,anmerkungen zur ,transkription3 ,kursiv gedruckter ,text ist mit ,unterstrich markiert1 gesperrt gedruckter ,text mit ,gleichheitszeichen1 fett gedruckter ,text in ,,grossbuchstaben4 ,inkonsistenzen in der ,rechtschreibung sind nicht korrigiert4 ,die ,verbesserungen der ,errata-,liste auf ,seite #aje sind alle bernommen4 ,eine ,liste der im ,text vorgenommenen nderungen findet sich am ,ende des ,dokuments4 ,zum ewigen ,frieden4 ,ein philosophischer ,entwurf von ,immanuel ,kant4 ,knigsberg1 bey ,friedrich ,nicolovius4 #agie4 ,zum ewigen ,frieden4 ,ob diese satyrische ,ueberschrift auf dem ,schilde jenes hollndischen ,gastwirths1 worauf ein ,kirchhof gemahlt war1 die ,menschen berhaupt1 oder besonders die ,staatsoberhupter1 die des ,krieges nie satt werden knnen1 oder wohl gar nur die ,philosophen gelte1 die jenen sen ,traum trumen1 mag dahin gestellt seyn4 ,das bedingt sich aber der ,verfasser des ,gegenwrtigen aus1 da1 da der praktische ,politiker mit dem theoretischen auf dem ,fu steht1 mit groer ,selbstgeflligkeit auf ihn als einen ,schulweisen herabzusehen1 der dem ,staat1 welcher von ,erfahrungsgrundstzen ausgehen msse1 mit seinen sachleeren ,ideen keine ,gefahr bringe1 und den man immer seine eilf ,kegel auf einmal werfen lassen kann1 ohne1 da sich der weltkundige ,staatsmann daran kehren darf1 dieser auch1 im ,fall eines ,streits mit jenem sofern consequent verfahren msse1 hinter seinen auf gut ,glck gewagten1 und ffentlich geusserten ,meynungen nicht ,gefahr fr den ,staat zu wittern2 -- durch welche ,clausula salvatoria der ,verfasser dieses sich dann hiemit in der besten ,form wider alle bsliche ,auslegung ausdrcklich verwahrt wissen will4 ,erster ,abschnitt1 welcher die ,prliminarartikel zum ewigen ,frieden unter ,staaten enthlt4 #a4 ,es soll kein ,friedensschlu fr einen solchen gelten1 der mit dem geheimen ,vorbehalt des ,stoffs zu einem knftigen ,kriege gemacht worden4 ,denn alsdenn wre er ja ein bloer ,waffenstillstand1 ,aufschub der ,feindseligkeiten1 nicht ,friede1 der das ,ende aller ,hostilitten bedeutet1 und dem das ,beywort ewig anzuhngen ein schon verdchtiger ,pleonasm ist4 ,die vorhandene1 obgleich jetzt vielleicht den ,paciscirenden selbst noch nicht bekannte1 ,ursachen zum knftigen ,kriege sind durch den ,friedensschlu insgesammt vernichtet1 sie mgen auch aus archivarischen ,dokumenten mit noch so scharfsichtiger ,aussphungsgeschicklichkeit ausgeklaubt seyn4 -- ,der ,vorbehalt 7reseruatio mentalis7 alter allererst knftig auszudenkender ,prtensionen1 deren kein ,theil fr jetzt ,erwhnung thun mag1 weil beyde zu sehr erschpft sind1 den ,krieg fortzusetzen1 bey dem bsen ,willen1 die erste gnstige ,gelegenheit zu diesem ,zweck zu benutzen1 gehrt zur ,jesuitencasuistik1 und ist unter der ,wrde der ,regenten1 so wie die ,willfhrigkeit zu dergleichen ,deduktionen unter der ,wrde eines ,ministers desselben1 wenn man die ,sache1 wie sie an sich selbst ist beurtheilt4 -- ,wenn aber1 nach aufgeklrten ,begriffen der ,staatsklugheit1 in bestndiger ,vergrerung der ,macht1 durch welche ,mittel es auch sey1 die wahre ,ehre des ,staats gesetzt wird1 so fllt freylich jenes ,urtheil als schulmig und pedantisch in die ,augen4 #b4 ,es soll kein fr sich bestehender ,staat 7klein oder gro1 das gilt hier gleichviel7 von einem andern ,staate durch ,erbung1 ,tausch1 ,kauf oder ,schenkung1 erworben werden knnen4 ,ein ,staat ist nmlich nicht 7wie etwa der ,boden1 auf dem er seinen ,sitz hat7 eine ,haabe 7patrimonium74 ,er ist eine ,gesellschaft von ,menschen1 ber die ,niemand anders1 als er selbst1 zu gebieten und zu disponiren hat4 ,ihn aber1 der selbst als ,stamm seine eigene ,wurzel hatte1 als ,pfropfreis einem andern ,staate einzuverleiben1 heit seine ,existenz1 als einer moralischen ,person1 aufheben1 und aus der letzteren eine ,sache machen1 und widerspricht also der ,idee des ursprnglichen ,vertrags1 ohne die sich kein ,recht ber ein ,volk denken lt#a4 ,in welche ,gefahr das ,vorurtheil dieser ,erwerbungsart ,europa1 denn die andern ,welttheile haben nie davon gewut1 in unsern bis auf die neuesten ,zeiten gebracht habe1 da sich nmlich auch ,staaten einander heurathen knnten1 ist jedermann bekannt1 theils als eine neue ,art von ,industrie1 sich auch ohne ,aufwand von ,krften durch ,familienbndnisse bermchtig zu machen1 theils auch auf solche ,art den ,lnderbesitz zu erweitern4 -- ,auch die ,verdingung der ,truppen eines ,staats an einen andern1 gegen einen nicht gemeinschaftlichen ,feind1 ist dahin zu zhlen2 denn die ,unterthanen werden dabey als nach ,belieben zu handhabende ,sachen gebraucht und verbraucht4 #a ,ein ,erbreich ist nicht ein ,staat1 der von einem andern ,staate1 sondern dessen ,recht zu regieren an eine andere physische ,person vererbt werden kann4 ,der ,staat erwirbt alsdann einen ,regenten1 nicht dieser als ein solcher 7d4 i4 der schon ein anderes ,reich besitzt7 den ,staat4 #c4 ,stehende ,heere 7miles perpetuus7 sollen mit der ,zeit ganz aufhren4 ,denn sie bedrohen andere ,staaten unaufhrlich mit ,krieg1 durch die ,bereitschaft1 immer dazu gerstet zu erscheinen2 reitzen diese an1 sich einander in ,menge der gersteten1 die keine ,grenzen kennt1 zu bertreffen1 und1 indem durch die darauf verwandten ,kosten der ,friede endlich noch drckender wird als ein kurzer ,krieg1 so sind sie selbst ,ursache von ,angriffskriegen1 um diese ,last loszuwerden2 wozu kommt1 da zum ,tdten1 oder getdtet zu werden in ,sold genommen zu seyn1 einen ,gebrauch von ,menschen als bloen ,maschinen und ,werkzeugen in der ,hand eines ,andern 7des ,staats7 zu enthalten scheint1 der sich nicht wohl mit dem ,rechte der ,menschheit in unserer eigenen ,person vereinigen lt4 ,ganz anders ist es mit der freywilligen periodisch vorgenommenen ,uebung der ,staatsbrger in ,waffen bewandt1 sich und ihr ,vaterland dadurch gegen ,angriffe von auen zu sichern4 -- ,mit der ,anhufung eines ,schatzes wrde es eben so gehen1 da er1 von andern ,staaten als ,bedrohung mit ,krieg angesehen1 zu zuvorkommenden ,angriffen nthigte 7weil unter den drey ,mchten1 der ,heeresmacht1 der ,bundesmacht und der ,geldmacht1 die letztere wohl das zuverligste ,kriegswerkzeug seyn drfte2 wenn nicht die ,schwierigkeit1 die ,gre desselben zu erforschen1 dem entgegenstnde74 #d4 ,es sollen keine ,staatsschulden in ,beziehung auf uere ,staatshndel gemacht werden4 ,zum ,behuf der ,landeskonomie 7der ,wegebesserung1 neuer ,ansiedelungen1 ,anschaffung der ,magazine fr besorgliche ,miwachsjahre u4 s4 w471 auerhalb oder innerhalb dem ,staate ,hlfe zu suchen1 ist diese ,hlfsquelle unverdchtig4 ,aber1 als entgegenwirkende ,maschine der ,mchte gegen einander1 ist ein ,creditsystem ins ,unabsehliche anwachsender und doch immer fr die gegenwrtige ,forderung 7weil sie doch nicht von allen ,glubigern auf einmal geschehen wird7 gesicherter ,schulden1 -- die sinnreiche ,erfindung eines handeltreibenden ,volks in diesem ,jahrhundert --1 eine gefhrliche ,geldmacht1 nmlich ein ,schatz zum ,kriegfhren1 der die ,schtze aller andern ,staaten zusammengenommen bertrifft1 und nur durch den einmal bevorstehenden ,ausfall der ,taxen 7der doch auch durch die ,belebung des ,verkehrs1 vermittelst der ,rckwirkung auf ,industrie und ,erwerb1 noch lange hingehalten wird7 erschpft werden kann4 ,diese ,leichtigkeit ,krieg zu fhren1 mit der ,neigung der ,machthabenden dazu1 welche der menschlichen ,natur eingeartet zu seyn scheint1 verbunden1 ist also ein groes ,hinderni des ewigen ,friedens1 welches zu verbieten um desto mehr ein ,prliminarartikel desselben seyn mte1 weil der endlich doch unvermeidliche ,staatsbankerott manche andere ,staaten unverschuldet in den ,schaden mit verwickeln mu1 welches eine ffentliche ,lsion der letzteren seyn wrde4 ,mithin sind wenigstens andere ,staaten berechtigt1 sich gegen einen solchen und dessen ,anmaungen zu verbnden4 #e4 ,kein ,staat soll sich in die ,verfassung und ,regierung eines andern ,staats gewaltthtig einmischen4 ,denn was kann ihn dazu berechtigen8 ,etwa das ,skandal1 was er den ,unterthanen eines andern ,staats giebt8 ,es kann dieser vielmehr1 durch das ,beyspiel der groen ,uebel1 die sich ein ,volk durch seine ,gesetzlosigkeit zugezogen hat1 zur ,warnung dienen2 und berhaupt ist das bse ,beyspiel1 was eine freye ,person der andern giebt1 7als scandalum acceptum7 keine ,lsion derselben4 -- ,dahin wrde zwar nicht zu ziehen seyn1 wenn ein ,staat sich durch innere ,veruneinigung in zwey ,theile spaltete1 deren jeder fr sich einen besondern ,staat vorstellt1 der auf das ,ganze ,anspruch macht2 wo einem derselben ,beystand zu leisten einem uern ,staat nicht fr ,einmischung in die ,verfassung des andern 7denn es ist alsdann ,anarchie7 angerechnet werden knnte4 ,so lange aber dieser innere ,streit noch nicht entschieden ist1 wrde diese ,einmischung uerer ,mchte ,verletzung der ,rechte eines nur mit seiner innern ,krankheit ringenden1 von keinem andern abhngigen ,volks1 selbst also ein gegebenes ,skandal seyn1 und die ,autonomie aller ,staaten unsicher machen4 #f4 ,es soll sich kein ,staat im ,kriege mit einem andern solche ,feindseligkeiten erlauben1 welche das wechselseitige ,zutrauen im knftigen ,frieden unmglich machen mssen3 als da sind1 ,anstellung der ,meuchelmrder 7percussores71 ,giftmischer 7venefici71 ,brechung der ,capitulation1 ,anstiftung des ,verraths 7perduellio71 in dem bekriegten ,staat c4 ,das sind ehrlose ,stratagemen4 ,denn irgend ein ,vertrauen auf die ,denkungsart des ,feindes mu mitten im ,kriege noch brig bleiben1 weil sonst auch kein ,friede abgeschlossen werden knnte1 und die ,feindseligkeit in einen ,ausrottungskrieg 7bellum internecinum7 ausschlagen wrde2 da der ,krieg doch nur das traurige ,nothmittel im ,naturzustande ist1 7wo kein ,gerichtshof vorhanden ist1 der rechtskrftig urtheilen knnte7 durch ,gewalt sein ,recht zu behaupten2 wo keiner von beyden ,theilen fr einen ungerechten ,feind erklrt werden kann 7weil das schon einen ,richterausspruch voraussetzt71 sondern der ,ausschlag desselben 7gleich als vor einem so genannten ,gottesgerichte7 entscheidet1 auf wessen ,seite das ,recht ist2 zwischen ,staaten aber sich kein ,bestrafungskrieg 7bellum punitiuum7 denken lt 7weil zwischen ihnen kein ,verhltni eines ,obern zu einem ,untergebenen statt findet74 -- ,woraus denn folgt3 da ein ,ausrottungskrieg1 wo die ,vertilgung beyde ,theile zugleich1 und mit dieser auch alles ,rechts treffen kann1 den ewigen ,frieden nur auf dem groen ,kirchhofe der ,menschengattung statt finden lassen wrde4 ,ein solcher ,krieg also1 mithin auch der ,gebrauch der ,mittel1 die dahin fhren1 mu schlechterdings unerlaubt seyn4 -- ,da aber die genannte ,mittel unvermeidlich dahin fhren1 erhellet daraus3 da jene hllische ,knste1 da sie an sich selbst niedertrchtig sind1 wenn sie in ,gebrauch gekommen1 sich nicht lange innerhalb der ,grenze des ,krieges halten1 wie etwa der ,gebrauch der ,spione 7vti exploratoribus71 wo nur die ,ehrlosigkeit ,anderer 7die nun einmal nicht ausgerottet werden kann7 benutzt wird1 sondern auch in den ,friedenszustand bergehen1 und so die ,absicht desselben gnzlich vernichten wrden4 99 99 99 99 99 ,obgleich die angefhrte ,gesetze objectiv1 d4 i4 in der ,intention der ,machthabenden1 lauter ,verbotgesetze 7leges prohibitiuae7 sind1 so sind doch einige derselben von der strengen1 ohne ,unterschied der ,umstnde geltenden ,art 7leges strictae71 die so fort auf ,abschaffung dringen 7wie ,nr4 #a1 #e1 #f71 andere aber 7wie ,nr4 #b1 #c1 #d71 die zwar nicht als ,ausnahmen von der ,rechtsregel1 aber doch in ,rcksicht auf die ,ausbung derselben1 durch die ,umstnde1 subjektiv fr die ,befugni erweiternd 7leges latae71 und ,erlaubnisse enthalten1 die ,vollfhrung aufzuschieben1 ohne doch den ,zweck aus den ,augen zu verlieren1 der diesen ,aufschub1 z4 ,b4 der ,wiedererstattung der gewissen ,staaten1 nach ,nr4 #b1 entzogenen ,freyheit1 nicht auf den ,nimmertag 7wie ,august zu versprechen pflegte1 ad calendas graecas7 auszusetzen1 mithin die ,nichterstattung1 sondern nur1 damit sie nicht bereilt und so der ,absicht selbst zuwider geschehe1 die ,verzgerung erlaubt4 ,denn das ,verbot betrifft hier nur die ,erwerbungsart1 die fernerhin nicht gelten soll1 aber nicht den ,besitzstand1 der1 ob er zwar nicht den erforderlichen ,rechtstitel hat1 doch zu seiner ,zeit 7der putativen ,erwerbung71 nach der damaligen ffentlichen ,meynung1 von allen ,staaten fr rechtmig gehalten wurde#b4 #b ,ob es auer dem ,gebot 7leges praeceptiuae71 und ,verbot 7leges prohibitiuae71 noch ,erlaubnisgesetze 7leges permissiuae7 der reinen ,vernunft geben knne1 ist bisher nicht ohne ,grund bezweifelt worden4 ,denn ,gesetze berhaupt enthalten einen ,grund objektiver praktischer ,nothwendigkeit1 ,erlaubnis aber einen der praktischen ,zuflligkeit gewisser ,handlungen2 mithin wrde ein ,erlaubnisgesetz ,nthigung zu einer ,handlung1 zu dem1 wozu jemand nicht genthiget werden kann1 enthalten1 welches1 wenn das ,objekt des ,gesetzes in beyderley ,beziehung einerley ,bedeutung htte1 ein ,widerspruch seyn wrde4 -- ,nun geht aber hier im ,erlaubnisgesetze das vorausgesetzte ,verbot nur auf die knftige ,erwerbungsart eines ,rechts 7z4 ,b4 durch ,erbschaft71 die ,befreyung aber von diesem ,verbot1 d4 i4 die ,erlaubnis1 auf den gegenwrtigen ,besitzstand1 welcher letztere1 im ,ueberschritt aus dem ,naturzustande in den brgerlichen1 als ein1 obwohl unrechtmiger1 dennoch ehrlicher1 ,besitz 7possessio putatiua7 nach einem ,erlaubnisgesetze des ,naturrechts noch fernerhin fortdauern kann1 obgleich ein putativer ,besitz1 so bald er als ein solcher erkannt worden1 im ,naturzustande1 imgleichen eine hnliche ,erwerbungsart im nachmaligen brgerlichen 7nach geschehenem ,ueberschritt7 verboten ist1 welche ,befugnis des fortdauernden ,besitzes nicht statt finden wrde1 wenn eine solche vermeintliche ,erwerbung im brgerlichen ,zustande geschehen wre2 denn da wrde er1 als ,lsion1 sofort nach ,entdeckung seiner ,unrechtmigkeit aufhren mssen4 ,ich habe hiemit nur beylufig die ,lehrer des ,naturrechts auf den ,begriff einer lex permissiua1 welcher sich einer systematisch-eintheilenden ,vernunft von selbst darbietet1 aufmerksam machen wollen2 vornehmlich1 da im ,civilgesetze 7statuarischen7 fters davon ,gebrauch gemacht wird1 nur mit dem ,unterschiede1 da das ,verbotgesetz fr sich allein dasteht1 die ,erlaubnis aber nicht als einschrnkende ,bedingung 7wie es sollte7 in jenes ,gesetz mit hinein gebracht1 sondern unter die ,ausnahmen geworfen wird4 -- ,da heit es dann3 dies oder jenes wird verboten3 es sey denn ,nr4 #a1 ,nr4 #b1 ,nr4 #c1 und so weiter ins ,unabsehliche1 die ,erlaubnisse nur zuflliger ,weise1 nicht nach einem ,princip1 sondern durch ,herumtappen unter vorkommenden ,fllen1 zum ,gesetz hinzukommen2 denn sonst htten die ,bedingungen in die ,formel des ,verbotsgesetzes mit hineingebracht werden mssen1 wodurch es dann zugleich ein ,erlaubnisgesetz geworden wre4 -- ,es ist daher zu bedauern1 da die sinnreiche1 aber unaufgelst gebliebene1 ,preisaufgabe des eben so weisen als scharfsinnigen ,herrn ,grafen von ,windischgrtz1 welche gerade auf das letztere drang1 sobald verlassen worden4 ,denn die ,mglichkeit einer solchen 7der mathematischen hnlichen7 ,formel ist der einzige chte ,probierstein einer consequent bleibenden ,gesetzgebung1 ohne welche das so genannte ius certum immer ein frommer ,wunsch bleiben wird4 -- ,sonst wird man blo generale ,gesetze 7die im ,allgemeinen gelten71 aber keine universale 7die allgemein gelten7 haben1 wie es doch der ,begriff eines ,gesetzes zu erfordern scheint4 ,zweyter ,abschnitt1 welcher die ,definitivartikel zum ewigen ,frieden unter ,staaten enthlt4 ,der ,friedenszustand unter ,menschen1 die neben einander leben1 ist kein ,naturstand 7status naturalis71 der vielmehr ein ,zustand des ,krieges ist1 d4 i4 wenn gleich nicht immer ein ,ausbruch der ,feindseligkeiten1 doch immerwhrende ,bedrohung mit denselben4 ,er mu also gestiftet werden2 denn die ,unterlassung der letzteren ist noch nicht ,sicherheit dafr1 und1 ohne da sie einem ,nachbar von dem andern geleistet wird 7welches aber nur in einem gesetzlichen ,zustande geschehen kann71 kann jener diesen1 welchen er dazu aufgefordert hat1 als einen ,feind behandeln#c4 #c ,gemeiniglich nimmt man an1 da man gegen ,niemand feindlich verfahren drfe1 als nur1 wenn er mich schon thtig ldirt hat1 und das ist auch ganz richtig1 wenn beyde im brgerlich-gesetzlichen ,zustande sind4 ,denn dadurch1 da dieser in denselben getreten ist1 leistet er jenem 7vermittelst der ,obrigkeit1 welche ber ,beyde ,gewalt hat7 die erforderliche ,sicherheit4 -- ,der ,mensch aber 7oder das ,volk7 im bloen ,naturstande benimmt mir diese ,sicherheit1 und ldirt mich schon durch eben diesen ,zustand1 indem er neben mir ist1 obgleich nicht thtig 7facto71 doch durch die ,gesetzlosigkeit seines ,zustandes 7statu iniusto71 wodurch ich bestndig von ihm bedrohet werde1 und ich kann ihn nthigen1 entweder mit mir in einen gemeinschaftlich-gesetzlichen ,zustand zu treten1 oder aus meiner ,nachbarschaft zu weichen4 -- ,das ,postulat also1 was allen folgenden ,artikeln zum ,grunde liegt1 ist3 ,alle ,menschen1 die auf einander wechselseitig einflieen knnen1 mssen zu irgend einer brgerlichen ,verfassung gehren4 ,alle rechtliche ,verfassung aber ist1 was die ,personen betrifft1 die darin stehen1 #a7 die nach dem ,staatsbrgerrecht der ,menschen1 in einem ,volk 7ius ciuitatis71 #b7 nach dem ,vlkerrecht der ,staaten in ,verhltnis gegen einander 7ius gentium71 #c7 die nach dem ,weltbrgerrecht1 so fern ,menschen und ,staaten1 in uerem auf einander einflieendem ,verhltnis stehend1 als ,brger eines allgemeinen ,menschenstaats anzusehen sind 7ius cosmopoliticum74 ,diese ,eintheilung ist nicht willkhrlich1 sondern nothwendig in ,beziehung auf die ,idee vom ewigen ,frieden4 ,denn wenn nur einer von diesen im ,verhltnisse des physischen ,einflusses auf den andern1 und doch im ,naturstande wre1 so wrde damit der ,zustand des ,krieges verbunden seyn1 von dem befreyet zu werden hier eben die ,absicht ist4 ,erster ,definitivartikel zum ewigen ,frieden4 ,die brgerliche ,verfassung in jedem ,staat soll republikanisch seyn4 ,die erstlich nach ,prinzipien der ,freyheit der ,glieder einer ,gesellschaft 7als ,menschen72 zweytens nach ,grundstzen der ,abhngigkeit aller von einer einzigen gemeinsamen ,gesetzgebung 7als ,unterthanen72 und drittens1 die nach dem ,gesetz der ,gleichheit derselben 7als ,staatsbrger7 gestiftete ,verfassung -- die einzige1 welche aus der ,idee des ursprnglichen ,vertrags hervorgeht1 auf der alle rechtliche ,gesetzgebung eines ,volks gegrndet seyn mu -- ist die republikanische#d4 ,diese ist also1 was das ,recht betrifft1 an sich selbst diejenige1 welche allen ,arten der brgerlichen ,constitution ursprnglich zum ,grunde liegt2 und nun ist nur die ,frage3 ob sie auch die einzige ist1 die zum ewigen ,frieden hinfhren kann8 #d ,rechtliche 7mithin uere7 ,freyheit kann nicht1 wie man wohl zu thun pflegt1 durch die ,befugnis definirt werden3 alles zu thun1 was man will1 wenn man nur ,keinem ,unrecht thut4 ,denn was heit ,befugnis8 ,die ,mglichkeit einer ,handlung1 so fern man dadurch ,keinem ,unrecht thut4 ,also wrde die ,erklrung so lauten3 ,freyheit ist die ,mglichkeit der ,handlungen1 dadurch man keinem ,unrecht thut 7man mag auch thun1 was man will71 wenn man nur ,keinem ,unrecht thut3 folglich ist es leere ,tautologie4 -- ,vielmehr ist meine uere 7rechtliche7 ,freyheit so zu erklren3 sie ist die ,befugnis1 keinen ueren ,gesetzen zu gehorchen1 als zu denen ich meine ,beystimmung habe geben knnen4 -- ,eben so ist uere 7rechtliche7 ,gleichheit in einem ,staate dasjenige ,verhltni der ,staatsbrger1 nach welchem ,keiner den andern wozu rechtlich verbinden kann1 ohne da er sich zugleich dem ,gesetz unterwirft1 von diesem wechselseitig auf dieselbe ,art auch verbunden werden zu knnen4 7,vom ,princip der rechtlichen ,abhngigkeit1 da dieses schon in dem ,begriffe einer ,staatsverfassung berhaupt liegt1 bedarf es keiner ,erklrung74 -- ,die ,gltigkeit dieser angebohrnen1 zur ,menschheit nothwendig gehrenden und unveruerlichen ,rechte wird durch das ,princip der rechtlichen ,verhltnisse des ,menschen selbst zu hheren ,wesen 7wenn er sich solche denkt7 besttigt und erhoben1 indem er sich nach eben denselben ,grundstzen auch als ,staatsbrger einer bersinnlichen ,welt vorstellt4 -- ,denn1 was meine ,freyheit betrifft1 so habe ich1 selbst in ,ansehung der gttlichen1 von mir durch bloe ,vernunft erkennbaren ,gesetze1 keine ,verbindlichkeit1 als nur so fern ich dazu selber habe meine ,beystimmung geben knnen 7denn durchs ,freyheitsgesetz meiner eigenen ,vernunft mache ich mir allererst einen ,begriff vom gttlichen ,willen74 ,was in ,ansehung des erhabensten ,weltwesens auer ,gott1 welches ich mir etwa denken mchte 7einen groen ,aeon71 das ,princip der ,gleichheit betrifft1 so ist kein ,grund da1 warum ich1 wenn ich in meinem ,posten meine ,pflicht thue1 wie jener ,aeon es in dem seinigen1 mir blo die ,pflicht zu gehorchen1 jenem aber das ,recht zu befehlen zukommen solle4 -- ,da dieses ,princip der ,gleichheit nicht 7so wie das der ,freyheit7 auch auf das ,verhltnis zu ,gott pat1 davon ist der ,grund dieser1 weil dieses ,wesen das einzige ist1 bey dem der ,pflichtbegriff aufhrt4 ,was aber das ,recht der ,gleichheit aller ,staatsbrger1 als ,unterthanen1 betrifft1 so kommt es in ,beantwortung der ,frage von der ,zuligkeit des ,erbadels allein darauf an3 ob der vom ,staat zugestandene ,rang 7eines ,unterthans vor dem andern7 vor dem ,verdienst1 oder dieses vor jenem vorhergehen msse4 -- ,nun ist offenbar3 da1 wenn der ,rang mit der ,geburt verbunden wird1 es ganz ungewi ist1 ob das ,verdienst 7,amtsgeschicklichkeit und ,amtstreue7 auch folgen werde2 mithin ist es eben so viel1 als ob er ohne alles ,verdienst dem ,begnstigten zugestanden wrde 7,befehlshaber zu seyn72 welches der allgemeine ,volkswille in einem ursprnglichen ,vertrage1 7der doch das ,princip aller ,rechte ist7 nie beschlieen wird4 ,denn ein ,edelmann ist darum nicht so fort ein edler ,mann4 -- ,was den ,amtsadel 7wie man den ,rang einer hheren ,magistratur nennen knnte1 und den man sich durch ,verdienste erwerben mu7 betrifft1 so klebt der ,rang da nicht1 als ,eigenthum1 an der ,person1 sondern am ,posten1 und die ,gleichheit wird dadurch nicht verletzt2 weil1 wenn jene ihr ,amt niederlegt1 sie zugleich den ,rang ablegt1 und unter das ,volk zurcktritt4 -- ,nun hat aber die republikanische ,verfassung1 auer der ,lauterkeit ihres ,ursprungs1 aus dem reinen ,quell des ,rechtsbegriffs entsprungen zu seyn1 noch die ,aussicht in die gewnschte ,folge1 nmlich den ewigen ,frieden2 wovon der ,grund dieser ist4 -- ,wenn 7wie es in dieser ,verfassung nicht anders seyn kann7 die ,beystimmung der ,staatsbrger dazu erfordert wird1 um zu beschlieen1 ob ,krieg seyn solle1 oder nicht1 so ist nichts natrlicher1 als da1 da sie alle ,drangsale des ,krieges ber sich selbst beschlieen mten 7als da sind3 selbst zu fechten2 die ,kosten des ,krieges aus ihrer eigenen ,haabe herzugeben2 die ,verwstung1 die er hinter sich lt1 kmmerlich zu verbessern2 zum ,uebermae des ,uebels endlich noch eine1 den ,frieden selbst verbitternde1 nie 7wegen naher immer neuer ,kriege7 zu tilgende ,schuldenlast selbst zu bernehmen71 sie sich sehr bedenken werden1 ein so schlimmes ,spiel anzufangen3 ,da hingegen in einer ,verfassung1 wo der ,unterthan nicht ,staatsbrger1 die also nicht republikanisch ist1 es die unbedenklichste ,sache von der ,welt ist1 weil das ,oberhaupt nicht ,staatsgenosse1 sondern ,staatseigenthmer ist1 an seinen ,tafeln1 ,jagden1 ,lustschlssern1 ,hoffesten u4 d4 gl4 durch den ,krieg nicht das ,mindeste einbt1 diesen also wie eine ,art von ,lustparthie aus unbedeutenden ,ursachen beschlieen1 und der ,anstndigkeit wegen dem dazu allezeit fertigen diplomatischen ,corps die ,rechtfertigung desselben gleichgltig berlassen kann4 99 99 99 99 99 ,damit man die republikanische ,verfassung nicht 7wie gemeiniglich geschieht7 mit der demokratischen verwechsele1 mu ,folgendes bemerkt werden4 ,die ,formen eines ,staats 7ciuitas7 knnen entweder nach dem ,unterschiede der ,personen1 welche die oberste ,staatsgewalt inne haben1 oder nach der ,regierungsart des ,volks durch sein ,oberhaupt1 er mag seyn welcher er wolle1 eingetheilt werden2 die erste heit eigentlich die ,form der ,,beherrschung 7forma imperii71 und es sind nur drey derselben mglich1 wo nmlich entweder nur ,einer1 oder ,einige unter sich verbunden1 oder ,alle zusammen1 welche die brgerliche ,gesellschaft ausmachen1 die ,herrschergewalt besitzen 7,autokratie1 ,aristokratie und ,demokratie1 ,frstengewalt1 ,adelsgewalt und ,volksgewalt74 ,die zweyte ist die ,form der ,regierung 7forma regiminis71 und betrifft die auf die ,constitution 7den ,akt des allgemeinen ,willens1 wodurch die ,menge ein ,volk wird7 gegrndete ,art1 wie der ,staat von seiner ,machtvollkommenheit ,gebrauch macht3 und ist in dieser ,beziehung entweder republikanisch oder despotisch4 ,der ,,republikanism ist das ,staatsprincip der ,absonderung der ausfhrenden ,gewalt 7der ,regierung7 von der ,gesetzgebenden2 der ,despotism ist das der eigenmchtigen ,vollziehung des ,staats von ,gesetzen1 die er selbst gegeben hat1 mithin der ffentliche ,wille1 sofern er von dem ,regenten als sein ,privatwille gehandhabt wird4 -- ,unter den drey ,staatsformen ist die der ,demokratie1 im eigentlichen ,verstande des ,worts1 nothwendig ein ,despotism1 weil sie eine exekutive ,gewalt grndet1 da alle ber und allenfalls auch wider ,einen 7der also nicht mit einstimmt71 mithin ,alle1 die doch nicht ,alle sind1 beschlieen2 welches ein ,widerspruch des allgemeinen ,willens mit sich selbst und mit der ,freyheit ist4 ,alle ,regierungsform nmlich1 die nicht reprsentativ ist1 ist eigentlich eine ,unform1 weil der ,gesetzgeber in einer und derselben ,person zugleich ,vollstrecker seines ,willens 7so wenig1 wie das ,allgemeine des ,obersatzes in einem ,vernunftschlusse zugleich die ,subsumtion des ,besondern unter jenem im ,untersatze7 seyn kann1 und1 wenn gleich die zwey andern ,staatsverfassungen so fern immer fehlerhaft sind1 da sie einer solchen ,regierungsart ,raum geben1 so ist es bey ihnen doch wenigstens mglich1 da sie eine dem ,geiste eines reprsentativen ,systems geme ,regierungsart annhmen1 wie etwa ,friedrich ,,ii4 wenigstens sagte3 er sey blo der oberste ,diener des ,staats#e1 da hingegen die demokratische es unmglich macht1 weil ,alles da ,herr seyn will4 -- ,man kann daher sagen3 je kleiner das ,personale der ,staatsgewalt 7die ,zahl der ,herrscher71 je grer dagegen die ,reprsentation derselben1 desto mehr stimmt die ,staatsverfassung zur ,mglichkeit des ,republikanism1 und sie kann hoffen1 durch allmhliche ,reformen sich dazu endlich zu erheben4 ,aus diesem ,grunde ist es in der ,aristokratie schon schwerer1 als in der ,monarchie1 in der ,demokratie aber unmglich anders1 als durch gewaltsame ,revolution zu dieser einzigen vollkommen rechtlichen ,verfassung zu gelangen4 ,es ist aber an der ,regierungsart#f dem ,volk ohne alle ,vergleichung mehr gelegen1 als an der ,staatsform 7wiewohl auch auf dieser ihre mehrere oder mindere ,angemessenheit zu jenem ,zwecke sehr viel ankommt74 ,zu jener aber1 wenn sie dem ,rechtsbegriffe gem seyn soll1 gehrt das reprsentative ,system1 in welchem allein eine republikanische ,regierungsart mglich1 ohne welches sie 7die ,verfassung mag seyn welche sie wolle7 despotisch und gewaltthtig ist4 -- ,keine der alten so genannten ,republiken hat dieses gekannt1 und sie muten sich darber auch schlechterdings in den ,despotism auflsen1 der unter der ,obergewalt eines ,einzigen noch der ertrglichste unter allen ist4 #e ,man hat die hohe ,benennungen1 die einem ,beherrscher oft beygelegt werden 7die eines gttlichen ,gesalbten1 eines ,verwesers des gttlichen ,willens auf ,erden und ,stellvertreters desselben71 als grobe1 schwindlich machende ,schmeicheleyen oft getadelt2 aber mich dnkt1 ohne ,grund4 -- ,weit gefehlt1 da sie den ,landesherrn sollten hochmthig machen1 so mssen sie ihn vielmehr in seiner ,seele demthigen1 wenn er ,verstand hat 7welches man doch voraussetzen mu71 und es bedenkt1 da er ein ,amt bernommen habe1 was fr einen ,menschen zu gro ist1 nmlich das ,heiligste1 was ,gott auf ,erden hat1 das ,recht der ,menschen zu verwalten1 und diesem ,augapfel ,gottes irgend worinn zu nahe getreten zu seyn1 jederzeit in ,besorgnis stehen mu4 #f ,mallet d ,pan rhmt in seiner ,genietnenden1 aber hohlen und sachleeren ,sprache3 nach vieljhriger ,erfahrung endlich zur ,ueberzeugung von der ,wahrheit des bekannten ,spruchs des ,pope gelangt zu seyn3 la ber die beste ,regierung ,narren streiten2 die bestgefhrte ist die beste4 ,wenn das soviel sagen soll3 die am besten gefhrte ,regierung ist am besten gefhrt1 so hat er1 nach ,schwifts ,ausdruck1 eine ,nu aufgebissen1 die ihn mit einer ,made belohnte2 soll es aber bedeuten1 sie sey auch die beste ,regierungsart1 d4 i4 ,staatsverfassung1 so ist es grundfalsch2 denn ,exempel von guten ,regierungen beweisen nichts fr die ,regierungsart4 -- ,wer hat wohl besser regiert als ein ,titus und ,markus ,aurelius1 und doch hinterlie der eine einen ,domitian1 der andere einen ,commodus zu ,nachfolgern2 welches bey einer guten ,staatsverfassung nicht htte geschehen knnen1 da ihre ,untauglichkeit zu diesem ,posten frh genug bekannt war1 und die ,macht des ,beherrschers auch hinreichend war1 um sie auszuschlieen4 ,zweyter ,definitivartikel zum ewigen ,frieden4 ,das ,vlkerrecht soll auf einen ,f,,deralism freyer ,staaten gegrndet seyn4 ,vlker1 als ,staaten1 knnen wie einzelne ,menschen beurtheilt werden1 die sich in ihrem ,naturzustande 7d4 i4 in der ,unabhngigkeit von uern ,gesetzen7 schon durch ihr ,nebeneinanderseyn ldiren1 und deren jeder1 um seiner ,sicherheit willen1 von dem andern fordern kann und soll1 mit ihm in eine1 der brgerlichen hnliche1 ,verfassung zu treten1 wo jedem sein ,recht gesichert werden kann4 ,dies wre ein ,vlkerbund1 der aber gleichwohl kein ,vlkerstaat seyn mte4 ,darinn aber wre ein ,widerspruch2 weil ein jeder ,staat das ,verhltnis eines ,oberen 7,gesetzgebenden7 zu einem ,unteren 7gehorchenden1 nmlich dem ,volk7 enthlt1 viele ,vlker aber in einem ,staat nur ein ,volk ausmachen wrden1 welches 7da wir hier das ,recht der ,vlker gegen einander zu erwgen haben1 so fern sie so viel verschiedene ,staaten ausmachen1 und nicht in einem ,staat zusammenschmelzen sollen7 der ,voraussetzung widerspricht4 ,gleichwie wir nun die ,anhnglichkeit der ,wilden an ihre gesetzlose ,freyheit1 sich lieber unaufhrlich zu balgen1 als sich einem gesetzlichen1 von ihnen selbst zu constituirenden1 ,zwange zu unterwerfen1 mithin die tolle ,freyheit der vernnftigen vorzuziehen1 mit tiefer ,verachtung ansehen1 und als ,rohigkeit1 ,ungeschliffenheit1 und viehische ,abwrdigung der ,menschheit betrachten1 so1 sollte man denken1 mten gesittete ,vlker 7jedes fr sich zu einem ,staat vereinigt7 eilen1 aus einem so verworfenen ,zustande je eher desto lieber herauszukommen3 ,statt dessen aber setzt vielmehr jeder ,staat seine ,majestt 7denn ,volksmajestt ist ein ungereimter ,ausdruck7 gerade darin1 gar keinem ueren gesetzlichen ,zwange unterworfen zu seyn1 und der ,glanz seines ,oberhaupts besteht darin1 da ihm1 ohne da er sich eben selbst in ,gefahr setzen darf1 viele ,tausende zu ,gebot stehen1 sich fr eine ,sache1 die sie nichts angeht1 aufopfern zu lassen#g1 und der ,unterschied der europischen ,wilden von den amerikanischen besteht hauptschlich darin1 da1 da manche ,stmme der letzteren von ihren ,feinden gnzlich sind gegessen worden1 die ersteren ihre ,ueberwundene besser zu benutzen wissen1 als sie zu verspeisen1 und lieber die ,zahl ihrer ,unterthanen1 mithin auch die ,menge der ,werkzeuge zu noch ausgebreiteteren ,kriegen durch sie zu vermehren wissen4 #g ,so gab ein bulgarischer ,frst dem griechischen ,kayser1 der gutmthigerweise seinen ,streit mit ihm durch einen ,zweykampf ausmachen wollte1 zur ,antwort3 ,ein ,schmidt1 der ,zangen hat1 wird das glhende ,eisen aus den ,kohlen nicht mit seinen ,hnden herauslangen4 ,bey der ,bsartigkeit der menschlichen ,natur1 die sich im freyen ,verhltnis der ,vlker unverholen blicken lt 7indessen da sie im brgerlich-gesetzlichen ,zustande durch den ,zwang der ,regierung sich sehr verschleyert71 ist es doch zu verwundern1 da das ,wort ,recht aus der ,kriegspolitik noch nicht als pedantisch ganz hat verwiesen werden knnen1 und sich noch kein ,staat erkhnet hat1 sich fr die letztere ,meynung ffentlich zu erklren2 denn noch werden ,hugo ,grotius1 ,puffendorf1 ,vattell u4 a4 m4 7lauter leidige ,trster71 obgleich ihr ,codex1 philosophisch oder diplomatisch abgefat1 nicht die mindeste gesetzliche ,kraft hat1 oder auch nur haben kann 7weil ,staaten als solche nicht unter einem gemeinschaftlichen ueren ,zwange stehen71 immer treuherzig zur ,rechtfertigung eines ,kriegsangriffs angefhrt1 ohne da es ein ,beyspiel giebt1 da jemals ein ,staat durch mit ,zeugnissen so wichtiger ,mnner bewaffnete ,argumente wre bewogen worden1 von seinem ,vorhaben abzustehen4 -- ,diese ,huldigung1 die jeder ,staat dem ,rechtsbegriffe 7wenigstens den ,worten nach7 leistet1 beweist doch1 da eine noch grere1 ob zwar zur ,zeit schlummernde1 moralische ,anlage im ,menschen anzutreffen sey1 ber das bse ,princip in ihm 7was er nicht ableugnen kann7 doch einmal ,meister zu werden1 und dies auch von andern zu hoffen2 denn sonst wrde das ,wort ,recht den ,staaten1 die sich einander befehden wollen1 nie in den ,mund kommen1 es sey denn1 blo um seinen ,spott damit zu treiben1 wie jener gallische ,frst es erklrte3 ,es ist der ,vorzug1 den die ,natur dem ,strkern ber den ,schwchern gegeben hat1 da dieser ihm gehorchen soll4 ,da die ,art1 wie ,staaten ihr ,recht verfolgen1 nie1 wie bey einem uern ,gerichtshofe1 der ,proce1 sondern nur der ,krieg seyn kann1 durch diesen aber und seinen gnstigen ,ausschlag1 den ,sieg1 das ,recht nicht entschieden wird1 und durch den ,friedensvertrag zwar wohl dem diesmaligen ,kriege1 aber nicht dem ,kriegszustande 7immer zu einem neuen ,vorwand zu finden7 ein ,ende gemacht wird 7den man auch nicht geradezu fr ungerecht erklren kann1 weil in diesem ,zustande jeder in seiner eigenen ,sache ,richter ist71 gleichwohl aber von ,staaten1 nach dem ,vlkerrecht1 nicht eben das gelten kann1 was von ,menschen im gesetzlosen ,zustande nach dem ,naturrecht gilt1 aus diesem ,zustande herausgehen zu sollen 7weil sie1 als ,staaten1 innerlich schon eine rechtliche ,verfassung haben1 und also dem ,zwange anderer1 sie nach ihren ,rechtsbegriffen unter eine erweiterte gesetzliche ,verfassung zu bringen1 entwachsen sind71 indessen da doch die ,vernunft vom ,throne der hchsten moralisch gesetzgebenden ,gewalt herab1 den ,krieg als ,rechtsgang schlechterdings verdammt1 den ,friedenszustand dagegen zur unmittelbaren ,pflicht macht1 welcher doch1 ohne einen ,vertrag der ,vlker unter sich1 nicht gestiftet oder gesichert werden kann3 -- so mu es einen ,bund von besonderer ,art geben1 den man den ,friedensbund 7foedus pacificum7 nennen kann1 der vom ,friedensvertrag 7pactum pacis7 darin unterschieden seyn wrde1 da dieser blo einen ,krieg1 jener aber alle ,kriege auf immer zu endigen suchte4 ,dieser ,bund geht auf keinen ,erwerb irgend einer ,macht des ,staats1 sondern lediglich auf ,erhaltung und ,sicherung der ,freyheit eines ,staats1 fr sich selbst und zugleich anderer verbndeten ,staaten1 ohne da diese doch sich deshalb 7wie ,menschen im ,naturzustande7 ffentlichen ,gesetzen1 und einem ,zwange unter denselben1 unterwerfen drfen4 -- ,die ,ausfhrbarkeit 7objective ,realitt7 dieser ,idee der ,fderalitt1 die sich allmhlig ber alle ,staaten erstrecken soll1 und so zum ewigen ,frieden hinfhrt1 lt sich darstellen4 ,denn wenn das ,glck es so fgt3 da ein mchtiges und aufgeklrtes ,volk sich zu einer ,republik 7die ihrer ,natur nach zum ewigen ,frieden geneigt seyn mu7 bilden kann1 so giebt diese einen ,mittelpunkt der fderativen ,vereinigung fr andere ,staaten ab1 um sich an sie anzuschlieen1 und so den ,freyheitszustand der ,staaten1 gem der ,idee des ,vlkerrechts1 zu sichern1 und sich durch mehrere ,verbindungen dieser ,art nach und nach immer weiter auszubreiten4 ,da ein ,volk sagt3 es soll unter uns kein ,krieg seyn2 denn wir wollen uns in einen ,staat formiren1 d4 i4 uns selbst eine oberste gesetzgebende1 regierende und richtende ,gewalt setzen1 die unsere ,streitigkeiten friedlich ausgleicht -- das lt sich verstehen4 -- -- ,wenn aber dieser ,staat sagt3 es soll kein ,krieg zwischen mir und andern ,staaten seyn1 obgleich ich keine oberste gesetzgebende ,gewalt erkenne1 die mir mein1 und der ich ihr ,recht sichere1 so ist es gar nicht zu verstehen1 worauf ich dann das ,vertrauen zu meinem ,rechte grnden wolle1 wenn es nicht das ,surrogat des brgerlichen ,gesellschaftbundes1 nmlich der freye ,fderalism ist1 den die ,vernunft mit dem ,begriffe des ,vlkerrechts nothwendig verbinden mu1 wenn berall etwas dabey zu denken brig bleiben soll4 ,bey dem ,begriffe des ,vlkerrechts1 als eines ,rechts zum ,kriege1 lt sich eigentlich gar nichts denken 7weil es ein ,recht seyn soll1 nicht nach allgemein gltigen uern1 die ,freyheit jedes ,einzelnen einschrnkenden ,gesetzen1 sondern nach einseitigen ,maximen durch ,gewalt1 was ,recht sey1 zu bestimmen71 es mte denn darunter verstanden werden3 da ,menschen1 die so gesinnet sind1 ganz recht geschieht1 wenn sie sich unter einander aufreiben1 und also den ewigen ,frieden in dem weiten ,grabe finden1 das alle ,gruel der ,gewaltthtigkeit sammt ihren ,urhebern bedeckt4 -- ,fr ,staaten1 im ,verhltnisse unter einander1 kann es nach der ,vernunft keine andere ,art geben1 aus dem gesetzlosen ,zustande1 der lauter ,krieg enthlt1 herauszukommen1 als da sie1 eben so wie einzelne ,menschen1 ihre wilde 7gesetzlose7 ,freyheit aufgeben1 sich zu ffentlichen ,zwangsgesetzen bequemen1 und so einen 7freylich immer wachsenden7 ,vlkerstaat 7ciuitas gentium71 der zuletzt alle ,vlker der ,erde befassen wrde1 bilden4 ,da sie dieses aber nach ihrer ,idee vom ,vlkerrecht durchaus nicht wollen1 mithin1 was in thesi richtig ist1 in hypothesi verwerfen1 so kann an die ,stelle der positiven ,idee einer ,weltrepublik 7wenn nicht alles verlohren werden soll7 nur das negative ,surrogat eines den ,krieg abwehrenden1 bestehenden1 und sich immer ausbreitenden ,bundes1 den ,strom der rechtscheuenden1 feindseligen ,neigung aufhalten1 doch mit bestndiger ,gefahr ihres ,ausbruchs 7,furor impius intus -- fremit horridus ore cruento4 ,virgil47#h4 #h ,nach einem beendigten ,kriege1 beym ,friedensschlusse1 mochte es wohl fr ein ,volk nicht unschicklich seyn1 da nach dem ,dankfeste ein ,butag ausgeschrieben wrde1 den ,himmel1 im ,namen des ,staats1 um ,gnade fr die groe ,versndigung anzurufen1 die das menschliche ,geschlecht sich noch immer zu ,schulden kommen lt1 sich keiner gesetzlichen ,verfassung1 im ,verhltnis auf andere ,vlker1 fgen zu wollen1 sondern stolz auf seine ,unabhngigkeit lieber das barbarische ,mittel des ,krieges 7wodurch doch das1 was gesucht wird1 nmlich das ,recht eines jeden ,staats nicht ausgemacht wird7 zu gebrauchen4 -- ,die ,dankfeste whrend dem ,kriege ber einen erfochtenen ,sieg1 die ,hymnen1 die 7auf gut israelitisch7 dem ,herrn der ,heerschaaren gesungen werden1 stehen mit der moralischen ,idee des ,vaters der ,menschen in nicht minder starkem ,contrast2 weil sie auer der ,gleichgltigkeit wegen der ,art1 wie ,vlker ihr gegenseitiges ,recht suchen 7die traurig genug ist71 noch eine ,freude hineinbringen1 recht viel ,menschen1 oder ihr ,glck zernichtet zu haben4 ,dritter ,definitivartikel zum ewigen ,frieden4 ,das ,,weltb,,rgerrecht soll auf ,bedingungen der allgemeinen ,hospitalitt eingeschrnkt seyn4 ,es ist hier1 wie in den vorigen ,artikeln1 nicht von ,philanthropie1 sondern vom ,recht die ,rede1 und da bedeutet ,hospitalitt 7,wirthbarkeit7 das ,recht eines ,fremdlings1 seiner ,ankunft auf dem ,boden eines andern wegen1 von diesem nicht feindselig behandelt zu werden4 ,dieser kann ihn abweisen1 wenn es ohne seinen ,untergang geschehen kann2 so lange er aber auf seinem ,platz sich friedlich verhlt1 ihm nicht feindlich begegnen4 ,es ist kein ,gastrecht1 worauf dieser ,anspruch machen kann 7wozu ein besonderer wohlthtiger ,vertrag erfordert werden wrde1 ihn auf eine gewisse ,zeit zum ,hausgenossen zu machen71 sondern ein ,besuchsrecht1 welches allen ,menschen zusteht1 sich zur ,gesellschaft anzubieten1 vermge des ,rechts des gemeinschaftlichen ,besitzes der ,oberflche der ,erde1 auf der1 als ,kugelflche1 sie sich nicht ins ,unendliche zerstreuen knnen1 sondern endlich sich doch neben einander dulden zu mssen1 ursprnglich aber niemand an einem ,orte der ,erde zu seyn1 mehr ,recht hat1 als der ,andere4 -- ,unbewohnbare ,theile dieser ,oberflche1 das ,meer und die ,sandwsten1 trennen diese ,gemeinschaft1 doch so1 da das ,schiff1 oder das ,kameel 7das ,schiff der ,wste7 es mglich machen1 ber diese herrenlose ,gegenden sich einander zu nhern1 und das ,recht der ,oberflche1 welches der ,menschengattung gemeinschaftlich zukommt1 zu einem mglichen ,verkehr zu benutzen4 ,die ,unwirthbarkeit der ,seeksten 7z4 ,b4 der ,barbaresken71 ,schiffe in nahen ,meeren zu rauben1 oder gestrandete ,schiffsleute zu ,sklaven zu machen1 oder die der ,sandwsten 7der arabischen ,beduinen71 die ,annherung zu den nomadischen ,stmmen als ein ,recht anzusehen1 sie zu plndern1 ist also dem ,naturrecht zuwider1 welches ,hospitalittsrecht aber1 d4 i4 die ,befugnis der fremden ,ankmmlinge1 sich nicht weiter erstreckt1 als auf die ,bedingungen der ,mglichkeit1 einen ,verkehr mit den alten ,einwohnern zu versuchen4 -- ,auf diese ,art knnen entfernte ,welttheile mit einander friedlich in ,verhltnisse kommen1 die zuletzt ffentlich gesetzlich werden1 und so das menschliche ,geschlecht endlich einer weltbrgerlichen ,verfassung immer nher bringen knnen4 ,vergleicht man hiemit das inhospitale ,betragen der gesitteten1 vornehmlich handeltreibenden ,staaten unseres ,welttheils1 so geht die ,ungerechtigkeit1 die sie in dem ,besuche fremder ,lnder und ,vlker 7welches ihnen mit dem ,erobern derselben fr einerley gilt7 beweisen1 bis zum ,erschrecken weit4 ,amerika1 die ,negerlnder1 die ,gewrzinseln1 das ,kap c4 waren1 bey ihrer ,entdeckung1 fr sie ,lnder1 die keinem angehrten2 denn die ,einwohner rechneten sie fr nichts4 ,in ,ostindien 7,hindustan7 brachten sie1 unter dem ,vorwande blos beabsichtigter ,handelsniederlagen1 fremde ,kriegesvlker hinein1 mit ihnen aber ,unterdrckung der ,eingebohrnen1 ,aufwiegelung der verschiedenen ,staaten desselben zu weit ausgebreiteten ,kriegen1 ,hungersnoth1 ,aufruhr1 ,treulosigkeit1 und wie die ,litaney aller ,uebel1 die das menschliche ,geschlecht drcken1 weiter lauten mag4 ,china#i und ,japan 7,nipon71 die den ,versuch mit solchen ,gsten gemacht hatten1 haben daher weislich1 jenes zwar den ,zugang1 aber nicht den ,eingang1 dieses auch den ersteren nur einem einzigen europischen ,volk1 den ,hollndern1 erlaubt1 die sie aber doch dabey1 wie ,gefangene1 von der ,gemeinschaft mit den ,eingebohrnen ausschlieen4 ,das ,aergste hiebey 7oder1 aus dem ,standpunkte eines moralischen ,richters betrachtet1 das ,beste7 ist1 da sie dieser ,gewaltthtigkeit nicht einmal froh werden1 da alle diese ,handlungsgesellschaften auf dem ,punkte des nahen ,umsturzes stehen1 da die ,zuckerinseln1 dieser ,sitz der allergrausamsten und ausgedachtesten ,sklaverey1 keinen wahren ,ertrag abwerfen1 sondern nur mittelbar1 und zwar zu einer nicht sehr lblichen ,absicht1 nmlich zu ,bildung der ,matrosen fr ,kriegsflotten1 und also wieder zu ,fhrung der ,kriege in ,europa dienen1 und dieses mchten1 die von der ,frmmigkeit viel ,werks machen1 und1 indem sie ,unrecht wie ,wasser trinken1 sich in der ,rechtglubigkeit fr ,auserwhlte gehalten wissen wollen4 #i ,um dieses groe ,reich mit dem ,namen1 womit es sich selbst benennt1 zu schreiben 7nmlich ,china1 nicht ,sina1 oder einen diesem hnlichen ,laut71 darf man nur ,georgii ,alphab4 ,tibet4 pag4 #fea-fed1 vornehmlich ,nota b unten1 nachsehen4 -- ,eigentlich fhrt es1 nach des ,petersb4 ,prof4 ,fischer ,bemerkung1 keinen bestimmten ,namen1 womit es sich selbst benennt2 der gewhnlichste ist noch der des ,worts ,kin1 nmlich ,gold 7welches die ,tibetaner mit ,ser ausdrcken71 daher der ,kayser ,knig des ,goldes 7des herrlichsten ,landes von der ,welt7 genannt wird1 welches ,wort wohl im ,reiche selbst wie ,chin lauten1 aber von den italinischen ,missionarien 7des ,gutturalbuchstabens wegen71 wie ,kin ausgesprochen seyn mag4 -- ,hieraus ersieht man dann1 da das von den ,rmern so genannte ,land der ,serer ,china war1 die ,seide aber ber ,gro-,tibet 7vermuthlich durch ,klein-,tibet und die ,bucharey ber ,persien1 so weiter7 nach ,europa gefrdert worden1 welches zu manchen ,betrachtungen ber das ,alterthum dieses erstaunlichen ,staats1 in ,vergleichung mit dem von ,hindustan1 bey der ,verknpfung mit ,tibet1 und1 durch dieses1 mit ,japan1 hinleitet2 indessen da der ,nahme ,sina oder ,tschina1 den die ,nachbaren diesem ,lande geben sollen1 zu nichts hinfhrt4 -- -- ,vielleicht lt sich auch die uralte1 ob zwar nie recht bekannt gewordene ,gemeinschaft ,europens mit ,tibet aus dem1 was uns ,hesychius hievon aufbehalten hat1 nmlich dem ,zuruf ,greek3 ,konx ,ompax 7,konx ,ompax7 des ,hierophanten in den ,eleusinischen ,geheimnissen erklren 7,s4 ,reise des jngern ,anacharsis1 #eter ,theil1 ,s4 #ddg u4 f47 -- ,denn nach ,georgii ,alph4 ,tibet4 bedeutet das ,wort ,concioa ,gott1 welches eine auffallende ,aehnlichkeit mit ,konx hat4 ,pah-cio4 7ib4 p4 #ebj71 welches von den ,griechen leicht wie pax ausgesprochen werden konnte1 promulgator legis1 die durch die ganze ,natur vertheilte ,gottheit 7auch ,cenresi genannt1 p4 #agg47 -- ,om aber1 welches ,la ,croze durch benedictus1 gesegnet1 bersetzt1 kann1 auf die ,gottheit angewandt1 wohl nichts anders als den ,seliggepriesenen bedeuten1 p4 #ejg4 ,da nun ,p4 ,franz4 ,horatius von den ,tibetanischen ,lhama's1 die er oft befrug1 was sie unter ,gott 7,concioa7 verstnden1 jederzeit die ,antwort bekam3 es ist die ,versammlung aller ,heiligen 7d4 i4 der seligen durch die ,lamaische ,wiedergeburt1 nach vielen ,wanderungen durch allerley ,krper1 endlich in die ,gottheit zurckgekehrten1 in ,burchane1 d4 i4 anbetungswrdige ,wesen1 verwandelten ,seelen1 p4 #bbc71 so wird jenes geheimnisvolle ,wort1 ,konx ,ompax1 wohl das heilige 7,konx71 selige 7,om7 und weise 7,pax71 durch die ,welt berall verbreitete hchste ,wesen 7die personificirte ,natur7 bedeuten sollen1 und in den griechischen ,mysterien gebraucht1 wohl den ,monotheism fr die ,epopten1 im ,gegensatz mit dem ,polytheism des ,volks angedeutet haben2 obwohl ,p4 ,horatius 7a4 a4 ,o47 hierunter einen ,atheism witterte4 -- ,wie aber jenes geheimnisvolle ,wort ber ,tibet zu den ,griechen gekommen1 lt sich auf obige ,art erklren und umgekehrt dadurch auch das frhe ,verkehr ,europens mit ,china ber ,tibet 7vielleicht eher noch als mit ,hindustan7 wahrscheinlich machen4 ,da es nun mit der unter den ,vlkern der ,erde einmal durchgngig berhand genommenen 7engeren oder weiteren7 ,gemeinschaft so weit gekommen ist1 da die ,rechtsverletzung an einem ,platz der ,erde an allen gefhlt wird3 so ist die ,idee eines ,weltbrgerrechts keine phantastische und berspannte ,vorstellungsart des ,rechts1 sondern eine nothwendige ,ergnzung des ungeschriebenen ,codex1 sowohl des ,staats- als ,vlkerrechts zum ffentlichen ,menschenrechte berhaupt1 und so zum ewigen ,frieden1 zu dem man sich in der continuirlichen ,annherung zu befinden1 nur unter dieser ,bedingung schmeicheln darf4 ,zusatz4 ,von der ,garantie des ewigen ,friedens4 ,das1 was diese ,gewhr 7,garantie7 leistet1 ist nichts ,geringeres1 als die groe ,knstlerin1 ,natur 7natura daedala rerum71 aus deren mechanischem ,laufe sichtbarlich ,zweckmigkeit hervorleuchtet1 durch die ,zwietracht der ,menschen ,eintracht selbst wider ihren ,willen emporkommen zu lassen1 und darum1 gleich als ,nthigung einer ihren ,wirkungsgesetzen nach uns unbekannten ,ursache1 ,schicksal1 bey ,erwgung aber ihrer ,zweckmigkeit im ,laufe der ,welt1 als tiefliegende ,weisheit einer hheren1 auf den objectiven ,endzweck des menschlichen ,geschlechts gerichteten1 und diesen ,weltlauf prdeterminirenden ,ursache ,vorsehung#aj genannt wird1 die wir zwar eigentlich nicht an diesen ,kunstanstalten der ,natur erkennen1 oder auch nur daraus auf sie schlieen1 sondern 7wie in aller ,beziehung der ,form der ,dinge auf ,zwecke berhaupt7 nur hinzudenken knnen und mssen1 um uns von ihrer ,mglichkeit1 nach der ,analogie menschlicher ,kunsthandlungen1 einen ,begriff zu machen1 deren ,verhltnis und ,zusammenstimmung aber zu dem ,zwecke1 den uns die ,vernunft unmittelbar vorschreibt 7dem moralischen71 sich vorzustellen1 eine ,idee ist1 die zwar in theoretischer ,absicht berschwenglich1 in praktischer aber 7z4 ,b4 in ,ansehung des ,pflichtbegriffs vom ewigen ,frieden1 um jenen ,mechanism der ,natur dazu zu benutzen7 dogmatisch und ihrer ,realitt nach wohl gegrndet ist4 -- ,der ,gebrauch des ,worts ,natur ist auch1 wenn es1 wie hier1 blo um ,theorie 7nicht um ,religion7 zu thun ist1 schicklicher fr die ,schranken der menschlichen ,vernunft 7als die sich in ,ansehung des ,verhltnisses der ,wirkungen zu ihren ,ursachen1 innerhalb den ,grenzen mglicher ,erfahrung halten mu71 und bescheidener1 als der ,ausdruck einer fr uns erkennbaren ,vorsehung1 mit dem man sich vermessenerweise ikarische ,flgel ansetzt1 um dem ,geheimnis ihrer unergrndlichen ,absicht nher zu kommen4 #aj ,im ,mechanism der ,natur1 wozu der ,mensch 7als ,sinnenwesen7 mit gehrt1 zeigt sich eine ihrer ,existenz schon zum ,grunde liegende ,form1 die wir uns nicht anders begreiflich machen knnen1 als indem wir ihr den ,zweck eines sie vorher bestimmendem ,welturhebers unterlegen1 dessen ,vorherbestimmung wir die 7gttliche7 ,vorsehung berhaupt1 und1 sofern sie in den ,anfang der ,welt gelegt wird1 die grndende 7prouidentia conditrix2 semel iussit1 semper parent1 ,augustin471 im ,laufe der ,natur aber diesen nach allgemeinen ,gesetzen der ,zweckmigkeit zu erhalten1 die waltende ,vorsehung 7prouidentia gubernatrix71 ferner zu besonderen1 aber von dem ,menschen nicht vorherzusehenden1 sondern nur aus dem ,erfolg vermutheten ,zwecken1 die leitende 7prouidentia directrix71 endlich sogar in ,ansehung einzelner ,begebenheiten1 als gttlicher ,zwecke1 nicht mehr ,vorsehung1 sondern ,fgung 7directio extraordinaria7 nennen1 welche aber 7da sie in der ,that auf ,wunder hinweiset1 obgleich die ,begebenheiten nicht so genannt werden7 als solche erkennen zu wollen1 thrigte ,vermessenheit des ,menschen ist2 weil aus einer einzelnen ,begebenheit auf ein besonderes ,princip der wirkenden ,ursache 7da diese ,begebenheit ,zweck1 und nicht blo naturmechanische ,nebenfolge aus einem anderen uns ganz unbekannten ,zwecke sey7 zu schlieen ungereimt und voll ,eigendnkel ist1 so fromm und demthig auch die ,sprache hierber lauten mag4 -- ,eben so ist auch die ,einteilung der ,vorsehung 7materialiter betrachtet71 wie sie auf ,gegenstnde in der ,welt gebt1 in die allgemeine und besondere1 falsch und sich selbst widersprechend 7da sie z4 ,b4 zwar eine ,vorsorge zur ,erhaltung der ,gattungen der ,geschpfe sey1 die ,individuen aber dem ,zufall berlasse72 denn sie wird eben in der ,absicht allgemein genannt1 damit kein einziges ,ding als davon ausgenommen gedacht werde4 -- ,vermutlich hat man hier die ,eintheilung der ,vorsehung 7formaliter betrachtet7 nach der ,art der ,ausfhrung ihrer ,absicht gemeynt3 nmlich in ordentliche 7z4 ,b4 das jhrliche ,sterben und ,wiederaufleben der ,natur nach dem ,wechsel der ,jahreszeiten7 und auerordentliche 7z4 ,b4 die ,zufhrung des ,holzes an die ,eisksten1 das da nicht wachsen kann1 durch die ,meerstrme1 fr die dortigen ,einwohner1 die ohne das nicht leben konnten71 wo1 ob wir gleich die physisch-mechanische ,ursache dieser ,erscheinungen uns gut erklren knnen 7z4 ,b4 durch die mit ,holz bewachsene ,ufer der ,flsse der temperirten ,lnder1 in welche jene ,bume hineinfallen1 und etwa durch den ,gulfstrom weiter verschleppt werden71 wir dennoch auch die teleologische nicht bersehen mssen1 die auf die ,vorsorge einer ber die ,natur gebietenden ,weisheit hinweiset4 -- ,nur was den in den ,schulen gebruchlichen ,begriff eines gttlichen ,beytritts1 oder ,mitwirkung 7concursus7 zu einer ,wirkung in der ,sinnenwelt betrifft1 so mu dieser wegfallen4 ,denn das ,ungleichartige paaren wollen 7gryphes jungere equis7 und den1 der selbst die vollstndige ,ursache der ,weltvernderungen ist1 seine eigene prdeterminirende ,vorsehung whrend dem ,weltlaufe ergnzen zu lassen 7die also mangelhaft gewesen seyn mte71 z4 ,b4 zu sagen1 da nchst ,gott der ,arzt den ,kranken zurecht gebracht habe1 also als ,beystand dabey gewesen sey1 ist ,erstlich an sich widersprechend4 ,denn causa solitaria non iuuat4 ,gott ist der ,urheber des ,arztes sammt allen seinen ,heilmitteln1 und so mu ihm1 wenn man ja bis zum hchsten1 uns theoretisch unbegreiflichen ,urgrunde hinaufsteigen will1 die ,wirkung ganz zugeschrieben werden4 ,oder man kann sie auch ganz dem ,arzt zuschreiben1 so fern wir diese ,begebenheit als nach der ,ordnung der ,natur erklrbar in der ,kette der ,weltursachen verfolgen4 ,zweytens bringt eine solche ,denkungsart auch um alle bestimmte ,prinzipien der ,beurtheilung eines ,effekts4 ,aber in moralisch-praktischer ,absicht 7die also ganz aufs ,uebersinnliche gerichtet ist71 z4 ,b4 in dem ,glauben1 da ,gott den ,mangel unserer eigenen ,gerechtigkeit1 wenn nur unsere ,gesinnung cht war1 auch durch uns unbegreifliche ,mittel ergnzen werde1 wir also in der ,bestrebung zum ,guten nichts nachlassen sollen1 ist der ,begriff des gttlichen ,concursus ganz schicklich und sogar nothwendig2 wobey es sich aber von selbst versteht1 da niemand eine gute ,handlung 7als ,begebenheit in der ,welt7 hieraus zu erklren versuchen mu1 welches ein vorgebliches theoretisches ,erkenntnis des ,uebersinnlichen1 mithin ungereimt ist4 ,ehe wir nun diese ,gewhrleistung nher bestimmen1 wird es nthig seyn1 vorher den ,zustand nachzusuchen1 den die ,natur fr die auf ihrem groen ,schauplatz handelnde ,personen veranstaltet hat1 der ihre ,friedenssicherung zuletzt nothwendig macht2 -- alsdann aber allererst die ,art1 wie sie diese leiste4 ,ihre provisorische ,veranstaltung besteht darin3 da sie #a7 fr die ,menschen in allen ,erdgegenden gesorgt hat1 daselbst leben zu knnen2 -- #b7 sie durch ,krieg allerwrts hin1 selbst in die unwirthbarste ,gegenden1 getrieben hat1 um sie zu bevlkern2 #c7 -- durch eben denselben sie in mehr oder weniger gesetzliche ,verhltnisse zu treten genthigt hat4 -- ,da in den kalten ,wsten am ,eismeer noch das ,moos wchst1 welches das ,rennthier unter dem ,schnee hervorscharrt1 um selbst die ,nahrung1 oder auch das ,angespann des ,ostiaken oder ,samojeden zu seyn2 oder da die salzigten ,sandwsten doch noch dem ,cameel1 welches zu ,bereisung derselben gleichsam geschaffen zu seyn scheint1 um sie nicht unbenutzt zu lassen1 enthalten1 ist schon bewundernswrdig4 ,noch deutlicher aber leuchtet der ,zweck hervor1 wenn man gewahr wird1 wie auer den bepelzten ,thieren am ,ufer des ,eismeeres1 noch ,robben1 ,wallrosse und ,wallfische an ihrem ,fleische ,nahrung1 und mit ihrem ,thran ,feurung fr die dortigen ,anwohner darreichen4 ,am meisten aber erregt die ,vorsorge der ,natur durch das ,treibholz ,bewunderung1 was sie 7ohne da man recht wei1 wo es herkommt7 diesen gewchslosen ,gegenden zubringt1 ohne welches ,material sie weder ihre ,fahrzeuge und ,waffen1 noch ihre ,htten zum ,aufenthalt zurichten knnten2 wo sie dann mit dem ,kriege gegen die ,thiere gnug zu thun haben1 um unter sich friedlich zu leben4 -- -- ,was sie aber dahin getrieben hat1 ist vermuthlich nichts anders als der ,krieg gewesen4 ,das erste ,kriegswerkzeug aber unter allen ,thieren1 die der ,mensch1 binnen der ,zeit der ,erdbevlkerung1 zu zhmen und huslich zu machen gelernt hatte1 ist das ,pferd 7denn der ,elephant gehrt in die sptere ,zeit1 nmlich des ,luxus schon errichteter ,staaten71 so wie die ,kunst1 gewisse1 fr uns jetzt1 ihrer ursprnglichen ,beschaffenheit nach1 nicht mehr erkennbare ,grasarten1 ,getraide genannt1 anzubauen1 ingleichen die ,vervielfltigung und ,verfeinerung der ,obstarten durch ,verpflanzung und ,einpfropfung 7vielleicht in ,europa blo zweyer ,gattungen1 der ,holzpfel und ,holzbirnen71 nur im ,zustande schon errichteter ,staaten1 wo gesichertes ,grundeigenthum statt fand1 entstehen konnte1 -- nachdem die ,menschen vorher in gesetzloser ,freyheit von dem ,jagd-#aa1 ,fischer- und ,hirtenleben bis zum ,ackerleben durchgedrungen waren1 und nun ,salz und ,eisen erfunden ward1 vielleicht die ersteren weit und breit gesuchten ,artikel eines ,handelsverkehrs verschiedener ,vlker wurden1 wodurch sie zuerst in ein friedliches ,verhltnis gegen einander1 und so1 selbst mit ,entfernteren1 in ,einverstndnis1 ,gemeinschaft und friedliches ,verhltnis unter einander gebracht wurden4 #aa ,unter allen ,lebensweisen ist das ,jagdleben ohne ,zweifel der gesitteten ,verfassung am meisten zuwider2 weil die ,familien1 die sich da vereinzelnen mssen1 einander bald fremd und sonach in weitluftigen ,wldern zerstreut1 auch bald feindselig werden1 da eine jede zu ,erwerbung ihrer ,nahrung und ,kleidung viel ,raum bedarf4 -- ,das ,noachische ,blutverbot1 #a ,m4 ,,ix1 #d-f4 7welches1 fters wiederholt1 nachher gar den neuangenommenen ,christen aus dem ,heidenthum1 obzwar in anderer ,rcksicht1 von den ,judenchristen zur ,bedingung gemacht wurde1 ,apost4 ,gesch4 ,,xv1 #bj4 ,,xxi1 #be--7 scheint uranfnglich nichts anders1 als das ,verbot des ,jgerslebens gewesen zu seyn2 weil in diesem der ,fall1 das ,fleisch roh zu essen1 oft eintreten mu1 mit dem letzteren also das erstere zugleich verboten wird4 ,indem die ,natur nun dafr gesorgt hat1 da ,menschen allerwrts auf ,erden leben knnten1 so hat sie zugleich auch despotisch gewollt1 da sie allerwrts leben sollten1 wenn gleich wider ihre ,neigung1 und selbst ohne da dieses ,sollen zugleich einen ,pflichtbegriff voraussetzte1 der sie hiezu1 vermittelst eines moralischen ,gesetzes1 verbnde1 -- sondern sie hat1 zu diesem ihrem ,zweck zu gelangen1 den ,krieg gewhlt4 -- ,wir sehen nmlich ,vlker1 die an der ,einheit ihrer ,sprache die ,einheit ihrer ,abstammung kennbar machen1 wie die ,samojeden am ,eismeer einerseits1 und ein ,volk von hnlicher ,sprache1 zweyhundert ,meilen davon entfernt1 im ,altaischen ,gebirge andererseits1 wozwischen sich ein anderes1 nmlich mongalisches1 berittenes und hiemit kriegerisches ,volk1 gedrngt1 und so jenen ,theil ihres ,stammes1 weit von diesem1 in die unwirthbarsten ,eisgegenden1 versprengt hat1 wo sie gewis nicht aus eigener ,neigung sich hin verbreitet htten#ab2 -- eben so die ,finnen in der nordlichsten ,gegend von ,europa1 ,lappen genannt1 von den jetzt eben so weit entferneten1 aber der ,sprache nach mit ihnen verwandten ,ungern1 durch dazwischen eingedrungne ,gothische und ,sarmatische ,vlker getrennt2 und was kann wohl anders die ,eskimos 7vielleicht uralte ,europische ,abentheurer1 ein von allen ,amerikanern ganz unterschiedenes ,geschlecht7 in ,norden1 und die ,peschers1 im ,sden von ,amerika1 bis zum ,feuerlande hingetrieben haben1 als der ,krieg1 dessen sich die ,natur als ,mittels bedient1 die ,erde allerwrts zu bevlkern4 ,der ,krieg aber selbst bedarf keines besondern ,bewegungsgrundes1 sondern scheint auf die menschliche ,natur gepfropft zu seyn1 und sogar als etwas ,edles1 wozu der ,mensch durch den ,ehrtrieb1 ohne eigenntzige ,triebfedern1 beseelt wird1 zu gelten3 so1 da ,kriegesmuth 7von amerikanischen ,wilden sowohl1 als den europischen1 in den ,ritterzeiten7 nicht blo wenn ,krieg ist 7wie billig71 sondern auch1 da ,krieg sey1 von unmittelbarem groem ,werth zu seyn geurtheilt wird1 und er oft1 blo um jenen zu zeigen1 angefangen1 mithin in dem ,kriege an sich selbst eine innere ,wrde gesetzt wird1 sogar da ihm auch wohl ,philosophen1 als einer gewissen ,veredelung der ,menschheit1 eine ,lobrede halten1 uneingedenk des ,ausspruchs jenes ,griechen3 ,der ,krieg ist darin schlimm1 da er mehr bse ,leute macht1 als er deren wegnimmt4 -- ,so viel von dem1 was die ,natur fr ihren eigenen ,zweck1 in ,ansehung der ,menschengattung als einer ,thierklasse1 thut4 #ab ,man knnte fragen3 ,wenn die ,natur gewollt hat1 diese ,eisksten sollten nicht unbewohnt bleiben1 was wird aus ihren ,bewohnern1 wenn sie ihnen dereinst 7wie zu erwarten ist7 kein ,treibholz mehr zufhrete8 ,denn es ist zu glauben1 da1 bey fortrckender ,cultur1 die ,einsassen der temperirten ,erdstriche das ,holz1 was an den ,ufern ihrer ,strme wchst1 besser benutzen1 es nicht in die ,strme fallen1 und so in die ,see wegschwemmen lassen werden4 ,ich antworte3 ,die ,anwohner des ,obstroms1 des ,jenisey1 des ,lena u4 s4 w4 werden es ihnen durch ,handel zufhren1 und dafr die ,produkte aus dem ,thierreich1 woran das ,meer an den ,eisksten so reich ist1 einhandeln2 wenn sie 7die ,natur7 nur allererst den ,frieden unter ihnen erzwungen haben wird4 ,jetzt ist die ,frage1 die das ,wesentliche der ,absicht auf den ewigen ,frieden betrifft3 ,was die ,natur in dieser ,absicht1 ,beziehungsweise auf den ,zweck1 den dem ,menschen seine eigene ,vernunft zur ,pflicht macht1 mithin zu ,begnstigung seiner moralischen ,absicht thue1 und wie sie die ,gewhr leiste1 da dasjenige1 was der ,mensch nach ,freyheitsgesetzen thun sollte1 aber nicht thut1 dieser ,freyheit unbeschadet auch durch einen ,zwang der ,natur1 da er es thun werde1 gesichert sey1 und zwar nach allen drey ,verhltnissen des ffentlichen ,rechts1 des ,staats-1 ,vlker- und weltbrgerlichen ,rechts4 -- ,wenn ich von der ,natur sage3 sie will1 da dieses oder jenes geschehe1 so heit das nicht soviel1 als3 sie legt uns eine ,pflicht auf1 es zu thun 7denn das kann nur die zwangsfreye praktische ,vernunft71 sondern sie thut es selbst1 wir mgen wollen oder nicht 7fata volentem ducunt1 nolentem trahunt74 #a4 ,wenn ein ,volk auch nicht durch innere ,mishelligkeit genthigt wrde1 sich unter den ,zwang ffentlicher ,gesetze zu begeben1 so wrde es doch der ,krieg von auen thun1 indem1 nach der vorher erwhnten ,naturanstalt1 ein jedes ,volk ein anderes es drngende ,volk zum ,nachbar vor sich findet1 gegen das es sich innerlich zu einem ,staat bilden mu1 um1 als ,macht1 gegen diesen gerstet zu seyn4 ,nun ist die republikanische ,verfassung die einzige1 welche dem ,recht der ,menschen vollkommen angemessen1 aber auch die schwerste zu stiften1 vielmehr noch zu erhalten ist1 dermaen1 da viele behaupten1 es msse ein ,staat von ,engeln seyn1 weil ,menschen mit ihren selbstschtigen ,neigungen einer ,verfassung von so sublimer ,form nicht fhig wren4 ,aber nun kommt die ,natur dem verehrten1 aber zur ,praxis ohnmchtigen allgemeinen1 in der ,vernunft gegrndeten ,willen1 und zwar gerade durch jene selbstschtige ,neigungen1 zu ,hlfe1 so1 da es nur auf eine gute ,organisation des ,staats ankommt 7die allerdings im ,vermgen der ,menschen ist71 jener ihre ,krfte so gegen einander zu richten1 da eine die anderen in ihrer zersthrenden ,wirkung aufhlt1 oder diese aufhebt3 so da der ,erfolg fr die ,vernunft so ausfllt1 als wenn beyde gar nicht da wren1 und so der ,mensch1 wenn gleich nicht ein moralisch-guter ,mensch1 dennoch ein guter ,brger zu seyn gezwungen wird4 ,das ,problem der ,staatserrichtung ist1 so hart wie es auch klingt1 selbst fr ein ,volk von ,teufeln 7wenn sie nur ,verstand haben71 auflsbar und lautet so3 ,eine ,menge von vernnftigen ,wesen1 die insgesammt allgemeine ,gesetze fr ihre ,erhaltung verlangen1 deren jedes aber in ,geheim sich davon auszunehmen geneigt ist1 so zu ordnen und ihre ,verfassung einzurichten1 da1 obgleich sie in ihren ,privatgesinnungen einander entgegen streben1 diese einander doch so aufhalten1 da in ihrem ffentlichen ,verhalten der ,erfolg eben derselbe ist1 als ob sie keine solche bse ,gesinnungen htten4 ,ein solches ,problem mu auflslich seyn4 ,denn es ist nicht die moralische ,besserung der ,menschen1 sondern nur der ,mechanism der ,natur1 von dem die ,aufgabe zu wissen verlangt1 wie man ihn an ,menschen benutzen knne1 um den ,widerstreit ihrer unfriedlichen ,gesinnungen in einem ,volk so zu richten1 da sie sich unter ,zwangsgesetze zu begeben einander selbst nthigen1 und so den ,friedenszustand1 in welchem ,gesetze ,kraft haben1 herbeyfhren mssen4 ,man kann dieses auch an den wirklich vorhandenen1 noch sehr unvollkommen organisirten ,staaten sehen1 da sie sich doch im ueren ,verhalten dem1 was die ,rechtsidee vorschreibt1 schon sehr nhern1 ob gleich das ,innere der ,moralitt davon sicherlich nicht die ,ursache ist 7wie denn auch nicht von dieser die gute ,staatsverfassung1 sondern vielmehr umgekehrt1 von der letzteren allererst die gute moralische ,bildung eines ,volks zu erwarten ist71 mithin der ,mechanism der ,natur durch selbstschtige ,neigungen1 die natrlicherweise einander auch uerlich entgegen wirken1 von der ,vernunft zu einem ,mittel gebraucht werden kann1 dieser ihrem eigenen ,zweck1 der rechtlichen ,vorschrift1 ,raum zu machen1 und hiemit auch1 soviel an dem ,staat selbst liegt1 den inneren sowohl als ueren ,frieden zu befrdern und zu sichern4 -- ,hier heit es also3 ,die ,natur will unwiderstehlich1 da das ,recht zuletzt die ,obergewalt erhalte4 ,was man nun hier verabsumt zu thun1 das macht sich zuletzt selbst1 obzwar mit viel ,ungemchlichkeit4 -- ,biegt man das ,rohr zu stark1 so brichts2 und wer zu viel will1 der will nichts4 ,bouterwek4 #b4 ,die ,idee des ,vlkerrechts setzt die ,absonderung vieler von einander unabhngiger benachbarter ,staaten voraus1 und1 obgleich ein solcher ,zustand an sich schon ein ,zustand des ,krieges ist 7wenn nicht eine fderative ,vereinigung derselben dem ,ausbruch der ,feindseligkeiten vorbeugt72 so ist doch selbst dieser1 nach der ,vernunftidee1 besser als die ,zusammenschmelzung derselben1 durch eine die andere berwachsende1 und in eine ,universalmonarchie bergehende ,macht2 weil die ,gesetze mit dem vergrten ,umfange der ,regierung immer mehr an ihrem ,nachdruck einben1 und ein seelenloser ,despotism1 nachdem er die ,keime des ,guten ausgerottet hat1 zuletzt doch in ,anarchie verfllt4 ,indessen ist dieses das ,verlangen jedes ,staats 7oder seines ,oberhaupts71 auf diese ,art sich in den dauernden ,friedenszustand zu versetzen1 da er1 wo mglich1 die ganze ,welt beherrscht4 ,aber die ,natur will es anders4 -- ,sie bedient sich zweyer ,mittel1 um ,vlker von der ,vermischung abzuhalten und sie abzusondern1 der ,verschiedenheit der ,sprachen und der ,religionen#ac1 die zwar den ,hang zum wechselseitigen ,hasse1 und ,vorwand zum ,kriege bey sich fhrt1 aber doch bey anwachsender ,cultur und der allmhligen ,annherung der ,menschen1 zu grerer ,einstimmung in ,principien1 zum ,einverstndnisse in einem ,frieden leitet1 der nicht1 wie jener ,despotism 7auf dem ,kirchhofe der ,freyheit71 durch ,schwchung aller ,krfte1 sondern durch ihr ,gleichgewicht1 im lebhaftesten ,wetteifer derselben1 hervorgebracht und gesichert wird4 #ac ,verschiedenheit der ,religionen3 ein wunderlicher ,ausdruck6 gerade1 als ob man auch von verschiedenen ,moralen sprche4 ,es kann wohl verschiedene ,glaubensarten historischer1 nicht in die ,religion1 sondern in die ,geschichte der zu ihrer ,befrderung gebrauchten1 ins ,feld der ,gelehrsamkeit einschlagender ,mittel und eben so verschiedene ,religionsbcher 7,zendavesta1 ,vedam1 ,koram u4 s4 w47 geben1 aber nur eine einzige1 fr alle ,menschen und in allen ,zeiten gltige ,religion4 ,jene also knnen wohl nichts anders als nur das ,vehikel der ,religion1 was zufllig ist1 und nach ,verschiedenheit der ,zeiten und ,oerter verschieden seyn kann1 enthalten4 #c4 ,so wie die ,natur weislich die ,vlker trennt1 welche der ,wille jedes ,staats1 und zwar selbst nach ,grnden des ,vlkerrechts1 gern unter sich durch ,list oder ,gewalt vereinigen mchte2 so vereinigt sie auch andererseits ,vlker1 die der ,begriff des ,weltbrgerrechts gegen ,gewaltthtigkeit und ,krieg nicht wrde gesichert haben1 durch den wechselseitigen ,eigennutz4 ,es ist der ,handelsgeist1 der mit dem ,kriege nicht zusammen bestehen kann1 und der frher oder spter sich jedes ,volks bemchtigt4 ,weil nmlich unter allen1 der ,staatsmacht untergeordneten1 ,mchten 7,mitteln71 die ,geldmacht wohl die zuverligste seyn mchte1 so sehen sich ,staaten 7freylich wohl nicht eben durch ,triebfedern der ,moralitt7 gedrungen1 den edlen ,frieden zu befrdern1 und1 wo auch immer in der ,welt ,krieg auszubrechen droht1 ihn durch ,vermittelungen abzuwehren1 gleich als ob sie deshalb im bestndigen ,bndnisse stnden2 denn groe ,vereinigungen zum ,kriege knnen1 der ,natur der ,sache nach1 sich nur hchst selten zutragen1 und noch seltener glcken4 -- -- ,auf die ,art garantirt die ,natur1 durch den ,mechanism in den menschlichen ,neigungen selbst1 den ewigen ,frieden2 freylich mit einer ,sicherheit1 die nicht hinreichend ist1 die ,zukunft desselben 7theoretisch7 zu weissagen1 aber doch in praktischer ,absicht zulangt1 und es zur ,pflicht macht1 zu diesem 7nicht blo schimrischen7 ,zwecke hinzuarbeiten4 ,anhang4 ,i4 ,ueber die ,mishelligkeit zwischen der ,moral und der ,politik1 in ,absicht auf den ewigen ,frieden4 ,die ,moral ist schon an sich selbst eine ,praxis in objectiver ,bedeutung1 als ,inbegriff von unbedingt gebietenden ,gesetzen1 nach denen wir handeln sollen1 und es ist offenbare ,ungereimtheit1 nachdem man diesem ,pflichtbegriff seine ,autoritt zugestanden hat1 noch sagen zu wollen1 da man es doch nicht knne4 ,denn alsdann fllt dieser ,begriff aus der ,moral von selbst weg 7ultra posse nemo obligatur72 mithin kann es keinen ,streit der ,politik1 als ausbender ,rechtslehre1 mit der ,moral1 als einer solchen1 aber theoretischen 7mithin keinen ,streit der ,praxis mit der ,theorie7 geben3 man mte denn unter der letzteren eine allgemeine ,klugheitslehre1 d4 i4 eine ,theorie der ,maximen verstehen1 zu seinen auf ,vortheil berechneten ,absichten die tauglichsten ,mittel zu whlen1 d4 i4 lugnen1 da es berhaupt eine ,moral gebe4 ,die ,politik sagt3 ,seyd klug wie die ,schlangen2 die ,moral setzt 7als einschrnkende ,bedingung7 hinzu3 und ohne ,falsch wie die ,tauben4 ,wenn beydes nicht in einem ,gebote zusammen bestehen kann1 so ist wirklich ein ,streit der ,politik mit der ,moral2 soll aber doch durchaus beydes vereinigt seyn1 so ist der ,begriff vom ,gegentheil absurd1 und die ,frage1 wie jener ,streit auszugleichen sey1 lt sich gar nicht einmal als ,aufgabe hinstellen4 ,obgleich der ,satz3 ,ehrlichkeit ist die beste ,politik1 eine ,theorie enthlt1 der die ,praxis1 leider6 sehr hufig widerspricht3 so ist doch der gleichfalls theoretische3 ,ehrlichkeit ist besser denn alle ,politik1 ber allen ,einwurf unendlich erhaben1 ja die unumgngliche ,bedingung der letzteren4 ,der ,grenzgott der ,moral weicht nicht dem ,jupiter 7dem ,grenzgott der ,gewalt72 denn dieser steht noch unter dem ,schicksal1 d4 i4 die ,vernunft ist nicht erleuchtet genug1 die ,reihe der vorherbestimmenden ,ursachen zu bersehen1 die den glcklichen oder schlimmen ,erfolg aus dem ,thun und ,lassen der ,menschen1 nach dem ,mechanism der ,natur1 mit ,sicherheit vorher verkndigen 7obgleich ihn dem ,wunsche gem hoffen7 lassen4 ,was man aber zu thun habe1 um im ,gleise der ,pflicht 7nach ,regeln der ,weisheit7 zu bleiben1 dazu und hiemit zum ,endzweck leuchtet sie uns berall hell genug vor4 ,nun grndet aber der ,praktiker 7dem die ,moral bloe ,theorie ist7 seine trostlose ,absprechung unserer gutmthigen ,hoffnung 7selbst bey eingerumtem ,sollen und ,knnen7 eigentlich darauf3 da er aus der ,natur des ,menschen vorher zu sehen vorgiebt1 er werde dasjenige nie wollen1 was erfordert wird1 um jenen zum ewigen ,frieden hinfhrenden ,zweck zu ,stande zu bringen4 -- ,freylich ist das ,wollen aller einzelnen ,menschen1 in einer gesetzlichen ,verfassung nach ,freyheitsprincipien zu leben 7die distributive ,einheit des ,willens ,aller71 zu diesem ,zweck nicht hinreichend1 sondern da ,alle zusammen diesen ,zustand wollen 7die collektive ,einheit des vereinigten ,willens71 diese ,auflsung einer schweren ,aufgabe1 wird noch dazu erfordert1 damit ein ,ganzes der brgerlichen ,gesellschaft werde1 und1 da also ber diese ,verschiedenheit des particularen ,wollens ,aller1 noch eine vereinigende ,ursache desselben hinzukommen mu1 um einen gemeinschaftlichen ,willen herauszubringen1 welches ,keiner von ,allen vermag3 so ist in der ,ausfhrung jener ,idee 7in der ,praxis7 auf keinen andern ,anfang des rechtlichen ,zustandes zu rechnen1 als den durch ,gewalt1 auf deren ,zwang nachher das ffentliche ,recht gegrndet wird2 welches dann freylich 7da man ohnedem des ,gesetzgebers moralische ,gesinnung hiebey wenig in ,anschlag bringen kann1 er werde1 nach geschehener ,vereinigung der wsten ,menge in ein ,volk1 diesem es nur berlassen1 eine rechtliche ,verfassung durch ihren gemeinsamen ,willen zu ,stande zu bringen7 groe ,abweichungen von jener ,idee 7der ,theorie7 in der wirklichen ,erfahrung schon zum voraus erwarten lt4 ,da heit es dann3 wer einmal die ,gewalt in ,hnden hat1 wird sich vom ,volk nicht ,gesetze vorschreiben lassen4 ,ein ,staat1 der einmal im ,besitz ist1 unter keinen ueren ,gesetzen zu stehen1 wird sich in ,ansehung der ,art1 wie er gegen andere ,staaten sein ,recht suchen soll1 nicht von ihrem ,richterstuhl abhngig machen1 und selbst ein ,welttheil1 wenn er sich einem andern1 der ihm brigens nicht im ,wege ist1 berlegen fhlt1 wird das ,mittel der ,verstrkung seiner ,macht1 durch ,beraubung oder gar ,beherrschung desselben1 nicht unbenutzt lassen2 und so zerrinnen nun alle ,plane der ,theorie1 fr das ,staats-1 ,vlker- und ,weltbrgerrecht1 in sachleere unausfhrbare ,ideale1 dagegen eine ,praxis1 die auf empirische ,principien der menschlichen ,natur gegrndet ist1 welche es nicht fr zu niedrig hlt1 aus der ,art1 wie es in der ,welt zugeht1 ,belehrung fr ihre ,maximen zu ziehen1 einen sicheren ,grund fr ihr ,gebude der ,staatsklugheit zu finden allein hoffen knne4 ,freylich1 wenn es keine ,freyheit und darauf gegrndetes moralisches ,gesetz giebt1 sondern alles1 was geschieht oder geschehen kann1 bloer ,mechanism der ,natur ist1 so ist ,politik 7als ,kunst1 diesen zur ,regierung der ,menschen zu benutzen7 die ganze praktische ,weisheit1 und der ,rechtsbegriff ein sachleerer ,gedanke4 ,findet man diesen aber doch unumgnglich nthig1 mit der ,politik zu verbinden1 ja ihn gar zur einschrnkenden ,bedingung der letztern zu erheben1 so mu die ,vereinbarkeit beyder eingerumt werden4 ,ich kann mir nun zwar einen moralischen ,politiker1 d4 i4 einen1 der die ,principien der ,staatsklugheit so nimmt1 da sie mit der ,moral zusammen bestehen knnen1 aber nicht einen politischen ,moralisten denken1 der sich eine ,moral so schmiedet1 wie es der ,vortheil des ,staatsmanns sich zutrglich findet4 ,der moralische ,politiker wird es sich zum ,grundsatz machen3 wenn einmal ,gebrechen in der ,staatsverfassung oder im ,staatenverhltnis angetroffen werden1 die man nicht hat verhten knnen1 so sey es ,pflicht1 vornehmlich fr ,staatsoberhupter1 dahin bedacht zu seyn1 wie sie1 sobald wie mglich1 gebessert1 und dem ,naturrecht1 so wie es in der ,idee der ,vernunft uns zum ,muster vor ,augen steht1 angemessen gemacht werden knne3 sollte es auch ihrer ,selbstsucht ,aufopferungen kosten4 ,da nun die ,zerreiung eines ,bandes der ,staats- oder ,weltbrgerlichen ,vereinigung1 ehe noch eine bessere ,verfassung an die ,stelle derselben zu treten in ,bereitschaft ist1 aller1 hierin mit der ,moral einhelligen1 ,staatsklugheit zuwider ist1 so wre es zwar ungereimt1 zu fordern1 jenes ,gebrechen msse sofort und mit ,ungestm abgendert werden2 aber da wenigstens die ,maxime der ,nothwendigkeit einer solchen ,abnderung dem ,machthabenden innigst beywohne1 um in bestndiger ,annherung zu dem ,zwecke 7der nach ,rechtsgesetzen besten ,verfassung7 zu bleiben1 das kann doch von ihm gefordert werden4 ,ein ,staat kann sich auch schon republikanisch regieren1 wenn er gleich noch1 der vorliegenden ,constitution nach1 despotische ,herrschermacht besitzt3 bis allmhlig das ,volk des ,einflusses der bloen ,idee der ,autoritt des ,gesetzes 7gleich als ob es physische ,gewalt bese7 fhig wird1 und sonach zur eigenen ,gesetzgebung 7welche ursprnglich auf ,recht gegrndet ist7 tchtig befunden wird4 ,wenn auch durch den ,ungestm einer von der schlechten ,verfassung erzeugten ,revolution unrechtmigerweise eine gesetzmigere errungen wre1 so wrde es doch auch alsdann nicht mehr fr erlaubt gehalten werden mssen1 das ,volk wieder auf die alte zurck zu fhren1 obgleich whrend derselben jeder1 der sich damit gewaltthtig oder arglistig bemengt1 mit ,recht den ,strafen des ,aufrhrers unterworfen seyn wrde4 ,was aber das uere ,staatenverhltnis betrifft1 so kann von einem ,staat nicht verlangt werden1 da er seine1 obgleich despotische1 ,verfassung 7die aber doch die strkere in ,beziehung auf uere ,feinde ist7 ablegen solle1 so lange er ,gefahr luft1 von andern ,staaten so fort verschlungen zu werden2 mithin mu bey jenem ,vorsatz doch auch die ,verzgerung der ,ausfhrung bis zu besserer ,zeitgelegenheit erlaubt seyn#ad4 #ad ,dies sind ,erlaubnisgesetze der ,vernunft1 den ,stand eines mit ,ungerechtigkeit behafteten ffentlichen ,rechts noch so lange beharren zu lassen1 bis zur vlligen ,umwlzung alles entweder von selbst gereift1 oder durch friedliche ,mittel der ,reife nahe gebracht worden2 weil doch irgend eine rechtliche1 obzwar nur in geringem ,grade rechtmige1 ,verfassung besser ist als gar keine1 welches letztere ,schicksal 7der ,anarchie7 eine bereilte ,reform treffen wrde4 -- ,die ,staatsweisheit wird sich also in dem ,zustande1 worin die ,dinge jetzt sind1 ,reformen1 dem ,ideal des ffentlichen ,rechts angemessen1 zur ,pflicht machen3 ,revolutionen aber1 wo sie die ,natur von selbst herbey fhrt1 nicht zur ,beschnigung einer noch greren ,unterdrckung1 sondern als ,ruf der ,natur benutzen1 eine auf ,freyheitsprincipien gegrndete gesetzliche ,verfassung1 als die einzige dauerhafte1 durch grndliche ,reform zu ,stande zu bringen4 ,es mag also immer seyn3 da die despotisirende 7in der ,ausbung fehlende7 ,moralisten wider die ,staatsklugheit 7durch bereilt genommene oder angepriesene ,maaregeln7 mannichfaltig verstoen1 so mu sie doch die ,erfahrung1 bey diesem ihrem ,versto wider die ,natur1 nach und nach in ein besseres ,gleis bringen2 statt dessen die moralisirende ,politiker1 durch ,beschnigung rechtswidriger ,staatsprincipien1 unter dem ,vorwande einer des ,guten1 nach der ,idee1 wie sie die ,vernunft vorschreibt1 nicht fhigen menschlichen ,natur1 so viel an ihnen ist1 das ,besserwerden unmglich machen1 und die ,rechtsverletzung verewigen4 ,statt der ,praxis1 deren sich diese staatskluge ,mnner rhmen1 gehen sie mit ,praktiken um1 indem sie blo darauf bedacht sind1 dadurch1 da sie der jetzt herrschenden ,gewalt zum ,munde reden 7um ihren ,privatvortheil nicht zu verfehlen71 das ,volk1 und1 wo mglich1 die ganze ,welt ,preis zu geben2 nach der ,art chter ,juristen 7vom ,handwerke1 nicht von der ,gesetzgebung71 wenn sie sich bis zur ,politik versteigen4 ,denn da dieser ihr ,geschfte nicht ist1 ber ,gesetzgebung selbst zu vernnfteln1 sondern die gegenwrtige ,gebote des ,landrechts zu vollziehen1 so mu ihnen jede1 jetzt vorhandene1 gesetzliche ,verfassung1 und1 wenn diese hhern ,orts abgendert wird1 die nun folgende1 immer die beste seyn2 wo dann alles so in seiner gehrigen mechanischen ,ordnung ist4 ,wenn aber diese ,geschicklichkeit1 fr alle ,sttel gerecht zu seyn1 ihnen den ,wahn einflt1 auch ber ,principien einer ,staatsverfassung berhaupt nach ,rechtsbegriffen 7mithin a priori1 nicht empirisch7 urtheilen zu knnen3 wenn sie darauf gro thun1 ,menschen zu kennen 7welches freylich zu erwarten ist1 weil sie mit vielen zu thun haben71 ohne doch den ,menschen1 und was aus ihm gemacht werden kann1 zu kennen 7wozu ein hherer ,standpunkt der ,anthropologischen ,beobachtung erfordert wird71 mit diesen ,begriffen aber versehen ans ,staats- und ,vlkerrecht1 wie es die ,vernunft vorschreibt1 gehen3 so knnen sie diesen ,ueberschritt nicht anders1 als mit dem ,geist der ,chicane thun1 indem sie ihr gewohntes ,verfahren 7eines ,mechanisms nach despotisch gegebenen ,zwangsgesetzen7 auch da befolgen1 wo die ,begriffe der ,vernunft einen nur nach ,freyheitsprincipien gesetzmigen ,zwang begrndet wissen wollen1 durch welchen allererst eine zu ,recht bestndige ,staatsverfassung mglich ist2 welche ,aufgabe der vorgebliche ,praktiker1 mit ,vorbeygehung jener ,idee1 empirisch1 aus ,erfahrung1 wie die bisher noch am besten bestandene1 mehrentheils aber rechtswidrige1 ,staatsverfassungen eingerichtet waren1 lsen zu knnen glaubt4 -- ,die ,maximen1 deren er sich hiezu bedient 7ob er sie zwar nicht laut werden lt71 laufen ohngefhr auf folgende sophistische ,maximen hinaus4 #a4 ,fac et excusa4 ,ergreife die gnstige ,gelegenheit zur eigenmchtigen ,besitznehmung 7entweder eines ,rechts des ,staats ber sein ,volk1 oder ber ein anderes benachbarte72 die ,rechtfertigung wird sich weit leichter und zierlicher nach der ,that vortragen1 und die ,gewalt beschnigen lassen 7vornehmlich im ersten ,fall1 wo die obere ,gewalt im ,innern so fort auch die gesetzgebende ,obrigkeit ist1 der man gehorchen mu1 ohne darber zu vernnfteln72 als wenn man zuvor auf berzeugende ,grnde sinnen1 und die ,gegengrnde darber noch erst abwarten wollte4 ,diese ,dreustigkeit selbst giebt einen gewissen ,anschein von innerer ,ueberzeugung der ,rechtmigkeit der ,that1 und der ,gott bonus euentus ist nachher der beste ,rechtsvertreter4 #b4 ,si fecisti nega4 ,was du selbst verbrochen hast1 z4 ,b4 um dein ,volk zur ,verzweiflung1 und so zum ,aufruhr zu bringen1 das lugne ab1 da es deine ,schuld sey2 sondern behaupte1 da es die der ,widerspenstigkeit der ,unterthanen1 oder auch1 bey deiner ,bemchtigung eines benachbarten ,volks1 die ,schuld der ,natur des ,menschen sey1 der1 wenn er dem ,andern nicht mit ,gewalt zuvorkommt1 sicher darauf rechnen kann1 da dieser ihm zuvorkommen und sich seiner bemchtigen werde4 #c4 ,diuide et impera4 ,das ist3 sind gewisse privilegirte ,hupter in deinem ,volk1 welche dich blos zu ihrem ,oberhaupt 7primus inter pares7 gewhlt haben1 so veruneinige jene unter einander1 und entzweye sie mit dem ,volk3 stehe nun dem letztern1 unter ,vorspiegelung grerer ,freyheit1 bey1 so wird alles von deinem unbedingten ,willen abhngen4 ,oder sind es uere ,staaten1 so ist ,erregung der ,mishelligkeit unter ihnen ein ziemlich sicheres ,mittel1 unter dem ,schein des ,beystandes des ,schwcheren1 einen nach dem andern dir zu unterwerfen4 ,durch diese politische ,maximen wird nun zwar niemand hintergangen2 denn sie sind insgesammt schon allgemein bekannt2 auch ist es mit ihnen nicht der ,fall sich zu schmen1 als ob die ,ungerechtigkeit gar zu offenbar in die ,augen leuchtete4 ,denn1 weil sich groe ,mchte nie vor dem ,urtheil des gemeinen ,haufens1 sondern nur eine vor der andern schmen1 was aber jene ,grundstze betrifft1 nicht das ,offenbarwerden1 sondern nur das ,mislingen derselben sie beschmt machen kann 7denn in ,ansehung der ,moralitt der ,maximen kommen sie alle unter einander berein71 so bleibt ihnen immer die politische ,ehre brig1 auf die sie sicher rechnen knnen1 nmlich die der ,vergrerung ihrer ,macht1 auf welchem ,wege sie auch erworben seyn mag#ae4 #ae ,wenn gleich eine gewisse in der menschlichen ,natur gewurzelte ,bsartigkeit von ,menschen1 die in einem ,staat zusammen leben1 noch bezweifelt1 und1 statt ihrer1 der ,mangel einer noch nicht weit genug fortgeschrittenen ,cultur 7die ,rohigkeit7 zur ,ursache der gesetzwidrigen ,erscheinungen ihrer ,denkungsart mit einigem ,scheine angefhret werden mchte1 so fllt sie doch1 im ueren ,verhltnis der ,staaten gegen einander1 ganz unverdeckt und unwidersprechlich in die ,augen4 ,im ,innern jedes ,staats ist sie durch den ,zwang der brgerlichen ,gesetze verschleyert1 weil der ,neigung zur wechselseitigen ,gewaltthtigkeit der ,brger eine grere ,gewalt1 nmlich die der ,regierung1 mchtig entgegenwirkt1 und so nicht allein dem ,ganzen einen moralischen ,anstrich 7causae non causae7 giebt1 sondern auch dadurch1 da dem ,ausbruch gesetzwidriger ,neigungen ein ,riegel vorgeschoben wird1 die ,entwicklung der moralischen ,anlage1 zur unmittelbaren ,achtung frs ,recht1 wirklich viel ,erleichterung bekommt4 -- ,denn ein jeder glaubt nun von sich1 da er wohl den ,rechtsbegriff heilig halten und treu befolgen wrde1 wenn er sich nur von jedem andern eines ,gleichen gewrtigen knnte2 welches letztere ihm die ,regierung zum ,theil sichert2 wodurch dann ein groer ,schritt zur ,moralitt 7obgleich noch nicht moralischer ,schritt7 gethan wird1 diesem ,pflichtbegriff auch um sein selbst willen1 ohne ,rcksicht aus ,erwiederung1 anhnglich zu seyn4 -- ,da ein jeder aber1 bey seiner guten ,meynung von sich selber1 doch die bse ,gesinnung bey allen anderen voraussetzt1 so sprechen sie einander wechselseitig ihr ,urtheil3 da sie alle1 was das ,factum betrifft1 wenig taugen 7woher es komme1 da es doch der ,natur des ,menschen1 als eines freyen ,wesens1 nicht ,schuld gegeben werden kann1 mag unerrtert bleiben74 ,da aber doch auch die ,achtung fr den ,rechtsbegriff1 deren der ,mensch sich schlechterdings nicht entschlagen kann1 die ,theorie des ,vermgens1 ihm angemessen zu werden1 auf das feyerlichste sanctionirt1 so sieht ein jeder1 da er seinerseits jenem gem handeln msse1 ,andere mgen es halten1 wie sie wollen4 99 99 99 99 99 ,aus allen diesen ,schlangenwendungen einer unmoralischen ,klugheitslehre1 den ,friedenszustand unter ,menschen1 aus dem kriegerischen des ,naturzustandes herauszubringen1 erhellet wenigstens so viel3 da die ,menschen1 eben so wenig in ihren ,privatverhltnissen1 als in ihren ffentlichen1 dem ,rechtsbegriff entgehen knnen1 und sich nicht getrauen1 die ,politik ffentlich blo auf ,handgriffe der ,klugheit zu grnden1 mithin dem ,begriffe eines ffentlichen ,rechts allen ,gehorsam aufzukndigen 7welches vornehmlich in dem des ,vlkerrechts auffallend ist71 sondern ihm an sich alle gebhrende ,ehre wiederfahren lassen1 wenn sie auch hundert ,ausflchte und ,bemntelungen aussinnen sollten1 um ihm in der ,praxis auszuweichen1 und der verschmitzten ,gewalt die ,autoritt anzudichten1 der ,ursprung und der ,verband alles ,rechts zu seyn4 -- ,um dieser ,sophisterey 7wenn gleich nicht der durch sie beschnigten ,ungerechtigkeit7 ein ,ende zu machen1 und die falsche ,vertreter der ,mchtigen der ,erde zum ,gestndnisse zu bringen1 da es nicht das ,recht1 sondern die ,gewalt sey1 der sie zum ,vortheil sprechen1 von welcher sie1 gleich als ob sie selbst hiebey was zu befehlen htten1 den ,ton annehmen1 wird es gut seyn1 das ,blendwerk aufzudecken1 womit man sich und andere hintergeht1 das oberste ,princip1 von dem die ,absicht auf den ewigen ,frieden ausgeht1 ausfindig zu machen und zu zeigen3 da alles das ,bse1 was ihm im ,wege ist1 davon herrhre3 da der politische ,moralist da anfngt1 wo der moralische ,politiker billigerweise endigt1 und1 indem er so die ,grundstze dem ,zweck unterordnet 7d4 i4 die ,pferde hinter den ,wagen spannt71 seine eigene ,absicht vereitelt1 die ,politik mit der ,moral in ,einverstndnis zu bringen4 ,um die praktische ,philosophie mit sich selbst einig zu machen1 ist nthig1 zufrderst die ,frage zu entscheiden3 ob in ,aufgaben der praktischen ,vernunft vom materialen ,prinzip derselben1 dem ,zweck 7als ,gegenstand der ,willkhr7 der ,anfang gemacht werden msse1 oder vom formalen1 d4 i4 demjenigen 7blo auf ,freyheit im uern ,verhltnis gestellten71 darnach es heit3 handle so1 da du wollen kannst1 deine ,maxime solle ein allgemeines ,gesetz werden 7der ,zweck mag seyn welcher er wolle74 ,ohne alle ,zweifel mu das letztere ,princip vorangehen2 denn es hat1 als ,rechtsprincip1 unbedingte ,nothwendigkeit1 statt dessen das erstere1 nur unter ,voraussetzung empirischer ,bedingungen des vorgesetzten ,zwecks1 nmlich der ,ausfhrung desselben1 nthigend ist1 und1 wenn dieser ,zweck 7z4 ,b4 der ewige ,friede7 auch ,pflicht wre1 so mte doch diese selbst aus dem formalen ,princip der ,maximen uerlich zu handeln abgeleitet worden seyn4 -- ,nun ist das erstere ,princip1 das des politischen ,moralisten 7das ,problem des ,staats-1 ,vlker- und ,weltbrgerrechts71 eine bloe ,kunstaufgabe 7problema technicum71 das zweyte dagegen1 als ,princip des moralischen ,politikers1 welchem es eine sittliche ,aufgabe 7problema morale7 ist1 im ,verfahren von dem anderen himmelweit unterschieden1 um den ewigen ,frieden1 den man nun nicht blo als physisches ,gut1 sondern auch als einen aus ,pflichtanerkennung hervorgehenden ,zustand wnscht1 herbeyzufhren4 ,zur ,auflsung des ersten1 nmlich des ,staats-,klugheitsproblems1 wird viel ,kenntnis der ,natur erfordert1 um ihren ,mechanism zu dem gedachten ,zweck zu benutzen1 und doch ist alle diese ungewis in ,ansehung ihres ,resultats1 den ewigen ,frieden betreffend2 man mag nun die eine oder die andere der drey ,abtheilungen des ffentlichen ,rechts nehmen4 ,ob das ,volk im ,gehorsam und zugleich im ,flor besser durch ,strenge1 oder ,lockspeise der ,eitelkeit1 ob durch ,obergewalt eines ,einzigen1 oder durch ,vereinigung mehrerer ,hupter1 vielleicht auch blo durch einen ,dienstadel1 oder durch ,volksgewalt1 im ,innern1 und zwar auf lange ,zeit1 gehalten werden knne1 ist ungewis4 ,man hat von allen ,regierungsarten 7die einzige chtrepublikanische1 die aber nur einem moralischen ,politiker in den ,sinn kommen kann1 ausgenommen7 ,beyspiele des ,gegentheils in der ,geschichte4 -- ,noch ungewisser ist ein auf ,statute nach ,ministerialplanen vorgeblich errichtetes ,vlkerrecht1 welches in der ,that nur ein ,wort ohne ,sache ist1 und auf ,vertrgen beruht1 die in demselben ,akt ihrer ,beschlieung zugleich den geheimen ,vorbehalt ihrer ,uebertretung enthalten4 -- ,dagegen dringt sich die ,auflsung des zweyten1 nmlich des ,staatsweisheitsproblems1 so zu sagen1 von selbst auf1 ist jedermann einleuchtend1 und macht alle ,knsteley zu ,schanden1 fhrt dabey gerade zum ,zweck2 doch mit der ,erinnerung der ,klugheit1 ihn nicht bereilterweise mit ,gewalt herbey zu ziehen1 sondern sich ihm1 nach ,beschaffenheit der gnstigen ,umstnde1 unablig zu nhern4 ,da heit es denn3 trachtet allererst nach dem ,reiche der reinen praktischen ,vernunft und nach seiner ,gerechtigkeit1 so wird euch euer ,zweck 7die ,wohlthat des ewigen ,friedens7 von selbst zufallen4 ,denn das hat die ,moral ,eigenthmliches an sich1 und zwar in ,ansehung ihrer ,grundstze des ffentlichen ,rechts1 7mithin in ,beziehung auf eine a priori erkennbare ,politik71 da1 je weniger sie das ,verhalten von dem vorgesetzten ,zweck1 dem beabsichtigten1 es sey physischem oder sittlichem ,vortheil1 abhngig macht1 desto mehr sie dennoch zu diesem im ,allgemeinen zusammenstimmt2 welches daher kmmt1 weil es gerade der a priori gegebene allgemeine ,wille 7in einem ,volk1 oder im ,verhltnis verschiedener ,vlker unter einander7 ist1 der allein1 was unter ,menschen ,rechtens ist1 bestimmt2 diese ,vereinigung des ,willens ,aller aber1 wenn nur in der ,ausbung consequent verfahren wird1 auch nach dem ,mechanism der ,natur1 zugleich die ,ursache seyn kann1 die abgezweckte ,wirkung hervorzubringen1 und dem ,rechtsbegriffe ,effekt zu verschaffen4 -- ,so ist es z4 ,b4 ein ,grundsatz der moralischen ,politik3 da sich ein ,volk zu einem ,staat nach den alleinigen ,rechtsbegriffen der ,freyheit und ,gleichheit vereinigen solle1 und dieses ,prinzip ist nicht auf ,klugheit1 sondern auf ,pflicht gegrndet4 ,nun mgen dagegen politische ,moralisten noch so viel ber den ,naturmechanism einer in ,gesellschaft tretenden ,menschenmenge1 welcher jene ,grundstze entkrftete1 und ihre ,absicht vereiteln werde1 vernnfteln1 oder auch durch ,beyspiele schlecht organisirter ,verfassungen alter und neuer ,zeiten 7z4 ,b4 von ,demokratien ohne ,reprsentationssystem7 ihre ,behauptung dagegen zu beweisen suchen1 so verdienen sie kein ,gehr2 vornehmlich1 da eine solche verderbliche ,theorie das ,uebel wohl gar selbst bewirkt1 was sie vorhersagt1 nach welcher der ,mensch mit den brigen lebenden ,maschinen in eine ,classe geworfen wird1 denen nur noch das ,bewutseyn1 da sie nicht freye ,wesen sind1 beywohnen drfte1 um sie in ihrem eigenen ,urtheil zu den elendesten unter allen ,weltwesen zu machen4 ,der zwar etwas renomistisch klingende1 sprchwrtlich in ,umlauf gekommene1 aber wahre ,satz3 fiat iustitia1 pereat mundus1 das heit zu deutsch3 es herrsche ,gerechtigkeit1 die ,schelme in der ,welt mgen auch insgesammt darber zu ,grunde gehen1 ist ein wackerer1 alle durch ,arglist oder ,gewalt vorgezeichnete krumme ,wege abschneidender ,rechtsgrundsatz2 nur da er nicht misverstanden1 und etwa als ,erlaubnis1 sein eigenes ,recht mit der grten ,strenge zu benutzen 7welches der ethischen ,pflicht widerstreiten wrde71 sondern als ,verbindlichkeit der ,machthabenden1 niemanden sein ,recht aus ,ungunst oder ,mitleiden gegen ,andere zu weigern oder zu schmlern1 verstanden wird2 wozu vorzglich eine nach reinen ,rechtsprincipien eingerichtete innere ,verfassung des ,staats1 dann aber auch die der ,vereinigung desselben mit andern benachbarten oder auch entfernten ,staaten zu einer 7einem allgemeinen ,staat analogischen7 gesetzlichen ,ausgleichung ihrer ,streitigkeiten erfordert wird4 -- ,dieser ,satz will nichts anders sagen1 als3 die politische ,maximen mssen nicht von der1 aus ihrer ,befolgung zu erwartenden1 ,wohlfahrt und ,glckseligkeit eines jeden ,staats1 also nicht vom ,zweck1 den sich ein jeder derselben zum ,gegenstande macht 7vom ,wollen71 als dem obersten 7aber empirischen7 ,princip der ,staatsweisheit1 sondern von dem reinen ,begriff der ,rechtspflicht 7vom ,sollen1 dessen ,princip a priori durch reine ,vernunft gegeben ist7 ausgehen1 die physische ,folgen daraus mgen auch seyn1 welche sie wollen4 ,die ,welt wird keineswegs dadurch untergehen1 da der bsen ,menschen weniger wird4 ,das moralisch ,bse hat die von seiner ,natur unabtrennliche ,eigenschaft1 da es in seinen ,absichten 7vornehmlich in ,verhltnis gegen andere ,gleichgesinnete7 sich selbst zuwider und zersthrend ist1 und so dem 7moralischen7 ,princip des ,guten1 wenn gleich durch langsame ,fortschritte1 ,platz macht4 99 99 99 99 99 ,es giebt also objectiv 7in der ,theorie7 gar keinen ,streit zwischen der ,moral und der ,politik4 ,dagegen subjectiv 7in dem selbstschtigen ,hange der ,menschen1 der aber1 weil er nicht auf ,vernunftmaximen gegrndet ist1 noch nicht ,praxis genannt werden mu71 wird und mag er immer bleiben1 weil er zum ,wetzstein der ,tugend dient1 deren wahrer ,muth 7nach dem ,grundsatze3 tu ne cede malis1 sed contra audentior ito7 in gegenwrtigem ,falle nicht sowohl darin besteht1 den ,uebeln und ,aufopferungen mit festem ,vorsatz sich entgegenzusetzen1 welche hiebey bernommen werden mssen1 sondern dem weit gefhrlicheren lgenhaften und verrtherischen1 aber doch vernnftelnden1 die ,schwche der menschlichen ,natur zur ,rechtfertigung aller ,uebertretung vorspiegelnden bsen ,princip in uns selbst1 in die ,augen zu sehen und seine ,arglist zu besiegen4 ,in der ,that kann der politische ,moralist sagen3 ,regent und ,volk1 oder ,volk und ,volk thun ,,einander nicht ,unrecht1 wenn sie einander gewaltthtig oder hinterlistig befehden1 ob sie zwar berhaupt darin ,unrecht thun1 da sie dem ,rechtsbegriffe1 der allein den ,frieden auf ewig begrnden knnte1 alle ,achtung versagen4 ,denn weil der eine seine ,pflicht gegen den andern bertritt1 der gerade eben so rechtswidrig gegen jenen gesinnt ist1 so geschieht ihnen beyderseits ganz recht1 wenn sie sich unter einander aufreiben1 doch so1 da von dieser ,rae immer noch genug brig bleibt1 um dieses ,spiel bis zu den entferntesten ,zeiten nicht aufhren zu lassen1 damit eine spte ,nachkommenschaft an ihnen dereinst ein warnendes ,beyspiel nehme4 ,die ,vorsehung im ,laufe der ,welt ist hiebey gerechtfertigt2 denn das moralische ,princip im ,menschen erlscht nie1 die1 pragmatisch1 zur ,ausfhrung der rechtlichen ,ideen nach jenem ,princip tchtige ,vernunft wchst noch dazu bestndig durch immer fortschreitende ,cultur1 mit ihr aber auch die ,schuld jener ,uebertretungen4 ,die ,schpfung allein3 da nmlich ein solcher ,schlag von verderbten ,wesen berhaupt hat auf ,erden seyn sollen1 scheint durch keine ,theodicee gerechtfertigt werden zu knnen 7wenn wir annehmen1 da es mit dem ,menschengeschlechte nie besser bestellt seyn werde noch knne72 aber dieser ,standpunkt der ,beurtheilung ist fr uns viel zu hoch1 als da wir unsere ,begriffe 7von ,weisheit7 der obersten uns unerforschlichen ,macht in theoretischer ,absicht unterlegen knnten4 -- ,zu solchen verzweifelten ,folgerungen werden wir unvermeidlich hingetrieben1 wenn wir nicht annehmen1 die reine ,rechtsprincipien haben objective ,realitt1 d4 i4 sie lassen sich ausfhren2 und darnach msse auch von ,seiten des ,volks im ,staate1 und weiterhin von ,seiten der ,staaten gegen einander1 gehandelt werden2 die empirische ,politik mag auch dagegen einwenden1 was sie wolle4 ,die wahre ,politik kann also keinen ,schritt thun1 ohne vorher der ,moral gehuldigt zu haben1 und ob zwar ,politik fr sich selbst eine schwere ,kunst ist1 so ist doch ,vereinigung derselben mit der ,moral gar keine ,kunst2 denn diese haut den ,knoten entzwey1 den jene nicht aufzulsen vermag1 sobald beyde einander widerstreiten4 -- ,das ,recht dem ,menschen mu heilig gehalten werden1 der herrschenden ,gewalt mag es auch noch so groe ,aufopferung kosten4 ,man kann hier nicht halbiren1 und das ,mittelding eines pragmatisch-bedingten ,rechts 7zwischen ,recht und ,nutzen7 aussinnen1 sondern alle ,politik mu ihre ,kniee vor dem erstern beugen1 kann aber dafr hoffen1 ob zwar langsam1 zu der ,stufe zu gelangen1 wo sie beharrlich glnzen wird4 ,,ii4 ,von der ,einhelligkeit der ,politik mit der ,moral nach dem transscendentalen ,begriffe des ffentlichen ,rechts4 ,wenn ich von aller ,materie des ffentlichen ,rechts 7nach den verschiedenen empirisch-gegebenen ,verhltnissen der ,menschen im ,staat oder auch der ,staaten unter einander71 so wie es sich die ,rechtslehrer gewhnlich denken1 abstrahire1 so bleibt mir noch die ,form der ,publicitt brig1 deren ,mglichkeit ein jeder ,rechtsanspruch in sich enthlt1 weil ohne jene es keine ,gerechtigkeit 7die nur als ffentlich kundbar gedacht werden kann71 mithin auch kein ,recht1 das nur von ihr ertheilt wird1 geben wrde4 ,diese ,fhigkeit der ,publicitt mu jeder ,rechtsanspruch haben1 und sie kann also1 da es sich ganz leicht beurtheilen lt1 ob sie in einem vorkommenden ,falle statt finde1 d4 i4 ob sie sich mit den ,grundstzen des ,handelnden vereinigen lasse oder nicht1 ein leicht zu brauchendes1 a priori in der ,vernunft anzutreffendes ,criterium abgeben1 im letzteren ,fall die ,falschheit 7,rechtswidrigkeit7 des gedachten ,anspruchs 7praetensio iuris71 gleichsam durch ein ,experiment der reinen ,vernunft1 so fort zu erkennen4 ,nach einer solchen ,abstraction von allem ,empirischen1 was der ,begriff des ,staats- und ,vlkerrechts enthlt 7dergleichen das ,bsartige der menschlichen ,natur ist1 welches den ,zwang nothwendig macht71 kann man folgenden ,satz die transscendentale ,formel des ffentlichen ,rechts nennen3 ,alle auf das ,recht anderer ,menschen bezogene ,handlungen1 deren ,maxime sich nicht mit der ,publicitt vertrgt1 sind unrecht4 ,dieses ,princip ist nicht blo als ethisch 7zur ,tugendlehre gehrig71 sondern auch als juridisch 7das ,recht der ,menschen angehend7 zu betrachten4 ,denn eine ,maxime1 die ich nicht darf laut werden lassen1 ohne dadurch meine eigene ,absicht zugleich zu vereiteln1 die durchaus verheimlicht werden mu1 wenn sie gelingen soll1 und zu der ich mich nicht ffentlich bekennen kann1 ohne da dadurch unausbleiblich der ,widerstand ,aller gegen meinen ,vorsatz gereizt werde1 kann diese nothwendige und allgemeine1 mithin a priori einzusehende1 ,gegenbearbeitung ,aller gegen mich nirgend wovon anders1 als von der ,ungerechtigkeit her haben1 womit sie jedermann bedroht4 -- ,es ist ferner blo negativ1 d4 i4 es dient nur1 um1 vermittelst desselben1 was gegen ,andere nicht recht ist1 zu erkennen4 -- ,es ist gleich einem ,axiom unerweislich-gewi und berdem leicht anzuwenden1 wie aus folgenden ,beyspielen des ffentlichen ,rechts zu ersehen ist4 #a4 ,was das ,staatsrecht 7ius ciuitatis71 nmlich das innere betrifft3 so kommt in ihm die ,frage vor1 welche ,viele fr schwer zu beantworten halten1 und die das transscendentale ,princip der ,publicitt ganz leicht auflset3 ist ,aufruhr ein rechtmiges ,mittel fr ein ,volk1 die drckende ,gewalt eines so genannten ,tyrannen 7non titulo sed exercitio talis7 abzuwerfen8 ,die ,rechte des ,volks sind gekrnkt1 und ihm 7dem ,tyrannen7 geschieht kein ,unrecht durch die ,entthronung2 daran ist kein ,zweifel4 ,nichts desto weniger ist es doch von den ,unterthanen im hchsten ,grade unrecht1 auf diese ,art ihr ,recht zu suchen1 und sie knnen eben so wenig ber ,ungerechtigkeit klagen1 wenn sie in diesem ,streit unterlgen und nachher deshalb die hrteste ,strafe ausstehen mten4 ,hier kann nun ,vieles fr und dawider vernnftelt werden1 wenn man es durch eine dogmatische ,deduction der ,rechtsgrnde ausmachen will2 allein das transscendentale ,princip der ,publicitt des ffentlichen ,rechts kann sich diese ,weitluftigkeit erspahren4 ,nach demselben frgt sich vor ,errichtung des brgerlichen ,vertrags das ,volk selbst1 ob es sich wohl getraue1 die ,maxime des ,vorsatzes einer gelegentlichen ,emprung ffentlich bekannt zu machen4 ,man sieht leicht ein1 da1 wenn man es bey der ,stiftung einer ,staatsverfassung zur ,bedingung machen wollte1 in gewissen vorkommenden ,fllen gegen das ,oberhaupt ,gewalt auszuben1 so mte das ,volk sich einer rechtmigen ,macht ber jenes anmaen4 ,alsdann wre jenes aber nicht das ,oberhaupt1 oder1 wenn beydes zur ,bedingung der ,staatserrichtung gemacht wrde1 so wrde gar keine mglich seyn1 welches doch die ,absicht des ,volks war4 ,das ,unrecht des ,aufruhrs leuchtet also dadurch ein1 da die ,maxime desselben dadurch1 da man sich ffentlich dazu bekennte1 seine eigene ,absicht unmglich machen wrde4 ,man mte sie also nothwendig verheimlichen4 -- ,das letztere wre aber von ,seiten des ,staatsoberhaupts eben nicht nothwendig4 ,er kann frey heraus sagen1 da er jeden ,aufruhr mit dem ,tode der ,rdelsfhrer bestrafen werde1 diese mgen auch immer glauben1 er habe seinerseits das ,fundamentalgesetz zuerst bertreten2 denn wenn er sich bewut ist1 die unwiderstehliche ,obergewalt zu besitzen 7welches auch in jeder brgerlichen ,verfassung so angenommen werden mu1 weil der1 welcher nicht ,macht genug hat1 einen jeden im ,volk gegen den andern zu schtzen1 auch nicht das ,recht hat1 ihm zu befehlen71 so darf er nicht sorgen1 durch die ,bekanntwerdung seiner ,maxime seine eigene ,absicht zu vereiteln1 womit auch ganz wohl zusammenhngt1 da1 wenn der ,aufruhr dem ,volk gelnge1 jenes ,oberhaupt in die ,stelle des ,unterthans zurcktreten1 eben sowohl keinem ,wiedererlangungsaufruhr beginnen1 aber auch nicht zu befrchten haben mte1 wegen seiner vormaligen ,staatsfhrung zur ,rechenschaft gezogen zu werden4 #b4 ,was das ,vlkerrecht betrifft4 -- ,nur unter ,voraussetzung irgend eines rechtlichen ,zustandes 7d4 i4 derjenigen ueren ,bedingung1 unter der dem ,menschen ein ,recht wirklich zu ,theil werden kann71 kann von einem ,vlkerrecht die ,rede seyn2 weil es1 als ein ffentliches ,recht1 die ,publication eines1 jedem das ,seine bestimmenden1 allgemeinen ,willens schon in seinem ,begriffe enthlt1 und dieser status iuridicus mu aus irgend einem ,vertrage hervorgehen1 der nicht eben 7gleich dem1 woraus ein ,staat entspringt17 auf ,zwangsgesetze gegrndet seyn darf1 sondern allenfalls auch der einer fortwhrend-freyen ,association seyn kann1 wie der oben erwhnte der ,fderalitt verschiedener ,staaten4 ,denn ohne irgend einen rechtlichen ,zustand1 der die verschiedene 7physische oder moralische7 ,personen thtig verknpft1 mithin im ,naturstande1 kann es kein anderes als blo ein ,privatrecht geben4 -- ,hier tritt nun auch ein ,streit der ,politik mit der ,moral 7diese als ,rechtslehre betrachtet7 ein1 wo dann jenes ,criterium der ,publicitt der ,maximen gleichfalls seine leichte ,anwendung findet1 doch nur so3 da der ,vertrag die ,staaten nur in der ,absicht verbindet1 unter einander und zusammen gegen andere ,staaten sich im ,frieden zu erhalten1 keinesweges aber um ,erwerbungen zu machen4 -- ,da treten nun folgende ,flle der ,antinomie zwischen ,politik und ,moral ein1 womit zugleich die ,lsung derselben verbunden wird4 a7 ,wenn einer dieser ,staaten dem andern etwas versprochen hat3 es sey ,hlfleistung1 oder ,abtretung gewisser ,lnder1 oder ,subsidien u4 d4 gl41 frgt sich1 ob er sich in einem ,fall1 an dem des ,staats ,heil hngt1 vom ,worthalten dadurch los machen kann1 da er sich in einer doppelten ,person betrachtet wissen will1 erstlich als ,souvern1 da er ,niemanden in seinem ,staat verantwortlich ist2 dann aber wiederum blo als oberster ,staatsbeamte1 der dem ,staat ,rechenschaft geben msse3 da denn der ,schlu dahin ausfllt1 da1 wozu er sich in der ersteren ,qualitt verbindlich gemacht hat1 davon werde er in der zweyten losgesprochen4 -- ,wenn nun aber ein ,staat 7oder dessen ,oberhaupt7 diese seine ,maxime laut werden liee1 so wrde natrlicherweise entweder ein jeder ,andere ihn fliehen1 oder sich mit ,anderen vereinigen1 um seinen ,anmaungen zu widerstehen1 welches beweiset1 da ,politik mit aller ihrer ,schlauigkeit auf diesen ,fu 7der ,offenheit7 ihren ,zweck selber vereiteln1 mithin jene ,maxime unrecht seyn msse4 b7 ,wenn eine bis zur furchtbaren ,gre 7potentia tremenda7 angewachsene benachbarte ,macht ,besorgnis erregt3 kann man annehmen1 sie werde1 weil sie kann1 auch unterdrcken wollen1 und giebt das der ,mindermchtigen ein ,recht zum 7vereinigten7 ,angriffe derselben1 auch ohne vorhergegangene ,beleidigung8 -- ,ein ,staat1 der seine ,maxime hier bejahend verlautbaren wollte1 wrde das ,uebel nur noch gewisser und schneller herbeyfhren4 ,denn die grere ,macht wrde der kleineren zuvorkommen1 und1 was die ,vereinigung der letzteren betrifft1 so ist das nur ein schwacher ,rohrstab gegen den1 der das diuide et impera zu benutzen wei4 -- ,diese ,maxime der ,staatsklugheit1 ffentlich erklrt1 vereitelt also nothwendig ihre eigene ,absicht1 und ist folglich ungerecht4 c7 ,wenn ein kleinerer ,staat durch seine ,lage den ,zusammenhang eines greren trennt1 der diesem doch zu seiner ,erhaltung nthig ist1 ist dieser nicht berechtigt1 jenen sich zu unterwerfen und mit dem seinigen zu vereinigen8 -- ,man sieht leicht1 da der grere eine solche ,maxime ja nicht vorher msse laut werden lassen2 denn1 entweder die kleinern ,staaten wrden sich frhzeitig vereinigen1 oder andere ,mchtige wrden um diese ,beute streiten1 mithin macht sie sich durch ihre ,offenheit selbst unthunlich2 ein ,zeichen1 da sie ungerecht ist und es auch in sehr hohem ,grade seyn kann2 denn ein klein ,object der ,ungerechtigkeit hindert nicht1 da die daran bewiesene ,ungerechtigkeit sehr gro sey4 #c4 ,was das ,weltbrgerrecht betrifft1 so bergehe ich es hier mit ,stillschweigen2 weil1 wegen der ,analogie desselben mit dem ,vlkerrecht1 die ,maximen desselben leicht anzugeben und zu wrdigen sind4 99 99 99 99 99 ,man hat hier nun zwar an dem ,princip der ,unvertrglichkeit der ,maximen des ,vlkerrechts mit der ,publicitt1 ein gutes ,kennzeichen der ,nichtbereinstimmung der ,politik mit der ,moral 7als ,rechtslehre74 ,nun bedarf man aber auch belehrt zu werden1 welches denn die ,bedingung ist1 unter der ihre ,maximen mit dem ,recht der ,vlker bereinstimmen8 ,denn es lt sich nicht umgekehrt schlieen3 da1 welche ,maximen die ,publicitt vertragen1 dieselbe darum auch gerecht sind2 weil1 wer die entschiedene ,obermacht hat1 seiner ,maximen nicht heel haben darf4 -- ,die ,bedingung der ,mglichkeit eines ,vlkerrechts berhaupt ist3 da zuvrderst ein rechtlicher ,zustand existire4 ,denn ohne diesen giebts kein ffentliches ,recht1 sondern alles ,recht1 was man sich auer demselben denken mag 7im ,naturzustande71 ist blo ,privatrecht4 ,nun haben wir oben gesehen3 da ein fderativer ,zustand der ,staaten1 welcher blo die ,entfernung des ,krieges zur ,absicht hat1 der einzige1 mit der ,freyheit derselben vereinbare1 rechtliche ,zustand sey4 ,also ist die ,zusammenstimmung der ,politik mit der ,moral nur in einem fderativen ,verein 7der also nach ,rechtsprincipien a priori gegeben und nothwendig ist7 mglich1 und alle ,staatsklugheit hat zur rechtlichen ,basis die ,stiftung des ersteren1 in ihrem grt-mglichen ,umfange1 ohne welchen ,zweck alle ihre ,klgeley ,unweisheit und verschleyerte ,ungerechtigkeit ist4 -- ,diese ,afterpolitik hat nun ihre ,casuistik1 trotz der besten ,jesuiterschule -- die reseruatio mentalis2 in ,abfassung ffentlicher ,vertrge1 mit solchen ,ausdrcken1 die man gelegentlich zu seinem ,vortheil auslegen kann1 wie man will 7z4 ,b4 den ,unterschied des status quo de fait und de droit72 -- den ,probabilismus3 bse ,absichten an ,anderen zu erklgeln1 oder auch ,wahrscheinlichkeiten ihres mglichen ,uebergewichts zum ,rechtsgrunde der ,untergrabung anderer friedlicher ,staaten zu machen2 -- ,endlich das peccatum philosophicum 7peccatillum1 baggatelle74 ,das ,verschlingen eines kleinen ,staats1 wenn dadurch ein viel grerer1 zum vermeyntlich grern ,weltbesten1 gewinnt1 fr eine leicht-verzeihliche ,kleinigkeit zu halten#af4 #af ,die ,belege zu solchen ,maximen kann man in des ,herrn ,hofr4 ,garve ,abhandlung3 ber die ,verbindung der ,moral mit der ,politik1 #aghh1 antreffen4 ,dieser wrdige ,gelehrte gesteht gleich zu ,anfange1 eine genugthuende ,antwort auf diese ,frage nicht geben zu knnen4 ,aber sie dennoch gut zu heien1 ob zwar mit dem ,gestndnis1 die dagegen sich regende ,einwrfe nicht vllig heben zu knnen1 scheint doch eine grere ,nachgiebigkeit gegen die zu seyn1 die sehr geneigt sind1 sie zu misbrauchen1 als wohl rathsam seyn mchte1 einzurumen4 ,den ,vorschub hiezu giebt die ,zweyzngigkeit der ,politik in ,ansehung der ,moral1 einen oder den andern ,zweig derselben zu ihrer ,absicht zu benutzen4 -- ,beydes1 die ,menschenliebe und die ,achtung frs ,recht der ,menschen1 ist ,pflicht2 jene aber nur bedingte1 diese dagegen unbedingte1 schlechthin gebietende ,pflicht1 welche nicht bertreten zu haben derjenige zuerst vllig versichert seyn mu1 der sich dem sen ,gefhl des ,wohlthuns berlassen will4 ,mit der ,moral im ersteren ,sinne 7als ,ethik7 ist die ,politik leicht einverstanden1 um das ,recht der ,menschen ihren ,oberen ,preis zu geben3 ,aber mit der in der zweyten ,bedeutung 7als ,rechtslehre71 vor der sie ihre ,kniee beugen mte1 findet sie es rathsam1 sich gar nicht auf ,vertrag einzulassen1 ihr lieber alle ,realitt abzustreiten1 und alle ,pflichten auf lauter ,wohlwollen auszudeuten2 welche ,hinterlist einer lichtscheuen ,politik doch von der ,philosophie durch die ,publicitt jener ihrer ,maximen leicht vereitelt werden wrde1 wenn jene es nur wagen wollte1 dem ,philosophen die ,publicitt der seinigen angedeihen zu lassen4 ,in dieser ,absicht schlage ich ein anderes transscendentales und bejahendes ,princip des ffentlichen ,rechts vor1 dessen ,formel diese seyn wrde3 ,alle ,maximen1 die der ,publicitt bedrfen 7um ihren ,zweck nicht zu verfehlen71 stimmen mit ,recht und ,politik vereinigt zusammen4 ,denn1 wenn sie nur durch die ,publicitt ihren ,zweck erreichen knnen1 so mssen sie dem allgemeinen ,zweck des ,publicums 7der ,glckseligkeit7 gems seyn1 womit zusammen zu stimmen 7es mit seinem ,zustande zufrieden zu machen71 die eigentliche ,aufgabe der ,politik ist4 ,wenn aber dieser ,zweck nur durch die ,publicitt1 d4 i4 durch die ,entfernung alles ,mistrauens gegen die ,maximen derselben1 erreichbar seyn soll1 so mssen diese auch mit dem ,recht des ,publicums in ,eintracht stehen2 denn in diesem ,allein ist die ,vereinigung der ,zwecke ,aller mglich4 -- ,die weitere ,ausfhrung und ,errterung dieses ,princips mu ich fr eine andere ,gelegenheit aussetzen2 nur da es eine transscendentale ,formel sey1 ist aus der ,entfernung aller empirischen ,bedingungen 7der ,glckseligkeitslehre71 als der ,materie des ,gesetzes und der bloen ,rcksicht auf die ,form der allgemeinen ,gesetzmigkeit zu ersehen4 99 99 99 99 99 ,wenn es ,pflicht1 wenn zugleich gegrndete ,hofnung da ist1 den ,zustand eines ffentlichen ,rechts1 obgleich nur in einer ins ,unendliche fortschreitenden ,annherung wirklich zu machen1 so ist der ewige ,friede1 der auf die bisher flschlich so genannte ,friedensschlsse 7eigentlich ,waffenstillstnde7 folgt1 keine leere ,idee1 sondern eine ,aufgabe1 die nach und nach aufgelst1 ihrem ,ziele 7weil die ,zeiten1 in denen gleiche ,fortschritte geschehen1 hoffentlich immer krzer werden7 bestndig nher kommt4 ,verbesserungen zum ewigen ,frieden4 ,seite #i fllt die ,note weg4 ,,tn3 ,der ,inhalt dieser ,note war vergleichbar mit ,note 7#g7 auf ,seite #cb4 -- #bj unten und ,seite #ba oben mu gesetzt werden3 ,also wrde die ,erklrung so lauten3 ,freyheit ist die ,mglichkeit der ,handlungen1 dadurch man keinem ,unrecht thut c4 -- #cb ,z4 #af del4 sehr -- #de ,z4 #f der ,note del4 die -- #ea ,z4 #a der ,note statt vergebliches lies vorgebliches -- #ei ,z4 #aa del4 aber -- #fb ,z4 #ah del4 doch ,,nderungen ,,im ,,text3 ,seite ,original nderung #f erworben werden knnen1 erworben werden knnen4 #ba der rechtlichen ,verhltisse der rechtlichen ,verhltnisse #ch ,furor impius intus-fremit ,furor impius intus -- fremit #dd ,n4 ,seelen 7p4 #bbc71 ,seelen1 p4 #bbc71 #dd ,n4 das heilige 7,konx71 das heilige 7,konx71 #df den ,vllern der ,erde den ,vlkern der ,erde #dh ,n4 directio extraordinaria7 7directio extraordinaria7 #ea ,n4 mithin ungereimt ist mithin ungereimt ist4 #fg und ohne ,falsch und ohne ,falsch #ajj dem seinigen zu vereinigen8 dem seinigen zu vereinigen8