,realwissenschaft1 wie ,botanik1 ,mineralogie1 ,physik1 ,astronomie1 ,geschichte u4 dgl4 betreiben und alsbald einen groen ,teil seines ,genusses darin finden1 sich daran erholend1 wenn jene ueren ,quellen stocken oder ihn nicht mehr befriedigen4 ,wir knnen insofern sagen1 da sein ,schwerpunkt schon zum ,teil 99in ihn selbst99 fllt4 ,weil jedoch bloer ,dilettantismus in der ,kunst noch sehr weit von der hervorbringenden ,fhigkeit liegt1 und weil bloe ,realwissenschaften bei den ,verhltnissen der ,erscheinungen zueinander stehn bleiben1 so kann der ganze ,mensch nicht darin aufgehen1 sein ganzes ,wesen kann nicht bis auf den ,grund von ihnen erfllt werden und daher sein ,dasein sich nicht mit ihnen so verweben1 da er am brigen alles ,interesse verlre4 ,dies nun bleibt der hchsten geistigen ,eminenz allein vorbehalten1 die man mit dem ,namen des ,genies zu bezeichnen pflegt3 denn nur sie nimmt das ,dasein und ,wesen der ,dinge im ganzen und absolut zu ihrem ,thema1 wonach sie dann ihr tiefe ,auffassung desselben1 gem ihrer individuellen ,richtung1 durch ,kunst1 ,poesie oder ,philosophie auszusprechen streben wird4 ,daher ist allein einem ,menschen dieser ,art die ungestrte ,beschftigung mit sich1 mit seinen ,gedanken und ,werken dringendes ,bedrfnis1 ,einsamkeit willkommen1 freie ,mue das hchste ,gut1 alles brige entbehrlich1 ja1 wenn vorhanden1 oft nur zur ,last4 ,nur von einem solchen ,menschen knnen wir demnach sagen1 da sein ,schwerpunkt 99ganz in ihn99 fllt4 ,hieraus wird sogar erklrlich1 da die hchst seltenen ,leute dieser ,art1 selbst beim besten ,charakter1 doch nicht jene innige und grenzenlose ,teilnahme an ,freunden1 ,familie und ,gemeinwesen zeigen1 deren manche der anderen fhig sind3 denn sie knnen sich zuletzt ber alles trsten2 wenn sie nur sich selbst haben4 ,sonach liegt in ihnen ein isolirendes ,element mehr1 welches um so wirksamer ist1 als die anderen ihnen eigentlich nie vollkommen gengen1 weshalb sie in ihnen nicht ganz und gar ihresgleichen sehen knnen1 ja1 da das ,heterogene in allem und jedem ihnen stets fhlbar wird1 allmhlich sich gewhnen1 unter den ,menschen als verschiedenartige ,wesen umherzugehen und1 in ihren ,gedanken ber dieselben1 sich der dritten nicht der ersten ,person ,pluralis zu bedienen4 -- ,von diesem ,gesichtspunkt aus erscheint nun der1 welchen die ,natur in intellektueller ,hinsicht sehr reich ausgestattet hat1 als der ,glcklichste2 so gewi das ,subjektive uns nher liegt als das ,objektive1 dessen ,wirkung1 welcher ,art sie auch sei1 immer erst durch jenes vermittelt1 also nur sekundr ist4 ,dies bezeugt auch der schne ,vers3 ,ploutos ho ts psychs ploutos monos estin alths1 ,t' alla d' echei atn pleiona tn kteann4 ,lucian in ,anthol4 ,i1 #fg4 ,ein solcher innerlich ,reicher bedarf von auen nichts weiter als eines negativen ,geschenks1 nmlich freier ,mue1 um seine geistigen ,fhigkeiten ausbilden und entwickeln und seinen innern ,reichtum genieen zu knnen1 also eigentlich nur der ,erlaubnis1 sein ganzes ,leben hindurch1 jeden ,tag und jede ,stunde1 ganz er selbst sein zu drfen4 ,wenn einer bestimmt ist1 die ,spur seines ,geistes dem ganzen ,menschengeschlechte aufzudrcken1 so gibt es fr ihn nur ein ,glck oder ,unglck1 nmlich seine ,anlagen vollkommen ausbilden und seine ,werke vollenden zu knnen1 -- oder aber hieran verhindert zu sein4 ,alles andere ist fr ihn geringfgig4 ,demgem sehen wir die groen ,geister aller ,zeiten auf freie ,mue den allerhchsten ,wert legen4 ,denn die freie ,mue eines jeden ist so viel wert1 wie er selbst wert ist4 ,dokei de h eudaimonia en t schol einai 7videtur beatitudo in otio esse sita7 sagt 99,aristoteles99 7,eth4 ,nic4 ,x1 #g71 und ,diogenes ,laertius 7,,ii1 #e1 #ca7 berichtet1 da ,skrats epnei scholn1 hs kalliston ktmatn 7,socrates otium ut possessionum omnium pulcherrimam laudabat74 ,dem entspricht auch1 da ,aristoteles 7,eth4 ,nic4 ,x1 #g1 #h1 #i7 das philosophische ,leben fr das glcklichste erklrt4 ,sogar gehrt hierher1 was er in der ,politik 7,,iv1 #aa7 sagt3 ton eudaimona bion einai ton kat' aretn anempodiston1 welches1 grndlich bersetzt1 besagt3 seine ,trefflichkeit1 welcher ,art sie auch sei1 ungehindert ben zu knnen1 ist das eigentliche ,glck1 und also zusammentrifft mit 99,goethes99 ,ausspruch im ,wilhelm ,meister3 wer mit einem ,talent1 zu einem ,talent geboren ist1 findet in demselben sein schnstes ,dasein4 -- ,nun aber ist freie ,mue zu besitzen nicht nur dem gewhnlichen ,schicksal1 sondern auch der gewhnlichen ,natur des ,menschen fremd2 denn seine natrliche ,bestimmung ist1 da er seine ,zeit mit ,herbeischaffung des zu seiner und seiner ,familie ,existenz ,notwendigen zubringe4 ,er ist ein ,sohn der ,not1 nicht eine freie ,intelligenz4 ,dementsprechend wird freie ,mue dem gewhnlichen ,menschen bald zur ,last1 ja endlich zur ,qual1 wenn er sie nicht1 mittels allerlei erknstelter und fingirter ,zwecke1 durch ,spiel1 ,zeitvertreib und ,steckenpferde jeder ,gestalt auszufllen vermag3 auch bringt sie ihm aus dem selben ,grunde ,gefahr1 da es mit ,recht heit difficilis in otio quies4 ,andrerseits jedoch ist ein ber das normale ,ma weit hinausgehender ,intellekt ebenfalls abnorm1 also unnatrlich4 ,ist er dennoch einmal vorhanden1 so bedarf es1 fr das ,glck des damit ,begabten1 eben jener den andern bald lstigen1 bald verderblichen freien ,mue2 da er ohne diese ein ,pegasus im ,joche1 mithin unglcklich sein wird4 ,treffen nun aber beide ,unnatrlichkeiten1 die uere und die innere1 zusammen1 so ist es ein groer ,glcksfall3 denn jetzt wird der so ,begnstigte ein ,leben hherer ,art fhren1 nmlich das eines ,eximirten von den beiden entgegengesetzten ,quellen des menschlichen ,leidens1 der ,not und der ,langenweile1 oder dem sorglichen ,treiben fr die ,existenz und der ,unfhigkeit1 die ,mue 7d4 i4 die freie ,existenz selbst7 zu ertragen1 welchen beiden beln der ,mensch sonst nur dadurch entgeht1 da sie selbst sich wechselseitig neutralisiren und aufheben4 ,gegen dieses alles jedoch kommt andererseits in ,betracht1 da die groen ,geistesgaben infolge der berwiegenden ,nerventtigkeit eine beraus gesteigerte ,empfindlichkeit fr den ,schmerz1 in jeglicher ,gestalt1 herbeifhren1 da ferner das sie bedingende leidenschaftliche ,temperament und zugleich die von ihnen unzertrennliche grere ,lebhaftigkeit und ,vollkommenheit aller ,vorstellungen eine ungleich grere ,heftigkeit der durch diese erregten ,affekte herbeifhrt1 whrend es doch berhaupt mehr peinliche als angenehme ,affekte gibt2 endlich auch1 da die groen ,geistesgaben ihren ,besitzer den brigen ,menschen und ihrem ,treiben entfremden1 da1 je mehr er an sich selber hat1 desto weniger er an ihnen finden kann4 ,hundert ,dinge1 an welchen sie groes ,genge haben1 sind ihm schal und ungeniebar1 wodurch denn das berall sich geltend machende ,gesetz der ,kompensation vielleicht auch hier in ,kraft bleibt2 ist doch sogar oft genug1 und nicht ohne ,schein1 behauptet worden1 der geistig beschrnkteste ,mensch sei im ,grunde der glcklichste1 wenn gleich keiner ihn um dieses ,glck beneiden mag4 ,in der definitiven ,entscheidung der ,sache will ich umsoweniger dem ,leser vorgreifen1 als selbst 99,sophokles99 hierber zwei einander diametral entgegengesetzte ,aussprche getan hat3 ,poll to phronein eudaimonias prton hyparchei4 7,sapere longe prima felicitatis pars est47 ,antig4 #acbh4 und wieder3 ,en t phronein gar mden hdistos bios4 7,nihil cogitantium jucundissima vita est47 ,ajax4 #eej4 ,eben so uneinig miteinander sind die ,philosophen des ,a4 ,t4 ,des ,narren ,leben ist rger denn der ,tod6 7tou gar mrou hyper thanatou z ponra47 ,jes4 ,sir4 #bb1 #ab4 und ,wo viel ,weisheit ist1 da ist viel ,grmens4 7ho prostitheis gnsin1 prosthsei algma47 ,kohel4 #a1 #ah4 ,inzwischen will ich hier doch nicht unerwhnt lassen1 da der ,mensch1 welcher1 infolge des streng und knapp normalen ,maes seiner intellektuellen ,krfte1 99keine geistige ,bedrfnisse hat991 es eigentlich ist1 den ein der deutschen ,sprache ausschlielich eigener1 vom ,studentenleben ausgegangener1 nachmals aber in einem hheren1 wiewohl dem ursprnglichen1 durch den ,gegensatz zum ,musensohne1 immer noch analogen ,sinne gebrauchter ,ausdruck als den 99,philister99 bezeichnet4 ,dieser nmlich ist und bleibt der amousos anr4 ,nun wrde ich zwar1 von einem hheren ,standpunkt aus1 die ,definition der ,philister so aussprechen1 da sie ,leute wren1 die immerfort auf das ernstlichste beschftigt sind mit einer ,realitt1 die keine ist4 ,allein eine solche schon transzendentale ,definition wrde dem populren ,standpunkt1 auf welchen ich mich in dieser ,abhandlung gestellt habe1 nicht angemessen1 daher auch vielleicht nicht durchaus jedem ,leser falich sein4 ,jene erstere hingegen lt leichter eine spezielle ,erluterung zu und bezeichnet hinreichend das ,wesentliche der ,sache1 die ,wurzel aller der ,eigenschaften1 die den 99,philister99 charakterisieren4 ,er ist demnach 99ein ,mensch ohne geistige ,bedrfnisse994 ,hieraus nun folgt gar mancherlei3 erstlich1 99in ,hinsicht auf ihn selbst991 da er ohne geistige 99,gensse99 bleibt2 nach dem schon erwhnten ,grundsatz3 il n'est de vrais plaisirs qu'avec de vrais besoins4 ,kein ,drang nach ,erkenntnis und ,einsicht1 um ihrer selbst willen1 belebt sein ,dasein1 auch keiner nach eigentlich sthetischen ,genssen1 als welcher dem ersteren durchaus verwandt ist4 ,was dennoch von ,genssen solcher ,art etwa ,mode oder ,autoritt ihm aufdringt1 wird er als eine ,art ,zwangsarbeit mglichst kurz abtun4 ,wirkliche ,gensse fr ihn sind allein die sinnlichen3 durch diese hlt er sich schadlos4 ,demnach sind ,austern und ,champagner der ,hhepunkt seines ,daseins1 und sich alles1 was zum leiblichen ,wohlsein beitrgt1 zu verschaffen1 ist der ,zweck seines ,lebens4 ,glcklich genug1 wenn dieser ihm viel zu schaffen macht6 ,denn1 sind jene ,gter ihm schon zum voraus oktroyirt1 so fllt er unausbleiblich der ,langenweile anheim1 gegen welche dann alles ,ersinnliche versucht wird3 ,ball1 ,theater1 ,gesellschaft1 ,kartenspiel1 ,hasardspiel1 ,pferde1 ,weiber1 ,trinken1 ,reisen usw4 ,und doch reicht dies alles gegen die ,langeweile nicht aus1 wo ,mangel an geistigen ,bedrfnissen die geistigen ,gensse unmglich macht4 ,daher auch ist dem ,philister ein dumpfer1 trockener ,ernst1 der sich dem tierischen nhert1 eigen und charakteristisch4 ,nichts freut ihn1 nichts erregt ihn1 nichts gewinnt ihm ,anteil ab4 ,denn die sinnlichen ,gensse sind bald erschpft2 die ,gesellschaft1 aus eben solchen ,philistern bestehend1 wird bald langweilig1 das ,kartenspiel zuletzt ermdend4 ,allenfalls bleiben ihm noch die ,gensse der ,eitelkeit1 nach seiner ,weise1 welche denn darin bestehen1 da er an ,reichtum oder ,rang1 oder ,einflu und ,macht andere bertrifft1 von welchen er dann deshalb geehrt wird2 oder aber auch darin1 da er wenigstens mit solchen1 die in dergleichen eminiren1 ,umgang hat und so sich im ,reflex ihres ,glanzes sonnt 7a snob74 -- ,aus der aufgestellten ,grundeigenschaft des ,philisters folgt 99zweitens1 in ,hinsicht auf andere991 da1 da er keine geistige sondern nur physische ,bedrfnisse hat1 er den suchen wird1 der diese1 nicht den1 der jene zu befriedigen imstande ist4 ,am allerwenigsten wird daher unter den ,anforderungen1 die er an andere macht1 die irgend berwiegender geistiger ,fhigkeiten sein3 vielmehr werden diese1 wenn sie ihm aufstoen1 seinen ,widerwillen1 ja1 seinen ,ha erregen2 weil er dabei nur ein lstiges ,gefhl von ,inferioritt und dazu einen dumpfen1 heimlichen ,neid versprt1 den er aufs sorgfltigste versteckt1 indem er ihn sogar sich selber zu verhehlen sucht1 wodurch aber gerade solcher bisweilen bis zu einem stillen ,ingrimm anwchst4 ,nimmermehr demnach wird es ihm einfallen1 nach dergleichen ,eigenschaften seine ,wertschtzung oder ,hochachtung abzumessen2 sondern diese wird ausschlielich dem ,range und ,reichtum1 der ,macht und dem ,einflu vorbehalten bleiben1 als welche in seinen ,augen die allein wahren ,vorzge sind1 in denen zu exzelliren auch sein ,wunsch wre4 -- ,alles dieses aber folgt daraus1 da er ein ,mensch 99ohne geistige ,bedrfnisse99 ist4 ,das groe ,leiden aller ,philister ist1 da 99,idealitten99 ihnen keine ,unterhaltung gewhren1 sondern sie1 um der ,langenweile zu entgehen1 stets der 99,realitten99 bedrfen4 ,diese nmlich sind teils bald erschpft1 wo sie1 statt zu unterhalten1 ermden2 teils fhren sie ,unheil jeder ,art herbei2 whrend hingegen die ,idealitten unerschpflich und an sich unschuldig und unschdlich sind4 ,ich habe in dieser ganzen ,betrachtung der persnlichen ,eigenschaften1 welche zu unserem ,glcke beitragen1 nchst den physischen1 hauptschlich die intellektuellen bercksichtigt4 ,auf welche ,weise nun aber auch die moralische ,trefflichkeit unmittelbar beglckt1 habe ich frher in meiner ,preisschrift ber das ,fundament der ,moral #bb1 ,s4 #bge 7#b4 ,aufl4 #bgb7 dargelegt1 wohin ich also von hier verweise4 ,kapitel ,,iii4 ,von dem1 was einer hat4 ,richtig und schn hat der groe ,glckseligkeitslehrer 99,epikuros99 die menschlichen ,bedrfnisse in drei ,klassen geteilt4 ,erstlich die natrlichen und die notwendigen3 es sind die1 welche1 wenn nicht befriedigt1 ,schmerz verursachen4 ,folglich gehrt hierher nur victus et amictus4 ,sie sind leicht zu befriedigen4 ,zweitens1 die natrlichen jedoch nicht notwendigen3 es ist das ,bedrfnis der ,geschlechtsbefriedigung2 wiewohl ,epikur dies im ,berichte des ,laertius nicht ausspricht2 7wie ich denn berhaupt seine ,lehre hier etwas zurechtgeschoben und ausgefeilt wiedergebe74 ,dieses ,bedrfnis zu befriedigen hlt schon schwerer4 ,drittens1 die weder natrlichen noch notwendigen3 es sind die des ,luxus1 der ppigkeit1 des ,prunkes und ,glanzes3 sie sind endlos und ihre ,befriedigung ist sehr schwer4 7,siehe ,diog4 ,laert4 ,l4 ,x1 c4 #bg1 #adi1 auch #abg4 -- ,cic4 de fin4 ,i1 #ac47 ,die ,grenze unserer vernnftigen ,wnsche hinsichtlich des ,besitzes zu bestimmen ist schwierig1 wo nicht unmglich4 ,denn die ,zufriedenheit eines jeden1 in dieser ,hinsicht1 beruht nicht auf einer absoluten sondern auf einer blo relativen ,gre1 nmlich auf dem ,verhltnis zwischen seinen ,ansprchen und seinem ,besitz3 daher dieser letztere1 fr sich allein betrachtet1 so bedeutungsleer ist wie der ,zhler eines ,bruchs ohne den ,nenner4 ,die ,gter1 auf welche ,anspruch zu machen einem ,menschen nie in den ,sinn gekommen ist1 entbehrt er durchaus nicht sondern ist1 auch ohne sie1 vllig zufrieden2 whrend ein anderer1 der hundertmal mehr besitzt als er1 sich unglcklich fhlt1 weil ihm eins abgeht1 darauf er ,anspruch macht4 ,jeder hat1 auch in dieser ,hinsicht1 einen eigenen ,horizont des fr ihn mglicherweise ,erreichbaren3 so weit wie dieser gehn seine ,ansprche4 ,wann irgend ein innerhalb desselben gelegenes ,objekt sich ihm so darstellt1 da er auf dessen ,erreichung vertrauen kann1 fhlt er sich glcklich2 hingegen unglcklich1 wann eintretende ,schwierigkeiten ihm die ,aussicht darauf benehmen4 ,das auerhalb dieses ,gesichtskreises ,liegende wirkt gar nicht auf ihn4 ,daher beunruhigen den ,armen die groen ,besitztmer der ,reichen nicht1 und trstet andrerseits den ,reichen1 bei verfehlten ,absichten1 das viele nicht1 was er schon besitzt4 7,der ,reichtum gleicht dem ,seewasser3 je mehr man davon trinkt1 desto durstiger wird man4 -- ,dasselbe gilt vom ,ruhm47 -- ,da nach verlorenem ,reichtum oder ,wohlstande1 sobald der erste ,schmerz berstanden ist1 unsre habituelle ,stimmung nicht sehr verschieden von der frheren ausfllt1 kommt daher1 da1 nachdem das ,schicksal den ,faktor unsres ,besitzes verkleinert hat1 wir selbst nun den ,faktor unsrer ,ansprche gleich sehr vermindern4 ,diese ,operation aber ist das eigentlich ,schmerzhafte1 bei einem ,unglcksfall3 nachdem sie vollzogen ist1 wird der ,schmerz immer weniger1 zuletzt gar nicht mehr gefhlt3 die ,wunde vernarbt4 ,umgekehrt wird1 bei einem ,glcksfall1 der ,kompressor unsrer ,ansprche hinaufgeschoben1 und sie dehnen sich aus3 hierin liegt die ,freude4 ,aber auch sie dauert nicht lnger1 als bis diese ,operation gnzlich vollzogen ist3 wir gewhnen uns an das erweiterte ,ma der ,ansprche und werden gegen den demselben entsprechenden ,besitz gleichgltig4 ,dies sagt schon die homerische ,stelle1 ,od4 ,,xviii1 #acj-acg1 welche schliet3 ,toios gar noos estin epichthonin anthrpn1 ,hoion eph' hmar agei patr andrn te then te4 ,die ,quelle unserer ,unzufriedenheit liegt in unsern stets erneuerten ,versuchen1 den ,faktor der ,ansprche in die ,hhe zu schieben1 bei der ,unbeweglichkeit des andern ,faktors1 die es verhindert4 -- ,unter einem so bedrftigen und aus ,bedrfnissen bestehendem ,geschlecht1 wie das menschliche1 ist es nicht zu verwundern1 da 99,reichtum99 mehr und aufrichtiger als alles andere geachtet1 ja verehrt wird1 und selbst die ,macht nur als ,mittel zum ,reichtum2 wie auch nicht1 da zum ,zwecke des ,erwerbs alles andere beiseite geschoben oder ber den ,haufen geworfen wird1 z4 ,b4 die ,philosophie von den ,philosophieprofessoren4 -- ,da die ,wnsche der ,menschen hauptschlich auf ,geld gerichtet sind und sie dieses ber alles lieben1 wird ihnen oft zum ,vorwurf gemacht4 ,jedoch ist es natrlich1 wohl gar unvermeidlich1 das zu lieben1 was als ein unermdlicher ,proteus jeden ,augenblick bereit ist1 sich in den jedesmaligen ,gegenstand unsrer so wandelbaren ,wnsche und mannigfaltigen ,bedrfnisse zu verwandeln4 ,jedes andere ,gut nmlich kann nur 99einem99 ,wunsch1 99einem99 ,bedrfnis gengen3 ,speisen sind blo gut fr den ,hungrigen1 ,wein fr den ,gesunden1 ,arznei fr den ,kranken1 ein ,pelz fr den ,winter1 ,weiber fr die ,jugend usw4 ,sie sind folglich alle nur agatha pros ti1 d4 h4 nur relativ gut4 ,geld allein ist das absolut ,gute3 weil es nicht blo 99einem99 ,bedrfnis in concreto begegnet sondern 99dem99 ,bedrfnis berhaupt1 in abstracto4 -- 99,vorhandenes ,vermgen99 soll man betrachten als eine ,schutzmauer gegen die vielen mglichen bel und ,unflle1 nicht als eine ,erlaubnis oder gar ,verpflichtung1 die ,plaisirs der ,welt heranzuschaffen4 -- ,leute1 die von ,hause aus kein ,vermgen haben1 aber endlich in die ,lage kommen1 durch ihre ,talente1 welcher ,art sie auch seien1 viel zu verdienen1 geraten fast immer in die ,einbildung1 ihr ,talent sei das bleibende ,kapital und der ,gewinn dadurch die ,zinsen4 ,demgem legen sie dann nicht das ,erworbene teilweise zurck1 um so ein bleibendes ,kapital zusammenzubringen1 sondern geben aus in dem ,mae1 wie sie verdienen4 ,danach aber werden sie meistens in ,armut geraten1 weil ihr ,erwerb stockt oder aufhrt1 nachdem entweder das ,talent selbst erschpft ist1 indem es vergnglicher ,art war wie z4 ,b4 das zu fast allen schnen ,knsten1 oder auch1 weil es nur unter besonderen ,umstnden und ,konjunkturen geltend zu machen war1 welche aufgehrt haben4 ,handwerker mgen immerhin es auf die besagte ,weise halten1 weil die ,fhigkeiten zu ihren ,leistungen nicht leicht verloren gehn1 auch durch die ,krfte der ,gesellen ersetzt werden und weil ihre ,fabrikate ,gegenstnde des ,bedrfnisses sind1 also alle ,zeit ,abgang finden1 weshalb denn auch das ,sprichwort ein ,handwerk hat einen goldenen ,boden richtig ist4 ,aber nicht so steht es um die ,knstler und virtuosi jeder ,art4 ,eben deshalb werden diese teuer bezahlt4 ,daher aber soll1 was sie erwerben1 ihr ,kapital werden2 whrend sie vermessener ,weise es fr bloe ,zinsen halten und dadurch ihrem ,verderben entgegengehn4 -- ,leute hingegen1 welche ererbtes ,vermgen besitzen1 wissen wenigstens sogleich ganz richtig1 was das ,kapital und was die ,zinsen sind4 ,die meisten werden daher jenes sicher zu stellen suchen1 keinesfalls es angreifen1 ja womglich wenigstens ein ,achtel der ,zinsen zurcklegen1 knftigen ,stockungen zu begegnen4 ,sie bleiben daher meistens im ,wohlstande4 -- ,auf ,kaufleute ist diese ganze ,bemerkung nicht anwendbar3 denn ihnen ist das ,geld selbst ,mittel zum ferneren ,erwerb1 gleichsam ,handwerksgert2 daher sie1 auch wenn es ganz von ihnen selbst erworben ist1 es sich durch ,benutzung zu erhalten und zu vermehren suchen4 ,demgem ist in keinem ,stande der ,reichtum so eigentlich zu ,hause wie in diesem4 berhaupt aber wird man1 in der ,regel1 finden1 da diejenigen1 welche schon mit der eigentlichen ,not und dem ,mangel handgemein gewesen sind1 diese ungleich weniger frchten und daher zur ,verschwendung geneigter sind als die1 welche solche nur von ,hrensagen kennen4 ,zu den ersteren gehren alle1 die durch ,glcksflle irgend einer ,art oder durch besondere ,talente1 gleichviel welcher ,gattung1 ziemlich schnell aus der ,armut in den ,wohlstand gelangt sind3 die andern hingegen sind die1 welche im ,wohlstande geboren und geblieben sind4 ,diese sind durchgngig mehr auf die ,zukunft bedacht und daher konomischer als jene4 ,man knnte daraus schlieen1 da die ,not nicht eine so schlimme ,sache wre1 wie sie1 von weitem gesehn1 scheint4 ,doch mchte der wahre ,grund vielmehr dieser sein1 da dem1 der in angestammtem ,reichtume geboren ist1 dieser als etwas ,unentbehrliches erscheint1 als das ,element des einzig mglichen ,lebens1 so gut wie die ,luft2 daher er ihn bewacht wie sein ,leben1 folglich meistens ordnungsliebend1 vorsichtig und sparsam ist4 ,dem in angestammter ,armut ,geborenen hingegen erscheint diese als der natrliche ,zustand2 der ihm danach irgendwie zugefallene ,reichtum aber als etwas berflssiges1 blo tauglich zum ,genieen und ,verprassen2 indem man1 wann er wieder fort ist1 sich so gut wie vorher ohne ihn behilft und noch eine ,sorge los ist4 ,da geht es denn wie ,shakespeare sagt3 ,the adage must be verified1 ,that beggars mounted run their horse to death4 7,das ,sprichwort mu bewhrt werden1 da der zu ,pferde gesetzte ,bettler sein ,tier zu ,tode jagt47 ,henry ,,vi4 ,p4 #c4 ,a4 #a4 ,dazu kommt denn freilich noch1 da solche ,leute ein festes und bergroes ,zutrauen teils zum ,schicksal1 teils zu den eigenen ,mitteln1 die ihnen schon aus ,not und ,armut herausgeholfen haben1 nicht sowohl im ,kopf als im ,herzen tragen und daher die ,untiefen derselben nicht1 wie es wohl den reich ,geborenen begegnet1 fr bodenlos halten1 sondern denken1 da man1 auf den ,boden stoend1 wieder in die ,hhe gehoben wird4 -- ,aus dieser menschlichen ,eigentmlichkeit ist es auch zu erklren1 da ,frauen1 welche arme ,mdchen waren1 sehr oft anspruchsvoller und verschwenderischer sind als die1 welche eine reiche ,aussteuer zubrachten1 indem meistenteils die reichen ,mdchen nicht blo ,vermgen mitbringen1 sondern auch mehr ,eifer1 ja angeerbten ,trieb zur ,erhaltung desselben1 als arme4 ,wer inzwischen das ,gegenteil behaupten will1 findet eine ,autoritt fr sich am ,ariosto in dessen erster ,satire2 hingegen stimmt ,dr4 ,johnson meiner ,meinung bei3 ,a woman of fortune being used to the handling of money1 spends it judiciously3 but a woman who gets the command of money for the first time upon her marriage1 has such a gust in spending it1 that she throws it away with great profusion4 7,s4 ,boswell1 ,life of ,johnson1 ann4 #aggf1 aetat4 #fg47 ,jedenfalls aber mchte ich dem1 der ein armes ,mdchen heiratet1 raten1 sie nicht das ,kapital sondern eine bloe ,rente erben zu lassen1 besonders aber dafr zu sorgen1 da das ,vermgen der ,kinder nicht in ihre ,hnde gert4 ,ich glaube keineswegs etwas meiner ,feder ,unwrdiges zu tun1 indem ich hier die ,sorge fr ,erhaltung des erworbenen und des ererbten ,vermgens anempfehle4 ,denn von ,hause aus so viel zu besitzen1 da man1 wre es auch nur fr seine ,person und ohne ,familie1 in wahrer ,unabhngigkeit d4 h4 ohne zu arbeiten1 bequem leben kann1 ist ein unschtzbarer ,vorzug3 denn es ist die ,exemtion und die ,immunitt von der dem menschlichen ,leben anhngenden ,bedrftigkeit und ,plage1 also die ,emanzipation vom allgemeinen ,frohndienst1 diesem naturgemen ,lose des ,erdensohns4 ,nur unter dieser ,begnstigung des ,schicksals ist man als ein wahrer ,freier geboren3 denn nur so ist man eigentlich sui juris1 ,herr seiner ,zeit und seiner ,krfte1 und darf jeden ,morgen sagen3 ,der ,tag ist mein4 ,auch ist ebendeshalb zwischen dem1 der tausend1 und dem1 der hunderttausend ,taler ,renten hat1 der ,unterschied unendlich kleiner als zwischen ersterem und dem1 der nichts hat4 ,seinen hchsten ,wert aber erlangt das angeborene ,vermgen1 wenn es dem zugefallen ist1 der1 mit geistigen ,krften hherer ,art ausgestattet1 ,bestrebungen verfolgt1 die sich mit dem ,erwerbe nicht wohl vertragen3 denn alsdann ist er vom ,schicksal doppelt dotirt und kann jetzt seinem ,genius leben3 der ,menschheit aber wird er seine ,schuld dadurch hundertfach abtragen1 da er leistet was kein anderer konnte und etwas hervorbringt1 das ihrer ,gesamtheit zugute kommt1 wohl auch gar ihr zur ,ehre gereicht4 ,ein anderer nun wieder wird in so bevorzugter ,lage sich durch philantropische ,bestrebungen um die ,menschheit verdient machen4 ,wer hingegen nichts von dem allen1 auch nur einigermaen1 oder versuchsweise1 leistet1 ja1 nicht einmal durch grndliche ,erlernung irgendeiner ,wissenschaft sich wenigstens die ,mglichkeit erffnet1 dieselbe zu frdern1 -- ein solcher ist1 bei angeerbtem ,vermgen1 ein bloer ,tagedieb und verchtlich4 ,auch wird er nicht glcklich sein3 denn die ,exemtion von der ,not liefert ihn dem anderen ,pol des menschlichen ,elends1 der ,langenweile1 in die ,hnde1 die ihn so martert1 da er viel glcklicher wre1 wenn die ,not ihm ,beschftigung gegeben htte4 ,eben diese ,langeweile aber wird ihn leicht zu ,extravaganzen verleiten1 welche ihn um jenen ,vorzug bringen1 dessen er nicht wrdig war4 ,wirklich befinden ,unzhlige sich blo deshalb in ,mangel1 weil1 als sie ,geld hatten1 sie es ausgaben1 um nur sich augenblickliche ,linderung der sie drckenden ,langenweile zu verschaffen4 ,ganz anders nun aber verhlt es sich1 wenn der ,zweck ist1 es im ,staatsdienste hoch zu bringen1 wo demnach ,gunst1 ,freunde1 ,verbindungen erworben werden mssen1 um durch sie1 von ,stufe zu ,stufe1 ,befrderung1 vielleicht gar bis zu den hchsten ,posten1 zu erlangen3 hier nmlich ist es im ,grunde wohl besser1 ohne alles ,vermgen in die ,welt gestoen zu sein4 ,besonders wird es dem1 welcher nicht adelig1 hingegen mit einigem ,talent ausgestattet ist1 zum wahren ,vorteil und zur ,empfehlung gereichen1 wenn er ein ganz armer ,teufel ist4 ,denn was jeder1 schon in der bloen ,unterhaltung1 wie viel mehr im ,dienste1 am meisten sucht und liebt1 ist die ,inferioritt des anderen4 ,nun aber ist allein ein armer ,teufel von seiner gnzlichen1 tiefen1 entschiedenen und allseitigen ,inferioritt und seiner vlligen ,unbedeutsamkeit und ,wertlosigkeit in dem ,grade berzeugt und durchdrungen1 wie es hier erfordert wird4 ,nur er demnach verbeugt sich oft und anhaltend genug1 und nur seine ,bcklinge erreichen volle #ij3 nur er lt alles ber sich ergehn und lchelt dazu2 nur er erkennt die gnzliche ,wertlosigkeit der ,verdienste2 nur er preist ffentlich1 mit lauter ,stimme1 oder auch in groem ,druck1 die literarischen ,stmpereien der ber ihn ,gestellten1 oder sonst ,einflureichen1 als ,meisterwerke2 nur er versteht zu betteln3 folglich kann nur er1 bei ,zeiten1 also in der ,jugend1 sogar ein ,epopte jener verborgenen ,wahrheit werden1 die ,goethe uns enthllt hat in den ,worten3 ber's ,niedertrchtige ,niemand sich beklage3 ,denn es ist das ,mchtige1 ,was man dir auch sage4 99,w4 ,o4 ,divan499 ,hingegen der1 welcher von ,hause aus zu leben hat1 wird sich meistens ungebrdig stellen3 er ist gewohnt tte leve zu gehn1 hat alle jene ,knste nicht gelernt1 trotzt dazu vielleicht noch auf etwanige ,talente1 deren ,unzulnglichkeit vielmehr1 dem mdiocre et rampant gegenber1 er begreifen sollte2 er ist am ,ende wohl gar imstande1 die ,inferioritt der ber ihn ,gestellten zu merken2 und wenn es nun vollends zu den ,indignitten kommt1 da wird er sttisch oder kopfscheu4 ,damit poussirt man sich nicht in der ,welt3 vielmehr kann es mit ihm zuletzt dahin kommen1 da er mit dem frechen ,voltaire sagt3 nous n'avons que deux jours vivre3 ce n'est pas la peine de les passer ramper sous des coquins mprisables3 -- leider ist1 beilufig gesagt1 dieses coquin mprisable ein ,prdikat1 zu dem es in der ,welt verteufelt viele ,subjekte gibt4 ,man sieht also1 da das ,juvenalische ,haud facile emergunt1 quorum virtutibus obstat ,res angusta domi1 mehr von der ,laufbahn der ,virtuositten als von der der ,weltleute gltig ist4 ,zu dem1 99was einer hat991 habe ich ,frau und ,kinder nicht gerechnet2 da er von diesen vielmehr gehabt wird4 ,eher lieen sich ,freunde dazu zhlen3 doch mu auch hier der ,besitzende im gleichen ,mae der ,besitz des andern sein4 ,kapitel ,,iv4 ,von dem1 was einer vorstellt4 ,dieses1 also unser ,dasein in der ,meinung anderer1 wird1 infolge einer besonderen ,schwche unserer ,natur1 durchgngig viel zu hoch angeschlagen2 obgleich schon die leichteste ,besinnung lehren knnte1 da es1 an sich selbst1 fr unser ,glck1 unwesentlich ist4 ,es ist demnach kaum erklrlich1 wie sehr jeder ,mensch sich innerlich freut1 so oft er ,zeichen der gnstigen ,meinung anderer merkt und seiner ,eitelkeit irgendwie geschmeichelt wird4 ,so unausbleiblich wie die ,katze spinnt1 wenn man sie streichelt1 malt se ,wonne sich auf das ,gesicht des ,menschen1 den man lobt und zwar in dem ,felde seiner ,prtension1 sei das ,lob auch handgreiflich lgenhaft4 ,oft trsten ihn ber reales ,unglck oder ber die ,kargheit1 mit der fr ihn die beiden1 bis hieher abgehandelten ,hauptquellen unseres ,glckes flieen1 die ,zeichen des fremden ,beifalls3 und1 umgekehrt1 ist es zum ,erstaunen1 wie sehr jede ,verletzung seines ,ehrgeizes1 in irgend einem ,sinne1 ,grad oder ,verhltnis1 jede ,geringschtzung1 ,zurcksetzung1 ,nichtachtung ihn unfehlbar krnkt und oft tief schmerzt4 ,sofern auf dieser ,eigenschaft das ,gefhl der ,ehre beruht1 mag sie fr das ,wohlverhalten vieler1 als ,surrogat ihrer ,moralitt1 von ersprielichen ,folgen sein2 aber auf das eigene 99,glck99 des ,menschen1 zunchst auf die diesem so wesentliche ,gemtsruhe und ,unabhngigkeit1 wirkt sie mehr strend und nachteilig als frderlich ein4 ,daher ist es1 von unserm ,gesichtspunkt aus1 ratsam1 ihr ,schranken zu setzen und1 mittels gehriger berlegung und richtiger ,abschtzung des ,wertes der ,gter1 jene groe ,empfindlichkeit gegen die fremde ,meinung mglichst zu migen1 sowohl da1 wo ihr geschmeichelt wird1 als da1 wo ihr wehe geschieht3 denn beides hngt am selben ,faden4 ,auerdem bleibt man der ,sklave fremder ,meinung und fremden ,bednkens3 ,sic leve1 sic parvum est1 animum quod laudis avarum ,subruit ac reficit4 ,demnach wird eine richtige ,abschtzung des ,wertes dessen1 was man in und 99fr sich selbst99 ist1 gegen das1 was man blo in den ,augen 99anderer99 ist1 zu unserm ,glcke viel beitragen4 ,zum ersteren gehrt die ganze ,ausfllung der ,zeit unsers eigenen ,daseins1 der innere ,gehalt desselben1 mithin alle die ,gter1 welche unter den ,titeln was einer ist und was einer hat von uns in ,betrachtung genommen worden sind4 ,denn der ,ort1 in welchem alles dieses seine ,wirkungssphre hat1 ist das eigene ,bewutsein4 ,hingegen ist der ,ort dessen1 was wir fr 99andere99 sind1 das fremde ,bewutsein3 es ist die ,vorstellung1 unter welcher wir darin erscheinen1 nebst den ,begriffen1 die auf diese angewandt werden,d4 ,dies nun ist etwas1 das unmittelbar gar nicht fr uns vorhanden ist1 sondern blo mittelbar1 nmlich sofern das ,betragen der andern gegen uns dadurch bestimmt wird4 ,und auch dieses selbst kommt eigentlich nur in ,betracht1 sofern es ,einflu hat auf irgend etwas1 wodurch das1 was wir 99in und fr uns selbst99 sind1 modifizirt werden kann4 ,auerdem ist ja1 was in einem fremden ,bewutsein vorgeht1 als solches1 fr uns gleichgltig1 und auch wir werden allmhlig gleichgltig dagegen werden1 wenn wir von der ,oberflchlichkeit und ,futilitt der ,gedanken1 von der ,beschrnktheit der ,begriffe1 von der ,kleinlichkeit der ,gesinnung1 von der ,verkehrtheit der ,meinungen und von der ,anzahl der ,irrtmer in den allermeisten ,kpfen eine hinlngliche ,kenntnis erlangen1 und dazu aus eigener ,erfahrung lernen1 mit welcher ,geringschtzung gelegentlich von jedem geredet wird1 sobald man ihn nicht zu frchten hat oder glaubt1 es komme ihm nicht zu ,ohren2 insbesondere aber nachdem wir einmal angehrt haben1 wie vom grten ,manne ein halbes ,dutzend ,schafskpfe mit ,wegwerfung spricht4 ,wir werden dann einsehen1 da1 wer auf die ,meinung der ,menschen einen groen ,wert legt1 ihnen zu viel ,ehre erzeigt4 ,d ,die hchsten ,stnde1 in ihrem ,glanz1 in ihrer ,pracht und ,prunk und ,herrlichkeit und ,reprsentation jeder ,art knnen sagen3 unser ,glck liegt ganz auerhalb unserer selbst3 sein ,ort sind die ,kpfe anderer4 ,jedenfalls ist der auf eine kmmerliche ,ressource hingewiesen1 der sein ,glck nicht in den beiden1 bereits abgehandelten ,klassen von ,gtern findet1 sondern es in dieser dritten suchen mu1 also nicht in dem1 was er wirklich1 sondern in dem1 was er in der fremden ,vorstellung ist4 ,denn berhaupt ist die ,basis unseres ,wesens und folglich auch unseres ,glcks unsere animalische ,natur4 ,daher ist1 fr unsere ,wohlfahrt1 ,gesundheit das wesentlichste1 nchst dieser aber die ,mittel zu unserer ,erhaltung1 also ein sorgenfreies ,auskommen4 ,ehre1 ,glanz1 ,rang1 ,ruhm1 so viel ,wert auch mancher darauf legen mag1 knnen mit jenen wesentlichen ,gtern nicht kompetiren1 noch sie ersetzen3 vielmehr wrden sie1 erforderlichen ,falle1 unbedenklich fr jene hingegeben werden4 ,dieserwegen wird es zu unserm ,glcke beitragen1 wenn wir beizeiten die simple ,einsicht erlangen1 da jeder zunchst und wirklich in seiner eigenen ,haut lebt1 nicht aber in der ,meinung anderer1 und da demnach unser realer und persnlicher ,zustand1 wie er durch ,gesundheit1 ,temperament1 ,fhigkeiten1 ,einkommen1 ,weib1 ,kind1 ,freunde1 ,wohnort usw4 bestimmt wird1 fr unser ,glck hundertmal wichtiger ist1 als was es andern beliebt aus uns zu machen4 ,der entgegengesetzte ,wahn macht unglcklich4 ,wird mit ,emphase ausgerufen ber's ,leben geht noch die ,ehre1 so besagt dies eigentlich3 ,dasein und ,wohlsein sind nichts2 sondern was die andern von uns denken1 das ist die ,sache4 ,allenfalls kann der ,ausspruch als eine ,hyperbel gelten1 der die prosaische ,wahrheit zum ,grunde liegt1 da zu unserm ,fortkommen und ,bestehn unter ,menschen die ,ehre1 d4 h4 die ,meinung derselben von uns1 oft unumgnglich ntig ist2 worauf ich weiterhin zurckkommen werde4 ,wenn man hingegen sieht1 wie fast alles1 wonach ,menschen1 ihr ,leben lang1 mit rastloser ,anstrengung und unter tausend ,gefahren und ,mhseligkeiten1 unermdlich streben1 zum letzten ,zweck1 hat1 sich dadurch in der ,meinung anderer zu erhhen1 indem nmlich nicht nur mter1 ,titel und ,orden1 sondern auch ,reichtum1 und selbst ,wissenschaft,e und ,kunst1 im ,grunde und hauptschlich deshalb angestrebt werden1 und der grere ,respekt anderer das letzte ,ziel ist1 darauf man hinarbeitet2 so beweist dies leider nur die ,gre der menschlichen ,torheit4 ,viel zu viel ,wert auf die ,meinung anderer zu legen1 ist ein allgemein herrschender ,irrwahn3 mag er nun in unserer ,natur selbst wurzeln1 oder in ,folge der ,gesellschaft und ,zivilisation entstanden sein2 jedenfalls bt er auf unser gesamtes ,tun und ,lassen einen ganz bermigen und unserem ,glcke feindlichen ,einflu aus1 den wir verfolgen knnen1 von da an1 wo er sich in der ngstlichen und sklavischen ,rcksicht auf das qu'en dira-t-on zeigt1 bis dahin1 wo er den ,dolch des ,virginius in das ,herz seiner ,tochter stt1 oder den ,menschen verleitet1 fr den ,nachruhm1 ,ruhe1 ,reichtum und ,gesundheit1 ja1 das ,leben zu opfern4 ,dieser ,wahn bietet allerdings dem1 der die ,menschen zu beherrschen oder sonst zu lenken hat1 eine bequeme ,handhabe dar2 weshalb in jeder ,art von ,menschendressierungskunst die ,weisung1 das ,ehrgefhl rege zu erhalten und zu schrfen1 eine ,hauptstelle einnimmt3 aber in ,hinsicht auf das eigene ,glck des ,menschen1 welches hier unsere ,absicht ist1 verhlt die ,sache sich ganz anders1 und ist vielmehr davon abzumahnen1 da man nicht zu viel ,wert auf die ,meinung anderer lege4 ,wenn es1 wie die tgliche ,erfahrung lehrt1 dennoch geschieht1 wenn die meisten ,menschen gerade auf die ,meinung anderer von ihnen den hchsten ,wert legen und es ihnen darum mehr zu tun ist als um das1 was1 weil es in 99ihrem eigenen ,bewutsein99 vorgeht1 unmittelbar fr sie vorhanden ist2 wenn demnach1 mittels ,umkehrung der natrlichen ,ordnung1 ihnen jenes der reale1 dieses der blo ideale ,teil ihres ,daseins zu sein scheint1 wenn sie also das ,abgeleitete und ,sekundre zur ,hauptsache machen und ihnen mehr das ,bild ihres ,wesens im ,kopfe anderer1 als dieses ,wesen selbst am ,herzen liegt2 so ist diese unmittelbare ,wertschtzung dessen1 was fr uns unmittelbar gar nicht vorhanden ist1 diejenige ,torheit1 welche man 99,eitelkeit991 vanitas1 genannt hat1 um dadurch das ,leere und ,gehaltlose dieses ,strebens zu bezeichnen4 ,auch ist aus dem ,obigen leicht einzusehn1 da sie zum ,vergessen des ,zwecks ber die ,mittel gehrt1 so gut wie der ,geiz4 ,e ,scire tuum nihil est1 nisi te scire hoc sciat alter4 ,in der ,tat berschreitet der ,wert1 den wir auf die ,meinung anderer legen1 und unsere bestndige ,sorge in betreff derselben1 in der ,regel1 fast jede vernnftige ,bezweckung1 so da sie als eine ,art allgemein verbreiteter oder vielmehr angeborener ,manie angesehn werden kann4 ,bei allem1 was wir tun und lassen1 wird1 fast vor allem andern1 die fremde ,meinung bercksichtigt1 und aus der ,sorge um sie werden wir1 bei genauer ,untersuchung1 fast die ,hlfte aller ,bekmmernisse und ngste1 die wir jemals empfunden haben1 hervorgegangen sehn4 ,denn sie liegt allem unserm1 so oft gekrnkten1 weil so krankhaft empfindlichen1 ,selbstgefhl1 allen unsern ,eitelkeiten und ,prtensionen1 wie auch unserm ,prunken und ,grotun1 zum ,grunde4 ,ohne diese ,sorge und ,sucht wrde der ,luxus kaum ein ,zehntel dessen sein1 was er ist4 ,aller und jeder ,stolz1 point d'honneur und puntiglio1 so verschiedener ,gattung und ,sphre er auch sein kann1 beruht auf ihr -- und welche ,opfer heischt sie da nicht oft6 ,sie zeigt sich schon im ,kinde1 sodann in jedem ,lebensalter1 jedoch am strksten im spten2 weil dann1 beim ,versiegen der ,fhigkeit zu sinnlichen ,genssen1 ,eitelkeit und ,hochmut nur noch mit dem ,geize die ,herrschaft zu teilen haben4 ,am deutlichsten lt sie sich an den ,franzosen beobachten1 als bei welchen sie ganz endemisch ist und sich oft in der abgeschmacktesten ,ehrsucht1 lcherlichsten ,national-,eitelkeit und unverschmtesten ,prahlerei ,luft macht2 wodurch dann ihr ,streben sich selbst vereitelt1 indem es sie zum ,spotte der andern ,nationen gemacht hat und die grande nation ein ,neckname geworden ist4 ,um nun aber die in ,rede stehende ,verkehrtheit der berschwnglichen ,sorge um die ,meinung anderer noch speziell zu erlutern1 mag hier ein1 durch den ,lichteffekt des ,zusammentreffens der ,umstnde mit dem angemessenen ,charakter1 in seltenem ,grade begnstigtes1 recht superlatives ,beispiel jener in der ,menschennatur wurzelnden ,torheit ,platz finden1 da an demselben die ,strke dieser hchst wunderlichen ,triebfeder sich ganz ermessen lt4 ,es ist folgende1 den ,times vom #ca4 ,mrz #ahdf entnommene ,stelle aus dem ausfhrlichen ,bericht von der soeben vollzogenen ,hinrichtung des 99,thomas ,wix991 eines ,handwerksgesellen1 der aus ,rache seinen ,meister ermordet hatte3 ,an dem zur ,hinrichtung festgesetzten ,morgen fand sich der hochwrdige ,gefngniskaplan zeitig bei ihm ein4 ,allein 99,wix991 obwohl sich ruhig betragend1 zeigte keinen ,anteil an seinen ,ermahnungen3 vielmehr war das einzige1 was ihm am ,herzen lag1 da es ihm gelingen mchte1 vor den ,zuschauern seines schmachvollen ,endes1 sich mit recht groer ,bravour zu benehmen4 -- -- -- ,dies ist ihm denn auch gelungen4 ,auf dem ,hofraum1 den er zu dem1 hart am ,gefngnis errichteten ,galgenschaffot zu durchschreiten hatte1 sagte er3 ,wohlan denn1 wie ,doktor ,dodd gesagt hat1 bald werde ich das groe ,geheimnis wissen6 ,er ging1 obwohl mit gebundenen ,armen1 die ,leiter zum ,schaffot ohne die geringste ,beihilfe hinauf3 daselbst angelangt machte er gegen die ,zuschauer1 rechts und links1 ,verbeugungen1 welche denn auch mit dem donnernden ,beifallsruf der versammelten ,menge beantwortet und belohnt wurden1 usw4 -- ,dies ist ein ,prachtexemplar der ,ehrsucht1 den ,tod1 in schrecklichster ,gestalt1 nebst der ,ewigkeit dahinter1 vor ,augen1 keine andere ,sorge zu haben1 als die um den ,eindruck auf den zusammengelaufenen ,haufen der ,gaffer und die ,meinung1 welche man in deren ,kpfen zurcklassen wird6 -- ,und doch war eben so der im selben ,jahr in ,frankreich1 wegen versuchten ,knigsmordes1 hingerichtete 99,lecomte991 bei seinem ,proze1 hauptschlich darber verdrielich1 da er nicht in anstndiger ,kleidung vor der ,pairskammer erscheinen konnte1 und selbst bei seiner ,hinrichtung war es ihm ein ,hauptverdru1 da man ihm nicht erlaubt hatte1 sich vorher zu rasiren4 ,da es auch ehemals nicht anders gewesen1 ersehen wir aus dem1 was 99,mateo ,aleman991 in der1 seinem berhmten ,romane1 ,guzman de ,alfarache1 vorgesetzten ,einleitung 7declaracion7 anfhrt1 da nmlich viele betrte ,verbrecher die letzten ,stunden1 welche sie ausschlielich ihrem ,seelenheile widmen sollten1 diesem entziehn1 um eine kleine ,predigt1 die sie auf der ,galgenleiter halten wollen1 auszuarbeiten und zu memoriren4 -- ,an solchen ,zgen jedoch knnen wir selbst uns spiegeln3 denn kolossale ,flle geben berall die deutlichste ,erluterung4 ,unser aller ,sorgen1 ,kmmern1 ,wurmen1 rgern1 ngstigen1 ,anstrengen usw4 betrifft1 in vielleicht den meisten ,fllen1 eigentlich die fremde ,meinung und ist eben so absurd1 wie das jener armen ,snder4 ,nicht weniger entspringt unser ,neid und ,ha grtenteils aus besagter ,wurzel4 ,offenbar nun knnte zu unserem ,glcke1 als welches allergrtenteils auf ,gemtsruhe und ,zufriedenheit beruht1 kaum irgend etwas so viel beitragen1 als die ,einschrnkung und ,herabstimmung dieser ,triebfeder auf ihr vernnftig zu rechtfertigendes ,ma1 welches vielleicht ein fnfzigstel des gegenwrtigen sein wird1 also das ,herausziehn dieses immerfort peinigenden ,stachels aus unserm ,fleisch4 ,dies ist jedoch sehr schwer3 denn wir haben es mit einer natrlichen und angeborenen ,verkehrtheit zu tun4 ,etiam sapientibus cupido gloriae novissima exuitur sagt ,tacitus 7hist4 ,,vi1 #f74 ,um jene allgemeine ,torheit los zu werden1 wre das alleinige ,mittel1 sie deutlich als eine solche zu erkennen und zu diesem ,zwecke sich klar zu machen1 wie ganz falsch1 verkehrt1 irrig und absurd die meisten ,meinungen in den ,kpfen der ,menschen zu sein pflegen1 daher sie1 an sich selbst1 keiner ,beachtung wert sind2 sodann1 wie wenig realen ,einflu auf uns die ,meinung anderer1 in den meisten ,dingen und ,fllen1 haben kann2 ferner1 wie ungnstig berhaupt sie meistenteils ist1 so da fast jeder sich krank rgern wrde1 wenn er vernhme1 was alles von ihm gesagt und in welchem ,tone von ihm geredet wird2 endlich1 da sogar die ,ehre selbst doch eigentlich nur von mittelbarem und nicht von unmittelbarem ,werte ist u4 dgl4 m4 ,wenn eine solche ,bekehrung von der allgemeinen ,torheit uns gelnge2 so wrde die ,folge ein unglaublich groer ,zuwachs an ,gemtsruhe und ,heiterkeit und ebenfalls ein festeres und sichereres ,auftreten1 ein durchweg unbefangeneres und natrlicheres ,betragen sein4 ,der so beraus wohlttige ,einflu1 den eine zurckgezogene ,lebensweise auf unsere ,gemtsruhe hat1 beruht grtenteils darauf1 da eine solche uns dem fortwhrenden ,leben vor den ,augen anderer1 folglich der steten ,bercksichtigung ihrer etwanigen ,meinung entzieht und dadurch uns uns selber zurckgibt4 ,imgleichen wrden wir sehr vielem realen ,unglck entgehn1 in welches nur jenes rein ideale ,streben1 richtiger jene heillose ,torheit1 uns zieht1 wrden auch viel mehr ,sorgfalt fr solide ,gter brig behalten und dann auch diese ungestrter genieen4 ,aber1 wie gesagt1 chalepa ta kala4 ,die hier geschilderte ,torheit unsrer ,natur treibt hauptschlich drei ,sprlinge3 ,ehrgeiz1 ,eitelkeit und ,stolz4 ,zwischen diesen zwei letzteren beruht der ,unterschied darauf1 da der 99,stolz99 die bereits feststehende berzeugung vom eigenen berwiegenden ,werte1 in irgendeiner ,hinsicht1 ist2 99,eitelkeit99 hingegen der ,wunsch1 in andern eine solche berzeugung zu erwecken1 meistens begleitet von der stillen ,hoffnung1 sie1 in ,folge davon1 auch selbst zu der seinigen machen zu knnen4 ,demnach ist ,stolz die von 99innen99 ausgehende1 folglich direkte ,hochschtzung seiner selbst2 hingegen ,eitelkeit das ,streben1 solche von 99auen99 her1 also indirekt zu erlangen4 ,dementsprechend macht die ,eitelkeit gesprchig1 der ,stolz schweigsam4 ,aber der ,eitle sollte wissen1 da die hohe ,meinung anderer1 nach der er trachtet1 sehr viel leichter und sicherer durch anhaltendes ,schweigen zu erlangen ist1 als durch ,sprechen1 auch wenn einer die schnsten ,dinge zu sagen htte4 -- ,stolz ist nicht wer will1 sondern hchstens kann wer will ,stolz affektiren1 wird aber aus dieser1 wie aus jeder angenommenen ,rolle bald herausfallen4 ,denn nur die feste1 innere1 unerschtterliche berzeugung von berwiegenden ,vorzgen und besonderem ,werte macht wirklich stolz4 ,diese berzeugung mag nun irrig sein1 oder auch auf blo uerlichen und konventionellen ,vorzgen beruhen1 -- das schadet dem ,stolze nicht1 wenn sie nur wirklich und ernstlich vorhanden ist4 ,weil also der ,stolz seine ,wurzel in der 99berzeugung99 hat1 steht er1 wie alle ,erkenntnis1 nicht in unserer 99,willkr994 ,sein schlimmster ,feind1 ich meine sein grtes ,hindernis1 ist die ,eitelkeit1 als welche um den ,beifall anderer buhlt1 um die eigene hohe ,meinung von sich erst darauf zu grnden1 in welcher bereits ganz fest zu sein die ,voraussetzung des ,stolzes ist4 ,so sehr nun auch durchgngig der ,stolz getadelt und verschrien wird2 so vermute ich doch1 da dies hauptschlich von solchen ausgegangen ist1 die nichts haben1 darauf sie stolz sein knnten4 ,der ,unverschmtheit und ,dummdreistigkeit der meisten ,menschen gegenber1 tut jeder1 der irgend welche ,vorzge hat1 ganz wohl1 sie selbst im ,auge zu behalten1 um nicht sie gnzlich in ,vergessenheit geraten zu lassen3 denn wer1 solche gutmtig ignorirend1 mit jenen sich gerirt1 als wre er ganz ihresgleichen1 den werden sie treuherzig sofort dafr halten4 ,am meisten aber mchte ich solches denen anempfehlen1 deren ,vorzge von der hchsten ,art1 d4 h4 reale1 und also rein persnliche sind1 da diese nicht1 wie ,orden und ,titel1 jeden ,augenblick durch sinnliche ,einwirkung in ,erinnerung gebracht werden3 denn sonst werden sie oft genug das sus ,minervam exemplifizirt sehn4 ,scherze mit dem ,sklaven2 bald wird er dir den ,hintern zeigen -- ist ein vortreffliches arabisches ,sprichwort1 und das ,horazische sume superbiam1 quaesitam meritis ist nicht zu verwerfen4 ,wohl aber ist die ,tugend der ,bescheidenheit eine erkleckliche ,erfindung fr die ,lumpe2 da ihr gem jeder von sich zu reden hat1 als wre auch er ein solcher1 welches herrlich nivellirt1 indem es dann so herauskommt1 als gbe es berhaupt nichts als ,lumpe4 ,die wohlfeilste ,art des ,stolzes hingegen ist der ,nationalstolz4 ,denn er verrt in dem damit ,behafteten den ,mangel an 99individuellen99 ,eigenschaften1 auf die er stolz sein knnte1 indem er sonst nicht zu dem greifen wrde1 was er mit so vielen ,millionen teilt4 ,wer bedeutende persnliche ,vorzge besitzt1 wird vielmehr die ,fehler seiner eigenen ,nation1 da er sie bestndig vor ,augen hat1 am deutlichsten erkennen4 ,aber jeder erbrmliche ,tropf1 der nichts in der ,welt hat1 darauf er stolz sein knnte1 ergreift das letzte ,mittel1 auf die ,nation1 der er gerade angehrt1 stolz zu sein3 hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit1 alle ,fehler und ,torheiten1 die ihr eigen sind1 pyx kai lax zu verteidigen4 ,daher wird man z4 ,b4 unter fnfzig ,englndern kaum mehr als einen finden1 welcher mit einstimmt1 wenn man von der stupiden und degradirenden ,bigotterie seiner ,nation mit gebhrender ,verachtung spricht3 der eine aber pflegt ein ,mann von ,kopf zu sein4 -- ,die ,deutschen sind frei von ,nationalstolz und legen hierdurch einen ,beweis der ihnen nachgerhmten ,ehrlichkeit ab2 vom ,gegenteil aber die unter ihnen1 welche einen solchen vorgeben und lcherlicher ,weise affektiren2 wie dies zumeist die deutschen ,brder und ,demokraten tun1 die dem ,volke schmeicheln1 um es zu verfhren4 ,es heit zwar1 die ,deutschen htten das ,pulver erfunden3 ich kann jedoch dieser ,meinung nicht beitreten4 ,und ,lichtenberg frgt3 warum gibt sich nicht leicht jemand1 der es nicht ist1 fr einen ,deutschen aus1 sondern gemeiniglich1 wenn er sich fr etwas ausgeben will1 fr einen ,franzosen oder ,englnder8 brigens berwiegt die ,individualitt bei weitem die ,nationalitt1 und in einem gegebenen ,menschen verdient jene tausendmal mehr ,bercksichtigung als diese4 ,dem ,nationalcharakter wird1 da er von der ,menge redet1 nie viel ,gutes ehrlicherweise nachzurhmen sein4 ,vielmehr erscheint nur die menschliche ,beschrnktheit1 ,verkehrtheit und ,schlechtigkeit in jedem ,lande in einer andern ,form und diese nennt man den ,nationalcharakter4 ,von 99einem99 derselben degoutirt loben wir den andern1 bis es uns mit ihm eben so ergangen ist4 -- ,jede ,nation spottet ber die andere1 und alle haben recht4 ,der ,gegenstand dieses ,kapitels1 also was wir in der ,welt 99vorstellen991 d4 h4 in den ,augen anderer sind1 lt sich nun1 wie schon oben bemerkt1 einteilen in 99,ehre991 99,rang99 und 99,ruhm994 ,der 99,rang991 so wichtig er in den ,augen des groen ,haufens und der ,philister1 und so gro sein ,nutzen im ,getriebe der ,staatsmaschine sein mag1 lt sich1 fr unsern ,zweck1 mit wenigen ,worten abfertigen4 ,es ist ein konventioneller1 d4 h4 eigentlich ein simulirter ,wert3 seine ,wirkung ist eine simulirte ,hochachtung1 und das ganze eine ,komdie fr den groen ,haufen4 -- ,orden sind ,wechselbriefe1 gezogen auf die ffentliche ,meinung3 ihr ,wert beruht auf dem ,kredit des ,ausstellers4 ,inzwischen sind sie1 auch ganz abgesehn von dem vielen ,gelde1 welches sie1 als ,substitut pekunirer ,belohnungen1 dem ,staat ersparen1 eine ganz zweckmige ,einrichtung2 vorausgesetzt1 da ihre ,verteilung mit ,einsicht und ,gerechtigkeit geschehe4 ,der groe ,haufe nmlich hat ,augen und ,ohren1 aber nicht viel mehr1 zumal blutwenig ,urteilskraft und selbst wenig ,gedchtnis4 ,manche ,verdienste liegen ganz auerhalb der ,sphre seines ,verstndnisses1 andere versteht und bejubelt er1 bei ihrem ,eintritt1 hat sie aber nachher bald vergessen4 ,da finde ich es ganz passend1 durch ,kreuz oder ,stern1 der ,menge jederzeit und berall zuzurufen3 der ,mann ist nicht euresgleichen3 er hat ,verdienste6 ,durch ungerechte1 oder urteilslose1 oder bermige ,verteilung verlieren aber die ,orden diesen ,wert1 daher ein ,frst mit ihrer ,erteilung so vorsichtig sein sollte1 wie ein ,kaufmann mit dem ,unterschreiben der ,wechsel4 ,die ,inschrift pour le mrite auf einem ,kreuze ist ein ,pleonasmus3 jeder ,orden sollte pour le mrite sein1 -- a va sans dire4 -- ,viel schwerer und weitlufiger1 als die des ,ranges1 ist die ,errterung der 99,ehre994 ,zuvrderst htten wir sie zu definiren4 ,wenn ich nun in dieser ,absicht etwan sagte3 die ,ehre ist das uere ,gewissen1 und das ,gewissen die innere ,ehre2 -- so knnte dies vielleicht manchem gefallen2 wrde jedoch mehr eine glnzende1 als eine deutliche und grndliche ,erklrung sein4 ,daher sage ich3 die ,ehre ist1 objektiv1 die ,meinung anderer von unserm ,wert1 und subjektiv1 unsere ,furcht vor dieser ,meinung4 ,in letzterer ,eigenschaft hat sie oft eine sehr heilsame1 wenn auch keineswegs rein moralische ,wirkung1 -- im ,mann von ,ehre4 ,die ,wurzel und der ,ursprung des jedem1 nicht ganz verdorbenen ,menschen einwohnenden ,gefhls fr ,ehre und ,schande1 wie auch des hohen ,wertes1 welcher ersterer zuerkannt wird1 liegt in ,folgendem4 ,der ,mensch fr sich allein vermag gar wenig und ist ein verlassener ,robinson3 nur in der ,gemeinschaft mit den andern ist und vermag er viel4 ,dieses ,verhltnisses wird er inne1 sobald sein ,bewutsein sich irgend zu entwickeln anfngt1 und alsbald entsteht in ihm das ,bestreben1 fr ein taugliches ,mitglied der menschlichen ,gesellschaft zu gelten1 also fr eines1 das fhig ist1 pro parte virili mitzuwirken1 und dadurch berechtigt1 der ,vorteile der menschlichen ,gemeinschaft teilhaft zu werden4 ,ein solches nun ist er dadurch1 da er1 erstlich1 das leistet1 was man von jedem berall1 und sodann das1 was man von ihm in der besonderen ,stelle1 die er eingenommen hat1 fordert und erwartet4 ,eben so bald aber erkennt er1 da es hierbei nicht darauf ankommt1 da er es in seiner eigenen1 sondern da er es in der ,meinung der anderen sei4 ,hieraus entspringt demnach sein eifriges ,streben nach der gnstigen 99,meinung99 anderer und der hohe ,wert1 den er auf diese legt3 beides zeigt sich mit der ,ursprnglichkeit eines angeborenen ,gefhls1 welches man ,ehrgefhl und1 nach ,umstnden1 ,gefhl der ,scham 7verecundia7 nennt4 ,dieses ist es1 was seine ,wangen rtet1 sobald er glaubt1 pltzlich in der ,meinung anderer verlieren zu mssen1 selbst wo er sich unschuldig wei2 sogar da1 wo der sich aufdeckende ,mangel eine nur relative1 nmlich willkrlich bernommene ,verpflichtung betrifft3 und andrerseits strkt nichts seinen ,lebensmut mehr1 als die erlangte1 oder erneuerte ,gewiheit von der gnstigen ,meinung anderer2 weil sie ihm den ,schutz und die ,hilfe der vereinten ,krfte aller verspricht1 welche eine unendlich grere ,wehrmauer gegen die bel des ,lebens sind1 als seine eigenen4 ,aus den verschiedenen ,beziehungen1 in denen der ,mensch zu andern stehen kann und in ,hinsicht auf welche sie ,zutrauen zu ihm1 also eine gewisse gute ,meinung von ihm1 zu hegen haben1 entstehen mehrere 99,arten der ,ehre994 ,diese ,beziehungen sind hauptschlich das ,mein und ,dein1 sodann die ,leistungen der ,anheischigen1 endlich das ,sexualverhltnis3 ihnen entsprechen die brgerliche ,ehre1 die ,amtsehre und die ,sexualehre1 jede von welchen noch wieder ,unterarten hat4 ,die weiteste ,sphre hat die 99brgerliche ,ehre993 sie besteht in der ,voraussetzung1 da wir die ,rechte eines jeden unbedingt achten und daher uns nie ungerechter1 oder gesetzlich unerlaubter ,mittel zu unserm ,vorteile bedienen werden4 ,sie ist die ,bedingung zur ,teilnahme an allem friedlichen ,verkehr4 ,sie geht verloren durch eine einzige offenbar und stark dawider laufende ,handlung1 folglich auch durch jede ,kriminalstrafe2 wiewohl nur unter ,voraussetzung der ,gerechtigkeit derselben4 ,immer aber beruht die ,ehre1 in ihrem letzten ,grunde1 auf der berzeugung von der ,unvernderlichkeit des moralischen ,charakters1 vermge welcher eine einzige schlechte ,handlung die gleiche moralische ,beschaffenheit aller folgenden1 sobald hnliche ,umstnde eintreten werden1 verbrgt3 dies bezeugt auch der englische ,ausdruck character fr ,ruf1 ,reputation1 ,ehre4 ,deshalb eben ist die verlorene ,ehre nicht wieder herzustellen2 es sei denn1 da der ,verlust auf ,tuschung1 wie ,verlumdung1 oder falschem ,schein1 beruht htte4 ,demgem gibt es ,gesetze gegen ,verlumdung1 ,pasquille1 auch ,injurien2 denn die ,injurie1 das bloe ,schimpfen1 ist eine summarische ,verlumdung1 ohne ,angabe der ,grnde3 dies liee sich ,griechisch gut ausdrcken3 esti h loidoria diabol syntomos1 -- welches jedoch nirgends vorkommt4 ,freilich legt der1 welcher schimpft1 dadurch an den ,tag1 da er nichts ,wirkliches und ,wahres gegen den andern vorzubringen hat2 da er sonst dieses als die ,prmissen geben und die ,konklusion getrost den ,hrern berlassen wrde2 statt dessen er die ,konklusion gibt und die ,prmissen schuldig bleibt3 allein er verlt sich auf die ,prsumtion1 da dies nur beliebter ,krze halber geschehe4 -- ,die brgerliche ,ehre hat zwar ihren ,namen vom ,brgerstande2 allein ihre ,geltung erstreckt sich ber alle ,stnde1 ohne ,unterschied1 sogar die allerhchsten nicht ausgenommen3 kein ,mensch kann ihrer entraten und ist es mit ihr eine ganz ernsthafte ,sache1 die jeder sich hten soll leicht zu nehmen4 ,wer ,treu und ,glauben bricht1 hat ,treu und ,glauben verloren1 auf immer1 was er auch tun und wer er auch sein mag2 die bittern ,frchte1 welche dieser ,verlust mit sich bringt1 werden nicht ausbleiben4 ,die 99,ehre99 hat1 in gewissem ,sinne1 einen 99negativen99 ,charakter1 nmlich im ,gegensatz des ,ruhmes1 der einen 99positiven99 ,charakter hat4 ,denn die ,ehre ist nicht die ,meinung von besonderen1 diesem ,subjekt allein zukommenden ,eigenschaften1 sondern nur von den1 der ,regel nach1 vorauszusetzenden1 als welche auch ihm nicht abgehen sollen4 ,sie besagt daher nur1 da dies ,subjekt keine ,ausnahme mache2 whrend der ,ruhm besagt1 da er eine mache4 ,ruhm mu daher erst erworben werden3 die ,ehre hingegen braucht blo nicht verloren zu gehn4 ,dem entsprechend ist ,ermangelung des ,ruhmes ,obskuritt1 ein ,negatives2 ,ermangelung der ,ehre ist ,schande1 ein ,positives4 -- ,diese ,negativitt darf aber nicht mit ,passivitt verwechselt werden3 vielmehr hat die ,ehre einen ganz aktiven ,charakter4 ,sie geht nmlich allein von dem 99,subjekt99 derselben aus1 beruht auf 99seinem99 ,tun und ,lassen1 nicht aber auf dem1 was andere tun und was ihm widerfhrt3 sie ist also tn eph' hmin4 ,dies ist1 wie wir bald sehn werden1 ein ,unterscheidungsmerkmal der wahren ,ehre von der ritterlichen1 oder ,afterehre4 ,blo durch ,verlumdung ist ein ,angriff von auen auf die ,ehre mglich3 das einzige ,gegenmittel ist ,widerlegung derselben1 mit ihr angemessener ffentlichkeit und ,entlarvung des ,verlumders4 ,die ,achtung vor dem ,alter scheint darauf zu beruhen1 da die ,ehre junger ,leute zwar als ,voraussetzung angenommen1 aber noch nicht erprobt ist1 daher eigentlich auf ,kredit besteht4 ,bei den lteren aber hat es sich im ,laufe des ,lebens ausweisen mssen1 ob sie1 durch ihren ,wandel1 ihre ,ehre behaupten konnten4 ,denn weder die ,jahre an sich1 als welche auch ,tiere1 und einige in viel hherer ,zahl1 erreichen1 noch auch die ,erfahrung1 als bloe1 nhere ,kenntnis vom ,laufe der ,welt1 sind hinreichender ,grund fr die ,achtung der ,jngeren gegen die lteren1 welche doch berall gefordert wird3 die bloe ,schwche des hheren ,alters wrde mehr auf ,schonung als auf ,achtung ,anspruch geben4 ,merkwrdig aber ist es1 da dem ,menschen ein gewisser ,respekt vor weien ,haaren angeboren und daher wirklich instinktiv ist4 ,runzeln1 ein ungleich sichereres ,kennzeichen des ,alters1 erregen diesen ,respekt keineswegs3 nie wird von ehrwrdigen ,runzeln1 aber stets vom ehrwrdigen weien ,haare geredet4 ,der ,wert der ,ehre ist nur ein mittelbarer4 ,denn1 wie bereits am ,eingang dieses ,kapitels auseinander gesetzt ist1 die ,meinung anderer von uns kann nur insofern ,wert fr uns haben1 als sie ihr ,handeln gegen uns bestimmt1 oder gelegentlich bestimmen kann4 ,dies ist jedoch der ,fall1 so lange wir mit oder unter ,menschen leben4 ,denn1 da wir1 im zivilisirten ,zustande1 ,sicherheit und ,besitz nur der ,gesellschaft verdanken1 auch der anderen1 bei allen ,unternehmungen1 bedrfen und sie ,zutrauen zu uns haben mssen1 um sich mit uns einzulassen2 so ist ihre ,meinung von uns von hohem1 wiewohl immer nur mittelbarem ,werte fr uns2 einen unmittelbaren kann ich ihr nicht zuerkennen4 ,in bereinstimmung hiemit sagt auch 99,cicero993 de bona autem fama ,chrysippus quidem et ,diogenes1 detracta utilitate1 ne digitum quidem1 ejus causa1 porrigendum esse dicebant4 ,quibus ego vehementer assentior4 7fin4 ,,iii1 #ag47 ,imgleichen gibt eine weitlufige ,auseinandersetzung dieser ,wahrheit 99,helvetius991 in seinem ,meisterwerke1 de l'esprit 7,disc4 ,,iii1 ch4 #ac71 deren ,resultat ist3 nous n'aimons pas l'estime pour l'estime1 mais uniquement pour les avantages qu'elle procure4 ,da nun das ,mittel nicht mehr wert sein kann als der ,zweck2 so ist der ,paradespruch die ,ehre geht ber das ,leben1 wie gesagt1 eine ,hyperbel4 ,soviel von der brgerlichen ,ehre4 ,die 99,amtsehre99 ist die allgemeine ,meinung anderer1 da ein ,mann1 der ein ,amt versieht1 alle dazu erforderlichen ,eigenschaften wirklich habe und auch in allen ,fllen seine amtlichen ,obliegenheiten pnktlich erflle4 ,je wichtiger und grer der ,wirkungskreis eines ,mannes im ,staate ist1 also je hher und einflureicher der ,posten1 auf dem er steht1 desto grer mu die ,meinung von den intellektuellen ,fhigkeiten und moralischen ,eigenschaften sein1 die ihn dazu tauglich machen3 mithin hat er einen um so hhern ,grad von ,ehre1 deren ,ausdruck seine ,titel1 ,orden usw4 sind1 wie auch das sich unterordnende ,betragen anderer gegen ihn4 ,nach dem selben ,mastabe bestimmt nun durchgngig der ,stand den besonderen ,grad der ,ehre1 wiewohl dieser modifizirt wird durch die ,fhigkeit der ,menge ber die ,wichtigkeit des ,standes zu urteilen4 ,immer aber erkennt man dem1 der besondere ,obliegenheiten hat und erfllt1 mehr ,ehre zu1 als dem gemeinen ,brger1 dessen ,ehre hauptschlich auf negativen ,eigenschaften beruht4 ,die ,amtsehre erfordert ferner1 da wer ein ,amt versieht1 das ,amt selbst1 seiner ,kollegen und ,nachfolger wegen1 im ,respekt erhalte1 eben durch jene pnktliche ,erfllung seiner ,pflichten und auch dadurch1 da er ,angriffe auf das ,amt selbst und auf sich1 soferne er es versieht1 d4 h4 uerungen1 da er das ,amt nicht pnktlich versehe1 oder da das ,amt selbst nicht zum allgemeinen ,besten gereiche1 nicht ungeahndet lasse1 sondern durch die gesetzliche ,strafe beweise1 da jene ,angriffe ungerecht waren4 ,unterordnungen der ,amtsehre sind die des ,staatsdieners1 des ,arztes1 des ,advokaten1 jedes ffentlichen ,lehrers1 ja jedes ,graduirten1 kurz eines jeden1 der durch ffentliche ,erklrung fr eine gewisse ,leistung geistiger ,art qualifizirt erklrt worden ist und sich eben deshalb selbst dazu anheischig gemacht hat2 also mit einem ,wort die ,ehre aller ffentlich ,anheischigen als solcher4 ,daher gehrt auch hieher die wahre 99,soldatenehre993 sie besteht darin1 da wer sich zur ,verteidigung des gemeinsamen ,vaterlandes anheischig gemacht hat1 die dazu ntigen ,eigenschaften1 also vor allem ,mut1 ,tapferkeit und ,kraft wirklich besitze und ernstlich bereit sei1 sein ,vaterland bis in den ,tod zu verteidigen und berhaupt die ,fahne1 zu der er einmal geschworen1 um nichts auf der ,welt zu verlassen4 -- ,ich habe hier die 99,amtsehre99 in einem weiteren ,sinne genommen1 als gewhnlich1 wo sie den dem ,amt selbst gebhrenden ,respekt der ,brger bedeutet4 ,die 99,sexualehre99 scheint mir einer nheren ,betrachtung und ,zurckfhrung ihrer ,grundstze auf die ,wurzel derselben zu bedrfen1 welche zugleich besttigen wird1 da alle ,ehre zuletzt auf ,ntzlichkeitsrcksichten beruht4 ,die ,sexualehre zerfllt1 ihrer ,natur nach1 in ,weiber- und ,mnnerehre1 und ist von beiden ,seiten ein wohlverstandener esprit de corps4 ,die erstere ist bei weitem die wichtigste von beiden3 weil im weiblichen ,leben das ,sexualverhltnis die ,hauptsache ist4 -- ,die 99weibliche ,ehre99 also ist die allgemeine ,meinung von einem ,mdchen1 da sie sich gar keinem ,manne1 und von einer ,frau1 da sie sich nur dem ihr angetrauten hingegeben habe4 ,die ,wichtigkeit dieser ,meinung beruht auf ,folgendem4 ,das weibliche ,geschlecht verlangt und erwartet vom mnnlichen alles1 nmlich alles1 was es wnscht und braucht3 das mnnliche verlangt vom weiblichen zunchst und unmittelbar nur eines4 ,daher mute die ,einrichtung getroffen werden1 da das mnnliche ,geschlecht vom weiblichen jenes eine nur erlangen kann gegen bernahme der ,sorge fr alles und zudem fr die aus der ,verbindung entspringenden ,kinder3 auf dieser ,einrichtung beruht die ,wohlfahrt des ganzen weiblichen ,geschlechts4 ,um sie durchzusetzen1 mu notwendig das weibliche ,geschlecht zusammenhalten und esprit de corps beweisen4 ,dann aber steht es als ein ,ganzes und in geschlossener ,reihe dem gesamten mnnlichen ,geschlechte1 welches durch das bergewicht seiner ,krper- und ,geisteskrfte von ,natur im ,besitz aller irdischen ,gter ist1 als dem gemeinschaftlichen ,feinde gegenber1 der besiegt und erobert werden mu1 um1 mittelst seines ,besitzes1 in den ,besitz der irdischen ,gter zu gelangen4 ,zu diesem ,ende nun ist die ,ehrenmaxime des ganzen weiblichen ,geschlechts1 da dem mnnlichen jeder uneheliche ,beischlaf durchaus versagt bleibe2 damit jeder einzelne zur ,ehe1 als welche eine ,art von ,kapitulation ist1 gezwungen und dadurch das ganze weibliche ,geschlecht versorgt werde4 ,dieser ,zweck kann aber nur vermittelst strenger ,beobachtung der obigen ,maxime vollkommen erreicht werden3 daher wacht das ganze weibliche ,geschlecht1 mit wahrem esprit de corps1 ber die ,aufrechterhaltung derselben unter allen seinen ,mitgliedern4 ,demgem wird jedes ,mdchen1 welches durch unehelichen ,beischlaf einen ,verrat gegen das ganze weibliche ,geschlecht begangen hat1 weil dessen ,wohlfahrt durch das ,allgemeinwerden dieser ,handlungsweise untergraben werden wrde1 von demselben ausgestoen und mit ,schande belegt3 es hat seine ,ehre verloren4 ,kein ,weib darf mehr mit ihm umgehen3 es wird1 gleich einer ,verpesteten1 gemieden4 ,das gleiche ,schicksal trifft die ,ehebrecherin2 weil diese dem ,manne die von ihm eingegangene ,kapitulation nicht gehalten hat1 durch solches ,beispiel aber die ,mnner vom ,eingehen derselben abgeschreckt werden2 whrend auf ihr das ,heil des ganzen weiblichen ,geschlechts beruht4 ,aber noch berdies verliert die ,ehebrecherin1 wegen der groben ,wortbrchigkeit und des ,betruges in ihrer ,tat1 mit der ,sexualehre zugleich die brgerliche4 ,daher sagt man wohl1 mit einem entschuldigenden ,ausdruck1 ein gefallenes ,mdchen1 aber nicht eine gefallene ,frau1 und der ,verfhrer kann jene1 durch die ,ehe1 wieder ehrlich machen2 nicht so der ,ehebrecher diese1 nachdem sie geschieden worden4 -- ,wenn man nun1 infolge dieser klaren ,einsicht1 einen zwar heilsamen1 ja notwendigen1 aber wohlberechneten und auf ,interesse gesttzten esprit de corps als die ,grundlage des ,prinzips der weiblichen ,ehre erkennt2 so wird man dieser zwar die grte ,wichtigkeit fr das weibliche ,dasein und daher einen groen relativen1 jedoch keinen absoluten1 ber das ,leben und seine ,zwecke hinausliegenden und demnach mit diesem selbst zu erkaufenden ,wert beilegen knnen4 ,demnach nun wird man den berspannten1 zu tragischen ,farcen ausartenden ,taten der ,lukretia und des ,virginius keinen ,beifall schenken knnen4 ,daher eben hat der ,schlu der ,emilia ,galotti etwas so ,emprendes1 da man das ,schauspielhaus in vlliger ,verstimmung verlt4 ,hingegen kann man nicht umhin1 der ,sexualehre zum ,trotz1 mit dem ,klrchen des ,egmont zu sympathisiren4 ,jenes auf die ,spitze ,treiben des weiblichen ,ehrenprinzips gehrt1 wie so manches1 zum ,vergessen des ,zwecks ber die ,mittel3 denn die ,sexualehre wird1 durch solche berspannung1 ein absoluter ,wert angedichtet2 whrend sie1 noch mehr als alle andere ,ehre1 einen blo relativen hat2 ja1 man mchte sagen1 einen blo konventionellen1 wenn man aus dem ,thomasius de concubinatu ersieht1 wie in fast allen ,lndern und ,zeiten1 bis zur ,lutherischen ,reformation1 das ,konkubinat ein gesetzlich erlaubtes und anerkanntes ,verhltnis gewesen ist1 bei welchem die ,konkubine ehrlich blieb2 der ,mylitta zu ,babylon 7,herodot ,i1 #aii7 usw4 gar nicht zu gedenken4 ,auch gibt es allerdings brgerliche ,verhltnisse1 welche die uere ,form der ,ehe unmglich machen1 besonders in katholischen ,lndern1 wo keine ,scheidung stattfindet2 berall aber fr regierende ,herren1 als welche1 meiner ,meinung nach1 viel moralischer handeln1 wenn sie eine ,mtresse halten1 als wenn sie eine morganatische ,ehe eingehen1 deren ,deszendenz1 beim etwanigen ,aussterben der legitimen1 einst ,ansprche erheben knnte2 weshalb1 sei es auch noch so entfernt1 durch solche ,ehe die ,mglichkeit eines ,brgerkrieges herbeigefhrt wird4 berdies ist eine solche morganatische1 d4 h4 eigentlich allen uern ,verhltnissen zum ,trotz geschlossene ,ehe1 im letzten ,grunde1 eine den ,weibern und den ,pfaffen gemachte ,konzession1 zweien ,klassen1 denen man etwas einzurumen sich mglichst hten sollte4 ,ferner ist zu erwgen1 da jeder im ,lande das ,weib seiner ,wahl ehelichen kann1 bis auf einen1 dem dieses natrliche ,recht benommen ist3 dieser arme ,mann ist der ,frst4 ,seine ,hand gehrt dem ,lande und wird nach der ,staatsraison1 d4 h4 dem ,wohl des ,landes gem1 vergeben4 ,nun aber ist er doch ein ,mensch und will auch einmal dem ,hange seines ,herzens folgen4 ,daher ist es so ungerecht und undankbar1 wie es spiebrgerlich ist1 dem ,frsten das ,halten einer ,mtresse verwehren1 oder vorwerfen zu wollen2 versteht sich1 so lange ihr kein ,einflu auf die ,regierung gestattet wird4 ,auch ihrerseits ist eine solche ,mtresse1 hinsichtlich der ,sexualehre1 gewissermaen eine ,ausnahmsperson1 eine ,eximirte von der allgemeinen ,regel3 denn sie hat sich blo einem ,manne ergeben1 der sie und den sie lieben1 aber nimmermehr heiraten konnte4 -- berhaupt aber zeugen von dem nicht rein natrlichen ,ursprunge des weiblichen ,ehrenprinzips die vielen blutigen ,opfer1 welche demselben gebracht werden1 -- im ,kindermorde und ,selbstmorde der ,mtter4 ,allerdings begeht ein ,mdchen1 die sich ungesetzlich preisgibt1 dadurch einen ,treuebruch gegen ihr ganzes ,geschlecht3 jedoch ist diese ,treue nur stillschweigend angenommen und nicht beschworen4 ,und da1 im gewhnlichen ,fall1 ihr eigener ,vorteil am unmittelbarsten darunter leidet1 so ist ihre ,torheit dabei unendlich grer als ihre ,schlechtigkeit4 ,die ,geschlechtsehre der ,mnner wird durch die der ,weiber hervorgerufen1 als der entgegengesetzte esprit de corps1 welcher verlangt1 da jeder1 der die dem ,gegenpart so sehr gnstige ,kapitulation1 die ,ehe1 eingegangen ist1 jetzt darber wache1 da sie ihm gehalten werde2 damit nicht selbst dieses ,paktum1 durch das ,einreien einer laxen ,observanz desselben1 seine ,festigkeit verliere und die ,mnner1 indem sie alles hingeben1 nicht einmal des einen versichert seien1 was sie dafr erhandeln1 des ,alleinbesitzes des ,weibes4 ,demgem fordert die ,ehre des ,mannes1 da er den ,ehebruch seiner ,frau ahnde und1 wenigstens durch ,trennung von ihr1 strafe4 ,duldet er ihn wissentlich1 so wird er von der ,mnnergemeinschaft mit ,schande belegt3 jedoch ist diese lange nicht so durchgreifend1 wie die durch den ,verlust der ,geschlechtsehre das ,weib treffende1 vielmehr nur eine levioris notae macula2 weil beim ,manne die ,geschlechtsbeziehung eine untergeordnete ist1 indem er in noch vielen anderen und wichtigeren steht4 ,die zwei groen dramatischen ,dichter der neueren ,zeit haben1 jeder zweimal1 diese ,mnnerehre zu ihrem ,thema genommen3 ,shakespeare1 im ,othello und im ,wintermrchen1 und ,calderon1 in el medico de su honra 7der ,arzt seiner ,ehre7 und a secreto agravio secreta venganza 7fr geheime ,schmach geheime ,rache74 brigens fordert diese ,ehre nur die ,bestrafung des ,weibes1 nicht die ihres ,buhlen2 welche blo ein opus supererogationis ist3 hiedurch besttigt sich der angegebene ,ursprung derselben aus dem esprit de corps der ,mnner4 -- ,die ,ehre1 wie ich sie bis hieher1 in ihren ,gattungen und ,grundstzen1 betrachtet habe1 findet sich bei allen ,vlkern und zu allen ,zeiten als allgemein geltend2 wenn gleich der ,weiberehre sich einige lokale und temporre ,modifikationen ihre ,grundstze nachweisen lassen4 ,hingegen gibt es noch eine1 von jener allgemein und berall gltigen gnzlich verschiedene ,gattung der ,ehre1 von welcher weder ,griechen noch ,rmer einen ,begriff hatten1 so wenig wie ,chinesen1 ,hindu und ,mohammedaner1 bis auf den heutigen ,tag1 irgend etwas von ihr wissen4 ,denn sie ist erst im ,mittelalter entstanden und blo im christlichen ,europa einheimisch geworden1 ja1 selbst hier nur unter einer uerst kleinen ,fraktion der ,bevlkerung1 nmlich unter den hheren ,stnden der ,gesellschaft und was ihnen nacheifert4 ,es ist die 99ritterliche ,ehre991 oder das point d'honneur4 ,da ihre ,grundstze von denen der bis hieher errterten ,ehre gnzlich verschieden1 sogar diesen zum ,teil entgegengesetzt sind1 indem jene erstere den 99,ehrenmann991 diese hingegen den 99,mann von ,ehre99 macht2 so will ich ihre ,prinzipien hier besonders ausstellen1 als einen ,kodex1 oder ,spiegel der ritterlichen ,ehre4 #a4 ,die ,ehre besteht 99nicht99 in der ,meinung anderer von unserm ,wert1 sondern ganz allein in den 99uerungen99 einer solchen ,meinung2 gleichviel ob die geuerte ,meinung wirklich vorhanden sei oder nicht2 geschweige1 ob sie ,grund habe4 ,demnach mgen andere1 in ,folge unsers ,lebenswandels1 eine noch so schlechte ,meinung von uns hegen1 uns noch so sehr verachten2 solange nur keiner sich untersteht1 solches laut zu uern1 schadet es der ,ehre durchaus nicht4 ,umgekehrt aber1 wenn wir auch durch unsere ,eigenschaften und ,handlungen alle andern zwingen1 uns sehr hoch zu achten 7denn das hngt nicht von ihrer ,willkr ab72 so darf dennoch nur irgend einer1 -- und wre es der ,schlechteste und ,dmmste --1 seine ,geringschtzung ber uns aussprechen1 und alsbald ist unsere ,ehre verletzt1 ja1 sie ist auf immer verloren2 wenn sie nicht wieder hergestellt wird4 -- ,ein berflssiger ,beleg dazu1 da es keineswegs auf die 99,meinung99 anderer1 sondern allein auf die 99uerung99 einer solchen ankomme1 ist der1 da ,verunglimpfungen 99zurckgenommen991 ntigenfalls abgebeten werden knnen1 wodurch es dann ist1 als wren sie nie geschehn3 ob dabei die ,meinung1 aus der sie entsprungen1 sich ebenfalls gendert habe und weshalb dies geschehn sein sollte1 tut nichts zur ,sache3 nur die uerung wird annullirt1 und dann ist alles gut4 ,hier ist es demnach nicht darauf abgesehn1 ,respekt zu verdienen1 sondern ihn zu ertrotzen4 #b4 ,die ,ehre eines ,mannes beruht nicht auf dem1 was er 99tut991 sondern auf dem1 was er 99leidet991 was ihm widerfhrt4 ,wenn1 nach den ,grundstzen der zuerst errterten1 allgemein geltenden ,ehre1 diese allein abhngt von dem1 was 99er selbst99 sagt oder tut2 so hngt hingegen die ritterliche ,ehre ab von dem1 was irgend ein anderer sagt oder tut4 ,sie liegt sonach in der ,hand1 ja1 hngt an der ,zungenspitze eines jeden1 und kann1 wenn dieser zugreift1 jeden ,augenblick auf immer verloren gehn1 falls nicht der ,betroffene1 durch einen bald zu erwhnenden ,herstellungsproze1 sie wieder an sich reit1 welches jedoch nur mit ,gefahr seines ,lebens1 seiner ,gesundheit1 seiner ,freiheit1 seines ,eigentums und seiner ,gemtsruhe geschehn kann4 ,diesem zufolge mag das ,tun und ,lassen eines ,mannes das rechtschaffenste und edelste1 sein ,gemt das reinste und sein ,kopf der eminenteste sein2 so kann dennoch seine ,ehre jeden ,augenblick verloren gehn1 sobald es nmlich irgend einem1 -- der nur noch nicht diese ,ehrengesetze verletzt hat1 brigens aber der nichtswrdigste ,lump1 das stupideste ,vieh1 ein ,tagedieb1 ,spieler1 ,schuldenmacher1 kurz1 ein ,mensch1 der nicht wert ist1 da jener ihn ansieht1 sein kann1 -- beliebt1 ihn zu 99schimpfen994 ,sogar wird es meistenteils gerade ein ,subjekt solcher ,art sein1 dem dies beliebt2 weil eben1 wie 99,seneka99 richtig bemerkt1 ut quisque contemtissimus et ludibrio est1 ita solutissimae linguae est 7de constantia1 #aa73 auch wird ein solcher gerade gegen einen1 wie der zuerst ,geschilderte1 am leichtesten aufgereizt werden2 weil die ,gegenstze sich hassen und weil der ,anblick berwiegender ,vorzge die stille ,wut der ,nichtswrdigkeit zu erzeugen pflegt2 daher eben ,goethe sagt3 ,was klagst du ber ,feinde8 ,sollten solche je werden ,freunde1 ,denen das ,wesen1 wie du bist1 ,im ,stillen ein ewiger ,vorwurf ist8 99,w4 ,o4 ,divan499 ,man sieht1 wie sehr viel gerade die ,leute der zuletzt geschilderten ,art dem ,ehrenprinzip zu danken haben2 da es sie mit denen nivellirt1 welche ihnen sonst in jeder ,beziehung unerreichbar wren4 -- ,hat nun ein solcher geschimpft1 d4 h4 dem andern eine schlechte ,eigenschaft zugesprochen2 so gilt dies1 vor der ,hand1 als ein objektiv wahres und gegrndetes ,urteil1 ein rechtskrftiges ,dekret1 ja1 es bleibt fr alle ,zukunft wahr und gltig1 wenn es nicht alsbald mit ,blut ausgelscht wird3 d4 h4 der ,geschimpfte bleibt 7in den ,augen aller ,leute von ,ehre7 das1 was der ,schimpfer 7und wre dieser der letzte aller ,erdenshne7 ihn genannt hat3 denn er hat es 7dies ist der terminus technicus7 auf sich sitzen lassen4 ,demgem werden die ,leute von ,ehre ihn jetzt durchaus verachten1 ihn wie einen ,verpesteten fliehen1 z4 ,b4 sich laut und ffentlich weigern1 in eine ,gesellschaft zu gehn1 wo er ,zutritt hat usw4 -- ,den ,ursprung dieser weisen ,grundansicht glaube ich mit ,sicherheit darauf zurckfhren zu knnen1 da 7nach ,c4 ,g4 von ,wchters ,beitrge zur deutschen ,geschichte1 besonders des deutschen ,strafrechts #ahde7 im ,mittelalter1 bis ins #ae4 ,jahrhundert1 bei ,kriminalprozessen nicht der ,anklger die ,schuld1 sondern der ,angeklagte seine ,unschuld zu beweisen hatte4 ,dies konnte geschehen durch einen ,reinigungseid1 zu welchem er jedoch noch der ,eideshelfer 7consacramentales7 bedurfte1 welche beschworen1 sie seien berzeugt1 da er keines ,meineides fhig sei4 ,hatte er diese nicht1 oder lie der ,anklger sie nicht gelten2 so trat ,gottesurteil ein1 und dieses bestand gewhnlich im ,zweikampf4 ,denn der ,angeklagte war jetzt ein ,bescholtener und hatte sich zu reinigen4 ,wir sehn hier den ,ursprung des ,begriffs des ,bescholtenseins und des ganzen ,hergangs der ,dinge1 wie er noch heute unter den ,leuten von ,ehre stattfindet1 nur mit ,weglassung des ,eides4 ,eben hier ergibt sich auch die ,erklrung der obligaten1 hohen ,indignation1 mit welcher ,leute von ,ehre den ,vorwurf der ,lge empfangen und blutige ,rache dafr fordern1 welches1 bei der ,alltglichkeit der ,lgen1 sehr seltsam erscheint1 aber besonders in ,england zum tiefwurzelnden ,aberglauben erwachsen ist4 7,wirklich mte jeder1 der den ,vorwurf der ,lge mit dem ,tode zu strafen droht1 in seinem ,leben nicht gelogen haben47 ,nmlich in jenen ,kriminalprozessen des ,mittelalters war die krzere ,form1 da der ,angeklagte dem ,anklger erwiderte3 das lgst du2 worauf dann sofort auf ,gottesurteil erkannt wurde3 daher also schreibt es sich1 da1 nach dem ritterlichen ,ehrenkodex1 auf den ,vorwurf der ,lge sogleich die ,appellation an die ,waffen erfolgen mu4 -- ,so viel1 was das ,schimpfen betrifft4 ,nun aber gibt es sogar noch etwas rgeres als ,schimpfen1 etwas so ,erschreckliches1 da ich wegen dessen bloer ,erwhnung in diesem ,kodex der ritterlichen ,ehre1 die ,leute von ,ehre um ,verzeihung zu bitten habe1 da ich wei1 da beim bloen ,gedanken daran ihnen die ,haut schaudert und ihr ,haar sich emporstrubt1 indem es das summum malum1 der bel grtes auf der ,welt1 und rger als ,tod und ,verdammnis ist4 ,es kann nmlich1 horribile dictu1 einer dem andern einen ,klaps oder ,schlag versetzen4 ,dies ist eine entsetzliche ,begebenheit und fhrt einen so kompleten ,ehrentod herbei1 da1 wenn alle andern ,verletzungen der ,ehre schon durch ,blutlassen zu heilen sind1 diese zu ihrer grndlichen ,heilung einen kompleten ,totschlag erfordert4 #c4 ,die ,ehre hat mit dem1 was der ,mensch an und fr sich sein mag1 oder mit der ,frage1 ob seine moralische ,beschaffenheit sich jemals ndern knne1 und allen solchen ,schulfuchsereien1 ganz und gar nichts zu tun2 sondern wann sie verletzt1 oder vor der ,hand verloren ist1 kann sie1 wenn man nur schleunig dazutut1 recht bald und vollkommen wieder hergestellt werden1 durch ein einziges ,universalmittel1 das ,duell4 ,ist jedoch der ,verletzer nicht aus den ,stnden1 die sich zum ,kodex der ritterlichen ,ehre bekennen1 oder hat derselbe diesem schon ein ,mal zuwider gehandelt2 so kann man1 zumal wenn die ,ehrenverletzung eine ttliche1 aber auch1 wenn sie eine blo wrtliche gewesen sein sollte1 eine sichere ,operation vornehmen1 indem man1 wenn man bewaffnet ist1 ihn auf der ,stelle1 allenfalls auch noch eine ,stunde nachher1 niedersticht1 wodurch dann die ,ehre wieder heil ist4 ,auerdem aber1 oder wenn man1 aus ,besorgnis vor daraus entstehenden ,unannehmlichkeiten1 diesen ,schritt vermeiden mchte1 oder wenn man blo ungewi ist1 ob der ,beleidiger sich den ,gesetzen der ritterlichen ,ehre unterwerfe1 oder nicht1 hat man ein ,palliativmittel1 an der ,avantage4 ,diese besteht darin1 da1 wenn er grob gewesen ist1 man noch merklich grber sei3 geht dies mit ,schimpfen nicht mehr an1 so schlgt man drein1 und zwar ist auch hier ein ,klimax der ,ehrenrettung3 ,ohrfeigen werden durch ,stockschlge kurirt1 diese durch ,hetzpeitschenhiebe3 selbst gegen letztere wird von einigen das ,anspucken als probat empfohlen4 ,nur wenn man mit diesen ,mitteln nicht mehr zur ,zeit kommt1 mu durchaus zu blutigen ,operationen geschritten werden4 ,diese ,palliativmethode hat ihren ,grund eigentlich in der folgenden ,maxime4 #d4 ,wie ,geschimpftwerden eine ,schande1 so ist ,schimpfen eine ,ehre4 ,z4 ,b4 auf der ,seite meines ,gegners sei ,wahrheit1 ,recht und ,vernunft2 ich aber schimpfe2 so mssen diese alle einpacken1 und ,recht und ,ehre ist auf meiner ,seite3 er hingegen hat vorlufig seine ,ehre verloren1 -- bis er sie herstellt1 nicht etwan durch ,recht und ,vernunft1 sondern durch ,schieen und ,stechen4 ,demnach ist die ,grobheit eine ,eigenschaft1 welche1 im ,punkte der ,ehre1 jede andere ersetzt oder berwiegt3 der ,grbste hat allemal ,recht3 quid multa8 ,welche ,dummheit1 ,ungezogenheit1 ,schlechtigkeit einer auch begangen haben mag2 -- durch eine ,grobheit wird sie als solche ausgelscht und sofort legitimiert4 ,zeigt etwan in einer ,diskussion1 oder sonst im ,gesprch ein anderer richtigere ,sachkenntnis1 strengere ,wahrheitsliebe1 gesnderes ,urteil1 mehr ,verstand als wir1 oder berhaupt1 lt er geistige ,vorzge blicken1 die uns in ,schatten stellen2 so knnen wir alle dergleichen berlegenheiten und unsere eigene durch sie aufgedeckte ,drftigkeit sogleich aufheben und nun umgekehrt selbst berlegen sein1 indem wir beleidigend und grob werden4 ,denn eine ,grobheit besiegt jedes ,argument und eklipzirt allen ,geist3 wenn daher nicht etwan der ,gegner sich darauf einlt und sie mit einer greren erwidert1 wodurch wir in den edlen ,wettkampf der ,avantage geraten2 so bleiben wir ,sieger und die ,ehre ist auf unserer ,seite3 ,wahrheit1 ,kenntnis1 ,verstand1 ,geist1 ,witz mssen einpacken und sind aus dem ,felde geschlagen von der gttlichen ,grobheit4 ,daher werden ,leute von ,ehre1 sobald jemand eine ,meinung uert1 die von der ihrigen abweicht1 oder auch nur mehr ,verstand zeigt1 als sie ins ,feld stellen knnen1 sogleich ,miene machen1 jenes ,kampfro zu besteigen2 und wenn etwan1 in einer ,kontroverse1 es ihnen an einem ,gegenargument fehlt1 so suchen sie nach einer ,grobheit1 als welche ja denselben ,dienst leistet und leichter zu finden ist3 darauf gehn sie siegreich von dannen4 ,man sieht schon hier1 wie sehr mit ,recht dem ,ehrenprinzip die ,veredelung des ,tones in der ,gesellschaft nachgerhmt wird4 -- ,diese ,maxime beruht nun wieder auf der folgenden1 welche die eigentliche ,grundmaxime und die ,seele des ganzen ,kodex ist4 #e4 ,der oberste ,richterstuhl des ,rechts1 an den man1 in allen ,differenzen1 von jedem andern1 soweit es die ,ehre betrifft1 appelliren kann1 ist der der physischen ,gewalt1 d4 h4 der ,tierheit4 ,denn jede ,grobheit ist eigentlich eine ,appellation an die ,tierheit1 indem sie den ,kampf der geistigen ,krfte1 oder des moralischen ,rechts1 fr inkompetent erklrt und an deren ,stelle den ,kampf der physischen ,krfte setzt1 welcher bei der ,spezies ,mensch1 die von 99,franklin99 ein toolmaking animal 7,werkzeuge verfertigendes ,tier7 definirt wird1 mit den ihr demnach eigentmlichen ,waffen1 im ,duell1 vollzogen wird und eine unwiderrufliche ,entscheidung herbeifhrt4 -- ,diese ,grundmaxime wird bekanntlich1 mit einem ,worte1 durch den ,ausdruck 99,faustrecht991 welcher dem ,ausdruck 99,aberwitz99 analog und daher1 wie dieser1 ironisch ist1 bezeichnet3 demnach sollte1 ihm gem1 die ritterliche ,ehre die ,faust-,ehre heien4 -- #f4 ,hatten wir1 weiter oben1 die brgerliche ,ehre sehr skrupuls gefunden im ,punkte des ,mein und ,dein1 der eingegangenen ,verpflichtungen und des gegebenen ,wortes2 so zeigt hingegen der hier in ,betrachtung genommene ,kodex darin die nobelste ,liberalitt4 ,nmlich nur 99ein99 ,wort darf nicht gebrochen werden1 das ,ehrenwort1 d4 h4 das ,wort1 bei dem man gesagt hat auf ,ehre6 -- woraus die ,prsumtion entsteht1 da jedes andere ,wort gebrochen werden darf4 ,sogar bei dem ,bruch dieses ,ehrenworts lt sich zur ,not die ,ehre noch retten1 durch das ,universalmittel1 das ,duell1 hier mit denjenigen1 welche behaupten1 wir htten das ,ehrenwort gegeben4 -- ,ferner3 nur 99eine99 ,schuld gibt es1 die unbedingt bezahlt werden mu1 -- die ,spielschuld1 welche auch demgem den ,namen ,ehrenschuld fhrt4 ,um alle brigen ,schulden mag man ,juden und ,christen prellen3 das schadet der ritterlichen ,ehre durchaus nicht4 -- ,da nun dieser seltsame1 barbarische und lcherliche ,kodex der ,ehre nicht aus dem ,wesen der menschlichen ,natur1 oder einer gesunden ,ansicht menschlicher ,verhltnisse hervorgegangen sei1 erkennt der ,unbefangene auf den ersten ,blick4 ,zudem aber wird es durch den uerst beschrnkten ,bereich seiner ,geltung besttigt3 dieser nmlich ist ausschlielich ,europa und zwar nur seit dem ,mittelalter1 und auch hier nur beim ,adel1 ,militr und was diesen nacheifert4 ,denn weder ,griechen1 noch ,rmer1 noch die hochgebildeten asiatischen ,vlker1 alter und neuer ,zeit1 wissen irgend etwas von dieser ,ehre und ihren ,grundstzen4 ,sie alle kennen keine andere ,ehre1 als die zuerst analysirte4 ,bei ihnen allen gilt demnach der ,mann fr das1 wofr sein ,tun und ,lassen ihn kund gibt1 nicht aber fr das1 was irgend einer losen ,zunge beliebt von ihm zu sagen4 ,bei ihnen allen kann1 was einer sagt oder tut1 wohl seine 99eigene99 ,ehre vernichten1 aber nie die eines andern4 ,ein ,schlag ist bei ihnen allen eben nur ein ,schlag1 wie jedes ,pferd und jeder ,esel ihn gefhrlicher versetzen kann3 er wird1 nach ,umstnden1 zum ,zorne reizen1 auch wohl auf der ,stelle gercht werden3 aber mit der ,ehre hat er nichts zu tun1 und keineswegs wird ,buch gehalten ber ,schlge und ,schimpfwrter1 nebst der dafr gewordenen oder aber einzufordern versumten ,satisfaktion4 ,an ,tapferkeit und ,lebensverachtung stehn sie den ,vlkern des christlichen ,europas nicht nach4 ,griechen und ,rmer waren doch wohl ganze ,helden3 aber sie wuten nichts vom point d'honneur4 ,der ,zweikampf war bei ihnen nicht ,sache der ,edeln im ,volke1 sondern feiler ,gladiatoren1 preisgegebener ,sklaven und verurteilter ,verbrecher1 welche1 mit wilden ,tieren abwechselnd1 auf einander gehetzt wurden1 zur ,belustigung des ,volks4 ,bei ,einfhrung des ,christentums wurden die ,gladiatorenspiele aufgehoben3 an ihre ,stelle aber ist1 in der christlichen ,zeit1 unter ,vermittelung des ,gottesurteils1 das ,duell getreten4 ,waren jene ein grausames ,opfer1 der allgemeinen ,schaulust gebracht2 so ist dieses ein grausames ,opfer1 dem allgemeinen ,vorurteil gebracht2 aber nicht wie jenes1 von ,verbrechern1 ,sklaven und ,gefangenen1 sondern von ,freien und ,edeln4 ,da den ,alten jenes ,vorurteil vllig fremd war1 bezeugen eine ,menge uns aufbehaltener ,zge4 ,als z4 ,b4 ein ,teutonischer ,huptling den 99,marius99 zum ,zweikampf herausgefordert hatte1 lie dieser ,held ihm antworten3 wenn er seines ,lebens berdrssig wre1 mge er sich aufhngen1 bot ihm jedoch einen ausgedienten ,gladiator an1 mit dem er sich herumschlagen knne 7,freinsh4 suppl4 in ,liv4 lib4 ,,lxviii1 c4 #ab74 ,im ,plutarch 7,them4 #aa7 lesen wir1 da der ,flottenbefehlshaber ,eurybiades1 mit dem ,themistokles streitend1 den ,stock aufgehoben habe1 ihn zu schlagen2 jedoch nicht1 da dieser darauf den ,degen gezogen1 vielmehr1 da er gesagt habe3 pataxon men oun1 akouson de3 schlage mich1 aber hre mich4 ,mit welchem ,unwillen mu doch der ,leser von ,ehre hiebei die ,nachricht vermissen1 da das ,atheniensische ,offizierkorps sofort erklrt habe1 unter so einem ,themistokles nicht ferner dienen zu wollen6 -- ,ganz richtig sagt demnach ein neuerer franzsischer ,schriftsteller3 si quelqu'un s'avisait de dire que ,dmosthne fut un homme d'honneur1 on sourirait de piti2 -- -- -- ,cicron n'tait pas un homme d'honneur non plus4 7,soires littraires1 par ,c4 ,durand4 ,rouen #ahbh4 ,vol4 #b4 p4 #cjj47 ,ferner zeigt die ,stelle im ,plato 7de leg4 ,,ix1 die letzten #f ,seiten1 imgleichen ,,xi p4 #aca ,bip47 ber die aikia1 d4 h4 ,mihandlungen1 zur ,genge1 da die ,alten von der ,ansicht des ritterlichen ,ehrenpunktes bei solchen ,sachen keine ,ahnung hatten4 99,sokrates99 ist1 in ,folge seiner hufigen ,disputationen1 oft ttlich mihandelt worden1 welches er gelassen ertrug3 als er einst einen ,futritt erhielt1 nahm er es geduldig hin und sagte dem1 der sich hierber wunderte3 wrde ich denn1 wenn mich ein ,esel gestoen htte1 ihn verklagen8 -- 7,diog4 ,laert4 ,,ii1 #ba47 ,als1 ein ander ,mal1 jemand zu ihm sagte3 schimpft und schmht dich denn jener nicht8 war seine ,antwort3 nein3 denn was er sagt pate nicht auf mich 7ibid4 #cf47 -- ,stobos 7,florileg41 ed4 ,gaisford1 ,vol4 ,i1 p4 #cbg-ccj7 hat eine lange ,stelle des 99,musonius99 uns aufbewahrt1 daraus zu ersehen1 wie die ,alten die ,injurien betrachteten3 sie kannten keine andere ,genugtuung1 als die gerichtliche2 und weise ,mnner verschmhten auch diese4 ,da die ,alten fr eine erhaltene ,ohrfeige keine andere ,genugtuung kannten1 als eine gerichtliche1 ist deutlich zu ersehn aus ,plato's ,gorgias 7,s4 #hf ,bip472 woselbst auch 7,s4 #acc7 die ,meinung des ,sokrates darber steht4 ,dasselbe erhellt auch aus dem ,berichte des ,gillius 7,,xx1 #a7 von einem gewissen ,lucius ,veratius1 welcher den ,mutwillen bte1 den ihm auf der ,strae begegnenden rmischen ,brgern1 ohne ,anla1 eine ,ohrfeige zu versetzen1 in welcher ,absicht er1 um allen ,weitluftigkeiten darber vorzubeugen1 sich von einem ,sklaven mit einem ,beutel ,kupfermnze begleiten lie1 der den also berraschten sogleich das gesetzmige ,schmerzensgeld von #be ,a auszahlte4 99,krates991 der berhmte ,zyniker1 hatte vom ,musiker ,nikodromos eine so starke ,ohrfeige erhalten1 da ihm das ,gesicht angeschwollen und blutrnstig geworden war3 darauf befestigte er an seiner ,stirn ein ,brettchen1 mit der ,inschrift ,nikodromos epoiei 7,nicodromus fecit71 wodurch groe ,schande auf den ,fltenspieler fiel1 der gegen einen ,mann1 den ganz ,athen wie einen ,hausgott verehrte 7,apul4 ,flor4 p4 #abf bip471 eine solche ,brutalitt ausgebt hatte4 7,diog4 ,laert4 ,,vi1 #hi47 -- ,vom 99,diogenes99 aus ,sinope haben wir darber1 da die betrunkenen ,shne der ,athener ihn geprgelt hatten1 einen ,brief an den ,melesippus1 dem er bedeutet1 das habe nichts auf sich4 7,nota ,casaub4 ad ,diog4 ,laert4 ,,vi1 #cc47 -- ,seneka hat1 im ,buche de constantia sapientis1 vom ,c4 #aj an bis zum ,ende1 die ,beleidigung1 contumelia1 ausfhrlich in ,betracht genommen1 um darzulegen1 da der ,weise sie nicht beachtet4 ,kapitel #ad sagt er3 at sapiens colaphis percussus1 quid faciet8 quod ,cato1 cum illi os percussum esset3 non excanduit1 non vindicavit injuriam3 nec remisit quidem1 sed factam negavit4 ,ja1 ruft ihr1 das waren ,weise6 -- ,ihr aber seid ,narren8 ,einverstanden4 -- ,wir sehn also1 da den ,alten das ganze ritterliche ,ehrenprinzip unbekannt war1 weil sie eben in allen ,stcken der unbefangenen1 natrlichen ,ansicht der ,dinge getreu blieben und daher solche sinistre und heillose ,fratzen sich nicht einreden lieen4 ,deshalb konnten sie auch einen ,schlag ins ,gesicht fr nichts anderes halten1 als was er ist1 eine kleine physische ,beeintrchtigung2 whrend er den ,neuern eine ,katastrophe und ein ,thema zu ,trauerspielen geworden ist1 z4 ,b4 im ,eid des ,corneille1 auch in einem neueren deutschen brgerlichen ,trauerspiele1 welches die ,macht der ,verhltnisse heit1 aber die ,macht des ,vorurteils heien sollte3 wenn aber gar ein ,mal in der ,pariser ,nationalversammlung eine ,ohrfeige fllt1 so hallt ganz ,europa davon wieder4 ,den ,leuten von ,ehre nun aber1 welche durch obige klassische ,erinnerungen und angefhrte ,beispiele aus dem ,altertume verstimmt sein mssen1 empfehle ich1 als ,gegengift1 in 99,diderots99 ,meisterwerke1 ,jaques le fataliste1 die ,geschichte des ,herrn 99,desglands99 zu lesen1 als ein auserlesenes ,musterstck moderner ritterlicher ,ehrenhaftigkeit1 daran sie sich letzen und erbauen mgen4 ,aus dem ,angefhrten erhellt zur ,genge1 da das ritterliche ,ehrenprinzip keineswegs ein ursprngliches1 in der menschlichen ,natur selbst gegrndetes sein kann4 ,es ist also ein knstliches1 und sein ,ursprung ist nicht schwer zu finden4 ,es ist offenbar ein ,kind jener ,zeit1 wo die ,fuste gebter waren als die ,kpfe1 und die ,pfaffen die ,vernunft in ,ketten hielten1 also des belobten ,mittelalters und seines ,rittertums4 ,damals nmlich lie man fr sich den lieben ,gott nicht nur sorgen1 sondern auch urteilen4 ,demnach wurden schwierige ,rechtsflle durch ,ordalien oder ,gottesurteile entschieden2 diese nun bestanden1 mit wenigen ,ausnahmen1 in ,zweikmpfen1 keineswegs blo unter ,rittern1 sondern auch unter ,brgern2 -- wie dies ein artiges ,beispiel in ,shakespeares ,heinrich ,,vi4 7,t4 #b1 ,a4 #b1 ,sz4 #c7 bezeugt4 ,auch konnte von jedem richterlichen ,urteilsspruch immer noch an den ,zweikampf1 als die hhere ,instanz1 nmlich das ,urteil ,gottes1 appellirt werden4 ,dadurch war nun eigentlich die physische ,kraft und ,gewandtheit1 also die tierische ,natur1 statt der ,vernunft1 auf den ,richterstuhl gesetzt1 und ber ,recht oder ,unrecht entschied nicht was einer getan hatte1 sondern was ihm widerfuhr1 -- ganz nach dem noch heute geltenden ritterlichen ,ehrenprinzip4 ,wer an diesem ,ursprunge des ,duellwesens noch zweifelt1 lese das vortreffliche ,buch von ,j4 ,g4 ,mellingen1 the history of duelling1 #ahdi4 ,ja1 noch heutzutage findet man unter den1 dem ritterlichen ,ehrenprinzip nachlebenden ,leuten1 welche bekanntlich nicht gerade die unterrichtetesten und nachdenkendesten zu sein pflegen1 einige1 die den ,erfolg des ,duells wirklich fr eine gttliche ,entscheidung des ihm zum ,grunde liegenden ,streites halten2 gewi nach einer traditionell fortgeerbten ,meinung4 ,abgesehn von diesem ,ursprunge des ritterlichen ,ehrenprinzips1 ist seine ,tendenz zunchst diese1 da man1 durch ,androhung physischer ,gewalt1 die uerlichen ,bezeugungen derjenigen ,achtung erzwingen will1 welche wirklich zu erwerben man entweder fr zu beschwerlich1 oder fr berflssig hlt4 ,dies ist ungefhr so1 wie wenn jemand1 die ,kugel des ,thermometers mit der ,hand erwrmend1 am ,steigen des ,quecksilbers dartun wollte1 da sein ,zimmer wohlgeheizt sei4 ,nher betrachtet ist der ,kern der ,sache dieser3 wie die brgerliche ,ehre1 als welche den friedlichen ,verkehr mit andern im ,auge hat1 in der ,meinung dieser von uns besteht1 da wir vollkommenes 99,zutrauen99 verdienen1 weil wir die ,rechte eines jeden unbedingt achten2 so besteht die ritterliche ,ehre in der ,meinung von uns1 da wir 99zu frchten99 seien1 weil wir unsere eigenen ,rechte unbedingt zu verteidigen gesonnen sind4 ,der ,grundsatz1 da es wesentlicher sei1 gefrchtet zu werden1 als ,zutrauen zu genieen1 wrde auch1 weil auf die ,gerechtigkeit der ,menschen wenig zu bauen ist1 so gar falsch nicht sein1 wenn wir im ,naturzustande lebten1 wo jeder sich selbst zu schtzen und seine ,rechte unmittelbar zu verteidigen hat4 ,aber im ,stande der ,zivilisation1 wo der ,staat den ,schutz unserer ,person und unseres ,eigentums bernommen hat1 findet er keine ,anwendung mehr1 und steht da1 wie die ,burgen und ,warten aus den ,zeiten des ,faustrechts1 unntz und verlassen1 zwischen wohlbebauten ,feldern und belebten ,landstraen1 oder gar ,eisenbahnen4 ,demgem hat denn auch die ihn festhaltende ritterliche ,ehre sich auf solche ,beeintrchtigungen der ,person geworfen1 welche der ,staat nur leicht1 oder1 nach dem ,prinzip de minimis lex non curat1 gar nicht bestraft1 indem es unbedeutende ,krnkungen und zum ,teil bloe ,neckereien sind4 ,sie aber hat in ,hinsicht auf diese sich hinaufgeschroben zu einer der ,natur1 der ,beschaffenheit und dem ,lose des ,menschen gnzlich unangemessenen berschtzung des ,wertes der eigenen ,person1 als welchen sie bis zu einer ,art von ,heiligkeit steigert und demnach die ,strafe des ,staates fr kleine ,krnkungen derselben durchaus unzulnglich findet1 solche daher selbst zu strafen bernimmt und zwar stets am ,leibe und ,leben des ,beleidigers4 ,offenbar liegt hier der unmigste ,hochmut und die emprendeste ,hoffahrt zugrunde1 welche1 ganz vergessend1 was der ,mensch eigentlich ist1 eine unbedingte ,unverletzlichkeit1 wie auch ,tadellosigkeit1 fr ihn in ,anspruch nehmen4 ,allein jeder1 der diese mit ,gewalt durchzusetzen gesonnen ist und dem zufolge die ,maxime proklamirt3 wer mich schimpft1 oder gar mir einen ,schlag gibt1 soll des ,todes sein1 -- verdient eigentlich schon darum aus dem ,lande verwiesen zu werden,f4 ,da wird denn1 zur ,beschnigung jenes vermessenen bermutes1 allerhand vorgegeben4 ,von zwei unerschrockenen ,leuten1 heit es1 gebe keiner je nach1 daher es vom leisesten ,ansto zu ,schimpfreden1 dann zu ,prgeln und endlich zum ,totschlag kommen wrde2 demnach sei es besser1 anstandshalber die ,mittelstufen zu berspringen und gleich an die ,waffen zu gehn4 ,das speziellere ,verfahren hierbei hat man dann in ein steifes1 pedantisches ,system1 mit ,gesetzen und ,regeln1 gebracht1 welches die ernsthafteste ,posse von der ,welt ist und als ein wahrer ,ehrentempel der ,narrheit dasteht4 ,nun aber ist der ,grundsatz selbst falsch3 bei ,sachen von geringer ,wichtigkeit 7die von groer bleiben stets den ,gerichten anheimgestellt7 gibt von zwei unerschrockenen ,leuten allerdings einer nach1 nmlich der ,klgste1 und bloe ,meinungen lt man auf sich beruhen4 ,den ,beweis hievon liefert das ,volk1 oder vielmehr alle die zahlreichen ,stnde1 welche sich nicht zum ritterlichen ,ehrenprinzip bekennen1 bei denen daher die ,streitigkeiten ihren natrlichen ,verlauf haben3 unter diesen ,stnden ist der ,totschlag hundertmal seltener1 als bei der vielleicht nur #a_/ajjj der ,gesamtheit betragenden ,fraktion1 welche jenem ,prinzipe huldigt2 und selbst eine ,prgelei ist eine ,seltenheit4 -- ,sodann aber wird behauptet1 der gute ,ton und die feine ,sitte der ,gesellschaft htten zum letzten ,grundpfeiler jenes ,ehrenprinzip1 mit seinen ,duellen1 als welche die ,wehrmauer gegen die ,ausbrche der ,rohheit und ,ungezogenheit wren4 ,allein in ,athen1 ,korinth und ,rom war ganz gewi gute und zwar sehr gute ,gesellschaft1 auch feine ,sitte und guter ,ton anzutreffen2 ohne da jener ,popanz der ritterlichen ,ehre dahinter gesteckt htte4 ,freilich aber fhrten daselbst auch nicht1 wie bei uns1 die ,weiber den ,vorsitz in der ,gesellschaft1 welches1 wie es zunchst der ,unterhaltung einen frivolen und lppischen ,charakter erteilt und jedes gehaltvolle ,gesprch verbannt1 gewi auch sehr dazu beitrgt1 da in unsrer guten ,gesellschaft der persnliche ,mut den ,rang vor jeder andern ,eigenschaft behauptet2 whrend er doch eigentlich eine sehr untergeordnete1 eine bloe ,unteroffizierstugend ist1 ja1 eine1 in welcher sogar ,tiere uns bertreffen1 weshalb man z4 ,b4 sagt3 mutig wie ein ,lwe4 ,sogar aber ist1 im ,gegenteil obiger ,behauptung1 das ritterliche ,ehrenprinzip oft das sichere ,asylum1 wie im groen der ,unredlichkeit und ,schlechtigkeit1 so im kleinen der ,ungezogenheit1 ,rcksichtslosigkeit und ,flegelei1 indem eine ,menge sehr lstiger ,unarten stillschweigend geduldet werden1 weil eben keiner ,lust hat1 an die ,rge derselben den ,hals zu setzen4 -- ,dem allen entsprechend sehn wir das ,duell im hchsten ,flor und mit blutdrstigem ,ernst betrieben1 gerade bei der ,nation1 welche in politischen und finanziellen ,angelegenheiten ,mangel an wahrer ,ehrenhaftigkeit bewiesen hat3 wie es damit bei ihr im ,privatverkehr stehe1 kann man bei denen erfragen1 die ,erfahrung darin haben4 ,was aber gar ihre ,urbanitt und gesellschaftliche ,bildung betrifft1 so ist sie als negatives ,muster lngst berhmt4 ,f ,die ritterliche ,ehre ist ein ,kind des ,hochmuts und der ,narrheit4 7,die ihr entgegengesetzte ,wahrheit spricht am schrfsten el principe constante aus in den ,worten3 esa es la herencia de ,adan47 ,sehr auffallend ist es1 da dieser ,superlativ alles ,hochmuts sich allein und ausschlielich unter den ,genossen derjenigen ,religion findet1 welche ihren ,anhngern die uerste ,demut zur ,pflicht macht2 da weder frhere ,zeiten noch andere ,weltteile jenes ,prinzip der ritterlichen ,ehre kennen4 ,dennoch darf man dasselbe nicht der ,religion zuschreiben1 vielmehr dem ,feudalwesen1 bei welchem jeder ,edele sich als einen kleinen ,souvern1 der keinen menschlichen ,richter ber sich erkannte1 ansah und sich daher eine vllige ,unverletzlichkeit und ,heiligkeit der ,person beilegen lernte1 daher ihm jedes ,attentat gegen dieselbe1 oder jeder ,schlag und jedes ,schimpfwort1 ein todeswrdiges ,verbrechen schien4 ,demgem waren das ,ehrenprinzip und die ,duelle ursprnglich nur ,sache des ,adels und infolge davon in spteren ,zeiten der ,offiziere1 denen sich nachher hin und wieder1 wiewohl nie durchgngig1 die andern hheren ,stnde anschlossen1 um nicht weniger zu gelten4 ,wenn auch die ,duelle aus den ,ordalien hervorgegangen sind2 so sind diese doch nicht der ,grund1 sondern die ,folge und ,anwendung des ,ehrenprinzips3 wer keinen menschlichen ,richter erkennt1 appellirt an den gttlichen4 ,die ,ordalien selbst aber sind nicht dem ,christentum eigen1 sondern finden sich auch im ,hinduismus sehr stark1 zwar meistens in lterer ,zeit1 doch ,spuren davon auch noch jetzt4 -- ,alle jene ,vorgaben halten also nicht ,stich4 ,mit mehr ,recht kann urgirt werden1 da1 wie schon ein angeknurrter ,hund wieder knurrt1 ein geschmeichelter wieder schmeichelt1 es auch in der ,natur des ,menschen liege1 jede feindliche ,begegnung feindlich zu erwidern und durch ,zeichen der ,geringschtzung oder des ,hasses erbittert und gereizt zu werden2 daher schon ,cicero sagt3 habet quendam aculeum contumelia1 quem pati prudentes ac viri boni difficillime possunt2 wie denn auch nirgends auf der ,welt 7einige fromme ,sekten beiseite gesetzt7 ,schimpfreden oder gar ,schlge gelassen hingenommen werden4 ,jedoch leitet die ,natur keinenfalls zu etwas ,weiterem1 als zu einer der ,sache angemessenen ,vergeltung1 nicht aber dazu1 den ,vorwurf der ,lge1 der ,dummheit oder der ,feigheit1 mit dem ,tode zu bestrafen1 und der altdeutsche ,grundsatz auf eine ,maulschelle gehrt ein ,dolch ist ein emprender ritterlicher ,aberglaube4 ,jedenfalls ist die ,erwiderung oder ,vergeltung von ,beleidigungen ,sache des ,zorns1 aber keineswegs der ,ehre und ,pflicht1 wozu das ritterliche ,ehrenprinzip sie stempelt4 ,vielmehr ist ganz gewi1 da jeder ,vorwurf nur in dem ,mae1 als er trifft1 verletzen kann2 welches auch daran ersichtlich ist1 da die leiseste ,andeutung1 welche trifft1 viel tiefer verwundet1 als die schwerste ,anschuldigung1 die gar keinen ,grund hat4 ,wer daher wirklich sich bewut ist1 einen ,vorwurf nicht zu verdienen1 darf und wird ihn getrost verachten4 ,dagegen aber fordert das ,ehrenprinzip von ihm1 da er eine ,empfindlichkeit zeige1 die er gar nicht hat1 und ,beleidigungen1 die ihn nicht verletzen1 blutig rche4 ,der aber mu selbst eine schwache ,meinung von seinem eigenen ,werte haben1 der sich beeilt1 jeder denselben anfechtenden uerung den ,daumen aufs ,auge zu drcken1 damit sie nicht laut werde4 ,demzufolge wird1 bei ,injurien1 wahre ,selbstschtzung wirkliche ,gleichgltigkeit verleihen1 und wo dies1 aus ,mangel derselben1 nicht der ,fall ist1 werden ,klugheit und ,bildung anleiten1 den ,schein davon zu retten und den ,zorn zu verbergen4 ,wenn man demnach nur erst den ,aberglauben des ritterlichen ,ehrenprinzips los wre1 so da niemand mehr vermeinen drfte1 durch ,schimpfen irgend etwas der ,ehre eines andern nehmen oder der seinigen wiedergeben zu knnen1 auch nicht mehr jedes ,unrecht1 jede ,roheit oder ,grobheit sogleich legitimirt werden knnte durch die ,bereitwilligkeit ,satisfaktion zu geben1 d4 h4 sich dafr zu schlagen2 so wrde bald die ,einsicht allgemein werden1 da1 wenn es an's ,schmhen und ,schimpfen geht1 der in diesem ,kampfe ,besiegte der ,sieger ist1 und da1 wie 99,vincenzo ,monti99 sagt1 die ,injurien es machen wie die ,kirchenprozessionen1 welche stets dahin zurckkehren1 von wo sie ausgegangen sind4 ,ferner wrde es alsdann nicht mehr1 wie jetzt1 hinreichend sein1 da einer eine ,grobheit zu ,markte brchte1 um ,recht zu behalten2 mithin wrden alsdann ,einsicht und ,verstand ganz anders zu ,worte kommen als jetzt1 wo sie immer erst zu bercksichtigen haben1 ob sie nicht irgendwie den ,meinungen der ,beschrnktheit und ,dummheit1 als welche schon ihr bloes ,auftreten alarmirt und erbittert hat1 ,ansto geben und dadurch herbeifhren knnen1 da das ,haupt1 in welchem sie wohnen1 gegen den flachen ,schdel1 in welchem jene hausen1 aufs ,wrfelspiel gesetzt werden msse4 ,sonach wrde alsdann in der ,gesellschaft die geistige berlegenheit das ihr gebhrende ,primat erlangen1 welches jetzt1 wenn auch verdeckt1 die physische berlegenheit und die ,husarenkourage hat1 und infolge hievon wrden die vorzglichsten ,menschen doch schon einen ,grund weniger haben1 als jetzt1 sich von der ,gesellschaft zurckzuziehn4 ,eine ,vernderung dieser ,art wrde demnach den 99wahren99 guten ,ton herbeifhren und der wirklich guten ,gesellschaft den ,weg bahnen1 in der ,form1 wie sie1 ohne ,zweifel1 in ,athen1 ,korinth und ,rom bestanden hat4 ,wer von dieser eine ,probe zu sehn wnscht1 dem empfehle ich das ,gastmahl des ,xenophon zu lesen4 ,die letzte ,verteidigung des ritterlichen ,kodex wird aber1 ohne ,zweifel1 lauten3 ,ei1 da knnte ja1 ,gott sei bei uns6 wohl gar einer dem andern einen ,schlag versetzen6 -- worauf ich kurz erwidern knnte1 da dies bei den #iii_/ajjj der ,gesellschaft1 die jenen ,kodex nicht anerkennen1 oft genug der ,fall gewesen1 ohne da je einer daran gestorben sei1 whrend bei den ,anhngern desselben1 in der ,regel1 jeder ,schlag ein ttlicher wird4 ,aber ich will nher darauf eingehen4 ,ich habe mich oft genug bemht1 fr die unter einem ,teil der menschlichen ,gesellschaft so fest stehende berzeugung von der ,entsetzlichkeit eines ,schlages1 entweder in der tierischen1 oder in der vernnftigen ,natur des ,menschen1 irgend einen haltbaren oder wenigstens plausibeln1 nur nicht in bloen ,redensarten bestehenden1 sondern auf deutliche ,begriffe zurckfhrbaren ,grund zu finden1 jedoch vergeblich4 ,ein ,schlag ist und bleibt ein kleines physisches bel1 welches jeder ,mensch dem andern verursachen kann1 dadurch aber weiter nichts beweist1 als da er strker oder gewandter sei1 oder da der andere nicht auf seiner ,hut gewesen4 ,weiter ergibt die ,analyse nichts4 ,sodann sehe ich denselben ,ritter1 welchem ein ,schlag von ,menschenhand der bel grtes dnkt1 einen zehnmal strkern ,schlag von seinem ,pferde erhalten und1 mit verbissenem ,schmerz davonhinkend1 versichern1 es habe nichts zu bedeuten4 ,da habe ich gedacht1 es lge an der ,menschenhand4 ,allein ich sehe unseren ,ritter von dieser ,degenstiche und ,sbelhiebe im ,kampfe erhalten und versichern1 es sei ,kleinigkeit1 nicht der ,rede wert4 ,sodann vernehme ich1 da selbst ,schlge mit der flachen ,klinge bei weitem nicht so schlimm seien wie die mit dem ,stocke1 daher1 vor nicht langer ,zeit1 die ,kadetten wohl jenen1 aber nicht diesen ausgesetzt waren3 und nun gar der ,ritterschlag1 mit der ,klinge1 ist die grte ,ehre4 ,da bin ich denn mit meinen psychologischen und moralischen ,grnden zu ,ende1 und mir bleibt nichts brig1 als die ,sache fr einen alten1 festgewurzelten ,aberglauben zu halten1 fr ein ,beispiel mehr1 zu so vielen1 was alles man den ,menschen einreden kann4 ,dies besttigt auch die bekannte ,tatsache1 da in ,china ,schlge mit dem ,bambusrohr eine sehr hufige brgerliche ,bestrafung1 selbst fr ,beamte aller ,klassen sind2 indem sie uns zeigt1 da die ,menschennatur1 und selbst die hoch zivilisirte1 dort nicht dasselbe aussagt,g4 ,sogar aber lehrt ein unbefangener ,blick auf die ,natur des ,menschen1 da diesem das ,prgeln so natrlich ist1 wie den reienden ,tieren das ,beien und dem ,hornvieh das ,stoen3 er ist eben ein prgelndes ,tier4 ,daher auch werden wir emprt1 wenn wir1 in seltenen ,fllen1 vernehmen1 da ein ,mensch den andern gebissen habe2 hingegen ist1 da er ,schlge gebe und empfange1 ein so natrliches1 wie leicht eintretendes ,ereignis4 ,da hhere ,bildung sich auch diesem1 durch gegenseitige ,selbstbeherrschung1 gern entzieht1 ist leicht erklrlich4 ,aber einer ,nation1 oder auch nur einer ,klasse1 aufzubinden1 ein gegebener ,schlag sei ein entsetzliches ,unglck1 welches ,mord und ,totschlag zur ,folge haben msse1 ist eine ,grausamkeit4 ,es gibt der wahren bel zu viele auf der ,welt1 als da man sich erlauben drfte1 sie durch imaginre1 welche die wahren herbeiziehn1 zu vermehren3 das tut aber jener dumme und boshafte ,aberglaube4 ,ich mu daher sogar mibilligen1 da ,regierungen und gesetzgebende ,krper demselben dadurch ,vorschub leisten1 da sie mit ,eifer auf ,abstellung aller ,prgelstrafen1 beim ,zivil und ,militr1 dringen4 ,sie glauben dabei im ,interesse der ,humanitt zu handeln2 whrend gerade das ,gegenteil der ,fall ist1 indem sie dadurch an der ,befestigung jenes widernatrlichen und heillosen ,wahnes1 dem schon so viele ,opfer gefallen sind1 arbeiten4 ,bei allen ,vergehungen1 mit ,ausnahme der schwersten1 sind ,prgel die dem ,menschen zuerst einfallende1 daher die natrliche ,bestrafung3 wer fr ,grnde nicht empfnglich war1 wird es fr ,prgel sein3 und da der1 welcher am ,eigentum1 weil er keines hat1 nicht gestraft werden kann1 und den man an der ,freiheit1 weil man seiner ,dienste bedarf1 nicht ohne eigenen ,nachteil strafen kann1 durch mige ,prgel gestraft werde1 ist so billig wie natrlich4 ,auch werden gar keine ,grnde dagegen aufgebracht1 sondern bloe ,redensarten von der ,wrde des ,menschen1 die sich nicht auf deutliche ,begriffe1 sondern eben nur wieder auf obigen verderblichen ,aberglauben sttzen4 ,da dieser der ,sache zum ,grunde liege1 hat eine fast lcherliche ,besttigung daran1 da noch vor kurzem1 in manchen ,lndern beim ,militr die ,prgelstrafe durch die ,lattenstrafe ersetzt worden war1 welche doch1 ganz und gar wie jene1 die ,verursachung eines krperlichen ,schmerzes ist1 nun aber nicht ehrenrhrig und entwrdigend sein soll4 ,g ,vingt ou trente coups de canne sur le derrire1 c'est1 pour ainsi dire1 le pain quotidien des ,chinois4 ,c'est une correction paternelle du mandarin1 laquelle n'a rien d'infamant1 et qu'ils reoivent avec action de grces4 -- ,lettres difiantes et curieuses1 dition de #ahai4 ,vol4 #aa1 p4 #ded4 ,durch dergleichen ,befrderung des besagten ,aberglaubens arbeitet man aber dem ritterlichen ,ehrenprinzip und damit dem ,duell in die ,hnde1 whrend man dieses andrerseits durch ,gesetze abzustellen bemht ist1 oder doch es zu sein vorgibt,h4 ,infolge davon treibt denn jenes ,fragment des ,faustrechts1 aus den ,zeiten des rohesten ,mittelalters bis in das #ai4 ,jahrhundert herabgeweht1 sich in diesem1 zum ffentlichen ,skandal1 noch immer herum3 es ist nachgerade an der ,zeit1 da es mit ,schimpf und ,schande herausgeworfen werde4 ,ist es doch heutzutage nicht einmal erlaubt1 ,hunde oder ,hhne methodisch aufeinander zu hetzen 7wenigstens werden in ,england dergleichen ,hetzen gestraft72 aber ,menschen werden1 wider ,willen1 zum ttlichen ,kampf aufeinander gehetzt1 durch den lcherlichen ,aberglauben des absurden ,prinzips der ritterlichen ,ehre und durch dessen bornirte ,vertreter und ,verwalter1 welche ihnen die ,verpflichtung auflegen1 wegen irgend einer ,lumperei wie ,gladiatoren mit einander zu kmpfen4 ,unseren deutschen ,puristen schlage ich daher1 fr das ,wort ,duell1 welches wahrscheinlich nicht vom lateinischen duellum1 sondern vom spanischen duelo1 ,leid1 ,klage1 ,beschwerde1 herkommt1 -- die ,benennung ,ritterhetze vor4 ,die ,pedanterei1 mit der die ,narrheit getrieben wird1 gibt allerdings ,stoff zum ,lachen4 ,indessen ist es emprend1 da jenes ,prinzip und sein absurder ,kodex einen ,staat im ,staate begrndet1 welcher1 kein anderes als das ,faustrecht anerkennend1 die ihm unterworfenen ,stnde dadurch tyrannisirt1 da er ein heiliges ,vehmgericht offen hlt1 vor welches jeder jeden1 mittelst sehr leicht herbeizufhrender ,anlsse als ,schergen1 laden kann1 um ein ,gericht auf ,tod und ,leben ber ihn und sich ergehn zu lassen4 ,natrlich wird nun dies der ,schlupfwinkel1 von welchem aus jeder ,verworfenste1 wenn er nur jenen ,stnden angehrt1 den ,edelsten und ,besten1 der ihm als solcher notwendig verhat sein mu1 bedrohen1 ja1 aus der ,welt schaffen kann4 ,nachdem heutzutage ,justiz und ,polizei es so ziemlich dahin gebracht haben1 da nicht mehr auf der ,landstrae jeder ,schurke uns zurufen kann die ,brse oder das ,leben1 sollte endlich auch die gesunde ,vernunft es dahin bringen1 da nicht mehr1 mitten im friedlichen ,verkehr1 jeder ,schurke uns zurufen knne die ,ehre oder das ,leben4 ,und die ,beklemmung sollte den hhern ,stnden von der ,brust genommen werden1 welche daraus entsteht1 da jeder1 jeden ,augenblick1 mit ,leib und ,leben verantwortlich werden kann fr die ,roheit1 ,grobheit1 ,dummheit oder ,bosheit irgend eines andern1 dem es gefllt1 solche gegen ihn auszulassen4 ,da1 wenn zwei junge1 unerfahrne ,hitzkpfe mit ,worten aneinander geraten1 sie dies mit ihrem ,blut1 ihrer ,gesundheit oder ihrem ,leben ben sollen1 ist himmelschreiend1 ist schndlich4 ,wie arg die ,tyrannei jenes ,staates im ,staate und wie gro die ,macht jenes ,aberglaubens sei1 lt sich daran ermessen1 da schon fter ,leute1 denen die ,wiederherstellung ihrer verwundeten ritterlichen ,ehre1 wegen zu hohen oder zu niedrigen ,standes1 oder sonst unangemessener ,beschaffenheit des ,beleidigers unmglich war1 aus ,verzweiflung darber sich selbst das ,leben genommen und so ein tragikomisches ,ende gefunden haben4 -- ,da das ,falsche und ,absurde sich am ,ende meistens dadurch entschleiert1 da es1 auf seinem ,gipfel1 den ,widerspruch als seine ,blte hervortreibt2 so tritt dieser zuletzt auch hier in ,form der schreiendesten ,antinomie hervor3 nmlich dem ,offizier ist das ,duell verboten3 aber er wird durch ,absetzung gestraft1 wenn er es1 vorkommenden ,falls1 unterlt4 ,h ,der eigentliche ,grund1 aus welchem die ,regierungen scheinbar sich beeifern1 das ,duell zu unterdrcken und1 whrend dies offenbar1 zumal auf ,universitten1 sehr leicht wre1 sich stellen1 als wolle es ihnen nur nicht gelingen1 scheint mir folgender3 ,der ,staat ist nicht imstande die ,dienste seiner ,offiziere und ,zivilbeamten mit ,geld zum vollen zu bezahlen2 daher lt er die andere ,hlfte ihres ,lohnes in der ,ehre bestehn1 welche reprsentirt wird durch ,titel1 ,uniformen und ,orden4 ,um nun diese ideale ,vergtung ihrer ,dienste im hohen ,kurse zu erhalten1 mu das ,ehrgefhl auf alle ,weise genhrt1 geschrft1 allenfalls etwas berspannt werden3 da aber zu diesem ,zweck die brgerliche ,ehre nicht ausreicht1 schon weil man sie mit jedem teilt3 so wird die ritterliche ,ehre zu ,hilfe genommen und besagterweise aufrecht erhalten4 ,in ,england1 als wo ,militr- und ,zivilbesoldungen sehr viel hher stehn1 als auf dem ,kontinent1 ist die besagte ,aushilfe nicht ntig3 daher eben ist daselbst1 zumal in diesen letzten zwanzig ,jahren1 das ,duell fast ganz ausgerottet1 kommt jetzt hchst selten vor1 und wird dann als eine ,narrheit verlacht2 gewi hat die groe ,anti-duelling-society1 welche eine ,menge ,lords1 ,admirle und ,generle zu ihren ,mitgliedern zhlt1 hiezu viel beigetragen1 und der ,moloch mu sich ohne seine ,opfer behelfen4 ,ich will aber1 da ich einmal dabei bin1 in der ,parrhesia noch weiter gehn4 ,beim ,lichte und ohne ,vorurteil betrachtet1 beruht blo darauf1 da1 wie gesagt1 jener ,staat im ,staate kein anderes ,recht1 als das des ,strkeren1 also das ,faustrecht1 anerkennt und dieses1 zum ,gottesurteil erhoben1 seinem ,kodex zum ,grunde gelegt hat1 der so wichtig gemachte und so hoch genommene ,unterschied1 ob man seinen ,feind im offenen1 mit gleichen ,waffen gefhrten ,kampf1 oder aus dem ,hinterhalt erlegt habe4 ,denn durch ersteres hat man doch weiter nichts bewiesen1 als da man der ,strkere oder der ,geschicktere sei4 ,die ,rechtfertigung1 die man im ,bestehen des offenen ,kampfes sucht1 setzt also voraus1 da das ,recht 99des ,strkeren99 wirklich ein 99,recht99 sei4 ,in ,wahrheit aber gibt der ,umstand1 da der andere sich schlecht zu wehren versteht1 mir zwar die ,mglichkeit1 jedoch keineswegs das ,recht1 ihn umzubringen2 sondern dieses letztere1 also meine 99moralische99 ,rechtfertigung kann allein auf den 99,motiven991 die ich1 ihm das ,leben zu nehmen1 habe1 beruhen4 ,nehmen wir nun an1 diese wren wirklich vorhanden oder zureichend2 so ist durchaus kein ,grund da1 es jetzt noch 99davon99 abhngig zu machen1 ob er1 oder ich1 besser schieen oder fechten knne1 sondern dann ist es gleichviel1 auf welche ,art ich ihm das ,leben nehme1 ob von hinten oder von vorne4 ,denn moralisch hat das ,recht des ,strkeren nicht mehr ,gewicht1 als das ,recht des ,klgeren1 welches beim hinterlistigen ,morde angewandt wird3 hier wiegt also dem ,faustrecht das ,kopfrecht gleich2 wozu noch bemerkt sei1 da auch beim ,duell das eine wie das andere geltend gemacht wird1 indem schon jede ,finte1 beim ,fechten1 ,hinterlist ist4 ,halte ich mich moralisch gerechtfertigt1 einem das ,leben zu nehmen2 so ist es ,dummheit1 es jetzt noch erst darauf ankommen zu lassen1 ob er etwan besser schieen und fechten knne als ich2 in welchem ,fall er dann1 umgekehrt1 mir1 den er schon beeintrchtigt hat1 noch obendrein das ,leben nehmen soll4 ,da ,beleidigungen nicht durch das ,duell1 sondern durch ,meuchelmord zu rchen seien1 ist 99,rousseaus99 ,ansicht1 die er behutsam andeutet1 in der so geheimnisvoll gehaltenen #ba4 ,anmerkung zum #d4 ,buche des 99,emile99 7,s4 #agc1 ,bip474 ,dabei aber ist er so stark im ritterlichen ,aberglauben befangen1 da er schon den erlittenen ,vorwurf der ,lge als eine ,berechtigung zum ,meuchelmorde ansieht2 whrend er doch wissen mute1 da jeder ,mensch diesen ,vorwurf unzhlige ,male verdient hat1 ja1 er selbst im hchsten ,grade4 ,das ,vorurteil aber1 welches die ,berechtigung1 den ,beleidiger zu tten1 durch den offenen ,kampf1 mit gleichen ,waffen1 bedingt sein lt1 hlt offenbar das ,faustrecht fr ein wirkliches ,recht und den ,zweikampf fr ein ,gottesurteil4 ,der ,italiner hingegen1 welcher1 von ,zorn entbrannt1 seinen ,beleidiger1 wo er ihn findet1 ohne weiteres mit dem ,messer anfllt1 handelt wenigstens konsequent und naturgem3 er ist klger1 aber nicht schlechter1 als der ,duellant4 ,wollte man sagen1 da ich1 bei der ,ttung meines ,feindes im ,zweikampf1 dadurch gerechtfertigt sei1 da er eben sich bemhte1 mich zu tten1 so steht dem entgegen1 da ich1 durch die ,herausforderung1 ihn in den ,fall der ,notwehr versetzt habe4 ,dieses sich absichtlich gegenseitig in den ,fall der ,notwehr versetzen1 heit im ,grunde nur1 einen plausibeln ,vorwand fr den ,mord suchen4 ,eher liee sich die ,rechtfertigung durch den ,grundsatz volenti non fit injuria hren2 sofern man durch gegenseitige bereinkunft sein ,leben auf dieses ,spiel gesetzt hat3 aber dem steht entgegen1 da es mit dem volenti nicht seine ,richtigkeit hat2 indem die ,tyrannei des ritterlichen ,ehrenprinzips und seines absurden ,kodex der ,scherge ist1 welcher beide1 oder wenigstens einen der beiden ,kmpen vor dieses blutige ,vehmgericht geschleppt hat4 ,ich bin ber die ritterliche ,ehre weitlufig gewesen1 aber in guter ,absicht und weil gegen die moralischen und intellektuellen ,ungeheuer auf dieser ,welt der alleinige ,herkules die ,philosophie ist4 ,zwei ,dinge sind es hauptschlich1 welche den gesellschaftlichen ,zustand der neuen ,zeit von dem des ,altertums1 zum ,nachteil des ersteren unterscheiden1 indem sie demselben einen ernsten1 finsteren1 sinistern ,anstrich gegeben haben1 von welchem frei das ,altertum heiter und unbefangen1 wie der ,morgen des ,lebens1 dasteht4 ,sie sind3 das ritterliche ,ehrenprinzip und die venerische ,krankheit1 -- par nobile fratrum6 ,sie zusammen haben neikos kai philia des ,lebens vergiftet4 ,die venerische ,krankheit nmlich erstreckt ihren ,einflu viel weiter1 als es auf den ersten ,blick scheinen mchte1 indem derselbe keineswegs ein blo physischer1 sondern auch ein moralischer ist4 ,seitdem ,amors ,kcher auch vergiftete ,pfeile fhrt1 ist in das ,verhltnis der ,geschlechter zueinander ein fremdartiges1 feindseliges1 ja teuflisches ,element gekommen1 infolge wovon ein finsteres und furchtsames ,mitrauen es durchzieht1 und der unmittelbare ,einflu einer solchen nderung in der ,grundfeste aller menschlichen ,gemeinschaft erstreckt sich1 mehr oder weniger1 auch auf die brigen geselligen ,verhltnisse2 welches auseinanderzusetzen mich hier zu weit abfhren wrde4 -- ,analog1 wiewohl ganz anderartig1 ist der ,einflu des ritterlichen ,ehrenprinzips1 dieser ernsthaften ,posse1 welche den ,alten fremd war1 hingegen die moderne ,gesellschaft steif1 ernst und ngstlich macht1 schon weil jede flchtige uerung skrutinirt und ruminirt wird4 ,aber mehr als dies6 ,jenes ,prinzip ist ein allgemeiner ,minotaur1 dem nicht1 wie dem antiken1 von einem1 sondern von jedem ,lande in ,europa alljhrlich eine ,anzahl ,shne edler ,huser zum ,tribut gebracht werden mu4 ,daher ist es an der ,zeit1 da diesem ,popanz einmal khn zu ,leibe gegangen werde1 wie hier geschehn4 ,mchten doch beide ,monstra der neueren ,zeit im #ai4 ,jahrhundert ihr ,ende finden6 ,wir wollen die ,hoffnung nicht aufgeben1 da es mit dem ersteren den rzten1 mittelst der ,prophylaktika1 endlich doch noch gelingen werde4 ,den 99,popanz99 aber abzutun ist ,sache des ,philosophen1 mittelst ,berichtigung der ,begriffe1 da es den ,regierungen1 mittelst ,handhabung der ,gesetze1 bisher nicht hat gelingen wollen1 zudem auch nur auf dem ersteren ,wege das bel an der ,wurzel angegriffen wird4 ,sollte es inzwischen den ,regierungen mit der ,abstellung des ,duellwesens wirklich ernst sein und der geringe ,erfolg ihres ,bestrebens wirklich nur an ihrem ,unvermgen liegen1 so will ich ihnen ein ,gesetz vorschlagen1 fr dessen ,erfolg ich einstehe1 und zwar ohne blutige ,operationen1 ohne ,schafott oder ,galgen oder lebenswierige ,einsperrungen zu ,hilfe zu nehmen4 ,vielmehr ist es ein kleines1 ganz leichtes homopathisches ,mittelchen3 wer einen andern herausfordert oder sich stellt1 erhlt1 la ,chinoise1 am hellen ,tage1 vor der ,hauptwache1 #ab ,stockschlge vom ,korporal1 die ,kartelltrger und ,sekundanten jeder #f4 ,wegen der etwanigen ,folgen wirklich vollzogener ,duelle bliebe das gewhnliche kriminelle ,verfahren4 ,vielleicht wrde ein ritterlich ,gesinnter mir einwenden1 da nach ,vollstreckung solcher ,strafe mancher ,mann von ,ehre imstande sein knnte1 sich totzuschieen2 worauf ich antworte3 es ist besser1 da so ein ,narr sich selber totschiet1 als andere4 -- ,im ,grunde aber wei ich sehr wohl1 da es den ,regierungen mit der ,abstellung der ,duelle nicht ernst ist4 ,die ,gehalte der ,zivilbeamten1 noch viel mehr aber die der ,offiziere1 stehen 7von den hchsten ,stellen abgesehn7 weit unter dem ,wert ihrer ,leistungen4 ,zur andern ,hlfte werden sie daher mit der ,ehre bezahlt4 ,diese wird zunchst durch ,titel und ,orden vertreten1 im weiteren ,sinne durch die ,standesehre berhaupt4 ,fr diese ,standesehre nun ist das ,duell ein brauchbares ,handpferd2 daher es auch schon auf den ,universitten seine ,vorschule hat4 ,die ,opfer desselben bezahlen demnach mit ihrem ,blut das ,defizit der ,gehalte4 -- ,der ,vollstndigkeit wegen sei hier noch die 99,nationalehre99 erwhnt4 ,sie ist die ,ehre eines ganzen ,volkes als ,teiles der ,vlkergemeinschaft4 ,da es in dieser kein anderes ,forum gibt1 als das der ,gewalt1 und demnach jedes ,mitglied derselben seine ,rechte selbst zu schtzen hat2 so besteht die ,ehre einer ,nation nicht allein in der erworbenen ,meinung1 da ihr zu trauen sei 7,kredit71 sondern auch in der1 da sie zu frchten sei3 daher darf sie ,eingriffe in ihre ,rechte niemals ungeahndet lassen4 ,sie vereinigt also den ,ehrenpunkt der brgerlichen mit dem der ritterlichen ,ehre4 -- ,zu dem1 was einer 99vorstellt991 d4 h4 in den ,augen der ,welt ist1 war oben1 in letzter ,stelle1 der 99,ruhm99 gezhlt worden3 diesen htten wir also noch zu betrachten4 -- ,ruhm und ,ehre sind ,zwillingsgeschwister2 jedoch so1 wie die ,dioskuren1 von denen ,pollux unsterblich und ,kastor sterblich war3 der ,ruhm ist der unsterbliche ,bruder der sterblichen ,ehre4 ,freilich ist dies nur vom ,ruhme hchster ,gattung1 dem eigentlichen und echten ,ruhme1 zu verstehen3 denn es gibt allerdings auch mancherlei ephemeren ,ruhm4 -- ,die ,ehre1 nun ferner1 betrifft blo solche ,eigenschaften1 welchen von jedem1 der in denselben ,verhltnissen steht1 gefordert werden2 der ,ruhm blo solche1 die man von niemandem fordern darf2 die ,ehre solche1 die jeder sich ffentlich beilegen darf2 der ,ruhm solche1 die keiner sich selber beilegen darf4 ,whrend unsere ,ehre so weit reicht1 wie die ,kunde von uns2 so eilt1 umgekehrt1 der ,ruhm der ,kunde von uns voran und bringt diese so weit er selbst gelangt4 ,auf ,ehre hat jeder ,anspruch2 auf ,ruhm nur die ,ausnahmen3 denn nur durch auerordentliche ,leistungen wird ,ruhm erlangt4 ,diese nun wieder sind entweder 99,taten99 oder 99,werke992 wonach zum ,ruhme zwei ,wege offen stehn4 ,zum ,wege der 99,taten99 befhigt vorzglich das groe ,herz2 zu dem der 99,werke99 der groe ,kopf4 ,jeder der beiden ,wege hat seine eigenen ,vorteile und ,nachteile4 ,der ,hauptunterschied ist1 da die ,taten vorbergehn1 die ,werke bleiben4 ,die edelste ,tat hat doch nur einen zeitweiligen ,einflu2 das geniale ,werk hingegen lebt und wirkt1 wohlttig und erhebend1 durch alle ,zeiten4 ,von den ,taten bleibt nur das ,andenken1 welches immer schwcher1 entstellter und gleichgltiger wird1 allmhlich sogar erlschen mu1 wenn nicht die ,geschichte es aufnimmt und es nun im petrifizirtem ,zustande der ,nachwelt berliefert4 ,die ,werke hingegen sind selbst unsterblich und knnen1 zumal die schriftlichen1 alle ,zeiten durchleben4 ,von ,alexander dem ,groen lebt ,name und ,gedchtnis3 aber ,plato und ,aristoteles1 ,homer und ,horaz sind noch selbst da1 leben und wirken unmittelbar4 ,die ,veden1 mit ihren ,upanischaden1 sind da3 aber von allen den ,taten1 die zu ihrer ,zeit geschehen1 ist gar keine ,kunde auf uns gekommen,i4 -- ,ein anderer ,nachteil der ,taten ist ihre ,abhngigkeit von der ,gelegenheit1 als welche erst die ,mglichkeit dazu geben mu2 woran sich knpft1 da ihr ,ruhm sich nicht allein nach ihrem innern ,werte richtet1 sondern auch nach den ,umstnden1 welche ihnen ,wichtigkeit und ,glanz erteilen4 ,zudem ist er1 wenn1 wie im ,kriege1 die ,taten rein persnliche sind1 von der ,aussage weniger ,augenzeugen abhngig3 diese sind nicht immer vorhanden und dann nicht immer gerecht und unbefangen4 ,dagegen aber haben die ,taten den ,vorteil1 da sie1 als etwas ,praktisches1 im ,bereich der allgemeinen menschlichen ,urteilsfhigkeit liegen2 daher ihnen1 wenn dieser nur die ,data richtig berliefert sind1 sofort ,gerechtigkeit widerfhrt2 es sei denn1 da ihre ,motive erst spter richtig erkannt oder gerecht abgeschtzt werden3 denn zum ,verstndnis einer jeden ,handlung gehrt ,kenntnis des ,motivs derselben4 ,umgekehrt steht es mit den ,werken3 ihre ,entstehung hngt nicht von der ,gelegenheit1 sondern allein von ihrem ,urheber ab1 und was sie an und fr sich sind1 bleiben sie1 so lange sie bleiben4 ,bei ihnen liegt dagegen die ,schwierigkeit im ,urteil1 und sie ist um so grer1 in je hherer ,gattung sie sind3 oft fehlt es an kompetenten1 oft an unbefangenen und redlichen ,richtern4 ,dagegen nun wieder wird ihr ,ruhm nicht von 99einer99 ,instanz entschieden2 sondern es findet ,appellation statt4 ,denn whrend1 wie gesagt1 von den ,taten blo das ,andenken auf die ,nachwelt kommt und zwar so1 wie die ,mitwelt es berliefert2 so kommen hingegen die ,werke selbst dahin1 und zwar1 etwa fehlende ,bruchstcke abgerechnet1 so1 wie sie sind3 hier gibt es also keine ,entstellung der ,data1 und auch der etwan nachteilige ,einflu der ,umgebung1 bei ihrem ,ursprunge1 fllt spter weg4 ,vielmehr bringt oft erst die ,zeit1 nach und nach1 die wenigen wirklich kompetenten ,richter heran1 welche1 schon selbst ,ausnahmen1 ber noch grere ,ausnahmen zu ,gerichte sitzen3 sie geben sukzessiv ihre gewichtigen ,stimmen ab1 und so steht1 bisweilen freilich erst nach ,jahrhunderten1 ein vollkommen gerechtes ,urteil da1 welches keine ,folgezeit mehr umstt4 ,so sicher1 ja1 unausbleiblich ist der ,ruhm der ,werke4 ,hingegen da ihr ,urheber ihn erlebe1 hngt von ueren ,umstnden und dem ,zufall ab3 es ist um so seltener1 je hherer und schwierigerer ,gattung sie waren4 ,diesem gem sagt ,seneka 7ep4 #gi47 unvergleichlich schn1 da dem ,verdienste sein ,ruhm so unfehlbar folge1 wie dem ,krper sein ,schatten1 nur aber freilich1 eben wie auch dieser1 bisweilen vor1 bisweilen hinter ihm herschreite1 und fgt1 nachdem er dies erlutert hat1 hinzu3 etiamsi omnibus tecum viventibus 99silentium livor indixerit991 venient qui sine offensa1 sine gratia judicent2 woraus wir nebenbei ersehen1 da die ,kunst des ,unterdrckens der ,verdienste durch hmisches ,schweigen und ,ignoriren1 um1 zu ,gunsten des ,schlechten1 das ,gute dem ,publiko zu verbergen1 schon bei den ,lumpen des ,seneka'schen ,zeitalters blich war1 so gut wie bei denen des unsrigen1 und da jenen1 wie diesen1 99der ,neid die ,lippen zudrckte994 -- ,in der ,regel wird sogar der ,ruhm1 je lnger er zu dauern hat1 desto spter eintreten2 wie ja alles ,vorzgliche langsam heranreift4 ,der ,ruhm1 welcher zum ,nachruhm werden will1 gleicht einer ,eiche1 die aus ihrem ,samen sehr langsam emporwchst2 der leichte1 ephemere ,ruhm den einjhrigen1 schnellwachsenden ,pflanzen1 und der falsche ,ruhm gar dem schnell hervorschieenden ,unkraute1 das schleunigst ausgerottet wird4 ,dieser ,hergang beruht eigentlich darauf1 da1 je mehr einer der ,nachwelt1 d4 i4 eigentlich der ,menschheit berhaupt und im ,ganzen1 angehrt1 desto fremder er seinem ,zeitalter ist2 weil1 was er hervorbringt1 nicht diesem speziell gewidmet ist1 also nicht demselben als solchem1 sondern nur sofern es ein ,teil der ,menschheit ist1 angehrt und daher auch nicht mit dessen ,lokalfarbe tingirt ist3 infolge hievon aber kann es leicht kommen1 da dasselbe ihn fremd an sich vorbergehn lt4 ,es schtzt vielmehr die1 welche den ,angelegenheiten seines kurzen ,tages1 oder der ,laune des ,augenblicks dienen und daher ganz 99ihm99 angehren1 mit ihm leben und mit ihm sterben4 ,demgem lehren ,kunst- und ,literaturgeschichte durchgngig1 da die hchsten ,leistungen des menschlichen ,geistes in der ,regel mit ,ungunst aufgenommen worden und darin so lange geblieben sind1 bis ,geister hherer ,art herankamen1 die von ihnen angesprochen wurden und sie zu dem ,ansehn brachten1 in welchem sie nachher1 durch die so erlangte ,autoritt1 sich erhalten haben4 ,dies alles nun aber beruht1 im letzten ,grunde1 darauf1 da jeder eigentlich nur das ihm ,homogene verstehn und schtzen kann4 ,nun aber ist dem ,platten das ,platte1 dem ,gemeinen das ,gemeine1 dem ,unklaren das ,verworrene1 dem ,hirnlosen das ,unsinnige homogen1 und am allerbesten gefallen jedem seine eigenen ,werke1 als welche ihm durchaus homogen sind4 ,daher sang schon der alte fabelhafte ,epicharmos3 ,thaumaston ouden esti1 me tauth' hout legein1 ,kai handanein autoisin autous1 kai dokein ,kals pephykenai3 kai gar ho kyn kyni ,kalliston eimen phainetai1 kai bous bo1 ,onos de on kalliston1 hys de hy4 welches ich1 damit es keinem verloren gehe1 verdeutschen will3 ,kein ,wunder ist es1 da ich red' in meinem ,sinn1 ,und jene1 selbst sich selbst gefallend1 stehn im ,wahn1 ,sie wren lobenswert3 so scheint dem ,hund der ,hund ,das schnste ,wesen1 so dem ,ochsen auch der ,ochs1 ,dem ,esel auch der ,esel1 und dem ,schwein das ,schwein4 ,i ,demnach ist es ein schlechtes ,kompliment1 wenn man1 wie heutzutage ,mode ist1 ,werke dadurch zu ehren vermeint1 da man sie ,taten titulirt4 ,denn ,werke sind wesentlich hherer ,art4 ,eine ,tat ist immer nur eine ,handlung auf ,motiv1 mithin ein einzelnes1 vorbergehendes1 und ist ein dem allgemeinen und ursprnglichen ,element der ,welt1 dem ,willen1 angehriges4 ,ein groes oder schnes ,werk hingegen ist ein bleibendes1 weil von allgemeiner ,bedeutung1 und ist der ,intelligenz entsprossen1 der schuldlosen1 reinen1 dieser ,willenswelt wie ein ,duft entsteigenden4 ,ein ,vorteil des ,ruhmes der ,taten ist1 da er in der ,regel sogleich eintritt mit einer starken ,explosion1 oft so stark1 da sie in ganz ,europa gehrt wird2 whrend der ,ruhm der ,werke langsam und allmhlich eintritt1 erst leise1 dann immer lauter1 und oft erst nach hundert ,jahren seine ganze ,strke erreicht3 dann aber bleibt er1 weil die ,werke bleiben1 bisweilen ,jahrtausende hindurch4 ,jener andere hingegen wird1 nachdem die erste ,explosion vorber ist1 allmhlich schwcher1 wenigeren bekannt und immer wenigeren1 bis er zuletzt nur noch in der ,historie ein gespensterhaftes ,dasein fhrt4 ,wie selbst der krftigste ,arm1 wenn er einen leichten ,krper fortschleudert1 ihm doch keine ,bewegung erteilen kann1 mit der er weit flge und heftig trfe1 sondern derselbe schon in der ,nhe matt niederfllt1 weil es ihm an eigenem materiellen ,gehalte gefehlt hat1 die fremde ,kraft aufzunehmen1 -- ebenso ergeht es schnen und groen ,gedanken1 ja den ,meisterwerken des ,genies1 wenn1 sie aufzunehmen1 keine andere1 als kleine1 schwache oder schiefe ,kpfe da sind4 ,dies zu bejammern haben die ,stimmen der ,weisen aller ,zeiten sich zum ,chorus vereint4 ,z4 ,b4 ,jesus ,sirach sagt1 wer mit einem ,narren redet1 der redet mit einem ,schlafenden4 ,wenn es aus ist1 so spricht er3 was ist's8 -- ,und ,hamlet3 a knavish speech sleeps in a fool's ear 7eine schalkhafte ,rede schlft im ,ohr eines ,narren74 ,und ,goethe3 ,das glcklichste ,wort es wird verhhnt1 ,wenn der ,hrer ein ,schiefohr ist4 und wieder3 ,du wirkest nicht1 alles bleibt so stumpf1 ,sei guter ,dinge6 ,der ,stein im ,sumpf ,macht keine ,ringe4 ,und ,lichtenberg3 wenn ein ,kopf und ein ,buch zusammenstoen und es klingt hohl2 ist denn das allemal im ,buche8 -- und wieder3 ,solche ,werke sind ,spiegel1 wenn ein ,affe hineinguckt1 kann kein ,apostel heraussehn4 ,ja1 ,vater ,gellert's gar schne und rhrende ,klage darber verdient wohl einmal wieder in ,erinnerung gebracht zu werden3 ,da oft die allerbesten ,gaben ,die wenigsten ,bewundrer haben1 ,und da der grte ,teil der ,welt ,das ,schlechte fr das ,gute hlt2 ,dies bel sieht man alle ,tage4 ,jedoch1 wie wehrt man dieser ,pest8 ,ich zweifle1 da sich diese ,plage ,aus unsrer ,welt verdrngen lt4 ,ein einzig ,mittel ist auf ,erden1 ,allein es ist unendlich schwer3 ,die ,narren mssen weise werden2 ,und seht6 sie werdens nimmermehr4 ,nie kennen sie den ,wert der ,dinge4 ,ihr ,auge schliet1 nicht ihr ,verstand3 ,sie loben ewig das ,geringe1 ,weil sie das ,gute nie gekannt4 ,zu dieser intellektuellen ,unfhigkeit der ,menschen1 infolge welcher das ,vortreffliche1 wie ,goethe sagt1 noch seltener erkannt und geschtzt1 als gefunden wird1 gesellt sich nun1 hier wie berall1 auch noch die moralische ,schlechtigkeit derselben1 und zwar als ,neid auftretend4 ,durch den ,ruhm nmlich1 den einer erwirbt1 wird abermals einer mehr ber alle seiner ,art erhoben3 diese werden also um ebenso viel herabgesetzt1 so da jedes ausgezeichnete ,verdienst seinen ,ruhm auf ,kosten derer erlangt1 die keines haben4 ,wenn wir andern ,ehre geben1 ,mssen wir uns selbst entadeln4 99,goethe4 ,w4 ,o4 ,divan499 ,hieraus erklrt es sich1 in da1 welcher ,gattung auch immer das ,vortreffliche auftreten mag1 sogleich die gesamte1 so zahlreiche ,mittelmigkeit verbndet und verschworen ist1 es nicht gelten zu lassen1 ja1 wo mglich1 es zu ersticken4 ,ihre heimliche ,parole ist3 bas le mrite4 ,aber sogar auch die1 welche selbst ,verdienste besitzen und bereits den ,ruhm desselben erlangt haben1 werden nicht gern das ,auftreten eines neuen ,ruhmes sehn1 durch dessen ,glanz der des ihrigen um so viel weniger leuchtet4 ,daher sagt selbst ,goethe3 ,htt' ich gezaudert zu werden1 ,bis man mir's ,leben gegnnt1 ,ich wre noch nicht auf ,erden1 ,wie ihr begreifen knnt1 ,wenn ihr seht1 wie sie sich geberden1 ,die1 um etwas zu scheinen1 ,mich gerne mchten verneinen4 ,whrend also die 99,ehre991 in der ,regel1 gerechte ,richter findet und kein ,neid sie anficht1 ja sogar sie jedem zum voraus1 auf ,kredit1 verliehen wird1 mu der 99,ruhm991 dem ,neid zum ,trotz1 erkmpft werden1 und den ,lorbeer teilt ein ,tribunal entschieden ungnstiger ,richter aus4 ,denn die ,ehre knnen und wollen wir mit jedem teilen3 der ,ruhm wird geschmlert oder erschwert1 durch jeden1 der ihn erlangt4 -- ,nun ferner steht die ,schwierigkeit der ,erlangung des ,ruhmes durch ,werke im umgekehrten ,verhltnis der ,menschenzahl1 die das ,publikum solcher ,werke ausmacht2 aus leicht abzusehenden ,grnden4 ,daher ist sie viel grer bei ,werken1 welche ,belehrung1 als bei solchen1 welche ,unterhaltung verheien4 ,am grten ist sie bei philosophischen ,werken2 weil die ,belehrung1 welche diese versprechen1 einerseits ungewi1 und andrerseits ohne materiellen ,nutzen ist2 wonach denn solche zunchst vor einem ,publiko auftreten1 das aus lauter ,mitbewerbern besteht4 -- ,aus den dargelegten ,schwierigkeiten1 die der ,erlangung des ,ruhmes entgegenstehn1 erhellt1 da1 wenn die1 welche ruhmwrdige ,werke vollenden1 es nicht aus ,liebe zu diesen selbst und eigener ,freude daran tten1 sondern der ,aufmunterung durch den ,ruhm bedrften1 die ,menschheit wenige1 oder keine1 unsterbliche ,werke erhalten haben wrde4 ,ja1 sogar mu1 wer das ,gute und ,rechte hervorbringen und das ,schlechte vermeiden soll1 dem ,urteile der ,menge und ihrer ,wortfhrer ,trotz bieten1 mithin sie verachten4 ,hierauf beruht die ,richtigkeit der ,bemerkung1 die besonders 99,osorius99 7de gloria7 hervorhebt1 da der ,ruhm vor denen flieht1 die ihn suchen1 und denen folgt1 die ihn vernachlssigen3 denn jene bequemen sich dem ,geschmacke ihrer ,zeitgenossen an1 diese trotzen ihm4 ,so schwer es demnach ist1 den ,ruhm zu erlangen1 so leicht ist es1 ihn zu behalten4 ,auch hierin steht er im ,gegensatz mit der ,ehre4 ,diese wird jedem1 sogar auf ,kredit1 verliehen3 er hat sie nur zu bewahren4 ,hier aber liegt die ,aufgabe3 denn durch eine einzige1 nichtswrdige ,handlung geht sie unwiederbringlich verloren4 ,der ,ruhm hingegen kann eigentlich nie verloren gehn3 denn die ,tat1 oder das ,werk1 durch die er erlangt worden1 stehen fr immer fest1 und der ,ruhm derselben bleibt ihrem ,urheber1 auch wenn er keinen neuen hinzufgt4 ,wenn jedoch der ,ruhm wirklich verklingt1 wenn er berlebt wird2 so war er unecht1 d4 h4 unverdient1 durch augenblickliche berschtzung entstanden1 wo nicht gar so ein ,ruhm wie ,hegel ihn hatte und ,lichtenberg ihn beschreibt1 ausposaunt von einer freundschaftlichen ,kandidatenjunta und vom ,echo leerer ,kpfe widergehallt2 -- -- aber die ,nachwelt1 wie wird sie lcheln1 wann sie dereinst an die bunten ,wrtergehuse1 die schnen ,nester ausgeflogener ,mode und die ,wohnungen weggestorbener ,verabredungen anklopfen und alles1 alles leer finden wird1 auch nicht den kleinsten ,gedanken1 der mit ,zuversicht sagen knnte3 99herein996 -- ,der ,ruhm beruht eigentlich auf dem1 was einer im ,vergleich mit den brigen ist4 ,demnach ist er wesentlich ein ,relatives1 kann daher auch nur relativen ,wert haben4 ,er fiele ganz weg1 wenn die brigen wrden was der ,gerhmte ist4 ,absoluten ,wert kann nur das haben1 was ihn unter allen ,umstnden behlt1 also hier1 was einer unmittelbar und fr sich selbst ist3 folglich mu hierin der ,wert und das ,glck des groen ,herzens und des groen ,kopfes liegen4 ,also nicht der ,ruhm1 sondern das1 wodurch man ihn verdient1 ist das ,wertvolle4 ,denn es ist gleichsam die ,substanz und der ,ruhm nur das ,akzidenz der ,sache3 ja dieser wirkt auf den ,gerhmten hauptschlich als ein uerliches ,symptom1 durch welches er die ,besttigung seiner eigenen hohen ,meinung von sich selbst erhlt2 demnach man sagen knnte1 da1 wie das ,licht gar nicht sichtbar ist1 wenn es nicht von einem ,krper zurckgeworfen wird2 ebenso jede ,trefflichkeit erst durch den ,ruhm ihrer selbst recht gewi wird4 ,allein er ist nicht einmal ein untrgliches ,symptom2 da es auch ,ruhm ohne ,verdienst und ,verdienst ohne ,ruhm gibt2 weshalb ein ,ausdruck ,lessings so artig herauskommt3 einige ,leute sind berhmt1 und andere verdienen es zu sein4 ,auch wre es eine elende ,existenz1 deren ,wert oder ,unwert darauf beruhte1 wie sie in den ,augen anderer erschiene3 eine solche aber wre das ,leben des ,helden und des ,genies1 wenn dessen ,wert im ,ruhme1 d4 h4 im ,beifall anderer1 bestnde4 ,vielmehr lebt und existiert ja jegliches ,wesen seiner selbst wegen1 daher auch zunchst in sich und fr sich4 -- ,was einer ist1 in welcher ,art und ,weise es auch sei1 das ist er zuvrderst und hauptschlich fr sich selbst3 und wenn es hier nicht viel wert ist1 so ist es berhaupt nicht viel4 ,hingegen ist das ,abbild seines ,wesens in den ,kpfen anderer ein ,sekundres1 ,abgeleitetes und dem ,zufall ,unterworfenes1 welches nur sehr mittelbar sich auf das erstere zurckbezieht4 ,zudem sind die ,kpfe der ,menge ein zu elender ,schauplatz1 als da auf ihm das wahre ,glck seinen ,ort haben knnte4 ,vielmehr ist daselbst nur ein chimrisches ,glck zu finden4 ,welche gemischte ,gesellschaft trifft doch in jenem ,tempel des allgemeinen ,ruhms zusammen6 ,feldherren1 ,minister1 ,quacksalber1 ,gaukler1 ,tnzer1 ,snger1 ,millionre und ,juden3 ja die ,vorzge aller dieser werden dort viel aufrichtiger geschtzt1 finden viel mehr estime sentie1 als die geistigen1 zumal der hohen ,art1 die ja bei der groen ,mehrzahl nur eine estime sur parole erlangen4 ,in eudmonologischer ,hinsicht ist also der ,ruhm nichts weiter1 als der seltenste und kstlichste ,bissen fr unsern ,stolz und unsere ,eitelkeit4 ,diese aber sind in den meisten ,menschen1 obwohl sie es verbergen1 bermig vorhanden1 vielleicht sogar am strkesten in denen1 die irgendwie geeignet sind1 sich ,ruhm zu erwerben und daher meistens das unsichere ,bewutsein ihres berwiegenden ,wertes lange in sich herumtragen mssen1 ehe die ,gelegenheit kommt1 solchen zu erproben und dann die ,anerkennung desselben zu erfahren3 bis dahin war ihnen zu ,mute1 als erlitten sie ein heimliches ,unrecht,j4 berhaupt aber ist ja1 wie am ,anfange dieses ,kapitels errtert worden1 der ,wert1 den der ,mensch auf die ,meinung anderer von ihm legt1 ganz unverhltnismig und unvernnftig2 so da 99,hobbes99 die ,sache zwar sehr stark1 aber vielleicht doch richtig ausgedrckt hat in den ,worten3 omnis animi voluptas1 omnisque alacritas in eo sita est1 quod quis habeat quibuscum conferens se1 possit magnifice sentire de se ipso 7de cive4 ,i1 #e74 ,hieraus ist der hohe ,wert erklrlich1 den man allgemein auf den ,ruhm legt1 und die ,opfer1 welche man bringt1 in der bloen ,hoffnung1 ihn dereinst zu erlangen3 ,fame is the spur1 that the clear spirit doth raise 7,that last infirmity of noble minds7 ,to scorn delights and live laborious days4 wie auch3 how hard it is to climb ,the hights where ,fame's proud temple shines afar4 ,j ,da unser grtes ,vergngen darin besteht1 99bewundert99 zu werden1 die ,bewunderer aber1 selbst wo alle ,ursache wre1 sich ungern dazu herbeilassen2 so ist er der ,glcklichste ,der1 welcher1 gleichviel wie1 es dahin gebracht hat1 sich selbst aufrichtig zu bewundern4 ,nur mssen die andern ihn nicht irre machen4 ,hieraus endlich erklrt es sich auch1 da die eitelste aller ,nationen bestndig la gloire im ,munde fhrt und solche unbedenklich als die ,haupttriebfeder zu groen ,taten und groen ,werken ansieht4 -- ,allein1 da unstreitig der ,ruhm nur das ,sekundre ist1 das bloe ,echo1 ,abbild1 ,schatten1 ,symptom des ,verdienstes1 und da jedenfalls das ,bewunderte mehr ,wert haben mu als die ,bewunderung1 so kann das eigentlich ,beglckende nicht im ,ruhme liegen1 sondern in dem1 wodurch man ihn erlangt1 also im ,verdienste selbst1 oder1 genauer zu reden1 in der ,gesinnung und den ,fhigkeiten1 aus denen es hervorging1 es mag nun moralischer oder intellektueller ,art sein4 ,denn das ,beste1 was jeder ist1 mu er notwendig fr sich selbst sein3 was davon in den ,kpfen anderer sich abspiegelt und er in ihrer ,meinung gilt1 ist ,nebensache und kann nur von untergeordnetem ,interesse fr ihn sein4 ,wer demnach nur den ,ruhm 99verdient991 auch ohne ihn zu erhalten1 besitzt bei weitem die ,hauptsache1 und was er entbehrt1 ist etwas1 darber er sich mit derselben trsten kann4 ,denn nicht da einer von der urteilslosen1 so oft betrten ,menge fr einen groen ,mann gehalten werde1 sondern da er es sei1 macht ihn beneidenswert2 auch nicht1 da die ,nachwelt von ihm erfahre1 sondern da in ihm sich ,gedanken erzeugen1 welche verdienen1 ,jahrhunderte hindurch aufbewahrt und nachgedacht zu werden1 ist ein hohes ,glck4 ,zudem kann dieses ihm nicht entrissen werden3 es ist tn eph' hmin1 jenes andere tn ouk eph' hmin4 ,wre hingegen die ,bewunderung selbst die ,hauptsache2 so wre das ,bewunderte ihrer nicht wert4 ,dies ist wirklich der ,fall beim falschen1 d4 i4 unverdienten ,ruhm4 ,an diesem mu sein ,besitzer zehren1 ohne das1 wovon derselbe das ,symptom1 der bloe ,abglanz1 sein soll1 wirklich zu haben4 ,aber sogar dieser ,ruhm selbst mu ihm oft verleidet werden1 wann bisweilen1 trotz aller1 aus der ,eigenliebe entspringenden ,selbsttuschung1 ihm auf der ,hhe1 fr die er nicht geeignet ist1 doch schwindelt1 oder ihm zu ,mute wird1 als wre er ein kupferner ,dukaten2 wo dann die ,angst vor ,enthllung und verdienter ,demtigung ihn ergreift1 zumal wann er auf den ,stirnen der ,weiseren schon das ,urteil der ,nachwelt liest4 ,er gleicht sonach dem ,besitzer durch ein falsches ,testament4 -- ,den echtesten ,ruhm1 den ,nachruhm1 vernimmt sein ,gegenstand ja nie1 und doch schtzt man ihn glcklich4 ,also bestand sein ,glck in den groen ,eigenschaften selbst1 die ihm den ,ruhm erwarben1 und darin1 da er ,gelegenheit fand1 sie zu entwickeln1 also da ihm vergnnt wurde1 zu handeln1 wie es ihm angemessen war1 oder zu treiben1 was er mit ,lust und ,liebe trieb3 denn nur die aus dieser entsprungenen ,werke erlangen ,nachruhm4 ,sein ,glck bestand also in seinem groen ,herzen1 oder auch im ,reichtum eines ,geistes1 dessen ,abdruck1 in seinen ,werken1 die ,bewunderung kommender ,jahrhunderte erhlt2 es bestand in den ,gedanken selbst1 welchen nachzudenken1 die ,beschftigung und der ,genu der edelsten ,geister einer unabsehbaren ,zukunft ward4 ,der ,wert des ,nachruhms liegt also im ,verdienen desselben1 und dieses ist sein eigener ,lohn4 ,ob nun die ,werke1 welche ihn erwarben1 unterweilen auch den ,ruhm der ,zeitgenossen hatten1 hing von zuflligen ,umstnden ab und war nicht von groer ,bedeutung4 ,denn da die ,menschen in der ,regel ohne eigenes ,urteil sind und zumal hohe und schwierige ,leistungen abzuschtzen durchaus keine ,fhigkeit haben2 so folgen sie hier stets fremder ,autoritt1 und der ,ruhm1 in hoher ,gattung1 beruht bei #ii unter #ajj ,rhmern1 blo auf ,treu und ,glauben4 ,daher kann auch der vielstimmigste ,beifall der ,zeitgenossen fr denkende ,kpfe nur wenig ,wert haben1 indem sie in ihm stets nur das ,echo weniger ,stimmen hren1 die zudem selbst nur sind1 wie der ,tag sie gebracht hat4 ,wrde wohl ein ,virtuose sich geschmeichelt fhlen durch das laute ,beifallsklatschen seines ,publikums1 wenn ihm bekannt wre1 da es1 bis auf einen oder zwei1 aus lauter vllig ,tauben bestnde1 die1 um einander gegenseitig ihr ,gebrechen zu verbergen1 eifrig klatschen1 sobald sie die ,hnde jenes ,einen in ,bewegung shen8 ,und nun gar1 wenn die ,kenntnis hinzukme1 da jene ,vorklatscher sich oft bestechen lieen1 um dem elendesten ,geiger den lautesten ,applaus zu verschaffen6 -- ,hieraus ist erklrlich1 warum der ,ruhm der ,zeitgenossen so selten die ,metamorphose in ,nachruhm erlebt2 weshalb 99d',alembert991 in seiner beraus schnen ,beschreibung des ,tempels des literarischen ,ruhmes1 sagt3 das ,innere des ,tempels ist von lauter ,toten bewohnt1 die whrend ihres ,lebens nicht darin waren1 und von einigen ,lebenden1 welche fast alle1 wann sie sterben1 hinausgeworfen werden4 ,und beilufig sei es hier bemerkt1 da einem bei ,lebzeiten ein ,monument setzen die ,erklrung ablegen heit1 da hinsichtlich seiner der ,nachwelt nicht zu trauen sei4 -- ,wenn dennoch einer den ,ruhm1 welcher zum ,nachruhm werden soll1 erlebt1 so wird es selten frher als im ,alter geschehn3 allenfalls gibt es bei ,knstlern und ,dichtern ,ausnahmen von dieser ,regel1 am wenigsten bei ,philosophen4 ,eine ,besttigung derselben geben die ,bildnisse der durch ihre ,werke berhmten ,mnner1 da dieselben meistens erst nach dem ,eintritt ihrer ,zelebritt angefertigt wurden3 in der ,regel sind sie alt und grau dargestellt1 namentlich die ,philosophen4 ,inzwischen steht1 eudmonologisch genommen1 die ,sache ganz recht4 ,ruhm und ,jugend auf einmal ist zu viel fr einen ,sterblichen4 ,unser ,leben ist so arm1 da seine ,gter haushlterischer verteilt werden mssen4 ,die ,jugend hat vollauf genug an ihrem eigenen ,reichtum und kann sich daran gengen lassen4 ,aber im ,alter1 wann alle ,gensse und ,freuden1 wie die ,bume im ,winter1 abgestorben sind1 dann schlgt am gelegensten der ,baum des ,ruhmes aus1 als ein chtes ,wintergrn3 auch kann man ihn den ,winterbirnen vergleichen1 die im ,sommer wachsen1 aber im ,winter genossen werden4 ,im ,alter gibt es keinen schnern ,trost1 als da man die ganze ,kraft seiner ,jugend 99,werken99 einverleibt hat1 die nicht 99mit99 altern4 ,wollen wir jetzt noch etwas nher die ,wege betrachten1 auf welchen man1 in den ,wissenschaften1 als dem uns zunchst liegenden1 ,ruhm erlangt2 so lt sich hier folgende ,regel aufstellen4 ,die durch solchen ,ruhm bezeichnete intellektuelle berlegenheit wird allemal an den ,tag gelegt durch eine neue ,kombination irgendwelcher ,data4 ,diese nun knnen sehr verschiedener ,art sein2 jedoch wird der durch ihre ,kombination zu erlangende ,ruhm um so grer und ausgebreiteter sein1 je mehr sie selbst allgemein bekannt und jedem zugnglich sind4 ,bestehn z4 ,b4 die ,data in einigen ,zahlen oder ,kurven1 oder auch in irgend einer speziellen physikalischen1 zoologischen1 botanischen oder anatomischen ,tatsache1 oder auch in einigen verdorbenen ,stellen alter ,autoren1 oder in halbverlschten ,inschriften1 oder in solchen1 deren ,alphabet uns fehlt1 oder in dunkeln ,punkten der ,geschichte2 so wird der durch die richtige ,kombination derselben zu erlangende ,ruhm sich nicht viel weiter erstrecken1 als die ,kenntnis der ,data selbst1 also auf eine kleine ,anzahl meistens zurckgezogen lebender und auf den ,ruhm in ihrem ,fache neidischer ,leute4 -- ,sind hingegen die ,data solche1 welche das ganze ,menschengeschlecht kennt1 sind es z4 ,b4 wesentliche1 allen gemeinsame ,eigenschaften des menschlichen ,verstandes1 oder ,gemtes1 oder ,naturkrfte1 deren ganze ,wirkungsart wir bestndig vor ,augen haben1 oder der allbekannte ,lauf der ,natur berhaupt2 so wird der ,ruhm1 durch eine neue1 wichtige und evidente ,kombination ,licht ber sie verbreitet zu haben1 sich mit der ,zeit fast ber die ganze zivilisirte ,welt erstrecken4 ,denn1 sind die ,data jedem zugnglich1 so wird ihre ,kombination es meistens auch sein4 -- ,dennoch wird hiebei der ,ruhm allemal nur der berwundenen ,schwierigkeit entsprechen4 ,denn1 je allbekannter die ,data sind1 desto schwerer ist es1 sie auf eine neue und doch richtige ,weise zu kombiniren2 da schon eine beraus groe ,anzahl von ,kpfen sich an ihnen versucht und die unmglichen ,kombinationen derselben erschpft hat4 ,hingegen werden ,data1 welche1 dem groen ,publiko unzugnglich1 nur auf mhsamen und schwierigen ,wegen erreichbar sind1 fast immer noch neue ,kombinationen zulassen3 wenn man daher an solche nur mit geradem ,verstande und gesunder ,urteilskraft1 also einer migen geistigen berlegenheit1 kommt2 so ist es leicht mglich1 da man eine neue und richtige ,kombination derselben zu machen das ,glck habe4 ,allein der hiedurch erworbene ,ruhm wird ungefhr dieselben ,grenzen haben1 wie die ,kenntnis der ,data4 ,denn zwar erfordert die ,lsung von ,problemen solcher ,art groes ,studium und ,arbeit1 schon um nur die ,kenntnis der ,data zu erlangen2 whrend in jener andern ,art1 in welcher eben der grte und ausgebreiteteste ,ruhm zu erwerben ist1 die ,data unentgeltlich gegeben sind3 allein in dem ,mae1 wie diese letztere ,art weniger ,arbeit erfordert1 gehrt mehr ,talent ja ,genie dazu1 und mit diesen hlt1 hinsichtlich des ,wertes und der ,wertschtzung1 keine ,arbeit oder ,studium den ,vergleich aus4 ,hieraus nun ergibt sich1 da die1 welche einen tchtigen ,verstand und ein richtiges ,urteil in sich spren1 ohne jedoch die hchsten ,geistesgaben sich zuzutrauen1 viel ,studium und ermdende ,arbeit nicht scheuen drfen1 um mittelst dieser sich aus dem groen ,haufen der ,menschen1 welchen die allbekannten ,data vorliegen1 herauszuarbeiten und zu den entlegeneren ,orten zu gelangen1 welche nur dem gelehrten ,fleie zugnglich sind4 ,denn hier1 wo die ,zahl der ,mitbewerber unendlich verringert ist1 wird auch der nur einigermaen berlegene ,kopf bald zu einer neuen und richtigen ,kombination der ,data ,gelegenheit finden3 sogar wird das ,verdienst seiner ,entdeckung sich mit auf die ,schwierigkeit1 zu den ,datis zu gelangen1 sttzen4 ,aber der also erworbene ,applaus seiner ,wissensgenossen1 als welche die alleinigen ,kenner in diesem ,fache sind1 wird von der groen ,menge der ,menschen nur von ,weitem vernommen werden4 -- ,will man nun den hier angedeuteten ,weg bis zum ,extrem verfolgen2 so lt sich der ,punkt nachweisen1 wo die ,data1 wegen der groen ,schwierigkeit ihrer ,erlangung1 fr sich allein und ohne da eine ,kombination derselben erfordert wre1 den ,ruhm zu begrnden hinreichen4 ,dies leisten ,reisen in sehr entlegene und wenig besuchte ,lnder3 man wird berhmt durch das1 was man gesehen1 nicht durch das1 was man gedacht hat4 ,dieser ,weg hat auch noch einen groen ,vorteil darin1 da es viel leichter ist1 was man gesehn1 als was man gedacht hat1 andern mitzuteilen und es mit dem ,verstndnis sich ebenso verhlt3 demgem wird man fr das ,erstere auch viel mehr ,leser finden als fr das andere4 ,denn1 wie schon ,asmus sagt3 ,wenn jemand eine ,reise tut1 ,so kann er was erzhlen4 ,diesem allen entspricht es aber auch1 da1 bei der persnlichen ,bekanntschaft berhmter ,leute dieser ,art einem oft die ,horazische ,bemerkung einfllt3 ,coelum1 non animum1 mutant1 qui trans mare currunt4 7,epist4 ,i1 #aa1 v4 #bg47 ,was aber nun andrerseits den mit hohen ,fhigkeiten ausgestatteten ,kopf betrifft1 als welcher allein sich an die ,lsung der groen1 das ,allgemeine und ,ganze betreffenden und daher schwierigsten ,probleme wagen darf2 so wird dieser zwar wohl daran tun1 seinen ,horizont mglichst auszudehnen1 jedoch immer gleichmig1 nach allen ,seiten1 und ohne je sich zu weit in irgend eine der besonderen und nur ,wenigen bekannten ,regionen zu verlieren1 d4 h4 ohne auf die ,spezialitten irgend einer einzelnen ,wissenschaft weit einzugehen1 geschweige sich mit den ,mikrologien zu befassen4 ,denn er hat nicht ntig1 sich an die schwer zugnglichen ,gegenstnde zu machen1 um dem ,gedrnge der ,mitbewerber zu entgehn2 sondern eben das allen ,vorliegende wird ihm ,stoff zu neuen1 wichtigen und wahren ,kombinationen geben4 ,dem nun aber gem wird sein ,verdienst von allen denen geschtzt werden knnen1 welchen die ,data bekannt sind1 also von einem groen ,teile des menschlichen ,geschlechts4 ,hierauf grndet sich der mchtige ,unterschied zwischen dem ,ruhm1 den ,dichter und ,philosophen erlangen1 und dem1 welcher ,physikern1 ,chemikern1 ,anatomen1 ,mineralogen1 ,zoologen1 ,philologen1 ,historikern usw4 erreichbar ist4 ,kapitel ,v4 ,parnesen und ,maximen4 ,weniger noch1 als irgendwo1 bezwecke ich hier ,vollstndigkeit2 da ich sonst die vielen1 von ,denkern aller ,zeiten aufgestellten1 zum ,teil vortrefflichen ,lebensregeln zu wiederholen haben wrde1 vom ,theognis und ,pseudo-,salomo an1 bis auf den ,rochefoucauld herab2 wobei ich dann auch viele1 schon breit getretene ,gemeinpltze nicht wrde vermeiden knnen4 ,mit der ,vollstndigkeit fllt aber auch die systematische ,anordnung grtenteils weg4 ber beide trste man sich damit1 da sie1 in ,dingen dieser ,art1 fast unausbleiblich die ,langeweile in ihrem ,gefolge haben4 ,ich habe blo gegeben1 was mir eben eingefallen ist1 der ,mitteilung wert schien und1 so viel mir erinnerlich1 noch nicht1 wenigstens nicht ganz und eben so1 gesagt worden ist1 also eben nur eine ,nachlese zu dem auf diesem unabsehbaren ,felde bereits von andern ,geleisteten4 ,um jedoch in die groe ,mannigfaltigkeit der hierher gehrigen ,ansichten und ,ratschlge einige ,ordnung zu bringen1 will ich sie einteilen in allgemeine1 in solche1 welche unser ,verhalten gegen uns selbst1 dann gegen andere1 und endlich gegen den ,weltlauf und das ,schicksal betreffen4 ,a4 ,allgemeine4 #a4 ,als die oberste ,regel aller ,lebensweisheit sehe ich einen ,satz an1 den 99,aristoteles99 beilufig ausgesprochen hat1 in der ,nikomachischen ,ethik 7,,vii1 #ab73 ho phronimos to alypon dikei1 ou to hdy 7quod dolore vacat1 non quod suave est1 persequitur vir prudens74 ,besser noch deutsch liee sich dieser ,satz etwan so wiedergeben3 ,nicht dem ,vergngen1 der ,schmerzlosigkeit geht der ,vernnftige nach2 oder3 ,der ,vernnftige geht auf ,schmerzlosigkeit1 nicht auf ,genu aus4 ,die ,wahrheit desselben beruht darauf1 da aller ,genu und alles ,glck negativer1 hingegen der ,schmerz positiver ,natur ist4 ,die ,ausfhrung und ,begrndung dieses letzteren ,satzes findet man in meinem ,hauptwerke ,bd4 ,i1 #eh4 ,doch will ich denselben hier noch an einer tglich zu beobachtenden ,tatsache erlutern4 ,wenn der ganze ,leib gesund und heil ist1 bis auf irgend eine kleine wunde1 oder sonst schmerzende ,stelle2 so tritt jene ,gesundheit des ,ganzen weiter nicht ins ,bewutsein1 sondern die ,aufmerksamkeit ist bestndig auf den ,schmerz der verletzten ,stelle gerichtet und das ,behagen der gesamten ,lebensempfindung ist aufgehoben4 -- ,ebenso1 wenn alle unsere ,angelegenheiten nach unserem ,sinne gehen1 bis auf 99eine991 die unserer ,absicht zuwider luft1 so kommt diese1 auch wenn sie von geringer ,bedeutung ist1 uns immer wieder in den ,kopf3 wir denken hufig an sie und wenig an alle jene andern wichtigeren ,dinge1 die nach unserem ,sinne gehn4 -- ,in beiden ,fllen nun ist das ,beeintrchtigte der ,wille1 einmal1 wie er sich im ,organismus1 das andere1 wie er sich im ,streben des ,menschen objektivirt1 und in beiden sehen wir1 da seine ,befriedigung immer nur negativ wirkt und daher gar nicht direkt empfunden wird1 sondern hchstens auf dem ,wege der ,reflexion ins ,bewutsein kommt4 ,hingegen ist seine ,hemmung das ,positive und daher sich selbst ,ankndigende4 ,jeder ,genu besteht blo in der ,aufhebung dieser ,hemmung1 in der ,befreiung davon1 ist mithin von kurzer ,dauer4 ,hierauf nun also beruht die oben belobte ,aristotelische ,regel1 welche uns anweist1 unser ,augenmerk nicht auf die ,gensse und ,annehmlichkeiten des ,lebens zu richten1 sondern darauf1 da wir den zahllosen beln desselben1 so weit es mglich ist1 entgehn4 ,wre dieser ,weg nicht der richtige3 so mte auch 99,voltaires99 ,ausspruch1 le bonheur n'est qu'un rve1 et la douleur est relle1 so falsch sein1 wie er in der ,tat wahr ist4 ,demnach soll auch der1 welcher das ,resultat seines ,lebens1 in eudmonologischer ,rcksicht1 ziehn will1 die ,rechnung nicht nach den ,freuden1 die er genossen1 sondern nach den beln1 denen er entgangen ist1 aufstellen4 ,ja1 die ,eudmonologie hat mit der ,belehrung anzuheben1 da ihr ,name selbst ein ,euphemismus ist und da unter glcklich leben nur zu verstehn ist weniger unglcklich1 also ertrglich leben4 ,allerdings ist das ,leben nicht eigentlich da1 um genossen1 sondern um berstanden1 abgetan zu werden2 dies bezeichnen auch manche ,ausdrcke1 wie degere vitam1 vita defungi1 das ,italienische si scampa cos1 das ,deutsche man mu suchen durchzukommen1 er wird schon durch die ,welt kommen1 u4 dgl4 m4 ,ja1 es ist ein ,trost im ,alter1 da man die ,arbeit des ,lebens hinter sich hat4 ,demnach nun hat das glcklichste ,los der1 welcher sein ,leben ohne bergroe ,schmerzen1 sowohl geistige1 als krperliche1 hinbringt2 nicht aber der1 dem die lebhaftesten ,freuden oder die grten ,gensse zuteil geworden4 ,wer nach diesen letzteren das ,glck eines ,lebenslaufes bemessen will1 hat einen falschen ,mastab ergriffen4 ,denn die ,gensse sind und bleiben negativ3 da sie beglcken1 ist ein ,wahn1 den der ,neid1 zu seiner eigenen ,strafe1 hegt4 ,die ,schmerzen hingegen werden positiv empfunden3 daher ist ihre ,abwesenheit der ,mastab des ,lebensglckes4 ,kommt zu einem schmerzlosen ,zustand noch die ,abwesenheit der ,langenweile2 so ist das irdische ,glck im ,wesentlichen erreicht3 denn das brige ist ,chimre4 ,hieraus nun folgt1 da man nie ,gensse durch ,schmerzen1 ja1 auch nur durch die ,gefahr derselben1 erkaufen soll2 weil man sonst ein ,negatives und daher ,chimrisches mit einem ,positiven und ,realen bezahlt4 ,hingegen bleibt man im ,gewinn1 wenn man ,gensse opfert1 um ,schmerzen zu entgehn4 ,in beiden ,fllen ist es gleichgltig1 ob die ,schmerzen den ,genssen nachfolgen1 oder vorhergehn4 ,es ist wirklich die grte ,verkehrtheit1 diesen ,schauplatz des ,jammers in einen ,lustort verwandeln zu wollen und1 statt der mglichsten ,schmerzlosigkeit1 ,gensse und ,freuden sich zum ,ziele zu stecken1 wie doch so viele tun4 ,viel weniger irrt1 wer1 mit zu finsterem ,blicke1 diese ,welt als eine ,art ,hlle ansieht und demnach nur darauf bedacht ist1 sich in derselben eine feuerfeste ,stube zu verschaffen4 ,der ,tor luft den ,genssen des ,lebens nach und sieht sich betrogen3 der ,weise vermeidet die bel4 ,sollte ihm jedoch auch dieses miglcken2 so ist es dann die ,schuld des ,geschicks1 nicht die seiner ,torheit4 ,so weit es ihm aber glckt1 ist er nicht betrogen3 denn die bel1 denen er aus dem ,wege ging1 sind hchst real4 ,selbst wenn er etwan ihnen zu weit aus dem ,wege gegangen sein sollte und ,gensse unntigerweise geopfert htte2 so ist eigentlich doch nichts verloren3 denn alle ,gensse sind chimrisch1 und ber die ,versumnis derselben zu trauern wre kleinlich1 ja lcherlich4 ,das ,verkennen dieser ,wahrheit1 durch den ,optimismus begnstigt1 ist die ,quelle vielen ,unglcks4 ,whrend wir nmlich von ,leiden frei sind1 spiegeln unruhige ,wnsche uns die ,chimren eines ,glckes vor1 das gar nicht existirt1 und verleiten uns sie zu verfolgen3 dadurch bringen wir den ,schmerz1 der unleugbar real ist1 auf uns herab4 ,dann jammern wir ber den verlorenen schmerzlosen ,zustand1 der1 wie ein verscherztes ,paradies1 hinter uns liegt1 und wnschen vergeblich1 das ,geschehene ungeschehen machen zu knnen4 ,so scheint es1 als ob ein bser ,dmon uns aus dem schmerzlosen ,zustande1 der das hchste wirkliche ,glck ist1 stets herauslockte1 durch die ,gaukelbilder der ,wnsche4 -- ,unbesehens glaubt der ,jngling1 die ,welt sei da1 um genossen zu werden1 sie sei der ,wohnsitz eines positiven ,glckes1 welches nur die verfehlen1 denen es an ,geschick gebricht1 sich seiner zu bemeistern4 ,hierin bestrken ihn ,romane und ,gedichte1 wie auch die ,gleinerei1 welche die ,welt1 durchgngig und berall1 mit dem uern ,scheine treibt und auf die ich bald zurckkommen werde4 ,von nun an ist sein ,leben eine1 mit mehr oder weniger berlegung angestellte ,jagd nach dem positiven ,glck1 welches1 als solches1 aus positiven ,genssen bestehn soll4 ,die ,gefahren1 denen man sich dabei aussetzt1 mssen in die ,schanze geschlagen werden4 ,da fhrt denn diese ,jagd nach einem ,wilde1 welches gar nicht existiert1 in der ,regel1 zu sehr realem1 positivem ,unglck4 ,dies stellt sich ein als ,schmerz1 ,leiden1 ,krankheit1 ,verlust1 ,sorge1 ,armut1 ,schande und tausend ,nte4 ,die ,enttuschung kommt zu spt4 -- ,ist hingegen1 durch ,befolgung der hier in ,betracht genommenen ,regel1 der ,plan des ,lebens auf ,vermeidung der ,leiden1 also auf ,entfernung des ,mangels1 der ,krankheit und jeder ,not1 gerichtet2 so ist das ,ziel ein reales3 da lt sich etwas ausrichten1 und um so mehr1 je weniger dieser ,plan gestrt wird durch das ,streben nach der ,chimre des positiven ,glcks4 ,hiezu stimmt auch1 was 99,goethe991 in den ,wahlverwandtschaften1 den fr das ,glck der andern stets ttigen 99,mittler99 sagen lt3 ,wer ein bel los sein will1 der wei immer was er will3 wer was besseres will1 als er hat1 der ist ganz staarblind4 ,und dieses erinnert an den schnen franzsischen ,ausspruch3 le mieux est l'ennemi du bien4 ,ja1 hieraus ist sogar der ,grundgedanke des ,zynismus abzuleiten1 wie ich ihn dargelegt habe1 in meinem ,hauptwerke1 ,bd4 #b1 ,kap4 #af4 ,denn1 was bewog die ,zyniker zur ,verwerfung aller ,gensse1 wenn es nicht eben der ,gedanke an die mit ihnen1 nher oder ferner1 verknpften ,schmerzen war1 welchen aus dem ,wege zu gehn ihnen viel wichtiger schien1 als die ,erlangung jener4 ,sie waren tief ergriffen von der ,erkenntnis der ,negativitt des ,genusses und der ,positivitt des ,schmerzes2 daher sie1 konsequent1 alles taten fr die ,vermeidung der bel1 hierzu aber die vllige und absichtliche ,verwerfung der ,gensse ntig erachteten2 weil sie in diesen nur ,fallstricke sahen1 die uns dem ,schmerze berliefern4 ,in ,arkadien geboren1 wie ,schiller sagt1 sind wir freilich alle3 d4 h4 wir treten in die ,welt1 voll ,ansprche auf ,glck und ,genu1 und hegen die trichte ,hoffnung1 solche durchzusetzen4 ,in der ,regel jedoch kommt bald das ,schicksal1 packt uns unsanft an und belehrt uns1 da nichts 99unser99 ist1 sondern alles 99sein991 indem es ein unbestrittenes ,recht hat1 nicht nur auf allen unsern ,besitz und ,erwerb und auf ,weib und ,kind1 sondern sogar auf ,arm und ,bein1 ,auge und ,ohr1 ja1 auf die ,nase mitten im ,gesicht4 ,jedenfalls aber kommt1 nach einiger ,zeit die ,erfahrung und bringt die ,einsicht1 da ,glck und ,genu eine ,fata ,morgana sind1 welche1 nur aus der ,ferne sichtbar1 verschwindet1 wenn man herangekommen ist2 da hingegen ,leiden und ,schmerz ,realitt haben1 sich selbst unmittelbar vertreten und keiner ,illusion noch ,erwartung bedrfen4 ,fruchtet nun die ,lehre2 so hren wir auf1 nach ,glck und ,genu zu jagen1 und sind vielmehr darauf bedacht1 dem ,schmerz und ,leiden mglichst den ,zugang zu versperren4 ,wir erkennen alsdann1 da das ,beste1 was die ,welt zu bieten hat1 eine schmerzlose1 ruhige1 ertrgliche ,existenz ist1 und beschrnken unsere ,ansprche auf diese1 um sie desto sicherer durchzusetzen4 ,denn1 um nicht sehr unglcklich zu werden1 ist das sicherste ,mittel1 da man nicht verlange1 sehr glcklich zu sein4 ,dies hatte auch ,goethes ,jugendfreund 99,merck99 erkannt1 da er schrieb3 die garstige ,prtension an ,glckseligkeit1 und zwar an das ,ma1 das wir uns trumen1 verdirbt alles auf dieser ,welt4 ,wer sich davon losmachen kann und nichts begehrt1 als was er vor sich hat1 kann sich durchschlagen 7,briefe an und von ,merck1 ,s4 #ajj74 ,demnach ist es geraten1 seine ,ansprche auf ,genu1 ,besitz1 ,rang1 ,ehre usw4 auf ein ganz ,miges herabzusetzen2 weil gerade das ,streben und ,ringen nach ,glck1 ,glanz und ,genu es ist1 was die groen ,unglcksflle herbeizieht4 ,aber schon darum ist jenes weise und ratsam1 weil sehr unglcklich zu sein gar leicht ist2 sehr glcklich hingegen nicht etwan schwer1 sondern ganz unmglich4 ,mit groem ,rechte also singt der ,dichter der ,lebensweisheit3 ,auream quisquis mediocritatem ,diligit1 tutus caret obsoleti ,sordibus tecti1 caret invidenda ,sobrius aula4 ,saevius ventis agitatur ingens ,pinus3 et scelsae graviore casu ,decidunt turres3 feriuntque summos ,fulgura montes4 ,wer aber vollends die ,lehre meiner ,philosophie in sich aufgenommen hat und daher wei1 da unser ganzes ,dasein etwas ist1 das besser nicht wre und welches zu verneinen und abzuweisen die grte ,weisheit ist1 der wird auch von keinem ,dinge oder ,zustand groe ,erwartungen hegen1 nach nichts auf der ,welt mit ,leidenschaft streben1 noch groe ,klagen erheben ber sein ,verfehlen irgend einer ,sache2 sondern er wird von ,platos oute ti tn anthrpinn axion megals spouds 7rep4 ,x1 #fjd7 durchdrungen sein1 sowie auch hievon3 ,ist einer ,welt ,besitz fr dich zerronnen1 ,sei nicht in ,leid darber1 es ist nichts2 ,und hast du einer ,welt ,besitz genommen1 ,sei nicht erfreut darber1 es ist nichts4 ,vorber gehn die ,schmerzen und die ,wonnen1 ,geh' an der ,welt vorber1 es ist nichts4 99,anwari ,soheili499 7,siehe das ,motto zu ,sadis ,gulistan1 bers4 von ,graf47 ,was jedoch die ,erlangung dieser heilsamen ,einsichten besonders erschwert1 ist die schon oben erwhnte ,gleinerei der ,welt1 welche man daher der ,jugend frh aufdecken sollte4 ,die allermeisten ,herrlichkeiten sind bloer ,schein1 wie die ,theaterdekoration1 und das ,wesen der ,sache fehlt4 ,z4 ,b4 bewimpelte und bekrnzte ,schiffe1 ,kanonenschsse1 ,illumination1 ,pauken und ,trompeten1 ,jauchzen und ,schreien usw41 dies alles ist das ,aushngeschild1 die ,andeutung1 die ,hieroglyphe der 99,freude993 aber die ,freude ist daselbst meistens nicht zu finden3 sie allein hat beim ,feste abgesagt4 ,wo sie sich wirklich einfindet1 da kommt sie1 in der ,regel1 ungeladen und ungemeldet1 von selbst und sans faon1 ja1 still herangeschlichen1 oft bei den unbedeutendesten1 futilsten ,anlssen1 unter den alltglichsten ,umstnden1 ja1 bei nichts weniger als glnzenden oder ruhmvollen ,gelegenheiten3 sie ist1 wie das ,gold in ,australien1 hierhin und dorthin gestreuet1 nach der ,laune des ,zufalls1 ohne alle ,regel und ,gesetz1 meist nur in ganz kleinen ,krnchen1 hchst selten in groen ,massen4 ,bei allen jenen oben erwhnten ,dingen hingegen ist auch der ,zweck blo1 andere glauben zu machen1 hier wre die ,freude eingekehrt3 dieser ,schein1 im ,kopfe anderer1 ist die ,absicht4 ,nicht anders als mit der ,freude verhlt es sich mit der ,trauer4 ,wie schwermtig kommt jener lange und langsame ,leichenzug daher6 der ,reihe der ,kutschen ist kein ,ende4 ,aber seht nur hinein3 sie sind alle leer1 und der ,verblichene wird eigentlich blo von smtlichen ,kutschern der ganzen ,stadt zu ,grabe geleitet4 ,sprechendes ,bild der ,freundschaft und ,hochachtung dieser ,welt6 ,dies also ist die ,falschheit1 ,hohlheit und ,gleinerei des menschlichen ,treibens4 -- ,ein anderes ,beispiel wieder geben viele geladene ,gste in ,feierkleidern1 unter festlichem ,empfange2 sie sind das ,aushngeschild der edelen1 erhhten ,geselligkeit3 aber statt ihrer ist in der ,regel nur ,zwang1 ,pein und ,langeweile gekommen3 denn schon wo viel ,gste sind1 ist viel ,pack1 -- und htten sie auch smtlich ,sterne auf der ,brust4 ,die wirklich gute ,gesellschaft nmlich ist1 berall und notwendig1 sehr klein4 berhaupt aber tragen glnzende1 rauschende ,feste und ,lustbarkeiten stets eine ,leere1 wohl gar einen ,miton im ,innern2 schon weil sie dem ,elend und der ,drftigkeit unsers ,daseins laut widersprechen1 und der ,kontrast erhht die ,wahrheit4 ,jedoch von auen gesehn wirkt jenes alles3 und das war der ,zweck4 ,ganz allerliebst sagt daher 99,chamfort993 la socit1 les cercles1 les salons1 ce qu'on appelle le monde1 est une pice misrable1 un mauvais opra1 sans intrt1 qui se soutient un peu par les machines1 les costumes1 et les dcorations4 -- ,desgleichen sind nun auch ,akademien und philosophische ,katheder das ,aushngeschild1 der uere ,schein der 99,weisheit993 aber auch sie hat meistens abgesagt und ist ganz wo anders zu finden4 -- ,glockengebimmel1 ,priesterkostme1 fromme ,gebrden und fratzenhaftes ,tun ist das ,aushngeschild1 der falsche ,schein der ,andacht1 usw4 -- ,so ist denn fast alles in der ,welt hohle ,nsse zu nennen3 der ,kern ist an sich selten1 und noch seltener steckt er in der ,schale4 ,er ist ganz wo anders zu suchen und wird meistens nur zufllig gefunden4 #b4 ,wenn man den ,zustand eines ,menschen1 seiner ,glcklichkeit nach1 abschtzen will1 soll man nicht fragen nach dem1 was ihn vergngt1 sondern nach dem1 was ihn betrbt3 denn1 je geringfgiger dieses1 an sich selbst genommen1 ist1 desto glcklicher ist der ,mensch2 weil ein ,zustand des ,wohlbefindens dazu gehrt1 um gegen ,kleinigkeiten empfindlich zu sein3 im ,unglck spren wir sie gar nicht4 #c4 ,man hte sich1 das ,glck seines ,lebens mittelst vieler ,erfordernisse zu demselben1 auf ein 99breites ,fundament99 zu bauen3 denn auf einem solchen stehend strzt es am leichtesten ein1 weil es viel mehr ,unfllen ,gelegenheit darbietet und diese nicht ausbleiben4 ,das ,gebude unsers ,glckes verhlt sich also1 in dieser ,hinsicht1 umgekehrt wie alle anderen1 als welche auf breitem ,fundament am festesten stehn4 ,seine ,ansprche1 im ,verhltni zu seinen ,mitteln jeder ,art1 mglichst niedrig zu stellen1 ist demnach der sicherste ,weg groem ,unglck zu entgehn4 berhaupt ist es eine der grten und hufigsten ,torheiten1 da man 99weitluftige ,anstalten99 zum ,leben macht1 in welcher ,art auch immer das geschehe4 ,bei solchen nmlich ist zuvrderst auf ein ganzes und volles ,menschenleben gerechnet2 welches jedoch sehr ,wenige erreichen4 ,sodann fllt es1 selbst wenn sie so lange leben1 doch fr die gemachten ,plne zu kurz aus2 da deren ,ausfhrung immer sehr viel mehr ,zeit erfordert1 als angenommen war3 ferner sind solche1 wie alle menschlichen ,dinge1 dem ,milingen1 den ,hindernissen so vielfach ausgesetzt1 da sie sehr selten zum ,ziele gebracht werden4 ,endlich1 wenn zuletzt auch alles erreicht wird1 so waren die ,umwandlungen1 welche die ,zeit an 99uns selbst99 hervorbringt1 auer ,acht und ,rechnung gelassen2 also nicht bedacht worden1 da weder zum ,leisten noch zum ,genieen unsere ,fhigkeiten das ganze ,leben hindurch vorhalten4 ,daher kommt es1 da wir oft auf ,dinge hinarbeiten1 welche1 wenn endlich erlangt1 uns nicht mehr angemessen sind2 wie auch1 da wir mit den ,vorarbeiten zu einem ,werke die ,jahre hinbringen1 welche derweilen unvermerkt uns die ,krfte zur ,ausfhrung desselben rauben4 ,so geschieht es denn oft1 da der mit so langer ,mhe und vieler ,gefahr erworbene ,reichtum uns nicht mehr geniebar ist und wir fr andere gearbeitet haben2 oder auch1 da wir den durch vieljhriges ,treiben und ,trachten endlich erreichten ,posten auszufllen nicht mehr im ,stande sind3 die ,dinge sind zu spt fr uns gekommen4 ,oder auch umgekehrt1 wir kommen zu spt mit den ,dingen2 da nmlich1 wo es sich um ,leistungen1 oder ,produktionen handelt3 der ,geschmack der ,zeit hat sich gendert2 ein neues ,geschlecht ist herangewachsen1 welches an den ,sachen keinen ,anteil nimmt2 andere sind1 auf krzeren ,wegen1 uns zuvorgekommen usw4 ,alles unter dieser ,nummer ,angefhrte hat ,horaz im ,sinne1 wenn er sagt3 quid aeternis minorem ,consiliis animum fatigas8 ,der ,anla zu diesem hufigen ,migriff ist die unvermeidliche optische ,tuschung des geistigen ,auges1 vermge welcher das ,leben1 vom ,eingange aus gesehn1 endlos1 aber wenn man vom ,ende der ,bahn zurckblickt1 sehr kurz erscheint4 ,freilich hat sie ihr ,gutes3 denn ohne sie kme schwerlich etwas ,groes zustande4 berhaupt aber ergeht es uns im ,leben wie dem ,wanderer1 vor welchem1 indem er vorwrts schreitet1 die ,gegenstnde andere ,gestalten annehmen1 als die sie von ferne zeigten1 und sich gleichsam verwandeln1 indem er sich nhert4 ,besonders geht es mit unseren ,wnschen so4 ,oft finden wir etwas ganz anderes1 ja1 ,besseres1 als wir suchten2 oft auch das ,gesuchte selbst auf einem ganz anderen ,wege1 als den wir zuerst vergeblich danach eingeschlagen hatten4 ,zumal wird uns oft da1 wo wir ,genu1 ,glck1 ,freude suchten1 statt ihrer ,belehrung1 ,einsicht1 ,erkenntnis1 -- ein bleibendes1 wahrhaftes ,gut1 statt eines vergnglichen und scheinbaren4 ,dies ist auch der ,gedanke1 welcher im ,wilhelm ,meister als ,grundba durchgeht1 indem dieser ein intellektueller ,roman und eben dadurch hherer ,art ist1 als alle brigen1 sogar die von ,walter ,scott1 als welche smtlich nur ethisch sind1 d4 h4 die menschliche ,natur blo von der ,willens-,seite auffassen4 ,ebenfalls in der ,zauberflte1 dieser grotesken1 aber bedeutsamen und vieldeutigen ,hieroglyphe1 ist jener selbe ,grundgedanke1 in groen und groben ,zgen1 wie die der ,theaterdekorationen sind1 symbolisirt2 sogar wrde er es vollkommen sein1 wenn1 am ,schlusse1 der ,tamino1 vom ,wunsche1 die ,tamina zu besitzen1 zurckgebracht1 statt ihrer1 allein die ,weihe im ,tempel der ,weisheit verlangte und erhielte2 hingegen seinem notwendigen ,gegensatze1 dem ,papageno1 richtig seine ,papagena wrde4 -- ,vorzgliche und edle ,menschen werden jener ,erziehung des ,schicksals bald inne und fgen sich bildsam und dankbar in dieselbe3 sie sehn ein1 da in der ,welt wohl ,belehrung1 aber nicht ,glck zu finden sei1 werden es sonach gewohnt und zufrieden1 ,hoffnungen gegen ,einsichten zu vertauschen1 und sagen endlich mit ,petrarka3 ,altro diletto1 che 'mparar1 non provo4 ,es kann damit sogar dahin kommen1 da sie ihren ,wnschen und ,bestrebungen gewissermaen nur noch zum ,schein und tndelnd nachgehn1 eigentlich aber und im ,ernst ihres ,innern1 blo ,belehrung erwarten2 welches ihnen alsdann einen beschaulichen1 genialen1 erhabenen ,anstrich gibt4 -- ,man kann in diesem ,sinne auch sagen1 es gehe uns wie den ,alchemisten1 welche1 indem sie nur ,gold suchten1 ,schiepulver1 ,porzellan1 ,arzeneien1 ja ,naturgesetze entdeckten4 ,b4 ,unser ,verhalten gegen uns selbst betreffend4 #d4 ,wie der ,arbeiter1 welcher ein ,gebude auffhren hilft1 den ,plan des ganzen entweder nicht kennt1 oder doch nicht immer gegenwrtig hat2 so verhlt der ,mensch1 indem er die einzelnen ,tage und ,stunden seines ,lebens abspinnt1 sich zum ,ganzen seines ,lebenslaufes und des ,charakters desselben4 ,je wrdiger1 bedeutender1 planvoller und individueller dieser ist2 desto mehr ist es ntig und wohlttig1 da der verkleinerte ,grundri desselben1 der ,plan1 ihm bisweilen vor die ,augen komme4 ,freilich gehrt auch dazu1 da er einen kleinen ,anfang in dem gnthi sauton gemacht habe1 also wisse1 was er eigentlich1 hauptschlich und vor allem andern will1 was also fr sein ,glck das ,wesentlichste ist1 sodann was die zweite und dritte ,stelle nach diesem einnimmt2 wie auch1 da er erkenne1 welches1 im ganzen1 sein ,beruf1 seine ,rolle und sein ,verhltnis zur ,welt sei4 ,ist nun dieses bedeutender und grandioser ,art2 so wird der ,anblick des ,planes seines ,lebens1 im verjngten ,mastabe1 ihn1 mehr als irgend etwas1 strken1 aufrichten1 erheben1 zur ,ttigkeit ermuntern und von ,abwegen zurckhalten4 ,wie der ,wanderer erst1 wenn er auf einer ,hhe angekommen ist1 den zurckgelegten ,weg1 mit allen seinen ,wendungen und ,krmmungen1 im ,zusammenhange berblickt und erkennt2 so erkennen wir erst am ,ende einer ,periode unsers ,lebens1 oder gar des ganzen1 den wahren ,zusammenhang unserer ,taten1 ,leistungen und ,werke1 die genaue ,konsequenz und ,verkettung1 ja1 auch den ,wert derselben4 ,denn1 solange wir darin begriffen sind1 handeln wir nur immer nach den feststehenden ,eigenschaften unsers ,charakters1 unter dem ,einflu der ,motive1 und nach dem ,mae unserer ,fhigkeiten1 also durchweg mit ,notwendigkeit1 indem wir in jedem ,augenblicke blo tun1 was uns jetzt eben das ,rechte und ,angemessene dnkt4 ,erst der ,erfolg zeigt1 was dabei herausgekommen1 und der ,rckblick auf den ganzen ,zusammenhang das ,wie und ,wodurch4 ,daher eben auch sind wir1 whrend wir die grten ,taten vollbringen1 oder unsterbliche ,werke schaffen1 uns derselben nicht als solcher bewut1 sondern blo als des unsern gegenwrtigen ,zwecken ,angemessenen1 unsern dermaligen ,absichten ,entsprechenden1 also jetzt gerade ,rechten3 aber erst aus dem ,ganzen in seinem ,zusammenhang leuchtet nachher unser ,charakter und unsere ,fhigkeiten hervor3 und im einzelnen sehn wir dann1 wie wir1 als wre es durch ,inspiration geschehn1 den einzig richtigen ,weg1 unter tausend ,abwegen1 eingeschlagen haben1 -- von unserm ,genius geleitet4 ,dies alles gilt vom ,theoretischen wie vom ,praktischen1 und im umgekehrten ,sinne vom ,schlechten und ,verfehlten4 #e4 ,ein wichtiger ,punkt der ,lebensweisheit besteht in dem richtigen ,verhltnis1 in welchem wir unsere ,aufmerksamkeit teils der ,gegenwart1 teils der ,zukunft widmen1 damit nicht die eine uns die andere verderbe4 ,viele leben zu sehr in der ,gegenwart3 die ,leichtsinnigen2 -- andere zu sehr in der ,zukunft3 die ngstlichen und ,besorglichen4 ,selten wird einer genau das rechte ,ma halten4 ,die1 welche1 mittelst ,streben und ,hoffen1 nur in der ,zukunft leben1 immer vorwrts sehn und mit ,ungeduld den kommenden ,dingen entgegeneilen1 als welche allererst das wahre ,glck bringen sollen1 inzwischen aber die ,gegenwart unbeachtet und ungenossen vorbeiziehn lassen1 sind1 trotz ihren altklugen ,mienen1 jenen ,eseln in ,italien zu vergleichen1 deren ,schritt dadurch beschleunigt wird1 da an einem1 ihrem ,kopf angehefteten ,stock ein ,bndel ,heu hngt1 welches sie daher stets dicht vor sich sehen und zu erreichen hoffen4 ,denn sie betrgen sich selbst um ihr ganzes ,dasein1 indem sie stets nur ad interim leben1 -- bis sie tot sind4 -- ,statt also mit den ,plnen und ,sorgen fr die ,zukunft ausschlielich und immerdar beschftigt zu sein1 oder aber uns der ,sehnsucht nach der ,vergangenheit hinzugeben1 sollten wir nie vergessen1 da die ,gegenwart allein real und allein gewi ist2 hingegen die ,zukunft fast immer anders ausfllt1 als wir sie denken2 ja1 auch die ,vergangenheit anders war2 und zwar so1 da es mit beiden1 im ganzen1 weniger auf sich hat1 als es uns scheint4 ,denn die ,ferne1 welche dem ,auge die ,gegenstnde verkleinert1 vergrert sie dem ,gedanken4 ,die ,gegenwart allein ist wahr und wirklich3 sie ist die real erfllte ,zeit1 und ausschlielich in ihr liegt unser ,dasein4 ,daher sollten wir sie stets einer heitern ,aufnahme wrdigen1 folglich jede ertrgliche und von unmittelbaren ,widerwrtigkeiten oder ,schmerzen freie ,stunde mit ,bewutsein als solche genieen1 d4 h4 sie nicht trben durch verdrieliche ,gesichter ber verfehlte ,hoffnungen in der ,vergangenheit1 oder ,besorgnisse fr die ,zukunft4 ,denn es ist durchaus tricht1 eine gute gegenwrtige ,stunde von sich zu stoen oder sie sich mutwillig zu verderben1 aus ,verdru ber das ,vergangene1 oder ,besorgnis wegen des ,kommenden4 ,der ,sorge1 ja1 selbst der ,reue sei ihre bestimmte ,zeit gewidmet3 danach aber soll man ber das ,geschehene denken3 ,alla ta men protetychthai easomen achnymenoi per1 ,thymon eni stthessi philon damasantes anank1 und ber das ,knftige3 toi tauta then en gounasi keitai1 hingegen ber die ,gegenwart3 singulas dies singulas vitas puta 7,sen47 und diese allein reale ,zeit sich so angenehm wie mglich machen4 ,uns zu beunruhigen sind blo solche knftige bel berechtigt1 welche gewi sind und deren ,eintrittszeit ebenfalls gewi ist4 ,dies werden aber sehr wenige sein3 denn die bel sind entweder blo mglich1 allenfalls wahrscheinlich2 oder sie sind zwar gewi2 allein ihre ,eintrittszeit ist vllig ungewi4 ,lt man nun auf die beiden ,arten sich ein1 so hat man keinen ruhigen ,augenblick mehr4 ,um also nicht der ,ruhe unsers ,lebens durch ungewisse oder unbestimmte bel verlustig zu werden1 mssen wir uns gewhnen1 jene anzusehn1 als kmen sie nie2 diese1 als kmen sie gewi nicht sobald4 ,je mehr nun aber einem die ,furcht ,ruhe lt1 desto mehr beunruhigen ihn die ,wnsche1 die ,begierden und ,ansprche4 99,goethes99 so beliebtes ,lied1 ich hab' mein' ,sach' auf nichts gestellt1 besagt eigentlich1 da erst nachdem der ,mensch aus allen mglichen ,ansprchen herausgetrieben und auf das nackte1 kahle ,dasein zurckgewiesen ist1 er derjenigen ,geistesruhe teilhaft wird1 welche die ,grundlage des menschlichen ,glckes ausmacht1 indem sie ntig ist1 um die ,gegenwart und somit das ganze ,leben geniebar zu finden4 ,zu eben diesem ,zwecke sollten wir stets eingedenk sein1 da der heutige ,tag nur einmal kommt und nimmer wieder4 ,aber wir whnen1 er komme morgen wieder3 morgen ist jedoch ein anderer ,tag1 der auch nur einmal kommt4 ,wir aber vergessen1 da jeder ,tag ein integrirender und daher unersetzlicher ,teil des ,lebens ist1 und betrachten ihn vielmehr als unter demselben so enthalten1 wie die ,individuen unter dem ,gemeinbegriff4 -- ,ebenfalls wrden wir die ,gegenwart besser wrdigen und genieen1 wenn wir1 in guten und gesunden ,tagen1 uns stets bewut wren1 wie1 in ,krankheiten oder ,betrbnissen1 die ,erinnerung uns jede schmerz- und entbehrungslose ,stunde als unendlich beneidenswert1 als ein verlorenes ,paradies1 als einen verkannten ,freund vorhlt4 ,aber wir verleben unsre schnen ,tage1 ohne sie zu bemerken3 erst wann die schlimmen kommen1 wnschen wir jene zurck4 ,tausend heitere1 angenehme ,stunden lassen wir1 mit verdrielichem ,gesicht1 ungenossen an uns vorberziehn1 um nachher1 zur trben ,zeit1 mit vergeblicher ,sehnsucht ihnen nachzuseufzen4 ,statt dessen sollten wir jede ertrgliche ,gegenwart1 auch die alltgliche1 welche wir jetzt so gleichgltig vorberziehn lassen1 und wohl gar noch ungeduldig nachschieben1 -- in ,ehren halten1 stets eingedenk1 da sie eben jetzt hinberwallt in jene ,apotheose der ,vergangenheit1 woselbst sie fortan1 vom ,lichte der ,unvergnglichkeit umstrahlt1 vom ,gedchtnisse aufbewahrt wird1 um1 wann dieses einst1 besonders zur schlimmen ,stunde1 den ,vorhang lftet1 als ein ,gegenstand unsrer innigen ,sehnsucht sich darzustellen4 #f4 99,alle ,beschrnkung beglckt499 ,je enger unser ,gesichts-1 ,wirkungs- und ,berhrungskreis1 desto glcklicher sind wir3 je weiter1 desto fter fhlen wir uns geqult1 oder gengstigt4 ,denn mit ihm vermehren und vergrern sich die ,sorgen1 ,wnsche und ,schrecknisse4 ,darum sind sogar ,blinde nicht so unglcklich1 wie es uns a priori scheinen mu2 dies bezeugt die sanfte1 fast heitere ,ruhe in ihren ,gesichtszgen4 ,auch beruht es zum ,teil auf dieser ,regel1 da die zweite ,hlfte des ,lebens trauriger ausfllt als die erste4 ,denn im ,laufe des ,lebens wird der ,horizont unserer ,zwecke und ,beziehungen immer weiter4 ,in der ,kindheit ist er auf die nchste ,umgebung und die engsten ,verhltnisse beschrnkt2 im ,jnglingsalter reicht er schon bedeutend weiter2 im ,mannesalter umfat er unsern ganzen ,lebenslauf1 ja1 erstreckt sich oft auf die entferntesten ,verhltnisse1 auf ,staaten und ,vlker2 im ,greisenalter umfat er die ,nachkommen4 -- ,jede ,beschrnkung hingegen1 sogar die geistige1 ist unserm ,glcke frderlich4 ,denn je weniger ,erregung des ,willens1 desto weniger ,leiden3 und wir wissen1 da das ,leiden das ,positive1 das ,glck blo negativ ist4 ,beschrnktheit des ,wirkungskreises benimmt dem ,willen die ueren ,veranlassungen zur ,erregung2 ,beschrnktheit des ,geistes die innern4 ,nur hat letztere den ,nachteil1 da sie der ,langenweile die ,tr ffnet1 welche mittelbar die ,quelle unzhliger ,leiden wird1 indem man1 um nur sie zu bannen1 nach allem greift1 also ,zerstreuung1 ,gesellschaft1 ,luxus1 ,spiel1 ,trunk usw4 versucht1 welche jedoch ,schaden1 ,ruin und ,unglck jeder ,art herbeiziehen4 ,difficilis in otio quies4 ,wie sehr hingegen die 99uere99 ,beschrnkung dem menschlichen ,glcke1 so weit es gehen kann1 frderlich1 ja1 notwendig sei1 ist daran ersichtlich1 da die einzige ,dichtungsart1 welche glckliche ,menschen zu schildern unternimmt1 das ,idyll1 sie stets und wesentlich in hchst beschrnkter ,lage und ,umgebung darstellt4 ,das ,gefhl der ,sache liegt auch unserem ,wohlgefallen an den sogenannten ,genre-,bildern zum ,grunde4 -- ,demgem wird die mglichste 99,einfachheit99 unserer ,verhltnisse und sogar die 99,einfrmigkeit99 der ,lebensweise1 so lange sie nicht ,langeweile erzeugt1 beglcken2 weil sie das ,leben selbst1 folglich auch die ihm wesentliche ,last1 am wenigsten spren lt3 es fliet dahin1 wie ein ,bach1 ohne ,wellen und ,strudel4 #g4 ,in ,hinsicht auf unser ,wohl und ,wehe kommt es in letzter ,instanz darauf an1 womit das ,bewutsein erfllt und beschftigt sei4 ,hier wird nun im ganzen jede rein intellektuelle ,beschftigung dem ihrer fhigen ,geiste viel mehr leisten als das wirkliche ,leben mit seinem bestndigen ,wechsel des ,gelingens und ,milingens1 nebst seinen ,erschtterungen und ,plagen4 ,nur sind dazu freilich schon berwiegende geistige ,anlagen erfordert4 ,sodann ist hiebei zu bemerken1 da1 wie das nach auen ttige ,leben uns von den ,studien zerstreut und ablenkt1 auch dem ,geiste die dazu erforderliche ,ruhe und ,sammlung benimmt2 ebenso andrerseits die anhaltende ,geistesbeschftigung zum ,treiben und ,tummeln des wirklichen ,lebens1 mehr oder weniger1 untchtig macht3 daher ist es ratsam1 dieselbe auf eine ,weile ganz einzustellen1 wann ,umstnde eintreten1 die irgendwie eine energische praktische ,ttigkeit erfordern4 #h4 ,um mit vollkommener 99,besonnenheit99 zu leben und aus der eigenen ,erfahrung alle ,belehrung1 die sie enthlt1 herauszuziehn1 ist erfordert1 da man oft zurckdenke und was man erlebt1 getan1 erfahren und dabei empfunden hat1 rekapitulire1 auch sein ehemaliges ,urteil mit seinem gegenwrtigen1 seinen ,vorsatz und ,streben mit dem ,erfolg und der ,befriedigung durch denselben vergleiche4 ,dies ist die ,repetition des ,privatissimums1 welches jedem die ,erfahrung lie4 ,auch lt die eigene ,erfahrung sich ansehn als der ,text2 ,nachdenken und ,kenntnisse als der ,kommentar dazu4 ,viel ,nachdenken und ,kenntnisse1 bei wenig ,erfahrung1 gleicht den ,ausgaben1 deren ,seiten zwei ,zeilen ,text und vierzig ,zeilen ,kommentar darbieten4 ,viel ,erfahrung1 bei wenig ,nachdenken und geringen ,kenntnissen1 gleicht den bipontinischen ,ausgaben1 ohne ,noten1 welche ,vieles unverstanden lassen4 ,auf die hier gegebene ,anempfehlung zielt auch die ,regel des ,pythagoras1 da man abends1 vor dem ,einschlafen1 durchmustern solle1 was man den ,tag ber getan hat4 ,wer im ,getmmel der ,geschfte oder ,vergngungen dahinlebt1 ohne je seine ,vergangenheit zu ruminiren1 vielmehr nur immerfort sein ,leben abhaspelt1 dem geht die klare ,besonnenheit verloren3 sein ,gemt wird ein ,chaos1 und eine gewisse ,verworrenheit kommt in seine ,gedanken1 von welcher alsbald das ,abrupte1 ,fragmentarische1 gleichsam ,kleingehackte seiner ,konversation zeugt4 ,dies ist um so mehr der ,fall1 je grer die uere ,unruhe1 die ,menge der ,eindrcke1 und je geringer die innere ,ttigkeit seines ,geistes ist4 ,hieher gehrt die ,bemerkung1 da1 nach lngerer ,zeit und nachdem die ,verhltnisse und ,umgebungen1 welche auf uns einwirkten1 vorbergegangen sind1 wir nicht vermgen1 unsere damals durch sie erregte ,stimmung und ,empfindung uns zurckzurufen und zu erneuern3 wohl aber knnen wir unserer eigenen1 damals von ihnen hervorgerufenen 99uerungen99 uns erinnern4 ,diese nun sind das ,resultat1 der ,ausdruck und der ,mastab jener4 ,daher sollte das ,gedchtnis1 oder das ,papier1 dergleichen1 aus denkwrdigen ,zeitpunkten1 sorgfltig aufbewahren4 ,hiezu sind ,tagebcher sehr ntzlich4 #i4 ,sich selber gengen1 sich selber alles in allem sein1 und sagen knnen omnia mea mecum porto1 ist gewi fr unser ,glck die frderlichste ,eigenschaft3 daher der ,ausspruch des 99,aristoteles99 h eudaimonia tn autarkn esti 7felicitas sibi sufficientium est4 ,eth4 ,eud4 #g1 #b7 nicht zu oft wiederholt werden kann4 7,auch ist es im wesentlichen derselbe ,gedanke1 den1 in einer beraus artigen ,wendung1 die ,sentenz ,chamforts ausdrckt1 welche ich dieser ,abhandlung als ,motto vorgesetzt habe47 ,denn teils darf man1 mit einiger ,sicherheit1 auf niemand zhlen1 als auf sich selbst1 und teils sind die ,beschwerden und ,nachteile1 die ,gefahr und der ,verdru1 welche die ,gesellschaft mit sich fhrt1 unzhlig und unausweichbar4 ,kein verkehrterer ,weg zum ,glck1 als das ,leben in der groen ,welt1 in ,saus und ,braus 7high life73 denn es bezweckt1 unser elendes ,dasein in eine ,sukzession von ,freude1 ,genu1 ,vergngen zu verwandeln1 wobei die ,enttuschung nicht ausbleiben kann2 so wenig1 wie bei der obligaten ,begleitung dazu1 dem gegenseitigen einander ,belgen,k4 ,k ,wie unser ,leib in die ,gewnder1 so ist unser ,geist in ,lgen verhllt4 ,unser ,reden1 ,tun1 unser ganzes ,wesen ist lgenhaft3 und erst durch diese ,hlle hindurch kann man bisweilen unsere wahre ,gesinnung erraten1 wie durch die ,gewnder hindurch die ,gestalt des ,leibes4 ,zunchst erfordert jede ,gesellschaft notwendig eine gegenseitige ,akkommodation und ,temperatur3 daher wird sie1 je grer1 desto fader4 ,ganz 99er selbst sein99 darf jeder nur so lange er allein ist3 wer also nicht die ,einsamkeit liebt1 der liebt auch nicht die ,freiheit3 denn nur wann man allein ist1 ist man frei4 ,zwang ist der unzertrennliche ,gefhrte jeder ,gesellschaft1 und jede fordert ,opfer1 die um so schwerer fallen1 je bedeutender die eigene ,individualitt ist4 ,demgem wird jeder in genauer ,proportion zum ,werte seines eigenen ,selbst die ,einsamkeit fliehen1 ertragen oder lieben4 ,denn in ihr fhlt der ,jmmerliche seine ganze ,jmmerlichkeit1 der groe ,geist seine ganze ,gre1 kurz1 jeder sich als was er ist4 ,ferner1 je hher einer auf der ,rangliste der ,natur steht1 desto einsamer steht er1 und zwar wesentlich und unvermeidlich4 ,dann aber ist es eine ,wohltat fr ihn1 wenn die physische ,einsamkeit der geistigen entspricht3 widrigenfalls dringt die hufige ,umgebung heterogener ,wesen strend1 ja1 feindlich auf ihn ein1 raubt ihm sein ,selbst und hat nichts als ,ersatz dafr zu geben4 ,sodann1 whrend die ,natur zwischen ,menschen die weiteste ,verschiedenheit1 im ,moralischen und ,intellektuellen1 gesetzt hat1 stellt die ,gesellschaft1 diese fr nichts achtend1 sie alle gleich1 oder vielmehr sie setzt an ihre ,stelle die knstlichen ,unterschiede und ,stufen des ,standes und ,ranges1 welche der ,rangliste der ,natur sehr oft diametral entgegen laufen4 ,bei dieser ,anordnung stehen sich die1 welche die ,natur niedrig gestellt hat1 sehr gut2 die wenigen aber1 welche sie hoch stellte1 kommen dabei zu kurz2 daher diese sich der ,gesellschaft zu entziehn pflegen und in jeder1 sobald sie zahlreich ist1 das ,gemeine vorherrscht4 ,was den groen ,geistern die ,gesellschaft verleidet1 ist die ,gleichheit der ,rechte1 folglich der ,ansprche1 bei der ,ungleichheit der ,fhigkeiten1 folglich der 7gesellschaftlichen7 ,leistungen1 der andern4 ,die sogenannte gute ,soziett lt ,vorzge aller ,art gelten1 nur nicht die geistigen1 diese sind sogar ,kontrebande4 ,sie verpflichtet uns1 gegen jede ,torheit1 ,narrheit1 ,verkehrtheit1 ,stumpfheit1 grenzenlose ,geduld zu beweisen2 persnliche ,vorzge hingegen sollen sich ,verzeihung erbetteln oder sich verbergen2 denn die geistige berlegenheit verletzt durch ihre bloe ,existenz1 ohne alles ,zutun des ,willens4 ,demnach hat die ,gesellschaft1 welche man die gute nennt1 nicht nur den ,nachteil1 da sie uns ,menschen darbietet1 die wir nicht loben und lieben knnen1 sondern sie lt auch nicht zu1 da wir selbst seien1 wie es unsrer ,natur angemessen ist2 vielmehr ntigt sie uns1 des ,einklanges mit den anderen wegen1 einzuschrumpfen1 oder gar uns selbst zu verunstalten4 ,geistreiche ,reden oder ,einflle gehren nur vor geistreiche ,gesellschaft3 in der gewhnlichen sind sie geradezu verhat2 denn um in dieser zu gefallen1 ist durchaus notwendig1 da man platt und bornirt sei4 ,in solcher ,gesellschaft mssen wir daher1 mit schwerer ,selbstverleugnung1 dreiviertel unserer selbst aufgeben1 um uns den andern zu verhnlichen4 ,dafr haben wir dann freilich die andern3 aber je mehr eigenen ,wert einer hat1 desto mehr wird er finden1 da hier der ,gewinn den ,verlust nicht deckt und das ,geschft zu seinem ,nachteil ausschlgt2 weil die ,leute1 in der ,regel1 insolvent sind1 d4 h4 in ihrem ,umgang nichts haben1 das fr die ,langweiligkeit1 die ,beschwerden und ,unannehmlichkeiten desselben und fr die ,selbstverleugnung1 die er auflegt1 schadlos hielte3 demnach ist die allermeiste ,gesellschaft so beschaffen1 da1 wer sie gegen die ,einsamkeit vertauscht1 einen guten ,handel macht4 ,dazu kommt noch1 da die ,gesellschaft1 um die echte1 d4 i4 die geistige berlegenheit1 welche sie nicht vertrgt und die auch schwer zu finden ist1 zu ersetzen1 eine falsche1 konventionelle1 auf willkrlichen ,satzungen beruhende und traditionell unter den hheren ,stnden sich fortpflanzende1 auch1 wie die ,parole1 vernderliche berlegenheit beliebig angenommen hat3 diese ist1 was der gute ,ton1 bon ton1 fashionableness genannt wird4 ,wann sie jedoch einmal mit der echten in ,kollision gert1 zeigt sich ihre ,schwche4 -- ,zudem1 quand le bon ton arrive1 le bons sens se retire4 berhaupt aber kann jeder 99im vollkommensten ,einklange99 nur mit sich selbst stehn2 nicht mit seinem ,freunde1 nicht mit seiner ,geliebten3 denn die ,unterschiede der ,individualitt und ,stimmung fhren allemal eine1 wenn auch geringe1 ,dissonanz herbei4 ,daher ist der wahre1 tiefe ,friede des ,herzens und die vollkommene ,gemtsruhe1 dieses1 nchst der ,gesundheit hchste irdische ,gut1 allein in der ,einsamkeit zu finden und als dauernde ,stimmung nur in der tiefsten ,zurckgezogenheit4 ,ist dann das eigene ,selbst gro und reich2 so geniet man den glcklichsten ,zustand1 der auf dieser armen ,erde gefunden werden mag4 ,ja1 es sei heraus gesagt3 so eng auch ,freundschaft1 ,liebe und ,ehe ,menschen verbinden2 99ganz ehrlich99 meint jeder es am ,ende doch nur mit sich selbst und hchstens noch mit seinem ,kinde4 -- ,je weniger einer1 infolge objektiver oder subjektiver ,bedingungen1 ntig hat1 mit den ,menschen in ,berhrung zu kommen1 desto besser ist er daran4 ,die ,einsamkeit und de lt alle ihre bel auf einmal1 wenn auch nicht empfinden1 doch bersehn3 hingegen die ,gesellschaft ist 99insidis993 sie verbirgt hinter dem ,scheine der ,kurzweil1 der ,mitteilung1 des geselligen ,genusses usf4 groe1 oft unheilbare bel4 ,ein ,hauptstudium der ,jugend sollte sein1 99die ,einsamkeit ertragen zu lernen992 weil sie eine ,quelle des ,glckes1 der ,gemtsruhe ist4 -- ,aus diesem allen nun folgt1 da der am besten daran ist1 der nur auf sich selbst gerechnet hat und sich selber alles in allem sein kann2 sogar sagt ,cicero3 ,nemo potest non beatissimus esse1 qui est totus aptus ex sese1 quique in se uno ponit omnia4 7,paradox4 ,,ii47 ,zudem1 je mehr einer an sich selber hat1 desto weniger knnen andere ihm sein4 ,ein gewisses ,gefhl von ,allgenugsamkeit ist es1 welches die ,leute von innerm ,wert und ,reichtum abhlt1 der ,gemeinschaft mit andern die bedeutenden ,opfer1 welche sie verlangt1 zu bringen1 geschweige dieselbe1 mit merklicher ,selbstverleugnung1 zu suchen4 ,das ,gegenteil hievon macht die gewhnlichen ,leute so gesellig und akkommodant3 es wird ihnen nmlich leichter1 andere zu ertragen1 als sich selbst4 ,noch kommt hinzu1 da1 was wirklichen ,wert hat in der ,welt1 nicht geachtet wird1 und1 was geachtet wird1 keinen ,wert hat4 ,hievon ist die ,zurckgezogenheit jedes ,wrdigen und ,ausgezeichneten der ,beweis und die ,folge4 ,diesem allen nach wird es in dem1 der etwas ,rechtes an sich selber hat1 echte ,lebensweisheit sein1 wenn er1 erforderlichen ,falls seine ,bedrfnisse einschrnkt1 um nur seine ,freiheit zu wahren oder zu erweitern1 und demnach mit seiner ,person1 da sie unvermeidliche ,verhltnisse zur ,menschenwelt hat1 so kurz wie mglich sich abfindet4 ,was nun andrerseits die ,menschen gesellig macht1 ist ihre ,unfhigkeit1 die ,einsamkeit1 und in dieser sich selbst1 zu ertragen4 ,innere ,leere und berdru sind es1 von denen sie sowohl in die ,gesellschaft1 wie in die ,fremde und auf ,reisen getrieben werden4 ,ihrem ,geiste mangelt es an ,federkraft1 sich eigene ,bewegung zu erteilen3 daher suchen sie ,erhhung derselben durch ,wein und werden viele auf diesem ,wege zu ,trunkenbolden4 ,eben daher bedrfen sie der steten ,erregung von auen und zwar der strkesten1 d4 i4 der durch ,wesen ihresgleichen4 ,ohne diese sinkt ihr ,geist1 unter seiner eigenen ,schwere1 zusammen und verfllt in eine drckende ,lethargie,l4 ,imgleichen liee sich sagen1 da jeder von ihnen nur ein kleiner ,bruch der ,idee der ,menschheit sei1 daher er vieler ,ergnzung durch andere bedarf1 damit einigermaen ein volles menschliches ,bewutsein herauskomme3 hingegen wer ein ganzer ,mensch ist1 ein ,mensch 99par excellence991 der stellt eine ,einheit und keinen ,bruch dar1 hat daher an sich selbst genug4 ,man kann1 in diesem ,sinne1 die gewhnliche ,gesellschaft jener russischen ,hornmusik vergleichen1 bei der jedes ,horn nur einen ,ton hat und blo durch das pnktliche ,zusammentreffen aller eine ,musik herauskommt4 ,denn monoton1 wie ein solches eintniges ,horn1 ist der ,sinn und ,geist der allermeisten ,menschen3 sehn doch viele von ihnen schon aus1 als htten sie immerfort nur einen und denselben ,gedanken1 unfhig irgend einen andern zu denken4 ,hieraus also erklrt sich nicht nur1 warum sie so langweilig1 sondern auch warum sie so gesellig sind und am liebsten herdenweise einhergehn3 the gregariousness of mankind4 ,die ,monotonie seines eigenen ,wesens ist es1 die jedem von ihnen unertrglich wird3 -- omnis stultitia laborat fastidio sui3 -- nur zusammen und durch die ,vereinigung sind sie irgend etwas2 -- wie jene ,hornblser4 ,dagegen ist der geistvolle ,mensch einem ,virtuosen zu vergleichen1 der sein ,konzert 99allein99 ausfhrt2 oder auch dem ,klavier4 ,wie nmlich dieses1 fr sich allein1 ein kleines ,orchester1 so ist er eine kleine ,welt1 und was jene alle erst durch das ,zusammenwirken sind1 stellt er dar in der ,einheit ,eines ,bewutseins4 ,wie das ,klavier1 ist er kein ,teil der ,symphonie1 sondern fr das ,solo und die ,einheit geeignet3 soll er mit ihnen zusammenwirken2 so kann er es nur sein als ,prinzipalstimme mit ,begleitung1 wie das ,klavier2 oder zum ,tonangeben1 bei ,vokalmusik1 wie das ,klavier4 -- ,wer inzwischen ,gesellschaft liebt1 kann sich aus diesem ,gleichnis die ,regel abstrahiren1 da was den ,personen seines ,umgangs an ,qualitt abgeht1 durch die ,quantitt einigermaen ersetzt werden mu4 ,an einem einzigen geistvollen ,menschen kann er ,umgang genug haben3 ist aber nichts als die gewhnliche ,sorte zu finden1 so ist es gut1 von dieser recht viele zu haben1 damit durch die ,mannigfaltigkeit und das ,zusammenwirken etwas herauskomme1 -- nach ,analogie der besagten ,hornmusik3 -- und der ,himmel schenke ihm dazu ,geduld4 ,l ,bekanntlich werden bel dadurch erleichtert1 da man sie gemeinschaftlich ertrgt3 zu diesen scheinen die ,leute die ,langeweile zu zhlen2 daher sie sich zusammensetzen1 um sich gemeinschaftlich zu langweilen4 ,wie die ,liebe zum ,leben im ,grunde nur ,furcht vor dem ,tode ist1 so ist auch der 99,geselligkeitstrieb99 der ,menschen im ,grunde kein direkter1 beruht nmlich nicht auf ,liebe zur ,gesellschaft1 sondern auf ,furcht vor der 99,einsamkeit991 indem es nicht sowohl die holdselige ,gegenwart der andern ist1 die gesucht1 als vielmehr die de und ,beklommenheit des ,alleinseins1 nebst der ,monotonie des eigenen ,bewutseins1 die geflohen wird2 welcher zu entgehn man daher auch mit schlechter ,gesellschaft vorlieb nimmt1 imgleichen das ,lstige und den ,zwang1 den eine jede notwendig mit sich bringt1 sich gefallen lt4 -- ,hat hingegen der ,widerwille gegen dieses alles gesiegt und ist1 infolge davon1 die ,gewohnheit der ,einsamkeit und die ,abhrtung gegen ihren unmittelbaren ,eindruck eingetreten1 so da sie die oben bezeichneten ,wirkungen nicht mehr hervorbringt2 dann kann man mit grter ,behaglichkeit immerfort allein sein1 ohne sich nach ,gesellschaft zu sehnen2 eben weil das ,bedrfnis derselben kein direktes ist und man andrerseits sich jetzt an die wohlttigen ,eigenschaften der ,einsamkeit gewhnt hat4 ,jener innern ,leere aber und ,drftigkeit der ,menschen ist auch dieses zuzuschreiben1 da1 wenn einmal1 irgendeinen edelen1 idealen ,zweck beabsichtigend1 ,menschen besserer ,art zu einem ,verein zusammentreten1 alsdann der ,ausgang fast immer dieser ist1 da aus jenem plebs der ,menschheit1 welcher1 in zahlloser ,menge1 wie ,ungeziefer1 berall alles erfllt und bedeckt1 und stets bereit ist1 jedes1 ohne ,unterschied1 zu ergreifen1 um damit seiner ,langenweile1 wie unter anderen ,umstnden seinem ,mangel1 zu ,hilfe zu kommen1 -- auch dort einige sich einschleichen1 oder eindrngen und dann bald entweder die ganze ,sache zerstren1 oder sie so verndern1 da sie ziemlich das ,gegenteil der ersten ,absicht wird4 brigens kann man die ,geselligkeit auch betrachten als ein geistiges ,erwrmen der ,menschen an einander1 gleich jenem krperlichen1 welches sie1 bei groer ,klte1 durch ,zusammendrngen hervorbringen4 ,allein wer selbst viel geistige ,wrme hat1 bedarf solcher ,gruppirung nicht4 ,eine in diesem ,sinne von mir erdachte ,fabel wird man im #b4 ,bande dieses ,werkes finden1 im letzten ,kapitel4 ,diesem allen zufolge steht die ,geselligkeit eines jeden ungefhr im umgekehrten ,verhltnisse seines intellektuellen ,wertes2 und er ist sehr ungesellig sagt beinahe schon er ist ein ,mann von groen ,eigenschaften4 ,dem intellektuell hochstehenden ,menschen gewhrt nmlich die ,einsamkeit einen zwiefachen ,vorteil3 erstlich den1 mit sich selber zu sein1 und zweitens den1 nicht mit andern zu sein4 ,diesen letzteren wird man hoch anschlagen1 wenn man bedenkt1 wie viel ,zwang1 ,beschwerde und selbst ,gefahr jeder ,umgang mit sich bringt4 ,tout notre mal vient de ne pouvoir tre seul1 sagt 99,labruyre994 99,geselligkeit99 gehrt zu den gefhrlichen1 ja1 verderblichen ,neigungen1 da sie uns in ,kontakt bringt mit ,wesen1 deren groe ,mehrzahl moralisch schlecht und intellektuell stumpf oder verkehrt ist4 ,der ,ungesellige ist einer1 der ihrer nicht bedarf4 ,an sich selber so viel zu haben1 da man der ,gesellschaft nicht bedarf1 ist schon deshalb ein groes ,glck1 weil fast alle unsere ,leiden aus der ,gesellschaft entspringen1 und die ,geistesruhe1 welche1 nchst der ,gesundheit1 das wesentlichste ,element unseres ,glckes ausmacht1 durch jede ,gesellschaft gefhrdet wird und daher ohne ein bedeutendes ,ma von ,einsamkeit nicht bestehen kann4 ,um des ,glckes der ,geistesruhe teilhaft zu werden1 entsagen die ,kyniker jedem ,besitz3 wer in gleicher ,absicht der ,gesellschaft entsagt1 hat das weiseste ,mittel erwhlt4 ,denn so treffend1 wie schn1 ist was 99,bernardin de ,st4 ,pierre99 sagt3 la dite des alimens nous rend la sant du corps1 et celle des hommes la tranquillit de l'me4 ,sonach hat1 wer sich zeitig mit der ,einsamkeit befreundet1 ja1 sie lieb gewinnt1 eine ,goldmine erworben4 ,aber keineswegs vermag dies jeder4 ,denn1 wie ursprnglich die ,not1 so treibt1 nach ,beseitigung dieser1 die ,langeweile die ,menschen zusammen4 ,ohne beide bliebe wohl jeder allein2 schon weil nur in der ,einsamkeit die ,umgebung der ausschlielichen ,wichtigkeit1 ja1 ,einzigkeit entspricht1 die jeder in seinen eigenen ,augen hat1 und welche vom ,weltgedrnge zu nichts verkleinert wird2 als wo sie1 bei jedem ,schritt1 ein schmerzliches dmenti erhlt4 ,in diesem ,sinne ist die ,einsamkeit sogar der natrliche ,zustand eines jeden3 sie setzt ihn wieder ein1 als ersten ,adam1 in das ursprngliche1 seiner ,natur angemessene ,glck4 ,aber hatte doch auch ,adam weder ,vater1 noch ,mutter6 ,daher wieder ist1 in einem andern ,sinne1 die ,einsamkeit dem ,menschen nicht natrlich2 sofern nmlich er1 bei seinem ,eintritt in die ,welt1 sich nicht allein1 sondern zwischen ,eltern und ,geschwistern1 also in ,gemeinschaft1 gefunden hat4 ,demzufolge kann die ,liebe zur ,einsamkeit nicht als ursprnglicher ,hang dasein1 sondern erst infolge der ,erfahrung und des ,nachdenkens entstehn2 und dies wird statthaben1 nach ,magabe der ,entwickelung eigener geistiger ,kraft1 zugleich aber auch mit der ,zunahme der ,lebensjahre2 wonach denn1 im ganzen genommen1 der ,geselligkeitstrieb eines jeden im umgekehrten ,verhltnisse seines ,alters stehn wird4 ,das kleine ,kind erhebt ein ,angst- und ,jammergeschrei1 sobald es nur einige ,minuten allein gelassen wird4 ,dem ,knaben ist das ,alleinsein eine groe ,pnitenz4 ,jnglinge gesellen sich leicht zueinander3 nur die edleren und hochgesinnten unter ihnen suchen schon bisweilen die ,einsamkeit3 jedoch einen ganzen ,tag allein zuzubringen wird ihnen noch schwer4 ,dem ,manne hingegen ist dies leicht3 er kann schon viel allein sein1 und desto mehr1 je lter er wird4 ,der ,greis1 welcher aus verschwundenen ,generationen allein brig geblieben und dazu den ,lebensgenssen teils entwachsen1 teils abgestorben ist1 findet an der ,einsamkeit sein eigentliches ,element4 ,immer aber wird hiebei1 in den einzelnen1 die ,zunahme der ,neigung zur ,absonderung und ,einsamkeit nach ,magabe ihres intellektuellen ,wertes erfolgen4 ,denn dieselbe ist1 wie gesagt1 keine rein natrliche1 direkt durch die ,bedrfnisse hervorgerufene1 vielmehr blo eine ,wirkung gemachter ,erfahrung und der ,reflexion ber solche1 namentlich der erlangten ,einsicht in die moralisch und intellektuell elende ,beschaffenheit der allermeisten ,menschen1 bei welcher das schlimmste ist1 da1 im ,individuo1 die moralischen und die intellektuellen ,unvollkommenheiten desselben konspiriren und sich gegenseitig in die ,hnde arbeiten1 woraus dann allerlei hchst widerwrtige ,phnomene hervorgehn1 welche den ,umgang der meisten ,menschen ungeniebar1 ja1 unertrglich machen4 ,so kommt es denn1 da1 obwohl in dieser ,welt gar vieles recht schlecht ist1 doch das ,schlechteste darin die ,gesellschaft bleibt2 so da selbst 99,voltaire991 der gesellige ,franzose1 hat sagen mssen3 la terre est couverte de gens qui ne mritent pas qu'on leur parle4 ,den selben ,grund gibt auch der die ,einsamkeit so stark und beharrlich liebende1 sanftmtige 99,petrarka99 fr diese ,neigung an3 ,cercato ho sempre solitaria vita 7,le rive il sanno1 e le campagne1 e i boschi71 99,per fuggir quest' ingegni storti e loschi991 ,che la strada del ciel' hanno smarita4 ,in gleichem ,sinne fhrt er die ,sache aus1 in seinem schnen ,buche de vita solitaria1 welches 99,zimmermanns99 ,vorbild zu seinem berhmten ,werke ber die ,einsamkeit gewesen zu sein scheint4 ,eben diesen blo sekundren und mittelbaren ,ursprung der ,ungeselligkeit drckt1 in seiner sarkastischen ,weise1 99,chamfort99 aus1 wenn er sagt3 on dit quelquefois d'un homme qui vit seul1 il n'aime pas la socit4 ,c'est souvent comme si on disait d'un homme1 qu'il n'aime pas la promenade1 sous le prtexte qu'il ne se promne pas volontiers le soir dans la fort de ,bondy,m4 ,aber auch der sanfte und christliche ,angelus ,silesius sagt1 in seiner ,weise und mythischen ,sprache1 ganz das ,selbe3 ,herodes ist ein ,feind2 der ,joseph der ,verstand1 ,dem macht ,gott die ,gefahr im ,traum 7im ,geist7 bekannt4 ,die ,welt ist ,bethlehem1 gypten 99,einsamkeit993 ,fleuch1 meine ,seele6 ,fleuch1 sonst stirbest du vor ,leid4 ,m ,im selben ,sinne sagt 99,sadi991 im ,gulistan 7,s4 die bers4 v4 ,graf p4 #fe73 ,seit dieser ,zeit haben wir von der ,gesellschaft ,abschied genommen und uns den ,weg der ,absonderung vorgenommen3 denn die 99,sicherheit ist in der ,einsamkeit994 ,in gleichem ,sinne lt sich ,jordanus ,brunus vernehmen3 tanti uomini1 che in terra hanno voluto gustare vita celeste1 dissero con una voce3 ecce elongavi fugiens1 et mansi in solitudine4 ,in gleichem ,sinne berichtet 99,sadi991 der ,perser1 im ,gulistan1 von sich selbst3 meiner ,freunde in ,damaskus berdrssig zog ich mich in die ,wste bei ,jerusalem zurck1 die ,gesellschaft der ,tiere aufzusuchen4 ,kurz1 in gleichem ,sinne haben alle geredet1 die ,prometheus aus besserem ,thone geformt hatte4 ,welchen ,genu kann ihnen der ,umgang mit ,wesen gewhren1 zu denen sie nur vermittelst des ,niedrigsten und ,unedelsten in ihrer eigenen ,natur1 nmlich des ,alltglichen1 ,trivialen und ,gemeinen darin1 irgend ,beziehungen haben1 die eine ,gemeinschaft begrnden1 und denen1 weil sie nicht zu ihrem ,niveau sich erheben knnen1 nichts brig bleibt1 als sie zu dem ihrigen herabzuziehn1 was demnach ihr ,trachten wird8 ,sonach ist es ein aristokratisches ,gefhl1 welches den ,hang zur ,absonderung und ,einsamkeit nhrt4 ,alle ,lumpe sind gesellig1 zum ,erbarmen3 da hingegen ein ,mensch edlerer ,art sei1 zeigt sich zunchst daran1 da er kein ,wohlgefallen an den brigen hat1 sondern mehr und mehr die ,einsamkeit ihrer ,gesellschaft vorzieht und dann allmlig1 mit den ,jahren1 zu der ,einsicht gelangt1 da es1 seltene ,ausnahmen abgerechnet1 in der ,welt nur die ,wahl gibt zwischen ,einsamkeit und ,gemeinheit4 ,sogar auch dieses1 so hart es klingt1 hat selbst ,angelus ,silesius1 seiner christlichen ,milde und ,liebe ungeachtet1 nicht ungesagt lassen knnen3 ,die ,einsamkeit ist not3 doch sei nur nicht gemein3 ,so kannst du berall in einer ,wste sein4 ,was nun aber gar die groen ,geister betrifft1 so ist es wohl natrlich1 da diese eigentlichen ,erzieher des ganzen ,menschengeschlechtes zu hufiger ,gemeinschaft mit den brigen so wenig ,neigung fhlen1 als den ,pdagogen anwandelt1 sich in das ,spiel der ihn umlrmenden ,kinderherde zu mischen4 ,denn sie1 die auf die ,welt gekommen sind1 um sie auf dem ,meer ihrer ,irrtmer der ,wahrheit zuzulenken und aus dem finstern ,abgrund ihrer ,roheit und ,gemeinheit nach oben1 dem ,lichte zu1 der ,bildung und ,veredlung entgegen zu ziehn1 -- sie mssen zwar unter ihnen leben1 ohne jedoch eigentlich zu ihnen zu gehren1 fhlen sich daher1 von ,jugend auf1 als merklich von den andern verschiedene ,wesen1 kommen aber erst allmlig1 mit den ,jahren1 zur deutlichen ,erkenntnis der ,sache1 wonach sie dann ,sorge tragen1 da zu ihrer geistigen ,entfernung von den andern auch die physische komme1 und keiner ihnen nahe rcken darf1 er sei denn schon selbst ein mehr oder weniger ,eximirter von der allgemeinen ,gemeinheit4 ,aus diesem allen ergibt sich also1 da die ,liebe zur ,einsamkeit nicht direkt und als ursprnglicher ,trieb auftritt1 sondern sich indirekt1 vorzglich bei edleren ,geistern und erst nach und nach entwickelt1 nicht ohne berwindung des natrlichen ,geselligkeitstriebes1 ja1 unter gelegentlicher ,opposition mephistophelischer ,einflsterung3 ,hr' auf1 mit deinem ,gram zu spielen1 ,der1 wie ein ,geier1 dir am ,leben frit3 ,die schlechteste ,gesellschaft lt dich fhlen1 ,da du ein ,mensch mit ,menschen bist4 ,einsamkeit ist das ,los aller hervorragenden ,geister3 sie werden solche bisweilen beseufzen2 aber stets sie als das kleinere von zwei beln erwhlen4 ,mit zunehmendem ,alter wird jedoch das sapere aude in diesem ,stcke immer leichter und natrlicher1 und in den sechziger ,jahren ist der ,trieb zur ,einsamkeit ein wirklich naturgemer1 ja instinktartiger4 ,denn jetzt vereinigt sich alles1 ihn zu befrdern4 ,der strkste ,zug zur ,geselligkeit1 ,weiberliebe und ,geschlechtstrieb1 wirkt nicht mehr2 ja1 die ,geschlechtslosigkeit des ,alters legt den ,grund zu einer gewissen ,selbstgenugsamkeit1 die allmhlich den ,geselligkeitstrieb berhaupt absorbirt4 ,von tausend ,tuschungen und ,torheiten ist man zurckgekommen2 das aktive ,leben ist meistens abgetan1 man hat nichts mehr zu erwarten1 hat keine ,plne und ,absichten mehr2 die ,generation1 der man eigentlich angehrt1 lebt nicht mehr2 von einem fremden ,geschlecht umgeben1 steht man schon objektiv und wesentlich allein4 ,dabei hat der ,flug der ,zeit sich beschleunigt1 und geistig mchte man sie noch benutzen4 ,denn1 wenn nur der ,kopf seine ,kraft behalten hat2 so machen jetzt die vielen erlangten ,kenntnisse und ,erfahrungen1 die allmlig vollendete ,durcharbeitung aller ,gedanken und die groe bungsfertigkeit aller ,krfte das ,studium jeder ,art interessanter und leichter als jemals4 ,man sieht klar in tausend ,dingen1 die frher noch wie im ,nebel lagen3 man gelangt zu ,resultaten und fhlt seine ganze berlegenheit4 ,infolge langer ,erfahrung hat man aufgehrt1 von den ,menschen viel zu erwarten2 da sie1 im ganzen genommen1 nicht zu den ,leuten gehren1 welche bei nherer ,bekanntschaft gewinnen3 vielmehr wei man1 da1 von seltenen ,glcksfllen abgesehn1 man nichts antreffen wird1 als sehr defekte ,exemplare der menschlichen ,natur1 welche es besser ist1 unberhrt zu lassen4 ,man ist daher den gewhnlichen ,tuschungen nicht mehr ausgesetzt1 merkt jedem bald an1 was er ist1 und wird selten den ,wunsch fhlen1 nhere ,verbindung mit ihm einzugehn4 ,endlich ist auch1 zumal wenn man an der ,einsamkeit eine ,jugendfreundin erkennt1 die ,gewohnheit der ,isolation und des ,umgangs mit sich selbst hinzugekommen und zur zweiten ,natur geworden4 ,demnach ist jetzt die ,liebe zur ,einsamkeit1 welche frher dem ,geselligkeitstriebe erst abgerungen werden mute1 eine ganz natrliche und einfache3 man ist in der ,einsamkeit1 wie der ,fisch im ,wasser4 ,daher fhlt jede vorzgliche1 folglich den brigen unhnliche1 mithin allein stehende ,individualitt sich1 durch diese ihr wesentliche ,isolation1 zwar in der ,jugend gedrckt1 aber im ,alter erleichtert4 ,denn freilich wird dieses wirklichen ,vorzuges des ,alters jeder immer nur nach ,magabe seiner intellektuellen ,krfte teilhaft1 also der eminente ,kopf vor allen2 jedoch in geringerem ,grade wohl jeder4 ,nur hchst drftige und gemeine ,naturen werden im ,alter noch so gesellig sein wie ehedem3 sie sind der ,gesellschaft1 zu der sie nicht mehr passen1 beschwerlich1 und bringen es hchstens dahin1 tolerirt zu werden2 whrend sie ehemals gesucht wurden4 ,an dem dargelegten1 entgegengesetzten ,verhltnisse zwischen der ,zahl unsrer ,lebensjahre und dem ,grade unsrer ,geselligkeit lt sich auch noch eine teleologische ,seite herausfinden4 ,je jnger der ,mensch ist1 desto mehr hat er noch1 in jeder ,beziehung1 zu lernen3 nun hat ihn die ,natur auf den wechselseitigen ,unterricht verwiesen1 welchen jeder im ,umgange mit seinesgleichen empfngt und in ,hinsicht auf welchen die menschliche ,gesellschaft eine groe ,bell-,lancastersche ,erziehungsanstalt genannt werden kann2 da ,bcher und ,schulen knstliche1 weil vom ,plane der ,natur abliegende ,anstalten sind4 ,sehr zweckmig also besucht er die natrliche ,unterrichtsanstalt desto fleiiger1 je jnger er ist4 ,nihil est ab omni parte beatum sagt ,horaz1 und ,kein ,lotus ohne ,stengel lautet ein indisches ,sprichwort3 so hat denn auch die ,einsamkeit1 neben so vielen ,vorteilen1 ihre kleinen ,nachteile und ,beschwerden1 die jedoch1 im ,vergleich mit denen der ,gesellschaft1 gering sind2 daher wer etwas ,rechtes an sich selber hat1 es immer leichter finden wird1 ohne die ,menschen auszukommen1 als mit ihnen4 -- ,unter jenen ,nachteilen ist brigens einer1 der nicht so leicht1 wie die brigen1 zum ,bewutsein gebracht wird1 nmlich dieser3 wie durch anhaltend fortgesetztes ,zuhausebleiben unser ,leib so empfindlich gegen uere ,einflsse wird1 da jedes khle ,lftchen ihn krankhaft affizirt2 so wird1 durch anhaltende ,zurckgezogenheit und ,einsamkeit1 unser ,gemt so empfindlich1 da wir durch die unbedeutendesten ,vorflle1 ,worte1 wohl gar durch bloe ,mienen1 uns beunruhigt1 oder gekrnkt1 oder verletzt fhlen2 whrend der1 welcher stets im ,getmmel bleibt1 dergleichen gar nicht beachtet4 ,wer nun aber1 zumal in jngern ,jahren1 so oft ihn auch schon gerechtes ,mifallen an den ,menschen in die ,einsamkeit zurckgescheucht hat1 doch die de derselben1 auf die ,lnge1 zu ertragen nicht vermag1 dem rate ich1 da er sich gewhne1 einen ,teil seiner ,einsamkeit in die ,gesellschaft mitzunehmen1 also da er lerne1 auch in der ,gesellschaft1 in gewissem ,grade1 allein zu sein1 demnach1 was er denkt1 nicht sofort den andern mitzuteilen1 und andrerseits mit dem1 was sie sagen1 es nicht genau zu nehmen1 vielmehr1 moralisch wie intellektuell1 nicht viel davon zu erwarten und daher1 hinsichtlich ihrer ,meinungen1 diejenige ,gleichgltigkeit in sich zu befestigen1 die das sicherste ,mittel ist1 um stets eine lobenswerte ,toleranz zu ben4 ,er wird alsdann1 obwohl mitten unter ihnen1 doch nicht so ganz in ihrer ,gesellschaft sein1 sondern hinsichtlich ihrer sich mehr rein objektiv verhalten3 ,dies wird ihn vor zu genauer ,berhrung mit der ,gesellschaft1 und dadurch vor jeder ,besudelung1 oder gar ,verletzung1 schtzen4 ,sogar eine lesenswerte dramatische ,schilderung dieser restringirten1 oder verschanzten ,geselligkeit besitzen wir am ,lustspiel el ,caf o sea la comedia nueva von 99,moratin991 und zwar im ,charakter des ,d4 ,pedro daselbst1 zumal in der zweiten und dritten ,szene des ersten ,akts4 ,in diesem ,sinne kann man auch die ,gesellschaft einem ,feuer vergleichen1 an welchem der ,kluge sich in gehriger ,entfernung wrmt1 nicht aber hineingreift1 wie der ,tor1 der dann1 nachdem er sich verbrannt hat1 in die ,klte der ,einsamkeit flieht und jammert1 da das ,feuer brennt4 #aj4 99,neid99 ist dem ,menschen natrlich3 dennoch ist er ein ,laster und ,unglck zugleich,n4 ,wir sollen daher ihn als den ,feind unsers ,glckes betrachten und als einen bsen ,dmon zu ersticken suchen4 ,hiezu leitet uns 99,seneka99 an1 mit den schnen ,worten3 nostra nos sine comparatione delectent3 nunquam erit felix quem torquebit felicior 7de ira ,,iii1 #cj71 und wiederum3 quum adspexeris quot te antecedant1 cogita quot sequantur 7ep4 #ae73 also wir sollen fter die betrachten1 welche schlimmer daran sind1 als wir1 denn die1 welche besser daran zu sein scheinen4 ,sogar wird1 bei eingetretenen1 wirklichen beln1 uns den wirksamsten1 wiewohl aus derselben ,quelle mit dem ,neide flieenden ,trost die ,betrachtung grerer ,leiden1 als die unsrigen sind1 gewhren1 und nchstdem der ,umgang mit solchen1 die mit uns im selben ,falle sich befinden1 mit den sociis malorum4 ,n ,der 99,neid99 der ,menschen zeigt an1 wie unglcklich sie sich fhlen2 ihre bestndige 99,aufmerksamkeit99 auf fremdes ,tun und ,lassen1 wie sehr sie sich langweilen4 ,soviel von der aktiven ,seite des ,neides4 ,von der passiven ist zu erwgen1 da kein ,ha so unvershnlich ist1 wie der ,neid2 daher wir nicht unablssig und eifrig bemht sein sollten1 ihn zu erregen2 vielmehr besser tten1 diesen ,genu1 wie manchen andern1 der gefhrlichen ,folgen wegen1 uns zu versagen4 -- ,es gibt 99drei ,aristokratien993 #a4 die der ,geburt und des ,ranges1 #b4 die ,geldaristokratie1 #c4 die geistige ,aristokratie4 ,letztere ist eigentlich die vornehmste1 wird auch dafr anerkannt1 wenn man ihr nur ,zeit lt3 hat doch schon ,friedrich der ,groe gesagt3 les mes privilgies rangent l'gal des souverains1 und zwar zu seinem ,hofmarschall1 der ,ansto daran nahm1 da1 whrend ,minister und ,generle an der ,marschallstafel aen1 ,voltaire an einer ,tafel ,platz nehmen sollte1 an welcher blo regierende ,herren und ihre ,prinzen saen4 -- ,jede dieser ,aristokratien ist umgeben von einem ,heer ihrer ,neider1 welche gegen jeden ihrer ,angehrigen heimlich erbittert und1 wenn sie ihn nicht zu frchten haben1 bemht sind1 ihm auf mannigfaltige ,weise zu verstehn zu geben1 du bist nichts mehr1 als wir6 ,aber gerade diese ,bemhungen verraten ihre berzeugung vom ,gegenteil4 ,das vom ,beneideten dagegen anzuwendende ,verfahren besteht im ,fernhalten aller dieser ,schar ,angehrigen und im mglichsten ,vermeiden jeder ,berhrung mit ihnen1 so da sie durch eine weite ,kluft abgetrennt bleiben2 wo aber dies nicht angeht1 im hchst gelassenen ,ertragen ihrer ,bemhungen1 deren ,quelle sie ja neutralisirt3 -- auch sehn wir dasselbe durchgngig angewandt4 ,hingegen werden die der einen ,aristokratie ,angehrigen sich mit denen einer der beiden andern meistens gut und ohne ,neid vertragen2 weil jeder seinen ,vorzug gegen den der andern in die ,wage legt4 #aa4 ,man berlege ein ,vorhaben reiflich und wiederholt1 ehe man dasselbe ins ,werk setzt1 und selbst nachdem man alles auf das grndlichste durchdacht hat1 rume man noch der ,unzulnglichkeit aller menschlichen ,erkenntnis etwas ein1 infolge welcher es immer noch ,umstnde geben kann1 die zu erforschen oder vorherzusehn unmglich ist1 und welche die ganze ,berechnung unrichtig machen knnten4 ,dieses ,bedenken wird stets ein ,gewicht auf die negative ,schale legen und uns anraten1 in wichtigen ,dingen1 ohne ,not1 nichts zu rhren3 quieta non movere4 ,ist man aber einmal zum ,entschlu gekommen und hat ,hand ans ,werk gelegt1 so da jetzt alles seinen ,verlauf zu nehmen hat und nur noch der ,ausgang abzuwarten steht2 dann ngstige man sich nicht durch stets erneuerte berlegung des bereits ,vollzogenen und durch wiederholtes ,bedenken der mglichen ,gefahr2 vielmehr entschlage man der ,sache sich jetzt gnzlich1 halte das ganze ,gedankenfach derselben verschlossen1 sich mit der berzeugung beruhigend1 da man alles zu seiner ,zeit reiflich erwogen habe4 ,diesen ,rat erteilt auch das italinische ,sprichwort legala bene1 e poi lascia la andare1 welches ,goethe bersetzt du1 sattle gut und reite getrost2 -- wie denn1 beilufig gesagt1 ein groer ,teil seiner unter der ,rubrik ,sprichwrtlich gegebenen ,gnomen bersetzte italinische ,sprichwrter sind4 -- ,kommt dennoch ein schlimmer ,ausgang2 so ist es1 weil alle menschlichen ,angelegenheiten dem ,zufall und dem ,irrtum unterliegen4 ,da 99,sokrates991 der ,weiseste der ,menschen1 um nur in seinen eigenen1 persnlichen ,angelegenheiten das ,richtige zu treffen1 oder wenigstens ,fehltritte zu vermeiden1 eines warnenden 99,dmonions99 bedurfte1 beweist1 da hiezu kein menschlicher ,verstand ausreicht4 ,daher ist jener1 angeblich von einem ,papste herrhrende ,ausspruch1 da von jedem ,unglck1 das uns trifft1 wir selbst1 wenigstens in irgend etwas1 die ,schuld tragen1 nicht unbedingt und in allen ,fllen wahr3 wiewohl bei weitem in den meisten4 ,sogar scheint das ,gefhl hievon viel ,anteil daran zu haben1 da die ,leute ihr ,unglck mglichst zu verbergen suchen und1 so weit es gelingen will1 eine zufriedene ,miene aufsetzen4 ,sie besorgen1 da man von ,leiden auf die ,schuld schlieen werde4 #ab4 ,bei einem unglcklichen ,ereignis1 welches bereits eingetreten1 also nicht mehr zu ndern ist1 soll man sich nicht einmal den ,gedanken1 da dem anders sein knnte1 noch weniger den1 wodurch es htte abgewendet werden knnen1 erlauben3 denn gerade er steigert den ,schmerz ins ,unertrgliche2 so da man damit zum heautontimroumenos wird4 ,vielmehr mache man es wie der ,knig ,david1 der1 so lange sein ,sohn krank daniederlag1 den ,jehova unablssig mit ,bitten und ,flehen bestrmte2 als er aber gestorben war1 ein ,schnippchen schlug und nicht weiter daran dachte4 ,wer aber dazu nicht leichtsinnig genug ist1 flchte sich auf den fatalistischen ,standpunkt1 indem er sich die groe ,wahrheit verdeutlicht1 da alles1 was geschieht1 notwendig eintritt1 also unabwendbar ist4 ,bei allem dem ist diese ,regel einseitig4 ,sie taugt zwar zu unserer unmittelbaren ,erleichterung und ,beruhigung bei ,unglcksfllen3 allein wenn an diesen1 wie doch meistens1 unsere eigene ,nachlssigkeit oder ,verwegenheit1 wenigstens zum ,teil1 schuld ist2 so ist die wiederholte1 schmerzliche berlegung1 wie dem htte vorgebeugt werden knnen1 zu unserer ,witzigung und ,besserung1 also fr die ,zukunft1 eine heilsame ,selbstzchtigung4 ,und gar offenbar begangene ,fehler sollen wir nicht1 wie wir doch pflegen1 vor uns selber zu entschuldigen1 oder zu beschnigen1 oder zu verkleinern suchen1 sondern sie uns eingestehn und in ihrer ganzen ,gre deutlich uns vor ,augen bringen1 um den ,vorsatz1 sie knftig zu vermeiden1 fest fassen zu knnen4 ,freilich hat man sich dabei den groen ,schmerz der ,unzufriedenheit mit sich selbst anzutun3 aber ho m dareis anthrpos ou paideuetai4 #ac4 ,in allem1 was unser ,wohl und ,wehe betrifft1 sollen wir die 99,phantasie im ,zgel halten993 also zuvrderst keine ,luftschlsser bauen2 weil diese zu kostspielig sind1 indem wir1 gleich darauf1 sie1 unter ,seufzern1 wieder einzureien haben4 ,aber noch mehr sollen wir uns hten1 durch das ,ausmalen blo mglicher ,unglcksflle unser ,herz zu ngstigen4 ,wenn nmlich diese ganz aus der ,luft gegriffen1 oder doch sehr weit hergeholt wren2 so wrden wir1 beim ,erwachen aus einem solchen ,traume1 gleich wissen1 da alles nur ,gaukelei gewesen1 daher uns der bessern ,wirklichkeit um so mehr freuen und allenfalls eine ,warnung gegen ganz entfernte1 wiewohl mgliche ,unglcksflle daraus entnehmen4 ,allein mit dergleichen spielt unsere ,phantasie nicht leicht3 ganz migerweise baut sie hchstens heitere ,luftschlsser4 ,der ,stoff zu ihren finstern ,trumen sind ,unglcksflle1 die uns1 wenn auch aus der ,ferne1 doch einigermaen wirklich bedrohen3 diese vergrert sie1 bringt ihre ,mglichkeit viel nher1 als sie in ,wahrheit ist1 und malt sie auf das ,frchterlichste aus4 ,einen solchen ,traum knnen wir1 beim ,erwachen1 nicht sogleich abschtteln1 wie den heitern3 denn diesen widerlegt alsbald die ,wirklichkeit und lt hchstens eine schwache ,hoffnung im ,schoe der ,mglichkeit brig4 ,aber haben wir uns den schwarzen ,phantasien 7blue devils7 berlassen2 so haben sie uns ,bilder nahe gebracht1 die nicht so leicht wieder weichen3 denn die ,mglichkeit der ,sache1 im allgemeinen1 steht fest1 und den ,mastab des ,grades derselben vermgen wir nicht jederzeit anzulegen3 sie wird nun leicht zur ,wahrscheinlichkeit1 und wir haben uns der ,angst in die ,hnde geliefert4 ,daher also sollen wir die ,dinge1 welche unser ,wohl und ,wehe betreffen1 blo mit dem ,auge der ,vernunft und der ,urteilskraft betrachten1 folglich trockener und kalter berlegung1 mit bloen ,begriffen und in abstracto operiren4 ,die ,phantasie soll dabei aus dem ,spiele bleiben3 denn urteilen kann sie nicht2 sondern bringt bloe ,bilder vor die ,augen1 welche das ,gemt unntzer und oft sehr peinlicher ,weise bewegen4 ,am strengsten sollte diese ,regel abends beobachtet werden4 ,denn wie die ,dunkelheit uns furchtsam macht und uns berall ,schreckensgestalten erblicken lt1 so wirkt1 ihr analog1 die ,undeutlichkeit der ,gedanken2 weil jede ,ungewiheit ,unsicherheit gebiert3 deshalb nehmen des ,abends1 wann die ,abspannung ,verstand und ,urteilskraft mit einer subjektiven ,dunkelheit berzogen hat1 der ,intellekt mde und thoryboumenos ist und den ,dingen nicht auf den ,grund zu kommen vermag1 die ,gegenstnde unserer ,meditation1 wenn sie unsere persnlichen ,verhltnisse betreffen1 leicht ein gefhrliches ,ansehn an und werden zu ,schreckbildern4 ,am meisten ist dies der ,fall nachts1 im ,bette1 als wo der ,geist vllig abgespannt und daher die ,urteilskraft ihrem ,geschfte gar nicht mehr gewachsen1 die ,phantasie aber noch rege ist4 ,da gibt die ,nacht allem und jedem ihren schwarzen ,anstrich4 ,daher sind unsere ,gedanken vor dem ,einschlafen1 oder gar beim nchtlichen ,erwachen1 meistens fast ebenso arge ,verzerrungen und ,verkehrungen der ,dinge1 wie die ,trume es sind1 und dazu1 wenn sie persnliche ,angelegenheiten betreffen1 gewhnlich pechschwarz1 ja1 entsetzlich4 ,am ,morgen sind dann alle solche ,schreckbilder1 so gut wie die ,trume1 verschwunden3 dies bedeutet das spanische ,sprichwort3 noche tinta1 blanco el dia 7die ,nacht ist gefrbt1 wei ist der ,tag74 ,aber auch schon abends1 sobald das ,licht brennt1 sieht der ,verstand1 wie das ,auge1 nicht so klar1 wie bei ,tage3 daher diese ,zeit nicht zur ,meditation ernster1 zumal unangenehmer ,angelegenheiten geeignet ist4 ,hiezu ist der ,morgen die rechte ,zeit2 wie er es denn berhaupt zu allen ,leistungen1 ohne ,ausnahme1 sowohl den geistigen wie den krperlichen1 ist4 ,denn der ,morgen ist die ,jugend des ,tages3 alles ist heiter1 frisch und leicht3 wir fhlen uns krftig und haben alle unsere ,fhigkeiten zu vlliger ,disposition4 ,man soll ihn nicht durch sptes ,aufstehn verkrzen1 noch auch an unwrdige ,beschftigungen oder ,gesprche verschwenden1 sondern ihn als die ,quintessenz des ,lebens betrachten und gewissermaen heilig halten4 ,hingegen ist der ,abend das ,alter des ,tages3 wir sind abends matt1 geschwtzig und leichtsinnig4 -- ,jeder 99,tag ist ein kleines ,leben991 -- jedes ,erwachen und ,aufstehen eine kleine ,geburt1 jeder frische ,morgen eine kleine ,jugend1 und jedes zu ,bette gehn und ,einschlafen ein kleiner ,tod4 berhaupt aber hat ,gesundheitszustand1 ,schlaf1 ,nahrung1 ,temperatur1 ,wetter1 ,umgebung und noch viel anderes uerliches auf unsere ,stimmung1 und diese auf unsere ,gedanken1 einen mchtigen ,einflu4 ,daher ist1 wie unsere ,ansicht einer ,angelegenheit1 so auch unsere ,fhigkeit zu einer ,leistung so sehr der ,zeit und selbst dem ,orte unterworfen4 ,darum also ,nehmt die gute ,stimmung wahr1 ,denn sie kommt so selten4 ,g4 ,nicht etwa blo objektive ,konzeptionen und ,originalgedanken mu man abwarten1 ob und wann es ihnen zu kommen beliebt2 sondern selbst die grndliche berlegung einer persnlichen ,angelegenheit gelingt nicht immer zu der ,zeit1 die man zum voraus fr sie bestimmt und wann man sich dazu zurechtgesetzt hat2 sondern auch sie whlt sich ihre ,zeit selbst2 wo alsdann der ihr angemessene ,gedankengang unaufgefordert rege wird und wir mit vollem ,anteil ihn verfolgen4 ,zur anempfohlenen ,zgelung der ,phantasie gehrt auch noch1 da wir ihr nicht gestatten1 ehemals erlittenes ,unrecht1 ,schaden1 ,verlust1 ,beleidigungen1 ,zurcksetzungen1 ,krnkungen u4 dgl4 uns wieder zu vergegenwrtigen und auszumalen2 weil wir dadurch den lngst schlummernden ,unwillen1 ,zorn und alle gehssigen ,leidenschaften wieder aufregen1 wodurch unser ,gemt verunreinigt wird4 ,denn1 nach einem schnen1 vom ,neuplatoniker ,proklos beigebrachten ,gleichnis1 ist1 wie in jeder ,stadt1 neben den ,edelen und ,ausgezeichneten1 auch der ,pbel jeder ,art 7ochlos7 wohnt1 so in jedem1 auch dem edelsten und erhabensten ,menschen das ganz ,niedrige und ,gemeine der menschlichen1 ja tierischen ,natur1 der ,anlage nach1 vorhanden4 ,dieser ,pbel darf nicht zum ,tumult aufgeregt werden1 noch darf er aus den ,fenstern schauen2 da er sich hlich ausnimmt3 die bezeichneten ,phantasiestcke sind aber die ,demagogen desselben4 ,hieher gehrt auch1 da die kleinste ,widerwrtigkeit1 sei sie von ,menschen oder ,dingen ausgegangen1 durch fortgesetztes ,brten darber und ,ausmalen mit grellen ,farben und nach vergrertem ,mastabe1 zu einem ,ungeheuer anschwellen kann1 darber man auer sich gert4 ,alles ,unangenehme soll man vielmehr hchst prosaisch und nchtern auffassen1 damit man es mglichst leicht nehmen knne4 ,wie kleine ,gegenstnde1 dem ,auge nahe gehalten1 unser ,gesichtsfeld beschrnkend1 die ,welt verdecken1 -- so werden oft die ,menschen und ,dinge unserer 99nchsten ,umgebung991 so hchst unbedeutend und gleichgltig sie auch seien1 unsere ,aufmerksamkeit und ,gedanken ber die ,gebhr beschftigen1 dazu noch auf unerfreuliche ,weise1 und werden wichtige ,gedanken und ,angelegenheiten verdrngen4 ,dem soll man entgegenarbeiten4 #ad4 ,beim ,anblick dessen1 was wir nicht besitzen1 steigt gar leicht in uns der ,gedanke auf3 wie1 wenn das mein wre8 und er macht uns die ,entbehrung fhlbar4 ,statt dessen sollten wir fter fragen3 wie1 wenn das 99nicht99 mein wre81 ich meine1 wir sollten das1 was wir besitzen1 bisweilen so anzusehn uns bemhen1 wie es uns vorschweben wrde1 nachdem wir es verloren htten2 und zwar jedes1 was es auch sei3 ,eigentum1 ,gesundheit1 ,freunde1 ,geliebte1 ,weib1 ,kind1 ,pferd und ,hund3 denn meistens belehrt erst der ,verlust uns ber den ,wert der ,dinge4 ,hingegen infolge der anempfohlenen ,betrachtungsweise derselben wird erstlich ihr ,besitz uns unmittelbar mehr1 als zuvor1 beglcken1 und zweitens werden wir auf alle ,weise dem ,verlust vorbeugen1 also das ,eigentum nicht in ,gefahr bringen1 die ,freunde nicht erzrnen1 die ,treue des ,weibes nicht der ,versuchung aussetzen1 die ,gesundheit der ,kinder bewachen usw4 -- ,oft suchen wir das ,trbe der ,gegenwart aufzuhellen durch ,spekulation auf gnstige ,mglichkeiten und ersinnen vielerlei chimrische ,hoffnungen1 von denen jede mit einer ,enttuschung schwanger ist1 die nicht ausbleibt1 wann jene an der harten ,wirklichkeit zerschellt4 ,besser wre es1 die vielen schlimmen ,mglichkeiten zum ,gegenstand unserer ,spekulation zu machen1 als welches teils ,vorkehrungen zu ihrer ,abwehr1 teils angenehme berraschungen1 wenn sie sich nicht verwirklichen1 veranlassen wrde4 ,sind wir doch1 nach etwas ausgestandener ,angst1 stets merklich heiter4 ,ja1 es ist sogar gut1 groe ,unglcksflle1 die uns mglicherweise treffen knnten1 uns bisweilen zu vergegenwrtigen2 um nmlich die uns nachher wirklich treffenden viel kleineren leichter zu ertragen1 indem wir dann durch den ,rckblick auf jene groen1 nicht eingetroffenen1 uns trsten4 ber diese ,regel ist jedoch die ihr vorhergegangene nicht zu vernachlssigen4 #ae4 ,weil die uns betreffenden ,angelegenheiten und ,begebenheiten ganz vereinzelt1 ohne ,ordnung und ohne ,beziehung auf einander1 im grellsten ,kontrast und ohne irgend etwas ,gemeinsames1 als eben da sie unsere ,angelegenheiten sind1 auftreten und durcheinanderlaufen2 so mu unser ,denken und ,sorgen um sie ebenso abrupt sein1 damit es ihnen entspreche4 -- ,sonach mssen wir1 wenn wir eines vornehmen1 von allem andern abstrahiren und uns der ,sache entschlagen1 um jedes zu seiner ,zeit zu besorgen1 zu genieen1 zu erdulden1 ganz unbekmmert um das brige3 wir mssen also gleichsam ,schiebfcher unserer ,gedanken haben1 von denen wir eines ffnen1 derweilen alle andern geschlossen bleiben4 ,dadurch erlangen wir1 da nicht eine schwer lastende ,sorge jeden kleinen ,genu der ,gegenwart verkmmere und uns alle ,ruhe raube2 da nicht eine berlegung die andere verdrnge2 da nicht die ,sorge fr eine wichtige ,angelegenheit die ,vernachlssigung vieler geringen herbeifhre usw4 ,zumal aber soll1 wer hoher und edeler ,betrachtungen fhig ist1 seinen ,geist durch persnliche ,angelegenheiten und niedrige ,sorgen nie so ganz einnehmen und erfllen lassen1 da sie jenen den ,zugang versperren3 denn das wre recht eigentlich propter vitam vivendi perdere causas4 -- ,freilich ist zu dieser ,lenkung und ,ablenkung unsrer selbst1 wie zu so viel anderm1 ,selbstzwang erfordert3 zu diesem aber sollte uns die berlegung strken1 da jeder ,mensch gar vielen und groen ,zwang von auen zu erdulden hat1 ohne welchen es in keinem ,leben abgeht2 da jedoch ein kleiner1 an der rechten ,stelle angebrachter ,selbstzwang nachmals vielem ,zwange von auen vorbeugt2 wie ein kleiner ,abschnitt des ,kreises zunchst dem ,centro einem oft hundertmal grern an der ,peripherie entspricht4 ,durch nichts entziehn wir uns so sehr dem ,zwange von auen1 wie durch ,selbstzwang3 das besagt ,senekas ,ausspruch3 si tibi vis omnia subjicere1 te subjice rationi 7ep4 #cg74 ,auch haben wir den ,selbstzwang noch immer in der ,gewalt1 und knnen1 im uersten ,fall1 oder wo er unsere empfindlichste ,stelle trifft1 etwas nachlassen2 hingegen der ,zwang von auen ist ohne ,rcksicht1 ohne ,schonung und unbarmherzig4 ,daher ist es weise1 diesem durch jenen zuvorzukommen4 #af4 ,unseren ,wnschen ein ,ziel stecken1 unsere ,begierden im ,zaume halten1 unsern ,zorn bndigen1 stets eingedenk1 da dem einzelnen nur ein unendlich kleiner ,teil alles ,wnschenswerten erreichbar ist1 hingegen viele bel jeden treffen mssen1 also1 mit einem ,worte apechein kai anechein1 abstinere et sustinere1 -- ist eine ,regel1 ohne deren ,beobachtung weder ,reichtum noch ,macht verhindern knnen1 da wir uns armselig fhlen4 ,dahin zielt ,horaz3 ,inter cuncta leges1 et percontabere doctos ,qua ratione queas traducere leniter aevum2 ,ne te semper inops agitet vexetque cupido1 ,ne pavor1 et rerum mediocriter utilium spes4 #ag4 ,ho bios en t kinsei esti 7vita motu constat7 sagt ,aristoteles1 mit offenbarem ,recht3 und wie demnach unser physisches ,leben nur in und durch eine unaufhrliche ,bewegung besteht2 so verlangt auch unser inneres1 geistiges ,leben fortwhrend ,beschftigung1 ,beschftigung mit irgend etwas1 durch ,tun oder ,denken2 einen ,beweis hievon gibt schon das ,trommeln mit den ,hnden oder irgend einem ,gert1 zu welchem unbeschftigte und gedankenlose ,menschen sogleich greifen4 ,unser ,dasein nmlich ist ein wesentlich rastloses3 daher wird die gnzliche ,unttigkeit uns bald unertrglich1 indem sie die entsetzlichste ,langeweile herbeifhrt4 ,diesen ,trieb nun soll man regeln1 um ihn methodisch und dadurch besser zu befriedigen4 ,daher also ist ,ttigkeit1 etwas treiben1 womglich etwas machen1 wenigstens aber etwas lernen1 -- zum ,glck des ,menschen unerllich3 seine ,krfte verlangen nach ihrem ,gebrauch1 und er mchte den ,erfolg desselben irgendwie wahrnehmen4 ,die grte ,befriedigung jedoch1 in dieser ,hinsicht1 gewhrt es1 etwas zu 99machen991 zu verfertigen1 sei es ein ,korb1 sei es ein ,buch2 aber da man ein ,werk unter seinen ,hnden tglich wachsen und endlich seine ,vollendung erreichen sehe1 beglckt unmittelbar4 ,dies leistet ein ,kunstwerk1 eine ,schrift1 ja selbst eine bloe ,handarbeit2 freilich1 je edlerer ,art das ,werk1 desto hher der ,genu4 ,am glcklichsten sind1 in diesem ,betracht1 die ,hochbegabten1 welche sich der ,fhigkeit zur ,hervorbringung bedeutsamer1 groer und zusammenhngender ,werke bewut sind4 ,denn dadurch verbreitet ein ,interesse hherer ,art sich ber ihr ganzes ,dasein und erteilt ihm eine ,wrze1 welche dem der brigen abgeht1 welches demnach1 mit jenem verglichen1 gar schal ist4 ,fr sie nmlich hat das ,leben und die ,welt1 neben dem allen gemeinsamen1 materiellen1 noch ein zweites und hheres1 ein formelles ,interesse1 indem es den ,stoff zu ihren ,werken enthlt1 mit dessen ,einsammlung sie1 ihr ,leben hindurch1 emsig beschftigt sind1 sobald nur die persnliche ,not sie irgends atmen lt4 ,auch ist ihr ,intellekt gewissermaen ein doppelter3 teils einer fr die gewhnlichen ,beziehungen 7,angelegenheiten des ,willens71 gleich dem aller andern3 teils einer fr die rein objektive ,auffassung der ,dinge4 ,so leben sie zwiefach1 sind ,zuschauer und ,schauspieler zugleich1 whrend die brigen letzteres allein sind4 -- ,inzwischen treibe jeder etwas1 nach ,magabe seiner ,fhigkeiten4 ,denn wie nachteilig der ,mangel an planmiger ,ttigkeit1 an irgend einer ,arbeit1 auf uns wirke1 merkt man auf langen ,vergngungsreisen1 als wo man1 dann und wann1 sich recht unglcklich fhlt2 weil man1 ohne eigentliche ,beschftigung1 gleichsam aus seinem natrlichen ,elemente gerissen ist4 ,sich zu mhen und mit dem ,widerstande zu kmpfen ist dem ,menschen ,bedrfnis1 wie dem ,maulwurf das ,graben4 ,der ,stillstand1 den die ,allgenugsamkeit eines bleibenden ,genusses herbeifhrte1 wre ihm unertrglich4 ,hindernisse berwinden ist der ,vollgenu seines ,daseins2 sie mgen materieller ,art sein1 wie beim ,handeln und ,treiben1 oder geistiger ,art1 wie beim ,lernen und ,forschen3 der ,kampf mit ihnen und der ,sieg beglckt4 ,fehlt ihm die ,gelegenheit dazu1 so macht er sie sich1 wie er kann3 je nachdem seine ,individualitt es mit sich bringt1 wird er jagen1 oder ,bilboquet spielen1 oder1 vom unbewuten ,zuge seiner ,natur geleitet1 ,hndel suchen1 oder ,intriguen anspinnen1 oder sich auf ,betrgereien und allerlei ,schlechtigkeiten einlassen1 um nur dem ihm unertrglichen ,zustande der ,ruhe ein ,ende zu machen4 ,difficilis in otio quies4 #ah4 ,zum ,leitstern seiner ,bestrebungen soll man nicht 99,bilder der ,phantasie99 nehmen1 sondern deutlich gedachte 99,begriffe994 ,meistens aber geschieht das ,umgekehrte4 ,man wird nmlich1 bei genauerer ,untersuchung1 finden1 da1 was bei unsern ,entschlieungen1 in letzter ,instanz1 den ,ausschlag gibt1 meistens nicht die ,begriffe und ,urteile sind1 sondern ein ,phantasiebild1 welches die eine der ,alternativen reprsentirt und vertritt4 ,ich wei nicht mehr1 in welchem ,romane von ,voltaire1 oder ,diderot1 dem ,helden1 als er ein ,jngling und ,herkules am ,scheidewege war1 die ,tugend sich stets darstellte in ,gestalt seines alten ,hofmeisters1 in der ,linken die ,tabaksdose1 in der ,rechten eine ,priese haltend und so moralisirend2 das ,laster hingegen in ,gestalt der ,kammerjungfer seiner ,mutter4 -- ,besonders in der ,jugend fixirt sich das ,ziel unsers ,glckes in ,gestalt einiger ,bilder1 die uns vorschweben und oft das halbe1 ja das ganze ,leben hindurch verharren4 ,sie sind eigentlich neckende ,gespenster3 denn1 haben wir sie erreicht1 so zerrinnen sie in nichts1 indem wir die ,erfahrung machen1 da sie gar nichts von dem1 was sie verhieen1 leisten4 ,dieser ,art sind einzelne ,szenen des huslichen1 brgerlichen1 gesellschaftlichen1 lndlichen ,lebens1 ,bilder der ,wohnung1 ,umgebung1 der ,ehrenzeichen1 ,respektsbezeugungen usw4 usw4 chaque fou a sa marotte auch das ,bild der ,geliebten gehrt oft dahin4 ,da es uns so ergehe ist wohl natrlich3 denn das ,anschauliche wirkt1 weil es das ,unmittelbare ist1 auch unmittelbarer auf unsern ,willen1 als der ,begriff1 der abstrakte ,gedanke1 der blo das ,allgemeine gibt1 ohne das ,einzelne1 welches doch gerade die ,realitt enthlt3 er kann daher nur mittelbar auf unsern ,willen wirken4 ,und doch ist es nur der ,begriff1 der ,wort hlt3 daher ist es ,bildung1 nur ihm zu trauen4 ,freilich wird er wohl mitunter der ,erluterung und ,paraphrase durch einige ,bilder bedrfen3 nur cum grano salis4 #ai4 ,die vorhergegangene ,regel lt sich der allgemeineren subsumiren1 da man berall ,herr werden soll ber den ,eindruck des ,gegenwrtigen und ,anschaulichen berhaupt4 ,dieser ist gegen das blo ,gedachte und ,gewute unverhltnismig stark1 nicht vermge seiner ,materie und ,gehalt1 die oft sehr gering sind2 sondern vermge seiner ,form1 der ,anschaulichkeit und ,unmittelbarkeit1 als welche auf das ,gemt eindringt und dessen ,ruhe strt1 oder seine ,vorstze erschttert4 ,denn das ,vorhandene1 das ,anschauliche1 wirkt1 als leicht bersehbar1 stets mit seiner ganzen ,gewalt auf einmal3 hingegen ,gedanken und ,grnde verlangen ,zeit und ,ruhe1 um stckweise durchdacht zu werden1 daher man sie nicht jeden ,augenblick ganz gegenwrtig haben kann4 ,demzufolge reizt das ,angenehme1 welchem wir1 infolge der berlegung1 entsagt haben1 uns doch bei seinem ,anblick3 ebenso krnkt uns ein ,urteil1 dessen gnzliche ,inkompetenz wir kennen2 erzrnt uns eine ,beleidigung1 deren ,verchtlichkeit wir einsehen2 ebenso werden zehn ,grnde gegen das ,vorhandensein einer ,gefahr berwogen vom falschen ,schein ihrer wirklichen ,gegenwart usw4 ,in allen diesen macht sich die ursprngliche ,unvernnftigkeit unsers ,wesens geltend4 ,auch werden einem derartigen ,eindruck die ,weiber oft erliegen1 und wenige ,mnner haben ein solches bergewicht der ,vernunft1 da sie von dessen ,wirkungen nicht zu leiden htten4 ,wo wir nun denselben nicht ganz berwltigen knnen1 mittelst bloer ,gedanken1 da ist das ,beste1 einen ,eindruck durch den entgegengesetzten zu neutralisiren1 z4 ,b4 den ,eindruck einer ,beleidigung durch ,aufsuchen derer1 die uns hochschtzen2 den ,eindruck einer drohenden ,gefahr durch wirkliches ,betrachten des ihr ,entgegenwirkenden4 ,konnte doch jener ,italiner1 von dem ,leibnitz 7in den nouveaux essais1 ,liv4 ,i1 c4 #b1 #aa7 erzhlt1 sogar den ,schmerzen der ,folter dadurch widerstehn1 da er1 whrend derselben1 wie er sich vorgesetzt1 das ,bild des ,galgens1 an welchen sein ,gestndnis ihn gebracht haben wrde1 nicht einen ,augenblick aus der ,phantasie entweichen lie2 weshalb er von ,zeit zu ,zeit io ti vedo rief2 welche ,worte er spter dahin erklrt hat4 -- ,eben aus dem hier betrachteten ,grunde ist es ein schweres ,ding1 wenn alle1 die uns umgeben1 anderer ,meinung sind als wir1 und danach sich benehmen1 selbst wenn wir von ihrem ,irrtum berzeugt sind1 nicht durch sie wankend gemacht zu werden4 ,einem flchtigen1 verfolgten1 ernstlich incognito reisenden ,knige mu das unter vier ,augen beobachtete ,unterwrfigkeitszeremoniell seines vertrauten ,begleiters eine fast notwendige ,herzensstrkung sein1 damit er nicht am ,ende sich selbst bezweifle4 #bj4 ,nachdem ich schon im zweiten ,kapitel den hohen ,wert der 99,gesundheit991 als welche fr unser ,glck das erste und wichtigste ist1 hervorgehoben habe1 will ich hier ein paar ganz allgemeiner ,verhaltungsregeln zu ihrer ,befestigung und ,bewahrung angeben4 ,man hrte sich dadurch ab1 da man dem ,krper1 sowohl im ganzen wie in jedem ,teile1 so lange man gesund ist1 recht viel ,anstrengung und ,beschwerde auflege und sich gewhne1 widrigen ,einflssen jeder ,art zu widerstehn4 ,sobald hingegen ein krankhafter ,zustand1 sei es des ,ganzen1 oder eines ,teiles1 sich kundgibt1 ist sogleich das entgegengesetzte ,verfahren zu ergreifen und der kranke ,leib1 oder ,teil desselben1 auf alle ,weise zu schonen und zu pflegen3 denn das ,leidende und ,geschwchte ist keiner ,abhrtung fhig4 ,der ,muskel wird durch starken ,gebrauch gestrkt2 der ,nerv hingegen dadurch geschwcht4 ,also be man seine ,muskeln durch jede angemessene ,anstrengung1 hte hingegen die ,nerven vor jeder2 also die ,augen vor zu hellem1 besonders reflektirtem ,lichte1 vor jeder ,anstrengung in der ,dmmerung1 wie auch vor anhaltendem ,betrachten zu kleiner ,gegenstnde2 ebenso die ,ohren vor zu starkem ,gerusch2 vorzglich aber das ,gehirn vor gezwungener1 zu anhaltender oder unzeitiger ,anstrengung3 demnach lasse man es ruhen whrend der ,verdauung2 weil dann eben dieselbe ,lebenskraft1 welche im ,gehirn ,gedanken bildet1 im ,magen und den ,eingeweiden angestrengt arbeitet1 ,chymus und ,chylus zu bereiten2 ebenfalls whrend1 oder auch nach1 bedeutender ,muskelanstrengung4 ,denn es verhlt sich mit den motorischen wie mit den sensibeln ,nerven1 und wie der ,schmerz1 den wir in verletzten ,gliedern empfinden1 seinen wahren ,sitz im ,gehirn hat2 so sind es auch eigentlich nicht die ,beine und ,arme1 welche gehn und arbeiten2 sondern das ,gehirn1 nmlich der ,teil desselben1 welcher1 mittelst des verlngerten und des ,rckenmarks1 die ,nerven jener ,glieder erregt und dadurch diese in ,bewegung setzt4 ,demgem hat auch die ,ermdung1 welche wir in den ,beinen oder ,armen fhlen1 ihren wahren ,sitz im ,gehirn2 weshalb eben blo die ,muskeln ermden1 deren ,bewegung willkrlich ist1 d4 h4 vom ,gehirn ausgeht1 hingegen nicht die ohne ,willkr arbeitenden1 wie das ,herz4 ,offenbar also wird das ,gehirn beeintrchtigt1 wenn man ihm starke ,muskelttigkeit und geistige ,anspannung zugleich1 oder auch nur dicht hinter einander abzwingt4 ,hiemit streitet es nicht1 da man im ,anfang eines ,spaziergangs1 oder berhaupt auf kurzen ,gngen1 oft erhhte ,geistesttigkeit sprt3 denn da ist noch kein ,ermden besagter ,gehirnteile eingetreten1 und andrerseits befrdert eine solche leichte ,muskelttigkeit und die durch sie vermehrte ,respiration das ,aufsteigen des arteriellen1 nunmehr auch besser oxydirten ,blutes zum ,gehirn4 -- ,besonders aber gebe man dem ,gehirn das zu seiner ,refektion ntige1 volle ,ma des ,schlafes2 denn der ,schlaf ist fr den ganzen ,menschen1 was das ,aufziehn fr die ,uhr4 7,vergl4 ,welt als ,wille und ,vorstellung ,,ii1 #bag4 -- #c4 ,aufl4 ,,ii1 #bdj47 ,dieses ,ma wird um so grer sein1 je entwickelter und ttiger das ,gehirn ist2 es jedoch zu berschreiten wre bloer ,zeitverlust1 weil dann der ,schlaf an ,intension verliert1 was er an ,extension gewinnt4 7,vergl4 ,welt als ,wille und ,vorstellung ,,ii1 #bdg4 -- #c4 ,aufl4 ,,ii1 #bge47,o berhaupt begreife man wohl1 da unser ,denken nichts anderes ist als die organische ,funktion des ,gehirns1 und sonach jeder andern organischen ,ttigkeit1 in ,hinsicht auf ,anstrengung und ,ruhe1 sich analog verhlt4 ,wie bermige ,anstrengung die ,augen verdirbt1 ebenso das ,gehirn4 ,mit ,recht ist gesagt worden3 das ,gehirn denkt1 wie der ,magen verdaut4 ,der ,wahn von einer immateriellen1 einfachen1 wesentlich und immer denkenden1 folglich unermdlichen ,seele1 die da im ,gehirn blo logirte1 und nichts auf der ,welt bedrfte1 hat gewi manchen zu unsinnigem ,verfahren und ,abstumpfung seiner ,geisteskrfte verleitet2 wie denn z4 ,b4 ,friedrich der ,groe einmal versucht hat1 sich das ,schlafen ganz abzugewhnen4 ,die ,philosophieprofessoren wrden wohl tun1 einen solchen1 sogar praktisch verderblichen ,wahn nicht durch ihre katechismusgerechtseinwollende ,rocken-,philosophie zu befrdern4 -- ,man soll sich gewhnen1 seine ,geisteskrfte durchaus als physiologische ,funktionen zu betrachten1 um danach sie zu behandeln1 zu schonen1 anzustrengen usw41 und zu bedenken1 da jedes krperliche ,leiden1 ,beschwerde1 ,unordnung1 in welchem ,teil es auch sei1 den ,geist affizirt4 ,am besten befhigt hiezu 99,cabanis991 des ,rapports du physique et du moral de l'homme4 ,o ,der ,schlaf ist ein ,stck 99,tod991 welches wir anticipando borgen und dafr das durch einen ,tag erschpfte ,leben wieder erhalten und erneuern4 ,le sommeil est un emprunt fait la mort4 ,der ,schlaf borgt vom ,tode zur ,aufrechthaltung des ,lebens4 ,oder3 er ist der 99einstweilige ,zins99 des ,todes1 welcher selbst die ,kapitalabzahlung ist4 ,diese wird um so spter eingefordert1 je reichlichere ,zinsen und je regelmiger sie gezahlt werden4 ,die ,vernachlssigung des hier gegebenen ,rats ist die ,ursache1 aus welcher manche groe ,geister1 wie auch groe ,gelehrte1 im ,alter schwachsinnig1 kindisch und selbst wahnsinnig geworden sind4 ,da z4 ,b4 die gefeierten englischen ,dichter dieses ,jahrhunderts1 wie 99,walter ,scott991 99,wordsworth991 99,southey99 u4 a4 m4 im ,alter1 ja schon in den sechziger ,jahren geistig stumpf und unfhig geworden1 ja1 zur ,imbezillitt herabgesunken sind1 ist ohne ,zweifel daraus zu erklren1 da sie smtlich1 vom hohen ,honorar verlockt1 die ,schriftstellerei als ,gewerbe getrieben1 also des ,geldes wegen geschrieben haben4 ,dies verfhrt zu widernatrlicher ,anstrengung1 und wer seinen ,pegasus ins ,joch spannt und seine ,muse mit der ,peitsche antreibt1 wird es auf analoge ,weise ben1 wie der1 welcher der ,venus ,zwangsdienste geleistet hat4 ,ich argwhne1 da auch 99,kant991 in seinen spten ,jahren1 nachdem er endlich berhmt geworden war1 sich berarbeitet und dadurch die zweite ,kindheit seiner vier letzten ,jahre veranlat hat4 -- ,jeder ,monat des ,jahres hat einen eigentmlichen und unmittelbaren1 d4 h4 vom ,wetter unabhngigen ,einflu auf unsere ,gesundheit1 unsere krperlichen ,zustnde berhaupt1 ja1 auch auf die geistigen4 ,c4 ,unser ,verhalten gegen andere betreffend4 #ba4 ,um durch die ,welt zu kommen1 ist es zweckmig1 einen groen ,vorrat von 99,vorsicht99 und 99,nachsicht99 mitzunehmen3 durch erstere wird man vor ,schaden und ,verlust1 durch letztere vor ,streit und ,hndel geschtzt4 ,wer unter ,menschen zu leben hat1 darf keine ,individualitt1 sofern sie doch einmal von der ,natur gesetzt und gegeben ist1 unbedingt verwerfen2 auch nicht die schlechteste1 erbrmlichste oder lcherlichste4 ,er hat sie vielmehr zu nehmen als ein ,unabnderliches1 welches1 in ,folge eines ewigen und metaphysischen ,prinzips1 so sein mu1 wie es ist1 und in den argen ,fllen soll er denken3 es mu auch solche ,kuze geben4 ,hlt er es anders2 so tut er ,unrecht und fordert den andern heraus zum ,kriege auf ,tod und ,leben4 ,denn seine eigentliche ,individualitt1 d4 h4 seinen moralischen ,charakter1 seine ,erkenntniskrfte1 sein ,temperament1 seine ,physiognomie usw4 kann keiner ndern4 ,verdammen wir nun sein ,wesen ganz und gar2 so bleibt ihm nichts brig1 als in uns einen ,todfeind zu bekmpfen3 denn wir wollen ihm das ,recht zu existiren nur unter der ,bedingung zugestehn1 da er ein anderer werde1 als er unabnderlich ist4 ,darum also mssen wir1 um unter ,menschen leben zu knnen1 jeden1 mit seiner gegebenen ,individualitt1 wie immer sie auch ausgefallen sein mag1 bestehn und gelten lassen1 und drfen blo darauf bedacht sein1 sie so1 wie ihre ,art und ,beschaffenheit es zult1 zu benutzen2 aber weder auf ihre nderung hoffen1 noch sie1 so wie sie ist1 schlechthin verdammen,p4 ,dies ist der wahre ,sinn des ,spruches3 leben und leben lassen4 ,die ,aufgabe ist indessen nicht so leicht1 wie sie gerecht ist1 und glcklich ist zu schtzen1 wer gar manche ,individualitten auf immer meiden darf4 -- ,inzwischen be man1 um ,menschen ertragen zu lernen1 seine ,geduld an leblosen ,gegenstnden1 welche1 vermge mechanischer oder sonst physischer ,notwendigkeit1 unserm ,tun sich hartnckig widersetzen2 wozu tglich ,gelegenheit ist4 ,die dadurch erlangte ,geduld lernt man nachher auf ,menschen bertragen1 indem man sich gewhnt zu denken1 da auch sie1 wo immer sie uns hinderlich sind1 dies vermge einer ebenso strengen1 aus ihrer ,natur hervorgehenden ,notwendigkeit sein mssen wie die1 mit welcher die leblosen ,dinge wirken2 daher es ebenso tricht ist1 ber ihr ,tun sich zu entrsten1 wie ber einen ,stein1 der uns in den ,weg rollt4 ,p ,bei manchem ist am klgsten zu denken3 ndern werde ich ihn nicht2 also will ich ihn benutzen4 #bb4 ,es ist zum ,erstaunen1 wie leicht und schnell ,homogeneitt oder ,heterogeneitt des ,geistes und ,gemts zwischen ,menschen sich im ,gesprche kund gibt3 an jeder ,kleinigkeit wird sie fhlbar4 ,betreffe das ,gesprch auch die fremdartigsten1 gleichgltigsten ,dinge2 so wird1 zwischen wesentlich heterogenen1 fast jeder ,satz des einen dem andern mehr oder minder mifallen1 mancher gar ihm rgerlich sein4 ,homogene hingegen fhlen sogleich und in allem eine gewisse bereinstimmung1 die1 bei groer ,homogeneitt1 bald zur vollkommenen ,harmonie1 ja1 zum ,unisono zusammenfliet4 ,hieraus erklrt sich zuvrderst1 warum die ganz ,gewhnlichen so gesellig sind und berall so leicht recht gute ,gesellschaft finden1 -- so rechte1 liebe1 wackere ,leute4 ,bei den ,ungewhnlichen fllt es umgekehrt aus1 und desto mehr1 je ausgezeichneter sie sind2 so da sie1 in ihrer ,abgesondertheit1 zu ,zeiten1 sich ordentlich freuen knnen1 in einem andern nur irgend eine ihnen selbst homogene ,fiber herausgefunden zu haben1 und wre sie noch so klein6 ,denn jeder kann dem andern nur so viel sein1 wie dieser ihm ist4 ,die eigentlichen groen ,geister horsten1 wie die ,adler in der ,hhe1 allein4 -- ,zweitens aber wird hieraus verstndlich1 wie die ,gleichgesinnten sich so schnell zusammenfinden1 gleich als ob sie magnetisch zu einander gezogen wrden3 -- verwandte ,seelen gren sich von ferne4 ,am hufigsten freilich wird man dies an niedrig ,gesinnten oder schlecht ,begabten zu beobachten ,gelegenheit haben2 aber nur weil diese legionenweise existiren1 die besseren und vorzglichen ,naturen hingegen die seltenen sind und heien4 ,demnach nun werden z4 ,b4 in einer groen1 auf praktische ,zwecke gerichteten ,gemeinschaft zwei rechte ,schurken sich so schnell erkennen1 als trgen sie ein ,feldzeichen1 und werden alsbald zusammentreten1 um ,mibrauch oder ,verrat zu schmieden4 ,desgleichen1 wenn man sich1 per impossibile1 eine groe ,gesellschaft von lauter sehr verstndigen und geistreichen ,leuten denkt1 bis auf zwei ,dummkpfe1 die auch dabei wren2 so werden diese sich sympathetisch zu einander gezogen fhlen und bald wird jeder von beiden sich in seinem ,herzen freuen1 doch wenigstens einen vernnftigen ,mann angetroffen zu haben4 ,wirklich merkwrdig ist es1 ,zeuge davon zu sein1 wie zwei1 besonders von den moralisch und intellektuell ,zurckstehenden1 beim ersten ,anblick einander erkennen1 sich eifrig einander zu nhern streben1 freundlich und freudig sich begrend1 einander entgegeneilen1 als wren sie alte ,bekannte2 -- so auffallend ist es1 da man versucht wird1 der ,buddhaistischen ,metempsychosenlehre gem1 anzunehmen1 sie wren schon in einem frheren ,leben befreundet gewesen4 ,was jedoch1 selbst bei vieler bereinstimmung1 ,menschen auseinanderhlt1 auch wohl vorbergehende ,disharmonie zwischen ihnen erzeugt1 ist die ,verschiedenheit der gegenwrtigen ,stimmung1 als welche fast immer fr jeden eine andere ist1 nach ,magabe seiner gegenwrtigen ,lage1 ,beschftigung1 ,umgebung1 krperlichen ,zustandes1 augenblicklichen ,gedankenganges usw4 ,daraus entstehn zwischen den harmonirendsten ,persnlichkeiten ,dissonanzen4 ,die zur ,aufhebung dieser ,strung erforderliche ,korrektion stets vornehmen und eine gleichschwebende ,temperatur einfhren zu knnen1 wre eine ,leistung der hchsten ,bildung4 ,wie viel die ,gleichheit der ,stimmung fr die gesellige ,gemeinschaft leiste1 lt sich daran ermessen1 da sogar eine zahlreiche ,gesellschaft zu lebhafter gegenseitiger ,mitteilung und aufrichtiger ,teilnahme1 unter allgemeinem ,behagen1 erregt wird1 sobald irgend etwas ,objektives1 sei es eine ,gefahr oder eine ,hoffnung oder eine ,nachricht oder ein seltener ,anblick1 ein ,schauspiel1 eine ,musik oder was sonst1 auf alle zugleich und gleichartig einwirkt4 ,denn dergleichen1 indem es alle ,privatinteressen berwltigt1 erzeugt universelle ,einheit der ,stimmung4 ,in ,ermangelung einer solchen objektiven ,einwirkung wird in der ,regel eine subjektive ergriffen1 und sind demnach die ,flaschen das gewhnliche ,mittel1 eine gemeinschaftliche ,stimmung in die ,gesellschaft zu bringen4 ,sogar ,tee und ,kaffee dienen dieser ,absicht4 ,eben aber aus jener ,disharmonie1 welche die ,verschiedenheit der momentanen ,stimmung so leicht in alle ,gemeinschaft bringt1 ist es zum ,teil erklrlich1 da in der von dieser und allen hnlichen1 strenden1 wenn auch vorbergehenden1 ,einflssen befreiten ,erinnerung sich jeder idealisirt1 ja1 bisweilen fast verklrt darstellt4 ,die ,erinnerung wirkt1 wie das ,sammlungsglas in der ,kamera obskura3 sie zieht alles zusammen und bringt dadurch ein viel schneres ,bild hervor als sein ,original ist4 ,den ,vorteil1 so gesehn zu werden1 erlangen wir zum ,teil schon durch jede ,abwesenheit4 ,denn obgleich die idealisirende ,erinnerung1 bis zur ,vollendung ihres ,werkes1 geraumer ,zeit bedarf3 so wird der ,anfang desselben doch sogleich gemacht4 ,dieserwegen ist es sogar klug1 sich seinen ,bekannten und guten ,freunden nur nach bedeutenden ,zwischenrumen zu zeigen2 indem man alsdann beim ,wiedersehen merken wird1 da die ,erinnerung schon bei der ,arbeit gewesen ist4 #bc4 ,keiner kann 99ber sich99 sehen4 ,hiemit will ich sagen3 jeder sieht am andern so viel1 als er selbst auch ist3 denn er kann ihn nur nach ,magabe seiner eigenen ,intelligenz fassen und verstehn4 ,ist nun diese von der niedrigsten ,art2 so werden alle ,geistesgaben1 auch die grten1 ihre ,wirkung auf ihn verfehlen und er an dem ,besitzer derselben nichts wahrnehmen1 als blo das ,niedrigste in dessen ,individualitt1 also nur dessen smtliche ,schwchen1 ,temperaments- und ,charakterfehler4 ,daraus wird er fr ihn zusammengesetzt sein4 ,die hheren geistigen ,fhigkeiten desselben sind fr ihn so wenig vorhanden1 wie die ,farbe fr den ,blinden4 ,denn alle ,geister sind dem unsichtbar1 der keinen hat3 und jede ,wertschtzung ist ein ,produkt aus dem ,werte des ,geschtzten mit der ,erkenntnissphre des ,schtzers4 ,hieraus folgt1 da man sich mit jedem1 mit dem man spricht1 nivellirt1 indem alles1 was man vor ihm voraus haben kann1 verschwindet und sogar die dazu erforderte ,selbstverleugnung vllig unerkannt bleibt4 ,erwgt man nun1 wie durchaus niedrig gesinnt und niedrig begabt1 also wie durchaus 99gemein99 die meisten ,menschen sind2 so wird man einsehn1 da es nicht mglich ist1 mit ihnen zu reden1 ohne1 auf solche ,zeit1 7nach ,analogie der elektrischen ,verteilung7 selbst 99gemein99 zu werden1 und dann wird man den eigentlichen ,sinn und das ,treffende des ,ausdrucks sich gemein machen grndlich verstehn1 jedoch auch gern jede ,gesellschaft meiden1 mit welcher man nur mittelst der partie honteuse seiner ,natur kommuniziren kann4 ,auch wird man einsehn1 da1 ,dummkpfen und ,narren gegenber1 es nur 99einen99 ,weg gibt1 seinen ,verstand an den ,tag zu legen1 und der ist1 da man mit ihnen nicht redet4 ,aber freilich wird alsdann in der ,gesellschaft manchem bisweilen zu ,mute sein wie einem ,tnzer1 der auf einen ,ball gekommen wre1 wo er lauter ,lahme antrfe3 mit wem soll er tanzen8 #bd4 99,der99 ,mensch gewinnt meine ,hochachtung1 als ein unter hundert ,auserlesener1 welcher1 wann er auf irgend etwas zu warten hat1 also unbeschftigt dasitzt1 nicht sofort mit dem1 was ihm gerade in die ,hnde kommt1 etwan seinem ,stock1 oder ,messer und ,gabel1 oder was sonst1 taktmig hmmert oder klappert4 ,wahrscheinlich denkt er an etwas4 ,vielen ,leuten hingegen sieht man an1 da bei ihnen das ,sehn die ,stelle des ,denkens ganz eingenommen hat3 sie suchen sich durch ,klappern ihrer ,existenz bewut zu werden2 wenn nmlich kein ,cigarro bei der ,hand ist1 der eben diesem ,zwecke dient4 ,aus demselben ,grunde sind sie auch bestndig ganz ,auge und ,ohr fr alles1 was um sie vorgeht4 #be4 99,rochefoucauld99 hat treffend bemerkt1 da es schwer ist1 jemanden zugleich hoch zu verehren und sehr zu lieben4 ,demnach htten wir die ,wahl1 ob wir uns um die ,liebe oder um die ,verehrung der ,menschen bewerben wollen4 ,ihre ,liebe ist stets eigenntzig1 wenn auch auf hchst verschiedene ,weise4 ,zudem ist das1 wodurch man sie erwirbt1 nicht immer geeignet1 uns darauf stolz zu machen4 ,hauptschlich wird einer in dem ,mae beliebt sein1 als er seine ,ansprche an ,geist und ,herz der andern niedrig stellt1 und zwar im ,ernst und ohne ,verstellung1 auch nicht blo aus derjenigen ,nachsicht1 die in der ,verachtung wurzelt4 ,ruft man sich nun hiebei den sehr wahren ,ausspruch des 99,helvetius99 zurck3 le degr d'esprit ncessaire pour nous plaire1 est une mesure assez exacte du degr d'esprit que nous avons2 -- so folgt aus diesen ,prmissen die ,konklusion4 -- ,hingegen mit der ,verehrung der ,menschen steht es umgekehrt3 sie wird ihnen nur wider ihren ,willen abgezwungen1 auch1 ebendeshalb1 meistens verhehlt4 ,daher gibt sie uns1 im ,innern1 eine viel grere ,befriedigung3 sie hngt mit unserm ,werte zusammen2 welches von der ,liebe der ,menschen nicht unmittelbar gilt3 denn diese ist subjektiv1 die ,verehrung objektiv4 ,ntzlich ist uns die ,liebe freilich mehr4 #bf4 ,die meisten ,menschen sind so subjektiv1 da im ,grunde nichts ,interesse fr sie hat1 als ganz allein sie selbst4 ,daher kommt es1 da sie bei allem1 was gesagt wird1 sogleich an sich denken und jede zufllige1 noch so entfernte ,beziehung auf irgend etwas ihnen ,persnliches ihre ganze ,aufmerksamkeit an sich reit und in ,besitz nimmt2 so da sie fr den objektiven ,gegenstand der ,rede keine ,fassungskraft brig behalten2 wie auch1 da keine ,grnde etwas bei ihnen gelten1 sobald ihr ,interesse oder ihre ,eitelkeit denselben entgegensteht4 ,daher sind sie so leicht zerstreut1 so leicht verletzt1 beleidigt oder gekrnkt1 da man1 von was es auch sei1 objektiv mit ihnen redend1 nicht genug sich in acht nehmen kann vor irgend welchen mglichen1 vielleicht nachteiligen ,beziehungen des ,gesagten zu dem werten und zarten ,selbst1 das man da vor sich hat3 denn ganz allein an diesem ist ihnen gelegen1 sonst an nichts1 und whrend sie fr das ,wahre und ,treffende1 oder ,schne1 ,feine1 ,witzige der fremden ,rede ohne ,sinn und ,gefhl sind1 haben sie die zarteste ,empfindlichkeit gegen jedes1 was auch nur auf die entfernteste oder indirekteste ,weise ihre kleinliche ,eitelkeit verletzen oder irgendwie nachteilig auf ihr hchst pretioses ,selbst reflektiren knnte2 so da sie in ihrer ,verletzbarkeit den kleinen ,hunden gleichen1 denen man1 ohne sich dessen zu versehen1 so leicht auf die ,pfote tritt und nun das ,gequieke anzuhren hat2 oder auch einem mit ,wunden und ,beulen bedeckten ,kranken verglichen werden knnen1 bei dem man auf das ,behutsamste jede mgliche ,berhrung zu vermeiden hat4 ,bei manchen geht nun aber die ,sache so weit1 da sie ,geist und ,verstand1 im ,gesprch mit ihnen an den ,tag gelegt1 oder doch nicht genugsam versteckt1 geradezu als eine ,beleidigung empfinden1 wenngleich sie solche vor der ,hand noch verhehlen2 wonach dann aber nachher der ,unerfahrene vergeblich darber nachsinnt und grbelt1 wodurch in aller ,welt er sich ihren ,groll und ,ha zugezogen haben knne4 -- ,ebenso leicht sind sie aber auch geschmeichelt und gewonnen4 ,daher ist ihr ,urteil meistens bestochen und blo ein ,ausspruch zu ,gunsten ihrer ,partei oder ,klasse2 nicht aber ein objektives und gerechtes4 ,dies alles beruht darauf1 da in ihnen der ,wille bei ,weitem die ,erkenntnis berwiegt und ihr geringer ,intellekt ganz im ,dienste des ,willens steht1 von welchem er auch nicht auf einen ,augenblick sich losmachen kann4 ,einen groartigen ,beweis von der erbrmlichen ,subjektivitt der ,menschen1 infolge welcher sie alles auf sich beziehn und von jedem ,gedanken sogleich in gerader ,linie auf sich zurckgehn1 liefert die 99,astrologie991 welche den ,gang der groen ,weltkrper auf das armselige ,ich bezieht1 wie auch die ,kometen am ,himmel in ,verbindung bringt mit den irdischen ,hndeln und ,lumpereien4 ,dies aber ist zu allen und schon in den ltesten ,zeiten geschehen4 7,s4 z4 ,b4 ,stob4 ,eclog4 ,l4 ,i1 c4 #bb1 #i1 pag4 #dgh47 #bg4 ,bei jeder ,verkehrtheit1 die im ,publiko1 oder in der ,gesellschaft1 gesagt1 oder in der ,literatur geschrieben und wohl aufgenommen1 wenigstens nicht widerlegt wird1 soll man nicht verzweifeln und meinen1 da es nun dabei sein ,bewenden haben werde2 sondern wissen und sich getrsten1 da die ,sache hinterher und allmlig ruminirt1 beleuchtet1 bedacht1 erwogen1 besprochen und meistens zuletzt richtig beurteilt wird2 so da1 nach einer1 der ,schwierigkeit derselben angemessenen ,frist1 endlich fast alle begreifen1 was der klare ,kopf sogleich sah4 ,unterdessen freilich mu man sich gedulden4 ,denn ein ,mann von richtiger ,einsicht unter den ,betrten gleicht dem1 dessen ,uhr richtig geht in einer ,stadt1 deren ,turmuhren alle falsch gestellt sind4 ,er allein wei die wahre ,zeit3 aber was hilft es ihm8 alle ,welt richtet sich nach den falsch zeigenden ,stadtuhren2 sogar auch die1 welche wissen1 da seine ,uhr allein die wahre ,zeit angibt4 #bh4 ,die ,menschen gleichen darin den ,kindern1 da sie unartig werden1 wenn man sie verzieht2 daher man gegen keinen zu nachgiebig und liebreich sein darf4 ,wie man in der ,regel keinen ,freund dadurch verlieren wird1 da man ihm ein ,darlehn abschlgt1 aber sehr leicht dadurch1 da man es ihm gibt2 ebenso1 nicht leicht einen durch stolzes und etwas vernachlssigendes ,betragen2 aber oft infolge zu vieler ,freundlichkeit und ,zuvorkommens1 als welche ihn arrogant und unertrglich machen1 wodurch der ,bruch herbeigefhrt wird4 ,besonders aber den ,gedanken1 da man ihrer bentigt sei1 knnen die ,menschen schlechterdings nicht vertragen2 bermut und ,anmaung sind sein unzertrennliches ,gefolge4 ,bei einigen entsteht er1 in gewissem ,grade1 schon dadurch1 da man sich mit ihnen abgibt1 etwan oft1 oder auf eine vertrauliche ,weise mit ihnen spricht3 alsbald werden sie meinen1 man msse sich von ihnen auch etwas gefallen lassen1 und werden versuchen1 die ,schranken der ,hflichkeit zu erweitern4 ,daher taugen so wenige zum irgend vertrauteren ,umgang1 und soll man sich besonders hten1 sich nicht mit niedrigen ,naturen gemein zu machen4 ,fat nun aber gar einer den ,gedanken1 er sei mir viel ntiger als ich ihm2 da ist es ihm sogleich1 als htte ich ihm etwas gestohlen3 er wird suchen1 sich zu rchen und es wiederzuerlangen4 99berlegenheit99 im ,umgang erwchst allein daraus1 da man der andern in keiner ,art und ,weise bedarf1 und dies sehn lt4 ,dieserwegen ist es ratsam1 jedem1 es sei ,mann oder ,weib1 von ,zeit zu ,zeit fhlbar zu machen1 da man seiner sehr wohl entraten knne3 das befestigt die ,freundschaft2 ja1 bei den meisten ,leuten kann es nicht schaden1 wenn man ein ,gran ,geringschtzung gegen sie1 dann und wann1 mit einflieen lt3 sie legen desto mehr ,wert auf unsere ,freundschaft3 chi non istima vien stimato 7wer nicht achtet wird geachtet7 sagt ein feines italienisches ,sprichwort4 ,ist aber einer uns wirklich sehr viel wert2 so mssen wir dies vor ihm verhehlen1 als wre es ein ,verbrechen4 ,das ist nun eben nicht erfreulich2 dafr aber wahr4 ,kaum da ,hunde die groe ,freundlichkeit vertragen1 geschweige ,menschen4 #bi4 ,da ,leute edlerer ,art und hherer ,begabung so oft1 zumal in der ,jugend1 auffallenden ,mangel an ,menschenkenntnis und ,weltklugheit verraten1 daher leicht betrogen oder sonst irre gefhrt werden1 whrend die niedrigen ,naturen sich viel schneller und besser in die ,welt zu finden wissen1 liegt daran1 da man1 beim ,mangel der ,erfahrung1 a priori zu urteilen hat1 und da berhaupt keine ,erfahrung es dem a priori gleichtut4 ,dies a priori nmlich gibt denen vom gewhnlichen ,schlage das eigene ,selbst an die ,hand1 den ,edelen und ,vorzglichen aber nicht3 denn eben als solche sind sie von den andern weit verschieden4 ,indem sie daher deren ,denken und ,tun nach dem ihrigen berechnen1 trifft die ,rechnung nicht zu4 ,wenn nun aber auch ein ,solcher a posteriori1 also aus fremder ,belehrung und eigener ,erfahrung1 endlich gelernt hat1 was von den ,menschen1 im ,ganzen genommen1 zu erwarten steht1 da nmlich etwa #e_/f derselben1 in moralischer oder intellektueller ,hinsicht1 so beschaffen sind1 da1 wer nicht durch die ,umstnde in ,verbindung mit ihnen gesetzt ist1 besser tut1 sie vorweg zu meiden und1 soweit es angeht1 auer allem ,kontakt mit ihnen zu bleiben2 -- so wird er dennoch von ihrer ,kleinlichkeit und ,erbrmlichkeit kaum jemals einen 99ausreichenden99 ,begriff erlangen1 sondern immerfort1 so lange er lebt1 denselben noch zu erweitern und zu vervollstndigen haben1 unterdessen aber sich gar oft zu seinem ,schaden verrechnen4 ,und dann wieder1 nachdem er die erhaltene ,belehrung wirklich beherzigt hat1 wird es ihm dennoch zu ,zeiten begegnen1 da er1 in eine ,gesellschaft ihm noch unbekannter ,menschen geratend1 sich zu wundern hat1 wie sie doch smtlich1 ihren ,reden und ,mienen nach1 ganz vernnftig1 redlich1 aufrichtig1 ehrenfest und tugendsam1 dabei auch wohl noch gescheut und geistreich erscheinen4 ,dies sollte ihn jedoch nicht irren3 denn es kommt blo daher1 da die ,natur es nicht macht wie die schlechten ,poeten1 welche1 wann sie ,schurken oder ,narren darstellen1 so plump und absichtsvoll dabei zu ,werke gehn1 da man gleichsam hinter jeder solcher ,person den ,dichter stehn sieht1 der ihre ,gesinnung und ,rede fortwhrend desavouirt und mit warnender ,stimme ruft3 dies ist ein ,schurke1 dies ist ein ,narr2 gebt nichts auf das1 was er sagt4 ,die ,natur hingegen macht es wie ,shakespeare und ,goethe1 in deren ,werken jede ,person1 und wre sie der ,teufel selbst1 whrend sie dasteht und redet1 ,recht behlt2 weil sie so objektiv aufgefat ist1 da wir in ihr ,interesse gezogen und zur ,teilnahme an ihr gezwungen werden3 denn sie ist1 eben wie die ,werke der ,natur1 aus einem innern ,prinzip entwickelt1 vermge dessen ihr ,sagen und ,tun als natrlich1 mithin als notwendig auftritt4 -- ,also1 wer erwartet1 da in der ,welt die ,teufel mit ,hrnern und die ,narren mit ,schellen einhergehn1 wird stets ihre ,beute oder ihr ,spiel sein4 ,hiezu kommt aber noch1 da im ,umgange die ,leute es machen1 wie der ,mond und die ,bucklichten1 nmlich stets nur eine ,seite zeigen1 und sogar jeder ein angeborenes ,talent hat1 auf mimischem ,wege seine ,physiognomie zu einer ,maske umzuarbeiten1 welche genau darstellt1 was er eigentlich sein 99sollte991 und die1 weil sie ausschlielich auf seine ,individualitt berechnet ist1 ihm so genau anliegt und anpat1 da die ,wirkung beraus tuschend ausfllt4 ,er legt sie an1 so oft es darauf ankommt1 sich einzuschmeicheln4 ,man soll auf dieselbe so viel geben1 als wre sie aus ,wachstuch1 eingedenk des vortrefflichen italinischen ,sprichworts3 non s tristo cane1 che non meni la coda 7so bse ist kein ,hund1 da er nicht mit dem ,schwanze wedelte74 ,jedenfalls soll man sich sorgfltig hten1 von irgend einem ,menschen neuer ,bekanntschaft eine sehr gnstige ,meinung zu fassen2 sonst wird man1 in den allermeisten ,fllen1 zu eigener ,beschmung oder gar ,schaden1 enttuscht werden4 -- ,hiebei verdient auch dies bercksichtigt zu werden3 ,gerade in ,kleinigkeiten1 als bei welchen der ,mensch sich nicht zusammennimmt1 zeigt er seinen ,charakter1 und da kann man oft1 an geringfgigen ,handlungen1 an bloen ,manieren1 den grenzenlosen1 nicht die mindeste ,rcksicht auf andere kennenden ,egoismus bequem beobachten1 der sich nachher im ,groen nicht verleugnet1 wiewohl verlarvt4 ,und man versume solche ,gelegenheit nicht4 ,wenn einer in den kleinen tglichen ,vorgngen und ,verhltnissen des ,lebens1 in den ,dingen1 von welchen das de minimis lex non curat gilt1 rcksichtslos verfhrt1 blo seinen ,vorteil oder seine ,bequemlichkeit1 zum ,nachteil anderer1 sucht2 wenn er sich aneignet1 was fr alle da ist usw42 da sei man berzeugt1 da in seinem ,herzen keine ,gerechtigkeit wohnt1 sondern er auch im ,groen ein ,schuft sein wird1 sobald das ,gesetz und die ,gewalt ihm nicht die ,hnde binden1 und traue ihm nicht ber die ,schwelle4 ,ja1 wer ohne ,scheu die ,gesetze seines ,klubs bricht1 wird auch die des ,staates brechen1 sobald er es ohne ,gefahr kann,q4 ,q ,wenn in den ,menschen1 wie sie meistenteils sind1 das ,gute das ,schlechte berwge1 so wre es geratener1 sich auf ihre ,gerechtigkeit1 ,billigkeit1 ,dankbarkeit1 ,treue1 ,liebe oder ,mitleid zu verlassen1 als auf ihre ,furcht3 weil es aber mit ihnen umgekehrt steht1 so ist das ,umgekehrte geratener4 ,hat nun einer1 mit dem wir in ,verbindung oder ,umgang stehn1 uns etwas ,unangenehmes oder rgerliches erzeigt2 so haben wir uns nur zu fragen1 ob er uns so viel wert sei1 da wir das ,nmliche1 auch noch etwas verstrkt1 uns nochmals und fter von ihm wollen gefallen lassen2 -- oder nicht4 7,vergeben und ,vergessen heit gemachte kostbare ,erfahrungen zum ,fenster hinauswerfen47 ,im bejahenden ,fall wird nicht viel darber zu sagen sein1 weil das ,reden wenig hilft3 wir mssen also die ,sache1 mit oder ohne ,ermahnung1 hingehn lassen1 sollen jedoch wissen1 da wir hiedurch sie uns nochmals ausgebeten haben4 ,im verneinenden ,falle hingegen haben wir sogleich und auf immer mit dem werten ,freunde zu brechen1 oder1 wenn es ein ,diener ist1 ihn abzuschaffen4 ,denn unausbleiblich wird er1 vorkommenden ,falls1 ganz dasselbe1 oder das vllig ,analoge1 wieder tun1 auch wenn er uns jetzt das ,gegenteil hoch und aufrichtig beteuert4 ,alles1 alles kann einer vergessen1 nur nicht sich selbst1 sein eigenes ,wesen4 ,denn der ,charakter ist schlechthin inkorrigibel2 weil alle ,handlungen des ,menschen aus einem innern ,prinzip flieen1 vermge dessen er1 unter gleichen ,umstnden1 stets das gleiche tun mu und nicht anders kann4 ,man lese meine ,preisschrift ber die sogenannte ,freiheit des ,willens und befreie sich vom ,wahn4 ,daher auch ist1 sich mit einem ,freunde1 mit dem man gebrochen hatte1 wieder auszushnen1 eine ,schwche1 die man abbt1 wann derselbe1 bei erster ,gelegenheit1 gerade und genau dasselbe wieder tut1 was den ,bruch herbeigefhrt hatte2 ja1 mit noch mehr ,dreistigkeit1 im stillen ,bewutsein seiner ,unentbehrlichkeit4 ,das ,gleiche gilt von abgeschafften ,dienern1 die man wiedernimmt4 ,ebensowenig1 und aus demselben ,grunde1 drfen wir erwarten1 da einer1 unter 99vernderten99 ,umstnden1 das ,gleiche1 wie vorher1 tun werde4 ,vielmehr ndern die ,menschen ,gesinnung und ,betragen ebenso schnell1 wie ihr ,interesse sich ndert2 ja1 ihre ,absichtlichkeit zieht ihre ,wechsel auf so kurze ,sicht1 da man selbst noch kurzsichtiger sein mte1 um sie nicht protestiren zu lassen4 ,gesetzt demnach1 wir wollten etwan wissen1 wie einer1 in einer ,lage1 in die wir ihn zu versetzen gedenken1 handeln wird2 so drfen wir hierber nicht auf seine ,versprechungen und ,beteuerungen bauen4 ,denn1 gesetzt auch1 er sprche aufrichtig2 so spricht er von einer ,sache1 die er nicht kennt4 ,wir mssen also allein aus der ,erwgung der ,umstnde1 in die er zu treten hat1 und des ,konfliktes derselben mit seinem ,charakter1 sein ,handeln berechnen4 ,um berhaupt von der wahren und sehr traurigen ,beschaffenheit der ,menschen1 wie sie meistens sind1 das so ntige1 deutliche und grndliche ,verstndnis zu erlangen1 ist es beraus lehrreich1 das ,treiben und ,benehmen derselben in der ,literatur als ,kommentar ihres ,treibens und ,benehmens im praktischen ,leben zu gebrauchen1 und vice versa4 ,dies ist sehr dienlich1 um weder an sich1 noch an ihnen irre zu werden4 ,dabei aber darf kein ,zug von besonderer ,niedertrchtigkeit oder ,dummheit1 der uns im ,leben oder in der ,literatur aufstt1 uns je ein ,stoff zum ,verdru und rger1 sondern blo zur ,erkenntnis werden1 indem wir in ihm einen neuen ,beitrag zur ,charakteristik des ,menschengeschlechts sehn und demnach ihn uns merken4 ,alsdann werden wir ihn ungefhr so betrachten1 wie der ,mineralog ein ihm aufgestoenes1 sehr charakteristisches ,spezimen eines ,minerals4 -- ,ausnahmen gibt es1 ja1 unbegreiflich groe1 und die ,unterschiede der ,individualitten sind enorm3 aber1 im ,ganzen genommen1 liegt1 wie lngst gesagt ist1 die ,welt im argen3 die ,wilden fressen einander und die ,zahmen betrgen einander1 und das nennt man den ,lauf der ,welt4 ,was sind denn die ,staaten1 mit aller ihrer knstlichen1 nach auen und nach innen gerichteten ,maschinerie und ihren ,gewaltmitteln anderes1 als ,vorkehrungen1 der grenzenlosen ,ungerechtigkeit der ,menschen ,schranken zu setzen8 ,sehn wir nicht1 in der ganzen ,geschichte1 jeden ,knig1 sobald er fest steht1 und sein ,land einiger ,prosperitt geniet1 diese benutzen1 um mit seinem ,heer1 wie mit einer ,ruberschar1 ber die ,nachbarstaaten herzufallen8 ,sind nicht fast alle ,kriege im ,grunde ,raubzge8 ,im frhen ,altertum1 wie auch zum ,teil im ,mittelalter1 wurden die ,besiegten ,sklaven der ,sieger1 d4 h4 im ,grunde1 sie muten fr diese arbeiten3 dasselbe aber mssen die1 welche ,kriegskontributionen zahlen3 sie geben nmlich den ,ertrag frherer ,arbeit hin4 ,dans toutes les guerres il ne s'agit que de voler1 sagt ,voltaire1 und die ,deutschen sollen es sich gesagt sein lassen4 #cj4 ,kein ,charakter ist so1 da er sich selbst berlassen bleiben und sich ganz und gar gehn lassen drfte2 sondern jeder bedarf der ,lenkung durch ,begriffe und ,maximen4 ,will man nun aber es hierin weit bringen1 nmlich bis zu einem nicht aus unsrer angeborenen ,natur1 sondern blo aus vernnftiger berlegung hervorgegangenen1 ganz eigentlich erworbenen und knstlichen ,charakter2 so wird man gar bald das ,naturam expelles furca1 tamen usque recurret besttigt finden4 ,man kann nmlich eine ,regel fr das ,betragen gegen andere sehr wohl einsehn1 ja1 sie selbst auffinden und treffend ausdrcken1 und wird dennoch1 im wirklichen ,leben1 gleich darauf1 gegen sie verstoen4 ,jedoch soll man nicht sich dadurch entmutigen lassen und denken1 es sei unmglich1 im ,weltleben sein ,benehmen nach abstrakten ,regeln und ,maximen zu leiten1 und daher am besten1 sich eben nur gehn zu lassen4 ,sondern es ist damit1 wie mit allen theoretischen ,vorschriften und ,anweisungen fr das ,praktische3 die ,regel verstehn ist das erste1 sie ausben lernen ist das zweite4 ,jenes wird durch ,vernunft auf einmal1 dieses durch bung allmlig gewonnen4 ,man zeigt dem ,schler die ,griffe auf dem ,instrument1 die ,paraden und ,ste mit dem ,rapier3 er fehlt sogleich1 trotz dem besten ,vorsatze1 dagegen1 und meint nun1 sie in der ,schnelle des ,notenlesens und der ,hitze des ,kampfes zu beobachten1 sei schier unmglich4 ,dennoch lernt er es allmlig1 durch bung1 unter ,straucheln1 ,fallen und ,aufstehn4 ,ebenso geht es mit den ,regeln der ,grammatik im lateinisch ,schreiben und ,sprechen4 ,nicht anders also wird der ,tlpel zum ,hofmann1 der ,hitzkopf zum feinen ,weltmann1 der ,offene verschlossen1 der ,edle ironisch4 ,jedoch wird eine solche1 durch lange ,gewohnheit erlangte ,selbstdressur stets als ein von auen gekommener ,zwang wirken1 welchem zu widerstreben die ,natur nie ganz aufhrt und bisweilen unerwartet ihn durchbricht4 ,denn alles ,handeln nach abstrakten ,maximen verhlt sich zum ,handeln aus ursprnglicher1 angeborener ,neigung1 wie ein menschliches ,kunstwerk1 etwan eine ,uhr1 wo ,form und ,bewegung dem ihnen fremden ,stoffe aufgezwungen sind1 zum lebenden ,organismus1 bei welchem ,form und ,stoff von einander durchdrungen und eins sind4 ,an diesem ,verhltnis des erworbenen zum angeborenen ,charakter besttigt sich demnach ein ,ausspruch des ,kaisers ,napoleon3 tout ce qui n'est pas naturel est imparfait2 welcher berhaupt eine ,regel ist1 die von allem und jedem1 sei es physisch oder moralisch1 gilt1 und von der die einzige1 mir einfallende ,ausnahme das1 den ,mineralogen bekannte1 natrliche ,aventurino ist1 welches dem knstlichen nicht gleichkommt4 ,darum sei hier auch vor aller und jeder 99,affektation99 gewarnt4 ,sie erweckt allemal ,geringschtzung3 erstlich als ,betrug1 der als solcher feige ist1 weil er auf ,furcht beruht2 zweitens als ,verdammungsurteil seiner selbst durch sich selbst1 indem man scheinen will1 was man nicht ist1 und was man folglich fr besser hlt1 als was man ist4 ,das ,affektiren irgend einer ,eigenschaft1 das ,sich-,brsten damit1 ist ein ,selbstgestndnis1 da man sie nicht hat4 ,sei es ,mut oder ,gelehrsamkeit oder ,geist oder ,witz oder ,glck bei ,weibern oder ,reichtum oder vornehmer ,stand1 oder was sonst1 womit einer gro tut2 so kann man daraus schlieen1 da es ihm gerade daran in etwas gebricht3 denn wer wirklich eine ,eigenschaft vollkommen besitzt1 dem fllt es nicht ein1 sie herauszulegen und zu affektiren1 sondern er ist darber ganz beruhigt4 ,dies ist auch der ,sinn des spanischen ,sprichworts3 herradura que chacolotea clavo le falta 7dem klappernden ,hufeisen fehlt ein ,nagel74 ,allerdings darf1 wie anfangs gesagt1 keiner sich unbedingt den ,zgel schieen lassen und sich ganz zeigen1 wie er ist2 weil das viele ,schlechte und ,bestialische unserer ,natur der ,verhllung bedarf3 aber dies rechtfertigt blo das ,negative1 die ,dissimulation1 nicht das ,positive1 die ,simulation4 -- ,auch soll man wissen1 da das ,affektiren erkannt wird1 selbst ehe klar geworden1 was eigentlich einer affektirt4 ,und endlich hlt es auf die ,lnge nicht ,stich1 sondern die ,maske fllt einmal ab4 ,nemo potest personam diu ferre fictam4 ,ficta cito in naturam suam recidunt4 7,seneca de ,clementia1 ,l4 ,i1 c4 #a47 #ca4 ,wie man das ,gewicht seines eigenen ,krpers trgt1 ohne es1 wie doch das jedes fremden1 den man bewegen will1 zu fhlen2 so bemerkt man nicht die eigenen ,fehler und ,laster1 sondern nur die der andern4 -- ,dafr aber hat jeder am andern einen ,spiegel1 in welchem er seine eigenen ,laster1 ,fehler1 ,unarten und ,widerlichkeiten jeder ,art deutlich erblickt4 ,allein meistens verhlt er sich dabei wie der ,hund1 welcher gegen den ,spiegel bellt1 weil er nicht wei1 da er sich selbst sieht1 sondern meint1 es sei ein anderer ,hund4 ,wer andre bekrittelt1 arbeitet an seiner ,selbstbesserung4 ,also die1 welche die ,neigung und ,gewohnheit haben1 das uerliche ,benehmen1 berhaupt das ,tun und ,lassen der andern im ,stillen1 bei sich selbst1 einer aufmerksamen und 99scharfen ,kritik99 zu unterwerfen1 arbeiten dadurch an ihrer eigenen ,besserung und ,vervollkommnung3 denn sie werden entweder ,gerechtigkeit1 oder doch ,stolz und ,eitelkeit genug besitzen1 selbst zu vermeiden1 was sie so oft strenge tadeln4 ,von den ,toleranten gilt das ,umgekehrte3 nmlich hanc veniam damus petimusque vicissim4 ,das ,evangelium moralisirt recht schn ber den ,splitter im fremden1 den ,balken im eigenen ,auge3 aber die ,natur des ,auges bringt es mit sich1 da es nach auen und nicht sich selbst sieht3 daher ist1 zum ,innewerden der eigenen ,fehler1 das ,bemerken und ,tadeln derselben an andern ein sehr geeignetes ,mittel4 ,zu unserer ,besserung bedrfen wir eines ,spiegels4 ,auch hinsichtlich auf ,stil und ,schreibart gilt diese ,regel3 wer eine neue ,narrheit in diesen bewundert1 statt sie zu tadeln1 wird sie nachahmen4 ,daher greift in ,deutschland jede so schnell um sich4 ,die ,deutschen sind sehr tolerant3 man merkt's4 ,hanc veniam damus petimusque vicissim ist ihr ,wahlspruch4 #cb4 ,der ,mensch edlerer ,art glaubt1 in seiner ,jugend1 die wesentlichen und entscheidenden ,verhltnisse und daraus entstehenden ,verbindungen zwischen ,menschen seien die 99ideellen991 d4 h4 die auf hnlichkeit der ,gesinnung1 der ,denkungsart1 des ,geschmacks1 der ,geisteskrfte usw4 beruhenden3 allein er wird spter inne1 da es die 99reellen99 sind1 d4 h4 die1 welche sich auf irgend ein materielles ,interesse sttzen4 ,diese liegen fast allen ,verbindungen zum ,grunde3 sogar hat die ,mehrzahl der ,menschen keinen ,begriff von andern ,verhltnissen4 ,demzufolge wird jeder genommen nach seinem ,amt1 oder ,geschft1 oder ,nation1 oder ,familie1 also berhaupt nach der ,stellung und ,rolle1 welche die ,konvention ihm erteilt hat3 dieser gem wird er sortirt und fabrikmig behandelt4 ,hingegen was er an und fr sich1 also als ,mensch1 vermge seiner persnlichen ,eigenschaften sei1 kommt nur beliebig und daher nur ausnahmsweise zur ,sprache1 und wird von jedem1 sobald es ihm bequem ist1 also meistenteils1 beiseite gesetzt und ignorirt4 ,je mehr nun aber es mit diesem auf sich hat1 desto weniger wird ihm jene ,anordnung gefallen1 er also sich ihrem ,bereich zu entziehn suchen4 ,sie beruht jedoch darauf1 da1 in dieser ,welt der ,not und des ,bedrfnisses1 die ,mittel1 diesen zu begegnen1 berall das ,wesentliche1 mithin ,vorherrschende sind4 #cc4 ,wie ,papiergeld statt des ,silbers1 so kursiren in der ,welt1 statt der wahren ,achtung und der wahren ,freundschaft1 die uerlichen ,demonstrationen und mglichst natrlich mimisirten ,gebrden derselben4 ,indessen lt sich andrerseits auch fragen1 ob es denn ,leute gebe1 welche jene wirklich verdienten4 ,jedenfalls gebe ich mehr auf das ,schwanzwedeln eines ehrlichen ,hundes1 als auf hundert solche ,demonstrationen und ,gebrden4 ,wahre1 echte ,freundschaft setzt eine starke1 rein objektive und vllig uninteressirte ,teilnahme am ,wohl und ,wehe des andern voraus1 und diese wieder ein wirkliches ,sich mit dem ,freunde identifiziren4 ,dem steht der ,egoismus der menschlichen ,natur so sehr entgegen1 da wahre ,freundschaft zu den ,dingen gehrt1 von denen man1 wie von den kolossalen ,seeschlangen1 nicht wei1 ob sie fabelhaft sind1 oder irgendwo existiren4 ,indessen gibt es mancherlei1 in der ,hauptsache freilich auf versteckten egoistischen ,motiven der mannigfaltigsten ,art beruhende ,verbindungen zwischen ,menschen1 welche dennoch mit einem ,gran jener wahren und echten ,freundschaft versetzt sind1 wodurch sie so veredelt werden1 da sie1 in dieser ,welt der ,unvollkommenheiten1 mit einigem ,fug den ,namen der ,freundschaft fhren drfen4 ,sie stehn hoch ber den alltglichen ,liaisons1 welche vielmehr so sind1 da wir mit den meisten unserer guten ,bekannten kein ,wort mehr reden wrden1 wenn wir hrten1 wie sie in unsrer ,abwesenheit von uns reden4 ,die ,echtheit eines ,freundes zu erproben1 hat man1 nchst den ,fllen1 wo man ernstlicher ,hilfe und bedeutender ,opfer bedarf1 die beste ,gelegenheit in dem ,augenblick1 da man ihm ein ,unglck1 davon man soeben getroffen worden1 berichtet4 ,alsdann nmlich malt sich in seinen ,zgen entweder wahre1 innige1 unvermischte ,betrbnis2 oder aber sie besttigen1 durch ihre gefate ,ruhe1 oder einen flchtigen ,nebenzug1 den bekannten ,ausspruch des 99,rochefoucauld993 dans l'adversit de nos meilleurs amis1 nous trouvons toujours quelque chose qui ne nous dplait pas4 ,die gewhnlichen sogenannten ,freunde vermgen1 bei solchen ,gelegenheiten1 oft kaum das ,zucken zu einem leisen1 wohlgeflligen ,lcheln zu unterdrcken4 -- ,es gibt wenig ,dinge1 welche so sicher die ,leute in gute ,laune versetzen1 wie wenn man ihnen ein betrchtliches ,unglck1 davon man krzlich getroffen worden1 erzhlt1 oder auch irgend eine persnliche ,schwche ihnen unverhohlen offenbart4 -- ,charakteristisch6 -- ,entfernung und lange ,abwesenheit tun jeder ,freundschaft ,eintrag2 so ungern man es gesteht4 ,denn ,menschen1 die wir nicht sehn1 wren sie auch unsere geliebtesten ,freunde1 trocknen1 im ,laufe der ,jahre1 allmhlich zu abstrakten ,begriffen aus1 wodurch unsere ,teilnahme an ihnen mehr und mehr eine blo vernnftige1 ja traditionelle wird3 die lebhafte und tiefgefhlte bleibt denen vorbehalten1 die wir vor ,augen haben1 und wren es auch nur geliebte ,tiere4 ,so sinnlich ist die menschliche ,natur4 ,also bewhrt sich auch hier ,goethes ,ausspruch3 ,die ,gegenwart ist eine mcht'ge ,gttin4 7,tasso1 ,aufzug #d1 ,auftr4 #d47 ,die 99,hausfreunde99 heien meistens mit ,recht so1 indem sie mehr die ,freunde des ,hauses1 als des ,herrn1 also den ,katzen hnlicher als den ,hunden1 sind4 ,die ,freunde nennen sich aufrichtig2 die ,feinde sind es3 daher man ihren ,tadel zur ,selbsterkenntnis benutzen sollte1 als eine bittre ,arznei4 -- ,freunde in der ,not wren selten8 -- ,im ,gegenteil6 ,kaum hat man mit einem ,freundschaft gemacht2 so ist er auch schon in der ,not und will ,geld geliehen haben4 -- #cd4 ,was fr ein ,neuling ist doch der1 welcher whnt1 ,geist und ,verstand zu zeigen wre ein ,mittel1 sich in ,gesellschaft beliebt zu machen6 ,vielmehr erregen sie1 bei der unberechenbar berwiegenden ,mehrzahl1 einen ,ha und ,groll1 der um so bitterer ist1 als der ihn ,fhlende die ,ursache desselben anzuklagen nicht berechtigt ist1 ja1 sie vor sich selbst verhehlt4 ,der nhere ,hergang ist dieser3 merkt und empfindet einer groe geistige berlegenheit an dem1 mit welchem er redet1 so macht er1 im stillen und ohne deutliches ,bewutsein1 den ,schlu1 da in gleichem ,mae der andere seine ,inferioritt und ,beschrnktheit merkt und empfindet4 ,dieses ,enthymem erregt seinen bittersten ,ha1 ,groll und ,ingrimm4 7,vergl4 ,welt als ,wille und ,vorstell41 #c4 ,aufl41 ,bd4 ,,ii1 #bef die angefhrten ,worte des ,dr4 99,johnsons99 und 99,mercks991 des ,jugendfreundes ,goethes47 ,mit ,recht sagt daher 99,gracian993 para ser bien quisto1 el unico medio vestirse la piel del mas simple de los brutos4 7,s4 ,oraculo manual1 y arte de prudencia1 #bdj4 ,obras1 ,amberes #agjb1 ,p4 ,,ii1 p4 #bhg47 ,ist doch ,geist und ,verstand an den ,tag legen1 nur eine indirekte ,art1 allen andern ihre ,unfhigkeit und ,stumpfsinn vorzuwerfen4 ,zudem gert die gemeine ,natur in ,aufruhr1 wenn sie ihr ,gegenteil ansichtig wird1 und der geheime ,anstifter des ,aufruhrs ist der ,neid4 ,denn die ,befriedigung ihrer ,eitelkeit ist1 wie man tglich sehn kann1 ein ,genu1 der den ,leuten ber alles geht1 der jedoch allein mittelst der ,vergleichung ihrer selbst mit andern mglich ist4 ,auf keine ,vorzge aber ist der ,mensch so stolz1 wie auf die geistigen3 beruht doch nur auf ihnen sein ,vorrang vor den ,tieren,r4 ,ihm entschiedene berlegenheit in dieser ,hinsicht vorzuhalten1 und noch dazu vor ,zeugen1 ist daher die grte ,verwegenheit4 ,er fhlt sich dadurch zur ,rache aufgefordert und wird meistens ,gelegenheit suchen1 diese auf dem ,wege der ,beleidigung auszufhren1 als wodurch er vom ,gebiete der ,intelligenz auf das des ,willens tritt1 auf welchem wir1 in dieser ,hinsicht1 alle gleich sind4 ,whrend daher in der ,gesellschaft ,stand und ,reichtum stets auf ,hochachtung rechnen drfen1 haben geistige ,vorzge solche keineswegs zu erwarten3 im gnstigsten ,fall werden sie ignorirt1 sonst aber angesehn als eine ,art ,impertinenz1 oder als etwas1 wozu ihr ,besitzer unerlaubter ,weise gekommen ist und nun sich untersteht damit zu stolziren2 wofr ihm also irgend eine anderweitige ,demtigung angedeihen zu lassen jeder im stillen beabsichtigt und nur auf die ,gelegenheit dazu pat4 ,kaum wird es dem demtigsten ,betragen gelingen1 ,verzeihung fr geistige berlegenheit zu erbetteln4 ,sadi sagt im ,gulistan 7,s4 #adf der bersetzung von ,graf73 ,man wisse1 da sich bei dem ,unverstndigen hundertmal mehr ,widerwillen gegen den ,verstndigen findet1 als der ,verstndige ,abneigung gegen den ,unverstndigen empfindet4 -- ,hingegen gereicht geistige 99,inferioritt99 zur wahren ,empfehlung4 ,denn was fr den ,leib die ,wrme1 das ist fr den ,geist das wohltuende ,gefhl der berlegenheit2 daher jeder1 so instinktmig wie dem ,ofen1 oder dem ,sonnenschein1 sich dem ,gegenstande nhert1 der es ihm verheit4 ,ein solcher nun ist allein der entschieden tiefer ,stehende1 an ,eigenschaften des ,geistes1 bei ,mnnern1 an ,schnheit1 bei ,weibern4 ,manchen ,leuten gegenber freilich unverstellte ,inferioritt zu beweisen -- da gehrt etwas dazu4 ,dagegen sehe man1 mit welcher herzlichen ,freundlichkeit ein ertrgliches ,mdchen einem grundhlichen entgegenkommt4 ,krperliche ,vorzge kommen bei ,mnnern nicht sehr in ,betracht2 wiewohl man sich doch behaglicher neben einem kleineren1 als neben einem greren fhlt4 ,demzufolge also sind1 unter ,mnnern1 die dummen und unwissenden1 unter ,weibern die hlichen allgemein beliebt und gesucht3 sie erlangen leicht den ,ruf eines beraus guten ,herzens2 weil jedes fr seine ,zuneigung1 vor sich selbst und vor andern1 eines ,vorwandes bedarf4 ,eben deshalb ist ,geistesberlegenheit jeder ,art eine sehr isolirende ,eigenschaft3 sie wird geflohen und gehat1 und als ,vorwand hiezu werden ihrem ,besitzer allerhand ,fehler angedichtet,s4 ,gerade so wirkt unter ,weibern die ,schnheit3 sehr schne ,mdchen finden keine ,freundin1 ja1 keine ,begleiterin4 ,zu ,stellen als ,gesellschafterinnen tun sie besser sich gar nicht zu melden3 denn schon bei ihrem ,vortritt verfinstert sich das ,gesicht der gehofften neuen ,gebieterin1 als welche1 sei es fr sich1 oder fr ihre ,tchter1 einer solchen ,folie keineswegs bedarf4 -- ,hingegen verhlt es sich umgekehrt mit den ,vorzgen des ,ranges2 weil diese nicht1 wie die persnlichen1 durch den ,kontrast und ,abstand1 sondern1 wie die ,farben der ,umgebung auf das ,gesicht1 durch den ,reflex wirken4 ,r ,den 99,willen991 kann man sagen1 hat der ,mensch sich selbst gegeben1 denn der 99ist99 er selbst2 aber der 99,intellekt99 ist eine ,ausstattung1 die er vom ,himmel erhalten hat1 -- d4 h4 vom ewigen1 geheimnisvollen ,schicksal und dessen ,notwendigkeit1 deren bloes ,werkzeug seine ,mutter war4 ,s ,zum 99,vorwrtskommen in der ,welt99 sind ,freundschaften und ,kamaraderien bei weitem das ,hauptmittel4 ,nun aber 99groe ,fhigkeiten99 machen allemal stolz und dadurch wenig geeignet1 denen zu schmeicheln1 die nur geringe haben1 ja1 vor denen man deshalb die groen verhehlen und verleugnen soll4 ,entgegengesetzt wirkt das ,bewutsein nur geringer ,fhigkeiten3 es vertrgt sich vortrefflich mit der ,demut1 ,leutseligkeit1 ,geflligkeit und ,respekt vor dem ,schlechten1 verschafft also ,freunde und ,gnner4 ,das ,gesagte gilt nicht blo vom ,staatsdienst1 sondern auch von den ,ehrenstellen1 ,wrden1 ja1 dem ,ruhm in der gelehrten ,welt2 so da z4 ,b4 in den ,akademien die liebe ,mediokritt stets oben auf ist1 ,leute von ,verdienst spt oder nie hineinkommen1 und so bei allem4 #ce4 ,an unserm ,zutrauen zu andern haben sehr oft ,trgheit1 ,selbstsucht und ,eitelkeit den grten ,anteil3 ,trgheit1 wenn wir1 um nicht selbst zu untersuchen1 zu wachen1 zu tun1 lieber einem andern trauen2 ,selbstsucht1 wenn das ,bedrfnis von unsern ,angelegenheiten zu reden uns verleitet1 ihm etwas anzuvertrauen2 ,eitelkeit1 wenn es zu dem gehrt1 worauf wir uns etwas zu ,gute tun4 ,nichtsdestoweniger verlangen wir1 da man unser ,zutrauen ehre4 ber ,mitrauen hingegen sollten wir uns nicht erzrnen3 denn in demselben liegt ein ,kompliment fr die ,redlichkeit1 nmlich das aufrichtige ,bekenntnis ihrer groen ,seltenheit1 infolge welcher sie zu den ,dingen gehrt1 an deren ,existenz man zweifelt4 #cf4 ,von der 99,hflichkeit991 dieser chinesischen ,kardinaltugend1 habe ich den 99einen99 ,grund angegeben in meiner 99,ethik99 ,s4 #bja 7#b4 ,aufl4 #aih73 der andere liegt in ,folgendem4 ,sie ist eine stillschweigende bereinkunft1 gegenseitig die moralisch und intellektuell elende ,beschaffenheit von einander zu ignoriren und sie sich nicht vorzurcken2 -- wodurch diese1 zu beiderseitigem ,vorteil1 etwas weniger leicht zutage kommt4 ,hflichkeit ist ,klugheit2 folglich ist ,unhflichkeit ,dummheit3 sich mittelst ihrer unntiger und mutwilliger ,weise ,feinde machen ist ,raserei1 wie wenn man sein ,haus in ,brand steckt4 ,denn ,hflichkeit ist1 wie die ,rechenpfennige1 eine offenkundig falsche ,mnze3 mit einer solchen sparsam zu sein1 beweist ,unverstand2 hingegen ,freigebigkeit mit ihr ,verstand4 ,alle ,nationen schlieen den ,brief mit votre trs-humble serviteur1 -- your most obedient servant1 -- suo devotissimo servo3 blo die ,deutschen halten mit dem ,diener zurck1 -- weil es ja doch nicht wahr sei --6 ,wer hingegen die ,hflichkeit bis zum ,opfern realer ,interessen treibt1 gleicht dem1 der echte ,goldstcke statt ,rechenpfennige gbe4 -- ,wie das ,wachs1 von ,natur hart und sprde1 durch ein wenig ,wrme so geschmeidig wird1 da es jede beliebige ,gestalt annimmt2 so kann man selbst strrische und feindselige ,menschen1 durch etwas ,hflichkeit und ,freundlichkeit1 biegsam und gefllig machen4 ,sonach ist die ,hflichkeit dem ,menschen1 was die ,wrme dem ,wachs4 ,eine schwere ,aufgabe ist freilich die ,hflichkeit insofern1 als sie verlangt1 da wir allen ,leuten die grte ,achtung bezeugen1 whrend die allermeisten keine verdienen2 sodann1 da wir den lebhaftesten ,anteil an ihnen simuliren1 whrend wir froh sein mssen1 keinen an ihnen zu haben4 -- ,hflichkeit mit ,stolz zu vereinigen ist ein ,meisterstck4 -- ,wir wrden bei ,beleidigungen1 als welche eigentlich immer in uerungen der ,nichtachtung bestehn1 viel weniger aus der ,fassung geraten1 wenn wir nicht einerseits eine ganz bertriebene ,vorstellung von unserm hohen ,wert und ,wrde1 also einen ungemessenen ,hochmut hegten1 und andrerseits uns deutlich gemacht htten1 was in der ,regel jeder vom andern1 in seinem ,herzen1 hlt und denkt4 ,welch ein greller ,kontrast ist doch zwischen der ,empfindlichkeit der meisten ,leute ber die leiseste ,andeutung eines sie treffenden ,tadels und dem1 was sie hren wrden1 wenn sie die ,gesprche ihrer ,bekannten ber sie belauschten6 -- ,wir sollten vielmehr uns gegenwrtig erhalten1 da die gewhnliche ,hflichkeit nur eine grinsende ,maske ist3 dann wrden wir nicht ,zeter schreien1 wenn sie einmal sich etwas verschiebt1 oder auf einen ,augenblick abgenommen wird4 ,wann aber gar einer geradezu grob wird1 da ist es1 als htte er die ,kleider abgeworfen und stnde in puris naturalibus da4 ,freilich nimmt er sich dann1 wie die meisten ,menschen in diesem ,zustande1 schlecht aus4 #cg4 ,fr sein ,tun und ,lassen darf man keinen andern zum ,muster nehmen2 weil ,lage1 ,umstnde1 ,verhltnisse nie die gleichen sind1 und weil die ,verschiedenheit des ,charakters auch der ,handlung einen verschiedenen ,anstrich gibt1 daher duo cum faciunt idem1 non est idem4 ,man mu1 nach reiflicher berlegung und scharfem ,nachdenken1 seinem eigenen ,charakter gem handeln4 ,also auch im 99,praktischen99 ist 99,originalitt99 unerllich3 sonst pat was man tut1 nicht zu dem1 was man ist4 #ch4 ,man bestreite keines ,menschen ,meinung2 sondern bedenke1 da1 wenn man alle ,absurditten1 die er glaubt1 ihm ausreden wollte1 man ,methusalems ,alter erreichen knnte1 ohne damit fertig zu werden4 ,auch aller1 selbst noch so wohlgemeinter1 korrektioneller ,bemerkungen soll man1 im ,gesprche1 sich enthalten3 denn die ,leute zu krnken ist leicht1 sie zu bessern schwer1 wo nicht unmglich4 ,wenn die ,absurditten eines ,gesprchs1 welches wir anzuhren im ,falle sind1 anfangen uns zu rgern1 mssen wir uns denken1 es wre eine ,komdienszene zwischen zwei ,narren4 ,probatum est4 -- ,wer auf die ,welt gekommen ist1 sie ernstlich und in den wichtigsten ,dingen zu 99belehren991 der kann von ,glck sagen1 wenn er mit heiler ,haut davonkommt4 #ci4 ,wer da will1 da sein ,urteil ,glauben finde1 spreche es kalt und ohne ,leidenschaftlichkeit aus4 ,denn alle ,heftigkeit entspringt aus dem ,willen3 daher wird man 99diesem99 und nicht der ,erkenntnis1 die ihrer ,natur nach kalt ist1 das ,urteil zuschreiben4 ,weil nmlich das ,radikale im ,menschen der ,wille1 die ,erkenntnis aber blo sekundr und hinzugekommen ist2 so wird man eher glauben1 da das ,urteil aus dem erregten ,willen1 als da die ,erregung des ,willens blo aus dem ,urteil entsprungen sei4 #dj4 ,auch beim besten ,rechte dazu lasse man sich nicht zum ,selbstlobe verfhren4 ,denn die ,eitelkeit ist eine so gewhnliche1 das ,verdienst aber eine so ungewhnliche ,sache1 da1 so oft wir1 wenn auch nur indirekt1 uns selbst zu loben scheinen1 jeder hundert gegen eins wettet1 da1 was aus uns redet die ,eitelkeit sei1 der es am ,verstande gebricht1 das ,lcherliche der ,sache einzusehn4 -- ,jedoch mag1 bei allem dem1 ,bako von ,verulam nicht ganz ,unrecht haben1 wenn er sagt1 da das semper aliquid haeret1 wie von der ,verlumdung1 so auch vom ,selbstlobe gelte1 und daher dieses1 in migen ,dosen1 empfiehlt4 #da4 ,wenn man argwhnt1 da einer lge1 stelle man sich glubig3 da wird er dreist1 lgt strker und ist entlarvt4 ,merkt man hingegen1 da eine ,wahrheit1 die er verhehlen mchte1 ihm zum ,teil entschlpft1 so stelle man sich darber unglubig1 damit er1 durch den ,widerspruch provozirt1 die ,arriergarde der ganzen ,wahrheit nachrcken lasse4 #db4 ,unsere smtlichen persnlichen ,angelegenheiten haben wir als ,geheimnisse zu betrachten1 und unsern guten ,bekannten mssen wir1 ber das hinaus1 was sie mit eigenen ,augen sehn1 vllig fremd bleiben4 ,denn ihr ,wissen um die unschuldigsten ,dinge kann1 durch ,zeit und ,umstnde1 uns ,nachteil bringen4 -- berhaupt ist es geratener seinen ,verstand durch das1 was man verschweigt1 an den ,tag zu legen1 als durch das1 was man sagt4 ,ersteres ist ,sache der ,klugheit1 letzteres der ,eitelkeit4 ,die ,gelegenheit zu beiden kommt gleich oft3 aber wir ziehn hufig die flchtige ,befriedigung1 welche das letztere gewhrt1 dem dauernden ,nutzen vor1 welchen das erstere bringt4 ,sogar die ,herzenserleichterung1 einmal ein ,wort mit sich selbst laut zu reden1 was lebhaften ,personen wohl begegnet1 sollte man sich versagen1 damit sie nicht zur ,gewohnheit werde2 weil dadurch der ,gedanke mit dem ,worte so befreundet und verbrdert wird1 da allmlig auch das ,sprechen mit andern ins laute ,denken bergeht2 whrend die ,klugheit gebeut1 da zwischen unserm ,denken und unserm ,reden eine weite ,kluft offen gehalten werde4 ,bisweilen meinen wir1 da andere etwas uns betreffendes durchaus nicht glauben knnen2 whrend ihnen gar nicht einfllt1 es zu bezweifeln3 machen wir jedoch1 da ihnen dies einfllt1 dann knnen sie es auch nicht mehr glauben4 ,aber wir verraten uns oft blo1 weil wir whnen1 es sei unmglich1 da man das nicht merke2 -- wie wir uns von einer ,hhe hinabstrzen1 aus ,schwindel1 d4 h4 durch den ,gedanken1 es sei unmglich1 hier fest zu stehen1 die ,qual aber1 hier zu stehn1 sei so gro1 da es besser sei1 sie abzukrzen3 dieser ,wahn heit ,schwindel4 ,andrerseits wieder soll man wissen1 da die ,leute1 selbst die1 welche sonst keinen besondern ,scharfsinn verraten1 vortreffliche ,algebristen in den persnlichen ,angelegenheiten anderer sind1 woselbst sie1 mittelst einer einzigen gegebenen ,gre1 die verwickeltesten ,aufgaben lsen4 ,wenn man z4 ,b4 ihnen eine ehemalige ,begebenheit1 unter ,weglassung aller ,namen und sonstiger ,bezeichnung der ,personen erzhlt2 so soll man sich hten1 dabei ja nicht irgend einen ganz positiven und individuellen ,umstand1 sei er auch noch so gering1 mit einzufhren1 wie etwan einen ,ort1 oder ,zeitpunkt1 oder den ,namen einer ,nebenperson1 oder sonst etwas auch nur unmittelbar damit ,zusammenhngendes3 denn daran haben sie sogleich eine positiv gegebene ,gre1 mittelst deren ihr algebraischer ,scharfsinn alles brige herausbringt4 ,die ,begeisterung der ,neugier nmlich ist hier so gro1 da1 kraft derselben1 der ,wille dem ,intellekt die ,sporen in die ,seite setzt1 welcher nun dadurch bis zur ,erreichung der entlegensten ,resultate getrieben wird4 ,denn so unempfnglich und gleichgltig die ,leute gegen 99allgemeine99 ,wahrheiten sind1 so erpicht sind sie auf individuelle4 ,dem allen gem ist denn auch die ,schweigsamkeit von smtlichen ,lehrern der ,weltklugheit auf das dringendeste und mit den mannigfaltigsten ,argumenten anempfohlen worden2 daher ich es bei dem ,gesagten bewenden lassen kann4 ,blo ein paar arabischer ,maximen1 welche besonders eindringlich und wenig bekannt sind1 will ich noch hersetzen4 ,was dein ,feind nicht wissen soll1 das sage deinem ,freunde nicht4 -- ,wenn ich mein ,geheimnis verschweige1 ist es mein ,gefangener3 lasse ich es entschlpfen1 bin ich sein ,gefangener4 -- ,am ,baume des ,schweigens hngt seine ,frucht1 der ,friede4 #dc4 ,kein ,geld ist vorteilhafter angewandt1 als das1 um welches wir uns haben prellen lassen3 denn wir haben dafr unmittelbar ,klugheit eingehandelt4 #dd4 ,man soll1 wo mglich1 gegen niemanden ,animositt hegen1 jedoch die procds eines jeden sich wohl merken und im ,gedchtnis behalten1 um danach den ,wert desselben1 wenigstens hinsichtlich unserer1 festzustellen und demgem unser ,verhalten und ,betragen gegen ihn zu regeln1 -- stets berzeugt von der ,unvernderlichkeit des ,charakters3 einen schlechten ,zug eines ,menschen jemals vergessen1 ist1 wie wenn man schwer erworbenes ,geld wegwrfe4 -- ,so aber schtzt man sich vor trichter ,vertraulichkeit und trichter ,freundschaft4 -- ,weder lieben noch hassen enthlt die ,hlfte aller ,weltklugheit3 nichts sagen und nichts glauben die andere ,hlfte4 ,freilich aber wird man einer ,welt1 welche ,regeln1 wie diese und die nchstfolgenden ntig macht1 gern den ,rcken kehren4 #de4 ,zorn oder ,ha in ,worten oder ,mienen blicken zu lassen ist unntz1 ist gefhrlich1 ist unklug1 ist lcherlich1 ist gemein4 ,man darf also ,zorn oder ,ha nie anders zeigen als in ,taten4 ,letzteres wird man um so vollkommener knnen1 als man ersteres vollkommener vermieden hat4 -- ,die kaltbltigen ,tiere allein sind die giftigen4 #df4 ,parler sans accent3 diese alte ,regel der ,weltleute bezweckt1 da man dem ,verstande der andern berlasse herauszufinden1 was man gesagt hat3 der ist langsam1 und ehe er fertig geworden1 ist man davon4 ,hingegen parler avec accent heit zum ,gefhle reden2 wo denn alles umgekehrt ausfllt4 ,manchem kann man1 mit hflicher ,gebrde und freundlichem ,ton1 sogar wirkliche ,sottisen sagen1 ohne unmittelbare ,gefahr4 ,d4 ,unser ,verhalten gegen den ,weltlauf und das ,schicksal betreffend4 #dg4 ,welche ,form auch das menschliche ,leben annehme2 es sind immer dieselben ,elemente1 und daher ist es im wesentlichen berall dasselbe1 es mag in der ,htte oder bei ,hofe1 im ,kloster oder bei der ,armee gefhrt werden4 ,mgen seine ,begebenheiten1 ,abenteuer1 ,glcks- und ,unglcksflle noch so mannigfaltig sein2 so ist es doch damit wie mit der ,zuckerbckerware4 ,es sind viele und vielerlei gar krause und bunte ,figuren3 aber alles ist aus einem ,teig geknetet2 und was dem einen begegnet1 ist dem1 was dem andern widerfuhr1 viel hnlicher1 als dieser beim ,erzhlenhren denkt4 ,auch gleichen die ,vorgnge unsers ,lebens den ,bildern im ,kaleidoskop1 in welchem wir bei jeder ,drehung etwas anderes sehn1 eigentlich aber immer das ,selbe vor ,augen haben4 #dh4 ,drei ,weltmchte gibt es1 sagt1 sehr treffend1 ein ,alter3 synesis1 kratos1 kai tych1 ,klugheit1 ,strke und ,glck4 ,ich glaube1 da die zuletzt genannte am meisten vermag4 ,denn unser ,lebensweg ist dem ,lauf eines ,schiffes zu vergleichen4 ,das ,schicksal1 die tych die secunda aut adversa fortuna1 spielt die ,rolle des ,windes1 indem sie uns schnell weit frdert oder weit zurckwirft2 wogegen unser eigenes ,mhen und ,treiben nur wenig vermag4 ,dieses nmlich spielt dabei die ,rolle der ,ruder3 wenn solche1 durch viele ,stunden langes ,arbeiten1 uns eine ,strecke vorwrts gebracht haben1 wirft ein pltzlicher ,windsto uns ebenso weit zurck4 ,ist er hingegen gnstig1 so frdert er uns dermaen1 da wir der ,ruder nicht bedrfen4 ,diese ,macht des ,glckes drckt unbertrefflich ein spanisches ,sprichwort aus3 da ventura a tu hijo1 y echa lo en el mar 7gib deinem ,sohne ,glck und wirf ihn ins ,meer74 ,wohl ist der ,zufall eine bse ,macht1 der man so wenig wie mglich anheimstellen soll4 ,jedoch wer ist1 unter allen ,gebern1 der einzige1 welcher1 indem er gibt1 uns zugleich aufs deutlichste zeigt1 da wir gar keine ,ansprche auf seine ,gaben haben1 da wir solche durchaus nicht unserer ,wrdigkeit1 sondern ganz allein seiner ,gte und ,gnade zu danken haben1 und da wir eben hieraus die freudige ,hoffnung schpfen drfen1 noch ferner manche unverdiente ,gabe demutsvoll zu empfangen8 -- ,es ist der ,zufall3 er1 der die knigliche ,kunst versteht1 einleuchtend zu machen1 da gegen seine ,gunst und ,gnade alles ,verdienst ohnmchtig ist und nichts gilt4 -- ,wenn man auf seinen ,lebensweg zurcksieht1 den labyrintisch irren ,lauf desselben berschaut und nun so manches verfehlte ,glck1 so manches herbeigezogene ,unglck sehen mu2 so kann man in ,vorwrfen gegen sich selbst leicht zu weit gehn4 ,denn unser ,lebenslauf ist keineswegs schlechthin unser eigenes ,werk2 sondern das ,produkt zweier ,faktoren1 nmlich der ,reihe der ,begebenheiten und der ,reihe unserer ,entschlsse1 welche stets in einander greifen und sich gegenseitig modifiziren4 ,hiezu kommt noch1 da in beiden unser ,horizont immer sehr beschrnkt ist1 indem wir unsere ,entschlsse nicht schon von weitem vorhersagen und noch weniger die ,begebenheiten voraussehen knnen1 sondern von beiden uns eigentlich nur die gegenwrtigen recht bekannt sind4 ,deshalb knnen wir1 so lange unser ,ziel noch fern liegt1 nicht einmal gerade darauf hinsteuern2 sondern nur approximativ und nach ,mutmaungen unsere ,richtung dahin lenken1 mssen also oft lawiren4 ,alles nmlich1 was wir vermgen1 ist1 unsere ,entschlsse allezeit nach ,magabe der gegenwrtigen ,umstnde zu fassen1 in der ,hoffnung1 es so zu treffen1 da es uns dem ,hauptziel nher bringe4 ,so sind denn meistens die ,begebenheiten und unsere ,grundabsichten zweien1 nach verschiedenen ,seiten ziehenden ,krften zu vergleichen und die daraus entstehende ,diagonale ist unser ,lebenslauf4 -- 99,terenz99 hat gesagt3 in vita est hominum quasi cum ludas tesseris3 si illud1 quod maxime opus est jactu1 non cadit1 illud quod cecidit forte1 id arte ut corrigas2 wobei er eine ,art ,triktrak vor ,augen gehabt haben mu4 ,krzer knnen wir sagen3 das ,schicksal mischt die ,karten und wir spielen4 ,meine gegenwrtige ,betrachtung auszudrcken1 wre aber folgendes ,gleichnis am geeignetesten4 ,es ist im ,leben wie im ,schachspiel3 wir entwerfen einen ,plan1 dieser bleibt jedoch bedingt durch das1 was im ,schachspiel dem ,gegner1 im ,leben dem ,schicksal1 zu tun belieben wird4 ,die ,modifikationen1 welche hierdurch unser ,plan erleidet1 sind meistens so gro1 da er in der ,ausfhrung kaum noch an einigen ,grundzgen zu erkennen ist4 brigens gibt es in unserm ,lebenslaufe noch etwas1 welches ber das alles hinausliegt4 ,es ist nmlich eine triviale und nur zu hufig besttigte ,wahrheit1 da wir oft trichter sind als wir glauben3 hingegen ist1 da wir oft weiser sind1 als wir selbst vermeinen1 eine ,entdeckung1 welche nur die1 so in dem ,fall gewesen1 und selbst dann erst spt1 machen4 ,es gibt etwas ,weiseres in uns1 als der ,kopf ist4 ,wir handeln nmlich1 bei den groen ,zgen1 den ,hauptschritten unsers ,lebenslaufes1 nicht sowohl nach deutlicher ,erkenntnis des ,rechten1 als nach einem innern ,impuls1 man mchte sagen ,instinkt1 der aus dem tiefsten ,grunde unsers ,wesens kommt1 und bemkeln nachher unser ,tun nach deutlichen1 aber auch drftigen1 erworbenen1 ja1 erborgten ,begriffen1 nach allgemeinen ,regeln1 fremdem ,beispiele usw41 ohne das ,eines schickt sich nicht fr alle genugsam zu erwgen2 da werden wir leicht ungerecht gegen uns selbst4 ,aber am ,ende zeigt es sich1 wer ,recht gehabt hat2 und nur das glcklich erreichte ,alter ist1 subjektiv und objektiv1 befhigt1 die ,sache zu beurteilen4 ,vielleicht steht jener innere ,impuls unter uns unbewuter ,leitung prophetischer1 beim ,erwachen vergessener ,trume1 die eben dadurch unserm ,leben die ,gleichmigkeit des ,tones und die dramatische ,einheit erteilen1 die das so oft schwankende und irrende1 so leicht umgestimmte ,gehirnbewutsein ihm zu geben nicht vermchte1 und infolge welcher z4 ,b4 der zu groen ,leistungen einer bestimmten ,art ,berufene dies von ,jugend auf innerlich und heimlich sprt und darauf hinarbeitet1 wie die ,bienen am ,bau ihres ,stocks4 ,fr jeden aber ist es das1 was 99,baltasar ,gracian99 la gran sinderesis nennt3 die instinktive groe ,obhut seiner selbst1 ohne welche er zu ,grunde geht4 -- ,nach 99abstrakten ,grundstzen99 handeln ist schwer und gelingt erst nach vieler bung1 und selbst da nicht jedesmal3 auch sind sie oft nicht ausreichend4 ,hingegen hat jeder gewisse 99angeborene konkrete ,grundstze991 die ihm in ,blut und ,saft stecken1 indem sie das ,resultat alles seines ,denkens1 ,fhlens und ,wollens sind4 ,er kennt sie meistens nicht in abstracto1 sondern wird erst beim ,rckblick auf sein ,leben gewahr1 da er sie stets befolgt hat und von ihnen1 wie von einem unsichtbaren ,faden1 ist gezogen worden4 ,je nachdem sie sind1 werden sie ihn zu seinem ,glck oder ,unglck leiten4 #di4 ,man sollte bestndig die ,wirkung der ,zeit und die ,wandelbarkeit der ,dinge vor ,augen haben und daher bei allem1 was jetzt stattfindet1 sofort das ,gegenteil davon imaginiren2 also im ,glcke das ,unglck1 in der ,freundschaft die ,feindschaft1 im schnen ,wetter das schlechte1 in der ,liebe den ,ha1 im ,zutrauen und ,erffnen den ,verrat und die ,reue1 und so auch umgekehrt1 sich lebhaft vergegenwrtigen4 ,dies wrde eine bleibende ,quelle wahrer ,weltklugheit abgeben1 indem wir stets besonnen bleiben und nicht so leicht getuscht werden wrden4 ,meistens wrden wir dadurch nur die ,wirkung der ,zeit antizipirt haben4 -- ,aber vielleicht ist zu keiner ,erkenntnis die ,erfahrung so unerllich1 wie zur richtigen ,schtzung des ,unbestandes und ,wechsels der ,dinge4 ,weil eben jeder ,zustand1 fr die ,zeit seiner ,dauer1 notwendig und daher mit vollstem ,rechte vorhanden ist2 so sieht jedes ,jahr1 jeder ,monat1 jeder ,tag aus1 als ob nun endlich er ,recht behalten wollte1 fr alle ,ewigkeit4 ,aber keiner behlt es1 und der ,wechsel allein ist das ,bestndige4 ,der ,kluge ist der1 welchen die scheinbare ,stabilitt nicht tuscht und der noch dazu die ,richtung1 welche der ,wechsel zunchst nehmen wird1 vorhersieht,t4 ,da hingegen die ,menschen den einstweiligen ,zustand der ,dinge1 oder die ,richtung ihres ,laufes1 in der ,regel fr bleibend halten1 kommt daher1 da sie die ,wirkungen vor ,augen haben1 aber die ,ursachen nicht verstehn1 diese es jedoch sind1 welche den ,keim der knftigen ,vernderungen in sich tragen2 whrend die ,wirkung1 welche fr jene allein da ist1 hievon nichts enthlt4 ,an diese halten sie sich und setzen voraus1 da die ihnen unbekannten ,ursachen1 welche solche hervorzubringen vermochten1 auch imstande sein werden1 sie zu erhalten4 ,sie haben dabei den ,vorteil1 da1 wenn sie irren1 es immer unisono geschieht2 daher denn die ,kalamitt1 welche infolge davon sie trifft1 stets eine allgemeine ist1 whrend der denkende ,kopf1 wenn er geirrt hat1 noch dazu allein steht4 -- ,beilufig haben wir daran eine ,besttigung meines ,satzes1 da der ,irrtum stets aus dem ,schlu von der ,folge auf den ,grund entsteht4 ,siehe ,welt als ,w4 u4 ,v4 ,bd4 #a1 ,s4 #ij4 7#c4 ,aufl4 #id47 ,t ,der 99,zufall99 hat bei allen menschlichen ,dingen so groen ,spielraum1 da1 wenn wir einer von ferne drohenden ,gefahr gleich durch ,aufopferungen vorzubeugen suchen1 diese ,gefahr oft durch einen unvorhergesehenen ,stand1 den die ,dinge annehmen1 verschwindet1 und jetzt nicht nur die gebrachten ,opfer verloren sind1 sondern die durch sie herbeigefhrte ,vernderung nunmehr1 beim vernderten ,stande der ,dinge1 gerade ein ,nachteil ist4 ,wir mssen daher in unsern ,vorkehrungen nicht zu weit in die ,zukunft greifen1 sondern auch auf den ,zufall rechnen und mancher ,gefahr khn entgegensehn1 hoffend1 da sie1 wie so manche schwarze ,gewitterwolke1 vorberzieht4 ,jedoch nur theoretisch und durch ,vorhersehn ihrer ,wirkung soll man die 99,zeit antizipiren991 nicht praktisch1 nmlich nicht so1 da man ihr vorgreife1 indem man 99vor99 der ,zeit verlangt was erst die ,zeit bringen kann4 ,denn wer dies tut1 wird erfahren1 da es keinen schlimmeren1 unnachlassendern ,wucherer gibt als eben die ,zeit1 und da sie1 wenn zu ,vorschssen gezwungen1 schwerere ,zinsen nimmt als irgend ein ,jude4 ,z4 ,b4 kann man durch ungelschten ,kalk und ,hitze einen ,baum dermaen treiben1 da er binnen weniger ,tage ,bltter1 ,blten und ,frchte treibt1 dann aber stirbt er ab4 -- ,will der ,jngling die ,zeugungskraft des ,mannes schon jetzt1 wenn auch nur auf etliche ,wochen1 ausben und im neunzehnten ,jahre leisten was er im dreiigsten sehr wohl knnte2 so wird allenfalls die ,zeit den ,vorschu leisten1 aber ein ,teil der ,kraft seiner knftigen ,jahre1 ja1 ein ,teil seines ,lebens selbst1 ist der ,zins4 -- ,es gibt ,krankheiten1 von denen man gehrig und grndlich nur dadurch genest1 da man ihnen ihren natrlichen ,verlauf lt1 nach welchem sie von selbst verschwinden1 ohne eine ,spur zu hinterlassen4 ,verlangt man aber sogleich und jetzt1 nur gerade jetzt1 gesund zu sein2 so mu auch hier die ,zeit ,vorschu leisten3 die ,krankheit wird vertrieben1 aber der ,zins ist ,schwche und chronische bel1 zeitlebens4 -- ,wenn man in ,zeiten des ,krieges oder der ,unruhen ,geld gebraucht1 und zwar sogleich1 gerade jetzt2 so ist man gentigt1 liegende ,grnde oder ,staatspapiere fr #a_/c und noch weniger ihres ,wertes zu verkaufen1 den man zum vollen erhalten wrde1 wenn man der ,zeit ihr ,recht widerfahren lassen1 also einige ,jahre warten wollte2 aber man zwingt sie1 ,vorschu zu leisten4 -- ,oder auch man bedarf einer ,summe zu einer weiten ,reise3 binnen eines oder zweier ,jahre knnte man sie von seinem ,einkommen zurckgelegt haben4 ,aber man will nicht warten1 sie wird also geborgt oder einstweilen vom ,kapital genommen1 d4 h4 die ,zeit mu vorschieen4 ,da ist ihr ,zins eingerissene ,unordnung in der ,kasse1 ein bleibendes und wachsendes ,defizit1 welches man nie mehr los wird4 -- ,dies also ist der ,wucher der ,zeit3 seine ,opfer werden alle1 die nicht warten knnen4 ,den ,gang der gemessen ablaufenden ,zeit beschleunigen zu wollen1 ist das kostspieligste ,unternehmen4 ,also hte man sich1 der ,zeit ,zinsen schuldig zu werden4 #ej4 ,ein charakteristischer und im gemeinen ,leben sehr oft sich hervortuender ,unterschied zwischen den gewhnlichen und den gescheuten ,kpfen ist1 da jene1 bei ihrer berlegung und ,schtzung mglicher ,gefahren1 immer nur fragen und bercksichtigen1 was derart bereits 99geschehn99 sei2 diese hingegen selbst berlegen1 was mglicherweise 99geschehn knne992 wobei sie bedenken1 da1 wie ein spanisches ,sprichwort sagt1 lo que no acaece en un ao1 acaece en un rato 7was binnen eines ,jahres nicht geschieht1 geschieht binnen weniger ,minuten74 ,der in ,rede stehende ,unterschied ist freilich natrlich3 denn was geschehn 99kann99 zu berblicken1 erfordert ,verstand1 was geschehn 99ist991 blo ,sinne4 ,unsere ,maxime aber sei3 opfere den bsen ,dmonen6 ,d4 h4 man soll einen gewissen ,aufwand von ,mhe1 ,zeit1 ,unbequemlichkeit1 ,weitluftigkeit1 ,geld oder ,entbehrung nicht scheuen1 um der ,mglichkeit eines ,unglcks die ,tr zu verschlieen3 und je grer dieses wre1 desto kleiner1 entfernter1 unwahrscheinlicher mag jene sein4 ,die deutlichste ,exemplifikation dieser ,regel ist die ,assekuranzprmie4 ,sie ist ein ffentlich und von allen auf den ,altar der bsen ,dmonen gebrachtes ,opfer4 #ea4 ber keinen ,vorfall sollte man in groen ,jubel oder groe ,wehklage ausbrechen2 teils wegen der ,vernderlichkeit aller ,dinge1 die ihn jeden ,augenblick umgestalten kann2 teils wegen der ,trglichkeit unsers ,urteils ber das uns ,gedeihliche oder ,nachteilige2 infolge welcher fast jeder einmal gewehklagt hat ber das1 was nachher sich als sein wahres ,bestes auswies1 oder gejubelt ber das1 was die ,quelle seiner grten ,leiden geworden ist4 ,die hier dagegen empfohlene ,gesinnung hat ,shakespeare schn ausgedrckt3 ,i have felt so many quirks of joy and grief1 ,that the first face of neither1 on the start1 ,can woman me unto it4,u 7,all's well1 ,a4 #c4 sc4 #b47 ,u ,so viele ,anflle von ,freude und ,gram habe ich schon empfunden1 da ich nie mehr vom ersten ,anblicke des ,anlasses zu einem von beiden sogleich mich weibisch hinreien lasse4 berhaupt aber zeigt der1 welcher bei allen ,unfllen gelassen bleibt1 da er wei1 wie kolossal und tausendfltig die mglichen bel des ,lebens sind2 weshalb er das jetzt eingetretene ansieht als einen sehr kleinen ,teil dessen1 was kommen knnte3 dies ist die stoische ,gesinnung1 in ,gemheit welcher man niemals conditionis humanae oblitus1 sondern stets eingedenk sein soll1 welch ein trauriges und jmmerliches ,los das menschliche ,dasein berhaupt ist1 und wie unzhlig die bel sind1 denen es ausgesetzt ist4 ,diese ,einsicht aufzufrischen1 braucht man berall nur einen ,blick um sich zu werfen3 wo man auch sei1 wird man es bald vor ,augen haben1 dieses ,ringen und ,zappeln und ,qulen um die elende1 kahle1 nichts abwerfende ,existenz4 ,man wird danach seine ,ansprche herabstimmen1 in die ,unvollkommenheit aller ,dinge und ,zustnde sich finden lernen und ,unfllen stets entgegensehn1 um ihnen auszuweichen oder sie zu ertragen4 ,denn ,unflle1 groe und kleine1 sind das eigentliche ,element unsers ,lebens3 dies sollte man also stets gegenwrtig haben2 darum jedoch nicht1 als ein dyskolos1 mit 99,beresford991 ber die stndlichen miseries of human life lamentiren und ,gesichter schneiden1 noch weniger in pulicis morsu ,deum invocare2 sondern1 als ein eulabs1 die ,behutsamkeit im ,zuvorkommen und ,verhten der ,unflle1 sie mgen von ,menschen oder von ,dingen ausgehn1 so weit treiben und so sehr darin raffiniren1 da man1 wie ein kluger ,fuchs1 jedem groen oder kleinen ,migeschick 7welches meistens nur ein verkapptes ,ungeschick ist7 suberlich aus dem ,wege geht4 ,da ein ,unglcksfall uns weniger schwer zu tragen fllt1 wenn wir zum voraus ihn als mglich betrachtet und1 wie man sagt1 uns darauf gefat gemacht haben1 mag hauptschlich daher kommen1 da1 wenn wir den ,fall1 ehe er eingetreten1 als eine bloe ,mglichkeit1 mit ,ruhe berdenken1 wir die ,ausdehnung des ,unglcks deutlich und nach allen ,seiten bersehn und so es wenigstens als ein endliches und berschaubares erkennen2 infolge wovon es1 wenn es nun wirklich trifft1 doch mit nicht mehr als seiner wahren ,schwere wirken kann4 ,haben wir hingegen jenes nicht getan1 sondern werden unvorbereitet getroffen2 so kann der erschrockene ,geist im ersten ,augenblick die ,gre des ,unglcks nicht genau ermessen3 es ist jetzt fr ihn unbersehbar1 stellt sich daher leicht als unermelich1 wenigstens viel grer dar1 als es wirklich ist4 ,auf gleiche ,art lt ,dunkelheit und ,ungewiheit jede ,gefahr grer erscheinen4 ,freilich kommt noch hinzu1 da wir fr das als mglich antizipirte ,unglck zugleich auch die ,trostgrnde und ,abhlfen berdacht1 oder wenigstens uns an die ,vorstellung desselben gewhnt haben4 ,nichts aber wird uns zum gelassenen ,ertragen der uns treffenden ,unglcksflle besser befhigen1 als die berzeugung von der ,wahrheit1 welche ich in meiner ,preisschrift ber die ,freiheit des ,willens aus ihren letzten ,grnden abgeleitet und festgestellt habe1 nmlich1 wie es daselbst1 ,s4 #fb 7#b4 ,aufl4 ,s4 #fj71 heit3 ,alles was geschieht1 vom ,grten bis zum ,kleinsten1 geschieht 99notwendig994 ,denn in das unvermeidlich ,notwendige wei der ,mensch sich bald zu finden1 und jene ,erkenntnis lt ihn alles1 selbst das durch die fremdartigsten ,zuflle ,herbeigefhrte1 als eben so notwendig ansehn1 wie das nach den bekanntesten ,regeln und unter vollkommener ,voraussicht ,erfolgende4 ,ich verweise hier auf das1 was ich 7,welt als ,w4 u4 ,v4 ,bd4 #a1 ,s4 #cde u4 #df #c4 ,aufl4 #cfa7 ber die beruhigende ,wirkung der ,erkenntnis des ,unvermeidlichen und ,notwendigen gesagt habe4 ,wer davon durchdrungen ist1 wird zuvrderst tun was er kann1 dann aber willig leiden was er mu4 ,die kleinen ,unflle1 die uns stndlich vexiren1 kann man betrachten als bestimmt1 uns in bung zu erhalten1 damit die ,kraft1 die groen zu ertragen1 im ,glck nicht ganz erschlaffe4 ,gegen die tglichen ,hudeleien1 kleinlichen ,reibungen im menschlichen ,verkehr1 unbedeutende ,anste1 ,ungebhrlichkeiten anderer1 ,klatschereien u4 dgl4 m4 mu man ein gehrnter ,siegfried sein1 d4 h4 sie gar nicht empfinden1 weit weniger sich zu ,herzen nehmen und darber brten2 sondern von dem allen nichts an sich kommen lassen1 es von sich stoen1 wie ,steinchen1 die im ,wege liegen1 und keineswegs es aufnehmen in das ,innere seiner berlegung und ,rumination4 #eb4 ,was aber die ,leute gemeiniglich das ,schicksal nennen1 sind meistens nur ihre eigenen dummen ,streiche4 ,man kann daher nicht genugsam die schne ,stelle im ,homer 7,,jl4 ,,xxiii1 #cac sqq47 beherzigen1 wo er die mtis1 d4 i4 die kluge berlegung1 empfiehlt4 ,denn wenn auch die schlechtesten ,streiche erst in jener ,welt gebt werden2 so doch die dummen schon in dieser2 -- wiewohl hin und wieder einmal ,gnade fr ,recht ergehen mag4 ,nicht wer grimmig1 sondern wer klug dareinschaut1 sieht furchtbar und gefhrlich aus3 -- so gewi des ,menschen ,gehirn eine furchtbarere ,waffe ist als die ,klaue des ,lwen4 -- ,der vollkommenste ,weltmann wre der1 welcher nie in ,unschlssigkeit stockte und nie in bereilung geriete4 #ec4 ,nchst der ,klugheit aber ist ,mut eine fr unser ,glck sehr wesentliche ,eigenschaft4 ,freilich kann man weder die eine noch die andere sich geben1 sondern ererbt jene von der ,mutter und diesen vom ,vater3 jedoch lt sich durch ,vorsatz und bung dem davon ,vorhandenen nachhelfen4 ,zu dieser ,welt1 wo die ,wrfel eisern fallen1 gehrt ein eiserner ,sinn1 gepanzert gegen das ,schicksal und gewaffnet gegen die ,menschen4 ,denn das ganze ,leben ist ein ,kampf1 jeder ,schritt wird uns streitig gemacht1 und ,voltaire sagt mit ,recht3 on ne russit dans ce monde1 qu' la pointe de l'pe1 et on meurt les armes la main4 ,daher ist es eine feige ,seele1 die1 sobald ,wolken sich zusammenziehn oder wohl gar nur am ,horizont sich zeigen1 zusammenschrumpft1 verzagen will und jammert4 ,vielmehr sei unser ,wahlspruch3 ,tu ne cede malis1 sed contra audentior ito4 ,solange der ,ausgang einer gefhrlichen ,sache nur noch zweifelhaft ist1 solange nur noch die ,mglichkeit1 da er ein glcklicher werde1 vorhanden ist1 darf an kein ,zagen gedacht werden1 sondern blo an ,widerstand2 wie man am ,wetter nicht verzweifeln darf1 solange noch ein blauer ,fleck am ,himmel ist4 ,ja1 man bringe es dahin zu sagen3 ,si fractus illabatur orbis1 ,impavidum ferient ruinae4 ,das ganze ,leben selbst1 geschweige seine ,gter1 sind noch nicht so ein feiges ,beben und ,einschrumpfen des ,herzens wert3 ,quocirca vivite fortes1 ,fortiaque adversis apponite pectora rebus4 ,und doch ist auch hier ein ,exze mglich3 denn der ,mut kann in ,verwegenheit ausarten4 ,sogar ist ein gewisses ,ma von ,furchtsamkeit zu unserm ,bestande in der ,welt notwendig3 die ,feigheit ist blo das berschreiten desselben4 ,dies hat ,bako von ,verulam gar treffend ausgedrckt1 in seiner etymologischen ,erklrung des terror ,panicus1 welche die ltere1 vom ,plutarch 7de ,iside et ,osir4 c4 #ad7 uns erhaltene1 weit hinter sich lt4 ,er leitet nmlich denselben ab vom 99,pan991 als der personifizirten ,natur1 und sagt3 ,natura enim rerum omnibus viventibus indidit metum1 ac formidinem1 vitae atque essentiae suae conservatricem1 ac mala ingruentia vitantem et depellentem4 ,verumtamen eadem natura modum tenere nescia est3 sed timoribus salutaribus semper vanos et inanes admiscet2 adeo ut omnia 7si intus conspici darentur7 ,panicis terroribus plenissima sint1 praesertim humana4 7,de sapientia veterum ,,vi47 brigens ist das ,charakteristische des panischen ,schreckens1 da er seiner ,grnde sich nicht deutlich bewut ist1 sondern sie mehr voraussetzt als kennt1 ja zur ,not geradezu die ,furcht selbst als ,grund der ,furcht geltend macht4 ,kapitel ,,vi4 ,vom ,unterschiede der ,lebensalter4 beraus schn hat 99,voltaire99 gesagt3 ,qui n'a pas l'esprit de son ge1 ,de son ge a tout le malheur4 ,daher wird es angemessen sein1 da wir1 am ,schlusse dieser eudmonologischen ,betrachtungen1 einen ,blick auf die ,vernderungen werfen1 welche die ,lebensalter an uns hervorbringen4 ,unser ganzes ,leben hindurch haben wir immer nur die 99,gegenwart99 inne1 und nie mehr4 ,was dieselbe unterscheidet ist blo1 da wir am ,anfang eine lange ,zukunft vor uns1 gegen das ,ende aber eine lange ,vergangenheit hinter uns sehn2 sodann1 da unser ,temperament1 wiewohl nicht unser ,charakter1 einige bekannte ,vernderungen durchgeht1 wodurch jedesmal eine andere ,frbung der ,gegenwart entsteht4 -- ,in meinem ,hauptwerke1 ,bd4 #b1 ,kap4 #ca1 ,s4 #cid ff4 7#c4 ,aufl4 #dii ff471 habe ich auseinandergesetzt1 da und warum wir in der 99,kindheit99 uns viel mehr 99erkennend99 als 99wollend99 verhalten4 ,gerade hierauf beruht jene ,glckseligkeit des ersten ,viertels unsers ,lebens1 infolge welcher es nachher wie ein verlorenes ,paradies hinter uns liegt4 ,wir haben in der ,kindheit nur wenige ,beziehungen und geringe ,bedrfnisse1 also wenig ,anregung des ,willens3 der grere ,teil unsers ,wesens geht demnach im 99,erkennen99 auf4 -- ,der ,intellekt ist1 wie das ,gehirn1 welches schon im #g4 ,jahre seine volle ,gre erreicht1 frh entwickelt1 wenn auch nicht reif1 und sucht unaufhrlich ,nahrung in einer ganzen ,welt des noch neuen ,daseins1 wo alles1 alles mit dem ,reize der ,neuheit berfirnit ist4 ,hieraus entspringt es1 da unsre ,kinderjahre eine fortwhrende ,poesie sind4 ,nmlich das ,wesen der ,poesie1 wie aller ,kunst1 besteht im ,auffassen der platonischen ,idee1 d4 h4 des ,wesentlichen und daher der ganzen 99,art99 ,gemeinsamen1 in jedem ,einzelnen2 wodurch jedes ,ding als ,reprsentant seiner ,gattung auftritt und 99ein99 ,fall fr tausend gilt4 ,obgleich nun es scheint1 da wir in den ,szenen unsrer ,kinderjahre stets nur mit dem jedesmaligen individuellen ,gegenstande oder ,vorgange beschftigt seien1 und zwar nur1 sofern er unser momentanes ,wollen interessirt2 so ist dem doch im ,grunde anders4 ,nmlich das ,leben1 in seiner ganzen ,bedeutsamkeit1 steht noch so neu1 frisch und ohne ,abstumpfung seiner ,eindrcke durch ,wiederholung1 vor uns1 da wir1 mitten unter unserm kindischen ,treiben1 stets im ,stillen und ohne deutliche ,absicht beschftigt sind1 an den einzelnen ,szenen und ,vorgngen das ,wesen des ,lebens selbst1 die ,grundtypen seiner ,gestalten und ,darstellungen1 aufzufassen4 ,wir sehn1 wie ,spinoza es ausdrckt1 alle ,dinge und ,personen sub specie aeternitatis4 ,je jnger wir sind1 desto mehr vertritt jedes einzelne seine ganze ,gattung4 ,dies nimmt immer mehr ab1 von ,jahr zu ,jahr3 und hierauf beruht der so groe ,unterschied des ,eindrucks1 den die ,dinge in der ,jugend und im ,alter auf uns machen4 ,daher werden die ,erfahrungen und ,bekanntschaften der ,kindheit und frhen ,jugend nachmals die stehenden ,typen und ,rubriken aller sptern ,erkenntnis und ,erfahrung1 gleichsam die ,kategorien derselben1 denen wir alles ,sptere subsumiren1 wenn auch nicht stets mit deutlichem ,bewutsein4 ,so bildet sich demnach schon in den ,kinderjahren die feste ,grundlage unserer ,weltansicht1 mithin auch das ,flache oder ,tiefe derselben3 sie wird spter ausgefhrt und vollendet2 jedoch nicht im ,wesentlichen verndert4 ,also infolge dieser rein objektiven und dadurch poetischen ,ansicht1 die dem ,kindesalter wesentlich ist und davon untersttzt wird1 da der ,wille noch lange nicht mit seiner vollen ,energie auftritt1 verhalten wir uns1 als ,kinder1 bei weitem mehr rein erkennend als wollend4 ,daher der ernste1 schauende ,blick mancher ,kinder1 welchen ,raffael zu seinen ,engeln1 zumal denen der ,sixtinischen ,madonna1 so glcklich benutzt hat4 ,eben dieserhalb sind denn auch die ,kinderjahre so selig1 da die ,erinnerung an sie stets von ,sehnsucht begleitet ist4 -- ,whrend wir nun1 mit solchem ,ernst1 dem ersten 99anschaulichen99 ,verstndnis der ,dinge obliegen1 ist andrerseits die ,erziehung bemht1 uns 99,begriffe99 beizubringen4 ,allein ,begriffe liefern nicht das eigentlich ,wesentliche3 vielmehr liegt dieses1 also der ,fonds und echte ,gehalt aller unserer ,erkenntnisse in der 99anschaulichen99 ,auffassung der ,welt4 ,diese aber kann nur von uns selbst gewonnen1 nicht auf irgendeine ,weise uns 99beigebracht99 werden4 ,daher kommt1 wie unser moralischer1 so auch unser intellektueller ,wert nicht von auen in uns1 sondern geht aus der ,tiefe unsers eigenen ,wesens hervor1 und knnen keine ,pestalozzische ,erziehungsknste aus einem geborenen ,tropf einen denkenden ,menschen bilden3 nie6 er ist als ,tropf geboren und mu als ,tropf sterben4 -- ,aus der beschriebenen1 tiefinnigen ,auffassung der ersten anschaulichen ,auenwelt erklrt sich denn auch1 warum die ,umgebungen und ,erfahrungen unserer ,kindheit sich so fest dem ,gedchtnis einprgen4 ,wir sind nmlich ihnen ungeteilt hingegeben gewesen1 nichts hat uns dabei zerstreut1 und wir haben die ,dinge1 welche vor uns standen1 angesehn1 als wren sie die einzigen ihrer ,art1 ja1 berhaupt allein vorhanden4 ,spter nimmt uns die dann bekannte ,menge der ,gegenstnde ,mut und ,geduld4 -- ,wenn man nun hier sich zurckrufen will1 was ich ,s4 #cgb ff4 7#c4 ,aufl4 #dbc ff47 des oben erwhnten ,bandes meines ,hauptwerkes dargetan habe1 da nmlich das 99objektive99 ,dasein aller ,dinge1 d4 h4 ihr ,dasein in der bloen 99,vorstellung991 ein durchweg erfreuliches1 hingegen ihr 99subjektives99 ,dasein1 als welches im 99,wollen99 besteht1 mit ,schmerz und ,trbsal stark versetzt ist2 so wird man als kurzen ,ausdruck der ,sache auch wohl den ,satz gelten lassen3 alle ,dinge sind herrlich zu 99sehn991 aber schrecklich zu 99sein994 ,dem ,obigen nun zufolge sind1 in der ,kindheit1 die ,dinge uns viel mehr von der ,seite des 99,sehns991 also der ,vorstellung1 der ,objektivitt1 bekannt1 als von der ,seite des 99,seins991 welche die des ,willens ist4 ,weil nun jene die erfreuliche ,seite der ,dinge ist1 die subjektive und schreckliche uns aber noch unbekannt bleibt2 so hlt der junge ,intellekt alle jene ,gestalten1 welche ,wirklichkeit und ,kunst ihm vorfhren1 fr ebenso viele glckselige ,wesen3 er meint1 so schn sie zu sehn sind1 und noch viel schner1 wren sie zu 99sein994 ,demnach liegt die ,welt vor ihm wie ein ,eden3 dies ist das ,arkadien1 in welchem wir alle geboren sind4 ,daraus entsteht etwas spter der ,durst nach dem wirklichen ,leben1 der ,drang nach ,taten und ,leiden1 welcher uns ins ,weltgetmmel treibt4 ,in diesem lernen wir dann die andere ,seite der ,dinge kennen1 die des ,seins1 d4 i4 des ,wollens1 welches bei jedem ,schritte durchkreuzt wird4 ,dann kommt allmlig die groe ,enttuschung heran1 nach deren ,eintritt heit es l'ge des illusions est pass3 und doch geht sie noch immer weiter1 wird immer vollstndiger4 ,demzufolge kann man sagen1 da in der ,kindheit das ,leben sich uns darstellt wie eine ,theaterdekoration von weitem gesehn2 im ,alter1 wie dieselbe in der grten ,nhe4 ,zum ,glcke der ,kindheit trgt endlich noch folgendes bei4 ,wie im ,anfange des ,frhlings alles ,laub die gleiche ,farbe und fast die gleiche ,gestalt hat2 so sind auch wir in frher ,kindheit alle einander hnlich1 harmoniren daher vortrefflich4 ,aber mit der ,pubertt fngt die ,divergenz an und wird1 wie die ,radien eines ,zirkels1 immer grer4 ,was nun den ,rest der ersten ,lebenshlfte1 die so viele ,vorzge vor der zweiten hat1 also das jugendliche ,alter1 trbt1 ja unglcklich macht1 ist das ,jagen nach ,glck1 in der festen ,voraussetzung1 es msse im ,leben anzutreffen sein4 ,daraus entspringt die fortwhrend getuschte ,hoffnung1 und aus dieser die ,unzufriedenheit4 ,gaukelnde ,bilder eines getrumten1 unbestimmten ,glckes schweben1 unter kaprizis gewhlten ,gestalten1 uns vor1 und wir suchen vergebens ihr ,urbild4 ,daher sind wir in unsern ,jnglingsjahren mit unserer ,lage und ,umgebung1 welche sie auch sei1 meistens unzufrieden2 weil wir ihr zuschreiben1 was der ,leerheit und ,armseligkeit des menschlichen ,lebens berall zukommt1 und mit der wir jetzt die erste ,bekanntschaft machen1 nachdem wir ganz andere ,dinge erwartet hatten4 -- ,man htte viel gewonnen1 wenn man1 durch zeitige ,belehrung1 den ,wahn1 da in der ,welt viel zu holen sei1 in den ,jnglingen ausrotten knnte4 ,aber das ,umgekehrte geschieht dadurch1 da meistens uns das ,leben frher durch die ,dichtung1 als durch die ,wirklichkeit bekannt wird4 ,die von jener geschilderten ,szenen prangen im ,morgenrot unserer eigenen ,jugend1 vor unserm ,blick1 und nun peinigt uns die ,sehnsucht1 sie verwirklicht zu sehn1 -- den ,regenbogen zu fassen4 ,der ,jngling erwartet seinen ,lebenslauf in ,form eines interessanten ,romans4 ,so entsteht die ,tuschung1 welche ich ,s4 #cdg 7#c4 ,aufl4 #dbh7 des schon erwhnten zweiten ,bandes bereits geschildert habe4 ,denn was allen jenen ,bildern ihren ,reiz verleiht1 ist gerade dies1 da sie bloe ,bilder und nicht wirklich sind1 und wir daher1 bei ihrem ,anschauen1 uns in der ,ruhe und ,allgenugsamkeit des reinen ,erkennens befinden4 ,verwirklicht werden heit mit dem ,wollen ausgefllt werden1 welches ,wollen unausweichbare ,schmerzen herbeifhrt4 ,auch noch auf die ,stelle ,s4 #dbg 7#c4 ,aufl4 #dhh7 des erwhnten ,bandes sei der teilnehmende ,leser hier hingewiesen4 ,ist sonach der ,charakter der ersten ,lebenshlfte unbefriedigte ,sehnsucht nach ,glck2 so ist der der zweiten ,besorgnis vor ,unglck4 ,denn mit ihr ist1 mehr oder weniger deutlich1 die ,erkenntnis eingetreten1 da alles ,glck chimrisch1 hingegen das ,leiden real sei4 ,jetzt wird daher1 wenigstens von den vernnftigeren ,charakteren1 mehr bloe ,schmerzlosigkeit und ein unangefochtener ,zustand als ,genu angestrebt,v4 -- ,wenn1 in meinen ,jnglingsjahren1 es an meiner ,tr schellte1 wurde ich vergngt1 denn ich dachte1 nun kme es4 ,aber in sptern ,jahren hatte meine ,empfindung1 bei demselben ,anla1 viel mehr etwas dem ,schrecken ,verwandtes3 ich dachte3 da kommt's4 -- ,hinsichtlich der ,menschenwelt gibt es1 fr ausgezeichnete und begabte ,individuen1 die1 eben als solche1 nicht so ganz eigentlich zu ihr gehren und demnach1 mehr oder weniger1 je nach dem ,grad ihrer ,vorzge1 allein stehn1 ebenfalls zwei entgegengesetzte ,empfindungen3 in der ,jugend hat man hufig die1 von ihr 99verlassen99 zu sein2 in sptern ,jahren hingegen die1 ihr 99entronnen99 zu sein4 ,die erstere1 eine unangenehme1 beruht auf ,unbekanntschaft1 die zweite1 eine angenehme1 auf ,bekanntschaft mit ihr4 -- ,infolge davon enthlt die zweite ,hlfte des ,lebens1 wie die zweite ,hlfte einer musikalischen ,periode1 weniger ,strebsamkeit1 aber mehr ,beruhigung1 als die erste1 welches berhaupt darauf beruht1 da man in der ,jugend denkt1 in der ,welt sei ,wunder was fr ,glck und ,genu anzutreffen1 nur schwer dazu zu gelangen2 whrend man im ,alter wei1 da da nichts zu holen ist1 also1 vollkommen darber beruhigt1 eine ertrgliche ,gegenwart geniet1 und sogar an ,kleinigkeiten ,freude hat4 -- ,v ,im ,alter versteht man besser die ,unglcksflle zu verhten2 in der ,jugend1 sie zu ertragen4 ,was der gereifte ,mann durch die ,erfahrung seines ,lebens erlangt hat und wodurch er die ,welt anders sieht als der ,jngling und ,knabe1 ist zunchst 99,unbefangenheit994 ,er allererst sieht die ,dinge ganz einfach und nimmt sie fr das1 was sie sind2 whrend dem ,knaben und ,jngling ein ,trugbild1 zusammengesetzt aus selbstgeschaffenen ,grillen1 berkommenen ,vorurteilen und seltsamen ,phantasien1 die wahre ,welt bedeckte oder verzerrte4 ,denn das ,erste1 was die ,erfahrung zu tun vorfindet1 ist uns von den ,hirngespinsten und falschen ,begriffen zu befreien1 welche sich in der ,jugend angesetzt haben4 ,vor diesen das jugendliche ,alter zu bewahren1 wre allerdings die beste ,erziehung1 wenngleich nur eine negative2 ist aber sehr schwer4 ,man mte1 zu diesem ,zwecke1 den ,gesichtskreis des ,kindes mglichst enge halten1 innerhalb desselben jedoch ihm lauter deutliche und richtige ,begriffe beibringen1 und erst nachdem es alles darin ,gelegene richtig erkannt htte1 denselben allmlig erweitern1 stets dafr sorgend1 da nichts ,dunkeles1 auch nichts halb oder schief ,verstandenes1 zurck bliebe4 ,infolge hievon wrden seine ,begriffe von ,dingen und menschlichen ,verhltnissen1 immer noch beschrnkt und sehr einfach1 dafr aber deutlich und richtig sein1 so da sie stets nur der ,erweiterung1 nicht der ,berichtigung bedrften2 und so fort bis ins ,jnglingsalter hinein4 ,diese ,methode erfordert insbesondere1 da man keine ,romane zu lesen erlaube1 sondern sie durch angemessene ,biographien ersetze1 wie z4 ,b4 die 99,franklins991 den ,anton ,reiser von ,moritz u4 dgl4 -- ,wann wir jung sind1 vermeinen wir1 da die in unserm ,lebenslauf wichtigen und folgenreichen ,begebenheiten und ,personen mit ,pauken und ,trompeten auftreten werden3 im ,alter zeigt jedoch die retrospektive ,betrachtung1 da sie alle ganz still durch die ,hintertr1 und fast unbeachtet1 hereingeschlichen sind4 ,man kann ferner1 in der bis hieher betrachteten ,hinsicht1 das ,leben mit einem gestickten ,stoffe vergleichen1 von welchem jeder in der ersten ,hlfte seiner ,zeit1 die rechte1 in der zweiten aber die ,kehrseite zu sehen bekme3 letztere ist nicht so schn1 aber lehrreicher2 weil sie den ,zusammenhang der ,fden erkennen lt4 -- ,die geistige berlegenheit1 sogar die grte1 wird1 in der ,konversation1 ihr entschiedenes bergewicht erst nach dem vierzigsten ,jahre geltend machen4 ,denn die ,reife der ,jahre und die ,frucht der ,erfahrung kann durch jene wohl vielfach bertroffen1 jedoch nie ersetzt werden3 sie aber gibt auch dem gewhnlichsten ,menschen ein gewisses ,gegengewicht gegen die ,krfte des grten ,geistes1 solange dieser jung ist4 ,ich meine hier blo das ,persnliche1 nicht die ,werke4 -- ,jeder irgend vorzgliche ,mensch1 jeder1 der nur nicht zu den von der ,natur so traurig dotirten #e_/f der ,menschheit gehrt1 wird1 nach dem vierzigsten ,jahre1 von einem gewissen ,anfluge von ,misanthropie schwerlich frei bleiben4 ,denn er hatte1 wie es natrlich ist1 von sich auf andere geschlossen und ist allmlig enttuscht worden1 hat eingesehn1 da sie entweder von der ,seite des ,kopfes oder des ,herzens1 meistens sogar beider1 ihm im ,rckstand bleiben und nicht quitt mit ihm werden2 weshalb er sich mit ihnen einzulassen gern vermeidet2 wie denn berhaupt jeder nach ,magabe seines inneren ,wertes die ,einsamkeit1 d4 h4 seine eigene ,gesellschaft1 lieben oder hassen wird4 ,von dieser ,art der ,misanthropie handelt auch 99,kant991 in der ,krit4 der ,urteilskraft1 gegen das ,ende der allgemeinen ,anmerkung zum #bi des ersten ,teils4 ,an einem 99jungen ,menschen99 ist es1 in intellektueller und auch in moralischer ,hinsicht1 ein schlechtes ,zeichen1 wenn er im ,tun und ,treiben der ,menschen sich recht frh 99zurechtezufinden99 wei1 sogleich darin zu ,hause ist und1 wie vorbereitet1 in dasselbe eintritt3 es kndigt ,gemeinheit an4 ,hingegen deutet1 in solcher ,beziehung1 ein befremdetes1 stutziges1 ungeschicktes und verkehrtes ,benehmen auf eine ,natur edlerer ,art4 ,die ,heiterkeit und der ,lebensmut unserer ,jugend beruht zum ,teil darauf1 da wir1 bergauf gehend1 den ,tod nicht sehn2 weil er am ,fu der andern ,seite des ,berges liegt4 ,haben wir aber den ,gipfel berschritten1 dann werden wir den ,tod1 welchen wir bis dahin nur vom ,hrensagen kannten1 wirklich ansichtig1 wodurch1 da zu derselben ,zeit die ,lebenskraft zu ebben beginnt1 auch der ,lebensmut sinkt2 so da jetzt ein trber ,ernst den jugendlichen bermut verdrngt und auch dem ,gesichte sich aufdrckt4 ,solange wir jung sind1 man mag uns sagen1 was man will1 halten wir das ,leben fr endlos und gehn danach mit der ,zeit um4 ,je lter wir werden1 desto mehr konomisiren wir unsere ,zeit4 ,denn im sptern ,alter erregt jeder verlebte ,tag eine ,empfindung1 welche der verwandt ist1 die bei jedem ,schritt ein zum ,hochgericht gefhrter ,delinquent hat4 ,vom ,standpunkte der ,jugend aus gesehn1 ist das ,leben eine unendlich lange ,zukunft2 vom ,standpunkt des ,alters aus1 eine sehr kurze ,vergangenheit2 so da es anfangs sich uns darstellt wie die ,dinge1 wann wir das ,objektivglas des ,opernguckers ans ,auge legen1 zuletzt aber wie wann das ,okular4 ,man mu alt geworden sein1 also lange gelebt haben1 um zu erkennen1 wie kurz das ,leben ist4 -- ,je lter man wird1 desto kleiner erscheinen die menschlichen ,dinge samt und sonders3 das ,leben1 welches in der ,jugend als fest und stabil vor uns stand1 zeigt sich uns jetzt als die rasche ,flucht ephemerer ,erscheinungen3 die ,nichtigkeit des ,ganzen tritt hervor4 -- ,die ,zeit selbst hat in unserer ,jugend einen viel langsameren ,schritt2 daher das erste ,viertel unsers ,lebens nicht nur das glcklichste1 sondern auch das lngste ist1 so da es viel mehr ,erinnerungen zurcklt1 und jeder1 wenn es darauf ankme1 aus demselben mehr zu erzhlen wissen wrde1 als aus zweien der folgenden4 ,sogar werden1 wie im ,frhling des ,jahres1 so auch in dem des ,lebens1 die ,tage zuletzt von einer lstigen ,lnge4 ,im ,herbste beider werden sie kurz1 aber heiterer und bestndiger4 ,warum nun aber erblickt man1 im ,alter1 das ,leben1 welches man hinter sich hat1 so kurz8 ,weil man es fr so kurz hlt1 wie die ,erinnerung desselben ist4 ,aus dieser nmlich ist alles ,unbedeutende und viel ,unangenehmes herausgefallen1 daher wenig brig geblieben4 ,denn1 wie unser ,intellekt berhaupt sehr unvollkommen ist1 so auch das ,gedchtnis3 das ,erlernte mu gebt1 das ,vergangene ruminirt werden1 wenn nicht beides allmlig in den ,abgrund der ,vergessenheit versinken soll4 ,nun aber pflegen wir nicht das ,unbedeutende1 auch meistens nicht das ,unangenehme zu ruminiren2 was doch ntig wre1 um es im ,gedchtnis aufzubewahren4 ,des ,unbedeutenden wird aber immer mehr3 denn durch die ftere und endlich zahllose ,wiederkehr wird vielerlei1 das anfangs uns bedeutend erschien1 allmlig unbedeutend2 daher wir uns der frheren ,jahre besser als der spteren erinnern4 ,je lnger wir nun leben1 desto weniger ,vorgnge scheinen uns wichtig1 oder bedeutend genug1 um hinterher noch ruminirt zu werden1 wodurch allein sie im ,gedchtnis sich fixiren knnten3 sie werden also vergessen1 sobald sie vorber sind4 ,so luft denn die ,zeit immer spurloser ab4 -- ,nun ferner das ,unangenehme ruminiren wir nicht gern1 am wenigsten aber dann1 wenn es unsere ,eitelkeit verwundet1 welches sogar meistens der ,fall ist2 weil wenige ,leiden uns ganz ohne unsere ,schuld getroffen haben4 ,daher also wird ebenfalls viel ,unangenehmes vergessen4 ,beide ,ausflle nun sind es1 die unsere ,erinnerung so kurz machen1 und verhltnismig immer krzer1 je lnger ihr ,stoff wird4 ,wie die ,gegenstnde auf dem ,ufer1 von welchem man zu ,schiffe sich entfernt1 immer kleiner1 unkenntlicher und schwerer zu unterscheiden werden2 so unsere vergangenen ,jahre1 mit ihren ,erlebnissen und ihrem ,tun4 ,hiezu kommt1 da bisweilen ,erinnerung und ,phantasie uns eine lngst vergangene ,szene unseres ,lebens so lebhaft vergegenwrtigen wie den gestrigen ,tag2 wodurch sie dann ganz nahe an uns herantritt2 dies entsteht dadurch1 da es unmglich ist1 die lange zwischen jetzt und damals verstrichene ,zeit uns ebenso zu vergegenwrtigen1 indem sie sich nicht so in einem ,bilde berschauen lt1 und berdies auch die ,vorgnge in derselben grtenteils vergessen sind1 und blo eine allgemeine ,erkenntnis in abstracto von ihr briggeblieben ist1 ein bloer ,begriff1 keine ,anschauung4 ,daher nun also erscheint das lngst ,vergangene im einzelnen uns so nahe1 als wre es erst gestern gewesen1 die dazwischen liegende ,zeit aber verschwindet1 und das ganze ,leben stellt sich als unbegreiflich kurz dar4 ,sogar kann bisweilen im ,alter die lange ,vergangenheit1 die wir hinter uns haben1 und damit unser eigenes ,alter1 im ,augenblick uns beinahe fabelhaft vorkommen2 welches hauptschlich dadurch entsteht1 da wir zunchst noch immer dieselbe1 stehende ,gegenwart vor uns sehn4 ,dergleichen innere ,vorgnge beruhen aber zuletzt darauf1 da nicht unser ,wesen an sich selbst1 sondern nur die ,erscheinung desselben in der ,zeit liegt1 und da die ,gegenwart der ,berhrungspunkt zwischen ,objekt und ,subjekt ist4 -- ,und warum nun wieder erblickt man in der ,jugend das ,leben1 welches man noch vor sich hat1 so unabsehbar lang8 ,weil man ,platz haben mu fr die grenzenlosen ,hoffnungen1 mit denen man es bevlkert1 und zu deren ,verwirklichung ,methusalem zu jung strbe2 sodann1 weil man zum ,mastabe desselben die wenigen ,jahre nimmt1 welche man schon hinter sich hat und deren ,erinnerung stets stoffreich1 folglich lang ist1 indem die ,neuheit alles bedeutend erscheinen lie1 weshalb es hinterher noch ruminirt1 also oft in der ,erinnerung wiederholt und dadurch ihr eingeprgt wurde4 ,bisweilen glauben wir1 uns nach einem fernen 99,orte99 zurckzusehnen1 whrend wir eigentlich uns nur nach der 99,zeit99 zurcksehnen1 die wir dort verlebt haben1 da wir jnger und frischer waren4 ,so tuscht uns alsdann die ,zeit unter der ,maske des ,raumes4 ,reisen wir hin1 so werden wir der ,tuschung inne4 -- ,ein hohes ,alter zu erreichen1 gibt es1 bei fehlerfreier ,konstitution1 als conditio sine qua non1 zwei ,wege1 die man am ,brennen zweier ,lampen erlutern kann3 die eine brennt lange1 weil sie1 bei wenigem l1 einen sehr dnnen ,docht hat2 die andere1 weil sie1 zu einem starken ,docht1 auch viel l hat3 das l ist die ,lebenskraft1 der ,docht der ,verbrauch derselben auf jede ,art und ,weise4 ,hinsichtlich der 99,lebenskraft99 sind wir1 bis zum #cfsten ,jahre1 denen zu vergleichen1 welche von ihren ,zinsen leben3 was heute ausgegeben wird1 ist morgen wieder da4 ,aber von jenem ,zeitpunkt an ist unser ,analogon der ,rentier1 welcher anfngt1 sein ,kapital anzugreifen4 ,im ,anfang ist die ,sache gar nicht merklich3 der grte ,teil der ,ausgabe stellt sich immer noch von selbst wieder her3 ein geringes ,defizit dabei wird nicht beachtet4 ,dieses aber wchst allmlig1 wird merklich1 seine ,zunahme selbst nimmt mit jedem ,tage zu3 sie reit immer mehr ein1 jedes ,heute ist rmer als das ,gestern1 ohne ,hoffnung auf ,stillstand4 ,so beschleunigt sich1 wie der ,fall der ,krper1 die ,abnahme immer mehr1 -- bis zuletzt nichts mehr brig ist4 ,ein gar trauriger ,fall ist es1 wenn beide hier ,verglichene1 ,lebenskraft und ,eigentum1 wirklich zusammen im ,wegschmelzen begriffen sind3 daher eben wchst mit dem ,alter die ,liebe zum ,besitze4 -- ,hingegen anfangs1 bis zur ,volljhrigkeit und noch etwas darber hinaus1 gleichen wir1 hinsichtlich der ,lebenskraft1 denen1 welche von den ,zinsen noch etwas zum ,kapitale legen3 nicht nur das ,ausgegebene stellt sich von selbst wieder ein1 sondern das ,kapital wchst4 ,und wieder ist auch dieses bisweilen1 durch die ,frsorge eines redlichen ,vormundes1 zugleich mit dem ,gelde der ,fall4 ,o glckliche ,jugend6 o trauriges ,alter6 -- ,nichtsdestoweniger soll man die ,jugendkrfte schonen4 ,aristoteles bemerkt 7,polit4 ,l4 ult4 c4 #e71 da von den olympischen ,siegern nur zwei oder drei einmal als ,knaben und dann wieder als ,mnner gesiegt htten2 weil durch die frhe ,anstrengung1 welche die ,vorbung erfordert1 die ,krfte so erschpft werden1 da sie nachmals1 im ,mannesalter1 fehlen4 ,wie dies von der ,muskelkraft gilt1 so noch mehr von der ,nervenkraft1 deren uerung alle intellektuelle ,leistungen sind3 daher werden die ingenia praecocia1 die ,wunderkinder1 die ,frchte der ,treibhauserziehung1 welche als ,knaben ,erstaunen erregen1 nachmals sehr gewhnliche ,kpfe4 ,sogar mag die frhe1 erzwungene ,anstrengung zur ,erlernung der alten ,sprachen schuld haben an der nachmaligen ,lahmheit und ,urteilslosigkeit so vieler gelehrter ,kpfe4 -- ,ich habe die ,bemerkung gemacht1 da der ,charakter fast jedes ,menschen einem ,lebensalter vorzugsweise angemessen zu sein scheint2 so da er in diesem sich vorteilhafter ausnimmt4 ,einige sind liebenswrdige ,jnglinge1 und dann ist's vorbei2 andere krftige1 ttige ,mnner1 denen das ,alter allen ,wert raubt2 manche stellen sich am vorteilhaftesten im ,alter dar1 als wo sie milder1 weil erfahrener und gelassener sind3 dies ist oft bei ,franzosen der ,fall4 ,die ,sache mu darauf beruhen1 da der ,charakter selbst etwas ,jugendliches1 ,mnnliches oder ltliches an sich hat1 womit das jedesmalige ,lebensalter bereinstimmt1 oder als ,korrektiv entgegenwirkt4 ,wie man1 auf einem ,schiffe befindlich1 sein ,vorwrtskommen nur am ,zurckweichen und demnach ,kleinerwerden der ,gegenstnde auf dem ,ufer bemerkt2 so wird man sein ,alt- und lterwerden daran inne1 da ,leute von immer hhern ,jahren einem jung vorkommen4 ,schon oben ist errtert worden1 wie und warum alles1 was man sieht1 tut und erlebt1 je lter man wird1 desto wenigere ,spuren im ,geiste zurcklt4 ,in diesem ,sinne liee sich behaupten1 da man allein in der ,jugend mit vollem ,bewutsein lebte2 im ,alter nur noch mit halbem4 ,je lter man wird1 mit desto wenigerem ,bewutsein lebt man3 die ,dinge eilen vorber1 ohne ,eindruck zu machen2 wie das ,kunstwerk1 welches man tausendmal gesehn hat1 keinen macht3 man tut1 was man zu tun hat1 und wei hinterher nicht1 ob man es getan4 ,indem nun also das ,leben immer unbewuter wird1 je mehr es der gnzlichen ,bewutlosigkeit zueilt1 so wird eben dadurch der ,lauf der ,zeit auch immer schleuniger4 ,in der ,kindheit bringt die ,neuheit aller ,gegenstnde und ,begebenheiten jegliches zum ,bewutsein3 daher ist der ,tag unabsehbar lang4 ,dasselbe widerfhrt uns auf ,reisen1 wo deshalb 99ein99 ,monat lnger erscheint1 als vier zu ,hause4 ,diese ,neuheit der ,dinge verhindert jedoch nicht1 da die1 in beiden ,fllen1 lnger scheinende ,zeit uns auch in beiden oft wirklich lang wird1 mehr als im ,alter1 oder mehr als zu ,hause4 ,allmlig aber wird1 durch die lange ,gewohnheit derselben ,wahrnehmungen1 der ,intellekt so abgeschliffen1 da immer mehr alles wirkungslos darber hingleitet2 wodurch dann die ,tage immer unbedeutender und dadurch krzer werden3 die ,stunden des ,knaben sind lnger als die ,tage des ,alten4 ,demnach hat die ,zeit unsers ,lebens eine beschleunigte ,bewegung1 wie die einer herabrollenden ,kugel2 und wie auf einer sich drehenden ,scheibe jeder ,punkt um so schneller luft1 als er weiter vom ,zentro abliegt2 so verfliet jedem1 nach ,magabe seiner ,entfernung vom ,lebensanfange1 die ,zeit schneller und immer schneller4 ,man kann demzufolge annehmen1 da1 in der unmittelbaren ,schtzung unsers ,gemtes1 die ,lnge eines ,jahres im umgekehrten ,verhltnisse des ,quotienten desselben in unser ,alter steht3 wenn z4 ,b4 das ,jahr #a_/e unsers ,alters betrgt1 erscheint es uns zehnmal so lang1 als wenn es nur #a_/ej desselben ausmacht4 ,diese ,verschiedenheit in der ,geschwindigkeit der ,zeit hat auf die ganze ,art unsers ,daseins in jedem ,lebensalter den entschiedensten ,einflu4 ,zunchst bewirkt sie1 da das ,kindesalter1 wenn auch nur etwan #ae ,jahre umfassend1 doch die lngste ,zeit des ,lebens1 und daher die reichste an ,erinnerungen ist2 sodann da wir durchweg der ,langenweile im umgekehrten ,verhltnis unsers ,alters unterworfen sind3 ,kinder bedrfen stndig des ,zeitvertreibs1 sei er ,spiel oder ,arbeit2 stockt er1 so ergreift sie augenblicklich entsetzliche ,langeweile4 ,auch ,jnglinge sind ihr noch sehr unterworfen und sehn mit ,besorgnis auf unausgefllte ,stunden4 ,im mnnlichen ,alter schwindet die ,langeweile mehr und mehr3 ,greisen wird die ,zeit stets zu kurz und die ,tage fliegen pfeilschnell vorber4 ,versteht sich1 da ich von ,menschen1 nicht von altgewordenem ,vieh rede4 ,durch diese ,beschleunigung des ,laufes der ,zeit fllt also in sptern ,jahren meistens die ,langeweile weg1 und da andrerseits auch die ,leidenschaften1 mit ihrer ,qual1 verstummen2 so ist1 wenn nur die ,gesundheit sich erhalten hat1 im ,ganzen genommen1 die ,last des ,lebens wirklich geringer als in der ,jugend3 daher nennt man den ,zeitraum1 welcher dem ,eintritt der ,schwche und der ,beschwerden des hhern ,alters vorhergeht1 die besten ,jahre4 ,in ,hinsicht auf unser ,wohlbehagen mgen sie es wirklich sein3 hingegen bleibt den ,jugendjahren1 als wo alles ,eindruck macht und jedes lebhaft ins ,bewutsein tritt1 der ,vorzug1 die befruchtende ,zeit fr den ,geist1 der bltenansetzende ,frhling desselben zu sein4 ,tiefe ,wahrheiten nmlich lassen sich nur erschauen1 nicht errechnen1 d4 h4 ihre erste ,erkenntnis ist eine unmittelbare und wird durch den momentanen ,eindruck hervorgerufen3 sie kann folglich nur eintreten1 so lange dieser stark1 lebhaft und tief ist4 ,demnach hngt1 in dieser ,hinsicht1 alles von der ,benutzung der ,jugendjahre ab4 ,in den spteren knnen wir mehr auf andere1 ja1 auf die ,welt einwirken3 weil wir selbst vollendet und abgeschlossen sind und nicht mehr dem ,eindruck angehren3 aber die ,welt wirkt weniger auf uns4 ,diese ,jahre sind daher die ,zeit des ,tuns und ,leistens2 jene aber die des ursprnglichen ,auffassens und ,erkennens4 ,in der ,jugend herrscht die ,anschauung1 im ,alter das ,denken vor3 daher ist jene die ,zeit fr ,poesie2 dieses mehr fr ,philosophie4 ,auch praktisch lt man sich in der ,jugend durch das ,angeschaute und dessen ,eindruck1 im ,alter nur durch das ,denken bestimmen4 ,zum ,teil beruht dies darauf1 da erst im ,alter anschauliche ,flle in hinlnglicher ,anzahl dagewesen und den ,begriffen subsumirt worden sind1 um diesen volle ,bedeutung1 ,gehalt und ,kredit zu verschaffen und zugleich den ,eindruck der ,anschauung1 durch die ,gewohnheit1 zu migen4 ,hingegen ist in der ,jugend1 besonders auf lebhafte und phantasiereiche ,kpfe1 der ,eindruck des ,anschaulichen1 mithin auch der ,auenseite der ,dinge1 so berwiegend1 da sie die ,welt ansehn als ein ,bild2 daher ihnen hauptschlich angelegen ist1 wie sie darauf figuriren und sich ausnehmen1 -- mehr1 als wie ihnen innerlich dabei zumute sei4 ,dies zeigt sich schon in der persnlichen ,eitelkeit und ,putzsucht der ,jnglinge4 ,die grte ,energie und hchste ,spannung der ,geisteskrfte findet1 ohne ,zweifel1 in der ,jugend statt1 sptestens bis ins #ceste ,jahr3 von dem an nimmt sie1 wiewohl sehr langsam1 ab4 ,jedoch sind die spteren ,jahre1 selbst das ,alter1 nicht ohne geistige ,kompensation dafr4 ,erfahrung und ,gelehrsamkeit sind erst jetzt eigentlich reich geworden3 man hat ,zeit und ,gelegenheit gehabt1 die ,dinge von allen ,seiten zu betrachten und zu bedenken1 hat jedes mit jedem zusammengehalten und ihre ,berhrungspunkte und ,verbindungsglieder herausgefunden2 wodurch man sie allererst jetzt so recht im ,zusammenhange versteht4 ,alles hat sich abgeklrt4 ,deshalb wei man selbst das1 was man schon in der ,jugend wute1 jetzt viel grndlicher2 da man zu jedem ,begriffe viel mehr ,belege hat4 ,was man in der ,jugend zu wissen glaubte1 das wei man im ,alter wirklich1 berdies wei man auch wirklich viel mehr und hat eine nach allen ,seiten durchdachte und dadurch ganz eigentlich zusammenhngende ,erkenntnis2 whrend in der ,jugend unser ,wissen stets lckenhaft und fragmentarisch ist4 ,nur 99wer alt wird991 erhlt eine vollstndige und angemessene ,vorstellung vom ,leben1 indem er es in seiner ,ganzheit und seinem natrlichen ,verlauf1 besonders aber nicht blo1 wie die brigen1 von der ,eingangs-1 sondern auch von der ,ausgangsseite bersieht1 wodurch er dann besonders die ,nichtigkeit desselben vollkommen erkennt2 whrend die brigen stets noch in dem ,wahne befangen sind1 das ,rechte werde noch erst kommen4 ,dagegen ist in der ,jugend mehr ,konzeption2 daher man alsdann aus dem ,wenigen1 was man kennt1 mehr zu machen imstande ist3 aber im ,alter ist mehr ,urteil1 ,penetration und ,grndlichkeit4 ,den ,stoff seiner selbsteigenen ,erkenntnisse1 seiner originalen ,grundansichten1 also das1 was ein bevorzugter ,geist der ,welt zu schenken bestimmt ist1 sammelt er schon in der ,jugend ein3 aber seines ,stoffes ,meister wird er erst in spten ,jahren4 ,demgem wird man meistenteils finden1 da die groen ,schriftsteller ihre ,meisterwerke um das fnfzigste ,jahr herum geliefert haben4 ,dennoch bleibt die ,jugend die ,wurzel des ,baumes der ,erkenntnis2 wenngleich erst die ,krone die ,frchte trgt4 ,wie aber jedes ,zeitalter1 auch das erbrmlichste1 sich fr viel weiser hlt als das ihm zunchst vorhergegangene1 nebst frheren2 ebenso jedes ,lebensalter des ,menschen3 doch irren beide sich oft4 ,in den ,jahren des leiblichen ,wachstums1 wo wir auch an ,geisteskrften und ,erkenntnissen tglich zunehmen1 gewhnt sich das ,heute mit ,geringschtzung auf das ,gestern herabzusehn4 ,diese ,gewohnheit wurzelt ein und bleibt auch dann1 wenn das ,sinken der ,geisteskrfte eingetreten ist und das ,heute vielmehr mit ,verehrung auf das ,gestern blicken sollte2 daher wir dann sowohl die ,leistungen wie die ,urteile unsrer jungen ,jahre oft zu gering anschlagen4 berhaupt ist hier zu bemerken1 da1 ob zwar1 wie der ,charakter oder das ,herz des ,menschen1 so auch der ,intellekt1 der ,kopf1 seinen ,grundeigenschaften nach1 angeboren ist1 dennoch dieser keineswegs so unvernderlich bleibt wie jener1 sondern gar manchen ,umwandelungen unterworfen ist1 die sogar1 im ganzen1 regelmig eintreten2 weil sie teils darauf beruhen1 da er eine physische ,grundlage1 teils darauf1 da er einen empirischen ,stoff hat4 ,so hat seine eigene ,kraft ihr allmliges ,wachstum1 bis zur ,akme1 und dann ihre allmlige ,dekadenz1 bis zur ,imbezillitt4 ,dabei nun aber ist andrerseits der ,stoff1 der alle diese ,krfte beschftigt und in ,ttigkeit erhlt1 also der ,inhalt des ,denkens und ,wissens1 die ,erfahrung1 die ,kenntnisse1 die bung und dadurch die ,vollkommenheit der ,einsicht1 eine stets wachsende ,gre1 bis etwan zum ,eintritt entschiedener ,schwche1 die alles fallen lt4 ,dies ,bestehn des ,menschen aus einem schlechthin ,unvernderlichen und einem regelmig1 auf zweifache und entgegengesetzte ,weise1 ,vernderlichen erklrt die ,verschiedenheit seiner ,erscheinung und ,geltung in verschiedenen ,lebensaltern4 ,im weitern ,sinne kann man auch sagen3 die ersten vierzig ,jahre unsers ,lebens liefern den ,text1 die folgenden dreiig den ,kommentar dazu1 der uns den wahren ,sinn und ,zusammenhang des ,textes1 nebst der ,moral und allen ,feinheiten desselben1 erst recht verstehn lehrt4 ,gegen das ,ende des ,lebens nun gar geht es wie gegen das ,ende eines ,maskenballs1 wenn die ,larven abgenommen werden4 ,man sieht jetzt1 wer diejenigen1 mit denen man1 whrend seines ,lebenslaufes in ,berhrung gekommen war1 eigentlich gewesen sind4 ,denn die ,charaktere haben sich an den ,tag gelegt1 die ,taten haben ihre ,frchte getragen1 die ,leistungen ihre gerechte ,wrdigung erhalten und alle ,trugbilder sind zerfallen4 ,zu diesem allen nmlich war ,zeit erfordert4 -- ,das ,seltsamste aber ist1 da man sogar sich selbst1 sein eigenes ,ziel und ,zwecke1 erst gegen das ,ende des ,lebens eigentlich erkennt und versteht1 zumal in seinem ,verhltnis zur ,welt1 zu den andern4 ,zwar oft1 aber nicht immer1 wird man dabei sich eine niedrigere ,stelle anzuweisen haben1 als man frher vermeint hatte2 sondern bisweilen auch eine hhere1 welches dann daher kommt1 da man von der ,niedrigkeit der ,welt keine ausreichende ,vorstellung gehabt hatte und demnach sein ,ziel hher steckte als sie4 ,man erfhrt beilufig1 was an einem ist4 -- ,man pflegt die ,jugend die glcklichste ,zeit des ,lebens zu nennen1 und das ,alter die traurige4 ,das wre wahr1 wenn die ,leidenschaften glcklich machten4 ,von diesen wird die ,jugend hin- und hergerissen1 mit wenig ,freude und vieler ,pein4 ,dem khlen ,alter lassen sie ,ruhe1 und alsbald erhlt es einen kontemplativen ,anstrich3 denn die ,erkenntnis wird frei und erhlt die ,oberhand4 ,weil nun diese1 an sich selbst1 schmerzlos ist1 so wird das ,bewutsein1 je mehr sie darin vorherrscht1 desto glcklicher4 ,man braucht nur zu erwgen1 da aller ,genu negativer1 der ,schmerz positiver ,natur ist1 um zu begreifen1 da die ,leidenschaften nicht beglcken knnen und da das ,alter deshalb1 da manche ,gensse ihm versagt sind1 nicht zu beklagen ist4 ,denn jeder ,genu ist immer nur die ,stillung eines ,bedrfnisses3 da nun mit diesem auch jener wegfllt1 ist so wenig beklagenswert1 wie da einer nach ,tische nicht mehr essen kann und nach ausgeschlafener ,nacht wach bleiben mu4 ,viel richtiger schtzt ,plato 7im ,eingang zur ,republik7 das ,greisenalter glcklich1 sofern es den bis dahin uns unablssig beunruhigenden ,geschlechtstrieb endlich los ist4 ,sogar liee sich behaupten1 da die mannigfaltigen und endlosen ,grillen1 welche der ,geschlechtstrieb erzeugt1 und die aus ihnen entstehenden ,affekte einen bestndigen1 gelinden ,wahnsinn im ,menschen unterhalten1 solange er unter dem ,einflu jenes ,triebes oder jenes ,teufels1 von dem er stets besessen ist1 steht2 so da er erst nach ,erlschen desselben ganz vernnftig wrde4 ,gewi aber ist1 da1 im allgemeinen und abgesehn von allen individuellen ,umstnden und ,zustnden1 der ,jugend eine gewisse ,melancholie und ,traurigkeit1 dem ,alter eine gewisse ,heiterkeit eigen ist3 und der ,grund hievon ist kein anderer1 als da die ,jugend noch unter der ,herrschaft1 ja dem ,frondienst jenes ,dmons steht1 der ihr nicht leicht eine freie ,stunde gnnt und zugleich der unmittelbare oder mittelbare ,urheber fast alles und jedes ,unheils ist1 das den ,menschen trifft oder bedroht3 das ,alter aber hat die ,heiterkeit dessen1 der eine lange getragene ,fessel los ist und sich nun frei bewegt4 -- ,andrerseits jedoch liee sich sagen1 da nach erloschenem ,geschlechtstrieb der eigentliche ,kern des ,lebens verzehrt und nur noch die ,schale desselben vorhanden sei1 ja1 da es einer ,komdie gliche1 die von ,menschen angefangen1 nachher von ,automaten1 in deren ,kleidern1 zu ,ende gespielt werde4 ,wie dem auch sei1 die ,jugend ist die ,zeit der ,unruhe2 das ,alter die der ,ruhe3 schon hieraus liee sich auf ihr beiderseitiges ,wohlbehagen schlieen4 ,das ,kind streckt seine ,hnde begehrlich aus1 ins ,weite1 nach allem1 was es da so bunt und vielgestaltet vor sich sieht3 denn es wird dadurch gereizt2 weil sein ,sensorium noch so frisch und jung ist4 ,dasselbe tritt1 mit grerer ,energie1 beim ,jngling ein4 ,auch er wird gereizt von der bunten ,welt und ihren vielfltigen ,gestalten3 sofort macht seine ,phantasie mehr daraus1 als die ,welt je verleihen kann4 ,daher ist er voll ,begehrlichkeit und ,sehnsucht ins ,unbestimmte3 diese nehmen ihm die ,ruhe1 ohne welche kein ,glck ist4 ,im ,alter hingegen hat sich das alles gelegt2 teils weil das ,blut khler und die ,reizbarkeit des ,sensoriums minder geworden ist2 teils weil ,erfahrung ber den ,wert der ,dinge und den ,gehalt der ,gensse aufgeklrt hat1 wodurch man die ,illusionen1 ,chimren und ,vorurteile1 welche frher die freie und reine ,ansicht der ,dinge verdeckten und entstellten1 allmlig losgeworden ist2 so da man jetzt alles richtiger und klarer erkennt und es nimmt fr das1 was es ist1 auch1 mehr oder weniger1 zur ,einsicht in die ,nichtigkeit aller irdischen ,dinge gekommen ist4 ,dies eben ist es1 was fast jedem ,alten1 selbst dem von sehr gewhnlichen ,fhigkeiten1 einen gewissen ,anstrich von ,weisheit gibt1 der ihn vor den ,jngern auszeichnet4 ,hauptschlich aber ist durch dies alles ,geistesruhe herbeigefhrt worden3 diese aber ist ein groer ,bestandteil des ,glckes1 eigentlich sogar die ,bedingung und das ,wesentliche desselben4 ,whrend demnach der ,jngling meint1 da wunder was in der ,welt zu holen sei1 wenn er nur erfahren knnte1 wo2 ist der ,alte vom ,kohelethischen es ist alles eitel durchdrungen und wei1 da alle ,nsse hohl sind1 wie sehr sie auch vergoldet sein mgen4 ,erst im sptern ,alter erlangt der ,mensch ganz eigentlich das horazische nil admirari1 d4 h4 die unmittelbare1 aufrichtige und feste berzeugung von der ,eitelkeit aller ,dinge und der ,hohlheit aller ,herrlichkeiten der ,welt3 die ,chimren sind verschwunden4 ,er whnt nicht mehr1 da irgendwo1 sei es im ,palast oder der ,htte1 eine besondere ,glckseligkeit wohne1 eine grere als im wesentlichen auch er berall geniet1 wenn er von leiblichen oder geistigen ,schmerzen eben frei ist4 ,das ,groe und das ,kleine1 das ,vornehme und ,geringe1 nach dem ,mastab der ,welt1 sind fr nicht mehr unterschieden4 ,dies gibt dem ,alten eine besondere ,gemtsruhe1 in welcher er lchelnd auf die ,gaukeleien der ,welt herabsieht4 ,er ist vollkommen enttuscht und wei1 da das menschliche ,leben1 was man auch tun mag es herauszuputzen und zu behngen1 doch bald durch allen solchen ,jahrmarktsflitter1 in seiner ,drftigkeit durchscheint und1 wie man es auch frbe und schmcke1 doch berall im wesentlichen dasselbe ist1 ein ,dasein1 dessen wahrer ,wert jedesmal nur nach der ,abwesenheit der ,schmerzen1 nicht nach der ,anwesenheit der ,gensse1 noch weniger des ,prunkes zu schtzen ist4 7,hor4 epist4 ,l4 ,i1 #ab1 v4 #a-d47 ,der ,grundcharakterzug des hhern ,alters ist das ,enttuschtsein3 die ,illusionen sind verschwunden1 welche bis dahin dem ,leben seinen ,reiz und der ,ttigkeit ihren ,sporn verliehen2 man hat das ,nichtige und ,leere aller ,herrlichkeiten der ,welt1 zumal des ,prunkes1 ,glanzes und ,hoheitsscheins erkannt2 man hat erfahren1 da hinter den meisten gewnschten ,dingen und ersehnten ,genssen gar wenig steckt1 und ist so allmlig zu der ,einsicht in die groe ,armut und ,leere unsers ganzen ,daseins gelangt4 ,erst im #gj4 ,jahre versteht man ganz den ersten ,vers des ,koheleth4 ,dies ist es aber auch1 was dem ,alter einen gewissen grmlichen ,anstrich gibt4 -- ,gewhnlich meint man1 das ,los der ,alten sei ,krankheit und ,langeweile4 ,erstere ist dem ,alter gar nicht wesentlich1 zumal nicht1 wenn dasselbe hoch gebracht werden soll3 denn crescente vita1 crescit sanitas et morbus4 ,und was die ,langeweile betrifft1 so habe ich oben gezeigt1 warum das ,alter ihr sogar weniger1 als die ,jugend1 ausgesetzt ist3 auch ist dieselbe durchaus keine notwendige ,begleiterin der ,einsamkeit1 welcher1 aus leicht abzusehenden ,ursachen1 das ,alter uns allerdings entgegenfhrt2 sondern sie ist es nur fr diejenigen1 welche keine anderen1 als sinnliche und gesellschaftliche ,gensse gekannt1 ihren ,geist unbereichert und ihre ,krfte unentwickelt gelassen haben4 ,zwar nehmen1 im hhern ,alter1 auch die ,geisteskrfte ab3 aber wo viel war1 wird zur ,bekmpfung der ,langenweile immer noch genug brig bleiben4 ,sodann nimmt1 wie oben gezeigt worden1 durch ,erfahrung1 ,kenntnis1 bung und ,nachdenken1 die richtige ,einsicht immer noch zu1 das ,urteil schrft sich und der ,zusammenhang wird klar2 man gewinnt in allen ,dingen mehr und mehr eine zusammenfassende bersicht des ,ganzen3 so hat dann1 durch immer neue ,kombinationen der aufgehuften ,erkenntnisse und gelegentliche ,bereicherung derselben1 die eigene innerste ,selbstbildung in allen ,stcken noch immer ihren ,fortgang1 beschftigt1 befriedigt und belohnt den ,geist4 ,durch dieses alles wird die erwhnte ,abnahme in gewissem ,grade kompensirt4 ,zudem luft1 wie gesagt1 im ,alter die ,zeit viel schneller2 was der ,langenweile entgegenwirkt4 ,die ,abnahme der ,krperkrfte schadet wenig1 wenn man ihrer nicht zum ,erwerbe bedarf4 ,armut im ,alter ist ein groes ,unglck4 ,ist diese gebannt und die ,gesundheit geblieben2 so kann das ,alter ein sehr ertrglicher ,teil des ,lebens sein4 ,bequemlichkeit und ,sicherheit sind seine ,hauptbedrfnisse3 daher liebt man im ,alter1 noch mehr als frher1 das ,geld2 weil es den ,ersatz fr die fehlenden ,krfte gibt4 ,von der ,venus entlassen1 wird man gern eine ,aufheiterung beim ,bacchus suchen4 ,an die ,stelle des ,bedrfnisses zu sehn1 zu reisen und zu lernen ist das ,bedrfnis zu lehren und zu sprechen getreten4 ,ein ,glck aber ist es1 wenn dem ,greise noch die ,liebe zu seinem ,studium1 auch zur ,musik1 zum ,schauspiele und berhaupt eine gewisse ,empfnglichkeit fr das uere geblieben ist2 wie diese allerdings bei einigen bis ins spteste ,alter fortdauert4 ,was einer an sich hat1 kommt ihm nie mehr zugute als im ,alter4 ,die meisten freilich1 als welche stets stumpf waren1 werden im hhern ,alter mehr und mehr zu ,automaten3 sie denken1 sagen und tun immer dasselbe1 und kein uerer ,eindruck vermag etwas daran zu ndern oder etwas ,neues aus ihnen hervorzurufen4 ,zu solchen ,greisen zu reden1 ist wie in den ,sand zu schreiben3 der ,eindruck verlischt fast unmittelbar darauf4 ,ein ,greisentum dieser ,art ist denn freilich nur das caput mortuum des ,lebens4 -- ,den ,eintritt der zweiten ,kindheit im hohen ,alter scheint die ,natur durch das1 in seltenen ,fllen1 alsdann sich einstellende dritte ,zahnen symbolisiren zu wollen4 ,das ,schwinden aller ,krfte im zunehmenden ,alter1 und immer mehr und mehr1 ist allerdings sehr traurig1 doch ist es notwendig1 ja wohlttig1 weil sonst der ,tod zu schwer werden wrde1 dem es vorarbeitet4 ,daher ist der grte ,gewinn1 den das ,erreichen eines sehr hohen ,alters bringt1 die ,euthanasie1 das beraus leichte1 durch keine ,krankheit eingeleitete1 von keiner ,zuckung begleitete und gar nicht gefhlte ,sterben2 von welchem man im zweiten ,bande meines ,hauptwerkes1 ,kap4 #da1 ,s4 #dgj 7#c4 ,aufl4 #ecd71 eine ,schilderung findet4 -- ,im ,upanischad des ,veda 7,vol4 ,,ii1 p4 #ec7 wird 99die natrliche ,lebensdauer99 auf #ajj ,jahre angegeben4 ,ich glaube1 mit ,recht2 weil ich bemerkt habe1 da nur die1 welche das #ijste ,jahr berschritten haben1 der 99,euthanasie99 teilhaftig werden1 d4 h4 ohne alle ,krankheit1 auch ohne ,apoplexie1 ohne ,zuckung1 ohne ,rcheln1 ja bisweilen ohne zu erblassen1 meistens sitzend1 und zwar nach dem ,essen1 sterben1 oder vielmehr gar nicht sterben1 sondern nur zu leben aufhren4 ,in jedem frheren ,alter stirbt man blo an ,krankheiten1 also vorzeitig,w4 -- ,w ,variante3 ,im ,a4 ,t4 wird 7,psalm #ij1 #aj7 die menschliche ,lebensdauer auf #gj und1 wenn es hoch kommt1 #hj ,jahre gesetzt1 und1 was mehr auf sich hat1 99,herodot99 7,i1 #cb und ,,iii1 #bb7 sagt dasselbe4 ,es ist aber doch falsch und ist blo das ,resultat einer rohen und oberflchlichen ,auffassung der tglichen ,erfahrung4 ,denn wenn die natrliche ,lebensdauer #gj-hj ,jahre wre1 so mten die ,leute zwischen #gj und #hj ,jahren 99vor ,alter99 sterben4 ,dies aber ist gar nicht der ,fall3 sie sterben1 wie die jngeren1 an 99,krankheiten992 die ,krankheit aber ist wesentlich eine ,abnormitt3 also ist dies nicht das natrliche ,ende4 ,erst zwischen #ij und #ajj ,jahren sterben die ,menschen1 dann aber in der ,regel 99vor ,alter991 ohne ,krankheit1 ohne ,todeskampf1 ohne ,rcheln1 ohne ,zuckung1 bisweilen ohne zu erblassen1 welches die 99,euthanasie99 heit4 ,daher hat auch hier der 99,upanischad99 recht1 welcher die natrliche ,lebensdauer auf #ajj ,jahre setzt4 ,das menschliche ,leben ist eigentlich weder lang noch kurz zu nennen,x2 weil es im ,grunde das ,ma ist1 wonach wir alle andern ,zeitlngen abschtzen4 -- ,x ,denn1 wenn man auch noch so lange lebt1 hat man doch nie mehr inne1 als die unteilbare ,gegenwart3 die ,erinnerung aber verliert tglich mehr durch die ,vergessenheit1 als sie durch den ,zuwachs gewinnt4 ,der ,grundunterschied zwischen ,jugend und ,alter bleibt immer1 da jene das ,leben im ,prospekt hat1 dieses den ,tod2 da also jene eine kurze ,vergangenheit und lange ,zukunft besitzt2 dieses umgekehrt4 ,allerdings hat man1 wenn man alt ist1 nur noch den ,tod vor sich2 aber wenn man jung ist1 hat man das ,leben vor sich2 und es fragt sich1 welches von beiden bedenklicher sei1 und ob nicht1 im ganzen genommen1 das ,leben eine ,sache sei1 die es besser ist hinter sich1 als vor sich zu haben2 sagt doch schon ,koheleth 7#g1 #b73 der ,tag des ,todes ist besser denn der ,tag der ,geburt4 ,ein sehr langes ,leben zu begehren1 ist jedenfalls ein verwegener ,wunsch4 ,denn quien larga vida vive mucho mal vive sagt das spanische ,sprichwort4 -- ,zwar ist nicht1 wie die ,astrologie es wollte1 der ,lebenslauf der einzelnen in den ,planeten vorgezeichnet2 wohl aber der ,lebenslauf des ,menschen berhaupt1 sofern jedem ,alter desselben ein ,planet1 der ,reihenfolge nach1 entspricht1 und sein ,leben demnach sukzessive von allen ,planeten beherrscht wird4 -- ,im zehnten ,lebensjahre regiert 99,merkur994 ,wie dieser bewegt der ,mensch sich schnell und leicht1 im engsten ,kreise3 er ist durch ,kleinigkeiten umzustimmen1 aber er lernt viel und leicht1 unter der ,herrschaft des ,gottes der ,schlauheit und ,beredsamkeit4 -- ,mit dem zwanzigsten ,jahre tritt die ,herrschaft der 99,venus99 ein3 ,liebe und ,weiber haben ihn ganz im ,besitze4 ,im dreiigsten ,lebensjahre herrscht 99,mars993 der ,mensch ist jetzt stark1 heftig1 khn1 kriegerisch und trotzig4 -- ,im vierzigsten regieren die #d 99,planetoiden993 sein ,leben geht demnach in die ,breite3 er ist frugi1 d4 h4 frhnt dem ,ntzlichen1 kraft der 99,ceres993 er hat seinen eigenen ,herd1 kraft der 99,vesta993 er hat gelernt1 was er zu wissen braucht1 kraft der 99,pallas993 und als 99,juno99 regiert die ,herrin des ,hauses1 seine ,gattin,y4 -- ,im fnfzigsten ,jahre aber herrscht 99,jupiter994 ,schon hat der ,mensch die meisten berlebt1 und dem jetzigen ,geschlechte fhlt er sich berlegen4 ,noch im vollen ,genu seiner ,kraft1 ist er reich an ,erfahrung und ,kenntnis3 er hat 7nach ,magabe seiner ,individualitt und ,lage7 ,autoritt ber alle1 die ihn umgeben4 ,er will demnach sich nicht mehr befehlen lassen1 sondern selbst befehlen4 ,zum ,lenker und ,herrscher1 in seiner ,sphre ist er jetzt am geeignetsten4 ,so kulminirt ,jupiter und mit ihm der ,fnfzigjhrige4 -- ,dann aber folgt im sechzigsten ,jahre 99,saturn99 und mit ihm die ,schwere1 ,langsamkeit und ,zhigkeit des 99,bleies993 ,but old folks1 many feign as they were dead2 ,unwieldy1 slow1 heavy and pale as lead,z1 ,rom4 et4 ,jul4 ,a4 #b sc4 #e4 ,y ,die zirka #fj seitdem noch hinzu entdeckten ,planetoiden sind eine ,neuerung1 von der ich nichts wissen will4 ,ich mache es daher mit ihnen1 wie mit mir die ,philosophieprofessoren3 ich ignorire sie1 weil sie nicht in meinen ,kram passen4 ,z ,viel ,alte scheinen schon den ,toten gleich3 ,wie ,blei1 schwer1 zhe1 ungelenk und bleich4 ,zuletzt kommt 99,uranus993 da geht man1 wie es heit1 in den ,himmel4 ,den 99,neptun99 7so hat ihn leider die ,gedankenlosigkeit getauft7 kann ich hier nicht in ,rechnung ziehn2 weil ich ihn nicht bei seinem wahren ,namen nennen darf1 der 99,eros99 ist4 ,sonst wollte ich zeigen1 wie sich an das ,ende der ,anfang knpft1 wie nmlich der ,eros mit dem ,tode in einem geheimen ,zusammenhange steht1 vermge dessen der ,orkus oder ,amenthes der gypter 7nach ,plutarch de ,iside et ,os4 c4 #bi71 der lambann kai didous1 also nicht nur der ,nehmende1 sondern auch der ,gebende1 und der ,tod das groe rservoir des ,lebens ist4 ,daher also1 daher1 aus dem ,orkus1 kommt alles1 und dort ist schon jedes gewesen1 das jetzt ,leben hat3 -- wren wir nur fhig1 den ,taschenspielerstreich zu begreifen1 vermge dessen das geschieht2 dann wre alles klar4 ,ende4 ,anmerkungen zur ,transkription3 ,bei der ,transkription erfolgte ,korrekturen3 - ,im ,kontext gewissermaen auf einer ,akkommodation3 statt ,akkommodation stand ,akkomodation4 - ,im ,kontext pantes hosoi perittoi gegonasin andres1 kata philosophian1 politikn1 poisin technas1 phainontai melancholikoi ontes3 statt ontes stand sntes4 - ,im ,kontext ,dokei de h eudaimonia en t schol einai3 statt schol stand ochol - ,im ,kontext verbreiteter oder vielmehr angeborener ,manie3 statt ,manie stand ,mannie4 - ,im ,kontext ,daher wird man z4 ,b4 unter fnfzig ,englndern3 statt fnfzig stand funfzig4 - ,im ,kontext der ,mylitta zu ,babylon3 statt ,babylon stand ,babylan4 - ,im ,kontext ,shakespeare1 im ,othello und im ,wintermrchen3 statt ,shakespeare stand ,shakesspeare4 - ,im ,kontext welche blo ein opus supererogationis ist3 statt supererogationis stand supererogations4 - ,im ,kontext ,alle jene ,vorgaben halten also nicht ,stich43 statt ,vorgaben stand ,vorgeben4 - ,im ,kontext der geringe ,erfolg ihres ,bestrebens3 statt ihres stand ihrer4 - ,im ,satz ,zum ,wege der 99,taten99 befhigt vorzglich das groe ,herz2 zu dem der 99,werke99 der groe ,kopf4 wurde ,werke in gleicher ,weise hervorgehoben wie ,taten4 - ,im ,kontext sondern da er es sei1 macht ihn beneidenswert3 statt beneidenswert stand beneidensweit4 - ,im ,kontext sind die ,data jedem zugnglich1 so wird ihre ,kombination es meistens auch sein3 statt meistens stand meistes4 - ,im ,kontext #a4 ,als die oberste ,regel aller ,lebensweisheit3 aus ,grnden der ,konsistenz #a7 gendert zu #a44 - ,im ,kontext wir denken hufig an sie und wenig an alle jene andern wichtigeren ,dinge1 die nach unserem ,sinne gehn43 statt unserem stand unseren4 - ,im ,kontext da seine ,befriedigung immer nur negativ wirkt und daher gar nicht direkt empfunden wird und im ,unglck spren wir sie gar nicht3 statt gar nicht 7wie anderswo im ,buch verwendet7 stand garnicht4 - ,im ,kontext ,kommt zu einem schmerzlosen ,zustand noch die ,abwesenheit der ,langenweile3 statt noch stand nach4 - ,im ,kontext ,man kann in diesem ,sinne auch sagen13 statt ,man stand ,mann4 - ,im ,kontext ,hat hingegen der ,widerwille gegen dieses alles gesiegt3 statt hingegen stand hingegegen4 - ,im ,kontext ,wer inzwischen ,gesellschaft liebt1 kann sich aus diesem ,gleichnis die ,regel abstrahiren1 da was den ,personen seines ,umgangs an ,qualitt abgeht1 durch die ,quantitt einigermaen ersetzt werden mu43 zwei ,kommata ergnzt1 und statt ,quantitt stand ,quantit4 - ,im ,kontext ,furcht vor der 99,einsamkeit993 statt ,furcht stand ,frucht4 - ,im ,kontext daher viele ,reiche sich unglcklich fhlen1 ,semikolon ersetzt durch ,komma4 - ,im ,kontext in den sechziger ,jahren ist der ,trieb zur ,einsamkeit3 statt sechziger stand sechsziger4 - ,im ,kontext so da man damit zum heautontimroumenos wird3 statt heautontimroumenos stand heautontimoroumenos4 - ,im ,kontext indem er sich die groe ,wahrheit verdeutlicht1 da alles1 was geschieht1 notwendig eintritt13 statt da stand das4 - ,im ,kontext in der ,linken die ,tabaksdose1 in der ,rechten eine ,priese haltend3 statt ,rechten stand rechten4 - ,im ,kontext ,denn da die ,menschen in der ,regel ohne eigenes ,urteil sind und zumal hohe und schwierige ,leistungen abzuschtzen durchaus keine ,fhigkeit haben2 so folgen sie hier stets fremder ,autoritt13 statt ,autoritt 7wie anderswo im ,buch verwendet7 stand ,auktoritt4 - ,im ,kontext eine falsche1 konventionelle1 auf willkrlichen ,satzungen beruhende und traditionell unter den hheren ,stnden sich fortpflanzende1 auch1 wie die ,parole1 vernderliche berlegenheit3 statt eine stand ein4 - ,im ,kontext ,sind nicht fast alle ,kriege im ,grunde ,raubzge8 war der ,satzanfang klein geschrieben4 - ,im ,kontext fr den ganzen ,menschen13 statt ganzen stand ganen4 - ,im ,kontext bei groer ,homogeneitt3 statt ,homogeneitt stand ,homogeniett4 - ,im ,kontext in der ,literatur geschrieben3 statt ,literatur stand ,literartur4 - ,im ,kontext auer allem ,kontakt3 statt ,kontakt stand ,konkakt4 - ,im ,kontext trocknen1 im ,laufe der ,jahre1 allmhlich zu abstrakten ,begriffen aus3 statt aus stand auf4 - ,im ,kontext eine blo vernnftige1 ja traditionelle3 statt vernnftige stand vennftige4 - ,im ,kontext sie wird geflohen und gehat3 statt gehat stand geha4 - ,im ,kontext ,in diesem ,sinne liee sich behaupten1 da man allein in der ,jugend mit vollem ,bewutsein lebte3 statt ,bewutsein stand ,bewustein4 - ,im ,kontext an ,geisteskrften und ,erkenntnissen tglich zunehmen13 statt zunehmen stand znuehmen4 - ,im ,kontext ,diese ,gewohnheit wurzelt ein und bleibt auch dann1 wenn das ,sinken der ,geisteskrfte eingetreten ist3 statt das stand des4 - ,im ,kontext der ,jngling meint1 da wunder was in der ,welt zu holen sei3 statt da stand das4 - ,im ,kontext ,amenthes der gypter3 statt gypter stand gipter4 - ,im ,kontext si scampa cos3 statt cos stand cosi4 - ,im ,kontext non s tristo cane1 che non meni la coda3 statt s stand si4