,,kandinsky ,,ber ,,das ,,geistige ,,in ,,der ,,kunst ,,insbesondere ,,in ,,der ,,malerei ,,mit ,,acht ,,tafeln ,,und ,,zehn ,,originalholzschnitten ,,dritte ,,auflage ,m,,nchen #aiab ,r4 ,,piper ,,co41 ,,verlag ,,dem ,,andenken ,,an ,,elisabeth ,,tichejeff ,,gewidmet ,,inhalt ,,vorwort ,,zur ,,ersten ,,auflage ,,vorwort ,,zur ,,zweiten ,,auflage ,a4 ,,allgemeines ,i4 ,,einleitung ,,ii4 ,,die ,,bewegung ,,iii4 ,,geistige ,,wendung ,,iv4 ,,die ,,pyramide ,b4 ,,malerei ,v4 ,,wirkung ,,der ,,farbe ,,vi4 ,,formen-,,und ,,farbensprache ,,vii4 ,,theorie ,,viii4 ,,kunstwerk ,,und ,k,,nstler ,,schlusswort ,,bildbeigaben #a4 ,mosaik in ,s4 ,,vitale 7,ravenna7 #b4 ,victor und ,heinrich ,d,,nwegge ,kreuzigung ,christi 7,alte ,pinakothek-,mnchen7 #c4 ,albrecht ,d,,rer ,beweinung ,christi 7,alte ,pinakthek-,mnchen7 #d4 ,,raffaele ,santi ,die heilige ,familie aus dem ,hause ,canigiani 7,alte ,pinakothek-,mnchen7 #e4 ,,paul ,c,,zanne ,die ,badenden 7mit ,genehmigung von ,bernheim ,jeune-,paris7 #f4 ,,kandinsky--,impression ,park 7#aiaj7 #g4 --,improvisation ,no4 #ah 7#aiaa7 #h4 --,komposition ,no4 #b 7#aiaj7 ,,vorwort ,,zur ,,ersten ,,auflage ,die ,gedanken1 die ich hier entwickle1 sind ,resultate von ,beobachtungen und ,gefhlserfahrungen1 die sich allmhlich im ,laufe der letzten fnf bis sechs ,jahre sammelten4 ,ich wollte ein greres ,buch ber dieses ,thema schreiben1 wozu viele ,experimente auf dem ,gebiete des ,gefhls gemacht werden mten4 ,durch andere auch wichtige ,arbeiten in ,anspruch genommen1 mute ich frs nchste auf den ersten ,plan verzichten4 ,vielleicht komme ich nie zur ,ausfhrung desselben4 ,ein anderer wird es erschpfender und besser machen1 da in der ,sache eine ,notwendigkeit liegt4 ,ich bin also gezwungen1 in den ,grenzen eines einfachen ,schemas zu bleiben und mich mit der ,weisung auf das groe ,problem zu begngen4 ,ich werde mich glcklich schtzen1 wenn diese ,weisung nicht im ,leeren verhallt4 ,,vorwort ,,zur ,,zweiten ,,auflage ,dieses kleine ,buch war im ,jahre #aiaj geschrieben4 ,vor dem ,erscheinen der ersten ,auflage 7,januar #aiab7 habe ich weitere ,erfahrungen der ,zwischenzeit eingeschoben4 ,seitdem ist wieder ein halbes ,jahr vergangen und manches sehe ich heute freier1 mit weiterem ,horizont4 ,nach reiflicher berlegung habe ich von ,ergnzungen abgesehen1 da sie noch ungleichmig nur manche ,teile przisieren wrden4 ,ich entschlo mich1 das neue ,material zu schon seit einigen ,jahren sich sammelnden scharfkantigen ,beobachtungen und ,erfahrungen aufzuhufen1 die als einzelne ,teile einer ,art ,harmonielehre in der ,malerei vielleicht mit der ,zeit die natrliche ,fortsetzung dieses ,buches bilden werden4 ,so blieb die ,gestalt dieser ,schrift in der zweiten ,auflage1 die sehr schnell auf die erste folgen mute1 beinahe ganz unberhrt4 ,ein ,bruchstck der weiteren ,entwicklung 7resp4 ,ergnzung7 ist mein ,artikel ber die ,formfrage im ,blauen ,reiter4 ,mnchen1 im ,april #aiab4 ,,kandinsky ,a4 ,,allgemeines ,,illustration ,i4 ,,einleitung ,jedes ,kunstwerk ist ,kind seiner ,zeit1 oft ist es ,mutter unserer ,gefhle4 ,so bringt jede ,kulturperiode eine eigene ,kunst zustande1 die nicht mehr wiederholt werden kann4 ,eine ,bestrebung1 vergangene ,kunstprinzipien zu beleben1 kann hchstens ,kunstwerke zur ,folge haben1 die einem totgeborenen ,kinde gleichen4 ,wir knnen z4 ,b4 unmglich wie alte ,griechen fhlen und innerlich leben4 ,so knnen auch die ,anstrengungen1 z4 ,b4 in der ,plastik die griechischen ,prinzipien anzuwenden1 nur den griechischen hnliche ,formen schaffen1 wobei das ,werk seelenlos bleibt fr alle ,zeiten4 ,eine derartige ,nachahmung gleicht den ,nachahmungen der ,affen4 uerlich sind die ,bewegungen des ,affen den menschlichen vollstndig gleich4 ,der ,affe sitzt und hlt ein ,buch vor die ,nase1 blttert darin1 macht ein bedenkliches ,gesicht1 aber der innere ,sinn dieser ,bewegungen fehlt vollstndig4 ,es gibt aber eine andere uere hnlichkeit der ,kunstformen1 der eine groe ,notwendigkeit zugrunde liegt4 ,die hnlichkeit der inneren ,bestrebungen in der ganzen moralisch-geistigen ,atmosphre1 das ,streben zu ,zielen1 die im ,hauptgrunde schon verfolgt1 aber spter vergessen wurden1 also die hnlichkeit der inneren ,stimmung einer ganzen ,periode kann logisch zur ,anwendung der ,formen fhren1 die erfolgreich in einer vergangenen ,periode denselben ,bestrebungen dienten4 ,so entstand teilweise unsere ,sympathie1 unser ,verstndnis1 unsere innere ,verwandtschaft mit den ,primitiven4 ,ebenso wie wir1 suchten diese reinen ,knstler nur das ,innerlich-,wesentliche in ihren ,werken zu bringen1 wobei der ,verzicht auf uerliche ,zuflligkeit von selbst entstand4 ,dieser wichtige innere ,berhrungspunkt ist aber bei seiner ganzen ,wichtigkeit doch nur ein ,punkt4 ,unsere ,seele1 die nach der langen materialistischen ,periode erst im ,anfang des ,erwachens ist1 birgt in sich ,keime der ,verzweiflung des ,nichtglaubens1 des ,ziel- und ,zwecklosen4 ,der ganze ,alpdruck der materialistischen ,anschauungen1 welche aus dem ,leben des ,weltalls ein bses zweckloses ,spiel gemacht haben1 ist noch nicht vorbei4 ,die erwachende ,seele ist noch stark unter dem ,eindruck dieses ,alpdruckes4 ,nur ein schwaches ,licht dmmert wie ein winziges ,pnktchen in einem enormen ,kreis des ,schwarzen4 ,dieses schwache ,licht ist blo eine ,ahnung1 welches zu sehen die ,seele keinen vollen ,mut hat1 im ,zweifel1 ob nicht dieses ,licht--der ,traum ist1 und der ,kreis des ,schwarzen--die ,wirklichkeit4 ,dieser ,zweifel und die noch drckenden ,leiden der materialistischen ,philosophie unterscheiden stark unsere ,seele von der der ,primitiven4 ,in unserer ,seele ist ein ,sprung und sie klingt1 wenn man es erreicht sie zu berhren1 wie eine kostbare in den ,tiefen der ,erde wiedergefundene ,vase1 die einen ,sprung hat4 ,deswegen kann der ,zug ins ,primitive1 wie wir ihn momentan erleben1 in der gegenwrtigen ziemlich entliehenen ,form nur von kurzer ,dauer sein4 ,diese zwei hnlichkeiten neuer ,kunst mit ,formen vergangener ,perioden sind1 wie leicht zu sehen ist1 diametral verschieden4 ,die erste ist uerlich und hat deswegen keine ,zukunft4 ,die zweite ist innerlich und birgt deswegen den ,keim der ,zukunft in sich4 ,nach der ,periode der materialistischen ,versuchung1 welcher die ,seele scheinbar unterlag und welche sie doch als eine bse ,versuchung abschttelt1 kommt die ,seele1 durch ,kampf und ,leiden verfeinert1 empor4 ,grbere ,gefhle1 wie ,angst1 ,freude1 ,trauer usw41 welche auch zu dieser ,versuchungsperiode als ,inhalt der ,kunst dienen knnten1 werden den ,knstler wenig anziehen4 ,er wird suchen1 feinere ,gefhle1 die jetzt namenlos sind1 zu erwecken4 ,er lebt selbst ein kompliziertes1 verhltnismig feines ,leben1 und das aus ihm entsprungene ,werk wird unbedingt dem ,zuschauer1 welcher dazu fhig ist1 feinere ,emotionen verursachen1 die mit unseren ,worten nicht zu fassen sind4 ,der ,zuschauer heutzutage ist aber selten zu solchen ,vibrationen fhig4 ,er sucht im ,kunstwerk entweder eine reine ,naturnachahmung1 die praktischen ,zwecken dienen kann 7,portrt im gewhnlichen ,sinne u4 dgl471 oder eine ,naturnachahmung1 die eine gewisse ,interpretation enthlt1 impressionistische ,malerei1 oder endlich in ,naturformen verkleidete ,seelenzustnde 7was man ,stimmung nennt7#a4 ,alle diese ,formen1 wenn sie wirklich knstlerisch sind1 erfllen ihren ,zweck und bilden 7auch im ersten ,falle7 geistige ,nahrung1 besonders aber in dem dritten ,falle1 wo der ,zuschauer einen ,mitklang seiner ,seele findet4 ,freilich kann also ein derartiger ,mit- 7oder auch ,wider-7 ,klang nicht leer oder oberflchlich bleiben1 sondern die ,stimmung des ,werkes kann die ,stimmung des ,zuschauers noch vertiefen--und verklren4 ,jedenfalls halten solche ,werke die ,seele von der ,vergrberung ab4 ,sie erhalten sie auf einer gewissen ,hhe1 wie der ,stimmschlssel die ,saiten eines ,instrumentes4 ,aber ,verfeinerung und ,ausdehnung in ,zeit und ,raum dieses ,klanges bleibt doch einseitig und erschpft die mgliche ,wirkung der ,kunst nicht4 99 99 99 99 99 ,ein groes1 sehr groes1 kleineres oder mittelgroes ,gebude in verschiedene ,rume geteilt4 ,alle ,wnde der ,rume mit kleinen1 groen1 mittleren ,leinwndern behngt4 ,oft mehrere ,tausende von ,leinwndern4 ,darauf durch ,anwendung der ,farbe ,stcke ,natur gegeben3 ,tiere in ,licht und ,schatten1 ,wasser trinkend1 am ,wasser stehend1 im ,grase liegend1 daneben eine ,kreuzigung ,christi1 von einem ,knstler dargestellt1 welcher an ,christus nicht glaubt1 ,blumen1 menschliche ,figuren sitzend1 stehend1 gehend1 auch oft nackt1 viele nackte ,frauen 7oft in ,verkrzung von hinten gesehen71 pfel und silberne ,schsseln1 ,portrt des ,geheimrats ,n1 ,abendsonne1 ,dame in ,rosa1 fliegende ,enten1 ,portrt der ,baronin ,x1 fliegende ,gnse1 ,dame in ,wei1 ,klber im ,schatten mit grellgelben ,sonnenflecken1 ,portrt ,exzellenz ,y1 ,dame in ,grn4 ,dieses alles ist sorgfltig in einem ,buch gedruckt3 ,namen der ,knstler1 ,namen der ,bilder4 ,menschen haben diese ,bcher in der ,hand und gehen von einer ,leinwand zur andern und blttern und lesen die ,namen4 ,dann gehen sie fort1 ebenso arm oder reich1 wie sie eintraten und werden sofort von ihren ,interessen1 die gar nichts mit der ,kunst zu tun haben1 absorbiert4 ,warum waren sie da8 ,in jedem ,bild ist geheimnisvoll ein ganzes ,leben eingeschlossen1 ein ganzes ,leben mit vielen ,qualen1 ,zweifeln1 ,stunden der ,begeisterung und des ,lichtes4 ,wohin ist dieses ,leben gerichtet8 ,wohin schreit die ,seele des ,knstlers1 wenn auch sie in der ,schaffung ttig war8 ,was will sie verknden8 ,licht in die ,tiefe des menschlichen ,herzens senden--,knstlers ,beruf1 sagt ,schumann4 ,ein ,maler ist ein ,mensch1 welcher alles zeichnen und malen kann1 sagt ,tolstoi4 ,von diesen zwei ,definitionen der ,ttigkeit des ,knstlers mssen wir die zweite whlen1 wenn wir an die eben beschriebene ,ausstellung denken--mit mehr oder weniger ,fertigkeit1 ,virtuositt und ,brio entstehen auf der ,leinwand ,gegenstnde1 die zueinander in grberer oder feinerer ,malerei stehen4 ,die ,harmonisierung des ,ganzen auf der ,leinwand ist der ,weg1 welcher zum ,kunstwerk fhrt4 ,mit kalten ,augen und gleichgltigem ,gemt wird dieses ,werk beschaut4 ,die ,kenner bewundern die ,mache 7so wie man einen ,seiltnzer bewundert71 genieen die ,malerei 7so wie man eine ,pastete geniet74 ,hungrige ,seelen gehen hungrig ab4 ,die groe ,menge schlendert durch die ,sle und findet die ,leinwnder nett und groartig4 ,mensch1 der was sagen knnte1 hat zum ,menschen nichts gesagt1 und der1 der hren knnte1 hat nichts gehrt4 ,diesen ,zustand der ,kunst nennt man l'art pour l'art4 ,dieses ,vernichten der innerlichen ,klnge1 die der ,farben ,leben ist1 dieses ,zerstreuen der ,krfte des ,knstlers ins ,leere ist ,kunst fr ,kunst4 ,fr seine ,geschicklichkeit1 ,erfindungs-und ,empfindungskraft sucht sich der ,knstler in materieller ,form den ,lohn4 ,sein ,zweck wird ,befriedigung des ,ehrgeizes und der ,habsucht4 ,statt einer vertieften gemeinsamen ,arbeit der ,knstler entsteht ein ,kampf um diese ,gter4 ,man klagt ber zu groe ,konkurrenz und berproduktion4 ,ha1 ,parteilichkeit1 ,vereinsmeierei1 ,eifersucht1 ,intriguen werden zur ,folge dieser zweckberaubten1 materialistischen ,kunst#b4 ,der ,zuschauer wendet sich ruhig ab von dem ,knstler1 der in einer zweckberaubten ,kunst den ,zweck seines ,lebens nicht sieht1 sondern hhere ,ziele vor sich hat4 ,verstehen ist ,heranbildung des ,zuschauers auf den ,standpunkt des ,knstlers4 ,oben wurde gesagt1 da die ,kunst das ,kind ihrer ,zeit ist4 ,eine derartige ,kunst kann nur das knstlerisch wiederholen1 was schon die gegenwrtige ,atmosphre klar erfllt4 ,diese ,kunst1 die keine ,potenzen der ,zukunft in sich birgt1 die also nur das ,kind der ,zeit ist und nie zur ,mutter der ,zukunft heranwachsen wird1 ist eine kastrierte ,kunst4 ,sie ist von kurzer ,dauer und stirbt moralisch in dem ,augenblicke1 wo die sie gebildet habende ,atmosphre sich ndert4 99 99 99 99 99 ,die andere1 zu weiteren ,bildungen fhige ,kunst wurzelt auch in ihrer geistigen ,periode1 ist aber zur selben ,zeit nicht nur ,echo derselben und ,spiegel1 sondern hat eine weckende prophetische ,kraft1 die weit und tief wirken kann4 ,das geistige ,leben1 zu dem auch die ,kunst gehrt und in dem sie eine der mchtigsten ,agentien ist1 ist eine komplizierte aber bestimmte und ins ,einfache bersetzbare ,bewegung vor- und aufwrts4 ,diese ,bewegung ist die der ,erkenntnis4 ,sie kann verschiedene ,formen annehmen1 im ,grunde behlt sie aber denselben inneren ,sinn1 ,zweck4 ,in ,dunkel gehllt sind die ,ursachen der ,notwendigkeit1 im ,schweie des ,angesichts1 durch ,leiden1 ,bses und ,qualen sich vor- und aufwrts zu bewegen4 ,nachdem eine ,station erreicht ist und manche bsen ,steine aus dem ,wege geschafft sind1 werden von einer blen unsichtbaren ,hand neue ,blcke auf den ,weg geworfen1 welche manchmal scheinbar diesen ,weg gnzlich verschtten und unerkennbar machen4 ,da kommt aber unfehlbar einer von uns ,menschen1 der in allem uns gleich ist1 aber eine geheimnisvoll in ihn gepflanzte ,kraft des ,sehens in sich birgt4 ,er sieht und zeigt4 ,dieser hheren ,gabe1 die ihm oft ein schweres ,kreuz ist1 mchte er sich manchmal entledigen4 ,er kann es aber nicht4 ,unter ,spott und ,ha zieht er die sich strubende1 in ,steinen steckende schwere ,karre der ,menschheit mit sich immer vor- und aufwrts4 ,oft ist schon lange nichts von seinem krperlichen ,ich auf ,erden geblieben1 dann sucht man alle ,mittel1 dieses ,krperliche aus ,marmor1 ,eisen1 ,bronze1 ,stein in gigantesken ,gren wiederzugeben4 ,als ob etwas lge an diesem ,krperlichen bei solchen gttlichen ,menschendienern und ,mrtyrern1 die das ,krperliche verachteten und nur dem ,geistigen dienten4 ,jedenfalls ist dieses ,heranziehen des ,marmors ein ,beweis1 da eine grere ,menschenmenge zu dem ,standpunkt angelangt ist1 wo einst der jetzt ,gefeierte stand4 ,footnote #a3 ,leider wurde auch dieses ,wort1 welches die dichterischen ,bestrebungen einer lebendigen ,knstlerseele zu bezeichnen hat1 mihandelt und schlielich verspottet4 ,gab es je ein groes ,wort1 welches die ,menge nicht sofort zu entheiligen suchte8 ,footnote #b3 ,die wenigen einzeln stehenden ,ausnahmen zerstren dieses trostlose1 verhngnisvolle ,bild nicht1 und auch diese ,ausnahmen sind hauptschlich ,knstler1 deren ,credo das l'art pour l'art ist4 ,sie dienen also einem hheren ,ideale1 welches im ganzen ein zielloses ,zerstreuen ihrer ,kraft ist4 uere ,schnheit ist ein die geistige ,atmosphre bildendes ,element4 ,es hat aber auer der positiven ,seite 7da ,schnes ,gutes ist7 den ,mangel des nicht erschpfend ausgentzten ,talentes--7,talent im ,sinne des ,evangeliums74 ,illustration ,,ii4 ,,die ,,bewegung ,ein groes spitzes ,dreieck in ungleiche ,teile geteilt1 mit der spitzesten1 kleinsten ,abteilung nach oben gewendet--ist das geistige ,leben schematisch richtig dargestellt4 ,je mehr nach unten1 desto grer1 breiter1 umfangreicher und hher werden die ,abteilungen des ,dreiecks4 ,das ganze ,dreieck bewegt sich langsam1 kaum sichtbar nach vor-und aufwrts1 und wo heute die hchste ,spitze war1 ist morgen#a die nchste ,abteilung1 d4 h4 was heute nur der obersten ,spitze verstndlich ist1 was dem ganzen brigen ,dreieck eine unverstndliche ,faselei ist1 wird morgen zum sinn- und gefhlvollen ,inhalt des ,lebens der zweiten ,abteilung4 ,an der ,spitze der obersten ,spitze steht manchmal allein nur ein ,mensch4 ,sein freudiges ,sehen ist der inneren unermelichen ,trauer gleich4 ,und die1 die ihm am nchsten stehen1 verstehen ihn nicht4 ,entrstet nennen sie ihn3 ,schwindler oder ,irrenhauskandidaten4 ,so stand beschimpft zu seinen ,lebzeiten auf der ,hhe ,beethoven allein#b4 ,wie viele ,jahre wurden gebraucht1 bis eine grere ,abteilung des ,dreiecks an die ,stelle gelangte1 wo er einst einsam stand4 ,und trotz allen ,denkmlern--sind denn wirklich viele bis an diese ,stelle empor gestiegen#c8 ,in allen ,abteilungen des ,dreiecks sind ,knstler zu finden4 ,jeder von denselben1 der ber die ,grenzen seiner ,abteilung hinaufblicken kann1 ist ein ,prophet seiner ,umgebung und hilft der ,bewegung1 der widerspenstigen ,karre4 ,wenn er aber nicht dieses scharfe ,auge besitzt1 oder dasselbe aus niedren ,zwecken und ,grnden mibraucht oder schliet1 dann wird er von allen seinen ,abteilungsgenossen vllig verstanden und gefeiert4 ,je grer diese ,abteilung ist 7also je tiefer sie gleichzeitig liegt71 desto grer ist die ,menge1 der des ,knstlers ,rede verstndlich ist4 ,es ist klar1 da eine jede solche ,abteilung nach dem entsprechenden geistigen ,brot bewut oder 7viel fter7 gnzlich unbewut hungert4 ,dieses ,brot wird ihr von ihren ,knstlern gereicht und nach diesem ,brot wird morgen schon die nchste ,abteilung greifen4 99 99 99 99 99 ,diese schematische ,darstellung erschpft freilich das ganze ,bild des geistigen ,lebens nicht4 ,unter anderem zeigt sie eine ,schattenseite nicht1 einen groen toten schwarzen ,fleck4 ,es geschieht eben zu oft1 da das erwhnte geistige ,brot zur ,nahrung manchen wird1 die schon in einer hheren ,abteilung leben4 ,fr solche ,esser wird dieses ,brot zu ,gift3 in kleiner ,dosis wirkt es so1 da die ,seele aus einer hheren ,abteilung in eine niedere allmhlich sinkt2 in groer ,dosis genossen1 bringt dieses ,gift zu einem ,sturz1 welcher in immer tiefere und tiefere ,abteilungen die ,seele wirft4 ,sienkiewicz vergleicht in einem seiner ,romane das geistige ,leben mit ,schwimmen3 wer nicht unermdlich arbeitet und mit dem ,sinken fortwhrend kmpft1 der geht unfehlbar unter4 ,hier kann die ,begabung eines ,menschen1 das ,talent 7im ,sinne des ,evangeliums7 zum ,fluch--nicht nur des dieses ,talent tragenden ,knstlers1 sondern auch fr alle diejenigen1 werden1 die von diesem giftigen ,brot essen4 ,der ,knstler braucht seine ,kraft1 um niederen ,bedrfnissen zu schmeicheln2 in einer angeblichen knstlerischen ,form bringt er einen unreinen ,inhalt1 er zieht die schwachen ,elemente an sich1 vermengt sie stndig mit schlechten1 betrgt die ,menschen und hilft ihnen1 sich zu betrgen1 indem sie sich und andere berzeugen1 da sie geistigen ,durst haben1 da sie von der reinen ,quelle diesen geistigen ,durst stillen4 ,derartige ,werke verhelfen nicht der ,bewegung nach aufwrts1 sie hemmen sie1 drngen das ,vorwrtsstrebende zurck und verbreiten ,pest um sich4 ,solche ,perioden1 in welchen die ,kunst keinen hochstehenden ,vertreter hat1 in welchen das verklrte ,brot ausbleibt1 sind ,perioden des ,niederganges in der geistigen ,welt4 ,unaufhrlich fallen ,seelen aus hheren ,abteilungen in tiefere1 und das ganze ,dreieck scheint unbeweglich zu stehen4 ,es scheint sich ab- und rckwrts zu bewegen4 ,die ,menschen legen zu diesen stummen und blinden ,zeiten einen besonderen ausschlielichen ,wert auf uerliche ,erfolge1 sie kmmern sich nur um materielle ,gter und begren einen technischen ,fortschritt1 welcher nur dem ,leibe dient und dienen kann1 als eine groe ,tat4 ,die rein geistigen ,krfte werden im besten ,falle unterschtzt1 sonst berhaupt nicht bemerkt4 ,die vereinsamten ,hungerer und ,seher werden verspottet oder fr geistig anormal gehalten4 ,die seltenen ,seelen aber1 die nicht in ,schlaf gehllt werden knnen und dunkles ,verlangen nach geistigem ,leben1 ,wissen und ,vorschreiten fhlen1 klingen im groben materiellen ,chorus1 trostlos und klagend4 ,die geistige ,nacht sinkt allmhlich tiefer und tiefer4 ,grauer und grauer wird es um solche erschrockene ,seelen1 und ihre ,trger1 von ,zweifeln und ,angst gepeinigt und entkrftet1 ziehen oft diesem allmhlichen ,verdunkeln um sie den pltzlichen1 gewaltsamen ,sturz ins ,schwarze vor4 ,die ,kunst1 die zu solchen ,zeiten ein erniedrigtes ,leben fhrt1 wird ausschlielich zu materiellen ,zwecken gebraucht4 ,sie sucht ihren inhaltlichen ,stoff in der harten ,materie1 da sie die feine nicht kennt4 ,die ,gegenstnde1 die wiederzugeben sie fr ihr einziges ,ziel hlt1 bleiben unverndert dieselben4 ,das ,was in der ,kunst fllt eo ipso aus4 ,nur die ,frage1 wie derselbe krperliche ,gegenstand zum ,knstler wiedergegeben wird1 bleibt allein da4 ,diese ,frage wird zum ,credo4 ,die ,kunst ist entseelt4 ,auf diesem ,wege ,wie geht die ,kunst weiter4 ,sie spezialisiert sich1 wird nur den ,knstlern selbst verstndlich1 die ber ,indifferenz des ,zuschauers zu ihren ,werken zu klagen anfangen4 ,da der ,knstler durchschnittlich zu solchen ,zeiten nicht viel sagen braucht und schon durch ein geringes ,anders bemerkt wird und von gewissen ,hufchen ,mzenen und ,kunstkennern dadurch hervorgehoben wird 7was weiter eventuell groe materielle ,gter mitbringt671 so strzt sich eine groe ,menge uerlich begabter1 gewandter ,menschen auf die ,kunst1 die scheinbar so einfach zu erobern ist4 ,in jedem ,kunstzentrum leben ,tausende und ,abertausende solcher ,knstler1 von denen die ,mehrzahl nur nach neuer ,manier sucht und ohne ,begeisterung mit kaltem ,herzen1 schlafender ,seele ,millionen von ,kunstwerken schafft4 ,die ,konkurrenz nimmt zu4 ,das wilde ,jagen nach ,erfolg macht die ,suche immer uerlicher4 ,kleine ,gruppen1 die sich zufllig aus diesem ,knstler- und ,bilderchaos durchgearbeitet haben1 verschanzen sich in ihren eroberten ,sttten4 ,das zurckgebliebene ,publikum schaut verstndnislos zu1 verliert das ,interesse fr eine derartige ,kunst und dreht ihr ruhig den ,rcken4 ,aber trotz aller ,verblendung1 trotz diesem ,chaos und dem wilden ,jagen bewegt sich in ,wirklichkeit langsam1 aber sicher1 mit unberwindlicher ,kraft das geistige ,dreieck vor- und aufwrts4 ,der unsichtbare ,moses kommt vom ,berge1 sieht den ,tanz um das goldene ,kalb4 ,aber doch bringt er eine neue ,weisheit mit sich zu den ,menschen4 ,seine fr ,massen unhrbare ,sprache wird zuerst doch vom ,knstler gehrt4 ,erst unbewut fr sich selbst nicht bemerklich1 folgt er dem ,rufe4 ,schon in derselben ,frage ,wie liegt ein verborgener ,kern der ,genesung4 ,wenn dieses ,wie auch im groen und ganzen fruchtlos bleibt1 so ist doch im selben ,anders 7was wir auch noch heute ,persnlichkeit nennen7 eine ,mglichkeit vorhanden1 nicht das rein harte ,materielle allein am ,gegenstande zu sehen1 sondern auch noch das1 was weniger krperlich als der ,gegenstand der realistischen ,periode ist1 den man allein und so wie er ist1 ohne zu phantasieren wiederzugeben versuchte#d4 ,wenn weiter dieses ,wie auch die ,seelenemotion des ,knstlers einschliet und fhig ist1 sein feineres ,erlebnis auszustrmen1 so stellt sich schon die ,kunst an die ,schwelle des ,weges1 auf welchem sie spter unfehlbar das verlorne ,was wiederfindet1 das ,was1 welches das geistige ,brot des jetzt beginnenden geistigen ,erwachens bilden wird4 ,dieses ,was wird nicht mehr das materielle1 gegenstndliche ,was der hintengebliebenen ,periode sein1 sondern ein knstlerischer ,inhalt1 die ,seele der ,kunst1 ohne welche ihr ,krper 7das ,wie7 nie ein volles gesundes ,leben fhren kann1 ebenso wie der einzelne ,mensch oder ein ,volk4 ,illustration3 ,mosaik in ,s4 ,vitale ,dieses ,was ist der ,inhalt1 welchen nur die ,kunst in sich fassen kann1 und welchen nur die ,kunst zum klaren ,ausdruck bringen kann durch die nur ihr gehrenden ,mittel4 ,footnote #a3 ,dieses ,heute und ,morgen ist im ,inneren den biblischen ,tagen der ,schpfung hnlich4 ,footnote #b3 ,weber1 der ,komponist des ,freischtz1 meinte von derselben 7d4 h4 die ,,vii4 ,symphonie ,beethovens73 ,nun haben die ,extravaganzen dieses ,genius das ,nonplusultra erreicht2 ,beethoven ist nun ganz reif frs ,irrenhaus4 ,bei der spannenden ,stelle zu ,beginn des ersten ,satzes auf pochendem e rief ,abb ,stadler1 als er sie zum ersten ,male hrte1 einem ,nachbar zu3 ,es kommt immer noch das--e--es fllt ihm eb'n nix ein1 dem talentlosen ,kerl6 7,beethoven von ,august ,gllerich1 siehe ,s4 #a in der ,serie ,die ,musik1 herausgegeben von ,r4 ,strau47 ,footnote #c3 ,sind nicht manche ,denkmler eine traurige ,antwort auf diese ,frage8 ,footnote #d3 ,es ist hier oft die ,rede vom ,materiellen und ,nichtmateriellen und von den ,zwischenzustnden1 die mehr oder weniger materiell bezeichnet werden4 ,ist alles ,materie8 ,ist alles ,geist8 ,knnen die ,unterschiede1 die wir zwischen ,materie und ,geist legen1 nicht nur ,abstufungen nur der ,materie sein oder nur des ,geistes8 ,der als ,produkt das ,geistes in positiver ,wissenschaft bezeichnete ,gedanke ist auch ,materie1 die aber nicht groben1 sondern feinen ,sinnen fhlbar ist4 ,was die krperliche ,hand nicht betasten kann1 ist das ,geist8 ,in dieser kleinen ,schrift kann nicht darber weiter geredet werden1 und es gengt1 wenn keine zu scharfen ,grenzen gezogen werden4 ,illustration ,,iii4 ,,geistige ,,wendung ,das geistige ,dreieck bewegt sich langsam nach vor- und aufwrts4 ,heute erreicht eine der untersten grten ,abteilungen die ersten ,schlagworte des materialistischen ,credo--religis fhren ihre ,einwohner verschiedene ,titel4 ,sie heien ,juden1 ,katholiken1 ,protestanten usw4 ,in ,wirklichkeit sind sie ,atheisten1 was einige der ,khnsten oder ,beschrnktesten auch offen bekennen4 ,der ,himmel ist entleert4 ,gott ist gestorben4 ,politisch sind diese ,einwohner ,volksvertretungsanhnger oder ,republikaner4 ,die ,angst1 den ,abscheu und ,ha1 welchen sie gestern gegen diese politischen ,ansichten hegten1 haben sie heute auf die ,anarchie bertragen1 die sie nicht kennen und von welcher ihnen nur der schreckeinflende ,name bekannt ist4 konomisch sind diese ,menschen--,sozialisten4 ,sie schrfen das ,schwert der ,gerechtigkeit1 um der kapitalistischen ,hydra den tdlichen ,hieb zu versetzen und das ,haupt des bels abzuhauen4 ,da diese ,einwohner dieses groen ,abteiles des ,dreiecks nie selbstndig zur ,lsung einer ,frage gekommen sind und stets in der menschlichen ,karre durch sich selbst opfernde ,mitmenschen1 die stets hoch ber ihnen standen1 gezogen wurden1 so wissen sie nichts von diesem ,schieben1 welches sie stets nur aus groer ,entfernung beobachtet haben4 ,sie stellen sich deswegen das ,schieben sehr leicht vor und glauben an einwandfreie ,rezepte und an unfehlbar wirkende ,mittel4 ,die folgende tieferliegende ,abteilung wird von der oben beschriebenen blindlings auf diese ,hhe gezogen4 ,hlt sie aber noch fest an der alten ,stelle1 strubt sich vor ,angst1 ins ,unbekannte zu geraten1 um nicht betrogen zu werden4 ,die hheren ,abteilungen sind religis nicht nur blind atheistisch1 sondern sie knnen ihre ,gottlosigkeit durch fremde ,worte begrnden 7z4 ,b4 ,virchows eines ,gelehrten nicht wrdigen ,satz3 ,ich habe viele ,leichen seziert und nie dabei eine ,seele entdeckt47 ,politisch sind sie noch fter ,republikaner1 kennen verschiedene parlamentarische ,bruche1 lesen in den ,zeitungen die politischen ,leitartikel4 konomisch sind sie ,sozialisten verschiedener ,nuancen und knnen ihre berzeugungen durch viele ,zitate untersttzen4 7,von ,schweitzers ,emma1 durch das ,eherne ,gesetz von ,lasalle1 zum ,marxschen ,kapital und noch viel weiter47 ,in diesen hheren ,abteilungen kommen allmhlich noch andere ,rubriken vor1 die in den eben beschriebenen fehlten3 ,wissenschaft und ,kunst1 wozu auch ,literatur und ,musik gehren4 ,wissenschaftlich sind diese ,menschen ,positivisten und anerkennen nur das1 was gewogen1 gemessen werden kann4 ,das brige halten sie fr denselben manchmal schdlichen ,unsinn1 fr welchen sie gestern die heute erwiesenen ,theorien hielten4 ,in der ,kunst sind sie ,naturalisten1 wobei sie bis zu einer gewissen ,grenze1 die von anderen gezogen wurde und an die sie deswegen unerschtterlich glauben1 ,persnlichkeit1 ,individualitt und ,temperament des ,knstlers anerkennen und auch schtzen4 99 99 99 99 99 ,in diesen hheren ,abteilungen ist trotz der sichtbar groen ,ordnung1 ,sicherheit und trotz den ,prinzipien1 die unfehlbar sind1 jedoch eine versteckte ,angst zu finden1 eine ,verwirrung1 ein ,wackeln und eine ,unsicherheit1 wie in den ,kpfen der ,passagiere eines groen1 festen berseeischen ,dampfers1 wenn auf der hohen ,see bei in ,nebeln verschwundenem festen ,land sich schwarze ,wolken sammeln und der dstere ,wind das ,wasser zu schwarzen ,bergen auftrmt4 ,und dies ist dank ihrer ,bildung4 ,sie wissen1 da der heute angebetete ,gelehrte1 ,staatsmann1 ,knstler noch gestern ein ausgespotteter1 keines ernsten ,blickes wrdiger ,streber1 ,schwindler1 ,pfuscher war4 ,und je hher in dem geistigen ,dreieck1 desto sichtbarer tritt mit ihren scharfen ,kanten diese ,angst1 die ,unsicherheit zutage4 ,erstens finden sich hier und da ,augen1 die auch selbst sehen knnen1 ,kpfe1 die zu ,zusammenstellungen fhig sind4 ,derartig begabte ,menschen fragen sich3 ,wenn diese ,weisheit von vorgestern durch diese von gestern und die letztere von der von heute umgeworfen wurde--kann es dann nicht auch irgendwie mglich sein1 da die von heute von der von morgen auch umgeschmissen wird4 ,und die ,mutigsten von ihnen antworten3 ,es liegt im ,bereiche der ,mglichkeiten4 ,zweitens finden sich ,augen1 die das sehen knnen1 was von der heutigen ,wissenschaft noch nicht erklrt wurde4 ,derartige ,menschen fragen sich3 ,wird die ,wissenschaft auf dem ,wege1 auf welchem sie schon lange sich bewegt1 zur ,lsung dieser ,rtsel kommen8 ,und wenn sie dazu kommt1 wird man sich auf ihre ,antwort verlassen knnen8 ,in diesen ,abteilungen befinden sich auch professionelle ,gelehrte1 welche sich erinnern knnen1 wie jetzt feststehende1 von ,akademien anerkannte ,tatsachen von denselben ,akademien im ,anfang begrt wurden4 ,hier befinden sich auch ,kunstgelehrte1 die anerkennungsvolle tiefsinnige ,bcher schreiben ber die ,kunst1 die gestern unsinnig war4 ,durch diese ,bcher nehmen sie die ,schranken weg1 ber welche die ,kunst ihren ,sprung lngst gemacht hat und stellen neue auf1 die diesmal fest und fr alle ,zeiten auf dem neuen ,platze bleiben sollen4 ,bei dieser ,beschftigung merken sie nicht1 da sie die ,schranken nicht vor1 sondern hinter der ,kunst bauen4 ,wenn sie es morgen bemerken1 so schreiben sie neue ,bcher und verlegen geschwind ihre ,schranken weiter4 ,und diese ,beschftigung wird so lange ohne ,vernderung bleiben1 bis eingesehen wird1 da das uere ,prinzip der ,kunst nur fr die ,vergangenheit gelten kann und nie fr die ,zukunft4 ,es kann keine ,theorie dieses ,prinzips fr den weiteren im ,reiche des ,nichtmateriellen liegenden ,weg geben4 ,es kann sich materiell nicht kristallisieren das1 was materiell noch nicht existiert4 ,der in das ,reich von morgen fhrende ,geist kann nur durch ,gefhl 7wozu das ,talent des ,knstlers die ,bahn ist7 erkannt werden4 ,die ,theorie ist die ,laterne1 die die kristallisierten ,formen des ,gestern und des vor dem ,gestern liegenden beleuchtet4 7,siehe ,weiteres darber in ,kap4 ,,vii4 ,theorie47 ,und wenn wir noch hher steigen1 so sehen wir noch grere ,verwirrung1 wie in einer groen1 fest nach allen architektonisch mathematischen ,regeln gebauten ,stadt1 welche pltzlich von einer unermebaren ,kraft geschttelt wird4 ,die ,menschen1 die hier leben1 leben wirklich in so einer geistigen ,stadt1 wo pltzlich solche ,krfte wirken1 mit welchen die geistigen ,architekten und ,mathematiker nicht gerechnet haben4 ,hier ist ein ,teil von der dicken ,mauer wie ein ,kartenhuschen gefallen4 ,da liegt ein zum ,himmel reichender1 kolossaler1 aus vielen spitzenartigen1 aber unsterblichen geistigen ,pfeilern gebauter ,turm in ,trmmern4 ,der alte vergessene ,friedhof bebt4 ,alte vergessene ,grber ffnen sich1 und vergessene ,geister heben sich aus ihnen4 ,die so kunstvoll gezimmerte ,sonne zeigt ,flecken und verfinstert sich und wo ist der ,ersatz zum ,kampf mit der ,finsternis8 ,in dieser ,stadt leben auch taube ,menschen1 die fremde ,weisheit betubt hat1 die keinen ,sturz hren1 die auch blind sind1 da sie fremde ,weisheit geblendet hat1 und die sagen3 ,unsere ,sonne wird immer heller1 und bald sehen wir die letzten ,flecken verschwinden4 ,aber auch diese ,menschen werden hren und sehen4 ,und noch hher ist keine ,angst mehr zu finden4 ,da geht eine ,arbeit1 die khn an den von den ,menschen gestellten ,pfeilern rttelt4 ,hier finden wir auch professionelle ,gelehrte1 die die ,materie wieder und wieder prfen1 die keine ,angst haben1 vor keiner ,frage1 und die endlich die ,materie1 auf welcher noch gestern alles ruhte und das ganze ,weltall gesttzt wurde1 in ,zweifel stellen4 ,die ,theorie der ,elektronen1 d4 h4 der bewegten ,elektrizitt1 die die ,materie vollstndig ersetzen soll1 findet momentan khne ,konstruktoren1 die hier und da ber die ,grenze der ,vorsicht gehen und an der ,eroberung der neuen wissenschaftlichen ,burg zugrunde gehen1 wie sich vergessende1 sich den andern opfernde ,soldaten bei dem verzweifelten ,sturm einer hartnckigen ,festung4 ,aber--es gibt keine ,festung1 die man nicht nehmen kann4 99 99 99 99 99 ,andererseits vermehren sich oder werden nur fter bekannt solche ,tatsachen1 die die gestrige ,wissenschaft mit dem gewohnten ,wort ,schwindel begrte4 ,sogar ,zeitungen1 diese grtenteils gehorsamsten ,diener des ,erfolgs und der ,plebs1 die den ,handel mit was ihr wollt treiben1 finden sich gezwungen1 in manchen ,fllen den ironischen ,ton ihrer ,berichte der ,wunder zu beschrnken und auch gar zu unterlassen4 ,verschiedene ,gelehrte1 unter welchen sich reinste ,materialisten befanden1 widmen ihre ,krfte der wissenschaftlichen ,untersuchung der rtselhaften ,tatsachen1 die nicht mehr zu leugnen1 nicht mehr zu verschweigen sind#a4 99 99 99 99 99 ,andererseits endlich mehrt sich die ,anzahl der ,menschen1 welche keine ,hoffnung setzen auf die ,methoden der materialistischen ,wissenschaft in ,fragen1 die mit ,nichtmaterie oder einer ,materie zu tun haben1 die unseren ,sinnen nicht zugnglich sind4 ,und ebenso wie in der ,kunst1 welche bei den ,primitiven ,hilfe sucht1 wenden sich diese ,menschen halbvergessenen ,zeiten zu mit ihren halbvergessenen ,methoden1 um da ,hilfe zu finden4 ,diese ,methoden sind aber noch lebendig bei ,vlkern1 auf welche wir von der ,hhe unserer ,kenntnisse mitleidig und verchtlich zu schauen gewohnt waren4 ,zu diesen ,vlkern gehren z4 ,b4 die ,inder1 welche von ,zeit zu ,zeit rtselhafte ,tatsachen vor die ,augen der ,gelehrten unserer ,kultur stellen1 ,tatsachen1 die entweder nicht beachtet wurden oder welche man wie lstige ,fliegen durch oberflchliche ,erklrungen und ,worte#b zu scheuchen versuchte4 ,die ,frau ,h4 ,p4 ,blawatzky war wohl die erste1 die nach langjhrigen ,aufenthalten in ,indien ein festes ,band zwischen diesen ,wilden und unserer ,kultur gebunden hat4 ,von hier ab beginnt in dieser ,beziehung eine der grten geistigen ,bewegungen1 die heute eine groe ,anzahl von ,menschen vereinigt und sogar eine materielle ,form dieser geistigen ,einigung in ,theosophischer ,gesellschaft gebildet hat4 ,diese ,gesellschaft besteht aus ,logen1 die auf dem ,wege der inneren ,erkenntnis sich den ,problemen des ,geistes zu nhern versuchen4 ,ihre ,methoden1 die einen vollen ,gegensatz zu den positiven bilden1 sind im ,ausgangspunkte dem schon ,dagewesenen entliehen und werden wieder in eine verhltnismig przise ,form gebracht#c4 ,illustration3 ,v4 und ,h4 ,dnwegge4 ,kreuzigung ,christi4 ,die theosophische ,theorie1 die zum ,grund dieser ,bewegung dient1 wurde von ,blawatzky aufgestellt in einer katechismusartigen ,form1 wo der ,schler przise ,antworten des ,theosophen auf seine ,fragen bekommt#d4 ,theosophie ist nach den ,worten ,blawatzkys gleichbedeutend mit ewigwhrender ,wahrheit4 7,s4 #bdh74 ,ein neuer ,sendbote der ,wahrheit wird von der theosophischen ,gesellschaft die ,menschheit fr seine ,botschaft vorbereitet finden3 es wird eine ,ausdrucksform geben1 in die er die neuen ,wahrheiten wird kleiden knnen1 eine ,organisation1 die in einer gewissen ,beziehung seine ,ankunft erwartet1 um dann die materiellen ,hindernisse und ,schwierigkeiten von seinem ,wege hinwegzuheben 7,s4 #bej74 ,und da nimmt ,blawatzky an1 da im einundzwanzigsten ,jahrhundert die ,erde ein ,himmel sein werde im ,vergleich zu dem1 was sie gegenwrtig ist--damit schliet sie ihr ,buch4 ,und jedenfalls1 wenn auch die ,neigung der ,theosophen zur ,schaffung einer ,theorie1 und die etwas voreilige ,freude1 bald ,antwort auf die ,stelle des ewigen immensen ,fragezeichens stellen zu knnen1 leicht den ,beobachter etwas skeptisch stimmen kann1 so bleibt doch die groe1 doch geistige ,bewegung da1 welche in der geistigen ,atmosphre ein starkes ,agens ist und die auch in dieser ,form als ,erlsungsklang zu manchem verzweifelten in ,finsternis und ,nacht gehllten ,herzen gelangen wird1 doch erscheint damit eine ,hand1 die zeigt und ,hilfe bietet4 99 99 99 99 99 ,wenn die ,religion1 ,wissenschaft und ,moral 7die letzte durch die starke ,hand ,nietzsches7 gerttelt werden1 und wenn die ueren ,sttzen zu fallen drohen1 wendet der ,mensch seinen ,blick von der uerlichkeit ab und sich selbst zu4 ,die ,literatur1 ,musik und ,kunst sind die ersten empfindlichsten ,gebiete1 wo sich diese geistige ,wendung bemerkbar macht in realer ,form4 ,diese ,gebiete spiegeln das dstere ,bild der ,gegenwart sofort ab1 sie erraten das ,groe1 was erst als ein kleines ,pnktchen nur von wenigen bemerkt wird und fr die groe ,menge nicht existiert4 ,sie spiegeln die groe ,finsternis1 die erst kaum angedeutet hervor-tritt4 ,sie verfinstern sich selbst und verdstern sich4 ,andererseits wenden sie sich ab von dem seelenberaubten ,inhalt des gegenwrtigen ,lebens und wenden sich zu ,stoffen und ,umgebungen1 die freie ,hand lassen dem nichtmateriellen ,streben und ,suchen der drstenden ,seele4 ,einer von solchen ,dichtern auf dem ,gebiete der ,literatur ist ,maeterlink4 ,er fhrte uns in die ,welt1 die man phantastisch oder richtiger bersinnlich nennt4 ,seine ,princesse ,maleine1 ,sept ,princesses1 ,les ,aveugles usw4 usw4 sind keine ,menschen vergangener ,zeiten1 wie uns die stilisierten ,helden ,shakespeares vorkommen4 ,es sind direkt ,seelen1 die in ,nebeln suchen1 von ,nebeln erstickt zu werden bedroht sind1 ber welchen eine unsichtbare1 dstere ,macht schwebt4 ,die geistige ,finsternis1 ,unsicherheit des ,nichtwissens und die ,angst vor demselben sind die ,welt seiner ,helden4 ,so ist ,maeterlink vielleicht einer der ersten ,propheten1 der ersten knstlerischen ,berichterstatter und ,hellseher des oben beschriebenen ,niederganges4 ,die ,verdsterung der geistigen ,atmosphre1 die zerstrende und gleichzeitig fhrende ,hand1 und die verzweifelte ,angst vor ihr1 der verlorene ,weg1 der vermite ,fhrer spiegeln sich deutlich in diesen ,werken#e4 ,diese ,atmosphre bildet er hauptschlich durch reinknstlerische ,mittel1 wobei die materiellen ,mittel 7dstere ,burgen1 ,mondnchte1 ,smpfe1 ,wind1 ,eulen usw47 eine mehr symbolische ,rolle spielen und mehr als innerer ,laut angewendet werden#f4 ,das ,hauptmittel von ,maeterlink ist die ,anwendung des ,wortes4 ,das ,wort ist ein innerer ,klang4 ,dieser innere ,klang entspringt teilweise 7vielleicht hauptschlich7 dem ,gegenstand1 welchem das ,wort zum ,namen dient4 ,wenn aber der ,gegenstand nicht selbst gesehen wird1 sondern nur sein ,name gehrt wird1 so entsteht im ,kopfe des ,hrers die abstrakte ,vorstellung1 der dematerialisierte ,gegenstand1 welcher im ,herzen eine ,vibration sofort hervorruft4 ,so ist der grne1 gelbe1 rote ,baum auf der ,wiese nur ein materieller ,fall1 eine zufllige materialisierte ,form des ,baumes1 welchen wir in uns fhlen1 wenn wir das ,wort ,baum hren4 ,geschickte ,anwendung wendung 7nach dichterischem ,gefhl7 eines ,wortes1 eine innerlich ntige ,wiederholung desselben zweimal1 dreimal1 mehrere ,male nacheinander1 kann nicht nur zum ,wachsen des inneren ,klanges fhren1 sondern noch andere nicht geahnte geistige ,eigenschaften des ,wortes zutage bringen4 ,schlielich bei fterer ,wiederholung des ,wortes 7beliebtes ,spiel der ,jugend1 welches spter vergessen wird7 verliert es den ueren ,sinn der ,benennung4 ,ebenso wird sogar der abstrakt gewordene ,sinn des bezeichneten ,gegenstandes vergessen und nur der reine ,klang des ,wortes entblt4 ,diesen reinen ,klang hren wir vielleicht unbewut auch im ,zusammenklange mit dem realen oder spter abstrakt gewordenen ,gegenstande4 ,im letzten ,falle aber tritt dieser reine ,klang in den ,vordergrund und bt einen direkten ,druck auf die ,seele aus4 ,die ,seele kommt zu einer gegenstandslosen ,vibration1 die noch komplizierter1 ich mchte sagen bersinnlicher ist1 als eine ,seelenerschtterung von einer ,glocke1 einer klingenden ,saite1 einem gefallenen ,brette usw4 ,hier ffnen sich groe ,mglichkeiten fr die ,zukunftsliteratur4 ,in embryonaler ,form wird diese ,kraft des ,wortes1 z4 ,b4 schon in den ,serres chaudes angewendet4 ,in ,maeterlinks ,anwendung klingt deswegen dster ein ,wort1 welches auf den ersten ,eindruck neutral erscheint4 ,ein einfaches1 gewohntes ,wort 7wie z4 ,b4 ,haare7 kann in richtig gefhlter ,anwendung die ,atmosphre von ,trostlosigkeit1 ,verzweiflung verbreiten4 ,und dies ist das ,mittel ,maeterlinks4 ,er zeigt den ,weg1 auf welchem man bald sieht1 da ,donner1 ,blitz und ,mond hinter jagenden ,wolken uerliche materielle ,mittel sind1 welches auf der ,bhne noch mehr wie in der ,natur dem schwarzen ,mann der ,kinder gleichen4 ,wirkliche innere ,mittel verlieren nicht so leicht ihre ,kraft und ,wirkung#g4 ,und das ,wort1 welches also zwei ,bedeutungen hat--die erste direkte und zweite innere--1 ist das reine ,material der ,dichtung und der ,literatur1 das ,material1 welches nur diese ,kunst anwenden kann1 und durch welches sie zur ,seele spricht4 ,etwas hnliches tat in der ,musik ,r4 ,wagner4 ,sein berhmtes ,leitmotiv ist ebenso eine ,bestrebung1 den ,helden nicht nur durch theatralische ,ausrstungen1 ,schminken und ,lichteffekte zu charakterisieren1 sondern durch ein gewisses1 przises ,motiv1 also durch ein rein musikalisches ,mittel4 ,dieses ,motiv ist eine ,art musikalisch ausgedrckter geistiger ,atmosphre1 die dem ,helden voraus-geht1 die er also auf ,entfernung geistig ausstrmt#h4 ,die modernsten ,musiker1 wie ,debussy1 bringen geistige ,impressionen1 die sie oft aus der ,natur entnehmen und in rein musikalischer ,form in geistige ,bilder verwandeln4 ,gerade ,debussy wird deswegen oft mit den ,impressionisten-,malern verglichen1 indem man behauptet1 da er diesen ,malern gleich in groen persnlichen ,zgen die ,naturerscheinungen zum ,zweck seiner ,stcke macht4 ,die ,wahrheit1 die in dieser ,behauptung liegt1 ist nur ein ,beispiel dafr1 da verschiedene ,knste zu unserer ,zeit beieinander lernen und in ,zielen oft einander gleichen4 ,es wre aber khn zu behaupten1 da in der gebrachten ,definierung ,debussys ,bedeutung erschpfend dargestellt ist4 ,trotz dem ,berhrungspunkt mit den ,impressionisten ist der ,drang dieses ,musikers zum inneren ,inhalt dermaen stark1 da man in seinen ,werken sofort die gesprungen klingende ,seele des ,gegenwrtigen erkennt mit allen peinigenden ,leiden und erschtterten ,nerven4 ,und andererseits braucht ,debussy auch in den impressionistischen ,bildern nie eine ganze materielle ,note1 die das ,charakteristische der ,programmusik ist1 sondern bleibt bei der ,ausntzung des inneren ,wertes der ,erscheinung4 ,einen groen ,einflu auf ,debussy hat die russische ,musik gehabt 7,mussorgsky74 ,so ist es nicht verwunderlich1 da er eine gewisse ,verwandtschaft mit den jungen russischen ,komponisten hat1 zu welchen in erster ,linie ,skrjabin gerechnet werden mu4 ,es ist ein verwandter innerer ,klang in den ,kompositionen der beiden4 ,und derselbe ,fehler verstimmt oft den ,zuhrer4 ,d4 h4 manchmal werden beide ,komponisten ganz pltzlich aus dem ,bereiche der neuen ,hlichkeiten herausgerissen und folgen dem ,reize der mehr oder weniger konventionellen ,schnheit4 ,der ,zuhrer fhlt sich oft im wirklichen ,sinne beleidigt1 da er wie ein ,tennisball fortwhrend ber das ,netz geschleudert wird1 ber das ,netz1 welches die zwei gegnerischen ,parteien trennt3 die ,partei des ueren ,schnen und die des inneren ,schnen4 ,dieses innere ,schne ist das ,schne1 welches mit ,verzicht auf das gewohnte ,schne aus befehlender innerer ,notwendigkeit angewendet wird4 ,dem nicht daran ,gewhnten erscheint natrlich dieses innere ,schne hlich1 da der ,mensch im allgemeinen zum ueren neigt und nicht gerne die innere ,notwendigkeit erkennt4 7,und das ganz besonders heute67 ,mit diesem vollen ,verzicht auf das gewohnte ,schne1 alle ,mittel1 die zum ,zwecke der ,selbstuerung fhren1 heilig heiend1 geht heute noch allein1 nur von wenigen begeistert anerkannt1 der ,wiener ,komponist ,arnold ,schnberg4 ,dieser ,reklamemacher1 ,schwindler und ,pfuscher sagt in seiner ,harmonielehre3 444 jeder ,zusammenklang1 jede ,fortschreitung ist mglich4 ,ich fhle aber bereits heute1 da es auch hier gewisse ,bedingungen gibt1 von denen es abhngt1 ob ich diese oder jene ,dissonanz verwende#i4 ,hier fhlt ,schnberg genau1 da die grte ,freiheit1 welche die freie und unbedingte ,atmungsluft der ,kunst ist1 nicht absolut sein kann4 ,jeder ,epoche ist ein eigenes ,ma dieser ,freiheit gemessen4 ,und ber die ,grenzen dieser ,freiheit vermag die genialste ,kraft nicht zu springen4 ,aber dieses ,ma mu jedenfalls erschpft werden und wird jedesmal erschpft4 ,es mag die widerspenstige ,karre sich struben wie sie will6 ,diese ,freiheit zu erschpfen sucht auch ,schnberg1 und auf dem ,wege zum innerlich ,notwendigen hat er schon ,goldgruben der neuen ,schnheit entdeckt4 ,schnbergsche ,musik fhrt uns in ein neues ,reich ein1 wo die musikalischen ,erlebnisse keine akustischen sind1 sondern rein seelische4 ,hier beginnt die ,zukunftsmusik4 ,nach den idealistischen ,idealen kommen die diese ablsenden impressionistischen ,bestrebungen in der ,malerei4 ,die letzteren enden in ihrer dogmatischen ,form und rein naturalistischen ,zielen in der ,theorie des ,neo-,impressionismus1 welcher zur selben ,zeit ins ,abstrakte greift3 ,seine ,theorie ist 7eine von ihm als universal angesehene ,methode71 nicht das zufllige ,stck ,natur auf ,leinwand zu fixieren1 sondern die ganze ,natur in ihrer ,glanz-und ,prachterscheinung zu bringen#aj4 ,illustration3 ,drer4 ,beweinung ,christi4 ,ziemlich zur selben ,zeit bemerken wir drei ganz andere ,erscheinungen3 #a4 ,rosetti und seinen ,schler ,burne-,jones mit der ,reihe ihrer ,nachfolger1 #b4 ,bcklin mit dem von ihm entsprungenen ,stuck und ihren ,nachfolgern und #c4 ,segantini1 dem auch die formellen ,nachahmer eine nichtswrdige ,schleppe bilden4 ,gerade diese drei ,namen wurden gewhlt als ,charakteristik des ,suchens auf nicht materiellen ,gebieten4 ,rosetti wandte sich zu den ,prraffaeliten und suchte ihre abstrakten ,formen wieder zum ,leben zu bringen4 ,bcklin ging auf das ,gebiet des ,mythologischen und des ,mrchenhaften1 wobei er im ,gegensatz zu ,rosetti in stark entwickelte materielle krperliche ,formen seine abstrakten ,gestalten kleidete4 ,segantini1 der in dieser ,reihe uerlich der materiellste ist1 nahm ganz fertige ,naturformen1 die er manchmal ins kleinste durcharbeitete 7z4 ,b4 ,bergketten1 auch ,steine1 ,tiere usw471 und immer verstand er1 trotz der sichtbar materiellen ,form1 abstrakte ,gestalten zu schaffen1 wodurch er innerlich vielleicht der unmateriellste dieser ,reihe ist4 ,das sind die ,sucher des ,inneren im ueren4 ,auf eine andere ,art1 die den reinen malerischen ,mitteln nher steht1 ging zu hnlicher ,aufgabe der ,sucher des neuen ,gesetzes der ,form--,czanne4 ,er verstand aus einer ,teetasse ein beseeltes ,wesen zu schaffen oder richtiger gesagt1 in dieser ,tasse ein ,wesen zu erkennen4 ,er hebt die nature morte zu einer ,hhe1 wo die uerlich toten ,sachen innerlich lebendig werden4 ,er behandelt diese ,sachen ebenso wie den ,menschen1 da er das innere ,leben berall zu sehen begabt war4 ,er bringt sie zu farbigem ,ausdruck1 welcher eine innere malerische ,note bildet und pret sie in die ,form1 welche zu abstrakt klingenden1 ,harmonie ausstrahlenden1 oft mathematischen ,formeln heraufgezogen werden4 ,nicht ein ,mensch1 nicht ein ,apfel1 nicht ein ,baum werden dargestellt1 sondern das alles wird von ,czanne gebraucht zur ,bildung einer innerlich malerisch klingenden ,sache1 die ,bild heit4 ,so nennt auch schlielich seine ,werke einer der grten neuesten ,franzosen--,henri ,matisse4 ,er malt ,bilder und in diesen ,bildern sucht er das ,gttliche wiederzugeben#aa4 ,um dieses zu erreichen1 braucht er keine anderen ,mittel1 als den ,gegenstand 7,mensch oder sonst etwas7 als ,ausgangspunkt und die der ,malerei und nur ihr eigenen ,mittel--,farbe und ,form4 ,durch rein persnliche ,eigenschaften geleitet1 als ,franzose speziell und vorzglich koloristisch begabt1 legt ,matisse ,schwerpunkt und bergewicht auf die ,farbe4 ,ebenso wie ,debussy kann er sich lange nicht immer von der gewohnten ,schnheit befreien3 der ,impressionismus rollt ihm im ,blut4 ,so trifft man bei ,matisse unter ,bildern1 die von groer innerer ,lebendigkeit sind1 von dem ,zwange der inneren ,notwendigkeit hervorgerufen1 auch andere ,bilder1 die1 hauptschlich durch uere ,anregung1 uere ,reize entstanden 7wie oft denkt man da an ,manet671 hauptschlich oder ausschlielich nur das uere ,leben besitzen4 ,hier wird die spezifisch franzsische verfeinerte1 gourmante1 rein melodisch klingende ,schnheit der ,malerei auf eine ber ,wolken stehende khle ,hhe gezogen4 ,nie unterliegt diesem ,schnen der andere groe ,pariser1 der ,spanier ,pablo ,picasso4 ,immer durch ,selbstuerungszwang gefhrt1 oft strmisch hingerissen1 wirft sich ,picasso von einem ueren ,mittel zum anderen4 ,wenn eine ,kluft zwischen diesen ,mitteln liegt1 so macht ,picasso einen tollen ,sprung1 und da steht er auf der anderen ,seite zum ,entsetzen seiner unmenschlich dichten ,schar der ,nachfolger4 ,gerade whnten sie ihn erreicht zu haben4 ,nun mu wieder das mhsame ,hinab und ,hinauf beginnen4 ,so entstand die letzte franzsische ,bewegung des ,cubismus1 ber welche im ,teil ,,ii ausfhrlich gesprochen wird4 ,picasso sucht durch ,zahlenverhltnisse das ,konstruktive zu erreichen4 ,in seinen letzten ,werken 7#aiaa7 kommt er auf logischem ,wege zur ,vernichtung des ,materiellen1 nicht aber durch ,auflsung desselben1 sondern durch eine ,art ,zerstckelung der einzelnen ,teile und konstruktive ,zerstreuung dieser ,teile auf dem ,bild4 ,dabei scheint er aber merkwrdigerweise den ,schein des ,materiellen beibehalten zu wollen4 ,picasso scheut vor keinem ,mittel zurck1 und wenn ihn die ,farbe im ,problem der rein zeichnerischen ,form strt1 so wirft er sie ber ,bord und malt ein ,bild mit ,braun und ,wei4 ,diese ,probleme sind auch seine ,hauptkraft4 ,matisse--,farbe4 ,picasso--,form4 ,zwei groe ,weisungen auf ein groes ,ziel4 ,footnote #a3 ,zllner1 ,wagner1 ,butleroff-,petersburg1 ,crookes-,london usw4 ,spter ,ch4 ,richet4 ,c4 ,flammarion 7sogar der ,pariser ,matin hat die uerungen des letzteren unter dem ,titel ,je le constate1 mais je ne l'explique pas vor etwa zwei ,jahren gebracht74 ,endlich ,c4 ,lombroso1 der ,schpfer der anthropologischen ,methode in der ,frage des ,verbrechens1 geht mit ,eusapia ,palladino zu grndlichen spiritistischen ,sitzungen ber und anerkennt die ,phnomene4 ,auer noch anderen ,gelehrten1 die auf eigene ,faust sich solchen ,studien widmen1 bilden sich allmhlich ganze wissenschaftliche ,vereine und ,gesellschaften1 die dieselben ,zwecke verfolgen 7z4 ,b4 ,socit des ,etudes psychiques in ,paris1 die sogar ,berichtreisen in ,frankreich veranstaltet1 um das ,publikum mit den von ihr erzielten ,resultaten in einer durchaus objektiven ,form bekannt zu machen74 ,footnote #b3 ,sehr hufig wird in solchen ,fllen das ,wort ,hypnose gebraucht1 dieselbe ,hypnose1 welcher in ihrer ersten ,form des ,mesmerismus verschiedene ,akademien verchtlich den ,rcken kehrten4 ,footnote #c3 ,siehe z4 ,b4 ,dr4 ,steiners ,theosophie und seine ,artikel in ,lucifer-,gnosis ber ,erkenntnispfade4 ,footnote #d3 ,h4 ,p4 ,blawatzky3 ,der ,schlssel zur ,theosophie4 ,leipzig1 ,max ,altmann #aijg4 ,das ,buch erschien in englischer ,sprache in ,london #ahhi4 ,footnote #e3 ,zu solchen ,hellsehern des ,niederganges gehrt in der ersten ,linie auch ,alfred ,kubin4 ,mit unberwindlicher ,gewalt wird man in die schauerliche ,atmosphre der harten ,leere hineingezogen4 ,diese ,gewalt entstrmt den ,zeichnungen ,kubins ebenso wie seinem ,roman ,die andere ,seite4 ,footnote #f3 ,als in ,petersburg unter ,maeterlinks eigener ,leitung einige von seinen ,dramen aufgefhrt wurden1 lie er selbst bei einer ,probe1 um einen fehlenden ,turm zu ersetzen1 einfach ein ,stck ,leinwand hngen4 ,es war ihm nicht wichtig1 eine fein nachgeahmte ,kulisse verfertigen zu lassen4 ,er tat so wie die ,kinder1 die grten ,phantasten aller ,zeiten1 immer in ihren ,spielen tun1 wenn sie einen ,stock fr ein ,pferd ansehen oder aus bekannten ,papierkrhen ganze ,regimenter ,kavallerie in ihrer ,phantasie machen1 wobei ein ,kniff in der ,krhe pltzlich aus einem ,kavalleristen ein ,ro bildet 7,kgelgen3 ,erinnerungen eines alten ,mannes74 ,dieser ,zug zur ,anregung der ,phantasie des ,zuschauers spielt im jetzigen ,theater eine groe ,rolle4 ,in dieser ,beziehung hat besonders viel gearbeitet und erreicht die russische ,bhne4 ,dies ist ein ntiger bergang vom ,materiellen zum ,geistigen des ,theaters der ,zukunft4 ,footnote #g3 ,dieses tritt klar zutage bei ,vergleich der ,werke ,maeterlinks und ,poes4 ,und dies ist wieder ein ,beispiel fr das ,fortschreiten auch der knstlerischen ,mittel vom ,materiellen zum ,abstrakten4 ,footnote #h3 ,viele ,versuche haben gezeigt1 da eine derartige geistige ,atmosphre nicht nur ,helden1 sondern jedem ,menschen zugute kommt4 ,die ,sensitiven knnen z4 ,b4 nicht im ,zimmer bleiben1 wo vorher ein ,mensch war1 welcher ihnen geistig widerwrtig ist1 wenn sie von dessen ,anwesenheit auch nichts wuten4 ,footnote #i3 ,die ,musik1 ,x1 #b1 ,s4 #ajd4 ,auszug aus der ,harmonielehre 7,verlag der ,universal ,edition74 ,footnote #aj3 ,siehe z4 ,b4 ,signac3 ,de ,delacroix au ,neo-impressionisme4 7,deutsch erschienen im ,verlag ,axel ,juncker1 ,charlottenburg #aiaj74 ,footnote #aa3 ,siehe seinen ,artikel in ,kunst und ,knstler #aiji1 ,heft ,,viii4 ,illustration4 ,,iv4 ,,die ,,pyramide ,so stellen sich allmhlich verschiedene ,knste auf den ,weg1 das zu sagen1 was sie am besten sagen knnen1 und durch die ,mittel1 die jede von ihnen ausschlielich besitzt4 ,und trotz oder dank dieser ,absonderung1 nie standen in den letzten ,zeiten die ,knste1 als solche1 einander nher als in dieser letzten ,stunde der geistigen ,wendung4 ,in allem ,erwhnten sind die ,keime des ,strebens zum ,nicht-naturellen1 ,abstrakten und zu innerer ,natur4 ,bewut oder unbewut gehorchen sie dem ,worte ,sokrates3 ,erkenne dich selbst6 ,bewut oder unbewut wenden sich allmhlich die ,knstler hauptschlich zu ihrem ,material1 prfen dasselbe1 legen auf die geistige ,wage den inneren ,wert der ,elemente1 aus welchen zu schaffen ihre ,kunst geeignet ist4 ,und aus diesem ,streben kommt von selbst die natrliche ,folge--das ,vergleichen der eigenen ,elemente mit denen einer anderen ,kunst4 ,in diesem ,falle zieht man die reichste ,lehre aus der ,musik4 ,mit wenigen ,ausnahmen und ,ablenkungen ist die ,musik schon einige ,jahrhunderte die ,kunst1 die ihre ,mittel nicht zum ,darstellen der ,erscheinungen der ,natur brauchte1 sondern als ,ausdrucksmittel des seelischen ,lebens des ,knstlers und zum ,schaffen eines eigenartigen ,lebens der musikalischen ,tne4 ,ein ,knstler1 welcher in der wenn auch knstlerischen ,nachahmung der ,naturerscheinungen kein ,ziel fr sich sieht und ein ,schpfer ist1 welcher seine innere ,welt zum ,ausdruck bringen will und mu1 sieht mit ,neid1 wie solche ,ziele in der heute unmateriellsten ,kunst--der ,musik--natrlich und leicht zu erreichen sind4 ,es ist verstndlich1 da er sich ihr zuwendet und versucht1 dieselben ,mittel in seiner ,kunst zu finden4 ,daher kommt das heutige ,suchen in der ,malerei nach ,rhythmus1 nach mathematischer1 abstrakter ,konstruktion1 das heutige ,schtzen der ,wiederholung des farbigen ,tones1 der ,art1 in welcher die ,farbe in ,bewegung gebracht wird usw4 ,dieses ,vergleichen der ,mittel verschiedenster ,knste und dieses ,ablernen einer ,kunst von der anderen kann nur dann erfolg- und siegreich werden1 wenn das ,ablernen nicht uerlich1 sondern prinzipiell ist4 ,d4 h4 eine ,kunst mu bei der anderen lernen1 wie sie mit ihren ,mitteln umgeht1 sie mu es lernen1 um dann ihre eigenen ,mittel prinzipiell gleich zu behandeln1 d4 h4 in dem ,prinzip1 welches ihr allein eigen ist4 ,bei diesem ,ablernen mu der ,knstler nicht vergessen1 da jedes ,mittel eine ihm geeignete ,anwendung in sich birgt und da diese ,anwendung herauszufinden ist4 ,in ,anwendung der ,form kann die ,musik ,resultate erzielen1 die die ,malerei nicht erreichen kann4 ,andererseits bleibt hinter manchen ,eigenschaften der ,malerei die ,musik zurck4 ,z4 ,b4 hat die ,musik die ,zeit1 die ,ausdehnung der ,zeit zur ,verfgung4 ,die ,malerei aber kann dagegen1 indem sie den erwhnten ,vorzug nicht besitzt1 in einem ,augenblick den ganzen ,inhalt des ,werkes dem ,zuschauer bringen1 wozu wieder die ,musik nicht fhig ist#a4 ,die ,musik1 die von der ,natur uerlich ganz emanzipiert ist1 braucht nicht irgendwo uere ,formen fr ihre ,sprache zu leihen#b4 ,die ,malerei ist heute noch beinahe vollstndig an die naturellen ,formen1 aus der ,natur geliehene ,formen angewiesen4 ,und ihre ,aufgabe ist heute1 ihre ,krfte und ,mittel zu prfen1 sie kennen zu lernen1 wie es die ,musik schon lange tut1 und zu versuchen1 diese ,mittel und ,krfte in rein malerischer ,weise zum ,zweck des ,schaffens anzuwenden4 ,so grenzt die ,vertiefung in sich eine ,kunst von der anderen ab1 so bringt sie die ,vergleichung wieder zueinander im inneren ,streben4 ,so merkt man1 da jede ,kunst ihre ,krfte hat1 die durch die einer anderen nicht ersetzt werden knnen4 ,so kommt man schlielich zur ,vereinigung der eigenen ,krfte verschiedener ,knste4 ,aus dieser ,vereinigung wird mit der ,zeit die ,kunst entstehen1 die wir schon heute vorahnen knnen1 die wirkliche monumentale ,kunst4 ,und jeder1 wer sich vertieft in die verborgenen inneren ,schtze seiner ,kunst1 ist ein beneidenswerter ,mitarbeiter an der geistigen ,pyramide1 die bis zum ,himmel reichen wird4 ,footnote #a3 ,diese ,unterschiede sind1 wie alles in der ,welt1 relativ zu verstehen4 ,im gewissen ,sinne kann die ,musik die ,ausdehnung in der ,zeit vermeiden und die ,malerei--diese ,ausdehnung anwenden4 ,wie gesagt1 haben alle ,behauptungen einen nur relativen ,wert4 ,footnote #b3 ,wie klglich ,versuche ausfallen1 die musikalischen ,mittel zur ,wiedergabe der ueren ,formen zu brauchen1 zeigt eng verstandene ,programmusik4 ,es wurden noch letzthin solche ,experimente gemacht4 ,froschgesnge1 ,hhnerhfe1 ,messerschleifen nachzuahmen1 ist wohl einer ,varietbhne ganz wrdig und kann als unterhaltender ,spa ganz lustig wirken4 ,in der ernsten ,musik aber bleiben solche ,ausschweifungen nur lehrreiche ,beispiele1 fr ,mierfolge ,natur zu geben4 ,die ,natur hat ihre eigene ,sprache1 die auf uns mit einer unberwindlichen ,macht wirkt4 ,diese ,sprache ist nicht nachzuahmen4 ,wenn man einen ,hhnerhof musikalisch darstellt1 um die ,stimmung der ,natur dadurch zu schaffen1 den ,zuhrer in diese ,stimmung zu versetzen1 so kommt klar zutage1 da es eine unmgliche und nicht ntige ,aufgabe ist4 ,eine derartige ,stimmung kann von jeder ,kunst geschaffen werden1 aber nicht durch uerliche ,nachahmung der ,natur1 sondern durch knstlerische ,wiedergabe dieser ,stimmung in ihrem inneren ,wert4 ,b4 ,,malerei ,,illustration ,v4 ,,wirkung ,,der ,,farbe ,wenn man die ,augen ber eine mit ,farben besetzte ,palette gleiten lt1 so entstehen zwei ,hauptresultate3 #a4 es kommt eine rein physische ,wirkung zustande1 d4 h4 das ,auge selbst wird durch ,schnheit und andere ,eigenschaften der ,farbe bezaubert4 ,der ,schauende empfindet ein ,gefhl von ,befriedigung1 ,freude1 wie ein ,gastronom1 wenn er einen ,leckerbissen im ,munde hat4 ,oder es wird das ,auge gereizt1 wie der ,gaumen von einer pikanten ,speise4 ,es wird auch wieder beruhigt oder abgekhlt1 wie der ,finger1 wenn er ,eis berhrt4 ,dies alles sind jedenfalls physische ,gefhle1 welche als solche nur von kurzer ,dauer sein knnen4 ,sie sind auch oberflchlich und hinterlassen keinen dauernden ,eindruck1 wenn die ,seele geschlossen bleibt4 ,ebenso wie man bei ,berhrung von ,eis nur das ,gefhl einer physischen ,klte erleben kann und dieses ,gefhl nach dem ,wiedererwrmen des ,fingers vergit1 so wird auch die physische ,wirkung der ,farbe vergessen1 wenn das ,auge abgewendet wird4 ,und ebenso1 wie das physische ,gefhl der ,klte des ,eises1 wenn es tiefer eindringt1 andere tiefere ,gefhle erweckt und eine ganze ,kette psychischer ,erlebnisse bilden kann1 so kann auch der oberflchliche ,eindruck der ,farbe sich zu einem ,erlebnis entwickeln4 ,nur die gewohnten ,gegenstnde wirken bei einem mittelmig empfindlichen ,menschen ganz oberflchlich4 ,die aber1 die uns zum erstenmal begegnen1 ben sofort einen seelischen ,eindruck auf uns aus4 ,so empfindet die ,welt das ,kind1 welchem jeder ,gegenstand neu ist4 ,es sieht das ,licht1 wird dadurch angezogen1 will es fassen1 verbrennt sich den ,finger und bekommt ,angst und ,respekt vor der ,flamme4 ,dann lernt es1 da das ,licht auer feindlichen ,seiten auch freundliche hat1 da es die ,dunkelheit verscheucht1 den ,tag verlngert1 da es wrmen1 kochen und lustiges ,schauspiel bieten kann4 ,nach der ,sammlung dieser ,erfahrungen ist die ,bekanntschaft mit dem ,lichte gemacht und die ,kenntnisse ber dasselbe werden im ,gehirn aufgespeichert4 ,das stark intensive ,interesse verschwindet1 und die ,eigenschaft der ,flamme1 ein ,schauspiel zu bieten1 kmpft mit voller ,gleichgltigkeit gegen sie4 ,allmhlich wird auf diesem ,wege die ,welt entzaubert4 ,man wei1 da ,bume ,schatten geben1 da ,pferde schnell laufen knnen und ,automobile noch schneller1 da ,hunde beien1 da der ,mond weit ist1 da der ,mensch im ,spiegel kein echter ist4 ,und nur bei einer hheren ,entwicklung des ,menschen erweitert sich immer der ,kreis derjenigen ,eigenschaften1 welche verschiedene ,gegenstnde und ,wesen in sich einschlieen4 ,bei hoher ,entwicklung bekommen diese ,gegenstnde und ,wesen inneren ,wert und schlielich inneren ,klang4 ,ebenso ist es mit der ,farbe1 die bei niedrigem ,stand der seelischen ,empfindsamkeit nur eine oberflchliche ,wirkung verursachen kann1 eine ,wirkung1 die bald nach beendigtem ,reiz verschwindet4 ,aber auch in diesem ,zustand ist diese einfachste ,wirkung verschiedener ,art4 ,das ,auge wird mehr und strker von den helleren ,farben angezogen und noch mehr und noch strker von den helleren1 wrmeren3 ,zinnoberrot zieht an und reizt1 wie die ,flamme1 welche vom ,menschen immer begierig angesehen wird4 ,das grelle ,zitronengelb tut dem ,auge nach lngerer ,zeit weh1 wie dem ,ohr eine hochklingende ,trompete4 ,das ,auge wird unruhig1 hlt den ,anblick nicht lange aus und sucht ,vertiefung und ,ruhe in ,blau oder ,grn4 ,bei hherer ,entwicklung aber entspringt dieser elementaren ,wirkung eine tiefergehende1 die eine ,gemtserschtterung verursacht4 ,in diesem ,falle ist #b4 das zweite ,hauptresultat des ,beobachtens der ,farbe vorhanden1 d4 h4 die psychische ,wirkung derselben4 ,hier kommt die psychische ,kraft der ,farbe zutage1 welche eine seelische ,vibration hervorruft4 ,und die erste1 elementare physische ,kraft wird nun zur ,bahn1 auf welcher die ,farbe die ,seele erreicht4 ,ob diese zweite ,wirkung tatschlich eine direkte ist1 wie man aus den letzten ,zeilen annehmen kann1 oder ob sie durch ,assoziation erreicht wird1 bleibt vielleicht eine ,frage4 ,da die ,seele im allgemeinen fest mit dem ,krper verbunden ist1 so ist es mglich1 da eine psychische ,erschtterung eine andere1 ihr entsprechende durch ,assoziation hervorruft4 ,z4 ,b4 die rote ,farbe kann eine der ,flamme hnliche seelische ,vibration verursachen1 da das ,rot die ,farbe der ,flamme ist4 ,das warme ,rot wirkt aufregend1 dieses ,rot kann bis zu einer schmerzlichen ,peinlichkeit steigen1 vielleicht auch durch hnlichkeit mit flieendem ,blut4 ,hier erweckt also diese ,farbe eine ,erinnerung an ein anderes physisches ,agens1 welches unbedingt eine peinliche ,wirkung auf die ,seele ausbt4 ,wenn dies der ,fall wre1 so wrden wir leicht durch die ,assoziation eine ,erklrung auch der anderen physischen ,wirkungen der ,farbe finden1 d4 h4 zu den ,wirkungen nicht nur auf das ,sehorgan1 sondern auch auf die anderen ,sinne4 ,man kann eben annehmen1 da z4 ,b4 helles ,gelb einen sauren ,eindruck macht aus der ,assoziation mit der ,zitrone4 ,es ist aber kaum mglich1 derartige ,erklrungen durchzufhren4 ,was gerade den ,geschmack der ,farbe betrifft1 so sind verschiedene ,beispiele bekannt1 wo diese ,erklrung nicht gebraucht werden kann4 ,ein ,dresdener ,arzt erzhlt von einem seiner ,patienten1 den er als geistig ungewhnlich hochstehenden ,menschen charakterisiert1 da er eine bestimmte ,sauce immer und unfehlbar blau schmeckte1 d4 h4 wie blaue ,farbe empfand4#a ,man knnte vielleicht eine hnliche1 aber doch andere ,erklrung annehmen1 da gerade bei hochentwickelten ,menschen die ,wege zur ,seele so direkt1 und die ,eindrcke derselben so schnell zu erreichen sind1 da eine ,wirkung1 die durch den ,geschmack geht1 sofort zur ,seele gelangt und die entsprechenden ,wege aus der ,seele zu anderen materiellen ,organen mitklingen lt 7in unserem ,falle--,auge74 ,es wre eine ,art ,echo oder ,widerschall1 wie man es bei ,musikinstrumenten hat1 wenn sie1 ohne selbst berhrt zu werden1 mit einem anderen ,instrumente mitklingen1 welches direkt berhrt wurde4 ,solche stark fhlenden ,menschen sind wie gute1 vielgespielte ,geigen1 welche bei jeder ,berhrung mit dem ,bogen in allen ,teilen und ,fasern vibrieren4 ,bei der ,annahme dieser ,erklrung mu freilich das ,sehen nicht nur mit dem ,geschmack1 sondern auch mit allen anderen ,sinnen in ,zusammenhang stehen4 ,dieses ist auch der ,fall4 ,manche ,farben knnen unglatt1 stechend aussehen1 wogegen andere wieder als etwas ,glattes1 ,samtartiges empfunden werden1 so da man sie gern streicheln mchte4 7,ultramarinblau dunkel1 ,chromoxydgrn1 ,krapplack47 ,selbst der ,unterschied zwischen kalt und warm des ,farbentones beruht auf dieser ,empfindung4 ,es gibt ebenso ,farben1 die weich erscheinen 7,krapplack7 oder andere1 die stets als harte vorkommen 7,kobaltgrn1 grnblau ,oxyd71 so da die frisch aus der ,tube ausgeprete ,farbe fr trocken gehalten werden kann4 ,der ,ausdruck duftende ,farben ist allgemein gebruchlich4 ,endlich ist das ,hren der ,farben so przis1 da man vielleicht keinen ,menschen findet1 welcher den ,eindruck von ,grellgelb auf den ,batasten des ,klaviers wiederzugeben suchen oder ,krapplack dunkel als eine ,sopranstimme bezeichnen wrde#b4 ,diese ,erklrung 7also eigentlich doch durch ,assoziation7 wird aber in manchen ,fllen1 die fr uns von ganz besonderer ,wichtigkeit sind1 nicht gengen4 ,wer von ,chromotherapie gehrt hat1 wei1 da das farbige ,licht eine ganz besondere ,wirkung auf den ganzen ,krper verursachen kann4 ,es wurde verschiedentlich versucht1 diese ,kraft der ,farbe auszuntzen und bei verschiedenen ,nervenkrankheiten anzuwenden1 wobei man wieder bemerkte1 da das rote ,licht belebend1 aufregend auch auf das ,herz wirkt1 das ,blaue dagegen zu zeitlicher ,paralyse fhren kann4 ,wenn man eine derartige ,wirkung auch auf ,tiere und sogar ,pflanzen beobachten kann1 was der ,fall ist1 so fllt hier die ,assoziationserklrung gnzlich weg4 ,diese ,tatsachen beweisen jedenfalls1 da die ,farbe eine wenig untersuchte1 aber enorme ,kraft in sich birgt1 die den ganzen menschlichen ,krper1 als physischen ,organismus1 beeinflussen kann4 ,wenn uns aber die ,assoziation in diesem ,falle nicht ausreichend erscheint1 so werden wir uns auch in der ,wirkung der ,farbe auf die ,psyche mit dieser ,erklrung nicht begngen knnen4 ,im allgemeinen ist also die ,farbe ein ,mittel1 einen direkten ,einflu auf die ,seele auszuben4 ,die ,farbe ist die ,taste4 ,das ,auge ist der ,hammer4 ,die ,seele ist das ,klavier mit vielen ,saiten4 ,der ,knstler ist die ,hand1 die durch diese oder jene ,taste zweckmig die menschliche ,seele in ,vibration bringt4 ,so ist es klar1 da die ,farbenharmonie nur auf dem ,prinzip der zweckmigen ,berhrung der menschlichen ,seele ruhen mu4 ,diese ,basis soll als ,prinzip der inneren ,notwendigkeit bezeichnet werden4 ,footnote #a3 ,dr4 med4 ,freudenberg4 ,spaltung der ,persnlichkeit4 7bersinnliche ,welt #aijh1 ,nr4 #b1 ,s4 #fd-fe47 ,hier wird auch ber ,farbenhren gesprochen 7,s4 #fe71 wobei der ,verfasser bemerkt1 da die vergleichenden ,tabellen kein allgemeines ,gesetz feststellen4 ,vgl4 ,l4 ,sabanejeff in der ,wochenschrift ,musik1 ,moskau #aiaa1 ,nr4 #i3 ,mit ,bestimmtheit wird hier auf das baldige ,kommen eines ,gesetzes hingewiesen4 ,footnote #b3 ,auf diesem ,gebiete wurde schon viel theoretisch und auch praktisch gearbeitet4 ,auf der vielseitigen hnlichkeit 7auch physikalischer ,luft- und ,licht-vibration7 will man auch der ,malerei eine ,mglichkeit finden1 ihren ,kontrapunkt zu bauen4 ,andererseits in der ,praxis wurde es mit ,erfolg versucht1 wenig musikalischen ,kindern durch ,hilfe der ,farben 7z4 ,b4 durch ,blumen7 eine ,melodie einzuprgen4 ,viele ,jahre arbeitet auf diesem ,gebiete ,frau ,a4 ,sacharjin-,unkowsky1 welche eine spezielle przise ,methode konstruiert hat1 die ,musik von den ,farben der ,natur abzuschreiben1 die ,laute der ,natur zu malen1 die ,laute farbig zu sehen und die ,farben musikalisch zu hren4 ,diese ,methode wird schon seit ,jahren in der ,schule der ,erfinderin angewendet und wurde vom ,st4 ,petersburger ,konservatorium als zweckmig anerkannt4 ,andererseits hat ,skrjabin auf empirischem ,wege eine parallele ,tabelle der musikalischen und farbigen ,tne zusammengestellt1 die der mehr physikalischen ,tabelle der ,frau ,unkowsky sehr gleicht4 ,skrjabin hat sein ,prinzip im ,prometheus berzeugend angewendet4 7,s4 ,tabelle in der ,wochenschrift ,musik1 ,moskau #aiaa1 ,nr4 #i47 ,,illustration ,,vi4 ,,formen- ,,und ,,farbensprache ,der ,mann1 der nicht ,musik hat in ihm selbst1 ,den nicht die ,eintracht ser ,tne rhrt1 ,taugt zu ,verrat1 zu ,ruberei1 zu ,tcken1 ,die ,regung seines ,sinns ist dumpf wie ,nacht1 ,sein ,trachten dster wie der ,erebus3 ,trau keinem solchen6--,horch auf die ,musik6 7,shakespeare47 ,der musikalische ,ton hat einen direkten ,zugang zur ,seele4 ,er findet da sofort einen ,widerklang1 da der ,mensch die ,musik hat in sich selbst4 ,jedermann wei1 da gelb1 orange und rot ,ideen der ,freude1 des ,reichtums1 einflen und darstellen 7,delacroix74#a ,diese zwei ,zitate zeigen die tiefe ,verwandtschaft der ,knste berhaupt und der ,musik und ,malerei insbesondere4 ,auf dieser auffallenden ,verwandtschaft hat sich sicher der ,gedanke ,goethes konstruiert1 da die ,malerei ihren ,generalba erhalten mu4 ,diese prophetische uerung ,goethes ist ein ,vorgefhl der ,lage1 in welcher sich heute die ,malerei befindet4 ,diese ,lage ist der ,ausgangspunkt des ,weges1 auf welchem die ,malerei durch ,hilfe ihrer ,mittel zur ,kunst im abstrakten ,sinne heranwachsen wird und wo sie schlielich die rein malerische ,komposition erreichen wird4 ,zu dieser ,komposition stehen ihr zwei ,mittel zur ,verfgung3 #a4 ,farbe4 #b4 ,form4 ,die ,form allein1 als ,darstellung des ,gegenstandes 7realen oder nicht realen7 oder als rein abstrakte ,abgrenzung eines ,raumes1 einer ,flche1 kann selbstndig existieren4 ,die ,farbe nicht4 ,die ,farbe lt sich nicht grenzenlos ausdehnen4 ,man kann sich das grenzenlose ,rot nur denken oder geistig sehen4 ,wenn man das ,wort ,rot hrt1 so hat dieses ,rot in unserer ,vorstellung keine ,grenze4 ,dieselbe mu mit ,gewalt1 wenn es ntig ist1 dazu gedacht werden4 ,das ,rot1 was man nicht materiell sieht1 sondern sich abstrakt vorstellt1 erweckt andererseits eine gewisse przise und unprzise innere ,vorstellung1 die einen rein inneren1 physischen ,klang hat#b4 ,dieses aus dem ,wort klingende ,rot hat auch selbstndig keinen speziell ausgesprochenen bergang zu warm oder kalt4 ,dasselbe mu noch dazu gedacht werden1 wie feine ,abstufungen des roten ,tones4 ,deswegen nenne ich dieses geistige ,sehen unprzis4 ,es ist aber auch zur selben ,zeit przis1 da der innere ,klang blo bleibt1 ohne zufllige1 zu ,einzelheiten fhrende ,neigungen zu warm und kalt usw4 ,dieser innere ,klang ist hnlich dem ,klang einer ,trompete oder eines ,instrumentes1 welchen man sich vorstellt bei dem ,wort ,trompete usw41 wobei die ,einzelheiten ausbleiben4 ,man denkt sich eben den ,klang ohne die ,unterschiede1 welche er erleidet1 durch ,klingen im ,freien1 im geschlossenen ,raum1 allein oder mit andern ,instrumenten1 wenn ihn ein ,postillion1 ein ,jger1 ein ,soldat oder ein ,virtuose hervorruft4 ,wenn aber dieses ,rot in materieller ,form gegeben werden mu 7wie in der ,malerei71 so mu es #a4 einen bestimmten ,ton haben aus der unendlichen ,reihe der verschiedenen ,rot gewhlt1 also sozusagen subjektiv charakterisiert werden1 und #b4 mu es auf der ,flche abgegrenzt werden1 von anderen ,farben abgegrenzt1 die unbedingt da sind1 die man in keinem ,falle vermeiden kann und wodurch 7durch ,abgrenzung und ,nachbarschaft7 die subjektive ,charakteristik sich verndert 7eine objektive ,hlse erhlt73 hier spricht der objektive ,beiklang mit4 ,dieses unvermeidliche ,verhltnis zwischen ,farbe und ,form bringt uns zu ,beobachtungen der ,wirkungen1 welche die ,form auf die ,farbe ausbt4 ,die ,form selbst1 wenn sie auch ganz abstrakt ist und einer geometrischen gleicht1 hat ihren innern ,klang1 ist ein geistiges ,wesen mit ,eigenschaften1 die mit dieser ,form identisch sind4 ,ein ,dreieck 7ohne die nhere ,bezeichnung1 ob es spitz1 flach1 gleichseitig ist7 ist ein derartiges ,wesen mit dem ihm allein eigenen geistigen ,parfm4 ,in ,verbindung mit anderen ,formen differenziert sich dieses ,parfm1 bekommt beiklingende ,nuancen1 bleibt aber im ,grunde unvernderlich1 wie der ,duft der ,rose1 der niemals mit dem des ,veilchens verwechselt werden kann4 ,ebenso ,kreis1 ,quadrat und alle anderen mglichen ,formen#c4 ,also derselbe ,vorfall1 wie oben mit ,rot3 subjektive ,substanz in objektiver ,hlse4 ,hier kommt die ,gegenwirkung der ,form und ,farbe klar zutage4 ,ein ,dreieck mit ,gelb ausgefllt1 ein ,kreis mit ,blau1 ein ,quadrat mit ,grn1 wieder ein ,dreieck mit ,grn1 ein ,kreis mit ,gelb1 ein ,quadrat mit ,blau usw4 ,dies sind alle ganz verschiedene und ganz verschieden wirkende ,wesen4 ,dabei lt sich leicht bemerken1 da manche ,farbe durch manche ,form in ihrem ,wert unterstrichen wird und durch andere abgestumpft4 ,jedenfalls spitze ,farben klingen in ihrer ,eigenschaft strker in spitzer ,form 7z4 ,b4 ,gelb im ,dreieck74 ,die zur ,vertiefung geneigten werden in dieser ,wirkung durch runde ,formen erhht 7z4 ,b4 ,blau im ,kreis74 ,natrlich ist es andererseits klar1 da das ,nichtpassen der ,form zur ,farbe nicht als etwas ,unharmonisches angesehen werden mu1 sondern umgekehrt als eine neue ,mglichkeit und also auch ,harmonie4 ,da die ,zahl der ,farben und der ,formen unendlich ist1 so sind auch die ,kombinationen unendlich und zur selben ,zeit die ,wirkungen4 ,dieses ,material ist unerschpflich4 99 99 99 99 99 ,die ,form im engeren ,sinne ist jedenfalls nichts weiter1 wie die ,abgrenzung einer ,flche von der anderen4 ,dies ist ihre ,bezeichnung im ueren4 ,da aber alles uere auch unbedingt ,inneres in sich birgt 7strker oder schwcher zum ,vorschein kommend71 so hat auch jede ,form inneren ,inhalt#d4 ,die ,form ist also die uerung des inneren ,inhaltes4 ,dies ist ihre ,bezeichnung im ,inneren4 ,hier mu an das vor kurzem gebrachte ,beispiel mit dem ,klavier gedacht werden1 wobei man statt ,farbe--,form stellt3 der ,knstler ist die ,hand1 die durch diese oder jene ,taste 7 ,form7 zweckmig die menschliche ,seele in ,vibration bringt4 ,so ist es klar1 da die ,formenharmonie nur auf dem ,prinzip der zweckmigen ,berhrung der menschlichen ,seele ruhen mu4 ,dieses ,prinzip wurde hier als das ,prinzip der inneren ,notwendigkeit bezeichnet4 ,die erwhnten zwei ,seiten der ,form sind zur selben ,zeit ihre zwei ,ziele4 ,und deshalb ist die uere ,abgrenzung dann erschpfend zweckmig1 wenn sie den inneren ,inhalt der ,form am ausdrucksvollsten zum ,vorschein bringt#e4 ,das uere der ,form1 d4 h4 die ,abgrenzung1 welcher in diesem ,falle die ,form zum ,mittel dient1 kann sehr verschieden sein4 ,aber trotz aller ,verschiedenheit1 die die ,form bieten kann1 wird sie doch nie ber zwei uere ,grenzen hinausgehen1 und zwar3 #a4 entweder dient die ,form1 als ,abgrenzung1 dem ,ziele1 durch diese ,abgrenzung einen materiellen ,gegenstand aus der ,flche herauszuschneiden1 also diesen materiellen ,gegenstand auf die ,flche zu zeichnen1 oder #b4 bleibt die ,form abstrakt1 d4 h4 sie bezeichnet keinen realen ,gegenstand1 sondern ist ein vollkommen abstraktes ,wesen4 ,solche rein abstrakte ,wesen1 die als solche ihr ,leben haben1 ihren ,einflu und ihre ,wirkung1 sind ein ,quadrat1 ein ,kreis1 ein ,dreieck1 ein ,rhombus1 ein ,trapez und die unzhligen anderen ,formen1 die immer komplizierter werden und keine mathematische ,bezeichnung besitzen4 ,alle diese ,formen sind gleichberechtigte ,brger des abstrakten ,reiches4 ,zwischen diesen beiden ,grenzen liegt die unendliche ,zahl der ,formen1 in welchen beide ,elemente vorhanden sind und wo entweder das ,materielle berwiegt oder das ,abstrakte4 ,diese ,formen sind momentan der ,schatz1 aus welchem der ,knstler alle einzelnen ,elemente seiner ,schpfungen entleiht4 ,mit ausschlielich rein abstrakten ,formen kann der ,knstler heute nicht auskommen4 ,diese ,formen sind ihm zu unprzis4 ,sich auf ausschlielich ,unprzises zu beschrnken1 heit sich der ,mglichkeiten berauben1 das rein ,menschliche ausschlieen und dadurch seine ,ausdrucksmittel arm machen4 ,andererseits gibt es in der ,kunst keine vollkommen materielle ,form4 ,es ist nicht mglich1 eine materielle ,form genau wiederzugeben3 ,wohl 'oder bel unterliegt der ,knstler seinem ,auge1 seiner ,hand1 die in diesem ,falle knstlerischer sind als seine ,seele1 die nicht ber photographische ,ziele hinausgehen will4 ,der bewute ,knstler aber1 welcher mit dem ,protokollieren des materiellen ,gegenstandes sich nicht begngen kann1 sucht unbedingt dem darzustellenden ,gegenstande einen ,ausdruck zu geben1 was man frher idealisieren hie1 spter stilisieren und morgen noch irgendwie anders nennen wird#f4 ,diese ,unmglichkeit und ,zwecklosigkeit 7in der ,kunst71 den ,gegenstand ohne ,ziel zu kopieren1 dieses ,streben1 dem ,gegenstande das ,ausdrucksvolle zu entleihen1 sind die ,ausgangspunkte1 von welchen auf weiterem ,wege der ,knstler von der literarischen ,frbung des ,gegenstandes zu rein knstlerischen 7bzw4 malerischen7 ,zielen zu streben anfngt4 ,dieser ,weg fhrt zum ,kompositionellen4 ,illustration3 ,raffael4 ,die hl4 ,familie ,die rein malerische ,komposition hat in bezug auf die ,form zwei ,aufgaben vor sich3 #a4 ,die ,komposition des ganzen ,bildes4 #b4 ,die ,schaffung der einzelnen ,formen1 die in verschiedenen ,kombinationen zueinander stehen1 sich der ,komposition des ,ganzen unterordnen#g4 ,so werden mehrere ,gegenstnde 7reale und eventuell abstrakte7 im ,bild einer groen ,form untergeordnet und so verndert1 da sie in diese ,form passen1 diese ,form bilden4 ,hier kann die einzelne ,form persnlich wenig klingend bleiben1 sie dient in erster ,linie der ,bildung der groen kompositionellen ,form und ist hauptschlich als ,element dieser ,form zu betrachten4 ,diese einzelne ,form ist so und nicht anders gestaltet2 nicht1 weil ihr eigener innerer ,klang1 abgesehen von der groen ,komposition1 es unbedingt verlangt1 sondern grtenteils1 weil sie als ,baumaterial dieser ,komposition zu dienen berufen ist4 ,hier wird die erste ,aufgabe--die ,komposition des ganzen ,bildes--als definitives ,ziel verfolgt#h4 ,so tritt in der ,kunst allmhlich immer nher in den ,vordergrund das ,element des ,abstrakten1 welches noch gestern schchtern und kaum sichtbar sich hinter die rein materialistischen ,bestrebungen versteckte4 ,und dieses ,wachsen und schlielich berwiegen des ,abstrakten ist natrlich4 ,es ist natrlich1 da1 je mehr die organische ,form zurckgetrieben wird1 desto mehr dieses ,abstrakte von selbst in den ,vordergrund tritt und an ,klang gewinnt4 ,das bleibende ,organische hat aber1 wie gesagt1 eigenen inneren ,klang1 welcher entweder mit dem inneren ,klang des zweiten ,bestandteiles derselben ,form 7des ,abstrakten darin7 identisch ist 7einfache ,kombinierung der beiden ,elemente71 oder auch verschiedener ,natur sein kann 7komplizierte und mglicherweise notwendig disharmonische ,kombinierung74 ,jedenfalls aber lt das ,organische in der gewhlten ,form seinen ,klang hren1 wenn auch dieses ,organische ganz in den ,hintergrund gedrngt wird4 ,deswegen ist die ,wahl des realen ,gegenstandes von ,wichtigkeit4 ,in dem ,doppelklange 7geistiger ,akkord7 der beiden ,bestandteile der ,form kann der organische den abstrakten untersttzen 7durch ,mit- oder ,widerklang7 oder fr denselben strend sein4 ,der ,gegenstand kann einen nur zuflligen ,klang bilden1 welcher1 durch einen anderen ersetzt1 keine wesentliche nderung des ,grundklanges hervorruft4 ,eine romboidale ,komposition wird z4 ,b4 durch eine ,anzahl menschlicher ,figuren konstruiert4 ,man prft sie mit dem ,gefhl und stellt sich die ,frage3 sind die menschlichen ,figuren fr die ,komposition unbedingt notwendig oder drfte man sie durch andere organische ,formen ersetzen1 und zwar so1 da der innere ,grundklang der ,komposition dadurch nicht leidet8 ,und wenn ja1 so ist hier der ,fall vorhanden1 wo der ,klang des ,gegenstandes nicht nur dem ,klang des ,abstrakten nicht hilft1 sondern ihm direkt schadet3 gleichgltiger ,klang des ,gegenstandes schwcht den ,klang des ,abstrakten ab4 ,und dieses ist nicht nur logisch1 sondern auch knstlerisch tatschlich der ,fall4 ,es sollte also in diesem ,fall entweder ein anderer1 mehr zum inneren ,klang des ,abstrakten passender ,gegenstand gefunden werden 7passend als ,mit- oder ,widerklang7 oder berhaupt sollte diese ganze ,form eine rein abstrakte bleiben4 ,hier wird wieder an das ,beispiel mit dem ,klavier erinnert4 ,statt ,farbe und ,form soll der ,gegenstand gestellt werden4 ,jeder ,gegenstand 7ohne ,unterschied1 ob er direkt von der ,natur geschaffen wurde oder durch menschliche ,hand entstanden ist7 ist ein ,wesen mit eigenem ,leben und daraus unvermeidlich flieender ,wirkung4 ,der ,mensch unterliegt fortwhrend dieser psychischen ,wirkung4 ,viele ,resultate derselben werden im ,unterbewutsein bleiben 7wo sie ebenso lebendig und schpferisch wirken74 ,viele steigen zum ,oberbewutsein4 ,von vielen kann sich der ,mensch befreien1 indem er seine ,seele dagegen abschliet4 ,die ,natur1 d4 h4 die stets wechselnde uere ,umgebung des ,menschen1 versetzt durch die ,tasten 7,gegenstnde7 fortwhrend die ,saiten des ,klaviers 7,seele7 in ,vibrationen4 ,diese ,wirkungen1 welche uns oft chaotisch zu sein scheinen1 bestehen aus drei ,elementen3 das ,wirken der ,farbe des ,gegenstandes1 seiner ,form und das von ,farbe und ,form unabhngige ,wirken des ,gegenstandes selbst4 ,nun tritt aber an die ,stelle der ,natur der ,knstler1 welcher ber dieselben drei ,elemente verfgt4 ,und wir kommen ohne weiteres zum ,schlu3 auch hier ist das ,zweckmige magebend4 ,so ist es klar1 da die ,wahl des ,gegenstandes 7 ,beiklingendes ,element in der ,formharmonie7 nur auf dem ,prinzip der zweckmigen ,berhrung der menschlichen ,seele ruhen mu4 ,also entspringt auch die ,wahl des ,gegenstandes dem ,prinzip der inneren ,notwendigkeit4 ,je freier das ,abstrakte der ,form liegt1 desto reiner und dabei primitiver klingt es4 ,in einer ,komposition also1 wo das ,krperliche mehr oder weniger berflssig ist1 kann man auch dieses ,krperliche mehr oder weniger auslassen und durch rein abstrakte oder durch ganz ins ,abstrakte bersetzte krperliche ,formen ersetzen4 ,in jedem ,falle dieser bersetzung oder dieses ,hineinkomponierens der rein abstrakten ,form ,soll der einzige ,richter1 ,lenker und ,abwger das ,gefhl sein4 ,und freilich1 je mehr der ,knstler diese abstrahierten oder abstrakten ,formen braucht1 desto heimischer wird er im ,reiche derselben und tritt immer tiefer in dieses ,gebiet ein4 ,und ebenso durch den ,knstler gefhrt auch der ,zuschauer1 welcher immer mehr ,kenntnisse in der abstrakten ,sprache sammelt und sie schlielich beherrscht4 ,da stehen wir vor der ,frage3 mssen wir denn nicht auf das ,gegenstndliche berhaupt verzichten1 es aus unserer ,vorratskammer in alle ,winde zerstreuen und das rein ,abstrakte ganz blolegen8 ,dies ist die natrlich sich aufdrngende ,frage1 welche durch das ,auseinander-setzen des ,mitklingens der beiden ,formelemente 7des gegenstndlichen und abstrakten7 uns auch gleich auf die ,antwort stt4 ,wie jedes gesagte ,wort 7,baum1 ,himmel1 ,mensch7 eine innere ,vibration erweckt1 so auch jeder bildlich dargestellte ,gegenstand4 ,sich dieser ,mglichkeit1 eine ,vibration zu verursachen1 zu berauben1 wre3 das ,arsenal seiner ,mittel zum ,ausdruck zu vermindern4 ,so steht es jedenfalls heute4 ,aber auer dieser heutigen ,antwort bekommt die oben gestellte ,frage die ,antwort1 die in der ,kunst die ewige bleibt auf alle ,fragen1 die mit mu anfangen3 ,es gibt kein mu in der ,kunst1 die ewig frei ist4 ,vor dem mu flieht die ,kunst1 wie der ,tag vor der ,nacht4 ,bei der ,betrachtung der zweiten kompositionellen ,aufgabe1 der ,schaffung der einzelnen zum ,aufbau der ganzen ,komposition bestimmten ,formen mu noch bemerkt werden1 da dieselbe ,form bei gleichen ,bedingungen immer gleich klingt4 ,nur sind die ,bedingungen immer verschieden1 woraus zwei ,folgen flieen3 #a4 ndert sich der ideale ,klang durch ,zusammenstellung mit anderen ,formen1 #b4 ndert er sich auch in derselben ,umgebung 7soweit das ,festhalten derselben mglich ist71 wenn diese ,form in ihrer ,richtung verschoben wird#i4 ,aus diesen ,folgen fliet weiter eine andere von selbst heraus4 ,es gibt nichts ,absolutes4 ,und zwar ist die ,formenkomposition1 auf dieser ,relativitt ruhend1 abhngig #a4 von der ,vernderlichkeit der ,zusammenstellung der ,formen und #b4 von der ,vernderlichkeit jeder einzelnen ,form bis ins kleinste4 ,jede ,form ist so empfindlich wie ein ,rauchwlkchen3 das unmerklichste geringste ,verrcken jeder ihrer ,teile verndert sie wesentlich4 ,und dies geht so weit1 da es vielleicht leichter ist1 denselben ,klang durch verschiedene ,formen zu erzielen1 als ihn durch die ,wiederholung derselben ,form wieder zum ,ausdruck zu bringen3 eine wirkliche genaue ,wiederholung liegt auer der ,mglichkeit4 ,solange wir nur fr das ,ganze der ,komposition besonders empfnglich sind1 ist diese ,tatsache mehr theoretisch wichtig4 ,wenn aber die ,menschen durch das ,gebrauchen der abstrakteren und abstrakten ,formen 7die keine ,interpretation von ,krperlichem erhalten werden7 ein feineres und strkeres ,empfinden bekommen werden1 so wird diese ,tatsache immer mehr an praktischer ,bedeutung gewinnen4 ,und so werden einerseits die ,schwierigkeiten der ,kunst wachsen1 aber gleichzeitig wird auch der ,reichtum an ,formen in den ,ausdrucksmitteln quantitativ und qualitativ mitwachsen4 ,dabei wird auch die ,frage des ,verzeichnens von selbst fallen und wird durch eine andere viel knstlerischere ersetzt3 wie weit ist der innere ,klang der gegebenen ,form verschleiert oder entblt8 ,diese nderung in den ,ansichten wird wieder noch weiter und zu noch grerer ,bereicherung der ,ausdrucksmittel fhren1 da die ,verschleierung eine enorme ,macht in der ,kunst ist4 ,das ,kombinieren des ,verschleierten und des ,blogelegten wird eine neue ,mglichkeit der ,leitmotive einer ,formenkomposition bilden4 ,ohne solche ,entwicklung auf diesem ,gebiete wrde die ,formenkomposition unmglich bleiben4 ,jedem1 den der innere ,klang der ,form 7der krperlichen und besonders der abstrakten7 nicht erreicht1 wird ein derartiges ,komponieren stets als bodenlose ,willkr erscheinen4 ,gerade das scheinbar folgenlose ,verschieben der einzelnen ,formen auf der ,bildflche erscheint in diesem ,fall als inhaltloses ,spiel mit den ,formen4 ,hier finden wir denselben ,mastab und dasselbe ,prinzip1 welches wir bis jetzt berall als das einzige rein knstlerische1 vom ,nebenschlichen freie fanden3 ,das ,prinzip der inneren ,notwendigkeit4 ,wenn z4 ,b4 ,gesichtszge oder verschiedene ,krperteile aus knstlerischem ,grunde verschoben und verzeichnet werden1 so stt man doch auer auf die rein malerische ,frage auch auf die anatomische1 die die malerische ,absicht hemmt und ihr nebenschliches ,berechnen aufzwingt4 ,in unserem ,falle fllt aber alles ,nebenschliche von selbst ab und es bleibt nur das ,wesentliche--das knstlerische ,ziel4 ,gerade diese scheinbar willkrliche1 aber in ,wirklichkeit streng bestimmbare ,mglichkeit1 die ,formen zu verschieben1 ist eine der ,quellen einer unendlichen ,reihe rein knstlerischer ,schpfungen4 ,also die ,biegsamkeit der einzelnen ,form1 ihre sozusagen innerlich-organische ,vernderung1 ihre ,richtung im ,bilde 7,bewegung71 das berwiegen des ,krperlichen oder des ,abstrakten in dieser einzelnen ,form einerseits und andererseits die ,zusammenstellung der ,formen1 die die groen ,formen der ,formengruppen bilden1 die ,zusammenstellung der einzelnen ,formen mit den ,formengruppen1 welche die groe ,form des ganzen ,bildes schaffen1 weiter die ,prinzipien des ,mit- oder ,widerklangs aller erwhnten ,teile1 d4 h4 das ,zusammentreffen einzelner ,formen1 das ,hemmen einer ,form durch die andere1 ebenso das ,schieben1 das ,mit- und ,zerreissen der einzelnen ,formen1 die gleiche ,behandlung der ,formengruppen1 des ,kombinierens des ,verschleierten mit dem ,blogelegten1 des ,kombinierens des ,rhythmischen und ,arhythmischen auf derselben ,flche1 des ,kombinierens der abstrakten ,formen als rein geometrischer 7einfacher1 komplizierter7 und geometrisch unbezeichenbarer1 des ,kombinierens der ,abgrenzungen der ,formen voneinander 7strkerer1 schwcherer7 usw4 usw4--dies alles sind die ,elemente1 die die ,mglichkeit eines rein zeichnerischen ,kontrapunktes bilden und die zu diesem ,kontrapunkt fhren werden4 ,und dies wird der ,kontrapunkt der ,kunst des ,schwarz-,weien1 solange die ,farbe ausgeschaltet ist4 ,und die ,farbe1 die selbst ein ,material zu einem ,kontrapunkt bietet1 die selbst unendliche ,mglichkeiten in sich birgt1 wird in ,vereinigung mit der ,zeichnung zum groen malerischen ,kontrapunkt fhren1 auf welchem auch die ,malerei zur ,komposition gelangen wird und sich als wirklich reine ,kunst in den ,dienst des ,gttlichen stellt4 ,und immer derselbe unfehlbare ,fhrer bringt sie auf diese schwindelnde ,hhe3 das ,prinzip der inneren ,notwendigkeit6 ,illustration3 ,czanne4 ,die ,badenden 99 99 99 99 99 ,die innere ,notwendigkeit entsteht aus drei mystischen ,grnden4 ,sie wird von drei mystischen ,notwendigkeiten gebildet3 #a4 hat jeder ,knstler1 als ,schpfer1 das ihm ,eigene zum ,ausdruck zu bringen 7,element der ,persnlichkeit71 #b4 hat jeder ,knstler1 als ,kind seiner ,epoche1 das dieser ,epoche ,eigene zum ,ausdruck zu bringen 7,element des ,stiles im inneren ,werte1 zusammengesetzt aus der ,sprache der ,epoche und der ,sprache der ,nation1 solange die ,nation als solche existieren wird71 #c4 hat jeder ,knstler1 als ,diener der ,kunst1 das der ,kunst im allgemeinen ,eigene zu bringen 7,element des ,rein- und ,ewig-,knstlerischen1 welches durch alle ,menschen1 ,vlker und ,zeiten geht1 im ,kunstwerke jedes ,knstlers1 jeder ,nation und jeder ,epoche zu sehen ist und als ,hauptelement der ,kunst keinen ,raum und keine ,zeit kennt74 ,man mu nur diese zwei ersten ,elemente mit dem geistigen ,auge durchdringen1 um dieses dritte ,element blogelegt zu sehen4 ,dann sieht man1 da eine grob geschnitzte ,indianertempel-,sule vollkommen durch dieselbe ,seele belebt ist1 wie ein noch so modernes lebendiges ,werk4 ,es wurde und wird noch heute viel vom ,persnlichen in der ,kunst gesprochen1 hier und da fllt ein ,wort und wird jetzt immer fter fallen ber den kommenden ,stil4 ,wenn diese ,fragen auch von groer ,wichtigkeit sind1 so verlieren sie durch ,jahrhunderte und spter ,jahrtausende gesehen allmhlich an ,schrfe und ,wichtigkeit1 werden schlielich gleichgltig und tot4 ,nur das dritte ,element des ,rein-und ,ewig-,knstlerischen bleibt ewig lebendig4 ,es verliert mit der ,zeit seine ,kraft nicht1 sondern gewinnt an ihr stndig4 ,eine gyptische ,plastik erschttert uns heute sicherlich mehr1 als sie ihren ,zeitgenossen zu erschttern vermochte3 sie war an ihre ,zeitgenossen noch viel zu stark durch damals noch lebendig gewesene ,merkmale der ,zeit und der ,persnlichkeit gebunden und durch sie gedmpft4 ,heute hren wir in ihr den entblten ,klang der ,ewigkeit-,kunst4 ,und andererseits3 je mehr ein heutiges ,werk von den ersten zwei ,elementen hat1 desto leichter wird es natrlicherweise den ,zugang zur ,seele des ,zeitgenossen finden4 ,und weiter3 je mehr das dritte ,element im heutigen ,werk vorhanden ist1 desto mehr werden die ersten zwei bertnt und dadurch der ,zugang zur ,seele des ,zeitgenossen erschwert4 ,deswegen mssen manchmal ,jahrhunderte vergehen1 bis der ,klang des dritten ,elementes zur ,seele der ,menschen gelangen kann4 ,so ist das berwiegen dieses dritten ,elementes im ,werk das ,zeichen ,seiner ,gre und der ,gre des ,knstlers4 ,diese drei mystischen ,notwendigkeiten sind die drei notwendigen ,elemente des ,kunstwerkes1 die fest miteinander verbunden sind1 d4 h4 sie durchdringen sich gegenseitig1 was in jeder ,zeit das ,einheitliche des ,werkes ausdrckt4 ,trotzdem haben die zwei ersten ,elemente das ,zeitliche und ,rumliche in sich1 was im ,rein- und ,ewig-,knstlerischen1 welches auer ,zeit und ,raum steht1 eine gewisse verhltnismig undurchsichtige ,hlse bildet4 ,der ,vorgang der ,kunstentwicklung besteht gewissermaen aus dem ,sichabheben des ,rein- und ,ewig-,knstlerischen von dem ,element der ,persnlichkeit1 dem ,element des ,zeitstiles4 ,so sind diese zwei ,elemente nicht nur mitspielende ,krfte1 sondern auch bremsende4 ,der persnliche und zeitliche ,stil bildet in jeder ,epoche viele przise ,formen1 die trotz den scheinbar groen ,verschiedenheiten so organisch verwandt sind1 da sie als eine ,form bezeichnet werden knnen3 ihr innerer ,klang ist schlielich nur ein ,hauptklang4 ,diese beiden ,elemente sind subjektiver ,natur4 ,die ganze ,epoche will sich abspiegeln1 ihr ,leben knstlerisch uern4 ,ebenso will der ,knstler sich uern und whlt nur die ihm seelisch verwandten ,formen4 ,allmhlich und schlielich bildet sich der ,stil der ,epoche1 d4 h4 eine gewisse uere und subjektive ,form4 ,das ,rein- und ,ewig-,knstlerische ist dagegen das objektive ,element1 welches mit ,hilfe des subjektiven verstndlich wird4 ,das unvermeidliche ,sichausdrckenwollen des ,objektiven ist die ,kraft1 die hier als innere ,notwendigkeit bezeichnet wird und die aus dem ,subjektiven heute eine allgemeine ,form braucht und morgen eine andere4 ,sie ist der stndige unermdliche ,hebel1 die ,feder1 die ununterbrochen vorwrts treibt4 ,der ,geist schreitet weiter und deshalb sind die heutigen inneren ,gesetze der ,harmonie morgen uere ,gesetze1 die in weiterer ,anwendung nur durch diese uerlich gewordene ,notwendigkeit leben4 ,es ist klar1 da die innere geistige ,kraft der ,kunst sich aus der heutigen ,form nur eine ,stufe macht1 um zu weiteren zu gelangen4 ,kurz gesagt1 ist die ,wirkung der inneren ,notwendigkeit und also die ,entwicklung der ,kunst eine fortschreitende uerung des ,ewig-,objektiven im ,zeitlich-,subjektiven4 ,und also andererseits das ,bekmpfen des ,subjektiven durch das ,objektive4 ,z4 ,b4 ist die heutige anerkannte ,form eine ,eroberung der gestrigen inneren ,notwendigkeit1 die auf einer gewissen ueren ,stufe der ,befreiung1 der ,freiheit geblieben ist4 ,diese heutige ,freiheit wurde durch ,kampf gesichert und scheint1 wie immer1 vielen das letzte ,wort zu sein4 ,ein ,kanon dieser beschrnkten ,freiheit ist3 der ,knstler darf jede ,form zum ,ausdruck brauchen1 solange er auf dem ,boden der aus der ,natur entliehenen ,formen bleibt4 ,diese ,forderung ist aber1 wie alle frheren1 nur zeitlich4 ,sie ist der heutige uere ,ausdruck1 d4 h4 die heutige uere ,notwendigkeit4 ,vom ,standpunkt der inneren ,notwendigkeit gesehen1 darf eine derartige ,beschrnkung nicht gemacht werden1 und der ,knstler darf sich vollkommen auf die heutige innere ,basis stellen1 welcher die heutige uere ,beschrnkung genommen wird1 und die dadurch folgendermaen zu definieren ist3 der ,knstler darf jede ,form zum ,ausdruck brauchen4 ,so sieht man endlich 7und dieses ist von unbeschreiblicher ,wichtigkeit fr alle ,zeiten und ganz besonders heute671 da das ,suchen nach dem ,persnlichen1 nach dem ,stil 7und also nebenbei nach dem ,nationalen7 nicht nur durch ,absicht nicht zu erreichen ist1 sondern auch nicht die groe ,bedeutung hat1 die heute der ,sache beigemessen wird4 ,und man sieht1 da die allgemeine ,verwandtschaft der ,werke1 die durch ,jahrtausende nicht geschwcht1 sondern immer mehr und mehr gestrkt wird1 nicht im ueren1 im uerlichen liegt1 sondern in der ,wurzel der ,wurzeln--im mystischen ,inhalt der ,kunst4 ,und man sieht1 da das ,hngen an der ,schule1 das ,jagen nach der ,richtung1 das ,verlangen in einem ,werk nach ,prinzipien und bestimmten1 der ,zeit eigenen ,ausdrucksmitteln nur auf ,irrwege fhren kann und zu ,unverstndnis1 zur ,verfinsterung1 ,verstummung bringen mu4 ,blind gegen anerkannte oder unanerkannte ,form1 taub gegen ,lehren und ,wnsche der ,zeit soll der ,knstler sein4 ,sein offenes ,auge soll auf sein inneres ,leben gerichtet werden und sein ,ohr soll dem ,munde der inneren ,notwendigkeit stets zugewendet sein4 ,dann wird er zu jedem erlaubten ,mittel und ebenso leicht zu jedem verbotenen ,mittel greifen4 ,dieses ist der einzige ,weg1 das ,mystischnotwendige zum ,ausdruck zu bringen4 ,alle ,mittel sind heilig1 wenn sie innerlich-notwendig sind4 ,alle ,mittel sind sndhaft1 wenn sie nicht aus der ,quelle der inneren ,notwendigkeit stammen4 ,und andererseits1 wenn man auf diesem ,wege auch heute ins ,unendliche theoretisieren kann1 so ist jedenfalls die ,theorie in weiteren ,einzelheiten verfrht4 ,in der ,kunst geht nie die ,theorie voraus1 und zieht die ,praxis nie nach sich1 sondern umgekehrt4 ,hier ist alles und ganz besonders im ,anfang ,gefhlsache4 ,nur durch ,gefhl1 besonders im ,anfang des ,weges1 ist das knstlerisch ,richtige zu erreichen4 ,wenn die allgemeine ,konstruktion auch rein theoretisch zu erreichen ist1 so bleibt doch dieses ,plus1 welches die wahrhaftige ,seele der ,schpfung ist 7und also auch verhltnismig ihr ,wesen71 nie durch ,theorie geschaffen und nie gefunden1 wenn es nicht pltzlich vom ,gefhl in die ,schpfung eingehaucht wird4 ,da die ,kunst auf das ,gefhl wirkt1 so kann sie auch nur durch das ,gefhl wirken4 ,bei sichersten ,proportionen1 bei feinsten ,wagen und ,gewichten1 kommt aus der ,kopfrechnung und deduktiven ,wgung nie ein richtiges ,resultat zur ,folge4 ,es knnen solche ,proportionen nicht ausgerechnet werden und solche ,wagen knnen nicht fertig gefunden werden#aj4 ,die ,proportionen und ,wagen sind nicht auerhalb des ,knstlers1 sondern in ihm1 sie sind das1 was man auch ,grenzengefhl1 knstlerischen ,takt nennen kann--,eigenschaften1 die dem ,knstler angeboren sind und durch ,begeisterung erhht werden zur genialen ,offenbarung4 ,in diesem ,sinne ist auch die ,mglichkeit eines von ,goethe prophezeiten ,generalbasses in der ,malerei zu verstehen4 ,eine derartige ,malgrammatik lt sich momentan nur vorahnen1 und wenn es endlich zu derselben kommt1 so wird dieselbe weniger auf ,grund der physischen ,gesetze gebaut werden 7wie man schon versuchte und heute wieder versucht3 ,kubismus71 sondern auf den ,gesetzen der inneren ,notwendigkeit1 die man ruhig als seelische bezeichnen kann4 99 99 99 99 99 ,so sehen wir1 da im ,grunde eines jeden kleinen und im ,grunde des grten ,problems der ,malerei das ,innere liegen wird4 ,der ,weg1 auf welchem wir uns heute schon befinden1 und welcher das grte ,glck unserer ,zeit ist1 ist der ,weg1 auf welchem wir uns des ueren#aa entledigen werden1 um statt dieser ,hauptbasis eine ihr entgegengesetzte zu stellen3 ,die ,hauptbasis der inneren ,notwendigkeit4 ,aber wie der ,krper durch bungen gestrkt und entwickelt wird1 so auch der ,geist4 ,wie der vernachlssigte ,krper schwach und schlielich impotent wird1 so auch der ,geist4 ,das dem ,knstler angeborene ,gefhl ist eben das evangelische ,talent1 welches nicht vergraben werden darf4 ,der ,knstler1 welcher seine ,gaben nicht ntzt1 ist der faule ,sklave4 ,deswegen ist es nicht nur unschdlich1 sondern unbedingt notwendig1 da der ,knstler den ,ausgangspunkt dieser bungen kennt4 ,dieser ,ausgangspunkt ist das ,wgen des inneren ,wertes des ,materials auf der groen objektiven ,wage1 d4 h4 ,untersuchung--in unserem ,falle--der ,farbe1 die im groen und ganzen jedenfalls auch auf jeden ,menschen wirken mu4 ,also braucht man hier auch nicht in tiefe und feine ,kompliziertheiten der ,farbe sich einlassen1 sondern man begngt sich mit der elementaren ,darstellung der einfachen ,farbe4 ,man konzentriert sich zunchst auf isolierte ,farbe1 man lt einzelnstehende ,farbe auf sich wirken4 ,dabei kommt ein mglichst einfaches ,schema in ,betracht4 ,die ganze ,frage wird in eine mglichst einfache ,form hineingepret4 ,die zwei groen ,abteilungen1 die dabei sofort ins ,auge fallen1 sind3 #a4 ,wrme und ,klte des farbigen ,tones und #b4 ,helligkeit oder ,dunkelheit desselben4 ,so entstehen sofort vier ,hauptklnge jeder ,farbe3 entweder ist sie ,i4 warm und dabei #a4 hell oder #b4 dunkel1 oder sie ist ,,ii4 kalt und #a4 hell oder #b4 dunkel4 ,die ,wrme oder die ,klte der ,farbe ist eine ,neigung ganz im allgemeinen zu ,gelb oder zu ,blau4 ,dies ist eine ,unterscheidung1 die sozusagen auf derselben ,flche geschieht1 wobei die ,farbe ihren ,grundklang behlt1 aber dieser ,grundklang wird mehr materiell oder mehr unmateriell4 ,es ist eine horizontale ,bewegung1 wobei das ,warme sich auf dieser horizontalen ,flche zum ,zuschauer bewegt1 zu ihm strebt1 das ,kalte--sich vom ,zuschauer entfernt4 ,illustration3 ,,tabelle ,i ,die ,farben selbst1 die diese horizontale ,bewegung einer anderen ,farbe verursachen1 sind auch durch dieselbe ,bewegung charakterisiert1 haben aber noch eine andere ,bewegung1 die sie stark voneinander in der inneren ,wirkung trennt3 sie sind dadurch der erste groe ,gegensatz im inneren ,werte4 ,so ist also die ,neigung der ,farbe zu ,kalt oder ,warm von einer unermelichen inneren ,wichtigkeit und ,bedeutung4 ,der zweite groe ,gegensatz ist der ,unterschied zwischen ,wei und ,schwarz1 also der ,farben1 die das andere ,paar der vier ,hauptklnge erzeugen3 die ,neigung der ,farbe zu ,hell oder zu ,dunkel4 ,diese letzten haben auch dieselbe ,bewegung zum und vom ,zuschauer1 aber nicht in dynamischer1 sondern statischer--erstarrter ,form 7siehe ,tab4 ,i74 ,die zweite ,bewegung von ,gelb und ,blau1 die zum ersten groen ,gegensatz beitrgt1 ist ihre ex- und konzentrische ,bewegung#ab4 ,wenn man zwei ,kreise macht von gleicher ,gre und einen mit ,gelb fllt und den andern mit ,blau1 so merkt man schon bei kurzer ,konzentrierung auf diese ,kreise1 da das ,gelb ausstrahlt1 eine ,bewegung aus dem ,zentrum bekommt und sich beinahe sichtbar dem ,menschen nhert4 ,das ,blau aber eine konzentrische ,bewegung entwickelt 7wie eine ,schnecke1 die sich in ihr ,huschen verkriecht71 und vom ,menschen sich entfernt4 ,vom ersten ,kreis wird das ,auge gestochen1 whrend es in den zweiten versinkt4 ,diese ,wirkung vergrert sich1 wenn man den ,unterschied in ,hell und ,dunkel hinzufgt3 die ,wirkung des ,gelb steigert sich bei ,aufhellen 7einfach gesagt3 bei ,beimischung des ,weien71 die ,wirkung des ,blau steigert sich bei ,verdunkeln der ,farbe 7,beimischung des ,schwarzen74 ,diese ,tatsache bekommt noch eine grere ,bedeutung1 wenn man bemerkt1 da das ,gelb dermaen zum ,hellen 7,wei7 neigt1 da es berhaupt kein sehr dunkles ,gelb geben kann4 ,es ist also eine tiefe ,verwandtschaft bei ,gelb und ,wei im physischen ,sinne1 ebenso wie bei ,blau und ,schwarz1 da das ,blau eine ,tiefe bekommen kann1 die an das ,schwarz grenzt4 ,es ist auer dieser physischen hnlichkeit auch eine moralische da1 die im innern ,werte die zwei ,paare 7,gelb und ,wei einerseits und ,blau und ,schwarz andererseits7 voneinander stark trennt und die zwei ,glieder eines jeden ,paares sehr verwandt miteinander macht 7worber ,nheres spter bei ,besprechung von ,wei und ,schwarz74 ,wenn man versucht1 ,gelb 7diese typisch warme ,farbe7 klter zu machen1 so bekommt sie einen grnlichen ,ton und verliert sofort an beiden ,bewegungen 7horizontaler und exzentrischer74 ,es bekommt dadurch einen etwas krnklichen und bersinnlichen ,charakter1 wie ein ,mensch voll ,streben und ,energie1 welcher durch uere ,zustnde in diesem ,streben und der ,anwendung seiner ,energie verhindert wird4 ,das ,blau1 als eine ganz entgegengesetzte ,bewegung1 bremst das ,gelb1 wobei schlielich bei weiterem ,hinzufgen von ,blau beide entgegen-gesetzten ,bewegungen sich gegenseitig vernichten und volle ,unbeweglichkeit und ,ruhe entsteht4 ,es entsteht ,grn4 ,dasselbe geschieht auch mit ,wei1 wenn es durch ,schwarz getrbt wird4 ,es verliert an ,bestndigkeit und es entsteht zuletzt ,grau1 welches im moralischen ,werte sehr dem ,grn nahesteht4 ,nur sind im ,grn ,gelb und ,blau als paralysierte ,krfte verborgen1 die wieder aktiv werden knnen4 ,eine lebendige ,mglichkeit liegt im ,grn1 die im ,grau ganz fehlt4 ,sie fehlt deswegen1 weil das ,grau aus ,farben besteht1 die keine rein aktive 7sich bewegende7 ,kraft besitzen1 sondern einerseits aus unbeweglichem ,widerstand bestehen und andererseits aus widerstandsunfhiger ,unbeweglichkeit 7wie eine ins ,unendliche gehende ,mauer von unendlicher ,strke und ein bodenloses unendliches ,loch74 ,und da beide das ,grn schaffenden ,farben aktiv sind und eine ,bewegung in sich haben1 so kann man schon rein theoretisch nach dem ,charakter dieser ,bewegungen das geistige ,wirken der ,farben feststellen1 und ebenso1 wenn man hier experimental handelt und die ,farben auf sich wirken lt1 kommt man wieder zu demselben ,resultate4 ,und tatschlich die erste ,bewegung von ,gelb1 das ,streben zum ,menschen1 welches bis zur ,aufdringlichkeit erhoben werden kann 7bei ,verstrkung der ,intensivitt des ,gelb71 und auch die zweite ,bewegung1 das ,springen ber die ,grenze1 das ,zerstreuen der ,kraft in die ,umgebung sind gleich den ,eigenschaften jeder materiellen ,kraft1 die sich unbewut auf den ,gegenstand strzt und ziellos nach allen ,seiten ausstrmt4 ,andererseits das4 ,gelb1 wenn es direkt betrachtet wird1 7in irgendeiner geometrischen ,form71 beunruhigt den ,menschen1 sticht1 regt ihn auf und zeigt den ,charakter der in der ,farbe ausgedrckten ,gewalt1 die schlielich frech und aufdringlich auf das ,gemt wirkt#ac4 ,diese ,eigenschaft des ,gelb1 welches groe ,neigung zu helleren ,tnen hat1 kann zu einer dem ,auge und dem ,gemt unertrglichen ,kraft und ,hhe gebracht werden4 ,bei dieser ,erhhung klingt es1 wie eine immer lauter geblasene scharfe ,trompete oder ein in die ,hhe gebrachter ,fanfarenton#ad4 ,gelb ist die typisch irdische ,farbe4 ,gelb kann nicht weit in die ,tiefe getrieben werden4 ,bei ,abkhlung durch ,blau bekommt es1 wie oben erwhnt1 einen krnklichen ,ton4 ,verglichen mit dem ,gemtszustand des ,menschen knnte es als farbige ,darstellung des ,wahnsinns wirken1 aber nicht der ,melancholie1 ,hypochondrie1 sondern eines ,wutanfalles1 der blinden ,tollheit1 der ,tobsucht4 ,der ,kranke berfllt die ,menschen1 schlgt alles zugrunde und schleudert seine physischen ,krfte nach allen ,seiten1 verbraucht sie plan- und grenzenlos1 bis er sie vollstndig verzehrt hat4 ,es ist auch wie die tolle ,verschwendung der letzten ,sommerkrfte im grellen ,herbstlaub1 von welchem das beruhigende ,blau genommen wird und zum ,himmel steigt4 ,es entstehen ,farben von einer tollen ,kraft1 welcher die ,vertiefungsgabe ganz fehlt4 ,diese ,vertiefungsgabe finden wir im ,blau und ebenso erst theoretisch in ihren physischen ,bewegungen #a4 vom ,menschen weg und #b4 zum eigenen ,zentrum4 ,und ebenso1 wenn man das ,blau 7in jeder gewnschten geometrischen ,form7 auf das ,gemt wirken lt4 ,die ,neigung des ,blau zur ,vertiefung ist so gro1 da es gerade in tieferen ,tnen intensiver wird und charakteristischer innerlich wirkt4 ,je tiefer das ,blau wird1 desto mehr ruft es den ,menschen in das ,unendliche1 weckt in ihm die ,sehnsucht nach ,reinem und schlielich bersinnlichem4 ,es ist die ,farbe des ,himmels1 so wie wir ihn uns vorstellen bei dem ,klange des ,wortes ,himmel4 ,blau ist die typisch himmlische ,farbe#ae4 ,sehr tiefgehend entwickelt das ,blau das ,element der ,ruhe#af4 ,zum ,schwarzen sinkend1 bekommt es den ,beiklang einer nicht menschlichen ,trauer#ag4 ,es wird eine unendliche ,vertiefung in die ernsten ,zustnde1 wo es kein ,ende gibt und keines geben kann4 ,ins ,helle bergehend1 wozu das ,blau auch weniger geeignet ist1 wird es von gleichgltigerem ,charakter und stellt sich zum ,menschen weit und indifferent1 wie der hohe hellblaue ,himmel4 ,je heller also1 desto klangloser1 bis es zur schweigenden ,ruhe bergeht--wei wird4 ,musikalisch dargestellt ist helles ,blau einer ,flte hnlich1 das dunkle dem ,cello1 immer tiefer gehend den wunderbaren ,klngen der ,bageige2 in tiefer1 feierlicher ,form ist der ,klang des ,blau dem der tiefen ,orgel vergleichbar4 ,das ,gelb wird leicht akut und kann nicht zu groer ,vertiefung sinken4 ,das ,blau wird schwer akut und kann nicht zu groer ,steigerung sich heben4 ,ideales ,gleichgewicht in der ,mischung dieser zwei in allem diametral verschiedenen ,farben-bildet das ,grn4 ,die horizontalen ,bewegungen vernichten sich gegenseitig4 ,die ,bewegungen aus und ins ,zentrum vernichten sich ebenso4 ,es entsteht ,ruhe4 ,dies ist der logische ,schlu1 welcher theoretisch leicht zu erzielen ist4 ,und das direkte ,wirken auf das ,auge und schlielich durch das ,auge auf die ,seele fhrt zu demselben ,resultat4 ,diese ,tatsache ist lngst nicht nur den rzten 7speziell ,augenrzten71 sondern allgemein bekannt4 ,absolutes ,grn ist die ruhigste ,farbe1 die es gibt3 sie bewegt sich nach nirgend hin und hat keinen ,beiklang der ,freude1 ,trauer1 ,leidenschaft1 sie verlangt nichts1 ruft nirgend hin4 ,diese stndige ,abwesenheit der ,bewegung ist eine ,eigenschaft1 die auf ermdete ,menschen und ,seelen wohltuend wirkt1 aber nach einiger ,zeit des ,ausruhens leicht langweilig werden kann4 ,die in grner ,harmonie gemalten ,bilder besttigen diese ,behauptung4 ,wie das in ,gelb gemalte ,bild immer eine geistige ,wrme ausstrmt1 oder ein blaues zu abkhlend erscheint 7also aktive ,wirkung1 da der ,mensch als ein ,element des ,weltalls zu stndiger1 vielleicht ewiger ,bewegung geschaffen ist71 so wirkt das ,grne nur langweilend 7passive ,wirkung74 ,die ,passivitt ist die charaktervollste ,eigenschaft des absoluten ,grn1 wobei diese ,eigenschaft von einer ,art ,fettheit1 ,selbstzufriedenheit parfmiert wird4 ,deswegen ist das absolute ,grn im ,farbenreich das1 was im ,menschenreich die sogen4 ,bourgeoisie ist3 es ist ein unbewegliches1 mit sich zufriedenes1 nach allen ,richtungen beschrnktes ,element4 ,dies ,grn ist wie eine dicke1 sehr gesunde1 unbeweglich liegende ,kuh1 die nur zum ,wiederkauen fhig mit blden1 stumpfen ,augen die ,welt betrachtet#ah4 ,grn ist die ,hauptfarbe des ,sommers1 wo die ,natur die ,sturm- und ,drangperiode des ,jahres1 den ,frhling berstanden hat und in eine selbstzufriedene ,ruhe getaucht ist4 7,siehe ,tabelle ,,ii47 ,wenn das absolute ,grn aus dem ,gleichgewicht gebracht wird1 so steigt es zu ,gelb1 wobei es lebendig wird1 jugendlich und freudig4 ,es ist wieder durch ,beimischung von ,gelb eine aktive ,kraft eingetreten4 ,ins ,tiefe sinkend1 bei bergewicht von ,blau1 bekommt das ,grn einen ganz anderen ,klang3 es wird ernst und sozusagen nachdenklich4 ,da tritt also auch ein aktives ,element ein1 aber vollstndig anderen ,charakters wie bei dem ,erwrmen von ,grn4 ,bei bergang ins ,helle oder ,dunkle behlt das ,grn den ursprnglichen ,charakter der ,gleichgltigkeit und ,ruhe1 wobei im ,hellen die erstere1 im ,dunkeln die letztere strker klingt1 was auch natrlich ist1 da diese nderungen durch ,wei und ,schwarz erzielt werden4 ,musikalisch mchte ich das absolute ,grn wohl am besten durch ruhige1 gedehnte1 mitteltiefe ,tne der ,geige bezeichnen4 ,diese letzten zwei ,farben--,wei und ,schwarz--sind schon im allgemeinen definiert worden4 ,bei der nheren ,bezeichnung ist das ,wei1 welches oft fr eine ,nichtfarbe gehalten wird 7besonders dank den ,impressionisten1 die kein ,wei in der ,natur#ai sehen71 wie ein ,symbol einer ,welt1 wo alle ,farben1 als materielle ,eigenschaften und ,substanzen1 verschwunden sind4 ,diese ,welt ist so hoch ber uns1 da wir keinen ,klang von dort hren knnen4 ,es kommt ein groes ,schweigen von dort1 welches1 materiell dargestellt1 wie eine unbersteigliche1 unzerstrbare1 ins ,unendliche gehende kalte ,mauer uns vor-kommt4 ,deswegen wirkt auch das ,wei auf unsere ,psyche als ein groes ,schweigen1 welches fr uns absolut ist4 ,es klingt innerlich wie ein ,nichtklang1 was manchen ,pausen in der ,musik ziemlich entspricht1 den ,pausen1 welche nur zeitlich die ,entwicklung eines ,satzes oder ,inhaltes unterbrechen und nicht ein definitiver ,abschlu einer ,entwicklung sind4 ,es ist ein ,schweigen1 welches nicht tot ist1 sondern voll ,mglichkeiten4 ,das ,wei klingt wie ,schweigen1 welches pltzlich verstanden werden kann4 ,es ist ein ,nichts1 welches jugendlich ist oder1 noch genauer1 ein ,nichts1 welches vor dem ,anfang1 vor der ,geburt ist4 ,so klang vielleicht die ,erde zu den weien ,zeiten der ,eisperiode4 ,illustration3 ,,tabelle ,,ii ,und wie ein ,nichts ohne ,mglichkeit1 wie ein totes ,nichts nach dem ,erlschen der ,sonne1 wie ein ewiges ,schweigen ohne ,zukunft und ,hoffnung klingt innerlich das ,schwarz4 ,es ist musikalisch dargestellt wie eine vollstndig abschlieende ,pause1 nach welcher eine ,fortsetzung kommt wie der ,beginn einer andern ,welt1 da das durch diese ,pause ,abgeschlossene fr alle ,zeiten beendigt1 ausgebildet ist3 der ,kreis ist geschlossen4 ,das ,schwarz ist etwas ,erloschenes1 wie ein ausgebrannter ,scheiterhaufen1 etwas ,unbewegliches1 wie eine ,leiche1 was zu allen ,ereignissen nicht fhlend steht und alles von sich gleiten lt4 ,es ist wie das ,schweigen des ,krpers nach dem ,tode1 dem ,abschlu des ,lebens4 ,das ist uerlich die klangloseste ,farbe1 auf welcher deswegen jede andere ,farbe1 auch die am schwchsten klingende1 strker und prziser klingt4 ,nicht wie auf ,wei1 auf welchem beinahe alle ,farben sich im ,klange trben und manche ganz zerflieen1 einen schwachen1 entkrfteten ,klang hinterlassen#bj4 ,nicht umsonst wurde ,wei als reiner ,freude ,gewand gewhlt und unbefleckter ,reinheit4 ,und ,schwarz als ,gewand der grten1 tiefsten ,trauer und als ,symbol des ,todes4 ,das ,gleichgewicht dieser beiden ,farben1 welches durch mechanische ,mischung entsteht1 bildet ,grau4 ,natrlich kann eine derartig entstandene ,farbe keinen ueren ,klang und keine ,bewegung bieten4 ,grau ist klanglos und unbeweglich4 ,diese ,unbeweglichkeit ist aber eines anderen ,charakters wie die ,ruhe des ,grn1 welches zwischen zwei aktiven ,farben liegt und ihr ,produkt ist4 ,das ,grau ist deswegen die ,unbeweglichkeit1 die trostlos ist4 ,je dunkler dieses ,grau wird1 desto mehr bergewicht bekommt das ,trost-lose1 kommt das ,erstickende zur ,geltung4 ,bei ,aufhellen kommt eine ,art ,luft1 ,mglichkeit des ,atmens in die ,farbe1 die ein gewisses ,element von versteckter ,hoffnung enthlt4 ,ein hnliches ,grau entsteht durch optische ,mischung von ,grn und ,rot3 es entsteht aus geistiger ,mischung der selbstzufriedenen ,passivitt und eines starken aktiven ,glhens in sich#ba4 ,das ,rot1 so wie man es sich' denkt1 als grenzenlose1 charakteristisch warme ,farbe1 wirkt innerlich als eine sehr lebendige1 lebhafte1 unruhige ,farbe1 die aber nicht den leichtsinnigen ,charakter des sich nach allen ,seiten verbrauchenden ,gelb besitzt1 sondern trotz aller ,energie und ,intensitt eine starke ,note von beinahe zielbewuter immenser ,kraft zeugt4 ,es ist in diesem ,brausen und ,glhen hauptschlich in sich und sehr wenig nach auen1 eine sozusagen mnnliche ,reife 7siehe ,tabelle ,,ii74 ,dieses ideale ,rot kann aber in realer ,wirklichkeit groe nderungen1 ,abschweifungen und ,verschiedenheiten dulden4 ,das ,rot ist sehr reich und verschieden in der materiellen ,form4 ,man denke sich nur3 ,saturn-rot1 ,zinnoberrot1 ,englischrot1 ,krapplack1 vom hellsten in die dunkelsten ,tne6 ,diese ,farbe zeigt die ,mglichkeit1 den ,grundton ziemlich zu behalten und dabei charakteristisch warm oder kalt auszusehen#bb4 ,das helle warme ,rot 7,saturn7 hat eine gewisse hnlichkeit mit ,mittelgelb 7enthlt auch als ,pigment ziemlich viel ,gelb7 und erweckt das ,gefhl von ,kraft1 ,energie1 ,streben1 ,entschlossenheit1 ,freude1 ,triumph 7lauter7 usw4 ,es erinnert musikalisch auch an den ,klang der ,fanfaren1 wobei die ,tuba beiklingt--hartnckiger1 aufdringlicher1 starker ,ton4 ,im mittleren ,zustande1 wie ,zinnober1 gewinnt das ,rot an der ,bestndigkeit des scharfen ,gefhls3 es ist wie eine gleichmig glhende ,leidenschaft1 eine in sich sichere ,kraft1 die nicht leicht zu bertnen ist1 die sich aber durch ,blau lschen lt1 wie glhendes ,eisen durch ,wasser4 ,dieses ,rot vertrgt berhaupt nichts ,kaltes und verliert durch dasselbe an seinem ,klang und ,sinn4 ,oder besser zu sagen3 diese gewaltsame1 tragische ,abkhlung erzeugt einen ,ton1 welcher als ,schmutz besonders heute von ,malern vermieden und verpnt wird4 ,und dieses mit ,unrecht4 ,der ,schmutz in materieller ,form als materielle ,vorstellung1 als materielles ,wesen besitzt jedem anderen ,wesen gleich seinen inneren ,klang4 ,deshalb ist das ,vermeiden des ,schmutzes in der ,malerei heute ebenso ungerecht und einseitig1 wie die gestrige ,angst vor reiner ,farbe es war4 ,nie soll vergessen werden1 da alle ,mittel rein sind1 die aus innerer ,notwendigkeit entspringen4 ,hier ist das uerlich ,schmutzige innerlich rein4 ,sonst ist das uerlich ,reine innerlich schmutzig4 ,mit ,gelb verglichen sind ,saturn- und ,zinnoberrot hnlichen ,charakters1 wobei aber das ,streben zum ,menschen viel geringer ist3 dieses ,rot glht1 aber mehr in sich1 der etwas wahnsinnige ,charakter des ,gelb fehlt ihm beinahe ganz4 ,deswegen wird es vielleicht mehr geliebt als ,gelb3 es wird gerne und viel in primitiver1 volkstmlicher ,ornamentik gebraucht und auch viel in ,volks-trachten verwendet1 wo es im ,freien als ,komplementrfarbe zu ,grn besonders schn wirkt4 ,dieses ,rot ist hauptschlich materiellen und sehr aktiven ,charakters 7isoliert genommen7 und nicht zur ,vertiefung geneigt1 ebenso wie ,gelb4 ,nur durch das ,eindringen in ein hheres ,milieu bekommt dieses ,rot einen tieferen ,klang4 ,das ,vertiefen durch ,schwarz ist gefhrlich1 da das tote ,schwarz die ,glut lscht und auf das ,minimum reduziert4 ,es entsteht aber dabei das stumpfe1 harte1 wenig zur ,bewegung fhige ,braun1 in welchem das ,rot wie ein kaum hrbares ,brodeln klingt4 ,und trotzdem entspringt diesem uerlich leisen ,klang ein lauter gewaltsamer innerer4 ,durch notwendige ,anwendung des ,braun entsteht eine unbeschreibliche innere ,schnheit3 das ,hemmen4 ,zinnoberrot klingt wie die ,tuba und kann in ,parallele gezogen werden mit starken ,trommelschlgen4 ,wie jede im ,grunde kalte ,farbe1 lt sich auch das kalte ,rot 7wie ,krapplack7 sehr vertiefen 7besonders durch ,lasur74 ,es verndert sich auch erheblich im ,charakter3 der ,eindruck des tieferen ,glhens wchst1 das ,aktive verschwindet aber allmhlich ganz4 ,dieses ,aktive ist aber andererseits nicht so vollkommen abwesend1 wie z4 ,b4 im tiefen ,grn1 sondern lt eine ,ahnung1 ein ,erwarten eines neuen energischen ,aufglhens wie etwas1 was sich in sich zurckgezogen hat1 was aber auf der ,lauer liegt und die versteckte ,fhigkeit in sich birgt oder hatte1 einen wilden ,sprung zu machen4 ,darin liegt auch der groe ,unterschied zwischen ihm und der ,vertiefung des ,blau1 da bei ,rot auch in dieser ,lage doch etwas vom ,krperlichen zu spren ist4 ,es erinnert doch an ein ,element von ,leidenschaften tragende1 mittlere und tiefere ,tne des ,cello4 ,das kalte ,rot1 wenn es hell ist1 gewinnt noch mehr an ,krperlichem1 aber an reinem ,krperlichen1 klingt wie jugendliche1 reine ,freude1 wie eine frische1 junge1 ganz reine ,mdchengestalt4 ,dieses ,bild ist leicht durch hhere klare1 singende ,tne der ,geige zu musikalischem ,ausdruck zu bringen#bc4 ,diese ,farbe1 nur durch ,beimischung von ,wei intensiv werdend1 ist als ,kleidungsfarbe beliebt fr junge ,mdchen4 ,das warme ,rot1 durch verwandtes ,gelb erhht1 bildet ,orange4 ,durch diese ,beimischung wird die ,bewegung in sich des ,rot zum ,anfang der ,bewegung des ,ausstrahlens1 des ,zerflieens in die ,umgebung gebracht4 ,das ,rote aber1 welches eine groe ,rolle im ,orange spielt1 erhlt dieser ,farbe den ,beiklang des ,ernstes4 ,es ist einem von seinen ,krften berzeugten ,menschen hnlich und ruft deswegen ein besonders gesundes ,gefhl hervor4 ,wie eine mittlere ,kirchenglocke1 die zum ,angelus ruft1 klingt diese ,farbe1 oder wie eine starke ,altstimme1 wie eine ,largo singende ,altgeige4 ,wie ,orange entsteht durch das ,nherziehen des ,rot zum ,menschen1 ebenso entsteht durch das ,zurckziehen des ,rot durch ,blau das ,violett1 welches die ,neigung hat1 vom ,menschen sich weg zu bewegen4 ,dieses im ,grunde liegende ,rot mu aber kalt sein1 da das ,warm des ,rot mit dem ,kalt des ,blau sich nicht mischen lt 7durch kein ,verfahren71 was auch auf dem ,gebiete des ,geistigen stimmt4 ,violett ist also ein abgekhltes ,rot im physischen und psychischen ,sinne4 ,es hat deswegen etwas ,krankhaftes1 ,erlschtes 7,kohlenschlacken671 hat etwas ,trauriges in sich4 ,diese ,farbe wird nicht umsonst als passend fr ,kleider alter ,frauen gehalten4 ,die ,chinesen brauchen sie direkt als ,farbe der ,trauerkleider4 ,es ist dem ,klange hnlich des englischen ,horns1 der ,schalmei1 und in der ,tiefe den tiefen ,tnen der ,holzinstrumente 7z4 ,b4 ,fagott7#bd4 ,beide letzte ,farben1 die aus einem ,summieren von ,rot mit ,gelb oder ,blau entstehen1 sind von einem wenig labilen ,gleichgewicht4 ,bei der ,mischung der ,farben beobachtet man die ,neigung derselben1 das ,gleichgewicht zu verlieren4 ,man bekommt das ,gefhl eines ,seiltnzers1 welcher aufpassen und nach beiden ,seiten fortwhrend balancieren mu4 ,wo beginnt ,orange und hrt das ,gelb1 das ,rot auf8 ,wo ist die ,grenze des ,violetts1 welche es streng von ,rot oder ,blau trennt#be8 ,illustration3 ,,tabelle ,,iii ,beide zuletzt charakterisierten ,farben 7,orange und ,violett7 sind der vierte und letzte ,gegensatz im ,farbenreiche der einfachen primitiven ,farbentne1 wobei sie zueinander stehen im physikalischen ,sinne so wie die des dritten ,gegensatzes 7,rot und ,grn71 d4 h4 als ,komplementrfarben 7siehe ,tabelle ,,ii74 ,wie ein groer ,kreis1 wie eine sich in den ,schwanz beiende ,schlange 7das ,symbol der ,unendlichkeit und ,ewigkeit7 stehen vor uns die sechs ,farben1 die in ,paaren drei groe ,gegenstze bilden4 ,und rechts und links die zwei groen ,mglichkeiten des ,schweigens2 das des ,todes und das der ,geburt 7siehe ,tabelle ,,iii74 99 99 99 99 99 ,es ist klar1 da alle die gebrachten ,bezeichnungen dieser nur einfachen ,farben sehr provisorisch und grob sind4 ,so sind auch die ,gefhle1 die als ,bezeichnungen der ,farben gebracht wurden 7wie ,freude1 ,trauer usw474 ,diese ,gefhle sind auch nur materielle ,zustnde der ,seele4 ,die ,tne der ,farben1 ebenso wie die der ,musik1 sind viel feinerer ,natur1 erwecken viel feinere ,vibrationen der ,seele1 die mit ,worten nicht zu bezeichnen sind4 ,jeder ,ton kann sehr wahrscheinlich mit der ,zeit einen ,ausdruck auch im materiellen ,wort finden1 es wird aber immer noch ein briges bleiben1 was vom ,worte nicht vollstndig ausgeschpft werden kann1 was aber nicht eine luxurise ,beigabe des ,tones ist1 sondern gerade das ,wesentliche in demselben4 ,deswegen sind und bleiben ,worte nur ,winke1 ziemlich uerliche ,kennzeichen der ,farben4 ,in dieser ,unmglichkeit1 das ,wesentliche der ,farbe durch das ,wort und auch durch andere ,mittel zu ersetzen1 liegt die ,mglichkeit der monumentalen ,kunst4 ,hier unter sehr reichen und verschiedenen ,kombinationen ist eine zu finden1 die gerade auf der eben festgestellten ,tatsache ruht4 ,und nmlich3 derselbe innere ,klang kann hier in demselben ,augenblicke durch verschiedene ,knste gebracht werden1 wobei jede ,kunst auer diesem allgemeinen ,klang noch das ihr geeignete wesentliche ,plus zeigen wird und dadurch einen ,reichtum und eine ,gewalt dem allgemeinen innern ,klang hinzufgen wird1 die durch eine ,kunst nicht zu erreichen sind4 ,welche dieser ,harmonie an ,kraft und ,tiefe gleichkommenden ,disharmonien und unendlichen ,kombinationen mit dem bergewicht einer ,kunst1 mit dem bergewicht der ,gegenstze verschiedener ,knste auf dem ,grund still mitklingender anderer usw4 usw4 dabei mglich sind1 kann jedem klar werden4 ,oft hrt man die ,meinung1 da die ,mglichkeit1 eine ,kunst durch andere zu ersetzen 7z4 ,b4 durch das ,wort resp4 die ,literatur71 die ,notwendigkeit der ,verschiedenheit der ,knste widerlegen wrde4 ,das ist aber nicht der ,fall4 ,wie gesagt1 ist eine genaue ,wiederholung desselben ,klanges durch verschiedene ,knste nicht mglich4 ,wenn dieses aber auch mglich wre1 so wrde doch die ,wiederholung desselben ,klanges wenigstens uerlich anders gefrbt werden4 ,wenn aber auch dies nicht der ,fall wre1 wenn also die ,wiederholung durch verschiedene ,knste desselben ,klanges ganz genau jedesmal denselben ,klang 7uerlich und innerlich7 erzielen wrde1 so wrde auch eine derartige ,wiederholung nicht berflssig sein4 ,schon deswegen1 weil verschiedene ,menschen fr verschiedene ,knste begabt sind 7aktiv oder passiv1 d4 h4 als ,absender oder als ,empfnger des ,klanges74 ,wenn aber auch dieses nicht der ,fall wre1 so wrde doch dadurch die ,wiederholung nicht einfach bedeutungslos werden4 ,das ,wiederholen derselben ,klnge1 die ,aufhufung derselben verdichtet die geistige ,atmosphre1 die notwendig ist zum ,reifen der ,gefhle 7auch der feinsten ,substanz71 so wie zum ,reifen verschiedener ,frchte die verdichtete ,atmosphre eines ,treibhauses notwendig1 eine absolute ,bedingung zum ,reifen ist4 ,ein leises ,beispiel davon ist der einzelne ,mensch1 auf welchen ,wiederholung von ,handlungen1 ,gedanken1 ,gefhlen einen schlielich gewaltigen ,eindruck macht1 wenn er auch wenig fhig ist1 die einzelnen ,handlungen usw4 intensiv aufzusaugen1 wie ein ziemlich dichter ,stoff die ersten ,regentropfen#bf4 ,man mu sich aber nicht nur in diesem beinahe greifbaren ,beispiel die geistige ,atmosphre vorstellen4 ,diese ist geistig dasselbe wie die ,luft1 die auch rein oder von verschiedenen fremden ,elementen erfllt sein kann4 ,nicht nur ,handlungen1 die jeder beobachten kann1 und ,gedanken und ,gefhle1 die ueren ,ausdruck haben knnen1 sondern auch ganz versteckte ,handlungen1 von welchen niemand was wei1 nicht ausgesprochene ,gedanken1 nicht zum ueren ,ausdruck gekommene ,gefhle 7also ,handlungen im ,menschen7 sind die ,elemente1 die die geistige ,atmosphre bilden4 ,selbstmorde1 ,morde1 ,gewalttaten1 unwrdige1 niedere ,gedanken1 ,ha1 ,feindseligkeit1 ,egoismus1 ,neid1 ,patriotismus1 ,parteilichkeit sind geistige ,gestalten1 die ,atmosphre schaffenden geistigen ,wesen#bg4 ,und umgekehrt ,selbstopfer1 ,hilfe1 reine hohe ,gedanken1 ,liebe1 ,altruismus1 ,freude an anderer ,glck1 ,humanitt1 ,gerechtigkeit sind eben solche ,wesen1 die die ersteren1 wie die ,sonne die ,mikroben1 tten und reine ,atmosphre herstellen#bh4 ,die andere 7kompliziertere7 ,wiederholung ist die1 an welcher verschiedene ,elemente in verschiedener ,form teilnehmen4 ,in unserem ,falle verschiedene ,knste 7also realisiert und summiert--die monumentale ,kunst74 ,diese ,form der ,wiederholung ist noch gewaltiger1 da verschiedene ,menschennaturen verschieden auf einzelne ,mittel reagieren2 fr die eine ist die zugnglichste die musikalische ,form 7die berhaupt auf alle wirkt--die ,ausnahmen sind zu selten71 der zweiten--die malerische1 der dritten--die literarische usw4 ,auerdem sind die in verschiedenen ,knsten verborgenen ,krfte im ,grunde verschieden1 so da sie das zu erzielende ,resultat auch bei denselben ,menschen steigern1 wenn auch jede ,kunst auf eigene ,faust isoliert arbeitet4 99 99 99 99 99 ,dieses schwer definierbare ,wirken der einzelnen isolierten ,farbe ist der ,grund1 auf welchem verschiedene ,werte harmonisiert werden4 ,es werden ,bilder 7kunstgewerblich--ganze ,einrichtungen7 in einem ,lokalton gehalten1 welcher nach knstlerischem ,gefhle gewhlt wird4 ,das ,durchdringen eines farbigen ,tones1 das ,zusammenbinden zweier nebeneinander liegender ,farben durch ,beimischung einer zur anderen ist die ,basis1 auf welcher oft die farbige ,harmonie aufgebaut wurde4 ,aus dem eben ber ,farbenwirkungen ,gesagten1 aus der ,tatsache1 da wir zu einer ,zeit leben1 die voll von ,fragen1 ,ahnungen1 ,deutungen ist und deswegen voll von ,widersprchen 7man denke auch an die ,schichten des ,dreiecks71 knnen wir leicht die ,folge ziehen1 da gerade unserer ,zeit ein ,harmonisieren auf dem ,grunde der einzelnen ,farbe am wenigsten passend ist4 ,vielleicht neidisch1 mit trauriger ,sympathie knnen wir die ,mozartschen ,werke empfangen4 ,sie sind uns eine willkommene ,pause im ,brausen unseres inneren ,lebens1 ein ,trostbild und eine ,hoffnung1 aber wir hren sie doch wie ,klnge aus anderer1 vergangener1 im ,grunde uns fremder ,zeit4 ,kampf der ,tne1 das verlorene ,gleichgewicht1 fallende ,prinzipien1 unerwartete ,trommelschlge1 groe ,fragen1 scheinbar zielloses ,streben1 scheinbar zerrissener ,drang und ,sehnsucht1 zerschlagene ,ketten und ,bnder1 die mehrere zu einem machen1 ,gegenstze und ,widersprche--das ist unsere ,harmonie4 ,auf dieser ,harmonie fuende ,komposition ist eine ,zusammenstellung farbiger und zeichnerischer ,formen1 die als solche selbstndig existieren1 von der inneren ,notwendigkeit herausgeholt werden und im dadurch entstandenen gemeinsamen ,leben ein ,ganzes bilden1 welches ,bild heit4 ,nur diese einzelnen ,teile sind wesentlich4 ,alles brige 7also auch das ,behalten des gegenstndlichen ,elements7 ist nebenschlich4 ,dieses brige ist nur ,beiklang4 ,logisch fliet daraus auch die ,zusammenstellung zweier farbiger ,tne miteinander4 ,auf demselben ,prinzip der ,antilogik werden jetzt ,farben nebeneinander gestellt1 die lange ,zeit fr disharmonisch galten4 ,so ist es z4 ,b4 mit der ,benachbarung von ,rot und ,blau1 dieser in keinem physikalischen ,zusammenhang stehenden ,farben1 die aber gerade durch den groen geistigen ,gegensatz unter ihnen als eine der strkst wirkenden1 eine der best passenden ,harmonien heute gewhlt werden4 ,unsere ,harmonie ruht hauptschlich auf dem ,prinzip des ,gegensatzes1 dieses zu allen ,zeiten grten ,prinzips in der ,kunst4 ,unser ,gegensatz ist aber der des inneren ,gegensatzes1 welcher allein dasteht und jede ,hilfe 7heute ,strung und berflssigkeit7 anderer harmonisierender ,prinzipien ausschliet6 ,merkwrdig1 da gerade diese ,zusammenstellung von ,rot und ,blau dermaen bei den ,primitiven beliebt war 7bei den alten ,deutschen1 ,italienern usw471 da sie sich bis heute in den berbleibseln dieser ,zeit 7z4 ,b4 der volkstmlichen ,form der ,herrgottschnitzerei7 erhalten hat#bi4 ,sehr oft sieht man in solchen ,werken der ,malerei und farbigen ,plastik die ,mutter ,gottes im roten ,hemd mit einem bergeworfenen blauen berkleid2 es scheint1 als ob die ,knstler die himmlische ,gnade bezeichnen wollten1 die auf den irdischen ,menschen gesandt wurde und das ,menschliche durch das ,gttliche verdeckte4 ,logisch fliet aus der ,bezeichnung unserer ,harmonie1 da gerade heute die innere ,notwendigkeit ein unendlich groes ,arsenal der ,ausdrucksmglichkeiten braucht4 ,erlaubte1 unerlaubte ,zusammenstellungen1 der ,zusammensto der verschiedenen ,farben1 das bertnen einer durch die andere1 vieler durch eine1 das ,herausklingen einer aus der anderen1 das ,przisieren des farbigen ,fleckes1 das ,auflsen ein- und vielseitiger1 das ,zurckhalten des flieenden ,farbenfleckes durch zeichnerische ,grenze1 das bersprudeln dieses ,fleckes ber diese ,grenze1 das ,ineinander-flieen1 das scharfe ,abtrennen usw4 usw4 erffnen eine sich in unerreichbare ,fernen verlierende ,reihe der reinmalerischen 7 farbigen7 ,mglichkeiten4 ,die ,abwendung vom ,gegenstndlichen und einer der ersten ,schritte in das ,reich des ,abstrakten war in zeichnerisch-malerischer ,beziehung das ,ausschlieen der dritten ,dimension1 d4 h4 das ,streben1 das ,bild als ,malerei auf einer ,flche zu behalten4 ,es wurde die ,modellierung ausgeschaltet4 ,dadurch wurde der reale ,gegenstand zum abstrakteren gerckt1 was einen gewissen ,fortschritt bedeutete4 ,dieser ,fortschritt hatte aber sofort zur ,folge das ,annageln der ,mglichkeiten an eine reale ,flche der ,leinwand1 wodurch die ,malerei einen neuen durchaus materiellen ,beiklang gewann4 ,dieses ,annageln war gleichzeitig eine ,beschrnkung der ,mglichkeiten4 ,das ,streben1 sich von diesem ,materiellen und dieser ,beschrnkung zu befreien1 vereint mit dem ,streben zum ,kompositionellen1 mute natrlich zum ,verzicht auf eine ,flche bringen4 ,es wurde versucht1 das ,bild auf eine ideelle ,flche zu bringen1 die sich dadurch vor der materiellen ,flche der ,leinwand bilden mute#cj4 ,so entstand aus der ,komposition mit flachen ,dreiecken eine ,komposition mit plastisch gewordenen1 dreidimensionalen ,dreiecken1 d4 h4 mit ,pyramiden 7der sogenannte ,kubismus74 ,es entstand aber auch hier sehr bald die ,inertionsbewegung1 die gerade auf diese ,form sich konzentrierte und so wieder zur ,verarmung an ,mglichkeiten fhrte4 ,das ist das unvermeidliche ,resultat der uerlichen ,anwendung eines aus innerer ,notwendigkeit entsprungenen ,prinzips4 ,gerade in diesem ,falle von ausschlielich groer ,wichtigkeit soll man nicht vergessen1 da es auch andere ,mittel gibt1 die materielle ,flche zubehalten1 eine ideelle ,flche zu bilden und die letztere nicht nur als eine flache ,flche zu fixieren1 sondern sie als dreidimensionalen ,raum auszuntzen4 ,schon die ,dnne oder die ,dicke einer ,linie1 weiter das ,stellen der ,form auf der ,flche1 das berschneiden einer ,form durch die andere sind als ,beispiele fr die zeichnerische ,ausdehnung des ,raumes gengend4 hnliche ,mglichkeiten bietet die ,farbe1 die1 richtig angewendet1 vor- oder zurcktreten und vor- oder zurckstreben kann und das ,bild zu einem in der ,luft schwebenden ,wesen machen kann1 was der malerischen ,ausdehnung des ,raumes gleichbedeutend ist4 ,das ,vereinen der beiden ,ausdehnungen im ,mit- oder ,widerklang ist eines der reichsten und gewaltigsten ,elemente der zeichnerisch-malerischen ,komposition4 ,footnote #a3 ,p4 ,signac o4 c4--,siehe auch den interessanten ,artikel von ,k4 ,scheffler--,notizen ber die ,farbe 7,dekorative ,kunst1 ,febr4 #aija74 ,footnote #b3 ,sehr hnliches ,resultat1 wie bei dem weiterfolgenden ,beispiel mit ,baum ,dreieck steht1 also die ,bewegung4 ,dies ist von groer ,wichtigkeit fr die ,malerei4 ,footnote #d3 ,wenn eine ,form gleichgltig wirkt und1 wie man es nennt1 nichts sagt1 so ist dieses nicht buchstblich zu verstehen4 ,es gibt keine ,form1 wie berhaupt nichts in der ,welt1 was nichts sagt4 ,dieses ,sagen gelangt aber oft zu unserer ,seele nicht1 und zwar dann1 wenn das ,gesagte an und fr sich gleichgltig ist oder1 richtiger bezeichnet1 nicht an der richtigen ,stelle angebracht wurde4 ,footnote #e3 ,diese ,bezeichnung ausdrucksvoll ist richtig zu verstehen3 manchmal ist die ,form dann ausdrucksvoll1 wenn sie gedmpft ist4 ,die ,form bringt manchmal gerade dann das ,ntige am ausdrucksvollsten1 wenn sie nicht bis zur letzten ,grenze geht1 sondern nur ein ,wink ist1 nur die ,richtung zum ueren ,ausdruck zeigt4 ,footnote #f3 ,das wesentliche des ,idealisierens lag im ,bestreben1 die organische ,form zu verschnern1 ideal zu machen1 wobei leicht das ,schematische entstand und das innere ,klingen des ,persnlichen verstumpfte4 ,das ,stilisieren1 mehr aus dem impressionistischen ,grunde emporwachsend1 hatte als ersten ,zweck nicht die ,verschnerung der organischen ,form1 sondern ihr starkes ,charakterisieren durch das ,auslassen der zuflligen ,einzelheiten4 ,deswegen war das hier entstehende ,klingen ganz persnlichen ,charakters1 aber mit berwiegend sprechendem ueren4 ,die kommende ,behandlung und ,vernderung der organischen ,form hat zum ,ziel das ,blolegen des inneren ,klanges4 ,die organische ,form dient hier nicht mehr zum direkten ,objekt1 sondern ist nur ein ,element der gttlichen ,sprache1 die ,menschliches braucht1 da sie durch ,menschen an ,menschen gerichtet ist4 ,footnote #g3 ,die groe ,komposition kann selbstverstndlich aus kleineren in sich geschlossenen ,kompositionen bestehen1 die uerlich sogar feindlich einander gegenberstehen1 aber doch der groen ,komposition 7und gerade in diesem ,falle durch das ,feindliche7 dienen4 ,diese kleineren ,kompositionen bestehen aus einzelnen ,formen auch verschiedener innerer ,frbung4 ,footnote #h3 ,starkes ,beispiel dafr--die badenden ,frauen von ,czanne1 ,komposition im ,dreieck4 7,das mystische ,dreieck67 ,solches ,aufbauen in geometrischer ,form ist ein altes ,prinzip1 welches zuletzt verlassen wurde1 da es in steife akademische ,formeln ausartete1 die keinen inneren ,sinn1 keine ,seele1 mehr hatten4 ,die ,anwendung dieses ,prinzips durch ,czanne gab demselben eine neue ,seele1 wobei das ,reinmalerisch-,kompositionelle besonders stark betont wurde4 ,das ,dreieck in diesem wichtigen ,falle ist kein ,hilfsmittel fr ,harmonisierung der ,gruppe1 sondern das laut gebrachte knstlerische ,ziel4 ,hier ist die geometrische ,form zur selben ,zeit ,mittel zur ,komposition in der ,malerei3 der ,schwerpunkt ruht auf rein knstlerischem ,streben bei starkem ,mitklingen des ,abstrakten4 ,deswegen verndert ,czanne mit vollem ,recht die menschlichen ,proportionen3 nicht nur die ganze ,figur mu zur ,spitze des ,dreiecks streben1 sondern auch einzelne ,krperteile werden immer strker von unten nach oben wie durch inneren ,sturm in die ,hhe getrieben1 werden immer leichter und dehnen sich sichtlich aus4 ,footnote #i3 ,was man ,bewegung nennt2 z4 ,b4 ein ,dreieck einfach nach oben gerichtet klingt ruhiger1 unbeweglicher1 stabiler1 als dasselbe ,dreieck schief auf die ,flche gestellt4 ,footnote #aj3 ,der groe1 vielseitige ,meister ,leonardo da ,vinci ersann ein ,system oder eine ,skala von ,lffelchen1 mit welchen verschiedene ,farben zu nehmen waren4 ,es sollte dadurch ein mechanisches ,harmonisieren erreicht werden4 ,einer seiner ,schler qulte sich mit der ,anwendung dieses ,hilfsmittels1 und durch ,mierfolge verzweifelt1 wendete er sich an seinen ,kollegen mit der ,frage1 wie der ,meister selbst mit den ,lffelchen umgehe4 ,der ,meister wendet sie nie an1 antwortete ihm der ,kollege4 7,mereschkowski3 ,leonardo da ,vinci1 deutsche bersetzung von ,a4 ,eliasberg im ,verlage ,r4 ,piper ,co41 ,mnchen47 ,footnote #aa3 ,der ,begriff ueres soll hier nicht mit dem ,begriff ,materie verwechselt werden4 ,den ersten ,begriff brauche ich nur als einen ,ersatz fr uere ,notwendigkeit1 welche nie ber die ,grenzen des anerkannten und also nur traditionellen ,schnen fhren kann4 ,die innere ,notwendigkeit kennt diese ,grenzen nicht und schafft dadurch oft ,dinge1 die man gewhnt ist1 als hlich zu bezeichnen4 ,hlich ist also nur ein ,gewohnheitsbegriff1 welcher als ueres ,resultat einer der frher gewirkt habenden und schon verkrperten inneren ,notwendigkeiten noch lange ein ,scheinleben weiter fhrt4 ,als hlich wurde in dieser vergangenen ,zeit alles gestempelt1 was damals in keinem ,zusammenhang mit der inneren ,notwendigkeit stand4 ,was aber im ,zusammenhang mit ihr war1 wurde als schn definiert4 ,und dieses letzte mit ,recht1--alles1 was die innere ,notwendigkeit hervorruft1 ist schon dadurch schn4 ,und wird auch als solches frher oder spter unvermeidlich anerkannt4 ,footnote #ab3 ,alle diese ,behauptungen sind ,resultate empirisch-seelischer ,empfindung und sind auf keiner positiven ,wissenschaft basiert4 ,footnote #ac3 ,so wirkt z4 ,b4 der gelbe bayerische ,briefkasten1 wenn er seine ursprngliche ,farbe nicht verloren hat4 ,es ist interessant1 da die ,zitrone gelb ist 7scharfe ,sure71 der ,kanarienvogel gelb ist 7scharfes ,singen74 ,hier ist eine besondere ,intensitt des farbigen ,tones vorhanden4 ,footnote #ad3 ,das ,korrespondieren der farbigen und musikalischen ,tne ist selbstverstndlich nur relativ4 ,ebenso wie eine ,geige sehr verschiedene ,tne entwickeln kann1 die verschiedenen ,farben entsprechen knnen1 so ist es z4 ,b4 auch bei dem ,gelb1 welches in verschiedenen ,nuancen durch verschiedene ,instrumente ausgedrckt werden kann4 ,man denkt sich bei solchen hier stehenden ,parallelismen hauptschlich den mittelklingenden reinen farbigen ,ton und in der ,musik den mittleren ,ton ohne ,variierung desselben durch ,vibrieren1 ,dmpfer etc4 ,footnote #ae3 444 les nymbes 444 sont dors pour l'empereur et les prophtes 7also fr ,menschen7 et bleu de ciel pour les personnages symboliques 7also fr nur geistig existierende ,wesen74 7,kondakoff1 ,n4 ,histoire de l'art bysantin consid4 princip4 dans les miniatures4 ,paris #ahhf--ahia4 ,vol4 ,,ii1 p4 #ch1 #b47 ,footnote #af3 ,nicht wie ,grn--welches1 wie wir spter sehen werden1 irdische1 selbstzufriedene ,ruhe ist--sondern feierliche1 berirdische ,vertiefung4 ,dies ist buchstblich zu verstehen3 auf dem ,wege zu diesem ber liegt das irdische1 welches nicht zu vermeiden ist4 ,alle ,qualen1 ,fragen1 ,widersprche des ,irdischen mssen erlebt werden4 ,keiner hat sich ihnen entzogen4 ,auch hier ist innere ,notwendigkeit1 die durch das uere verdeckt wird4 ,die ,erkenntnis dieser ,notwendigkeit ist die ,quelle der ,ruhe4 ,da uns aber diese ,ruhe am entferntesten liegt1 so knnen wir uns auch im ,farbenreiche dem berwiegen des ,blau innerlich schwer nhern4 ,footnote #ag3 ,auch anders als violett1 wie dieses weiter unten bezeichnet wird4 ,footnote #ah3 ,so wirkt auch das ideale1 viel gepriesene ,gleichgewicht4 ,wie gut ,christus auch das gesagt hat3 ,du bist weder kalt noch warm4444 ,footnote #ai3 ,van ,gogh stellt in seinen ,briefen die ,frage1 ob er nicht eine weie ,mauer direkt wei malen knnte4 ,diese ,frage1 die fr einen ,nichtnaturalisten keine ,schwierigkeiten bieten kann1 da er ,farbe als inneren ,klang braucht1 erscheint einem impressionistisch-naturalistischen ,maler als ein khnes ,attentat auf die ,natur4 ,diese ,frage mu dem letzteren ,maler ebenso revolutionr vorkommen1 wie seinerzeit revolutionr und verrckt die nderung der braunen ,schatten in blaue schien 7das beliebte ,beispiel vom grnen ,himmel und blauen ,gras74 ,wie im letzteren ,falle der bergang vom ,akademismus und ,realismus zum ,impressionismus und ,naturalismus zu erkennen ist1 so ist in der ,frage van ,goghs der ,kern der bersetzung der ,natur zu bemerken1 d4 h4 der ,neigung1 die ,natur nicht als uerliche ,erscheinung darzustellen1 sondern berwiegend das ,element der inneren ,impression1 die krzlich ,expression genannt wurde1 kundzugeben4 ,footnote #bj3 ,das ,zinnoberrot z4 ,b4 klingt auf ,wei matt und schmutzig1 auf ,schwarz bekommt es eine grelle1 reine verblffende ,kraft4 ,hellgelb wird schwach1 zerflieend auf ,wei2 auf ,schwarz wirkt es so stark1 da es sich direkt vom ,hintergrunde befreit1 in der ,luft schwebt und ins ,auge springt4 ,footnote #ba3 ,grau--,unbeweglichkeit und ,ruhe4 ,dieses ahnte schon ,delacroix1 welcher ,ruhe durch ,mischung von ,grn und ,rot erzielen wollte 7,signac o4 c74 ,footnote #bb3 ,warm und kalt kann freilich jede ,farbe sein1 aber nirgend findet man diesen ,oegensatz so gro wie beim ,rot4 ,eine ,flle von inneren ,mglichkeiten6 ,footnote #bc3 ,reine1 freudige1 oft nacheinander folgende ,tne kleiner ,glocken 7auch ,pferdeschellen7 werden im ,russischen als himbeerfarbenes ,klingen bezeichnet4 ,die ,farbe des ,himbeersaftes liegt nahe dem eben beschriebenen hell und kalt ,rot4 ,footnote #bd3 ,unter ,knstlern antwortet man manchmal scherzweise auf die ,frage nach dem ,befinden3 ganz ,violett1 was nichts ,erfreuliches bedeutet4 ,footnote #be3 ,das ,violett hat auch eine ,neigung1 zum ,lila berzugehen4 ,und wann endet dies und fngt das andere an8 ,footnote #bf3 uerlich ist auf dieser ,wiederholung die ,wirkung der ,reklame basiert4 ,footnote #bg3 ,es gibt ,perioden der ,selbstmorde1 der feindlichen ,kriegsgefhle etc4 ,krieg und ,revolution 7letztere in kleinerer ,dosis als der ,krieg7 sind ,produkte solcher ,atmosphre1 welche durch sie weiter verpestet wird4 ,mit dem ,ma1 mit dem du mit1 wird auch dir gemessen werden6 ,footnote #bh3 ,solche ,zeiten kennt die ,geschichte auch4 ,war eine grere da1 als das ,christentum1 welches die ,schwchsten in den geistigen ,kampf mitri8 ,auch im ,kriege und der ,revolution gibt es ,agenzien1 die zu dieser ,gattung gehren und die ebenso die ,pestluft entdichten4 ,footnote #bi3 ,mit vielen koloristischen ,entschuldigungen brachte in seinen frheren ,bildern diese ,zusammenstellung wahrscheinlich als einer der ersten noch gestern ,frank ,brangwin4 ,footnote #cj3 ,siehe z4 ,b4 den ,artikel von ,le ,fauconnier in dem ,katalog der ,,ii4 ,ausstellung der ,neuen ,knstlervereinigung ,mnchen 7#aiaj--aa74 ,illustration ,,vii4 ,,theorie ,aus der ,charakteristik unserer heutigen ,harmonie folgt von selbst1 da es zu unserer ,zeit weniger als je mglich ist1 eine vollkommen fertige ,theorie zu bauen#a1 einen konstruierten malerischen ,generalba zu schaffen4 ,solche ,versuche wrden in der ,praxis zum selben ,resultat fhren1 welches z4 ,b4 die schon erwhnten ,lffelchen ,leonardo da ,vincis gebracht haben4 ,aber zu behaupten1 da es in der ,malerei nie feste ,regeln1 an ,generalba erinnernde ,prinzipien geben wird1 oder da dieselben stets nur zu ,akademismus fhren werden1 wre doch bereilt4 ,auch die ,musik kennt ihre ,grammatik1 die aber wie alles ,lebende sich in groen ,perioden verndert1 die andererseits gleichzeitig1 als ,hilfe1 als eine ,art4 ,wrterbuch immer erfolgreiche ,anwendung fand4 ,unsere ,malerei ist aber wieder heute in einem anderen ,zustand2 ihre ,emanzipation von der direkten ,abhngigkeit von der ,natur ist im allerersten ,anfange4 ,wenn bis jetzt die ,farbe und ,form als innere ,agentien verwendet wurden1 so war es hauptschlich unbewut4 ,das ,unterordnen der ,komposition einer geometrischen ,form wurde schon in alter ,kunst angewandt 7z4 ,b4 bei den ,persern74 ,das ,bauen aber auf der rein geistigen ,basis ist eine lange ,arbeit1 die erst ziemlich blind und aufs ,geratewohl beginnt4 ,dabei ist es ntig1 da der ,maler auer seinen ,augen auch seine ,seele kultiviert1 damit sie auch fhig wird1 die ,farbe auf ihrer ,wage zu wiegen und nicht nur beim ,empfangen der ueren ,eindrcke 7auch freilich hie und da der inneren71 sondern als bestimmende ,kraft beim ,entstehen ihrer ,werke ttig ist4 ,wenn wir schon heute anfangen wrden1 ganz das ,band1 das uns mit der ,natur verknpft1 zu vernichten1 mit ,gewalt auf die ,befreiung loszusteuern und uns ausschlielich mit der ,kombination von reiner ,farbe und unabhngiger ,form zu begngen1 so wrden wir ,werke schaffen1 die wie eine geometrische ,ornamentik aussehen1 die1 grob gesagt1 einer ,krawatte1 einem ,teppich gleichen wrden4 ,die ,schnheit der ,farbe und der ,form ist 7trotz der ,behauptung der reinen stheten oder auch der ,naturalisten1 die hauptschlich auf ,schnheit zielen7 kein gengendes ,ziel in der ,kunst4 ,wir sind eben infolge unseres elementaren ,zustandes in der ,malerei sehr wenig fhig1 von ganz emanzipierter ,farben-1 ,formenkomposition schon heute ein inneres ,erlebnis zu erhalten4 ,die ,nervenvibration wird freilich vorhanden sein 7wie etwa vor kunstgewerblichen ,werken71 sie bleibt aber hauptschlich im ,bereiche der ,nerven stecken1 weil sie zu schwache ,gemtsvibrationen1 ,erschtterungen der ,seele hervorrufen wird4 ,wenn wir aber bedenken1 da die geistige ,wendung ein direkt strmisches ,tempo angeschlagen hat1 da auch die festeste ,basis des menschlichen ,geisteslebens1 d4 h4 die positive ,wissenschaft1 mitgerissen wird und vor der ,tr der ,auflsung der ,materie steht1 so kann behauptet werden1 da nur noch wenige ,stunden uns von dieser reinen ,komposition trennen4 ,auch die ,ornamentik ist freilich kein ganz lebloses ,wesen4 ,sie hat ihr inneres ,leben1 welches uns entweder nicht mehr verstndlich ist 7alte ,ornamentik71 oder nur ein alogischer ,wirrwarr ist1 eine ,welt1 wo sozusagen erwachsene ,menschen und ,embryos gleich behandelt werden und gesellschaftlich gleiche ,rollen spielen1 wo ,wesen mit abgerissenen ,krperteilen auf ein ,brett mit selbstndig lebenden ,nasen1 ,zehen und ,nabeln gestellt werden4 ,es ist der ,wirrwarr eines ,kaleidoskopes#b1 wo der materielle ,zufall und nicht der ,geist der ,urheber ist4 ,und trotz dieser ,unverstndlichkeit oder ,unfhigkeit1 berhaupt verstndlich zu werden1 wirkt auf uns die ,ornamentik doch1 wenn auch zufllig und planlos#c3 ein orientalisches ,ornament ist auch innerlich ganz anders als ein schwedisches1 negerisches1 altgriechisches usw4 ,nicht ohne ,grund ist es z4 ,b4 allgemein gebruchlich1 ,musterstoffe als lustig1 ernst1 traurig1 lebhaft usw4 zu bezeichnen1 d4 h4 mit denselben ,adjektiven1 welche von den ,musikern stets gebraucht werden 7,allegro1 ,serioso1 ,grave1 ,vivace etc471 um den ,vortrag des ,stckes zu bestimmen4 ,es ist zum groen ,teile mglich1 da das ,ornament auch einst aus der ,natur entstand 7auch die modernen ,kunstgewerbler suchen ihre ,motive in ,feldern und ,wldern74 ,aber wenn wir auch annehmen wrden1 da keine andere ,quelle als uere ,natur gebraucht war1 so wurden doch im guten ,ornament andererseits die ,naturformen und ,farben nicht rein uerlich behandelt1 sondern vielmehr als ,symbole1 die schlielich beinahe hieroglyphisch angewendet wurden4 ,und gerade deswegen wurden sie allmhlich unverstndlich1 und wir knnen nicht mehr ihren inneren ,wert entziffern4 ,ein chinesischer ,drache z4 ,b41 welcher in seiner ornamentalen ,form doch sehr viel przis ,krperliches beibehalten hat1 wirkt auf uns so wenig1 da wir ihn ruhig in ,e- und ,schlafzimmern vertragen knnen und nicht strker als einen ,tischlufer mit gestickten ,gnseblmchen empfinden4 ,illustration3 ,kandinsky4 ,impression ,nr4 #d ,es wird sich vielleicht zum ,schlsse unserer jetzt dmmernden ,periode wieder eine neue ,ornamentik entwickeln1 die aber kaum aus geometrischen ,formen bestehen wird4 ,heute aber1 an der ,stelle1 an der wir angelangt sind1 wrde ein ,versuch1 diese ,ornamente mit ,gewalt zu schaffen1 dem ,versuch gleichen1 eine kaum angedeutete ,knospe durch ,gewalt der ,finger zur ,blume ffnen zu wollen4 ,wir ,sind heutzutage noch fest an die uere ,natur gebunden und mssen unsere ,formen aus ihr schpfen4 ,die ganze ,frage ist nun die3 wie drfen wir das machen8 d4 h4 wie weit darf unsere ,freiheit gehen1 diese ,formen zu ndern und mit welchen ,farben drfen sie verbunden werden8 ,diese ,freiheit darf so weit gehen1 so weit das ,gefhl des ,knstlers reichen kann4 ,von diesem ,standpunkte aus ist zugleich zu sehen1 wie unendlich gro die ,notwendigkeit der ,pflege dieses ,gefhls ist4 ,einige ,beispiele werden das zweite ,glied der ,frage ziemlich ausreichend beantworten4 ,die stets erregende1 isoliert betrachtete1 warme rote ,farbe wird ihren inneren ,wert wesentlich verndern1 wenn sie nicht mehr isoliert ist und als abstrakter ,laut bleibt1 sondern zum ,element eines ,wesens verwendet wird1 indem sie mit einer naturellen ,form verbunden wird4 ,dieses ,summieren des ,rot mit verschiedenen naturellen ,formen wird auch verschiedene innere ,wirkungen verursachen1 die aber durch die stndige sonst isolierte ,wirkung des ,rot verwandt klingen werden4 ,verbinden wir dieses ,rot mit ,himmel1 ,blume1 ,kleid1 ,gesicht1 ,pferd1 ,baum4 ,ein roter ,himmel bringt uns auf die ,assoziation mit ,sonnenuntergang1 ,brand und dergleichen4 ,es ist also eine natrliche 7diesmal feierliche1 drohende7 ,wirkung1 die dabei entsteht4 ,nun hngt freilich sehr viel davon ab1 wie die anderen ,gegenstnde1 die mit dem roten ,himmel kombiniert werden1 behandelt werden4 ,wenn sie in eine kausale ,verbindung gestellt werden1 und auch mit fr sie mglichen ,farben verbunden werden1 so klingt das ,naturelle im ,himmel noch strker4 ,wenn aber die anderen ,gegenstnde sehr von der ,natur entrckt sind1 so knnen sie dadurch den natrlichen ,eindruck des ,himmels abschwchen1 eventuell sogar vernichten4 ,ziemlich hnlich wird die ,verbindung des ,rot mit einem ,gesicht ausfallen1 wo das ,rot als ,gemtserregung der gemalten ,figur wirken kann1 oder durch eine spezielle ,beleuchtung erklrt wird1 wobei derartige ,wirkungen nur durch groe ,abstraktion der anderen ,teile des ,bildes zerstrt werden knnen4 ,rot im ,kleid ist dagegen ein ganz anderer ,fall1 da das ,kleid von jeder beliebigen ,farbe sein kann4 ,so ein ,rot wird am liebsten eventuell als malerische ,notwendigkeit wirken knnen1 da das ,rot hier allein ohne eine direkte ,assoziation mit materiellen ,zielen behandelt werden kann4 ,aber es entsteht doch eine gegenseitige ,wirkung von diesem ,rot im ,kleid auf die mit diesem ,rot bekleidete ,figur und umgekehrt4 ,wenn z4 ,b4 die ganze ,note des ,bildes eine traurige ist und diese ,note besonders in der in ,rot gekleideten ,figur konzentriert ist 7durch die ,stellung der ,figur in der ganzen ,komposition1 durch ihre eigene ,bewegung1 durch ,gesichtszge1 ,haltung des ,kopfes1 ,farbe des ,gesichtes usw471 so wird dieses ,rot im ,kleid als ,gemtsdissonanz ganz besonders stark die ,traurigkeit des ,bildes und besonders dieser ,hauptfigur betonen4 ,unbedingt wrde hier eine andere ,farbe1 die selbst traurig wirkte1 den ,eindruck schwchen durch ,verminderung des dramatischen ,elementes#d4 ,also wieder das schon erwhnte ,prinzip des ,gegensatzes4 ,das dramatische ,element entsteht hier nur durch ,einschlieen des ,rot in die gesamte traurige ,komposition1 da das ,rot1 wenn es ganz isoliert ist 7also auch auf die ruhige ,spiegelflche der ,seele fllt71 bei gewhnlichen ,zustnden nicht traurig wirken kann#e4 ,wieder anders wird es stehen1 wenn dasselbe ,rot an einem ,baum verwendet wird4 ,der ,grundton des ,rot bleibt1 wie in allen erwhnten ,fllen4 ,dazu wird sich aber der seelische ,wert des ,herbstes anschlieen 7da das ,wort ,herbst allein eine seelische ,einheit ist1 wie es auch jeder reale1 abstrakte1 unkrperliche1 krperliche ,begriff ist74 ,die ,farbe verbindet sich vollstndig mit dem ,gegenstand und bildet ein isoliert wirkendes ,element ohne den dramatischen ,beiklang1 welchen ich bei ,anwendung des ,rot am ,kleide eben erwhnt habe4 ,ein ganz anderer ,fall endlich ist ein rotes ,pferd4 ,schon der ,klang dieser ,worte versetzt uns in eine andere ,atmosphre4 ,die naturelle ,unmglichkeit eines roten ,pferdes verlangt unbedingt ein ebenso unnaturelles ,milieu1 in welches dieses ,pferd gestellt wird4 ,andernfalls kann die ,gesamtwirkung entweder als ,kuriositt wirken 7also nur oberflchliche und ganz unknstlerische ,wirkung71 oder als ein ungeschickt aufgefates ,mrchen#f 7also als begrndete ,kuriositt mit unknstlerischer ,wirkung74 ,eine gewhnliche1 naturalistische ,landschaft1 modellierte1 anatomisch gezeichnete ,figuren wrden mit diesem ,pferd einen solchen ,miklang bilden1 welchem kein ,gefhl folgen wrde und was in ,eins zu verbinden es keine ,mglichkeit geben wrde4 ,wie dieses ,eins zu verstehen ist1 und wie es sein kann1 zeigt die ,definierung der heutigen ,harmonie4 ,daraus ist zu schlieen1 da es mglich ist1 das ganze ,bild zu spalten1 in ,widersprche zu tauchen1 durch alle ,art uere ,flchen zu fhren1 auf alle ,art ueren ,flchen zu bauen1 wobei aber die innere ,flche immer dieselbe bleibt4 ,die ,elemente der ,konstruktion des ,bildes sind eben jetzt nicht auf diesem uern1 sondern nur auf der inneren ,notwendigkeit zu suchen4 ,der ,zuschauer ist auch zu sehr gewhnt1 in solchen ,fllen einen ,sinn1 d4 h4 einen uerlichen ,zusammenhang der ,teile des ,bildes1 zu suchen4 ,wieder hat dieselbe materialistische ,periode im ganzen ,leben und also auch in der ,kunst einen ,zuschauer ausgebildet1 welcher sich dem ,bilde nicht einfach gegenberstellen kann 7besonders ein ,kunstkenner7 und im ,bilde alles mgliche sucht 7,naturnachahmung1 ,natur durch das ,temperament des ,knstlers--also dieses ,temperament1 direkte ,stimmung1 ,malerei1 ,anatomie1 ,perspektive1 uerliche ,stimmung usw4 usw471 nur sucht er nicht1 das innere ,leben des ,bildes selbst zu fhlen1 das ,bild auf sich direkt wirken zu lassen4 ,durch die ueren ,mittel geblendet1 sucht sein geistiges ,auge nicht1 was durch diese ,mittel lebt4 ,wenn wir ein interessantes ,gesprch mit einem ,menschen fhren1 so suchen wir uns in seine ,seele zu vertiefen1 suchen die innere ,gestalt1 seine ,gedanken und ,gefhle und denken nicht daran1 da er sich ,worte zu ,hilfe nimmt1 die aus ,buchstaben bestehen1 da die ,buchstaben nichts wie zweckmige ,laute sind1 die zur ,entstehung das ,einziehen der ,luft in die ,lunge brauchen 7anatomischer ,teil71 durch ,ausstoen der ,luft aus der ,lunge und spezielle ,stellung der ,zunge1 ,lippen usw4 eine ,luftvibration verursachen 7physikalischer ,teil71 die weiter durch das ,trommelfell usw4 zu unserem ,bewutsein gelangen 7psychologischer ,teil71 die eine ,nervenwirkung erzielen 7physiologischer ,teil7 usw4 ins ,unendliche4 ,wir wissen1 da alle diese ,teile bei unserer ,unterhaltung sehr nebenschlich sind1 rein zufllig1 als momentan notwendige uere ,mittel gebraucht werden mssen und da das ,wesentliche im ,gesprch die ,mitteilung der ,ideen und ,gefhle ist4 ,ebenso sollte man sich zum ,kunstwerk stellen und sich die direkte abstrakte ,wirkung des ,werkes dadurch verschaffen4 ,dann wird mit der ,zeit die ,mglichkeit sich entwickeln1 durch reine knstlerische ,mittel zu sprechen1 dann wird es berflssig werden1 ,formen aus der uerlichen ,welt zum innerlichen ,sprechen zu leihen1 die uns heute die ,gelegenheit geben1 ,form und ,farbe verwendend1 dieselben im innern ,werte zu vermindern oder zu steigern4 ,der ,gegensatz 7wie das rote ,gewand in der traurigen ,komposition7 kann unbegrenzt gewaltig sein1 mu aber auf einer und derselben moralischen ,flche bleiben4 ,wenn aber diese ,flche auch vorhanden ist1 so wird damit die ,farbenfrage in unserm ,beispiel nicht ganz gelst4 ,die unnatrlichen ,gegenstnde und die dazu stimmenden ,farben knnen leicht einen literarischen ,klang bekommen1 indem die ,komposition als ein ,mrchen wirkt4 ,dies letzte ,resultat versetzt den ,zuschauer in eine ,atmosphre1 welche er1 da sie mrchenhaft ist1 ruhig gelten lt1 und wo er dann #a4 die ,fabel sucht1 #b4 unempfindlich oder wenig empfindlich gegen die reine ,farbenwirkung bleibt4 ,jedenfalls ist in diesem ,falle die direkte1 reine innere ,wirkung der ,farbe nicht mehr mglich3 das uerliche hat leicht ber das ,innerliche bergewicht4 ,und der ,mensch im allgemeinen geht nicht gerne in groe ,tiefen1 er bleibt gerne an der ,oberflche1 da dieselbe weniger ,anstrengung verlangt4 ,es gibt zwar nichts tieferes als ,oberflchlichkeit1 aber diese ,tiefe ist die des ,sumpfes4 ,gibt es andererseits eine ,kunst1 die leichter genommen wird als die plastische8 ,jedenfalls sobald sich der ,zuschauer im ,mrchenlande glaubt1 ist er sofort gegen starke seelische ,vibrationen immun4 ,und so wird das ,ziel des ,werkes zu ,nichts4 ,deswegen mu eine ,form gefunden werden1 die erstens die ,mrchenwirkung#g ausschliet und zweitens die reine ,farbenwirkung in keiner ,weise hemmt4 ,zu diesem ,zweck mssen ,form1 ,bewegung1 ,farbe1 die aus der ,natur 7realen oder nicht realen7 geliehenen ,gegenstnde keine uerliche und uerlich verbundene erzhlerische ,wirkung hervorrufen4 ,und je uerlich unmotivierter z4 ,b4 die ,bewegung ist1 desto reiner1 tiefer und innerlicher wirkt sie4 99 99 99 99 99 ,eine sehr einfache ,bewegung1 von welcher das ,ziel unbekannt ist1 wirkt schon an und fr sich als eine bedeutende1 geheimnisvolle1 feierliche4 ,und das1 solange man das uerliche1 praktische ,ziel der ,bewegung nicht kennt4 ,dann wirkt sie als reiner ,klang4 ,eine einfache gemeinsame ,arbeit 7z4 ,b4 die ,vorbereitung zur ,hebung eines groen ,gewichtes7 wirkt1 wenn das ,ziel unbekannt ist1 so bedeutungsvoll1 so geheimnisvoll1 so dramatisch und packend1 da man unwillkrlich stehen bleibt1 wie vor einer ,vision1 wie vor einem ,leben auf anderer ,flche1 bis pltzlich der ,zauber fort ist1 die praktische ,erklrung wie ein ,schlag kommt und das rtselhafte ,vorgehen und den ,grund desselben blolegt4 ,in der einfachen ,bewegung1 die uerlich nicht motiviert ist1 liegt ein unermelicher ,schatz voller ,mglichkeiten4 ,solche ,flle kommen besonders dann leicht vor1 wenn man in abstrakte ,gedanken vertieft hinwandert4 ,diese ,gedanken reien den ,menschen aus dem alltglichen1 praktischen1 zweckmigen ,treiben4 ,deswegen wird das ,beobachten solcher einfacher ,bewegungen auerhalb des praktischen ,kreises mglich4 ,sobald man sich aber erinnert1 da in unseren ,straen nichts ,rtselhaftes vorkommen darf1 so fllt im selben ,augenblicke das ,interesse fr die ,bewegung aus3 der praktische ,sinn der ,bewegung lscht den abstrakten ,sinn derselben aus4 ,auf diesem ,prinzip sollte und wird der neue ,tanz gebaut werden1 der das einzige ,mittel ist1 die ganze ,bedeutung1 den ganzen inneren ,sinn der ,bewegung in ,zeit und ,raum auszuntzen4 ,der ,ursprung des ,tanzes ist scheinbar rein sexueller ,natur4 ,jedenfalls sehen wir noch heute dieses ursprngliche ,element im ,volkstanze entblt liegen4 ,die spter entstandene ,notwendigkeit1 den ,tanz als ,mittel zum ,gottesdienst zu gebrauchen 7,mittel zur ,inspiration71 bleibt sozusagen auf der ,flche der angewandten ,ausntzung der ,bewegung4 ,allmhlich bekamen diese beiden praktischen ,verwendungen eine knstlerische ,frbung1 die sich durch ,jahrhunderte entwickelte und mit der ,sprache der ,ballettbewegungen endete4 ,diese ,sprache ist heute nur wenigen verstndlich und verliert immer an ,klarheit4 ,auerdem ist sie fr die kommende ,zeit viel zu naiver ,natur3 sie diente eben nur dem ,ausdrucke der materiellen ,gefhle 7,liebe1 ,angst usw47 und mu durch eine andere ersetzt werden1 die imstande ist1 feinere seelische ,vibrationen zu verursachen4 ,aus diesem ,grunde haben die ,tanzreformatoren unserer ,zeit ihren ,blick zu vergangenen ,formen gewendet1 wo sie auch noch heute ,hilfe suchen4 ,so entstand das ,band1 welches ,isadora ,duncan zwischen dem griechischen ,tanz und dem kommenden anknpfte4 ,dieses ist also aus demselben ,grunde geschehen1 aus welchem die ,maler bei den ,primitiven ,hilfe suchten4 ,natrlich ist es auch im ,tanz 7ebenso wie in der ,malerei7 nur ein bergangsstadium4 ,wir stehen vor der ,notwendigkeit der ,bildung des neuen ,tanzes1 des ,tanzes der ,zukunft4 ,dasselbe ,gesetz der unbedingten ,ausntzung des inneren ,sinnes der ,bewegung1 als des ,hauptelementes des ,tanzes1 wird auch hier wirken und zum ,ziele bringen4 ,auch hier mu und wird die konventionelle ,schnheit der ,bewegung ber ,bord geworfen und der natrliche ,vorgang 7,erzhlung literarisches ,element7 als unntig und schlielich strend erklrt4 ,ebenso wie in der ,musik oder in der ,malerei kein hlicher ,klang und keine uere ,dissonanz existiert1 d4 h4 ebenso wie in diesen beiden ,knsten jeder ,klang und ,zusammenklang schn 7 zweckmig7 ist1 wenn er aus der inneren ,notwendigkeit stammt1 so wird bald auch im ,tanze der innere ,wert jeder ,bewegung gefhlt und es wird die innere ,schnheit die uere ersetzen4 ,den unschnen ,bewegungen1 die jetzt pltzlich schn werden1 entstrmen sofort eine ungeahnte ,gewalt und lebendige ,kraft4 ,von diesem ,augenblick an beginnt der ,tanz der ,zukunft4 ,illustration3 ,kandinsky4 ,improvisation ,nr4 #ah 99 99 99 99 99 ,dieser ,tanz der ,zukunft1 welcher also auf die ,hhe der heutigen ,musik und ,malerei gestellt wird1 wird in demselben ,augenblick die ,fhigkeit bekommen1 als das dritte ,element1 die ,bhnenkomposition zu verwirklichen1 welche das erste ,werk der ,monumentalen ,kunst sein wird4 ,die ,bhnenkomposition wird zunchst aus diesen drei ,elementen bestehen3 #a4 musikalische ,bewegung1 #b4 malerische ,bewegung1 #c4 tanzknstlerische ,bewegung4 ,nach dem oben von der reinmalerischen ,komposition ,gesagten wird jeder verstehen1 was ich unter der dreifachen ,wirkung der inneren ,bewegung 7 ,bhnenkomposition7 verstehe4 ,ebenso wie die zwei ,hauptelemente der ,malerei 7zeichnerische und malerische ,form7 jedes ein selbstndiges ,leben fhren1 durch eigene und nur ihnen allein eigene ,mittel sprechen1 ebenso wie aus der ,kombinierung dieser ,elemente und ihrer smtlichen ,eigenschaften und ,mglichkeiten die ,komposition in der ,malerei entsteht1 geradeso wird die ,komposition auf der ,bhne unter ,mit- 7 ,gegen-7 ,wirkung der obengenannten drei ,bewegungen mglich werden4 ,der obenerwhnte ,versuch ,skrjabins 7die ,wirkung des musikalischen ,tones durch die ,wirkung des entsprechenden farbigen ,tones zu erhhen7 ist natrlich nur ein sehr elementarer ,versuch1 welcher nur eine ,mglichkeit ist4 ,auer dem ,mitklange zweier oder schlielich der drei ,elemente der ,bhnenkomposition kann noch folgendes verwendet werden3 der ,gegenklang1 abwechselnde ,wirkung der einzelnen1 ,verwendung der vollkommenen ,selbstndigkeit 7natrlich ueren7 jedes der einzelnen ,elemente usw4 ,gerade dieses letzte ,mittel hat ,arnold ,schnberg in seinen ,quartetten schon angewendet4 ,und hier sieht man1 wie stark der innere ,zusammenklang an ,kraft und ,bedeutung gewinnt1 wenn der uere ,zusammenklang in diesem ,sinne gebraucht wird4 ,man denkt sich nun die glckerfllende neue ,welt der drei mchtigen ,elemente1 die einem schpferischen ,ziele dienen werden4 ,ich bin hier gezwungen1 auf das weitere ,entwickeln dieses bedeutungsvollen ,themas zu verzichten4 ,der ,leser soll nur das fr die ,malerei gegebene ,prinzip auch in diesem ,falle korrespondierend verwenden und auch vor seinem geistigen ,auge wird sich von selbst der glckvolle ,traum der ,zukunftsbhne stellen4 ,auf den verwickelten ,wegen dieses neuen ,reiches1 welche durch schwarze ,urwlder1 ber unermeliche ,klfte auf eisige ,hhen1 an schwindelnden ,abgrnden als ein endloses ,netz vor dem ,pionier liegen1 wird ihn mit unfehlbarer ,hand immer derselbe ,fhrer lenken--das ,prinzip der inneren ,notwendigkeit4 99 99 99 99 99 ,aus den oben geprften ,beispielen der ,anwendung einer ,farbe1 aus der ,notwendigkeit und ,bedeutung der ,anwendung natureller ,formen in ,verbindung mit ,farbe als ,klang geht hervor #a4 wo der ,weg zur ,malerei liegt und #b4 wie im allgemeinen ,prinzip dieser ,weg zu betreten ist4 ,dieser ,weg liegt zwischen zwei ,gebieten 7die heute zwei ,gefahren sind73 rechts liegt das vollstndig abstrakte1 ganz emanzipierte ,anwenden der ,farbe in geometrischer ,form 7,ornamentik71 links das mehr reale1 zu stark von ueren ,formen gelhmte ,gebrauchen der ,farbe in krperlicher ,form 7,phantastik74 ,und zur selben ,zeit schon 7und1 womglich nur heute7 ist die ,mglichkeit vorhanden1 bis zur rechts liegenden ,grenze zu schreiten und sie zu berschreiten1 und ebenso bis zur linksliegenden und darber hinaus4 ,hinter diesen ,grenzen 7hier verlasse ich meinen ,weg des ,schematisierens7 liegt rechts3 die reine ,abstraktion 7d4 h4 grere ,abstraktion als die der geometrischen ,form7 und links reine ,realistik 7d4 h4 hhere ,phantastik--,phantastik in hrtester ,materie74 ,und zwischen denselben--grenzenlose ,freiheit1 ,tiefe1 ,breite1 ,reichtum der ,mglichkeiten und hinter ihnen liegende ,gebiete der reinen3 ,abstraktion und ,realistik--alles ist heute1 durch den heutigen ,moment1 dem ,knstler zu ,diensten gestellt4 ,heute ist der ,tag einer ,freiheit1 die nur zur ,zeit einer keimenden groen ,epoche denkbar ist#h4 ,und im selben ,augenblick ist diese selbe ,freiheit eine der grten ,unfreiheiten1 da alle diese ,mglichkeiten zwischen1 in und hinter den ,grenzen aus einer und derselben ,wurzel wachsen3 aus dem kategorischen ,rufen der ,inneren ,notwendigkeit4 ,da die ,kunst ber der ,natur steht1 ist keine irgendwie neue ,entdeckung#i4 ,neue ,prinzipien fallen auch nie vom ,himmel1 stehen hingegen im kausalen ,zusammenhang mit der ,vergangenheit und der ,zukunft4 ,nur ist uns wichtig1 in welcher ,lage heute dieses ,prinzip liegt und wohin wir mit ,hilfe desselben morgen gelangen knnen4 ,und dieses ,prinzip1 das mu wieder und wieder betont werden1 mu nie mit ,gewalt angewendet werden4 ,wenn aber der ,knstler seine ,seele nach dieser ,stimmgabel stimmt1 so werden schon von selbst seine ,werke in diesem ,ton klingen4 ,und speziell die heute fortschreitende ,emanzipation wchst auf dem ,boden der inneren ,notwendigkeit1 die1 wie schon bezeichnet wurde1 die geistige ,kraft des ,objektiven in der ,kunst ist4 ,das ,objektive der ,kunst sucht sich heute mit einer besonders starken ,spannung zu offenbaren4 ,es werden also die zeitlichen ,formen gelockert1 damit das ,objektive klarer zum ,ausdruck kommen kann4 ,die naturellen ,formen stellen ,grenzen1 die in vielen ,fllen diesem ,ausdruck im ,wege liegen4 ,so werden sie zur ,seite geschoben und die freie ,stelle wird fr das ,objektive der ,form gebraucht--,konstruktion zum ,zweck der ,komposition4 ,dadurch erklrt sich der schon heute klar daliegende ,drang1 die konstruktiven ,formen der ,epoche zu entdecken4 ,als eine der bergangsformen zeigt z4 ,b4 der ,kubismus1 wie oft die naturellen ,formen den konstruktiven ,zwecken gewaltsam unterordnet werden mssen und welche unntigen ,hindernisse diese ,formen in solchen ,fllen bilden4 ,jedenfalls wird heute im allgemeinen eine entblte ,konstruktion angewendet1 welche scheinbar die einzige ,mglichkeit ist1 dem ,objektiven in der ,form ,ausdruck zu verleihen4 ,wenn wir aber daran denken1 wie die heutige ,harmonie in diesem ,buch definiert wurde1 so knnen wir auch auf dem ,gebiete der ,konstruktion den ,geist der ,zeit erkennen3 nicht eine klar daliegende1 oft in die ,augen springende 7geometrische7 ,konstruktion1 die an ,mglichkeiten reichste bzw4 die ausdrucksvollste zu sein1 sondern die versteckte1 die aus dem ,bilde unbemerkt herauskommt und also weniger fr das ,auge als fr die ,seele bestimmt ist4 ,diese versteckte ,konstruktion kann aus scheinbar zufllig auf die ,leinwand geworfenen ,formen bestehen1 die wieder scheinbar in keinem ,zusammenhang zueinander stehen3 die uere ,abwesenheit dieses ,zusammenhanges ist hier seine innere ,anwesenheit4 ,das uerlich ,gelockerte ist hier das innerlich ,zusammengeschmolzene4 ,und dieses bleibt inbezug auf beide ,elemente gleich3 in der zeichnerischen und in der malerischen ,form4 ,und gerade hier liegt die ,zukunft der ,harmonielehre der ,malerei4 ,die irgendwie zueinander stehenden ,formen haben doch im letzten ,grunde eine groe und przise ,beziehung zueinander4 ,und schlielich lt sich auch diese ,beziehung in einer mathematischen ,form ausdrcken1 nur wird hier vielleicht mehr mit unregelmigen als mit regelmigen ,zahlen operiert4 ,als letzter abstrakter ,ausdruck bleibt in jeder ,kunst die ,zahl4 ,es ist selbstverstndlich1 da dieses objektive ,element andererseits die ,vernunft1 das ,bewute 7objektive ,kenntnisse--malerischer ,generalba7 als eine notwendige mitwirkende ,kraft unbedingt verlangt4 ,und dieses ,objektive wird dem heutigen ,werk auch in der ,zukunft die ,mglichkeit geben1 statt ich war--ich bin zu sagen4 ,footnote #a3 ,solche ,versuche wurden gemacht4 ,dazu trgt viel bei der ,parallelismus mit der ,musik1 z4 ,b4 ,tendances ,nouvelles1 ,nr4 #ce3 ,henri ,rovel--,les lois d'harmonie de la peinture et de la musique sont les mmes 7,p4 #gba74 ,footnote #b3 ,dieser ,wirrwarr ist natrlich auch ein przises ,leben1 aber einer anderen ,sphre4 ,footnote #c3 ,die eben beschriebene ,welt ist doch eine ,welt mit dem ihr unbedingt eigenen inneren ,klang1 welcher im ,grunde1 im ,prinzip notwendig ist und ,mglichkeiten bietet4 ,footnote #d3 ,es mu hier wieder ausdrcklich betont werden1 da alle solche ,flle1 ,beispiele etc4 nur als schematisierte ,werte anzusehen sind4 ,alles dies ist konventionell und kann durch die groe ,wirkung der ,komposition und ebenso leicht durch einen ,strich gendert werden4 ,die ,mglichkeiten ziehen sich in unendliche ,reihen4 ,footnote #e3 ,immer mu unterstrichen werden1 da die ,ausdrcke1 wie traurig1 freudig usw41 sehr grober ,natur sind und nur als ,wegweiser zu den feinen1 unkrperlichen ,gemtsvibrationen dienen knnen4 ,footnote #f3 ,wenn das ,mrchen nicht im ganzen bersetzt ist1 so hat es zur ,folge ein ,resultat1 hnlich dem der kinematographischen ,mrchenbilder4 ,footnote #g3 ,dieser ,kampf mit der ,mrchenluft ist dem ,kampfe mit der ,natur gleich4 ,wie leicht und oft ganz gegen den ,willen des ,farbenkomponisten die ,natur sich von selbst in seine ,werke eindrngt6 ,es ist leichter1 die ,natur zu malen1 als mit ihr zu kmpfen6 ,footnote #h3 ,ober diese ,frage siehe meinen ,artikel ber die ,formfrage im ,blauen ,reiter 7,verlag ,r4 ,piper ,co41 #aiab74 ,von dem ,werk ,henri ,rousseaus ausgehend1 beweise ich hier1 da die kommende ,realistik in unserer ,periode nicht nur gleichwertig mit der ,abstraktion ist1 sondern ihr identisch4 ,footnote #i3 ,besonders die ,literatur drckte lngst dies ,prinzip aus4 ,z4 ,b4 sagt ,goethe3 ,der ,knstler steht mit freiem ,geiste ber der ,natur und kann sie seinen hheren ,zwecken gem traktieren 444 er ist ihr ,herr und ,sklave zugleich4 ,er ist ihr ,sklave1 insofern er mit irdischen ,mitteln wirken mu1 um verstanden zu werden4 7,,nb67 ,ihr ,herr aber1 insofern er diese irdischen ,mittel seinen hheren ,intentionen unterwirft und ihnen dienstbar macht4 ,der ,knstler will zur ,welt durch ein ,ganzes sprechen3 ,dieses ,ganze findet er aber nicht in der ,natur1 sondern es ist die ,frucht seines eigenen ,geistes oder1 wenn man will1 des ,anwehens eines befruchtenden gttlichen ,odems4 7,karl ,heinemann1 ,goethe1 #ahii1 ,s4 #fhd47 ,zu unserer ,zeit ,o4 ,wilde3 ,kunst fngt an da1 wo die ,natur aufhrt 7,de ,profundis74 ,auch in der ,malerei finden wir oft solche ,gedanken4 ,delacroix sagte z4 ,b41 die ,natur wre fr den ,knstler nur ein ,wrterbuch4 ,und3 den ,realismus sollte man den ,antipoden der ,kunst definieren 7,mein ,tagebuch1 ,s4 #bdf4 ,bruno ,cassirer ,verlag4 ,berlin #aijc74 ,,viii4 ,,kunstwerk ,,und ,k,,nstler ,auf eine geheimnisvolle1 rtselhafte1 mystische ,weise entsteht das wahre ,kunstwerk aus dem ,knstler4 ,von ihm losgelst bekommt es ein selbstndiges ,leben1 wird zur ,persnlichkeit1 zu einem selbstndigen1 geistig atmenden ,subjekt1 welches auch ein materiell reales ,leben fhrt1 welches ein ,wesen ist4 ,es ist also nicht eine gleichgltig und zufllig entstandene ,erscheinung1 die auch gleichgltig in dem geistigen ,leben weilt1 sondern1 wie jedes ,wesen besitzt es weiterschaffende1 aktive ,krfte4 ,es lebt1 wirkt und ist an der ,schpfung der besprochenen geistigen ,atmosphre ttig4 ,aus diesem innerlichen ,standpunkte ist auch ausschlielich die ,frage zu beantworten1 ob das ,werk gut oder schlecht ist4 ,wenn es schlecht in der ,form ist oder zu schwach1 so ist diese ,form schlecht oder zu schwach1 um in jeder ,art rein klingende ,seelenvibrationen hervorzurufen#a4 ,ebenso ist in ,wirklichkeit nicht das ,bild gut gemalt1 welches richtig in ,werten 7die unvermeidlichen ,valeurs der ,franzosen7 ist oder irgendwie beinahe wissenschaftlich in ,kalt und ,warm geteilt ist1 sondern das ,bild ist gut gemalt1 welches innerlich voll lebt4 ,die gute ,zeichnung ist auch nur die1 an welcher nichts gendert werden kann1 ohne da dieses innerliche ,leben zerstrt wird1 ohne jede ,rcksicht darauf1 ob diese ,zeichnung der ,anatomie1 ,botanik oder sonst einer ,wissenschaft widerspricht4 ,hier besteht die ,frage nicht darin1 ob eine uerliche 7also auch nur immer zufllige7 ,form verletzt wird1 sondern nur darin1 ob der ,knstler diese ,form1 wie sie uerlich existiert1 braucht oder nicht4 ,ebenso mssen ,farben angewendet werden1 nicht1 weil sie in der ,natur in diesem ,klang existieren oder nicht1 sondern weil sie in diesem ,klang im ,bilde notwendig sind oder nicht4 ,kurz gesagt1 der ,knstler ist nicht nur berechtigt1 sondern verpflichtet1 mit den ,formen so umzugehen1 wie es fr bseine_/b ,zwecke bnotwendig_/b ist4 ,und weder ,anatomie oder dergleichen1 noch das prinzipielle ,umwerfen dieser ,wissenschaften ist notwendig1 sondern volle unbeschrnkte ,freiheit des ,knstlers in der ,wahl seiner ,mittel#b4 ,diese ,notwendigkeit ist das ,recht auf unbeschrnkte ,freiheit1 die sofort zum ,verbrechen wird1 wenn sie nicht auf derselben beruht4 ,knstlerisch ist das ,recht darauf die besprochene innere moralische ,flche4 ,im ganzen ,leben 7also auch in der ,kunst7--reines ,ziel4 ,und speziell3 ein zweckloses ,befolgen der wissenschaftlichen ,tatsachen ist nie so schdlich1 wie ein zweckloses ,umwerfen derselben4 ,im ersten ,fall entsteht eine ,naturnachahmung 7materielle71 welche fr verschiedene spezielle ,zwecke verwendet werden kann#c4 ,im zweiten--ein knstlerischer ,betrug1 welcher als ,snde eine lange ,kette von blen ,folgen bildet4 ,der erste ,fall lt die moralische ,atmosphre leer4 ,er versteinert sie4 ,der zweite vergiftet und verpestet sie4 ,die ,malerei ist eine ,kunst und die ,kunst im ganzen ist nicht ein zweckloses ,schaffen der ,dinge1 die im ,leeren zerflieen1 sondern eine ,macht1 die zweckvoll ist1 und mu der ,entwicklung und ,verfeinerung der menschlichen ,seele dienen--der ,bewegung des ,dreiecks4 ,sie ist die ,sprache1 die in nur ihr eigener ,form von ,dingen zur ,seele redet1 die fr die ,seele das tgliche ,brot sind1 welches sie nur in dieser ,form bekommen kann4 ,wenn die ,kunst sich dieser ,aufgabe entzieht1 so mu die ,lcke offen bleiben1 da es keine andere ,macht gibt1 die die ,kunst ersetzen kann#d4 ,und immer zu der ,zeit1 wo die menschliche ,seele strkeres ,leben fhrt1 wird auch die ,kunst lebendiger1 da ,seele und ,kunst in einer ,verbindung von wechselseitiger ,wirkung und ,vervollkommnung stehen4 ,und in den ,perioden1 in welchen die ,seele durch materialistische ,anschauungen1 ,unglauben und daraus flieende rein praktische ,bestrebungen betubt und vernachlssigt wird1 entsteht die ,ansicht1 da die reine ,kunst nicht fr spezielle ,zwecke dem ,menschen gegeben ist1 sondern zwecklos1 da ,kunst nur fr ,kunst existiert 7l'art pour l'art7#e4 ,hier wird das ,band zwischen ,kunst und ,seele halb ansthesiert4 ,das rcht sich aber bald1 da der ,knstler und der ,zuschauer 7welche mit ,hilfe der' ,seelensprache miteinander reden7 sich nicht mehr verstehen1 und der letztere wendet dem ersteren den ,rcken oder sieht ihn an wie einen ,gaukler1 dessen uere ,geschicklichkeit und ,erfindungskraft bewundert werden4 ,in erster ,linie soll dann der ,knstler die ,lage zu ndern versuchen1 dadurch1 da er seine ,pflicht der ,kunst und also auch sich gegenber anerkennt und sich nicht als ,herr der ,lage betrachtet1 sondern als ,diener hherer ,zwecke1 dessen ,pflichten przis1 gro und heilig sind4 ,er mu sich erziehen und vertiefen in die eigene ,seele1 diese eigene ,seele vorerst pflegen und entwickeln1 damit sein ueres ,talent etwas zu bekleiden hat und nicht1 wie der verlorene ,handschuh von einer unbekannten ,hand1 ein leerer zweckloser ,schein einer ,hand ist4 ,der ,knstler mu etwas zu sagen haben1 da nicht die ,beherrschung der ,form seine ,aufgabe ist1 sondern das ,anpassen dieser ,form dem ,inhalt#f4 ,der ,knstler ist kein ,sonntagskind des ,lebens3 ,er hat kein ,recht1 pflichtlos zu leben1 er hat eine schwere ,arbeit zu verrichten1 die oft zu seinem ,kreuz wird4 ,er mu wissen1 da jede seiner ,taten1 ,gefhle1 ,gedanken das feine unbetastbare1 aber feste ,material bilden1 woraus seine ,werke entstehen1 und da er deswegen im ,leben nicht frei ist1 sondern nur in der ,kunst4 ,und daraus geht von selbst hervor1 da der ,knstler dreifach verantwortlich ist1 im ,vergleich zum ,nichtknstler3 #a4 mu er sein ihm gegebenes ,talent wieder erstatten1 #b4 bilden seine ,taten1 ,gedanken1 ,gefhle1 wie die jedes ,menschen1 die geistige ,atmosphre1 so da sie die geistige ,luft verklren oder verpesten und #c4 sind diese ,taten1 ,gedanken1 ,gefhle das ,material zu seinen ,schpfungen1 welche noch einmal wieder an der geistigen ,atmosphre ttig sind4 ,er ist nicht nur ,knig1 wie ihn ,sar ,peladan nennt1 in dem ,sinne1 da er die groe ,macht hat1 sondern auch in dem ,sinne1 da auch seine ,pflicht gro ist4 ,wenn der ,knstler ,priester des ,schnen ist1 so ist auch dieses ,schne durch dasselbe ,prinzip des inneren ,wertes zu suchen1 welchen wir berall gefunden haben4 ,dieses ,schne ist nur durch den ,mastab der inneren ,gre und ,notwendigkeit zu messen1 welche uns bis jetzt berall und durchweg richtige ,dienste geleistet hat4 ,das ist schn1 was einer inneren seelischen ,notwendigkeit entspringt4 ,das ist schn1 was innerlich schn ist#g4 ,einer der ersten ,vorkmpfer1 einer der ersten seelischen ,komponisten in der ,kunst von heute1 der die ,kunst von morgen entspringen wird1 ,maeterlink1 sagt3 ,es gibt nichts auf ,erden1 das nach ,schnheit begieriger wre und sich leichter verschnt1 als eine ,seele4444 ,darum widerstehen auch sehr wenige ,seelen auf ,erden der ,herrschaft einer ,seele1 die sich der ,schnheit hingibt#h4 ,und diese ,eigenschaft der ,seele ist das l1 durch das die langsame1 kaum sichtbare1 zeitweise uerlich stockende1 aber fortwhrende1 ununterbrechbare ,bewegung des geistigen ,dreiecks nach vor- und aufwrts mglich ist4 ,footnote #a3 ,die z4 ,b4 sogenannten unmoralischen ,werke sind entweder berhaupt unfhig1 eine ,seelenvibration hervorzurufen 7dann sind sie nach unserer ,definierung unknstlerisch71 oder sie verursachen auch eine ,seelenvibration1 indem sie eine in irgendeiner ,beziehung richtige ,form besitzen4 ,dann sind sie gut4 ,wenn sie aber1 von dieser seelischen ,vibration abgesehen1 auch rein krperliche ,vibration niederer ,gattung1 7wie es zu unserer ,zeit genannt wird7 erzeugen1 so drfte man daraus nicht den ,schlu ziehen1 da das ,werk1 aber nicht die auf dies ,werk durch niedrige ,vibrationen reagierende ,persnlichkeit zu verachten ist4 ,footnote #b3 ,diese unbeschrnkte ,freiheit mu auf dem ,grunde der inneren ,notwendigkeit 7die man ,ehrlichkeit nennt7 basiert sein4 ,und dieses ,prinzip ist nicht nur das der ,kunst1 sondern das des ,lebens4 ,dieses ,prinzip ist das grte ,schwert des wirklichen bermenschen gegen das ,philistertum4 ,footnote #c3 ,es ist klar1 da diese ,naturnachahmung1 wenn sie von der ,hand eines ,knstlers stammt1 welcher seelisch lebt1 nie eine ganz tote ,wiedergabe der ,natur bleibt4 ,auch in dieser ,form kann die ,seele sprechen und gehrt werden4 ,als ,gegenbeispiel knnen z4 ,b4 ,landschaften ,canalettos dienen zu den traurig berhmten ,kpfen von ,denner 7,alte ,pinakothek in ,mnchen74 ,footnote #d3 ,diese ,lcke kann auch leicht durch ,gift und ,pest ausgefllt werden4 ,footnote #e3 ,diese ,ansicht ist eins der wenigen idealen ,agentien zu solchen ,zeiten4 ,es ist ein unbewuter ,protest gegen den ,materialismus1 welcher alles praktisch zweckmig haben will4 ,und das beweist wieder1 wie stark und unverwstlich die ,kunst ist und die ,kraft der menschlichen ,seele1 die lebendig ist und ewig1 die betubt1 aber nicht gettet werden kann4 ,footnote #f3 ,es ist doch sicher klar1 da hier die ,rede von der ,erziehung der ,seele ist und nicht von einer ,notwendigkeit1 gewaltsam in jedes ,werk einen bewuten ,inhalt hinein zu pressen oder diesen erdachten ,inhalt gewaltsam knstlerisch zu bekleiden6 ,in diesen ,fllen wrde nichts als leblose ,kopfarbeit entstehen4 ,es wurde auch schon oben gesagt3 ,geheimnisvoll entsteht das wahre ,kunstwerk4 ,nein1 wenn die ,knstlerseele lebt1 so braucht man sie durch ,kopfgedanken und ,theorien nicht zu untersttzen4 ,sie findet selbst etwas zu sagen1 was dem ,knstler selbst im ,augenblick ganz unklar bleiben kann4 ,die innere ,stimme der ,seele sagt ihm auch1 welche ,form er braucht und von wo sie zu holen1 ist 7uere oder innere ,natur74 ,jeder ,knstler1 welcher nach dem sogenannten ,gefhl arbeitet1 wei1 wie pltzlich und fr ihn unerwartet die von ihm ersonnene ,form ihm widrig erscheint1 wie wie von selbst sich eine andere1 richtige an die ,stelle der ersteren1 verworfenen stellt4 ,bcklin sagte1 da ein richtiges ,kunstwerk wie eine groe ,improvisation sein mu1 d4 h4 berlegung1 ,aufbauen1 vorherige ,komposition sollen nichts als ,vorstufen sein1 auf welchem das ,ziel erreicht wird1 welches dem ,knstler selbst unerwartet erscheinen kann4 ,so soll auch die ,verwendung des kommenden ,kontrapunktes verstanden werden4 ,footnote #g3 ,unter diesem ,schnen wird selbstredend nicht die uere oder sogar innere im allgemeinen ,verkehr angenommene ,moral verstanden1 sondern alles das1 was auch in der ganz untastbaren ,form die ,seele verfeinert und bereichert4 ,deshalb ist1 z4 ,b41 in der ,malerei jede ,farbe innerlich schn1 da jede ,farbe eine ,seelenvibration verursacht und jede ,vibration bereichert die ,seele4 ,und deshalb endlich kann alles innerlich schn sein1 was uerlich hlich ist4 ,so ist es in der ,kunst1 so ist es im ,leben4 ,und deshalb ist nichts hlich im inneren ,resultat1 d4 h4 in der ,wirkung auf die ,seele der anderen4 ,footnote #h3 ,von der inneren ,schnheit4 7,k4 ,robert ,langewiesche ,verlag4 ,dsseldorf und ,leipzig4 ,s4 #ahg47 ,illustration ,,schlusswort ,die beigefgten sechs ,reproduktionen sind ,beispiele der konstruktiven ,bestrebungen in der ,malerei4 ,die ,formen dieser ,bestrebungen zerfallen in zwei ,hauptgruppen3 #a4 die einfache ,komposition1 die einer klar zum ,vorschein kommenden einfachen ,form unterordnet ist4 ,diese ,komposition nenne ich die melodische2 #b4 die komplizierte ,komposition1 die aus mehreren ,formen besteht1 die weiter einer klaren oder verschleierten ,hauptform unterordnet sind4 ,diese ,hauptform kann uerlich sehr schwer zu finden sein1 wodurch die innere ,basis einen besonders starken ,klang bekommt4 ,diese komplizierte ,komposition nenne ich die symphonische4 ,zwischen diesen zwei ,hauptgruppen liegen verschiedene bergangsformen1 in welchen das melodische ,prinzip unbedingt vorhanden ist4 ,der ganze ,entwicklungsvorgang ist auffallend dem in der ,musik hnlich4 ,abweichungen in diesen beiden ,vorgngen sind ,resultate eines anderen mitspielenden ,gesetzes1 welches aber schlielich immer bis jetzt dem ersten ,entwicklungsgesetz unterlag4 ,so sind diese ,abweichungen hier nicht magebend4 ,wenn man in der melodischen ,komposition das ,gegenstndliche entfernt und dadurch die im ,grunde liegende malerische ,form entblt1 so findet man primitive geometrische ,formen oder die ,aufstellung einfacher ,linien1 die einer allgemeinen ,bewegung dienen4 ,diese allgemeine ,bewegung wiederholt sich in einzelnen ,teilen und wird manchmal durch einzelne ,linien oder ,formen variiert4 ,diese einzelnen ,linien oder ,formen dienen in diesem letzten ,falle verschiedenen ,zwecken4 ,sie bilden z4 ,b4 eine ,art ,abschlu1 welchem ich den musikalischen ,namen fermata gebe#a4 ,alle diese konstruktiven ,formen haben einen einfachen inneren ,klang1 welchen auch jede ,melodie hat4 ,deswegen nenne ich sie die melodischen4 ,durch ,czanne und spter ,hodler zum neuen ,leben geweckt1 bekamen diese melodischen ,kompositionen zu unserer ,zeit die ,bezeichnung der rhythmischen4 ,das war der ,kern der ,wiedergeburt der kompositioneilen ,ziele4 ,da die ,beschrnkung 'des ,begriffes rhythmisch auf ausschlielich diese ,flle zu eng ist1 ist auf den ersten ,blick klar4 ,ebenso wie in der ,musik jede ,konstruktion einen eigenen ,rhythmus besitzt1 ebenso wie in der ganz zuflligen ,verteilung der ,dinge in der ,natur auch jedesmal ein ,rhythmus vorliegt1 so auch in der ,malerei4 ,nur ist in der ,natur dieser ,rhythmus uns manchmal nicht klar1 da uns seine ,ziele 7in manchen und gerade wichtigen ,fllen7 nicht klar sind4 ,diese unklare ,zusammenstellung wird deshalb arhythmisch genannt4 ,diese ,teilung in das ,rhythmische und ,arhythmische ist also vollkommen relativ und konventionell4 7,geradeso wie die ,teilung der ,konsonanz von der ,dissonanz1 die im ,grunde nicht existiert47#b4 ,illustration3 ,kandinsky4 ,komposition ,nr4 #b ,kompliziertere rhythmische ,komposition mit einer starken ,andeutung des symphonischen ,prinzips sind viele ,bilder1 ,holzschnitte1 ,miniaturen usw4 der vergangenen ,kunstepochen4 ,man erinnere sich nur der alten deutschen ,meister1 der ,perser1 ,japaner1 der russischen ,ikonen und besonders der ,volksbltter usw4 usw4#c ,in beinahe allen diesen ,werken ist die symphonische ,komposition noch sehr stark an die melodische gebunden4 ,d4 h4 wenn man das ,gegenstndliche entfernt und dadurch das ,kompositionelle entschleiert1 so kommt eine ,komposition zum ,vorschein1 die aus dem ,gefhle der ,ruhe1 der ruhigen ,wiederholung1 der ziemlich gleichmigen ,verteilung gebaut ist#d4 ,unwillkrlich kommen alte ,chorkompositionen1 ,mozart und schlielich ,beethoven in ,erinnerung4 ,das alles sind ,werke1 die mehr oder weniger mit der erhabenen1 ruhe- und wrdevollen ,architektur eines gotischen ,domes verwandt sind3 ,gleichgewicht und gleichmige ,verteilung der einzelnen ,teile ist die ,stimmgabel und die geistige ,basis solcher ,konstruktionen4 ,solche ,werke gehren zu der bergangsform4 ,als ,beispiele der neuen symphonischen ,kompositionen1 in welchen das melodische ,element nur manchmal und als einer der untergeordneten ,teile ,anwendung findet1 dabei aber eine neue ,gestaltung bekommt1 habe ich drei ,reproduktionen nach meinen ,bildern beigegeben4 ,diese ,reproduktionen sind ,beispiele drei verschiedener ,ursprungsquellen3 #a4 direkter ,eindruck von der ueren ,natur1 welcher in einer zeichnerisch-malerischen ,form zum ,ausdruck kommt4 ,diese ,bilder nenne ich ,impressionen2 #b4 hauptschlich unbewute1 grtenteils pltzlich entstandene ,ausdrcke der ,vorgnge inneren ,charakters1 also ,eindrcke von der inneren ,natur4 ,diese ,art nenne ich ,improvisationen2 #c4 auf hnliche ,art 7aber ganz besonders langsam7 sich in mir bildende ,ausdrcke1 welche lange und beinahe pedantisch nach den ersten ,entwrfen von mir geprft und ausgearbeitet werden4 ,diese ,art ,bilder nenne ich ,komposition4 ,hier spielt die ,vernunft1 das ,bewute1 das ,absichtliche1 das ,zweckmige eine berwiegende ,rolle4 ,nur wird dabei nicht der ,berechnung1 sondern stets dem ,gefhl recht gegeben4 ,welche unbewute oder bewute ,konstruktion aller drei ,arten meiner ,bilder zugrunde liegt1 wird wohl dem geduldigen ,leser dieses ,buches klar sein4 ,zum ,schlu mchte ich bemerken1 da meiner ,ansicht nach wir der ,zeit des bewuten1 vernnftigen ,kompositionellen immer nher rcken1 da der ,maler bald stolz sein wird1 seine ,werke konstruktiv erklren zu knnen 7im ,gegensatz zu den reinen ,impressionisten1 die darauf stolz waren1 da sie nichts erklren konnten71 da wir schon jetzt die ,zeit des zweckmigen ,schaffens vor uns haben und endlich1 da dieser ,geist in der ,malerei im organischen direkten ,zusammenhang mit dem schon begonnenen ,neubau des neuen geistigen ,reiches steht1 da dieser ,geist die ,seele ist der ,epoche des groen ,geistigen4 ,footnote #a3 ,siehe z4 ,b4 das ,mosaik in ,ravenna1 welches in der ,hauptgruppe ein ,dreieck bildet4 ,zu diesem ,dreieck neigen sich immer weniger bemerklich die brigen ,figuren4 ,der ausgestreckte ,arm und der ,trvorhang bilden die fermata4 ,footnote #b3 ,als ,beispiel dieser klar daliegenden melodischen ,konstruktion mit offenem ,rhythmus ist in diesem ,buch das ,bild von ,czanne ,die ,badenden gebracht4 ,footnote #c3 ,melodische ,kompositionen mit symphonischen ,anklngen sind viele ,bilder ,hodlers4 ,footnote #d3 ,hier spielt eine groe ,rolle die ,tradition4 ,und ganz besonders in der volkstmlich gewordenen ,kunst4 ,solche ,werke entstehen hauptschlich zur ,bltezeit einer ,kulturkunstperiode 7oder greifen in die nchste ein74 ,die ausgebildete offene ,blte verbreitet die ,atmosphre der inneren ,ruhe4 ,zu ,keimungszeiten sind zu viel kmpfende1 zusammenstoende1 hemmende ,elemente da1 als da die ,ruhe eine sichtlich berwiegende ,note bilden knnte4 ,im letzten ,grunde ist natrlich jedes ernste ,werk doch ruhig4 ,diese letzte ,ruhe 7,erhabenheit7 ist nur fr den ,zeitgenossen nicht leicht zu finden4 ,jedes ernste ,werk klingt innerlich so1 wie die ruhig und erhaben gesagten ,worte3 ich bin da4 ,liebe oder ,ha dem ,werke gegenber verduften1 lsen sich auf4 ,der ,klang dieser ,worte ist ewig4