---------------------------------------- ---------------------- ,anmerkungen zur ,transkription ,der ,originaltext war in ,fraktur gesetzt und enthielt ,text in ,antiqua4 ,der ,text in ,antiqua ist nur markiert1 falls es sich um hervorgehobene ,begriffe handelt1 einzelne ,zeichen dagegen sind nicht markiert4 ,text in ,antiqua ist als ,antiqua markiert4 ,gesperrter ,text ist als gesperrt markiert4 ,hochgestellte ,zeichen werden durch ein vorhergehendes gekennzeichnet4 ,im ,text wurden folgende nderungen vorgenommen3 ,s4 #ee ,selbstberrschung in ,selbstbeherrschung gendert4 ,s4 #aaj die einzelne ,modi in die einzelnen ,modi gendert4 ,s4 #abb demseben in demselben gendert4 ,s4 #ada #ahd_/ie in #ahid_/ie gendert4 ---------------------------------------- ---------------------- ,sammlung ,gschen ,psychologie und ,logik zur ,einfhrung in die ,philosophie ,fr ,oberklassen hherer ,schulen und zum ,selbststudium dargestellt von ,dr4 ,th4 ,elsenhans ,mit #ac ,textfiguren ,vierte1 verbesserte ,auflage ,zweiter ,abdruck ,leipzig ,g4 ,j4 ,gschen'sche ,verlagshandlung #aijd ,alle ,rechte1 insbesondere das bersetzungsrecht1 von der ,verlagshandlung vorbehalten4 ,herros ,ziemsen1 ,wittenberg4 ,inhaltsverzeichnis4 ,einleitung4 ,seite #a4 ,aufgabe und ,einteilung der ,philosophie #g #b4 berblick ber die ,geschichte der ,philosophie #i #c4 ,die ,bedeutung der ,psychologie und der ,logik #aa ,psychologie4 #d4 ,empirische0 und rationale0 ,psychologie #ad ,abschnitt #a4 ,seele und ,krper4 #e4 ,die verschiedenen ,ansichten ber das ,verhltnis von ,seele und ,krper #ae #f4 ,die ,eigentmlichkeit der krperlichen und der geistigen ,erscheinungen #ag #g4 ,das ,nervensystem #ai ,abschnitt #b4 ,die einzelnen ,elemente des ,seelenlebens4 #h4 ,die sogenannten ,seelenvermgen0 #bj #a4 ,das ,erkennen4 #i4 ,die ,empfindung #ba #aj4 ,vorstellung und ,wahrnehmung #bd #aa4 ,der ,verlauf der ,vorstellungen #be #ab4 ,die ,aufmerksamkeit und das ,gedchtnis #cj #ac4 ,die ,arten der ,vorstellung und das ,denken #cb #ad4 ,die ,vorstellung eines zusammenhngenden ,weltganzen #cd #b4 ,das ,fhlen4 #ae4 ,wesen und ,arten des ,gefhls #ci #af4 ,die krperlichen ,gefhle #da #ag4 ,die geistigen ,gefhle #db #ah4 ,unterschiede des ,gefhls nach ,strke und ,dauer #dd #ai4 ,der ,verlauf und die ,verbindung der ,gefhle #dd #bj4 ,das ,lebensgefhl und die ,stimmung #df #ba4 ,die ,temperamente #dh #bb4 ,selbstgefhl und ,mitgefhl #di #bc4 ,die ,bedeutung der ,gefhle #ej #c4 ,das ,wollen4 #bd4 ,die unwillkrlichen ,bewegungen #eb #be4 ,der ,trieb und das eigentliche ,wollen #ee #bf4 ,die ,freiheit des ,willens #eg #bg4 ,die ,ausdrucksbewegungen #ei #bh4 bung1 ,gewohnheit1 ,charakter #fb ,abschnitt #c4 ,die ,abhngigkeit der einzelnen ,elemente der ,seele voneinander4 #bi4 ,die ,abhngigkeit der einzelnen ,elemente voneinander #fd ,logik4 #cj4 ,die ,aufgabe der ,logik #fg ,i4 ,teil3 ,elementarlehre4 #a4 ,die ,begriffe4 #ca4 ,der ,begriff und seine ,merkmale #fi #cb4 ,inhalt und ,umfang des ,begriffs #ga #cc4 ,klarheit und ,deutlichkeit des ,begriffs #gb #cd4 ,die ,arten der ,begriffe #gb #b4 ,die ,urteile4 #ce4 ,das ,wesen des ,urteils #gd #cf4 ,die traditionelle ,einteilung der ,urteile #ge #cg4 ,die zusammengesetzten ,urteile #gi #ch4 bersicht der ,urteilsarten #ha #c4 ,die ,schlsse4 #ci4 ,die ,grundgesetze des ,denkens #he ,a4 ,der unmittelbare ,schlu4 #dj4 ,der ,schlu aus einem ,begriff #hh #da4 ,die ,konversion #ij #db4 ,die ,kontraposition #ib #dc4 ,die ,umwandlung der ,relation #ic #dd4 ,die ,subalternation #ic #de4 ,die quipollenz #id #df4 ,die ,opposition #id #dg4 ,die modale ,konsequenz #if #dh4 ,der ,wert der unmittelbaren ,schlsse #if ,b4 ,der mittelbare ,schlu4 #di4 ,wesen und ,formen des mittelbaren ,schlusses #ih #ej4 ,allgemeine ,gesetze ber die ,erfordernisse der kategorischen ,schlsse #ajj #ea4 ,die erste ,figur #ajc #eb4 ,die zweite ,figur #aje #ec4 ,die dritte ,figur #ajg #ed4 ,die vierte ,figur #ajh #ee4 ,die logische ,form des ,schlusatzes im ,verhltnis zu den ,prmissen #aji #ef4 ,der wissenschaftliche ,wert der ,syllogismen #aaj #eg4 ,der hypothetische ,schlu #aac #eh4 ,der disjunktive ,schlu #aae #ei4 ,die zusammengesetzten und die verkrzten ,schlsse #aag #fj4 ,fehlschlsse und ,trugschlsse #aah #fa4 ,der ,induktionsschlu #aba #fb4 ,der ,analogieschlu #abb ,,ii4 ,teil3 ,methodenlehre4 #fc4 ,die ,aufgabe der ,methodenlehre #abc #a4 ,die ,begriffsbestimmung4 #fd4 ,wesen und ,arten der ,begriffsbestimmung #abd #fe4 ,fehler der ,begriffsbestimmung #abe #b4 ,die ,einteilung4 #ff4 ,das ,wesen der ,einteilung #abf #fg4 ,arten und ,fehler der ,einteilung #abg #c4 ,der ,beweis4 #fh4 ,der ,beweis und seine ,arten #abi #fi4 ,auffindung und ,fehler des ,beweises #acj #d4 ,der ,fortschritt der ,wissenschaft4 #gj4 ,die verschiedenen ,methoden #aca #ga4 ,das induktive ,verfahren #acb #gb4 ,das deduktive ,verfahren #acf #gc4 ,die ,verbindung von ,induktion und ,deduktion und die ,hypothese #acg #gd4 ,das ,system #ach ,literatur #adj ,namen- und ,sachregister #adc ,einleitung4 #a4 ,aufgabe und ,einteilung der ,philosophie4 ,die ,philosophie ist die allgemeine ,wissenschaft1 welche den ,zweck hat1 ,sicherheit1 ,einheit und ,zusammenhang im ,gesamtgebiet unseres ,wissens herzustellen4 ,auch die einzelnen ,wissenschaften entspringen diesem ,bedrfnis1 aber ihr ,gebiet ist ein beschrnktes und sie gehen teils von ,voraussetzungen aus1 die sie nicht nher prfen1 teils gelangen sie zu ,resultaten1 die nicht miteinander bereinstimmen4 ,die ,philosophie prft jene ,voraussetzungen und sucht durch ,verarbeitung der ,resultate der ,einzelwissenschaften den ,zusammenhang der gesamten ,erfahrungswelt zu erforschen4 ,auf demselben ,wege gelangt der denkende ,mensch zu philosophischer ,betrachtung4 ,er stt auf ,widersprche in dem ,wissensstoff1 den er im ,glauben an fremde ,autoritt angenommen oder selbstndig sich angeeignet hat1 und findet bei nherer ,selbstbesinnung1 da sein ,wissen auf unbewiesene ,voraussetzungen sich sttzt und ungelste ,widersprche in sich schliet4 ,die ,philosophie teilt sich nach den zwei groen ,gebieten der ,erfahrungswelt3 ,natur und geistiges ,leben1 in eine ,philosophie der ,natur und in eine ,philosophie des ,geistes4 ,die letztere beschftigt sich als ,psychologie mit dem allgemeinen ,wesen des ,geistes1 wie es an jedem einzelnen ,menschen beobachtet werden kann1 als ,philosophie der ,geschichte 7im weitesten ,sinn7 mit dem menschlichen ,geistesleben1 wie es als ,resultat gemeinschaftlicher ,ttigkeit der ,menschen in ,gesellschaft und ,geschichte sich entwickelt4 ,unter den geistigen ,erscheinungen treten aber einige besonders hervor1 deren ,wichtigkeit fr ,leben und ,wissenschaft1 wo sie zur ,aufstellung von zu befolgenden ,regeln fhren1 eine gesonderte ,behandlung empfiehlt4 ,so wird das richtige ,denken in der ,logik1 der sthetische ,geschmack in der sthetik1 das sittliche ,bewutsein in der ,ethik1 das religise ,bewutsein in der ,religionsphilosophie zu ,gegenstnden einer besonderen ,wissenschaft gemacht4 ,diese psychologischen ,tatsachen treten in der ,geschichte als geistige ,mchte1 als ,hauptelemente der menschlichen ,kultur auf3 ,wissenschaft1 ,kunst1 ,sitte1 ,recht und ,staat1 ,religion2 oder1 sofern sie durch ein verwirklicht gedachtes ,ziel wirken1 als ,ideale3 ,wahrheit1 ,schnheit1 ,sittlichkeit1 ,vereinigung mit der ,gottheit4 ,doch erfllen ,philosophie der ,geschichte und ,psychologie ihre ,aufgabe nur in bestndiger gegenseitiger ,ergnzung1 und beide ,standpunkte der ,betrachtung mssen deshalb auch in jeder ,geisteswissenschaft zusammenwirken4 ,aber der ,zweck der ,philosophie gestattet nicht1 bei der ,trennung der ,gebiete stehen zu bleiben1 er schliet vielmehr die ,aufgabe in sich1 auch ,natur und ,geist1 auch jene verschiedenen ,richtungen des ,geisteslebens nach ihren letzten ,zusammenhngen untereinander zu untersuchen und auf einen einheitlichen ,grund zurckzufhren1 die ,aufgabe der ,metaphysik4 ,diese alle andern abschlieende ,wissenschaft beschftigt sich daher mit der ,frage nach der ,anwendung der ,denkgesetze auf die wirkliche ,welt und deren ,bedingungen und ,grenzen 7,erkenntnistheorie71 nach der ,gltigkeit der ,allgemeinbegriffe1 die wir der ,betrachtung der ,dinge zu ,grunde legen3 ,sein1 ,vernderung1 ,raum und ,zeit1 ,ursache und ,zweck1 und endlich mit der ,gottesidee1 soweit sie nicht bereits auf ,grund der ,erkenntnistheorie als fr das philosophische ,erkennen unerreichbar angesehen wird4 #b4 berblick ber die ,geschichte der ,philosophie4 ,die ,geschichte der ,philosophie ist eine ,geschichte der ,versuche1 die #a bezeichneten ,aufgaben zu lsen4 ,die erste selbstndige ,philosophie findet sich bei den ,griechen4 ,die ionischen ,naturphilosophen 7um #fjj v4 ,chr47 fanden den einheitlichen ,urgrund der ,dinge in einem ,urstoff1 z4 ,b4 ,thales im ,wasser1 die ,pythagoreer in ,ma und ,zahl1 die ,eleaten im reinen ,sein im ,gegensatz zur scheinbaren ,vielheit der ,dinge1 ,heraklit im endlos sich verwandelnden ,feuer1 die ,atomisten in den gleichartigen1 kleinsten1 unteilbaren ,stoffteilchen mit ihrer verschiedenartigen ,ordnung1 ,gestalt1 ,lage und ,bewegung4 ,erst fr ,anaxagoras war das ,ganze der ,welt das ,werk eines vernnftigen ,wesens1 des ,geistes4 ,die bisher einfach vorausgesetzte ,erkennbarkeit der ,welt wurde aber von den alles bezweifelnden ,sophisten bestritten und mute von den groen ,philosophen der ,folgezeit neu begrndet werden4 ,mit diesen1 mit ,sokrates1 ,plato und ,aristoteles erreichte die griechische ,philosophie ihren ,hhepunkt4 ,sie machten den ,menschen selbst und sein ,denken zum ,gegenstand der ,untersuchung4 ,sokrates 7 #cii7 beschftigte sich mit der ,bildung fester ,begriffe1 besonders des ,wahren und ,guten4 ,plato 7 #cdg7 gelangte auf diesem ,wege zur ,lehre von den ,ideen als den geistigen ,urbildern der ,dinge und erfate noch tiefer ,wesen und ,aufgabe des ,menschen4 ,sein groer ,schler ,aristoteles 7 #cbb7 wurde durch sorgfltige ,untersuchung der ,gesetze des ,denkens zum ,begrnder der ,logik als ,wissenschaft und bertraf seinen ,vorgnger durch die ,weite des ,blicks1 mit der er den ganzen ,wissensstoff der damaligen ,zeit1 besonders auch der ,naturwissenschaft1 in das ,gebiet der ,philosophie hereinzog4 ,die nachfolgenden ,philosophen1 die ,stoiker und ,epikureer verlegten den ,schwerpunkt in die ,ethik und fanden als hchste ,regel des ,lebens die ,befriedigung des ,weisen in seinem inneren ,leben4 ,die ,skeptiker forderten den ,verzicht auf alles ,wissen und die ,neuplatoniker machten einen letzten ,versuch1 in der ,einigung mit der ,gottheit die ,wahrheit unmittelbar anzuschauen4 ,das ,christentum entwickelte im ,mittelalter unter dem ,einflu des ,aristoteles eine eigene christliche ,philosophie1 die ,scholastik1 aber erst durch die ,reformation wurde freie ,forschung mglich gemacht4 ,in der neueren ,philosophie lassen sich zwei ,hauptstrmungen verfolgen1 eine empiristische und eine rationalistische4 ,die erste1 hauptschlich ein ,erzeugnis der englischen ,philosophie1 beginnt mit dem ,englnder ,baco von ,verulam 7 #afbf71 der auf ,naturforschung und ,erfahrung die ,philosophie grndet1 und wird fortgesetzt durch ,locke1 ,hume und in neuester ,zeit durch ,john ,stuart ,mill 7 #ahgc7 und ,herbert ,spencer4 ,die rationalistische ,richtung wurde hauptschlich von den deutschen ,philosophen gepflegt4 ,sie beginnt mit ,descartes 7 #afej71 der auf den gewissesten aller ,stze3 ich denke also bin ich 7cogito ergo sum7 alle ,wahrheit grndete1 und wird fortgefhrt durch ,spinoza und ,leibniz4 ,ihren ,hhepunkt erreichte die deutsche ,philosophie in ,kant 7#agbd-ahjd71 der durch ,untersuchung des ,erkenntnisvermgens selbst und seiner ,grenzen 7,kritik der reinen ,vernunft #agha7 eine neue ,grundlage fr die ,philosophie schuf4 ,fichte ging in diesen ,bahnen weiter1 whrend ,schelling und ,hegel durch den ,grundsatz der ,einheit von ,denken und ,sein einer unbegrenzten ,spekulation ,tr und ,tor ffneten4 ,dagegen sah ,herbart mit eigenartiger ,wiederanknpfung an ,kant die ,aufgabe der ,philosophie in der begrifflichen ,bearbeitung des ,erfahrungsstoffes und gewann besonders durch eine sorgfltige1 auf ,mathematik gegrndete ,psychologie eine groe ,anhngerschaft4 ,in der neuesten ,zeit suchten ,trendelenburg mit ,rckgang auf ,aristoteles und ,lotze 7,mikrokosmus #ahef-fd7 mit voller ,bercksichtigung der ,naturforschung den ,idealismus neu zu gestalten4 ,in den letzten ,jahrzehnten fanden auerdem zwei philosophische ,richtungen groe ,verbreitung1 besonders in der ,tagesliteratur3 der ,materialismus1 der auch das geistige ,leben auf die ,materie zurckfhren will1 vertreten durch ,moleschott1 ,vogt1 ,bchner1 und der ,pessimismus1 begrndet durch ,schopenhauer 7 #ahfj71 in selbstndiger ,weise fortgebildet durch ,ed4 v4 ,hartmann4 ,als ,hauptstrmungen treten in der ,gegenwart hervor der ,neukantianismus1 der mit ,abweisung aller ,metaphysik das ,hauptgewicht auf die ,ethik legt1 und der ,positivismus1 der1 von ,frankreich und ,england herbergekommen1 nur das ,tatschliche der ,erfahrungswelt gelten lassen will4 ,gegen die letztere ,auffassung1 soweit sie zu einer rein naturwissenschaftlichen ,deutung des ,geisteslebens gefhrt hat1 macht sich jedoch eine idealistische ,gegenstrmung mehr und mehr geltend4 #c4 ,die ,bedeutung der ,psychologie und der ,logik4 ,neben einem berblick ber die ,geschichte der ,philosophie werden sich zur ,einfhrung in die ,philosophie solche ,zweige derselben besonders eignen1 welche teils der ,ausgangspunkt und die ,grundlage der andern philosophischen ,wissenschaften1 teils eine ,schule fr das philosophische ,denken bilden4 ,beides trifft bei ,psychologie und ,logik zu4 ,verschiedene ,beobachtungen im tglichen ,leben und manche ,resultate der ,naturwissenschaft weisen uns darauf hin1 da die einfache ,betrachtung der ,auenwelt nicht der feste ,punkt ist1 von dem wir in der ,philosophie ausgehen drften4 ,trume1 ,sinnestuschungen1 ,hallucinationen beweisen1 da dem von uns ,wahrgenommenen nicht notwendig ein ,gegenstand entsprechen mu4 ,erscheinungen wie die der ,farbenblindheit zeigen1 da das ,bild1 das wir von den ,gegenstnden haben1 nicht allein von diesen selbst1 sondern zum mindesten auch von unserer ,organisation abhngig ist4 ,die ,naturwissenschaft erklrt das1 was wir als ,licht1 ,schall1 ,wrme wahrnehmen1 fr eine ,bewegung des thers1 der ,luft1 der ,molekle4 ,so erhebt sich der ,zweifel an der ,sicherheit unserer ueren ,wahrnehmung berhaupt4 ,um so sicherer aber bleibt dann eine ,tatsache stehen1 nmlich das ,bewutsein1 da wir zweifeln1 oder da wir jene ,eindrcke haben1 auch wenn es keine -- oder wenigstens keine unserer ,vorstellung entsprechende -- ,auenwelt gibt4 ,da wir etwas vorstellen1 da wir etwas fhlen oder wollen1 und da wir als vorstellende1 fhlende1 wollende ,wesen wirklich existieren1 das kartesianische3 cogito ergo sum1 steht uns unumstlich fest4 ,die ,wissenschaft1 welche diese geistigen ,vorgnge zu ihrem ,gegenstande hat und verarbeitet1 die ,psychologie1 wird daher einen sicheren ,ausgangspunkt fr die andern ,zweige der ,philosophie darbieten4 ,zugleich bildet sie eine geeignete ,vorschule des philosophischen ,denkens1 sofern dabei das abstrakte ,denken durch die ,beobachtung des eigenen ,seelenlebens bestndig untersttzt werden kann4 ,endlich ergibt sich die ,wichtigkeit dieser ,wissenschaft auch daraus1 da die wertvollsten ,gegenstnde der philosophischen ,betrachtung auf dem ,gebiete des geistigen ,lebens liegen1 das ,gegenstand der ,psychologie ist4 ,sie ist daher eine wichtige ,grundlage fr die ,geisteswissenschaften berhaupt3 ,philosophie der ,geschichte1 ,logik1 sthetik1 ,ethik1 ,religionsphilosophie haben ihre ,wurzel in der ,psychologie und ihren ,abschlu in der ,metaphysik4 ,von anderer ,seite her dient die ,logik zur ,einfhrung in die ,philosophie4 ,schon die ,tatsachen des ,irrtums und des ,streites zeigen die ,notwendigkeit1 auch das ,denken selbst auf seine ,richtigkeit und ,brauchbarkeit hin zu untersuchen2 dazu sieht sich aber die ,philosophie noch besonders gedrngt1 weil sie nichts ungeprft annehmen darf und deshalb auch das ,denken und seine ,gesetze1 ihr ,werkzeug zur ,erforschung der ,wahrheit einer ,prfung unterziehen mu4 ,insofern bildet die ,logik die ,einleitung zu jeder ,wissenschaft4 ,die ,logik ist aber auch zur formalen ,schulung des philosophischen ,denkens geeignet1 weil das ,verstndnis der logischen ,gesetze selbst eine scharfe ,fassung der ,begriffe und einen sorgfltigen ,vollzug der ,denkoperationen erfordert und dadurch das abstraktere ,denken und das ,verstndnis der schwierigeren ,zweige der ,philosophie vorbereitet4 ,doch ist leicht zu ersehen1 da die ,psychologie der ,logik am besten vorangeht1 da die ,vorgnge beim ,denken selbst zunchst ,gegenstand der ,psychologie sind4 ,psychologie4 #d4 ,empirische0 und rationale0 ,psychologie4 ,man unterscheidet herkmmlich zwischen der empirischen ,psychologie1 welche die ,ttigkeitsuerungen der menschlichen ,seele mit ihren ,gesetzen darstellt1 und der rationalen ,psychologie1 welche das innere ,wesen der ,seele zu ergrnden und jene ,ttigkeitsuerungen daraus zu erklren sucht4 ,die letztere fllt in das ,gebiet der ,metaphysik1 denn sie fragt nach der ,art der ,existenz und der ,vernderung der ,seele1 nach ihrem ,zusammenhang mit dem ,krper1 nach ihrem ,verhltnis zur ,zeit und zu anderen ,seelen4 ,bei der ,unsicherheit der ,metaphysik ist es aber notwendig1 zunchst rein empirisch auf ,grund der ,beobachtung die ,tatsachen des ,seelenlebens und ihren gesetzmigen ,zusammenhang zu erforschen und darzustellen4 ,nur wenn die ,psychologie auf diese ,weise zuerst ihre nchste empirische ,aufgabe mit vorlufiger ,abweisung aller metaphysischen ,spekulation vom festen ,boden der inneren ,erfahrung aus klar erfat und abgrenzt1 kann sie mit ,aussicht auf ,erfolg zu tieferer ,erfassung ihrer ,probleme weiterschreiten und auch den ,geisteswissenschaften fr ihre ,ideale ,anknpfungspunkte darbieten4 ,durch diese scharfe ,sonderung von ,erfahrung und ,metaphysik unterscheidet sich gerade die wissenschaftliche ,behandlung von der populren ,auffassung1 die beides vermischt und z4 ,b4 die geistigen ,vorgnge ohne weiteres metaphysisch als ,ttigkeiten und ,zustnde eines ,dings nach ,analogie der ,krperwelt erklrt4 ,fr unsere ,zwecke gengt die empirische ,psychologie4 ,abschnitt ,i4 ,seele und ,krper4 #e4 ,die verschiedenen ,ansichten ber das ,verhltnis von ,seele und ,krper4 ,die ,erfahrung zeigt uns die ,erscheinungen des ,seelenlebens eng verknpft mit krperlichen ,erscheinungen4 ,die ,psychologie wird deshalb hufig die ,hilfe derjenigen ,wissenschaften in ,anspruch nehmen mssen1 die sich mit dem menschlichen ,krper beschftigen1 der ,anatomie1 d4 h4 der ,lehre vom ,bau des ,pflanzen- und ,tierorganismus1 und der ,physiologie1 d4 h4 der ,lehre von den ,lebensvorgngen im ,pflanzen- und ,tierkrper4 ,die neuerdings viel verhandelte physiologische ,psychologie zieht die unmittelbaren ,folgerungen aus dieser ,wissenschaft fr das ,verhltnis von ,seele und ,krper4 ,der letzte ,zusammenhang dieser beiden ,erfahrungsgebiete lt sich aber von uns weder beobachten noch innerlich erfahren4 ,indem wir einen ,ton hren1 haben wir kein ,bewutsein davon1 welchen ,weg er von der ,saitenschwingung bis zur ,empfindung durchlaufen hat1 und wir nehmen keinen bestimmten ,vorgang im ,gehirn wahr1 indem wir einen ,entschlu fassen2 aber auch wenn wir den krperlichen ,vorgang1 der dem geistigen entspricht1 unmittelbar beobachten knnten1 wten wir nicht1 wie die ,nervenerregung durch die ,schallwellen es macht1 zur ,tonempfindung zu werden1 oder wie der ,entschlu es anfngt1 die ,glieder in ,bewegung zu setzen4 ,es sind daher die verschiedensten ,hypothesen ber dieses ,verhltnis von ,seele und ,krper aufgestellt worden4 ,es sind hauptschlich vier ,mglichkeiten denkbar3 ,entweder streicht man eines der ,glieder1 um deren ,zusammenhang es sich handelt1 dann ergeben sich zwei mgliche ,ansichten3 #a4 die ,seele ist nur eine ,form oder ein ,produkt des ,krpers 7,materialismus71 #b4 der ,krper ist nur eine ,form oder ein ,produkt eines oder mehrerer seelischer ,wesen 7,spiritualismus1 so ,leibniz1 ,lotze72 oder man erkennt die ,selbstndigkeit beider an1 dann sind zwei weitere ,flle mglich3 #c4 ,seele und ,krper wirken aufeinander wie verschiedene ,wesen oder ,substanzen 7,wechselwirkungslehre1 so ,descartes1 ,herbart71 #d4 ,seele und ,krper sind verschiedene uerungsformen eines und desselben ,wesens1 stehen daher in keinerlei ,verhltnis von ,ursache und ,wirkung 7,identittshypothese1 so ,spinoza1 ,fechner1 der moderne psychophysische ,parallelismus74 ,die empirische ,psychologie kann diese ,frage von ihrem ,standpunkt aus nicht beantworten1 sondern nur das ,material dazu darbieten1 die endgltige ,beantwortung derselben ist von gewissen metaphysischen ,anschauungen abhngig4 ,die empirische ,psychologie kann nur die tatschliche ,verschiedenheit von ,krper und ,seele feststellen und die durch ,gesetze bestimmten ,beziehungen zwischen beiden ,erfahrungsgebieten1 soweit sie beobachtet werden knnen1 untersuchen4 ,die ,lsung dieser ,aufgaben zieht sich durch das ganze ,gebiet der ,psychologie hindurch1 doch soll das ,wesentliche ber jene ,verschiedenheit 7 #f7 und ber diese ,beziehungen1 die vor allem im ,nervensystem stattfinden 7 #g71 im voraus zusammengestellt werden4 #f4 ,die ,eigentmlichkeit der krperlichen und der geistigen ,erscheinungen4 ,die ,hauptmerkmale1 durch welche erfahrungsmig ,krper und ,seele sich unterscheiden1 sind folgende1 zunchst fr die ,krperwelt3 #a4 ,die krperlichen ,erscheinungen treten in der ,form des ,raumes auf1 whrend keinerlei ,vorgnge in der ,seele1 nicht einmal unsere ,vorstellungen vom ,raume selbst1 rumlicher ,natur sind3 die ,vorstellung eines ,dreiecks z4 ,b4 ist nicht selbst dreieckig4 #b4 ,die ,naturwissenschaft lt die ,krperwelt bestimmt sein durch das ,gesetz der ,trgheit3 jeder ,krper verharrt in seinem ,zustand der ,ruhe oder ,bewegung1 solange er nicht durch einwirkende ,krfte zur nderung desselben gezwungen wird1 und durch das ,gesetz von der ,erhaltung der ,materie und ,energie3 die ,summe der ,stoffteile bleibt unter aller ,vernderung ihrer ,zusammensetzung1 und die ,summe der ,energie unter allem ,wechsel von ruhender und ttiger ,kraft dieselbe4 ,auch das organische ,leben und der menschliche ,krper soll diesen ,gesetzen unterworfen sein1 und das ,leben also nicht auf eine unerklrliche ,lebenskraft1 sondern nur auf eine auerordentlich verwickelte1 noch nicht gengend erkannte ,wechselwirkung zwischen den verschiedenen1 im menschlichen ,krper verbundenen ,stoffen und ,krften zurckgefhrt werden4 ,fr die geistige ,welt konnte die ,gltigkeit dieser ,gesetze bis jetzt nicht ebenso nachgewiesen werden1 dagegen zeigt diese eigentmliche ,merkmale anderer ,art3 #a4 ,das ,bewutsein der ,seele ist bedingt durch ,vernderung1 ,mannigfaltigkeit und ,gegensatz4 ,bei gleichmig fortdauernder ,einwirkung eines einfachen ,eindruckes nimmt das ,bewutsein ab und es tritt1 wenn alle mannigfaltigen strenden ,eindrcke ferngehalten werden1 ,schlaf- oder ,bewutlosigkeit ein4 ,so wird der hypnotische ,zustand durch ,konzentration der ,aufmerksamkeit auf einen einzigen ,punkt1 z4 ,b4 fr das ,gesicht durch ,anstarren eines glnzenden ,gegenstandes1 fr das ,gehr durch ein einfrmiges ,gerusch erzeugt4 hnlich verhlt sich der religise ,mystiker im ,zustand der ,ekstase1 wenn er in die ,gottheit als absolute ,einheit sich versenkt4 #b4 ,diese mannigfaltigen ,bewutseinselemente tauchen aber nicht in der ,seele isoliert auf1 um wieder zu verschwinden1 sondern sie treten in ,wechselwirkung miteinander1 so da neue ,erscheinungen entstehen1 und werden in der ,einheit des ,bewutseins zusammengefat4 ,dies ist aber nur dadurch mglich1 da die frheren ,zustnde der ,seele festgehalten oder1 wenn sie verschwunden sind1 wieder erzeugt werden knnen4 ,doch ist damit allein die ,einheit des ,bewutseins noch nicht gegeben4 ,ein solches ,festhalten und ,wiedererzeugen kommt auch in der unbewuten ,natur vor4 ,soll unter den zeitlich aufeinanderfolgenden ,zustnden der ,seele ein innerer ,zusammenhang bestehen1 so mssen die frheren als solche wiedererkannt werden1 um mit den folgenden in bewute ,beziehung gesetzt zu werden2 daher ist die ,erinnerung die wichtigste ,fhigkeit der ,seele4 ,sie macht es erst mglich1 die geistigen ,vorgnge1 die ohne sie eine ,anzahl von isolierten1 einander vollkommen gleichgltigen ,erscheinungen darstellen wrden1 gleichzeitig zu machen und zu verbinden4 ,diese innere ,einheit des ,bewutseins1 verbunden mit freier ,wechselwirkung seiner ,elemente1 ist eine ,hauptbedingung der geistigen ,gesundheit4 ,lst dieser ,zusammenhang sich auf oder bilden sich fixe ,ideen1 welche die freie ,wechselwirkung der ,elemente hindern1 so ist es ein ,zeichen der beginnenden oder vorhandenen ,geisteskrankheit4 ,an dieser eigentmlichen ,verbindung von ,einheit und ,mannigfaltigkeit im ,geistesleben scheitert auch der ,materialismus 7s4 ,s4 #aa74 ,whrend aus zwei ,bewegungen krperlicher ,atome eine neue ,bewegung entsteht1 welche die andere ablst1 fhrt die ,einheit des ,bewutseins zu einer ,verbindung frherer ,vorstellungen mit spteren1 ohne da diese deshalb darin aufgehen mssen4 ,in der ,einheit des ,bewutseins sind vielmehr die einzelnen ,vorstellungen zugleich mit ihrer ,verbindung untereinander und mit deren ,resultat gegenwrtig4 #g4 ,das ,nervensystem4 ,die psychologische und physiologische ,beobachtung zeigt1 da nicht alle ,bestandteile des ,krpers in gleich enger ,beziehung zur ,seele stehen4 ,in unmittelbarer ,beziehung zu ihr stehen nur die ,nerven1 die als weie ,fden den ganzen ,organismus des ,krpers durchziehen4 ,die unendlich zahlreichen ,nervenfasern vereinigen sich in ,zentralorganen1 und diese stehen wieder mit dem ,gehirn als dem ,hauptzentralorgan in ,verbindung 7die ,zahl der ,nervenzellen des ,grohirns wurde auf ungefhr eine ,milliarde berechnet71 so da das ,ganze ein ,system bildet1 durch das allein jede ,wechselbeziehung zwischen ,krper und ,seele vermittelt wird4 ,die sensiblen ,nerven fhren die ,eindrcke der ,auenwelt und des eigenen ,leibes1 der hier als ein ,teil derselben anzusehen ist1 dem ,gehirn zu1 und die motorischen dienen dazu1 die ,ausfhrung der ,bewegungen durch berleitung des ,befehls dazu auf die ausfhrenden ,glieder zu vermitteln4 ,die ,versuche1 die einzelnen ,ttigkeiten der ,seele an bestimmte ,punkte dieses ,nervensystems1 besonders des ,gehirns zu knpfen 7,lokalisationstheorie71 haben noch zu keinem feststehenden ,resultat gefhrt4 ,eine solche ,lokalisation0 bestimmter ,geistesttigkeiten bis ins einzelne1 wie sie ,gall 7 #ahbh7 in seiner ,phrenologie oder ,schdellehre aufgestellt hat1 lie sich nicht durchfhren1 da weder der ,schlu von der ,ausbauchung des ,schdels auf die strkere ,vertretung der darunter liegenden ,gehirnpartieen noch die hierbei vorausgesetzte populre ,abgrenzung psychologischer ,begriffe haltbar ist4 ,doch konnte der ,sitz der wichtigsten ,zentralorgane der ,sprache und ,rede in der dritten ,stirnwindung der linken ,hemisphre des ,grohirns nachgewiesen werden4 ,auch werden in der ,regel die einzelnen ,arten der ,sinnesempfindungen1 besonders das ,sehen und ,hren1 und die ,muskelbewegungen auf bestimmte ,teile des ,gehirns1 auf ein ,sehzentrum1 ,hrzentrum1 motorisches ,zentrum bezogen4 ,dagegen ist ziemlich allgemein anerkannt1 da die hheren ,funktionen des ,gehirns1 ,gedanken1 ,gefhle1 ,willensentschlsse1 nicht an bestimmte ,gegenden desselben gebunden sind4 7,nheres ber das ,nervensystem1 insbesondere die ,sinnesorgane vgl4 ,sammlung ,gschen ,nr4 #ah3 ,anthropologie1 u4 ,nr4 #ih3 ,lipps1 ,grundri der ,psychophysik47 ,abschnitt ,,ii4 ,die einzelnen ,elemente des ,seelenlebens4 #h4 ,die sogenannten ,seelenvermgen04 ,die ,erscheinungen des ,seelenlebens werden gewhnlich durch ,annahme von drei ,seelenvermgen erklrt1 eines ,erkenntnis-1 eines ,gefhls- und eines ,begehrungsvermgens4 ,die darin liegende ,dreiteilung der geistigen ,vorgnge wird fast allgemein angenommen4 -- ,die ,versuche1 das eine auf die andern oder alle auf eines zurckzufhren 7so ,herbart auf das ,vorstellen71 tauchen immer wieder auf1 haben aber noch zu keinem befriedigenden ,ergebnis gefhrt4 ,aber es drfen dabei zwei wichtige ,punkte nicht bersehen werden1 teils was den ,ausdruck ,vermgen01 teils was die ,dreiteilung betrifft3 #a4 ,da mit der ,annahme von drei ,seelenvermgen die ,vorgnge der ,seele nicht erklrt1 sondern nur klassifiziert sind2 denn es ist noch keine ,erklrung einer ,erscheinung1 wenn man ohne nheren ,nachweis in dem ,gegenstand1 an dem sie vorkommt1 eine ,fhigkeit sie zu erzeugen annimmt4 ,was wir empirisch beobachten knnen1 sind jedenfalls nur die geistigen ,vorgnge selbst und die ,verschiedenheit1 nach der wir dieselben in ,klassen einteilen4 #b4 ,diese drei ,klassen von geistigen ,vorgngen1 das ,erkennen1 das ,fhlen1 das ,wollen kommen in der ,seele nicht getrennt vor4 ,es gibt wohl kaum einen ,zustand der ,seele1 in dem nicht alle drei ,arten sich zusammen vorfinden4 ,wir drfen also nur von ,seelenzustnden sprechen1 in denen das ,erkennen oder das ,fhlen oder das ,wollen vorwiegt1 und wenn wir im folgenden diese einzelnen ,elemente des ,seelenlebens gesondert betrachten1 so mssen wir uns dabei immer bewut bleiben1 da wir damit in der ,wissenschaft eine ,trennung vollziehen1 die es in ,wirklichkeit nicht gibt4 #a4 ,das ,erkennen4 #i4 ,die ,empfindung4 ,das einfachste ,element des ,erkennens1 die einfachste ,art1 wie die ,seele zu einer ,kenntnis der ,auenwelt gelangt1 ist die ,empfindung4 ,sie ist zu unterscheiden von den ,gefhlen1 den ,zustnden der ,lust und ,unlust1 und schliet drei ,hauptmomente in sich3 #a4 ,den ueren ,sinnesreiz4 ,wenn die ,sinnesorgane in ,ttigkeit treten sollen1 so mu eine ,wirkung auf sie ausgehen von irgend einem ,gegenstand1 der entweder unmittelbar den ,krper berhrt oder durch ,bewegung eines dazwischen liegenden ,stoffes auf den ,krper einwirkt4 ,das erste geschieht z4 ,b4 bei ,tastempfindungen1 das zweite beim ,sehen1 ,hren durch die ,schwingungen des thers1 der ,luft4 #b4 ,die ,erregung eines sensiblen ,nerven im ,krper1 die durch den ,reiz veranlat wird und von den peripherischen ,nervenenden bis in das ,zentrum des ganzen ,nervensystems1 in das ,gehirn sich fortpflanzt4 ,wird der ,nerv durchschnitten1 so kommt es nicht zur ,empfindung4 #c4 ,die ,empfindung in der ,seele selbst1 das ,sehen1 ,hren1 ,tasten1 ,riechen1 ,schmecken4 ,die ,empfindungen selbst sind aber den ,vorgngen #a4 und #b41 durch die sie veranlat werden1 ganz ungleich4 ,es lt sich nicht nachweisen1 warum auf ,schwingungen der ,luft gerade die ,empfindung des ,hrens folgt2 wir knnen nur feststellen1 da es so ist4 ,auch die ,abhngigkeit der ,empfindung vom ueren ,reiz dem ,strkegrade nach lie sich nur auf ,umwegen ermitteln4 ,auf ,grund der ,empfindung allein knnen wir nie mit ,bestimmtheit sagen1 da etwa ein ,licht a1 dessen ,leuchtkraft nach der ,kerzenstrke1 also als uerer ,reiz1 #a mal so gro als die von b ist1 #a mal so hell sei als das ,licht b4 ,man ging daher von der ,frage aus1 um wie viel ein ,reiz verstrkt werden mu1 damit eine ,zunahme der ,strke in der entsprechenden ,empfindung eben noch bemerkt werden kann4 ,es zeigte sich1 da der ,zuwachs des ,reizes1 welcher eine eben noch merkliche nderung der ,empfindung hervorbringt1 zu der ,reizgre1 zu welcher er hinzukommt1 immer in demselben ,verhltnis steht 7,webersches ,gesetz71 oder1 mathematisch ausgedrckt3 da die ,strke des ,reizes in geometrischer ,progression wachsen mu1 damit die ,empfindung in arithmetischer ,progression zunehme4 ,mu man also zu einem ,gewicht von #c kg #a kg zulegen1 damit eine ,zunahme des ,druckes eben noch merklich werde1 so ist bei #i kg eine ,vermehrung um #c kg ntig1 whrend nur #a kg mehr zu keiner ,verstrkung der ,druckempfindung fhren wrde4 ,fr die verschiedenen ,sinne ist das ,verhltnis der ,reizstrke1 das diese sogenannte ,methode der eben merklichen ,unterschiede0 ergibt1 ein verschiedenes2 doch lie es sich nur fr ,reize von mittlerer ,strke bestimmen1 am meisten bereinstimmend noch fr die ,schallempfindungen3 nahezu #c3d1 fr die ,lichtempfindungen wurde #ajj3aja1 fr ,hebungen1 also ,druckempfindungen1 untersttzt durch das ,muskelgefhl1 #ae3af gefunden4 brigens gibt es auch subjektive ,empfindungen1 welche1 obwohl nicht durch die ihm entsprechenden ,sinnesreize1 sondern durch mechanische ,einwirkungen wie ,schlag oder ,druck oder innere ,zustnde des ,krpers erzeugt1 doch den jedem ,sinnesnerven allein eigentmlichen ,charakter tragen 7spezifische ,sinnesenergie07 und deshalb hufig in die ,auenwelt hinaus verlegt werden1 z4 ,b4 das ,klingen im ,ohr1 das ,leuchten vor den ,augen1 ,frost und ,hitze im ,fieber4 ,diese ,tatsache fhrte auf die durch ,johannes ,mller 7#ahbf7 begrndete ,annahme einer spezifischen ,sinnesenergie1 d4 h4 einer besonderen ,fhigkeit jedes einzelnen ,sinnesnerven1 auch auf ,reize verschiedener ,art nur gerade die ihm eigentmlichen ,empfindungen zu vermitteln4 ,auch dauern die ,empfindungen oft noch fort1 nachdem die ,reize schon aufgehrt haben4 ,daher erzeugen besonders starke ,lichtempfindungen sog4 ,nachbilder04 ,die ,empfindungen sind entweder einfache1 z4 ,b4 eine ,farbe1 ein ,ton1 oder zusammengesetzte1 z4 ,b4 ein ,regenbogen1 dessen verschiedene ,farben wir zugleich sehen1 oder ein ,musikinstrument1 das wir zugleich sehen und hren4 #aj4 ,vorstellung und ,wahrnehmung4 ,die ,empfindung geht dadurch1 da sie mit dem veranlassenden ,reiz aufhrt1 nicht fr das ,bewutsein verloren4 ,sie kann vielmehr in der ,seele wiedererzeugt werden1 als eine ,art ,erinnerungsbild1 dem jedoch die sinnliche ,lebhaftigkeit des ersten ,eindrucks fehlt1 und heit dann ,vorstellung4 ,diese ,wiedererzeugung findet besonders dann statt1 wenn die betreffende ,empfindung selbst wiederkehrt4 ,wenn ich z4 ,b4 eine bestimmte ,person durch zusammengesetzte ,empfindungen3 ,sehen der ,gestalt und ihrer ,bewegung1 ,hren der ,stimme u4 s4 w4 kennen gelernt habe1 so kann ich auch ohne ,wiederkehr dieser sinnlichen ,eindrcke eine ,vorstellung von derselben haben2 immer aber tritt dieses ,erinnerungsbild des frheren ,empfindungskomplexes hervor1 wenn ich dieselben ,empfindungen wieder habe1 und die neuen ,empfindungen werden dann als dieselben wieder erkannt1 d4 h4 es findet eine ,wahrnehmung statt4 ,dieser ,unterschied zwischen ,empfindung und ,wahrnehmung tritt in manchen ,erscheinungen deutlich hervor1 wo die ,fhigkeit zu empfinden noch vorhanden1 aber die wahrzunehmen verloren ist1 z4 ,b4 bei der ,wortblindheit1 wo die ,empfindung1 das ,hren des gesprochenen1 das ,sehen des geschriebenen ,wortes noch da ist1 aber das ,verstndnis seiner ,bedeutung1 d4 h4 die ,fhigkeit zur ,wiedererzeugung der dazu gehrigen ,vorstellung fehlt4 ,beim normalen ,menschen wird der ,sinneseindruck stets zu dem brigen ,bewutseinsinhalt in ,beziehung gesetzt und so das in der ,empfindung sich darbietende ,rohmaterial zur ,wahrnehmung verarbeitet4 ,da hiernach in der ,regel die ,empfindung sofort als ,wahrnehmung auftritt1 sobald sie zum ,bewutsein kommt1 so werden beide ,begriffe hufig als gleichbedeutend gebraucht4 ,die ,verschmelzung der wiedererzeugten ,vorstellung mit der neuen ,empfindung ist aber nicht eine bewute ,arbeit des ,wahrnehmenden1 sondern geht unwillkrlich vor sich4 ,die ,vorstellung1 die dabei mitwirkt1 kommt deshalb gar nicht als selbstndiges ,element zum ,bewutsein1 sie wird daher auch gebundene ,vorstellung0 genannt4 ,freie ,vorstellungen0 sind dann diejenigen1 die ohne ,veranlassung durch die ,empfindung im ,bewutsein auftauchen4 ,im philosophischen ,sprachgebrauch wird aber das ,wort ,vorstellung0 vielfach auch im allgemeineren ,sinne verwendet zur ,bezeichnung jeden ,inhalts des ,bewutseins berhaupt1 der auf ,gegenstnde der ,auenwelt1 ihre ,eigenschaften oder ,zustnde bezogen wird4 ,es umfat dann sowohl die ,wahrnehmungen als die ,vorstellungen in dem oben genannten ,sinn und gewinnt seine ,bedeutung besonders in dem ,satze der ,erkenntnislehre3 ,die ,welt ist meine ,vorstellung4 7,kant1 ,schopenhauer47 #aa4 ,der ,verlauf der ,vorstellungen4 ,durch die freien ,vorstellungen1 die von den ,empfindungen sich losgelst haben1 bekommt das ,bewutsein einen selbstndigen ,inhalt4 ,in diese ,vorstellungswelt treten aber immer wieder neue ,empfindungen und damit neue ,vorstellungen ein4 ,es sind zwei nebeneinander hergehende ,reihen von ,vorgngen1 die sich um den ,vorrang in der ,seele streiten4 ,auf einem ,spaziergang z4 ,b4 tritt vielleicht anfangs die ,wahrnehmung der ,umgebung mit ihren wechselnden ,empfindungen in den ,vordergrund4 ,da fhrt die hnlichkeit der wahrgenommenen ,gegend mit einem frheren ,aufenthalt zur ,erinnerung an die ,erlebnisse desselben1 und hinter diesen ,gedanken1 die sich selbstndig fortspinnen1 treten die ueren ,empfindungen immer mehr zurck1 so da der ,spaziergnger1 ganz in sich vertieft1 kaum mehr auf den ,weg achtet1 bis etwa eine auffallende ,erscheinung wieder den ,strom der freien ,vorstellungen unterbricht4 ,das ,vorwiegen einer dieser ,reihen bezeichnet zugleich eine ,eigentmlichkeit unter den ,menschen4 ,die einen neigen sich mehr dem ,spiel der ,empfindungen und der ueren ,wahrnehmungswelt zu1 so diejenigen1 die eine ,anlage fr ,musik oder bildende ,knste1 oder fr ,naturwissenschaft haben1 andere geben sich lieber dem ,laufe der freien ,vorstellungen1 dem ,leben in der ,erinnerung1 oder den ,wissenschaften des ,geistes hin4 ,geht aber das ,interesse des ,menschen ganz in einer dieser ,reihen auf1 so leidet das ,geistesleben unter krankhafter ,einseitigkeit4 ,der ,verlauf der ,vorstellungen schliet zwei ,fragen in sich3 ,wie entstehen die ,vorstellungen im ,bewutsein8 und3 ,wie verschwinden sie aus demselben8 ,sofern sie durch ,empfindungen hervorgerufen werden1 ist die ,frage schon beantwortet3 mit dem ,beginnen und ,aufhren des ueren ,reizes4 ,doch findet ein solches ,auftauchen und ,verschwinden nicht blo auf ,veranlassung der ,empfindungen1 sondern auch im ,verlaufe der freien ,vorstellungen statt4 ,da jedoch hier nie eine unbedingt neue ,vorstellung auftritt1 sondern hchstens die alten mit ,hilfe der ,einbildungskraft eine neue ,verbindung eingehen1 so lautet die eine der ,fragen etwas anders3 ,wie geht es zu1 da die einmal verschwundenen ,vorstellungen wiederkehren8 ,da dies als ,tatsache feststeht1 so wird angenommen1 da sie berhaupt aus dem ,umkreis der ,seele nicht ganz verschwunden sind1 sondern da sie1 wenn auch nicht im ,bewutsein1 so doch als unbewute ,zustnde noch vorhanden waren4 ,wir haben auch sonst ,anzeichen1 die auf ,vorgnge in der ,seele unter der ,schwelle des ,bewutseins0 7,herbart7 hinweisen1 so die unmittelbare ,wahrnehmung von ,verhltnissen1 die eigentlich eine ,reihe von ,mittelgliedern voraussetzt1 z4 ,b4 der ,entfernung eines ,gegenstandes 7s4 ,s4 #cf71 oder die ,welt der ,gefhle1 deren ,ursprung uns oft dunkel ist4 ber diese ,vorgnge unter der ,schwelle des ,bewutseins knnen wir aber nie etwas ,bestimmtes aussagen1 als das ,negative1 da sie eben unterhalb des ,bewutseins vor sich gehen2 denn sie knnten nur beobachtet werden1 indem sie ,gegenstnde des ,bewutseins wrden4 ,in der ,mitte zwischen ,bewutem und ,unbewutem steht der ,traumzustand4 ,seine ,eigentmlichkeit besteht wohl hauptschlich in einer ,schwchung des bewuten ,willens1 der sonst den ,verlauf der geistigen ,vorgnge beherrscht und zusammenhlt4 ,die ,aufeinanderfolge der ,vorstellungen wird nur sehr unbestimmt durch das ,gefhl geleitet und hat deshalb freies ,spiel4 ,so fgen sich besonders an einzelne ,reize1 sinnliche ,eindrcke von der ,auenwelt her oder ,zustnde des eigenen ,krpers1 sofort ,vorstellungen1 mit denen dieselben ,gefhle im wachen ,zustand verbunden sind4 ,es wird z4 ,b4 schweres ,atemholen als ,alpdrcken1 leichtes als ,flugbewegung1 ,stechen im ,fu als ,bi einer ,schlange1 ein gehrter ,schu durch die ,geschichte eines ,mordes gedeutet4 ,beobachten wir nun die ,vorstellungen1 die im wachen ,bewutsein auftauchen1 ohne durch einen ueren ,reiz unmittelbar veranlat zu sein1 so zeigt sich1 da die eine ,vorstellung immer durch eine andere hervorgerufen wird1 mit der sie in irgend einer ,weise verbunden ist4 ,diese ,vorstellungsverbindung nennt man ,assoziation der ,vorstellungen oder auch ,ideenassoziation4 ,sie hat hauptschlich zweierlei ,formen und beruht3 #a4 ,auf der hnlichkeit der ,vorstellungen4 ,die ,vorstellung einer ,person1 einer ,landschaft ruft diejenige einer andern ihr hnlichen hervor4 #b4 ,auf deren uerem ,zusammenhang in ,raum und ,zeit 7,berhrungsassoziation74 ,was wir hufig zusammen wahrgenommen haben1 das strebt auch in der ,vorstellung sich zu verbinden3 die ,vorstellung eines ,bekannten ruft die ,vorstellung seiner ,wohnung hervor4 ,durch diese ,assoziation zusammenhngender ,vorstellungen bekommen wir berhaupt erst die ,vorstellung von einem einzelnen ,gegenstande4 ,zur ,vorstellung eines ,apfels gelange ich nur dadurch1 da ich hufig die dazu gehrigen ,empfindungen des ,gesichts1 des ,geruchs1 des ,tastsinns und des ,geschmacks miteinander gehabt habe1 und da infolgedessen die eine dieser ,vorstellungen1 z4 ,b4 die des ,gesichts1 die andern dazu gehrigen immer zugleich wiedererzeugt4 ,die zeitliche ,assoziation1 durch ,gleichzeitigkeit oder zeitliche ,aufeinanderfolge vermittelt1 findet z4 ,b4 statt1 wenn mit einem bestimmten ,tag des ,jahres die ,vorstellung eines ,geburtsfestes sich verknpft hat1 oder wenn das ,anfangswort eines auswendig gelernten ,gedichtes die folgenden ,wrter1 der ,anfang einer bekannten ,melodie die ,vorstellung der folgenden ,tne hervorruft4 ,je hufiger diese ,assoziationen zur ,wiedererzeugung von ,vorstellungen dienen1 desto leichter gehen sie von statten4 ,die bung spielt hier eine groe ,rolle 7s4 #bh74 ,von dem ,verschwinden der ,vorstellungen glauben nun die einen1 es sei das natrlichere und bedrfe keiner besonderen ,erklrung1 die andern verlangen umgekehrt eine ,erklrung des ,verschwindens1 da nach dem ,gesetz der ,beharrung das ,festhalten das selbstverstndliche sei4 ,will dieses ,gesetz in seiner allgemeineren ,fassung sagen1 da kein ,zustand sich verndert1 ohne da ein ,grund dazu da ist1 so ergibt sich1 da allerdings das ,verschwinden einer ,vorstellung1 das einmal tatschlich vorliegt1 erklrt werden mu4 ,diese ,erklrung mu von der ,voraussetzung ausgehen1 da wegen der sogenannten ,enge des ,bewutseins immer nur eine beschrnkte ,zahl von ,vorstellungen zugleich im ,bewutsein sich befinden kann1 so da also die einen durch die andern verdrngt werden4 ,worauf die ,macht der ,vorstellungen zur ,verdrngung anderer oder ihre ,strke beruht1 das ergibt sich zum ,teil aus den ,gesetzen ihrer ,wiedererzeugung1 zum ,teil aus der ,bedeutung1 welche sie fr das vorstellende ,subjekt haben4 ,je gelufiger die ,verbindung einer ,vorstellung mit andern ist1 desto sicherer wird sie vor konkurrierenden ,vorstellungen den ,vorzug erhalten1 z4 ,b4 in der ,regel das h der alphabetischen ,reihenfolge e f g h vor dem a der musikalischen ,tonleiter e f g a4 ,andrerseits wird die ,vorstellung mit um so mehr ,strke sich ins ,bewutsein drngen1 je wichtiger der durch sie bezeichnete ,gegenstand fr uns selbst und je grer infolgedessen das auf ,gefhlen beruhende ,interesse ist1 das wir an ihm haben4 4 #ab4 ,die ,aufmerksamkeit und das ,gedchtnis4 ,mit dem ,festhalten und ,wiedererzeugen der ,vorstellungen hngen zwei ,fhigkeiten zusammen1 die im ,geistesleben eine groe ,rolle spielen1 die ,aufmerksamkeit1 d4 h4 die ,fhigkeit1 ,vorstellungen und ,vorstellungsreihen zu mglichst klarer und deutlicher ,auffassung festzuhalten1 und das ,gedchtnis1 d4 h4 die ,fhigkeit1 verschwundene ,vorstellungen mit ,bewutsein wiederzuerzeugen oder sich zu erinnern4 ,man unterscheidet zwischen unwillkrlicher und willkrlicher ,aufmerksamkeit4 ,die unwillkrliche wird durch einen pltzlich an uns herantretenden ,reiz hervorgerufen1 indem er uns veranlat1 uns demselben zuzuwenden1 damit wir ihn mglichst deutlich wahrnehmen4 ,so zieht z4 ,b4 eine ,lichterscheinung oder ein pltzliches ,gerusch unsere unwillkrliche ,aufmerksamkeit auf sich4 ,die willkrliche ,aufmerksamkeit entsteht durch das ,interesse 7s4 #aa71 das die ,willensttigkeit veranlat1 die geistige ,kraft auf bestimmte ,vorstellungen oder ,vorstellungsreihen hinzulenken4 ,da die ,aufmerksamkeit darauf ausgeht1 gewisse ,vorstellungen mit ,verdrngung anderer festzuhalten1 so ist sie von der ,strke derselben abhngig und kann erzeugt werden teils dadurch1 da das ,interesse erregt wird1 teils dadurch1 da der ,zusammenhang der ,vorstellungen streng festgehalten wird4 ,geschieht das letztere nicht1 so entsteht das ,gegenteil1 die ,zerstreutheit4 ,das ,gedchtnis beruht auf den ,gesetzen der ,reproduktion4 ,wir knnen eine ,vorstellung wiedererzeugen1 uns auf sie besinnen01 indem wir der ,vorstellungsreihe nachgehen1 in welcher sie enthalten ist1 und so mit ,hilfe der ,assoziationen auf dieselbe stoen4 ,je vielseitiger und deutlicher daher die ,verbindung einer ,vorstellung mit andern ist1 desto leichter knnen wir uns ihrer erinnern4 ,wir prgen uns also etwas ein1 indem wir es in den ,zusammenhang mit andern ,vorstellungen hineinstellen und zwar entweder auf mechanische ,weise durch hufige ,wiederholung aufeinanderfolgender ,vorstellungen1 die uns durch bung gelufig wird1 wobei wir im allgemeinen an die ,richtung gebunden sind1 in welcher die ,assoziationen eingebt wurden 7ein auswendig gelerntes ,gedicht1 oder ein beliebiges ,wort lt sich nur schwer rckwrts sagen1 einseitig gelernte ,vokabeln sind nur in derselben ,richtung1 z4 ,b4 franzsisch-deutsch1 gelufig72 oder auf logische ,weise durch ,aufnahme der ,vorstellung in einen klaren inneren ,zusammenhang1 den wir wegen seiner ,angemessenheit an unsere ,denkgesetze leicht wiedererzeugen knnen1 z4 ,b4 einen ,satz der euklidischen ,geometrie4 ,die ,ttigkeit des ,gedchtnisses wird erleichtert durch hufige bung und durch das ,interesse1 das dem ,verschwinden der ,vorstellungen entgegenwirkt4 ,mit dem ,unterschied des ,interesses hngt es auch zusammen1 da das ,gedchtnis bei verschiedenen ,personen an verschiedene ,gegenstnde gebunden sein kann1 so da von einem ,gedchtnis fr ,worte1 ,zahlen1 ,tne1 ,sachen1 rter oder fr bestimmte ,gebiete der ,wissenschaft die ,rede ist4 ,auerdem aber kommen hierbei angeborene ,eigentmlichkeiten des ,gedchtnisses in ,betracht1 die sich besonders als vorherrschende ,empfnglichkeit fr bestimmte ,sinneseindrcke1 z4 ,b4 fr blo gehrte1 oder fr auerdem gesprochene1 oder fr blo gelesene ,worte geltend machen4 ,man hat danach ein akustisches1 motorisches und visuelles ,gedchtnis unterschieden4 #ac4 ,die ,arten der ,vorstellung und das ,denken4 ,diejenige ,vorstellung1 die der einfachen ,empfindung entspricht1 z4 ,b4 die einer ,farbe1 kann man ,einzelvorstellung nennen4 ,aus ,einzelvorstellungen setzt sich die ,vorstellung von ,gegenstnden1 ,personen1 ,verhltnissen1 ,begebenheiten zusammen1 also die ,vorstellung eines individuellen ,ganzen oder die ,individualvorstellung4 ,diese ,individualvorstellung schliet gewhnlich die ,vorstellung eines ,dings in sich1 das brig bleiben soll1 auch wenn man die angeblich daran haftenden ,eigenschaften1 d4 h4 ,einzelvorstellungen1 wegdenkt4 ,die ,richtigkeit dieser ,vorstellung1 deren ,vorhandensein die ,psychologie nur feststellt1 hat die ,metaphysik zu untersuchen4 ,der menschliche ,geist1 der vor allem nach ,einheit strebt1 begngt sich jedoch nicht mit einer ,menge von ,individualvorstellungen1 sondern er sucht dieselben durch ,bildung neuer ,formen zusammenzufassen4 ,von einer ,reihe immer wiederkehrender hnlicher ,vorstellungen bleibt in der ,seele ein gemeinsames ,bild von unbestimmtem ,charakter zurck1 das nur die allen gemeinsamen ,merkmale1 die individuellen dagegen nicht enthlt3 die allgemeine oder ,gemeinvorstellung4 ,wenn vom ,menschen im allgemeinen die ,rede ist1 schwebt uns dabei eine ,gemeinvorstellung1 ein ungefhres ,bild vor1 das mit ,vernachlssigung aller ,unterschiede der ,vlker und ,individuen nur das ,allgemeine1 allen ,menschen ,gemeinsame darstellt4 ,diese unbestimmten und leicht verwischbaren ,gemeinvorstellungen knnten aber nicht auseinandergehalten und weiter ausgebildet werden1 wenn sie nicht an ein bestimmtes ,zeichen gebunden werden knnten4 ,diesem ,bedrfnis kommt die ,sprache entgegen4 ,jedes ,wort ist ein ,zeichen fr eine ,gemeinvorstellung2 nur wo die ,unterscheidung der ,individuen einen besondern ,wert hat1 wie beim ,menschen1 da erhlt auch die ,individualvorstellung ein besonderes ,wortzeichen1 das dann nur fr ein ,individuum gilt4 ,solche ,wortzeichen fr ,individualvorstellungen sind die ,eigennamen4 ,sonst bezeichnet ein ,wort1 z4 ,b4 ,tisch1 nur die ,gemeinvorstellung1 der kein bestimmter ,gegenstand1 kein bestimmter ,tisch entspricht1 und kann nur etwa durch ein hinweisendes ,frwort3 dieser ,tisch0 auf einen bestimmten ,gegenstand beschrnkt werden4 ,infolge der ,verbindung mit dem ,wortzeichen kann die ,gemeinvorstellung genauer umgrenzt werden und in die bestimmtere ,form des ,begriffes bergehen1 die ,verbindungen der ,vorstellungen untereinander knnen als ,urteile1 die sich in ,stzen aussprechen lassen1 mit grter ,genauigkeit vollzogen werden1 und die ,entstehung neuer ,vorstellungen aus der ,verbindung anderer nimmt auf dieser hheren ,stufe die ,gestalt von ,schlssen an4 ,diese ganze hhere ,stufe ist die des eigentlichen ,denkens4 ,der ,unterschied zwischen dem gewhnlichen ,verlaufe der ,vorstellungen und dem eigentlichen ,denken ist also nur der1 da1 was dort unwillkrlich geschah1 jetzt mit voller ,klarheit und mit der bestimmten ,absicht vollzogen wird1 die ,natur und die geistige ,welt oder ihren ,zusammenhang zu erkennen1 d4 h4 solche ,vorstellungen und ,vorstellungsverbindungen herzustellen1 die der ,wirklichkeit entsprechen4 ,dazu gehrt dann1 da die beziehende ,ttigkeit des ,geistes mit ,hilfe der ,aufmerksamkeit auf ein bestimmtes ,gebiet sich richtet und nach bestimmten ,grundstzen verfhrt1 die selbst wieder geprft werden4 ,so bildet das ,denken den ,begriff durch ,ausscheidung der ungleichartigen und ,zusammenfassung der gemeinsamen ,merkmale1 z4 ,b4 den ,begriff ,parallelogramm durch ,weglassung der wechselnden ,merkmale3 ,grenverhltnis der nichtparallelen ,seiten und ,gre der ,winkel1 und ,zusammenstellung der allen gemeinsamen3 ,viereck und ,parallelitt der ,gegenseiten4 ,das ,urteil entsteht durch ,verknpfung der ,begriffe1 z4 ,b4 das ,rechteck ist ein ,parallelogramm2 und der ,schlu ist die ,ableitung eines ,urteils aus einem oder mehreren andern4 ,es wird z4 ,b4 aus den beiden ,urteilen3 ,dieses ,viereck ist ein ,parallelogramm0 und3 ,im ,parallelogramm halbieren sich die ,diagonalen gegenseitig0 das dritte als ,schlufolgerung abgeleitet3 ,in diesem ,viereck halbieren sich die ,diagonalen gegenseitig40 ,eine genauere ,untersuchung der ,bedingungen1 unter denen bestimmte ,begriffe1 gltige ,urteile und richtige ,schlsse zustande kommen1 ist ,aufgabe der ,logik4 ,die verschiedenen ,aufgaben des ,denkens werden auch1 besonders seit ,kant1 an verschiedene ,vermgen verteilt4 ,dem ,verstand als dem ,vermgen der ,begriffe0 wird die begriffliche ,verarbeitung der ,erfahrung zugeschrieben im ,gegensatz zur ,vernunft1 die als ,vermgen der ,ideen0 auf die ,erkenntnis des ber die ,erfahrung ,hinausgehenden1 des bersinnlichen0 gerichtet sei4 #ad4 ,die ,vorstellung eines zusammenhngenden ,weltganzen4 ,wir haben das ,erkennen bis jetzt betrachtet1 wie es von der einfachen ,empfindung aus zu ,vorstellungen und ,vorstellungsverbindungen und endlich zum ,denken fortschreitet4 ,damit ist aber der ,stoff noch nicht erschpft1 den wir mit ,hilfe der psychologischen ,beobachtung in unserem ,vorstellen finden4 ,wir treffen da nicht blo einzelne ,empfindungen1 ,vorstellungen1 ,begriffe1 ,urteile1 ,schlsse an1 sondern auch eine zusammenhngende ,vorstellung der wirklichen ,welt1 in welche unsere einzelnen ,vorstellungen sich einordnen4 ,es erhebt sich daher die ,frage3 ,wie kommt diese umfassende ,vorstellung zustande8 ,da kommen zuerst die beiden ,hauptformen in ,betracht1 durch die wir den ganzen ,stoff unserer ,erfahrung ordnen3 der ,raum und die ,zeit1 und dann die ,grundform1 durch die wir ihren inneren ,zusammenhang denken3 die ,kausalitt4 ,die geistige ,welt fassen wir nur zeitlich auf1 die krperliche ,welt zeitlich und rumlich4 ,eine ,vorstellung von der ,zeit berhaupt haben wir nur1 indem wir wahrnehmen1 da das1 was frher war1 nun nicht mehr ist1 also unter der ,voraussetzung1 da wir uns einer ,vernderung von irgend etwas bewut sind1 und da wir frhere ,zustnde wiedererkennen2 denn nur so knnen wir einen zeitlichen ,abstand von ihnen uns vorstellen4 ,je mehr wir also nur bei einem einzigen ,gedanken oder ,gefhl verweilen1 ohne eine ,vernderung zu erleben1 desto mehr schwindet die ,vorstellung von der ,zeit4 ,eine gesonderte ,vorstellung von der ,zeit1 losgelst von dem1 was in ihr geschieht1 ist nur mit ,hilfe der rumlichen ,anschauung1 etwa unter dem ,bilde einer geraden ,linie mit bestimmten ,abschnitten mglich4 ,wollen wir die ,zeitabschnitte ohne besondere ,hilfsmittel blo mit ,hilfe des ,wechsels unserer inneren ,zustnde schtzen1 so sind wir dabei von zweierlei abhngig1 von dem ,interesse1 das die einzelnen ,zustnde des zu schtzenden ,zeitraums fr uns hatten1 und von der ,menge derselben4 ,der ,gedanke1 da die ,zeit ,flgel habe1 tritt besonders dann hervor1 wenn wir einen ,zustand oder ein ,ereignis unseres ,lebens mit dem ,interesse1 das sich fr uns daran knpft1 uns lebhaft vergegenwrtigen1 so da die dazwischenliegenden1 weniger wichtigen ,vorgnge zurcktreten4 ,dagegen scheint uns die ,zeit langsam verflossen zu sein1 wenn die ,abschnitte1 die wir ins ,auge fassen1 von einer groen ,anzahl wechselnder ,ereignisse ohne hervorstechende ,punkte ausgefllt sind4 ,diese subjektive ,schtzung der ,zeit ist also eine unsichere und wechselnde4 ,man hat daher einen objektiven ,mastab der ,zeit aufgestellt1 indem man gleichmige ,bewegungen in der ,natur1 ,bewegungen der ,sonne1 des ,mondes1 des ,pendels dazu benutzt1 deren ,wiederholungen gezhlt werden4 ,da wir in der wirklichen ,welt eine ,vorstellung in der ,form des ,raumes haben1 whrend unsere ,vorstellung selbst nicht rumlicher ,natur ist1 so erhebt sich die ,frage1 wie wir zu dieser ,vorstellung eines ,raumes gelangen8 ,fassen wir einen ,gegenstand ins ,auge1 z4 ,b4 ein ,gebude1 so enthlt diese ,wahrnehmung verschiedene rumliche ,elemente4 ,wir erhalten eine ,vorstellung von dessen ,entfernung von uns und machen uns auerdem ein ,bild von seiner ,lnge1 ,breite und ,hhe1 also von seinen drei ,dimensionen4 ,um die ,entfernung zu messen1 denken wir uns eine gerade ,linie von dem ,gebude bis zu unserem ,standort4 ,von der ,entfernung selbst aber haben wir keine bestimmte unmittelbare ,empfindung1 sie ist vielmehr das ,resultat einer ,vergleichung zwischen der wirklichen und scheinbaren ,gre des ,gegenstandes1 die infolge hufiger bung so schnell vor sich geht1 da sie uns als unmittelbare ,wahrnehmung erscheint4 ,je kleiner das ,wahrgenommene im ,verhltnis zu seiner wirklichen ,gre ist1 desto grer schtzen wir seine ,entfernung1 und je mehr dasselbe sich der wirklichen ,gre nhert1 desto geringer erscheint sie uns4 ,zum ,zweck genauerer ,schtzung wird die wirkliche ,gre nher zu bestimmen gesucht etwa durch daneben stehende ,menschen1 deren ungefhre ,gre genauer bekannt ist1 oder es wird1 besonders da1 wo die wirkliche ,gre nicht bekannt ist und nicht ermittelt werden kann1 die der ,entfernung entsprechende ,gerade in mehrere ,teile zerlegt1 deren ,entfernung durch andere dazwischenliegende ,gegenstnde bestimmt werden kann4 ,daher ist die ,entfernung auf dem ,meer oder auf einfrmiger ,ebene sehr schwer zu schtzen4 berhaupt lt sich von den drei ,elementen3 wirkliche ,gre1 scheinbare ,gre und ,entfernung1 wenn zwei gegeben sind1 immer das dritte bestimmen4 ,auerdem dient zur ,bestimmung der ,entfernung auch die durch die ,dicke und ,beschaffenheit der dazwischenliegenden ,luftschicht bedingte grere oder geringere ,deutlichkeit der ,umrisse4 ,ein ,mittel zu genauerer ,bestimmung der ,entfernung ohne ,messung der die ,entfernung darstellenden ,geraden ist die ,parallaxe2 d4 h4 die ,gre der scheinbaren ,verschiebung1 welche ein ,gegenstand im ,verhltnis zu einem feststehenden ,hintergrund erfhrt1 wenn wir ihn von zwei verschiedenen ,punkten aus betrachten4 ,je weiter der ,gegenstand entfernt ist1 desto kleiner erscheint die ,verschiebung4 ,so scheinen uns z4 ,b4 bei einer ,eisenbahnfahrt die nchsten ,gegenstnde schneller vorbeizueilen1 als die weiter zurckstehenden4 ,zu genauer ,ermittelung der ,entfernung durch die ,parallaxe wird der ,winkel gemessen1 den die von dem ,gegenstand zu den beiden ,beobachtungspunkten gezogenen ,linien einschlieen4 ,in dieser ,weise wird die ,parallaxe besonders in der ,astronomie vielfach verwendet4 ,wie gelangen wir nun aber zur ,vorstellung von drei ,dimensionen eines ,krpers8 ,was wir zunchst sehen1 ist nur eine ,flche mit verschiedener ,schattierung4 ,die ,wirklichkeit gleicht zunchst einem ,gemlde1 wo auch drei ,dimensionen durch zwei dargestellt sind2 daher fat ein ,blindgeborener1 dem eine ,operation zum ,sehen verholfen hat1 einen ,wrfel als ,quadrat1 eine ,kugel als ,scheibe und eine ,pyramide als ,dreieck auf4 ,die ,vorstellung von einer ,ausdehnung nach der ,richtung der ,tiefe bekommen wir erst durch eine ,verbindung der ,gesichtsempfindungen mit den ,tast- und ,bewegungsempfindungen4 ,indem wir uns um den ,krper herum bewegen1 finden wir1 da die ,flchenwahrnehmung von einer bestimmten ,seite aus noch kein ,gesamtbild gegeben hat1 sondern da sich andere ,flchen an die zuerst gesehene anschlieen1 und der ,tastsinn1 der den verschiedenartigen von den ,krpern geleisteten ,widerstand anzeigt und damit eine genauere ,deutung ihrer ,schattierungen ermglicht1 ergnzt dieses ,bild zu einer deutlichen ,gesamtvorstellung von ,form und ,begrenzung der ,krper4 ,damit ist aber noch nicht erklrt1 wie es berhaupt mglich ist1 da die unrumliche ,seele rumliche ,bilder auffassen kann2 sie hat ja wohl die ,vorstellung eines rumlich ausgedehnten ,hauses1 aber diese ,vorstellung ist nicht selbst ausgedehnt4 ,darauf beruht die ,theorie von den ,lokalzeichen1 die ,lotze 7 #ahha7 aufgestellt hat1 d4 h4 die ,ansicht1 da je nach der ,stelle der ,netzhaut des ,auges oder der ,hautoberflche1 die von dem ueren ,reize getroffen wird1 dieser selbst noch einen besonderen qualitativen ,nebeneindruck mit sich fhrt1 den dann die ,seele rumlich deutet4 ,so wrde derselbe ,farbeneindruck ,r1 je nachdem er mit verschiedenen ,lokalzeichen versehen ist1 also als ,ra1 ,rb1 ,rc die ,seele trifft1 an verschiedene ,orte des ,raumes a1 b oder c verlegt werden4 ,jedenfalls aber mu in der ,seele eine ,fhigkeit angenommen werden1 diese ,zeichen rumlich zu deuten und zu einer ,gesamtvorstellung des ,raumes zu erweitern4 ,so sind uns die ,formen des ,raums und der ,zeit dazu behilflich1 ein einheitliches ,bild von der wirklichen ,welt zu bekommen4 ,doch vollendet sich diese ,einheit erst dadurch1 da wir die ,erscheinungen nach einem inneren ,zusammenhang als ein ,system von ,ursachen und ,wirkungen auffassen4 ,wir nehmen an1 da jede ,erscheinung eine ,ursache hat und da die gleiche ,ursache immer die gleiche ,wirkung hervorbringt4 ,dieses ,kausalittsverhltnis nehmen wir aber nicht unmittelbar wahr2 was wir wahrnehmen1 ist vielmehr nur1 da die ,erscheinung b regelmig eingetreten ist1 wenn die ,erscheinung a eintrat4 ,da a die ,ursache von b ist1 das ist eine ,annahme1 die wir selbst hinzubringen und die durch die regelmige ,aufeinanderfolge von a und b nur veranlat ist4 ,inwieweit diese ,annahme berechtigt ist1 das hat die ,metaphysik zu untersuchen4 ,die ,psychologie kann nur feststellen1 da der erkennende ,geist die ,eigentmlichkeit hat1 den ,zusammenhang der ,erscheinungen nach diesem ,kausalittsgesetz zu deuten4 #b4 ,das ,fhlen4 #ae4 ,wesen und ,arten des ,gefhls4 ,die ,gefhle sind ,zustnde von ,lust und ,unlust2 sie unterscheiden sich dadurch von den ,empfindungen und ,vorstellungen1 die fr sich allein uns gleichgltig wren4 ,der ,unterschied zwischen ,gefhl und ,empfindung zeigt sich z4 ,b4 auch darin1 da bei demselben ueren ,reiz die ,tastempfindungen dem ,schmerzgefhl vorangehen1 so bei der ,berhrung eines heien ,ofens4 ,auch entsteht das ,gefhl langsamer als die ,vorstellung1 der es entspricht4 ,wir knnen schneller von der ,vorstellung eines ,glcks zu der eines ,unglcks bergehen1 als von dem ,gefhl eines ,glckes zu dem eines ,unglcks4 ,es ist daher anzunehmen1 da das ,gefhl die zentralen ,nervenorgane mehr in ,anspruch nimmt1 als ,empfindung und ,vorstellung4 ,in ,wirklichkeit aber sind die ,empfindungen und ,vorstellungen immer mit ,gefhlen der ,lust oder ,unlust verknpft1 sie haben einen sogenannten ,gefhlston01 und darin besteht das ,interesse1 das wir an ihnen nehmen1 und der ,wert oder ,unwert1 den wir ihnen beilegen4 ,es gibt unendlich viele verschiedene ,arten der ,lust und ,unlust4 ,die ,gefhle unterscheiden sich nicht blo quantitativ durch ein ,mehr oder ,weniger von ,lust und ,unlust2 es sind z4 ,b4 qualitativ ganz verschiedene ,gefhle der ,lust1 die sich fr uns an den ,genu einer schmackhaften ,speise1 an die ,vollfhrung einer guten ,tat und an die ,betrachtung eines schnen ,gemldes knpfen4 ,man kann deshalb nicht1 wie v4 ,hartmann will1 smtliche ,lust- und ,unlustgefhle der ,menschen je zu einer ,gesamtsumme addieren1 um durch die ,vergleichung beider zu dem ,schlu zu kommen1 da die ,unlustsumme in der ,welt grer sei als die ,lustsumme1 und da fr die ,menschheit deshalb ,nichtsein besser sei als ,sein4 7,pessimismus47 ,die ,eigentmlichkeit der ,gefhle lt sich nur erleben1 nicht nher beschreiben2 doch werden diejenigen einander hnlich sein1 die sich an hnliche ,zustnde oder ,vorgnge knpfen4 ,so knnen wir die ,gefhle nach ihrer ,herkunft einteilen in krperliche ,gefhle1 die von krperlichen ,zustnden1 und geistige ,gefhle1 die von geistigen ,zustnden herrhren4 ,unter den letzteren lassen sich wieder die niederen geistigen ,gefhle1 die auf unser individuelles ,wohl und ,wehe sich beziehen -- ,freude1 ,trauer1 ,stolz1 ,ehrgefhl1 auch die geselligen ,gefhle1 ,liebe und ,ha1 solange sie nicht durch sittliche ,anschauungen gelutert sind -- unterscheiden von den hheren geistigen ,gefhlen1 die an allgemein gltige geistige ,gter der ,menschheit sich knpfen3 die intellektuellen1 sthetischen1 sittlichen und religisen ,gefhle4 #af4 ,die krperlichen ,gefhle4 ,die krperlichen ,gefhle schlieen sich unmittelbar an die ,empfindungen an und sind nach ,art und ,strke von ihnen abhngig4 ,jede ,empfindung hat ihren eigentmlichen ,gefhlston1 der dieselbe zu einer angenehmen0 oder unangenehmen0 ,empfindung macht4 ,dies gilt jedoch nur fr mittlere ,strkegrade der ,empfindung4 ,lt man einen ,ton zu bergroer ,strke anwachsen1 nimmt die angenehme ,wrme allzusehr zu1 wird das ,spektrum direkt auf die ,sonne eingestellt1 so verbinden sich mit dem ursprnglich angenehmen ,eindruck ,unlustgefhle4 ,andererseits kann ein an sich unangenehmer ,eindruck1 z4 ,b4 ein bitterer oder sauerer ,geschmack1 bei geringer ,intensitt als angenehm empfunden werden4 ,vergleicht man die einzelnen ,empfindungsgebiete1 so ist das krperliche ,gefhl um so strker1 je weniger ,wert fr die ,erkenntnis die ,reize haben1 von denen es ausgeht4 ,die strksten krperlichen ,unlustgefhle1 die eigentlichen ,schmerzen1 finden sich bei inneren ,vorgngen im ,krper1 wo eine ,erkenntnis der veranlassenden ,reize gar nicht oder nur in geringem ,mae stattfindet4 ,geschmack und ,geruch sind auch noch mit deutlichen ,gefhlen der ,lust und ,unlust verbunden1 geben aber nur einen unbestimmten ,beitrag zur ,erkenntnis der ,gegenstnde1 durch die sie vermittelt sind4 ,gesichts- und ,gehrempfindungen aber1 welche fr die ,erkenntnis der ,auenwelt am wichtigsten sind1 scheinen oft ganz ohne begleitende ,gefhle aufzutreten und lassen immer nur schwer eine ,bestimmung der besonderen mit ihnen verknpften ,gefhle zu4 ,die ,frage1 was sie bedeuten1 steht beim ,hren von ,tnen und noch mehr beim ,sehen von ,farben so im ,vordergrund1 da der ,gefhlston0 nur bei besonderer ,aufmerksamkeit zum ,bewutsein kommt4 ,dieses ,verhltnis von ,erkenntniswert und ,gefhlsstrke ist wichtig1 weil so die fr das ,erkennen brauchbarste ,sinneswahrnehmung den ,strungen durch starke ,gefhle am wenigsten ausgesetzt ist4 #ag4 ,die geistigen ,gefhle4 ,auch die geistigen ,gefhle sind vielfach durch krperliche ,zustnde1 durch bestimmte sinnliche ,reize vermittelt2 aber sie sind von diesen selbst nicht unmittelbar abhngig1 sondern von den ,vorstellungen1 die dadurch hervorgerufen werden4 ,wir unterscheiden sehr deutlich zwischen dem krperlichen ,schmerz1 den eine ,verletzung unseres ,krpers verursacht1 und dem geistigen ,unlustgefhl1 das durch ein beleidigendes ,wort hervorgerufen wird4 ,intellektuelle ,gefhle entstehen aus dem inneren ,verhltnis der ,vorstellungen4 ,wenn der ,verlauf des geistigen ,lebens zur ,herstellung von ,einheit und ,zusammenhang unter den ,vorstellungen fhrt1 so entstehen ,gefhle der ,lust1 z4 ,b4 bei einer ,entdeckung1 die den ,zusammenhang einer ,erscheinungsgruppe enthllt4 ,andrerseits ist mit ,zweifeln1 ,inkonsequenz1 ,widerspruch auf dem ,gebiete des ,denkens ,unlust verknpft4 ,die sthetischen ,gefhle entstehen bei der ,wahrnehmung des ,schnen4 ,sie sind vielleicht daraus zu erklren1 da ein ursprngliches ,bedrfnis des menschlichen ,geisteslebens1 die ,einheit in der ,mannigfaltigkeit0 7s4 ,s4 #ah7 durch die ,harmonie der ,form1 in der beim ,schnen irgend ein ,bruchstck der ,welt und des ,menschenlebens uns erscheint1 in der vollkommensten ,weise befriedigt wird4 ,mit dem sthetischen ,gefhl hngt zusammen der ,geschmack1 d4 h4 die ,empfnglichkeit fr sthetische ,eindrcke1 verbunden mit der ,fhigkeit1 sie richtig zu beurteilen1 das ,schne vom ,hlichen zu unterscheiden1 und die ,phantasie1 d4 h4 die ,fhigkeit1 schne ,formen hervorzubringen1 im ,unterschied von der ,einbildungskraft1 dem ,vermgen der ,reproduktion und freien ,kombination schon vorhandener ,vorstellungen berhaupt4 ,wir schreiben dem ,einbildungskraft zu1 der imstande ist1 von einer ,landschaft1 die ihm geschildert wird1 mit ,hilfe seines eigenen ,vorrats an ,vorstellungen sich ein anschauliches ,bild zu machen1 und ,phantasie dem1 dessen sthetisches ,gefhl sogleich dabei rege wird und so den ,worten der ,schilderung folgend dem ,landschaftsbild eine schne ,form gibt1 es gleichsam zum ,gemlde gestaltet4 ,die knstlerische ,phantasie ist davon nur dem ,grade nach verschieden4 ,das sittliche ,gefhl ist an die ,vorstellung gewisser ,handlungen geknpft2 je nachdem es ein ,gefhl der ,lust oder ,unlust ist1 werden die ,handlungen als gute oder bse beurteilt4 ,aus den uerungen des sittlichen ,gefhls bilden sich mit ,hilfe des ,denkens ,grundstze des ,handelns und die ,gewohnheit1 dieselben zu befolgen1 d4 h4 der ,charakter 7s4 ,s4 #fc74 ,der ,begriff des ,gewissens umfat ebenso die ersten ,regungen des sittlichen ,gefhls 7primres ,gewissen71 wie die durch das ,denken vermittelte sittliche ,beurteilung 7sekundres ,gewissen74 ,das religise ,gefhl ist mit der ,vorstellung der ,beziehung zu ,gott oder zu ,gttern verbunden4 ,auf der hheren ,stufe verbindet es sich stets mit dem sittlichen ,gefhl2 die ,mchte1 von denen der ,mensch sich abhngig fhlt1 werden zu ,trgern sittlicher ,ideale4 #ah4 ,unterschiede des ,gefhls nach ,strke und ,dauer4 ,aus irgend einem ,anla kann das ,gefhl pltzlich so stark auftreten1 da es die berlegung des ,verstandes vollstndig zurckdrngt und den ,willen beherrscht2 dieser pltzliche ,ausbruch des ,gefhls ist der ,affekt1 z4 ,b4 der ,zorn4 ,wird dagegen ein starkes ,gefhl lngere ,zeit in einer bestimmten ,richtung festgehalten1 so wird es zur ,leidenschaft1 bestndig bereit1 den ,willen sich vllig zu unterwerfen4 ,zu unterscheiden sind davon die ,gesinnungen1 z4 ,b4 ,vaterlandsliebe1 ,frmmigkeit4 ,hier hat sich ein bestimmtes ,gefhl ein fr allemal mit gewissen ,vorstellungen verbunden1 ohne aber deshalb von ,schwankungen frei zu sein4 ,sie unterscheiden sich aber von der ,leidenschaft durch grere ,dauer und eine gewisse ,gleichmigkeit1 mit welcher sie ihren ,einflu auf den ,willen geltend machen4 ,das ,vermgen der ,gesinnungen ist das ,gemt4 #ai4 ,der ,verlauf und die ,verbindung der ,gefhle4 ,die ,gefhle knpfen sich nicht selbstndig aneinander1 sondern schlieen sich in ihrem ,verlaufe in der ,regel an die ,vorstellungen an1 nur da die ,gefhle langsamer wechseln1 und deshalb oft das einmal erzeugte ,gefhl auch ber eine ,reihe neu auftauchender ,vorstellungen hinaus fortdauert4 ,auch die ,erinnerung der ,gefhle wird durch die entsprechende ,vorstellung vermittelt4 ,will ich etwa zum ,verstndnis der ,gefhle anderer ,menschen in einer bestimmten ,lage meine eigenen aus frherer ,zeit in derselben ,lage zurckrufen1 so kann ich es nur durch lebhafte ,vorstellung der betreffenden ,umstnde4 ,doch zeigt die ,aufeinanderfolge der ,gefhle ein ,gesetz1 das auch fr den ,vorstellungsverlauf gilt1 in viel strkerem ,mae3 das ,gesetz der ,beziehung4 ,das ,gefhl ist etwas in hohem ,grade ,relatives4 ,jedes ,gefhl ist davon abhngig1 was fr ein anderes vorangegangen ist4 ,dieselbe ,wahrnehmung1 dieselbe ,situation kann daher zu verschiedenen ,zeiten in uns ganz verschiedene ,gefhle hervorrufen4 ,das ,gefhl der ,lust ist strker1 wenn es auf den ,schmerz folgt1 als wenn es in einem ,zustand der ,gleichgltigkeit entsteht2 das ,gefhl der ,genesung ist mchtiger1 als das der ,gesundheit4 ,treten die ,gefhle im berma auf1 so knnen sie in ihr ,gegenteil umschlagen4 ,das menschliche ,nervensystem ertrgt nur ein beschrnktes ,ma von ,lust und ,schmerz4 ,wiederholt sich das ,gefhl1 so wird es gewhnlich abgestumpft4 ,der hufige ,genu derselben schmackhaften ,speise kann sogar zum ,ekel werden4 ,der oft wiederkehrende ,schmerz hat nicht dieselbe ,strke1 er erzeugt ,abhrtung4 ,doch gilt dies nur fr solche ,gefhle1 die keine ,vertiefung in einen geistigen ,inhalt1 sondern blo passive ,hingabe an einen ,eindruck mit sich fhren1 dagegen trgt bei den hheren ,gefhlen die wiederholte bung zur ,verstrkung bei4 ,das ,anhren eines klassischen ,musikstcks kann bei jeder ,wiederholung hheren ,genu gewhren1 indem die ,phantasie jedesmal leichter arbeitet und tiefer in den ,gehalt des ,tonstcks eindringt4 ,gleichzeitige ,gefhle hnlicher ,art verschmelzen sich zu einem ,totalgefhl1 in das sie als ,partialgefhle eingehen4 ,bei smtlichen hheren geistigen ,gefhlen finden solche ,verschmelzungen statt4 ,so setzt sich z4 ,b4 die sthetische ,gefhlswirkung eines historischen ,gemldes aus ,partialgefhlen zusammen1 die aus der ,farbenharmonie1 aus der ,sympathie mit den dargestellten ,personen1 aus der ,vorstellung der ,bedeutung des geschichtlichen ,ereignisses stammen4 ,bei einer ,verbindung entgegengesetzter ,gefhle1 welche eine gewisse ,selbstndigkeit bewahren1 redet man dagegen von gemischten ,gefhlen04 ,so entsteht das ,gefhl der ,wehmut aus einer ,mischung von ,trauer ber das ,verlorene und ,freude in der ,erinnerung daran4 #bj4 ,das ,lebensgefhl und die ,stimmung4 ,ein fr sich dastehendes ,beispiel der ,mischung der ,gefhle ist das sogenannte ,lebens0- oder ,gemeingefhl04 ,in jedem ,augenblick unsres ,lebens zeigt sich unser krperliches ,allgemeinbefinden durch ein allgemeines ,gefhl an1 das aus den einzelnen an die sogenannten ,gemeinempfindungen0 7z4 ,b4 ,hunger und ,durst7 geknpften ,gefhlen entsteht und sich auch dadurch von den einzelnen krperlichen ,gefhlen unterscheidet1 da es sich nicht auf einen bestimmten ,ort des ,krpers beziehen1 nicht lokalisieren0 lt4 ,der ,beitrag1 den die krperlichen ,zustnde zu dem ,lebensgefhl liefern1 setzt sich aus verschiedenen ,bestandteilen zusammen4 ,dazu gehren3 #a4 ,eine groe ,anzahl von ,gefhlen1 z4 ,b4 bei ,sinnesempfindungen1 die zu unbedeutend sind1 um als besondere zum ,bewutsein zu kommen4 #b4 ,gefhle1 die sich an ,zustnde einzelner ,krperteile knpfen1 aber auch das ,allgemeinbefinden beeinflussen1 z4 ,b4 ,zahnschmerz4 #c4 ,gefhle1 deren ,veranlassungen wegen ihrer allseitigen ,verteilung im ,krper und ihrer allgemeinen ,bedeutung fr den ,fortgang des ,lebens gewhnlich berhaupt nicht lokalisiert werden4 ,diese ,zustnde1 z4 ,b4 ,beschaffenheit und ,kreislauf des ,blutes1 beschwerlicher oder freier ,gang des ,atemholens1 normaler oder abnormer ,verlauf des ,verdauungsprozesses sind daher auch die wichtigsten ,faktoren fr das ,gemeingefhl4 ,das ,lebensgefhl bildet einen ,bestandteil der ,stimmung01 die eine ,art ,gesamtdurchschnitt des augenblicklichen ,gefhlsstandes darstellt4 ,zu einer gehobenen ,stimmung kann ebensowohl die ,erleichterung des ,atmens durch gute ,luft und das dadurch erhhte ,lebensgefhl als der ,genu eines edlen ,kunstwerks beitragen4 ,noch weniger als die einzelnen ,gefhle lassen die ,lebensgefhle und die ,stimmungen eine ,beschreibung zu4 ,es knnen nur einige allgemeine ,ausdrcke angefhrt werden1 die sich im ,sprachgebrauch dafr ausgebildet haben4 ,man spricht von einer reizbaren1 apathischen1 gehobenen ,stimmung4 ,in den ,gegenstzen der ,kraft und der ,mattigkeit1 der ,freiheit und der ,beklommenheit1 der ,hoffnung und der ,furcht bewegen sich ,stimmung und ,lebensgefhl4 ,von besonderer ,bedeutung sind die wechselnden ,schattierungen des ,lebensgefhls0 und der ,stimmung fr die ,erinnerung1 fr die ,festhaltung von ,vorstellungen1 durch die es in besonderer ,weise verndert wurde4 ,wir erinnern uns einer frheren ,situation dann mit auffallender ,deutlichkeit1 wenn eine besondere ,frbung unserer ,stimmung damit verbunden war1 und zwar dadurch1 da wir uns in die damalige ,stimmung wieder hineinfhlen4 ,gelingt uns das letztere nicht mehr1 so sind meist auch die damit verbundenen ,vorstellungen dem ,gedchtnis entschwunden1 z4 ,b4 die ,ereignisse vor einer schweren ,krankheit wegen des krankhaft vernderten ,lebensgefhls4 ,umgekehrt sind wir geneigt1 ungleiche ,situationen miteinander zu identifizieren1 wenn sie in uns die gleiche ,stimmung erwecken1 daher wohl auch die hufige ,meinung1 in einer ,situation1 in der man zum erstenmal ist1 frher schon einmal gewesen zu sein4 #ba4 ,die ,temperamente4 ,die ,temperamente sind eine ,art angeborener ,stimmung1 vorwiegender ,empfnglichkeit fr bestimmte ,gefhle und dadurch bedingter ,eigenschaften des ,willens1 durch welche die ,art und ,weise bestimmt wird1 wie ,eindrcke der ,auenwelt aufgenommen1 verarbeitet und erwidert werden4 ,die ,vernderungen der ,stimmung und des ,lebensgefhles bewegen sich bei jedem ,individuum innerhalb bestimmter ,grenzen1 die von der krperlichen und geistigen ,anlage abhngen4 ,solcher ,temperamente gibt es eigentlich so viele1 als es ,individuen gibt4 ,doch wurden mit ,recht schon im ,altertum von ,galenus vier ,hauptformen der ,temperamente herausgehoben1 innerhalb deren sich die feineren ,unterschiede bewegen3 das sanguinische1 cholerische1 phlegmatische und melancholische ,temperament4 ,kant unterschied mit ,verdeutschung dieser ,ausdrcke zwischen ,temperamenten des ,gefhls3 dem leichtbltigen 7sanguinischen7 und schwerbltigen 7melancholischen71 und ,temperamenten der ,ttigkeit3 dem warmbltigen 7cholerischen7 und kaltbltigen 7phlegmatischen74 ,jedenfalls beziehen sich die ,temperamente auf die ,bewegung der geistigen ,vorgnge1 sofern sie vom ,gefhlsleben abhngig ist4 ,nach der gewhnlichen ,auffassung sind die ,merkmale des sanguinischen ,temperaments3 lebhafte ,empfnglichkeit fr alles1 aber ohne nachhaltige ,verarbeitung der empfangenen ,eindrcke und ohne krftige ,rckwirkung1 daher oft ,mangel an ,stetigkeit des ,handelns und ,bestndigkeit der ,gesinnungen2 des phlegmatischen3 geringere ,erregbarkeit fr uere ,reize1 ,neigung zu geduldiger ,ausdauer1 aber auch zu gewohnheitsmigem ,beharren1 und oft ,erstarrung des geistigen ,lebens2 des cholerischen3 starke ,erregbarkeit in einer bestimmten ,richtung und groe ,energie der ,rckwirkung1 daher oft ,konsequenz des ,charakters2 des melancholischen3 groe ,empfnglichkeit fr ,gefhle1 besonders fr die hheren1 aber ,neigung zum ,verweilen in diesem ,gefhlsleben ohne praktische ,tatkraft zur ,verfolgung der damit verbundenen ,ziele4 ,wundt leitet die ,vierteilung aus zwei ,gegenstzen in der ,art der ,gemtsbewegungen ab3 ,strke und ,schwche1 ,schnelligkeit und ,langsamkeit1 und gibt darnach folgende ,tafel der ,temperamente3 ,starke3 ,schwache3 ,schnelle cholerisch sanguinisch ,langsame melancholisch phlegmatisch4 ,jedenfalls finden sich aber diese ,temperamente selten rein ausgeprgt1 und es ist die ,aufgabe eines normalen ,geisteslebens1 ihre ,einseitigkeit zu vermeiden4 ,man knnte auch von ,temperamenten der einzelnen ,rassen1 ,vlker1 ,familien1 ,geschlechter sprechen4 ,dagegen ist ein anderer ,gegensatz in jener ,vierteilung nicht deutlich genug vertreten1 der auch eine ,art angeborener ,eigentmlichkeit des ,gefhlslebens bezeichnet1 der ,gegensatz zwischen optimistischer und pessimistischer ,weltanschauung1 zwischen der vorwiegenden ,empfnglichkeit fr ,lust und der fr ,unlust4 #bb4 ,selbstgefhl und ,mitgefhl4 ,besondere ,bedeutung hat das ,gefhl fr das ,selbstbewutsein4 ,wir machen uns im ,fortschritt unserer ,erkenntnis ein ,bild von uns selbst1 bei welchem zunchst der ,krper im ,vordergrund steht und spter auch der ,geist in unbestimmter ,verbindung mit ihm zusammengedacht wird4 ,mit ,ich0 bezeichnen wir die beharrliche ,einheit aller wechselnden ,zustnde dieses ,gesamtbildes2 zugleich aber sprechen wir damit aus1 da wir alle diese inneren ,vorgnge und die ,bewegungen des ,krpers1 die von ihnen abhngen1 als unsere eigenen erkennen4 ,der tiefste ,grund fr diese ,unterscheidung unseres ,ich0 von andern liegt im ,selbstgefhl04 ,die ganze ,vorstellungswelt1 die wir in der formalen ,einheit unseres ,ich zusammenfassen und wahrnehmen1 knnte uns auch fremd sein1 wenn wir nicht ,lust und ,unlust1 die sich damit verbinden1 zweifellos und unmittelbar als ,zustnde unseres eigenen ,selbst im ,unterschied von andern erleben wrden4 ,erst allmhlich entwickelt sich auf ,grund dieses ,selbstgefhls1 das von der ,erkenntnis unabhngig ist1 das ,selbstbewutsein1 indem das ,ich0 lernt1 sich denkend von seinen ,zustnden zu unterscheiden4 ,im ,mitgefhl erweitert sich dann wieder dieses ,ich zur inneren ,teilnahme an dem1 was andere fhlen4 #bc4 ,die ,bedeutung der ,gefhle4 ,es erhebt sich noch die ,frage1 welche ,bedeutung die ,gefhle fr das menschliche ,dasein berhaupt haben4 ,eine naheliegende1 aber vielfach auch sich besttigende ,antwort auf diese ,frage ist1 da ,lust eine ,frderung und ,unlust eine ,hemmung des krperlichen oder geistigen ,lebens bedeutet4 ,die ,gre des ,schmerzes steigt im allgemeinen mit der ,gre der ,strung1 die im ,organismus stattfindet4 ,der ,geschmack zeigt als ,lust- oder ,unlustgefhl an1 ob frdernde oder hemmende ,stoffe dem ,krper zur ,nahrung zugefhrt werden4 ,es gibt allerdings wohlschmeckende ,gifte1 aber auch sie steigern zunchst die ,lebensfunktion1 indem sie mit einem ,teile ihrer ,eigenschaften auf die ,geschmacksnerven wirken2 erst bei ihrer weiteren ,verbreitung im ,krper treten die verderblichen ,eigenschaften hervor4 ,dasselbe gilt fr die geistigen ,gefhle4 ,auch ein schdlicher geistiger ,genu zeigt richtig die ,frderung des geistigen ,lebens an irgend einem ,punkte an4 ,abzuwgen1 inwieweit die daraus folgende ,hemmung die augenblickliche ,frderung berwiegt1 ist nicht ,sache des ,gefhls1 sondern des ,denkens1 zugleich die wichtigste ,aufgabe der ,lebensklugheit4 ,im ganzen aber fhrt diese ,auffassung zu einem ,verstndnis der umfassenden ,bedeutung des ,gefhls1 deren nhere ,darlegung in ,beziehung auf den ,zusammenhang der ,welt brigens in die ,metaphysik gehrt4 ,auf dem ,gefhl beruht alle ,erhaltung und aller ,fortschritt des ,lebens4 ,die theoretische ,einsicht in das1 was ntzlich und schdlich ist1 reicht nicht hin1 die ,menschen vor ,selbstvernichtung zu bewahren4 ,keine noch so vollendete ,ausbildung des ,verstandes knnte die ,menschheit zum ,erwerb geistiger ,gter bringen1 wenn nicht ein ,genu hherer ,art damit verbunden wre4 ,in den meisten ,fllen ist vielmehr jene ,einsicht gar nicht vorhanden4 ,der ,mensch vermeidet z4 ,b4 den ,genu belriechender ,speisen fr gewhnlich nicht wegen der ,einsicht in ihre ,schdlichkeit1 sondern wegen der starken ,unlustgefhle1 die schon der ,gedanke daran ihm verursacht4 ,wenn dem ,mrder vor der ,tat das ,gewissen schlgt1 so geschieht es nicht1 weil er die ,gefahr solcher ,grundstze fr die ,existenz der ,gesellschaft sich berlegt hat1 sondern er fhlt unmittelbar die ,qual des ,gewissens als ein mchtiges ,unlustgefhl4 ,so wird also der ,mensch durch die ,lust1 die er sucht1 und die ,unlust1 die er vermeidet1 so geleitet1 da die ,erhaltung und ,vervollkommnung des einzelnen1 wie des ,menschengeschlechtes gesichert ist4 ,vom ,standpunkte der ,religion aus gesehen wre das ,gefhl das ,hauptmittel in der ,hand der ,vorsehung1 die ,entwickelung der ,menschheit zu lenken4 ,gefhle wren es1 die eine ,welt von ,motiven fr die ,geschichte bilden1 und ,gefhle edler ,art wrden jene ,ideale der ,menschheit 7s4 #a7 ihrer ,verwirklichung entgegenfhren4 #c4 ,das ,wollen4 #bd4 ,die unwillkrlichen ,bewegungen4 ,das ,wollen ist wie das ,fhlen ein einfacher und ursprnglicher ,akt des ,geisteslebens1 der sich nicht nher beschreiben1 aber doch in seinen uerungen verfolgen lt4 ,der eigentliche ,willensakt veranlat immer eine ,vernderung entweder in der ,auenwelt oder in der ,innenwelt des ,wollenden4 ,das ,mittel1 eine ,vernderung der ersteren ,art zustande zu bringen1 ist die ,bewegung des eigenen ,krpers4 ,an dieser nchstliegenden ,vernderung1 die durch den ,willen hervorgebracht wird1 lassen sich daher auch die verschiedenen ,stufen des ,willens am besten beobachten4 ,zum eigentlichen ,wollen gehrt die ,vorstellung von einem ,zweck1 der erreicht werden soll1 und eine ,wahl der ,mittel1 durch die er erreicht werden soll4 ,dies ist aber erst das ,resultat einer lngeren ,entwickelung4 ,der ,mensch wrde nie zu ,bewegungen gelangen1 wenn er nicht zuerst ,bewegungen ausfhren wrde1 die er nicht gewollt hat4 ,schon die vom ,stoffwechsel ausgehenden ,nervenerregungen mssen zu unwillkrlichen ,bewegungen fhren2 denn die angesammelte ,spannkraft mu einen ,ausweg in ,bewegungen finden4 ,beispiele dafr gehen auch noch neben dem bewuten ,wollen her1 wenn beim ,schmerz die ,zhne zusammengebissen werden1 oder eine hochgradige ,aufregung in lebhafter1 aber zweckloser ,bewegung sich kundgibt4 ,so gelangt das ,kind1 indem es seine eigenen automatischen ,bewegungen1 z4 ,b4 die seiner ,stimmorgane oder seiner ,hnde1 wahrnimmt1 allmhlich zu der ,erfahrung1 da sie von ihm selber beeinflut werden knnen4 ,dazu sind aber noch andere ,erscheinungen behilflich4 ,solche unwillkrliche ,bewegungen geschehen auch auf ,veranlassung eines ,reizes hin4 ,wenn dem ,auge ein ,sto droht1 so schlieen sich die ,augenlider2 wenn ein fremder ,krper in die ,luftrhre gert1 so tritt ,husten ein1 ohne da eine besondere ,willenskraft zu dieser ,bewegung ntig ist4 ,die sensiblen ,nerven leiten die ,nachricht von der eingetretenen ,gefahr bis zu den ,zentralorganen1 hier wirkt der ,reiz aber ohne ,zutun der ,seele sogleich auf die motorischen ,nerven und fhrt so zu jener ,bewegung1 welche der drohenden ,gefahr zweckmig begegnet4 ,da diese sogenannten ,reflexbewegungen ein von jeder ,art der berlegung unabhngiger ,mechanismus sind1 zeigt sich z4 ,b4 darin1 da sie auch bei ,versuchen an ,tieren ohne ,gehirn gefunden werden4 ,ein enthaupteter ,frosch wischt den ,tropfen ,sure1 den man auf seine ,haut bringt1 mit dem ,fue ab4 ,dagegen bleibt er ohne solche ,veranlassung regungslos1 da er zwar noch die ,fhigkeit zur ,reflexbewegung1 aber nicht die zu selbstndiger ,bewegung hat4 ,bei dem ,menschen lt sich der ,unterschied zwischen ,reflex- und willkrlicher ,bewegung mit ,hilfe der ,untersuchungen ber die sogenannte physiologische ,zeit0 nachweisen1 d4 h4 die ,zeit1 welche zwischen dem ,auffassen und ,erwidern eines ,reizes1 z4 ,b4 zwischen einer ,gesichtsempfindung und der ,reaktion auf dieselbe verfliet und durchschnittlich etwa ,sekunde betrgt4 ,es zeigt sich nmlich1 da diese ,zeit kleiner ist bei der ,reflexbewegung als bei der willkrlichen ,bewegung1 da also zwischen der ,zuleitung des ,reizes durch die sensiblen ,nerven und der ,weiterleitung des ,befehls zur ,bewegung durch die motorischen eine bestimmte1 sogenannte ,willenszeit0 zur ,willensentscheidung verbraucht wird4 ,zwischen der ,reizung durch den elektrischen ,strom und der darauf reagierenden ,muskelzuckung verluft weniger ,zeit1 als zwischen der ,gesichtsempfindung1 die den ,beginn der ,bewegung eines ,sekundenzeigers meldet1 und dem ,druck des ,fingers1 der durch ,schlieung des elektrischen ,stroms den ,zeiger wieder zum ,stehen bringt4 ,die ,reflexbewegungen knnen auch gehemmt werden1 indem die sensiblen ,nerven gleichzeitig von anderer ,seite her ,einwirkungen erfahren oder der bewute ,wille dazwischen tritt4 ,dies geschieht z4 ,b41 wenn bei groem ,schrecken durch die ,nervenerregung die ,reflexbewegung des ,schluckens oder durch die ,willenskraft das ,zusammenfahren0 verhindert wird4 ,die ,reflexbewegungen haben ihren ,sitz hauptschlich im ,rckenmark4 ,sie werden vom groen ,gehirn aus1 dem ,organ der selbstndigen ,bewegung1 mit fortschreitender ,bildung immer mehr eingeschrnkt4 ,die ,selbstbeherrschung besteht zum groen ,teil aus solchen ,reflexhemmungen4 ,von den einfachen ,reflexbewegungen unterscheiden sich die des ,instinkts dadurch1 da sie ein zusammengesetztes ,system von ,mitteln zur ,erreichung eines entfernteren ,zweckes darstellen4 ,aber auch sie gehen ohne ,kenntnis dieses ,zweckes vor sich4 ,der ,vogel hat keine ,vorstellung von dem ,nest1 das er bauen will1 oder die ,bienen von ihrer ,wachszelle1 sondern sie werden von dunklen krperlichen ,gefhlen dabei geleitet1 die als angeborene und sich vererbende ,eigentmlichkeiten ihrer ,gattung angesehen werden mssen4 ,hierher gehrt noch eine ,reihe von ,bewegungen1 die auch ohne eigentlichen ,willensakt zustande kommen1 aber nicht auf ,grund einer zweckmigen ,einrichtung der ,natur1 sondern nur durch die ,vorstellung der ,bewegung selbst3 die ,nachahmungsbewegung4 ,eine ,bewegung1 deren ,bild sich aufdrngt1 wird oft unwillkrlich nachgeahmt4 ,die ,ste eines ,fechters1 die ,leistungen eines ,clowns werden von ungebildeten ,zuschauern unter ,begleitung von leichten ,bewegungen betrachtet1 selbst die ,lesung einer lebhaften ,schilderung kann zu schwacher ,bewegung fhren1 ohne da der ,wille mitwirkt4 ,noch hufiger1 aber wenig in die ,augen fallend zeigt sich die ,nachahmung in den kleinen ,bewegungen1 die zur ,krperhaltung gehren und die oft nachgeahmt werden1 whrend die ,aufmerksamkeit etwas anderem zugewandt ist4 ,doch tritt dieselbe mit der zunehmenden ,bildung infolge der ,gewohnheit der ,selbstbeherrschung und der schnellen ,ablsung der ,bewegungsvorstellungen durch andere mehr zurck4 #be4 ,der ,trieb und das eigentliche ,wollen4 ,mit dem ,trieb kommen wir dem eigentlichen ,wollen um einen ,schritt nher4 ,je weiter die ,entwickelung des ,geisteslebens fortschreitet1 desto enger wird die ,verbindung zwischen seinen einzelnen ,elementen4 ,so unterscheidet sich der ,trieb vom ,instinkt dadurch1 da dabei eine mehr oder weniger klare ,vorstellung dessen mitwirkt1 was als ,quelle der ,lust erstrebt wird4 ,wird der ,trieb so stark1 da er den ,menschen ganz erfllt und ,denken und ,wollen beherrscht1 so geht er in die ,begierde ber4 ,es ist also ein zeitlicher ,unterschied da zwischen dem zuknftigen ,gefhl der ,lust1 welche die ,befriedigung des ,triebes gewhren wird1 und den ,bewegungen1 die dadurch verursacht werden1 zwischen dem ,zweck und den ,mitteln zu seiner ,erreichung4 ,der ,instinkt leitet nur durch die augenblicklichen ,gefhle1 welche die ,bewegung begleiten1 der ,trieb durch die ,vorstellung eines ,zieles1 mit welchem das ,gefhl verbunden sein wird4 ,so unterscheidet sich z4 ,b4 die ,kunstfertigkeit der ,ameise und der ,gestaltungstrieb des ,knstlers4 ,das ,gefhl der ,lust1 das mit dem erreichten ,zweck sich verbindet1 ist also der ,grund zur ,bewegung1 der ,beweggrund oder das ,motiv4 ,wird dieses ,gefhl nicht sogleich zum ,motiv1 also auch nicht unmittelbar zur ,veranlassung einer ,bewegung1 so erscheint es als ,wunsch4 ,treten mehrere ,objekte nebeneinander auf1 so da das ,objekt des einzelnen ,triebes nicht unmittelbar erreicht wird1 so kommt das ,denken nicht mehr blo fr die ,wahl der richtigen ,mittel in ,betracht1 sondern es entscheidet je nach dem ,gefhlswert der ,motive1 besonders mit ,hilfe der ,erinnerung1 welches der ,motive den ,ausschlag geben1 was als ,zweck gesetzt werden soll3 das ,subjekt fat den ,vorsatz1 ein bestimmtes ,ziel anzustreben4 ,der ,vorsatz kann aus augenblicklicher ,gemtsbewegung entspringen1 ohne da das ganze ,innere des ,menschen1 sein eigentmlicher ,charakter1 alle seine ,gefhle und ,vorstellungen mitgewirkt haben4 ,die ,entscheidung ist deshalb zunchst eine oberflchliche und kann1 wenn sich jene ,faktoren nachher geltend machen1 wieder umgestoen werden3 der ,weg zur ,hlle ist mit guten ,vorstzen gepflastert40 ,erfolgt aber die ,entscheidung zwischen den ,motiven auf ,grund einer allseitigen berlegung1 indem der ,handelnde seine ganze ,persnlichkeit dabei in die ,wagschale legt1 so entsteht der ,entschlu4 ,dieser ist die hchste ,form des ,willens1 der eigentliche ,willensakt4 ,je mehr wir uns diesem nhern1 desto wichtiger mu jener ,zeitunterschied zwischen dem ,gedanken und der ,ausfhrung des ,gedankens werden1 den wir zuerst beim ,trieb beobachtet haben2 denn je mehr andere ,motive und die ,erwgung ihres ,wertes ,zeit haben1 sich geltend zu machen1 desto mehr wird die ,entscheidung der unmittelbaren ,wirkung eines einzigen ,motivs zu ,gunsten der berlegung entrckt4 ,der ,unterschied zwischen diesen verschiedenen ,formen des ,willens ist freilich ein flieender und der ,sprachgebrauch hufig ungenau1 aber er ist wichtig fr die sittliche und fr die strafrechtliche ,beurteilung4 ,was fr ein geistiger ,vorgang der ,willensakt ist1 wie es geschieht1 da dasselbe1 was vorher nur ein ,wunsch1 nur eine ,mglichkeit war1 nun auf einmal als etwas angesehen wird1 was in einem wirklichen ,handeln herbeizufhren ist1 lt sich nicht nher auseinandersetzen1 sondern nur erfahren4 ,auch haben wir kein ,bewutsein davon1 wie nun der ,willensakt in ,bewegung bergeht1 wie der ,wille durch ,vermittelung der motorischen ,nerven die ,muskeln in ,bewegung setzt4 ,nur einen inneren ,zustand nehmen wir wahr1 eine ,vorstellung und ein ,gefhl von der ,bewegung1 die gemacht werden soll1 und den eigentmlichen ,vorgang1 der den ,befehl enthlt1 diese ,bewegung ins ,werk zu setzen4 ,das brige entzieht sich unserer inneren ,erfahrung2 aber die gewollte ,bewegung tritt mit ,sicherheit ein1 sie ist also in gesetzmiger ,weise mit dem inneren ,zustand verknpft1 jedoch ohne da die ,zwischenglieder uns zum ,bewutsein kommen4 #bf4 ,die ,freiheit des ,willens4 ,da der ,wille des ,menschen in dem ,augenblick1 wo er einen ,entschlu fat1 frei sei1 d4 h4 da er in demselben ,augenblick auch einen andern ,entschlu fassen knnte1 wird berall im praktischen ,leben vorausgesetzt4 ,diesem ,indeterminismus1 der auch wissenschaftlich vertreten wurde1 steht der ,determinismus gegenber1 der die ,willensfreiheit in diesem ,sinne leugnet4 ,die ,psychologie kann diese ,frage fr sich allein nicht entscheiden1 die ,ethik hat zu untersuchen1 ob die ,willensfreiheit eine ,forderung des sittlichen ,bewutseins ist1 die ,metaphysik1 ob sie im ,zusammenhang der ,welt denkbar ist4 ,ganz auerhalb des ,gebiets der ,psychologie liegen ,ansichten1 wie die von der ,machtlosigkeit des menschlichen ,willens 7,fatalismus74 ,vom ,standpunkt der ,psychologie ergibt sich als ,fr und ,wider etwa ,folgendes3 #a4 ,der ,determinismus erklrt1 durch die ,behauptung der ,freiheit des ,willens sei das ,gesetz der ,kausalitt1 da alles eine ,ursache haben msse1 und damit der ,zusammenhang des ,bewutseinslebens aufgehoben4 ,der ,indeterminismus macht dagegen geltend1 die ausnahmslose ,gltigkeit des naturwissenschaftlichen ,kausalgesetzes sei fr die geistige ,welt weder erwiesen1 noch willkrlich anzunehmen4 #b4 ,der ,indeterminismus weist auf gewisse psychologische ,tatsachen hin3 auf das ,bewutsein der ,freiheit und ,verantwortlichkeit1 auf das ,gefhl der ,reue1 die nur erklrbar seien unter der ,voraussetzung1 da man wirklich in derselben ,lage anders handeln knnte1 als man gehandelt hat4 ,der ,determinismus erklrt diese ,tatsachen daraus1 da das handelnde ,individuum seine eigene ,charaktereigentmlichkeit nicht in ,rechnung bringt und so die1 von uerem ,zwang allerdings unabhngige ,wahl zwischen den ,motiven1 die auf ,grund derselben nur in einer einzigen ,richtung erfolgen kann1 als absolut freie ansieht4 ,in der ,erinnerung an eine bse ,tat ergebe sich dann die ,reue aus der ,selbstverurteilung und aus dem ,wunsche1 anders gehandelt zu haben4 #bg4 ,die ,ausdrucksbewegungen4 ,es gibt ,bewegungen1 deren ,eigentmlichkeit darin besteht1 da sie einen innern ,zustand ausdrcken1 da sie ,zeichen eines bestimmten inneren ,zustandes sind4 ,sie sind keine besondere ,art neben den unwillkrlichen und willkrlichen ,bewegungen1 sondern immer eines von beiden1 aber sie verdienen eine besondere ,beachtung1 weil alle ,entwickelung des geistigen ,lebens auf dem ,verkehr der ,menschen untereinander beruht1 und dieser ,verkehr nur durch ,ausdrucksbewegungen mglich ist4 ,soweit diese in uerlich sichtbaren ,krperbewegungen bestehen1 werden sie auch ,gebrden genannt4 ,man kann dreierlei ,arten von ,ausdrucksbewegungen unterscheiden1 die aber hufig zusammenwirken3 #a4 ,bewegungen1 die nur die starke ,erregung des ,gefhls unmittelbar zum ,ausdruck bringen4 ,sie wurden schon oben bei den ,reflexbewegungen erwhnt als ein ,mittel1 die groe innere ,spannung nach auen zu leiten4 ,hierher gehrt das ,erblassen und ,errten1 ,lhmung und ,spannung der ,muskeln1 das ,lachen und ,weinen4 ,das ,lachen ist der ,ausdruck krperlichen und geistigen ,wohlbehagens1 des letzteren besonders1 sofern es durch starke ,gegenstze hervorgerufen wird1 z4 ,b4 durch den ,gegensatz einer kurzen dicken und einer langen hageren ,gestalt4 hnlich beruht der ,witz auf der pltzlichen ,verwandlung einer gespannten ,erwartung in ,nichts0 7,kant74 ,die ,ursache dieser ,vorgnge ist vielleicht die1 da ein ,grundbedrfnis des ,geistes1 die ,bewegung durch ,gegenstze hindurch hier besonders rein und vollkommen befriedigt wird4 ,das ,lachen besteht in einem stoweisen ,ausatmen1 das durch ,einatmung unterbrochen ist4 ,das ,weinen ist der ,ausdruck geistigen oder krperlichen ,schmerzes2 sein ,hauptmerkmal ist die ,aussonderung von ,wasser durch die ,trnendrsen4 ,doch sind beide ,erscheinungen auch von ,bewegungen der ,gesichtsmuskeln begleitet1 die nach ,form #b zu erklren sind4 #b4 ,bewegungen1 welche die ,gefhle mit ,hilfe der ,assoziation hnlicher ,empfindungen ausdrcken4 ,so werden z4 ,b4 diejenigen ,gefhle1 welche der ,sprachgebrauch als bitter1 herb1 s bezeichnet1 durch ,bewegungen des ,mundes ausgedrckt1 welche sonst mit den betreffenden ,geschmacksempfindungen verbunden sind4 #c4 ,bewegungen1 die zum ,ausdruck von ,vorstellungen und dadurch oft auch mittelbar zum ,ausdruck von ,gefhlen dienen4 ,auf einfache ,weise geschieht dies1 wenn wir auf ,personen und ,dinge1 von denen die ,rede ist1 mit der ,hand hinweisen4 ,hufiger mglich ist die ,nachbildung des betreffenden ,gegenstandes oder seiner ,merkmale durch malende ,gebrden4 ,so sucht der ,erzhler seine ,schilderung anschaulich zu machen4 ,dadurch kann auch mittelbar ein ,gefhl ausgedrckt werden1 z4 ,b4 wenn durch das ,ballen der ,faust die ,vorstellung eines ,angriffs hervorgerufen und dadurch der ,zorn gegen den ,beleidiger ausgedrckt wird4 ,die wichtigste ,form der ,ausdrucksbewegungen berhaupt ist aber die ,sprache1 wo ,vorstellungen durch ,bewegungen des ,sprachorgans1 durch den gesprochenen und gehrten ,laut1 ihren ,ausdruck finden4 ,doch werden in ihr auch die erste und zweite ,form der ,ausdrucksbewegungen verwendet4 ,ursprnglich war die ,sprache wohl eine unwillkrliche1 von ,gebrden begleitete uerung des ,sprachorgans1 die als eine ,art ,reflexbewegung den ,eindruck wiedergab1 den die ,gegenstnde machten1 und auf einer unklaren ,beziehung zwischen ,laut und ,bild beruhte4 ,die eigentliche ,schallnachahmung1 auf die von den ,vertretern der sogenannten onomatopotischen ,theorie der ,ursprung der ,sprache zurckgefhrt wird1 wre nur ein unwesentlicher ,teil der so entstandenen ,laute4 ,die erluternde ,begleitung der ,gebrden und das ,bewutsein einer ,verwandtschaft zwischen ,laut und ,bild trat aber allmhlich zurck1 das ,wort wurde bloes ,zeichen und konnte auch fr ,gemeinvorstellungen und abstrakte ,begriffe1 denen kein bestimmter ,gegenstand entsprach1 gebraucht werden4 ,von andrer ,seite her geschah dies in der ,schrift3 zuerst ,nachbildung der ,form der ,gegenstnde in der ,bilderschrift und dann ,verwandlung dieser ,bilder in selbstndige ,schriftzeichen4 ,so wurde die ,sprache das unerschpfliche und unentbehrliche ,mittel fr die ,unterscheidung und den ,austausch der ,gedanken und damit fr die ,ausbildung des ,denkens berhaupt4 ,die ,veranlassung der ,ausdrucksbewegungen ist immer ein innerer ,zustand4 ,die ,schauspielkunst nimmt alle ,ausdrucksbewegungen in ihren ,dienst und sucht dieselben allerdings knstlich1 d4 h4 ohne da die natrlichen ueren und inneren ,anlsse dazu gegeben sind1 hervorzubringen2 aber der ,schauspieler kann eine der hchsten ,forderungen1 die ,lebenswahrheit1 doch nur erreichen1 indem er den inneren ,zustand selbst knstlich erzeugt1 dem die ,ausdrucksbewegungen ungezwungen folgen4 ,hat er ,sprache und ,gebrden nur mechanisch erlernt1 so erscheint sein ,spiel als ein ,gemachtes01 weil es eben nicht ,ausdruck0 eines ,innern ist4 #bh4 bung1 ,gewohnheit1 ,charakter4 ,es war schon mehrmals davon die ,rede1 von wie groer ,wichtigkeit fr das geistige ,leben die ,wiederholung ist4 ,hat sie den ,zweck1 grere ,fertigkeit zu erreichen1 so heit sie bung4 ,das ,resultat der hufigen ,wiederholung ist die ,gewohnheit4 ,werden ,vorstellungsreihen1 die durch ,assoziation verbunden sind1 hufig wiederholt1 so geht die ,wiedererzeugung jedesmal leichter vor sich1 und die ,zwischenglieder kommen gar nicht mehr als selbstndige zum ,bewutsein4 ,ein ,beispiel dafr ist die ,wahrnehmung der ,entfernung1 die ursprnglich aus der ,wahrnehmung der scheinbaren ,gre1 deren ,vergleichung mit der wirklichen ,gre und der ,feststellung des ,resultats besteht4 ,durch die bung werden wir diese ,berechnung so gewhnt1 da wir mit berspringung der ,mittelglieder unmittelbar die ,entfernung selbst wahrzunehmen glauben 7vgl4 o4 ,s4 #cf74 ,dasselbe gilt auch von den ,bewegungsvorstellungen und infolgedessen von den ,bewegungen selbst1 die der ,wille regiert4 ,die ,leitung durch die motorischen ,nerven und die ,ausfhrung der ,bewegungen durch die ,muskeln geht mit jeder ,wiederholung leichter und schneller vor sich4 ,eine solche gewohnheitsmige ,verbindung von ,vorstellung und ,bewegung stellt z4 ,b4 die ,sprache dar4 ,vorstellung1 ,sprachlaut und ,schriftzeichen sind fr unser ,bewutsein fast zu einer ,vorstellung verschmolzen1 so da das eine ohne weiteres das andere hervorruft4 ,indem wir schreiben1 fgt sich an die ,vorstellungen1 die wir hervorbringen1 das ,bild der betreffenden ,schriftzeichen und der dazu ntigen ,bewegungen1 und durch ,vermittlung der motorischen ,nerven wird die entsprechende ,muskelgruppe in ,bewegung gesetzt1 um die ,schriftzeichen zu ,papier zu bringen2 daneben geht aber immer in engster ,assoziation eine ,vorstellung von dem ,klange her1 den die gesprochenen ,worte htten4 ,dieser komplizierte ,vorgang ist uns durch unzhlige ,wiederholungen so gelufig geworden1 da er uns als ein einziger ,akt erscheint4 ,ebenso sind andere komplizierte ,bewegungen3 das ,sprechen1 das ,klavierspielen1 die ,ttigkeit des ,setzers1 zu erklren4 ,je grer die bung ist1 je leichter und schneller deshalb die ,bewegung erfolgt1 desto weniger bedarf es fr jede einzelne ,bewegung einer besonderen ,willensanstrengung1 so da die ,reihe der einmal angefangenen ,bewegungen scheinbar ganz ohne ,zutun des ,willens abluft4 ,ein ,willensakt scheint nur notwendig zu sein beim ,anfang und ,abschlu der ,bewegung und beim ,eintreten von ,hindernissen4 ,doch wird anzunehmen sein1 da berall der ,wille noch mitwirkt1 nur in viel schwcherem ,grade4 ,die ,bewegung des ,gehens scheint wohl1 einmal angefangen1 von selber sich fortzusetzen1 und doch mssen wir annehmen1 da nicht blo beim ,aufstehen oder ,aufhren der ,wille mitwirkt1 sondern auch zur fortwhrenden ,spannung der ,muskeln zur ,einhaltung einer bestimmten ,richtung4 ,so schwinden also auch hier bei fortgesetzter bung die ,zwischenglieder fr das ,bewutsein4 ,diese ,macht der ,gewohnheit1 die den ,aufwand an ,willenskraft wesentlich einschrnkt1 beherrscht unser ganzes alltgliches ,leben4 ,besonders aber macht sie sich auch im eigentlichen ,handeln geltend4 ,auf ,grund seiner eigentmlichen ,anlage und ,erziehung erwirbt sich der ,mensch in der ,wechselwirkung mit andern eine gewohnheitsmige ,form des ,handelns1 einen ,charakter4 ,das ,zustandekommen bestimmter ,grundstze auf sittlichem ,gebiete ist deshalb wertvoll1 weil dadurch die einzelnen ,handlungen dem ,einflu der ,beweggrnde des ,augenblicks entzogen sind4 ,nur wo neue1 ungewohnte ,aufgaben gestellt werden und wo verschiedene ,grundstze in ,widerstreit geraten1 findet wieder eine allseitige berlegung der verschiedenen ,motive und der eigenen ,grundstze1 eine besondere ,entscheidung des freien ,willens statt4 ,abschnitt ,,iii4 ,die ,abhngigkeit der einzelnen ,elemente der ,seele voneinander4 #bi4 ,die ,abhngigkeit der einzelnen ,elemente voneinander4 ,die bisherige getrennte ,behandlung der ,seelenvermgen ist1 wie schon erwhnt1 eine ,abstraktion der ,wissenschaft1 die der ,wirklichkeit nicht entspricht4 ,es haben sich auch schon an verschiedenen ,punkten ,beziehungen zwischen ihnen gezeigt3 im folgenden wird sich noch genauer ergeben1 wie eng sie zusammengehren4 #a4 ,das ,erkennen ist abhngig vom ,fhlen und ,wollen4 ,das ,gefhl ist das ,hauptmittel1 ,vorstellungen in der ,erinnerung festzuhalten1 denn es verknpft sie durch das ,interesse mit dem ,individuum4 ,nur der ,wert1 den die ,erkenntnis durch die ,verbindung mit ,lust- und ,unlustgefhlen fr uns hat1 veranlat uns1 mit ,sorgfalt der ,wahrheit nachzugehen1 sonst wrden wir uns gleichgltig dem ,strome der ,vorstellungen berlassen4 ,und diese ,konzentration auf bestimmte ,vorstellungen und ,vorstellungsreihen1 die allein zur ,erkenntnis fhren kann1 ist nur mglich mit ,hilfe des ,willens1 der die ,aufmerksamkeit in der ,richtung des ,interesses lenkt4 #b4 ,das ,gefhl kann sich nur entwickeln unter ,mitwirkung von ,vorstellungen und ,willensakten4 ,die ,gefhle sind an sich zu unbestimmt1 um klar auseinandergehalten zu werden4 ,erst durch die ,verknpfung mit den ,vorstellungen1 denen sie ihre ,entstehung verdanken1 lassen sie sich klar unterscheiden und gegeneinander abwgen4 ,ebenso ist eine deutliche ,erinnerung von ,gefhlen nur mglich durch ,wiedererzeugung der ,vorstellungen1 an welche sie sich geknpft haben4 ,und sollen die hheren ,gefhle1 die intellektuellen1 sthetischen1 sittlichen1 religisen1 vor ,verirrungen bewahrt werden1 so mu das ,denken sich auf sie richten und ,grundstze der ,beurteilung daraus gewinnen1 die dann wieder auf das ,fhlen selber zurckwirken und es vor ,ausschreitungen bewahren4 ,es mu aber auch der ,wille zu ,hilfe kommen4 ,durch einen ,willensakt kann zwar nicht unmittelbar die ,entstehung eines ,gefhls verhindert oder ein vorhandenes unterdrckt werden1 aber dies kann mittelbar geschehen1 indem die ,bewegungen1 in denen sich die ,gefhlserregung uert1 gehemmt1 oder die ,vorstellungen1 an denen es sich nhrt1 ihm entzogen werden4 ,so kann der ,zornige den ,affekt unter ,umstnden unterdrcken1 indem er den ,zorn nicht zum ,ausbruch kommen lt1 d4 h4 indem er ,selbstbeherrschung bt4 ,tatenlose ,trauer wird unterbrochen1 indem der ,trauernde in eine andere ,welt von ,vorstellungen1 in eine neue ,umgebung versetzt wird1 in der ihn nichts mehr an den ,gegenstand seines ,gefhls erinnert4 ,das ganze ,gefhlsleben aber kann nur dann ein gesundes bleiben1 wenn es von dem ,willen in ,zucht genommen wird1 der ebenso ein ,aufgehen im ,gefhl auf ,kosten der ,tatkraft1 wie eine ,vernachlssigung des ,gefhls zu ,gunsten des blo verstandesmigen ,strebens verhindert4 #c4 ,der ,wille ist ohne ,vorstellungen und ,gefhle nicht denkbar4 ,er bedarf eines ,zieles1 auf dessen ,verwirklichung er gerichtet ist4 ,dieses ,ziel knnte dem ,wollenden aber gleichgltig sein1 wenn nicht die ,erreichung desselben durch ,verknpfung mit ,lustgefhlen einen gewissen ,wert fr ihn htte4 ,ferner wre es nicht mglich1 einen ,zweck zu erreichen1 ohne eine ,erkenntnis der ,mittel dazu1 die vom ,verstand ausgehen mu4 ,soll endlich die ,reihe der ,willensakte nicht einen planlosen ,wechsel darstellen1 sondern eine gewisse gleichmige ,folgerichtigkeit1 so sind bestimmte ,grundstze ntig1 die vom ,denken zur ,leitung des ,willens aufgestellt werden4 ,so verschlingen sich die drei ,arten geistiger ,vorgnge in der verschiedensten ,weise4 ,und wie an einem ,individuum zu verschiedenen ,zeiten das eine ,mal das ,gefhl1 das andre ,mal der ,gedanke oder der ,wille vorwiegt1 so erhalten die verschiedenen ,individuen ein eigentmliches ,geprge1 je nachdem das ,denken1 das ,fhlen oder das ,wollen bei ihnen vorwiegt1 so spricht man von ,verstandesmenschen1 ,gefhlsmenschen und ,mnnern der ,tat4 ,die hchste ,form ist aber immer das ideale ,gleichgewicht1 die harmonische ,ausbildung aller ,seiten des menschlichen ,geistes4 ,logik4 #cj4 ,die ,aufgabe der ,logik4 ,die ,logik ist die ,wissenschaft von den ,gesetzen des richtigen ,denkens4 ,das ,denken ist als ,element des geistigen ,lebens auch ,gegenstand der ,psychologie1 aber die ,psychologie betrachtet es nur nach seiner tatschlichen ,wirklichkeit und sucht es wie alle andern geistigen ,vorgnge nach seinen allgemeinen ,gesetzen zu erklren2 das richtige1 wie das unrichtige ,denken findet gleichmige ,bercksichtigung4 ,die ,logik hebt aus diesem ,stoff der ,psychologie dasjenige ,denken heraus1 das geeignet ist1 dem ,zwecke der ,erkenntnis der ,wahrheit zu dienen4 ,die ,tatsachen des ,irrtums und des ,streites lehren1 da das ,denken in der ,verfolgung dieses ,zweckes auf ,abwege geraten kann2 es fragt sich daher1 wie das richtige ,denken beschaffen ist1 das zum ,ziele fhrt4 ,wenn wir diese ,frage beantworten sollen1 mssen wir ein ,mittel haben1 das richtige ,denken vom unrichtigen zu unterscheiden4 ,das nchstliegende wre1 als richtiges ,denken dasjenige zu bezeichnen1 dessen ,resultate mit der ,wirklichkeit bereinstimmen4 ,dem steht aber der ,einwand gegenber1 der vom ,standpunkte der ,logik aus nicht widerlegt werden kann1 da die ganze wirkliche ,welt nur in der ,vorstellung vorhanden ist 7vgl4 #c74 ,jedenfalls knnen wir einen ,vergleich zwischen dem ,gedachten und der ,wirklichkeit nur anstellen1 indem wir auch diese ,wirklichkeit denkend erfassen2 wir kommen also ber den ,kreis des ,gedachten nicht hinaus1 um es mit einer davon unabhngigen ,wirklichkeit vergleichen zu knnen4 ,ebensowenig knnen wir die ,richtigkeit des ,denkens von der ,anerkennung der andern denkenden ,wesen abhngig machen2 die ,allgemeingltigkeit des ,gedachten ist teils nicht vorhanden1 teils zu unsicher1 um als ,mastab fr seine ,richtigkeit gelten zu knnen4 ,und doch haben wir ein unmittelbares ,bewutsein davon1 was richtiges ,denken ist4 ,es ist einfache psychologische ,tatsache1 da wir das richtige ,denken von dem unrichtigen ohne weiteres unterscheiden2 wir finden in uns eine innere ,ntigung1 gerade so und nicht anders zu denken1 und wir nehmen an1 da auch andere ebenso denken mssen4 ,die ,logik mu sich also darauf beschrnken1 die ,bedingungen darzustellen1 unter denen dieses notwendige und allgemeingltige ,denken zustande kommt4 ,damit ist ihre ,aufgabe nach zwei ,seiten abgegrenzt4 ,sie sieht ab von dem einzelnen ,wissensstoff selbst und zeigt nur1 wie man von gegebenen ,voraussetzungen aus1 deren ,wahrheit sie nicht zu prfen hat1 durch das ,denken zu einer ,erkenntnis gelangen kann1 und sie unterscheidet sich von der ,erkenntnistheorie dadurch1 da sie das ,denken nicht daraufhin betrachtet1 ob es zur ,erkenntnis einer von ihm unabhngigen ,welt fhren kann1 sondern fr sich allein nach seinen eigenen ,gesetzen4 ,aus der geschilderten ,aufgabe der ,logik geht auch hervor1 da die ,logik nicht die ,kunst des ,denkens lehren kann1 so wenig als die ,poetik die ,kunst des ,dichtens lehrt4 ,aber es lt sich doch nicht behaupten1 da die ,kunst des ,denkens berhaupt unabhngig wre von der ,kenntnis der logischen ,gesetze4 ,die ,fhigkeit richtig zu denken ist dem ,menschen angeboren1 aber es gilt auch hier1 da es besser ist1 wenn er die ,grundstze seines ,verfahrens kennt1 als wenn er sie nicht kennt4 ,denn wie nur der eine ,sprache ganz beherrscht1 der auch ihre ,grammatik kennt1 so versteht nur der die ,gesetze des ,denkens mit voller ,sicherheit zu handhaben1 der sich ihrer auch bewut ist4 ,geradezu unentbehrlich ist diese ,kenntnis1 wenn es sich darum handelt1 ,fehler nachzuweisen oder besonders schwierige ,fragen zu lsen1 so besonders in der ,philosophie und berall1 wo die ,gewinnung eines ,resultates von der ,befolgung einer klaren1 sicheren ,methode abhngig ist4 ,die ,logik beschftigt sich teils mit den ,elementen des ,denkens1 den ,begriffen1 ,urteilen und ,schlssen1 teils mit der ,art1 wie diese ,elemente in ,beziehung zu einander gesetzt werden1 um die ,wissenschaft als ein zusammenhngendes ,ganzes zu erzeugen4 ,die ,form des wissenschaftlichen ,verfahrens heit ,methode4 ,so kann man die ,logik einteilen in eine ,elementarlehre und eine ,methodenlehre4 ,i4 ,teil4 ,elementarlehre4 #a4 ,die ,begriffe4 #ca4 ,der ,begriff und seine ,merkmale4 ,der ,begriff ist die durch ein ,wort reprsentierte ,einheit aller in einer ,gemeinvorstellung gedachten wesentlichen ,merkmale 7s4 o4 #ac74 ,er entsteht durch ,abstraktion von den ungleichartigen ,merkmalen und ,reflexion auf die gleichartigen4 ,was im ,begriff gedacht wird1 gilt als das ,wesen der ,gegenstnde1 die unter ihn fallen1 und so nennt man diejenigen ,merkmale1 ohne welche der ,begriff nicht gedacht werden kann1 wesentliche1 und diejenigen1 die auch fehlen knnen1 auerwesentliche oder zufllige4 ,so sind wesentliche ,merkmale des ,begriffs ,mensch3 ,vernunft1 ,sprache1 aufrechter ,gang2 auerwesentliche3 ,schnheit1 ,gelehrsamkeit1 ,bosheit4 ,es scheint wohl gleichartige ,merkmale zu geben1 die nicht wesentlich sind1 die in keinem inneren ,zusammenhang zum ,wesen des betreffenden ,gegenstandes stehen4 ,dies ist aber nur auf einer unvollkommenen ,stufe der ,erkenntnis mglich2 der ,fortschritt der ,wissenschaft mu entweder die ,gleichartigkeit auf einen inneren ,wesenszusammenhang zurckfhren oder als eine nur scheinbare nachweisen4 ,in der ,mathematik gibt es kein gleichartiges ,merkmal1 das nicht zugleich wesentlich ist2 z4 ,b4 der ,begriff des gleichseitigen ,dreiecks schliet die ,gleichheit der ,winkel nicht unmittelbar in sich1 kann aber doch nicht ohne dieses ,merkmal gedacht werden4 ,die wesentlichen ,merkmale eines ,begriffs werden auch eingeteilt in eigentmliche 7notae propriae71 welche denselben ausschlielich eigen sind1 und gemeinsame 7n4 communes71 welche auch andern ,begriffen zukommen1 ferner in ursprngliche und abgeleitete ,merkmale4 ,ein ursprngliches ,merkmal des ,parallelogramms ist die ,parallelitt der ,gegenseiten1 von diesem abgeleitet3 die ,gleichheit derselben4 ,die ,reihe von ,individualvorstellungen1 aus welchen der ,begriff gebildet wird1 mu nicht notwendig von verschiedenen ,individuen herrhren1 sondern sie kann auch auf dasselbe ,individuum zu verschiedenen ,zeiten sich beziehen1 und dann erhalten wir den ,individualbegriff4 ,so machen wir uns besonders von menschlichen ,individuen ,individualbegriffen1 indem wir die verschiedenen ,individualvorstellungen1 die wir von ihnen aus verschiedenen ,zeiten haben1 zu einem ,begriff zusammenfassen4 #cb4 ,inhalt und ,umfang des ,begriffs4 ,an jedem ,begriff wird unterschieden3 der ,inhalt1 d4 h4 die ,gesamtheit der darin gedachten ,merkmale1 und der ,umfang1 d4 h4 die ,summe der ,gegenstnde oder ,vorstellungen1 die in sein ,gebiet fallen4 ,so bilden den ,inhalt des ,begriffs ,parallelogramm3 die ,merkmale ,viereck und ,parallelitt der ,gegenseiten1 den ,umfang desselben3 die ,quadrate1 ,rechtecke1 ,rhomben und ,rhomboide2 den ,inhalt des ,begriffs ,tier3 organisches ,wesen1 ,empfindung1 freie ,bewegung1 den ,umfang3 ,sugetiere1 ,vgel1 ,amphibien1 ,fische1 ,wrmer u4 s4 w4 ,werden in den ,begriff neben den wesentlichen noch zufllige ,merkmale aufgenommen1 so wird der ,umfang desselben zu klein1 der ,begriff ist zu eng4 ,wenn nicht alle wesentlichen ,merkmale aufgenommen werden1 so wird der ,umfang zu gro1 d4 h4 der ,begriff ist zu weit4 ,der ,begriff ,parallelogramm wird zu eng1 wenn er das ,merkmal gleichseitig erhlt1 denn aus seinem ,gebiet werden dadurch das ,rechteck und das ,rhomboid ausgeschlossen2 er wird zu weit1 wenn das wesentliche ,merkmal3 ,parallelitt der ,gegenseiten weggelassen wird1 denn dann fllt er mit dem ,begriff des ,vierecks zusammen4 ,je grer der ,inhalt eines ,begriffes1 desto kleiner der ,umfang1 und je grer der ,umfang1 desto kleiner der ,inhalt4 ,begriffsumfang und ,begriffsinhalt stehen also ihrer ,gre nach in umgekehrtem ,verhltnis zueinander4 ,so ist der ,umfang des ,begriffs ,geld grer als der ,umfang des ,begriffs ,silbergeld1 denn er umfat auch das ,kupfergeld1 ,goldgeld und ,papiergeld1 dagegen sein ,inhalt ist kleiner1 nmlich um das ,merkmal ,silber4 ,der ,umfang eines ,begriffs wird also durch ,hinzufgung von ,merkmalen beschrnkt 7,determination71 durch ,weglassung von ,merkmalen erweitert 7,abstraktion74 #cc4 ,klarheit und ,deutlichkeit der ,begriffe4 ,von dem ,grade der ,einsicht in den ,inhalt und ,umfang des ,begriffs hngt die ,klarheit und ,deutlichkeit desselben ab4 ,ein ,begriff ist klar1 wenn man das1 was zu seinem ,umfang gehrt1 genau von dem unterscheiden kann1 was in den ,umfang anderer ,begriffe fllt1 so da keine ,verwechslung mglich ist4 ,so ist der ,begriff ,logik klar1 wenn man ihn von ,psychologie1 ,erkenntnistheorie1 ,metaphysik genau unterscheiden kann4 ,ein ,begriff ist deutlich1 wenn die ,merkmale1 die seinen ,inhalt bilden1 fr sich klar sind4 ,so hat derjenige einen deutlichen ,begriff der ,logik1 der von der ,wissenschaft berhaupt und von den ,gesetzen des ,denkens eine klare ,vorstellung hat4 #cd4 ,die ,arten der ,begriffe4 ,nach dem ,inhalt unterscheidet man einfache und zusammengesetzte ,begriffe1 je nachdem dieselben nur ein einziges oder mehrere ,merkmale enthalten4 ,einfache ,begriffe sind3 ,etwas1 ,sein1 ,punkt1 ,raum2 zusammengesetzte3 ,lwe1 ,sechseck1 ,urteil4 ,nach dem ,verhltnis des ,umfangs der ,begriffe unterscheidet man untergeordnete 7subordinierte71 bergeordnete 7superordinierte7 und nebengeordnete 7koordinierte7 ,begriffe4 ,denjenigen ,begriff1 der unmittelbar aus ,individualvorstellungen entstanden ist1 nennt man ,artbegriff1 z4 ,b4 den ,begriff ,nachtigall2 denjenigen1 der selbst wieder aus ,artbegriffen entstanden ist und deshalb die ,individualvorstellungen nur mittelbar in sich befat1 den ,gattungsbegriff1 z4 ,b4 ,singvogel4 ,der ,gattungsbegriff heit auch der hhere oder weitere und der ,artbegriff der niedere oder engere ,begriff4 ,aus ,gattungsbegriffen knnen wieder andere hhere ,gattungsbegriffe gebildet werden1 so fllt der ,begriff ,singvogel unter die hheren ,gattungsbegriffe3 ,vogel1 ,tier1 organisches ,geschpf1 ,krper1 von denen jeder wieder einen weiteren ,umfang hat1 als der vorhergehende1 so da ein ,gattungsbegriff im ,verhltnis zum folgenden hheren immer wieder als ,artbegriff betrachtet werden knnte2 doch wird diese ,stufenleiter von ,art- und ,gattungsbegriffen hufig durch besondere ,ausdrcke bezeichnet1 wo dann auch ,art und ,gattung ihre ganz bestimmte ,stelle haben4 ,so konstruiert besonders die ,naturwissenschaft von oben nach unten folgendes ,schema3 ,reich1 ,kreis1 ,gruppe1 ,klasse1 ,ordnung1 ,familie1 ,gattung1 ,art1 ,individuum4 ,begriffe1 die demselben nchsthheren ,gattungsbegriff untergeordnet sind1 stehen im ,verhltnis der ,beiordnung oder ,koordination1 z4 ,b4 ,frhling1 ,sommer1 ,herbst1 ,winter1 innerhalb der ,gattung ,jahreszeiten4 ,da die beigeordneten ,begriffe sich ausschlieen1 so stehen sie in einem gewissen ,gegensatz und zwar im kontradiktorischen ,gegensatz 7,widerspruch71 wenn es nur zwei ,begriffe sind1 die miteinander den ,umfang des hheren ,begriffs ausfllen1 so da der eine geradezu die ,verneinung des anderen ist1 z4 ,b4 ,mensch und ,nichtmensch1 zeitlich und ewig1 ,bewegung und ,ruhe1 schuldig und unschuldig2 im kontrren ,gegensatz 7,widerstreit71 wenn es mehrere ,begriffe sind1 so da sie sich zwar auch gegenseitig ausschlieen1 aber mit anderen ,begriffen sich in den ,umfang des hheren ,begriffes teilen4 ,was sich nicht bewegt1 ruht2 daraus aber1 da es nicht ,frhling ist1 folgt nicht1 da es ,sommer sein mu1 es kann auch ,herbst oder ,winter sein1 nur keines von beiden zugleich4 ,zwei ,begriffe sind identische oder ,wechselbegriffe1 wenn sie nach ,inhalt und ,umfang sich decken1 z4 ,b4 der ,begriff eines gleichseitigen und der eines gleichwinkligen ,dreiecks1 ,aristoteles und der ,begrnder der ,logik4 ,der ,unterschied besteht dann nur im sprachlichen ,ausdruck1 der nur je nach dem ,zusammenhang eine der ,seiten des ,begriffes besonders hervorhebt4 ,zwei ,begriffe kreuzen sich1 wenn sie nur einen ,teil ihres ,umfanges gemeinsam haben1 z4 ,b4 ,neger und ,sklaven2 sie sind einstimmig1 wenn sie an demselben ,gegenstand vorkommen knnen1 z4 ,b4 rechtwinklig und gleichseitig an dem ,begriff ,quadrat4 ,disparate ,begriffe nennt man diejenigen1 welche berhaupt nicht im ,umfang eines beiden gemeinsamen hheren ,begriffs untergebracht werden knnen1 z4 ,b4 ,dreieck und ,tapferkeit4 #b4 ,die ,urteile4 #ce4 ,das ,wesen des ,urteils4 ,das ,urteil ist der ,akt der ,ineinssetzung oder ,trennung zweier ,begriffe1 der mit dem ,bewutsein seiner ,allgemeingltigkeit vollzogen wird4 ,die sprachliche ,form des ,urteils ist der ,aussagesatz4 ,in jedem ,urteil wird etwas von etwas ausgesagt4 ,das1 wovon etwas ausgesagt wird1 ist das ,subjekt und das1 was ausgesagt wird1 das ,prdikat4 ,die ,ineinssetzung beider wird durch die ,kopula vermittelt4 ,sprachlich wird die ,kopula ausgedrckt durch die ,flexionsendung des ,verbums4 ,in dem ,urteil3 das ,eisen glht1 ist ,eisen der ,subjektsbegriff1 glhen der ,prdikatsbegriff und die ,flexionsendung t das ,mittel1 die ,beziehung zwischen ,subjekt und ,prdikat darzustellen4 ,auch wo das ,verbum sein als ,kopula verwendet wird1 sagt es nicht zugleich die ,existenz des ,subjekts aus 7,existentialurteil71 sondern dient nur als ,trger der ,flexionsendung1 die das ,subjekt mit dem ,prdikat verknpfen soll1 z4 ,b4 der ,pegasus ist geflgelt4 #cf4 ,die traditionelle ,einteilung der ,urteile4 ,die herkmmliche ,einteilung der ,urteile1 die in ihren ,grundzgen von ,kant aufgestellt wurde1 ist die nach den #d ,gesichtspunkten1 die bei jedem ,urteil in ,betracht kommen sollen1 nach der ,quantitt1 ,qualitt1 ,relation und ,modalitt4 #a4 ,die ,quantitt4 ,nach der ,quantitt unterscheidet man #a4 allgemeine ,urteile1 wo das ,prdikat von dem ganzen ,umfang des ,subjekts gilt3 alle ,s sind ,p2 alle ,menschen sind sterblich2 #b4 besondere oder partikulre ,urteile1 wo das ,prdikat nur von einem ,teil des ,umfangs des ,subjekts gilt3 einige ,s sind ,p2 einige ,knige waren ,philosophen2 und #c4 einzelne oder individuelle ,urteile1 wo das ,prdikat von einem einzelnen ,individuum gilt3 ,s ist ,p2 ,bismarck ist ein groer ,mann4 ,soll diese ,einteilung festgehalten werden1 so bedarf sie jedenfalls der ,ergnzung4 ,es wurde mit ,recht angefhrt1 das individuelle ,urteil knne auch als allgemeines betrachtet werden1 da auch bei ihm das ,prdikat vom ganzen ,umfang des ,subjekts gelte4 ,doch ist dieser ,fall1 da das ,prdikat1 wenn auch vom ganzen ,umfang des ,subjekts1 so doch nur von einem ,individuum gilt1 eigenartig genug1 um als solcher eine besondere ,art zu begrnden4 ,das partikulre ,urteil kann als selbstndiges nur festgehalten werden1 wenn es nher bestimmt wird1 so da es entweder lautet3 nur einige ,s sind ,p1 oder3 mindestens einige ,s sind ,p4 ,das ganz unbestimmte partikulre ,urteil3 einige ,menschen sind sterblich1 ist wertlos2 nur wenn es entweder das entsprechende allgemein vorbereitet1 z4 ,b43 7mindestens7 einige ,fixsterne haben eigene ,bewegung1 oder ein allgemeines verneint1 z4 ,b43 7nur7 einige ,planeten haben ,monde1 hat es selbstndige ,berechtigung4 ,beim allgemeinen ,urteil mu unterschieden werden zwischen dem empirisch allgemeinen und dem unbedingt allgemeinen4 ,beim empirisch allgemeinen beruht die ,behauptung1 da das ,prdikat in allen ,subjekten vorkommt1 auf ,erfahrung und ,zhlung1 z4 ,b4 in dem ,urteil3 alle ,geladenen sind gekommen1 auf einer ,vergleichung der ,zahl der ,gekommenen mit der ,zahl der ,geladenen4 ,beim unbedingt allgemeinen ,urteil wird das ,prdikat auf ,grund eines ,wesenszusammenhanges im voraus auch von denjenigen ,subjekten ausgesagt1 an denen es noch nicht beobachtet wurde1 z4 ,b43 alle ,rechtecke haben gleiche ,diagonalen4 #b4 ,die ,qualitt4 ,nach der ,qualitt werden die ,urteile eingeteilt in #a4 bejahende oder affirmative1 wo ,subjekt und ,prdikat in eins gesetzt werden3 ,s ist ,p2 #b4 verneinende oder negative1 wo ,subjekt und ,prdikat getrennt werden2 #c4 unendliche oder limitierende1 wo das ,subjekt mit einem verneinten ,prdikat verknpft wird3 ,s ist ,nicht ,p4 ,diese letztere ,form kann jedoch nicht als eine besondere gelten1 sie fllt vielmehr mit dem verneinenden ,urteil zusammen4 ,unendlich werden diese ,urteile genannt1 weil z4 ,b4 in dem ,urteil3 dieser ,mensch ist nichtschuldig1 dem ,subjekt die unendliche ,anzahl aller mglichen ,prdikate1 mit ,ausnahme des einen3 schuldig1 beigelegt wird4 ,dieses unendliche ,prdikat ist aber nicht vorstellbar und wird auch tatschlich nie vorzustellen versucht4 ,man denkt sich unter dem ,nichtschuldig nicht alle mglichen ,prdikate1 z4 ,b4 blau1 sechseckig1 gasfrmig1 vielmehr ist auch hier die ,absicht immer nur1 das entsprechende bejahende ,urteil zu verneinen4 ,aus der ,kombination der ,einteilungen nach ,quantitt und ,qualitt ergeben sich vier ,arten von ,urteilen1 die in der ,logik durch die #d ,buchstaben a e i o bezeichnet werden3 #a4 das allgemein bejahende3 alle ,s sind ,p 7a72 #b4 das allgemein verneinende3 kein ,s ist ,p 7e72 #c4 das partikulr bejahende3 einige ,s sind ,p 7i72 #d4 das partikulr verneinende3 einige ,s sind nicht ,p 7o74 ,die ,buchstaben sind den ,wrtern affirmo 7ich bejahe7 und nego 7ich verneine7 entnommen4 #c4 ,die ,relation4 ,nach der ,relation1 d4 h4 nach der ,art der ,beziehung zwischen ,subjekt und ,prdikat unterscheidet man #a4 kategorische ,urteile1 die eine einfache ,aussage enthalten3 ,s ist ,p2 #b4 hypothetische ,urteile1 die nur bedingt etwas aussagen3 wenn ,x ist1 so ist ,s ,p2 wenn das ,glas gerieben wird1 so entwickelt sich ,elektrizitt2 #c4 das disjunktive ,urteil1 welches aussagt1 da dem ,subjekt von mehreren sich ausschlieenden ,prdikaten jedenfalls eines zukomme3 ,s ist entweder ,p oder ,q oder ,r2 ,dreiecke sind entweder spitzwinklig oder rechtwinklig oder stumpfwinklig2 entweder die ,franzosen oder die ,deutschen werden siegen4 ,im hypothetischen ,urteil sind also an die ,stelle des ,subjekts und des ,prdikats zwei ,stze getreten1 die in das ,verhltnis von ,grund und ,folge zueinander gesetzt werden4 ,es wird in dem obigen ,beispiel weder behauptet1 da in einem bestimmten ,augenblick das ,glas gerieben wird1 noch da sich ,elektrizitt entwickelt1 sondern es sind zwei als ,hypothesen aufgestellte ,stze1 von denen nur behauptet wird1 da die ,gltigkeit des einen die notwendige ,folge der ,gltigkeit des anderen sei4 ,die ,negation kann beim hypothetischen ,urteil in vierfacher ,weise auftreten1 je nachdem ,vordersatz oder ,nachsatz oder beide oder endlich die notwendige ,folge selbst verneint werden4 ,beispiele3 #a4 ,wenn der ,himmel bewlkt ist1 fllt kein ,tau4 #b4 ,wenn eine ,linie nicht krumm ist1 so ist sie gerade4 #c4 ,wenn ein ,dreieck nicht gleichseitig ist1 so ist es auch nicht gleichwinklig4 #d4 ,wenn ein ,parallelogramm rechtwinklig ist1 so ist es darum nicht notwendig ein ,quadrat4 ,zum disjunktiven ,urteil gehrt eigentlich eine ,reihe mglicher ,stze1 die sich gegenseitig ausschlieen1 und die zusammen den ,umfang des ,subjekts- oder ,prdikatsbegriffs erschpfen3 ,s ist ,p1 ,s ist ,q1 ,s ist ,r1 die also bei zwei ,gliedern im kontradiktorischen1 bei mehr ,gliedern im kontrren ,gegensatze stehen4 #d4 ,die ,modalitt4 ,nach der ,modalitt werden die ,urteile eingeteilt in #a4 problematische1 wo die ,verknpfung oder ,trennung von ,subjekt und ,prdikat nur als ,vermutung hingestellt wird3 ,s kann ,p sein2 #b4 assertorische1 deren ,gltigkeit schlechthin behauptet wird3 ,s ist ,p2 #c4 apodiktische1 deren ,gltigkeit als notwendig hingestellt wird3 ,s mu ,p sein4 ,das problematische ,urteil leidet in dieser ,form an einer gewissen ,zweideutigkeit4 ,s kann ,p sein1 drckt sowohl die subjektive ,ungewiheit aus3 der ,see ist vielleicht gefroren1 die ,erscheinung des ,lichtes beruht vielleicht auf therschwingungen1 als auch die objektive ,mglichkeit3 ,wasser kann gefrieren4 ,das letztere ,urteil enthlt nichts ,problematisches1 denn es spricht dem ,wasser mit ,bestimmtheit eine ,eigenschaft zu1 die unter gewissen ,bedingungen mit ,sicherheit eintritt4 ,dagegen ist das ,urteil ber die ,erklrung der ,erscheinung des ,lichtes ein wirklich problematisches1 fr das aber doch derjenige1 der es als ,hypothese ausspricht1 bei dem jeweiligen ,stand der ,wissenschaft ,allgemeingltigkeit beansprucht4 ,nur der ,unterschied zwischen assertorischem und apodiktischem ,urteil fllt dahin1 da jedes ,urteil1 also auch das assertorische1 mit dem ,bewutsein seiner ,notwendigkeit vollzogen wird4 #cg4 ,die zusammengesetzten0 ,urteile4 ,im ,anschlu an den grammatikalischen ,unterschied zwischen einfachen und zusammengesetzten ,stzen wurde in der ,logik zwischen einfachen ,urteilen1 die nur aus ,subjekt1 ,prdikat und ,kopula bestehen1 und zusammengesetzten ,urteilen1 die mehrere einfache in sich schlieen1 unterschieden4 ,zu den zusammengesetzten ,urteilen werden dann neben den schon genannten hypothetischen und disjunktiven ,urteilen folgende gerechnet3 #a4 ,die konjunktiven ,urteile4 ,von demselben ,subjekt werden mehrere ,prdikate bejaht oder verneint4 sowohl als als ,s ist ,p ,p#a ,p#b4 weder noch noch #b4 ,die kopulativen ,urteile4 ,von mehreren ,subjekten wird dasselbe ,prdikat bejaht oder verneint4 ,sowohl als als ,s#a ,s#b ,s#c ist ,p4 ,weder noch noch #c4 ,die divisiven ,urteile4 ,dem ,gattungsbegriff werden die seinen ganzen ,umfang erschpfenden ,artbegriffe als ,prdikate beigelegt4 ,s ist teils ,p teils ,p#a teils ,p#b4 ,das divisive ,urteil steht in naher ,beziehung zum disjunktiven4 ,viele disjunktive ,urteile lassen sich auch divisiv ausdrcken1 z4 ,b4 das disjunktive ,urteil3 die ,linien sind entweder gerade oder krumm1 lautet divisiv3 die ,linien sind teils gerade1 teils krumm4 ,doch scheiden sie sich schon bei genauerem sprachlichen ,ausdruck voneinander4 ,beim disjunktiven ,urteil sind es einzelne ,subjekte1 von denen die ,disjunktion gilt1 also genauer3 eine ,linie ist entweder gerade oder krumm2 beim divisiven ,urteil ist es der ,subjektsbegriff nach seinem ganzen ,umfang1 der in seine ,teile zerlegt wird3 die ,linien 7berhaupt7 sind teils gerade1 teils krumm4 ,andere disjunktive ,urteile1 welche den ,prdikatsbegriff in seine ,unterschiede entwickeln1 lassen sich gar nicht in divisive verwandeln2 z4 ,b43 die ,welt ist entweder von ,ewigkeit her oder geworden4 ,die hypothetischen und disjunktiven ,urteile werden jedoch nicht mit dem gleichen ,recht1 wie die konjunktiven1 kopulativen und disjunktiven1 zusammengesetzte ,urteile genannt4 ,sie bestehen nicht aus selbstndigen ,urteilen1 sondern nur aus hypothetischen ,stzen1 die fr sich allein keine allgemeine ,gltigkeit beanspruchen4 ,man sah deshalb mit ,recht auch bei der ,annahme von zusammengesetzten ,urteilen die hypothetischen als einfache an und sprach von zusammengesetzten hypothetischen ,urteilen1 wenn dieselben mehrere ,vorderstze oder mehrere ,nachstze oder beides besitzen4 ,nach einer anderen ,richtung erheben sich ,bedenken1 wenn man das konjunktive1 kopulative oder divisive ,urteil als ein zusammengesetztes ,urteil bezeichnen will2 denn es sind eigentlich verschiedene selbstndige ,urteile1 deren ,beziehung nur durch die ,partikeln einen kurzen sprachlichen ,ausdruck findet4 ,von einem zusammengesetzten ,urteil in diesem ,sinn zu reden1 wre also ungefhr dasselbe1 wie wenn man eine ,strae ein zusammengesetztes ,haus nennen wollte 7,mill74 ,es mten dann neben den genannten ,urteilen noch die zusammengesetzten ,stze mit wenn1 obgleich1 aber u4 s4 w4 als zusammengesetzte ,urteile aufgefhrt werden2 alle diese ,satzverbindungen begrnden jedoch keine neuen ,arten der ,urteilsfunktion selbst gegenber dem einfachen ,urteil4 ,es empfiehlt sich daher berhaupt nicht1 von einem zusammengesetzten ,urteil zu sprechen1 sondern nur von einer ,zusammensetzung von ,urteilen2 denn die ,urteile1 die so bezeichnet werden knnten1 bestehen teils nicht aus wirklichen ,urteilen1 wie die hypothetischen und disjunktiven1 teils nur aus einer sprachlichen ,verbindung selbstndiger ,urteile4 ,es wird sich demnach die alte ,kategorie der ,relation aufrecht erhalten lassen2 denn neben der einfachen ,ineinssetzung oder ,trennung bildet das ,verhltnis von ,grund und ,folge und das der ,disjunktion eine eigentmliche ,art der ,beziehung zwischen den an ,stelle des ,subjekts und ,prdikats tretenden ,stzen4 #ch4 bersicht der ,urteilsarten4 ,die ,betrachtung der ,urteile nach ,quantitt1 ,qualitt1 ,relation und ,modalitt hat ergeben1 da die traditionelle ,einteilung im einzelnen verschiedene ,mngel hat1 da aber die damit aufgestellten ,einteilungsgrnde in der ,hauptsache festgehalten werden knnen4 ,der allgemeine ,akt des ,urteilens selbst ist allerdings berall derselbe 7,sigwart71 berall wird ein ,subjekt mit einem ,prdikat in eins gesetzt oder von ihm getrennt und fr diesen ,akt ,allgemeingltigkeit in ,anspruch genommen1 aber die ,urteile erleiden ,modifikationen je nach der ,beschaffenheit der ,subjekte1 der ,prdikate und der ,kopula4 ,die verschiedenen ,arten dieser ,bestandteile des ,urteils haben immer einen wesentlichen ,einflu auf das ,urteil selbst1 und so bietet sich als einfachste ,einteilung die nach den ,subjekts-1 den ,prdikats- und den ,beziehungsformen 7so ,wundt1 von dem jedoch die ,auffassung und ,ausfhrung der folgenden ,einteilung abweicht72 danach wrde sich ungefhr folgende ,einteilung der ,urteile ergeben3 ,i4 ,nach den ,subjektsformen4 #a4 ,in ,beziehung auf die ,zeit der ,gltigkeit der ,urteile3 a7 ,erzhlende ,urteile4 ,dem ,subjektsbegriff liegt eine ,individualvorstellung zu ,grunde1 die als solche einer bestimmten ,zeit angehrt4 ,das ,urteil selbst ist daher nur fr einen bestimmten ,zeitabschnitt gltig1 z4 ,b43 diese ,blume ist schn4 b7 ,erklrende ,urteile4 ,dem ,subjektsbegriff liegt eine ,gemeinvorstellung zu ,grunde1 die als solche an keinen bestimmten ,zeitabschnitt gebunden ist4 ,das ,urteil selbst bezieht sich deshalb auf keinen einzelnen ,zeitpunkt1 z4 ,b43 das ,gold ist gelb4 #b4 ,in ,beziehung auf den ,umfang ihrer ,gltigkeit 7,quantitt73 a7 ,urteile mit ,impersonalien4 ,das ,subjekt ist ein unpersnliches ,frwort4 ,das ,urteil gibt nur der unmittelbaren sinnlichen ,wahrnehmung als solcher ,ausdruck1 das ,frwort ist nur der sprachliche ,ersatz eines ,subjektes1 der als leere ,form gewohnheitsmig hinzugefgt wird1 z4 ,b43 es blitzt1 es regnet4 ,daher ist auch der ,umfang der ,gltigkeit des ,urteils unbestimmt4 b7 ,individuelle ,urteile4 ,der ,umfang der ,gltigkeit des ,urteils beschrnkt sich auf den ,individualbegriff1 der das ,subjekt bildet1 z4 ,b43 ,csar hat gesiegt4 c7 ,partikulre ,urteile4 ,das ,subjekt steht in unbestimmter ,mehrzahl4 ,das ,urteil gilt zunchst nur fr einen ,teil des ,umfangs des ,subjektsbegriffs3 mindestens einige ,s sind ,p4 nur d7 ,allgemeine ,urteile4 ,das ,subjekt umfat alle ,individuen1 die unter einen bestimmten ,begriff fallen1 und zwar entweder auf ,grund der ,erfahrung 7empirisch allgemein7 oder auf ,grund eines ,wesenszusammenhangs 7unbedingt allgemein7 7s4 ,s4 #gf74 ,bei dem letzteren wird die ,allgemeinheit statt durch3 alle1 jeder1 keiner1 auch durch den einfachen ,singular des ,gattungsbegriffs ausgedrckt1 z4 ,b43 das ,tier hat ,empfindung4 ,,ii4 ,nach den ,prdikatsformen4 ,je nach den ,vorstellungen1 die dem ,prdikatsbegriff zu ,grunde liegen1 wechselt die ,art der ,anknpfung des ,prdikats an das ,subjekt1 die bejaht oder verneint wird4 ,es lassen sich fnf ,hauptarten von ,vorstellungen unterscheiden1 die auch von der ,sprache durch verschiedene ,wortformen gekennzeichnet sind3 die ,vorstellungen von ,dingen1 von deren ,ttigkeiten und ,eigenschaften1 von den ,modifikationen der ,ttigkeiten oder ,eigenschaften und von den ,beziehungen zwischen den ,dingen4 ,diesen ,vorstellungsarten entsprechen die ,wortformen3 ,substantiva1 ,verba1 ,adjektiva1 ,adverbia1 ,partikeln4 ,danach ergeben sich fnf ,prdikatsformen1 welche die ,urteilsfunktion selbst modifizieren4 #a4 ,subsumtionsurteile4 ,der ,prdikatsbegriff ist ein ,gattungsbegriff1 in dessen greren ,umfang der ,subjektsbegriff fllt1 z4 ,b43 dies ist ,eisen1 der ,walfisch ist ein ,sugetier4 #b4 ,ttigkeitsurteile4 ,der ,prdikatsbegriff spricht dem ,subjekt eine ,ttigkeit zu3 die ,erde bewegt sich4 #c4 ,eigenschaftsurteile4 ,das ,prdikat wird als ,eigenschaft dem ,subjekt beigelegt3 ,schnee ist wei4 #d4 ,modifikationsurteile4 ,die ,ttigkeiten und ,eigenschaften werden auf einer hheren ,stufe des ,denkens fr sich betrachtet und zu abstrakten ,substantiven gemacht4 ,sie knnen dann selbst verschiedene ,modifikationen als ,prdikate erhalten1 z4 ,b43 dieses ,rot ist schn2 die ,bewegung der ,brieftaube ist schnell4 #e4 ,beziehungsurteile4 ,das ,prdikat sagt eine ,beziehung zwischen verschiedenen ,gegenstnden aus1 z4 ,b43 die ,stadt liegt am ,rhein4 ,hier ist eine rumliche ,beziehung zwischen der ,stadt und dem ,rhein ausgesprochen4 ,,iii4 ,nach den ,beziehungsformen4 ,die ,urteile unterscheiden sich durch die ,art1 wie das ,prdikat auf das ,subjekt bezogen wird3 #a4 ,nach der ,gltigkeit oder ,ungltigkeit der ,beziehung berhaupt 7,qualitt73 a7 ,bejahende ,urteile3 ,s ist ,p4 b7 ,verneinende ,urteile3 ,s ist nicht ,p4 #b4 ,nach der ,art der ,beziehung 7,relation73 a7 ,kategorische3 ,s ist ,p4 b7 ,hypothetische3 ,wenn ,a gilt1 so gilt ,b4 c7 ,disjunktive3 ,a ist entweder ,b oder ,c oder ,d4 #c4 ,nach der ,art der ,gltigkeit der ,beziehung 7,modalitt73 a7 ,bedingt gltige ,urteile3 die ,vermutung und die ,hypothese3 ,a ist vielleicht ,p4 b7 ,unbedingt gltige ,urteile3 ,s ist ,p oder mu ,p sein4 ,jedes ,urteil lt sich nach diesen verschiedenen ,gesichtspunkten betrachten4 ,so fallen z4 ,b4 die ,urteile3 alle ,menschen sind sterblich1 nach ,i4 unter #a4 b71 #b4 d71 nach ,,ii4 unter #c41 nach ,,iii4 unter #a4 a71 #b4 a71 #c4 b72 ,hannibal mute entweder siegen oder untergehen1 nach ,i4 unter #a4 a71 #b4 b71 nach ,,ii4 unter #b41 nach ,,iii4 unter #a4 a71 #b4 c71 #c4 b72 zuweilen1 wenn der ,blitz einschlgt1 zndet er1 nach ,i4 unter #a4 b71 #b4 c71 nach ,,ii4 unter #b41 nach ,,iii4 unter #a4 a71 #b4 b71 #c4 b74 #c4 ,die ,schlsse4 #ci4 ,die ,grundgesetze des ,denkens4 ,bei dem ,schluverfahren werden gewisse einfache ,regeln befolgt1 die zwar ,grundgesetze des ,denkens berhaupt sind1 die aber besonders beim ,schlieen hervortreten und deshalb am besten hier behandelt werden4 ,es werden gewhnlich vier ,grundgesetze des ,denkens gezhlt4 #a4 ,der ,grundsatz der ,identitt 7principium identitatis7 lautet in seiner ursprnglichen ,form3 ,a ist ,a1 jeder ,begriff1 jedes ,urteil ist sich selbst gleich2 als dazu gehrig wurde auch der ,grundsatz der ,einstimmigkeit aufgestellt3 ,a1 welches ,b ist1 ist ,b1 von einem ,begriff kann jedes ,merkmal1 das er hat1 ausgesagt werden4 #b4 ,der ,grundsatz des ,widerspruchs 7principium contradictionis7 lautet nach ,aristoteles3 ,es ist unmglich1 da dasselbe demselben in derselben ,beziehung zugleich zukomme und nicht zukomme40 ,kontradiktorisch einander entgegengesetzte ,urteile3 ,a ist ,b und ,a ist nicht ,b1 knnen nicht beide zugleich wahr sein4 ,vielmehr folgt aus der ,wahrheit des einen die ,falschheit des andern4 #c4 ,der ,grundsatz des ausgeschlossen ,dritten 7principium exclusi tertii7 lautet3 ,zwei kontradiktorisch einander entgegengesetzte ,urteile3 ,a ist ,b und ,a ist nicht ,b1 knnen nicht beide zugleich falsch sein1 ein drittes ,urteil ber dieselbe ,beziehung zwischen ,a und ,b ist ausgeschlossen4 ,aus der ,falschheit des einen folgt also die ,wahrheit des andern4 #d4 ,der ,grundsatz des zureichenden ,grundes 7principium rationis sufficientis7 lautet3 ,jedes ,urteil mu einen zureichenden ,grund haben4 ,die ,art1 wie dieses ,verhltnis von ,grund und ,folge zum ,fortschritt im ,denken bentzt wird1 ist noch genauer formuliert in dem ,grundgesetz des logischen ,zusammenhangs3 ,mit dem ,grund ist die ,folge gesetzt und mit der ,folge der ,grund aufgehoben4 ,die wichtigsten dieser ,stze sind der ,grundsatz des ,widerspruchs und der des zureichenden ,grundes4 ,der ,grundsatz der ,identitt ist1 fr sich betrachtet1 gnzlich inhaltslos2 er kommt fr das ,denken erst in ,betracht1 wenn dem ,satze3 ,a ist ,a1 der andere gegenbertritt3 ,a ist nicht ,a1 wenn er also in den ,satz des ,widerspruchs bergeht4 ,eine psychologische ,forderung ist allerdings im ,satz der ,identitt eingeschlossen1 nmlich die ,forderung1 dieselbe ,vorstellung1 denselben ,begriff1 dasselbe ,urteil immer wieder in demselben ,sinn zu fassen2 dies ist aber eine ,voraussetzung fr alles ,denken1 die nicht erst von der ,logik festzustellen ist4 ,der ,grundsatz des ausgeschlossenen ,dritten beruht auf dem ,satz des ,widerspruchs in ,verbindung mit dem ,charakter der ,verneinung berhaupt und wird deshalb besser nicht als ein selbstndiger ,satz festgehalten4 ,die beiden ,urteile3 ,a ist ,b und ,a ist nicht ,b1 knnen nicht beide falsch sein2 denn nehmen wir an1 beide wren falsch1 also zu verneinen1 so wrden sich die beiden ,stze3 ,a ist nicht ,b und ,a ist ,b1 nebeneinander als wahr ergeben1 was durch das ,gesetz des ,widerspruchs ausgeschlossen ist4 ,von dem logischen ,grund der ,wahrheit eines ,urteils ist zu unterscheiden der -- ebenfalls jedesmal vorhandene -- psychologische ,grund seiner ,gewiheit1 die subjektiven ,grnde1 die den ,urteilenden veranlassen1 das ,urteil als wahr auszusprechen4 ,dem logischen ,grund oder ,erkenntnisgrund steht ferner gegenber der ,realgrund oder die ,ursache im ,verhltnis zur ,wirkung1 die reale ,kausalitt4 ,z4 ,b4 das ,sinken der ,temperatur kann von uns als ,grund bentzt werden1 um eine ,folge1 z4 ,b4 das ,fallen der ,quecksilbersule des ,thermometers1 daran zu knpfen1 und die ,mehrzahl logischer ,grnde beruht auf solcher realer ,kausalitt2 aber es gibt auch viele ,erkenntnisgrnde1 welche nicht zugleich ,realgrnde sind1 z4 ,b4 alle1 welche den ,ausgangspunkt fr mathematische ,folgerungen bilden4 ,so bleiben also als die beiden ,grundgesetze des ,denkens der ,satz des ,widerspruchs und der ,satz des logischen ,zusammenhangs von ,grund und ,folge brig4 ,durch sie bewegt sich das fortschreitende ,denken1 indem es durch ,vermeidung des ,widerspruchs ,einheit1 durch allseitige ,begrndung ,zusammenhang herzustellen sucht 7vgl4 ,s4 #g74 ,a4 ,der unmittelbare ,schlu4 #dj4 ,der ,schlu aus einem ,begriff4 ,der ,schlu ist die ,ableitung eines ,urteils aus einem oder mehreren anderen ,urteilen2 die ,ableitung eines ,urteils aus einem andern heit unmittelbarer ,schlu1 die ,ableitung aus mehreren andern mittelbarer ,schlu4 ,der unmittelbare ,schlu wird gewhnlich durch ,umformung eines ,urteils gewonnen1 er soll aber auch auf analytischem ,wege aus einem ,begriff abgeleitet werden knnen4 ,dieser ,schlu aus einem ,begriff berhrt sich nahe mit dem ,unterschied zwischen analytischen und synthetischen ,urteilen4 ,der vieldeutige ,unterschied wird von ,kant folgendermaen bestimmt3 ,in allen ,urteilen1 worinnen das ,verhltnis eines ,subjekts zum ,prdikat gedacht wird1 ist dieses ,verhltnis auf zweierlei ,art mglich4 ,entweder das ,prdikat ,b gehrt zum ,subjekt ,a als etwas1 was in diesem ,begriffe ,a 7versteckterweise7 enthalten ist2 oder ,b liegt ganz auer dem ,begriff ,a1 ob es zwar mit demselben in ,verknpfung steht4 ,im ersten ,falle nenne ich das ,urteil analytisch1 in dem andern synthetisch4 ,analytische ,urteile 7die bejahenden7 sind also diejenigen1 in welchen die ,verknpfung des ,prdikats mit dem ,subjekte durch ,identitt1 diejenigen aber1 in denen diese ,verknpfung ohne ,identitt gedacht wird1 sollen synthetische heien4 ,die ersteren knnte man auch ,erluterungs-1 die andern ,erweiterungsurteile heien1 weil jene durch das ,prdikat nichts zum ,begriff des ,subjekts hinzutun1 sondern diesen nur durch ,zergliederung in seine ,teilbegriffe zerfllen1 die in selbigem schon 7obgleich verworren7 gedacht waren2 dahingegen die letzteren zu dem ,begriffe des ,subjekts ein ,prdikat hinzutun1 welches in jenem gar nicht gedacht war1 und durch keine ,zergliederung desselben htte knnen herausgezogen werden40 ,so ist nach ,kant das ,urteil3 alle ,krper sind ausgedehnt1 ein analytisches1 denn man drfe den ,begriff eines ,krpers nur zergliedern1 um das ,prdikat darin anzutreffen2 das ,urteil3 alle ,krper sind schwer1 ein synthetisches1 denn es sei etwas ganz anderes als das1 was in dem bloen ,begriff eines ,krpers berhaupt gedacht werde4 ,man knnte also auf dem einfachen ,wege der ,analyse des ,begriffs ,krper das ,urteil gewinnen3 alle ,krper sind ausgedehnt4 ,will man diese ,begriffsbestimmung ,kants festhalten1 so mu sie nach zwei ,seiten berichtigt werden4 #a4 ,kant setzt voraus1 da es ,begriffe von allgemein anerkanntem ,inhalt mit gleicher ,wortbezeichnung gebe4 ,in ,wirklichkeit knnte dasselbe ,urteil3 alle ,krper sind schwer1 fr den einen ein analytisches1 fr den andern ein synthetisches sein1 je nachdem sie das ,merkmal der ,schwere schon in ihren ,begriff des ,krpers aufgenommen oder noch nicht aufgenommen htten4 ,es hngt also von dem ,bildungsstande des ,urteilenden und von der ,stufe der ,wissenschaft ab1 ob ein ,urteil ein analytisches oder ein synthetisches ist4 ,das analytische ,urteil ist dann nur unter der ,voraussetzung richtig1 da der ,subjektsbegriff richtig ist1 oder mit andern ,worten3 da die ,prdikate1 die aus ihm abgeleitet werden1 ihm schon durch wirkliche ,urteile zugesprochen wurden2 daher ist wohl auch die ,ableitung eines ,urteils aus einem ,begriffe nicht als eine besondere ,art des ,schlusses anzusehen4 #b4 ,kant redet beim analytischen ,urteil nur von ,begriffen1 es wird aber zugegeben werden mssen1 da es auch auf dem ,gebiete der ,wahrnehmung ein analytisches ,urteil gibt4 ,das ,urteil3 diese ,rose ist gelb1 gewinne ich nur durch ,analyse meiner unmittelbaren ,anschauung der gelben ,rose1 die ich vor mir habe4 ,nur fr denjenigen wre dieses ,urteil ein synthetisches1 den ich durch meine ,beschreibung der gelben ,rose veranlassen wrde1 zu seinem ,begriff der ,rose das ,merkmal gelb1 das fr ihn nicht unmittelbar darin enthalten war1 hinzuzufgen4 #da4 ,die ,konversion4 ,die ,ableitung eines ,urteils aus einem andern erfolgt durch ,umformung des gegebenen ,urteils4 ,es werden gewhnlich #g ,arten solcher ,umformungen aufgefhrt4 ,die erste derselben ist die ,konversion 7,umkehrung74 ,sie besteht darin1 da die ,glieder des ,urteils ihre ,stellung wechseln2 es wird z4 ,b4 im kategorischen ,urteil das ,subjekt zum ,prdikat und das ,prdikat zum ,subjekt1 im hypothetischen ,urteil der ,vordersatz zum ,nachsatz und der ,nachsatz zum ,vordersatz4 ,diese ,umkehrung geschieht mit oder ohne ,vernderung der ,quantitt2 im ersten ,fall heit sie unreine 7conversio per accidens71 im zweiten ,fall rein 7conversio simplex74 ,fr die einzelnen ,formen der ,kombination von ,quantitt und ,qualitt3 allgemein bejahende a1 partikulr bejahende i1 allgemein verneinende e und partikulr verneinende o1 ergibt sich folgendes3 #a4 ,aus a wird i 7unreine ,umkehrung74 ,z4 ,b4 der ,satz3 alle kongruenten ,dreiecke sind auch ,dreiecke von gleichem ,inhalt1 lt nur eine unreine ,umkehrung zu3 einige ,dreiecke von gleichem ,inhalt sind auch kongruent4 ,reine ,umkehrung ist nur als ,ausnahme in dem ,fall mglich1 wenn der ,umfang des ,subjekts- und des ,prdikatsbegriffes sich decken2 z4 ,b43 alle gleichseitigen ,dreiecke sind auch gleichwinklig4 ,das ,verhltnis der ,begriffe lt sich am besten durch ,kreise veranschaulichen4 ,es zeigt sich1 da der dem ,subjektsbegriff ,s entsprechende ,kreis entweder ganz in den ,umfang des ,kreises ,p fllt1 wie bei #a41 oder da beide ,kreise sich decken1 wie bei #b4 ,daraus ergibt sich1 da jedenfalls einige ,s1 unter ,umstnden alle in den ,umfang des ,kreises ,p fallen1 so da bei #a4 nur unreine1 bei #b4 reine ,umkehrung mglich ist4 ,illustration3 a4#a4 #b4 ,aus i wird i 7reine ,umkehrung74 ,einige ,parallelogramme sind regelmige ,figuren1 einige regelmige ,figuren sind ,parallelogramme4 ,in dem fr i natrlichen ,falle #a4 schneiden sich die ,kreise1 und der beiden gemeinsame ,raum versinnlicht die ,mglichkeit der reinen ,umkehrung4 ,der ,kreis ,p kann aber auch ganz in den ,kreis ,s fallen1 wie bei #b41 dann ist die ,umkehrung unrein1 z4 ,b43 einige ,parallelogramme sind ,rechtecke1 alle ,rechtecke sind ,parallelogramme2 oder ,s in sich schlieen1 wie bei #c4 und #d41 wo sich wieder i ergibt4 ,illustration3 i4#a4 #b4 #c4 #d4 ,illustration3 e4 #c4 ,aus e wird e 7reine ,umkehrung74 ,kein ,schuldloser ist unglcklich1 kein ,unglcklicher schuldlos4 ,die beiden ,kreise ,s und ,p sind vollstndig getrennt1 kein ,s ist ,p und kein ,p ,s4 #d4 ,aus o folgt nichts4 ,durch das ,urteil3 einige ,s sind nicht ,p1 ist das ,verhltnis von ,s und ,p zu wenig bestimmt1 als da etwas daraus gefolgert werden knnte4 ,die ,flle #a41 #b4 und #c4 sind alle von o aus mglich1 es lt sich aber kein allen gemeinsames ,urteil mit ,p als ,subjekt daraus ableiten4 ,illustration3 o4#a4 #b4 #c4 #db4 ,die ,kontraposition4 ,bei der ,kontraposition wechseln die ,glieder des ,urteils ihre ,stellung1 das kontradiktorische ,gegenteil des ,prdikats wird zum ,subjekt und die ,qualitt des ,urteils wird verndert4 #a4 ,aus a wird e4 ,aus3 jedes ,s ist ,p1 folgt3 alle ,nicht,p sind nicht ,s oder kein ,nicht,p ist ,s2 z4 ,b43 jeder wirklich religise ,mensch handelt auch sittlich2 wer nicht sittlich handelt1 ist kein wirklich religiser ,mensch4 ,nach den ,figuren #da fr a ist klar1 da1 da ,s ganz in ,p liegt1 alles1 was auerhalb des ,kreises ,p liegt1 also ,nicht,p ist1 auch auerhalb des ,kreises ,s liegen mu1 also nicht ,s ist4 #b4 ,aus e wird i4 ,wenn kein ,s ,p ist1 so sind mindestens einige ,nicht,p ,s1 vgl4 die ,fig4 #da e2 denn da ,s ganz von ,p getrennt ist1 so fllt es jedenfalls in den ,raum auerhalb ,p1 d4 h4 von ,nicht,p2 z4 ,b43 nichts ,gutes ist unschn1 einiges nicht ,unschne ist gut4 #c4 ,aus o wird i4 ,wenn einige ,s nicht ,p sind1 so sind mindestens einige ,nicht,p ,s4 ,nach den #c ,figuren #da o mu jedenfalls ein ,teil von ,s auerhalb ,p liegen1 also mit einigen ,nicht,p zusammenfallen2 z4 ,b43 einiges ,lebende ist nicht beseelt1 einiges ,unbeseelte ist lebendig4 #d4 ,aus i folgt nichts4 ,durch ,kontraposition wrde sich ergeben3 einige ,nicht,p sind nicht ,s1 und dies wrde fr ,figur #da4 i4 #a4 #c4 #d4 zutreffen1 aber bei ,fig4 #b ist die ,mglichkeit denkbar1 da ,s die ,gesamtheit alles ,seienden umfat1 dann wre es nicht richtig1 da einige ,nicht,p nicht ,s sind1 denn alle ,nicht,p wren ,s4 #dc4 ,die ,umwandlung der ,relation4 ,eine dritte ,art des unmittelbaren ,schlusses beruht auf der ,vernderung der ,relation4 ,aus dem einfachen kategorischen ,urteil3 alle ,a sind ,b1 kann ein hypothetisches abgeleitet werden3 wenn etwas ,a ist1 so ist es ,b1 z4 ,b43 jeder ,feigling ist verchtlich2 wenn einer ein ,feigling ist1 so ist er verchtlich4 ,aus dem disjunktiven ,urteil knnen mehrere hypothetische abgeleitet werden4 ,das disjunktive ,urteil3 ,a ist entweder ,b oder ,c1 schliet die beiden hypothetischen ein3 wenn ,a nicht ,b ist1 so ist es ,c1 und3 wenn ,a nicht ,c ist1 so ist es ,b1 z4 ,b43 die ,menschen stammen entweder von einem oder von mehreren ,paaren ab4 ,ebenso lassen sich zusammengehrige hypothetische ,urteile in einem disjunktiven aussprechen4 #dd4 ,die ,subalternation4 ,bei der ,subalternation wird daraus1 da ein ,urteil von dem ganzen ,umfang des ,subjektsbegriffes gilt1 geschlossen1 da es auch von einem ,teil desselben gilt4 ,dagegen folgt aus der ,verneinung des partikulren auch die ,verneinung des entsprechenden allgemeinen ,urteils4 ,es folgt #a4 aus der ,wahrheit von a die von i1 #b4 aus der ,unwahrheit von i die von a4 #de4 ,die quipollenz4 ,bei dem unmittelbaren ,schlu durch quipollenz wird die ,qualitt des ,urteils selbst und die des ,prdikats verndert und nach dem ,grundsatz3 ,duplex negatio affirmat1 ein mit dem ersten bereinstimmendes ,urteil hergestellt4 ,aus3 alle ,s sind ,p1 wird3 kein ,s ist ein ,nicht,p1 z4 ,b43 jede ,lge ist verwerflich2 es gibt keine ,lge1 die nicht verwerflich wre4 #df4 ,die ,opposition4 ,der unmittelbare ,schlu durch ,opposition besteht darin1 da aus der ,wahrheit eines ,urteils die ,unwahrheit seines ,gegenteils gefolgert wird und umgekehrt4 ,wie die ,begriffe1 so knnen auch die ,urteile in einem kontradiktorischen und in einem kontrren ,gegensatz stehen4 ,im kontradiktorischen ,gegensatz stehen zwei ,urteile1 von denen das eine dasselbe bejaht1 was das andere verneint1 also3 das allgemein bejahende und das partikulr verneinende1 das allgemein verneinende und das partikulr bejahende4 ,im kontrren ,gegensatz stehen diejenigen ,urteile1 von denen zwar nur eines wahr sein kann1 die aber weitere ,mglichkeiten brig lassen3 das allgemein bejahende und das allgemein verneinende2 denn beide knnen falsch sein1 und dann ist noch das partikulr bejahende und das partikulr verneinende mglich1 z4 ,b4 falsch a und e1 richtig i3 einige ,menschen erreichen ein ,alter von hundert ,jahren4 ,daneben wird noch das subkontrre ,verhltnis unterschieden1 in welchem das partikulr bejahende und das partikulr verneinende ,urteil zueinander stehen1 und das ,verhltnis der ,subalternation 7vgl4 #dd7 oder ,unterordnung1 das von solchen ,urteilen gilt1 die das von dem ganzen ,umfang des ,subjektsbegriffes ,ausgesagte auch auf einen ,teil desselben beziehen4 ,diese ,verhltnisse der ,urteile lassen sich in folgendem ,schema veranschaulichen3 ,a -- ,kontrrer ,gegensatz -- ,e _/ _/ ,k z o t n a t s r n a e d g i e ,u k ,g ,u n t n t o r t e r e e r i h r o sc o r i h r d r e d n o r n u t u n k ,g n g i e g d g a e r n t s n a o t ,k z _/ _/ ,i -- ,subkontrrer ,gegensatz -- ,o ,der unmittelbare ,schlu durch ,opposition erfolgt demgem nach folgenden ,regeln3 #a4 ,aus der ,wahrheit eines ,urteils folgt die ,unwahrheit seines kontradiktorischen ,gegenteils4 #b4 ,aus der ,unwahrheit eines ,urteils die ,wahrheit seines kontradiktorischen ,gegenteils4 #c4 ,aus der ,wahrheit eines ,urteils die ,unwahrheit des kontrr entgegengesetzten4 #d4 ,aus der ,unwahrheit eines ,urteils die ,wahrheit des entsprechenden subkontrren4 #dg4 ,die modale ,konsequenz4 ,die modale ,konsequenz besteht darin1 da die sogenannte ,modalitt der ,urteile verndert wird2 dann folgt3 #a4 ,aus der ,gltigkeit des apodiktischen ,urteils die des entsprechenden assertorischen und des problematischen1 und aus der ,gltigkeit des assertorischen die des problematischen ,urteils4 ,z4 ,b43 die ,summe der ,winkel eines ,dreiecks betrgt notwendig und deshalb immer auch tatschlich zwei ,rechte4 #b4 ,aus der ,ungltigkeit des problematischen ,urteils die des assertorischen und apodiktischen1 und aus der des assertorischen die des apodiktischen ,urteils4 ,ist die ,vermutung unrichtig1 da ,a ,b ist1 so ist es auch tatschlich nicht so und mu nicht so sein4 #dh4 ,der ,wert der unmittelbaren ,schlsse4 ,die unmittelbaren ,schlsse sind von ungleichem ,werte4 ,von geringerer ,bedeutung sind die quipollenz1 die ,subalternation1 die modale ,konsequenz und die ,vernderung der ,relation1 teils weil sie ,selbstverstndliches aussagen1 teils weil sie nur sprachliche ,umformungen darstellen4 ,doch knnen die letzteren1 so z4 ,b4 durch ,umwandlung der ,relation1 dazu dienen1 den ,urteilen diejenige sprachliche ,form zu geben1 die am meisten ihrem logischen ,charakter entspricht1 und so berhaupt den ,blick fr die sprachliche ,einkleidung der logischen ,formen schrfen4 ,wichtiger sind3 die ,opposition1 die ,konversion und die ,kontraposition4 ,die ,opposition fhrt zur scharfen ,fassung des gegenseitigen ,verhltnisses der ,urteile4 ,die unreine ,konversion des allgemein bejahenden ,urteils gibt ,aufschlu darber3 #a4 da ,subjekt und ,prdikat nicht notwendig zusammengehren1 #b4 da sie miteinander vereinbar sind4 ,die reine ,konversion des allgemein verneinenden ,urteils vermittelt die wichtige ,erkenntnis1 da zwei ,begriffe ,a und ,b einander gegenseitig ausschlieen4 ,die ,kontraposition stellt die negative ,seite der ,zusammengehrigkeit zweier ,begriffe dar3 wenn alle ,s ,p sind1 so findet sich berall1 wo ,p sich nicht findet1 auch ,s nicht4 ,konversion und ,kontraposition des kategorischen ,urteils erleiden jedoch dadurch eine gewisse ,einschrnkung1 da sie ,urteile voraussetzen1 in denen das ,prdikat auch wirklich ,subjekt werden und als der hhere ,begriff gegenber dem ,subjektsbegriff angesehen werden kann1 wie in dem ,beispiel3 alle kongruenten ,dreiecke sind auch ,dreiecke von gleichem ,inhalt4 ,dagegen lassen sich alle diese unmittelbaren ,schlsse auch vom hypothetischen ,urteil aus vollziehen1 und hier gewinnen besonders die genannten beiden ,formen grere ,bedeutung4 ,die unreine ,konversion von a3 ,wenn ,a gilt1 so gilt ,b3 zuweilen wenn ,b gilt1 gilt ,a1 drckt dann aus1 da aus der ,wahrheit der ,folge nicht einfach auf die ,wahrheit des ,grundes geschlossen werden kann2 die reine ,konversion von e3 ,wenn ,a nicht gilt1 so gilt ,b nicht1 wenn ,b nicht gilt1 so gilt ,a nicht3 da1 wenn mit der ,verneinung des ,grundes die ,verneinung der ,folge verknpft ist1 auch das ,umgekehrte wahr ist4 ,die ,kontraposition aber3 ,wenn ,a gilt1 so gilt ,b1 wenn ,b nicht gilt1 so gilt ,a nicht1 wird zum ,ausdruck des ,gesetzes der logischen ,notwendigkeit1 da mit der ,folge der ,grund aufgehoben ist1 z4 ,b4 das ,urteil3 ,wenn einer durchs ,herz geschossen wird1 so stirbt er1 gestattet unmittelbar den ,schlu aus der ,kontraposition3 ,wenn einer nicht stirbt1 so wurde er nicht durchs ,herz geschossen1 aber nicht den durch reine ,konversion3 ,wenn einer stirbt1 so wurde er durchs ,herz geschossen2 denn die ,folge1 das ,sterben1 ist auch noch an andere ,grnde geknpft4 ,b4 ,der mittelbare ,schlu4 #di4 ,wesen und ,formen des mittelbaren ,schlusses4 ,der mittelbare ,schlu ist entweder ein ,schlu vom ,allgemeinen auf das ,besondere oder ein ,schlu vom ,besonderen auf das ,allgemeine4 ,im ersteren ,fall heit er ,syllogismus im engeren ,sinn1 im zweiten ,induktion4 ,der ,syllogismus ist ein einfacher1 wenn er aus zwei ,urteilen1 ein zusammengesetzter1 wenn er aus mehr als zwei ,urteilen abgeleitet ist4 ,die ,urteile1 aus denen das neue ,urteil abgeleitet wird1 heien ,prmissen 7propositiones praemissae71 das abgeleitete ,urteil ,schlusatz 7conclusio74 ,die ,mglichkeit1 den ,schlusatz aus den ,prmissen abzuleiten1 beruht darauf1 da die ,prmissen einen ,begriff gemeinsam haben1 den sogenannten ,mittelbegriff 7terminus medius71 der im ,schlusatz nicht mehr vorkommt4 ,diejenige ,prmisse1 welche das ,subjekt des ,schlusatzes1 den ,unterbegriff 7terminus minor71 oder das untergeordnete ,satzglied1 z4 ,b4 beim hypothetischen ,urteil den ,vordersatz1 enthlt1 wird ,untersatz 7propositio minor71 diejenige1 welche das ,prdikat des ,schlusatzes1 den ,oberbegriff 7terminus major7 enthlt1 ,obersatz 7propositio major7 genannt4 ,alle zusammen bilden die ,elemente des ,schlusses 7syllogismi elementa74 ,die ,syllogismen werden je nach der ,stellung des ,mittelbegriffes in verschiedene ,schlufiguren eingeteilt4 ,es sind #d ,flle der ,stellung des ,mittelbegriffs mglich4 ,er ist entweder in beiden ,prmissen ,prdikat1 oder in beiden ,subjekt1 oder in der einen ,prmisse ,subjekt1 in der andern ,prdikat2 der letztere ,fall lt wieder zwei ,mglichkeiten offen1 da der ,mittelbegriff entweder im ,ober- oder im ,untersatz ,prdikat und im andern ,subjekt sein kann4 ,bezeichnet man den ,subjektsbegriff mit ,s1 den ,prdikatsbegriff mit ,p und den ,mittelbegriff mit ,m1 so lassen sich die #d ,schlufiguren in folgendem ,schema darstellen3 #a4 ,m ,p #b4 ,p ,m #c4 ,m ,p #d4 ,p ,m ,s ,m ,s ,m ,m ,s ,m ,s --- --- --- --- ,s ,p ,s ,p ,s ,p ,s ,p ,die drei ersten ,figuren wurden schon von ,aristoteles aufgestellt1 die vierte von dem ,arzt und ,philosophen ,galenus 7 #bjj n4 ,chr472 sie wird daher die galenische genannt4 ,innerhalb einer jeden ,figur wrden sich nun durch ,kombination von ,quantitt und ,qualitt der ,prmissen nach den ,buchstaben a e i o #af ,formen denken lassen1 die folgende ,tafel darstellt1 wobei der erste ,buchstabe auf den ,obersatz1 der zweite auf den ,untersatz sich bezieht4 a a e a i a o a a e 7e e7 7i e7 7o e7 a i e i 7i i7 7o i7 a o 7e o7 7i o7 7o o7 ,im ganzen wrden sich also #fd ,kombinationsformen der ,prmissen oder ,modi denken lassen4 ,von diesen erweist sich aber eine grere ,anzahl als unbrauchbar1 teils aus allgemeinen ,grnden1 die fr alle #d ,figuren gleichmig gelten1 teils weil sie den besonderen ,gesetzen der einzelnen ,figuren widersprechen4 #ej4 ,allgemeine ,gesetze ber die ,erfordernisse der kategorischen ,schlsse4 #a4 ,aus rein verneinenden ,prmissen folgt nichts 7ex mere negativis nihil sequitur74 ,es sind drei ,flle mglich4 a7 ,beide ,prmissen sind allgemein verneinend3 e e4 ,daraus folgt1 da sowohl ,s als ,p von dem ,mittelbegriff ,m vollstndig getrennt sind2 da aber durch den ,mittelbegriff das gegenseitige ,verhltnis von ,s und ,p bestimmt werden soll1 so kann unter diesen ,umstnden ber dieses ,verhltnis nichts erschlossen werden4 ,es ergibt sich eine ,reihe von ,mglichkeiten1 ber die nicht entschieden werden kann1 wie die folgende ,veranschaulichung durch ,kreise zeigt3 ,illustration3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 b7 ,die eine ,prmisse ist allgemein1 die andere partikulr verneinend3 e o4 ber das ,verhltnis von ,s und ,p lt sich nichts aussagen1 weil die unbestimmte partikulr verneinende ,prmisse neben andern ,formen auch die allgemein verneinende nicht ausschliet1 so da die ,unsicherheit von a7 nur vermehrt ist4 c7 ,beide ,prmissen sind partikulr verneinend3 o o4 ,da das bei b7 ,gesagte hier noch mehr gilt1 so ist die ,unsicherheit eine noch grere4 ,durch diese ,regel werden #d ,formen beseitigt3 ee1 eo1 oe1 oo4 #b4 ,aus rein partikulren ,prmissen folgt nichts 7ex mere particularibus nihil sequitur74 a7 ,beide ,prmissen sind partikulr bejahend3 i i4 ,das ,verhltnis der ,begriffe ,s und ,p zu ,m ist zu unbestimmt1 als da daraus ber das ,verhltnis von ,s und ,p etwas erschlossen werden knnte2 vgl4 die folgenden ,figuren1 die alle i i entsprechen4 ,illustration3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 b7 ,eine ,prmisse ist partikulr bejahend1 die andere partikulr verneinend3 io1 oi4 ,auf ,grund der ,voraussetzung ergibt sich eine ,reihe von ,mglichkeiten1 zwischen denen nicht entschieden werden kann2 vgl4 die ,fig4 ,illustration3 #a4 #b4 #c4 #d4 c7 ,beide ,prmissen sind partikulr verneinend3 oo4 ,dieser ,fall deckt sich mit #a4 c74 ,es fallen also auer oo noch weg3 ii1 io1 oi in jeder ,form1 also #ab weitere ,modi4 #c4 ,aus einem partikulren ,obersatz und einem verneinenden ,untersatz ergibt sich kein logisch gltiger ,schlusatz4 a7 ,der ,obersatz ist partikulr bejahend1 der ,untersatz allgemein verneinend3 i e3 ,einige ,m sind ,p4 ,kein ,s ist ,m4 ,aus den unter dieser ,voraussetzung mglichen ,kreiskombinationen ergibt sich zwar der ,schlusatz3 ,einige ,p sind nicht ,s2 aber wenn der ,oberbegriff ,p als ,subjekt verwendet wird1 so sind die ,voraussetzungen verndert1 der ,schlu ist dann aus einem partikulren ,untersatz und einem verneinenden ,obersatz gewonnen worden4 ,sonst aber ergibt sich kein bestimmtes ,resultat1 vgl4 ,fig4 ,illustration3 #a4 #b4 #c4 b7 ,der ,obersatz ist partikulr bejahend3 oe und c7 der ,untersatz ist partikulr verneinend1 sind schon durch #a4 und #b4 ausgeschlossen4 ,durch diese ,regel fllt ein neuer ,modus weg3 i e1 so da von den #fd ,modi im ganzen #cb beseitigt wurden1 die in der ,tafel ,s4 #ii durch ,klammern bezeichnet sind4 ,auerdem wurden aber noch verschiedene ,modi durch die besonderen ,gesetze der einzelnen ,figuren ausgeschlossen4 ,der ,beweis fr die brigbleibenden ,modi wurde von ,aristoteles und den ,scholastikern durch ,zurckfhrung auf die ,modi der ersten ,figur gefhrt2 deutlicher und anschaulicher ist der ,beweis durch ,kreise4 #ea4 ,die erste ,figur4 ,die erste ,figur hat den ,mittelbegriff als ,subjekt im ,obersatz1 als ,prdikat im ,untersatz4 ,aus ihren ,modi sind noch diejenigen auszuscheiden1 #a4 deren ,obersatz partikulr und #b4 deren ,untersatz verneinend ist4 ,es fallen also noch weg3 ia1 oa1 ae1 ao1 und es bleiben nur folgende #d brig3 aa1 ea1 ai1 ei4 ,von den ,scholastikern1 zuerst von ,petrus ,hispanus 7 #abgg als ,papst ,johann ,,xxi471 wurden den einzelnen ,modi ,namen gegeben1 deren drei ,vokale nacheinander die logische ,form des ,obersatzes1 des ,untersatzes und des ,schlusatzes bezeichnen4 ,der erste ,modus der ersten ,figur1 dessen ,prmissen samt dem ,schlusatz allgemein bejahenden ,charakter haben1 also aaa hie daher ,barbara4 ,smtliche ,modi der #d ,figuren wurden in folgenden ,versus memoriales zusammengefat3 ,barbara1 ,celarent primae1 ,darii ,ferioque4 ,cesare1 ,camestres1 ,festino1 ,baroco secundae4 ,tertia grande sonans recitat ,darapti1 ,felapton1 ,disamis1 ,datisi1 ,bocardo1 ,ferison4 ,quartae ,sunt ,bamalip1 ,calemes1 ,dimatis1 ,fesapo1 ,fresison4 #a4 ,barbara hat die ,form ,m a ,p ,alle ,menschen sind sterblich ,s a ,m ,alle ,knige sind ,menschen ------------------------------------ ,s a ,p ,alle ,knige sind sterblich4 ,illustrationen3 #a4 #b4 #c4 #d4 ,nach allen diesen #d ,figuren1 die den ,voraussetzungen dieses ,modus entsprechen1 ergibt sich1 da der ,kreis ,s innerhalb des ,kreises ,p liegen oder mit demselben sich decken mu1 weil er in den ,kreis ,m fllt1 der selbst von ,p umschlossen wird oder mit demselben sich deckt4 #b4 ,celarent ,m e ,p ,kein ,mensch ist frei von ,irrtum ,s a ,m ,alle ,logiker sind ,menschen ----- -------------------------------- ,s e ,p ,kein ,logiker ist frei von ,irrtum4 ,illustrationen3 #a4 #b4 ,da ,m ganz von ,p getrennt ist1 so mu auch ,s1 das ganz in ,m liegt1 von ,p getrennt sein4 #c4 ,darii ,m a ,p ,alle ,figuren mit gleichen ,seiten und ,winkeln sind regelmige ,figuren ,s i ,m ,einige ,dreiecke haben gleiche ,seiten und ,winkel ----- ---------------------------------------- ---------- ,s i ,p ,einige ,dreiecke sind regelmige ,figuren4 ,illustrationen3 #a4 #b4 ,kreis ,m mu ganz in ,kreis ,p liegen2 wenn also einige ,s ,m sind1 so mssen mindestens diese einige ,s0 auch in ,p liegen4 #d4 ,ferio ,m e ,p ,nichts ,vergngliches hat unbedingten ,wert ,s i ,m ,einige ,gter sind vergnglich ----- ---------------------------------------- -- ,s o ,p ,einige ,gter haben keinen unbedingten ,wert4 ,illustration3 #a4 #b4 #c4 ,da ,m ganz auerhalb ,p liegt1 so mssen mindestens diejenigen ,s1 die ,m sind1 ebenfalls auerhalb ,p liegen4 #eb4 ,die zweite ,figur4 ,bei der zweiten ,figur ist der ,mittelbegriff in beiden ,prmissen ,prdikat4 ,die beiden ,regeln fr diese ,figur sind3 #a4 der ,obersatz mu allgemein und #b4 eine der beiden ,prmissen mu verneinend sein4 ,durch #a4 fallen noch ia und oa1 durch #b4 aa und ai aus1 und es bleiben ebenfalls #d brig3 ea1 ae1 ei1 ao4 #a4 ,cesare ,p e ,m ,die ,affekte beruhen nicht auf ,vorsatz ,s a ,m ,die ,tugenden beruhen auf ,vorsatz ----- -------------------------------------- ,s e ,p ,also sind die ,tugenden nicht ,affekte4 ,illustration3 #a4 #b4 ,da ,p ganz von ,m getrennt ist1 so mu auch ,s1 das in ,m liegt1 ganz von ,p getrennt sein4 #b4 ,camestres ,p a ,m ,die ,gesamtzahl der zu unserem ,sonnensystem gehrenden ,weltkrper mu die ,bahn des ,uranus vollstndig bestimmen ,s e ,m ,die bekannten ,weltkrper unseres ,sonnensystems aber bestimmen nicht die ,bahn des ,uranus vollstndig ----- ---------------------------------------- -------- ,s e ,p ,folglich bilden die bekannten ,weltkrper unseres ,sonnensystems nicht die ,gesamtzahl aller vorhandenen4 ,dieser ,schlu des ,astronomen ,leverrier fhrte zur ,entdeckung des ,neptun durch ,galle 7#ahdf74 ,camestres hat hnlichkeit mit ,cesare1 nur ,s und ,p haben ihre ,rollen vertauscht4 ,der ,beweis ist daher mit vernderten ,zeichen derselbe4 #c4 ,festino ,p e ,m ,keine wahre ,kunst ist blo mechanische ,ttigkeit ,s i ,m ,manche ,virtuositt ist blo mechanische ,ttigkeit ----- ---------------------------------------- --------- ,s o ,p ,manche ,virtuositt ist keine wahre ,kunst4 ,da ,m von ,p getrennt ist1 so mssen auch diejenigen ,s1 die in den ,kreis ,m fallen1 von ,p getrennt sein4 #d4 ,baroco ,p a ,m ,alle wirklich sittlichen ,menschen haben auch die rechte ,gesinnung ,s o ,m ,manche1 die legal handeln1 haben nicht die rechte ,gesinnung ----- ---------------------------------------- ----------------- ,s o ,p ,manche1 die legal handeln1 sind keine wirklich sittlichen ,menschen4 ,da ,p ganz in ,kreis ,m fllt1 so knnen diejenigen ,s1 die nicht in ,kreis ,m fallen1 auch nicht in ,kreis ,p fallen4 #ec4 ,die dritte ,figur4 ,bei der dritten ,figur ist der ,mittelbegriff in beiden ,prmissen ,subjekt4 ,als ,regel fr die dritte ,figur gilt1 da der ,untersatz bejahend sein mu4 ,es fallen also ae und ao weg1 so da #f ,modi brig bleiben4 #a4 ,darapti ,m a ,p ,alle ,wale sind ,sugetiere ,m a ,s ,alle ,wale sind ,wassertiere ----- ---------------------------------------- ,s i ,p ,also sind einige ,wassertiere ,sugetiere4 ,der ,beweis ergibt sich fr diesen und die noch folgenden ,modi aus einer ,betrachtung der ,kreisverhltnisse nach ,analogie der vorangegangenen ,beweise4 #b4 ,felapton ,m e ,p ,kein ,mohammedaner ist ein ,christ ,m a ,s ,alle ,mohammedaner sind ,monotheisten ----- --------------------------------------- ,s o ,p ,einige ,monotheisten sind nicht ,christen4 #c4 ,disamis ,m i ,p ,einige ,pronomina der franzsischen ,sprache sind der ,casusflexion fhig ,m a ,s ,alle franzsischen ,pronomina sind ,wrter der franzsischen ,sprache ----- ---------------------------------------- -------- ,s i ,p ,einige ,wrter der franzsischen ,sprache sind der ,casusflexion fhig4 #d4 ,datisi ,m a ,p ,alle strafrechtlich ,verurteilten werden geschdigt ,m i ,s ,einige strafrechtlich ,verurteilte sind unschuldig ----- ---------------------------------------- ----------- ,s i ,p ,einige ,unschuldige werden geschdigt4 #e4 ,bocardo ,m o ,p ,einige ,amphibien haben keine ,fe ,m a ,s ,alle ,amphibien sind ,tiere ----- ---------------------------------- ,s o ,p ,einige ,tiere haben keine ,fe4 #f4 ,ferison ,m e ,p ,kein ,mensch ist fehlerlos ,m i ,s ,einige ,menschen sind bewundernswert ----- ---------------------------------------- ---- ,s o ,p ,einiges ,bewundernswerte ist nicht fehlerlos4 #ed4 ,die vierte ,figur4 ,der ,mittelbegriff ist im ,obersatz ,prdikat1 im ,untersatz ,subjekt4 ,als ,regeln fr die vierte ,figur gelten3 #a4 ,keine ,prmisse darf partikulr verneinend sein4 #b4 ,ein allgemein bejahender ,obersatz darf nicht mit einem partikulr bejahenden ,untersatz zusammentreffen4 ,es fallen also noch weg3 oa1 ao und ai und es bleiben fnf ,modi brig4 #a4 ,bamalip ,p a ,m ,alle schlechten ,wrmeleiter sind ,mittel1 die ,wrme zu erhalten ,m a ,s ,alle wollenen ,kleider sind schlechte ,wrmeleiter ----- ---------------------------------------- ----------- ,s i ,p ,einige von den ,mitteln1 ,wrme zu erhalten1 sind wollene ,kleider4 ,die ,prmissen sind hier wie bei ,calemes und ,dimatis im ,verhltnis zu ,barbara1 ,celarent und ,darii nur umgestellt4 #b4 ,calemes ,p a ,m ,alle ,rhomboide sind ,parallelogramme ,m e ,s ,kein ,parallelogramm ist ein ,trapez ----- ------------------------------------ ,s e ,p ,kein ,trapez ist ein ,rhomboid4 #c4 ,dimatis ,p i ,m ,einiges ,angenehme ist verwerflich ,m a ,s ,alles ,verwerfliche ist schdlich ----- ---------------------------------- ,s i ,p ,einiges ,schdliche ist angenehm4 #d4 ,fesapo ,p e ,m ,kein bescheidener ,mensch ist hochmtig ,m a ,s ,alle ,hochmtigen sind beschrnkt ----- ---------------------------------------- ---------- ,s o ,p ,einige beschrnkte ,menschen sind nicht bescheiden4 #e4 ,fresison ,p e ,m ,kein demokratischer ,staat hat erbliche ,regenten ,m i ,s ,einige ,staaten mit erblichen ,regenten sind gut regiert ----- ---------------------------------------- ------------ ,s o ,p ,einige gut regierte ,staaten sind nicht demokratisch4 #ee4 ,die logische ,form des ,schlusatzes im ,verhltnis zu den ,prmissen4 ,fr die logische ,form des ,schlusatzes aller vier ,figuren wurde die ,regel aufgestellt3 ,der ,schlu folgt dem schwcheren ,teil 7conclusio sequitur partem debiliorem74 ,ist also eine der ,prmissen partikulr oder verneinend1 so mu auch der ,schlusatz partikulr oder verneinend sein4 ,sind beide ,prmissen allgemein1 so kann der ,schlusatz allgemein oder partikulr sein4 ,demgem ergeben sich fr die erste ,figur ,schlustze von allen ,formen3 a e i o1 fr die zweite nur negative3 e o1 fr die dritte nur partikulre3 i o1 fr die vierte3 partikulr bejahende1 allgemein verneinende und partikulr verneinende ,schlustze3 i e o4 ,ebenso folgt in ,beziehung auf die ,modalitt der ,schlusatz derjenigen ,prmisse1 welche die geringere ,gewiheit hat2 er ist apodiktisch1 wenn beide ,prmissen apodiktisch sind1 assertorisch oder problematisch1 wenn eine der ,prmissen assertorisch oder problematisch ist4 #ef4 ,der wissenschaftliche ,wert der ,syllogismen4 ,der wissenschaftliche ,wert der ,syllogismen ist ein sehr verschiedener1 und es ist ein ,hauptmangel des traditionellen ,systems1 da es im rein formalen ,interesse der vollstndigen ,klassifikation alle gleichberechtigt nebeneinander stellt4 ,am wertvollsten ist die ,form ,barbara2 ihr folgt besonders die mathematische ,beweisfhrung4 ,die brauchbarsten sind berhaupt die allgemein bejahenden ,schlustze4 ,die allgemein verneinenden geben wenigstens ber die gegenseitige ,ausschlieung zweier ,begriffe1 die partikulren ,schlustze ber deren ,vereinbarkeit oder nicht notwendige ,zusammengehrigkeit ,auskunft4 ,die unnatrlichsten ,formen finden sich in der spter hinzugefgten vierten ,figur4 ,die ,voraussetzung der traditionellen ,lehre ist ein schon vorhandenes ,begriffssystem1 das mit der ,wirklichkeit bereinstimmt1 so da es sich nur um eine ber- oder ,unterordnung der ,begriffe und um eine ,subsumtion des einzelnen unter die ,begriffe handeln kann4 ,mit ,rcksicht darauf lassen sich die einzelnen ,modi auf zwei ,hauptformen zurckfhren4 ,wenn das ,urteil gilt3 ,s ist ,p oder nicht ,p1 so knnen offenbar auch die einzelnen ,merkmale1 die ,p enthlt1 von dem ,subjekt ,s bejaht oder verneint werden1 nach dem ,grundsatz3 ,nota notae est nota rei ipsius1 repugnans notae repugnat rei4 7,das ,merkmal des ,merkmals ist ein ,merkmal des ,gegenstandes selbst2 was dem ,merkmal widerspricht1 widerspricht auch dem ,gegenstand47 ,ebenso kann das ,p von allem1 was in den ,umfang des ,subjektes ,s fllt1 bejaht oder verneint werden1 nach dem sogenannten dictum de omni et nullo3 ,was von allen gilt1 gilt auch von einigen und einzelnen2 was von keinem gilt1 gilt auch nicht von einigen oder einzelnen4 ,es ist natrlich1 da die ,schlsse1 solange sie nur dazu dienen1 die schon vorhandenen ,begriffsverhltnisse immer wieder auszulegen1 zum ,fortschritt des ,wissens nichts beitragen4 ,dies geschieht erst1 wenn sie sich in den ,dienst der ,neubildung von ,begriffen stellen4 ,es wurden daher ,versuche verschiedener ,art gemacht1 dem ,syllogismus eine fruchtbarere und einheitlichere ,form zu geben4 ,beneke schliet sich noch nahe an die traditionelle ,lehre an1 indem er die ,substitution eines ,begriffes fr einen andern als ,prinzip des ,syllogismus aufstellt4 ,lotze stellt das disjunktive ,urteil in den ,vordergrund1 whrend ,wundt vor dem ,versuche warnt1 irgend eine ,schluform zur allgemeingltigen zu machen4 ,sigwart sieht in dem gemischten hypothetischen ,schlu 7s4 u4 #eg7 die allgemeinste ,form alles ,schlieens und fhrt dementsprechend alle ,schluformen auf den ,satz der logischen ,notwendigkeit zurck1 da mit dem ,grunde die ,folge gesetzt und mit der ,folge der ,grund aufgehoben sei4 ,so ergibt sich z4 ,b4 fr alle ,modi der #a4 und #b4 ,figur eine einzige ,formel3 ,gemeinsamer ,obersatz3 ,wenn etwas ,b ist1 ist es ,a -- nicht ,x #a4 ,figur3 ,untersatz ,c 7alles1 einiges1 ein ,c7 ist ,b ---------------------------------------- ---------- ,schlusatz ,c 7alles1 einiges1 ein ,c7 ist ,a -- nicht ,x #b4 ,figur3 ,untersatz ,c 7alles1 einiges1 ein ,c7 ist nicht ,a -- ist ,x ---------------------------------------- ---------- ,schlusatz3 ,c 7alles1 einiges1 ein ,c7 ist nicht ,b ,doch darf die ,bedeutung des ,syllogismus auch nicht unterschtzt werden4 ,dies geschieht besonders auf ,grund von zweierlei ,einwnden gegen seine ,brauchbarkeit4 ,es wurde darauf hingewiesen1 in dem ,schlusse3 alle ,menschen sind sterblich1 ,sokrates ist ein ,mensch1 also ist ,sokrates sterblich1 msse der ,schlusatz im ,obersatz schon vorausgesetzt werden3 solange es noch ungewi wre1 ob ,sokrates sterblich ist1 knnte auch der allgemeine ,satz3 alle ,menschen sind sterblich1 nicht ausgesprochen werden1 der ,schlusatz setze also das schon voraus1 was er beweisen wolle4 ,diesen ,einwand gab ,j4 ,st4 ,mill zu und wich ihm aus1 indem er den allgemeinen ,satz berhaupt fallen lie und an ,stelle des ,syllogismus den ,schlu vom ,besonderen auf das ,besondere setzte4 ,der ,schlu auf die ,sterblichkeit des ,sokrates wrde also nicht von dem ,grundsatz der allgemeinen ,sterblichkeit ausgehen1 sondern nur von der ,beobachtung1 da eine ,anzahl ,menschen sterblich sind4 ,der ,syllogismus selbst1 mit seinem allgemeinen ,satz1 dient nach ,mill nur zur ,sicherung des ,verfahrens4 ,vom ,standpunkt der ,psychologie aus ist allerdings nicht zu leugnen1 da tatschlich das bewute ,schlieen vielfach nur von ,besonderem auf ,besonderes bergeht1 aber fr die logische ,betrachtung ist es auer ,zweifel1 da die ,richtigkeit und ,allgemeingltigkeit des ,schlusses immer von der richtigen ,verwendung des allgemeinen ,satzes abhngig ist4 ,jener ,widerspruch aber ist nur gltig1 wenn von den tatschlichen ,bedingungen des menschlichen ,denkens abgesehen wird4 ,wer den allgemeinen ,satz mit seiner ,anwendung auf alle einzelnen ,flle bestndig gegenwrtig htte1 der bedrfte keines ,schlusses2 wenn aber tatschlich einmal der ,versuch sich einstellt1 dem allgemeinen ,satz gegenber eine ,ausnahme gelten zu lassen1 wie z4 ,b4 gegen jenen allgemeinen ,satz von der ,sterblichkeit in der ,sage vom ewigen ,juden1 dann wird die ,regel ins ,gedchtnis gerufen und auf den einzelnen ,fall angewendet4 ,damit hngt ein zweites ,bedenken gegen die ,brauchbarkeit des ,syllogismus zusammen3 im wirklichen ,leben werden die ,schlsse nie mit dieser ,umstndlichkeit vollzogen1 der ,syllogismus knne also in keiner ,weise das richtige ,denken untersttzen4 ,jedenfalls ist richtig1 da wir uns beim ,denken selten der einzelnen ,bestandteile des ,schlusses nach der ,tafel der ,syllogismen bewut sind4 ,nach den psychologischen ,gesetzen der bung und ,gewhnung ist dies aber auch nicht zu erwarten4 ,vielmehr ist im voraus anzunehmen1 da auch bei diesen unzhligemal verwendeten ,formen die ,mittelglieder dem ,bewutsein entfallen 7vgl4 #bh71 so da ganze ,reihen von ,schlssen mit mechanischer ,schnelligkeit vollzogen werden4 ,nur bei ,fehlern und ,schwierigkeiten wird ,glied fr ,glied bercksichtigt2 mancher ,streit im tglichen ,leben dreht sich um unklar gedachte logische ,gesetze4 ,die ,wissenschaft geht diesen halbbewuten ,elementen nach und stellt sie heraus2 und sie leistet damit auch dem ,denken einen wichtigen ,dienst1 denn nur auf ,grund dieser ,kenntnis kann es seine ,irrwege als solche erkennen und mit stetiger ,sicherheit fortschreiten4 #eg4 ,der hypothetische ,schlu4 ,der hypothetische ,schlu ist ein ,schlu1 in welchem mindestens der ,obersatz ein hypothetisches ,urteil ist4 ,ein ,schlu heit rein1 wenn die ,prmissen gleiche ,relation haben1 im andern ,fall gemischt4 ,so versteht man unter gemischtem hypothetischen ,schlu gewhnlich denjenigen ,schlu1 dessen ,obersatz ein hypothetisches1 und dessen ,untersatz ein kategorisches ,urteil ist1 von der ,form3 ,wenn ,a gilt1 so gilt ,x ,a gilt oder ,x gilt nicht ------------------------------------ also gilt ,x also gilt ,a nicht4 ,der gemischte hypothetische ,schlu ist also die einfache ,anwendung des ,grundgesetzes1 da mit dem ,grund die ,folge gesetzt 7modus ponens71 mit der ,folge der ,grund aufgehoben ist 7modus tollens74 ,z4 ,b43 ,wenn es geregnet hat1 so ist es na4 ,nun hat es geregnet ------------------------- ,also ist es na1 aber nicht umgekehrt3 nun ist es na --------------------- also hat es geregnet1 ebensowenig3 nun hat es nicht geregnet -------------------------- also ist es nicht na1 dagegen richtig3 nun ist es nicht na --------------------------- also hat es nicht geregnet1 oder1 bei verneinendem ,nachsatz3 ,wenn es einen ,zufall gibt1 so gibt es keine ,vorsehung4 ,nun gibt es eine ,vorsehung --------------------------- ,also gibt es keinen ,zufall1 oder1 bei ,verneinung der ,bedingung und des ,bedingten 7conditio sine qua non73 ,wenn dieser ,satz nicht richtig ist1 so kann die ganze ,beweisfhrung nicht aufrecht erhalten werden4 ,nun ist dieser ,satz nicht richtig4 ---------------------------------------- ------------------ ,also kann die ganze ,beweisfhrung nicht aufrecht erhalten werden4 ,der reine hypothetische ,schlu hat zwei hypothetische ,prmissen4 ,daraus1 da etwas ,folge des ,grundes ist1 wird geschlossen1 da es auch ,folge dessen sein mu1 dessen ,folge der ,grund ist4 ,der ,schlusatz ist dann also selbst hypothetisch1 nach dem ,schema3 ,wenn ,a gilt1 so gilt ,m ,wenn ,m gilt1 so gilt ,x ----------------------------- ,also wenn ,a gilt1 so gilt ,x4 ,das ,gesetz dieses reinen hypothetischen ,schlusses lt sich auch kurz so ausdrcken3 ,die ,folge der ,folge ist auch ,folge des ,grundes4 ,z4 ,b43 ,wenn sich die ,temperatur erhht1 so verlngern sich die ,pendel der ,uhren4 ,wenn die ,pendel der ,uhren sich verlngern1 so werden die ,schwingungen verlangsamt4 ,wenn die ,schwingungen verlangsamt werden1 so gehen die ,uhren nach4 ---------------------------------------- ---------------------------- ,also3 ,wenn die ,temperatur sich erhht1 so gehen die ,uhren nach4 #eh4 ,der disjunktive ,schlu4 ,der disjunktive ,schlu ist ein ,schlu1 dessen ,obersatz ein disjunktives ,urteil ist4 ,der ,schlu beruht auf dem in der ,disjunktion ausgesprochenen ,verhltnis der ,glieder4 ,es kann also ,i4 von der ,gltigkeit eines bestimmten ,gliedes auf die ,ungltigkeit der brigen geschlossen werden 7modus ponendo tollens73 ,a ist entweder ,b oder ,c oder ,d ,a ist ,b ---------------- ,also ist ,a weder ,c noch ,d2 ,,ii4 auf die ,gltigkeit eines ,gliedes von der ,ungltigkeit aller brigen geschlossen werden 7modus tollendo ponens73 ,a ist entweder ,b oder ,c oder ,d ,a ist weder ,c noch ,d ---------------------------- ,a ist ,b4 ,z4 ,b43 ,dieses ,dreieck ist entweder rechtwinklig oder spitzwinklig oder stumpfwinklig4 ,nach ,i4 ,nun ist es rechtwinklig -------------------------------------- ,also weder spitzwinklig noch stumpfwinklig4 ,nach ,,ii4 ,nun ist es weder spitzwinklig noch stumpfwinklig ---------------------------------------- ------- ,also ist es rechtwinklig4 ,ist die ,disjunktion eine mehrgliedrige1 so ergibt sich fr den ,fall ,i4 ein konjunktiv verneinendes ,urteil1 fr den ,fall ,,ii4 eine um ein ,glied verkleinerte ,disjunktion4 ,bei einer zweigliedrigen ,disjunktion ergibt sich im ersten ,fall das einfach verneinende1 im zweiten ,fall das einfach bejahende ,urteil4 ,eine besondere ,art des disjunktiven ,schlusses ist das ,dilemma1 ,trilemma1 ,polylemma 7syllogismus cornutus74 ,hier wird aus der ,verneinung aller ,glieder der ,disjunktion die ,verneinung ihrer gemeinschaftlichen ,voraussetzung erschlossen4 ,wenn ,a gilt1 so gilt entweder ,b oder ,c ,nun gilt weder ,b noch ,c ---------------------------- ,also gilt auch ,a nicht2 oder kategorisch gefat3 ,a ist entweder ,b oder ,c ,nun ist ,s weder ,b noch ,c ----------------------------------- ,also ist ,s auch nicht ,a4 ,ein ,trilemma ist z4 ,b4 die folgende ,beweisfhrung von ,leibniz3 ,wre die wirklich existierende ,welt nicht die beste unter allen mglichen ,welten1 so htte ,gott die beste entweder nicht gekannt1 oder nicht hervorbringen und erhalten knnen1 oder nicht hervorbringen und erhalten wollen2 nun aber ist 7infolge der gttlichen ,weisheit1 ,allmacht und ,gte7 weder das erste1 noch das zweite1 noch das dritte wahr1 ---------------------------------------- -------------------------- also ist die wirkliche ,welt die beste unter allen mglichen ,welten4 #ei4 ,die zusammengesetzten und die verkrzten ,schlsse4 ,im zusammengesetzten ,schlu sind mehrere ,schlsse durch gemeinsame ,glieder zu einem ,ganzen vereinigt4 ,sind die einzelnen ,schlsse so angeordnet1 da der ,schlusatz des ersten ,schlusses zu einer ,prmisse des zweiten1 und der ,schlusatz des zweiten zu einer ,prmisse des dritten wird1 so entsteht die ,schlukette 7syllogismus concatenatus74 ,derjenige ,schlu1 in welchem der gemeinsame ,satz ,schlusatz ist1 heit der ,vorschlu 7,prosyllogismus7 im ,verhltnis zum folgenden1 dem ,nachschlu 7,episyllogismus74 ,bewegt sich die ,schlukette in der ,richtung vom ,vorschlu zum ,nachschlu1 so heit sie episyllogistisch oder progressiv1 im andern ,fall prosyllogistisch oder regressiv4 ,z4 ,b4 #a4 ,der ,tugendhafte ist anspruchslos ,der ,anspruchslose ist zufrieden --------------------------------- ,der ,tugendhafte ist zufrieden4 #b4 ,der ,tugendhafte ist zufrieden ,der ,zufriedene ist glcklich ------------------------------ ,der ,tugendhafte ist glcklich4 progressiv in der ,richtung3 #a4 #b4 regressiv in der ,richtung3 #b4 #a4 ,ein ,schlu1 der durch ,weglassung einer der beiden ,prmissen verkrzt ist1 heit ein ,enthymem2 z4 ,b43 er mu gestraft werden1 denn er hat ein ,verbrechen begangen4 ,wird in einem einfachen ,schlu zu einer der beiden ,prmissen eine ,begrndung hinzugefgt1 so entsteht das ,epicherem4 ,wenn in einer progressiven ,schlukette alle ,schlustze auer dem letzten weggelassen werden1 so entsteht eine einfachere ,form1 die ,kettenschlu oder ,sorites genannt wird4 ,man unterscheidet nach dem ,verhltnis1 in welchem die ,begriffe aufeinander folgen1 zwischen dem aristotelischen und dem goklenischen ,sorites 7zuerst behandelt #aeih von dem ,marburger ,professor ,goklenius74 ,bei dem aristotelischen ,sorites fehlen diejenigen ,schlustze1 welche in dem folgenden ,syllogismus ,unterstze werden1 er schreitet also von den niederen ,begriffen zu den hheren fort und hat folgende ,form3 ,untersatz ,a ist ,b der ,tugendhafte ist anspruchslos ,obersatz ,b ist ,c der ,anspruchslose ist zufrieden ----------- 7,schlusatz ,a ist ,c7 7,untersatz ,a ist ,c7 ,obersatz ,c ist ,d der ,zufriedene ist glcklich ---------------------------------------- -- ,schlusatz ,a ist ,d der ,tugendhafte ist glcklich4 ,bei dem goklenischen ,sorites fallen diejenigen ,schlustze aus1 welche in dem folgenden ,syllogismus ,oberstze werden1 es wird von den hheren ,begriffen zu den niederen weitergegangen1 er hat also folgende ,form3 ,obersatz ,c ist ,d der ,zufriedene ist glcklich ,untersatz ,b ist ,c der ,anspruchslose ist zufrieden ----------- 7,schlusatz ,b ist ,d7 7,obersatz ,b ist ,d7 ,untersatz ,a ist ,b der ,tugendhafte ist anspruchslos ---------------------------------------- --- ,schlusatz ,a ist ,d der ,tugendhafte ist glcklich4 #fj4 ,fehlschlsse und ,trugschlsse4 ,ein unrichtiger ,schlu wird ,fehlschlu 7paralogismus7 genannt1 wenn er auf ,irrtum beruht1 ,trugschlu 7sophisma71 wenn er aus der ,absicht1 zu tuschen1 hervorging4 ,solche ,schlufehler beruhen teils auf einer ,miachtung der ,gesetze des ,schlieens1 insbesondere der fr die ,schlufiguren geltenden ,regeln1 teils auf der ,mehrdeutigkeit eines ,begriffs1 besonders des ,mittelbegriffs4 ,es sind dann statt der drei ,begriffe vier1 aus denen der ,schlu gezogen wird 7quaternio terminorum74 ,von den folgenden ,beispielen enthlt #a4 und #e4 ,fehler gegen die ,gesetze des ,schlieens1 #b4 #c4 #d4 eine quaternio terminorum1 #f4 und #g4 eine sophistische ,verwendung des ,dilemmas4 #a4 ,der ,kaukasier hat ,menschenrechte ,der ,neger ist kein ,kaukasier -------------------------------------- ,folglich hat er keine ,menschenrechte4 #b4 ,herodes war ein ,fuchs ,alle ,fchse haben vier ,fe ------------------------------ ,also hatte ,herodes vier ,fe4 #c4 ,tertullians ,schlu3 ,es widerspricht den ,bedingungen menschlicher ,existenz1 dauernd mit den ,fen nach oben und mit dem ,kopf nach unten zu leben4 ,die ,antipoden mten dies ------------------------------ ,also gibt es keine ,antipoden4 #d4 ,aller ,anfang ist schwer ,miggang ist aller ,laster ,anfang ----------------------------------- ,also ist ,miggang schwer4 #e4 ,der ,lgner0 der ,alten4 ,epimenides der ,kreter sagt3 alle ,kreter sind ,lgner2 ,epimenides ist aber selbst ein ,kreter1 also ist es nicht wahr1 da die ,kreter ,lgner sind1 also sagt auch ,epimenides die ,wahrheit1 also sind alle ,kreter ,lgner c4 c4 #f4 ,der ,krokodilschlu3 ,eine gypterin sah1 wie ihr am ,nil spielendes ,kind von einem ,krokodil ergriffen wurde4 ,die ,mutter bat das ,tier1 ihr das ,kind wiederzugeben4 ,das ,krokodil antwortete3 ,ich will es dir zurckgeben1 wenn du errtst1 was ich tun werde4 ,die ,mutter tat den ,ausspruch3 ,du wirst mir mein ,kind nicht wiedergeben4 ,beide argumentierten darauf in folgenden ,dilemmen gegeneinander3 ,das ,krokodil sagt3 ,du magst wahr oder falsch gesprochen haben1 so habe ich das ,kind nicht zurckgegeben2 denn ist deine ,rede wahr1 so erhltst du es nicht wieder nach deinem eigenen ,ausspruch1 ist sie aber falsch1 so gebe ich es nicht zurck laut unsrer bereinkunft4 ,die ,mutter erwidert3 ,ich mag wahr oder falsch gesprochen haben1 so mut du mir mein ,kind wiedergeben4 ,denn ist meine ,rede wahr1 so mut du es mir geben laut unsrer bereinkunft2 ist sie aber falsch1 so ist das ,gegenteil wahr3 ,du wirst mir mein ,kind zurckgeben4 #g4 ,das ,sophisma des ,euathlus4 ,euathlus nahm beim ,sophisten ,protagoras ,unterricht in der ,sophistik mit dem ,vertrag1 der ,schler solle die zweite ,hlfte des ,honorars erst dann bezahlen1 wenn er seinen ersten ,proze gewonnen htte4 ,als nun nach vollendetem ,unterricht ,euathlus keinen ,proze annahm und auch seinen ,lehrer nicht bezahlte1 verklagte ihn dieser und brachte folgendes ,dilemma vor3 ,sowohl wenn du von den ,richtern zu meiner ,bezahlung verurteilt1 als wenn du nicht von ihnen verurteilt werden wirst1 mut du mich bezahlen4 ,werden sie dich zur ,zahlung verurteilen1 so mut du zahlen kraft dieses ,urteilsspruchs2 wirst du aber nicht verurteilt1 so mut du unsrem ,vertrage gem bezahlen1 denn du hast den ersten ,proze gewonnen40 ,daraus antwortete ,euathlus1 er sei auf keinen ,fall zur ,zahlung verpflichtet1 denn dies sei sein erster ,proze2 verliere er den1 so brauche er gem dem ,vertrage nicht zu bezahlen1 gewinne er ihn aber1 so brauche er gem dem ,urteilsspruche der ,richter nicht zu bezahlen4 -- ,die ,richter sollen durch diesen ,streit so in ,verlegenheit gesetzt worden sein1 da sie ihre ,entscheidung auf unbestimmte ,zeit vertagten4 #fa4 ,der ,induktionsschlu4 ,die ,induktion ist der ,schlu vom ,besonderen aufs ,allgemeine2 sie gewinnt aus einzelnen ,wahrnehmungsurteilen allgemeine ,stze und hat folgende ,form3 ,sowohl ,m#a als ,m#b als ,m#c 444 ist ,p4 ,sowohl ,m#a als ,m#b als ,m#c 444 ist ,s4 -------------------------------------- ,jedes ,s ist ,p4 ,der allgemeine ,satz1 zu welchem die ,induktion fhrt1 fat entweder lauter gleiche begrifflich nicht unterscheidbare1 nur in ,raum und ,zeit getrennte ,flle zu einem ,spezialgesetz zusammen1 z4 ,b4 der ,satz1 da ,sauerstoff und ,wasserstoff sich in bestimmtem ,gewichtsverhltnis zu ,wasser verbinden2 oder er vereinigt verschiedene ,arten in einem ,gattungsbegriff1 z4 ,b4 der ,satz3 ,alle ,elementarstoffe verbinden sich chemisch in bestimmten ,gewichtsverhltnissen4 ,im ersteren ,fall1 bei der ,induktion von ,spezialgesetzen0 7,sigwart7 wird geschlossen3 ,was in allen einzelnen ,fllen der gleichen ,art gilt1 gilt von der ,art berhaupt4 ,im zweiten ,fall1 bei der generalisierenden ,induktion0 wird geschlossen3 ,was von allen ,arten einer ,gattung gilt1 gilt auch von der ,gattung selbst4 ,die ,induktion ist eine vollstndige1 wenn ,m#a ,m#b ,m#c im ,untersatz den ganzen ,umfang des ,begriffs ,s ausfllen4 ,z4 ,b43 ,sowohl ,merkur1 als ,venus1 als ,erde1 als ,mars1 als ,jupiter1 als ,saturn haben ,achsendrehung4 ,merkur1 ,venus1 ,erde1 ,mars1 ,jupiter und ,saturn sind die alten ,planeten4 ---------------------------------------- --- ,also haben die alten ,planeten ,achsendrehung4 ,unvollstndig heit die ,induktion1 wenn durch ,aufzhlung der ,m der ,umfang von ,s nicht erschpft wird4 ,so wrde das letztgenannte ,beispiel eine unvollstndige ,induktion darstellen1 wenn statt auf die alten ,planeten auf die ,planeten berhaupt geschlossen wrde4 ,der ,induktionsschlu hat hnlichkeit mit dem ,syllogismus der dritten ,figur1 es wre nur an die ,stelle des ,mittelbegriffs die ,gesamtheit der ,einteilungsglieder getreten4 ,der ,unterschied ist nur der1 da der ,schlusatz nicht partikulren1 sondern allgemeinen ,charakter hat1 und die ,eigentmlichkeit der ,induktion besteht gerade darin1 da sie unter der ,voraussetzung einer gewissen ,gesetzmigkeit und ,notwendigkeit in der ,welt von einer ,anzahl sorgfltig beobachteter einzelner ,flle aus einen allgemeinen ,satz aufstellt1 der auch auf andere noch nicht beobachtete ,flle zu schlieen erlaubt4 ,von den ,fehlern1 die bei der ,induktion vorkommen1 ist naturgem der hufigste die falsche ,verallgemeinerung1 besonders ,verwechslung der bloen zeitlichen ,aufeinanderfolge mit dem urschlichen ,verhltnis des post hoc mit dem propter hoc4 #fb4 ,der ,analogieschlu4 ,in naher ,beziehung zu dem ,induktionsschlu steht der ,schlu der ,analogie1 als ,schlu vom ,besonderen oder ,einzelnen auf ein demselben nebengeordnetes ,besonderes oder ,einzelnes4 ,daraus1 da zwei ,arten oder ,individuen in einer ,reihe von ,merkmalen bereinstimmen1 wird geschlossen1 da sie auch andere gemeinsam haben2 er hat also folgende ,form3 ,m ist ,p4 ,z4 ,b43 ,die ,erde ist ,trgerin organischen ,lebens4 ,m ist ,a4 ,die ,erde ist ein unsere ,sonne umkreisender ,planet mit ,achsendrehung1 mit ,atmosphre1 mit ,wechsel der ,jahreszeiten u4 s4 w4 ,s ist ,a4 ,der ,mars ist ein unsere ,sonne umkreisender ,planet mit ,achsendrehung1 mit ,atmosphre1 mit ,wechsel der ,jahreszeiten u4 s4 w4 ---------------------------------------- - ,s ist ,p4 ,also ist auch der ,mars ,trger organischen ,lebens4 ,,ii4 ,teil4 ,methodenlehre4 #fc4 ,die ,aufgabe der ,methodenlehre4 ,die ,methodenlehre hat zu zeigen1 wie die einzelnen ,elemente des ,denkens1 ,begriffe1 ,urteile1 ,schlsse zum ,ganzen eines wissenschaftlichen ,systems verarbeitet werden4 ,das ,ziel der ,wissenschaft berhaupt ist die ,erkenntnis der der ,wahrnehmung zugnglichen ,welt4 ,dazu gehrt zuerst ein ,weltbild in den ,formen von ,raum und ,zeit1 das wir durch die ,anschauung zu gewinnen suchen4 ,dieses bildet den ,stoff1 den die ,wissenschaft erst gestaltet und der deshalb nicht in das ,gebiet der ,logik fllt4 ,weiter enthlt das ,ideal der ,welterkenntnis ein vollstndiges ,begriffssystem1 in welchem die ,begriffe sowohl ihrem ,inhalt nach durch ,erklrungen vollkommen verdeutlicht1 als auch ihrem ,umfang nach durch ,einteilungen klar gegeneinander abgegrenzt sind4 ,endlich aber bedarf es vollkommener ,urteile1 welche unser ,wissen ber den ,zusammenhang der ,welt aussprechen1 und einer erschpfenden ,begrndung dieser ,urteile durch ein sorgfltiges ,beweisverfahren4 ,da aber die ,wissenschaft diesem ,ideal der ,welterkenntnis sich immer nur annhern kann1 so mu sie sich noch der ,mittel ihres stetigen ,fortschrittes bewut werden1 der ,methoden1 durch welche eine neue ,erkenntnis zustande kommt4 ,so ergeben sich vier ,hauptpunkte1 welche die ,methodenlehre zu behandeln hat3 die ,begriffsbestimmung1 die ,einteilung1 der ,beweis und der ,fortschritt der ,wissenschaft4 #a4 ,die ,begriffsbestimmung4 #fd4 ,wesen und ,arten der ,begriffsbestimmung4 ,die ,begriffsbestimmung oder ,definition ist ein ,urteil1 in welchem die ,bedeutung eines einen ,begriff bezeichnenden ,wortes angegeben wird1 entweder durch vollstndige ,auffhrung der ,merkmale eines ,begriffs oder durch ,angabe der nchsthheren ,gattung 7genus proximum7 und des artbildenden ,unterschieds 7differentia specifica74 ,durch das erstere wird der ,begriff vollkommen deutlich gemacht1 durch das letztere seine ,stellung im geordneten ,system der ,begriffe angegeben4 ,man unterscheidet gewhnlich zwischen ,worterklrungen 7,nominaldefinitionen71 z4 ,b4 ,division heit ,einteilung1 und ,sacherklrungen 7,realdefinitionen71 welche den ,inhalt des ,gedachten darlegen4 ,fr die ,logik gibt es aber nur ,worterklrungen1 die zugleich ,sacherklrungen sind4 ,jede ,definition gibt an1 welcher ,begriff mit einem bestimmten ,wort zu verbinden ist4 ,die ,nominaldefinition in dem genannten ,sinn fllt rein in das sprachliche ,gebiet4 ,die vollstndige ,angabe der ,merkmale eines ,begriffs ist in den meisten ,fllen nicht mglich4 ,die gebruchliche ,art der ,begriffsbestimmung ist daher diejenige1 welche den bergeordneten ,gattungsbegriff und den artbildenden ,unterschied angibt1 z4 ,b43 ,das ,parallelogramm ist ein ,viereck mit parallelen ,gegenseiten3 ,viereck ist der ,gattungsbegriff1 die ,parallelitt der ,gegenseiten das ,merkmal1 welches das ,parallelogramm von anderen ,arten des ,vierecks unterscheidet4 ,wird der ,begriff im ,anschlu an den bestehenden ,sprachgebrauch bestimmt1 so heit die ,definition analytisch4 ,synthetisch ist sie1 wenn mit einem ,wort ein neuer ,begriff ohne oder nur in teilweiser bereinstimmung mit dem ,sprachgebrauch gebildet wird4 ,von einem ,begriff1 der nur ein ,merkmal hat1 z4 ,b4 ,sein1 ,etwas1 kann eine eigentliche ,definition nicht gegeben werden4 #fe4 ,fehler der ,begriffsbestimmung4 ,als ,hauptfehler1 die bei der ,definition vorkommen1 werden folgende angefhrt3 #a4 ,die ,definition ist zu weit1 wenn ihr wesentliche ,merkmale fehlen1 z4 ,b4 das ,quadrat ist ein gleichseitiges ,parallelogramm4 ,sie ist zu eng1 wenn sie zu viel ,merkmale aufnimmt1 z4 ,b4 das ,dreieck ist eine geradlinige ,figur mit drei gleichen ,seiten4 #b4 ,die ,definition darf keine berflssigen ,merkmale aufnehmen1 die in anderen schon enthalten oder notwendig mit ihnen gegeben sind 7,abundanz72 z4 ,b4 ,parallele ,linien sind solche ,linien1 die gleiche ,richtung und berall gleichen ,abstand voneinander haben4 #c4 ,die ,tautologie ist zu vermeiden4 ,der zu definierende ,begriff darf weder ausdrcklich noch versteckt in der ,definition wiederkehren1 z4 ,b4 das ,gedchtnis ist das ,vermgen1 des frher ,bewutgewordenen wieder zu gedenken4 #d4 ,ein ,zirkel entsteht1 wo ein ,begriff durch einen zweiten1 dritten1 vierten und der zweite oder dritte oder vierte wieder durch den ersten erklrt wird1 z4 ,b4 ,gre ist das der ,vermehrung und der ,verminderung ,fhige2 da ,vermehrung ,zunahme der ,gre und ,verminderung ,abnahme der ,gre ist1 so ist der ,begriff der ,gre in der ,definition derselben schon vorausgesetzt4 #e4 ,in der ,definition drfen keine bildlichen ,ausdrcke gebraucht werden1 weil sie zu unbestimmt sind1 und negative ,bestimmungen nur da1 wo die positiven nicht ausreichen1 z4 ,b4 der ,staat ist der ,mensch im groen2 negativ und zu weit3 der ,kreis ist eine ,figur1 die keine ,ecken hat4 #f4 ,die ,definition darf nicht mit der ,aufzhlung der ,arten des ,begriffs verwechselt werden1 denn diese enthalten ihn ja selbst1 so da ein ,zirkel entstnde2 z4 ,b4 ,planeten sind ,venus1 ,erde1 ,mars u4 s4 w4 ,der ,inhalt eines ,begriffs kann auch durch weniger strenge ,formen angegeben werden1 die von der ,erklrung im logischen ,sinn unterschieden werden mssen2 z4 ,b4 die ,beschreibung1 die ,errterung1 die ,entwickelung1 die ,erluterung4 #b4 ,die ,einteilung4 #ff4 ,das ,wesen der ,einteilung4 ,die ,einteilung ist die vollstndige ,angabe der ,teile des ,umfangs eines ,begriffs4 ,der ,gattungsbegriff wird in die ,artbegriffe zerlegt1 die im ,verhltnis der ,disjunktion zueinander stehen4 ,die sprachliche ,form der ,einteilung ist das divisive ,urteil3 ,die ,vgel sind teils ,luftvgel1 teils ,erdvgel1 teils ,wasservgel4 ,die ,voraussetzung einer solchen ,differenzierung eines ,gattungsbegriffs in seine ,artbegriffe ist1 da er noch in einem oder mehreren seiner ,merkmale unbestimmt sei4 ,dasjenige ,merkmal1 in welchem die ,unterschiede hervortreten1 auf welchem also die ,einteilung beruht1 heit ,einteilungsgrund 7fundamentum sive principium divisionis74 ,die ,einteilung geschieht entweder durch innere ,entwickelung schon vorhandener ,merkmale oder ,hinzunahme neuer4 ,im ersten ,fall liegt der ,einteilungsgrund in dem gegebenen ,begriffe selbst2 so ist mit dem ,begriff der ,linie das ,merkmal der ,richtung schon gegeben1 die als ,bewegung vorgestellt wird und entweder1 wie bei der geraden ,linie1 gleichbleiben kann1 oder wie bei der krummen1 sich stetig ndert4 ,im zweiten ,fall geschieht die ,determination durch ein neues ,merkmal1 das im ursprnglichen ,begriff nur als unbestimmte ,mglichkeit gegeben war4 ,so kann der ,begriff der ,flssigkeit nach ,geschmacksunterschieden eingeteilt werden1 whrend das ,merkmal des ,geschmacks ihm gar nicht notwendig zukommt4 ,daher kann auch das ,fehlen eines ,merkmals einen ,unterschied begrnden4 #fg4 ,arten und ,fehler der ,einteilung4 ,je nach der ,zahl der ,einteilungsglieder heit die ,einteilung ,dichotomie1 ,trichotomie1 ,tetrachotomie1 ,polytomie4 ,oft verlieren sich die ,arten in eine unendliche ,reihe1 z4 ,b4 der ,begriff des ,vielecks schliet in sich die ,arten des ,vierecks1 des ,fnfecks1 des ,sechsecks u4 s4 w4 ,man unterscheidet auch zwischen natrlicher ,einteilung1 die sich auf alle wesentlichen ,merkmale eines ,begriffes sttzt1 und knstlicher ,einteilung1 bei welcher ein einzelnes ,merkmal als ,einteilungsgrund bentzt wird1 doch womglich so1 da die ,modifikationen dieses ,merkmals in urschlichem ,zusammenhang mit den ,modifikationen der anderen ,merkmale stehen4 ,im ,gegensatz zur natrlichen ,einteilung steht z4 ,b4 ,linns ,einteilung des ,pflanzenreiches nach der ,zahl und ,stellung der ,staubgefe in #bd ,klassen4 ,es macht ferner einen ,unterschied1 ob bei der ,einteilung von dem logischen ,umfang eines ,begriffes oder von dem empirischen ,umfang desselben ausgegangen wird4 ,es mten z4 ,b4 bei der logischen ,einteilung der ,menschen nach ,farben smtliche ,farben vertreten sein1 auch blau oder grn1 whrend die empirische nur nach den tatschlich vorhandenen ,farben klassifiziert4 ,aber auch wenn der ganze empirische ,umfang eines ,begriffs erschpft wird1 ist damit noch keine ,garantie fr logische ,vollstndigkeit gegeben4 ,die hauptschlichen ,fehler der ,einteilung sind folgende3 #a4 ,die ,einteilung ist zu weit1 wenn sie zu viel1 zu eng1 wenn sie zu wenig ,einteilungsglieder enthlt4 ,zu weit ist z4 ,b4 die ,einteilung der ,dreiecke in rechtwinklige1 schiefwinklige und gleichwinklige4 #b4 ,die ,glieder der ,einteilung mssen einander ausschlieen1 drfen sich nicht kreuzen1 z4 ,b4 die ,einteilung der ,neigungen in ,selbstliebe1 ,neigung zu andern und gegenseitige ,neigung4 #c4 ,es drfen nicht verschiedene ,einteilungsgrnde vermischt werden1 sonst wird die ,einteilung verworren1 z4 ,b4 die der ,menschen in ,europer und ,schwarze4 #c4 ,der ,beweis4 #fh4 ,der ,beweis und seine ,arten4 ,in einem ,system der ,wissenschaft mssen die ,begriffe durch ,erklrungen und ,einteilungen ihrem ,inhalt und ,umfang nach genau bestimmt sein4 ,diese ,begriffe kommen aber nur zustande durch ,urteile1 welche ihnen gewisse ,prdikate zu- oder absprechen1 und diese ,urteile selbst bedrfen der ,begrndung1 um gltig zu sein4 ,dies geschieht1 indem einzelne ,schlsse zum ,beweis verbunden werden und so jedes einzelne ,urteil durch seinen ,zusammenhang mit andern bereits feststehenden in das ,system der ,wissenschaft aufgenommen wird4 ,der ,beweis ist also die syllogistische ,ableitung eines ,urteils aus anderen ,urteilen1 die als gewi und notwendig erkannt sind4 ,doch bedrfen auch diese eigentlich wieder des ,beweises und so fhrt genau genommen jeder ,beweis zu gewissen ,stzen zurck1 die einer ,begrndung weder fhig1 noch bedrftig sind1 zu den ,grundstzen oder ,axiomen4 ,vom einzelnen ,schlu unterscheidet sich der ,beweis dadurch1 da das zu beweisende ,urteil im voraus bekannt ist und die ,veranlassung zum ,beweis bildet1 und da auch auf die materiale ,wahrheit der ,prmissen ,rcksicht genommen wird4 ,auerdem stellt der ,beweis gewhnlich eine ganze ,schlukette dar4 ,der ,beweis ist ein direkter1 wenn er die ,wahrheit eines ,satzes einfach durch kategorischen oder hypothetischen ,schlu aus feststehenden ,prmissen ableitet1 ein indirekter oder apagogischer1 wenn der zu beweisende ,satz aus einem disjunktiven ,urteil durch ,aufhebung der brigen ,disjunktionsglieder gewonnen wird4 ,ein direkter ,beweis ist es z4 ,b41 wenn daraus1 da die ,summe zweier ,winkel eines ,dreiecks gleich einem ,rechten ist1 bewiesen wird1 da der dritte ,winkel ein ,rechter sein mu2 ein indirekter ,beweis wre es1 wenn von der ,disjunktion ausgegangen wrde3 ,entweder ist er ein stumpfer oder ein spitzer oder ein rechter ,winkel1 und aus der ,ungltigkeit der beiden ersten ,glieder die ,gltigkeit des letzten gefolgert wrde4 ,die ,widerlegung 7refutatio7 ist der ,beweis der ,unrichtigkeit eines ,satzes oder eines ,beweises4 ,die ,unrichtigkeit eines ,satzes folgt daraus1 da er selbst oder eine seiner ,konsequenzen 7deductio ad absurdum7 einem wahren ,satze widerstreitet4 ,die ,unrichtigkeit wird also bewiesen durch den ,beweis des kontradiktorischen ,gegenteils4 ,die ,widerlegung eines ,beweises geschieht durch ,entkrftung der ,beweisgrnde4 ,zur grndlichen ,widerlegung einer entgegenstehenden ,ansicht gehrt aber sowohl der ,beweis der eigenen ,ansicht1 als die ,widerlegung des gegnerischen ,beweises4 #fi4 ,auffindung und ,fehler des ,beweises4 ,es erhebt sich noch die ,frage1 wie der ,beweis gefunden wird4 ,da der ,beweis durch ,schlsse sich bewegt1 so mu er das zu gewinnen suchen1 was die ,schlsse mglich macht1 einen ,mittelbegriff4 ,wre der ,satz zu beweisen1 da ,tugend lehrbar ist1 so mte ein ,mittelbegriff gefunden werden1 der einerseits der ,tugend als ,prdikat zugesprochen werden und andrerseits das ,subjekt zu lehrbar bilden knnte4 ,ein solcher ,mittelbegriff ist ,wissen1 daraus ergibt sich der ,schlu3 ,wissen ist lehrbar1 die ,tugend ist ,wissen1 also ist die ,tugend lehrbar4 ,doch wird nur selten ein einziger ,mittelbegriff gengen4 ,in den meisten ,fllen mssen die ,vermittlungen auf umstndlichere ,weise gesucht werden4 ,die hauptschlichsten ,beweisfehler sind1 neben den schon genannten ,versten gegen die ,regeln des ,schlusses berhaupt1 folgende3 #a4 ,die unvollstndige ,disjunktion beim indirekten ,beweis4 #b4 ,eine unrichtige ,prmisse1 durch welche die ganze folgende ,beweisfhrung in ,frage gestellt wird 7proton pseudos74 #c4 ,das zu ,beweisende darf nicht vorausgesetzt werden1 so da etwa in einer der ,prmissen der ,schlusatz schon enthalten wre 7,zirkelbeweis74 #d4 ,das1 was aus den ,prmissen erschlossen wird1 darf nicht von dem zu ,beweisenden abweichen 7heterozetesis71 weder qualitativ 7metabasis eis allo genos71 noch quantitativ1 indem zu viel oder zu wenig bewiesen wird4 ,werden diese ,fehler mit der ,absicht zu tuschen gemacht1 so spricht man von ,erschleichung 7subreptio74 #d4 ,der ,fortschritt der ,wissenschaft4 #gj4 ,die verschiedenen ,methoden4 ,durch ,erklrungen und ,einteilungen wird das ,verhltnis der ,begriffe zueinander geordnet1 durch den ,beweis der logische ,zusammenhang zwischen den ,urteilen hergestellt2 damit ist gezeigt1 wie gegebene ,elemente wissenschaftlich verarbeitet werden4 ,die ,wissenschaft begngt sich aber nicht mit dem ,gewonnenen1 sondern sie schreitet fort2 es erhebt sich also noch die ,frage1 welche ,methoden sie anwendet1 um zu neuen ,erkenntnissen zu gelangen4 ,hier sind folgende ,wege mglich3 #a4 ,man geht aus vom einzelnen tatschlich ,gegebenen1 das man beobachten kann1 und sucht daraus allgemeine ,stze zu gewinnen4 ,dies ist das induktive ,verfahren4 #b4 ,man geht aus von den allgemeinen ,stzen1 die man schon gewonnen hat1 und sucht durch logische ,verarbeitung derselben neue ,aufschlsse ber das ,besondere und ,einzelne zu gewinnen4 ,dies ist das deduktive ,verfahren4 #c4 ,der eigentliche ,fortschritt der ,wissenschaft findet aber nur in der ,verbindung beider ,methoden1 der ,induktion und ,deduktion1 statt1 wie sie besonders die ,hypothese darstellt4 #d4 ,die ,art endlich1 wie die ,wissenschaft als ,ganzes fortschreitet1 ist bestimmt durch das logische ,ideal des ,systems4 #ga4 ,das induktive ,verfahren4 ,die ,induktion als einfacher ,schlu wurde schon in der ,elementarlehre behandelt 7 #fa74 ,die wichtigsten ,leistungen der induktiven ,methode sind folgende3 #a4 ,die ,induktion fhrt zur ,bildung realgltiger ,begriffe4 ,unsere ,begriffe sind zunchst nur subjektive ,gebilde und bedrfen der fortwhrenden ,verbesserung durch neue ,wahrnehmungen4 ,wenn wir einen ,gegenstand wahrnehmen1 der zwar unter einen von uns schon gebildeten ,begriff fllt1 aber ein ,merkmal zeigt1 das wir in diesen ,begriff noch nicht aufgenommen haben1 so tritt die ,frage an uns heran1 ob dieses ,merkmal mit dem ,begriff notwendig zusammengehrt oder nicht4 ,wir werden zu diesem ,zweck darauf achten1 ob sich an allen ,gegenstnden1 die unter diesen ,begriff fallen1 das neue ,merkmal findet1 und je hufiger dies der ,fall ist1 mit um so grerer ,wahrscheinlichkeit werden wir die ,frage der ,zusammengehrigkeit bejahen knnen4 ,auf diesem ,wege knnen unsere subjektiven ,begriffe allmhlich zu ,wesensbegriffen werden1 die der ,wirklichkeit entsprechen4 ,in der beschriebenen ,weise wird z4 ,b4 derjenige verfahren1 der zum ,begriff der ,schlange das ihm neue ,merkmal der gespaltenen ,zunge hinzufgen mu4 ,nun zeigt aber die ,tatsache der ,vernderung1 da die ,notwendigkeit1 welche die ,merkmale der ,dinge zusammenhlt1 doch keine unbedingte ist1 es mte denn die ,vernderung selbst nach notwendigen ,gesetzen vor sich gehen1 und zwar entweder als eine ,entwickelung aus dem ,wesen der ,dinge selbst heraus1 wie bei den organischen ,wesen1 oder durch uere ,ursachen veranlat4 ,die logische ,behandlung der letzteren ist eine weitere ,hauptaufgabe der ,induktion4 #b4 ,wir gewinnen durch ,induktion allgemeine ,stze ber das ,wirken von ,ursachen4 ,besonders diese ,seite der ,induktion hat durch ,j4 ,st4 ,mill eine grundlegende ,bearbeitung erfahren4 ,es ist die gewhnliche ,vorstellung1 da wir das ,wirken von ,ursachen ebenso wie irgend etwas anderes unmittelbar wahrnehmen4 ,in ,wirklichkeit beobachten wir nur1 da eine ,vernderung auf eine andere folgt4 ,explodiert eine ,granate in dem ,augenblick1 in welchem jemand sie berhrt1 um sie wegzuwerfen1 so ist die ,wahrnehmung dieses ,vorgangs ganz dieselbe1 ob die ,berhrung die ,ursache der ,explosion1 oder ob es nur ein zuflliges ,zusammentreffen war4 ,eine genauere ,betrachtung zeigt1 da wir da ein kausales ,verhltnis annehmen1 wo eine ,vernderung regelmig auf eine andere folgt4 ,es gilt also der ,satz3 ,die ,ursache ist das regelmige ,antecedens1 die ,wirkung das regelmige ,consequens4 ,wenn jene ,explosion unter denselben ,umstnden regelmig erfolgen wrde1 so wrden wir schlielich die ,berhrung als ,ursache annehmen4 ,damit aber nicht auch die ,nacht als ,ursache des ,tages angesehen werde1 fgt ,mill hinzu1 das ,consequens msse dem ,antecedens unbedingt1 d4 h4 unabhngig von irgend welchen andern bedingenden ,umstnden1 z4 ,b4 von dem ,aufgang der ,sonne1 folgen4 ,um von dieser ,grundlage aus auf wissenschaftlichem ,wege sichere ,gesetze ber das ,wirken von ,ursachen zu gewinnen1 stellt ,mill zwei ,hauptmethoden auf1 die ,methode der bereinstimmung und die ,methode der ,differenz4 ,die ,methode der bereinstimmung wird von ihm in folgendem ,kanon0 zusammengefat3 ,wenn zwei oder mehr ,instanzen des zu erforschenden ,phnomens nur einen ,umstand gemein haben1 so ist der ,umstand1 in dem allein alle ,instanzen bereinstimmen1 die ,ursache 7oder ,wirkung7 des gegebenen ,phnomens40 ,bezeichnen wir das ,antecedens mit groen und das entsprechende ,consequens mit kleinen ,buchstaben1 so ergibt sich folgendes ,schema3 ,a ,b ,c a b c ,a ,d ,e a d e ,a ,f ,g a f g ,da ,b ,c ,d ,e ,f ,g nicht jedesmal dabei sind1 wenn a auf ,a folgt1 so knnen sie jedenfalls nicht die ,ursachen sein1 also mu es ,a sein4 ,die ,wirkung a sei z4 ,b4 ,kristallisation4 ,wir vergleichen ,flle1 in denen ,krper kristallinisches ,gefge annehmen1 aber sonst in nichts bereinstimmen2 zeigt sich1 da sie nur ein ,antecedens gemeinsam haben1 nmlich3 ,ablagerung eines festen ,stoffes aus einem flssigen ,zustand1 so schlieen wir1 da das ,festwerden einer ,substanz aus einem flssigen ,zustand ein unabnderlich vorangehender ,umstand seiner ,kristallisation ist4 ,die ,methode der ,differenz wird von ,mill folgendermaen gefat3 ,wenn eine ,instanz1 in der das zu erforschende ,phnomen eintritt1 und eine ,instanz1 in der es nicht eintritt1 jeden ,umstand bis auf einen gemein haben1 indem dieser eine nur in der ersteren vorhanden ist3 so ist der ,umstand1 in dem die beiden ,instanzen voneinander abweichen1 die ,wirkung oder die ,ursache oder ein unentbehrlicher ,teil der ,ursache des ,phnomens40 ,hier werden also zwei ,flle verglichen1 die sich durch nichts anderes unterscheiden1 als dadurch1 da in dem einen ,a und a gegenwrtig ist und in dem andern fehlt1 nach dem ,schema3 ,b ,c b c ,a ,b ,c a b c ,wenn jemand durchs ,herz geschossen wird1 so wissen wir1 da es der ,schu war1 der ihn ttete1 weil er unmittelbar vorher noch in der ,vollkraft des ,lebens war und als neues ,antecedens ,a nur die ,wunde hinzukam4 ,die ,wirkung a1 der ,tod1 die ebenfalls neu hinzukam1 mu deshalb durch ,a bewirkt sein4 ,dieses ,hinzutreten eines neuen ,elements mit darauffolgender ,wirkung kann leicht auch knstlich zustande gebracht werden4 ,die ,differenzmethode ist daher vorzugsweise die ,methode des ,experiments4 ,mill unterscheidet dann noch eine vereinigte bereinstimmungs- und ,unterschiedsmethode1 eine ,methode der ,rckstnde und eine ,methode der ,begleitvernderungen4 #c4 ,die ,induktion fhrt auch zu blo empirischen ,gesetzen1 die keinen urschlichen ,zusammenhang1 sondern nur ein tatschliches ,geschehen oder regelmige ,zusammenhnge verschiedener ,vorgnge aussagen1 z4 ,b41 da ein frei fallender ,krper ,rume beschreibt1 die den ,quadraten der ,zeit proportional sind1 oder da ,ebbe und ,flut in regelmigen ,zeitabschnitten wechseln4 ,es ist freilich die ,aufgabe der ,wissenschaft1 auch diese zunchst empirischen ,gesetze auf kausale ,zusammenhnge zurckzufhren4 #d4 ,durch die generalisierende ,induktion gelangt man von spezielleren ,gesetzen zu allgemeineren4 ,wenn ,a ,b ,c bereinstimmend das ,prdikat ,p haben1 so wird geschlossen1 da dies seinen ,grund in gewissen gemeinsamen ,merkmalen ,e und ,f habe2 aus diesen ,merkmalen ,e und ,f wird dann der hhere ,gattungsbegriff gebildet und angenommen1 da alle ,gegenstnde1 die unter denselben fallen1 das ,prdikat ,p haben mssen4 ,so gelangt man z4 ,b4 zu dem allgemeinen ,gesetz1 da alle ,krper1 die schwerer sind als ,wasser1 im ,wasser untersinken4 ,dabei wird allerdings eine ber die ,erfahrung hinausgehende ,voraussetzung gemacht1 nmlich die1 da aus bereinstimmenden ,grnden auch bereinstimmende ,folgen flieen4 #gb4 ,das deduktive ,verfahren4 ,die ,deduktion steigt vom ,allgemeinen zum ,besonderen und ,einzelnen herab3 teils setzt sie die gewonnenen allgemeinen ,begriffe und ,wahrheiten in ,beziehung zueinander und gewinnt daraus neue allgemeine ,erkenntnisse1 wie dies in ausgedehntem ,mae die ,mathematik tut2 teils leitet sie aus den erkannten allgemeinen ,gesetzen die einzelnen tatschlichen ,erscheinungen ab4 ,es ist daher hauptschlich die ,aufgabe der ,deduktion1 die gegebene wirkliche ,welt aus ,gesetzen zu erklren4 ,dies geschieht durch einfache ,syllogismen1 welche den gegebenen ,fall als ,folge eines oder mehrerer bekannter ,gesetze darstellen4 ,so erklrt sie z4 ,b4 die ,tatsache1 da eine ,flasche1 in der ,wasser gefriert1 zerspringt1 aus dem ,gesetz1 da ,wasser beim ,gefrieren sich ausdehnt1 und aus dem andern1 da das ,glas wegen seiner ,sprdigkeit sich nicht ausdehnen kann4 ,auf demselben deduktiven ,wege1 durch ,ableitung aus einer ,reihe von bereits feststehenden physikalischen ,gesetzen wre z4 ,b4 die mechanische ,leistung einer ,lokomotive zu erklren4 #gc4 ,die ,verbindung von ,induktion und ,deduktion und die ,hypothese4 ,aus einer ,betrachtung der ,induktion und der ,deduktion folgt unmittelbar1 da sie einander nicht entbehren knnen4 ,die ,deduktion geht aus von allgemeinen ,stzen und bedarf deshalb der ,induktion1 die allgemeine ,stze findet4 ,die ,induktion fhrt nur zu einem hheren ,grade von ,wahrscheinlichkeit und bedarf einer fortwhrenden ,prfung ihrer ,resultate4 ,dies geschieht am besten dadurch1 da man aus den allgemeinen ,stzen1 die durch ,induktion gewonnen sind1 nun zur ,probe fr ihre ,richtigkeit versucht1 deduktiv das ,einzelne daraus zu erklren4 ,das ,hauptmittel1 diese ,verbindung beider ,methoden fr die ,wissenschaft fruchtbar zu machen1 ist die ,hypothese4 ,die ,hypothese ist die vorlufige ,annahme der ,wahrheit eines ,satzes zum ,zweck ihrer ,prfung an den daraus abgeleiteten ,folgen4 ,jede einzelne ,folgerung aus der ,hypothese1 die formell richtig abgeleitet ist1 aber mit den ,tatsachen oder anderen wahren ,stzen in ,widerspruch steht1 beweist die ,unwahrheit der ,hypothese4 ,jede ,folge1 die materiale ,wahrheit hat1 fhrt aber nur zu grerer ,wahrscheinlichkeit1 die sich allerdings der vollen ,gewiheit nhern kann4 ,die ,hypothese ist ferner um so wahrscheinlicher1 je einfacher sie ist und je weniger sie ,hilfshypothesen braucht4 ,die ,hypothese erlangt ,gewiheit und wird zur ,theorie1 wenn es gelingt1 sie als das einzig mgliche ,mittel zur ,erklrung aller in ,betracht kommenden ,tatsachen nachzuweisen oder sie von bereits anerkannten ,stzen abzuleiten4 ,die ,entwickelung der ,wissenschaft geht immer durch ,hypothesen hindurch4 ,dies zeigt z4 ,b4 die ganze ,geschichte der ,astronomie2 ,hypothesen sind ferner die philologischen ,konjekturen1 die ,versuche zur ,erklrung des ,lichtes1 die ,entwicklungslehre ,darwins1 die ,diagnose des ,arztes4 #gd4 ,das ,system4 ,das ,system ist die ,verbindung zusammengehriger ,erkenntnisse zu einem logisch geordneten ,ganzen4 ,die ,wissenschaft ist die ,zusammenfassung der in irgend einem ,zeitpunkt erreichten gleichartigen ,erkenntnisse in der ,form dieser ,verbindung4 ,wre die ,wissenschaft als ,system vollendet1 so mte einerseits eine vollkommene ,klassifikation1 anderseits eine vollkommene ,deduktion erreicht sein4 ,die ,gesamtheit der ,begriffe mte eine ,pyramide darstellen1 deren ,spitze der hchste ,begriff1 deren ,grundlage die untersten ,arten bilden wrden1 die selbst die gesamte wirkliche ,welt umfaten4 ,die ,deduktion aber wrde alle wahren ,urteile durch ein ,system von ,schlssen1 durch eine ,kette von ,beweisen verbinden1 die in ununterbrochener ,reihenfolge zu den letzten ,prmissen1 zu den ,axiomen zurckfhren wrden4 ,die ,wissenschaften sind noch weit von diesem logischen ,ideal entfernt1 aber sie werden dasselbe nicht entbehren knnen1 wenn sie nicht in ,einseitigkeit verfallen wollen1 ob es nun als erreichbar gilt oder nicht1 ob es nur als regulatives ,prinzip1 oder als wirkliches ,ziel angesehen wird4 ,der ,geist der ,zeit1 die ,hegemonie der ,naturwissenschaft hat die von unten aufbauende ,methode in den ,vordergrund gestellt1 und mit ,recht wenden sich die besten ,krfte der genauen ,erforschung der ,erfahrungswelt zu1 aber die wissenschaftliche ,arbeitsteilung droht das ,ganze der ,wissenschaft und der ,wissenschaften in lauter kleine und kleinste ,teile zu zersplittern3 es ist die ,aufgabe der ,philosophie1 das ,bewutsein wach zu erhalten1 da die ,wissenschaft nur als ,ganzes ihren ,zweck erfllt1 und da sie das nur kann1 solange sie den ,gedanken festhlt1 wenn auch nur als leitenden ,grundsatz1 da die wissenschaftliche ,arbeit von unten und die von oben her einmal zusammenkommen mssen4 ,literatur4 ,a4 ,einleitung in die ,philosophie3 ,klpe1 ,o41 ,einleitung in die ,philosophie4 #b4 ,aufl4 #ahih4 ,paulsen1 ,f41 ,einleitung in die ,philosophie4 #f4 ,aufl4 #aijj4 ,volkelt1 ,i41 ,vortrge zur ,einfhrung in die ,philosophie der ,gegenwart4 #ahib4 ,windelband1 ,w41 ,prludien1 ,aufstze und ,reden zur ,einleitung in die ,philosophie4 #b4 ,aufl4 #aijc4 ,wundt1 ,w41 ,einleitung in die ,philosophie4 #aija4 ,b4 ,geschichte der ,philosophie4,a ,i4 ,geschichte der ,philosophie berhaupt3 ,bergmann1 ,j41 ,geschichte der ,philosophie4 #b ,bnde4 #ahib_/ic4 ,erdmann1 ,j41 ,grundri der ,geschichte der ,philosophie4 #b ,bde4 #d4 ,aufl4 #ahie_/if4 ,eucken1 ,r41 ,die ,lebensanschauungen der groen ,denker4 #c4 ,aufl4 #ahii4 ,rehmke1 ,j41 ,grundri der ,geschichte der ,philosophie4 #ahif4 berweg-,heinze1 ,grundri der ,geschichte der ,philosophie4 #d ,bde4 #h4 ,aufl4 #ahid-ig4 ,windelband1 ,w41 ,geschichte der ,philosophie4 #b4 ,aufl4 #aijj4 ,a ,die ,titel derjenigen ,bcher von ,b bis ,d1 welche neben dem beginnenden ,studium der ,originalwerke der klassischen ,philosophen zur weiteren ,einfhrung und zur ,vorbereitung auf die groen systematischen ,werke wegen ihrer greren ,verstndlichkeit sich eignen1 sind gesperrt gedruckt4 ,,ii4 ,alte ,philosophie3 ,deussen1 ,allgemeine ,geschichte der ,philosophie4 ,bd4 ,i und ,,ii #ahid_/ii 7,indische ,philosophie74 ,gomperz1 ,th41 ,griechische ,denker4 ,geschichte der antiken ,philosophie4 ,bd4 ,i und ,,ii4 #aija4 ,zeller1 ,e41 ,die ,philosophie der ,griechen4 #e ,bde4 #c4-e4 ,aufl4 #ahgi-ib4 ,grundri der ,geschichte der griechischen ,philosophie4 #e4 ,aufl4 #ahih4 ,,iii4 ,neuere ,philosophie3 ,falckenberg1 ,r41 ,geschichte der neueren ,philosophie von ,nikolaus von ,kues bis zur ,gegenwart4 #c4 ,aufl4 #ahih4 ,fischer1 ,k41 ,geschichte der neueren ,philosophie4 #i ,bde4 #d4 ,aufl4 #ahig-aija4 ,hffding1 ,g41 ,geschichte der neueren ,philosophie4 #ahie_/if4 ,windelband1 ,w41 ,die ,geschichte der neueren ,philosophie4 #b ,bde4 #b4 ,aufl4 #ahii4 ,c4 ,psychologie3 ,ebbinghaus1 ,h41 ,grundzge der ,psychologie4 ,bd4 ,i4 #aija4 ,hffding1 ,h41 ,psychologie in ,umrissen4 #c4 deutsche ,ausgabe4 #aija4 ,hfler1 ,a41 ,psychologie4 #ahig4 ,jodl1 ,f41 ,lehrbuch der ,psychologie4 #b4 ,aufl4 #aijc4 ,klpe1 ,o41 ,grundri der ,psychologie4 #ahic4 ,lipps1 ,th41 ,grundtatsachen des ,seelenlebens4 #ahhc4 ,lotze1 ,h41 ,grundzge der ,psychologie4 #d4 ,aufl4 #ahhi4 ,mikrokosmus4 #c4 ,aufl4 #ahgf ff4 ,bd4 ,,ii4 ,volkmann1 ,a4 ,w41 ,lehrbuch der ,psychologie4 #b ,bde4 #d4 ,aufl4 #ahid_/ie4 ,wundt1 ,w41 ,vorlesungen ber die ,menschen- und ,tierseele4 #c4 ,aufl4 #ahig4 ,grundri der ,psychologie4 #d4 ,aufl4 #aija4 ,grundzge der physiologischen ,psychologie4 #e4 ,aufl4 #aijb4 ,bd4 ,i und ,,ii4 ,vlkerpsychologie4 #aijj4 ,bd4 ,i u4 ,,ii 7die ,sprache74 ,ziehen1 ,th41 ,leitfaden der physiologischen ,psychologie4 #e4 ,aufl4 #aijj4 ,d4 ,logik3 ,erdmann1 ,b41 ,logik4 ,bd4 ,i4 #ahib4 ,lipps1 ,th41 ,grundzge der ,logik4 #ahic4 ,lotze1 ,h41 ,logik4 #b4 ,aufl4 #ahhj4 ,mill1 ,j4 ,st41 ,system der deduktiven und induktiven ,logik4 ,deutsch von ,schiel4 #c ,bde4 #d4 ,aufl4 #ahgg4 ,sigwart1 ,ch41 ,logik4 #b ,bde4 #b4 ,aufl4 #ahhi_/ic4 berweg1 ,f41 ,system der ,logik und ,geschichte der logischen ,lehren4 #e4 ,aufl4 #ahhb4 ,wundt1 ,w41 ,logik4 #c ,bde4 #b4 ,aufl4 #ahic_/ie4 99 99 99 99 99 ,weitere ,werke des ,verfassers vorliegender ,psychologie und ,logik3 ,elsenhans1 ,th41 ,wesen und ,entstehung des ,gewissens4 #ahid4 ,selbstbeobachtung und ,experiment in der ,psychologie4 #ahig4 ,das ,kant-,friesische ,problem4 #aijb4 ,namen- und ,sachregister4 ,affekt #dd4 ,alpdrcken #bg4 ,analogieschlu #abb f4 ,anaxagoras #i4 quipollenz #id4 ,aristoteles #i4 #ajc4 ,assoziation #bh4 #ca4 #ff4 sthetik #h4 sthetische ,gefhle #db f4 ,atomisten #i4 ,aufmerksamkeit #cj4 #fh4 ,ausdrucksbewegungen #ei4 ,axiome #abi4 ,baco #aj4 ,begierde #ee4 ,begriff #cc4 #fi f42 ,merkmale des ,b4 #gj2 ,arten der ,b4 #gb ff42 ,umfang des ,b4 #ga f4 #abh4 ,begriffsbestimmung #abd ff4 ,beneke #aaa4 ,bergmann #adj4 ,bewegungen #ff2 unwillkrliche ,b4 #ec f4 ,beweis #abi ff4 ,charakter #fc4 #fg4 ,deduktion #acf ff4 ,definition #abd ff4 ,denken #cc4 ,descartes #aj4 #af4 ,determination #abg4 ,determinismus #eh4 ,deussen #ada4 ,deutlichkeit #gb4 ,ebbinghaus #ada4 ,eigennamen #cc4 ,einheit des ,bewutseins #ah f4 ,einteilung #abf ff4 ,eleaten #i4 ,elsenhans #adb4 ,empfindung #ba ff4 ,empirismus #aj4 ,enge des ,bewutseins #bi4 ,entfernung #cf f4 #fb4 #ff4 ,enthymem #aag4 ,entschlu #ef4 ,epicherem #aag4 ,epikureer #aj4 ,erdmann1 ,b4 #adb4 ,j4 #adj4 ,erkennen #cc4 #fd4 #fh4 ,erkenntnistheorie #fh4 ,ethik #h4 ,euathlus1 ,sophisma des ,e4 #abj4 ,eucken #adj4 ,falckenberg #ada4 ,fehlschlsse #aah ff4 ,fichte #aj4 ,fischer1 ,k4 #ada4 ,galenus #ii4 ,gall #bj4 ,gebrden #ei4 ,gedchtnis #cj f4 ,gefhl #ci f4 #fd f42 ,verlauf der ,g4 #dd2 ,abstumpfung der ,g4 #de2 ,verstrkung der ,g4 #de42 gemischte ,g4 #df2 ,bedeutung der ,g4 #ej ff4 ,gefhlston #dj4 ,gehen #fc4 ,geisteskrankheit #ai4 ,gemeinvorstellung #cb4 ,gemt #dd4 ,geruch #ci4 ,geschmack #ci4 ,gesinnung #dd4 ,gewohnheit #fb f4 ,gomperz #ada4 ,grundgesetze des ,denkens #he ff4 ,hegel #aa4 ,heinze #adj4 ,heraklit #i4 ,herbart #aa4 #af4 #bg4 ,hffding #ada4 ,hfler #ada4 ,hrzentrum #bj4 ,hume #aj4 ,hypothese #acg f4 ,hypothetisches ,urteil #gg ff4 #he-ic4 #ig4 ,idealismus #aa4 ,ideenassoziation #bh f4 ,indeterminismus #eh4 ,individualbegriff #cb4 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#ajc4 ,physiologische ,psychologie #ae4 ,physiologische ,zeit #ec4 ,plato #i4 ,positivismus #aa4 ,prmissen #ih4 ,psychologie #ab4 #ad f4 ,phytagoreer #i4 ,rationalismus #aj4 ,raumvorstellung #cf f4 ,reflexbewegungen #ec4 ,reflexhemmungen #ed4 ,rehmke #adj4 ,religion #h f4 ,religise ,gefhle #dc4 ,reproduktion #cj4 ,schauspielkunst #fa4 ,schelling #aa4 ,schlu #cc f4 #he ff4 ,schlufiguren #ajc ff4 ,schmerz #da4 ,scholastiker #ajc4 ,schopenhauer #aa4 #be4 ,schrift #fa4 ,seelenvermgen #bj f4 ,seele und ,krper #af f4 ,sehzentrum #bj4 ,selbstgefhl #di f4 ,sigwart #aaa4 #adb4 ,sinnesenergie1 spezifische #bc4 ,sinnestuschungen #ab4 ,sittliche ,gefhle #dc4 ,sokrates #i4 ,sophisten #i4 ,sorites #aah4 ,spencer #aj4 ,spinoza #aj4 ,spiritualismus #af4 ,sprache #cb f4 #fj f4 ,stimmung #dg4 ,stoiker #aj4 ,subalternation #ic f4 ,syllogismus #ih ff4 #aaj ff4 ,system #ach f4 ,temperamente #dh4 ,thales #i4 ,tiefenvorstellung #ch4 ,totalgefhle #de4 ,trauer #fi4 ,traumzustand #bg4 ,trendelenburg #aa4 ,trieb #ee f4 ,trugschlsse #aah ff4 berweg #adj4 #adb4 bung #bi4 #ca4 #fb4 ,umwandlung der ,relation #ic4 ,unbewute ,zustnde #bg4 ,unterbegriff #ih4 ,urteil #cc f4 #gd ff42 ,einteilung der ,u4 #ge ff42 analytische u4 synthetische #hh ff4 ,urteilsarten #ha ff4 ,vernunft #cd4 ,verstand #cd4 ,volkelt #adj4 ,volkmann #ada4 ,vorsatz #ef4 ,vorstellung #bd f4 #cb4 ,vorstellungsverlauf #be ff4 ,wahrnehmung #bd f4 ,webersches ,gesetz #bc4 ,widerlegung #acj4 ,wiederholung #ff4 ,wille #eb ff42 #fe f4 ,willenszeit #ed4 ,windelband #adj4 #ada4 ,witz #ei4 ,wortblindheit #bd4 ,wundt #di4 #aaa4 #adj4 #adb4 ,wunsch #ef4 ,zeitvorstellung #ce f4 ,zeller1 ,e4 #ada4 ,zerstreutheit #cj4 ,ziehen #adb4 ,zirkel #abf4 ,zorn #fe4