,jenseits der ,schriftkultur 7,c7#aiii by ,mihai ,nadin ,das ,zeitalter des ,augenblicks ,aus dem ,englischen von ,norbert ,greiner ,inhalt ,,vorwort ,,zur ,,deutschen ,,ausgabe ,,einleitung3 ,,schriftkultur ,,in ,,einer ,,sich ,,wandelnden ,,welt ,alternativen ,jenseits der ,schriftkultur ,,buch ,i4 ,,kapitel #a3 ,,die ,,kluft ,,zwischen ,,gestern ,,und ,,morgen ,kontrastfiguren ,taste whlen--drcken ,das ,leben ist schneller geworden ,aufgeladene ,schriftkultur ,der ,mensch entwirft1 der ,mensch verwirft4 ,jenseits der ,schriftkultur ,ein bewegliches ,ziel ,der weise ,fuchs ,und zwischen uns der ,abgrund ,wiedersehen mit ,malthus ,in den ,fesseln der ,schriftkultur ,,kapitel #b3 ,,die ,,usa--,,sinnbild ,f,r ,,die ,,kultur ,,der ,,schriftlosigkeit ,dem ,handel zuliebe ,das ,beste von dem1 was ntzlich ist und schn ,das ,rckspiegelsyndrom ,,buch ,,ii4 ,,kapitel #a3 ,,von ,,den ,,zeichen ,,zur ,,sprache ,wiedersehen mit semeion ,erste ,zeichenspuren ,skala und ,schwelle ,zeichen und ,werkzeuge ,,kapitel #b3 ,,von ,,der ,m,,ndlichkeit ,,zur ,,schriftlichkeit ,individuelles und kollektives ,gedchtnis ,kulturelles ,gedchtnis ,existenzrahmen ,entfremdung von der ,unmittelbarkeit ,,kapitel #c3 ,m,,ndlichkeit ,,und ,,schrift ,,in ,,unserer ,,zeit3 ,,was ,,verstehen ,,wir1 ,,wenn ,,wir ,,sprache ,,verstehen8 ,besttigung als ,feedback ,mndlichkeit und die ,anfnge der ,schrift ,annahmen ,wie wichtig ist ,literalitt8 ,was ist ,verstehen8 ,worte ber ,bilder ,,kapitel #d3 ,,die ,,funktionsweise ,,der ,,sprache ,ausdruck1 ,kommunikation1 ,bedeutung ,die ,gedankenmaschine ,schrift und der ,ausdruck von ,gedanken ,zukunft und ,vergangenheit ,wissen und ,verstehen ,eindeutig1 zweideutig1 mehrdeutig ,die ,visualisierung von ,gedanken ,buchstabenkulturen und ,aphasie ,,kapitel #e3 ,,sprache ,,und ,,logik ,logiken hinter der ,logik ,die ,pluralitt intellektueller ,strukturen ,die ,logik von ,handlungen ,sampling ,memetischer ,optimismus ,,buch ,,iii4 ,,kapitel #a3 ,,schriftkultur1 ,,sprache ,,und ,,markt ,vorbemerkungen ,products ,r ,us ,die ,sprache des ,marktes ,die ,sprache der ,produkte ,handel und ,schriftkultur ,wessen ,markt8 ,wessen ,freiheit8 ,neue ,mrkte1 ,neue ,sprachen ,alphabetismus und das ,transiente ,markt1 ,werbung1 ,schriftlichkeit ,,kapitel #b3 ,,sprache ,,und ,,arbeitswelt ,innerhalb und auerhalb der ,welt ,wir sind1 was wir tun ,maschine und ,schriftkultur ,der ,wegwerfmensch ,die ,skala der ,arbeit und die ,skala der ,sprache ,angeborene ,heuristik ,alternativen ,vermittlung der ,vermittlung ,,kapitel #c3 ,,schriftkultur1 ,,bildung ,,und ,,ausbildung ,das ,hchste und das ,beste ,das ,ideal und das ,leben ,relevanz ,tempel des ,wissens ,kohrenz und ,verbindung ,viele ,fragen ,eine ,kompromiformel ,kindheit ,welche ,alternativen8 ,,buch ,,iv4 ,,kapitel #a3 ,,sprache ,,und ,,bild ,wie viele ,worte in einem ,blick8 ,das mechanische und das elektronische ,auge ,wer hat ,angst vor der ,lokomotive8 ,hier und dort gleichzeitig ,visualisierung ,,kapitel #b3 ,,der ,,professionelle ,,sieger ,sport und ,selbstkonstituierung ,sprache und krperliche ,leistung ,der illiterate ,athlet ,ideeller und profaner ,gewinn ,,kapitel #c3 ,,wissenschaft ,,und ,,philosophie - ,,mehr ,,fragen ,,als ,,antworten ,rationalitt1 ,vernunft und die ,skala der ,dinge ,die verlorene ,balance ,gedanken ber das ,denken ,quo vadis1 ,wissenschaft8 ,raum und ,zeit3 befreite ,geiseln ,kohrenz und ,diversitt ,computationale ,wissenschaft ,wie wir uns selbst wegerklren ,die ,effizienz der ,wissenschaft ,die ,erforschung des ,virtuellen ,die ,sprache der ,weisheit ,in wissenschaftlichem ,gewand ,wer braucht ,philosophie und wozu8 ,,kapitel #d3 ,,ein ,,gesp,r ,f,r ,,design ,die ,zukunft zeichnen ,die ,emanzipation ,konvergenz und ,divergenz ,der neue ,designer ,virtuelles ,design ,,kapitel #e3 ,,politik3 ,,so ,,viel ,,anfang ,,war ,,noch ,,nie ,die ,permissivitt der kommerziellen ,demokratie ,wie ist es dazu gekommen8 ,politische ,sprachen ,kann ,schriftlichkeit zum ,scheitern der ,politik fhren8 ,die ,krabben haben pfeifen gelernt ,von ,stammeshuptlingen1 ,knigen und ,prsidenten ,rhetorik und ,politik ,die ,justiz beurteilen ,das programmierte ,parlament ,eine ,schlacht1 die wir gewinnen mssen ,,kapitel #f3 ,,gehorsam ,,ist ,,alles ,der erste ,krieg jenseits der ,schriftkultur ,krieg als praktische ,erfahrung ,das ,militr als ,institution ,vom schriftgebundenen zum schriftlosen ,krieg ,der ,nintendo-,krieg ,blicke1 die tten knnen ,,buch ,v4 ,,kapitel #a3 ,,die ,,interaktive ,,zukunft3 ,,der ,,einzelne1 ,,die ,,gemeinschaft ,,und ,,die ,,gesellschaft ,,im ,,zeit-,,alter ,,des ,,internets ,das berwinden der ,schriftkultur ,das ,sein in der ,sprache ,die ,mauer hinter der ,mauer ,die ,botschaft ist das ,medium ,von der ,demokratie zur ,medio-kratie ,selbstorganisation ,die ,lsung ist das ,problem4 ,oder ist das ,problem die ,lsung8 ,der ,umgang mit den ,wahlmglichkeiten ,der richtige ,umgang mit den ,wahlmglichkeiten ,abwgungen ,aus ,schnittstellen lernen ,,kapitel #b3 ,,eine ,,vorstellung ,,von ,,der ,,zukunft ,kognitive ,energie ,falsche ,vermutungen ,netzwerke kognitiver ,energie ,unebenheiten und ,schlaglcher ,die ,universitt des ,zweifels ,interaktives ,lernen ,die ,begleichung der ,rechnung ,ein ,weckruf ,konsum und ,interaktion ,unerwartete ,gelegenheiten ,,nachwort3 ,,umbruch ,,verlangt ,,umdenken ,,literaturhinweise ,,personenregister ,,ber ,,den ,,autor ,vorwort zur deutschen ,ausgabe ,unsere ,welt ist in ,unordnung geraten4 ,die ,arbeitslosigkeit ist eine groe ,belastung fr alle4 ,sozialleistungen werden weiter drastisch gekrzt4 ,das ,universittssystem befindet sich im ,umbruch4 ,politik1 ,wirtschaft und ,arbeitswelt durchlaufen ,vernderungen1 die sich nicht nach dem gewohnten ordentlichen ,muster des sogenannten ,fortschritts richten4 ,gleichwohl verfolgen ,politiker aller ,couleur politische ,programme1 die mit den eigentlichen ,problemen und ,herausforderungen in ,deutschland 7und in ,europa7 nicht das ,geringste zu tun haben4 ,das vorliegende ,buch mchte sich diesen ,herausforderungen widmen1 aus einer ,perspektive1 die die ,zwangslufigkeit dieser ,entwicklung betont4 ,wenn man eine ,hypothese vorstellt1 bentigt man ein geeignetes ,prffeld4 ,in meinen ,augen ist ,deutschland am besten dafr geeignet4 ,in keinem anderen ,land der ,welt lt sich die ,dramatik des ,umbruchs so unmittelbar verfolgen wie hier4 ,in ,deutschland treffen die ,krfte und ,werte1 die zu den groen historischen ,errungenschaften und den katastrophalen historischen ,fehlleistungen dieses ,landes gefhrt haben1 mit den neuen ,krften und ,werten1 die das ,gesicht der ,welt verndern1 gewissermaen in ,reinform zusammen4 ,an ,ordnung1 ,disziplin und ,fortschritt gewhnt1 beklagen die ,brger heute eine allgegenwrtige lhmende ,brokratie1 die von ,regierung und ,verwaltung ausgeht4 ,frher galt das1 verbunden mit dem ,namen ,bismarcks1 als gute deutsche ,tugend1 eine der vielen ,qualittsmaschinen ,made in ,germany4 ,im ,verlauf der ,zeit aber wurde der ,brger abhngig von ihr und konnte sich nicht vorstellen1 jemals ohne sie auszukommen4 ,die ,mehrheit schreckt vor ,alternativen zurck und mchte nicht einmal ber sie nachdenken4 ,geprgt von ,technik und ,qualittsarbeit ist die ,vorstellung1 da das ,industriezeitalter seinem ,ende entgegengeht1 den meisten eine ,schreckensvision4 ,sie wrden eher ihre ,schrebergrten hergeben als die digitale ,autobahn zu akzeptieren1 die doch die ,staus auf ihren richtigen ,autobahnen zu den ,hauptverkehrszeiten abbauen knnte--ich betone das knnte4 ,noch immer lebt es sich gut durch den ,export eines technischen und wissenschaftlichen ,know-how1 dessen ,glanzzeit allerdings vorber ist4 ,als ein hochzivilisiertes ,land ist ,deutschland fest entschlossen1 den barbarischen ,teil seiner ,vergangenheit hinter sich zu lassen4 ,der ,klarheit halber sei gesagt1 was ich unter barbarisch verstehe3 ,hitler-,deutschland verdient keinen anderen ,namen1 ebensowenig wie alle anderen uerungen von ,aggression1 ,antisemitismus und ,rassismus1 die noch immer nicht der ,vergangenheit angehren4 ,aber bis heute hat man nicht verstanden1 da eben jene pragmatische ,struktur1 die die industrielle ,kraft ,deutschlands begrndete1 auch die destruktiven ,krfte begnstigte4 7,man denke nur an die ,technologieexporte1 die die wahnsinnigen ,fhrer lreicher ,lnder erst jngst in die ,hnde bekommen haben47 ,das wiedervereinigte ,deutschland ist bereit1 in einer ,welt mit globalen ,aufgaben und globalen ,problemen ,verantwortung zu bernehmen4 ,es setzt sich unter anderem fr den ,schutz des tropischen ,regenwaldes ein und zahlt fr ,werte--den ,schutz der ,umwelt--statt fr ,produkte4 ,aber die politischen ,fhrer ,deutschlands und mit ihnen groe ,teile der ,bevlkerung haben noch nicht begriffen1 da der ,osten des ,landes nicht unbedingt ein ,duplikat des ,westens werden mu1 damit beide ,teile zusammenpassen4 ,differenz1 d4 h4 ,andersartigkeit1 ist eine ,qualitt1 die sich in ,deutschland keiner groen ,wertschtzung erfreut4 ,verlorene ,chancen sind der ,preis1 den ,deutschland fr diese preuische ,tugend der ,gleichmacherei bezahlen mu4 ,die englische ,originalfassung dieses ,buches wurde #aiig auf der ,leipziger ,buchmesse vorgestellt und in der ,folge von der ,kritik wohlwollend aufgenommen4 ,dank der grozgigen ,untersttzung durch die ,mittelsten-,scheid ,stiftung ,wuppertal und die ,alfred und ,clre ,pott ,stiftung ,essen1 fr die ich an dieser ,stelle noch einmal ,dank sage1 konnte dann ,anfang #aiih die ,realisierung des von ,beginn an bestehenden ,plans einer deutschsprachigen ,ausgabe konkret ins ,auge gefat werden4 ,und nachdem ,prof4 ,dr4 ,norbert ,greiner1 bei dem ich mich hier ebenfalls herzlich bedanken mchte1 fr die bersetzung gewonnen war1 konnte zgig an die ,erarbeitung einer gegenber der englischen ,ausgabe deutlich komprimierten und strker auf den deutschsprachigen ,diskussionskontext zugeschnittenen deutschen ,ausgabe gegangen werden4 ,einige ,kapitel der ,originalausgabe sind in der deutschsprachigen ,edition entfallen1 andere wurden stark berarbeitet4 ,entfallen sind vor allem solche ,kapitel1 die sich in ihren inhaltlichen ,bezgen einem deutschen ,leser nicht unmittelbar erschlieen wrden4 ,ein ,nachwort1 das sich ausschlielich an die deutschen ,leser wendet1 wurde ergnzt4 ,die deutsche ,fassung ist also eigentlich ein anderes ,buch4 ,wer das ,thema erweitern und vertiefen mchte1 ist selbstverstndich eingeladen1 auf die englische ,version zurckzugreifen1 in die #ae ,jahre intensiver ,forschung1 ,beobachtung und ,erfahrung mit der neuen ,technologie und der amerikanischen ,kultur eingegangen sind4 ,ein ,vorzug der kompakten deutschen ,version liegt darin1 da die jngsten ,entwicklungen--die so schnell vergessen sein werden wie alle anderen ,tagesthemen--,fortsetzungen meiner ,argumente darstellen und sie gewissermaen kommentieren4 ,sie haben wenig miteinander zu tun und sind dennoch in den folgenden ,kapiteln antizipiert3 ,guildos ,auftritt beim ,grand ,prix d,eurovision 7liebt er uns eigentlich immer noch1 und warum ist das so wichtig871 die enttuschende ,leistung der deutschen ,nationalmannschaft bei der ,fuballweltmeisterschaft 7standen sich im ,endspiel ,brasilien und ,frankreich oder ,nike und ,adidas gegenber871 die ,asienkrise1 das ,ergebnis der ,bundestagswahlen1 der ,euro1 neue ,entwicklungen in ,wissenschaft und ,technologie1 die jngsten ,arbeitslosenzahlen1 die kosteuer und vieles mehr4 ,wer sich der ,mhe einer grndlichen ,lektre des vorliegenden ,buches unterzieht1 wird sich auf diese ,entwicklungen einen eigenen ,reim machen knnen1 sehr viel besser als die ,mediengurus1 die uns das ,denken abnehmen wollen4 ,zumindest wird er ber die wortreichen ,artikel halbgebildeter ,akademiker und opportunistischer ,journalisten schmunzeln1 die allzeit bereit sind1 anderen zu erklren1 was sie selbst nicht verstehen4 ,wie in der englischen ,version mchte ich auch meine deutschen ,leser einladen1 mit mir in ,kontakt zu treten und mir ihre kritischen ,kommentare oder ,fragen per e-mail zukommen zu lassen3 nadinacm4org4 ,im ,einklang mit dem ,ziel des ,buches1 fr die ,kommunikation jenseits der ,schriftkultur das schriftkulturelle ,eins-zu-,viele-,verhltnis 7,autor3,leser7 zu berwinden1 wird fr dieses ,buch im ,world ,wide ,web ein ,forum eingerichtet4 ,die ,zukunft gehrt der ,interaktion zwischen ,vielen4 ,wuppertal1 im ,november #aiih ,mihai ,nadin ,einleitung ,schriftkultur in einer sich wandelnden ,welt ,alternativen ,wenn wir uns mit der ,sprache befassen1 befassen wir uns mit uns selbst1 als ,person und als ,gattung4 ,wir sehen uns heute vielen ,bedrohungen ausgesetzt--,terrorismus1 ,,aids1 ,armut1 ,rassismus1 groe ,flchtlingsstrme--1 aber eine dieser ernsthaften ,bedrohungen scheint am leichtesten zu ertragen zu sein3 ,schriftlosigkeit und schriftkulturelle ,unbildung4 ,dieses ,buch verkndet das ,ende der ,schriftkultur und versucht1 die unglaublichen ,krfte zu erklren1 die die beunruhigenden ,vernderungen in unserer ,welt vorantreiben4 ,das ,ende der ,schriftkultur--also die ,kluft zwischen einem noch gar nicht so weit zurckliegenden ,gestern und einem aufregenden1 aber auch verwirrenden ,morgen--zu verstehen1 ist offensichtlich schwerer1 als mit ihm zu leben4 ,die ,tatsache des ,umbruchs nicht anerkennen zu wollen1 erleichtert das ,verstehen nicht gerade4 ,wir sehen alle1 da die schriftkulturelle ,sprache nicht so funktioniert1 wie sie nach ,meinung unserer ,lehrer eigentlich funktionieren sollte1 und wir fragen uns1 was wir dagegen tun knnen4 ,eltern glauben1 da bessere ,schulen mit besseren ,lehrern ,abhilfe schaffen knnten4 ,die ,lehrer schieben die ,schuld auf die ,familie und fordern hhere ,ausgaben im ,bildungssektor4 ,professoren klagen ber schlechte ,motivation und ,vorbildung der ,studienanfnger4 ,verleger suchen angesichts der neuen1 miteinander konkurrierenden ,ausdrucks- und ,kommunikationsformen nach neuen ,verlagsstrategien4 ,juristen1 ,journalisten1 ,berufssoldaten und ,politiker zeigen sich ber die ,rolle und die ,funktion der ,sprache in der ,gesellschaft besorgt4 ,vermutlich sind sie jedoch eher besorgt um ihre eigene ,rolle und die ,funktion der von ihnen reprsentierten ,institutionen in der ,gesellschaft und setzen alles daran1 die ,strukturen einer ,lebenspraxis zu festigen1 die nicht nur die ,schriftkultur1 sondern vor allem ihre eigene ,machtposition und ihren ,einflu strken4 ,die wenigen1 die daran glauben1 da die ,schriftkultur nicht nur ,fertigkeiten1 sondern auch ,ideale und ,werte vermittelt1 sehen gar unsere ,zivilisation auf dem ,spiel stehen und frchten angesichts der abnehmenden traditionellen ,bildungsstandards das ,schlimmste4 ,niemand redet von ,zukunftschancen und ungeahnten ,mglichkeiten4 ber das ,beschreiben der ,symptome kommt man dabei nicht hinaus3 ,abnahme der allgemeinen ,lese- und ,schreibfhigkeit 7in den ,,usa erreicht die sogenannte functional illiteracy fast #ej72 eine alarmierende ,zunahme vorgefertigter ,sprachhlsen 7,sprachklischees1 vorgefertigte ,mitteilungen72 die verbreitete ,vorliebe fr visuelle ,medien anstelle der ,sprache 7besonders ,fernsehen und ,video74 ,neben der ,forschung zu diesen ,fragen gibt es massive ffentliche ,kampagnen zur ,strkung aller mglichen schriftkulturellen ,unternehmungen3 ,unterricht fr ,analphabeten1 zustzlicher ,sprachunterricht auf allen ,ebenen und ffentlichkeitsarbeit1 die fr dieses ,problem sensibilisieren soll4 ,was immer diese ,aktionen bewirken mgen1 sie helfen nicht zu verstehen1 da es sich bei alldem um eine zwangslufige ,entwicklung handelt4 ,die historischen und systematischen ,aspekte der ,schriftkultur und der zurckgehenden ,sprachkenntnisse bleiben unbeachtet4 ,mein ,interesse an diesen ,fragen ist durch zwei persnliche ,umstnde geweckt worden3 ,zum einen bin ich in einer osteuropischen ,kultur aufgewachsen1 die trotzig an den strengen ,strukturen der ,schriftkultur festhielt4 ,zum andern habe ich den anderen ,teil meines bisherigen ,lebens dem ,bereich gewidmet1 den man heute die neuen ,technologien nennt4 ,ich kam schlielich in die ,vereinigten ,staaten1 in ein ,land mit unstrukturierter und brchiger ,schriftkultur und unglaublicher1 zukunftsgerichteter ,dynamik4 ,ich lebte mit denen zusammen1 die unter den ,folgen eines schlechten ,bildungssystems zu leiden hatten und denen gleichzeitig diese neuen ,mglichkeiten offenstanden4 ,die meisten von ihnen hatten keinerlei ,kontakt zu dem1 was an ,schulen und ,universitten vor sich ging4 ,das war der ,anla fr mich1 wie fr viele andere auch1 ber ,alternativen nachzudenken4 ,alles1 was die ,menschen in meiner neuen ,lebensumgebung taten--,einkaufen1 ,arbeiten1 ,spiel und ,sport1 ,reisen1 ,kirchgang und selbst die ,liebe--1 geschah mit einem ,gefhl der ,unmittelbarkeit4 ,als ,anbeter des ,augenblicks standen meine neuen ,landsleute in scharfem ,kontrast zu den ,menschen des europischen ,kontinents1 von denen ich kam und deren ,ziel in der ,dauerhaftigkeit liegt--ihrer ,familie1 ihrer ,arbeit1 ihrer ,werte1 ihrer ,arbeitsmittel1 ihres ,zu ,hauses1 ihrer ,heimat1 ihrer ,autos und ihrer ,huser4 ,in den ,,usa ist alles gegenwrtig4 ,an ,fernsehsendungen und ,werbung ist das sofort zu erkennen4 ,aber auch die ,lebensdauer von ,bchern wird bestimmt von den ,bestsellerlisten4 ,der ,markt feiert heute den ,erfolg eines ,unternehmens1 das es morgen nicht mehr gibt4 ,alle anderen1 wichtigen und alltglichen1 ,ereignisse des ,lebens1 alle ,modetrends1 die ,produkte der ,popkultur1 berhaupt alle ,produkte sind dieser ,fixierung auf den ,augenblick unterworfen4 ,sprache und ,schriftkultur knnen sich diesem ,prinzip des ,wandels nicht entziehen4 ,als ,universittsprofessor stand ich an der ,front1 an der der ,kampf um die ,schriftkultur ausgetragen wurde4 ,hier begriff ich1 da bessere ,studienplne1 besser bezahlte ,dozenten und bessere und billigere ,lehrbcher zwar einiges bewirken knnten1 aber letztlich an der ,misere nichts ndern wrden4 ,der ,niedergang der ,schriftkultur ist ein allumfassendes ,phnomen1 das sich nicht auf die ,qualitt des ,bildungssystems1 auf die ,wirtschaftskraft eines ,landes1 auf den ,status sozialer1 ethnischer oder religiser ,gruppen1 auf das politische ,system oder auf die ,kulturgeschichte reduzieren lt4 ,es gab menschliches ,leben vor der ,schriftkultur1 und es wird es jenseits von ihr geben4 ,es hat im brigen bereits begonnen4 ,wir sollten nicht vergessen1 da die ,schriftkultur eine relativ junge ,errungenschaft der ,menschen ist4 #ii der ,menschheitsgeschichte liegen vor der ,schriftkultur4 ,ich bezweifele1 da historische ,kontinuitt eine ,voraussetzung der ,schriftkultur ist4 ,wenn wir indessen begreifen1 was das ,ende der ,schriftkultur in seinen praktischen ,auswirkungen bedeutet1 knnen wir die ,klagen vergessen und uns aktiv auf eine ,zukunft einrichten1 von der alle nur profitieren knnen4 ,wenn wir etwas genauere ,vorstellungen von dem entwickeln wrden1 was sich am ,horizont abzuzeichnen beginnt1 knnten wir vor allem ein besseres1 effektiveres ,bildungssystem entwerfen4 ,wir wten dann auch1 was die einzelnen ,menschen brauchen1 um sich in ihrer ,mannigfaltigkeit in dieser ,welt erfolgreich zurechtzufinden4 ,verbesserte menschliche ,interaktion1 fr die es mittlerweile ausreichende technologische ,mglichkeiten gibt1 sollte dabei im ,mittelpunkt stehen4 ,es liegt natrlich eine gewisse ,ironie in dem ,umstand1 da jede ,verffentlichung ber die ,mglichkeiten jenseits der ,schriftkultur ausgerechnet denen1 um die es uns dabei besonders geht1 nicht zugnglich ist4 ,von den vielen ,millionen derer1 die im ,internet aktiv sind1 lesen die meisten hchstens einen aus drei ,stzen bestehenden ,absatz4 ,die ,aufmerksamkeitsspanne von ,studierenden ist nicht wesentlich krzer als die ihrer ,dozenten3 eine ,druckseite4 ,gesetzgeber und ,brokraten verlassen sich bei lngeren ,texten auf die ,zusammenfassungen ihrer ,mitarbeiter4 ,ein halbmintiger ,fernsehbericht bt greren ,einflu aus als ein ausfhrlicher vierspaltiger ,leitartikel4 ,eine weitere ,ironie liegt natrlich darin1 da das vorliegende ,buch ,argumente vorstellt1 die in ihrer logischen ,abfolge von den ,konventionen des ,schreibens und ,lesens abhngen4 ,als ,medium der ,konstituierung und ,interpretation von ,geschichte beeinflut die ,schrift natrlich ,art und ,inhalt unseres ,denkens4 ,ich will daher vorausschicken1 gewissermaen um mir selbst ,mut zu machen1 da das ,ende der ,schriftkultur nicht gleichbedeutend mit ihrem vlligen ,verschwinden ist4 ,die ,wissenschaft von der ,schriftkultur wird eine neue ,disziplin1 so wie ,sanskrit oder ,klassische ,philologie eine sind4 ,fr andere wird sie ein ,beruf bleiben1 wie sie es jetzt schon fr ,herausgeber1 ,korrektoren und ,schriftsteller ist4 ,fr die ,mehrheit wird sie fortbestehen als eine von vielen ,spezialsprachen und ,bildungsformen1 als eine von vielen ,literalitten1 die uns den ,gebrauch und die ,integration der neuen ,medien und der neuen ,kommunikations- und ,interpretationsformen erleichtern4 ,der ,utopist in mir sagt1 da wir die ,schriftkultur neu erfinden und damit retten werden1 denn sie hat eine entscheidende ,rolle bei der ,entwicklung zur neuen ,zivilisation gespielt4 ,der ,realist in mir erkennt1 da neue ,zeiten und neue ,herausforderungen1 um ihre ,komplexitt in den ,griff zu bekommen1 neue ,mittel erfordern4 ,unser ,widerwillen1 den ,umbruch zu akzeptieren1 wird ihn nicht verhindern4 ,er wird uns nur daran hindern1 ihn mit zu gestalten und das ,beste daraus zu machen4 ,das vorliegende ,buch mchte keine ,schne ,neue ,welt verknden1 in der die ,menschen zwar weniger wissen1 aber doch alles das wissen1 was sie im ,bedarfsfall wissen mssen4 ,es handelt auch nicht von ,menschen1 die--oberflchlich1 mittelmig und extrem wettbewerbsorientiert--sich leicht auf ,vernderung einstellen4 ,es beschftigt sich vielmehr mit der ,sprache und mit ,bereichen1 die von ihr wesentlich erfat sind3 ,politik1 ,bildung1 ,markt1 ,krieg1 ,sport und vieles mehr4 ,es ist ein ,buch ber das ,leben1 das wir den ,wrtern beim ,sprechen1 ,schreiben und ,lesen verleihen4 ,wir geben aber auch ,bildern1 ,tnen1 ,zeichengebilden1 ,multimedien und virtuellen ,realitten ,leben1 wenn wir uns in neue ,interaktionsformen einbinden4 ,die ,grenzen der ,schriftkultur in praktischen ,ttigkeiten zu berschreiten1 fr deren ,ausfhrung die ,schriftkultur keine ausreichenden ,mittel zur ,verfgung stellen kann1 heit letztlich1 in eine neue ,zivilisationsphase hineinzuwachsen4 ,jenseits der ,schriftkultur8 ,zunchst mchte ich meinen methodischen ,ansatz darlegen4 ,die ,sprache erfat den ,menschen in allen seinen ,aspekten3 den biologischen ,anlagen1 seinem ,raum- und ,zeitverstndnis1 seinen kognitiven und manuellen ,fhigkeiten1 seinem ,gefhlshaushalt1 seiner ,empfindungskraft1 seiner ,gesellschaftlichkeit und seinem ,hang zur politischen ,organisation des ,lebens4 ,am deutlichsten aber tritt unser ,verhltnis zur ,sprache in der ,lebenspraxis zutage4 ,unsere bestndige ,selbstkonstituierung durch das1 was wir tun1 warum wir es tun und wie wir es tun--unsere ,lebenspraxis also--vollzieht sich mittels der ,sprache1 ist aber nicht darauf zu reduzieren4 ,die hier verwendete pragmatische ,perspektive greift auf ,charles ,sanders ,peirce zurck4 ,die semiotischen ,implikationen meiner berlegungen beziehen sich auf sein ,werk4 ,er verfolgt die ,frage1 wie ,wissen zu gemeinsamem ,wissen wird3 nur ber die ,trger unseres ,wissens--alle von uns gebildeten ,zeichentrger--knnen wir ermitteln1 wie die ,ergebnisse unseres ,denkens in unsere ,handlungen und ,theorien eingehen4 ,die ,sprache und die ,bildung und ,formulierung von ,gedanken ist allein dem ,menschen eigen4 ,sie machen einen wesentlichen ,teil der kognitiven ,dimension seiner ,lebenspraxis aus4 ,wir scheinen ber die ,sprache so zu verfgen wie ber unsere ,sinne4 ,aber hinter der ,sprache steht ein langer ,proze der menschlichen ,selbstkonstituierung1 der die ,sprache erst mglich und schlielich notwendig machte4 ,dieser ,proze bot letztendlich auch die ,mittel1 uns in dem ,mae als schriftkulturell gebildet zu konstituieren1 wie es die jeweiligen ,lebensumstnde erforderten4 ,es sieht nur so aus1 als sei die ,sprache ein ntzliches ,instrument2 in ,wirklichkeit ergibt sie sich aus unserem lebenspraktischen ,zusammenhang4 ,wir knnen einen ,hammer oder einen ,computer benutzen1 aber wir sind unsere ,sprache4 ,und die ,erfahrung der ,sprache erstreckt sich auf die ,erfahrung der ihr eigenen ,logik und der von ihr und der ,schriftkultur geschaffenen ,institutionen4 ,diese wiederum beeinflussen rckwirkend unser ,dasein--das1 was wir denken1 was wir tun und warum wir es tun2 so wie auch alle ,werkzeuge1 ,gerte und ,maschinen und alle ,menschen1 zu denen wir in ,beziehung treten1 unser ,dasein beeinflussen4 ,die ,interaktion mit anderen ,menschen1 mit der ,natur oder mit ,gegenstnden1 die wir geschaffen haben1 beeinflussen alle auf ihre ,weise die praktische ,selbstkonstituierung unserer ,identitt4 ,die schriftkulturelle ,verwendung von ,sprache hat unsere kognitiven ,fhigkeiten entscheidend erweitert4 ,vieles unterliegt dieser schriftkulturellen ,praxis3 ,tradition1 ,kultur1 ,gedanken und ,gefhle1 ,literatur1 die ,herausbildung politischer1 wissenschaftlicher und knstlerischer ,projekte1 ,moral und ,ethik1 ,justiz4 ,ich verwende einen weiten ,begriff von ,schriftkultur1 der ihre vielen ber die ,zeit herausgebildeten ,facetten abdecken soll4 ,wer daran ,ansto nimmt1 sollte sich die enormen ,wirkungsbereiche der ,schriftlichkeit in unserer ,kultur vor ,augen halten4 ,das ,gegenteil dieses ,begriffs ist fast immer mit negativen ,konnotationen belastet--nicht schriftkulturell gebildet zu sein1 gilt als schdlich oder peinlich4 ,wir knnen also1 ohne unsere ,werte und ,denkweisen genauer zu verstehen1 auch nicht nachvollziehen1 wie sich der ,weg in die ,schriftkulturlosigkeit als ,fortschritt begreifen lt4 ,viele ,menschen empfinden sich als ,teil einer post-schriftkulturellen ,gesellschaft1 mchten sich aber nicht als ungebildet bezeichnen lassen4 ,im brigen ist hier mit ,blick auf die deutsche ,ausgabe ein klrendes ,wort zur ,begrifflichkeit angezeigt4 ,im ,englischen ist zur ,benennung der hier verhandelten ,problemstellungen das ,begriffspaar literacy und illiteracy 7bzw4 literate_/illiterate7 gebruchlich1 fr das es im ,deutschen kein quivalent gibt4 literacy_/literate kann deutsch ,schriftkultur_/schriftkulturell1 ,schriftlichkeit 7,schrift7_/schriftlich1 ,bildung_/gebildet1 bzw4 illiteracy neben ,unbildung auch noch ,analphabetismus bedeuten4 ,auch ,literalitt_/,illiteralitt ist keineswegs deckungsgleich4 ,je nach ,kontext bezeichnet der englische ,begriff einen dieser ,aspekte oder den gesamten ,bedeutungsumfang4 ,in der deutschen ,fassung mute daher aus ,grnden der ,przisierung auf ,umschreibungen oder ,wortkombinationen zurckgegriffen werden4 ,ein hnliches ,problem stellt sich bei der bersetzung fr den englischen ,begriff mind1 an dessen ,bedeutungsumfang man sich je nach ,kontext mit ,bewutsein oder ,geist annhern kann1 der nach ,auffassung des ,verfassers aber als deutsch ,mind wiedergegeben werden sollte4 ,anm4 d4 bers4 ,mit der ,bezeichnung ,jenseits der ,schriftkultur beziehe ich mich auf ein ,entwicklungsstadium1 in dem die ,grundstruktur unserer ,lebenspraxis nicht mehr vornehmlich durch schriftkulturelle ,merkmale gekennzeichnet ist4 ,darber hinaus bezeichne ich damit einen ,zustand1 in dem nicht mehr eine einzige ,sprache und ,schriftkultur vorherrscht und allen ,bereichen der ,lebenspraxis ihre ,strukturen und ,regeln aufzwingt1 so da neue ,formen der ,selbstkonstituierung verhindert werden4 ,im brigen geht es mir nicht um einen provokativen ,begriff1 sondern darum1 da wir unseren ,blick zukunftsorientiert auf die gegenwrtigen ,probleme richten und uns nicht aus ,bequemlichkeit mit dem ,gewohnten zufrieden geben4 ,das neue ,stadium kennt viele ,sprachen und ,schriftlichkeiten mit jeweils eigenen ,merkmalen und ,funktionsregeln4 ,bei diesen partiellen ,sprachen kann es sich um andere ,ausdrucksformen handeln1 um visuelle oder um synsthetische ,kommunikationsmittel4 ,andere beruhen auf ,zahlen und damit einem ,notationssystem1 das mit ,schriftlichkeit nichts zu tun hat4 ,jenseits der ,schriftkultur etablieren sich nichtsprachliche ,denk- und ,arbeitsformen1 die z4 ,b4 ,mathematiker verschiedener ,lnder und ,sprachen auf der ,grundlage ihrer ,formeln zusammenarbeiten lassen4 ,visuelle1 digital verarbeitete ,mittel erhhen die ,effizienz4 ,und selbst in der heutigen eher primitiven ,ausstattung verkrpert das ,internet die ,richtungen und ,mglichkeiten dieser ,zivilisation4 ,das bringt uns zurck zur ,frage1 wie und warum ,schriftkultur entstand1 nmlich durch pragmatische ,umstnde1 die nach hherer ,effizienz hinsichtlich der verfolgten ,ziele verlangten3 bei der ,auflistung von ,handelsgtern oder bei ,anweisungen fr bestimmte ,ttigkeiten2 ,beschreibungen von ,orten und ,wegen2 ,theater1 ,dichtung1 ,philosophie2 die ,aufzeichnung und ,verbreitung von ,geschichte und ,ideen1 von ,mythen1 ,romanen1 ,gesetzen und ,gebruchen4 ,einige dieser ,bedrfnisse haben sich erbrigt4 ,aber da die neuen digitalen ,methoden und ,technologien eine leistungsfhige ,alternative zur ,schriftkultur darstellen1 kann nicht deutlich genug hervorgehoben werden4 ,als ich mit der ,arbeit an diesem ,buch begann1 war ich davon berzeugt1 da wir fr die dem ,menschen eigene ,tendenz zu immer hherer ,effizienz--genauer3 fr unseren ,drang1 immer mehr fr immer weniger ,geld zu bekommen--einen ,preis bezahlen mssen3 die ,aufgabe der ,schriftkultur und der an sie geknpften ,werte wie ,tradition1 ,bcher1 ,kunst1 ,familie1 ,philosophie1 ,ethik und vieles andere4 ,wir sehen uns schnelleren ,lebensrhythmen und krzeren ,interaktionszeiten ausgesetzt4 ,zahlreiche und vielfltige ,vermittlungselemente beeinflussen unser ,verstndnis von dem1 was wir tun4 ,fragmentarisierung und gleichzeitige ,vernetzung der ,welt1 neue ,synchronisierungstechnologien und die ,dynamik von ,lebensformen oder knstlich geschaffenen ,gebilden entziehen sich schriftkulturellem ,zugriff und konstituieren einen neuen ,rahmen fr unsere ,lebenspraxis4 ,besonders deutlich wird das1 wenn wir die grundlegenden ,merkmale der ,schriftlichkeit mit denen der neuen ,zeichensysteme vergleichen1 die die ,schriftlichkeit ergnzen oder ersetzen4 ,sprache ist sequentiell1 zentralistisch1 linear und entspricht dem linearen ,wachstumsstadium der ,menschheit4 ,mit den ebenfalls linear anwachsenden ,mitteln des ,lebensunterhalts und der ,produktion1 die fr das ,leben und die ,fortentwicklung der ,menschheit notwendig sind1 hat dieses ,stadium sein ,potential realisiert und erschpft4 ,das neue ,stadium ist gekennzeichnet durch verteilte1 nichtsequentielle ,ttigkeit und nichtlineare ,beziehungen4 ,es spiegelt das exponentielle ,wachstum der ,menschheit 7hinsichtlich der ,bevlkerungszahlen1 der ,erwartungen1 ,bedrfnisse und ,sehnschte7 und setzt auf andere1 im wesentlichen kognitive ,ressourcen4 ,dieses ,system weist eine andere1 eine vllig neue ,skala auf1 die unter anderem durch ,globalitt und hhere ,komplexittsebenen gekennzeichnet ist4 ,aus diesen vllig neuen ,formen der ,lebenspraxis erwachsen die ,alternativen1 die unser ,leben1 unsere ,arbeit und unsere sozialen ,beziehungen verndern werden4 ,die neuen ,mittel sind nicht mehr so universell wie die ,sprache1 erffnen aber aus den hier zunchst angedeuteten ,grnden ein exponentielles ,wachstum4 ,solange sich der ,mensch in kleinen ,einheiten organisiert hatte 7in ,stmmen1 kleinen ,siedlungsgemeinschaften1 ,stdten und ,grafschaften71 nahm die ,sprache eine zentrale ,stellung ein4 ,sie erfllte in diesen ,organisationsformen vereinheitlichende ,funktionen4 ,mittlerweile haben wir eine ,entwicklungsphase erreicht1 die von weltweiten ,abhngigkeitsverhltnissen gekennzeichnet ist4 ,daraus erwachsen viele lokale ,sprachen und ,schriftlichkeiten mit nur relativer1 begrenzter ,bedeutung1 die aber in ihrer ,gesamtheit unsere ,praxis optimieren4 ,aus ,brgern1 ,citizens1 werden vernetzte ,brger1 ,netizens1 und diese ,identitt bindet sie nicht nur an den jeweiligen ,platz ihres ,lebens und ihrer ,arbeit1 sondern an die ganze ,welt4 ,das allumfassende ,system der ,kultur brach in viele ,teilsysteme auf1 und zwar keinesfalls nur in die von ,c4 ,p4 ,snow beschriebenen zwei ,kulturen der ,naturwissenschaften und der ,geisteswissenschaften4 ,die ,marktmechanismen befreien sich zunehmend von den ,konventionen der ,schriftkultur4 ,wo immer schriftkulturelle ,normen und ,regelungen diese ,emanzipation verhindern wollen--etwa durch ,manahmen der ,regierung1 brokratische ,vorschriften von ,behrden1 durch ,militr und ,justiz--bezahlen wir dafr mit geringerer ,effizienz4 ,wie sehr ,europa auch immer vereint sein wird1 wenn sich die ,mitgliedsstaaten nicht von den ihre ,lebensfhigkeit beeintrchtigenden schriftkulturellen ,zwngen befreien1 werden die anstehenden ,konflikte nicht bewltigt1 und die mglichen ,lsungen rcken in weite ,ferne4 ,eine letzte ,bemerkung3 ,die ,publikationsindustrie der ,wissenschaft kann noch immer nicht begreifen1 da jemand einen ,gedanken findet1 der nicht auf einem ,zitat beruht4 ,im ,einklang mit der ,autorittsfixierung der ,schriftkultur habe ich all jene ,werke angefhrt1 die sich in irgendeiner ,weise auf den ,inhalt dieses ,buches ausgewirkt haben4 ,nur sehr wenige werden im ,text selbst erwhnt4 ,ich habe mir erlaubt1 der ,entwicklung meines ,gedankengangs ,prioritt vor den stereotypen ,funotenverweisen einzurumen4 ,das soll mich jedoch nicht daran hindern1 neben ,leibniz und ,peirce den ,einflu zahlreicher weiterer ,gelehrter anzuerkennen1 insbesondere von ,humberto ,maturana1 ,terry ,winograd1 ,george ,lakoff1 ,lotfi ,zadeh1 ,hans ,magnus ,enzensberger1 ,george ,steiner1 ,marshall ,mc,luhan1 ,ivan ,illich1 ,jurij ,m4 ,lotman und sogar ,jean ,baudrillard1 dem ,essayisten des postindustriellen ,zeitalters4 ,wenn ich irgend jemanden ungenau wiedergebe1 geschieht dies nicht aus ,miachtung seines ,werks4 ,in der ,verfolgung des eigenen ,erkenntnisinteresses und der eigenen ,argumentation habe ich von ihren ,gedanken eingebaut1 was mir ein brauchbarer ,baustein in meinem ,gedankengebude zu sein schien4 ,fr ,entwurf und ,bauweise trage allein ich die ,verantwortung und stelle mich gern der ,kritik4 ,das mindert nicht im geringsten meinen ,dank an all jene1 deren ,fingerabdrcke auf manchen ,bausteinen zu erkennen sind4 ,in den fnfzehn ,jahren1 in denen ich an diesem ,buch gearbeitet habe1 sind viele der von mir diskutierten ,entwicklungen fr jeden erkennbar eingetreten4 ,aber ich bin alles andere als unglcklich oder berrascht zu sehen1 da sich die ,realitt verndert hat1 noch bevor dieses ,buch erscheinen konnte4 ,als ich die ,gedanken1 die schlielich in dieses ,buch eingingen1 erstmals mit ,studenten diskutierte1 in ,vortrgen vorstellte und vor politischen1 administrativen oder wissenschaftlichen ,kreisen verffentlichte1 hatte das ,internet noch nicht die ,brse bestimmt1 waren die ,bcher ber den ,zukunftsschock mit ihren schumenden ,prophezeiungen noch nicht erschienen und hatte noch kein ,unternehmen das groe ,geld mit den ,multimedien gemacht4 ,das ,buch sollte indes nicht nur ,vorgnge und ,tendenzen beschreiben1 sondern auch ein ,programm fr praktisches ,handeln entwickeln4 ,deshalb widme ich mich nach den theoretischen ,teilen angewandten ,fragestellungen4 7,in der deutschen ,fassung wurden die ,teile1 die dem neuen ,status der ,familie1 der ,sexualitt1 dem ,kochen und ,essen sowie der ,kunst und ,literatur gewidmet sind1 nicht bernommen74 ,abschlieend versuche ich praktische ,manahmen vorzuschlagen1 die sich als ,alternativen zu den eingetretenen ,pfaden verstehen4 ,ich wrde es in der ,tat gern sehen1 wenn man meine ,vorschlge prfen und anwenden1 bernehmen und weiterentwickeln wrde 7ob unter ,wrdigung meiner ,urheberschaft oder nicht674 ,und lieber wrde ich eine kritische oder ablehnende ,rezeption dieses ,buches in ,kauf nehmen1 als die ,tatsache1 da es unbemerkt bliebe4 ,,buch ,i4 ,kapitel #a3 ,die ,kluft zwischen ,gestern und ,morgen ,kontrastfiguren ,heutzutage wird an einem einzigen ,tag mehr ,information produziert als in den vergangenen #cjj ,jahren zusammen4 ,die ,bedeutung dieser trockenen ,zahlen aus dem ,bereich der ,datenverarbeitung wollen wir an einem ,beispiel verdeutlichen4 ,die ,friseurin ,zizi und ihre ,freunde vertreten den heutigen ,zeitgeist und die lesefhige ,bevlkerung mit durchschnittlicher ,schulbildung4 ,hans ,magnus ,enzensberger vergleicht sie in seinen ,gesammelten ,zerstreuungen mit ,pascal1 der seine ,arbeit ber die ,kegelschnitte als #af;jhriger verffentlicht hatte1 mit ,hugo ,grotius1 der im ,alter von #ae ,jahren seinen ,hochschulabschlu erwarb1 und mit ,melanchthon1 der bereits mit zwlf ,jahren an der berhmten ,heidelberger ,universitt eingeschrieben war4 ,zizi wei1 wo es langgeht4 ,sie ist wie eine leibhaftige ,internetadresse3 mehr ,verbindungen als ,inhalte1 stndig im ,aufbau begriffen4 ,sie beschreitet viele neue ,wege1 keiner wird beendet4 ffentliche ,mittel sichern ihr ,wohlergehen1 sie ist im ,genu aller ,formen der ,sozialhilfe1 die die ,gesellschaft zu bieten hat4 ,zizi parliert ber ,steuern1 ber ,figuren aus ,groschenheften und ,fernsehserien oder ber ,personen aus ihrem letzten ,urlaub4 ,ihre ,rede besteht aus ,klischees aus dem ,mund der allseits bewunderten ,alltagshelden4 ,ihr ,freund1 der #cd;jhrige ,bruno ,g41 hat einen ,universittsabschlu in politischer ,wissenschaft1 verdient sein ,geld als ,taxifahrer und ist sich ber seine weiteren ,lebensziele vllig im unklaren4 ,er kann die deutschen ,fuballmeister seit #aicf auswendig hersagen1 kennt die namentliche ,aufstellung jeder ,mannschaft und jedes ,spielergebnis auswendig und wei genau1 welcher ,trainer wann gefeuert wurde4 ,melanchthon lernte ,lesen1 ,schreiben1 ,latein1 ,griechisch und ,theologie4 ,er kannte zahlreiche ,stellen aus der ,bibel und aus den ,werken antiker ,schriftsteller auswendig4 ,seine ,welt war klein4 ,um sie zu erklren1 brauchte man weder ,mathematik noch ,physik1 sondern nur ,philosophie4 ,da wir ,melanchthon weder einer ,multiple-choice-,prfung noch einem ,intelligenztest unterziehen knnen1 wissen wir auch nicht1 ob er heute eine ,abitur- oder eine universitre ,aufnahmeprfung bestehen wrde4 ,damit sind wir bei der ebenso simplen wie entscheidenden ,frage3 ,wer ist unwissender1 ,melanchthon oder ,zizi8 ,enzensbergers ,beispiele beziehen sich auf ,deutschland1 aber die von ihm beschriebenen ,phnomene berschreiten ,lndergrenzen4 ,er selbst--,schriftsteller1 ,lyriker1 ,verleger--ist gewi alles andere als ein blindwtiger ,internetanhnger1 obwohl er sich darin vermutlich genauso gut auskennt wie seine ,figuren4 ,im ,gegensatz zu vielen anderen1 die sich mit ,schriftkultur und ,bildung befassen1 sieht ,enzensberger durchaus1 da die jenseits der ,schriftkultur erreichte ,effizienz das ,alter des ,heranwachsens weit in jene ,zeit hinein ausdehnt1 die im ,leben vorausgegangener ,generationen zu der produktiven ,phase zhlte4 ,heute geniet nahezu jeder irgendeine ,form von weiterfhrender ,bildung--in manchen ,lndern gibt es darauf einen ,rechtsanspruch4 ,mehr als die ,hlfte aller jungen ,menschen hat eine weiterfhrende ,schule oder eine ,hochschule besucht4 ,und nach dem ,examen wissen viele von ihnen noch immer nicht1 was sie eigentlich wollen4 ,schlimmer noch1 sie mssen erfahren1 da ihnen ihre ,kenntnisse oder das1 was sie als ihre ,kenntnisse bescheinigt bekommen haben1 bei dem1 was von ihnen im ,leben erwartet wird1 nicht sonderlich ntzlich sind4 ,wie ,zizi leben sie von ,sozialfrsorge und reagieren zornig1 wenn irgend jemand die ,frage aufwirft1 ob sich die ,gesellschaft diese ,art von ,untersttzung berhaupt noch leisten kann4 ,der in ihrer ,lebenserfahrung sich festsetzende ,eindruck der ,leistungsfhigkeit der ,gesellschaft rechtfertigt in ihren ,augen den ,anspruch1 sich darber1 ob sie selbst je zu dieser ,leistungsfhigkeit beitragen werden1 keine ,gedanken machen zu mssen4 ,von ihrer ,ausbildung erwarten sie1 wohl zu recht1 da alles fr ihr spteres ,leben relevant ist4 ,das ,problem liegt allerdings darin1 da weder sie noch ihre ,lehrer genau wissen1 was das heit4 ,ihnen bietet sich eine immer grere ,auswahl an ,fchern1 die immer weniger berufsrelevant sind4 ,ein ,buch wird kaum noch zu ,ende gelesen2 ,pflichtlektre wird in kleinen ,portionen vergeben1 blicherweise in ,form von ,fotokopien4 ,beigefgt ist ein ,fragenkatalog in der ,hoffnung1 da die ,schler die zu seiner ,beantwortung ntigen ,seiten auch wirklich lesen und nicht etwa die ,antworten von ihren fleiigeren ,freunden abschreiben4 ,zizi verfgt vermutlich ber einen ,wortschatz1 der im ,umfang etwa dem eines ,gelehrten aus dem #af4 ,jahrhundert entspricht4 ,da sie davon weniger als #ajjj ,wrter aktiv verwendet1 besagt lediglich1 da sie nur so viele bentigt1 um erfolgreich im ,leben zu bestehen4 ,melanchthon verwendete nahezu alle ,wrter1 die er kannte4 ,seine ,arbeit erforderte eine ,beherrschung der ,schriftkultur1 die ihm jeden neuen ,gedanken zu formulieren erlaubte1 der sich aus den relativ wenigen neuen ,erfahrungen im ,proze der menschlichen ,identittsfindung ergab1 derer er gewahr wurde4 ,er beherrschte drei ,sprachen1 zwei davon sind heute nur noch ,gegenstand wissenschaftlicher ,beschftigung in entsprechenden ,fachdisziplinen4 ,zizi reichen fr ihren nchsten ,urlaub in ,griechenland oder ,italien einige ,stze aus dem ,reisefhrer oder vom ,kassettenrecorder3 ,reisen gehrt zu ihrem ,alltag4 ,sie kennt zahllose ,rockgruppen und kann alle ,lieder mitsingen1 die ihre ,sorgen artikulieren3 ,sex1 ,drogen1 ,einsamkeit4 ,ihre ,erinnerung an ,rockkonzerte und ,filme drfte wesentlich umfangreicher sein als die ,melanchthons1 der vielleicht die ,liturgie der katholischen ,kirche auswendig kannte4 ,wie alle1 die ihre ,identitt jenseits der ,schriftkultur finden1 wei ,zizi1 was sie von den ,steuern absetzen kann4 ,ihr ,lebensrhythmus ist mehr durch wirtschaftliche als durch natrliche ,zyklen bestimmt4 ,vor allem hlt sie die ,basis ihres praktischen ,wissens stets auf dem neuesten ,stand4 ,in einer ,zeit permanenter ,vernderung ist dies ihre einzige ,chance1 dem ,system und allen davon ausgehenden ,bildungsnormen und ,einschrnkungen die ,stirn zu bieten4 ,melanchthon htte bei all seiner ,bildung schon zwischen zwei aufeinanderfolgenden ,steuergesetzen die ,orientierung verloren1 ganz zu schweigen von den rasch wechselnden ,bekleidungs- und ,musikmoden1 der ,entwicklung der ,computersoftware oder gar der ,computerchips4 ,sein ,orientierungssystem entsprach einer stabilen ,welt mit weitgehend unvernderlichen ,erwartungen4 ,die ,inhalte seiner ,bildung behielten fr den ,rest seines ,lebens ihre ,gltigkeit4 ,zizi1 ,bruno und ihre ,freundin ,helga--die dritte ,figur bei ,enzensberger--leben dagegen in einer ,welt1 deren ,wissensangebot heterogen und nicht festgelegt ist4 ,es grndet auf ad-hoc-,methoden1 die sie in ,zeitschriften finden oder im ,internet1 das man nur zu durchsurfen braucht1 um an ntzliche ,informationen zu gelangen4 ,wir mssen uns indes1 schon um den ,eindruck einer ,karikierung des ,internets zu vermeiden1 den pragmatischen ,kontext vergegenwrtigen1 innerhalb dessen ,zizi ihre ,identitt findet und in dem das ,internet als weltweiter ,erfahrungsfundus fungiert4 ,es ist gewi nicht ganz fair1 ,melanchthon und die ,friseurin ,zizi zu vergleichen4 ,ebenso unfair wre es1 die ,bibliothek von ,alexandria mit dem ,internet zu vergleichen4 ,die eine birgt eine unschtzbare ,sammlung1 die das gesamte menschliche ,wissen reprsentiert 7auch die ,illusion von ,wissen74 ,das andere bietet extrem effektive ,methoden1 mit denen wir die fr die pragmatischen ,lebenszusammenhnge bentigten ,informationen erwerben1 prfen1 benutzen und verwerfen knnen4 ,die ,welt ,melanchthons blieb auf ,mitteleuropa und ,rom beschrnkt4 ,nachrichten wurden hauptschlich mndlich bertragen4 ,wie alle1 die mit ,bchern aufwachsen und mit ihnen arbeiten1 hatte ,melanchthon viel weniger ,informationen zu verarbeiten als wir heute4 ,fr seine ,zwecke brauchte er weder einen ,intel-inside-,computer noch eine ,suchmaschine4 ,er htte auch nicht verstehen knnen1 wie man ,bedarf und ,vergngen am browsen--am ,durchblttern--einer ,maschine1 eben dem ,browser1 berlassen kann4 ,seine geistige ,welt bestand aus ,assoziationen1 nicht aus ,suchergebnissen1 so ertragreich diese auch sein mgen4 ,seine ,erkenntniswelt wurde durch den menschlichen ,verstand1 nicht durch ,maschinen aufgebaut4 ,schriftlichkeit erffnete einen ,zugang zum ,wissen1 solange dieses ,wissen mit den pragmatischen ,strukturen kompatibel war1 die es verkrperte und frderte4 ,das ,ozonloch der ,informationsberflutung lie diese ,schutzhlle der ,schriftlichkeit platzen4 ,im neuen pragmatischen ,kontext sieht sich der datenhungrige ,mensch auf ,gedeih und ,verderb einer ,informationsumwelt ausgeliefert1 die ,arbeit1 ,unterhaltung und ,freizeit1 ja1 das gesamte ,leben formt4 ,zu ,melanchthons ganz auf ,exzellenz ausgerichteter ,zeit war der ,zugang zur ,bildung nur wenigen offen und entsprach nicht im entferntesten unseren ,mastben von ,gleichheit und ,fairne4 ,jegliche ,form von ,wissen war sehr teuer4 ,um ,friseurin zu werden--sofern dies vor #ejj ,jahren mglich und ntig gewesen wre--htte ,zizi wie ,millionen andere1 die wie sie eine ,berufsausbildung genossen haben1 viel mehr bezahlen mssen als in unserer heutigen ,zeit mit ihrem unbeschrnkten ,zugang zur ,mittelmigkeit4 ,wissen wurde durch unterschiedliche ,instanzen vermittelt--durch ,familie1 ,schule und ,kirche--und nur durch wenige ,bcher verbreitet1 oft nur mndlich oder durch ,nachahmung4 ,die ,erwartungen1 die ein ,individuum zur ,zeit ,melanchthons hegte1 und die von ihm verfolgten ,ziele vernderten sich im ,verlauf eines ,lebens nur unwesentlich1 da auch der pragmatische ,lebenszusammenhang unverndert blieb4 ,das fhrte zur dynamischen1 praktischen ,erfahrung der ,identittsfindung1 die schlielich den pragmatischen ,kontext unserer ,zeit entstehen lie4 ,vorbei sind auch alle ,formen von ,kooperation und ,solidaritt1 die1 so unvollendet sie auch gewesen sein mgen1 eine ,lebensform und ein ,wertesystem kennzeichneten1 worin das berleben des ,einzelnen fr das berleben und das ,wohlergehen der ,gemeinschaft ausschlaggebend war4 ,an ihre ,stelle ist eine allseits verbreitete ,konkurrenzmentalitt getreten4 ,nicht selten nimmt sie den ,charakter von ,feindseligkeit an1 die im ,fall von auf die ,schriftkultur verpflichteten1 gebildeten ,rechtsanwlten sozial akzeptiert1 im ,fall von jenseits dieser ,kultiviertheit operierenden1 illiteraten ,terroristen unerwnscht ist4 ,unser ,szenario1 in dem ,zizi und ,melanchthon die ,hauptrollen spielen1 kann die ,kluft zwischen gestern und heute natrlich nur andeuten4 ,eine genauere ,untersuchung der heutigen ,lage ergbe jedoch1 da die ,schriftsprache nicht mehr ausschlielich1 und nicht einmal vornehmlich1 unser tgliches ,leben bestimmt4 ,im ,alltag der wirtschaftlich fortgeschrittenen ,lnder ist ein wesentlicher ,teil der sprachlichen ,kommunikation durch maschinelle ,transaktionen ersetzt worden4 ,digitale ,netzwerke verknpfen ,produktionssttten1 ,verteilungskanle und ,verkaufsstellen und erhhen ,umfang und ,vielfalt dieser ,transaktionen4 ,auch die alltagspraktischen ,ablufe wie ,einkaufen1 ,transport1 ,banken- und ,brsengeschfte bedrfen immer weniger der ,schriftlichkeit4 ,die ,automatisierung hat in vielen ,ttigkeitsbereichen die schriftliche ,komponente wegrationalisiert1 und weltweit machen--unabhngig vom jeweiligen wirtschaftlichen und technologischen ,entwicklungsstand--kommunikationsspezif ische ,erscheinungen wie ,werbung1 ,politkampagnen oder vielfltige ,formen des ,zeremoniells 7religise1 militrische1 sportliche7 nur allzu deutlich1 da die ,schriftsprache der ,funktion und dem ,zweck untergeordnet bleibt4 ,derartige ,entwicklungen haben nicht nur ,auswirkungen auf schriftsprachliche ,kulturen und solche1 die diese ,schriftsprachlichkeit bereits hinter sich gelassen haben1 sondern auch auf ,lebensgemeinschaften1 die sich noch immer in einem ,vorstadium der schriftsprachlichen ,kultur befinden--auf die nomadische1 animistische ,bevlkerung des ,sudan1 die ,indianerstmme in den ,regenwldern des ,amazonas und auf die zurckgezogen lebenden ,stmme in ,afrika1 ,asien und ,australien4 ,wir sollten uns klarmachen1 da die ,gter und ,waren dieser ,kulturen einschlielich ihrer ,arbeitskraft1 aber auch ihre ,bedrfnisse und ,erwartungen1 auf dem globalen ,markt gehandelt werden4 ,im von lese- und schreibunkundigen ,indianerstmmen bevlkerten ,hochland ,perus wird ebenso ferngesehen wie in der ,sahara--mit ,fernsehgerten1 die an ,autobatterien angeschlossen sind4 ,als virtuelle ,verkaufsobjekte werden die ,lnder mit vorzivilisatorischen ,gesellschaften auf dem ,futures-,markt als mgliche ,urlaubsgebiete oder als ,lieferanten fr billige ,arbeitskraft gehandelt4 ,auch bleibt ihre praktische ,identittserfahrung im ,kontext eines nomadischen1 animistischen ,stammesdaseins nicht mehr lnger auf die enge ,grenze der jeweiligen ,lebensgemeinschaft beschrnkt4 ,in der hocheffizienten ,welt globaler ,lebensplanung erscheinen ihr ,hunger und ihr ,elend in den ,entwrfen von potentiellen ,hilfs- und ,kooperationsprogrammen4 ,wir sollten dies nicht nur als ,gier und ,zynismus auslegen1 sondern auch als ,ausdruck gegenseitiger ,abhngigkeit4 ,,aids auf dem afrikanischen ,kontinent und die ,ebola-,epidemie sind nur zwei ,beispiele fr ,gefahren1 die die ganze ,welt betreffen4 ,die ,pflanzen des immer kleiner werdenden ,regenwaldes des ,amazonas1 deren ,heilwirkung wir nutzen1 knnen auch die gemeinsamen ,chancen symbolisieren4 ,in einem solchen ,zusammenhang1 aus solchen ,anlssen und an solchen ,orten treffen die pragmatischen ,lebensformen von ,schriftkultur und diejenigen jenseits der ,schriftkultur zusammen und finden zu gemeinsamen ,aufgaben4 ,taste whlen--drcken ,texte werden durch ,bilder ersetzt2 ,gerusche fgen ,rhythmus oder ,nuancierungen hinzu2 nichtsprachliche1 visuelle ,darstellungen dominieren2 bewegte ,bilder erzeugen eine ,dynamik1 die vom geschriebenen ,wort nur angedeutet werden knnte4 ,in technologisch fortschrittlichen ,gesellschaften verbinden interaktive ,multimedien 7oder ,hypermedien7 visuelle1 akustische1 dynamische und strukturale ,darstellungsformen4 ,kontexte fr die persnliche ,auswertung1 ,organisation und ,bearbeitung von ,informationen sprieen in ,,cd-,,rom-,formaten geradezu aus dem ,boden1 als interaktive ,spiele1 als ,lehrprogramme4 ,high-fidelity-,stereoklang1 umfangreiche ,videomglichkeiten1 ,computergraphiken und eine ,vielzahl von ,mitteln zur individuellen menschlichen ,interaktion bilden die technologische ,grundlage fr eine sich herausbildende allgegenwrtige computerisierte ,umwelt4 ,dieser ,proze kann vorlufig folgendermaen zusammengefat werden3 ,die ,form von ,kooperation und ,interaktion1 die der ,komplexitt unseres heutigen ,zeitalters gerecht wird1 mu die ,mastbe hchster ,effizienz erfllen4 ,die relativ stabile und gut strukturierte ,kommunikation auf der ,basis der ,schrift erweist sich heute als weniger effizient als ein schneller und eher fragmentarischer ,kontakt durch ,mittel1 die nicht mehr auf ,schriftlichkeit grnden oder durch sie gefrdert werden4 ,stereotypisierte1 repetitive oder klar definierte einmalige ,aufgaben und die damit verbundene ,schriftsprache sind zunehmend an ,maschinen bertragen worden4 ,einmalige ,aufgaben setzen ,spezialisierungsstrategien voraus4 ,je begrenzter die ,aufgabe ist1 die dem einzelnen ,kommunikationsteilnehmer zugewiesen wird1 desto effektiver sind die ,wege zu ihrer ,lsung4 ,dies geschieht auf ,kosten der ,formenvielfalt und des ,ausmaes der direkten menschlichen ,interaktion und natrlich auf ,kosten der auf ,schriftlichkeit grndenden ,interaktion4 ,entsprechend greift die menschliche ,suche nach ,identitt auf ,ausdrucks- und ,kommunikationsmittel zurck1 die nicht mehr nur auf ,schrift grnden oder auf sie zurckzufhren sind4 ,die der ,schriftlichkeit eigenen ,merkmale beeinflussen unsere ,erkenntnisprozesse1 ,interaktionsformen und auch die ,natur unserer ,produktionsbemhungen in immer geringerem ,ausma4 ,gleichwohl mssen wir erkennen1 da diese ,umstrukturierung unseres praktischen ,handelns weder allgemeine ,zustimmung findet noch konfliktlos ist1 wie wir im folgenden darlegen wollen4 ,manch einem bleibt die eingeschrnktere ,rolle der ,schriftlichkeit und der allgemeine ,rckgang der ,sprachlichkeit und ,sprachfertigkeit im heutigen ,leben verborgen1 andere wiederum berlassen sich der zunehmenden ,schriftlosigkeit1 ohne sich dieser ,tatsache berhaupt bewut zu werden4 ,viele klagen heute ber das niedrige ,bildungsniveau1 stimmen aber der ,einfhrung von ,methoden und der ,einrichtung von ,lebensbedrfnissen zu1 die eine auf ,schriftlichkeit basierenden ,bildung immer bedeutungsloser machen4 ,wenn diese ,menschen sich auf ,bildung berufen1 gefallen sie sich in einer ,sehnsucht nach etwas1 was ihr tgliches ,leben lngst nicht mehr beeinflut4 ,ihre gesamte ,lebensweise1 ihr ,denken1 ,fhlen1 ihre zwischenmenschlichen ,beziehungen1 ihre ,erwartungen bezglich ,familie1 ,religion1 ,ethik1 ,moral1 ,kunst1 ,essen1 ,kultur und ,freizeit spiegeln lngst diese neue ,lebensform der ,schriftlosigkeit wider4 ,und diese ,entwicklung ist zwangslufig1 niemand hat wirklich eine ,wahl4 ,viele ,politiker1 ,lehrer und 7,schrift-7 ,kulturschaffende 7,schriftsteller1 ,verleger1 ,buchhndler7 zeigen sich ber den niedrigen ,bildungsstand derer besorgt1 die eine ,ausbildung genossen haben1 welche bislang als ausreichende ,grundlage fr durchschnittlich gebildete ,erwachsene galt4 ,sie befrchten1 mglicherweise aus den falschen ,grnden1 da die ,menschen ohne ein hohes ,ma an ,schreibund ,lesefertigkeit nicht leben und gedeihen knnen4 ,worber sie tatschlich besorgt sind1 ist nicht die ,tatsache1 da man heutzutage weniger gut oder korrekt schreibt1 weniger liest 7sofern manche berhaupt noch lesen71 sondern da manch einer trotz dieses ,umstandes durchaus im ,leben bestehen kann4 ,die selbsternannten ,helden der ,schriftkultur verwenden ,kraft1 ,energie und ,gedanken nicht etwa auf die ,frage1 wie man aus diesem ,umbruch ,nutzen ziehen1 sondern wie man einen unvermeidlichen ,proze anhalten kann4 ,dieser ,umbruch trat keinesfalls ber ,nacht ein4 ,norbert ,wieners vorausblickende ,warnung1 da wir uns zu ,sklaven intelligenter ,maschinen machen1 die viele unserer geistigen ,fhigkeiten bernehmen1 verdient in diesem ,zusammenhang mehr als nur beilufige ,erwhnung4 ,andere fhren das in den #fj;er ,jahren weltweit zu verzeichnende ,aufbrechen der traditionellen ,bildungssysteme ins ,feld4 ,diese ,vorgnge und die von ,wiener bezeichneten ,maschinen sind ein weiteres ,symptom1 wenn auch nicht der ,grund1 fr den ,niedergang der ,schriftkultur4 ,ich vertrete im ,folgenden die ,these1 da sich ,schriftlosigkeit1 soweit sie sich bislang manifestiert hat1 aus der vernderten praktischen ,erfahrung des ,menschen ergeben hat2 das heit aus einem praktischen ,handeln1 welches einem neuen ,zivilisationsstand entspricht4 7,wenn ich von ,pragmatik und praktischem ,handeln spreche1 dann in der alten griechischen ,bedeutung des ,wortes3 pragma ,taten aus prattein machen1 handeln47 ,welchem ,beruf wir auch nachgehen--als ,angestellter einer groen ,firma oder als selbstndiger ,geschftsmann1 als ,bauer1 ,knstler1 ,sprachlehrer1 ,mathematiker1 ,programmierer oder auch als ,mitglied des ,verwaltungsrats einer ,universitt--wir alle haben lngst1 wenn auch etwas zgerlich1 die ,rationalisierung der ,sprache akzeptiert4 ,wir haben uns in der unpersnlichen ,welt aus stereotypisierten ,diskursformen1 ,anwendungen1 ,passwords und aus in ,textverarbeitungsprogrammen gespeicherten ,standardbriefen eingerichtet4 ,hchst effektiv berwindet das ,internet alle ,einschrnkungen1 die uns die ,sprache im ,zusammenhang des praktischen ,handelns auferlegt hatte--als ,world ,wide ,web1 als e-mail-,medium1 als ,kanal fr ,datenaustausch oder auch nur als ,forum eines globalen ,gedankenaustausches4 ,zunehmend ist unsere ,welt gekennzeichnet durch ,effizienz und global vernetzte ,ttigkeiten1 die mit einer solchen ,geschwindigkeit und auf unterschiedlichsten ,ebenen vollzogen werden1 wie es der ,schriftlichkeit niemals mglich war4 ,gleichwohl drcken sich ,abhngigkeiten aus in unserem ,verhltnis zur ,sprache und in unserer ,sprachverwendung4 ,sprache scheint ein ,schlssel zum ,verstand zu sein--zumindest einer von vielen4 ,dies ist einer der ,grnde1 warum die knstliche ,intelligenz so sehr an ,sprache interessiert ist4 ,darber hinaus ist sie offenkundig ein wesentliches soziales ,merkmal4 ,also kommt es auch nicht berraschend1 da sich aus dem vernderten ,status der ,sprache weitere ,vernderungen ergeben1 die weit ber das hinausgehen1 was wir in einem naiven ,sprachverstndnis fr die ,natur eines ,wortes1 die ,leistung eines ,wortes oder einer ,grammatikregel oder fr einen ,text halten4 ,ein ,wort auf einem bedruckten ,blatt ,papier wie dem vorliegenden ist etwas ganz anderes als ein ,wort im ,hypertext einer multimedialen ,anwendung oder im ,web4 ,die ,buchstaben erfllen jeweils unterschiedliche ,aufgaben4 ,fehlt einer auf dieser ,seite1 liegt ein ,druckfehler vor4 ,berhrt man einen1 geschieht gar nichts4 ,wenn wir aber einen ,buchstaben auf einer ,webpage anklicken1 werden wir unverzglich mit anderen ,zeichen1 ,bildern1 ,geruschen und interaktiven1 multimedialen ,darstellungen verbunden4 ,solche ,vernderungen sind ,thema des vorliegenden ,buches4 ,sie helfen uns zu verstehen1 warum ,schriftlosigkeit sich nicht zufllig ergeben1 sondern zwangslufig entwickelt hat4 ,das ,leben ist schneller geworden ,die heutige ,welt ist durch ,effizienz gekennzeichnet4 ,und obwohl dies zumindest auf den ,computer-,bildschirmen1 den ,bedienungsknpfen und ,sensoren jener ,maschinen offenkundig wird1 von denen wir zunehmend abhngen1 bemchtigen sich die ,effizienzerwartungen des ,geschfts- und ,finanzlebens zunehmend auch unserer ,privatsphre4 ,unsere ,effizienzerwartungen haben auch unsere ,huslichkeit nachhaltig verndert--,kche1 ,arbeits- oder ,badezimmer--und die entsprechenden sozialen und familiren ,rollen neu definiert4 ,das1 was uns frher andere abgenommen haben1 erledigen wir heute fast ausschlielich selbst4 ,wir kochen 7sofern wir das ,aufwrmen von ,fertiggerichten in der ,mikrowelle noch kochen nennen drfen71 wir waschen unsere ,wsche 7sofern wir das ,sortieren unserer ,schmutzwsche nach ,waschprogrammen und das ,fllen der ,waschmaschine waschen nennen drfen71 wir schreiben und drucken unsere ,texte selber aus1 wir fahren uns selbst und unsere ,kinder4 ,der ,mensch ist durch die ,maschine ersetzt worden1 wir haben uns zu ihrem ,sklaven gemacht4 ,wir mssen die ,sprache ihrer ,bedienungsanleitungen lesen und die ,konsequenzen aus ihrer ,benutzung tragen3 erhhten ,energieverbrauch1 ,umweltverschmutzung und erhhte ,mllmengen1 vor allem aber ,abhngigkeit4 ,unsere ,beziehungen werden flchtiger2 ,wie geht es8 gibt nicht mehr unser aufrichtiges ,interesse wieder und fordert vor allem keine wirkliche ,antwort ein1 sondern ist eine leere ,begrungsformel4 ,was einst tatschlich etwas bedeutet und ein ,gesprch eingeleitet hat1 ist heute eher dazu geeignet1 zwischenmenschliche ,begegnungen zu beenden oder doch im besten ,falle ein ,gesprch zu erffnen1 das nichts mit dieser einleitenden ,frage zu tun hat4 ,solange das ,modell der ,sprachlichkeit und der ,sprachkultur seine ,gltigkeit besa1 lebten wir in einem homogenen ,sprachraum1 heute sehen wir uns einer fragmentarisierten ,wirklichkeit gegenber1 die aus ,spezialsprachen und ,registern1 ,bildern1 ,geruschen1 ,krpersprache und neuen ,konventionen besteht4 ,trotz des enormen finanziellen ,aufwandes1 den die ,gesellschaft jahrhundertelang in ,schriftsprachlichkeit und ,bildung investiert hat1 gelten diese heute nicht mehr als allseits erstrebenswertes ,bildungsziel4 ,man hat sich offenbar sogar damit abgefunden1 da nicht einmal mehr die in der blichen ,schulausbildung vermittelte ,schriftlichkeit bentigt wird4 ,fr einige wenige ist ,schriftlichkeit noch eine ,kunst1 mit der sie ihren ,lebensunterhalt verdienen knnen--,redenschreiber1 ,texter und ,verleger1 vielleicht auch noch ,romanschriftsteller und ,lehrer4 ,sie kennen die ,regeln des korrekten ,sprachgebrauchs und wenden sie an4 ,die ,methoden1 mit denen man die ,wirksamkeit einer ,botschaft aus dem ,munde von ,politikern1 ,fernsehschauspielern1 ,geschftsleuten1 ,aktivisten und manch einem anderen erhht1 der seinerseits einen ,schreibkundigen 7und manchmal sogar einen ,denkkundigen7 bentigt1 gehren zu ihrem ,geschft4 ,wieder anderen ermglichen diese ,regeln1 den ,reichtum von ,literatur und ,dichtung1 ,geschichte und ,philosophie zu erforschen4 ,fr die groe ,mehrheit hingegen ist ,schriftlichkeit lediglich eine ,fertigkeit unter vielen1 die man zwar auf weiterfhrenden ,schulen und ,hochschulen erwerben kann1 die aber lngst nicht mehr als notwendiger ,bestandteil des gegenwrtigen und1 wichtiger noch1 zuknftigen ,lebens angesehen wird4 ,die ,mehrheit1 vielleicht #ge der ,gesamtbevlkerung1 geht davon aus1 da alles lebensnotwendige ,wissen gespeichert und allgemein zugnglich ist--,mathematik in den ,kaufhauskassen oder im ,taschenrechner1 ,chemie im ,waschpulver1 ,physik im ,toaster1 ,sprache auf den ,glckwunschkarten fr alle denkbaren ,gelegenheiten1 bzw4 als ,rechtschreibprogramm oder ,formulierungshilfe in den ,textverarbeitungsprogrammen4 ,vier ,gruppen zeichnen sich ab3 diejenigen1 fr die ,schriftlichkeit eine ,kunst ist2 diejenigen1 die sich mit den auf ,schriftlichkeit grndenden ,werten nher beschftigen2 diejenigen1 deren ,leben in einer ,welt vorgefertigter ,sprachwerke abluft2 und diejenigen1 die jenseits der ,begrenzungen der ,schriftlichkeit ttig sind1 die ,erkenntnisgrenzen ausdehnen1 neue ,mittel und ,methoden der ,kommunikation und ,interaktion entwickeln und ihre ,identitt in einem praktischen ,handeln finden1 das durch hhere ,effizienz gekennzeichnet ist4 ,diese vier ,gruppen haben sich aus den ,vernderungen der ,lebensbedingungen in der allgemein 7wohl etwas zu allgemein7 als postindustriell bezeichneten ,gesellschaft ergeben4 ,der fr unsere ,zeit des fundamentalen ,umbruchs typische ,konflikt vollzieht sich im ,bereich der ,schriftkultur2 genauer3 in der ,vernderung1 die auf ein ,stadium jenseits der ,schriftkultur hinausluft4 ,es ist auf den ersten ,blick schwer zu sagen1 ob die ,sprache als ,instrument von ,kontinuitt und ,dauerhaftigkeit deshalb versagt1 weil der ,rhythmus unseres ,daseins sich seit der ,industriellen ,revolution stndig beschleunigt hat1 oder ob der ,rhythmus unseres ,daseins sich beschleunigt hat1 weil menschliche ,interaktion nicht mehr von ,sprache abhngig war4 ,es ist also nicht genau zu sagen1 ob die ,beschleunigung des ,lebensrhythmus auf ,vernderungen der ,sprache und ,sprachbenutzung zurckzufhren ist1 oder ob die ,vernderungen der ,sprache diese ,beschleunigung einfach nur widerspiegeln4 ,offenkundig ist1 da ,bilder1 vor allem diejenigen der interaktiven ,multimedien1 und der vernetzte ,austausch umfangreicher ,datenkorpora einer schnellebigen ,gesellschaft angemessener sind als ,texte1 deren ,lektre mehr ,zeit und ,konzentration erfordert4 ,weniger offenkundig ist1 ob wir ,sprachen und synsthetische ,ausdrucksmittel verwenden1 weil wir schneller und damit effizienter sein wollen1 oder ob wir schneller und effizienter sein knnen1 wenn wir solche ,mittel verwenden4 ,die krzeren ,zeitrume der menschlichen ,interaktion und z4 ,b4 der vernderte ,status der ,familie hngen zusammen3 ebenso wie die neue politische ,rolle des ,individuums in der modernen ,gesellschaft mit diesen ,merkmalen der ,interaktion zusammenhngt4 ,aber auch hier wissen wir nicht genau1 ob die neue soziokonomische ,dynamik das ,ergebnis unseres bewuten ,wunsches nach beschleunigter ,interaktion ist oder ob die beschleunigte ,interaktion nur den ,hintergrund 7oder den ,nebeneffekt7 einer umfassenderen ,vernderung unserer ,lebensbedingungen darstellt4 ,ich glaube1 da eine dramatische ,vernderung in der ,skala der ,menschheit und in der ,beziehung zwischen den ,menschen und ihrer natrlichen und kulturellen ,umwelt diese neue soziokonomische ,dynamik erklren kann4 ,aufgeladene ,schriftkultur ,sprachen sind wie alle anderen ,ausdrucks- und ,kommunikationsformen nur bedeutungsvoll in dem ,ma1 in dem sie ,teil unseres ,daseins sind4 ,wenn man nicht wei1 wie die ,wrter geschrieben werden1 die sich auf unser ,dasein beziehen1 nehmen wir an1 da beim ,schreibenlernen irgend etwas nicht mehr richtig funktioniert1 normalerweise der ,schler4 ,natrlich ist ,schriftlichkeit mehr als ,rechtschreibung4 ,also sucht man nach ,grnden3 die ,schule1 die ,familie1 neue ,lebensgewohnheiten wie ausgiebiger ,fernsehgenu1 die ,lektre von ,comics1 die manische ,besessenheit bei ,computerspielen1 das ,surfen im ,internet1 um nur einige der offenkundigen ,schuldzuweisungen zu nennen4 ,unsere ,kultur1 ,vorurteile oder auch die ,furcht vor dem ,unbekannten lassen uns vor der ,frage1 ob ,rechtschreibung wirklich noch notwendig ist1 zurckschrecken4 ,und eine geradezu feige ,konformitt hlt uns davon ab1 die mglichen ,defekte einer ,sprache oder schriftsprachlicher ,erwartungen zu hinterfragen1 die wir hinter allen bekannten politischen ,programmen festmachen knnen1 die uns vor jeder ,wahl ins ,gesicht geschleudert werden4 ,wo ,schreibweise und ,aussprache z4 ,b4 so wenig zueinander im ,einklang stehen wie etwa im ,englischen1 hat das dazu gefhrt1 da das ,alphabet berprft und alternative ,alphabete bzw4 alternative ,kunstsprachen entwickelt wurden4 ,aber auch in ,sprachen1 die konsequentere ,beziehungen zwischen ,aussprache und ,schriftsprache aufweisen1 ist ,rechtschreibung heute ein ,problem4 ,unsere ererbte ,ehrfurcht vor der ,sprache lt aus stillschweigenden ,vermutungen ber und aus ,erwartungen an die ,leistung der ,schriftkultur unvernderliche ,wahrheiten werden4 ,so setzen wir z4 ,b4 als selbstverstndlich voraus1 da eine gute ,sprachbeherrschung die ,erkenntnisfhigkeit frdert1 obwohl wir wissen1 da kognitive ,ablufe nicht direkt auf ,sprachlichkeit zurckzufhren sind4 ,auch geht man allgemein davon aus1 da gebildete ,menschen eines jeden ,landes besser miteinander kommunizieren und fremde ,sprachen leichter erlernen knnen4 ,das ist keineswegs immer der ,fall4 ,in ,wahrheit sind ,sprachen aufgeladene ,systeme von ,konventionen1 in denen in erheblichem ,mae nationale ,vorlieben und ,vorurteile aufgehoben sind und durch ,sprache1 ,schrift und ,lektre verbreitet werden4 ,solche an die ,sprache herangetragenen ,erwartungen fhren zu wohlwollenden1 wiewohl strittigen ,feststellungen der ,art ,man kann eine ,sprache nur dann verstehen1 wenn man wenigstens zwei versteht 7,john ,searle74 ,des weiteren wird vorausgesetzt1 da schriftsprachlich gebildete ,menschen leichter einen ,zugang zu den ,knsten und ,wissenschaften finden4 ,der ,grund dafr liegt darin1 da die ,sprache als universelles ,kommunikationsmittel folgerichtig das einzige ,mittel ist1 das wissenschaftliche ,theorien erklrt4 ,ebenso lieen sich ,kunstwerke1 so eine weitere ,these1 auf sprachliche ,beschreibung reduzieren oder knnten doch besser verstanden werden mittels der ,sprache1 die sie durch ,bezeichnungen1 ,klassifizierungen und ,kategorien in den ,kulturbestand einlagert4 ,und schlielich gilt allenthalben die ,annahme 7und das ,vorurteil71 da das ,niveau der sprachlichen und auersprachlichen ,leistungsfhigkeit in direktem ,verhltnis zu der in der ,schriftkultur erreichten ,kompetenz steht4 ,dieses ,vorurteil wollen wir neben vielen anderen einer genaueren ,prfung unterziehen2 denn es zeigt sich1 da bei allem ,niedergang der ,schriftkultur diejenige ,sprachverwendung1 die von der normierten ,schriftlichkeit abweicht1 erstaunliche ,formen annimmt4 ,der ,mensch entwirft1 der ,mensch verwirft4 ,um die ,verlagerung von einer schriftsprachlich begrndeten ,kultur zu einer ,kultur1 die auf vielfltige ,ausdrucks- und ,kommunikationsformen zurckgreift1 besser verstehen zu knnen1 mssen wir uns das ,verhltnis zwischen ,sprachen--scheinbar ,einheiten mit einem ,eigenleben--und den ,menschen1 die diese konstituieren--und zwar mit scheinbar unbegrenzter ,kontrolle ber ihre ,sprache--etwas genauer vor ,augen fhren4 ,wir knnten die vielfltigen ,ausdrucks- und ,kommunikationsmittel ,sprachen nennen1 wenn es eine angemessene ,definition solcher ,sprachen 7und den dazugehrigen ,schriftlichkeitsformen7 gbe4 ,wir haben gesagt1 da der praktische ,handlungsrahmen unseres ,daseins den allgemeinen ,zusammenhang darstellt1 innerhalb dessen sich der ,status der ,schriftkultur verndert hat4 ,das heit nicht nur1 da die ,sprachverwendung quantitativ oder qualitativ abnimmt4 ,das heit auch1 da wir eine sehr komplexe ,wirklichkeit anerkennen1 innerhalb derer ein biologisch und kulturell modifiziertes menschliches ,wesen die ,wahl zwischen ,entscheidungsmglichkeiten hat1 welche nur schwer1 wenn berhaupt1 miteinander in ,einklang zu bringen sind4 ,das ,leben ist nicht deshalb schneller geworden1 weil sich unser biologischer ,rhythmus abrupt verndert hat1 sondern weil neue ,rahmenbedingungen fr unser praktisches ,handeln1 eine erhhte ,effizienz1 mglich wurden4 ,der ,interaktionsradius geht heute weit ber den unmittelbaren ,kreis unserer ,bekannten und der ,familie hinaus4 ,gleichzeitig ist die ,interaktion jedoch oberflchlicher geworden und in strkerem ,mae durch andere vermittelt4 ,unser ,dasein scheint sich in einem ,universum entfalten zu knnen1 das so weit ist wie der ,raum1 den wir erforschen knnen4 ,gleichzeitig aber nimmt der ,druck der uns unmittelbar umgebenden ,wirklichkeit zu1 der ,druck einer zunehmend spezialisierten ,arbeit1 durch deren ,ergebnisse sich individuelle und soziale ,identifikation und ,wertung vollzieht4 ,und auf einer anderen ,ebene hat sich fr den ,einzelnen die hergebrachte ,vermessung seines sozialen ,lebensraumes 7,familie1 ,freunde1 ,gemeinschaft7 drastisch verndert4 ,im globalen ,zusammenhang erweitert sich der zu vermessende gesellschaftliche ,lebensraum auf die unbegrenzte ,zahl derer1 die an ihm teilhaben4 ,charakteristisch fr den ,zusammenhang1 in dem sich ,status und ,funktion von ,schriftlichkeit 7vor allem der ,kommunikation7 verndern1 ist die ,fragmentierung von allem1 was wir in ,angriff nehmen1 und die daraus resultierende ,notwendigkeit zur ,koordination4 ,die ,vielfalt der auf uns einstrmenden ,reize hat sich vermehrt1 und die gelufigen ,erklrungen ihres ,ursprungs und ihrer mglichen ,bedeutung erweisen sich als nicht mehr zufriedenstellend4 ,ein weiteres ,merkmal fr die ,dynamik der ,vernderung ist die ,dezentralisierung von nahezu allen ,aspekten unseres ,daseins1 die von starken integrativen ,krften begleitet wird4 ,die ,gesellschaft wird nicht nur1 wie manche glauben1 durch ,kommunikation geformt4 ,die sozialen ,beziehungen werden von umfassenderen ,wirkkrften bestimmt1 die von ,wrtern1 ,bildern1 ,geruschen1 ,texturen und ,gerchen relativ unabhngig sind und bestndig aus jeder ,richtung und zu jedem denkbaren ,zweck auf die ,mitglieder der ,gesellschaft einwirken4 ,auch die ,ziele und ,mittel der ,kommunikation werden von ihnen bestimmt4 ,symptomatisch fr die widersprchliche ,situation des zeitgenssischen ,menschen ist die ,kluft zwischen der ,leistungsstrke der ,kommunikationstechnologie und der tatschlichen ,effektivitt der ,kommunikation4 ,oft sieht es so aus1 als htten ,botschaften ein ,eigenleben und als wrde die ,kommunikation in dem ,mae1 in dem sie zunimmt1 ihre ,adressaten verfehlen4 ,weniger als #b aller ,informationen1 die in die ,kommunikationsmittel der ,massenmedien eingegeben werden1 erreichen ihr ,publikum4 ,bei diesem ,effizienzgrad wrde kein ,auto starten und kein ,flugzeug abheben6 ,die ,bindung der ,kommunikation an die ,schriftlichkeit war ihre ,strke4 ,sie garantiert ein potentielles ,publikum4 ,sie erwies sich jedoch zugleich als ihre ,schwche4 ,die ,annahme nmlich1 da zwischen gebildeten ,menschen ,kommunikation nicht nur stattfindet1 sondern da sie immer erfolgreich ist1 erwies sich wiederholt als falsch4 ,kriege1 ,konflikte zwischen ,nationen1 ,gemeinschaften und ,berufsgruppen 7der akademische ,bereich als eine besonders hochgebildete soziale ,gruppe stellt hier keinen ,ausnahmefall dar1 ganz im ,gegenteil71 ,familien und ,generationen erinnern uns nachdrcklich daran4 ,und dennoch interpretieren wir diesen ,umstand falsch4 ,ein ,beispiel hierfr ist die ,sorge der ,geschftswelt ber die mangelnden ,kommunikationsfertigkeiten ihrer jngeren ,angestellten4 ,es bleibt offenbar unbemerkt1 da bei der massiven ,umgestaltung der ,unternehmen der ,geschftsbereich wegrationalisiert wird1 der am strksten auf ,schriftkultur und schriftkultureller ,bildung beruht4 ,gern wrden wir glauben1 da die ,geschftswelt um die grundlegenden ,werte besorgt ist1 wenn ihre ,vertreter auf die ,schwierigkeiten hinweisen1 mit denen das mittlere ,management die ,geschftsziele und die damit verbundenen ,strategien in ,wort und ,schrift zu artikulieren hat4 ,die in der heutigen ,wirtschaft erkennbaren ,strukturen beweisen1 da ,geschftsleute ebenso wie ,politiker und manch ein anderer1 der sich ffentlich ber den gegenwrtigen ,stand der ,bildung ,gedanken macht1 mit doppelter ,zunge reden4 ,sie htten gern beides3 mehr ,effizienz1 die ,bildung und ,schriftkultur weder erfordert noch fordert1 da diese den neuen soziokonomischen ,zusammenhngen nicht angemessen ist1 und die ,vorteile von ,bildung und ,schriftkultur1 ohne allerdings dafr bezahlen zu mssen4 ,in ,wirklichkeit haben sie alle nur ,wirtschaftszyklen1 ,produktivitt1 ,effizienz und ,profit im ,kopf1 wenn sie sich ber den ,bedarf einer globalen ,wirtschaft ,gedanken machen4 ,diese ,umgestaltung1 von vielen ,unternehmen auch ,umstrukturierung oder ,verschlankung genannt1 fhrt zu ,effizienzerwartungen innerhalb einer extrem kompetitiven globalen ,wirtschaft4 ,auf jeden ,fall hat diese ,umstrukturierung den ,wasserkopf an ,schriftlichkeit im ,geschftsleben getilgt4 ,die auf ,bildung und ,schriftkultur basierenden praktischen ,ablufe von ,management und ,produktion sind durch automatisierte ,verfahren der ,datenverarbeitung und der computeruntersttzten ,produktion ersetzt worden4 ,und dieser ,proze ist keineswegs beendet4 ,er hat gerade die ansonsten eher gelassene ,arbeitswelt ,japans erreicht1 und er knnte in ,europa die ,bemhungen um eine verbesserte ,konkurrenzfhigkeit untersttzen trotz aller hier gltigen ,sozialvertrge1 die aus einer ,vergangenheit stammen1 welche niemals wiederkehren wird4 ,das alles verndert den ,status der ,sprache3 ,auch sie wird zu einem ,wirtschaftsinstrument1 einem ,produktionsmittel1 einer ,technologie4 ,die ,loslsung der ,sprache von der ,verschriftlichung und der sich daraus ergebende ,qualittsverlust ist nur ein ,teil des allgemeinen ,entwicklungsprozesses4 ,aber diejenigen1 die sich diesem ,proze widersetzen1 sollten sich vergegenwrtigen1 da die ,schriftkultur alles andere als perfekt war4 ,die ,pragmatik der ,schriftkultur bildete einen ,bezugsrahmen fr ,besitzverhltnisse1 ,handel1 nationale ,identitt und politische ,macht4 ,nun ist zwar ,besitzverteilung kein vllig neues ,phnomen1 aber die ,grnde und ,modalitten beruhen heute nicht mehr nur auf ,vererbung1 sondern eher auf ,kreativitt und einer sehr selbstschtigen ,auslegung von geschftlicher ,loyalitt4 ,man mge blo nicht glauben1 da die vielen ,microsoft,programmierer ihre ,chancen1 dem ,club ihrer ,millionrskollegen beizutreten1 verstreichen lassen4 ,aber was sie tun1 tun sie nicht fr den ,besitzer einer ,firma1 nicht fr einen legendren und umstrittenen ,unternehmer1 und gewi nicht aus ,idealismus4 ,die vielen jungen und weniger jungen ,leute1 die ihre ,chance in diesem relativ hierarchiefreien ,umfeld nutzen1 tun dies ausschlielich fr sich selbst4 ,sie werden vorangetrieben vom ,konkurrenzstreben1 nicht von dem ,glauben an die ,nation1 an eine politische ,ideologie oder von ,familienstolz4 ,solche und andere ,strukturaspekte1 die sich aus der ,loslsung von den strukturalen ,merkmalen eines durch ,schriftlichkeit definierten ,handlungszusammenhangs ergeben1 machen die ,gesellschaft nicht automatisch besser oder gerechter4 ,dennoch verzeichnen wir eine ,umverteilung von ,reichtum und ,macht1 und eine ,neudefinition jener ,ziele und ,methoden1 innerhalb derer wir unsere ,demokratie ausben4 ,wir wissen auch1 da wir denen1 die wir ,minoritten nennen1 unsere ,schriftkultur aufgezwungen haben4 ,da aber das ,schreiben weniger natrlich als das ,sprechen ist und vor allem kulturspezifische ,werte vermittelt1 hat es die ,individualitt verfremdet4 ,schriftlichkeit bedeutet fr viele ,minderheiten eine ,form der ,integration1 die ihre ,ttigkeit und ihre ,kultur kurzerhand vereinnahmt und deren kulturelles ,erbe durch die herrschende ,schriftlichkeit ersetzt4 ,wenn die ,schrift auch vielleicht nicht ausreichte1 um das ,wissen zu verfestigen1 bemerkte ,claude ,lvi-,strauss1 dann war sie mglicherweise zumindest ntig1 um ,herrschaft zu verfestigen4 ,der ,kampf gegen ,unbildung und ,schriftlosigkeit ist daher gleichbedeutend mit der ,verstrkung der ,kontrolle1 die die ,autoritt ber den ,brger ausbt4 ,ich will nicht behaupten1 die gegenwrtigen ,versuche1 ,multiplizitt zu wrdigen und die unberbrckbaren ,unterschiede zwischen ,rassen1 ,kulturen und praktischen ,erfahrungen anzuerkennen1 seien nicht auch das ,ergebnis der traditionellen ,bildung und ,schriftkultur4 ,dennoch besteht fr mich kein ,zweifel1 da bestimmte ,entwicklungen jenseits der ,schriftkultur das ,phnomen der ,multiplizitt in den ,vordergrund gerckt haben3 ,denn erst dieses neue ,stadium liefert den ,hintergrund fr heterogene menschliche ,erfahrungen und konfligierende ,wertsysteme und grndet auf dem ,potential1 das in dieser ,multiplizitt liegt4 ,jenseits der ,schriftkultur ,unser ,gegenstand mit seinen vielfltigen ,implikationen verdient eine genauere ,untersuchung auerhalb1 aber nicht ungeachtet der politischen ,kontroverse1 die er bereits hervorgerufen hat4 ,schreiben verkrpert eingegangene ,verpflichtungen1 die von den ,handelsabkommen der ,phnizier ber die historischen ,aufzeichnungen der gypter1 religise und ,gesetzestexte in ,ton und ,stein1 die mittelalterlichen ,eidformeln bis zu den spteren ,vertrgen reichen4 ,die geschriebene ,sprache spiegelt auf vielen ,ebenen 7dem ,alphabet1 der ,satzstruktur1 ihrer ,semantik usw47 die ,natur der ,beziehungen zwischen denen1 an die sie sich richtet1 wider4 ,eine ,worttafel der gypter zur ,identifikation von ,handelsgtern richtete sich an nur wenige ,leser4 ,ein begrenzter ,bereich des ,daseins1 aus ,arbeit und ,handel1 wurde in direkter ,notierung wiedergegeben4 ,im gegebenen ,kontext ermglichten diese ,tafeln die erwartete ,effizienz4 ,im ,rahmen des ,rmischen ,imperiums erforderte die ,bezeichnung von ,baumaterialien--,dachziegel1 ,entwsserungsrohre1 die innerhalb und auerhalb des ,imperiums vertrieben wurden--differenziertere ,notationselemente4 ,die ,materialien erhielten im ,verlauf der ,produktion ,stempelprgungen und ermglichten es den ,verwendern1 nach ihrem ,bedarf auszuwhlen4 ,die ,adressaten wurden zahlreicher1 ihr ,hintergrund vielfltiger3 ,verschiedene ,sprachen und verschiedene kulturelle ,zusammenhnge waren im ,spiel4 ,die praktischen ,erfahrungen der ,baumeister waren komplexer als die der gyptischen ,getreidehndler mit ihrem vergleichsweise kleinen ,aktionsradius4 ,die ,bezeichnung des ,baumaterials entsprach dem ,bedrfnis und den ,erwartungen der historischen ,situation4 ,im ,verlauf der ,zeit wurden solche ,bezeichnungsmanahmen immer vollkommener und lsten sich allmhlich vom unmittelbaren ,gegenstand4 ,mit dem ,entstehen der ,schrift entwickelten sie sich zu formalisierten ,vertrgen und deckten unterschiedliche pragmatische ,kontexte ab4 ,sie alle tragen die ,kennzeichen der ,schriftlichkeit4 ,sie reprsentieren zugleich den ,konflikt zwischen schriftkulturellen ,mglichkeiten und solchen ,mitteln1 die den ,effizienzerwartungen jenseits der ,schriftkultur angemessener sind4 ,ein ,blick auf heutige ,vertrge verrt bereits1 da sie in einer eigenen ,sprache abgefat sind1 die selbst fr eine durchschnittlich gebildete ,person schwer zu verstehen ist4 ,in ihnen werden wirtschaftliche ,erwartungen1 rechtliche ,bedingungen und steuerliche ,folgen quantifiziert4 ,in englischer ,sprache sind sie nach allgemeiner ,auffassung auf der gesamten ,welt verstndlich4 ,in der ,europischen ,union erwartet jedes ,mitgliedsland1 da ein ,vertrag zustzlich in seiner eigenen ,sprache abgefat ist4 ,verzgerungen und zustzliche ,kosten knnen manch ein ,geschft bedeutungslos machen4 ,tatschlich knnte der ,vertrag1 nicht nur die ,verpackung1 in der universellen ,sprache einer maschinenlesbaren ,strichkodierung abgefat werden4 ,unser heutiger pragmatischer ,rahmen der ,schriftlosigkeit bietet eine ,palette von ,sprachen an1 die bestimmten ,funktionen entsprechen und den sich rasch verndernden ,umstnden angemessen sind4 ,in einer ,welt1 die durch starke ,konkurrenz1 schnellen ,austausch und rasch wechselnde ,erwartungen gekennzeichnet ist1 mssen ,vertrag und ,ausfhrungsmechanismen effizient sein4 ,die spezifischen ,verhltnisse zur ,macht1 zum ,besitz und zur nationalen ,identitt1 die in der ,sprache zum ,ausdruck gebracht und durch die ,mittel der ,schriftlichkeit stabilisiert werden1 sind in ,mythen1 ,religionen1 in ,dichtung und ,literatur festgeschrieben4 ,von den ,epen der lteren ,kulturen ber die ,balladen der ,troubadoure und dem ,minnesang bis zur ,dichtung und ,literatur der ,neuzeit finden wir ,besitz1 ,gefhle1 auf ,leben und ,tod thematisiert4 ,die ,ereignisse des ,lebens wurden aufgezeichnet1 ,verpflichtungen und ,bindungen immer wieder besttigt4 ,heute frchten viele ,literati1 da diese ,manifestationen durch eine leblose ,lyrik oder ,prosa aus dem ,computer ersetzt werden knnten4 ,zweifellos hat die ,speicherung von und der ,zugang zu ,informationen das ,ausma unserer ,verpflichtungen und das ,ausma historischer ,aufzeichnungen1 ja sogar das ,gedchtnis neu definiert4 ,wie auch immer wir zum ,problem der ,sprache und der ,schriftlichkeit stehen1 entscheidend sind letztlich die ,menschen1 die sich in der ,praxis ihrer ,selbstkonstituierung artikulieren4 ,das ,verhltnis der ,menschen zur ,sprache drckt ihre allgemeine ,situation aus2 und wenn wir verstehen1 wie und warum sich dieses ,verhltnis verndert1 dann verstehen wir1 wie und warum sich ,menschen ndern4 ,mit dem ,ideal der ,schriftlichkeit haben wir zugleich die ,illusion bernommen1 da ein ,verstndnis des ,menschen auch zu einem ,verstndnis der menschlichen ,sprache fhrt4 ,tatschlich ist es aber genau umgekehrt--vorausgesetzt wir verstehen ,sprache als eine dynamische1 praktische ,erfahrung eigenen ,rechts4 ,in diesem ,zusammenhang mssen wir uns noch einer anderen ,ebene zuwenden--der menschlichen ,ttigkeit nmlich1 durch die der ,mensch sein ,sein in die tatschliche ,wirklichkeit projiziert1 es sinnvoll und fr andere verstehbar macht4 ,das1 was wir sind1 werden wir dadurch1 da wir uns durch unsere ,arbeit1 durch unser ,denken1 durch unsere ,freude und durch unsere ,neugier ausdrcken4 ,unter den pragmatischen ,umstnden1 die fr die historische ,entwicklung der ,menschheit bis heute charakteristisch waren1 war die ,sprache hierfr eine notwendige ,voraussetzung1 woraus sich wiederum die ,notwendigkeit der ,schriftlichkeit ergab4 ,so erweist sich ,schriftlichkeit als eine ,form der ,verpflichtung1 eine von vielen aufeinander folgenden ,verpflichtungen1 die das ,individuum eingeht und auf die die ,menschheit als ,ganzes sich einlt4 ,vor mehr als #bejj ,jahren schien es1 als seien diese ,umstnde ewig2 sie bestimmten unsere ,existenz4 ,in dem ,mae aber1 in dem die ,menschheit aus dem praktischen ,lebenszusammenhang herauswchst1 der auf der zugrundeliegenden ,struktur der ,schriftlichkeit grndet1 werden ,mittel erforderlich1 die sich von der ,sprache unterscheiden4 ,ein bewegliches ,ziel ,zum ,thema der ,vernderung gehrt auch die mit ihm verbundene ,terminologie4 ,die an die ,begriffe ,schriftkultur _/ ,bildung und ,schriftlosigkeit _/ ,unbildung gebundenen ,bedeutungen und ,bedeutungsvernderungen kennzeichnen die verschiedenen ,perspektiven1 aus denen sie jeweils betrachtet wurden4 ,schriftlichkeit1 bzw4 literacy1 wie es im angelschsischen ,bereich genannt wird1 ist schon immer ein bewegliches ,ziel gewesen4 ,die verschiedenen ,bedeutungen dieses ,wortes spiegeln die sich ndernden ,kriterien fr die ,wertschtzung des ,schreibens und der ,schreibfhigkeit in den verschiedenen pragmatischen ,handlungsrahmen des ,menschen wider4 ,die ,schrift ist vermutlich ber #ejjj ,jahre alt4 ,die ,herausbildung des ,schreibens und ,lesens war die ,voraussetzung fr ,bildung und ,schriftkultur2 doch von einer allgemeinen ,schriftlichkeit1 bzw4 ,alphabetisierung kann wohl erst seit der ,erfindung der beweglichen ,druckschriften gesprochen werden 7whrend des #aa4 ,jahrhunderts in ,china1 zu ,beginn des #af4 ,jahrhunderts in ,europa71 bzw4 seit der ,erfindung der ,rotationsdruckmaschine im #ai4 ,jahrhundert4 ,im ,verlauf der ,zeit haben sich sehr unterschiedliche ,auffassungen von ,bildung und ,schriftkultur ergeben4 ,fr diejenigen1 die die ,welt durch die ,autoritt eines einzigen ,buches betrachten 7,thora1 ,bibel1 ,koran1 ,upanischaden1 ,wu ,ching71 bedeutet ,bildung die ,fhigkeit1 das ,buch1 und damit die ,welt1 zu lesen und zu verstehen4 ,die in diesem ,buch formulierten ,verhaltensregeln schufen den ,rahmen1 der entweder in ,form von ,schriftlichkeit oder durch die mndliche ,tradition zugnglich gemacht wurde4 ,im ,mittelalter war ,bildung gleichbedeutend mit der ,kenntnis der lateinischen ,sprache1 die als ,sprache der gttlichen ,offenbarung angesehen wurde4 ,aber zu den religisen bzw4 religis orientierten ,auffassungen von ,bildung kamen andere hinzu3 die soziale--,schreiben und ,lesen als ,rahmen fr soziale ,interaktion2 die wirtschaftliche--,lesen1 ,schreiben und andere ,fertigkeiten zur ,entzifferung von ,landkarten1 ,tabellen und ,symbolen1 die die ,teilhabe am konomischen ,leben ermglichen2 die pdagogische--die ,verbreitung von ,bildung2 die juristische--die schriftliche ,festlegung von ,gesetzen und ,normen zur ,regelung des gesellschaftlichen ,zusammenlebens4 ,die ,wissenschaft hat sich den ,fragen der ,schriftkultur unter allen diesen ,perspektiven gewidmet4 ,dies wiederum hat so viele ,interpretationen und ,theorien hervorgebracht1 da mehr ,verwirrung als ,ordnung herrscht4 ,dabei verdient eine ,bemerkung von ,will ,rogers--,wir sind alle ungebildet1 nur in unterschiedlichen ,gebieten--unsere besondere ,aufmerksamkeit1 weil sie auf ein weiteres ,merkmal hinweist1 das uns die relative ,unbildung unserer heutigen ,zeit zu verstehen hilft4 ,das ,ma an ,unbildung ist nur schwer quantifizierbar1 wiewohl das ,ergebnis leicht erkennbar ist4 ,alles1 was zur ,selbstsetzung des ,individuums fhrt--als ,krieger1 ,liebhaber1 ,sportler1 ,familienmitglied1 ,lehrer oder ,schler--1 ist allmhlich aus einem auf ,schriftkultur basierenden ,handlungszusammenhang herausgelst und durch ,mittel der ,schriftlosigkeit ersetzt worden4 ,sex ,champions1 ,innovatoren in den neuen ,technologien oder ,olympiasieger sind in ihren jeweiligen ,bereichen auerordentlich leistungsstark4 ,spitzenleistung nimmt heute in dem ,mae zu1 in dem der ,durchschnittliche auf das ,mittelma oder unterhalb des ,mittelmaes zurckfllt4 ,ich werde im ,folgenden viele ,aspekte der ,schriftkultur untersuchen1 und zwar sowohl mit ,blick auf in unseren ,augen typische ,bereiche--,buchverffentlichungen1 individuelle und gesellschaftliche ,kommunikation--als auch auf ,bereiche1 die wir nicht so ohne weiteres mit ,schriftlichkeit verbinden--das ,militr1 den ,sport1 das ,design--1 die sich aber dennoch aus dem pragmatischen ,handlungszusammenhang ergeben haben1 der die ,schriftkultur--zwangslufig--hervorgebra cht hat4 ,als die ,philosophie nicht mehr lnger als ,dachwissenschaft anerkannt war1 begann die ,fragmentarisierung des ,wissens4 ,der ,zweifel1 da es ein gemeinsames ,instrument fr den ,zugang zu und die ,verbreitung von ,wissen geben knnte1 ist ersetzt durch die ,sicherheit1 da es dies nicht gibt4 ,eine sogenannte dritte ,kultur--jedenfalls nach ,ansicht dessen1 der die ffentliche ,aufmerksamkeit darauf lenkte--1 besteht darin1 die tiefere ,bedeutung unseres ,lebens sichtbar zu machen1 und zwar nicht so1 wie dies literarisch gebildete ,intellektuelle tun wrden4 ,hierbei handelt es sich nicht um ,c4 ,p4 ,snows ,third ,culture aus ,wissenschaftlern1 die sich mit nicht wissenschaftlich ttigen ,intellektuellen verstndigen1 sondern um den populrwissenschaftlichen ,diskurs1 der faszinierende ,themen ins ,zentrum der allgemeinen ,aufmerksamkeit rckt4 ,daher werden wir auch die ,beziehung zwischen ,schriftkultur einerseits und ,wissenschaft und ,philosophie andererseits untersuchen und auf diese ,weise den ,ort von ,philosophie und ,wissenschaft jenseits der ,schriftkultur nher zu umreien versuchen4 ,wie aber knnen wir diese weitreichende ,vernderung untersuchen und angemessen evaluieren8 ,sind wir nicht in den ,fesseln der ,sprache und ,bildung und damit den auf ihnen grndenden philosophischen und wissenschaftlichen ,erklrungen gefangen8 ,natrlich ist das ,system1 das sich in unserer ,kultur festgesetzt hat1 das ,ergebnis einer logokratischen ,sichtweise4 ,wenn wir ,fertigkeiten und ,leistungen mit ,zensuren belegen1 so beziehen sich diese meist auf eine ,form des ,verstehens1 die fr die ,schriftkultur charakteristisch ist4 ,doch der neue pragmatische ,handlungsrahmen erfordert ,fertigkeiten1 die sich nicht nur auf ,sprache und ,schriftlichkeit beziehen1 sondern auf ,bilder1 ,gerusche1 ,texturen1 ,bewegung1 virtuellen ,raum und ,zeit4 ,wir mssen also die ,beziehung zwischen einem relativ statischen ,medium und dynamischen ,medien genauer untersuchen und fragen1 wie sich ,schriftlichkeit zum ,visuellen im allgemeinen verhlt und im besonderen zur kontrovers bewerteten ,wirklichkeit des ,fernsehens1 der interaktiven ,multimedien1 knstlicher ,bilder1 elektronischer ,netzwerke und virtueller ,wirklichkeiten4 ,diese wichtige ,aufgabe erfordert einen breiten ,ansatz und einen unvoreingenommenen ,standpunkt4 ,zunchst mssen wir die strukturalen ,implikationen von ,schriftlichkeit und ,schriftkultur verstehen4 ,wenn wir uns die ,rahmenbedingungen vergegenwrtigen1 die zur ,schriftkultur gefhrt haben1 und die ,folgen1 die sich aus den neuen pragmatischen ,rahmenbedingungen fr alle ,aspekte unseres ,lebens ergeben1 knnen wir verstehen1 wie die ,schriftkultur sie beeinflut hat4 ,hier denke ich besonders an ,religion1 ,familie1 ,staat und ,ausbildung4 ,in einer ,welt1 in der die ,kategorie der ,dauerhaftigkeit ihre ,gltigkeit verloren hat1 ist auch fr eine groe ,zahl der ,menschen jegliche ,gottesvorstellung verloren gegangen4 ,dennoch gibt es heute mehr ,kirchen1 ,glaubensgemeinschaften1 ,sekten oder andere religise ,gruppierungen 7atheistische und neoheidnische eingeschlossen7 als zu jeder anderen ,zeit unserer ,geschichte4 ,in den ,,usa wechselt man durchschnittlich #b1 #h ,mal im ,leben seinen ,lebensgefhrten 7sofern man je eine ,familie grndet7 und kalkuliert die finanziellen ,aspekte der ,familiengrndung mit der gleichen ,przision1 mit der man erwartete ,investitionsertrge kalkuliert4 ,der ,staat ist zu einem ,wirtschaftsunternehmen geworden1 das die ,geschfte der ,nation reguliert1 und wird dementsprechend an seinen wirtschaftlichen ,erfolgen gemessen4 ,staatsprsidenten sind zunehmend die ,handlanger groer ,industrieunternehmen1 von deren ,erfolg die ,arbeitspltze abhngen4 ,diese ,staatsoberhupter geben im ,zweifelsfall die im gebildeten ,diskurs der ,schriftlichkeit verankerten ,ideale preis 7z4 ,b4 die ,menschenrechte74 ,aber sie machen viel ,lrm1 wenn es um ,fragen wie ,einschrnkung des ,copyrights geht1 besonders bei der ,software4 ,ironischerweise ist gerade das ,copyright bei digitalen ,originalen nur schwer zu definieren4 ,in dem von der ,schriftkultur geschaffenen ,modell hat sich der ,staat zu einer brokratischen ,selbsterhaltungsmaschine entwickelt1 die den vielfltigen ,optionen kaum noch gerecht wird4 ,viel mehr ,menschen1 als die vorliegenden ,berichte es ausweisen1 werden oder bleiben nach ,beendigung ihrer ,schulausbildung und selbst nach einer weiterfhrenden ,ausbildung ungebildet4 ,obwohl sie in der ,regel lesen und schreiben gelernt haben1 ziehen sie ,fernsehen1 ,spiele1 ,sportveranstaltungen oder das ,internet vor4 ,somit ist das ,gegenteil von ,schriftkultur nicht nur ,unbildung1 sondern bewute ,distanz zu ,bildung und ,schriftkultur4 ,die ,entscheidung1 auf ,lesen und ,schreiben zu verzichten1 ist eine ,entscheidung zugunsten anderer ,ausdrucks- und ,kommunikationsmittel4 ,die heutige ,generation geht mit ,videospielen sicherer um als mit der ,rechtschreibung4 ,sie erwirbt auf diese ,weise praktische ,erfahrungen von allerhchster ,effizienz1 die in ihrer ,struktur dem interaktiven ,spielzeug hneln und von ,rechtschreibung und ,schreibfertigkeit weit entfernt sind4 ,wenn es darum geht1 was die heutige ,generation wissen will1 wie1 wann und zu welchem ,zweck sie das ,wissen erwerben will1 hat das ,internet ,zeitungen1 ,bcher1 ,zeitschriften und selbst ,radio und ,fernsehen ersetzt4 ,und mittlerweile sogar die ,schulen und weiterfhrenden ,ausbildungssttten4 ,mit seinen enormen und ausbaufhigen ,mitteln und ,angeboten verknpft das ,internet den ,einzelnen mit dem ,rest der ,welt1 statt nur ber ,globalitt zu reden4 ,networking1 das ,arbeiten im ,internet auf allen ,ebenen und in vielerlei ,formen1 ist eines der wesentlichen ,merkmale unseres neuen pragmatischen ,handlungsrahmens4 ,so rudimentr diese ,arbeitsform auch noch ausgebildet ist1 ,schnelligkeit und ,przision sind ihre wesentlichen ,kennzeichen4 ,mssen wir in diesen ,entwicklungen den ,grund fr den ,niedergang der ,schriftkultur sehen8 ,knnen wir also sagen1 da die ,menschen in dem ,mae1 in dem sie ber geringere ,lese- und ,schreibfertigkeiten verfgen oder sich gegen das ,lesen und ,schreiben entscheiden1 auch weniger an ,gott glauben und fr eine gottlose ,existenz optieren8 ,da mit ,zunahme der ,scheidungsrate die ,zahl der geschlossenen ,ehen oder der ,kinder sinkt8 ,da die berantwortung ihrer ,probleme an eine brokratische ,maschine zu hherem ,fernsehkonsum1 mehr elektronischen ,spielen und vermehrtem ,surfen in der unbegrenzten ,welt des ,networks fhrt8 ,gewi nicht1 jedenfalls nicht in dieser eindimensionalen1 linearen1 vereinfachten ,kausalitt4 ,viele ,faktoren und viele unterschiedliche ,betrachtungsebenen gilt es zu bercksichtigen4 ,sie wurzeln allesamt im pragmatischen ,rahmen unserer nichtendenden ,selbstsetzung4 ,diese findet ihren ,ausdruck in der ,dynamik immer krzerer und schnellerer ,interaktionsformen4 ,sie sieht sich vor stndig neuen ,wahlmglichkeiten1 die unsere ,identitt besttigen4 ,verfgbarkeiten1 ,fragmentation1 globale ,integration und erhhte ,vermittlung sind ihre ,kennzeichen4 ,die hier beschriebene ,dynamik entspricht der hheren ,effizienz1 beides ,voraussetzungen fr die erweiterte ,skala menschlicher ,aktivitt4 ,wir wollen in einem ersten ,schritt die ,aufmerksamkeit auf die ,multidimensionalitt dieses ,vorgangs und auf die vielen ,interdependenzen lenken1 die wir mit ,hilfe der neuen ,technologien schlielich offenlegen knnen4 ,ein weiterer ,schritt in meiner ,argumentation wird es sein1 ihre ,nicht-,linearitt darzulegen1 die das ,ineinandergreifen von deterministischen und vermutlich eher nicht-deterministischen ,faktoren erhellt4 ,wir mssen unsere ,diskussion dabei auf das praktische menschliche ,handeln richten4 ,anders wre es nicht mglich zu erklren1 warum trotz aller ,bemhungen und trotz aller finanziellen ,mittel1 die die ,gesellschaft in die ,ausbildung investiert hat1 und trotz aller ,erforschung der auf ,schriftkultur basierenden ,erkenntnisprozesse der ,mensch am ,ende weniger gebildet1 aber berraschenderweise keineswegs weniger leistungsfhig geworden ist4 ,manch einer wird dagegenhalten1 da der ,mensch ohne ,schriftkultur und ,bildung als ,mensch weniger leistungsfhig sein wird--wie es ,alan ,bloom in seinem ,kreuzzug fr ,kultur und ,bildung mit seinem brillanten ,epilog auf die menschliche ,kultur bereits getan hat4 ,eine unvoreingenommene ,debatte ber solche ,fragen setzt allerdings voraus1 da wir die ,vernderbarkeit und ,vernderung im ,status des ,menschen und menschlicher ,gesellschaften akzeptieren und da wir verstehen1 was solche ,vernderungen unvermeidbar macht4 ,der weise ,fuchs ,die heutige ,welt1 besonders ihr industrialisierter ,teil1 ist fundamental anders als alles1 was ihr vorausgegangen ist--vor einem ,jahrzehnt1 vor einem ,jahrhundert1 gar nicht zu reden von jener ,zeit1 die mehr in den ,bereich von ,geschichten und weniger in den ,bereich der ,geschichte gehrt4 ,alan ,bloom und mit ihm viele andere ,intellektuelle gehen von dem tief verwurzelten ,glauben aus1 da der ,mensch nicht effektiv sein kann1 wenn er sein ,handeln nicht auf die ,grundlage historisch gewachsener und erprobter ,werte stellt4 ,aber der ,weg unserer ,entwicklung hat eine ,gabelung erreicht1 an der es keine bevorzugten ,richtungen1 sondern nur zahllose ,optionen gibt4 ,wir leben nicht in einer ,krisenzeit1 obwohl manche das gern so darstellen und auch gleich mit ,lsungsmodellen aufwarten3 zurck zu irgend etwas 7,autoritt1 ,bcher1 irgendein primitives ,stadium des ,non-,ego oder der ,bewutseinserweiterung durch ,drogen1 zurck zur ,natur72 oder ,hals ber ,kopf in die technokratische ,utopie1 das ,informationszeitalter1 die ,dienstleistungsgesellschaft1 vielleicht sogar die virtuelle ,wirklichkeit oder ein knstliches ,leben4 ,menschen sind heuristische ,lebewesen4 ,unsere ,gesellschaft zeichnet sich aus durch ,kreativitt und ,vielfalt und hat zum ,wirkungsbereich eine enorme ,bandbreite menschlicher ,interaktion1 welcher wir bestndig neue ,bereiche hinzufgen3 den ,weltraum1 dessen ,dimensionen nur noch in ,lichtjahren gemessen werden und dessen ,beobachtung sich ber mehrere ,lebensperioden erstreckt2 den ,mikrokosmos1 der diese ,bandbreite in der entgegengesetzten ,richtung der infinitesimalen ,differenzierung widerspiegelt2 die vllig neuen ,bereiche der von ,menschen erzeugten ,materialien1 neue ,formen der ,energie1 genetisch manipulierte ,pflanzen und ,tiere1 neue genetische ,codes oder virtuelle ,wirklichkeiten1 die uns neue ,rume1 neue ,zeiten und neue ,formen der ,vermittlung erfahren lassen4 ,networking1 das uns in seinem gegenwrtigen ,entwicklungsstand nur andeutet1 was noch auf uns zukommt1 kann in seinen ,auswirkungen vermutlich nur mit der allgemeinen ,verfgbarkeit der ,elektrizitt verglichen werden4 ,vor uns liegt eine kognitive ,energie1 die durch ,netzwerke ausgetauscht und auf gemeinschaftliche ,unternehmen gerichtet ist2 all dies steht im ,zusammenhang mit dem exponentiellen ,wachstum digitaler ,netzwerke und schnell steigender ,lernkurven beim effizienten ,umgang mit diesem ,potential4 ,der ,vergangenheit entspricht ein pragmatischer ,handlungsrahmen1 der dem berleben und der ,fortentwicklung der ,menschheit in einer begrenzten ,welt angemessen ist1 einer ,welt1 die aus unmittelbarer ,begegnung und ,zusammenarbeit und begrenzter ,vermittlung bestand4 ,gemessen an den ,mastben einer ,kultur1 die auf ,schriftlichkeit und der entsprechenden ,form von ,bildung und ,schriftkultur grndet1 erweisen sich der abnehmende ,bildungsstand und die geringere ,bedeutung der ,schriftkultur als ,zeichen einer ,krise1 vielleicht sogar eines ,zusammenbruchs4 ,der neue pragmatische ,handlungszusammenhang ist jedoch gekennzeichnet durch die ,verlagerung von diesem auf die ,schriftkultur bezogenen ,modell hin zu von der ,schriftkultur abweichenden vielfltigen ,formen von ,bildung und ,kultur1 die miteinander verbunden1 aufeinander bezogen und voneinander abhngig sind4 ,ein ,teil der heutigen ,menschheit stellt sich dieser ,herausforderung1 ohne sich um die damit verbundenen ,implikationen zu sorgen4 ,man verzichtet darauf1 die gegenwrtigen ,vorgnge und ,implikationen in vollem ,umfang zu verstehen1 solange man ausreichend ,aufregung und ,genugtuung aus ihnen beziehen kann4 ,hollywood lebt recht gut davon1 ebenso die digitalen ,illusionsindustrien4 ,die ,adressen im ,internet verschwinden ebenso schnell wieder1 wie sie gekommen sind4 ,eine vielversprechende ,verbindung von gestern kann schon heute nur noch mit einem sorry antworten1 wie wichtig und bedeutungsvoll sie auch gewesen sein mag4 ,es ist noch niemals sinnvoll gewesen1 sich dem ,erfolg entgegenzustellen4 ,der ,erfolg verdient es1 in seinen authentischen ,erscheinungsformen gepriesen zu werden1 und diese bringen nachhaltige ,vernderungen fr den ,menschen mit sich4 ,das ,bild der ,zukunft1 das sich hinter solchen ,bezeichnungen wie ,technokratie1 ,informationszeitalter und ,dienstleistungsgesellschaft verbirgt1 mag einige ,charakteristika der heutigen ,welt erfassen1 aber es ist begrenzt und begrenzend4 ,es trgt der neuen ,skala der menschlichen ,handlungsmglichkeiten nicht gengend ,rechnung4 ,es behlt als zugrundeliegende ,struktur die gegenwrtige ,form von ,abhngigkeiten der an der menschlichen ,aktivitt teilhabenden vielen ,teile bei1 einschlielich der dazugehrigen vereinfachten deterministischen ,perspektive4 ,eine gedankenlose ,befrwortung der ,technokratie mu mit der gleichen ,zurckhaltung beurteilt werden wie deren ,verteufelung4 ,die ,rolle1 die die ,technologie derzeit fr die menschliche ,ttigkeit spielt1 ist in der ,tat beeindruckend4 ,gleiches gilt fr das ,ausma von ,informationsvermittlung und fr das ,verhltnis von produktiven ,leistungen und ,dienstleistungen4 ,eine wichtige zuknftige ,aufgabe wird darin liegen1 die ,unmenge von ,daten sinnvoll zusammenzufhren und aus ihnen neue produktive ,impulse zu entwickeln4 ,parallel hierzu hat die ,wissenschaft neue provokative ,theorien und entsprechend modifizierte ,weltmodelle bereitgestellt4 ,letztlich sind dies alles aber nur ,einzelheiten einer sehr viel umfassenderen ,entwicklung1 an deren ,ende ein vllig neuer pragmatischer ,handlungsrahmen steht4 ,er ist gekennzeichnet durch extrem vermittelte ,arbeit1 verteilte ,aufgaben1 parallel verlaufende ,arbeitsablufe und eine allgemeine ,vernetzung von ansonsten eher nur lose koordinierten individuellen ,erfahrungen4 ,in diesem ,rahmen ist auch das ,verhltnis von ,input 7der ,arbeit7 und ,output 7deren ,ergebnis7 quantitativ und qualitativ vllig neu zu definieren4 ,es ist nicht mehr zu vergleichen mit dem mechanischen ,verhltnis zwischen aufgewendeter ,energie 7z4 ,b4 ,druck auf einen ,hebel7 zu ,resultat 7,maschinelle ,leistung74 ,der ,unterschied zwischen ,input und ,output als solcher wird verschwommener4 ,der tragbare ,computer ermglicht neue und stets effektivere ,formen der ,koordinierung von ,arbeitsablufen und der gemeinsamen ,vernetzung--der ,anstieg der ,taktfrequenz kann als ,ergebnis einer erhhten krperlichen ,aktivitt gedeutet werden oder aber auch zum ,anla genommen werden1 mit einer ,arztpraxis oder einer ,polizeistation 7im ,falle eines ,unfalls7 in ,verbindung zu treten4 ,es ist durchaus denkbar1 da unser genetischer ,kode ,bestandteil zuknftiger ,interaktion sein wird1 nachdem heute schon ,gedanken den ,computer steuern knnen4 ,unsere ,sprachfhigkeit und die ,fhigkeit1 ihre verschiedenen ,implikationen zu verstehen1 sind nur bedingt voneinander abhngig und daher auch nur bedingt erforschbar und verstehbar4 ,in dieser ,feststellung liegt keine ,resignation1 eher ,ungewiheit3 ,sie ist indes fr die ,integritt des vorliegenden ,unternehmens von entscheidender ,bedeutung4 ,solange wir uns innerhalb einer ,sprache bewegen1 betrachten wir die ,welt aus ihrer ,perspektive2 sie ist das ,medium unserer ,selbstkonstituierung1 ,identittsfindung und ,evaluierung4 ,sie beeinflut unsere ,sichtweise und unsere ,darstellungen4 ,sie beeinflut darber hinaus auch das1 was wir nicht mehr selbst erkennen1 was sich unserer ,erkenntnis entzieht1 mehr noch1 sie filtert es bis zu einem ,mae1 da man nur noch die eigenen ,gedanken wahrnimmt4 ,diese doppelte ,identitt--als ,beobachter und als integraler ,bestandteil der beobachteten ,phnomene--bringt kaum lsbare ethische1 axiologische und epistemologische ,probleme mit sich4 ,jede ,sprache ist eine ,projektion der ,menschen1 die sie sprechen1 daher sehen wir weniger die ,welt als uns selbst in ,beziehung zu ihr1 als diejenigen1 die die ,kultur hervorbringen1 als diejenigen1 die die uns umgebende ,welt unterwerfen und uns anpassen4 ,der ,fuchs in ,saint-,exuprys ,der ,kleine ,prinz kann dies viel besser ausdrcken3 ,man versteht nur die ,dinge1 die man zhmt4 ,und zwischen uns der ,abgrund ,unser ,bild von der ,industriegesellschaft besteht aus riesigen ,industriekomplexen1 in denen eine groe ,schar von ,arbeitern ,gter produziert1 und aus dichten ,ballungszentren1 die um diese ,produktionssttten herum angesiedelt wurden4 ,die neue ,wirklichkeit1 die aus nicht nur per ,telecommuting miteinander verbundenen1 aber dezentralisierten individuellen ,handlungen besteht1 bietet ein anders ,bild4 ,verschiedene ,vermittlungselemente tragen zu den zunehmend effizienteren ,erfahrungen der menschlichen ,selbstkonstituierung bei4 ,der ,computer ist dabei nur einer von vielen ,vermittlungsmechanismen4 ,seine ,funktionen des ,rechnens1 der ,wort-1 ,bild- und ,informationsverarbeitung sowie der ,produktionskontrolle schieben zahlreiche ,vermittlungsebenen zwischen den ,menschen und das1 worauf er sein ,handeln richtet4 ,die ,vernetzungstechnologie ermglicht neue ,strategien der ,arbeitsaufteilung und erleichtert parallel ablaufende ,produktionsttigkeiten4 ,diese elektronisch vernetzte ,welt ist durch zunehmende ,dezentralisierung und neue interoperative ,mglichkeiten gekennzeichnet4 ,in ihr werden mancherlei ,maschinen zu unseren direkten ,adressaten1 denen wir alle denkbaren ,aufgaben vom ,design bis zur computeruntersttzten ,produktion bertragen4 ,solche ,arbeitsformen und die dafr notwendigen kognitiven ,funktionen befrdern eine ,praxis1 die sich von den mechanischen ,arbeitsablufen der industriellen ,produktionsweise qualitativ unterscheidet4 ,diese ,beschreibung pat nicht in allen ,einzelheiten auf groe ,teile von ,afrika1 ,asien und ,lateinamerika und auf einige ,bereiche von ,europa und ,nordamerika4 ,weltweit ist die industrielle ,produktionsweise noch vorherrschend4 ,und obwohl heute selbst die entlegensten ,stmme ,bestandteil unserer integrierten ,welt sind1 hat die industrielle ,revolution noch lngst nicht alle von ihnen erreicht4 ,manche von ihnen haben noch nicht einmal die ,vorstufen der ,landwirtschaft erreicht4 ,doch gerade mit ,blick auf die globale ,natur unserer heutigen ,praxis halte ich es fr denkbar1 da trotz der enormen konomischen und sozialen ,unterschiede zwischen verschiedenen ,teilen dieser ,welt die fr die industrialisierten ,wirtschaften typische zentralistische ,produktionsweise nicht fr alle ein notwendiges ,entwicklungsstadium sein mu4 ,die aus der globalen ,skala heraus entstandenen ,effizienzerwartungen knnen nur durch ,entwicklungsstrategien verwirklicht werden1 die sich von der industriellen ,praxis unterscheiden4 ,daher ist es durchaus denkbar1 da ,lnder und ,subkontinente im ,vorstadium der industriellen ,revolution diese nicht unbedingt durchlaufen mssen4 ,in einem anderen ,zusammenhang haben kologen und ,politiker 7,h4 ,schmidt7 im brigen empfohlen1 da ,entwicklungslnder gezielt eine andere ,entwicklung einschlagen sollten3 ,die ,industrielle ,revolution hat zwar den ,lebensstandard der ,industrienationen gehoben1 aber nur auf ,kosten der ,umwelt und der natrlichen ,ressourcen4 7,ein deutsches ,manifest1 #aiib74 ,die industrielle ,produktion und die damit verbundenen ,sozialstrukturen beruhen auf ,schriftkultur4 ,edmund ,carpenter hat das treffend formuliert3 ,in ,gnge und ,hebel bersetzt wurde das ,buch zur ,maschine4 ,in ,menschen bersetzt wurde es zur ,armee1 zur ,befehlskette1 zum ,flieband4444 ,zu ,beginn der industriellen ,revolution waren ,frauen und ,kinder ,teil des ,arbeitsmarktes4 ,fr ihre sehr begrenzten ,arbeitsprozesse war eine ,schriftkultur nicht unbedingt ntig4 ,dennoch konnte sich die weitere ,entwicklung der ,industriegesellschaft nur durch die allgemeine ,verbreitung schriftkultureller ,fertigkeiten vollziehen4 ,erst die ,erfindung der ,stahlfeder #ahcj ermglichte die ,einfhrung der allgemeinen ,grundschulpflicht4 ,die ,stahlnadel vernderte zunchst scheinbar nur die huslichen ,ttigkeiten1 in ,wirklichkeit aber wurde sie zu den harten ,bedingungen industrieller ,massenproduktion4 ,gas und ,elektrizitt verlngerten die ,zeitrume1 in denen die ,fertigkeiten der ,schriftkultur vermittelt und verbreitet werden konnten4 ,die ,verbesserung der ,wohnbedingungen ermglichte die ,errichtung von ,privatbibliotheken4 ,fr ,george ,steiner war dies ein entscheidender ,schritt zur privaten ,buchlektre4 ,die fr die ,industrielle ,revolution charakteristischen ,phnomene stehen im ,zusammenhang mit der ,herausbildung von ,nationalstaaten4 ,die ,erfahrung und ,besttigung der nationalen ,identitt ist unmittelbar an die ,werte und ,funktionen der ,schriftkultur geknpft4 ,die ,produktionsprozesse des industriellen ,zeitalters mit ihren mechanischen ,maschinen und der ,stromkraft setzten anstelle der ,muskelkraft qualifizierte ,kraft voraus4 ,verwaltungs- und ,managementfunktionen erforderten mehr ,schriftlichkeit als die ,arbeit am ,flieband4 ,aber die ,charakteristika der ,schriftlichkeit wirkten sich auf den gesamten ,handlungszusammenhang aus und lieen eine allgemeingebildete ,arbeiterschaft wnschenswert erscheinen4 ,der in dieser ,entwicklung entstandene ,markt projizierte die ,bedingungen der ,industrie auf die ,strukturen des ,marktes4 ,der ,bedarf an qualifizierter ,arbeit fhrte zu einem ,bedarf an qualifiziertem ,marktverhalten und schlielich zu den heutigen ,formen von ,marketing und ,werbung4 ,der ,markt war in der ,regel definiert durch nationale ,grenzen2 diese ,grenzen der ,effizienz1 der ,autarkie und des zuknftigen ,wachstums ermglichten ,mrkte von einer ,gre und ,komplexitt1 die dem industriellen ,output entsprachen4 ,die ,nationalstaaten hoben in gewisser ,weise die ,fragmentarisierung der ,welt auf4 ,nationalstaaten waren nicht mehr lnger die theoretische ,verkleidung von ,stammesstrukturen1 sondern ein politischer ,raum fr die allmhliche ,einrichtung der ,demokratie4 ,dem ,fortschritt von miteinander um das berleben konkurrierenden ,individuen in einem ,umfeld1 in dem nur der ,strkste berleben konnte1 hin zu einem gemeinschaftlichen ,leben in den ,grenzen eines ,stammes1 einer ,gemeinde1 einer ,region1 einer ,konfderation oder ,nation entspricht die ,weiterentwicklung menschlicher ,integrationsformen und -methoden4 ,die globale ,skala unserer heutigen ,lebenspraxis ist nicht nur eine einfache ,erweiterung der linearen deterministischen ,beziehungen zwischen den ,menschen und seinem lebenserhaltenden ,system1 der ,umwelt4 ,tiefe und ,ausma der ,vernderung zeigen sich in der ,diskontinuitt der ,menge 7an ,menschen1 ,ressourcen1 ,erwartungen usw471 in der ,natur der ,beziehungen zwischen den ,menschen untereinander und in den fr die heutige ,lebenspraxis symptomatischen ,vermittlungsformen4 ,das ,ende des ,nationalstaats1 vielleicht sogar der ,demokratie1 mag noch in weiter ,zukunft liegen1 aber es steht uns bevor4 ,die ,vereinten ,nationen1 denen noch nicht die gesamte ,welt beigetreten ist1 bestehen derzeit aus mehr als #aig ,nationen1 die ,zahl steigt4 ,einige davon sind kleine ,inselstaaten oder solche1 die erst vor kurzem durch soziale oder politische ,bewegungen ihre ,unabhngigkeit erreicht haben4 ,von den ber #bdj verschiedenen ,territorialgebieten1 ,lndern und ,protektoraten sind nur wenige wirklich autarke ,einheiten 7sofern es sie berhaupt gibt74 ,und trotz einer bislang unbertroffenen ,integration ist die ,welt heute weniger ein ,haus der ,nationen und diskreten ,allianzen als vielmehr eine ,zivilisation1 in der eine ,spezies eine starke ,kontrolle 7nach ,meinung vieler eine zu starke7 ber andere ,spezies ausbt4 ,in dieser ,welt gibt es noch immer ,bevlkerungsgruppen mit ,lebensformen1 die auf ,jagd1 ,beutezug1 ,fischfang und einfachen ,formen der ,landwirtschaft basieren4 ,tauschhandel und eine rudimentr ausgebildete ,sprache des berlebens stellen an solchen ,orten den einzigen ,marktproze dar2 und dennoch ist die gesamte ,welt in die globalen ,transaktionen eingebunden4 ,mrkte in ihrer ,ganzheit stehen zur ,disposition1 oft genug ohne das ,wissen derer1 aus denen dieser ,markt besteht4 ,die ,charta der ,zukunft wird weniger die seit jeher leidenschaftlich verfochtene nationale ,unabhngigkeit sein als das 7authentische oder eingebildete7 kulturelle ,gedchtnis4 ,kaufen oder ,verkaufen bertrgt sich auf die gesamte ,wirtschaft1 welche1 obwohl bis heute nicht in ihrem ,gesamtzusammenhang vollkommen verstanden und erklrt1 sich in einem ,rhythmus verndern wird1 dem diejenigen1 die sie eigentlich kontrollieren sollen1 nur schwer standhalten werden4 ,gleichwohl ist diese ,entwicklung im ,zusammenhang eines globalen ,marktes unausweichlich4 ,es kann nicht berraschen1 da ,bildung1 ,schriftkultur und nationale ,identitt von dieser ,entwicklung ebenfalls erfat werden4 ,wiedersehen mit ,malthus ,das malthusianische ,prinzip von #agih setzte das ,bevlkerungswachstum 7geometrisch7 in ,beziehung zu einem erhhten ,nahrungsangebot 7arithmetisch74 ,die ,schwche dieses ,prinzips liegt vermutlich darin1 da die ,gleichung fr das ,schicksal der ,menschheit aus mehr als nur zwei ,variablen1 der ,bevlkerung und dem ,nahrungsangebot1 besteht4 ,der ausgiebige ,rckgriff auf natrliche ,ressourcen besonders in der ,landwirtschaft ist nur eine unter vielen ,erfahrungen4 ,die ,wirklichkeit des ,menschen besteht nicht nur aus biologischen ,bedrfnissen1 sondern auch aus kulturellen ,erwartungen1 wachsender ,nachfrage und ,kreativitt4 ,und diese wirken sich auf die sogenannten ,primrbedrfnisse und ,instinkte aus4 ,zahlreiche bislang bekannte ,proteinquellen sind erschpft4 ,aber gleichzeitig haben wir unzhlige neue ,ernhrungsquellen erschlossen1 nicht zuletzt die knstlich geschaffenen4 ,jagd und ,sammlerttigkeit1 auch die daraus weiterentwickelten ,formen der ,landwirtschaft und ,viehzucht erwiesen sich als angemessen1 solange das menschliche ,verhalten durch lineare1 sequentielle ,lebensstrategien bestimmt war4 ,in ,verbindung mit dieser linearen ,lebenspraxis wurde die ,sprache entwickelt und in der menschlichen ,lebenspraxis etabliert4 ,linearitt heit hier nichts anderes1 als da ein ,mensch weniger effektiv ist als zwei1 und umgekehrt1 da die ,bedrfnisse eines ,menschen geringer sind als diejenigen von mehreren ,menschen4 ,die ,selbstkonstituierung des ,menschen durch ,sprache bewahrt diese ,form der ,linearitt4 ,sie bewahrte und entwickelte ihre ,funktion1 solange ,umfang1 ,bedrfnisse und ,sehnschte der menschlichen ,lebensgemeinschaft proportionale ,formen der ,interaktion zwischen den ,individuen untereinander und den ,individuen und ihrer ,lebensumwelt mglich machte4 ,mit der ,industriegesellschaft hat die ,menschheit vermutlich den ,hhepunkt ihrer ,optimierungsbemhungen erreicht4 ,heute geht es darum1 geometrisch anwachsende ,bevlkerungen und exponentiell 7d4 h4 nicht-linear7 auseinanderstrebende ,erwartungen zu vereinbaren4 ,diese ,erwartungen betreffen ,menschen1 die ein hheres ,durchschnittsalter erreichen und deren aktives ,berufsleben lnger ist als frher4 ,auch anatomisch verndern wir uns1 nicht zwangslufig zum ,guten3 ,insgesamt sehen und hren wir schlechter und verfgen ber geringere physische ,krfte4 ,ebenso verndern sich unsere ,denkfhigkeiten und ,denkgewohnheiten und die ,strukturen des sozialen ,zusammenlebens4 ,letzere spiegeln u4 a4 den bergang von unmittelbaren ,formen der ,interaktion und des ,miteinanders zu indirekten1 vermittelten ,formen der menschlichen ,selbstkonstituierung in der ,lebenspraxis4 ,der sequentielle ,charakter der ,sprache1 wie er sich besonders in der ,schriftlichkeit niederschlgt1 dient nicht mehr lnger als allgemein gltiger ,mastab dieser ,lebenspraxis4 ,strategien der ,linearisierung werden zunehmend ersetzt durch effizientere und im wesentlichen nicht-lineare ,strategien1 die durch solche ,schriftlichkeiten ermglicht wurden1 die sich strukturell von denen der sogenannten natrlichen ,sprachen unterscheiden4 ,demgem verliert ,schriftlichkeit ihren ursprnglichen ,rang4 ,neue ,formen der ,schriftlichkeit1 neue ,sprachen1 entstehen4 ,und anstelle eines einzigen stabilen ,zentrums und einer begrenzten ,zahl von ,optionen sehen wir uns einer aufgefcherten und variablen ,konfiguration vieler ,zentren und umfangreicher ,optionsmglichkeiten gegenber1 die gemeinsame oder unvereinbare ,interessen verknpfen oder auflsen4 ,noch immer gibt es nationalstaatliche ,ambitionen1 noch immer werden riesige ,fabriken gebaut1 ,stdte errichtet1 ,verkehrsnetze und ,flughfen erweitert1 um den ,verkehr zwischen den ,ballungszentren zu optimieren4 ,und dennoch zeichnet sich schon heute eine integrierte und gleichzeitig dezentralisierte ,arbeits- und ,lebenswelt ab4 ,die durch die digitale ,technologie ermglichte allumfassende ,verbindung und ,vernetzung ffnet ungeahnte ,mglichkeiten1 unser soziales ,leben1 unsere politischen ,institutionen und die ,gestaltung und ,produktion von ,gtern neu zu strukturieren4 ,unsere aus der fortgeschrittenen ,spezialisierung gewonnene ,fhigkeit zur ,vermittlung und zur ,integration von ,teilen und ,dienstleistungen wird heute von ,maschinen untersttzt1 welche unsere kognitiven ,eigenschaften erweitern4 ,in den ,fesseln der ,schriftkultur ,zu den beunruhigendsten ,erfahrungen gehrt vermutlich1 in der ,konfrontation mit neuen ,erfahrungen unser schriftkulturell geprgtes ,gedchtnis abschtteln und uns den in struktureller ,hinsicht amnesischen ,zeichensystemen berlassen zu mssen1 die auf unsere ,sinneserfahrung abzielen4 ,neuere ,theorien der ,welt1 des ,gehirns und des ,denkens sowie unsere biogenetischen ,grundlagen haben uns zu neuen ,erfahrungen der ,selbstkonstituierung verholfen1 die sich von allem unterscheiden1 was vorausgegangen ist4 ,die ,erkenntnis der ,relativitt1 der ,lichtgeschwindigkeit1 von ,mikro- und ,makrostrukturen1 von dynamischen ,krften und ,nichtlinearitt hat sich bereits in neue ,strukturen der ,interaktion umgesetzt4 ,unsere heutigen ,verbindungssysteme--durch elektrische ,energie1 ,telefon1 ,radio1 ,fernsehen1 ,kommunikationstechnologien aller ,art1 ,computernetzwerke--arbeiten mit einer dem ,licht vergleichbaren ,geschwindigkeit4 ,sie verknpfen dynamische ,mechanismen1 die von ,genetik1 ,physik1 ,molekularbiologie und von unserer ,kenntnis der ,mikro- und ,makrostruktur angeregt werden4 ,unser ,lebenszyklus kann sich offenbar auf zwei unterschiedliche ,synchronisationsmechanismen einstellen3 ,der eine entspricht unserer natrlichen ,umwelt 7,tage1 ,nchte1 ,jahreszeiten71 der andere unseren ,effizienzbestrebungen und den sich dafr ffnenden ,mglichkeiten4 ,beide werden immer weniger voneinander abhngig1 und es sieht so aus1 als htte die ,effizienz ,vorrang vor der ,natur4 ,ehedem erforderte die ,entdeckung immer weiterer geographischer ,dimensionen der ,erde ,schiffe und ,flugzeuge4 ,sie erforderte auch biologische ,anstrengungen der ,anpassung und intellektuelle ,bemhungen1 die auf diese ,weise erfahrenen ,unterschiede zu verstehen und zu verarbeiten4 ,im ,weltraum erweist sich die ntige ,anpassung als besonders schwierig4 ,daher haben in unserer ,welt der permanenten ,vernderung immer hufiger sich einstellende ,differenzierungen die ,menschen veranlat1 an die ,stelle der einen permanenten und allumfassenden ,schriftlichkeit verschiedene ,formen der ,schriftlichkeit zu setzen1 von denen keine den ,status immerwhrender ,gltigkeit beanspruchen kann4 ,die ,ausdifferenzierung und ,vielfalt der menschlichen ,erfahrung geht heute so weit1 da sie sich nicht mehr auf eine einzige ,form der ,schriftkultur reduzieren lt4 ,in der ,einrichtung eines gesicherten ,wissenskanons1 der berprft und praktisch angewendet werden kann1 und in der ,entwicklung rationaler ,interpretationsmethoden wurde oft verworfen1 was nicht in die entwickelten ,theorien passen wollte1 was nicht den ,gesetzen gehorchte1 die diese ,theorien formulierten4 ,dieses methodische ,vorgehen war notwendig1 es ermglichte letztlich den ,fortschritt1 dessen ,frchte wir heute genieen4 ,zugleich war es aber trgerisch1 denn es mute verwerfen1 was nicht erklrt werden konnte4 ,so wurden z4 ,b4 berall dort1 wo sich die ,schriftkultur durchsetzte1 die nichtsprachlichen ,aspekte--die auf nichts weiter zurckzufhrende ,welt der ,magie1 des ,mysteriums1 des ,esoterischen 7um nur einige zu nennen7--verworfen4 ,nun sind aber gerade in vielen ,lndern die ,folklore1 wohl auch der ,aberglaube und alle denkbaren ,formen des ,mysteriums1 soweit sie zur ,selbstkonstituierung des ,menschen beitragen1 wichtige ,bereiche1 aus denen wir ,rckschlsse ber zurckliegende1 gegenwrtige und zuknftige ,lebensformen ziehen knnen4 ,sie sind ,teil des gesamten ,zusammenhangs und sollten nicht einfach abgetan werden1 selbst wenn sie einer ,entwicklungsphase zugehren1 die der ,schriftkultur vorausging4 ,gleichwohl war und ist die ,sprache das umfassendste ,zeugnis fr unsere ,erfahrungen als menschliche ,wesen 7und zugleich ein ,teilhaber an dieser ,erfahrung71 so da wir schon aus diesem ,grunde untersuchen sollten1 ob die ,krise1 in der sie sich befindet1 etwas aussagt ber unsere eigene ,dauerhaftigkeit und ber unsere ,vorurteile1 die wir ber unsere eigene ,spezies entwickelt haben4 ,und unabhngig davon stellt sich die ,frage1 warum und aufgrund welcher ,argumente wir uns eigentlich als das einzige ,phnomen von ,dauerhaftigkeit im ,universum und als das hchstmgliche ,entwicklungsstadium der ,evolution betrachten4 ,die ,schriftkultur hat uns in mancherlei ,hinsicht unsere ,freiheit gegeben4 ,doch sie hielt uns gleichzeitig in einer ganzen ,reihe von ,vorurteilen gefangen1 nicht zuletzt in einem ,bewutsein von uns selbst1 das in direktem ,widerspruch steht zu unserer ,erfahrung der permanenten ,vernderung in der ,welt4 ,kapitel #b3 ,die ,,usa--,sinnbild fr die ,kultur der ,schriftlosigkeit ,amerika 7unter diesem ,namen schlgt man den ,vereinigten ,staaten gemeinhin den ,rest der beiden ,subkontinente zu7 versinnbildlicht in den ,augen von ,freund und ,feind vieles von dem1 was die heutige ,welt kennzeichnet3 ,marktorientierung1 ,technologiewahn1 ,leben auf ,kredit 7,kapital und natrliche ,ressourcen71 ,konkurrenzkampf bis hin zur ,propagierung offener ,gegnerschaft und eine ,einlassung auf ,mittelma1 ,demagogie und ,opportunismus im ,namen von ,demokratie und ,toleranz4 ,vielen gelten die ,amerikaner als prahlerisch1 flegelhaft1 unrealistisch1 naiv1 primitiv1 heuchlerisch und geldbesessen4 ,und selbst in den ,augen manch eines ,patrioten gehren ,opportunismus1 ,korruption und ,bigotterie zu den ,hauptantriebskrften dieses ,landes4 ,anderen erscheint es anfllig fr ,militarismus und fr das verfhrerische moralische ,gift1 das sich aus der selbsterklrten ,vormachtstellung in der ,welt ergibt4 ,und oft sieht es so aus1 als erwarte es gerade dann ,dankbarkeit und ,lob1 wenn seine ,politik versagt hat4 ,andererseits spricht man den ,amerikanern auergewhnliche ,errungenschaften in ,technologie1 ,wissenschaft1 ,medizin1 in den ,knsten1 der ,literatur1 im ,sport und in der ,unterhaltung zu4 ,sie gelten auch als freundlich1 offen und tolerant4 ,fr andere ,nationen geradezu beispielhaft ist ihre ,bereitschaft1 sich fr altruistische ,projekte zu engagieren 7,programme gegen ,armut und ,untersttzung bedrftiger ,kinder auf der ganzen ,welt7 und ihre ,distanz zu jeglicher ,form der ,diskriminierung4 ,fast berall sieht man in ,amerika das ,modell einer funktionierenden liberalen ,demokratie auf der ,grundlage einer ,staatenfderation1 in dem sich lokale1 staatliche und fderale ,funktionen die ,waage halten4 ,und dennoch ist in vielen ,teilen der ,welt die ,angst vor einer allgemeinen ,amerikanisierung verbreitet4 ,disneyland vor den ,toren von ,paris1 ,mac,donalds-,fast-food-,ketten1 ,coca ,cola1 ,blue ,jeans1 ,popmusik und ,fernsehserien1 ,kaugummi und amerikanischer ,sport symbolisieren allenthalben den ,siegeszug der amerikanischen ,popkultur und des amerikanischen ,lebensstils4 ,doch dieser ,eindruck knnte trgen4 ,auerhalb ihres heimischen ,kontextes sind diese ,erscheinungen vielerorts noch exotische ,phnomene1 denen man leicht entgegenwirken kann und tatschlich auch nationale ,charakteristika entgegensetzt1 ob in ,italien1 ,ruland1 ,deutschland oder ,japan4 ,auch mit ,antworten ist man leicht zur ,hand4 ,als es in ,deutschland darum ging1 ,wirtschaftsprobleme unter ,krzung von ,sozialleistungen fr ,arbeitnehmer zu lsen1 drohte man umgehend1 den sogenannten amerikanischen ,lsungen mit einer franzsischen ,antwort zu begegnen3 ,gemeint war ein ,generalstreik1 der das ganze ,land lahmlegen sollte4 ,bei nherer ,betrachtung steht hinter der ,amerikanisierung mehr als nur eine bernahme von ,gegenstnden1 ,werten und ,verhaltensweisen4 ,sie erfat in der globalen ,gemeinschaft unserer heutigen ,zeit alle ,bereiche der ,lebenspraxis4 ,es ist nachvollziehbar1 warum ,amerika jene ,formen der ,effizienz reprsentiert1 die scheinbar auf ,kosten vieler verlorener ,werte gehen3 der ,achtung vor ,autoritt1 vor der ,umwelt1 vor natrlichen oder sogar menschlichen ,ressourcen1 schlielich vor ,menschenrechten4 ,amerikanische ,identitt ist genhrt durch unbegrenzte ,erwartungen bezglich des gesellschaftlichen und materiellen ,lebensstandards1 des politischen und wirtschaftlichen ,erfolges1 auch der ,religionsfreiheit4 ,freiheit1 zumindest der ,anschein von ,freiheit1 ist die allgemeine ,richtschnur jeglichen ,handelns4 ,was immer die ,lebenspraxis als mglich und machbar erscheinen lt1 wird zu einer neuen ,erwartung und alsbald zum allgemeinen ,bedrfnis erhoben4 ,ein ,recht auf ,wohlstand und berflu1 so relativ er in der amerikanischen ,gesellschaft auch ausfllt1 wird als selbstverstndlich vorausgesetzt1 nirgends wird dieser ,anspruch berschattet von einer ,ahnung davon1 da der eigene ,reichtum auf ,kosten der ,lebenschancen eines anderen gehen knnte4 ,allenthalben dominiert ein ,konkurrenzdenken4 ,und manch eine moralisch zweifelhafte ,praxis des politischen und des ,rechtssystems macht dieses ,prinzip offenkundig4 ,to the victor go the spoils--,der ,gewinner bekommt die ,beute--keine andere ,formulierung knnte das amerikanische ,lebensgefhl knapper und passender definieren4 ,der ,american ,way of ,life hat bei vielen ,menschen auf der ,welt ,hoffnungen und ,erwartungen geweckt1 trotz der gemischten ,gefhle1 mit denen man ,amerika ansonsten begegnet4 ,mehr als von dem ,zwang1 den amerikanischen ,lebensstil nachzuahmen 7in ,konsum1 ,lebensweise1 ,politik und ,verhalten71 ist der ,rest der ,welt vermutlich von dem ,verlangen getrieben1 jene ,effizienz zu erreichen1 die eben diesen ,lebensstandard ermglicht4 ,jedes ,land sieht sich dem ,konflikt zwischen ,effizienz und ,kultur ausgesetzt4 ,manch ein ,land kann dabei auf eine ,kultur zurckblicken1 die mehrere tausend ,jahre alt ist1 im ,gegensatz zu den ,,usa1 wo sich ,kultur stets in einem status nascendi befunden hat4 ,wenn sich heute in den ,,usa gelegentlich ,sorge bezglich des ,niedergangs von ,bildung und ,schriftkultur einstellt1 so ist sie offenkundig von einer ,nostalgie fr ,tradition gespeist1 die in den ,,usa niemals wirklich wirksam war1 und zugleich aus einer ,furcht vor der ,zukunft1 die man niemals wirklich durchdacht hat4 ,insofern ist die ,frage1 inwiefern die ,,usa eine ,kultur versinnbildlichen1 in der die ,schriftkultur berflssig geworden ist1 von mehr als nur dokumentarischem ,interesse4 ,dem ,handel zuliebe ,man knnte ,amerika1 jahrhundertelang von nicht enden wollenden ,einwanderungswellen berrollt1 etwas oberflchlich als eine ,kultur mit mehreren nebeneinander existierenden ,schriftkulturen bezeichnen4 ,noch heute gehren in sich geschlossene ethnisch definierte ,wohngebiete zum ,lebensalltag4 ,hier gibt es ,geschfte1 in denen nur die ,sprache dieser ethnischen ,gemeinschaft gesprochen wird1 und ,zeitungen in dieser ,sprache2 das ,kabelfernsehen versorgt diese ,gruppen mit eigenen ,programmen1 und ein entsprechendes ,warenangebot erinnert an authentische ,kche und an ,produkte1 die ewig halten4 ,natrlich sind alle diese mitgebrachten ,schriftkulturen ,mittel der ,selbstkonstituierung1 dienen dem ,brckenschlag zwischen den ,kulturen1 die es in der dritten ,generation nicht mehr geben wird4 ,indem sich die ,menschen der ,schriftkultur ihres ,herkunftlandes verpflichtet fhlen1 erfahren sie sich als gespaltene ,persnlichkeiten zwischen zwei unterschiedlichen pragmatischen ,kontexten4 ,der eine verkrpert die ,erwartungen1 die sich aus dem auf ,schriftkultur grndenden ,kontext ergaben--,homogenitt1 ,hierarchie1 ,zentralismus1 ,tradition4 ,der neue ,kontext der auserwhlten neuen ,heimat rckt indes ,bedrfnisse in den ,mittelpunkt1 die den bergang zu einer ,kultur der ,schriftlosigkeit kennzeichnen--,heterogenitt1 ,horizontalitt1 ,dezentralismus1 ,tradition als ,option1 nicht aber als ,lebensstil4 ,wir sollten indes ,probleme der ,immigration 7wie berhaupt die der ,migration7 nicht unter der ,perspektive von nebeneinander existierenden ,schriftkulturen ansehen1 sondern eher als ,variationen innerhalb eines verbindenden pragmatischen ,handlungsrahmens4 ,die ,loslsung der ,einwanderer von ihrer ,heimatkultur gehrt vielleicht zu den einmaligen ,kennzeichen ,amerikas4 ,sie ist bis heute eine ,quelle fr ,vitalitt und ,kreativitt1 allerdings auch fr ,konflikte und ,spannungen4 ,die ,einwanderer kommen als in ihren ,schriftkulturen gebildete an und mssen erfahren1 da ihre ,schriftkultur relativ nutzlos ist4 ,dies war keineswegs immer so4 ,neil ,postman hat gezeigt1 da die ,siedler des #ag4 ,jahrhunderts gemessen an den ,mastben ihrer ,zeit relativ gebildet waren4 #ie der mnnlichen ,einwanderer konnten die ,bibel lesen2 bei den weiblichen ,einwanderern waren es immerhin #fb4 ,man las auch andere ,texte1 einige wurden aus ,england importiert4 ,in der zweiten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts entwickelte sich eine ,druckindustrie mit erheblichem ,einflu auf das kulturelle ,leben ,amerikas4 ,mit ihren ,schriftkulturen brachten die englischen1 franzsischen und hollndischen ,einwanderer alle ,merkmale der ,schriftkultur mit1 welche schlielich die ,grundlage des amerikanischen ,regierungssystems bildeten4 ,die nachfolgenden ,einwanderungswellen brachten gelernte und ungelernte ,arbeiter1 ,intellektuelle und ,bauern4 ,sie alle muten sich der fremden ,kultur anpassen1 die sich zunchst am britischen ,modell orientierte1 spter aber seine eigenen ,merkmale herausbildete4 ,die unterschiedlichen nationalen und ethnischen ,gruppierungen mit ihren jeweils unterschiedlichen ,erfahrungen der ,lebenspraxis ohne einen gemeinsamen ,nenner muten sich aufeinander und miteinander einrichten4 ,das ,land wuchs schnell und mit ihm seine ,industrie1 das ,verkehrssystem1 die ,landwirtschaft1 ein ,bankensystem und die vielen anderen ,dienstleistungen1 die durch die wirtschaftliche ,entwicklung ermglicht und fr deren ,weiterentwicklung notwendig wurden4 ,bis zu einem gewissen ,ausma war die ,schriftkultur ein ,teil dieser ,errungenschaften4 ,das junge ,land entwickelte recht bald eine eigene ,literatur1 in der sich die eigenen neuen ,erfahrungen widerspiegelten4 ,diese ,literatur orientierte sich aber weiterhin an der ,schriftkultur des alten ,mutterlandes4 ,wenn ich betone1 da dies nur zu einem gewissen ,ma der ,fall war1 dann deshalb1 weil die ,geschichte einer jeden einzelnen ,errungenschaft zeigt1 da die dieser ,schriftkultur inhrenten ,merkmale unter dem ,banner von ,vlkerrecht1 ,demokratie1 ,individualitt und ,fortschritt zunehmend in ,frage gestellt wurden4 ,allerdings erklrt dieser ,hintergrund1 warum die ,amerikaner sich nicht gern als eine kulturlose ,nation bezeichnen lassen4 ,verstndlich ist ebenfalls1 da sie sich aus diesem ,grunde auch weiterhin der ,schriftkultur verpflichtet fhlen und da viele in ihr ein ,allheilmittel fr die heutigen ,probleme sehen1 die sich aus den schnellen technologischen ,vernderungszyklen1 aus den neuen ,formen menschlicher ,interaktion und aus der neuen ,lebenspraxis ergeben4 ,ihr ererbtes ,verhltnis zur ,geschichte lt sie keine ,mhen und kein ,geld in dem ,versuch scheuen1 die ,entwicklung umzukehren und ,amerika zu seiner alten ,gre oder doch zumindest zu einer gewissen ,form der ,stabilitt zurckzufhren4 ,mglicherweise unterliegt man dabei einem ,irrtum oder einem ,phantom2 denn wenn wir uns die ,errungenschaften der ,vereinigten ,staaten genauer betrachten1 zeigt sich1 da es nicht sehr viel gibt1 was dieses ,land zu den kulturellen ,riesen vergangener oder gegenwrtiger ,kulturen zhlen lassen knnte4 ,amerika hat im ,verlauf seiner ,geschichte in einem gewissen ,ma immer den ,bruch mit den ,werten der ,alten ,welt verkrpert4 ,die neuen ,siedler der hollndischen1 franzsischen und englischen ,kolonien hatten zumindest eines gemeinsam3 ,sie waren der ,hierarchie der zentralen politischen und religisen ,herrschaft und den starren ,regeln des gesellschaftlichen und kulturellen ,lebens entflohen1 die gemeinsam eine ,ordnung reprsentierten1 die sie an ihrem ,platz hielt4 ,die ,maxime eines ,john ,smith1 da die1 die nicht arbeiten1 auch nichts zu essen haben1 stellte vielleicht die erste ,erschtterung des europischen ,wertesystems dar1 in dem ,sprache und ,kultur eng an ,sozialstatus und ,privileg geknpft waren4 ,mit ziemlicher ,sicherheit kamen die ,einwanderer gleich welchen ,standes nicht mit dem ,vorsatz1 den damals vorherrschenden ,sinnzusammenhang und die vorherrschenden ,moralvorstellungen zu strzen4 ,jede neue ,entwicklung ist zunchst einmal durch eine ,phase der ,nachahmung des ,alten gekennzeichnet1 von den religisen ,bruchen bis hin zu den ,arbeits- und ,unterhaltungsformen1 zu ,erziehung1 ,kleidung und dem ,verhltnis zu ,randgruppen 7,eingeborenen1 ,sklaven1 religisen ,sekten74 ,in dieser ,phase der ,nachahmung etablierte sich im ,sden der ,vereinigten ,staaten eine ,art von ,aristokratie1 die dem englischen ,modell nacheiferte4 ,als die neuen ,kolonialherren der ,oberschicht gegen die ihnen von ,knig ,george ,,iii4 auferlegten ,steuern und ,strafgesetze protestierten1 forderten sie ihre ,rechte als ,englnder ein1 mit allem1 was diese ,bezeichnung beinhaltete4 ,jeffersons ,modell fr die freien ,vereinigten ,staaten bedeutete nichts anderes1 als da der ,agrarstaat die klassischen ,ideale1 die ihn motivierten1 am besten verkrperte4 ,jefferson selbst1 ein ,landjunker1 der in der ,logik der griechischen und rmischen ,kultur ausgebildet war und ,sklaven hielt1 versinnbildlichte diese auf ,schriftkultur grndende ,lebenspraxis4 ,sein ,wissen hat er aus ,bchern bezogen4 ,seine unterschiedlichen ,interessen fr ,architektur1 ,politik1 ,planungsaufgaben und ,verwaltung konnte er nur in einem pragmatischen ,handlungsrahmen zusammenfhren1 fr den die ,schriftkultur angemessen war4 ,und obwohl er selbst die von seinen ,mitbrgern favorisierte ,monarchie ablehnte1 konnte er selbst eine knigliche ,macht ausben1 die im exekutiven ,teil der ,regierung angelegt war4 ,sein ,lebenslauf zeigt1 wie man monarchistisches ,zentralitts- und ,hierarchiedenken in die neuen politischen ,formen der sich herausbildenden ,demokratien umsetzte4 ,an dieser frhen ,phase ,amerikas knnen wir ablesen1 wie die ,schriftkultur das nicht-egalitre ,modell in ein neues ,modell berfhrt und die neuen ,ideale der ,menschenrechte und der ,gleichheit der ,menschen vor dem ,gesetz sowie eine neue ,vorstellung von ,autoritt entwickelt hat1 die sich aus der ,religion ableitet1 im politischen ,leben praktiziert wird und auf die ,erwartungen der ,mitmenschen ausgerichtet ist4 ,neue ,paradigmen entwickeln sich wie ,schlinge aus den alten heraus4 ,unter dem ,zwang1 fr ihre neue ,identitt einen neuen ,handlungsrahmen zu finden1 entwickelten die ,einwanderer einen alternativen ,kontext fr die ,entfaltung der industriellen ,revolution4 ,in diesem ,entwicklungsproze vernderten sie sich mehr1 als sie es hatten voraussehen knnen4 ,politisch schufen sie die neuen ,bedingungen1 die ihnen letztlich die ,emanzipation von den ,zwngen des von ihnen zurckgelassenen politischen ,systems brachten4 ,damit nderten sich ihr ,lebensrhythmus1 ihre ,sprach-1 ,denk- und sozialen ,gewohnheiten4 ,als de ,toqueville in den #cj;er ,jahren des #ai4 ,jahrhunderts ,amerika bereiste1 waren einige ,merkmale dieses neuen ,paradigmas bereits zu erkennen4 ,spezielle ,aufmerksamkeit widmete er dabei den sich abzeichnenden neuen ,werten1 die er aus der ,tatsache heraus erklrte1 da dieses ,land frei war von historischen ,zwngen und den ,fesseln gesellschaftlicher und kultureller berlieferungen4 ,besonders die auf beruflichen und privaten ,nutzen ausgerichtete ,haltung gegenber ,bildung und ,ausbildung konnten ihn beeindrucken sowie die ,tatsache1 da ,bildung und ,kultur nicht ,privilegien einer bestimmten ,klasse waren4 ,seine ,sichtweise war trotz seiner ,gelehrsamkeit und seines ,ansehens zwangslufig begrenzt4 ,die franzsische ,regierung hatte ihn nach ,amerika geschickt1 um die ,gefngnisse und ,strafanstalten der ,neuen ,welt zu untersuchen2 fr uns heute wurde die ,untersuchung ein ,dokument dafr1 wie ein hochgebildeter ,europer die sozialen und politischen ,institutionen jener ,zeit aufnahm4 ,dabei zeichneten sich zur ,zeit seines ,aufenthaltes zahlreiche ,merkmale einer ,kultur jenseits der ,schriftlichkeit bereits ab4 ,er hob die ,krze der ,regierungszyklen hervor1 den weitgehend mndlichen ,charakter der ffentlichen ,verwaltung1 die ,flchtigkeit der eingegangenen ,verpflichtungen4 ,er sah1 da ,amerika in ,ermangelung einer eigenen ,geschichte wrde ,rckgriff nehmen mssen auf die ,geschichte anderer4 ,in seiner ,beschreibung drckt sich die berraschung aus1 die die in ,amerika erfahrene ,diskontinuitt1 der ,wandel und eine in anderen ,teilen der ,welt weniger offenkundige ,dynamik bei ihm hervorriefen4 ,zweifellos formulierte die ,neue ,welt neue ,themen1 die von ,amerikanern und ,europern unterschiedlich angegangen und interpretiert wurden4 ,die eher europisch orientierten ,stdte des amerikanischen ,nordostens--,boston1 ,new ,york1 ,philadelphia--hielten ber ,universitten und ,wissenschaften1 ,dichtung1 ,essayismus und ,knste ihre kulturelle ,bindung an die ,alte ,welt aufrecht4 ,trotzdem klagte ,washington ,irving darber1 da man in den ,vereinigten ,staaten nicht wie in ,europa seinen ,lebensunterhalt als ,schriftsteller verdienen knnte4 ,tatschlich arbeiteten viele ,schriftsteller als ,journalisten 7was eine ,form von ,schriftstellerei ist7 oder als ,beamte4 ,doch das wirkliche ,amerika gewann westlich des ,hudson und jenseits der ,appalachen ,gestalt4 ,dort spielte die ,vergangenheit tatschlich so gut wie keine ,rolle4 ,als ,teilergebnis des ,brgerkrieges wurde in ,amerika die ,sklaverei abgeschafft4 ,zur selben ,zeit deutete sich aber auch eine ,vernderung der ,grundstrukturen der amerikanischen ,gesellschaft an1 die aus der ,schriftkultur hervorgegangen war4 ,die industrielle ,revolution vollzog sich in ,amerika vor einem ,hintergrund1 der sich von dem in ,europa ganz wesentlich unterschied--hier hatten wir eine riesengroe ,insel1 die fr eine kurze ,zeit lang relativ autark war4 ,und aus der ,lebenspraxis des postindustriellen ,zeitalters entwickelten sich neue ,antriebskrfte mit dem ,ziel1 ,amerika fr die ,welt und soviel wie mglich von der ,welt fr ,amerika zu ffnen--ohne ,rcksicht darauf1 wie so etwas zu bewerkstelligen war4 ,dieser ,entwicklungsproze wirkt sich unvermindert auf die wirtschaftliche ,entwicklung1 auf die ,finanzmrkte1 auf die kulturellen ,beziehungen und auf das ,bildungswesen aus4 ,das ,beste von dem1 was ntzlich ist und schn ,man knnte dem entgegenhalten1 da nunmehr weitere #aej ,jahre verstrichen sind und da die amerikanische ,mentalitt nicht nur durch den ,geschftsgeist geformt wurde4 ,man kann auf das literarische ,erbe verweisen1 das von ,washington ,irving1 ,mark ,twain1 ,henry ,wadsworth ,longfellow1 ,ralph ,waldo ,emerson1 ,nathanael ,hawthorne1 ,henry ,james geformt wurde4 ,die amerikanischen ,schriftsteller des #bj4 ,jahrhunderts fanden weltweite ,wertschtzung und ,nachahmung4 ,faulkner und ,hemingway sind die bekanntesten ,beispiele4 ,heute werden selbst weniger bedeutende amerikanische ,schriftsteller in viele europische ,sprachen bersetzt1 und zwar aus denselben ,grnden1 aus denen man ,disneyland nach ,frankreich holte4 ,die ,amerikaner ihrerseits werden auf die ,theater 7mit europischem ,spielplan7 und ,opernhuser hinweisen1 dabei aber vergessen1 da diese erst relativ spt eingerichtet worden sind4 ,aber darin liegt kein ,widerspruch3 solche ,einflsse haben die ,entwicklung in ,amerika nur beschleunigt4 ,das ,bildungswesen ist hierfr ein gutes ,beispiel4 ,die amerikanischen ,colleges und ,universitten aus dem #ah4 und frhen #ai4 ,jahrhundert waren ganz am traditionellen ,modell der ,bildung um der ,bildung willen ausgerichtet1 und das heit an moralischer und geistiger ,bildung durch das ,studium der ,klassiker4 ,dieses ,prinzip konnte sich so lange halten1 bis verschiedene ,interessengruppen1 vor allem ,geschftsleute1 die ,validitt eines ,bildungsprogramms in ,frage stellten1 das nur geringen oder gar keinen pragmatischen ,wert besa4 ,diese ,institutionen lagen allesamt im ,osten--,harvard1 ,brown1 ,yale1 ,columbia1 ,william and ,mary--die ,curricula waren identisch mit jenen in der ,alten ,welt4 ,besucht wurden sie von der ,elite ,amerikas4 ,die ,universitten jngeren ,datums1 die sogenannten ,land ,grant ,colleges1 die sich spter zu den ,state ,universities 7wie ,ohio ,state ,university1 ,texas ,a,m7 weiterentwickelten1 wurden im letzten ,viertel des #ai4 ,jahrhunderts westlich des ,alleghenys gegrndet und verfolgten pragmatischere ,bildungsziele--etwa ,landwirtschaft und ,maschinenbau1 je nach regionalem1 nicht nach nationalem ,bedarf4 ,mit ,blick auf diesen ,nutzen haben sich die amerikanischen ,universitten zunehmend zu ,einrichtungen der ,berufsausbildung auf 7mehr oder weniger7 hohem ,niveau entwickelt1 die das anbieten1 was die weiterfhrenden ,schulen in der ,ausbildung versumt haben4 ,das auf den alten ,bildungsidealen beruhende ,ausbildungsmodell kollidierte mit den pragmatischen ,anforderungen der ,berufswelt und mit antielitren politischen ,erwartungen2 daraus ergab sich eine merkwrdig hybride ,situation4 ,die allmhliche ,vernderung der ,curricula zeigt1 da ,logik1 ,rhetorik1 ,kultur1 ,ehrfurcht vor dem ,wort und den ,regeln der ,grammatik und ,syntax--allesamt ,werte1 die sich aus den alten ,bildungsvorstellungen und einer allein vorherrschenden ,schriftkultur ergaben--lngst abgelst worden sind durch spezialisierte ,studien in ,philosophie1 ,literatur und schriftlicher ,kommunikation1 genauer3 durch ein verwirrendes ,angebot an frei zu whlenden ,spezialkursen4 ,seitdem die ,literatur ihren romantischen ,anspruch auf ,dauerhaftigkeit und ,allgemeingltigkeit aufgegeben hat1 ffnet sie sich bestndig wechselnden ,betrachtungsweisen1 die mit zunehmendem ,opportunismus und zunehmender ,geschwindigkeit auf die jeweils modifizierten ,fragestellungen ,rcksicht nehmen3 ,feminismus1 ,multikulturalitt1 ,pazifismus4 ,wahrheit in der ,form von literarischer ,fiktion oder auch nur ,hoffnung haben der ,ungewiheit ,platz gemacht4 ,in diesem ,zusammenhang verlieren ,sprachwissenschaft und ,philologie ihre ,bedeutung oder verschwinden vollends aus den ,curricula der ,universitten4 ,ebenso hat die ,wirtschaftswissenschaft ihr philosophisches ,rckgrat verloren und versteht sich zunehmend als bung in ,statistik und ,mathematik4 ,mit ,blick auf die heutigen ,studienplne fragen die ,studenten zunehmend nach dem ,zweck des ,lehrangebots4 ,diese ,frage stellt sich vor allem bei ,literatur1 ,mathematik1 ,philosophie und fast allem1 was im ,rahmen der herkmmlichen ,bildung und ,schriftkultur als ,grundlagenfach angesehen wurde4 ,die ,schuld dafr trifft nicht die jungen ,leute1 die das ,universittssystem durchlaufen4 ,sie versuchen lediglich1 sich auf die ,erwartungen einzustellen1 die an sie herangetragen werden3 erst der ,erwerb des ,fhrerscheins1 dann ein ,universittsdiplom1 schlielich ,steuern zahlen4 ,in ,amerika braucht man ein ,universittsdiplom nicht1 weil der sptere ,beruf eine akademische ,bildung voraussetzt1 sondern weil es das ,gleichheitsprinzip erfordert4 ,in einem ,land1 das sich historisch aus dem ,widerspruch zu ,hierarchie und zu ,ungleichheit entwickelt hat1 wird nicht einmal der ,anschein von individueller berlegenheit toleriert4 ,das ,privileg einer ,universittsausbildung1 wie ,amerika sie zunchst von ,europa bernommen hat1 gilt als ,ungerechtigkeit4 ,daher hneln die heutigen ,universitten eher einem ,einkaufszentrum4 ,universittsabschlsse1 vom ,b4 ,a4 bis zum ,doktorgrad1 gelten als ,testat fr den ,besuch einer ,universitt1 als ,voraussetzung fr eine berufliche ,karriere1 nicht notwendigerweise als ,beleg fr anstrengende geistige ,ttigkeit und entsprechende wissenschaftliche ,leistungsfhigkeit4 ,wer heute eine ,universitt besucht1 erwartet danach einen besseren 7d4 h4 hher bezahlten7 ,job4 ,zunehmend bieten die ,universitten daher auch ,studiengnge an1 die nicht eigentlich auf ,bildung1 sondern auf ,ausbildung abzielen4 ,im gleichen ,ma ist der ,wert eines ,universittsabschlusses 7nicht der ,preis1 den man dafr bezahlen mu7 gesunken4 ,manche meinen sogar1 da bald auch ein ,straenfeger 7,hygienetechniker7 einen ,universittsabschlu bentigt4 ,tatschlich wird man wohl einen ,universittsabschlu so selbstverstndlich haben wie heute einen ,schulabschlu4 ,und der ,lohn eines solchen ,hygienearbeiters wird so hoch sein 7dank der ,inflation1 die mit der ,demagogie stets ,schritt gehalten hat71 da ein ,universittsabsolvent seinen ,anspruch gegenber einem ,bewerber ohne ,gymnasialabschlu durchsetzen wird4 ,amerika hat sich selten oder nie fr ,gedanken um der ,gedanken selbst willen interessiert4 ,allgemeine schngeistige ,fhigkeiten oder intellektuelle berhhung sind ,importe aus der ,alten ,welt4 ,gewi haben in der ,frhgeschichte der ,,usa die ,transzendentalisten eine starke geistige ,rolle gespielt1 aber auch sie haben lediglich die aus ,europa eingefhrte ,saat sprieen lassen4 ,sie und andere--etwa die philosophische ,schule1 die wir mit ,peirce1 ,dewey1 ,james und ,royce identifizieren--haben im amerikanischen ,leben nie wirklich ,wurzeln geschlagen und ,blten getrieben1 die man mehr schtzte als die importierten4 ,amerikas ,stolz liegt in seinen ,produkten und in seiner ,pragmatik1 nicht in seinem ,denken und in seinen ,visionen4 ,dennoch fordern die fhrenden ,vertreter von ,industrie und ,wirtschaft immer noch ,bildung ein und sagen ,schulen und ,universitten ihre ,untersttzung zu4 ,bei nherer ,betrachtung erweist sich ihre ,haltung jedoch als doppelzngig4 ,die amerikanische ,wirtschaft brauchte natrlich ,menschen wie ,cooper1 ,edison und ,bell2 auf ihren ,entdeckungen und ,erfindungen wurde die amerikanische ,industrie aufgebaut4 ,als sie in ,gang gekommen war1 bentigte man ,konsumenten mit ausreichend ,geld1 um die ,produkte dieser ,industrie zu kaufen4 ,wirtschaft frderte ,bildung als ein allgemeines ,recht und verwendete alle ,steuersubventionen darauf1 diese ,bildung gem den ,interessen von ,wirtschaft und ,industrie auszurichten4 ,als ,folge zhlen in der amerikanischen ,gesellschaft ,ideen und ,gedanken nur auf einer materiellen ,ebene1 nur insofern als sie ,ntzlichkeit1 ,bequemlichkeit1 ,luxus und ,unterhaltung frdern1 bzw4 den ,profit erhhen4 ,je eher1 desto besser ist eine ,maxime1 die diesen ,effizienzanspruch gut ausdrckt1 eine ,maxime1 die sich fr die ,nebenwirkungen von ,produktion und ,handlungen nicht interessiert1 solange der ,hauptzweck der ,profitmaximierung erfllt ist4 ,als smart fellow gilt nicht der gebildete ,brger1 sondern der1 der reich geworden ist1 ganz gleich mit welchen ,mitteln4 ,eine derartige ,wertschtzung des materiellen ,erfolges ungeachtet der dafr aufgewendeten ,mittel ist ,teil der amerikanischen ,teleologie 7die sich bisweilen in trauter ,eintracht mit der amerikanischen ,theologie befindet74 ,das ,rckspiegelsyndrom ,warum also wenden sich die ,amerikaner berhaupt noch einer ,zeit zu1 in der die ,menschen lesen und schreiben konnten1 einer ,zeit1 in der jede ,stadt fnf verschiedene ,zeitungen hatte8 ,es liegt vermutlich daran1 da die groen ,unternehmen1 die allesamt ihre ,marktposition vor der ,einfhrung der neuen ,kommunikations- und ,mediationsmittel aufgebaut hatten1 in diese ,schriftkultur investiert haben3 in ,zeitungen1 ,verlagshuser und vor allem in ,universitten4 ,aber fr ,universittsabsolventen1 die in ihren ,studiengebieten keine ,berufsanstellung finden1 klingt das ,versprechen auf ,bildung und den daraus zu ziehenden ,nutzen merkwrdig hohl4 ,was aber hat der neue pragmatische ,handlungsrahmen der ,neuen ,welt den ,bildungsgrundlagen der ,schriftkultur an ,errungenschaften entgegenzusetzen8 ,zunchst einmal den wesentlichen ,umstand1 da dem einen beherrschenden1 auf ,schriftlichkeit und ,bildung grndenden ,handlungsmodus neue ,formen des ,ausdrucks1 der ,mitteilung und der ,kommunikation gleichgestellt wurden4 ,peter ,cooper1 der ,grnder einer einflureichen ,stiftung zur ,frderung der ,wissenschaft und ,kunst in ,new ,york1 war im wahrsten ,sinne des ,wortes ,analphabet4 ,er konnte nicht lesen4 ,er machte ein ,vermgen in der ,eisenbahn-1 ,klebstoff- und ,gelatineindustrie4 ,ganz zweifellos war er nicht ohne ,intelligenz4 ,das gilt fr viele ,pioniere1 die ihre ,werkzeuge besser beherrschten als ihre ,fllfederhalter4 ,sie lasen in der ,natur mit mehr ,weltverstndnis1 als manche ,universittsstudenten in ihren ,bchern lesen4 ,es gibt andere spektakulre ,beispiele fr ,erfolg jenseits von ,bildung4 ,etwa der kalifornische ,geschftsmann1 der als ,analphabet #ah ,jahre lang ,mathematik und ,sozialwissenschaften an einer ,highschool unterrichtete und aus nicht ganz nachvollziehbaren ,grnden als ,musterbeispiel fr die ,vorzge von ,bildung zur ,fernsehzelebritt avancierte4 ,menschen wie er greifen auf ein ,erinnerungsvermgen oder auf ,intelligenzformen zurck1 die nicht an die ,konventionen der ,schriftlichkeit gebunden sind4 ,pdagogen1 die heute noch immer bedingungslos an den ,konventionen der ,schriftkultur und der ,schriftlichkeit festhalten1 als wren sie die einzigen1 die die ,lebensfhigkeit und das ,verstndnis der ,mitmenschen garantieren1 ignorieren ,howard ,gardners ,theorie der multiplen ,intelligenzen 7frher nannten wir sie ,fhigkeiten74 ,nur wenige widersetzen sich der ,alleinherrschaft der ,schriftkultur4 ,william ,burroughs1 der die ,sprache als einen ,virus aus dem ,weltraum bezeichnet hat1 ist einer von ihnen4 ,eine solche ,bezeichnung erscheint nicht ganz grundlos1 wenn wir uns die vielfltigen ,formen des ,sprachmibrauchs vor ,augen halten4 ,die amerikanische ,erfahrung lehrt1 welche sozialen1 wirtschaftlichen und kulturellen ,folgen die ,propagierung eines einzigen1 auf ,schriftlichkeit grndenden ,modells der weiterfhrenden ,bildung mit sich bringt4 ,sie ist sehr kostenaufwendig4 ,sie berdeckt ,unterschiede1 statt sich mit ihnen auseinanderzusetzen oder sie zu frdern4 ,sie weckt ,erwartungen einer kulturellen ,homogenitt in einem ,umfeld1 dessen ,strke die ,heterogenitt ist4 ,damit aber negiert dieses ,bildungsmodell1 das von seiner ,attraktivitt noch immer nichts verloren zu haben scheint1 eine der wesentlichen ,quellen der amerikanischen ,dynamik und ,vitalitt--die ,offenheit fr ,alternativen1 die sich historisch aus der ,opposition zu ,zentralismus und ,hierarchie als treibende ,kraft der amerikanischen ,geschichte erwiesen hat4 ,eine auf praktische ,zwecke ausgerichtete ,bildung und die ,vielfalt zahlreicher unterschiedlicher ,bildungsformen1 welche der ,vielfalt der menschlichen ,erfahrung entsprechen1 ist eine amerikanische ,entdeckung4 ,der ,unterschied zwischen einer ,bildung um der ,bildung willen und einer ,bildung1 die sich an den pragmatischen ,erfordernissen der ,wirklichkeit orientiert1 markiert den ,punkt1 an dem sich die ,wege scheiden4 ,auf der ,suche nach neuen ,werten oder in der ,konfrontation mit unvereinbaren ,antworten auf drngende ,fragen orientiert man sich gern an einer im ,rckblick oft problemlos erscheinenden ,vergangenheit4 ,sodann fragt man sich1 durch welche ,merkmale diese scheinbar heile ,vergangenheit gekennzeichnet war4 ,so erklrt sich wohl auch heute die ,nostalgie1 die sich zur ,schriftkultur und den ,bildungsidealen einer vergangenen ,zeit zurcksehnt4 ,und man schliet die ,augen vor der ,tatsache1 da ,amerika diesem romantischen ,bild von der ,vergangenheit nie entsprochen hat4 ,im ,sden war diese ,art von ,bildung niemals allgemein verbindlich4 ,sklaven und arme ,weie waren stets ausgeschlossen1 ,frauen zu dieser ,art von ,bildung nicht gerade ermuntert4 ,insgesamt hatte ein protestantisch geprgtes ,weltverstndnis die ,bildungsthemen bestimmt4 ,und whrend man insgesamt dazu neigt1 die ,leistungen und ,errungenschaften jenseits von ,bildung und ,schriftkultur und die dynamische ,lebenskraft eines nicht-gebildeten ,amerikas unbeachtet zu lassen1 verehrt man nach wie vor die vermeintlich wirklichen ,kulturnationen1 ohne zur ,kenntnis zu nehmen1 da in vielen von ihnen die alten ,werte und die als ,vermittler dieser ,werte fungierenden ,bildungstraditionen in ,frage gestellt werden4 ,der allgemeine ,pragmatismus1 der bei der ,geburt ,amerikas ,pate stand und ,amerikas ,entwicklung seit jeher begleitet hat1 galt indes immer als ,wert1 fr den zu kmpfen sich lohnt4 ,in ,europa hingegen1 wo die berwiegenden ,lnder weiterfhrende und universitre ,bildung nahezu kostenlos ermglichen1 ist die ,zahl derer1 die einen ,universittsabschlu vorweisen1 stndig gestiegen4 ,in der ,folge berfluten nun ,universittsabsolventen den ,arbeitsmarkt und mssen entdecken1 da sie auf dessen ,erfordernisse nicht gengend vorbereitet sind1 schon gar nicht auf die neuen ,formen des ,informationsaustausches1 der sich berall auf der ,welt durchsetzt4 ,in ,europa herrscht noch immer eine weitgehende ,trennung zwischen ,universittsbildung und ,berufsausbildung4 ,hier ist ein ,universittsabschlu noch immer ,ausweis einer allgemeinen intellektuellen ,fhigkeit1 nicht einer hochqualifizierten ,berufsausbildung4 ,damit setzen sich die ,universitten dem ,vorwurf aus1 ,elfenbeintrme zu sein1 in denen die ,studenten auf das praktische ,leben unzureichend vorbereitet werden4 ,nicht zufllig bezeichnet man in ,deutschland die klassischen ,bildungsfcher wie ,literaturwissenschaft1 ,philosophie1 ,musikwissenschaft und ,religion als brotlose ,kunst4 ,beim ,vergleich mit anderen ,kulturen haben die ,amerikaner gern zum ,konkurrenten ,japan geblickt und die ,forderung erhoben1 das amerikanische ,bildungssystem dem japanischen anzugleichen4 ,die ,kritiker bersehen dabei1 da die hohe ,produktionsrate in ,japan weniger etwas mit dem ,bildungsstand zu tun hat1 sondern vielmehr auf die rigiden ,erziehungsmethoden der dortigen ,bildungseinrichtungen zurckzufhren ist4 ,grundlegende ,verhaltensweisen wie ,konformitt1 ,teamgeist1 ,hierarchiebewutsein und ein fast schon heiliges ,traditionsbewutsein sind wichtige ,bestandteile dieser ,bildung4 ,um unterschiedliche ,arbeitsprozesse am ,flieband miteinander zu verbinden oder bestimmte1 von hochentwickelten ,maschinen vorfabrizierte ,modulkomponenten zusammenzufgen1 bedarf es keiner vertieften ,bildung4 ,viel wichtigere ,voraussetzungen hierfr sind ein ausgeprgtes ,pflichtbewutsein und der ,stolz auf eine gut verrichtete ,arbeit--,denkweisen1 die in einem ,klima sozialer ,sicherheit und ,dauerhaftigkeit gedeihen4 ,das japanische ,wirtschafts- und ,bildungssystem hat keinen groen ,spielraum fr ,abweichungen oder die ,entwicklung neuer ,modelle4 ,in dem prekren ,versuch1 ihre ,identitt zu wahren und zugleich ihre wirtschaftliche ,expansion voranzutreiben1 betrieben die ,japaner die ,doppelstrategie von ,abschottung und gleichzeitiger ffnung4 ,diese ,strategie zeigt sich vor allem darin1 da sie sich die in anderen ,lndern ertragreichen ,wirtschaftszweige aneignen und dann in einen ,wettbewerb eintreten1 der die spezifisch japanischen ,eigenschaften 7,qualittsarbeit1 ,durchhaltevermgen1 ,kollusion7 um die angemessenen fremden ,komponenten ergnzt4 ,fast die gesamte ,infrastruktur des ,fernsehens1 jedenfalls in der analogen ,form1 ist japanisch4 ,wrde aus irgendeinem ,grunde die ,programmkomponente1 d4 h4 die ,inhalte der ausgestrahlten ,programme1 wegfallen1 wre die gesamte wundervolle ,ausrstung der ,fernsehtechnologie mit einem ,schlage unbrauchbar4 ,aus diesem ,grunde ist ,japan auch berhaupt nicht an einem ,paradigmenwechsel in der ,fernsehtechnik1 etwa dem revolutionren ,digitalfernsehen1 interessiert1 weil sich ein riesiger ,industriezweig1 dessen ,produkte in fast jedem ,haushalt dieser ,welt prsent sind1 vllig neu erfinden mte4 ,die das gebildete ,japan durchziehende ,erwartung der ,bestndigkeit greift mithin von der ,tradition der ,schriftkultur auf ein ,medium der ,schriftlosigkeit ber4 ,im amerikanischen ,zusammenhang hingegen1 in dem stabile ,verbindlichkeiten eine sehr viel geringere ,rolle spielen1 stellt das ,digitalfernsehen wie alle anderen ,innovationen im ,computerbereich eine ,herausforderung1 nicht etwa eine ,bedrohung der wirtschaftlichen ,infrastruktur dar4 ,das ist kein zuflliges ,beispiel4 ,in ihm zeichnet sich nmlich beispielhaft die ,dynamik ab1 die im bergang von einer auf ,schriftkultur und ,bildung beruhenden ,kultur zu einer ,kultur mit mehreren miteinander konkurrierenden ,formen der ,schriftlichkeit und ,bildung liegt4 ,diese ergeben sich vornehmlich aus den ,vernderungen1 die aus relativ kleinen autarken und homogenen ,gemeinschaften eine einzige1 global ausgerichtete1 durch ,fernsehen und andere digitale ,medien effizient verbundene ,welt machen4 ,als ,illiterati haben die ,amerikaner immerhin die ,medizin1 die ,genforschung1 die ,entwicklung internationaler ,netzwerke1 interaktiver ,multimedien und virtueller ,realitten revolutioniert und damit ihre ,innovations- und ,erfindungskraft bewiesen4 ,natrlich ist es einfacher1 ,bildungsplne zu entwerfen1 die unabhngig von den pragmatischen ,erfordernissen der ,lebenswelt auf ,dauerhaftigkeit angelegt sind4 ,eine optimale1 auf die pragmatischen ,bedrfnisse der in hohem ,mae vermittelten und durch ,arbeitsteilung und weltweite ,verknpfung gekennzeichneten ,arbeitswelt ausgerichtete ,erziehung mu vor allem das ,erlernen neuer kognitiver ,fhigkeiten in den ,mittelpunkt stellen4 ,die zentralisierte1 nicht sequentielle1 nicht deterministische ,erfahrung erfordert kognitive ,fhigkeiten1 die sich von den ,merkmalen einer allgemeinen ,bildung und ,schriftkultur unterscheiden4 ,frher hatte man aufgrund seiner ,schulausbildung noch vor dem ,schulabschlu einen ,platz in der ,arbeitswelt gefunden4 ,heute produzieren ,schulen die merkwrdige ,version des allgemein gebildeten ,schlers1 der dann noch das ,college besuchen mu1 das dadurch immer mehr zu einer ,berufsschule 7wenn auch lngst nicht im erforderlichen ,ausma7 wird4 ,die ,universitten ihrerseits haben unter dem ,alibi der ,chancengleichheit und in der ausschlielichen ,beschftigung mit sich selbst der allgemeinen ,erziehung und ,bildung mehr ,schaden zugefgt als ,nutzen1 indem sie den ,brgern ihre ,bildungsvorstellungen als die einzig denkbaren zur ,erreichung eines besseren ,lebens aufoktroyiert haben4 ,das ,ergebnis sind berfllte ,kurse1 in denen passive ,studenten wie am ,flieband durch die ,kurse geschleust werden4 ,allein das ,wort ,universitt bezeichnet eine universelle ,bildungsauffassung1 die sich im ,mittelalter entwickelt hat und in den ,,usa schon vor ber einem ,jahrhundert ihre ,gltigkeit verlor4 ,im ,zeitalter einer globalen ,wirklichkeit und vieler nebeneinander gltiger ,paradigmen ist die ,universitt keineswegs mehr universell1 sondern in hohem ,mae spezialisiert4 ,bei all diesen ,vernderungen hat ,amerika1 dessen ,identitt auf ,innovation und ,selbstverantwortung grndet1 seine ureigene ,philosophie der ,dezentralisierung und ,hierarchiefreiheit offenbar vergessen4 ,bei der ,dezentralisierung und ,vernetzung der ,arbeitspltze1 bei der ,neustrukturierung von ,unternehmen waren ,firmen aus der ,computertechnologiebranche fhrend4 ,die meisten ,wirtschaftsvertreter1 besonders jene in den etablierten groen ,firmen1 zeigen sich noch immer zurckhaltend1 wenn es darum geht1 ,methoden des ,matrixmanagements oder dezentralisierte ,organisation und ,betriebsstrukturen einzufhren4 ,nach einer ,welle der ,umstrukturierung und ,verschlankung sehen sich die ,prsidenten und ,vorstandsvorsitzenden 7im brigen ganz hnlich wie ,universittsprsidenten und ,schuldirektoren7 unverndert als ,knige1 whrend sich die ,arbeiter1 sofern sie nicht durch ,maschinen ersetzt wurden1 in einem sklavenhnlichen ,zustand befinden4 ,formen der ,dezentralisierung wie ,heimarbeit oder andere ,arbeits- und ,verantwortungsteilung1 allesamt effizienzerhhend1 setzen sich nur mhsam durch4 ,doch die ,verhltnisse ndern sich6 ,wo immer es ,mechanismen gibt1 die die ,welt von ihren auf klassischer ,bildung und ,schriftkultur basierenden ,handlungsprinzipien hinfhren in eine ,zukunft erhhter ,effizienz und vllig neuer ,ttigkeiten1 tragen sie den ,stempel der ,,usa4 ,und ohne ,zweifel sind alle diese ,mechanismen digitaler ,natur4 ,die ,abwendung von den ursprnglichen pluralistischen ,grundlagen der amerikanischen ,geschichte wirkt sich auch im politischen ,bereich aus4 ,ehedem hatte ,amerika eine ansehnliche ,zahl von politischen ,parteien aufzuweisen4 ,heute ist das politische ,system mehr oder weniger auf ein dualistisches ,modell zweier miteinander wetteifernder ,parteien reduziert1 in dem sich das politische ,system jenes ,weltreichs widerspiegelt1 dem es ursprnglich angehrte4 ,andere europische und zahlreiche afrikanische und asiatische ,lnder haben ein ,vielparteiensystem1 in dem sich die ,vielfalt der ,meinungen widerspiegelt und das entsprechend den ,vorteil der ,vielfalt nutzen kann4 ,solche ,systeme bringen einen greren ,prozentsatz der ,brger zur ,wahl als das ,zweiparteiensystem in den ,vereinigten ,staaten4 ,alle vier ,jahre fordern die ,amerikaner bei den ,wahlen ein breiteres ,parteienangebot1 aber nur ein einziger ,staat1 ,alaska1 kann mit mehr als zwei ,parteien aufwarten2 interessanterweise gehrt der ,gouverneur von ,alaska weder der ,republikanischen noch der ,demokratischen ,partei an4 ,die ,,usa haben einen derartigen ,bildungskomplex entwickelt1 da nahezu alles als ,bildung durchgeht--kulturelle ,bildung1 ,computerbildung1 visuelle ,bildung usw4 unabhngig davon1 ob ,bildung wirklich gefragt ist oder nicht4 ,bildung hat sich gewissermaen selbst spezialisiert4 ,hinzu treten neue ,bildungsformen1 die sich von den ,idealen und ,erwartungen der klassischen ,bildung deutlich unterscheiden und sich in solchen ,bereichen der ,lebenspraxis herausgebildet haben1 in denen ,schreiben und ,lesen nicht mehr erforderlich sind4 ,die sich darin abzeichnende ,ausdrucksvielfalt und ,bandbreite der ,kommunikationsmglichkeiten lassen die neuen ,errungenschaften des ,menschen erkennen und ffnen neue ,wege fr ,kreativitt und ,wirtschaftskraft4 ,der ,zustand der ,sprache1 besonders der ,niedergang der ,schriftkultur1 ist zugleich ein ,symptom fr diesen neuen ,entwicklungsproze4 ,in ihm spiegelt sich keineswegs ein ,versagen der ,landespolitik oder des politischen ,willens4 ,dieses ,entwicklungsstadium verrt lediglich einen neuen1 sich stndig weiterentwickelnden ,geist1 der sich nicht einer einzigen ,bildungsform unterwerfen lt1 welche zudem in mancherlei ,hinsicht ihre ,ntzlichkeit verloren hat4 ,mglicherweise hat ,amerika erst mit diesem neuen ,stadium seine eigentliche ,reife gefunden4 ,nicht wenige sehen in der ,krise der ,sprache die ,krise des weien ,mannes 7siehe ,gottfried ,benn7 oder doch zumindest der westlichen ,kultur4 ,ist also die ,,usa das ,sinnbild einer ,kultur der ,schriftlosigkeit1 der ,illiteralitt8 ,sie ist es zumindest in dem ,mae1 in dem sie eine ,alternative zu einer ,welt darstellt1 die ausschlielich durch traditionelle ,bildung und ,schriftkultur gekennzeichnet ist4 ,als ,verkrperung einer ,kultur jenseits der ,schriftkultur hat ,amerika gezeigt1 wie verschiedene ,bildungsformen nebeneinander bestehen und sich gegenseitig ergnzen knnen4 ,wo immer die ,grundprinzipien der ,anpassung1 der ,offenheit1 der ,erprobung und berprfung neuer ,modelle und neuer pragmatisch ausgerichteter ,institutionen verfolgt werden1 ist das ,ergebnis eine erhhte ,effizienz4 ,der ,preis1 den die ,menschen fr diese erhhte ,effizienz bezahlen mssen1 ist nicht gering3 ,personalabbau1 ,arbeitsplatzwechsel und ,entwurzelung1 ,arbeitslosigkeit1 ein ,verlust des ,gefhls der ,bestndigkeit1 nach dem sich letztlich ein jeder sehnt4 ,ebenso aufgegeben werden mu die ,fhigkeit oder der ,anspruch1 alle in einer bestimmten ,situation relevanten ,aspekte berblicken und bedenken zu knnen--die politischen1 kologischen1 sozialen1 legalen und religisen4 ,solche ,aspekte gehen ber das unmittelbar ,erfahrbare hinaus und setzen an ,stelle des spezialisierten1 auf die eigentliche ,aufgabe konzentrierten1 bisweilen aber auch kurzsichtigen und engstirnigen ,blicks einen breiten ,blickwinkel voraus1 den die alten ,bildungs- und ,ausbildungsformen ermglichten4 ,andererseits sieht es ganz so aus1 als htten wir gar keine ,alternative mehr4 ,und im groen und ganzen wird sich vermutlich niemand zurcksehnen nach einem ,zustand1 wie er vor #bjjj ,jahren herrschte4 ,literaturhinweise ,edwin ,a4 ,abbot4 ,flatland4 ,a ,romance of ,many ,dimensions4 ,by a ,square4 ,sybil de ,acevedo4 ,auguste ,comte3 ,qui tes-vous8 ,lyons3 ,la ,manufacture1 #aihh4 ,ansel ,easton ,adams4 ,polaroid ,land ,photography4 #ast edition1 revised4 ,boston3 ,new ,york ,graphic ,society1 #aigh4 ,craig ,e4 ,aronoff1 ,editor4 ,business and the ,media4 ,santa ,monica ,,ca3 ,goodyear ,publishing ,corp41 #aigi4 ,isaac ,asimov4 ,asimovs ,biographical ,encyclopedia of ,science and ,technology4 ,the ,lives and ,achievements of #aaie ,great ,scientists from ,ancient ,times to the ,present4 ,garden ,city ,,ny3 ,doubleday1 #aigb4 ,william ,aspray and ,arthur ,burks1 ,editors4 ,papers of ,john von ,neumann on ,computing and ,computer ,theory4 ,cambridge ,,ma3 ,,mit ,press2 ,los ,angeles3 ,tomash ,publishers1 #aihg4 ,charles ,babbage ,institute ,reprint ,series for the ,history of ,computing1 vol4 #ab4 ,jackson ,e4 ,atlee4 ,perspectives of ,non-,linear ,dynamics4 ,cambridge_/,new ,york3 ,cambridge ,university ,press1 #aiij4 ,fred ,r4 ,barnard4 ,one look is worth a thousand words1 in ,printers ,ink1 #aiba4 ,roland ,barthes4 ,leon41 ,paris3 ,editions du ,seuil1 #aigh4 ,jacques ,barzun4 ,the ,forgotten ,conditions of ,teaching and ,learning 7,morris ,philipson1 ,editor74 ,chicago3 ,the ,university of ,chicago ,press1 #aiia4 ,jean ,baudrillard4 ,simulations4 ,trans4 ,paul ,foss1 ,paul ,patton1 ,philip ,beitchman4 ,new ,york3 ,semiotext7e71 #aihc4 ,baudrillard4 ,amrique4 ,paris3 ,grasset1 #aihf4 ,baudrillard4 ,america4 ,chris ,turner1 ,london_/,new ,york3 ,verso1 #aihh4 ,gerd ,baumann1 ,editor4 ,the ,written ,word3 ,literacy in ,transition4 ,new ,york3 ,oxford ,university ,press1 #aihf4 ,frank ,e4 ,beaver4 ,on ,film3 ,a ,history of the ,motion ,picture4 ,new ,york3 ,mc,graw ,hill1 #aihc4 ,red4 ,b4 ,beier1 ,u4 ,heckel1 ,g4 ,richter4 #i ,november #aihi3 ,der ,tag der ,deutschen4 ,hamburg3 ,carlsen1 #aihi4 ,catherine ,bell4 ,ritual ,theory1 ,ritual ,practice4 ,new ,york3 ,oxford ,university ,press1 #aiib4 ,peter ,s4 ,bellwood4 ,prehistory in the ,indo-,malaysian ,archipelago4 ,orlando ,,fl3 ,academic ,press1 #aihe4 ,peter ,bellwood4 ,the ,austronesian ,dispersal and the ,origin of ,languages1 in ,scientific ,american1 ,july1 #aiia1 pp4 #hh-ic4 ,john ,w4 ,bender1 ,editor4 ,the ,current ,state of the ,coherence ,theory4 ,critical ,essays on the ,epistemic ,theories of ,keith ,lehrer and ,laurence ,bon ,jour1 with ,replies4 ,dordrecht_/,boston3 ,kluwer ,academic ,publishers1 #aihi4 ,gottfried ,benn4 ,smtliche ,werke4 7,gerhard ,schuster1 ,editor74 vols4 #c-e 7,prosa74 ,stuttgart3 ,klett ,cotta1 #aihf4 ,isaiah ,berlin4 ,the ,crooked ,timber of ,humanity4 ,chapters in the ,history of ,ideas4 ,london3 ,john 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7,,oh7 und ,new ,york4 ,seit #aiid ist er ,inhaber des ,lehrstuhls fr ,computational ,design an der ,universitt-,gesamthochschule ,wuppertal4 ,seine #ah ,buchverffentlichungen und mehr als #adj ,aufstze1 ,,cd-,,rom- und ,internet-,publikationen weisen ihn als einen der weltweit fhrenden ,autoren aus1 die die gegenwrtige wissenschaftlich-technologische ,revolution und die damit erffneten ,mglichkeiten von ,kommunikation und ,wissensproduktion sowohl theoretisch reflektieren als auch in der ,praxis vorantreiben4 ,end of ,jenseits der ,schriftkultur 7,c7#aiii by ,mihai ,nadin