,hinweise zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #aiac erschienenen ,ausgabe nahezu originalgetreu wiedergegeben4 ,lediglich ganz offensichtlich falsch gesetzte ,satzzeichen wurden stillschweigend korrigiert4 ,in heutiger ,zeit seltene und unbliche ,schreibweisen 7z4,b4 grern8 anstatt greren82 der ,kino87 wurden dagegen durchgehend beibehalten4 ,die ,buchausgabe erschien in ,frakturschrift2 zur ,heraushebung einiger ,passagen wurden diese dort gesperrt gesetzt4 ,im obigen ,text sind solche ,stellen mit ,tilde-,symbolen umgeben 7gesperrt74 ,insbesondere fremdsprachige ,ausdrcke wurden im ,original in ,antiqua-,schrift gesetzt1 was hier mit ,unterstrichen wiedergegeben wurde 7,antiqua72 ,einzelbuchstaben in ,aufzhlungen und berschriften sind hiervon aber ausdrcklich ausgenommen4 ,gegenber dem ,original wurden die folgenden ,korrekturen vorgenommen3 p4 #aa3 kinemotographische8 kinematographische8 p4 #ad3 von denn8 von denen8 p4 #bh3 da man sich8 da man sich8 p4 #cj3 des brandenen8 des brandenden8 p4 #cc3 dieser ,zweiges8 dieses ,zweiges8 p4 #cf3 wiederspiegeln8 widerspiegeln8 p4 #dj3 nchterne8 nchterner82 entsprechender8 entsprechenden8 p4 #db3 ,hauptflicht8 ,hauptpflicht82 lang am8 langsam8 p4 #dg3 ,handgeberden8 ,handgebrden8 p4 #ec3 zuempfehlen8 zu empfehlen8 p4 #ed3 menschlich-knstlischer8 menschlich-knstlicher8 p4 #fa3 einen unsichtbare8 eine unsichtbare8 p4 #fc3 ,ganze8 ,ganzes8 p4 #fd3 da8 das8 p4 #ff3 ales8 alles82 diese8 diesen8 ,illustration3 ,lichtbhnen-,bibliothek ,kino und ,kunst ,von ,hermann ,hfker ,illustration ,zweites ,heft33 ,preis eine ,mark ,kino und ,kunst von ,hermann ,hfker ,lichtbhnen-,bibliothek ,nr4 #b ,herausgegeben von der ,lichtbilderei ,volksvereins-,verlag ,gmb,h41 ,m4,gladbach #aiac ,inhalt ,a4 ,allgemeines3 #a4 ,der ,ruf nach ,kunst #e #b4 ,das ,wesen der ,kinematographie #aa #c4 ,die knstlerische ,aufgabe #af ,b4 ,die ,herstellung des ,films3 #a4 ,die knstlerischen ,gesichtspunkte in der technischen ,filmherstellung #ai #b4 ,technische1 industrielle usw4 ,lehr- und ,verdeutlichungsaufnahmen #bd #c4 ,geschichtliche und kulturgeschichtliche ,aufnahmen1 ,bildnisse #bg #d4 ,die ,schnheit der natrlichen ,bewegung #cb #e4 ,gestellte ,bilder #da ,die ,schnheit der menschlichen ,bewegung 7,tanz1 ,gebrde7 ,kino und ,humor ,das ,drama ,c4 ,die ,vorfhrung3 #a4 ,kinematographie oder ,kinetographie #di #b4 ,das ,programm8 #ee #c4 ,einzelheiten #fb #d4 ,wege #gj ,a4 ,allgemeines #a4 ,der ,ruf nach ,kunst ,die gewaltige ,bewegung1 der von viel tausend ,stimmen aufgenommene ,ruf nach sthetischer ,kultur81 nach ,kunst berall8 ist hervorgegangen aus der eigentmlichen ,not einer ,zeit1 die anders ist als eine je vordem dagewesene4 ,ehedem thronten in ihren ,tempeln erhabener ,wrde die ,knste3 ,musik1 ,malerei1 ,bildhauerei1 ,dichtkunst1 ,baukunst4 ,der ,widerschein der ,schnheiten1 die sie schufen1 fiel sprlich und milden ,glanzes auf das ganze ,alltagsleben1 seine ,gebrauchsgegenstnde und seine geistigen uerungen4 ,gelehrte stritten sich um hchste ,schnheit und echten ,stil1 ,kirchen1 ,frsten und ,reiche fhrten den ,geschmack84 ,wo ,kunst war1 war eine groe ,idee1 groes ,wollen1 groes ,knnen1 ,lebensverdichtung4 ,aus den ,werken der ,kunst strmten groe ,empfindungen1 stark bewegend und doch fern von allen ,alltagsleidenschaften in den ,beschauer ber4 ,der ,anblick von ,kunst war ein ,fest1 weil er selten wie ein ,festtag war4 ,heute ist diese ,zeit auf ,niewiedergewinn verloren4 ,bildmiges und ,plastisches1 ,wort und ,klang1 ,farben und ,linien1 frher die ,wahrzeichen jener ,festtagskunst1 strmen wie ,hagelwetter auf die ,nerven des modernen ,menschen -- besonders1 aber nicht allein1 in der ,grostadt -- ein4 ,beim ,aufstehen begrt ihn neben dem ,frhstck ein dickes neues ,buch3 die ,zeitung84 ,lauter zu uns gesprochene ,worte1 geistige ,beeinflussung mannigfacher und auf ,nervenaufpeitschung berechneter ,ordnung1 die sich durchaus der ,mittel der ,literatur bedient4 ,aus unserm ,hausrat1 bis hin zu unserer ,tapete spricht die malerische und plastische ,phantasie vieler ,menschen1 ja vieler und groer ,zeiten zu uns4 ,ein ,gang durch die ,strae fhrt uns an ,ankndigungssulen1 ,wandflchen voller ,bilder und lauten ,reden vorbei4 ,die ,ladenfenster entfalten alle ,krfte der ,seelengewinnung1 die ihre ,hersteller den raffiniertesten ,erzeugnissen der ,knste abgesehen haben4 ,die ,buchlden locken und reden mit tausend ,zungen auf uns ein4 ,im ,caf warten unserer -- und selbst in der volkstmlichen ,lesehalle -- ,hunderte von glnzend illustrierten8 ,zeitschriften und ,zeitungen4 ,musikkapellen spielen dazu4 ,abends verwandelt sich die ,grostadtstrae in ein ,feuerwerk1 dessen jhe und blendende ,pracht unsere ,sinne und ,gedanken lange abzieht und im ,banne hlt4 ,man darf sagen3 ,wer berhaupt fr diese ,dinge noch ,sinne hat 7dem in der ,grostadt gesund ,aufgewachsenen wchst in der ,tat1 wie mir scheint1 bald eine ,art ,schutzhaut1 aber die reifend von drauen hereinkommen1 sind die ,opfer7 -- ich sage3 ,wer diese ,dinge ernst nimmt1 naiv zu verarbeiten sucht als das1 als was sie sich doch durchaus geben1 als ,knste -- der braucht kostbare ,entwicklungsjahre1 um sich berhaupt hindurch zu finden4 ,um hindurchzukommen1 vom ersten ,begeisterungsrausch durch erwachende innere ,gegenwehr bis zur ntigen ,abgebrhtheit4 ,denn alles1 was hier mit den ,mitteln der ,knste arbeitet1 erzeugt nicht reine1 sondern ,fuselrauschstimmung1 wenn es nicht hohen und reinen ,dingen dient1 aus hohem und reinem ,geiste hervorgegangen ist4 ,es ist nicht nur die stndige ,aufpeitschung der ,sinne1 die an all dem liegt1 durch kitzelnde ,gensse -- es ist alles auch ,ausdruck84 ,ausdruck8 von einer ,wirklichkeitswelt und einer ,gesinnung1 die dahinter liegt4 ,die ,gesinnung1 die sich durch dies alles ausdrcken will1 die ,ideen1 die dies alles suggerieren will1 sind nicht selten1 nicht menschlich hoch und echt4 ,vom einfachen ,anpreisen und ,einredenwollen mehr oder weniger zweifelhafter ,bedrfnisse bis zum zwecklosen ,spiel mit ,ausdrucksformen vergangener ,zeiten1 ist dies alles gemeine ,alltglichkeit4 ,gemeine ,alltglichkeit in aufregende festliche ,gebrden gekleidet4 ,massenhaft -- nicht selten und echt -- ist schon die ,erfindung1 die dem meisten dieser ,art zugrunde liegt4 ,das ist das eine ,eigentmliche4 ,und diese ,massenerfindung wird nun -- das ist das zweite -- mit einem geringsten von ,menschenmhe1 automatisch-chemisch-maschinell vervielfltigt4 ,nicht1 wie die ,platte des ,holzschneiders1 langsam und mhevoll einige hundert ,male -- sondern ,tausende und ,hunderttausende von ,malen1 mhelos1 schnell und billig4 ,so kommt es1 da ein einziger ,einfall1 etwas ,gemeines mit knstlerischem ,mittel 7bildlich1 musikalisch1 dichterisch7 auszudrcken81 morgen nicht eine ,verkehrsecke in einer ,stadt schndet1 sondern von den ,wnden1 ,lden1 ,schaufenstern und ,lichtgersten aller ,stdte und vieler ,drfer -- nicht ,deutschlands1 sondern ganz ,europas1 oft der ganzen ,welt -- herunterschreit4 ,und jeder ,tag bringt ,neues4 ,noch nie1 solange es eine ,geschichte gibt1 hat jeder einzelne ,mensch1 er mag wollen oder nicht1 so viele eindringliche1 mit den wirkungsvollen und oft gewandt gehandhabten ,mitteln der ,knste hmmernde ,eindrcke auf ,sinne1 ,herz und ,denken aushalten mssen1 wie der1 der heute mittags aus ,bureau und ,geschft tausend ,schritte bis zu seiner ,mahlzeit geht4 ,lange ,zeit war der ,buchstabendruck die einzige herrschende ,form1 ,kunsthnliches -- in ,worte geprgte ,gedanken -- in ,massen zu verbreiten und zwangsweise1 unausweichlich1 dem ,menschen aufzudrngen4 ,die literarischen ,knste waren die einzigen1 die darunter leiden muten4 ,wer ,musik oder ein gutes ,drama hren wollte1 wen's nach ,bildern oder plastischen ,werken gelstete1 der mute sich noch extra rsten1 mute ,konzerte oder ,theatersaal1 ,ausstellung oder ,museum aufsuchen4 ,da kamen neue ,erfindungen herzu1 die auch alle andern ,knste wehrlos machten4 ,von denen1 die billige ,vervielfltigung architektonischer und neuerdings plastischer ,werke ermglichten1 schweige ich hier4 ,aber man kam jetzt auf den ,weg1 diejenigen ,sinneseindrcke1 die durch ,wellen8 physikalischer ,natur erzeugt werden1 dadurch festzuhalten und zu vertausendfachen1 da man diese ,wellen -- die optischen und die akustischen -- sich selbst in festem ,stoffe fangen und aufschreiben8 lie4 ,von dieser so gewonnenen ,naturmatrize8 konnte man nun so viel ,abdrcke8 nehmen1 wie man wollte4 ,der ,stoff zum ,auffangen optischer 7,gesichts-7 ,eindrcke 7,lichtwellen7 war die photographische ,schicht1 der zum ,auffangen phonetischer 7,gehrs-7 ,eindrcke 7,klangwellen71 war die -- verschieden zusammengesetzte -- ,walze oder ,platte der ,phonographen und die ,schablonen automatischer ,musikinstrumente4 ,phonograph 7,grammophon1 ,pianola7 und ,photographie waren die neu gewonnenen ,techniken4 ,von ihnen hat zuerst die ,photographie mit ihrer immer grern ,vervollkommnung einen ,siegeszug durch die ganze ,welt genommen4 ,infolge ihres bescheidenen und gewissenhaften1 hingebenden ,automatismus wurde sie zu einer wertvollen ,helferin sthetischer ,kultur durch massenhafte ,verbreitung knstlerischer ,einzelvorlagen und eine selbstndige ,deuterin und ,weiserin der ,natur durch flschungslose ,wiedergabe gewisser ,seiten von ihr4 ,sie ist es1 die -- vielen noch unbewut -- uns auch aus den meisten bildlichen ,eindrcken der ,strae und des ffentlichen ,lebens anspricht1 die scheinbar ,werke ursprnglicher ,handkunst sind4 ,in ihrer einfachen ,gestalt als ,augenblicksaufnahme hat die ,photographie gewi mehr ,segen als ,unheil gestiftet4 ,dann aber arbeitete der ,erfindungssinn einen ,weg zu ihrer ,anwendung aus1 durch den sie pltzlich eine unheimliche und verheerende ,macht ber menschliche ,gemter und menschliche ,kultur gewann4 ,sie wurde zur ,kinematographie4 ,an sich nichts als eine planmige1 durch einen wunderbaren ,mechanismus ermglichte ,vorfhrung tausender von ,augenblicksaufnahmen nacheinander1 ahmte doch diese ,photographie nicht nur ,licht und ,schatten eines toten ,bildes nach1 sondern selbst ,plastik und ,bewegung lebendiger ,wirklichkeit4 ,so trat sie mit einemmal als ,nebenbuhlerin nicht nur der ,malerei1 sondern selbst des ,schauspiels1 in einem gewissen ,grade selbst der ,plastik1 und in ,verbindung mit der ,grammophonie selbst der ,oper und der ,vortragskunst auf4 ,mit den verdichteten ,reizen dieser seelenaufrttelnden ,knste verband sie etwas von der trockenen ,stilisierung des ,puppentheaters und fgte hinzu die -- uerste ,wohlfeilheit sensationeller ,jahrmarktsgensse4 ,sie fgte den automatisch erzeugten und vervielfltigten kunsthnlichen ,eindrcken1 die sich dem ,straenmenschen heute aufdrngen1 ihn zauberhaft locken1 vielleicht den mchtigsten hinzu4 ,auch um deswegen den mchtigsten1 weil sie schon von allen am kunsthnlichsten ist1 will sagen1 ihre ,gebrden von einer ganzen ,reihe und von den an sich schon eindrucksvollsten ,knsten borgt4 ,sie hat dadurch wirklich ,theatern ,konkurrenz8 gemacht1 das beweist doch3 sie hat ,zuschauer an sich gezogen1 die ,kunst8 gesucht haben1 und denen die ,kunst der ,schaubhne mindestens zu umstndlich zugnglich und -- zu teuer war4 ,die ,eindrcke1 die sie bot1 waren allerdings jetzt fast ausnahmslos das ,gegenteil knstlerischer3 sie waren nicht rein81 sondern beruhten auf einem ,aufschumen solcher ,instinkte1 deren gemeinste auch die ,hunde am ,prellstein erregen3 ,geschlechtsgefhle1 ,angst1 ,gier1 ,eitelkeit1 erkitzeltes ,gelchter1 fuselhafte1 anstrengungs- und malose1 begeisterungsliche ,rhrsamkeit4 ,und das ,groe81 das durch sie zu den ,besuchern sprechen wollte1 denen diese ,kunst ,ausdruck8 wurde1 war nur oder fast nur das grogeschriebene ,verdienen86 ,unter dieser ,sintflut von ,ausdrucks8-,techniken1 die die ,welt seit wenigen ,jahrzehnten -- auf ,niewiedervergehen -- berschwemmten1 bumte sich1 nach anfnglichem ,versagen1 die gesunde ,widerstandskraft des menschlichen ,geistes auf4 ,groe ,bewegungen strebten1 unter verschiedenen ,namen1 in diese neue ,welt von ,geisteseinwirkungen das hineinzubringen1 was ihr fehlte3 ,gewissenhaftigkeit4 ,aber mit moralischen8 ,schlagworten wre man hier nicht weit gekommen4 ,denn wer um ,moral prozessiert1 hat die ,last des ,beweises zu tragen4 ,wer aber jemandem nachweisen will1 da er irgendetwas getan oder geschaffen habe aus unmoralischer8 ,gesinnung1 der mte in den ,herzen lesen knnen4 ,die ,behauptung1 moralisch in gutem ,glauben gewesen zu sein1 ist schwer zu widerlegen4 ,es kann auch eine ,tat oder ein ,werk als ,leistung durchaus moralisch sein1 das in der ,wirkung1 wenigstens auf einen ,teil der ,beeinfluten1 unmoralisch ist4 ,wer einen ,mann oder ein ,werk als unmoralisch8 verklagt1 mu den objektiven ,beweis der ,unmoral fhren3 ,moral aber ist zumeist ,gesinnungssache4 ,unter den kinematographierten ,dramen8 befinden sich viele1 die von ,moral8 nur so triefen1 und die doch das ,verwerflichste und ,verbildendste sind1 das erdacht werden kann4 ,anderseits haben nicht nur ,schund8-,werke1 sondern es haben auch ,goethes ,werther8 ,selbstmorde1 ,schillers ,ruber8 ,totschlge angeregt4 ,von einem ,schaffenden ,moral8 fordern1 heit seine ,gewissenhaftigkeit ansprechen -- sie nachzumessen gibt es keinen menschlichen ,mastab4 ,die moralische ,forderung ist kein ,schutz gegen das ,verderbliche in ,literatur1 ,kunst und denjenigen ,ttigkeiten1 die sich knstlerischer oder kunsthnlicher ,mittel bedienen4 ,die knstlerische ,forderung aber wendet sich nicht an den ,schaffenden -- dem kann sie nach getaner ,arbeit oder bei mangelnder persnlicher ,veranlagung nichts ntzen -- sondern sie wendet sich an den ,empfangenden4 ,sie ffnet ihm ,sinne und ,bewutsein1 um das ,echte1 das im ungeweihten ,ohr von jedem ,lrm bertnt wird1 zu vernehmen1 sie gibt ihm ,schutz1 ,gegengift und das ,mittel zu bewuter ,ablehnung des aus fauler ,quelle ,geflossenen4 ,die knstlerische8 ,forderung umschliet die moralische3 weil das knstlerische ,sehen etwas erschauen lt1 das ,widerstandskraft und einen ,widerwillen gegen jede ,sinnenreizung niedrigerer1 unmoralischer8 ,natur erzeugt4 ,was wir als schmutzig und gemein erkennen1 ist niemals ,kunst1-- nicht weil es schmutzig und gemein ist1 sondern weil es andere ,nerven in ,mitschwingung versetzt als die1 durch die wir das ,knstlerische erkennen4 ,wohl knnen auch knstlerische und gemeine1 schmutzige ,bestandteile in einem ,werke vereint sein1 aber eben sie sofort zu unterscheiden1 die einen anzunehmen1 gegen die andern immun zu bleiben1 das ist wesentlicher ,segen der sthetischen ,kultur81 d4 i4 ,sinnenschulung84 ,diese ,einsicht hat gewi sehr dazu beigetragen1 die von verdienstvollen ,stellen gepredigte ,ausdruckskultur8 so allgemein angenommen werden zu lassen1 aber es wre ein ,irrtum1 sie nur um dieser1 ihrer moralischen8 ,wirkung willen1 fordern und pflegen zu helfen4 ,man kann ebensogut den knstlerischen ,charakter eines ,erzeugnisses darin erblicken1 da es die ,gesundheit des ,genieens wie des ,schaffens1 oder da es den wirtschaftlichsten ,kraftverbrauch auf beiden ,seiten im stofflichen wie im geistigen ,sinne verbrgt4 ,beides sind ,werte1 deren sich der einzelne wie die ,gemeinsamkeit praktisch nur dadurch vergewissern kann1 da sie all ihr ,tun wie ihr ,genieen zur ,kunst erheben4 ,suchen wir aber die ,bedeutung der knstlerischen ,forderung und ihre innere ,kraft ganz allgemein gerade fr die unserer ,zeit eigentmliche ,not zu erfassen1 so kommen wir immer wieder darauf1 da sie auf eine ,eindmmung des ,vielzuvielen1 auf die ,wiederunterwerfung der herbeigerufenen ,maschinen- und ,automaten-,massenproduktionsgeister unter den wollenden menschlichen ,geist hinausluft4 ,an die ,stelle der ,herrschaft mechanischer ,bequemlichkeiten und automatisch-stofflicher ,sinnenreizungen setzt sie wieder den whlenden und ablehnenden ,menschen1 an die ,stelle passiven ,leben-ber-sich-ergehen-,lassens setzt sie das ,tun1 das ,schaffen1 das ,eigen- und ,selbstsein1 die ,bejahung und ,erhhung des ,lebendigen in uns4 ,sie setzt uns selber an die ,stelle unserer ,lebensverzierungen und ,nervenkitzelmaschinen4 ,in diesem ,sinne ist's1 da angesichts der besondern ,not der ,zeit die alte ,forderung wieder allgemein wurde1 ja erst eigentlich feste ,gestalt und tiefere ,begrndung erhalten hat1 da wir alles1 was wir tun1 als ,kunst tun sollen4 ,eine ,sache knstlerisch machen1 heit aber1 nach ,schiller1 in letzter ,linie nichts anderes1 als sie vollkommen8 machen3 sie so innerhalb der durch ihre stoffliche und technische ,eigenart1 ihrer wirtschaftlichen und ,zweckbedingungen gesteckten ,grenzen bis zum ,rande mit eigengefhltem ,leben anfllen1 da das ,ergebnis in jedem einzelnen ,falle das hchsterreichbare ist4 ,die ,kinematographie zur ,kunst erheben1 sie als ,kunst ausben1 luft also darauf hinaus1 sich zunchst einmal so ehrlich und unvoreingenommen wie mglich in ihr ,wesen und ihre ,bedingungen zu vertiefen1 sich ihrer ,grenzen wie ihrer ,aufgaben und ,mglichkeiten bewut zu werden4 ,zu zweit ist dann die ,aufgabe1 diese gegebenen ,mglichkeiten innerhalb des ,gebots des ,echtbleibens so mit ,leben zu erfllen1 da das fertige ,lichtschauspiel1 wie irgendeine andere ,kunst1 der lebendigste ,ausdruck8 eines hinter ihm stehenden menschlichen ,wollens1 menschlichen ,empfindens1 ,freuens und ,leidens wird4 ,von diesem ,drange nach ,flle erfllt1 wird auch der ,kinoknstler von selber seine ,arbeit nicht ,wertlosem oder ,alltglichem widmen1 sondern das ,beste und ,gehaltvollste hineinlegen wollen1 das der ,tag dem ,tage geben mag4 ,stellen wir uns das ,kinoschauspiel so von ,seichtheit1 ,schmutz1 ,geschmacklosigkeit1 gehaltlosem ,sinnenkitzel1 vor allem von aller ,krfteverschwendung und -verzappelung1 von allem ,zuviel gereinigt vor1 und erinnern uns dann an die geschftliche ,organisation auf der es beruht1 und an die es gebunden ist1 so mu uns das ,herz hherschlagen4 ,dann wrde allwchentlich in aller weiten ,welt aus tausend weiten ,sttten heitern1 jedermann zugnglichen ,genusses eine ,flle reiner strkender ,geistesnahrung in alle ,volksschichten hineindringen1 wrden ,volksschichten und ,vlker der ,erde in einem gewissen ,grade in gleichen ,empfindungen1 ,gedanken und ,anschauungen1 in gleichem ,wissen und ausgleichender ,bildung zu einer ,kulturmenschheit zusammengewhnt werden knnen4 ,das ,kinoschauspiel vermchte da mehr als das gedruckte ,wort1 weil es seinen wirtschaftlichen ,bedingungen nach -- im ,gegensatz zum ,wort -- an eine sehr beschrnkte und sehr zentralisierte ,erzeugung und an einige nur wenig zu vermehrende1 groartige ,verbreitungsorganisationen gebunden ist4 ,und weil es1 wie schon bemerkt1 vermge seiner unmittelbaren ,anschaulichkeit1 seiner sinnenpackenden ,lebenshnlichkeit und seiner ,voraussetzungslosigkeit seltener1 aber unvergelicher auf den ,menschen1 besonders den weniger vorgebildeten wirkt4 #b4 ,wesen der ,kinematographie ,wir sprachen vom ,kinoschauspiel81 von dem wir hohe ,wirkungen erwarteten4 ,da werden wir von vielen miverstanden worden sein4 ,im gewhnten ,wortsinn versteht man unter einem ,kino-,schauspiel8 das1 woran die meisten unter ,kinematographie8 berhaupt zuerst und fast ausschlielich denken3 nmlich nicht das ,schauspiel8 besonderer ,art1 das durch die kinematographische ,bildervorfhrung und ihr ,zubehr -- ,vortrag1 ,musik usw4 -- im ,kinotheater auf der ,leinwand zustande kommt1 sondern ein der ,bhnendichtung nachgeahmtes ,schauspiel8 -- eine ,posse oder ein ,drama8 usw4 --1 dessen optische ,erscheinung zum ,teil 7ohne die ,farben u4 a47 vom ,kinematographen aufgenommen1 vervielfltigt und zu einem ,bilde verflacht wiedergegeben wird4 ,ein wenig ,nachdenken zeigt uns1 da diese ,art von ,kinoschauspiel in unsere ,auseinandersetzungen nur zum ,teil und in einem besondern ,sinne gehrt4 ,wir wollen im wesentlichen berlegen1 wie wir die ,kinematographie selbst zur ,kunst erheben knnen1 und nur nebenbei fragen1 in welchem ,verhltnis sie 7als ,dienende und ,vermittelnde1 als ,aufbewahrerin und ,vervielfltigerin7 zu andern ,knsten steht4 ,zum ,kinodrama 7wie wir's mal nennen wollen7 steht die ,kinematographie in zweierlei ganz verschiedenem ,verhltnis4 ,entweder sie will nur dazu dienen1 dramatische ,darstellungen1 schauspielerische ,leistungen von besonderm ,erinnerungswert der ,nachwelt aufzubewahren3 sie soll besondere ,regieleistungen1 ,glanzszenen berhmter ,schauspieler1 ,bhnenvorschriften usw4 fr ,archive zu fachlichen oder kultur- und kunstgeschichtlichen ,zwecken festhalten4 ,dann kann sie selber knstlerisch8 nur sein durch eine besonders vollkommene ,erfllung ihrer technischen ,aufgabe1 das ,gewnschte dokumentarisch getreu1 automatisch widerzuspiegeln4 ,sie kann zu knstlerischem ,werte steigen dadurch1 da sie hinter das dramatische ,kunstwerk vllig zurcktritt4 ,niemals aber wrde man die betreffende schauspielerische1 dichterische ,leistung selber kinematographische ,kunst8 nennen4 ,oder es kann ein ,schauspiel erdacht1 eine ,szene gespielt werden nur zu dem ,zwecke1 in der kinematographischen ,wiedergabe zu wirken3 zu dieser ,art gehrt oder sollte gehren das meiste1 was in ,kinotheatern an ,dramen8 usw4 gezeigt wird4 ,hier ist weder das ,spiel selber noch die kinematographische ,aufnahme das ,kunstwerk81 sondern das ,kunstwerk ist erst die ,verschmelzung von beiden1 das fertige ,bild auf der ,projektionsleinwand4 ,man kann hier eigentlich weder von einem ,schauspiel8 7im gewohnten ,sinne7 wenigstens nicht von einem ,drama8 sprechen noch von zur ,kunst erhobener ,kinematographie81 sondern man mte einen ganz neuen ,namen suchen1 wie es denn ja auch geschehen ist3 kinematographische ,bilderspiele1 ,kino-,schattenspiele1 lebende ,bilder1 ,licht-,pantomimen o4 dgl4 ,in der ,hauptsache unterliegen solche ,spiele dem ,gesetzgebiet der ,dramaturgie1 die ja angibt1 wie ein ,schauspiel aufgebaut1 ein ,spiel beschaffen sein mu1 je nachdem es etwa auf einer modernen ,bhne1 einem antiken ,theater1 in einem ,zirkus oder einem ,puppentheater usw41 kurz unter bestimmten ,zweckgesichtspunkten zur ,geltung kommen soll4 ,mit diesen ,fragen wird sich ja ein anderes ,bndchen dieser ,sammlung ausfhrlich befassen4 ,wir werden an seiner ,stelle nur insoweit darauf zurckkommen1 wie wir es von unserm ,gesichtspunkt -- ,kinematographie selbst zur ,kunst erhoben8 -- zu streifen haben4 ,das allerwichtigste aber ist fr unsere ,freunde1 sich dies scharf vor ,augen zu halten3 da just die ,wiedergabe oder auch ,schaffung 7in gewissem ,sinne7 von bhnenhnlichen ,stcken8 wie berhaupt die ,wiedergabe von gestellten8 ,bewegungsvorgngen weder die einzige1 noch die wichtigste ,aufgabe der ,kinematographie ist1 und da am allerwenigsten gerade da das ,gebiet ihres ,knstlerischwerdens8 liegt4 ,die ,wiedergabe von dramatischen ,sujets81 sei's fr ,archive1 sei's fr ,belustigungszwecke ist vielmehr nur eine 7wenn auch ausdehnungsfhige und zurzeit besonders begehrte7 ,bettigung ihrer ,wesensaufgabe 7in der allein sie auch ihr ,emporsteigen zu einer ,kunst suchen kann73 der durch ,menschenhand und -nerv mglichst wenig geflschten1 mglichst wirklichkeitsgetreuen ,wiedergabe von natrlichen ,bewegungen1 auf ,grund ihrer chemisch-automatischen ,selbstaufzeichnung4 ,denn wenn wir uns fragen3 was in aller ,welt ist denn nun wohl dasjenige an der ,kinematographie1 worin ihre ,eigenart besteht1 worin sie sich also von allem andern verwandten -- ,malerei und ,zeichnung1 ,bhne und ,puppentheater1 ,augenblicksphotographie und ,lichtbild1 ,beschreibung und allgemeine ,stimmungserregung1 ,schattenspiele und ,kaleidoskop1 und was man sonst alles zum ,vergleich heranziehen knnte -- unterscheidet1 das1 was ihr keine andere ,kunst oder ,technik nachmacht1 das1 was ihr unsere ,herzen gewonnen hat1 woran die ,kulturmenschheit ihre stolzesten ,empfindungen und ihre hchsten ,hoffnungen geknpft hat -- so wird doch keiner zur ,antwort geben3 dies ,hchste und ,eigenartige ist das ,theaterstck84 ,jede ,bhne1 jedes ,puppen-1 ja ,kasperltheater hat 7sobald man vom knstlerischen ,standpunkt daran tritt7 unendlich viel vorm ,kinodrama voraus4 ,die ,pantomime mu sich auf sehr wenige ,wirkungsmittel beschrnken1 um kinematographisch feststellbar zu sein1 und von dem wenigen kommt im fertigen ,bilde wieder nur ein ,bruchteil zur ,geltung4 ,wir werden ja darber noch ausfhrlicher sprechen4 ,auf jeden ,fall brauchte nicht der ,kinematograph erfunden zu werden1 um ,theaterkunstwerke oder auch nur ihre ,vorfhrung in weitern ,kreisen zu ermglichen2 und soweit er das letztere tut1 tut er's in denkbar unvollkommenster ,weise4 ,nein1 das vorerst unbertreffliche ,neue und ,eigene der ,kinematographie ist dies1 da sie -- innerhalb der ihr gesteckten ,grenzen -- das ,schwarzwei-,bild wirklicher ,vorgnge 7nicht nur ,augenblickszustnde7 mit dokumentarischer ,treue festhlt1 vervielfltigt und wieder sichtbar macht4 ,wer die ,kinematographie zur ,kunst erheben1 ein kinematographischer ,knstler sein will1 kann es nur werden1 indem er diesem ,ziele mit immer steigender ,vollkommenheit durch ,ausnutzung aller in der ,technik liegenden ,mglichkeiten und ihre weitere ,steigerung nachstrebt4 ,das ist die neue ,welt1 die sich uns geffnet hat1 seit die ,kinematographie ,wirklichkeit geworden ist4 ,vor #cj ,jahren las ich eine ,novelle von einem ,manne1 der eine ,muschel erfunden hatte1 die die im ther umherirrenden ,lichter und ,klangwellen lngst vergangener ,ereignisse auffing und wieder ordnete1 so da ihr ,besitzer ,csar wandeln sah und ,beethoven spielen hrte4 ,es war nur eine ,illusion1 die ,verzckung eines ,wahnsinnigen gewesen4 ,knftige ,zeiten werden vermittels der ,kinematographie und ihrer grammophonischen ,schwester ,csaren und ,beethoven von heute wieder erstehen lassen knnen1 und wir knnen's bereits4 ,meere1 die an meilenfernen ,ksten wogten1 sehen wir wiederwogen1 ,raum und ,zeit vergessend4 ,aber1 das eben ist das ,wertvolle der ,kinematographie3 wir sehen sie nicht wogen1 wie die ,phantasie des ,malers oder die des ,theater-,miedings sie sich und uns vorstellt1 sondern so1 wie sie es wirklich zu einer bestimmten ,zeit an einem bestimmten ,orte taten4 ,sie haben sich selber gemalt1 keine ,menschenhand hat zitternde ,striche hinzugefgt1 dies ,bild hat ,beweiskraft4 ,das kann der ,maler nicht1 noch irgendein anderer ,knstler4 ,der ,wert menschlicher ,hand- und ,krperkunstwerke beruht auf ihrer ,vereinfachung der wirklichen oder gedachten ,naturmodelle zu ,motiven84 ,ist der ,maler ,naturalist8 oder ,impressionist81 will er also von den ,sinnen ,wahrgenommenes1 recht wirklich8 wiedergeben1 so tut er es indem er von den einzelnen krperlichen ,erscheinungen1 die den festzuhaltenden ,sinneneindruck ausmachten1 ,abbildungen8 im mglichst naturentsprechenden ,mengenverhltnis nebeneinandersetzt4 ,wie dem richtigen ,dramatiker immer noch ein ,baum ,wald81 dem ,zeichner einiges bltterhnliche ,gekritzel einen ,baum8 bedeutet8 -- so ist dies ,mit-,bedeutungen-,spielen8 doch zuletzt das ,handwerkszeug aller ,handknste4 ,der ,maler1 der nachahmen wollte1 was die ,kinematographie kann1 nmlich alles8 wenn auch nur in einem ,ausdrucksmittel1 dem ,schwarz-,wei81 wiederzugeben -- der wre kein ,knstler2 er wre vielleicht ein ,narr4 ,das kann nur die ,natur selbst1-- sich selber nachahmen1 ein erstarrtes ,spiegelbild von sich machen4 ,umgekehrt3 im ,auswhlenwollen1 im ,betonen bestimmter ,empfindungserreger1 im ,komponieren8 und ,stellen8 von ,bildern1 da ist der ,kinematographie wie der ,photographie berhaupt ein sehr enges ,feld gesteckt4 ,da liegt ihre ,strke nicht3 und dann kann sie sich da auch nicht oder nur in enger ,grenze als ,kunst bewhren4 ,die ,wesensaufgabe der ,kinematographie ist nicht nur1 ,wirklichkeit8 wiederzugeben1 sondern vor allem auch die ,wirklichkeit1 die eben keine andere ,technik oder ,kunst wiedergeben kann3 die der freien1 unbefangenen ,bewegung in der ,natur und all ihrem ,reichtum an ,einzelheiten4 ,bevor wir den ,reizen und ,mglichkeiten dieser ,aufgabe nachgehen1 mssen wir das ,wesen der ,kinematographie8 weiter betrachten4 ,es wird ,zeit1 uns nun zu fragen3 was ist nun die ,kinematographie8 -- was ist das ,enderzeugnis1 der ,gegenstand8 unseres ,kunstbestrebens8 ,vor dieser ,betrachtung geht's uns wie vor einem blhenden ,baume1 dessen ,schnheit uns fesselte4 ,treten wir nher heran1 so sehen wir seine lichtgraue ,wolke sich in eine wimmelnde ,menge von ,blten1 ,blttern und ,zweigen auflsen1 von denen jedes einzelne so schn1 so vollkommen und in sich abgeschlossen ist1 wie uns vorher das ,ganze erschien4 ,auch die ,kinematographie8 besteht ja aus einer reichen ,reihe einzelner ,bettigungen menschlichen ,knnens1 einzelner1 von ,menschen angeregter mehr oder minder automatischer ,vorgnge4 ,jede einzelne dieser menschlichen ,bettigungen1 ,anregungen und berwachungen chemischer ,vorgnge ist1 vollkommen ausgebt1 in ihrer ,art eine ,kunst4 ,und in fast jeder einzelnen bettigen sich ja meist auch eine oder mehrere andere ,personen4 ,da haben wir zuerst die kinematographischen ,handarbeiten3 das ,aufnehmen1 das ,festhalten1 das ,vervielfltigen und das ,wiedergeben des ,bildes4 ,zum ,aufnehmen gehrt3 die ,vorberlegung und ,wahl des ,bildes1 die ,einstellung und ,bewegung des ,films im richtigen ,augenblick1 die gleichmige ,bewegung der ,kurbel im richtigen ,zeitma1 nachdem der ,film richtig eingefgt und die ,blende gewhlt ist1 die gleichzeitige ,beobachtung der ,vorgnge 7die der ,film festhlt71 das richtige ,verstehen1 auch ,studium des ,gegenstandes1 seine ,feststellung1 die ,bezeichnung und ,ordnung1 der ,schutz und die ,versendung der -- vom rohen ,film in nichts zu unterscheidenden -- ,negative4 ,das ,festhalten des ,bildes ist1 bei allem ,automatismus des ,grundvorgangs1 doch ebenfalls in hohem ,grade vom ,verstndnis und der ,aufmerksamkeit des ,menschen abhngig3 das ,entwickeln bis zum richtig getnten1 nicht zu scharfen1 noch weniger unscharfen ,negativbilde1 das ,fixieren1 das ,trocknen4 ,die ,vervielfltigung1 das ein- oder hundertmalige ,kopieren macht8 zwar eine ,maschine1 aber besorgen8 mu es doch der ,mensch1 der durch ,regelung der ,belichtung ,schwchen des ,negativs ausgleicht usw4 ,das ,wiedergeben endlich erffnet eine verwirrende ,flle von ,mglichkeiten3 die rein technische ,fhrung des ,films hinterm ,objektiv vorbei1 die ,wahl und ,ausstattung der ,bildflche1 die ,untersttzung der ,bildwirkung durch das gesprochene ,wort1 begleitende oder umrahmende ,musik1 ,nachahmung von ,naturgeruschen1 ,vereinigung mit ,lichtbildern und anderm einschlielich beleuchteter ,pausen zu einem harmonischen ,ganzen 7,programmgestaltung7 eben der ,vorstellung81 endlich die ,raumausstattung4 ,in etwas weiterm ,sinne1 und doch nicht unbeteiligt zuletzt auch am knstlerischen ,werte des ,endergebnisses ist sogar der riesige geschftliche ,apparat1 der von zentraler ,stelle aus das ,programm des kleinsten ,vorstadttheaters regeln hilft4 ,das aber fhrt uns von den beeinflubaren1 von dem ein ,kunstwerk wollenden ,menschenwillen eingeschlossenen1 zu denjenigen elementaren ,bedingungen hinber1 die -- wie die finanzielle und soziale ,lage der ,theaterbesitzer und ihres ,publikums -- einfach gegeben sind -- ohne deren ,bercksichtigung aber gleichfalls ein ,kinoschauspiel etwas ,unvollkommenes und daher auch ,unknstlerisches sein wrde4 ,all diese beeinflubaren und unbeeinflubaren ,einzelheiten aber haben alle nur 7in unserm ,sinne gedacht7 ein ,ziel1 wenigstens ein allen andern vorangehendes ,ziel3 die knstlerisch vollkommene ,gesamt-,kinovorfhrung1 das1 was ich eingangs das zur ,kunst erhobene ,kinoschauspiel nannte4 ,dieses ,schauspiel1 im hchsten ,sinne des ,wortes1 kann nicht zustande kommen1 wenn auch nur eine einzige der aufgezhlten ,handhabungen versagt hat1 eine einzige der elementaren ,bedingungen unbercksichtigt geblieben ist4 ,genauer3 das ,endergebnis kann nicht ein knstlerisch einwandfreies sein1 wenn auch nur einer der vielen1 die an seinen ,bedingungen mitgearbeitet haben1 irgend etwas anderes gewollt1 an anders gedacht hat1 als in erster ,linie an das ,gesamtziel3 das knstlerische ,kinoschauspiel4 ,es gibt vor allem einen ,gesichtspunkt1 der namentlich in industrieller ,arbeit den des knstlerischen ,wollens in den meisten ,instanzen weit in den ,schatten zu stellen pflegt1 nmlich bei den ,angestellten den3 wie kriege ich am bequemsten so viel wie mglich ,lohn1 und bei den ,leitern den3 wie machen wir soviel wie mglich ,geld8 ,diese ,frage und das sie begrndende ,streben ist vollkommen berechtigt1 wenn es sich dem unterordnet3 wie mache ich meine ,sache so vollkommen wie mglich8 ,eine ,erwgung1 die ja wohl an sich mit der erstern nur bei kurzsichtigen ,leuten in ,widerspruch steht4 ,und die selber wieder in die ,frage ausluft3 wie mu ich's machen1 um zu meinem ,teile dazu beizutragen1 da das ,endergebnis1 das ,gesamtprogramm im festlichen1 menschenerfllten ,kinotheater ein vollendetes ,kunstwerk sei6 #c4 ,der knstlerische ,gegenstand ,der ,zweck8 aller ,kinematographie1 und also der ,gegenstand auch all ihrer knstlerischen ,bestrebungen ist -- wie dem ,maler das ,bild1 dem ,baumeister das ,haus -- die wirkliche vollendete ,gesamtauffhrung4 ,ihre ,ermglichung teilt sich in zwei sehr verschiedene ,ttigkeiten3 erstens die ,herstellung der ntigen ,bilder und ,apparate1 zweitens ihre ,zusammenstellung unter sich und mit andern 7,lichtbildervortrag usw47 und ihre ,vorfhrung1 kurz die ,vorstellung4 ,wir wollen dementsprechend die knstlerischen ,aufgaben der ,aufnahme und der ,wiedergabe getrennt besprechen4 ,sie werden von verschiedenen ,personen und ,berufskreisen ausgebt1 ihre ,mittel und ,aufgaben sind verschieden1 das ,gemeinsame an ihnen ist aber dies1 da die ,aufnahme und ,herstellung der ,bilder lediglich dem ,endzweck der ,wiedergabe dient4 ,der ,kinoaufnahmeknstler mu sich von zweierlei ,gesichtspunkten leiten lassen4 ,einerseits schwebt ihm die ,vorstellung vor1 zu der er einen mglichst herrlichen1 naturgetreuen und wirkungsvollen ,beitrag liefern will -- auf der andern ,seite ist er sich der engen ,grenzen bewut1 die ihm in seinem ,streben sein ,stoff und seine ,technik weisen4 ,knstlerisch wertvoll kann nur ein ,kinobild sein1 das eben auf kinematographischem ,wege auch das vollendet wiedergibt1 worauf es ankommt3 nicht also ein schnes ,stck kinematographierter ,natur1 sondern ein schn kinematographiertes ,stck ,natur4 ,diese technischen ,grenzen der ,kinematographie sehen wir aber sehr hufig auer acht gelassen1 und daher wollen wir sie uns1 soweit sie fr die ,aufnahme in ,betracht kommen1 recht klar vor ,augen halten4 ,der ,kinematograph gibt weder alles sich ,bewegende wieder1 noch gibt er es so wieder1 wie das ,auge es sieht4 ,er ist zunchst an sehr enge ,beleuchtungsgrenzen gebunden1 wodurch neun ,zehntel aller ,gegenstnde fr uns von selber wegfallen1 darunter fast alle ,aufnahmen in geschlossen ,gebuden1 selbst wenn sie sehr licht sind4 ,fr unsere ,breiten kommen ferner ,frhling und ,herbst sowie trbe ,wintertage kaum in ,betracht1 und von den brigbleibenden nur die hellsten ,tagesstunden4 7,von ,atelieraufnahmen mit knstlichem ,licht usw4 sprechen wir am besondern ,orte47 ,sodann sieht unser ,apparat nicht wie wir1 frei in die ,landschaft hinein1 er kann nicht sein ,auge rechts und links schweifen lassen1 noch weniger es abwechselnd auf ,nhe und ,ferne einstellen4 ,so gibt er also nur einen kleinen1 keilfrmigen ,ausschnitt aus einer ,naturszenerie4 ,ist er auf weit eingestellt 7d4 h4 ein weitsichtiges8 ,glas genommen71 so ist der ,ausschnitt um so schmaler und spitzer2 ist er dagegen nahsichtig 7von kurzer ,brennweite71 so gibt er nur nahe ,gegenstnde richtig1 ferne dagegen verschwommen wieder4 ,da er nur mit einem ,auge blickt1 so zeigt er die ,gegenstnde auch nicht krperlich 7plastisch71 wie wir sie sehen1 sondern bildhaft flach4 ,er gibt auch ihr scheinbares ,grenverhltnis 7,perspektive7 nicht falsch1 aber anders als das ,auge1 und die ,nhe und ,ferne verschieden1 je nach der ,brennweite des ,objektivs 7,aufnahmeglases7 wieder4 ,meist sind die ,gegenstnde im ,vordergrunde zu gro und hinten zu klein4 ,dieser belstand wirkt besonders auffllig an sich bewegenden ,dingen oder ,personen1 die aus dem ,hintergrunde nahend1 unnatrlich schnell an ,gre wachsen4 ,auch durch andere ,umstnde ist die ,zahl der ,bewegungen1 die der ,kinematograph richtig8 wiedergibt1 beschrnkt4 ,wie die zum ,beschauer senkrechten1 so gibt er auch schnelle ,querbewegungen1 besonders aus der ,nhe1 falsch wieder3 sie lsen sich in ihre einzelnen ,augenblicksaufnahmen auf1 und erscheinen grob flimmernd4 ,da ferner der ,apparat seine ,schauflche nur mhsam und begrenzt ndern kann1 so kann er auch einer ununterbrochenen ,fortbewegung in einer ,richtung schlecht folgen4 ,bleiben also als mgliche1 mindestens als kinematographisch vollendet wiederzugebende ,bewegungen aus technischen ,grnden solche brig1 die sich bei gengendem ,licht in bestimmter1 einigermaen gleichmiger ,entfernung auf beschrnktem ,bildfelde abspielen und auch bei ,wegfall der plastischen ,erkennbarkeit gut unterscheiden lassen4 ,diese ,bedingungen ndern sich nur wenig1 wenn der ,apparat selber1 z4 ,b4 von einem fahrenden ,zuge aus1 bewegt wird4 ,aufs neue schmilzt die ,zahl der in ,betracht kommenden ,aufnahmen gewaltig zusammen infolge des ,verhaltens der lichtempfindlichen ,schicht gegen ,farbenunterschiede4 ,der ,kinematograph gibt ,farben an sich berhaupt nicht wieder4 ,deshalb mssen wir auf all die ,naturbilder verzichten1 deren ,reiz und ,herrlichkeit wesentlich in ihrer ,farbe liegt4 ,diese ebenso wie die minder farbigen mu der ,aufnehmende im ,geiste gleichsam in die ,schwarz-,wei8-oder ,licht- und ,schattenwirkung bersetzen1 um sich vorzustellen1 wie der ,anblick im fertigen ,bilde sein wird4 ,der ,kinematograph gibt zwar nicht die ,farben1 aber an ihrer ,stelle den ,farbenwert in verschiedenerlei ,grau ausgedrckt8 wieder1-- und zwar diesen anders als unser ,auge4 ,uns leuchtend erscheinende ,farben1 wie rot und gelb1 wirken dunkel1 dunkle1 wie blau1 dagegen licht1 und das im ,kinematographen noch mehr wie sonst in der ,photographie1 weil hier der ,ausgleich mittels besonderer ,filmschichten1 ,gelbscheibe und ,entwicklung unmglich oder doch selten und nur zum ,teil mglich ist4 ,mit ,rcksicht darauf mu sich also der ,aufnehmende mehr als ,zeichner8 denn als ,maler8 fhlen4 ,was einem ,bilde ,ausdruck und ,deutlichkeit verleiht1 sind groe deutliche ,umrisse und groe gleichmig getnte oder gleichsam getuschte ,flecken4 ,jenes reizvolle ,vielerlei und ,durcheinander in der ,natur1 wenn es auf ,farben oder blendendem ,glanz beruht1 ist nichts fr ihn4 ,nur dann1 wenn es sich auf eine reizvolle ,zeichnung8 zurckfhren lt1 wenn ein ,vielerlei von ,formen8 ist1 wird es auch in seinem ,bilde als reizvoller und deutlich erkennbarer ,reichtum wiedererscheinen4 ,die verschiedenen ,verfahren1 ,naturfarben zu kinematographieren1 leiden noch an zu groen ,mngeln1 und soweit sie berhaupt praktisch verwertbar sind1 sind sie noch -- wie ,urbans ,kinemacolor8 -- ,monopole einzelner ,firmen4 ,gewi wird auch hier eines ,tages etwas ,vollendetes hervortreten2 einzelne ,kinemacolorbilder sind sogar schon mit ,vergngen zu betrachten4 ,aber noch sind die technischen ,mngel -- besonders falsche ,wiedergabe der ,farbenwerte und das ,flimmern -- zu gro1 um diese ,vorfhrungen in den ,kreis unserer ,betrachtungen ziehen zu knnen4 ,wir mssen uns ferner bewut bleiben1 da das kinematographische ,bild1 eben weil es ja in ,wirklichkeit aus ,tausenden von ,bildchen zusammengesetzt ist1 all der individuellen ,behandlung in ,entwicklung1 ,fixage und ,vervielfltigung1 aller ,retouche und ,nachhilfe unfhig ist1 durch die man in eine ,augenblicksaufnahme oft eine ganze ,menge persnlicher ,auffassung hineinzulegen vermag4 ,selbst in ,beziehung auf die ,wahl des ,bildausschnitts lt es nicht so viel ,freiheit wie das ,einzelbild1 da eben ,rahmen und ,komposition8 des ,gegenstandes sich whrend der ,aufnahme in unvorhergesehener ,weise ndern knnen4 ,endlich liegt eine ,beschrnkung1 die zwar in jeder ,kunst mitspielt1 in der ,kinematographie besonders nahe3 unter all den prchtigen und herzbewegenden ,bewegungsbildern in der ,natur mu man auf die verzichten1 die -- zu lange dauern4 ,der ,grund liegt nicht nur darin1 da eben doch die ,mngel eines ,kinobildes im ,vergleich mit einem ,naturvorgang so gro sind1 da auch die beste ,aufnahme auf die ,dauer langweilen wrde4 ,wenn nicht nur ,farbe1 ,plastik1 ,perspektive und ,ausdehnung fehlen oder unvollkommen sind1 sondern auch alles1 was nebenbei das ,ohr hrt1 ,vogelgesang und ,donnerrollen1 ,wasserrauschen und ,kfersummen1 und was wir fhlen und riechen3 ,blumenduft1 ,luft und ,winde -- da werden wir uns doch bewut1 da wir auch im ,besitz der ,kunst1 die ,natur sich selbst aufschreiben zu lassen81 nicht glauben drfen1 sie meistern zu knnen4 ,auerdem wirkt aber hier die konomische ,frage besonders stark mit4 ,filme sind so teuer1 da eine stundenlange ,aufnahme ein kleines ,vermgen verschlingt und daher nur gewagt werden kann1 wo das ,ergebnis etwas von ,anfang bis ,ende ,fesselndes hat4 ,immerhin sind lange dauernde ,aufnahmen technisch nicht unmglich und finden zuletzt ihre ,grenze nur im ,hinblick auf die fertige ,herstellung1 die weder zu lang noch zu eintnig sein darf4 ,b4 ,herstellung des ,films #a4 ,die knstlerischen ,gesichtspunkte in der technischen ,filmherstellung ,die rein technische ,ttigkeit von der ,aufnahme bis zur ,herstellung des fertigen ,bildes ist zwar im wesentlichen auf die ,anregung und berwachung automatischer ,naturvorgnge1 ihr vollkommenes ,auswirkenlassen und die ,auswahl unter ihren ,ergebnissen beschrnkt1 bietet aber eine ,menge ,mglichkeiten1 auch auf das knstlerische ,endergebnis einzuwirken4 ,der ,grundsatz mu hier sein1 die ,echtheit und ,wahrheit der ,naturselbstwiedergabe in allem zu wahren und zu frdern1 und nur da1 wo man ohne ,verletzung dieser ,bedingung die ,wahl hat zwischen dem1 wie der ,mensch es sieht8 und dem1 wie die ,glaslinse es sieht81 sich geschmackvoll nach der ,seite des erstern zu entscheiden4 ,unwahr darf das ,kinobild auf keinen ,fall werden1 aber in allem mu seine ,wirkung in der ,vorfhrung als ,mastab vorschweben4 ,da mssen wir allerdings auf einzelne1 an eine vollkommene ,vorstellung zu stellende ,anforderungen vorgreifen4 ,soviel ist klar1 da das bloe ,abrollen nach einer guten ,naturaufnahme noch kein ,kino-,schauspiel ist1 oder doch in den seltensten ,fllen4 ,der ,vorfhrer oder ,regisseur der ,vorstellung mu in der ,lage sein1 einen ,unterschied des ,kinobildes von der ,wirklichkeit auszugleichen3 die ,pltzlichkeit und ,unvorbereitetheit1 mit der es sich abrollt1 und die ,undeutlichkeit mancher ,einzelheiten4 ,mit andern ,worten3 ein kinematographisches ,bild mu psychologisch vorbereitet und erlutert sowie szenisch ergnzt werden knnen4 7,vortrag1 ,lichtbilder1 ,naturgerusche usw47 ,dazu gehrt aber vor allen ,dingen1 da der ,vorfhrer oder ,erluterer selber wei1 was er darstellt1 und da er mehr davon wei1 als das ,bild selbst verrt4 ,so merkwrdig es klingt3 trotz zahlreicher geschwtziger oder schwungvoller gedruckter ,beigaben und ,erluterungen von ,filmfirmen1 fehlt doch zu den meisten ,bildern so gut wie alles1 um dieses ,bedrfnis der ,regie zu befriedigen4 ,es bleiben nicht nur fast alle ,einzelheiten1 die ein ,bild interessant und wertvoll machen1 in den meisten ,fllen unvermerkt und unerlutert1 es sind nicht nur viele der gegebenen ,erluterungen falsch1 sondern es sind sehr hufig selbst die ,bezeichnungen ganzer ,bilder und ,szenen falsch4 ,das liegt nur zum ,teil an der ,verwechslung der ,negative auf dem ,wege von der ,aufnahme durch die ,entwicklungsrume zum ,bureau1 an ihrer mangelhaften ,bezeichnung und unordentlichen ,aufbewahrung1 an ,miverstndnissen und bersetzungsfehlern oder gar absichtlicher ,sucht des ,namengebers nach ,sensation und ,aktualitt4 ,es liegt in der ,hauptsache in ,versumnissen bei der ,aufnahme1 und diese wieder zum ,teil in mangelnder ,vorbereitung der ,aufnahme4 ,zunchst einmal mte es selbstverstndlicher und eiserner ,brauch bei jeder ,naturaufnahme 7worunter ich jede nicht gestellte geographische1 geschichtliche1 sonst wissenschaftliche usw4 verstehe7 sein1 da sich dabei auer dem ,kurbeldreher 7,operateur87 und seinem etwaigen technischen ,gehilfen jemand befindet1 dessen einzige ,aufmerksamkeit darauf gerichtet ist1 den ,gegenstand der ,aufnahme scharf zu beobachten1 ber jedes einzelne ,vorkommnis genaue ,notizen zu machen oder ntigenfalls einem ,stenographen zu diktieren4 ,das letztere wird z4 ,b4 ntig1 wenn etwa ein ,zug von ,militr oder hervorragenden ,persnlichkeiten1 eine ethnographisch interessante ,straenszene1 das mikroskopische ,gewimmel in einem ,wassertropfen usw4 aufgenommen wird1 oder ,naturszenen1 die starke berraschungen und eine ,menge interessanter ,einzelheiten bieten1 wie etwa ,vulkanausbrche o4 dgl4 ,da ist ein ,mann1 unter ,umstnden mehrere1 vollauf beschftigt1 zu sehen1 und knnen nicht auch noch schreiben4 ,die ,notizen mssen sich auf alles ,beachtenswerte erstrecken1 und etwa enthalten3 ,genaue ,angabe von ,ort1 ,datum und ,tagesstunde der ,szene1 ,sinn und ,bedeutung des ,gesamtvorgangs1 ,namen und ,kennzeichen aller ,einzelheiten1 der rtlichkeit 7,berge1 ,wasser1 ,ansiedlungen1 ,bume1 ,tiere7 und ,personen 7,name1 ,aussprache61 ,stand1 ,ttigkeit im ,bilde1 ,kennzeichen1 ,einzelheiten der ,tracht usw471 ,alle ,abschnitte 7,phasen7 der ,szene1 ,bewegungsvorgnge4 ,dabei wahrgenommene1 im ,bilde nicht wiedererscheinende1 daher in der ,vorstellung zu ergnzende ,nebenerscheinungen1 wie vor allem ,gerusche 7genaue ,angaben71 ,farbenerscheinungen1 ,reden1 ,ausrufe1 ,gesprche1 ,liedertexte1 ,tanz- und andere ,musik usw4 ,bei physikalischen und technischen ,aufnahmen auerdem ,maangaben 7,messungen71 wissenschaftlich ntige oder interessante ,einzelheiten1 endlich 7eventuell73 ,metronomische ,angaben ber das ,zeitma der ,kurbeldrehung bei der ,aufnahme1 fr den ,entwickler ntige ,angaben ber ,beleuchtung und technische ,einzelheiten der ,teilaufnahmen4 ,es ist auerdem ntig1 da auf dem ,rohfilm selbst an den ,stellen1 wo ein ,bild umspringt 7,szenenwechsel71 wenn ,zeit dazu ist1 nicht nur ein ,strich1 sondern auch eine ,notiz 7eventuell ,zahl7 gemacht wird1 so da ,verwechslungen ausgeschlossen sind4 ,erst eine so vorbereitete ,aufnahme kann zum wertvollen ,bestandteil einer knstlerisch vollendeten1 d4 h4 hier einfach sachgem durchfhrten und individuell ergnzten ,endauffhrung werden4 ,nur sie bietet die gengende ,unterlage zum ,erluterungsvortrag1 ermglicht die ,vorbereitung der ,zuschauer auf wichtige auftauchende ,einzelheiten1 ihre ,einfhrung in den ,wert des ,bildes1 die intensive ,anfeuerung ihres ,interesses und ,belebung ihrer ,phantasie1 die ,vervollkommnung der ,illusion durch ,geruschnachahmung1 die ,herbeischaffung ergnzender ,lichtbilder1 die ,vorfhrung im richtigen ,zeitma4 ,sie erhht aber auch den wissenschaftlichen und ,sammelwert des ,bildes um ein ,vielfaches1 ja macht es unter ,umstnden zu einem ,unikum4 ,man glaubt nicht1 wie schwierig1 ja unmglich es ist1 in vielen1 ja in den meisten ,fllen auch gute ,kinonaturaufnahmen nur einigermaen ihrem ,inhalt nach zu bezeichnen1 besonders wenn man in ,betracht zieht1 da ein ,kinobesitzer endlich nicht die ,professoren aller ,fakultten zu ,rate ziehen kann4 ,wer hat alle ,stdte des ,orients gesehen1 wer kennt die aberglubischen ,zeremonien aller ,wilden ,polynesiens4 ,wer ist zugleich mit allen wichtigen ,persnlichkeiten einer ,staatsaktion1 mit jedem ,protoplasmaklmpchen im ,wassertropfen vertraut1 und wer findet sich wiederum ohne weiteres in schwierige ,kolbengnge und ,rderspiele von ,maschinen hinein8 ,geradezu unmglich ist diese ,forderung dem ,kinobesucher selbst gegenber1 der ein ,bild1 noch dazu mit all seinen optischen ,mngeln1 zum erstenmal an sich vorbeihuschen sieht4 ,aber ebenso praktisch unmglich1 mindestens wochen- und monatelange ,arbeit erfordernd1 ist es in den meisten ,fllen auch fr den vielseitig gebildeten ,berufsmenschen4 ,dennoch wissen wir alle1 da gerade ,natur- und technische ,vorgnge1 so fesselnd sie rein sinnenmig als ,bewegung einen ,augenblick sein mgen1 brennendes ,interesse doch erst erhalten1 wenn uns gerade jene ,wissenseinzelheiten dazu bekannt werden4 ,jedenfalls kann ein nicht oder nur halb verstandenes ,bild nie harmonisch1 also knstlerisch wirken4 ,zum ,verstndnis aber bedarf jedes ,kinobild der ,vorbereitung1 ,erluterung und ,ergnzung1 die nur auf ,grund von an ,ort und ,stelle gemachten ,notizen mglich sind4 ,freilich ist bei wenigem ,nachdenken einzusehen1 da es nichts weniger als einfach ist1 diese ,beobachtungen und ,notizen zu machen4 ,vielmehr kann das berhaupt nur ein fachmig und zugleich vielseitig gebildeter ,kenner des ,aufnahmegegenstandes4 ,und dieser wieder wird in den meisten ,fllen von den aufzunehmenden ,ereignissen einfach berrannt werden1 wenn er sich nicht lange vorher eingehend und gewissenhaft aus ,fachwerken und ,vorstudien auf das zu ,erwartende vorbereitet hat4 ,nur natrlich ist's und weiterhin im ,interesse des ,endzwecks gelegen1 wenn eben dieser wissenschaftliche ,begleiter auch zugleich der vorbereitende und mitwhlende ,beirat ist1 der vor jeder ,aufnahme1 ja vor ihrer ,vorbereitung gehrt wird4 ,unglaublich viel ,film wird an hchst wert- und geschmackloses ,zeug verschwendet1 und die ,firmen wundern sich dann nachher1 wenn weder das ,publikum8 sich dafr interessiert1 noch auch der so hei umworbene ,gebildete 7,schulmann1 ,fachgelehrte usw47 darauf eingeht4 ,natrlich kann eine ,kinoaufnahme nur vollkommen und dauernd wertvoll sein1 die das vom ,standpunkt des ,kenners ,schne und ,wissenswerte aus einem ,vorgang -- nicht aber irgendwelches mehr oder minder bewegliche ,drum und ,dran -- umfat4 ,das kann aber einer1 der der beste ,operateur8 sein mag1 nicht beurteilen4 ,es ist auch eine krperlich unmgliche ,aufgabe1 zugleich die technische und die knstlerische ,seite einer ,aufnahme in ,beziehung auf ,zeitpunkt1 ,dauer usw4 zu beherrschen oder gar sich noch ,einzelheiten zu merken und zu notieren4 ,von der weitern technischen ,behandlung der ,aufnahme interessiert uns zunchst die ,entwicklung4 ,diese geht meist sehr schematisch vor sich4 ,das eingelaufene ,negativ wird1 vielleicht nach einer kleinen ,probeentwicklung1 in ganzer ,lnge vielgewunden um einen ,rahmen gewickelt und nun der allgemeinen ,lsung ausgesetzt4 ,in ,wirklichkeit besteht aber ein solches ,filmband meist aus einer ,reihe von ,einzelszenen1 die eine ganz besondere technische ,behandlung verlangen4 ,selbst wenn diese ,szenen auseinandergeschnitten und besonders behandelt werden1 so ist das doch meistens zu spt1 wenn erst die ersten ,bilder auftauchen4 ,gewissenhaft gemachte und beachtete ,notizen des ,aufnehmenden selbst wren da von grtem ,wert4 ,gerade bei der ,entwicklung eines ,negativs sollte die ,schablone und die ,massenarbeit ganz beiseite gelassen werden4 ,es ist ,hand- und ,qualittsarbeit im hchsten ,sinne4 ,eine ,eigenart der meisten ,bilder1 unter denen die englischen eine rhmliche ,ausnahme machen1 ist die ,hrte der ,entwicklung4 ,schrfe8 zwar -- die ja nur vom ,aufnehmer abhngt -- halte ich fr unerllich in jedem ,falle2 knstliche ,unschrfe zugunsten irgendeines ,effekts wre unnatrlich4 ,aber ,hrte und ,grellheit sind zu vermeiden3 ,lichter und ,schatten mssen bergehen1 es mu ,mitteltne und nicht nur ,gegenstze geben4 ,das ist vor allem ein ,gebot der ,schnheit und ,vollkommenheit einer ,aufnahme und deren ,entwicklung1 denn nur so kommen reiche und zarte ,einzelheiten zur ,geltung4 ,es ist aber auch ein ,gebot der ,gesundheit4 ,jede ,vorstellung stellt an sich sehr starke ,ansprche an die ,augen1 und schon bei der ,aufnahme1 mehr noch bei der ,herstellung der ,bilder mu alles willkommen geheien werden1 was zur ,schonung der ,augen beitrgt4 ,in diesem ,sinne kann man auch die sogenannten ,tnungen gutheien -- wenn sie diesen und keinen andern ,zweck verfolgen4 ,grelle oder dicke1 als ,farben8 wirkende ,tnungen1 um bertriebene1 wunderbare oder gar geflschte ,effekte8 hervorzubringen1 sind ,greuel und verderben die schnsten ,aufnahmen4 ,wer kennt nicht tintenrote ,sonnenuntergnge berm ,meer8 oder erdigblaue ,mondnchte88 ,tnungen mssen sich in zarten1 unaufdringlichen bergngen zwischen den ,grundfarben halten4 ,ein wenig ,anklingen an eine im wirklichen ,bilde vorherrschende ,farbe 7grn fr ,waldlandschaft1 blau fr ,meer und ,himmel17 mag ja nicht unter allen ,umstnden zu verbieten sein1 ist aber durchaus berflssig4 ,die ,tnung ist nichts anderes1 als was das ,papier fr die ,zeichnung ist3 das gesunde ,auge rechnet es nicht mit zum ,bilde4 ,zurckhaltung6 ,tnungen sollen nur mal eine ,abwechslung frs ,auge bieten2 sie mssen selten bleiben4 ber farbige ,bilder mu ich offen reden4 ,die ,farbengebung der meisten ,kinobilder ist ,handschablonenarbeit2 unendlich mhsam und kostspielig4 ,an eine naturalistische ,ausmalung der ,einzelheiten ist natrlich nicht zu denken4 ,es handelt sich nur darum1 einige ,grundfarbentne ber den ,film zu verteilen3 grn fr ,laub1 blau fr ,wasser und ,himmel1 gelb fr ,gebude usw4 ,bei der ,kleinheit des ,gegenstandes kann's nicht fehlen1 da auch mal blaue ,menschen und rote ,hunde mit durchlaufen4 ,die ganze ,bemalung ist lediglich vom dekorativen ,standpunkt aus zu werten3 ,farben zu sehen1 erfrischt nach so viel ,grau in ,grau das ,auge1 erleichtert die ,unterscheidung und ruht dadurch auch aus4 ,insofern mag man sich's dazwischen einmal gefallen lassen1 sofern die dekorative stilisierende ,absicht deutlich erkennbar ist4 ,verbrechen gegen den ,geschmack sind aber ,bilder1 die1 wie gewisse ,varieteeszenen1 ein an sich scheuliches ,farbengemengsel zeigen1 das den ,anspruch macht1 malerisch8 zu sein4 ,das sind farbige ,filme niemals1 und ,firmen1 die sich achten1 sollten dergleichen ebensowenig wie liederliche1 oberflchliche oder aufdringlich kolorierte ,sachen herausbringen4 ,von grter ,bedeutung fr das ,endergebnis ist nun noch die ,ttigkeit des oder der ,filmverwalter4 ,das fertige ,negativ wird zunchst dem ,chef oder einem ,vertreter vorgelegt1 die damit wertsteigernd oder entwertend umgehen knnen4 ,entwertend1 wenn sie mit den einzelnen ,szenen herumspielen1 die ,reihenfolge in unnatrlicher ,weise ndern1 fremde ,bestandteile hinzufgen1 zum ,verstndnis wichtige ,einzelheiten wegschneiden1 7mit der bekannten ,begrndung3 ,das interessiert unser ,publikum nicht87 ausfhrliche ,szenen krzen1 sensationelle ,titel und ,erluterungsphrasen ersinnen1 kurz in irgendeiner ,weise die ,aufnahme flschen4 ,sehr den ,wert der ,aufnahme steigern knnen sie aber1 wenn sie sich mit ,hilfe des ersten ,positivs1 den ,sinn des ,dargestellten an der ,hand der ,aufnahmenotizen vergewrtigen1 technisch milungene ,szenen1 auch wenn der ,inhalt noch so schn ist1 unbarmherzig streichen 7darunter mindestens alle1 die weniger als #aj ,sekunden laufen671 und nun ein reichliches ,tatsachenmaterial fr verstndnisvolle ,vorfhrung zur freien ,benutzung der ,interessenten ausarbeiten lassen4 ,da die einzelnen ,szenen der zur ,aufbewahrung aufgerollten ,negative durch zwischengesteckte1 herausstehende1 kleine ,titelblttchen 7angeklebt7 bezeichnet sein sollten1 um spter die ,stellen fr ,teilkopien leicht wiederzufinden1 erwhne ich nur als besonders bemerkenswertes ,kennzeichen der allgemein zu wnschenden ,ordnung in der ,aufbewahrung4 ,denn fr knstlerische ,musterauffhrungen ist es oft auch von ausschlaggebender ,bedeutung1 ob man bestimmte ,szenen bestimmter ,aufnahmen jederzeit ohne ,zeitverlust auffinden und kopiert erhalten kann4 ,die ,positive sollten zwischen je zwei ,szenen 7,bildumsprung7 einige ,zentimeter toten ,film 7unbrauchbarer ,rohfilm oder schichtloser ,film1 nicht aber bebilderter67 enthalten4 ,denn es ist1 wie wir sehen werden1 fr eine geschmackvolle ,auffhrung eiserne ,regel1 zwischen zwei ,bildszenen eine1 wenn auch kurze ,verdunklungspause zu machen4 ,das ist aber1 besonders ehe der ,vorfhrer sein ,bild auswendig wei1 fast unmglich1 wenn die ,szenen unmittelbar aneinander geflickt sind4 #b4 ,technische und industrielle ,lehr- und ,verdeutlichungsaufnahmen ,von den ,aufnahmegegenstnden fassen wir zunchst diejenigen ins ,auge1 denen gegenber sich der ,kinematograph rein als ,berichterstatter zu verhalten hat3 ,aufnahmen von ,gegenstnden und ,experimenten zu ,zwecken wissenschaftlicher1 technischer1 schulmiger ,belehrung oder ,bekanntmachung1 zu ,archiv- oder ,propagandazwecken4 ,ein ,vergleich mit der ,augenblicksphotographie erinnert uns1 da auch diese ,aufgabe knstlerisch gelst werden kann und mu4 ,so gut wie die ,photographie von ,maschinen1 ,waren1 ,innenrumen1 ,kunstwerken usw4 heute das ,alleingebiet von ,photographen ist1 die in ihrer ,art ,knstler sein mssen1 so und noch mehr mu es die kinematographische ,wiedergabe entsprechender ,sachen sein4 ,die schaudernde ,erinnerung an so manche pomphaft angekndigte kinematographische ,abbildung von ,maschinen und ,werksttten im ,betriebe1 von ,fabrikationsvorgngen oder landwirtschaftlichen ,arbeiten1 selbst von ,trachten und ,moden gengt zum ,verstndnis unserer ,forderung4 ,was ntzt uns ein ,tohuwabohu riesiger ,hnde1 die im ,wahnsinnstempo allerlei rtselhafte ,manipulationen ausben1 was ein ,durcheinander von ,rdern und ,stangen1 von denen einige mal da und mal da verschwunden sind1 wir wissen nicht warum8 ,der ,hauptfehler1 der hier gemacht wird1 ist die ungengende ,bercksichtigung der ,tatsache1 da die ,rundheit 7,plastik7 der ,gegenstnde in der ,kinematographie verloren geht1 und da sich ,hinter- und ,vordergrund nicht voneinander abheben4 ,ein weiterer ,fehler1 da man nicht bedacht hat1 da das ,auge nicht mehrerlei zugleich zu sehen und zu deuten vermag1 und da es nicht darauf ankommt1 das zu photographieren1 was sich am meisten und sichtbarsten bewegt1 sondern diejenigen sich bewegenden ,teile1 die die eigentliche ,arbeit tun4 ,es trgt nichts zum ,verstndnis einer ,nhmaschine bei1 da der ,futritt auf- und abwippt1 und das ,rad sich dreht1 whrend die ,nadel einen rasenden ,tanz vollfhrt4 ,bei allen derartigen ,aufnahmen ist die ,herausschlung und ,heraustrennung des jeweils einen ,arbeitsvorganges1 auf den es ankommt1 erste ,bedingung4 ,zunchst mu dabei 7in der ,regel2 feste ,vorschriften lassen sich nicht geben1 nur ,hinweise7 der natrliche ,hintergrund vllig abgetrennt werden4 ,an seiner ,stelle ist eine gleichmige ,flche anzubringen1 deren ,schattenwert sich von dem der in ,betracht kommenden ,gegenstnde mglichst gleichmig unterscheidet4 ,desgleichen wird es sich empfehlen1 etwa bei ,maschinen1 die abzubildenden arbeitenden ,teile so zu umkleiden oder zu berstreichen1 da sie ebenfalls bestimmte1 ruhige1 die ,unterscheidung erleichternde ,tonwerte im ,bilde erhalten2 vor allem sind blendende ,teile so zu behandeln1 die im ,bilde geradezu hypnotisierend wirken4 ,nun sind diejenigen ,bewegungen auszuwhlen1 die sich1 ntigenfalls unter ,verlangsamung1 kinematographisch deutlich wiedergeben lassen4 ,alles andere ist berhaupt wegzulassen2 zu seiner ,darstellung mu man entweder besondere ,modelle machen1 oder es dem ergnzenden ,lichtbild oder der ,worterklrung berlassen4 ,einer der verwerflichsten ,fehler solcher ,bilder 7manchmal allerdings nur auf der ,wiedergabe beruhend7 ist das bertriebene ,zeitma entweder der ,aufnahme oder der ,bewegungen selbst4 ,es entsteht1 indem entweder die ,aufnahme zu schnell oder die ,wiedergabe zu langsam gemacht wird4 ,mag das den ,zweck haben1 ,film zu sparen1 oder will man dem ,beschauer imponieren1 oder hlt man berhaupt den ,vorgang in seiner natrlichen ,abwicklung fr zu langweilig3 in jedem ,falle ist es liederliche ,arbeit1 die auf knstlerischen ,wert keinen ,anspruch hat4 ,ein weiterer hier beliebter ,fehler ist die viel zu kurze ,dauer der einzelnen ,aufnahmen4 ,das ,auge mu sich an das kinematographische ,bewegungsbild noch viel mehr als an das wirkliche gewhnen1 ehe es etwas davon versteht1 ja es berhaupt erfat4 ,bei ,bildern von #b oder #c ,sekunden ,dauer1 wie man sie hufig zhlen kann1 ist das unmglich4 ,dieser ,sparsamkeit steht auf der andern ,seite viel zu groe ,ausfhrlichkeit in der ,wahl der ,szenen gegenber4 ,der ,aufnehmende hat nicht das knstlerische ,endziel -- das ,bild auf der ,leinwand -- im ,geiste vor sich1 nicht was da wirkt1 ist fr ihn magebend4 ,vielmehr zhlt er sich auf1 aus welchen ,einzelheiten theoretisch ein ,fabrikationsvorgang o4 dgl4 besteht1 und glaubt nun1 er msse von jeder dieser ,einzelheiten ein wenn auch vllig unverstndliches ,prbchen zeigen4 ,das ist natrlich ,unsinn4 ,so wie ein ,redner1 um einen ,vorgang klarzumachen1 ihn nicht weitschweifig von ,anfang bis zu ,ende erzhlt1 sondern das ,wichtigste und am besten ,darstellbare herausgreift1 das aber auch grndlich1 deutlich und eindringlich behandelt -- so mu es der ,kinoknstler angesichts solcher ,aufgaben tun4 ,natrlich mu er sich da von ,sachverstndigen beraten lassen4 ,ein nicht auszurottender ,aberglaube scheint es endlich zu sein1 da derartige ,ausnahmen nicht anders eingeleitet1 beschlossen und zwischendurch geziert sein drfen als mit irgendwelchen ,mtzchen3 komisch sein sollende ,grimassen von ,arbeitern1 kokette ,blicke weiblichen ,ursprungs1 ,possen und ,albernheiten oder auch ,scherze1 die erzhlt vielleicht nicht unwirksam sein wrden1 kinematographiert aber widerwrtig sind4 ,so sah ich z4 ,b4 einen ,film1 der die ,entwicklung -- ich glaube von ,ksemaden -- zeigte und eingeleitet wurde durch den berlebensgroen ,kopf eines ,mannes1 der hchst affektiert ein ,ksebutterbrot kaute1 und es dann durch eine ,lupe besah4 ,der ,hersteller hatte an die zu einer ,einleitung passenden ,worte gedacht4 ,wenn mancher wte1 was er alles mit und in einem ,ksebutterbrot verzehrt1 so wrde er wohl4444 usw48 ,er hatte aber nicht ,stilgefhl1 ,geschmack1 knstlerische ,sicherheit genug1 um zu bemerken1 da eben dieser ,gedanke literarisch-rednerischer ,verwertung vorbehalten bleiben mu1 nicht aber sich kinematographieren lt4 ,aus dem einfachen ,grunde1 weil er sich in einem wenige ,sekunden dauernden ,satze klar und appetitlich ausdrcken lt1 whrend man ihn aus einem langen1 qulenden ,kinobild1 wie aus einem ,bilderrtsel1 doch nur mhsam und unsicher errt4 ,das ist ein ,gesetz fr alle ,kinoaufnahmen1 da man sich auf ,bilder beschrnken mu1 die etwas ausdrcken1 was sich eben nicht auf anderm ,wege -- ,wort1 ,lichtbild1 ,musik usw4 -- etwa krzer1 besser und verstndlicher machen lt4 ,so besagt das ,augenblicksbild einer ruhenden ,maschine 7,diapositiv7 in den meisten ,fllen fr ihre ,gesamtanlage viel mehr als eine ,kinoaufnahme1 in der die groen1 ganz uerlichen1 unruhigen ,bewegungen eher stren4 ,um etwas klarzumachen1 ist die ,kinematographie unter allen ,umstnden nur ein ,hilfsmittel1 und nicht das vollkommenste4 ,dessen mu sich der ,aufnahmeknstler bei technischen ,aufnahmen besonders bewut sein und in der ,beschrnkung seine ,meisterschaft suchen4 #c4 ,geschichtliche und kulturgeschichtliche ,aufnahmen1 ,bildnisse ,alle kinematographischen ,bilder1 die nicht ,dramen8 u4 dgl4 ,szenisches darstellen1 fhren auf dem ,programm und in der ,sprache der ,kinofachleute den seltsamen ,namen ,aktuelles84 ,damit pflegt man in der ,zeitungssprache ,sachen zu benennen1 die nur eine ,bedeutung fr den ,augenblick haben1 ,tagesereignisse usw41 die morgen vergessen sind1 fr heute8 aber um so brennenderes ,interesse haben4 ,die ,kinoleute verstehen darunter aber nicht nur ,tagesereignisse1 wie ,paraden1 ,besichtigungen1 ,morde1 ,unglcksflle1 oder die ,stelle davon1 wo es gewesen ist81 ,modeschpfungen usw41 sondern berhaupt alle ,natur-81 technischen1 industriellen1 gewerblichen1 geographischen1 ethnographischen1 zoologischen1 botanischen und sonstigen naturwissenschaftlichen ,bilder1 ,sport- und ,militrszenen usw4 ,diese ,benennung1 die die ,verhltnisse1 wie sie sein sollten1 umdreht1 ist bezeichnend fr den ,geist oder die ,gedankenlosigkeit1 die heute die kinematographische ,erzeugung und ,vorfhrung beherrscht4 ,denn aktuelle8 reine ,tagessachen sind doch in ,wirklichkeit die szenischen ,bilder1 besonders die ,dramen8 und ,possen1 die eine ,woche lang das knstlich aufgestachelte ,interesse des ,publikums reizen und danach weder mehr verlangt werden noch irgendwelchen ,wert haben4 ,es sind ,feuerwerke1 sensationell1 kostspielig1 aber vergessen wie verpufft4 ,gerade die andern ,aufnahmen aber1 die in den ,programmen wie in den ,prospekten der ,filmfirmen etwa ein ,zehntel bis ein ,achtel der ,gesamtbilder ausmachen1 gegen neun ,zehntel bis sieben ,achtel der ,dramen81 sind diejenigen1 von denen selbst die geringsten1 einigermaen richtig behandelt1 geradezu ,ewigkeitswert haben wrden -- weil doch selbst die geringsten davon ,dokumente von ,wirklichkeiten sind4 ,es ist beraus bezeichnend1 da die ,kinoleute gerade diese ,bilder nur unter der in den meisten ,fllen sogar unzutreffenden ,etikette der ,aktualitt8 in ihr ,programm sprlich einzuschmuggeln wagen4 ,nur darin1 da sie wirklich oder angeblich an irgendein ,tagesereignis anknpfen1 erblickt man ihren ,wert1 und nur darum setzt man sie den ,leuten vor4 ,und wer diese ,bilder ansieht1 findet denn auch meistens3 sie sind danach4 ,es sind zum groen ,teile flchtig und verstndnislos aufgenommene ,bilder1 die dem ,namen nach mit irgendeinem ,tagesinteresse zusammenhngen4 ,in ,wirklichkeit sucht man oft vergebens nach dem tatschlichen ,zusammenhang1 oder man findet ihn in einer lcherlichen oder rgerlichen ,nebensache4 ,wohl das albernste dieser ,art1 worin sich aber das ,kino auf den wenig entschuldbaren ,vorgang gewisser illustrierter ,bltter berufen kann -- sind die ,bilder zu solchen ,ankndigungen wie3 ,das groe ,eisenbahnunglck bei ,x481 ,das ,erdbeben zu ,y48 usw4 ,das ,bild zeigt in ,wirklichkeit nichts von diesen ,ereignissen als ihre ,nachwirkung1 oder auch blo den ,ort1 wo sie stattgefunden haben4 ,das wre schon minder lcherlich1 wenn es dementsprechend ehrlich angekndigt wrde4 ,dann aber wrde es allerdings wenig mehr ziehen81 weil sich die ,besucher mit ,recht sagen wrden1 da man sich eine tote ,trmmersttte -- falls sie berhaupt ,interesse biete -- am wenigsten in einem ,kinematographen ansehen wird4 hnlich oberflchlich und uerlich ist das ,verhltnis des ,kinematographen zu andern ,tagesereignissen -- wie sich schon in der ,auswahl kundtut4 ,was davon kinematographiert wird1 ist fast ausnahmslos nur der mehr oder weniger glnzende ,schaum des ,tages4 ,aufzge1 ,paraden1 ,frstenbesuche1 ,begrbnisse1 ,rennen1 ,unglcksflle -- jede ,woche aus einem andern ,teile der ,welt1 und jede ,woche dasselbe4 ,und immer aus all diesen ,ereignissen1 unter denen gewi manches auch sein tieferes ,interesse hat1 die langweiligsten und von ihnen die nebenschlichsten ,dinge ausgewhlt4 ,gewi1 es interessiert uns1 die ,staatsoberhupter mal zu sehen -- aber es interessiert uns nicht im geringsten1 immer wieder auch ihre ,sonderzge1 geschmckte ,bahnhfe1 wartende ,frackmenschen1 begleitende ,uniformen zu sehen4 ,ja1 wenn wir mit den bedeutendern darunter befindlichen ,persnlichkeiten bekannt gemacht wrden6 ,aber davon ist meist keine ,rede4 ,oder wenn uns bei der ,gelegenheit ein ,einblick in fremde ,lnder und ,grostdte1 ,volks- und ,gesellschaftsszenen gegeben wrde1 wenn wir shen1 was derlei ,dinge in ,london1 ,paris1 ,neuyork1 ,bombay1 ,yokohama1 aber auch in den ,drfern oder ,kleinstdten der ,bretagne oder ,schottlands von denen in ,berlin oder ,tangermnde unterscheidet6 ,aber gerade das wird uns ngstlich unterschlagen4 ,nur was sich an international gleichfrmigen ,untiefen an den groen1 leicht zugnglichen ,verkehrsorten ansammelt1 zeigt uns der ,kino4 ,das ,bezeichnende1 dauernd ,wertvolle fehlt4 ,die ,bilder sind von uerst geringem aktuellen ,wert1 gerade weil der ,sinn fr den dauernden1 geschichtlichen und kulturgeschichtlichen ,wert der ,tagesereignisse fehlt4 ,gerade hier liegt aber wieder einer der ,schwerpunkte der ,kinematographie versteckt1 gerade hier harren ihrer die stolzesten und dankbarsten ,aufgaben4 ,gerade hier vermag sie auch um knstlerischen ,lorbeer zu ringen1 den ihr keine andere ,darstellungstechnik streitig machen kann4 ,um ,tagesaufnahmen dieser ,art wertvoll zu gestalten1 sie zu knstlerischen ,leistungen hohen ,ranges zu erheben1 mu man sie sub specie aeternitatis81 unter dem ,gesichtswinkel der ,ewigkeit8 oder doch wenigstens des sptern ,geschichts- und ,kulturgeschichtsschreibers zu sehen suchen4 ,da schmilzt das ,pomphafteste und ,glnzendste oft zu einem ,nichts zusammen1 und das ,geringfgigste schwillt zu leuchtender ,bedeutung4 ,was aber ist's1 das alle ,dinge glnzend oder unscheinbar1 zu geschichtlicher oder kulturgeschichtlicher ,bedeutung erhebt8 ,ihre innere ,wahrhaftigkeit1 ihre ,echtheit1 ,unmittelbarkeit1 vermge deren sie der ,ausdruck der groen ,gedanken1 ,gesinnungen und ,interessen sind1 die das ,leben eines ,volkes im ffentlichen und im huslichen ,kreise zu einem bestimmten geschichtlichen ,zeitpunkt ausmachen4 ,das ,begrbnis eines groen ,volksfhrers1 der blumenbeladene ,sarg1 die schwarzen ,pferde1 der billig und geschmacklos verzierte ,leichenwagen1 die langen ,reihen wandelnder ,hte und ,schirme -- was daran ,ausdruck8 einer ,zeitstrmung1 was daran kulturgeschichtlich interessant ist1 dafr gengt irgendein alltgliches ,beispiel als ,beitrag zu dem ,stoffgebiet3 ,begrbnissitten bei den ,deutschen des #bj4 ,jahrhunderts4 ,wonach wird aber das ,auge des ,beschauers nach einigen ,jahrhunderten einmal suchen8 ,nach ,zeichen dessen1 was echt hierin ist1 nach mehr oder minder groem ,ernst1 innerer ,ergriffenheit ,beteiligter1 vielleicht auch nach dem ,auftauchen von ,persnlichkeiten1 die eine ber ihre ,zeit hinaus als wichtig empfundene ,rolle spielen4 ,warum also lange ,bilder von ,sargtrgern und ,trffnern1 ,droschken und ,regenschirmreihen8 ,der ,aufnehmende suche einen ,platz1 von dem aus vor allem ,erkennbares zu erfassen ist1 und whle einige wenige1 aber bezeichnende ,szenen aus4 ,dasselbe bei ,paraden1 ,prunkzgen1 ,frsteneinholungen usw4 ,gewi1 es gibt da stets einiges brennend ,interessante4 ,aber das1 nur das mu aufs ,bild kommen1 das aber auch gro und deutlich1 mglichst frei von strendem ,beiwerk4 ,jede ,gegenwart hat den ,drang1 ihre ,lebenserscheinung durch ,pomp und suggestives ,beiwerk zu flschen1 das ,echte und ,ursprngliche zu berdecken1 den erwnschten ,schein durch ,gebrden und kostspielige ,pracht bermchtig zu machen4 ,der ,kinematograph ist nur ein ,stmper1 der darauf hereinfllt4 ,und vor allem3 das dem ,auge der ,nachwelt zu erhaltende ,leben beschrnkt sich berhaupt nicht auf die ,vorgnge1 von denen die ,zeitung unter ,politik81 ,lokalem8 oder ,vermischtem8 breit und wichtig berichtet4 ,schon unendlich viel wichtiger1 weil ehrlicher1 ist das ganz gewhnliche1 sich unbeachtet whnende ,alltagsleben4 ,haben nicht die ,maler und ,zeichner aller ,zeiten sich hei bemht1 gerade dies festzuhalten3 das ,leben des ,alltags in ,arbeit und ,erholung1 in ,dorf und ,stadt8 ,sitzt man nicht stundenlang an der ,kreuzung zweier jener ,grostadthauptstraen1 oder an einem ,dampferlandeplatz1 in einer ,markthalle1 vor einer ,schmiede oder dem ,dampfkrahn in einem ,hafen1 um das ,leben und ,treiben8 zu beobachten8 ,macht nicht jeder ,neuankmmling in ,berlin1 ,london oder ,paris ein oder mehreremal seine ,fahrt auf dem ,omnibusverdeck ber das ,meer des brandenden ,lebens hinweg8 ,und nun stellen wir uns einmal vor3 wir htten heute ein ,bild vom ,tpfermarkt in ,athen oder von der ,promenade bei den ,tuilerien zur ,zeit von #aghi oder die ,aufnahme einer stillen1 sonnigen ,stunde vor ,goethes ,gartenhuschen bei ,weimar4 ,ein paar ,gestalten in der idyllischen ,tracht jener ,tage wandelten vorber1 und es kme vielleicht ein kleiner ,mann daher1 von seinen ,hunden begleitet1 und verschwnde in jener umlaubten ,tr -- wir htten einen ,besuch des ,groherzogs bei ,goethe belauscht4 ,was wren wir wohl bereit1 ,eintritt zu zahlen1 wenn wir so manchen ,groen oder ,kleinen1 dessen ,name heute unser ,herz hher schwellen macht vor ,ehrfurcht oder es durch seine ,liebenswrdigkeit gefangen nimmt1 sehen knnten8 ,all jene ,helden der ,knste und ,wissenschaften1 der ,arbeit und des ,krieges1 die zu ihrer ,zeit doch nicht in ,denkmals- oder ,photographiepose1 dafr aber echt und lebendig im ,kulturrahmen ihrer ,zeit wandelten8 ,freilich1 hier brennt's uns allen auf den ,lippen3 ein ,wachsfigurenkabinett der ,vergangenheit wrden wir keineswegs sehen wollen4 ,das1 was solchen kinematographischen ,bildern einzig und allein ,wert verleihen wrde1 dann aber auch unausdenkbaren ,wert1 das wre3 ihre ,echtheit4 ,ihre ,ungewolltheit1 das ,fernsein jeder ,pose und jedes ,photographierbewutseins4 ,das allein ist ja wieder die ,strke unserer ,kunst1 whrend ,malerei und ,photographie1 ,bhne und ,geschichtsschreibung1 ,selbstbiographie und ,memoirenliteratur in der ,herausarbeitung feiner oder grober ,pose doch unbertreffbar sind4 ,hier erkennen wir eine weitere ,grundforderung an den ,aktualitten8-,kinematographen3 belausche deine ,opfer1 photographiere sie1 ohne da sie es wissen4 ,wenn sie es wissen1 sind sie alle aus ihrer eignen ,haut heraus4 ,die einen schreiten1 statt zu gehen1 rollen die ,augen und streichen den ,schnurrbart1 lcheln und winken -- die andern sind nervs und finster1 gereizt und ablehnend2 und wenn einer sich noch so sehr bemht1 unbefangen zu bleiben1 so wird's doch um so mehr gewollte ,unbefangenheit84 ,hat man ,erlaubnis ntig1 so hole man sie nachtrglich ein4 ,wenn man vorher die ,gelegenheiten genau studiert und ntigenfalls ,mittelspersonen ins ,vertrauen zieht1 so gibt es ,mittel genug1 um dem ,kinematographen ausgiebig zu erlauben1 was sein gutes ,recht1 seine ,kultur- und ,geschmackspflicht ist3 das unbefangene ,leben zu belauschen4 ,es erweitere also der ,tageskinematographist sein ,gebiet und fasse nicht nur die uerlichsten ,prunk- und ,sensationsereignisse des ,tages1 die ,haupt- und ,staatsaktionen1 ,unglcksflle und ,verbrechen8 ins ,auge1 sondern auch das ,leben von ,knsten und ,wissenschaften1 ,geschft und ,brse1 ,handel und ,wandel1 ,sitten und ,ideen4 ,das erfasse er so heimlich wie mglich da1 wo es sich in packenden1 lebensvollen ,szenen verdichtet1 und trete da nahe genug heran1 um das auch auf den ,film zu bekommen1 worauf es ankommt3 seelischen ,gehalt und feinen ,ausdruck4 ,er kinematographiere den ,zeitgeist84 ,aber1 erwidert man mir1 wir kinematographieren nicht fr die ,nachwelt1 sondern fr die ,gegenwart4 ,die bezahlt uns bar2 was ntzen uns die ,liebhaber und ,interessenten nach hundert oder tausend ,jahren8 ,sie ntzen uns4 ,sie lehren uns nicht nur1 schrfen nicht nur unsern ,blick fr das1 was nach ,jahrhunderten wissenschaftlich wertvoll8 sein wird1 sondern damit zugleich fr das heute wahrhaft ,packende und ,wirksame4 ,was macht uns denn unsern ,alltag interessant8 ,das ,alltgliche drin1 was wir bestndig sehen1 was uns zum ,gewohnten geworden ist8 ,nein3 nichts als eben jene ,zge1 die die flchtige ,gegenwart zu einem ,bestandteil des unaufhrlich unter ihr hinrauschenden ,stromes der ,geschichte und ,kulturgeschichte machen4 ,wir selber sehen so nur hinein1 wie man in das ,pltschern auflaufender ,wellen an einem ,uferwinkel blickt4 ,erst dadurch1 da unsere ,augen fr das die ,zeit berdauernde in diesen ,dingen geffnet werden1 erst dadurch1 da wir ihn mit den ,augen unserer ,nachfahren sehen lernen1 wird unser ,alltag uns zu einem ,bilde von brennendem ,interesse4 ,das eben mu der ,kinematograph uns zeigen -- dann dient er sich1 indem er uns zu einem dankbaren ,publikum macht4 ,indem sich der ,aufnehmende in die ,rolle des grozgigen ,geschichtsschreibers fr knftige ,geschlechter denkt1 wird er zum hinreienden ,schilderungsknstler fr die ,gegenwart4 ,dann erweitert sich ihm auch sein ,gebiet noch mehr4 ,unser ffentliches ,leben1 das so uniform scheint1 zusammengesetzt aus ,geschrei und ,gebrden1 die an allen ,stellen des ,erdballs gleich sind1 wo sich zivilisierte8 ,menschen zusammengeballt haben1 ist nur ein dnner ,firnis ber dem wirklichen1 intimen ,volksleben4 ,das grt und wirrt darunter -- ein unbersehbares ,leben voller eigenartiger ,sitten und ,gebruche1 ,trachten und ,feste1 uralter1 oft zu unbewut gewordenen ,alltglichkeiten erstarrter1 seltsamer berlieferungen voll einstiger tiefer ,bedeutung4 ,da leben alle ,zeitschichten der ,kulturentwicklung von der germanischen ,urzeit bis zur weltstdtischen berfeinerung1 von durchsichtiger ,lasur berdeckt1 auf den verschiedenen ,bodenarten des ,landes nebeneinander4 ,da haben alle einzelnen ,berufe in ,dorf und ,stadt eine ,menge ,eigentmlichkeiten1 aus alter oder neuerer ,zeit stammend1 die alle einst verschwinden werden4 ,die ,tnze1 die ,familien-1 ,jahres- und ,ortsfeste schlen sich1 je mehr man sie in ihrer ,unberhrtheit aufsuchen gelernt hat1 immer reiner und glnzender in berlieferter ,schnheit und altem ,sinne unter ,biergrten- und ,restaurant8-,betrieb heraus4 ,noch das ,botenfuhrwerk zwischen ,stadt und ,land wrde1 getreulich kinematographiert1 in seiner ausgeprgten ,eigenart seltsam erscheinen1 wie ein ,bild aus einer andern ,welt4 ,all diese ,dinge1 denen sich noch viele anreihen lieen1 wren1 verstndnisvoll und mit knstlerischer ,vollendung kinematographiert1 im heutigen ,kino von ebenso hinreiender ,wirkung wie fr eine ,zukunft von oft unberechenbarem ,werte4 ,knstlerisch vollendet wrde auch darum schon ihr ,wert steigen1 weil dann1 aber auch nur dann1 ,sammlungen und ,archive1 vor allem auch sammelnde ,liebhaber1 sie zu erwerben trachten wrden4 ,denn da ihr ,sammelwert unbedingt steigen wrde1 das drfte ja wohl keinem ,zweifel unterliegen4 ,auch hier harrt der ,kinematographie noch eine groe1 kaum im rohesten in ,angriff genommene ,aufgabe4 ,was hier gesagt worden ist1 gilt natrlich entsprechend fr vlkerkundliche 7ethnographische7 u4 dgl4 ,aufnahmen in allen ,landen4 ,das blde ,aufnehmen8 des ersten besten1 was dem ,gesellschaftsreisenden an ,sichbewegendem vor ,augen kommt1 hat da gar keinen ,wert4 ,hier kommt in erhhtem ,grade noch die ,kunst in ,geltung1 ,aufnahmen ohne ,wissen der ,betreffenden zu machen oder aber -- vielfach unvermeidbar -- eine solche ,anordnung zu treffen1 da die unbefangene ,wirklichkeit aufs ,bild kommt4 ,die allein hat ,wert4 #d4 ,die ,schnheit der natrlichen ,bewegung ,was wir im bisherigen immer wieder betonen und im einzelnen deutlich zu machen bestrebt sein muten3 die ,pflicht der ,sachlichkeit1 ,deutlichkeit1 ,grozgigkeit1 des ,suchens nach dem geistigen ,gehalt1 dem ,bedeutenden8 in einem ,vorgang1 die ,pflicht der vornehmen ,selbstbeschrnkung als ,voraussetzung auch des knstlerischen ,wertes aller ,kinoaufnahmen -- das gilt im selben ,grade natrlich auch fr die ,menge der naturwissenschaftlichen8 ,filme4 ,und es ist fr sie ebenso1 wenn nicht noch mehr1 ntig1 an diese ,forderungen zu erinnern4 ,was man in ,kinos an geographischen1 ethnographischen1 zoologischen1 botanischen usw4 ,bildern sieht1 hat in den meisten ,fllen -- im ,gegensatz zum hochpreisenden ,titel -- schon sachlich einen sehr geringen ,wert4 ,es beunruhigt den ,kenner und stt ihn zuletzt ab1 weil es selten oder nie ,darstellungen dessen sind1 was an dem ,gegenstand fr den ,kenner und den denkenden ,menschen das ,wertvolle und ,wesentliche ist -- sondern irgendeine1 vom ,schiffbord oder der ,heerstrae der ,cook-,reisenden aus leicht mitzunehmende81 sich bewegende ,nebensache4 ,was hier zu fordern ist1 worauf es ankommt1 werden wir ,gelegenheit haben1 in einem andern ,bndchen dieser ,reihe darzustellen4 ,jetzt wollen wir diesen ,punkt verlassen und uns dem zuwenden1 was wohl den reizvollsten ,gegenstand der ,kinematographie ausmacht1 worin sie ihre mchtigsten knstlerischen ,wirkungen zu erzielen vermag3 der ,darstellung der ,schnheit der natrlichen ,bewegung an sich4 ,ja1 das ist ja das ,eigenste unserer ,kunst3 die ,bewegung der ,dinge in ihrem vollen ,reichtum und ihrer unverflschten1 unbefangenen ,schnheit bildlich festzuhalten6 ,das ist ja das unerhrte ,knnen in der ,hand des menschlichen ,geschlechtes von nun an3 dieses ,alles-1 ,echt- und ,lebendig-,malen6 ,dies das verheiungsvolle1 sinn-1 herz- und hirnbildende3 ,millionen die ,augen ffnen zu helfen1 ihrem ,gemt nahe zu bringen diese unerschpfliche ,schnheit des ,alltglichen um uns3 dies millionenfache ,leben und ,sichregen in ,form und ,farbe1 ,licht und ,linie1 dies ,schwellen und ,breiten1 ,hasten und ,flimmern1 das erschtternd ,groe und das nervbebende ,kleine6 ,was fr ein ,feld erffnet sich da dem ,aufnahmeknstler1 zu sehen1 zu whlen1 zu verknden1 zu begeistern6 ,wenn das ,leben eines ,michelangelo nicht reicht1 um die ,flle des ,formenspiels auf dem menschlichen ,krper zu fassen1 wenn ,max ,liebermann nie auslernen wird1 das ,spiel von ,licht und ,farbe auf ,kohlfeldern und badenden ,knaben nachzutasten -- wird es knftig die nicht zu erschpfende ,lebensaufgabe von ,generationen von ,kameraknstlern sein1 die ,schnheit der natrlichen ,bewegung auf dem ,filmbande zu fangen und zu entwickeln4 ,um so weniger knnen wir hoffen1 mit der ,feder irgendetwas mehr davon zu geben1 als den ,weg zu zeigen1 um auch auf diesem ,gebiete vom ,pfuschen und ,patzen1 vom ,kleben am ,stoff und an der ,sensation8 zum knstlerischen ,schaffen zu gelangen4 ,als ein ,haupthindernis fr das bisherige ,gedeihen dieses ,zweiges der ,kinokunst mu das ,vorurteil bezeichnet werden1 da reine ,naturaufnahmen erfahrungsgem8 unser ,publikum8 nicht interessieren4 ,dem knnen wir hier nur entgegensetzen3 ,erfahrungen8 in dieser ,frage gibt es auerordentlich wenige1 und diese wenigen beweisen das ,gegenteil4 ,wo wirklich -- sei es durch die ausnahmsweise kostspielige und mhsame ,bemhung eines ,begeisterten1 sei es als mit-untergelaufenes8 ,endchen ,film etwa in einem in freier ,natur gestellten ,schauspiel -- ,zuschauer einmal ,gelegenheit hatten1 ,naturaufnahmen1 die die ,schnheit der natrlichen ,bewegung an sich8 darstellen1 zu sehen1 da habe ich stets nur ,ausrufe des ,entzckens1 bei einigermaen zulnglicher ,dauer jubelnde ,begeisterung bemerkt4 ,dafr hat jedermann ,sinn -- nicht nur ,gebildete81 sondern ebenso ,bauern1 ,arbeiter1 ,kinder und ,dienstmdchen4 ,allerdings liegt es auch an der ,vorfhrung1 d4 h4 der ,programmzusammenstellung4 ,ein ,film voll feiner ,schnheit darf nicht von vor- und nachkommenden ,radau8-,bildern totgemacht werden4 ,er mu sich auswirken knnen4 ,von dem hierzu ,ntigen sprechen wir spter4 ,naturaufnahmen der in ,rede stehenden ,art1 mit vollem knstlerischen ,bewutsein zum genannten ,zweck gemacht1 sind freilich so selten1 da man sagen kann1 sie laufen nur zufllig mal mit unter4 ,das ,beste der ,art1 das man zu sehen bekommt1 ist unter einem ganz andern ,gesichtspunkt gemacht3 dem der ,sensation84 ,der ,titel spricht allemal von den grten 44481 den schnsten 4448 7nicht schnen8671 von gigantischen 44481 weltberhmten 4448 usw4 ,naturschauspielen4 ,nur unter diesem ,gesichtspunkte bekommt man einmal die ,niagara- oder ,viktoriaflle1 die ,geiser ,neuseelands1 ,meeresbrandungen am ,golf von ,biskaya1 ,eisberge u4 dgl4 zu sehen4 ,wenn man aber recht beobachtet1 so wird man finden1 da es -- wie auch in der ,natur selbst -- gar nicht die rumliche ,ausdehnung1 die ,auergewhnlichkeit ist1 durch die so ein ,schauspiel die ,zuschauer fesselt1 sondern im ,gegenteil3 gerade das ,gewhnliche1 das ,typische1 die ,regelmigkeit1 das in aller ,welt sich ,gleichbleibende1 ,intime daran4 ,was mitwirkt1 wenn wir gerade die ,niagaraflle im ,bilde sehen1 ist nicht ihre ,gre -- fr die uns dem ,kinobild gegenber der richtige ,mastab fehlt -- und nicht ihre ,weltberhmtheit -- die den meisten heutigen ,kinobesuchern ein ,geheimnis ist --1 wohl aber ihre grere ,deutlichkeit und bersicht4 ,zeigt mit gleicher ,deutlichkeit und bersicht 7wozu allerdings die eigenste ,gabe des ,kinoknstlers1 das ,wahltalent1 brennend ntig ist71 den einfachsten ,wasserfall in eurem nahen ,walde1 das ,auflaufen der ,wellen auf den ,uferkieseln eures ,flusses oder ,dorfbaches1 das ,spielen des ,lichts im ,bltterwerk eurer ,garteneinsamkeit1 lat statt linkisch erhaschter ,tiger und ,elefanten ,rehe1 junge ,hasen1 ,amseln im ,bltterteppich1 ,schmetterlinge um ,blumen1 ,bachstelzen und ,mven ber den ,wellen als ,staffage8 auftreten1 und -- wenn ihr's mit knstlerischer ,sicherheit gemacht habt -- wird die ,wirkung gleich1 oft grer sein4 ,denn die ,natur ist im ,kleinsten wie im ,grten gleich reich1 gleich wahr1 von den gleichen1 gewaltigen ,gesetzen beherrscht1-- gleich schn4 ,es ist nicht die ,gre der ,bewegungstrger in der ,natur1 wodurch sie fesselt1 sondern das all ihre ,bewegungen gleichmig beherrschende1 ahnungsvolle ,gesetz der ,schnheit4 ,der ,rhythmus ist das ,geheimnis dieses ,gesetzes4 ,der ,rhythmus1 der gleich packend zu uns spricht aus dem regelmigen ,anschlagen der ,meereswellen an das ,ufer -- gleichsam in immer wiederkehrenden gleichen ,strophen -- im unzerlegbaren unendlichen ,herniedersinken weiter ,wassermassen und ,nebelstaubsprhen groer und kleiner ,wasserflle -- einem epischen ,gesang vergleichbar -- wie im stoweisen ,erzittern1 langsamen ,sichneigen1 schnellen und immer schnellern ,hinsinken der gefllten ,tanne und dem nachfolgenden ,hochemporsteigen einer ,wolke von ,staub und ,erde4 ,das ist das ,drama1 die ,handlungs8-,dichtung der ,bewegung an sich84 ,nichts ,willkrliches darin1 das ,sichtbarwerden eines ,gesetzes1 von ,ketten kosmischer ,ursachen1 ,schritt fr ,schritt erwartet und doch erstaunend1 ungeheuer packend1 in seiner majesttischen ,wirklichwerdung4 ,die ,schnheit dieser ,bewegung fliet aus zweierlei ,quellen1 deren beider ,darstellung ,eigenrecht des ,kinematographen ist3 der krperlichen ,bewegung der ,dinge selbst und dem ,spiele des ,lichtes auf und in ihnen4 ,beide sind unberechenbar1 obgleich beide durch das ,gesetz des ,rhythmus gebndigt2 und durch beider ,zusammenwirken entsteht im kleinsten ,wassertropfen1 auf dem einfachsten ,bltterzweig selbst in scheinbarer ,ruhe8 eine ,welt von ,bewegungsschnheit4 ,wer den ,blick dafr erworben hat1 kann ihr in der ,wirklichkeit stundenlang zuschauen4 ,warum nicht auch ihrem ,abbild auf der ,projektionsleinwand86 ,diese ,ruhe8 ist geradezu das andere ,wort1 womit ich ebenfalls das ,schnheitsgeheimnis der natrlichen ,bewegung auszudrcken vermchte4 ,auch das ist etwas1 das von den meisten ,aufnehmern nicht begriffen wird4 ,je unruhiger1 zappeliger1 unbersichtlicher1 dem gewhnlichen ,auge aber aufflliger eine ,bewegung ist1 fr desto geeigneter zur ,aufnahme halten sie sie4 ,das ist gleich falsch vom ,standpunkte des ,beschauers wie des ,kinotechnikers4 ,hastige ,bewegungen kommen8 im ,bilde gar nicht als solche1 man denkt sie sich 7,schornstein im ,hhepunkt des ,falles1 pltzliche ,armbewegung67 in ,wirklichkeit blo dazu4 ,unverarbeitete1 regellose1 grelle ,bewegungen werden im ,bilde nur zum ,teil vom ,auge erfat1 vom ,gehirn aber nicht verarbeitet1 nicht begriffen84 ,in der ,natur aber suchen wir derartige ,bewegungen nicht4 ,sie haben etwas ,beunruhigendes1 ,erschreckendes1 ,unbefriedigendes1 ,abstoendes fr uns4 ,nicht weil sie nicht an sich ebenfalls durchaus gesetzmig wren1 sondern weil wir infolge der ,mngel von ,auge und ,hirn diese ,gesetzmigkeit schwer oder gar nicht zu bersehen vermgen4 ,worauf unser ,auge verweilt1 was wir auf ,wanderungen und ,reisen1 in unsern ,grten und ,springbrunnen um seiner ,schnheit willen suchen1 das ist das ruhige1 immer sicht- und erkennbare und dabei immer geheimnisumhllte und unerschpfliche ,sichregen der ,dinge4 ,es birgt ja auch dies ,sichregen ,sinn8 nicht nur in seiner rhythmischen ,regelmigkeit1 sondern auch insofern1 als es unmittelbarer ,ausdruck von etwas ist oder zu sein scheint4 ,gerade dadurch1 da sich elementare ,vorgnge -- das ,ansteigen und ,abflauen des ,windes1 das ,aufglhen und ,verdmmern des ,lichtes1 selber ,vorgnge von bergroem ,rhythmus -- in den ,bewegungen getroffener ,dinge widerspiegeln1 gewinnen sie fr uns etwas ,seelisches4 ,die ,bewegungen in der ,natur scheinen1 wie jeder ,dichter sie ausnutzt1 ,erregungen in unserm ,innern zu entsprechen4 ,ruhiges ,dahinfluten und trotziges ,sichaufbumen1 glckseliges ,glasten im ,sonnenlicht und felsenerschtterndes ,aufflammen befreiter ,massen -- in alledem erblicken wir uns selber wieder4 ,es sind zuletzt dieselben ,rhythmen1 in denen ,wogen und ,herzen schlagen4 ,die ,natur selber ist eine fertige ,dichtung -- es fehlte uns bisher nur das ,handwerkszeug1 sie unverflscht nachzudrucken4 ,vor meinem ,fenster1 wo ich dies schreibe1 schiebt sich der ,strom dahin4 ,undurchsichtig und spiegelnd sein ,wasser1 seine eignen ,wellengekrusel wie ,eisschollen oder abgerissene ,bsche dahintreibend4 ,drben das aufsteigende ,ufer mit seinen ,villen1 ,straen und dem ,himmel drber her badete sich in der ,wintermittagssonne4 ,von ,zeit zu ,zeit hastete ein ,straenbahnwgelchen dahin und ein anderes zurck4 ,menschen wanderten und stiegen4 ,der ,wind blies kleine ,staubwolken auf4 ,diesseits1 im ,garten1 bogen sich1 wogten und wackelten knospendicke kahle ,zweige4 ,das alles war ,staffage4 ,verloren beobachtete es das ,auge und kehrte immer wieder1 immer wieder zu dem blinkenden ,strombande hin4 ,die lichten ,spiegelbilder der ,huser1 die zerreienden ,schatten der ,waldstmme waren das ,bleibende4 ,die ,wellengekrusel1 die ,blinklichtfle trieben und trieben vorbei4 ,immer andere und immer dasselbe4 ,warum verweilte das ,auge so gerne darauf8 ,warum wurde es nicht satt1 das zu sehen8 ,warum stieg gerade aus diesem ,bilde1 gerade aus dem ,bilde des bestndig laufenden ,flusses soviel ,ruhe1 ,frieden1 innere ,heiterkeit ins ,herz hinein1 whrend die erregten ,punkte und ,flecke der ,ufer die ,unruhe bedeuteten8 ,und nun trat das ,drama der ,bewegung ein4 ,vom ,fensterrahmen her schob sich der ,bug eines beladenen ,lastschiffs her4 ,sein ,krper folgte nach3 gro1 licht1 bunt4 ,an seinen ,planken schlngelten sich die ,spiegellichter des ,stromes4 ,die ,menschen standen regungslos ans ,steuer gelehnt4 ,langsam -- oder schnell -- so langsam oder so schnell wie das ,herz das ,strmen des ,wassers deutete -- schob sich das groe ,schiff vorbei1 und hinterm ,fensterrahmen kruselten sich wieder die kleinen1 feinen ,wellengeriesel4 ,eine halbe ,stunde darauf war das ,wasser berkmmt von lauter grern1 aufstechenden1 gleichmigen ,wellen1 alle im ,aufbumen und ,versinken gleich schnell vom ,strome mit davongetragen4 ,das kahle ,gezweige1 das ins ,bild hineinragte1 schien ngstlicher ineinander zu wirren4 ,jetzt teilte sich das ,licht4 ,groe ,flchen voll warmer ,farben -- im ,bilde wrden es ,helligkeitsunterschiede sein -- leuchteten weit an den ,ufern berm ,spiegel4 ,der ,tag rstete sich1 ,abschied zu nehmen4 ,unser ,apparat htte sein ,auge sehr gro auftun mssen1 um davon noch etwas zu erhaschen1 und doch3 es wre gegangen4 ,etwas1 das sich unsere ,aufnahmeknstler ebenfalls weniger entgehen lassen sollten1 sind atmosphrische ,feinheiten -- dasjenige1 was der ,maler ,luftperspektive nennt4 ,es ist vielfach dasjenige1 was ein ,bild vermeintlich undeutlich8 macht1 in ,wirklichkeit ihm die ,schrfe nimmt4 ,aber diese ,schrfe ist ja unwahr und daher unschn1 wo sie unwirklich ist4 ,im ,photographieren solcher ,feinheiten sind die ,englnder am meisten voran2 sie haben es von ihren ,augenblicksphotographen gelernt4 ,so wie die ,englnder die einzigen sind1 die knstlerische ,naturaufnahmen um ihrer selbst willen als ,lichtbilder in grerm ,umfange und regelmig in den ,verkehr bringen 7welcher deutsche ,lichtbilderkatalog verzeichnete dergleichen8671 so wie die englischen illustrierten ,bltter1 z4 ,b4 ,country ,life1 7,landleben871 ,naturaufnahmen zeigen1 in denen die schwierigsten atmosphrischen ,aufgaben glnzend gelst sind1 so haben sie kinematographische ,naturaufnahmen dieser ,art1 die zum schnsten gehren4 ,es klingt lcherlich1 ist aber wahr1 der ,silberduft der ,seeluft umspielt sichtbar die ,strandblumen dieser ,bilder2 der graue ,glanz der ,winterluft liegt ber diesen ,aufnahmen von ,eis und ,schneelandschaften4 ,wenn man einem deutschen ,operateur8 mit der ,zumutung kommt1 vor einem derartigen ,gegenstand1 bei irgendeiner andern ,witterung als grellem ,sonnenschein81 zu irgendeiner andern ,stunde als von #aj bis #d8 seinen ,apparat aufzustellen1 so kann man sicher sein1 mit fachmnnischer8 ,entrstung zurckgewiesen zu werden1 weil solche ,bilder3 a7 technisch unmglich sind18 b7 unser ,publikum langweilen84 ,von beiden wei aber unser ,kinomann gar nichts1 weil er3 a7 niemals die technischen ,mglichkeiten versucht hat1 b7 7wovon ich schon gesprochen71 nie ein ,publikum vor solchen ,bildern gesehen hat1 weil es sie -- fast nie gibt4 ,er hlt sich dafr an jene berchtigten ,mondschein8-,bilder1 fr die der ganze ,film dunkelblau1 und die ,sonnenuntergangs8-,bilder1 fr die er dunkelrot gefrbt wird4 ,wenn aber einerseits jeder gute ,geschmack aufhrt1 wo der ,aufnehmende die ,grenzen seiner technischen ,mglichkeiten wirklich berschreitet 7und dann eben ,flschungen obiger ,art liefert71 so beginnen anderseits die knstlerischen ,reize einer ,kinoaufnahme eben gerade da1 wo der ,aufnehmende mit seinen technischen ,mglichkeiten zu ringen anfngt4 ,das ist's ja gerade1 das den ,knstler ausmacht1 da er das ,unmgliche mglich zu machen1 da er die weichen ,formen des ,menschenleibes in ,stein und ,bronze1 das rieselnde ,spiel von ,sonnenlicht und ,schatten mit lvermengten ,erden1 die zartesten ,bewegungsvorgnge mit der ,filmschicht festzuhalten sucht4 ,nebelglanz und ,wolkenzug sind aber gerade darum so schn1 weil sie leben1 weil sie ,bewegung sind oder sich an bewegten ,dingen kundgeben4 ,es ist ja wahr1 da man1 um wertvolle ,bilder dieser ,art zustande zu bringen1 manche ,studien machen und verwerfen1 manches ,lehrgeld wird zahlen mssen4 ,auch der ,maler mu ja jahrelang arbeiten und verwerfen1 ehe er zu ,meisterleistungen gelangt2 wenn auch seine ,skizzen immer ,interesse haben4 ,und ,films sind freilich ein teures ,versuchsmaterial4 ,aber sie bringen ja auch1 wenn gelungen1 teures ,geld ein2 und auch hier haben ,skizzen1 die von ehrenhaftem ,bemhen zeugen1 ihren ,wert4 ,diese ,art ,bilder wrden ebenfalls neben denen von geschichtlichem und anderm inhaltlichen ,werte1 um ihrer ,schnheit willen1 leicht hohen ,sammlerwert gewinnen4 ,kunstmuseen und einzelne ,liebhaber wrden sich um sie bewerben1 ,schulen und ,vereine sie ihren ,schtzen einverleiben4 ,daneben wrden sie durch die ,kinotheater wie andere ausgentzt werden4 ,wer es in diesen ,dingen zur ,kunst bringen will1 mu beim ,maler und beim ,augenblicksphotographen in die ,schule gehen4 ,sein eigentlicher ,lehrsaal aber ist das ,kinotheater3 was hier wirkt und wie es wirkt1 mu er unablssig studieren4 ,denn nicht schne ,natur1 sondern ein schnes ,bilderspiel soll er ja schaffen4 ,seine unerschpfliche ,fundgrube aber ist die ,natur selbst4 ,darin mu er tglich mehr sehen und ins ,kinematographische bersetzen lernen4 ,feste ,regeln zu geben ist natrlich unmglich1 denn hier ist dem persnlichen ,geschmack unermelicher ,spielraum gelassen4 ,einige ,gesichtspunkte aber1 die zum ,richtigen fhren knnen1 wollen wir andeuten4 ,es handelt sich namentlich um drei ,dinge1 die wir die ,wahl des ,motivs1 des ,ausschnitts und der ,komposition nennen wollen4 ,die drei dem ,gebiete der ,malerei entnommenen ,bezeichnungen gewinnen1 auf ,kinematographie angewendet1 eine etwas vernderte ,bedeutung1 da eben der ,kinematograph etwas zeitlich ,fortdauerndes1 ein ,hintereinander1 der ,maler aber ein ,nebeneinander darstellt4 ,das ,motiv des ,kinoknstlers ist natrlich ein ,bewegungsvorgang4 ,wie die ,wahl desselben durch technische ,bedingungen begrenzt wird1 haben wir schon in einem frhern ,abschnitt angedeutet4 ,im ,hinblick auf die ,vorfhrung kann der ,aufnehmende aber auch solche ,aufnahmen whlen1 an denen sich das ,mangelnde bei der ,wiedergabe durch ,wort1 ,geruschnachahmung u4 a4 ergnzen lt4 ,nicht ergnzen lassen sich ,farbenspiele4 ,pltzliche ,vorgnge knnen aber fr den ,beschauer durch den ,vortrag vorbereitet werden4 ,undeutliche ,einzelheiten kann ein vorangehendes ,lichtbild deutlich machen4 ,mit ,rauschen1 ,donnern1 ,explosionen begleitete ,bewegungen knnen zum ,teil -- wenn sie vereinzelt auftreten und die ,gerusche deutlich und einfach sind -- mechanisch andeutend in diesem ,sinne ergnzt werden4 ,zarte ,gerusche aber -- wie ,blttersausen -- lang dauernde -- ,meeresbrandung -- oder individuelle -- ,vogelgesang -- kommen meist fr ,wiedergabe nicht in ,betracht4 ,waldweben8 als solches ist kein kinematographisches ,motiv4 ,was nicht al fresco8 im groben1 in groen ,zgen1 wirkt1 hat seine ,grenzen in der ,wiedergabe4 ,die ,bewegung selber aber1 die das ,motiv8 bilden soll1 werde nicht auf ihren ,umfang oder ihre ,heftigkeit1 sondern auf ihre innere ,schnheit geprft4 ,es kommt in ,frage1 ob der ,apparat so weit oder so nahe herangestellt werden kann1 da das1 was uns in der lebendigen ,wirklichkeit fesselt1 im ,bilde wieder deutlich sichtbar wird4 ,es ist ferner zu erwgen1 wie lange das ,bild wirken mu1 damit es allmhlich ber den ,beschauer ,macht gewinnt1 seine ,seele gefangen nimmt1 ihm seine feinen ,reize enthllt1 ihm die ,stimmung bringt4 ,hiergegen sndigen fast alle derartigen ,aufnahmen4 ,kaum fngt das ,auge an1 sich in die ,pracht zu vertiefen1 da springt das ,bild um4 ,der im ,stofflichen befangene ,aufnehmende glaubt1 er msse den ,zuschauern nur ja alle drei oder fnf ,sekunden etwas ,neues8 bieten1 damit sie sich nicht langweilen84 ,eben darum aber wirken die meisten dieser ,bilder langweilig und lsen ,unruhe im ,publikum aus -- weil es ja eben nichts ist86 ,weil das ,auge nicht einen einzigen ,augenblick ,zeit gewinnt1 sich zu vertiefen1 weil das ,bild einem weggezerrt wird1 gerade wie man zu schauen8 beginnen wollte4 ,in den meisten ,bewegungen wird man einen wirklichen ,rhythmus bemerken1 etwas wie das ,hin- und ,hergehen unzhliger kleiner1 vieler mittlerer und weniger grerer ,pendel4 ,diesen ,rhythmus mu man erkennen und sich auswirken lassen4 ,auf groen ,wogen schwanken und rieseln zahlreiche kleine1 und nach drei oder vier groen ,wogen kommt eine riesenhafte1 als wolle sie alle vorigen berbieten4 ,diese grte mu ,zeit haben1 einige ,male zu erscheinen3 dadurch kommt der ,beschauer hinter die groartige ,schnheit dieser ,bilder4 ,was den ,rahmen8 des ,bildes angeht1 den ,bildausschnitt81 so mu sich der ,kinomann nach andern ,gesichtspunkten richten als der ,maler4 ,dieser kann kleine ,fehler des wirklichen ,bildes ndern1 er hat die richtige ,augenperspektive1 er bercksichtigt die ,beweglichkeit des ,auges1 indem er ,vorder- und ,hintergrund gleich scharf malt1 fr ihn sind ganz andere ,dinge ,hauptsache als fr uns4 ,ein naher ,vordergrund1 z4 ,b4 ein ,blick durch eine ,baumlcke1 oder aus einer ,felsenhhle heraus auf die ,see1 kommt1 wenn das ,motiv selbst in der ,ferne 7auf unendlich7 liegt1 meist unscharf oder dunkel1 ohne ,einzelheiten heraus4 ,namentlich im letztern ,falle wirkt es1 als gehrte es nicht zum ,bilde4 ,wo also ,rahmen und ,motiv nicht annhernd in eine ,ebene zu bringen sind1 werden wir auf erstern meist lieber verzichten4 ,ein ins ,bild hinein wischender1 berlebensgroer ,zweig z4 ,b4 ist nur strend4 ,wir mssen ihn vorher wegbinden o4 dgl4 ,man mu darauf sehen1 da die das ,motiv bildenden -- die an einer bestimmten ,bewegung teilhabenden -- ,gegenstnde entweder im ganzen zu bersehen sind1 oder aber ein solcher berblick vom ,auge nicht verlangt wird4 ,habe ich z4 ,b4 das oben abgeschnittene ,bild eines ,wasserfalls1 so strt mich das1 weil ich im unklaren bin1 ob das ,wasser vielleicht doppelt so hoch1 wie im ,bilde sichtbar1 oder etwa eben ber der abgeschnittenen ,stelle herunterfllt4 ,zeigt man nun aber nur eine kleine ,stelle des ,falles aus nchster ,nhe1 so komme ich gar nicht auf den ,gedanken1 nach der ,hhe des ganzen ,falles zu fragen4 ,man mu eine vollstndige ,bewegungseinheit auf das ,bild zu bekommen suchen -- d4 h4 ein geschlossenes8 ,bild1 ein ,motiv1 das die ,phantasie befriedigt und nicht ,fragen brig lt4 ,die ,komposition8 in einem ,kinobilde bezieht sich auf das ,nach-1 nicht das ,nebeneinander4 ,sie ist die schwierigste ,aufgabe1 weil eben hier der ,aufnehmende ja wenig machen81 sondern nur klug auswhlen und abpassen kann4 ,man kann eben nicht1 wie jener ,operateur1 angesichts einer ,wste so lange drehen1 bis irgendwoher ein ,kamel ins ,bild kommt4 ,trotzdem erhht es den ,reiz eines ,bildes ums ,vielfache1 wenn es auch in dieser ,hinsicht ,komposition hat1 wenn die ,bewegung nicht nur episch ist1 sondern sich zum ,dramatischen steigert4 ,ein ,beispiel davon bot ich in der ,schilderung des ,stromes von meinem ,fenster aus4 ,zuerst mu der ,beschauer ,zeit haben1 sich in das unscheinbare ,spiel von ,wellen1 ,wind1 ,wolken und ,menschlein zu vertiefen4 ,dann sucht nun das ,auge nach ,abwechslung1 nach einem ,gegensatz an diesem ,idyll1 und den bildet das gro und ruhig auftauchende1 durch- und abfahrende ,schiff4 ,wie dramatisch ein solcher scheinbar so nchterner ,vorgang ist1 wie er die ,phantasie anregt1 wissen wir ja aus entsprechenden ,laterna-magica-,bildern4 ,da erscheint zuerst die starre1 grobkolorierte ,landschaft und dann das ebenso starre hindurchgeschobene ,schiff4 ,das packt uns1 weil in der ,einfachheit etwas ,typisches1 ich mchte sagen ein ,symbol steckt4 ,oder man stelle sich ein ,stck ,waldinneres1 einen lauschigen ,seitenpfad vor4 ,das ,sonnenlicht spielt in den leise atmenden ,blttern4 ,im ,sonnenstrahl tauchen goldene ,lichtfnkchen auf1 sammeln sich und tanzen auf und ab3 die ,waldmcken4 ,das ,ballet tritt ab2 wir atmen frmlich die ,waldesstille4 ,da erscheint ein ,kopf auf schwankem ,hals4 ,ein ,reh ugt uns an4 ,es tritt vor auf den ,weg und schaut lange zu uns her4 ,pltzlich ein ,zucken2 es springt seitwrts und verschwindet im ,gebsch4 ,es wre ein ,meisterwerk1 nmlich eine groe ,schwierigkeit1 die vielleicht wochenlange ,vorarbeit erforderte1 das ,bild zu erlangen4 ,aber es wrde berall1 bei den ,feinsten wie bei den ,kleinsten ungemessenen ,jubel erregen4 ,wir htten die ,schnheit der ,bewegung der ,natur in dramatischer ,steigerung vom ,mckentanz und ,blttersuseln bis zum zierlichen ,schritt und jhen ,sprung des groen ,waldtieres belauscht4 ,so schwierig eine derartige ,komposition mit lebendiger8 ,staffage ist1 so leicht ist sie1 technisch genommen1 reiner ,landschaft gegenber1 weil es da ja nur gilt1 den richtigen ,rhythmus zu belauschen1 richtig einzusetzen und wieder aufzuhren und -- unvorhergesehene ,ereignisse zu vermeiden4 ,auch kann man ja hier ,dramatik ins ,gesamtbild bringen1 indem man verschiedene ,motive aneinanderfgt2 z4 ,b4 zeigt man das ,meer in alltglichem ,wogenatmen4 ,dann an anderer ,stelle und zu anderer ,zeit1 wenn die weimhnigen ,rosse ungestm furchend die ,hlse aus dem ,wasser heben4 ,nun steigernd das ,meer bis zur ,sturmbrandung -- -- und wieder abflauend bis zum regungslosen ,blinken4 ,den ,hhepunkt der ,kunst bildet die ,komposition solcher ,bilder mit ,menschen darin4 ,der ,greuel greulichster ist der ,mensch in seiner ,pose4 ,jemanden1 der's wei1 dazu verwenden1 ist jedem sich achtenden ,aufnahmeknstler verboten4 ,ich ging mal mit einem ,maler spazieren und wollte ein bestimmtes ,motiv aufnehmen4 ,ich bat ihn1 doch mal des ,weges herzukommen84 ,er ging ganz vergngt weg und kam als ein anderer wieder4 ,die ,brust herausgeworfen1 die ,augen blitzend1 den ,hut schief1 den ,mantel zurckgeschlagen1 die ,beine als wollt' er ,menuett tanzen -- ich lachte grimmig und verzichtete4 ,hbsche ,mdchen und ,kinder pflegen zu lachen -- kurz der ,mensch1 der sich photographiert wei1 verdirbt jedes ,bild4 brigens auch jeder1 der sich gemalt wei4 ,und darum mu es der ,kinoknstler wie der ,maler machen3 er mu den ,menschen belauschen4 ,vielleicht hat er gerade den ,apparat vor einem ,kornfeld aufgestellt1 ber das halmbiegend die ,wlfe der ,mittagshexe rennen4 ,da kommt ein ,schnitter daher1 und nach umstndlichen ,vorbereitungen -- sein ,selbstgesprch beweist1 da er sich unbelauscht glaubt -- beginnt er die ,sense zu schwingen4 ,der sieht uns nicht3 aber gierig sucht unser ,apparat die ,lichtwellen1 die von ihm herfluten4 ,so mit tausend ,listen und vollem ,herzen die ganze ,geschichte unsres tglichen ,brotes1 von der ,pflugschar bis zum ,frhstck1 mit ,selbstbeschrnkung kinematographisch gezeigt3 das knnte ein ,kunstwerk werden4 ,der ,rhythmus der krperlichen ,arbeit1 der bildet selber ein ,stck ,schnheit der natrlichen ,bewegung4 ,unermelich ist hier das ,gebiet des ,kinoknstlers4 ,wenn ich mit diesen ,ausfhrungen erreiche1 da nur in diesem und jenem der ,mut geweckt wird1 sich berhaupt um diesen ,preis zu bewerben1 dann soll mir's gengen4 ,ein groer ,blick fr das ,leben1 seine ,echtheiten und seine ,schnheiten ist fr den ,aufnahmeknstler unerllich4 #e4 ,gestellte8 ,bilder ,wir haben im bisherigen aus dem ,wesen der ,kinematographie ihre knstlerischen ,gesetze entwickelt4 ,als ,kernpunkt ihres ,wesens erkannten wir ihre ,fhigkeit1 mit bis dahin nichtgekannten ,mitteln neue ,seiten der ,wirklichkeit im ,bilde zu zeigen1 im besondern die ,schnheit der natrlichen ,bewegung zum ,gegenstand unseres ,studiums zu machen4 ,als ,hauptbedingung1 ,hauptpflicht betonten wir immer wieder die1 diese widergespiegelte ,wirklichkeit nicht zu flschen1 sie so aufzunehmen und weiterzugeben1 da sie auf der ,leinwand in vllig entsprechenden ,verhltnissen wiederkomme4 ,dies zu erzielen1 war die eigentliche ,kunst des ,kinematographen4 ,eine hohe und strenge ,kunst1 die der ,willkr des ,ausbenden scheinbar sehr enge ,grenzen setzt1 die sich an eine enge ,gruppe von ,empfindungen wendet1 eine ,augenkunst recht eigentlich4 ,eine feine ,kunst auch1 die zu ihrer ,wirkung der ,sammlung und ,vorbereitung1 der mitttigen ,phantasie1 geschulter ,sinne und guten ,geschmacks bedarf4 ,und eine mhsame ,kunst1 deren ,werke nur das ,ergebnis einer langen ,reihe1 aus verschiedenen ,hnden hervorgegangener oft kostspieliger1 sorgfltiger ,arbeiten sind4 ,eine ,kunst endlich1 die zu ihrem hchsten ,erfolge eine langsame ,gesamtentwicklung erfordert4 ,kein ,wunder1 da eine solche zwar tiefster1 aber mhsam heraufzuholender ,wirkungen fhige ,kunst dem ,heere derer1 die von der ,kinematographie in erster ,linie einen reichen1 aber mhelosen ,gewinn erwarteten1 ohne sich im geringsten um das seelische ,wohlbefinden derer zu beunruhigen1 die ihnen das ,geld herbeitragen sollten -- kein ,wunder1 sage ich1 da denen diese ,kunst viel zu langsam ging4 ,die ,kinematographie selbst zur ,hhe einer ,kunst zu erheben81 das versuchten sie gar nicht erst4 ,statt dessen verkuppelten sie die mit einer andern1 an sich hohen ,kunst1 der des ,schauspiels4 ,sie erniedrigten beides1 ,schauspielkunst und ,kinematographie1 und brachten dadurch jenen ,wechselbalg zustande1 der als ,kinodrama8 seine ,erfolge unseligen ,andenkens gefeiert hat4 ,der tatkrftige ,widerspruch1 den diese ,schande der ,zeit bei den wahren ,freunden und ,erziehern des ,volkes so gut wie bei denen der ,theaterkunst und der echten ,kinematographie fand1 hat1 scheint es1 den ,erfolg gehabt1 den ,stachel nur immer tiefer ins ,fleisch zu treiben1 statt ihn zum ,ausfallen zu bringen4 ,mit dem steigenden ,widerspruch der ,gegner stieg der ,reklameaufwand der ,filmfirmen1 mit denen sie ihre ,erzeugnisse erst recht als hchste ,kunst81 films d'art81 dramatische ,meisterwerke81 knstlerische ,volkserziehung81 das ,kinotheater als das ,theater des kleinen ,mannes8 anpriesen4 ,je widerwrtiger die ,bilder inhaltlich wurden1 desto lauter schrien die ,ankndigungen3 ,erzieherisch6 ,dezent6 ,fr ,kinder freigegeben681 und je entschiedener sie sich ihrem ganzen ,wesen nach von dem der dramatischen wie der ,kinokunst entfernten1 mit desto raffiniertern ,mitteln -- zuletzt unter genauer ,nachahmung aller fr ,theaterauffhrungen blichen ,ankndigungsformen1 wie ,erstauffhrung fr ,x4 reserviert81 ,a4 ,n4 in der ,titelrolle8 mit ,personenverzeichnissen usw4 -- wurde die ,tuschung unterstrichen4 ,es sind geradezu gigantische ,anstrengungen von den groen ,firmen gemacht worden1 es sind besonders riesige ,kapitalien -- ,hunderttausende von ,franken -- in die ,herstellung dieser1 der ,sensation einer einzigen ,woche dienenden1 dann von ihren ,urhebern selbst zur ,vergessenheit verurteilten ,nichtigkeiten1 ,albernheiten und ,geschmacklosigkeiten verpufft worden4 ,zugleich aber1 wenn auch uerst langsam und widerstrebend1 wurden so wenigstens einzelne ,firmen auf einen ,weg gedrngt1 der doch endlich so oder so zu einer ,besserung fhren mu4 ,es ist zwar heute noch nicht viel mehr als ,reklame1 auf die man nicht viel geben darf1 wenn neben den ,namen vereinzelter wirklich bedeutender1 d4 h4 auch als ,kulturerscheinung bedeutender ,schauspieler und ,schauspielerinnen auch solche von ,dichtern als knftiger ,film-,text8-,verfasser auftauchen1 von denen wir doch -- wie von ,gerhard ,hauptmann -- wissen1 da sie endlich ihrer ,natur nach gar nicht anders knnen1 als auch auf diesem ,gebiete1 wenn sie sich dort einmal bettigen1 zum ,gediegenen und in irgendeinem ,sinne auch knstlerisch zu ,rechtfertigenden zurckkehren4 ,hoffen wir nur1 da gerade diese ,entscheidenden erstens auch wirklich zum ,schaffen kommen1 nicht nur ihre ,namen als ,anreier8 in ,rundschreiben und ,zeitungsnotizen prunken1 und da sie zweitens ,vorsicht1 ,rckgrat und -- ,handwerk genug wahren1 um sich nicht bertlpeln zu lassen4 ,sonst knnen sie erleben1 eines ,tages auf der ,leinwand unter ihrem ,namen ,dramen8 erscheinen zu sehen1 die ihnen die ,rte ins ,gesicht treiben4 ,mgen sie vor allem nicht vergessen1 da auf diesem ,gebiete mit dem ,textbuche nichts getan ist4 ,der eigentliche ,kinodichter8 ist der1 der die ,regie hat -- und seiner harren ,aufgaben1 die schwieriger sind als manchmal die des ,bhnenregisseurs4 ,denn er soll neue ,wege pflgen1 wo der andere berlieferung1 ,schule und ,vorbild vorfindet4 ,die ,frage ,kino und ,bhne8 -- die brigens mehr ,seiten als die hier angedeutete hat -- ist in einem andern ,bndchen dieser ,sammlung behandelt worden4 ,ich sehe daher hier von allem ab1 was sie besonders betrifft1 und beschrnke mich darauf1 auf meinem eignen ,wege fortschreitend1 die ,frage des gestellten8 ,kinobildes und seiner ,erhebung zu einem ,kunstwerk berhaupt und ganz allgemein zu behandeln4 ,wir knnen ja nicht leugnen1 da der ,kinematograph1 wenn auch sein ,eigenruhm die ,wiedergabe unbefangener und unbewuter ,wirklichkeit ist1 doch fhig ist1 auch ,bilder zu erzeugen1 die von denen der ,wirklichkeit abweichen4 ,auch diese ,bilder haben zweifellos ihren ,reiz1 und eben dadurch tritt auch fr sie die ,forderung auf1 sie1 wenn berhaupt1 zu ,kunstwerken zu machen4 ,solche ,bilder knnen entstehen1 indem wir entweder an ,stelle natrlicher ,gegenstnde menschliche ,arrangements1 vor allem also menschliche ,pantomimen aufnehmen1 oder indem wir natrliche ,vorgnge durch eine besondere ,art von ,aufnahmen ganz verndert und in nicht mehr natrlicher ,weise auf der ,leinwand erscheinen lassen4 ,bilder letzterer ,art werden ,trickszenen8 genannt1 und es kommen da eine ganze ,menge von ,tricks8 in ,betracht4 ,der hufigste ist die zu schnelle oder zu langsame ,aufnahme eines ,vorgangs1 wodurch dieser umgekehrt entstellt im ,bilde widerscheint4 ,wenn ich z4 ,b4 vor einem laufenden ,automobil die ,aufnahmekurbel zu langsam drehe1 das fertige ,bild aber im gewhnlichen ,zeitma abrolle1 so luft das ,bildautomobil mit einer ganz unmglichen ,schnelligkeit4 ,das wirkt natrlich sehr lustig1 wenn man's nicht zu oft sieht4 ,umgekehrt kann ich von einem langsamen ,vorgange -- z4 ,b4 dem ,erblhen einer ,blume -- ,einzelaufnahmen in langen ,abstnden machen1 die bei gewhnlicher ,vorfhrung dann ein beschleunigtes ,bild des ,vorgangs geben4 ,zu solchem ,zwecke angewendet -- d4 h4 wenn das wahre ,verhltnis nicht1 wie oben1 verschleiert wird -- handelt es sich um eine vollkommen richtige8 und oft lehrreiche ,naturaufnahme4 ,wird aber ein derartiges ,bild beispielsweise in ein anderes1 im gewhnlichen ,zeitma aufgenommenes hineinkomponiert1 so da es z4 ,b4 so aussieht1 als blhe die ,blume auf1 whrend gleichzeitig ein ,mensch eine beschwrende ,gebrde macht1 dann wirkt das ,bild mrchen- oder zauberhaft4 ,wird1 wie man es hufig erlebt1 ein ,wasserfall oder eine ,eisenbahnfahrt durch eine ,landschaft in so beschleunigter ,weise vorgefhrt 7damit das ,programm eher zu ,ende ist71 so ist das durchaus unknstlerisch4 ,wird es aber absichtlich zu ,zwecken der ,illusion1 zur ,erregung von ,heiterkeit oder ,mrchenstaunen gebracht1 so kann sich eine ganz hbsche1 unter ,umstnden auch knstlerisch einwandfreie ,unterhaltung daraus ergeben4 ,so betrachtet1 sind wir geradezu wieder einem ,wirkungsmittel auf die ,spur gekommen1 das nur das ,kino in gleicher ,vollendung besitzt3 die ,einflechtung zauberhaft erscheinender1 durchaus wirklichkeitsfremder ,szenen und bergnge in ein im brigen alle ,kennzeichen hchster ,naturwirklichkeit tragendes1 ja sie verbrgendes ,bild4 ,besonders das ,ineinanderkomponieren zweier in ,wirklichkeit getrennt aufgenommener ,bilder bietet da eine ,flle reizvoller ,mglichkeiten3 fingergliedgroe ,zwerge tanzen unter ,menschen1 ,visionen erscheinen und verschwinden1 ein ,gulliverautomobil fhrt durch ,zwergenstdte usw4 ,ein geschmackvoller ,kinodichter wird bei der ,wahl seiner ,stoffe und in der ,art ihrer ,behandlung nicht von den ,mglichkeiten und ,vollkommenheiten der ,schaubhne1 sondern von denen der ,kinoleinwand ausgehen4 ,er wird im ,berhrten sofort -- wie es ja viele getan haben -- die ,anregung finden1 fr das ,kinoschauspiel zunchst an ,stoffe zu denken1 deren ,wirkung auf dem ,ineinanderflechten von ,wirklichkeit und ,unwirklichkeit besteht4 ,vor allem also ,mrchen und ,zauberpossen6 ,das ,mrchen vom ,tischlein deck dich wre so recht ein ,kinomrchen4 ,aber wichtiger1 als anzuregen1 ist es hier zu warnen4 ,denn es haben schon viele fr das ,kino-,mrchen8 bearbeitet1 und fast alle diese ,mrchen sind -- ,greuel geworden4 ,das lag und liegt vor allem daran1 da nichts schwieriger ist1 als im ,bilde gerade den guten bergang vom ,wirklichen8 zum ,unwirklichen8 zu finden4 ,unserer ,mrchen ,reiz und ,wert liegt gerade in dem fortwhrenden1 unmerklichen1 unabgrenzbaren1 im ,kunstmrchen -- schon verschlechtert -- mehr oder minder traumhaften8 ,ineinanderspielen von beidem4 ,diese ,zauberereignisse sind nicht zauberhaft4 ,wie auch in der ,gtter- und ,heldensage spielen sich auch die ber- und unternatrlichen ,vorgnge in ,verhltnissen und bergngen ab1 die beides1 ,natur- und ,geisterwelt organisch richtig8 erscheinen lassen4 ,gerade diese ,fhigkeit fehlt aber dem ,kinematographen4 ,natrliches und ,zauberhaftes8 stehen schroff nebeneinander4 ,die ,geister8 sind nur kleiner oder grer1 ferner oder nher1 vielleicht auch durchsichtig2 im brigen aber haben sie nichts ,geisterhaftes1 sondern sind ,menschen mit zu scharfen ,umrissen1 zu harten ,einzelheiten1 zu menschlichen ,grenverhltnissen4 ,die ,masken1 ,schleier und ,maschinen1 die auf der ,bhne so ganz anders wirken knnen1 erscheinen hier brutal wieder als ,masken1 ,schleier und ,maschinen4 ,und ebenso ist es mit dem ,einsetzen und ,vergehen derartiger ,visionen4 ,in die lebendige ,natur hngt pltzlich etwas ,knstliches hinein1 und das ist immer hlich4 ,hier mu die ,regiekunst vereint mit der ,technik uerste ,anstrengungen machen4 ,der ,kinodichter aber erwarte nicht1 hier traumhafte8 ,wirkungen1 berhaupt nichts ,zartes8 verwirklichen zu knnen4 ,vielmehr ergibt sich fr ihn ein harter1 etwas eckiger1 hlzerner ,stil1 wie er sich auch fr das ,kasperle und das mechanische ,theater herausgebildet hat1 etwas wie eine ruckweise ,stilisierung der ,vorgnge4 ,das hat ja auch seinen eignen1 ich mchte sagen humoristisch-melancholischen ,reiz4 ,das ,material -- der ,film -- nimmt gewissermaen die lebendigen ,gebrden mit sich1 bersetzt sie in seine eigne ,sprache ruckweiser und ungelenker ,fortbewegung4 ,die vom ,dichter hineinzutragende ,stilisierung ist vielleicht das ,vermittelnde zwischen der im gestellten8 ,bild schroff nebeneinanderstehenden ,natur und ,unnatur4 ,diese tritt noch in etwas anderm zutage3 in dem nicht zu berbrckenden ,gegensatz zwischen dem ,naturmilieu und den sich darin bewegenden ,schauspielern4 ,dem kann man natrlich entgehen1 indem man die ,szene in ein ,kulissen-,interieur verlegt4 ,hier wirkt das ,unnatrliche weniger strend1 weil eben alles ,unnatur ist4 ,auf der andern ,seite liegt aber eben wieder in dieser ,mglichkeit1 wirkliche und angestrebte ,natur -- ,natur und ,mimik in einem ,bilde zu vereinen1 ein neuer ,reiz und damit eine neue1 eigne ,quelle knstlerischer ,wirkungen fr den ,kinodichter4 ,in dieser ,hinsicht kann8 der ,kinematograph zweifellos wieder mehr als etwa die wirkliche ,naturbhne84 ,denn deren ,wirkung1 ja bloes ,dasein ist an eine ,menge selten zusammentreffender ,bedingungen geknpft1 und die ,illusionsstrungen sind bis zur ,unberwindlichkeit gro4 ,ja1 da1 wo das ,drama doch endlich seinen ,hhepunkt hat1 beim gesprochenen ,wort1 wird die natrliche ,umgebung geradezu berflssig1 daher stilwidrig4 ,der ,kinematograph hat da manches voraus4 ,aber auch hier ist der genannte ,gegensatz kaum zu berbrcken4 ,vielmehr scheint alles mehr darauf hinzuweisen1 ,natur und ,spiel mehr hinter- als nebeneinander wirken zu lassen4 ,so wie wir innere und ,naturvorgnge gern dichterisch vergleichen und eins durch das andere illustrieren1 so wrde gewi zwischen zwei pantomimischen ,szenen unter ,umstnden ein reines ,naturschauspiel wunderbar stimmungbannend wirken4 ,denken wir uns so aus einem ,liede vom ,meer8 eine ,szenenfolge2 nach langem1 innern ,kampfe hat die ,frau den ,liebenden in die ,welt fahren lassen4 ,wir lassen ihre sinnend zusammengesunkene ,gestalt im ,zimmer1 in das sich die ,dunkelheit senkt4 ,das ,bild wechselt nach kurzer ,pause1 und wir sehen am ,strande1 wo sie in einer frhern ,szene mit dem ,geliebten gewandelt ist1 die ,wogen des ,meeres unruhig heranbrausen und zurckfallen1 ohne da eine ,figur mit dramatischer ,pose die ,sprache der ,natur strt4 ,vergebens oder vielmehr enttuschend hat sich bisher die naheliegende ,hoffnung gezeigt1 da die ,kinematographie vielleicht die ,erweckerin einer neuen1 in sich reifen mimischen ,kunst werden wrde4 ,gewi1 es haben sich viele ,schauspieler gefunden1 die ihre ,gebrdensprache erfolgreich in den ,dienst des ,kinos gestellt haben4 ,aber wohl alle 7mir ist wenigstens keine ,ausnahme begegnet7 haben mehr oder minder nur die bliche ,bhnengebrden- und -mienensprache dem ,kino angepat4 ,sie haben sich vor allem auf diejenige auf der ,bhne bliche ,mimik beschrnkt1 die im ,kinobilde berhaupt zur ,geltung kommt -- und das sind nur die bertriebenen1 heftigen1 fratzenhaften ,begleitgebrden zu ,worten4 ,da aber das ,kinoschauspiel keine ,worte kennt1 so wrden die meisten dieser ,gebrden unverstndlich bleiben1 wenn nicht ein sogenannter ,rezitator8 oder ,humorist8 -- die ,erklrung dazu verlse4 ,da diese ,erklrung weder an sich knstlerisch ertrglich ist1 noch mit der photographierten ,mimik zu einem ,ganzen verschmilzt1 so bleibt das ,ganze eine ,geschmacksungeheuerlichkeit4 ,wer fr das ,kinobild spielt1 kann das als ,knstler nur tun1 indem er eine fr sich sprechende1 stumm-deutliche ,gebrdensprache8 erfindet und sich auf das beschrnkt1 was sich mit ,gebrden aussprechen lt4 ,da im ,bilde ja noch von der wirklichen ,mimik vieles verloren geht1 so ist der ,kinoschauspieler in der ,tat auf einen geringen ,formenschatz angewiesen1 und auch von diesem ,gesichtspunkte her empfiehlt sich der ,ausweg einer mechanikartigen ,stilisierung und einer mit wenigen bereingekommenen ,handgebrden al fresco wirkenden ,krpersprache4 ,da1 wie schon bemerkt1 dem ,kinobilde ,plastik und richtige ,perspektive fehlen1 so empfiehlt sich hier vielleicht die ,komposition in ein flaches ,bhnenbild hinein4 ,alles dies mu auch der ,kinodichter bercksichtigen4 ,worte drfen auf keinen ,fall die ,gebrde stren1 weder als ,erluterungen8 noch als ,dialog84 ,zwischen ,worten und ,bildgebrden ist so wenig bergang wie zwischen ,naturmilieu und ,mimik oder ,wirklichkeit und ,traum8 im ,kinobilde4 ,sollen ,worte mitwirken1 so mssen sie zwischen die ,bilder verlegt werden4 ,vielleicht kann man auch wagen1 einzelne ,motive nach ,art lebender ,bilder durch erluternde ,verse begleiten zu lassen1 doch kann das nur zur ,verdeckung minderwertigen ,spieles geschehen4 ,jene ,eigenfhigkeit des ,kinos aber1 ,natur und ,spiel rumlich und mit gleicher ,realistik zu vereinigen1 weist wieder auf ein besonderes ,gebiet hin1 wo es ,meister sein knnte3 die pantomimische ,wiederherstellung geschichtlicher ,vorgnge auf natrlichem ,schauplatz4 ,zweifellos wrden solche ,vorgnge in dramatische ,form gebracht werden4 ,ihr eigentlicher ,wert wre aber nicht der dramatische1 sondern der archologisch-geschichtliche4 ,es hat nicht nur ,neugierreiz1 sondern einen die ,phantasie berichtigenden1 das ,wirklichkeitsgefhl besonders fr geschichtliche und kulturgeschichtliche ,verhltnisse strkenden ,wert1 ,menschen und ,szenen der ,vergangenheit mal nicht in der ,verzerrung durch ,maler und ,dichter1 sondern sozusagen in natura81 in ihrem natrlichen ,verhltnis und ihrer natrlichen ,wirkung wiedererstehen zu sehen4 ,natrlich htte bei solchen ,dingen der ,gelehrte mehr als der ,dichter mitzusprechen1 denn hchste1 dem ,stand unserer ,erkenntnis entsprechende ,echtheit wre ja hier die ,hauptforderung4 ,ich brauche nicht besonders zu betonen1 da ich mit dieser ,anregung nicht ,schrecken wie die ,verkinematisierung ,homers1 ,dantes oder ,schillers wieder heraufbeschwren oder beschnigen will4 ,vielmehr ist eine der wichtigsten ,tugenden1 die dem mimenden ,kinematographen anzuempfehlen ist1 ,ehrfurcht und abermals scheue ,ehrfurcht vor allen geistigen ,hhenleistungen1 die er durch plumpes ,mitmachenwollen so leicht verballhornen kann4 ,wo er sich an ,mrchen1 geschichtliche1 religise oder dergleichen ,szenen wagt1 zittere er davor1 etwas von dem zarten ,duft1 der geistigen ,bedeutung und ,gre dieser ,dinge anzutasten4 ,er whle nur ,szenen1 die ,realismus1 ,drastik und puppenhafte ,stilisierung vertragen4 ,es ist seine ,eigenart1 mit ,dingen1 die auf der ,bhne illusionfrdernd wirken1 wie ,schminke1 ,kostme1 ,maschinen und ,posen1 illusionzerstrend bis zur ,lcherlichkeit zu wirken4 ,besonders mache ich aber auf die ,darstellung religiser ,szenen aufmerksam4 ,es ist nicht zu leugnen1 und besonders von katholischer ,seite begriffen worden1 da die kinematographische ,vorfhrung1 z4 ,b4 von ,szenen aus dem ,leben ,jesu81 namentlich zu ,festzeiten und besonders auf illusionsfrische ,zuschauer von oft erschtternder ,wirkung ist4 ,zu dem eigentmlichen ,reiz der ,schilderung1 der ja auch in gewissen ,volksspielen mitwirkt1 tritt hier der ,eindruck der verblffenden1 so selbstverstndlich erscheinenden ,einfgung von ,dingen erlesenster ,seltenheit in eine vollkommen natrliche und vertraute ,umgebung4 ,sogar manche ungeschickte1 manche unzulngliche ,mimik verwischt ja gar der ,kinematograph4 ,aber dann kann eine einzige ,unzulnglichkeit1 eine einzige ,geschmack- und ,taktlosigkeit alles wieder verderben4 ,so wirkt ein grobgemalter ,papierstern ber der ,htte von ,bethlehem ebenso abstoend1 wie das pltzliche ,hochheben eines nackten ,suglings aus der ,krippe unsthetisch1 illusionstrend und piettlos4 ,mit weniger als den ,summen1 die an derartige ,bilder gewagt werden1 liee sich viel ,edleres und knstlerisch ,wertvolleres schaffen1 als was man gewhnlich zu sehen bekommt4 ,versucht man1 sich weiter in oben entwickeltem ,sinne auszumalen1 in welcher ,richtung die echte ,kinopantomime ihre ,entwicklung suchen knnte1 so kommt man von selber auf den ,gedanken an den ,kunst- und ,ausdruckstanz4 ,dieser bildet um so mehr eine dankbare ,aufgabe fr das ,kino1 als ja auch geschmackvoller ,musikbegleitung bei der ,vorfhrung nichts im ,wege steht4 ,doch steht auch hier am ,ende drohend und warnend das ,schreckgespenst des sogenannten ,tonbildes81 soll heien der ,verbindung von ,kinematographie und ,phonographie4 ,diese ist gewi eine ,sache der ,zukunft4 ,aber solange noch ,bild und ,musik 7,rede7 getrennt aufgenommen werden mssen1 und die ,tonwiedergabe nicht von jenem quakenden ,nebengerusch zu befreien ist1 kommen diese ,tonbilder knstlerisch nur so weit in ,betracht1 wie es sich um derbe oder humoristische ,wirkungen handelt1 und auch da nur ausnahmsweise4 ,der ,humor aber ist ein unbestrittenes ,sondergebiet des ,kinematographen4 ,wir mgen ihn um so weniger missen1 als die ,kinovorfhrung an sich ein sprder ,gegenstand ist4 ,was wir aber sehr gern missen wrden1 sind all diejenigen ,szenen1 deren ,humor stofflicher ,natur ist3 ,fratzenziehen1 sinnlose ,verfolgungen81 dumme1 freche oder widerwrtige ,streiche4 ,humor ist nicht ,lachkitzel1 sondern ,lustigkeitserregung4 ,der ,humor besteht nicht in zerbrochenen ,tpfen oder ins ,wasser gefallenen ,menschen1 -- in ,anblicken1 die augenblicklich lachenerregend wirken -- sondern in heitern ,gedanken und ber ,erdenschwere emporhebenden ,empfindungen1 die in uns erregt werden4 ,ich rege die ,vermenschlichung der ,kinoposse an2 man bringe ,begriffe hinein4 ,das ,kasperle- und ,puppentheater bieten hier ,anregung und ,vorbild4 ,man zeige uns nicht ,narren1 ,gecken und ,krppel1 denen etwas ,unerwartetes passiert1 sondern lustige ,menschen1 die ,spa machen84 ,man gebe der ,pantomime humoristischen ,stil4 ,und vergesse vor allem nicht1 da in fortwhrenden ,lachsalven81 in toller ,heiterkeit8 in einem ununterbrochenen ,fortissimo von ,knalleffekten jeder feinere ,humor zugrunde geht1 unbemerkt und wirkungslos bleibt4 ,guter ,kinohumor wird berhaupt nicht eher eine ,statt finden1 als bis -- die bliche ,programmgestaltung ,raum und ,aufnahmefhigkeit fr ihn berlt4 ,dieser ,frage wenden wir uns nun zu4 ,c4 ,die ,vorfhrung #a4 ,kinematographie oder ,kinetographie ,alle ,anregungen1 die wir bisher -- statt irgendwelcher fester ,vorschriften -- geben konnten1 dienten nur dem ,zwecke1 den hauptschlichen ,rohbestandteil kinematographischer ,auffhrungen1 die ,filme1 auf eine solche ,hhe zu erheben1 da sich berhaupt auf ihnen knstlerisch annehmbare ,auffhrungen aufbauen lieen4 ,um das noch einmal in einem ,satze zusammenzufassen3 wir forderten im ,grunde nichts1 als da erstens jeder einzelne ,film in der grten ,vollendung1 der er sachlich fhig sei1 hergestellt und behandelt werde1 und da dies zweitens stets im ,hinblick auf die ,gesamtvorstellung geschehen solle1 in der er einst zu wirken hat1 da die ,wirkung in dieser ,gesamtvorstellung den ,mastab der anzustrebenden ,vollkommenheit bilden solle4 ,so wie also der ,dichter eines ,dramas z4 ,b4 nicht daran denke1 wie hbsch sich etwa sein ,werk am ,kaffeetisch lesen lasse1 oder wie geschmeichelt sich etwa ein ,gnner oder eine ,schne dadurch finden werde1-- sondern wie er immer nur das ,bhnenbild als ,erstrebenswertes vor seinem geistigen ,auge stehen hat1 so soll auch der ,kinoknstler beispielsweise nicht daran denken1 wie interessant oder schn an sich ein ,vorgang sei1 oder welches ,aufsehen sein ,titel in ,zeitungsnotizen machen werde1 oder wie belehrend oder moralisch sein ,gegenstand an sich sei1 sondern nur1 ob und wieweit er all diese lobenswerten ,eigenschaften haben werde1 wenn er als ,bild1 im ,rahmen einer ,kinovorstellung unmittelbar zu dem ,publikum sprechen werde1 das dort in ,betracht komme4 ,wir mssen uns daher nun genaue ,rechenschaft davon zu geben suchen1 erstens wie eine solche ,kinovorstellung notwendig ist1 d4 h4 welches ihre bleibenden und unabnderlichen ,bedingungen sind1 die also auch fr den ,filmhersteller ,gebote sind -- zweitens was nun zu geschehen brig bleibt1 um aus dem gegebenen ,stoff1 eben einer ,kinovorstellung8 ein harmonisch wirkendes1 echtes ,gesamtkunstwerk zu machen4 ,die ,bedingungen einer ,kinovorstellung sind infolge der technischen und wirtschaftlichen1 zum ,teil auch sozialen ,verhltnisse1 die ihnen zugrunde liegen1 enger und unverrckbarer als die mancher andern ,kunst4 ,sowohl ,theater wie ,lichtbildervortrge lassen sich in den mannigfaltigsten ,formen und ,zusammenstellungen denken1 ,kinovorstellungen aber werden stets in erster ,linie ,massenveranstaltungen sein4 ,das kommt daher1 da ihr ,stoff -- besonders die ,filme -- selber sehr kostspielig herzustellen ist1 auch die ,vorrichtungen zur ,vorfhrung usw4 ziemlichen ,aufwand erfordern1 whrend gleichzeitig die ,darbietungen doch einer ,art angehren und so massenhaft auftreten und auftreten mssen1 da der einzelne im allgemeinen nur geringe ,preise dafr zahlen wird4 ,die ,vorfhrungen lohnen sich also -- und zwar je vollkommener sie sind1 desto mehr -- immer nur1 wenn sie vor groen ,versammlungen und regelmig stattfinden -- und eben dies ist wieder ein ,grund1 weswegen es vergebliche ,liebesmh ist1 diesen ,darbietungen einen exklusiven81 knstlerisch oder sozial vornehmen8 ,charakter geben zu wollen4 ,mag auch das beste8 ,publikum in ,kinotheater oder ,einzelvorstellungen gehen und in ersterm ,stammpublikum werden1 und mgen ihm auch die gediegensten ,gensse geboten werden3 immer ist doch das ,kinotheater wirtschaftlich darauf angewiesen1 den geistigen ,stand jedermanns8 zu bercksichtigen1 d4 h4 voraussetzungslos8 zu wirken4 ,das bedeutet3 es mu im besten ,sinne volkstmlich sein4 ,besonders ist es durchaus zu verneinen1 da die ,kinematographie ernstlich entweder literarischen oder 7anders als ausnahmsweise7 wissenschaftlichen ,zwecken dienen kann4 ber den erstern ,punkt haben wir uns schon im ,kapitel von den gestellten ,bildern8 ausgelassen4 ,das ,kinobild1 und also die ,kinovorstellung kann und wird1 gerade je knstlerisch wertvoller es gestaltet ist1 im dramatischen ,sinne nur eine neue ,art von ,jahrmarkts-1 ,puppen- oder mechanischem ,theater1 eine unter ,umstnden sehr reizvolle neue volkstmliche ,belustigung schaffen1 nie aber etwas1 das literarische8 ,ansprche oder die des ,schaubhnenfreundes befriedigte4 ,soweit aber die ,kinematographie wissenschaftliche ,hilfsarbeit leistet 7im wirklichen ,sinne des ,wortes7 kommt sie als ,schaustck kaum1 jedenfalls wirtschaftlich nicht in ,betracht4 ,denn wissenschaftlich8 sind ihre ,leistungen nur da1 wo sie wie ein neues1 die ,sinne bertreffendes ,beobachtungsinstrument wirkt1 z4 ,b4 als ,ultramikroskop oder zur ,zerlegung schneller ,bewegungen usw4 in ihre ,einzelteile4 ,in diesem ,falle interessieren den ,forscher ihre ,einzelbilder in langsamer ,betrachtung meist mehr als deren eigentliche kinematographische ,vorfhrung4 ,das zur finanziellen ,rentabilitt ntige ,publikum finden solche ,bilder naturgem nicht2 sie kommen fr ,kinovorstellungen8 als solche nicht in ,betracht4 ,wo kinematographische ,bilder als wissenschaftlich8 gepriesen werden1 sind sie meistens etwas ganz anderes1 nmlich lehrreich84 ,natrlich knnen nur ,bilder lehrreich1 zu ,lehrzwecken brauchbar sein1 die mit der ,wissenschaft1 d4 h4 ,betrachtungsweise und ,methode1 nicht im ,widerspruch stehen1 und in diesem ,sinne sind sie ja auch wissenschaftlich84 ,solche ,filme aber1 die wir lieber ,lehrfilme8 nennen wollen1 bedrfen eben zu ihrer wissenschaftlichen81 d4 h4 unmiverstndlichen ,vorfhrung derselben ,behandlung wie alle andern4 ,sie mssen knstlerisch vollendet8 dargeboten werden1 einerlei1 ob sie vor ,schulkindern1 ,studenten oder gemischter ,zuhrerschaft erscheinen sollen4 ,auch die wissenschaftlich vorbereitetern ,beschauer mssen ja in der ,lage sein1 diese ,bilder erst wieder gleichsam aus dem ,kinematographischen ins ,augenrichtige8 zu bersetzen4 ,auch ihre ,phantasie mu richtig eingestellt und geleitet werden3 aus der ,vorfhrung8 mu eine ,vorstellung8 gemacht werden4 ,auch wenn wir -- wohl mit ,recht -- annehmen1 da zu den heute blichen ,kino- und ,saalvorstellungen sich als neuer mchtiger ,zweig der ,kinematographie ,unterrichtsvorstellungen1 vielleicht in den ,schulen selber1 gesellen werden2 so unterliegen diese den gleichen technischen1 wirtschaftlichen und sozialen ,bedingungen4 ,ja erst deren vollkommene ,bercksichtigung durch eine vollendet ausgebildete ,vortragskunst wird dem ,kinematographen den bisher vergeblich erstrebten ,eingang in die ,schulen ffnen4 ,aus der so bedingten ,eigenart aller ,kinovorstellungen ergeben sich vor allem eine ,anzahl ,forderungen1 die wir als gesundheitliche zusammenfassen knnen1 deren ,bercksichtigung das sthetische ,bild einer ,kinovorfhrung beeinflut4 ,von diesen werden wir zum ,teil spter sprechen2 zunchst berlegen wir uns1 welchen ,einflu sie auf die ,gliederung der ,vorstellung1 die ,programmgestaltung haben werden4 ,ein kinematographisches ,bild allein und ganz fr sich betrachtet1 oder auch eine ununterbrochene ,reihe davon ist in jeder ,hinsicht ein ,unding -- ist berhaupt nichts4 ,es drfte kaum einen ,film geben1 der1 so vorgefhrt1 berhaupt inhaltlich verstndlich1 geschweige denn sthetisch ertrglich wre4 ,ein ,film gibt1 wie schon fter erwhnt1 rein technisch genommen weder ein ,bild der ,wirklichkeit1 noch gibt er1 was er gibt1 optisch vollkommen4 ,selbst das beste ,kinobild greift anfangs und wieder auf die ,dauer die ,augen stark an4 ,das liegt nicht nur daran1 da die ,augen durch berbrckung der ,tausende von wirklichen ,bildunterbrechungen1 die wir als ,flimmern8 stets wahrnehmen 7kein ,kinobild ist vollkommen flimmerfrei71 viel strker als von einem ,bilde mit stetiger ,bewegung in ,anspruch genommen werden4 ,sie strengen sich auch unbewut gleichsam fortwhrend an1 zu entdecken1 was sie in der ,wirklichkeit zu finden gewohnt sind4 ,farbe1 ,plastik1 richtige ,linien und deutliche ,luftperspektive4 ,sie kmpfen fortwhrend gegen die unscharfen und unerkennbaren1 gleichsam unentzifferbaren ,einzelheiten1 auf die wir vor der ,wirklichkeit unser hin und her wandelndes ,auge fixieren8 -- was hier nichts hilft4 ,auch das helle ,licht der ,natur entbehrt das ,auge2 hier geht ja alles gleichsam in einem ,schattenreiche mit arg gedmpften und gleichsam totem1 kreidigem ,lichte vor sich4 ,die ,natur selber erlutert uns1 was wir sehen1 zugleich durch eine ,menge von ,geruschen und ,klngen1 ,dften und ,berhrungen4 ,all dies ,fehlende vermit gleichsam die ,phantasie des ,kinobesuchers1 und die allein von allen ,sinnen gebrauchten ,augen bemhen sich vergebens1 es ihr zu ersetzen4 ,an ihre ,stelle mu das ,denken treten4 ,so kommt es aber1 da beides1 ,augen und ,hirn vor dem ,kinobilde bald erlahmen und das um so eher1 je weniger sie vor dem ,kinobilde durch andere ,mittel untersttzt und ausgeruht werden4 ,aus dem ,gesagten ergibt sich ohne weiteres1 da es eine knstlerische ,anforderung an die ,kinovorstellung ist1 den ,beschauern im weitest mglichem ,mae das ,fehlende zu ersetzen4 ,seine ,grenze findet dies ,bestreben wieder nur in dem ,gebote1 den ,vorzug des ,kinobildes1 seine automatische ,naturechtheit1 nicht zu zerstren4 ,dies geschieht berhaupt nicht durch ,erluterungen usw41 die offenkundig gar nicht den ,anspruch machen1 selber unmittelbare ,naturkundgebungen zu sein1 und ebensowenig durch technische ,ergnzungen1 die1 wenn auch nicht auf automatischer ,naturwiedergabe beruhend1 doch ,naturgerusche usw4 echt oder stilisiert wiedergeben4 ,denn durch das letztere ,mittel werden sie ja auch wieder als das gekennzeichnet1 was sie sind3 menschliche1 nicht naturautomatische ,erzeugnisse1 die zwar hinter der ,wirklichkeit zurckbleiben 7sie nur andeuten71 aber auch nicht ber sie hinausgehen4 ,nur das letztere ist geschmacklos4 ,diese ,hilfsmittel der ,kinovorstellung mssen sich gleichzeitig in der andern ,richtung bewegen1 neben der ,erhhung des ,verstndnisses der ,kinobilder auch dem ,ausruhen der ,augen zwischen ihnen zu dienen4 ,zum letztern ,zwecke dienen in erster ,linie die ,pausen zwischen den einzelnen ,bildern4 ,es ist unertrglich1 ein ,bild nach dem andern herunterhasten zu sehen1 womglich wie ein ,negerdorftanz begleitet gleichzeitig von ununterbrochenem ,klavierhmmern1 ,grammophonquarren1 ,erluterungsgeschrei und ,spssen4 ,und zwar mssen nicht nur die einzelnen ,bilder1 sondern auch die ,szenen1 aus denen sie zusammengesetzt sind1 durch deutliche ,pausen1 in denen ,auge und ,hirn sich erholen1 getrennt sein4 ,zu diesem ,zwecke mu sich zwischen je zwei ,filmteilen1 wie schon erwhnt1 ein ,stck grauer oder einfarbiger ,film befinden1 mit dessen ,eintreten ins ,gesichtsfeld sofort ein ruhiges1 wohltuendes ,licht auf der ,leinwand ist2 hierauf kann die ,objektivklappe ganz herabgelassen werden1 worauf das neue ,bild fertig8 und schon im ,rollen wieder auf der ,leinwand erscheint4 ,eine gute ,augenerholung bilden auch an sich schon ,lichtbilder1 wenn sie deutlich und schn sind4 ,besonders aber sehnt sich nach langem ,grau in ,grau das ,auge wieder nach ,farben1 ja nach etwas ganz anderm als dem ,erlebten4 ,aus diesem ,grunde ist's1 weswegen ich wiederholt geradezu empfohlen habe1 als kurze ,programmteile mit vor- und nachheriger ,pause kaleidoskopartige ,farbenspiele1 farbige ,nebelbilder1 ,schattenspiele und andere anmutige optische ,scherze und ,experimente einzulegen4 ,jedenfalls wren derartige ,pausenausfllungen8 weit mehr zu empfehlen als die blichen meist scheulichen ,lichtbilderreklamen4 ,auf jeden ,fall aber mssen auerdem von ,zeit zu ,zeit grere ,pausen im erhellten ,raume eintreten4 ,auch dieser aber sollte nur am ,anfang und am ,schlusse voll erleuchtet und allmhlich verdunkelt oder erhellt werden4 ,whrend der ,vorstellung als ,ganzem aber vermeide man auch hierin alle grellen ,gegenstze4 ,man halte den ,saal whrend des ,spieles so hell1 whrend der ,pausen so halbdunkel1 wie es mit dem jeweiligen ,zwecke zu vereinigen ist4 ,ebenso der ,augen- und ,nervenerholung wie der ,ergnzung der ,filme dienen die durch ,vortrag und ,lichtbilder hervorgerufenen ,pausen4 ,die ,begleitgerusche und die ,begleitmusik4 ,sie entlasten die ,nerven und die ,phantasie von einer geradezu bermenschlichen ,arbeit1 regen die ,stimmung an1 stellen die bergnge her1 schlieen ,irrtmer und ,tuschungen aus1 schaffen ,abwechslung und ,gegenstze4 ,wer die ,dinge einigermaen eindringend beurteilt1 wird uns zugeben1 da eine ,filmvorfhrung an sich berhaupt nicht ,gegenstand einer ,vorstellung1 geschweige denn einer ,vorstellung als ,gesamtkunstwerk sein kann4 ,vielmehr haben wir es mit einer ganzen ,gruppe ihrem ,wesen und ,kern nach neuer ,naturveranschaulichungsmittel zu tun1 die einander nebst gewissen ,hilfsmitteln alle ergnzen1 und eine ohne die andere einfach sinnlos sind4 ,das wird uns noch mehr klar1 wenn wir uns diese neue ,welt vorausschauend nicht nach ihrem jetzigen ,entwicklungszustande zu vergegenwrtigen suchen1 sondern nach der idealen ,vollendung1 auf die alle vorhandenen ,anstze hinweisen4 ,dann ist es offenbar1 da zur ,kinematographie1 wie technisch so auch sthetisch jene andere ,gruppe von ,erfindungen gerechnet werden mu3 die mechanische ,selbstaufzeichnung1 ,vervielfltigung und ,wiedergabe von natrlichen ,klangerscheinungen3 ,ton1 ,gerusch und ,wort1 ,grammophonie oder ,phonographie4 ,das dem ,menschengeist heute vorschwebende1 im ,kinotheater zum ,teil schon verwirklichte ,ideal ist 7um nun gleich ganz vollstndig zu sein73 die mechanische ,selbstwiedergabe vollstndiger ,gruppen von ,naturerscheinungen1 wie wir sie mit ,zeichnung1 ,farbe1 ,plastik1 ,bewegung1 ,klang1 ,gerusch und vielleicht eines ,tages sogar mit ,geruchseindrcken mit den ,sinnen wahrnehmen4 ,zwar wird auch eine solche ,vorfhrung niemals menschlich-willkrlicher ,erluterungs- und ,ergnzungsmittel1 besonders des ,wortes1 niemals menschlich-knstlicher ,durcharbeitung zur ,erzielung einer befriedigenden ,gesamtwirkung1 kurz niemals der ,vermenschlichung8 im ,sinne guten ,geschmacks entbehren knnen4 ,aber in ihrem ,wesen wird sie ein neues ,werkzeug menschlichen ,geistes1 eine neue ,mehrerin und ,wahrerin menschlichen ,glckes1 ,ausbreiterin und ,verallgemeinerin menschlichen ,wissens1 menschlicher ,anschauung1 menschlicher ,kultur1 ein ,wahrzeichen und ,mittel menschlicher ,verstndigung und ,veredlung sein4 ,wollen wir aber diese ,gesamttechnik -- diese ,gruppe technischer ,knste -- im ,gegensatz zur ,kinematographie im engern ,sinne bezeichnen1 so mssen wir uns nach einem neuen treffenden ,namen umsehen4 ,er liegt im ,worte ,kinematographie8 eigentlich angedeutet4 ,es besagt ,bewegungs7selbst7niederschrift81 und soll sich eigentlich auf die ,festhaltung sichtbarer krperlicher ,bewegungen im ,bilde beziehen4 ,wie es aber oft mit solchen ,erfindungsbezeichnungen geht1 ist auch diese eigentlich schief4 ,denn ,bewegungen im genannten ,sinne fngt ja der ,kinematograph eigentlich gar nicht auf und gibt sie nicht wieder3 er entnimmt ihnen im ,gegenteil bewegungslose ,augenblicke und hlt diese fest4 ,die ,zusammenvorfhrung dieser ,bilder gibt nur den ,schein der ,bewegung wieder4 -- ,aber eine andere ,bewegung hlt der kinematographische ,film ebenso wie die ,photographie berhaupt und auch die ,grammophonie fest1 und auf dieser ,bewegungsniederschrift8 beruht ,wirkung und ,wert dieser ganzen ,gruppe von ,techniken3 ich meine die ,bewegung der ,licht- und ,tonwellen1 die von den ,gegenstnden des ,sehens oder des ,hrens ausgehen4 ,diese ununterbrochene ,bewegung selber schreibt sich auf chemisch-physikalischem ,wege in der ,film- wie in der ,wachsschicht usw4 auf1 und sie selber oder doch die ,erweckung ihres automatisch genauen ,wiederbildes ist die ,ursache des auf ,papier oder ,leinwand wieder sichtbar werdenden ,bildes1 wie des wiederklingenden ,tongefges4 ,in diesem ,sinne haben wir also das ,recht1 all diese ,techniken als auf ,bewegungsselbstaufzeichnung8 beruhend zu bezeichnen4 ,zum ,unterschiede von dem leider schon verbrauchten81 etwas schief vorweggenommenen ,worte ,kinematographie8 -- womit ich nach wie vor die ,technik des lebenden ,bildes8 meine -- habe ich drum vorgeschlagen1 die ganze ,gruppe mit dem -- berdies richtiger oder doch besser gebildeten -- ,worte ,kinetographie8 zu bezeichnen4 ,die ,silbe ma8 in diesem ,worte ist mindestens berflssig1 es kommt von 1 7,stamm ,verbindung --74 ,wenn ich nun von ,kinetographie als ,vorstellung spreche1 so verstehe ich darunter eine solche1 die im ,kern aus dem ,zusammenwirken aller oder mehrerer der genannten ,techniken 7also auch ,lichtbild und spter einmal ,grammophonie7 besteht1 die durch ,wort1 ,musik1 einstweilen knstlich-mechanische ,begleitgerusche usw4 als unentbehrlichen1 aber den kinetographischen untergeordneten ,bestandteilen gebildet wird4 #b4 ,das ,programm8 ,aus dem vorigen haben sich schon einige ,hinweise auf die uere ,gestaltung eines ,programms ergeben4 ,um aber einem ,irrtum vorzubeugen1 betone ich nun1 da trotz der ,heranziehung aller mglichen ,hilfsmittel ein ,programm weder seine ,einheitlichkeit noch seine ,ruhe verlieren1 noch ungebhrlich lang werden darf4 ,die erlaubte ,lnge eines ,programms richtet sich allein nach der ,aufnahmefhigkeit der ,zuschauer1 diese aber wieder ganz nach ,inhalt und ,gliederung des ,programms4 ,je lnger es ist1 einen desto kunstvollern ,aufbau und desto feinere ,gliederung erfordert es4 ,ein ,programm mag kurz oder lang sein1 es mu in all seinen ,teilen eine ,steigerung oder doch ,wachhaltung und ,neubelebung des ,interesses bewirken4 ,so wie aber der schnste ,ton zuletzt aus ,mangel an ,atem in ,tne zerlegt werden mu1 so kann ein langes ,programm nicht von einem fortwhrenden ,sichberbieten1 immer noch heftigern und lebhaftern ,eindrcken leben1 sondern es mu in ,teile zerlegt werden1 die jedes in sich selber wieder ein abgeschlossenes ,ganze bilden4 ,aber auch das krzeste ,programm ist verpfuscht1 wenn es aus lauter ,schlagern81 aus lauter ,bildern hchster ,erregung und ,verblffung besteht4 ,im ,gegenteil4 ,die ,kunst besteht darin1 nicht nur tolle ,effekte81 mit denen ja leicht zu wirken ist1 unterzubringen1 sondern eben auch die feinern und nchternen ,programmbestandteile in ,wirkung zu bringen4 ,das ist ja der grte ,fehler fast aller ,kinoprogramme1 ja der ganzen ,kinematographie1 da sie gleichsam aus einem fortwhrenden ,gebrll1 einem stndigen ,sichberbieten1 dem ,totschreien8 aller feinen ,wirkungen bestehen4 ,feine1 gute1 knstlerische ,aufnahmen1 die fr sich selber und im passenden ,rahmen1 z4 ,b4 einzeln nach dem ,vortrag eines ,gelehrten angebracht1 ,strme von ,begeisterung erregen1 kommen im ,kinotheater gar nicht zur ,geltung4 ,die ,beschauer sind durch vorangehende ,possen und nachfolgende ,schauerdramen in ,nervenerregung1 sind so starke und grobe ,effekte gewohnt1 da sie fr die ,stimme der schlichten ,naturwahrheit1 und wr's in den groartigsten ,schauspielen1 die die ,erde bietet1 einfach keinen ,sinn haben4 ,die ,mittel1 auf denen die ,wirkung jedes zeitlichen 7,hintereinander-7 ,kunstwerks1 also auch der ,kinetographie beruht1 sind ,steigerung und ,gegenstze4 ,was ich an einem gedachten ,meeresfilm skizzierte1 das ,anheben mit ,szenen ruhig schner ,bewegung1 die ,steigerung nach und nach bis zum ,hhepunkte elementarer ,erregung1 dann das mehr oder minder schnelle ,abklingen bis an die ,grenze vlliger ,ruhe -- das1 mit allen ,abwandlungen1 mu auch das ,gesetz jedes ,gesamtprogramms sein4 ,natrlich kann man's auch anders machen4 ,man kann mit einem lustigen ,fortissimo8 einsetzen1 mit einem kinematographischen ,galopp8 schlieen und dazwischen schwere1 langsame ,wirkungen verlegen4 ,man kann auch auf ein ,idyll8 unmittelbar einen ,sturm8 folgen lassen und umgekehrt 7wobei ich nicht nur an ,idyll und ,sturm dem ,inhalt sondern auch der ,sinnenwirkung nach denke2 z4 ,b4 auf ein zart gehaltenes ,schwarz-,wei-,lichtbild folgt ein bunter ,kinemacolorfilm74 ,man kann in einen ,teil alle ruhigen1 mehr belehrenden1 oder alle schwarz-weien ,aufnahmen1 in einen zweiten alle heitern1 bunten oder rein knstlerischen ,bilder verlegen usw4 ,die ,hauptsache ist1 da die ,programmgestaltung durchdacht ist1 und zwar immer nicht am grnen ,tische81 sondern lediglich in ,bercksichtigung der lebendigen ,wirkung4 ,was die ,interpunktionszeichen im ,aufsatz1 das sind die ,pausen in einem ,programm3 ,mittel feinster unmittelbarer ,kunstwirkung4 ,es gibt da ,kommas1 ,semikolons1 ,punkte1 ,ausrufungs- und ,fragezeichen1 je nachdem ob es kurze ,trennungen zwischen umspringenden ,filmteilen oder lange trennende ,einlagen sind1 ob es allmhlich und halb oder pltzlich und ganz hell wird1 ob die ,pause leer bleibt oder ablenkend ausgefllt wird usw4 ,vor allem mu jede ,pause auch wirklich eine sein -- ebenso wie jedes ,bild eins sein mu4 ,das heit 7und hiergegen wird sehr viel gesndigt71 da jedes ,bild gengend ,zeit haben mu1 deutlich erkannt zu werden und zu wirken1 und jede ,pause ausreichen mu1 auch wirklich die jeweils bezweckte ,ausruhung1 ,sammlung usw4 zu bewirken4 ,von beiden hngt in erster ,linie die ,ruhe der ,gesamtvorstellung ab1 und die ist eine der ersten ,bedingungen fr ihre knstlerische ,vollkommenheit4 ,weiter gehrt dazu1 da auch die zur gegenseitigen ,ergnzung dienlichen ,techniken und ,hilfsmittel nicht zu ihrer ,erdrckung mibraucht werden4 ,auch das ist eine der gewhnlichsten ,erscheinungen im ,kino4 ,es ist ein grober ,unfug1 ,bilder von ,musik begleiten zu lassen1 auer in ,ausnahmefllen1 wo diese ,musik eigens1 mit feinstem musikalischen ,verstndnis und vlliger ,unterordnung dem ,bilde angepat und zu seiner ,ergnzung oder ,erluterung unentbehrlich ist4 ,das ist z4 ,b4 bei ,tnzen der ,fall1 die ja der ,seele entbehren1 wenn man die dazu gehrige ,musik nicht hrt4 ,noch schlimmer ist die ,begleitung der kinematographischen ,bilder mit ,worten4 ,der ,versuch1 ihnen erluternde ,dialoge8 unterzuschieben1 ist ja verstndlich1 solange schlechte1 d4 h4 fr sich unverstndliche dramatische8 ,pantomimen das ,programm beherrschen4 ,dann ist eben das ,hilfsmittel mehr das in ,worte gebrachte ,begleitgerusch8 7ohne das solche ,bilder manchmal unertrglich sind72 das unknstlerische sind die ,filme selber4 ,wovon ich aber spreche1 das ist der erluternde ,vortrag4 ,zum ,verstndnis gesprochener ,worte sind ganz andere ,gehirnteile in uns ttig als zur ,aufnahme von ,bildern durch das ,auge4 ,beide ,arbeiten strengen die ,nerven an und erfordern unsere ganze ,aufmerksamkeit4 ,auf ,erluterungsworte achten zu mssen1 whrend man gleichzeitig schnell vorbeiwandernde ,bilder entziffern soll1 das ist daher eine noch grere ,qual als diese ,zumutung bei ,lichtbildern1 die wenigstens stillestehen4 ,eben darum sollte man alle ,erluterungen mit und ohne ,hilfe von ,lichtbildern 7,landkarten1 ,tabellen1 ,schemen usw47 unmittelbar vor das ,kinobild verlegen1 die letzten ,sekunden vor diesem aber nur noch1 eindringlich und kurz1 sprechen4 ,whrend des ,bildes sollte man sich jeder ,strung1 selbst des geringsten ,hinweises enthalten4 ,dauert ein ,bild lnger1 und ist es innerlich ohne ,steigerung usw4 7z4 ,b4 eine an sich schne ,fahrt auf schaukelndem ,boote durch eine idyllische ,landschaft71 so mag eine zweite ,verwendung von ,begleitmusik1 nmlich nun zu melodramatischen8 ,zwecken1 zur ,hebung der ,stimmung und ,unterstreichung des ,rhythmus1 gleichzeitig zur ,beruhigung der optischen ,sinne1 in ihr ,recht treten4 ,was von der hier selbstverstndlich vorausgesetzten ,handmusik gilt1 gilt erst recht von der automatischen1 soweit diese berhaupt in ,betracht kommt4 ,vielleicht sollte man1 um vereinzelt auf besonders wichtige ,vorgnge in ,kinobildern aufmerksam machen zu knnen 7da doch manchmal das stoffliche ,interesse noch gebieterischer als das stets durch solche ,mittel beeintrchtigte sthetische71 kleine ,lichtsignale einfhren4 ,es knnten etwa rings um die ,leinwand verteilte oder verschiedenfarbige ,glhlmpchen sein1 die kurz vor berraschend auftretenden1 schwierig zu beobachtenden ,einzelheiten aufleuchten und whrend dieser brennen4 ,durch ihre ,lage und ,verteilung1 auf die vorher aufmerksam gemacht wird1 knnten sie auch auf die ,stelle der erwarteten ,erscheinung hinweisen4 ,begleitworte usw4 werden um so strender1 je mehr wir daran denken1 die ,gesichtserscheinungen im ,bilde auch durch ,begleitgerusche8 zu ergnzen4 ,auch diese ,gerusche 7von denen wir noch sprechen7 drfen aber nur da eintreten1 wo sie zum ,verstndnis oder zur ,erhaltung der ,phantasie in den richtigen ,bahnen unentbehrlich 7und natrlich3 richtig87 sind4 ,sie drfen weder gewohnheitsmig noch aufdringlich werden3 nur ,begleitung2 aber eben auch nicht unwahr zurckhaltend4 ,endlich kommt es noch darauf an1 den ganzen zur ,vorfhrung ntigen ,apparat in einer ,weise zu ordnen1 da er den knstlerischen ,genu und ,zweck nicht strt1 sondern frdert4 ,da wir immer im ,auge behalten1 vor allem das kinetographische ,wirklichkeitsbild durch sich selber sprechen lassen zu wollen1 so ist ntig1 alle ,hilfsmittel1 alles rein technische und besonders das nicht kinetographische1 das in ,wirklichkeit bei guter ,ausfhrung groen ,raum einnimmt1 unsichtbar werden zu lassen4 ,es ist dasjenige1 was dem ,faden im ,puppentheater1 der ,komparserie auf der ,bhne entspricht4 ,was wir zeigen1 sind auf sachgem und angenehm ausgestatteter ,flche unsere ,bilder1 und hin und wieder lassen wir den leitenden ,menschenwillen persnlich erscheinen4 ,wie das alles zu machen ist1 erlutert wohl am besten eine ,beschreibung der ,mustervorstellungen1 wie sie seinerzeit der ,verfasser mit reichen ,hilfskrften und groem ,apparat in ,dresden und anderswo gab4 ,sie haben -- von einem groen ,kreise ,gebildeter untersttzt und lediglich dem gemeinntzigen ,zwecke dienend1 zum erstenmal und bisher nicht wieder erreicht noch nachgeahmt1 einer breitern ffentlichkeit gezeigt1 was man mit den damaligen ,mitteln 7um #aiaj7 erreichen konnte4 ,ihr ,mangel war nun der1 da man sich an die gegebenen ,films1 wenn auch an die besten der vorhandenen1 halten mute1 die aber noch ganz im alten ,stile8 hergestellt waren4 ,sie sind heute noch ebenso4 ,wir hoffen durch unsere ,schrift dazu beizutragen1 da eines ,tages mehr inhaltlich vollendete1 formell geschlossene -- knstlerisch einwandfreie ,bilder zur ,verfgung stehen4 -- ,wie wir's dort machten1 lt es sich in ,kinotheatern entsprechend1 vielleicht noch besser1 weil weniger kostspielig und durch die ,dauer ertragbringender1 einrichten4 ,eine groe und tiefe1 erhhte1 gegen das ,publikum durch ,leinwand und ,proszenium abgekleidete ,bhne bildete den ,schauplatz unserer ,taten4 ,hinter ihr stand der ,kinovorfhrungsapparat1 selbstverstndlich eine tadellose ,przisionsmaschine1 in dem bekannten eisernen1 mit ,asbest ausgeschlagenen ,vorfhrerhuschen4 ,je nach den ,verhltnissen war ihm eine ,tr geffnet1 oder 7am liebsten7 nur ein ,loch fr den ,lichtstrahl durch die ,wand geschlagen4 ,wir projizierten also von hinten81 wodurch die ,ablenkung der ,neugierde und ,aufmerksamkeit durch den den ,saal durchschwebenden ,lichtstrahl und alle seine ,zuflligkeiten vermieden wurde4 ,auch war nun der ,apparat durch ,eisengehuse1 ,glasfenster1 ,bhnenwand und ,proszenium so isoliert1 da so gut wie gar kein ,gerusch mehr hrbar wurde4 ,die ,verstndigung mit dem ,vorfhrer wurde anfangs durch verabredete1 im ,zuhrerraum unhrbare ,klingelzeichen bewirkt1 spter durch ,vermittlung von ,gehilfen1 die den ,vortrag hrten und bald die ,stellen1 wo die ,bilder usw4 einzusetzen hatten1 von selber kannten4 ,von da an ging alles lautlos1 wie durch ein ,wunder4 ,ich bemerke noch1 da wir natrlich ,gleichstrom oder ,umformer benutzten4 ,vor und unter dem ,kinoapparat stand auf der ,bhne der ,lichtbilderapparat4 ,wir hatten drei ,vorfhrer4 ,zwei -- von denen der eine die ,verantwortung fr den ganzen technischen ,apparat1 die ,bhne1 das ,personal usw4 hatte1 also der technische ,leiter8 war -- wechselten in der ,bedienung des ,kinematographen ab1 der dritte -- ebenfalls gelegentlich von einem andern ,mitwirkenden abgelst -- war der ,lichtbildermann4 ,unter diesen andern ,mitwirkenden8 befanden sich stets ein oder zwei ,freunde1 die mit ,vergngen und ,eifer die ,geruschapparate handhabten4 ,regen zu machen1 ,wasser rauschen1 ,zge ber ,brcken rumpeln1 den ,sturm heulen1 den ,donner pumpeln und die ,geiser zischen zu lassen1 sie ist auch eine ,kunst1 aber eine dankbare4 ,an der ,seite der ,bhne sa ferner nicht weniger als ein dreikpfiges ,orchester mit seinen ,instrumenten4 ,klavier1 ,harmonium1 ,cello und ,geige4 ,ich wre unvollstndig1 wollte ich nicht den schmunzelnden ,feuerwehrmann erwhnen1 den uns die ,polizei nicht aufzuntigen verga4 ,von diesem kleinen ,wallensteins ,lager8 ahnte aber niemand etwas von den edlen ,herren und schnen ,damen1 sowie dem ,volk8 der ,groen und der ,kleinen1 die ehrfurchts- und andachtsvoll1 von den pomps betreten ,dienern zwischen polizeivorschriftsmig breite1 mit den ,fen festgeklemmte ,stuhlreihen wandelten1 und sich von da aus am ,anblick eines prchtigen ,proszeniums8 weideten1 oder -- wenn's ,kritiker oder ,konkurrenten8 waren -- giftige ,bemerkungen austauschten4 7,wobei aber festzustellen ist1 da bei weitem die meisten der erstern das1 was wir fertig brachten1 mit groem ,verstndnis und warmer ,anerkennung empfahlen47 ,das1 was sie da sahen1 war in der ,tat so schn1 wie's jemand machen kann1 der eben von ,vorhandenem auswhlen mu4 ,um die ganze ,bhne herum zog sich ein hohes ,proszenium aus dunkelrotem1 wenig geziertem ,plsch4 ,in der ,mitte wies ein leicht angedeuteter ,rahmen und ein ,samtvorhang von der ,farbe des ,proszeniums auf die ,stelle der lichtdicht abgeschlossen dahinter angebrachten ,leinwand hin4 ,diese ,einrichtung hatte nicht nur den ,vorzug1 geschlossen die ,erwartung der ,zuschauer auf festliche ,geheimnisse zu richten und derweil ihren ,augen einen geschmackvollen ,ruhepunkt zu geben1 7wozu noch vier grne ,lorbeerbume mitwirkten74 ,sie lenkte gleichzeitig die ,blicke auf die ,stelle des eigentlichen ,schauspiels1 umrahmte diese in schnen ,verhltnissen und verhinderte jeden strenden ,eindruck ringsum4 ,sie grenzte einen weiten ,raum fr die ,mitwirkenden ab und verdeckte diese1 ,instrumente und ,apparate1 sie dmpfte die ,gerusche und fing verirrte ,lichtstrahlen und ,reflexlichter ab4 ,seitlich neben dem ,vorhang stand1 in gleicher ,hhe mit der ,bildflche das ,rednerpult1 von wo der ,vortragende frei sprach4 ,zur ,erluterung an ,lichtbildern 7,karten usw47 hatte er einen ,zeigestock zur ,verfgung4 ,whrend der ,bilder verschwand er ganz im ,dunkel4 ,sein ,zu- und ,abgang und seine ,verbindungen mit der ,bhne war1 um jede ,augenstrung zu vermeiden1 durch spanische ,wnde usw4 verdeckt4 ,die ,vorstellung begann bei hellem ,saal mit einem kurzen freien ,vortrag4 ,dieser wendete sich nach kaum merklicher ,pause dem ersten ,bilde zu und gab eine ,beschreibung dessen1 was zu erwarten war1 in welchem ,sinne es aufzufassen1 und was darin besonders zu beachten sei4 ,derweil verdunkelte sich der ,saal2 die ,kohlen in den ,apparaten aber glhten zischend auf4 ,die ,vorfhrer stellten ihre ,bilder ein -- die ,zuschauer merkten nichts von alledem1 da der schwere ,vorhang die bereits beginnenden ,bilder verdeckte4 ,jetzt ging er auseinander1 und der ,eisenbahnzug setzte sich durch die ,alpenlandschaft hindurch in ,bewegung4 ,dazu ertnte das ,rtteln der ,wagen1 hin und wieder das ,pfeifen der ,lokomotive4 ,die ,gerusche vernderten ihren ,klang1 wenn's ber ,brcken1 durch ,tunnel ging4 ,die ,gerusche1 anfangs munter und anregend einsetzend1 wurden schwcher1 nachdem man sie in die ,phantasie der ,zuschauer eingefhrt glauben konnte4 ,stellenweise wurden sie ganz unterlassen4 ,trotz gewisser ,mngel1 die nicht weniger an den 7ewig nervs umspringenden7 ,filmen wie an unserer ,unerfahrenheit und der ,unzulnglichkeit unserer ,maschinen lagen1 gewhnte man sich doch sofort so an sie als an ,notwendiges und ,selbstverstndliches1 da ihr gelegentliches ,fortbleiben von ernsthaften ,besuchern peinlich bemerkt wurde4 ,bevor das ,bild umsprang81 wurde es unsichtbar1 und ebenso blieben dem ,auge1 infolge der geschilderten ,einrichtung die unerfreulichen ,anfnge des neuen ,bildes erspart1 es flo gleich fertig aus dem ,dunkel hervor4 ,am ,schlusse sprang wieder jene kurze dunkle ,pause ein -- und an ,stelle des ,filmbildes stand ein landschaftliches ,lichtbild von ruhiger ,schnheit da4 ,nachdem das lebhafte1 von ,beifall zeugende und zuerst von ,hndeklatschen usw4 begleitete -- ,gemurmel sich gelegt hatte1 diente nun eine ,reihe ,lichtbilder der ,erluterung des ,vorhergegangenen und der ,vorbereitung des ,folgenden1 zugleich der ,augenerholung4 ,auch die ,lichtbilder wechselten so1 da sich zwischen allen die ,leinwand einen ,augenblick verdunkelte1 daher das hliche ,ab- und ,anschieben1 gelegentlich auch ,stocken und ,probieren unsichtbar blieb4 ,dieser ,wechsel geschah aber mit der ,zeit so prompt1 da wie durch einen ,zauber ein ,bild an der ,stelle des andern stand4 ,dann wurde es wieder dunkel4 ,man hrte ,wasser rauschen1 und als der ,zwischenvorhang wieder auseinanderging1 sah man einen ,wasserfall in ,ttigkeit usw4 ,am ,schlusse dieses ,teils wurde ein wunderschnes ,bild -- eins der wenigen auch knstlerisch fast vllig einwandfreien1 die es gibt1#a gespielt4 ,die ,zuschauer wuten erst nicht recht1 wo sie waren1 als wie ein ,zauber zu diesem ,bilde eine unsichtbare1 zarte und doch in ,rhythmus und ,melodie wie dazu gemachte 7und natrlich angepate7 ,musik dazu erklang1 die das ,bild bis zu seinem ,ausgang begleitete4 ,der rauschende ,beifall1 der sich erhob1 whrend sich berm geschlossenen ,vorhang der ,saal wieder erhellte1 galt nicht nur dem ganzen bisher gesehenen1 sondern ebenso dem letzten ,bilde und dem echten musikalischen ,genu1 der damit verbunden gewesen war4 ,das ,proszenium schien eine ,sphre von ,zaubergeistern zu sein1 ein geheimnisvolles ,land von ,licht1 ,leben und ,musik4 ,auf den ersten ,teil folgte ein zweiter1 krzerer4 ,er bestand aus lauter kurzen 7vielfach leider1 aber notgedrungen viel zu kurzen7 vlkerkundlichen ,szenen1 die im ,gegensatz zu den lngern und ernstern ,landschaften1 natrlich besonders munter wirkten4 ,und hinreiend wirkte es auf jedermann1 wenn nun endlich mal die jungen ,japanerinnen und nachher die ,tiroler nicht zu einer der blichen ,klavierpaukereien1 sondern zu einer unsichtbaren1 scheinbar von ihren eignen ,instrumenten kommenden1 nach ,mglichkeit echten8 ,musik tanzten6 7,in diesen ,dingen ganz echt zu sein1 ist dem ,kinotheaterbesitzer leichter1 als es uns damals war1 wie ich zeigen werde47 ,der dritte ,teil war nun derjenige1 der die mchtigsten ,eindrcke bringen mute1 sollte er gegen die vorigen nicht abfallen4 ,daher hatten wir ihm 7das ,gesamtprogramm hie3 ,schauspiele der ,erde871 die ,tausend ,spiele des ,wassers8 vorbehalten1 und lieen es hier nun wirklich am ,groartigsten1 das die ,erde zeigt1 nicht fehlen4 ,all unsere ,knste muten sich1 nachdem die ,rede den grbsten zu erwartenden ,miverstndnissen vorgebeugt hatte1 zu krftiger ,wirkung vereinigen1 und so rauschten vor unsern ,augen die ,wasserflle der ,welt81 donnerten die ,geiser ,neuseelands81 brauste die ,brandung des ,meeres4 7,wir htten auch andere als die grten8 dieser ,schauspiele genommen1 wenn sie -- zu haben gewesen wren47 ,um1 worauf es uns ankam1 vor allem den sinnlichen ,eindruck jener gewaltigen ,naturerscheinungen1 ihre seelische ,wirkung zu erreichen1 nahmen wir ganz keck alles1 was wir von ,viktoria8-und ,niagara8fllen erreichen konnten1 zusammen1 und lieen die ,wassermassen nur immer strzen und nebeln1 brausen und wirbeln4 ,dies nach dem ,vorurteil gewisser ,leute hchst langweilige8 ,schauspiel fesselte ebenso wie die den ,schlu bildenden langandauernden ,bilder vom ,meereswogen alle unsere ,zuschauer1 selbst kleine ,kinder und die einfachsten ,leute bis zur ,starrheit4 ,zuletzt1 angesichts des beruhigten ,meeres1 setzte die ,melodie von ,das ,meer erglnzte weit hinaus8 7,harmonium7 ein1 und es ging ein ,aufatmen aus einem ,banne durch die ,reihen1 als die ,vorstellung zu ,ende war4 #c4 ,einzelheiten ,was wir in dem als ,beispiel angefhrten ,programm ,schauspiele der ,erde8 durchzusetzen versuchten1 litt unter den ,mngeln des uns zur ,verfgung stehenden ,filmstoffs1 zu deren ,abhilfe den ,weg zu weisen1 wir im ersten ,teile dieser ,schrift versucht hatten4 ,wir muten aus bunt zusammengewrfelten1 zufllig und meist ohne viel sachliches oder gar knstlerisches ,verstndnis hergestellten1 aus unzhligen unzulnglichen ,teilen zusammengeflickten1 gar nicht oder unbrauchbar oder gar falsch und irrefhrend erluterten ,filmen und zufllig auftreibbaren ,lichtbildern unser ,programm zusammensetzen1 ihm danach ,namen1 ,gestalt und ,gliederung geben4 ,wie glcklich werden unsere ,nachfolger sein1 die einmal den umgekehrten1 vernnftigen ,weg beschreiten knnen3 sich zuerst eine sachlich begrndete1 geschlossene ,vortragsidee ausarbeiten1 danach die richtigen1 vollendet hergestellten ,filme und ,filmteile frei auswhlen1 wo nicht ihre ,herstellung selber bewirken1 die geeigneten1 an ,ort und ,stelle gemachten ,lichtbilder gleich mit erhalten1 die erwhnten ausfhrlichen ,angaben und ,beschreibungen1 einschlielich ,aussprache und ,geruschbeobachtungen usw4 fertig vorfinden6 ,uns hat das alles1 obgleich ein kleines ,heer von ,professoren und gelehrten ,fachmnnern uns nebst zahlreichen ,bchern untersttzten1 eine unendliche und doch schlechterdings nicht vllig zum ,ziele fhrende ,arbeit gekostet4 ,noch heute sind uns einzelne der ,filme1 die wir damals selber aus ,london und ,paris holten1 7im ,vertrauen auf die ,zuverlssigkeit der ,beschreibungen und deren leichte ,ergnzung durch ,literatur71 in ,beziehung auf ihren nackten ,inhalt ein ,buch mit sieben ,siegeln geblieben4 ,eine groe ,menge ,filme haben wir als unerklrbar oder vllig falsch bezeichnet1 unbenutzt lassen mssen4 ,monatelange ,arbeit hat uns1 untersttzt vom ,zufall1 zum ,verstndnis und zur richtigen ,bezeichnung gerade der allerschnsten und wertvollsten ,bilder verholfen4 ,dabei ist noch der ,schwierigkeit ihrer ,erlangung zu gedenken1 die bei der auf diesem ,gebiete herrschenden ,unordnung und den eigentmlichen ,interessen der ,filmfirmen1 in der ,tat zuletzt nur durch geflliges ,entgegenkommen ermglicht wurde4 ,dies alles war fr uns eine gute ,schule1 deren wertvollste ,frchte wir in den vorigen ,abschnitten geborgen haben4 ,eine gute ,kinovorstellung wird in der ,hauptsache von den ,aufnahmeoperateuren und in den ,filmateliers gemacht4 ,ist da gut und richtig ,hand in ,hand gearbeitet worden1 so ist alles weitere fr den ,vorfhrungsleiter leicht4 ,nicht ist im allgemeinen zu erwarten1 da die ,bilder zu ganzen abendfllenden usw4 ,programmen an einen vorher auszuarbeitenden ,vortrag gereiht1 zu diesem einzigen ,zwecke hergestellt werden4 ,dazu ist die ,kinoaufnahme zu sehr von ,zufllen abhngig1 und die mannigfache ,verwendung und wechselnde ,zusammenstellung der ,bilder ein zu groer ,vorzug4 ,ich mchte das ,erstrebenswerte vielmehr so bezeichnen1 da gleichsam an jeder ,kinoaufnahme ,verbindungsfden stehen bleiben1 mittels deren sie leicht und passend in jedes ,programm hinein verknpft und wieder daraus gelst werden kann4 ,sie mu so gemacht sein1 da sie berallhin pat4 ,d4 h4 sie braucht nicht immer fr sich selber ein abgeschlossenes1 fr sich allein den ,gegenstand erschpfendes ,ganzes zu sein1 aber sie mu den hchsten ,anforderungen der ,art entsprechen1 zu denen sie gehrt4 ,sie mu ferner so erlutert1 eingeordnet und zugnglich sein1 da sie fr sich selber keine neue ,identifizierungs- und ,zurichtungsarbeit erfordert4 ,solange das nicht der ,fall ist1 bleibt die ,herstellung eines ,musterprogramms81 einer knstlerisch vollendeten8 ,vorstellung eine ,gigantenarbeit1 und es wird immer noch etwas zu wnschen brig bleiben4 ,wir wollen1 so gut es geht1 die einzelnen ,elemente einer solchen ,vorstellung sichtend durchgehen4 ,noch ehe wir unsere ,filme endgltig als ,hauptteile in das nach den entwickelten ,gesichtspunkten entworfene ,gesamtprogramm einfgen1 beschftigt uns die ,feststellung ihres ,inhalts4 ,das ist1 wie bemerkt1 heute noch eine ,arbeit1 die oft ans ,unmgliche grenzt1 in den ,kinotheatern usw4 aber meist -- ganz unbekannt ist4 ,geboten ist grundstzliches ,mitrauen gegen die ,angaben der beigegebenen gedruckten ,beschreibungen84 ,allein die darin enthaltenen ,namen sind oft1 infolge der fremden ,herkunft der meisten ,filme1 ganz unbrauchbar4 ,man suche sie an der ,hand von ,fachwerken1 die man in ffentlichen ,bchereien findet1 in ihrer deutschen ,form festzustellen1 ntigenfalls fragt man ,lehrer und ,fachleute4 ,hufig gelangt man da zu hchst einfachen und bekannten ,bezeichnungen allbekannter ,dinge1 die einem mit ihrem lateinischen1 englischen usw4 ,namen hchst exotisch vorkamen4 ,sodann verschaffe man sich selbst durch ,lesen1 ,abbildungen usw4 ein mglichst genaues und umfangreiches ,bild des betreffenden geographischen1 naturwissenschaftlichen usw4 ,gegenstandes4 ,man wird oft erstaunen1 was fr ein brennendes ,interesse da manche ,bilder gewinnen1 die man vorher als langweilig ansah4 ,oft freilich wird man dann auch seinen ,film verwerfen mssen1 weil er entweder nur ,nebensachen des ,themas oder auch -- etwas ganz anderes zeigt4 ,nur wenn man selber so etwas von dem ,gegenstande kennt1 kann man ,wert oder ,unwert eines ,films wenigstens ungefhr beurteilen1 und wissen1 wo sein ,interesse liegt1 und in welchem ,zusammenhang er unterzubringen ist4 ,fast alle ,filme1 belehrende wie unterhaltende1 haben ,beziehungen8 zu irgendwelchen ,gedankengngen1 die ,kennern und ,gebildeten bekannt sind1 beim ,anblick der ,bilder sofort einfallen und fr deren ,wert oder ,unwert oft entscheidend mitsprechen4 ,wer diese ,beziehungen nicht kennt1 tappt im ,dunkeln1 und kann nie ein ,programm zusammenstellen1 das geschmackvolle ,leute befriedigt4 ,er suche sich eine ,hilfe2 auch wenn er ein ,universalgelehrter wre1 wrde er ohne solche ,hilfe nicht auskommen4 ,zu den so fr wrdig befundenen ,filmen gilt es nun zunchst1 die etwa zum ,verstndnis unentbehrlichen ,lichtbilder herauszufinden4 ,das ist fr den einzelnen schwer1 aber solange es die ,filmfirmen nicht gleich selber tun1 mu man sich an der ,hand der ,kataloge der ,lichtbilderfirmen zu helfen suchen4 ,fr diesen ,zweck wie fr den der ,filmwahl 7fr letztere nur unter gewissen1 frher errterten ,bedingungen in ,betracht kommend7 wre ein von einer ,zentralauskunftsstelle anzulegender und zu verwaltender ,realkatalog mit ,inhalts- und ,wertangaben usw4 sehr wnschenswert1 und auch die ,firmen htten gewi das grte ,interesse daran4 ,ich will hier nur darauf aufmerksam machen1 da neben den groen deutschen ,firmen wie ,unger ,hoffmann in ,dresden1 ,liesegang in ,dsseldorf1 ,vereinen wie der ,m4,gladbacher und der ,berliner ,volksbildungsverein1 der ,drerbund usw4 auch die ,sammlungen des ,auslandes in ,betracht kommen4 ,besonders sind die englischen ,lichtbilder zum ,teil wegen ihres knstlerischen ,wertes hervorragend4 ,zur ,belebung und knstlerischen ,erhhung kinetographischer ,vorstellungen mchte ich aber besonders auch auf die ,verwendung naturfarbiger ,einzelaufnahmen 7,lumire-,verfahren u4 a47 hinweisen4 ,sie erfordern das hier vorhandene sehr starke ,licht1 bringen aber das so sehr entbehrte farbige ,element in die ,vorstellung4 ,es gibt unter ihnen ebenfalls bereits ,kunst und ,kitsch84 ,kitsch sind diejenigen ,bilder1 die um ihrer ,buntheit willen gemacht sind4 ,kunst sind diejenigen1 deren ,farbenwerte richtig wenigstens angestrebt sind 7weder richtige8 ,farben noch vollkommen richtige8 ,farbenwerte sind hier berhaupt mglich1 da beides subjektive ,begriffe sind7 und die eine -- soweit sie willkrlich ist -- geschmackvolle ,farbenzusammenstellung oder ,wahl zeigen4 ,auch hier geht aber oft das stoffliche ,interesse mit ,recht ber das rein8 sthetische4 ,fr die ,projektion von ,lichtbildern empfiehlt es sich1 die hlichen ,bilderwechsel zu verdecken1 die ,bilder lange genug und ruhig stehen zu lassen und je schner sie sind1 desto weniger durch ,reden zu stren1 zwischen allen eine gengende ,pause zu machen4 ,die farbigen ,lichtbilder sah ich von ,courtellemont in ,paris sehr wirkungsvoll mit einer ,nebelbildereinrichtung 7zwei verbundene ,cameras7 vorgefhrt1 dergestalt1 da eins durch das neu auftauchende1 noch unerkennbare neue verblat und unkenntlich wird1 unter ,rckgang der ,helligkeit wechseln beide1 und das neue taucht immer heller werdend auf4 ,freilich waren es prchtige und abwechslungsreiche ,bilder1 die so vorgefhrt wurden4 ,auch der ,vortrag erhlt seinen meisten ,stoff aus den zur ,inhaltsfeststellung der erwhlten ,bilder gepflogenen eignen ,studien4 ,hier gilt es nun1 in die ,tiefe der ,erkenntnis1 die man sich in aller ,eile angeeignet hat1 nicht ,meter fr ,meter den ,zuhrer hineintauchen1 sondern sich hinterher wieder ganz und gar in die ,seele jener ,unwissenden hineinversetzen1 die nur unser ,bild sehen werden1 und nur das zu seinem ,verstndnis ,ntige wissen wollen4 ,worte1 wenn auch unentbehrlich1 sind ein fremder ,bestandteil in einer kinetographischen ,vorstellung4 ,wenigstens sind sie hier nicht in ihrer literarischen ,kunstanwendung am ,platze1 sondern nur als kurze1 al fresco gegebene eindringliche ,erluterungen4 ,will man seine ,vorstellung mit einem fr sich wertvollen ,vortrag abwechseln lassen1 so setze man ihn eben gnzlich fr sich1 am besten an den ,anfang oder in die ,mitte4 ,so kurz der ,vortrag und so wenig und den ,nagel auf den ,kopf treffend die ,worte sein sollen1 um so mehr sollte dennoch und gerade deshalb der ,vortragende die ,redekunst beherrschen4 ,er sollte vor allen ,dingen vllig ber den ,schauspieler- wie den ,predigerton1 ber das ,deklamieren wie ber das ,singen hinaus sein4 ,er soll langsam1 deutlich und eindringlich sprechen4 ,er hat nur kurze ,minuten der ,aufmerksamkeit vor sich1 in ihnen hat er wichtige ,gedankenbrcken zu schlagen1 ,augen zu ffnen1 die ,geister zu leiten4 ,er mu darum seine ,zeit nutzen4 ,er mu1 solange er spricht1 die ,aufmerksamkeit voll auf sich lenken1 whrend der ,bilder aber vllig untertauchen und alles weiter ,ntige mit mechanischen ,mitteln zu erzielen suchen4 ,sind die ,grundzge von ,filmen1 ,lichtbildern und ,vortragsinhalt festgestellt1 so kommt die endgltige ,ausarbeitung des ,programms4 ber seine uere ,gliederung und das ,spiel von ,steigerungen1 ,ruhepunkten1 ,abwechslungen1 ,gegensatzwirkungen haben wir schon gesprochen4 ,in den meisten ,kinotheatern ist das ,programm ein rollendes8 -- es beginnt fr jeden ,eintretenden dann1 wann er eben kommt4 ,mindestens wre es wnschenswert1 auch um des sthetischen ,eindrucks willen auf den ,ankmmling selbst1 die ,neueintretenden sich bis zur ,beendigung der eben laufenden ,szene in einem ,vorraum sammeln zu lassen4 ,im brigen allerdings wird es fr das ,programm genug sein mssen1 die einzelnen ,nummern abwechslungs- oder beziehungsreich aneinanderzureihen und fr hbsche bergnge zu sorgen4 ,man kann es auch in eine ,anzahl kleinere ,abteilungen1 die ein kleines geschlossenes ,ganze bilden1 zerlegen4 ,immer aber lt sich auch solchem ,programm ,einheit1 nmlich ein einheitlicher ,grundgedanke geben4 ,dieser braucht nicht stets im ,stofflichen zu liegen -- er kann ganz weit wie ganz eng gefat sein4 ,selbst die ,parole ,buntes ,allerlei81 nach der einmal alles ,erdenkliche zusammengereiht werden kann1 kann doch diesen einheitlichen ,grundgedanken8 bilden4 ,es ist dann mehr eine einheitliche ,stimmung8 oder ,stimmungsmischung1 die zugrunde liegt4 ,jedenfalls ist nicht jedes ,bunte ,allerlei8 eine knstlerische ,einheit1 sondern nur eins1 dem man anmerkt1 da es ,stck fr ,stck aus einer bestimmten ,stimmung oder einem bestimmten ,gedankenkreise heraus erwhlt ist4 ,hher steht1 aber auch schwerer zu beschaffen ist ein ,programm1 das einen einheitlichen ,grundinhalt in logischer oder doch sachlicher ,folge abhandelt4 ,da wird man zurzeit noch seine ,plne mglichst allgemein halten mssen4 ,der deutsche ,wald81 ,englisches ,volksleben81 ,von der ,spinne81 ,die ,tpferei81 ,wie das ,brot entsteht8 -- so unglaublich es klingt1 und auf so viele anklingende ,kataloge und ,filmtitel der ,uneingeweihte mich verweisen wird2 man wird kaum die zu irgend einer abgeschlossenen1 rein nach dem sachlichen ,interesse entworfenen ,vorstellung dieser ,art die ntigen guten1 richtigen1 geschmackvollen1 sachlichen1 geschweige denn knstlerisch vollendeten ,bilder auch nur nennen -- und man wird sie noch viel weniger erhalten knnen6 ,der ,filmmarkt ist zurzeit nur auf die ,erfllung des wchentlichen ,neuigkeitenbedrfnisses der ,kinotheater eingerichtet1 darber hinaus versagt seine ,organisation vllig4 ,eher findet sich schon was1 wenn man sein ,thema fat3 ,vegetationsbilder der ,erde81 ,aus dem ,leben unterm ,mikroskop81 ,von fremden ,vlkern8 u4 dgl4 allgemeinen1 im ,grunde nichtssagenden ,titeln4 ,da findet sich schon was2 ob man es kriegt1 ist zurzeit ,glckssache4 ,will man ernst zu nehmende ,vorstellungen dieser ,art zurzeit machen1 so ist man schon auf reichliche ,zuhilfenahme von ,lichtbildern1 ,vortrag und -- ,pausen angewiesen4 ,wie soll man denn aber zurzeit knstlerische8 kinetographische ,vorstellungen machen8 ,es gibt nur einen ,weg3 man besuche1 mit dem gengenden ,kapital ausgerstet1 die ,berliner ,filmfirmenvertreter1 und passe dort auf die wchentlich erscheinenden ,neuheiten auf4 ,da hat man wenigstens den ,vorteil1 die ,filme zu sehen4 ,nun kaufe man auf gut ,glck die besten unter ihnen auf und sammle sie an1 bis man zu verschiedenen ,themen -- die man sich unter ,bercksichtigung der ,gelegenheit zurechtmacht -- einigermaen ,stoff beisammen hat4 ,hierzu kaufe man1 indem man sich das ,gedchtnis hervorragender ,filmkenner und in zweiter ,linie die ,katalogbeschreibungen der ,firmen zunutze macht1 ltere gute ,filme zur ,ergnzung -- sehen wird man sie allerdings erst1 nachdem man sie bezahlt hat und besitzt4 ,den so gewonnenen ,filmvorrat macht man durch ,abtrennung der minderwertigen und milungenen1 aller zu kurzen1 undeutlichen1 albernen oder sonst geschmacklosen ,abschnitte und durch ,umstellung der einzelnen ,szenen zurecht1 bis die ,sache ein ,gesicht gewinnt4 ,man fahnde dazu eifrig nach ,lichtbildern und wissenschaftlichem ,material usw4 -- und gehe dann an die ,herausgabe der einzelnen ,vorstellungen4 ,wie man schon aus dieser keineswegs pessimistischen ,beschreibung sieht1 ist das ,ganze eine ,aufgabe1 die fr den einzelnen berhaupt geradezu unmglich ist4 ,es mu daher ein besonderer ,weg zur ,verwirklichung gefunden werden -- hiervon spter4 ,die ,feststellung der ,naturgerusche ist in vielen ,fllen leicht1 in den meisten sehr schwer1 wenn sie nicht geschmacklos ausfallen sollen2 die ,ausfhrung ist meist leicht und wohlfeil4 ,theaterpraktiker sind darin die besten ,ratgeber4 ,wasserrauschen und ,regnen wird oft schon ausgezeichnet durch das ,wischen von ,papierbscheln auf der ,erde nachgeahmt4 ,zum ,windrauschen lt man einfach gebaute ,kammrder an gespannten ,schirtingbahnen schleifen4 ,erbsen1 in einem ,sieb geschttelt1 ein groes geschtteltes ,blech1 eine genial auf ,fell oder ,rahmen gehandhabte ,trommel fr ,donner usw41 eine ,mundpfeife u4 dgl4 wirken schon ,wunder4 ,wer aber will1 kann seine ,instrumente mit wenigen ,kosten auf noch grere ,hhe bringen4 ,viel schwieriger ist die richtige ,beobachtung der ,gerusche4 ,es ist aber doch wohl selbstverstndlich1 da ein lautlos fallender ,baum1 eine lautlos abgeschossene ,kanone1 ein lautlos aufkochender ,geiser nicht nur ein geradezu peinliches ,bild geben1 sondern auch den ,zuschauer1 namentlich den unerfahrenen1 ber die stattfindenden ,vorgnge und ihre ,kraftverhltnisse vllig irre fhren4 ,ebenso offenbar ist es aber1 da falsch und blo nach der ,phantasie eines gleichfalls unerfahrenen ,vorfhrers gegebene ,gerusche nicht minder irrefhren und fr den ,geschmack nicht minder peinlich sind4 ,das ,studium von ,naturgeruschen und ihrer ,wiedergabe1 an sich ein nicht uninteressanter ,zweig der ,naturwissenschaften1 sollte daher durch die ,kinetographie geradezu zu einer ,hilfswissenschaft entwickelt werden4 ,vor allem sollten hier einmal die ,grammophonie-,fachmnner einsetzen4 ,sollte es nicht mglich sein1 den unzerlegbaren und doch so reizvollen und bezeichnenden ,lrm des ,volkslebens in einer ,londoner ,strae grammophonisch aufzunehmen1 whrend gleichzeitig der ,kinematograph den ,anblick festhlt8 ,wenn vorlufig beide ,aufnahmen noch nicht gleichzeitig aufgenommen werden knnen1 so kann doch beider ,zeitma mit dem ,metronom bestimmt und danach gleichzeitig wiedergegeben werden4 ,das wre meines ,erachtens das nchste ,ziel zur anzustrebenden vollkommenen mechanisch-automatischen ,kinematographie4 ,inzwischen mssen wir uns mit den mehrfach angedeuteten ,hilfsmitteln begngen4 ,die ,musik6 ,sie hat ihre ,sttte im ,kinotheater aus mehrfach genannten ,grnden4 ,gewi kann sie wegbleiben4 ,unter allen ,umstnden ist sie viel mehr einzuschrnken1 als jetzt im ,kinotheater blich4 ,auch sie gehrt nur dahin1 wo sie unentbehrlich ist4 ,das ist sie vor allen ,dingen bei ,tnzen und wo irgend im ,bilde ,musik gemacht wird4 ,ihre weitere ,anwendung ist ,geschmackssache4 ,sie mu der ,bildervorfhrung untergeordnet bleiben1 daher ist -- wo nicht das ,bild selber anderes zeigt -- vor allem ,streichmusik geeignet4 ,sie wirkt am feinsten im geschlossenen ,raum4 ,klavier allein ist zu hart und individuell1 es drngt sich vor1 ist auch zu eintnig4 ,klavier oder ,harmonium zusammen mit ,violine und ,cello1 auch gelegentlich ,flte ist diejenige ,zusammenstellung1 die sich allen ,zwecken am feinsten anpassen lt und sich am wenigsten vordrngt4 ,und vor allem nicht vergessen3 jede ,musik hat einen ,sinn6 ,nicht nur den1 den sie dem musikalisch ,hrenden unmittelbar ausspricht1 den ,stimmungsgehalt1 sondern gelegentlich oft auch einen recht unerwarteten1 durch ,textworte festgelegten konventionellen ,sinn4 ,achtung1 da der nicht zum ,bilde wie die ,faust aufs ,auge8 pat6 ,fr ,musik gilt ganz besonders die ,regel3 so wenig wie mglich1 aber so vollendet wie mglich und -- sinnvoll4 ,wohl hauptschlich aus dem ,gefhl der technischen ,zusammengehrigkeit heraus1 dem auch wir ja schon ,ausdruck gaben1 findet man besonders in ,kinotheatern sehr hufig das ,grammophon4 ,es spielt eine besondere ,rolle bei den schon erwhnten ,tonbildern81 die wir mindestens so selten wie mglich im ,kinotheater sehen mchten4 ,wenn diese ,art noch nicht vollendet im hchsten technischen ,sinne hergestellt werden kann1 so sollte wenigstens die knstlerische ,wahl und ,darstellung einwandfrei sein4 ,zu gesungenen ,liedern einen ,mann im ,frack hinzustellen1 der im ,takt dazu die ,kinnladen und die ,arme bewegt1 ist durchaus berflssig4 ,der ,genu des ,gesanges wird dadurch so wenig wie sein ,verstndnis gehoben4 ,anders wr's1 wenn ,lieder durch kleine ,kostmszenen illustriert wrden4 ,dann aber mchte man diese ,szenen wenigstens gut gespielt sehen4 ,kein grammophonischer8 ,snger oder ,chor sollte sich's gefallen lassen1 da an seiner ,stelle ein ,schauspieler dritten oder geringern ,ranges mit ,maske und ,gebrde den ,mund auf und zu klappenden ,caruso mimt4 ,da sowohl ,kinematographie wie ,grammophon noch ihre groen ,mngel haben1 sollte man sich darauf beschrnken1 ganz einfache1 leichte1 mehr im ,groben wirkende ,stcke festzuhalten1 jedenfalls sich nicht an die zartesten oder schwierigsten ,meisterwerke der ,gesangskunst wagen4 ,ein von ,kinderstimmen gesungenes und schlicht gespieltes ,weihnachtslied kann unter ,umstnden eine niedliche ,tonbild8einlage geben2 eine ,meisterarie nie4 ,will man ,grammophon oder ,phonographen mitwirken lassen1 so ist es geschmackvoller1 ihn mit ausgewhlten ,stcken allein zu ,gehr kommen zu lassen4 ,da aber eine aus unsichtbarem ,munde oder vielmehr aus einem ,schalltrichter kommende ,stimme eine von jedermann peinlich empfundene ,unnatrlichkeit darstellt1 so hat man von jeher nach einer ,maskierung gesucht4 ,fr diese gibt es nur zwei ,auswege4 ,entweder man stellt den ,apparat wie er ist1 mit einer einfachen1 nicht verzierten8 ,trompete weithin sichtbar mitten vor die ,zuschauer hin und sagt damit gleichsam3 ,jetzt kommt das kinetographische ,wunder3 der grammophonierte ,gesang48 ,das ist am ehrlichsten und sthetisch einwandfrei4 ,oder man stellt den ,apparat irgendwo hinter der ,szene auf1 so da die ,klnge gedmpft und wohlberechnet in den ,zuhrerraum dringen1 wo nichts inzwischen die ,aufmerksamkeit ablenkt4 ,das hat u4 a4 den ,vorteil1 ,mngel1 z4 ,b4 die ,nebengerusche1 zu verdecken und die ,zuhrer nicht abzulenken4 ,will man mehrere ,stcke geben1 so vereinige man sie zu einem ,programmteil1 zerreie aber nicht alle ,augenblicke durch sie den ,zusammenhang der sonstigen ,vorstellung4 ,fr alles andere1 besonders die ,ausstattung des ,bhnenbildes und des ,zuschauerraumes gelten die allgemeinen ,regeln des guten ,geschmacks4 ,d4 h43 magebend ist vor allem die ,zweckmigkeit1 verboten alles ,unehrliche1 aller ,pomp und ,flitter1 der etwas anderes vortuschen soll1 als was da ist3 eine ,sttte gediegener volkstmlicher ,unterhaltung4 ,verboten alles ,flimmer- und ,zierratenwerk1 das die ,aufmerksamkeit ablenkt1 ,auge und ,nerven beunruhigt4 ,nicht die ,sinne kitzeln1 die ,nerven aufregen1 die ,phantasie erschpfen1 das ,denken verwirren soll die ,kinetographie4 ,sondern wenn sie knstlerisch gewesen ist1 so erkennt man sie daran1 da man mit erfrischten ,sinnen1 bereichertem ,wissen1 gereinigtem ,fhlen1 klarem ,denken und voll deutlicher1 erhebender ,erinnerungen von ihr nach ,hause geht4 ,das zu erreichen1 sei das ,ziel aller knstlerischen ,kinetographie4 #d4 ,wege ,das zu erreichen1 wird sich zwar noch vieles wandeln1 mancher gute ,kampf wird gekmpft werden mssen4 ,nicht nur die ,kinetographie selbst1 sondern unser ,gesamtheitsempfinden von dem1 was schn und gut ist1 wird von ,grund auf umgewlzt -- oder vielleicht nur vom ,alpdruck eines bis zum ,wahnsinn berhitzten ffentlichen ,genu8lebens befreit werden mssen4 ,mchtige ,interessen groer ,kreise1 die zur ,befriedigung ihrer persnlichen ,wnsche gewissenlos an den geistigen ,krften der ihnen immer wieder in ,scharen als ,beute zuwachsenden ,jugend schmarotzen1 werden unschdlich gemacht werden mssen4 ,niemals kann die ,kinetographie zu knstlerischem ,werte gelangen1 solange nicht ein bel unseres heutigen ffentlichen ,lebens eingedmmt ist3 das berma an ganz oder fast unfreiwilligen geistigen ,eindrcken berhaupt1 die stndlich auf uns herstrmen4 ,deren ,eindmmung wird wohl am nchsten die ,aufgabe der allgemeinen ,erziehung1 der ,aufklrung jedes einzelnen schon von der ,schule an sein4 ,und diese ,erziehung und ,aufklrung wird an sich kein besseres ,mittel benutzen knnen als den ,sinn fr das1 was wirklich und echt knstlerisch ist1 zu strken4 ,was wirklich und echt knstlerisch ist1 ist auch einfach und selten1 sei's in der ,erscheinung1 sei's im ,genu4 ,inzwischen aber darf es auch am guten ,beispiel1 am ,bessermachen nicht fehlen4 ,wie sehr das durch die heutigen ,verhltnisse auf dem ,gebiete der ,kinetographie erschwert ist1 habe ich nur andeuten1 nicht erschpfen knnen4 ,wenn es sich aber darum handelt1 einstweilen das ,beste zu tun1 was mglich ist1 und so die ,krfte zu gewinnen1 allmhlich das ,vollkommene anzuregen und zu erzwingen1 so sei nur dieser ,fingerzeig gegeben4 ,ein einzelner kann wohl knstlerische ,musterprogramme schaffen und vorfhren1 aber er kann sie wirtschaftlich nicht halten4 ,um das in einem kinetographischen ,programm festgelegte ,kapital herauszuholen und gar fruchtbar zu machen1 mu stets ein ,ring 7,turnus7 von regelmigen ,verwertern vorhanden sein4 ,solche ,ringe mssen auch die bilden1 die die ,kinetographie durch ,beispiele zur ,hhe einer ,kunst erheben wollen4 ,solange eigne ,vorstellungen1 eigne ,theater fr den ,zweck nicht lohnen1 mssen geistig rege ,kinotheaterbesitzer zur ,einlegung solcher ,vorstellungen angeregt werden4 ,regelmige ,wochenprogramme dieser ,art werden wir ihnen vorlufig noch nicht bieten knnen1 aber vielleicht monatlich eins4 ,und wir werden erreichen knnen1 da sie mit diesen ,programmen1 folgerichtig und streng allen knstlerischen ,ansprchen entsprechend durchgefhrt1 volle ,huser haben4 ,volle ,huser aber sind dasjenige1 was selbst die ,kinowelt mit der ,kunst vershnen wird4 ,illustration3 ,,bild ,,film ,,zeitschrift ,f,r ,,lichtbilderei ,,und ,,kinematographie ,,verlag ,,der ,,lichtbilderei _/ ,gmb,h _/ ,m4,,gladbach ,eines der ,haupthindernisse edler ,volksbildung ist der ,abweg1 auf den heute der ,kino1 dieses an sich so wundervolle ,volksbildungsmittel1 gekommen ist4 ,eine ,besserung mit allen ,krften zu erkmpfen1 ist eine der dringlichsten ,aufgaben fr jeden1 der es mit der sittlichen und knstlerischen ,hebung unseres deutschen ,volkes ernst meint4 ,vorzgliche ,dienste dabei leistet die im ,interesse einer energischen ,kinoreform gegrndete ,zeitschrift ,bild und ,film84 ,das ,abonnement dieser ,zeitschrift ist vor allem zu empfehlen den zahlreichen1 weitverstelten ,volksbildungsorganisationen1 der ,presse1 den ,kommunen1 ,polizeiverwaltungen1 ,lehrerkreisen1 ,volks-1 ,fach-1 ,fortbildungs- und ,hochschulen1 den kirchlichen ,kreisen der verschiedenen ,konfessionen1 den verschiedenen ,standesorganisationen1 die ja alle auch die ,volksbildung auf ihre ,fahne geschrieben haben3 den ,arbeitervereinen1 ,gewerkschaften1 ,jugendvereinen1 ,gesellenvereinen1 kaufmnnischen ,vereinen1 ,beamtenvereinigungen1 ,frauenorganisationen usw4 ,ebensosehr aber sind interessiert die ,kinobesitzer selbst1 denen an der allseitigen ,hebung des ,kinowesens gelegen ist4 ,der ,i4 ,jahrgang #aiab von ,bild und ,film8 liegt gebunden vor 7#abh ,seiten in gr4 #d71 ,preis ,m4 #c4bj1 und ist durch alle ,buchhandlungen sowie direkt vom ,verlag der ,lichtbilderei in ,m4,gladbach zu beziehen4 ,der ,,ii4 ,jahrgang luft von ,oktober #aiab2 monatlich erscheint ein ,heft zu #dj ,pf41 halbjhrlich ,m4 #b4dj4 ,das ,abonnement kann durch jede ,buchhandlung1 durch die ,post und auch direkt durch den ,verlag in ,m4,gladbach bewirkt werden2 im letztern ,falle liefert der ,verlag im ,postberweisungsverfahren1 lt ,bezugsgebhr und ,bestellgeld durch die ,post einfordern und liefert an diese4 ,die von der ,zeitschrift ,bild und ,film8 vertretenen ,reformziele sucht in die ,praxis umzusetzen die ,filmverleih-,zentrale der ,lichtbilderei ,gmb,h41 ,m4,gladbach1 ,waldhausener ,strae #ajj1 ,telephon #bjie ber das auerordentlich reiche ,lager von ,filmen unterrichtet ein gratis zu beziehender ,allgemeiner ,katalog8 und ein ,spezialkatalog3 ,belehrende ,filme fr ,schule und ,volk84 ,es werden geliefert3 ,sonntags-1 ,wochen-1 ,schler- und wissenschaftliche ,programme1 dezent1 belehrend und erheiternd fr alle ,volkskreise zu den billigsten ,preisen4 ,spezial-,offerte gratis und postfrei4 ,ferner3 ,lichtbilder- und kinematographische ,apparate sowie komplette ,einrichtungen fr ,theater4 ,,fussnoten3 ,funote #a3 ,fahrt auf dem ,avonflu in ,neuseeland1 ,urbanora ,haus1 ,london 7s4 ,katalog der ,firma ,eclipse1 ,berlin47