,note3 ,images of the original pages are available through ,internet ,archive4 ,see https3_/_/archive4org_/details_/dieaquar ellmaler#jjschm ,hinweise zur ,transkription3 ,im ,original gesperrter ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original fettgedruckter ,text ist so ausgezeichnet4 ,weitere ,hinweise finden sich am ,ende des ,textes4 ,,die ,,aquarell-,,malerei4 ,bemerkungen ber die ,technik derselben in ihrer ,anwendung auf die ,landschafts-,malerei4 von ,,max ,,schmidt1 ordentl4 ,mitglied der ,kniglichen ,academie der ,knste zu ,berlin1 ,professor an der ,knigl4 ,kunst-,academie zu ,knigsberg in ,pr4 ,dritte ,auflage4 ,berlin4 ,verlag von ,theobald ,grieben4 #ahgd4 ,einleitung4 ,unter den mannigfaltigen ,darstellungsweisen in der bildenden ,kunst hat sich seit den letzten zwanzig ,jahren die ,aquarell-,malerei einen bedeutenden ,platz erworben4 ,die ,technik derselben ist1 im ,vergleich zu ihrem frheren ,standpunkt1 so ausserordentlich vervollkommnet worden1 dass sie in gewisser ,beziehung und auf bestimmte ,zwecke angewendet1 der ,oelmalerei ebenbrtig zur ,seite steht4 ,whrend ,deutschland verhltnissmssig wenig fr die ,aquarell-,malerei gethan hat ist sie in ,frankreich und ,belgien schon seit langer ,zeit sorgfltig cultivirt worden4 ,vor ,allem aber sind es die ,englnder1 welche ihr durch eine ausgedehnte ,anwendung auf alle ,genres der ,malerei sowohl1 als durch ,vervollkommnung der technischen ,materialien1 jene anziehende ,blthe abgerungen haben1 welche die heutigen ,werke in dieser ,manier auszeichnet4 ,man kann mit ,recht sagen3 abgerungen2 denn whrend sie auf der einen ,seite eine ,anzahl liebenswrdiger ,eigenschaften besitzt1 denen sie eben diesen hervorragenden ,platz verdankt1 ist sie anderseits ein widerspenstiges ,wesen mit tckischen ,launen1 die ihr abgelernt werden mssen1 um in ein freundschaftliches ,verhltniss mit ihr zu treten4 ,in ,england ist die ,aquarell-,malerei ausserordentlich verbreitet und begehrt4 ,london besitzt zwei grosse ,knstlergesellschaften1 7,society of ,british artists in water colours71 deren ,mitglieder fast ausschliesslich in dieser ,manier arbeiten und jhrlich mehrere ,ausstellungen ihrer ,werke veranstalten4 ,es gehrt in ,england zur guten ,erziehung von ,frauen1 einigermassen mit der ,technik der ,aquarell-,malerei ,bescheid zu wissen4 ,selten wird man einen gebildeten ,englnder finden1 der ohne alle ,erfahrung darin wre2 mindestens kennt ,jung und ,alt die ,namen und ,werke der ausgezeichneten ,meister1 wie ,forster1 ,fielding1 ,harding1 ,stanfield1 ,bonnington1 ,penley etc4 ,es ist eine interessante ,frage1 warum es gerade die ,englnder sein mussten1 welche der ,aquarell-,malerei diesen hohen ,grad von ,vollkommenheit gaben8 ,zur ,beantwortung derselben ist es nicht unwahrscheinlich1 dass die natrliche ,beschaffenheit jenes ,landes wesentlich zu der ,vorliebe beigetragen hat1 welche seinen ,bewohnern inne wohnt4 ,vom ,meere umflossen1 stets von einem reichen atmosphrischen ,leben umweht1 mit einer krftigen ,vegetation bedeckt1 welche sich auf den mannigfaltigsten ,terrainbildungen entwickelt1 hat ,england seinen ,kindern ein besonders starkes ,gefhl fr landschaftliche ,schnheit mitgegeben4 ,walter ,scott ist nicht allein ein grosser ,dichter1 er ist auch ein hochpoetischer ,landschaftsmaler2 die ganze ,roman-,literatur ,englands folgt1 mit mehr oder weniger ,glck1 seinem ,beispiel4 ,sie verweilt oft und ausfhrlich bei der ,beschreibung ihrer landschaftlichen ,schaupltze2 aber sie begngt sich nicht mit der sachlichen ,darstellung und der usseren ,gestaltung derselben1 sondern geht tief in ihre malerischen ,stimmungen und ,wirkungen ein1 die durch ,tages- und ,jahreszeit1 ,atmosphre und ,wolkenbildung hervorgebracht werden1 und hier ist der ,punkt1 wo die ,aquarell-,malerei ihre ,vorzge geltend gemacht hat4 ,luft1 ,licht1 weicher ,glanz sind ,eigenschaften1 die ihr ganz besonders angehren1 und zwar in viel hherem ,masse als der ,oelmalerei4 ,wie die al fresco-,farbe1 vermge der ,rauhheit ihres ,kalkgrundes1 einen strkeren ,grad von ,licht ausstrahlt1 als die ,oelfarbe1 so ist eine glanzvolle und duftige ,atmosphre auf dem grainirten ,papier mit ,aquarellfarben auch viel schneller herzustellen1 als auf der ,leinwand4 ,die ,landschafts-,malerei macht vorzugsweise die ,forderung an ,luftperspective und ,glanz geltend1 und so drfte fr sie1 so lange sie sich auf gewisse ,dimensionen beschrnkt1 diese ,technik besonders anwendbar sein1 und zwar nicht nur in ausgefhrten ,werken1 sondern jetzt1 nachdem die technischen ,mittel so trefflich ausgebildet sind1 auch beim ,studium des ,knstlers vor der ,natur4 ,wenn nun ,licht und ,luft besonders leicht und glnzend in der ,aquarell-,malerei hergestellt werden knnen1 so ist es erklrlich1 dass das neblige und wolkige ,england diese ,technik mehr als die ,binnenlnder ausgebildet hat1 zumal die englischen ,landschafts-,maler mit ,vorliebe ,scenerien aus ihrem eigenen ,lande darstellen4 ,aber auch das ,portrait und die ,genre-,malerei1 so lange sie sich nicht ber eine gewisse ,grsse erheben1 finden in der ,aquarell-,malerei eine liebenswrdige und nicht besonders schwierige ,darstellungsweise1 und fr die ,blumen-,malerei1 welche die ,anforderung an ,farbenpracht1 ,glanz und ,licht aufs ,hchste steigert1 drfte schwerlich eine zweckmssigere ,manier gefunden werden4 ,was die speciellen technischen ,vortheile der ,aquarell-,malerei betrifft1 so sind diese mannigfacher ,art4 ,einer der wesentlichsten ist3 ,schnelligkeit der ,arbeit4 ,whrend in der ,oelmalerei das langsame aber nothwendige ,austrocknen der ,farbe1 ehe man zu weiterer ,vollendung vorschreiten kann1 einen lstigen ,aufenthalt giebt1 geschieht dies bei der ,wasserfarbe so schnell1 dass man nach kurzen ,pausen die ,arbeit ungehindert fortsetzen kann4 ,ferner fllt das lstige ,einschlagen und ,blindwerden der ,farbe1 wie es in ,oel unausbleiblich ist1 wenn man eine zweite ,lage ber die erste bringt1 gnzlich fort4 ,der zuerst genannte ,umstand des schnelleren ,trocknens der ,farbe bringt noch den andern ,vortheil mit sich1 dass man die ,arbeit in jedem ,augenblicke abbrechen und wieder aufnehmen kann1 ohne ihrem technischen ,zusammenhang zu schaden1 whrend es bei der ,oelfarbe oft eine unabweisliche ,forderung ist1 ein gewisses ,quantum ,zeit vor sich zu haben1 um eine aus weichen ,uebergngen bestehende ,partie des ,bildes nass in nass fertig machen zu knnen4 ,auch fr den zeichnerischen ,theil der ,arbeit1 fr die sorgsame ,ausbildung der ,form bietet die ,aquarellfarbe ,vortheile dar4 ,so lange man sich in kleinen ,dimensionen bewegt1 giebt der ,wasserfarbenpinsel die ,prcision der ,zeichnung ungleich leichter und schneller wieder1 als dies die consistente ,oelfarbe gestattet2 besonders fhlbar ist dieser ,vortheil bei allen ,architectur-,darstellungen1 beim ,portrait in kleinen ,verhltnissen und in ,blumenstcken4 ,auch mag hier noch eine ,bequemlichkeit erwhnt werden1 welche dem in freier ,natur studirenden ,landschaftsmaler besonders zu ,statten kommt2 es ist die ,geringfgigkeit der ,gerthschaften und ihre leichte ,tragbarkeit4 ,hher aber1 als diese erleichternden ,eigenschaften usserlicher ,natur ist der ,umstand anzuschlagen1 dass fr die ,gesammtstimmung und harmonische ,abtnung des ,werks in der ,aquarelltechnik so bequeme ,mittel dargeboten sind4 ,durch dnne1 breite ,farbenlagen ist es mglich1 den ,ton ganzer ,partien des ,bildes zu erhhen1 zu erwrmen1 oder herabzudrcken1 ohne der bereits vorhandenen ,zeichnung im mindesten zu schaden4 ,es wird hierdurch sowohl1 als auch oft durch ,waschungen mit reinem ,wasser jene ,vergeistigung des ,gesammttons und der ,farbe erreicht1 die zu den specifischen ,eigenschaften der ,aquarell-,malerei gehrt4 ,den ,bequemlichkeiten und ,vortheilen gegenber zeigen sich aber auch einige oft recht empfindliche ,nachtheile1 die nur durch ,vorsicht und durch eine zu erwerbende ,geschicklichkeit der ,hand zu berwinden sind4 ,dahin gehrt namentlich in der ,landschafts-,malerei die ,schwierigkeit der ,behandlung der ,luft1 sobald dieselbe an ,wolkenbildung und ,farbe reich ist4 ,grosse ,vernderungen in derselben vorzunehmen1 wie dies in der ,oelmalerei unzhlige ,male wiederholt werden kann1 ohne der ,leinwand zu schaden1 wird auf der zarten ,oberflche des ,papiers oft unmglich und ein solcher ,fall endigt in der ,regel damit1 dass man die ganze ,arbeit verwirft und zu neuem ,papier greift4 ,zwar ist der ,schwamm in solcher ,noth ein vortrefflicher ,freund1 doch kann auch er nicht helfen1 wenn die ,textur des ,papiers durch scharfes ,waschen zu sehr zerstrt ist4 ,aenderungen der ,arbeit an weniger zarten ,stellen1 als der ,luft1 bewerkstelligen sich bei weitem leichter durch ,schwamm und ,tuch4 ,alle ,aenderungen und ,reparaturen sind aber zeitraubend und mhselig1 weit mehr als bei der ,oelfarbe1 wo der ,lappen und das ,schabemesser oft ebenso viel thun1 wie der ,pinsel1 und wo ein gnzliches ,verderben des ,bildes absolut zu verhindern ist1 wenn auch noch so viele ,aenderungen auf demselben vorgenommen sind4 ,um so mehr wird es in der ,aquarell-,malerei fr den ,knstler ,nothwendigkeit1 sich seiner ,aufgabe klar bewusst zu sein1 um in der ganzen ,disposition des ,bildes1 in der allgemeinen ,vertheilung von ,hell und ,dunkel1 fest zu bleiben4 ,gerthschaften4#a ,was die ,gerthschaften zur ,aquarell-,malerei angeht1 so ist es keineswegs gleichgltig1 welche ,wahl man unter der ,masse des zum ,kauf ausgebotenen ,materials trifft4 ,das ,schaffen eines ,kunstwerks ist an und fr sich schwierig genug1 als dass man es sich durch ein unzweckmssiges ,material noch erschweren sollte4 ,von der grssten ,wichtigkeit ist die ,wahl des ,papiers4 ,die besten ,arten sind die von den ,englndern in vorzglicher ,gte fabricirten ,aquarellpapiere1 unter welchen besonders zu empfehlen sind3 #a4 ,whatman1 double elephant1 extra thick4 #b4 ,whatman1 double elephant1 die dnnere ,gattung4 #c4 ,harding paper1 thick4 ,letzteres ist von weicherer ,beschaffenheit1 als die ,whatman-,papiere1 und verleiht vermge seiner milden ,textur den ,lufttnen eine beraus zarte ,leuchtbarkeit4 ,hinreichend nass behandelt1 lassen sich auf keinem andern ,papiere breite ,farbenlagen so fleckenlos herstellen4 ,eine dnnere ,gattung desselben ,namens ist fr kleine ,dimensionen gut anwendbar4 ,beide haben im ,gegensatze zu den oben genannten ,papieren einen warmen1 gelblichen ,ton4 #d4 ,creswick paper1 ein gelbliches1 mssig dickes ,papier mit starkem und etwas weicherem ,grain1 als das ,whatman1 besonders geeignet fr grssere ,dimensionen4 #e4 ,griffin paper von ,windsor ,newton1 ohne ,zweifel das beste aller ,aquarellpapiere1 aber auch das theuerste4 ,um bequemer und sauberer zu arbeiten1 ist es nthig1 das ,papier auf ein ,bret zu spannen4 ,solche ,bretter lsst man am besten von starker oder doppelter ,pappe anfertigen3 dieselbe wirft sich nicht und ist1 weil ohne ,querleisten1 leicht zu transportiren4 ,hinsichtlich der ,fabrikation der ,aquarellfarben sind die ,englnder wiederum ,meister4 ,nicht dass ihre ,pigmente besser wren als die unsrigen1 aber die englische ,prparation fr den ,gebrauch ist die zweckmssigste und trotz mancher ,versuche von unsern ,fabrikanten leider noch nicht erreicht4 ,die beste ,gattung ,farben sind die unter dem ,namen ,moist colours von ,windsor ,newton in ,london verfertigten1 und unter diesen die in kleine ,porcellankstchen 7,pans7 gefllten4 ,sie sind in ,blechksten von verschiedener ,grsse1 je nach der ,anzahl der ,farben1 gelegt4 ,der geffnete ,kasten enthlt in seinem ,deckel drei oder vier ,vertiefungen1 welche man zum ,mischen der grsseren ,farbentne gebraucht1 und auf der andern ,seite eine ,blechplatte1 welche als ,palette dient4 ,diese ,kasten sind leicht zu transportiren2 die ,farben brckeln nicht1 wie alle andern ,gattungen1 welche man fr den ,gebrauch erst in ,tuschnpfchen einreiben muss1 und geben bei der leichtesten ,berhrung des genssten ,pinsels an4 ,die gebruchlichsten und in ihrer ,haltbarkeit gegen die ,einwirkung des ,lichts erprobten sind3 #a4 ,yellow ,ochre4 #b4 ,indian ,yellow4 #c4 ,mars ,yellow4 #d4 ,raw ,sienna4 #e4 ,gamboge4 #f4 ,rose ,madder4 #g4 ,light ,red4 #h4 ,indian ,red4 #i4 ,brown ,madder4 #aj4 ,cobalt4 #aa4 ,french ,blue4 #ab4 ,indigo4 #ac4 ,burnt ,sienna4 #ad4 ,vandycke ,brown4 #ae4 ,sepia4 #af4 ,brown ,pink4 #ag4 ,ivory ,black oder ,lamp ,black4 #ah4 ,olive ,green4 ,seltner gebraucht1 aber doch in gewissen ,fllen unentbehrlich sind ,minium oder ,rouge de ,saturne und ,cendre verte1 welche beide man am besten in kleinen trockenen ,tafeln aus der ,fabrik von ,chenal bezieht1 ,permanent ,chinese ,white von ,windsor ,newton1 in ,zinnbchschen1 feucht prparirt4 ,gnzlich zu vermeiden sind folgende1 leider sehr gebruchliche ,farben3 #a4 ,preussisch ,blau4 ,es dunkelt und blaut schon in kurzer ,zeit sehr nach und verzehrt die mit ihm gemischten ,farben4 #b4 ,carmin1 ,crimson-,lake1 ,purple ,lake und alle aus ,cochenille fabricirten ,farben2 dem ,lichte ausgesetzt1 bleichen sie in kurzer ,zeit und verschwinden mit der ,zeit ganz4 #c4 ,gallstone1 ,dragon ,blood1 ,hooker's ,green1 ,italian ,pink1 ,scarlet sind gleichfalls undauerhaft4 ,die vorzglichste ,art von ,pinseln fr die ,aquarell-,malerei sind die von ,windsor ,newton fabricirten ,sable ,brushes1 rund in ,federkiel4 ,weniger gut1 wiewohl immerhin brauchbar und fr den zehnten ,theil des ,preises kuflich sind die gewhnlichen franzsischen ,aquarell-,pinsel4 ,neben ihnen wird man mit ,vortheil die braunen ,marderpinsel1 in ,blech gefasst1 anwenden1 welche sich durch eine ungleich grssere ,elasticitt auszeichnen4 ,sehr zu empfehlen sind ,camel-,hair-,pinsel von ,windsor ,newton1 die in ,gte und ,preis zwischen den ,sable ,brushes und den franzsischen ,aquarell-,pinseln stehen4 ,betrachtung der einzelnen ,theile einer ,landschaft4 ,um die ,entstehung eines ,aquarell-,gemldes1 wie es seine verschiedenen ,phasen1 zu immer grsserer ,vollendung fortschreitend1 durchluft1 zu veranschaulichen1 wird es nothwendig sein1 zuvor auf seine einzelnen ,theile specieller einzugehen4 ,um dies mit ,erfolg zu knnen1 reicht es nicht aus1 die ,technik als vllig isolirten ,theil der ,arbeit allein zu betrachten2 es wird1 zum nheren ,verstndniss derselben1 oft auf die knstlerische ,auffassungsweise der ,natur hingewiesen werden mssen4 ,gar hufig ist der ,knstler geneigt1 wenn die ,arbeit nicht nach ,wunsch gelingen will1 die ,schuld der mangelhaft bewltigten ,technik beizumessen1 whrend in den meisten solcher ,flle die unrichtige oder unklare ,auffassung des ,natureindrucks1 den er geben will1 der ,grund ist1 dass die angewendeten technischen ,mittel ihre ,wirkung versagen4 ,alle ,technik muss aus einer innern ,nothwendigkeit entspringen2 sie soll die ,dienerin des malerischen ,gedankens sein2 ihm soll sie sich unterordnen als das von ihm abhngige ,wesen1 wie in der ,musik die ,melodie von den begleitenden ,stimmen nicht bertnt und verdunkelt werden darf4 ,diese ,forderung schliesst keineswegs aus1 dass auch der ,technik ein gewisses ,recht auf ,selbstndigkeit zuerkannt werde2 sie wird immerhin ein ,spiegelbild der individuellen ,eigenthmlichkeit jedes einzelnen ,knstlers bleiben1 und wie sollte man nicht mit ,vergngen und ,bewunderung einer geistreichen und ausdrucksvollen ,pinselfhrung bis in die kleinsten ,details folgen1 sobald sie nicht mit der koketten ,prtension moderner ,virtuositt auftritt1 die nur dazu dient1 das eigentliche ,wesen und die ,innerlichkeit des ,kunstwerks zu verwischen1 oft sogar zu vernichten4 ,rembrandt1 ,teniers1 ,ruysdael1 ,hobbema sind wahrlich auch ,techniker gewesen1 nirgend aber tritt in ihren ,werken das ,machwerk berwiegend auf2 berall dient es nur1 um den malerischen ,gedanken auf's ,krftigste in die ,erscheinung treten zu lassen4 ,in der ,landschafts-,malerei1 fr welche sich bei kleinen ,dimensionen vorzugsweise die ,aquarell-,technik eignet und welche somit bei der folgenden ,entwickelung zur ,grundlage dienen mag1 ist es in unendlich vielen ,fllen die ,luft1 welche sich unserm ,auge vor allem ,andern bemerkbar macht4 ,ihre ,stofflosigkeit im ,verhltniss zu der krperlichen ,erde und ihren ,erzeugnissen scheidet sie wesentlich von letzterer4 ,sie ist fr uns das ,bild der ,unendlichkeit und stellt sich hin als strkster ,gegensatz zu den festbegrenzten greifbaren ,formen der ,erdrinde4 ,in der ,luft und ihren ,vernderungen liegen die grossartigsten1 ergreifendsten ,natureindrcke1 welche die menschliche ,seele aufzufassen fhig ist4 ,das eigentliche1 innerste ,wesen des malerischen ,gedankens ist zwar niemals durch ,worte vllig wiederzugeben1 -- es wre dann ja auch unntz zu zeichnen1 zu malen1 zu meisseln1 das ,wort wrde ausreichen2 aber es lsst sich im ,allgemeinen sagen1 dass die unendliche ,reihe unserer ,gemthsstimmungen von der harmlosen ,heiterkeit bis zur tiefsten ,schwermuth eine ,ausdrucksweise im atmosphrischen ,leben unsers ,erdballs findet1 oder richtiger1 die ,seele fr ihre verschiedensten ,stimmungen entsprechende ,wiederklnge in den ,wandlungen unserer ,atmosphre4 ,nicht hoch genug kann die ,vorsicht sein1 mit der der ,knstler an diesen ,theil seines ,werkes geht4 ,ein richtig angeschlagener ,ton der ,luft wird ihm der ,fhrer fr die ,harmonie des ,ganzen4 ,selbstverstndlich gilt dies nur fr solche ,vorwrfe1 welche einen besondern ,accent der ,wirkung der ,luft erfordern und in denen diese dann immer einen verhltnissmssig grossen ,raum einnimmt1 wie bei ,darstellungen des ,meeres1 des ,strandes1 der flachen ,haide1 von ,wiesengrnden mit ,gewssern etc4 ,im andern ,falle1 wo die festen ,gegenstnde den grssten ,theil des ,bildes decken1 wird die ,luft nur von secundrer ,wirkung sein4 ,alle ,luft1 mag sie noch so bewlkt sein1 erfordert vermge ihrer leichten1 krperlosen ,natur eine andere technische ,behandlungsweise1 als feste ,gegenstnde2 auch in ihren strksten ,gegenstzen wird sie immer weich und zart bleiben mssen4 ,im klaren ,aether sind die ,uebergnge von einem in den andern ,ton ohne bestimmte ,grenze4 ,dunstschichten durchziehen sie in scheinbarer ,willkr1 sie verschwinden und verlieren sich als leichter ,hauch4 ,die ,schatten der ,wolken sind mit ,lichtern und ,halblichtern durchwebt1 welche weich in dieselben verlaufen4 ,solchem ,wenig krperhaften ,wesen gegenber liegt fr den ,darsteller die ,gefahr nahe1 formlos zu werden und aus ,furcht vor ,hrten sich in ,verblasenheit zu verlieren4 ,hier ist es die ,aufgabe1 bestimmt im ,unbestimmten zu sein1 die ,form fest und sicher zu zeichnen1 aber mit den verwandtesten ,mitteln1 mit gering unterschiedenen ,tnen4 ,abgesehen vom ,aquarell finden wir hohe ,beispiele dieser ,art bei ,claude de ,lorrain2 seine ,lfte schwimmen im ,sonnenglanz1 nichts ,compactes und ,erdiges mischt sich in sie hinein1 und dennoch knnen wir jedes ,wlkchen in seinen ,umrissen verfolgen4 ,angewendet auf die ,aquarell-,malerei wird es zur ,erreichung dieses ,zweckes rathsam sein1 die ,luft mit sehr hellen ,tnen zu beginnen1 die ,form der ,wolken von vorn herein fest zu bestimmen und nach und nach die ,tne zur beabsichtigten ,kraft zu steigern4 ,durch diese allmhliche ,verstrkung des ,tones erreicht man am leichtesten den nothwendigen therischen ,hauch2 die ,poren des ,papieres werden gleichmssiger gedeckt1 die ,farbe vergeistigt sich4 ,indess kann man dasselbe ,resultat auch auf die entgegengesetzte ,weise erreichen3 man setze die ersten ,lagen der ,luft um einen starken ,grad krftiger ein1 als sie sein sollen1 mit voller ,beobachtung der ,form2 nachdem das ,papier gut trocken geworden1 passire man das ,ganze1 mit einem breiten ,pinsel1 wiederum mit ,wasser und bearbeite dann die einzelnen ,tne mit einem weichen ,schwamm der ,art1 dass der ganze ,ton vermindert wird und alle ,hrten und ,schrfen schwinden4 ,nachdem das ,papier wieder trocken geworden1 wird man an den zu matt gewordenen ,stellen noch einige ,kraft nachzusetzen haben2 das ,ganze aber wird hauchig und zart geworden sein4 ,einige ,beispiele mgen das ,gesagte noch deutlicher machen4 ,die einfachste1 wiewohl keineswegs die leichteste ,aufgabe ist1 eine heitere blaue ,tagesluft ohne ,gewlk darzustellen4 ,dem ungebten ,auge erscheint das ,blau des ,tageshimmels eine einfache ,abschattirung von ,dunkel nach ,hell2 nach genauer ,prfung wird aber gefunden werden1 dass es dreimal seine ,natur wechselt1 und um dies recht entschieden zu erkennen1 neige man den ,kopf tief auf die ,seite3 diese ungewohnte ,stellung zeigt die ,farben-,unterschiede am deutlichsten4 ,man beginne mit reinem ,blau 7,cobalt1 ,indigo7 und stelle durch wiederholte schwache ,lagen eine zarte ,abschattirung von oben nach unten her1 so dass dasselbe am ,horizont ganz verschwindet4 ,dann nehme man zwei ,tne von ,yellow ,ochre1 den einen viel heller als den andern1 gebe dem ,bret eine etwas schrge ,lage von oben nach unten1 bediene sich eines mglichst grossen ,pinsels und beginne mit einem ,strich reinen ,wassers vom ,zenith abwrts1 setze den hellen ,ton ein und mische1 weiter nach unten vorschreitend1 mit jeder ,pinsellage ein wenig vom ,dunkleren zum ,helleren1 so dass1 am ,horizont angekommen1 das ,gelb allmhlich an ,intensitt zugenommen hat4 ,diese ,operation lsst sich auch in entgegengesetzter ,weise herstellen1 indem man das ,bret umdreht1 mit dem starken ,ton am ,horizont beginnt und1 durch stetiges ,zusetzen von reinem ,wasser1 ihn nach dem ,zenith zu in grsster ,zartheit auslaufen lsst4 ,nachdem er trocken1 bergehe man die ganze ,luft mit einem breiten ,pinsel mit reinem ,wasser1 um alle ,unreinheiten noch fortzunehmen4 ,diese ,waschungen mit reinem ,wasser1 nach den einzelnen ,farbenlagen angewendet1 sind sehr zu empfehlen und dienen wesentlich zur ,erreichung von ,glanz und ,duft4 ,sodann mische man einen leichten ,ton von ,light ,red und ,rose ,madder1 setze ihn am ,horizont ein und verwasche ihn nach dem ,mittelgrunde der ,luft2 einen andern ,ton von ,rose ,madder rein1 aber sehr hell1 setze man am ,zenith ein und lasse ihn abwrts zart auslaufen4 ,wenn alles dies fleckenlos geglckt1 wird die ,luft immerhin noch einen blauen ,eindruck machen1 aber sie wird den sonnigen ,hauch der ,natur erlangt1 den ,eindruck der ,flche verloren und den der ,wlbung gewonnen haben4 ,um die ,mittagszeit1 wo die ,luft bei vollstndiger ,klarheit am meisten blau1 werden die farbigen ,tne nur von usserster ,zartheit angewendet werden drfen4 ,je mehr die ,stunde von der ,mittagszeit entfernt ist1 nimmt das ,blau an ,ausdehnung und ,intensitt ab und macht den gelben und rothen ,tnen mehr und mehr ,platz4 ,erfordert der ,vorwurf ,wolken in der ,luft1 so beginnt man am besten mit dem blauen ,aether und spart die ,wolken in ihrem ganzen ,umfange mit bestimmten ,contouren aus4 ,nachdem das ,blau in seiner ganzen ,abstufung tadellos hergestellt ist1 mische man einen ,ton von ,yellow ,ochre und ,brown ,madder1 sehr hell1 und bergehe das ganze ,papier eintnig mit demselben1 nur mit ,auslassung absolut weisser ,gegenstnde des ,vorgrundes2 dieselben sind positiv heller als die ,lichter der ,wolken4 ,dieser allgemeine ,ton mildert die ,rohheit und ,schrfe des weissen ,lichts und steigert die ,transparenz und ,duftigkeit der ,luft4 ,fr die ,schatten der ,wolken mische man einen ,ton von ,cobalt mit ,light ,red oder von ,brown ,madder1 ,yellow ,ochre und ,cobalt1 sehr hell1 und modellire die ,wolken indem man mit demselben ihre ,mitteltne und ,schatten gleichmssig bedeckt2 an einigen ,stellen wird der ,ton durch ,auswaschen zart und ohne sichtbare ,grenze in das ,licht hinein zu ziehen sein4 ,ein zweiter ,ton aus ,light ,red und ,cobalt1 oder ,cobalt und ,brown ,madder1 oder ,cobalt und ,rose ,madder1 je nachdem die ,mitteltne warm oder kalt sind1 diene fr die ,kernschatten4 ,sehr zu beachten fr das ,gelingen einer weithin ausgedehnten ,luft ist die ,vernderung des ,tons der ,lichter und ,schatten1 je nachdem sie sich vom ,vorgrunde entfernen2 sie wechseln in weitester ,ferne geradezu ihr ,verhltniss3 whrend die zunchst ber uns schwebenden ,wolken die hellsten und kltesten ,lichter neben warmen ,schattentnen haben1 nehmen die ,lichter in dem ,masse wie sie sich in die ,ferne ziehen1 einen wrmeren und tieferen ,ton an1 der sich bis zum rthlichen steigert2 die ,schatten dagegen verlieren an ,wrme und neigen sich dem ,grau zu4 ,selbstverstndlich kann diese ,vernderung des ,farbenverhltnisses nur fr eine und dieselbe ,wolkenschicht gemeint sein4 ,befinden wir uns beim ,sinken der ,sonne in freier ,natur1 so wendet sich der ,blick unwillkrlich dem ,westen zu4 ,so tausendfltig wir dieses ,schauspiel beobachtet haben1 behauptet es doch immer auf's ,neue seinen unbeschreiblichen ,zauber4 ,die ,sonne ist in unsern ,gesichtskreis getreten2 unverhllt ist unser ,auge nicht im ,stande1 ihre ,strahlen zu ertragen1 wir schtzen es durch die vorgehaltene ,hand und schwelgen in der tiefer liegenden ,farbenpracht4 ,ein thrichtes ,unternehmen wre es1 im klaren ,aether die unverhllte ,sonne selbst malen zu wollen2 was wir nicht ohne ,schmerz im ,auge sehen knnen1 ist auch fr die ,malerei nicht darstellbar4 ,dagegen wird uns die ganze ,farbenscala vom ,zenith bis zum ,horizont bequem sichtbar1 wenn ein ,gewlk oder ,dunstmassen die ,sonnenkugel verdecken4 ,wir sehen ihre ,wirkung auf ,aether1 ,wolken und ,erde und ahnen nur den hellsten ,fleck1 der hinter der ,wolke steckt4 ,solche ,augenblicke sind annhernd darstellbar und wir knnen wohl sagen1 dass sie das ,aeusserste von ,schnheit und ,pracht in sich schliessen1 was unsere ,erde zu bieten vermag4 ,unwillkrlich wird sich der ,knstler aufgefordert fhlen1 seine ,krfte an dieser ,aufgabe zu erproben1 aber auch dem ,geschicktesten und ,begabtesten gelingt es nur selten1 eine glckliche ,darstellung dieser ,naturstimmung zu erreichen4 ,vom ,erhabenen zum ,lcherlichen ist nur ein ,schritt1 und neben dem hchsten ,grad von ,schnheit liegt die ,karikatur2 der hchste ,farbenglanz um einen ,grad bertrieben1 fllt aus der ,harmonie und wird ,rohheit4 ,je entschiedener und intensiver die ,farben auftreten1 um so schwieriger wird es1 das rohe ,material der ,palette zu berwinden und zu vergeistigen1 so dass an die ,stelle farbiger ,flecken und ,uebergnge der ,eindruck des ,lichts entsteht4 ,leicht ist es1 alle pikanten ,natureffecte skizzenhaft so wiederzugeben1 dass der ,beschauer erkennt1 was man gewollt2 aber einen ,abend oder ,morgen in seiner ganzen ,pracht und ,erhabenheit darzustellen1 erfordert die hchste ,sammlung und ,anspannung der malerischen ,krfte4 ,es ist ein gewaltiger1 lang austnender ,accord der reichsten ,harmonie4 ,danach wird der ,versuch1 mit ,worten die technische ,art und ,weise zu beschreiben1 wie derartige ,wirkungen herzustellen sind1 immer unzulnglich sein4 ,nur der einfachste ,vorwurf kann einigermassen den ,weg zeigen1 wie man zu verfahren hat2 bei reicheren ,aufgaben mit verschiedenen ,wolkenschichten kommt zuviel auf die individuelle ,auffassungsweise des ,knstlers an1 als dass man die ,entstehungsweise genau beschreiben knnte4 ,die ,aufgabe sei3 eine klare ,abendluft1 die ,sonne links ausserhalb des ,bildes1 etwa eine halbe ,stunde vor ,sonnenuntergang4 ,man prparire einen hellen ,ton von ,yellow ,ochre und ein wenig ,rose ,madder1 und bergehe das ,papier gleichmssig mit demselben4 ,sodann drehe man dasselbe um und beginne am ,horizont mit einem leichten ,ton von ,brown ,madder1 treibe denselben etwa bis zu einem ,drittel in den ,mittelgrund und lasse ihn daselbst zart verlaufen4 ,nachdem er trocken1 bringe man das ,papier wieder in die ursprngliche ,lage1 prparire einen ,ton von ,yellow ,ochre und einen zweiten von ,yellow ,ochre und ,light ,red1 bergehe das ,papier von oben mit reinem ,wasser1 beginne im ,mittelgrunde den ersten ,ton einzusetzen1 mische dann nachgerade von dem zweiten dazu und gehe nach unten ganz in ihn ber4 ,alsdann lege man reinen ,cobalt ber den oberen ,theil der ,luft1 lasse ihn nach dem ,mittelgrunde zart verlaufen1 steigere ihn dagegen nach oben mit ,rose ,madder4 ,die ,reihefolge von ,tnen1 welche sich auf diese ,weise erzeugt haben1 ist folgende3 ,der obere ,theil beginnt mit einem gebrochenen ,blau1 geht durch einen grnlichen ,hauch in ,gelb ber2 dann steigert sich das ,gelb an ,intensitt und geht in ,orange ber2 dem untersten ,theil gebe man durch eine ,lage ,rose ,madder und ein wenig ,permanent ,chinese ,white mehr ,tiefe und ,duft4 ,waschungen1 mit reinem ,wasser und einem breiten ,pinsel ausgefhrt1 werden1 zwischen den verschiedenen ,farbenlagen angewendet1 der ,harmonie und ,zartheit des ,ganzen einen hheren ,grad verleihen4 ,wirken die verschiedenen ,farbenlagen nicht ausreichend1 so wiederhole man sie in helleren ,mischungen4 ,je nher die ,sonne am ,sinken ist1 desto mehr wird der untere ,theil der ,luft an ,intensitt der ,farbe zunehmen mssen1 whrend das ,blau nach oben einem fast farblosen ,perlgrau weicht4 ,der glnzendste ,theil einer solchen ,luft ist der ,mittelgrund1 der aus einem fast reinen gelben ,ton besteht2 er nimmt verhltnissmssig nur einen sehr kleinen ,raum ein1 steigert sich abwrts nach strkerem ,gelb1 ,orange und ,purpur1 verliert sich dagegen aufwrts durch ,apfelgrn nach ,perlgrau4 ,ohne besondere ,schwierigkeit kann man in eine so gestimmte ,luft einiges ,gewlk bringen1 sobald sich dasselbe in allen ,theilen als dunklerer ,ton auf dem dahinter liegenden ,aether absetzen soll4 ,als ,lichtton wird ,light ,red und ,yellow ,ochre1 ,light ,red und ,rose ,madder dienen1 je nach der ,lage der ,wolken1 und als ,schattenton ,cobalt mit ,light ,red oder ,rose ,madder4 ,ist das ,gewlk sehr verschwimmend gedacht1 so thut man gut1 den ganzen ,aether mit ,wasser zu passiren und wenn dasselbe abgedampft ist1 den ,lichtton einzusetzen1 der sich dann auf das ,zarteste verziehen lsst4 ,die ,schatten sind besser in's ,trockene zu setzen und an einigen ,stellen zu verwaschen4 ,leichte1 helle ,wlkchen im oberen ,theil der ,luft sind durch ,herauswaschen zu erzeugen2 man bezeichnet dieselben mit reinem ,wasser1 trocknet die genssten ,stellen mit feinem ,lschpapier sorgsam ab und reibt alsdann mit ,brodkrume leicht darber hin4 ,die auf diese ,weise hell gewordenen ,flecken colorirt man mit einem entsprechenden ,ton1 doch muss man hierbei vorsichtig die ,conturen inne halten1 um nicht dunklere ,rnder zu erzeugen4 ,bei ,weitem schwieriger wird eine ,abendluft1 wenn dieselbe mit starkem ,gewlk1 welches sich hell und dunkel gegen den ,aether absetzt1 beabsichtigt ist4 ,der sicherste ,weg hierbei wird der sein1 bevor man an irgend einen ,farbenton denkt1 die ganze ,luft in ,blau 7,cobalt oder ,indigo7 fertig zu modelliren4 ,die grsste ,zurckhaltung ist dabei anzuwenden1 um den farbigen ,tnen1 die man nachher darber legt1 ihre volle ,lichtwirkung zu bewahren4 ,eine zweite ,aufgabe sei3 eine neblige ,abendluft nach ,westen2 die ,sonne in der ,mitte des ,bildes1 etwa zwischen dem ersten und zweiten ,drittheil der ,luft von oben4 ,man gebe dem ganzen ,papier nach oben beschriebener ,art eine ,lage ,gelb1 am oberen ,rand sehr hell anfangend1 nach unten gleichmssig an ,kraft zunehmend4 7,indian ,yellow und ,indian ,yellow mit ,yellow ,ochre47 ,sodann markire man die ,stelle der ,sonnenkugel durch einen ,kreis leicht mit ,bleistift und prparire darauf einen sehr hellen ,ton von ,mennige und ,rose ,madder4 ,nachdem man mit reinem ,wasser einen etwa pinseldicken ,kreis concentrisch um die ,sonne gezogen hat1 beginne man1 den genannten ,ton von oben ber das ,papier zu legen1 so dass er die ,sonne bis auf einen schmalen ,grtel ,gelb1 in welchen er sich zart verlaufen muss1 kreisrund einschliesst1 und treibe ihn dann gleichmssig durch das ganze ,papier4 ,einen ,ton von ,brown ,madder lege man alsdann vom ,horizont beginnend bis in die ,gegend der ,sonne1 wo er sich unmerklich verlieren muss4 ,mit einem andern sehr hellen ,ton von ,cobalt tne man beide oberen ,ecken des ,papiers ab und nhere sich mit demselben kreisfrmig der ,sonne in verschwimmender ,weise2 links und rechts lasse man ihn da verschwinden1 wo der ,ton von ,brown ,madder sein ,ende gefunden hat1 so dass zwischen beiden ein schmaler ,raum mattes ,gelb brig bleibt4 ,um nun den unteren ,theil der ,luft die dieser ,stimmung eigenthmliche ,undurchsichtigkeit zu geben1 prparire man einen ,ton von ,cobalt1 ein wenig ,rose ,madder mit einem ,zusatze von ,weiss1 setze ihn am ,horizont ein und lasse ihn nach oben zu verschwinden4 ,zur ,vollendung der ,wirkung fehlt noch die hellste ,stelle der ,sonne4 ,nachdem der ,bleistiftstrich1 welcher die ,sonnenkugel markirt1 mit ,gummi entfernt1 reibe man mit ,radirgummi oder pulverisirtem ,bimsstein das ,gelb der ersten ,lage aus der ,sonne selbst hinweg1 der ,art1 dass die ,mitte der ,sonne vllig weiss wird1 der ,lichtschimmer aber in den ,nebenton hineinstrahlt2 ,dasselbe ist mit einem sehr scharfen runden ,radirmesser zu erreichen4 ,der ,effect ist berraschend blendend und doch nicht beleidigend2 ein leises ,ueberreiben der nchsten ,umgebung der ,sonne mit pulverisirtem ,bimsstein oder geschabtem ,leder steigert noch die ,zartheit der ,wirkung4 ,graue ,lfte wird man am leichtesten durch eine ,mischung von ,cobalt oder ,indigo1 ,sepia und ,brown ,madder in verschiedenen ,abstufungen herstellen4 ,das ,gewlk zeigt sich in denselben an den hellsten ,stellen in reinem ,weiss1 d4 h4 in dem ,papierton4 ,tiefer schwebende ,wolken werden wieder mit einem ,ton von ,sepia1 ,brown ,madder und ,indigo zu geben sein und ihre ,schattentne aus ,brown ,madder und ,cobalt4 ,die wrmeren ,tne am ,horizont sind mit ,yellow ,ochre1 ,light ,red und ,indian ,red herzustellen4 ,in unserm nordischen ,klima spielt die graue und weisse ,luft fr die ,landschafts-,malerei eine grosse ,rolle4 ,das viel und mannigfaltig abgestufte ,grn steht zu keinem andern ,farben-,gegensatz so harmonisch1 als zu ,grau und ,weiss4 ,ein bedeckter feuchter ,tag am schilfigen ,ufer eines ,sees mit dunklen ,wolkenschatten ber einem und dem andern ,theil der ,scene ist ein ,thema1 welches unendlich mannigfaltig bearbeitet werden kann und immer wieder unser innerstes ,gemth ansprechen wird4 ,diesen ,gegensatz zu ,grau und ,grn hat schon ,ruysdael auf das ,eminenteste ausgebildet4 ,seine schwarzgrnen ,eichen erheben sich mit heroischer ,kraft in die ,atlastne der ,luft und seine weissschumenden ,wasserflle sind aus demselben ,harmoniegefhl entsprungen4 ,es sei gestattet1 an dieser ,stelle ,troyon zu nennen1 einen unlngst verstorbenen ,meister in ,paris1 der in seinen ,thierstcken mit grosser landschaftlicher ,umgebung an ,glanz und ,zartheit der ,farbenwirkung noch unbertroffen ist4 ,seine ,lfte sind meistens aus ,silbergrau gestimmt1 welches er in den feinsten ,combinationen und ,abstufungen zu seinem ,zwecke verwendete1 um dem ,grn der ,landschaft und dem starkfarbigen ,fell der ,thiere den hchsten realen ,glanz zu geben4 ,diese hervorstechende ,eigenschaft seiner ,bilder1 eine leuchtende ,realitt ohne ,rohheit1 ist fr alle ,knstler von hchstem ,interesse4 ,begreiflicher ,weise hat er einen ,schwarm von ,nachahmern hervorgerufen1 die ihr einziges ,heil in ,grau und ,grn suchen1 sich aber selten ber die gewhnlichste ,prosa erheben1 weil ihnen eben die ,ursprnglichkeit ihres ,vorbildes abgeht4 ,es bleiben nun noch die ,mondnchte zu erwhnen4 ,als knstlerischer ,vorwurf steht der ,mondschein sicherlich hoch1 sein ,wesen ist ,stimmung2 ber seine ,auffassung lsst sich aber wenig sagen1 sie beruht eben auf eigner innerer ,empfindung4 ,technisch wird man wohlthun1 zur ,erreichung der nothwendigen ,tiefe der ,luft sich nicht mehr des ,cobalts zu bedienen1 sondern den ,indigo und ,ivory ,black an seine ,stelle zu setzen4 ,dnne ,lasuren von ,french ,blue werden dem grnlichen ,ton des ,indigo1 wo derselbe nicht erwnscht ist1 mit ,erfolg entgegenwirken4 ,als practische ,regel ist auch hier wieder hervorzuheben1 dass man mit leichten ,tnen beginnend1 erst allmhlich in die ,tiefe geht und stets im ,auge behlt1 welche ,kraft man im ,vorgrund nthig hat1 um die irdischen ,gegenstnde fest und stofflich wirken zu lassen4 ,sehr hufig werden schn gedachte ,mondschein-,darstellungen dadurch wirkungslos1 dass die ,luft in ihrem ,gesammtton zu dunkel gegen die festen ,gegenstnde des ,vorgrundes gehalten ist4 ,ebenso konomisch1 wie in den ,tiefen1 muss man im ,licht verfahren4 ,leicht ist man geneigt1 die silbernen ,bnder der ,wolken glnzend hell zu geben1 um sie eben recht silbern erscheinen zu lassen2 man bedenkt in solchem ,falle aber nicht1 dass die ,mondscheibe selbst unendlich viel heller ist1 als irgend eine1 auch die am nchsten liegende ,wolke4 ,so wird es practisch sein1 gleich zu ,anfang die ganze ,luft mit ,ausnahme der ,mondscheibe und ihres ,lichtscheins 7,hof7 mit einem neutralen ,ton zu bedecken1 der den ,grad der ,helligkeit der lichtesten ,wolken hat4 ,in diesen ,ton setze man den ,aether mit einer leichten ,lage von ,indigo ein und weise den lichten ,wolkenmassen durch ,aussparung ihre ,stellen an4 ,dunststreifen setzen sich in ihrer ganzen ,ausdehnung hell gegen den ,aether2 ihre ,schatten nehmen einen wrmeren ,ton an1 als der ,aether4 ,uns nher liegende ,wolkenschichten wirken wegen ihrer grsseren ,dicke als dunklere ,flecken auf den ,aether1 und sind von hellen ,rndern und ,einschnitten umgeben1 die sich durch einen wrmeren ,mittelton in den dunkelgrauen ,kernschatten verlieren4 ,sepia mit ,brown ,madder und ,indigo sind mit ,erfolg dafr anzuwenden2 zu den tiefsten ,punkten setze man ein wenig ,french ,blue4 ,den ,aether verstrke man mehr und mehr mit ,indigo1 ,ivory ,black und ,french ,blue4 ,von der grssten ,wichtigkeit fr die ,leuchtbarkeit einer ,mondluft ist das stetige ,abnehmen der ,intensitt des ,lichts auf den ,wolkenrndern1 je mehr sie sich vom ,monde entfernen1 und dem entsprechend die ,verminderung der ,dunkelheit in den ,schatten der ,wolken1 so dass an den am tiefsten und am meisten seitwrts liegenden ,stellen ,licht und ,schatten fast in einen ,ton zusammen fliessen4 ,in unmittelbarer ,verbindung mit dem ,eindruck der ,luft steht die ,ferne und meistentheils auch der ,mittelgrund einer ,landschaft4 ,fr die technische ,behandlung dieser ,theile des ,werks ist hauptschlich anzufhren1 dass man sich fr sie derselben ,farbenmittel als in der ,luft bediene2 man wird dadurch am leichtesten in der ,harmonie bleiben4 ,cobalt1 ,rose ,madder1 ,light ,red und ,yellow ,ochre sind fast durchgngig ausreichend dafr2 an die ,stelle des ,rose ,madder ist ,indian ,red fast noch mehr zu empfehlen4 ,bei glnzenden ,effecten1 wie ,sonnen-,untergang und ,dmmerung1 wird noch ,purple ,madder und ,french ,blue nthig werden4 ,waschungen mit reinem ,wasser ber den unteren ,theil der ,luft mit der ,ferne zugleich werden zu jener verschwimmenden ,weichheit1 die hauptschlich ihren ,zauber ausmacht1 viel beitragen4 ,wenn die ,ferne im ,allgemeinen einen tieferen ,ton hat1 als die daran reichende ,luft1 so ist es immer vortheilhaft1 den ,luftton zuvor durch die ganze ,ferne zu legen1 dann den hellsten ,ton der ,ferne darauf1 und in diesen den ,schatten1 der an seinen dunkelsten ,stellen fast immer auch am kltesten wirkt4 ,um die ,luftigkeit der ,schatten in der ,ferne zu erreichen1 wird es hufig nothwendig1 dem aus ,cobalt und ,light ,red oder ,rose ,madder gemischten ,ton ein wenig ,weiss zuzusetzen4 ,bei der ,anlage des ,mittelgrundes verfahre man ganz in derselben ,weise2 da sich aber hier bereits ,mitteltne zu zeigen anfangen1 die1 je weiter nach vorn1 desto verschiedener werden1 so wird man wohl thun1 dieselben1 ehe man die ,schatten einsetzt1 zuvor ber die ,lichtsilhouette zu legen4 ,in die ,schatten nehme man ebenfalls ein wenig ,weiss1 um nicht durch die beiden darunter liegenden ,tne zu schwer und stofflich zu wirken4 ,unter den ,gegenstnden1 welche einer ,landschaft ,reichthum und ,anmuth verleihen1 nehmen die ,bume stets einen ,hauptrang ein4 ,ein krftiger ,baumwuchs auf leicht bewegtem ,terrain1 ein stilles ,wasser und ein ,blick in die ,ferne sind ,elemente1 die eine unendliche ,reihe eindrucksvoller ,zusammenstellungen zulassen4 ,die ,art1 wie man ,bume und berhaupt ,vegetation technisch am leichtesten darstellt1 ist folgende3 ,nachdem man die ussere ,form des ,baumes durch einen leichten1 in den ,proportionen aber sehr gewissenhaften ,bleistiftcontur angedeutet1 auch die hauptschlichsten inneren ,laubpartien sowie den ,gang des ,stammes und der ,hauptste fest hingestellt hat1 beginne man mit dem allgemeinen ,lichtton1 und bergehe mit demselben die ganze ,masse des ,baumes dergestalt1 dass die lockeren von der ,luft durchblitzten ,aussenpartien gleich in ihrer vollen ,charakteristik ausgedrckt sind4 ,in den geschlossenen inneren ,partien fhre man den ,ton einfach durch1 so dass hierdurch eine einfarbige1 in ihrem ,aussencontur mglichst vollendete ,silhouette des ,baumes entsteht4 ,mit einem leichten graubraunen ,ton 7etwa ,sepia und ,cobalt7 stelle man nun die ,stmme und ,aeste in ihren sichtbarsten ,haupttheilen fest4 ,sodann gehe man zum ,mittelton ber4 ,derselbe hat in der ,regel eine etwas wrmere1 transparentere ,natur2 also zu einem ,lichtton von ,olive ,green wrde ein ,mittelton von ,olive ,green und ,indian ,yellow stimmen4 ,mit demselben modellire man die ,lichtsilhouetten in derselben zeichnenden ,weise1 so dass nicht nur alle ,mitteltne1 sondern auch die ,schatten davon bedeckt sind4 ,in gleicher ,weise verstrke man die ,stmme und ,aeste mit einem tieferen ,ton4 ,der dritte ,ton1 welcher die eigentlichen ,schatten markiren soll1 muss um ein gut ,theil neutraler gemischt sein1 als der ,mittelton1 etwa einfach aus ,ivory ,black oder ,indigo mit ,indian ,red1 oder ,light ,red mit ,cobalt4 ,die ,reflexlichter auf der ,schattenseite des ,baumes1 welche einen verhltnissmssig klteren ,ton haben1 werden dadurch erzeugt1 dass man sie mit ,wasser zeichnet und mit einem seidenen ,tuch vorsichtig herauswischt2 die dadurch entstandenen hellen ,stellen colorirt man mit einem neutralen ,ton von ,indigo oder ,cobalt mit einem leichten warmen ,zusatz4 ,die grbste ,operation ist nun vollendet und wenn sie geschickt mit ,verstndniss der ,form und ,modellirung ausgefhrt ist1 muss der ,baum in einiger ,entfernung schon so eine plastische und charaktervolle ,wirkung machen4 ,aber es ist noch viel zu thun1 ihm vollends den ,ausdruck des ,lebens zu geben und ihn ber die rein decorative ,darstellung zu erheben4 ,ueber diesen ,theil der ,durchbildung lassen sich kaum bestimmte ,regeln geben4 ,es ist der ,takt und das ,naturgefhl des ,knstlers1 der hier und da ein zu starkes ,licht herabdrckt1 dagegen ein anderes heraushebt und ihm einen wrmeren oder klteren ,ton giebt4 ,der feine ,glanz auf den ,lichtpartien des ,laubes muss durch ,herausnehmen mit dem ,tuch und durch ,einsetzen des ,lufttones erzeugt werden4 ,die harten ,uebergnge vom ,licht zum ,schatten mssen an manchen ,stellen mit dem ,pinsel und reinem ,wasser zusammengewaschen werden1 damit die ,kernpunkte um so energischer wirken4 ,die ,ausladungen werden durch ,zusatz oder ,wegnahme verfeinert1 und alles ,feste1 was der ,natur des ,laubes zuwider ist1 muss aufgelockert werden4 ,oekonomie in der ,anwendung des sogenannten ,baumschlags 7ein abscheulicher ,ausdruck1 der nur fr ,kinderschulen passt71 oder besser1 sparsame ,entfaltung der eigentlichen ,blattform ist in hohem ,grade anzurathen1 wenn der ,baum nicht im nchsten ,vorgrunde steht4 ,eine andere1 in vielen ,fllen practische ,methode1 einem ,baum mglichst schnell seinen ,charakter-,ausdruck zu geben1 besteht darin1 dass man in dem ziemlich bestimmt gezeichneten ,bleistiftcontur mit einem neutralen ,ton zuerst die tiefsten ,schatten einsetzt1 auch den ,stmmen ihre ,dunkelheit giebt1 darauf den ganzen ,baum mit ,einschluss der ,schatten mit seinem ,lichtton bergeht und dann erst die verbindenden ,mitteltne einsetzt4 ,dieser ,weg ist besonders bei den ,bumen und ,struchern des ,vorgrundes zu empfehlen1 die sich durch entschiedene ,dunkelheit auszeichnen4 ,die ,verfeinerung der ,arbeit wird dann auch hier in der oben beschriebenen ,weise vor sich gehen mssen4 ,was nun die ,durchbildung des eigentlichen ,vorgrundes betrifft1 so tritt mehr und mehr die ,forderung der speciellen ,kenntniss aller der ,dinge auf1 die denselben bilden4 ,whrend fr ,ferne und ,mittelgrund oft ein lebendiges ,naturgefhl ausreicht1 verlangt der ,vorgrund neben diesem noch eine grndliche ,wissenschaft4 ,hier ist es1 wo sich der durchgebildete ,knstler am meisten zeigt4 ,jeder ,gegenstand muss plastisch1 organisch und greifbar sein1 und doch darf der ,uebergang1 wo sich das ,allgemeine zum ,speciellen gestaltet1 nicht besonders bemerkt werden4 ,in demselben ,masse1 wie der ,luftton1 in der ,ferne beginnend1 nach vorn immer mehr von seiner ,krperlosigkeit verliert und in den wirklichen ,localton bergeht1 steigert sich auch die ,deutlichkeit der eigentlichen ,formation der ,gegenstnde bis zur ,greifbarkeit4 ,demgemss muss auch die ,technik des ,vorgrundes eine andere werden2 sie muss loser1 gleichsam porser werden1 so dass sie jeden ,gegenstand je nach der ,beschaffenheit seiner ,oberflche charakterisirt4 ,nehmen wir als einfachstes ,beispiel ein flaches1 kiesiges ,terrain4 ,in der ,ferne erscheint es uns als ein geschlossener glatter ,ton1 im ,mittelgrunde bemerken wir seine ,rauheit und in nchster ,nhe treten die einzelnen ,unebenheiten1 ,steine und ,steinchen1 aus denen es besteht1 deutlich zu ,tage4 ,um diese ,stofflichkeit mit einer massenhaften ,behandlung wiederzugeben1 ist eine andere ,pinselfhrung nthig1 als bei vllig glattem ,ton4 ,man wird den ,pinsel1 der nicht allzu voll mit ,farbe berladen sein darf1 seitwrts auf das ,papier bringen und durch ein leichtes ,darberfahren die ,flche pors bergehen4 ,die auf diese ,weise absichtlich hervorgerufenen ,zuflligkeiten von ,hell und ,dunkel wird man im ,sinne der ,sache ausbeuten1 indem man den verschieden geformten hellen ,punkten kleine ,schatten giebt und andere ,stellen1 die zu offen1 mit dem entsprechenden ,ton mehr zusammen zieht4 ,das perspectivische ,gefhl muss den ,knstler leiten1 den ,einzelheiten1 je mehr sie sich ihm nhern1 grssere ,dimensionen zu geben1 und es ist hier der ,punkt1 wo sich seine ,phantasie in ,hervorbringung mannigfacher charakteristischer ,formen zu bekunden hat4 ,was den ,lichtern noch an ,helligkeit fehlt1 muss mit dem ,tuch herausgenommen und entsprechend colorirt werden4 ,in hnlicher ,weise ist ein mit ,vegetation bedeckter ,boden zu behandeln4 ,eine ,wiese oder ,angerflche1 die uns in der ,ferne wie weicher ,sammet erscheint1 zeigt in grsserer ,nhe die einzelnen ,partien der ,gras- und ,halmbschel1 bis zum deutlichen ,erkennen der einzelnen ,stauden und ,halme4 ,auch hier ist die ,behandlung mit der ,seite des ,pinsels vortheilhaft1 die dann durch das ,hervorheben einzelner bestimmter ,lichter und ,schatten vollendet werden muss4 ,nicht jeder ,pinsel thut fr diesen ,zweck dieselben ,dienste2 besonders brauchbar sind dazu die braunen ,marderpinsel1 lang gebunden1 in ,blech gefasst1 die bei einer grossen ,elasticitt sich vorn leicht spalten und hierdurch mehrere ,striche und ,formen auf einmal hervorbringen4 ,ein sehr dankbarer ,theil der ,behandlung des nchsten ,vorgrundes ist das ,zeichnen einzelner ,halme1 ,bltter und ,ranken an den fr ihre ,wirksamkeit passendsten ,stellen4 ,ein scharf gespitzter ,zobel- oder ,marderpinsel von schlanker ,taille fhrt das reine ,wasser so scharf ber die dunklere1 darunter liegende ,flche1 dass durch ein kurzes und krftiges ,wischen mit dem seidenen ,tuch oder ,waschleder die hervorgekommenen ,formen die ,prcision sorgsam aufgesetzter ,lichter haben4 ,die ,punkte1 welche man am glnzendsten wnscht1 werden noch einmal gensst1 gut abgewischt und mit dem ,gummi nachgerieben1 wodurch sie dann fhig sind1 jede beliebige ,farbe anzunehmen4 ,die zu breit und ungeschickt gewordenen ,lichter sind leicht mit dem daneben stehenden ,ton zu beschneiden und zu verbessern4 ,mauerwerk1 helle ,wnde1 altes ,holz1 grosse ,steine1 ,baumstmme etc4 haben smmtlich eine mehr oder weniger rauhe ,oberflche1 je nach ihrer speciellen ,natur1 und werden auf hnliche ,weise zur grssten ,realitt zu bringen sein4 ,erst durch strenge ,beobachtung dieser ,handgreiflichkeit des ,vorgrundes erhalten die weicheren und geschlossenen ,tne der ,ferne ihren vollen ,zauber4 ,ein ,element von hoher ,wichtigkeit und phantastischem ,reiz in der ,landschafts-,malerei ist ,wasser4 ,vermge seiner ,bewegungsfhigkeit bildet es einen natrlichen ,gegensatz gegen das ,starre4 ,sein fortwhrendes ,bestreben1 seine glatte ,oberflche herzustellen1 verleiht ihm die ,eigenschaft des ,spiegelns1 und zwar in dem ,masse seiner eigenen ,ruhe4 ,der schumende ,giessbach1 der rinnende ,strom1 der streifige ,landsee1 der schilfumgebene1 mit ,wasserblumen bedeckte ,weiher1 dessen stille ,buchten spiegelglatt in der ,sonne brten1 knnen an und fr sich schon malerische ,sujets von hchster ,wirkung sein4 ,ueber die poetische ,auffassung entscheiden allein ,tact und ,naturgefhl des ,knstlers1 jedes ,wort darber wre unntz2 aber in ,betreff der technischen ,behandlung lassen sich einige practische ,regeln angeben1 die freilich wieder mehr in einem richtigen ,erkennen der ,ton- und ,farben-,verhltnisse bestehen1 als gerade in besonderen technischen ,handgriffen4 ,eine vollkommen farblose ,spiegelflche reflectirt die ,gegenstnde nach den ,gesetzen der ,perspective mit absoluter ,genauigkeit in ,form1 ,ton und ,farbe4 ,eine derartige ,spiegelung existirt in der ,natur nur hchst selten1 und wenn sie ja einmal vorkommt1 ist ihre ,wirkung die bei weitem am wenigsten malerische4 ,durch die vollkommene ,identitt mit dem ,sujet wirkt sie mit derselben ,kraft1 als dieses1 und nimmt ihm somit seine ,bedeutung1 sein ,auge4 ,das ,wasser zeigt in dieser vollkommensten ,ruhe auch nicht seine ,wesenheit1 das ,flssige und ,nasse4 ,hat das ,wasser bei vollkommener ,ruhe dagegen einen dunkleren ,localton1 so tritt schon eine entschiedene ,unterordnung des ,reflexes gegen die ,wirklichkeit ein und es wird somit malerisch berechtigter4 ,die ,technik hat dabei keine andere ,aufgabe zu lsen1 als die ,tne der ,wirklichkeit herabzustimmen durch ein gemeinsames ,medium1 schwrzlich1 grnlich1 brunlich1 je nach der ,natur des ,wassers4 ,zu bemerken ist nur1 dass die ,schatten des ,reflexes niemals dunkler werden1 als die der ,wirklichkeit1 weil mit dem dunkleren ,localton des ,wassers auch allemal ein gewisser ,grad von ,trbheit verbunden ist4 ,seinen vollen malerischen ,werth aber gewinnt ,wasser erst durch eine ,bewegung seiner ,oberflche1 sei dieselbe durch ,wind oder durch ,fliessen hervorgebracht4 ,erst durch ,bewegung wird die ,oberflche als horizontale ,ebene sichtbar und es tritt fr den ,beschauer sofort der ,eindruck perspectivischer ,verkrzung1 das ,gefhl des ,raumes ein1 das ,hauptwirkungsmittel aller ,landschafts-,malerei4 ,mit der ,bewegung hrt die ,spiegelung keineswegs auf1 aber sie mildert sich in ihrer mathematischen ,strenge3 die ,contoure verschwimmen und verzittern in einander1 die ,tne und ,farben brechen sich mit dem ,luftton2 der ganze ,reflex1 in seinem ,bau ein wenig lnger gestreckt und in jedem ,theile gemildert1 luft der ,wirklichkeit nicht mehr den ,rang ab und bildet ganz fr sich jenes flssige1 rthselhafte ,wesen1 welches wieder und wieder auf uns ,menschenkinder seinen unwiderstehlichen ,reiz ausbt4 ,je strker die ,bewegung wird1 je mehr verschwindet die ,spiegelung und es tritt an ihre ,stelle der ,luftton ein4 ,die technische ,behandlung eines vom ,winde leicht bewegten ,gewssers wrde etwa folgende sein3 ,nachdem man mit dem ,bleistift die sich spiegelnden ,gegenstnde nach den ,regeln der ,perspective in ihren ,hauptmassen festgestellt hat1 beginne man damit1 dem ganzen ,wasser einen leichten ,localton zu geben1 im ,vorgrunde am krftigsten1 nach hinten allmhlich verschwimmend 7,raw ,sienna mit ,cobalt oder ,vandyck ,brown1 oder ,vandyck ,brown mit ,indigo74 ,hierauf lege man die sich spiegelnden ,gegenstnde in ihrem ,localton an1 der ein wenig neutraler gehalten sein muss1 als in der ,wirklichkeit2 durch ein allmhliches ,verlaufenlassen desselben nach vorn in einer horizontalen ,strichweise deute man die zitternde ,bewegung des ,wassers an4 ,danach setze man in hnlicher ,weise die entsprechenden ,mitteltne und ,schatten ein und verstrke dieselben nach dem ,ansatz der ,spiegelung hin mehr und mehr1 so dass sie der ,wirklichkeit zunchst1 ihr auch am hnlichsten sind an ,kraft und ,farbe1 jedoch beide nicht vllig erreichen4 ,wenn auf diese ,weise die leicht bewegte ,spiegelung hergestellt ist1 wird man die ,luftlichter1 welche durch ,wind oder sonstige ,bewegung der ,oberflche an einzelnen ,stellen als helle ,streifen hervortreten1 am besten mit dem ,tuch herausnehmen und mit dem entsprechenden ,luftton coloriren4 ,der ,grundcharakter dieser ,lichter ist die horizontale ,linie1 die sich in leisen perspectivischen ,verschiebungen ber die ,theile der ,spiegelung hinzieht1 welche man fr die malerische ,wirkung am gnstigsten hlt4 ,an einigen ,stellen werden sie scharf hervortreten1 an andern zart und unmerklich in den ,grundton verschwinden mssen4 ,schilfpartien des nchsten ,vorgrundes1 die nicht als ,masse1 sondern als einzelne ,halme wirken sollen1 werden am besten zuletzt mit ,farbe eingesetzt1 ihre hellen ,theile danach mit dem ,tuche herausgenommen und colorirt4 ,auf heftig fliessendem ,wasser nehmen die ,luftlichter statt des streifigen ,liniencharakters mehr die ,form der sich vor einander herschiebenden ,wellen an4 ,ein immer erneutes ,naturstudium ist nthig1 um denselben die leichte rinnende ,bewegung zu geben1 und der ,typus ihrer ,form wird sich wesentlich danach richten1 ob das ,wasser entgegen1 abwrts oder seitwrts fliesst4 ,bei stark bewegten ,gewssern oder ,wasserfllen1 wo sich ,schaummassen bilden1 thut man wohl1 letztere in ihrer ,hauptform auszusparen und sodann mit dem ,tuch oder einem scharfen ,radirmesser zu verfeinern4 ,das vllig still liegende ,meer ist eine seltene ,naturerscheinung2 es spiegelt1 wie jedes andere stille ,wasser1 die ,wirklichkeit mit perspectivischer ,genauigkeit wieder4 ,ein leiser ,windhauch zieht leise ,streifen darber hin1 welche den ,ton und die ,farbe der hher liegenden ,theile der ,luft annehmen4 ,es ist hierbei gleichgltig1 an welcher ,stelle des ,meeres der ,wind sich zeigt2 wir sehen oft eine glatte ,see mit einem oder mehreren dunklen ,streifen am ,horizont1 die eine ,verwandtschaft mit dem ,ton des ,zeniths haben1 ein ,beweis1 dass der die ,streifen erzeugende ,wind ziemlich heftig sein muss4 ,steht in solchem ,falle die ,sonne in oder ber dem ,bilde1 so wird dieser bewegte ,streif senkrecht unter der ,sonne glnzend hell1 wie die ,sonne selbst1 vorausgesetzt1 dass die ,bewegung stark genug ist1 die einzelnen ,wellenflchen bis gegen die ,sonnenhhe zu kehren4 ,man nennt dies hufig den ,silberblick des ,meeres4 ,so ist denn1 je nachdem der ,wind strker oder schwcher1 fr die ,farbe der bewegten ,streifen die ganze ,farbenscala der ,luft vom ,horizont bis zum ,zenith mglich4 ,bei klarem ,tageshimmel und leichtem ,wind sieht man daher das ,meer blau1 je strker der ,wind1 je dunkler wird dasselbe4 ,technisch ist hierbei nur zu bemerken1 dass schmale1 weiche ,streifen sich am leichtesten mit dem ,tuch herausnehmen2 sind sie dagegen scharf und bestimmt1 so wird man besser thun1 sie auszusparen4 ,ein sehr gutes ,mittel1 aus einem dunklen ,meer einen hellen ,streifen herauszuwaschen1 besteht darin1 dass man aus einem starken ,blatt ,papier einen ,streifen herausschneidet1 dasselbe auf die entsprechende ,stelle der ,malerei legt und mit dem gut ausgedrckten ,schwamm der ,lnge lang ber die offene ,stelle hinfhrt4 ,die ,wirkung ist unfehlbar und man hat nachher nur noch den gleichmssig hell gewordenen ,ton zu modificiren4 ,zusammenwirkung4 ,nach diesen ,bemerkungen ber die einzelnen ,theile der ,landschaft und deren technische ,behandlung will ich versuchen1 den allgemeinen ,gang der ,arbeit zu beschreiben1 wie er fr die ,entstehung eines ,aquarellbildes am zweckmssigsten erscheint4 ,whrend die ,oelfarbe vermge einer ,anzahl von ,eigenschaften fr den ,beginn eines ,bildes1 ob derselbe im ,vordergrunde1 ,mittelgrunde1 ,hintergrunde oder bei der ,luft erfolgt1 jede ,willkr gestattet1 da die ,leinwand eine ziemlich rcksichtslose ,behandlung mit dem ,lappen und dem ,kratzmesser vertrgt1 erfordert das zartere ,material der ,aquarell-,malerei eine grssere ,vorsicht2 unzweckmssiges ,vorgehen bringt ,unsauberkeit und ,zeitverlust mit sich und fhrt oft zum gnzlichen ,verwerfen des ,bildes4 ,es ist hier nicht die ,rede von ,skizzen und leichten ,entwrfen1 die nur als ,vorarbeit zu einem vollendeten ,werke dienen sollen2 hier wird der ,knstler1 ohne alle ,rcksicht auf ,sauberkeit und ,reinheit1 nur die ,hauptwirkung im ,auge haben und diese mit mglichst wenigen ,farbenlagen zu bewirken suchen4 ,ob ihm dabei ,schwamm1 ,messer und ,tuch ,dienste thun1 die die ,structur des ,papiers vllig vernichten1 oder ob er deckende ,farben fr seine ,lichter zur ,hilfe nimmt1 wer will ihm daraus einen ,vorwurf machen1 sobald er nur zu seinem ,zweck kommt8 ,handelt es sich dagegen um ein durchgefhrtes ,bild1 so tritt die ,nothwendigkeit ein1 mit einiger ,berechnung zu ,werke zu gehen4 ,es sind wesentlich zwei ,prinzipien1 welche von ausgezeichneten ,aquarellmalern fr die ,durchfhrung vollendeter ,werke angewendet werden4 ,die ,einen beginnen mit dem ,localton der ,gegenstnde1 die ,andern mit dem ,schatten derselben4 ,beide ,arten haben ihre ,vorzge1 aber auch ihre ,mngel1 sobald man pedantisch an ihnen hngt4 ,mir scheint die ,verschmelzung beider am leichtesten zu einem ,resultat zu fhren4 ,man wird immer gut thun1 ,gegenstnde von starkem ,localton mit diesem zu beginnen1 weil derselbe1 abgesehen von seinem ,schatten1 als auffallender und daher wirksamer ,fleck im ,bilde erscheint1 whrend ,gegenstnde von hellem ,localton und bestimmtem ,schatten am besten mit diesem zu beginnen sind1 da sie vorwiegend durch ihre ,modellirung wirken4 ,einige ,beispiele mgen den fortschreitenden ,gang eines ,aquarellbildes klar machen4 ,die ,aufgabe sei eine lndliche ,idylle einfachster ,art4 ,auf einem flachen grnen ,anger erhebt sich zur ,rechten des ,bildes im nahen ,mittelgrunde ein lndliches ,gehft2 mehrere hohe ,bume beschatten einen ,theil des vorderen ,hauses2 unmittelbar daran schliesst sich der fernere ,mittelgrund1 bestehend aus ,feld und ,wiese mit ,gestruchen1 in der ,ferne geschlossen von einem duftigen ,hhenzug1 der an mehreren ,stellen von fernen ,bumen durchschnitten wird4 ,zur ,linken im ,vorgrund liegt ein ,teich mit schilfigem ,ufer2 zwischen ihm und dem ,gehft weiden einige ,khe und ,schafe4 ,die ,luft ist theils mit ,gewlk bedeckt1 welches den ,mittelgrund bis zur ,ferne in ,schatten legt1 whrend ,gehft und ,vorgrund von der ,sonne beschienen sind4 ,nachdem die ganze ,situation mit ,bleistift leicht aber bestimmt entworfen ist1 beginne man mit der ,luft und vollende dieselbe so gut als mglich4 ,whrend die verschiedenen ,lagen derselben trocknen1 lege man ber das ganze ,terrain und die ,gebude 7mit ,auslassung der hellsten ,lichter in letzteren7 einen gemeinsamen ,ton von ,sepia1 ,light ,red und ,cobalt1 der etwa die ,kraft der ,lichter des ,terrains hat2 nach der ,ferne zu verwasche man ihn ein wenig4 ,es wird dadurch zunchst die ,sonderung des ,stofflichen von der ,luft erreicht4 ,hierauf gebe man den ,husern ihre ,schatten mit einem ,neutralton von ,cobalt und ,light ,red1 etwa in halber ,kraft der ,wirklichkeit1 nur um sie zunchst auf ihren ,pltzen als ,dinge zu zeigen4 ,das ,nchste werden die ,bume sein4 ,jeden derselben lege man in seinem ,localton an und beginne hierbei mit dem vordersten4 ,sodann setze man mit einem neutralen ,grau den beabsichtigten ,wolkenschatten in den ,mittelgrund und verwasche ihn da1 wo er sich weich verlieren soll4 ,durch diese wenigen ,lagen wird man eine ,idee der ,erscheinung des ,ganzen erreicht haben2 die ,luft ist von der ,erde gesondert1 ,bume und ,huser stehen1 die dunkle ,masse ist von der hellen getrennt4 ,es beginnt nun das genauere ,coloriren der einzelnen ,terrainpartien1 von der duftigen ,ferne bis zum ,vorgrund und umgekehrt4 ,die ,gebude bekommen ihre ,localfarbe1 das ,vieh auf dem ,anger ,farbe und ,schatten1 die ,bume ,mittelton und ,kernschatten1 der ,teich den entsprechenden ,luftton und die ,spiegelung der am ,rande stehenden ,gegenstnde4 ,nachdem dies bewirkt1 wird sich zeigen1 ob die ,luft ausreichende ,kraft hat1 oder ob man durch ,zusatz von ,blau im ,aether oder durch strkeren ,schatten in den ,wolken ihre ,plastik zu erhhen hat4 ,die nun folgende ,arbeit ist das eigentliche ,fertigmachen1 das ,ausgleichen und ,beseitigen aller unntzen1 noch stehen gebliebenen ,lichtflecke1 die der ruhigen ,haltung des ,ganzen ,eintrag thun3 die ,specialisirung des ,vorgrundes durch ,herausnehmen schrferer ,lichter und ,zusatz strkerer ,schatten2 das ,zusammenwaschen fleckig gebliebener ,partien theils mit reinem ,wasser1 theils mit entsprechenden dnnen ,farbenlagen2 das sorgsame ,reinigen der ,ferne und des ,mittelgrundes von allen strenden ,flecken und ,rndern1 die von der ,anlage her stehen geblieben sind4 ,man wird leicht erkennen1 dass das ,grundprincip dieser ,arbeitsfolge aus dem ,bemhen entspringt1 das ,werk in allen ,stadien seiner ,vollendung in mglichst gleichem ,grade der ,ausbildung zu erhalten4 ,das ,bild1 welches der ,phantasie vorgeschwebt hat1 noch ehe ein ,pinselstrich daran geschehen1 soll so wenig als mglich durch vorzeitige ,ausbildung der ,einzelheiten abgeschwcht werden2 ein gleichmssiges ,fortschreiten in allen ,theilen soll das ,gefhl fr die ,totalwirkung frisch erhalten und keinen ,augenblick der ,ermattung oder des mechanischen ,fortarbeitens aufkommen lassen4 ,schon die erste ,anlage sondert die grossen ,gegenstze von einander2 der zweite ,zustand giebt allen ,theilen ihre ,localfarbe2 der dritte bringt die silhouettenhaften ,massen zu voller ,verstndlichkeit2 der vierte gleicht die ,mngel und ,rohheiten aus4 ,selbstverstndlich wird man diese ,zustnde nicht pedantisch von einander trennen knnen2 unwillkrlich wird1 aus technischen ,rcksichten1 der eine in den andern greifen4 ,wo z4 ,b4 ,bume in eine helle ,luft ragen1 ist es wohlgethan1 letztere zuvor mglichst fertig zu machen1 weil das ,bessern mit breiten ,tnen in der ,luft sehr leicht die ,ausladungen der ,bume auflst1 die dann einen grnlichen oder gelblichen ,schein um sich verbreiten2 nur durch grosse ,geschicklichkeit in der ,pinselfhrung ist ein solcher ,uebelstand zu vermeiden4 ,bei dunkleren ,lften ist diese ,vorsicht weniger nthig4 ,die ,oelmalerei thut geflissentlich das ,gegentheil2 das ,gegenmalen der ,luft gegen die ,bume ist fast geboten1 um deren ,ausladungen weich und plastisch zu machen4 ,als ein anderes ,beispiel diene folgende ,aufgabe3 ,wir stehen in einem ,torfmoor2 eine weite1 theils grne1 theils mit ,haidekraut bedeckte ,ebene liegt vor uns4 ,zur ,rechten im fernen ,mittelgrunde zieht sich ein dunkler ,waldsaum entlang1 dessen letzte ,bume sich vereinzeln und den ,durchblick zwischen den ,stmmen in ,luft und ,ferne gestatten4 ,der ,vorgrund wird von einer schilfigen ,lache durchschnitten1 an deren ,rand einige ,reiher ihr ,wesen treiben4 ,die ,sonne ist seit einigen ,minuten hinter dem ,walde untergegangen2 schwere ,dnste lagern ber der ,ferne1 whrend aufwrts der ,himmel in glnzender ,klarheit strahlt4 ,stimmungen1 wie die vorliegenden1 hat ,jeder oft erlebt2 sie gehren zu dem ,ergreifendsten1 was uns die ,natur bieten kann4 ,zu keiner andern ,tageszeit ist der ,gegensatz zwischen ,luft und ,erde energischer1 als vor ,aufgang und nach ,untergang der ,sonne4 ,der ,himmel glnzt in der wrmsten ,farbenscala1 die ,erde dagegen empfngt keinen ,sonnenstrahl mehr und nimmt deshalb1 obwohl noch ,tageshelle auf ihr herrscht1 einen sehr tiefen ,generalton an4 ,die ersten ,operationen mssen also darauf gerichtet sein1 diesen ,gegensatz energisch und zweifellos herzustellen4 ,nachdem das ganze ,papier einen ,ton von ,yellow ,ochre empfangen1 der oben beginnend1 sich nach dem ,horizont zu leise verstrkt1 mische man einen violettgrauen ,ton 7,brown ,madder1 ,cobalt und ,sepia71 setze ihn unterhalb der fernsten ,hhenzge ein und bergehe das ganze ,erdreich 7mit ,auslassung des ,wassers7 dergestalt1 dass man ihn durch ,zusatz von ,wasser nach vorn an ,kraft vermindert4 ,dieser ,ton ist geeignet1 jede tiefere ,farbe1 welche man darber legt1 wirken zu lassen und dient nur dazu1 das ,dunkelheitsverhltniss von ,erde zu ,luft annhernd herzustellen4 ,man gehe nun an das weitere ,vollenden der ,luft1 steige von dem sehr schmalen glnzendgelben ,theil des ,mittelgrundes der ,luft durch tieferes ,gelb1 ,orange und ,roth nach dunstigem ,grau nieder1 dagegen aufwrts vom ,mittelgrunde durch einen ,hauch ,apfelgrn nach ,perlgrau4 ,die ,wolken1 wenn man deren anbringen will1 werden in dieser ,stimmung gewhnlich als tieferer ,ton auf dem ,aether stehen2 man lege sie also in ihrem ,lichtton an und setze die ,schatten mit ,tnen von ,rose ,madder und ,cobalt1 ,light ,red und ,cobalt1 ,brown ,madder und ,cobalt hinein4 ,jeder dieser ,tne gewinnt an ,zartheit1 wenn man ihnen eine ,kleinigkeit ,weiss beimischt4 ,es werden alsdann alle ,partien des ,erdbodens ihre ,localtne empfangen mssen1 die1 je weiter nach hinten1 mehr und mehr einen ,ton neutral-violetter ,dunkelheit in sich tragen4 ,nur im nahen ,vorgrunde treten die ,farben in ihrer vollen ,realitt auf4 ,das ,wasser spiegelt den entsprechenden ,ton der ,luft und wo es bewegt sein soll1 empfngt es ,tne der hher gelegenen ,luftregionen4 ,der ,wald im ,mittelgrunde des ,bildes wird1 als senkrecht stehende ,masse1 noch tiefer betont werden mssen1 als das horizontale ,erdreich1 welches vom ,aether einen erhellenden ,reflex bekommt4 7,cobalt und ,indigo mit ,brown ,madder47 ,die materiell tiefsten ,stellen des ,bildes liegen in den ,spalten und senkrechten ,flchen des ,vorgrundes und sind mit dem saftigsten und vollsten ,braun wiederzugeben4 ,van-,dyck-,brown1 ,burnt ,sienna1 ,brown ,pink1 ,purple ,madder als ,schatten1 zu ,lichtern von ,indian ,yellow mit ,indigo1 ,indian ,yellow mit ,burnt ,sienna1 ,indian ,yellow mit ,indian ,red4 ,schlussbemerkungen4 ,das ,studiren in ,aquarellfarben vor der ,natur weicht in der ,behandlungsweise von dem ,arbeiten im ,zimmer wenig ab4 ,ist es die ,absicht1 ein vollendetes1 abgeschlossenes ,kunstwerk vor der ,natur zu schaffen1 so wird der ,gang der ,arbeit vllig derselbe sein4 ,am hufigsten aber geht der ,knstler in die ,natur hinaus1 um ,studien und ,notizen zu sammeln1 die er spteren ,werken zum ,grunde legt4 ,in diesem ,falle tritt eine bei ,weitem freiere ,behandlungsweise ein3 jedes ,mittel1 welches mglichst schnell zum ,zweck fhrt1 ist das richtige2 es kann ihm nur darauf ankommen1 die charakteristischen ,tne und ,accente seines ,motivs voll und deutlich wiederzugeben und zu ,gunsten dieses hheren ,zwecks muss er abstehen von der ,sauberkeit und ,klarheit1 welche nothwendige ,eigenschaften vollendeter ,werke sind4 ,ganz besonders in der ,luft1 wenn sie farbiger ,natur ist1 drften sich ,schwierigkeiten herausstellen1 die nur durch ein langsames und vorbedachtes ,vorschreiten mit einer ,anzahl dnner ,farbenlagen zu berwinden sind2 whrend des ,trocknens derselben ist der ,effect1 der vor dem ,knstler steht1 lngst entschwunden4 ,will er aus unmittelbarer ,anschauung eine farbige1 mit ,gewlk durchwebte ,luft schnell zu ,papier bringen1 so bleibt nichts ,anderes brig1 als statt der langsamen ,prparation mit ber einander gelegten ,tnen1 die ,farben direct zu mischen1 nass in nass neben einander zu stellen und zu verarbeiten4 ,es wird niemals gelingen1 auf diese ,weise den ,hauch der ,natur zu erreichen2 aber das ,resultat wird hinreichend sein1 um nach demselben ein selbstndiges ,werk zu beginnen4 ,was das ,mass der ,kraft1 welches einem ,aquarellbilde zu geben ist1 betrifft1 so kann man darin nicht vorsichtig und konomisch genug sein4 ,die ,mittel1 welche unsere ,palette bietet1 sind unendlich geringer1 als die der ,natur2 daraus folgt1 dass sie weise verwerthet werden mssen1 um einen der ,natur sich annhernden ,effect zu erreichen4 ,man arbeite so lange als mglich mit ,mitteltnen1 auch in den tiefsten ,stellen des ,bildes1 und spare die usserste ,kraft1 die die ,farben bieten1 fr wenige1 wohl erwogene ,stellen auf4 ,zu grosse ,dimensionen energischer ,dunkelheit werden nicht mehr als ,kraft1 sondern als ,schwrze wirken1 und wie die hellste ,lichtpartie noch ihren ,focus haben muss1 ist auch fr den ,schatten ein ,kernpunkt wohlthuend4 ,das stumpfe ,auftrocknen der dunklen ,farben lsst oft ihre ,unterschiede nicht genug erkennen2 um sie zu verdeutlichen und saftiger erscheinen zu lassen1 hat man vielfach einen leisen ,ueberzug von ,gummi arabicum angewendet3 ein nicht besonders gutes ,mittel4 ,es wirkt meist als ein zu glnzender ,fleck ohne zarten ,uebergang1 der aus der ,tonscala fllt2 man thut besser1 an seiner ,stelle eine unbedeutende ,kleinigkeit ,leinl zu nehmen1 die man mit dem ,finger sanft auf die tiefste ,stelle reibt und in die ,umgebung verbreitet4 ,alle ,technik1 der glnzendste ,vortrag1 die meisterhaft ausgefhrten ,einzelheiten werden werthlos1 wenn sie nicht einem malerischen ,grundgedanken entsprungen und demselben untergeordnet sind4 ,ein solcher lebt in dem ,knstler von ,beruf1 gleichgltig ob bewusst oder unbewusst1 und wenn er es versteht1 ihn durch knstlerische ,mittel auszudrcken1 so werden seine ,werke ,kunstwerke4 ,niemand aber darf hoffen1 durch das ,erlernen einer ,methode ,knstler zu werden2 fehlt ihm die productive ,kraft1 so drfte der ,inhalt dieser ,zeilen fr ihn von geringem ,werthe sein4 ,nur fr das ,copiren bereits vorhandener ,kunstwerke wird er aus ihnen einigen ,nutzen ziehen knnen4 ,druck der ,franz ,krger'schen ,buchdruckerei in ,berlin4 ,verlag von ,theobald ,grieben in ,berlin4 ,bolze1 ,h41 ,dr41 ,lehrbuch der ,physik fr ,schule und ,haus4 #c4 ,auflage4 ,mit #aah ,holzschnitten4 ,brochirt #ah ,sgr41 gebunden #ba ,sgr4 ,brongniart1 ,a41 ,handbuch der ,porzellan-,malerei fr ,fabrikanten1 ,chemiker1 ,maler4 #b4 ,auflage4 ,mit ,abbildungen4 #be ,sgr4 ,disdri1 ,die ,photographie als bildende ,kunst4 ,mit ,holzschnitten4 #b ,thlr4 #ae ,sgr4 ,auch in #c ,lieferungen #be ,sgr4 ,dufresne1 ,j41 ,philidoria4 ,unterrichtsbriefe zur ,selbsterlernung des ,schachspiels4 ,ein gemeinfasslicher1 methodischer ,leitfaden4 #a ,thlr4 ,froelich's1 ,a41 ,gesundheitsbuch4 ,lehre von den einfachsten1 natrlichsten und bewhrtesten ,mitteln zur ,abwehr und ,heilung der ,krankheiten4 #c4 ,auflage4 #be ,sgr4 ,hettwig1 ,c41 ,album moderner ,verzierungen fr alle ,zweige der ,moebel-,industrie4 #b4 ,auflage4 ,i4 ,,ii4 ,sammlung3 #fd ,tafeln gross ,folio in #b ,mappen4 ,jede ,sammlung #f ,thlr4 #bj ,sgr4 ,auch in #af ,lieferungen #bd ,sgr4 ,hettwig1 ,c41 ,kunstgewerbliche ,ornamentik4 ,reichhaltige ,muster-,sammlung ornamentirter ,gegenstnde aus dem ,gebiete der ,industrie fr ,bildhauer1 ,modelleure1 ,vergolder1 ,uhr-1 ,steinpapp-1 ,lampen- und ,bronzewaaren-,fabrikanten1 ,zinkgiesser etc4 #cf ,tafeln in ,mappe4 #b ,thlr4 #aj ,sgr4 ,einzelne ,lieferungen 7#f ,tafeln7 #ab ,sgr4 ,hbner1 ,j4 ,g41 ,pflanzen-,atlas4 #djj ,pflanzen-,arten und #bjjj colorirte ,figuren1 nebst ,textheft4 #c4 ,auflage4 ,brochirt #a ,thlr4 #ae ,sgr41 elegant gebunden #b ,thlr4 ,jamrath ,sohn1 ,die kaiserlichen ,schlsser von ,berlin und ,potsdam in ihren inneren ,einrichtungen4 ,photographische ,original-,aufnahmen nach der ,natur4 #gb ,blatt gr4 ,imperial-,format4 #afh ,thlr4 ,auch in #bd ,lieferungen #g ,thlr4 ,einzelne ,lieferungen #i ,thlr41 einzelne ,bltter #c ,thlr4 v4 ,kittlitz1 ,f4 ,h41 ,vegetations-,ansichten von ,kstenlndern und ,inseln des ,stillen ,oceans4 #b4 ,auflage4 #f ,kupfertafeln gr4 ,folio1 nebst ,text4 ,in ,mappe4 #a ,thlr4 #aj ,sgr4 ,klein1 ,h4 ,j41 ,dr41 ,populre astronomische ,encyclopdie4 ,astronomisches ,handwrterbuch4 ,mit #eh ,holzschnitten4 #b4 ,auflage4 #a ,thlr4 #bj ,sgr4 ,auch in #aj ,lieferungen #e ,sgr4 ,liesen1 ,ch41 ,bigarrures -- ,buntes ,allerlei fr ,conversationsstunden4 #c4 ,auflage4 #aj ,sgr4 ,ost1 ,j4 ,p41 ,schablonen zum ,erlernen des ,maassnehmens und ,zuschneidens der ,damen-,taillen4 ,mit ,beschreibung4 #b4 ,auflage4 ,gebunden4 #ae ,sgr4 ,peters1 ,th41 ,einfache ,zimmer-,decorationen 7,decken1 ,wnde etc474 ,original-,entwrfe4 #f ,blatt in ,farbendruck4 #be ,sgr4 ,schulz1 ,f41 ,deutschlands ,wlder und ,haine4 ,naturgeschichte der ,hlzer4 #ah ,sgr4 ,sternberg1 ,c41 ,kurze ,anleitung zur ,photographie4 ,fr ,jedermann4 #aj ,sgr4 ,wegener1 ,r41 ,die ,sprache des ,herzens4 ,lieder-,album fr ,damen4 7#ajd neuere ,dichter74 #d4 ,auflage1 elegant gebunden mit ,goldschnitt4 #be ,sgr4 ,winter1 ,k4 ,f41 ,die ,bedeutung der ,vor- oder ,taufnamen4 ,cart4 #c ,sgr4 ,druck der ,franz ,krger'schen ,buchdruckerei in ,berlin4 ,funoten #a ,smmtliche genannten ,materialien sind echt zu haben bei ,w4 ,a4 ,lantz ,co4 in ,berlin1 ,w41 ,leipzigerstrasse #bb4 99 99 99 99 99 99 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription3 ,die ,schreibweisen ,zenit und ,zenith wurden zu ,zenith vereinheitlicht4 ,s4 #d1 letzte ,zeile3 fehlendes ,wort ergnzt3 444 guten ,erziehung von ,s4 #bj ,kunstwerck zu ,kunstwerk3 die ,innerlichkeit des ,kunstwerks ,s4 #bd breite ,pinnsel zu breiten ,pinsel3 4441 mit einem breiten ,pinsel1 ,s4 #bg ,abstnde wurden als normale ,abstze behandelt4 ,s4 #cd3 glndzendste zu glnzendste3 ,der glnzendste ,theil einer solchen ,luft ,s4 #de3 ,purpel zu ,purple3 wird noch ,purple ,madder und ,french ,s4 #fb3 ,hinter blau ,komma ergnzt3 leichtem ,wind sieht man das ,meer blau1 ,s4 #ga ,dnrchblick zu ,durchblick3 vereinzeln und den ,durchblick zwischen den ,s4 #ga dnrchschnitten zu durchschnitten3 durchschnitten1 an deren ,rand 444 ,s4 #gd ,purpel zu ,purple3 ,burnt ,sienna1 ,brown ,pink1 ,purple ,madder ,s4 #gg_/gh unbebedeutende zu unbedeutende3 an seiner ,stelle eine unbedeutende ,kleinigkeit