,anmerkungen zur ,transkription ,passagen1 die im ,originaltext gesperrt gedruckt waren1 sind hier so gekennzeichnet2 ,passagen1 die im ,originaltext nicht in ,fraktur1 sondern in ,antiqua gesetzt waren1 sind hier so gekennzeichnet2 ,passagen in griechischer ,schrift sind hier so gekennzeichnet2 ,passagen in hebrischer ,schrift sind hier so gekennzeichnet4 ,weitere ,anmerkungen befinden sich am ,ende des ,textes4 ,der ,occultismus des ,altertums von ,karl ,kiesewetter4 ,leipzig1 ,verlag von ,wilhelm ,friedrich4 ,druck von ,emil ,herrmann senior in ,leipzig4 ,der ,occultismus des ,altertums4 ,von demselben ,verfasser erschien in gleichem ,verlage3 ,geschichte des neueren ,occultismus4 ,broschiert ,mark #af1--1 gebunden ,mark #ah1--4 ,geheimwissenschaften4 ,broschiert ,mark #af1--1 gebunden ,mark #ah1--4 ,inhaltsverzeichnis4 ,der ,occultismus des ,altertums4 ,i4 ,buch4 ,der ,occultismus bei den ,akkadern1 ,babyloniern1 ,chaldern und ,assyriern4 ,i4 ,kapitel4 ,religionsphilosophie1 weie und schwarze ,magie der ,akkader4 ,eine aus der ,bibliothek des ,knigspalastes von ,niniveh stammende ,tafel mit den ,fragmenten von #bh ,zaubersprchen4 -- ,die akkadische ,magie4 -- ,religion der ,kuschiten4 -- ,planetengtter4 -- ,tammuz4 -- ,die obersten zwlf ,gtter4 -- ,astralgeister4 -- ,die obersten ,naturgeister der ,akkader4 -- ,sieben ,maskim4 -- ,die akkadischen ,beschwrungen der ,maskim4 -- ,die akkadischen ,krankheitsbeschwrungen4 -- ,mesmerisierte ,bder4 -- ,verschiedene ,arten von ,talismanen4 -- ,heilmesmerismus4 -- ,transplantation der ,krankheiten4 -- ,der ,bildzauber4 -- ,die ,verwnschung4 -- ,silik-mulu-khi4 -- ,das ,urbild des ,paktes mit dem ,teufel4 -- ,das ,intellektualsystem der ,akkader4 -- ,die akkadische ,geisterlehre4 -- ,lehre von den ,feruern4 ,,ii4 ,kapitel4 ,das ,divinationswesen der ,chalder4 ,die ,astrologie4 -- ,observatorien4 -- ,die ,loswahrsagung4 -- ,belomantie4 -- ,die ,beobachtung des ,vogelflugs4 -- ,wahrsagung aus den ,eingeweiden der ,opfertiere4 -- ,traumdeutung4 -- ,die wahrsagerische ,beobachtung der ,wolken und atmosphrischen ,erscheinungen4 -- ,die ,fulguration4 -- ,wahrsagerei aus ,erdbeben4 -- ,phyllomantie1 ,wahrsagung aus der ,bewegung und dem ,rauschen der ,bume4 -- ,die ,schlange als wahrsagendes ,tier4 -- ,baalzebub1 ,baalfliege1 ,herr der ,fliege4 -- ,trume von ,feuer und ,flammen4 -- ,incubation4 -- ,nekromantie4 ,,ii4 ,buch4 ,der ,occultismus der ,meder und ,perser4 ,erste ,abteilung4 ,der medische ,magismus4 ,das ,system des ,magismus4 -- ,kambyses in gypten4 -- ,feier des ,magiermords4 -- ,geist des ursprnglichen ,mazdeismus4 -- ,der siebenstckige ,thurm zu ,borsippa4 -- ,der babylonische ,gestirn- und ,planetendienst4 -- ,die ,trias4 -- ,die drei ,weltzonen4 -- ,zrvna-akarana1 ,ahuramazd und ,angrmainyus4 -- ,der ,brauch der ,menschenopfer4 -- ,die turanischen ,ureinwohner ,mediens4 -- ,die ,wurzel aller ,schlangen- und ,teufelskulte4 -- ,directe ,nachkommen der alten ,angrmainyusverehrer4 -- ,yezidis oder ,teufelsanbeter4 ,zweite ,abteilung4 ,der ,zoroastrismus4 ,i4 ,kapitel4 ,das ,leben ,zoroasters4 ,sohn des ,poraschasp und der ,dogdo4 -- ,zendavesta4 -- ,amschaspands4 -- ,die vier ,elemente des ,menschenkrpers4 -- ,parsismus4 -- ,gustaspes4 -- ,die mediumistischen ,erscheinungen der ,feuerfestigkeit und des forcierten ,pflanzenwachstums4 -- ,spuren der ,physiognomik4 -- ,das ,darunopfer mit ,wein1 ,wohlgerchen1 ,milch und einem ,granatapfel4 -- ,sein ,krper1 aller ,verwundung unfhig4 -- ,der ,brahmine ,tschengregatscha4 -- ,ardjaspes4 -- ,iran4 -- ,grndung des ,cypressendienstes4 ,dritte ,abteilung4 ,der religionsphilosophisch-occultistische ,inhalt und die ,kosmogonie des ,zoroastrismus4 ,i4 ,kapitel4 ,der religionsphilosophisch-occultistische ,inhalt des ,zoroastrismus4 ,der ,unendliche und ,anbeginnlose ,ahuramazd und ,angrmainyus4 -- ,zrvna-akarana4 -- ,die ,feruer aller ,wesen4 -- ,gedanken du ,prels anticipiert4 -- ,die sieben ,amschaspands4 -- ,bahman4 -- ,schahriver4 -- ,sapandomad4 -- ,chordad4 -- ,amerdad4 -- ,die ,izeds4 -- ,die ,stufenleiter der ,izeds4 -- ,mithra4 -- ,korschid4 -- ,aban4 -- ,ader4 -- ,anahid4 -- ,amiran4 -- ,ard4 -- ,arduisur4 -- ,aschtad4 -- ,asman4 -- ,barzo4 -- ,behram4 -- ,dahman4 -- ,din4 -- ,farvardin4 -- ,gosch4 -- ,goschorun4 -- ,mah4 -- ,mansrespand4 -- ,neriosengh4 -- ,pavand4 -- ,rameschne-kharan4 -- ,raschne-rast4 -- ,serosch4 -- ,taschter4 -- ,vad4 -- ,venant4 -- ,zemiad4 -- ,der ,urvater der ,menschheit4 -- ,die sieben ,erzdews4 -- ,kampf der guten und bsen ,geister4 -- ,der ,tod4 -- ,die ,auferstehung der ,toten4 ,,ii4 ,kapitel4 ,der zoroastrische ,kultus4 ,liebe und ,ha1 ,sympathie und ,antipathie4 -- ,zoroaster gebietet unhnlich dem indischen ,quietismus keine empfindungslose ,geistesstille1 keine ,abttung des ,leibes4 -- ,das heilige ,altarfeuer ,behram1 das heilige ,wasser ,zahre1 welches auf dem ,urberg ,albordj entspringt1 und der heilige ,hombaum1 aus welchem der ,lebenssaft1 das ,wasser der ,unsterblichkeit hervorquillt4 -- ,die ,zauberer als ,hnde und ,fe1 ,augen und ,zungen von ,angrmainyus betrachet4 -- ,zweck der ,religion ,lichtwerdung der ganzen ,schpfung4 -- ,die allgemeine ,harmonie alles ,lebendigen4 -- ,gemeinde der ,lebendigen4 -- ,krper des ,urworts4 -- ,das ,wort1 das ,urwesen1 durch welches alle ,wesen geworden sind1 was sie sind4 -- ,es ist eins mit der ,lebenskraft und dem gttlichen ,wesen4 -- ,das erste ,gesetz4 -- ,das ,werk der ,finsternis4 -- ,erhaltung der ,reinheit der ,seele4 -- ,feuerdienst4 -- ,die ,reinigungen4 -- ,das ,wasser4 -- ,das ,fasten4 ,,iii4 ,kapitel4 ,auszug aus dem ,bun-,dehesch1 der parsistischen ,kosmogonie4 ,ahuramazd und ,angrmainyus4 -- ,die beiden ,urprinzipien4 -- ,die ,fixsterne der ,sichtbarkeit4 -- ,meschgah4 -- ,kaiomorts4 -- ,sieben ,fixsterne als ,wchter4 -- ,schpfung des ,wassers4 -- ,der ,urstier4 -- ,der ,hund ,sura4 -- ,meschia und ,meschiane4 -- ,von der ,zeugung4 -- ,eine ,art mystischer ,zoologie4 -- ,von der ,auferstehung der ,toten und ,wiederherstellung der ,leiber4 -- ,sostosch4 -- ,vom sublunarischen ,himmel4 -- ,ewige ,dauer4 ,,iv4 ,kapitel4 ,die ,orakel ,zoroasters4 ,aphorismen4 -- ,oneirokritik des ,astrampsychus4 -- ,kommentar des ,psellos4 -- ,plethon4 -- ,incarnationen4 -- ,das ,bild von den ,ausklopfern der ,seele4 -- ,paradies4 -- ,der ,astralkrper4 -- ,hefe der ,seele4 ,,iii4 ,buch4 ,der ,occultismus der ,inder4 ,veden4 -- ,rigveda4 -- ,yayurveda4 -- ,samaveda4 -- ,artharvaveda4 -- ,sabismus4 -- ,gttertrias3 ,brahma1 ,wischnu1 ,schiwa4 -- ,brahma4 -- ,der vergeistigte ,mazdeismus4 -- ,das ,gesetzbuch des ,manu4 -- ,die kosmogonischen ,philosopheme4 -- ther 7ksa74 -- ,reincarnationen4 -- ,die ,weltendauer4 -- ,pessimismus der indischen ,religionsphilosophie4 -- ,drei ,dimensionen des ,raumes4 -- ,tamas4 -- ,maya4 -- ,satya4 -- ,sankhyaphilosophie4 -- ,echtheit der ,theosophie4 -- ,yogi4 -- ,autohypnose4 -- ,somatrank4 -- ,atma4 -- ,traumschlaf4 -- ,ekstase4 -- ,das ,manas4 -- ,indische ,astrologie4 -- ,die ,siebenzahl4 -- ,die ,wochentage4 -- ,tierkreis4 -- ,die ,entstehung des ,tierkreises4 -- ,harmonie des ,makrokosmos mit dem ,mikrokosmus4 -- ,die eigentliche ,astronomie4 -- ,der ,brahmane und spter portugiesische ,abb ,faria4 -- ,schaustellungen der ,bokte-,lamas4 -- ,hucs ,bericht ber die magischen ,wunderheilungen4 -- ,der franzsische ,gesandte ,gobineau4 -- ,zauberei in ,camerun4 -- ,oberstlieutenant ,t4 ,g4 ,frazer4 -- ,die wandelnden ,krge4 -- ,die ,fakire ,jacolliots4 -- ,covindasamy4 ,,iv4 ,buch4 ,der ,occultismus der gypter4 ,i4 ,kapitel4 ,der gyptische ,occultismus als ,priesterwissenschaft4 ,jamblichus4 -- ,die gyptischen ,priester4 -- ,porphyrius4 -- ,die ,hofzauberer ,pharaos4 -- ,die ,heilgottheiten der gypter4 -- ,isis4 -- ,horus4 -- ,apis4 -- ,phtha1 das ,bild des unendlichen ,geistes4 ,,ii4 ,kapitel4 ,der ,heilmagnetismus bei den alten gyptern4 ,bentrosch-,stele nach der bersetzung des ,professor ,dr4 ,lauth4 -- ,chonsu ,heilgott4 -- ,der gyptische ,hypnotiseur4 -- ,die sa-,striche4 -- ,festmachen4 -- ,erzeugung von ,hypnose und ,somnambulismus4 ,,iii4 ,kapitel4 ,die eigentliche magische ,heilkunde der gypter4 ,hermes ,trismegistos4 -- ,die hermetische ,litteratur4 -- ,heilkrfte gegen ,hautkrankheiten und ,epilepsie1 gegen ,augenkrankheiten1 ,zahnleiden1 ,ohrenleiden1 ,nasenleiden1 fr die ,kehle1 fr den ,magen1 fr die ,gedrme1 fr die ,blase1 fr die ,geschlechtsteile1 fr die ,gebrmutter1 fr die ,nieren4 -- ,humoralpathologie4 -- ,der ,grundsatz3 similia similibus4 -- ,homopathie4 -- ,impfung und ,serumtherapie4 -- ,ebn ,esras4 ,,iv4 ,kapitel4 ,die ,seelenlehre der alten gypter4 ,wahrscheinlichkeit1 da die ,kabbala auf ,moses zurckzufhren4 -- ,totengericht4 -- ,wgung des ,herzens4 -- ,das ,zwischenreich4 -- ,die ,unterwelt ,amenti4 -- ,paradies4 -- ,papyrus1 ,totenbuch4 -- ,der ,mensch als ,monade in einer ,siebenteilung4 -- #ib4 ,kapitel des ,totenbuches4 -- ,tetragramme oder magische ,quadrate4 ,v4 ,buch4 ,der ,occultismus der ,hebrer4 ,i4 ,kapitel4 ,die schwarze ,magie der ,hebrer4 ,elementarwesen des ,feuers1 der ,luft1 des ,wassers und der ,erde4 -- ,salamander1 ,sylphen1 ,undinen und ,pygmen4 -- ,pflanzlicher ,nephesch 7,astralleib74 -- ,gewisse ,vorgnge im modernen ,mediumismus4 -- ,mit ,hilfe der ,elementarwesen ausgefhrte ,magie4 -- ,der ,sohar4 -- ,das magische ,schauen4 -- ,monen4 -- ,astrologie der ,tagewhlerei4 -- ,nichusch1 wahrsagende ,deutung der ,erscheinungen und ,vernderungen irdischer ,dinge4 -- ,doresch ha ,methim1 ein ,befragen der ,toten4 -- ,der ,kischuph4 -- ,beschwrung der ,satanim4 -- ,habal de ,garmin4 -- ,schdigende ,willensmagie4 ,zweite ,abteilung4 ,die ,kabbala4 ,i4 ,kapitel4 ,das ,alter der ,kabbala4 ,joseph ben ,akiba4 -- ,simon ben ,jochai4 -- ,gemara4 -- ,mischna4 -- ,rabbi ,zera4 -- ,die mysterise und heilige ,lehre der ,merkaba4 -- ,das ,tetragrammaton4 -- ,maimonides4 -- ,geheimlehre ber die ,schpfung und die ,natur der ,gottheit4 -- ,kultus des ,buchstabens4 -- ,kabbalisten im ,gegensatz zu den ,essern4 -- ,die ,adepten der ,kabbala4 ,,ii4 ,kapitel4 ,die kabbalistischen ,bcher4 -- ,die ,authenticitt des ,sepher ,jezirah4 berlieferung des ,talmud4 -- ,die ,darstellungsweise des ,jezirah4 -- ,autoritt des ,moses ,botril4 -- ,rabbi ,akiba4 -- ,der ,verfasser des ,buches der ,schpfung4 ,,iii4 ,kapitel4 ,die ,authenticitt des ,sohar4 ,rabbi ,moses ben ,nachman4 -- ,rabbi ,ascher4 -- ,rabbi ,gedalia4 -- ,jehuda ben ,gerim4 -- ,simon ben ,jochai4 -- ,der ,verfasser des ,sohar4 -- ,moses von ,leon4 -- ,die ,emanationslehre1 ,grundlehre des ganzen im ,sohar entwickelten ,systems4 -- ,hieronymus1 von den zehn mystischen ,namen4 -- ,die ,stephiroth4 -- ,die ,kette der ,tradition4 -- ,supplement des ,sohar4 -- ,die kabbalistischen ,lehren durch mndliche ,tradition berliefert4 -- ,das ,system des ,simon ben ,jochai4 -- ,das ,copernikanische ,system4 -- ,der heilige ,augustin ber denselben ,gegenstand4 ,,iv4 ,kapitel4 ,die ,lehren der kabbalistischen ,bcher4 -- ,analyse des ,sepher ,jezirah4 ,das ,buch ,jezirah4 -- ,die zweiunddreiig wunderbaren ,wege der ,weisheit4 -- ,die zehn ,sephiroth4 -- ,die zweiundzwanzig ,buchstaben des hebrischen ,alphabets4 -- ,das letzte ,wort des kabbalistischen ,systems4 -- ,transformation des ,symbols zur ,idee4 ,v4 ,kapitel4 ,analyse des ,sohar4 -- ,die allegorische ,methode der ,kabbalisten4 ,die ,kabbalisten schoben auf eine den ,profanen unbekannte ,weise in mysterisem ,sinn den historischen ,thatsachen und positiven ,geboten eine geheime ,bedeutung unter4 -- ,origenes1 ,homil #g in ,levit4 ,,vi4 ,kapitel4 ,die ,anschauungen der ,kabbalisten ber die gttliche ,natur4 ,das ,buch des ,geheimnisses4 -- ,dreizehntausend ,myriaden ,welten4 -- ,der ,name des ,unendlichen ,en ,soph4 -- ,die gttlichen ,attribute4 -- ,idra ,suta4 -- ,der hchste ,gedanke oder das ,wort4 -- ,besondere ,rolle der einzelnen ,sephiroth und ihre ,gruppierung nach ,trinitten und ,personen4 -- ,hegel4 -- ,die ,personen dieser ,trinitt als drei aufeinanderfolgende und absolut notwendige ,phasen des ,denkens und ,seins4 -- ,mit der ,hegelschen ,philosophie vergleichbar1 eine ,verbindung von ,ideen ,platos und ,spinozas4 -- ,die drei ersten ,sephiroth4 -- ,die ,sephiroth bilden in ihrer ,gesamtheit den himmlischen oder idealen ,menschen4 -- ,absolute ,identitt der ,existenz und des ,gedankens4 -- ,schechinah4 -- ,die immanente ,kraft der ,dinge4 -- ,das ,buch der ,geheimnisse4 -- ,die ,knige von ,edom1 die ,welten1 welche bestanden1 noch ehe sich die ,formen gebildet hatten1 um als ,mittelglied zwischen der ,schpfung und der gttlichen ,wesenheit in ihrer grten ,reinheit zu dienen4 -- ,von dem ,geschlechtsunterschied des idealen ,menschen4 -- ,die ,metempsychose4 -- ,die ,dmonen4 -- ,hllen4 ,,vii4 ,kapitel4 ,die ,weltanschauung der ,kabbalisten4 ,kommentatoren des ,sepher ,jezirah4 -- ,das ,dogma von der ,schpfung4 -- ,ex nihilo nihil4 -- ,der ,erzengel des ,bsen4 -- ,samael4 -- ,die ,kabbalisten ber die ,physiognomik4 -- ,die vier ,gestalten des mystischen ,wagens des ,hesekiel4 -- ,von der himmlischen und der hllischen ,hierarchie4 -- ,der ,engel der ,reinheit 7,tahariel71 der ,barmherzigkeit 7,rachmiel71 der ,gerechtigkeit 7,zadkiel71 der ,befreiung 7,padael71 und der berhmte ,raziel1 welcher mit eiferschtigen ,augen die ,geheimnisse der kabbalistischen ,weisheit bewacht4 -- ,der ,engel des ,feuers ,nuriel1 der des ,lichts ,uriel4 -- ,die ,absicht dieser ,allegorien4 -- ,die groe ,hure oder die ,meisterin der ,ausschweifungen ,lilith4 -- ,die ,dmonologie der ,kabbalisten eine notwendige ,ergnzung ihrer ,metaphysik4 ,,viii4 ,kapitel4 ,die ,lehrmeinung der ,kabbalisten von der menschlichen ,seele4 ,drei ,principien oder vielmehr drei ,grade der menschlichen ,existenz4 -- ,das individuelle ,princip4 -- ,von den ,androgynen ,platos4 -- ,dogma der ,prexistenz4 -- ,die ,lehre von der moralischen ,prdestination4 -- ,diejenigen welche auf der ,welt ,bses thun1 haben schon im ,himmel angefangen1 sich vom ,heiligen zu entfernen4 -- ,probe der ,seelenwanderung 7,gilgul74 -- ,die ,rckkehr der ,seele in den ,scho der ,gottheit4 -- ,palast der ,liebe4 -- ,ksse der ,liebe4 -- ,das ,dogma vom ,sndenfall4 ,anhang4 ,blten vom ,baume der ,kabbala4 ,grundstoff 7,huli7 der ,welt4 -- ,isaak ,loriah3 ,sepher ,cch'wanoth1 ,fol4 #df4 -- ,massel 7,genius1 transcendentales ,subject74 -- ,nischmath ,chajim1 ,fol4 #aja4 -- ,nephesch4 -- ,machschaba 7,imagination74 -- ,mairecheth ,aeloluth1 ,fol4 #da1 #fc4 -- ,der ,ruach der ,tiere4 -- ,der umkreisende ther4 -- ,gedanken des ,herzens wirken auf den ther ein4 -- ,esarah ,maimeroth1 ,fol4 #di4 ,,vi4 ,buch4 ,der ,occultismus der alten ,griechen4 ,i4 ,kapitel4 ,die jonischen ,naturphilosophen4 ,berhrung des ,occultismus mit der ,philosophie4 -- ,thales von ,milet4 -- ,seine ,lehre vom flssigen ,urstoff4 -- ,hylozoimus4 -- ,aussprche des ,thales4 -- ,anaximander4 -- ,der gasfrmige ,urzustand4 -- ,nebularhypothese4 -- ,entstehen und ,vergehen der ,welten4 -- ,anaximenes4 -- ,bedeutung der ,verdnnung und ,verdichtung4 -- ,hippo1 ,idaeus und ,diogenes von ,apollonia4 -- ,kreisbewegung4 -- ,heraclit der ,dunkle4 -- ,sein ist ,werden4 -- ,lehre von den ,weltperioden4 -- ,das groe ,jahr4 -- ,beziehungen zu ,zoroaster4 ,,ii4 ,kapitel4 ,pythagoras und die ,alt-,pythagorer4 ,geschichte seines ,lebens4 -- ,geheimbund4 -- ,die einfachsten ,zahlenbestimmungen der musikalischen ,harmonie4 -- ,zahlenmystische ,spielereien4 -- ,theologie der alten ,pythagorer4 -- ,die kosmologischen ,einsichten4 -- ,harmonie der ,sphren4 -- ,metempsychose1 richtiger ,metemsomatose4 -- ,palingenesie4 -- ,sexuelle ,enthaltsamkeit4 -- ,genu der ,bohnen4 ,,iii4 ,kapitel4 ,die ,eleaten4 ,xenophanes4 -- ,skepsis4 -- ,reiner ,monotheismus4 -- ,parmenides4 -- ,vorlufer der ,naturphilosophie des ,telesius4 -- ,warmes und ,kaltes4 -- ,zeno1 der ,eleat4 -- ,einheit des ,seins4 -- ,wesen von ,raum und ,zeit4 -- ,wirklichkeit und ,erscheinung4 -- ,gesetz der bestimmten ,anzahl4 -- ,rangordnung der ,realitten4 ,,iv4 ,kapitel4 ,empedocles1 ,pherekydes1 ,epimenides von ,kreta4 ,praktiker auf dem ,gebiete der sog4 ,geheimwissenschaften4 -- ,medizin-,mann4 -- ,hypnotische ,technik4 -- ,gotie4 -- ,charlatanerie4 -- ,kreislauf des ,stoffwechsels4 -- ,attraktionskraft und ,repulsionskraft4 -- ,liebe und ,ha4 -- ,darwinistische ,theorie4 -- ,antizipation der ,lehre von der indirekten ,auslese4 -- ,seelenwanderungslehre4 -- ,vegetarismus4 -- ,pherekydes4 -- ,sehertum4 -- ,theogonie4 -- ,epimenides von ,kreta4 -- ,jatromanten4 -- ,nona4 -- ,epidemische ,geisteskrankheit4 -- ,reinigungsceremonien4 -- ,orpheotelesten4 -- ,das ,wunder suggestiver ,massenheilung4 ,v4 ,kapitel4 ,die ,geheimlehre der ,mysterien4 ,bacchische und cerealische4 -- ,kreta4 -- ,soziale ,nebentendenz4 -- ,die bacchischen ,mysterien4 -- ,ahnung der gttlichen ,einheit4 -- ,geheimkult indischen ,ursprungs4 -- ,dionysos4 -- ,zagreus4 -- ,die ,siebenzahl4 -- ,weltkonomie4 -- ,spiegelbecher4 -- ,phallus4 -- ,lingam und ,yoni4 -- ,die ,welt des ,scheins4 -- ,becher der ,reinigung oder ,wiedergeburt4 -- ,spekulative ,analyse der indischen ,ideen4 -- ,die schaffende ,gottheit ,welt-,lingam4 -- ,die cerealischen ,mysterien4 -- ,die ,eleusinien4 -- ,erntefeste4 -- ,die sog4 kleinen ,mysterien4 -- ,erkennungszeichen4 -- ,die letzte ,weihe1 epopteia4 -- ,selbstschau4 -- ,conx ompax4 -- ,spiritismus4 -- ,unsterblichkeit4 -- ,demeter eine ,gottheit mit doppeltem ,charakter4 -- ,spekulative ,analyse des ,inhalts der eleusinischen ,lehre4 -- ,die ,toten sind ,demetrier4 -- ,die ,thesmophorien4 -- ,der ,ackerbau als das fruchtbarste ,prinzip der ,humanitt4 -- ,mysterium der ,ehe4 -- ,natrlich geschlechtliche ,basis der ,ehe4 -- ,neuntgige ,enthaltung von geschlechtlichem ,verkehr4 -- ,sthenien4 -- ,die ,orgie in ,halimus4 -- ,schamlose ,seite altheidnischer ,feste4 -- ,kteis4 -- ,orgiasmus4 -- ,die samothrakischen ,mysterien4 -- ,todesfeier des ,dionysios4 -- ,orphiker4 -- ,heilige ,sage4 ,,vi4 ,kapitel4 ,anaxagoras4 ,nus1 ,verstand4 -- ,homomerien4 ,,vii4 ,kapitel4 ,die ,atomistiker1 insbesondere ,demokritos4 ,leucippos4 -- ,demokrit4 -- ,atomverbindungen4 -- ,quantitative ,beziehungen4 -- ,primre und sekundre ,eigenschaften4 -- ,besonderer ,seelenstoff4 -- ,sophistik4 ,,viii4 ,kapitel4 ,sokrates und sein ,dmonium4 ,problem des sog4 ,genius4 -- ,glauben an die ,orakel4 -- ,dmonion4 -- ,vulgre ,psychologie4 -- ,unbegreiflichkeit des ,phmomens4 -- ,dhring4 -- ,dramatische ,spaltung des ,ich4 -- ,du ,prels ,mystik der alten ,griechen4 ,,ix4 ,kapitel4 ,platon4 ,platon der ,vater des ,idealismus4 -- ,traum des ,sokrates4 -- ,groe ,reise nach ,cyrene und nach gypten4 -- ,syrakus4 -- ,dionysios4 -- ,dion4 -- ,unverletzte ,virginitt4 -- ,platos ,lehre4 -- ,der ,thetet1 der ,sophist und der ,politikos4 -- ,parmenides4 -- ,ideenlehre4 -- ,bedeutung der platonischen ,ideen4 -- ,lotze in seiner ,metaphysik4 -- ,verhltnis der ,ideenwelt zur ,gottheit4 -- ,phdrus1 ,philebus1 die ,republik und der ,dialog von den ,gesetzen4 -- ,unsterblichkeit der ,seele4 -- ,phaedon1 der ,staat1 ,phaedrus1 ,timaeus und das ,gastmahl4 -- ,der intelligible ,charakter4 -- sthetische ,mystik4 ,x4 ,kapitel4 ,aristoteles4 ,universal-,gelehrter4 -- ,scholastik4 -- berschtzung4 -- ,exoterische und esoterische ,schriften4 -- ,form und ,stoff4 -- ,dualismus4 -- ,seelenlehre4 -- ,entelechie4 -- ,persnliche ,substanz4 -- ,der thtige ,intellekt4 -- ,der leidentliche ,intellekt4 -- ,rationalistische ,theorie der ,trume4 ,,vii4 ,buch4 ,der ,occultismus der alten ,rmer4 ,i4 ,kapitel4 ,einflu der ,etrusker auf die rmische ,religion4 ,die ,verhllten4 ,,ii4 ,kapitel4 ,die ,religion der ,rmer4 ,die ,religion im ,dienste des ,staates4 -- ,r4 v4 ,ihering4 -- ,machiavellismus der ,rmer4 -- ,ver sacrum4 -- ,jupiter4 -- ,mars4 -- ,quirinus4 -- ,juno4 -- ,die ,matronalien4 -- ,ficus ,ruminalis4 -- ,nebenbedeutung allerintimster ,natur4 -- ,lupercus4 -- ,lupera4 -- ,innuus4 -- ,unfruchtbarkeit4 -- ,februare4 -- ,rock der ,juno4 -- ,subigus4 -- ,prema4 -- ,pertunda4 -- ,perfica4 -- ,fluonia4 -- ,lucina4 -- ,befriedigung des ,geschlechtstriebes4 -- ,janus4 -- ,saturn4 -- ,das goldene ,zeitalter4 -- ,ceres1 ,liber und ,libera4 -- ,fascinum ,phallus4 -- ,flora4 -- ,euhemeristische ,mythologie4 -- ,die ,freudenmdchen4 -- ,die rmische ,venus4 -- ,volupia1 die eigentliche ,gttin der ,wollust4 -- ,angeronia4 -- ,cloacina4 -- ,minerva4 -- ,vulcan4 -- ,faunus4 -- ,ficarii und ,incubi4 -- ,fatua4 -- ,pales4 -- ,priapus4 -- ,anna ,perenna4 -- ,acca ,laurentia4 -- ,die ,apotheose eines ,freudenmdchens4 -- ,die geschlechtliche ,sinnlichkeit des ,rmers4 -- ,volksmetaphysik4 ,,iii4 ,kapitel4 ,unsterblichkeitsglaube und ,jenseitsvorstellung4 ,eine sozial sehr zweckmige ,eigenschaft4 -- ,genien1 ,laren oder ,manen und ,lemuren4 -- ,manen4 -- ,totenfest4 -- ,aller-,seelenfeier4 -- ,larenopfer4 -- ,venus ,libitina4 -- ,beziehung der ,demeter zum ,tode und zur ,zeugung4 ,,iv4 ,kapitel4 ,der ,glaube an ,magie und symbolische ,handlungen4 ,cicero in seiner ,schrift ber die ,weissagung4 -- ,ausfhrung des ,naturforschers ,plinius4 ,v4 ,kapitel4 ,weissagung und ,zeichendeuterei4 ,orakel4 ,sibyllinische ,bcher4 ,werfen der ,loose4 -- ,orakel4 -- ,tibur4 -- ,somnambule ,zustnde4 -- ,orakel zu ,tumae4 -- ,sibylle4 -- ,neun ,bcher ,weissagungen4 -- ,die sog4 sibyllinischen ,bcher4 -- ,eine sibyllinische ,weissagung4 ,,vi4 ,kapitel4 ,beobachtung der ,himmelszeichen1 ,vgel1 ,blitze u4 s4 w41 und ,opferschau4 ,augurium4 -- ,auguren4 -- ,der ,glaube der alten ,rmer an die ,unfehlbarkeit der ,auspicien4 -- ,geheimwissenschaft4 -- ,verfahren4 -- ,flug der ,vgel4 -- ,fressen der heiligen ,hhner4 -- ,cicero ber die ,auspicien4 -- ,opferschauer4 -- ,haruspicium4 -- ,ein ,wort ,hannibals4 -- ,beobachtung der ,blitze4 -- ,jupiter1 ,elicius4 -- ,wettermagie4 ,,viii4 ,buch4 ,der ,occultimus der ,alexandriner1 ,neupythagorer und ,neuplatoniker4 ,vorbemerkung4 ,erste ,abteilung4 ,die ,alexandriner4 ,i4 ,philo von ,alexandria ,i4 ,kapitel4 ,philos ,leben und ,lehrweise4 ,alexandria4 -- ,bibliothek4 -- ,philos ,leben4 -- ,versuche1 das alte ,testament esoterisch zu deuten4 -- ,die mystische ,reise nach ,haran4 -- ,ekstase der indischen ,sonnen- und ,mondkinder4 -- ,der ,logos4 ,,ii4 ,kapitel4 ,philos ,mystik4 ,sekte der ,esser durch buddhistische ,missionre gestiftet4 -- ,sndenfall4 -- ,askese oder ,unterricht4 -- ,heraustreten aus dem eigenen ,ich4 ,,iii4 ,kapitel4 ,die ,elemente der ,gnosis bei ,philo4 ,theosophie ,philos4 -- ,die doppelte ,erkenntnis4 ,,ii4 ,die ,therapeuten und ,esser4 ,josephus4 -- ,ihre ,gtergemeinschaft4 ,zweite ,abteilung4 ,die ,neupythagorer4 ,apollonius von ,tyana4 ,parallele ,christi4 -- ,zweifel an der ,existenz des ,apollonius4 -- ,eduard ,baltzer4 -- ,apollonius1 ein entschiedener ,spiritist4 -- ,julia ,domna4 -- ,philostratus von ,lemnos4 -- ,mysterien des ,aeskulapdienstes4 -- ,schweigezeit4 -- ,die indischen ,brahmanen4 -- ,ereignisse im ,leben des ,apollonius4 -- ,parallele aus der ,autobiographie des ,brgermeisters ,barth4 ,sastrow zu ,stralsund4 -- ,gymnosophisten4 ,dritte ,abteilung4 ,die ,neuplatoniker4 ,i4 ,kapitel4 ,plotinos4 ,plutarch4 -- ,l4 ,apulejus4 -- ,ammonios ,sakkas4 -- ,longinos4 -- ,porphyrius4 -- ,die ,verstandeswelt1 das ,muster der ,sinnenwelt4 -- ,das ,geisterreich4 -- ,die ,einkrperung der ,seele4 -- ,zwei ,wege1 zum ,schauen des ,einen1 ,ersten und ,hchsten4 ,,ii4 ,kapitel4 ,porphyrius1 ,jamblichus1 ,proklus1 ,sosipatra4 ,vereinigung mit ,gott4 -- ,vehikel der ,seele4 -- ,dmonologie4 -- ,mantik4 -- ,jamblichus4 -- ,materialisation4 -- ,schrift ,de mysteriis ,aegyptiorum4 -- ,annahme eines ,astralleibes4 -- ,prachtstck der theurgischen ,weisheit4 -- ,proklus4 -- ,sosipatra4 ,,iii4 ,kapitel4 ,hierokles und sein ,kommentar zu den goldenen ,sprchen des ,pythagoras4 -- ,die letzten ,neuplatoniker4 ,vierundfnfzig ,strophen der goldenen ,sprche4 -- ,hierokles4 -- ,erkenntnis der ,doppelnatur des ,menschen4 -- ,die mystische ,reinigung4 ,,iv4 ,kapitel4 ,synesios1 der letzte ,neuplatoniker1 sein ,leben und seine ,lehren4 ,hypatia4 -- ,cyrenaica oder ,pentapolis4 -- ,messias-,putsch4 -- ,synesios in ,konstantinopel4 -- ,schrift ,die gypter1 oder ber die ,vorsehung4 -- ,bischofswrde4 -- ,die ,schrift ber die ,trume4 ,v4 ,kapitel4 ,die ,gnostiker und ,manicher4 ,,ix4 ,buch4 ,der ,occultismus der ,kelten und ,germanen4 ,erste ,abteilung4 ,die ,kelten4 ,i4 ,kapitel4 ,die ,druiden4 ,das ,religionssystem der ,kelten4 -- ,pentalpha4 -- ,geheimlehre4 -- ,die auf ,eichen wachsende ,mistel4 -- ,triaden4 -- ,oberdruide4 ,,ii4 ,kapitel4 ,gottesdienst und ,geheimlehre der ,druiden4 ,menschenopfer4 -- ,teutates4 -- ,seelenfhrer4 -- ,esus oder ,hesus4 -- ,die ,insel ,mona4 -- ,hu gadarn4 -- ,die ,gotteinheit der britischen ,kelten4 -- ,mysterien vom ,tode des ,hu4 -- ,ceridwen4 -- ,tetragrammaton4 -- ,lehrgebude des ,kesselordens4 ,zweite ,abteilung4 ,der ,occultismus der ,germanen4 ,entwickelungsgeschichte der germanischen ,mythologie4 ,i4 ,kapitel4 ,die ,weltschpfung der ,edda4 ,yggdrasil4 ,dualismus eines bsen und guten ,weltprinzips4 -- ,der ,mythus vom ,weltbaum4 ,,ii4 ,kapitel4 ,der ,gtterhimmel der ,germanen4 ,die ,edda4 -- ,odin4 -- ,odin-,wodan4 -- ,das ,gespensterheer4 -- ,die ,erzhlung der ,edda vom ,dichtertrank4 -- ,der runenkundige ,gott4 -- ,lehre vom ,doppel-,ich4 -- ,thor und ,loki4 -- ,balder4 -- ,hdur4 -- ,deutung dieses ,mythus4 -- ,frigg4 -- ,iduna4 ,,iii4 ,kapitel4 ,gtterdmmerung und ,wiedergeburt4 ,ragnark4 -- ,weltuntergang4 -- ,esoterische ,idee der ,wiedergeburt4 ,x4 ,buch4 ,der ,occultismus der barbarischen ,vlker4 ,skythen4 -- ,toxaris und ,anacharsis4 -- ,massageten4 -- ,geten4 -- ,zamolxis4 -- ,hyperborer4 -- ,abaois4 -- ,taurer4 ,vorwort4 ,am zweiten ,ostertage v4 ,j4 7#ahie7 starb ,karl ,kiesewetter1 einer der eifrigsten ,forscher auf dem ,gebiete des ,wunderbaren und ,geheimnisvollen1 der ,verfasser der ,geschichte des neueren ,occultismus1 der ,geheimwissenschaften und des ersten ,halbbandes dieses ,buches ber den ,occultismus des ,altertums4 ,ein pltzlicher ,tod entri ihn im besten ,mannesalter seinem eigenartigen ,studiengebiete1 auf dem er augenscheinlich eine erstaunliche ,belesenheit und ,quellenkunde besa4 ,die ,verlagshandlung wandte sich nun an mich1 mit dem ,antrage1 die ,herstellung des zweiten ,halbbandes dieses ,buches unter ,benutzung des ,kiesewetterschen handschriftlichen ,nachlasses zu bernehmen und zwar genau nach der bereits von ,kiesewetter festgestellten ,disposition4 ,die ,einsicht des handschriftlichen ,nachlasses ergab1 da der ,verstorbene nur das achte ,buch seiner ,disposition1 den ,abschnitt ber die ,alexandriner1 ,neupythagorer und ,neuplatoniker ausgearbeitet hatte4 ,der wohlwollende ,leser mge die ganze von mir gelieferte ,arbeit nicht etwa als ein ,werk auffassen1 das mit wissenschaftlicher ,prtension sich etwaigen hnlichen ,forschungen ber vergleichende ,religionswissenschaft zur ,seite stellen mchte1 sondern als das ,ergebnis dilettantischer ,nebenstunden1 als eine dem gebildeten ,dilettanten selber1 der ber keine ,zeit und keine gengende ,ausdauer verfgt1 aus dem ,staube der ,bibliotheken und dem ,studium schwerfllig gelehrter ,originalwerke das ihn ,interessierende selber herauszusuchen1 gewidmete ,skizze eklektischer ,streifzge ins ,gebiet der ,mystik4 ,dixi et salvavi animam meam4 ,jena1 im ,februar #ahif4 ,l4 ,kuhlenbeck4 ,erstes ,buch4 ,der ,occultismus bei den ,akkadern1 ,babyloniern1 ,chaldern und ,assyriern4 ,erstes ,kapitel4 ,religionsphilosophie1 weie und schwarze ,magie der ,akkader4 ,der ,occultismus ist so alt wie die ihrer selbst bewute ,menschheit1 und selbst wo uns die ,hieroglyphen gyptens im ,stich lassen1 fhrt uns die ,keilschriftlitteratur der ,euphrat- und ,tigrislande in die graueste ,urzeit des ,menschengeschlechts hinauf und zeigt uns1 da zum allermindesten tausend ,jahre vor ,beginn der beglaubigten ,geschichte der ,occultismus in seinem ,kern derselbe war wie heute4 ,natrlich wechselten mit den verschiedenen ,staatsreligionen seine ,formen1 und wir haben deshalb den stets gleichen esoterischen ,kern unter den wechselnden ,hllen der ,dogmen nachzuweisen sowie auch seine fortschreitende ,weiterbildung und ,ausreifung4 ,vor noch nicht einem ,menschenalter -- im ,jahre #ahff -- verffentlichten die englischen ,orientalisten ,sir ,henry ,rawlinson und ,norris im zweiten ,band der ,cuneiform ,inscriptions of ,western ,asia eine aus der ,bibliothek des ,knigspalastes von ,niniveh stammende ,tafel mit den ,fragmenten von #bh ,zaubersprchen1 welche1 wie ,lenormant sagt#a3 von der ,existenz einer so knstlichen und zahlreichen ,dmonologie bei den ,chaldern zeugt1 wie sie sich ein ,jacob ,sprenger1 ,jean ,bodin1 ,wier oder ,pierre de ,lancre wohl nimmer vorgestellt htten4 ,es erschliet sich uns darin eine ganze ,welt von bsen ,geistern1 deren ,rangordnung mit vieler ,gelehrsamkeit festgestellt1 deren ,persnlichkeiten sorgfltig unterschieden und deren besondere ,eigenschaften scharf prcisiert sind4 ,auerdem entdeckte ,layard an gleicher ,stelle die gegenwrtig im ,british ,museum aufbewahrten ,fragmente eines umfangreichen magischen ,werkes von zweihundert ,tafeln1 welches fr ,chalda wohl das ,gleiche war1 was die alten ,inder in ihrem ,atharva-,veda besaen1 nmlich eine ,sammlung aller ,formeln1 ,beschwrungen und ,hymnen der chaldischen ,magier1 von denen die ,schriftsteller des ,altertums berichten4 ,diese ,urkunden sind in akkadischer1 einer den finnischen und tartarischen ,dialekten verwandten turanischen ,sprache abgefat1 welche von den vorgeschichtlichen ,ureinwohnern ,chaldas1 den ,akkadern1 gesprochen wurde4 ,assurbanhabal lie dieselben im siebenten ,jahrhundert v4 ,chr4 fr seine ,palastbibliothek mit der berlieferten assyrischen ,interlinearversion abschreiben1 ohne welche sie wohl nicht mehr verstanden worden wren1 weil damals die akkadische schon ber tausend ,jahre eine tote ,sprache war4 ,dieses ,erbe der ,akkader1 welches offenbar aus ltern im ,laufe der ,zeit zusammengestellten berlieferungen besteht1 fhrt in eine altersgraue ,zeit hinauf1 in welcher1 wie wir sehen werden1 neben dem ,kultus kosmischer und tellurer ,potenzen der ,glaube an die ,einheit und ,geistigkeit des gttlichen ,wesens bestand4 ,die akkadische ,magie beruhte auf einem vollstndigen wohlgegliederten mythologischen ,system1 welches in seinen ,ursprngen ber das dritte ,jahrtausend vor ,christus zurckreicht4 ,in diesem ,jahrtausend wanderten vermutlich in das von den ,akkadern bewohnte nachmalige ,chalda ,kuschiten ein1 welche ,sprache1 ,religion und ,volkstum der ,akkader allmhlich in den ,hintergrund drngten4 ,in ,babylonien wie in ,chalda bildeten sich verschiedene ,religionsformen aus1 bis ums ,jahr #bjjj ,knig ,sargon eine einheitliche ,staatsreligion einfhrte1 die in ,chalda und ,babylonien wie spter auch in ,assyrien galt4 ,diese ,staatsreligion beruhte zum ,teil auf der der syrischen und phnicischen verwandten ,religion der ,kuschiten2 sie nahm aber viele akkadische ,elemente auf1 und so beginnt denn die bis zur ,zeit ,alexanders des ,groen reichende ,periode der ,chalder4 ,allerdings nahmen in dieser ,mischreligion die akkadischen ,elemente mit ihrer ,dmonenlehre und ihren ,exorcismen einen untergeordneten ,rang ein1 und ihre ,pfleger waren eine niedere ,kaste von ,zauberpriestern1 welche durch ihre ,beschwrungen ,krankheiten und ,bezauberungen zu heilen1 ,dmonen zu vertreiben1 widrige elementarische ,einflsse zu zerstreuen usw4 usw4 suchten4 ,die oberste ,priesterkaste waren die ,chalder1 welche -- wie die persisch-medischen ,magier -- sich nur mit ,astronomie und ,astrologie befaten4 ,da bei den genannten ,vlkern ,kultus und ,occultismus auf das engste verbunden sind1 mssen wir zunchst zu einer ,darstellung ihrer ,religionslehren bergehen4 ,nach chaldisch-babylonischer ,anschauung ist die ,erde von den als ,gottheiten gedachten ,meer1 ,ocean und ,chaos 7chald4 ,tiamat1 ,apsu und ,mummu -- ,thayath1 ,apasn und ,mumis des ,berosus7 geboren4 ,jedoch werden diese mystischen ,gottheiten im ffentlichen ,kultus nicht verehrt1 sondern an ihre ,stelle tritt zuerst die oberste ,trias der mnnlichen ,gottheiten1 welcher eine gewisse hnlichkeit mit der christlichen ,dreieinigkeit nicht abzusprechen ist4 ,die erste ,person dieser ,trias ist ,anu 7,himmel71 der ,erstgeborene1 der ,uralte1 der lteste der ,gtter1 der ,vater der ,gtter1 der ,gebieter der ,finsternis4 ,er ist der ,herr des ,himmels und des ,weltalls1 schon ehe er dem ,chaos eine feste ,gestalt gegeben hatte1 und zugleich der ,gott der ,welt und ,zeit4 ,auf ihn folgt ,ea1 die das ,all durchdringende1 belebende1 lenkende und befruchtende gttliche ,weisheit1 der ber dem ,meer schwebende ,geist4 ,die dritte ,person dieser ,trias ist ,bel 7akkad4 ,mul-ge71 der ,gebieter und die ,personifikation der geordneten ,schpfung1 der ,bildner des ,sternenhimmels und ,lenker der geordneten ,bewegung der ,himmelskrper4 ,diese drei ,personen der obersten gttlichen ,trias sind in ihrem ,wesen gleich und gleich mchtig1 ohne jedoch auf gleicher ,stufe der ,emanation zu stehen2 ,anu ist stets der ,vater des ,ea1 aber bald der ,vater und bald der ,bruder des ,bel4 ,dieser obersten mnnlichen ,trias steht eine weibliche gegenber1 ,anat 7akkad4 ,anu71 ,belit 7akkad4 ,ningelal7 und ,davkina1 welche man sich als der weibliche ,ausdruck und ,form der mnnlichen ,trias dachte4 ,diese ,gottheiten sind androgyner ,natur1 und dieser uralten ,anschauung entstammen die von den ,orphikern und ,neuplatonikern gelehrten hierhergehrigen ,mythen der klassischen ,vlker4 ,der ,begriff der ,androgynie war bei den ,chaldern auch auf die ,planetengtter bertragen1 wie es denn von der ,venus 7,dilbat7 heit3 ,der weibliche ,stern ist der ,venusstern2 er ist weiblich bei ,sonnenaufgang2 ,der mnnliche ,stern ist der ,venusstern2 er ist mnnlich bei ,sonnenuntergang4 ,wie lange sich diese ,anschauungen erhielten1 mge man daraus ersehen1 da in der ,astrologie bis auf die neueste ,zeit ,mercur als ,hermaphrodit gilt1 welcher -- am ,morgenhimmel sichtbar -- weiblich und am ,abendhimmel mnnlich ist4 ,die hchste ,planetengottheit ist die ,sonne1 ,samas1 dessen weibliche ,potenz ,gula hie2 ihr folgte der ,mondgott ,sin1 dessen weibliches ,prinzip im ,akkadischen ,nin-gelal hie2 der assyrische ,name ist noch nicht mit ,sicherheit entziffert4 ,diesen hchsten ,planetengttern folgen nun in bekannter ,stufenreihe3 ,adar 7,saturn71 ,maruduk 7,jupiter71 ,nergal 7,mars71 ,istar 7,venus71 ,nebo 7,mercur72 akkadisch3 ,nin-dara1 ,amar-utuki1 ,nirgal1 ,sukus und ,ak4 ,ihnen allen stehen mit ,ausnahme der unklar androgyn gedachten ,istar1 deren geheimnisvoller ,gatte ,dumuzu heit1 ausgesprochene weibliche ,prinzipe gegenber4 ,so dem ,adar3 die ,belit1 dem ,maruduk die ,zarpanit1 dem ,nergal die ,laz1 und endlich dem ,nebo die ,tasmit4 ,da nun ,venus und ,mercur bald am ,morgen1 und bald am ,abend sichtbar sind1 so nahm man eine doppelte ,istar1 eine von ,arbela und eine von ,niniveh1 an und machte aus ,nebo gar zwei ,persnlichkeiten1 ,nebo den ,gott der ,wissenschaften und ,knste1 und ,nuzku1 den ,diener und ,boten des ,bel4 -- ,wir sehen also hier schon vllig den mythologischen wie den astrologischen ,charakter des ,mercur vorgebildet4 ,der geheimnisvolle ,gatte ,dumuzu 7,tammuz7 der ,istar wurde ihr in seiner ,jugendblte entrissen und veranlate ihre ,wanderung in das ,land ohne ,heimkehr1 das ,totenreich1 wodurch er ,anla zur ,dichtung des ltesten ,epos der ,menschheit1 die ,hllenfahrt der ,istar1 gab4 ,da nun ,dumuzu die ,sonne ist1 liegt diesem ,mythus wohl der astronomische ,vorgang des zeitweisen ,verschwindens der ,venus unter den ,sonnenstrahlen zu ,grund4 ,die ,planetengtter bilden die auf die hchste ,trias folgende oberste ,gtterklasse und regieren mit ihnen nach ,diodorus ,siculus#b die zwlf ,monate und zwlf ,zeichen des ,tierkreises4 ,auf ,denkmlern1 wie dem ,obelisk des ,salmanassar zu ,nimrud und dem ,monolithen des ,assur-nasir-habal werden die obersten zwlf ,gtter folgendermaen genannt3 #a4 ,anu1 der ,knig der himmlischen und irdischen ,erzengel1 ,knig der ,welt4 #b4 ,bel1 ,vater der ,gtter1 ,schpfer4 #c4 ,ea1 ,knig des ,oceans1 ,lenker des ,schicksals1 ,gott der ,weisheit und ,erkenntni4 #d4 ,sin1 ,herr der ,kronen1 zum hchsten ,glanz erkoren4 #e4 ,bin1 der ,krieger und ,herr der befruchtenden ,kanle4 #f4 ,samas1 ,richter des ,himmels und der ,erde4 #g4 ,maruduk1 gerechter ,frst der ,gtter1 ,herr der ,geburt4 #h4 ,adar-,samdar1 der ,mchtige1 ,krieger unter den kriegerischen ,gttern1 ,vernichter des ,bsen4 #i4 ,nergal1 der ,edelmthige1 ,knig der ,schlachten4 #aj4 ,nebo1 ,trger des hchsten ,scepters4 #aa4 ,belit1 ,gattin des ,bel und ,mutter der hchsten ,gtter4 #ab4 ,istar1 die lteste des ,himmels und der ,erde1 die das ,antlitz der ,krieger mit ,glanz erfllt4 ,anderswo#c heien die zwlf ,monate des ,jahres mit ihren ,gttern3 #a4 ,nisannu1 ,anu und ,bel4 #b4 ,airu1 ,ea1 ,gebieter der ,menschheit4 #c4 ,sivanu1 ,sin1 ,erstgeborener des ,bel4 #d4 ,duzu1 ,adar1 der ,krieger4 #e4 ,abu1 ,allat1 ,herrin des ,zauberstabes 7,nin-gis-zida74 #f4 ,ululu1 ,istar1 ,herrin der ,schlachten4 #g4 ,tasritu1 ,samas1 der ,herr der ,welt4 #h4 ,arak-samma1 ,maruduk1 der groe ,frst der ,gtter4 #i4 ,kisilvu1 ,nergal1 der groe ,krieger4 #aj4 ,tebitu1 ,pap-sukul1 ,diener des ,anu und der ,anat4 #aa4 ,sabatu1 ,bin1 ,feldherr des ,himmels und der ,erde4 #ab4 ,addaru1 die sieben groen ,gtter der ,planeten4 #ac4 ,makru-sa-addari1 7,schaltmonat7 ,assur1 ,vater der ,gtter4 ,mit ,leichtigkeit erkennt man in diesen ,monaten diejenigen des ,kalenders der ,juden1 welche ihr ,jahr mit dem siebenten ,monat der ,chalder beginnen lieen4 ,der erste jdische ,monat ,tischri entspricht dem ,tasritu1 der ,marchesvan dem ,arak-samma1 der ,kaslev dem ,kisilvu1 der ,thebet dem ,tebitu1 der ,schebat dem ,sabatu1 der ,adar dem ,addaru1 der ,nisan dem ,nisannu1 der ,ijar dem ,airu1 der ,sivan dem ,sivanu1 der ,tammuz dem ,duzu1 der ,ab dem ,abu1 der ,elul dem ,ululu und der jdische ,schaltmonat ,veadar endlich dem chaldischen ,makru-sa-addari4 ,damit endlich1 da man die ,planeten vergttlichte und sie zu den ,herren der ,zeichen des ,tierkreises wie der ,monate machte1 waren die ,grundlagen der ,astrologie geschaffen4 ,eine groe ,anzahl von ,sternbildern und einzelnen ,fixsternen wurden als ,gtter niederen ,ranges und ,genien 7musedu7 angesehen und nach ihrem ,rang und ihrer ,bedeutung genau klassifiziert4 ,man suchte sich ihrer ,krfte durch ,anfertigung ihnen geweihter ,talismane zu versichern1 aus denen dann die astrologischen ,bilder entstanden1 von denen ich in meinen ,geheimwissenschaften ausfhrlich handelte4 ,diese ,astralgeister standen zwischen den ,gttern und ,menschen und griffen segenbringend oder unheilstiftend in das ,schicksal der letzteren ein4 ,die vier wichtigsten schtzenden ,genien waren3 der bekannte ,flgelstier mit dem ,menschenhaupt1 der sedu oder ,kirubu1 akk4 ,alad2 der ,lwe mit dem ,menschenhaupt1 lamassu oder nirgallu1 akkad4 lamass2 der menschlich gestaltete ustur und endlich der geierkpfige nattig1 welcher ,hesekiel bei seiner ,beschreibung der vier symbolischen1 den ,thron ,jehovas tragenden ,wesen vorschwebte4 ber diesen ,genien standen noch zwei besondere ,engelgruppen1 die ,igigi1 die ,geister des ,himmels1 und die ,amuna-irsiti 7akkad4 amuma-ge71 die ,geister der ,erde1 welche den phnizischen ,kabiren entsprechen4 ,nach ,angabe eines ,tfelchens aus der ,bibliothek von ,niniveh gab es auer der obersten ,trias sieben hchste ,gtter1 fnfzig groe ,gtter des ,himmels und der ,erde1 dreihundert ,geister des ,himmels und sechshundert ,geister der ,erde4 ,es ist natrlich1 da die ,annahme eines solchen ,gtter- und ,dmonenschwarmes die ,aufnahme des akkadischen ,beschwrungs- und ,zauberritus in die chaldische ,priesterwissenschaft begnstigen mute1 obschon die alten ,akkader keine eigentlichen ,gtter1 sondern nur gute und bse ,naturgeister kannten1 welche die ,chalder spter in ,gtter1 ,genien und ,dmonen umbildeten4 ,lenormant nimmt an1 da diese ,jahrhunderte whrende ,umbildung und der ,ausbau der alten ,religion innerhalb der chaldischen ,priesterschulen zur ,zeit ,sargons ,i4 um das ,jahr #bjjj v4 ,chr4 abgeschlossen wurde4 ,die obersten ,naturgeister der ,akkader sind die allad 7assyr4 sedu71 ,genien1 und lamma 7assyr4 lamassu71 ,kolosse1 welche jedoch in sehr unklarer ,weise bald als gute und bald als bse ,geister aufgefat werden4 ,besser sind wir ber die eigentlichen ,dmonen1 utuk1 welches ,wort aber auch zuweilen einen guten ,geist oder die menschliche ,seele bedeutet1 unterrichtet4 ,die wichtigsten unter ihnen sind die alal 7assyr4 allu71 ,zerstrer1 die gigim 7assyr4 e-kimmu71 welcher ,name nicht entziffert ist1 die tellal 7assyr4 gallu71 ,krieger1 und endlich die maskim 7assyr4 rabisu71 ,nachsteller4 ,diese letzten bilden die wichtigste scharf abgegrenzte ,klasse und sind aufs genaueste das ,widerspiel der sieben ,planetengottheiten1 kosmische ,dmonen1 welche berall strend und vernichtend in das ,naturleben eingreifen2 sieben bse ,geister1 sieben ,flammengespenster1 sieben ,dmonen der feurigen ,sphren4 ,diese sieben ,maskim1 welche sich als ,planetendmonen durch alle ,mythologien ziehen#d und noch als ,vorbilder der sieben ,kurfrsten der ,teufel des ,faustschen ,hllenzwangs deutlich erkennbar sind1 sind die ,shne des ,ana1 des ,gottes und ,knigs der finstern ,welt der ,akkader2 sie stren die ,ordnung des ,planetenlaufs1 erregen ,sonnen- und ,mondfinsternisse2 sie fhren gleich den griechischen ,titanen und den ,naphelim oder ,nephilim des ,buches ,henoch kurz nach der ,schpfung erbitterte ,kmpfe gegen ,gott4 ,sie thronen gleich den ,teufeln im ,innern der ,erde und verursachen ,unheil und ,umsturz im ,himmel und auf ,erden4 ,eine akkadische ,inschrift schildert ihr ,treiben folgendermaen mit lebhaften ,farben3 ,die ,sieben1 sie werden im ,gebirge des ,westens geboren2 ,die ,sieben1 sie werden gro im ,gebirge des ,ostens2 ,sie thronen in den ,tiefen der ,erde2 ,sie lassen ihre ,stimme erschallen auf der ,hhe der ,erde2 ,sie lagern im unermelichen ,raum im ,himmel und auf ,erden4 ,einen guten ,namen im ,himmel und auf ,erden besitzen sie nicht2 ,sie1 die ,sieben1 erheben sich im ,gebirge des ,westens2 ,sie1 die ,sieben1 legen sich im ,gebirge des ,ostens zur ,ruh4 -- -- -- ,sieben sind es1 sieben sind es3 ,sieben sind es in des ,oceans tiefsten ,grnden1 aus dem verborgenen ,schlupfwinkel4 ,sie sind nicht mnnlich1 sind nicht weiblich1 ,sie breiten sich aus gleich ,fesseln4 ,sie haben kein ,weib1 zeugen nicht ,kinder2 ,ehrfurcht und ,wohlthun kennen sie nicht4 ,gebet und ,flehen erhren sie nicht4 ,ungeziefer1 das dem ,gebirge entsprossen1 ,feinde des ,ea1 ,sind sie die ,werkzeuge des ,zornes der ,gtter4 ,die ,landstrae strend1 lassen sie auf dem ,wege sich nieder1 ,die ,feinde1 die ,feinde2 ,sieben sind sie6 ,sieben sind sie6 ,sieben sind sie6 ,geist des ,himmels1 da sie beschworen seien6 ,geist der ,erde1 da sie beschworen seien6 -- -- -- ,sie sind der ,tag der ,trauer1 der schdlichen ,winde6 ,sie sind der verhngnivolle ,tag1 der verheerende ,wind1 der ihm vorausgeht4 ,sie sind die ,kinder der ,rache1 die ,shne der ,rache2 ,sie sind die ,vorboten der ,pest2 ,sie sind die ,werkzeuge des ,zorns der ,nin-kigal#e2 ,sie sind die flammende ,wettersule1 welche arg hauset auf ,erden2 ,sie sind die sieben ,gtter des unermelichen ,himmels2 ,sie sind die sieben ,gtter der unermelichen ,erde2 ,sie sind die sieben ,gtter der feurigen ,sphren2 ,die sieben ,gtter1 sie sind sieben an der ,zahl2 ,sie sind die sieben schdlichen ,gtter2 ,sie sind die sieben ,schreckgeister2 ,sie sind die sieben bsen ,flammengespenster1 ,sieben im ,himmel1 sieben auf der ,erde1 ,der bse ,dmon1 der bse alal1 der bse gigim1 der bse telal1 der bse ,gott1 der bse maskim4 ,geist des ,himmels1 beschwre sie6 ,geist der ,erde1 beschwre sie6 ,geist der ,nin-gelal1 der ,herrin der ,lnder1 beschwre sie6 ,geist des ,nin-dara1 ,sohn des ,feuerhimmels1 beschwre sie6 ,geist der ,sukus1 ,herrin der ,lnder1 die zur ,nachtzeit erglnzt1 beschwre sie6 ,die akkadischen ,beschwrungen der ,maskim erhalten zuweilen eine noch grere ,ausdehnung und nehmen dann stets eine dramatische ,form an4 ,eine ,schilderung der von den ,dmonen verursachten ,verheerungen bildet die ,einleitung1 wobei vorausgesetzt wird1 da die ,klage von dem wohlwollenden ,silik-mulu-khi1 dem ,sohne ,ea's1 der ber den ,menschen wacht und zwischen ihnen und den obern ,gttern als ,vermittler dient1 erhrt worden sei4 ,aber seine ,macht und ,weisheit sind nicht derart1 da sie die bermchtigen ,geister1 deren ,einflu beschworen werden soll1 zu berwinden vermgen4 ,silik-mulu-khi wendet sich daher an seinen ,vater ,ea1 den ,herrn der ewigen ,geheimnisse1 der die theurgischen ,handlungen leitet1 und dieser offenbart endlich den mysterisen ,ritus1 die ,zauberformel oder den allmchtigen geheimnivollen ,namen1 der im ,stande ist1 alle ,anschlge der furchtbarsten ,hllenmchte zu vereiteln4 ,es wird also in den akkadischen ,beschwrungen von einem allmchtigen1 geheimnisvollen ,namen gesprochen1 mittelst dessen ,ea im ,innern seines ,herzens die ,zukunft bewacht und beschirmt2 dieser ,name aber1 der alle hllischen ,mchte zu ,boden streckt1 wird nicht genannt3 er wird in geheimnisvoller ,weise vom ,vater auf den ,sohn bermittelt1 hnlich wie die wahre ,aussprache des ,,yhwh bei den ,juden von ,hohepriester zu ,hohepriester4 ,ea erteilt noch einige ,vorschriften zum ,behuf der ,beschtzung und ,heilung der von den ,maskim ,besessenen1 worauf endlich mehrere gttliche ,wesen1 wie die ,hllengttin ,nin-kigal und ,nin-akka-quddu1 deren ,eigenschaften weniger bekannt sind1 unter ,eas ,anfhrung in die ,handlung eingreifen und zusammen mit dem ,feuergott zur vlligen ,unterwerfung und ,bindung der ,maskim schreiten4 ,noch ist zu bemerken1 da diese soeben besprochenen ,dmonen1 deren ,thtigkeit vorwiegend eine allgemeine und kosmische ist1 nicht selten auch ,menschen angreifen1 deren ,migeschick sie herbeifhren4 ,ihre ,einwirkung kann aber auch -- wie die der ,teufel des ,mittelalters und der ,reformationszeit -- infolge der ,bezauberung durch ,schwarzknstler1 wovon weiter unten1 eintreten1 und diese gilt daher als ,urquelle alles menschlichen ,unglcks sowie als ,ursache aller tellurischen ,katastrophen4 ,wir sehen also in dem akkadischen ,beschwrungsritual den ganzen ,modus der mittelalterlichen ,teufelsbeschwrungen vorgebildet1 und wie dort die ,maskim durch ,silik-mulu-khi1 den ,sohn des ,ea1 und den allmchtigen1 geheimnivollen ,namen ,eas beschworen werden1 so werden hier die sieben ,kur- oder ,grofrsten der ,hlle durch ,jesum ,christum1 ,gottes ,sohn1 und die geheimnisvollen kabbalistischen ,namen ,gottes citiert und wieder entlassen4 ,ja1 der allmchtige1 geheimnivolle ,name der ,akkader erinnert sogar an die ,worte des ,goetheschen ,fausts1 mit welchen dieser den in ,pudelsgestalt hinter dem ,ofen hockenden ,mephistopheles apostrophiert3 ,verworfenes ,wesen1 ,kannst du ihn lesen1 ,den nie entsprossenen1 ,unausgesprochenen1 ,durch alle ,himmel gegossenen1 ,freventlich durchstochenen8 ,die akkadisch-chaldischen ,planetengtter und ,maskim wurden im ,parsismus zu den ,amschaspands und ,devs1 bei den ,juden zu den ,erzengeln und ,dmonen der ,planeten1 bei den ,neuplatonikern zu den ,weltfrsten und den ,frsten der ,materie1 und bei den mittelalterlichen ,magiern endlich zu den ,planetenintelligenzen und ,grofrsten der ,hlle4 ,die andern ,naturgeister wurden nicht zu den eigentlichen ,dmonen gezhlt1 sondern -- wie der keilschriftliche ,ausdruck lautet -- als an sich selbst bse ,geister angesehen4 ,namentlich waren dies die ,geister heier und ungesunder ,winde1 welche in ,verbindung mit den klimatischen ,verhltnissen ,chaldas die ,ausbildung und ,verbreitung ansteckender ,krankheiten begnstigten4 ,noch die ,magie der nachreformatorischen ,zeit lt die vier ,kardinalwinde von den ,teufeln ,oriens1 ,paymon1 ,egyn1 ,amaymon beseelt sein1 und noch ,robert ,fludd schrieb in seiner ,medicina catholica einen stattlichen ,folioband1 worin er die ,entstehung und ,heilung aller ,krankheiten durch die ,geister der ,winde detailliert4 ,die ,thtigkeit der brigen1 unbestimmt klassifizierten akkadischen ,dmonen ist auf die ,vorgnge des tglichen ,lebens gerichtet1 und eine ,beschwrung sagt hierber ,folgendes3 ,sie sind der ,hlle ,ausgeburt1 ,sie tragen den ,umsturz nach oben1 sie bringen ,verwirrung nach unten4 ,sie sind das ,gift in der ,galle der ,gtter1 die groen ,tage1 die vom ,himmel sich weg stehlen4 ,sie fallen als ,regen vom ,himmel1 sie sind die der ,erde entsprossenen ,kinder4 ,sie drngen sich rings um hohe ,gerste1 um gerumige ,gerste4 ,sie dringen aus einem ,hause in das andere1 ,sie werden von den ,thren nicht abgehalten1 ,sie werden von den ,riegeln nicht aufgehalten1 ,sie schleichen zwischen den ,thren hindurch wie ,schlangen1 ,sie verhindern die ,schwngerung des ,weibes durch den ,gatten#f1 ,sie stehlen die ,kinder vom ,schooe des ,menschen#g1 ,sie vertreiben den ,besitzer vom vterlichen ,hause1 ,sie sind die ,stimme1 die den ,menschen verflucht und verfolgt4 ,diese ,dmonen wohnen in ,einden und ,wildnissen#h1 von wo aus sie in bewohnte ,lndereien einfallen1 um die ,menschen zu schrecken und zu schdigen4 ,sie werden in den ,beschwrungen nach ihren ,wohnorten klassifiziert1 nach der ,wste1 rauhen ,berggipfeln1 pesthauchenden ,smpfen und dem ,meere4 ,ferner heit es an einer ,stelle1 da der utuk die ,wste bewohne1 der alad sich auf den ,berggipfeln aufhalte1 der gigim die ,wste durchstreife und der telal in den ,stdten umherschleiche4 ,von allen bsen ,einwirkungen1 welche die ,dmonen auf die ,menschen ausben1 ist die ,besessenheit am meisten gefrchtet1 und es giebt zahlreiche ,sprche und ,beschwrungen zur ,heilung derselben4 ,so heit es z4 ,b43 ,den ,dmon1 der sich des ,menschen bemchtigt1 den ,dmon1 der sich des ,menschen bemchtigt1 ,den gigim1 der das ble anthut1 den bsen ,dmon1 ,geist des ,himmels1 beschwre ihn6 ,geist der ,erde1 beschwre ihn6 ,wenn die ,dmonen aus den ,besessenen vertrieben waren1 so suchte man zum ,schutz gegen ihre ,wiederkehr durch ,beschwrung dahin zu wirken1 da nach ,ausfahrt des bsen ,geistes ein guter in den ,leib des ,besessenen fahre4 ,in diesem ,sinne sagt eine ,beschwrung3 ,da der bse ,dmon ausfahren mge6 ,da er sich anderswo niederlasse6 ,da der holde ,dmon1 der holde ,colo ,einfahren mge in seinen ,krper6 ,geist des ,himmels1 beschwre sie6 ,geist der ,erde1 beschwre sie6 ,nach akkadischem ,glauben waren alle ,krankheiten ein ,werk der ,dmonen1 woraus sich die schon ,herodots ,aufmerksamkeit erregende ,thatsache erklrt1 da es bei den ,erben der ,akkader1 den ,babyloniern und ,assyriern1 keine rzte in unserm ,sinne gab2 die ,medizin war bei ihnen nicht wie bei den ,griechen eine rationelle ,wissenschaft1 sondern ein ,zweig der ,magie1 welche wiederum mit der ,religion zusammenfiel4 ,das rztliche ,verfahren bestand in ,beschwrungen1 ,exorcismen und der ,anwendung von ,zaubertrnken1 wodurch allerdings nicht ausgeschlossen wird1 da man sich bei ,anwendung der letzteren nicht auch einer ,anzahl von ,stoffen bediente1 deren ,heilkraft die ,erfahrung gelehrt hatte4 ,die ,auffassung1 da die ,krankheiten ein ,werk feindlicher ,dmonen seien1 zieht sich bekanntlich durch die ganze ,geschichte1 und diesbezgliche ,beschwrungen wren wohl kaum zu allen ,zeiten gebt worden1 wenn sie nicht zuweilen wirksam gewesen wren4 ,die so von und bei geeigneten ,persnlichkeiten erzielten ,heilungen bestrkten natrlich den ,glauben an die objektive ,wahrheit des den ,beschwrungen zu ,grund liegenden zufllig herrschenden ,dogmas1 welcher ,irrtum zur ,zeit der ,aufklrung ,veranlassung gab1 das ,kind mit dem ,bade auszuschtten und mit der falschen ,voraussetzung auch den thatschlich erzielten ,erfolg preiszugeben4 ,die durch ,exorcismen erzielten ,heilungen sind ganz einfach als mind-cures zu betrachten1 in denen eine willenskrftig liebevolle durch die dem jeweiligen ,kulturzustand entsprechende ,beschwrung glubig erregte ,psyche auf eine andere1 schwchere wirkt2 und dies mag wohl schon bei den ,akkadern der ,fall gewesen sein4 ,das zweite ,buch des ,sargonschen ,auguralwerks enthlt die akkadischen ,krankheitsbeschwrungen1 welche nach einem ,muster geformt sind3 ,eine ,erklrung der ,krankheit und ihrer ,symptome macht den ,anfang und fllt den grten ,teil der ,beschwrung aus1 worauf die ,wnsche nach ,genesung1 oder aber eine an die ,krankheit selbst#i gerichtete kategorische ,aufforderung1 sich zu entfernen1 den ,schlu bilden4 ,manchmal erhlt die ,beschwrung am ,schlu eine dramatische ,form1 und es entspinnt sich dann stets ein ,dialog1 in welchem ,ea von ,silik-mulu-khi angegangen wird1 das gewnschte ,heilmittel nachzuweisen4 ,manchmal sind diese ,heilmittel magnetische1 wie z4 ,b4 magnetisiertes ,wasser1 ,transplantation der ,krankheit und magnetisierte ,amulette4 ,ein ,beispiel fr den ,gebrauch magnetisierten ,wassers liefert uns eine lngere ,beschwrung1 deren ,anfang leider verstmmelt ist4 ,der ,text beginnt mit den ,worten3 ,die ,krankheit der ,stirn ist der ,hlle entsprungen1 ,sie ist dem ,wohnsitz des ,gebieters der ,hlle entsprungen4 ,im ,folgenden werden die besonderen ,symptome des ,leidens charakterisiert2 es wird von der anschwellenden ,geschwulst und beginnender ,eiterung sowie von der ,gewalt des bels gesprochen1 welches die ,wnde des ,kopfes gleich denen eines morschen ,schiffes zersprengt4 ,vergeblich hat der ,kranke die ,wirkung der reinigenden ,gebruche versucht2 sie vermochten die der ,hlle entstammende ,plage nicht zu bemeistern3 ,er hat sich gereinigt und hat den ,stier nicht gebndigt1 ,er hat sich gereinigt und hat den ,bffel nicht ins ,joch gespannt4 ,trotzdem lt das bel nicht ab1 den ,kranken gleich ,heuschreckenschwrmen zu zernagen2 da schreiten endlich die ,gtter ein1 und von jetzt ab lautet der ,text3 ,silik-mulu-khi hat ihm ,beistand geliehen4 ,er ist in seines ,vaters ,behausung getreten und hat zu ihm gesprochen3 ,mein ,vater6 die ,krankheit des ,hauptes ist der ,hlle entstiegen4 ,ein zweites ,mal hat er zu ihm gesprochen3 ,was er dagegen thun soll1 das wei dieser ,mann nicht2 wie wird er dieselbe berwinden8 ,er hat seinem ,sohne ,silik-mulu-khi erwidert3 ,mein ,sohn6 weshalb weit du das nicht8 ,warum soll ichs dich erst lehren8 ,was ich wei1 das weit du doch auch4 ,doch komme her1 mein ,sohn ,silik-mulu-khi2 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4#aj nimm den ,eimer2 ,schpfe ,wasser von der ,spiegelflche des ,flusses2 ,theile diesem ,wasser deine hohe ,zauberkraft mit2 ,verleihe ihm durch deinen ,zauber den ,glanz der ,reinheit4 ,benetze mit ihm den ,mann1 den ,sohn seines ,gottes2 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 umhlle sein ,haupt4 ,da der ,irrsinn vergehe6 ,da die ,krankheit seines ,hauptes sich auflse wie ein flchtiger ,nachtregen6 ,da ,eas ,vorschrift ihn heile6 ,da ,davkina#aa ihn heile6 ,da ,silik-mulu-khi1 des ,oceans ,erstgeborener1 das gnstige ,bild schaffe6 ,nehmen wir1 was hier zulssig ist1 an1 da bei den ,akkadern1 wie bei den gyptern der heilende ,gott in der ,praxis durch einen ,priester vertreten wird#ab1 so sehen wir in dem letzten ,passus der ,beschwrung gleichzeitig eine ,vorschrift zur ,herstellung magnetisierten ,wassers vor uns1 welches angewendet wurde1 wenn der ,exorcismus oder -- besser gesagt -- die geistige ,heilkraft1 nicht stark genug war4 ,da die alten ,akkader auch eine ,art mesmerisierter ,bder kannten1 ergiebt sich aus dem ,inhalt folgenden ,zauberspruchs#ac3 ,flle ein ,gef mit ,wasser2 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,stelle einen ,zweig von der weien ,ceder hinein2 bertrage demselben den ,zauber der von ,eridhu#ad kommt4 ,bekrftige sodann die ,bezauberung dieses ,wassers2 ,vervollstndige den gttlichen ,zauber4 ,reiche dieses ,wasser dem ,menschen2 ,thue1 was 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 sein ,haupt4 ,den hinflligen ,menschen1 ,sohn seines ,gottes1 stelle wieder her6 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 sein ,zauberbild4 ,beschwre diesen ,menschen4 ,verleihe ,heilkraft diesem bezauberten ,wasser1 auf da ,ihn alle ,folgen der ,verwnschung verlassen4 ,gleichzeitig1 whrend dieses ,wasser ber seinem ,krper zerrinnt1 ,mge die ,pest1 die seinen ,krper behaftet1 zerrinnen wie dieses ,wasser4 ,fange dieses ,wasser im ,gefe wieder auf ,und schtte es aus als ,trankopfer auf die ,seite der ,landstrae1 ,da die ,landstrae die ,krankheit1 die seine ,krfte verzehrt1 entfhre6 ,wie allbekannt1 werden noch heute ,bder mesmerisiert1 indem man mit einem ,stab1 dem ,konduktor1 das in der ,wanne befindliche ,wasser eine ,zeit lang in gleicher ,richtung kreisfrmig umrhrt1 eine ,manipulation1 welche1 wie der ,augenschein beweist1 schon vor ,jahrtausenden bekannt war4 ,nach unserer ,vorschrift scheint man das magnetisierte ,wasser sowohl zum ,trinken als zu einer ,art ,douche benutzt zu haben4 ,das ,ausgieen des ,bades auf die ,landstrae ist eine sogenannte ,transplantation der ,krankheit in die ,elemente1 wie sie noch heute bei den sogenannten magnetischen ,kuren vielfach gebt wird1 indem man die mit der kranken ,mumie angefllten ,magnete -- um die klassisch gewordenen ,ausdrcke der ,paracelsisten beizubehalten -- an die ,luft oder in den ,rauch hngt1 vergrbt1 verbrennt1 ausschttet usw4 ,der ,zauberstab oder magnetische ,konduktor spielt in den ,euphratlndern eine groe ,rolle und heit akkadisch gis-zida1 der gnstige1 wohlthtig wirkende ,stab1 oder gi-namekirru1 ,rohr des ,schicksals und assyrisch qan mamiti1 ,rohr des ,schicksals und qan pasari1 ,rohr der ,offenbarung4 ,als ,schilfrohr ist der ,zauberstab ,attribut des heilenden ,gottes ,silik-mulu-khi1 und es heit von ihm#ae3 ,goldenes ,schilfrohr1 mchtiges ,schilfrohr1 leuchtendes ,schilfrohr der ,smpfe1 ,heilige ,streu der ,gtter1 ,kupfernes ,schilfrohr1 das die ,vollendung erhht1 ,ich bin der ,bote des ,silik-mulu-khi1 ,der ,verknder hehrer ,verjngung4 ,offenbar beziehen sich die dem ,schilfrohr oder ,zauberstab beigelegten ,bezeichnungen auf durch denselben hervorgerufenes ,hellsehen oder erzeugte ,heilungen resp4 wohlthtige allgemeine ,wirkungen1 und es gewinnt nach obiger ,strophe den ,anschein1 als ob man sich auch metallener ,konduktoren bedient habe4 ,vielleicht untersttzten die ,erben der ,akkader ihre ,seher und ,seherinnen durch das ,rohr der ,offenbarung4 ,die bekannteste dieser antiken ,somnambulen wohnte im ,turme zu ,borsippa1 und ,herodot uert sich1 das ,wesen der ,incubation miverstehend1 folgendermaen ber die dort erteilten ,orakel3 ,im obersten ,thurm ist ein gerumiger ,tempel1 in demselben befindet sich eine groe wohlgebettete ,lagersttte und daneben steht ein goldener ,tisch2 ein ,gtterbild ist aber dort nicht aufgerichtet1 auch verweilt kein ,mensch darin des ,nachts auer einem ,weibe1 eine von den ,eingeborenen1 welche der ,gott sich aus allen erwhlt hat1 wie die ,chalder versichern1 welche die ,priester dieses ,gottes sind4 ,eben dieselben behaupten auch1 wovon sie mich jedoch nicht berzeugt haben1 da der ,gott selbst in den ,tempel komme und auf dem ,lager ruhe1 gerade wie in dem egyptischen ,theben auf dieselbe ,weise nach ,angabe der ,aegypter1 denn auch dort schlft im ,tempel des thebanischen ,zeus ein ,weib4 ,diese beiden pflegen1 wie man sagt1 mit keinem ,manne ,umgang2 ebenso verhlt es sich in dem lycischen ,patara mit der ,priesterin des ,gottes zur ,zeit des ,orakels1 denn es findet dasselbe nicht immer dort statt2 wenn es aber stattfindet1 so wird sie dann die ,nchte hindurch mit dem ,gott in den ,tempel eingeschlossen4#af ,einigen ,aufschlu ber die ,anwendung magnetisierter ,stoffe zu ,heilzwecken in ,verbindung mit magnetisiertem ,wasser bei den ,akkadern giebt uns folgender ,zauberspruch1 in welchem ,ea die ,mittel zur ,heilung eines ,kopfbels angiebt#ag3 ,nimm das ,fell eines weiblichen ,camels1 das sich nie begattete1 ,die ,zauberin#ah stelle sich zur ,rechten1 auch treffe sie ihre ,vorbereitungen zur ,linken 7des ,kranken72 ,zertheile 7dieses ,fell7 in zweimal sieben ,stcke und theile ihnen den ,zauber mit1 der da kommt von ,eridhu4#ai ,umhlle das ,haupt des ,kranken1 ,umhlle den ,sitz seines ,lebens1 ,umhlle seine ,hnde und ,fe4 ,lasse ihn sich niedersetzen auf seinem ,lager und ,benetze ihn mit den bezauberten ,wassern2 ,da die ,krankheit seines ,hauptes in den ,himmelsraum entfhrt werde gleich einem reienden ,sturmwind4 ,da sie von der ,erde entfhrt werde wie die zeitweise bertretenden ,wasser4#bj ,da ,eas ,vorschrift ihn heile6 ,da ,davkina ihn heile6 ,da ,silik-mulu-khi1 des ,ozeans ,erstgeborener1 dem ,bilde die heilsame ,kraft verleihe6 ,soviel ber den ,mesmerismus bei den ,akkadern1 dessen ,anwendung auf dem heilenden wie auf dem divinatorischen ,gebiet die gleiche ist1 heute wie tausend ,jahre vor dem ,beginn der eigentlichen ,geschichte4 ,oben wurde bereits angedeutet1 da die ,akkader die ,krankheit als ein persnliches ,wesen betrachteten1 welches sich des ,menschen bemchtige4 ,dies geschah besonders bei den beiden schwersten ,krankheiten1 an denen die ,chalder zu leiden hatten1 der ,pest und dem ,fieber1 ,namtar und ,idpa4 ,diese zhlen zu den gefrchtetsten ,dmonen1 wie wir aus folgendem ,beschwrungsfragment ersehen3 ,gegen den ,kopf des ,menschen richtet seine ,macht der fluchwrdige idpa1 ,gegen das ,leben des ,menschen der grausame namtar1 ,gegen den ,hals des ,menschen der schdliche utuq1 ,gegen die ,brust des ,menschen der verderbenbringende alal1 ,gegen die ,eingeweide des ,menschen der bse gigim1 ,gegen die ,hand des ,menschen der schreckliche telal4 ,die auf diese schadenstiftenden ,dmonen folgende ,klasse sind die ,schreckgespenster1 welche mit den ,schatten der ,toten im ,innern der ,erde1 in dem dem jdischen ,scheol vergleichbaren ,land ohne ,heimkehr wohnen und aus ihm hervorgehen4 ,die drei wichtigsten ,wesen dieser ,klasse sind das larvenartige ,schreckgespenst oder ,schattenbild 7akkad4 dimme1 assyr4 lamastuv71 das ,gespenst 7akkad4 dimmea1 assyr4 labasu7 und der ,vampyr 7akkad4 dimmekhab1 assyr4 abharu71 von welchen die ersteren nur die ,menschen durch ihre ,erscheinung erschrecken1 whrend der ,vampyr den ,menschen anfllt4 ,der ,vampyrglaube ist in ,chalda sehr verbreitet1 und in dem ,epos die ,hllenfahrt der ,istar ruft die ,gttin dem ,hter der ,hlle am ,thore folgende ,worte zu3 ,hter1 ffne dein ,thor2 ffne dein ,thor1 damit ich eintreten kann6 ffnest du aber das ,thor nicht1 und kann ich nicht eintreten1 ,dann strme ich das ,thor und sprenge sein ,schlo1 ,strme die schlieenden ,riegel1 durchschreite das ,thor4 ,dann werde ich die ,todten erwecken1 zu verschlingen die ,lebenden1 ,ich werde die dem ,tageslicht wieder zugefhrten ,todten zahlreicher machen denn ,alles1 was lebt4 ,eine besondere ,geisterklasse sind die ,dmonen der nchtlichen ,samenergsse1 das ,nachtmnnchen1 lillal1 und das ,nachtweibchen1 kiel-lillal1 die bezwingende ,beischlferin1 deren ,umarmungen sich weder ,weiber noch ,mnner entziehen knnen4 ,die kiel-lillal ist die ,lilith der ,juden1 und es heit von ihr ganz conform der ,stelle bei ,jesaias#ba3 ,dornen werden in ihren ,palsten wachsen1 ,in ihren ,festen ,nesseln und ,disteln2 ,schakale werden da hausen1 ,straue werden da nisten4 ,dort werden die ,thiere der ,wste den ,wlfen begegnen1 ,die ,dmonen mit einander verkehren4 ,dort allein wird ,lilith ihre ,wohnstatt suchen1 ihren ,ruheplatz finden4 ,auer dem ,nachtweibchen giebt es noch einen weiblichen ,kobold 7akkad4 kiel-udda-karra1 assyr4 ardat71 von welchem nur bekannt ist1 da er sich gern in der ,nhe der ,menschen aufhlt und besonders die ,stlle zum ,schauplatz ihres ,treibens macht1 also ein ,hauskobold4 ,noch sei erwhnt1 da die ,akkader den bsen ,blick und das ,berufen kannten4 ,das bse ,wort und der bse ,mund werden berall neben dem bsen ,blick erwhnt2 so heit es3 ,den1 der das gefertigte ,ebenbild bezaubert1 ,das bse ,antlitz1 den bsen ,blick1 ,den bsen ,mund1 die bse ,zunge1 ,die bse ,lippe1 das schdliche ,gift1 ,geist des ,himmels1 beschwre sie6 ,geist der ,erde1 beschwre sie6 ,auer den ,beschwrungen bedienten sich die ,chalder und spter die ,assyrer in ausgedehntester ,weise der ,talismane 7akkad4 sagba1 assyr4 mamituv74 ,folgende ,beschwrung wurde ber einen solchen ,talisman gesprochen1 um ihm die ,macht zu verleihen1 die sich in die ,huser einschleichenden ,dmonen zu vertreiben3 ,talisman6 ,talisman6 ,unwandelbarer ,hort6 ,unberschreitbare1 von den ,gttern errichtete1 ,schranke6 ,grenzscheide des ,himmels und der ,erde1 die man nimmer hinwegrckt4 ,einziger ,gott1 der sich nimmer verndert1 ,dessen ,macht kein ,gott1 kein ,mensch zu bekmpfen vermag1 ,schlinge1 die nimmer gelst wird1 dem bsen ,zauber gelegt1 ,schwert1 dem man nimmer entgeht1 gegen den schdlichen ,zauber gerichtet6 ,sei's auch ein bser utuk1 ein bser alal1 ein bser gigim1 ein bser telal1 ein bser ,gott1 ein bser maskim1 ,ein ,schreckgespenst1 ein ,nachtgeist1 ein ,vampyr1 ,ein ,nachtmnnchen1 ein ,nachtweibchen1 ein weiblicher ,kobold1 ,sei's gar die verheerende ,pest1 das schmerzhafte ,fieber1 eine bsartige ,krankheit3 ,wer sein ,haupt gegen die ,wasser des ,ea erhebt1 die durch ,besprengen verbreitet1 ,den soll die ,falle des ,gottes ,ea erfassen4 ,wer sein ,haupt gegen die ,speicher des ,gottes ,serakh erhebt1 ,den soll das ,sichelschwert des ,gottes ,serakh in ,stcke zerschneiden1 ,wer den ,grenzstein des ,eigenthums berschreitet1 ,den wird der ,grenzstein der ,gtter1 der ,grenzstein des ,himmels und der ,erde nimmer entkommen lassen6 -- 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,wer ,arges im ,schilde fhrt wider das ,wohnhaus1 ,den soll er in den ,graben des ,hauses versenken6 ,diejenigen1 die aller ,orten ,verwirrung und ,umsturz stiften1 ,die soll er anderswohin verjagen1 in de1 unfruchtbare ,orte6 ,wer am ,thore des ,hauses auflauert1 ,den soll er einsperren im ,hause1 an einem ,ort1 aus dem keine ,wiederkehr mglich ist6 ,wer sich den ,thrflgeln1 den ,querriegeln anhngt1 ,den sollen die ,thrflgel1 die ,riegel in unauflsbare ,bande einschlieen6 ,wer sich heimlich in die ,rinnen und ,dachtraufen stiehlt1 ,wer mit ,gewalt den ,verschlu fortstt1 der auf die ,thr und ,angeln gelegt ist1 ,den soll er wie ,wasser hindurchflieen lassen6 ,den soll er zerschmettern wie einen irdenen ,krug6 ,den soll er zermalmen wie ,thonerde4 ,wer das ,zimmerwerk berschreitet1 den soll er der ,flgel berauben6 ,den1 der seinen ,hals zum ,fenster hinaussteckt1 den soll das ,fenster erwrgen6 ,es gab sehr verschiedene ,arten von ,talismanen bei den ,akkadern3 so auf ,zettel geschriebene ,zaubersprche1 welche gleich den ,denkzetteln der ,juden an die ,kleider geheftet getragen wurden4 ,auch trug man ,periapte aus allerlei ,stoffen um den ,hals als ,schutzmittel gegen ,unglck aller ,art1 ,krankheiten1 dmonische ,nachstellungen usw41 ebenso in ,steine geschnittene ,bildnisse von ,gttern und ,genien1 wie dergleichen vielfach in den ,museen aufbewahrt werden4 ,eine ganze ,anzahl talismanischer ,gtterstatuetten aus gebranntem ,lehm fand ,botta unter der ,thorschwelle des ,knigspalastes von ,khorsabad und lie sie in das ,museum des ,louvre schaffen4 ,es sind dies3 ,bel mit einer ,kopfbedeckung1 die mit mehreren ,reihen ,stierhrnern geschmckt ist2 ,nergal mit einem ,lwenkopf1 ,nebo mit einem ,scepter usw4 ,in einer dazugehrigen ,inschrift1 welche sich gegenwrtig in ,cambridge befindet1 sagt ,nergalsarussur1 ein ,nachfolger des babylonischen ,knigs ,nabukudurussur1 da er bei der ,wiederherstellung der ,thore der heiligen ,pyramide von ,babylon acht talismanische ,figuren von ,bronce1 welche durch ,todesschrecken ,bse und ,feinde entfernen1 habe verfertigen lassen1 um sie dort aufzustellen4 ,aus dem ,fragment folgenden ,zauberspruches lassen sich recht deutlich die ,bestimmung1 ,macht und ,anwendung derartiger ,talismane ersehen3 ,zur ,erhebung eurer ,hnde habe ich mich in einen dunkelblauen ,schleier gehllt2 ,ich habe ein vielfarbiges ,kleid angelegt2 in eure ,hnde 4 4 ,ich habe die ,zauberbinde vervollkommnet1 ich habe sie gereinigt4 ,ich habe mich mit ,glanz umhllt 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,stelle zwei an einander gebundene ,bilder1 untadelhafte ,bilder1 welche die bsen ,dmonen verjagen1 ,neben den ,kopf des ,kranken zur ,rechten und ,linken4 ,stelle das ,bild des ,gottes ,ungal-,nirra#bb1 der nicht seines ,gleichen hat1 an die ,umzunung des ,hauses4 ,stelle das ,bild des ,gottes1 der im ,glanze der ,tapferkeit strahlt1 der nicht seines ,gleichen hat#bc1 ,und das ,bild des ,gottes ,narudi1 des ,gebieters der mchtigen ,gtter1 ,auf den ,boden unter das ,bett4 ,zur ,abhaltung alles nahenden ,ungemaches stelle den ,gott 4 4 und den ,gott ,latarak an die ,thr4 ,zur ,abhaltung alles bels stelle als ,scheuche an die ,thr 4 4 ,an den ,thorweg stelle den streitbaren ,helden1 der seine ,hand dem ,feinde entgegenstreckt1 ,stelle ihn zur ,rechten und ,linken4 ,stelle die wachsamen ,bilder des ,ea und ,silik-mulu-khi unter den ,thorweg2 ,stelle sie zur ,rechten und ,linken 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 die ,zauberkraft ,silik-mulu-khis1 welche dem ,bilde innewohnt1 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,o1 die ihr dem ,ocean entsprossen1 ihr ,glnzenden1 ,kinder des ,ea1 ,esset1 was mundet1 trinket1 was s schmeckt6 ,dank eurem ,schutz kein ,ungemach eindringe6 ,aus dem ,schlu des ,zauberspruches ergiebt es sich mit ,sicherheit1 da die ,akkader fr ihre ,gtter und ,genien1 gerade wie unsere ,altvordern fr die ,hauskobolde1 irgendwo im ,hause ,speise und ,trank aufzustellen pflegten1 um sich ihrer ,gunst zu versichern4 ,analog heit es in einer ,sammlung assyrischer ,beschwrungen gegen die ,einwirkung bser ,zauberer3 ,gegen die ,dmonen1 den ,genius1 den rabisu1 den ekimmu1 ,das ,gespenst1 das ,schattenbild1 den ,vampyr1 ,das ,nachtmnnchen1 das ,nachtweibchen1 den weiblichen ,kobold ,und alles bel1 das den ,menschen erfat1 ,veranstaltet ,festlichkeiten1 opfert und kommt alle zusammen2 ,da euer ,weihrauch zum ,himmel emporsteige6 ,da die ,sonne das ,fleisch eures ,opfers verzehre6 ,da ,eas ,sohn1 der ,held1 dessen ,zauber 4 4 4 4 4 4 euer ,leben verlngere6 ,eine andere ,art von ,talismanen wurde in der ,absicht hergestellt1 da man die durch sie dargestellten ,dmonen durch die ,scheulichkeit ihrer ,ebenbilder zu vertreiben gedachte4 ,so giebt z4 ,b4 ,ea seinem ,sohne ,silik-mulu-khi behufs ,vertreibung des ,pestdmons ,namtar folgenden ,rat3 ,tritt heran1 mein ,sohn ,silik-mulu-khi1 ,knete den ,schlamm des ,oceans ,und forme daraus das ihm 7,namtar7 hnliche ,bild1 ,lege den ,menschen nieder1 nachdem du ihn einer ,reinigung unterzogen2 ,lege das ,bild auf seinen entblten ,unterleib2 ,theile ihm den ,zauber mit1 der von ,eridhu kommt4 ,wende sein ,antlitz nach ,westen4 ,da der bse ,namtar1 der seinen ,krper bewohnt1 sich anderswo niederlasse4 ,amen4 ,das ,bild1 das sein ,haupt emporgerichtet1 ist mit groer ,macht ausgestattet4 ,eine derartige ,broncestatuette1 welche nach einer auf ihrem ,rcken befindlichen akkadischen ,inschrift den ,dmon des ,westwindes darstellt1 befindet sich im ,museum des ,louvre4 ,die aufrechtstehende ,figur hat einen ,totenkopf mit ,augen und ,ziegenhrnern1 den ,rumpf eines ,hundes1 ,lwentatzen1 ,adlerfe1 einen ,skorpionsschweif und ausgespannte ,flgel4 ,an einem am ,hinterkopf der ,figur befindlichen ,ring wurde dieselbe am ,fenster oder vor der ,thr des ,hauses aufgehngt1 um den schdlichen ,einflu des von der arabischen ,wste nach ,babylon herberstreichenden ,westwindes zu vernichten4 ,im ,british ,museum befinden sich hnliche ,talismane wie z4 ,b4 ein ,bild eines ,dmons mit einem ,widderkopf und bermig langem ,hals oder mit einem ,hynenkopf1 ,brenleib und ,lwentatzen usw4 usw4 ,es ist leider nicht mglich1 alle ,formen dieser ,talismane festzustellen und zu deuten1 indessen kann nicht der mindeste ,zweifel darber herrschen1 da in spterer ,zeit aus ihnen ,abraxasgemmen und -ringe sowie die astrologischen ,bilder entstanden4 ,die abenteuerlichen ,formen dieser aus menschlichen und tierischen ,teilen bestehenden ,geschpfe hngen mit uralten kosmogonischen ,mythen zusammen1 denn ,berosus schildert die ,geschpfe des ,chaos ganz analog1 wenn er sagt3 ,es gab eine ,zeit1 wo alles in ,finsterni gehllt und vom ,wasser durchdrungen war1 und wo mitten in diesem wirren ,chaos die scheulichsten ,thiere und wunderbarsten ,geschpfe urpltzlich entstanden2 es gab ,menschen mit zwei und vier ,flgeln1 mit zwei verschiedenen ,gesichtern oder ,kpfen1 von denen der eine oft mnnlichen1 der andere weiblichen ,geschlechtes war1 ja es gab sogar ,menschen1 welche gleichzeitig mnnlichen und weiblichen ,geschlechtes waren2 es gab ,menschen mit ,ziegenfen und ,ziegenhrnern oder solche mit ,pferdefen2 es gab endlich ,menschen1 welche mit dem ,hintertheil eines ,pferdes und dem ,vordertheil eines ,menschen ausgestattet waren1 hnlich den ,hippocentauren1 ,es gab ,stiere mit menschlichem ,kopfe1 ,hunde mit vierfachem ,krper und ,fischschwnzen1 ,pferde und ,menschen mit ,hundekpfen1 desgleichen ,thiere1 welche mit dem ,kopf und ,krper eines ,pferdes und dem ,schwanze eines ,fisches versehen1 auch andere ,vierfler1 welche aus verschiedenen ,thieren1 wie ,fische1 ,schlangen und andere ,reptilien zusammengesetzt1 desgleichen zahlreiche ,arten von wunderbaren ,ungeheuern1 welche auf das verschiedenartigste gestaltet waren und deren ,abbildungen man auf den ,wandgemlden des ,baaltempels sehen kann4 ,ein ,weib1 ,amoroka#bd1 leitete diese ,schpfung2 sie wird im ,chaldischen ,thavatth#be genannt1 ein ,name1 der im ,griechischen das ,meer bedeutet2 doch wird sie auch mit dem ,monde identificiert4 ,diese ,geschpfe des ,chaos sind nach ,lenormant#bf entweder wohlthtige ,genien oder von den ,gttern bekmpfte ,dmonen1 welche bei der ,scheidung der ,elemente entstanden1 und denen ,diodorus ,siculus die ganze untere ,hlfte des ,weltalls als ,sitz anweist4#bg ,die ,ungeheuer1 welche ,tiamat im ,chaos beherrschte1 sind indessen auch die ,bestandteile jenes ,heeres1 mit welchem ,tiamat -- die ,personifizierung der von den ,gttern noch ungeordneten ,materie -- die geordnete ,welt befehdet4 ,auch ist es ,tiamat1 welche die ersten ,menschen zur ,verletzung der gttlichen ,gebote verleitet1 so da sie in der chaldo-babylonischen ,schpfungstradition die gleiche ,rolle spielt1 wie die ,schlange in der biblischen4 ,die beim ,kampfe der ,tiamat mitwirkenden chaotischen ,geschpfe werden vollstndig mit den ,dmonen identifiziert und deshalb von den oberen ,gttern bekmpft4 ,im ,british ,museum befindet sich z4 ,b4 ein aus dem ,palast von ,nimrud herrhrendes ,basrelief1 auf welchem der mit ,knigskrone und ,stierhrnern geschmckte ,maruduk1 welcher an den ,schultern vier ,flgel trgt1 mit dem ,blitzstrahl in der ,hand die ,tiamat verfolgt1 welche als ,ungeheuer mit ,krper1 ,kopf und ,vorderfen eines ,lwen und den ,flgeln1 ,kopf und ,krallen eines ,adlers erscheint4 ,die ,talismane1 welche man zum ,schutz in den ,husern verbarg1 entfalten nach dem ,glauben der ,urzeit wie nach dem des spteren ,mittelalters nur so lang ihre heilbringende ,kraft1 als sie an ihrem ,platz bleiben1 wie sich schon aus folgender von ,knig ,assurakhiddin herrhrenden ,inschrift ergibt3 ,da der bewachende ,stier1 der bewachende ,genius1 ,der die ,macht meines ,knigthums schtzt1 ,fr alle ,zeiten meinen freudestrahlenden und geachteten ,namen erhalte1 ,bis seine ,fe von seinem ,platz verdrngt werden4 ,in anderen ,bruchstcken unseres magischen ,sammelwerkes wird dem reuevollen ,bekenntnis begangener ,snden1 der aufrichtigen ,bue und reinigenden ,gebruchen schtzende ,wirkung gegen die ,nachstellung bser ,dmonen beigelegt4 ,man sieht also1 da gewisse kirchliche ,gebruche nichts weniger als christlichen ,ursprungs sind4 ,zu den wichtigsten der schtzenden ,talismane der ,chalder wird der ,zauberstab bezeichnet1 dessen akkadische ,bezeichnung gis-zida1 der gnstige1 wohlthtige wirkende ,stab auch von den ,babyloniern und ,assyriern1 wenn er auch ,beinamen fhrte1 doch nicht durch einen andern ,namen ersetzt wurde4 ,der ,titel ,nin-gis-zida1 die ,herrin des ,zauberstabs1 ist eine ,nebenbezeichnung der akkadischen ,gttin ,nin-kigal und der assyrischen ,allat1 der ,herrin des ,totenreichs1 welche daher auch die ,sondergttin der ,magie und ,geisterbeschwrung ist2 ihr1 der ,herrin des ,zauberstabs1 ist der ,monat ,ab geheiligt4 ,welche ,rolle der magische ,stab bei den ,hofzauberern ,pharaos1 in der ,odyssee1 bei ,cicero usw4 usw4 spielt1 ist bekannt4 ,die ,chalder machten einen ,unterschied zwischen helfender ,magie und schdigender schwarzen ,kunst4 ,die ,vorschriften zu ersterer wurden in den heiligen ,bchern mitgeteilt und ich habe oben an einigen ,stichproben gezeigt1 da dem ,verfahren im wesentlichen ,heilmesmerismus und ,transplantation der ,krankheiten zu ,grund lag2 auerdem spielten noch die ,beschwrungen eine groe ,rolle4 ,durch die ,beschwrung der ,schutzgtter1 als welche besonders ,ea und der ,sonnengott betrachtet werden1 sollen nicht allein die bsen ,dmonen bekmpft1 sondern es soll auch die ,wirkung des ,zaubers vernichtet werden4 ,in diesem ,sinne heit es in einem ,hymnus3 ,der du die ,lge zu ,schanden machst1 den bsen ,einflu vernichtest1 ,der du ,wunder1 schreckliche ,zeichen1 ,deutungen1 ,trum' und ,erscheinungen1 ,der du die bsen ,rnke vereitelst1 ,menschen und ,lnder vernichtest1 ,die der ,hexerei und bsem ,zauber ergeben sind1 usw4 ,der ,zauberer und ,schwarzknstler wird in den akkadischen ,beschwrungen meist der ,bsewicht1 der boshafte ,mensch bezeichnet1 welche ,namen dessen magische ,thtigkeit aus ,furcht nur verschleiert andeuten1 gerade wie man im ,mittelalter die ,hexen gute ,frauen1 bonnes dames usw4 zu nennen pflegte4 ,so wird auch bei den ,akkadern im gleichen ,sinn die ,zauberei das ,wirkende1 das ,gewaltsame2 die magischen ,gebruche die ,handlung2 die ,beschwrung das ,wort und der ,zaubertrank die wirkende ,sache genannt4 ,der akkadische ,bsewicht bt die gleichen ,venefizien wie die mittelalterlichen ,hexen4 ,sie bezaubern den ,menschen durch den bsen ,blick oder bse ,worte2 durch seine ,beschwrungen und ,knste zwingt er die ,dmonen1 da sie seinen ,befehlen gehorchen und ,menschen wie ganze ,lnder mit ,krankheit1 ,besessenheit und ,tod berziehen4 ,durch ,zauberei1 ,verwnschungen und wirkliches den ,zaubertrnken beigemischtes ,gift ttet er die ,menschen1 whrend umgekehrt die zur ,heilung der ,zauberei angewendete ,beschwrung den tdlichen ,ausgang auf den ,schwarzknstler zurckzuwlzen sucht4 ,so lautet ein hierhergehriger ,passus einer assyrischen ,beschwrung1 die gegen die bsen ,knste einer ,hexe gerichtet ist#bh3 ,da sie sterbe und ich am ,leben bleiben mge6 ,bei den ,akkadern wird wie bei den ,thessaliern1 den brigen ,vlkern des ,altertums und den ,hexen die ,schwarzkunst hauptschlich von den ,frauen betrieben1 weshalb sich auch eine groe ,anzahl assyrischer ,beschwrungen gegen das ,treiben der ,zauberinnen und ,hexen richtet4 ,bei den mesopotamischen ,vlkern herrschte auch der ,glaube1 da die ,hexen auf ,besenstielen durch die ,luft ritten1 und das dazu bestimmte ,stck ,holz 7gusur7 heit das ,reitthier der ,hexe 7rakabu sa kasipti74 ,ein lebhaftes ,bild von den ,knsten der akkadischen ,hexen entwirft uns folgende ,beschwrung#bi3 ,der ,zauberer hat mich durch ,zauber bezaubert1 er hat mich durch seinen ,zauber bezaubert2 ,die ,zauberin hat mich durch ,zauber bezaubert2 sie hat mich durch ihren ,zauber bezaubert2 ,der ,hexenmeister hat mich durch ,hexerei behext2 er hat usw42 ,die ,hexe hat mich durch ,hexerei behext2 sie hat mich usw42 ,die ,zauberin hat mich durch ,hexerei behext1 sie hat mich usw4 ,derjenige1 der ,bildnisse anfertigt1 entsprechend meiner ganzen ,erscheinung1 hat meine ,erscheinung bezaubert2 ,er hat den mir bereiteten ,zaubertrank ergriffen und meine ,kleider verunreinigt4 ,er hat meine ,kleider zerrissen und sein zauberisches ,kraut mit dem ,staube meiner ,fe vermengt#cj1 ,da der ,feuergott1 der ,held1 ihre ,zaubereien zu ,schanden machen mge6 ,eine andere ,beschwrung derselben ,tafel spricht von dem ,zauberer1 der die ,nachtwachen mit ,zauberei hinbringt1 schdliche ,worte spricht1 zauberische ,knoten schrzt1 die gelst werden mssen#ca1 und schliet mit dem ,wunsche1 da er durch das ,machtwort der ,gtter beschworen werden mge6 ,das ,venefizium wurde von den ,akkadern wie von den ,hexen durch die ,beschwrung1 die symbolische ,handlung und den ,zaubertrank ausgebt1 der unter ,umstnden irgend ein pflanzliches oder mineralisches ,gift ist4 ,der ,bildzauber spielt eine groe ,rolle und scheint eine der hufigsten ,manipulationen der chaldischen ,schwarzknstler gewesen zu sein1 denn in fast allen ,beschwrungen wird vor dem ,anfertiger des ,ebenbildes gewarnt4 ,diese ,manipulation scheint sich ,jahrtausende hindurch fortgeerbt zu haben1 denn der im #ad4 ,jahrhundert lebende arabische ,geschichtsschreiber ,ibn ,chaldn berichtet als ,augenzeuge von den am untern ,euphrat lebenden nabatischen ,zauberern#cb3 ,wir haben mit eigenen ,augen gesehen1 wie einer dieser ,schwarzknstler das ,bildni einer ,person herstellte1 die er bezaubern wollte4 ,die ,bildnisse bestehen aus ,stoffen1 deren ,qualitt sich je nach den ,absichten und ,plnen des ,zauberers richtet1 und deren symbolische ,bedeutung mit dem ,namen und ,stand seines ,opfers gewissermaen harmonirt4 ,nachdem der ,zauberer das ,bildni1 welches die zu bezaubernde ,person thatschlich oder sinnbildlich darstellt1 vor sich aufgestellt und einige ,worte darber gesprochen1 speit er einen ,theil des im ,munde gesammelten ,speichels gegen dasselbe1 whrend er gleichzeitig die ,organe bewegt1 mittelst deren die ,buchstaben der verhngnivollen ,formel ausgesprochen werden4 ,endlich spannt er ber diesem symbolischen ,bildni eine bereit gehaltene ,leine1 in welche er einen ,knoten macht#cc1 womit er andeuten will1 da er mit ,entschlossenheit und ,beharrlichkeit handelt und mit dem ,dmon1 der im ,augenblick des ,ausspeiens seine ,handlung untersttzte1 einen ,bund schliet1 und beweist1 da er die feste ,absicht hegt1 den ,zauber unlsbar zu machen4 ,ein bser ,geist1 der1 im ,speichel verborgen1 dem ,munde des ,zauberers entfhrt1 nimmt an diesen unheilvollen ,handlungen und ,worten ,theil1 whrend allmhlich noch andere bse ,geister hinzutreten1 soda der ,zauberer vollkommen im ,stande ist1 seinem ,opfer das ,bse anzuthun1 was er ihm angewnscht hat4 ,des magischen ,knpfens der ,knoten bedienten sich brigens auch die helfenden ,magier1 und eine akkadische ,formel sagt u4 a43 ,silik-mulu-khi1 ,eridhus ,sohn1 durchschneide den ,knoten mit deinen reinen1 heiligen ,hnden6 ,es scheint jedoch hier die ,lsung eines in schdigender ,absicht geknpften magischen ,knotens von ,seiten eines helfenden ,zauberers gemeint zu sein1 wie wir hnlichen ,manipulationen beim ,nestelknpfen und andern magischen ,knsten des ,mittelalters begegnen4 ,das mchtigste ,zaubermittel des akkadischen ,bsewichts war die ,verwnschung1 welche nicht allein die ,dmonen entfesselte1 sondern auch die ,gtter beeinflute1 insofern sie deren ,handlungen und ,worte mit schdlichen ,eigenschaften ausstattete4 ,nach chaldischer ,anschauung machten sich die ,schwarzknstler durch ihre ,verwnschungen die ber die einzelnen ,menschen wachenden ,gtter unterthan und verwandelten ihre wohlthtige ,macht in eine feindliche4 ,dieser ,gedanke liegt folgender ,beschwrung zu ,grund#cd3 ,die schndliche ,verwnschung1 sie wirkt auf den ,menschen wie ein bser ,dmon2 ,der ,spruch der ,verwnschung schwebt ber ihm2 ,der ,spruch des ,verderbens schwebt ber ihm2 ,die schndlichste ,verwnschung1 sie ist der ,zauber1 der den ,irrsinn hervorrief4 ,die schndliche ,verwnschung1 sie erwrgt diesen ,menschen wie ein ,lamm4 ,sein ,gott hat sich aus dem ,innern seines ,krpers entfernt2 ,seine ,gttin1 aufgebracht1 hat sich anderswo niedergelassen1 ,die drhnende ,stimme umhllt ihn wie ein ,schleier1 sie schmettert ihn zu ,boden durch die ,kraft ihres ,schalles4 ,hierauf kommt ,silik-mulu-khi dem ,verwnschten zu ,hilfe und befragt ,ea um ,rat1 welcher antwortet3 ,reich' ihm die ,hand von der ,hhe der glnzenden ,wohnsitze herab2 ,zerstre das bse ,geschick1 befreie ihn vom bsen ,geschick1 ,welches bel auch in seinem ,innern whlen mag1 ,sei es eine ,verwnschung seines ,vaters1 ,eine ,verwnschung seiner ,mutter1 ,eine ,verwnschung seines lteren ,bruders1 ,oder gar der ,fluch eines ,unbekannten4 ,das bse ,geschick1 mge es auf den ,zauberspruch1 den ,ea verkndet1 ,gleich einer ,zwiebel sich abschlen1 ,gleich einer ,dattel zerstckelt1 ,gleich einem ,knoten gelst werden6 ,das bse ,geschick6 ,geist des ,himmels1 beschwre es6 ,geist der ,erde1 beschwre es6 ,die ,fortsetzung des ,zauberspruches zerfllt in eine ,anzahl von ,strophen1 welche zu symbolischen ,handlungen gesprochen wurden1 die sich aus den ,anfngen derselben ergeben4 ,so heit es3 ,i4 ,gleichwie diese ,zwiebel ihrer ,schale beraubt ist1 so wird es auch dem bsen ,zauber ergehen6 ,das lodernde ,feuer wird sie verzehren6 ,,ii4 ,gleichwie diese ,dattel in ,stcke zerschnitten ist1 so wird es auch dem bsen ,zauber ergehen6 ,das lodernde ,feuer wird sie verzehren6 ,,iii4 ,gleichwie dieser ,knoten gelst ist1 so wird es auch dem bsen ,zauber ergehen6 usw4 ,,iv4 ,gleichwie diese ,wolle zerfetzt ist1 so usw4 ,v4 ,gleichwie dieses ,fhnlein zerrissen ist1 so usw4 ,,vi4 ,gleichwie dieses gewalkte ,tuch zerfetzt ist1 so wird es auch dem bsen ,zauber ergehen6 ,das ,feuer wird es verzehren6 ,der ,walker wird es nimmermehr frben und zu einem ,kleidungsstck verwenden1 ,es wird nimmermehr zum ,gewand eines ,knigs1 eines ,gottes erwhlt werden6 ,der ,mensch1 der den bsen ,zauber verhngt hat1 desgleichen sein ,weib1 ,die gewaltsame ,einwirkung1 das ,zeigen mit den ,fingern1 die bezaubernde ,schrift1 die ,verwnschung und sndige ,rede1 ,das bel1 welches meinen ,unterleib1 mein ,fleisch1 meine ,wunden behaftet1 ,mge dies ,alles zerfetzt werden wie dieses gewalkte ,tuch6 ,mge es noch an diesem ,tage vom lodernden ,feuer verzehrt werden6 ,mge sich das bse ,verhngni verziehen1 mge es wieder hell um mich werden6 ,soviel von der schwarzen ,magie der ,akkader4 ,wie bereits oben gesagt1 ging der akkadische ,kultus der ,naturgeister in die ,staatsreligion der ,chalder ber1 in welcher er eine untergeordnete ,stellung einnahm1 whrend die ,naturgeister selbst zu niedrigen1 kaum ber den ,menschen stehenden ,emanationen wurden4 ,die akkadischen ,zauberpriester1 die wir uns wohl als eine ,art ,medizinmnner oder ,schamanen zu denken haben1 fanden ,aufnahme in die ,priesterkaste der ,chalder1 hnlich wie in ,indien ,priesterfamilien der braunen1 den ,ariern vorausgehenden ,rasse unter die ,brahminen aufgenommen wurden4 ,aber diese ,zauberpriester bildeten nach ihrer ,aufnahme besondere1 den andern ,priestern im ,rang nachstehende ,krperschaften1 die ,khartumim1 hakamim und asaphim des ,buches ,daniel4 ,die ,sammlung ihrer berlieferten ,beschwrungen1 welche wohl um diese ,zeit abgeschlossen wurde1 fand ,aufnahme unter die heiligen ,bcher der ,chalder und erhielt einen kanonischen ,charakter4 ,sie war das ,hauptlehrbuch dieser der ,magie ergebenen ,priesterkollegien1 hnlich wie man in ,indien das ,atharva-,veda1 welches in vielen ,stcken mit dem ursprnglichen reinen ,glauben der ,arier wie auch mit der orthodoxen brahminischen ,lehre in ,widerspruch stand1 unter die heiligen ,bcher aufnahm1 insofern es als den ,priesterfamilien ,goptris oder ,angiras angehrend betrachtet wurde4 ,die akkadische ,magie beruht auf dem ,glauben an unzhlige persnliche ,geister1 welche berall in der ,natur verbreitet und bald mit den von ihnen beseelten ,naturkrpern eins sind1 bald eine von diesen abgesonderte ,existenz besitzen4 ,diese naive ,anschauung des bersinnlichen ist dem ,fetischismus nahe verwandt1 mit welchem sie das blinde ,vertrauen zu den an die ,stelle der ,fetische tretenden ,talismanen gemein hat4 ,die genannten ,geister rufen alle ,naturerscheinungen hervor2 sie beleben und beherrschen alle ,geschpfe1 verursachen das ,gute und ,bse1 leiten die ,himmelskrper in ihren ,bahnen1 fhren den ,wechsel der ,jahreszeiten herbei1 bewirken das ,wehen der ,winde1 erzeugen den ,regen sowie alle guten und schadenstiftenden atmosphrischen ,erscheinungen2 sie machen den ,boden fruchtbar1 lassen die ,pflanzen keimen und reifen2 sie sind die ,erzeuger und ,erhalter der ,lebenskraft und die ,bringer von ,krankheit und ,tod4 ,diese ,geister wohnen berall3 im ,sternenhimmel1 in der ,atmosphre1 auf der ,erde1 in der ,luft1 im ,feuer und ,wasser4 ,jeder ,himmelskrper wird von ,geistern bewohnt4 ,man verleiht diesen ,geistern sichtbare1 bestimmte ,persnlichkeiten4 ,wie berall in der ,natur ,bses und ,gutes1 ,licht und ,nacht1 ,leben und ,tod1 ,gesundheit und ,krankheit einander gegenberstehen1 so findet sich -- hnlich wie bei ,zoroaster -- auch bei den akkadischen ,zauberpriestern ein ausgesprochener ,dualismus in ihren ,vorstellungen von der ,geisterwelt1 von welcher sie weniger ,gutes erhoffen1 als ,bses frchten4 ,gewaltige ,gruppen bser und guter ,geister stehen einander gegenber und bekmpfen sich unaufhrlich in allen ,teilen des ,weltalls4 ,die abwechselnden ,siege und ,niederlagen der guten ,geister verursachen den ,wechsel zwischen guten und bsen1 glcklichen oder unglcklichen ,ereignissen und lassen auf den regelmigen ,verlauf der ,dinge pltzliche ,katastrophen folgen4 ,mit jedem ,stern1 jedem ,element1 jedem ,wesen und ,ding sind gute wie bse ,geister verbunden1 leben und weben in ihm1 weshalb denn auch berall ,zwietracht herrscht und nichts vom ,kampfe zwischen dem ,guten und ,bsen verschont bleibt4 ,dieser ,kampf wird -- dem niederen kulturellen ,standpunkt der ,akkader entsprechend -- in berwiegender ,weise als ein physischer aufgefat1 und die ethische ,seite desselben tritt selbst in den religisen ,hymnen vllig zurck4 ,in einer an gewisse ,stellen des alten ,testaments erinnernden ,weise erscheinen in den magischen ,texten der ,akkader ,verste gegen den ,ritus als die schwersten ,vergehen1 welche durch uere ,gebruche geshnt werden mssen4 ,eines der grten ,verbrechen ist die unterlassene ,anrufung der guten ,geister und der mit den bsen eingegangene ,bund4 ,wir haben also hier das ,urbild des ,paktes mit dem ,teufel4 ,auf dieser dualistischen ,grundlage beruht auch die fromme und erlaubte akkadische ,magie1 welche als ,theurgie1 als ein durch heilige ,gebruche zwischen den ,menschen und der ,welt der guten ,geister vermittelter ,verkehr zu betrachten ist4 ,der ,mensch ist selbst in den bestndigen ,streit zwischen den guten und bsen ,geistern verwickelt1 ohne ihm entrinnen zu knnen4 ,alles ihm widerfahrende ,gute rhrt von den guten1 alles ,bse von den bsen ,geistern her4 ,deshalb bedarf er des ,beistandes der guten gegen die bsen ,geister und die von diesen hervorgerufenen ,krankheiten und ,plagen4 ,denselben gewhren ihm die allmchtigen1 geheimnisvollen ,worte der ,beschwrungen der ,zauberpriester1 ihre ,bannungen und ,talismane4 ,allein durch diese werden die bsen ,dmonen vertrieben und die guten herbeigerufen4 ,ja man hat einen so hohen ,begriff von der ,allgewalt dieser ,beschwrungsworte und ,gebruche usw41 da man annimmt1 sie erhhten die ,kraft der guten ,geister im ,kampfe gegen die bsen1 da sie dieselben unberwindlich machten und ihnen den ,sieg verliehen4 ,darum beschirmen die ,zauberpriester nicht nur die ,menschen1 sondern verhindern auch schdigende ,naturereignisse und greifen entscheidend in den ,kampf der guten und bsen ,geister ein4 ,die guten ,geister wurden in ,klassen geteilt1 welche mit denen der ,dmonen parallel liefen2 jedoch sind die keilschriftlichen ,angaben ber die ,einteilung und ,rangordnung der guten ,geister noch ungenauer als die ber die ,klassifizierung der bsen erhalten gebliebenen4 ,nur soviel ist ersichtlich1 da die ,geisterrassen der alad1 lamma und utuk sowohl unter den guten1 als unter den bsen ,geistern vorkamen1 insofern in den ,beschwrungen sehr hufig der gute alad1 der gute lamma und der gute utuk den bsen entgegengestellt werden4 ,auch ist von ,elementargeistern 7zi7 im engeren ,sinn1 ,schutzgeistern und krperlich gestalteten ,engeln die ,rede1 unter denen namentlich die auf ,erden wohnenden anunna und die unter dem ,himmel schwebenden igigi oder igaga unterschieden werden4 ,auf der ,spitze dieser ,geisterleiter stehen eine ,anzahl ,gtter1 -- ana1 dingi oder dimmer --1 welche sich jedoch nicht erheblich von den ,geistern 7zi7 unterscheiden und nur dadurch auszeichnen1 da man ihnen eine grere ,macht oder einen greren ,wirkungskreis beilegt4 ,soweit sich das ,intellektualsystem der ,akkader bersehen lt1 ist ein ,gott von einem ,naturgeist nur dadurch unterschieden1 da er an weniger enge rumliche ,grenzen gebunden ist und einen greren ,teil des ,universum1 eine grere ,menge von ,naturvorgngen und eine besondere ,gruppe von ,menschen und ,dingen1 von welchen brigens eine jede ,individualitt durch einen besondern ,geist beherrscht wird1 regiert4 ,diese ,gtterklasse erscheint uerst zahlreich4 ,viele werden in den ,beschwrungen gegen die ,dmonen und ,krankheiten sowie in den magischen ,hymnen genannt2 viele werden aber auch nur an einer einzelnen ,stelle und unter ,umstnden erwhnt1 da man daraus nichts ,bestimmtes ber ihre ,persnlichkeiten1 mter usw4 entnehmen kann4 ,um die akkadische ,geisterlehre vllig verstehen zu knnen1 mssen wir uns mit den ,begriffen bekannt machen1 welche sie von ,himmel und ,erde hatten3 ,die ,akkader dachten sich die von den ,menschen bewohnte ,erde 7k7 als eine umgestrzte ,barke in ,gestalt einer halben ,kugel1 deren innere1 nach unten geffnete ,hhlung der ,abgrund1 die ,unterwelt 7ge7 ist1 in welcher die ,toten wohnen 7kur-nu-ga1 kgal1 arali71 und in welcher auch die ,sonne ihre ,wanderung whrend der ,nachtzeit vollbringt4 ber der ,erde dehnt sich der ,himmel 7ana7 wie eine ,decke aus4 ,derselbe dreht sich mit den ,fixsternen 7mul7 um den ,berg des ,ostens 7charsak kurraj71 nmlich um eine ,himmel und ,erde verbindende1 dem ,himmel als ,axe dienende ,sule4 ,dieser ,berg ist nordstlich von ,akkad gelegen1 welches -- unter dem ,zenith 7nuzku7 befindlich -- der ,mittelpunkt der bewohnten ,erde ist4 ,weiter nordstlich vom ,berge des ,ostens befindet sich das ,land der ,aralli1 der goldreiche ,wohnsitz der ,gtter und seligen ,geister4 ,in spterer ,zeit nahmen die chaldischen ,astrologen einen sphrischen ,himmel an1 welcher die ,erde nach allen ,seiten hin umschlo2 jedoch lassen gewisse charakteristische ,ausdrcke die ,vermutung zu1 da man in der ,zeit1 in welcher der grte ,teil der magischen ,urkunden abgefat wurde1 sich den ,himmel als ,halbkugel dachte1 deren unterer ,rand als ,fundamente des ,himmels 7uru ana7 auf den uersten ,enden der ,erde jenseits des groen ,wasserbeckens 7abzu7 ruhten1 welches das ,festland gerade wie der ,okeanos des ,homer umgab4 ,die ,planeten1 welche1 wie ihr akkadischer ,name lubad -- ,leithammel -- anzeigt1 als lebende ,wesen betrachtet wurden1 bewegen sich in einer niedern ,sphre 7ul-gana71 die sich unterhalb des ,fixsternhimmels 7e-sara7 befindet4 ,jedoch findet sich in diesen ,texten noch keine ,spur einer ,annahme konzentrischer ,planetenbahnen4 ,der ,fixsternhimmel trgt den ,ocean der himmlischen ,gewsser 7ziku71 welche noch in der mittelalterlichen ,magie spuken2 derselbe wird auch wie der irdische ,ocean als ein alles umschlingender ,flu gedacht4 ,das ,universum besteht aus drei ,regionen1 dem ,himmel1 der ,erde und ,luft sowie endlich dem ,abgrund4 ber diese drei ,regionen gebieten die drei mchtigsten ,gtter3 ,ana1 ,ea und ,mul-ge oder ,elim1 entsprechend den chaldischen ,anu1 ,ea und ,bel4 ,der akkadische ,ana ist jedoch nicht nur der ,himmel selbst1 sondern auch der ,gott desselben und der oberste ,herr der ,naturgeister4 ,ea ist der gewaltige ,fisch des ,oceans 7gal-chana-abzu71 den er bewohnt1 der ,oannes 7ea-chan7 des ,berosus4 ,derselbe nennt ,ea den ,beschtzer und ,retter des ,xisuthros 7khasisatra71 des chaldischen ,noah und sagt1 nachdem er erzhlt hat1 wie das ,schiff des ,gerechten auf einem hohen ,berge stehen geblieben war3 ,ein ,theil dieses gestrandeten ,schiffes ist noch vorhanden in den korydischen ,bergen in ,armenien1 und ,wallfahrer holen von da ,asphalt1 den sie vom ,wrack abkratzen1 um es als ,mittel gegen ,bezauberung zu gebrauchen4 hnlich sagt der ,auszug des ,abydenus3 ,aus dem ,holze des ,schiffes machen die ,bewohner des ,landes ,amulette1 welche sie zum ,schutz gegen ,bezauberung um den ,hals hngen4 ber die ,vorstellungen1 welche die ,akkader von der ,gestalt der ,erde hatten1 wurde bereits das ,ntige gesagt2 es bleibt nur noch brig1 die ,anschauungen derselben von der ,unterwelt1 dem ,abgrund und ,land ohne ,heimkehr zu entwickeln4 ,in der ,hllenfahrt der ,istar wird dasselbe hnlich dem hebrischen ,scheol folgendermaen geschildert3 ,die ,tochter des ,sin 7,istar7 hat ihren ,geist gerichtet ,auf die ,sttten der ,auflsung1 den ,sitz des ,gottes ,irkalla1 ,auf die ,sttte1 in die man eintritt1 ohne wiederzukommen#ce1 ,auf den ,pfad1 den man wandelt1 ohne wiederzukehren1 ,auf die ,sttte1 wo ,allen1 die da eintreten1 das ,licht durch ,blindheit ersetzt wird1 ,wo die ,menge nur ,staub fr ihren ,hunger1 nur ,schlamm zu ihrer ,nahrung hat1 ,wo man das ,licht nicht erblickt und im ,finstern wohnt1 ,wo die ,schatten gleich ,vgeln gekleidet sind in ein ,gewand von ,flgeln1 ,wo auf der ,thr und den ,thrflgeln der ,staub sich anhuft4 ,in ,istars ,hllenfahrt wird eine ,quelle des ,lebenswassers erwhnt1 welche sich im ,hintergrund des ,landes ohne ,heimkehr befindet und von den unterirdischen ,mchten eiferschtig vor der ,annherung der ,schatten 7utuk7 der ,verstorbenen bewacht wird4 ,nur ein ,befehl der himmlischen ,gtter kann sie veranlassen1 eine ,annherung zu gestatten2 wer aber das ,wasser des ,lebens getrunken1 kehrt lebend an das ,tageslicht zurck4 -- ,eine hnliche ,vorstellung hat wohl schon zur ,zeit der ,abfassung der magischen ,texte existiert1 weil ein ,hymnus auch dem ,silik-mulu-khi1 dem ,mittler zwischen ,gott und ,mensch1 die ,macht zuschreibt1 die ,todten ins ,leben zurckzufhren4 -- ,auch ,diogenes ,lartius berichtet ausdrcklich1 da die ,chalder an eine ,auferstehung glaubten1 nach welcher die ,menschen unsterblich sein sollten4 ,in dem genannten chaldischen ,epos wird das ,land ohne ,heimkehr nach dem ,vorbilde der ,planetensphren in sieben konzentrische ,kreise geteilt1 zu welchen sieben ,thore und ,verschlsse der ,welt fhren1 die man sich vermutlich rings um den ,saum der ,erde verteilt dachte4 ,der ,haupteingang in die ,unterwelt1 welchen der ,gott ,negab 7,thrhter71 der groe ,thrhter der ,welt bewachte1 lag im ,westen in der ,nhe des groen ,berges1 welcher dem ,berge des ,ostens1 der ,wiege des ,menschengeschlechts und dem ,versammlungsort der ,gtter gegenberliegt4 ,whrend die ,pelasger die ,gtter der ,unterwelt als die ,erzeuger der ,fruchtbarkeit verehrten1 verehrten die ,akkader die ,sonne der ,unterwelt#cf als den ,gott der glnzenden ,steine und ,metalle1 aus welchen die ,talismane gefertigt wurden4 ,die magischen ,bcher kennen einen ,gott des ,goldes1 des ,silbers und ,kupfers1 einen ,gott und ,herrn des ,ostens in seinem ,berg von ,edelsteinen und einen ,gott der ,ceder1 welcher namentlich bsen ,zauber abwendete4 ,in einem ,hymnus an ,nin-dara werden fter kostbare ,steine erwhnt1 deren talismanische ,krfte ihr ,besitzer ,nin-dara gegen das feindliche ,land richtet1 woraus sich wohl die ,thatsache erklren lt1 da das ,altertum den ,ursprung des talismanischen ,zaubers nach ,chalda verlegt4 ,das ,buch1 welches nach ,angabe des ,plinius der ,babylonier ,zacharias ber ,talismane verfate und dem ,knig ,mithridates widmete1 gehrte wahrscheinlich zu den ,produkten der griechisch-babylonischen ,litteratur1 welche zu den alten akkadischen ,zauberbchern in einem hnlichen ,verhltnis standen wie die hermetischen ,bcher zu den ,schriften der alten gypter4 ,die der ,hlle entsprossenen ,dmonen hegen wie die ,schwarzknstler eine groe ,vorliebe fr die ,finsternis und schleichen unter dem ,schutz der ,finsternis als ,plagegeister umher1 welche die ,menschen berall belstigen und heimsuchen4 ,die ,finsternis galt deshalb als sichtbare ,offenbarung des bsen ,prinzips ebenso wie das ,licht als ,offenbarung des guten4 ,utu1 die ,tagessonne1 verscheucht die ,dmonen und ,zauberer3 ,du machst die ,lge schwinden1 du vernichtest den bsen ,einflu ,der ,wunder1 ,vorbedeutungen1 ,zaubereien1 ,trume und schdlichen ,erscheinungen4 ,ein anderer ,gegner der ,dmonen und ,zauberer ist ,ini oder ,mermer1 der ,gott der ,winde und fruchtbaren ,regen1 welcher spter in den chaldischen ,bin oder ,ramann1 den ,gott aller atmosphrischen ,erscheinungen umgewandelt wurde4 ,auch der ,feuergott ,bil-gi ist ein mchtiger ,widersacher der ,zaubereien und ,bekmpfer der bsen ,dmonen1 als welchen ihn folgendes ,fragment preist3 ,der du die bsen ,maskim verjagst1 ,der du gedeihen lt die ,wohlfahrt des ,lebens1 ,der du des ,bsen ,brust in ,schrecken bannst1 ,hter des ,orakels des ,mul-,gelal4 ,feuer1 ,vernichter des ,feindes1 ,schreckliche ,waffe1 welche die ,pest vertreibt1 ,welche befruchtet und leuchten lt1 ,welche unter den sieben ,gttern die ,bsen vernichtet4 ,ini1 der altakkadische ,feuergott1 nahm bei den ,babyloniern einen solaren ,charakter an und wird als ,izdhubar der ,held eines der bedeutendsten chaldischen ,epen1 in welchem auch die ,sintflutmythe eine besondere ,episode bildet4 ,er wird wie ,bil-gi der ,herr der ,talismane genannt1 und seine hauptschlichsten ,prdikate sind3 puvalu1 ,riese1 und puvalu-emuki1 ,riese an ,macht4 ,sein ,abzeichen ist das ,schilfrohr1 welchem wir als ,zauberstab schon oben begegneten1 und das spter an ,silik-mulu-khi bergeht4 ,silik-mulu-khi1 der ,verknder des ,willens und der ,ratschlge ,eas1 der ,mittler zwischen ihm und der ,menschheit1 ist eng mit dem ,erzengel raoscha1 dem ,heiligen und ,gerechten des ,zoroastrismus verwandt1 ebenso mit ,mithra1 wie man denselben am ,ende der ,periode der ,achmeniden unter dem ,einflu des medischen ,magismus zur ,zeit der ,zersetzung der alten mazdeischen ,lehre auffate4 ,eine andere ,analogie zwischen der ,magie der ,akkader und der sptern mazdeischen ,religion findet sich in der ,lehre von den ,feruern1 welche im ,zoroastrismus die reinen ,formen der ,dinge1 himmlische ,urbilder der irdischen ,wesen sind4 ,jeder ,engel1 jeder ,mensch1 jeder ,stern1 ja jedes ,tier und jede ,pflanze hat seinen eigenen ,feruer1 seinen unsichtbaren ,schutzgeist1 welcher bestndig ber ihm wacht1 und den der ,mensch durch ,gebet und ,opfer um ,gnade anfleht4 ,diese ,feruer sind offenbar die den ,einzelwesen vorstehenden ,geister der ,akkader1 welche in den sptern ,parsismus ,aufnahme fanden und hier ihren ,platz auf den untern ,stufen der ,hierarchie des guten ,prinzips fanden4 ,wie im ,zendavesta jeder ,mensch seinen ,feruer besitzt1 so ist bei den ,akkadern einem jeden von ,geburt an ein besonderer ,gott zugeeignet1 welcher ihn beschtzt1 in ihm lebt und sein geistiges ,urbild ist4#cg ,nach einer ,vorstellung entspricht jedem ,menschen sogar ein ,gott und dessen ,gttin1 reine ,geister ber ihm4 ,daher heit es auch so hufig anstatt z4 ,b4 der fromme ,mensch1 der fromme ,knig3 der ,mensch1 ,sohn seines ,gottes1 der ,knig1 ,sohn seines ,gottes4 ,daher ruft auch z4 ,b4 in einer ,beschwrung der ,priester dem ,feuergott zu3 ,mit dir sei in ,frieden das ,herz meines ,gottes und meiner ,gttin1 der reinen ,geister6 und deshalb heit es3 ,er werde zurckversetzt in die gndigen ,hnde seines ,gottes6 ,diese ,schutzgtter sind brigens keineswegs vollkommene ,wesen1 sondern teilen die menschliche ,natur ihrer ,schutzbefohlenen mit ihren ,unvollkommenheiten und ,schwchen4 ,sie knnen samt den mit ihnen verbundenen ,menschen von den ,dmonen und ,zauberern bezwungen und dienstbar gemacht und sogar dahin gebracht werden1 alles ,bse im ,menschen zu bewirken und zu veranlassen1 was ,dmonen und ,zauberer befehlen4 ,wenn z4 ,b4 der ,pestdmon ,namtar einen ,menschen ergriffen hat1 so befinden sich der ,gott und die ,gttin des ,menschen ebensogut in der ,gewalt des ,geistes der ,krankheit als dessen ,krper4 ,es lt sich mithin sagen1 da der besondere ,gott und die besondere ,gttin eines ,menschen einen ,teil seiner ,seele bilden1 was auch von den zoroastrischen ,feruern gilt1 nur da die ,auffassung der letzteren eine dem transcendentalen ,subjekt entsprechende hhere war und sich von der ,stofflichkeit und ,unvollkommenheit des irdischen ,menschen besser abgelst hatte4 ,zweites ,kapitel4 ,das ,divinationswesen der ,chalder4 ,das chaldische ,divinationswesen gehrt der sechzehn ,jahrhunderte umfassenden ,periode an1 welche von ,sargon ,i41 ,knig von ,agane1 bis zu ,alexander dem ,groen reicht4 ,aus den im vorigen ,kapitel angegebenen ,elementen hatte sich die chaldische ,staatsreligion herausgebildet und war in den in ,babylonien1 ,assyrien und ,chalda gleich einflureichen ,priesterschulen nach einem einheitlichen philosophischen ,system geregelt worden4 ,ihre ein zusammenhngendes ,ganze bildenden ,lehren waren in den heiligen ,bchern codifiziert und wurden in den ,tempeln und ,priesterschulen1 deren einflureichste sich zu ,erech befand1 gelehrt4 ,wie schon gesagt1 nahm die akkadische ,magie in dieser ,staatsreligion nur eine niedere ,stufe ein1 denn die den forschenden ,geist der ,priester der neuen ,religion belebenden ,ideen waren ganz anderer ,natur4 ,die ,basis derselben war die ,astrologie1 welche die im ,altertum sprichwrtlich gewordene ,hauptbeschftigung der ,chalder bildete4 ,die ,bezeichnung ,chalder hat hier jedoch keine ethnische ,bedeutung1 sondern wird im ,sinne der ,bibel wie der ,griechen fr die ,angehrigen jener groen ,priesterkaste gebraucht1 welche sich nach der eingangs erwhnten groen ,reformation um das ,jahr #bjjj v4 ,chr4 ber ,babylonien wie ,chalda verbreitete und ihren allgewaltigen ,einflu auch auf die assyrische ,kultur ausbte4 ,philo sagt3 ,die ,chalder scheinen die ,sternkunde und ,wahrsagerei vor allen andern ,vlkern gepflegt und befrdert zu haben4 ,sie brachten die irdischen ,dinge mit den himmlischen1 mit andern ,worten den ,himmel mit der ,erde in ,verbindung und suchten dann aus den wechselseitigen ,beziehungen dieser nur rumlich1 nicht wesentlich geschiedenen ,theile des ,weltalls auch den harmonischen ,einklang derselben nachzuweisen4 ,sie stellten die ,vermuthung auf1 da die sinnliche ,welt an sich oder doch wenigstens durch die sie belebende ,kraft ,gott sei1 und riefen1 indem sie diese ,kraft unter dem ,namen ,verhngni oder ,nothwendigkeit vergttlichten1 den reinen ,atheismus hervor1 denn sie erweckten den ,glauben1 da alle ,naturerscheinungen nur eine sichtbare ,ursache htten1 und da von der ,sonne1 dem ,mond und dem ,laufe der ,gestirne das ,glck oder ,unglck eines jeden ,menschen abhnge4 ,der ,kern der chaldischen ,lehren1 ihre ,licht- und ,schattenseiten knnen wohl kaum treffender charakterisiert werden2 nur ist das1 was ,philo ber den ,atheismus und ,materialismus der ,chalder sagt1 eben so wenig wrtlich zu nehmen als eine hnliche ,stelle des ,diodorus ,siculus#ch3 ,die ,chalder behaupten1 da die ,welt ihrem ,wesen nach ewig sei1 da sie keinen ,anfang gehabt habe und kein ,ende haben werde4 ,die ,schnheit und die ,ordnung des ,weltalls schreiben sie einer gttlichen ,vorsehung zu und behaupten dennoch1 da auf ,erden keine ,erscheinung1 kein ,vorkommni zufllig oder spontan1 sondern schon im ,voraus von den ,gttern bestimmt sei4 ,die von ,diodorus gemeinte ,vorsehung ist nicht die schaffende1 sondern die ordnende ,urkraft1 welche einerseits mit der ,ewigkeit der ,welt verbunden ist1 andererseits aber nach einem hheren ,willen den ,lauf der ,gestirne in den bestimmten ,bahnen regelt4 ,dieses ,gesetz aber ist nichts anderes als das ,verhngnis oder die ,notwendigkeit des ,philo1 das ,gesetz und die ,harmonie1 welche ,sanchuniathon personifiziert#ci1 die ,thuro-,chusartis der phnizischen ,theologie1 das ,sinnbild der ,einheit der unwandelbaren ,ordnung und wunderbaren ,harmonie des ,weltalls4 ,die ,bezeichnung ,atheismus ist insofern unzutreffend1 als die ,chalder ein gttliches ,urwesen oder eine allgemeine ,weltseele1 aus welcher alle niederen ,gottheiten emanierten1 annahmen4 ,nur leiten sie dieses gttliche ,urwesen von der ,materie ab1 welche sie sich niemals vllig von ihm getrennt dachten4 ,deshalb war auch ihr ,gott weder ein ,wesen an sich1 noch rein geistiger ,natur1 noch auch unumschrnkt4 ,er war als ,ordner und ,leiter der ,welt doch durch das unbeugsame ,gesetz der ,notwendigkeit gebunden1 nach dessen ,bestimmungen er durch seine oberste ,emanation die ,schpfung der ,welt hatte vollbringen lassen4 ,die ,neigung zur ,astrologie erwuchs den ,chaldern aus ihren eigentmlichen1 den nrdlichen ,semitenvlkern entlehnten religisen ,anschauungen4 ,indem sie den ,himmel1 die ,harmonie seiner ,bewegung und die ,einwirkung der ,sonne auf alle ,lebewesen beobachteten1 waren sie in durchaus naheliegender ,weise dahin gekommen1 alle ,naturerscheinungen mit den ,sternen1 namentlich mit den ,planeten1 in ,verbindung zu bringen2 sie fhrten den ,gestirndienst ein4 ,die ,chalder verehrten die ,gestirne nicht nur als die glnzendste ,offenbarung der gttlichen ,macht1 sondern verehrten sie als ,gottheiten4 ,auch fhrten sie zuerst systematische astronomische ,beobachtungen ein1 wie sie zur ,einteilung der ,zeit und ,innehaltung ihrer religisen ,feste unbedingt notwendig waren4 ,diese ,beobachtungen nahmen sie auf ihren ,pyramiden vor1 welche in ,stockwerke geteilt und wie die gyptischen mit den ,seiten nach den ,himmelsgegenden orientiert waren4 ,die ,zahl der ,stockwerke schwankt zwischen drei zu ,ur und sieben zu ,borsippa am groen ,turm1 den ,nabukudurussur wieder herstellen lie4 ,die drei ,stockwerke zu ,ur entsprechen der ,trias der ,gtter der ,sonne1 des ,mondes und der ,luft1 ,samas1 ,sin und ,bin4 ,fnf ,stockwerke1 welche ebenfalls vorkommen1 entsprechen den ,planeten1 und sieben den ,planeten samt den ,lichtern4 ,alle ,pyramiden von sieben ,stockwerken sind mit den ,farben der ,planeten bertncht4#dj ,sie waren sowohl die ,sttten des ,gestirnkultus als auch wirkliche ,observatorien1 wie ,diodorus ,siculus von der groen ,pyramide zu ,babylon ausdrcklich sagt4 ,man glaubte sich durch sie den ,gttern stufenweise zu nhern1 und auch auf einem ,basrelief von ,denderah ist die in den ,geheimlehren des ,altertums eine so groe ,rolle spielende ,leiter in dieser ,gestalt abgebildet1 und auch ,celsus bedient sich bei der ,beschreibung der ,mithrasmysterien des ,wortes klimax1 ,leiter1 in entsprechender ,weise4#da ,die ,himmelsleiter ,jakobs ist ebenfalls als eine solche ,pyramide zu betrachten4 ,die ,chalder zeichneten die auf diesen ,pyramiden beobachteten ,himmelserscheinungen1 ,konstellationen1 ,mondphasen usw4 samt ihrem ,zusammenfallen mit irdischen ,ereignissen auf und glaubten1 indem sie von der hnlichkeit und ,gleichheit der ,erscheinungen auf den ,parallelismus der ,geschicke schlossen1 den ,schlssel zu den ,rtseln der ,zukunft gefunden zu haben4 ,lenormant sagt3 ,die unabnderliche ,regelmigkeit des ,laufes der ,sterne und ihr ,einflu auf den ,wechsel der ,jahreszeiten rief die ,vorstellung vom ,walten eines unabnderlichen und ewigen ,gesetzes hervor1 welches durch ein festes solidarisches ,verhltni alle ,erscheinungen und ,ereignisse verbinden und die irdischen ,dinge von den himmlischen abhngig mache4 ,und daraufhin wurde angenommen1 da alle beobachteten ,coincidenzen sich mit nothwendiger ,gleichheit wiederholen mten4 ,die ,astrologie nahm allmhlich eine immer bestimmtere ,form an1 ja sie machte sogar auf wissenschaftliche ,genauigkeit ,anspruch1 da sie mittelst der fortgesetzten alltglichen ,beobachtungen eine ,reihe astronomischer ,wahrheiten erhrtet hatte4 ,die menschlichen ,geschicke und geschichtlichen ,begebenheiten wurden lediglich in die ,kategorie der gewhnlichen ,naturereignisse gerechnet1 und daher suchte man denn auch das ,geheimni derselben in den complicirten wechselnden ,stellungen derselben1 sowohl unter einander als in ,bezug auf ,sonne und ,mond zu ergrnden4 ,die ,gestirne waren nicht allein ,lenker des ,weltalls1 die bestimmende ,ursache aller ,vorkommnisse und ,begebenheiten1 sondern auch die ,verknder derselben4 ,denn ihre ,stellungen und ,erscheinungsphasen hatten smmtlich eine bestimmte ,bedeutung1 und wie die ersteren die ,ereignisse bestimmten1 so waren die letzteren auch sichere ,vorzeichen derselben4 ,man reihte deshalb alle wahrgenommenen ,coincidenzen der verschiedenen ,begebenheiten mit den ,erscheinungen der ,sonne1 des ,mondes1 der ,planeten und ,fixsterne in ein bestimmtes ,system ein1 unterlie aber gleichzeitig nicht1 aus den allgemeinen ,beziehungen der wechselnden ,erscheinungen zur ,atmosphre neben den politischen und historischen ,prophezeiungen auch manche sich nicht selten als richtig erweisende ,vermuthungen ber das ,wetter abzuleiten4 ,endlich wurden derartige ,beobachtungen und ,erfahrungen tabellarisch verzeichnet1 um eben in allen vorkommenden ,fllen befragt und als ,richtschnur beobachtet zu werden4 ,hier einige ,proben derartiger ,aufzeichnungen der ,keilschriftlitteratur3 ,erscheint der ,mond auffllig gro1 so wird eine ,finsterni eintreten4 ,erscheint er dagegen auffllig klein1 so wird die ,ernte des ,landes gesegnet sein4 7,unvollkommene ,beobachtungen von ,perigum und ,apogum des ,mondes1 welche zufllig mit einer ,finsternis und guten ,ernte zusammenfielen47 ,zeigt der ,mond am #a4 und #bh4 des ,monats das gleiche ,aussehen1 so ist dies ein verhngnivolles ,zeichen fr ,syrien4 -- ,ist der ,mond am #cj4 sichtbar1 so ist dies ein gutes ,zeichen fr das ,land ,akkad und ein bses fr ,syrien4 ,zeigt der ,mond am #a4 und #bg4 des ,monats das gleiche ,aussehen1 so ist dies ein verhngnivolles ,zeichen fr ,elam4 ,jupiter geht auf1 und sein ,licht ist hell wie der ,tag2 in einem ,glanze bildet er hinter sich einen ,schweif1 hnlich dem ,stachel der ,scorpione4 ,es ist dies ein gnstiges ,vorzeichen1 welches ,glck verkndet dem ,herrn des ,hauses und dem ganzen ihm unterthnigen ,lande4 ,leuchtet im ,monat ,duz der ,stern ,entemaslun 7,aldebaran7 bei seinem ,aufgang sehr hell1 so wird die ,ernte des ,landes sehr gut1 und ihr ,ertrag ein reichlicher sein4 -- ,ist dagegen dieser bei seinem ,aufgange verhllt1 so wird die ,ernte des ,landes mirathen4 ,wird der ,mond von dichtem ,gewlk verhllt1 so stehen berschwemmungen bevor4 -- ,trinkt der ,mond in den ,wolken1 so wird es regnen4 ,man sieht1 da diese ,aufzeichnungen der frhesten ,kindheit der ,beobachtung entstammen und mit ,ausnahme der letzten ,schlsse vom ,prgel auf den ,winkel sind4 ,auer den astronomischen ,erscheinungen wurden noch die tellurischen eifrig beobachtet1 und es hat sich das ,inhaltsverzeichnis eines augurallitterarischen ,werkes aus der ,bibliothek des ,statthalters von ,niniveh erhalten1 welches fnfundzwanzig ,tafeln und ,kapitel stark war4 ,von diesen fnfundzwanzig ,kapiteln handelten vierzehn von gnstigen und ungnstigen tellurischen ,erscheinungen1 elf von ,astrologie4 ,der ,text selbst ist verloren1 und von den ,kapitelberschriften sind folgende ,reste erhalten3 #a4 ,also1 die ,prophezeiungen von ,glck und ihr ,gegentheil1 -- die ,anzeichen von ,freude und ,trbsal fr das ,menschenherz4 #b4 ,also3 der ,herr des ,geldes1 der ,erklrer der ,regengsse --4 ,es handelt sich hier offenbar um die ,wahrsagung aus den ,regen1 welche als ,brechomantie noch heute in der ,trkei eine groe ,rolle spielt4 #c4 ,von den ,sternwarten der ,stadt4 ,die berschrift des vierten ,kapitels ist schwer verstndlich2 es scheint von der ,deutung des ,gesanges oder ,geschreis1 des ,erscheinens und des ,fluges der ,vgel des ,himmels1 der ,gewsser und der ,erde gehandelt zu haben4 ,den diesbezglichen ,beobachtungen scheint man besonders dann eine groe ,wichtigkeit beigelegt zu haben1 wenn sie in der ,stadt und den ,straen derselben gemacht wurden4 #f4 ,zinnober ist ber der ,flamme verbrannt4 #g4 ,wird das ,aussehen eines ,hauses alterthmlich1 so ist dies fr die ,bewohner des ,hauses ein verhngnivolles ,zeichen4 ber diese sogenannte koskopie schrieb bei den ,griechen ein gewisser ,xenokrates1 und auch der heilige ,basilius spricht in seinen ,schriften darber4 #ac4 ,ein ,traum von hellem ,schein1 das ,land in ,feuer1 -- ein ,traum von hellem ,schein1 die ,stadt in ,flammen4 #ad4 ,ein ,seedrache mit den ,vgeln des ,himmels 4 4 4 ,aus den astrologischen ,kapitelberschriften sind folgende hervorzuheben4 #c4 ,der ,venusstern erhebt sich bei ,tagesanbruch 4 4 4 #d4 ,der ,marsstern mit sieben ,namen in 4 4 4 4 4 4 4 4 #e4 ,das gleichmige ,aussehen von ,sonne und ,mond 4 4 #f4 ,der gleichzeitige ,anblick von ,sonne und ,mond 4 4 #g4 ,vom #a4 und #e4 des ,monats1 der ,mond 4 4 4 4 4 #h4 ,der ,stern1 welcher vorn einen ,stern und hinten einen ,schweif hat 4 4 4 4 #aj4 ,der ,stern iku 4 4 4 4 #aa4 ,der ,polarstern1 der am ,scheitelpunkt 7des ,himmels7 sich um sich selbst dreht 4 4 4 4 ,elf ,tafeln1 betreffend ,himmelserscheinungen1 unter ihnen der ,stern1 der vorn einen ,stern und hinten einen ,schweif hat1 -- die ,himmelserscheinungen 4 4 4 4 ,die ,erscheinungen auf ,erden und am ,himmel 4 4 4 4 ,himmel und ,erde 4 4 4 4 ,die ,schluzeilen der ,vorderseite dieser ,tafel sind nur fragmentarisch erhalten und betreffen irgend eine ,himmelserscheinung1 deren verhngnisvolle ,bedeutung auf der ,rckseite folgendermaen angegeben wird3 ,diese ,erscheinung lehrt1 da die ,stadt des ,landesfrsten samt ihren ,einwohnern in die ,gewalt des ,feindes gerathen wird2 ,sterblichkeit und ,hungersnoth 4 4 4 4 auf der ,tafel1 die ,zahl1 welche du genannt1 dir verknden wird1 und wie 4 4 4 4 4 ,diese ,sammlung von fnfundzwanzig ,tafeln betrifft die ,erscheinungen am ,himmel und auf ,erden1 sowie ihre gnstigen und ungnstigen ,vorbedeutungen 4 4 4 4 alle ,erscheinungen am ,himmel und auf ,erden 4 4 4 4 hierin ist ihre ,deutung verzeichnet4 ,knig ,sargon ,i4 lie diese ,sammlung sowie ein groes ,werk von siebenzig ,tafeln ber alle bis auf seine ,zeit erhaltenen astrologischen ,resultate anlegen1 welches das ,hauptwerk der chaldischen ,astrologie und anscheinend von ,berosus ins ,griechische bersetzt wurde4 ,neben der bienenfleiig getriebenen ,beobachtung der astronomischen und tellurischen ,erscheinungen und ,vorzeichen bten die ,chalder auch das einfachste und unentwickeltste ,divinationsverfahren1 die ,loswahrsagung4 ,ich habe dieselbe in meinen ,geheimwissenschaften ausfhrlich beschrieben und mu darauf zurckverweisen4 ,hier will ich nur kurz rekapitulieren1 da man in einem ,kcher sieben mit ,schriftzeichen versehene ,pfeilschfte durcheinander schttelte und aus dem zuerst herausspringenden wahrsagte4 ,mit diesen ,stben ist nicht das ,rohr des ,schicksals1 der ,offenbarung1 der ,enthllung 7akkad4 gi-namekirru1 qan-mamiti1 qan pasari1 assyr4 kil-killuo7 zu verwechseln1 welches durch ,bewegungen in der ,hand der ,magier ,orakel erteilte4 ,neben dieser ,art ,belomantie kannten die ,chalder noch ein anderes ,verfahren1 welches in einem besonderen ,kapitel eines ,werkes der ,bibliothek von ,niniveh besprochen wird4#db ,es wurden wirkliche ,pfeile nach verschiedenen ,richtungen hin abgeschossen und sodann aus der greren und geringeren ,entfernung derselben vom ,schtzen1 sowie aus der ,art und ,weise ihres ,niederfallens ,schlsse auf die ,zukunft gezogen4 ,bekanntlich wird diese ,wahrsagungsart im alten ,testament mehrfach erwhnt4 ber die chaldischen ,auguren und ,haruspices sagt ,diodorus ,siculus#dc3 ,die ,chalder sind erfahren in der ,deutung des ,vogelfluges und in der ,auslegung von ,trumen und ,wunderzeichen1 auch hlt man sie fr geschickte ,opferschauer1 welche genau das ,richtige treffen4 ,die ,auguralwissenschaft der ,chalder war demnach1 und wie sich aus den ,keilschriften ergiebt1 in vier ,abteilungen geteilt3 in die ,beobachtung des ,vogelflugs1 in die ,wahrsagung aus den ,eingeweiden der ,opfertiere1 in die ,auslegung aller ,arten von ,naturerscheinungen 7terata7 und in die ,traumdeutung4 ,leider sind wir bei dem gnzlichen ,mangel an ,keilschrifttexten nicht im ,stande1 etwas ,nheres ber die ,vogelschau der ,chalder zu sagen2 nur soviel ergiebt sich -- wie schon erwhnt --1 da dieselben dem ,gesang und ,geschrei der ,vgel groe ,bedeutung beimaen1 wie dies die ,griechen1 ,etrusker und ,rmer ebenfalls thaten4 ,nach ,festus teilten die ,etrusker und ,rmer die ,vgel in alites und oscines1 je nachdem man ihren ,flug oder ,ruf fr bedeutungsvoll hielt4 ,bei den ,griechen war die ,kunst der oinpoloi schon in sehr frher ,zeit im ,gebrauch und kommt bereits bei ,homer vllig ausgebildet vor4 ,wahrscheinlich war sie von ,chalda nach ,griechenland gekommen4 ,wie ,suidas angiebt1 sei sie eine ,erfindung des ,telegonus1 des ,sohnes des ,odysseus und der ,circe gewesen1 ,clemens von ,alexandrien hingegen sagt1 da sie aus ,phrygien stamme1 womit ,cicero bereinstimmt1 der ,phrygien1 ,cilicien1 ,pisidien und ,pamphylien als die ,lnder nennt1 in welchen diese ,divinationsgattung besonders im ,schwang sei4 ,diese ,gegenden hatten aber bereits in sehr frher ,zeit die ,kultur der ,euphratlnder angenommen und mit andern babylonisch-chaldischen ,elementen auch diese ,wahrsagungsart nach ,griechenland getragen4 ,auch die nach ,cicero#dd in hohem ,grad entwickelte ,auguralwissenschaft der ,araber ist wohl auf babylonische ,einflsse zurckzufhren ebenso wie die ,spuren1 die sich bei den ,maudi und ,juden#de finden4 ,auch das ,haruspicium kennen die ,juden1 und zwar spricht ,hesekiel an der bekannten ,stelle davon#df1 wo ,nabukudurussur das ,pfeilorakel befragt und sich aus der ,leber der ,opfertiere weissagen lt4 ,nach den ,fragmenten des groen auguralwissenschaftlichen ,werkes von ,knig ,sargon ,i4 suchten die ,chalder in den ,eingeweiden der verschiedensten ,tiere vorbedeutende ,anzeichen4 ,ein ,fragment handelt von einem leider nicht nher angegebenen ,vorzeichen1 welches man in den ,herzen junger ,hunde1 ,fchse1 wilder und zahmer ,schafe1 ,pferde1 ,esel1 ,rinder1 ,lwen1 ,bren1 ,fische1 ,schlangen u4 a4 m4 beobachten knne4 ,doch hatte die betreffende ,erscheinung bei jeder ,tierart eine besondere ,vorbedeutung4 ,ein zweites ,fragment bezieht sich auf ,wahrzeichen1 welche man aus der ,farbe und dem ,ansehen der ,eingeweide der ,opfertiere besonders der ,esel und ,maultiere entnehmen wollte4 ,so heit es z4 ,b43 ,sind die ,eingeweide des ,esels auf der rechten ,seite schwarz1 -- auf der rechten ,seite blulich1 desgleichen ihre ,windungen1 -- auf der rechten ,seite dunkelfarbig1 -- auf der rechten ,seite kupferfarbig1 -- auf der linken ,seite kupferfarbig1 so sind diese ,erscheinungen ebenso viele ,vorbedeutungen fr die ,jahreszeiten sowie die ,schicksale des ,landes und des ,landesherrn4 ,die gleichen ,erscheinungen1 welche auf der rechten ,seite gnstig waren1 waren auf der linken ,seite ungnstig und umgekehrt4 ,die auf der linken ,seite auftretenden ,erscheinungen waren im allgemeinen ungnstiger als die auf der rechten vorkommenden4 ,andere ,vorbedeutungen suchten die chaldischen ,haruspices im ,innern der ,eingeweide1 welche nach vorausgegangener uerer ,besichtigung geffnet wurden4 ,so heit es z4 ,b43 ,zeigen sich im ,innern der ,eingeweide auf der linken ,seite ,risse1 so tritt ,hader und ,zwietracht ein4 ,zeigen sich im ,innern der ,eingeweide auf der linken und rechten ,seite ,risse1 so tritt ebenfalls ,hader und ,zwietracht ein4 ,ist das ,innere der ,eingeweide auf der rechten und linken ,seite schwarz1 so tritt ,zwietracht ein4 ,von den noch unverffentlichten ,fragmenten bezieht sich nach ,lenormant eines auf die ,hepatoskopie1 die ,leberschau1 welche bekanntlich auer bei den ,babyloniern bei den ,vlkern des klassischen ,altertums eine groe ,rolle spielte4 ,das erhaltene keilschriftliche ,fragment ist klein und verstmmelt und enthlt nur die ,aufzhlung der ,flle1 welche mit der greren oder geringeren ,entwickelung des einen oder anderen ,lappens der ,leber oder beider zugleich sowie mit dem vlligen ,schwund des rechten oder linken ,lappens oder aber mit der schwarzen1 blulichen1 kupferigen oder roten ,frbung eines oder beider ,lappen zusammenhngen1 worauf die aus dem ,aussehen und der ,entwickelung der ,gallenblase gezogenen ,schlsse folgen4 ,die ,opferschau verbreitete sich von ,babylonien aus ber alle ,lnder der alten ,welt3 im ,norden ber ,armenien und ,komagene1 im ,westen ber ,phnizien und ,palstina 7die ,o4 wird den ,juden ausdrcklich verboten#dg7 bis nach ,karthago4 ,vorzugsweise wurde sie in ,kleinasien betrieben1 wo namentlich die ,einwohner von ,telmessos als geschickte ,haruspices berhmt waren4 ,von ,kleinasien kam das ,haruspicium sehr frhzeitig nach ,griechenland1 wo die ,familienangehrigen der ,damiden und ,klytiaden als ,haruspices in groem ,ansehen standen4 ,der griechischen ,tradition zufolge soll ,delphos1 der ,sohn des ,apollo1 der ,erfinder des ,haruspicium gewesen sein1 was indessen wohl nur darauf hindeutet1 da die ,opferschau vorzugsweise in ,delphi ausgebt wurde4 ,in ,italien war diese ,divinationsgattung besonders in ,etrurien gebruchlich und erlangte in ,rom selbst niemals den offiziellen ,charakter1 den die ,beobachtung der ,auspicien und sonstigen ,naturerscheinungen trug4 ,zur ,zeit1 als der ,senat die haruspices befragte#dh1 wurden dieselben aus ,etrurien berufen und bildeten eine besondere ,krperschaft1 welche gesetzlich anerkannt war4#di ,die libri haruspicini waren ebenso wie die libri fulgurales und tonitruales#ej etruskische ,bcher1 deren ,vorschriften und ,lehren man fr ,offenbarungen des der ,erde entstiegenen ,tages hielt4#ea ,auer den ,regengssen wurde die ,gestalt und ,farbe der bei ,tage erscheinenden ,wolken eifrig beobachtet und gedeutet1 whrend die ,deutung der ,beziehungen der nchtlichen ,wolken zu den ,sternen ,sache der ,astrologen war4 ber die erstere ,wolkengattung heit es z4 ,b43 ,steigt blulichschwarzes ,gewlk am ,himmel auf1 so wird im ,verlaufe des ,tages der ,wind wehen4 ,ausgefertigt durch ,nabu-akha-irib4 ,wie man sieht1 tragen diese kindlich naiven ,beobachtungen einen meteorologischen ,charakter4 ,moses#eb und ,jeremias#ec verbieten den ,juden die wahrsagerische ,beobachtung der ,wolken und atmosphrischen ,erscheinungen4 ,die ,fulguration scheint bei den ,chaldern sehr ausgebildet gewesen zu sein4 ,wie die klassischen ,schriftsteller berichten1 unterschieden die ,chalder im allgemeinen zwei ,arten von ,blitzen3 #a4 auf die ,erde herabfallende und #b4 nur in den ,wolken leuchtende4 ,nach der ,versicherung des ,plinius#ed nahmen die ,chalder an1 da diese ,blitze von den ,planeten ,saturn1 ,jupiter und ,mars herrhrten und beobachteten sie vorzugsweise4 ,die zweite ,art1 die fulgura fortuita des ,plinius verkndeten durch ihren ,donner die ,stimme der atmosphrischen ,wchter1 deren ,pfad sie durch ihre ,leuchtkraft bezeichneten4#ee ,es ist nur ein einziges und zwar sehr verstmmeltes keilschriftliches ,fragment ber die ,einteilung der ,blitze bei den ,chaldern erhalten#ef1 das aber trotz seiner ,verstmmelung sehr wichtig ist1 insofern es die ,richtigkeit der ,angaben des ,plinius beweist4 ,dasselbe lautet3 ,der ,blitz 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,der ,blitz der ,sterne 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,der ,blitz des ,gottes ,bin 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,der ,blitz der ,erde 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,der ,blitz des ,wassers 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,der ,blitz der ,nacht1 welcher leuchtet 4 4 4 4 ,der ,blitz des ,gottes ,mamna 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,der ,blitz des ,gottes ,baluv 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,der ,blitz des ,gestirnes 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,der ,blitz 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,vergleichen wir nun die ,blitze der ,planeten und die fulgura fortuita des ,plinius mit den ,angaben des ,fragments1 so finden wir1 da die ,blitze des ,ersteren mit dem ,blitz der ,gestirne und dem ,blitz des ,gottes ,bin 7assyr4 ,rimmon7 zusammenfallen4 ,bin ist der ,gott der ,luft und des ,donners und wird deshalb mit einem ,donnerkeil oder einem zackigen ,blitz dargestellt4 ,die ,blitze der ,gtter ,mamna und ,baluv sind verschiedenen ,erscheinungsphasen des ,planeten ,mars zugeeignet und waren wegen ihrer zndenden ,kraft berchtigt4#eg ,die brigen auf dem ,fragment genannten ,blitzarten waren den ,etruskern ebenfalls bekannt1 welche dieselben auch zum ,teil den obern ,planeten zuschrieben4#eh ,dieselben kannten auch eine ,art dem ,saturn geweihte ,blitze1 welche von der ,erde zum ,himmel emporstiegen4#ei ,dies ist wohl der ,blitz der ,erde des ,fragments1 welcher mit dem ,blitz des ,bel oder ,mul-ge identisch ist4 ,endlich kannten die ,etrusker noch die ,blitze der ,nacht1 welche der ,gott ,summanus erzeugen sollte1 whrend die ,rmer die komplizierte etruskische ,fulgurallehre einfacher gestalteten und nur ,blitze des ,tages und ,blitze der ,nacht annahmen1 die sie dem ,jupiter oder dem ,summanus zuschrieben4 ,dagegen findet sich in den ,berichten ber die etruskische ,fulguration nichts1 was sich mit dem rtselhaften ,blitz des ,wassers der ,chalder vergleichen liee4 ber die ,wahrsagerei der ,chalder aus ,erdbeben1 welche ,diodorus ,siculus erwhnt#fj1 wissen wir nichts nheres1 ebensowenig als ber die chaldische ,kapnomantie und ,pyromantie4 ,in ,griechenland war die ,pyromantie1 deren ,erfindung dem ,amphiaraus zugeschrieben wurde1 allgemein gebruchlich4 ,man warf unter ,gebeten ,weihrauch in die ,flamme und beobachtete1 ob derselbe verzehrt oder zerstreut wurde1 worauf man dann ,schlsse auf gnstige oder ungnstige ,vorbedeutung schlo4 ,diese auch ,libanomantie genannte ,wahrsagungsart war besonders in ,apollonia gebruchlich1 wo die heiligen ,feuer durch dem ,boden entstrmende ,kohlenwasserstoffgase genhrt wurden4 ,da oben ein mitgeteiltes ,fragment einer ,kapitelberschrift des ,sargonschen ,auguralwerkes lautet3 ,zinnober ist ber der ,flamme verbrannt1 so scheint es1 da die ,akkader ein hnliches ,verfahren kannten2 auch drften sie1 weil sie ihrem ,feuergott eine so groe ,bedeutung als ,bekmpfer der bsen ,dmonen beilegten1 auch auf das uere ,ansehen der ,feuerflammen geachtet haben4 ,nach einigen ,bruchstcken des ,sargonschen ,werkes schrieben die ,akkader auch ,quellen und ,flssen prophetische ,bedeutung zu und weissagten aus der ,menge1 dem ,aussehen und der ,strmung des ,wassers4 ,nach ,psellus#fa sind die ,assyrer die ,erfinder der ,lekanomantie1 welche bei ihnen jedoch anders als in spterer ,zeit ausgebt wurde4 ,psellus sagt3 ,die ,lekanomantie wird mittelst einer ,schale ausgebt1 welche man mit prophetischem ,wasser anfllt und vor sich stehen hat4 -- ,dieses ,wasser unterscheidet sich uerlich durch nichts vom gewhnlichen ,wasser1 aber die ,handlungen und ,beschwrungen1 welche ber dem ,gef vorgenommen werden1 beschenken es mit einer prophetischen ,kraft1 welche im ,schoe der ,erde entspringt und sich eigenartig uert3 ,denn whrend sie sich dem ,wasser mitteilt1 ruft sie ein unbestimmtes ,rauschen hervor1 welchem die ,anwesenden zunchst keinen rechten ,sinn abgewinnen knnen2 hat sie sich aber in der ,flssigkeit nach allen ,seiten hin gleichmig ausgebreitet1 so vernimmt man gewisse seltsame ,tne1 aus denen man die ,prophezeiung der ,zukunft schpft4 ,diese der materiellen ,wirklichkeit angehrenden ,klnge haben aber stets etwas ,rtselhaftes und ,geheimnisvolles an sich#fb1 daher denn auch die ,weissager1 welche diesen ,umstand mglichst ausbeuten1 niemals eines ,betrugs berfhrt werden knnen4 ,nach einigen ,tafeln der ,bibliothek zu ,niniveh legte man auch dem grern oder geringeren ,glanz edler ,steine divinatorische ,bedeutung bei1 wie denn z4 ,b41 um ber das ,gelingen oder ,fehlschlagen eines feindlichen ,angriffs zu prophezeien1 geprft wurde1 ob der ,diamant am ,finger seine ,strahlen nach rechts oder links warf4 ,unter den ,akkadern wie unter allen ,vlkern des ,altertums war die ,phyllomantie1 die ,wahrsagung aus der ,bewegung und dem ,rauschen der ,bume sehr gebruchlich#fc und von ihnen zu den ,juden bergegangen2 bei ihnen finden wir die ,zaubereiche in ,sichem#fd2 die ,maulbeerbume1 aus deren ,rauschen ,david prophezeite#fe1 und die ,palme1 unter welcher ,deborah weissagte4#ff ,auch die vorislamitischen ,araber hatten heilige ,palmen und verehrten auch den ,sumurahstrauch 7,spina aegyptiaca7 als gttlich4 berhaupt war es ein sehr verbreiteter ,glaube der ,araber1 da sie aus allen mglichen ,arten dorniger ,strucher prophetische ,laute zu vernehmen glaubten1 und dieser ,anschauung drfte auch die ,erscheinung ,jehovahs im brennenden ,dornbusch ihren ,ursprung verdanken4 -- ,die ,etrusker1 deren ,kultur entschieden von der chaldischen abhngig ist1 unterschieden gnstige und ungnstige ,bume je nach den ,prophezeiungen1 welche sie denselben entnahmen4#fg ,die ,griechen hatten redende ,eichen 7prosgoroi dryes71 wie zu ,dodona1 der ltesten pelasgischen ,orakelsttte1 und weissagende ,lorbeerbume zu ,delphi und ,delos4 -- ,auf den ,baumkultus der ,germanen werde ich spter zurckkommen4 ,die den ,tieren entnommene ,orakel anlangend1 so betrachteten die ,chalder vorzugsweise die ,schlange als wahrsagendes ,tier1 was die alten ,philosophen damit zu erklren suchen1 da die kriechende ,schlange am meisten von allen ,tieren mit der ,erde1 dem ,urquell aller ,inspiration1 in ,verbindung stehe4 ,auch ist darauf aufmerksam zu machen1 da in den semitischen ,sprachen die ,worte ,schlange und weissagen der gleichen ,wurzel nahasch entspringen4 ,die ,schlange ist bei den ,chaldo-,babyloniern und ,assyriern das ,sinnbild des ,ea1 der hchsten ,einsicht wie des ,inhabers der hchsten ,weisheit1 weshalb sie auch als ,sinnbild alles magischen ,wissens betrachtet wird4 ,die ,genesis hlt sie fr listiger denn alle ,tiere1 die ,jehovah erschaffen und die alten ,araber glaubten1 da man durch den ,genu eines ,schlangenherzens und einer ,schlangenleber die ,sprache der ,tiere verstehen lerne1 eine ,anschauung1 welche bekanntlich noch in der deutschen ,volkssage fortlebt4 -- ,es scheint sogar1 da man in einigen babylonischen ,tempeln ,schlangen zchtete1 welche man als ,mittler zwischen den ,gttern und ,menschen ansah und aus ihren ,gebahren orakelte4 -- ,auf hnliches scheint auch die biblische ,erzhlung vom ,drachen zu ,babel hinzudeuten4 ,ein anderes prophetisches ,tier war der ,hund1 und ,lenormant teilt eine ganze ,reihe von ,regeln mit1 nach welchen die ,chaldo-,babylonier aus der ,farbe und dem ,exkrementieren eines fremd in den ,knigspalast oder ein ,privathaus gelaufenen ,hundes wahrsagten4 ,eine leider nur lckenhaft erhaltene ,inschrift giebt an1 da ,fliegen 7zumbi7 von den ,chaldo-,babyloniern zum ,wahrsagen benutzt wurden4 ,dieser ,umstand beleuchtet einen wichtigen ,punkt der semitischen ,mythologie1 nmlich die ,rolle1 welche der groe ,gott von ,akkaron 7,ekron7 spielt4 ,derselbe hie bei den ,philistern bekanntlich ,baal-,zebub1 ,baal-,fliege oder ,herr der ,fliege2 die ,septuaginta nennt ihn ,baal myia1 ,josephus theos myia1 und die ,juden machten ihn spter zum ,obersten der ,teufel4 ,dieser ,baal-,zebub besa ein berhmtes ,orakel1 welches nach dem alttestamentarischen ,bericht selbst ,achasja1 ,knig von ,israel1 ber den ,ausgang seiner ,krankheit um ,rat befragte und dadurch den ,zeloteneifer des ,elias entflammte4 ,bercksichtigen wir nun obige keilschriftliche ,nachricht1 so bleibt kein ,zweifel1 da zwischen dem ,namen des groen ,gottes von ,akkaron und der ,art und ,weise der ,ausbung seines ,orakels ,zusammenhang herrscht1 und da die semitischen ,vlker so gut wie die ,chalder ,fliegenorakel besaen4 ,da ,bienen und ,ameisen als wahrsagende ,tiere auch bei den klassischen ,vlkern eine ,rolle spielten1 beweist die ,erzhlung von der ,kindheit ,platos und die ,midassage4 ,nach dem ,bericht des ,jamblichus#fh weissagten die ,babylonier sogar aus dem ,verhalten der ,ratten1 ,heuschrecken c41 und endlich wurden nach ,angabe des ,sargonschen ,auguralwerks auch die ,fische der ,teiche zu den prophetischen ,tieren der ,chalder gerechnet1 worunter wahrscheinlich heilige ,fische zu verstehen sind1 die man zum ,behuf der ,wahrsagung zchtete4 ,so gab es z4 ,b4 in ,lycien heilige ,fische1 welche durch ,fltenspiel an die ,oberflche des ,wassers gelockt wurden1 worauf man aus ihrem ,verhalten orakelte2 das ,gleiche war nach ,varro#fi auch in ,lydien der ,fall4 ,auch drften die in einem ,teiche beim ,tempel des ,zeus ,labrandeus zu ,mylasa in ,karien gezchteten ,fische1 welche ,ohrgehnge an den ,kiemen trugen1 zu ,wahrsagezwecken gehalten worden sein1 wie ferner die zu ,ehren der ,gttin ,atargatis oder ,derketo zu ,askalon gezchteten1 wo bekanntlich ein dem babylonischen verwandter ,kultus herrschte4 ,auch war die chaldische ,mantik bemht1 aus spontanen ,bewegungen oder ,tnen von ,hausgerten und ,mbeln wahrzusagen1 und es ist ein ,fragment erhalten1 welches eine ganze ,reihe von hlzernen ,mbeln und ,teilen des ,hauses nennt1 aus denen prophetische ,laute hervortnen 7assaput1 ku-a71 geeignet1 das ,menschenherz frhlich zu stimmen4 ,die einzelnen ,deutungen sind jedoch verloren gegangen4 ,ich habe schon oft darauf hingewiesen1 da wir es hier wohl mit den ,anfngen des ,tischklopfens und ,tischrckens zu thun haben4 ,auch zufllig gehrten ,worten wurde prophetische ,bedeutung beigelegt2 es sind dies die von den ,juden bath-kol genannten ,stimmen4 ,hingegen lt sich im ,sargonschen ,auguralwerk nicht die ,ausbung der im ,buche ,hiob erwhnten ,chiromantie1 der ,onychomantie sowie der ,kranioskopie nachweisen4 ,die ,beschftigung der ,chalder mit der ,astrologie brachte es mit sich1 da sie den ,migeburten groe ,aufmerksamkeit zuwendeten4 ,nach ihren ,behauptungen rechtfertigten #dgjjjj jahrelang angestellte ,beobachtungen die ,annahme1 da der bei der ,geburt eines ,menschen vorhandene ,sternenstand dessen ,geschick bestimmen4 ,da aber ,gebrechen und ,migestaltungen neugeborener ,kinder ebenfalls von diesem ,sternenstand abhngig seien1 so lasse sich aus ,migeburten ebenso gut die ,zukunft entschleiern als aus den ,sternen selbst4#gj ,deshalb legte man den ,migeburten eine ungeheuere ,wichtigkeit bei und behandelte deren ,deutung sehr ausfhrlich in dem ,sargonschen ,auguralwerk4 ,von den #gb diesbezglichen ,texten1 welche ,lenormant beibringt1 will ich nur folgenden anfhren1 welcher beweist1 da man schon in jener altersgrauen ,vorzeit der ,glckshaube eines neugeborenen ,kindes eine ebenso groe ,wichtigkeit beilegte als heute3 ,gebiert eine ,frau ein ,kind1 dessen ,haupt mit einer ,haube bedeckt ist1 so wird beim ,anblick desselben ein gnstiges ,vorzeichen im ,hause walten4 ,namentlich wurde den ,migeburten frstlicher ,frauen groe ,bedeutung beigelegt1 und auch die ,migeburten mancher ,tiere -- wie z4 ,b4 der ,stuten -- galten als besonders omins4 ,der ,glaube an die ,vorbedeutung der ,portenta ging auf ,etrusker und ,rmer ber1 und noch in der zweiten ,hlfte des #ag4 ,jahrhunderts schrieb ,caspar ,schott ,de mirabilibus portentorum4 ,mit die wichtigste ,rolle im chaldischen ,divinationswesen spielt die ,traumdeutung4 ,nach ,diodorus ,siculus rechneten die ,chalder die ,trume zu den tellurischen ,vorzeichen und deuteten sie nach den ,vorschriften des ,sargonschen ,auguralwerks4 ,ein ,fragment desselben lautet#ga3 ,sieht einer im ,traum 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,einen mnnlichen 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,die ,gestalt eines ,hundes 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,die ,gestalt eines ,bren mit den ,fen eines 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,das ,vordertheil eines ,bren mit den ,fen eines 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,die ,gestalt eines ,hundes mit den ,fen eines andern ,thiers 4 4 4 4 ,einen todten ,hund 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,den ,gott ,nin-kistu 7,nergal7 todtschlagen 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,leichen groer ,thiere 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,ein ,licht 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,einen ,mann auf sich harnen 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,das ,urinlassen als ,traumsymbol dnkte den ,chaldern ganz besonders wichtig und wird auch noch von einem ,weib1 ,bren1 ,hunde usw4 angefhrt4 ,herodot berichtet bekanntlich von einem hierhergehrigen ,traum des ,astyages1 dessen ,tochter ,mandane auf diese ,weise ganz ,asien berschwemmte und so die ,herrschaft des ,cyrus prognostizierte4 ,von den ,kapiteln des ,auguralwerkes scheint besonders das von der ,traumdeutung gehandelt zu haben1 dessen ,anfang lautet3 ,ein ,traum von hellem ,schein1 das ,land in ,feuer 4 4 4 4 ,ein ,traum von hellem ,schein1 die ,stadt in ,flammen 4 4 4 ,bekanntlich spielen ,trume von ,feuer und ,flammen noch in der modernen ,traumdeutung eine groe ,rolle4 ,nach ,jamblichus begaben sich die babylonischen ,frauen absichtlich in den ,tempel der ,zirpanit oder ,aphrodite1 um divinatorische ,trume zu erhalten1 welche sie sofort von den ,traumdeutern auslegen lieen4 ,bekanntlich wurde dieser incubatio oder enkoimsis genannte ,brauch auch in gypten oder ,griechenland ausgebt4 ,in ,chalda und wahrscheinlich auch in ,assyrien1 da ja die ,assyrier in diesen ,dingen nur die ,schler und ,nachbeter der ,chalder waren1 gab es nach den ,keilschrifttexten ,seher 7sabru71 welchen die ,gtter vorzugsweise prophetische ,trume zu ,teil werden lieen4 ,derartige ,seher und ,seherinnen scheint es1 wie die oben mitgeteilte ,nachricht ,herodots vom ,tempel zu ,borsippa andeutet1 in manchen ,tempeln stndig gegeben zu haben4 -- ,zweifellos wurden bei den ,chaldern prophetische ,trume auch durch narkotische ,mittel hervorgerufen wie bei andern ,vlkern des ,altertums und noch bei vielen wilden ,vlkerschaften4 ,der ,eingang des obersten -- siebenten -- ,stockwerks des ,turmes von ,borsippa war dem ,gott ,nebo 7,prophet7 geweiht und hie bab assaput1 ,thor des ,orakels4 ,ein hnliches ,orakelgemach1 bil assaput1 existierte noch nach inschriftlichen ,angaben in der ,pyramide des kniglichen ,stadtviertels zu ,babylon4 ,ob jedoch die ,art und ,weise1 wie die ,orakel in diesem erteilt wurden1 die gleiche war wie im ,turme von ,borsippa1 ist aus den ,inschriften nicht ersichtlich4 ,gewi ist nur1 da dieses ,gemach als ,grabkammer des ,bel-,maruduk galt1 was vermuten lt1 da daselbst ,incubation stattfand1 weil man im ,altertum hufig ,grabsttten aufsuchte1 um in ihnen prophetische ,trume zu erhalten4 ,auch ist bekannt1 da das ,orakel des ,belus oder ,bel-,maruduk in der ,geschichte ,alexanders des ,groen insofern eine ,rolle spielt1 als die ,chalder den siegreichen ,eroberer im ,namen dieses ,heiligtums zu bestimmen suchten1 von ,babylon fern zu bleiben4 ,allerdings blieb dieser ,versuch erfolglos1 weil ,alexander die egoistischen ,beweggrnde der ,chalder wohl erkannte4 ,das ,gebet1 welches ,incubation im ,grab des ,bel-,maruduk einleitete1 ist teilweise erhalten und enthlt folgende charakteristische ,stellen3 ,gewhre mir den ,eintritt1 da mir ein ,glckstraum zu ,theil werde6 ,der ,traum1 den ich trume1 da er gnstig sei6 ,der ,traum1 den ich trumen werde1 da er wahrhaft sei6 ,der ,traum1 den ich trumen werde1 la ihn ausfallen zu meinen ,gunsten6 ,makhir1 der ,traumgott1 mge walten ber meinem ,haupt6 ,gewhre mir ,eintritt in den ,e-saggal1 in das ,gtterschlo1 den ,wohnsitz des ,herrn6 ,auf da ich mich nhere ,maruduk1 dem ,erbarmer1 dem ,glckspender und den gesegneten ,hnden seiner ,allmacht6 ,mge ich rhmen knnen deine ,gre1 lobpreisen deine ,gottheit6 ,mgen die ,bewohner meiner ,stadt rhmen knnen deine ,werke6 ,in der ,zeit vom #h4 bis #f4 ,jahrhundert erreichte die ,traumdeutung ihren ,hhepunkt in ,vorderasien und gypten1 woselbst sie sogar die ,politik und ,kriegsfhrung beeinflute4 ,durch einen siegverheienden ,traum wurde ,assurbanhabal zum ,kriege gegen ,te-,umman angeregt1 und durch ,trume wurde mehrfach sein ,heer zur ,ausdauer ermuntert4 ,ein ,traum bewog ,gyges zur ,anerkennung der assyrischen ,oberherrschaft4 ,trume waren es1 welche ,krsus den ,tod seines ,sohnes ,atys1 ,astyages die ,herrschaft seines ,enkels und ,cyrus die des ,darius verkndeten4 ,ein ,traum fhrte ,sebek1 ,knig von gypten1 zum ,entschlu1 seine ,regierung niederzulegen2 auch war es wiederum ein ,traum1 welcher dem ,knig ,seti die endliche ,vernichtung des assyrischen ,heeres unter ,senacherib zusicherte und ihn so zum ,ausharren in der ,gegenwehr ermunterte4 ,endlich hatte der thiopische ,frst ,ta-nuat-,amen einen ,traum1 welcher ihm seine zuknftige ,macht offenbarte und ihn zur ,eroberung gyptens anspornte4 ,bei den ,juden war die ,deutung der von ,jehovah gesandten ,trume erlaubt1 dagegen bei ,strafe der ,steinigung verboten1 im ,namen fremder ,gottheiten ,trume herbeizufhren und zu deuten4 ,diese ,bestimmung wirkt in der bei den ,christen gemachten ,einteilung der ,trume in gttliche und teuflische bis in das vorige ,jahrhundert nach4 ,die letzte wichtige ,wahrsagung der ,chaldo-,babylonier ist die ,nekromantie4 ,wie oben schon mitgeteilt1 ist jedem ,menschen von ,geburt an ein den ,feruern entsprechender besonderer ,geist beigegeben1 welcher ihn schtzt1 in ihm lebt und sein geistiges ,urbild ist4 ,nach dem ,tode des ,menschen wird aus diesem ,geist ein ,dmon 7utuk1 utukku71 dessen ,schicksal im ,land ohne ,heimkehr je nach ,magabe der ,geneigtheit der ,gtter ein gnstiges oder ungnstiges ist4 ,nur bevorzugte ,seelen von ,helden und ,knigen fanden ,eingang in den ,himmel und bewohnten fortan3 ,das ,land mit ,silberhimmel1 ,wo ,segensgter ,sind zu ihrer ,nahrung ,und se ,lust ,sie zu beseligen1 ,wo ist ,einhalt ,des ,kummers und ,jammers4 ,das ,loos der groen berzahl der ,menschen1 deren utuk in das ,land ohne ,heimkehr 7akkad4 kur-nu-ga1 assyr4 mat la ,tayarti7 hinabstieg1 gestaltete sich ziemlich trostlos4 ,das ,land ohne ,heimkehr wird in der ,hllenfahrt der ,istar folgendermaen geschildert3 ,dort wohnen die ,fhrer und die des ,glckes entbehren1 ,wohnen die ,geringen und ,groen1 ,wohnen die ,ungeheuer des ,abgrunds der groen ,gtter1 ,wohnt ,etanna1 wohnt ,nir 4 4 4 4 ,im ,land ohne ,heimkehr lebt die ,seele wie im ,scheol der ,hebrer ohne ,empfindung und ,willenskraft1 von ,finsternis umgeben1 fort4 ,ihr ,zustand ist weder vllige ,vernichtung noch ,unsterblichkeit1 sondern eine ,art von ,erstarrung oder ,schlummer4 ,im ,hintergrund des ,landes ohne ,heimkehr befand sich jedoch1 wie oben erwhnt1 im ewigen ,heiligthum die ,quelle der ,lebenswsser1 deren ,sprudel die hllischen ,mchte mit der grten ,wachsamkeit und ,ehrfurcht behteten4 ,den ,zugang zu ihr konnte nur ein ,gebot der hchsten ,gtter1 namentlich des ,ea1 erschlieen1 und wer daraufhin von ihr getrunken hatte1 kehrte -- wie ,istar am ,schlu ihrer ,gefangenschaft -- lebend an das ,licht zurck4 ,ob diese ,quelle eine ,andeutung der ,auferstehung1 an welche die ,chalder nach ,diogenes ,lartius glaubten1 ist1 lt sich nach den ,texten nicht entscheiden4 brigens konnten die ,seelen nicht nur auf ,eas ,gebot1 sondern auch als ,vampyre dem ,land ohne ,heimkehr entsteigen1 um die ,lebenden zu qulen4 ,deshalb droht auch ,istar dem ,schlieer des ,hllenreichs mit den ,worten3 ,oeffnest du aber das ,thor nicht1 und kann ich nicht eintreten1 -- ,dann werde ich die ,todten erwecken1 zu verschlingen die ,lebenden2 ,ich werde die dem ,tageslicht wieder zugefhrten ,todten zahlreicher machen denn ,alles1 was lebt4 ,auch die ,schwarzknstler vermgen ,vampyre aus dem ,land ohne ,heimkehr heraufzubeschwren und die ,gegenstnde ihres ,hasses von ihnen peinigen zu lassen4 ,da man sonach an die ,citation ,verstorbener glaubte1 so lag es sehr nahe1 die von den ,schranken des ,raumes und der ,zeit befreiten ,geister der ,verstorbenen ber die ,zukunft zu befragen1 und die ,nekromantie mute sich folgerecht entwickeln4 ber die ,ausbung der ,nekromantie habe ich anderwrts#gb schon das ,ntige gesagt4 ,hier will ich nur rekapitulieren1 da wir uns aus dem alten ,testament ein ungefhres ,bild von der ,totenbeschwrung der ,chalder entwerfen knnen4 ,der biblische ,ob ist ein unsauberer ,geist1 ein ,totengeist1 welcher in dem ,krper eines ,mannes oder einer ,frau wohnt und von hier aus die ,zukunft offenbart1 entsprechend dem jidoni1 dem ,wissenden oder ,belehrenden1 welcher fast immer mit den oboth zusammen genannt wird4 ,es ist dabei zu bemerken1 da die ,worte oboth und jidonim sowohl fr die ,geister selbst als die von ihnen ,besessenen gebraucht werden4 ,das ,letztere ist nicht nur der ,besprechung der ,hexe von ,endor durch ,josephus#gc sondern auch daraus zu entnehmen1 da die ,septuaginta wiederholt oboth mit engastrimythoi bersetzt1 sowie berhaupt aus den charakteristischen ,ausdrcken1 deren sich die ,propheten bei der ,schilderung der oboth bedienen4 ,ziehen wir nun die ausdrckliche ,angabe des ,jamblichus1 da die ,babylonier mittelst ihrer ,sakchoiras die ,geister der ,toten ber die ,zukunft befragten1 in ,betracht1 und erwgen wir1 da ob kein semitisches ,wort ist1 sondern vom akkadischen ubi1 strafwrdigen ,knsten obliegen1 abstammt1 so kann es keinem ,zweifel unterliegen1 da die hebrische ,nekromantie aus der akkadischen hervorging4 ,zweites ,buch4 ,der ,occultismus der ,meder und ,perser4 ,erste ,abteilung4 ,der medische ,magismus4 ,medien war bis zur ,einwanderung der eigentlichen iranischen ,meder im ,besitz eines ,volkes turanischer ,rasse1 welches mit den ,akkadern eine groe hnlichkeit hatte und das protomedische genannt wird4 ,die iranische ,einwanderung geschah nach ,lenormant und ,maury im achten ,jahrhundert vor ,christus2 jedoch bildeten auch nach der vlligen ,besitznahme ,mediens die ,iraner immer noch den kleineren1 wenn auch herrschenden ,teil der ,bevlkerung4 ,zur ,zeit der ,achmeniden sprach das ,volk noch die protomedische ,sprache1 welche auch die amtliche ,sprache der ,perserknige wurde4 ,das turanische ,medien aber bewahrte nicht nur seine eigene ,sprache1 sondern auch seinen eigenen religisen ,charakter1 welchem es erst nach langem mit wechselndem ,glck gefhrten ,kampf gegen die ,religion ,zoroasters entsagte4 ,die den ,protomedern eigenen religisen ,vorstellungen fanden endlich sogar bei den iranischen ,eroberern ,eingang und erzeugten durch ihre ,vermischung mit der ,religion derselben das ,system des ,magismus1 so genannt nach dem ,stamme der ,magier1 welche das ausschlieliche ,privilegium besaen1 daselbst das ,priesteramt auszuben4#gd ,der ,name ,magismus wurde sehr lange ,zeit der ,religion des ,zoroaster beigelegt1 was jedoch auf einer von den griechischen ,schriftstellern begangenen ,verwechslung beruht1 die namentlich ,herodot verschuldet hat1 welcher wohl ,medien1 aber nicht das eigentliche ,persien bereiste4 ,ja diese ,annahme ist nach den neuesten ,forschungen sogar ein entschiedener ,irrtum1 da beide ,religionssysteme1 der ,magismus und der ,zoroastrismus einander entgegengesetzt sind4 ,darius1 ,sohn des ,hystaspes1 welcher wohl genauer als ,herodot unterrichtet war1 berichtet ausdrcklich in seinen ,regierungsannalen auf dem ,felsen von ,behistan1 da die ,magier1 welche mit ,gaumata1 dem falschen ,smerdis1 eine ,zeit lang ,herren des ,reichs waren1 den ,versuch machten1 die iranische ,religion durch die ihrige zu verdrngen1 und da ,darius ihre gottlosen ,altre strzte4 ,es heit in der genannten ,inschrift#ge3 ,als ,kambyses in ,aegypten war1 verfiel das ,volk in ,gottlosigkeit1 und ,wahnglauben wurde im ,lande mchtig1 in ,persien1 ,medien und andern ,provinzen4 ,die ,knigswrde1 welche unserm ,geschlecht entrissen war1 habe ich wiedererlangt2 ich habe sie von ,neuem wiederhergestellt4 ,die ,tempel1 welche der ,magier ,gaumata zerstrt hatte1 habe ich wieder erbaut2 ich habe die ,familien1 welchen sie vom ,magier ,gaumata entrissen worden1 die heiligen ,gesnge und rituellen ,gebruche wiedererstattet2 ich habe den ,staat auf seinen alten ,grundlagen wiederhergestellt und ,persien1 ,medien sowie die brigen ,provinzen wieder an mich gebracht4 ,in der zu ,naksch-i-,rustam befindlichen ,grabschrift des ,darius heit es ferner3 ,als ,ahuramazd dieses ,land dem ,aberglauben preisgegeben sah1 vertraute er es mir an4 ,das im ,text fr ,aberglauben gebrauchte ,wort ist ytum1 ,religion der ,ytus1 wie die ,feinde des ,zoroaster im ,zendavesta genannt werden4 ,danach und nach der im nchsten ,kapitel zu gebenden ,lebensbeschreibung des ,zoroaster erscheint das ,blutbad1 welches die ,perser bald nach der ,ermordung des falschen ,smerdis anrichteten1 und die sonst unerklrliche ,einsetzung der ,feier des ,magiermords1 welche man lange ,zeit hindurch am ,jahrestag desselben beging1 begreiflich4 ,die ,magier werden berhaupt in keiner alten entschieden zoroastrischen ,urkunde persischen oder baktrischen ,ursprungs als ,diener der ,religion erwhnt4 ,jedoch trat die ,zersetzung und ,entstellung der ursprnglichen und nationalen iranischen ,lehre des reinen ,mazdeismus der ,ghts und der ersten ,fargards der ,vendidad-,sde bei den ,medern schon frhzeitig durch ihre ,berhrung mit turanischen ,elementen ein1 bevor sie das ganze ,medien genannte ,land erobert hatten4 ,indessen charakterisieren ,herodot und die andern alten ,schriftsteller den eigentlichen ,geist des ursprnglichen ,mazdeismus sehr richtig1 indem sie die ,perser als ein ,volk hinstellen1 welches ,gtzendienst und fremde ,religionen verabscheute und deshalb auf seinen ,kriegszgen den ,kultus anderer ,vlker zu zerstren suchte1 ,tempel verbrannte1 die ,gtterbilder vernichtete1 wertvolle gottesdienstliche ,gerte als ,beute mitschleppte1 die ,priester beschimpfte und ttete1 die ,feier religiser ,feste verhinderte1 heilige ,tiere ttete und sogar die ,grber entweihte4 -- ,kambyses in ,aegypten ist das ,prototyp des persischen ,fanatismus4 ,wenn aber ,herodot auf die positive ,seite des ,mazdeismus einzugehen versucht1 so sehen wir mit ,erstaunen1 da er nicht einmal den ,namen des ,ahuramazd kennt4 ,er spricht von einem ,kultus der ,sonne1 des ,mondes1 des ,feuers1 der ,erde1 des ,wassers und der ,winde1 also von einer ,religion1 welche mit dem ,geiste des ,zendavesta nicht das ,mindeste gemein hat und weit mehr der der ,veden oder gar der alten akkadischen ,zauberbcher gleicht4 ,hiermit stimmt berein1 da ,herodot ausdrcklich die ,magier1 die ,vertreter der alten protomedischen ,religion als die ,priester dieses ,kultus nennt4#gf ,der ,gestirndienst war im medischen ,magismus sehr ausgebildet1 obschon er in den ,zendschriften nur wenig und zwar in neueren unter fremden ,einflssen stehenden ,teilen hervortritt4 ,gegen das ,ende der persischen ,herrschaft jedoch hatte er -- wie auch in den am sptesten ,zendbchern -- groe ,bedeutung gewonnen4 ,da dieser von den ,magiern herrhrende ,kultus bei den ,medern eine ,hauptrolle spielte1 bezeugt brigens auch ,herodot in seiner ,schilderung der sieben ,mauern ,ekbatanas1 welche mit den ,farben der sieben ,planeten bemalt waren4 ,wir begegnen dieser ,sitte noch zu ,gazaka1 dem zweiten ,ekbatana1 der ,stadt mit den sieben ,ringmauern und zur ,zeit der ,sassaniden an dem ,palaste ,bahram-,gurs4 ,dieser ,brauch entstammt direkt chaldo-babylonischer ,anschauung1 denn der siebenstckige ,thurm zu ,borsippa wurde nach seiner ,wiederherstellung durch ,nabukudurussur ebenfalls mit den sieben ,planetenfarben bemalt1 und das ,gleiche war bei dem ,zipurrat1 dem heiligen ,turm des ,palastes zu ,khorsabad der ,fall4 ,der babylonische ,gestirn- und ,planetendienst gelangte gleich dem ,anatkultus vermutlich durch die ,assyrier zu den medischen ,turanern und zwar whrend deren langer ,berhrung mit der ,kultur der ,euphratlnder2 dann ging er auf die ,magier ber1 welche ihn hinwiederum auf die ,perser und andern iranischen ,vlker bertrugen4 ,erwhnt sei1 da die ,lehre von ,zrvna-akarana1 der unbegrenzten ,zeit1 der gemeinsamen ,quelle des ,ahuramazd und ,angrmainyus1 eine von der ,sekte der ,zervanier herrhrende ,entstellung der ursprnglichen mazdeischen ,lehre ist4 ,eudemius1 der ,lieblingsschler des ,aristoteles1 welcher diese ,person wie das aus ihr entspringende dualistische ,paar sehr eingehend behandelt1 bezeichnet sie ebenfalls als eine ,schpfung der ,magier4#gg ,auch ist es von ,interesse1 hier eine ,angabe des ,berosus zu erwhnen1 wonach derselbe ,name ,zrvna auch der mythischen ,personifikation der alten turanischen ,rasse1 welche in der chaldisch-babylonischen ,legende vom ,ursprung der ,rassen in ,armenien auftritt1 beigelegt wurde4 ,in den ,bruchstcken der akkadischen ,zaubertexte begegnet man aber ebenfalls ,anschauungen1 welche denen der ,auffassung der ,zrvna-akarana entsprechen4 ,in derselben emanieren aus ,mul-ge sowohl gehssige ,gtter wie ,namtar1 als gndige1 die ,dmonen bekmpfende ,gtter1 wie z4 ,b4 ,nin-dara2 auch aus ,ana entspringen sowohl ,dmonen1 als auch der ,feuergott1 welcher den ,charakter eines ,deus averruncus1 eines die ,dmonen vertreibenden ,gottes trgt4 ,betrachten wir die ,trias3 das ,urwesen ,ana und den dem dstern ,mul-ge entgegengesetzten holden ,ea1 die drei ,gtter1 welche die ,akkader ber die drei ,weltzonen setzten1 so werden wir bei ,zrvna-akarana1 ,ahuramazd1 und ,angrmainyus nur unwesentliche ,modifikationen finden4 ,aus dem medischen ,magismus ist indessen noch mehr hervorzuheben als das gemeinschaftliche ,urprinzip1 aus welchem ,ahuramazd und ,angrmainyus hervorgingen4 ,whrend nmlich im echten ,mazdeismus der ,perser ,ahuramazd allein verehrt und ,angrmainyus mit ,verwnschungen berschttet wurde1 wurden im ,magismus das gute wie das bse ,prinzip in gleicher ,weise verehrt4 ,plutarch erzhlt#gh1 da die ,magier dem ,angrmainyus 7,aids1 ,areimans7 ,opfer darbrachten1 und beschreibt die drei blichen ,gebruche1 welche hauptschlich in der ,darbringung des ,sumpfgrases 7ommi7 bestanden1 das mit dem ,blute eines ,menschen benetzt und an einem finstern ,ort aufbewahrt wurde4 ,herodot#gi lt ,amnestris1 die ,gemahlin des ,xerxes1 welche dem ,einflu der ,magier gnzlich ergeben war1 dem ,gotte der ,finsterni und der untern ,regionen sieben ,kinder opfern2 auch berichtet er von einem hnlichen ,opfer1 welches die ,perser auf ihrem ,zug nach ,griechenland beim bergang ber den ,strymon zu ,ehren desselben ,gottes verrichtet haben sollten4 ,der ,brauch der ,menschenopfer ist aber ebenso wie die ,anbetung des ,angrmainyus den ,grundprinzipien des ,zoroastrismus durchaus zuwider1 auch wiederholt er sich sonst in der ,geschichte der ,perser nicht1 weshalb er wohl als ein ,rckfall in den ,magismus zu betrachten ist4 ,der medische ,magismus steht insofern auf einer tieferen ,stufe wie die akkadische ,magie1 als in ihm das bse wie das gute ,prinzip gleichmig verehrt wurden4 ,aber1 wie es scheint1 rhrt dies daher1 da die ,meder einen ihrer ,hauptgtter vor der iranischen ,einwanderung und ,eroberung in ,schlangengestalt verehrten1 ein ,brauch1 welcher sich mehrfach bei den turanischen ,vlkern findet4 ,so war bei den ,akkadern die ,schlange eine ,erscheinungsform des ,ea und ein hufig gebrauchtes religises ,symbol4 ,so legt z4 ,b4 ein akkadischer ,zauberhymnus einem ,gott -- vielleicht ,ea -- folgende ,worte in den ,mund3 ,wie die gewaltige siebenkpfige ,schlange ihre ,kpfe heftig schttelt1 so schwinge ich die siebenkpfige ,waffe4 ,wie die ,schlange1 die die ,wogen des ,meeres peitscht1 ihren ,feind von vorn angreift1 ,so fhre auch ich die ,verheererin in tobendem ,schlachtgetmmel1 die ,beherrscherin von ,himmel und ,erde1 die siebenkpfige ,waffe4 ,bei der ,vermischung der protomedischen ,religion mit den iranischen berlieferungen mute sich der alte ,schlangengott mit dem iranischen bsen ,prinzip zu einem ,wesen verschmelzen1 um so mehr1 als in der iranischen berlieferung ,angrmainyus ,schlangengestalt angenommen hatte1 um in den ,himmel ,ahuramazds zu gelangen4 ,da nun die turanischen ,ureinwohner ,mediens wohl sicher grere ,neigung ihren alten ,schlangengott als den iranischen ,ahuramazd zu verehren besaen1 mute der ,kultus des ,angrmainyus so recht zu der mit magischen ,gebruchen verbundenen ,volksreligion werden1 und hier haben wir auch die ,wurzel aller spteren ,schlangen- und ,teufelskulte zu suchen1 deren ursprngliche ,bedeutung verloren gegangen war4 -- ,direkte ,nachkommen der alten ,angrmainyusverehrer sind die noch heute im nrdlichen ,mesopotamien lebenden ,yezidis oder ,teufelsanbeter1 deren ,religion noch ganz die alte dualistische ist1 die aber nur das bse ,prinzip verehren1 weil das gute keine ,anbetung verlange4 ,hervorgehoben mu noch werden1 da seit ,artaxerxes ,memnon der persische ,mithra eben dieselbe ,vermittlerrolle zwischen der ,gottheit und der ,menschheit ausbt wie der akkadische ,silik-mulu-khi4 ,so wird auch ,mithra der ,freund genannt1 was als iranische bersetzung des akkadischen ,beinamens des ,silik-mulu-khi1 der den ,menschen ,gutes zuwendet1 gelten kann4 ,jedenfalls hat ,mithra im ,magismus die ,stellung irgend eines vermittelnden1 dem akkadischen ,silik-mulu-khi entsprechenden ,gottes in der protomedischen ,religion mit hnliches bedeutendem ,namen innegehabt4 ,was nun den eigentlichen ,ritus der ,magier anlangt1 so sind nach ,ansicht aller mazdeischen ,schriften die ,beschwrungs- und ,zaubergebruche des medischen ,magismus nur ein ,werk und eine ,erfindung der ,ytus1 der ,feinde des ,zoroaster1 weshalb dieselben ausdrcklich untersagt und mit strengen ,strafen belegt werden4 ,die ,weissagung bten die ,magier1 wie schon oben gesagt1 hauptschlich durch das ,loswerfen mit ,tamariskenstben aus4 ,das in spterer ,zeit das ,hauptabzeichen der ,diener des mazdeischen ,kultus bildende ,barema ist nichts als ein ,bndel solcher ,wahrsagestbe1 deren ,anwendung in ,persien unter dem ,einflu der ,magierkaste ,eingang gefunden hatte4 ,die ,magier gaben ferner vor1 da sie durch bestimmte ,worte und ,handlungen himmlisches ,feuer auf ihre ,altre herabziehen knnten1 und legten sich berhaupt nach ,herodot#hj und ,diogenes ,lartius#ha alle mglichen bersinnlichen ,krfte bei4 ,das ,herabziehen des ,blitzes1 welches wir auch bei den ,etruskern und ,rmern antreffen1 knnte vielleicht auf primitiven elektrischen ,kenntnissen beruhen1 welche bei der ,ausbung der ,fulguration erworben worden waren4 ,endlich verbreitete sich zur ,zeit der ,perserkriege in ,griechenland ein ,buch1 welches von einem ,magier ,osthanes verfat worden war und nach ,plinius#hb den ,griechen einen wahren ,heihunger nach ,magie beibrachte1 die von jetzt ab an die ,stelle der alten rohen ,gotie trat4 ,so viel von dem ,buche bekannt ist1 lehrte es allerlei ,zauber- und ,wahrsageknste sowie die ,beschwrung der ,toten und ,dmonen4#hc ,zweite ,abteilung4 ,der ,zoroastrismus4 ,erstes ,kapitel4 ,das ,leben ,zoroasters4#hd ,der groe parsische ,gesetzgeber heit in der ,zendsprache ,zarethoschtro1 im ,pehlvi ,zerathescht oder ,zertoscht1 und endlich im ,parsi ,zerduscht4 ,die ,griechen machten aus diesen ,namen ,zeroasters1 ,zabratos1 ,zaratas1 ,zarasdes und endlich den gebruchlichsten ,namen ,zoroaster4 ,die ,bedeutung desselben ist ,goldstern oder ,sohn des ,stern1 hnlich wie ,bar ,cochba oder ,nazaratos4 ,nach den ,zendschriften lebte ,zoroaster im #ften ,jahrhundert v4 ,chr4 und wurde zu ,urmi in ,aderbedschan als ,sohn des ,poraschasp und der ,dogdo geboren4 ,dies begab sich -- heit es im ,zerduscht-nameh -- am ,ende eines ,zeitpunkts1 wo ,angrmainyus ,macht hatte4 ,bosheit war gewaltig auf ,erden1 die ,vlker ohne ,richter1 und ,angrmainyus war ihr ,herrscher und ,plager4 ,da zeigte ,gott das ,antlitz seiner ,liebe1 lie aus ,feriduns ,wurzel einen ,baum hervorgehen#he1 ,zoroaster1 den ,propheten der mute die ,gefangenen erlsen4 ,dogdo1 ,zoroasters ,mutter1 hatte im sechsten ,monat ihrer ,schwangerschaft einen ,traum voll ,furcht und ,schauder4 ,eine schwarze ,wolke war vor ihrem ,auge1 die wie ein ,adlerflgel das ,licht bedeckte und schreckliches ,dunkel erzeugte4 ,lwen und ,tiger und ,wlfe und ,rhinocerosse mit ,schlangen regneten aus dieser ,wolke in ,dogdos ,haus4 ,das gewaltigste und grausamste dieser ,ungeheuer strzte sich auf sie1 wthete und brllte1 ri ihr den ,leib auf und zog ,zoroaster hervor1 packte ihn zwischen die ,klauen und wollte ihn umbringen4 ,alle ,menschen erhoben ein furchtbares ,geschrei1 und ,dogdo rief mit ,zittern und ,zagen3 ,wer will mich erretten von dem ,ungeheuer1 das mich erdrckt8 -- ,sei guten ,muths1 sprach ,zoroaster1 die ,ungeheuer werden nichts ausrichten1 denn der ,herr wacht zu meinem ,schutz2 lerne ihn nur kennen1 ,mutter6 ,ich1 der ,einzige1 will die ,menge der ,ungeheuer bezwingen6 ,diese ,worte waren ,trost fr ,dogdos ,herz4 ,und am ,orte der ,bestien erhob sich ein hoher ,berg2 ,sonnenglanz zerstubte die ,nachtwolke1 ,sdwind blies1 und die ,ungeheuer zerstiebten wie ,bltter4 ,am hohen ,tage zeigte sich ein ,jngling1 schn wie der ,glanz des vollen ,mondes1 leuchtend wie ,djemschid1 mit einem ,lichthorn#hf in der einen ,hand ri er die ,wurzel der ,dews aus1 die andere hielt ein ,buch4 ,er schwang sein ,buch nach den ,bestien1 da schwanden sie aus ,dogdos ,haus1 als wren sie zu nichts geworden4 ,nur die drei mchtigsten3 ,lwe1 ,wolf und ,tiger blieben4 ,es schlug sie aber der ,jngling mit dem ,lichthorn1 da sie vergingen4 ,da schlo er ,zoroaster wieder in seiner ,mutter ,leib1 blies sie an1 und sie ward schwanger4 ,ohne ,furcht6 sprach er zu ,dogdo1 der ,knig des ,himmels schtzt das ,kind2 die ,welt ist voll seiner ,erwartung2 er ist der ,prophet ,gottes an sein ,volk4 ,sein ,gesetz wird der ,erde ,freude bringen4 ,durch ihn soll ,lwe und ,lamm zusammen trinken4 ,frchte diese ,bestien nicht6 ,wessen ,helfer ,gott ist1 wie sollte er die ganze ,welt frchten8 ,der ,jngling verschwand und ,dogdo erwachte4 ,dies war gegen ,mitternacht4 ,die zagende ,dogdo suchte einen ehrwrdigen ,greis auf1 der erfahren war in der ,traumdeutung und ,kenntni der ,welt wie des ,laufes der ,gestirne4 ,sie erzhlte ihr ,gesicht1 um das ,unglck zu erfahren1 welches sie befrchten msse4 ,mein ,leben lang1 sprach der ,alte1 habe ich dergleichen nicht gehrt4 ,bringe mir den ,planetenstand bei deiner ,geburt und komme in vier ,tagen wieder4 ,die drei ,nchte1 welche kamen1 waren schlaflos fr ,dogdo4 ,als der vierte ,tag anbrach1 sah sie den ,traumdeuter wieder1 und ,freudenlicht glnzte aus seinen ,augen4 ,sein ,astrolabium war zur ,sonne gerichtet2 er betrachtete nochmals1 was sich begeben sollte1 nahm darauf eine ,tafel und schrieb darauf bei einer ,stunde lang1 indem er die ,sterne beobachtete1 und sprach dann zur ,mutter ,zoroasters3 ,ich sehe1 was noch kein ,menschenkind gesehen hat4 ,du bist schwanger fnf ,monate und dreiundzwanzig ,tage1 und wenn deine ,zeit gekommen ist1 sollst du einen ,sohn gebren#hg1 den man nennen wird gebenedeieter ,zoroaster4 ,er soll ein ,gesetz verkndigen1 das der ,erde ,freude bringen wird4 ,die ,verehrer des unreinen ,gesetzes werden seine ,widersacher sein und gegen ihn streiten4 ,du wirst davon leiden1 wie du gelitten hast von jenen ,bestien1 endlich aber siegen4 ,der lichtglnzende ,jngling1 der dir im ,gesicht erschienen1 ist aus dem sechsten ,himmel2 das ,lichthorn in seiner einen ,hand ist ein ,sinnbild der ,gre ,gottes1 der ,zoroasters ,beistand sein wird zur ,vertreibung des ,bsen4 ,das ,buch in seiner andern ,hand ist ein ,siegel seiner ,weissagung#hh1 vor welchem die ,dews fliehen4 ,die drei ,bestien1 welche bleiben1 sind drei gewaltige ,feinde1 die aber nichts gegen ihn auszurichten vermgen4 ,um diese ,zeit wird ein ,knig sein1 der das vortreffliche ,gesetz einfhren wird4 ,welcher ,mensch ,zoroasters ,worten glaubt1 dem wird ,gott das ,paradies schenken2 die ,seele seiner ,feinde wird zum ,duzakh#hi mssen4 ,woher1 sprach ,dogdo1 weit du meine fnfmonatliche ,schwangerschaft8 ,wisse1 war seine ,antwort1 da ich ,wahrheit sage3 ,die ,berechnungen meiner ,kunst beruhen in der ,kenntni des ,himmels4 ,so schreiben die alten ,bcher4 ,dogdo1 deren ,herz vor ,freude trunken war wie von ,wein1 hpfte wie die ,wolken1 segnete den ,traumdeuter1 kehrte heim und sagte ,alles1 was sie begeben hatte1 ,poroschasp1 ihrem ,manne4 ,am ,ausgang der neun ,monate gebar sie einen ,sohn4 ,kaum geboren1 lchelte der ,knabe1 worber sich alle ,welt verwunderte und groe ,dinge weissagte4 ,unter den ,frauen in ,dogdos ,gemach waren ,magierinnen1 welche dieses ,wunder1 das sie im ,leben noch nicht gesehen hatten#ij1 stumm machte4 ,das ,gercht des ,wunders erscholl allenthalben und machte den groen ,haufen der ,magier bekmmert4 ,sie besorgten daraus ,bses fr sich und wollten ,zoroaster umbringen4 ,dies entdeckte ,ahuramazd ,zoroaster#ia mit den ,worten3 ,im ,anfang verschworen sich die ,dews wider den groen ,zoroaster und trachteten ihm nach dem ,leben4 ,aber ,zoroaster soll reine ,freude haben und die ,dews berwinden4 ,von ,norden aus kommt ,angrmainyus#ib1 aus allen ,gegenden und ,orten kommt der todschwangere ,frst der ,dews2 er luft ruhelos1 dieser todschwangere ,angrmainyus1 dieser ,eingeber des argen ,gesetzes4 ,dieser ,darudj#ic durchstreicht die ,lnder und verheert sie1 o reiner ,zoroaster6 berall dringt er hin2 er1 der ,dew1 der ,vater alles ,bsen1 der ,verheerer1 ,plager und ,lehrer des bsen ,gesetzes4 ,darauf offenbarte ,ahuramazd dem ,zoroaster1 was beim ,anfang der ,welt zwischen ihm und ,angrmainyus vorgefallen2 wie der ,arge im ,anblick des knftigen ,untergangs seines ,reiches durch ,zoroaster ,alles1 die ,krfte seiner ,engel1 gegen ihn aufgebracht von der ,stunde seiner ,geburt an4 ,er mit seinem langen ,arm und ausgedehnten ,krper1 heiliger ,zoroaster1 durchstreifte die weite ,erde1 ohne nach ,ahuramazd dem ,groen1 dem gerechten ,richter der ,welt1 zu fragen2 er durchlief sie lang und breit1 und da er wie ber eine weitgehende ,brcke war1 drang er in die feste ,stadt des ,poroschasp4 ,doch war ,zoroaster weit strker als ,angrmainyus1 der ,vater des bsen ,gesetzes4 ,damals lebte in dieser ,gegend ,frst ,duranserun1 ,haupt der ,magier und ,erster der ,schler des bsen ,gesetzes4#id ,er wute1 da ,zoroaster1 sobald er aufstnde1 durch sein reines ,gesetz alle ,magie tten wrde4 ,kaum wurde ihm des ,kindes ,geburt verkndigt#ie1 als er auf den ,thron sprang wie ein ,stier1 zu ,pferde stieg und sich mit ,eifer in das ,haus des ,poroschasp begab4 ,er fand ,zoroaster an der ,mutter ,brust1 seine ,wangen waren wie des ,frhlings ,blte1 und ,gre ,gottes ging von ihm aus4 ,belehrt von dem1 was sich begeben hatte bei seiner ,geburt1 machte ,duranserun der ,zorn bla1 und er befahl seinen ,leuten1 da sie das ,kind greifen und mit dem ,sbel zerhauen sollten4 ,aber der ,vater der ,seelen lie seine ,hand verdorren auf dem ,fleck4 ,im ,feuerzorn verlie er ,zoroasters ,wiege1 und die ,magier1 wie ,schlangen gekrmmt1 machten sich von dannen4 ,einige ,zeit darauf nahmen sie ,zoroaster und trugen ihn in die ,wste4 ,daselbst bauten sie einen ,holzsto von ,pech und andern ,feuermaterien1 entzndeten ihn und warfen ,zoroaster darauf und gingen mit ,freude und ,jauchzen1 ,duranserun anzusagen1 was sie gemacht htten4 ,dogdo hrte dies und lief wie auer sich zur ,wste1 fand aber ,zoroaster sanft und ruhig schlafen4 ,feuer war ihm ses ,wasser4 ,sein ,antlitz glnzte wie ,zohore#if und ,moschteri4#ig ,sie nahm ihr ,kind1 gab ihm hundert ,ksse und trug es heim4 ,augenblicklich verbreiteten sich diese ,wunder4 ,feuer hatte nicht ,macht gehabt ber ,zoroaster1 das wute ,jedermann4 ,darauf trugen ihn die ,magier auf ,befehl ihres ,obersten in einen ,hohlweg1 den ,ochsen begingen2 die sollten ihn zertreten und zerreien4 ,aber der grte und strkste der ,heerde ging auf ,zoroaster zu wie eine zrtliche ,mutter1 umfate ihn und schlug mit dem ,horn alle ,stiere1 die auf ihn zu wollten1 und wie sie alle vorbei waren1 ging der ,ochse seinen ,weg und lie das ,kind4 ,dies ward wieder ruchbar4 ,als ,dogdo hrte1 wohin man ihr ,kind getragen1 holte sie es heim und behielt alle diese ,dinge ,tag und ,nacht in ihr ihrem ,herzen4 ,ein gewisser ,zauberer ,turberatorsch1 berhmt durch seine ,zauberknste1 sah seine ,gesellen ganz muthlos und sprach3 ,wozu das ,klagen8 ,ich wei1 wir knnen nichts gegen ,zoroaster4 ,gott schtzt ihn4 ,bahman#ih wird ihn zum ,throne ,ahuramazds bringen2 der wird ihm alle ,geheimnisse aufschlieen und ihn zum ,propheten der ganzen ,welt machen4 ,er wird ihr ein ,gesetz geben1 und ein gerechter ,knig wird alle ,magier verderben4 ,poroschasp hrte den ,magier vom ,schicksal seines ,sohnes reden und fragte3 ,was denkst du von seinem ,lachen bei der ,geburt8 ,turberatorsch sprach3 ,dein ,herz freue sich3 ,so lange die ,welt steht1 hat sie dergleichen nicht gesehen4 ,das ,kind wird ein ,wunder der ,heiligkeit werden und den ,vlkern den ,weg zur ,reinigkeit zeigen und nach dem ,wort des reinen und siegreichen ,gottes ,zendavesta auf die ,erde bringen4 ,der ,knig ,gustasp#ii wird sein ,gesetz annehmen4 -- ,das waren ,worte der ,freude fr ,zoroasters ,vater4 ,poroschasps ,nachbar1 alt in ,weisheit und ,heiligkeit1 kam als der ,hahn krhte1 und bat ,poroschasp1 ihm ,zoroaster anzuvertrauen4 ,er wolle seiner pflegen und fr ihn sorgen als fr die zarteste und schnste ,blume4 ,poroschasp willigte darein1 und ,zoroaster blieb bei dem alten ,weisen1 geschtzt durch die ,glorie ,ahuramazds1 ohne den ,feuerwind des ,angrmainyus und der ,magier zu empfinden4 ,nach diesem kamen ,turberatorsch und ,duranserun zu ,poroschasp1 um durch ihre ,bezauberungen seinen ,knaben tdlich zu erschrecken4 ,sie trieben ,kunst auf ,kunst1 erregten ,schrecken auf ,schrecken1 da alles ,volk zitterte4 ,zoroaster1 dessen ganzes ,thun und ,lassen in ,gott war1 blieb allein beherzt1 ohne einen ,fu zu bewegen4 ,gott lie ihn alle ,zaubereien berwinden und erfllte die ,magier mit ,verzweiflung1 da sie von dannen wichen4 ,zoroaster wurde krank1 und seine ,freunde sehr betrbt4 ,turberatorsch1 der ,zauberer ,oberster1 bereitete einen ,arzneitrank aus reinen und unreinen ,pflanzen aller ,art4 ,nimm diesen ,trank1 sprach er zu ,zoroaster1 wenn du genesen willst6 ,zoroaster1 der gleich wute1 da dies ,zauberarznei wre1 die allem ,volke ,ahuramazds verboten ist1 nahm sie aus der ,hand des ,argen und go sie auf die ,erde mit den ,worten3 ,kothseele1 ich bedarf deines ,mittels nicht2 verbe alle deine ,magie gegen mich3 komme zu mir im falschen ,kleide1 meine ,seele kennet dich doch4 ,der ,allerhchste lt mich sehen1 wie du bist2 er1 welcher der ,seele ,leben giebt und nimmt4 ,magier deckten damals das ,erdreich1 und die meisten ,erdenkinder vergaen des ,weltenschpfers und fragten blos die ,dews4#ajj ,poroschasp1 der ,diener ,ahuramazds lie sich vom ,strom mit fort reien und vereinigte in sich ,anbetung ,ahuramazds und ,ehrfurcht vor den ,dewspriestern4 ,eines ,tages versammelte er bei sich eine ,schaar kundiger ,magier1 unter ihnen ,turberatorsch und ,duranserun1 und gab ihnen ein ,mahl4 ,als sie gegessen und getrunken hatten1 sprach er zu ,turberatorsch3 ,o1 du1 der du alle ,tiefen der ,magie weit1 gieb mir ein geheimes ,mittel1 das heute ,freude in meiner ,seele erzeugt4 ,zoroaster hrte seines ,vaters ,begehr und sagte3 ,sprich nicht1 ,vater1 solche leere ,worte2 du brauchst nicht solche ,mittel4 ,geht dein ,fu nicht reinen ,weg1 so mut du einst zur ,hlle4 ,folge dem1 was ,gott dir zeigt1 der alle ,dinge gemacht hat4 ,du trauest falsch den ,zauberknsten und vergissest das ,werk des ,gottes aller ,welt4 ,ihr ,ende wird sein ,abgrund und ,verderben1 ihrer ,thaten ,frucht4 ,turberatorsch antwortete3 ,warum kannst du nicht schweigen1 kleiner ,schwtzer8 ,du und dein ,vater1 was seid ihr vor mir8 ,du willst mit ,gewalt mein ,geheimni aufdecken8 ,kein ,mensch hat noch also von mir geredet4 ,warte6 ,ich will dich berall beschimpfen1 deine ,werke verrufen2 nie soll dein ,herz sich freuen6 ,heillose ,kothseele1 sprach ,zoroaster1 alle deine ,lgen werden nichts vermgen4 ,was ich sage ist wahr4 ,dieser ,arm soll dich zerstuben6 ,durch ,hlfe des groen ,gottes der ,allmacht will ich all dein ,beginnen zu nichts machen1 dich an ,leib und ,seele plagen6 ,diese ,worte erfllten die ,zauberer mit ,schauder1 und ,turberatorsch -- man sollte gedacht haben1 seine ,seele wre auer dem ,leibe -- wich von dannen und wurde heftig krank4 ,so erreichte ,zoroaster sein fnfzehntes ,jahr4#aja ,er war ,tag und ,nacht im ,gebet1 sein ,haupt zur ,erde gebeugt1 und hatte ,leiden an ,seele und ,leib4 ,den ,bedrngten spendete er ,trost und ,hlfe im ,geheimen4 ,konnte ,jemand nicht in seinem ,vorhaben fort1 so brachte er es in ,ordnung1 kleidete die ,armen und gab ,almosen1 wo es nthig war4 ,all sein ,gold und ,silber gab er dahin1 und sein ,name war gro bei ,jung und ,alt4 ,ein ,jngling wie ,zoroaster1 dessen ,herz nicht durch irdische ,gter umfat1 noch durch die ,vergngungen seines ,alters erwrmt wurde1 fand keine ,lust am ,umgang der der ,magie ergebenen ,bewohner von ,urmi4 ,er fand seine ,freude und ,trost in der ,weisheit bis zum fnfundzwanzigsten ,jahr4 ,er hrte die ,weisen aus ,chalda1 und die hohen ,gedanken1 welche er aus ihren ,schriften schpfte1 waren der ,keim fr alle die ,wahrheiten1 durch welche er spter ,persien erleuchtete4 ,im dreiigsten ,jahr trieb ihn sein ,herz nach ,iran4#ajb -- ,er kam daselbst an am letzten ,tag des ,jahres4 ,man feierte daselbst just ,farvardians1 d4 h4 das ,fest der ,seelen des ,gesetzes#ajc1 und die ,frsten des ,reiches waren beisammen4 ,zoroaster wollte auch dahin1 aber die ,nacht berkam ihn auf dem ,wege4 ,er legte sich hier schlafen und sah im ,traum ein ,heer ,schlangen von ,mitternacht ausziehen1 welche den ganzen ,weg bedeckten und keinen ,ausgang lieen4 ,wie ,zoroaster sie eine ,weile anschaute1 sah er ein anderes ,heer von ,mittag kommen4 ,beide stieen wthend auf einander2 dieses aber berwand4 ,dieser ,traum deutete auf die ,magier und ,dews1 welche wie brllende ,lwen gegen ,zoroaster kriegen wrden1 wenn er1 in den ,geheimnissen ,gottes unterrichtet1 der ,welt sein ,gesetz bekannt gemacht htte2 da aber ,mediomah#ajd an dieses ,gesetz glauben1 dem neuen ,gesandten ,gottes beistehen1 und die ,dews und ,magier durch das ,lesen des ,zendavesta in die ,flucht getrieben wrden4 ,sobald ,zoroaster der geheime ,sinn seines ,traumes aufgegangen war1 ging er zu dem ,ort des ,festes und berlie sein ,herz der ,freude4 ,dann besuchte er in der ,mitte des ,monats ,ardibehescht#aje ein groes ,meer und sah sich in der ,mitte eines paradieshnlichen ,landes4 ,bei ,sonnenaufgang des ,tages ,dapmeher#ajf dachte ,zoroaster hin und her ber die ,widersprche1 die er nun bald wrde leiden mssen1 und verlie ,iran mit nassen ,augen4 ,nachdem er ber den ,araxes war1 kam er nach wenigen ,tagen an das ,ufer des ,meeres ,daeti4#ajg ,er stieg in das ,wasser ohne ,furcht2 anfangs ging es ihm bis an die ,schenkel1 darauf bis an die ,kniee1 den ,leib und den ,hals4 ,diese vier ,wasserhhen deuteten auf das ,wachsen seines herrlichen ,gesetzes#ajh zu vier verschiedenen ,zeiten3 unter ,zoroaster1 unter den ,propheten ,oschederbami und ,oschedermah in den letzten ,tagen und unter dem ,sosiosch1 der bei der ,auferstehung die ganze ,welt reinigen und zum ,paradies machen wird4#aji ,zoroaster wusch sich ,haupt und ,leib im ,daeti und dankte ,ahuramazd1 wie er hindurch war4 ,er zog sich hierauf in die ,gebirge zurck1 um den ,allerhchsten zu befragen1 und in allergrter ,ruhe bei sich zu betrachten1 was er seinem ,vaterland verknden wolle4 ,hier erschien ihm nun ,bahman im ,lichtglanz wie die ,sonne4 ,seine ,hnde waren in einen ,schleier gehllt1 und er sprach zu ,zoroaster3 ,wer bist du1 und was suchst du8 -- ,ich suche1 was ,ahuramazd gefllt1 dem ,schpfer beider ,welten1 wei aber nicht1 was er von mir will4 ,du1 der du rein bist1 zeige mir den ,weg des ,gesetzes4 -- ,bahman hatte ,wohlgefallen an diesen ,worten und sprach3 ,mache dich auf1 um vor ,gott zu erscheinen2 da sollst du ,antwort hren auf dein ,begehr4 ,zoroaster machte sich auf und folgte ,bahman1 der zu ihm sprach3 ,schliee deine ,augen und gehe frisch4 -- ,es war1 als ob ein ,adler ihn aufnhme und vor ,gott brchte4 -- ,zoroaster that seine ,augen auf und sah des ,himmels ,glanz1 ,heerscharen der ,engel kamen auf ihn zu2 jeder fragte ihn um etwas und zeigte es mit dem ,finger4 ,vor dem ,throne ,gottes betete er erst an und fragte dann um dies und das1 wie ,djemschid einst that4 ,zoroaster sprach zum ,allerhchsten3 ,wer ist der beste deiner ,diener in der ,welt8 -- ,gott1 der immer gewesen ist und immer sein wird1 antwortete3 ,der ist's1 der reines ,herzens ist2 wohlthtig gegen den ,gerechten und gegen alle ,menschen2 der seine ,augen vom ,reichthum wendet2 der von ,herzen ,gutes thut allem ,geschpf in der ,welt1 dem ,feuer1 ,wasser und ,thiergeschpfen3 der soll ewig sein in ,fried und ,freuden4 ,ich hasse den1 sprach ,ahuramazd1 der den ,guten betrbt1 der meine ,diener bekmmert und auer meinen ,geboten wandelt1 der -- sage es allem ,volk -- mu ewig in der ,hlle sein4 ,hierauf fragte ,zoroaster ,ahuramazd ber die ,amschaspands#aaj1 die ihm lieb sind1 ber den unreinen ,angrmainyus1 der nur ,arges denkt1 ber ,gute und ,bse und ber den ,ausgang derer1 die den ,dews anhngen4 ,ahuramazd sprach3 ,ich bin es1 der lehrt1 was gut ist#aaa2 ,angrmainyus ist der ,vater des ,bsen2 mein ,wille ist nicht der ,menschen ,plage4 ,wisse3 ,bses kommt nur von ,angrmainyus1 alles bse ,thun und alles bse ,denken4 ,die ,strafe der ,snde ist in der ,hlle4 ,die ,thoren lgen1 wenn sie sagen1 ich thte ,bses4 ,alsdann bat ,zoroaster ,angrmainyus um ,unsterblichkeit1 damit er in allen ,zeiten die ,menschen im ,glauben und der ,befolgung des ,gesetzes strken knne4 ,ahuramazd sprach#aab3 ,befreie ich dich vom ,tode1 so wird auch der ,krper des ,dew ,turberatorsch davon befreit sein1 und es wrde alsdann keine ,auferstehung geben4 ,du wrdest alsdann den ,tod von mir suchen4 ,ahuramazd gab ihm eine ,speise1 hnlich dem ,honig4 ,zoroaster a und sah im ,traum die ,herzen und ,gedanken der ,menschen aufgedeckt4 ,ahuramazd lie ihn alle ,begebenheiten vom ,ersten der ,menschen bis zur ,auferstehung sehen und was im letzten ,weltjahrtausend geschehen wrde4 ,beim ,anblick der ,plagen und belthaten1 welche die ,welt verwsten wrden1 wnschte er sich nicht mehr ,todlosigkeit4#aac ,ahuramazd lehrte ihn noch den ,umlauf des ,himmels#aad1 die guten und bsen ,einflsse der ,gestirne1 die ,tiefen der ,naturgeheimnisse1 die ,hoheit der ,amschaspands und die ,freuden der himmlischen ,wesen4 ,zoroaster sah auch die ,gestalt des ,angrmainyus in der ,hlle und erlste aus diesem ,reich der ,finsternis einen ,menschen1 der ,gutes und ,bses gethan hatte4#aae ,als ,angrmainyus ihn erblickte1 schrie er mit groer ,stimme3 ,verlasse das reine ,gesetz2 wirf es wie ,staub hinweg2 du sollst doch in der ,welt haben1 was dein ,herz begehrt4#aaf ,kmmere dich nicht um deinen ,ausgang1 oder bekmpfe wenigstens mein ,volk nicht1 o reiner ,zoroaster1 ,sohn des ,poroschasp1 der du geboren bist von der1 die dich getragen4 ,zoroaster sprach3 ,falscher ,ruhm und ,glanz ist dir und allen deinen ,nachfolgern in der ,hlle4 ,mit ,gottes ,barmherzigkeit will ich dein ,werk in ,schimpf und ,schande bringen6 ,zoroaster -- voll gttlicher ,majestt -- sah nun einen ,feuerberg2 er mute hinein und ging schadlos hindurch4 ,es wurden geschmolzene ,metalle ber ihn ausgegossen1 und er verlor kein ,haar4 ,darauf ffnete man ihm auf ,befehl ,ahuramazds den ,leib und nahm ,alles heraus4 ,wen ,gott schtzt1 dem ist ,feuer in der ,hand wie ,wachs1 und wenn er auch durch ,feuer oder ,wasser mu1 so frchtet er doch nichts4#aag ,ahuramazd sprach3 ,sage nun allem ,volk1 was du gesehen hast1 du1 sein ,hirte6 ,wer nun ,angrmainyus unreinen ,weg wandelt1 aus dessen ,leib sollen ,blutflsse flieen1 und er soll den ,feuerflammen bergeben werden1 wie dir gezeigt ist4 ,vom ,flu des geschmolzenen ,metalls siehe diese ,deutung3 ,ein ,menschengeschlecht wird das ,gesetz verlassen und ,angrmainyus anhngen2 aber die ,mobeds werden sich rsten wider die ,dews zu streiten4 ,zweifelsucht wird ber die ,menschen ,gewalt ben1 aber dieser ,feuerstrom soll sie aufzehren4 ,aderbad ,mahrespand#aah wird erscheinen und die ,menschen lehren ,alles1 was sie wissen mssen4 ,geschmolzene ,metalle werden ber ihn gegossen werden1 ihm aber nicht schaden4 ,dieses ,wunder wird alle ,zweifel wie ,staub verschwinden machen und den rechten ,weg zeigen4#aai ,darauf befragte ,zoroaster ,ahuramazd1 der alle ,geheimnisse wei1 um die ,pflichten seiner ,diener -- ,desturs und wachsamen ,mobeds -- um die ,art zu beten und sein ,gesicht zu kehren4 ,der ,allernhrer jedes ,tags und ,allgenugsame sprach3 ,sage den ,menschen1 da mein ,licht verborgen ist unter allem1 was glnzt4#abj ,richte dein ,antlitz gegen das ,licht und thue meine ,gebote1 so wird ,angrmainyus fliehen2 in der ,welt geht nichts ber das ,licht4 ,dann lehrte ,ahuramazd ,zoroaster den ,zendavesta und sprach3 ,lies ihn vor dem ,knig ,gustasp1 damit er ihn in seinen ,schutz nehme2 zeige ihm1 wer ich bin1 damit er ,mitleiden und ,gte beweise2 lehre ihn ,alles und unterrichte auch die ,mobeds an meiner ,statt1 da sie den ,weg ,angrmainyus meiden4 ber diese ,gebote freute sich ,zoroaster und dankte ,ahuramazd4 ,nun kamen die ,amschaspands zu ,zoroaster1 um ihre ,auftrge auszurichten4 ,bahman1 der die ,tiere schtzt#aba1 sprach3 ,ich berlasse dir die ,thiere und ,herden2 la die ,mobeds dafr sorgen4 ,kein junges und ntzliches ,thier msse getdtet werden2 das sage ,alt und ,jung3 ich habe sie von ,ahuramazd empfangen und darf sie keinem ,bsen anvertrauen4 ,der glnzende ,ardibehescht#abb sprach3 ,sage in meinem ,namen ,gustasp1 ,diener des reinen ,gottes1 ich habe dir alle ,feuer empfohlen4 ,la ,desturs1 ,mobeds und ,herbeds#abc dafr sorgen1 da sie nicht getilgt werden1 weder durch ,wasser1 noch ,koth1 da jede ,stadt ein ,atesch-gah#abd habe und diesem ,element zum ,lobe die vorgeschriebenen ,feste feiere1 denn der ,glanz des ,feuers kommt vom ,glanze ,gottes4 ,was ist ,schneres in der ,welt8 ,er will nur ,holz und ,gerche2 ,jung und ,alt bringt ihm die1 und er wird die ,gebete erhren4 ,ich berlasse es dir1 wie es mir von ,ahuramazd berlassen ist4 ,wer mein ,wort nicht hrt1 der geht zur ,hlle4 ,shariver#abe befahl1 die ,waffen -- ,sbel1 ,lanze c4 -- nicht verrosten zu lassen4 ,espendarmad#abf3 die ,menschen sollten nach dem ,willen dessen1 der alles segnet1 die ,erde vor ,blut bewahren1 vor ,unreinigkeiten und ,todten2 alles ,unreine und ,todte an besondere ,orte schaffen1 die ,erde fleiig bauen usw4 ,chordad#abg empfahl ihm alles ,wasser unter und ber der ,erde1 in ,quellen1 ,flssen1 ,brunnen usw4 ,wasser giebt allem ,lebendigen ,strke1 macht grn usw42 deshalb darf man nichts ,unreines und ,todtes hineinwerfen4 ,amerdad#abh sprach von ,frchten und ,bumen und befahl sie nicht muthwillig zu beschdigen4 ,noch wurde ,zoroaster befohlen3 ,la die ,desturs in alle ,welt gehen und die ,menschen zum ,glauben an ,ahuramazds ,gesetz bekehren4#abi ,in jedem ,ort bestelle einen zum ,lehrer des ,gesetzes und der ,gerechtigkeit1 der den ,zendavesta liest und zu ,gott1 dem ,schpfer der ,welt1 betet4 ,alle ,menschen sollen sich nach der ,seite des ,rechts wenden1 mit dem ,kosti#acj umgrtet sein1 dem ,kennzeichen der ,schler des heiligen ,gesetzes1 und rein erhalten die vier ,elemente des ,menschenkrpers1 ,luft1 ,wasser1 ,feuer1 ,erde2 dann wird alles blhen und den ,segen des ,allerhchsten genieen4 ,dies waren die ,lehren1 welche ,ahuramazd und die ,amschaspands ihrem ,diener ,zoroaster erteilten4 ,da nun ,zoroaster auerdem noch auf den ,bergen ,offenbarungen von ,ahuramazd erhielt1 so heiligte er in den ,gebirgen ,persiens dem ,mithra#aca eine ,hhle4 ,diese ,hhle sollte ein ,bild der ,weltschpfung durch ,mithra sein1 und die ,dinge1 welche in ihr in abgemessenen ,entfernungen von einander lagen1 sollten die ,harmonie des ,weltalls darstellen1 die ,bewegung der ,planeten und ,fixsterne und den ,aufenthalt der ,seelen auf denselben4 ,nach ,origenes#acb hatten die ,perser in den spter allenthalben entstandenen ,mithrasgrotten eine symbolische ,leiter von acht ,sprossen4 ,die erste aus ,blei bestehende ,sprosse stellte den ,saturn1 die zweite aus ,zinn bestehende den ,jupiter1 die dritte aus ,eisen bestehende den ,mars1 die vierte aus ,kupfer bestehende die ,venus1 die fnfte aus gemischtem ,metall bestehende den ,mercur1 die sechste1 silberne1 den ,mond1 die siebente1 goldene1 die ,sonne und die achte den ,fixsternhimmel dar4 ,auch im neueren ,parsismus nimmt man sieben den ,planeten entsprechende ,himmel mit verschiedenen ,graden der ,seligkeit an4 ber sie alle geht ,gorotman1 die ,wohnung ,ahuramazds und der himmlischen ,geister4 ,gorotman ist die achte ,stufe der ,leiter des ,origenes4 ,nachdem ,zoroaster die ,offenbarungen ,ahuramazds und der ,amschaspands erhalten hatte1 kehrte er in die ,welt zurck4 ,die ,dews und ,magier versuchten ihn zu bekriegen1 konnten aber nichts ausrichten4 ,der oberste ,magier sprach3 ,sprich du immerhin ,avesta1 du sollst gegen uns doch nichts knnen4 ,da ward ,zoroaster zornig und sprach ,avesta in ,zend#acc1 da flohen alle ,dews und verbargen sich in den ,abgrnden der ,erde4 ,die ,magier erfllte ,schrecken und ,verzweiflung2 ein ,teil derselben starb1 der andere bat um ,gnade4 ,nunmehr nahte sich ,zoroaster auf der ,strae von ,balkh dem ,palaste des ,gustasp4#acd ,an einem ,glckstag kam er in die ,stadt und ruhete ein wenig2 dann betete er zu ,gott und ging zum ,knig4 ,da er nicht vor sein ,angesicht kommen sollte1 spaltete er das ,dach des ,hauses darin der ,knig ,hof hielt4 ,die ,hofleute flohen1 und nur ,gustaspes blieb allein ohne ,schrecken4 ,die ,hofleute aber bestanden aus den ,groen ,irans und den berhmtesten ,weisen4 ,der nhere und entferntere ,zutritt zu seiner ,person war die ,belohnung ihrer greren oder geringeren ,verdienste4 ,zoroaster trat vor den glnzenden ,gustaspes und segnete ihn4 ,getroffen durch ,zoroasters ,worte der ,weisheit1 fragte der ,knig seine ,weisen1 wer er wre4 ,zoroaster setzte sich und redete unerhrte ,dinge und beantwortete die ,fragen1 da alle staunten4 ,darauf breiteten die ,weisen ein ,decke auf den ,fuboden und setzten sich um ,zoroaster4#ace ,jeder fragte ihn besonders1 so viel er konnte1 um die alten ,wissenschaften und bewunderte die ,tiefe und ,weite seiner ,einsicht4 ,gustaspes fragte auch nach der ,weisheit der ,alten und vernahm mit der ,freude des ,herzens seine ,antwort und schenkte ihm darauf eine herrliche ,wohnung neben sich4 ,die ,weisen sannen die ganze ,nacht auf ,fragen1 womit sie ,zoroaster beschmen wollten2 er aber betete die ganze ,nacht und dankte ,gott fr den ,sieg ber sie4 ,bei ,tagesanbruch fanden sich die ,diener und ,weisen beim ,knig ein4 ,sie redeten von vielen ,dingen1 aber ,zoroaster war ihnen immer berlegen4 ,was will daraus werden8 sagten sie4 ,wie ein scharfschneidendes ,schwert war seine ,zunge gegen sie1 und ihre ,fragen aus der ,weisheit beantwortete er hundertfltig4 ,gustaspes erwies ihm ,ehre ber ,ehre1 und ,zoroaster mute ihm seinen ,stand1 ,namen1 ,familie und ,geburtsort anzeigen4 ,am folgenden ,tag ,ahuramazd war ,versammlung aller ,groen1 ,heerfhrer und ,weisen4 ,des ,knigs ,diener aber entbrannten vor ,zorn und sprachen3 ,was1 ein ,fremdling will uns unsern ,namen rauben8 ,wohlan1 wir wollen zusammenhalten und alle seine ,reden unntz machen6 ,aber ,zoroaster machte1 da am ,tage ,ahuramazd#acf wie an den vorigen ,tagen alle ,groen und ,weisen verstummen muten1 und er wurde gro vor ,gustaspes und sprach3 ,ich bin von ,gott ausgegangen1 der die sieben ,himmel gemacht hat1 die ,erde und die ,sterne2 von dem ,gott1 der ,leben und ,nahrung giebt ,tag vor ,tag und sich seines ,dieners annimmt2 der dir die ,krone aufgesetzt hat und dich schtzt und deinen ,krper aus dem ,nichts gezogen4 ,durch ihn regierst du und hast ,gewalt ber seine ,knechte4 ,zoroaster stellte ,gustaspes ,avesta vor und sprach3 ,gott hat mich den ,vlkern gesandt1 da sie sein ,wort in ,zend1 ,ahuramazds ,willen1 annehmen4 ,thust du ,gottes ,willen1 so wirst du ,glanz haben in der andern ,welt1 wie dieser2 hrst du aber sein ,wort nicht1 so wird ,gott in seinem ,zorn deine ,krone zerbrechen1 und dein ,ende der ,duzakh#acg sein4 ,neige dein ,ohr den ,belehrungen ,ahuramazds und thue nicht mehr den ,willen der ,dews4#ach -- ,gustaspes sprach3 ,was thust du zum ,beweis deiner gttlichen ,sendung fr ,zeichen1 da ich deinen ,worten glaube und dich wider ,ungerechtigkeiten schtze8 ,wer das thut1 was ich lehre1 sprach ,zoroaster1 wird groe ,wunder thun4 ,gott hat mir gesagt3 ,wenn dein ,knig ,zeichen fordert1 so sprich3 ,lies nur ,zendavesta1 so brauchst du keine ,wunder4 ,das ,buch selbst1 das du siehst1 ist ,wunder genug4 ,es wird dich lehren1 was in beiden ,welten ist1 der ,sterne ,lauf und den ,weg des ,guten4 -- ,so lies denn ,zendavesta1 sprach ,gustaspes4 ,zoroaster las ein ganzes ,stck1 und der ,knig fand nicht ,geschmack1 denn die ,gre von ,avesta ging ber seinen ,verstand4 ,er war wie ein ,kind1 das nicht kstliche ,steine schtzt2 wie ein ,unwissender1 der nicht kennt den ,wert der ,wissenschaft4 ,der ,knig sprach zu ,zoroaster3 ,ich billige deine guten ,wnsche fr mich2 aber wir mssen die ,sache besonders ansehen4 ,ich will untersuchen und dir meine ,zweifel darlegen4 ,um nicht ,lge zu glauben1 will ich ,zendavesta lesen1 und was ich klar erkenne1 dem will ich folgen4 ,zoroaster freute sich ber den ,knig und versprach zur ,zerstreuung seiner ,zweifel alle ,zeichen zu thun1 die der ,knig verlangte4 ,die ,weisen des ,knigs gestanden1 da ,zoroasters ,lehre rein sei2 da man aber1 um sich von seiner gttlichen ,sendung zu berzeugen1 ein auerordentliches ,zeichen von ihm verlangen msse4 ,welches denn8 fragte der ,knig4 ,die ,weisen antworteten3 ,wir wollen ihn stark binden1 mit ,krutern1 deren ,kraft wir kennen1 reiben und ein ,man#aci geschmolzenes ,erz ber ihn ausgieen4 ,zoroaster war damit zufrieden1 legte den ,zendavesta vor sie und sprach3 ,o ,gott1 wenn dieses ,buch dein ist1 so zeige es jetzt6 ,man go geschmolzenes ,erz auf seine ,brust1 und es schmerzte ihn nicht4 ,zoroaster that noch andere ,wunder als3 er pflanzte eine ,cypresse1 die in wenig ,tagen zu einem groen ,baum erwuchs#adj usw4 ,nun glaubte ,gustaspes1 und ,zoroaster erklrte ihm den ganzen ,zendavesta4 ,des ,knigs ,diener wurden eiferschtig und sannen auf ,mittel ihn zu strzen4 ,einst erhielten sie durch ,bestechung den ,schlssel zu ,zoroasters ,gemach im ,palast des ,knigs4 ,sie trugen ,blut1 unreine ,dinge1 ,haare1 ,leichname usw4 zusammen1 alles in einen ,sack und legten es in sein ,bett unter das ,kopfkissen4 ,darauf gingen sie zum ,knig und sprachen3 ,zoroaster ist ein groer ,betrger2 die ganze ,nacht zaubert er und erfllt dein ,reich mit ,grueln4#ada ,du bist unser ,knig1 und wir sagen nichts1 als was wir wissen2 du kennst diesen ,schalk noch nicht6 ,gustaspes dachte dem nach und wollte doch wissen1 ob es wahr wre4 ,zoroaster1 der sich seiner ,unschuld freute1 ffnete ganz ruhig sein ,gemach2 aber da fand man ,ngel1 ,todtengebeine usw4#adb ,gustaspes zeigte das ,alles seinen ,dienern1 und sie verfluchten ,zoroaster4 ,du ,unreiner6 sprachen sie4 ,ist das nicht ,rstzeug der ,zauberer8 ,zoroaster berief sich auf den ,thrhter1 welcher sagte1 kein fremder ,wind sei in sein ,gemach gegangen4 ,gustaspes glaubte und nannte ,zoroaster einen ,hund1 warf ihm den ,zendavesta vor die ,fe und lie ihn in ,eisen legen4 ,solch ein ,zauberer sei noch nicht in der ,welt gewesen1 denn er knne die ,welt umkehren4 -- ,tglich bekam ,zoroaster im ,kerker ein ,brod und einen ,krug ,wasser4 ,nach sieben ,tagen offenbarte ein ,wunder seine ,unschuld4 ,der ,knig hatte ein ,lieblingspferd1 das war schwarz4 ,er glaubte1 wenn er dasselbe reite1 so folge ihm der ,sieg4 ,pltzlich hatten sich diesem die ,beine in den ,leib gezogen1 und kein ,arzt oder ,weise wute ,hlfe4 ,der ,knig a und trank nicht1 und die ganze ,stadt war ,trauer und ,klage4 ,zoroaster hrte es endlich und sprach3 ,lasse mich der ,knig aus dem ,kerker1 so soll sein ,pferd gesund sein4 ,es geschah4 ,als ,zoroaster vor den ,knig kam1 sprach dieser3 ,von dem1 was du mir sagst1 begreife ich nichts2 heilst du aber mein ,pferd1 so bist du ein wahrer ,prophet4 ,zoroaster sprach3 ,zuerst mut du glauben#adc1 da ich ein ,prophet ,gottes bin1 der dir dein ,gesicht gegeben hat und darin einen ,charakter ausdrckt4#add ,wenn dein ,herz ist wie deine ,lippen1 so soll dein ,wunsch geschehen4 ,gustaspes versprach sein ,leben lang das ,gesetz zu halten1 zu thun1 was recht sei1 und ,gott zu ehren4 ,darauf rief ,zoroaster ,gott an und weinte1 und dem ,pferde kamen die ,beine wieder4 ,vor dem ,heraustreten des zweiten ,beines mute der ,held ,espendiar versprechen1 da er ,zoroaster und sein ,gesetz schtzen wolle4 ,vor dem ,heraustreten des dritten lie sich ,zoroaster in das ,innerste des ,palastes fhren und verkndete dem ganzen kniglichen ,hause den ,zendavesta4 ,endlich mute der ,thrhter die ,betrger unter den ,dienern des ,knigs entdecken1 die ihn in ,ungnade gebracht hatten4 ,der ,knig bedrohte ihn mit dem ,leben1 die ,wahrheit zu sagen4 ,er fiel auf sein ,angesicht und bat um ,gnade4 ,die ,weisen haben mich bedroht1 sprach er1 und wie sollte ich denen widerstehen1 die mein ,herr und ,knig ehrt8 -- ,die vier vornehmsten der ,weisen wurden gespiet4 ,zuletzt sprach ,zoroaster3 ,gottes ,macht ist so gro1 da er thut1 was er will1 ohne da man fragen darf1 wie und warum8 ,von nun an fragte der ,knig ,zoroaster um ,alles1 was er vornehmen wollte4 ,einst sprach er3 ,mein ,herz verlangt vier ,dinge1 die eben so gro und wunderbar sind als ,gottes ,gesetz3 ,zu wissen1 was fr ein ,ort mir in in der andern ,welt bestimmt ist2 da ich mich vor keinem meiner ,feinde frchte2 da ich sehe1 alles ,gute und ,bse1 was in der ,welt sich begeben wird1 und da meine ,seele im ,krper bleibe bis zur ,auferstehung4#ade ,ich will zwar1 sprach ,zoroaster1 um diese vier ,dinge von ,gott bitten2 du mut dich aber an einem begngen und den drei ,vornehmsten deines ,hofes die andern berlassen2 denn ,gott schenkt sie alle nicht einem ,menschen allein1 damit er nicht sagen knne3 ich bin allmchtig4 ,da verlangte ,gustaspes seinen ,ort in der andern ,welt zu wissen4 ,am ,morgen des andern ,tags kam ,zoroaster vor den ,knig1 der auf einem goldenen ,thron sa4 ,er hatte den ,knig kaum gesegnet1 so standen vier edle ,krieger im reichsten ,waffenschmuck und hoch wie ,berge vor der ,thre4 ,sie hieen ,bahman1 ,ardibehescht1 ,chordad und ,adergoschasp4#adf ,sie sprachen3 ,gott hat uns zu dir gesandt1 ,knig der ,lnder1 um dir zu sagen1 da1 wenn du ,zoroasters ,worten glaubst1 du vor der ,hlle bewahrt bleiben sollst1 denn ich1 sagt ,ahuramazd1 habe ihn gesandt4 ,der ,knig war eine ,zeit lang sprach- und sinnlos4 ,als er wieder bei ,sinnen war1 sprach er3 ,ich1 der ,geringste unter den ,dienern ,ahuramazds1 bin zu allem bereit1 was ihr mir gesagt habt4 ,der ,knig sprach zu ,zoroaster3 ,ich bergebe mich dir mit ,leib und ,seele1 wie mir ,ahuramazd befohlen hat4 ,zoroaster antwortete3 ,sei getrost und guten ,muths2 du sollst sehen1 was du verlangt hast6 ,er verrichtete darauf das ,darunopfer mit ,wein1 ,wohlgerchen1 ,milch und einem ,granatapfel4 ,nachdem er diese ,dinge und las ,zendavesta und trank von dem ,wein und gab den ,becher dem ,knig1 der auch trinken mute und wie berauscht einschlief4 ,im ,schlafe1 der drei ,tage dauerte1 erhob sich seine ,seele zum ,throne ,gottes und sah seinen ,kerdar#adg in ,reinheit glnzend1 seinen ,platz1 der fr ihn und die ,heiligen im ,himmel bereitet war4 ,dem zweiten ,sohn des ,gustaspes1 ,paschutan1 gab ,zoroaster die ,milch zu trinken4 ,er wurde dadurch unsterblich4 ,djamaspes1 der ,diener des ,gustaspes1 bekam die ,gerche und damit alle ,weisheit und die ,erkenntnis alles ,geschehenden bis an die ,auferstehung4 ,espendiar endlich geno einige ,granatkerne1 und sein ,krper wurde fest wie ein ,fels1 aller ,verwundung unfhig2 daher nannte man ihn ,kupferleib 7,ruintan74 ,als der ,knig nach drei ,tagen erwachte1 sprach er3 ,o ,gott der beiden ,welten1 dein ,reich wird whren von ,ewigkeit zu ,ewigkeit4 ,er berief hierauf ,zoroaster zu sich und sagte ,alles1 was er gesehen hatte1 und befahl auch allen seinen ,unterthanen1 dem ,gesetz zu gehorchen4 ,nun verlangte der ,knig1 da ,zoroaster von einem erhabenen ,sitz den ,zendavesta vorlesen sollte1 damit ihm alle ,zweifel benommen wrden und er das ,gesetz vollkommen verstehen lerne4 ,zoroaster that dies mit ,herzensfreude und begann mit dem ,gebet an ,gott4 ,durch das ,lesen erzitterten alle ,dews und flohen in die ,abgrnde4 ,darauf lie ,zoroaster die reinen ,mobeds und ,herbeds zu sich kommen und redete mit ihnen in ,gegenwart des ,knigs der ,knige von den verschiedenen ,arten des ,feuers1 zeigte ihnen den ,dienst derselben c4 ,er lie auch ein gewlbtes ,gemach bauen1 darunter das ,bild eines halben ,mondes setzen1 und in dieses ,gemach einen mit ,gold und ,silber bekleideten ,thron2 es wurde auch allenthalben bedeckt1 damit kein ,unreiner es sehen knne4 ,in diesen ,atesch-gah wurde das heilige ,feuer#adh gebracht1 und ,zoroaster befahl1 da an jedem ,ort ein hnlicher ,atesch-gah erbaut werden solle4 ,da war das ,herz der ,diener ,ahuramazds in ,freude und das der ,anbeter der ,dews#adi in ,traurigkeit4 ,vor dem ,atesch-gah gab ,zoroaster dem ,gustaspes noch folgende ,ermahnungen3 ,den ,anfang machte eine ,lobpreisung ,gottes1 der alle ,welt geschaffen hat1 und die ,bsen am ,ende1 wie er sie aus dem ,nichts genommen1 wieder ins ,nichts zurckbringen wird2 er1 der den ,himmel gemacht und den ,sternen ,glanz gegeben1 dessen ,reich ohne ,ende dauert1 der ein ,knig alles ,lichtes und aller ,herrlichkeit ist4 ,darauf erklrte ,zoroaster dem ,knig das ,gesetz nach den ,zendbchern und sprach also3 ,betest du ,gott an in der ,wahrheit1 so wirst du zum ,himmel gehen4 ,angrmainyus ist ,ahuramazds ,feind2 er wendet das ,herz der ,menschen unaufhrlich vom ,gesetz der ,gerechtigkeit und sucht sie nach sich in die ,hlle zu ziehen1 um seine natrliche ,wuth zu stillen1 denn der ,menschen ,unglck ist der ,hlle ,freude4 ,am ,ende werden die ,snder von den ,dews verspottet1 welche sagen3 ,warum hast du den ,weg der ,gerechtigkeit verlassen und bist den ,weg der ,finsterni gewandelt8 ,zoroaster fuhr fort3 ,gott1 der herzliches ,mitleiden mit seinen ,dienern hat1 hat mich mit dem ,gesetz zu ihnen gesandt1 damit sie den ,weg des ,bsen verlassen4 ,wer sein ,herz vom bel wendet1 der wird ewige ,freude haben4 ,mchte doch der ,ungerechte seine ,ungerechtigkeiten verwnschen und ,andere mit sich auf den ,weg der ,wahrheit fhren4 ,der ,gott der ,welt hat mich zu dir gesandt1 o reiner und gerechter ,knig1 und gesagt3 ,verkndige meinen ,dienern1 da sie nicht von meinen ,geboten weichen2 lehre die ,vlker der ,erde den ,weg des verwnschten ,angrmainyus zu hassen und meinen ,weg der ,gerechtigkeit zu wandeln2 dann werden sie in den ,himmel gelangen4 ,wer ihn verlt1 der mu mit ,angrmainyus in der ,hlle sein4 ,siehe1 noch folgenden ,unterricht hat mir ,ahuramazd gegeben4 ,die ,welt ist wie nichts in den ,augen dessen1 der sie gemacht hat4 ,auch die lngste ,geschlechtsreihe mu ihr ,ende haben4 ,du siehst diese runden ,gewlbe -- er zeigte nach dem ,himmel und dem ,atesch-gah#aej --2 hier wird einst der ,knig mit seinem ,unterthan1 der ,herr mit dem ,knecht vereinigt sein4 ,lehre nie1 was du nicht von mir gehrt hast1 und am ,ende will ich mich deiner erbarmen2 denn ich finde nicht ,wohlgefallen an deiner ,snde2 ich will dein ,bses und deine ,strafen mindern4 ,bei deinen ,handlungen werden die ,frchte sein1 je nachdem du gepflanzt hast4 ,wer in der ,welt ,reinigkeit set1 dem wird sie im ,himmel zu ,theil4 ,gott spricht ein ,wort1 dazu und davon kommt nichts3 ,wer ,snde thut1 wird in der ,hlle ,schande tragen4 ,siehe1 was ,ahuramazd ber die verstndigen ,mobeds sagt3 ,das ,wasser der ,gre#aea ist ,ebenmaa1 das weder zu viel noch zu wenig hat4 ,wenn diese ,wahrheit schon gesagt ist1 bin ich ein ,lgner2 wenn aber noch kein ,mund etwas hnliches hervorgebracht hat1 so mu man meine ,worte nicht mit einem bsen ,herzen betrachten4 ,der ,mensch soll vielmehr wissen1 da dies ,worte des reinen ,gottes sind und nicht der unreinen ,dews4 ,denn die ,dews wrden nicht so reden und ,gott lobpreisen4 ,von allen1 die als ,propheten in die ,welt gekommen sind und den ,vlkern ,gesetze gegeben haben1 hat noch keiner gezeigt1 was auf ,erden ist oder geschehen wird4 ,nur ,zoroaster1 der ,reine1 hat nach ,zendavesta verkndigt1 was sein wird2 ,gutes und ,bses1 das nach der ,weltschpfung bis zur ,auferstehung verborgen geblieben sein wrde1 hat er aufgedeckt4 ,er hat uns die ,dews kennen lehren1 ,gerechtigkeit und gute und bse ,thaten4 ,noch kein ,prophet hat mit reinem1 geraden1 menschlichen und fehlerlosen ,herzen gebetet als ,zoroaster1 der ,meister des reinen ,gesetzes1 der ,lobpreiser und ,vertraute ,ahuramazds4 ,ahuramazd sagt zum ,menschen des ,gesetzes3 wer ,gutes thut1 wird guten ,lohn empfangen1 nachdem sein ,gutes ist4 ,ahuramazd verkndet dies den ,vlkern der ,welt3 ,die ,seelen aller ,menschen mssen einige ,zeit in der ,hlle dauern1 nachdem ihr ,bses ist1 gro oder klein4 ,noch zuletzt sagt ,ahuramazd3 ,wer nicht dein ,schler ist1 ber den frage nicht1 wie es mit ihm werden wird2 ,strafe erwartet ihn am ,ende seiner ,tage4 -- ,der ,eifer des ,gustaspes war die feste ,sttze ,zoroasters4 ,es wurden ,atesch-gahs errichtet1 und zwar zuerst dem ,feuer ,farpa#aeb1 das ,djemschid heilig ist1 auf dem ,berge ,charesom1 neben ,kasbin im ,vardjemguerd2 ferner dem ,feuer ,goschasp#aec1 dem ,kekhosro auf dem ,berge ,asnevand in ,aderbedjan einen ,atesch-gah gebaut hatte2 und dem ,feuer ,burzin-meher und ,behram#aed1 das aus verschiedenen ,feuern bestand4 ,allenthalben wurden nun auch ,gesellschaften von ,mobeds und ,desturs gegrndet4 ,zu ,kaschmer#aee in ,khorasan war ein sehr berhmter ,atesch-gah4 ,neben dem ,tempelthor pflanzte ,zoroaster eine ,cypresse1 in deren ,rinde er die ,annahme des ,gesetzes durch ,gustaspes schnitt4 ,wie nun nach einigen ,jahren diese ,cypresse gro und stark genug geworden war1 so baute man darber einen ,palast1 der in der ,hhe und ins ,gevierte vierzig ,ellen hielt4 ,er schlo zwei ,sle ein1 deren ,decke mit ,gold1 deren ,fuboden aber mit ,silber berzogen war2 die ,mauern waren mit kstlichen ,steinen ausgeschmckt4 ,daselbst hing man die ,bildnisse ,djemschids und ,feriduns auf4 ,hierher zog ,gustaspes1 als seine ,stunde gekommen war1 da seine ,seele sich in den ,himmel erheben wollte4 ,vor seinem ,ende lie dieser ,frst den ,satrapen aller ,provinzen bekannt machen1 da sie zu ,fue nach dieser ,cypresse wallen1 an ,zoroasters ,gesetz glauben und allem ,gtzendienst von ,turan und ,tschin absagen sollten4 ,diesem ,gesetz kam man teils mit ,lust1 teils aus ,furcht nach4 ,zoroasters ,name drang bis ,indien4 ,der ,brahmine ,tschengregatscha1 der die ,weisen der ,welt gebildet hatte1 und dessen ,bcher in ,iran sehr berhmt waren1 hrte von einem ihm unbekannten ,propheten1 der den ,knig von ,iran und seine ,diener und alle seine ,lnder bekehrt habe4 ,er schrieb daher mit dem ,eifer eines ,mannes1 der sich fr die ,sttze der ,wahrheit hlt1 an ,gustaspes4 ,sein ,brief begann mit dem ,namen ,gottes1 des ,allbeherrschers1 der den kreisenden ,himmel zu seinen ,fen hat und ,leib und ,seele des ,menschen geschaffen4 ,hierauf erhob er den ,knig mit einer ,lobpreisung und bezeugte1 da er von einer neuen ,religionsform gehrt habe1 die ihn tief schmerze und ruhelos lasse4 ,er sagte3 ,ein ,betrger1 ein ,heuchler1 hat ,iran verfhrt4 ,dergleichen hat sich weder unter ,feridun1 noch unter ,kobad1 noch unter ,djemschid1 noch unter ,kaus begeben4 ,die ,einwohner ,irans haben sich einem jungen ,mann#aef ergeben und seine ,lgen glubig angenommen4 ,was mich am meisten wundert1 ist ,djamaspes1 der ,diener des ,knigs ,lohraspes4 ,er hat mehrere ,jahre hindurch meine ,lehren gehrt2 ich habe ihm nichts von meiner ,weisheit verhalten4 ,er1 der ,andere htte vor ,gefahr schtzen sollen1 ist selbst in die ,schlingen gefallen4 ,ich wei nicht1 welches ,netz ihm gestellt ist1 da seine ,kraft ihn verlassen hat1 und er mit ,schande verstummt ist4 ,hierauf gab ,tschengregatscha ,gustaspes den ,rat1 sich ja nicht durch dieses ,betrgers ,zaubereien1 noch durch seine gleienden ,worte fangen zu lassen4 ,ich selbst will mich aufmachen1 sprach der ,brahmine1 ihn seiner ,lgen berfhren und auf ,alles antworten1 was er vorbringen wird4 ,du1 o groer ,knig1 mut ihn so lange bewahren1 bis ich komme1 und wenn ich alsdann werde die ,schande dieses ,schurken aufgedeckt haben1 so werde ich dich um seine ,bestrafung bitten1 damit kein hnlicher in ,zukunft das ,herz habe1 die ,vlker durch falsche ,gesetze und ,neuerungen in der ,religion irre zu fhren4 ,als dieser ,brief ,tschengregatschas anlangte1 befand sich ,djamaspes bei ,gustaspes4 ,die ,schreiber muten ihn lesen1 und der ,knig sprach zu seinem ,diener3 ,kein ,andrer als du bist im ,stande1 die ,sache einzusehen4 ,prfe sie und antworte ,tschengregatscha1 wie du es fr passend erachtest4 ,ich bin unbeweglich im himmlischen ,gesetz1 sprach ,djamaspes1 ich glaube an ,gottes ,wort4 ,kein ,mensch kann aus sich selbst wissen1 was ,zoroaster wei1 noch thun1 was er thut4 ,gott mu sein ,lehrer sein4 ,doch glaube ich auch1 o groer ,knig1 da kein ,mensch auf der ,welt so weise sei wie ,tschengregatscha4 ,ich habe seine ,bcher gelesen1 ,iran verlassen und ihn in ,hindostan aufgesucht2 er hat meine ,seele in allen ,wissenschaften ausgebildet4 ,ich halte es also fr das ,beste1 da man ihn mit ,gte bitte1 nach ,iran zu kommen1 damit er selbst das ,gesetz des ,himmels annehme2 dadurch werden1 wenn die ,welt es hrt1 alle ,zweifel gegen ,zoroasters ,gesetz vllig vernichtet werden4 ,tschengregatscha erhielt folgende ,antwort3 ,wir haben deinen ,brief gelesen4 ,was du von ,zoroaster gehrt hast1 ist wahr4 ,wir glauben an sein ,gesetz4 ,wir sagen dir hiermit1 da wir uns der ,weisheit und den ,lehren ,zoroasters ergeben haben4 ,mit unsern ,augen haben wir seine unglaublichen ,thaten gesehen4 ,wir haben seine ,worte gehrt1 seine ,bcher gelesen1 und kein ,mensch kann etwas dagegen sagen4 ,wir haben die ,weisen aller ,lnder berufen1 und alle haben sie der ,weisheit seiner ,antworten weichen mssen4 ,die ,groen ,irans beneiden ihn nicht mehr1 sondern glauben an sein ,gesetz und sagen3 ,kein ,mensch kann solche ,dinge aus sich lernen2 der ,mund ,gottes mu sie ihm sagen4 ,wundert dich das1 so komme selbst und du wirst ber die ,tiefe seiner ,weisheit staunen4 ,dem denke fleiig nach4 ,gott leite dich6 ,tschengregatscha wurde mit ,freude erfllt1 als er dieses las4 ,er las noch eine ,menge ,bcher1 um die ganze ,weisheit der ,vorwelt in sich zu sammeln1 und erdachte zwei ganze ,jahre hindurch ohne ,schlaf und ,ruhe die schrfsten1 tiefsten und feinsten ,fragen4 ,den ,weisen von ,hindostan schrieb er1 da sie sich wie ,lwen bereiten sollten1 mit ihm zu ziehen4 ,frchtet euch aber nur nicht1 sprach er zugleich2 ganz ,iran soll noch sagen3 ,wer ,weisheit sucht1 mu nach ,hindostan1 und ber ,tschengregatscha ist kein ,menschenkind weise4 -- ,der ,brahmine schrieb darauf an ,gustaspes3 ,ich bin bereit1 mit meinen ,weisen vor deinen ,thron zu kommen1 und dich und die ,herzen deiner ,unterthanen vom ,irrthum zu erlsen4 ,es wurden nun alle ,anstalten der ,pracht und des ,glanzes gemacht4 ,tschengregatscha stellte sich am siebenten ,tag nach seiner ,ankunft in der ,knigstadt vor den ,thron des ,gustaspes1 segnete ihn und sprach3 ,es sei mir erlaubt1 o ,knig1 mit dir zu reden6 ,gustaspes antwortete3 ,hier ist nicht der ,ort des ,kampfes mit der ,lanze oder aus ,neid2 sondern ,thaten1 ,fragen1 ,worte1 das sind die ,waffen1 welche die ,zweifel auflsen mssen4 ,es wurden hierauf zwei goldene ,throne gesetzt fr ,tschengregatscha und ,zoroaster1 dessen lichtglnzendes ,antlitz die ,blicke aller ,weisen auf sich zog4 ,tschengregatscha erhob sich und sprach3 ,gerechter ,knig6 ,wir sind hier versammelt aus zwei ,ursachen2 erstlich1 da ich diesem ,mann1 welcher ,gottes ,prophet sein will1 ,fragen vorlege und1 wenn er sie lsen kann1 ich mit meinen ,freunden1 den ,weisen ,hindostans1 sein ,gesetz annehme2 zweitens aber1 da du ihn zur ,stunde strafest1 wenn meine ,fragen ungelst bleiben4 ,gustaspes sprach1 da er nach der bloen ,that richten werde und sich durch keine ,vorliebe fr irgend eine ,partei binden lassen wolle4 ,zoroaster sprach zu ,tschengregatscha3 ,zum ,besten meines ,gesetzes will ich vor dem ,ersten der ,vlker ein ,neues thun1 was den ,augen als ,wunder erscheinen mu4 ,vlker haben mich schon gehrt2 neige auch du dein ,ohr gegen einen der gttlichen ,nosks#aeg1 den ich vorlesen will2 oder gefllt es dir1 so la ihn einen deiner ,schler vorlesen4 ,die ,weisen hrten nun mit ,aufmerksamkeit einen ,nosk des ,avesta an4 ,dieser ,nosk enthielt die ,lsung aller ,fragen1 auf welche ,tschengregatscha zwei ,jahre lang gesonnen hatte4 ,kaum war das ,lesen beendet1 so rief ,tschengregatscha ganz in ,verwunderung versunken aus3 ,wie1 ich bin schon grau1 und ,alles1 was mir ,gott erschlossen hat von meiner ,jugend an bis heute1 das ,alles habe ich eben aus ,avesta gehrt4 ,welche ,wissenschaft hat dies errathen knnen8 ,auf wie ,vieles habe ich nicht in den zwei ,jahren gedacht1 welche ,fragen1 die mir so viel ,mhe gemacht haben1 und von denen ich glaubte1 da sie in zweihundert ,jahren nicht aufgelst werden knnten6 ,keinem ,menschen habe ich sie erffnet1 o ,knig des ,ruhms6 ,ich erkenne das bermenschliche1 das ,werk ,gottes6 ,tschengregatscha bezeugte hierauf1 da er an ,avesta glauben und ,zeit seines ,lebens danach handeln werde4 ,zoroaster empfahl ihm die ,anbetung ,ahuramazds1 ,reinheit des ,leibes und der ,seele und verhie ihm einen ,platz im ,himmel4 ,zoroaster umarmte ,tschengregatscha und gab ihm eine ,abschrift vom ,avesta2 auch wurde wegen der wunderbaren ,bekehrung dieses ,brahminen1 welche nach allen ,enden der ,welt erscholl1 ein ,fest von sieben ,tagen gefeiert4 ,tschengregatscha studierte nun sein ,leben lang im ,avesta und entzndete die ,brahminen mit gleichem ,eifer4 ,mehr als achtzigtausend der ,weisen und ,hupter von ,indien1 ,sind und andern ,reichen glaubten an ,zoroasters ,avesta4 ,nach der ,bekehrung ,tschengregatschas begab sich ,zoroaster nach ,babylon1 um den ,chaldern den ,avesta zu lehren1 und soll daselbst auch ,pythagoras unterwiesen haben4 ,dann begleitete er ,gustaspes nach ,istakhar1 nachdem er die von ihm so gerhmten reinen ,seelen#aeh in den ,provinzen ,serman1 ,saenan und ,dahu besucht hatte4 ,nach etwa zwanzig ,jahren wurde die zoroastrische ,religion dem ,knig von ,turan mifllig1 und selbst verschiedene vom ,knig von ,iran abhngige ,frsten waren dagegen4 ,unter andern ,sal und ,rustem1 ,frsten von ,sistan1 ,vater und ,sohn4 ,darum glnzen ihre ,namen auch nicht in den ,zendbchern1 obschon ihre ,ahnen1 ,sam und ,guerschaspes1 als alte ,helden ,persiens darin verewigt sind4 ,nicht so mild wie gegen diese ,frsten1 an denen er sich nur durch ,stillschweigen rchte1 verfuhr ,zoroaster gegen den ,dewsanbeter ,ardjaspes1 ,knig von ,turan4 ,ardjaspes stammte von ,afrasiab und war nach dem ,schah-nameh einer der mchtigsten ,frsten ,asiens4 ,er hatte vom ,knige ,irans einen jhrlichen ,tribut erzwungen und besa auch im westlichen ,iran am kaspischen ,meer ,lndereien2 auch hate er ,zoroaster persnlich4 ,darum auch sagte derselbe#aei3 ,sei mir gndig1 o ,quell ,arduisur1 da ,zerir verderbe den1 der groe ,schtze hat1 den ,frieden mindert1 den ,dew1 den ,anbeter der ,dews1 meinen ,feind ,ardjaspes1 der in der ,welt ,macht hat4 ,zoroaster frchtete1 da ,ardjaspes seine ,religion vernichten wrde1 und trachtete daher nach dem ,tod desselben4 ,er kannte den gewaltsamen1 schnell entschlossenen ,charakter des ,gustaspes und war sich seines ,einflusses auf ihn wohl bewut4 ,deshalb stellte er ihm die ,notwendigkeit vor1 den ,knig von ,turan zu bekriegen4 ,nach seinem ,gesetz sei ,freundschaft mit ,gottlosen unerlaubt2 es sei unverantwortlich1 da ,gustaspes1 als rechtglubiger ,frst1 dem ,knig von ,tschin1 einem ,dewsanbeter1 den ,tribut der ,unterthnigkeit zahle4 ,wirst du ihn angreifen1 sprach ,zoroaster zu ,gustaspes1 so ist ,gott gewi dein ,schutz4 ,der ,knig war froh1 sagte ,ardjaspes den ,gehorsam auf und verlangte von ihm1 er solle ,zoroasters ,gesetz annehmen und ihm einen ,teil seiner ,lnder nordwestlich von ,balkh abtreten2 wo nicht1 so werde er ihn zu ,staub machen4 ,beim ,anblick des diese ,botschaft enthaltenden ,briefes entbrannte ,ardjaspes vor ,zorn und schrieb an ,gustaspes1 da er sich mit seinem ganzen ,hofe von einem alten ,betrger habe verfhren lassen4 ,er rate ihm die ,religion der ,vter wieder anzunehmen1 die ,lehren und ,grundstze der ,magier1 welche einen ,knig1 welchem ,gott die ,krone aufgesetzt habe1 zu verwerfen4 ,wo nicht1 so werde er ihn bekriegen und sein ,reich zerrtten und verheeren4 ,die ,herrlichkeit ,gottes will es1 da ich dich angreife6 sprach ,ardjaspes4 ,gustaspes zeigte den ,brief dieses ,frsten ,zoroaster und seinen ,dienern und allen ,groen des ,hofes4 ,djamaspes wollte mit groer ,klugheit darauf antworten2 aber ,zoroaster sprach3 ,was ,klugheit8 ,ziehe gegen ihn zu ,feld6 ,nach diesem ,ausspruch wurde die ,antwort abgefat und beide ,knige stellten groe ,heere gegeneinander auf4 ,der ,krieg war sehr blutig1 und ein ,teil der ,familie des ,gustaspes -- sein ,bruder ,zerir und mehrere seiner ,kinder -- fielen4 ,aber ,espendiar entschied endlich den ,sieg fr ,gustaspes4 ,der ,knig von ,turan mute sein ,land abtreten1 und ,gustaspes bezeugte ,zoroaster seine ,dankbarkeit4 ,der weitere ,verlauf der ,kriege hngt nicht direkt mit dem ,leben des ,religionsstifters zusammen4 ,nach den ,ravaets#afj starb ,zoroaster im #gg4 ,jahre seines ,alters4 ,kleuker setzt ,zoroasters ,geburt in das ,jahr #ehi v4 ,chr4 ,im dreiigsten ,jahr durchzog er ,iran1 lebte dann zehn -- nach anderer ,angabe zwanzig -- ,jahre in der ,wste und nhrte sich nur von ,kse4 ,zehn ,jahre that er ,wunder4 ,im #fe4 ,jahre gab ,zoroaster philosophischen ,unterricht zu ,babylon und kehrte nach drei ,jahren zur ,grndung des ,cypressendienstes zurck4 ,nach acht ,jahren riet er ,gustaspes zum ,krieg gegen ,turan und starb als ,greis von #gg ,jahren4 ,dritte ,abteilung4 ,der religionsphilosophisch-occultistische ,inhalt und die ,kosmogonie des ,zoroastrismus4 ,erstes ,kapitel4 ,der religionsphilosophisch-occultistische ,inhalt des ,zoroastrismus4 ,der ,geist des ausgebildeten ,zoroastrismus setzt vor den ,anfang der ,welt und der ,wesen ,zrvna-akarana#afa1 die unbegrenzte ,zeit1 die anbeginnlose ,ewigkeit4 ,sie ist der unergrndliche ,urgrund1 in dem heilige ,dunkelheit1 ,ewigkeit im ,leben in unschaubarer ,nacht1 in ,unergrndlichkeit der ,lnge und ,weite1 ,hhe und ,tiefe ist4 ,in ihr ist aber nicht leere de1 sondern aller ,wesensstufen ,urgrund1 der allerhchste ,gott4 ,der ,ewige ist ,schpfer des ,urlichts1 ,urwassers und ,urfeuers1 und der ,same dessen1 was beim ,beginn der ,wesen ,licht1 ,wasser und ,feuer wurde lag von ,ewigkeit her in der grenzenlosen ,zeit verborgen4 ,der ,ewige ist seinem ,wesen nach ,wort1 das vor allen ,wesen1 sichtbaren und unsichtbaren1 da war1 und wodurch alles1 was ,wesen hat1 geboren ist4 ,aus dem gttlichen und ewigen ,samen zeugte der ,unendliche und ,anbeginnlose ,ahuramazd und ,angrmainyus1 die zweiten ,wesen nach sich1 lebendig1 wirkend1 schaffend1 die ,wurzeln aller ,geschpfe4 ,ahuramazd1 aus dem ewigen ,samen des ,unendlichen erzeugt1 der ,erstgeborene aller ,wesen1 das ,glanzbild und ,gef der ,unendlichkeiten des ,unergrndlichen aus ewigem ,licht geboren und fort und fort an sich ziehend1 wohnend im ,urlicht1 dem ,thron der ,ewigkeit1 von ,anbeginn4 ,durch und durch gut1 rein und alles ,guten ,quell und ,wurzel1 hat der ,himmlische der ,himmlischen fast alle ,herrlichkeiten und ,eigenschaften des ,unendlichen2 denn er ist der ,urabdruck seines ,wesens1 worin das ,wesen des ,ewigen allein sichtbar wird4 ,seine ,weisheit und ,einsicht ist ohne ,anfang in ,weite1 ,hhe und ,tiefe1 und seine ,macht1 sein ,wille1 unbegrenzt heilig bis auf die ,wurzel seines ,wesens4 ,der ,erste und ,erhabenste im ,wissen und ,verstehen1 im ,wirken des ,reinen und ,guten4 ,darum ist er die hchste ,weisheit selbst und -- schlaflos bei ,tag und ,nacht -- der hchste ,weltenrichter1 ,knig aller ,wesen in reinster ,gerechtigkeit1 ,gte1 ,licht und ,glanz4 ,sein ,krper1 d4 h4 seine ,hlle1 die ihn umschlieende ,sphre ist das reinste ,licht4 ,ahuramazd hat die ganze reine ,welt aus sich geboren durch sein allschaffendes ,wort2 den ,himmel und was darin ist3 ,licht1 ,feuer1 ,wasser1 ,sterne und ,sonne4 ,er liebt in sich sein ,volk die durch ihn gewordenen ,menschen4 ,er ist als ,knig gut und weise1 lebendig ber ,alles2 er strkt1 nhrt und erhlt alle ,wesen1 giebt ihnen das geistige ,lebensfeuer1 wodurch sie dauern und leben4 ,er giebt dem ,menschen1 der ihn bittet1 ,lichtsamen zur ,reinigkeit des ,gedankens1 des ,herzens1 ,geistes und ,willens4 ,gnade und ,liebe ist seine ,lust2 er ermdet nie1 der sichtbaren und unsichtbaren ,welt1 der ganzen ,natur wohlzuthun4 ,er bestreitet durch seine und seiner ,diener ,kraft alles ,bse ,tag und ,nacht bis zum endlichen ,triumph des ,guten ber das ,bse4 ,angrmainyus1 vom ,ewigen nach ,ahuramazd geschaffen1 war anfangs gut und kannte das ,gute2 aber er wurde aus ,neid gegen ,ahuramazd ,dew1 arg1 ,quell1 ,grund und ,wurzel alles ,unreinen1 ,argen und ,bsen4 ,sein ,licht verwandelte sich in ,finsternis2 im ,lichtreich der ,schpfung entstand ein ,schatten4 ,die ,zerrttung seines ,wesens aus ,licht in ,finsternis kam nicht vom ,ewigen1 sondern aus ihm und durch ihn selbst4 ,durch ihn wurde die ,finsternis geboren1 der ,same alles ,bsen1 ,argen und ,todes4 ,als er ,dew wurde1 strzte er aus der ,hhe und wurde vom ,abgrund der ,finsternis verschlungen1 bis auf die ,wurzel seines ,wesens bse4 ,ahuramazd ist seinem ,wesen nach ,licht und wohnt im ,lichtreich hher denn die ,himmel2 ,angrmainyus ist seinem ,wesen nach ,finsternis1 d4 h4 ,laster1 ,zerrttung und ,argheit selbst1 und die ,sphre seiner ,wohnung1 alles1 was ihn einhllt1 ist ,finsternis der ,finsternisse4 ,in ,duzakhs ,tiefen ist sein ,thron1 und soweit die ,finsternis reicht1 ist er ,knig und grausamer ,gewalthaber4 ,seine ,kenntnis ist gro1 aber durch die ,finsternis beschrnkt2 seine ,macht1 als die des ,zweiten nach ,ahuramazd1 ist ausgedehnt1 reicht aber nicht an ,ahuramazds ,erhabenheit und ,glanz4 ,seiner ,neigungen ,wurzel ist die ewige ,grundfeindschaft alles ,guten1 das durch ,ahuramazds ,herrlichkeit erzeugt wird4 ,er1 die als ein mchtig wirkendes ,wesen symbolisierte ,finsternis ist in einem stndigen ,kampfe gegen das ,licht begriffen1 soweit ihm dieser zugelassen ist4 ,durch ihn wird alles ,bse4 ,wie nichts ,reines1 ,gutes und ,seliges in der ,welt sein kann1 ohne aus ,ahuramazds ,lichtquell zu flieen1 so steigt der ,grund alles ,bsen von ,ursache zu ,ursache bis in seinen ,abgrund4 ,sein ,sinnen und ,dichten endigt sich in bestndigem ,streben und ,wirken zur ,erweiterung seines ,reichs4 ,darum vergiftet er mit seinen ,dews die ganze ,natur1 ,pflanzen1 ,tiere und ,menschen durch ,krankheiten1 ,seuchen1 ,plagen1 und besonders streut er den ,samen zu unreinen ,gedanken und schwarzen ,begierden in der ,menschen ,herz1 wodurch sein und der ,dews ,reich bestndig an ,umfang und innerer ,macht zunimmt4 ,er durchstreift die ,welt1 um berall ,irrtum1 ,tod und ,laster auszustreuen1 denn damit ist er stets schwanger1 und er ist der ,einzige1 welcher unter den ,izeds im ,himmel erscheinen darf4 ,wo er einen ,menschen findet mit groer ,kraft und ,heldeneifer fr des ,guten ,vermehrung in ,ahuramazds ,lichtwelt1 dem ist er todfeind4 ,der bloe ,gedanke oder ,anblick desselben macht ihn blagelb1 er wagt alles gegen ihn1 vermag aber nichts1 denn der ,streiter fr das ,gute gehrt zu dem geliebten ,volk ,ahuramazds und hat den ,schutz aller ,izeds des ,lichtes fr sich4 ,das ,bild seines ,wesens ist die ,schlange oder der ,drache4 ,der ,ewige hat ihn zur ,dauer aller ,ewigkeiten geschaffen2 er soll aber nicht immer der ,grundfeind des ,lichtes1 der ,bestreiter des ,guten und ,knig der ,finsternis bleiben1 sondern nach der ,auferstehung der ,toten wird er von ,ahuramazd mit ,ohnmacht geschlagen und sein ,reich bis auf die ,tiefen seiner ,grundfesten zertrmmert werden4 ,er selbst wird ausgebrannt in feurigen ,metallstrmen1 wodurch er ,sinn und ,willen ndert2 er wird heilig1 himmlisch1 und begrndet in seiner ,welt ,ahuramazds ,gesetz und ,wort1 wodurch alle ,wesen geworden sind4 ,er wird auf ewig ,freund ,ahuramazds1 und beide singen ,zrvna-akarana ,izeschn1 d4 h4 ,ruhm- und ,lobgesnge4 ,aus der unbegrenzten ,ewigkeit wurde der ,anfang1 die ,zeit4 ,wie der ,ewige ,ahuramazd und ,angrmainyus geboren1 fate er den ,ratschlu einer ,zeitdauer von zwlf ,jahrtausenden1 worin alles1 was der ,ewige in ,gedanken hatte in aufeinanderfolgenden ,reihen erscheinen und vollendet werden sollte4 ,dies geschah noch vor der ,schpfung der ,wesen auf hheren oder niederen ,stufen4 ,noch hatte der ,unbegrenzte kein ,volk auer ,ahuramazd und ,angrmainyus4 ,dieser die begrenzte ,zeit genannte ,cyclus ist fr die ,herrschaft von ,ahuramazd und ,angrmainyus bestimmt2 sie als die ,erstgeborenen aus der ,unendlichkeit des ,ewigen sollen die ersten ,regenten und ,machthaber bis nach ,ablauf dieses ,zeitraumes sein4 ,diese zwlf ,jahrtausende teilte der ,unendliche nach wechselnden ,perioden unter diese beiden ,knige aus4 ,das erste ,vierteil wurde ,ahuramazd1 dem ,erstgeborenen der ,wesen1 zu ,teil4 ,ahuramazd in ,licht und ,herrlichkeit fing an zu schaffen und zu wirken nach der ,art und ,natur seines ,wesens4 ,angrmainyus sah ,ahuramazds ,glorie und ,herrlichkeit1 wurde neidisch1 schwur ihm ewige ,feindschaft und begann den ,krieg gegen ,ahuramazd4 ,nun begann der ,kampf zwischen ,licht und ,finsternis4 ,ahuramazd entbot ihm zwar ,freundschaft1 wenn er ,mitschpfer der reinen1 guten ,welt sein wolle1 aber ,angrmainyus verhrtete sich aus ,stolz1 ,neid und ,ha und wurde der ,grundrgste4 ,nun zerfiel alles in zwei ,knigreiche1 ,welten und ,gewalten4 ,das ,licht ward ,ahuramazds ,eigentum1 die ,finsternis das des ,angrmainyus4 ,angrmainyus strzte aus der ,hhe unendlich tief in den ,abgrund1 blieb aber ,knig des ,abgrundes1 und wenn die ,zeit seiner ,herrschaft kommt1 ist er der grausamste ,gewalthaber1 der rgste ,tyrann4 ,in der ,zeit seiner ,herrschaft wirkt er mit uerstem ,streben1 ,unruhe und ,anspannung aller seiner ,krfte1 denn er wei sein ,ende4 ,in dieser ,zeit des ,angrmainyus hat oft das ,bse die ,oberhand1 und die ,finsternis verdunkelt das ,licht4 ,so steigt und fllt bis zum ,schlu der begrenzten ,zeit die bermacht oder ,schwche des ,guten und ,bsen4 ,ahuramazd und ,angrmainyus befinden sich in stetem ,kampf gegeneinander1 und das ,ende ist der ,sieg des ,guten1 der ,triumph ,ahuramazds4 ,am ,anfang schuf ,ahuramazd zur ,bekmpfung des ,angrmainyus die ,feruer aller ,wesen4 ,er dachte als ,schpfer auf ,wesen aller ,art1 die rein1 gut1 stark und edel wren1 und jeder dieser ,gedanken war ein ,feruer1 der ,geist des knftigen ,wesens1 das knftig ein ,teil von ,ahuramazds ,welt sein sollte1 ganz ,licht und ,geist1 im ,wesen ,geist und im ,leben ,geist1 durch den bloen ,schpfergedanken geboren2 denn ,ahuramazd dachte im ,wort1 und jeder ,gedanke im allschaffenden ,wort ist ,geist1 der das ,geschpf belebt1 zu dem er gedacht ist4 ,die aus ,ahuramazds allschaffendem ,geist hervorgegangenen zahllosen ,arten1 ,gestalten und ,stufen der ,feruer aller reinen ,wesen sind unsterblich1 denn ihr ,same war vom ewigen ,geist und unzerstrbaren ,licht4 ,sie sind ganz ,leben1 denn der sie gebar1 schuf sie durch ihre schaffende ,feuer- und ,lichtkraft stets wirkend und belebend4 ,durch sie lebt ,alles in der ,natur1 ,stern und ,mensch1 ,tier und ,baum2 ,alles erhlt durch sie ,bewegung und ,segen4 ,sie sind des ,himmels ,schutz und ,wache gegen ,angrmainyus2 der ,seele ,schutz1 denn sie sind erhaltend1 reinigend bei der ,auferstehung von allem ,bsen2 sie bekmpfen die ,schlangen1 ,dews1 die ,bsen und erlsen die ,gerechten4 ,mit der ,schnelligkeit eines ,vogels fahren sie gen ,himmel und bringen die ,gebote vor ,ahuramazd4 ,in der ,welt sind sie an die ,krper gebunden4 ,die ,zahl und ,stufen der ,feruer sind unendlich wie die der ,wesen1 weil die unbegrenzte ,ewigkeit sich denkt im allmchtigen ,wort1 und dieser ,abdruck des unergrndlichen ,wesens ist ,ahuramazds ,feruer4 ,des ,gesetzes ,feruer ist des ,gesetzes ,geist und ,lebenskraft1 das ,lebendige und ,belebende im ,wort1 das ,wort1 wie ,gott es denkt4 ,der ,feruer ,zoroasters ist kstlich in den ,augen ,ahuramazds1 denn er hat das ,gesetz in ,gang gebracht und des ,weltenherrschers ,glanz und ,herrlichkeit an das ,licht gebracht4 ,nach diesen reinen ersten ,schpfungsbildern sind alle himmlischen und irdischen ,wesen in endlosen ,reihenfolgen geworden4 ,in ihnen steht die ,welt ,ahuramazds1 und gegen sie kmpft ,angrmainyus mit seinen argen ,geistern4 ,an diese zoroastrischen ,stze knpft ,kleuker eine lngere ,anmerkung1 die insofern ,interesse besitzt1 als in einem ,teil derselben ,kleuker den ,gedanken du ,prels anticipiert1 der ,genius des ,sokrates sei dessen transcendentales ,subjekt oder ,feruer4 ,die betreffende ,stelle lautet3 ,zend-,avestas ,feruers sind ein feiner ,gedanke4 ,sie sind der bergang von dem1 was wir ,substanz nennen1 zum bloen ,schpfergedanken der ,substanz4 ,weil aber der ,wesenschpfer nach dem ,geist ,zendavestas1 keinen einzigen ,gedanken leer -- als einer bloen ,mglichkeit denkt1 so dachte er lauter ,feruers4 ,feruers sind die ersten1 reinsten ,abdrcke aller knftigen ,wesen und ,geschpfe2 das1 was in allen ,wesen abgezogenster ,geist1 reinster ,funke1 himmlischer1 gttlicher ,natur ist4 ,sie werden immer von den ,seelen unterschieden2 sie sind hher und eher als dieselben2 sie haben zwar schon den ,grund in sich1 warum sie knftig mit solchen und nicht andern ,geschpfen vereinigt werden sollen1 aber noch nicht die ,gestalt eines besonderen ,geschpfes2 sie sind ,platos ,ideen4 ,wie ,ormuzds ,gedanke ,zoroasters ,feruer schuf1 so war er von allen ,feruers hherer ,geister1 wie von allen ,feruers aller ,menschen unterschieden2 er war aber noch nicht ,zoroaster1 sondern enthielt nur das ganze ,bild1 doch aber in wahrer1 lebendiger ,existenz1 was ,zoroaster knftig werden sollte4 ,sobald ,ormuzd sie dachte1 lebten sie1 und knnen ,jahrtausende leben und wirken1 ehe sie mit den ,geschpfen vereinigt werden1 dieselben zu beleben4 ,daher kommts1 da die alten ,philosophen1 die aus dem ,quell der ,weisheit des ,orients getrunken1 den ,geist lange vorher leben und freiwirken lassen1 ehe er mit dem ,krper verbunden wird1 da sie ihn gttlichen ,geschlechts und ,natur nennen1 sagen1 im ,tode geh' er wieder hin1 woher er gekommen sei4 ,nach ,zoroaster sind die ,feruers die reinsten ,ausflsse von ,ormuzds ,schpfergeist1 derselben ,natur1 wahres ,licht1 wahres1 lebendiges ,wort3 darauf wird auch ihre ,unsterblichkeit und ewige ,fortdauer gegrndet3 denn kein ,funke gttlichen ,geistes kann sterben1 er ist seiner ,natur nach ,leben und belebende ,kraft4 ,zunchst wird ,feruer von verstndigen und lebenden ,geschpfen gebraucht1 die gewesen sind1 oder sind1 oder noch geboren werden sollen1 7denn auch diese sind schon vorhanden17 wie wir nur von ,himmelswesen und ,menschen ,geist eigentlich zu gebrauchen pflegen2 aber es giebt auch ,feruers 7,geist7 in ,thieren1 ,bumen1 ,blumen1 ,sternen4 -- ,kurz1 wo ,leben1 ,regsamkeit1 ,bewegung1 ,wachsthum ist1 da lehren die ,parsen innere ,kraft1 ,feuer1 ,lichtsamen1 und das bestimmt eben die ,natur der ,feruers4 ,sind sie mit ,wesen verbunden1 so werden sie oft fr das ,wesen oder ,geschpf selbst gesagt1 weil sie das ,reinste und letzter ,mittelpunkt jeden ,geschpfes sind4 ,sie sind der ,seele ,schutz4 ,daher mu der ,parse fr seinen ,feruer besonders beten1 da ,ormuzd ihn bewahren wolle2 denn ohne ihn wird ,seel' und ,leib unrein1 irre geleitet4 ,siehe da ,sokrates ,schutzgeist6#afb -- -- ,die von ,ahuramazd geschaffene ,welt ist unendlich gro1 lebend und wirkend in ,wesen und ,geschpfen von zahllosen ,arten und ,stufen2 sie teilt sich in eine himmlische und irdische1 in eine geistige und materielle ,welt ein4 ,den hchsten ,rang in der geistigen ,welt nehmen die sieben ,amschaspands ein4 ,ihr ,knig und ,schpfer ist ,ahuramazd1 der ,urquell alles ,lebens4 ,sie sind die sieben ersten ,geister ,gottes1 ,knige1 ganz ,leben1 heilig1 rein und gro2 der ,menschen ,muster4 ,sie gehen an keinen unreinen ,ort4 ,ein jeder hat einen ,tag1 dem er vorsteht1 an dem er ,segen und ,wohlthaten spendet4 ,ihre ,namen sind heilig4 ,der zweite ,amschaspand ist ,bahman1 der ,knig der ,welt1 des ,lichtes und ,himmels4 ,die brigen ,amschaspands ruhen unter seinem ,schutz4 ,er sieht durch ,ahuramazds ,lichtverstand1 giebt ,weisheit1 ,friede und ,reinigkeit des ,herzens2 er nimmt die ,seelen der ,gerechten in ,gorotman auf und segnet ihre ,ankunft im ,sitz der ,seligkeit4 ,er ist fort und fort in ,lichtglanz und ,glorie4 ,der dritte ,amschaspand ist der lichtglnzende ,ardibehescht4 ,er giebt ,feuer und ,gesundheit4 ,der vierte ,amschaspand ist ,schahriver4 ,er ist der ,vorsteher der ,metalle1 der ,vater des ,mitleids und der ,pfleger der ,hungrigen4 ,der fnfte ,amschaspand ist ,sapandomad1 ,ahuramazds ,tochter1 der weibliche ,ized der ,erde2 die heiligste und reinste der ersten reinen ,wesen2 weise1 freigebig und demtig wie ,demut verleihend2 er hat reine1 wohlthtige ,augen und befruchtet die ,erde4 ,von ihr sind das erste ,menschenpaar1 ,meschia und ,meschiane1 gebildet4 ,der sechste ,amschaspand ist der von ,ahuramazd den ,menschen zum ,heil geschaffene ,chordad1 der ,knig der ,jahre1 ,monate1 ,tage und ,zeiten4 ,den ,reinen giebt er reines ,wasser und se ,speise4 ,sein ,tag ist heilig und der erste des ,jahres4 ,der siebente ,amschaspand ist ,amerdad1 der ,schutzgeist der ,bume und des ,getreides1 der ,befruchter der ,herden1 welcher ,frchte aller ,art in ,flle spendet4 ,die zweite ,klasse der guten ,geister sind die ,izeds4 ,ahuramazd hat sie geschaffen zum ,segen der ,welt1 zu ,richtern und ,schutzaugen des reinen ,volks4 ,der ,mensch mu ihre heiligen ,namen nennen und durch ,nachahmung ihrer ,eigenschaften nach ihrem ,wohlgefallen streben4 ,alle ,monate und ,tage sind unter die ,amschaspands und ,izeds verteilt1 und selbst die fnf ,abschnitte des ,tages und die fnf ,schalttage werden als unter besondere ,ized stehend gedacht4 ,jeder hhere ,geist hat niedriger stehende zu ,begleitern2 so ist ,ahuramazd von den ,amschaspands1 und diese sind von den ,izeds begleitet4 ,folgendes ist die ,stufenleiter der ,izeds nach den ,zendbchern3 #a4 ,mithra 7auch ,meher71 der ,hchste und ,glanzreichste aller ,izeds1 wird mit der ,sonne angerufen1 ohne die ,sonne selbst zu sein4 ,er glnzt wie der ,mond1 ist hocherhaben wie ,taschter#afc1 hebt seine ,hnde auf zu ,ahuramazd1 dem ,knig der ,welt4 ,er ist mit tausend ,ohren und ,augen der ,schutzwchter und ,segner aller ,menschen und ,geschpfe1 und spricht die ,wahrheit in den ,versammlungen der ,izeds4 ,er segnet ,iran mit ,friede und ,glck1 giebt der ,erde ,licht und ,sonne und vertreibt die ,druschts4#afd #b4 ,korschid 7die ,sonne7 ist gro1 unsterblich1 ,ahuramazds ,auge4 ,er hat vier ,pferde und vollendet seinen ,lauf in #cfe ,tagen wie ein ,held4 #c4 ,aban1 ,ized des ,wassers4 #d4 ,ader1 ,ized des ,feuers2 er giebt ,glanz1 und sein ,name bezeichnet alle gttlichen ,feuererscheinungen1 welche sich den ,menschen gezeigt haben4 #e4 ,anahid 7,venus71 die ,bewahrerin des ,samens ,zoroasters4 #f4 ,amiran1 das von ,gott geschaffene ,urlicht2 der ,urheber des ,lichtes des menschlichen ,leibes4 #g4 ,ard1 giebt ,weisheit1 ,gre1 ,edelmuth1 ,glanz1 ,gter2 er wird mit dem weiblichen ,ized ,aesching oder ,aschehing identificirt1 welcher ,gesundheit1 tgliche ,nahrung und ,freuden spendet4 #h4 ,arduisur1 ein weiblicher ,ized1 kommt den ,toten zu ,hilfe1 hat einen jungfrulichen ,leib1 heit die ,tochter ,ahuramazds und ist das von ,ahuramazds ,thron ausflieende ,wasser2 von ,arduisur kommen alle ,wasser unter dem ,himmel4 #i4 ,aschtad ist der ,ized des berflusses1 ,oschens ,mitgehlfe4 ,sein ,sitz ist der ,berg des ,lebens4 ,von da wacht er ber die ,erde und hilft das ,tagewerk der ,menschen vollbringen4 #aj4 ,asman1 der ,himmel1 schtzt wider den ,duzakh4 #aa4 ,barzo ist der ,schutzgeist von ,bordj1 woher die ,wasser ausstrmen4 ,taschters ,gehilfe bei der ,austeilung des ,wassers auf der ,erde4 #ab4 ,behram1 der lebendigste aller ,izeds1 besitzt einen himmlischen ,krper1 dessen ,glanz von ,ahuramazd kommt4 ,derselbe hat ihn auch zum ,knig der ,wesen gesetzt1 welche er alle wie ,feuer durchdringt4 ,er erscheint im ,winde und unter allerlei ,tiergestalten4 #ac4 ,dahman ist der ,segen der ,geschpfe und des gerechten ,menschen1 dessen ,seele er von ,seroschs ,hnden nimmt und in den ,himmel trgt4 #ad4 ,din1 ,ized des ,gesetzes1 giebt ,wissenschaft4 #ae4 ,farvardin1 der ,herr des ersten ,monats des ,jahres und des neunzehnten ,tags eines jeden ,monats1 giebt ,kraft und ,licht4 #af4 ,gosch1 giebt alle ,gter1 ,unsterblichkeit1 ,reinigkeit2 er vermehrt die ,wesen1 die ,kinder des ,verdienstes1 welche fr das ,gesetz mit ,eifer brennen2 er verleiht die ,freundschaft der ,gerechten1 vertreibt die ,dews und hilft die ,dewsanbeter besiegen4 #ag4 ,goschorun ist der ,ized der ,herden und die ,seele der ,tiere2 er seufzt und klagt vor ,ahuramazd und bittet um ,erlsung vom ,dew ,eschem4 #ah4 ,mah 7der ,mond7 ist ein weiblicher ,ized und schtzt den ,keim des ,stiers2 er geht von ,albordj aus1 giebt ,wrme1 ,geist und ,frieden4 ,bei seiner ,flle beginnt alles zu grnen und zu wachsen2 er ist wohlthtig und giebt allen ,herden ,samen4 #ai4 ,mansrespand1 der ,ized als gttliches ,wort1 ist der ,schutzwchter des ,himmels4 ,sein ,glanz ist rein1 und was er sehen lt1 ist gut4 #bj4 ,neriosengh1 der ,ized des ,feuers zu kniglichem ,mut und des ,friedens1 schtzt den ,gerechten nach ,gottes ,willen2 er schtzt zwei ,teile zu ,kaiomorts ,samen1 zum mnnlichen ,gliede und zur ,seele4 #ba4 ,parvand ist ein weiblicher ,ized4 #bb4 ,rameschne-kharan ist der ,ized des ,glcks1 der reine dauernde ,freuden giebt4 #bc4 ,raschne-rast1 der ,ized der ,wahrheit und ,redlichkeit1 ist herrlich und weise1 sieht scharf und weit und schtzt die ,erde4 ,zehntausende himmlischer ,geister begleiten ihn2 er hat tausend ,krfte und zehntausend ,augen4 #bd4 ,serosch ist der ,ahuramazd der ,erde1 weil er ihr ,knig ist4 ,er ist auf dem ,gipfel der ,welt ber alles erhaben1 lebendig und der wirksamste aller ,izeds1 der gehorsamste und am meisten thtige4 ,er ist der ,menschen ,schutz1 und durch seinen ,dienst haben sie das ,gesetz4 #be4 ,taschter4 ,sein ,auge ist ,gerechtigkeit und ,gte4 ,er ist der ,ized des ,regens und erscheint unter mancherlei ,gestalten1 als ,jngling1 als mutiges ,pferd usw42 er belebt die ganze ,natur durch fruchtbare ,gewsser und ,regen4 #bf4 ,vad1 der ,ized des ,windes1 giebt ,kraft und ,mut4 #bg4 ,venant1 ,ized des ,rigel#afe1 schtzt im ,mittage und giebt ,kraft und ,gesundheit4 #bh4 ,zemiad giebt ewigen ,thron1 thut alles ,gute1 wenn sie gepflegt wird1 und ist ein weiblicher ,ized4#aff ,so viel ber die himmlische ,welt4 ,die sichtbare ,welt1 ,himmel und ,erde1 schuf ,ahuramazd in sechs ,reihenfolgen1 und die ,amschaspands waren dabei thtig4 ,zuerst schuf ,ahuramazd das ,licht zwischen ,himmel und ,erde1 die ,fixsterne und ,planeten4 ,alsdann schuf er das ,wasser1 welches die ganze ,erde bedeckte1 in die ,tiefen der ,erde stieg und durch den himmlischen ,wind1 der es durchdrang wie der ,geist den ,leib1 in die ,hhen getrieben wurde1 damit sich ,wolken bildeten4 ,darauf schlo ,ahuramazd dieses ,wasser ein und gab ihm die ,erde zur ,grenze4 ,hierauf ward die ,erde1 bei deren ,schpfung -- wie auch bei der des ,wassers -- ,angrmainyus mit thtig war1 denn diese ,elemente besitzen einen ,teil ,finsternis1 und alle ,finsternis kommt von ,angrmainyus4 ,albordj#afg wurde zuerst geboren1 darauf die brigen ,gebirge4 ,albordj ist der ,erde ,kern1 ,wurzel1 ,herz und ,nabel4 ,ferner wurden die ,bume aller ,art geschaffen4 ,im ,anfang lie ,ahuramazd einen ,baum erstehen1 aber der war drr4 ,aber der ,amschaspand ,amerdad1 welchem ,ahuramazd die ,bume anvertraut hat1 setzte den ,keim dieses ,baumes1 als ,taschter ber die ganze ,erde ,regen ausgo1 in ,taschters ,wasser4 ,darauf wuchsen ,bume aus der ,erde wie ,haare auf des ,menschen ,haupt4 ,zum ,fnften wurden die ,tiere geschaffen4 ,zuerst wurde der ,stier gebildet4 ,dieser starb1 und aus seinem ,schweif gingen fnfzig ,heilpflanzen hervor1 die sich auf ,erden mehrten4 ,die ,izeds brachten den ,samen dieses ,stieres in den ,mondhimmel1 durch dessen ,licht er gereinigt wurde1 so da ,ahuramazd einen neuen1 schnen ,krper daraus bildete1 den er belebte4 ,hieraus wurde ein neues ,paar erzeugt1 welches ,vater und ,mutter aller ,tiergeschlechter wurde1 die auf ,erden sind1 der ,vgel in den ,wolken und der ,fische im ,wasser4 ,am ,ende wurde der ,mensch geschaffen1 dessen ,keim ebenfalls dem ,urstier1 dem ,vorbild aller lebenden und sich bewegenden ,geschpfe entstammt4 ,der ,urvater der ,menschheit war ,kaiomorts4#afh ,er war lichtglnzend mit zum ,himmel schauenden ,augen1 rein durch seinen ,feruer und lebte noch dreiig ,jahre nach dem ,tode des ,urstiers4 ,als er starb1 weissagte er den knftigen ,triumph des ,menschengeschlechts ber ,angrmainyus4 ,bei seinem ,tod lie er seinen ,samen zurck1 den die ,sonne reinigen1 und von welchen ,neriosengh zwei ,teile und ,sapandomad den dritten aufbewahren mute4 ,aus diesem ,samen erwuchs der ,baum ,reivas aus der ,erde1 welcher ein ,zwitter#afi war1 anzusehen1 wie zwei1 die aufs ,innigste vereinigt sind4 ,ahuramazd bildete diesen ,baum zum ,doppelmenschen um1 worauf er anstatt ,frchte zehn ,menschenpaare trug4 ,das erste ,paar war ,meschia und ,meschiane1 die ,stammeltern des ,menschengeschlechts4 ,sie waren anfangs rein und unschuldig1 und der ,himmel sollte ihnen werden1 wenn sie rein wren in ,gedanken1 rein und demtig im ,herzen1 rein in ihren ,thaten4 ,anfangs waren sie das und erkannten ,ahuramazd als den einzigen ,schpfer aller ,dinge und beteten auch keine ,dews an4 ,sie lebten aber schon in dem ,jahrtausend1 da ,angrmainyus ,gewalt hatte1 ,bses unter das ,gute zu mischen1 und so wurde zuerst das ,weib ,meschiane und darauf ,meschia von ,angrmainyus1 der sich der ,gedanken und ,begierden ihres ,herzens bemchtigt hatte1 verfhrt1 und beide wurden ,darvands 7,snder74 ,jedoch vermehrte sich ihr ,geschlecht durch immer neue ,zeugungen4 ,als ,ahuramazd seine ,schpfung vollendet hatte1 feierte er ihr zu ,ehren die himmlischen ,gahanbars4#agj ,von der ,lichtwelt ,ahuramazds wenden wir uns zur finstern ,welt des ,angrmainyus4 ,angrmainyus1 der grundarge ,feind ,ahuramazds und alles ,guten1 gedachte1 sobald er nur knne1 eine ,reihe von ,wesen zu schaffen1 die ihm hnlich sind1 ,feinde ,ahuramazds und aller reinen und guten ,geschpfe wie er1 und die wie ,angrmainyus aus dem innern ,quell der ,bosheit und ,feindschaft an ,zerrttung der ,welt ,ahuramazds arbeiten4 ,wie auf ,erden ,tier gegen ,tier ist1 so ist im ,reiche der unsichtbaren ,wesen ,geist gegen ,geist4 ,die ersten sieben ,dews sind das im ,reiche der ,finsternis1 was die ,amschaspands im ,reiche des ,lichts sind4 ,jeder hat seinen besondern ,namen und einen besondern ,widersacher unter den ,amschaspands1 mit dem er zunchst zu kmpfen hat4 ,die sieben ,erzdews#aga sind an die sieben ,planeten gekettet4 ,sie kommen von ,norden1 sind mnnlichen und weiblichen ,geschlechts1 und alle bel kommen von ihnen4 ,jeder ist eine besondere ,quelle eines besonderen bels2 andere ,dews wiederum sind deren ,gehilfen1 gerade so wie die ,amschaspands ihre ,gehilfen 7,hamkars7 an den ,izeds1 und diese wieder an den geringeren ,izeds besitzen4 ,sie erscheinen unter allerlei ,gestalten auf der ,erde1 als ,schlange1 ,mensch1 ,wolf1 ,fliege c4 ,am ,ende der ,welt und ,zeit sollen alle ,dews bis auf ,angrmainyus ausgerottet werden4 ,ihre ,zahl ist -- wie die der guten ,geister -- ber zehntausendmal zehntausend4 ,folgende sind die wichtigsten3 #a4 ,akuman1 welcher unter allen ,dews zuerst von ,angrmainyus geschaffen wurde4 ,er ist der ,widersacher ,bahmans1 in seinen ,gedanken ganz ,gift und der hlichste der ,dews4 ,er plagt vorzglich die gut und edel lebenden ,menschen4 #b4 ,aresch1 der ,dew des ,neids4 #c4 ,aschmogh1 raubt alles ,gute von der ,erde und bringt dafr alles ,bse4 ,das ,wort der ,wahrheit ist ihm wegen seiner auerordentlichen ,grundbosheit unertrglich4 ,er heit auch die zweifige ,schlange4 #d4 ,astuiad1 der ,dew des ,todes1 raubt den ,toten die ,seele4 #e4 ,boete besitzt und lhmt die ,gelenke des menschlichen ,leibes4 #f4 ,derevesch ist der ,dew der ,armut4 #g4 ,djadu ist der ,dew der ,magie4 ,dies sind die sieben ,erzdews4 ,weiter folgen3 #h4 ,dje1 ,dew der ,unreinigkeit4 #i4 ,eghetesch1 ,dew der ,zerrttung des ,herzens4 #aj4 ,eschem1 ,dew des ,neides1 ,goschoruns ,widersacher4 #aa4 ,epeosche1 erscheint in ,gestalt eines ,pferdes4 #ab4 ,kesosch1 giebt ,zwerggestalt4 #ac4 ,khevezo ist der ,besitzer der ,toten4 #ad4 ,khiveh ist der ,feind des ,feuers und ,wassers4 #ae4 ,xonde ist der ,dew der ,trunkenheit4 #af4 ,nesosch besitzt ein ganzes ,heer von ,dews1 die nach ,norden schwrmen4 #ag4 ,pretesch ist der ,dew aller ,falschheit und ,lsterung4 #ah4 ,sor ist ,seroschs ,widersacher4 #ai4 ,vaziresch besitzt die ,toten4 #bj4 ,vato ist der ,dew der ,ungewitter4 #ba4 ,verin ist der ,dew der ,regengsse4 #bb4 ,zaretsch ist der ,allverderber4 ,dies sind die wichtigsten ,dews4 ,fast jedes ,laster1 jede bse ,neigung1 jede ,plage und ,krankheit hat ihren ,dew4 ,jeder ,wohlthter unter den ,amschaspands und ,izeds hat mit vielen und namentlich mit dem ihm entgegengesetzten ,erzdew zu kmpfen4 ,die neun ,hupter der ,druschts sind3 #a4 ,angrmainyus1 der ,widersacher ,ahuramazds4 #b4 ,akuman1 der ,widersacher ,bahmans4 #c4 ,ander1 der ,nebenbuhler ,ardibeheschts4 #d4 ,savel1 der ,nebenbuhler ,schahrivers4 #e4 ,tarmad1 der ,gegner ,sapandomads1 der ,druscht des ,stolzes4 #f4 ,tarik1 der ,gegner ,chordads4 #g4 ,zaretsch1 der ,gegner ,amerdads4 #h4 ,eschem1 einer der schlimmsten ,druschts1 ,druscht der ,gewaltthtigkeit1 ,gegner des ,serosch1 ,dmon der ,grausamkeit1 welcher ,ahuramazds ,volk mit ganz besonderem ,grimm bekmpft4 #i4 ,aschmogh1 raubt alle ,gter1 schwcht und krnkt die ,menschen und verursacht alle bel der ,erde4 ,er wei1 da ,avesta das wahre ,gesetz ,ahuramazds ist1 weigert sich aber infolge seiner grenzenlosen ,bosheit dasselbe auszuben4 ,in dem bestndigen ,kampf der guten und bsen ,geister1 ,menschen und ,krfte1 liegt nun die ,mischung des ,guten und ,bsen1 wie sie in der ,welt in ,erscheinung tritt4 ,alles ,gute1 alle lebendige ,kraft und ,wirkung stammt von ,ahuramazd und fhrt wieder zu ihm zurck4 ,die ,thtigkeit eines jeden ,wirkenden1 sei er auch der ,unterste der unendlichen ,kette1 reicht in ihren ,folgen wie in der ,kette ihrer ,ursachen bis hinab in die unbegrenzte ,zeit#agb4 -- ,ebenso verhlt es sich mit dem ,bsen4 ,die ,welt der bel ist unter gute und bse ,prinzipien1 ,wesen und wirkende ,ursachen verteilt4 ,des ,guten ist nur soviel vorhanden1 als wirkende ,ursachen sind und ,angrmainyus mit seinen ,dews geschlagen wird4 ,deshalb betrachtet sich der ,anhnger ,zoroasters als einen ,krieger ,ahuramazds1 welcher nicht sndigen kann1 ohne alle guten ,izeds zu betrben1 die ,krfte des ,guten in der ,welt ,ahuramazds zu schwchen1 und keine ,todsnde begehen1 ohne selbst ein ,darvand1 ein ,glied der ,welt des ,angrmainyus zu werden4 ,der ,tod ist durch ,angrmainyus durch die ,snde des ersten ,menschenpaares in die ,welt gebracht worden4 ,er erlst den ,anhnger ,zoroasters von seinem ,streit gegen ,angrmainyus4 ,wenn er in seinem ,leben treu war im ,streit und rstig durch ,tilgung des ,bsen gegen ,angrmainyus und die ,dews kmpfte1 so hat er vom ,tod nichts zu frchten4 ,er geht ber die ,brcke ,tschinvad zur ,ruhe und ,seligkeit ein4 ,sofort nach seinem ,abscheiden eilen die ,dews herbei und wollen sich seiner ,seele bemchtigen4 ,ist sie aber gerecht und rein und hat sie sich im ,leben die ,izeds zu ,freunden gemacht1 so sind diese zu ihrem ,schutz bereit4 ,die ,seele des ,gottlosen aber ist von allen verlassen1 und da sie sich in ihrer ,ohnmacht nicht selbst wehren kann1 so wird sie der ,raub der ,dews4 ,einige ,tage nach ihrem ,hinscheiden kommt sie an die groe ,brcke ,tschinvad1 welche die ,scheidewand und ,verbindung zwischen dieser und jener ,welt bildet4 ,hier untersuchen ,ahuramazd und ,bahman den ,wandel des ,menschen und verweisen ihn1 wenn sich ,gutes und ,bses annhernd die ,wage halten1 zu einem ,mittelaufenthalt bis zur ,auferstehung1 der je nach dem ,wandel mehr oder weniger selig oder von ,unseligkeit und ,angst erfllt ist4#agc -- ,spricht ,ahuramazd ,lob und ,preis ber des ,menschen ,leben1 so wird er von den heiligen ,izeds ber die ,brcke in das ,land der ,freuden gefhrt1 wo er einer frhlichen ,auferstehung wartet4 ,im andern ,fall kann er nicht ber die ,brcke und mu in den ,duzakh1 den seine ,thaten verdienen4 ,zuletzt erfolgt die ,auferstehung der ,toten4 ,gute und ,bse sollen auferstehen1 und ,erde und ,flsse sollen die ,gebeine der ,menschen wiedergeben4 ,ahuramazd will sie zusammensetzen und mit ,fleisch und ,adern berziehen und neu beleben4#agd ,gute sollen sich zu ,guten und ,bse zu ,bsen gesellen4 ,darauf soll die ganze ,natur so neu werden wie der ,mensch an ,leib und ,seele4 ,nun folgen noch nach einem von der anbeginnlosen ,zeit festgestellten ,ratschlu ,versuche1 den ,sndern die ,thore ,gorotmans aufzuschlieen4 ,wenn die ,verdammten durch ,strafen im unterirdischen ,duzakh gelutert und gedemtigt worden sind1 so mssen sie durch ,feuerstrme geschmolzenen ,metalls1 wo sie die letzte ,reinigung erfahren2 alsdann genieen sie mit den ,gerechten die endlose ,seligkeit4 ,die ganze ,natur ist alsdann am ,endziel ihrer ,bestimmung angelangt und ,licht geworden4 ,selbst ,duzakh ist nicht mehr1 sondern ist ,paradies geworden4 ,das ,reich des ,angrmainyus ist zertrmmert und das des ,ahuramazd ,alles in ,allem geworden4 ,das ,gesetz ,ahuramazds herrscht allein im ,weltall und ist das alleinige ,element1 in dem die ,geschpfe aller ,stufen und ,arten leben und weben4 ,ahuramazd1 im ,gefolge die ,amschaspands1 und ,angrmainyus1 von den vormaligen ,erzdews begleitet1 bringen dem ,urwesen ,zrvna-akarana die ,opfer ewigen ,lobes4 ,dies ist das ,ende der begrenzten ,zeit4 ,zweites ,kapitel4 ,der zoroastrische ,kultus4 ,die ,anbetung ,ahuramazds1 die ,liebe gegen alles von ihm kommende1 tdlicher ,ha gegen ,angrmainyus und sein ,reich ist die erste ,pflicht des ,avestabekenners4 ,liebe und ,ha1 ,sympathie und ,antipathie sind die causa movens des ,parsismus1 wie alles ,bestehenden4 ,der ,anhnger ,zoroasters mu alles ,gute1 die sichtbare und unsichtbare ,lichtschpfung ,ahuramazds lieben1 das ,reich des ,angrmainyus aber hassen und bestreiten1 so lange ein physisches und moralisches bel zu bekmpfen ist4 ,ahuramazd ist ,licht1 sein ,reich ist ,licht1 sein religises ,system ein ,lichtsystem1 und der ganze ,kultus bezweckt die ,verherrlichung ,ahuramazds1 wobei seine ,glorie erkannt und durch ,vermehrung des ,lichtes ,lebensgenu und ,lebensmitteilung vermehrt werden4 ,dies ist das ,wesen der ,religion ,zoroasters1 der heilige ,dienst des lebendigen ,worts4 ,die ,erkenntnis ,ahuramazds ist die erste ,pflicht des ,parsen1 der ,anfang und das ,ende seiner ,bestimmung1 die ,grundlage seines ,denkens1 ,thuns und ,lassens in der sichtbaren und unsichtbaren ,welt4 ,ohne ,ahuramazd wrde alles ,nacht sein1 tot und de1 durch ihn ist der ,parse1 was er ist1 und hofft in alle ,ewigkeit an ,kraft und ,licht1 ,leben und ,gte zu wachsen4 ,ahuramazd mu erkannt werden als ,gott und ,schpfer aller guten ,wesen4 ,er ist seinem ,wesen nach ,licht2 ,licht aber ist ,leben1 ,lebenskraft1 ,gte und ,urwort4 ,aus ihm strmt ,licht1 ,leben1 ,geist1 ,kraft1 ,gte und ,wahrheit ber das ganze von ihm geschaffene ,weltall aus4 ,er mu erkannt werden als der allein alles ,belebende1 der alles zu ,licht und ,leben macht und ,gte und ,seligkeit zu erkennen und genieen giebt4 ,darum preisen auch die ,gebete des ,zendavesta alle ,geschpfe ,ahuramazds hoch1 alle ,izeds1 alle reinen ,menschen1 reine ,tiere und ,pflanzen4 ,denn alle leben mehr oder minder im ,lichte ,ahuramazds1 durch seine belebende ,geisteskraft4 ,selbst ,bahman1 der hchste ,amschaspand und seinem ,wesen nach ,ahuramazd am nchsten stehend1 bekennt in seinen ,lobgesngen1 da er seinen ,verstand1 sein ,licht1 seine ,weisheit und vielzeugende ,kraft nur von ,ahuramazd habe4 ,so mu ,ahuramazd erkannt werden im ,himmel und auf ,erden von allen ,wesen1 die ihn erkennen knnen4 ,die ,verehrung ,ahuramazds mu aber zur ,that1 zu lebendigen ,handlungen werden4 ,das ,bild des ,lichtes1 welches ohne ,unterla leuchtet1 wrmt1 belebt und wirksam ist1 mu die ganze ,empfindung durchdrungen haben und thtig sein4 ,obgleich ,zoroaster in der heiligen ,hhle seinen ,geist nach orientalischer ,sitte lang in tiefe ,betrachtungen versenkt hatte1 so gebietet er doch unhnlich dem indischen ,quietismus keine empfindungslose ,geistesstille1 keine ,abttung des ,leibes1 um durch ,versenkung in die ,gottheit nur ,geist zu werden4 ,bei ihm ist alles ,leben und ,that1 ,wachsamkeit und reger ,dienst des ,gttlichen bei ,tag und ,nacht4 ,deshalb auch konnte er durch das ,judentum und ,christentum so unendlichen ,einflu auf die ,vlker der kaukasischen ,rasse gewinnen1 welcher der faule ,buddhismus gnzlich zuwider ist4 ,nach dem ,zendavesta ist alles ,lichte und ,reine1 alles1 was ,leben besitzt und ,leben mitteilt1 gut2 die ganze ,welt ,ahuramazds mit allen in ihr lebenden ,wesen ist gut1 alles durch ,gedanken1 ,wort und ,that ,belebende ist gut4 ,zoroaster fat alles1 was im einzelnen ,wahrheit1 ,gte1 ,liebe1 ,leben1 ,kraft1 ,geist1 ,segen und ,seligkeit ist1 in dem ,worte ,licht zusammen4 ,darum schreibt er auch allen ,wesen einen ,glanz1 einen ,lichtschein zu1 dem ,baume wie dem edlen ,menschen1 dem ntzlichen ,tier wie dem ,amschaspand4 ,in allen ,wesen und ,geschpfen ,ahuramazds ist ,licht1 und der ,glanz eines ,geschpfes ist der ,inbegriff seines ,geistes1 seiner ,kraft und seiner ,lebensregungen als ,funken der ,gottheit4 ,je nach ,magabe der ,beschaffenheit dieser ,funken ist der ,grad des ,glanzes grer oder geringer4 ,in ,ahuramazd vereinigt sich alles1 darum ist sein ,glanz der hchste und vollkommenste4 ,da nun der zoroastrische ,kultus nur den ,zweck hat1 ,ahuramazd in seiner ,schpfung zu verherrlichen1 so mu der ,parse alles vom ,schpfer des ,lichts kommende ,gute lieben1 verehren und sich ihm gefllig zu machen suchen4 ,vor allen ,dingen aber mu er ,ahuramazd in ,gedanken1 ,worten und ,thaten anbeten4 ,kein ,wesen darf er gleich ,ahuramazd verehren auer ,zrvna-akarana1 die zuweilen auch der ,urgrund und ,abgrund aller ,wesen genannt wird4 ,nach dem ,schpfer alles ,guten mu aber sein ,geschpf1 die ,welt1 wie sie von den ,menschen erkannt wird1 je nach der ,stufe der ,hoheit1 ,wrde und ,vollkommenheit der ,dinge geliebt und angerufen werden2 denn die ,welt enthlt1 soweit sie gut ist1 lauter ,shne ,ahuramazds1 von ,ahuramazd geliebte ,geschpfe1 in welchen er sich mit ,wohlgefallen widerspiegelt1 ber die er sich freut wie beim ,anbeginn der ,dinge1 da alles durch ihn geboren ward4 ,darum richtet der ,parse sein ,gebet zuerst an die ,amschaspands1 die ersten ,abdrcke ,ahuramazds1 die ,nchsten seines ,glanzes und die ,ersten an seinem ,thron4 ,in den an sie gerichteten ,gebeten und ,lobpreisungen werden die besonderen ,eigenschaften eines jeden gerhmt1 und sie werden um ,schutz1 ,hilfe und ,segen angerufen1 je nachdem ihnen ,ahuramazd die verschiedenen ,teile der ,schpfung anvertraut hat4 ,hieraus1 wie aus den brigen ,anrufungen der ,geschpfe ergiebt sich1 worin deren ,verehrung besteht4 ,sie besteht darin1 da ein jedes ,geschpf fr das erkannt wird1 was es ist1 da dies in der ,form eines ,gebetes bekannt wird1 und da man von jedem ,geschpf1 je nach seinem ,daseinszweck die ,wohlthat erbittet1 welche zu erteilen ihm von ,ahuramazd anbefohlen ist4 ,der ,zoroastrismus personifiziert im ,geiste des alten ,orients die guten oder bsen ,eigenschaften der ,dinge in guten oder bsen geistigen ,wesen und glaubt z4 ,b4 seine ,dankbarkeit fr die wohlthtigen ,eigenschaften des ,wassers nicht besser beweisen zu knnen1 als wenn er dieselben in einem an den ,ized des ,wassers gerichteten ,lobhymnus preist1 wobei indessen ,ahuramazd ebensowenig vergessen wird1 als wenn er von einem ,ized oder dem ihm geweihten ,gegenstand dessen wohlthtige ,wirkungen erbittet4 ,das ,gebet an die himmlischen ,geister bezieht sich genau auf ihre ,eigenschaften wie ,funktionen und -- wenn es ,himmelskrper sind -- auf die ,zeit ihrer ,erscheinung4 ,so wird z4 ,b4 die ,sonne nur bei ,tag angerufen1 der ,mond aber bei ,tag und bei ,nacht4 ,die ,sonne als ,quell alles ,lichtes1 die alles mit ,leben und ,freude erfllt1 wird als sichtbares ,bild ,ahuramazds angerufen1 als ,knig des ,himmels1 der ohne ,ruhe im ,lauf ist wie ein ,held4 ,die ,anrufungen sind je nach den ,tageszeiten verschieden4 ,das ,morgengebet geht dahin1 da ,ahuramazd seinen ,glanz erhhen wolle wie der ,sonne ,glanz1 und das ,abendgebet1 da der ,beter durch ,ahuramazds und aller ,izeds ,schutz seinen ,lebenslauf vollenden mge wie der himmlische ,glanzknig1 um in ,gorotman einzugehen4 ,mithra wird in allen ,gebeten nach seinem reinen ,glanz als ,befruchter der ,erde gepriesen1 welcher ,nahrungssaft ber die ganze ,natur ausgiet1 als ,urheber des ,friedens1 als mchtiger ,streiter wider alle ,dews des ,streites1 des ,krieges und der ,zerrttung4 ,endlich richtet der ,parse sein ,gebet an den eigenen ,feruer und den aller reinen ,menschen4 ,diese ,feruer werden schon im irdischen ,leben eng verbunden gedacht als ,glieder jener lebendigen ,gemeinde1 welche in ,gorotman noch mehr eins werden soll4 ,auch die ,tiere werden unter ,hinweisung auf ,ahuramazd gepriesen1 und der ,gedanke an den himmlischen ,stier1 von welchem alle ,menschen1 ,tiere und ,pflanzen kommen1 giebt diesem ,gebet ,leben und inneres ,gewicht4 ,endlich wird alles von ,ahuramazd kommende gepriesen3 ,feuer1 ,wasser und ,bume1 so namentlich das heilige ,altarfeuer ,behram1 das heilige ,wasser ,zare1 welches auf dem ,urberg ,albordj entspringt1 und der heilige ,hombaum1 aus welchem der ,lebenssaft das ,wasser der ,unsterblichkeit hervorquillt4 ,nach der ,anbetung ,ahuramazds und der ,hochschtzung aller wohlthtigen und reinen ,geschpfe befiehlt der ,zendavesta die ,ausbung des ,guten in ,reinigkeit des ,gedankens1 des ,wortes und der ,that4 ,der ,mensch soll im ganzen ,verhalten des uern und innern ,menschen wie ,licht sein und wirken4 ,dies ist der beste ,beweis fr die zu ,ahuramazd getragene ,liebe4 ,er soll wirken wie das ,licht1 d4 h4 wie ,ahuramazd1 die ,amschaspands1 die ,izeds1 wie ,zoroaster und die reinen ,menschen1 in denen ,ahuramazd sich gefllt1 weil sie ihm hnlich sind4 ,je mehr ,lichtreinheit und ,gte ein ,mensch in seinem ,wesen ausdrckt1 um so nher sind ihm die himmlischen ,geister1 um so mehr knnen sie ihn lieben und zu seinem ,dienst bereit sein4 ,in diesem ,geist mu man auch gegen die ,menschen auf ,erden handeln und wie die ,izeds alles mit ,wohlthtigkeit segnen1 so mu der ,mensch die ,natur zu veredeln und berall ,lebenslicht und ,fruchtbarkeit auszustreuen suchen4 ,in diesem ,sinn speist er die ,hungrigen1 pflegt die ,kranken1 beherbergt die ,wanderer1 bepflanzt die ,wste mit ,bumen1 trnkt die ,erde und beset sie zur ,freude der heiligen ,sapandomad mit reinem ,samen2 er sorgt fr die ,nahrung und ,fortpflanzung der ,tiere1 stiftet ,ehen usw4 ,dies alles thut er1 damit er nicht ,finsternis sei1 sondern ,licht werde und die ,finsternis durch sein wohlthtiges ,licht erleuchte1 da das ,wste fruchtbar werde1 das ,schwache stark und das ,tote lebendig4 ,der zweite ,teil des ,ahuramazddienstes besteht im ,streit gegen ,angrmainyus und seine ,anhnger1 im ,ha gegen alles ,bse und der ,unterdrckung des physischen und moralischen bels4 ,jeder ,parse mu ,angrmainyus1 den ,thronfrsten der ,finsternis1 ,vater alles ,bsen1 durch ,gedanken1 ,wort und ,that1 so sehr verwnschen und hassen1 als er nur ,kraft zu hassen hat4 ,wer ,angrmainyus und seine ,gesellen anbetet1 und als ,darvand thut1 was die ,dews thun1 liebt was sie lieben1 in irgend welcher ,weise ihre feindlichen ,absichten frdert1 ihre ,einflsse erleichtert und vermehrt1 der ist verwnscht an ,leib1 ,seele und ,vermgen2 ,flche ruhen auf ihm zu ,tausenden4 ,zum ,streit gegen ,angrmainyus gehrt besonders noch1 da der ,anhnger ,zoroasters bekenne1 von ,angrmainyus und den ,dews komme alles ,bse her4 ,zu den ,anhngern des ,angrmainyus gehren besonders die ,zauberer1 welche ,zoroaster als ,hnde und ,fe1 ,augen und ,zungen von ,angrmainyus betrachtet4 ,um so hher das ,ansehen der ,magier beim ,volke gestanden hatte1 um so mehr verwnscht ,zoroaster ihr ,thun4 ,sie hren und ,gemeinschaft mit ihnen haben1 ist ,fluch und ,verdammnis2 sie verfolgen und vertreiben1 ist die ,freude ,ahuramazds und aller ,izeds und ,segen fr alle ,menschen und ,geschpfe4 ,eine ,that ist edel1 wenn die ,dews dadurch erbittert werden1 und bei jedem amschaspandhnlichem ,thun mchten sie vor ,bosheit und ,zornwut ohnmchtig werden2 jeder ,anblick einer reinen hochstrebenden ,seele -- wie z4 ,b4 die ,zoroasters -- macht sie mutlos und blagelb4 ,thaten des ,lichts1 reine1 edle ,werke sind das beste ,mittel1 das ,beginnen der ,dews zu zerstren4 ,was die ,dews verheeren1 mu der ,anhnger ,zoroasters blhend machen4 ,die ,dews lehren den ,menschen das ,gesetz ,duzakhs und der ,finsternis2 der ,mensch dagegen mu das ,wort des ,lebens berall lebendig machen und das ,gesetz des ,lichts und der ,wahrheit in ,gang bringen4 ,so wie bei der ,verehrung ,ahuramazds nichts als die ,that gilt1 so ist der ,kampf gegen ,angrmainyus und sein ,reich ganz ,that und ,streit durch ,gebet im lebendigen ,wort1 durch ,reinheit der ,seele und des ,leibes und durch ,vertreibung der ,dews1 wo sie oder ihre ,anhnger sich einfinden sollten4 ,nach dem ,zendavesta ist der ,zweck der ,religion ,lichtwerdung der ganzen ,schpfung ,ahuramazds1 ,triumph des ,guten1 des ,lichts der ,wahrheit und des ,lebens1 sowie ,zerstrung des ,todes1 der ,finsternis und ,unseligkeit4 ,der ,anhnger ,zoroasters ist nicht der ,ansicht1 da er fr sich und ,ahuramazd fr ,alle sorgen msse1 sondern betrachtet sich als ein ,glied der lebendigen ,gesellschaft1 das nur dann gesund ist1 wenn der ganze ,krper in ,gesundheit und ,strke blht4 ,er wacht ber die ,mitanbeter ,ahuramazds mit der gleichen ,sorgfalt wie ber sich selbst1 denn je mehr durch ihn die ganze ,schpfung zum ,licht emporgehoben wird1 desto glcklicher ist sein ,zustand4 ,so thun ,ahuramazd wie die ,izeds1 und der ,parse mu ihr ,thun nachahmen4 ,ahuramazd1 seinem ,wesen nach ganz ,licht und ,leben1 hat bei seiner ,schpfung und ,regierung der ,welt nur den ,zweck1 da dieselbe ,licht und ,leben werde1 und alle ,glieder seines ,reiches1 jedes nach seiner ,stellung zum ,ganzen1 zu ,reinheit1 ,wahrheit1 ,vollkommenheit und ,seligkeit gelange1 deren es fhig ist1 und alles gewonnen werde und nichts verloren gehe1 da alles in ,ahuramazd1 dem ,schpfer und ,urquell alles ,lichts und aller ,gte1 zuletzt zusammenfliee4 ,das ,licht mu immer im ,kampf sein mit der ,finsterni1 und ,ahuramazd mit dem zahllosen ,heer seiner ,krfte ist ohne ,unterla geschftig1 die ,mchte1 ,wirkungen und ,geschpfe von ,angrmainyus tglich zu schwchen1 sein ,volk zu retten und zu reinigen von allen physischen und moralischem bel1 wo eins das andere erzeugt1 eins das andere verschlingt1 und jedem seines ,volkes durch ,verleihung von ,kraft im ,kampfe beizustehen4 ,dies ist das tgliche ,geschft ,ahuramazds1 und darum soll jedes ,glied seiner ,welt durch seine ,krfte in seiner ,sphre thun1 was ,ahuramazd im ganzen ,all seines ,reiches fr alle ,geschpfe und durch die ganze ,flle seiner ,licht- und ,lebenskrfte vollendet4 ,im ,zendavesta wird die allgemeine ,harmonie alles ,lebendigen1 die ,existenz eines ,lebens in der ganzen ,schpfung gelehrt4 ,alle ,einzelheiten1 welche ,zoroaster dem ,schpfer alles ,guten beigelegt1 einigen sich im ,begriff der ,allbelebung1 der ,allschpfung und ,allbeseligung1 dessen ,geist1 ,wort und ,kraft durch alle ,glieder des ,lebens und ,webens der ,schpfung dringt1 der in allen ,gliedern wohnt und sie alle leben1 fhlen1 thun und wachsen lt wie der menschliche ,lebensgeist den menschlichen ,organismus4 ,was nun ,ahuramazd fr das ,all der ,schpfung ist1 das soll jeder ,ahuramazdverehrer in seinem ,wirkungskreis sein1 wobei er allezeit den groen ,zweck ,ahuramazds im ,auge haben mu1 der das ,ganze zu ,einem machen will1 voll ,harmonie1 ,leben1 ,wahrheit1 ,licht und lebendiger ,wirksamkeit4 ,die ganze ,schpfung ist ein ,wesen1 worin alles in ,harmonie verbunden ist von ,glied zu ,glied1 von ,ursache zu ,ursache1 von ,wirkung zu ,wirkung4 ,besonders werden alle ,izeds1 die ,feruers des ,lichts und alle ,seelen reiner ,menschen als eine lebendige ,gemeinde1 als das ,volk ,ahuramazds vorgestellt1 worin derselbe ,knig und ,haupt ist und in allen und durch alle wirkt4 ,kein ,geschpf kann im ,licht der ,wahrheit leben und wahre ,seligkeit genieen1 wenn es nicht ein ,teil dieser ,gemeinde der ,lebendigen ist4 ,in der lebendigen ,gemeinde der ,ahuramazddiener hat ein jedes ,glied einen ,teil der ,krfte des ,alls4 ,diese ,krfte sind ,krfte des ,lebens und kommen von ,ahuramazd2 sie mssen gebraucht werden1 wozu sie dienen1 zur ,zerstrung des ,bsen und ,schaffung des ,guten4 ,der ,anhnger ,zoroasters mu fortwhrend ,licht schaffen1 sonst weicht ,ahuramazd von ihm und er selbst hrt auf ein ,lebendiger zu sein4 ,jedes ,glied der lebendigen ,gemeinde hat eine von ,ahuramazd ihm angewiesene ,wirkungssphre1 welche er durch sein ,licht beleuchten und den ,samen seiner guten ,thaten befruchten und beleben mu1 sonst wird sie de ,wste1 ,sphre der ,finsternis und des ,todes4 ,der ,wirkungskreis eines jeden ,wesens in ,ahuramazds ,lichtwelt liegt in der ,sphre1 worin er lebt4 ,so wirkt ,bahman nicht in der ,sapandomads1 die ,sonne nicht in der des ,mondes1 und der ,priester nicht in der ,sphre des gemeinen ,parsen4 ,wenn ein jeder ,wirkende in der ,kette lebendiger ,ursachen sich und was um ihn ist belebt1 so ziehen alle brigen ,glieder aus seiner ,flle ,lebenssaft an sich und teilen ihn wieder mit2 er macht vielen ihr ,wirken leicht und sie wieder ihm4 ,deshalb mu jeder ,parse fr ,alle beten2 der ,priester mu durch die ,flle seiner guten ,handlungen und durch die ,erfllung aller ,pflichten ,ahuramazd und ,zoroaster nachahmen und so ein ,beispiel fr das ,volk und zum ,segen fr alle ,stnde werden4 ,vom ,ackerbautreibenden wird bestndige ,sorge fr seine ,lndereien und ,herden begehrt1 damit er ein ,quell des berflues fr ,viele werde4 ,so wie im himmlischen ,reich ,ahuramazds jeder ,ized seine ,verrichtungen mit ,freude und ,leichtigkeit thun kann1 weil sie sie alle freudig thun1 so soll nach dem ,zendavesta ein jedes ,glied eines jeden ,standes im sichtbaren ,reich ,ahuramazds auf ,erden die ,pflichten seiner ,sphre ganz und mit ,reinigkeit1 ,lust und ,leben thun1 damit alle sie thun knnen1 und diese ,gemeinde der ,ahuramazdverehrer auf ,erden ein ,abbild sei der lebendigen ,gemeinde des ,himmels1 und sie immer hher gehoben und weiter gefrdert werde1 bis sie im groen ,all des ,lichtreiches von ,ahuramazd aufgeht4 ,ein jedes ,glied der ,gemeinde der ,ahuramazddiener hat den ,zweck1 vollkommen zu werden2 aber wie die ,vollkommenheit des ,auges nicht die ,vollkommenheit des ,ohrs ist oder der ,hand oder des ,fues1 so hat auch in der lebendigen ,gemeinde jeder ,obere wie jeder ,untergeordnete eines jeden ,standes eine besondere ,bestimmung1 und im besten ,erreichen seiner ,bestimmung besteht seine ,vollkommenheit1 darin beruht sein ,glanz1 seine ,gte1 sein ,leben und sein ,licht4 ,und obgleich der ,glanz des ,kriegers nicht wie der ,glanz des ,priesters1 noch der ,glanz des ,unterthanen wie der ,glanz des ,knigs1 so hat doch ein jeder seine ,vollkommenheit1 und darin beruht sein ,ruhm und ,glanz4 ,wenn alle sind1 was sie sein sollen1 so fliet daraus die ,verherrlichung ,ahuramazds wie die ,lichtwerdung der ganzen guten ,welt4 ,alsdann freut sich die ganze ,gemeinde im ,lebensgenu1 ein jedes ,glied im ,leben aller geniet und giebt zu genieen1 jedes fr alle und alle fr jedes4 ,es soll also jeder ,anhnger ,zoroasters als ,glied der lebendigen ,gemeinde die ,verherrlichung ,ahuramazds zum ersten und letzten ,zweck haben sowohl fr sich in dieser ,welt dadurch1 da er sich von allem ,bsen des ,leibes und der ,seele reinigt1 ,angrmainyus und seine ,diener im ganzen ,reich der ,finsternis bestreitet1 ,licht wird und ,licht schafft2 und in der knftigen ,welt1 da er als treuer ,diener ,ahuramazds ewiges ,leben geniee1 ewig ,ahuramazd gefalle1 und im ,licht lebe und webe4 ,er soll aber auch die ,verherrlichung ,ahuramazds zum ersten und letzten ,zweck haben fr ,andere1 da er die ganze ,schpfung verehre1 in ihr ,ahuramazd berall finde und mit sich die ,geschpfe verschiedener ,art veredle1 die ,geister nach ihrer ,hoheit1 nach ihrem verschiedenen ,glanz1 nach ihrer mannigfaltigen ,wohlthtigkeit rhme und hoch erhebe und in ihnen lebendige ,muster seines ganzen ,verhaltens erkenne4 ,die ,menschen verehre und veredle er dadurch1 da er fr ihr ,heil in diesem und jenem ,leben sorge1 fr sie bete und ber sie wache1 damit sie ihre ,pflichten thun4 ,er nhre die ,tiere1 ziehe sie auf und sorge1 da alle guten ,geschpfe auf ,erden sich vermehren und die ,elemente rein erhalten bleiben1 damit von ,tag zu ,tag alles in ,licht und ,reinheit1 ,lebensgenu1 ,gte1 ,freude wachse1 und er mit allem1 was ihn umgiebt1 von ,tag zu ,tag edler werde und von ,finsternis zum ,licht1 vom ,tod zum ,leben1 von der ,materie zum ,geist sich entwickle und alles mit sich emporhebe in die ,nhe ,ahuramazds1 damit alles eins werde und eine ,seligkeit des ,lebens geniee4 ,zur ,erreichung dieses ,zwecks schrieb ,zoroaster einen ,kultus vor1 dessen genaue und sorgfltige ,ausbung das ,mittel dazu ist4 ,zoroasters ,gesetz ist der ,krper des ,urworts#age1 das vor allen ,wesen war1 und ist als fortwhrend schaffende gttliche ,geistessprache im ,zendavesta wahrhaftig aufbehalten4 ,das ,wort war das ,urwesen1 durch welches alle ,wesen geworden sind1 was sie sind4 ,es ist eins mit der ,lebenskraft und dem gttlichen ,wesen1 insofern es ganz ,licht1 ,geist und ,kraft des ,lebens ist und alles belebt1 sobald ,ahuramazd haucht4 ,insofern ,gottes ,natur ganz ,leben und ,lebenskraft ist und weder von ,anfang noch von ,ende wei1 heit ,gott das ,urwort1 und insofern ,gottes ,geist dieses ,wort spricht und durch dieses ,sprechen auer sich andern ,wesen auer sich ,sein1 ,leben und ,wirksamkeit1 d4 h4 ,licht mitteilt1 heit dieses ,sprechen ,gottes auch ,wort1 ,wort der ,belebung1 lebendige ,geistessprache ,gottes4 ,die ,sprache ,gottes ist blos geistig1 ein unsichtbarer ,zug der gttlichen ,willenskraft1 der aus dem ,mittelpunkt der ,gottheit in die ,izeds bergeht und zugleich die ,kraft zu beleben und zu schaffen mit sich fhrt4 ,diese ,sprache verstehen die ,izeds vollkommen1 denn sie ist die unmittelbare ,anschauung der ,dinge1 das ,gefhl des ,willens1 wie es in ,gott war und das aus ,gott in sie berging1 was keine ,menschenzunge aussprechen kann4 ,die ,izeds und ,feruers selbst reden unter sich diese ,sprache innerer ,empfindung und ,anschauung1 die ,menschen aber sprechen mit dem von der ,zunge gefaten ,wort miteinander1 darum wissen sie auch nicht1 wie ,gott spricht1 und was die ,sprache und das ,wort ,gottes ist4 ,dieses ,wort heit auch das erste ,gesetz1 die hchste ,weisheit1 ,ahuramazds ursprnglichstes ,element1 das mit dem ,urlicht so zu sagen eins ist1 der ,ausflu und die ,seele ,ahuramazds1 denn es enthlt gewissermaen die wahren ,elemente ,gottes2 es ist das ewige ,ich bin1 vor dem ,beginn aller ,dinge vorhanden1 ewig die ,vollkommenheit selbst1 ,licht1 schrecklich1 lebendig und schnell4 ,ahuramazd sprach es1 und alle ,wesen wurden4 ,er spricht es von ,augenblick zu ,augenblick1 und dadurch kommt aller berflu1 alles ,gute1 aller ,samen des ,lichts in die ,welt2 alle ,dinge in der ,welt sind nur ausgesprochene ,worte ,ahuramazds4 ,wie ,ahuramazd das ,wort der unbegrenzten ,ewigkeit ist1 so ist die ganze ,welt sein ,wort1 und alles1 was die ,izeds wirken1 ist ihr ,wort4 ,dieses ,wort wurde unter der ,hlle des ,gesetzes den ,menschen offenbart1 oder -- besser gesagt3 der ,schpfer aller ,dinge wollte den ,menschen ,erkenntnis und ,licht der ,natur der ewigen und in jedem ,augenblick neu schaffenden ,gottheit geben und redete deshalb zu den ,menschen in menschlicher ,sprache1 die sie verstehen konnten1 und so wurde das ,gesetz1 das im ,zendavesta1 das himmlische1 gttliche ,gesetz genannt wird1 das ,gesetz des ,lichts1 der ,wahrheit und des ,lebens4 ,die ,gottheit hat sich schon vor ,zoroaster offenbart und offenbart sich nach ihm1 aber ,zoroaster ist ihr vornehmster ,prophet4 ,der ,hauptinhalt des ganzen ,gesetzes besteht in den ,worten3 ,du mut ,ahuramazd1 den ,knig der ganzen ,welt1 erkennen in ,reinheit1 seine ,schpfung hochschtzen1 ,zoroaster fr den wahren ,propheten ,gottes halten und das ,reich des ,angrmainyus zerstren4 ,die ,menschen sollen ,gutes thun wie der erste der ,amschaspands1 weise sein in ihrem ,verstand1 wahrhaftig in der ,rede1 gro1 edel und verstandvoll in ihrem ,thun und ,lassen4 ,die einzelnen ,vorschriften des ,gesetzes bezwecken ,ahuramazds ,reich im einzelnen und im ganzen zu verschnern1 ,licht1 ,leben1 ,wahrheit und ,seligkeit berall auszubreiten1 und sind entweder moralisch oder gottesdienstlich oder politisch-religis4 ,die moralischen ,vorschriften beziehen sich auf die ,seele1 ihre inneren und ueren ,wirkungen4 ,hier ist das ,hauptgebot die grte ,reinheit des inneren und ueren ,lebens1 ,reinheit des ,gedankens1 ,reinheit des ,worts und der ,that4 ,der ,schwerpunkt liegt auf dem ,innern der ,that4 ,die ,reinheit des ,gedankens1 aus welcher ,reinheit der ,rede und der ,that entspringt1 ist die ,richtschnur1 nach welcher die ,handlungen bemessen und beurteilt werden mssen4 ,die ,reinheit des ,gedankens verdammt alle bsen ,begierden1 welche aus den ,keimen ,duzakhs entspringen4 ,jede unreine ,lust hat ihren eigenen ,dew1 wie jede ,vollkommenheit und ,tugend ihren besonderen ,ized4 ,jeder unreine ,gedanke betrbt die ,izeds und hindert sie dieser ,seele zu dienen1 er schwcht das ,licht und ,leben der ,seele und macht1 da die ,dews sich freuen und mehr ,gewalt bekommen4 ,die ,reinheit des ,worts besteht in der ,gte und ,wahrheit der ,rede1 in der ,harmonie zwischen ,gedanken und ,wort1 ,zunge und ,herz4 ,in der ,bezeichnung ,reinheit der ,rede wird im ,zendavesta alles zusammengefat1 was in der ,reinheit des ,gedankens liegt1 nur da die ,rede unsern ,nebenmenschen versinnlicht1 was im ,herzen ,edles1 ,wahres und ,gutes verborgen liegt4 ,bekannt ist1 da die alten ,schriftsteller nicht genug die ,wahrheitsliebe der ,perser zu rhmen wissen1 und nach ,herodot bedeutete die ,lge bei den ,persern brgerlichen ,tod1 und die ,jugend wurde von frh an an die strengste ,wahrheitsliebe gewhnt4 ,im ,zendavesta heit es sehr oft3 ,sei wahrhaftig in deinen ,worten6 und von allen ,persern wird ,reinheit1 ,edelmut1 ,hoheit im ,denken und ,wahrhaftigkeit im ,reden vorzglich verlangt4 ,ahuramazd1 dessen ,wort lautere ,wahrheit ist1 wird bestndig als ,muster aller ,muster gepriesen1 und ,mithra ist der spezielle ,ized der ,wahrheit in der lebendigen ,gemeinde2 er ist der ,schutzengel der ,wahrheit1 der ,einigkeit und des ,friedens4 ,die ,lge gilt im ,zendavesta als das ,hlichste1 wodurch der ,mensch zum ,dew wird2 ,angrmainyus ist der ,erzlgner und ,vater aller ,lgen4 ,die ,reinheit der ,that oder ,gerechtigkeit ist der ,tugendgeist und die ,lichtabsicht der ,handlungen4 ,wie alles zwischen ,ahuramazds und ,angrmainyus ,reich1 zwischen ,licht und ,finsternis1 ,reinheit und ,unreinheit geteilt ist1 so auch die ,thaten4 ,die ,handlungen haben ,licht und ,glanz1 wenn der ,geist des ,gesetzes in ihnen lebt1 wenn der sie erzeugende ,trieb auf ,ahuramazd und die ,verherrlichung seiner ,schpfung durch ,vermehrung des ,guten gerichtet ist4 ,alles dagegen1 was nicht hierauf abzielt1 ist das ,werk der ,finsternis1 ein ,werk von ,angrmainyus4 ,im ,zendavesta wird die ,reinheit der ,handlungen nicht durch viele subtile ,regeln bestimmt1 sondern der ,unterricht ist1 weil die ,vorschriften fr ,menschen aller ,stnde bestimmt sind1 so beschaffen1 da alle bei der ,befolgung des ,gesetzes wissen knnen1 wie sie aus reinen ,trieben zu handeln imstande sind4 ,verehre ,ahuramazd und sein glnzendes ,volk1 das er im ,anfang geschaffen hat1 -- heit es im ,zendavesta1 -- whle ihr ,beispiel dir zum ,muster und thue den ,willen ,ahuramazds so1 wie die ,izeds im ,himmel ihn thun1 so handelst du rein4 -- ,wenn die ,anhnger ,zoroasters beten1 so mssen sie vorher in demtiger ,reue ihre ,snden bekennen1 wodurch das ,herz erleichtert und zum ,gebet gereinigt wird4 ,beim ,spenden der ,almosen1 das den ,parsen oft und dringend geboten wird1 mssen sie bestndig an ,ahuramazd und die ,izeds gedenken und betrachten1 wie wohlthtig dieselben sind4 ,mit grter ,bereitwilligkeit des ,herzens soll ein ,parse dem andern wohlthun1 der ,reiche den ,armen speisen1 weil auch dieser ein ,verehrer ,ahuramazds ist1 weil alle im ,gorotman eins zu werden hoffen1 und weil ,ahuramazd und die ,amschaspands sich vorzglich der ,notleidenden annehmen4 -- ,der ,knig soll hauptschlich dahin streben1 da sein ,thun und ,lassen rein sei1 wozu gehrt1 da er seinem ,volk sei1 was ,ahuramazd der ganzen ,welt ist1 ,ernhrer und ,vater der ,armen und ,betrbten1 der ,schtzer und ,helfer der ,gerechten1 da er ihnen viel ,freude mache und mit seiner ganzen ,gewalt das ,bse unterdrcke1 da er seine ,macht und ,wrde allein als ,ahuramazds ,geschenk trage und sie nur zum ,wohlthun benutze4 ,weiterhin wird allen ,stnden die ,nachahmung ,ahuramazds und seiner ,izeds anbefohlen1 und jeder ,stand hat einen besondern ,ized1 den er vorzugsweise nachahmen soll1 und wenn er dies befolgt1 so trgt sein ,thun zur ,verherrlichung und ,lichtwerdung der ,schpfung ,ahuramazds bei1 was der ,zweck der ,lebensthtigkeit eines jeden ,geschpfs sein soll4 ,jede darauf hinzielende ,that ist rein1 und je reicher jemand an reinen ,thaten ist1 desto hnlicher ist er ,ahuramazd und seinen ,lichtgeschpfen4 ,diese ,reinigkeit des ,herzens und der ,that ist das ,endziel aller ,parsen1 und wer sie besitzt1 der soll ,tag und ,nacht dahin wirken1 da ihr ,samen sich vermehre4 ,ist erst jemand durch die ,reinheit des ,gedankens1 des ,worts und der ,that so weit gereinigt1 da er nichts als ,gutes thut und -- als ,mensch auf ,erden betrachtet -- ganz ,licht ist und immer mit ganzem ,herzen ,ahuramazd anbeten kann1 dessen ,gewalt ist so gro1 da alle ,darvands1 ,druschts und ,dews vor ihm fliehen mssen1 da er sie durch seinen ,willen1 sein ,gebet und das ,licht seiner ,thaten vollstndig ohnmchtig macht4 ,jedoch soll niemand glauben1 da er ohne die ,kraft und den ,beistand ,ahuramazds1 der ,izeds und namentlich ,mithras sich in der ,reinheit der ,seele erhalten knne4 ,vorzugsweise soll der ,parse die ,sprache und die ,kraft zu wirken heilig halten1 denn beide sind ,ahuramazds ,geschenke und die ,mittel1 wodurch der ,mensch ,gre1 ,edelmut und ,thatkraft im ,dienste ,ahuramazds beweisen und vermehren kann4 ,zur ,erhaltung der ,reinheit der ,seele dient in erster ,linie der ,gebrauch des ,gesetzes4 ,das ,lesen des ,zendavesta ist eine der notwendigsten ,pflichten1 und ein dem ,urwort gebrachtes ,opfer ist eine tgliche ,nahrung der ,seele1 ohne welche ihr ,licht zu ,finsternis wird4 ,nur durch dieses ,opfer erhlt sich der ,anhnger ,zoroasters im ,besitz des lebendigen ,worts4 ,auer dem ,lesen des ,gesetzes ist das ,gebet die heiligste ,pflicht der ,ahuramazdverehrer und unumgnglich notwendig1 weil dieselben mit den tglichen ,anlufen ,angrmainyus und seiner ,diener sowie mit den ,lockungen zum ,bsen kmpfen mssen1 welche nicht anders als durch das ,gebet zu berwinden sind4 ,das ,gebet verleiht neue ,kraft und neuen ,eifer zum ,streit gegen das ,bse und zum ,streben nach dem ,guten4 ,es erweckt den hohen ,gedanken1 da jeder ,anhnger ,zoroasters fr ,ahuramazd kmpfe1 tglich in der ,seele von neuem und erhebt das ,herz zum ,himmel4 ,ohne das ,gebet knnen die ,geister in ihrer ,sphre das nicht wirken1 wozu sie geschaffen sind und wovon die ,diener ,ahuramazds alles ,gute erhoffen mssen4 ,die ,beschaffenheit des ,gebets ist im ,zendavesta vorgeschrieben4 ,zuerst legt der ,parse ein aufrichtiges ,gebet seiner ,snden ab1 deren ,entstehungsarten aufgezhlt werden4 ,alsdann beklagt er seine und aller ,menschen ,snden und rhmt die grenzenlose ,barmherzigkeit und ,gnade ,gottes1 von welcher er ,vergebung erhofft4 ,hierauf beteuert er seine ,liebe zu ,ahuramazd und seinen ,ha gegen das ,reich des ,angrmainyus1 seine ,treue gegen das ,gesetz und die ,notwendigkeit guter ,thaten4 ,nach diesem ,sndenbekenntnis und ,gelbde folgen ,lobpreisungen ,ahuramazds1 der ,amschaspands1 ,izeds und aller reinen ,menschen von ,kaiomorts an bis zur ,auferstehung sowie aller ,shne ,gottes1 d4 h4 aller ,geschpfe1 in denen ,leben und ,spuren von ,ahuramazds ,geist zu finden sind4 ,die ,parsen beten nicht nur fr sich1 sondern fr alle reinen ,menschen1 welche den ,schpfer der ,natur erkennen und verehren auf allen ,teilen der ,erde4 ,besonders ist der ,priester verbunden1 fr sich und alle zu beten3 fr den ,knig1 den ,ahuramazd ber sein ,volk gesetzt hat und so herab bis auf alle ,menschen1 die noch bis an das ,ende der ,welt in ,ahuramazds ,reich leben werden2 er betet ferner fr die ,seelen und ,feruer1 gleichviel ob dieselben auf ,erden bereits verkrpert waren oder nicht4 ,damit das ,gebet eine grere innere ,energie habe1 vereinigt es der ,priester mit dem ,gebet aller reinen ,menschen auf der ganzen ,erde1 die gelebt haben1 leben und bis zur ,auferstehung leben werden4 ,ein ,ahuramazddiener betet fr ,alle1 und ,alle fr ,einen4 ,der ,priester bekennt1 da er ,teil nehme an den guten ,werken aller von ,ahuramazd geliebten ,seelen1 wie sie umgekehrt alle an den ,frchten seiner eigenen guten ,thaten teilnehmen4 ,ebenso atmen alle religisen ,ceremonien und liturgischen ,formen den ,geist der ,gemeinsamkeit4 ,unter den eigentlichen gottesdienstlichen ,gebruchen und ,riten ist in erster ,linie der ,feuerdienst zu nennen4 ,die ,parsen glauben nmlich an ein ,urfeuer und ein materielles ,feuer1 welches letztere ein ,bild vom ,ersteren ist4 ,jenes ist von ,ewigkeit1 und dieses ist aus jenem entstanden4 ,das ,urfeuer ist das ,band der ,vereinigung und den in ,zrvna-akarana verschlungenen ,wesen2 es ist der ,samen1 aus welchem ,ahuramazd alle ,wesen erzeugt hat und was ,ahuramazd durch sein ,feuer erzeugt ist sein ,sohn4 ,deshalb heien die ,amschaspands1 ,izeds1 ,feruer1 ,sterne1 ,menschen1 ,tiere und ,pflanzen1 alle ,shne ,gottes1 weil alle diese ,wesen etwas vom ,samen der ,allschpfung und ,allbelebung in sich tragen und dadurch sind1 was sie sind4 ,das ,urfeuer hat sich von ,anfang an unter verschiedenen ,gestalten hier auf ,erden zu erkennen gegeben1 teils in sichtbaren ,feuererscheinungen1 teils in unsichtbaren ,wirkungen seiner ,kraft in den ,geschpfen4 ,alle groen ,thaten1 alle ,heldenthaten1 alle ,weisheit und alle ,weissagung werden der ,kraft des ,urfeuers zugeschrieben4 ,je reiner und strker das ,feuer ist1 durch welches die ,menschen belebt werden1 desto reiner1 strker und geistiger sind ihre ,wirkungen4 ,das ,urfeuer war von ,ewigkeit in der unendlichen ,gottheit und gab allen ,geschpfen ihr ,wesen1 und das durch jenes entstandene und in alle ,wesen bergegangene ,feuer1 welches nun in ,millionen und aber ,millionen von ,geschpfen unter den verschiedensten uerungen und ,wirkungsarten das einzige allschaffende1 allwirkende und allbelebende ,prinzip ist1 das ,mittel1 durch welches ,ahuramazd die ganze ,schpfung in ,leben und ,bewegung erhlt4 ,das ,feuer ist also der ,ausflu des ,geistes und der ,kraft ,gottes1 das reinste ,symbol der unaufhrlich schaffenden1 allwirkenden und allbelebenden ,gottheit4 ,zum ,ruhm dieser ,kraft ,gottes stiftete ,zoroaster den ,feuerdienst1 und weil das gttliche ,urfeuer unsichtbar ist1 so befahl er1 heilige ,feuerherde1 ,tempel zur ,feuerverehrung 7,dad-gah7 zu errichten4 ,ihr ,zweck war1 die ,gottheit unter dem ,symbol des ,feuers zu verehren4 ,das ,bild des ,feuers mute also mit aller ihm zu ,grund liegenden ,kraft und ,hoheit der ,idee den ,seelen der ,anhnger ,zoroasters tief eingeprgt werden4 ,deshalb sagt ,strabo#agf3 ,zu welcher ,gottheit die ,perser auch beten mgen1 sie rufen vor allen ,dingen zuerst das ,feuer an4 ,trotzdem verehren die ,parsen das ,feuer nicht als ,gottheit selbst1 sondern beten in ihm nur die ,eigenschaften des ,schpfers an1 ,ahuramazds belebende und erzeugende ,kraft4 ,die dem ,feuer gebrachten ,opfer dienen zur ,unterhaltung desselben1 und die an das ,feuer gerichteten ,gebete sind ,lob- und ,dankgebete fr die genannten uerungen ,ahuramazds4 ,auch die ,elemente1 ,izeds1 ,sterne usw4 wurden nicht als eigentliche ,gottheiten verehrt1 sondern als wohlthtige ,krfte1 als belebte ,wesen1 durch welche ,ahuramazd die ,welt regiert4 ,wenn die griechischen ,schriftsteller derartigen von den ,persern verehrten ,wesen ,namen wie ,zeus1 ,hestia usw4 beilegen1 so beweist dies nur1 da es ihnen unmglich ist1 aus dem ,bannkreis ihrer ,mythologie herauszukommen4 ,auer dem ,feuerdienst hatten die ,perser noch andere rituelle ,gebruche1 von denen in erster ,linie die ,opfergeschenke zu nennen sind4 ,dieselben bestanden in ,miezd1 ,hom und ,perahom genannten ,kleidern fr die ,priester1 deren ,darbringung durch ,gebete an ,ahuramazd und die ,izeds und das ,lesen der heiligen ,bcher begleitet wurde4 ,einen uerst wichtigen ,teil der parsistischen ,ceremonien machen die ,reinigungen aus4 ,die ,reinheit des ,leibes ist das ,bild der ,reinheit des ,herzens und dieses ist ,alles in ,allem4 ,das ,herz kann aber nicht rein sein ohne ,reinheit des ,krpers1 weshalb diese die grte ,sorgfalt und ,wachsamkeit erfordert4 ,den unreinen ,krper besitzen eine ,menge ,dews1 aber vor dem reinen mssen sie weichen4 ,die ,menschen werden von ,natur unrein geboren1 denn sie stammen alle von ,kaiomorts1 welcher durch ,angrmainyus verunreinigt ist4#agg ,aus dem ,glauben an die ,unreinheit des ,krpers sind verschiedene rituelle ,gebruche entstanden4 ,so das ,gebot1 beim ,gebet und ,essen den untern ,teil des ,angesichts mit dem ,penom#agh verhllt zu halten1 weil der ,speichel irgend etwas verunreinigen knne4 ,daher rhrt auch das ,gebot1 nichts vom oder aus dem ,krper ,kommendes in das ,wasser oder ,feuer zu werfen2 auch drfen die ,parsen beim ,beten1 ,essen und ,verrichten der ,notdurft nur eine ,zeichensprache reden1 weil sich sonst ,dews in den ,krper einschleichen knnen1 wenn sich das ,gemt nicht in gehriger ,sammlung1 ,stille und ,wachsamkeit befindet4 -- hnliche ,anschauungen gingen bekanntlich in den ,talmud ber4 ,die ,unreinheit des inneren ,krpers kann nicht ganz aufgehoben werden1 weshalb der ,parse wenigstens fr die ,reinhaltung des ueren sorgen und durch bestndige ,aufmerksamkeit auf alles1 was verunreinigen kann1 verhten mu1 da die ,unreinheit des ,innern wachse4 ,dabei mu sein ,blick sowohl auf die ,auenwelt als auf sich selbst gerichtet sein1 weil dies die beiden ,wege sind1 auf welchen sich ,verunreinigungen einschleichen knnen4 ,auf die ,auenwelt1 damit er keinem unreinen ,menschen oder ,tier nahe1 und da er nichts ,totes berhre1 ohne die vorgeschriebenen ,bruche beobachtet zu haben4 ,auf sich selbst insofern1 als er in allen ,fllen1 in welchen ,dews ihn verunreinigen knnen1 besonders wachsam auf sich ist und sich nicht durch sinnliche ,gegenstnde zerstreuen lt4 ,ist der ,mensch1 was nicht zu vermeiden1 verunreinigt worden1 so mu er sich durch das ,wasser reinigen4 ,das ,wasser wird im ,zendavesta eben so hoch gepriesen als das ,feuer4 ,es gehrt mit zum ,ursamen aller ,dinge1 und das reinste ,himmelswasser fliet vor dem ,throne ,ahuramazds1 es belebt die ,natur1 reinigt die ,krper der ,natur1 giebt ihnen ,nahrungssaft1 ,samen1 ,gehirn1 ,verstand1 ,mark und ,kraft1 ,milch und ,fruchtbarkeit zur ,zeugung1 es erneuert die ,wesen und giebt berflu aller ,art4 ,ahuramazd hat das ,wasser dem ,menschen zum ,schutz gegen die ,dews und ihre ,erzeugnisse gegeben2 es hat einen heiligen ,ized und mu des ,morgens beim ,krhen der ,hhne angerufen werden4 ,das ,wasser ist -- wie ,feuer und ,licht -- ,symbol alles ,guten und untersttzt das ,feuer in seinen ,wirkungen4 ,so wie das ,feuer alle ,geschpfe durchdringt und in allen ,geschpfen ,wirkungen des ,lebens uert1 so auch das ,wasser1 welches den ,lebenssaft aller ,menschen1 ,tiere und ,pflanzen enthlt4 ,die ,parsen haben zwei heilige ,wsser1 ,zur und ,hom4 ,das ,wasser ,zur wird zu ,mitternacht unter mancherlei ,ceremonien und ,gebeten aus gemeinem ,wasser bereitet1 whrend ,hom1 das ,wasser des ,lebens und der ,unsterblichkeit1 aus dem ,saft des ,hombaumes bereitet wird4 ,die ,flle1 in welchen der ,parse der ,wasserreinigung bedarf1 sind3 nach ,verrichtung der ,notdurft1 bei ,frauen nach der ,menstruation1 das ,kind nach der ,geburt1 berhaupt nach jeder ,verunreinigung usw4 usw4 ,ist der ,parse verhindert1 sich zu reinigen1 so ersetzen ,reue und ,gebet die ,reinigung4 ,auch die gesetzlichen ,strafen gelten als ,reinigungsmittel1 und die reinigende ,kraft der ,todesstrafe ist so gro1 da die ,snde dadurch getilgt und der ,snder in ,gorotman aufgenommen wird4 ,das ,fasten hlt ,zoroaster weder fr ntig1 noch fr verdienstlich1 noch berhaupt fr erlaubt4 ,er befiehlt ,migkeit1 aber der ,parse soll seinen ,leib pflegen1 damit er ,ahuramazd zu ,ehren wirken und gegen die ,dews kmpfen knne1 und damit der ,hunger seinen ,geist nicht von der ,aufmerksamkeit auf das ,gesetz abziehe4 ,die religisen ,feste der ,parsen beziehen sich auf die ,schpfung und das ,naturleben berhaupt4 ,so die sechs je fnftgigen ,gahanbars auf die sechs ,perioden der ,schpfung1 das allerheiligste ,no-ruz 7,neujahr7 als ,frhlingsfest auf die ,vollendung der ,schpfung1 auf den ,triumph ,kaiomorts ber den ,dew ,eschem1 auf die ,schaffung des ersten ,menschenpaares und die ,neubelebung der ,natur an diesem ,tag4 ,dem ,no-ruz ist die ,mithrafeier ,mehrdjan als ,herbstfest entgegengesetzt4 ,drittes ,kapitel4 ,auszug aus dem ,bun-,dehesch#agi1 der parsistischen ,kosmogonie4 ,im ,urbeginn wurde ,ahuramazd und ,angrmainyus das ,wesen mitgeteilt4 ,darauf nahm die ,welt ihren ,anfang und was sie sein wird bis ans ,ende1 bis zur ,wiederherstellung aller ,dinge4#ahj ,ahuramazd lebt erhaben ber alles mit hchster ,weisheit und ,heiligkeit im ,lichtkreise der ,welt4 ,dieser ,lichtthron#aha ,ahuramazds wird das erste ,licht genannt und ist als alles bertreffende ,weisheit und ,reinheit ,ahuramazds ,gesetz4 ,ahuramazd und ,angrmainyus sind im ,laufe ihrer ,existenz allein das ,volk der unbegrenzten ,zeit4 ,der wahre ,schpfer ist die ,zeit1 welche keine ,schranken kennt1 nichts ber sich und keine ,wurzel hat1 die ewig gewesen ist und ewig sein wird4 ,deshalb spricht der ,verstndige nicht3 ,woher ist die ,zeit gekommen8 ,in der ,gre1 worin die ,zeit war1 war nichts ,geschaffenes1 das sie ,schpfer nennen konnte1 denn es war noch nichts geschaffen4 ,darauf ward ,feuer und ,wasser1 und aus ihrer ,vereinigung ,ahuramazd4 ,die ,zeit war der ,schpfer und fhrte die ,herrschaft ber alle ,geschpfe4 ,ahuramazd war in der ,zeit und wird sein in ,ewigkeit4 ,angrmainyus wohnt mit seinem ,gesetz in der ersten ,finsternis und war allein ihre ,mitte4 ,die beiden ,urprinzipien1 in ,unendlichkeit des ,guten und ,bsen verschlungen und ohne ,grenzen der ,fortdauer1 wurden sichtbar durch ,vermischung4 ,ihre ,wohnungen1 des groen ,ahuramazd erstes ,lichtreich und ,angrmainyus ,urfinsternis1 waren ebenfalls ohne ,grenzen4 ,sie lebten einsam in der ,mitte dieser ,abgrnde1 und einer nherte sich dem andern4 ,ein jedes dieser ,wesen war durch seine ,hlle begrenzt4 -- ,angrmainyus wei alles1 wie ,ahuramazd1 und beide haben alles1 was ist1 geschaffen4 ,ahuramazd ist ohne ,grenzen1 denn er durchschaut die ,schranken der ,macht beider in ,unendlichkeit verschlungenen ,wesen4 ,angrmainyus ist ,sklave und ,knig4 ,ahuramazds ,volk wird bis zur ,auferstehung der ,toten endlos dauern1 ewig wie der ,lauf der ,wesen4 ,die ,genossen des ,angrmainyus werden1 wenn dereinst die ,toten neu belebt sind1 schwinden4 ,er selbst wird ohne ,ende sein4 ,ahuramazd kannte durch seine ihm von der unbegrenzten ,zeit gegebene allumfassende ,wissenschaft das listige ,unterfangen der argen ,wnsche des ,angrmainyus1 wie er bis an das ,ende der ,dinge seine ,werke mit den ,werken des guten ,wesens vermischen drfe1 und wie seine ,macht sich endigen werde4 ,darauf sprach ,ahuramazd3 ,ich mu durch meine ,macht das ,volk des ,himmels schaffen4 ,da schuf er in dreitausend ,jahren den ,himmel und sein ,volk4 ,und ,angrmainyus1 fort und fort auf ,bses sinnend zum ,widerstand des ,guten1 war unbekmmert um das1 was vorging4 ,angrmainyus wute nicht1 was ,ahuramazd wute4 ,endlich erhob sich der ,grundarge und nherte sich dem ,licht4 ,wie er nun ,ahuramazds ,licht erblickte1 wollte er1 dem nie ,gutes in den ,sinn kommt1 der nichts denkt1 als wie er als ,druscht alles schlagen und zerstren mag1 er wollte das ,licht verschlingen4 ,aber durch dessen ,schnheit1 ,glanz1 ,erhabenheit geblendet1 strzte er von selbst in seine vorige dicke ,finsternis zurck und zeugte ein groes ,heer von ,dews und ,druschts zur ,plage der ,welt4 ,ahuramazd1 der alles wei1 erhob sich1 sah ,angrmainyus ,volk1 sein grlich-schreckliches ,volk2 sein ,hauch war ,fulnis1 ,bosheit und der ,schpfung unwert4 ,angrmainyus erblickte das ,volk ,ahuramazds1 das ,volk in ,scharen1 das ,volk in ,herrlichkeit1 ber welches der in ,ewigkeit verschlungene den ,schpfungsrat fassen mute1 das der ,schpfung wert war und welches ,ahuramazd fr wrdig erklrt hatte4 ,ahuramazd indessen1 welcher wute1 da zuletzt ,angrmainyus ,werk doch ein ,ende nehmen msse1 bot ihm ,friede und sprach3 ,o ,angrmainyus1 hilf der ,welt1 die ich geschaffen habe1 ehre sie1 und deine ,schpfung soll unsterblich sein1 nicht altern1 sich nicht zerrtten und nie ,mangel haben4 ,angrmainyus1 der ,lgenvater1 schuf ,akuman1 den ersten der ,dews und ,widersacher ,bahmans4 ,der ,himmel war die erste ,schpfung ,ahuramazds in der reinen ,welt2 ihm ward ,bahman vorgesetzt4 ,er sah1 da seine ,schpfungen bis zur ,auferstehung dauern wrden1 und lie ,ardibehescht1 ,schahriver1 ,sapandomad1 ,chordad und ,amerdad der ,folge nach werden4 ,in der dunkeln ,welt schuf ,angrmainyus ,akuman1 ,ander1 ,savel1 ,nakaed1 ,tarik und ,zaretsch4 ,nach dem ,himmel schuf ,ahuramazd das ,wasser1 die ,erde1 die ,pflanzen1 die ,tiere und die ,menschen4 ,ahuramazd lie ,licht werden zwischen ,himmel und ,erde1 ,fixsterne und ,planeten1 ,sonne und ,mond1 wie gesagt ist3 ,er schuf anfangs den ,himmel4 ,die ,fixsterne der ,sichtbarkeit ordneten sich in zwlf ,gestirne wie in eben so viel ,stammmtter4 ,ihre ,namen sind3 ,lamm1 ,stier1 ,zwillinge1 ,krebs1 ,lwe1 hre1 ,wage1 ,scorpion1 ,bogen1 ,steinbock1 ,schpfeimer und ,fische4 ,diese ,konstellationen sind seit ihrem ,ursprung in achtundzwanzig ,kordehs#ahb mnnlichen ,geschlechts eingeteilt1 welche heien3 ,pesch1 ,parviz1 ,peruesch1 ,pehe1 ,aveser1 ,beschen1 ,rekhad1 ,tarehe1 ,avre1 ,nehn1 ,meian1 ,avdem1 ,maschahe1 ,sapner oder ,sapur1 ,hohro1 ,srob1 ,nor1 ,guel1 ,grefsche1 ,vareand1 ,gao1 ,goi1 ,moro1 ,bonde1 ,kehtser1 ,veht1 ,meian1 ,keht4 ,alle diese ,gestirne wurden anfangs geschaffen1 um in der ,welt immerfort ,stand zu halten1 damit1 wenn der ,feind sich darstellt1 wenn ,peetiar#ahc selbst zu schaden trachtet1 durch ihren ,beistand die ,geschpfe von den belthtern gerettet werden4 ,dieser ,sterne sind sechstausend und vierhundert und zwanzigtausend zum ,dienst des groen ,gestirns geschaffen worden4 ,noch hat ,ahuramazd an den vier ,enden des ,himmels vier ,wachen aufgestellt1 welche auf die ,fixsterne achten mssen4 ,ein jeder steht da als ,wchter seines ,kreises und seiner ,himmelsgegend durch seine ,kraft und ,macht1 er1 der ,schpfer der ,sternenheere1 wie gesagt ist3 ,taschter schtzt den ,osten1 ,satevis den ,westen1 ,venand den ,mittag und ,haftorang den ,norden4 ,meschgah ist ein groer ,stern in der ,mitte des ,himmels1 und wenn der ,feind mit seinem ,heer herannaht1 so deckt derselbe -- auch ,rapitan genannt -- den ,mittag4 ,um den ,gah ,rapitans#ahd lobsingt ,ahuramazd mit den ,amschaspands himmlische ,izeschn4#ahe ,izeschn giebt jedem ,kraft1 ,peetiar zu schlagen4 ,notwendig ist dieser ,dienst4 ,zu gleicher ,zeit fhrte die allwissende und vortrefflichste ,weisheit den ,menschen ,feruer zu und sprach3 ,welcher ,gewinn fr euch1 ,krper in der ,welt zu beleben6 ,seid daher im ,kampfe gegen die ,druschts und macht die ,druschts schwinden6 ,am ,ende sollt ihr in den ersten ,zustand zurckkehren4 ,seligkeit soll euch werden1 ,unsterblichkeit ohne ,veraltung1 ohne bel4 ,meine ,fittige sollen euch gegen den ,feind decken6 -- ,darauf kam des ,menschen ,feruer1 durch des ,allwissenden ,geist gegen die ,druschts des ,angrmainyus geschtzt1 in die ,welt und ward sichtbar4 ,am ,ende der ,zeit wird er1 vom ,feinde ,peetiar errettet1 des ersten ,glcks genieen1 wenn die ,toten neu leben1 durch alle ,ewigkeiten der ,wesendauer4 ,angrmainyus1 der ,machtberaubte1 und alle ,dews mit ihm sahen den ,menschen und strzten vor seiner ,macht zu ,boden4 ,eine ,zeitlnge von drei ,jahrtausenden mute ,angrmainyus angekettet liegen1 und wie er so gebunden lag1 sprach jeder der ,dews zu ihm3 ,auf und mit mir6 ,ich will diesen ,ahuramazd und die ,amschaspands in dieser ,welt bestrmen und zusammentreiben6 -- ,der ,arge berlegte zweimal und war sehr unzufrieden1 denn ,furcht vor dem reinen ,menschen hielt ,angrmainyus zurck4 ,am ,schlu der dreitausend ,jahre kam der ,darvand ,dj zu ihm und sprach3 ,o ,angrmainyus1 mache dich auf mit mir6 ,ich will hinaus in die ,welt1 ,ahuramazd und die ,amschaspands bekriegen und sie ngstigen6 -- ,der belthter berzhlte zweimal seine ,dews1 aber mit ,verdru4 -- ,angrmainyus wollte sich gern von seinem ,kummer beim ,anblick des reinen ,menschen losmachen1 aber der ,darvand ,dj sprach3 ,auf1 mit mir zum ,krieg6 ,welche ,plagen will ich ber die reinen ,menschen und arbeitenden ,rinder ausgieen6 ,wenn ich meinen ,willen an ihnen vollbracht habe1 so sollen sie1 so wahr ich bin1 nicht leben6 ,zerstren will ich ihr ,licht1 durchdringen das ,wasser1 die ,bume1 das ,feuer ,ahuramazds1 ja alle ,geschpfe ,ahuramazds4 ,der nichts als ,bses thut bersah nochmals seine ,heere1 und siehe1 wie auer sich vor ,freude1 sprang er aus dem ,kleinmut1 welcher bis jetzt gefangen hielt1 und kte ,djs ,haupt4 ,dj ist der ,schpfer der ,unreinigkeit1 die man der ,weiber ,zeit nennt4 ,angrmainyus sprach zu ,dj3 ,was du nur immer wnschen kannst1 nimm von mir6 ,djs ,bitte war3 ,mit ,menschengestalt wollte ich bekleidet sein1 gieb sie mir6 -- ,angrmainyus bildete eines fnfzehnjhrigen ,jnglings schnen ,leib und zeigte ihn ,dj1 und ,dj1 unsauber in ,gedanken1 trug ihn davon4 ,nach diesem stellte sich ,angrmainyus in ,begleitung aller ,dews vors ,licht und sah den ,himmel1 und die nur ,zerrttung sinnenden ,dews gedachten1 wie sie ihn strzten4 ,angrmainyus allein drang in den ,himmel4 ,in ,schlangengestalt sprang er vom ,himmel auf die ,erde4 ,am ,tage ,ahuramazd des ,monats ,farvardin#ahf lief er von ,sden aus und sah den ,himmel1 aber ,schauder und ,schreck durchfuhr ihn1 wie das ,schaf vor dem ,wolf4 ,er zog in die ,wolken1 sah unter sich die ,erde und drang durch die gemachte ffnung in die ,mitte der ,erde4 ,darauf durchfuhr er die ,bume1 den ,stier1 ,kaiomorts#ahg und das ,feuer4 ,in ,fliegengestalt durchstreifte er alles ,geschaffene4 ,gegen ,sden1 in ,mittag verheerte er die ,erde durchaus1 und ,alles berzog ,schwrze wie ,nacht4 ,danach schickte er fressende ,kahrfesters auf die ,erde1 welche ,gift haben1 wie ,schlangen1 ,skorpione1 ,krten usw4 ,alles verbrannte bis zur ,wurzel1 und nichts konnte den ,kahrfesters widerstehen4 ,glutheies ,wasser regnete auf die ,bume und machte sie im ,augenblick verdorren4 ,der grausam plagende ,verin und ,boschasp#ahh muten sich auf den ,stier und ,kaiomorts strzen1 um sie an der ,brust zu fassen4 ,vor des ,stiers ,erscheinung schuf ,ahuramazd ,binak1 das ,wasser der ,gesundheit4 ,wer daraus an der ,quelle trank1 mute ihre ganze ,heilkraft spren4 ,der1 dessen ganzer ,wille ,bses war1 schlug durch sein ,gift den ,stier1 da er krank darnieder sank und seufzend starb4 ,im ,sterben sprach er noch3 ,siehe1 was geschehen mu fr die ,tiere1 die noch werden sollen4 ,mein ,wille ist1 sie vor dem ,bsen zu schtzen6 ,ehe ,kaiomorts ward1 schuf ,ahuramazd das ,wasser ,chei#ahi und brachte es zu ihm4 ,mit groem ,ruhm spricht das ,gesetz von dem ,wasser ,chei1 welches ,kaiomorts ,lichtglanz und ,jugend verlieh4 ,kaiomorts sah die ,welt in ,finsternis wie die ,nacht1 und wie die durch ,kahrfesters verbrannte ,erde kaum noch bestand4 ,am ,himmel liefen ,sonne und ,mond in ihren ,bahnen1 und die ,dews von ,mazenderan kmpften gegen die ,fixsterne4 ,denn ,angrmainyus hatte auer dem1 was er gegen ,kaiomorts ,bses im ,sinne hatte1 einen ,plan1 welcher war der ganzen ,welt ,zerstrung4 ,astruiad#aij mute mit tausend ,dews1 ,kunstmeistern des ,todes1 ,kaiomorts besitzen2 aber seine ,zeit war noch nicht gekommen1 daher vermochten sie nichts an seinem ,krper1 denn es heit3 ,zur ,zeit der ,ankunft ,angrmainyus ,peetiars war ,kaiomorts schon im ,leben2 schon dreiig ,jahre war er ,knig4 ,nach der ,ankunft ,peetiars lebte er noch dreiig ,jahre4 ,kaiomorts sprach zu ihm3 ,du bist wie ein ,feind gekommen2 aber alle ,menschen meines ,samens werden thun1 was rein ist1 verdienstvolle ,werke und dich zu ,boden strzen6 ,nach diesem drang ,angrmainyus ins ,feuer und lie schwarzen ,rauchdampf daraus aufsteigen4 ,geschtzt durch ein ,heer von ,dews mischte er sich unter die ,planeten und versuchte sich mit dem ,sternenhimmel zu messen und drang durch die ,fixsterne und an allen ,orten hervor4 ,durch neunzig ,tage und neunzig ,nchte standen des ,himmels ,izeds im ,kampfe mit ,angrmainyus und den ,dews aller ,welt4 ,die ,dews strzten entkrftet in den ,abgrund1 und der ,himmel half den ,izeds1 da ,angrmainyus sich nicht mehr an sie wagen durfte4 ,aus des ,abgrunds ,mitte stieg ,angrmainyus auf die ,erde1 durchbrach sie1 zeigte sich darauf und durchreiste sie2 ,alles in der ,welt kehrte er um4 ,als ,feind des ,guten mischte er sich in ,alles1 zeigte sich in ,allem und suchte ,bses zu schaffen oben und unten4 ,es steht ferner geschrieben1 da im ,augenblick1 da der noch einzig geschaffene ,urstier starb1 ,kaiomorts aus seiner rechten ,schulter hervorging4 ,nach seinem ,tode kam aus seiner linken ,schulter ,goschorun als ,seele des einzig geschaffenen ,stiers4 ,goschorun1 also geboren1 verweilte bei dem ,leichnam des ,stiers und erhob ein lautes ,geschrei wie tausend ,menschen4 ,er trat vor ,ahuramazd mit diesen ,worten3 ,wen hast du zum ,knig der ,erde gesetzt8 ,angrmainyus geht darauf aus1 in ,eile die ,erde zu zertrmmern1 die ,bume zu schdigen und sie durch feuriges ,wasser zu verbrennen4 ,ist es dieser ,mensch1 von dem du gesagt hast1 ich will ihn schaffen1 da er lerne sich vor dem ,argen zu schtzen8 ,ahuramazd antwortete3 ,krank ist der ,stier geworden durch ,angrmainyus ,krankheit2 aber dieser ,mensch ist fr eine ,erde und ,zeit aufgehoben1 wo ,angrmainyus nicht wird ,gewalt ben knnen4 ,goschorun ging und zog durch die ,sphren der ,sterne und den ,himmel der ,sonne wie des ,mondes4 ,nun zeigte ihm ,ahuramazd ,zoroasters ,feruer und sprach3 ,ihn will ich der ,welt schenken1 und er soll sie lehren1 wie man sich vor dem ,bsen rein bewahre4 ,goschorun wurde freudig1 zollte dem ,verlangen ,ahuramazds ,beifall und sprach3 ,ich werde fr der ,welt ,geschpfe sorgen4 -- -- ber die ,welt sind sieben ,fixsterne als ,wchter bestellt3 #a4 ,taschter1 von dem ,planeten ,tir 7,jupiter7 begleitet4 #b4 ,haftorang1 ,beram 7,mars7 #c4 ,venant1 ,anhuma 7,merkur7 #d4 ,satevis1 ,anahid 7,venus7 #e4 ,mesch1 ,revans 7,saturn7 #f4 ,gurzscher und #g4 ,dodjdom ,muschever mit ihren ,schweifen 7,kometen71 stehen unter der ,wache der ,sonne und des ,mondes4 ,albordj ging hervor4 ,dieser ,berg umkreist die ,welt und steht in der ,mitte der ,erde4 ,wie das ,wasser1 so geht auch die ,sonne im ,kreislauf1 schwebend in der ,mitte der ,welt1 beginnend bei ,albordj1 beim ,zeichen ,var4#aia ,hundert und achtzig ,tage luft die ,sonne stlich und eben so viel westlich4#aib ,tag fr ,tag besucht sie ,albordj mit ihrem ,licht4 ,das macht einen ,tag4 ,fixsterne wie ,planeten1 sichtbar in ihrem ,lauf1 durchschwrmen alle ,tage drei ,keschwars und einen halben#aic1 wie deine ,augen sehen knnen4 ,jedes ,jahr hat zweimal ,gleichheit der ,tage und ,nchte4 ,am ersten ,kordeh zur ,frhlingszeit beginnt die erste ,gleichheit zwischen ,dunkel und ,licht4 ,lngster ,tag ist am ersten ,kordeh des ,krebses1 die zweite ,gleichheit des ,tages und ,dunkels am ,kordeh der ,wage1 wo ,anfang des ,herbstes ist1 und am ,kordeh des ,steinbocks ist die lngste ,dauer der ,nacht4 ,hier beginnt der ,winter1 und wenn ,var wieder sichtbar wird1 so ist neue ,gleichheit zwischen ,licht und ,dunkel1 so da die ,sonne von ,beginn ihres ,laufs bis zur ,rckkehr #cfj ,tage braucht4 ,dazu kommen die fnf ,tage der ,gahs4#aid ,wer in ihnen die vorgeschriebenen ,gebete vollendet1 der soll die ,geheimnisse der ,dews wissen und wird dieselben binden knnen4 ,angrmainyus lief hinaus in die ,welt1 und beim ,anblick der ,schnheit1 ,reinheit und ,strke der ,izeds ergriff er von neuem die ,flucht4 ,der ,himmel stellte sich wie ein ,streiter im ,harnisch vor ,angrmainyus zum ,kampf4 ,ahuramazd half aus dem festen ,himmel1 seinem ,wohnsitz1 dem ,himmel1 der umluft4 ,die ,feruer der ,krieger und ,reinen1 mit ,lanzen und ,keulen in der ,hand1 rsteten sich zur ,untersttzung des ,himmels1 der sich umdreht1 und halfen ihm mit der ,that4 ,angrmainyus ward zur neuen ,flucht gezwungen1 indem er sah1 da seine ,dews flohen und er selbst seine ,kraft verlieren werde1 weil der endliche ,sieg ,ahuramazd aufbehalten ist1 von der ,auferstehung der ,toten an durch die ewige ,dauer der ,wesen hindurch4 ,ahuramazd und ,angrmainyus wirkten beide bei der ,schpfung des ,wassers4 ,als nmlich der ,stern ,taschter im ,krebs war1 flo ,wasser im ,kordeh ,avr4#aie ,am ,tage1 da der ,feind im ,wassergebiet seinen ,lauf hatte1 kehrte ,taschter in seiner ,bahn zurck#aif und schien im ,kordeh ,avr westwrts1 denn jeder ,monat hat sein besonderes ,zeichen4 ,der ,tirmonat ist der vierte des ,jahres4 ,der ,krebs ist das vierte ,zeichen vom ,lamm an4 ,wie ,taschter dieses ,zeichen berhrt hatte1 lie er ,regen kommen1 der allen ,dingen ,wachstum giebt1 und daraus zog er mit der ,kraft des ,windes ,wasser in die ,wolken4 ,taschter fand ,schutz an ,bahman und dem ,ized ,hom#aig1 den der gesegnete ,ized ,barso#aih begleitete1 und reine ,seelen wachten mit ,sorge ber ,taschter4 ,dreiig ,tage und dreiig ,nchte lang glnzte sein ,licht hoch#aii1 und unter jedem ,krper gab er zehn ,tage ,regen1 wie es von den ,fixsternen heit3 jeder dieser ,sterne hat drei ,krper4 ,jeder ,wassertropfen war wie eine ,schale1 und die ,erde war in der ,hhe eines ,menschen mit ,wasser bedeckt4 ,alle ,kharfesters auf ,erden starben durch diesen ,regen#bjj2 er durchdrang alle ffnungen4 ,in der ,folge teilte sich ein ,wind vom ,himmel dem ,wasser mit und trug es in den ,wolken mit sich fort und gab ihm die ,erde zum ,pfand4 ,so ward ,zar ,ferakh kand#bja gebildet4 ,die toten ,kharfesters blieben auf ,erden zurck und teilten derselben ,gift und ,fulnis mit4 ,um die ,erde von der groen ,menge ,krten zu reinigen1 kam ,taschter in ,gestalt eines weien ,pferdes mit langem ,schwanz in den ,zar herab1 und der ,dew ,apevesch#bjb in der ,hlle eines schwarzen ,pferdes mit starkem ,schwanz zog ihm entgegen in den ,streit4 ,taschter wurde geschwcht und berwunden und mute ein ,stck zurckfliehen1 bat aber ,ahuramazd um den ,sieg1 der ihm bermacht schenkte1 denn es heit3 ,alsobald bekam ,taschter von ,ahuramazd zehn junge ,pferde1 eben so viel ,kameele und ,stiere1 zehn ,berge und zehn ,flsse4 ,der ,dew ,apevesch wurde schwach und floh als berwundener ein ,stck zurck4 ,tschem#bjc soll keine ,sttze gewesen sein wie ,tir#bjd die ,taschters4 ,darauf wirkte ,hom in der ,hhe mit groer ,macht1 da das ,wasser ber die ,erde schwemmte4 ,jetzt ist ,frage ber das ,wasser1 das ,taschter aus dem ,zar nahm4 ,er lie es in wunderbarer ,menge regnen1 und es fielen ,tropfen in der ,gre eines ,rinder- und ,menschenkopfs1 grere und kleinere4 ,unter ,taschters ,regen versuchte der ,dew ,apevesch in ,rogestalt ,bses zu thun4 ,taschter schleuderte aber den ,blitz 7das ,vadjeschtefeuer7 auf ihn und ,aspotschereh#bje erhob ein frchterliches ,gebrll4 ,wie beide so wirkten1 regnete es zehn ,tage und ,nchte und die ,flsse wurden4 ,die ,erde behielt ,krten in ,menge und ,gift der ,kharfesters1 die sich in alles ,wasser mischten und es salzig machten4 ,denn alle ,kharfesterkeime1 die der ,erde blieben1 verursachten giftige ,fulnis4 ,darauf strmte ein heftiger ,wind drei ,tage lang allerseits ,wasser ber die ,erde2 daraus sammelten sich drei groe ,zars und dreiundzwanzig kleine4 ,zwei ,zarquellen1 ,tetscheschtvar und ,sumbar1 fingen an zu springen1 welches zwei groe ,quellen sind1 die sich bei dem ,quell der ,zars einigen4 ,von der ,nordseite aus flossen zwei ,wasser1 eines ost- und das andere westwrts1 ,arg und ,veh1 wie es heit3 ,ahuramazd lie nach seiner hchsten ,liebe gegen die ,menschen von seinem ,thron aus zwei ,wasser flieen1 die ihren ,kreislauf ber die ,oberflche der ,erde nehmen und zuletzt im ,zar ,ferakh kand in eins zusammenflieen4 ,diese zwei ,wasser flieen aus ,quellen1 woraus ,gott achtzehn andere ausgehen lt1 und daraus kommt alles brige ,gewsser1 das er zuletzt wieder in den ,arg und ,veh zurckflieen lt1 er der da ist der ,weltenschpfer4 ,whrend sich ,angrmainyus in das ,innere der ,erde zurckzog1 ward den ,bergen ihre ,kraft anerschaffen1 die ,erde gleichsam zu entwickeln4 ,im ,anfang entstand ,albordj1 darauf die brigen ,berge der ,erde4 ,wie sich ,albordj nach allen ,seiten weit ausgedehnt hatte1 gelangten alle andern ,berge auch zur ,vervielfltigung1 da sie aus der ,wurzel von ,albordj entsprossen waren4 ,sie stiegen tief aus der ,erde in die ,hhe empor1 wie ein ,baum1 dessen ,wurzel bald hoch1 bald in die ,tiefe wchst4 ,so kam es1 da alle ,berge aller ,wurzel ,sprossen waren1 sich durch den ganzen ,erdkrper ausbreiteten und seit der ,wesenschpfung gesehen worden sind4 ,das ,erdwasser quillt in den ,bergen1 wo die ,ader verborgen liegt4 ,aller ,berge ,wurzel ist in ,hhen und ,tiefen gepflanzt2 man sieht ihre ,ausbreitung durch die ,erde1 den ,verschlingungen der ,baumwurzeln in der ,erde gleich1 und wie alle ,adern des menschlichen ,krpers in einen ,stamm zusammenlaufen und dem ganzen ,krper ,kraft und ,strke geben4 ,auer dem ,albordj wuchsen innerhalb hundertundsechzig ,jahren aus und ber der ,erde alle ,berge mit allem ihrem berflu und ihrer ,fruchtbarkeit4 ,ahuramazd und ,angrmainyus waren beide ,schpfer des ,baumes4 ,anfangs war derselbe drr1 aber der ,amschaspand ,amerdad1 dem der ,baum zugehrt1 setzte ihn1 als er noch klein war1 in das ,wasser ,taschters1 als ,taschter durch einen allgemeinen ,regen ,wasser ber die ganze ,erde fhrte4 ,der ,baum wuchs wie ,haar des ,menschenhauptes1 und aus einem ,baum sproten zehntausend fruchtbare ,baumarten zur ,heilung der ,zehntausenden von ,krankheiten1 welche ,angrmainyus in der ,welt geschaffen hat4 ,diese zehntausend ,gattungen von ,bumen gaben wieder die ,keime zu einhundertundzwanzigtausend ,arten von ,gewchsen1 welche sich -- aus einem ,keim entspringend -- fruchtbar vermehrten4 ,ahuramazd legte den ,keim aller ,pflanzen in den ,zar ,ferakh kand1 worin dieser ,keim wuchs1 der alle ,pflanzenarten mit ihren ,vervielfltigungen in sich schlo4 ,neben diesen ,urkeim aller ,pflanzen setzte ,ahuramazd den ,baum ,gogard1 welcher alle verjngende und reichmachende ,kraft in sich schlo4#bjf ,ahuramazd und ,angrmainyus sind der ,schpfer des ,urstiers4 ,als derselbe tot war1 gingen aus seinem ,schweif fnfundfnfzig ,arten ,getreidepflanzen und zwlf ,arten gesundmachender ,bume hervor1 die sich auf ,erden vervielfltigten4 ,den ,samen des ,lichts und der ,strke des ,stiers bergaben die ,izeds dem ,mondhimmel1 wo er durch das ,mondlicht gelutert wurde4 ,ahuramazd bildete daraus einen wohlgebauten ,krper1 belebte ihn1 und daraus wurden zwei andere ,stiere1 mnnlichen und weiblichen ,geschlechts4 ,aus diesen entwickelten sich wieder #bhb ,tierarten auf ,erden1 die ,vgel in der ,luft und die ,fische im ,wasser4 ,whrend des dreiigtgigen ,regens1 welchen ,taschter ber die ,erde ausgo1 teilte sich dieselbe in sieben ,teile1 deren mittelster1 um welchen sich die sechs anderen gruppieren1 ,khunnerets 7,iran7 ist4 ,in ,khunnerets hat ,ahuramazd alles gelegt1 was im hchsten ,grad rein ist1 und seit ,anbeginn schon sucht ,angrmainyus diesen ,erdteil zu schdigen1 weil er sah1 da ,khunnerets das ,vaterland des ,keans 7reinen1 weisen ,menschen7 sein1 und das reine ,gesetz in ,keans gegeben werden wrde1 von wo aus es erst die andern ,teile der ,erde erhalten1 und da der ,sosiosch in ,khunnerets geboren werden wrde1 der bestimmt ist1 ,angrmainyus ohnmchtig zu machen und die ,auferstehung der ,toten sowie die ,wiederherstellung der ,leiber zu bewirken4#bjg -- -- ,im ,gesetz steht geschrieben3 ,als der ,urstier tot war1 ging aus dem ,mark seines ,leibes ,samen in ,mannigfaltigkeit aus1 wie es heit3 ,aus dem ,marke kamen ,schpfungen verschiedener ,art1 denn im ,marke liegt alles verborgen4 ,aus den ,hrnern des ,stiers wuchsen die ,frchte1 aus seiner ,nase die ,laucharten1 aus seinem ,blute die ,trauben1 aus denen der ,wein gekeltert wird1 welcher das ,blut vermehrt4 ,aus seiner ,brust keimte ,espand#bjh1 welches gegen ,fulnis und ,hauptkrankheiten dient4 ,als der ,same des ,stiers im ,mondhimmel gereinigt worden war1 wurden aus ihm verschiedene ,tiergattungen gebildet1 zuerst zwei ,stiere mnnlichen und weiblichen ,geschlechts4 ,darauf setzte ,ahuramazd von jedem ,tierpaare eines auf die ,erde1 welche sich in ,iran-vedj vermehrten und einen ,hesar von drei ,farsangs mit mit ihren ,jungen anfllten4#bji ,diese ,tiere blieben tausend ,tage und tausend ,nchte ohne ,nahrung1 danach tranken sie ,wasser und nhrten sich von den ,bumen4 ,aus dem ,stierpaar wurden zuerst ,ziegen und ,schafe1 dann ,kameel und ,rindvieh und endlich ,pferd und ,esel geschaffen4 ,diese wurden zuerst und zum ,gebrauch der ,reinen erzeugt4 ,in zweiter ,linie schuf ,ahuramazd ,soweje#baj1 dessen ,lauf schnell ist1 und den ,hirsch1 ,tiere1 die keine ,hand zhmt4 ,drittens schuf ,ahuramazd die ,wassertiere4 ,diese ,tiere teilte ,ahuramazd in fnf ,gattungen3 in solche mit gespaltenem ,huf zum ,gebrauch der ,reinen1 in ,tiere mit ungespaltenem ,huf1 in ,tiere mit fnf ,klauen1 in ,vgel und ,fische4 -- ,im ,bun-,dehesch werden die ,sugetiere in #bhb1 die ,vgel und ,fische in je zehn ,arten geteilt4 ,es ist auch von einem mystischen ,hund ,sura am ,himmel nach der ,seite des ,gestirns ,haftorang zu die ,rede1 den ,ahuramazd zur ,wache ber die ,menschen und zum ,schutz der ,tiere schuf4 ,wenn ,menschen und ,tiere zusammenkommen1 ist er in der ,welt und bewacht sie4 ,er ist es1 welcher durch die ,hilfe des ,arduisurwassers aus einem ,menschen eine unzhlige ,menge hat entstehen lassen4 ,sein ,haar ist ihm ,kleid1 und er wacht mit ,thtigkeit und ,gre4 ,der lebendige ,sa 7,wolf7 ist vom ,haupte der bsen ,geister geschaffen und richtet unter den ,herden viel ,unheil an4 ,in ,abwesenheit des ,hundes vermehrt er die ,furcht4 ,ahuramazd sagt3 ,ich habe den ,vogel ,varescha in groer ,anzahl wider das ,bse in der ,welt geschaffen und besonders wider den1 der -- durch das ,gesetz erleuchtet -- hufig die ,werke ,angrmainyus thut4 ,ich habe ihn geschaffen1 damit die ,wnsche des ,menschen ,darvand nicht erfllet werden4 ,du wirst dich nicht sttigen knnen1 wenn du den ,wasservogel schlgst4 ,ohne den ,vogel ,varescha wrde ,angrmainyus ,darvand alle ,arten von beln ber die ,krper verhngen2 die ,welt wrde nicht bestehen knnen4#baa ,der ,hund ,sura vervielfltigt alle ,tierarten1 und ,angrmainyus zerrttet eines wie das andere1 da zuletzt nur eines brig bleibt4 ,nach dem ,tode ,kaiomorts wurde dessen ,same durch das ,licht der ,sonne gereinigt1 und nach ,ablauf von vierzig ,jahren ging eine ,reivaspflanze aus der ,erde hervor1 die wie ein ,baum aufwuchs fnfzehn ,jahre mit fnfzehn ,sprlingen4 ,dieser ,baum ist wie zwei nebeneinander gestellte ,krper1 da einer dem andern die ,hand ans ,ohr hlt und beide -- so miteinander vereinigt -- gleichsam ein ,leib sind4#bab -- ,sie waren so genau miteinander verbunden1 da man weder mnnliches noch weibliches voneinander unterscheiden1 noch sehen konnte1 ob ,ahuramazd das mnnliche ,glied zuerst erschaffen habe1 wie gesagt wird in ,hinsicht auf das ,erstgeschaffene1 ob es das ,glied oder der ,leib gewesen4 ,ahuramazd sagt davon1 da er zuerst die ,hand und darauf den ,krper gemacht und dann jenes ,glied dem ,krper angefgt habe2 da er dem ,krper seine eigentmliche ,wirkungskraft anerschaffen1 um sein ,werk zu thun und zu leben4 ,aber die ,seele ist von ihm vor dem ,krper erschaffen worden4 ,wie ,krper und ,seele aus ,pflanzenwesen in ,menschenwesen umgebildet waren1 so bekam das ,glied von ,ahuramazd seine ,stelle1 und die ,seele nahm ihre ,wohnung im ,krper4 ,der ,baum wuchs empor und trug zehn ,menschenarten als ,frchte4 ,ahuramazd redete von ,meschia und ,meschiane4 ,der ,mensch als ,weltvater wurde4 ,der ,himmel ward ihm bestimmt mit der ,bedingung der ,herzensdemut1 ,gehorsam gegen den ,willen des ,gesetzes1 der ,reinheit in ,gedanken1 der ,reinheit in ,reden1 der ,reinheit in ,thun und ,lassen1 und da er keine ,dews anbete4 ,durch ,beharren in diesem ,geist sollten der ,mann zum ,glcke des ,weibes und das ,weib zum ,glcke des ,mannes leben4 ,so waren auch im ,anfang ihre ,gedanken und ihre ,werke4 ,sie nahten sich einander und hatten ,gemeinschaft zusammen4 ,anfangs sprachen sie3 ,ahuramazd ist es1 von dem ,wasser und ,erde1 ,bume und ,tiere1 ,sterne1 ,sonne1 ,mond und alles ,gute kommt1 das reine ,wurzel und reine ,frucht hat4 ,darauf bemchtigte sich ,angrmainyus ihrer ,gedanken1 verdarb ihre ,seele und gab ihnen ein1 er sei es1 der ,wasser und ,erde1 ,bume und ,tiere und alles ,gute geschaffen habe4 ,das glaubten sie1 und so gelang es ,angrmainyus1 sie gleich anfangs zu betrgen durch ,irrtmer in der ,lehre von den ,dews1 und von ,anfang bis zu ,ende suchte der ,grausame nichts als ,betrug4 ,meschia und ,meschiane wurden durch den ,glauben an diese ,lge ,darvands1 und ihre ,seelen mssen bis zur ,neubelebung der ,leiber im ,duzakh verharren4 ,meschia und ,meschiane kleideten sich dreiig ,tage lang schwarz2 danach gingen sie auf die ,jagd und fanden eine weie ,ziege1 aus deren ,zitzen sie die ,milch sogen2 die war ihnen liebliche ,nahrung4 ,meschia und ,meschiane sprachen3 ich habe noch nichts so angenehmes genossen wie diese ,milch1 sie hat mich ungemein erquickt4 ,das war aber ein bel fr ihren ,krper1 denn dadurch sndigten sie gegen ihren ,leib und wurden gestraft4 ,angrmainyus1 dessen ,rede ganz ,lge ist1 zeigte sich -- durch jenen ,betrug noch beherzter -- ihnen zum zweiten ,mal und gab ihnen ,frchte1 die sie aen4 ,dadurch verloren sie die hundert ,glckseligkeiten1 die sie bisher genossen hatten1 bis auf eine4 ,nach dreiig ,tagen und dreiig ,nchten kam ein fetter weier ,schps zu ihnen1 dem sie das linke ,ohr abschnitten4 ,die himmlischen ,izeds hatten sie gelehrt1 ,feuer aus dem ,konarbaum zu ziehen1 dessen ,holz sie mit einem scharfen ,eisen rieben4 ,beide legten das ,feuer an den ,baum und machten durch ihr ,blasen1 da es in einer ,flamme ausschlug4 ,zuerst brannten sie ,holz von ,konarbaum1 darauf von ,datteln und ,myrten4 ,den ,schps brieten sie und teilten ihn dreifach1 und von den zwei ,teilen1 die sie nicht aen1 wurde ein ,teil durch den ,vogel ,kehrkas gen ,himmel getragen4 ,anfangs kleideten sie sich in ,hundsfelle1 denn ,hundefleisch war ihre ,speise1 danach jagten sie fleiig und machten sich ,kleider von den ,fellen des ,rotwilds4 ,es steht auch geschrieben1 da ,meschia und ,meschiane eine ffnung in die ,erde machten4 ,darin fanden sie ,eisen1 woraus sie eine ,axt fertigten1 nachdem sie es mit ,steinen geschrft hatten4 ,diese legten sie einem ,baum an die ,wurzel1 hieben ihn ab und bauten sich eine ,wohnung1 ohne ,gott zu danken4 ,dadurch bekamen die ,dews groe ,gewalt ber sie4 ,einer wurde der ,feind des andern1 einer entbrannte in ,neid und ,ha gegen den andern1 einer lehnte sich gegen den andern auf1 schlug und beschdigte ihn und erlitt ein ,gleiches4 ,endlich schrie der ,frst der ,dews aus seiner finstern ,wohnung gewaltig3 ,o1 betet an1 ihr ,menschen1 betet an die ,dews6 ,der ,dew des ,neides und des ,hasses setzte sich auf seinen ,thron4 ,meschia nahte sich1 zog ,milch von seiner ,kuh und go sie nordwrts aus4 ,dadurch bekamen die ,dews grere ,macht1 und ,meschia und ,meschiane wurden unfruchtbar4 ,in fnfzig ,jahren dachten sie an keine leibliche ,vereinigung4 ,am ,ende der fnfzig ,jahre bekam ,meschia zuerst ,lust zur ,zeugung und danach ,meschiane4 ,meschia sprach zu ,meschiane3 ,ich mchte deine ,schlange sehen1 denn die meinige erhebt sich mit ,macht4 ,danach sprach ,meschiane3 ,o ,bruder ,meschia1 ich sehe deine groe ,schlange1 sie fhrt auf wie ein leinen ,tuch4 ,darauf sahen sie sich1 und dieses ,sehen ward ihnen verderblich1 denn sie thatens mit ,ausschweifung1 indem jedes bei sich selbst dachte3 schon seit fnfzig ,jahren htte ich das thun sollen4 ,nach neun ,monaten wurden ihnen ,zwillinge1 ein ,knblein und ein ,mgdlein1 geboren4 ,von diesen geliebten ,kindern pflegte die ,mutter das eine und der ,vater das andere4 ,in der ,folge nahm ihnen ,ahuramazd diese ,lieblinge ab und sorgte fr ihre ,erziehung2 sie blieben auf der ,erde4 ,meschia und ,meschiane sahen noch sieben ,paar ,nachkommen mnnlichen und weiblichen ,geschlechts von ihnen4 ,alle waren ,brder und ,schwestern4 ,jedes ,paar zeugte ,kinder bis zum fnfzigsten ,jahr und gegen das hundertste starb es4 ,unter diesen sieben ,paaren waren ,siamakh1 der ,mann1 und ,veschak1 die ,frau1 welche wieder zwei ,kinder beiderlei ,geschlechts miteinander hatten1 ,frevak und ,frevakein4 ,von diesen wurden fnfzehn ,paare ,kinder geboren1 von denen ein jedes die ,eltern eines besonderen ,volkes wurde1 und auf welche alle ,vlker der ,erde zurckgehen4 -- ,dabei sei nebenbei bemerkt1 da im ,bun-,dehesch monstrse ,menschen -- hnlich wie bei ,berosus -- angefhrt werden1 so ,menschen mit einem ,ohr1 einem ,auge1 einem ,haarschweif1 einem ,pferde- oder ,hundskopf usw4 ,von der ,zeugung sagt das ,gesetz1 da eine ,frau1 nachdem sie vom ,daschtan#bac gekommen ist1 innerhalb zehn ,tagen und zehn ,nchten nach ihrer ,empfngnis schwanger wird4 ,der ,beginn ihrer ,schwangerschaft ist das ,ende ihrer ,periode4 ,ist der ,same des ,mannes krftiger1 so wird ein ,knabe geboren1 ist es der weibliche ,same1 ein ,mdchen4 ,hat der ,same von ,mann und ,frau gleichviel ,kraft und ,geist1 so wird die ,geburt zwei- und dreifach4 ,tritt der ,samen des ,mannes zuerst aus1 so wird die ,frau ,mutter2 quillt aber der weibliche ,samen zuerst1 so ist es bloes ,blut1 und sie hat ,ungemach davon4 ,der ,samen des ,weibes ist bluthnlich und kommt aus der ,seite als eine weilich-rot-gelbe ,flssigkeit4 ,der feurige und trockene ,samen des ,mannes quillt aus dem ,haupt und ,marke1 ist flssig1 wei1 stark und in ,menge ausschieend4 ,sobald der weibliche ,samen in die ,mutter dringt1 ist er wirksam2 der mnnliche bedeckt ihn und erfllt die ,mutter2 aller nachmalige geht in die ,adern der ,mutter und wird zu ,blut1 und nach der ,geburt wird er zu ,milch1 der ,nahrung des ,kindes1 denn alle ,muttermilch kommt vom mnnlichen ,keime4 ,vier ,dinge sind ,mutter4 ,himmel1 ,metalle1 ,wind und ,feuer sind zeugende ,vter und werden nie etwas anderes2 aber ,wasser1 ,erde1 ,bume und ,mond sind weiblich ohne alle ,verwandlung4 ,alles brige ist mnnlich und weiblich4 ,das ,gesetz spricht von fnf ,arten ,feuer3 vom ,feuer ,berezesengh in ,ahuramazd und den ,knigen2 von ,voh freiann in den ,menschen und ,tieren2 von ,oruazescht in den ,tieren und ,gewchsen2 von ,vazescht1 dem ,feuer des ,blitzes und dem ,feuer des ,beehenescht1 welches den ,bedrfnissen des ,menschen dient und aus dem das heilige ,feuer ,behram zubereitet wird4 ,das ,behramfeuer stammt aus der reinsten ,lichtmaterie aller ,feuer4 ,nachdem der ,menschenkrper im ,mutterleib gebildet ist1 kommt die ,seele vom ,himmel herab und belebt ihn4 ,so lange er durch sie lebt und sich bewegt1 begleitet sie ihn unablssig4 ,wenn der ,mensch stirbt1 wird sein ,leib ,staub1 und die ,seele kehrt in den ,himmel zurck4 ,im ,bun-,dehesch folgt nun eine ,art mystischer ,zoologie1 worin namentlich dargestellt ist1 welche ,tiergattungen gegen gewisse ,dmonen schtzen1 eine ,anschauung1 welche sich bekanntlich bis in das ,mittelalter fortspinnt4 ,aus den diesbezglichen ,anfhrungen des ,bun-,dehesch will ich nur folgende1 als bei den ,juden1 den ,neuplatonikern und im ,mittelalter noch besonders in ,ansehen stehend mitteilen1 obschon die ,erinnerung an die ,quelle dieser ,anschauung verloren gegangen war3 ,der ,hahn ist den ,dews und ,zauberern feind4 ,er untersttzt den ,hund1 wie im ,gesetz steht3 ,unter den die ,druschts plagenden ,geschpfen vereinigen der ,hahn und der ,hund ihre ,krfte4 -- ,das ,gesetz sagt3 wenn der ,hund und der ,hahn gegen ,druscht streiten1 so entkrften sie ihn1 der sonst ,menschen und ,vieh peinigt4 ,daher heit es3 ,durch ihn werden alle ,feinde des ,guten berwunden2 seine ,stimme zerstrt das ,bse4 ,der ,hund verlangt vom ,menschen nichts als ,fleisch und ,fett2 ihm es geben1 ist ,quelle der ,gesundheit1 die ,ahuramazd schenkt4 ,nichts ,schdliches darf ihm gegeben werden4 ,wer ihm -- auch unbewut -- etwas ,faules giebt1 der mu von den ,desturs1 welche die fnf ntigen ,eigenschaften haben1 gestraft werden4 ,nhrt man ihn aber mit dem1 was vorgeschrieben ist1 so macht man alle ,dews zu ,schanden4 ,in der deutschen ,volkssage spielt bekanntlich ein dreibeiniger gespenstiger ,schimmel eine bedeutende ,rolle1 whrend im ,bun-,dehesch von einem hnlichen dreibeinigen weien ,esel die ,rede ist4 ,offenbar walten hier uralte ,reminiscenzen arischer ,vlker ob1 deren ,sinn verloren gegangen ist4 ,vom ,wasser wird im ,bun-,dehesch allerlei ,mystisches berichtet3 ,das erste ,wasser ist das der ,pflanzen2 das zweite1 das aus den ,bergen quillt und ,quellen bildet2 das dritte ,wasser ist der ,regen2 das vierte das in ,brunnen gegrabene2 das fnfte der menschliche und tierische ,samen2 das sechste der ,schwei2 das siebente das ,rckenmark2 das achte der ,urin2 das neunte der ,speichel2 das zehnte das menschliche und tierische ,fett2 das elfte der menschliche und tierische ,lebenssaft2 das zwlfte der von unten aufsteigende ,baumsaft1 von welchem es heit3 ,der ,saft in den ,bumen gleicht ,wassertropfen1 die ausquellen1 wenn man den ,baum nahe an das ,feuer legt4 ,das dreizehnte ,wasser endlich ist die ,milch der ,tiere und ,menschen4 ,wenn alle diese ,dinge ein ,nefa#bad berhrt oder wenn ein aus dem ,wasser gezogener ,leichnam oder ein ,stck davon sich wieder mit dem ,wasser der ,ruds vermischt1 alsdann sind1 wie geschrieben steht1 die drei ,ruds3 ,arg1 ,muru und ,itmand1 sie die himmlischen1 mit ,unreinheit geschlagen2 ihr ,flu trnkt die ,welt nicht mehr2 und wenn eine ,frau nach unzeitiger ,geburt aus dem besondern ,ort ihrer ,entfernung dieses ,wasser anschauet1 so zeigt sich in diesen ,fllen das ,wirken des ,menschenfeindes4#bae ,aber ,zoroaster hat auch dafr gesorgt1 denn ,ahuramazd spricht3 ,ich gebe euch das sechste ,wasser ,zur4 ,wen ihr damit begiet1 der gelangt zur ersten ,reinheit4 ,von diesem ,wasser heit es3 ,wenn wenig ,her#baf und viel ,zur ist1 so kommt das ,wasser in drei ,jahren wieder zur ,quelle2 sind ,her und ,zur gleich1 so geschieht es in sechs ,jahren2 ist aber mehr ,her als ,zur1 so bedarf es neun ,jahre1 und dann kehrt es zurck1 um den ,bumen ,glanz zu geben4 ,es folgt im ,bun-,dehesch wieder eine lngere naturgeschichtlich-mystische ,exkursion1 aus welcher ich nur hervorheben will1 da die ,affen als eine ,art ,dews betrachtet werden1 erzeugt aus der ,ehe der ,schwester ,djemschids mit einem ,dew4 ,bekanntlich hlt noch ,luther in seinen ,tischreden die ,affen fr ,teufel4 ,hinsichtlich der ,chronologie will ich nur folgende ,stellen des ,bun-,dehesch anfhren4 ,es heit1 da im ,jahr1 durch der ,monate ,lauf ,wrme und ,klte und ,klte und ,wrme sich innerhalb sechzig ,tagen zweimal miteinander vereinigen4 ,die ,monate ,farvardin1 ,ardibehescht1 ,chordad machen ,frhling2 ,tir1 ,amerdad1 ,schahriver ,sommer1 ,meher1 ,avan1 ,ader ,herbst und ,din1 ,bahman und ,sapandomad sind ,wintermonate4 ,die ,sonne vollendet vom ,kordeh ,vareh 7,widder71 bis sie wieder an diesen ,ort kommt1 in ihrem ,lauf #cfe ,tage und fnf kleine ,zeitteile4 ,das macht ein ,jahr4 ,alsdann kehrt sie dahin1 woher sie gekommen ist4 ,in drei ,monaten durchluft sie drei ,himmelszeichen mehr oder minder sichtbar und kehrt wieder zurck4 ,alle ,zeit vollendet sich in zwlf ,jahrtausenden4 ,im ,gesetz steht1 da das ,himmelsvolk in den ersten drei ,jahrtausenden allein war1 da damals das ,heer des ,feindes nicht in die ,welt ausstreifte4 ,kaiomorts und der ,stier machen bis zur ,erscheinung der ,welt drei andere ,jahrtausende4 ,das sind also sechs ,jahrtausende4 ,diese ,tausende ,gottes bilden sich ab in den sechs ersten himmlischen ,zeichen3 ,lamm1 ,stier1 ,zwillinge1 ,krebs1 ,lwe1 ,kornhre4 ,diese begreifen die sechs ,jahrtausende ,gottes4 ,nach den ,tausenden ,gottes kam die ,wage4 ,angrmainyus lief aus in die ,welt4 ,nach der ,zeitrechnung des ,bun-,dehesch wrde die ,gegenwart unter dem ,zeichen des ,steinbocks stehen4 ,ich will bemerken1 da die ,verteilung der ,zeit unter die ,himmelszeichen und ,planeten auf die ganze ,astrologie nachwirkte4 ,noch sei erwhnt1 da auch im ,bun-,dehesch die biblische ,anschauung von einem paradiesischen unschuldigen ,urzustand der ,natur vertreten ist4 ,es heit3 ,vor des ,feindes ,ankunft in der ,welt hatten die ,bume weder ,dornen noch ,rinde4 ,seit ,angrmainyus ,peetiar1 der sich in alles1 was ist1 mischte1 tragen sie ,stachel und ,rinde4 ,am strksten wirkte seine ,macht auf die ,gewchse1 denn ihre ,schdlichkeit bertrifft alles andere bel2 ihr ,giftsaft ttet durch seinen ,genu ,menschen und ,tiere4 ,von den ,druschts heit es3 ,dew ,tarmat ist der ,dew des ,hochmuts4 ,dew ,medokht ist ,angrmainyus4 ,dew ,areschk ist ,urheber des ,neids4 ,der mchtigste dieses argen ,volkes ist ,dew ,eschem1 wie geschrieben steht4 ,sieben ,krfte werden ,eschem gegeben zur ,zerrttung der lebendigen ,geschpfe4 ,durch seine siebenfachen ,krfte schlug er zu seiner ,zeit die ,keans1 lebendige ,bewohner der sieben ,keschvars4 ,ein einziger ,keschvar kmpfte gegen ihn1 ,medokht kam dahin1 und ,areschk ward darber froh4 ,eschem kehrte alles um4 ,eschem eroberte eine ,gegend1 woselbst er viele ,geschpfe zerrttete und in groer ,zahl zu ,grund richtete4 ,eschem ist es eigentlich1 der gegen das von ,ahuramazd geschtzte ,volk feindselig handelt4 ,die ,keans1 ,geschpfe des ,lebens1 wurden durch die ,bosheit ,eschems gedrckt1 wie es heit3 ,eschem ,khruidrosch schuf ,dew ,odjescht1 der ,tag und ,nacht frit in der ,welt und der ,toten ,seelen mit ,furcht qult1 ihnen ,schrecken einflt und vor dem ,hllenthor sich aufhlt4 ,er schuf ,dew ,ode1 der den ,menschen1 er sitze am ,orte der ,aufmerksamkeit oder speise an einem himmlischen ,ort1 auf die ,schulter schlgt und ihm zuredet1 ,unreines zu essen1 damit er nicht zu den reinen ,wohnungen der ,seligkeit 7,behescht7 gelangen mge4 ,von der ,auferstehung der ,toten und ,wiederherstellung der ,leiber berichtet das ,gesetz1 da so1 wie ,meschia und ,meschiane1 ,erdengezeugte1 zuerst von bloem ,wassertrinken lebten1 nachmals festere ,nahrung1 ,baumfrchte1 genossen1 dann ,milch und endlich ,fleisch1 so in umgekehrter ,ordnung die ,menschen1 welche durch die ganze ,zeitdauer von ihnen abstammen1 zuerst ,fleisch1 dann ,milch und ,brot zur ,nahrung machen werden1 bis sie wieder dahin gebracht sind1 da sie von nichts als ,wasser leben4 ,im ,jahrtausend ,oscheder mah wird noch ,kraft in der ,natur sein1 aber abnehmen4 ,die ,menschen werden nur in je drei ,tagen ein ,izeschn#bag vollenden1 eines wie das andere essen und sich am ,ende der ,tage erkennen4 ,darauf werden sie nicht mehr ,fleisch essen1 sondern ,baumfrchte und ,milch wird ihre ,nahrung sein4 ,dann werden sie auch nicht mehr ,milch genieen1 sondern blos von ,gewchsen leben und ,wasser trinken4 ,im letzten ,jahr der ,erscheinung des ,sosiosch wird der ,mensch ohne alle ,nahrung leben4 ,danach wird ,sosiosch die ,toten beleben1 wie geschrieben steht3 ,zoroaster fragte ,ahuramazd und sprach3 ,der ,wind fhrt den ,staub der ,krper fort1 ,wasser nimmt ihn mit sich2 wie soll der ,tote auferstehen8 ,ahuramazd antwortete3 ,ich bin es1 der den allweiten sternreichen ,asman 7,himmel7 im ,raum des thers hlt2 der macht1 da er -- hier zeigte er auf das ,antlitz des ,himmels -- in ,tiefen und ,weiten ,licht1 das einst in ,nacht begraben war1 ausstrahlen mu4 ,durch mich ist die ,erde geworden zur ,dauer und ,bestand1 die ,erde1 darauf der ,herr der ,welt wandelt4 ,ich bin es1 der den ,glanz der ,sonne1 des ,monds und der ,sterne durch die ,wolken leuchten lt4 ,ich bin der ,schpfer des ,samenkorns1 das nach der ,verwesung in der ,erde von neuem keimt und sich vermehrt ins ,unendliche4 ,ich bin es1 der den ,bumen ,adern des ,saftes und ,wurzeln mancherlei ,art geschaffen4 ,durch meine ,kraft lebt in den ,bumen und allen ,geschpfen ein ,feuer1 das nicht verzehrt4 ,ich bin es1 der die lebendige ,frucht in die ,mutter legt nach ihrer ,art1 der allen ,wesen besonders giebt ,haut1 ,ngel1 ,blut1 ,fu1 ,auge1 ,ohr4 ,ich bin es1 der ,wasser in den ,tiefen schafft und in den ,hhen1 damit die ,welt getrnkt werde durch ,flsse und ,regen4 ,ich bin es1 der den ,menschen macht1 dessen ,auge ,licht ist1 dessen ,lebenskraft im ,hauche des ,mundes liegt2 will er sich heben durch die unsichtbare ,kraft des ,lebens1 das ich in ihn gelegt1 so kann kein ,arm ihn niederdrcken4 ,ich bin ,schpfer aller ,wesen4 ,trete der ,arge auf und versuche die ,auferweckung2 er wird sie umsonst versuchen und keinen ,leichnam beleben knnen4 ,sicher und gewi sollen deine ,augen einst durch die ,auferstehung neu leben sehen4 ,gerippe sollen ,sehnen und ,adern bekommen4 ,und ist die ,belebung der ,toten vollendet1 so wird sie kein zweites ,mal erfolgen4 ,denn um diese ,zeit wird die verklrte ,erde ,gebeine und ,wasser1 ,blut und ,pflanzen1 ,haar und ,feuer und ,leben geben wie beim ,beginn der ,dinge4 ,kaiomorts wird der ,erstling der ,auferstehung sein und ,meschia und ,meschiane nach ihm2 nach diesen wird das brige ,menschengeschlecht ,leben bekommen4 ,der ,mensch soll wieder auf ,erden sichtbar werden4 ,rein oder ,darvand1 jeder ,mensch soll nach dieser ,ordnung neu leben4 ,ihre ,seelen sollen erst sein2 alsdann sollen alle ,leichname der ganzen ,welt1 so weit sie ist1 ganz so neu werden wie beim ,anbeginn der ,schpfung4 ,ein ,lichtstrahl der ,sonne wird ,kaiomorts ,licht und ,glanz geben1 ein anderer der brigen ,menschenmenge4 ,jede ,seele wird die ,leiber erkennen3 ,siehe1 mein ,vater6 meine ,mutter6 mein ,bruder6 mein ,weib6 meine ,freunde und ,verwandten6 ,alsdann werden die ,wesen aller ,welt mit dem ,menschen auf ,erden versammelt sein4 ,in dieser ,versammlung wird jeder sein ,gutes und ,bses1 das er gethan hat1 sehen4 ,in dieser ,versammlung wird der ,darvand sein wie ein weies ,tier unter den schwarzen4 ,in dieser ,weltversammlung wird der ,darvand den ,gerechten1 dessen ,freund er hier war1 besonders an sich ziehen und sagen3 ,ach1 warum hast du mich doch auf ,erden1 da ich doch dein ,freund war1 nicht gelehrt1 mit ,reinheit zu handeln4 ,du1 o ,reiner1 hast mich nicht zum ,guten geleitet1 und darum bin ich unter diesen ,seligen6 ,danach wird eine ,scheidung sein zwischen den ,gerechten und ,darvands4 ,die ,gerechten werden in ,gorotman eingehen1 und alle ,darvands werden von neuem in den ,abgrund gestrzt werden4 ,drei ,tage und drei ,nchte hindurch mssen ,leib und ,seele ben1 unterdessen der ,gerechte in der ,himmelswohnung die ,lieblichkeiten der ,seligen mit ,leib und ,seele schmecken wird1 denn so steht geschrieben4 ,am ,tage der ,scheidung des ,reinen von ,allem1 was ,darvand ist1 wird jeder ,befleckte in die ,tiefe sinken4 ,dann wird der ,vater von seinen ,geliebten1 die ,schwester vom ,bruder1 der ,freund vom ,freund geschieden sein4 ,jeder wird nehmen nach seinen ,werken4 ,unbefleckte werden weinen ber die ,darvands1 und die ,darvands ber sich selbst4 ,von zwei ,schwestern wird die eine rein sein1 die andere ,darvand4 ,zohak und ,afrasiab aus ,turan und ihnen hnliche werden die ,strafe der ,snde ,marguerzan 7,tod7 erleiden4 ,die ,menschen werden jener ,luterung von drei ,tagen und drei ,nchten nicht entrinnen4 ,beim ,beginn dieser ,auferstehung werden von den noch lebenden ,reinen fnfzig mnnlichen und fnfzig weiblichen ,geschlechts dem ,sosiosch zu ,hilfe kommen4 ,wenn einst ,gurzscher#bah vom sublunarischen ,himmel auf die ,erde strzen wird1 so wird die ,erde krank sein gleich dem ,schaf1 das mit ,zittern und ,zagen vor dem ,wolf niederfllt4 ,alsdann werden durch des ,feuers ,hitze groe und kleine ,berge mit ,metallen zerflieen4 ,das geschmolzene ,erz bildet einen groen ,strom1 und alles1 was ,mensch heit1 mu hindurch zur ,reinigung4 ,der ,reine durchgeht ihn wie einen warmen ,milchflu4 ,die ,darvands mssen auch hindurch1 sie fhlen sich dazu gezwungen1 und so mu die ganze ,welt den geschmolzenen ,erzstrom durchgehen1 damit sie rein und glcklich werde1 ,vater1 ,sohn1 ,schwester1 ,freund1 ,einer wie der ,andere1 und ,einer mit dem ,andern werden ,gutes thun4 ,wenn nun die ,seelen1 es sei der ,gerechten oder ,darvands1 sprach ,zoroaster1 ber die ich deinen ,unterricht gesucht habe1 so gereinigt worden sind1 was wird dann weiter aus dem ,menschen1 sowohl der ,seele als dem ,leibe nach1 werden8 ,ahuramazd sprach3 ,alle ,menschen werden sich zu einem ,werk vereinigen und werden ,ahuramazd und den ,amschaspands mit lebendigem ,eifer ein groes ,setaesch#bai bringen4 ,wenn nun um diese ,zeit alle ,schpfungen ,ahuramazds vollendet sein werden1 wird er nichts mehr hinzuthun4 ,die ,neubelebten werden dem ,knechtsdienst entrissen sein4 ,sosiosch wird mit allen belebten ,toten lobpreisen1 und der ,stier ,hedeiavesch wird einstimmen4 ,die ,toten werden leben durch das1 was vom ,stier ausgeht und dem weien ,hom4 ,sosiosch wird allen ,menschen von diesen ,sften zu trinken geben1 und sie werden gro und unvergelich sein1 so lange ,wesen dauern4 ,alle ,tote1 gro und klein1 werden davon trinken und neu leben4 ,endlich wird ,sosiosch auf ,befehl des gerechten ,richters ,ahuramazd von einem erhabenen ,ort aus allen ,menschen geben1 was ihre ,thaten wert sind4 ,der ,reinen ,wohnung wird der glnzende ,gorotman sein1 ,ahuramazd selbst wird ihre ,krper zu sich in ,gorotmans ,hhen ziehen1 und sie werden alle ,ewigkeiten hindurch unter seinem ,schutze wandeln4 ,dann werden ,ahuramazd und ,angrmainyus1 ,bahman und ,akuman1 ,ardibehescht und ,ander1 ,schahriver und ,savel1 ,sapandomad und ,darmad1 ,naonghes1 ,kordad1 ,amerdad1 ,tarik und ,zaretch1 ,serosch und ,eschem vereinigt ,izeschn anstimmen4 ,alsdann wird ,druscht ,angrmainyus bleiben und in ,ahuramazds ,welt zurckkehren4 ,er selbst1 ,djuti#bbj und ,serosch und ,raspi#bba werden den ,evanguin#bbb in der ,hand fhren4 ,alsdann wird ,angrmainyus1 des ,argen1 ,macht1 die nichts als ,bses thut1 geschlagen sein4 ,er wird vom ,himmel zur ,brcke ,tschinvad eilen und sich von neuem in die dichte ,finsternis strzen4 ,dieser ,morddrache wird in dem ,flusse geschmolzenen ,erzes ausbrennen3 ,alles ,faule und ,unreine des ,duzakh wird darin aufgelst und gelutert werden4 ,der unterirdische ,angrmainyus wird von neuem erscheinen1 des ,abgrunds ,erde durch den ,erzstrom ziehen und sie zum fruchtreichsten ,land machen4 ,auch wird die ,welt durch das ,wort bei der ,auferstehung ewige ,dauer bekommen4 ,viertes ,kapitel4 ,die ,orakel ,zoroasters4 ,wie bereits gesagt1 galt -- wenn auch durchaus irrtmlicher ,weise -- im ganzen ,altertum ,zoroaster als der ,erfinder und grte ,adept der ,magie4 ,deshalb standen auch bei den ,magiern und ,theurgen1 ,neuplatonikern und ,gnostikern ihm zugeschriebene ,aphorismen1 die sogenannten ,oracula magica ,zoroastris1 im hchsten ,ansehen4 ,lt sich nun auch ein ,zusammenhang dieser ,orakel mit der ,person ,zoroasters nicht nachweisen1 so vertreten sie doch entschieden zoroastrische ,ideen1 obschon dieselben neuplatonisch und gnostisch berfirnit erscheinen4 ,uralt sind sie gewi2 und wenn der um #bbj gestorbene ,kirchenvater ,clemens von ,alexandria in seinen ,stromata sagt3 ,pythagoras machte zuerst auf den berhmten persischen ,magier ,zoroaster aufmerksam1 dessen ,geheimschriften die ,anhnger des ,prodicus zu besitzen vorgaben1 so haben wir in dem den magischen ,orakeln ,zoroasters zu ,grund liegenden ,original vielleicht eine solche ,geheimschrift zu sehen1 welche -- von den alten ,pythagorern wollen wir ganz absehen -- zweifelsohne den ,neupythagorern1 ,neuplatonikern und ,gnostikern bekannt war4 ,dafr spricht auer dem sachlichen ,inhalt auch der ,umstand1 da sie von dem gelehrten ,byzantiner ,michael ,psellos 7gest4 #aajf7 kommentiert wurden1 von demselben ,psellos1 der so viele neuplatonische ,schriften dem ,untergang entri und mit ,commentaren versah4 ,auch ist sie den von ,marsilius ,ficinus mitgeteilten ,symbolen des ,pythagoras sehr hnlich4 ,ich habe von dem den magischen ,orakeln zu ,grund liegenden ,original gesprochen und zwar mit ,recht1 denn die uns heute unter diesem ,namen vorliegenden ,aphorismen sind ganz offenbar nicht das ,original1 sondern ,fragmente1 welche sich in vier verschiedenen ,fassungen mit eben soviel ,kommentaren erhalten haben4 ,drei ,fassungen tragen neuplatonisches1 die vierte anscheinend gnostisches ,geprge4 ,ich wende mich zuerst zu den neuplatonischen ,bearbeitungen samt ihren ,kommentaren4 ,der erste ,commentator der ,orakel ist der oben genannte ,psellos1 der zweite ist der als ,rat des ,manuel und ,theodor ,palologos und berhmter ,philosoph der ,renaissance bekannte1 wahrscheinlich #adeb gestorbene ,georgios ,gemistios ,plethon1 der dritte1 aber der hier beobachteten ,reihenfolge nach der erste1 ist ungenannt4 ,ich vermute in diesem unbekannten ,kommentator einen gewissen ,johannes ,opsopoeus1 welcher diese mystischen ,fragmente mit den ,kommentaren des ,psellos und ,plethon unter dem ,titel herausgab3 ,oracula magica ,zoroastris cum scholiis unter ,plethonis et ,pselli nunc primum edita1 e bibliotheca regia stud4 ,joh4 ,opsopoei1 ,graec4 et ,lat4 ,paris4 #afjg4 #h4 ,beigebunden sind noch die sogenannten metrischen ,orakel des ,jupiter1 ,apollo1 ,serapis und der ,hekate1 sowie die von ,joseph ,scaliger besorgte ,ausgabe der ,oneirokritik des ,astrampsychus4 ,opsopoeus schickt seiner ,zusammenstellung der drei verschiedenen ,redaktionen der zoroastrischen ,fragmente eine ,sammlung von ,stellen aus ,platos ,alcibiades1 aus ,plutarchs ,isis und ,osiris1 ber den ,verfall der ,orakel1 aus ,plinius ,naturgeschichte1 aus ,suidas ,ammianus ,marcellinus1 ,clemens von ,alexandria und ,eusebius ber die ,person c4 ,zoroasters voraus1 welche wir hier bergehen knnen4 ,darauf lt er die erste ,fassung der ,orakel mit dem ,kommentar des ,ungenannten1 alsdann die ,fassung und den ,kommentar des ,psellos folgen4 ,an denselben giebt er eine kurze ,erluterung der chaldischen#bbc ,religionslehren durch ,psellos1 aus welcher ich nur herausheben will1 da ,psellos sagt3 ,die ,chalder nehmen sieben ,welten an1 eine feurige1 drei therische und drei materielle1 deren letzte die unter dem ,mond befindliche irdische ist4 ,weiterhin sagt ,psellos noch1 da nach chaldischer ,lehre die ,seelen sich nach dem ,tode nach ,magabe ihres ,luterungsbedrfnisses zerstreuten und sich in teilbare und unteilbare ,naturen absonderten4 ,das brige dieses ,abschnittes ber die chaldischen ,lehren enthlt nichts als bekannte exoterische uerlichkeiten4 ,den ,schlu des ,buches von ,opsopoeus bilden die zoroastrischen ,orakel in der ,fassung1 wie sie ,plethon kannte1 mit dem ,kommentar des selben4 -- ,am meisten gleichen sich die erste ,fassung der ,orakel und die des ,plethon2 die ,fassung des ,psellos weicht erheblich ab4 ,ich gebe nun eine vergleichende ,zusammenstellung der ,orakel sowohl als der ,kommentare4 ,der erste ,aphorismus in der ersten ,fassung lautet3 ,erforsche den ,weg der ,seele1 woher sie komme und weshalb sie dem ,leib dienen msse4 ,trachte dahin1 da du sie an den ,ort zurckbringst1 von dem sie ausgegangen ist4 ,dieser ,aphorismus fehlt bei ,psellos und lautet in dieser ,fassung des ,plethon3 ,erforsche die ,reihenstufe1 auf welcher deine ,seele steht1 welchen ,rang sie vor ihrer ,verbindung eingenommen2 mittelst magischer ,worte und ,gebruche wirst du sie zu ihrer frheren ,wrde wieder aufrichten4 ,der anonyme ,kommentator bemerkt hierzu1 da nach ,annahme der ,magier die ,seele unsterblich vom ,himmel herabkomme1 um sich auf der ,erde mit dem ,krper analog dem ,verhltnis des ,mannes zur ,frau zu verbinden und ihn dereinst wieder behufs ihrer ,rckkehr in den ,himmel zu verlassen4 ,ob sie aber thatschlich in den ,himmel zurckkehre1 komme auf ihr ,verhalten whrend des irdischen ,lebens an1 ob sie sich nmlich mehr den ,prinzipien des ,lichts oder der ,finsternis zugeneigt habe c4 ,darauf deutet nun ermahnend der ,spruch hin1 da wir ber den reinen ,spruch der ,seele nachdenken sollen2 denn kennen wir den ,weg1 welchen sie aus dem ,himmel genommen hat1 so wird sie ihn auch zurckfinden4 -- ,bestimmter spricht sich ,plethon aus3 ,die ,magier aus der ,schule ,zoroasters glaubten1 da die ,seele wegen frherer ,verschuldung mit dem ,krper sich verbinde1 sich aber derselben in dieser ,verbindung nicht mehr entsinnen knne4 ,nur wenn die ,seele whrend ihres irdischen ,aufenthaltes einen tugendhaften ,wandel gefhrt habe1 stehe ihr die ,rckkehr in die himmlische ,heimat frei4 ,weil aber mannigfache ,wohnungen der ,seele bereitet sind1 so ist es natrlich und begreiflich1 da der ,aufenthalt der einen ein lichtumflossener1 der der andern ein undurchdringliches ,dunkel sein mu4 ,der ,zug der ,seele fhrt sie dahin1 wo ihr die whrend der ,verbindung mit dem ,leibe begangenen ,handlungen eine ,stelle anweisen4 ,das ,orakel ermahnt uns daher1 da wir ber den ,ursprung der ,seele und ber unsere ,handlungen auf ,erden nachdenken und darauf durch ,gebet und gottgefllige ,ceremonien ihre ,erhebung in den ,himmel zu bewirken trachten4 ,unter diesen ,ceremonien sind die sogenannten theurgischen ,hlfen zu verstehen1 welche nach ,philo und den ,neuplatonikern1 wie berhaupt nach den ,mystikern aller ,zeiten in der ,zurckgezogenheit von der ,welt und ,stille1 in der ,enthaltsamkeit von berflssiger ,nahrung1 ,fleischspeisen1 alkoholischen ,getrnken und physischer ,liebe1 in der ,zurcksetzung weltlicher ,geschfte1 ,meditation und ,betrachtung gewisser ,worte und ,symbole bestehen4 ,von diesen sagt ,proklos#bbd3 ,die ,vollbringung geheimer1 ber alle ,vernunft gehender1 den ,gttern wohlgeflliger ,handlungen und die ,kraft der von den ,gttern allein erkannten unaussprechlichen ,symbolen gewhrt nur die theurgische ,vereinigung4 ,daher wird sie nicht durch das ,denken bewirkt1 und wir bringen sie nicht durch die ,thtigkeit der ,vernunft in uns hervor4 ,die gttlichen ,charaktere oder ,symbole 7symbola oder synthmata7 bringen vielmehr1 ohne da wir denken1 die theurgische ,vereinigung 7theougikn hensis1 bei ,porphyrius synousia7 hervor1 also da die verborgene ,kraft der ,gtter1 worauf sich jene beziehen1 durch sich selbst ihre eigenthmlichen ,bilder erkennt4#bbe ,der zweite sich dem ,sinn nach vllig an den ersten anschlieende ,aphorismus lautet in der ersten ,fassung3 ,wende dich nicht rckwrts6 ,das ,verderben ist auf der ,erde1 und sieben ,wege sind es1 welche dich vom ,bessern abziehen und dem ,schicksal unterwerfen4 ,dieser ,aphorismus fehlt bei ,psellos und lautet in der ,fassung des ,plethon3 ,damit du nicht zum ,abgrund hinneigst und abermals dem ,schicksal verfllst4 ,der anonyme ,kommentator versteht unter dem ,verderben das ,laster1 die sittliche ,verdorbenheit und das sittliche ,elend2 unter ,erde den irdischen ,leib1 die sinnliche ,natur1 unter ,feuer das ,gttliche im ,menschen4 ,die sieben den ,menschen dem ,schicksal unterwerfenden ,wege sind die sieben nach der alten ,weltanschauung von den ,planeten abhngigen ,kardinalfehler1 die ,todsnden der katholischen ,kirche4 ,nach diesem ,kommentator erhebt sich der ,mensch durch die ,anwendung seiner sittlichen ,kraft ber das ,fatum oder die vorher bestimmte ,versuchung1 indem er der unsittlichen ,neigung1 welche sich1 je nach dem in ihm herrschenden ,temperamente1 seiner ,seele am meisten zu bemchtigen droht1 den krftigsten ,widerstand entgegensetzt4 ,plethon versteht unter dem ,abgrund die ,erde als ,gegensatz zur ,lichtwelt und giebt dem ,aphorismus folgenden ,sinn3 ,lebe so1 da du vor der ,wiederverkrperung behtet werdest1 denn solltest du zu einem abermaligen ,wandeln auf der ,erde verurteilt werden1 so befindest du dich wieder unter der ,herrschaft der ,nothwendigkeit4 ,der dritte ,aphorismus lautet in der ersten ,fassung und bei ,plethon bereinstimmend3 ,dein ,gef werden die ,thiere der ,erde bewohnen und beide ,kommentatoren verstehen einstimmig unter dem ,gef der ,seele den ,leib1 und unter seinen ,bewohnern die ,wrmer4 ,psellos dagegen1 in dessen ,fassung dieser ,aphorismus der ,reihenfolge nach der neunzehnte ist1 versteht unter ,gef das ,temperament des aus allen ,elementen zusammengesetzten ,leibes1 und unter den ,bewohnern des ,gefes die sich eines jeden ,menschen1 der seine ,leidenschaften nicht beherrschen kann1 sich bemchtigenden ,dmonen nach dem ,grundsatz1 da ,gleiches von ,gleichem angezogen wird4 ,der vierte ,aphorismus lautet in der ersten ,fassung3 ,strebe nicht dein ,schicksal zu erweitern1 denn die ,vorsehung giebt allen ,dingen ihr bestimmtes ,maa1 und ihre ,handlungen sind nicht unvollkommen4 ,bei ,plethon und ,psellos 7bei letzterem ,aph4 #bi73 ,erweitere nicht dein ,schicksal4 ,der anonyme ,kommentator erklrt diesen ,aphorismus allgemein moralisierend und sagt1 da diese ,mahnung diejenigen angehe1 welche mit der ihnen im ,leben angewiesenen ,stellung unzufrieden seien und whnen1 da sie selber ihr ,schicksal machen und die ,beschlsse der ,gottheit verbessern knnten4 ,psellos und ,plethon fassen das ,schicksal 7heimarmen1 fatum1 des ,grundtextes7 im landlufigen ,sinn auf und sagen1 es sei thricht1 durch ,wnsche und ,gebete die unabwendbaren ,beschlsse der ,gottheit abndern zu wollen4 ,die zweite ,hlfte des vierten ,aphorismus der ersten ,fassung bildet in der ,reihenfolge ,plethons den fnften und lautet hier3 ,denn es geht nichts ,unvollkommenes vom ,vater der ,seelen aus4 ,der ,kommentar dazu sagt3 ,du bist nicht im ,stande1 dein ,erdenlos zu verbessern1 denn alle ,ereignisse geschehen nach naturgemem ,lauf1 und es ist eines die ,folge des andern bis zum ,zeitpunkt der ,schpfung zurck2 alle ,begebenheiten greifen harmonisch in einander1 nirgends nimmt man einen ,zufall wahr4 ,wo ist also ,unvollkommenheit8 ,dieser wie der fnfte ,aphorismus der ersten oder der sechste der ,plethonischen ,fassung fehlt bei ,psellos4 ,bei dem fnften 7sechsten7 ,aphorismus zeigt sich jedoch recht deutlich1 da die auf uns gekommenen ,fassungen ,varianten eines alten1 verloren gegangenen ,originals sind4 ,derselbe lautet in der ersten ,fassung3 ,der ,seelen ,vater gestattet nicht solche ,ausschweifungen des ,eigenwillens2 bei ,plethon3 ,er kann nicht auf deine ,wnsche achten1 so lange die ,binde der ,vergessenheit deinen ,blick umschleiert1 bis endlich diese fallen wird1 und das heilige ,zeichen des ,vaters sich deinem ,gedchtni einprgt4 ,was bei ,plethon ,text ist1 wird in der ersten ,fassung hnlich im ,kommentar gesagt1 denn daselbst heit es3 ,erst dann wird unsere ,seele sich freier bewegen1 wenn sie die ,binde der ,vergessenheit ihrer himmlischen ,heimath zugleich mit den ,banden des sie umnachtenden ,leibes abgestreift hat4 ,dann besitzt sie wieder das ,vermgen1 in die tiefste ,vergangenheit und in die ernste ,zukunft zu blicken4 ,aber es kann dieses ,vermgen auch schon bei ,lebzeiten des ,leibes zum ,theil erreicht werden1 wenn man sich eines heiligen ,wandels befleiigt und gewisse magische ,sprche erlernt hat1 welche dem ,reinen die ,pforten der ,geisterwelt ffnen4 ,plethon kommentiert3 ,die ,vergessenheit der frheren ,zustnde 7,incarnationen7 ist eine ,folge der ,verbindung der ,seele mit dem ,leibe4 ,erst nach der ,auflsung des letzteren wird ihr ,blick wieder freier1 und sie begreift nun auch1 indem sie ihres frheren ,seins wieder bewut wird1 da ihr ,schicksal auf der ,erde nur die notwendige ,folge ihrer ,handlungen und deshalb unabnderlich war4#bbf ,die freigewordene ,seele ist alsdann wieder gotthnlich und allwissend2 das ist das ,zeichen des ,vaters1 welches ihr ,gedchtni auffrischt4 ,der sechste ,aphorismus der ersten ,fassung ist bei ,psellos der sechzehnte und bei ,plethon der siebente4 ,sein ,wortlaut in den drei ,redaktionen ist der ,reihenfolge nach3 #a4 ,eile1 da du zum ,urlicht zurckkehrst1 zum ,glanze deines himmlischen ,erzeugers1 von dem deine ,seele ausgeflossen ist4 #b4 ,das ,gttliche erflle deine ,seele6 ,den ,blick zum ,himmel stets gewendet6#bbg #c4 ,eile zum ,licht des ,vaters1 von welchem deine ,seele ausgeflossen ist4 ,der ,anonymus und ,plethon deuten diesen ,spruch bereinstimmend dahin1 da die ,gottheit das hchste ,licht1 und in diese ,lichtheimat zurckzukehren das einzige ,verlangen der ,seele sein msse4 ,psellos dagegen sagt etwas abweichend3 ,die ,seele entwickelt drei ,krfte3 ,verstand1 ,gedchtni und ,urtheilskraft2 diese drei ,potenzen vereinige1 um ber das ,wesen der ,gottheit nachzudenken und sich mit dieser zu vereinigen4 ,bis hierher haben wir in der ,aufeinanderfolge der ,aphorismen einen gewissen ,zusammenhang beobachten knnen4 ,jetzt aber folgt ein dem ,sinn nach gar nicht verwandter ,spruch1 was auf einen verloren gegangenen ,teil des den drei ,bearbeitungen zu ,grunde liegenden ,originals deutet4 ,dieser in der ersten ,fassung als siebenter folgende ,aphorismus ist bei ,psellos der achtundzwanzigste und bei ,plethon der achte4 ,sein ,wortlaut ist der ,reihenfolge nach3 #a4 ,jene beweint die ,erde sammt ihren ,kindern4 #b4 ,die ,erde klagt fortwhrend ber sie und ihre ,kinder4 #c4 ,sie beweint die ,erde und mit ihnen zugleich ihre ,kinder4 ,plethon kommentiert diesen ,spruch folgendermaen3 ,diejenigen1 welche dieser ,mahnung nicht folgen1 werden von der ,erde beklagt4 ,unter der ,erde ist aber hier die irdische ,natur verstanden1 welche eine ,folge der ,unvollkommenheit ist1 denn das irdische ,leben ist eine ,strafe4 ,darum beweint die ,erde auch die ,kinder der ,unvollkommenheit1 denn die ,eltern pflanzen ihre sndhaften ,begierden auf die ,kinder fort2 die ,tugendhaften befleiigen sich eines keuschen ,wandels4 ,whrend also ,plethon obigen ,spruch mit ,bezugnahme auf die ,reincarnations- und ,vererbungstheorie deutet1 so kommentieren ihn der ,anonymus und ,psellos nur in ,hinsicht auf die ,wiederverkrperung4 ,ich kann ihre ,aussprche hier bergehen4 ,der nchste ,aphorismus1 ebenfalls ohne ,zusammenhang mit den brigen1 findet sich nur in der ersten ,fassung und lautet3 ,die ,ausklopfer der ,seele1 welche ihr aufzuathmen mglich machen1 sind auflsender ,art4 ,der ,kommentar sagt3 ,unter den ',ausklopfern der ,seele'1 welche hier unter dem ,bilde eines ,kleides eingefhrt sind1 werden die ,vernunftgrnde verstanden1 welche1 wenn sie ,eingang in die ,seele finden1 den ,staub der ,leidenschaften und alle bsen ,neigungen aus ihr heraustreiben4 ,ihre auflsende ,art besteht darin1 da sie von den ,schlacken reinigen1 welche die ,seele von ihrer ,hlle1 der unreinen ,materie1 an sich zieht4 ,ich bemerke hierzu1 da auch die ,kabbala das ,bild von den ,ausklopfern der ,seele kennt1 welche der ,seele im ,moment des ,todes den letzten schweren ,grabschlag 7,chibbut ,hakkeber7 erteilen4 ,da die ,kabbala zum groen ,teil im ,zoroastrismus wurzelt1 so ist diese ,stelle ein ,beweis fr das hohe ,alter unserer ,aphorismen4 ,der neunte auch zusammenhanglose ,aphorismus1 bei ,psellos der zwlfte und bei ,plethon ebenfalls der neunte lautet3 #a4 ,auf der linken ,seite ist der ,sitz der tugendhaften ,begierden4 #b4 ,der ,tugend ,quell ist auf der linken ,seite der ,hekate4 ,jungfrulichkeit bewahre4 #c4 ,auf der linken ,seite ist der ,tugend ,quell1 bewahre die ,jungfrulichkeit4 ,alle drei ,kommentatoren betrachten diesen ,spruch als ,keuschheitsgebot und sagen1 da die linke ,seite als ,sitz der ,tugend betrachtet werde1 weil auf ihr das ,herz liege2 die rechte ,seite sei wegen ,anwesenheit der ,leber der ,sitz der ,begierden4 ,der zehnte ,aphorismus der ersten ,fassung findet sich in allen drei ,bearbeitungen1 er ist bei ,psellos der fnfzehnte und bei ,plethon ebenfalls der zehnte und hat der ,reihe nach folgenden ,wortlaut3 #a4 ,die ,seele strebe danach1 sich mit dem ,gttlichen zu verbinden4 ,hat sie sich dadurch von den ,einflssen der ,materie frei gemacht1 so wird sie von ,gott durchdrungen sein4 #b4 ,die ,seele trachte gottberauscht zu sein1 ,was irdisch und gebrechlich von sich thuend4 #c4 ,die ,seele des ,menschen strebe1 das ,gttliche in sich zu behalten4 ,der erste ,kommentar sagt sehr drftig1 die ,seele knne des ,gttlichen nicht voll sein1 ohne zuvor die irdischen ,gelste abgelegt zu haben4 ,psellos bemerkt3 ,die ,seele heilige sich zu einem ,gefe1 in welchem die ,gottheit ihre ,wohnung nehme4 ,dies geschieht1 wenn sie erleuchtet ist1 in einem ,zustand also1 dem ein heiliger ,wandel1 eine ,verachtung alles ,irdischen vorhergehen mu4 ,plethon endlich sagt3 ,obgleich die ,seele mit dem ,leib verbunden ist1 so vergesse sie doch ihren himmlischen ,ursprung nicht1 beklage sich aber auch nicht1 da ihr der schmutzige ,leib zur ,hlle gegeben wurde1 ebenso wenig als sie auf die himmlischen ,gter und gttlichen ,eigenschaften stolz sein darf1 mit welchen sie der ,vater so reichlich bedachte4 ,aphorismus elf in allen drei ,fassungen lautet der ,reihenfolge nach3 #a4 ,weil die ,seele ein durchsichtiges ,feuer ist1 so bleibt sie unsterblich und die ,herrin des ,lebens4 #b4 ,weil die ,seele ein leuchtendes ,feuer ist1 darum ist sie unsterblich und ,herrin des ,lebens4 #c4 ,weil sie ein lichtes ,feuer ist und unsterblich 4 4 4 4 ,die drei ,kommentatoren sagen3 #a4 ,das ,irdische ist das ,vergngliche1 das ,geistige das ,unvergngliche4 ,nur des letzteren knnen wir verlustig gehen1 und deshalb ist die ,seele die ,herrin des ,lebens1 d4 h4 des ewigen ,lebens4 #b4 ,die ,seele ist immateriell1 stofflos1 daher unvergnglich1 weil sie nicht aus auflsbaren ,stoffen zusammengesetzt ist4 ,sie nimmt nichts von der ,finsterni an1 weil sie keinen ,krper hat2 sie ist also eitel ,licht4 #c4 ,unter dem ,feuer sind die geistigen ,fhigkeiten verstanden1 mit welchen die ,seele des ,menschen begabt ist4 ,bei ,plethon folgt nun als zwlfter1 bei ,psellos als achtzehnter ein kurzer ,aphorismus1 der in der ersten ,fassung fehlt3 ,suche das ,paradies6 ,plethon sagt kommentierend nur1 da unter ,paradies der lichtumflossene ,aufenthalt der reinen ,seelen zu verstehen sei2 ,psellos dagegen uert sich folgendermaen3 ,die ,chalder verstehen unter ,paradies den ,chorus von smmtlichen ,eigenschaften der ,gottheit1 welche ihn als besondere ,personificationen umgeben4#bbh ,dem ,unwrdigen wehrt ein feuriges ,schwert4 ,daselbst findet man alle ,tugenden1 welche den ,menschen gotthnlich machen4 ,der zwlfte ,aphorismus der ersten ,fassung1 bei ,psellos der siebzehnte und bei ,plethon der dreizehnte hat dieser ,reihenfolge nach folgenden ,wortlaut3 #a4 ,verunreinige nicht den ,geist und ziehe ihn nicht in die ,tiefe hinab4 #b4 ,beflecke nicht den ,geist und ziehe ,sein ,lichtgewand nicht in die ,tiefe4 #c4 ,verunreinige nicht den ,geist4 ,der bedeutsamste ,kommentar dieses ,spruches ist der erste3 ,die ,pythagorer und ,platoniker denken sich die ,seele auch nach dem ,tode nicht vom ,krper getrennt4 ,sie theilen nmlich die ,seele in einen unsterblichen ,geist1 der vom ,himmel stammt1 und in die ,thierseele4 ,ersterer kehrt nach dem ,tode in den ther zurck1 ,letztere#bbi bewohnt noch einige ,zeit den ,krper bis zu seiner gnzlichen ,auflsung4 ,die ,wnsche1 von welchen sie whrend des ,lebens bewegt wurde1 beschftigen sie noch jetzt1 whrend ihr die ,organe zur ,befriedigung derselben fehlen#bcj2 sie sind nach der ,erde gerichtet und verhindern die volle ,befriedigung des ,geistes4 ,das sind die ,dmonen1 welche unstt umherirren2 sie verunreinigen den ,geist und ziehen ihn in die ,tiefe hinab4 ,die reineren ,seelen hingegen1 welche sich schon im leiblichen ,leben dem ,ewigen zuwendeten1 vereinigen sich nach dem ,tode sogleich mit dem ,urquell des ,lichts4 ,das ist1 was die ,jnger ,zoroasters lehren4 ,psellos sagt1 da die ,chalder der ,seele zwei ,gewnder zuerteilen1 deren eines 7es ist der ,astralkrper gemeint7 aus den feinsten ,stoffen der ,sinnenwelt gewebt1 das andere aber therisch1 lichtglnzend und unfalich sei4 ,der ,spruch warne1 beide mit sndigen ,lsten zu beflecken4 -- ,plethon uert sich folgendermaen3 ,die ,pythagorer und ,platoniker nehmen mit ,zoroaster eine dreifache ,seele an1 nmlich die ,thierseele1 welche vom ,leibe unzertrennlich ist und mit diesem aufhrt zu sein4 ,hher als diese steht die mit ,vernunft begabte ,seele des ,menschen1 welche aber durch die ,verbindung der ,seele mit dem ,krper der ,versuchung sich zu verunreinigen ausgesetzt ist1 aber auch durch den ,sieg ber die ,versuchung die ,unsterblichkeit sich zu bewahren vermag4 ,die hchste ,stufe nehmen die ,seelen der ,dmonen ein1 deren ,hlle eine feinere ist und nicht aus materiellen ,stoffen besteht1 weshalb sie auch nicht dem ,verderbni einer gebrechlichen ,natur ausgesetzt ist4 ber diesen stehen die ,planetenintelligenzen1 deren ,hlle aus reinem ,licht besteht4 ,bei ,plethon folgt nun als vierzehnter ,aphorismus der bei den ,andern fehlende ,spruch3 ,vernachlssige aber auch nicht den ,leib4 mit dem kurzen ,kommentar3 ,d4 h4 man schwche ihn nicht absichtlich1 um sich aus diesem ,leben frher zu befreien1 als es der ,wille der ,vorsehung beschlossen hat4 ,in der ersten ,fassung der ,orakel folgt nun als dreizehnter1 nachstehender1 bei ,psellos gleichlautender und in seiner ,reihenfolge erster1 bei ,plethon aber fehlender ,aphorismus3 ,auch von dem ,schattenbild der ,seele ist ein ,theil eitel ,licht4 ,der anonyme ,kommentator bemerkt hierzu3 ,das ,schattenbild der ,seele ist die thierische ,psyche im ,menschen1 welche zwar mit dem bessern ,ich desselben in ,wechselwirkung steht und insofern also von dem gttlichen ,theil im ,menschen einiges ,licht empfngt1 aber an sich selbst der ,vernunft beraubt ist und nur den ,einflsterungen der ,sinne gehorcht4 ,psellos sagt3 ,schattenbilder oder ,idole sind bei den ,philosophen solche ,dinge1 welche an sich selbst schlechter oder den bessern untergeordnet sind1 aber doch mit ihnen eine gewisse hnlichkeit besitzen1 wie z4 ,b4 der menschliche ,verstand ein ,theil der ,gottheit1 aber doch dem ,irrthum unterworfen ist4 ,vom ,verstand ist nun wieder die ,thierseele im ,menschen in gleichem ,abstand2 sie hat nur materielles ,streben und ist deshalb ein ,schattenbild des ,geistes4 ,dieser begiebt sich nach seiner ,trennung vom ,leibe in die ,lichtregion4 ,zoroaster will also sagen3 ,nicht blos die mit ,vernunft begabten ,seelen knnen in die vollkommen erleuchtete ,region versetzt werden1 sondern auch die ,thierseele im ,menschen1 wenn dieser tugendhaft wandelte4 ,hier weicht also der ,grieche vom ,chalder ab1 insofern ,ersterer die ,thierseele sich nach ihrer ,trennung vom ,leibe im ,weltenraum unbewut verflchtigen lt1 d4 h4 ihr die ,fortdauer abspricht4 ,aphorismus vierzehn und fnfzehn der ersten ,fassung 7bei ,plethon fehlend7 lauten3 berlasse auch nicht deine ,seele der ,hefe der ,materie4 berlasse auch nicht die ,hefe deiner ,seele dem ,abgrund1 damit sie bei ihrer ,trennung vom ,krper nicht zu ,schaden komme4 ,bei ,psellos zwei und drei3 berlasse auch nicht die ,hefe der ,seele dem ,abgrund ,damit sie nicht bei der ,trennung vom ,krper zu ,schaden komme4 ,der erste ,kommentar nennt diese ,aphorismen3 ,eine ,ermahnung1 da die ,seele stets ber sich wache und nicht den ,anfechtungen des ,leibes unterliege1 wodurch sie mit ihm ins ,verderben sinkt4 ,damit ist vor der ,strafe der ,seelenwanderung gewarnt1 welcher alle verfallen1 die whrend ihres ,erdenlebens dem ,krper1 d4 h4 der ,hefe der ,seele1 eine zu groe ,macht einrumen4 ,psellos sagt3 ,unter ,hefe der ,seele ist der aus den vier ,elementen zusammengesetzte ,krper verstanden4 ,der ,jnger wird also ermahnt3 ,nicht nur die ,seele erhebe zu ,gott1 sondern suche auch ihr ,kleid1 nmlich den ,leib1 zu erheben4 ,abgrund ist ,erde1 auf welche die aus dem ,himmel verwiesene ,seele herabgeschleudert wurde4 ,wie lt sich aber diese ,ermahnung anders befolgen1 als indem man den ,krper dem ,scheiterhaufen bergiebt4 ,oder ist die ,luterung durch gttliches ,feuer gemeint1 wie wir an ,henoch und ,elias sehen1 die es wegen ihrer ,auffahrt zum ,himmel noch bei lebendigem ,leibe wohl in ihrer ,vervollkommnung so weit gebracht hatten1 da sie nur noch einen therischen ,leib besaen8 ,dieses ,ziel zu erreichen ist aber ohne den ,beistand der gttlichen ,gnade unmglich4 ,bezglich des zweiten ,spruchs sagt ,psellos1 da auch ,plotinos denselben anfhre und bemerkt weiter3 ,diese ,ermahnung ist sehr wichtig1 denn die ,furcht vor dem ,tode zieht die meisten ,menschen von edleren ,betrachtungen ab1 so da die ,seele ihre ,luterung nicht bestehen kann4 ,daher kommt es1 da die aus der ,welt abscheidende ,seele noch einige ihrer irdischen ,sorgen und ,wnsche mit hinber nimmt1 anstatt sie zu ,gott und den ,engeln zu erheben1 wie die ,erleuchteten thun1 deren ,blick schon diesseits des ,grabes eine hhere ,richtung nimmt4 ,der sechzehnte ,aphorismus der ersten ,fassung1 der zwanzigste bei ,psellos und fnfzehnte bei ,plethon hat in den drei ,bearbeitungen folgenden ,wortlaut3 #a4 ,wenn du deinen aus therischem ,stoff bestehenden ,geist zur ,verehrung der ,gottheit hinleitest1 so wird auch dein irdisches ,theil dabei wohl fahren4 #b4 ,wenn du dein feurig ,ich zu guten ,werken lenkst1 ,so wirst du auch dein feuchtes ,ich erretten4 #c4 ,wenn du dein feuriges ,theil aufrichtest1 so wirst du auch den feinsten ,stoff des ,leibes dir erhalten4 ,der anonyme erste ,kommentator bemerkt1 da unter der ,verehrung der ,gottheit nicht allein der ,kultus1 sondern alle sittlichen ,handlungen zu verstehen seien4 ,psellos versteht unter dem feurigen ,ich die vom ,gttlichen erleuchtete ,seele und unter dem feuchten ,ich den materiellen ,leib4 ,plethon sagt3 ,wenn du einen gottesfrchtigen ,wandel fhrst1 so wird dir auch leibliches ,wohlsein zu ,theil werden4 ,der siebzehnte ,aphorismus1 bei ,plethon der sechzehnte 7bei ,psellos fehlend7 wird in mystischen ,werken sehr hufig citiert#bca und lautet in der ersten ,fassung3 ,von allen ,enden der ,erde kommen ,hunde herbei1 die den ,sterblichen durch falsche ,zeichen ffen4 ,in der zweiten3 ,aus allen ,enden der ,erde springen ,hunde hervor1 den ,menschen ,gaukelbilder zeigend4 ,beide ,kommentatoren sagen bereinstimmend1 da den in die ,mysterien ,einzuweihenden ,gespenster mit ,hundefratzen erschienen1 und verstehen unter denselben ,personifikationen der zerstrenden ,leidenschaften1 welche die ,seele aus ihrer ,ruhe aufschrecken4 ,der achtzehnte 7bei ,psellos fehlende7 und bei ,plethon siebzehnte ,aphorismus hat folgenden ,wortlaut3 #a4 ,die ,vernunft lehrt uns1 da die ,dmonen ursprnglich heilige ,geister seien1 und die bsen ,eigenschaften eine ,verkehrung der guten sind4 #b4 ,die ,natur sagt uns1 da die ,dmonen vollkommene ,wesen seien4 ,der erste ,kommentar ergeht sich in ziemlich nichtssagender ,weise ber den ,fall der ,engel1 welchen wir auch oben bei ,zoroaster vorkommen sahen4 -- ,plethon versteht unter ,dmonen nicht im vulgren ,sinn bse ,geister1 sondern geistige ,wesen berhaupt2 im brigen umschreibt er nur den ,aphorismus1 ohne etwas von ,bedeutung zu sagen4 ,der nchste ,aphorismus findet sich nur in der ersten ,fassung3 ,die rchenden ,furien zgeln den ,menschen4 ,es fhre die ,seele die ,oberherrschaft und schicke vorsichtig nach allen ,seiten ihre ,blicke aus4 ,der ,kommentar versteht unter den rchenden ,furien die notwendigen ,folgen der ,thaten der ,menschen1 und unter den ,blicken die angeborenen guten ,eigenschaften1 mit deren ,hilfe wir die schlechten erkennen und ihren ,einflu auf uns abwehren4 ,der folgende1 sich auch bei ,psellos findende ,aphorismus3 ,o ,mensch1 du khnes ,kunstwerk der ,natur4 gehrt offenbar zum einundzwanzigsten ,spruch der ersten ,fassung1 welcher in den beiden andern fehlt3 ,httest du meinen ,beistand fleiiger angerufen1 so wrdest du wohlgethan haben1 denn nicht vom himmlischen ,stoffe scheint dir das ,weltgebude1 sondern zu ,schlechten und ,krummen sich neigend4 ,die ,sterne glnzen nicht1 der ,mond ist verfinstert1 die ,erde wankt1 und alle ,gegenstnde scheinen sich in ,blitze zu verwandeln4 ,der ,kommentar sagt nur3 ,so spricht das ,orakel zu dem in die ,weihen ,initiierten4 ,der zweiundzwanzigste -- bei ,psellos fehlende -- und bei ,plethon achtzehnte ,aphorismus lautet3 ,nimm nicht das ,bild der ,natur fr die ,gottheit selbst6 ,bei ,plethon3 ,berufe dich nicht auf das ,bild der ,natur6 ,beide ,kommentare sagen bereinstimmend1 ,gott sei nicht durch das ,bild zu erfassen4 ,alle dem ,eingeweihten#bcb sich darbietenden ,erscheinungen1 wie ,flammen1 ,blitze1 sind nur ,sinnbilder des ,schpfers1 nicht sein eigentliches ,wesen4 ,der dreiundzwanzigste -- bei ,psellos zehnte -- ,spruch heit3 ,mit reinem ,gemth umfasse die ,zgel des ,feuers4 ,bei ,psellos3 ,die gestaltlose ,seele halte die ,zgel des ,feuers4 ,der erste ,kommentar ist nichtssagend4 ,psellos bemerkt3 ,die gestaltlose1 d4 h4 die von der ,materie sich abwendende ,seele halte die ,zgel des ,feuers4 ,sie soll sich nmlich in den ,besitz des zum ewigen ,licht fhrenden ,mittels setzen4 ,wer die ,zgel schlaff hlt1 dessen gute ,vorstze erschlaffen1 und er fllt wieder der ,erde anheim4 ,der vierundzwanzigste1 bei ,psellos dreizehnte ,spruch hat den ,wortlaut3 ,wenn du das heilige ,feuer aller ,gestalt ledig durch die ,tiefen des ganzen ,weltalls wirst schimmern sehen1 so horche auf den ,ton des ,feuers4 ,bei ,psellos heit es3 ,wenn du gewahrst des heiligen ,feuers ,strahl1 ,das doch ,gestalt nicht hat1 der ,unterwelt auch leuchtend1 ,dann horche auf des ,feuers ,ton6 ,der erste ,kommentator giebt folgende ,auslegung3 ,das gestaltlose ,feuer ist die ,gottheit selbst1 welche alle ,rume der ,welt durchdringt4 ,auf ihr ,flstern achte du6 ,psellos bemerkt3 ,dieses ,feuer ist das gttliche ,licht1 weil es keine ,gestalt hat4 ,wenn dieses den ,seher erleuchtet1 da er im ,geist der ,erde ,tiefen durchschaut1 dann vertraue er seinen ,eingebungen4 ,der fnfundzwanzigste ,aphorismus lautet bei dem ,anonymus und ,psellos3 #a4 ,die ,seele des ,menschen trgt die ,spuren ihrer gttlichen ,abkunft in sich4 #b4 ,eile zum ,lichte zu gelangen1 zu den ,strahlen des ,vaters1 von welchem deine ,seele ausgeflossen ist4 ,beide ,commentare sind nichtssagend1 weil der ,aphorismus fr sich spricht4 ,der sechsundzwanzigste ,aphorismus in der ersten ,fassung und zweiunddreiigste bei ,psellos lautet3 #a4 ,vernimm1 was sich durch den ,verstand fassen lt1 denn dies ist ber die ,vernunft4 #b4 ,wisse1 das durch den ,geist ,wahrnehmbare kann vom ,verstande nicht begriffen werden4 ,der erste ,kommentar lautet3 ,obschon der ,schpfer die ,bilder der unsichtbaren ,dinge dir eingegeben hat1 so bestehen sie in deiner ,seele doch nur durch das ,vorstellungsvermgen2 trachte du aber danach1 sie in der ,wirklichkeit zu besitzen1 d4 h4 dich nach dem ,tode des ,leibes mit dem ,urgeist1 dem nichts verborgen ist1 zu vereinigen4 ,psellos dagegen sagt3 ,obschon der ,verstand uns alle ,dinge erklrt1 so kann doch das ,wesen ,gottes von ihm nicht erfat werden1 denn dies wre nur durch unmittelbare ,erleuchtung von oben mglich4 ,weder der ,gedanke des ,menschen1 noch das artikulirte ,wort kann das ,wesen des ,schpfers definiren4 ,er ist durch ehrfurchtvolles ,schweigen weit passender verehrt1 als durch einen ,schwall von ,worten4 ,er ist ber alles ,lob erhaben4 ,der siebenundzwanzigste -- bei ,psellos fehlende -- ,aphorismus hat den ,wortlaut3 #a4 ,wahrlich1 etwas ist durch den ,geist wahrnehmbar1 das sich den ,sinnen entzieht4 ,der ,kommentator bezieht das den ,sinnen nicht ,wahrnehmbare kurzweg auf ,gott4 ,der achtundzwanzigste -- bei ,psellos sechsundzwanzigste -- ,aphorismus lautet3 #a4 ,alles ist aus ,einem ,feuer hervorgegangen1 welches der ,urheber dem aus ihm hervorgegangenen ,geist bergab1 welch' ,letzteren die ,menschen fr das ,urwesen#bcc selbst halten4 #b4 ,alles ist aus einem ,feuer entstanden4 ,der erste ,kommentator sagt3 ,alles emanirt aus ,gott4 ,er hat ,alles geschaffen1 nmlich die geistigen ,vorbilder der ,dinge#bcd2 der eigentliche ,weltbaumeister verfertigte die irdischen ,abbilder der vorigen1 denn von der ,materie1 welche aber nicht vom ,urquell des ,lichts herstammt1 konnte die ,krperwelt nicht entstehen4 ,psellos bemerkt zu diesem ,aphorismus in seiner ,fassung nur1 da er dem christlichen ,glauben entspreche1 insofern alles in ,gott wurzele4 ,der neunundzwanzigste ,aphorismus der ersten ,fassung fehlt bei ,psellos und ist der neunzehnte bei ,plethon2 er hat folgenden ,wortlaut3 #a4 ,die ,dinge1 welche vom ,verstand erforscht werden1 sind selbst ,intelligenzen4 #b4 ,die ,seelen1 welche vom ,vater empfangen werden1 sind selbst der ,empfngni fhig4 ,der erste ,kommentar lautet dahin1 da die geistigen1 unkrperlichen ,wesen ,zeugungen ,gottes1 selbst handelnde ,persnlichkeiten und verschieden von den mit dem ,leib vermhlten ,seelen#bce1 den ,geschpfen des ,demiurgen sind4 ,plethon sagt nur1 da hier die geistige ,fortpflanzung der ,ideen gemeint sei1 welche die ,chalder sich als unsichtbare ,personifikationen der ,dinge auf ,erden vorstellten4 ,der dreiigste ,aphorismus der ersten ,fassung ist bei ,psellos der siebente und bei ,plethon der zwanzigste4 ,er lautet der ,reihenfolge nach3 #a4 ,die ,welt wird nach unwandelbaren ,gesetzen von vielen ,intelligenzen regiert4 #b4 ,die ,welt wird durch vernunftbegabte und doch unbewegliche ,wesen vor dem ,untergang geschtzt4 #c4 ,die ,welt erhlt zu ,lenkern solche ,wesen1 die1 weil sie nur intellektuell1 also mit den ,sinnen nicht wahrnehmbar1 auch der ,vernderung nicht unterworfen sind4 ,der erste ,kommentator und ,plethon bemerken nur1 da die oberste dieser ,intelligenzen der ,demiurg#bcf sei1 und da1 da die ,welt unvergnglich sei1 diese ,eigenschaft deren geistigen ,regenten erst recht zukomme4 ,psellos verliert sich in die unfruchtbare magisch-astrologische ,lehre von den ,planetenintelligenzen4 ,der einunddreiigste ,aphorismus ist bei ,psellos der dreiundzwanzigste1 bei ,plethon der einundzwanzigste und lautet in den drei ,fassungen3 #a4 ,sich selbst hat der hchste ,gott dem ,blicke aller ,wesen entzogen1 welche1 obschon mit dem ,vermgen ausgerstet1 sich von unsichtbaren ,dingen eine ,vorstellung zu machen1 doch seine ,eigenschaften nicht begreifen knnen4 #b4 ,der ,schpfer hat sich in die ,verborgenheit zurckgezogen und ist selbst den geistigen ,naturen unerforschlich4 #c4 ,der ,vater hat sich selbst entzogen4 ber diese auch in der ,kabbalistik ausgesprochene ,lehre bemerkt der erste ,kommentator nur1 da dies daher komme1 weil kein geschaffener ,geist ,gott als ungeschaffenes ,wesen begreifen knne4 ,psellos lt sich auf keine ,erklrung ein und sagt nur1 da dieser ,satz dem christlichen ,glauben widerspreche4 ,plethon hingegen uert sich folgendermaen3 ,obgleich geistige ,wesen mittelst des ,geistes wahrgenommen werden1 entzieht sich doch der ,schpfer auch diesem1 wenn der menschliche ,forschungsgeist die ,natur der ,gottheit zu erforschen sich vermit4 ,der zweiunddreiigste und letzte ,aphorismus der ersten ,fassung1 der zweiundzwanzigste bei ,psellos und ,plethon lautet3 #a4 ,der ,vater aller ,wesen flt nicht ,furcht ein1 sondern den ,trieb1 ihm gehorsam zu sein4 #b4 ,gott flt keine ,furcht ein1 sondern den ,trieb1 ihm gehorsam zu sein4 #c4 ,der ,vater flt nicht ,furcht ein4 ,der erste ,kommentator und ,plethon sagen nur1 da ,gott als ,urquell alles ,guten nur ,liebe1 nicht aber ,furcht einflen knne4 ,psellos bemerkt3 ,die gttliche ,natur kennt weder ,zorn noch ,unwillen1 sie bleibt sich stets gleich4 ,deshalb flt sie auch den ,geschpfen keine ,furcht ein4 ,wre sie feindlicher ,gesinnung1 so knnte die ,schpfung keinen ,bestand haben4 ,gott ist ein ,licht1 aber dem ,snder ein verzehrendes ,feuer4 ,damit schlieen bei ,plethon und in der ersten ,fassung die magischen ,orakel ,zoroasters4 ,aus der ,fassung des ,psellos hebe ich noch folgende1 bei den andern ,beiden fehlenden ,aphorismen hervor3 ,aph4 #e3 ,nicht niederwrts den ,blick gerichtet6 ,zum ,himmel strebe auf6 ,denn unten ,herrscht nur ,nothwendigkeit1 die harte1 ,die den ,planeten ihre ,richtung gab4 ,der ,kommentar enthlt nur den bemerkenswerten ,ausspruch1 da sich die ,seele auf jedem ,planeten verkrpern msse4 ,das brige ist astrologische ,spitzfindelei4 ,aph4 #ad3 ,es lt ,natur uns ,geisterreiche ahnen1 ,des ,bsen wie des ,guten allzugleich4 ,der ,kommentar sagt nur1 da die geahnten ,geisterreiche auch zur ,erscheinung gebracht werden knnten1 wenn es dem ,theurgen gelinge1 die ,elementarkrfte aufzuregen4 ,damit schlieen die ,orakel ,zoroasters in der ,redaktion des ,psellos1 welche ich hier der fortlaufenden ,vergleichung halber auer der ,reihenfolge brachte4 ,in der anscheinend gnostischen ,fassung lauten die ,orakel folgendermaen3 ,erforsche den ,weg der ,seele1 woher oder auf welche ,weise du1 wenn du dem ,leibe dienest1 jene wieder in die ,ordnung1 von der du abgewichen bist1 bringen kannst1 indem du mit dem heiligen ,wort dein ,werk vollbringst4 ,nicht abwrts sollst du dich neigen2 ein ,abgrund ist auf ,erden1 welcher dich von der ,schwelle1 die sieben ,gnge hat1 abzieht1 unter welcher der ,thron des furchtbaren ,schicksals steht4 ,denn dein ,behltni werden die wilden ,thiere der ,erde bewohnen4 ,gieb ja nicht dem ,schicksal einen ,zuwachs2 denn nichts ,unvollkommenes geht von der ,herrschaft des himmlischen ,vaters aus4 ,aber der ,wille des ,vaters lt nicht den ,willen jener ,seele1 bis sie die ,vergessenheit preisgegeben und das ,wort gesprochen hat1 im ,gedchtni behaltend das heilige ,zeichen des ,vaters4 ,du mut zum ,lichte eilen und zum ,glanze des ,vaters1 von dem deine ,seele ausgegangen ist1 welcher viel ,verstand inne wohnt4 ,die ,erde beweint sie bis auf die ,kinder4 ,die ,vertreiber der ,seele1 welche sie wieder ins ,leben rufen1 knnen erlst werden4 ,in der linken ,hhle deines ,lagers wohnt die ,kraft der ,tugend und bleibt ganz darin1 ohne ihre ,jungfrulichkeit preiszugeben4 ,die ,seele der ,menschen wird ,gott gewaltig an sich ziehen2 nichts ,sterbliches habend1 ist sie ganz ,gottestrunken4 ,denn sie rhmt sich der ,einheit#bcg1 in welcher sich der sterbliche ,krper befindet4 ,weil die ,seele glnzendes ,feuer ist durch die ,macht des ,vaters1 so bleibt sie unsterblich und ist ,herrin des ,lebens1 und weil sie viele ,vollendungen der ,welt hat1 sollst du das ,paradies suchen4 ,verunreinige nicht den ,geist und drcke ihn nicht in die ,tiefe nieder4 ,es ist auch dem ,bilde der ,seele#bch sein ,theil allenthalben an einem hellglnzenden ,ort4 ,la nicht den ,auswurf des ,stoffes am ,abgrunde liegen4 ,fhre nicht die ,seele heraus1 damit sie nicht den ,krper verlassend1 in ,gefahr komme4#bci ,wenn du den feurigen ,geist zum ,dienste ,gottes antreibst1 so wirst du auch den ,krper im ,leben wohl-erhalten4 ,aus dem ,busen der ,erde gehen irdische ,hunde hervor1 die niemals das wahre ,zeichen dem irdischen ,menschen aufweisen4 ,die ,natur rth1 da die ,geister heilig seien1 und da auch die ,steine des schlechten ,stoffs gut und edel sind4 ,rchende ,wesen zchtigen den ,menschen4 ,eine unsterbliche ,tiefe wird ber die ,seele herrschen2 du aber richte die ,augen ganz in die ,hhe4 ,o ,mensch1 du ,gebilde der zuversichtlichsten ,natur6 ,wenn du fter mit mir geredet haben wirst1 so wirst du alles wohl im ,gedchtni behalten4 ,denn dann wird dir nicht mehr krumm und schief die himmlische ,masse erscheinen4 ,die ,sterne glnzen nicht2 das ,licht des ,mondes ist verdeckt4 ,die ,erde steht nicht fest1 und ,alles wird wie ,blitze aussehen4 ,du sollst nicht das durch sich selbst offenbare ,bild der ,natur anrufen4 ,allenthalben mit einfltigem ,herzen ergreife die ,zgel des ,feuers4 ,wenn du gestaltlos das heilige ,feuer erblickst1 wie es schimmernd springt durch die ,tiefen der ganzen ,welt1 so hre auf das ,gerusch des ,feuers4 ,der ,geist ,gottes selber gab den ,seelen der ,menschen die vterlichen ,sinnbilder ein4 ,begreife1 was mit dem ,verstand begriffen werden kann1 denn es ist auer dem ,geiste4#bdj ,es giebt wahrlich etwas1 was mit dem ,verstand begriffen werden kann4#bda ,alles ist aus einem ,feuer hervorgebracht1 sintemal ,alles der ,vater vollbracht hat und hat es dem zweiten ,geiste mitgetheilt1 welchen die ,geschlechter der ,menschen den ersten nennen4 ,die ,gestalten1 welche im ,geiste ergriffen werden1 vernommen durch den ,geist des ,vaters1 begreifen auch selbst1 damit sie1 durch schweigende berlegung bewegt1 einsehen4 ,o wie hat diese ,welt ,lenker1 welche mit der ,kraft der ,einsicht begabt sind und nicht gebeugt werden knnen4 ,sich selber hat der hchste ,vater von allen andern getrennt2 aber nicht auf die ,kraft seiner ,einsicht hat er sein ,feuer beschrnkt4 ,der ,vater lt keine ,furcht zu1 sondern nur ,gehorsam4 ,drittes ,buch4 ,der ,occultismus der ,inder4 ,am reinsten gelangt der indische ,occultismus in den ,veden zur ,darstellung4 ,veda1 das ,wissen1 heit im weiteren ,sinn alles ,geoffenbarte1 weshalb gewissermaen alle heiligen ,bcher der ,inder ,veden genannt werden knnen4 ,in engerem ,sinn jedoch versteht man unter ,veden die vier ltesten ,sammlungen religiser ,urkunden1 welche nach indischer ,anschauung in der ,urzeit von ,brahma selbst gegeben wurden1 und auf welche die indische ,religion1 die ,gesetze und die ,litteratur gegrndet sind4 ,es sind3 #a4 ,der ,rigveda mit religis-moralischen ,vorschriften1 ,ermahnungen und ,hymnen auf alle ,gottheiten4 #b4 ,der ,yayurveda1 bestehend in sechsundachtzig prosaischen ,abschnitten ber die verschiedenen ,arten der ,opfer und die dabei zu beobachtenden ,gebruche4 #c4 ,der ,samaveda1 welcher fr den heiligsten gehalten wird und lyrische ,gebete enthlt1 die gesungen werden4 #d4 ,der ,atharvaveda mit ber siebenhundert ,hymnen1 ,exorcismen1 ,zaubersprchen1 ,verfluchungen usw4 ,die ,veden zerfallen weiter in einen rituellen1 ,prvakndam oder ,karmakndam genannten ,teil1 welcher u4 a4 die ,gebete -- ,mantras -- enthlt1 die1 wenn sie metrisch -- rig -- sind1 gesungen und1 wenn nicht metrisch -- yajush -- leise gemurmelt werden4 ,daran reiht sich der ,brhmana1 ,uttaraknda oder ,gnna -- ,gnosis -- genannte ,abschnitt1 welcher sich ber ,kosmogonie1 das gttliche ,wesen1 die gttlichen ,attribute usw4 verbreitet4 ,jeder ,veda1 besonders die ,brhmanas enthalten noch eine ,anzahl ,upanischads oder ,meditationen1 genannte ,traktate1 welche die eigentliche ,theologie der ,veden enthalten4 ,jedes auf die ,veden sich sttzende ,werk fhrt den ,namen ,sstra2 deren giebt es eine groe ,anzahl und sie wie ihre ,kommentare enthalten die zahllosen ceremoniellen ,vorschriften4 ,die ,veden werden hufig ,sruti1 das durch ,offenbarung ,gehrte genannt1 weil sie von ,brahma selbst heiligen ,mnnern1 deren ,namen genannt werden1 geoffenbart worden sein sollen2 doch gestehen die ,kommentare selbst zu1 da die genannten ,heiligen1 die ,rischis1 die wahren ,verfasser sind4 -- ,die ber diese ,verfasser usw4 umlaufenden ,traditionen lasse ich beiseite4 ,zur ,zeit als die arischen ,indier sich von verwandten ,vlkern trennten und von den asiatischen ,hochebenen in das ,tiefland einwanderten1 war ihre ,religion wohl ,sabismus und im wesentlichen ,sonnendienst1 wie denn noch jetzt bei ,sonnenaufgang das ,homaopfer dargebracht wird und die ,sekte der ,sauras ausschlielich die ,sonne verehrt2 bei den ,indiern wie bei den ,essern darf die ,sonne die ,ble des ,menschen nicht bescheinen1 und in den ,veden ist es wie im ,zendavesta und bei den ,pythagorern verboten1 sein ,wasser gegen die ,sonne zu lassen1 c4 c4 ,als mythische ,gottheit und erste ,person der allbekannten indischen ,gttertrias3 ,brahma1 ,wischnu1 ,schiwa1 fhrte die ,sonne den ,namen ,brahman1 der ,leuchtende4 ,sie schlft zur ,zeit des winterlichen ,regens1 sie stirbt1 wird neugeboren1 und zahlreiche ,mythen des alten ,indiens sind nur aus dem ,sonnenkultus zu erklren und mutatis mutandis universalgeschichtliche ,erscheinungen4 berall1 wo ,sonnendienst herrschte1 begegnen wir denselben ,festen und den gleichen ihnen zu ,grund liegenden mythologischen ,vorstellungen1 die -- wie die ganze ,theogonie -- in epischem ,gewand gleichsam historisiert auftreten4 ,die zum ,heil des ,menschengeschlechts unternommenen ,thaten und ,wanderungen des ,sonnengottes bilden sich im ,laufe der ,zeit in eine ,gtterlegende oder -- wenn auf menschliche ,heroen bertragen -- zu einer ,heldensage um1 aus welcher fr das ,volk ,belehrung und ,moral geschpft wird1 und an deren thatschlicher ,grundlage weder ,priester noch ,geschichtschreiber zweifeln4 ,in den ,veden treffen wir den ,brahmaismus in engerem ,sinn oder den ,sonnendienst mit dem untergelegten ,gedanken eines ewigen ,lichtquells und weltschaffenden ,geistes1 welcher -- an sich von der ,sonne als ,weltkrper unabhngig -- diese wie das ganze ,universum hervorgebracht hat1 welcher alles ,thun der ,gtter und ,menschen wahrnimmt und unter dem ,bilde der ,sonne zu verehren ist4 ,mit der ,zeit ging diese ,anschauung zum reinen ,monotheismus ber1 und wie im ,mazdeismus ,zrvna-akarana1 so wird im ,brahmaismus ,brahma1 das ,groe1 ein neutrales ,abstraktum1 welchem erst die ,prdikate durch ,kraftuerungen nach auen werden mssen2 deshalb wird es auch tat1 das ,ich1 die ,seele oder das ,wesen1 sat1 genannt4 ,dieses ,groe wurde als das hchste ,wesen betrachtet1 in welchem alles seinen ,grund habe1 und das man mit ,eifer aus seinen ,wirkungen zu erkennen suchen msse4 ,es fhrt in den ,veden den ,namen ,parabrahma1 das ,urgroe2 ,avoyaka1 das ,unsichtbare2 ,nirvikalpa1 das ,unerschaffene2 ,svayambhu1 das durch sich selbst ,seiende1 wodurch ,brahma den ,begriff des ,ewigen und ,selbstndigen erhlt4 ,auf dieses unendliche ,urwesen bezieht sich keine ,mythe1 und es heit in den ,veden nur1 da vor ihm nichts vorhanden war1 und da seine ,glorie so gro sei1 da es kein ,bild derselben geben kann4 ,eine ,manifestation desselben ist erst die als ,demiurg1 als weltschaffender ,brahma gedachte ,sonne1 hnlich wie im ,mazdeismus ,ahuramazd der vollkommenste ,abdruck des ,erhabenen ist4 ,das durch sich selbst ,seiende regiert durch diesen seinen ,statthalter und andere aus ihm geflossene gttliche ,emanationen1 welche nur das persnliche ,hervortreten und ,sichtbarwerden der verschiedenen ,attribute und ,eigenschaften des ,urersten sein sollen1 die ,welt nur mittelbar1 und hierbei verliert sich die indische ,spekulation in ein buntes ,gewimmel metaphysisch-mythologischer ,gestaltungen1 welches wir hier bei ,seite lassen knnen4 ,bei diesem ,personifikationsproze der einzelnen ,attribute trat vorerst das durch sich selbst ,seiende in den ,hintergrund zurck1 und selbst ,brahma -- seine erste ,emanation -- verlor an ,ansehen1 so da vom ,brahmaismus ,indiens nur insofern die ,rede sein kann1 als sich derselbe auf den ursprnglichen vergeistigten ,sonnendienst bezieht4 ,trotzdem ist aus den heiligen ,bchern der ,indier berall nachweisbar1 da die indische ,religion sich schon sehr bald vom ,sabismus zur ,verehrung eines hchsten ,wesens erhoben hatte1 und es ist leicht einzusehen1 da in ,indien1 wo kein ,eroberer die beschauliche ,ruhe der ,weisen unterbrach1 der ,sinn fr die religisen ,grundwahrheiten frher geweckt werden mute1 als es in dem von wilden ,strmen bewegten ,westen mglich war4 ,hier begannen die schchternen1 von ,sokrates nachmals mit der ,moral verbundenen ,anfnge der ,religionsphilosophie mit ,anaxagoras und ,xenophanes und nahmen dann unter ,pythagoras und ,plato einen hhern ,aufschwung bis sie in den ,lehren der ,stoa einen dem ,christentum hnlichen wrdigen ,ausdruck fanden4 ,der vergeistigte ,mazdeismus bte mchtigen ,einflu auf die ,religion der ,juden1 unter denen bisher nur die ,propheten auf einer hheren ,erkenntnisstufe gestanden hatten1 whrend der groe ,haufe zwischen den polytheistischen ,religionen seiner ,nachbarvlker hin und her schwankte bis endlich der ,stifter des ,christentums die ,lichtstrahlen des ,mazdeismus1 des ,buddhismus und der hellenistisch-jdischen ,religionsphilosophie in einem ,brennpunkt vereinigte und mit einer reinen praktischen ,moral verband4 ,alle ,religionen des ,altertums zeigen ein ,fortschreiten vom ,fetischismus aus durch den ,sabismus und ,sonnendienst zur ,lichtreligion und ,verehrung ,eines hchsten ,wesens1 von welchem die ,volksgottheiten usw4 nur niedere ,potenzen1 ,emanationen1 ,attribute c4 sind4 ,gerade die indische ,litteratur zeigt wie keine andere die ,fhigkeit des menschlichen ,geistes1 von der ,bewunderung der menschlichen ,natur ausgehend1 aus eigner ,kraft zum ,hchsten sich erheben zu knnen1 und beweist die ,nichtigkeit einer ertrumten gttlichen ,urweisheit und eines ,urpriestertums des menschlichen ,geschlechts1 wie es sich bei den mehr oder weniger von ,jakob ,bhme abhngigen glubigen ,naturforschern und ,naturphilosophen der ersten ,hlfte unseres ,jahrhunderts in so aufdringlicher ,weise breit macht4 ,fr den indischen ,monotheismus der ,indier erheben sich schon frh gewichtige ,stimmen4 ,so sagt ,philostratus in seinem ,leben des ,apollonius von ,tyana#bdb1 da in ,indien nur eine hchste ,gottheit alles leite1 da aber daneben ,untergtter angenommen wrden4 ,bardesanes spricht sich dahin aus#bdc1 da es mehrere tausend ,brahminen gebe1 die nach ,gesetz und ,tradition keine ,bilder verehrten1 weder ,fleisch noch geistige ,getrnke genssen1 ohne ,falsch seien1 ihren ,geist allein auf die ,gottheit richteten4 ,selbst der ,muhammedaner ,abulfeda gesteht zu1 da der gebildete ,indier keine ,idololatrie treibe1 und da beim ,volk endlich die ,gtterbilder nur zur ,fixirung der ,andacht dienten4 ,in unserer ,zeit bekennt endlich ,colebrooke#bdd1 da der ,monotheismus in den ,lehren der ,vedas genau ausgesprochen1 wenn auch nicht immer klar von der ,polylatrie geschieden sei2 da er aber in den den ,veden folgenden ,schriften der ,indier1 welche sich demnach mit ,recht auf die ,lehre ihrer religisen ,schriften von der ,einheit ,gottes beriefen1 immer mehr hervortrete4 ,das ,gesetzbuch des ,manu sagt ausdrcklich1 da die ,veden nur einen ,gott lehren als den ,herrn aller ,gtter und ,menschen1 den man in jedem ,wesen erkennen und verehren msse1 und im allgemeinen schildern die ,veden die ,gottheit als immateriell1 unsichtbar1 ber alle ,vorstellung erhaben1 aus deren ,werken der ,mensch ihre ,ewigkeit1 ,allmacht1 ,allwissenheit und ,allgegenwart erkennen kann2 als das gttliche unvergleichlich groe ,licht1 von welchem alles ausgeht1 zu dem alles zurckkehrt1 welches allein unsern ,verstand erleuchten kann und auf gerechte ,weise ,vergeltung erteilt durch die rollenden ,zeiten4#bde ,die ,veden lehren3 ,es ist ein lebendiger1 wahrer ,gott1 ewig1 krperlos1 ohne ,theile und ohne ,leidenschaft1 allmchtig1 allweise und allgtig1 ein ,schpfer und ,erhalter aller ,dinge4 -- ,er ist allwissend1 aber ,niemand kennt ihn1 den man den groen1 weisen ,gott nennt4 -- ,gott1 der die vollkommene ,weisheit ist1 ist die endliche ,zuflucht des ,menschen1 der freigebig sein ,vermgen spendete1 fest in der ,tugend war und der den groen ,einen kennt und verehrt4 -- ,er ist der ,gott1 welcher das ,weltall regierend durchdringt2 er war der ,erstgeborene und ruht fort im ,mutterleib2 er kam in das ,licht des ,daseins1 wohnt im ,licht und in ,allem1 was ist4 ,der ,herr der ,schpfung war frher als das ,all1 er wirkt in allen ,wesen und freut sich ber seine ,schpfung4 ,wem sollten wir blutlose ,opfer bringen1 als ihm1 der die therische ,luft geschaffen wie die feste ,erde1 ihm1 der die ,scheibe der ,sonne festheftete und des ,himmels ,wohnung1 ihm1 der des niedern ,luftkreises ,tropfen in eine ,gestalt brachte8 ,wem sollten wir unsere ,gaben bieten als ihm1 den ,himmel und ,erde im ,geiste beschauen8#bdf ,wer wei genau1 und wer wird in dieser ,welt aussprechen1 von wannen und warum diese ,schpfung stattgefunden8 ,die ,gtter sind spter als die ,schpfung4 ,der im hchsten ,himmel der ,lenker dieses ,alls ist1 wei es2 aber kein ,anderer kann darber ,kunde haben4#bdg -- ber den ,sonnen hinaus scheint keine ,sonne mehr1 kein ,mond und kein ,stern mehr1 dort funkelt kein ,blitz1 sondern die ,gottheit strahlt dort allein und giebt dem ,universum sein ,licht4 ,es ist kein ,grerer als ,brahma1 der ,mchtige1 in jedem ,raume gegenwrtig1 allwissend und einzig4 ,forsche nicht ber das ,wesen des ,ewigen1 noch ber die ,gesetze1 nach welchen er regiert1 beides ist eitel und strafbar2 dir sei es genug1 da du tglich seine ,weisheit1 ,macht und ,gte in seinen ,werken schaust4 ,dies sei dir ,heil4 ,du1 o ,gott1 bist das wahre ewig selige ,licht aller ,zeiten und ,rume2 deine ,weisheit erkennt tausend und mehr als tausend ,gesetze1 und doch handelst du allezeit frei und zu deiner ,ehre2 du warst vor ,allem1 was wir verehren1 dir sei ,lob und ,anbetung4 -- ,man kann ,gott erkennen aus dem ,gesetz1 das er gegeben hat1 und aus den ,wundern1 die er in der ,welt wirkt4 ,man entdeckt ihn auch durch die ,vernunft und den ,verstand1 welche er den ,menschen gegeben1 und durch die ,schpfung und ,erhaltung aller ,dinge4 ,was er von den ,menschen fordert1 besteht hauptschlich in ,liebe und ,glauben1 denn so steht in unserm ,gesetz vom ,dienste des hchsten ,gottes3 der ,mensch soll ihn lieben1 ihn mit ,mund und ,herz bekennen und soll nichts thun als aus ,liebe und ,glauben1 nach welchem er ,gott anrufen und seinen ,geboten gehorchen mu1 also da er sich in ,allem unverbrchlich nach seinem ,willen richte4#bdh ,das hchste ,wesen ist unsichtbar2 niemand hat es je gesehen1 und die ,zeit hat es nicht begriffen4 ,sein ,wesen erfllt ,alles1 und alle ,dinge entspringen aus ihm2 alle ,kraft1 alle ,weisheit1 alle ,heiligkeit und alle ,wahrheit ist in ihm2 es ist unendlich gtig1 gerecht und barmherzig2 es hat alle ,dinge geschaffen1 erhlt ,alles und ist gern unter den ,menschenkindern1 um sie zur ewigen ,glckseligkeit zu fhren1 die darin besteht1 da man das unendliche ,wesen liebe und und ihm diene4#bdi ,ich diene dem ,herrn der ,welt1 in welchem sie besteht1 zu dem sie einst zurckkehrt1 und in dessen ,licht sie glnzt2 dem ,herrn1 dessen ,herrlichkeit ewig und unaussprechlich2 der ohne ,wechsel ruhend und immer dauernd ist1 und zu dem heilige ,menschen sich erheben1 wenn sie die ,finsterni des ,irrthums zerstreut haben4#bej -- ,als ,einsiedler mut du mit einem aufrichtigen ,herzen an ,gott denken1 an denjenigen ,gott1 der weder veralten1 noch ein ,ende haben wird1 welcher der ,hchste ist1 der ,allen1 die ihn suchen1 ,verstand giebt2 seiner sollst du allein gedenken4#bea -- ,welchen ,vortheil hat man1 wenn man die ,vedas1 ,puranas und ,shastras liest8 ,besser ist allezeit an ,brahma denken und also seine ,seele bewahren1 denn diese wird immerdar bestehen1 und der1 durch welchen weie ,flamingos1 grne ,papageien und bunte ,pfauen geschaffen wurden1 der wird fr dich sorgen4#beb ,soviel ber den indischen ,monotheismus4 ,was nun die kosmogonischen ,philosopheme anlangt1 so widersprechen sich dieselben in den ,veden und namentlich in den ,puranas vielfach4 ,am reinsten treten die ,schpfungstheorien in den ,veden entgegen1 in welchen es heit1 da das ,weltall durch den bloen ,gedanken ,brahmas entstanden sei3 ,er#bec dachte1 ich will ,welten schaffen1 und sie waren da6 oder durch sein ,schpfungswort1 welches -- wie spter in der ,gnosis -- personificiert erscheint4 ,im ,rigveda erscheint vch1 die ,rede1 als aktive ,kraft ,brahmas1 welche von ihm als ,gttin ausgeht1 als die hchste ,weisheit und ,knigin aller ,wissenschaft4 ,alle ,wesen durchdringend erzeugte sie erst den als ,demiurg gedachten ,brahma und ist mit dem ,urwesen eins4#bed ,auch ,origenes sagt#bee1 da die ,brahminen sich die ,gottheit nicht sowohl als ein ,licht denken1 verschieden von ,sonne und ,feuer1 sondern auch als ,wort 7logos71 gttlich und krperlich1 als das ,wort der ,gnosis1 durch welches den ,weisen die verborgensten ,mysterien sichtbar wrden4 ,ja1 ein anonymer ,indier uert sich in seinem ,schriftchen ,de ,brahmanis#bef3 ,nam verbum ,deus est1 hoc mundum creavit1 hoc regit et alit omnia4 ,hoc nos veneramur1 hoc diligimus1 ex hoc spiritum trahimus1 siquidem ipso ,deus spiritus est atque mens4 ,diese und hnliche schon frher erwhnte ,anschauungen liegen der schon sptern spezifischen ,logosidee zu ,grund4 ,in ,manus ,gesetzbuch heit es ber die ,schpfung3 ,zahllose ,weltentwickelungen giebts1 ,schpfungen1 ,zerstrungen1 ,spielend gleichsam wirkt er dies1 der hchste ,schpfer fr und fr1 und in den ,veden spielt der alles hervorbringende ,brahma mit ,maya1 der illusorischen ,ideenwelt1 und ruht gleichsam in der ,mitte des ,universum1 wie eine ,spinne in ihrem ,gewebe1 alles aus sich selbst herausspinnend und wieder in sich hineinziehend4 ,an einer andern ,vedastelle1 wo von der ,schpfung gehandelt wird1 heit es1 da anfangs weder ,sein noch ,nichtsein -- sat und asat -- gewesen1 sondern das groe ,es -- tat -- oder ,brahma habe sich selbst erst zum ,sein manifestiert1 whrend die ,maya oder ,tuschung rings um ihn in gestaltlosem ,nebel als asat oder non ,ens geschwebt habe4#beg ,indem aber nun auf diese ,weise das ,urwesen sich selbst im ,spiegelglanz der ,maya anzuschauen begann1 ward durch seine ,betrachtung die ,finsternis geteilt1 und die ,liebe in seinem ,gemt wurde zur produktiven ,schpferkraft4 ,im ,upnekhata bildet sich die ,welt aus einem ,ei1 woraus sich zunchst ,brahma als ,makrokosmus in der ,gestalt eines ,menschen entwickelt4 ,zu seinem ,krper gehren selbst die ,gtter1 da alles eins ist1 und wer ihn erkennt und ihn versteht1 der ist selbst ,gott4#beh ,wenn in den indischen ,kosmogonien ein ,urstoff angenommen wird1 so ist derselbe je nach dem herrschenden ,kultus verschieden1 bei den ,verehrern des ,schiwa das ,feuer1 und im ,wischnukultus das ,wasser4 ,im ,ramayana heit es#bei3 ,alles war ,wasser1 dann wurde die ,erde geschaffen1 und darauf entstand der selbststndige ,brahma mit den ,devatas4 ,in ,manus ,gesetzbuch wird gesagt#bfj3 ,als der ,ewige und ,unsichtbare1 den nur die ,vernunft ergrndet1 aus seiner eigenen gttlichen ,substanz mannigfache ,wesen hervorbringen wollte1 schuf er zuerst durch einen ,gedanken das ,wasser und that darein den ,zeugungsstoff4 ,dieser ward zu einem ,ei1 wie die ,sonne glnzend1 und in ihm entwickelte sich der groe ,urvater aller ,geister1 ,brahma1 die schaffende ,kraft des ,ewigen1 welche nach einem ,schpfungsjahr allein durch den ,gedanken das ,ei zertheilte1 dessen beide ,hlften sodann ,himmel und ,erde bildeten4 ,andere wieder halten die ,luft oder -- besser gesagt -- den ther 7ksa7 fr das erste ,prinzip und betrachten ihn1 wie spter die ,griechen usw41 als ein fnftes ,element1 in welchem sich die ,himmelskrper bewegen1 seit sie von der ,hand des ,schpfers den ersten ,ansto erhielten4 ,in noch andern ,kosmogonien waltet ein dualistisches ,prinzip1 insofern der ewigen ,materie ein ewiger ,urgeist als ,seele oder sensorium commune gegenbergestellt wird1 auf welchen die hchste ,gottheit durch ,bewegung einwirkt4 ,in diesem ,sinne heit es in einem ,purana#bfa3 ,den ,stoff und auch den ,geist durchdrang von ,anbeginn der ,weltenfrst1 ,mit seiner ,einheit ,majestt bewegte sie der hchste ,herr2 ,dem jungfrulichen ,sehnen gleich1 und wie des ,frhlings ,zephirhauch ,verharrte in ,bewegung dann ,er1 dieser ,eingestaltige4 ,eine ,grundlehre der ,brahmanen ist ferner1 da ,gott alle ,dinge gut schuf1 und der ,mensch als freies ,wesen allein die ,schuld an dem moralischen bel trgt1 insofern seine ,seele eine ,emanation der ,gottheit ist4 ,als ,brahma das ,schpferwort aussprach1 entstanden die geistigen ,urbilder alles ,lebens1 deren ,aufenthalt der ther ist4 ,sie sind vllig den ,feruers des ,mazdeismus vergleichbar4 ,andere aus ,brahma emanierende1 den ,amschaspands1 ,izeds oder ,engeln hnliche ,wesen sind die ,devs und ,surs1 welche in der intelligiblen ,welt ihre ,freiheit genossen1 bis einer von ihnen -- ,mahsasura1 der ,bffeldmon1 -- aus ,neid und ,eifersucht von ,brahma abfiel1 ihm hnlich gesinnte ,geister verfhrte und dadurch der ,seligkeit verlustig ging4 ,hierauf schuf ,brahma die materielle ,welt1 damit in ihr die abgefallenen ,geister durch ,prfungen gelutert und erneuert wrden4 ,die menschliche ,seele ist das ,ebenbild 7mrt7 der ,gottheit1 denn sie ist vom gttlichen ,atem belebt4 ,sie hat ihren ,sitz im ,gehirn1 wo sie wie die ,luft in einem ,gef eingeschlossen ist4 ,zerbricht die ,form1 so vereinigt sich der menschliche ,geist wieder mit dem gttlichen1 gleichwie ein in das ,meer geworfenes ,gef seinen ,inhalt mit dem des ,oceans mischt4 ,die brigen ,teile des ,menschen lsen sich in die vier ,elemente auf4 ,diese ,auflsung in fnf ,bestandteile -- panchatvam1 der ,zustand von ,fnfen1 denen die fnf ,sinne als ebensoviel ,thren dienen1 welche man gegen die ,auenwelt verschlossen halten soll -- ist der ,tod1 der keine ,vernichtung ist1 sondern eine stete ,umbildung in neue ,formen4 ,die endliche ,vereinigung mit der ,gottheit sucht der ,mensch dadurch zu erreichen1 da er in strenger ,askese alle sinnlichen ,einflsse auf sich abzuhalten sucht4 ,das moralisch ,bse wird als etwas ,negatives1 als das ,nachlassen der geistigen ,kraft auf die ,materie aufgefat1 gegen welche das ,gute als ,positives1 als frei waltende ,kraft fortwhrend zu kmpfen hat4 ,die ,gtter selbst gaben dazu durch ihre ,bungen ein ,vorbild4 ,das ,dasein des ,menschen auf ,erden ist eine ,strafe und wie jedes ,leiden und ,ungemach durch in frheren ,daseinsstufen begangene ,snden verschuldet1 und je weiter sich alles von der ,quelle der ,gottheit entfernt1 desto mehr verschlimmert es sich1 weil die ,gesetze der ,emanation und ,evolution es mit sich bringen1 da die ,kette und der ,kreis aller ,wesen sich je lnger je mehr vom ,mittelpunkt entfernt4 ,das ,bse wrde demnach bei seinem beharrlichen ,sinken keine ,aussicht auf eine ,rckkehr zum ,gttlichen haben1 wenn die ,gottheit nicht selbst dazu ein ,mittel gegeben htte4 ,sie hat1 sich gewissermaen zum ,fatum -- ,karma -- gestaltend1 nicht nur jedem ,einzelwesen ein besonderes ,ziel in einer ,einzelexistenz -- ,incarnation -- gesteckt1 sondern vergnnt ihm auch in wiederholten ,existenzen -- ,reincarnationen -- auf die ,erde herabzukommen1 um sich in ihnen zum endlichen ,rckflu in die ,gottheit zu lutern4 -- ,durch die ,kenntnis dieses ,gesetzes erhlt der ,mensch die ,richtschnur fr sein ,denken und ,handeln4 ,die ,weltendauer ist auf #abjjj resp4 #dcbjjj ,jahre beschrnkt1 nach deren ,verlauf alles ,bse vernichtet wird1 wenn die ,gottheit abermals erscheint1 die materielle ,welt zerstrt und ein allgemeines ,reich des ,geistes einfhrt4 ,es heit in den ,veden3 ,was kann die ,welt fr ,freude gewhren1 wo ,alles sich verschlimmert8 ,knige sind gefallen1 ,strme versiegt1 ,berge versunken4 ,der ,pol selbst hat seinen ,ort verndert2 ,sterne sind aus ihrer ,bahn gewichen1 die ganze ,erde ist von ihrer ,bahn heimgesucht und die ,geister selbst vom ,himmel geschleudert worden4 ,darum mu alles ,sein dahinschwinden1 und das ,ramayana#bfb ergeht sich in folgenden ,betrachtungen3 ,so wie die reife ,baumesfrucht im ,augenblicke fallen kann1 ,mu dir1 o ,mensch1 dein ,erdenziel bestndig in ,gedanken sein2 ,denn wie veraltet ein ,gebu1 so fest es war1 in ,trmmer fllt1 ,so welkt der ,sterblichen ,geschlecht dem ,tode unaufhaltsam zu4 ,es kehret nimmermehr zurck die ,nacht1 wenn einmal sie verschwand1 ,und mit des ,ganges ,wasser mischt ohne ,rast sich ,yamuna4 ,es schwinden unsre ,tage hin1 und aller ,wesen ,lebenshauch ,ist wie ein ,dunst zur ,sommerzeit1 den aufwrts zieht der ,sonnenstrahl1 ,zur ,seite wandert uns der ,tod1 kehrt ein mit uns von ,jugend auf4 ,und wendet sich mit uns zurck1 wenn wir am hchsten ,ziele sind1 ,wenn grau das ,haar geworden ist1 wenn eingeschrumpft die ,glieder sind4 -- ,es freuen sich die ,menschen hier1 wenn auf- die ,sonn' und untergeht3 ,es sollte ,warnung ihnen sein1 da ,alles auf- und untergeht3 ,sie freuen sich der ,frhlingszeit1 wenn ,alles jung und neu erscheint3 ,ach1 wie das ,jahr die ,zeiten rollt1 so schwindet auch das ,leben hin6 -- ,wie dort am ,lotosblatte sich ein ,tropfen ,thaues zitternd hlt1 ,so ist dem steten ,falle nah des ,menschen zitternd ,erdenglck1 ,und wie im groen ,ocean ein ,splitter ,holz den andern trifft1 ,so treffen hier auf ,erden sich die ,wesen einen ,augenblick4 ,der ausgesprochene ,pessimismus der indischen ,religionsphilosophie lt1 wie bekannt und bereits gesagt1 die irdische1 materielle1 sublunarische ,welt ein bel sein1 welches steter ,vernderlichkeit und stetem ,wechsel ausgesetzt ist1 whrend darber hinaus stete ,ruhe und ,seligkeit herrscht4 ,diese dem ,wandel unterworfene ,sinnenwelt zerfllt in drei ,abteilungen nach den drei ,dimensionen des ,raumes4 ,in diesen drei ,abteilungen sind vierzehn ,klassen von ,wesen verteilt nach den drei ,grundkrften1 mit denen die ,natur wirkt4 ,denn gleichwie der ,zusammenflu von drei ,strmen nur einen bildet1 oder wie durch ,vereinigung von l1 ,docht und ,flamme das ,licht entsteht1 so wirken die drei ,grundkrfte durch ,vereinigung der feindlichen ,gegenstze zu einem ,zwecke hin4 ,die drei ,grundkrfte sind folgende3 #a4 ,tamas1 ,finsternis1 ,unwissenheit und niedere ,selbstsucht1 bei welcher das ,gewissen und die ,scham wegen bser ,handlungen eintritt4#bfc ,diese ,eigenschaft ist in ,erde und ,wasser vorherrschend1 weil diese ,elemente abwrts streben4 ,zu ihr gehren fnf ,abteilungen der untersten ,weltzone1 die ,tierwelt und die leblosen ,krper4 ,deshalb findet auch bei ,menschen1 in denen diese ,eigenschaft vorherrscht1 die ,metempsychose in niedere ,tierkrper statt1 soda die grten ,snden wie ,ehebruch1 ,zerstrung religiser ,gebude die ,seelenwanderung in die niedersten ,tierkrper1 ja sogar den bergang in ,pflanzen und ,mineralien nach sich zieht4 #b4 ,maya1 die ,tuschung oder der ,schein4 ,dieselbe herrscht in der ,luft vor und ist beim ,menschen ein passiv-leidenschaftlicher ,zustand1 in welchem die ,vernunft gefangen genommen ist4 ,bei ihm findet eine ,metempsychose in menschliche oder hchstens bermenschliche ,wesen niederster ,gattung statt4 ,sie hat in der mittlern1 nur von einer ,wesensreihe -- der menschlichen -- bewohnten ,weltzone die ,oberhand4 ,in ihr herrscht die ,leidenschaft1 weshalb sich der ,mensch gegen dieselbe wappnen und seine ,sinne beherrschen soll4 #c4 ,satya1 die ,wesenheit1 ,wahrheit1 ,tugend4 ,sie herrscht im ,feuer vor1 weil dieses nach oben steigt4 ,bei dem ,menschen ist sie die harmonische ,wirksamkeit aller ,seelenkrfte und das ,streben nach dem ,guten und ,wahren1 bei dessen ,obwalten bei der ,metempsychose eine bestndige ,vergttlichung stattfindet1 hnlich wie sich der ,neuplatoniker ,hierokles in folgenden ,versen ausdrckt#bfd3 ,dann wirst du froh in den reinen ther dich singend erheben1 ,vom ,tod auf ewig befreit1 bist du unsterblicher ,gott dann6 ,bevor aber die ,seele1 wie es in der ,bhagavadgita heit#bfe1 nach dem zerrissenen und abgenutzten ,gewand ein neues anzieht oder vom ,mund zum ,himmel sich erhebt1 mu sie vor den ,totenrichter ,yamas kommen1 der ihr das ,verzeichnis ihrer ,thaten vorliest1 worauf sie in dem ,fall1 da in ihrer ,incarnation die ,snde vorherrschte1 eine ,zeit lang ohne krperliche ,hlle in verschiedenen ,hllen ben mu4 ,dieselben sind ,fegefeuer mit furchtbaren ,einrichtungen1 wie glhende ,betten1 ,schlammgruben c41 zur ,peinigung der sndigen ,seelen4 ,erst wenn eine solche ,seele je nach dem ,grad ihrer ,sndhaftigkeit eine grere ,anzahl ,hllen durchwandert hat1 kann sie einen neuen ,krper anziehen und behufs ihrer ,besserung den ,weg der ,reincarnation weiter beschreiten4 ,die ,guten kommen direkt in das ,paradies ,indras1 wo sie in seliges ,anschauen1 in ,ekstase versinken4 ,in der sogenannten ,theosophie oder dem esoterischen ,buddhismus ist unendlich viel von den sieben ,grundteilen des ,menschen die ,rede1 ohne da jedoch im ,entferntesten diese ,lehre etwas dem ,buddhismus oder der indischen ,religionsphilosophie ,eigentmliches wre4 ,im ,gegenteil finden wir bei allen philosophischen1 religisen und occultistischen ,lehren1 die auf pantheistischer ,grundlage ruhen und ein ,emanieren der ,seele aus ,gott annehmen1 ein ,zerlegen des nicht krperlichen ,menschen in mehrere1 keineswegs stets sieben ,grundteile2 im ,gegenteil ist die ,zahl derselben eine sehr schwankende4 ,der ,annahme mehrerer ,grundteile des bersinnlichen ,menschen liegt die ,folgerung zu ,grund1 da die eigentliche als ,teil der ,gottheit emanierte ,seele weder leiden noch sndigen knne4 ,darum giebt man ihr noch mehrere mehr oder weniger niedere ,grundteile bei1 um ,leiden1 ,snde1 ,leidenschaft usw4 erklren zu knnen4 ,damit ist die ,annahme eines ,astralkrpers als therisches ,grundschema des ,menschenleibes eng verbunden4 ,ich werde die ,ausbildung dieser ,anschauungen verfolgen und will hier einstweilen nur bemerken1 da die ,theosophie eine ,entwickelung oder ,sublimation der sieben ,grundteile aus dem ,stoff heraus und empor analog der ,entwickelung des ,menschen aus dem ,urschleim annimmt1 um den ,umstand erklren zu knnen1 da in manchem ,menschen der gttliche ,funke total fehlt oder nur ganz rudimentr entwickelt ist1 wie beim ,idioten1 ,verbrecher usw4 ,so ist bei dem ,menschen der westlichen ,kultur nach theosophischer ,anschauung erst der fnfte ,grundteil entwickelt1 bei den hochbelobten ,mahatmas der sechste und erst bei den verschiedenen ,buddhas und ,christus -- ein hirnverbrannter ,theosoph zhlt neunzehn ,christus auf -- ist der siebente ,grundteil ausgebildet4 -- ,die als die geistigste aller geistigen ,lehren und uralt gepriesene ,theosophie ist also durchaus materieller ,natur und modernsten ,ursprungs4 ,die theosophische ,anschauung entstammt der ,sankhyaphilosophie1 welche zwischen einer spirituellen und einer sensitiven ,seele oder einer ,art ,astralkrper unterscheidet4 ,die ,grnder der ,theosophie haben dann aus den verschiedensten ,geheimlehren ,brocken aufgelesen1 die ,lebenskraft hinzugethan und endlich1 um der mystischen ,zahl ,sieben ,genge zu thun1 sieben ,grundteile glcklich herausgebracht4 ,davon1 da ,paracelsus und ,agrippa von ,nettesheim wie ,helmont wirklich sieben ,grundteile annahmen1 wuten sie kein ,wort1 das habe ich erst entdeckt und ,herr ,franz ,hartmann in seinem ,paracelsus verwendet4 ,spter wies ,herr ,franz ,lambert die ,annahme von sieben ,grundteilen bei den gyptern und in der ,kabbala nach1 was indessen ebenso wie meine ,entdeckungen fr die ,echtheit der ,theosophie gar nichts beweist1 als da in den ersten beiden ,jahren des ,bekanntwerdens der ,blavatskosophie in ,deutschland ein ,jagdfieber nach ,grundteilen herrschte4 ,das ,zusammentreffen ist ein rein zuflliges und eine durchgehende esoterische ,annahme von sieben ,grundteilen im ,menschen ist nicht im ,entferntesten vorhanden4 ,ich werde den ,nachweis fhren4 ,mit der durchgehenden ,annahme von sieben ,grundteilen aber1 die sich einer aus dem andern entwickeln1 steht und fllt die ganze ,theosophie4 ,nach der ,sankhyaphilosophie also sind zwar die ,seelen aus dem ,urgeist -- ,atma -- geflossen1 aber wir mssen sie mit ,perlen vergleichen1 die an eine ,schnur gereiht sind4 ,ein jeder ,krper hat seine individuelle ,seele1 weil sonst jeder ,einflu auf alle zusammen wirken wrde1 und ebenso hat auch jede ,seele ihre ,vollkommenheiten und ,schwchen1 gerade wie eine jede der auf der ,schnur verteilten ,perlen4 ,die geistige1 lebende1 selbstbewute ,seele -- jva1 buddhi -- ist umhllt mit einem feinen ,leib aus dem feinsten materiellen ther4 ,derselbe ist das1 was die spteren ,philosophen anima sensitiva -- bei den ,indiern manas -- nannten1 welches der ,sitz der ,neigungen und ,leidenschaften der ,menschen ist1 und welchen man durch die geistige ,seele1 die ,vernunft1 buddhi1 beherrschen mu4 ,die anima sensitiva fhrt auch den ,namen skshmasarra1 feiner ,krper -- also ,astralkrper -- und ist der ,sitz des ,selbstbewutseins2 derselbe wird durch innere und uere ,eindrcke angeregt1 ist aber des sinnlichen ,genusses so lange unfhig1 bis er von einem materiellen ,krper umgeben ist4 -- ,derselbe -- sthlasarra -- besteht aus den ,elementen1 wird durch die ,zeugung fortgepflanzt und ist sehr vergnglich1 whrend der feine ,krper dauerhafter ist und sich durch eine ,reihe von ,generationen hindurchzieht1 gleich wie derselbe ,schauspieler die verschiedenen ,rollen seines ,repertoirs spielt4 ,endlich aber wird der feine ,krper im ther aufgelst1 whrend die ,vernunft -- buddhi -- in der ,gottheit aufgeht1 ohne dabei ihre ,individualitt zu verlieren4 ,dies ist die ewige ,seligkeit1 die ,auferstehung in der ,lichtwelt4 ,nach der ,lehre der ,brahmanen ist die eigentliche ,aufgabe des hheren geistigen ,lebens die ,contemplation und ,meditation1 bis die ,seele ganz und gar dasjenige erreicht1 womit sie sich ausschlielich beschftigt4 ,indem sie sich mit allen ,krften in die ,natur dessen1 womit sie sich beschftigt1 versetzt und darin aufgeht1 so mu sie die ganze ,kraft ihres ,willens dahin richten1 den ,gebrauch solcher ,mittel zu ben1 welche einen derartigen magisch-mystischen ,rapport hervorrufen1 um durch stufenweise ,einweihung und fortschreitende bung jene mystische ,vollendung zu erreichen1 in welcher ihnen ,brahma selbst erscheint und sich mit ihnen vereinigt4 ,diese ,mittel sind ,bue und strenge ,askese4 ,um die ,seele ganz von dem ,irdischen loszulsen und sie in vllige ,freiheit zu setzen1 mu der ,yogi genannte ,asket allen natrlichen ,verhltnissen entsagen1 sich gnzlich von der ,welt zurckziehen und allem ,umgang mit ,menschen entsagen1 durchaus keusch leben und streng fasten4 ,auch scheint ein anhaltender ,aufenthalt im ,dunkeln und eine berladung des ,bluts mit ,kohlensure1 herbeigefhrt durch systematisch verlangsamtes ,atmen1 die ,yoga zu befrdern4 ,unbedingter ,gehorsam gegen den ,fhrer -- ,guru -- auf den ansteigenden ,stufen der ,yoga ist ebenfalls unbedingt erforderlich1 um die vollkommene ,ruhe der ,seele zu erlangen1 ebenso wie der ,leib ganz ohne ,bewegung1 dem ,holze gleich1 ohne ,empfindung und ,regung festgehalten und alle seine ,pforten der natrlichen ,ausgnge verschlossen gehalten werden mssen4 brigens kommen in ,manus ,gesetzbuch mehrere ,stellen vor1 welche noch uere ,mittel nennen1 die zur ,erreichung des inneren ,schauens mithelfen sollen1 wie das ,schauen in ,feuer1 ,sonne oder ,mond -- also ,autohypnose -- ,opfer1 ,gesnge und endlich der berhmte ,somatrank4 ,der ,somatrank gilt als unerllich zur ,vollendung der ,yoga und soll in jenen magischen ,zustand versetzen1 in welchem die ,yogis sich ber alle ,welten erheben und -- mit ,brahma vereint -- das ,all durchschauen4 ,nach ,decandolle ist der ,somatrank der ,milchsaft der ,asclepias acida 7,cynanchum viminale71 und der genannte ,botaniker spricht sich ber denselben folgendermaen aus3 ,dieser ,saft ist scharf und reizend und kann in grerer ,gabe leicht giftig werden1 und in manchen ,fllen werden die ,nerven wie von narkotischen ,mitteln afficiert1 die besser als erstarrend bezeichnet werden knnen1 da sie die ,bewegungsthtigkeit der ,nerven hemmen1 ohne einen betubenden ,schlaf hervorzurufen4 hnlich sagt ,windischmann in seinem bekannten ,werk ber die ,anwendung des heiligen ,trankes1 da der ,genu des ,somatrankes schon in lterer ,zeit als ein heiliger ,akt und gleichsam als ein ,sakrament betrachtet wurde1 wodurch die ,vereinigung mit ,brahma bewirkt werden sollte1 leuchtet aus mehreren ,zeugnissen der indischen ,schriften ein2 fter heit es3 ,paradschapati selbst trinke diese ,milch1 die ,essenz aller ,nahrung und ,wahrnehmung1 die ,milch der ,unsterblichkeit4 ,oben wurde der eigentmlichen ,methode1 durch systematisch gehemmtes ,atmen das ,blut mit ,kohlensure zu berladen und so ekstatische ,zustnde zu erzeugen1 gedacht4 ,nach dem ,oupnekhata ist der ,vorgang folgender3 ,voraus geht ein ,gebet3 ,brahma ist ein unvergngliches ,wesen1 reines ,licht in einer heiligen ,wohnung1 und so ist auch die denkende ,seele eine ,offenbarung jener lichtausstrahlenden ,kraft4 ,ich sinne im ,geiste jener ,lichtkraft -- ,brahma -- nach1 durch ein verborgenes ,licht geleitet1 das in mir selbst wohnt1 und durch das ich denke1 welches in meinem ,herzen ist4 ,der allerhchste ,brahma1 der die sieben ,welten erleuchtet1 wolle meine ,seele mit ihrem ,lichte erleuchten4 ,dann heit es weiter3 ,um die weie ,magudschi 7,betrachtung7 zu machen1 soll man sich auf eine viereckige ,basis setzen1 auf die ,fersen nmlich1 und dann die neun ,pforten verschlieen4 ,die beiden untern durch die ,fersen1 die ,ohren durch die ,daumen1 die ,augen durch die ,zeigefinger1 die ,nase durch die mittleren1 die ,lippen durch die vier andern ,finger4 ,die ,lampe im ,gef des ,krpers wird dann bewahrt vor ,licht und ,bewegung1 und das ganze ,gef wird ,licht4 ,wie die ,schildkrte mu der ,mensch alle ,sinne in sich hineinziehen1 das ,herz dann in der ,mitte der ffnung hten1 dann wird ,brahma in ihn eintreten als ,feuer1 ,blitz4 ,in dem groen ,feuer in der ,herzffnung wird eine kleine ,flamme aufwrts lodern1 und in ihrer ,mitte ,atma sein4 ,und wer alle weltliche ,lust und ihre ,weisheit in sich zerstreut1 wie ein ,habicht ist er durch die ,fden des ,netzes gebrochen und ist mit ,brahma eins geworden4 ,wie die ,flsse1 nachdem sie einen groen ,raum durchlaufen1 eins werden mit dem ungebundenen ,meer1 so diese sich absondernden ,menschen2 sie werden selbst ,brahma1 selbst ,atma4 ,im ,groen der ,groen und der ,groe der ,groen ist mit seinem ,lichte ,alllicht2 wer ihn als ,brahma erkennt1 wird ,brahma4 ,hunderttausendmal hunderttausendfaches ,sonnenlicht reicht nicht an das ,licht dessen1 der ,brahmatma geworden ist4 ,atma selbst zeigt ihm seine ,gestalt4 ,eben darum gelangt nicht jeder zu dieser ,hhe1 weil ,atma ihre ,sinne von sich treibt1 da sie nur ueres sehen4 ,wer daher diesen ,weg zu ,brahma einschlgt1 mu aller ,welt und ,lust entsagen1 die ,scham nur bedecken1 einen ,stock nur fhren und so viel ,almosen nehmen1 als zur ,fristung des ,lebens nothwendig ist4 ,dies thun aber nur noch die ,kleineren2 der ,groe wirft ,gef und ,stock weg und liest auch nicht die ,oupnekhata4 ,brahma erkennt die ,luft als seine ,decke2 er heftet sich an nichts1 er ist nicht geschieden und nicht gebunden mit irgend etwas2 fr ihn ist nicht ,tag und nicht ,nacht1 nichts als ,atma1 und ,brahma ist ihm ,alles4 ,analog heit es in den ,upanischads3 ,das ,herz wandelt in der ,zeit des ,wachens an ,orten1 wohin das ,auge1 das ,ohr und die andern ,sinne nicht gelangen und gewhrt schon so ein groes ,licht4 ,ebenso wandelt es im ,traume an entlegene ,orte und zndet den andren ,sinnen ein groes ,licht an4 ,im tiefen ,schlaf ist es eins und ungetheilt und hat nicht seines ,gleichen im ,leibe2 es ist das ,princip aller ,sinne4 ,der ,fhige vollbringt seine ,werke mittelst des ,herzens1 und der ,erkennende erkennt durch das ,herz1 auch ist es der ,beweggrund aller ,opfer4 ,es ist die ,leuchte des ,leibes und der ,mittelpunkt desselben und aller ,sinne ,mitte4 ,in ihm wohnt die ,erinnerung und alle berlegung4 ,in seinen ,banden ist der vergangene1 gegenwrtige und zuknftige ,zustand der ,welt1 alles ,vergngliche2 es selbst aber ist unvergnglich4 ,in der ,herzhhle wohnt die unsterbliche ,person nicht grer als ein ,daumen1 in der ,mitte des ,geistes1 diese ,person ist klar wie eine rauchlose ,flamme4 ,in dieser ,hhle ist ,brahmas ,wohnung1 eine kleine ,lotosblume1 ein kleiner ,raum1 der von therischem ,licht erfllt ist4 ,was das sei1 was darin ist1 sollte erforscht und erkannt werden4 ,derselbe ther1 wie er auen ist1 ist auch innerhalb jenes kleinen ,raumes im ,herzen und in ihm sind ,himmel und ,erde enthalten1 und das ,feuer und der ,wind1 und ,sonne und ,mond1 und der ,blitz und die ,gestirne4 ,alles ist und ist nicht an diesem ,ort4 ,und wenn ,einer sagt1 da hierin ,alles enthalten ist und alles ,verlangenswerthe1 was bleibt dann brig1 wenn ,brahmas ,wohnung1 welche im ,herzen ist1 altert und vergeht8 ,darauf mu erwidert werden3 jener zarte ther altert nicht und wird nicht getdtet mit dem ,leibe4 ,er ist wahrhaftig und ,brahmas ,wohnung1 in welcher ,alles enthalten ist4 ,er ist der ,geist1 von allem bel weit entfernt1 dem ,alter1 der ,krankheit1 dem ,tode nicht unterworfen4 ,wer diesen ,atma nicht erkennt1 geht aus der ,welt und in alle ,welten1 seiner nicht mchtig1 und zieht aus1 den ,lohn der ,werke zu empfangen1 der ihm gebhrt4 ,die aber von hier weg gehen1 den ,geist erkennend1 die gehen ihrer und ihrer ,wnsche mchtig und empfangen ewigen ,lohn4 ,wem der ,schleier der ,unwissenheit und des ,irrthums vom ,herzen genommen wird1 wer die ,gestalt des zarten thers angenommen hat1 dem ist alles ,wnschenswerthe gegenwrtig4 ,wie der ,nichtwissende ber einen in der ,erde verborgenen ,schatz wegschreitet und ihn nicht findet1 so wissen die ,menschen nicht1 wohin sie gehen und mit wem sie alle ,tage zusammenkommen1 wenn sie -- in tiefen ,schlaf versinkend -- wirklich zu ,brahma eingehen und einkehren in jenen innern ther4 ,wer aber den ,geist erreicht1 der sieht1 wenn er auch uerlich nicht sieht1 der wird gesund1 wenn er auch krank ist4 ,ihm wird die ,nacht zum ,tag1 das ,dunkel zum ,licht1 er ist sich offenbar1 und diese offenbare ,gegenwart ist die ,welt des ,brahma selbst4 ,wer sie gewinnt1 der ist aller ,orten und auf alle ,weisen1 wie er will1 zu jeder ,zeit2 wenn er sich von aller ,anhnglichkeit an die ,sinnenwelt geschieden hat1 ist er wahrhaftig4 ,nach ,manus ,gesetzbuch hat die ,seele drei ,zustnde der ,erkenntnis3 das ,wachen1 der ,traumschlaf und die durch die ,yoga hervorgerufene ,ekstase4 ,das ,wachen in der uern sinnlichen ,welt gilt den ,indiern nicht als ein wahres ,erkennen1 denn ,unwissenheit und ,bethrung walten vor wegen der ,anhnglichkeit an uere ,dinge und der ,begierde nach deren ,besitz4 ,daher die ,habsucht1 die ,anhnglichkeit an das ,vergngliche und sinnlich ,handgreifliche1 das ,trachten nach falschen ,gtern1 die ,unbestndigkeit und das ,gemisch von gut und bse1 hohem und niedern1 ,laster und ,tugend1 ,tier und ,mensch4 ,dieser ,zustand entspricht der ,finsternis nach den verschiedenen ,stufen vom ersten ,erwachen ins irdische ,dasein bis zur ,intelligenz und allem ,raffinement in den ,knsten und ,wissenschaften4 ,im ,traumschlaf herrscht noch der ,sonnendienst in ,bildern2 die ,seele schwebt noch im ,dmmerlicht in ,bewegung zwischen ,freude und ,leid1 ,liebe und ,ha1 zwischen ,khnheit und ,furcht vor ,gefahren4 ,das ganze ,leben ist ein ,traumleben voll ,eitelkeit1 ohne je das wahre ,ziel zu erreichen2 jedoch ist es schon der bergang zum wahren ,erwachen in ,brahmas ,welt4 ,die ,ekstase ffnet erst das wahre ,licht der ,erkenntnis1 und das rechte ,wachen ist ein ,schauen eines dem gemeinen ,auge unsichtbaren unzugnglichen ,lichtes4 ,hier wird erst das innere ,auge aufgeschlossen1 und das ,sehen ist nicht mehr das sinnliche1 dem ,zufall und dem natrlichen ,licht preisgegebene verwirrbare1 sondern es ist das ,hellsehen1 das ,durchschauen der ,dinge4 -- ,die ,ekstase hat aber verschiedene ,grade des innern ,erwachens1 in welchem die ,yogis in tiefen ,schlaf versenkt und wie die im ,traumschlaf ,befangenen der ,welt entrckt sind1 und in den niedern ,stufen herrscht ,ohnmacht und ,ruhe und halbaufgeschlossener innerer ,sinn wie im ,traumschlafe4 ,alle ,menschen verfallen tglich in diesen ,zustand1 aber daraus zurckgekehrt wissen die wenigsten etwas davon und fallen beim ,erwachen in die uere ,welt wieder der ,unwissenheit anheim4 ,nach einer ,erzhlung der ,upanischads antwortete ein ,rischi auf die ,frage3 wer wohl der ,grere sei1 der wache1 der ,trume schaue1 und wo der ,ort der ,wonne sei8 auf folgende ,weise3 ,wenn die ,sonne untergeht1 gehen ihre ,strahlen in den ,kern zurck2 auf dieselbe ,weise gehen die ,sinne in ,manas 7den ,allsinn7 zurck4 ,die ,person sieht nichts1 hrt nichts1 riecht nichts1 schmeckt und fhlt nichts1 fat nichts mit der ,hand und hat keine ,lustbegierde1 eine solche ,person ist in ,supta 7im ,schlafe74 ,aber innerhalb der ,stadt des ,brahma 7im ,leibe des ,schlafenden7 sind dann die fnf ,pranas leuchtend und wach4 ,so lange die ,pforten des ,leibes noch offen stehen und das ,herz in den ,regionen der uern ,sinneswelt umherschweift1 erwacht keine wesentliche ,selbstheit1 denn die ,sinne stehen dann geschieden und vereinzelt4 ,werden sie aber in das ,herz hineingezogen1 so gehen sie ,gemeinschaft ein1 und der ,mensch erreicht sich selbst im ,licht jener ,pranas1 er ist bei verschlossenen ,pforten des ,leibes und im tiefen ,schlafe -- auch bei vlliger ,erstarrung und ,unempfindlichkeit -- innerlich wach und geniet die ,erkenntnis des ,brahma an jedem ,tag und zur ,zeit des seligen ,schlafes4 ,da sieht er dann1 was er im ,wachen that1 und sah an jedem ,ort ,alles aufs ,neue4 ,er sieht ,alles insgesammt1 ,gesehenes und ,nichtgesehenes1 ,gehrtes und ,nichtgehrtes1 ,gewutes und ,nichtgewutes1 und weil ,atma selbst ,urheber aller ,handlungen ist1 so verrichtet er nun im ,schlaf gleichfalls alle ,handlungen und nimmt seine ursprngliche ,gestalt wieder an4 ,um dahin zu gelangen1 mssen die ,sinne und die ,sinnenlust verschlossen sein1 auch innerlich im ,leibe mu diese ,macht in die ,pfortader eintreten und der ,galle den ,ausflu verschlieen1 denn das ,manas bindet in dieser ,zeit jene ,ader1 welche der ,weg der ,begierde ist1 und der ,schlafende sieht dann keinen ,traum mehr1 sondern er wird dann ganz ,atma1 lichtartig1 und sieht die ,dinge1 wie sie sind4 ,er wirkt vernnftig und vollbringt ,alles4 ,er wird mit ,brahma ,eins4 ,wie ,strme rinnen und im ,ocean1 ,aufgebend1 ,name und ,gestalt1 verschwinden1 ,so geht1 erlst von ,name und ,gestalt1 ,der ,weise ein zum gttlich hchsten ,geist4 ,so viel ber ,kosmogonie1 ,mystik c4 der ,inder4 ,ich wende mich nun zur indischen ,astrologie1 ber die ich in meinen ,geheimwissenschaften schon ,einiges sagte4 ,eine jede sabische ,religion ist aus der ,beobachtung der ,gestirne erwachsen1 und es gehrt zum ,glauben der hierhergehrigen ,kulte1 da die ,himmelskrper die ,geschicke der ,menschen bestimmen4 ,deshalb ist und bleibt die ,astrologie die ,mutter der ,astronomie4 ,es ist ein tiefeingreifender ,glaube der sabischen ,religionen1 da die ,gestirne belebt1 da sie entweder gttliche ,wesen an sich seien1 deren ,pfad am ,himmel die ,milchstrae darstellt1 weshalb diese bei den ,indern sowohl die ,sternenbahn1 als auch die ,gtterstrae und der ,weg der ,frommen genannt wird1 oder da wenigstens die ,seelen der ,tugendhaften aus ihnen strahlen1 so lange ihr ,verdienst whrt1 dann aber als ,sternschnuppen herabfallen1 um abermals in irdische ,krper gebannt zu werden4 ,so sagt ,matalis zu ,arjunas3 es sind ,fromme1 welche du in ,sternengestalt auf der ,erde gesehen hast6 und diese ,vergleichung mit einem gefallenen ,stern bei den indischen ,dichtern findet nach dieser ,ansicht erst einen tiefen ,sinn4 hnlich war die ,vorstellung bei einigen ,griechen2 denn bei ,aristophanes heit es ausdrcklich1 da die ,seele zum leuchtenden ,stern werde1 und auch ,origenes kann sich von diesem ,stern kaum losreien4 ,werden aber die ,gestirne mit diesem ,interesse betrachtet1 so mu die ,astrologie in dem ursprnglichen ,sinn der ,astrognosie gar bald ein unzertrennlicher ,teil der ,religion werden1 und die ,beobachtung mu sich auf die ,himmelskrper mit gesteigertem ,anteil lenken1 um womglich ihre ewigen ,gesetze zu berechnen und die scheinbar regellos zerstreuten ,funken in eine kosmische ,symmetrie zu bringen4 ,die ,beobachter waren ,priester1 durch ,mue1 hhere ,bildung1 ,kastenverbindung und ,beruf am ersten angewiesen1 auf alles1 was ,religion betraf1 aufmerksam zu sein1 und so konnte es auch der oberflchlichsten ,beobachtung nicht entgehen1 wie die alles belebende ,sonne als ,hauptgottheit des ,sabismus im ,laufe der ,jahreszeiten ihren ,einflu zugleich mit der anscheinenden ,bahn vernderte1 wie die ,sterngruppen zu ihrer ,stellung wechselten1 und besonders der ,mond eine regelmige ,wanderung zu machen schien am unermelichen ,himmelsgewlbe1 bald dieses1 bald jenes ,gestirn begrend1 bald im vollen ,glanz1 bald unscheinbar und ganz verschwindend4 ,im ,geiste des ,orients hllte man die beobachtete ,regelmigkeit in populre ,allegorien ein1 teils um die ,mitteilung der ,erfahrungen zu erleichtern1 teils um dem ,volke den geglaubten ,einflu jener glnzenden ,krper auf die ,erde bemerklich zu machen4 ,dies war der ,ursprung der ,astrologie4 ,fortgesetzte ,beobachtungen muten bald neben ,sonne und ,mond noch fnf ,planeten entdecken lassen1 und wirklich geht die ,bekanntschaft mit denselben ber die uns bekannte ,geschichte hinaus4 ,bereits ,homer kennt die ,venus1 whrend die ,chalder besonders ,jupiter und ,mars verehrten1 und aus keinem andern ,grund geniet die mystische ,zahl ,sieben eine solche ,verehrung1 als aus ,rcksicht auf die ,zahl der ,planeten4 ,bei den ,indern ist die ,siebenzahl hochheilig und spielt in den ,mythen eine sehr bedeutende ,rolle2 dabei will ich nur an die sieben heiligen ,rischis1 die sieben ,rosse des ,surya1 die sieben ,zungen des ,agnis1 an den siebenkpfigen ,drachen und an die sieben ,reinigungshllen erinnern4 ,die ,planeten werden in den ltesten heiligen ,schriften der ,indier genannt1 und es giebt sogar besondere ,gebete an sie4 ,venus ist eine mnnliche ,gottheit2 sie und ,merkur sind glckliche ,sterne und stehen wie ,jupiter1 der ,lehrer der ,gtter1 in hohem ,ansehen4 ,hingegen ist ,saturn1 der ,langsame 7,sanis71 unheilbringend2 ihm ist der ,rabe gewidmet1 welcher allenthalben als ein ,anzeichen des ,unglcks1 der ,trennung und der ,regenzeit erscheint4 ,die ,wochentage werden folgendermaen unter die ,planeten verteilt3 #a4 ,sonntag ,tag des ,sryas 7,sonne74 #b4 ,montag ,chandras 7,mond74 #c4 ,dienstag ,mangalas 7,mars74 #d4 ,mittwoch ,buddhas 7,merkur74 #e4 ,donnerstag ,vrihaspatis 7,jupiter74 #f4 ,freitag ,sukras 7,venus74 #g4 ,sonnabend ,sanis 7,saturn74 ,der ,sonntag war der heiligste ,tag2 er war der ,schpfungstag unter dem ,meridian von ,lanka1 und mit ihm -- um ,sonnenaufgang -- beginnt die ,kalpa oder eine neue ,weltperiode4 ,die ,indier haben einen doppelten ,tierkreis1 insofern derselbe nmlich sowohl in die zwlf ,bilder der ,ekliptik1 als in achtundzwanzig ,mondstationen geteilt ist4 ,die ,indier nennen den ,zodiacus ,gestirnkreis 7jyotishimandala7 oder ,zeichenrad 7rsichakra71 und die ,bilder kommen sowohl in den ,veden1 als im ,ramayana und ,bhagavadgita vor4 ,sie sind ursprnglich einfache ,kalenderzeichen und beziehen sich auf die klimatischen ,verhltnisse1 von denen die drei bedeutsamsten ,zeichen auf eine periodische berschwemmung hinweisen4 ,diese sind3 ,der ,steinbock1 welcher eine ,doppelgestalt1 halb ,bock1 halb ,fisch1 besitzt4 ,aratus gedenkt des ,fischschwanzes noch nicht1 wohl aber ,eratosthenes1 welcher ihn nach gelufigen ,ideen ,pan nennt4 ,bei den ,indiern ist er eigentlich ein ,delphin 7makara7 und wird dann mit einem ,seeungeheuer1 welches dem ,gotte ,varuna geweiht ist1 am gewhnlichsten mit einem ,krokodil1 verwechselt4 ,die ,bildung des ausgehenden ,fischschwanzes kommt hier hufiger vor1 unter andern bei der ,matsyavatara des ,wischnu2 um aber das ,steigen des ,wassers recht anschaulich zu machen1 fgt die indische ,sphre das ,bild einer ,gazelle hinzu4 ,der ,wassermann giet aus seiner ,urne ,strme ,wasser aus1 und schon ,eratosthenes meint1 er scheine seinen ,namen von der ,that zu haben4 ,im ,sanskrit heit dieses ,zeichen ,krug 7kumbha71 welcher in der ,hand des ,wassermanns die auffallendste hnlichkeit mit den gyptischen ,canopuskrgen darbietet4 ,nach dem periodischen ,regen zur ,zeit1 in welcher die ,sonne im ,zeichen des ,wassermannes steht1 folgt im dritten ,monat der ,regenzeit das vllige ,wachsen der ,strme1 welches die ,fische andeuten1 deren ,mythus sich unwandelbar an die syrische ,gttin ,atargatis -- ,derketo -- knpft4 ,im nchsten ,monat ist das ,wasser so weit abgelaufen1 da man im ,zeichen des ,widders das ,kleinvieh wieder auf die ,weide treiben kann4 ,der ,widder wird bald als der des ,bacchus in ,libyen1 bald als der des ,phrixus und der ,helle aufgefat und wiederum mit ,jupiter ,ammon in ,verbindung gebracht4 ,sein ,charakter als ,zeichen der ,frhlingsnachtgleiche wrde auf ein ,entstehen des ,tierkreises um etwa #efj v4 ,chr4 hindeuten4 ,der ,stier ist das natrlichste ,zeichen1 da im ,frhling das ,feld bestellt werden mu2 auerdem ist auch in ,bezug seiner ,reihenfolge auf den ,widder zu beobachten1 da im ,frhling nach den ,schafen die ,rinder werfen4 gyptische ,mythen beziehen den ,stier auf den ,apis2 mit grerem ,recht haben wir wohl an den zoroastrischen ,urstier1 ,moloch c4 zu denken4 ,die ,zwillinge erscheinen auf der indischen ,sphre getrennten ,geschlechts2 jedoch erscheint diese ,darstellung jnger als die griechischen ,mythen1 welche in diesem ,sternbild die ,dioskuren1 ,triptolemus und ,jasion1 ,zethus und ,amphion1 ,herkules und ,apollo sehen4 ,bemerkt sei noch1 da sich anstatt der menschlichen ,zwillinge1 auf welche sich jedoch schon die ,asvinau der ,indier in den epischen ,gedichten zu beziehen scheinen1 in indischen ,darstellungen zwei ,gazellen finden1 und das ganze ,bild somit die im ,frhling ppig grnende ,natur anzudeuten scheint4 ,die ,darstellung des folgenden ,zeichens durch einen ,krebs ist zwar allverbreitet und uralt1 unterliegt aber doch wohl ursprnglich einer falschen ,deutung1 insofern die ltesten ,darstellungen der gyptischen und indischen ,sphre nicht einen ,krebs1 sondern den der ,sonne geheiligten ,scarabus darstellen1 welcher jedoch erst in spterer ,zeit als ,solstitialzeichen dem ,anubis beigesellt wurde4 ,die griechische ,mythe lt den ,krebs aus dem lernischen ,sumpf hervorgehen und den ,herkules bei seinem ,kampf gegen die ,schlange am ,fue verwunden4 ,diese ,mythe entstand hchst wahrscheinlich erst aus dem ,sternbild selbst1 um so mehr1 als ,taschenkrebse -- denn einen solchen stellt das ,sternbild vor -- nur im ,meere leben4 -- ,in spterer ,zeit erklrt ,makrobius den ,krebs aus der abnehmenden ,deklination der ,sonne1 nachdem sie den ,sommersolstitialpunkt erreicht hatte4 ,auf der alten ,sphre bezeichnet der ,lwe1 das ,sinnbild der ,kraft1 den ursprnglichen ,kulminationspunkt der ,sonne1 und hierauf beziehen sich die diesbezglichen ,mythen wie vom nemeischen ,lwen usw4 ,die ,jungfrau mit der hre 7,spica7 ist an sich klar das ,bild der ,ernte und kann sich1 da dem gesamten ,altertum das ,bild einer ,frau als ,schnitterin fremd ist1 nur auf die ,erde als ,gttin beziehen1 welche ihre ,gaben spendet4 ,darauf beziehen sich auch die schwankenden ,mythen1 welche bald auf ,dike1 bald auf ,astra1 ,isis usw4 abzielen4 ,bekannt ist1 da der ltesten griechischen ,sphre das ,zeichen der ,wage fehlt1 und da sich an ihrer ,stelle die ,scheren des ,skorpions befinden4 ,auf der indischen ,sphre jedoch befindet sich die ,wage 7tul7 mit zwei ,schalen1 deren die ,goldschmiede sich bedienen und worauf der ,totenrichter ,yama die ,thaten der ,menschen abwgt4 ,auerdem bedeutet sie an sich aequalitas und ist somit das natrlichste ,zeichen des quinoktium4 ,bezglich des ,skorpions finden sich nur wenig ,mythen1 doch fngt in gypten unter ihm das ,reich des ,typhon an4 ,am richtigsten ist wohl1 bei der ,aufstellung dieses ,sternbildes daran zu denken1 da im ,herbst ,indien und ,persien von ,skorpionen1 ,schlangen und anderm ,gewrm wimmeln2 auch wre es vielleicht angezeigt1 an die ,kharfesters des ,zendavesta zu denken4 ,die ,entstehung des ,sternbildes des ,schtzen ist sehr zweifelhaft2 auf keinen ,fall kann die ,mythe von den ,centauren1 ,chiron c4 gengen1 und auch an einen gyptischen ,ursprung ist wohl kaum zu denken1 da das ,nilthal ein durchaus pferdearmes ,land ist1 wohingegen die ,entstehung der ,centaurenmythe durchaus auf die ,ebenen ,hochasiens pat4 berhaupt steht die ,annahme des gyptischen ,ursprungs des ,tierkreises in entschiedenem ,widerspruch zum dortigen ,naturleben1 abgesehen von dem ,umstand1 da das ,alter des ,tierkreises von ,denderah nicht ber die ,zeit des ,tiberius hinausgeht4 ,wenn andere ,flsse abnehmen1 sagen schon die ,alten1 so steigt der ,nil vom ,sommersolstitium bis zum ,herbstquinoktium1 und wenn andere ,vlker ,winter haben1 ist in gypten alles blhend4 ,die ,frhlingsnachtgleiche findet im ,widder statt2 der ,nil steigt im ,krebs1 und die berschwemmung dauert bis in das ,zeichen der ,wage1 weshalb der ,lwe nicht mehr ein ,bild der ,sonnenhhe sein kann4 ,die ,landbestellung fngt im ,november1 also im ,zeichen des ,schtzen an1 die ,ernte fllt in den ,mrz1 weshalb der ,stier nicht ,erntestier sein kann1 und im ,zeichen der ,jungfrau steht das ,land unter ,wasser4 ,aus den genannten ,ursachen wrde ein gyptischer ,ursprung des ,tierkreises nur dann annehmbar sein1 wenn man das ,frhlingsquinoktium in die ,wage1 und das ,wintersolstitium in den ,krebs versetzen wollte4 ,dabei wrden aber die so charakteristischen ,zeichen des ,stiers1 des ,krebses und des ,lwen ihre ,bedeutung vllig einben1 abgesehen von dem ,umstand1 da man die ,entstehung des gyptischen ,tierkreises in das ,jahr #adbgb v4 ,chr4 setzen mte4 ,dahingegen wrde die ,entstehung des ,tierkreises vllig auf das nrdliche ,indien und ,bengalen passen1 insofern die ,regenmonate 7chaturo vrshikan msn nach der ,ramayana7 der ,sphre entsprechend vom ,november bis ,februar fallen4 ,die ,vedas setzen den ,frhling 7vasanta7 unter die ,zeichen von den ,fischen bis zum ,stier sofort nach der berschwemmung4 ,die betreffenden drei ,monate sind die angenehmsten1 und in ihnen beginnen die ,pilgerfahrten nach ,haridvari bis zum ,april hin1 wo endlich die ,zeit der ,feldbestellung im ,zeichen des ,stieres beginnt4 ,der ,tierkreis bietet somit noch gegenwrtig den ,indiern einen vlligen ,naturkalender dar1 whrend er fr gypten eine nichtssagende ,hieroglyphe ist4 ,es fragt sich nun endlich noch1 ob die ,anordnung des ,tierkreises getroffen wurde1 als noch ,bild und ,sache zusammenfielen1 d4 h4 mit andern ,worten1 als der ,katasterismus des ,widders das ,zeichen des ,frhlingsquinoktium war1 was um ca4 #eej v4 ,chr4 stattfand1 oder ob dies frher geschehen sei4 ,dabei ist der ,betrag der ,prcession -- in #gb ,jahren ein ,grad -- wohl zu bercksichtigen und zu bedenken1 das die ,prcession eines ,zeichens #bafj ,jahre1 die des ganzen ,tierkreises jedoch rund ca4 #bfjjj ,jahre betrgt4 ,da nun trotz der ,behauptungen des ,ktesias1 der alten chaldischen ,priester usw4 nicht an ein solches ,alter der ,astronomie zu denken ist1 so bleibt nur die ,annahme des indischen ,ursprungs des ,zodiacus brig1 wobei nur das spt entstandene ,zeichen der ,wage strend wirkt1 whrend alle anderen ,zeichen ihre ungezwungene ,erklrung finden1 wenn mit dem ,stier das ,jahr sich erffnete4 ,die ,hitze mit ihren ,fiebern wird am drckendsten zur ,zeit des ,herbstquinoktium1 wenn die ,sonne in den ,skorpion tritt1 gerade wie der ,parsismus und die biblische ,kosmogonie das ,hereinbrechen des bels unter dem alten ,drachen und die neueren ,stcke des ,zendavesta im ,zeichen der ,wage annehmen4 ,im ,steinbock steigt die ,sonne wie das ,wasser der ,strme1 welches durch das ,amphibium ,makara angedeutet wird4 ,der ,wassermann giet seine ,strme herunter1 und der ,scarabus erhlt dadurch ,bedeutung1 da er erst zur ,sonne strebt1 aber noch nicht deren ,kulminationspunkt bezeichnet4 ,derselbe tritt im ,lwen1 im astrologischen ,haus der ,sonne ein1 weshalb ,herkules auf der ,lwenhaut ausruht und in gypten der ,lwe der ,thron des ,horus ist4 berhaupt beziehen sich alle siderischen ,mythen nur auf diese ,sphre1 besonders wenn in ihnen der ,stier figuriert1 an dessen ,stelle in spterer ,zeit der ,widder oder das ,lamm trat4 ,die ,chinesen beginnen noch heute den ,tierkreis mit dem ,stier und feiern die ,wiederkehr der ,sonne im ,wassermann1 whrend die ,perser die zwlf ,bilder des ,tierkreises mit den zwlf ersten ,buchstaben des ,alphabets bezeichnen und fr den ,stier ,a1 fr die ,zwillinge ,b setzen usw4 ,dabei will ich nochmals daran erinnern1 da im ,zendavesta der ,urstier1 der himmlische ,lichtbringer1 welcher das ,gras wachsen lt1 im ,frhjahr geschaffen wird4 ,noch deutlicher wird dies bei den ,mithramonumenten und bei dem gyptischen ,apis usw4 ,in allen diesen religisen ,mythen1 welche das ganze ,altertum durchdringen1 erffnet der ,stier das ,jahr1 und es geht mit ihm und dem ,frhlingsquinoktium bei der ,weltschpfung die ,umwlzung smtlicher ,gestirne aus4 ,in den ,vedas beginnen die ,krittikas oder die ,plejaden am ,halse dieses ,sternbildes ebenso wie die #bh ,mondnakshatras1 eine ,anordnung1 welche ,colebrooke um das ,jahr #adjj v4 ,chr4 setzt4 ,nur die gypter1 bei denen die ,personifikation der ,erde als eine ,kuh als eine ihnen ursprnglich fremde ,vorstellung vorausgesetzt werden darf1 treten hier -- durch ihr ,klima gentigt -- mit der spteren ,sphre allenthalben in ,widerspruch4 ,der ,widder1 welcher im koptischen ,tierkreis das ,reich des ,ammon genannt wird1 war den gyptern bereits das ,zeichen des ,frhlingsquinoktium1 und die ,mythen von ,jupiter ,ammon sind wie die ,sothisperiode wohl kaum so alt als man gewhnlich annimmt4 ,der ,sirius 7,sothis7 sollte nach den ,anschauungen der gypter der ,schpfung der ,welt vorgestanden haben1 weil sie nach dem astronomischen ,jahr des ,meton den ,jahresanfang in das ,sommersolstitium verlegten oder die ,schpfung im ,zeichen der ,wage geschehen sein lieen1 weil sonst die ,zge des ,osiris keine ,beziehungen zu dem ,land gehabt htten1 denn nach ,diodorus ,siculus trat1 whrend ,osiris in thiopien war1 der ,nil aus seinen ,ufern4 ,dennoch begannen sie die ,trauer um ,isis1 wenn der ,nil noch im ,steigen war1 und die ,thrnen der ,isis vermehrten das ,wasser1 und ,osiris stirbt im ,zeichen des ,skorpions4 ,alles dies sind ,anschauungen der ,perser und ,indier von dem ,absterben der ,natur und dem ,sieg des ,bsen1 welche jedoch mit dem ,anfang des ,frhlings im ,nilthal ohne alle ,bedeutung sind4 ,alle diese ,umstnde wrden auf eine ,entstehung des ,tierkreises um etwa #afjj v4 ,chr4 deuten4 ,das hohe ,alter des ,tierkreises erhellt auch aus dem ,umstand1 da das lteste ,jahr #cfj ,tage zhlte4 ,die ,griechen schrieben die ,einfhrung desselben dem ,solon zu1 whrend nach ,diodor#bff in gypten zu ,phil tglich ein ,gef mit ,milch aufgestellt wurde1 bis die ,zahl von #cfj erreicht war2 eben so viele ,priester muten ,wasser in ein durchlchertes ,fa gieen1 und der ,kriegsrock des ,amasis bestand aus ,fden von #cfj ,drhten4 ,am ,rocke des ,hohepriesters befanden sich nach einigen ,rabbinen #cfj ,glckchen1 und in der ,kaaba der alten ,araber standen #cfj ,gtterbilder2 ,semiramis baute um ,babylon eine ,mauer von #cfj ,stadien ,lnge1 und auch das altpersische ,jahr hatte #cfj ,tage4 ,bei den ,indiern bilden #cfj irdische ,jahre ein ,gtterjahr1 und noch jetzt ist ein ,jahr von #cfj ,tagen auf ,sumatra1 ,java1 in ,surate usw4 in ,gebrauch4 ,die indische ,stunde hat #fj ,minuten oder #cfj ,augenblicke1 und es scheint1 da auch die gypter ihre ,stundeneinteilung diesem ,jahre entlehnten4 ,wenigstens scheint dies aus ,ptolemus zu erhellen1 welcher nach den #cfj ,graden des ,tierkreises der ,stunde fnfzehn ,minuten und der ,minute fnfzehn ,sekunden1 dem ,tag also #fj ,stunden giebt1 whrend der brgerliche ,tag nur #bd ,stunden zhlt4 ,es bleibt nun noch die indische ,lehre zu erwhnen1 nach welcher der ,tierkreis in #abj ,dekatemorien geteilt wird1 so da auf jedes ,zeichen zehn entfallen1 ferner in #cf ,dekanate1 deren ,herren -- die ,dekane -- die einzelnen menschlichen ,glieder analog der ,harmonie des ,makrokosmos mit dem ,mikrokosmos regieren4 ,ursprnglich entstammte diese ,anordnung wohl den ,chaldern1 weil ,psellus und andere sie denselben zuschreiben4 ,diodorus ,siculus nennt dieselben theoi boulaioi1 und bei den ,indiern heien sie dreskns4 ,einer der bedeutendsten indischen ,astrologen war der um #ejf nach ,christus lebende ,varahamihioas1 ein ,brahmane zu ,udjayini1 von seinen ,schlern ,avantikas genannt1 welcher ein reichhaltiges astronomisch-astrologisches ,werk schrieb4 ,der erste ,teil desselben enthlt die eigentliche ,astronomie1 und die beiden letzten die ,astrologie4 ,die letztere zerfllt wieder in drei ,teile 7skands71 nmlich ,tantra1 welches die ,berechnung der ,planetenorte lehrt1 alsdann ,hor1 das eigentliche ,stellen der ,nativitten und das ,ermitteln glcklicher ,elektionen zu ,reisen1 ,hochzeiten usw4 ,der dritte ,teil enthlt die ,wetterprognostika 7,skh74 ,von dem ,gesamtwerk sind nur die astrologischen ,teile unter dem ,namen ,vrihatsanhit erhalten geblieben und von ,bhattatpala kommentiert worden4 ,ein anderer berhmter ,astrolog war der um #eha n4 ,chr4 lebende ,brahmaguptas1 welcher groen ,einflu auf die ,araber ausbte1 und mit welchem namentlich ,abumassar in der ,theorie von den groen ,umlufen des ,saturn und ,jupiter bereinstimmt4 ,noch will ich bemerken1 da es nach ,diodorus ,siculus und ,strabo bereits zur ,zeit ,alexanders des ,groen in ,indien astrologische ,ephemeriden gab1 und da am ,neujahrstage die ,astrologen bei ,hofe erscheinen muten1 um die ,witterung fr das ,jahr vorauszusagen4 ,was aber ,strabo und ,diodorus ,witterung nennen1 bezieht sich auf die glcklichen und verbrannten ,tage 7dagdhas71 welche bis auf die ,neuzeit in der ,astrologie eine groe ,rolle spielen4 ,es leuchtet ein1 da die ,ermittelung dieser ,tage1 welche an gewisse ,konstellationen geknpft sind1 ,berechnungen erfordern1 weshalb der ,astrolog im ,sanskrit ,rechner 7ganakas7 oder ,zeichenkenner 7nimittavid7 heit4 ,die ,astrologie heit entweder ,gtterbefragung 7devaprasna7 oder ,nativittsberechnung 7jtaka71 und der ,berechner astrologischer ,ephemeriden fhrt den ,namen ,smoatsaras4 ,in ,trankebar besteht gegenwrtig noch der ,kalender 7panchngam7 aus fnf ,hauptteilen3 aus den ,titthis1 den ,wochentagen 7vara71 den ,nakschatras1 den ,yogas und aus dem astrologischen ,teil1 der die ,kana und ,tyga oder dasjenige vorschreibt1 was an den glcklichen oder unglcklichen ,tagen zu thun und zu lassen sei4 ,die ,astrologie kommt bereits im ,ramayana bei der ,geburt des ,rama vor1 welche unter einer glcklichen ,konstellation stattfand1 ja aus vielen ,stellen alter ,sanskritschriften ergiebt sich1 da das ,leben der alten ,inder durch astrologische ,ideen so beherrscht wurde1 da er nichts that1 ohne die ,planeten zu befragen4 ,diese ,anschauungen muten sich allenthalben da entwickeln1 wo die ,gestirne ihren ,einflu auf die ,regierung der ,welt1 auf ,charakter und ,sitten1 auf die knftigen ,schicksale1 auf die ,krperbildung wie auf das ganze ,naturleben behaupteten4 ,was sonst noch ber indische ,astrologie zu sagen ist1 habe ich in meinen ,geheimwissenschaften mitgeteilt4 ,sehen wir nun zu1 was an verbrgten ,resultaten des praktischen ,occultismus der ,inder in ,europa bekannt geworden ist4 ,dr4 ,johannes ,baumgarten berichtet in der ,sphinx#bfg3 ,seitdem ,charcot #ahgh den wissenschaftlichen ,bann gebrochen hat1 der auf den ,magnetisten 7nicht zu verwechseln mit den ,magnetiseurs7 lastete1 sind die ',profanen' allseitig in das sorgfltig gehtete dunkle ,gebiet des ,occultismus eingedrungen und haben als ,gewinn ihrer ,streifzge eine ,reihe sogenannte ,entdeckungen von ,thatsachen heimgebracht1 die seit ,jahrhunderten1 vielleicht seit ,jahrtausenden1 nur der blinden ,schulweisheit unbekannt waren1 die sie jedoch unter neuen ,namen zuerst an das ,licht gezogen zu haben whnen4 ,keine einzige der durch die ,experimente von ,charcot1 ,baurneville1 ,richet1 ,liebeault1 ,bernheim1 ,dumontpallier1 ,preyer u4 v4 a4 herausgestellten ,hauptthatsachen des ,hypnotismus und der ,suggestion ist neu2 sie lassen sich nachweisen in den ,schriften von ,du ,potet und dessen ,schlern2 ja manche bei den ersten ,mesmeristen und selbst weiter rckwrts im #ah4 ,jahrhundert4 ,der ,brahmane und sptere portugiesische ,abb ,faria1 der in dem ersten ,viertel unseres ,jahrhunderts durch seine ,experimente in ,frankreich ,aufsehen erregte und ,schler wie ,noizet und ,bertrand bildete1 stellte die erste ,theorie der ,suggestion auf4 ,in vielen ,dingen steht er bereits auf heutigem wissenschaftlichem ,boden4 ,sein etwas schwer zu lesendes ,werk ist eine ,fundgrube fr ,forscher2 man findet darin3 ,gedankenbertragung1 ,lesen geschlossener ,bcher oder versiegelter ,briefe1 ,fernsehen1 ,ortsvernderung der ,seele c4 ,ein anderer ,brahmane ,lahanteka1 der #ahed und #ee ,amerika bereiste1 bewies in merkwrdigen ,experimenten die direkte ,wirkung des ,willens auf die uere ,welt und zeigte u4 a4 wie durch einen einfachen ,willensakt die ,sinne seiner ,zuhrer dergestalt von ,illusionen befangen wurden1 da sie glaubten1 einen ,schwarm von ,vgeln durch den ,saal fliegen zu sehen und deren ,gesang zu hren4 ,von ,gedankenlesen gab er ihnen folgenden ,beweis3 ,lahanteka hatte ihnen zu wiederholten ,malen unter zwanzig ,mnzen diejenige richtig bezeichnet1 auf welche sie whrend seiner ,abwesenheit ihre ,willenskraft koncentrirt hatten4 ,da schlug einer1 ebenfalls in ,abwesenheit des ,brahmanen1 vor1 um ihn zu prfen1 unter den ,geldstcken keine ,wahl zu treffen und sie ihm so vorzulegen4 ,lahanteka untersuchte die ,mnzen genau und erklrte dann1 man habe auf keine einzige speziell den ,gedanken gerichtet2 hierauf betrachtete er eben so genau seine ,zuhrer und bezeichnete dann richtig denjenigen1 der diese ,probe vorgeschlagen hatte4 ,bei aufmerksamer ,lektre der seit dem #af4 ,jahrhundert erschienenen ,reisebeschreibungen wird man auf eine ,menge bisher wenig beachteter occultistischer ,thatsachen stoen1 die nicht selten durch ihre bereinstimmung in den verschiedensten ,lndern eine entscheidende ,beweiskraft fr ihre ,wirklichkeit und dadurch vielfach fast den ,wert direkter ,experimente haben4 ,erst seit sieben ,jahren wei man genauer1 da in den ,bazars des ,orients eine geheime ,korrespondenzweise bekannt ist1 wodurch man ,nachrichten in die ,ferne senden und daraus erhalten kann4 ,dieselbe heit ,hindostan und im westlichen ,asien ,khabar 7d4 h4 arab4 ,nachrichten74 ,diese bis jetzt fr die ,wissenschaft unerklrliche ,mitteilung geschieht mit der ,schnelligkeit des ,blitzes1 wie ,lord ,cameron in seinen ',erinnerungen an die ,drusen' sagt3 ,fragt euch ein ,kaufmann1 ,trke1 ,araber1 ,hindu oder ,perser1 ob ihr die neuesten ,nachrichten kennt1 und ihr antwortet verneinend1 so teilt er euch diejenigen mit1 welche der ,khabar eben offenbart hat4 ,hieraus erklrt sich1 wie whrend des ,krimkrieges die ,brahmanen eher als die ,englnder und noch vor dem ,eintreffen der telegraphischen ,nachricht den ,fall ,sebastopols und nachher den ,abschlu des ,friedens von #ahef erfuhren4 ,das ,journal ,du ,potets erinnert daran1 da #ahaf ein kurzer ,aufstand unter einigen ,vlkerschaften im ,innern von ,hindostan entstand1 weil diese -- drei ,wochen bevor die englische ,regierung es erfuhr -- die ,nachricht von der ,niederlage der ,englnder am ,vormittage von ,waterloo erhalten hatten4 ,kurz darauf traf ebenso schnell die ,nachricht vom schlielichen ,siege der ,englnder ein4 ,an der ,thatsache1 die in hnlicher ,weise auch in ,central- und ,nordasien von ,reisenden beobachtet wurde1 ist kaum zu zweifeln4 ,aber wie soll man sie erklren8 ,noch kein wissenschaftlicher ,beobachter hat sie untersucht1 man ist also auf ,vermuthungen beschrnkt1 da auch von der ,benutzung des ,hellsehens einer ,somnambule dabei nicht die ,rede ist4 ,man knnte denken an den ,gebrauch des magischen ,spiegels ,sarwa anjoun1 den die ,hindu und ,mohammedaner in ,indien kennen1 und welcher in merkwrdiger ,weise an das ,experiment des ,grafen de ,laborde mit dem ,magier ,achmed in gypten erinnert4 ,die ,operationsweise mit diesem ,spiegel ist folgende3 ,man nimmt eine ,handvoll von dolichos lablab1 welche man ber dem ,feuer verkohlen lt und zu ,pulver zerreibt und dann mit ,biberl befeuchtet4 ,hierauf lt man dieses ,prparat in einem neuen irdenen ,gef1 ,lota genannt1 verbrennen und drckt diese ,masse1 nachdem man eine gewisse ,formel gesprochen hat1 in die ,hand eines ,knaben1 der bald darauf darin geheimnisvolle ,gestalten und ,geister erblickt4 -- ,hchst bemerkenswerth ist1 da eine der ersten ,gestalten1 welche das ,kind erblickt1 gewhnlich die des fourach oder ,straenkehrers ist1 dem ein ,wassertrger folgt2 hierauf kehrt der fourach zurck1 breitet einen ,teppich aus und es erscheint eine groe ,schaar von guten und bsen ,geistern1 bis sich ihr ,fhrer auf einem ,throne zeigt und dadurch die ,erscheinung zu ,ende geht4 ,so geht die ,sache in ,hindostan vor sich4 ,nun hat sich aber ganz dasselbe in ,kairo beim ,experiment ,achmeds vor dem ,grafen de ,laborde gezeigt3 ,der in seine ,hand blickende ,knabe beschrieb einen trkischen ,soldaten1 der einen ,platz vor einem ,zelte fegte4 ,die ,beweise von ,fernsicht1 welche das ,kind gab1 waren durchaus berzeugend4 ,von einem zum ,fernsehen gebrauchten ,knaben ist weder beim ,khabar noch bei den ,sannyasis und ,hoyis1 welche den ,sarwa anjoun handhaben1 die ,rede4 ,es mu also eine andere ,erklrung gesucht werden1 und da drfte denn die von einem ,herrn ,magliulo #ahef zu ,bona in ,algerien 7jedenfalls im ,verkehr mit den dortigen ,arabern7 gemachte ,entdeckung eines hchst einfachen1 ,ferngesichte erzeugenden ,zauberspiegels eine ,handhabe bieten4 ,nach ,du ,potets ,journal 7,,xv1 #did7 bereitet man diesen ,spiegel auf folgende ,weise3 ,man schwrzt mit ,tinte in der ,hhlung der linken ,hand eine ,flche von der ,gre eines ,zehncentimes-,stckes1 giet #b-c ,tropfen l darauf1 den ,flecken magnetisiert man durch einige ,striche mit der rechten ,hand1 was auch ein anderer eine halbe ,minute lang thun kann1 hierauf lehnt man die ,hand irgendwo an1 um sie nicht ermden zu lassen1 und haftet unverwandt den ,blick ohne die ,augen und ,gedanken jemals abschweifen zu lassen1 auf den schwarzen ,flecken in der linken ,hand und erwartet die sicher eintreffenden ,erscheinungen und verlangten ,fernblicke ab4 ,personen von nervsem oder lymphatischem ,temperamente erhalten dieselben recht bald1 vollkommen gesunde und krftige oft erst nach lngerer ,zeit4 ,die ,mglichkeit dieser ,operationsweise beim ,khabar lt sich nicht ohne weiteres zurckweisen1 da eine ,reihe hnlicher ,beobachtungen mit anderen sogenannten ,zauberspiegeln vorliegen4 ,das ,ganze beschrnkt sich auf eine braidistische ,konzentration des ,blickes und ,gedankens1 die eine ,auto-,hypnose erzeugt1 welche bei hysterischen und nervsen ,personen die bekannten ,erscheinungen unzweifelhaft zur ,folge haben4 ,es kann nicht eindringlich genug darauf aufmerksam gemacht werden1 da diese ,auto-,hypnose wie berhaupt alle ,auto-,magnetisations-,experimente uerst gefhrlich sind1 da hufig ,wahnsinn1 selbst ,tobsucht eintritt1 jedenfalls eine dauernde ,disposition zu ,delirien und ,wahnvorstellungen4 ,aubin ,gauthier machte schon auf die ,gefhrlichkeit der vor ihm so genannten ,ipso-,magnetisation aufmerksam in dem ,falle1 wo sie die ,erzeugung eines somnambulen ,zustandes bezwecke4 ,es treten zuweilen unheimliche ,zustnde einer ,art von fast dmonischer ,besessenheit mit entsetzlichen ,hallucinationen ein1 wie sie uns ,du ,potet beschreibt1 der sie an sich selbst erfahren hat4 ,bei dieser ,gelegenheit kann ich nicht unerwhnt lassen1 da ,paul ,gibier in seinen beiden letzten ,schriften und mehrere andere ,sachkenner es fr einen hchst gefhrlichen ,unfug halten1 wenn sogenannte ,antispiritisten und ,hallucinationsknstler in ,deutschland umherziehen und mit ihren hypnotistischen ,experimenten die unwissende ,menge1 wozu auch auf diesem ,gebiete die meisten ,gebildeten gehren1 verblffen4 ',es sind ,kinder'1 sagte er1 'welche mit ,dynamitpatronen spielen4' ,wir gehen jetzt ber zur ,schilderung einiger occultistischer ,merkwrdigkeiten aus ,tibet1 welche wir den ,reisebeschreibungen des ,missionars ,huc entnehmen4 ,die ,werke dieses ,reisenden wurden auf den ,index gesetzt und er selbst seiner ,stelle als ,missionar entkleidet1 weil er in naiver ,weise die bereinstimmung einer ,reihe katholischer ,ceremonien und ,gebruche mit tibetanischen wahrheitsgetreu ans ,licht gezogen und ebenso ber einige ,wunderdinge1 die er unter den ,lamas mit eigenen ,augen gesehen1 berichtet hatte4 ,einiges harrt noch der wissenschaftlichen ,erklrung und ,besttigung1 anderes1 wie die ,schaustellungen der ,bokte-,lamas1 ist heute durch hnliche ,beobachtungen in ,kleinasien und ,nordafrika vollstndig auer ,zweifel gesetzt4 ,wir gehen jetzt zu einer andern occultistischen ,thatsache ber1 deren ,bericht dem ,missionr ,huc#bfh den ,spott und ,hohn der wissenschaftlichen ,welt1 namentlich der ,mediziner1 zuzog1 die aber heute durch ganz dieselben ,beobachtungen in andern ,lndern in die ,reihe jener zahlreichen1 scheinbar unmglichen und bernatrlichen ,thatsachen gerckt worden ist1 deren ,erklrung auf positiv wissenschaftlichem ,boden gegenwrtig teils schon erfolgt ist1 teils mit ,zuversicht erwartet werden kann4 ,allerdings wird das ,ergrnden der letzten atomistischen ,vorgnge fr uns ,erdenshne ewig ein vergebliches ,suchen bleiben2 man wird zuletzt immer auf ein unbegriffenes ,residuum stoen1 wie dies selbst bei einigen ,vorgngen des ,telephonierens der ,fall sein drfte4 ,die in ganz ,tibet berhmten ,schaustellungen der ,bokte-,lamas finden an den groen religisen ,festen in den buddhistischen ,klstern statt4 ,vor der ,tempelthre im ,klosterhof wird ein groer ,altar errichtet1 welchen zahlreiche im ,kreise geordnete ,lamas und die dichtgedrngte ,schaar der ,pilger schweigend umlagern4 ,der ,bokte-,lama1 der stets den untern ,stufen der ,hierarchie angehrt1 erscheint1 schreitet wrdevoll zum ,altar und setzt sich darauf unter dem ,beifallrufen der ,menge4 ,hierauf nimmt er ein groes ,messer aus seinem ,grtel und legt es vor sich auf die ,kniee4 ,nun erheben die ,lamas1 die zu seinen ,fen sitzen1 die schrecklichen ,anrufungen und ,gebete dieser scheulichen ,ceremonie4 ,unter den fortdauernden ,gebeten beginnt der ,lama an allen ,gliedern zu zittern und mehr und mehr in wahnsinnige ,krmpfe zu gerathen4 ,bald verlieren die ,lamas alles ,maa2 ihre ,stimmen werden begeistert1 ihr ,gesang wird unordentlich und bereilt2 das ,hersagen der ,gebete geht zuletzt in ,schreien und ,heulen ber4 ,in diesem ,augenblick wirft der ,bokte die ,schrze1 mit welcher er umwickelt ist1 ab1 ebenso seinen ,grtel1 ergreift das geheiligte ,messer und ffnet sich den ,bauch in seiner ganzen ,lnge4 ,whrend das ,blut fliet1 wirft sich die ,menge vor diesem schauderhaften ,schauspiel auf die ,kniee und man befragt diesen ,wahnsinnigen ber verborgene ,dinge1 ber zuknftige ,ereignisse und dergleichen4 ,der ,bokte giebt auf alle diese ,fragen ,antworten1 die von ,jedermann als ,orakel betrachtet werden4 ,ist die fromme ,neugierde der zahlreichen ,pilger befriedigt1 so beginnen die ,lamas wieder mit ,ernst und ,ruhe ihre ,gebete herzusagen4 ,der ,bokte nimmt in seiner rechten ,hand ,blut aus seiner ,wunde auf1 hlt es an seinen ,mund1 blst dreimal darber und wirft es mit einem groen ,schrei in die ,luft4 ,dann fhrt er rasch mit der ,hand ber seine ,wunde und alles kehrt in seinen frheren ,zustand zurck1 ohne da auer einer auerordentlich groen ,entkrftung die geringste ,spur dieser diabolischen ,operation zurckbleibt4 ,das ,bauchaufschneiden -- fgt ,huc hinzu -- ist eine der berhmtesten ,sifas 7tibetanisch3 verworfene ,mittel7 der ,lamas2 andere gleichartige sind weniger volksthmlich und auffallend2 sie werden in ,privatkreisen und nicht an den groen ,festen der ,lamaserieen gezeigt3 so hlt man z4 ,b4 glhende ,eisen ungestraft an die ,zunge1 bringt sich ,schnitte bei1 von denen einen ,augenblick nachher keine ,spur mehr sichtbar ist usw4 ,allen diesen ,schaustellungen mu das ,hersagen eines ,gebetes vorangehen4 ,der ,missionr1 der von seinem ,standpunkt aus alles als ,wirkungen und ,wunder des ,teufels erklrt1 sagt jedoch ausdrcklich3 ,wir denken durchaus nicht1 da man diese ,thatsachen stets auf ,rechnung der ,betrgerei setzen kann4 ,wenn ,hucs ,bericht ber die magischen ,wunderheilungen vereinzelt dastnde1 so wrde er sicherlich in das ,gebiet der ,fabeln verwiesen und der wissenschaftlichen ,verwerthung entzogen werden2 aber derselbe schliet sich einer langen ,reihe hnlicher ,beobachtungen anderer ,reisender bis auf die neueste ,zeit an1 wodurch1 wie wir spter sehen werden1 eine fr die ,psychologie und ,philosophie beraus wichtige ,thatsache festgestellt1 bewahrheitet und der definitiven wissenschaftlichen ,erklrung nher gebracht wird4 ,wir heben einige dieser ,beobachtungen hervor und bemerken dabei1 da wir das ganze ,gebiet der christlichen ,wunderwirkungen ausschlieen4 ,dieselben sind keine bloen ,schaustellungen1 sondern meistens auf sittliche ,zwecke gerichtet1 und es drfte daher trotz mancher ,analogien eine bloe physiologische und psychologische ,erklrung nicht ausreichen4#bfi ,von den ,aissawas1 den tanzenden und heulenden ,derwischen und der ,secte der ,ruffais ist bekannt1 da sie sich durch ,tnze1 krampfhafte ,bewegungen1 ,musik1 lange wiederholte ,gutturaltne usw4 in epileptische ,ekstase versetzen und sich dann unbeschadet die grlichsten ,wunden beibringen und glhende ,eisen belecken4 ,diedier sah in ,cairo die ,derwische vom ,orden des ,scheiks ,bedr-,eddin nicht nur sich ohne ,schaden spitze ,eisen in die ,brust1 den ,kopf und die ,augen stoen1 leere ,gefe aus der ,ferne mit ,wasser fllen1 sondern auch am ,feste des ,propheten auf lange ,stangen aufgepfhlt1 deren eiserne ,spitzen zwischen ihren ,schultern hervorragten1 sich durch die ,moschee umhertragen lassen1 whrend die ,glubigen laut beteten oder die ,kapitel des ,korans hersagten4 ,kein ,beobachter hat genauer und drastischer die grausenhaften ,vorstellungen der heulenden ,derwische geschildert als ,theophile ,gautier1 der sie in ,scutari und ,pera sah4 ,der ,raum gestattet uns leider nicht1 den interessanten ,bericht1 der das allmhliche ,entstehen der ,ekstase1 ihre wahnsinnigen ,gestaltungen und deren ,ansteckungsfhigkeit auf die ,zuschauer fast photographisch treu schildert1 hier wiederzugeben4 ,seit ,tavernier haben zahlreiche ,reisende ganz dieselben ,vorkommnisse aus ,hindostan berichtet2 doch drfte eine ,erfahrung1 welche ein ,oberst und mehrere ,marine-,officiere mit den hindostanischen ,ruffais machten1 weniger bekannt geworden sein4 ,die ,officiere sahen1 wie diese ,leute sich ohne ,schaden ,glieder und selbst die ,zunge abschnitten1 welche sie wieder in den ,mund steckten1 wo sie augenblicklich anheilte4#bgj ,in andern ,theilen ,asiens machte man dieselben ,beobachtungen4 ,so berichtet der franzsische ,gesandte ,gobineau#bga1 der in ,persien ,ekstatiker glhende ,kohlen in den ,mund stecken sah2 ,bastian#bgb1 der von den burtischen ,schamanen berichtet1 da sie unbeschadet ins ,feuer springen und glhende ,eisen ber die ,zunge ziehen1 bis sich die ,htte mit dem ,geruch des verbrannten ,fleisches fllt4 ,zu den vorstehend mitgetheilten ,thatsachen giebt die von ,carl ,rehbinder in der ,sphinx #ahhi1 ,,vii1 ,s4 #bdc;ff4 mitgetheilte1 der ,pall ,mall ,gazette 7,nr4 #c1 ,januar #ahhi7 entnommene merkwrdige ,nachricht von einer ',zauberei in ,camerun' eine sehr willkommene ,ergnzung1 welche allerdings der heutigen officiellen ,wissenschaft etwas rgerlich1 ungeheuerlich und unerklrbar1 also absurd fabelhaft vorkommen mu4 ,doch ,thatsachen sind hartnckig und weichen keiner bloen ,leugnung4 -- ,die ,leistungen der schwarzen ,zauberin bertrafen alle bekannten ,wunderwirkungen der ,fakire und ,derwische3 ,nichts von alledem1 was ich von ihr sah1 sagt der ,berichterstatter1 konnte bernatrlich im eigentlichen ,sinn genannt werden4 ,sie schien nmlich die ,naturkrfte blo in ihrer ,gewalt zu haben1 ja1 wie der eben erzhlte ,fall 7,schweben in der ,luft7 beweist1 ihre ,gesetze aufheben1 aber nicht umkehren zu knnen4 ,sie konnte z4 ,b4 einen frisch abgehauenen ,arm durch ,berhrung ihres ,stabes und angeblicher ,zaubersprche innerhalb einer ,secunde mit dem ,stumpf wieder so vereinigen1 da auch nicht eine ,spur von einer ,verletzung zu sehen war 7ganz wie bei den ,ruffais oben72 als ich sie jedoch aufforderte1 unserm ,quartiermeister den vor mehreren ,jahren verlorenen ,vorderarm zu ersetzen1 erklrte sie freimthig1 da sie es nicht im ,stande sei4 ,sie sagte3 der ,arm ist todt1 ich habe nicht die ,macht4 -- ber alles ,lebendige hatte sie eine erstaunliche1 unmittelbare1 ,grausen erregende ,gewalt4 ,als sie einst in meiner ,gegenwart mit einem boshaft gezischten ,fluchwort ihren ,stab gegen einen ,krieger richtete1 schwand dieser frmlich hin3 ,die ,muskeln begannen zusammenzuschrumpfen1 und nach ein paar ,minuten blieb von dem groen1 starken ,mann nicht viel mehr brig als ein ,gerippe4 -- ,ebenso verwandelte sich unter dem ,zauberstabe eine ,frau in ein hartes und kaltes ,steinbild im buchstblichen ,sinn des ,wortes1 wovon ich mich berzeugte1 indem ich mit meinem ,revolver den ganzen ,krper ausklopfte und einen ,ton erhielt1 als wenn ich ,marmor angeschlagen htte4 ,rehbinder meint3 ,das ,weib war einfach in hypnotische ,katalepsie versetzt2 aber der ,hypnotismus1 ein neues ,wort fr alte ,thatsachen1 reicht hier zur ,erklrung nicht aus1 ebensowenig wie bei der ,fernwirkung jenes malabarischen ,fakirs ,covindasamy1 der vor den ,augen ,jacolliots von der ,terrasse des ,hauses aus die ,hand gegen einen ,diener ausstreckte1 der aus dem ,brunnen inmitten des groen ,gartens ,wasser heraufzog2 zuerst wurde das ,brunnenseil unbeweglich1 dann als der ,mann1 im ,wahne1 das ,seil sei bezaubert1 mit gellender ,stimme ,beschwrungen zu singen begann1 stockte dieselbe pltzlich in seiner ,kehle1 er konnte trotz aller ,anstrengung kein ,wort mehr hervorbringen1 bis der ,fakir durch ,sinkenlassen der ,hand den ,bann lste4 ,die magische ,wirkung des ,fakirs ist derselben ,art1 wie die der schwarzen ,zauberin von ,kamerun2 die ,hypnose1 unter welchem ,namen man heute eine ganze ,reihe verschiedener ,zustnde und ,wirkungen zusammenfat1 erklrt sie nicht1 ebensowenig wie die ,kataplexie oder ,schrecklhmung ,preyers4 ,suggestion oder ,hallucination findet auch nicht dabei statt2 die ,erklrung mu also einen andern ,weg suchen1 der zu einem occultistischen ,arkanum fhren drfte1 dessen vollstndige ,kenntni auch das ,knnen einschlieen und deshalb nur ,eingeweihten zugnglich sein wrde4 ,von welchem ,ausgangspunkte aus man eine annhernde ,kenntni zu erstreben haben wird1 lt sich jedoch1 wie wir sehen werden1 mit einiger ,sicherheit bestimmen4 ,jemehr die ,aufmerksamkeit sich auf occultistische ,thatsachen in ,reisebeschreibungen lenkt1 desto mehr ,besttigungen viel bisher mit unglubigem ,lcheln als dummer ,aberglaube der ,beachtung nicht werth gehaltener lterer ,berichte werden zu ,tage treten4 ,es mgen hier noch als besonders merkwrdig hervorgehoben werden die noch wenig bekannten occultistischen ,vorgnge mit ,drusen im ,libanon1 welche seit ,jahrhunderten die ,magie und deren ,praxis in einem sorgfltig gehteten geheimen ,orden lehren und ausben4 ,der ganze ,stamm zerfllt in ,akkals1 ,eingeweihte1 und ,dschahils1 ,profane1 ,nichteingeweihte4 ,die ,geheimlehre wird nur mndlich berliefert2 die auf den ,bibliotheken von ,london1 ,paris und ,oxford befindlichen drusischen ,bcher und ,handschriften enthalten wenig darber4 ,silvester de ,sacy1 der sich eingehend damit beschftigte1 fand nicht so viel ,zuverlssiges1 als ,gerard de ,nerval 7,voyage en ,orient1 ,paris #ahfg71 der einem drusischen ,scheik wichtige ,dienste leistete1 als ,gast desselben manche ,einzelheiten der ,tradition erfuhr und u4 ,a4 auch einen drusischen ,katechismus verffentlichte4 ,einige englische ,berichte theilt ,a4 ,diezmann mit1 worin auch merkwrdige ,wunderheilungen1 namentlich der ,epilepsie und des ,wahnsinnes1 erwhnt werden4 ,der ,akkal giebt den ,kranken1 die man zu ihm bringt1 durchaus keine ,arznei1 sondern spricht nur einige ,beschwrungsformeln und streicht mit der ,hand ber sie4 ,ein ,englnder1 welcher sechs ,monate unter den ,drusen verweilte und mit ihnen sehr vertraut wurde1 hatte von einem ,landsmann1 'dessen ,aussage unbedingten ,glauben verdiente'1 erfahren1 da der ,scheik ,beschir nicht blos ,wunderheilungen1 sondern auch unerklrliche ,zaubereien verrichte4 ,so habe er einen ,stock auf dessen ,befehl ganz allein und ohne sichtbare ,beihilfe von einem ,ende des ,zimmers zum andern gehen sehen4 ,ferner wurden in seiner ,gegenwart zwei ,krge1 ein leerer und ein gefllter1 in zwei ,ecken des ,zimmers einander gegenberstellt1 worauf bald der leere sich in ,bewegung setzte1 ber das ,zimmer hin und danach auch der volle sich erhob1 dem andern entgegenmarschirte 7d4 h4 sich bewegte7 und ihm seinen ,inhalt bergab1 mit dem der letztere dann an die ,stelle zurckkehrte1 von welcher er gekommen war4 -- ,durch diese ,erzhlung neugierig gemacht1 beschlo der ,berichterstatter1 den merkwrdigen ,mann nher kennen zu lernen und berichtet darber3 ,anfangs lehnte ,scheik ,beschir mit aller ,bestimmtheit meine ,bitte ab1 mir einige seiner ,zauberkrfte zu zeigen1 von denen ich so viel gehrt1 und erklrte1 er habe es sich zur ,regel gemacht1 nichts mehr mit der unsichtbaren ,welt zu schaffen zu haben1 auer etwa um ,heilungen zu bewirken4 ,nachdem wir aber genauer mit einander bekannt geworden waren1 willigte er eines ,tages ein1 mir eines seiner ,kunststcke zu zeigen 444 ,er nahm einen gewhnlichen ,wasserkrug1 murmelte gewisse ,beschwrungsformeln in denselben hinein und bergab ihn zwei ,personen1 die aufs ,geradewohl unter den ,anwesenden ausgewhlt wurden1 und die einander gegenber saen4 ,eine ,zeit lang rhrte sich der ,krug nicht1 whrend der ,scheik sehr rasch hintereinander1 wie es mir vorkam1 ,verse aus dem ,koran sprach und dazu den ,takt mit der rechten ,hand in die linke schlug4 ,der ,krug blieb noch immer unbeweglich und der ,scheik wiederholte seine ,verse so ungestm und schien wegen des ,erfolges so aufgeregt zu sein1 da trotz dem kalten ,winde1 der in das ,zimmer blies1 in welchem wir saen1 der ,schwei ihm ber das ,gesicht und den ,bart strmte4 ,endlich begann der ,krug sich zu bewegen1 anfangs langsam1 dann schneller1 bis er ziemlich rasch drei- bis viermal herumging4 ,der ,scheik wies triumphirend darauf hin und stellte sein ,gemurmel ein1 worauf der ,krug stehen blieb4 ,nach einer ,pause von etwa einer ,minute begann der ,scheik seine ,beschwrungen von ,neuem und wunderbarer ,weise drehte sich der ,krug ebenfalls sofort wieder4 ,endlich hrte er auf1 nahm den ,krug aus den ,hnden derer1 die ihn gehabt hatten und hielt ihn einen ,augenblick an mein ,ohr1 so da ich deutlich ein singendes ,gerusch darin hrte1 wie von kochendem ,wasser4 ,darauf go er das ,wasser sorgsam aus1 murmelte wieder etwas in den ,krug hinein und gab ihn den ,dienern1 damit sie ihn wieder mit ,wasser fllten und an den ,ort stellten1 wo er vorher gestanden hatte1 fr den ,fall1 da ,jemand zu trinken wnsche4 ,ich htte vorausschicken sollen1 da der ,krug einer der gewhnlichen war1 wie man sie in ,syrien hat und mit mehreren andern an der ,thr stand4 ,als die ,vorstellung zu ,ende war1 sank der ,scheik ganz erschpft auf den ,divan und erklrte1 es sei das letzte ,mal1 da er sich solcher ,anstrengung aussetze und ,zauberknste verrichte1 auer wenn es einen ,kranken gesund machen knne4 ,der ,scheik1 berichtet der ,englnder1 bereitet sich zu den ,heilungen durch lngere ,fasten vor1 die1 wie er sagte1 nothwendig seien1 um die ,macht ber die ,geister zu erlangen1 die er dabei brauche4 ,er ist wohlhabend1 nimmt keine ,belohnung an2 will seine ,kunst1 die aus der ,pharaonenzeit stamme1 von einem alten ,marokkaner erlernt haben2 sie knne nicht fr ,geld erlangt werden2 es lebten jetzt nicht fnfzig ,personen in der ,welt1 welche die wahre ,kenntni davon besen2 er selbst sei noch ein ,anfnger1 da er die erforderlichen strengen ,fasten nie ohne ,nachtheil fr seine ,gesundheit habe halten knnen4 ,so weit der ,englnder4 ,oberstlieutenant ,t4 ,g4 ,fraser berichtet folgende ,erzhlung einer ,generalin ,w4 in seinem ,werke3 ,sport and ,military life in ,western ,india --1 brigens ein ,buch1 in welchem man nicht leichtglubige ,voreingenommenheit fr die bersinnliche ,erklrung von ,thatsachen vermuten wird4 ,die ,dame beschreibt ,fraser als untadelhaft in ,genauigkeit und ,aufrichtigkeit1 furchtlos und starksinnig1 auch so wenig unter dem ,einflusse krankhafter oder aberglubischer ,einbildung stehend1 wie nur irgend ,jemand1 den er kenne4 ,von ,fraser selbst aber sagt u4 a4 ,oberst ,malteser ,c4 ,b4 ,j41 da er der offenste und zuverlssigste ,mann sei1 mit dem er je das ,glck gehabt habe1 in ,berhrung zu kommen4 ,fraser giebt die ,erzhlung der ,generalin folgendermaen wieder3 ,an einem schwlen ,aprilabende stand ich an der ,eingangspforte unseres ,grundstcks1 als ein ,birudge1 ein ,hinduber von mittleren ,jahren1 mit ,asche bedeckt1 auf der ,strae daher kam und an mir vorberging4 ,dabei sah er mich einen ,augenblick eindringend an1 ohne jedoch stehen zu bleiben oder mir zu zeigen1 da er mich kenne4 ,als er einige ,schritte weiter gegangen war1 wandte er sich um und sagte zu mir3 ,im ,namen ,gottes1 es ist mir gegeben1 ,dir zu sagen1 was ,dein ,schicksal sein wird4 -- ,ich rief eine in der ,nhe stehende ,ordonanz herbei und befahl ihr1 dem ,manne eine ,rupie zu geben4 -- ,nein1 sagte der ,mann1 ich bitte um nichts2 aber ,dein ,schicksal steht fr mich auf ,deiner ,stirn geschrieben1 und ich will es ,dir1 wenn ,du es wnscht1 enthllen4 -- ,ich vermuthe1 erwiderte ich1 ,du gewinnst ,deinen ,unterhalt damit4 -- ,ich kann dies1 sagte er dagegen1 nur fr wenige ,personen1 ,du aber bist eine derselben4 -- ,wirklich8 ,nun dann la einmal hren6 ,sag mir1 wer ich bin2 wenn ,du aber etwas unrichtiges sagst1 werde ich ,dich bestrafen lassen4 -- ,du bist die ,frau des ,general ,sahib1 ,du hast einen ,sohn und eine ,tochter6 -- ,ich hatte1 warf ich ein1 aber ich habe ersteren verloren4 -- ,nein1 erwiderte er1 es ist wie ich sage4 -- ,nun fahre nur fort4 -- ,du wirst sehr bald das ,land verlassen und in ,deine ,heimath zurckkehren4 7,mein ,mann hatte indessen sehr hufig erklrt1 niemals wieder ,indien verlassen zu wollen47 -- ,nun1 wann soll denn das vor sich gehen8 -- ,sehr bald6 -- ,werden wir denn unversehrt daheim ankommen8 -- ,du wirst2 aber vierzehn ,tage1 nachdem ,ihr von hier abreist1 wird er in ,gott ruhen6 -- ,bis dahin hatte ich ihm gleichgltig zugehrt1 jetzt aber fuhr ich erbost und gengstigt auf3 ,was sagst ,du1 ,elender8 -- ,nicht ich rede1 hohe ,frau1 nur ,dein ,schicksal redet4 ,in #ah ,tagen wirst ,du an ,bord sein1 und wirst ,alles hier verkauft haben bis auf ein einziges ,pferd4 -- ,hier1 rief ich1 ist der ,stall2 komm und zeige mir das ,pferd1 von dem ,du meinst1 da wir es nicht verkaufen werden4 -- ,er lie seine ,augen schnell an der ,reihe der ,pferde entlang gleiten1 und zeigte sofort auf einen ,grauschimmel3 das da6 7,mein ,mann hatte mir dieses ,pferd zwei ,jahre vorher zum ,geburtstage geschenkt47 -- ,nun1 sagte ich1 wenn ,du doch so viel weit1 sage mir doch1 ob ich sicher im ,hause anlangen und mein ,kind sehen werde8 -- ,ja1 ,du wirst ,deinen ,sohn sehen1 wenn ,du von hier abreisest1 aber wirst ihn nicht mehr sprechen2 er wird ,dir mit einem ,tuche von ferne zuwinken4 ,du wirst in ,europa anlangen und dort eine ,zeit bleiben1 aber ,geldschwierigkeiten werden ,dich zwingen1 hierher zurckzukehren2 danach jedoch wirst ,du wieder heimkehren und nach einiger ,zeit wirst ,du das ,geld erhalten und glcklich sein4 ,bis diesen ,augenblick ist ,all und ,jedes eingetroffen1 genau wie es jener ,mann vorhergesagt4 ,noch an demselben ,abend beim ,thee sagte pltzlich der ,general1 der so oft seinen ,entschlu geuert hatte1 nur in ,indien leben und sterben zu wollen3 ',was wrdest ,du zu einer ,tour nach ,england sagen8 ,ich sprach mit ,f4 und er hat mir einen ,platz an ,bord der 999999 gesichert1 wenn wir zum 999999 bereit sind2 ich habe ,lust dazu4' ,ich war so berrascht1 da mir fast die ,tasse aus der ,hand fiel4 ,ich starrte meinen ,mann an1 aber es war nur zu wahr4 ,noch im ,laufe desselben ,monats waren die erforderlichen ,einrichtungen getroffen1 ,alles wurde verkauft bis auf den arabischen ,grauschimmel1 der1 da er ein ,geburtstagsgeschenk war1 an 999999 gegeben wurde4 ,wir schifften uns bei vollstndiger ,gesundheit ein1 und als wir eben auf der ,hhe des ,leuchtthurmes waren1 sahen wir in der ,ferne ein ,boot1 das sich vergeblich bemhte1 uns einzuholen4 ,mit dem ,fernglas konnten wir in demselben einen ,europer bemerken1 der mit einem ,taschentuch winkte2 nachher stellte sich heraus1 da dies mein ,sohn gewesen1 dessen ,tod uns zwei ,monate vorher aus den oberen ,provinzen berichtet worden war4 ,htte ich ihn damals erkennen knnen1 so wre ich dadurch gewissermaen auf das1 was folgte1 vorbereitet worden4 ,zehn ,tage spter fiel der ,general auf dem ,deck nieder1 wurde in seine ,cabine getragen und starb am vierzehnten ,tage nach unserer ,abreise1 wie der ,fakir es richtig vorhergesagt hatte4 ,ich kam brigens wohlbehalten daheim an und es mu sich zeigen1 ob sich auch der ,rest seiner ,prophezeiungen erfllen wird4 ,jedenfalls sehen ,sie1 da ich wieder nach ,indien zurckgekehrt bin1 um meine ,geldangelegenheiten und das ,testament des ,generals zu ordnen1 denn ,f4 wollte mir kein ,geld weiter auszahlen4 ,oberst ,fraser fgt hinzu3 ,so weit die ,geschichte2 sie redet fr sich selbst4 ,bald nachher hrte ich1 da meine verehrte ,freundin1 die ,generalin1 wieder nach ,england abgereist ist4 -- -- ,je tiefer man in das occultistische ,gebiet1 auf dem sich heute eine hchst bedeutende wissenschaftliche ,neugestaltung zu vollziehen im ,begriff ist1 vordringt1 auf desto mehr ,thatsachen1 wiederholen wir1 stt man1 die bisher vereinzelt1 als unglaublich erschienen sind1 deren vergleichende ,zusammenstellung jedoch zur ,anerkennung ihrer ,wirklichkeit fhrt1 wenn auch die ,wissenschaft dabei noch vor ungelsten ,rtseln steht4 ,wir fahren mit den ,belegen dazu fort4 ,was die wandelnden ,krge betrifft1 welche bei den ,drusen im ,libanon ,wasser herbeischleppen und ausgieen1 so erinnern sie auffallend an ,berichte der ,alten#bgc von laufenden ,dreifen1 von ,bildsulen1 welche sich automatisch bewegen und an den ,hfen der indischen ,frsten bei der ,tafel aufwarten4 ,das ,bewirken von ,ortsvernderungen lebloser ,gegenstnde ohne ,berhrung und aus der ,ferne bei ,sitzungen mit ,medien ist durch zahlreiche ,experimente aus letzter ,zeit eine so unzweifelhafte ,thatsache geworden1 da selbst ,vertreter der exakten ,wissenschaften1 wie ,wallace1 ,crookes und neuerdings ,paul ,gibier1 de ,rochas und viele andere dieselbe anerkannt haben1 obgleich ihnen1 wie allen unbefangenen ,forschern dabei zugestoen ist1 was der berhmte ,foucault ,jahrzehnte vorher prophetisch gesagt hatte3 ,le jour1 o l'on ferait bouger un ftude de paille sons la seule action de ma volont1 j'en serais pouvant4 ,die unglubigsten ,beobachter haben bei solchen ,sitzungen sehr oft gesehen1 wie ohne ,berhrung ,sthle herbeihumpelten1 ,bcher und ,instrumente durch die ,luft flogen und ,tische sich fuhoch ber den ,boden erhoben2 ,thatsachen1 die zu derselben ,kategorie gehren1 wie die durch ,berichte von russischen und deutschen ,reisenden bekannten ebenso unzweifelhaften fliegenden ,tische der ,schamanen4 ,es lieen sich aus ,hindostan1 ,tibet und ,china noch eine ,reihe hnlicher1 genugsam beglaubigter ,vorkommnisse anfhren2 wir bergehen sie und geben dafr aus neuester ,zeit eine ,mitteilung von ,horace ,pelletier1 einem ,schler des ,obersten de ,rochas1 welcher mit drei ,sensitiven 7magnetisch ,begabten7 occultistische ,experimente vornimmt1 die ihn zu hchst interessanten ,ergebnissen gefhrt haben4 ,sie wissen1 schreibt er an den ,direktor der l',initation1 da dank der psychischen ,kraft1 welche aus dem ,krper meiner ,sensitiven ausgeht1 leblose ,gegenstnde aus der ,ferne und ohne jede ,berhrung bewegt werden und ihre ,stelle verlassen4 ,diese ,gegenstnde bleiben nicht bei der bloen ,ortsvernderung1 sie drehen sich1 ,kreise beschreibend1 um sich selbst1 laufen von einem ,ende der ,tischplatte bis zur andern1 kehren selbst zu ihrem ,ausgangspunkte zurck1 um von neuem mit erstaunlicher ,schnelligkeit wieder davon auszugehen2 manchmal schnellen sie in die ,hhe1 springen ber den ,tischrand und fallen zur ,erde4 ,oft gehorchen sie dem ,worte2 ja sie gehorchen wirklich2 wenn man ihnen befiehlt4 ,bei allen meinen ,sitzungen wiederholt sich diese merkwrdige ,thatsache mehrmals1 als wenn das ,fluidum1 welches ihnen die ,bewegung mittheilt1 mit ,verstand begabt wre4 ,ich stelle zwei ,korkstpsel mitten auf die ,tischplatte1 #a #a_/b-b ,zoll von einander entfernt1 und ich sage zu ihnen3 ,kt euch6 ,sofort drcken sie sich aneinander1 nachdem jeder die ,hlfte des ,zwischenraumes zurckgelegt hat4 ,nun befehle ich ihnen sich zu trennen1 und jeder seines ,weges zu gehen4 ,sie gehorchen pnktlich1 trennen sich und1 indem jeder eine entgegengesetzte ,richtung einschlgt1 bewegt er sich bis an den ,rand der ,tischplatte4 -- ,ich befehle ihnen sich zu vereinigen2 sie kehren zu einander zurck und von ,neuem drckt der eine sich an den andern4 -- ,hierauf sage ich zu dem einen3 ,nimm einen ,anlauf und springe6 ,sofort luft der treue ,korkstpsel1 meinem ,befehl gehorchend1 an den ,rand der ,tischplatte2 aber zuweilen hat er die ,entfernung schlecht bemessen und bleibt am ,rand stehen4 ,ich wiederhole meinen ,befehl1 und er kehrt zu seinem ,ausgangspunkt zurck1 aber besser berechnend1 luft er mit groer ,schnelligkeit1 springt wie eine ,gemse ber den ,rand und fllt zu ,boden4 ,ich wei wohl1 da ich da sonderbare1 unerhrte1 unglaubliche ,dinge erzhlte1 aber ich bertreibe nichts1 ich behaupte nur1 was genau wahr ist4 ,auch habe ich hierfr ,zeugen4 ,bemerken will ich noch1 da meine ,sensitiven1 whrend die ,dinge vor sich gingen1 sich drei ,fu vom ,tischchen entfernt befanden und meistens1 gelangweilt durch diese von mir unablssig wiederholten ,experimente1 wenig darauf achteten1 plauderten und lachten1 ohne sich um das ,ergebni zu kmmern4 ,der ,umstand1 da die vorgehend geschilderten ,experimente mit ganz gewhnlichen ,krgen1 ,stpseln u4 dergl4 gemacht wurden1 kann dieselben weder lcherlich machen1 noch deren ,bedeutsamkeit fr die ,erkenntnis der ihnen zu ,grunde liegenden1 zum ,teil noch unbekannten ,naturgesetze im mindesten schmlern4 ,ich wende mich jetzt zu den ,berichten ber die ,fakire ,jacolliots1 deren ,knste wie die oben erwhnten auf uralten ,traditionen beruhen und hnlich schon im alten ,indien gebt wurden1 wie wir bei ,apollonius von ,tyana sehen werden4 ,ich referiere nach ,perty#bgd1 dessen ,darstellung in weiteren ,kreisen wenig bekannt wurde3 ,die ,urgeschichte gerade derjenigen alten ,vlker1 welche am meisten auf die klassische und moderne ,kultur ,einflu bten1 wurde am sptesten1 hauptschlich erst in diesem ,jahrhundert aufgeschlossen4 ,es sind die ,indier und die noch lteren gypter1 ,vlker mit wesentlich hierarchischen ,verfassungen einer mchtigen ,priesterschaft1 ausgebildeter ,geheimlehre1 bis ins kleinste geordnetem ,ritus und ,ceremoniell1 deren ,sitten1 ,knste1 ,meinungen1 ,philosophie mchtig auf die ,perser1 ,araber1 ,griechen eingewirkt haben1 deren ,religionsbegriffe z4 ,b4 auch in andern ,glaubenslehren1 die christliche nicht ausgeschlossen1 eingedrungen sind4 ,an die ,geister der ,vorfahren scheinen schon die ,arier in ihren ,ursitzen geglaubt zu haben1 bei den ,indiern wurde dieser ,glaube im ,buche der ,pitris zu einem ,system ausgebildet4 ,diese und andere indische ,verhltnisse wurden wieder in den letzten ,jahren durch den ,franzosen ,herrn ,louis ,jacolliot untersucht1 der in ,pondichery wohnhaft1 von hier aus ,indien durchstreifte1 und ,forschungen ber seine ,geschichte1 seine ,altertmer und ,religion anstellte4 ,der ,teil derselben1 welcher die ,leser nher interessieren drfte1 fhrt den ,titel3 ,le spiritisme dans le monde1 l',initiation et les scienses occultes dans l',inde 7,paris #ahge7 und enthlt1 sich hauptschlich auf das ,buch der ,pitris 7,geister7 sttzend1 unter anderem selbstbeobachtete ,produktionen der ,fakirs1 welche mit den spiritualistischen des ,abendlandes groe hnlichkeit haben4 ,zum ,verkehr mit den ,geistern knnen nur die ,eingeweihten1 von den ,fakirs an1 gelangen4 ,nur durch schwere1 lang fortgesetzte ,bungen kommt man zu den oberen ,stufen1 deren hchste1 der ,yogi1 unermelich hoch ber den gewhnlichen ,menschen steht4 ,die ,yogis bilden den ,rat der ,alten1 enthalten sich des geschlechtlichen ,verkehrs1 und so erhaben ist ihr ,zustand und ,verdienst1 da gewhnliche ,menschen ihn in ,tausenden von ,generationen und ,seelenwanderungen nicht erreichen knnten4 ,das siebenknotige ,bambusstbchen1 welches schon die ,fakirs immer fhren1 findet man auch bei den oberen ,stufen1 und es wird feierlich durch den ,oberpriester zugestellt2 die sieben ,knoten stellen die sieben ,stufen der ,anrufung und der ueren ,manifestationen vor4 ,der oberste ,priester fhrt den ,namen ,brahmatma4 ,wenn der ,guru 7,oberpriester7 seinen ,unterricht vor den ,schlern beginnt1 die glubig und verehrend zu seinen ,fen sitzen1 so spricht er zu ihnen3 ,hrt6 ,whrend der elende ,sudra 7die unterste ,kaste7 sich dem ,hunde gleich auf sein ,lager wirft1 der ,vaysia die ,reichtmer der ,erde anzuhufen denkt1 der ,tschatrya 7,frst1 ,krieger7 im ,frauengemach schlft1 ermdet aber nie gesttigt vom ,vergngen1 so ist es jetzt fr die ,gerechten1 die nicht von der unreinen ,krperhlle sich wollen beherrschen lassen1 ,zeit1 die ,wissenschaft zu studieren4 ,die ,eingeweihten gelangen zu der ihnen zugeschriebenen ,macht durch ein langes ,leben der strengsten ,askese und zwar zu den verschiedenen ,graden ihrer ,macht4 ,zu einer ersten ,klasse gehren die ,grihastas1 die ihre ,familien nicht verlassen und die ,vermittelung zwischen den ,tempeln und dem ,volk herstellen1 keine magischen ,phnomene hervorbringen knnen1 sondern nur die ,seelen der ,vorfahren1 und zwar nur in ihrem ,stammbaum anrufen drfen1 um von ihnen ,eingebungen zu erhalten2 dann die ,purohitas1 welche1 bereits den ,tempeln zugeteilt1 die gewhnlichen ,priesterfunktionen versehen1 bei den ,geburten1 ,ehen1 ,bestattungen thtig sind1 die ,familiengeister anrufen1 die ,horoskope stellen1 die ,dmonen vertreiben2 endlich die ,fakirs1 die ,almosensammler der ,tempel1 zugleich die ,zauberer1 welche willkrlich die auffallendsten und unsern sogenannten ,naturgesetzen am meisten widersprechenden ,wirkungen hervorbringen und zwar mit ,hilfe der ,pitris1 ,geister der ,vorfahren1 zu deren ,herbeirufung nach brahmanischer ,behauptung sie ermchtigt sind4 ,fr die ,eingeweihten der zweiten ,klasse1 der ,sanyassis1 und der dritten1 der ,nirvanys und ,yogis ist die ,macht ihrem ,wesen nach gleich und nur dem ,grade nach verschieden4 ,sie bringen ihre ,manifestationen nur im ,innern der ,tempel1 uerst selten bei sehr vornehmen ,personen oder bei seltenen ffentlichen ,festen hervor1 glauben1 da die sichtbare und unsichtbare ,welt ihrem ,willen unterworfen sei1 da sie den ,elementen gebieten1 ihren ,krper verlassen und wieder in denselben zurckkehren knnen2 ihre orientalische ,phantasie kennt keine ,schranke und kein ,hindernis1 und sie werden in ,indien gleichsam fr ,gtter gehalten4 ,man sieht1 da daselbst eine durchgefhrte priesterliche ,organisation besteht und es wird behauptet1 da in den ,krypten der ,pagoden die ,eingeweihten viele ,jahre hindurch einer strengen ,disziplin unterworfen werden1 welche ihren ,organismus physiologisch umstimmt und das reine ,fluidum in ihnen vermehrt1 welches1 ,akasa genannt1 das ,vehikel aller magischen ,wirkungen ist4 ,es war ,herrn ,jacolliot nicht mglich1 ber diese verborgenen ,vorgnge sich zu unterrichten1 und er kann daher nur ber die ,fakirs ,mitteilungen machen4 ,sogar die ,gebets- und ,evokationsformeln der hheren ,grade wurden nie aufgeschrieben1 sondern nur mndlich mitgeteilt1 und das ,buch der ,pitris schweigt hierber4 ,nach brahmanischer ,lehre ist jener ,akasa1 das reine ,lebensfluidum -- etwa unser ther -- durch die ganze ,natur verbreitet und setzt alle belebten und unbelebten1 alle sichtbaren und unsichtbaren ,wesen miteinander in ,verbindung2 ,elektrizitt1 ,wrme1 alle ,naturkrfte kommen nur durch den ,akasa zur ,wirksamkeit4 ,wer eine grere ,quantitt desselben besitzt1 erlangt ,macht ber diejenigen1 welche davon weniger haben1 und ber die leblosen ,wesen4 ,selbst die ,geister1 welche ihre ,macht zum ,dienst der ,menschen anwenden1 die imstande sind1 sie herbeizurufen1 fhlen die allgemeine ,verbindung1 welche der ,akasa unter den ,weltdingen herstellt4 ,fr gewisse ,brahmanen ist der ,akasa das wirkende ,prinzip der ,weltseele und der ,beherrscher aller ,seelen1 die in inniger ,gemeinschaft stehen wrden1 trte nicht die grobkrperliche ,materie bis auf einen gewissen ,grad hindernd dazwischen2 je mehr von dieser eine ,seele sich durch ein beschauliches ,wesen frei macht1 desto inniger fhlt sie die allgemeine ,strmung1 welche die sichtbare und unsichtbare ,welt durchzieht4 ,allgemein bekannt ist die auerordentliche ,geschicklichkeit der indischen ,fakirs1 die man gewhnlich als ,zauberer oder ,jongleurs bezeichnet und welchen alle asiatischen ,vlker eine bernatrliche ,kraft zuschreiben4 ,viele glauben zwar1 da unsere geschicktesten ,taschenspieler das ,gleiche zu vollbringen vermgen1 es bestehen aber zwischen beiden die wesentlichsten ,unterschiede1 denn der ,fakir giebt nie ,vorstellungen vor greren ,gesellschaften1 sondern nur im ,innern von ,privatwohnungen1 hat nie einen ,helfer1 ist immer ganz unbekleidet mit ,ausnahme eines handgroen1 die ,geschlechtsteile bedeckenden ,lappens1 wei nichts von den tausend ,gerten und ,apparaten1 den ,bechern1 ,bchsen mit doppeltem ,boden1 ,zauberscken1 prparierten ,tischen1 eigens eingerichteten ,localitten unserer ,taschenspieler4 ,der ,fakir hat gar nichts als ein ,bambusstbchen1 dick wie ein ,federhalter1 mit sieben ,knoten in der rechten ,hand und ein ,pfeifchen von etwa drei ,zoll ,lnge1 an einer seiner ,haarflechten befestigt1 weil er1 als ganz unbekleidet1 keine ,tasche hat1 um es darin aufzubewahren4 ,er operiert1 wie man will1 sitzend oder aufrecht1 auf der ,rohrmatte des ,salons1 auf dem ,marmor-1 ,granit- oder ,mrtelboden der ,veranda1 auf der nackten ,erde des ,gartens4 ,hat er zur ,hervorrufung lebensmagnetischer und somnambulistischer ,zustnde eine ,person ntig1 so nimmt er den nchsten ,domestiken dazu1 den man ihm bezeichnet1 gleichviel ob ,indier oder ,europer2 bedarf er ein ,musikinstrument1 ,rohr1 ,papier1 ,bleistift1 so ersucht er darum4 ,zugleich wiederholt er seine ,darstellung1 so oft man es verlangt1 um sie kontrollieren zu knnen1 und verlangt niemals eine ,bezahlung1 sondern nimmt das ,almosen an1 das man ihm fr seinen ,tempel giebt2 alle ,fakire der verschiedenen indischen ,lnder beobachten diese ,vorschriften4 ,glaubt man in der ,that1 fragt ,jacolliot1 da unsere ,taschenspieler unter diesen ,bedingungen etwas leisten knnten8 ,derselbe1 seit vielen ,jahren in ,indien1 kannte die ,phnomene des amerikanischen und europischen ,spiritualismus nicht1 hatte in ,europa nie einen ,tisch sich bewegen sehen1 der bertriebene ,glaube an die ,unsichtbaren erinnerte ihn so sehr an die ,ekstasen und ,mysterien des ,katholicismus1 da er1 ein eingefleischter ,rationalist1 welcher noch jetzt zu sein er behauptet1 sich nicht entschlieen konnte1 bei den ,vorgngen in einem ,cirkel zugegen zu sein4 ,die indischen ,fakirs1 von ihm einfach fr ,taschenspieler gehalten1 hat er immer abgewiesen1 hrte aber fortwhrend von ihrer wunderbaren ,geschicklichkeit sprechen4 ,als nun in ,pondichery einst gegen den ,mittag durch den ,dobaschy1 ,kammerdiener1 wieder ein ,fakir bei ihm gemeldet wurde1 entschlo er sich doch1 ihn zu empfangen1 was in einer der inneren ,verandas seines ,hauses geschah1 wo ihn der ,fakir1 auf den ,marmorplatten des ,fubodens kauernd1 erwartete4 ,jacolliot war betroffen ber seine ,magerkeit1 sein fleischloses ,gesicht und die halberloschenen ,augen erinnerten ihn an die graublauen ,augen der ,haie des groen ,oceans4 ,der ,fakir erhob sich langsam1 verneigte sich mit an die ,stirne gelegten ,hnden und murmelte3 ,ehrerbietigen ,gru1 ,herr6 ,ich bin ,salvanidin-,odar1 ,sohn des ,canagareyen-,odar4 ,der unsterbliche ,wischnu beschtze deine ,tage6 -- ,sei gegrt ,salvanidin-,odar1 ,sohn des ,canagareyen-,odar1 knntest du sterben am heiligen ,ufer des ,tucangy1 und mge diese ,transformation deine letzte sein6 erwiderte ,jacolliot4 -- ,der ,guru der ,pagode hat mir diesen ,morgen gesagt3 geh auf geradewohl hren lesen lngs den ,reisfeldern1 und ,ganesa1 der ,schutzgott der ,wanderer1 hat mich zu ,dir gefhrt4 -- ,sei willkommen6 -- ,was wnschest ,du von mir8 -- ,man behauptet1 ,du knntest leblose ,krper bewegen1 ohne sie zu berhren2 ich mchte gerne dieses ,wunder dich vollbringen sehen4 -- ,salvanidin-,odar hat diese ,macht nicht2 er ruft seine ,geister an1 die ihm ihren ,beistand gewhren4 -- ,nun wohl1 ,salvanidin-,odar1 rufe die ,geister und zeige mir ihre ,macht6 -- ,gleich nach diesen ,worten kauerte der ,fakir sich wieder auf dem ,boden nieder1 stellte sein ,stbchen mit den sieben ,knoten zwischen seine gekreuzten ,beine und bat mich nun1 ihm sieben kleine irdene ,tpfe mit ,erde1 sieben dnne ,holzstbchen von je zwei ,ellen ,lnge und sieben beliebige ,bltter bringen zu lassen4 ,dann lie er die gebrachten ,gegenstnde1 ohne sie selbst zu berhren1 durch den ,dobaschy etwa zwei ,meter von seinen ausgestreckten ,armen in eine ,linie legen2 hierauf mute der ,diener in jeden ,topf eines von den ,holzstbchen stecken und ber jedes ein in der ,mitte durchbohrtes ,blatt stlpen1 das am ,stbchen hinuntergleitend1 den ,topf wie einen ,deckel bedeckte4 ,hierauf hob der ,fakir die geschlossenen ,hnde ber seinen ,kopf und sprach in tamulischer ,sprache folgende ,anrufung3 ,mgen alle ,mchte1 die ber das geistige ,prinzip des ,lebens und ber das ,prinzip der ,materie wachen1 mich gegen den ,zorn der bsen ,geister beschtzen1 und der unsterbliche ,geist ,mahatatritandi1 der drei ,formen hat1 mich nicht der ,rache ,yamas berliefern6 -- ,dann streckte er die ,hnde gegen die ,tpfe und blieb unbeweglich wie in ,ekstase1 nur von ,zeit zu ,zeit seine ,lippen bewegend1 als wenn er innerlich sprche4 ,pltzlich schien es ,jacolliot1 als wenn ein leichter ,wind seine eigenen ,haare bewege und ber sein ,gesicht streiche wie der tropische ,abendwind nach ,untergang der ,sonne1 und doch bewegten sich die ,vorhnge zwischen den ,sulen der ,veranda nicht2 die gleiche ,empfindung wiederholte sich mehrmals nach einander4 ,es war etwa eine ,viertelstunde verflossen1 wo der ,fakir seine ,stellung nicht verndert hatte2 da stiegen langsam die ,feigenbltter an den ,holzstben empor und lieen sich wieder herab1 und der ,beobachter1 nher tretend und gar keine ,verbindung zwischen dem ,fakir und ihnen findend1 fhlte eine gewisse ,aufregung2 die ,bltter unterbrachen ihr ,auf- und ,absteigen nicht1 obschon er mehrmals zwischen den ,tpfen und dem ,fakir durchging4 ,jacolliot nahm dann1 was ihm unbedenklich zugestanden wurde1 die ,bltter von den ,stben und diese aus den ,tpfen und leerte die ganze ,erde auf dem ,fuboden aus4 ,hierauf klingelte ,jacolliot dem ,koch1 lie sich aus der ,kche sieben ,fuglser1 aus dem ,garten ,erde und neue ,bltter bringen1 teilte selbst ein ,bambusrohr in sieben ,stcke1 die er in die ,glser steckte1 ber welche er die durchbohrten ,bltter stlpte und fragte nun den etwa vier ,meter entfernten ,fakir1 der regungslos dem ,allen zugesehen hatte1 ob er glaube1 da seine ,geister auch jetzt noch wirken knnten4 ,der ,hindu antwortete nicht1 sondern streckte nur wie zuvor seine ,hnde gegen die ,glser aus1 und es dauerte keine fnf ,minuten1 als das ,auf- und ,absteigen der ,bltter von neuem begann4 ,jacolliot fragte hierauf den ,fakir1 ob denn die ,tpfe und ,erde fr die ,hervorbringung des ,phnomens notwendig seien1 und als dieser die ,frage verneinte1 lie ,jacolliot sieben ,lcher in ein ,brett bohren und steckte in diese die ,bambusstcke4 ,nach kurzer ,zeit folgte die ,erscheinung mit gleicher ,regelmigkeit und zwar zwei ,stunden hindurch nach vielfach genderten ,versuchen in immer gleicher ,weise1 so da ,jacolliot sich fragen wollte1 ob er nicht selbst unter einer starken magischen ,einwirkung stehe4 ,da sprach der ,fakir3 ,hast ,du von den ,unsichtbaren nichts zu verlangen1 ehe ich mich von ihnen trenne8 ,jacolliot hatte gehrt1 da die europischen ,medien sich fr ihre angebliche ,unterhaltung mit den ,geistern eines ,alphabets bedienen1 teilte dies dem ,hindu mit und fragte1 ob man nicht durch hnliche ,mittel eine ,verbindung mit jenen herstellen knnte4 ,wrtlich antwortete der ,fakir3 ,frage1 was ,du wnschest4 ,haben die ,geister ,dir nichts zu sagen1 so werden die ,bltter unbeweglich bleiben2 haben sie1 welche die ,bltter bewegen1 ,dir ihre ,gedanken mitzuteilen1 so werden die ,bltter an den ,stbchen emporsteigen4 ,jacolliot zeichnete eiligst das ,alphabet auf ein ,blatt ,papier1 da fiel ihm noch ein anderes ,mittel ein4 ,er besa kupferne ,buchstaben und ,zahlen auf ,zinkplatten geltet1 die er brauchte1 seinen ,namen und eine ,ordnungsnummer auf seine ,bcher zu prgen1 und warf diese nun alle unter einander in einen kleinen ,sack1 um eine nach der andern herauszunehmen4 ,der ,fakir hatte seine ,anrufungsstellung angenommen1 ,jacolliot dachte an einen vor fast zwanzig ,jahren verstorbenen ,freund und nahm nun eine ,zinkplatte nach der andern heraus1 immer die ,buchstaben und ,zahlen und zugleich die ,bltter beobachtend4 ,vierzehn von jenen waren schon herausgenommen1 als beim ,buchstaben ,a die ,bltter schnell bis zum ,gipfel der ,stbchen emporstiegen1 dann herunterfielen und unbeweglich auf dem ,brett liegen blieben1 in welchem die ,stbchen steckten4 ,jacolliot fhlte sich bewegt1 denn ,a war der erste ,buchstabe des ,namens jenes ,verstorbenen4 ,als der ,sack leer war1 wurde er wieder mit den ,typen gefllt1 und nach und nach1 ,buchstaben fr ,buchstaben1 erhielt der ,beobachter den ,satz3 ,albain ,brunier1 mort ,bourg-en-,bresse1 #c4 ,janvier #ahef4 ,es flimmerte vor seinen ,augen1 als er dieses ,resultat vor sich sah1 und er mute1 unfhig1 die ,beobachtungen diesen ,tag lnger fortzusetzen1 den ,fakir fr den nchsten ,tag zu sich laden4 ,nachdem er einen ,teil der ,nacht ber diese ,dinge nachgedacht1 dann in der folgenden ,sitzung die ,phnomene des vorigen ,tages in gleicher ,art hatte wiederholen lassen1 bat ,jacolliot den ,fakir1 noch einmal anzufangen1 richtete aber sein ,verhalten nach einer von ihm gemachten ,voraussetzung ein4 ,er nderte nmlich im ,geiste die ,buchstaben jener ,phrase1 wie er meinte1 beibehaltend1 die ,stellung derselben und erhielt so durch dieselbe ,prozedur wie am vorigen ,tage die ,namen3 ,halbin ,pruniet1 mort ,bourg-en-,bresse1 #c4 ,janvier #ahef4 ,jacolliot wollte auch den ,namen der ,stadt und den ,todestag ndern1 gelangte aber nicht dazu1 sondern erhielt wieder3 mort ,bourg-en-,bresse1 #c4 ,janvier #ahef4 ,vierzehn ,tage nacheinander lie ,jacolliot den ,fakir kommen1 welcher die grte ,hingebung bewies1 und vernderte fortwhrend seine ,versuche1 bald erhielt er nderungen in den ,buchstaben jenes ,namens1 die denselben ganz unkenntlich machten1 bald ,modifikationen des ,tages1 ,monats und ,jahres des ,todes1 nie aber eine nderung im ,namen der ,stadt1 woraus er1 immer von der ,voraussetzung einer natrlichen ,kraft ausgehend1 die den ,fakir und die ,bltter in ,verbindung setze1 schlo1 da er vielleicht sein ,wissen der wahren ,orthographie vielleicht nicht bei allen ,worten gengend isoliren knne4 ,er wiederholte dann noch fter zu verschiedenen ,zeiten mit verschiedenen ,subjekten die ,versuche1 ohne zu einem andern ,resultat zu gelangen4 ,whrend einesteils die materiellen ,phnomene sich sozusagen konstant reproduzierten1 wechselte ebenso konstant die ,verschiedenheit in bertragung der ,gedanken1 und zwar von ihm gewollte oder ganz gegen seinen ,willen eingetretene ,verschiedenheit4 ,in der letzten ,sitzung mit dem ,fakir machte dieser mit einer gewhnlichen ,pfauenfeder die leere ,schale einer ,wage sinken1 whrend die andere mit #hj ,kilos belastet war2 auf einfache ,auflegung seiner ,hnde flog ein ,blumenkranz in die ,luft2 man hrte in dieser unbestimmte ,tne1 und eine therische ,hand schrieb in der ,luft leuchtende ,zeichen1 ,phnomene1 die ,jacolliot damals fr reine ,phantasmagorie hielt und von denen spter noch die ,rede sein wird4 ,die erwhnten materiellen ,phnomene lieen auch bei der strengsten ,untersuchung keinerlei ,betrug entdecken1 hinsichtlich der psychologischen hat er nichts ganz ,festes und ,unvernderliches erhalten und neigt sich mit ,ausschlu aller natrlichen ,einwirkung zu der ,ansicht1 da die ,phnomene auf einer fluidischen ,gemeinschaft zwischen ihm und dem ,operateur beruhen4 ,seine richterlichen ,funktionen einerseits und dann die ,studien ber das alte ,indien gestatteten ihm nicht die ,fortsetzung dieser ,untersuchungen1 doch zeichnete er ,alles auf1 was sich auf die ,lehre von den ,pitris und den ,geisterglauben bezog1 ebenso was ihm ber die materiellen ,wirkungen des ,fakirs kund wurde1 in der ,absicht1 das ber diese fremdartigen ,gegenstnde ,gefundene spter bekannt zu machen1 wobei er sich jedoch blo als ,historiker verhalten wollte1 da er nach seiner ,aussage zu keiner wissenschaftlichen ,ansicht hierber kommen konnte4 ,jacolliot glaubt jedoch1 da in der ,natur und im ,menschen1 der in der ,welt doch nur ein ,atom ist1 unermeliche ,krfte liegen1 deren ,gesetze man jetzt noch nicht kennt1 aber sie entdecken wird1 und da die ,zukunft ,dinge als ,wirklichkeiten erweisen wird1 die man jetzt fr ,trumereien hlt1 und ,phnomene sehen wird1 die man jetzt nicht einmal ahnen kann4 ,man knnte vielleicht einwenden1 die ,indier htten seit tausenden von ,jahren nicht vermocht1 die ,gesetze jener ,phnomene festzustellen und man solle seine ,zeit damit nicht weiter verlieren4 ,aber bei den ,brahmanen1 die alles unter den religisen ,glauben gebeugt haben1 giebt es eben wegen des ,glaubens weder ,erfahrung noch wissenschaftliche ,prfung1 und was hat1 fragt ,jacolliot1 das ,mittelalter1 das seine ,grundstze aus dem ,text der ,bibel holte1 von ,wissenschaft zu ,tag befrdert8 ,man hat in den ,pagoden die ,dampfkraft gekannt und durch sie ,vasen zersprengen lassen1 man hat auch einige uerungen der ,elektrizitt beobachtet1 ist aber weder zu ,eisenbahnen1 noch zu ,telegraphen gekommen1 die freilich auch bei uns von sehr gelehrten ,gesellschaften als ,schwindel behauptet worden waren4 ,das1 was er in ,indien sah1 bringt ,jacolliot schlielich zum ,ausspruch1 da im ,menschen eine spezifische ,kraft vorhanden sein msse1 die unter einer unbekannten1 oft intellektuellen ,leitung wirkt1 eine ,kraft1 deren ,gesetze durch vorurteilsfreie ,mnner studiert werden sollten4 ,und ist es am ,ende nicht die gleiche ,kraft1 welche1 durch ,erziehung und ,leitung entwickelt1 die ,tempelpriester der alten ,vlker in den ,stand setzte1 der ,menge durch angebliche ,wunder zu imponieren8 ,dann wre manches begrndet1 was uns in den alten berlieferungen geboten wird1 und neben aberglubischen ,vorstellungen htten wir auch reale ,wirkung einer natrlichen ,kraft vor uns4 ,jacolliot hatte den ganzen ,abschnitt ber diese ,gegenstnde #ahff in ,pondichery geschrieben1 und als er das vorliegende ,buch fr den ,druck vorbereitete1 anfnglich die ,absicht1 ihn ganz zu unterdrcken1 weil er1 der sich vorgenommen1 nur einfacher ,berichterstatter sein zu wollen1 bemerkte1 da er doch ,partei fr eine nach seiner ,meinung eine natrliche1 in ,wahrheit jedoch bernatrliche ,wirkungen erzeugende ,kraft genommen habe4 ,da bekam er durch ,geflligkeit des ,dr4 ,pual den bekannten ,artikel von ,crookes ber die sogen4 psychische ,kraft im ,quarterly ,journal of ,science zu lesen1 der whrend seines ,aufenthaltes in ,indien erschienen war1 und geriet in ,erstaunen1 als er sah1 da der berhmte englische ,chemiker nach seinen ,versuchen die ,existenz einer ,kraft im ,menschen frmlich behauptete1 die er1 ,jacolliot1 mehrere ,jahre frher nur vermutet hatte4 ,dieses bestimmte ihn1 das betreffende ,kapitel so zu lassen1 wie es ursprnglich geschrieben worden war und demgem auch seine hier folgenden ,erfahrungen mitzuteilen4 ,unter dem indischen ,himmel mit seiner ,glut und ,farbenpracht ist die ,gefahr noch grer als bei uns1 aus der ,sprache nchterner und objektiver ,erzhlung in eine solche zu verfallen1 welche ,sensation zu beabsichtigen scheinen knnte4 ,am #c4 ,januar #ahff reiste ,jacolliot in einem ,dungui1 einem landesblichen ,fahrzeug1 mit kleiner ,kajte1 von ,tschandernagore auf dem ,hugly ab und gelangte #ad ,tage spter nach der heiligen ,stadt ,benares4 ,zwei ,eingeborene1 nmlich ein ,kammerdiener und ein ,koch1 begleiteten ihn1 ein ,bootsfhrer und sechs ,ruderer aus der ,fischerkaste bildeten die ,bemannung des ,fahrzeuges4 ,jacolliot schilderte mit ,begeisterung die ,pracht der groen ,wallfahrtsstadt der ,bekenner der ,brahmareligion1 in welcher unzhlige ,pilger aus dem weiten ,indien kommen und gehen1 mit ihren ,tempeln1 den ,minaretstrmen der ,mohammedaner1 welche ber die ,massen der ,palste emporragen1 den zahlreichen mchtigen ,quadertreppen 7,chabs71 welche zum ,ganges hinabfhren1 an dessen gekrmmten ,ufern sich die ,stadt in einer ,ausdehnung von fast zwei ,stunden hinzieht4 berall lange ,arkaden1 von ,sulen gesttzt1 hohe ,quais1 ,terrassen mit ,balkonen und dazwischen das ppige ,laubwerk der ,baobabs1 ,tamarinden und ,bananenbume1 vielfach mit vielfarbigen ,bltentrauben bedeckt1 ,grten voll ,blumen in weiten ,hfen4 ,mohammedanische und indische ,baukunst mischen sich wundersam in der ganz unregelmigen ,stadt1 in welcher die ,waren von ,indien und ,asien zusammenstrmen1 in der eine ,toleranz ohnegleichen herrscht1 so da die ,moslim und ,brahmadiener gemeinsam ihre ,waschungen im heiligen ,strome verrichten4 ,jacolliot hatte in ,tschandernagore einen ,mahrattenfrsten kennen gelernt1 der sich nach ,benares zurckgezogen hatte und ihm nun ein ,quartier in seinem prachtvollen siebenstckigen ,palast am ,strome1 links von der berhmten ,moschee ,aurengzebs1 anwies4 ,es ist nicht selten1 da indische ,groe ihre letzten ,jahre in ,benares1 zurckgezogen von der ,welt1 hinbringen1 und unter den ,pilgern giebt es solche1 welche in kleinen ,scken die nach der ,leichenverbrennung gesammelten ,knochenreste der ,bagahs oder reicher ,personen mitbringen1 welche die ,reise bezahlen knnen1 beauftragt1 sie in den heiligen ,strom zu werfen2 denn die letzte ,hoffnung des ,hindu ist1 an den ,ufern des ,ganges zu sterben1 oder seine ,reste dahin bringen zu lassen4 ,diesem ,umstand verdankt ,jacolliot die ,bekanntschaft vielleicht des auerordentlichsten ,fakirs1 den er in ,indien getroffen1 ,covindasamy mit ,namen4 ,er kam von ,trivanderam1 nicht weit von ,kap ,comorin1 der ,sdspitze ,hindostans1 mit dem ,auftrage1 die ,leichenreste eines reichen ,malabaren1 aus der ,kaste der ,kaufleute1 ,commutys1 nach ,benares zu bringen4 ,der ,frst1 dessen ,familie aus dem ,sden stammte1 war gewhnt1 in den ,nebengebuden seines ,palastes die ,pilger von ,travancor1 ,maisur1 ,tandjaor und der alten ,mahrattenlande aufzunehmen und hatte ,covindasamy1 der schon #ad ,tage da war1 eine kleine ,strohhtte am ,ufer angewiesen1 wo er whrend einundzwanzig ,tagen zu ,ehren des ,toten jeden ,tag morgens und abends seine ,waschungen machen sollte4 ,nachdem sich ,jacolliot von seinem guten ,willen berzeugt hatte1 lie er ihn eines ,tages um die ,mittagsstunde1 wo ,alles im ,palast wegen der ,hitze ,siesta hielt1 zu sich in ein ,zimmer fhren1 vor welchem eine ,terrasse mit der ,aussicht auf den ,ganges sich befand1 in welcher ein ,springbrunnen hchst angenehme ,khlung verbreitete4 ,nachdem sich der ,fakir mit gekreuzten ,beinen auf den ,boden gekauert1 sprach ,jacolliot zu ihm1 ob er wohl eine ,frage an ihn richten knne8 -- ,ich hre1 war die ,antwort4 -- ,weit ,du1 fuhr ,jacolliot fort1 ob in ,dir eine ,kraft sich entwickelt1 wenn ,du die ,phnomene hervorbringst1 und hast ,du nie in ,deinem ,gehirn oder ,deinen ,muskeln eine besondere ,empfindung erhalten8 -- ,es ist nicht eine natrliche ,kraft1 die wirkt1 antwortete ,covindasamy1 sondern ich rufe die ,seelen der ,vorfahren an1 und sie sind es1 welche ihre ,macht zeigen1 deren ,werkzeug ich nur bin4 -- ,eine ,menge ,fakirs1 welche ,jacolliot ber den gleichen ,punkt befragt hatte1 gaben fast die gleiche ,antwort1 und er lie nun ,covindasamy seine ,wirksamkeit beginnen4 ,derselbe hatte schon ,stellung genommen und streckte seine ,hnde in der ,richtung gegen eine groe1 mit ,wasser gefllte ,bronzevase aus4 ,kaum nach #e ,minuten begann die ,vase an ihrem ,grunde in ,schwingungen zu geraten und sich ohne sichtbare ,rucke unmerklich dem ,zauberer zu nhern1 und im ,mae wie ihre ,entfernung von ihm abnahm1 hrte man mehr und mehr metallische ,tne aus ihr1 als wenn mit einem ,stahlstab auf sie geschlagen wrde1 und diese ,tne wurden in einem gegebenen ,moment so zahlreich und folgten sich so rasch1 als wenn ein ,hagelschauer auf ein ,zinkdach fiele4 ,jacolliot verlangte1 die ,operation leiten zu drfen1 was der ,fakir ohne weiteres zugab1 und die ,vase1 stets von ihm beeinflut1 rckte vor oder wieder zurck1 oder blieb ruhig1 und die ,tne stellten ein ununterbrochenes ,rollen dar1 oder folgten sich langsam und regelmig1 wie die ,stundenschlge einer ,uhr1 je nach dem ,verlangen1 welches ,jacolliot uerte2 auch geschah eine bestimmte ,zahl von ,schlgen in einer gegebenen ,zeit1 und es wurde das ,spiel einer ,musikdose1 welche sich im ,palast befand1 fr die die ,hindus so groe ,liebhaberei hegen1 und welche zuerst den ,walzer aus dem ,freischtz1 dann den ,marsch aus dem ,propheten spielte1 im ,takt von den ,schlgen begleitet4 ,alles geschah ohne ,apparat auf einer ,terrasse von einigen ,quadratmetern1 und die1 wie angegeben1 bewegte ,vase1 breit ausgeschweift wie eine ,schale und bestimmt1 das ,wasser des ,springbrunnens aufzunehmen1 das zu den morgendlichen ,waschungen diente1 die in ,indien ein wahres ,bad sind1 hatte1 wenn ganz leer1 ein solches ,gewicht1 da kaum zwei ,mnner sie bewegen konnten4 ,der ,fakir1 bis dahin unbeweglich kauernd1 erhob sich nun und sttzte seine ,fingerspitzen auf den ,rand der ,vase1 die nach einigen ,augenblicken immer schneller hin und her zu schwanken begann1 ohne da ihr ,fu1 der bald die eine1 bald die andere ,seite auf den ,stuckboden setzte1 das geringste ,gerusch machte4 ,dabei blieb1 was ,jacolliot am meisten in ,erstaunen setzte1 das ,wasser in der ,vase unbeweglich1 als wenn ein starker ,druck es hinderte1 seinem durch die ,bewegung des ,behlters fortwhrend genderten ,schwerpunkt zu folgen4 ,dreimal whrend dieser ,schwankungen erhob sich die ,vase ganz ber den ,boden1 #g-h ,zoll hoch1 und wenn sie auf diesen wieder zurck ging1 geschah es ohne wahrnehmbaren ,sto4 ,die sich gegen den ,horizont neigende ,sonne mahnte ,jacolliot1 seine ,exkursionen durch die ,monumente und ,ruinen des alten ,kassy1 des ,mittelpunktes geistlicher ,macht zu unternehmen1 nachdem die ,brahminen im ,kampf mit den ,rajahs ihre weltliche verloren hatten1 -- und den ,fakir1 sich im ,sivatempel durch die blichen ,gebete auf die ,waschungen und ,trauerceremonien vorzubereiten1 die er jeden ,abend am ,ufer des heiligen ,stromes zu erfllen hatte4 ,er versprach1 jeden der wenigen ,tage seines ,bleibens in ,benares noch zu kommen1 denn ,jacolliot hatte sein ,herz gewonnen1 da er1 so lange ,jahre im ,sden ,indiens lebend1 das sanfte und wohlklingende ,tamul sprach1 was in ,benares nicht verstanden wurde1 der ,fakir daher mit ihm sich ber sein wunderbares ,heimatsland voll alter ,denkmler und herrlicher ,vegetation1 und ber die geheimnisvollen ,krypten der ,pagode von ,trivanderam unterhalten konnte1 in welchem er von den ,brahminen in die ,kunst der ,anrufung eingeweiht worden war4 ,nachdem dies auch bei der ,zusammenkunft am nchsten ,tage geschehen1 und hierauf ,covindasamy sinnend mit gekreuzten ,beinen verharrt hatte1 stand er pltzlich auf1 nherte sich der ,bronzevase1 die bis zum ,rand mit ,wasser gefllt war1 hielt seine ,hnde ber dieses1 ohne es zu berhren1 und blieb unbeweglich4 ,vielleicht weil seine ,kraft heute schwcher war1 verflo eine ,stunde ohne alle sichtbare ,wirkung1 bis endlich das ,wasser wie unter einem leichten ,luftzug sich zu runzeln begann2 ,jacolliot1 der seine ,hnde auf den ,rand des ,gefes gelegt hatte1 empfand einen ,hauch von ,frische1 und ein auf das ,wasser geworfenes ,rosenblatt trieb gegen den ,rand4 ,eigen war dabei1 da die kleinen ,wellen sich an der dem ,fakir entgegengesetzten ,seite bildeten und gegen den ,rand1 an dem er stand1 anschlugen4 ,nach und nach geriet die ,wassermasse wie bei starker ,erhitzung in eine sprudelnde ,bewegung1 berflutete die ,hnde des ,zauberers und manche ,wasserstrahlen schossen ein bis zwei ,fu hoch empor4 ,bat ,jacolliot den ,fakir1 seine ,hnde vom ,wasser zurckzuziehen1 so lie dessen ,bewegung allmhlich nach1 nherte er sie wieder1 so nahm sie aufs neue zu4 ,der ,hindu bat um ein kleines ,stbchen1 und ,jacolliot gab ihm einen noch nicht angeschnittenen ,bleistift1 den ,covindasamy auf das ,wasser legte und der nach einigen ,minuten den ,hnden des ,fakirs folgte1 wie man eine ,magnetnadel durch vorgehaltenes ,eisen in allen ,richtungen zu fhren vermag4 ,dann legte er uerst leise die ,spitze seines ,zeigefingers auf die ,mitte des ,bleistiftes und dieser sank nach wenig ,augenblicken unter das ,wasser bis auf den ,grund der ,vase4 ,jacolliot hatte schon bei manchen ,fakirs ,erhebungen vom ,boden gesehen und bat auch ,covindasamy um eine solche4 ,dieser ergriff ein ,rohr von ,eisenholz1 welches ,jacolliot von ,ceylon gebracht hatte1 sttzte die rechte ,hand auf den ,kopf1 schlug die ,augen zur ,erde und begann seine ,evokationen zu sprechen1 worauf er sich allmhlich1 die eine ,hand auf den ,kopf gesttzt1 mit nach orientalischer ,weise gekreuzten ,beinen bis etwa zwei ,fu ber den ,boden erhob1 dabei unbeweglich bleibend in einer ,stellung1 hnlich den bronzenen ,buddhas1 welche jetzt alle ,touristen aus dem uersten ,orient mitbringen1 whrend die meisten dieser ,statuetten in den ,schmelzereien von ,london angefertigt wurden4 ,jacolliot vermochte schlechterdings nicht zu begreifen1 wie der ,fakir ber #bj ,minuten lang in einer dem ,gesetze der ,schwere gnzlich widersprechenden ,stellung verharren konnte4 ,als er an diesem ,tage ,abschied nahm1 kndigte er ,jacolliot an1 da in dem ,augenblick1 wo die heiligen ,elephanten auf den kupfernen ,becken in ,sivas ,pagode die ,mitternachtsstunde schlagen wrden1 er die ,familiengeister der ,franguys 7,franzosen7 anrufen wolle1 welche im ,schlafzimmer ,jacolliots dann ihre ,gegenwart anzeigen wrden4 ,um gegen alle ,tuschung gesichert zu sein1 schickte ,jacolliot die beiden ,diener auf das ,dingui1 um dort mit dem ,cercar 7,bootsfhrer7 und seinen ,leuten die ,nacht zuzubringen4 ,der ,palast des ,peischwa hat ,fenster nur nach dem ,ganges hin und besteht aus sieben bereinander gebauten ,stockwerken1 deren ,zimmer sich gegen bedeckte ,gallerien und ,terrassen ffnen4 ,die ,stockwerke sind auf sonderbare ,weise untereinander in ,verbindung gesetzt2 vom untersten fhrt nmlich eine einzige ,freitreppe 7,perron7 in das nchste obere1 und am andern uersten ,ende von diesem wieder ein ,perron nach dem dritten ,stockwerk und so fort bis zum sechsten1 von welchem ein beweglicher ,perron durch ,ketten1 nach ,art einer ,zugbrcke aufhebbar1 in das siebente ,stockwerk fhrt1 welches letztere1 halb orientalisch und halb europisch mbliert1 der ,peischwa seinen fremden ,gsten anzuweisen pflegt4 ,nachdem ,jacolliot die ,zimmer genau untersucht1 die ,zugbrcke aufgehoben hatte1 war alle ,verbindung nach auen abgeschnitten4 ,da schien es ihm um die angegebene ,stunde1 er hre deutlich zwei ,schlge gegen die ,mauer seines ,zimmers1 und als er gegen die ,stelle zuging1 einen schwachen ,schlag1 der aus der ,glasglocke zu kommen schien1 welche die ,hngelampe gegen die ,mcken und ,nachtschmetterlinge schtzte1 dann noch ,gerusch in den ,cedernbalken der ,decke1 worauf alles still war4 ,er ging dann an das ,ende der ,terrasse1 es war eine der ,silbernchte1 die man in unserem ,klima nicht kennt1 der ,ganges breitete seinen ungeheuren ,teppich zu ,fen der schlafenden ,stadt aus1 und auf einem der ,tritte war eine dunkle ,gestalt sichtbar3 ,der ,fakir von ,trivanderam1 welcher fr die ,ruhe der ,toten betete4 ,jacolliot konnte sich nicht berzeugen1 da fr die ,hervorbringung der so oft von ihm gesehenen ,phnomene die ,theorie der ,hindus1 nach welcher die ,geister der ,vorfahren sie erzeugen1 erwiesen sei1 versichert aber wiederholt1 da niemand in ,hindostan die von den ,zauberern angewandten ,mittel kennt2 die ,hindus trennen die materiellen ,phnomene nicht von ihrem religisen ,glauben4 ,jawohl1 sagte er zum ,fakir1 als dieser am nchsten ,abend wieder erschien1 die ,gerusche1 welche ,du angezeigt hast1 haben sich vernehmen lassen1 der ,fakir ist sehr geschickt4 -- ,der ,fakir ist nichts1 antwortete ,covindasamy hchst kaltbltig1 er spricht die ,mentrams und die ,geister hren ihn4 ,es waren die ,manen ,deiner franzsischen ,vorfahren1 welche ,dich besucht haben4 -- ,du hast also ,macht auch ber fremde ,geister8 -- ,niemand kann den ,geistern gebieten4 -- ,ich meine1 wie knnen die ,seelen der ,franguys die ,bitten eines ,hindu erhren1 sie sind ja nicht von ,deiner ,kaste8 -- ,es giebt keine ,kaste in der obern ,welt4 -- ,es war diesmal so wenig als ein andermal mglich1 ,covindasamys berzeugung wankend zu machen2 er ergriff1 ohne weiteres abzuwarten1 einen kleinen ,schemel von ,bambus und setzte sich darauf1 die ,beine nach ,moslimweise gekreuzt1 die ,arme ber die ,brust gelegt4 ,der ,kammerdiener 7,cansama in ,hindustani1 das ,gleiche was ,dobaschy im ,tamul7 hatte die ,terrasse taghell erleuchtet1 und so sah auch ,jacolliot nach einigen ,augenblicken der ,willenskonzentration des ganz unbeweglichen ,fakirs1 den ,bambusschemel geruschlos in kleinen ,rucken von etwa #aj ,centimeter ber den ,boden gleiten und in etwa #aj ,minuten an das ,ende der sieben ,meter langen ,terrasse gelangen1 dann sich wieder rckwrts bis zum alten ,platz bewegen4 ,dreimal erfolgte auf ,jacolliots ,wunsch das gleiche2 die ,beine des ,fakirs waren um die ganze ,hhe des ,schemels ber dem ,boden4 ,die ,hitze war an diesem ,tag auerordentlich1 die khlende ,brise1 jeden ,abend vom ,himalaya kommend1 noch nicht eingetreten und der ,koch bewegte zur ,abkhlung nach ,leibeskrften ber den mittelst eines ,strickes aus ,kokosfasern einen enormen ,pankah1 eine ,art beweglichen ,fcher1 der an einer der mittleren ,eisenstangen der ,terrasse aufgehngt war4 ,der ,fakir lie sich den ,strick geben1 sttzte beide ,hnde auf die ,stirne und kauerte sich unter dem ,pankah nieder1 der bald1 ohne da ,covindasamy eine ,bewegung gemacht hatte1 zuerst sanft1 dann immer schneller1 wie von ,menschenhand bewegt1 zu schwingen anfing4 ,lie der ,zauberer den ,strick fahren1 so bewegte sich der ,pankah langsamer und langsamer1 bis er zuletzt still stand4 ,von drei ,blumentpfen auf der ,terrasse1 so schwer1 da ,manneskraft zur ,hebung von einem erforderlich war1 whlte ,covindasamy einen1 legte seine ,fingerspitzen auf dessen ,rand und bewirkte damit ein regelmiges1 pendelartiges ,hin- und ,herbewegen auf seiner ,basis und zuletzt schien ,jacolliot der ,topf sich ber den ,boden zu erheben und nach dem ,willen des ,fakirs hin und her zu gehen1 ein ,phnomen1 was ,jacolliot auch sehr oft am hellen ,tag gesehen hatte4 ,derselbe hatte dem ,fakir auch so gut als mglich den ,lebensmagnetismus und ,somnambulismus erklrt1 die nach des letzteren ,meinung ebenfalls durch ,geisterwirkung zustande kommen2 er konnte aber keine ,zeit finden1 hierber ,versuche anzustellen4 ,er hatte manchmal ,gegenstnde durch ,zauberer fest an den ,boden heften sehen1 entweder1 wie ein englischer ,mayor meinte1 indem sie durch ihr ,fluidum deren spezifisches ,gewicht ungemein vermehrten1 oder auf unbekannte ,weise4 ,jacolliot1 willens den ,versuch zu wiederholen1 nahm einen kleinen ,leuchterstuhl von ,teakholz1 den er leicht mit ,daumen und ,zeigefinger aufheben konnte1 setzte ihn in die ,mitte der ,terrasse und fragte den ,fakir1 ob er ihn hier nicht so befestigen knne1 da er nicht anderswo hin zu bringen sei8 ,der ,malabare1 seine beiden ,hnde auf die obere ,platte legend1 blieb fast eine ,viertelstunde in dieser ,stellung1 worauf er lchelnd sprach3 ,die ,geister sind gekommen1 und niemand kann diesen ,gueridon ohne ihren ,willen verrcken4 ,jacolliot versuchte dieses1 aber das ,mbel verrckte sich so wenig1 als wenn es durch ,klammern am ,boden befestigt wre1 und als er seine ,anstrengungen verdoppelte1 blieb ihm die obere zerbrechliche ,platte in den ,hnden4 ,als er mit den ein ,kreuz bildenden ,fen auch nichts machen konnte1 dachte er1 wenn das ,gerte durch die ,hnde des ,zauberers mit einer ,kraft geladen worden sei und diese nicht mehr erneuert werde1 so msse nach einiger ,zeit der ,gegenstand bewegt werden knnen4 ,er bat daher den ,fakir1 an das ,ende der ,terrasse zu gehen1 und in der ,that konnte nach einigen ,minuten ,jacolliot das ,mbel verrcken1 was ,covindasamy damit erklrte1 da die ,geister abgegangen seien4 ,aber hre1 sie kehren wieder zurck4 ,mit diesen ,worten legte er seine ,hnde auf eine der gewaltig groen silberplattierten ,kupferplatten1 welche die reichen ,eingeborenen zu einem gewissen ,spiel brauchen1 und fast augenblicklich hrte man eine gewaltige ,menge starker ,laute1 als wie von ,hagel auf ein ,metalldach1 und ,jacolliot glaubte1 ungeachtet es ,tag war1 eine ,anzahl die ,platte in allen ,richtungen durchkreuzender ,flmmchen zu sehen4 ,nach dem ,willen des ,fakirs verschwand die ,erscheinung und kehrte wieder zurck4 ,auf den ,gestellen dieser halb europisch1 halb orientalisch mblierten ,zimmer standen eine ,menge ,nippsachen3 kleine ,windmhlen1 welche ,schmiedehmmer bewegten1 ,bleisoldaten1 ,tierchen in ,holz mit grnen ,bumchen1 ein frhes ,spielzeug der ,kinder1 und andere ,nrnberger ,waren1 dazwischen wieder wertvolle und knstliche ,dinge1 alles durcheinander4 ,jacolliot nahm eine kleine ,mhle1 die1 durch ,blasen in ,bewegung gesetzt1 diese einigen ,persnchen mitteilte1 und ersuchte ,covindasamy1 sie ohne ,berhrung in ,bewegung zu setzen4 ,dies geschah durch bloes ,darberhalten seiner ,hnde1 und die ,bewegung wurde immer schneller1 je mehr er die ,hnde nherte4 ,jacolliot hing eine ,harmonika an einer dnnen ,schnur an einen der eisernen ,griffe der ,terrasse auf1 so da sie etwa zwei ,fu ber dem ,boden schwebte1 und bat den ,zauberer1 ,tne aus ihr zu ziehen1 ohne sie zu berhren4 ,dieser ergriff mit ,daumen und ,zeigefinger beider ,hnde die ,schnur1 an welcher das ,instrument schwebte1 und ging dann1 vllig unbeweglich werdend1 in sich selbst ein4 ,bald regte sich das ,instrument1 das ,pfeifenwerk erhielt eine ,bewegung von unsichtbarer ,hand und man hrte langgezogene reine ,tne1 doch keine ,akkorde4 ,knntest ,du nicht eine ,arie erhalten8 fragte ,jacolliot4 -- ,ich will den ,geist eines alten ,musikers der ,pagoden anrufen1 erwiderte dieser hchst kaltbltig4 ,das ,instrument hatte nach ,jacolliots ,frage sogleich geschwiegen2 nach langer ,stille regte es sich1 gab zuerst wie prludierend1 eine ,reihe von ,akkorden und dann ganz entschieden eine der populrsten ,arien der ,malabarkste1 deren ,anfangsworte lauten3 ,bringe ,kleinodien fr die ,jungfrau von ,aruna4 ,der ,fakir1 ganz unbeweglich bleibend1 hielt nur die ,schnur zwischen seinen ,fingern2 ,jacolliot1 der beim ,instrument niederkniete1 sah die ,griffe nach ,bedrfnis sich auf- und niederbewegen4 ,es war fr ,covindasamy der einundzwanzigste ,tag seiner ,anwesenheit in ,benares gekommen1 wo er #bd ,stunden lang von einem ,sonnenaufgang zum andern im ,gebet verharren mute1 um dann nach ,trivandaram zurckzukehren4 ,aber zuvor1 sprach er zu ,jacolliot1 werde ich ,dir noch einen ,tag und eine ,nacht widmen1 denn ,du warst gut mit mir1 und ich1 dessen ,mund lange verschlossen war1 habe in der ,sprache mit ,dir reden knnen1 die meine ,mutter brauchte1 als sie mich in einem ,bananenblatt in ,schlaf wiegte4 ,alle ,indier sprechen nie ohne ,bewegung von ihrer ,mutter4 ,als am ,vorabend des langen ,gebetstages ,covindasamy die ,terrasse verlie und in einem ,gef vielfarbige ,federn der merkwrdigsten indischen ,vgel sah1 ergriff er davon eine ,hand voll und warf sie so hoch als mglich ber seinen ,kopf1 und als sie herab kommen wollten1 machte er mit den ,hnden ,luftstriche unter ihnen1 und sowie letzteren eine ,feder nahe kam1 so drehte sie sich leicht um sich selbst und stieg in ,spiralen bis zum ,zeltdach der ,terrasse empor4 ,alle folgten der gleichen ,richtung1 aber einen ,augenblick spter wollten sie1 der ,schwere folgend1 zu ,boden sinken1 stiegen aber1 kaum auf der ,hlfte des ,weges angelangt1 wieder auf und setzten sich an der ,decke fest4 ,noch einmal erzitterten sie und zeigten eine schwache ,neigung zum ,herabsinken1 aber bald blieben sie vollkommen unbeweglich hngen und gewhrten durch ihre ,anordnung auf dem ,goldgelb der ,strohmatte der ,decke und ihre bunten ,farben einen angenehmen ,anblick4 ,kaum aber war der ,fakir abgegangen1 so fielen sie trg zu ,boden1 wo sie ,jacolliot lngere ,zeit liegen lie1 um sich zu berzeugen1 da er beim ,anblick dieser unbegreiflichen ,phnomene nicht das ,opfer einer ,hallucination geworden sei4 ,der ,fakir weihte nach ,beendigung seiner ,mission ,jacolliot noch einen ,tag fr zwei ,sitzungen1 eine zur ,tages-1 die andere zur ,nachtzeit1 jedoch bei voller ,beleuchtung1 und hatte ,jacolliot versprochen1 alle ,geister1 welche ihm beistehen1 anzurufen1 damit ,jacolliot ,dinge sehe1 die ihm stets unvergelich bleiben wrden4 ,covindasamy brachte zur ,tagsitzung ein ,sckchen sehr feinen ,sandes mit1 den er auf den ,boden leerte und mit der ,hand zu einer gleichfrmigen ,flche von etwa #ej ,quadratcentimeter ausbreitete4 ,dann lie er an einem ,tisch gegenber mit ,papier und ,bleistift ,jacolliot ,platz nehmen1 verlangte ein ,stckchen ,holz1 worauf ihm ,jacolliot einen ,federhalter reichte1 den er vorsichtig auf die ,sandflche legte4 ,ich rufe1 sprach ,covindasamy1 nun die ,geister an2 sobald ,du den mir gegebenen ,gegenstand sich vertikal erheben siehst1 so aber1 da sein eines ,ende mit dem ,sand in ,verbindung bleibt1 kannst ,du auf das ,papier beliebige ,zeichen machen1 und ,du wirst sie auf dem ,sande nachgebildet sehen4 ,er streckte dann seine beiden ,hnde wagerecht vor und murmelte seine geheimen ,anrufungen1 worauf in krzester ,zeit der ,federhalter sich allmhlich erhob und zu gleicher ,zeit1 wo ,jacolliot auf sein ,papier die bizarrsten ,figuren zeichnete1 dieselben getreu auf dem ,sande kopierte4 ,hielt ,jacolliot an1 so stand auch der ,federhalter still1 und fuhr seinerseits fort1 wenn ,jacolliot wieder begann2 der ,fakir1 der keine ,verbindung mit ihm hatte1 blieb vollkommen ruhig4 ,jacolliot1 um zu veranlassen1 da der ,fakir nicht einmal die ,bewegungen sehen knne1 die er mit seinem ,bleistift mache1 nahm hierauf eine ,stellung an1 wo dieses unmglich war1 untersuchte hierauf die ,zeichnungen auf dem ,papier und dem ,sande und fand sie ganz identisch4 ,der ,fakir1 nachdem er den ,sand wieder geglttet hatte1 forderte ,jacolliot auf1 sich ein ,wort in der ,gttersprache1 dem ,sanskrit1 zu denken und auf dessen ,frage1 warum gerade in dieser8 bemerkte er1 da die ,geister sich leichter dieser unsterblichen1 den ,unreinen verbotenen ,sprache bedienen2 ,jacolliot1 der mit ,covindasamy ber dessen religise ,anschauungen diskutierte1 dachte sich hierauf ein ,sanskritwort2 der ,hindu regte sich1 erhob sich1 und schrieb alsbald3 ,purucha 7der himmlische ,erzeuger71 das ,wort1 was ,jacolliot gedacht hatte4 ,und auch eine ganze ,phrase3 ,adict ,vaicuntam ,haris 7,vischnu schlft auf dem ,berge ,veikunta71 die ,jacolliot zu denken aufgefordert worden war1 wurde geschrieben4 ,knnte mir wohl der ,geist1 der ,dich inspiriert1 fragte ,jacolliot1 die #bdc4 ,sloca des vierten ,buches von ,manu geben8 ,er hatte kaum diesen ,wunsch ausgesprochen1 so setzte sich der ,federhalter in ,bewegung und schrieb ,buchstaben fr ,buchstaben jener ,strophe3 ,darmapr dnam purucham tapas hatakilvisam paralkam nayati cou bsuantam kaarininan 7der ,mensch1 dessen smmtliche ,handlungen auf ,tugend zielen1 dessen ,snden durch fromme ,akte und ,opfer vershnt werden1 gelangt zum himmlischen ,aufenthalt1 lichtstrahlend und von einem geistigen ,leibe bekleidet74 ,jacolliot legte die ,hand auf ein kleines geschlossenes ,buch1 das im ,auszug einige ,hymnen des ,rigveda enthielt und fragte1 welches das erste ,wort der fnften ,zeile der einundzwanzigsten ,seite sei8 ,der ,federhalter schrieb ,devadatta 7von ,gott gegeben71 und es war so4 ,willst ,du eine ,frage in ,gedanken stellen1 fragte ,covindasamy1 und ,jacolliot nickte einwilligend mit dem ,kopfe4 ,der ,stift schrieb auf den ,sand3 ,vasundara 7die ,erde74 ,jacolliot hatte in ,gedanken gefragt3 ,was ist unsere gemeinschaftliche ,mutter8 ,es war #aj ,uhr morgens geworden1 ,licht und ,hitze bereits sehr gro1 der ,spiegel des ,ganges warf einen blendenden ,glanz4 ,jacolliot ging mit dem ,zauberer an das ,ende der ,terrasse und sie sahen im ,garten einen ,koch1 der ,wasser aus einem ,brunnen schpfte und es in eine ,bambusleitung go1 die in einen ,badesaal ausmndete4 ,covindasamy streckte seine ,hnde in der ,richtung des ,brunnens aus1 und alsbald wollte das ,seil des ,eimers nicht mehr in der ,rolle laufen1 trotz des ,zornes des ,kochs4 ,wie alle ,hindus ,widerwrtigkeiten den bsen ,geistern zuschreiben und diese dann durch magische ,gesnge zu vertreiben suchen1 so auch dieser ,koch4 ,kaum hatte er jedoch einige ,worte in dem scharfen nselnden ,tone hervorgebracht1 der uns den orientalischen ,gesang so unangenehm macht1 so blieben ihm die ,worte in der ,kehle stecken1 und er konnte trotz aller ,grimmassen kein einziges mehr sprechen4 ,nach einigen ,minuten lie der ,fakir seine ,hnde sinken1 und der ,koch erhielt seine ,stimme wieder und den ,gebrauch seines ,seiles4 ,jacolliot klagte ber die ,hitze1 der ,fakir schien ihn nicht zu hren1 so tief war er in sich selbst gekehrt4 ,da sah der erstere einen ,fcher von ,palmblttern von einem ,tisch1 auf dem er lag1 sich erheben und die ,luft um sein ,gesicht fcheln1 und glaubte harmonische ,tne einer ,menschenstimme zu hren4 ,als der ,fakir1 ,abschied nehmend1 die ,hnde ber die ,brust gekreuzt1 im ,ausschnitt der ,pforte stand1 welche von der ,terrasse auf den ,perron fhrte1 erhob er sich ohne alle ,sttze #be-cj ,centimeter in die ,luft1 was ,jacolliot dieses ,mal genau messen konnte2 indem hinter ihm sich ein seidener ,vorhang befand1 der als ,thre diente und weie und ,goldstreifen hatte2 die ,fe des ,fakirs waren beim nchsten ,streifen4 ,das ,erheben1 ,schweben in der ,luft und ,wiederherabkommen whrte etwas ber #h ,minuten1 das ,beharren im ,maximum der ,erhebung etwa #e ,minuten4 ,auf die ,frage1 ob er dieses ,phnomen willkrlich hervorbringen knne1 antwortete er mit orientalischer ,emphase3 ,der ,fakir knnte sich bis in die ,wolken erheben4 ,obschon er sich schon oft nur als ein ,werkzeug der ,geister erklrt hatte1 enthielt sich ,jacolliot doch wieder nicht der ,frage1 wie er diese ,macht der ,erhebung erlange8 worauf ,covindasamy mit einer ,sentenz antwortete3 ,man mu durch ,gebete und ,betrachtung mit den ,pitris in bestndiger ,verbindung bleiben1 dann steigt ein hoher ,geist vom ,himmel herab4 ,jacolliot sah schon fter die ,leistungen der ,fakire1 einen ,einflu auf das ,pflanzenwachstum in der ,weise ben1 da dadurch1 wie sie behaupten1 in wenigen ,stunden ,resultate erreicht werden1 die sonst ,monate1 selbst ,jahre erfordern1 wie hnliches der ,missionr ,juc auch aus ,tibet berichtet4 ,jacolliot hatte dieses jeder ,zeit als ein sehr knstliches ,taschenspielerstckchen betrachtet1 demselben daher keine nhere ,beachtung geschenkt1 jetzt wollte er es auch von ,covindasamy sehen1 dessen ,fhigkeiten wirklich wunderbar waren1 und alle ,aufmerksamkeit darauf wenden4 ,als der ,fakir nachmittags #c ,uhr erschien1 glaubte er ihn mit diesem ,ansinnen zu berraschen1 aber ,covindasamy sagte in seiner gewhnlichen einfachen ,weise3 ,ich stehe zu deinem ,befehl4 -- ,wirst ,du mich auch die ,erde1 das ,gef und den ,samen whlen lassen1 den ,du vor mir treiben lassen willst8 -- ,das ,gef und den ,samen ja6 ,die ,erde hingegen mu aus einem ,nest der ,carias 7,termiten7 genommen sein4 -- ,der ,kammerdiener wurde beauftragt1 eine ,blumenvase voll ,erde und verschiedene ,samen zu bringen1 und der ,fakir bat ihn noch1 die ,erde zwischen zwei ,steinen zu zermalmen1 denn sie ist durch den mrtelartigen ,speichel der ,insekten fast so fest wie ,mauerstcke4 ,in weniger als einer ,viertelstunde waren die ,sachen zur ,hand1 und ,jacolliot schickte den ,cansama fort1 weil er nicht wollte1 da er mit dem ,fakir etwa ,gemeinschaft habe4 ,er gab nun letzterem die ,erde1 die derselbe mit etwas ,wasser anrhrte1 dabei seine ,mentrams murmelnd4 ,dann verlangte er die ,samen und einige ,ellen irgend eines weien ,stoffes4 ,jacolliot ergriff auf geradewohl einen ,kern des ,melonenbaumes und fragte ihn1 ob er ihn zeichnen drfe8 ,auf die bejahende ,antwort schnitt ,jacolliot die uere ,haut dieses1 mit ,ausnahme der ,farbe1 einem ,krbiskern hnlichen1 nur ganz dunkelbraunen ,kernes leicht ein und bergab ihn nebst einigen ,ellen ,moskitotuch dem ,fakir4 -- ,ich werde bald den ,schlaf der ,geister schlafen1 sagte dieser1 schwre mir1 weder mich noch die ,vase zu berhren4 ,nachdem ,jacolliot dieses gelobt1 pflanzte er den ,samenkern in die nun einem flssigen ,schlamm hnliche ,erde1 stie dann sein ,stbchen mit sieben ,knoten1 dem ,attribut des ,eingeweihten1 ohne das er nie ging1 in einen ,winkel der ,vase und breitete ber ihn das ,mousselinstck aus4 ,dann kauerte er sich nieder1 streckte beide ,hnde horizontal ber den ,apparat und verfiel in vollkommene ,katalepsie4 ,als nach einer halben ,stunde1 immer die ,arme horizontal ausgestreckt1 was kein ,wacher thun knnte1 und selbst nach einer ,stunde nicht die geringste ,muskelzuckung eintrat und der fast nackte durch die ,hitze gebrunte und glnzende ,krper einer ,bronzestatue glich1 wobei die ,augen offen und starr waren1 konnte ,jacolliot1 der sich der ,beobachtung halber ihm gegenbergesetzt hatte1 den ,blick dieser halberloschenen ,augen nicht mehr ertragen2 es schien ihm die ganze ,umgebung -- der ,fakir mit -- vor den ,augen zu tanzen1 ohne ,zweifel infolge der zu gespannten ,aufmerksamkeit1 und er mute sich an das ,ende der ,terrasse setzen1 wo er abwechselnd auf den ,strom und ,covindasamy blickte4 ,endlich nach zwei ,stunden machte ein leichter ,seufzer ihn erzittern1 der ,fakir war wieder zum ,bewutsein gekommen1 gab ihm ein ,zeichen sich zu nhern1 hob das ,mousselintuch weg und zeigte ihm ein frisches junges ,stmmchen des ,melonenbaumes von etwa #bj ,centimeter ,hhe4 ,jacolliots ,gedanken erratend1 griff er in die ,erde1 zog vorsichtig die junge ,pflanze heraus und zeigte an dem ,hutchen1 das noch an den ,wurzeln hing1 den vor zwei ,stunden gemachten ,einschnitt4 ,jacolliot bemerkt1 der ,fakir habe vor seinem ,kommen nicht gewut1 was von ihm verlangt wrde2 er konnte nichts unter ,kleidern verbergen1 da er fast nackt war1 er konnte auch nicht wissen1 da ,jacolliot1 der ihn whrend der ganzen ,zeit nicht aus den ,augen gelassen hatte1 gerade einen ,samenkern des ,melonenbaumes whlen werde4 ,es sei dies einer von den ,fllen1 wo die ,sinne keinerlei ,betrug zu entdecken vermochten1 die ,vernunft sich aber doch nicht gefangen geben wolle4 ,nachdem der ,fakir sich einige ,augenblicke an seinem ,staunen geweidet1 sagte er nicht ohne ,stolz3 ,htte ich die ,anrufungen fortgesetzt1 so wrde der ,melonenbaum in #h ,tagen ,blten und in #ad ,frchte gehabt haben4 -- ,an die ,erzhlung von ,huc und an gewisse ,phnomene denkend1 die ,jacolliot selbst in ,carnatic gesehen1 sprach er1 es gbe ,zauberer1 die das ,gleiche in zwei ,stunden hervorbringen knnten4 -- ,du irrst1 erwiderte ,covindasamy1 das1 wovon ,du sprichst1 war die ,herbeibringung fruchtbarer ,bume durch die ,geister2 was ich ,dir zeigte ist ,wachsthum2 nie hat das von den ,pitris gerichtete reine ,fluidum in einem einzigen ,tage ,keimung1 ,blte und ,frucht erzeugen knnen4 -- ,jacolliot macht darauf aufmerksam1 da unter dem ,himmel ,indiens1 wenn man den ,samen vieler ,kchenkruter um die ,morgenrte in feuchtes1 der ,sonne gut ausgesetztes ,erdreich set1 die ,pflnzchen schon um ,mittag aus der ,erde hervorkommen und um #f ,uhr abends fast einen ,centimeter hoch sind1 da aber freilich ein ,same des ,melonenbaumes #ad ,tage zur ,keimung braucht4 ,um zehn ,uhr abends an diesem ,tage trat ,covindasamy wie gewhnlich schweigend in das ,zimmer von ,jacolliot1 nachdem er auf einer der ,stufen der ,treppe das ,languty abgelegt hatte1 jenes kleine ,zeugstck1 und gewhnlich seine einzige ,bekleidung1 und er war nun ganz nackt1 sein ,bambusstbchen mit den sieben ,knoten an einer seiner langen ,haarflechten befestigt4 -- ,nichts ,unreines1 sagte er1 darf den ,krper des ,anrufenden berhren1 wenn er seine ,fhigkeit1 mit den ,geistern in ,verbindung zu treten1 in ihrer ganzen ,strke erhalten will4 -- ,jacolliot kam hierbei der ,gedanke1 ob nicht die von den ,griechen am ,indus getroffenen ,gymnosophisten eben solche ,eingeweihte wie ,covindasamy waren4 ,es wurde an diesem ,abend auf der ,terrasse und im ,schlafzimmer von ,jacolliot experimentiert1 beide1 nur unter sich zusammenhngend1 waren nach auen vollstndig abgeschlossen1 in jeder der beiden ,lokalitten brannte eine ,hngelampe mit ,kokosl1 in ein ,krystallglas eingeschlossen4 ,in allen indischen ,husern findet man kleine kupferne ,kohlenbecken1 bestndig mit glhenden ,kohlen gefllt1 um darauf von ,zeit zu ,zeit einige ,prisen eines wohlriechenden ,pulvers von ,sandelholz1 ,iriswurzel und ,myrte zu verbrennen4 ,der ,fakir stellte ein solches ,becken auf die ,mitte der ,terrasse und daneben eine kupferne ,platte mit jenem wohlriechenden ,pulver1 dann kauerte er sich in gewohnter ,stellung mit gekreuzten ,armen auf den ,boden1 begann hierauf eine lange ,inkantation in einer unbekannten ,sprache1 rezitierte seine ,mentrams und blieb dann unbeweglich1 die linke ,hand auf dem ,herzen1 die rechte auf sein ,stbchen gesttzt2 von ,zeit zu ,zeit brachte er die ,hand an die ,stirne1 wie um durch ,striche sein ,gehirn frei zu machen4 ,auf einmal mute ,jacolliot erzittern1 denn eine schwachleuchtende ,wolke bildete sich in seinem ,schlafzimmer1 aus der nach allen ,seiten hin rasch ,hnde hervorkamen und wiederum in sie zurckgingen2 nach einigen ,minuten verloren mehrere dieser ,hnde ihr dunstiges ,ansehen und glichen1 sich gewissermaen materialisierend1 menschlichen ,hnden1 whrend die andern leuchtender wurden2 erstere waren undurchsichtig und warfen ,schatten1 die andern so durchsichtig1 da man ,gegenstnde hindurchsehen konnte2 ,jacolliot zhlte im ,ganzen sechzehn4 ,kaum hatte ,jacolliot den ,fakir gefragt1 ob es nicht mglich wre1 diese ,hnde zu berhren1 so lste sich eine von der ,gruppe ab1 kam gegen ihn geschwebt und drckte seine dargebotene ,hand4 ,sie war klein1 geschmeidig und feucht wie die ,hand einer jungen ,frau4 -- ,der ,geist ist da1 obwohl nur eine seiner ,hnde sichtbar ist1 sprach ,covindasamy4 ,du kannst mit ihm reden1 wenn ,du es wnschest4 -- ,jacolliot fragte lchelnd1 ob der ,geist1 dem diese kleine ,hand gehre1 ihm nicht ein ,andenken geben wolle8 und fhlte darauf jene ,hand in der seinen vergehen und sie gegen ein ,blumenbouquet schweben1 eine ,rosenknospe abbrechen1 welche sie zu seinen ,fen warf1 worauf sie verschwand4 ,whrend zwei ,stunden kamen ,dinge vor1 ganz geeignet1 die ,besinnung zu verwirren2 bald streifte eine ,hand ,jacolliots ,gesicht oder fchelte ihm mit einem ,fcher1 bald verbreitete eine andere im ,zimmer einen ,blumenregen oder zeichnete in der ,luft feurige ,buchstaben1 welche verschwanden1 nachdem der letzte erschienen war1 wobei wahrhafte ,blitzstrahlen durch das ,zimmer und die ,terrasse fuhren4 ,zwei der ,sanskritsprche1 die ,jacolliot rasch mit dem ,bleistift aufzeichnete1 lauteten3 ,divyavapur gatw 7,ich habe einen fluidischen ,krper angenommen7 und unmittelbar darauf schrieb die ,hand3 ,atmram cryasa yoxyatas ,dchasya'sya vim canat 7,du wirst das ,glck erlangen1 wenn du dich von diesem vergnglichen ,krper losmachst74 ,nach und nach verschwanden die ,hnde1 die ,wolke hatte in dem ,mae abgenommen1 als die ,hnde sich zu materialisieren schienen2 an der ,stelle1 wo die letzte ,hand verdunstet war1 fand man einen ,kranz von jenen stark duftenden ,immortellen1 welche die ,hindus bei allen ihren ,ceremonien verwenden4 ,einen ,augenblick nach dem ,verschwinden der ,hnde1 whrend der ,fakir seine ,anrufungen eifrig fortsetzte1 bildete sich eine dunklere und dichtere ,wolke neben dem kleinen ,kohlenbecken1 das ,jacolliot nach dem ,wunsch des ,hindu stets mit ,glut gefllt erhalten hatte1 und allmhlich nahm diese ,wolke menschliche ,form an und erschien als der ,schemen eines alten opfernden ,brahminen1 der neben dem ,becken kniete4 ,er hatte auf der ,stirne die dem ,wischnu heiligen ,zeichen1 seine ,hnde hielt er vereinigt wie beim ,opfern ber den ,kopf1 und seine ,lippen bewegten sich wie betend4 ,in einem gegebenen ,augenblick nahm er eine starke ,prise des wohlriechenden ,pulvers und warf sie auf die ,glut1 worauf alsbald ein dichter ,rauch alle ,rume erfllte1 nach dessen ,verschwinden ,jacolliot den ,schemen zwei ,schritte vor sich sah1 der ihm seine fleischlose ,hand reichte1 die ,jacolliot grend in die seine fate und -- obwohl knchern und hart -- doch warm und lebend fand4 ,bist du wohl1 fragte er laut1 ein frherer ,bewohner der ,erde8 ,und kaum hatte er diese ,frage beendet1 als auf der ,brust des ,schemens glnzend wie ,phosphorlicht das ,wort ,am 7,ja7 erschien und sogleich wieder verschwand4 ,und als ,jacolliot weiter fragte3 ,willst du mir kein ,zeichen deines ,vorbergangs hinterlassen8 zerri der ,geist seinen aus drei ,baumwollenschnren gemachten ,grtel1 gab ihm denselben und verschwand zu seinen ,fen4 ,jacolliot glaubte die ,sitzung beendet1 aber der ,fakir dachte noch immer nicht daran1 seine ,stellung zu verndern4 ,da hrte ersterer pltzlich eine bizarre ,melodie1 ausgefhrt auf einem ,instrument1 das ihm die zwei ,tage vorher gebrauchte ,ziehharmonika zu sein schien1 welche jedoch der ,peischwa des ,abends vorher hatte abholen lassen1 und die sich nicht mehr in den ,zimmern von ,jacolliot befand4 ,die anfangs fernen ,tne erklangen bald wie aus nheren ,rumen und zuletzt wie im ,schlafzimmer1 als ,jacolliot lngs den ,mauern hingleitend das ,phantom eines ,pagodenmusikers erblickte1 welcher1 die ,harmonika spielend1 auf ihr jene einfrmigen und klagenden ,tne hervorbrachte1 wie sie der religisen ,musik der ,hindus eigen sind4 ,als das ,phantom durch das ,zimmer und die ,terrasse passiert war1 verschwand es1 und an der ,stelle seines ,verschwindens lag das von ihm gebrauchte ,instrument1 in der ,that die ,ziehharmonika des ,rajah1 und doch waren alle ,thren wohl verschlossen4 ,covindasamy stand nun auf1 in ,schwei reich gebadet1 auf das uerste erschpft1 und doch sollte er in wenig ,stunden seine ,reise antreten4 -- ,dank ,dir1 ,malabare1 sprach ,jacolliot1 ihn so mit dem ,namen seiner geliebten ,heimat anredend --1 und mge der1 welcher die drei geheimnisvollen ,gewalten vereinigt1 7die brahmanische ,dreifaltigkeit71 ,deine ,reise nach den lieblichen ,lndern des ,sdens beschtzen1 und mgest ,du erfahren1 da whrend ,deiner ,abwesenheit ,freude und ,glck in ,deiner ,htte gewohnt haben4 -- ,der ,fakir antwortete in noch mehr emphatischem ,tone1 und nachdem er das dargereichte ,geschenk empfangen1 ohne es anzusehen1 selbst ohne dafr zu danken1 sprach er melancholisch seinen letzten ,salam 7,gru7 und verschwand geruschlos4 ,als ,jacolliot in der ersten ,morgenrte von der ,terrasse auf den ,strom blickte1 sah er auf demselben einen schwarzen ,punkt und mittelst des ,nachtfernrohrs1 da es der ,fakir war1 der den ,fhrmann geweckt hatte und nun den ,ganges kreuzte1 um den ,weg nach ,trivanderam einzuschlagen und das blaue ,meer1 die ,kokospalmen und seine ,htte wiederzusehen1 von der er so oft gesprochen4 ,nach einigen ,stunden ,schlafs im ,hamak erwachend1 schien ihm die vergangene ,nacht ,traum und ,hallucination zu sein1 aber die ,harmonika war da1 die geworfenen ,blumen bedeckten alle noch die ,terrasse1 der ,immortellenkranz lag noch auf einem ,divan1 und die ,worte1 die er in ,feuerschrift gesehen1 standen in seiner ,schreibtafel aufgezeichnet1 einen ,betrug konnte ,jacolliot ebensowenig entdecken als ,abb ,huc in ,tibet bei den dort gesehenen ,produktionen4 ,etwa vier ,jahre spter reiste ,jacolliot ber ,madras1 ,bellary und ,bedjapur nach der ,provinz ,aurungabad1 um den unterirdischen ,tempel von ,karli zu besuchen1 welche berhmten ,krypten wie ,ellora1 ,elephantea1 ,rosach c4 in einem ,hgelkranz des ,mahrattenlandes liegen1 der -- mit ,forts versehen -- ,jahrhunderte lang das ,eindringen der ,moslims gehindert hat4 ,der ,eingang in die in ,felsen gehauenen ,krypten von ,karli befindet sich etwa #cjj ,fu ber der ,basis des ,hgels1 und man gelangt dahin auf einem ,wege1 der eher dem ,bett eines ,bergstroms als einer ,strae gleicht und auf eine ,terrasse fhrt1 die einen wrdigen ,vorplatz des prachtvollen ,innern bildet4 ,auf der linken ,seite des ,porticus steht eine mit unentzifferbaren ,charakteren bedeckte massive ,sule1 die auf ihrem ,kapitl drei noch kaum erkennbare ,lwen trgt2 auf die ,schwelle tretend1 hat man einen ungeheuren ,vorsaal vor sich1 der in seiner ganzen ,lnge von etwa #fjj ,schritt mit ,arabesken und ,skulpturen bedeckt ist2 an jeder ,seite des ,eingangs stehen drei riesige ,elephanten mit ihren ,cornacs auf ,hals und ,rcken2 das ,gewlbe ist durch zwei ,reihen von ,pfeilern gesttzt mit einem ,elephanten ber jedem1 der auf seinem ,rcken eine mnnliche und eine weibliche ,gestalt trgt1 wie gebeugt unter der ungeheuern auf ihnen ruhenden ,last4 ,dieses imposante dunkle ,innere ist nun eine berhmte ,wallfahrtssttte fr die ,fakirs aus ganz ,indien1 und manche schlagen ihre ,wohnung in der ,nhe des ,tempels auf1 kasteien ihren ,leib und leben allein noch der ,betrachtung4 ,tag und ,nacht vor flammenden ,feuern hingekauert1 welche die ,glubigen unterhalten1 eine ,binde ber den ,mund1 um nicht das geringste ,unreine einzuatmen1 nichts genieend als einige ,krner gersteten ,reis mit ,wasser befeuchtet1 das durch ein ,tuch geseiht wird1 magern sie nach und nach zu ,skeletten ab1 die ,geisteskrfte sinken rasch1 und ehe ihre letzte ,stunde schlgt1 haben sie schon eine lange ,zeit physischer und intellektueller ,schwche durchlebt1 die kein ,leben mehr ist4 ,alle ,fakirs1 welche in der obern ,welt die hchsten ,transformationen erlangen wollen1 mssen ihren ,leib diesen schrecklichen ,kasteiungen unterwerfen4 ,man zeigte ,jacolliot einen1 erst vor wenigen ,monaten vom ,kap ,comorin angekommenen1 der1 zwischen zwei ,glutpfannen liegend1 fast schon ganz gefhllos geworden war4 ,wie erstaunte ,jacolliot1 als eine breite ,narbe auf dem ,schdel ihn den ,fakir von ,trivanderam erkennen lie1 und er fragte ihn in seiner geliebten ,sprache des ,sdens1 ob er sich nicht an den ,franguy von ,benares erinnere4 ,einen ,augenblick schien ein ,blitz durch seine fast verloschenen ,augen zu zucken1 und er murmelte die zwei ,sanskritworte1 welche in jener ,sitzung in feurigen ,buchstaben erschienen waren3 ,divyavapur gatw4 ,ich habe einen fluidischen ,krper angenommen4 ,es war von ihm1 den sie nur ,karli ,sava1 den ,leichnam1 das ,phantom von ,karli nannten1 kein weiteres ,zeichen von ,aufmerksamkeit zu erlangen4 ,so enden1 sagt ,jacolliot1 in ,siechtum und ,geistesschwche die indischen ,medien4 -- ,es ist denkbar1 selbst wahrscheinlich1 da ,jacolliot manches mit zu lebhaften ,farben geschildert hat1 und da eine ,gruppierung der ,phnomene stattgefunden hat1 um die berzeugung herbeizufhren1 da namentlich vielleicht die ,steigerung derselben ein teilweises ,produkt spterer ,anordnung sei1 die ,folge nicht gerade in der angegebenen ,weise stattgefunden habe4 ,prft man aber die einzelnen ,flle fr sich1 so stimmen sie nach ,wegrechnung des ,volkscharakters1 der natrlichen ,umgebungen1 des ,bodens1 auf dem sie spielen1 dem ,wesen nach mit den brigen mystischen ,erscheinungen der verschiedensten ,zeiten und ,vlker berein und sind nicht mehr und nicht weniger wunderbar als diese1 namentlich auch die spiritistischen ,phnomene4 ,diese bereinstimmung in der innern wesentlichen ,beschaffenheit lt demnach die ,angaben ,jacolliots so glaubwrdig erscheinen1 wie die meisten andern1 und wir befinden uns auch ihnen gegenber in der gleichen ,kontroverse einer ,hervorbringung durch magische ,krfte lebender ,menschen oder in der ,regel unsichtbare ,wesen1 sogenannte ,geister1 welche die ,lebenden1 speziell die1 welche man ,medien nennt1 als ,organe ihrer ,kundgebung brauchen4 ,man sieht aus den hier mitgeteilten ,angaben1 da die ,indier seit uralter ,zeit sich fr die letztere ,meinung entschieden haben und ihre ,pitris1 die ,geister der ,vorfahren1 fr die hierbei ,wirkenden ansehen4 ,haben sie recht1 so mu man schlieen1 da bei diesen ,krfte frei werden1 die nicht an die sogenannten ,naturgesetze gebunden sind1 da sie aber zur ,besttigung derselben in sehr vielen ,fllen mit ,lebenden in ,verbindung treten1 nicht sowohl als wenn sie dieselben zur ,hervorbringung der ,phnomene ntig htten1 als vielmehr durch diese ihr eigenes ,dasein zu erweisen und wenigstens teilweise ihre ,fhigkeiten dem ,verstndnis der ,lebenden nher zu bringen4 -- ,was aber die ,fakirs1 ,sanyassis1 ,nirvanys c4 betrifft1 so ist kaum daran zu zweifeln1 da manche nicht dazu gelangen werden1 das magische ,vermgen in sich zu entwickeln1 und dadurch der ,versuchung verfallen1 dasselbe zu simulieren1 durch seinen ,schein zu tuschen1 da sie von ,magiern zu ,taschenspielern herabsinken4 ,dieses wrde1 wie beim gyptischen1 ,zend- und anderem ,kultus geschehen ist1 in dem ,mae zunehmen1 als der ,brahmanismus seinem ,verfall entgegen ginge1 wovon jedoch bis jetzt nicht viel zu bemerken ist4 ,lachten doch schon in der sptern ,zeit der ,republik rmische ,auguren1 wenn sie sich begegneten1 und als die ,rmer nach gypten kamen1 waren die ,priester nur noch imstande1 als ,fhrer zu den alten ,herrlichkeiten zu dienen4 ,die ,erfahrung aller ,zeiten hat gelehrt1 da die bung dieser ,dinge fr die ,lebenden mit ,gefahr verbunden ist1 und da sie auf ,kosten ihrer ,bestimmung fr die gegenwrtige ,form des ,daseins vollzogen wird4 ,bekannt ist1 wie gefhrlich z4 ,b4 jene das visionre ,vermgen erweckenden ,rucherungen sind1 von denen schon ,benvenuto ,cellini erzhlt1 vor welchen ,horst und ,eckartshausen warnen und deren ,wirkung auch ,jacolliot erfahren hat4 ,um wie viel bedenklicher werden aber jene fortgesetzten asketischen bungen sein1 die in manchen ,fllen zur ,stigmatisation1 in andern sonst zum ,hinsiechen des ,organismus fhren4 ,wenn ein ,trost fr solche ,hingebung zu finden ist1 so wird er darin bestehen1 da durch sie ,aufschlsse ber das innerste ,wesen der menschlichen ,natur erlangt worden sind1 die auf anderem ,wege nicht zu erhalten waren1 und wenn jene ,meinung richtig ist1 welche die ,wirkung oder doch ,mitwirkung der nicht mehr im irdischen ,leben ,wandelnden behauptet1 so wre damit ein empirischer ,beweis fr die persnliche ,fortdauer geleistet1 ungleich wertvoller als alle ,spekulation darber4 ,und so htten die ,mystiker aller ,zeiten1 indem sie irdische ,bestimmung wenigstens teilweise verfehlten1 sehr oft auch das1 was man irdisches ,glck nennt1 einbten1 doch nicht umsonst gelebt und entbehrt1 sondern der ,menschheit einen sehr groen ,dienst indirekt erwiesen4 ,dieses und nicht die vermeinte ,gottgeflligkeit der sich jenen abnormen ,zustnden ,hingebenden oder von ihnen berwltigten1 scheint mir der ,gesichtspunkt zu sein1 von welchem aus sie zu wrdigen sind4 ,eine spezielle gttliche ,einwirkung mu man wohl bei ihnen allen ausschlieen2 es erfolgen diese ,vorgnge bei einer ,gesetzmigkeit1 wie sie durch die ,weltvernunft fr alle ,gebiete des ,seins festgestellt1 aber fr das in ,frage stehende uns noch ganz verschleiert ist4 ,diese ,dinge sind sehr wunderbar1 aber kein ,wunder im populren ,sinn des ,worts1 wofr sie freilich der fromme ,glauben aller ,zeiten zu halten geneigt ist4 ,mit denjenigen aber ist nicht zu rechten1 welche bei ihrer gnzlichen ,unkenntnis dieses ,gebietes mit dem ,schlagwort ,betrug die ,thatsachen vernichten zu knnen glauben1 welche aus ,naturgesetzen1 die hier nicht gelten1 die ,unmglichkeit mystischer ,erscheinungen erweisen wollen und den ,beifall einer urteilslosen ,menge der ernsten und unbefangenen ,forschung vorziehen4 ,so weit ,perty4 ,ich habe seinen ,worten nichts hinzuzufgen4 ,viertes ,buch4 ,der ,occultismus der gypter4 ,erstes ,kapitel4 ,der gyptische ,occultismus als ,priesterwissenschaft4 ,mehr als in jedem ,land des ,altertums -- ,akkad vielleicht ausgenommen -- wurde der ,occultismus und zwar zumeist in den ,zweigen des ,somnambulismus und ,heilmagnetismus -- in gypten von den ,priestern ausgebt1 deren ganze ,lebensweise und ,disziplin an die ,brahmanen gemahnt4 ,schon ,jamblichus sagt#bge3 ,die ,priester verlegen sich nur auf die ,erkenntni ,gottes1 ihrer selbst und der ,wahrheit4 ,sie beachten nicht einen eitlen ,ruhm bei ihren heiligen ,handlungen und geben der ,phantasie keinen ,platz4 ,bekanntlich waren sie gleich den ,brahmanen die herrschende ,kaste und ihr ,rang dem des oft von ihnen beherrschten und ihrer ,kaste angehrigen ,knigs gleichgestellt4 ,wie die ,brahmanen fhrten sie die strengste ,lebensweise und abermals wie diesen waren auch ihnen wiederholte tgliche ,waschungen vorgeschrieben4 ,ihre ,kleidung bestand aus ,baumwolle und ,leinwand1 und ihre ,sandalen waren aus ,papyrus gefertigt4 ,ihre ,dit war zumeist die vegetarische1 jedoch genossen sie auch zuweilen ,fleisch1 welches jedoch vorher von besonders dazu angestellten ,beamten besichtigt werden mute1 die dasselbe1 wenn sie es fr rein und gesund erkannten1 mit einem ,stempel bezeichneten4 ,schweinefleisch genossen sie nur zur ,zeit des ,vollmonds1 und ,fische -- ganz besonders aber ,seefische -- waren ihnen ebenfalls verboten4 ,von ,pflanzenkost waren ihnen die ,hlsenfrchte und ,zwiebeln verboten1 und zwar -- wie ,plutarch meint -- erstere1 weil sie zu stark nhren und ,blhungen erzeugen1 letztere wegen ihrer stimulierenden ,wirkung und weil sie zum ,durst reizen4 ,wein durften sie nach einigen alten ,schriftstellern nicht trinken1 nach anderen war es jedoch gestattet4 ,sprengel sucht diesen ,widerspruch dergestalt zu erklren#bgf1 da er annimmt1 der ,wein sei erst zu ,psammetichs ,zeiten in gypten eingefhrt worden und auch dann noch ein ,privilegium der hheren ,stnde gewesen4 ,die gyptischen ,priester waren bekanntlich in verschiedene ,grade und ,klassen geteilt1 von denen einige -- wie die ,fakire -- magisch- mediumistische ,knste ausbten1 andere die ,astrologie pflegten1 wieder andere magisch-magnetische ,heilkunst trieben und ,somnambulismus hervorriefen4 ,sie teilten ihre geheimen ,knste keinem nicht zur ,kaste gehrenden mit1 und lange war es ,auslndern unmglich1 in dieselbe aufgenommen zu werden4 ,die ersten ,fremden1 welche der ,tradition zufolge in die ,tempelgeheimnisse eingeweiht wurden1 waren ,orpheus1 ,thales und ,pythagoras4 ,von letzterem erzhlt ,porphyrius#bgg3 ,pythagoras bat vor seiner ,reise nach gypten den ,polykrates1 ,knig von ,samos1 um ein ,empfehlungsschreiben an den gyptischen ,knig ,amasis1 damit man ihn dort in die geheimen ,lehren der ,priester einweihe4 ,der ,knig gab es ihm1 allein die ,helipoliten1 an die er sich zuerst wendete1 schickten ihn nach ,memphis1 gleichsam zu den ,hheren und lteren4 ,zu ,memphis wurde er unter demselben ,vorwand zu den ,diospoliten oder ,thebanern entlassen4 ,da diese aus ,furcht vor dem ,knig nichts mehr vorzuschtzen wuten1 kamen sie berein1 ihn durch bermiges ,arbeiten und ,druck von seinem ,vorhaben abzuwenden4 ,da aber ,pythagoras auf das ,pnktlichste ,alles erfllte1 so wunderten sie sich darber so sehr1 da sie ihn einweihten und ihren ,geheimnissen beiwohnen lieen1 was sonst keinem ,fremden gelang4 ,wie allbekannt1 spricht die ,bibel von gyptischen ,magiern1 ,traumdeutern1 und die ,hofzauberer ,pharaos kennt jedes ,kind4 ,auch ,homer deutet hnliches an1 wenn er singt#bgh3 ,aber ein ,neues ersann die liebliche ,tochter ,kronions3 ,siehe1 sie warf in den ,wein1 wovon sie tranken1 ein ,mittel ,gegen ,kummer und ,groll und aller ,leiden ,gedchtni4 ,kostet einer des ,weins1 mit dieser ,wrze gemischet1 ,dann benetzt den ,tag ihm keine ,thrne die ,wangen1 ,wr ihm auch sein ,vater und seine ,mutter gestorben1 ,wrde vor ihm sein ,vater und sein geliebtester ,sohn auch ,mit dem ,schwerte getdtet1 da seine ,augen es shen4 ,siehe1 so heilsam war die knstlich bereitete ,wrze1 ,welche ,helenen einst die ,gemahlin ,thons1 ,polydamna1 ,in ,aegyptos geschenkt4 ,dort bringt die fruchtbare ,erde ,mancherlei ,sfte hervor zu gut und schdlicher ,mischung2 ,dort ist jeder ein ,arzt und bertrifft an ,erfahrung ,alle ,menschen1 denn wahrlich1 sie sind vom ,geschlechte ,paons4 ,die ,heilgottheiten der gypter waren ,isis1 ,horus1 ,serapis1 ,osiris1 ,apis und ,phtha4 ,bezglich der ,isis sagt ,diodorus ,siculus#bgi3 ,die ,aegypter versichern1 da ,isis ihnen in der ,arzneikunst groe ,dienste geleistet habe durch heilsame ,mittel1 die sie entdeckte2 da sie jetzt1 wo sie unsterblich geworden1 an dem ,gottesdienst der ,menschen ein besonderes ,wohlgefallen habe und sich vorzglich um ihre ,gesundheit bekmmere2 da sie ihnen durch ,trume zu ,hlfe komme1 womit sie ihr ganzes ,wohlgefallen offenbare4 ,die ,probe ist darber festgesetzt nicht durch ,fabeln1 wie bei den ,griechen1 sondern durch gewisse ,thatsachen4 ,in der ,that1 alle ,vlker der ,erde geben ,zeugni von der ,macht dieser ,gttin in ,bezug auf ,heilung von ,krankheiten durch ihre ,verehrung und ,dankbarkeit4 ,sie zeigt in den ,trumen denjenigen1 die leidend sind1 die fr ihre ,krankheiten geeigneten ,mittel an1 und die treue ,erfllung ihrer ,verordnungen hat gegen die ,erwartung aller ,welt ,kranke gerettet1 die von den rzten aufgegeben waren4 ,die berhmtesten ,isistempel befanden sich zu ,memphis und ,busiris4 ,horus1 der ,sohn der ,isis1 hatte nach dem ,glauben der gypter von seiner ,mutter die ,heilkunst erlernt und wurde namentlich in seiner spteren ,gestaltung als ,harpokrates als ,heilgott verehrt4 ,hhere ,verehrung geno ,serapis1 dem nach ,jablonski zweiundvierzig ,tempel geweiht waren1 von denen sich die berhmtesten zu ,memphis1 ,canopus und besonders in ,alexandria befanden4 ,strabo sagt von ,serapis#bhj3 ,in seinen ,tempeln ist eine groe ,gottesverehrung1 wo viele medicinische ,wunder geschehen1 an welche die berhmtesten ,mnner glauben und fr sich und andere den ,tempelschlaf pflegen4 ,der ,serapistempel zu ,canopus wurde von den angesehensten ,personen mit groer ,ehrfurcht besucht und nach ,strabo befanden sich im ,innern desselben eine ,menge ,wunderkuren enthaltende ,weihetafeln4 ,der berhmteste ,serapistempel war bekanntlich der zu ,alexandria1 wo auch die von ,kaiser ,vespasian ausgebten magnetischen ,heilungen sich ereigneten4 ,tacitus erzhlt dieselben folgendermaen#bha3 ,als ,vespasian sich zu ,alexandrien aufhielt1 geschahen sehr viele ,wunder1 wodurch besonders sich die gttliche ,gewogenheit und ,zuneigung fr ,vespasian offenbarte4 ,irgend ein gemeiner und wohlbekannter ,blinder von ,alexandrien kam auf ,anrathen des ,gottes ,serapis zu den ,knieen des ,kaisers1 mit ,thrnen um ,hlfe rufend4 ,er bat den ,kaiser1 da er seine ,augen mit seinem -- des ,kaisers -- ,speichel benetzen mchte4 ,ein anderer an der ,hand ,gelhmter bat gleichfalls auf ,anrathen des ,serapis1 da ihn der ,kaiser mit seinem ,fu berhren1 d4 h4 mit der ,fusohle treten mchte4 ,allein ,vespasian lachte zuerst1 war ungehalten und frchtete1 als jene dringend zu bitten fortfuhren1 in den ,ruf der ,eitelkeit zu kommen2 endlich aber wurde er durch ihr ,flehen1 durch den ,zuspruch und durch die ,liebkosungen ,anderer zur ,hoffnung bewegt4 ,zuletzt lie er die rzte entscheiden1 ob eine solche ,blindheit und ,schwche durch menschliche ,hlfe zu heilen wre4 ,die rzte sprachen hin und her und meinten1 die ganze ,sehkraft sei noch nicht erloschen#bhb1 und das ,gesicht knne wiederkehren1 wenn nur die ,hindernisse gehoben werden knnten2 allein der ,kaiser versuchte es vor der ,versammlung1 und der glckliche ,erfolg blieb nicht aus4 ,jener andere knne seine bsen ,gliedmaen wieder heilen1 wenn irgend eine hlfreiche ,kraft angewendet wrde4 ,zu diesem gttlichen ,dienst knne vielleicht der ,kaiser ausersehen sein4 ,und endlich wrde der ,ruhm der geleisteten ,hlfe immer dem ,kaiser bleiben1 der ,spott aber im ,falle des ,fehlschlags die armen ,kranken treffen4 ,vespasian vollzog also im ,glauben1 da seinem ,glcke ,alles offen stehe1 und da nichts unmglich sei1 mit freudigem ,gesicht vor der aufs uerste gespannten ,versammlung das ,gebot4 ,der ,eine gebrauchte gleich seine ,hand und dem ,blinden schien das ,tageslicht4 ,alle1 die gegenwrtig waren1 stimmen bezglich der ,wahrheit mit einander berein1 daher erwartet die ,lge umsonst ihren ,preis4 ,eine weitere ,heilgottheit war ,apis1 von welchem ,plinius berichtet#bhc3 ,in ,aegypten wird ein ,ochse1 den sie ,apis nennen1 gttlich verehrt2 er hat an der rechten ,seite einen glnzenden weien ,fleck1 welcher mit dem ,neumonde zu wachsen beginnt4#bhd ,er darf nur ein gewisses ,alter erreichen1 dann ertrnken ihn die ,priester und suchen klagend nach einem andern an dessen ,stelle4 ,nachdem sie einen gefunden haben1 fhren ihn die ,priester nach ,memphis1 wo das ,orakel blos durch ,zeichen und ,deutungen knftige ,dinge verkndete4 ,aus der verschiedenen ,haltung1 aus den ,bewegungen und dem ,thun des ,ochsen pflegten sie wahrzusagen1 indem ihm die ,rathfragenden ,speise darboten4 ,aus der verschiedenen ,zu- oder ,abneigung1 solche anzunehmen1 leitete man seine ,antworten ab4#bhe ,so stie er z4 ,b4 die ,hand des ,kaisers ,augustus von sich1 worauf derselbe nach kurzer ,zeit starb4 ,apis lebt ganz verborgen2 wenn er sich aber einmal losreit1 so treiben die ,lictoren das ,volk aus dem ,wege und eine ,herde ,knaben begleitet ihn1 ,loblieder zu seiner ,ehre singend1 was er zu verstehen scheint4 ,phtha ist das ,bild des unendlichen ,geistes1 der ,alles schuf4 ,er ist ein feines therisches ,feuer1 welches unaufhrlich fortleuchtet1 und dessen ,glanz weit ber den der ,sterne und ,planeten erhaben ist4 ,er ist also gewissermaen das ,symbol des ,astral- oder odischen ,lichtes1 welches ja bekanntlich bei somnambulen und heilmagnetischen ,vorgngen eine groe ,rolle spielt4 ,der berhmteste ,phthatempel befand sich zu ,memphis und hatte wie die ,isistempel die ,inschrift3 ,ich bin1 der ich bin1 und kein ,sterblicher hat mein ,geheimni entdeckt4 ber das1 was im ,innern dieser geheimnisvollen ,tempel vorging1 haben wir bruchstcksweise berlieferte ,nachrichten1 denn den ,uneingeweihten war der ,zutritt gnzlich untersagt1 und die ,eingeweihten -- selbst die ,griechen -- hielten den abgelegten ,schwur des ,stillschweigens4 ,dennoch wissen wir aber1 da1 wie im nchsten ,kapitel nher ausgefhrt werden soll1 ,hervorrufung von ,somnambulismus und heilmagnetische ,praxis eine ,hauptrolle spielte4 ,die ,vorbereitung dazu bestand in ,fasten1 ,baden1 ,reinigung1 ,salben und ,reiben2 in an die ,gtter gerichteten ,gebeten und ,lobpreisungen1 whrend feierliche ,opfer1 heilige ,ceremonien und geheimnisvolle ,musik in tiefer ,dunkelheit die ,seele der ,glubigen in mystische ,schwingungen versetzte4 ,vom ,priester selbst sagt ,jamblichus3 ,ipse sacerdos1 antequam det oracula1 multa rite peragit sacrificia1 observat sanctimonium1 lavatur2 triduum prorsus abstinet cibo1 habitat in secessu1 jamque incipit paulatim illuminari mirificeque gaudere4 ,betrachten wir nun das magnetische ,verfahren der gypter selbst4 ,zweites ,kapitel4 ,der ,heilmagnetismus bei den alten gyptern4#bhf ,auf der auf der ,pariser ,nationalbibliothek befindlichen sogen4 ,bentrosch-,stele von dreitausendjhrigem ,alter wird die glckliche ,heilung der besessenen ,tochter eines mesopotamischen ,frsten erzhlt1 und es kann nicht der mindeste ,zweifel obwalten1 da die ,heilung durch ,hypnotismus und ,heilmagnetismus geschah4 ,der ,text der ,bentrosch-,stele lautet nach der bersetzung des ,professor ,dr4 ,lauth in ,mnchen#bhg3 ,siehe1 es befand sich ,se4 ,majestt in ,nahar gem seiner alljhrlichen ,gepflogenheit4 ,die ,groen jedes ,fremdlandes zogen als ,gebckte1 als ,friedfertige mit ,opfergaben vor die ,geistigkeit ,sr4 ,majestt von den uersten ,hinterlndern her4 ,sie brachten ihre ,tribute an ,gold1 ,silber1 ,lapis ,lazuli1 ,kupfer und allen ,holzarten des heiligen ,landes auf ihren ,rcken2 ein jeglicher suchte seinen ,nebenmann zu berbieten4 ,da lie auch der ,frst des ,landes ,buchtan herbeigebracht werden seine ,tribute und gab ihm seine lteste ,tochter an der ,spitze derselben1 indem er anrief ,se4 ,majestt und das ,leben erbat von demselben4 ,es war dies ein schnes ,weib1 beraus geschtzt von ,sr4 ,majestt ber ,alles4 ,sofort schrieb man ihren ,titel als knigliche ,hauptfrau mit dem ,namen ,ranofru ',sonne der ,schnheiten'4 ,nachdem ,se4 ,majestt der ,knig nach gypten gelangt war1 vollbrachte er ihr alle ,ceremonien1 die einer kniglichen ,hauptfrau gebhren4 ,im ,jahre #ae am #bb4 ,payni#bhh geschah es nun1 da sich ,se4 ,majestt in der ,stadt ,theben befand1 der siegreichen1 der ,gebieterin der ,stdte1 beschftigt mit ,lobpreisungen des ,vaters ,amun1 des ,herrn der ,throne beider ,welten1 an seinem schnen ,panegyrienfeste im sdlichen ,apt1 seinem ,lieblingssitze von ,anfang4 ,da kam man zu sagen ,sr4 ,majestt3 ',es ist ein ,bote des ,frsten von ,buchtan da1 gekommen mit zahlreichen ,geschenken fr die ,knigsfrau'1 und sofort wurde dieser vor ,se4 ,majestt gebracht mit den ,geschenken4 ,alsdann sprach er1 den ,boden kssend vor ,sr4 ,majestt3 ',preis ,dir1 ,du ,sonne der neun ,vlker6 ,gestatte uns zu leben bei ,dir6 ,ich komme zu ,dir1 o ,groknig1 mein ,gebieter1 in ,betreff der ,bentrosch1 deiner jngern ,schwester von ,seiten der ,knigsfrau ,ranofru4 ,ein bel ist eingedrungen in ihre ,glieder4 ,mge darum abreisen lassen ,deine ,majestt einen ,sachverstndigen1 um sie zu besehen4' ,sofort sprach ,se4 ,majestt3 ',bringet mir die ,schreiber des ,hierogrammatenhauses und die ,gelehrten der ,geheimnisse des ,adytum6' ,sie wurden auf der ,stelle herbeigefhrt4 ,da sprach ,se4 ,majestt3 ',warum hat man ,euch rufen lassen8 ,damit ihr hret dieses ,wort3 ,sofort liefert mir einen ,knstler in seinem ,herzen1 einen ,schreiber 7,operateur7 mit seinen ,fingern aus ,eurem ,kreise4' ,nachdem nun der ,basilicogrammate ,thotemhebi vor ,se4 ,majestt getreten war1 befahl ihm ,se4 ,majestt1 da er ausziehe gen ,buchtan mit diesem ,boten4 ,als nun aber gelangt war der ,sachverstndige gen ,buchtan1 traf er die ,bentrosch im ,zustande einer von einem ,dmon ,besessenen1 und fand sich selbst zu schwach1 um mit demselben zu kmpfen4 ,da sandte der ,frst von ,buchtan wiederum einen ,boten an ,se4 ,majestt mit den ,worten3 ',o ,groknig1 mein ,herr1 es mge befehlen ,se4 ,majestt1 da gebracht werde der ,gott ,chonsu selber4'#bhi ,es ereignete sich nun1 da ,se4 ,majestt im ,jahre #bf im ,monate ,pachon#bij zur ,zeit der ,amunspanegyrie im ,innern von ,theben sich befand4 ,da trat ,se4 ,majestt wieder vor ,chonsu nofer hotep#bia mit den ,worten3 ',o gtiger ,herr1 ich bin wieder vor dir in ,betreff der ,tochter des ,knigs von ,buchtan4' ,sofort wurde gebracht ,chonsu nofer hotep zu ,chonsu p-ari secher#bib1 dem groen ,gott1 welcher vertreibt die ,unholde4 ,alsdann sprach ,se4 ,majestt vor ,chonsu nofer hotep3 ',o du gtiger ,herr1 wenn du doch wendetest dein ,antlitz gen ,chonsu p-ari secher1 welcher vertreibt die ,unholde1 damit er ziehe gen ,buchtan4' ,zunickung1 groe1 groe4 ,alsdann sprach der ,knig3 ',gieb deinen ,segen mit ihm1 damit ich ziehen mache ,se4 ,heiligkeit gen ,buchtan1 um zu erlsen die ,tochter des ,frsten von ,buchtan4' ,zunickung des ,hauptes1 groe1 groe1 von ,seiten des ,chonsu nofer hotep4 ,sofort machte er den ,segen viermal ber den ,chonsu p-ari secher4 ,es befahl dann ,se4 ,majestt1 da man ausziehen mache ,chonsu p-ari secher auf einer groen ,barke mit fnf ,schifflein1 einem ,wagen und zahlreichen ,pferden rechts und links4 ,als nun gelangt war dieser ,gott gen ,buchtan in einer ,dauer von #a ,jahr #e ,monaten1 siehe da kam der ,frst von ,buchtan mit seinen ,soldaten und ,edeln entgegen dem ,chonsu p-ari secher1 dem ,planausfhrenden4 ,derselbe that sich auf seinen ,bauch1 indem er sprach3 ',du kommst zu uns1 du lt dich bei uns nieder nach der ,weisung des ,knigs ,vesu-ma-,ra sotep-en-,ra4' ,sofort begab sich dieser ,gott#bic zu dem ,ort1 wo ,bentrosch sich aufhielt4 ,alsdann machte er den ,segen ber die ,tochter des ,frsten von ,buchtan3 gut ward sie augenblicklich4 ,hierauf sprach der ,dmon1 der mit ihr war1 vor ,chonsu p-ari secher#bid3 ',komme in ,frieden1 groer ,gott1 welcher vertreibt die ,unholde3 ,deine ,stadt ist ,buchtan1 deine ,sklaven sind seine ,bewohner2 auch ich bin dein ,sklave3 ich werde fortgehen zu dem ,ort1 von dem ich ausgezogen bin1 um zu befriedigen dein ,herz in ,betreff dessen1 weshalb du gekommen bist4 ,nun mge ,deine ,heiligkeit befehlen1 da man begehe einen ,festtag mit mir und dem ,frsten von ,buchtan4' ,sofort nickte dieser ,gott gegen seinen ,propheten mit den ,worten3 ',lasse veranstalten den ,frsten von ,buchtan ein ,speiseopfer vor diesem ,dmon4' ,whrend nun ,chonsu p-ari secher dies mit dem ,dmon verhandelte1 stand der ,frst mit seinen ,soldaten dabei1 sich gar sehr frchtend4 ,indessen veranstaltete er ein groes ,opfer vor ,chonsu p-ari secher und vor diesem ,dmon2 der ,frst von ,buchtan hielt ein ,freudenfest fr sie4 ,hierauf ging der ,dmon in ,frieden an den ,ort1 den er liebte1 auf ,befehl des ,chonsu p-ari secher4 ,da war der ,frst von ,buchtan aufjubelnd ber alle ,maen sowie jede ,person1 welche in ,buchtan war4 ,alsdann berlegte er in seinem ,herzen1 indem er bei sich sprach3 ',es knnte werden dieser ,gott eine ,gabe fr ,buchtan2 ich werde ihn nicht heimziehen lassen nach gypten4' ,so blieb derselbe #c ,jahre #i ,monate in ,buchtan4 ,da lag der ,frst von ,buchtan einstmals auf seinem ,bette und sah trumend1 wie dieser ,gott herausging aus seinem ,hause1 in ,gestalt eines ,goldsperbers aufschwebend himmelwrts gen ,chemi4 ,nachdem er vor ,entsetzen aufgewacht war1 sagte er sofort zu den ,theodulen des ,chonsu p-ari secher3 ',dieser ,gott1 welcher bei uns weilt1 will gen ,chemi ziehen4 ,lasse also seinen ,wagen fahren gen ,chemi4' ,alsdann lie der ,frst von ,buchtan fortziehen diesen ,gott gen ,chemi1 indem er ihm mitgab ,geschenke1 viele von allen guten ,dingen1 ,soldaten und zahlreiche ,pferde2 sie gelangten in ,frieden nach ,theben4 ,alsdann ging ,chonsu p-ari secher zum ,tempel des ,chonsu nofer hotep1 und er legte die ,geschenke1 die ihm der ,frst von ,buchtan gegeben hatte1 an allen guten ,dingen1 vor ,chonsu nofer hotep2 er that nichts in sein eigenes ,haus4 ,es gelangte ,chonsu p-ari secher zu seinem ,hause in ,frieden im ,jahre #cc am #ai4 ,mechir#bie des ,knigs von ,ober- und ,untergypten ,vesu-ma-,ra sotep-en-,ra1 der dieses ,denkmal geschaffen hat4 ,mge er ,leben spenden gleich dem ,sonnengott immerdar4 ,soweit der ,text der ,bentrosch-,stele4 ,festzuhalten ist1 da ,chonsu ,heilgott ist1 welcher durch geistige1 magische ,kraft heilt4 ,wir sehen aus der ,erzhlung1 da die ,schwgerin eines gyptischen ,knigs -- es ist ,ramses ,,xii4 gemeint -- erkrankt1 resp4 besessen ist4 ,da die ,kunst der einheimischen rzte nicht geholfen zu haben scheint1 so wurde eine ,gesandtschaft abgeschickt1 um einen der in hohem ,rufe stehenden gyptischen rzte herbeizuholen4 ,ramses lt sich darauf einen geeigneten ,mann bezeichnen1 einen -- wie ,prof4 ,dr4 ,lauth bersetzt -- ,knstler in seinem ,herzen1 einen ,schreiber 7,operateur7 mit seinen ,fingern4 -- ,setzt man nun die ,kenntnis des ,heilmagnetismus und ,hypnotismus bei den gyptern voraus1 wozu sich die ,berechtigung bald ergeben wird1 so wird man die ,stelle anders bersetzen mssen4 ,deshalb bersetzt auch der franzsische gyptologe ,vicomte de ,roug3 ,ein ,mann mit intelligentem ,herzen1 ein ,meister mit geschickten ,fingern4 -- ,allein nach ,lambert ist auch dies nicht ganz richtig1 insofern ,herz fr ,wille gebraucht wird1 und er sagt deshalb#bif3 ,es hat also nach dieser ,analyse alle ,berechtigung1 wenn ich den ,befehl des ,pharao so verstehe1 da ihm ein ,mann bezeichnet werde1 der ',herr seines ,willens und ,meister seiner ,finger' sei4 ,bei der letzteren ,eigenschaft ist jedoch weniger an einen ,operateur1 als an einen tchtigen ,hypnotiseur und ,magnetiseur zu denken1 weil ein solcher sowohl mit seiner ,hand als mit seinem ,willen arbeiten mu4 ,der erwhlte gyptische ,hypnotiseur1 der lteste1 dessen ,namen bekannt wurde1 hie ,thotemhebi4 ,als derselbe nach ,buchtan kam1 gewahrte er1 da ,bentrosch besessen war1 und versuchte sie ohne ,erfolg zu heilen4 ,es vergingen elf ,jahre1 ohne da die ,leidende gesund wurde1 worauf deren ,vater abermals eine ,gesandtschaft nach gypten schickte mit der ,bitte1 man mge doch einen ,gott nach ,buchtan schicken4 ,wie sich aus dem ,zusammenhang klar ergiebt1 wird hier ,gott euphemistisch fr einen ,priester der oberen hierarchischen ,stufen gebraucht4 ,der ,pharao begiebt sich also nach dem ,tempel des ,chonsu und bittet den ,chonsu nofer hotep1 welcher offenbar als ,oberpriester zu betrachten ist1 er mge den ,chonsu p-ari secher1 einem unter diesem stehenden ,priester1 seinen ,segen oder seine ,kraft mitteilen4 ,dies wird gewhrt1 und der ,chonsu nofer hotep macht die segnende ,bestreichung -- sa -- viermal4 ,fr dieselbe wird folgende ,hieroglyphe gebraucht3 ,illustration3 ,hieroglyphe ,darauf wird der ,chonsu p-ari secher nach ,buchtan geleitet1 wo er die besessene ,bentrosch durch eine segnende ,bestreichung heilt1 die mit folgender ,hieroglyphe bezeichnet wird3 ,illustration3 ,hieroglyphe ber die ,bedeutung dieser ,segen lasse ich nun ,lambert selbst sprechen3 ,was sind nun diese verschiedenen ,segen8 ,ich denke1 ich werde keinem ,widerspruch begegnen1 wenn ich dieselbe fr mesmerische ,bestreichungen1 und ihre verschiedenen1 durch die beiden ,hieroglyphen deutlich dargestellten ,formen fr die ,schemata halte1 nach denen die ,striche gefhrt wurden4 ,der ,segen ist ja in seiner ursprnglichen ,wesenheit wohl nichts ,anderes als ein ,ausstrmenlassen einer ,kraft aus seinen ,hnden4 ,der einfachere sa-,strich 7,no4 #b7 wurde ausgefhrt1 indem die segnende ,gottheit oder der ,arzt in der durch die ,hieroglyphe gekennzeichneten ,art ber den ,hinterkopf nach den ,schultern zu strich1 nicht einmal1 sondern wiederholt und mit beiden ,hnden4 ,so spricht die ,gttin ,muth zu ,ramses ,,iii4 auf einer ,abbildung1 die sich in ,lepsius ,denkmlern 7,,iii4 #ba47 verffentlicht findet3 ',ich strecke aus meine beiden ,arme1 um zu machen die sa-,striche hinter deinem ,haupte4' ,an beiden ,seiten des sa-,zeichens sehen wir ,knoten oder ,verdickungen4 ,jedenfalls bezeichnen diese die ,stellen1 wo der ,streichende einen ,halt in der ,bewegung zu machen oder einen besondern ,nachdruck auszuben hatte4 ,das ,gleiche ist an jener ,stelle der ,fall1 wo die ,linie des ,striches in der ,gegend des ,genickes sich selbst schneidet4 ,aus der ganzen ,fhrung des ,striches scheint hervorzugehen1 da sich an dieser ,stelle des ,genickes die ,kraft der ,streichungen concentriren soll4 ,warum aber gerade dort8 ,die ,kabbalisten lehren1 da ein kleiner ,knochen des ,halses1 ,luz genannt1 'unverweslich' sei1 in ihn versenkte sich die ,schattengestalt des ,nephesch bei dem ,verstorbenen1 und aus beiden werde der ,auferstehungsleib am ,ende der ,tage gebildet4 ,dieser ,luz der ,kabbala ist aber identisch mit dem ,uls der gyptischen ,lehre1 welcher da liegt1 wo das ,rckgrat vom ,hinterhaupt nach den ,schultern eine ,einbiegung macht4 7,luz heit im ,hebrischen wie ,uls im ,altgyptischen ,einbiegung oder ,krmmung47 ,es wrde zu weit fhren1 diesen ,uls und seinen ganzen ,kultus in der ,stadt ,mendes1 wo die ,rckgratreliquie des ,osiris aufbewahrt wurde1 hier zu besprechen4 ,ich wollte hier nur darauf hinweisen1 warum bei dem ,akte jenes sa-,striches der ,nachdruck auf die hintere ,halspartie verlegt wurde1 und die ,ursache hiervon liegt wohl unzweifelhaft1 da dort eine gnstige ,stelle zum ,erwecken gewisser transscendentaler ,krfte des ,menschen gesehen wurde4 ,vielfache ,textstellen bezeugen1 da bei der sa-,bestreichung die ,absicht war1 inneres ,leben zu erwecken4 ,die andere -- complicirtere -- ,bestreichung 7,no4 #a71 welche vom ,nofer hotep an dem ,ari-secher ausgefhrt wird1 erstreckte sich vermuthlich ber den ganzen ,krper1 ob aber ber die ,vorder- oder ,rckseite desselben1 ist fraglich4 ,illustration3 ,hieroglyphe ,es kommen nun unter den ,hieroglyphen noch mehrfache ,zeichen vor1 die solche ,knoten vorstellen1 und jedenfalls als hnliche ,manipulationen wie die sa-,striche zu verstehen sind4 ,ein solches ,zeichen ist rod1 was 'festmachen' bedeutet4 ,das drfte wohl ein ,strich gewesen sein1 um die ,unbeweglichkeit der ,extremitten zu bewirken4 ,ist dies der ,fall1 dann geschah diese ,action nicht durch einfache gerade ,striche1 wie bei unsern ,hypnotiseuren1 sondern es wurde1 z4 ,b4 um den linken ,arm 'festzumachen'1 wohl an der rechten ,schulter begonnen1 von da eine ber den ,rumpf gehende ,schleife gezogen1 die an der linken ,schulter endigte1 und dann von hier aus ein gerader ,strich ber den ,arm mit einem ,halt am ,ellenbogengelenk nach den ,fingerspitzen zu ausgefhrt4 ,da der ,chonsu nofer hotep die ,bestreichung viermal machte1 scheint einen ganz besondern ,grund zu haben4 ,es entspricht dies den ,bezeichnungen1 die in ,verbindung mit dem sa-,zeichen ,no4 #a vorkommen1 nmlich tos-sa1 'den ,einflu herbeifhren'1 tu-sa1 'den ,einflu mittheilen'1 meh-sa1 'den ,einflu vermehren'1 und sotep-sa1 'den ,einflu fixiren'4 ,es hat also wohl jede der vier ,bestreichungen ihren bestimmten ,zweck3 die ,wirkung wird herbeigefhrt1 mitgetheilt1 vermehrt und fixirt4 ,nicht ohne ,bedeutung ist es1 da der ,gott ,thot1 der spter zum ,hermes ,trismegistos geworden ist1 den ,beinamen ,sa fhrt4 ,thot ist ein ,gott der ,heilkunde1 der ,ibis ist ihm heilig4 ,thot ist auch ein ,gott der ,erkenntni und zwar besonders der transscendentalen ,erkenntni1 und es hat alle ,wahrscheinlichkeit fr sich1 da er seinen ,beinamen ,sa deswegen fhrte1 weil in der ,hypnose1 die ja1 wie wir jetzt wissen1 durch einen ,act1 der ,sa heit1 herbeigefhrt wird1 die innere transscendentale ,erkenntni aufgeht4 ,demnach ist es ,gott ,thot1 welcher in der ,hypnose nach der ,meinung der ,aegypter das innere ,schauen und besonders auch als ,heilgott die ,heilverordnungen eingiebt4 -- ,thot wird vielfach mit ,chonsu identificirt und scheint in seiner medicinischen ,eigenschaft als ,mondgott mit ,chonsu nofer hotep vollstndig dieselbe ,person zu sein4 ,ich mchte hierzu auch an den ,einflu des ,mondes auf ,schlafende erinnern4 ,soweit ,herr ,franz ,lambert4 ,ich mchte noch hinzufgen1 da auch die bekannten ,hnde der ,isis1 welche nach ,apulejus bei ,prozessionen umhergetragen wurden 7auf einen ,stab gesteckte linke ,hnde1 deren ,daumen und zwei erste ,finger ausgestreckt1 deren drei letzte aber eingeschlagen sind71 auf ,erzeugung von ,hypnose und ,somnambulismus hinzudeuten scheinen4 ,drittes ,kapitel4 ,die eigentliche magische ,heilkunde der gypter4 ,die magische ,heilkunde der gypter knpft1 wenn in ihr auch uralte ,tempelgeheimnisse des ,thot enthalten sein mgen1 im ,wesentlichen an den mythischen ,hermes ,trismegistos#big an und entstammt somit einer verhltnismig spten ,zeit4 ber ihren ,ursprung heit es im hermetischen ,asklepius3 ,quoniam ergo proavi nostri multum errabant1 contra rationem ,deorum increduli et non animadvertentes ad cultum religionemque divinam1 invenerunt artem1 qua ,deos efficerent1 cui inventae adjunxerunt virtutem de mundi natura convenientem1 eamque miscentes1 et quoniam animas facere non poterant1 evocantes animas ,daemonum vel ,angelorum1 eas indiderunt imaginibus suis divinisque mysteriis1 per quas sola idola et benefaciendi et maleficiendi vires habere potuissent4 ,avus tuus1 o ,asclepi1 medicinae primus inventor1 cui templum consecratum est in monte ,lybiae circa littus ,crocodilorum1 in quo ejus jacet mundanus homo1 id est corpus2 reliquus enim1 vel potius totus1 si est homo totus in sensu vitae melior1 remeavit in coelum1 omnia etiam nunc adjumenta hominibus praestans infirmis numine suo1 quae ante solebat ,medicinae arte praebere4 ,hermes1 cujus nomen mihi avitum est1 sibi cognomen patrium consistens omnes mortales undique venientes adjuvat atque conservat4 ,constat1 o ,asclepi1 de herbis1 lapidibus et de aromatibus vim divinitatis naturalem in se habentibus1 et propter hanc causam sacrificiis frequentibus oblectantur numina hymnis quoque et laudibus dulcissimisque sonis in modum coelestis harmoniae1 concinnantibus1 ut illud1 quod est coelesti usu et frequentatione illectum in idola1 possit laetum humanitas patiens longe durare per tempora2 sic ,deorum autor est homo4 ,et ne putes fortuitos effectus esse terrenorum ,deorum1 o ,asclepi1 ,dii coelestes inhabitant summa coelestia unusquisque per ordinem1 quem accepit complens atque custodiens4 ,hi vero nostri sigillatim quaedam curantes1 quaedam praevidentes1 quaedam hortibus et divinatione praedicentes1 his pro mado subvenientes humanis1 quasi amica cognatione auxiliantur4 ,mit diesen ,worten des mythischen ,hermes ,trismegistos stimmt der sptere ,neuplatoniker ,proklos 7#dab-dhe n4 ,chr47 vllig berein1 wenn er sich folgendermaen ausspricht3 ,und wenn uns auch der ,verstand an sich selbst gleichsam als ,gott erscheint1 und die ,seele von ,urbeginn verstndig ist1 so sind doch die obersten ,dmonen hher geartet1 sie stehen den ,gttern am nchsten1 sind gleichfrmig und gttlich4 ,die zweite auf diese folgende ,dmonenclasse ist ebenfalls des ,intellects theilhaftig2 sie stehen den himmlischen ,aufsteigungen und ,absteigungen vor und berbringen und offenbaren die gttlichen ,befehle allen ,dingen4 ,die dritte ,dmonenclasse ist jene1 welche die ,befehle der gttlichen ,seelen berbringt und das ,band zwischen diesen und den niedern ,dingen bildet4 ,die vierte berbringt die wirkenden ,krfte aller ,naturen auf die erzeugten ,dinge1 flt den ,einzelnen ,leben ein1 schafft ,ordnung1 ,regel und ,wirkung4 ,die fnfte ist gewissermaen krperlich und schafft das uere der ,krper4 -- ,die meisten von ihnen beschftigen sich mit der ,materie und berbringen herabsteigend die ,krfte der himmlischen ,materie der irdischen1 verbinden beide1 bewachen das ,irdische sodann und bringen die ,verschiedenheit der ,formen hervor4 ,nach diesen ,grundstzen wurden gttliche ,wesen konstruiert1 welche den einzelnen ,krankheiten vorstanden1 und man richtete an dieselben ,gebete1 ,hymnen und ,beschwrungen1 damit sich ihr ,zorn besnftige1 und sie die verlorene ,gesundheit wieder verliehen4 ,also ganz dieselbe primitive ,anschauung1 wie wir sie schon bei den ,akkadern fanden1 und der wir noch heute bei den ,indianern1 ,negern c4 begegnen4 ,die gypter betrachten die ,welt als ein groes ,lebewesen1 in welchem alles in wechselseitiger ,verbindung stehe1 das von einer bestndigen ,sympathie durchstrmt und durch eine ,kraft zu einem ,leben vereinigt werde4#bih ,deshalb suchte man nach ,krften die wechselseitigen ,beziehungen und ,wirkungen der ,dinge zu erforschen1 was bei den ,krankheiten1 da man von dem ,grundsatz3 similia similibus ausging1 zu der von ,paracelsus aufgefrischten ,lehre von den ,signaturen fhrte4 ,d4 h4 man schlo aus der hnlichkeit irgend eines ,teils einer ,pflanze1 eines ,tiers oder ,minerals mit irgend einem ,glied des menschlichen ,krpers1 da ersterer ,heilkrfte gegen die ,krankheiten des letzteren besitzen msse4 ,so galt als gegen ,hauptkrankheiten und ,epilepsie besonders wirksam die ,ponienknospe1 ferner der ,mohn1 die ,wallnu1 ,muskatnu1 ,meerzwiebel1 der ,lerchenschwamm c4 ,gegen ,augenkrankheiten wurden ,augentrost1 ,habichtskraut1 ,skabiosen usw4 angewendet2 gegen ,zahnleiden die ,zahnwurz1 ,granatapfelkerne1 ,zirbelnsse1 die ,knllchen des ,feigwarzenkrautes c41 gegen ,ohrenleiden die ,bltter von der ,haselwurz1 dem ,lffelkraut und der ,wassermnze4 ,dieselben sollten auch gegen ,nasenleiden dienen1 weil zwischen ,ohr und ,nase eine besondere -- wahrscheinlich aus der ,beobachtung der ,katarrhe geschlossene -- ,verwandtschaft bestehe4 ,fr die ,kehle galt als heilsam das ,wintergrn1 der ,hirschschwamm und der ,zimmt4 ,fr die ,lunge war das ,lungenkraut signiert2 fr das ,herz die ,citrone1 der ,pfirsich1 die ,brechnu und ,anthora2 fr die ,leber pfel1 eine -- nicht genannte -- ,moosart1 ,birkenschwamm1 ,eicheln und das ,leberkraut2 fr die ,milz das ,scolopendrium1 die ,hirschzunge1 ,mauerraute1 das ,milzkraut2 fr den ,magen die ,bltter des ,alpenveilchens1 ,ingwer1 ,galgant2 fr die ,gedrme eine nicht nher genannte ,windenart1 ,calmus1 ,zimmt2 fr die ,blase die ,judenkirsche1 ,staphisagria1 der ,nachtschatten2 fr die ,geschlechtsteile die ,wurzeln aller ,orchisarten2 fr die ,gebrmutter die ,hohlwurz2 fr die ,nieren der ,portulac und das ,alpenveilchen2 fr die ,gelenke die ,datteln2 fr die ,hnde die jetzt ,palma ,christi genannte ,orchideenwurzel4 ,in hnlicher ,weise wandte man in spterer ,zeit in gypten den humores peccantes der ,galen'schen ,humoralpathologie hnlich gefrbte ,pflanzensfte zur ,austreibung der ,ersteren an4 ,so gegen die gelbe ,galle ,kmmel1 ,crocus1 ,aloe1 ,senna1 ,wermut1 ,koloquinte1 ,rhicinus1 ,rhabarber4 ,gegen die schwarze ,galle allerlei ,pflanzen mit dunkelgefrbten ,blten1 wie ,smilax1 rote ,melde1 ,ochsenzunge c4 ,gegen berflssige phlegmatische ,feuchtigkeiten ,pflanzen mit ,milchsaft oder weien ,blten1 weie ,schwmme1 wie ,lerchenschwamm c4 ,gegen die sogenannte rote ,galle wurden ,pflanzenstoffe von rotem ,aussehen1 rote ,blten1 rote ,sfte usw4 angewendet1 wie rotes ,sandelholz1 ,rotkohl1 ,alkannawurzel c4 ,der ,grundsatz3 similia similibus durchzog die ganze ,arznei4 ,so wandte man z4 ,b4 gegen den ,stein einige zubereitete ,steinarten1 menschliche ,blasensteine1 die steinigen ,concremente in gewissen ,fischaugen c4 an2 gegen ,wunden brauchte man scheinbar von der ,natur durchlcherte ,kruter wie das ,johanniskraut4 ,giftige ,schlangen1 ,spinnen1 ,scorpione wurden zubereitet1 um als ,gegengift zu dienen4 ,gegen allzulebhaften ,geschlechtstrieb wandte man ,pflanzen an1 welche nach alter ,anschauung keine ,frucht hervorbrachten1 wie ,salat1 ,sadebaum1 ,weide4 ,umgekehrt suchte man durch saftstrotzende ,pflanzenteile -- wie ,orchideenwurzeln -- oder durch den ,genu geiler ,tiere1 wie des ,sperlings und des ,skinks die daniederliegende ,zeugungskraft zu heben4 ,das ,fleisch gefriger ,tiere1 wie des ,wolfs oder des ,karpfens geno man zur ,hebung des ,appetits1 whrend der ,genu des ,fleisches intelligenter ,tiere ,intelligenz1 das trger ,trgheit hervorrufen sollte4 ,endlich wandte man sich durch hervorragende ,leistungen auszeichnende ,krperteile gewisser ,tiere gegen ,leiden der entsprechenden menschlichen ,krperteile an1 wie z4 ,b4 ,fuchslunge gegen ,lungenschwindsucht4 ,erscheint uns nun auch bei der ,lehre von den ,signaturen das ,meiste nicht mehr haltbar und barock1 so lt sich jedoch keineswegs in ,abrede stellen1 da dem ,ganzen ein groer und richtiger ,gedanke zu ,grund liegt1 welcher der ,vater der ,homopathie ist2 und erinnert es nicht an die ,impfung und ,serumtherapie1 wenn die gypter aus giftigen ,tieren ,gegengifte bereiteten8 ,wie allbekannt1 nahm man einen ,gestirneinflu auf alles ,irdische und mithin auch auf die menschlichen ,glieder und ,pflanzen an1 wobei die gypter 7doch wohl erst der alexandrinischen ,zeit87 nach ,ebn ,esra besonders die zwlf ,zeichen des ,tierkreises als magebend betrachteten4 ,auf diese ,art entstand eine astrale ,botanik und eine astral-botanische ,heilkunde1 bei welcher die vier ,grade der alten ,grundeigenschaften der ,dinge3 warm und trocken1 warm und feucht1 kalt und trocken1 kalt und feucht1 besondere ,bercksichtigung fanden4 ,ebn ,esra giebt von dieser ,lehre folgende ,grundzge#bii3 ,der ,widder ist ein mnnliches1 feuriges1 warmes und trockenes1 das menschliche ,haupt beherrschendes ,zeichen4 ,die ihm unterworfenen ,pflanzen sind warm und trocken in vier ,graden4 ,im ersten ,grad stehen3 der rothe ,beifu1 die ,betonica ,cichorie1 die ,drrwurz1 der ,traubenhollunder1 die ,mnze1 der ,huflattig und ,ehrenpreis4 ,diese ,pflanzen sind nach dem in die ,hundstage fallenden ,vollmond zu sammeln4 ,dem zweiten ,grad gehren an3 der ,spargel1 das ,johanniskraut1 die ,schafgarbe1 der ,wegebreit1 die ,ponie4 ,zu sammeln sind sie1 wenn sich ,sonne und ,mond im ,krebs befinden4 ,dem dritten ,grad gehren an3 der ,lerchenschwamm1 ,kellerhals1 die ,coloquinthe1 der ,enzian1 ,liguster1 ,rhicinus1 ,hollunder4 ,sie sind ,ende ,juli und ,anfang ,august#cjj zu sammeln4 ,dem vierten ,grad gehren an3 die weie ,niewurz1 der ,majoran1 der weie ,andorn1 die ,kresse1 der ,rosmarin4 ,sie sind theils im ,april1 theils im ,september zu sammeln4 ,der ,stier ist ein weibliches1 kaltes1 trockenes und irdisches ,zeichen2 ihm ist ,hals und ,gurgel unterthan4 ,die ihm angehrigen ,pflanzen sind kalt und trocken4 ,dem ersten ,grad gehren an3 das ,milzkraut1 ,cathera7871 der ,gamander1 ,epheu1 die ,lilienwurzel1 ,narcisse1 das ,engels1 die ,rose1 der ,baldrian1 das ,veilchen4 ,dieselben erweichen die ,geschwlste des ,halses und der ,milz4 ,dem zweiten ,grad gehren an3 das ,venushaar1 die ,judenkirsche1 die ,aklei1 die ,eiche und ,eichenmistel4 ,diese ,pflanzen sind ,wundkruter4 ,dem dritten ,grad gehren an3 die ,ochsen- und ,hundszunge1 das ,carduibenedictenkraut1 der ,wasserhanf1 die ,klette1 die ,doste1 ,petersilie1 der ,sanikel1 die ,braunwurz1 ,tormentill und das ,kreuzkraut4 ,alle sind ,wundkruter4 ,dem vierten ,grad gehren an3 das ,maushrchen1 ,schllkraut1 die ,esche1 ,malve1 das ,lungenkraut und die ,scabiose4 ,die ,zwillinge sind ein mnnliches1 luftiges1 warmes und feuchtes ,zeichen1 dem die ,schultern unterworfen sind4 ,die ihm zugehrigen ,pflanzen sind warm und feucht4 ,dem ersten ,grad gehren an3 der ,anis1 ,althstrauch1 ,boretsch1 ,fenchel1 ,ysop1 die ,prunelle und ,mauerraute4 ,dem zweiten ,grad3 das ,farrnkraut1 die ,linde und ,rbe4 ,dem dritten ,grad3 die ,vogelmiere1 ,aronswurz1 der ,macis1 ,sauerklee und die ,taubnessel4 ,dem vierten ,grad3 der ,sauerampfer1 die ,camille1 das ,mutterkraut1 der ,rhabarber4 ,der ,krebs ist ein weibliches1 wsseriges1 kaltes und feuchtes ,zeichen1 dem ,brust1 ,lunge1 ,rippen und ,zwerchfell unterthan sind4 ,die ihm angehrigen ,pflanzen sind kalt und feucht4 ,dem ersten ,grad gehren an3 der ,kohl1 die ,kardendistel1 die ,bohnen1 die ,rapunzel1 die ,weinreben und die ,braunwurz4 ,dem zweiten ,grad3 der ,erdbeerstrauch1 die ,tanne1 die ,zirbelnsse1 der ,nachtschatten1 die ,terebinthe und ,mistel4 ,dem dritten ,grad3 die ,binse1 die ,brunnenkresse1 der ,petersiliensamen1 ,portulac1 die ,weide1 der ,steinbrech und ,mauerpfeffer4 ,dem vierten ,grad3 die ,muscheln#cja1 die weie ,coralle1 der ,krystall1 die ,perlmutter1 die ,wasserrose1 die ,krebsaugen1 der ,vitriol4 ,der ,lwe ist ein mnnliches1 feuriges1 warmes und trockenes ,zeichen1 welchem ,herz und ,magen unterthan sind4 ,die ihm zugeschriebenen ,pflanzen sind warm und trocken4 ,dem ersten ,grad gehren an3 das ,basilicum1 der ,crocus1 die ,cypresse1 ,gewrznelke1 der ,ysop1 ,lavendel1 ,wegerich1 ,sonnenthau und ,thymian4 ,dem zweiten ,grad3 die ,angelica1 das ,zweiblatt1 die ,kornblume1 der ,galgant1 ,enzian und ,teufelsabbi4 ,dem dritten ,grad3 die ,hundscamille1 ,pastinakwurz1 ,mnze1 ,gartenkresse1 das ,flhkraut1 die ,ranunkel und ,brennnessel4 ,dem vierten ,grad3 die ,birke1 der ,buchsbaum und ,lorbeer4 ,die ,pflanzen des ersten ,grades mssen gesammelt werden1 wenn die ,sonne in den ,fischen1 der ,mond im ,krebs ist2 die des zweiten ,grades3 zu ,anfang ,mai vor ,sonnenaufgang oder zu ,ende ,august2 die des dritten ,grades1 wenn die ,sonne im ,lwen und der ,mond in der ,jungfrau1 oder wenn die ,sonne im ,stier und der ,mond in den ,zwillingen sich befinden1 vor ,sonnenaufgang2 die des vierten ,grades1 wenn die ,sonne in den ,fischen und der ,mond im ,wassermann steht4 ,die ,jungfrau ist ein weibliches1 irdisches1 kaltes und trockenes ,zeichen1 dem der ,bauch1 die ,leber und ,eingeweide unterthan sind4 ,die ihr zugeschriebenen ,pflanzen sind kalt und trocken4 ,dem ersten ,grad gehren an3 die ,berberitze1 ,cichorie1 der spitze ,wegerich1 die ,birne und der wilde ,salbei4 ,dem zweiten ,grad3 der ,mangold1 die ,hagebutten1 die ,mispel1 das ,salomonssiegel4 ,dem dritten ,grad3 die ,osterluzei und ,drrwurz4 ,dem vierten ,grad3 das ,tausendgldenkraut1 die ,schlangenzunge1 die ,schlehe und ,schlangenwurz4 ,die ,wage ist ein mnnliches1 luftiges1 warmes und feuchtes ,zeichen1 welches den ,nieren und der ,blase vorsteht4 ,ihr werden folgende warme und feuchte ,pflanzen zugeschrieben3 ,dem ersten ,grad gehren an3 das ,gnseblmchen1 der ,brwurz1 der ,bocksbart4 ,dem zweiten ,grad3 der ,lauch1 ,trkenbund und das ,eisenkraut4 ,dem dritten ,grad3 das ,lwenmaul1 der ,beifu4 ,dem vierten ,grad3 der ,lachenknoblauch1 ,hhnerdarm1 die ,haselnu und ,mauerraute4 ,der ,scorpion ist ein weibliches1 wsseriges1 kaltes und feuchtes ,zeichen1 welches den ,genitalien vorsteht4 ,ihm werden folgende kalte und feuchte ,pflanzen zugeschrieben3 ,dem ersten ,grad gehren an3 das ,kreuzkraut1 der ,weidorn1 die ,vogelbeere4 ,dem zweiten ,grad3 die ,esche1 der ,apfelbaum1 die ,pflaume4 ,dem dritten ,grad3 die ,erbse und das ,seifenkraut4 ,dem vierten ,grad3 die ,melde1 das ,bingelkraut und die ,narcisse4 ,der ,schtze ist ein mnnliches1 feuriges1 warmes und trockenes ,zeichen1 welchem die ,lenden und ,schenkel unterthan sind4 ,ihm werden folgende ,pflanzen zugeschrieben3 ,dem ersten ,grad gehren an3 die ,zwiebel1 der ,rettig1 der ,sesam und die ,knigskerze4 ,dem zweiten ,grad3 der ,lauch1 das ,liebstckel4 ,dem dritten ,grad3 die ,haselwurz1 das ,curcume1 der ,gundermann1 die ,maulbeere4 ,dem vierten ,grad3 die ,eselsgurke1 ,wolfsmilch und ,waldrebe4 ,der ,steinbock ist ein weibliches1 irdisches1 kaltes und trockenes ,zeichen1 welches den ,knieen und ,sehnen vorsteht4 ,ihm gehren folgende ,pflanzen an3 ,dem ersten ,grad3 die ,ringelblume1 ,schwarzkirsche1 der ,alant1 die ,maul- und ,heidelbeere4 ,dem zweiten ,grad3 das ,scharlachkraut1 das ,wollkraut4 ,dem dritten ,grad3 der ,wasserschwertel1 das ,tschelkraut1 der ,krbis und die ,disteln4 ,dem vierten ,grad3 die ,niewurz1 das ,bilsenkraut1 die ,mandragora1 der ,sturmhut1 der ,nachtschatten und das ,lusekraut4 ,der ,wassermann ist ein mnnliches1 luftiges1 warmes und feuchtes ,zeichen1 welches den ,schienbeinen vorsteht4 ,ihm gehren folgende ,pflanzen an3 ,dem ersten ,grad3 die ,mhre1 die ,feige1 der ,steinklee und die ,sanikel4 ,dem zweiten ,grad3 der ,kmmel1 die ,flachsseide1 die ,rosenwurz1 das ,mauerkraut4 ,dem dritten ,grad3 die ,odermennige1 das ,musehrchen1 die ,gerste1 der ,steinbrech4 ,dem vierten ,grad3 das ,herzgespann und die ,mispel4 ,die ,fische sind ein weibliches1 wsseriges1 kaltes und feuchtes ,zeichen1 welches den ,fen vorsteht4 ,ihm gehren folgende ,pflanzen an3 ,dem ersten ,grad3 ,die ,buche1 die ,osterluzei1 das ,kraut1 die ,myrobalanen und ,rben4 ,dem zweiten ,grad3 ,die ,artischocke1 die ,kornblume1 das ,stchaskraut4 ,dem dritten ,grad3 der ,schwarzkmmel und ,mohn4 ,dem vierten ,grad3 der ,schierling1 das ,bilsenkraut1 der ,sturmhut und ,nachtschatten4 ,wir drfen ,ebn ,esra wohl unbedenklich glauben1 da das eben geschilderte astrologisch-botanische ,system den gyptern der alexandrinischen ,zeit entstammt2 allein1 was uns hier vorliegt -- ich habe ,ebn ,esras ,originalwerk nicht auftreiben knnen#cjb -- ist offenbar die ,bearbeitung desselben durch einen deutschen ,arzt des #af4 ,jahrhunderts4 ,es kam indessen auch nur auf eine ,darstellung des ,systems und der ,methode an4 ,viertes ,kapitel4 ,die ,seelenlehre der alten gypter4#cjc ,die ,berichte1 welche das erste ,buch ,mosis ber die ,schpfung der ,welt und die lteste ,geschichte des ,menschengeschlechtes liefert1 sind nicht ausschlielich ,eigentum der ,juden1 sondern finden sich bei fast allen ,kulturvlkern semitischer und hamitischer ,abstammung bereits in uralter ,zeit1 so bei den ,babyloniern1 ,phniziern und gyptern4 ,es werden in unsern ,tagen an den ,ufern des ,euphrats ganze ,bibliotheken von beschriebenen ,thontafeln zu ,tage befrdert1 welche von der ,schpfungsgeschichte1 dem ,paradiesgarten mit dem ,lebensbaume und der ,schlange1 der ,sintflutsage ,nachricht geben1 und zwar mit einer bereinstimmung in der ,detaillierung1 da ein notwendiger ,zusammenhang mit den biblischen ,erzhlungen unmglich geleugnet werden kann4 ,in gypten sind es weniger zahlreiche und deutliche berreste1 doch darf auch fr das alte ,pharaonenland die ,kenntnis der ,flutsage1 des ,gartens ,eden und des ,babelturmes als erwiesen betrachtet werden4 ,diese merkwrdigen bereinstimmungen weisen auf die gemeinsame asiatische ,urheimat dieser ,vlker hin und auf die ,verwandtschaft aller ,nachkommen der ,shne ,noahs1 ,sem1 ,cham und ,japhet1 die sich ber die benachbarten ,lnder verbreiten muten1 weil die ,heimat die allzu zahlreich ,gewordenen nicht mehr zu fassen vermochte4 ,nach ,genesis ,x1 #f sind die ,shne ,chams3 ,kusch1 ,mizraim1 ,put und ,kanaan4 ,diese wanderten nach ,westen und wir drfen fr die ,nachkommen des ,put und ,kanaan die ,bewohner des ,landes ,punt und ,keft ansehen1 die ,araber und ,phnizier1 whrend ,kusch am weitesten nach ,sden gelangt und der ,stammvater der thiopier wurde1 und ,mizraim sich in gypten niederlie4 ,die ltesten ,abkmmlinge des ,mizraim erkennen wir in gypten in den prhistorischen ,hor-schasu1 den ,horusdienern1 den ,grndern der ltesten ,stadt des ,landes ,anu 7,on der ,bibel1 ,heliopolis der ,klassiker71 mit theokratischer ,regierung1 deren letzter ,herrscher1 ,bytes1 bis auf #dbde v4 ,chr4 zurckreicht4 ,die ,kultur dieser ,hor-schasu mu schon in unvordenklichen ,zeiten eine hochentwickelte gewesen sein2 in den ltesten ,schriften wird auf ihre ,epoche als auf ein goldenes ,zeitalter hingewiesen und ihr eine ,dauer von ,myriaden von ,jahren zugesprochen1 whrend eine ,dauer von #djjj ,jahren eine mige ,schtzung der heutigen ,gelehrten ist4 ,ihnen ist die ,gaueinteilung des ,landes1 ,einfhrung der ,gesetze1 ,erfindung der ,knste und ,wissenschaften1 des ,papiers und der ,schrift zuzuschreiben4 ,nach der ,hor-schasu beginnt 7etwa #djjj v4 ,chr47 die historische ,zeit mit der ,regierung von ,knigen1 und wir finden schon unter der ersten ,dynastie derselben in gypten eine ausgebildete ,mythologie1 die nur das ,produkt langer theosophischer ,spekulationen sein kann1 mit ,tempeln und ,pyramiden1 welche letztere wieder die ,einbalsamierung der ,leichen und somit die ,lehre von einer ,fortdauer der ,seele nach dem ,tode voraussetzt4 -- ,war ein ,keim aus der asiatischen ,urheimat mitgebracht worden1 aus welchem die ,priester ihre esoterischen ,lehren von ,gott1 der ,welt und den ,menschen entwickelten8 ,man knnte versucht sein1 die jdische ,geheimlehre1 die ,kabbala1 hier in ,betracht zu ziehen1 die so viele bereinstimmungen mit dem gyptischen ,emanationssystem der ,priesterlehre aufweist1 und vermuten1 da der ,ursprung beider auf eine solche asiatische ,quelle zurckzufhren sei4 ,in der ,that greifen einige ,kabbalisten bezglich der ,entstehung ihrer ,lehre bis auf ,adam zurck1 dagegen nennen andere den ,abraham1 wieder andere ,moses als den ersten1 dem die ,lehre mitgeteilt worden sei1 ganz zu schweigen von den neueren ,forschern1 von denen jeder zu einem andern ,resultate gelangt4 -- ,ich mchte der ,wahrscheinlichkeit1 da die ,kabbala auf ,moses zurckzufhren1 demnach gyptischen ,ursprungs sei1 vor allen anderen ,theorien den ,vorzug geben4 ,die jdische ,nation war als ,nomadenfamilie von #gj ,gliedern in gypten eingewandert 7#aa4 ,moses #a1 #e71 und erst whrend ihres mehr als #djj;jhrigen ,aufenthaltes daselbst das groe ,volk geworden1 das nachmals durch das rote ,meer zog4 ,moses selbst1 in gyptischer ,weisheit erzogen und wie auch sein ,bruder ,aharon-,levi1 in die ,geheimnisse der ,priester eingeweiht1 tritt gleich nach dem ,auszuge als ,gesetzgeber auf -- mit gyptischen ,gesetzen4 ,die ,hierarchie der ,leviten1 ,lebensart und ,verrichtungen derselben1 die ,bestimmungen ber reine und unreine ,tiere1 die ,einteilung der ,stiftshtte mit dem ,allerheiligsten1 alles dieses1 auch die zehn ,gebote1 von denen das vierte mit derselben ,verheiung bei den gyptern vorkommt1 ist von ,moses nach gyptischen ,vorbildern bestimmt und zum ,gesetz erhoben worden4 ,sollte dagegen ,moses die geheime ,priesterweisheit selbst seinem ,volke ganz und gar vorenthalten haben8 ,hieran anknpfend1 will ich im ,nachfolgenden den ,beweis zu liefern versuchen1 da die ,vorstellung vom ,menschenwesen1 von seinem materiellsten1 krperlichsten ,prinzip1 dem ,leib1 bis hinauf zu dem hchsten1 dem transscendentalen ,ich1 dem ,geist1 wie in der jdischen und sonstigen esoterischen ,lehre1 so auch wohl in der ,priesterlehre der alten gypter die gleiche war1 da fr alle ,zwischenglieder der beiden ,extreme1 ,krper und ,geist1 sich ,bezeichnungen im gyptischen ,totenbuche vorfinden1 die fr vollstndig kongruent mit den ,bezeichnungen der jdischen und indischen ,geheimlehren gehalten werden drfen4 -- ,zuvrderst mu ich jedoch zum besseren ,verstndnis die altgyptische ,vorstellung von dem ,schicksal des ,menschen nach dem ,tode schildern4 ,dem griechischen ,schriftsteller ,stobos verdanken wir die ,schilderung eines ,fragmentes aus einer lteren hermetischen ,schrift1 die einen wichtigen ,beitrag zur ,seelenlehre enthlt4 ,es wird darin gelehrt1 da3 ,von einer ,seele1 der des ,alls1 alle diese ,seelen stammen1 welche sich1 gleichsam verteilt1 in der ,welt umhertreiben4 ,diese ,seelen erfahren viele ,verwandlungen2 die1 welche jetzt kriechende ,geschpfe sind1 verwandeln sich in ,wassertiere2 aus diesen ,wassertieren werden ,landtiere1 aus diesen ,vgel4 ,aus den ,geschpfen1 die oben in der ,luft leben1 werden die ,menschen4 ,als ,menschen aber empfangen sie den ,anfang der ,unsterblichkeit1 indem sie zu ,dmonen werden und in den ,chor der ,gtter gelangen4 ,wir erkennen hier die ,wanderung eines ,ausflusses der ,allseele durch die ,tierleiber als ,prexistenz einerseits und die ,fortdauer der ,seele nach dem ,tode des ,menschen als ,unsterblichkeit andererseits2 die ,begriffe ,seelenwanderung und ,unsterblichkeit sind streng auseinander zu halten4 ,auch die bis auf unsere ,tage erhaltenen inschriftlichen ,denkmler des ,pharaonenlandes trennen stets diese beiden ,begriffe1 und zwar so1 da die ,unsterblichkeit als ein ,zustand dargestellt wird1 in welchem die ,seele1 mit ihrem verklrten ,leibe vereinigt1 ein ewiges glckliches ,dasein geniet1 befreit von allen ,leiden der irdischen ,wesen1 whrend die ,seelenwanderung sich auf der ,erde vollzieht1 in einem steten ,wechsel zwischen ,tod und ,wiederaufleben in einem neuen ,krper besteht1 wobei die ,leiden in den irdischen ,krpern1 besonders der ,schmerz des jedesmaligen ,todes1 von der ,seele ertragen werden mssen4 ,hand in ,hand mit dem gttlichen ,ursprung der ,seele geht dann die ,lehre von einer ,belohnung der ,guten und einer ,bestrafung der ,bsen4 ,so heit es im ersten ,kapitel des ,totenbuches3 ,da ich fr fromm befunden wurde auf ,erden und ,sorge hatte vor dem ,herrn der ,gtter1 darum habe ich erreicht das ,land der ,wahrheit und ,rechtfertigung4 ,ich erstehe als ein lebender ,gott und strahle im ,chor der ,gtter1 welche im ,himmel wohnen1 denn ich bin von ihrem ,stamm4 ,der ,glaube an ein ewiges ,leben der ,gerechten und an einen zweiten ,tod der ,frevler1 wie sich die gypter ausdrcken1 setzt ein ,gericht voraus1 das nach dem ,hinscheiden ber den ,verstorbenen gehalten wird4 ,dieses ,totengericht wird vielfach bildlich dargestellt4 ,im ,saale der zweifachen ,wahrheit sitzt ,osiris als ,totenrichter auf dem ,thron1 ,krummstab und ,geiel in den ,hnden1 auf dem ,haupt die ,federkrone1 um den ,hals eine ,kette mit dem ,abzeichen des ,oberrichters1 einem ,tfelchen1 welches die ,wahrheit genannt wurde4 ,anbetend tritt der ,verstorbene ein1 ihn empfngt die ,gttin der ,wahrheit1 ,mat4 ,in der ,mitte des ,saales steht eine ,wage1 auf deren eine ,schale der ,verstorbene sein ,herz legt4 ,anubis1 der schakalkpfige1 legt eine ,statuette der ,gttin der ,gerechtigkeit auf die andere ,wagschale4 ,horus1 der sperberkpfige1 prft das ,gewicht1 und ,thot1 der ibiskpfige ,gott der ,schreibkunst1 verzeichnet das ,resultat der ,wgung auf einer ,schreibtafel4 ,osiris spricht das ,urteil4 ,wurde das ,herz zu leicht befunden1 so mute der ,verstorbene zum zweitenmal sterben1 d4 h4 sein ,herz hat die dreitausendjhrige ,wanderung durch die verschiedenen ,tierleiber1 vom ,schwein angefangen1 von neuem durchzumachen1 whrend die ,seele unrettbar der ,vernichtung durch die ,hllengeister anheimfllt4 ,bei der ,vollstreckung ihrer ,strafe tritt in die ,seele das transscendentale ,wesen des ,verdammten als rchender ,dmon1 erinnert sie an die ,verachtung seines ,rates1 an die ,verhhnung seiner ,bitten1 zchtigt sie mit der ,geiel ihrer ,snden und giebt sie dem ,sturme und ,wirbelwinde der heraufbeschworenen ,elemente preis4 ,bestndig zwischen ,himmel und ,erde hin und hergeworfen1 ohne je ihrem ,bannfluche zu entgehen1 sucht die verurteilte ,seele menschliche ,krper heim1 um sich in ihnen einzunisten1 und sobald sie einen gefunden hat1 martert sie diesen1 beldt ihn mit ,fluch und strzt ihn in ,mordthaten und ,irrsinn4 ,wenn die ,seele nach ,jahrhunderten schlielich das ,ziel ihrer ,qualen erreicht1 so fllt sie doch nur dem zweiten ,tode anheim4 ,in den #ge ,abteilungen der ,hlle1 die in ihrer ,einrichtung dem ,gehenna oder ,ghinam der ,kabbala entspricht1 werden die ,seelen der ,verdammten den qualvollsten ,martern unterworfen4 ,sie werden in glhenden ,kesseln gebraten1 unter den frchterlichsten ,durstesqualen in kaltes ,wasser geworfen1 versuchen sie zu trinken1 so wird das ,wasser zu ,feuer4 ,die ,speisen1 die sich den ,hungernden darbieten1 verwandeln sich in ,schatten4 ,von roten ,dmonen werden sie an ,pfhle gebunden und mit ,schwertern zerfleischt1 mit den ,fen nach oben gehngt1 ihnen das ,herz aus dem ,leibe gerissen usw4 -- ,die ,darstellung dieser ,qualen der ,hlle scheint jedoch nur an die ,adresse der groen ,menge gerichtet gewesen zu sein1 in der esoterischen ,lehre drften die ,strafen fr immaterielle ,wesen doch anders gelautet haben4 ,hat der ,verstorbene jedoch ,gnade gefunden vor den ,augen des ,osiris1 so harren seiner die ,freuden des ,paradieses1 des ,gefildes ,aalu4 ,gtter erscheinen an seinem ,sterbebette1 um die ,seele in ,empfang zu nehmen4 ,sie reinigen seinen ,krper von allen ,makeln1 sie richten seine ,beine ein und krftigen seine ,gelenke1 sie bereiten seinen ,krper zur ,wiedergeburt vor4 ,die ,vorstellung1 da am ,sterbebette der ,frommen ,gtter erscheinen1 seine ,seele in ,empfang zu nehmen und vor ,gefahren zu schtzen1 begegnet uns wieder im ,gnostizismus4 -- ,so sagt ,st4 ,pachomius3 ,wenn jemand im ,punkte ist zu sterben1 dann kommen zu demselben vier ,engel4 ,gott will durch sie bewirken1 da die ,trennung der ,seele vom ,leibe eine schmerzlose sei4 ,einer dieser ,engel steht zu ,hupten1 der andere zu ,fen des ,hinscheidenden1 und zwar in der ,stellung von ,menschen1 die den ,krper mit l einreiben1 bis sich die ,seele vom ,leibe trennt4 ,der dritte ,engel hlt in den ,hnden ein ,tuch von nichtstofflicher ,beschaffenheit1 in das er die ,seele aufnimmt1 der vierte endlich singt ,hymnen in einer dem ,menschen unverstndlichen ,sprache3 so geleiten sie die ,seele zu den ,sphrenwohnungen4 ,diese ,vorstellung ist1 wie so vieles im ,gnostizismus1 eine cht gyptische4 ,zahl und ,amt der ,engel entsprechen genau denen der vier gyptischen ,totengenien4 ,der ,verstorbene1 welcher bei der ,wgung des ,herzens von sich sagen konnte1 da er die verschiedenen ,snden nicht begangen und gengend gute ,handlungen1 die er im ,leben verrichtet1 zu seinem ,herzen auf die ,wage legen konnte1 fhrt nun den ,namen ,osiris und kann seine ,reise nach dem ,paradiese antreten4 ,das ,vermeiden bser und ,verrichten guter ,handlungen wurde jedoch nicht fr gengend erachtet1 um den ,verstorbenen des direkten ,eintrittes in das ,paradies1 der ,genossenschaft der ,gtter zu wrdigen4 ,die guten und bsen ,handlungen waren nach der ,priesterlehre zunchst ,ergebnis seiner ,neigungen1 also ,handlungen1 die ihren ,grund im ,herzen haben4 ,aber nicht nur das ,herz1 sondern auch der ,verstand mute den ,gttern hnlich sein4 ,der ,verstorbene mute die ,religionslehre kennen1 die ,namen der ,gtter wissen und in den ,geheimnissen der ,priesterlehre bewandert sein4 ,stand sein ,wissen nicht auf dieser ,hhe1 so mute er im ,zwischenreich lngere oder krzere ,zeit verweilen4 ,wir werden solchen ,verstorbenen1 den ,uschabti1 noch begegnen4 ,im ,westen wurde der ,verstorbene begraben1 und wie im ,westen die ,sonne als ,osiris untergeht1 dann um die untere ,hemisphre1 ohne zu leuchten1 durch das von ,osiris beherrschte ,reich ,amenti1 den dunkeln ,hades1 das ,zwischenreich zieht1 um anderen ,tages als ,morgensonne1 ,horus1 im ,osten wieder aufzuleuchten1 so dachte man sich auch den ,weg des ,verstorbenen von der westlichen ,grabregion nach ,osten durch die untere ,hemisphre1 ,amenti1 gehend1 worauf er dann am ,himmel1 jetzt nicht mehr mit dem ,namen ,osiris1 sondern als ,horus gleich der ,sonne erscheint4 ,die ,unterwelt ,amenti ist zu denken als ein ,land1 dem obern ,land gypten etwa gleich mit einem unterirdischen ,nil1 ,gauen und ,stdten1 mit ckern und ,wiesen1 jedoch dunkel1 ohne leuchtende ,sonne4 ,ebenso ist das ,paradies1 das ,gefilde ,aalu1 welches der ,verstorbene betritt1 wenn er die ,unterwelt verlassen hat1 als ein hnliches ,land zu denken1 jedoch mit ,abnderungen1 welche auf die1 vor undenklichen ,zeiten von den eingewanderten gyptern aus ,asien mitgebrachten ,paradies-,vorstellungen zurckzufhren sein drften4 ,die berfahrt von der westlichen ,grabesregion nach der unteren ,hemisphre macht der ,verstorbene auf der ,sonnenbarke des ,osiris als dessen ,gefhrte4 ,sobald die ,barke im verborgenen ,lande anlegt1 betritt er den ,weg1 der unter der ,erde ist4 ,auf diesem ,wege nun begleiten wir unsern ,osiris4 ,er ist noch immer als ein ,verstorbener in ,mumienform zu denken1 er kann nicht sprechen1 er ist ohne ,erinnerung1 ohne ,atem und ,lebenswrme4 ,in der ,region der ,unterwelt1 die den ,namen ,nutercherti hat1 trifft er als deren ,bewohner1 die vorhin erwhnten ,uschabti4 ,ich halte diese fr die noch nicht an ,wissen vollendeten ,verstorbenen1 gewissermaen die armen ,seelen des ,fegfeuers4 ,auch sie sind1 wie er1 in ,mumiengestalt ohne ,sprache u4 s4 f4 ,der ,verstorbene mte nun eigentlich helfen1 die ,arbeiten dieses ,gaues zu verrichten1 zu bebauen die ,felder1 zu fllen die ,kanle mit ,wasser1 zu fhren den ,sand des ,westens nach dem ,osten und umgekehrt4 ,alles ,arbeiten1 welche die ,uschabti ohne ,gebrauch von ,hnden und ,fen verrichten1 nur vermge der ihnen innewohnenden ,fhigkeiten1 wie es auf den ,texten der ,uschabtifigurinen heit4 ,ist er jedoch bereits geistig hher entwickelt1 so gengte es1 da man den ,verstorbenen1 dessen ,name1 gefolgt von dem seiner ,mutter1 fast stets darin bemerkt ist1 ,licht ausgestrahlt1 das heit1 da er bereits ein ,geluterter ist1 und da die ,uschabti ihn fr fhig erklren sollen1 die besagten ,arbeiten zu thun4 ,da aber1 wie gesagt1 die ,uschabti noch stumm sind1 und die ,befhigung nicht aussprechen knnen1 gerade deshalb ist dieselbe auf den ,figurinen aufgeschrieben4 ,die anerkannte ,befhigung gengt1 der ,verstorbene braucht sich nicht im ,nutercherti aufzuhalten und kann seinen ,weg fortsetzen4 ,er wandert nun im groen ,zuge der ,gtter4 ,nach und nach erhlt er seinen ,mund1 d4 h4 seine ,sprache1 seine ,erinnerung1 sein ,herz und seine ,seele zurck4 ,er bekmpft ,krokodile und allerlei schlimmes ,gewrm2 er wird bedroht1 gebissen zu werden von dem1 der das ,gesicht nach hinten hat2 er stt den zurck1 der den ,esel verzehrt2 er rettet sich vor der ,gefahr1 ,kot essen zu mssen1 -- ,abenteuer1 die zwar recht albern lauten1 denen jedoch eine tiefere allegorische ,bedeutung zu ,grunde liegt4 ,er kommt auch an den ,ort1 wo die ,gottlosen1 die zweifach ,toten1 sich befinden1 und man zeigt ihm ihre ,leiden und ,qualen1 gleichsam um ihm den ,wert der himmlischen ,freuden noch schtzbarer zu machen4 ,auch diese ,vorstellung findet sich in der ,kabbala wieder4 ,es wrde natrlich zu weit fhren1 alle ,details des ,zwischenreiches ,amenti1 wie auch des nun folgenden ,paradieses hier ausfhrlich zu besprechen1 oder auch nur deren ,namen anzufhren2 auch wrde es sehr schwer sein1 einen ,begriff von diesen ,labyrinthen mit allen ihren ,gngen1 ,hallen1 ,thoren1 ,stdten und ,gauen zu geben4 ,in der ,that war das berhmte1 von dem ,knig ,amenemha ,,iii4 erbaute ,labyrinth nichts anderes1 als eine steinerne ,darstellung des ,amenti4 ,an dem ,paradies1 das wir uns im ,bereiche des ,sonnengottes ,ra1 also am ,himmel ber uns1 vorzustellen haben1 angekommen1 tritt der ,verstorbene ein1 gefolgt von dem ,gotte ,thot4 ,nach den vorgeschriebenen ,verbeugungen bringt er den dreimal drei groen ,gttern ein ,opfer dar4 ,dann besteigt er die ,barke1 um auf dem ,wasser des ,friedens zu fahren1 vorbei an ,stdten und ,inseln1 und gelangt endlich an den ihm angewiesenen ,wohnort1 wo er den ,gttern der beiden ,sonnenberge und dem ,herrn des ,himmels ein zweites ,opfer darbringt4 ,wir sehen den ,verstorbenen im ,gefilde des ,aalu pflgen1 sen und ernten4 ,das ,getreide wird sieben ,ellen hoch1 die hren haben drei ,ellen1 die ,halme vier4 ,vom ,ertrage bringt er dem ,hapi1 dem ,gott der ,fruchtbarkeit1 ein ,dankopfer dar fr den reichen ,erntesegen4 ,auf der ,reise dahin nimmt er in jedem himmlischen ,gau die ,gestalt und ,eigenschaft des ,gottes an1 der dem ,gau vorgeht4 ,er sprot als ein reiner ,lotus auf dem ,wiesengrunde des ,ra4 ,er nimmt die ,gestalt des ,phtha an1 und geniet die ,opfer1 welche diesem ,gotte dargebracht werden4 ,er erhebt sich in die ,lfte als ,horussperber1 verwandelt sich in den heiligen ,phnix usw4 ,der ,aufenthalt im ,gefilde ,aalu soll aber kein ewig dauernder sein1 sondern scheint nur ein ,lohn zu sein fr das menschlich ,gute des ,verstorbenen4 ,wie alle ,seelen ein ,ausflu der ,all-,seele sind1 so mssen sie auch wieder zur ,all-,seele zurckkehren1 in den hchsten reinsten gttlichen ,urzustand4 ,maspero sagt3 ,es giebt zwei ,gtterchre1 der eine schweift umher1 der andere steht unbeweglich fest4 ,letzterer bildet die letzte ,stufe in der verklrten ,weihe der ,seele4 ,auf dieser wurde sie ganz ,vernunft 7richtiger3 ,dmon chu71 sie sieht ,gott von ,angesicht zu ,angesicht und versenkt sich in ihn4 ,es erbrigt mir noch1 einige ,bemerkungen ber das ,totenbuch beizufgen4 -- ,da dem lebenden ,bewohner des schwarzen ,landes1 wenigstens dem ,laien1 die ,geheimnisse der ,priesterlehre streng vorenthalten wurden1 der ,verstorbene dieselben jedoch zu seinem ,heil im ,jenseits kennen mute1 so wurden sie auf einer ,papyrusrolle niedergeschrieben1 und diese nebst verschiedenen ,amuletten und ,talismanen dem ,toten mit ins ,grab gegeben4 ,diese ,papyrus fhren in der ,wissenschaft seit ,lepsius den ,namen ,totenbuch4 ,in der ,form und ,redaktion1 in der uns die erhaltenen ,exemplare dieser ,papyrus vorliegen1 drfte deren ,entstehung wohl nicht ber die #ah4 ,dynastie zurckreichen4 ,einzelne ,teile und ,kapitel derselben waren jedoch bereits im alten ,reiche1 in der ersten und vierten ,dynastie1 bekannt4 ,so heit es z4 ,b4 ausdrcklich im #fd4 ,kapitel3 ,dieses ,kapitel wurde gefunden zu ,hermopolis1 auf einer ,alabasterplatte1 mit blauer ,farbe geschrieben zu ,fen des ,gottes ,thot1 zur ,zeit des ,knigs ,menkera durch den ,prinzen ,hartatef1 als er auf einer ,reise begriffen war1 um die ,tempel zu besichtigen4 ,er trug den ,stein in den kniglichen ,wagen1 als er sah1 was darauf geschrieben stand4 ,o1 groes ,geheimni6 ,er sah nicht mehr1 er hrte nicht mehr1 als er dies reine und heilige ,kapitel las1 er berhrte kein ,weib mehr und a weder ,fleisch noch ,fisch4 ,die ltesten ,fragmente1 die auf uns gekommen sind1 finden sich auf ,holzsrgen der #aa4 ,dynastie4 -- ,das ,totenbuch wurde von den ,priestern sorgfltig geheim gehalten4 ,so heit es am ,schlusse des #afb4 ,kapitels3 ,dieses ,buch ist ein groes ,geheimni3 ,lasse es kein ,menschenauge sehen2 es wre das eine groe ,snde4 ,verbirg sein ,vorhandensein4 ,sein ,name ist3 ,buch von der verborgenen ,wohnung4 7,ferner ,kapitel #acc37 ,la dieses ,buch keines ,menschen ,antlitz schauen1 studire es geheim vor deinem ,vater1 vor deinen ,shnen1 denn wer es verwahrt1 der ist ein reiner ,geist vor ,ra1 und es verleiht ihm ,macht vor dem ,herrn der ,gtter1 da die ,gtter ihn betrachten1 wie einen ihres ,gleichen1 und die zweifach ,toten schauen ihn liegend auf ihrem ,antlitz1 denn er wird betrachtet als ein ,bote des ,ra4 ,der ,grund der ,geheimhaltung drfte der sein1 da der ,mensch nicht im ,streben nach ,reinigung des ,herzens erlahmen1 dann auch1 da er sich nicht ber die ,furcht vor dem letzten ,gericht hinwegsetzen sollte1 was bei der ,kenntnis der geheimnisvollen ,kapitel zu befrchten war4 ,ein weiterer ,grund war wohl auch der1 da nicht ,mibrauch damit getrieben werden sollte4 ,es wird in ,papyros ,lee und ,rollin von dem gottlosen ,huy1 dem ,aufseher der ,herden des ,ramses1 berichtet1 welcher dergleichen ,schriften aus der ,hofbibliothek entwendete und dann mit denselben bsen ,zauber versuchte4 ,ich komme nun zu meinen ,resultaten ber die verschiedenen ,bezeichnungen fr die leiblichen1 seelischen und geistigen inhrierenden ,bestandteile des ,menschen1 wie sich solche in der hieroglyphischen ,sprache1 besonders im ,totenbuch1 vorfinden1 und zu dem ,beweise1 da diese mit den ,bezeichnungen der ,kabbala und des ,esoterismus berhaupt bereinstimmen4 ,letzterer tritt uns in deutscher ,darstellung zuerst mit dem ,aufblhen der neueren ,zeit bei den tonangebenden ,mnnern des #af4 und #ag4 ,jahrhunderts1 ,agrippa1 van ,helmont und anderen entgegen1 findet sich aber wohl am weitestgehenden bei ,paracelsus ausgeprgt4 ,wie in manchen esoterischen ,lehren der ,mensch als ,monade in einer ,siebenteilung sich darstellt1 so auch in der gyptischen ,priesterlehre4 ,ich will diese ,teile des menschlichen ,wesens kurz die sieben ,grundteile des ,menschen nennen4 ,von dem untersten1 materiellsten ,grundteile1 dem ,krper1 gyptisch chat1 hebrisch guf1 bei ,paracelsus ,elementarleib ausgehend1 finden wir als das zweite1 das ,leibesleben1 gyptisch anch1 hebrisch coach ha guf1 bei ,paracelsus der ,archus oder die ,mumia4 ,dieses anch1 ,leben1 wurde als ,hauch und ,lebenswrme 7nifu und bas7 gedacht1 und da es durch den ,tod dem ,krper verloren geht1 von dem ,gott ,anubis1 dem ,wiederbeleber1 von neuem dem gerechten ,verstorbenen verliehen4 ,die alten ,abbildungen zeigen den ,gott ,anubis1 die ,hnde wie zum ,segnen ber den auf der ,bahre liegenden ,leichnam ausbreitend4 ,infolgedessen zieht die ,seele in ,gestalt eines ,vogels mit ,menschenkopf1 mit dem ,lebenszeichen und dem ,zeichen des ,hauches1 dem ,segel1 versehen1 in den ,krper wieder ein4 ,dadurch wird aber der ,verstorbene nicht ein anch1 ein krperlich ,lebender1 sondern ein sahu1 ein geistig ,lebender4 ,so sagt ein ,text einer ,votivtafel in ,wien3 ,es macht ihn zum sahu der ,gott ,anubis selbst4 ,bei einer hnlichen ,abbildung lautet die ,beischrift3 ,die ,seele1 ihren ,krper erblickend1 vereinigt sich zu ihrem gttlichen sahu4 ,der dritte ,grundteil1 in der ,kabbala ,nephesch1 bei ,paracelsus der siderische ,mensch1 ,astralleib oder ,evestrum wird durch die ,hieroglyphe ka bezeichnet1 welche zwei nach oben ausgebreitete ,arme darstellt4 ber den ka ist von den gyptiologen vielfach geschrieben und gestritten worden4 ,le ,page ,renouf und ,maspero haben die ,bedeutung als ,reflex des ,menschen nach dem ,tode1 le double de l'homme1 erklrt4 ,pierret widerspricht dem und findet in ka gerade im ,gegenteil die krperliche ,substanz1 die materielle ,person1 die ,individualitt des ,leibes4 ,zieht man die esoterische und kabbalistische ,bezeichnung zu ,rate1 so findet man1 da beide ,deutungen nicht unrichtig1 aber auch nicht vollstndig sind4 ,ka ist die ,persnlichkeit des krperlichen ,menschen und zugleich ein ,doppelgnger stofflicherer ,art1 als der geistige ,doppelgnger1 welchen wir im sechsten ,grundteil1 dem cheybi1 kennen lernen4 ,ka ist auch die krperliche ,erscheinung des ,verstorbenen im ,hades1 dem ,zwischenreich2 er entspricht somit vollstndig dem obersten ,gliede im ,zelem des ,nephesch4 ,der ,gebrauch der gypter1 die ,leiche auf das sorgfltigste vor ,verwesung zu schtzen1 um dadurch dem ,verstorbenen1 wie es heit1 die ,mglichkeit der astralen ,erscheinung zu sichern1 setzt voraus1 da in dem mumifizierten ,krper etwas ,immaterielles als zurckbleibend gedacht wurde1 das1 mit den hheren ,grundteilen in ,verbindung tretend1 die ,erscheinung bewirkt4 ,es mu angenommen werden1 da den gyptern ein hnliches wie der ,habal de garmin der ,kabbala1 der sich in die ,knochen versenkende ,zelem des ,nephesch1 bekannt war4 ,in der ,that finden wir im #aed4 ,kapitel des ,totenbuches die1 wenn auch mystisch dunkel gehaltene ,besttigung dessen4 ,die ,vignette1 welche dieses ,kapitel ziert1 stellt den ,sonnendiskus dar1 der von dem baldachinartigen ,himmelsgewlbe auf die ,mumie herabsteigt1 und von dem es im ,texte heit1 da er sich in den ,leib versenkt4 ,einige ,zeilen weiter heit es3 7,dieses ist7 das ,geheimni von demjenigen ,leben1 welches das ,ergebnis der ,zerstrung des ,lebens ist4 ,dieses ,leben also1 das ,resultat des durch den ,tod vernichteten anch1 kann daher wohl fr bereinstimmend mit dem ,habal de garmin angesehen werden4 ,der vierte ,grundteil ist der ,wille1 das ,gemt1 in der ,kabbala ,ruach1 bei ,paracelsus der tierische ,geist4 ,die ,hieroglyphe dafr stellt das ,herz dar1 mit der ,lautung hati und ab4 ,als der ,sitz des ,gemtes1 des ,ethischen im ,menschen1 sahen wir bereits das ,herz auf der ,wage im ,totengericht2 und es wurde dadurch darauf hingewiesen1 da nicht die ,seele1 sondern das ,herz1 dessen ,ausflsse die guten und bsen ,thaten1 die ,werke der ,barmherzigkeit und die ,gebete sind1 bei der ,wgung in ,betracht kommen4 ,auch als ,wille oder tierische ,seele finden wir hati im ,totenbuch aufgefat4 ,im #bf4 ,kapitel wird dem ,verstorbenen sein ,herz zurckgegeben1 wodurch er die ,herrschaft ber seine ,glieder zurck erhlt1 und zwar geschieht dies1 wie es dort heit1 zum ,besten seines ka1 seines ,astralleibes4 ,dieses zum ,besten seines ka ist insofern wichtig1 als daraus zur ,evidenz hervorgeht1 da der ka1 der ,astralleib1 als die krperliche ,form des ,verstorbenen in der ,unterwelt gedacht wurde4 ,der fnfte ,grundteil ist die ,seele1 ,neschamah1 bei ,paracelsus die verstndige ,seele1 die ,trgerin der ,vernunft1 des ,verstandes und ,gedchtnisses1 hieroglyphisch dargestellt durch den ,sperber mit ,menschenkopf1 bai oder ba4 ,horapollo lehrt1 da die ,psyche1 die ,seele1 gyptisch bai heit4 ,da nun aber das griechische ,wort psych verschiedene ,bedeutung hatte1 so3 ,verstand 7ratio71 ,gemt 7mens7 und ,leidenschaft 7appetitus71 dann ,lebenskraft 7spiritus vitalis71 wir aber die letzteren bereits in hati1 ab und anch kennen gelernt haben1 da ferner ba im ,totenbuche nie im ,sinne von ,gemt1 ,leidenschaft oder ,lebenskraft gebraucht wird1 so bleibt uns fr bai nur die ,bedeutung ,verstand 7ratio7 brig1 in welchem ,sinne es auch vortrefflich mit zu dem ,neschamah der ,kabbala pat4 ,die ,seele ist das oberste ,glied unter den dreien1 die den ,zelem des ,ruach ausmachen1 und zugleich das unterste ,glied im ,zelem der ,neschamah4 ,mit dem fnften ,grundteil1 ,seele1 schliet die ,reihe der ,bezeichnungen fr die bewute ,person des ,menschensubjektes und es beginnt die unbewute1 die transscendentale ,person4 ,der sechste ,grundteil1 in der ,kabbala chaijah1 bei ,paracelsus ,geistesseele1 ist hieroglyphisch cheybi1 der ,schatten1 geschrieben durch ein ,zeichen1 welches den ,schattenspender1 den ,sonnenschirm darstellt 7ungefhr in der ,form von einem ,palmblattfcher74 ,es entspricht den skiai und umbrae der klassischen ,autoren und ist die ,erscheinung der ,verstorbenen1 die von den ,lebenden gesehen aber nicht angefhlt werden kann4 ,der cheybi wandelt tglich auf ,erden umher1 sieht seine ,angehrigen und freut sich ber die an das ,grab gebrachten ,opfergaben4 ,hufig kommt die ,dualform cheybti vor1 mit der ,bedeutung1 der zweite ,schatten1 jedenfalls bezieht sich dies auf eine ,unterscheidung von dem ,astralleib ka1 der ja als ,doppelgnger auch eine ,art von ,schatten ist4 ,merkwrdig drfte es sein1 da sehr hufig in den bildlichen ,darstellungen der cheybi umgedreht1 also das unterste zu oberst dargestellt wird4 ,ein ,fries aus ,karnak zeigt ,kpfe mit dem ,zeichen cheybi bekrnt abwechselnd mit der ,geiel1 dem heute noch in gypten vielgebrauchten ,kurbatsch4 ,der siebente ,grundteil endlich ist der ,geist1 in den verwandten ,lehren jeschida und der gttliche ,gedanke der deutschen ,mystik1 oder bei ,paracelsus der ,mensch des neuen ,olymps1 gyptisch geschrieben durch die ,hieroglyphe chu1 deren ,bedeutung3 ,der ,leuchtende1 ,strahlende ist4 ,es ist der ,geist im hchsten ,sinne des ,begriffs4 ,mit cheybi und bai vereint bildet er die ,wesenheit des verstorbenen ,gerechten oder ,verdammten 7fr welche beide der ,ausdruck chu gebraucht wird1 bei letzteren jedoch mit dem ,zusatz moti1 der zweifach ,tote74 ,diese ,wesenheit ist der gute oder bse ,dmon1 von dem bereits oben die ,rede war4 ,identisch mit diesen drei obersten ,grundteilen erscheinen mir auch die daimones1 res und psychai archontoi in dem ,jamblichus zugeschriebenen de mysteriis liber zu sein4 ,eine ,besttigung fr die richtige ,aufeinanderfolge der einzelnen ,prinzipien in der ,zusammenstellung1 in der ich dieselbe gegeben1 findet sich im #ib4 ,kapitel des ,totenbuches1 woselbst die ,bezeichnungen fr die geistig-seelischen ,grundteile in einer unzweifelhaft absichtlichen ,reihenfolge angefhrt sind1 und zwar immer vom unteren ,prinzip ausgehend1 zum oberen fortschreitend4 ,so heit es3 ,nicht werde meine ,seele gefangen1 nicht werde mein ,schatten aufgehalten1 damit ich den ,weg bahne meinem ba1 meinem cheybi und meinem chu4 ,dieses also sind die drei obersten ,grundteile4 ,ferner erwhne ich die ,stelle3 ,der ,weg der ,bsen sei abgelenkt von meinem ka1 meinem ba und meinem chu4 ,hier sind also der #c41 #e4 und #g4 ,grundteil zusammengestellt1 je das oberste ,glied aus der krperlichen1 der bewut-geistigen und transscendental-geistigen ,triade1 auerdem findet sich ein schlagender ,beweis fr die ,richtigkeit meiner ,aufstellung im ,grabe des ,nebunef in ,theben4 ,der ,verstorbene ist dargestellt in3 ,anbetung der vier ,totengenien ,amasath1 ,hapi1 ,tiaumutef und ,kebsonuf1 welche vier stets in dieser typischen ,reihenfolge auftreten4 ,amasath berreicht dem ,verstorbenen seinen ka1 ,hapi sein ab1 ,tiaumutef seinen ba und ,kebsonuf seinen cheybi4 ,es wird nach dem bisher ,gesagten als hchst wahrscheinlich gelten mssen1 da sich wesentliche ,teile der gyptischen ,seelenlehre mehr oder weniger unmittelbar ber die spteren ,kulturvlker verbreiteten4 ,da ,griechenland seine ,kunst und ,wissenschaft1 auch zum ,teil seine ,gesetze1 ,staatsverfassungen und ,religionsgebruche aus gypten bezogen1 wird von den griechischen ,schriftstellern selbst zur ,genge bezeugt4 ,schon ,orpheus soll ein ,schler gyptischer ,priester gewesen sein1 und die durch ihn gestifteten eleusinischen ,geheimnisse erinnern an gyptische ,mysterien4 ,thales von ,milet1 der den ,joniern eine ,sonnenfinsternis genau voraussagte1 was er wohl aus eigenem ,studium nicht vermocht htte1 hatte gypten besucht4 ,pythagoras war mit den grten ,anstrengungen in die esoterischen ,lehren eingedrungen1 indem er selbst gyptischer ,priester wurde4 ,er verdankte wohl den besten ,teil seines ,wissens dem ,unterricht in den ,tempeln4 ,nebenbei will ich seine ,kenntnis der ,tetragramme oder magischen ,quadrate erwhnen1 deren sich auch die ,kabbalisten bedienen4 ,solon1 welchem die ,hierogrammaten mitteilten1 da der ,weltteil ,atlantis vor #ijjj ,jahren vom ,meere verschlungen worden sei1 dasselbe verschollene ,land1 das auch in verschiedenen neueren ,werken wieder ein ,gegenstand wissenschaftlicher ,forschung geworden ist1 ,solon und ebenso ,lykurg gaben ,gesetze nach gyptischen ,vorbildern4 ,auch ,platos ist nicht zu vergessen1 der mit ,weisheit und ,philosophie dieses ,landes durch seine ,reisen dahin wohl vertraut wurde4 ,in den ersten ,jahrhunderten des ,christentums ward gypten1 und speziell ,alexandria1 noch einmal der ,glanzpunkt in der ,geschichte der ,gelehrsamkeit mit dem ,aufblhen des ,neuplatonismus und des ,gnostizismus2 und da auch die deutschen ,mystiker zur ,zeit des ,wendepunktes unserer ,kulturentwickelung durch diese ,vermittelung aus der alten ,quelle gyptischer ,weisheit schpften1 wird ebenfalls nicht bezweifelt werden knnen4 ,ganz besonders hatte ,paracelsus vermutlich eine ,gelegenheit1 unmittelbare ,unterweisung in diesen esoterischen ,lehren whrend seiner ,orientreise zu genieen4 ,seitdem nun aber die ,sprachforschung der letzten hundert ,jahre uns mehr und mehr auch die ,schtze altindischer ,weisheit erschlossen hat1 finden wir selbst in dieser einige charakteristische ,zge1 welche eine ,verwandtschaft mit der gyptischen ,seelenlehre nicht wohl verkennen lassen2 so die ,anschauung einer ,aufwrtsentwickelung der ,lebewesen von den niedrigsten ,gestaltungen durch unzhlige ,verkrperungen bis zum ,menschen und zum ,gotte1 ferner die daran anknpfende ,lehre der ,seelenwanderung und nicht minder die ,einteilung des menschlichen ,wesens in verschiedene ,grundteile1 deren ,zahl allerdings je nach den verschiedenen ,zeiten und ,anschauungen verndert gerechnet wurde4 ,ob nun vielleicht auch die ,indier aus der gyptischen ,quelle esoterische ,weisheit geschpft haben und wann8 ,ob in frhester ,zeit oder etwa erst um #acjj v4 ,chr41 wo die ,handelsverbindung beider ,lnder ihren ,anfang genommen haben drfte3 darber lt sich ,bestimmtes nicht sagen4 ,soviel drfte gewi sein1 da die brahmanischen ,weisen einen groen ,teil der gyptischen ,priesterweisheit bis zum heutigen ,tage besitzen1 wo es denjenigen ,forschern des ,westens1 welche nach denselben begehren1 allmhlich mehr gelingt1 in deren ,wesen einzudringen4 ,freilich aber standen wohl nicht ohne ,grund auf dem ,standbild der ,gttin ,neith zu ,sais1 welche die ,hterin der ,geheimnisse war1 die ,worte geschrieben3 ,keiner lftet jemals meinen ,schleier4 ,fnftes ,buch4 ,der ,occultismus der ,hebrer4 ,erstes ,kapitel4 ,die schwarze ,magie der ,hebrer4#cjd ,nach der ,kabbala steht alles ,existierende im groen wie im kleinen1 im einzelnen wie im ganzen1 in einer magischen ,verbindung4 berall ist das uere der ,ausdruck des ,innern und das ,untere die ,ausprgung des ,hheren1 und in derselben ,weise1 wie das ,hhere und ,innere nach unten und auen wirkt1 so wirkt umgekehrt das ,untere und uere nach oben und innen magisch zurck4 ,diese ,sympathie bildet das innere ,prinzip alles ,geschaffenen4 ,der ,welt des ,lichtes steht eine ,welt der ,finsternis gegenber1 whrend der ,mensch seinen ,platz in der ,mitte behauptet und als der unterste ,auslufer der ,welten sowohl des ,lichtes als auch der ,finsternis gelten kann4 ,der ,rapport zwischen dem ,unteren und dem ,hheren wird durch den ,kultus1 durch die mit rituellen ,handlungen verknpfte ,assimilation hergestellt1 indem das ,untere1 welches nur durch sein ,oberes existiert1 sich demselben gleichfrmig zu machen und mit ihm eins zu werden bestrebt ist4 ,gleichzeitig sucht es von ihm immer mehr ,krfte an sich zu ziehen1 um in seinem ,geiste zu leben und zu wirken4 ,es ist also die ,mglichkeit der ,existenz einer heiligen und einer finstern ,magie gegeben4 ,es wird aber auch ein ,rapport des ,innern mit dem uern1 des ,menschen mit der ,natur1 d4 h4 eine ,naturmagie mglich sein4 ,bei derselben wird die ,beobachtung eines fest bestimmten naturgesetzmigen ,verhaltens gefordert1 um sich mit den ,krften und ,individualitten der ,natur in ,verbindung zu setzen1 sowie sich denn auch der ,mensch hier durch ,anwendung von knstlichen ,mitteln auf naturnotwendigem ,wege in einen ekstatischen ,zustand versetzen mu4 ,diese ,naturmagie ist an sich weder unrichtig noch bse1 kann aber leicht in beide ,eigenschaften umschlagen und ist dem ,irrtum und ,trug leicht ausgesetzt4 ,nach kabbalistischer ,lehre bilden nmlich alle ,wesenheiten des ,universums eine organisch gegliederte1 auf das ,innigste verbundene ,kette1 in welcher die obern ,glieder auf die untern1 und diese wieder auf jene wirken4 ,der ,mensch aber kann durch die ,naturmagie nur mit den untern und uern ,wesen dieser ,kette 7,merkabah71 den ,elementarwesen und ,astralgeistern1 in ,verbindung treten1 nie aber mit den hheren ,intelligenzen1 welche sich ihm auf uerliche ,weise durch die unteren getrbten ,naturkrfte mitteilen4 ,die ,mitteilungen1 welche diese ,wesen den ,menschen zukommen lassen1 sind je nach ihrem hheren oder tieferen ,ursprung von sehr verschiedenem ,wert1 nur bedingungsweise richtige und nichtsweniger als unverbrchliche ,wahrheiten4 ,selbst die hheren ,wesen dieser ,klasse haben nur ,einsicht in die natrlichen ,verhltnisse der ,dinge und das ,schicksal der ,menschen1 insofern dasselbe durch ihre frheren ,handlungen bedingt ist1 whrend sich das aus den knftigen ,thaten ,entspringende ihrer ,kenntnis entzieht4 ,die ,mitteilungen der untern ,wesen dieser ,klasse aber sind noch unzuverlssiger1 indem ihr ,wissen mit jeder tieferen ,stufe dunkler und unbestimmter wird1 und die am tiefsten stehenden1 an die dmonische ,region grenzenden ,naturgeister und ,elementarwesen 7,schedim7 den ,menschen oft geflissentlich belgen4 -- ,die ,kabbala kennt also bereits die bedingte ,richtigkeit der von ihr dem sogen4 ,elementarwesen zugeschriebenen mediumistischen ,mitteilungen1 und konstruiert eine an ,kardek erinnernde ,geisterleiter1 in welcher selbst die hier allerdings auermenschliche ,zge tragenden esprits menteurs unverkennbar geschildert sind4 ,aber auch zum ,bsen kann die ,naturmagie fhren1 weil der ,mensch groe ,gefahr luft1 unter den ,einflu niederer ,wesen zu gelangen1 die ihn immer tiefer in das ,dunkel der ,natur fhren1 ihn moralisch und intellektuell verkommen lassen und alle ,schrecken des ,mediumismus ber ihn heraufbeschwren4 ,es drfte umsomehr am ,platze sein1 hier eine kurze bersicht ber das zu geben1 was die ,kabbala von den ,elementarwesen lehrt1 als sich diese ,lehren bei den ,neuplatonikern1 bei ,psellus1 den mittelalterlichen ,magiern1 ,paracelsus1 van ,helmont und berhaupt in der ganzen ,mystik wiederholen2 und von der ,kabbala wird die ,naturmagie im wesentlichen als von den ,elementarwesen abhngig gedacht1 weshalb sie dieselbe auch ,maase ,schedim1 das ,werk der ,elementarwesen1 nennt4 ,die ,kabbala geht von dem ,prinzip aus1 da nichts in der ,welt ohne geistiges ,leben sei und da1 wie sich ,paracelsus vllig im ,geiste der jdischen ,geheimlehre ausdrckt1 nichts geschaffen ist1 das ohne ein ,mysterium 7bei ,p4 geistiges ,leben berhaupt7 ist#cje4 ,demgem lt sie die ,elemente durch ,wesen belebt sein1 welche sie die ,hefen oder ,reste des untersten ,geistigen nennt und klassifiziert dieselben in ,elementarwesen des ,feuers1 der ,luft1 des ,wassers und der ,erde1 welche als ,salamander1 ,sylphen1 ,undinen und ,pygmen sich durch die ganze ,geschichte der ,magie ziehen4 -- ,die ersteren sind nach ,loria#cjf zum ,guten weise und unsichtbar1 sie haben etwas von der menschlichen ,seele an sich1 kennen die ,geheimnisse der ,natur und helfen den ,menschen gern4 -- ,die zweite ,klasse hnelt der ersten1 nur steht sie auf einer etwas niedrigeren ,stufe4 -- ,die dritte ,klasse steht noch tiefer und besitzt nach ,loria#cjg einen pflanzlichen ,nephesch 7,astralleib71 whrend die vierte ,klasse am tiefsten steht und mit einem mineralischen ,nephesch bekleidet ist4 -- ,diese beiden letzten ,klassen knnen mit unsern ,sinnen leichter wahrgenommen werden1 und im ganzen unterscheiden sich die ,elementarwesen hauptschlich nur dadurch von den ,menschen1 da ihnen sowohl die hheren geistigen ,grundteile als auch der ,elementarleib abgehen und sie nur aus einem ,ruach und ,nephesch bestehen4 ,darum sind auch diese ,elementarwesen der ,nahrung bedrftig1 welche sie aus den feinsten ,teilen der ,speisen1 aus den ,dmpfen der ,opfer und ,rucherungen ziehen2 darum pflanzen sie sich fort und sind der ,auflsung unterworfen4#cjh ,die letzten beiden ,klassen sind meist bsartige ,koboldnaturen1 die den ,menschen necken1 verspotten#cji und ihm gerne ,schaden zufgen2 doch giebt es unter ihnen auch friedlichere ,wesen1 welche es mit dem ,menschen gut meinen und allerlei husliche ,dienste verrichten4#caj -- ,die ,kabbala unterscheidet die ,elementarwesen ferner nach ihrem ,aufenthaltsort1 ob sie nmlich unter ,menschen1 in ,einden1 an unfltigen ,orten usw4 wohnen1 ein ,gedanke1 welchem wir bei den ,sylvestres1 ,vulcanales usw4 des ,paracelsus wieder begegnen4 ,die oben genannten beiden ,koboldklassen bilden nach kabbalistischer ,lehre den bergang aus dem ,reiche des ,sichtbaren in das ,unsichtbare und sind1 weil dem ,menschen leiblich am nchsten stehend1 demselben besonders gefhrlich4 ,sie sind mit mancherlei ungewhnlichen ,krften und ,einsichten in das verborgene ,reich der unteren ,natur ausgerstet und entbehren auch nicht einzelner ,blicke in die ,zukunft und die hhere geistige ,naturwelt1 weshalb ein ,kultus derselben#caa von seiten der jdischen ,zauberer nahe lag1 der zum ,reiche des ,bsen hinabfhrt4 -- ,ganz besonders sind es widernatrliche sexuelle ,verbindungen1 ,claim1 welche diese ,s'hirim anziehen1 weshalb manche ,zauberer -- ,bileam#cab gilt hier kat' exochin als ,beispiel -- solche ,claim geflissentlich aufsuchen1 denn das ,wesen der ,zauberei besteht in der ,verbindung von ,dingen1 welche voneinander verschieden sind1 und wenn man solche ,dinge hierunten verbindet1 dann vermischen und verbinden sich ihre oberen ,krfte miteinander und bringen eine wunderbare fremdartige ,wirkung hervor4 ,das ,verbot der ,claim geht auch dahin usw4 ,der ,mensch mu die ,welt lassen nach dem einfachen natrlichen ,gange1 das ist der ,wille ,gottes#cac4 -- ,ich habe wohl kaum ntig1 hierzu auf gewisse ,vorgnge im modernen ,mediumismus hinzuweisen4 ,durch diese ,claim werden nmlich nach kabbalistischer ,lehre unvollkommene ,nephesch erzeugt1 welche den unreinen ,klippoth zur ,hilfe dienen und eine ,art dmonischer ,schemen bilden4 -- ,der gleiche ,gedanke wird von ,paracelsus und ,jung-,stilling wiederholt4#cad -- ,doch nicht allein durch die ,claim werden magische ,geburten erzeugt3 ein jeder ,gedanke1 jedes ,wort und jede ,that besitzt eine bleibende und lebende magische ,existenz1 welche das ,reich der ,finsternis oder des ,lichts auf reale ,weise vermehrt4#cae ,deshalb wurde auch beim ,tode frommer ,israeliten ein ,exorcismus ber die aus ihren ,snden erzeugten ,wesen gesprochen1 damit diese dem ,leichnam nicht nahen und ihn nicht zu ,grabe geleiten sollten4#caf ,die mit ,hilfe der ,elementarwesen ausgefhrte ,magie heit -- wie erwhnt -- ,maase ,schedim1 das ,werk der ,schedim1 und ist nicht so strafbar als das ,maase ,kischuph1 die schwarze ,magie1 weil die ,schedim -- entgegengesetzt den wirklichen ,dmonen -- die ,menschen nicht in vlliges ,verderben ziehen4 -- ,interessant ist die ,ansicht verschiedener ,talmudisten1 da die ,schedim zwar nicht die ,wesenheit der ,dinge verndern1 wohl aber die ,dinge sammeln und von ,ort zu ,ort bewegen knnen4#cag -- ,die ,bringungen1 ,bewegungsphnomene usw4 werden also den ,elementarwesen zugeschrieben4 ,die eigentliche ,naturmagie ist zum groen ,teil von der geistigen ,strke und dem ,willen abhngig1 und die ,kabbala lehrt ausdrcklich1 da bei allen ,menschen ,sehergabe und magische ,kraft -- wenn auch in verschiedenen ,graden -- vorhanden ist4 ,zu allem magischen ,wirken wird nach der ,kabbala#cah von seiten des ,menschen eine feste und starke ,kwanah 7,willensrichtung1 ,intention7 erfordert1 um den hheren geistigen ,einflu an sich zu ziehen und zu seinen ,zwecken verwerten zu knnen1 was nur durch ,willenskraft mglich ist4 ,der ,wille des ,menschen mu ausschlielich auf seinen ,gegenstand gerichtet sein und mit ihm bereinstimmen1 indem nur das ,verwandte einander anziehen kann4#cai ,ferner gehrt zu allem magischen ,wirken eine starke1 lebhafte und klare ,vorstellungskraft 7,koach ha ,dimian71 damit die ,impressionen aus der geistigen ,welt sich tief und lebendig in die ,seele eingraben und dort festgehalten werden4 ,dieselben ,bedingungen gehren auch zum richtigen magischen ,schauen4 ,es mu nmlich der ,zustand des ,geistes1 der ,seele und des ,leibes des ,sehers in einer inneren harmonischen bereinstimmung mit dem innerlich anzuschauenden geistigen ,objekt stehen1 denn blo hnliches vermag das hnliche wahrzunehmen4 ,deshalb darf die ,seele nicht durch weltliche ,dinge1 ,leidenschaften usw4 getrbt1 sondern mu ganz auf ihr inneres ,objekt gerichtet sein4 ,endlich aber mu die ,imagination klar1 stark und lebhaft sein1 damit nach kabbalistischer ,lehre die ,einzeichnung aus der geistigen ,welt 7,reschima7 sich tief und fest einprgt und nicht verwischt oder durch fremde ,vorstellungen entstellt wird4 ,darum lieben auch die ,zauberer die ,einsamkeit und suchen sich bei ihren ,beschwrungen durch allerlei knstliche ,mittel von der ,auenwelt abzuziehen und so ihre ,imagination zu steigern4 ,weil nun zu allem magischen ,schauen und ,wirken auer der natrlichen ,kraft und ,strke des ,geistes und der ,seele noch ganz besonders notwendig ist1 da die ganze ,neigung und ,willensintention eine bestimmte feste ,richtung hat1 und der ,mensch sich in vlliger bereinstimmung mit dem ,gegenstand seiner ,wnsche befindet1 so wird in der schwarzen ,magie nur derjenige erfolgreich wirken1 welcher mit einer hohen geistigen ,strke eine eben so groe ,verkehrtheit des ,willens verbindet4 ,deshalb sagt auch der ,sohar3 ,der ,mensch mu fr dergleichen ,dinge geordnet sein4 ,bileam war dazu geordnet1 denn er hatte einen ,fehler im ,auge#cbj1 worunter jedoch nicht blo ein krperlicher1 sondern vielmehr ein moralischer ,fehler zu verstehen ist1 weil ,bileam in der ,kabbala als das ,prototyp der ,wollust1 des ,stolzes und des ,neides gilt4 -- berhaupt ist nach dem ,sohar die uere ,physiognomie der objektive ,ausdruck der ,beschaffenheit der ,seele#cba1 welche demnach als organisierendes ,prinzip gedacht wird4 ,in dieser ,beziehung behauptet dann auch die ,kabbala folgerecht1 da jeder ,schwarzknstler etwas ,verzerrtes oder ,gebrechliches an sich habe4#cbb ,der ,virtuositt der weien ,magie im ,guten entspricht die ,virtuositt der ,schwarzkunst im ,bsen1 welche beide besondere ,strke der ,seele und des ,geistes voraussetzen1 weshalb auch die ,kabbala -- in ,hinsicht der ,strke -- ,bileam dem ,moses gleichstellt4#cbc ,zauberer wie ,bileam sind die ,priester und ,heroen im ,reiche der ,tumah1 und es hat solche berall und zu allen ,zeiten gegeben4 ,die ,kabbala rechnet zu ihnen die ,nephilim der ,tradition und die groen ,magier der mosaischen ,zeit wie ,jamnes und ,jambres#cbd und ,balak4#cbe ,da nun die ,kabbala dem ,menschen eine sowohl auf das ,schauen als auch auf das ,wirken gerichtete magische ,kraft beilegt1 so tritt die ,frage an uns heran1 weshalb nach dieser ,lehre das ,herbeiziehen und die ,mitwirkung einer ,geisterwelt notwendig wird4 ,diese ,frage wird zwar in der ,kabbala selbst nirgends ausdrcklich aufgestellt1 aber ihre ,beantwortung ergiebt sich leicht aus den ,prinzipien der jdischen ,magie3 ,obschon der ,mensch von ,natur aus magische ,kraft besitzt1 so wird doch dieses ,vermgen bei weitem erhht1 durch den ,einflu anderer mchtigerer geistiger ,wesen1 und zwar hat er die ,hilfe um so ntiger1 wenn er in ,sphren gelangen will1 fr welche seine eigene ,kraft nicht ausreicht4 ,was nun das magische ,schauen betrifft1 so mu das ,erkennen der ueren ,sinne rtlich oder zeitlich verborgener1 oder in natrlicher ,verbindung stehender ,dinge unterschieden werden von der hheren ,divination oder dem ,voraussehen knftiger durch die freie ,wahl der ,menschen bedingter ,begebenheiten4 ,allerdings kann der geistige ,mensch durch das ,entbundensein von den ueren ,sinnen1 durch das innere geistige ,wesen der ,dinge auf eine fr ihn fhl- und bemerkbare ,weise affiziert werden#cbf1 infolgedessen er ohne alle fremde ,beihilfe unmittelbar das ,verborgene durchschaut und aus der ,beschaffenheit desselben die dadurch verursachten ,wirkungen erkennt4 ,er vermag daher auch1 da nach kabbalistischer ,lehre nicht nur jede ,handlung eines ,menschen eine ,reschimah 7,einzeichnung7 hinterlt1 sondern auch alles ,geschehene seit ,beginn der ,welt sich in den ther eingrbt1 die ,zukunft vorauszusehen1 insofern sie durch frhere ,handlungen bedingt ist4 ,trotzdem hat diese unvermittelte ,seherschaft ihre ,grenzen1 weil der innere ,mensch nur von demjenigen affiziert wird1 das ihm verwandt ist4 ,je freier und hher entwickelt der geistige ,mensch1 desto weiter wird sich seine eigenste unmittelbare ,anschauungs- und ,aktionssphre erstrecken4 ,wo aber dieselbe endigt1 hat er die ,hilfe anderer geistiger ,wesen nach kabbalistischer ,lehre ntig1 die sein inneres ,schauen erweitern und ihm kund thun1 was er selbst nicht zu schauen vermag4 ,darum lehrt die ,kabbala auch bei den hheren ,graden der niederen ,magie den ,einflu und die ,einwirkung geistiger ,wesen1 welche sich gern und leicht zu den ,menschen gesellen1 die in ihr ,gebiet hineinimaginieren4 ,anders verhlt es sich mit knftigen1 vom freien ,willen abhngigen ,handlungen eines ,geschpfes oder mit dem ,ratschlu der ,gottheit und ihrem ,eingreifen in die ,schicksale der ,einzelnen wie des ,ganzen4 ,diese ,dinge sind nur der ,gottheit als dem absoluten selbstndigen ,urgrund bekannt und werden von derselben den ,propheten durch einen freien ,willensakt mitgeteilt4#cbg ,die ,intellektualwelt ist eine in zahllosen ,stufen gegliederte ,hierarchie von ,wesen1 welche von der ,gottheit nach unten emanieren1 die von ihr erhalten und regiert werden und um so hher und geistiger sind1 als sie ihrem ,urquell nher stehen4 ,die ,gottheit1 der absolute ,urgrund1 offenbart sich allen ,geschpfen1 jedem nach seiner ,art1 auf doppelte ,weise1 auf eine innerlich subjektive und eine uere objektive4 ,vermge der ersteren erfllt die ,gottheit die ,kreatur in der ,art1 da der ,schpfer in seiner ganzen ,unendlichkeit im ,geschpfe gegenwrtig1 demselben innerlich unmittelbar nahe und fr dasselbe gleichsam nur allein vorhanden ist4 ,vermge der letzteren jedoch ist die ,gottheit zwar der eine allgemeine ,gott fr alle ,geschpfe der intellektuellen und materiellen ,welt1 aber er befindet sich auerhalb der ,geschpfe und teilt sich denselben auf eine uerliche geistige ,weise mit in der ,art1 da die der ,gottheit zunchststehende ,stufe der ,intellektualwelt den gttlichen ,einflu unmittelbar empfngt und mittelbar auf die unteren ,stufen bertrgt1 die sich stufenweise ineinander abspiegeln4 ,so gelangen die gttlichen ,offenbarungen nach unten1 in welche die niederen ,stufen nur so viel ,einsicht erlangen als ihnen die oberen mitteilen2 endlich empfangen die ,offenbarungen -- namentlich die unglcklicher ,ereignisse -- die ,vollzieher der ,strenge 7die finstern ,wesen7 und zeigen sie1 die in baldiger ,erfllung stehen1 den ,menschen im ,traume4#cbh ,deshalb ist nach kabbalistischer ,lehre auch in vielen ,fllen des finstern magischen ,schauens und ,wirkens die ,beihilfe der ,dmonen ntig1 welche sich gern freiwillig zu den ,menschen gesellen1 sobald diese in ihre ,sphre energisch einzugreifen beginnen4 ,die schauende ,naturmagie ist sowohl auf das uere ,sinnliche1 als auch auf das innere bersinnliche gerichtet4 ,die uerlich schauende ,magie besteht in den ,versuchen1 aus den ,erscheinungen und ,vernderungen in den ueren sichtbaren ,dingen den verborgenen ,willen ihrer unsichtbaren ,lenker und damit die ,zukunft zu erforschen und zerfllt in zwei ,abteilungen1 deren erste die ,aufmerksamkeit auf die oberen himmlischen1 die letzte jedoch auf die unteren irdischen ,dinge richtet4 ,die erstere wird ,monen1 die letztere ,nichusch genannt4 ,unter ,monen versteht man die gesamte ,astrologie der ,tagewhlerei durch astrologische ,elektionen4 ,die ,tagewhlerei ist verboten1 ebenso das unbedingte ,vertrauen auf die astrologischen ,schicksalssprche und das ,einrichten des ,lebens nach den ,konstellationen des ,himmels4 ,doch ist die ,astrologie als ,naturweisheit erlaubt1 und der ,jude soll die ,aussprche der ,astrologen nicht verachten1 sondern beherzigen2 er darf sie jedoch nicht als untrglich ansehen1 weil alle natrlichen ,mantien die ,zukunft nur mit bedingter ,gewiheit verknden4#cbi ,der ,nichusch ist also die wahrsagende ,deutung der ,erscheinungen und ,vernderungen irdischer ,dinge und grndet sich darauf1 da nach kabbalistischer ,lehre erstens alles beseelt ist und das ,himmlische sich dem ,irdischen sowohl mitteilt als auch einprgt4 ,das ,innerste der ,elemente ist geistiger ,natur und von ,intelligenzen belebt1 welche ihren ,einflu und ihre ,wirkung selbst auf die ,vgel und vierfigen ,tiere ausdehnen4#ccj ,zweitens grndet sich der ,nichusch auf den ,umstand1 da es keinen reinen ,zufall giebt1 sondern da alle ,dinge auf der ,welt in einem inneren geistigen ,zusammenhang stehen und sich aufeinander beziehen4 ,der ,nichusch schpft also seine ,weissagungen aus allen ,reichen der ,natur1 aus meteorologischen ,erscheinungen1 aus dem ,rauschen der ,bume1 aus dem ,verhalten des ,feuers wie der ,tiere1 besonders der ,vgel1 aus den ,eingeweiden der ,opfertiere1 den ,angngen1 ,anzeichen usw4 und umfat bei weitem die meisten der zum ,teil noch heute blichen niederen ,wahrsageknste4 ,die innerlich schauende ,naturmagie beruht darauf1 da der ,mensch durch verschiedene ,manipulationen und ,methoden seine ,sehergabe entwickelt und sich auf knstliche ,weise mit der innern ,naturwelt in ,verbindung setzt4 ,auch die innerlich schauende ,naturmagie zhlt verschiedene ,stufen1 deren unterste ,kosem ,k'samim genannt wird1 auf dieser wird ein mehr oder minder klares ,hellsehen durch die ,kleromantie mit ihren ,unterarten#cca1 sodann durch ,hypnotismus und ,mesmerismus1 also durch das ,blicken auf glnzende ,gegenstnde1 ,spiegel1 blanke ,messer und ,pfeile1 ,wasserbecken usw4 sowie endlich durch das ,auflegen der ,hnde erzeugt4#ccb -- ,die ,kleromantie oder ,looswahrsagung beruht jedoch nicht allein auf einer bewirkten inneren ,konzentration der ,seele1 sondern auch gleichzeitig auf der bereinstimmung des ueren magischen ,aktes mit der inneren ,ordnung der ,dinge selbst1 und wird daher nur insoweit von ,erfolg begleitet sein1 als diese bereinstimmung vorhanden oder hergestellt ist4#ccc -- ,bei dem magischen ,schauen bedienen sich die ,magier vielfach junger ,leute1 welche noch keinen ,umgang mit ,frauen gehabt haben1 unter der ,voraussetzung1 da sich die ,unschuld noch in ungetrbter ,verbindung mit dem ,wesen des ,seins befindet4#ccd ,die zweite hhere ,stufe der schauenden ,naturmagie ist das ,doresch ha ,methim1 ein ,befragen der ,toten1 welches jedoch nicht mit der ,nekromantie zu verwechseln1 sondern eher als eine ,art ,inspirationsmediumschaft zu betrachten ist4 ,der ,magier sucht nmlich durch ,fasten1 ,beten gewisser ,sprche1 ,verbrennung von ,rauchwerk und bernachten auf ,grbern eine ,art ,inkubation und den ,rapport mit geistesverwandten ,verstorbenen herbeizufhren4#cce -- ,die dritte und geistige ,stufe ist endlich die1 auf welcher der ,mensch sich nach mystischer ,vorbereitung1 ,abziehung von allem ueren und die ,anwendung heiliger ,schemoth 7,namen7 mit den oberen ,sarim 7,naturgeistern7 in ,verbindung setzt1 um von ihnen ,offenbarungen zu erhalten2 also wieder ein inspiriertes ,medientum1 bei welchem auch die hohen ,geister der ,spiritisten nicht fehlen4 ,die wirkende ,naturmagie besteht in der ,kunst1 auf uerem1 physischem ,wege die wirksamen ,beziehungen im inneren ,elementarnephesch der ,dinge zu erregen und so irgend welche ,wirkungen und ,vernderungen hervorzubringen1 wobei sowohl ,leben auf ,leben wirkt1 als auch die ,willensrichtung und ,willensstrke des ,menschen eine bedeutende ,rolle spielen4 ,hierher gehren die magischen ,heilungen1 die auf ,hypnose beruhende ,augenverblendung1 das ,segnen organischer ,wesen zur ,befrderung ihres ,wachstums und ,wohlseins und endlich das ,chober-,chaber genannte ,besprechen resp4 ,bannen von ,menschen und ,tieren durch leise geraunte1 manchmal keinen ,sinn ergebende ,zaubersprche1 welche nach ,moses ,maimonides nur zur ,fixierung der ,seelenkrfte dienen1 nach anderen aber eine innere ,kraft besitzen4#ccf ,die letzte ,stufe der ,naturmagie ist die ,verbindung mit den ,elementarwesen1 um mit deren ,hilfe ,vernderungen sowohl im ,leben der allgemeinen als auch der individuellen ,natur hervorzubringen4 ,maimonides schildert einige hierher gehrende magische ,gebruche#ccg1 welche im wesentlichen in einer entsprechenden ,lebensweise1 im ,tragen von aus gewissen ,metallen oder ,metallmischungen gefertigten ,amuletten1 sowie in ,reinigungen1 ,opfern und ,rucherungen bestanden4 ,die schwarze ,magie1 der ,kischuph#cch1 ist ebenfalls ein schauender und wirkender und wird von der ,kabbala zwar als ein ,werk der finstern ,welt betrachtet1 bei welchem sich jedoch der dazu besonders veranlagte ,mensch nicht passiv verhlt1 sondern selbstthtig mitwirkt1 weshalb der ,seher auch sagt3 ,mancher macht ,zauberei1 und es gelingt ihm1 ein anderer macht es ebenso und es gelingt ihm nicht1 denn zu solchen ,dingen mu der ,mensch geordnet sein4#cci ,der schauende ,kischuph besteht nach kabbalistischer ,lehre entweder in der ,beschwrung der ,satanim oder in der eigentlichen ,nekromantie4 ,die ,satanim sind gewissermaen als ,schedim auf der tiefsten ,stufe zu betrachten1 als auer der irdischen ,beschrnkung lebende1 geistig schauende1 nicht an die ,kategorien der ,zeit und des ,raumes gebundene ,wesen1 die insofern einen ,blick in die ,zukunft haben1 als diese nicht von den freien ,handlungen der ,menschen abhngt1 und hintergehen die ,zauberer mit ,lgen4#cdj ,die ,beschwrung der ,satanim geschieht entweder in der ,art1 da durch schamanistisches ,tanzen1 ,toben1 ,drehen1 ,heulen1 durch ,selbstverstmmelung usw4 ein ekstatischer ,zustand hervorgerufen wird1 in welchem die ,satanim angeblich von den ,jidonim genannten ,zauberern ,besitz ergreifen und aus ihnen heraussprechen4#cda -- ,die zweite ,art ist die frmliche ,beschwrung mit blutigen ,opfern und zur ,materialisation dienende ,rucherungen4#cdb ,die ,nekromantie geschieht nach der ,kabbala durch ,einwirkung auf den ,habal de ,garmin1 des eigentlichen ,elementarnephesch1 welches sich von der ,empfngnis an nicht wieder von dem irdischen ,stoff trennt1 sondern selbst in der ,nhe des ,grabes bleibt4 ,der ,habal de ,garmin1 durch dessen ,kraft der ,auferstehungsleib gebaut wird#cdc1 hat die ,gestalt des ,krpers1 schwebt ber dem ,grabe und kann von jenen gesehen werden1 denen die ,augen geffnet sind4#cdd -- ,da nun nach der ,kabbala der ,leichnam unter die ,herrschaft der finstern ,welt fllt1 so ist die von den ,ob genannten ,nekromanten gewnschte und fr den ,toten mit groer ,erschtterung#cde verbundene ,erregung des ,habal de ,garmin fr die ,satanim ein ,leichtes4 -- ,eine andere ,art ,nekromantie besteht darin1 da der ,zauberer den ,schdel eines ,verstorbenen#cdf einruchert und ,beschwrungen spricht1 worauf der ,habal de ,garmin zwar nicht sichtbar erscheint1 aber mit vernehmlicher ,stimme antwortet4#cdg ,die wirkende schwarze ,magie der ,juden besteht der ,kabbala zufolge in der ,strung der ,elemente und des ,naturlebens mit ,hilfe der ,satanim1 in ,versuchung von ,menschen und ,tieren1 in der ,stiftung von ,ha und ,feindschaft 7schdigende ,willensmagie71 in der ,erzeugung von ,schmerz1 ,krankheiten und ,tod von ,menschen und ,vieh durch bse1 namentlich mit krperlichen ,excretionen gebte ,sympathie4 ,ja1 die ,kabbala kennt selbst die ,lykanthropie und den spezifischen ,hexensabbath1 wobei gewisse ,salben und le eine groe ,rolle spielen4#cdh ,die weie ,magie besteht in der ,vergeistigung des ,menschen durch ein aufrichtiges ,streben nach oben1 zum ,gttlichen hin1 wobei dieselbe in dem ,mae1 als er nichts egoistisch fr sich selbst zu erringen strebt1 sondern das ,heilige nur um dessen willen sucht1 aus freier1 gttlicher1 nur das ,reine und ,heilige liebender ,gnade mit der ,kraft des gttlichen ,lebens erfllt wird4 ,ist nun nach der ,kabbala das ,nephesch und der ,ruach eines solchen ,menschen dazu disponiert1 so kann dessen ,n'schamah in ,verbindung mit den ,engeln und der gttlichen ,welt treten und von dieser je nach ihrer ,fassungskraft ,offenbarungen erhalten und mit magischer ,wirkungskraft ausgerstet werden4 ,die unmittelbare ,verbindung mit der ,gottheit1 wobei alles ,irdische und ,stoffliche vergeistigt wird1 ist die letzte1 hchste ,daseinsstufe1 die heilige ,manie4 ,zweite ,abteilung4 ,die ,kabbala4 ,erstes ,kapitel4 ,das ,alter der ,kabbala4#cdi ,die enthusiastischen ,anhnger der ,kabbala lassen dieselbe durch die ,engel vom ,himmel herabgebracht werden1 um dem ersten ,menschen nach seinem ,fall die ,mittel zu bezeichnen1 wie er seinen ursprnglichen ,adel und seine ursprngliche ,glckseligkeit wieder erlangen knne4 ,andere sind der ,meinung1 da der ,gesetzgeber der ,hebrer1 nachdem er sie whrend seines vierzigtgigen ,aufenthaltes auf dem ,sinai von ,gott selbst empfangen habe1 sie den siebenzig ltesten1 mit denen er die ,gaben des heiligen ,geistes teilte1 mitgeteilt habe1 und da sie sich mndlich bis zu der ,zeit fortgepflanzt habe1 in welcher ,esra sie und das ,gesetz niederschreiben lie4 ,mag man aber mit der skrupulsesten ,aufmerksamkeit die ,bcher des alten ,testamentes durchsehen1 so wird man nirgends auf die ,spuren einer ,geheimlehre oder auf eine tiefere und reinere esoterische ,lehre stoen1 welche nur einer kleinen ,zahl ,auserlesener vorbehalten sei4 ,das hebrische ,volk kannte von seinem ,ursprung bis zur ,rckkehr aus der babylonischen ,gefangenschaft -- wie alle anderen ,nationen in ihrer ,jugend -- keine anderen ,organe der ,wahrheit und keine anderen ,diener der ,gottheit als die ,propheten1 ,priester und ,dichter1 von denen die beiden letzteren -- ungeachtet einer gewissen trennenden ,verschiedenheit -- in dem ersteren aufgehen2 der ,priester lehrte nicht1 sondern wandte sich nur mittelst des ,pompes der religisen ,ceremonien an das ,auge1 und was die die ,religion in ,form einer ,wissenschaft1 welche der ,sprache der ,inspiration den dogmatischen ,ton substituiert1 lehrenden ,theologen anlangt1 so wissen wir nur1 da sie -- ohne ,sonderbezeichnung -- in jener ,periode berhaupt existierten4 ,in bestimmten ,umrissen treten sie erst zu ,anfang des dritten ,jahrhunderts der christlichen ra unter der ,allgemeinbezeichnung ,thannam auf1 welches ,wort ,organe der ,tradition bezeichnet1 kraft deren man alles lehrte1 was nicht klar in der heiligen ,schrift zum ,ausdruck gelangte4 ,die ,thannam1 die ltesten und geachtetsten der jdischen ,gelehrten1 bilden eine lange ,kette1 deren letztes ,glied der heilige ,judas1 der ,verfasser der ,mischna ist1 in welchem ,werk er der ,nachwelt alle ,aussprche seiner ,vorgnger sammelte und berlieferte4 ,man zhlt zu ihnen die angeblichen ,verfasser der ltesten kabbalistischen ,bcher1 nmlich ,joseph ben ,akiba und ,simon ben ,jochai samt ihren ,shnen und ,freunden4 ,unmittelbar nach dem in das ,ende des zweiten ,jahrhunderts n4 ,christi fallenden ,tod des ,judas beginnt eine neue ,gelehrtengeneration1 welche den ,namen ,amoraim fhrt1 weil sie fr sich selbst keine ,autoritt beanspruchen1 sondern nur in erklrender ,weise die ,aussprche ihrer ,vorgnger wiederholen2 auch sammelten sie alle noch nicht redigierten ,sentenzen derselben4 ,whrend der nchsten drei ,jahrhunderte hrten diese ,kommentare und neuen ,traditionen nicht auf1 sich in einer wahrhaft wunderbaren ,weise zu vermehren und wurden endlich unter dem ,namen der ,gemara d4 h4 ,tradition gesammelt4 ,in diesen beiden ,sammlungen1 welche von ihrer ,zusammenstellung bis auf unsere ,zeit heilig aufbewahrt und unter dem ,namen ,talmud 7,studium1 ,wissenschaft7 vereinigt wurden1 mssen wir zweifelsohne die ,ideen suchen1 welche die ,basis des kabbalistischen ,systems bilden und ,gelegenheit zur ,entstehung der ,kabbala gaben4 ,man findet in der ,mischna#cej folgende merkwrdige ,stelle4 ,es ist verboten1 zwei ,personen die ,genesis zu erklren1 nur einer einzigen darf man die ,merkaba oder den himmlischen ,wagen lehren1 und diese sei ein weiser ,mann1 der ein gutes ,verstndni besitze4 ,der ,talmud berliefert 7,hagiga #ac;a7 eine ,bereita1 welche nicht in die ,mischna des ,rabbi ,judas aufgenommen wurde1 in welcher ,rabbi ,hiya hinzusetzt3 ,aber man kann ihm die ersten ,worte der ,kapitel erklren4 ,ein ,talmudist1 ,rabbi ,zera 7a4 a4 ,o47 zeigt sich noch strenger1 denn er sagt1 da selbst der ,hauptinhalt der ,kapitel nur ,menschen von hoher ,wrde und auerordentlicher ,klugheit mitgeteilt werden drfe1 oder1 um die ,worte des ,originals zu gebrauchen3 welche in sich ein ,herz voll ,unruhe tragen4 ,augenscheinlich ist hier weder vom ,text der ,genesis noch von der ,vision des ,hesekiel1 welche derselbe an den ,ufern des ,flusses ,khebar hatte1 allein die ,rede4 ,die ganze ,schrift war1 so zu sagen1 in aller ,mund1 und seit undenklichen ,zeiten machten es auch die skrupulsesten ,beobachter der ,traditionen zur ,pflicht1 da sie jhrlich mindestens einmal in den ,synagogen ganz gelesen werde4 ,moses selbst hrt nicht auf1 das ,studium des ,gesetzes zu empfehlen1 unter welchem man allgemein den ,pentateuch verstand1 und ,esra las dasselbe nach der ,rckkehr aus der babylonischen ,gefangenschaft mit lauter ,stimme dem versammelten ,volke vor4 ,es ist in der ,that unmglich1 da die von uns citierten ,worte ein ,verbot der ,erklrung oder des ,suchens eines ,verstndnisses der ,erzhlungen der ,genesis oder der ,vision des ,hesekiel enthielten2 es handelt sich vielmehr um eine bekannte ,auslegung oder ,lehre1 welche jedoch mit einem gewissen geheimnisvollen ,schleier umgeben ist4 ,es handelt sich um ein ,wissen1 welches sowohl in seiner ,form1 als in seinen ,prinzipien feststeht1 kennt man doch seine ,einteilung in verschiedene ,kapitel mit ihrem ,inhalt4 ,es ist zu bemerken1 da die ,vision des ,hesekiel nichts hnliches enthlt2 sie erstreckt sich nicht ber mehrere ,kapitel1 sondern nur ber ein einziges und zwar das erste des diesem ,propheten zugeschriebenen ,buches4 ,wir sehen weiter1 da diese ,geheimlehre zwei ,theile enthlt1 welchen man jedoch nicht gleiche ,wichtigkeit beilegte1 denn der eine ,teil durfte zwei ,personen gelehrt werden1 der andere jedoch nur einer einzigen1 welcher die schwersten ,bedingungen auferlegt wurden4 ,wenn wir ,maimonides ,glauben schenken drfen1 der1 obgleich nicht eingeweiht in die ,kabbala1 weit entfernt ist1 deren ,existenz zu leugnen1 so enthielt die erste ,hlfte unter dem ,titel3 ,geschichte der ,genesis oder der ,schpfung 7,ma'aseh bereshit7 die ,wissenschaft der ,natur1 whrend der zweite1 die ,geschichte des ,wagens 7,ma'aseh merkaba7 genannte1 eine geheime ,theologie lehrte4 ,diese ,anschauung wird von allen ,kabbalisten angenommen4 ,ich fhre hier eine weitere ,stelle an1 aus welcher dasselbe auf eine nicht weniger evidente ,weise hervorgeht3 ,rabbi ,jochanan sagte eines ,tages zu ,rabbi ,eliezer3 ,siehe1 ich will dir die ,geschichte der ,merkaba lehren4 ,darauf antwortete dieser3 ,ich bin noch nicht alt genug dazu4 ,als er das ,alter erreicht hatte1 starb ,rabbi ,jochanan1 und einige ,zeit spter sagte ,rabbi ,assi ebenfalls zu ihm3 ,siehe1 ich will dir die ,geschichte der ,merkaba lehren4 ,da antwortete ,eliezer3 ,wenn ich mich dazu wrdig gehalten htte1 so wrde ich sie von ,rabbi ,jochanan1 deinem ,lehrer1 gelernt haben4#cea ,man sieht aus diesen ,worten1 da1 um in die mysterise und heilige ,lehre der ,merkaba eingeweiht zu werden1 weder ,intelligenz1 noch eine hervorragende ,stellung gengte1 sondern da auch dazu ein gewisses fortgeschrittenes ,alter ntig war1 und selbst wenn man diese auch von den modernen ,kabbalisten verlangte ,bedingung erfllte#ceb1 so hielt man sich weder hinsichtlich seiner ,intelligenz noch seiner moralischen ,kraft fr sicher genug1 um die ,last dieser gefrchteten ,geheimnisse auf sich zu nehmen1 welche durchaus nicht ohne ,gefahr fr den positiven ,glauben und fr die uere ,beobachtung der religisen ,vorschriften waren4 ,es mge hier ein merkwrdiges im ,talmud erzhltes ,beispiel folgen1 welches uns in allegorischer ,sprache folgende ,erluterung giebt3 ,nachdem unser ,meister uns belehrt hat1 gingen vier in den ,garten der ,wonne ein1 nmlich ,ben ,aza1 ,ben ,zoma1 ,acher und ,rabbi ,akiba4 ,ben ,aza warf einen neugierigen ,blick hinein und starb4 ,man kann auf ihn den ,spruch der ,schrift anwenden3 ,der ,tod seiner ,heiligen ist werth gehalten vor dem ,herrn4#cec ,ben ,zoma blickte ebenfalls hinein und verlor die ,vernunft1 und sein ,schicksal wird durch den ,ausspruch des weisen ,salomo gekennzeichnet3 ,findest du ,honig1 so i seiner genug1 da du nicht zu satt werdest und speiest ihn aus4#ced ,acher aber richtete ,verwirrung unter den ,pflanzen an4 ,nur ,akiba ging davon in ,frieden4#cee ,es ist kaum ntig1 diesen ,text buchstblich zu verstehen und anzunehmen1 es handle sich hier um eine wirkliche ,vision des knftigen ,lebens1 denn erstens ist es ohne ,beispiel1 da der ,talmud1 wenn er vom ,paradies spricht1 solche mystische ,ausdrcke gebraucht1 wie sie in obiger ,stelle ,anwendung finden4 ,und wie wrde sich zweitens damit vereinigen lassen1 da zwei lebende ,personen1 welche in den ,himmel der ,auserwhlten blicken1 den ,glauben und die ,vernunft verlieren1 wie die ,erzhlung angiebt8 ,dagegen ist zu bemerken1 da nach den angesehensten ,autoritten der ,synagoge der ,garten der ,wonne1 in welchen die vier ,rabbinen eingetreten sind1 als die mysterise ,wissenschaft1 von welcher wir sprechen1 die so schrecklich fr schwache ,gemter ist1 da sie dieselben entweder dem ,wahnsinn oder den schrecklichsten ,verwirrungen der ,gottlosigkeit preisgiebt4 ,das letztere will die ,gemara andeuten1 wenn sie bezglich ,achers sagt1 da er ,verwirrung unter den ,pflanzen angerichtet habe4 ,dieselbe erzhlt uns1 da der in den talmudistischen ,erzhlungen so berhmte ,acher ursprnglich einer der ,weisesten in ,israel war4 ,sein wahrer ,name war ,elisa ben ,abuja1 welcher in ,acher#cef umgewandelt wurde1 um die nderung zu kennzeichnen1 die sich in ihm vollzog4 ,denn als er den allegorischen ,garten verlie1 in welchen ihn eine verhngnisvolle ,neugierde gefhrt hatte1 ward er ein ausgesprochener ,gottloser2 er verlor sich1 wie der ,text sagt1 in der ,erzeugung des ,bsen1 lebte sittenlos und der ,welt zum ,abscheu1 verriet den ,glauben1 und einige klagen ihn sogar des ,kindesmordes an4 ,und worin bestand die ,ursache seines ersten ,irrtums8 ,wohin fhrten ihn seine ,forschungen ber die wichtigsten ,religionsgeheimnisse8 ,der jerusalemitische ,talmud sagt positiv1 da er die beiden obersten ,prinzipien anerkannt habe1 und der babylonische ,talmud1 nach welchem wir die obige ,erzhlung mitteilten1 deutet das ,gleiche an4 ,er sagt1 da ,acher1 als er im ,himmel ,metatron in all seiner ,macht sah1 den ,engel1 welcher unmittelbar nach dem ,herrn kommt1 betete3 ,wenn es mglich ist1 so sei mir erlaubt1 zwei ,mchte anzunehmen4 ,wir wollen uns nicht zu lange bei dieser ,sache aufhalten1 denn es sind noch viel bedeutungsvollere anzufhren1 nur sei bemerkt1 da der ,engel oder die ,metatron#ceg genannte ,hypostase eine groe ,rolle im ,system der ,kabbala spielt4 ,er ist es1 welchem recht eigentlich die ,herrschaft der sichtbaren ,welt anvertraut ist1 er herrscht ber alle himmlischen ,sphren1 die ,planeten und ,fixsterne sowie ber die ,engel1 welche denselben vorstehen1 denn die ber ihm stehenden intelligibeln ,formen der gttlichen ,wesenheit und reinsten ,geister sind so immateriell1 da sie keine unmittelbare ,wirkung auf krperliche ,dinge ausben knnen4 ,auch ist der ,zahlenwert seines ,namens gleich dem des ,allmchtigen4 -- ,zweifelsohne ist die ,kabbala weit davon entfernt1 einen eigentlichen ,dualismus zu lehren1 aber die allegorische ,manier1 mit welcher sie die intelligible ,wesenheit ,gottes von der das ,weltall ordnenden ,kraft scheidet1 ist sehr geeignet1 diesen von der ,gemara gekennzeichneten ,irrtum hervorzurufen4 ,ein letztes1 derselben ,quelle entnommenes und von ,reflexionen des ,maimonides begleitetes ,citat wird1 wie ich hoffe1 die ,darlegung des wichtigen ,punktes abschlieen1 da eine ,art ,philosophie oder religiser ,metaphysik so zu sagen von ,mund zu ,mund von den ,thannam oder den ltesten hebrischen ,theologen gelehrt wurde4 ,der ,talmud lehrt uns1 da man frher drei ,namen besa1 um die gttliche ,wesenheit zu bezeichnen und auszudrcken3 nmlich das berhmte ,tetragrammaton oder den aus vier ,buchstaben bestehenden ,namen1 sodann zwei andere der ,bibel unbekannte ,namen1 von denen der eine aus zwlf und der zweite aus zweiundvierzig ,buchstaben zusammengesetzt ist4 ,das ,tetragrammaton1 dessen ,gebrauch der groen ,menge allerdings verboten war1 fand freie ,anwendung im ,innern der ,schule4 ,die ,weisen1 sagt der ,text1 lehrten diesen ,namen einmal wchentlich ihren ,shnen und ihren ,schlern4 ,der aus zwlf ,buchstaben bestehende ,namen war anfnglich noch bekannter und verbreiteter4 ,man lehrte ihn aller ,welt4 ,aber als die ,zahl der ,gottlosen sich vermehrte1 wurde er nur den verschwiegensten unter den ,priestern anvertraut1 und diese lieen ihn mit leiser ,stimme von ihren ,brdern whrend der ,segnung des ,volkes wiederholen4 ,der ,name von zweiundvierzig ,buchstaben wurde endlich als das heiligste ,geheimnis betrachtet4 ,man lehrte ihn nur einem ,mann von anerkannter ,verschwiegenheit1 reifem ,alter1 welcher dem ,zorn1 der ,unmigkeit und ,eitelkeit unzugnglich und in angenehmem ,verkehr mit seines ,gleichen lebte4 ,wer1 sagt der ,talmud1 in dieses gttliche ,geheimni eingeweiht war und dasselbe wachsam1 in reinem ,herzen bewahrt1 kann auf die ,liebe ,gottes und die ,gunst der ,menschen zhlen2 sein ,name flt ,achtung ein1 sein ,wissen darf das ,vergessenwerden nicht frchten und er wird der ,erbe beider ,welten1 der gegenwrtigen und der knftigen4#ceh ,maimonides bemerkt mit viel ,scharfsinn1 da in keiner ,sprache ein aus zweiundvierzig ,buchstaben bestehender ,namen existiert1 und da dies im ,hebrischen noch unmglicher sei1 da dasselbe keine ,vokale besitzt4 ,er hlt sich deshalb zu dem ,schlu berechtigt1 da diese zweiundvierzig ,buchstaben auf mehrere ,worte entfielen1 von denen ein jedes eine notwendige ,idee oder ein fundamentales ,attribut des ewigen ,wesens ausdrckte1 welche in ihrer ,gesamtheit die wahre ,definition der gttlichen ,wesenheit ergaben4 ,sagt man alsdann1 fhrt unser ,autor fort1 da der hier in ,frage stehende ,name der ,gegenstand eines ,studiums1 einer nur den ,weisesten vorbehaltenen ,lehre war1 so will man uns zweifelsohne zu wissen thun1 da mit der ,definition der gttlichen ,wesenheit notwendige ,aufklrungen und gewisse ,enthllungen ber die ,natur der ,gottheit und der ,dinge im allgemeinen verbunden waren4 ,dies ist noch zutreffender fr das ,tetragrammaton1 denn wie wre es sonst mglich1 einem in der ,bibel so hufig gebrauchten ,wort1 von welchem diese selbst die ,erklrung giebt3 ,ich bin1 der ich bin1 einen geheimen ,sinn unterzulegen1 den die ,weisesten des ,volkes wchentlich einmal ihren auserlesensten ,schlern im ,geheimen mitteilten8 ,das1 was der ,talmud die ,kenntni der ,namen ,gottes nennt1 sagt ,maimonides1 ist nichts als ein guter ,theil der ,wissenschaft von ,gott1 oder der ,metaphysik1 was man die ,probe des ,vergessens nennt1 denn ein ,vergessen ist nicht mglich fr ,ideen1 welche ihren ,sitz in der aktiven ,intelligenz1 d4 h4 in der ,vernunft haben4 ,es drfte schwer sein1 sich diesen ,reflexionen hinzugeben1 wenn nicht die tiefe ,wissenschaft und die allgemein anerkannte ,autoritt der ,talmudisten sich nicht schlielich doch an den gesunden ,menschenverstand des freien ,denkers wendete4 ,wir wollen hier nur eine einzige ,beobachtung anfhren1 die1 wenn auch in den ,augen des kritischen ,verstandes bestreitbar1 doch nicht ohne ,wert fr die hier behandelte ,ideenfolge ist1 und die wir als eine geschichtliche ,thatsache hinnehmen mssen1 nmlich den ,umstand1 da die ,buchstaben der heiligen zehn ,sephiroth der ,kabbala zusammengezhlt die ,zahl zweiundvierzig ergeben4 ,ist es da nicht erlaubt anzunehmen1 da dies der dreimal heilige ,name sei1 welchen man selbst den auserlesensten ,weisen nur mit ,zittern mitteilte8 ,wir finden eine volle ,besttigung der gemachten ,bemerkungen bei ,maimonides3 ,zunchst bildeten die zweiundvierzig ,buchstaben nicht nach gewhnlicher ,annahme einen ,namen1 sondern mehrere ,worte4 ,weiterhin drckt jedes ,wort -- wenigstens nach der ,anschauung der ,kabbalisten -- ein wesentliches ,attribut der gttlichen ,natur aus oder1 was fr sie dasselbe ist1 eine der notwendigen ,formen des gttlichen ,seins4 ,endlich aber geben alle nach der kabbalistischen ,wissenschaft1 nach dem ,sohar und allen ,kommentatoren die exakteste ,definition1 welche unsere ,intelligenz vom ,grundprinzip aller ,dinge gewhren kann4 ,diese ,art1 das ,verstndnis des gttlichen ,wesens zu suchen1 ist durch einen ,abgrund von der vulgren ,glubigkeit getrennt1 und man begreift nun sehr wohl die getroffenen ,vorsichtsmaregeln1 da dieses ,geheimwissen nicht aus dem ,kreis der ,initiierten heraustrete4 ,doch1 es sei nochmals gesagt1 ist dies ein ,punkt1 welchem wir kein besonderes ,gewicht beilegen wollen1 es mge gengen1 da wir die allen ,citaten zu ,grund liegende ,thatsache zur ,evidenz bewiesen haben4 ,zur ,zeit der ,zusammenstellung der ,mischna existierte also eine ,geheimlehre ber die ,schpfung und die ,natur der ,gottheit4 ,man einigte sich ber die ,art der ,einteilung dieser ,lehre1 deren ,name bei den nicht ,eingeweihten einen frommen ,schauder hervorrief4 ,wre es nun nicht mglich1 genau die ,zeit ihres ,ursprungs zu bestimmen und so die denselben umgebende ,finsternis aufzuhellen8 ,in dieser ,beziehung lt sich folgendes sagen3 ,nach ,ansicht der vertrauenswrdigsten ,historiker wurde die ,redaktion der ,mischna sptestens im ,jahre #cidi der ,schpfung oder #ahi n4 ,chr4 beendet4 ,weiterhin mssen wir uns ins ,gedchtnis zurckrufen1 da ,judas hanassi nur die ,vorschriften und ,traditionen der ihm vorausgehenden ,thannam sammelte1 und da weiterhin die oben mitgeteilten ,citate1 welche die unvorsichtige ,mitteilung der ,geheimnisse der ,schpfung und ,merkaba verbieten1 lter sind1 als die ,mischna selbst4 ,es ist wahr1 man kennt den ,autor obiger ,citate nicht1 aber eben dieser ,umstand ist der sicherste ,beweis fr ihr ,altertum1 denn wenn sie nur die ,meinung eines ,einzelnen aussprchen1 so wrden sie entweder nicht so viel ,gewicht besessen haben1 um ,autoritt werden zu knnen1 oder man wrde ihren verantwortlichen ,urheber genannt haben4 ,weiterhin mu eine ,lehre selbst lter sein als ein ,gesetz1 welche ihre allgemeine ,bekanntmachung verbietet4 ,sie mute bekannt geworden sein und eine gewisse ,autoritt erworben haben1 bevor man die ,gefahr ihres ,bekanntwerdens nicht sowohl unter dem ,volk1 als unter den ,gelehrten und ,weisen in ,israel einsah4 ,wir knnen also ihre ,entstehung unbedenklich mindestens in das ,ende des ersten christlichen ,jahrhunderts setzen4 ,es ist dies die ,zeit1 in welcher ,joseph ben ,akiba und ,simon ben ,jochai lebten1 welchen die ,kabbalisten die ,autorschaft ihrer wichtigsten und berhmtesten ,bcher zuschreiben4 ,in dieser ,zeit lebte auch ,rabbi ,joseph von ,sepphoris1 der ,verfasser der ,idra ,rabba1 eines der wichtigsten und ltesten ,theile des ,sohar1 welcher zu den vertrautesten ,freunden und eifrigsten ,schlern des ,simon ben ,jochai gehrte4 ,die ,idra ,rabba ist derjenige kabbalistische ,traktat1 welchem wir die meisten auf die ,merkaba bezglichen ,citate entnahmen4 ,zu der ,zahl der das ,alter1 wenn nicht der ,bcher1 so doch der kabbalistischen ,ideen bezeugenden ,autoritten gehrt auch die unter dem ,namen des ,onkelos vorhandene chaldische bersetzung der fnf ,bcher ,mosis4 ,diese berhmte bersetzung stand von ,anfang an in so hohem ,ansehen1 da sie fr eine gttliche ,offenbarung gehalten wurde4 ,ja der babylonische ,talmud nimmt an1 da ,moses dieselbe auf dem ,sinai gleichzeitig mit dem geschriebenen und dem mndlichen ,gesetz erhalten habe1 da sie durch ,tradition bis auf die ,zeit der ,thannam gekommen sei1 und da dem ,onkelos allein der ,ruhm ihrer ,niederschrift gebhre4 ,eine groe ,anzahl moderner ,theologen will in ihr die ,grundlage des ,christentums sehen und den ,namen der zweiten gttlichen ,person in dem ,wort ,mimra finden1 welches in der ,that das ,wort1 der ,gedanke1 logos bedeutet1 und welches der ,verfasser dem ,namen ,jehovah substituiert4 ,thatsache ist1 da in dem ganzen ,buch ein der ,mischna1 dem ,talmud1 dem ganzen vulgren ,judaismus1 ja selbst dem ,pentateuch entgegengesetzter ,geist herrscht2 mit einem ,wort1 die ,spuren des ,mysticismus sind nicht selten4 ,so wurde es mglich1 da eine ,idee an die ,stelle einer ,sache oder eines ,bildes trat1 da der geschriebene ,buchstabe dem geistigen ,sinn aufgeopfert wurde1 und da der zerstrte ,anthropomorphismus die gttlichen ,attribute in ihrer ,nacktheit sehen lie4 ,in einer ,zeit1 wo der ,kultus des ,buchstabens bis zur ,idololatrie ging1 wo die ,menschen ihr ,leben damit zubrachten1 die ,verse1 ,worte und ,buchstaben des ,gesetzes zu zhlen1 wo die offiziellen ,lehrer1 die legitimen ,vertreter der ,religion nichts ,besseres zu thun wuten1 als die ,intelligenz sowohl als den ,willen unter einem ,wust uerlicher ,religionsvorschriften zu ersticken1 macht uns dieser ,abscheu vor allem ,materiellen und ,positiven1 die ,gewohnheit1 sowohl ,grammatik als ,geschichte einem hochgeschraubten ,idealismus zu opfern1 unfehlbar die ,existenz einer ,geheimlehre klar1 welche alle charakteristischen ,eigenschaften und ,prtensionen des ,mysticismus besitzt und die sicher nicht erst von dem ,tage stammt1 an welchem ihre ,existenz verlautbarte4 ,ohne der ,sache zu viel ,gewicht beizulegen1 sei noch bemerkt1 da die ,kabbalisten ihre ,zuflucht zu wenig rationellen ,mitteln nahmen1 um zu ihren ,zwecken zu gelangen und ihre eigenen ,ideen in die gttliche ,offenbarung einzufhren4 ,eines dieser ,mittel bestand in der ,bildung eines neuen ,alphabets1 wobei man die ,buchstaben nach ihrem ,zahlenwert betrachtete oder sie vielmehr nach einer durch denselben gegebenen ,ordnung vertauschte4 ,diese ,methode wird hufig im ,talmud angewendet1 wurde aber schon weit frher in der chaldischen ,paraphrase des ,jonathan ben ,usiel gebraucht1 eines ,schlers und ,zeitgenossen von ,hillel dem lteren1 welcher whrend der ersten ,regierungsjahre des ,herodes in hohem ,ansehen stand4 ,es ist richtig1 da hnliche ,prozeduren unterschiedslos den verschiedensten ,ideen dienen knnen1 aber man findet nicht leicht eine knstliche ,sprache1 deren ,schlssel man sowohl nach seinem ,willen verbergen kann1 wenn man entschlossen ist1 seine ,gedanken der groen ,menge zu verbergen4 ,aber1 obschon der ,talmud oft analoge und weit ltere hnliche ,methoden anwendet1 auf welche wir zurckkommen werden1 so ist diese doch die seltsamste4 ,vergleicht man alle zusammen1 so kommt man zu dem ,schlu1 da vor dem ,ende des ersten ,jahrhunderts der christlichen ,zeitrechnung sich geheimnisvoll unter den ,juden eine hochverehrte ,wissenschaft sich verbreitete1 welche von der ,mischna1 dem ,talmud und der heiligen ,schrift sehr verschieden ist1 eine mystische ,lehre1 welche von dem ,bedrfnis der ,reflexion und ,selbstndigkeit1 besser gesagt1 der ,philosophie1 erzeugt wurde1 und in welcher man mit ,vorliebe die ,autoritt der ,tradition und der heiligen ,schrift vereinigt sah4 ,die ,urheber dieser ,lehre1 welche man jetzt ,kabbalisten nennt1 drfen nicht mit den ,essern verwechselt werden1 welche schon bedeutend frher bekannt waren und ihre ,gebruche wie ihren ,glauben bis in das ,zeitalter ,justinians erhielten4 ,wenn wir ,philo und ,josephus1 den einzigen vertrauenswrdigen ,berichterstattern ber dieselben ,glauben schenken#cei1 so war der ,zweck dieser ,sekte lediglich ein moralischer und praktischer2 sie strebten die ,herrschaft des ,geistes der ,gleichheit und ,brderlichkeit unter den ,menschen an1 also das ,gleiche1 was ,christus und die ,apostel wollten4 ,die ,kabbala aber ist im ,gegenteil nach den uns berlieferten alten ,zeugnissen eine durchaus spekulative ,wissenschaft1 welche die ,geheimnisse der ,gottheit und der ,schpfung entschleiern will4 ,die ,esser hingegen bildeten eine organisierte ,gesellschaft1 welche mit den religisen ,bruderschaften des ,mittelalters vergleichbar ist2 ihre ,anschauungen wie ihre ,ideen reflektierten sich in ihrem uern ,leben1 und sie nahmen alle in ihre ,gemeinschaft auf1 welche ein reines ,leben fhrten1 selbst ,frauen und ,kinder4 ,die ,kabbalisten waren im ,gegensatz zu den ,essern von ihrem ersten ,auftreten an in ,geheimnisse gehllt4 ,erst nach und nach ffneten sie unter tausend ,vorsichtsmaregeln einem neuaufgenommenen ,adepten die ,thre ihres ,sanktuarium ein wenig1 bei dessen ,auswahl sie jedoch nur die ,elite des ,geistes bercksichtigten und darauf sahen1 da sein ,alter wie seine ,weisheit ,garantien fr seine ,verschwiegenheit boten4 ,die ,esser scheuten sich ungeachtet der pharisischen ,strenge1 mit welcher sie den ,sabbath feierten1 nicht1 ffentlich die ,traditionen zu verwerfen und zuzugestehen1 da die ,moral weit ber dem ,kultus stehe1 und waren sogar bezglich desselben weit entfernt1 die vom ,pentateuch vorgeschriebenen ,opfer darzubringen und die anbefohlenen ,ceremonien auszuben4 ,aber die ,adepten der ,kabbala banden sich wie die ,karmaten unter den ,mohammedanern und die meisten christlichen ,mystiker streng an die uerlichen ,gebruche2 sie hielten sich genau an die ,tradition1 welche sie zu ihren ,gunsten auslegten1 und mehrere von ihnen waren -- wie schon gesagt -- berhmte ,mischnagelehrte1 und auch noch in den spteren ,zeiten wurden sie selten diesen ,geboten der ,klugheit untreu4 ,zweites ,kapitel4 ,die kabbalistischen ,bcher4 ,die ,authenticitt des ,sepher ,jezirah4 ,wir kommen jetzt zu den ,originalschriften1 in welchen nach der allgemein verbreiteten ,meinung das kabbalistische ,system seit seiner ,entstehung niedergelegt ist4 ,nach den uns erhaltenen ,titeln scheinen sie sehr zahlreich gewesen zu sein1 allein wir beschftigen uns hier nur mit denjenigen1 welche vollstndig erhalten geblieben sind und unsere ,aufmerksamkeit sowohl durch ihre ,wichtigkeit als durch ihr ,alter fesseln4 ,dieselben entsprechen also der berlieferung des ,talmud1 da die ,kabbala in die ,geschichte der ,schpfung und die heilige ,merkaba zerfllt4 ,das eine ist betitelt3 ,buch der ,schpfung 7,sepher ,jezirah7 und enthlt1 ich will nicht sagen ein physikalisches1 wohl aber ein kosmologisches ,system1 welches einer ,epoche und einem ,land entspricht1 wo der ,geist gewohnt war1 alle ,naturvorgnge aus einem unmittelbaren ,eingreifen der ,gottheit zu erklren1 und in welcher demgem allgemeine ,beziehungen und oberflchliche ,beobachtungen fr ,naturwissenschaft galten4 ,das andere ,buch ist ,sohar ,licht genannt nach den ,worten des ,propheten ,daniel#cfj3 ,die ,lehrer aber werden leuchten wie des ,himmels ,glanz4 ,der ,sohar beschftigt sich ausschlielich mit ,gott1 den ,geistern und der menschlichen ,seele1 mit einem ,wort1 mit der intellektuellen ,welt4 ,wir sind weit von der ,annahme entfernt1 da beide ,bcher von gleichem ,wert und gleicher ,wichtigkeit sind4 ,das zweite ist viel umfangreicher1 viel reichhaltiger1 aber auch viel schwieriger als das erste und verdient eine weit eingehendere ,behandlung4 ,jedoch mssen wir uns zunchst mit dem ersten als dem lteren beschftigen4 ,man hat sich zu ,gunsten des ,alters des ,sepher ,jezirah auf den ,talmud berufen und dabei viel ,scharfsinn vergeblich verschwendet4 ,wir bergehen also die diesbezglichen umlaufenden ,legenden und ,kontroversen mit ,stillschweigen und suchen nur den ,inhalt des ,buches kennen zu lernen4 ,dies wird gengen1 seinen ,charakter zu taxieren und seinen frhen ,ursprung kennen zu lernen4 #a4 ,das ,system1 welches das ,buch ,jezirah enthlt1 entspricht genau den ,begriffen1 welche man sich nach seinem ,titel von ihm machen mu1 und wir knnen zunchst folgenden ,satz aufstellen3 ,der ,ewige1 der ,herr der ,heerscharen1 der ,gott ,israels1 der lebende1 allmchtige1 allerhchste ,gott1 der von ,ewigkeit ist1 und dessen ,name hehr und heilig ist1 schuf die ,welt durch zweiunddreiig ,wege der ,weisheit4 #b4 ,die zur ,erklrung des ,werks der ,schpfung angewandten ,mittel1 die den ,zahlen und ,buchstaben beigelegte ,wichtigkeit machen es begreiflich1 wie ,unwissenheit und ,aberglaube in spterer ,zeit das angewandte ,prinzip mibrauchten1 wie sich die bekannten ber die ,kabbala umlaufenden ,fabeln verbreiteten1 und wie die sogenannte praktische ,kabbala entstehen konnte1 welche durch die ,kraft der ,buchstaben und ,zahlen den ,lauf der ,natur verndern zu knnen glaubt4 ,die ,darstellungsweise des ,jezirah ist einfach und schwerfllig1 und man findet nicht das ,geringste1 was einem ,beweis oder einer ,begrndung gleicht2 es enthlt nur in eine ziemlich regelmige ,ordnung getheilte ,aphorismen1 welche ungefhr die gleiche ,bndigkeit wie die alten ,orakel besitzen4 ,eine ,thatsache ist frappant1 da nmlich das in spterer ,zeit ausschlielich fr ,seele gebrauchte ,wort#cfa gerade wie im ,pentateuch und im ganzen alten ,testament berhaupt fr den lebenden1 von der ,seele noch nicht verlassenen ,leib gebraucht wird4 ,auerdem finden sich mehrere ,worte fremden ,ursprungs4 ,so gehren z4 ,b4 die ,namen der ,planeten und des himmlischen ,drachens#cfb der ,sprache der ,chalder an1 welche zur ,zeit der babylonischen ,gefangenschaft einen fast allmchtigen ,einflu auf die ,juden ausbten4 ,hingegen wird man keinem der vielen griechischen und arabischen ,ausdrcke begegnen1 wie sie im ,talmud oder in den ,werken einer ,zeit vorkommen1 in welcher die hebrische ,sprache bereits in den ,dienst der ,wissenschaft und ,philosophie getreten war4 ,wir kommen also zu dem ,schlu1 da das ,buch ,jezirah zu einer ,zeit1 wo die jdische ,civilisation noch nicht an der griechischen und arabischen teilnahm1 ja vielleicht schon vor der ,entstehung des ,christentums abgefat wurde4 ,wir mssen jedoch zugestehen1 da es nicht schwer ist1 in dem uns beschftigenden ,werk ,spuren der ,sprache und ,philosophie des ,aristoteles nachzuweisen4 ,nach dem oben citierten ,satz1 laut welchem der ,ewige die ,welt auf zweiunddreiig wunderbaren ,wegen der ,weisheit schuf1 gebraucht das ,buch ,jezirah noch die ,ausdrcke3 der1 welcher zhlt1 das ,gezhlte und die ,handlung des ,zhlens1 was schon die ltesten ,kommentatoren durch ,subjekt1 ,objekt und die ,handlung der ,reflexion oder das ,denken auslegen4 ,es ist unmglich1 sich dabei nicht an den berhmten ,satz des zwlften ,buches der ,metaphysik des ,aristoteles zu erinnern3 ,die ,intelligenz begreift sich selbst1 indem sie das ,intelligible wahrnimmt1 und sie wird selbst intelligibel durch den ,akt des ,begreifens und ,einsehens1 insofern nmlich die ,intelligenz und das ,intelligible identisch sind4 ,jedoch liegt es auf der ,hand1 da obige ,worte spter hinzugesetzt sind1 insofern sie weder mit dem ,satz selbst1 noch im ,vorausgehenden und ,folgenden2 sie kommen berhaupt im ganzen ,verlauf des ,werkes nicht wieder zum ,vorschein1 obgleich in demselben in der umfangreichsten ,weise von dem ,gebrauch der zehn ,zahlen und zweiundzwanzig ,buchstaben die ,rede ist1 welche die zweiunddreiig ,wege bilden1 deren sich die ,gottheit bei der ,schpfung bediente4 ,man begreift endlich kaum1 wie sie ihren ,platz in einem ,werk finden konnten1 in welchem nur die ,rede von den verschiedenen ,beziehungen der verschiedenen ,teile der materiellen ,welt ist4 ,was nun die ,abweichungen der beiden ,manuskripte der ,mantuaer ,ausgabe#cfc anlangt1 von denen das eine am ,schlu des ,bandes1 das andere inmitten anderer ,traktate abgedruckt ist1 so sind dieselben nicht im ,entferntesten so bedeutend1 als manche moderne ,kritiker annehmen wollen4 ,bei einer unparteiischen und eingehenden ,vergleichung findet man nur einige unbedeutende ,varianten1 welche sich bei dem hohen ,alter des ,sepher ,jezirah im ,laufe der ,jahrhunderte sehr leicht durch die ,unaufmerksamkeit der ,abschreiber und ,kommentatoren einschleichen konnten4 ,andererseits behandeln die beiden ,manuskripte nicht nur denselben ,stoff1 dasselbe von einem allgemeinen ,standpunkt aus betrachtete ,system1 sondern sie haben auch die gleiche ,einteilung1 die gleiche ,kapitelzahl und den gleichen ,inhalt der ,kapitel2 endlich aber sind die gleichen ,gedanken mit den gleichen ,ausdrcken dargestellt4 ,aber man findet nicht die gleiche bereinstimmung in der ,zahl und ,stellung derjenigen ,stze1 welche unter dem ,namen ,mischna hier und da eingestreut sind4 ,hier hat man sich nicht vor berflssigen ,wiederholungen gehtet1 an der einen ,stelle die ,stze unntig zusammengehuft und an der andern ungerechtfertigt getrennt und vereinzelt4 ,endlich erscheint ein ,satz klarer als der andere1 weniger bezglich des ,wortlautes als hinsichtlich des ,gedankenganges4 ,wir wollen nur eine einzige ,stelle anfhren1 bei welcher dieser letztere ,unterschied auffllig hervortritt4 ,das eine ,manuskript sagt ganz einfach1 da der ,urbeginn des ,alls der ,geist des lebendigen ,gottes sei2 das andere ,manuskript fgt hinzu1 da dieser ,geist ,gottes der heilige ,geist sei1 welcher gleichzeitig ,geist1 ,stimme und ,wort sei4 ,ohne ,zweifel ist dieser ,gedanke von hoher ,wichtigkeit1 aber er fehlt auch nicht in dem ,manuskript1 wo er weniger klar dargestellt ist1 und er bildet1 wie wir bald sehen werden1 die ,grundlage und das ,schluergebnis des ganzen ,systems4 brigens wurde das ,buch der ,schpfung zu ,anfang des zehnten ,jahrhunderts ins ,arabische bersetzt und kommentiert von ,rabbi ,saadiah1 einem groen ,geist und methodischen1 klugen ,kopf2 derselbe hlt es fr eines der ltesten und frhesten ,denkmler des menschlichen ,geistes4 ,wir fgen1 ohne diesem ,zeugnis einen zu groen ,wert beizulegen1 hinzu1 da die ihm whrend des zwlften und dreizehnten ,jahrhunderts folgenden ,kommentatoren der gleichen ,meinung sind4 ,wie alle ,werke einer weit zurckliegenden ,zeit ist auch das uns beschftigende ohne ,titel und ,namen des ,verfassers2 jedoch schliet es mit folgenden merkwrdigen ,worten3 ,und als ,abraham1 unser ,vater1 alle diese ,dinge betrachtet1 untersucht1 ergrndet und erforscht hatte1 offenbarte sich ihm der ,herr der ,welt und nannte ihn seinen ,freund und machte ein ewiges ,bndnis mit ihm und seiner ,nachkommenschaft4 ,und ,abraham glaubte an ,gott1 und dies ward ihm als ein ,werk der ,gerechtigkeit angerechnet1 und der ,glanz ,gottes fiel auf ihn1 denn von ihm sind die ,worte gesprochen3 ,siehe1 ich habe dich gekannt1 ehe du im ,mutterleib gebildet wurdest4 ,diese ,stelle kann nicht als eine neue ,erfindung gelten1 denn sie findet sich in den beiden mantuanischen ,texten und den meisten alten ,kommentaren4 ,wahrscheinlich wurde sie im ,interesse des ,buches der ,schpfung untergeschoben1 damit es scheine1 als ob der ,stammvater der ,hebrer der ,verfasser dieses ,buches sei und durch dasselbe zu dem ,gedanken eines einzigen und allmchtigen ,gottes gelangt sei4 ,ferner existiert unter den ,juden eine ,tradition1 nach welcher ,abraham groe astronomische ,kenntnisse besa und sich allein durch die ,betrachtung der ,natur zu der ,idee des wahren ,gottes emporgeschwungen habe4 ,nichtsdestoweniger hat man bis heute obige ,worte auf eine grobmaterielle ,weise interpretiert4 ,man glaubte nmlich1 da ,abraham der ,verfasser sei und nannte seinen ,namen mit einer religisen ,scheu4 ,folgendes sind die ,ausdrcke1 mit denen ,moses ,botril seinen ,kommentar des ,sepher ,jezirah beginnt3 ,unser ,vater ,abraham1 ,friede sei mit ihm1 schrieb gegen die ,weisen seiner ,zeit1 welche nicht an das ,prinzip der ,einheit glaubten4 ,wenigstens sagt so ,rabbi ,saadiah -- das ,andenken dieses ,gerechten sei gesegnet6 -- im ersten ,kapitel seines ,buches1 welches den ,titel fhrt3 der ,stein der ,weisen4#cfd ,ich fhre seine eigenen ,worte an3 ,die chaldischen ,weisen bekmpften unsern ,vater ,abraham um seines ,glaubens willen4 ,die chaldischen ,weisen aber zerfielen in drei ,sekten4 ,die erste glaubte1 da das ,weltall zwei in der ,art ihrer ,thtigkeit durchaus verschiedenen ,grundursachen unterworfen sei1 von denen die eine zu zerstren versuche1 was die andere geschaffen habe4 ,es ist dies die ,anschauung der ,dualisten1 die sich auf ein ,system sttzen1 welches auf die ,urheber des ,guten und des ,bsen gegrndet ist4 ,die zweite ,sekte nimmt drei ,grundprinzipien an1 nmlich die eben genannten1 welche sich gegenseitig aufheben1 und das aus dieser ,aufhebung entspringende ,nichts4 ,die dritte ,sekte endlich erkennt keinen anderen ,gott als die ,sonne an1 welche sie als das ,grundprinzip des ,werdens und ,vergehens betrachtet4 ,ungeachtet der groen und allgemein respektierten ,autoritt des ,moses ,botril knnen wir seine ,meinung nur als eine ganz vereinzelte betrachten1 denn an die ,stelle des ,namens von ,abraham ist lngst der des ,ben ,akiba getreten1 eines der fanatischsten ,trger der ,tradition und eines der vielen ,mrtyrer der ,freiheit seines ,landes1 welcher verdient1 zu den bewundernswertesten ,helden gezhlt zu werden1 wie sie je in ,athen und ,rom eine ,rolle spielten4 ,uns erscheint jedoch diese letztere ,annahme ebenso unwahrscheinlich und nicht besser begrndet als die erstere4 berall1 wo der ,talmud ,akiba erwhnt1 erscheint er als ein fast gttliches1 selbst ber ,moses hinausragendes ,wesen1 jedoch reprsentiert er sich in keiner ,weise als eine der ,leuchten der ,merkaba oder der ,weisheit der ,genesis1 nichts lt vermuten1 da er das ,buch der ,schpfung geschrieben habe oder irgend ein ,buch von hnlicher ,beschaffenheit1 und im ,gegenteil tadelt man ganz positiv an ihm1 da er von der ,gottheit gerade keine sehr erhabenen ,anschauungen gehabt habe4 ,so sagt z4 ,b4 ,rabbi ,joseph von ,galila3 ,o ,akiba1 wie sehr vermischest du ,gewhnliches mit der gttlichen ,majestt4 ,nur die ,begeisterung1 welche er einflte1 die ,geduld1 mit welcher er ,regeln fr alle ,lebenslagen aufstellte1 der von ihm vierzig ,jahre lang gezeigte religise ,eifer und endlich der ,heroismus seines ,todes haben der ,tradition ein gewisses ,gewicht gegeben2 hingegen stimmen die ihm zugeschriebenen vierundzwanzigtausend ,schler durchaus nicht mit dem ,verbot der ,mischna berein1 auch nur das geringste ,geheimnis der ,kabbala bekannt zu machen4 ,einige neuere ,kritiker haben geglaubt1 es htten zwei verschiedene ,bcher unter dem ,titel ,sepher ,jezirah existiert1 von denen das dem ,abraham zugeschriebene und im ,talmud erwhnte lngst verloren gegangen und nur das neuere uns erhalten geblieben sei4 ,morin1 der ,verfasser der ,exercitationes biblicae1 entnimmt einem ,chronisten des #af4 ,jahrhunderts folgende ,stelle1 an welcher sich derselbe ber ,akiba uert3 ,derselbe hat das ,buch der ,schpfung zu ,ehren der ,kabbala geschrieben2 es existierte aber noch ein anderes von ,abraham geschriebenes ,buch der ,schpfung1 ber welches ,rabbi ,moses ben ,nachman 7abgekrzt ,ramban genannt#cfe71 einen groen und wunderbaren ,kommentar schrieb4 ,dieser zu ,ende des dreizehnten ,jahrhunderts geschriebene und in der ,mantuaer ,ausgabe einige ,jahre nach der erwhnten ,chronik gedruckte ,kommentar entspricht auf das ,genaueste dem ,buche ,jezirah1 wie wir es noch heute besitzen4 ,die meisten seiner ,ausdrcke sind genau hinbergenommen1 und es liegt auf der ,hand1 da der von uns genannte ,chronist den ,kommentar nicht gelesen hat4 ,endlich ist der erste1 welcher an die ,stelle des ,namens von ,abraham den des ,akiba setzte1 ein ,kabbalist des #af4 ,jahrhunderts1 ,isaak ,delares1 welcher in seiner ,vorrede zum ,sohar fragt3 ,wer hat ,rabbi ,akiba erlaubt1 unter dem ,namen ,mischna das ,buch ,jezirah zu schreiben1 da dasselbe ein ,buch ist1 welches seit ,abraham mndlich berliefert wurde8 ,allerdings ist dieser ,ausspruch der ,fiktion1 welche wir zerstren wollen1 entgegenstehend2 aber nichtsdestoweniger beruht dieselbe auf der eben genannten ,autoritt4 ,der ,verfasser des ,buches der ,schpfung ist noch nicht entdeckt1 und es ist nicht unsere ,sache1 den ber seinem ,namen liegenden ,schleier zu lften2 ja wir glauben sogar1 da dies bei dem geringen vorliegenden ,material unmglich ist4 ,diese ,ungewiheit kann sich aber nicht auf die im ,sepher ,jezirah demonstrierten ,lehrstze erstrecken1 welche das philosophische ,interesse erwecken mssen1 das dieser ,stoff beanspruchen kann4 ,drittes ,kapitel4 ,die ,authenticitt des ,sohar4 ,ein lebhaftes ,interesse1 aber auch groe ,schwierigkeiten sind mit dem jetzt zu besprechenden litterarischen ,denkmal1 dem ,sohar oder ,buch des ,lichtes1 dem ,universalkodex der ,kabbala verbunden4 ,in der bescheidenen ,form eines ,kommentars zum ,pentateuch berhrt er mit groer ,unabhngigkeit alle geistigen ,fragen und erhebt sich manchmal zu ,lehren1 welche dem grten ,genie unserer ,zeit zur ,ehre gereichen wrden4 ,aber er ist weit entfernt1 sich bestndig auf dieser ,hhe zu erhalten1 sondern steigt oft zu einer ,sprache1 zu ,ausdrcken und ,ideen herab1 welche den uersten ,grad von ,unwissenheit und ,aberglauben verraten4 ,man findet in ihm einerseits die ,einfachheit und den naiven ,enthusiasmus der biblischen ,zeit1 andererseits ,namen1 ,thatsachen1 ,kenntnisse und ,gebruche1 welche auf eine ziemlich vorgerckte ,epoche des ,mittelalters deuten4 ,diese ,ungleichheit der ,form wie des ,inhalts1 die bizarre1 die verschiedensten ,zeiten ineinander werfende ,mischung des ,charakters1 das fast vllige ,schweigen der beiden ,talmud und endlich das ,fehlen positiver ,dokumente bis zum ,schlu des #ac4 ,jahrhunderts haben die verschiedensten ,meinungen ber den ,ursprung und den ,verfasser dieses ,buches aufkommen lassen4 ,wir wollen zunchst die ltesten und zuverlssigsten ,zeugnisse beibringen und sprechen lassen1 bevor wir unsere eigene ,meinung ber diese schwierige ,frage kund thun4 ,alles1 was man ber die ,entstehung und das ,alter der ,sohar sagt und vermutet1 ist in einer durchaus unparteiischen ,weise zwei ,schriftstellern entnommen4 ,der erste derselben1 ,abraham ben ,zakuth 7um #adib7 sagt in seinem ,buch der ,genealogien3 ,der ,sohar1 dessen ,strahlen die ,welt erleuchten und die tiefsten ,geheimnisse des ,gesetzes und der ,kabbala enthllen1 ist nicht das ,werk des ,simon ben ,jochai1 obgleich er unter dessen ,namen verffentlicht wurde4 ,aber es ist von seinen ,schlern verfat1 welche es wiederum ihren ,schlern anvertrauten und denselben die ,fortsetzung ihrer ,arbeit zur ,aufgabe machten4 ,die mit der ,wahrheit vollkommen bereinstimmenden ,worte des ,sohar wurden von ,mnnern niedergeschrieben1 welche spt genug lebten1 um die ,bestimmungen der ,mischna und die ,vorschriften des mndlichen ,gesetzes zu kennen4 ,dieses ,buch wurde erst nach dem ,tod von ,rabbi ,moses ben ,nachman 7ca4 #acji7 und ,rabbi ,ascher 7ca4 #acbj2 beide spanische ,juden7 verbreitet1 die es noch nicht kannten4 ,rabbi ,gedalia1 der ,verfasser einer berhmten ,chronik unter dem ,titel ,kette der ,tradition sagt3 ,um das ,jahr #eejj der ,schpfung 7#abij n4 ,chr47 gab es eine ,anzahl ,leute1 welche annahmen1 da alle im aramischen ,dialekt geschriebenen ,theile des ,sohar das ,werk des ,rabbi ,simon ben ,jochai seien1 und da ihm nur die in heiliger ,sprache 7dem reinen ,hebrisch7 abgefaten nicht zugeschrieben werden drften4 ,andere glaubten1 da ,rabbi ,moses ben ,nachman dieses ,buch im heiligen ,land entdeckt und nach ,catalonien geschickt habe1 von wo es nach ,arragonien und in die ,hnde des ,rabbi ,moses von ,leon gekommen sei4 ,wieder ,andere waren der ,meinung1 da ,rabbi ,moses von ,leon als wohl unterrichteter ,mann die ,commentare selbst geschrieben und dieselben1 um bei den ,gelehrten seinen finanziellen ,nutzen zu wahren1 unter dem ,namen des ,rabbi ,simon ben ,jochai und seiner ,freunde verffentlicht habe4 ,man fgt hinzu1 da er dies gethan habe1 weil er arm und von ,geschften erschpft gewesen sei4 ,was mich jedoch anlangt1 sagt ,rabbi ,gedalia1 so glaube ich1 da alle diese ,meinungen grundlos sind1 und da ,rabbi ,simon ben ,jochai mit seinen heiligen ,genossen in ,wirklichkeit alle diese und noch andere ,dinge gesagt haben1 da sie aber zu seiner ,zeit noch nicht niedergeschrieben1 sondern1 nachdem sie lange ,zeit in verschiedenen ,handschriften umgelaufen waren1 gesammelt und geordnet wurden4 ,man darf sich darber nicht wundern1 denn in gleicher ,weise stellten ,rabbi ,ascher die ,gemara und ,rabbi ,judas die ,mischna zusammen1 deren ,manuscripte anfnglich in alle vier ,enden der ,erde zerstreut waren4 ,wir sehen aus diesen ,worten1 welchen die moderne ,kritik auch nichts ,wesentliches hinzuzufgen wei1 da die uns beschftigende ,frage drei verschiedene ,lsungen gefunden hat4 ,eine ,partei schreibt die ,urheberschaft des ,sohar mit ,ausnahme der rein hebrischen ,stellen1 die brigens in keiner gedruckten ,ausgabe#cff und in keinem bekannten ,manuskript vorkommen1 dem ,rabbi ,simon ben ,jochai zu4 ,die andere ,partei macht den ,sohar zum ,werk eines ,betrgers1 ,moses von ,leon1 und setzt seine ,entstehung in den ,schlu des #ac4 oder ,anfang des #ad4 ,jahrhunderts4 ,die dritte ,partei endlich schlgt einen ,mittelweg zwischen beiden ,extremen ein3 sie lt ,simon ben ,jochai die im ,sohar enthaltene ,philosophie seinen ,schlern lehren1 welche dieselbe mndlich fortpflanzten1 bis nach einigen ,jahrhunderten die zerstreuten ,niederschriften im ,sohar1 wie er uns jetzt vorliegt1 gesammelt worden seien4 ,die erste ,anschauung verdient keine ernsthafte ,widerlegung1 und sie grndet sich auf folgendes dem ,talmud entlehnte ,faktum#cfg3 ,rabbi ,jehuda1 ,rabbi ,joseph und ,rabbi ,simon ben ,jochai waren eines ,tages versammelt1 und bei ,ihnen befand sich ein gewisser ,jehuda ben ,gerim4 ,da sagte ,rabbi ,jehuda bezglich der ,rmer3 ,was hat diese ,nation gro gemacht8 ,doch nur das ,erbauen von ,brcken und die ,einrichtung von ,mrkten und ffentlichen ,bdern4 -- ,auf diese ,worte hin schwieg ,rabbi ,joseph1 aber ,rabbi ,simon ben ,jochai antwortete3 ,sie haben dies nur zu ihrem eigenen ,nutzen gethan4 ,sie haben ,mrkte eingerichtet1 um ,huren anzulocken2 sie haben ,brcken gebaut1 um ,zlle zu erheben1 und ,bder1 um sich zu erfrischen4 ,rabbi ,jehuda ben ,gerim erzhlte weiter1 was er gehrt hatte1 und es kam zu den ,ohren des ,kaisers1 welcher befahl3 ,jehuda1 welcher mich gelobt hat1 soll erhht werden2 ,joseph1 welcher schwieg1 soll nach ,sipora 7,sephoris7 verbannt1 und ,simon1 welcher mich geschmht hat1 getdtet werden4 ,daraufhin verbarg sich dieser mit seinem ,sohn in der ,schule1 und die ,thrhterin brachte ihm jeden ,tag ein ,brod und einen ,napf ,wasser4 ,aber die ,acht1 welche auf ihn gelegt war1 war sehr schwer1 und ,simon sprach zu seinem ,sohn3 ,die ,frauen sind von schwachem ,charakter2 deshalb steht zu befrchten1 da unsere ,thrhterin1 wenn man ihr mit ,fragen zusetzt1 uns verrth4 ,auf diese ,betrachtungen hin verlieen sie ihr ,asyl und verbargen sich in einer ,hhle4 ,dort schuf ,gott durch ein ,wunder zu ihren ,gunsten einen ,johannisbrotbaum und eine ,quelle4 ,simon und sein ,sohn legten ihre ,kleider ab1 vergruben sich bis an den ,hals in den ,sand und brachten ihre ,tage mit der ,betrachtung des ,gesetzes zu4 ,so lebten sie in dieser ,hhle zwlf ,jahre lang1 bis der ,prophet ,elias am ,eingang ihres ,zufluchtsortes erschien und ihnen zurief3 ,wer verkndet dem ,sohn des ,jochai1 da der ,kaiser gestorben und sein ,befehl vergessen ist8 ,darauf gingen sie hinweg1 lebten wie andere ,menschen und bebauten das ,land4 ,whrend dieser zwlf ,jahre der ,einsamkeit und ,verbannung soll nun nach dem ,talmud ,simon ben ,jochai mit ,hilfe seines ,sohnes ,eleazar das berhmte ,werk geschrieben haben1 an welches sein ,name geknpft blieb4 ,aber1 selbst wenn man aus dieser ,erzhlung die beigemengten fabelhaften ,umstnde ausscheidet1 ist es noch immer sehr schwierig1 die daraus gezogenen ,folgerungen zu rechtfertigen1 denn man kann natrlich unmglich sagen1 was die ,resultate der ,betrachtungen waren1 durch welche die beiden ,proskribierten ihre ,qualen zu vergessen suchten4 ,endlich findet man im ,sohar eine ,menge von ,thatsachen und ,namen1 welche ,simon ben ,jochai1 der nicht lang nach der ,zerstrung ,jerusalems um den ,anfang des zweiten christlichen ,jahrhunderts starb1 unmglich kennen konnte4 ,wie konnte er z4 ,b4 von den sechs ,teilen sprechen#cfh1 in welche die etwa sechzig ,jahre spter geschriebene ,mischna zerfllt8 ,wie konnte er die ,autoren und ,vorschriften der ,gemara erwhnen#cfi1 welche nach dem ,tod des heiligen ,judas begonnen und fnfhundert ,jahre nach ,christus vollendet wurde8 ,wie konnte er die ,namen1 die ,gesichtspunkte und andere ,eigentmlichkeiten der ,schule von ,tiberias kennen1 welche erst zu ,anfang des sechsten christlichen ,jahrhunderts entstand8 ,ja manche ,kritiker wollen sogar die mohammedanischen ,araber im ,sohar unter dem ,namen der ,ismaliten erwhnt finden1 und es ist in der ,that sehr schwer1 sich der ,beweiskraft folgenden ,satzes zu verschlieen3 ,der ,mond ist sowohl das ,zeichen des ,guten als des ,bsen4 ,der ,vollmond ist das ,gute1 der ,neumond das ,bse4 ,und weil er sowohl das ,gute als das ,bse in sich begreift1 so haben ihn sowohl die ,kinder ,israels als ,ismaels ihrer ,rechnung zu ,grund gelegt4 ,wenn eine ,mondfinsterni eintritt1 so ist dies ein bses ,zeichen fr ,israel1 tritt dagegen eine ,sonnenfinsterni ein1 so ist es ein solches fr ,ismael4 ,also bewahrheiten sich die ,worte des ,propheten3 ,die ,weisheit der ,weisen wird zu ,grunde gehen1 und die ,klugheit der ,klugen wird verdunkelt werden4 ,es mu jedoch bemerkt werden1 da diese ,worte nicht im ,text1 sondern in einem weit jngeren ,kommentar stehen1 welcher den ,titel fhrt3 der gute ,hirte1 ,ra'ya ,meheimna1 und da sie die ersten ,herausgeber aus eigener ,machtvollkommenheit dem ,sohar hinzufgten1 weil sie an der betreffenden ,stelle eine ,lcke zu finden glaubten4 ,man hat im ,sohar selbst noch eine bestimmtere ,stelle finden wollen1 welche ein ,schler des ,simon ben ,jochai aus dem ,munde seines ,meisters gehrt haben will3 ,wehe ber den ,augen1 da ,ismael zur ,welt geboren wurde und das ,zeichen der ,beschneidung annahm4 ,denn was that der ,herr1 dessen ,name gelobt sei8 ,er schlo die ,kinder ,ismaels von der himmlischen ,verbindung aus4 ,aber da sie das ,verdienst hatten1 das ,zeichen des ,bundes angenommen zu haben1 so behielt er ihnen fr ihren ,theil den ,besitz des heiligen ,landes vor4 ,also sind die ,kinder ,ismaels bestimmt1 das heilige ,land zu beherrschen1 und sie hindern die ,kinder ,israels dorthin zurckzukehren4 ,aber dies wird nur bis zu der ,zeit dauern1 in welcher das ,verdienst der ,kinder ,israels erloschen sein wird4 ,alsdann werden sie schreckliche ,kriege entfesseln1 und die ,kinder ,edoms werden sich gegen sie vereinigen und sie schlagen zu ,wasser1 zu ,land und bei ,jerusalem4 ,der ,sieg wird bald auf der einen und bald auf der andern ,seite sein1 aber das heilige ,land wird nicht in die ,hnde der ,kinder ,edoms gegeben werden4 ,zum richtigen ,verstndnis dieser ,zeilen sei bemerkt1 da die hebrisch schreibenden jdischen ,schriftsteller unter den ,kindern ,israels sowohl das heidnische1 als das christliche ,rom1 als auch die ,christenheit berhaupt verstehen4 ,da nun hier nicht vom heidnischen ,rom die ,rede sein kann1 so hat man in dieser ,stelle die ,niederlagen der ,sarazenen gegen die ,christen whrend der ,kreuzzge vor der ,eroberung ,jerusalems sehen wollen4 ,was die ,prophezeiung des ,simon ben ,jochai anlangt1 so habe ich wohl kaum ntig zu sagen1 welches ,gewicht sie unserer ,ansicht nach besitzt4 ,auch will ich mich nicht lange bei der ,darstellung der heute allgemein bekannten und von der modernen ,kritik zur ,genge wiederholten ,thatsachen aufhalten4 ,ich will nur einen fr unser endliches ,urteil ganz besonders wichtigen ,umstand anfhren4 ,um die berzeugung zu gewinnen1 da ,simon ben ,jochai nicht der ,verfasser des ,sohar1 und dieses ,buch selbst nicht die ,frucht dreizehnjhriger ,betrachtungen und der ,einsamkeit sein kann1 gengt es1 einige ,aufmerksamkeit auf die ,erzhlungen zu verwenden1 welche fast stets mit der ,entwickelung des ,gedankenganges verbunden sind4 ,so vereinigte nach dem ,idra ,suta genannten ,fragment1 welches eine in jeder ,hinsicht bewundernswrdige ,episode in dieser ungeheuren ,kompilation bildet1 ,rabbi ,simon vor seinem ,tode eine kleine ,anzahl seiner ,schler und ,freunde um sich1 unter welchen sich sein ,sohn ,eleazar befand4 ,simon sagte zum ,letzteren3 ,du wirst studieren1 ,rabbi ,aba wird schreiben und meine andern ,freunde werden stillschweigend ihren ,betrachtungen nachhngen4 ,an allen andern ,stellen spricht der ,meister in den seltensten ,fllen2 wohl aber sind seine ,worte im ,munde seiner ,shne und ,freunde1 welche sich noch nach seinem ,tod versammeln1 um ihre ,erinnerungen auszutauschen und sich gegenseitig ber den rechten ,glauben zu belehren nach den ,worten der heiligen ,schrift3 ,siehe1 wie fein und lieblich ist es1 wenn ,brder eintrchtig bei einander wohnen6 -- ,begegnen sich einige seiner ,schler unterwegs1 so dreht sich ihre ,unterhaltung sofort um den gewhnlichen ,gegenstand ihrer ,betrachtungen und sie beginnen irgend eine ,stelle des alten ,testaments in einem geistigen ,sinn auszulegen4 ,hier ein ,beispiel statt tausend3 ,rabbi ,jehuda und ,rabbi ,joseph waren unterwegs1 und der erstere sprach zu seinem ,reisegefhrten3 ,sage mir etwas vom ,gesetz1 denn wenn der ,mensch die ,worte des ,gesetzes betrachtet1 so steigt der ,geist ,gottes zu ihm herab oder geht vor ihm her1 um ihn zu fhren4#cgj ,man pflegt endlich1 wie wir bereits oben sagten1 ,bcher zu citieren1 von denen nur vereinzelte ,bruchstcke auf uns gekommen sind1 die aber notwendiger ,weise lter als der ,sohar sein mssen4 ,so wollen wir nur folgende ,stelle hierhersetzen1 von welcher man glauben knnte1 da sie von einem ,schler des ,copernicus geschrieben sein msse1 wenn ihr ,ursprung nicht mit voller ,gewiheit sptestens in das ,ende des #ac4 ,jahrhunderts zu setzen wre#cga3 ,im ,buch des ,rabbi ,hamnuna des ltern wird vermittelst verschiedener ,erklrungen gelehrt1 da sich die ,erde um sich selber kreisfrmig dreht1 da ,einige oben und ,andere unten sind1 da alle ,menschen nacheinander in gleicher ,lage die verschiedenen ,stellungen des ,himmels zu ,gesicht bekommen1 da ein ,theil der ,erde erleuchtet ist1 whrend der andere in ,dunkelheit liegt1 da ein ,theil der ,menschen ,tag hat1 whrend es bei den andern ,nacht ist1 da es ,gegenden giebt1 wo es bestndig ,tag ist1 oder wo wenigstens die ,nacht nur wenige ,augenblicke dauert4 ,es liegt auf der ,hand1 da der ,verfasser des ,sohar1 sei er1 wer er sei1 gewi nicht ,rabbi ,simon ben ,jochai sein kann1 dessen ,tod und letzte ,augenblicke darin erzhlt werden4 ,sind wir aber deshalb gentigt1 die ,ehre seiner ,urheberschaft einem obskuren ,rabbi des dreizehnten ,jahrhunderts1 einem unglckseligen ,charlatan1 zuschreiben zu mssen1 welcher seinem ,elend auf eine ebenso unwrdige als unsichere ,weise ein ,ende machen wollte8 ,ganz gewi nicht4 ,und selbst wenn wir die innerste ,natur1 den innersten ,wert des ,buches prfen1 so macht es nicht die mindeste ,mhe darzulegen1 da diese ,ansicht ebensowenig als die erste begrndet ist4 ,doch mssen wir zu ihrer ,widerlegung positive ,beweisgrnde beizubringen suchen4 ,der ,sohar ist in aramischer ,sprache geschrieben1 welche keinem ausgesprochenen ,dialekt angehrt4 ,welche ,absicht knnte wohl ,rabbi ,moses von ,leon gehabt haben1 als er sich eines ,idioms bediente1 das zu seiner ,zeit gar nicht gebruchlich war8 ,wollte er1 wie ein neuerer1 bereits angefhrter ,kritiker annimmt#cgb1 seinen ,erdichtungen eine gewisse ,wahrscheinlichkeit geben1 wenn er die ,personen des ,sohar1 unter deren ,namen er seine ,ideen einschmuggelte1 in der ,sprache ihrer ,zeit reden lt8 ,aber selbst1 wenn er so ausgedehnte ,kenntnisse besessen htte1 so wrde er selbst nach der ,meinung der von uns hier bekmpften ,gegner nicht haben bersehen drfen1 da ,simon ben ,jochai und seine ,freunde zu den ,verfassern der ,mischna gehren1 deren gewohnte ,sprache der jerusalemitische ,dialekt war1 und welche demnach gewi hebrisch geschrieben htten4 ,er wrde sich also gewi der letzteren ,sprache bedient haben1 wenn er den ,sohar durch ,einschmuggelung seiner eigenen ,ideen htte flschen wollen1 welcher ,betrug sicher bald entdeckt worden wre4 ,da wir aber nirgends etwas dergleichen auf unsere ,zeit ,gekommenes finden1 so braucht uns obige ,annahme nicht mehr zu beschftigen4 ,aber sei sie wahr oder falsch1 sie dient zur ,bekrftigung folgenden ,umstandes3 ,wir wissen mit grter ,gewiheit1 da ,moses von ,leon in hebrischer ,sprache ein kabbalistsches ,werk unter dem ,titel3 der ,name ,gottes oder einfach der ,name 7,sefer ,hashem7 schrieb4 ,moses ,corduero besa dieses noch handschriftlich erhaltene ,werk und bringt daraus mehrere ,stellen bei1 aus welchen sich ergiebt1 da es ein sehr subtiler und detaillierter ,kommentar ber einige der dunkelsten ,stellen der ,lehren des ,sohar ist1 wie z4 ,b43 ,welches sind die verschiedenen ,kanle oder -- so zu sagen -- ,influenzen1 wechselseitige ,rapporte1 welche zwischen den ,sephiroth bestehen und die das gttliche ,licht oder die ,ursubstanz der ,dinge von dem einen zum andern fhren8 ,lt sich nun annehmen1 da derselbe ,mann1 welcher den ,sohar in chaldisch-syrischer ,sprache geschrieben haben soll1 um die ,schwierigkeiten desselben noch durch den ,dialekt zu vermehren1 um die in ihm erhaltenen ,gedanken dem ,volk zu verschleiern1 im ,hebrischen entschleierte und preisgab1 was er in einer selbst von den ,gelehrten halbvergessenen ,sprache so ngstlich zu verbergen gesucht hatte8 ,glaubt man wirklich1 da er durch diesen ,wechsel der ,methode bei seinen ,lesern ,erfolg erzielt haben wrde8 ,es ist in der ,that viel zu viel ,zeit und ,mhe mit viel zu gelehrten und komplizierten ,kombinationen verschwendet worden1 um einen unbedeutenden ,mann der dmmsten ,widersprche und grbsten ,anachronismen zu beschuldigen4 ,ein anderer ,grund zwingt uns1 den ,sohar fr weit lter als ,moses von ,leon und fr nicht europischen ,ursprungs zu halten1 nmlich der1 da man nirgends eine ,spur aristotelischer ,philosophie und keine ,erwhnung des ,christentums und seines ,begrnders findet1 und es ist doch allbekannt1 da whrend des #ac4 und #ad4 ,jahrhunderts in ,europa das ,christentum und ,aristoteles unbeschrnkt herrschten4 ,wie knnte man also annehmen1 da in einer so fanatischen ,zeit ein armer spanischer ,rabbi1 welcher in unverstndlicher ,sprache ber religise ,stoffe schrieb1 der ,anklage entgangen wre1 welche so oft gegen sptere ,schriftsteller erhoben wurde1 nmlich1 da sie sich nicht wie ,saadiah1 ,maimonides und ihre ,nachfolger von dem unwiderstehlichen ,einflu der peripatetischen ,philosophie htten frei machen knnen8 ,man lese aber alle ,kommentare des ,buches der ,schpfung und werfe einen ,blick auf alle religisen und philosophischen ,schriften seiner ,zeit1 und man wird berall der ,sprache des ,organon und der unbeschrnkten ,herrschaft der ,philosophie des ,stagyriten begegnen4 ,das ,fehlen dieses ,merkmals im ,sohar ist aber von einer nicht hoch genug zu schtzenden ,bedeutung4 ,man kann in den zehn ,sephiroth1 von denen wir weiter unten ausfhrlich sprechen werden1 keine verkappte ,nachahmung der aristotelischen ,kategorien sehen1 weil nmlich die letzteren nur einen logischen ,wert besitzen1 die ersteren hingegen ein erhabenes metaphysisches ,system darstellen4 ,wenn einige ,teile der ,kabbala ja einem ,system der griechischen ,philosophie hneln1 so ist es das ,system ,platos1 welcher ja bekanntlich einem gewissen ,mysticismus ergeben war2 ,plato war aber damals auerhalb seines ,vaterlandes sehr wenig bekannt4 ,endlich aber bemerken wir1 da die im ,sohar gebrauchten ,ideen und ,ausdrcke1 welche zur ,erluterung des kabbalistischen ,systems dienen1 in weit lteren ,schriften als solchen vorkommen1 die zu ,ende des #ab4 ,jahrhunderts abgefat wurden4 ,so ist z4 ,b4 der von uns schon genannte ,moses ,botarel1 einer der ,kommentatoren des ,sepher ,jezirah1 der die ,emanationstheorie nach den ,anschauungen der ,kabbalisten lehrt1 von ,saadiah wohl gekannt1 denn dieser fhrt folgende ,stelle des ihm zugeschriebenen der ,stein der ,weisen genannten ,buches an3 ,o du1 der du aus den ,cisternen schpfst1 hte dich1 wenn man dich versuchen will1 die ,emanationslehre zu enthllen1 denn dieselbe ist ein groes ,geheimni im ,munde der ,kabbalisten1 und ein anderes ,geheimni ist enthalten in den ,worten des ,gesetzes3 ,ihr sollt den ,herrn nicht versuchen6 ,aber ,saadiah greift die ,emanationslehre1 welche die ,grundlage des ganzen im ,sohar entwickelten ,systems ist1 heftig in seinem ,glauben und ,meinen betitelten ,buch an1 wie einwandsfrei aus folgender ,stelle desselben hervorgeht#cgc3 ,ich bin oft ,leuten begegnet1 welche die ,existenz eines ,schpfers nicht leugnen1 aber nicht begreifen1 wie unser ,geist fassen knne1 da irgend etwas aus nichts geschaffen sei4 ,da nun der ,schpfer das einzige ,wesen ist1 welches von ,anbeginn an existiert1 so mu ihrer ,meinung nach das ,weltall aus der eigenen ,wesenheit des ,schpfers hervorgegangen sein4 ,diese ,leute 7,gott behte euch vor ihren ,anschauungen7 sind noch sinnlicher als alle andern1 von denen wir bisher gesprochen haben4 ,der ,sinn dieser ,worte wird noch klarer1 wenn man in demselben ,kapitel liest1 da der ,glaube1 auf welchen sie anspielen1 durch die ,worte bei ,hiob#cgd gerechtfertigt werde3 ,woher kommt denn die ,weisheit8 ,und wo ist die ,sttte des ,verstandes8 -- ,gott wei den ,weg dazu und kennet ihre ,sttte4 ,man findet hier in der ,that die ,namen1 welche der ,sohar den drei ersten und obern ,sephiroth weiht1 und die alle andern in sich fassen3 nmlich die ,weisheit1 den ,verstand und die ,sttte4 ,anstatt ,sttte sagen nun die ,kabbalisten das ,nichtseiende und nennen sie so1 weil das ,nichtseiende das ,unendliche ohne ,attribut1 ,form und ,eigenschaft in einem unbegreiflichen ,zustand ohne ,realitt reprsentiert4#cge ,dies ist der aus dem ,nichtseienden gezogene ,sinn1 sagen die ,kabbalisten4 ,derselbe ,autor giebt uns auch eine psychologische ,theorie1 welche vllig identisch mit der ,simon ben ,jochai zugeschriebenen ist#cgf und lehrt uns1 da das im ,sohar#cgg enthaltene ,dogma der ,prexistenz und ,rincarnation zu seiner ,zeit von ,leuten angenommen worden sei1 welche nur dem ,namen nach ,juden gewesen seien und ihre extravagante ,meinungen durch das ,zeugnis der heiligen ,schrift zu sttzen gesucht htten4 ,dies ist jedoch nicht alles1 denn der heilige ,hieronymus spricht in einem seiner ,briefe#cgh von den zehn mystischen ,namen 7decem nomina mystica71 durch welche die ,engel die ,gottheit bezeichneten4 ,diese von ,hieronymus erwhnten und ausgewhlten ,namen sind aber genau dieselben1 mit welchen der ,sohar die zehn ,sephiroth oder ,attribute der ,gottheit bezeichnet4 ,sie mgen hier folgen1 wie sie im ,buch des ,geheimnisses 7,sifra ,ditzni'uta71 einem der ltesten ,fragmente des ,sohar enthalten sind und gleichzeitig die ,grundprinzipien der ,kabbala in sich fassen3 ,wenn der ,mensch eine ,bitte an den ,herrn richten will1 so mu er stets die heiligen ,namen ,gottes anrufen1 nmlich3 ,eheie1 ,jah1 ,jehovah1 ,el1 ,elohim1 ,jedud1 ,eloha1 ,sabaoth1 ,schadai1 ,adonai4 ,dies sind die zehn ,sephiroth1 welche heien3 ,krone1 ,weisheit1 ,verstand1 ,schnheit1 ,gnade1 ,gerechtigkeit usw4 ,alle ,kabbalisten stimmen darin berein1 da die zehn ,namen ,gottes und die zehn ,sephiroth einunddasselbe sind1 nmlich der geistige ,teil derselben sei die ,wesenheit der gttlichen ,emanationen4 ,hieronymus spricht auch in mehreren seiner ,schriften von gewissen hebrischen ,traditionen1 welche das ,paradies1 oder1 wie es hebrisch heit3 ,eden 7,gan ,eden71 lter sei als die ,welt4#cgi ,bemerkt sei dazu zunchst1 da bei den ,juden keine andern ,traditionen hnlichen ,inhalts bekannt waren als die geheimnisvolle ,wissenschaft1 welche der ,talmud die ,geschichte der ,schpfung nennt4 ,was ferner den mit ihrem ,namen verbundenen ,glauben anlangt1 so stimmt derselbe vllig mit dem ,sohar berein1 wo die hchste ,weisheit1 das gttliche ,wort1 durch welches die ,schpfung begonnen und vollendet wurde1 das ,prinzip aller ,intelligenz und des ganzen ,lebens1 als das wahre oder obere ,eden 7,eden ila'a7 bezeichnet wird4 ,aber ein schwerer als dies alles wiegender ,umstand ist1 da die ,kabbala sowohl der ,sprache als dem ,inhalt nach mit allen gnostischen ,sekten -- namentlich den in ,syrien entstandenen -- und dem ,religionskodex der ,nazarener besitzt1 welcher vor einigen ,jahren entdeckt und aus dem ,syrischen in das ,lateinische bersetzt wurde4 ,es sei ferner noch bemerkt1 da die ,lehren eines ,simon ,magus1 ,elxa1 ,bardesanes1 ,basilides und ,valentinus nur bruchstckweise in den ,schriften einiger ,kirchenvter wie ,clemens von ,alexandria und ,irenus erhalten sind1 die auf keinen ,fall einem in der christlichen ,litteratur gnzlich unbewanderten ,rabbi des #ac4 ,jahrhunderts bekannt waren4 ,wir sind also zu der ,annahme gezwungen1 da der ,gnosticismus auf den ,sohar nicht sowohl in seiner uns heute vorliegenden ,form1 als bezglich der in ihm enthaltenen ,traditionen und ,theorien einwirkte4 ,auer obiger ,annahme ist noch die ,ansicht zu erwhnen1 welche die ,kabbala zu einer ,nachahmung der mystischen ,philosophie der ,araber macht und sie zur ,zeit der ,herrschaft der ,khalifen ungefhr zu ,anfang des elften ,jahrhunderts entstehen lt1 also in einer ,epoche1 wo sich die ersten ,spuren des ,mysticismus bei den ,arabern zeigen4 ,diese ,konjektur wurde schon im neunten ,band der ,memoiren der ,akademie des ,inscriptions ausgesprochen1 und auch ,tholuck hat sie durch seine groe ,gelehrsamkeit zu untersttzen gesucht4 ,in einer lteren ,schrift#chj1 worin er den ,einflu der griechischen ,philosophie auf die ,araber untersucht1 kommt ,tholuck zu dem ,schlu1 da die ,emanationslehre den ,arabern zu gleicher ,zeit wie die ,philosophie des ,aristoteles bekannt geworden sei4 ,die letztere jedoch wurde ihnen nur durch die ,kommentare des ,themistius1 ,theon von ,smyrna1 ,aeneas von ,gaza1 ,johann ,philopon1 mit einem ,wort1 mit alexandrinischen ,philosophemen in einer sehr unvollstndigen ,gestalt berliefert4 ,dieser vom ,stamme des ,islam abgelegte ,zweig entwickelte sich zu einem ausgedehnten ,system1 hnlich dem des ,plotinos1 welcher den ,enthusiasmus ber die ,vernunft setzt1 und -- indem er alle ,wesen aus der ,gottheit hervorgehen lt1 dem ,menschen als ,endziel der ,vervollkommnung die ,ekstase und ,verneinung seiner selbst vorschreibt4 ,diesen halb griechischen1 halb arabischen ,mysticismus will ,tholuck als die ,quelle der ,kabbala hinstellen4#cha ,zu diesem ,zweck greift er die ,authenticitt der kabbalistischen ,bcher und vor allem die des ,sohar an1 welchen er als eine am ,schlu des #ac4 ,jahrhunderts entstandene ,kompilation betrachtet1 obschon er der ,kabbala im allgemeinen ein hheres ,alter zugesteht4 ,nachdem er dies auer allen ,zweifel gesetzt zu haben glaubt1 sucht er die vollkommene hnlichkeit der im ,sohar enthaltenen ,ideen mit denen des arabischen ,mysticismus nachzuweisen4 ,jedoch bringt er kein ,argument vor1 das von uns nicht schon widerlegt wre1 und wir brauchen uns nur an den letzten und zweifelsohne interessantesten ,teil seiner ,arbeit zu halten4 ,dabei sind wir jedoch gentigt1 vorausgreifend uns mit den ,grundlagen des kabbalistischen ,systems zu beschftigen und daran einige ziemlich trockene ,bemerkungen ber seinen ,ursprung zu knpfen4 ,die erste ,beobachtung1 welche wir machen1 ist die1 da allerdings die hebrischen ,lehren den arabischen vollkommen gleichen1 ohne da die ersteren jedoch ein ,abklatsch der letzteren zu sein brauchen4 ,wre es nicht mglich1 da beide ,lehren durch verschiedene ,kanle aus ein und derselben ,quelle geflossen sein knnten1 welche lter als die arabische und alexandrinische ,philosophie ist8 ,und in der ,that giebt auch ,tholuck zu1 da die ,araber mit den ,hauptwerken der alexandrinischen ,philosophie unbekannt waren1 da sie die ,schriften des ,plotinus1 ,jamblichus und ,proclus1 von denen weder eine syrische noch eine arabische bersetzung existiert1 gar nicht1 und von ,porphyrius nur einen rein logischen ,kommentar1 nmlich die ,einleitung seiner ,abhandlung ber die ,kategorien kannten4 ,andererseits aber lt sich kaum annehmen1 da die im ganzen ,altertum unter dem ,namen der orientalischen ,weisheit so hochberhmte parsistische ,religionsphilosophie den ,arabern bei ihrer ,invasion nicht bekannt geworden wre1 da sie doch offenbar der groen unter der ,herrschaft der ,abbassiden sich ,bahn brechenden ,bewegung zu ,grunde liegt4 ,wissen wir doch1 da ,avicenna ein ,werk ber die orientalische ,weisheit schrieb1 welche ein neuerer ,autor auf ,grund einiger weniger ,citate fr eine ,zusammenstellung neuplatonischer ,ideen halten will4 ,er sttzt sich dabei auf folgende ,stelle des ,al ,gazali3 ,du mut wissen1 da zwischen der ,krperwelt und der1 von welcher wir sprechen 7der ,geisterwelt71 hnliche ,beziehungen obwalten wie zwischen unserm ,krper und unserm ,schatten4 ,hat sich jener ,kritiker nicht in das ,gedchtnis zurckgerufen1 da in diesen ,worten das ,grundprinzip des ,mazdeismus formuliert ist1 und da die ,juden von ihrer ,gefangenschaft an bis zu ihrer ,zerstreuung in ununterbrochener ,verbindung mit ,babylonien standen8 ,wir wollen uns bei diesem ,punkt nicht lnger aufhalten1 sondern nur sagen1 da der ,sohar ganz positiv die orientalische ,weisheit wiederholt2 er sagt3 diese ,weisheit1 welche die ,shne des ,orients seit der frhesten ,zeit kannten1 und citiert aus ihr ein vollstndig mit seinen ,lehren bereinstimmendes ,beispiel4 ,schlielich kann hier keine ,rede von den ,arabern sein1 welche die hebrischen ,schriftsteller unabnderlich die ,kinder ,ismaels oder die ,kinder ,arabiens nennen4 ,in solchen ,ausdrcken spricht man aber nicht von gleichzeitigen ,philosophen und ihren eben erst unter dem ,einflu des ,aristoteles und seiner alexandrinischen ,kommentatoren entstandenen ,lehren4 ,endlich wrde der ,sohar den ,ursprung seiner ,lehren nicht in die lteste ,zeit der ,menschheit verlegen und sie nicht von ,abraham den ,shnen seiner ,kebsweiber und von diesen den ,vlkern des ,orients berliefern lassen4 ,aber es ist gar nicht ntig1 sich dieses ,arguments zu bedienen1 denn in ,wahrheit bieten der arabische ,mysticismus und der ,sohar viel mehr ,unterscheidungs- als ,berhrungspunkte dar1 denn die ersteren beschrnken sich nur auf einige in allen mystischen ,systemen nachweisbare allgemeine ,grundanschauungen1 whrend die metaphysischen ,hauptpunkte der beiden ,systeme keinen ,zweifel ber ihre ,verschiedenheit aufkommen lassen4 ,so sehen1 um das ,wichtigste hervorzuheben1 die arabischen ,mystiker in ,gott die ,grundsubstanz aller ,dinge und die immanente ,ursache des ,weltalls und sie behaupten1 da sich die ,gottheit in dreierlei ,weise offenbart habe3 ,erstens als ,einheit oder absolutes ,sein1 in welchem noch keinerlei ,scheidung war4 ,zweitens als die das ,weltall bildenden ,objekte1 als diese anfingen sich in ihrer ,wesenheit und intelligibeln ,formen sich zu scheiden und sich vor der gttlichen ,intelligenz als gegenwrtig darzustellen4 ,drittens als das ,universum1 die reale ,welt selbst1 in welcher die ,gottheit sichtbar geworden ist4 ,das kabbalistische ,system ist weit davon entfernt1 diesen ,charakter der ,einfachheit aufzuweisen4 ,zweifelsohne gilt auch in ihm die gttliche ,wesenheit als die ,grundsubstanz1 als die ,quelle1 aus welcher von ,ewigkeit1 ohne da sie erschpft wird1 alles ,leben1 alles ,licht und alles ,dasein fliet2 aber anstatt der drei ,manifestationen1 der drei ,generalformen des unendlichen ,wesens1 hat sie deren zehn1 nmlich die zehn ,sephiroth1 welche sich in drei in einer ,dreiheit aufgehenden ,dreiheiten und eine hchste ,form teilen4 ,in ihrer ,gesamtheit betrachtet1 reprsentieren die ,sephiroth nur den ersten ,grad1 die erste ,sphre des ,seins1 nmlich das1 was man die ,welt der ,emanationen nennt4 ,unterhalb derselben befinden sich noch von einander unterschieden in unendlicher ,vielfltigkeit die ,welt der reinen ,geister oder der ,schpfung1 die ,welt der ,sphren und der sie lenkenden ,intelligenzen oder die ,welt der ,formation1 und als unterste ,stufe endlich die ,welt der ,arbeit oder ,thtigkeit4 ,die arabischen ,mystiker nahmen ebenfalls eine ,kollektivseele an1 aus welcher alle einzelnen die ,welt belebenden ,seelen ausgeflossen seien1 einen zeugenden ,geist1 welchen sie den ,vater der ,geister1 den ,geist ,muhammeds1 die ,quelle1 das ,vorbild und die ,wesenheit aller andern ,geister nennen4 ,in dieser ,auffassung des ,geistes hat man das ,vorbild des ,adam ,kadmon1 den himmlischen ,menschen der ,kabbalisten sehen wollen4 ,aber das1 was die ,kabbalisten mit diesem ,namen bezeichnen1 ist nicht allein das ,prinzip der ,intelligenz und des geistigen ,lebens2 es ist auch das1 was sie fr ber und unter dem ,geist stehend ansehen1 nmlich die ,gesamtheit der ,sephiroth oder die ganze ,emanationswelt1 nmlich das ,wesen in seinem abstraktesten und unbegreiflichsten ,charakter bis herab zu den bildenden ,krften der ,natur1 welches sie in diesem ,sinn den ,punkt oder das ,nichtsein nennen4 ,weiterhin findet man bei den ,arabern keine ,spur der ,metempsychose1 welche im kabbalistischen ,system eine so groe ,rolle spielt4 ,vergebens wird man auch in den ,werken der arabischen ,mystiker die fortlaufenden ,allegorien1 die bestndige ,berufung auf die ,tradition1 die endlosen ,geschlechtsregister nach den ,worten des heiligen ,paulus#chb1 die gigantischen und bizarren ,metaphern suchen1 welche so ganz mit dem ,geist des alten ,orients bereinstimmen4 ,schlielich kommt ,tholuck von seiner anfnglich vertretenen ,ansicht zurck und meint1 es sei unmglich die ,kabbala aus arabischen ,quellen abzuleiten1 eine ,meinungsuerung1 die bei einem philosophisch so geschulten gelehrten ,orientalisten ganz besonders ins ,gewicht fllt4 ,hier seine eigenen ,worte3 ,was knnen wir nun aus diesen ,analogien schlieen8 ,meines ,erachtens sehr wenig4 ,denn was die beiden ,systeme bereinstimmendes haben1 findet sich bereits in den ltesten ,geheimlehren1 in den ,bchern der ,saber und ,perser und bei den ,neuplatonikern4 ,im ,gegenteil aber ist die ungewhnliche ,form1 in welcher uns der ,gedankeninhalt der ,kabbala entgegentritt1 der arabischen ,mystik ganz fremd4 ,um nun zu beweisen1 da die ,kabbala wirklich aus der letzteren hervorgegangen wre1 mte man vor allem die ,lehre von den ,sephiroth untersuchen2 aber von ihnen findet sich bei den arabischen ,mystikern1 welche nur eine einzige ,art und ,weise kennen1 wie ,gott sich selbst offenbart1 nicht die mindeste ,spur2 wohl aber nhert sich hier die ,kabbala den ,lehren der ,saber und ,gnostiker4 ,ist nun die ,unzulssigkeit der ,annahme dargethan1 da die ,kabbala arabischen ,ursprungs sei1 so verliert die ,meinung1 welche den ,sohar zu einem ,werk des #ac4 ,jahrhunderts machen will1 den letzten ,halt4 ,der ,sohar enthlt ferner1 wie wir s4 ,z4 nher darlegen werden1 ein philosophisches ,werk von hchstem ,gedankenflug und einer ungeheuren ,ausdehnung2 ein solches ,werk entsteht aber nicht -- so zu sagen -- ber ,nacht in einer ,epoche der ,unwissenheit und des blinden ,glaubens1 und namentlich nicht bei einer ,menschenklasse1 auf welcher der ,druck der ,verachtung und ,verfolgung lastet4 ,endlich aber begegnen wir im ganzen ,mittelalter weder ,vorlufern noch ,elementen des kabbalistischen ,systems1 weshalb wir gentigt sind1 die ,entstehung desselben in das ,altertum zurckzuversetzen4 ,wir sind nun jetzt bei ,jenen angelangt1 welche behaupten1 da ,simon ben ,jochai thatschlich einer kleinen ,anzahl seiner ,schler und ,freunde1 unter welchen sich auch sein ,sohn befunden habe1 die die ,basis des ,sohar bildenden metaphysischen und religisen ,lehren mitgeteilt habe4 ,diese ,lehren seien dann als unverletzliche ,geheimnisse von ,mund zu ,mund berliefert und nach und nach niedergeschrieben worden4 ,in neuerer ,zeit seien nun diese ,traditionen mit ,anmerkungen und ,kommentaren versehen worden1 wodurch sie zum ,teil ihre ,eigentmlichkeit vernderten1 und endlich gegen das ,ende des #ac4 ,jahrhunderts hin von ,palstina nach ,europa gekommen4 ,wir hoffen1 da diese bisher nur schchtern als ,konjektur vorgetragene ,meinung bald den ,charakter der vlligen ,gewiheit annehmen wird4 ,wie schon der ,verfasser der die ,kette der ,tradition betitelten ,chronik bemerkt1 stimmt der ,sohar vollkommen mit der ,geschichte der brigen religisen ,denkmler des jdischen ,volkes berein2 sie vereinigt in sich die auf gemeinschaftlicher ,grundlage stehenden ,traditionen der verschiedenen ,zeitalter und die ,lehren der verschiedenen ,meister1 aus denen auch die ,mischna wie der jerusalemitische und babylonische ,talmud entstanden4 ,er sagt3 ,ich habe die ,tradition gehrt1 dieses ,werk sei so umfangreich1 da es in seiner ,vollstndigkeit zur ,belastung eines ,kameels gengen wrde4 ,es lt sich nun aber nicht annehmen1 da ein einziger ,mann1 auch wenn er sein ganzes ,leben hindurch ber den betreffenden ,stoff geschrieben htte1 eine so schreckenerregende ,probe seiner ,fruchtbarkeit abgelegt haben knne4 ,endlich aber liest man in den in derselben ,sprache geschriebenen und mit dem ,sohar gleichalterigen ,supplementen des ,sohar 7,tikunei ,zohar71 da derselbe nie ganz verffentlicht worden sei1 oder -- um uns an den ,wortlaut zu halten -- erst am ,ende der ,tage werde verffentlicht werden4 ,beginnt man nun den ,sohar selbst zu untersuchen1 um ohne ,vorurteil einige ,aufklrung ber seinen ,ursprung zu erhalten1 so ersieht man bald aus der ,ungleichheit des ,styls1 aus dem ,fehlen einer ,einheit und ,geschlossenheit nicht sowohl des ,systems1 als der ,exposition1 der ,methode1 der ,anwendung der allgemeinen ,grundstze wie endlich aus dem ,gedankengang im ,einzelnen1 da es unmglich ist1 die ,autorschaft des ,buches einer einzigen ,person zuzuschreiben4 ,wir beschrnken uns auf eine kurze ,darstellung der hauptschlichsten ,differenzen der drei ,hauptteile des ,sohar1 nmlich des ,buches des ,geheimnisses 7,sifra ,ditzni'uta71 welches als der lteste ,teil gilt2 der groen ,versammlung 7,idra ,rabba71 in welcher sich ,simon ben ,jochai inmitten seiner ,jnger reprsentiert2 und endlich die kleine ,versammlung 7,idra ,zuta71 in welcher ,simon auf dem ,sterbebett vor seinem ,ende drei seiner ,schler zu sich berufen hat1 um ihnen seine noch brigen ,lehren mitzuteilen4 ,diese drei durch groe ,zwischenrume in der ungeheuren ,sammlung getrennten ,werke bilden jedoch ein zusammengehriges ,ganzes sowohl was die ,thatsachen1 als auch was den ,gedankengang des ,inhalts anlangt4 ,man findet darin bald in allegorischer ,form1 bald in durchaus metaphysischer ,sprache eine fortlaufende und glnzende ,beschreibung der gttlichen ,attribute1 ihrer verschiedenen ,attribute1 der ,art und ,weise der ,schpfung und der ,beziehungen zwischen ,gott und dem ,menschen4 ,jedoch verlt der ,sohar nicht selten diese ,hhen der ,spekulation1 um zu dem uern und praktischen ,leben herabzusteigen und die ,beobachtung des ,gesetzes und der religisen ,gebruche zu empfehlen4 ,hufig begegnet man auch einem ,namen1 einer ,thatsache oder einem ,ausdruck1 welcher uns die ,authenticitt dieser ,bltter bezweifeln lassen knnte1 auf denen die ,originalitt der ,form dem ,fluge des ,gedankens preisgegeben wird4 ,das ,wort fhrt immer der ,meister1 welcher seine ,zuhrer nicht mit logischen ,grnden1 sondern nur durch die ,macht seiner ,autoritt berzeugt4 ,er demonstriert nicht1 er erklrt nicht1 er wiederholt nicht1 was er von andern gelernt hat1 sondern er versichert1 und ein jedes seiner ,worte wird als ein heiliger ,glaubensartikel betrachtet4 ,diesen ,charakter trgt besonders das ,buch des ,geheimnisses1 ein sehr ausfhrliches1 aber auch sehr dunkles ,resum des ganzen ,werkes4 ,man knnte von ihm sagen3 docebat quasi auctoritatem habens4 ,im brigen enthlt das ,buch anstatt einer fortlaufenden ,exposition eine ,menge ungeregelter ,ideen2 anstatt eines festen1 konsequent verfolgten ,planes1 wobei die vom ,autor als ,belege seiner eigenen ,ideen herangezogenen ,schriftstellen sich dem ,gedankengang anschmiegen mten1 ist der ,verlauf des ,kommentars untergeordnet und ohne ,zusammenhang4 ,jedoch ist1 wie wir bereits bemerkten1 die ,auslegung der ,schrift nur ein ,vorwand1 und wir werden1 ohne den ,bannkreis ihrer ,ideen zu verlassen1 durch den ,text von einem ,gegenstand zum andern gefhrt1 womit sich die ,traditionen der ,schule des ,simon ben ,jochai beschftigte1 der1 anstatt ein logisch geordnetes ,system aufzustellen1 dem ,zeitgeschmack folgend1 seine ,ideen den ,hauptstellen des ,pentateuch anpate4 ,diese ,ansicht wird noch durch den ,umstand bestrkt1 da oft nicht die mindesten ,beziehungen zwischen dem betreffenden biblischen ,text und den ,stellen des ,sohar bestehen1 welche ihm als ,kommentar dienen sollen4 ,dieselbe ,zusammenhangslosigkeit und ,unordnung herrscht in der ,anordnung des ,stoffes1 und es finden sich nur eine kleine ,anzahl von ,stellen1 die einen gleichfrmigen ,charakter zur ,schau tragen4 ,hier herrscht die metaphysische ,theologie vllig souvern2 aber ungeachtet der khnsten und hochfliegendsten ,theorien begegnet man sehr hufig den materiellsten ,details des uern ,kultus oder kindischen ,fragen1 mit welchen die ,gemaristen gleich den ,kasuisten anderer ,religionen ,zeit und ,papier zu verschwenden pflegten4 ,und hierin sind alle ,argumente aufgehuft1 deren sich die neueren ,kritiker zur ,sttze ihrer ,anschauungen bedient haben1 und wovon wir die ,falschheit nachgewiesen zu haben hoffen4 ,dieser letztere ,teil des ,sohars endlich weist nach ,form und ,inhalt die ,spuren einer ziemlich neuen ,zeit auf1 whrend die ,einfachheit wie der glubige und naive ,enthusiasmus der andern ,teile an die ,zeit und ,sprache der ,bibel erinnert4 ,wir wollen als ,beispiel nur die ,erzhlung vom ,tode des ,simon ben ,jochai von ,rabbi ,aba anfhren1 welcher derjenige ,schler ,simons war1 den er mit der ,niederschrift seiner ,lehren beauftragt hatte3 ,die heilige ,leuchte 7so wurde nmlich ,simon ben ,jochai von seinen ,schlern genannt7 hatte den letzten ,satz noch nicht beendet1 als seine ,worte stockten1 whrend ich dennoch weiter schrieb2 ich schrieb noch eine ,zeit lang1 obschon ich nichts mehr hrte4 ,ich erhob mein ,haupt nicht1 denn das ,licht war zu hell1 als da ich es htte betrachten drfen4 ,auf einmal vernahm ich eine ,stimme1 welche sprach3 ,lange ,tage und ,jahre des ,glcks stehen dir bevor4 -- ,darauf hrte ich eine andere ,stimme1 welche sprach3 ,er verlangt dein ,leben1 und du giebst ihm die ,jahre der ,ewigkeit4 ,whrend des ganzen ,tages wird das ,feuer nicht vom ,hause weichen1 und ,niemand wird sich ihm wegen des ,feuers und ,glanzes zu nhern wagen4 -- ,ich habe den ganzen ,tag auf der ,erde gelegen und meinen ,klagen freien ,lauf gelassen4 ,als das ,feuer verschwunden war1 sah ich1 da die heilige ,leuchte1 der ,heiligste der ,heiligen1 die ,erde verlassen hatte4 ,er lag auf seiner rechten ,seite1 und sein ,antlitz lchelte4 ,sein ,sohn ,eleazar stand auf1 ergriff seine ,hnde mit ,kssen1 und ich htte gern den ,staub gegessen1 den seine ,fe berhrt hatten4 ,alsdann kamen alle seine ,freunde1 um ihn zu beklagen2 aber keiner von ihnen konnte das ,schweigen brechen4 ,aber endlich flossen ihre ,thrnen4 ,rabbi ,eleazar warf sich dreimal auf die ,erde und konnte nur die ,worte hervorbringen3 ,ach1 mein ,vater6 mein ,vater6 ,rabbi ,hiah1 der erste seiner ,schler1 setzte sich zu seinen ,fen und sprach3 ,bis heute hat die heilige ,leuchte nicht aufgehrt uns zu erleuchten und ber uns zu wachen1 und jetzt knnen wir nichts weiter thun1 als ihm die letzten ,ehren zu erzeigen4 ,rabbi ,eleazar und ,rabbi ,aba standen auf1 um ihm sein ,sterbekleid anzulegen2 alsdann versammelten sich seine ,freunde klagend um ihn1 und ,wohlgerche durchdufteten das ganze ,haus4 ,er wurde auf die ,bahre gelegt1 und ,rabbi ,eleazar verrichtete mit ,rabbi ,aba dies traurige ,geschft4 ,als die ,bahre aufgehoben wurde1 sah man ber ,simons ,antlitz einen feurigen ,glanz in der ,luft4 ,darauf hrte man eine ,stimme1 welche sprach3 ,kommt und feiert die ,hochzeit des ,rabbi ,simon6 -- ,so wurde ,rabbi ,simon1 der ,sohn des ,jochai1 jeden ,tag von dem ,herrn geehrt1 und sein ,loos war glcklich in dieser und der andern ,welt4 ,er ist es1 von dem gesagt wurde3 ,ruhe in ,frieden nach deinem ,ende und erwarte deinen ,gewinn am jngsten ,tage6#chc ,mag man nun auch ber den ,wert dieser ,stelle denken1 wie man will1 so giebt sie uns doch einen ,begriff von dem ,ansehen1 in welchem ,simon ben ,jochai bei seinen ,schlern stand1 und von dem wahrhaft religisen ,kultus1 den die ganze kabbalistische ,schule mit seinem ,namen trieb4 ,zweifelsohne aber wird man in dem folgenden ,text einen schlagenden ,beweis fr die von uns vertretene ,meinung finden1 obschon dieser ,text noch nie1 weder in lterer noch in neuerer ,zeit citiert wurde4 ,er sagt1 nachdem er zwei ,klassen von ,gelehrten1 die der ,mischna 7marei ,mishna71 und die der ,kabbala 7marei kabbala7 unterschieden hat3 ,er gehrt zu denen1 von welchen der ,prophet ,daniel sagt3 ,die weisen ,mnner leuchten wie das ,licht des ,himmels4 ,es sind das diejenigen1 welche sich mit dem ,buch des ,lichtes beschftigen1 das gleich der ,arche ,noah zwei aus einer ,stadt und sieben aus einem ,knigreich in sich vereinigt4 ,aber manchmal vereinigt sie weder zwei aus einer ,stadt1 noch zwei aus einer ,familie4 ,auf diese sind die ,worte anwendbar3 ,der ganze ,mensch wird in einen ,flu geworfen werden4 ,dieser ,flu aber ist das ,licht dieses ,buches4#chd ,diese ,worte erwhnen den ,sohar1 welcher demnach zu jener ,zeit bereits geschrieben und unter demselben ,namen wie heute bekannt war4 ,wir sind also zu dem ,schlu gezwungen1 da der ,sohar whrend des ,verlaufs mehrerer ,jahrhunderte durch die ,arbeit verschiedener ,generationen von ,kabbalisten entstand4 ,es mge hier nicht in wrtlicher bersetzung1 die zu viel ,raum beanspruchen wrde1 wohl aber dem ,inhalt nach eine durch ihre ,beziehungen sehr wertvolle ,stelle folgen1 welche beweist1 da die ,lehren ,simon ben ,jochais lange ,zeit nach seinem ,tod in ,palstina1 wo er gelebt und gelehrt hatte1 in ,umlauf waren1 und da sogar von ,babylon ,abgesandte kamen1 um seine ,worte zu sammeln4 ,rabbi ,joseph und ,rabbi ,hesekiel waren eines ,tages zusammen unterwegs1 als die ,rede auf den ,vers des ,predigers ,salomonis kam#che3 ,denn es gehet dem ,menschen wie dem ,vieh2 wie dies stirbt1 so stirbt er auch1 und haben alle einerlei ,odem1 und der ,mensch hat nichts mehr denn das ,vieh4 ,die beiden ,weisen konnten nicht begreifen1 da ,salomo1 der weiseste der ,menschen1 diese ,worte geschrieben htte1 welche1 um mich des ,originalausdrucks zu bedienen1 eine offene ,thr fr die ,unglubigen bilden4 ,indem sie also sprachen1 begegnete ihnen ein ,mann1 welcher -- von den ,anstrengungen des langen ,weges und dem ,sonnenbrand erschpft -- zu trinken begehrte4 ,sie gaben ihm ,wasser und fhrten ihn zu einer ,quelle4 ,als sich der ,fremde gelabt hatte1 teilte er ihnen mit1 da er ihr ,glaubensgenosse sei1 und da er durch die ,vermittelung eines seiner ,shne1 der das ,gesetz studiert habe1 in ihre ,wissenschaft eingeweiht worden sei4 ,darauf legten sie ihm die ,frage vor1 mit welcher sie sich vor seiner ,ankunft beschftigt hatten4 ,fr den von uns hier verfolgten ,zweck ist die ,mitteilung1 wie er sie auflste1 berflssig2 es genge1 da er groen ,beifall fand1 und die ,rabbinen ihn nicht von sich lassen wollten4 ,kurze ,zeit darauf hatten die beiden ,kabbalisten ,gelegenheit sich zu berzeugen1 da dieser ,mann den ,freunden angehrte1 mit welchem ,namen der ,sohar die ,adepten der ,kabbala bezeichnet1 und da er1 obschon einer der grten ,gelehrten seiner ,zeit1 aus ,demut seinem ,sohn die ,ehren zukommen lie1 welche ihm allein gebhrten4 ,er war von den ,freunden zu ,babylon abgesandt worden1 um die ,aussprche des ,simon ben ,jochai und seiner ,schler zu sammeln4 -- ,alle andern in diesem ,buch mitgeteilten ,dinge tragen dieselbe ,farbe und bewegen sich auf dem gleichen ,schauplatz4 ,noch wollen wir erwhnen1 da auch oft andere orientalische ,glaubensstze1 wie solche des ,sabismus und ,islam erwhnt werden1 da sich aber nicht die geringste ,erwhnung des ,christentums findet1 und es somit wahrscheinlich wird1 da der ,sohar in der gegenwrtig vorliegenden ,gestalt erst zu ,ende des #ac4 ,jahrhunderts nach ,europa kam4 ,einige der im ,sohar enthaltenen ,lehren waren1 wie das ,beispiel des ,saadiah beweist1 schon lange bekannt1 aber es scheint eine ,thatsache zu sein1 da vor der ,zeit des ,moses von ,leon und der ,reise des ,nachmanides nach dem heiligen ,land1 kein vollstndiges ,exemplar desselben nach ,europa gekommen ist4 ,was nun den ,gedankeninhalt anlangt1 so belehrt uns ,simon ben ,jochai selbst1 da derselbe nicht ihm entstammt1 sondern da er seinen ,schlern nur lehrte1 was die ,freunde in alten ,bchern niedergeschrieben hatten4 ,er citiert hauptschlich ,jeba den lteren und ,hamnuna den lteren4 ,er hofft1 da in dem ,augenblick1 wo er die tiefsten ,geheimnisse der ,kabbala enthllen will1 ihm der ,schatten des ,hamnuna von sechzig ,gerechten begleitet zuhren werde4 ,ich bin von der ,annahme weit entfernt1 da diese ,bcher und ,personen in der ,that ein so hohes ,alter reprsentieren1 sondern will nur darthun1 da die ,verfasser des ,sohar den ,simon ben ,jochai niemals als den ,erfinder der kabbalistischen ,wissenschaft hinstellen wollten4 ,eine andere ,thatsache verdient jedoch unsere grte ,aufmerksamkeit4 ,es gab nmlich noch ber hundert ,jahre nach dem ,bekanntwerden des ,sohars in ,spanien immer noch ,leute1 welche die kabbalistischen ,lehren durch mndliche ,tradition berlieferten und berliefert erhalten hatten1 wie z4 ,b4 ,rabbi ,moses ,botril1 welcher sich im ,jahre #adji ber die ,kabbala und die ,vorsichtsmaregeln1 unter denen sie zu lehren sei1 folgendermaen uert3 ,die ,kabbala ist nichts als die reinste und heiligste ,philosophie2 aber die ,sprache der ,philosophie ist nicht die der ,kabbala4 ,dieselbe trgt ihren ,namen1 nicht weil sie von ,vernunftschlssen ausgeht1 sondern weil sie durch die ,tradition berliefert wird4 ,und wenn ein ,lehrer ihren ,inhalt seinem ,schler berliefert hat und nicht das gengende ,vertrauen in dessen ,weisheit setzt1 so wird diesem nicht eher erlaubt1 von dieser ,wissenschaft zu sprechen1 als bis er von seinem ,meister dazu autorisiert worden ist4 ,dieses ,recht wird ihm gewhrt1 d4 h4 er darf ber die ,merkaba sprechen1 wenn er gengende ,proben seiner ,intelligenz gegeben hat1 und wenn die in seinen ,busen gestreuten ,samenkrner ,frucht getragen haben4 ,man mu ihm aber ,stillschweigen auferlegen1 wenn man in ihm nur einen profanen ,menschen erkannt hat1 welcher noch nicht zu denjenigen gehrt1 die sich durch ihre ,meditationen auszeichnen4 ,der ,verfasser dieser ,zeilen ignoriert den ,namen des ,sohar1 welcher auch nicht ein einziges ,mal in seinem ,werk genannt wird4 ,auf der anderen ,seite nennt er aber eine groe ,anzahl sehr alter dem ,orient angehriger ,schriftsteller1 wie ,rabbi ,saadiah1 ,rabbi ,hai und ,rabbi ,aron1 das ,oberhaupt der ,schule von ,babylon4 ,manchmal spricht er auch davon1 da er seine ,weisheit aus dem ,munde seines ,meisters habe1 weshalb nicht anzunehmen ist1 da er seine kabbalistischen ,kenntnisse aus den von ,nachmanides und ,moses von ,leon verffentlichten ,manuskripten geschpft habe4 ,das ,system des ,simon ben ,jochai ist aber vor ,anfang des #ac4 ,jahrhunderts der berhmteste ,vertreter der kabbalistischen ,philosophie1 das treu aufbewahrt und in einer ,menge von ,traditionen fortgepflanzt wurde1 welche die ,einen niederschrieben1 whrend die andern nach dem ,brauch ihrer ,vter vorzogen1 es in ihrem ,gedchtnis zu behalten4 ,im ,sohar selbst finden sich nur die ,traditionen1 welche dem ersten bis siebenten christlichen ,jahrhundert entstammen1 ohne da wir jedoch dadurch gentigt wrden1 die ,abfassung des ,sohars in jene ,zeit zurckzuversetzen4 ,wohl aber entstammen ihr die einander so hnlichen und durch den gleichen ,geist verbundenen ,traditionen1 denn damals kannte man schon1 wie wir bereits sahen1 die ,merkaba1 d4 h4 den ,teil der ,kabbala1 mit welchem sich der ,sohar ganz besonders beschftigt2 und ,simon ben ,jochai hatte1 wie er selbst sagt1 ,vorlufer4 ,wir knnen unmglich die ,entstehung dieser ,traditionen in eine uns nahe liegende ,zeit verlegen1 da kein einziger ,umstand dafr spricht2 im ,gegenteil stehen den der unsern entgegengesetzten ,meinungen unberwindliche ,hindernisse entgegen1 unter welchen die von uns angefhrten ,grnde nicht die geringsten sein drften4 ,es bleiben nun noch zwei ,einwrfe zu widerlegen4 ,man hat eingewendet1 da man whrend eines so frhen ,zeitalters1 in welchem unserer ,ansicht nach das ,hauptmonument des kabbalistischen ,systems entstanden ist1 unmglich das ,copernikanische ,system1 die ,grundlage unserer ,weltanschauung1 gekannt haben knne1 welche ,kenntnis zweifelsohne aus der von uns oben citierten ,stelle hervorgeht4 ,wir entgegnen darauf1 da auf alle ,flle1 selbst wenn der ,sohar eine am ,schlu des #ac4 ,jahrhunderts begangene ,flschung wre1 die betreffende ,stelle doch lange vor der ,geburt des groen preuischen ,astronomen bekannt gewesen ist4 ,auch war diese ,weltanschauung schon im klassischen ,altertum bekannt1 weil ,aristoteles dieselbe der pythagorischen ,schule zuschreibt4 ,er sagt#chf3 ,fast ,alle1 die den ,lauf des ,himmels erforscht zu haben1 versichern1 nehmen an1 da sich die ,erde im ,mittelpunkt desselben befindet2 aber die ,philosophen der italischen ,schule oder die ,pythagorer lehren gerade das ,gegentheil davon4 ,nach ihrer ,meinung nimmt das ,feuer die ,mitte ein1 und die ,bewegung der ,erde um dasselbe bringt ,tag und ,nacht hervor4 ,die ersten ,kirchenvter haben in ihren ,angriffen gegen die heidnische ,philosophie diese mit der ,genesis unvereinbare ,weltanschauung widerlegen zu mssen geglaubt1 und ,lactanz sagt ber dieselbe3 ,ineptum credere esse homines quorum vestigia sint superiora quam capita1 aut ibi quae apud nos jacent inversa pendere2 fruges et arbores deorsum versus crescere4 -- ,hujus erroris origenem philosophis fuisse quod existimarint rotundum esse mundum4#chg ,der heilige ,augustin drckt sich ber denselben ,gegenstand mit hnlichen ,worten aus4#chh ,endlich aber hatten die ltesten ,autoren der ,gemara ,kenntnis von den ,antipoden und der sphrischen ,form der ,erde1 denn man liest im jerusalemitischen ,talmud#chi1 da ,alexander der ,groe auf seinem ,eroberungszug gelernt habe1 die ,erde sei rund1 und da sie recht gut mit einem ,ball verglichen werden knne4 ,der gegen uns sprechen sollende ,umstand spricht also thatschlich fr uns1 denn im ,mittelalter war das wahre ,weltsystem nur sehr wenigen bekannt1 whrend das falsche des ,ptolemus unbeschrnkt herrschte4 ,man knnte sich auch darber wundern1 da in dem von uns fr den ltesten gehaltenen ,teil des ,sohar1 der ,idra ,rabba oder groen ,versammlung1 medizinische ,kenntnisse anzutreffen sind1 die einer sehr vorgeschrittenen ,civilisation anzugehren scheinen4 ,hier findet sich z4 ,b4 folgende bemerkenswerte ,stelle1 welche einem modernen ,lehrbuch der ,anatomie entnommen sein knnte#cij3 ,das ,hirn inmitten des ,schdels wird in drei ,theile getheilt1 deren jeder einen gesonderten ,platz einnimmt4 ,zu uerst ist es mit einer sehr zarten ,haut bedeckt1 auf welche eine harte ,haut folgt4 ,aus der ,mitte dieser drei ,theile des ,gehirns verbreiten sich zweiunddreiig ,kanle auf beiden ,seiten durch den ganzen ,krper1 so da sie den ,krper in allen ,punkten umfassen und sich durch alle ,theile erstrecken4 ,es ist unmglich1 in diesen ,worten sowohl die ,hirnhute mit der ,marksubstanz als die zweiunddreiig ,nervenpaare zu verkennen1 welche sich symmetrisch durch den ,krper verteilen1 um dem ganzen animalischen ,haushalt ,leben und ,empfindung zuzufhren4 ,dabei ist jedoch zu bemerken1 da der religise ,zwang der ,speisegesetze und die ,furcht1 etwas ,unreines zu genieen1 die ,juden schon sehr frh zum ,studium der ,naturgeschichte und ,anatomie fhren mute4 ,so giebt es im ,talmud eine ,vorschrift1 da der ,genu des ,fleisches derjenigen ,tiere verboten sei1 deren ,gehirnhute durchbohrt sind4 ,jedoch sind die ,meinungen ber diese ,vorschrift geteilt4 ,einige nehmen an1 da das ,verbot nur dann gelte1 wenn beide ,hute1 andere dagegen1 wenn nur die dura mater verletzt sei4 ,wieder andern gengt schon eine ,trennung des ,zusammenhangs der beiden ,hute4#cia ,in demselben ,traktat ist auch vom ,rckenmark und seinen ,huten die ,rede1 wozu bemerkt sei1 da es um die ,mitte des zweiten ,jahrhunderts unter den ,juden bereits rzte von ,beruf gab1 denn im ,talmud wird erzhlt#cib1 da ,judas1 der ,verfasser der ,mischna1 whrend dreizehn ,jahre an einer ,augenkrankheit litt1 und da sein ,arzt ,rabbi ,samuel1 einer der eifrigsten ,verteidiger der ,tradition war1 welcher auer der ,medizin noch das ,studium der ,astronomie und ,mathematik betrieb1 und von dem man zu sagen pflegte1 da er die ,bahnen des ,himmels gleich den ,straen von ,nehardea1 seiner ,vaterstadt1 kannte4 ,wir beenden hiermit die bibliographischen ,bemerkungen und die uere ,geschichte der ,kabbala1 deren ,bcher nicht1 wie die ,enthusiasten wollen1 bernatrlichen und vorgeschichtlichen ,ursprungs sind4 ,sie sind aber auch nicht1 wie eine oberflchliche und parteiische ,kritik will1 die ,erzeugnisse des ,betrugs und der schmutzigen ,spekulation eines vom ,hunger getriebenen ,charlatans1 welcher ohne eigene ,idee und berzeugung auf eine stupide ,glubigkeit rechnet4 ,die ,bcher ,jezirah und ,sohar sind1 wir sagen es noch einmal1 die ,erzeugnisse mehrerer ,generationen4 ,sei nun auch der ,wert ihrer ,lehren1 welcher er wolle1 so verdienen sie doch als ,monumente des freien ,denkens zu einer ,zeit1 wo der religise ,despotismus mit bleiernem ,druck auf den ,vlkern lastete1 alle ,ehrfurcht4 ,aber das ist nicht der ,hauptgrund unseres ,interesses1 sondern der ,umstand1 da ihr ,system einen der wichtigsten ,marksteine in der ,geschichte des menschlichen ,denkens bildet4 ,viertes ,kapitel4 ,die ,lehren der kabbalistischen ,bcher4 -- ,analyse des ,sepher ,jezirah4 ,die beiden ,bcher1 welche wir ungeachtet des ,aberglaubens auf der einen und des ,skepticismus auf der andern ,seite als wahre ,monumente der ,kabbala erkannt haben1 sollen uns allein das ,material zu unserer ,darstellung der kabbalistischen ,lehren liefern1 wobei es jedoch nicht selten die ,dunkelheit der ,texte ntig machen wird1 da wir uns der ,kommentare bedienen1 denn die zahllosen1 ohne ,auswahl und ,unterschied zu den verschiedensten ,zeiten zusammengestellten ,fragmente1 aus denen diese ,bcher bestehen1 sind weit davon entfernt1 einen einheitlichen ,charakter zur ,schau zu tragen4 ,einige von ihnen enthalten nichts als ein mythologisches ,system1 dessen wesentliche ,elemente sich bereits im ,buche ,hiob und den ,visionen des ,jesaias finden2 sie belehren uns mit der grten ,ausfhrlichkeit ber die ,attribute der ,engel und ,dmonen und entsprechen zu sehr uralten volkstmlichen ,anschauungen1 um einer ,wissenschaft anzugehren1 welche seit ihrem ,entstehen als ein schreckliches und unverletzbares ,geheimnis galt4 ,andere und zweifelsohne die am sptesten entstandenen enthalten so knechtische ,ideen und einen so ausgesprochenen ,pharisismus1 da man in ihnen nur talmudistische ,ideen sehen kann1 welche ,stolz und ,unwissenheit mit den ,anschauungen jener berhmten ,sekte vermischte1 mit deren bloen ,namen schon eine wahre ,gtzendienerei getrieben wurde4 ,die bei weitem meisten ,fragmente jedoch lehren uns den wahren ,glauben der alten ,kabbalisten1 und sie bilden die ,quelle1 aus welcher -- mehr oder weniger von der ,philosophie ihrer ,zeit beeinflut -- bis auf die ,gegenwart deren ,schler und ,nachfolger geschpft haben4 ,wir bemerken jedoch1 da unsere eben aufgestellte ,klassifikation nur den ,sohar angeht4 ,was dagegen das ,buch der ,schpfung betrifft1 so ist dasselbe1 obschon es keinen groen ,umfang besitzt und unsern ,geist nicht zu schwindelnden ,hhen emporhebt1 doch von einer durchaus gleichmigen ,komposition und einer seltenen ,originalitt4 ,die ,wolken1 mit denen dasselbe die ,imagination seiner ,kommentatoren umgeben zu mssen geglaubt hat1 werden sich ganz von selbst zerstreuen1 wenn wir1 anstatt in ihm die ,geheimnisse einer unaussprechlichen ,weisheit zu suchen1 nichts anderes darin zu finden hoffen als die ,anstrengungen1 welche die ,vernunft im ,augenblick ihres ,erwachens macht1 um den ,plan des ,universum und das ,band zu erkennen1 welches ein gemeinsames ,grundprinzip mit den ,elementen verbindet und vereinigt4 ,die ,bibel und jedes andere religise ,denkmal sttzt sich nur auf die ,gottesidee und macht sich zum ,interpreten des gttlichen ,willens und ,gedankens1 wenn sie uns die ,welt und die sich auf derselben abspielenden ,vorgnge zu erklren versucht4 ,dies geschieht in der ,genesis1 wo wir auf den gttlichen ,befehl hin das ,licht aus der ,finsternis hervorbrechen sehen4 ,als ,jehova aus dem ,chaos ,himmel und ,erde geschaffen hatte1 betrachtete er sein ,werk und fand es seiner wrdig2 darum heftete er zur ,erleuchtung der ,erde dem ,firmament die ,sonne1 den ,mond und die ,sterne an4 ,dann blst er dem ,staub einen lebenden ,odem ein und lt aus seinen ,hnden das letzte und schnste der ,geschpfe hervorgehen1 welches er nach seinem ,bilde geschaffen hatte4 ,in dem ,werk dagegen1 das wir jetzt analysieren wollen1 wird gerade der umgekehrte ,weg eingeschlagen1 und gerade das erste ,vorkommen dieses ,unterschiedes ist fr die ,geschichte des jdischen ,volkes sehr bezeichnend1 denn auf diese ,weise erhebt es sich durch die ,betrachtung der ,welt zur ,gottesidee1 indem durch die das ,weltall durchziehende ,einheit gleichzeitig die ,einheit und ,weisheit des ,schpfers dargethan wird4 ,dies ist der ,grund1 weshalb unser ,buch eigentlich nichts anderes als ein dem ,erzvater ,abraham in den ,mund gelegter ,monolog ist1 dem ,betrachtungen untergeschoben werden1 welche den ,kultus der ,gestirne durch den des ,ewigen ersetzen sollen4 ,da der von uns gekennzeichnete ,charakter des ,sepher ,jezirah sich mit voller ,evidenz ergiebt1 geht schon aus einer sehr markanten ,stelle eines ,schriftstellers des zwlften ,jahrhunderts hervor4 ,rabbi ,jehuda ,halevi sagt nmlich3 ,das ,buch ,jezirah lehrt uns das ,dasein eines einzigen ,gottes1 indem es uns in der ,verschiedenheit und ,vielheit die ,gegenwart der ,einheit und ,harmonie zeigt1 welche bereinstimmung nur von einem einzigen ,anordner herrhren kann4 ,bisher entspricht das ,buch ,jezirah vllig den ,ansprchen der ,vernunft2 aber weiterhin macht es1 anstatt die im ,universum herrschenden ,gesetze zu ergrnden1 um aus ihnen die ,weisheit und den ,plan des ,schpfers darzulegen1 ,anstrengungen1 um eine grobe ,analogie zwischen den ,dingen und ,zeichen des gttlichen ,gedankens und den ,mitteln1 durch welche sich die gttliche ,weisheit den ,menschen kundgiebt1 aufzusuchen4 ,wir mssen jedoch1 ehe wir weiter gehen1 bemerken1 da der ,mysticismus aller ,zeiten und ,erscheinungsformen ein bertriebenes ,gewicht darauf gelegt hat1 da er eine freie ,offenbarung der gttlichen ,intelligenz1 und da die heilige ,schrift kein menschliches ,erzeugnis1 sondern ein ,geschenk der ,offenbarung sei4 ,das ,buch ,jezirah sucht dies durch die zweiundzwanzig ,buchstaben des hebrischen ,alphabets darzuthun1 dessen ersten zehn ,buchstaben1 indem sie ihren eigenen ,wert behalten1 den ,ausdruck der brigen bilden4 ,unter einem ,gesichtspunkt vereinigt1 bilden diese beiden ,klassen von ,zeichen die zweiunddreiig wunderbaren ,wege der ,weisheit1 durch welche1 wie der ,text sagt1 der ,ewige1 der ,herr der ,heerschaaren1 der ,gott ,israels1 der lebendige ,gott1 der ,knig des ,weltalls1 der ,gott der ,barmherzigkeit und ,gnade1 der hchste ,gott1 welcher in ,ewigkeit herrscht1 der ber alles ,erhabene und ,allerheiligste seinen ,namen gegrndet hat4 ,mit diesen zweiunddreiig ,wegen der ,weisheit darf man nicht die auf ganz andere ,dinge bezglichen ,haarspaltereien der neueren ,kabbalisten verwechseln2 man mu im ,gegenteil drei ,formen annehmen1 die sich -- allerdings in einem dem ,zweifel unterworfenen ,sinn -- an drei ,ausdrcke anpassen1 welche jedoch -- wenigstens ihrem grammatikalischen ,ursprung nach -- eine groe hnlichkeit mit dem haben1 was die griechische ,philosophie das ,subjekt1 das ,objekt und den ,akt des ,denkens nennt4 ,wir haben oben dargelegt1 da diese ,worte nicht im ,text enthalten sind2 jedoch drfen wir nicht verschweigen1 da ein angesehener spanischer ,schriftsteller#cic diesen ,sinn in einer den ,gesetzen der ,etymologie nicht widersprechenden ,weise im ,jezirah zu finden glaubt4 ,er sagt3 ,durch den ersten dieser drei ,ausdrcke 7,sephar7 will man die ,zahlen bezeichnen1 welche uns allein in den ,stand setzen1 die ,dispositionen und ,proportionen abzuschtzen1 welche jeder ,gegenstand nthig hat1 um das ,ziel und den ,zweck zu erreichen1 zu welchem er geschaffen ist2 das ,ma seiner ,lnge1 seines ,inhalts1 seines ,gewichtes1 seiner ,bewegung und ,harmonie3 alles ist durch die ,zahl geregelt4 ,der zweite ,ausdruck 7,sipur7 bedeutet das ,wort oder die ,stimme1 weil durch das gttliche ,wort oder die ,stimme des lebendigen ,gottes alle ,wesen in ihrer innern und uern ,form geschaffen sind1 und worauf die ,worte anspielen3 ',gott sprach3 es werde ,licht1 und es ward ,licht4' ,der dritte ,ausdruck endlich 7,sepher7 bedeutet die ,schrift2 die ,schrift ,gottes oder das ,werk der ,schpfung2 das ,wort ,gottes ist seine ,schrift1 und der ,gedanke ,gottes sein ,wort4 ,so sind bei ,gott ,gedanke1 ,wort und ,schrift ,eins1 whrend sie beim ,menschen ,drei sind4 ,diese ,erklrung charakterisiert und veredelt sehr schn das bizarre ,system1 welche den ,gedanken mit allgemeinen ,symbolen zusammenwirft1 um ihn gewissermaen in der ,gesamtheit und ,vielheit der ,schpfung sichtbar zu machen4 ,unter dem ,namen der ,sephiroth1 welche in der ,kabbala eine so groe ,rolle spielen und im ,buche ,jezirah zuerst genannt werden1 versteht man die zehn abstrakten ,zahlen oder ,numerationen4 ,sie reprsentieren die allgemeinen und essentiellen ,formen der ,dinge oder1 wenn ich mich so ausdrcken darf1 der ,kategorien des ,weltalls1 denn wenn man nach der ,kabbala -- von welchem ,gesichtspunkt aus es auch sei -- die ersten ,elemente oder unverletzlichen ,grundlagen der ,welt sucht1 so begegnet man stets der ,zahl ,zehn4 ,es giebt zehn ,sephiroth1 heit es im ,buche ,raziel1 zehn und nicht neun1 zehn und nicht elf4 ,du mut sie mit deinem ,verstand und deiner ,einsicht zu begreifen suchen und an ihnen bestndig deine ,forschung1 deine ,spekulation1 dein ,wissen1 dein ,denken und deine ,imagination ben4 ,la die ,dinge auf ihrem ,urgrund beruhen und halte den ,schpfer fr denselben4 ,mit andern ,worten3 das ,walten ,gottes und die ,existenz der ,welt erscheinen in den ,augen des ,verstandes unter der abstrakten ,gestalt von zehn ,zahlen1 deren jede etwas ,unendliches reprsentiert1 sei es bezglich der ,ausdehnung1 der ,dauer oder irgend welcher andern ,eigenschaft4 ,dies scheint wenigstens der ,sinn folgender ,stelle#cid zu sein3 ,fr die zehn ,sephiroth giebt es kein ,ende1 weder in der ,zukunft1 noch in der ,vergangenheit1 weder im ,guten noch im ,bsen1 weder in der ,hhe1 noch in der ,tiefe1 weder im ,osten noch im ,westen1 weder im ,sden1 noch im ,norden4 ,es verdient bemerkt zu werden1 da hier das ,unendliche in zehnerlei ,hinsicht betrachtet wird1 weshalb wir aus dieser ,stelle nicht allein den allgemeinen ,charakter der ,sephiroth1 sondern auch die mit ihnen korrespondierenden ,prinzipien und ,elemente kennen lernen4 ,alle diese paarweise einander gegenbergestellten ,gesichtspunkte entsprechen jedoch einer einzigen ,idee und einem einzigen ,unendlichen1 denn es heit#cie3 ,die zehn ,sephiroth sind wie die ,finger der ,hand der ,zahl nach zehn1 fnf gegen fnf1 aber zwischen ihnen hindurch zieht sich das ,band der ,einheit4 ,diese ,worte besttigen unsern ,ausspruch3 ,diese ,auffassung der zehn ,sephiroth1 ohne tiefer auf ihre ,beziehungen zu den ueren ,dingen einzugehen1 hat einen eminent abstrakten und metaphysischen ,charakter4 ,wollten wir hier eine genauere ,untersuchung anstellen1 so wrden wir die ,kategorien der ,dauer und des ,raumes in einer gewissen unabnderlichen ,ordnung dem ,unendlichen und der absoluten ,einheit unterworfen sehen1 ohne welche es selbst in der sinnlichen ,sphre weder ,gutes noch ,bses geben wrde4 ,jedoch geben wir hier eine scheinbar dem ,sinnlichen etwas mehr ,rechnung tragende ,darstellung der zehn ,sephiroth3 ,die erste der ,sephiroth1 ,eins1 ist der ,geist des lebendigen ,gottes4 ,gelobt sei sein ,name2 gelobt sei der ,name dessen1 der da lebt in ,ewigkeit6 ,der ,geist1 die ,stimme1 das ,wort1 der heilige ,geist4 ,zwei ist der vom ,geist ausgehende ,hauch2 in ihm sind die zweiundzwanzig ,buchstaben1 welche jedoch zusammen nur einen ,hauch bilden1 eingegraben und ausgeprgt4 ,drei ist das vom ,geist oder ,hauch kommende ,wasser4 ,im ,wasser ergrndete er die ,finsterni und ,leere2 im ,wasser bildete er die ,erde und den ,thon und spannte sie gleich einem ,teppich aus1 geformt wie eine ,mauer und mit einem ,dach bedeckt4 ,vier ist das vom ,wasser kommende ,feuer1 woraus der ,ewige den ,thron seines ,ruhmes1 die himmlischen ,rder 7,ophanim71 die ,seraphim und dienstbaren ,engel bildete4 ,mit diesen ,dreien erbaute der ,himmlische seine ,wohnung1 wie denn geschrieben steht3 ,er macht die ,winde zu seinen ,boten und die ,feuerflammen zu seinen ,dienern4 ,die sechs folgenden ,zahlen reprsentieren die vier ,enden der ,welt oder die ,kardinalpunkte des ,himmels1 die ,hhe und die ,tiefe4 ,die ,enden der ,welt gelten auch als die ,embleme der ,kombinationen1 welche aus den drei ersten ,buchstaben des ,wortes ,,yhwh gebildet werden knnen4 ,an ,stelle der verschiedenen ,punkte des ,raumes1 welche angenommen werden1 aber nicht reell existieren1 kann man die verschiedenen ,elemente1 aus denen die ,welt zusammengesetzt ist1 substituieren1 die1 dem ,ewigen entspringend1 um so materieller werden1 je mehr sie sich von ihrem ,urquell entfernen4 ,hier haben wir die dem populren ,glauben1 da die ,welt aus nichts geschaffen sei1 entgegengesetzte ,emanationslehre4 ,folgende ,worte setzen dies auer allem ,zweifel3 ,das ,ende der ,sephiroth ist mit ihrem ,anfang verbunden1 wie die ,flamme mit dem ,brand1 denn der ,herr ist ein einiger ,herr1 und es giebt keinen andern4 ,und was sind in ,gegenwart des ,einigen ,namen und ,zahlen8#cif ,um uns nicht vergessen zu lassen1 da hier ein groes ,geheimnis verborgen ist1 heit es sogleich weiter3 ,schliee deinen ,mund1 damit du nicht davon redest1 und dein ,herz1 da es nicht darber nachdenke2 und ist es dir entschlpft1 so bringe es zurck1 denn deshalb wurde der ,bund geschlossen4#cig ,ich fge hinzu1 da diese letzten ,worte auf einen ,eid anspielen1 welchen die ,kabbalisten schwuren1 um ihre ,lehren der groen ,menge zu verbergen4 ,was die erste ,stelle anlangt1 so wird der in ihr enthaltene einfache ,vergleich sehr hufig im ,sohar wiederholt1 und wir werden ihn dort sowohl auf die ,seele als auf ,gott angewendet und ausgedehnt wiederfinden4 ,wir fgen hinzu1 da zu allen ,zeiten und in allen ,sphren des ,seins1 sei es im innern ,bewutsein1 sei es in der uern ,natur1 die ,schpfung auf dem ,wege der ,emanation mit den ,ausstrahlungen des ,lichts oder der ,flamme verglichen wurden4 ,mit dieser ,theorie verbindet sich eine andere von uerst beachtungswertem ,charakter1 nmlich die1 welche das gttliche ,wort mit dem heiligen ,geist identificiert und es nicht nur als absolute ,form1 sondern als das zeugende ,element und die ,substanz des ,weltalls betrachtet4 ,es ist in der ,that nichts weiter als die ,lehre des ,onkelos1 welcher1 um den ,anthropomorphismus zu vernichten1 an die ,stelle der ,persnlichkeit ,gottes1 welcher uns in der ,bibel in menschlicher ,gestalt entgegentritt1 den ,gedanken oder die gttliche ,inspiration setzt4 ,auch in unserm vorliegenden ,buch wird in klarer und conciser ,sprache gesagt1 da der heilige ,geist oder der ,geist des lebendigen ,gottes und die ,stimme oder das ,wort ein und dasselbe ist2 es nimmt nach und nach je nach der ,entfernung von seinem ,ursprung eine immer materiellere ,gestalt an und wird schlielich1 um in der ,sprache des ,aristoteles zu reden1 das materielle ,prinzip der ,dinge4 ,es ist das ,welt gewordene ,wort1 denn wir mssen uns ins ,gedchtnis zurckrufen1 da im ,buche ,jezirah nur von der ,welt1 nicht aber vom ,menschen und von der ,menschheit die ,rede ist4 ,die ,betrachtungen ber die zehn ,zahlen nehmen einen groen ,raum des ,buches der ,schpfung ein1 und man bemerkt leicht1 da sie sich auf das ,weltall im allgemeinen1 mehr auf die ,wesenheit als auf die ,form beziehen4 ,man vergleicht sie mit den verschiedenen ,teilen des ,weltalls und sucht sie auf ein gemeinsames ,grundprinzip und ,grundgesetz zurckzufhren4 ,ihre ,basis bilden die zweiundzwanzig ,buchstaben des hebrischen ,alphabets1 welche als uerliche ,zeichen der ,ideen eine ungemein groe ,rolle spielen4 ,betrachten wir dieselben nach ihrem ,klang oder ,laut1 so stehen sie sozusagen auf der ,schwelle der intellektuellen und physischen ,welt1 denn einesteils werden sie durch ein materielles ,element1 durch die ,luft oder den ,hauch hervorgebracht1 whrend sie andererseits die von der ,sprache untrennbaren ,zeichen und somit die einzig mgliche und unvernderliche ,form des ,geistes sind4 ,auch lassen weder der ,inhalt des ganzen ,systems noch der buchstbliche ,sinn eine andere ,deutung der bereits oben citierten ,worte zu3 ,die ,zahl ,zwei 7oder das zweite ,prinzip des ,weltalls7 ist der vom ,geist ausgehende ,hauch2 in ihm sind die zweiundzwanzig ,buchstaben1 welche zusammen nur einen ,hauch bilden1 eingegraben und ausgeprgt4 ,also spielen hier infolge einer bizarren1 aber keineswegs einer gewissen ,gre entbehrenden ,kombination die ,grundelemente der ,sprache1 die ,buchstaben1 eine hnliche ,rolle wie die ,ideen ,platos4 ,infolge ihrer ,gegenwart und ihres ,eindruckes auf die ,dinge erkennt man in allen ,teilen des ,alls das ,walten einer hchsten ,intelligenz1 und durch ihre ,vermittelung offenbart sich der heilige ,geist in der ,natur4 ,nur dies ist der ,sinn folgender ,stelle3 ,gott schuf die ,seele alles dessen1 was ist und sein wird1 durch die zweiundzwanzig ,buchstaben1 indem er ihnen ,form und ,figur gab und sie auf die verschiedenste ,weise kombinierte4 ,auf dieselben ,buchstaben hat der ,allerheiligste1 gebenedeit sei er1 seinen erhabenen und unaussprechlichen ,namen gegrndet4 ,die ,buchstaben werden in drei ,klassen geteilt1 nmlich in drei ,mtter1 sieben doppelte und zwlf einfache ,buchstaben4 ,es ist fr unsern ,zweck ohne ,belang1 dem ,grund dieser sonderbaren ,einteilung hier nachzuspren3 es sei nur bemerkt1 da man per fas et nefas die ,drei1 ,sieben und ,zwlf im ,naturleben wiederfinden will1 nmlich3 #a4 in der allgemeinen ,einteilung der ,welt2 #b4 in der ,einteilung des ,jahres und #c4 im ,bau des ,menschen4 -- ,wir finden hier1 wenn auch nicht ausdrcklich ausgesprochen1 die ,idee des ,makrokosmus und ,mikrokosmus1 oder den ,glauben1 da der ,mensch -- so zu sagen -- das ,bild oder das ,resum des ,weltalls sei4 ,hinsichtlich der allgemeinen ,zusammensetzung der ,welt reprsentieren die ,mtter oder die ,zahl ,drei die ,elemente ,wasser1 ,luft und ,feuer4 ,das ,feuer ist die ,substanz des ,himmels1 und das ,wasser wurde1 indem es sich verdichtete1 die der ,erde4 ,zwischen diesen einander feindlichen ,elementen befindet sich die ,luft1 welche sie trennt1 verbindet und beherrscht4#cih ,bei der ,einteilung des ,jahres in die ,jahreszeiten begegnen wir der gleichen ,signatur3 dem ,sommer entspricht das ,feuer1 dem ,frhling1 der ,regenzeit des ,orients1 das ,wasser1 und dem gemigten ,herbst die ,luft4 ,im ,bau des menschlichen ,krpers entspricht die ,drei dem ,kopf1 dem ,herzen oder der ,brust und dem ,magen oder dem ,unterleib1 welche ,teile ein neuerer ,arzt den ,dreifu des ,lebens genannt hat4 ,die ,dreizahl erscheint hier wie in allen mystischen ,kombinationen als etwas so notwendiges1 da man sie auch zum ,symbol des moralischen ,menschen gemacht hat1 bei welchem das ,buch ,jezirah die ,ebene des ,verdienstes1 die ,ebene der ,schuld und den zwischen beiden stehenden ,wegweiser des ,gesetzes unterscheidet4 ,die sieben doppelten ,buchstaben reprsentieren die ,gegenstze oder wenigstens ,dinge1 welche zueinander entgegen gesetzten ,zwecken dienen knnen4 ,es sind zunchst die sieben ,planeten1 deren ,einflu bald gut und bald bse ist1 ferner die sieben ,tage und ,nchte der ,woche und die sieben ,pforten des ,krpers1 nmlich die ,augen1 ,ohren1 ,nasenlcher und der ,mund4 ,endlich giebt es siebenerlei ,glcks- und ,unglcksflle1 welche dem ,menschen zustoen knnen4 ,wie man jedoch sieht1 ist diese ,einteilung eine sehr willkrliche1 und wir haben ein lngeres ,verweilen bei derselben nicht ntig4 ,die zwlf einfachen ,zahlen1 von denen wir noch reden mssen1 entsprechen den zwlf ,zeichen des ,tierkreises1 den zwlf ,monaten des ,jahres1 den ,hauptgliedern des menschlichen ,krpers und den wesentlichsten ,verrichtungen des menschlichen ,organismus1 nmlich3 dem ,gesicht1 dem ,gehr1 dem ,geruch1 der ,sprache1 der ,ernhrung1 der ,zeugung1 des ,gefhls1 der ,bewegung1 des ,zorns1 des ,lachens und des ,schlafes4#cii -- ,wir sehen hier den ,geist der ,untersuchung bei seinem ,erwachen und brauchen uns weder ber seine kindliche ,forschungsweise noch die ,resultate zu verwundern1 die eben seine ,originalitt beweisen4 ,die durch die ,buchstaben des ,alphabets dargestellte materielle ,form der ,intelligenz ist gleichzeitig die ,form alles ,seienden1 denn auer dem ,menschen1 dem ,universum und der ,zeit ist nichts als das ,unendliche denkbar2 deshalb nennen die ,glubigen jene drei die ,zeugen der ,wahrheit#djj4 ,jedes von ihnen ist ungeachtet der zu beobachtenden ,verschiedenheit ein ,system1 welches ein ,centrum und gewissermaen eine ,hierarchie besitzt3 ,denn1 sagt der ,text1 die ,einheit herrscht ber die ,drei1 die ,drei ber die ,sieben1 und die ,sieben ber die ,zwlf2 aber ein jeder ,teil des ,systems ist von dem andern untrennbar4#dja ,das ,universum hat den himmlischen ,drachen#djb als ,centrum2 das ,herz ist das ,centrum des ,menschen1 und der ,lauf der ,himmelszeichen die ,basis des ,jahres4 ,das ,erste1 sagt der ,text1 gleicht einem ,knig auf seinem ,thron1 das ,zweite einem ,knig inmitten seiner ,unterthanen1 und das ,dritte einem ,knig in der ,schlacht4#djc ,ich glaube1 da man durch diesen ,vergleich die vollkommene im ,weltall herrschende ,regelmigkeit und die ,gegenstze bezeichnen will1 welche im ,menschen walten1 ohne seine ,einheit zu vernichten4 ,der ,text sagt1 da die zwlf ,hauptglieder des menschlichen ,krpers einander gewissermaen in ,schlachtordnung gegenberstehen2 drei dienen der ,liebe1 drei dem ,ha1 drei geben das ,leben und drei den ,tod4 -- ,dem ,guten steht das ,bse gegenber1 und das ,bse erzeugt nur ,bses1 wie das ,gute nur ,gutes4 ber diese drei ,reiche1 ber den ,menschen1 das ,universum und die ,zeit sowohl als ber die ,buchstaben und ,sephiroth ist der ,herr erhaben1 welcher in seiner ,heiligkeit thront und herrscht von ,ewigkeit zu ,ewigkeit4 ,auf diese ,worte folgt der ,schlu des ,buches in einer ,art dramatischen ,lsung des ,ganzen1 worin ,abraham vom ,gtzendienst zur ,religion des wahren ,gottes bekehrt wird4 ,das letzte ,wort des kabbalistischen ,systems ist die ,ersetzung jeder ,art eines ,dualismus durch die absolute ,einheit3 so des ,dualismus der heidnischen ,philosophie1 welche im ,stoff eine ewige ,substanz erblickt1 deren ,gesetze sich nicht stets im ,einklang mit dem gttlichen ,willen befinden2 so aber auch des ,dualismus der ,bibel1 welche im ,schpfungsgedanken wohl die ,idee des gttlichen ,willens erfat und folgegem im unendlichen ,sein die einzige ,ursache und den einzigen realen ,ursprung der ,welt erblickt1 die aber doch die ,gottheit und die ,welt als zwei absolut verschiedene ,dinge auffat4 ,im ,sepher ,jezirah wird dagegen ,gott als das unendliche ,sein und infolgedessen als undefinierbar erklrt2 ,gott steht nach unserm ,text in aller ,gre seines ,wesens und seiner ,macht ber und nicht unter der ,mglichkeit1 ihn durch ,zahlen und ,buchstaben auszudrcken1 oder durch irgendwelche unserer ,vernunft begreifbare ,gesetze des ,weltalls4 ,jedes weltliche ,element hat seine ,quelle in einem hheren ,element1 deren gemeinsamer ,ursprung das ,wort oder der heilige ,geist ist4 ,im ,wort finden wir auch die unvernderlichen ,zeichen des ,gedankens1 welche sich in jeder ,sphre des ,seins wiederholen und berall die bestimmte ,absicht des ,schpfers durchblicken lassen4 ,und ist dieses ,wort1 die erste der ,zahlen1 das erhabenste aller ,dinge1 die wir wahrnehmen und definieren knnen1 nicht die hchste und absoluteste ,offenbarung ,gottes oder des ,denkens der hchsten ,intelligenz8 ,also ist ,gott im tiefsten ,sinn und in der hchsten ,bedeutung der ,stoff und die ,form des ,weltalls1 denn nichts kann ohne ihn existieren1 seine ,wesenheit ist die ,grundwesenheit der ,dinge1 die alles erfllt1 und alle ,dinge sind nur ihr ,symbol4 ,diese scheinbar so verwegene ,folgerung ist die ,grundlage der ,lehren des ,sohar1 welcher jedoch einen dem ,buche ,jezirah vllig entgegengesetzten ,weg einschlgt4 ,denn1 anstatt sich nach und nach durch ,vergleichung der ,formen der ,einzelheiten mit denen ihnen bergeordneten emporzuschwingen1 beschftigt er sich sogleich mit dem hchsten ,prinzip1 mit der universellen ,form und der absoluten ,einheit1 welche er stets als ein unberhrbares ,axiom betrachtet4 ,man knnte allerdings das den ,gedankengang der beiden ,bcher verbindende ,band durch die ,art und ,weise der ,darstellung zerrissen betrachten1 obschon in ihnen ein wesentlich synthetischer ,charakter vorherrscht4 ,aber nichtsdestoweniger beginnt der ,sohar dort1 wo das ,buch ,jezirah aufhrt4 ,eine zweite sehr bemerkenswerte ,verschiedenheit trennt diese beiden ,monumente und erklrt sich durch ein allgemeines ,gesetz des menschlichen ,geistes3 den ,zahlen und ,buchstaben knnen wir nmlich die innern ,formen1 die unvernderlichen ,konzeptionen des ,denkens1 mit einem ,wort die ,ideen in ihrer edelsten und weitesten ,bedeutung substituieren4 ,das gttliche ,wort1 anstatt sich ausschlielich in der ,natur zu manifestieren1 erscheint uns vor allem im ,menschen und in der ,intelligenz und wird insofern als der urbildliche oder himmlische ,mensch1 ,adam kadmon1 bezeichnet4 ,endlich aber wrde1 wie wir noch sehen werden1 in gewissen ,fragmenten von hohem ,alter die absolute ,einheit oder der ,gedanke nicht als die ,universalsubstanz bezeichnet und die regelmige ,entwickelung dieser ,potenz nicht an die ,stelle der ziemlich groben ,emanationstheorie gesetzt werden4 ,diese ,transformation des ,symbols zur ,idee1 welche die ,kabbala vornimmt1 wiederholt sich bei allen groen religisen und philosophischen ,systemen1 und es genge hier1 an dieser allgemeinen ,thatsache die ,beziehungen des ,sepher ,jezirah zu denselben dargethan zu haben4 ,fnftes ,kapitel4 ,analyse des ,sohar4 -- ,die allegorische ,methode der ,kabbalisten4 ,da die ,autoren1 aus deren ,arbeiten der ,sohar entstand1 ihre ,ideen in der einfachsten und einer sehr wenig logischen ,form darstellten1 nmlich in der eines ,kommentars zu den fnf ,bchern ,mosis1 so knnen wir1 ohne die ihnen schuldige ,achtung zu verletzen1 unsere ,darstellung nach der uns am geeignetsten scheinenden ,weise einrichten4 ,und zwar mssen wir zunchst ihre ,methode der ,schriftauslegung betrachten1 deren ,basis der symbolische ,mysticismus ist4 ,ihr ,urteil hierber formulieren sie mit folgenden ,worten3 ,wehe ber den ,menschen1 welcher im ,gesetz nur einfache ,erzhlungen und gewhnliche ,worte sieht4 ,denn wenn es in ,wahrheit nichts weiter als solche enthielte1 so knnten wir noch heute ein ebenso bewundernswertes ,gesetz aufstellen4 ,um nur einfache ,worte zu finden1 brauchten wir uns nur an die irdischen ,gesetzgeber zu wenden1 bei welchen man oft noch grere ,erhabenheit des ,ausdrucks findet4 ,es wrde gengen1 dieselben nachzuahmen und ein ,gesetz nach ihrem ,vorgang und ,beispiel aufzustellen4 ,aber dem ist nicht also1 denn jedes ,wort des ,gesetzes hat einen erhabenen ,sinn und schliet ein hohes ,geheimni in sich4 ,die ,erzhlungen des ,gesetzes sind das ,kleid des ,gesetzes1 und ,wehe dem1 welcher das ,kleid fr das ,gesetz selbst nimmt6 ,in diesem ,sinn hat ,david gesagt3 ,mein ,gott1 ffne meine ,augen1 auf da ich sehe die ,wunder an deinem ,gesetz6 ,david wollte mit diesen ,worten das unter dem ,kleid des ,gesetzes ,verborgene bezeichnen4 ,es giebt unverstndige1 die1 wenn sie einen ,menschen in seinem schnen ,kleid sehen1 nur auf dieses ihr ,augenmerk legen1 und doch ist es nur der ,krper1 welcher dem ,kleid ,werth verleiht2 dem ,krper aber giebt die ,seele seinen ,werth4 ,so hat auch das ,gesetz seinen ,krper4 ,es giebt ,gebote1 welche man den ,krper des ,gesetzes nennen knnte4 ,die im ,gesetz vorkommenden ,erzhlungen sind die ,kleider1 mit welchen dessen ,krper bedeckt ist4 ,die ,thoren betrachten nur die ,kleider oder die ,erzhlungen des ,gesetzes2 sie kennen nichts ,anderes und sehen nicht1 was unter diesen ,kleidern verborgen ist4 ,die ,klugen wenden keine ,aufmerksamkeit auf die ,kleider1 sondern auf den ,krper1 welchen dieselben bedecken4 ,die ,weisen endlich1 die ,diener des hchsten ,knigs1 welche auf dem ,gipfel des ,sinai wohnen1 beschftigen sich nur mit der ,seele1 welche die ,grundlage alles brigen ist1 nmlich mit dem ,gesetz selbst2 und in der ,zukunft sind sie bereit1 die ,seele der ,seele1 welche das ,gesetz durchweht1 zu betrachten4#djd ,die ,kabbalisten schoben also auf eine den ,profanen unbekannte ,weise in mysterisem ,sinn den historischen ,thatsachen und positiven ,geboten1 aus denen sich die ,schrift zusammensetzt1 eine geheime ,bedeutung unter4 ,dies war fr sie das einzige ,mittel1 ihre ,freiheit zu bewahren1 ohne mit der religisen ,autoritt zu brechen1 und vielleicht hatten sie dasselbe auch zur ,beruhigung ihres ,gewissens ntig4 ,in folgendem ,passus treffen wir den nmlichen ,geist in einer noch bemerkenswerteren ,form an3 ,wenn das ,gesetz nur aus gewhnlichen ,worten und ,erzhlungen bestnde1 wie die von ,esau1 ,hagar1 ,laban1 von ,bileam und seiner ,eselin1 warum wrde es dann wohl das ,gesetz der ,wahrheit1 das vollkommene ,gesetz1 das wahre ,wort ,gottes heien8 ,warum wrde es der ,weise dann hher schtzen als ,gold und ,perlen8 ,es ist eben unter jedem ,wort ein erhabener ,sinn verborgen1 und jede ,erzhlung lehrt uns etwas ,anderes als die ,thatsachen1 welche sie scheinbar erhlt1 und dieses erhabene und heilige ,gesetz ist das wahre ,gesetz4#dje ,es ist nicht ohne ,interesse1 da wir in den ,werken eines ,kirchenvaters einer vollkommen hnlichen ,ausdrucksweise begegnen4 ,so sagt ,origenes#djf3 ,si adsideamus litterae et secundum hoc vel quod ,judaeis1 vel quod vulgo videtur1 accipiamus quae in lege scripta sunt1 erubesco dicere et confiteri quia tales leges dederit ,deus3 videbuntur enim magis elegantes et rationabiles hominum leges1 verbi gratia1 vel ,romanorum1 vel ,atheniensium1 vel ,lacedaemoniorum4 -- ,cuinam quaeso sensum habenti convenienter videbitur dictum quod dies prima et secunda et tertia1 in quibus et vespera nominatur et mane2 fuerint sine sole et sine luna et sine stellis2 prima autem dies sine coelo8 ,quis vero ita idiotes invenitur1 ut putet1 velut hominem quemdam agricolam1 ,deum plantasse arbores in ,paradiso1 in ,eden1 contra orientem1 et arborem vitae plantasse in eo1 ita ut manducans quis ex ea arbore vitam percipiat8 et rursus ex alia manducans arbore1 boni et mali scientiam capitat4#djg ,triplicem in ,scripturis divinis intelligentiae modum1 historicum moralem et mysticum3 unde et corpus inesse et animam ac spiritum intelleximus4#djh ,um nun zwischen dem heiligen ,text und ihren willkrlichen ,auslegungen plausibel erscheinende ,beziehungen herzustellen1 griffen die ,kabbalisten zu verschiedenen knstlichen ,mitteln1 welche zwar im ,sohar keine ,anwendung finden1 dafr aber in spterer ,zeit in um so hherem ,ansehen stehen4 ,diese ,mittel sind an sich wertlos1 und wir haben uns mit ihnen nicht zu beschftigen4 ,anstatt dessen suchen wir kennen zu lernen1 was in den ltesten ,teilen des ,sohar ber die ,natur und die ,attribute der ,gottheit1 ber die ,schpfung und die ,beziehungen ,gottes zur ,welt1 sowie endlich ber den ,ursprung1 die ,natur und die ,bestimmung des ,menschen gelehrt wird4 ,sechstes ,kapitel4 ,die ,anschauungen der ,kabbalisten ber die gttliche ,natur4 ,die ,kabbalisten haben zweierlei ,manier von ,gott zu reden1 ohne da dies jedoch der ,einheit ihres ,gottesgedankens ,eintrag thte4 ,wenn sie die ,gottheit zu definieren suchen1 ihre ,attribute unterscheiden und uns eine przise ,anschauung ihrer ,natur geben wollen1 so ist ihre ,sprache eine metaphysische und sie besitzt so viel ,klarheit1 als die ,natur der ,sache und ,sprache mit sich bringt4 ,manchmal aber begngen sie sich1 die ,gottheit als ein unbegreifliches ,wesen darzustellen1 welches weit ber alle ,formen erhaben ist1 mit denen es die menschliche ,imagination zu bekleiden liebt4 ,in diesem ,falle ist ihre ,ausdrucksweise poetisch und bildlich1 wobei gewissermaen ihre ,imagination gegen die erwhnte profane zu ,feld zieht4 ,alle ihre ,anstrengungen sind auf die ,zerstrung des ,anthropomorphismus gerichtet1 dem sie gigantische schreckenerregende ,proportionen verleihen1 um fr die ,idee des ,unendlichen passende ,vergleiche aufzustellen4 ,das ,buch des ,geheimnisses ist durchaus in diesem ,styl geschrieben1 wobei zu bemerken ist1 da die ,allegorien oft gleichzeitig ,rtsel bilden1 wie wir aus folgender ,stelle des ,idra ,rabba darthun wollen3 ,simon ben ,jochai versammelt seine ,schler und sagt ihnen1 da die ,zeit gekommen sei1 fr den ,herrn zu arbeiten1 d4 h4 den wahren ,sinn des ,gesetzes kennen zu lernen2 die ,tage der ,menschen seien gezhlt1 der ,arbeiter nur eine kleine ,zahl1 und die ,stimme des ,herrn und ,schpfers treibe zur ,eile4 ,er ermahnt sie1 die ,geheimnisse1 welche er ihnen anvertrauen wolle1 nicht zu profanieren1 setzt sich mitten unter sie auf das ,feld unter den ,schatten eines ,baumes und beginnt unter tiefem ,schweigen3 ,und siehe1 eine ,stimme ertnte1 und ihre ,kniee erbebten vor ,schrecken4 ,was war diese ,stimme8 ,es waren die ,stimmen der himmlischen ,versammlung1 welche sich vereinigten1 um gehrt zu werden4 ,rabbi ,simon aber rief voll ,freude aus3 ,herr1 ich sage nicht wie einer deiner ,propheten#dji1 da ich erbebte1 als ich deine ,stimme hrte1 denn es ist nicht mehr die ,zeit der ,furcht1 sondern die der ,liebe1 wie da geschrieben steht3 du wirst den ,ewigen1 deinen ,gott lieben4#daj ,nach dieser ,einleitung1 welche weder eines gewissen ,pompes noch ,interesses ermangelt1 folgt eine lange durchaus allegorische ,beschreibung der gttlichen ,gre4 ,es mgen hier einige ,stellen aus derselben folgen3 ,er ist der lteste der ,alten1 das ,geheimni der ,geheimnisse1 der ,unbekannteste der ,unbekannten4 ,er hat die ,gestalt1 welche ihm gehrt und erscheint uns besonders als ,greis1 als der lteste der ,alten und der ,unbekannteste unter den ,unbekannten4 ,aber unter der ,gestalt1 in welcher er sich uns zu erkennen giebt1 bleibt er dennoch der ,unbekannte4 ,sein ,kleid ist wei und sein ,anblick glnzend4 ,er sitzt auf einem ,thron von ,funken1 welcher seinem ,willen unterworfen ist4 ,das weie ,licht seines ,hauptes erhellt viermalhunderttausend ,welten4 ,viermalhunderttausend von diesem weien ,licht geborene ,welten werden das ,erbtheil der ,gerechten in der knftigen ,welt sein4 ,jeden ,tag entsprossen aus seinem ,gehirn dreizehntausend ,myriaden ,welten1 welche ihm ihre ,existenz verdanken und deren ,last er allein trgt4 ,von seinem ,haupt truft der ,thau1 welcher die ,todten erweckt und ihnen ein neues ,leben bereitet4 ,darum steht geschrieben3 ,dein ,thau ist der ,thau des ,lichtes4 ,er ist die ,nahrung der ,heiligen vom erhabensten ,rang4 ,er ist das ,manna1 welches den ,gerechten im knftigen ,leben bereitet ist4 ,er steigt herab auf das ,feld der heiligen ,frchte4#daa ,der ,anblick dieses ,thaues ist glnzend wie ,diamanten1 deren ,farbe alle ,farben in sich fat4 ,die ,gre dieses ,gesichtes ist dreihundertsiebenzig mal zehntausend ,welten4 ,darum heit es 'das groe ,gesicht'1 denn also ist der ,name des ltesten der ,alten4 ,es wrde jedoch der ,wahrheit nicht entsprechen1 wenn wir behaupten wollten1 da alles brige nach diesem ,beispiel zu beurteilen sei1 obschon die ,bizarrerie1 die ,affektation und die orientalische ,gewohnheit1 die ,allegorie auf die ,spitze zu treiben1 hufig den ,adel und die ,gre des ,ausdrucks berwuchern4 ,so wird z4 ,b4 das blendende ,haupt1 welches den ewigen ,herd des ,seins und ,wissens reprsentieren soll1 gewissermaen zu einer anatomischen ,studie1 bei welcher weder die ,stirn1 noch das ,gesicht1 die ,augen1 das ,gehirn1 die ,haare und der ,bart vergessen sind2 alles dies giebt ,gelegenheit mit bis ins ,unendliche gehenden ,zahlen zu spielen1 und dies gab ,veranlassung1 da von neueren ,schriftstellern gegen die ,kabbalisten der ,vorwurf des ,anthropomorphismus und selbst des ,materialismus erhoben wurde1 obgleich sie denselben in keiner ,weise verdienen4 ,ohne uns dabei weiter aufzuhalten1 wollen wir hier einige fr die ,geschichte des menschlichen ,geistes wichtige ,stellen des ,sohar mitteilen1 deren erste -- sehr umfangreiche -- in ,anschlu an die ,worte des ,jesaias#dab3 ,wem wollt ihr denn mich nachbilden1 dem ich gleich sei8 sich mit den zehn ,sephiroth oder den ,attributen der ,gottheit beschftigt1 so lange dieselbe noch in ihrer eigenen ,wesenheit verborgen ist3 ,bevor irgend eine ,form1 irgend ein ,bild in dieser ,welt geschaffen wurde1 war er allein1 ohne ,form und nichts ihm hnlich4 ,und wer konnte ihn erfassen1 da er vor der ,schpfung und noch ohne ,form war8 ,daher ist es auch verboten1 ihn unter irgend welchem ,bild1 in irgend einer ,gestalt darzustellen1 sei sie auch1 was sie immer sei1 selbst sein heiliger ,name oder ein ,buchstabe oder ein ,punct4 ,dies ist der ,sinn der ,worte#dac3 ',so bewahret nun eure ,seelen wohl1 denn ihr habt kein ,gleichni gesehen des ,tages1 da der ,herr mit euch redete aus dem ,feuer auf dem ,berge ,horeb4' ,das heit nmlich3 ihr habt nichts gesehen1 was ihr in einer ,gestalt1 einem ,bildni darstellen knntet4 ,aber nachdem er die ,gestalt des 'himmlischen ,menschen' 7,adam ila'a7 hervorgebracht hatte1 bediente er sich der ,merkaba als eines ,wagens1 um herabzusteigen4 ,er will unter der ,form des heiligen ,namens ,jehovah genannt sein und giebt sich unter seinen ,attributen zu erkennen1 deren jedes einen besonderen ,namen besitzt1 als3 ,gott der ,gnade1 ,gott der ,gerechtigkeit1 allmchtiger ,gott1 ,herr der ,heerscharen und 'der1 welcher ist'4 ,seine ,absicht war1 seine ,eigenschaften zu offenbaren und kund zu thun1 wie sich seine ,gnade und ,barmherzigkeit sowohl auf die ,welt als auf die ,werke der ,menschen erstreckt4 ,denn wie wrden wir ihn erkennen knnen1 wenn er nicht sein ,licht allen ,kreaturen geoffenbart htte8 ,wie knnte man sonst sagen1 da die ,welt von seinem ,ruhm erfllt sei8 ,wehe dem1 der es wagt1 ihn selbst mit einem seiner ,attribute zu vergleichen6 ,noch weniger aber darf er mit dem ,menschen verglichen werden1 der auf die ,welt gekommen und dem ,tode verfallen ist4 ,man mu ihn als ber allen ,geschpfen und allen ,attributen stehend erkennen4 ,wenn man von all diesen ,dingen abstrahiert1 so bleibt weder ,bild1 noch ,attribut1 noch ,figur1 und er ist dem ,meere vergleichbar1 dessen ,gewsser ohne ,grenzen und ,form sind2 wenn sie sich aber ber die ,erde ergieen1 so bringen sie ein ,bild 7dmut7 hervor1 welches sich in folgender ,berechnung ausdrcken lt3 ,die ,quelle der ,wsser des ,meeres und der ,glanz1 welchen der ,strahl der ,sonne darauf wirft1 sind zwei4 ,aus ihnen bildet sich ein riesengroes ,becken1 welches in ungeheurer ,tiefe ausgehhlt ist4 ,dieses ,becken ist mit den aus ihrer ,quelle entstrmenden ,gewssern angefllt2 es ist das ,meer selbst und kann als das ,dritte betrachtet werden4 ,diese ungeheure ,tiefe teilt sich in sieben ,kanle1 durch welche sich1 wie durch groe ,gefe1 das ,wasser des ,meeres ergiet4 ,die ,quelle1 der ,strom1 das ,meer und die sieben ,kanle bilden zusammen die ,zahl ,zehn4 ,und wenn der ,arbeiter1 der diese ,gefe gebildet hat1 dieselben zerbricht1 so kehrt das ,wasser zu seiner ,quelle zurck1 und es bleibt nichts als die vertrockneten wasserlosen ,scherben4 ,die ,ursache aller ,ursachen hat also die zehn ,sephiroth hervorgebracht4 ,die erste derselben1 'die ,krone'1 ist die ,quelle1 welche ein endloses ,licht ausstrahlt1 und von ihr kommt der ,name des ,unendlichen1 ,en ,soph1 um die hchste ,ursache zu bezeichnen1 denn sie hat in dieser ,gestalt weder ,form noch ,figur1 und es giebt noch kein ,mittel1 sie zu begreifen1 und keine ,art und ,weise1 sie zu erkennen4 ,in diesem ,sinn steht geschrieben3 ',sinnet nicht nach ber etwas1 das ber euch ist4' ,darauf bildet sich ein ,gef1 das fast wie ein ,punkt zusammengedrckt ist1 7der ,buchstabe ,y71 welches aber dennoch vom gttlichen ,licht durchdrungen ist2 es ist die ,quelle der ,weisheit1 ja die ,weisheit selbst1 die ,tugend1 von welcher die hchste ,ursache sich ,gott nennt4 ,diese ,quelle bildet alsdann ein ,gef1 unendlich wie das ,meer selbst2 man nennt es die ,weisheit1 und von ihm kommt der ,name3 der allweise ,gott4 ,wir mssen nmlich wissen1 da ,gott intelligent und weise seinem eigensten ,wesen nach ist1 und da die ,weisheit ihren ,namen nicht durch sich selbst verdient1 sondern durch ihn1 der weise ist und das aus ihm emanirende ,licht hervorgebracht hat4 ,nicht durch sie selbst kann man die ,intelligenz begreifen1 sondern durch ihn1 welcher intelligent ist und die ,intelligenz mit seiner eigenen ,wesenheit erfllt4 ,wenn er sich aus ihr zurckzge1 wrde sie vllig zu nichte werden4 ,dies ist der ,sinn der ,worte#dad3 ',wie ein ,wasser ausluft aus dem ,see1 und wie ein ,strom versieget und vertrocknet4' ,endlich theilt sich das ,meer in sieben ,arme1 welche sieben kostbare ,gefe bilden1 welche genannt werden3 die ,barmherzigkeit oder die ,gre2 die ,gerechtigkeit oder die ,strke2 die ,schnheit2 der ,triumph2 der ,ruhm2 das ,reich2 der ,grund oder die ,basis4 ,aus diesem ,grund wird ,gott der ,groe oder der ,barmherzige1 der ,starke1 der ,prchtige1 der ,gott des ,siegs1 der ,schpfer1 welchem allein ,ruhm gebhrt1 und der ,urgrund aller ,dinge genannt4 ,dies ist das letzte ,attribut1 welches die ,grundlage aller brigen und der ,totalitt der ,welten bildet4 ,endlich ist ,gott auch der ,knig des ,weltalls1 denn in seiner ,gewalt steht ,alles1 sei es1 da man die ,zahl der ,gefe vermindern oder1 je nach der zu treffenden ,wahl das ,licht1 welches er ausstrahlt1 vermehren will4#dae ,in diesem ,text ist so ziemlich alles enthalten1 was die ,kabbalisten ber die gttliche ,natur gedacht haben2 jedoch leidet derselbe selbst fr die mit der kabbalistischen ,ausdrucksweise ,vertrauten an groer ,unklarheit1 weshalb es sich empfiehlt1 seinen ,inhalt in prciserer ,ausdrucksweise wiederzugeben1 indem wir das im ,sohar an verschiedenen ,stellen ber die gttlichen ,attribute ,gesagte in einer ,anzahl von ,fundamentalstzen zusammenfassen3 #a4 ,gott war1 bevor irgend etwas existierte1 die unendliche ,wesenheit4 ,deshalb kann er weder als die ,gesamtheit der ,dinge1 noch als die ,summe seiner ,attribute betrachtet werden4 ,aber ohne diese ,attribute und die von ihnen hervorgebrachten ,wirkungen -- so zu sagen ohne eine determinierte ,form -- ist es unmglich1 ihn zu begreifen oder zu erkennen4 ,dieser ,grundsatz ist klar in folgenden ,worten ausgesprochen3 ,vor der ,schpfung war ,gott ohne ,gestalt1 nichts gleichend1 und in diesem ,stand war er fr die ,intelligenz unbegreiflich4 ,aber wir beschrnken uns nicht allein auf dieses ,zeugnis1 sondern hoffen1 da man den gleichen ,sinn auch in folgender ,stelle wiederfinde3 ,bevor sich ,gott offenbarte1 als alle ,dinge noch in ihm verborgen lagen1 war er der ,unbekannteste unter den ,unbekannten4 ,in diesem ,stand hatte er keinen andern ,namen als den der ,frage4 ,er begann einen unfabaren ,punkt zu bilden1 welcher sein eigener ,gedanke war4 ,alsdann bildete er durch seinen ,gedanken eine geheimnivolle und heilige ,form1 die er endlich mit einem reichen und glnzenden ,kleid bedeckte4 ,dies ist das ,weltall1 welches nothwendiger ,weise im ,namen ,gottes enthalten ist4#daf ,weiterhin heit es in der ,idra ,suta3 ,der lteste der ,alten ist gleichzeitig der ,unbekannteste der ,unbekannten2 er ist von allem getrennt und nicht getrennt2 er vereinigt in sich ,alles1 und nichts ist auer ihm4 ,er besitzt eine ,gestalt1 ohne da es mglich ist1 sie zu beschreiben4 ,er giebt ,form und ,existenz allem1 das ist4 ,er lt aus seinem ,busen zehn ,lichtstrahlen ausgehen1 welche in der von ihm verliehenen ,form erglnzen und alles mit ,tageshelle erleuchten4 ,er ist gewissermaen ein ,pharus1 welcher nach allen ,seiten seine ,strahlen spendet4 ,der lteste der ,alten1 der ,unbekannteste der ,unbekannten ist ein erhabener ,pharus1 den man nur an seinem ,licht erkennt1 welches in berschwenglicher ,flle und ,glanz in unsere ,augen blitzt2 und was man seinen heiligen ,namen nennt1 ist nichts anderes als dieses ,licht4#dag #b4 ,die zehn ,sephiroth1 durch welche sich das unendliche ,wesen ursprnglich zu erkennen gab1 sind nichts anderes als die ,attribute1 welche an sich selbst keine substantielle ,realitt besitzen2 jedoch reprsentiert sich in jedem derselben die gttliche ,wesenheit1 und in ihrer ,gesamtheit besteht das erste ,attribut1 die vollkommenste und erhabenste ,offenbarung der ,gottheit4 ,es wird der ursprngliche oder himmlische ,mensch 7,adam ila'a1 ,adam kadmon7 genannt und es ist die ,gestalt1 welche den geheimnivollen ,wagen des ,hesekiel lenkt1 und von der der irdische ,mensch nur eine blasse ,kopie ist4#dah ,die ,gestalt des ,menschen1 sagt ,simon ben ,jochai zu seinen ,schlern1 fat alles in sich1 was im ,himmel und auf ,erden ist1 die obern ,wesen wie die untern ,wesen1 und deshalb hat sie auch der lteste der ,alten zu der seinen gemacht4 ,keine ,gestalt1 keine ,welt kann vor der menschlichen bestehen1 denn sie schliet alle ,dinge in sich1 und alles besteht nur durch sie4 ,ohne sie wrde die ,welt nicht bestehen knnen1 und in diesem ,sinn sind die ,worte zu verstehen3 ,der ,ewige hat die ,erde auf die ,weisheit gegrndet4 ,aber man mu den obern ,menschen 7adam dil'eila7 von dem untern ,menschen 7adam diltata7 unterscheiden1 von denen keiner ohne den andern bestehen kann4 ,unter der menschlichen ,gestalt ist die ,vollkommenheit des ,glaubens verborgen1 und das ist es1 was durch die ,menschengestalt1 die den ,wagen lenkt1 ausgedrckt werden soll4 ,und das ist es1 was ,daniel mit den ,worten kund thun will3 ,und ich sah des ,menschen ,sohn kommen mit den ,wettern des ,himmels und vordringen bis zu dem ,alten der ,tage und sich vor ihm darstellen4#dai ,was man also den himmlischen ,menschen oder die erste ,offenbarung der ,gottheit nennt1 ist nichts anderes als die absolute ,form alles ,seienden1 die ,quelle aller andern ,formen oder vielmehr der ,ideen2 mit einem ,wort3 der hchste ,gedanke1 welcher der logos oder das ,wort genannt wird4 ,so heit es3 ,die ,gestalt des ,alten 7sein ,name sei geheiligt67 ist die einzige ,form1 welche alle ,formen in sich einschliet2 sie ist die hchste und geheimnivollste ,weisheit1 welche alles brige in sich fat4#dbj #c4 ,die zehn ,sephiroth sind1 wenn wir den ,verfassern des ,sohar ,glauben schenken drfen1 bereits im alten ,testament durch eben so viele ,gott geheiligte ,namen gekennzeichnet1 welche identisch mit denen sind1 welche der heilige ,hieronymus in seinem ,brief an ,marcella erwhnt4#dba ,man hat sie auch in der ,mischna finden wollen1 weil dort gesagt ist1 da ,gott die ,welt durch zehn ,worte geschaffen habe1 welche als eben so viele ,befehle aus seinem allmchtigen ,wort ausgingen4#dbb ,obschon sie alle gleich notwendig sind1 knnen die ,attribute und die ,distinktionen1 welche sie ausdrcken1 uns doch nicht die gttliche ,natur in ihrer ganzen ,hoheit erkennen lassen1 aber sie stellen dieselbe unter verschiedenen ,gesichtspunkten dar1 welche in der ,sprache der ,kabbalisten ,gesichter 7,anpin1 ,partzufin7 genannt werden4 ,simon ben ,jochai und seine ,schler machten sehr hufig von dieser metaphorischen ,ausdrucksweise ,gebrauch1 aber sie mibrauchten dieselbe nicht1 wie ihre neueren ,nachfolger4 ,wir sind gentigt1 uns lnger bei diesem wichtigsten ,punkt der kabbalistischen ,wissenschaft aufzuhalten2 aber bevor wir den besondern ,charakter der einzelnen ,sephiroth darlegen1 mssen wir einen ,blick auf die allgemeine ,frage ihrer ,wesenheit werfen und mit wenigen ,worten die verschiedenen ,meinungen darstellen1 welche ber dieselben bei den ,adepten der ,kabbala kursieren4 ,die ,kabbalisten haben zwei ,fragen aufgestellt1 nmlich3 warum giebt es ,sephiroth8 und was sind die ,sephiroth sowohl in ihrer ,gesamtheit1 als an sich selbst1 als auch in ihren ,beziehungen zu ,gott8 ber die erste ,frage uert sich der ,sohar sehr positiv1 ohne den mindesten ,zweifel aufkommen zu lassen4 ,es giebt so viele ,sephiroth als ,namen ,gottes2 beide sind dem ,geist nach eins1 und die ,sephiroth sind nichts als die durch die ,namen ausgedrckten ,ideen und ,dinge4 ,wenn ,gott keine ,namen htte1 oder1 wenn die ihm gegebenen ,namen keine ,realitten bezeichneten1 so wrde er nicht allein uns unbekannt sein1 sondern er wrde auch an sich nicht existieren1 denn er kann sich selbst nicht ohne ,intelligenz begreifen1 ohne ,weisheit nicht weise sein und ohne ,macht nicht handeln4 -- ,die zweite ,frage wird nicht in gleich bndiger ,weise beantwortet4 ,manche ,kabbalisten sttzen sich auf den ,grundsatz1 da ,gott unvernderlich sei1 und sehen in den ,sephiroth nur die ,werkzeuge der gttlichen ,allmacht1 ,geschpfe einer hheren ,natur1 welche jedoch vom ersten ,wesen durchaus verschieden sind4 ,es sind dies diejenigen1 welche die ,sprache der ,kabbala mit dem ,buchstaben des ,gesetzes vereinigen wollen4 -- ,das1 was der ,sohar ,en-,soph nennt1 nmlich das ,unendliche an sich1 ist in ihren ,augen die ,gesamtheit der ,sephiroth1 nichts mehr und nichts weniger1 und jede der letzteren ist nur das ,unendliche von einem verschiedenen ,standpunkt betrachtet4 ,zwischen diesen extremen ,anschauungen steht ein tieferes und dem ,geist der ,originale konformeres ,system1 welches die ,sephiroth als ,werkzeuge1 als ,geschpfe und als von der ,gottheit verschiedene ,wesen betrachtet1 die nicht mit ihr verwechselt werden drfen4 ,diese ,anschauung beruht auf folgendem ,ideengang3 ,gott ist in den ,sephiroth gegenwrtig1 sonst wrde er sich durch dieselben nicht offenbaren knnen2 aber er wohnt nicht ganz in ihnen1 und er ist es nicht allein1 was man unter diesen sublimen ,ideen- und ,existenzformen verhllt4 ,die ,sephiroth an sich knnen nie den ,unendlichen begreiflich machen2 das ,en-,soph1 die ,quelle aller ,formen1 besitzt an sich selbst keine1 oder um in der dem ,sohar heiligen ,ausdrucksweise zu sprechen3 obschon eine jede ,sephire einen bekannten ,namen hat1 so besitzt er allein doch keinen4 ,gott bleibt immer das unaussprechliche1 unendliche ,wesen1 welches ber allen ,welten1 selbst ber der ,emanationswelt thront1 die uns seine ,gegenwart offenbaren4 ,die zehn ,sephiroth knnen mit ebensoviel ,gefen von verschiedener ,form verglichen werden oder mit verschieden gefrbten ,glsern4 ,welches nun auch das ,gef sei1 womit man die gttliche ,wesenheit messen will1 so wohnt doch die absolute ,wesenheit der ,dinge bestndig in ihm1 und das gttliche ,licht verndert nicht wie das ,sonnenlicht seine ,natur nach dem ,mittel1 durch welches es hindurch geht4 ,diese ,gefe und ,mittel haben an sich keine positive ,realitt und keine eigene ,existenz1 sondern sie sind gewissermaen die ,grenzen1 in denen die hchste ,wesenheit der ,dinge eingeschlossen ist1 oder die verschiedenen ,grade der ,dunkelheit1 mit denen das gttliche ,licht seine unendliche ,klarheit verschleiert1 um sich anschaubar zu machen4 ,darum hat man in jeder ,sephire zwei ,elemente oder vielmehr zwei ,gesichtspunkte erkennen wollen3 der eine1 rein uerliche und negative1 welcher den ,krper reprsentiert1 wird recht eigentlich das ,gef 7,kli7 genannt1 whrend der andere1 innere positive1 den ,geist und das ,licht bildet4 ,darum spricht man auch von den zerbrochenen ,gefen1 welche das gttliche ,licht entweichen lassen4 ,dieser auch von ,isaak ,loriah und ,moses ,corduero eingenommene ,standpunkt wird von letzterem mit viel ,logik und ,prcision vertreten und bildet die ,basis des ganzen metaphysischen ,teils der ,kabbala4 ,nachdem wir nun die allgemeinen ,grundstze festgestellt haben1 auf denen die ,autoritt der ,texte und der geschtztesten ,kommentare beruhen1 mssen wir jetzt die besondere ,rolle der einzelnen ,sephiroth und ihre ,gruppierung nach ,trinitten und ,personen betrachten4 ,die erste und erhabenste der gttlichen ,offenbarungen oder die erste ,sephire ist die ,krone 7,keter71 welche so genannt wird1 weil sie ber allen andern ,sephiroth steht4 ,der ,text sagt3 ,sie ist das ,princip aller ,principien1 die geheimnivolle ,weisheit1 die ber alles erhabene ,krone1 das ,diadem der ,diademe4 ,sie ist nicht die verschwommene ,totalitt ohne ,namen und ,form1 der geheimnivolle ,unbekannte1 welcher alle ,dinge und selbst die ,attribute 7,ein ,sof7 hervorgebracht hat4 ,sie reprsentiert das vom ,unendlichen geschiedene ,endliche1 und sein ,name in der ,schrift bedeutet ich bin 7,ehye71 weil es das ,wesen an sich selbst ist4 ,dieses ,wesen wird unter einem ,gesichtspunkt betrachtet1 den keine ,untersuchung mehr ergrndet1 der keine ,qualifikation mehr zult1 und in welchem alles in einem unteilbaren ,punkt zusammenfliet4 ,aus diesem ,grund wird sie auch der primitive ,punkt genannt1 und es heit3 ,als der ,unbekannteste der ,unbekannten sich offenbaren wollte1 brachte er einen ,punkt hervor2 jedoch war dieser ,punkt nicht von seinem ,busen ausgegangen2 der ,unendliche war noch durchaus unbekannt1 und es strahlte kein ,licht4#dbc ,die neueren ,kabbalisten erklren dies durch die absolute ,konzentration ,gottes in seine eigene ,substanz4 ,diese ,konzentration hat aus sich den ,raum1 die primitive ,luft 7avir kadmon7 geboren1 welche keine reale ,leere1 sondern eine gewisse ,stufe eines niedern ,lichtes der ,schpfung ist4 ,und durch dasselbe hat die in sich selbst konzentrierte ,gottheit alles ,endliche geschieden1 begrenzt und bestimmt1 und von ihm kann man in gewisser ,beziehung sagen1 da es durch das ,wort ,nichts oder das ,nichtseiende 7ayin7 bezeichnet wird4 ,die ,idra ,suta sagt3 ,wir nennen es also1 weil wir es nicht kennen und weil es unmglich ist1 dasselbe in diesem ,stand zu erkennen1 denn es steigt nicht zu unserer ,unwissenheit herab1 sondern wohnt ber der ,weisheit selbst4#dbd ,eine ganz hnliche ,anschauung vertritt ,hegel1 wenn er sagt#dbe3 ,das reine ,sein macht den ,anfang1 weil es sowohl reiner ,gedanke1 als das unbestimmte einfache ,unmittelbare ist1 der erste ,anfang aber nichts ,vermitteltes und weiter ,bestimmtes sein kann4 ,dieses reine ,sein ist nun die reine ,abstraktion1 damit das ,absolut-,negative1 welches1 gleichfalls unmittelbar genommen1 das ,nichts ist4 ,um nun wieder auf die ,kabbalisten zurckzukommen1 so bildet der ,gedanke des ,seins oder des ,absoluten von diesem ,standpunkt aus eine vollstndige ,form oder -- um in ihrer ,sprache zu reden -- einen ,kopf1 ein ,gesicht4 ,sie nennen dasselbe das weie ,gesicht 7,reisha ,chivra71 weil in ihm gewissermaen alle ,farben1 alle ,begriffe und alle ,bestimmungen zusammenflieen1 oder auch den ,alten 7,atika71 weil es die erste der ,sephiroth ist4 ,in dem letzteren ,fall darf es aber nicht mit dem ltesten der ,alten verwechselt werden1 d4 h4 mit dem ,en-,soph selbst1 vor welchem das hellste ,licht nur ,finsternis ist4 ,man bezeichnet es im allgemeinen mit dem ,ausdruck das groe ,gesicht 7,arich ,apayyim71 zweifelsohne deshalb1 weil es alle ,eigenschaften1 alle intellektuellen und moralischen ,qualitten1 alle ,formen in sich einschliet2 in hnlichem ,sinn heit es auch das kleine ,gesicht4 ,der ,text sagt#dbf3 ,das ,erste ist der ,alte4 ,von ,angesicht zu ,angesicht gesehen ist er das hchste ,haupt1 die ,quelle alles ,lichts1 das ,princip aller ,weisheit1 welches nur durch die ,einheit definirt werden kann4 ,aus dem ,scho dieser absoluten ,einheit1 unterschieden von der ,vielheit und der relativen ,einheit1 gehen einander parallel zwei scheinbar verschiedene ,prinzipien aus1 welche jedoch in ,wirklichkeit eine untrennbare ,realitt bilden2 das eine1 mnnlich und aktiv1 wird die ,weisheit 7,chokhma71 das andere1 weiblich und passiv1 die ,intelligenz 7,bina7 genannt1 und der ,text sagt3 ,alles1 was existiert1 ist durch den ,alten -- gelobt sei sein ,name6 -- geschaffen worden und kann nur durch das mnnliche und weibliche ,princip bestehen4#dbg ,die ,weisheit wird auch der ,vater genannt1 denn1 wie es heit1 hat sie alle ,dinge erzeugt4 ,auf den zweiunddreiig wunderbaren ,wegen ergiet sie sich durch das ,weltall und verleiht allen ,dingen ,form und ,ma4#dbh ,die ,intelligenz ist die ,mutter1 denn es steht geschrieben3 du wirst die ,intelligenz mit dem ,namen ,mutter nennen4#dbi -- ,aus ihrer geheimnisvollen und ewigen ,verbindung entsprot ein ,sohn1 welcher nach dem ,ausdruck des ,originals die ,zge des ,vaters wie der ,mutter trgt und so ,zeugnis von beiden giebt4 ,dieser ,sohn der ,weisheit und ,intelligenz wird wegen seiner doppelten ,erbschaft der lteste ,sohn ,gottes1 das ,bewutsein oder die ,weisheit 7,da'at7 genannt4 ,diese drei ,personen umfassen und schlieen in sich alles1 was war1 ist und sein wird1 und sind in dem weien ,haupt1 dem ltesten der ,alten vereinigt1 denn er ist ,alles1 und ,alles ist er4#dcj -- ,er wird bald durch drei ,hupter dargestellt1 welche zusammen nur eines bilden1 bald wird er mit dem ,gehirn verglichen1 welches1 ohne seine ,einheit zu verlieren1 in drei ,teile zerfllt1 und von dem zweiunddreiig ,nervenpaare in den ,krper ausgehen1 vergleichbar mit den zweiunddreiig ,wegen1 auf welchen sich die ,gottheit dem ,universum mitteilt4 ,der ,alte1 gelobt sei sein ,name6 besitzt drei ,hupter1 welche zusammen blos eines bilden2 dieses ,haupt ist erhaben ber alle erhabene ,dinge4 ,und weil der ,alte1 dessen ,name gelobt sei1 durch die ,zahl drei dargestellt wird1 so sind alle brigen ,lichter1 welche uns mit ihren ,strahlen erleuchten 7nmlich die brigen ,sephiroth71 in der ,zahl ,drei inbegriffen4#dca ,in der folgenden ,stelle werden von der ,trinitt etwas andere ,ausdrcke gebraucht2 es figuriert in ihr das ,en-,soph1 aber wir begegnen nicht der ,intelligenz1 zweifelsohne weil sie nur ein ,reflex1 eine gewisse ,expansion des ,logos ist1 die hier die ,weisheit genannt wird3 ,es giebt drei kunstvoll gebildete ,hupter1 eines in dem andern und eines ber dem andern4 ,zu ihnen wird gezhlt3 die geheimnivolle ,weisheit1 die verborgene ,weisheit1 welche nie ohne ,schleier erscheint4 ,diese geheimnivolle ,weisheit ist die ,grundlage jeder andern ,weisheit4 ber dem ersten ,haupt ist der ,alte1 dessen ,namen gelobt sei6 und welcher das ,geheimste der ,geheimnisse ist4 ,darauf kommt das ,haupt1 welches alle andern ,hupter beherrscht1 ein ,haupt1 welches nicht nur eines ist4 ,was es in sich schliet1 wei ,niemand und kann ,niemand wissen1 denn dies entzieht sich sowohl unserer ,weisheit als unserer ,unwissenheit4 ,deshalb wird auch der ,alte1 dessen ,namen gelobt sei6 das ,nichts genannt4#dcb ,wir haben also auch hier die ,einheit des ,wesens und die ,dreiheit der intellektuellen ,offenbarung oder des ,denkens1 was nachzuweisen war4 ,manchmal werden die ,bezeichnungen oder1 wenn man will1 die ,personen dieser ,trinitt als drei aufeinanderfolgende und absolut notwendige ,phasen des ,denkens und ,seins dargestellt1 als ein logischer ,proze1 welcher die ,welt hervorbringt4 ,dies ergiebt sich aus folgender ,stelle3 ,kommet und sehet3 der ,gedanke ist die ,grundlage alles ,seienden2 aber der ,gedanke ist ,anfangs unbekannt und in sich selbst eingeschlossen4 ,wenn der ,gedanke sich zu offenbaren beginnt1 so gelangt er zu der ,wohnung des ,geistes4 ,er erhlt alsdann den ,namen der ,intelligenz und ist nicht mehr auf sich selbst beschrnkt4 ,der ,geist enthllt sich im ,schoo der ,geheimnisse1 von denen er noch umgeben ist1 und geht daraus hervor als eine ,stimme1 welche die ,vereinigung aller himmlischen ,dinge ist2 diese offenbart sich in unterschiedenen und articulirten ,worten1 denn sie kommt vom ,geist4 ,aber wenn wir alle diese ,abstufungen betrachten1 so sehen wir1 da ,gedanke1 ,intelligenz1 ,stimme und ,wort ,eins sind1 da der ,gedanke die ,grundlage von allem ist und keine ,unterbrechung in ihm stattfinden will4 ,der ,gedanke selbst verbindet sich mit dem ,nichts und trennt sich nicht von ihm4 ,dies ist der ,sinn der ,worte3 ,jehovah ist ,eins1 und sein ,name ist ,eins4#dcc ,es mge noch eine andere ,stelle folgen1 welche den gleichen ,sinn in einer lteren und originelleren ,form enthlt3 ,der ,name1 welcher ',ich bin' 7,ehye7 bedeutet1 zeigt uns die ,vereinigung alles ,seienden an2 in ihm sind alle ,wege der ,weisheit noch verborgen und zusammen untrennbar vereinigt4 ,man kann ihn mit einer ,mutter vergleichen1 welche in ihrem ,schoo alle ,dinge trgt und im ,begriff ist1 sie zu gebren1 um den hchsten ,namen ,gottes zu offenbaren1 den der ,allmchtige mit den ,worten bezeichnete3 'ich bin1 der ich bin' 7,asher ,ehye74 ,wenn nun endlich alles wohlgebildet aus dem ,mutterschoo hervorgegangen ist1 wenn jedes ,ding an seiner ,stelle ist1 und man das ,einzelne oder das ,seiende bezeichnen will1 so wird ,gott ,jehovah genannt oder 'ich bin der1 welcher ist' 7,ehye ,asher ,ehye74 ,dies sind die ,geheimnisse des heiligen1 ,moses geoffenbarten ,namens1 von welchem sonst ,niemand ,kenntni besitzt4#dcd ,das kabbalistische ,system beruht also nicht nur einfach auf dem ,prinzip der ,emanation oder der ,einheit der ,substanz1 sondern ist weit ausgedehnter und gewissermaen mit der ,hegelschen ,philosophie vergleichbar1 auch lt es sich in mancher ,beziehung so zu sagen als eine ,verbindung von ,ideen ,platos und ,spinozas bezeichnen4 ,um nun endlich darzuthun1 da die neueren ,kabbalisten den ,traditionen ihrer ,vorgnger treu blieben1 wollen wir eine ,stelle aus dem ,kommentar des ,moses ,corduero zum ,sohar anfhren3 ,die drei ersten ,sephiroth1 nmlich die ,krone1 die ,weisheit und die ,intelligenz1 mssen als ein und dieselbe ,sache bezeichnet werden4 ,die erste reprsentiert die ,erkenntni oder die ,wissenschaft1 die zweite das ,erkennende und die dritte das ,erkennbare4 ,um diese ,identitt zu erklren1 mu man wissen1 da die ,erkenntni des ,schpfers nicht die ,erkenntni der ,geschpfe ist1 denn bei diesen ist die ,erkenntni vom ,erkennenden unterschieden und auf das von diesem getrennte ,erkennbare bertragen4 ,man bezeichnet es auch mit den ,ausdrcken3 der ,gedanke1 der ,denker und das ,gedachte4 ,im ,gegentheil ist der ,schpfer die ,erkenntni selbst und erkennt1 was erkennbar ist4 ,die ,art und ,weise seines ,erkennens geschieht nicht durch ,anwendung des ,gedankens auf die ,dinge1 welche auer ihm sind1 sondern er erkennt sich selbst und schaut sich in allem ,seienden4 ,es giebt nichts1 was nicht mit ihm vereinigt und in seiner eigenen ,wesenheit auffindbar ist4 ,er ist der ,typus des ganzen ,seins1 und alle ,dinge existieren in ihm in ihrer reinsten und vollendetsten ,form in der ,weise1 da die ,vollkommenheit der ,geschpfe in dieser ,existenz selbst besteht1 durch welche sie mit der ,quelle ihres ,seins vereinigt sind je nach ,magabe1 wie sie sich von einem so vollkommenen und erhabenen ,zustand entfernen4 ,alle ,wesenheiten der ,welt haben also ihren ,ursprung in den ,sephiroth1 und die ,sephiroth sind die ,quelle1 von welcher sie ausflieen4 ,die sieben ,attribute1 von welchen wir noch sprechen mssen1 und die die neueren ,kabbalisten die ,sephiroth der ,konstruktion nennen1 -- zweifelsohne weil sie bei der ,schpfung am meisten in ,thtigkeit traten1 offenbaren sich wie die ersten in ,trinitten1 und bei jeder sind zwei ,extreme durch ein ,mittelglied verbunden4 ,aus dem ,schoe des gttlichen ,denkens in ihrer vollendeten ,offenbarung geschaffen1 gehen zuerst zwei entgegengesetzte ,prinzipien hervor1 eines mnnlich und aktiv1 das andere weiblich und passiv2 in der ,gnade oder ,barmherzigkeit 7,chesed7 ist das erste anzutreffen1 das zweite wird durch die ,gerechtigkeit 7,din7 reprsentiert4 ,es ist leicht1 die ,rolle zu erkennen1 welche diese ,sephiroth im kabbalistischen ,system spielen1 und da weder ,gnade noch ,gerechtigkeit in buchstblichem ,sinn genommen werden drfen2 es handelt sich vielmehr um das1 was wir ,extension und ,konzentration des ,willens nennen4 ,aus der ersteren gehen die mnnlichen und aus der zweiten die weiblichen ,seelen hervor4 ,diese beiden ,attribute werden auch die ,arme der ,gottheit genannt2 der eine giebt das ,leben und der andere den ,tod4 ,die ,welt wrde nicht bestehen knnen1 wenn sie getrennt wren2 es ist unmglich1 da sie sich trennen1 denn nach der ,ausdrucksweise des ,originals kann die ,gerechtigkeit nicht ohne die ,gnade bestehen2 beide sind zu einem gemeinschaftlichen ,wesen vereinigt1 welches die ,schnheit 7,tif'eret7 ist1 als deren ,symbol die ,brust oder das ,herz gilt4 ,es ist eine merkwrdige ,thatsache1 da die ,schnheit als der ,ausdruck und das ,resultat aller moralischen ,eigenschaften und die ,summe des ,guten angesehen wird4 ,die drei folgenden ,attribute sind durchaus dynamischer ,natur und reprsentieren so zu sagen die ,gottheit als ,ursache1 als allgemeine ,kraft und das ,urprinzip alles ,seins4 ,die beiden ersten1 welche in dieser neuen ,sphre das mnnliche und weibliche ,prinzip reprsentieren1 werden bereinstimmend nach einem ,schrifttext der ,triumph 7,netzach7 und der ,ruhm 7,hod7 genannt4 ,es wrde sehr schwer sein1 den eigentlichen ,sinn dieser ,worte herauszufinden1 wenn sie nicht durch folgende ,definition erklrt wrden3 ,unter dem ,triumph und dem ,ruhm versteht man die ,ausdehnung1 die ,vervielfltigung und die ,strke1 denn alle ,krfte des ,universum gehen aus deren ,schoo hervor1 und deshalb werden diese ,sephiroth 'die ,heerschaaren des ,ewigen' genannt4#dce ,sie vereinigen sich in einem gemeinsamen ,prinzip1 welches gewhnlich durch die ,zeugungsorgane reprsentiert wird und das auch das zeugende ,element1 die ,quelle und ,wurzel alles ,seins darstellt4 ,man nennt es in dieser ,hinsicht das ,fundament oder die ,basis 7,yesod74 ,der ,text sagt3 ,alles kehrt zu der ,basis zurck1 von der es ausgegangen ist4 ,alles ,mark1 aller ,saft1 alle ,macht versammelt sich hier4 ,alle existierenden ,krfte gehen von hier aus durch die ,organe der ,zeugung4#dcf ,alle diese drei ,attribute bilden gewissermaen nur ein ,gesicht1 das der gttlichen ,natur1 welches die ,bibel mit dem ,namen der ,herr der ,heerschaaren bezeichnet4 ,was nun die letzte der ,sephiroth1 das ,reich 7,malkhut71 anlangt1 so stimmen alle ,kabbalisten darin berein1 da dieselbe kein neues ,attribut bezeichnet1 sondern nur die zwischen den brigen bestehende ,harmonie und ihre ,herrschaft ber die ,welt4 ,die zehn ,sephiroth bilden also in ihrer ,gesamtheit den himmlischen oder idealen ,menschen oder das1 was die neueren ,kabbalisten die ,emanationswelt nennen4 ,sie teilen dieselbe in drei ,abteilungen1 deren jede die ,gottheit von einem verschiedenen ,standpunkt1 aber stets in ,gestalt einer unteilbaren ,dreieinigkeit darstellt4 ,die drei ersten sind durchaus intellektueller oder metaphysischer ,natur und drcken die absolute ,identitt der ,existenz und des ,gedankens aus2 sie bilden das1 was die neueren ,kabbalisten die intelligible ,welt nennen4 ,die folgenden tragen einen moralischen ,charakter zur ,schau und lassen ,gott als die ,identitt der ,gte und ,weisheit erscheinen2 andererseits zeigen sie uns in der ,gte oder vielmehr im hchsten ,wesen den ,ursprung der ,schnheit und ,gre oder ,erhabenheit4 ,man nennt sie auch die ,tugenden oder die sensible ,welt in der erhabensten ,bedeutung dieses ,wortes4 ,endlich sehen wir in den letzten dieser ,attribute sowohl die allgemeine ,vorsehung als den hchsten ,knstler1 welcher auch die absolute ,kraft1 die allmchtige ,ursache und das zeugende ,element alles ,seienden ist4 ,dies sind die letzten ,sephiroth1 welche die natrliche ,welt oder die ,natur in ihrer ,wesenheit und in ihrem ,prinzip1 ,natura naturans1 bildet4 ,es mge hier eine ,stelle folgen1 in welcher die verschiedenen ,anschauungsstandpunkte auf eine ,einheit oder eine oberste ,trinitt zurckzufhren gesucht werden3 ,um die ,wissenschaft der gttlichen ,einheit zu erhalten1 mssen wir die ,flamme betrachten1 welche von einem ,feuer oder einer angezndeten ,lampe emporflackert2 man sieht in ihr zwei ,lichter3 ein weies und ein dunkles oder blaues4 ,das weie schwebt oben und steigt in gerader ,linie empor1 whrend sich das blaue darunter befindet und in der ,gewalt des weien zu sein scheint4 ,beide sind jedoch so vollkommen mit einander vereinigt1 da sie nur eine ,flamme bilden4 ,der ,sitz des blauen ,lichtes ist am ,docht4 ,das weie wechselt nicht1 sondern bewahrt stets die ihm eigene ,natur1 aber man unterscheidet verschiedene ,nuancen in dem darunter befindlichen blauen1 welches sich nach oben an das weie ,licht und nach unten an die angezndete ,materie anhngt4 ,alles zusammen bildet jedoch eine ,einheit4#dcg ber den ,sinn dieser ,allegorie kann kein ,zweifel obwalten1 und wir fgen hinzu1 da sie in einem andern ,teil des ,sohar fast buchstblich wird1 um die ,natur der menschlichen ,seele zu erklren1 welche ebenfalls eine ,trinitt bildet1 die eine abgefate ,kopie der ,allerhchsten ist4 ,die letzte ,gattung der ,trinitten1 welche alle brigen in sich fat1 giebt uns die ganze ,theorie der ,sephiroth1 und sie ist es auch1 welche im ,sohar die grte ,rolle spielt4 ,sie wird wie die vorhergehenden durch drei ,ausdrcke dargestellt1 von denen jeder als ,centrum1 als hchste ,offenbarung1 eine der untergeordneten ,trinitten reprsentiert3 unter den metaphysischen ,attributen ist es die ,krone1 unter den moralischen die ,schnheit1 und unter den untergeordneten das ,reich4 ,was aber ist in der kabbalistischen ,sprache die ,krone8 ,die ,substanz1 das eine und absolute ,wesen4 ,was ist die ,schnheit8 ,sie ist1 wie die ,idra ,suta ausdrcklich sagt1 der hchste ,ausdruck des ,lebens und der moralischen ,vollkommenheit4 ,als ,emanation der ,intelligenz und ,gnade wird sie im ,orient oft mit der ,sonne verglichen1 die ihr ,licht auf alle ,dinge der ,welt wirft1 und ohne welche dieselbe in ,nacht versinken wrde2 mit einem ,wort3 sie ist das ,ideal4 ,was ist nun endlich das ,reich8 ,die permanente und immanente ,aktion aller vereinigten ,sephiroth1 die reelle ,gegenwart ,gottes in der ,mitte der ,schpfung1 welche ,idee durch das ,wort ,schechinah bezeichnet wird1 durch einen ,beinamen des ,reichs4 ,sie ist also das absolute ideale ,wesen1 die immanente ,kraft der ,dinge oder1 wenn man will1 die ,substanz1 der ,gedanke und das ,leben1 d4 h4 die ,vereinigung des ,gedankens mit den ,objekten4 ,dies ist der wahre ,sinn dieser ,trinitt4 ,diese enthlt1 was die ,kabbala die ,sule der ,mitte nennt1 weil sie unter allen ,bildern1 in die man die ,sephiroth gekleidet hat1 die ,mitte in ,gestalt einer geraden ,linie oder ,sule einnimmt4 ,diese drei ,bezeichnungen werden1 wie man leicht ersehen kann1 von den ,gesichtern oder symbolischen ,personifikationen entnommen1 und zwar wechselt die ,krone nicht einmal den ,namen1 sondern ist stets das groe ,gesicht1 der ,alte der ,tage1 der ,alte1 dessen ,name geheiligt ist4 ,die ,schnheit ist der heilige ,knig oder einfach der ,knig und die ,schechinah1 die gttliche ,gegenwart in den ,dingen oder die ,matrone und ,knigin4 ,wenn die eine mit der ,sonne1 so wird die andere mit dem ,mond verglichen1 oder nach anderer ,ausdrucksweise3 die reelle ,existenz ist nichts als der ,reflex oder das ,bild der idealen ,schnheit4 ,die ,matrone wird auch mit dem ,namen ,eva bezeichnet1 denn1 sagt der ,text1 sie ist die ,mutter aller ,dinge1 und alles1 was hier unten existiert1 geht aus ihrem ,scho hervor und wird durch sie gesegnet4#dch -- ,der ,knig und die ,knigin1 welche man auch die beiden ,gesichter nennt#dci1 bilden zusammen ein ,band1 dessen ,aufgabe es ist1 der ,welt immer neue ,gnade zu spenden und durch ihre ,vereinigung das ,werk der ,schpfung fortzusetzen und zu vollenden4 ,aber die gegenseitige ,liebe1 welche sie zu diesem ,werk tragen1 offenbart sich auf zweierlei ,weise und bringt infolgedessen zweierlei ,arten von ,frchten hervor4 ,von oben kommt der ,gatte zu der ,gattin1 so zu sagen die ,existenz und das ,leben2 sie gehen aus aus der ,tiefe der intelligibeln ,welt und suchen sich in den ,naturkrpern zu vermehren4 ,von unten kommt die ,gattin zu dem ,gatten1 von der realen ,welt zur idealen1 von der ,erde zum ,himmel1 und sucht im ,schoe der ,gottheit das1 was sie zurckfhren kann4 ,der ,sohar selbst giebt uns ein ,beispiel der beiden ,zeugungsarten in dem ,kreislauf1 welchen die heiligen ,seelen durchlaufen4 ,die ,seele1 in ihrer reinsten ,wesenheit1 in ihrer ,wurzel in der ,intelligenz betrachtet1 unterscheidet sich schon in der universellen ,seele4 ,ist die ,seele nun eine mnnliche1 so passiert sie von hier aus das ,prinzip der ,gnade oder der ,expansion2 ist sie aber eine weibliche1 das der ,gerechtigkeit oder ,konzentration4 ,endlich wird sie zur ,welt geboren1 wo wir durch die ,vereinigung des ,knigs mit der ,knigin leben1 welche1 wie der ,text sagt1 das fr die ,erzeugung der ,seele sind1 was ,mann und ,frau fr die ,erzeugung des ,krpers4#ddj ,dies ist der ,weg1 auf welchem die ,seele auf die ,erde herabsteigt4 ,und nun folgt der ,weg1 auf welchem sich die ,seele in den ,schoo der ,gottheit zurckbegiebt4 ,wenn sie ihre ,bestimmung vollendet und sich mit allen ,tugenden geschmckt hat1 so erhebt sie sich durch ihre eigene ,bewegung1 durch die ,liebe1 welche sie zur ,gottheit trgt1 zu dem hchsten ,grad der ,emanation1 wo die reale ,existenz sich in ,harmonie mit der idealen ,form setzt4 ,der ,knig und die ,knigin vereinigen sich von neuem1 aber aus anderer ,ursache und zu einem andern ,zweck als das erste ,mal4#dda ,der ,sohar sagt hierber3 ,auf diese ,weise ergiet sich das ,leben sowohl von oben als von unten1 die ,quelle erneuert sich1 und das immer gefllte ,meer vertheilt seine ,gewsser aller ,orten4#ddb ,diese ,vereinigung findet auch auf eine accidentielle ,weise statt4 ,aber wir wrden hierbei die ,lehre von der ,ekstase1 der mystischen ,verzckung und der ,rinkarnation berhren1 von welcher wir an anderer ,stelle sprechen mssen4 ,jedoch mten wir glauben1 die ,theorie der ,sephiroth unvollkommen dargestellt zu haben1 wenn wir nicht die ,figuren kennzeichneten1 unter welchen die ,sephiroth unsern ,augen dargestellt werden4 ,im ,sohar kommen zum mindesten zwei derselben vor4 ,die eine besteht aus zehn konzentrischen ,kreisen oder -- besser gesagt -- aus neun1 welche um einen ,punkt aus ihrem gemeinsamen ,mittelpunkt gezogen sind4 ,die andere ist die ,figur des menschlichen ,krpers4 ,die ,krone ist der ,kopf1 die ,weisheit das ,hirn1 die ,intelligenz das ,herz2 der ,rumpf und die ,brust sind das ,symbol der ,schnheit1 die ,arme der ,gnade und ,gerechtigkeit1 und die untern ,krperteile entsprechen den brigen ,attributen4 ,auf diese ganz willkrlichen ,beziehungen wird in den ,tikunim1 den ,supplementen des ,sohar1 die praktische ,kabbala begrndet1 welche durch die verschiedenen ,namen ,gottes die ,krankheiten1 welche die einzelnen ,krperteile befallen1 zu vertreiben sucht4 ,es ist in der ,geschichte des menschlichen ,geistes nicht das erste ,mal1 da zu einer ,zeit des ,verfalls die ,ideen oft durch die grbsten ,symbole erstickt werden1 und die ,form an die ,stelle des ,gedankens tritt4 ,schlielich kann man die letzte ,manier der ,darstellung der ,sephiroth in drei ,gruppen teilen3 rechts in einer senkrechten ,linie stehen die expansiven ,attribute1 nmlich des ,logos oder die ,weisheit1 die ,gnade und ,strke2 links in einer ,parallellinie befinden sich die des ,widerstands und der ,konzentration3 die ,intelligenz oder das ,bewutsein des ,logos1 die ,gerechtigkeit und der ,widerstand4 ,in der ,mitte befinden sich die substantiellen ,attribute1 welche wir in der hchsten ,trinitt gefunden haben4 ,an der ,spitze befindet sich die ,krone und an der ,basis das ,reich4#ddc ,der ,sohar spielt oft auf diese ,figur an1 welche er mit einem ,baum vergleicht1 dessen ,leben und ,mark das ,en-,soph ist2 derselbe wird deshalb auch der kabbalistische ,baum genannt4 ,man hat die verschiedenen ,seiten dieser ,figur auch die ,sule der ,gerechtigkeit1 die ,sule der ,gnade und die ,sule der ,mitte genannt4 brigens betrachtet man die ,figur auch nach ,horizontallinien1 wobei die sekundren ,trinitten entstehen1 von denen wir oben gesprochen haben4 ,auer diesen ,figuren sprechen die neueren ,kabbalisten auch noch von ,kanlen1 welche unter einer materiellen ,form alle unter den ,sephiroth bestehenden ,beziehungen und ,kombinationen darstellen4 ,moses ,corduero spricht sogar von einem ,autor1 welcher siebenmalhunderttausend solcher ,beziehungen gezhlt hat4#ddd ,diese ,subtilitten knnen bis zu einem gewissen ,grad die ,kombinationsgabe interessieren1 fr die metaphysische ,spekulation sind sie jedoch belanglos4 ,in die ,lehre von den ,sephiroth mischt der ,sohar eine fremdartige ,idee1 welche in einer noch fremdartigeren ,gestalt dargestellt wird1 nmlich in der eines ,verfalls und einer ,wiederherstellung in der ,sphre der ,attribute selbst1 einer gescheiterten ,schpfung1 in welcher ,gott herniederstieg1 um auf der ,erde zu wohnen1 weil er sich mit dieser ,mittelform zwischen ihm und der ,kreatur bekleidet hatte1 von welcher die menschliche ,gestalt die beste ,darstellung ist4 ,die verschiedenen ,darstellungen1 welche die beiden ,idra und das ,buch der ,geheimnisse davon geben1 sind ohne ,interesse1 jedoch wollen wir hier wenigstens die bizarrste derselben mitteilen3 ,die ,genesis spricht von sieben ,knigen von ,edom1 welche den ,knigen ,israels vorangingen und einer nach dem andern starben4 ,in diesem bizarren ,bild wollen nun die ,autoren des ,sohar eine solche ,gedankenordnung sehen1 da ihre ,glubigkeit daraus eine ,art ,revolution in der unsichtbaren ,welt der gttlichen ,emanation macht4 ,unter den ,knigen von ,israel verstehen sie die beiden ,gestalten des absoluten ,seins1 welche als ,knig und ,knigin bezeichnet werden1 und fr unsere schwache ,intelligenz die ,essenz des ,wesens selbst reprsentieren4 ,die ,knige von ,edom oder1 wie man sie auch nennt1 die alten ,knige sind die ,welten1 welche bestanden1 noch ehe sich die ,formen gebildet hatten1 um als ,mittelglied zwischen der ,schpfung und der gttlichen ,wesenheit in ihrer grten ,reinheit zu dienen4 ,schlielich ist das beste ,mittel1 uns diese dunkle ,partie des kabbalistischen ,systems1 ohne es zu verndern1 klar zu machen1 wenn wir eine andere in den ,fragmenten des ,sohar befindliche citieren1 welche dieselbe zu erlutern sucht3 ,bevor der lteste der ,alten1 welcher das verborgenste der verborgenen ,dinge ist1 die ,gestalten der ,knige und der ersten ,kronen geschaffen hatte1 besa er weder ,grenzen noch ,ende4 ,er bildete also diese ,formen nach seiner eigenen ,wesenheit4 ,er spannte vor sich eine ,decke aus und bildete auf derselben die ,umrisse und ,gestalten der ,knige ab4 ,aber dieselben konnten nicht existiren1 weil geschrieben steht3 ,dies sind die ,knige1 welche im ,lande ,edom regierten1 ehe denn ein ,knig ber ,israel herrschte4 ,es handelt sich hier um die idealen ,knige und um das ideale ,israel4 ,alle die so geschaffenen ,knige hatten ihre ,namen1 aber sie konnten nicht eher bestehen1 als bis der lteste der ,alten herabstieg und sich vor ihren ,augen enthllte4#dde ,da in dieser ,stelle von einer der unsern vorausgegangenen ,schpfung1 von einer frheren ,welt die ,rede ist1 daran kann kein ,zweifel sein1 und der ,sohar teilt uns an einem spteren ,ort diese einstimmige ,anschauung der neueren ,kabbalisten unter den bestimmtesten ,ausdrcken mit4 ,aber warum sind diese frheren ,welten verschwunden8 ,weil ,gott nicht in ihrer ,mitte regelmig und bestndig wohnte1 oder -- wie der ,text sagt -- weil er nicht zu ihnen herabgestiegen war1 weil er sich nicht in einer ,gestalt gezeigt hatte1 die ihm erlaubte1 inmitten der ,schpfung zu bleiben und seine ,vereinigung mit ihr fortzusetzen4 ,die ,existenzen1 welche er damals durch eine spontane ,emanation seiner eigenen ,wesenheit schuf1 werden mit ,funken verglichen1 welche in ungeordneter ,weise von einem ,herdfeuer aufflackern und ersterben1 wenn sie sich von ihm entfernen4 ,unter den zerstrten ,urwelten waren formlose1 welche man ,funken nennt1 weil es sich bei ihnen hnlich verhlt wie bei einem ,schmied1 der das glhende ,eisen hmmert1 wobei die ,funken umherspringen4 ,diese ,funken sind die ,urwelten1 welche zerstrt wurden und nicht bestehen konnten1 weil der ,alte1 dessen ,name geheiligt sei1 sich noch nicht mit einer ,gestalt bekleidet hatte und der ,arbeiter noch nicht an seinem ,werke war4#ddf ,und welches ist die ,gestalt1 ohne welche alle ,dauer und alle ,organisation der endlichen ,existenzen unmglich ist1 und welche so recht eigentlich den ,arbeiter in den gttlichen ,werken darstellt1 die ,gestalt1 unter welcher die ,gottheit sich offenbart und kundgiebt8 ,es ist die in ihrer hchsten ,allgemeinheit verstandene menschliche ,gestalt1 welche alle moralischen und intellektuellen ,attribute unserer ,natur in ihrer gesamten ,entwickelung und ,fortdauer umfat1 mit einem ,wort den ,geschlechtsunterschied1 den die ,verfasser des ,sohar sowohl auf die ,seele wie auf den ,krper anwenden4 ,dieser so verstandene ,geschlechtsunterschied oder vielmehr die ,teilung und ,reproduktion der menschlichen ,gestalt sind fr sie das ,symbol des universellen ,lebens1 die regelmige und unendliche ,entwickelung des ,seins1 eine regelmige und fortgesetzte ,schpfung nicht allein hinsichtlich der ,dauer1 sondern auch hinsichtlich der aufeinanderfolgenden ,realisation aller mglichen ,existenzformen4 ,wir sind der ,grundlage dieser ,idee schon frher begegnet1 hier folgt aber noch etwas mehr1 nmlich die graduelle ,expansion des ,lebens1 des ,seins und des gttlichen ,gedankens1 welche nicht unmittelbar mit der ,substanz begonnen hat1 welcher im ,gegenteil jene tumultuse1 ungeordnete und unorganische ,emanation vorausging1 von welcher wir eben gesprochen haben4 ,warum wurden jene ,urwelten zerstrt8 ,weil der ,mensch noch nicht geschaffen war4 ,da nmlich die menschliche ,gestalt alle ,dinge in sich einschliet1 ist auch ,alles in ihr enthalten4 ,weil nun diese ,gestalt noch nicht existirte1 so konnten die frheren ,welten weder bestehen noch sich erhalten1 sie zerfielen in ,trmmer1 ehe die menschliche ,gestalt geschaffen wurde1 worauf sie aufs ,neue1 aber unter anderen ,namen wiedergeboren wurden4#ddg ,wir wollen nicht abermals die ,stellen wiederholen1 in welchen von dem ,geschlechtsunterschied des idealen ,menschen die ,rede ist2 es genge1 da von dieser ,anschauung an unzhligen ,stellen des ,sohar die ,rede ist1 und da sie auf den charakteristischen ,namen die ,wage fhrt4 ,das ,buch des ,geheimnisses sagt3 ,ehe die ,wage geschaffen wurde1 beschauten sich der ,knig und die ,knigin 7die ideale und reale ,welt7 nicht von ,angesicht zu ,angesicht1 und die alten ,knige starben1 weil sie nicht existiren konnten4 ,diese ,wage ist an einem ,ort aufgehangen1 der nicht ist1 7das primitive ,nichtseiende71 denn die auf ihrer ,schale existierenden ,orte waren noch nicht4 ,es ist eine ganz innere unsichtbare ,wage ohne ,sttze4 ,sie ist das1 was nicht ist1 was ist und was sein wird4 ,das trgt diese ,wage4#ddh ,wir haben schon in einem frheren ,citat gesehen1 da die ,knige von ,edom1 die ,urwelten1 nicht durchaus verschwunden sind1 denn nach dem kabbalistischen ,system wird nichts absolut geschaffen1 und geht nichts absolut unter4 ,sie haben nur ihren alten ,platz verloren1 welcher der des aktuellen ,universum war4 ,wenn aber ,gott sich auerhalb seiner selbst in menschlicher ,gestalt offenbart1 erwachen sie wieder um unter andern ,namen in das allgemeine ,system der ,schpfung einzutreten4 ,wenn man sagt1 da die ,knige von ,edom gestorben sind1 so spricht man nicht von einem wirklichen ,tod oder von einer vollkommenen ,zerstrung1 sondern jeder ,verlust wird mit dem ,namen ,tod bezeichnet4#ddi ,in ,wirklichkeit stiegen sie wieder herab1 oder besser gesagt -- sie erhoben sich wieder aus dem ,nichts1 denn sie waren in den uersten ,grad des ,universum versetzt worden4 ,sie reprsentieren die rein passive ,existenz1 oder1 um uns der eigenen ,ausdrucksweise des ,sohar zu bedienen1 die ,gerechtigkeit ohne irgend welche ,beimischung von ,gnade1 einen ,ort der ,strenge und ,gerechtigkeit#dej1 wo alles weiblich ohne irgend ein mnnliches ,prinzip1 wo alles ,widerstand und ,trgheit wie in der ,materie ist4 ,deshalb wurden sie auch die ,knige von ,edom genannt1 denn ,edom war diametral ,israel entgegengesetzt1 welches die ,gnade1 das ,leben1 die spirituelle und aktive ,existenz reprsentiert4 ,wir knnen also1 wenn wir die meisten dieser ,ausdrcke wrtlich nehmen1 mit den neueren ,kabbalisten sagen1 da die ,urwelten ein ,aufenthaltsort fr die ,bestrafung der ,verbrechen geworden sind1 und da von ihnen jene bsartigen ,wesen ausgehen1 welche der gttlichen ,gerechtigkeit zu ,werkzeugen dienen4 ,nichts wird durch diesen ,gedanken verndert1 denn wie wir bei weiterer ,untersuchung des ,sohar sehen werden1 in welchem die ,metempsychose eine so groe ,rolle spielt1 besteht die ,zchtigung schuldiger ,seelen hauptschlich in der ,wiedergeburt auf niedriger ,stufe der ,schpfung und in grerer ,sklaverei der ,materie4 ,was die ,dmonen anlangt1 so wurden sie bereinstimmend mit dem ,namen ,hllen 7,klipot7 bezeichnet und sind weiter nichts als die ,materie selbst und die von ihr abhngigen ,leidenschaften4 ,also ist jede ,existenzform von der ,materie bis zur ewigen ,weisheit eine ,offenbarung oder1 wenn man will1 eine ,emanation des unendlichen ,wesens4 ,aber es gengt nicht1 da alle ,dinge von ,gott kommen mssen1 um ,realitt und ,bestand zu haben1 ,gott mu auch bestndig inmitten derselben sein1 damit er lebe1 sich enthlle und von ,ewigkeit zu ,ewigkeit in ihnen aufs ,neue erzeuge1 denn wenn er sich von ihnen losmachen wollte1 wrden sie vergehen wie ein ,schatten4 ,dieser ,schatten ist auch ein ,teil des gttlichen ,wesens2 er ist die ,grenzmarke1 wo ,geist und ,leben vor unsern ,augen verschwinden2 er ist das ,ende1 wie der ideale ,mensch der ,anfang ist4 ,auf diese ,grundstze ist die ,kosmologie und ,psychologie der ,kabbala gegrndet4 ,siebentes ,kapitel4 ,die ,weltanschauung der ,kabbalisten4 ,was wir ber die ,anschauungen der ,kabbalisten von der gttlichen ,natur wissen1 ntigt uns1 etwas lnger bei ihrer ,betrachtungsweise der ,schpfung und des ,ursprungs der ,welt zu verweilen1 weil nmlich beides in ihrem ,geist ineinander fliet4 ,wenn sich ,gott mit ihr in ihrer unendlichen ,totalitt1 im ,gedanken und ,sein vereinigt1 so ist es gewi1 da auer ihm nichts existieren und erkannt werden kann1 denn ,alles1 was wir durch die ,vernunft oder die ,erfahrung erkennen1 ist eine teilweise ,enthllung oder ein teilweiser ,anblick des absoluten ,seins4 ,die ewige ,dauer einer trgen und von ihm getrennten ,substanz ist eine ,unmglichkeit1 eine ,chimre1 und die ,schpfung ist1 wie sie gewhnlich aufgefat wird1 unmglich4 ,diese letzte ,konsequenz ist klar in folgenden ,worten ausgesprochen3 ,der unteilbare ,punkt 7das ,absolute7 hat keine ,grenzen und kann nicht erkannt werden4 ,in ,folge seiner ,strke und ,reinheit hat er sich in sich selbst zurckgezogen und ein ,zelt gebildet1 das wie ein ,vorhang den unteilbaren ,punkt bedeckt4 ,dieses ,zelt1 obgleich von einem weniger reinen ,licht als der ,punkt selbst1 ist immer noch zu hell1 um betrachtet werden zu knnen4 ,es hat sich in sich selbst concentriert1 und diese ,extension dient ihm als ,bekleidung4 ,alles ist also in einer bestndig herniedersteigenden ,bewegung1 welche das ,universum geschaffen hat4#dea ,wir mssen uns ins ,gedchtnis zurckrufen1 da das absolute ,sein und die sichtbare ,natur nur einen einzigen ,namen ,gott haben4 ,eine andere ,stelle deutet uns an1 da die vom ,geist ausgehende und mit dem hchsten ,gedanken identische ,stimme im ,grund nichts anderes ist als das ,wasser1 die ,luft und das ,feuer1 der ,norden1 der ,mittag und alle ,krfte der ,natur4#deb ,alle diese ,elemente und ,krfte sind in einem ,ding verbunden1 in der vom ,geist ausgehenden ,stimme4 ,die ,materie endlich1 unter einem allgemeinen ,gesichtspunkt betrachtet1 ist der untere ,teil der geheimnisvollen ,flamme1 von der wir weiter oben gesprochen haben4 ,durch diese ,lehrmeinung suchten sich die ,kabbalisten mit dem landlufigen ,glauben1 da die ,welt aus nichts geschaffen sei zu vershnen4 ,aber das ,nichts hat fr sie einen anderen ,sinn als den gewhnlichen4 ,es mge folgen1 was ber diesen ,punkt ziemlich deutlich von einem der ,kommentatoren des ,sepher ,jezirah gesagt wird3 ,wenn man zugiebt1 da alle ,dinge aus dem ,nichts geschaffen sind1 so spricht man nicht von dem eigentlichen ,nichts1 denn niemals kann aus dem ,nichtseienden etwas entstehen4 ,man versteht aber unter dem ,nichtseienden das1 was nicht seiner ,ursache und ,wesenheit nach erkannt werden kann1 nmlich dasjenige1 was wir das primitive ,nichtseiende 7,ayyin ,kadmon7 nennen1 weil es vor der ,welt da war4 ,unter ihm verstehen wir nicht allein die materiellen ,objekte1 sondern auch die ,weisheit1 auf welche die ,welt gegrndet ist4 ,wenn man nun fragt1 was ist das ,wesen der ,weisheit1 und auf welche ,weise ist sie in der ,weisheit oder der hchsten ,krone enthalten8 so kann ,niemand auf diese ,frage antworten1 denn in dem ,nichtseienden ist kein ,unterschied und keine ,existenz4 ,man wird zunchst nicht begreifen1 wie die ,weisheit mit dem ,leben verbunden ist4#dec ,alle alten und neueren ,kabbalisten erklren auf diese ,weise das ,dogma von der ,schpfung und sagen in daraus sich ergebender ,konsequenz3 ,ex nihilo nihil4 ,sie glauben weder an eine absolute ,vernichtung1 noch an eine ,schpfung in der landlufigen ,auffassung4 ,der ,sohar sagt3 ,nichts geht in der ,welt verloren1 selbst nicht der ,hauch unseres ,mundes4 ,jedes ,ding hat seinen ,bestimmungsort1 und der ,heilige1 gelobt sei er1 lt dort seine ,werke zusammenstrmen4 ,nichts fllt ins ,leere1 selbst nicht die ,stimme des ,menschen4 ,alles hat seinen ,bestimmungsort4#ded ,ein unbekannter ,greis sprach diese ,worte zu den ,schlern des ,jochai1 und sie erkannten darin einen der geheimnisvollsten ,artikel ihres ,glaubens1 weshalb sie in die ,worte ausbrachen3 ,o ,greis1 was hast du gethan8 ,konntest du nicht ,stillschweigen bewahren8 ,denn jetzt bist du ohne ,segel und ohne ,mast auf ein uferloses ,meer hinausgetragen4 ,du wolltest fliegen und konntest es nicht1 sondern fielst in einen bodenlosen ,abgrund4#dee ,sie fhren auch das ,beispiel ihres ,meisters an1 welcher immer gemigt in seinen ,ausdrcken1 sich nicht ohne ,mittel zur ,rckkehr auf dieses uferlose ,meer hinauswagte1 d4 h4 seine ,gedanken unter einer ,allegorie verbarg4 ,dieses ,mittel wird mit groer ,freimtigkeit folgendermaen kundgegeben3 ,alle ,dinge1 aus denen die ,welt zusammengesetzt ist1 der ,geist sowohl als der ,krper1 kehren zu dem ,ursprung und der ,wurzel zurck1 woraus sie entsprossen sind4#def ,sie beginnen aufs ,neue am ,ende aller ,stufen der ,schpfung1 welche alle mit ihrem ,siegel bezeichnet sind1 das man nur mit dem ,namen der ,einheit bezeichnen kann4 ,es ist das einzige ,wesen ungeachtet der unzhligen ,formen1 mit denen es bekleidet ist4#deg ,wenn ,gott die ,ursache und ,substanz oder1 wie ,spinoza sagen wrde1 die immanente ,ursache des ,universum1 welches notwendigerweise das ,meisterstck der ,vervollkommnung1 der ,weisheit und hchsten ,gte ist4 ,zur ,darstellung dieses ,gedankens bedienen sich die ,kabbalisten einer sehr originellen ,ausdrucksweise1 wie sie mehrere neuere ,mystiker1 z4 ,b4 ,jakob ,bhme und ,st4 ,martin in ihren ,werken anwenden4 ,sie nennen die ,natur eine ,segnung und betrachten es als eine sehr bezeichnende ,thatsache1 da der ,buchstabe1 mit welchem das erste ,wort des mosaischen ,schpfungsberichtes beginnt 7,bereshit71 auch der ,anfangsbuchstabe des ,wortes ,segen 7,berakhah7 ist4#deh -- ,nichts ist absolut schlecht1 nichts ist fr immer verdammt1 selbst nicht der ,erzengel des ,bsen1 die vergiftete ,schlange 7,chivya ,bisha71 wie sie denselben manchmal nennen4 ,es wird die ,zeit kommen1 wo er seinen ,namen und seine ,engelsnatur wiedererhalten wird4#dei ,schlielich ist die ,weisheit hier unten so wenig sichtbar als die ,gte1 weil das ,universum durch das gttliche ,wort geschaffen ist und weil es selbst nichts anderes ist als dieses ,wort1 oder nach der mystischen ,ausdrucksweise des ,sohar3 der artikulierte ,ausdruck des gttlichen ,gedankens4 ,es ist1 wie wir schon gesehen haben1 die ,gesamtheit aller ,sonderwesen1 die in ihrem ,keim in den ewigen ,formen der hchsten ,weisheit existieren4 ,folgende ,worte sind die markanteste ,stelle ber diese ,lehre3 ,der ,heilige1 gelobt sei er1 hatte schon mehrere ,welten geschaffen und zerstrt1 bevor ihm der ,schpfungsgedanke unserer ,welt kam4 ,als nun dieser ,gedanke auf dem ,punkt angelangt war1 sich zu verwirklichen1 standen alle ,geschpfe des ,weltalls1 welche geschaffen werden sollten1 vor ,gott in ihren wahren ,gestalten1 wie der ,prediger sagt3 ,was war1 wird auch in ,zukunft sein1 und was sein wird1 ist schon gewesen4#dfj ,jede untere ,welt hat hnlichkeit mit der obern ,welt1 und alles1 was in der obern ,welt existiert1 erscheint uns in der untern ,welt wie ein ,bild1 und ,alles ist nur ,eins4#dfa ,diesen erhabenen ,glauben1 welchen man -- allerdings mehr oder weniger verndert -- in allen groen metaphysischen ,systemen wiederfindet1 haben die ,kabbalisten auf ihren ,mysticismus zurckgefhrt1 indem sie annehmen1 da ,alles eine symbolische ,bedeutung besitze1 und da sich alle materiellen ,dinge in dem gttlichen ,denken oder der menschlichen ,intelligenz wiederfinden4 ,alles1 was vom ,geist kommt1 mu sich uerlich manifestieren und sichtbar werden4#dfb ,dies ist die ,wurzel des ,glaubens an ein himmlisches und ein physiognomisches ,alphabet4 ,in folgenden ,ausdrcken sprechen die ,kabbalisten ber das ,erstere3 ,in der ganzen ,ausdehnung des ,himmels1 der die ,welt umgiebt1 sind ,figuren und ,zeichen verborgen1 mittelst deren wir die tiefsten und verborgensten ,geheimnisse ergrnden knnen4 ,diese ,figuren werden durch die ,constellationen und ,sterne gebildet1 welche fr den ,weisen ein ,gegenstand der ,betrachtung und eine ,quelle mystischer ,freuden sind4#dfc ,wer sich auf eine ,reise begiebt und frh aufsteht1 sieht1 wenn er aufmerksam den ,osten betrachtet1 wie diese ,buchstaben am ,himmel erscheinen2 die einen steigen auf1 die andern gehen unter4 ,diese glnzenden ,formen sind die ,buchstaben1 durch welche ,gott ,himmel und ,erde geschaffen hat2 sie bilden seinen geheimnivollen und heiligen ,namen4#dfd ,solche ,ideen knnen1 wenn sie nicht in einem erhabenen ,sinn aufgefat werden1 einer ernsten ,arbeit unwrdig erscheinen4 ,bevor wir sie aber verurteilen1 mssen wir das ganze ,system des ,sohar betrachten1 welches voll der glnzendsten und begrndetsten ,aphorismen ist und sich wohl htet1 gegen unsere intellektuellen ,gewohnheiten zu verstoen1 andernfalls wrden wir der geschichtlichen ,wahrheit untreu werden4 ,endlich ist noch zu bemerken1 da noch eine groe ,anzahl hnlicher ,trumereien von dem gleichen ,prinzip ausgingen und keineswegs schwachen ,kpfen entstammten4 ,pythagoras und ,plato sind hier zu nennen1 und alle groen ,reprsentanten des ,mysticismus1 welche in der uern ,natur nur eine lebende ,allegorie sehen1 nehmen je nach ,magabe ihrer ,intelligenz die ,theorie der ,zahlen und ,ideen an4 ,es ist dies nur eine ,konsequenz ihres allgemeinen metaphysischen ,systems oder1 wenn es hier gestattet ist1 in der philosophischen ,sprache unserer ,zeit zu reden1 ein ,urteil a priori1 welches die ,kabbalisten ber die ,physiognomik abgaben1 die ihrer ,natur nach schon im ,zeitalter des ,sokrates bekannt war4 ,sie sagen3 ,die ,physiognomik besteht1 wenn wir den ,meistern der innern ,wissenschaft ,glauben schenken drfen1 nicht in der ,erkenntni der sich uerlich kundgebenden ,zge1 sondern in der ,erkenntni jener1 welche sich auf geheimnivolle ,weise im tiefsten ,grund unserer ,natur abzeichnen4 ,die ,gesichtszge verndern oft die ,form des innern ,gesichts unseres ,geistes2 der ,geist allein aber bringt die die ,weisen kennzeichnenden ,gesichtszge hervor2 es ist der ,geist1 welcher ihnen den ,ausdruck giebt4 ,wenn der ,geist oder die ,seelen von ,eden 7so nennt man die hchste ,weisheit7 auswandern1 so haben sie alle eine gewisse ,gestalt1 welche sich spter in der ,physiognomie ausprgt4#dfe ,auf diese allgemeinen ,betrachtungen folgen eine groe ,anzahl detaillierter ,beobachtungen1 welche noch heut zu ,tage ihre ,gltigkeit besitzen4 ,so ist z4 ,b4 eine breite und konvexe ,stirn das ,zeichen eines lebhaften und tiefen ,geistes1 einer auserlesenen ,intelligenz4 ,eine breite1 aber platte ,stirn ist ein ,zeichen der ,dummheit4 ,eine breite1 in eine ,spitze auslaufende und an den ,seiten zusammengedrckte ,stirn ist ein unfehlbares ,zeichen eines sehr beschrnkten ,geistes1 welcher jedoch mit einer malosen ,eitelkeit verbunden sein kann4#dff ,endlich werden alle menschlichen ,physiognomien in vier ,hauptklassen geteilt1 welche sich je nach dem ,rang1 welchen die menschlichen ,seelen in der intellektuellen und moralischen ,reihenfolge einnehmen von einander entfernen oder sich einander nhern4 ,diese ,figuren werden durch die vier ,gestalten des mystischen ,wagens des ,hesekiel gekennzeichnet3 des ,menschen1 des ,lwen1 des ,ochsen und des ,adlers4#dfg ,es will uns scheinen1 als ob die kabbalistische ,dmonologie nichts anderes sei als eine von den verschiedenen ,graden des ,lebens und der ,intelligenz in der uern ,natur abgeleitete ,personifikation4 ,der ,glaube an ,dmonen und ,engel hatte sich seit altersgrauer ,zeit als eine dem ernsten ,dogma von der gttlichen ,einheit entgegengesetzte lcherliche ,mythologie im menschlichen ,glauben festgewurzelt4 ,warum also htten sich die ,kabbalisten ihrer nicht bedienen sollen1 um ihre ,ideen ber die ,beziehungen der ,gottheit zur ,welt zu verschleiern1 da sie sich der ,schpfungslehre bedienten1 um gerade das ,gegenteil auszudrcken1 und der ,schrifttexte1 um sich von der ,autoritt der ,schrift und ,religion zu befreien8 ,wir haben zu ,gunsten dieser ,lehre keinen einzigen einwandfreien ,text gefunden1 aber hier mgen wenigstens einige ,wahrscheinlichkeitsgrnde folgen3 ,erstens ist in drei ,fragmenten des ,sohar1 in den beiden ,idra und im ,buche des ,geheimnisses in verschiedenster ,weise sehr viel von der himmlischen und hllischen ,hierarchie die ,rede1 was augenscheinlich eine ,erinnerung an die babylonische ,gefangenschaft ist4 ,weiterhin wird in andern ,teilen des ,sohar von unter dem ,menschen stehenden ,engeln gesprochen1 welche als von einem blinden ,impuls angetriebene ,krfte betrachtet werden4 ,hier eine solche ,stelle3 ,gott belebte einen jeden ,theil des ,firmaments mit einem besondern ,geist4 ,also wurden die himmlischen ,heerschaaren gebildet1 und sie standen vor ihm4 ,dies ist mit den ,worten ausgedrckt3 ,mit dem ,hauche seines ,mundes schuf er die himmlischen ,heerschaaren4 ,die heiligen ,engel1 welche die ,boten des ,herrn sind1 steigen nur auf einem ,weg herab1 aber in den ,seelen der ,gerechten giebt es zwei ,wege1 welche sich zu einem verbinden4 ,deshalb steigen die ,seelen der ,gerechten hher1 denn ihr ,rang ist ein hherer4#dfh ,die ,talmudisten selbst1 obgleich sie sich an den ,buchstaben halten1 bekennen sich zu dem gleichen ,grundsatz3 ,die ,gerechten stehen hher als die ,engel4#dfi ,wir begreifen das1 was man mit diesen ,geistern1 welche die ,himmelskrper und ,elemente beseelen1 sagen will1 besser1 wenn wir auf ihre ,namen und die ihnen zugeschriebenen ,verrichtungen ,obacht geben4 ,vor allen ,dingen mu man die rein poetischen ,personifikationen1 ber deren ,natur kein ,zweifel obwalten kann1 ausscheiden4 ,dies sind jene ,engel1 deren ,namen einer moralischen ,eigenschaft oder einer metaphysischen ,abstraktion entnommen sind1 wie z4 ,b4 das gute und bse ,verlangen1 welche man unsern ,augen als reale ,personen darstellen will1 der ,engel der ,reinheit 7,tahariel71 der ,barmherzigkeit 7,rachmiel71 der ,gerechtigkeit 7,zadkiel71 der ,befreiung 7,padael7 und der berhmte ,raziel1 welcher mit eiferschtigen ,augen die ,geheimnisse der kabbalistischen ,weisheit bewacht4#dgj ,etwas anderes ist der von allen ,kabbalisten anerkannte ,grundsatz1 nach welchem das allgemeine ,system der ,wesen1 welche die himmlische ,hierarchie bilden1 in der dritten ,welt1 welche die ,welt der ,gestaltung 7,olam ,jezirah7 genannt wird1 beginnt1 und die die ,fixsterne und ,planeten umfat4 ,wie wir schon gesagt haben1 ist der ,herr dieser unsichtbaren ,welt der ,engel ,metatron1 welcher unter dem ,throne ,gottes steht1 und durch den dieser die ,welt der ,schpfung oder der reinen ,geister 7,olam ,briah7 schuf4 ,seine ,aufgabe ist es1 die ,einheit1 ,harmonie und ,bewegung zu erhalten4 ,er ist eine jener blinden unendlichen ,krfte1 durch welche man ,gott unter dem ,namen ,natur ersetzen wollte4 ,unter seinem ,befehl stehen ,myriaden von ,geistern1 welche man -- zweifelsohne zu ,ehren der ,sephiroth -- in zehn ,kategorien geteilt hat4 ,diese untergeordneten ,engel befinden sich in den verschiedenen ,teilen der ,natur1 in jeder ,sphre und in jedem ,element1 whrend ihr ,herr im ,universum thront4 ,also beherrscht der eine die ,bewegungen der ,erde1 der andere die des ,mondes1 und das gleiche findet statt bezglich der anderen ,himmelskrper4#dga ,der ,engel des ,feuers heit ,nuriel1 der des ,lichts ,uriel2 ein dritter steht den ,jahreszeiten vor1 ein vierter der ,vegetation4 ,endlich werden alle ,erzeugnisse1 alle ,krfte und alle ,erscheinungen der ,natur auf dieselbe ,weise reprsentiert4 ,die ,absicht dieser ,allegorien wird vollkommen klar1 wenn es sich um die bsen ,geister handelt4 ,wir haben schon die ,aufmerksamkeit auf den ,namen gelenkt1 welchen man im allgemeinen den ,mchten dieser ,ordnung beilegt4 ,die ,dmonen sind fr die ,kabbalisten die grbsten1 unvollkommensten ,formen1 die ,hllen der ,existenz1 nmlich alles das1 welches die ,abwesenheit des ,lebens1 der ,intelligenz und der ,ordnung darstellt4 ,also bilden diese ,engel wie die zehn ,sephiroth1 zehn ,grade1 in denen die ,finsternis und die ,unreinheit sich mehr und mehr verdichtet wie in den hllischen ,kreisen ,dantes4#dgb ,der erste oder vielmehr die beiden ersten sind nichts anderes1 als der ,zustand1 in welchem uns die ,genesis die ,erde vor dem ,werk der sieben ,tage zeigt1 nmlich die ,abwesenheit jeder sichtbaren ,form und aller ,organisation4 ,der dritte ist der ,aufenthaltsort der ,finsternis1 der nmlichen ,finsternis1 welche im ,anfang den ,abgrund bedeckte4 ,alsdann folgt das1 was man die sieben ,tabernakel oder die eigentliche ,hlle nennt1 welche unsern ,augen eine systematische ,reihenfolge aller ,unordnungen der moralischen ,welt und der daraus folgenden ,leiden darbietet4 ,dort sehen wir jede ,leidenschaft des menschlichen ,herzens1 jedes ,laster und jede ,schwche1 in einem ,dmon personifiziert1 zu einem ,henker werden1 welcher in die ,welt entsendet wird4 ,hier ist die ,wollust1 die ,verfhrung1 der ,zorn1 die grobe ,unreinheit1 der ,dmon der stummen ,gruel1 der ,totschlag1 der ,neid1 der ,gtzendienst und der ,stolz4 ,die sieben hllischen ,tabernakel werden bis in das ,unendliche geteilt#dgc2 fr jede ,art der ,verkehrtheit giebt es ein besonderes ,reich1 und man sieht also den ,abgrund sich stufenweise in seiner ganzen ,tiefe und ,unendlichkeit aufthun4 ,der ,beherrscher dieser finstern ,welt1 welchen die ,bibel ,satan nennt1 trgt in der ,kabbala den ,namen ,samael1 das heit der ,engel des ,giftes und des ,todes1 und der ,sohar sagt bestimmt1 da der ,engel des ,todes1 die schlechte ,begierde1 ,satan und die ,schlange1 welche unsere ,mutter ,eva verfhrte1 ein und dasselbe sind4#dgd ,man giebt auch ,satan eine ,gattin1 welche die ,personifikation des ,lasters und der ,sinnlichkeit ist1 denn sie wird in der ,kabbala die groe ,hure oder die ,meisterin der ,ausschweifungen genannt4#dge ,in der ,regel wird sie durch das einfache ,symbol der ,schlange dargestellt4 ,wenn man diese ,theorie der ,dmonen und der ,engel auf die einfachste und allgemeinste ,form zurckfhren will1 so wird man sehen1 da die ,kabbalisten in jedem ,naturerzeugnis und infolgedessen in der gesamten ,natur zwei sehr verschiedene ,elemente anerkennen3 ,ein innerliches1 unverderbliches1 welches sich ausschlielich der ,intelligenz enthllt1 nmlich der ,geist1 das ,leben oder die ,form2 das andere ist rein uerlich und materiell1 und dessen ,symbol der ,verfall1 die ,verfluchung und der ,tod4 ,man kann diese ganze ,theorie mit den ,worten ,spinozas ausdrcken3 ,omnia1 quamvis diversis gradibus1 animata tamen sunt4#dgf ,auf diese ,weise wird die ,dmonologie der ,kabbalisten eine notwendige ,ergnzung ihrer ,metaphysik und erklrt uns vollkommen die ,namen1 mit welchen man die beiden unteren ,welten bezeichnet4 ,achtes ,kapitel4 ,die ,lehrmeinung der ,kabbalisten von der menschlichen ,seele4 ,durch den erhabenen ,rang1 welchen die ,kabbalisten dem ,menschen einrumen1 empfehlen sie sich nicht nur unserem ,interesse1 sondern das ,studium ihres ,systems gewinnt auch eine hohe ,wichtigkeit sowohl fr die ,geschichte der ,philosophie als fr die der ,religion4 ,du bist vom ,staub und wirst zu ,staub werden1 sagt die ,genesis1 und auf diese ,worte des ,fluches folgt kein ,versprechen einer bessern ,zukunft1 keine ,erwhnung der ,seele1 welche zu ,gott emporsteigt1 wenn der ,krper zu ,erde geworden ist4 ,nach dem ,autor des ,pentateuch hat das ,urbild der israelitischen ,weisheit1 der ,prediger ,salomonis1 der ,nachwelt folgende fremdartige ,parallele hinterlassen3 ,denn es gehet dem ,menschen wie dem ,vieh2 wie dies stirbt1 so stirbt er auch2 und haben alle einerlei ,odem2 und der ,mensch hat nichts mehr denn das ,vieh2 denn es ist alles eitel4#dgg ,der ,talmud drckt sich manchmal in poetischen uerungen ber die ,belohnungen aus1 welche die ,gerechten erwarten4 ,er stellt dieselben dar1 sitzend im himmlischen ,eden1 das ,haupt mit ,licht umflossen und sich der gttlichen ,herrlichkeit freuend4 ,aber die menschliche ,natur sucht er mehr zu erniedrigen als zu adeln4#dgh ,woher kommst du8 ,von einem ,tropfen faulenden ,stoffes4 ,wohin gehst du8 ,in die ,mitte des ,staubes1 der ,verderbnis und der ,wrmer4 ,und vor wem wirst du dich eines ,tages rechtfertigen und ,rechenschaft geben von deinen ,handlungen8 ,vor demjenigen1 welcher herrscht ber die ,knige der ,knige1 vor dem ,heiligen1 gelobt sei er4#dgi ,dieses sind die ,worte1 welche man in einer ,sammlung von ,sentenzen liest1 welche einem der ltesten und geachtetsten ,hupter der talmudistischen ,schule zugeschrieben wird4 ,der ,sohar belehrt uns in einer ganz andern ,sprache ber unsern ,ursprung1 unsere zuknftige ,bestimmung und unsere ,beziehungen zum gttlichen ,wesen4 ,er sagt3 ,der ,mensch ist die ,zusammenfassung und der erhabenste ,ausdruck der ,schpfung2 deshalb wurde er am sechsten ,tag geschaffen4 ,sobald der ,mensch erschien1 war alles vollendet1 sowohl die obere als die untere ,welt1 denn alles ist im ,menschen zusammengefat1 er vereinigt in sich alle ,formen4#dhj ,aber es ist nicht allein das ,bild der ,welt1 der ,universalitt der ,wesen1 die man unter dem absoluten ,sein versteht1 er ist auch das ,bildnis ,gottes1 betrachtet in der ,gesamtheit seiner unendlichen ,attribute4 ,er ist die gttliche ,anwesenheit auf der ,erde1 der himmlische ,adam1 welcher1 von der tiefsten und ersten ,dunkelheit ausgehend1 den irdischen ,adam geschaffen hat4#dha ,es mge hier in erster ,linie folgen1 in welcherlei ,hinsicht der ,sohar den ,menschen die kleine ,welt nennt3 ,glaube nicht1 da der ,mensch allein ,fleisch1 ,haut1 ,knochen und ,adern sei4 ,im ,gegentheil3 ,das1 was wirklich den ,menschen ausmacht1 ist seine ,seele1 und die ,dinge1 von denen wir sprachen1 die ,haut1 das ,fleisch1 die ,knochen1 die ,adern1 sind fr uns nur ein ,kleid1 ein ,schleier1 aber sie sind nicht der ,mensch4 ,wenn der ,mensch stirbt1 legt er alle ,schleier ab1 welche ihn bedecken4 ,jedoch sind diese verschiedenen ,theile unseres ,krpers bereinstimmend mit den ,geheimnissen der hchsten ,weisheit4 ,die ,haut entspricht dem ,firmament1 welches sich allenthalben ausdehnt und alle ,dinge wie ein ,kleid bedeckt4 ,das ,fleisch entspricht der blen ,seite des ,universum1 die wir weiter oben das rein uerliche und sinnliche ,element genannt haben4 ,die ,knochen und ,adern bilden den himmlischen ,wagen1 die innerlichen ,krfte1 die ,diener ,gottes4 ,alles dies ist jedoch nur ein ,kleid4 ,denn im ,innern ist das ,geheimni des himmlischen ,menschen verborgen4 ,also steigt der irdische ,mensch1 der himmlische und innere ,adam1 sowohl hinauf als herab4 ,es hat dies denselben ,sinn1 als wie gesagt ist1 da ,gott den ,menschen nach seinem ,bilde schuf4 ,aber selbst am ,firmament1 welches das ,weltall einschliet1 sehen wir verschiedene durch die ,sterne und ,planeten gebildete ,figuren1 welche uns verborgene ,dinge und tiefe ,geheimnisse ankndigen4 ,ebenso finden wir auf der ,haut1 welche unsern ,krper umgiebt1 ,formen und ,zge1 welche als die ,planeten und ,sterne unseres ,krpers zu betrachten sind4 ,alle diese ,formen haben einen verborgenen ,sinn und sind ein ,gegenstand der ,aufmerksamkeit fr die ,weisen1 welche im ,gesicht des ,menschen lesen knnen4#dhb ,allein durch die ,gewalt seiner uern ,gestalt1 durch den ,reflex der ,intelligenz und der ber seine ,zge ausgegossenen ,gre macht der ,mensch die wildesten ,tiere erzittern4#dhc ,der ,engel1 welchen ,gott ,daniel zur ,verteidigung gegen die ,wut der ,lwen sandte1 ist nach dem ,sohar nichts anderes1 als das ,gesicht des ,propheten1 oder die ,herrschaft1 welche ein reiner ,mensch ausbt4 ,aber er fgt hinzu1 da dieser ,vorzug sogleich verschwindet1 sobald sich der ,mensch durch die ,snde und das ,vergessen seiner ,pflichten herabsetzt4#dhd ,wir wollen nicht lnger bei diesem ,punkt verweilen1 weil derselbe1 wie wir schon bemerkt haben1 durchaus unter die ,theorie von der ,natur gehrt4 ,an sich selbst betrachtet1 das heit1 unter dem ,gesichtspunkt der ,seele und verglichen mit ,gott1 bevor derselbe in der ,welt sichtbar wurde1 ruft uns das menschliche ,wesen durch seine ,einheit1 seine substantielle und seine dreifache ,natur vollkommen die hchste ,trinitt ins ,gedchtnis zurck4 ,er ist aus folgenden ,elementen zusammengesetzt3 #a4 ,aus dem ,geist1 ,neshama1 welcher den erhabensten ,grad seiner ,existenz reprsentiert2 #b41 aus der ,seele1 ,ruach1 welche das ,behltnis des ,guten und ,bsen1 des guten und schlechten ,verlangens1 mit einem ,wort3 der moralischen ,eigenschaften ist2 #c41 aus einem grberen ,geist1 ,nefesh1 welcher in unmittelbarer ,verbindung mit dem ,krper steht und direkt das verursacht1 was der ,text die untern ,bewegungen1 d4 h4 die ,handlungen und ,instinkte des tierischen ,lebens verursacht4 ,um zu begreifen1 wie sich diese drei ,prinzipien oder vielmehr diese drei ,grade der menschlichen ,existenz1 ungeachtet des sie trennenden ,abstandes1 sich zu einem einzigen ,wesen verbinden1 wird hier der ,vergleich wiederholt1 dessen sich schon das ,buch der ,schpfung hinsichtlich der gttlichen ,attribute bedient4 ,an einer ,unzahl von ,stellen wird von diesen drei ,seelen gesprochen2 aber ihrer ,klarheit wegen bringen wir nur die folgenden zur ,wiedergabe3 ,in den drei ,dingen1 dem ,geist1 der ,seele und dem sinnlichen ,leben finden wir ein getreues ,bild von dem1 was von oben herabsteigt2 denn alle drei bilden nur ein einziges ,wesen1 in welchem alles zu einer ,einheit verbunden ist4 ,das sinnliche ,leben besitzt an sich selbst kein ,licht und ist deshalb mit dem ,krper eng verbunden1 welchem es die ,freuden und die ,nahrung1 deren er bedarf1 beschafft4 ,man kann es mit den ,worten des ,weisen erklren3 ',es bereitet seinem ,haus die ,nahrung und weist den ,knechten ihr ,tagewerk an4' ,das ,haus ist der zu ernhrende ,krper1 und die ,knechte sind die ,glieder1 welche ihm gehorchen4 ber das sinnliche ,leben erhebt sich die ,seele1 welche es unterjocht1 ihm ,gesetze auflegt und erleuchtet1 soviel es die ,natur bedarf4 ,das animalische ,prinzip steht also unter der ,herrschaft der ,seele4 ber die ,seele endlich erhebt sich der ,geist1 welcher alles beherrscht und auf sie ein ,licht des ,lebens wirft4 ,die ,seele wird durch dieses ,licht erleuchtet1 und alles hngt vollkommen vom ,geist ab4 ,nach dem ,tod hat sie keine ,ruhe2 die ,thore des ,eden werden nicht eher geffnet1 als bis der ,geist zu seiner ,quelle1 dem ltesten der ,alten1 zurckgekehrt ist1 um von ihm von ,ewigkeit zu ,ewigkeit erfllt zu werden1 denn alles kehrt zu seiner ,quelle zurck4#dhe ,jede dieser drei ,seelen hat1 wie leicht einzusehen1 ihren ,ursprung in einem verschiedenen ,grad der gttlichen ,wesenheit4 ,die hchste ,weisheit1 welche auch das himmlische ,eden genannt wird1 ist der alleinige ,ursprung des ,geistes4 ,die ,seele kommt nach den ,auslegern des ,sohar von dem ,attribut1 welches in sich die ,gerechtigkeit und ,gnade vereinigt1 nmlich von der ,schnheit4 ,das animalische ,prinzip endlich1 welches sich nie ber diese ,welt erhebt1 hat keine andere ,basis als die ,attribute der ,strke1 welche im ,reich zusammengefat sind4 ,auer diesen drei ,elementen kennt der ,sohar noch ein anderes von ganz auerordentlicher ,natur1 auf dessen alten ,ursprung wir im weiteren ,verlauf zurckkommen werden4 ,es ist die uere ,form des ,menschen1 aufgefat als eine vom ,krper getrennte ,existenz1 mit einem ,wort3 die ,idee des ,krpers mit den persnlichen ,zgen1 welche uns von den andern unterscheiden4 ,diese ,idee steigt vom ,himmel herab und wird sichtbar im ,augenblick der ,empfngnis4 ,in dem ,augenblick der irdischen ,vereinigung sendet der ,heilige1 dessen ,name gelobt sei1 vom ,himmel herab eine ,form von der hnlichkeit des ,menschen1 welche den ,abdruck des gttlichen ,siegels trgt4 ,diese ,form hilft bei dem ,act1 von welchem wir sprechen1 und wenn das ,auge sehen knnte1 was dabei vorgeht1 so wrde man ber seinem ,haupt ein dem menschlichen ,gesicht vollkommen hnliches ,bild erblicken1 welches das ,modell ist1 nach welchem wir geschaffen sind4 ,wenn es von dem ,herrn nicht herabgesandt wird und nicht ber unser ,haupt schwebt1 so findet keine ,zeugung statt1 denn es steht geschrieben3 ',und ,gott schuf den ,menschen nach seinem ,bilde4' ,dieses ,bild empfing uns bei unserer ,ankunft auf der ,welt1 es entwickelt sich1 wenn wir wachsen1 und verlt mit uns die ,erde4 ,sein ,ursprung ist im ,himmel4 ,im ,augenblick1 wo die ,seelen ihren himmlischen ,aufenthaltsort verlassen1 erscheint jede ,seele vor dem hchsten ,knig1 bekleidet mit einer erhabenen ,form1 in welche die ,zge eingegraben sind1 welche sie hier unten tragen soll4 ,das ,bild1 von dem wir reden1 besteht in dieser erhabenen ,form1 es kommt als drittes hinter der ,seele1 es geht uns auf der ,erde voraus und erwartet unsere ,ankunft seit dem ,augenblick der ,empfngni2 es ist bestndig gegenwrtig bei dem ,akt der ehelichen ,vereinigung4#dhf ,bei den neueren ,kabbalisten wird dieses ,bild das individuelle ,prinzip genannt4 ,endlich haben einige unter dem ,namen ,lebensgeist in die kabbalistische ,psychologie ein fnftes ,prinzip eingefhrt1 welches seinen ,sitz im ,herzen hat1 und das der ,kombination und ,organisation der materiellen ,elemente vorsteht und sich gnzlich vom ,prinzip des tierischen ,lebens1 vom sinnlichen ,leben unterscheidet1 wie bei ,aristoteles und den scholastischen ,philosophen die negative ,seele sich von der sensitiven unterscheidet4 ,diese ,meinung grndet sich auf eine allegorische ,stelle des ,sohar1 wo gesagt wird1 da jede ,nacht whrend unseres ,schlafs unsere ,seele zum ,himmel hinaufsteigt1 um ,rechenschaft von ihrem ,tagewerk abzulegen1 und da in diesem ,augenblick der ,krper nur von einem im ,herzen wohnenden ,lebenshauch beseelt wird4#dhg ,aber diese beiden letzteren ,elemente zhlen nichts in unserer geistigen ,existenz1 welche vllig in der innigen ,verbindung des ,geistes mit der ,seele aufgeht4 ,was nun die augenblickliche ,verbindung dieser beiden oberen ,prinzipien mit dem sinnlichen anlangt1 wodurch dieselben an die ,erde gekettet werden1 so wird sie nur als ein bel angesehen4 ,man will dieselbe nicht nach dem ,beispiel des ,origenes und der ,gnostiker fr einen ,fall oder ein ,exil gelten lassen1 wohl aber fr ein ,erziehungsmittel und eine heilsame ,probe4 ,in den ,augen der ,kabbalisten ist es eine ,notwendigkeit fr die ,seele1 eine mit ihrer endlichen ,natur zusammenhngende ,notwendigkeit1 eine ,rolle im ,universum zu spielen1 das ,schauspiel der ,schpfung zu betrachten1 und das ,bewutsein ihrer selbst und ihres ,ursprungs zu erhalten1 und zurckzukehren ohne sich vollkommen mit der unerschpflichen ,quelle des ,lichtes und ,lebens zu vermischen1 welche man den gttlichen ,gedanken nennt4 ,im andern ,fall wrde der ,geist nicht hernieder steigen knnen1 ohne gleichzeitig die beiden unteren ,prinzipien1 ja sogar die noch niedriger stehende ,materie zu erheben4 ,wenn das menschliche ,leben vollendet ist1 ist es gewissermaen eine ,art ,vershnung zwischen den beiden uersten ,grenzen der ,existenz1 in ihrer ,gesamtheit betrachtet1 zwischen dem ,idealen und ,realen1 zwischen der ,form und dem ,stoff1 oder wie das ,original sagt1 zwischen dem ,knig und der ,knigin4 ,es mgen hier diese beiden zwar in poetischer ,form1 aber unverkennbar geschilderten ,konsequenzen folgen3 ,die ,seelen der ,gerechten sind ber alle ,mchte und ,diener des ,himmels erhht4 ,und wenn du fragst1 warum sie von einer so erhabenen ,stelle auf die ,welt herabsteigen und sich von ihrem ,ursprung entfernen1 so antworte ich darauf3 ,es ist das ,beispiel eines ,knigs1 welchem ein ,sohn geboren wird1 welchen er auf das ,land schickt1 damit er dort ernhrt und erzogen werde1 bis da er gro geworden und vorbereitet ist zu den im ,palast seines ,vaters herrschenden ,gebruchen4 ,wenn man nun dem ,knig meldet1 da die ,erziehung seines ,sohnes vollendet sei1 was wird er wohl in seiner ,liebe zu ihm thun8 ,er lt1 um seine ,rckkehr zu feiern1 die ,knigin1 seine ,mutter1 holen1 er fhrt ihn in seinen ,palast und freut sich mit ihm den ganzen ,tag4 ,der ,heilige1 gelobt sei sein ,name1 hat auch einen ,sohn von der ,knigin2 dieser ,sohn ist die obere und heilige ,seele4 ,er schickt sie auf das ,land1 das heit in diese ,welt1 um hier gro und eingefhrt zu werden in die ,gebruche1 welche man im ,palast des ,knigs befolgt4 ,wenn es nun zur ,kenntni des ,knigs kommt1 da sein ,sohn erwachsen und die ,zeit gekommen ist1 ihn bei sich einzufhren1 was wird er dann in seiner ,liebe zu ihm thun8 ,er lt ihm zu ,ehren die ,knigin holen und den ,sohn in seinen ,palast eintreten4 ,so verlt die ,seele die ,erde nicht1 bevor nicht die ,knigin sich mit ihr verbunden hat1 um sie in den ,palast des ,knigs einzufhren1 wo sie ewig wohnen wird4 ,und doch haben die ,landbewohner die ,gewohnheit zu weinen1 wenn der ,sohn des ,knigs sich von ihnen trennt4 ,wenn aber ein hellsehender ,mann zugegen wre1 so wrde er zu ihnen sagen3 ,warum weint ihr8 ,ist es nicht der ,sohn des ,knigs8 ,ist es nicht recht1 da er euch verlt1 um im ,palast seines ,vaters zu wohnen8 ,deshalb richtete ,moses1 welcher die ,wahrheit wute und sah1 da die ,landbewohner1 das heit die ,menschen zu klagen pflegen1 an sie folgende ,worte3 ,ihr seid ,kinder des ,herrn1 eures ,gottes3 ,ihr sollt euch nicht ,maale stechen1 noch kahl scheeren ber den ,augen ber einem ,todten4#dhh -- ,wenn alle ,gerechte diese ,dinge wten1 so wrden sie mit ,freuden den ,tag erwarten1 an dem sie diese ,welt verlassen mssen4 ,und ist es nicht der ,gipfel des ,ruhmes1 wenn die ,knigin1 die ,schechinah oder die gttliche ,gegenwart1 in ihre ,mitte herabsteigt1 damit sie in den ,palast des ,knigs aufgenommen werden und seine ,wonnen schmecken von ,ewigkeit zu ,ewigkeit4#dhi ,wir finden hier noch in den ,beziehungen1 welche zwischen ,gott1 der ,natur und der menschlichen ,seele bestehen1 die nmliche ,form der ,trinitt1 welcher wir so oft begegnet sind1 und der die ,kabbalisten eine viel grere logische ,wichtigkeit beilegen1 als man nach dem exklusiven ,kreis der religisen ,ideen noch erwarten sollte4 ,aber nicht allein unter diesem ,gesichtspunkt ist die menschliche ,natur das ,bild ,gottes2 sie schliet auch auf allen ,stufen ihrer ,existenz die beiden ,prinzipien in sich ein1 welche mit ,hilfe eines ,mittelgliedes aus ihrer ,verbindung hervorgeht1 wodurch die ,trinitt1 welche das ,resultat oder der vollkommenste ,ausdruck ist1 erzeugt wird4 ,der himmlische ,adam ist das ,resultat eines mnnlichen und weiblichen ,prinzips4 ,dies mute sein1 damit daraus der irdische ,mensch entstehen konnte1 und diese ,unterscheidung findet sowohl hinsichtlich des ,krpers1 als auch der ,seele1 in ihrer hchsten ,reinheit betrachtet1 statt4 ,der ,sohar sagt3 ,jede ,form1 in welcher man nicht ein mnnliches und ein weibliches ,prinzip findet1 ist keine obere und vollkommene ,form4 ,der ,heilige1 gelobt sei er1 schlgt seine ,wohnung nur an einem ,ort auf1 wo diese beiden ,prinzipien vollkommen vereinigt sind4 ,nur von hier und durch diese ,vereinigung strmt der ,segen herab1 wie wir aus folgenden ,worten ersehen3 ,er segnete sie und nannte ihren ,namen ,adam an dem ,tag1 an welchem er sie schuf1 denn selbst der gegebene ,name ,mensch kann nur einem ,mann und einer ,frau werden1 welche zu einem einzigen ,wesen vereinigt sind4#dij ,die ,seele war ursprnglich so eng mit der hchsten ,intelligenz verbunden1 da beide ,hlften des menschlichen ,wesens1 in welchem alle ,elemente unserer geistigen ,natur zusammengefat sind1 sich unter einander vereinigt befanden1 bevor sie auf diese ,welt kamen1 wohin sie gesandt wurden1 um sich selbst zu erkennen und sich von neuem im ,schoe der ,gottheit zu vereinigen4 ,dieser ,gedanke ist nirgends so rein ausgedrckt als in folgendem ,fragment3 ,vor ihrer ,herabkunft auf die ,erde ist jede ,seele und jeder ,geist aus einem ,mann und einer ,frau zusammengesetzt1 welche zu einem einzigen ,wesen vereinigt sind4 ,indem sie zur ,erde herabsteigen1 trennen sich beide ,hlften und beseelen verschiedene ,krper4 ,wenn aber die ,zeit der ,ehe gekommen ist1 vereinigt der ,heilige1 gelobt sei er1 welcher alle ,seelen und alle ,geister kennt1 sie wie zuvor1 und alsdann bilden sie wie vorher einen einzigen ,krper und eine einzige ,seele4 ,aber das sie verbindende ,band entspricht den ,werken des ,menschen und den ,wegen1 welche er wandelte4 ,wenn der ,mensch rein war und fromm handelte1 so wird er sich einer ,vereinigung erfreuen1 welche vollkommen jener gleicht1 die seiner ,geburt vorausging4#dia ,der ,autor scheint hier von den ,androgynen ,platos zu sprechen1 deren ,name in der alten ,tradition der ,hebrer bekannt genug ist4 ,aber wie kommt dieser ,punkt der griechischen ,philosophie in die ,kabbala8 ,man wird uns die ,bemerkung gestatten1 da diese ,frage hier prokkupiert erscheint1 da aber der ,grundsatz1 nach welchem sie gelst wird1 nicht unwrdig eines so groen metaphysischen ,systems erscheint3 ,denn1 wenn ,mann und ,frau ihrer geistigen ,natur nach und hinsichtlich der absoluten moralischen ,gesetze gleiche ,wesen sind1 so sind sie hinsichtlich der natrlichen ,richtung ihrer ,fhigkeiten vollkommen hnlich1 und wir haben allen ,grund1 mit dem ,sohar zu sagen1 da die ,trennung der ,geschlechter nicht weniger fr die ,seelen als fr die ,krper ,geltung besitzt4 ,der ,glaube1 welchen wir jetzt klarlegen1 ist unzertrennlich von dem ,dogma der ,prexistenz und bereits mit der ,ideenlehre verbunden1 indem er genau mit ihr die ,existenz und den ,gedanken verbindet4 ,auch ist dieses ,dogma mit vlliger ,klarheit in dem ,prinzip klargelegt1 worin es seinen ,ursprung hat4 ,wir brauchen nur unsere bescheidene ,rolle des bersetzers beizubehalten3 ,in der ,zeit1 in welcher der ,heilige1 gelobt sei er1 das ,universum schaffen wollte1 war dasselbe bereits in seinen ,gedanken gegenwrtig4 ,er schuf deshalb die ,seelen1 welche in der ,folge den ,menschen gehren sollten4 ,sie standen alle vor ihm vollkommen in der ,form1 welche sie nachher in den menschlichen ,krpern annehmen sollten4 ,der ,ewige betrachtete eine nach der andern und sah mehrere1 welche ihre ,wege auf der ,welt verderben wrden4 ,wenn ihre ,zeit gekommen ist1 wird jede dieser ,seelen vor den ,ewigen gerufen1 welcher zu ihnen sagt3 ,gehe auf den oder jenen ,theil der ,erde und belebe diesen oder jenen ,krper4 ,die ,seele antwortet ihm3 ,o ,herr des ,weltalls1 ich bin glcklich auf der ,welt1 in welcher ich bin1 und ich wnsche sie nicht um eine andere zu verlassen1 wo ich jeder ,beschmutzung ausgesetzt bin4 ,alsdann wird der ,heilige1 gelobt sei er1 antworten3 ,am ,tag1 an welchem du geschaffen wurdest1 hattest du keine andere ,bestimmung1 als auf die ,welt zu gehen1 wohin ich dich sandte4 ,die ,seele schlug mit ,schmerzen den ,weg zur ,erde ein und stieg in die ,mitte von uns herab4#dib ,dieselbe ,idee finden wir einfacher ausgedrckt in folgender ,stelle3 ,insofern vor der ,schpfung alle ,dinge im gttlichen ,gedanken gegenwrtig waren in den ihnen eigenthmlichen ,formen1 existirten alle menschlichen ,seelen1 bevor sie auf diese ,welt herabstiegen1 in ,gott und dem ,himmel in der ,form1 welche sie hier unten beibehielten2 und alle1 welche zur ,erde herabstiegen1 wuten dies1 bevor sie hier ankamen4#dic ,man wird leicht mit uns einsehen1 da ein ,prinzip von solcher ,wichtigkeit nicht irgend welchen ,offenbarungen entstammt1 um seinen ,platz in der ,gesamtheit des ,systems einzunehmen1 im ,gegenteil wird es auf eine viel kategorischere ,weise gebildet sein mssen4 ,wir mssen uns jedoch hten1 die ,lehre von der ,prexistenz mit derjenigen der moralischen ,prdestination zu verwechseln4 ,mit dieser wird die menschliche ,freiheit vollkommen unmglich2 mit jener ist sie nur ein ,geheimnis1 wozu der heidnische ,dualismus und das biblische ,dogma von der ,schpfung ebensowenig geeignet sind1 den ,schleier zu lften1 als der ,glaube an die absolute ,einheit4 ,dieses ,mysterium wird frmlich im ,sohar anerkannt3 ,simon ben ,jochai sagte zu seinen ,schlern3 ,wenn der ,herr1 gelobt sei er1 in uns nicht das gute und bse ,verlangen gelegt htte1 welches uns die heilige ,schrift unter dem ,bilde des ,lichtes und der ,finsterni darstellt1 so wrde fr den ,menschen weder ,verdienst noch ,schuld existiren4 ,aber warum ist diesem also8 fragten seine ,schler4 ,wre es nicht besser1 wenn fr ihn weder ,lohn noch ,strafe existirten1 damit der ,mensch nicht sndigen und ,bses thun knnte8 ,nein1 entgegnete der ,meister1 es ist gerecht1 da der ,mensch so geschaffen wurde1 wie er ist1 denn alles1 was der ,heilige geschaffen hat1 gelobt sei er1 war nothwendig4 ,wegen des ,menschen wurde das ,gesetz der ,schpfung geschaffen4 ,dieses ,gesetz ist ein ,kleid der ,gottheit4 ,ohne den ,menschen und ohne dieses ,gesetz wrde die gttliche ,gegenwart gewesen sein wie ein ,armer1 der seine ,ble nicht bedecken kann4#did ,mit andern ,worten ist die moralische ,natur des ,menschen die ,idee des ,guten und ,bsen1 welche man ohne den ,begriff der ,freiheit nicht erfassen kann1 eine derjenigen ,formen1 unter welchen wir uns das absolute ,wesen vorzustellen gezwungen sind4 ,wir haben schon oben gesehen1 da ,gott die ,seelen1 welche ihn eines ,tages verlassen1 schon vor ihrer ,ankunft auf der ,welt erkennt4 ,aber der ,begriff der ,freiheit ist nicht von dieser ,meinung abhngig2 im ,gegenteil1 sie existiert schon zu dieser ,zeit1 und hier mge folgen1 wie die freien ,geister noch die ,ketten der ,materie mibrauchen3 ,alle diejenigen1 welche auf der ,welt ,bses thun1 haben schon im ,himmel angefangen1 sich vom ,heiligen1 dessen ,name gelobt sei1 zu entfernen2 sie haben sich in den ,abgrund gestrzt und sind vor der ihnen bestimmten ,zeit zur ,erde herabgestiegen4 ,so waren diese ,seelen vor ihrer ,ankunft unter uns beschaffen4#die ,dies ist hinlnglich1 um den ,begriff der ,freiheit mit der ,bestimmung der ,seele zu verbinden und dem ,menschen die ,mglichkeit der ,verbesserung seiner ,fehler zu lassen1 ohne ihn fr immer aus dem ,schoe der ,gottheit zu verbannen4 ,deshalb haben die ,kabbalisten das pythagorische ,dogma der ,metempsychose angenommen1 jedoch dasselbe veredelt4 ,die ,seelen mssen1 wie alle ,sonderexistenzen dieser ,welt1 zur absoluten ,substanz zurckkehren1 von welcher sie ausgegangen sind4 ,darum mssen aber alle ,fhigkeiten der ,vervollkommnungen1 deren unzerstrbarer ,keim in ihnen liegt1 entwickelt werden2 sie mssen durch eine ,menge von ,proben das ,bewutsein ihrer selbst und ihres ,ursprungs gewinnen4 ,wenn sie diese ,bedingungen nicht in einem frheren ,leben erfllt haben1 so beginnen sie ein neues und nach diesem ein drittes mit immer neuen ,proben1 denn alles kommt schlielich darauf an1 da die ,seelen immer neue ,tugenden erwerben1 welche ihnen frher gefehlt traben4 ,dieses ,exil hrt auf1 wenn wir wollen2 nichts aber hindert uns1 da es ewig dauere4 ,der ,text sagt3 ,alle ,seelen sind der ,probe der ,seelenwanderung 7,gilgul7 unterworfen1 und die ,menschen wissen nicht1 was sie sind in ,bezug auf die ,wege1 welche der ,allerhchste mit ihnen einschlgt4 ,sie wissen nicht1 da sie fr alle ,zeiten gerichtet sind1 bevor sie auf diese ,welt herabkommen und wenn sie dieselbe verlassen4 ,sie wissen nicht1 wieviel ,transformationen und geheimnisvolle ,proben sie durchmachen mssen1 wieviel ,seelen und ,geister auf diese ,welt herabkommen1 welche niemals in den ,palast des himmlischen ,knigs zurckkehren2 wieviel sie endlich solche ,verwandlungen bis zum ,stein1 welchen man mit der ,schleuder wirft1 durchmachen mssen4 ,die ,zeit ist endlich gekommen1 da diese ,geheimnisse enthllt wrden4#dif ,auf diese ,worte1 welche so vollstndig mit der ,metaphysik des ,sohar im ,einklang stehen1 folgen ,details1 in denen sich die hchste poetische ,imagination kundgiebt1 welche vielleicht das ,genie ,dantes in seinem unsterblichen ,werk gesammelt htte1 die aber keinerlei ,interesse fr die ,geschichte der ,philosophie besitzen und nichts dem hier kennen zu lernenden ,system hinzufgen4 ,wir bemerken hier nur1 da die ,seelenwanderung1 wenn wir dem heiligen ,hieronymus ,glauben schenken drfen1 unter den ersten ,christen lange ,zeit als eine esoterische und traditionelle ,lehre im ,umlauf war1 welche nur einer kleinen ,anzahl ,auserlesener anvertraut wurde3 abscondite quasi in foveis viperarum versari1 et quasi haereditario malo serpere in paucis4 ,origenes betrachtet die ,seelenwanderung als das einzige ,mittel zur ,erklrung gewisser biblischer ,erzhlungen1 wie zum ,beispiel des ,kampfes von ,jakob und ,esau vor ihrer ,geburt1 von der ,auswahl des ,jeremias1 als er sich noch im ,mutterscho befand1 und einer ,menge anderer ,erzhlungen1 welche den ,himmel der ,ungerechtigkeit anklagen wrden1 wenn sie nicht durch gute oder bse ,handlungen in einem frheren ,leben gerechtfertigt wrden4 ,um nun schlielich keinerlei ,zweifel ber den ,ursprung dieses ,glaubens aufkommen zu lassen1 trgt der ,priester von ,alexandria ,sorge zu sagen1 da es sich hier nicht um die ,metempsychose ,platos1 sondern um eine davon ganz verschiedene und weit erhabenere ,theorie handelt4 ,weiterhin glauben die neueren ,kabbalisten1 da die gttliche ,gnade uns in der eigentlichen ,metempsychose ein ,mittel zur ,wiedererlangung des ,himmels darbietet4 ,sie geben an1 da1 wenn zwei ,seelen die ,kraft fehlt1 -- jede fr sich die ,vorschriften des ,gesetzes zu erfllen1 ,gott sie beide in einem einzigen ,krper und zu einem ,leben verbindet1 damit eine die andere ergnze1 wie der ,blinde den ,lahmen4 ,manchmal hat eine dieser beiden ,seelen die ,ergnzung einer ,tugend ntig1 welche in der andern besser und strker entwickelt ist4 ,diese wird alsdann gewissermaen die ,mutter der ersteren2 sie trgt dieselbe alsdann in ihrem ,scho und ernhrt sie wie die ,mutter ihr ,kind4 ,dies ist der kabbalistische ,sinn der ,worte ,trchtigkeit oder ,schwangerschaft1 mit welchen diese merkwrdige ,verbindung bezeichnet wird1 deren philosophischer ,sinn sehr schwer zu begreifen ist4 ,aber lassen wir hier diese ,trumereien oder unwichtigen ,allegorien und halten wir uns weiter an den ,text des ,sohar4 ,wir wissen bereits1 da die ,rckkehr der ,seele in den ,scho der ,gottheit stets das ,ende und die ,belohnung aller ,proben ist1 von denen wir sprachen4#dig ,jedoch haben die ,autoren des ,sohar dabei nicht ,halt machen wollen3 diese ,verbindung1 aus welcher fr den ,schpfer sowohl als fr das ,geschpf unaussprechliche ,freuden hervorgehen1 schien ihnen eine natrliche ,thatsache1 deren ,prinzip in der ,natur des ,geistes selbst begrndet ist2 mit einem ,wort1 sie wollten es durch ein psychologisches ,system erklren1 welches man ohne ,ausnahme in allen dem ,mysticismus entsprungenen ,theorien wiederfindet4 ,nachdem der ,sohar von der menschlichen ,natur die blinde ,kraft getrennt hat1 welche dem tierischen ,leben vorsteht1 das nie die ,erde verlt und infolgedessen keine ,rolle in der ,bestimmung der ,seele spielt1 unterscheidet der ,sohar noch zwei ,arten des ,empfindens und ,erkennens4 ,die beiden ersten sind die ,furcht und die ,liebe3 das direkte und reflektierte ,licht1 oder das innere und uere ,gesicht2 dieses sind die ,ausdrcke1 welche gewhnlich zur ,bezeichnung der beiden letzteren angewendet werden4 ,der ,text sagt3 ,das innere ,gesicht empfngt sein ,licht von der hchsten ,flamme1 welche in ,ewigkeit leuchtet1 und deren ,geheimni nie entschleiert werden wird1 es ist innerlich1 weil es von einer verborgenen ,quelle stammt2 es ist auch erhaben1 weil es von oben kommt4 ,das uere ,gesicht ist nur ein ,reflex dieses ,lichtes1 welches direkt von oben emanirt4#dih ,als ,gott zu ,moses sagte1 da er ihn nie von ,angesicht1 sondern nur von hinten sehen werde1 spielt er auf diese beiden ,weisen des ,erkennens an1 welche auerdem noch durch den ,baum des ,lebens dargestellt werden1 welcher die ,erkenntnis des ,guten und ,bsen giebt4 ,es ist mit einem ,wort das1 was wir heute die ,intuition und die ,reflexion nennen4 ,die ,liebe und die ,furcht1 vom religisen ,standpunkt aus betrachtet1 werden in einer sehr bemerkenswerten ,weise in folgendem ,satz definiert3 ,durch die ,furcht wird der ,mensch zur ,liebe gefhrt4 ,ohne ,zweifel ist der ,mensch1 welcher ,gott aus ,liebe gehorcht1 auf der erhabensten ,stufe angekommen1 und ihm gebhrt schon in ,folge seiner ,heiligkeit das zuknftige ,leben2 aber man darf nicht glauben1 da ,gott aus ,furcht dienen1 ,gott nicht dienen sei4 ,es ist im ,gegentheil eine sehr wichtige ,ehrerbietung gegen ,gott1 da die ,furcht vor ,gott zwischen diesem und einer weniger fortgeschrittenen ,seele ein gewisses ,band herstellt4 ,es giebt nur eine ber die ,furcht erhabene ,stufe1 nmlich die ,liebe4 ,in der ,liebe ist das ,geheimni der ,einheit verborgen4 ,sie ist es1 welche die ,einen zu den obern ,stufen hinauf und die ,andern zu den untern hinabzieht4 ,sie ist es1 welche alles ,seiende auf die hchste ,stufe erhebt1 wo ,alles nothwendiger ,weise vereinigt werden mu4 ,dies ist der geheimnisvolle ,sinn der ,worte3 ,hre1 ,israel1 der ,herr1 dein ,gott1 ist ein einiger ,gott4#dii ,wir begreifen auf der ,stelle1 wenn wir einmal auf diesem hchsten ,grad der ,vollkommenheit angelangt sind1 da der ,geist weder ,reflexion noch ,furcht mehr kennt1 da vielmehr seine in die ,intuition und ,liebe eingeschlossene glckliche ,existenz ihren individuellen ,charakter verloren hat2 ohne ,interesse1 ohne ,handlung1 ohne ,rckkehr zu sich selbst kann sie sich nicht mehr von der gttlichen ,wesenheit trennen4 ,hier mge folgen1 wie sie sich zunchst unter dem ,gesichtspunkt der ,intelligenz darstellt3 ,kommet und sehet3 wenn die ,seelen an den ,ort gekommen sind1 welche man den ,schatz des ,lebens nennt1 so erfreuen sie sich jenes glnzenden ,lichtes1 dessen ,herd im hchsten ,himmel ist3 und so gro ist der von ihm ausgehende ,glanz1 da ihn die ,seelen nicht wrden ertragen knnen1 wenn sie nicht mit einer ,lichthlle bekleidet wren4 ,dank dieser ,hlle knnen sie ,angesichts dieses blendenden ,herdes bestehen1 welcher den ,aufenthaltsort des ,lebens verklrt4 ,moses selbst konnte sich ihm nur nhern1 um ihn zu betrachten1 nachdem er seine irdische ,hlle abgelegt hatte4#ejj ,wenn wir nun wissen wollen1 wie sich ,gott aus ,liebe mit der ,seele vereinigt1 so mssen wir die ,worte jenes ,greises hren1 welchen der ,sohar nchst ,simon ben ,jochai die grte ,rolle spielen lt3 ,in einem der geheimsten und erhabensten ,orte des ,himmels steht ein ,palast1 welchen man den ,palast der ,liebe nennt4 ,von ihm gehen die tiefsten ,geheimnisse aus2 in ihm sind alle vom himmlischen ,knig geliebten ,seelen versammelt2 in ihm wohnt der himmlische ,knig1 der ,heilige1 gelobt sei er1 mit den heiligen ,seelen und vereinigt sich mit ihnen durch ,ksse der ,liebe4#eja ,kraft dieser ,idee wird der ,tod des ,gerechten ein ,ku ,gottes genannt4 ,der ,text sagt ausdrcklich3 ,dieser ,ku ist die ,vereinigung der ,seele mit der ,substanz1 woraus sie entsprungen ist4#ejb ,das gleiche ,prinzip macht uns begreiflich1 warum die ,interpreten des ,mysticismus den zrtlichen1 aber oft sehr profanen ,ausdrcken des ,hohenliedes eine so groe ,verehrung entgegen bringen4 ,mein ,geliebter gehrt mir1 und ich gehre meinem ,geliebten1 sagte ,simon ben ,jochai vor seinem ,tod1 und es verdient als wichtig bemerkt zu werden1 da dieser ,ausdruck auch die ,abhandlung ,gersons ber die mystische ,theologie schliet4 ,ungeachtet der berraschung1 welche der eben genannte berhmte ,name und der groe ,name ,fenelons in ,verbindung mit dem ,sohar hervorrufen knnte1 wrden wir keine ,mhe haben1 darzulegen1 da in den ,betrachtungen ber die mystische ,theologie und in der ,auseinandersetzung der ,grundstze der ,heiligen es unmglich ist1 etwas anderes zu finden1 als diese ,theorie der ,liebe und ,betrachtung1 deren ,grundzge wir darlegten4 ,ihre letzte ,konsequenz hat endlich niemand mit solchem ,freimut dargestellt wie die ,kabbalisten4 ,unter den verschiedenen ,stufen der ,existenz1 welche man auch die sieben ,tabernakel nennt1 giebt es eine1 welche der ,heiligste der ,heiligen genannt wird1 auf welcher alle ,seelen sich mit der hchsten ,seele vereinigen und einander ergnzen4 ,hier kehrt alles zur ,einheit und ,vollkommenheit zurck2 alles verbindet sich zu einem einzigen ,gedanken1 welcher sich ber das ,weltall ausdehnt und dasselbe vllig erfllt4 ,aber der ,grund dieses ,gedankens1 das ,licht1 welches sich verbirgt1 und das nie verlscht oder erkannt werden kann1 wird nur sichtbar durch den von ihm ausgehenden ,gedanken4 ,in diesem ,zustand endlich kann die ,kreatur nicht mehr vom ,schpfer unterschieden werden2 derselbe ,gedanke erleuchtet sie1 derselbe ,wille beseelt sie2 die ,seele sowohl sich selbst als ,gott befehlend und dem ,weltall1 und was sie befiehlt fhrt ,gott aus4#ejc ,es bleibt uns noch zum ,beschlu dieser ,untersuchung brig1 mit wenig ,worten die ,meinung der ,kabbalisten ber ein traditionelles ,dogma kennen zu lernen1 welches in ihrem ,system zwar eine sehr untergeordnete ,rolle spielt1 das aber fr die ,religionsgeschichte von der hchsten ,wichtigkeit ist4 ,der ,sohar erwhnt fter den ,abfall und den ,fluch1 welchen der ,ungehorsam unserer ersten ,eltern in die menschliche ,natur brachte4 ,er lehrt uns1 da ,adam1 indem er der ,schlange nachgab1 in ,wirklichkeit den ,tod auf sich1 seine ,nachkommenschaft und die ganze ,natur herab beschwor4 ,vor seinem ,fall war er von grerer ,schnheit und ,strke als die ,engel4 ,wenn er einen ,krper hatte1 so war er nicht von gemeinem ,stoff wie der unsere1 er hatte keine ,bedrfnisse und sinnliche ,wnsche4 ,er wurde durch die hchste ,weisheit verklrt1 durch diejenige der ,boten ,gottes von der hchsten ,ordnung1 welche ihn spter aus dem ,paradies vertreiben muten4 ,man kann jedoch nicht sagen1 da dieses ,dogma das nmliche sei1 wie das vom ,sndenfall4 ,in ,wirklichkeit handelt es sich hier1 wenn man nur die ,nachkommenschaft ,adams im ,auge hat1 weder um ein ,verbrechen noch um eine menschliche ,tugend1 wohl aber um ein erbliches bel1 um eine schreckliche ,strafe1 welche sich sowohl ber die ,zukunft als ber die ,gegenwart erstreckt4 ,der ,text sagt3 ,der reine ,mensch ist an sich selbst ein wahres ,opfer1 welches zur ,heilung dienen kann2 deshalb werden auch die ,gerechten die ,reinigungsopfer des ,weltalls genannt4#ejd ,die ,kabbalisten gehen sogar so weit1 den ,todesengel als den grten ,wohlthter des ,weltalls hinzustellen2 denn1 sagen sie1 er beschtzt uns gegen das gegebene ,gesetz1 er ist die ,ursache1 da die ,gerechten die erhabenen ,schtze erben1 welche ihnen fr das zuknftige ,leben vorbehalten sind4#eje ,schlielich ist dieser alte1 in der ,genesis so positiv ausgedrckte ,glaube an den ,sndenfall des ,menschen in der ,kabbala mit groer ,geschicklichkeit als eine natrliche ,thatsache1 als eine ,schpfung der menschlichen ,seele dargestellt1 welche folgendermaen erklrt wird3 ,bevor ,adam gesndigt hatte1 wute er noch nicht1 da die ,weisheit des ,lichtes von oben kommt2 er war noch nicht vom ,baum des ,lebens getrennt4 ,aber als er dem ,verlangen nachgab1 die unteren ,dinge kennen zu lernen und in ihre ,mitte herabzusteigen1 alsdann wurde er verfhrt1 er erkannte das ,bse und verga das ,gute2 er trennte sich vom ,baume des ,lebens4 ,bevor er dieses gethan hatte1 hrte er eine ,stimme von oben2 er besa noch die hhere ,weisheit und bewahrte noch ihre lichtartige ,natur4 ,aber nach seinem ,fall hrte er die ,stimme nicht mehr4#ejf ,wie knnte man die ,meinung nicht erkennen1 welche wir eben darstellten1 wenn man uns lehrt1 da ,adam und ,eva1 bevor sie durch die ,einflsterungen der ,schlange betrogen wurden1 nicht allein von den ,bedrfnissen des ,krpers befreit waren1 sondern sogar nicht einmal einen ,krper besaen2 da sie also sozusagen der ,erde gar nicht angehrten8 ,sie waren beide reine ,intelligenzen1 glckliche ,geister1 wie diejenigen1 welche den ,aufenthaltsort der ,gerechten bewohnen4 ,dies bedeutet die ,nacktheit1 unter welcher sie uns die heilige ,schrift im ,stande ihrer ,unschuld darstellt4 ,und wenn der heilige ,geschichtsschreiber erzhlt1 da ihm der ,herr ein ,kleid von ,fellen anzog1 so will dies sagen1 da die ,erlaubnis diese ,welt zu bewohnen1 eine unvorsichtige ,neugierde von ihnen war oder vielmehr der ,wunsch1 das ,gute und ,bse kennen zu lernen4 ,gott gab ihnen einen ,krper und ,sinne4 ,hier mge eine der zahlreichen ,stellen folgen1 worin diese auch von ,philo und ,origenes angenommene ,idee in ziemlich klarer ,weise dargestellt wird3 ,als ,adam1 unser erster ,vater1 den ,garten von ,eden bewohnte1 war er wie im ,himmel mit einer ,hlle aus dem oberen ,licht bekleidet4 ,als er aus dem ,garten von ,eden verjagt und gezwungen wurde1 sich den ,nothwendigkeiten der ,welt zu unterwerfen1 was geschah dann mit ihm8 ,gott1 sagt uns die ,schrift1 machte fr ,adam und seine ,frau ,kleider von ,fellen1 denn vorher hatten sie ,kleider von ,licht1 welches in ,eden strahlt4 ,die guten ,handlungen1 welche der ,mensch auf ,erden vollbringt1 lassen auf ihn einen ,theil dieses obern ,lichtes herabsteigen1 welches im ,himmel erglnzt4 ,es ist dasjenige1 welches ihm als ,kleid dient1 wenn er diese ,welt verlassen und vor dem ,heiligen1 dessen ,name gelobt sei1 erscheinen mu4 ,dank diesem ,kleid kann er die ,wonnen der ,auserlesenen schmecken und sich von ,angesicht zu ,angesicht im ,spiegel des ,lichtes betrachten4 ,also besitzt die ,seele1 bevor sie die ,vollkommenheit in allen ,dingen erlangt1 ein verschiedenes ,kleid fr jede der beiden ,welten1 welche sie bewohnen mu1 eines fr die irdische und das andere fr die obere ,welt4 ,andererseits wissen wir schon1 da der ,tod1 welcher nichts anderes ist als die ,snde selbst1 nicht ein allgemeiner ,fluch1 sondern nur ein allgemeines bel ist4 ,er existiert nicht fr den ,gerechten1 welcher sich mit ,gott durch einen ,ku der ,liebe verbindet1 sondern er trifft nur den ,bsen1 welcher in dieser ,welt alle seine ,hoffnungen zurcklt4 ,das ,dogma vom ,sndenfall wird auch von den neueren ,kabbalisten1 namentlich von ,isaak ,loriah angenommen1 welcher glaubt1 da alle ,seelen mit ,adam geschaffen wurden und zuerst nur eine und dieselbe ,seele bildeten1 smtlich gleich strafbar fr den ersten ,akt des ,ungehorsams sind4 ,aber in derselben ,zeit1 worin er sie uns so erniedrigt seit dem ,beginn der ,schpfung darstellt1 spricht er ihnen die ,fhigkeit zu1 sich wieder durch sich selbst zu erheben1 indem sie alle ,gebote ,gottes ausfhren kann4 ber die ,verpflichtung1 sich diesem niedern ,zustand zu entreien und1 so viel in ihrer ,macht steht1 die ,gebote ,gottes auszufhren1 schreibt das ,gesetz vor3 ,glaubt und vermehrt euch4 ,hieraus rhrt auch die ,notwendigkeit her der ,metempsychose1 denn ein einziges ,leben reicht nicht hin1 um das ,werk der ,rehabilitation zu vollbringen4 ,immer ist1 wenn auch stets unter einer andern ,form1 die ,veredelung unserer irdischen ,existenz und ,heiligung unseres ,lebens das einzige ,mittel zur ,vervollkommnung1 wozu sie das ,bedrfnis und den ,keim in sich trgt4 ,es liegt nicht in unserem ,plan1 ein ,urteil ber das groe1 jetzt von uns dargestellte ,system auszusprechen2 denn wir knnten dies nicht thun1 ohne da wir eine profane ,hand an die erhabensten ,lehren der ,philosophie und religisen ,dogmen legen mten1 deren ,geheimnis mit ,recht hochgeachtet ist4 ,wir sind hier nur zu der bescheidenen ,rolle eines ,auslegers bestimmt2 aber wir haben wenigstens die berzeugung1 da1 ungeachtet der zahllosen ,widerwrtigkeiten1 mit denen wir zu kmpfen haben1 ungeachtet der kindischen ,trumereien1 welche jeden ,augenblick den erhabensten ,ideengang unterbrechen1 die geschichtliche ,wahrheit sich nicht ber uns zu beklagen haben wird4 ,wenn wir jetzt auf die einfachste ,weise den durchmessenen ,raum bersehen wollen1 so finden wir1 da sich vom ,standpunkt des ,sepher ,jezirah und des ,sohar aus1 die ,kabbala aus folgenden ,elementen zusammensetzt3 #a4 ,indem sie alle ,erzhlungen und ,worte der ,schrift als ,symbole auffat1 will sie den ,menschen ,vertrauen zu sich selbst einflen2 sie setzt die ,vernunft an die ,stelle der ,autoritt und lt die ,philosophie in unserer eigenen ,brust unter der ,obhut der ,religion geboren werden4 #b4 ,an die ,stelle des ,glaubens an einen von der ,natur unterschiedenen ,schpfer1 welcher ungeachtet seiner ,allmacht eine ,ewigkeit in ,unthtigkeit verharren mute1 setzte sie den ,gedanken einer universellen1 durchaus unendlichen1 stets aktiven1 immer denkenden ,substanz1 welche die immanente ,ursache des ,weltalls ist1 die jedoch durch das ,weltall nicht ausgefllt wird1 und fr welche endlich ,schaffen nichts anderes ist1 als ,denken1 ,sein und sich selbst ,enthllen4 #c4 ,an die ,stelle einer rein materiellen1 von ,gott verschiedenen ,welt1 welche aus dem ,nichts hervorging und bestimmt ist1 dahin zurckzukehren1 erkennt sie zahllose ,formen an1 unter denen sich die gttliche ,substanz nach den unvernderlichen ,gesetzen des ,denkens enthllt und offenbart4 ,alle existierten ursprnglich in der hchsten ,intelligenz vereinigt1 bevor sie sich in einer sinnlichen ,form realisierten2 hierher stammen die beiden ,welten1 die intelligible oder obere und die untere oder materielle4 #d4 ,der ,mensch besitzt von allen ,formen die erhabenste und vollkommenste1 unter welcher es allein erlaubt ist1 ,gott darzustellen4 ,der ,mensch dient als ,band und ,verbindung zwischen ,gott und der ,natur4 ,beide reflektieren ihn in seiner doppelten ,natur4 ,also ist alles ,begrnzte anfnglich in der absoluten ,substanz vereinigt1 mit welcher es sich dereinst aufs neue verbinden mu1 damit sie fr die noch mglichen ,entwickelungen vorbereitet sei4 ,aber man mu die absolute und universelle ,form des ,menschen von der der einzelnen ,menschen unterscheiden1 welche nur eine schwache ,wiedergabe der ersteren ist4 ,die erstere1 gewhnlich der himmlische ,mensch genannt1 ist durchaus untrennbar von der gttlichen ,natur und deren erste ,offenbarung4 ,anhang4 ,blten vom ,baume der ,kabbala4#ejg ,in der ,kraft und dem ,wesen der ,seele liegt die ,fhigkeit zu wirken auf den ,grundstoff 7,huli7 der ,welt1 da sie eine ,form 7,zurach7 vernichten und eine andere hervorbringen kann4 ,schon durch die ,einbildungskraft 7,machschaba7 vermag der ,mensch andern ,dingen zu schaden1 ja selbst ,menschen umzubringen4 ,isaak ,loriah3 ,sepher ,cch'wanoth1 ,fol4 #df4 ,die ,lehrer sagen3 ,wenn einer pltzlich erschrickt1 wiewohl er nichts siehet1 so sieht doch sein ,massel 7,genius1 transscendentales ,subjekt7 etwas4 ,denn ein pltzlich den ,menschen berfallender ,schrecken ohne bestimmte ,ursache giebt einen ,beweis1 da wiewohl das ,krperliche nichts sieht1 dennoch die ,n'schama1 so das ,massel ist1 welches den ,menschen bewegt1 etwas siehet4 ,oft ahnet das ,herz die ,todesflle und bsen ,nachrichten1 die es in der ,zukunft treffen1 und das ,herz trauert ohne bestimmte ,grnde1 denn die ,n'schama sieht das1 was knftig ber den ,leib kommt und trauert darber4 ,nischmath ,chajim1 ,fol4 #aja4 ,wenn sich die ,heiligen und ,wunderthter in die ,einsamkeit begeben und sich mit hheren ,geheimnissen beschftigen1 so bilden sie zuerst in der ,kraft ihres geistigen ,bildungs- und ,vorstellungsvermgens die heiligen ,namen so1 als wenn diese ,dinge vor ihnen eingegraben wren1 und diese furchtbaren ,dinge sind in ihrem ,herzen eingegraben4 ,wenn sie dann verbinden ihr ,nephesch mit dem oberen ,nephesch1 so werden diese ,dinge vermehrt1 quellen auf und offenbaren sich aus sich selbst1 weil hier jeder ,gedanke aufhrt4 ,wer daher seine ,machschaba 7,imagination7 an einen bsen ,gedanken hngt1 sndigt mehr als durch die ,that4 ,mairecheth ,aeloluth1 ,fol4 #da1 #fc4 ,die ,that ist im ,nephesch1 das ,wort im ,ruach1 das ,denken in der ,n'schama4 ,da jedoch in jeden derselben alle drei enthalten sind1 so findet sich auch das ,denken im ,nephesch1 usw4 ,kisri ,melech1 ,fol4 #ec4 ,es ist eine ,eigenthmlichkeit in der ,kraft des ,nephesch und seinem ,wesen1 zu wirken in den ,grundstoff der ,welt1 und ,formen zu zerstren und andere hervorzubringen4 ,es geht die ,wirkung von manchem ,nephesch in ein anderes ,wesen ber1 so da der ,ruach schon durch seine ,imagination ,schaden hervorbringen1 ja sogar einen ,menschen durch die ,machschaba tten kann1 und um so mehr noch1 wenn er zu den ,bsaugigten 7mal' occhio7 gehrt4 ,denn die ,krfte des ,menschen sind verschieden1 ,bses und ,gutes hervorzubringen4 ,sowie die ,kraft der ,frommen und ,wunderthter gro ist1 um ,gutes zu thun den ,guten1 so ist auch durch die andere ,seite den bsen sndigen ,menschen ,gewalt gegeben1 jeden1 dem sie wollen1 ,bses zuzufgen durch die ,machschaba1 durch ,wort und ,that mittelst der ,versenkung ihrer inneren und ueren ,sinne4 ,een ,jacob1 ,fol4 #df4 ,auch im ,mineralreich1 der ,erde und den ,steinen ist notwendig ,leben und ,geistiges1 und ein ,gestirn und ,wchter ber ihm oben4 ,denn wenn es nicht so wre1 knnte die ,erde nicht ,kruter1 ,frchte und ,samen hervorbringen1 in denen ,leben ist4 ,das ,leben des ,pflanzenreichs ist ber dem ,leben des ,mineralreichs1 denn es wchst und wird gro wie der ,mensch1 und das in ihm wohnende ,leben verursacht das ,wachsen4 ,die ,thiere stehen noch hher1 insofern sich in ihnen das ,nephesch deutlich zeigt und schon ,ruach genannt wird1 wie es heit3 ,der ,ruach der ,thiere geht zur ,erde4 ,das ,leben des vernnftigen ,menschen aber steht hher als alle4 ,etz ,hachajim1 ,fol4 #aib4 ,das allgemeine ,buch1 in welches alle ,handlungen des ,menschen auf der ,stelle eingeschrieben werden1 ist der saphirartige1 umkreisende ther4 ,in ihn graben sich alle einzelne ,bewegungen des ,menschen ein1 sowohl die ,blicke des ,auges1 als auch die ffnung des ,mundes zum ,guten wie zum ,bsen2 selbst die inneren ,gedanken des ,herzens1 die ,freude1 ,traurigkeit u4 s4 w4 bringen im uern ,angesicht nothwendigerweise etwas hervor und wirken auf den ther ein4 ,esarah ,maimeroth1 ,fol4 #di4 ,sechstes ,buch4 ,der ,occultismus der alten ,griechen4 ,erstes ,kapitel4 ,die jonischen ,naturphilosophen4 ,auf dem hellenischen ,boden beginnt1 was auf dem ,titel des ,gesamtwerkes1 dessen letzten ,band ich hiermit beginne1 als ,occultismus bezeichnet ist1 in die ,philosophie einzumnden4 ,philosophie ist nicht nur dem ,namen1 sondern auch der ,sache nach erst eine ,erfindung des griechischen ,geistes4 ,der ,occultismus der ,griechen fllt daher in gewissem ,grade mit einer ,geschichte der griechischen ,philosophie zusammen1 und die folgende ,darstellung der letzteren wird sich nur insofern von den gewhnlichen ,darstellungen der griechischen ,philosophie unterscheiden1 als sie den mystischen ,elementen derselben eine grere ,beachtung schenkt4 ,wir treten zwar aus dem ,nebel der orientalisch wsten ,phantastik heraus in eine reinere und freiere ,atmosphre4 ,allein wir werden finden1 da selbst die rationellsten ,denker des begabtesten aller antiken ,vlker von mystischen und transcendentalen ,voraussetzungen noch nicht ganz frei waren1 und da mit der ,auflsung der griechischen ,kraft auch die ,philosophie im ,neu-,pythagorerismus und ,neu-,platonismus nach dem anfangs so verheiungsvollen ,erwachen einer nchternen1 wissenschaftlichen ,naturbetrachtung wieder in die ,trume und ,superstitionen des ,asiatismus und zu jenem ,mysticismus herabsinkt1 der dann auch bei dem ,wiedererwachen des wissenschaftlichen ,geistes gegen ,ausgang des ,mittelalters noch einen strenden ,einflu auf den ,anfang der neueren ,philosophie ausgebt hat4 ,so z4 ,b4 wird ,giordano ,bruno nur als ,neu-,platoniker ganz verstndlich4 ,erst die moderne ,naturwissenschaft hat1 beginnend mit ,galilei1 in stetigem ,kampfe gegen die metaphysischen ,vorurteile unsere positivistische rein wissenschaftliche ,denkweise gereift1 fr welche die ,philosophie nichts anderes mehr ist1 als ,centralisation und denkende ,verarbeitung und ,verknpfung aller ,erfahrungs-,wissenschaften4 ,vergl4 ,comte1 ,cours de philosophie positive4 ,i4 ,thales von ,milet4 ,das erste ,erwhnen des natur-philosophischen ,bewutseins hat auf jonischem ,boden stattgefunden4 ,hier zum ersten ,male wurde in besonnener und verstandesklarer ,gedankenhaltung die ,frage gestellt nach dem ,grunde oder ,anfange1 aus welchem sich das ,vorhandene gestaltet habe1 oder auch1 wenn man will nach dem ,ding an ,sich oder dem reinen ,sein4 ,den ,zug der ersten ,philosophenschule1 der sog4 jonischen ,physiologen oder ,physiker1 erffnet ,thales von ,milet4 ber das ,leben dieses ,vaters der griechischen ,philosophie sind wir wenig1 aber doch immer noch verhltnismig besser unterrichtet1 als ber dasjenige mancher spterer1 durch unkritische ,sagenbildung umwlkter ,philosophen1 z4 ,b4 des ,pythagoras4 ,er entstammt einem thebanischen ,geschlecht und ist wahrscheinlich um #fdj v4 ,chr4 geboren2 jedenfalls war er ein ,zeitgenosse des ,solon und ,crsus4 ,er war ein ,brger von ,milet1 sei es1 da er selbst erst dort eingewandert und unter die ,brger aufgenommen war1 oder da bereits sein ,vater ,examios das ,brgerrecht erlangt hatte4 ,es steht fest1 da er auch an den politischen ,angelegenheiten ,milets ,anteil genommen hat4 ,nach ,herodot ,i41 #agj1 riet er den ,joniern vor ihrer ,unterwerfung durch die ,perser1 sich zur ,abwehr derselben zu einem ,bundesstaat mit einheitlicher ,centralregierung zu vereinigen4 ,er erlangte frh in ganz ,griechenland den ,ruf groer ,kenntnisse und wurde unter die sog4 sieben ,weisen eingereiht4 ,eine ,anekdote erzhlt1 da er anfangs ber seinen naturphilosophischen ,spekulationen sein ,vermgen vernachlssigt habe1 dann aber1 als ihm dieserhalb ,vorwrfe gemacht wurden1 um zu beweisen1 da einem ,philosophen1 wenn er nur wolle1 auch die praktische ,erwerbsthtigkeit eine ,kleinigkeit sei1 binnen kurzer ,zeit durch finanzielle ,spekulationen mit lpressen sich gewaltige ,reichtmer erworben habe4 ,zunchst scheint er sich dem bis dahin bei den ,griechen noch sehr rckstndigen ,studium der ,mathematik und ,astronomie zugewandt zu haben4 ,diogenes giebt an1 er habe zuerst bewiesen1 da die ,dreiecke auf dem ,kreisdurchmesser rechtwinklig sind2 ,plinius1 er habe zuerst die ,hhe der ,pyramide aus ihrem ,schatten berechnet2 ,proklus1 er habe zuerst bewiesen1 da die ,scheitelwinkel einander gleich sind1 da ,dreiecke sich gleich sind1 wenn sie je zwei ,winkel und eine ,seite gleich haben1 und da man mittels dieses ,satzes die ,entfernung von ,schiffen auf dem ,meere messen knne1 auch habe er den in ,euklid #ddj gegebenen ,beweis dafr entdeckt1 da der ,durchmesser den ,kreis halbiert4 ,im ,altertum kursierte eine ,schrift ber nautische ,astronomie unter seinem ,namen1 die jedoch ,diogenes ,laertius einem ,samier ,phocus zuschreibt4 ,mglich ist1 da er diese geometrischen und astronomischen ,kenntnisse sich bei einer ,anwesenheit in ,egypten angeeignet hat4#ejh ,am berhmtesten ist seine ,vorausbestimmung einer zur ,zeit des lydischen ,knigs ,alyattes eingetretenen ,sonnenfinsternis4 ,nach ,zech's astronomischen ,untersuchungen 7vgl4 ,ueberweg's ,geschichte der ,philosophie ,i1 #ab71 hat diese ,finsternis am #cj4 ,september #afa v4 ,chr4 stattgefunden4 ,mglicherweise hat er dabei den ,saros1 d4 h4 die von den ,chaldern durch fortgesetzte ,beobachtung aufgefundene ,periode der ,verfinsterungen benutzt1 welche #bbc synodische ,monate oder #fehe #a_/c ,tage umfat4 ,aristoteles sagt ,metaph4 ,i1 #c3 ,von denen1 welche zuerst philosophiert haben1 haben die meisten blo materielle ,urgrnde angenommen1 und zwar ,thales1 der ,urheber dieser ,richtung das ,wasser4 ,er schpfte diese ,meinung wahrscheinlich aus der ,beobachtung1 da die ,nahrung von allem feucht sei1 und da das ,warme selbst hieraus werde und das lebende ,wesen hierdurch sich erhalte2 das1 woraus ein anderes wird1 ist aber fr dieses das ,prinzip2 -- ferner aus der ,beobachtung1 da der ,same seiner ,natur nach feucht sei2 das ,prinzip aber1 vermge dessen das ,feuchte feucht sei1 sei das ,wasser4 ,dazu bemerkt ,dhring in seiner kritischen ,geschichte der ,philosophie 7,s4 #bj u4 #bb73 ,mit vollem ,rechte werden die ursprnglichen flssigen oder gasfrmigen ,zustnde der ,natur als ,totalitten gedacht1 in denen alles der ,anlage nach enthalten war1 was in der gegebenen in festen ,formen gestalteten ,welt anzutreffen ist4 ,stand es einmal fr den ,verstand fest1 da das ,gegebene seine gegenwrtige ,gestalt einem ,bildungshergang verdanke und nicht etwa jederzeit ebenso bestanden habe1 wie jetzt1 so war die nchste ,konsequenz des ,vorstellens offenbar die1 sich nach einem wirklich bildsamen ,stoff umzusehen1 auf welchen gestaltende ,krfte mit ,leichtigkeit wirken knnen4 ,das ,feste ist erfahrungsmig wenig bildsam4 ,es mute daher eine der ,bethtigung des ,krftespiels gnstigere ,urbeschaffenheit angenommen werden4 ,die einzelnen ,beobachtungen der natrlichen ,gestaltungshergnge mgen das ,flssige als ,ausgangspunkt des ,festwerdens sowie auch der ,verdunstung besonders empfohlen haben4 ,das ,thaletische ,wasser erscheint auf diese ,weise gar nicht als ein willkrliches ,prinzip1 sondern als eine fr den damaligen ,stand des ,naturwissens verhltnismig gelungene ,idee4 ,ich selbst habe in meiner ,einleitung zu ,brunos ,dialogen ,vom ,unendlichen daran erinnert1 da ,thales zu ,milet am ,strande des ,meeres lebte1 da daher sein ,grundprinzip aller ,dinge der sinnlichen ,anschauung seine ,anregung verdankt4 ,denn mehr fast1 als selbst der als abgeschlossene ,wlbung erscheinende ,luftraum vermag das ,meer einen gefhlsmigen ,antrieb zur ,unendlichkeits-,idee zu erwecken1 wie dies ,byron in den schnen ,versen seines ,childe ,harold ausdrckt3 ,glorreicher ,spiegel1 wo im ,wettersausen ,blickt des ,allmcht'gen ,bild6 ,zu allen ,zeiten1 ,still und bewegt1 im ,sturm1 im ,brausen1 ,am eis'gen ,pol1 in glutdurchflammten ,weiten1 ,nachtdunkel1 endlos1 hehr1 -- der ,ewigkeiten ,erhab'nes ,bild1 des ,unsichtbaren ,schrein6 ,des ,abgrunds ,ungeheuer selbst entgleiten ,blo deinem ,schleim entsprot6 ,allwrts herrscht dein ,gesetz6 ,so wogst du fort1 hehr1 bodenlos1 allein6 99 99 99 99 99 ,wir drfen bei ,wasser nur nicht an unser chemisches ,h#b,o1 sondern an den flssigen ,aggregatzustand denken1 um das ,grundprinzip des ,thales nicht fr eine so kindische ,vorstellung gelten zu lassen1 wie es vielleicht manchem oberflchlichen modernen ,beurteiler auf den ersten ,blick erscheint4 ,ob ,thales vom ,wasser1 als dem ,urstoff1 die ,gottheit oder den ,geist unterschieden habe1 oder ob er1 wie ,zeller#eji meint1 der ,urheber des sog4 ,hylozoismus war1 sich alle ,dinge lebendig gedacht1 alle wirkenden ,krfte nach ,analogie der menschlichen ,seele personifiziert hat1 ist sehr zweifelhaft4 ,aristoteles bemerkt zwar1 er habe gelehrt1 da alles voll von ,gttern sei4 ,ich mchte dem ,urteil ,dhrings den ,vorzug geben1 wonach eine ,unterscheidung des rein ,materiellen von affizierenden ,krften oder gar geistigen ,potenzen nicht auf dem ,wege einer so einfachen ,rechenschaft lag1 wie sie von den jonischen ,naturdenkern ins ,auge gefat worden ist4 ,man thut ihnen daher1 und insbesondere dem ,thales1 wohl ,unrecht1 wenn man ihnen mit ,zeller eine unberechtigte ,belebung der ,materie unterschiebt4 ,ebenso ist es schlecht beglaubigt1 da er zuerst die ,unsterblichkeit der ,seelen gelehrt habe4 ,ebenso unverbrgt und unwahrscheinlich sind folgende ,aussprche1 die ,diogenes ,laertius ihm beilegt3 ,gott ist das lteste aller ,wesen2 denn er ist unentstanden4 ,das ,schnste ist das ,weltall2 denn es ist von ,gott erschaffen4 ,das ,grte ist der ,raum2 denn er umfat alles4 ,das ,schnellste ist der ,geist2 denn er durcheilt das ,weltall4 ,das ,strkste ist die ,notwendigkeit2 denn sie berwindet alles4 ,das ,weiseste die ,zeit2 denn sie entdeckt alles4 ,der ,tod unterscheidet sich nicht vom ,leben4 ,als ihn mit ,hinweis auf diesen ,ausspruch jemand gefragt haben soll3 ,warum stirbst du denn nicht8 soll er geantwortet haben3 ,weil es keinen ,unterschied ausmacht4 ,auf die ,frage1 was schwer sei1 erwiderte er3 ,sich selbst zu kennen2 auf die ,frage1 was leicht3 ,einem andern gute ,ratschlge zu erteilen2 auf die ,frage1 wie man die harten ,schlge des ,schicksals am leichtesten ertragen knne1 antwortete er3 ,wenn man sehe1 da es unseren ,feinden noch schlechter gehe2 und auf die ,frage1 wie man sein ,leben am besten und richtigsten einrichte1 wenn man die ,fehler1 die man an anderen tadelnswert finde1 selber vermeide4 ,einst sollen ,milesische ,fischer mit ihrem ,netz einen ,dreifu von bewundernswerter ,arbeit1 ein ,werk des ,vulkan1 aus dem ,meere gezogen haben4 ,um den unter ihnen ber das ,eigentum entbrannten ,streit zu schlichten1 sandte man zum ,delphischen ,orakel4 ,die ,pythia gab zur ,antwort3 ber den ,dreifu befragst den ,gott du1 ,milesische ,jugend3 ,der gehret dem ,mann1 de ,weisheit unbertroffen4 ,man gab daher den ,dreifu dem ,thales4 ,thales gab ihn weiter und so gelangte er schlielich an ,solon1 der ihn dann mit der ,erklrung1 da der ,gott der ,weiseste sei1 nach ,delphi geschickt haben soll4 ,,ii4 ,anaximander4 ,anaximander1 um #faj v4 ,chr4 geboren1 soll ein ,schler des ,thales gewesen sein4 ,jedenfalls stand er1 als sein ,mitbrger und jngerer ,zeitgenosse1 unter der geistigen ,anregung der ,lehren des ,thales4 ,er hat aber einen erheblichen ,fortschritt in der ,richtung der philosophischen ,abstraktion von der sinnlichen ,anschauungsweise gemacht4 ,er nannte zuerst ausdrcklich das materielle ,urwesen ,prinzip 7arch7 und bezeichnete es nher als einen luft- oder gasfrmigen1 der ,masse nach unendlichen ,stoff4 ,andere meinen1 er habe den ,urstoff als etwas zwischen ,luft und ,wasser in der ,mitte ,liegendes gedacht4 ,vielleicht hat er geglaubt1 ein recht vollkommenes ,prinzip dadurch zu gewinnen1 da er sich die drei in der gegebenen ,welt bestehenden ,aggregatzustnde in einem chaotischen ,urstoff gemischt vorstellte und so einen ,schlu auf die ,dichtigkeit in der vorausgesetzten ,aggregation machte2 jedenfalls finden wir1 da sein ,urstoff auch als ,mischung 7migma7 bezeichnet wird#eaj2 und er lehrte1 da die besonderen ,stoffe aus dem unendlichen ,urstoff durch ,entmischung entstanden seien1 indem das ,verwandte sich vereinigte1 die ,goldteilchen mit ,goldteilchen1 ,erde mit ,erde u4 s4 w4 ,dagegen ist die unter den ,historikern der ,philosophie bestehende ,controverse1 ob er sich diese ,entwicklung der besonderen ,stoffe und ,dinge rein mechanisch durch ,trennung und ,verbindung gedacht habe 7,ritter71 oder dynamisch1 so da die ,unterschiede nur potentiell in dem an und fr sich gleichartig gasfrmigen der ,qualitt nach unbestimmten ,urstoff vorhanden gewesen wren 7,herbart71 in ,ermangelung ausreichender ,quellenberichte mit keinerlei ,sicherheit zu entscheiden4 ,aristoteles scheint die ,annahme eines qualittslosen ,urstoffs dem ,anaximander aufs bestimmteste abzusprechen1 wenigstens die ,annahme1 da die ,dinge aus diesem ,urstoff durch bloe ,verdnnung oder ,verdichtung entstehen4#eaa ,vielmehr schreibt er ihm die ,lehre zu1 da die ,entwicklung der ,einzelstoffe und ,einzeldinge durch ,sonderung der im ,unendlichen enthaltenen ,gegenstze sich vollziehe4 ,zuerst scheiden sich voneinander ,warmes und ,kaltes2 eine feurige ,sphre umgiebt rings die ,luft und die ,erde2 aus ,feuer und ,luft bilden sich die ,gestirne4 ,im ,mittelpunkt der unendlichen ,welt ruht die ,erde1 unbeweglich wegen des gleichen ,abstandes von allen ,punkten der ,himmelskugel4 ,die ,gestirne sind himmlische ,gottheiten4 ,die ,erde hat sich aus einem ursprnglich flssigen ,zustande gebildet4 ,aus dem ,feuchten sind unter dem ,einflu der ,wrme in stufenweiser ,entwickelung die lebenden ,wesen hervorgegangen4 ,da alle lebenden ,wesen ursprnglich im ,wasser entstanden sind1 so nahm er an1 da auch die ,landtiere1 mit ,einschlu des ,menschen1 zuerst fischartig gewesen und erst infolge der ,abtrocknung der ,erdoberflche sich allmhlich zu ihrer jetzigen ,gestalt entwickelt haben4 ,ueberweg findet daher nicht mit ,unrecht bei ihm die ersten ,anfnge des heute vorzugsweise sog4 ,darwinismus4 ,ja1 ,anaximander spricht schon von dem ,einflu der vernderten ,lebensbedingungen auf die ,entwicklung der ,arten4 ,die ,seele soll er als luftartig bezeichnet haben4 ,er lehrte1 da es unendlich viele ,welten1 d4 h4 ,weltkrper gebe1 die zusammen ein ,weltsystem bilden1 und die er wohl nur deshalb ,welten nannte1 weil er sie fr weit grer und unserem ,weltkrper hnlicher ansah1 als die gewhnliche ,meinung4 ,die ,entstehung dieser einzelnen ,weltkrper aus dem ursprnglich luft- oder modern genauer gesprochen gasfrmigen ,zustande suchte er sich mechanisch zu erklren1 wahrscheinlich war er dabei auf eine hnliche ,theorie geraten1 wie die sog4 ,wirbeltheorie des ,descartes#eab2 wenigstens wird berichtet1 er habe die ,bewegung der ,himmelskrper von ,luftstrmungen hergeleitet1 die eine ,drehung der ,gestirnsphren herbeifhrten4 ,dhring bemerkt1 da uns die jonischen ,philosophen erst in richtiger ,beleuchtung erscheinen1 wenn wir ihre freilich noch roheren ,vorstellungen mit den neueren naturphilosophischen und zugleich naturwissenschaftlichen ,ideen ber einen denkbar frhesten ,zustand des ,kosmos vergleichen4 ,kant legte in seiner ,naturgeschichte des ,himmels ebenfalls die ,hypothese zu ,grunde1 alle ,weltkrper seien durch ,verdichtung aus einem ,urnebel entstanden4#eac ,und jedenfalls hat ,bruno so ,unrecht nicht1 wenn er auf den ,rckgang der kosmologischen und insbesondere der kosmogonischen ,vorstellungsweise eines ,aristoteles gegenber diesen ersten von ,aristoteles stets mit einer gewissen verchtlichen ,blasiertheit behandelten ,physikern hinweist4 ,vergl4 meine bersetzung der ,dialoge ,brunos ,vom ,unendlichen und den zahllosen ,welten ,s4 #gd;ff4 ,der ,weltenentstehung aber entspricht eine ,weltenzerstrung4 ,er lehrt3 ,woraus die ,dinge entstehen1 in eben dasselbe mssen sie auch vergehen1 wie es der ,billigkeit gem ist2 denn sie mssen ,bue und ,strafe geben um der ,ungerechtigkeit willen nach der ,ordnung der ,zeit4 ,man kann hierin ein pessimistisches ,element in der ,philosophie des ,anaximander finden und zwar eben jenes1 das bekanntlich ,felix ,dahn auf modern naturwissenschaftlicher ,grundlage in seinem ,odhins ,trost poetisch ausgesponnen hat4 ,auf diese ,annahme eines dereinstigen ,vergehens der ,welten weist uns auch die ,nachricht1 da er eine allmhliche ,abnahme und endliche ,austrocknung des ,meeres angenommen habe2 ich verstehe nicht1 wie noch ,zeller 7die ,philosophie der ,griechen ,i4 ,s4 #bjb71 sagen kann1 da eine solche ,vorstellung fr uns fremdartig klinge1 fr uns1 denen die ,notwendigkeit und ,thatschlichkeit einer solchen ,entstehung und allmhlichen ,vergehung der einzelnen ,welten geradezu naturwissenschaftlich bewiesen ist1 fr uns1 die wir insbesondere mit unseren ,teleskopen den ,mond als ,beispiel einer bereits greisenhaft ausgetrockneten und erstorbenen ,welt den ,augen nahebringen knnen4 ,vielmehr knnen wir der wissenschaftlich treffenden ,intuition des ,milesiers unsere ,bewunderung nicht versagen4 ,auch im ,einzelnen soll ,anaximander fr seine ,zeit nicht unerhebliche ,kenntnisse auf naturwissenschaftlichem ,gebiete besessen haben4 ,er beschftigte sich vorwiegend mit ,astronomie und ,geographie1 entwarf nach ,eratosthenes eine metallene ,erdtafel und eine ,himmelskugel2 nach ,diogenes ,laertius ,,ii1 #a1 soll er die ,sonnenuhr 7gnmn7 erfunden haben2 wahrscheinlich hat er jedoch nur1 da solche bereits bei den ,babyloniern in ,gebrauch waren1 die ,hellenen nur zuerst damit bekannt gemacht4 ,nheres siehe bei ,teichmller1 ,studien ,s4 #a-gj4 ,,iii4 ,anaximenes4 ,anaximenes war nach ,diogenes ,laertius ein ,schler des ,anaximander4 ,von seinen ,lebensumstnden wissen wir fast nichts1 als da auch er aus ,milet war1 ein ,sohn des ,euristratus1 geboren zwischen #ebi-ebe v4 ,chr4 und um die ,zeit der ,eroberung von ,sardes durch die ,jonier gestorben 7#dii v4 ,chr41 also etwa #de ,jahre spter1 als ,anaximander47 ,er hinterlie eine ,schrift ber die ,natur1 aus der uns ,stobus den ,satz erhalten hat3 ,wie unsere ,seele ,luft ist und unseren ganzen ,leib durchdringt1 so auch durchdringt und umfat eine geistige ,luft das ,weltall4 ,diese 7beseelte7 ,luft also erklrte er fr das ,prinzip aller ,dinge4 ,nach der einstimmigen ,angabe aller ,berichterstatter hat er sich diese ,luft als unendlich der ,ausdehnung nach gedacht und die ,dinge aus derselben durch ,verdnnung und ,verdichtung abgeleitet1 oder wie der ihm eigentmliche ,ausdruck gelautet zu haben scheint1 durch ,zusammenziehung und ,nachlassung4 ,so lehrte er1 das ,warmwerden und ,kaltwerden der ,dinge bestehe nur in der ,verdnnung und ,verdichtung der ,luft2 verdnnt werde die ,luft ,feuer1 verdichtet ,wind und ,gewlk1 noch mehr verdichtet ,wasser1 und daraus wieder durch ,verdichtung ,erde und ,stein2 alles brige aber werde aus diesen4 ,es ist mglich1 da ,anaximenes nur durch die ,beobachtung des ,athems1 als einer ,bedingung alles tierischen ,daseins1 dazu gefhrt ist1 in der ,luft zunchst das ,lebensprinzip und so schlielich das ,prinzip aller ,dinge berhaupt zu suchen4 ,die ,identifizierung von ,leben1 ,seele und ,athem 7,odem7 ist ja uralt1 wie denn sogar die ,stammgeschichte der ,worte ,seele1 ,geist1 anima1 psyche1 darauf zurckweist4 ,auch deutet darauf hin die von ihm fr die ,gleichstellung der ,naturkrfte mit dem ,lebensprinzip und die ,erklrung des ,lebensprozesses angefhrte naive ,bemerkung1 wenn wir die ,luft mit den ,lippen zusammengedrckt aushauchten1 wrde sie kalt1 aus geffnetem ,munde dagegen gehe sie warm hervor4 ,ein gewisser ,fortschritt ber ,anaximander ist insofern nicht zu verkennen1 als ,anaximenes den ,versuch machte1 eine bestimmtere ,vorstellung von dem ,proze zu gewinnen1 durch den sich die ,dinge aus dem ,urstoff bilden4 ,anaximenes soll auch zuerst die ,beleuchtung des ,mondes durch die ,sonne und den ,grund der ,mondfinsternisse entdeckt haben4#ead brigens dachte er sich die ,erde noch als eine runde breite von der ,luft getragene ,platte1 und dieselbe ,scheibengestalt schrieb er auch der ,sonne und den ,gestirnen zu4 ,,iv4 ,hippo1 ,idaeus und ,diogenes von ,apollonia4 ,die ,schule der jonischen ,naturphilosophie erstreckte sich bis in das ,zeitalter des ,perikles1 in dem allmhlich die ,sophisten an ihre ,stelle traten4 ,als die drei bedeutendsten spteren ,vertreter dieser ,richtung werden uns ,hippo1 ,idaeus und ,diogenes von ,apollonia genannt4 ,hippo scheint einer der ersten ,naturphilosophen gewesen zu sein1 die dem unverstndigen ,spotte der attischen ,komiker1 der spter fr ,sokrates so bedenklich wurde1 verfallen sind4 ,zu folgenden ,versen aus des ,aristophanes ,wolken3 ,da haben weise ,geister ihr ,studiergemach4 ,es wohnen ,mnner drinnen1 die beweisen ,dir1 ,der ,himmel sei nichts anderes1 als ein ,stlpkamin1 ,der rings um uns sich wlbe1 wir die ,kohlen drin4 bemerkt der ,scholiast1 da dies zuerst vom ,komiker ,kratinos mit ,bezug auf den ,physiker ,hippo gesagt worden sei4 ,wir knnen darnach vermuten1 da ,hippo lngere ,zeit in ,athen gelebt hat4 ,seine sonstigen ,lebensumstnde1 insbesondere seine ,herkunft1 sind ungewi1 er war vielleicht auf ,samos oder ,melos geboren4 ,aristoteles 7de anima ,i4 #b7 spricht von ihm noch verchtlicher1 als von den anderen ,physikern oder ,physiologen und bemerkt1 er habe die ,seele fr ,wasser1 vermutlich als ,anhnger des ,thales1 fr ein feuchtes ,prinzip gehalten4 ,wahrscheinlich leitete ihn die ,beobachtung1 da aller tierischer ,same feucht ist4 ,aus dem flssigen ,aggregatzustand lie er das ,feuer und aus der berwindung des ,wassers durch das ,feuer die ,welt entstehen1 weshalb auch geradezu gesagt wird1 seine ,prinzipien seien ,feuer und ,wasser gewesen4 ,er scheint mehr empirischer ,naturforscher1 als ,naturphilosoph gewesen zu sein und sich hauptschlich mit der ,entwicklungsgeschichte des ,ftus und der ,lehre von der ,erzeugung beschftigt zu haben4 ,wenn der scholastisch denkende ,aristoteles ihm den ,vorwurf besonderer ,einfalt macht1 so ist darauf wenig zu geben4 ,idaeus aus ,himera scheint sich hauptschlich an ,anaximenes angeschlossen zu haben1 und ebenso ,diogenes von ,apollonia 7auf ,kreta74 ,von letzterem ist uns ein eingehenderes ,fragment bei ,simplicius ,phys4 #cb;b1 #cc;a erhalten4 ,er stellte bezglich des ,urwesens nicht nur die ,forderung auf1 da dasselbe der gemeinsame ,stoff aller ,dinge1 sondern auch1 da es zugleich ein denkendes ,wesen sein msse1 insofern ein ,vorgnger 7oder auch ,nachfolger7 des ,anaxagoras4 ,dasjenige1 woraus alles besteht1 war ihm ein ewiger und unvernderlicher ,krper1 gro und gewaltig und reich an ,wissen1 das1 was man gewhnlich die ,luft nenne4 ,aus ihm entsteht durch ,verdichtung und ,verdnnung jegliches ,einzeldasein4 ,zuerst sondert sich aus dem unendlichen ,urstoff das ,schwere ab1 das sich nach unten1 und das ,leichte1 das sich nach oben bewegt4 ,den ,grund der ,bewegung sah er im warmen1 den ,grund der krperlichen ,konsistenz in dem kalten und dichten ,stoff4 ,infolge der ,wrme soll das ,weltganze in eine ,kreisbewegung geraten sein1 wodurch auch die ,erde ihre runde ,gestalt erhielt4 ,die ,erde war in ihrem ,urzustand eine weiche und flssige ,masse1 die allmhlich durch die ,sonnenwrme ausgetrocknet ist4 ,der ,erdkrper sei von ,gngen durchzogen1 in welche die ,luft eindringe2 werden ihr die ,auswege aus denselben verstopft1 so entstehen ,erdbeben4 99 99 99 99 99 ,im ,gegensatz zu denjenigen ,geschichtsschreibern der ,philosophie1 welche die jonischen ,naturphilosophen1 zumal sie von eigentlichen metaphysischen ,voraussetzungen sich1 wie es scheint1 ziemlich frei hielten1 nach dem ,vorgange des ,aristoteles mit ,geringschtzung betrachten und sich auch ber ihre vom ,standpunkte des modernen ,naturwissens selbstverstndlich rohen ,vorstellungen belustigen1 glaube ich die einzig gerechte ,wrdigung ihrer unbefangenen und ehrlichen1 occultistisch freilich wenig ,ausbeute liefernden1 ,positivitt in folgenden ,worten ,dhrings zu finden3 ,wichtiger1 als die verhltnismige bereinstimmung1 welche unser modernes naturwissenschaftliches ,bewutsein den ,vorstellungen der jonischen ,denker nahe bringt1 ist die ,gemeinschaft und ,analogie in der ,ntigung unserer ,ideen zu einer bestimmten ,voraussetzung4 ,heute ist es bekanntlich die astronomische ,beobachtung1 welche uns besonders mit ,rcksicht auf die ,abplattung der rotierenden ,weltkrper und im ,hinblick auf die mechanischen ,wirkungen der ,drehung bildsamer ,massen zu dem ,rckschlu nicht blo berechtigt1 sondern ntigt1 da ein weniger fester ,aggregatzustand den gegenwrtigen ,verhltnissen vorausgegangen sein msse4 ,durch derartige ,gedankenbewegung greifen wir stetig und zwar immer an der ,hand der leitenden ,thatsachen in eine ,vergangenheit des ,kosmos zurck1 die der uns brigens bekannten und etwa durch ,rechnung rckwrts feststellbaren ,verfassung und ,beschaffenheit desselben vorausgegangen sein mu4 ,wo die ,fingerzeige der aus der gegenwrtigen ,gestaltung sprechenden ,zge aufhren1 da hat auch die wissenschaftlich begrndete und mit ihr eigentlich alle gerechtfertigte ,vorstellung eine ,schranke4 ,es ist daher kein ,mangel1 wenn bei irgend einem ,zustande mit den ,rckschlssen ,halt gemacht werden mu4 ,sind wir einmal bei der gasfrmigen ,gestalt der ,welt angelangt1 so ist zu einer weiteren ,voraussetzung innerhalb dieser ,gattung1 d4 h4 in der ,geschichte der ,natur weder ,antrieb noch ,anknpfungspunkt vorhanden4 ,die ,zustnde der ,materie sind bis zum ,extrem durchlaufen und durch den ,urnebel hindurch drfte keine physische ,hypothese mehr sichtbar werden4 ,etwas ,unvollkommenes liegt aber in dieser ,schranke durchaus nicht4 ,im ,gegenteil lehrt sie uns1 da wir in dieser ,richtung in dem1 was der engeren ,naturphilosophie wesentlich ist1 auch nicht weiter gelangen1 als die ersten antiken ,denker1 und da wir vor ihnen nichts1 als die bessere ,begrndung und ,kenntnis des ,weges voraus haben4 ,hierbei bleibt nur noch fr die logische ,notwendigkeit ein letzter ,abschlu offen1 und dieser besteht in der unumgnglichen ,voraussetzung eines allem zhlbaren ,wechselspiel der ,vorgnge vorangegangenen sich selbst gleichen ,zustandes des ,weltmediums4#eae ,v4 ,heraclit der ,dunkle4 ,die ,lehre dieses ,philosophen schliet sich zwar insofern noch an die drei bisher behandelten sog4 ,physiker an1 als auch sie allem ,seienden eines der sog4 vier ,elemente als ,grundstoff1 aus dem alles entstanden sei1 zu ,grunde legt1 nmlich das ,feuer4 ,sie geht aber in ihrer ,entwickelung so erheblich ber die von den ,vorgngern gesteckten ,grenzen hinaus und enthlt soviel keimkrftige1 erst in spteren ,perioden der ,philosophie-,geschichte von einzelnen ,systemen zu einseitiger ,entwickelung gefrderte ,gedanken1 da man ihrer ,universalitt ,unrecht thun wrde1 wollte man ,heraclit noch zu den sogenannten ,physikern rechnen1 wie dies ,aristoteles ,metaphys4 ,i4 #c;ff4 thut4 ,heraclit wurde nach ,hermann 7,de philos4 ,jonic4 aetatt ,s4 #aj4 #bb7 um #eaj v4 ,chr4 zu ,ephesus geboren und lebte etwa bis #dej v4 ,chr42 ,zeller dagegen 7,philosophie der ,griechen ,i4 ,s4 #ebd7 setzt seine ,geburt in die ,zeit zwischen #ecj-edj v4 ,chr4 ,es steht fest1 da er ein ,alter von #fj ,jahren erreichte4 ,er entstammte einer der vornehmsten ,familien seiner ,vaterstadt1 wie schon daraus hervorgeht1 da er das in seiner ,familie erbliche ,amt eines ,opfer-,knigs seinem jngeren ,bruder abtrat4 ,er trat der demokratischen ,partei seiner ,vaterstadt mit entschieden aristokratischen ,grundstzen entgegen und erfreute sich deshalb keiner groen ,popularitt4 ,seine ,verbitterung gegen die ,mitbrger steigerte sich in hohem ,grade1 als sein ,freund ,hermodor verbannt wurde1 jener ,hermodor1 von dem uns der ,jurist ,pomponius in seiner ,rechtsgeschichte ,dig4 ,i4 #a1 #a4 #b #d berichtet1 da er den rmischen ,dezemvirn bei ,abfassung der ,zwlf-,tafeln an die ,hand ging4 ber ,heraclits ,tod und sonstige ,lebensschicksale haben wir nur wenige und teilweise widersprechende ,nachrichten4 ,die ,fragmente seiner ,schriften hat ,p4 ,schuster in den ,acta philos4 societ4 ,lipsiensis ,tom4 ,,iii1 ,leipzig #ahgc1 zusammengestellt4 ,man darf behaupten1 da ,heraclit seinem ,philosophieren schon eine gewisse ,erkenntnis-,kritik vorausgehen lie4 ,wenn eine ,rede verstndig sein soll1 sagt er1 so mu sie sich auf das sttzen1 was allen gemeinsam ist1 das ,denken4#eaf ,was unsere ,sinne wahrnehmen1 ist nur die flchtige ,erscheinung1 nicht das ,wesen4 ,alle ,sinnesempfindung entsteht aus dem ,zusammentreffen von zwei ,bewegungen1 sie ist das gemeinsame ,erzeugnis aus der ,einwirkung des ,gegenstandes auf das ,sinnesorgan und der ,thtigkeit des ,organs2 sie zeigt daher nichts bleibendes und an sich seiendes1 sondern nur eine ,einzelerscheinung1 so wie diese in dem gegebenen ,falle und fr diese bestimmte ,wahrnehmung sich darstellt4#eag ,schlechte ,zeugen sind der ,menschen ,augen und ,ohren1 wenn sie unverstndige ,seelen haben4#eah ,gerade dieses ,zeugnis aber ist es1 dem die ,menge allein folgt4 ,daher finden wir bei ihm hnlich geringschtzige uerungen ber die groe ,masse der nicht denkenden ,menschen1 auch sogar ber frhere und gleichzeitige ,dichter und ,denker1 wie sie in hnlich aristokratischer ,geisteshaltung bei ,giordano ,bruno wiederkehren4 ,besonders verchtlich erscheint ihm die bloe ,vielwisserei4 ,polymathie noon u didaskei1 die bloe ,vielwisserei1 schafft keine ,weisheit4#eai ,er will sich begngen1 mit vieler ,arbeit weniges zu finden1 wie die ,goldgrber1 nicht leichthin ber das ,wichtigste urteilen1 nicht andere befragen1 sondern sich selbst oder vielmehr die ,gottheit4#ebj ,nur wer dem gttlichen ,gesetz1 der allgemeinen ,vernunft1 lauscht1 kann die ,wahrheit finden1 wer dagegen dem tuschenden ,schein der ,sinne und den unsicheren ,meinungen der ,menschen folgt1 dem bleibt sie ewig verborgen4 ,wie das ,erkennen der ,menschen1 so ihr ,handeln4 ,darum leben die meisten ,menschen dahin wie das ,vieh1 sie wlzen sich im ,schmutze und nhren sich von ,erde gleich dem ,gewrm1 werden geboren1 zeugen ,kinder und sterben1 ohne ein hheres ,lebensziel zu verfolgen4#eba ,die meisten ,menschen sind fr die ,wahrheit auch dann taub1 wenn man sie ihnen in die ,ohren schreit1 und wie ,hunde bellen sie alles und jedes an1 das sie nicht kennen4 ,besonders durch seine ,unglaublichkeit entschlpft das ,wahre zumeist dem ,erkanntwerden4#ebb ,der ,esel frit eben lieber ,spreu1 als ,gold4 ,der ,grundfehler der bisherigen ,philosophie hat nun nach ,heraclit darin bestanden1 da man in den ,dingen eine ,beharrlichkeit des ,seins suchte1 die ihnen fremd ist4 ,vielmehr gibt es nichts festes und bleibendes in der ,welt1 alles ist in unablssiger ,vernderung begriffen 7to pan rhei71 wie ein ,strom1 man kann nicht zweimal in denselben ,flu steigen4#ebc ,heraclit ist auch der ,urheber des zuerst von ,cusanus und ,bruno wieder so viel betonten ,prinzips der ,coincidenz der ,gegenstze1 das von ,hegel als logische ,einheit des ,widerspruchs mideutet wurde4 ,er selbst hat damit nur das antagonistische ,spiel der ,naturkrfte bezeichnen wollen1 in dem nicht das ,gleichgewicht1 sondern das bergewicht und die ,strung wesentlich sind und die stetige ,bewegung und das ,leben erhalten2 dagegen stand er den ,hegelschen ,begriffsverwirrungen fern1 und die ,darstellung seiner ,lehre durch den ,junghegelianer ,lassalle ist eine arge ,verdrehung4#ebd ,freilich finden wir bei ihm uerungen wie3 ,tag und ,nacht sind dasselbe 7d4 h4 es ist ,ein ,wesen1 welches bald licht1 bald dunkel ist72 ,heilsames und ,verderbliches1 ,oberes und ,unteres1 ,anfang und ,ende1 ,sterbliches und ,unsterbliches ist dasselbe4#ebe ,hunger und ,sttigung1 ,anstrengung und ,erholung gehren zusammen2 aus dem ,lebenden wird ,totes und aus dem ,toten ,lebendiges1 aus dem ,jungen ,altes und aus dem ,alten ,junges u4 s4 w41 nur in der ,bewegung beruht alles ,leben1 besteht berhaupt das ,dasein der ,dinge1 kein ,ding ist dieses oder jenes1 sondern es wird nur in der bestndigen ,bewegung des ,naturlebens4#ebf ,whrend ,parmenides dem ,begriff des ,werdens1 als einem vereinigten ,widerspruch von ,sein und ,nichtsein1 die ,realitt abspricht und ihn1 hnlich wie der moderne ,philosoph v4 ,kirchmann in das ,wissen verlegt1 behauptet also ,heraclit3 ,sein ist ,werden4 ,wenn nun alles in unaufhrlicher ,bewegung und ,vernderung begriffen ist1 so folgt1 da alles ,feuer ist4 ,offenbar will er1 da er sein tieferes philosophisches ,bewutsein noch nicht abstrakt ausdrcken kann1 seiner ,metaphysik damit nur eine sinnlich symbolische ,ausdrucksform leihen4#ebg ,diese ,welt1 sagt er1 hat weder der ,gtter noch der ,menschen einer gemacht1 sondern sie war immer und wird sein1 ein ewig lebendiges ,feuer1 nach ,maen sich entzndend und nach ,maen erlschend4#ebh ,offenbar verstand ,heraclit unter dem ,feuer nicht blo das sichtbare ,feuer1 sondern berhaupt das ,warme1 ,wrmestoff1 oder wie seine ,nachfolger sagten1 trockene ,dnste1 ja geradezu ,hauch1 die psych1 also etwa den ther4 ,nichts aber wre verkehrter1 als es mit ,lassalle in eine metaphysische ,abstraktion aufzulsen1 wie die prozessierende ,einheit des ,sein und ,nichtsein4#ebi ,aus dem ,urfeuer1 dem an sich gestaltlosen ther1 lt er alle ,einzelsubjekte durch ,streit 7eris7 7auch polemos7 hervorgehen1 welcher der ,vater aller ,dinge ist4#ecj ,die ,welt ist die zerteilte ,gottheit1 das en diapheromenon hauto haut2 aber indem sie sich in sich selbst unterscheidet1 geht sie auch wieder mit sich zusammen1 zu einer ,harmonie1 die wie die des ,bogens und der ,leyer auf entgegengesetzter ,spannung beruht4#eca ,in ihr vollzieht sich ein stetiger ,doppelproze der relativen ,materialisierung des ,feuergeistes und der ,wiedervergeistung der ,erde und des ,wassers4 ,denn auch ,erde und ,wasser1 d4 h4 der feste und flssige ,aggregatzustand1 sind nur ,erscheinungsformen des ,einen1 des ,feuers2 dieses geht in sie ber in der hodos kat1 dem ,wege nach der ,tiefe2 es kehrt aber auch ,erde und ,wasser ins ,feuer zurck1 in der hodos an1 dem ,weg nach oben4 ,des ,feuers ,tod ist1 ,wasser zu werden1 des ,wassers1 ,erde zu werden1 aus ,erde aber wird wieder ,wasser und aus ,wasser ,feuer 7oder ,seele74 ,alles wird umgesetzt gegen ,feuer und ,feuer gegen alles1 wie ,waaren gegen ,gold und ,gold gegen ,waaren4#ecb ,alles ,leben bewegt sich also im ,kreise2 nachdem es seine elementarische ,beschaffenheit im festen ,aggregatzustand am weitesten von der ,urform entfernt hat1 kehrt es durch die frheren ,zwischenstufen schlielich doch zum ,anfang zurck4 ,somit strebt auch die aus dem ,streit entstandene ,vielheit der ,dinge immer wieder zur anfnglichen ,einheit zurck2 und dies ,streben wird von den ,dingen empfunden als ,zustand der begehrenden ,bedrftigkeit1 die wiedergewonnene ,einheit aber als ,sttigung1 ,eintracht und ,friede4#ecc ,der ewige ,kampf und die ewige ,vershnung im steten ,strome des ,stoffwechsels1 im ,flu des ,geschehens1 wird aber von strenger ,gesetzmigkeit beherrscht1 die er mit dem ,namen der ,harmonie1 der ,dike 7,gerechtigkeit71 des ,schicksals1 der weltregierenden ,weisheit bezeichnet4 ,er nennt sie auch ,zeus oder die ,gottheit1 unterscheidet aber diese weltbeherrschende ,kraft1 der er auch kein besonderes ,bewutsein zuschreibt1 nicht von der ,welt als ,ganzem4 ,seine ,weltanschauung lt sich daher1 zumal ihm aller ,stoff beseelt ist1 als hylozoistischer ,monismus oder ,pantheismus bezeichnen4#ecd ,interessante ,anticipationen bieten seine kosmischen ,ansichten4 ,die ,sonne ist1 sagt er1 eine brennende ,dunstmasse1 deren ,feuer durch die aufsteigenden ,dnste genhrt wird2 es findet ein stetiger ,zu- und ,abflu an ihrem ,krper statt4 ,man wird versucht1 dabei an ,robert ,mayers ,theorie vom ,wiederersatz der ,sonnenwrme durch ,meteormassen zu denken4#ece ,die ,welt als ,ganzes ist zwar ohne ,anfang und ,ende2 allein die einzelnen ,weltsysteme haben ihren ,anfang und ihr ,ende1 aus ,feuer entstanden gehen sie in ,feuer wieder unter1 und zwar1 da alles in der ,welt sein festes ,ma1 auch ,zeitma1 hat1 nach ,ablauf gewisser ,perioden4 ,eine solche ,periode nennt ,heraclit ein groes ,jahr1 das er zu #ahjjj ,sonnenjahren angenommen haben soll4#ecf ,man sollte nun glauben1 da ein ,monist1 wie ,heraclit1 die ,selbstndigkeit und ,substantialitt der ,menschenseele konsequent habe leugnen mssen4 ,aber dem ist nicht so4 ,sein ,pantheismus schliet den ,individualismus1 wenigstens als relativen1 nicht aus1 sondern ein4 ,der ,leib an sich ist starr und leblos1 erst durch die ,seele wird er bewegt2 die ,seele aber ist ein unendlicher ,teil des menschlichen ,wesens1 in ihr hat sich das gttliche ,feuer in relativ reinster ,form erhalten4 ,je trockener dieses ,feuer ist1 um so weiser und besser ist die ,seele#ecg1 durch ,feuchtigkeit wird dagegen das ,seelenfeuer verunreinigt und geht die ,vernunft verloren1 wie die ,erscheinungen des ,rausches1 der angefeuchteten ,seele beweisen4 ,wie brigens jedes ,ding in unablssiger ,umwandlung begriffen ist1 so auch die ,seele1 auch sie mu sich vom ,feuer auer ihr nhren1 das sie durch die ,sinnesorgane empfngt4 ,dieses beweist der ,schlaf1 der das ,licht des ,bewutseins verdunkelt4 ,und dennoch bewahrt die ,seele ihre ,identitt im ,tode4 ,die ,menschen1 sagt er1 sind sterbliche ,gtter1 die ,gtter unsterbliche ,menschen2 unser ,leben der ,tod der ,gtter1 unser ,tod ihr ,leben2 denn solange der ,mensch lebt1 ist der gttliche ,teil seines ,wesens mit den niederen ,stoffen verbunden1 von denen er im ,tode wieder frei wird2 die ,seelen durchwandern ebenfalls den ,weg nach unten und den ,weg nach oben1 sie treten in ,leiber ein1 weil sie der ,vernderung bedrftig sind1 und ebenso verlassen sie die ,leiber wieder4#ech ,des ,menschen wartet nach seinem ,tode1 was er nicht zu hoffen noch zu glauben wagt4#eci ,die besseren ,menschen kehren nach dem ,tode als ,dmonen in ein reineres ,leben zurck1 die gewhnlichen aber sinken weiter zum ,hades herab4#edj brigens ist alles voll von ,seelen und ,dmonen4#eda ,wenn wir leben1 sind unsere ,seelen tot und in unseren ,leibern begraben2 erst wenn wir sterben1 erwachen sie zum vollen ,bewutsein und ,leben4#edb ,der ,dmon des ,menschen ist sein ,gemt4 ,von diesem hngt es allein ab1 glcklich zu leben und sich in die ,weltordnung zu finden4#edc ,die ,meinung1 da die ,gottheit nach ,belieben ,glck oder ,unglck verhnge1 vertrug sich nicht mit ,heraclits ,einsicht in die ,gesetzmigkeit des ,naturlaufs4 ,wohl aber glaubte er an die ,mglichkeit der ,weissagung und erkannte z4 ,b4 in den ,sprchen der ,sibylle eine hhere ,eingebung4#edd ,in politischer ,hinsicht war ,heraclit ein ,freund der ,freiheit1 und eben darum ein schroffer ,gegner der ,demokratie1 die auch den ,besten nicht zu gehorchen und keine hervorragende ,gre zu ertragen wei4#ede ,er legte seine ,bcher ber die ,natur als ein frommes ,opfer im ,tempel der groen ,diana zu ,ephesus nieder4#edf ,creuzer1 ,symbolik und ,mythologie ,,ii4 #aif1 hat zuerst die ,vermutung ausgesprochen1 da ,heraclit ein ,schler der ,zoroastrischen ,lehre gewesen4 ,was ihm der ,orient und ,egypten in der ,religion seines ,vaterlandes dargeboten1 was er aus eigenem dort erleichterten ,verkehr mit dem ,morgenlande geschpft hatte1 durchdrang er mit griechischem1 scharfen ,geiste1 begrndete er durch eigenes tiefes ,denken1 brachte es in systematischen ,zusammenhang1 und machte es fruchtbar fr sein ,volk4 ,aus sich hat er also vieles genommen2 aber da er alles aus sich genommen1 da er im strengsten ,sinne ,erfinder seiner ,lehre sei1 ist nicht zu glauben4 ,heraclit geht sichtbar von der ,priesterlehre und von ,symbolen der ,lichtreligionen aus4 ,auch bei ,zoroaster ist die ,feindschaft1 der ,streit1 der ,grund der endlichen ,dinge4 ,bedeutet doch des ,bogens ,namen 7bios7 ,leben1 sein ,geschft aber ist der ,tod4#edg ,da diese ,stze in die ,ephesische ,priesterdogmatik aufgenommen waren1 wre schon aus dem nachgewiesenen ,zusammenhange der ,artemisischen ,religion mit dem ,feuerdienste ,oberasiens wahrscheinlich4 ,die ganze ,feuerlehre des ,ephesers ist in ,prinzip und ,folgerungen ,magismus1 besonders sein ,satz von der ,geburt der ,gtter aus dem ,feuer4#edh ,freilich auch bei den ,egyptern finden wir ,phtha1 das ,urfeuer1 und selbst die ,sonnentheorie des ,heraclit4 ,aus den ,lichttheorien des ,orients hatte er den ,inhalt seiner ,lehren genommen1 von dort nahm er auch seine ,bilder4 ,ob nun dieser ,heraclitus einen ,zoroaster geschrieben1 wie sptere ,zeugen wollen1 oder nicht1 ist gleichgltig4 ,es ist genug1 da er ,zoroastrisch philosophiert hat1 da er gelehrt hat1 wie der alte groe ,lichtlehrer ,zerethoschtro1 der ,stern des ,goldes4 ,der ,beiname des ,dunklen1 weil er nicht redet1 nicht verbirgt1 sondern andeutet1 findet sich zuerst in der pseudo-aristotelischen ,schrift de mundo 7c4 #e74 ,sokrates soll gesagt haben1 es bedrfe zum ,verstndnis seiner ,schreibweise eines delischen 7tchtigen7 ,tauchers4 ,knnte man ihn aber mit ,hinsicht auf den ,inhalt seiner ,lehre1 einer ,licht- und ,feuer-,religion1 nicht vielmehr auch den lichten nennen8 ,auch dadurch wrde sich fr ihn die ,coincidenz des ,gegensatzes besttigen4 ,zweites ,kapitel4 ,pythagoras und die ,alt-,pythagorer4 ,pythagoras gehrte einer etwas frheren ,zeit an1 als ,heraclit4 ,er steht als ,dorer schon dem ,stamme nach in einem gewissen ,gegensatz zu den ,jonischen ,philosophen4 ,leider ist die ,geschichte seines ,lebens in ein solches mystisches ,dunkel gehllt1 da in unseren ,tagen1 wo ja die historische ,skepsis auf die denkbar feinste ,spitze getrieben worden ist1 einzelne ,forscher sogar seine ,existenz bezweifelt und die ,mglichkeit bejaht haben1 da er ein bloer ,kollektivname1 eine ,personifikation der ganzen orientalischen und nordischen ,weisheit sei4#edi ,wir sind weit entfernt1 diese1 ja auch auf vielen anderen ,gebieten und besonders durch ,david ,strau an der ,geschichte ,jesu bis zur ,selbstironie bertriebene ,skepsis1 welche zum groen ,teil der aprioristischen negativen ,voreingenommenheit des ,materialismus gegen mystische ,berichte entspringt1 unbedingt zu teilen1 mssen aber zugeben1 da die zweifellos historische ,persnlichkeit dieses dorischen ,denkers dermaen von ,mythen umrankt ist1 da es schwer fllt1 einen thatschlichen ,kern aus dem ,sagengewirr herauszuschlen4 ,fest steht1 da er ein ,sohn des ,mnesarchus war und zu ,samos1 etwa um #ehb v4 ,chr4 geboren ist1 von wo aus er erst in spteren ,jahren1 vielleicht #ebi v4 ,chr4 nach ,kroton in ,unteritalien bersiedelte und hier einen politisch-ethisch-religisen ,geheimbund stiftete4 ,im brigen wchst die ,reichhaltigkeit der ,mitteilungen ber ihn nahezu im quadratischen ,verhltnisse der zeitlichen ,entfernung und somit im umgekehrten der ,zuverlssigkeit4 ,am meisten wissen die fast ein ,jahrtausend spter lebenden sog4 ,neupythagorer und ,neuplatoniker von ihm zu erzhlen1 unter denen ,jamblichus und ,porphyrius sogar eine ausfhrliche ,lebensbeschreibung des ,pythagoras liefern4 ,von dem ihm zeitlich am nchsten stehenden ,heraclit ist uns eine uerung ber ,pythagoras erhalten#eej1 die eben keine wohlwollende ,beurteilung einschliet4 ,er sagt3 ,pythagoras1 der ,sohn des ,mnesarchus1 hat ,forschung gebt von allen ,menschen zumeist1 und eklektisch sich seine eigene ,wahrheit gebildet1 eine ,vielwisserei und gelehrte ,kunst4 ,nicht unwahrscheinlich ist es daher1 da er1 wie dies ja wibegierige ,hellenen1 z4 ,b4 ,solon und ,herodot vielfach thaten1 auch groe ,reisen gemacht und insbesondere sich auch in ,egypten aufgehalten hat1 um sich in die dortige ,priesterweisheit einfhren zu lassen4 ,dadurch wrde sich sein mit dem1 was als logische ,grundlage seiner ,philosophie berichtet wird1 nur unorganisch verknpfter ,glaube an die ,seelenwanderung erklren4 ,jedenfalls aber sind seine ,reisen von den ,spteren1 deren einige ihn sogar bis nach ,indien zu den ,brahmanen fhren#eea1 sehr bertrieben1 und ,zeller bemerkt wohl mit ,recht1 da nicht die bestimmte ,kenntnis von seinem ,verkehr mit auswrtigen ,vlkern zu der ,annahme ber den ,ursprung seiner ,lehre1 sondern vielmehr umgekehrt die ,voraussetzung von dem auswrtigen ,ursprung seiner ,lehre zu den ,erzhlungen ber seinen ,verkehr mit ,barbaren den ,ansto gegeben haben wird4 ,einige bringen ihn sogar mit dem mythischen ,knig der im ,norden ,griechenlands wohnenden ,geten ,zamolxis in ,verbindung4#eeb ,jedenfalls hat er keine ,schriften hinterlassen1 und die ,behauptung des ,jamblichus1 es seien wohl ,schriften vorhanden gewesen1 aber bis auf ,philolaos streng als ,geheimnis der ,schule bewahrt worden1 verdient wenig ,glauben4#eec ,fr den von ihm gestifteten ,geheimbund wurde dessen politische 7aristokratische7 ,richtung verhngnisvoll4 ,derselbe wurde durch eine blutige demokratische ,revolution1 den ,aufstand der sog4 ,kyloner vernichtet2 bei einer ,beratung im ,hause des ,milo zu ,metapont sollen seine smtlichen ,anhnger mit ,ausnahme der ,tarentiner ,archippus und ,lysis umgekommen sein1 da die ,gegner das ,haus umstellten und anzndeten4 ,unwahrscheinlich ist der ,bericht1 da ,pythagoras selbst bei dieser ,veranlassung geendet habe1 da diese sog4 ,kylonischen ,unruhen mindestens #ajj ,jahre nach seiner ,geburt datiert werden mssen4 ,zuverlssige ,mitteilungen ber seine ,lehre bieten uns nur ,plato und ,aristoteles4 ,darnach scheint dieselbe rationelle und mystische ,elemente in wunderlichstem ,grade verquickt zu haben4 ,einerseits mssen wir annehmen1 da die ,mathematik und zwar die ,geometrie in erster ,linie ihm nicht unbedeutende ,fortschritte verdankt4 ,bekannt ist ja die ,erzhlung1 da er den wichtigen nach ihm benannten ,satz von der ,flchengleichheit des ,hypotenusenquadrats und der ,kathetenquadrate entdeckt und zum ,dank dafr den ,gttern eine ,stierhekatombe geopfert hat1 woher das bon mot1 da seitdem alle ,ochsen zittern1 so oft eine neue ,wahrheit entdeckt wird4 ,auch werden die einfachsten ,zahlenbestimmungen der musikalischen ,harmonie auf ihn zurckgefhrt4 ,die ,beobachtung der letzteren hat vermutlich den ,ausgangspunkt seiner ,grundlehre gebildet4 ,weil die ,pythagorer zwischen den ,zahlen und den ,dingen manche hnlichkeit entdeckten1 sagt ,aristoteles#eed1 so hielten sie die ,elemente der ,zahlen fr die ,elemente der ,dinge selbst2 sie sahen in der ,zahl sowohl den ,stoff als die ,eigenschaften der ,dinge4 ,das ,rationelle an dieser ,einsicht beschrnkt sich auf die ,erheblichkeit der quantitativen ,beziehungen in der ,konstitution der ,dinge und in der ,beschaffenheit der ,phnomene1 die ja in der ,that eine ,grundlage des ,verstndnisses alles ,daseins ist4 ,alles weitere ist nur aus der im ,anfange der menschlichen ,denkarbeit1 wie es scheint1 ganz unvermeidlich gewesenen und auch fr uns ,modernen immer noch eine bedenkliche ,klippe des ,verstandes bildenden ,hypostasierung oder ,verdinglichung abstrakter ,begriffe zu erklren4 ,in der ,ausfhrung dieser ,zahlenphilosophie treffen wir nur auf zahlenmystische ,spielereien und ,deuteleien4 ,so ist die sog4 ,tetraktys1 die ,zahlengruppe #a1 #b1 #c1 #d1 deren ,summe #aj giebt1 ,gegenstand besonderer ,heilighaltung gewesen1 da sie die ,grundzahl der ,menschenseele bilde4 ,diese spielerische ,symbolik wurde besonders auf die moralischen ,erscheinungen bertragen2 so sollen sie die ,gerechtigkeit bald auf die ,zahl #c1 bald auf die #d1 bald auf die #e1 bald auf die #i zurckgefhrt haben4 ,weil alle ,zahlen sich in ungerade und gerade teilen1 so fand man darin einen weiteren grundlegenden ,wesensunterschied1 indem man das ,ungerade dem ,begrenzten1 das ,gerade dem ,unbegrenzten gleichsetzte4 ,das ,begrenzte ist das ,bessere und ,vollkommene1 das ,unbegrenzte und ,gerade das ,unvollkommene4 ,in #aj ,gegengrundstzen stellten sie die erste1 hchst willkrliche ,tafel sogenannter ,kategorien auf3 #a4 ,grenze und ,unbegrenztes4 #b4 ,ungerades und ,gerades4 #c4 ,eins und ,vielheit4 #d4 ,rechtes und ,linkes4 #e4 ,mnnliches und ,weibliches4 #f4 ,ruhendes und ,bewegtes4 #g4 ,gerades und ,krummes4 #h4 ,licht und ,finsternis4 #i4 ,gutes und ,bses4 #aj4 ,quadrat und ,rechteck4 ber die ,theologie der alten ,pythagorer lt sich nichts ,sicheres feststellen4 ,so unleugbar die ,pythagorer an ,gtter geglaubt haben1 und so wahrscheinlich es ist1 da auch sie der monotheistischen ,richtung1 welche seit ,xenophanes in der griechischen ,philosophie so bedeutenden ,einflu gewann1 soweit gefolgt sind1 um aus der ,vielheit der ,gtter die ,einheit 7ho theos1 to theion7 strker1 als die gewhnliche ,volksreligion1 herauszuheben1 so gering scheint doch die ,bedeutung der ,gottesidee fr ihr philosophisches ,system gewesen zu sein1 und in die ,untersuchung ber die letzten ,grnde scheinen sie dieselbe nicht tiefer verflochten zu haben4#eee ,auch die kosmologischen ,einsichten des ,pythagoras bezw4 der ltesten ,pythagorer werden vielfach mit ,rcksicht auf sptere ,unterschiebungen und infolge allzu gnstiger ,deutung der wenigen unklaren berlieferungen stark berschtzt4 ,das ,weltgebude selbst dachten sich die ,pythagorer als eine ,kugel4 ,im ,mittelpunkt derselben nahmen sie ein ,centralfeuer an4 ,um dieses sollen zehn himmlische ,krper sich von ,west nach ,ost bewegen1 zunchst die #e ,planeten ,merkur1 ,venus1 ,mars1 ,saturn und ,jupiter1 dann die ,sonne1 der ,mond und die ,erde4 ,als zehnten ,himmelskrper1 wohl nur1 um die heilige ,zehnzahl voll zu machen1 setzten sie dann eine sog4 ,gegenerde1 antichthon2 der uerste ,umkreis aber wird durch eine feurige ,region1 das ,empyreum1 gebildet4#eef ,das ganze ,system erhlt sein ,licht und seine ,wrme mittelbar vom ,centralfeuer und unmittelbar von der ,sonne4 ,wenn einzelne ,historiker der ,astronomie in der sog4 ,gegenerde die andere ,halbkugel der ,erde sehen wollen und dem ,pythagoras schon die nachweisbar erst von ,heraclides ,ponticus1 ,ekphant1 ,plato und ,hicetas behauptete ,axendrehung der ,erde als bekannt zuschreiben1 so ist das1 wie gesagt1 eine zu gnstige ,auslegung4 ,nur die ,kugelform der ,erde ist den alten ,pythagorern bekannt gewesen4 ,mit dieser ,anschauung vom ,bau der ,welt verband sich nun die berhmte ,lehre von der ,harmonie der ,sphren4 ,jedes der ,gestirne bringt durch seinen ,umschwung um das im ,mittelpunkt stehende ,centralfeuer einen eigenartigen ,ton hervor1 da jeder schnell bewegte ,krper einen ,ton erzeugt4 ,diese ,tne der ,planeten setzen sich zu einer ,harmonie zusammen2 da wir von dieser ,sphrenharmonie1 die man sich durch eine ,anzahl verschieden abgestimmter ,brummkreisel veranschaulichen knnte1 nichts hren1 erklrte man durch die ,bemerkung1 es gehe uns damit wie den ,bewohnern einer ,mhle2 da wir das gleiche ,gerusch von ,geburt an unausgesetzt vernehmen1 so kmen wir nie in den ,fall1 sein ,dasein am ,gegensatz der ,stille zu bemerken4 ,was die ,psychologie des ,pythagoras betrifft1 so ist unstreitig zunchst seine ,lehre von der ,seelenwanderung1 die man unrichtig gewhnlich als ,metempsychose1 also wrtlich bersetzt ,umbeseelung bezeichnet1 whrend man richtiger von einer ,metensomatose1 d4 h4 ,umkrperung reden sollte4 ,pythagoras wurde dieser ,lehre wegen schon von ,xenophanes verspottet#eeg2 und in der ,that scheint die ,seelenwanderungslehre der alten ,pythagorer sich von der krassesten ,form dieses ,aberglaubens1 der sogar eine ,wanderung der ,menschenseele in ,tier- und ,pflanzenleiber fr mglich hielt1 nicht sehr weit entfernt zu haben4 ,andererseits berichtet auch ,aristoteles in seiner ,psychologie1 einige von den ,pythagorern htten die ,seelen in den ,sonnenstubchen oder auch in dem1 was diese bewege1 gesucht4#eeh ,gleichzeitig wurde auch der ,glaube an unterirdische ,wohnsitze der ,abgeschiedenen festgehalten1 und nach ,aelian ,v4 ,h4 ,,iv4 #ag soll ,pythagoras sogar die ,erdbeben von ,wanderungen 7synodoi7 der ,toten hergeleitet haben4 ,vielleicht lt sich der ,seelenwanderungsglauben und der an einen ,aufenthalt im ,hades so zusammenreimen1 wie dies spter bei ,plato und ,vergil geschieht1 da nmlich ein ,teil der ,seelen vor dem ,wiedereintritt in einen ,krper sich durch ,strafen und ,qualen im ,hades1 der dann also als ,fegefeuer dient1 lutern mu4 ,ob die ,pythagorrer sich die ,verbindung der ,seele mit ihrem ,leibe durch ,wahl1 wie spter ,plato1 oder durch natrliche ,verwandtschaft oder durch den ,willen der ,gottheit bestimmt dachten1 ist nicht klar zu stellen4 ,wahrscheinlich war ihre ,lehre in dieser ,richtung noch nicht fest ausgebildet4 ,ebenso wenig wissen wir1 ob und wieso sie ihre ,seelenwanderungslehre mit der ,grundlehre des ,systems1 wofern man ihnen berhaupt ein ,system zuschreiben darf1 von den ,zahlen in ,verbindung gebracht haben4 ,wenn nmlich einerseits berichtet wird1 ,pythagoras habe die ,seele als ,harmonie des ,krpers aufgefat1 so knnte man daraus auf eine die ,unvergnglichkeit der ,seele leugnende materialistische ,psychologie schlieen4 ,denn sofern die ,harmonie das ,produkt einer ,zusammensetzung ist1 mu sie ja zweifellos mit der ,auflsung des ,zusammenhangs untergehen4 ,andererseits ist aber doch der ,pythagorische ,unsterblichkeitsglaube zu gut beglaubigt4 ,da sie die ,zahl hypostasierten1 wird man bei ihnen vielleicht den ,keim jener spteren neuplatonischen ,definition der ,seele als einer idealen oder sich selbst bewegenden ,zahl voraussetzen drfen1 die eine groe ,rolle bei ,plotin und spter noch bei ,bruno spielt4#eei ,dem modernen ,kritizismus freilich1 dem die ,zahl ein subjektiver ,beziehungsbegriff ist1 mu eine solche ,verdinglichung derselben ganz unverstndlich erscheinen4 ,allein die ,hypostasierung der ,gedankenbewegung ist ja eben das eigentliche ,element aller ,spekulationsdichtung4 ,endlich haben nach ,angabe des ,aristotelikers ,eudemos#efj die ,pythagorer schon jene eigentmliche ,lehre von einer ,wiederbringung aller ,dinge und ,ereignisse aufgestellt1 die dann mit besonderer ,vorliebe von einigen ,stoikern und ,neuplatonikern kultiviert worden ist und die in unserem ,jahrhundert eine der ,beachtung meistens infolge der abstrakten ,fassung entgangene merkwrdige ,neubegrndung durch einen deutschen ,philosophen erhalten hat1 bei dem man eine solche mystische ,konzeption am allerwenigsten vermuten mchte1 nmlich durch den ,realisten v4 ,kirchmann4 ,vergl4 dessen ,schrift3 ,die ,unsterblichkeit1 ,berlin #ahfe4 ,,iv1 #c4 ,die ,wiederkehr des ,wissens4 ,s4 #acj3 ,wenn irgend ein ,wirksames fortschreitend das ,wissen in dem ,sein erweckt1 so ist es sehr wohl mglich1 da solcher ,ursachen nicht blo eine besteht1 sondern da mehrere in gewissen ,abstnden einander folgen4 ,die ,wirkung wrde dann die sein1 da das ,sein des ,menschen nach seinem ,tode nicht fr alle ,ewigkeit zur ,bewutlosigkeit verdammt bliebe1 sondern da mit dem ,eintritt eines zweiten ,lichtstreifens1 welcher in gleicher ,weise fortschritte1 das ,sein des ,menschen wieder mit dem ,bewutsein sich verbinden wrde4 ,wre dieser zweite ,lichtstreifen dem ersten durchaus gleich1 so wrde das bewute ,leben des ,menschen ganz in derselben ,weise sich dann wiederholen1 wie er es bereits das erste ,mal durchlebt hat2 dieselbe ,jugend1 dasselbe ,alter1 dieselben ,handlungen1 dieselben ,freuden und ,leiden wrden noch einmal von ihm wiederholt werden4 ,dies zweite ,leben wre nur eine genaue ,wiederholung des ersten4 -- ,eine wenig verlockende ,aussicht6 ,man sieht1 es kann nichts so ,wunderliches erdacht werden1 was nicht irgend ein ,philosoph auch einmal alles ,ernstes fr erwiesen oder wenigstens probabel erkennte6 ,die ausfhrlichste ,darstellung dieser ,idee giebt ,synesios1 die ,aegypter oder die ,vorsehung4 ,vergl4 auch ,bruno1 de ,triplici minimo1 c4 l4 v4 #agj-agd4 ,die gyptische1 pythagorische ,seelenwanderungslehre1 die wir als ,metensomatose 7,umkrperung7 bezeichnet haben1 mute bei den gebildeten ,griechen schon frh ,ansto erregen4 ,man versuchte ihr daher allmhlich eine blo allegorische ,deutung zu geben1 unter ,anspielung auf die homerische ,wendung von der ,zauberin ,kirke1 welche ,menschen in ,tierleiber verwandelte4 ,so erzhlt ,xenophon in seinen ,memorabilien des ,sokrates #c1 #g1 da letzterer oft scherzend geuert habe1 er glaube ,kirke habe dadurch ,leute zu ,schweinen gemacht1 da sie ihnen vieles vorgesetzt habe1 ,odysseus aber sei darum nicht zum ,schweine geworden1 weil er auf die ,warnung des ,hermes und aus eigener ,enthaltsamkeit sich vor dem bermigen ,genusse der ,speisen gehtet habe4 ,plato entwickelte hieraus die feinere und mehr pantheistisch zu denkende ,lehre von der ,palingenesie1 deren ,unterschied von der groben ,umkrperung darin besteht1 da sie nur annimmt1 da die allgemeine oder die ,weltseele in allen wechselnden ,erscheinungen der ,krperwelt wirksam bleibe4#efa ,als der erste ,pythagorer1 der die ,lehre seines ,meisters in einer ,schrift dargestellt hat1 gilt ,philolaos1 ein ,zeitgenosse des ,sokrates4 ,die von dieser ,schrift berlieferten ,fragmente1 denen aber fremdartige ,elemente beigemischt zu sein scheinen1 hat ,boeckh zusammengestellt4 7,philolaos des ,pythagorers ,lehren nebst den ,bruchstcken seines ,werkes4 ,berlin #ahai47 ,ein anderer ,jnger des ,pythagoras1 der ,arzt und ,anatom ,alkmon1 ein ,krotoniate1 wird von ,aristoteles und ,theophrast erwhnt und soll zuerst den ,sitz der ,seele in's ,gehirn verlegt haben1 zu dem alle ,empfindungen von den ,sinnesorganen aus durch ,kanle hingeleitet wrden4 ,der schon erwhnte ,lysis1 der sich beim ,brande des ,milonischen ,hauses rettete1 begab sich nach ,theben und wurde dort der ,lehrer des ,epaminondas4 ,vielleicht war dieser ,lysis ,verfasser der sog4 goldenen ,sprche des ,pythagoras4 ,auerdem werden als ltere ,pythagorer noch genannt der ,tarentiner ,eurytus1 der ,architekt ,hippodamus aus ,milet1 ein ,zeitgenosse des ,sokrates und ,epicharmus von ,kos1 endlich jener ,tarentiner ,archytas1 dessen mathematisch-physikalische ,kenntnisse und ,tod auf dem ,meere ,horaz in der ,ode #ah1 ,buch ,i1 mit den ,versen verewigt hat3 ,te maris et terrae numeroque carentis arenae ,mensorem cohibent1 ,archyta1 ,pulveris exigui prope litus parva ,matinum ,munera1 nec quicquam tibi prodest ,arias temptasse domos animoque rotundum ,percurrisse polum morituro4 99 99 99 99 99 ,die ,pythagorer sollen sich durch besondere ,migkeit im ,genu von ,nahrungsmitteln und einfache ,kleidung ausgezeichnet haben4 ,ob sie1 wie spter behauptet worden ist1 ganz vegetarisch lebten und sexuelle ,enthaltsamkeit forderten1 ist zweifelhaft4#efb ,wenigstens ,gellius1 ,noctes ,atticae ,,iv1 #aa schreibt3 ,es ist eine alte1 aber falsche ,ansicht1 der ,philosoph ,pythagoras habe keine ,fleischspeisen genossen und sich auch jener ,bohne enthalten1 welche die ,griechen cyamus nennen 7sog4 groe oder ,saubohne1 ein besonders bei den ,westfalen mit ,schinken oder ,speck beliebtes ,gemse74 ,in dieser unrichtigen ,meinung hat ,cicero im ersten ,buch von dem ,ahnungsvermgen folgendes geschrieben3 ,plato schreibt daher vor1 da man sich in solcher ,leibesverfassung schlafen legen solle1 da alles1 was die ,seele in ,irrtum und ,unruhe bringen knne1 vermieden sei4 ,und deshalb soll auch den ,pythagorern verboten sein1 ,bohnen zu essen1 da diese leicht starke ,blhungen erzeugen1 was fr ,leute1 die nach geistiger ,ruhe trachten1 widerwrtig sein mu4 ,so zwar ,cicero4 ,aber ,aristoxenos1 ein in der alten ,litteraturgeschichte sehr gelehrter ,mann1 der ,hrer des ,philosophen ,aristoteles1 behauptet1 da ,pythagoras gerade keine andere ,hlsenfrucht fter gegessen habe1 als die ,bohne1 da dieselben langsam abfhrend und erleichternd wirkten4 ,die eigenen ,worte des ,aristoteles lauten3 ,pythagoras liebte unter den ,hlsenfrchten am meisten die ,bohne4 ,denn sie sei abfhrend und erleichternd4 ,deshalb a er sie am meisten4 ,derselbe ,aristoxenos berichtet auch1 da er gern ,schweinefleisch und ,lammfleisch gegessen4 ,er scheint dies von dem ,pythagorer ,xenophilus1 seinem ,freunde1 und einigen anderen ,zeitgenossen des ,pythagoras erfahren zu haben4 ,die ,ursache des ,irrtums hinsichtlich des ,bohnenverbots wird in einem ,gedichte des ,empedocles1 das die ,pythagorische ,lehre betrifft1 gefunden3 ,elende ,welt1 enthalte dich doch des ,genusses der ,bohne6 ,hier haben die meisten angenommen1 sei die ,hlsenfrucht der ,bohne gemeint4 ,die aber1 welche die ,verse des ,empedocles scharfsinniger auslegen1 wollen an dieser ,stelle unter ,bohnen die ,geschlechtsteile verstanden wissen1 welche von den ,pythagorern wegen der 7im ,griechischen7 aufflligen etymologischen ,verwandtschaft 7kyamoi1 quod sint aitioi tou kyein7 so genannt seien4 ,empedocles habe daher die ,menschen nicht vor dem ,genu der ,bohnen1 sondern vor der geschlechtlichen ,ausschweifung warnen wollen4 ,allgemein bekannt ist1 da ,pythagoras behauptet haben soll1 er sei in einem frheren ,leben ,euphorbus gewesen2 weniger1 was ,clearchus berichtet1 da er spter als ,pyrrhus1 dann als ,aethalides und zuletzt als ein schnes ,weib1 namens ,alco1 das sich der ,prostitution ergeben habe1 sich wieder verkrpert habe4 ,die zuletzt von ,gellius erwhnte ,fabel zeigt deutlich1 bis zu welchem ,grade in spteren ,zeiten die ,person des ,pythagoras zum ,gestell abgeschmacktester ,fabeleien mibraucht wurde1 gewi kein beneidenswertes posthumes ,schicksal fr einen ,philosophen4 ,vielleicht aber hat ,pythagoras selbst einige ,veranlassung zu den ber ihn berichteten ,mythen gegeben4 ,denn nach einer uerung des ,plutarch1 der ihn brigens sogar in ganz unhistorischer ,weise mit ,numa in ,verbindung bringt1 mchte man annehmen1 da er es nicht verschmht hat1 ungefhr wie die modernen ,theosophen1 seinen theoretischen ,lehren durch magische ,knste ,nachdruck zu verschaffen4 ,plutarch erzhlt1 da er einen ,adler abgerichtet und ihn durch gewisse ,worte mitten im ,fluge aufgehalten und zu sich herabgelockt habe1 -- wir htten in ihm also das historische ,vorbild des bekannten ,mannes mit ,speck unterm ,hut2 -- nach ,aelian ,,iv1 #ag htte schon ,aristoteles erzhlt1 da ,pythagoras einmal gleichzeitig in ,kroton und ,metapont gesehen worden sei 7also ,doppelgngerei oder sog4 ,majavi-,rupa nach ,art der berchtigten ,blavatzki-,mahatmas fin de sicle71 aus dem ,wasser eines ,brunnens soll er ein ,erdbeben drei ,tage vor seinem ,eintritt prophezeit haben2 mit der ,seele eines ,freundes soll er nach dessen ,tode in fortwhrendem ,verkehr gestanden und last not least eine goldene ,hfte gehabt haben und einmal von einem veritablen ,flugott angeredet worden sein4#efc ,der um das ,jahr #bgj vor ,christi ,geburt lebende ,epigrammendichter ,timon von ,phlius1 ein ,freund des ,knigs ,antigonus von ,makedonien widmete ihm daher folgende ,denkschrift3 ,pythagoras hascht nur nach dem eitlen ,ruhme des ,gauklers1 ,menschen wei er geschickt durch blendende ,reden zu fangen4 ,drittes ,kapitel4 ,die ,eleaten4 ,als ,eleaten bezeichnet man vornehmlich drei ,philosophen1 die smmtlich in ,elea1 einer ,stadt ,unteritaliens lebten und lehrten4 ,der ,gedankenkreis dieser ,mnner ist1 wie ,eugen ,dhring#efd mit ,recht bemerkt1 der subtilste1 dessen die gesammte griechische ,philosophie sich rhmen kann4 ,wir finden bei ihnen bereits erkenntniskritische und weltschematische ,probleme errtert1 wie sie die moderne ,philosophie erst mit ,kant ernstlich wieder aufgenommen hat4 ,im allgemeinen lt sich die ,eleatik als der erste unbeholfene ,versuch eines idealistischen ,monismus bezeichnen4 ,ihr einziges ,endziel bildet die ,erkenntnis des reinen ,sein1 welches der bestimmungslose ,grund alles ,werdens ist1 whrend das empirische ,sein1 das rumlich-zeitliche ,dasein nur ,erscheinung ist4 ,indem sie damit schlielich zu dem ,satze kommt3 ,nur das ,sein ist und das ,nichtsein1 das ,werden1 ist gar nicht1 bildet sie die dialektische ,antithese zu der geschilderten objektiv-realistischen ,weltanschauung des ,joniers ,heraclit4 ,durch ihre entschieden logische ,richtung blieb die ,eleatik mehr als der ,pythagorismus und ,platonismus vor occultistischen ,trbungen bewahrt4 ,in einer ,geschichte des ,occultismus in demjenigen ,sinne1 in welchem ,kiesewetter dieses ,werk auffate1 knnen sie daher keinen ,ehrenplatz beanspruchen4 ,wenn ich ihnen gleichwohl eine ,stelle in diesem ,bande einrume1 so geschieht dies nicht sowohl aus meiner persnlichen1 greren ,sympathie mit diesen wirklich rationellen ,denkern1 welche zugleich in wohlthuendem ,gegensatz zu den ,pythagorern von jeder ,wichtigthuerei mit ,geheimwissen und jeder ,geheimbndelei sich frei hielten1 als um darauf hinzuweisen1 da der griechische ,geist ursprnglich in der ,that krftig genug gewesen ist1 die grten ,probleme des philosophischen ,denkens wenigstens festzustellen1 soda wir nur bedauern mssen1 da sein vorzeitiges ,altern und die durch orientalische ,einflsse in ,verbindung mit der zersetzenden ,sophistik verursachte ,entartung die ,gedankenkeime der ,eleatik nicht zur ,entwickelung gelangen lie4 ,i4 ,xenophanes4 ,der ,begrnder der eleatischen ,schule ist ,xenophanes4 ,als seine ,vaterstadt wird ,kolophon genannt4 ,er wanderte frhzeitig in die phokische ,kolonie ,elea1 deren ,grndung er in einem aus #bjjj ,hexametern bestehenden ,gedicht besungen haben soll1 aus4 ,der grere ,teil seiner langjhrigen ,wirksamkeit ist in die zweite ,hlfte des #f4 ,jahrhunderts vor ,chr4 zu versetzen4 ,lucian giebt seine ,lebensdauer auf #ia ,jahre an4 ,seine philosophischen ,ansichten legte er in einem ,lehrgedicht ber die ,natur nieder1 von dem uns zerstreute ,fragmente erhalten sind4#efe ,xenophanes ist zwar von einer allen ,forschungswert und die ,wahrheitsliebe selbst vernichtenden ,skepsis weit entfernt2 allein er meint1 da die ,wahrheit nur allmhlich und mhsam entdeckt werden kann2 er glaubt1 da eine vollkommene ,sicherheit des ,wissens selbstverstndlich nur in philosophischen1 besonders metaphysischen ,dingen unmglich ist und will deshalb auch seine eigenen ,ansichten nur als wahrscheinlich bezeichnen4#eff ,nichts genaues hat jemals ein ,mensch gewut noch auch wird je ,wissen ein ,mensch ber ,gtter und bernatrliches ,wesen1 ,sollt' auch in vielerlei ,richtung er ,richtiges treffend behaupten1 ,wissen kann er es nicht4 ,zu meinen ist allen beschieden4 ,in diesem ,sinne behauptet er zunchst die ,einheit der ,welt und nennt das ,weltganze ,gott4 ,er ist der ,urheber des hen kai pan1 des ,eins und ,alles4 ,er scheint sich aber diese ,einheit der ,welt nicht in gewhnlicher pantheistischer 7unbewuter71 sondern in theistischer ,wesenheit gedacht zu haben2 denn der ,eine ,gott ist ihm ganz ,auge1 ganz ,ohr1 ganz ,sinn und ,bewutsein4#efg ,entschieden tritt sein reiner ,monotheismus der ,vielgtterei entgegen und besonders tadelt er1 fast wie ein ,apostel des ,christentums1 da die alten ,dichter den ,gttern so mancherlei ,unsittlichkeiten angedichtet haben4#efh ,die ,menschen scheinen sich ihre ,gtter nach ihrem eigenen ,bilde geschaffen zu haben4 ,jeder stellt sich die ,gtter so vor1 wie er selbst ist1 der ,neger schwarz und plattnasig1 der ,thracier blauugig und rothhaarig1 und wenn die ,pferde und ,ochsen malen knnten1 so wrden sie dieselben ohne ,zweifel als ,pferde und ,ochsen darstellen4 ,von seinen physikalischen ,ansichten wird mitgeteilt1 da er angenommen habe1 da die ,erde sich nach unten1 wie auch die ,luft nach oben hin unbegrenzt weit hin erstrecke2 wahrscheinlich hat er inde die ,kugelform der ,erde gelehrt4 ,das ,vorkommen versteinerter ,seetiere in den ,bergwerken von ,syrakus fhrte ihn zu der ,annahme1 da das ,meer das ,land bedeckt haben msse4 ,,ii4 ,parmenides4 ,parmenides war ein ,schler des ,xenophanes 7geboren etwa #eae v4 ,chr4 zu ,elea74 ,auch er legte seine philosophischen ,gedanken in poetischer ,form nieder1 indem er ein ,lehrgedicht ber die ,natur verfate4 ,dasselbe zerfiel in zwei ,hauptteile1 in die ,lehre vom ,sein 7der ,wahrheit7 und vom ,schein4 ,das ,nichts kann kein ,objekt des ,denkens sein4 ,folglich ist ,denken und ,sein identisch4 ,das ,seiende kann ferner nicht anfangen oder aufhren1 zu sein4 ,denn es kann doch aus dem ,nichtseienden nicht entstanden sein und also auch nicht in ,nichtsein bergehen4 ,es ist ferner unteilbar und unbeweglich1 und da es nicht unvollendet und mangelhaft sein kann1 mu es begrenzt sein4 ,obwohl nun ,parmenides fr seiend nur dieses ,eine unteilbare1 den ,raum ausfllende1 unbewegliche ,wesen erklrt1 geht er doch im zweiten ,teil seines ,gedichtes auf die nichtseiende ,erscheinungswelt ber1 um seine ,ansichten ber dieselbe darzustellen4 ,er betont dabei ausdrcklich1 da diese ,ansichten keine philosophische ,wahrheit im engsten ,sinne1 sondern nur die ,gestalt bieten1 in welcher in dem denkenden ,geiste die nicht seiende ,erscheinungswelt sich spiegelt4 ,seine kosmologische ,anschauung scheint sich von der pythagorischen nicht unterschieden zu haben4 ,doch werden uns neben diesen einige nicht uninteressante anthropologische ,bemerkungen berliefert4 ,so soll er sich die erste ,entstehung des ,menschen als eine ,entwickelung aus dem ,erdschlamm durch die ,sonnenwrme herbeigefhrt gedacht haben4 berhaupt aber scheint er1 insofern der ,vorlufer der ,naturphilosophie des ,telesius#efi1 alle ,erscheinungen der ,natur aus zwei unvernderlichen ,gegenstzen1 die ,aristoteles als ,warmes und ,kaltes1 als ,feuer und ,erde bezeichnet1 abgeleitet zu haben4 ,von diesen beiden1 bemerkt ,aristoteles weiter1 stellte er das ,warme mit dem ,seienden1 das ,kalte mit dem ,nichtseienden in ,parallele4 ,alle ,dinge sind ihm aus diesen ,gegenstzen gemischt2 je mehr ,feuer1 destomehr ,sein1 ,leben und ,bewutsein4 ,,iii4 ,zeno1 der ,eleat4 ,zeno1 der ,eleat1 wohl zu unterscheiden von dem etwa ein ,jahrhundert spter geborenen ,begrnder der stoischen ,schule ,zeno aus ,cittium1 ist durch seine bekannten logischen ,argumente zur indirekten ,beweisfhrung der eleatischen ,hauptlehre von der ,einheit des ,seins berhmt3 #a4 ,wenn vieles wre1 so mte dasselbe zugleich unendlich klein und unendlich gro sein1 jenes wegen der ,grelosigkeit der letzten ,teile1 dieses wegen der unendlichen ,vielheit derselben4 ,ferner mte ja das ,viele der ,zahl nach begrenzt und doch auch unbegrenzt sein4 #b4 ,die ,realitt des ,raumes leugnet ,zeno2 denn1 wenn alles ,seiende in einem ,raume wre1 so mte der ,raum auch wieder in einem ,raume sein1 und so fort ins ,unendliche4 #c4 ,die ,bewegung ist nichts ,wirkliches4 ,denn3 a7 ,die ,bewegung kann nicht beginnen1 weil der ,krper nicht an einen anderen ,ort gelangen kann1 ohne zuvor eine unbegrenzte ,zahl von ,zwischenorten durchlaufen zu haben4 b7 ,achilleus kann die ,schildkrte nicht einholen1 weil dieselbe1 so oft er an ihren bisherigen ,ort gelangt ist1 trotz ihrer langsameren ,bewegung auch diesen immer schon wieder verlassen hat4 c7 ,der fliegende ,pfeil ruht4 ,denn er ist in jedem ,moment nur an einem ,orte4 d7 ,der halbe ,zeitabschnitt ist gleich einem ganzen2 denn der nmliche ,punkt durchluft mit der nmlichen ,geschwindigkeit einen gleichen ,weg1 das eine ,mal in dem halben1 das andere ,mal in dem ganzen ,zeitabschnitt4#egj 99 99 99 99 99 ,wir knnen nur bedauern1 da uns die eleatische ,philosophie nur bruchstckweise1 besonders in den ,schriften des ,aristoteles1 der sich eingehend mit ihrer ,widerlegung beschftigt1 erhalten ist4 ,denn wir sehen1 da in ihr der menschliche ,geist zum ersten ,male mit echt philosophischer ,besonnenheit die hchsten ,probleme des rein logischen und erkenntniskritischen ,denkens1 die ,frage nach der ,einheit des ,seins1 dem ,wesen von ,raum und ,zeit1 dem ,verhltnis von ,wirklichkeit und ,erscheinung1 dem ,begriff der ,unendlichkeit sich wenigstens formuliert hat4 ,die deutliche ,formulierung der ,aufgabe ist aber der erste groe ,schritt zur ,lsung4 ,es kann nun hier nicht der ,ort sein1 auch noch zu untersuchen1 wie weit die ersten ,schritte zur ,lsung der ,aufgabe selbst von den ,eleaten in der ,richtung des selbst heute noch keineswegs erreichten ,endziels gefhrt haben2 selbstverstndlich knnen diese ersten ,schritte nur hchst unsicher und unbeholfen gewesen sein4 ,eine vortreffliche ,wrdigung der ,eleatischen ,gedanken bietet ,dhring in seiner ,geschichte der ,philosophie ,i1 ,s4 #cd-ej1 und ich hebe aus den ,bemerkungen dieses eminent kritischen ,philosophen nur folgende ,stze hervor3 ,der ,begriff des einheitlichen ,seins reprsentiert die hchste zusammenfassende ,kraft des ,denkens und die grte ,energie der spekulativen ,synthese4 -- ,die ,hauptschwierigkeit1 auf welche zuerst aufmerksam gemacht zu haben1 ein besonderes ,verdienst der ,eleaten ist1 liegt in der ,idee des ,unendlichen4 ,die zwingende ,kraft und die eigentliche ,schlssigkeit der ,eleatischen ,wendungen ist in der ,that in jener logischen ,notwendigkeit zu suchen1 die nicht gestattet1 das ,unendliche als vollendet1 die ,unzahl als gleichsam abgezhlt und abgeschlossen zu denken4 ,hier liegt die ,kraft und ,schrfe der ,eleatischen ,dialektik verborgen1 nicht aber in anderen untergeordneten ,umstnden und ,hilfsmitteln der ,darlegung4 ,es ist der falsche ,unendlichkeitsbegriff1 der sich berall und auch da1 wo er zunchst garnicht sichtbar ist1 als die wahre ,ursache der ,unvereinbarkeiten erweist4 ,er ist es1 der die ,idee der ,vernderung und ,vielheit verdchtig macht4 ,er verschuldet die ,unzerlegbarkeit der ,bewegung4 ,auf seine ,fassung wird in letzter ,instanz bei jeder ,wendung zurckgegriffen1 und der ,widersinn einer absolvierten ,unendlichkeit ist der logische ,obersatz und das leitende ,prinzip aller gegen die gemeine ,vorstellung gerichteten ,ansprche4 ,das nun1 was ,dhring in seinen philosophischen ,systemschriften als ,gesetz der bestimmten ,anzahl erwiesen hat und wodurch sich der bisher herrschende falsche ,unendlichkeitsbegriff ausgemerzt findet1 ist auch der ,schlssel1 zu den ,rtseln der ,eleaten1 berdies aber1 was mehr bedeutet1 der ,erffner eines richtigen logischen ,seins- und ,weltschematismus4 ,hierin liegt auch von dem kritischen ,standpunkte aus1 den der ,herausgeber zum ,occultismus einnimmt1 schlielich die ,berechtigung1 den ,eleaten einen ,platz innerhalb einer ,geschichte des ,occultismus einzurumen4 ,denn bei denjenigen feineren ,wendungen der occultistischen oder mystischen ,geistesrichtung1 die sich ber das wste ,ideendelirium der ,kabbalisten und hnlicher ,offenbarungen einer intellektuellen ,anschauung 7lucus a non lucendo7 zum ,versuche einer logischen ,rechtfertigung erheben1 ist es ja allemal der falsche ,unendlichkeitsbegriff1 der den ,ausgangspunkt oder richtiger ,eingangspunkt in ein ,labyrinth bildet1 aus dem kein ,ausweg mglich ist4 ,mit vollem ,rechte hat daher du ,prel selbst ,kant1 der auf die eleatischen ,fragen auch nur eine traum-idealistische ,antwort zu geben verstand1 als ,mystiker in ,anspruch nehmen knnen4#ega ,auch ist ja das ,sinnbild jener falschen ,unendlichkeit1 die sich selber in den ,schwanz beiende ,schlange1 das ,symbol der neubuddhistischen ,theosophie4 ,von der ernsten ,rechenschaft freilich1 welche sich die ,eleaten ber die angedeuteten ,probleme zu geben versuchten1 findet man bei diesen ,neu-,buddhisten europischer ,abstammung keine ,spur4 ,vielmehr dient ihnen der ,hinweis auf die blo phnomenale ,seite der ,wirklichkeit nur zur ,rechtfertigung jeglicher1 auch der wstesten traumhaften ,lebensauffassung4 ,die ,eleaten aber sind1 wie richtig ,dhring bemerkt1 ungeachtet ihrer noch nicht gengenden ,klrung ber den ,begriff des ,seins und seines ,verhltnisses zum ,denken1 doch weit entfernt gewesen1 die gegenstndliche ,existenz der ,dinge zu leugnen4 ,sie waren empirisch ,realisten und nur transcendentale ,idealisten4 ,vergl4 ,kant1 ,kritik der reinen ,vernunft 7,kehrbach ,s4 #ee1 #ef74 ,offenbar kann es sich in keiner philosophischen ,vorstellung um die ,leugnung der ,existenz berhaupt1 sondern stets nur um die ,rangordnung der ,realitten handeln4#egb ,viertes ,kapitel4 ,empedocles1 ,pherekydes1 ,epimenides von ,kreta4 ,i4 ,empedocles4 ,mit ,empedocles tritt uns ein ,philosoph1 wenn wir ihn so nennen drfen1 entgegen1 der zwischen ,heraclit und der eleatischen ,schule eine selbstndige ,stelle einnimmt und die anscheinend unvershnbaren ,gegenstze dieser beiden ,richtungen1 sofern ersterer alle ,beharrlichkeit der ,substanz aufhob und das ,sein als ewiges ,werden bezeichnet1 letztere aber die ,bewegung und ,vernderung leugnete1 augenscheinlich zu berbrcken versucht4 ,occultistisch ist ,empedocles jedenfalls interessant1 weil die ber ihn erhaltenen biographischen ,notizen hnlich1 wie diejenigen ber ,pythagoras1 ganz abnorme ,dinge bieten1 die in der ,that1 soweit sie nicht1 wie bei ,pythagoras1 groenteils auf fabuloser bertreibung beruhen1 die ,vermutung nahe legen1 da ,empedocles ein ,praktiker auf dem ,gebiete der sog4 ,geheimwissenschaften gewesen ist1 und zwar eine ,faust-,natur1 die es sich nicht versagen konnte1 sich ein wenig als ,wundermann aufzuspielen1 was freilich seine moralische ,qualitt in weniger gnstigem ,lichte erscheinen lt4 ,empedocles ist um #dij v4 ,chr4 zu ,agrigent auf ,sizilien geboren4 ,er entstammte einem reichen und vornehmen ,geschlecht4 ,dies geht schon daraus hervor1 da sein gleichnamiger ,grovater bei den olympischen ,festspielen mit einem ,viergespann den ,sieg davontrug1 bekanntlich bei den alten ,hellenen nicht nur ein ,zeichen feinster ,aristokratie1 sondern auch eine der unvergelichsten ,auszeichnungen1 wrdig plastischer und poetischer ,verewigung4 ,irrtmlich haben sptere diesen ,sieg dem ,philosophen selber zugeschrieben4 ,ungeachtet seiner aristokratischen ,abstammung und entgegen der sonstigen ,haltung griechischer ,denker scheint er sich politisch zur demokratischen ,fraktion gehalten zu haben4 ,er soll die ihm angebotene ,tyrannis verschmht haben#egc2 mute aber gleichwohl die ,wandelbarkeit der ,volksgunst erfahren und verlie wahrscheinlich infolge eines ,verbannungsbeschlusses ,agrigent1 um dann im ,peloponnes1 vielleicht durch einen ,sturz vom ,wagen1 sein ,leben zu enden4 ,empedocles scheint stellenweise weniger ein ,philosoph als vielmehr ein richtiger ,medizin-,mann im ,sinne des ,indianer-,jargons gewesen zu sein1 und zwar ein solcher1 der eine teilweise vielleicht ganz rationelle hygienische ,technik1 um sich ein greres ,ansehen bei der glubigen ,masse zu verschaffen1 mit dem ,humbug eines ,paracelsus vereinigte4 ,ein historischer ,kern steckt gewi in der ,erzhlung1 da er die ,stadt ,selinunt1 die infolge von ,verjauchung eines sie durchstrmenden ,flchens durch ,pestilenz heimgesucht wurde1 dadurch von dieser ,pestilenz befreite1 da er1 und zwar1 wie hinzugefgt wird1 auf eigene ,kosten zwei ,nachbarflsse mit dem verjauchten ,flubett durch ,kanle vereinigte und so durch vermehrten ,zuflu das verpestete ,wasser aus der ,stadt ableitete4 ,die ,selinuntier haben zum ,andenken daran ,denkmnzen geprgt1 deren zwei uns erhalten sind4 ,eine ,abbildung derselben1 welche das ,ereignis sinnbildlich darstellen und den ,philosophen neben dem ,fernhintreffer ,apollo1 den ,erreger der ,epidemie1 auf einem ,wagen zeigen1 wie er dem unheilstiftenden ,gotte in die ,zgel fllt1 findet man in ,karstens ,empedoclis ,carminum reliquiae ,s4 #bc4 ,das hchste ,interesse glubiger ,occultisten fordert aber die ,erzhlung heraus1 da er seine ,vaterstadt1 die von trockenen ,winden dermaen heimgesucht wurde1 da alle ,frchte verdarben1 von diesen schdlichen ,winden befreite1 eine ,that1 die ihm sogar den ,ehrennamen klysanemas oder ventos arcendi artifex eintrug4 ,nach einer ,mitteilung des ,thimaeus soll er dies durch ,einfangen der ,winde in ,eselhuten erreicht haben1 was beinahe an eine bekannte ,erzhlung von den ,schppenstedtern erinnert4 ,mir persnlich erscheint die ,erzhlung der angeblich wunderbaren ,heilung eines hysterischen ,frauenzimmers namens ,panthea von ,atemlosigkeit 7apnoia7 und totenhnlicher ,starre glaubhafter1 die1 wie ,heraclides berichtet1 ihn in den ,ruf brachte1 ,tote zum ,leben erwecken zu knnen4#egd ber die hypnotische ,technik mu er in hohem ,grade verfgt haben4 ,denn als einst in seiner ,gegenwart ein rasender junger ,mann einen seiner ,gastfreunde mit gezcktem ,schwerte durchbohren wollte1 soll er denselben durch bloes ,anstimmen eines besnftigenden ,zaubersangs sofort entwaffnet haben4#ege ,es ist unleugbar1 da ,empedocles selber sich den ,besitz bernatrlicher ,weisheit und magischer ,krfte und zwar mit ziemlich charlatanmiger ,grosprecherei zugeschrieben hat1 er suchte schon durch seine uerliche ,erscheinung ,aufsehen zu erregen1 trug1 wie auch heute noch gern derartige ,brder1 ungeschorenes langes ,haupthaar1 affektierte in stets salbungsvoller ,rede eine tragische schauspielerische ,wrde und kleidete sich nur in langen ,purpurgewndern1 die er mit weithin klingenden ,erzschellen besetzt hatte1 stets hatte er bei ffentlichem ,auftreten einen ,lorbeerzweig in der ,hand und das ,haupt mit einer ,priesterbinde umwunden4 ,er schreibt sich in seinen ,gedichten selber die ,macht zu1 ,alter und ,krankheit zu heilen1 ,winde zu beschwichtigen und zu erregen1 ,regen und ,trockenheit herbeizufhren1 ja er sagt3 chairet'1 eg d'hymin theos ambrotos1 ouk eti thntos pleumai4 ,freut ,euch1 ich bin ein unsterblicher ,gott1 kein sterblicher ,mensch mehr6 ,er ist wenn nicht gar der ,begrnder1 so doch einer der bedeutendsten ,vertreter einer noch zu ,platos ,zeit in ,griechenland hufigen ,klasse von ,charlatanen1 der sog4 ,goten4 ,unter ,gotie#egf verstand man die ,kunst1 mittelst gewisser in heulendem ,tone gesungener ,beschwrungsformeln allerhand ,zauber zu verben1 die ,seelen ,verstorbener zu citieren1 die ,gtter zu bewegen1 dem ,menschen dienstbar zu sein und eventuell1 wie wir sehen1 selbst ,wetter zu machen2 sie erinnert lebhaft an den modus operandi der indianischen ,medizin-,mnner4 ,aus diesem ,auftreten wird uns denn auch der ,mythus ber seinen ,tod erklrlich1 er soll nmlich nach einer ,erzhlung pltzlich bei einem ,gastmahl verschwunden sein und durch eine bernatrliche ,stimme verkndet haben1 er sei zu den ,gttern entrckt1 nach einer anderen bekannteren ,anekdote soll er sich in den ,krater des tna gestrzt haben4 ,die wenig ansprechende1 aber nach den ,berichten unzweifelhafte ,charlatanerie des ,empedocles ist psychologisch um so aufflliger1 als wir1 sobald wir seinem ,gedankenkreise nher treten1 ,symptome einer oft genialen1 wenn auch unreinen und wsten ,denker-,phantasie nicht verkennen knnen4 ,empedocles fordert insofern unwillkrlich zur ,vergleichung mit einem viel spteren ,dichter-,philosophen1 nmlich mit ,giordano ,bruno1 heraus1 dem ja bei aller intellektuellen und moralischen ,gre im brigen ebenfalls ein kleiner ,hang zur ,grosprecherei und berschwenglichkeit anhaftet4 ,wie ,bruno vereinigt ,empedocles abgesehen von der poetischen ,darstellungsform mit interessanten allgemeinen ,gesichtspunkten einzelne berraschende ,treffer einer wissenschaftlichen ,phantasie in ,einzelheiten4 ,zunchst erklrt er die ,entstehung fr einen leeren ,namen und weist hierdurch die gemeine ,vorstellung von einer ,schpfung aus nichts zurck4 ,es ist ein grobsinnlicher ,irrtum1 meint er1 wenn man ein ,wesen ins ,leben treten sieht1 anzunehmen1 es sei etwas1 was vorher nicht da war1 es sei entstanden2 und umgekehrt1 wenn man es untergehen sieht1 zu glauben1 ein ,seiendes habe aufgehrt zu sein4 ,denn woher knnte der ,gesamtheit des ,wirklichen etwas hinzukommen1 und wo sollte das1 was ist1 hinkommen8 ,es ist ja nirgends ein ,leeres1 in das es sich auflsen knnte1 und was es auch werde1 immer wird wieder etwas daraus werden4 ,was wir ,entstehung nennen1 ist in ,wahrheit nur ,verbindung1 ,mischung1 was wir ,vergehen nennen1 in ,wahrheit nur ,trennung der ,stoffe4 ,immer wird nur entweder 7im ,fall des ,entstehens7 ,eines aus ,vielem1 oder umgekehrt 7im ,fall des ,vergehens7 ,vieles aus ,einem4 ,der ,kreislauf des ,stoffwechsels ist also vielleicht zum ersten ,male von ,empedocles deutlich erkannt4 ,aus #d ,elementen1 ,erde1 ,wasser1 ,luft und ,feuer1 ist alles zusammengesetzt4 ,diese #d ,grundstoffe sind gleich ursprnglich1 ungeworden und unvergnglich1 sie bestehen aus qualitativ gleichartigen ,teilen1 ohne sich selbst in ihrer ,beschaffenheit zu ndern1 durchlaufen sie die verschiedenen ,verbindungen1 in die sie durch den ,kreislauf des ,stoffes gebracht werden4 ,thrichte sind's1 denn sie reichen nicht weit in ihren ,gedanken1 ,die da whnen1 es knne ,zuvor-nicht-,seiendes werden1 ,oder auch etwas ganz hinsterben und vllig verschwinden4 ,aus ,nicht-,seiendem ist durchaus ein ,entstehen nicht mglich2 ,ganz unmglich auch ist1 da ,seiendes vllig vergehe2 ,denn stets bleibt es ja da1 wohin man es eben verdrnget4 99 99 99 99 99 ,aber erforsche mit allem ,vermgen1 wie ,jegliches klar sei2 ,weder vertrau dem1 was du erschaust1 mehr1 als dem ,gehre1 ,nach dem ,getn des ,gehrs mehr1 als der ,empfindung der ,zunge1 ,auch zu den anderen ,gliedern1 soviel da ,wege des ,wissens1 ,halte zurck das ,vertrauen1 doch sieh1 wie ,jegliches klar ist4 99 99 99 99 99 ,vier ,urwurzeln zuvrderst vernimm von smtlichen ,dingen1 ,feuer und ,wasser und ,erd' und der ,luft unermeliche ,hhe2 ,denn aus diesen ist alles1 was war und was ist und was sein wird4 99 99 99 99 99 ,aber indem sie sich mischen1 entsteh'n unzhlige ,wesen1 ,mit manchfachen ,gestalten geschmckt1 ein ,wunder dem ,anblick4 99 99 99 99 99 ,wie da geschieht1 wenn ,maler ein prchtig ,gemld' ausfhren1 ,mnner1 die wohl in der ,kunst von gttlicher ,weisheit belehrt sind2 ,diese1 nachdem sie der ,farben verschiedene ,stoffe genommen ,und sie passend gemischt1 die mehr und weniger jene1 ,bilden daraus sie ,gestalten1 den smmtlichen ,dingen vergleichbar4 ,bringen sie ,bum' aus ihnen hervor und ,mnner und ,frauen1 ,tiere des ,feld's und ,vgel und wasserbewohnende ,fische ,und langlebende ,gtter zumal1 an ,ehren die ,hchsten4 ,also tusche dich nicht1 als kmen die sterblichen ,wesen1 ,die da entsteh'n unendlich an ,zahl1 aus anderer ,quelle1 ,sondern gewi glaub' dieses1 dieweil's eine ,gottheit dich lehret4 99 99 99 99 99 ,er beschreibt das ,feuer als warm und glnzend1 die ,luft als flssig und durchsichtig1 das ,wasser als dunkel und kalt1 die ,erde als schwer und hart2 er legt der ,erde eine natrliche ,bewegung nach unten1 dem ,feuer nach oben bei4 ,erst ,giordano ,bruno1 der brigens selber bis ber die ,ohren in ,empedocleischen ,vorstellungen steckte1 hat in seiner naturphilosophischen ,hauptschrift vom ,unendlichen1 dem ,all und den ,welten1 diese ,lehre von den #d ,elementen1 soweit sie gegen die ,aristotelisch-,kopernikanische ,weltanschauung verwertet wurde1 zu erschttern versucht4 7,vgl4 ,s4 #aib meiner bersetzung dieser ,dialoge47 ,er bemerkt3 ,die alte ,unterscheidung der ,elemente beruht nicht auf natrlichen1 sondern logischen ,unterschieden4 ,ich mchte freilich diese ,bemerkung dahin berichtigen1 da sie auch nicht auf logischen ,erwgungen1 sondern neben einer oberflchlichen ,beobachtung wohl in erster ,linie auf mystischen ,ideen1 nmlich auf der ,pythagorischen ,wertschtzung der ,vierzahl beruhte4 ,eine solche langdauernde ,bedeutung konnten zahlensymbolische ,spielereien in der ,geschichte des menschlichen ,wissens erhalten6 ,noch heute hat ja der vulgre ,sprachgebrauch die ,tradition des griechischen ,dichter-,philosophen nicht verlassen4 ,empedocles bezeichnet die ,elemente mit mythologischen ,namen1 das ,feuer ist fr ihn ,zeus oder ,hephstus1 die anderen erhalten die ,namen ,here1 ,aidoneus und ,nestis4 ,vier ,urwurzeln zuvrderst vernimm von smtlichen ,dingen ,zeus im ,glanz und ,here1 die ,nhrerin1 und ,aidoneus1 ,nestis dazu1 die in ,thrnen den ,sterblichen ,flieendes ausgiet4 99 99 99 99 99 ,als treibende ,krfte aber fr die stetige ,bewegung der ,elemente in der ,mischung und ,entmischung setzt ,empedocles zwei1 die wir als ,attraktionskraft einerseits und ,repulsionskraft andrerseits bezeichnen wrden2 er aber nennt sie in affektiver ,auffassung ,liebe und ,ha4 ,wenn man sich nicht mit der rein objektiven ,auffassung der ,krfte begngen will1 so liegt in der ,that in dieser ,auffassung der ,kraftbeziehungen ein auch heute noch naturphilosophisch zulssiger ,gedanke1 nmlich die ,voraussetzung1 da in den realen ,elementen innere ,zustnde irgend welcher nach ,analogie der psychischen ,triebe zu denkenden ,art vorhanden sind1 welche den rumlichen ,entfernungen entsprechen und das nchste wirksame ,glied sind1 von dem die ,gren der bewegenden ,krfte1 welche die ,elemente ausben1 in jedem ,augenblicke entspringen4 ,denn wenn die ,entfernung z y zwischen den ,atomen z und y zunchst nichts weiter ist1 als die ,vorstellung1 die ein ,beobachter sich bildet1 indem er den rumlichen ,ort des y durch ,ausgehen von dem ,orte des z zu erreichen sucht und sich dabei der ,gre der ,vernderung bewut wird1 die der ,zustand seiner ,sinne dabei erfhrt2 -- so mu doch auch z selbst1 wenn es sich nach der ,entfernung richten soll1 etwas von ihr merken1 d4 h4 es selber mu innerlich anders affiziert sein1 wenn ihre ,gre p und anders1 wenn sie q betrgt4 ,was soll es sonst heien1 die ,entfernung bestehe fr z und y8 7,vgl4 ,lotze1 ,grundzge der ,naturphilosophie ,s4 #be47 ,die ,attraktion oder ,liebe personifiziert unser ,dichter als ,afrodite4 ,wie durch ,mischung des ,wassers1 der ,erd' und der ,luft und des ,feuers ,hier die ,gestalten entsteh'n und ,farben der sterblichen ,wesen1 ,alle1 soviele da sind1 hat ,afrodite gebildet4 99 99 99 99 99 ,sie selbst 7die ,elemente7 bleiben dieselben1 doch durcheinander verlaufend1 ,werden sie ,menschen und all die unzhligen andern ,wesen1 ,jetzt durch der ,liebe ,gewalt sich zu ,einem ,gebilde versammelnd1 ,jetzo durch ,ha und ,streit sich als einzelne wieder zerstreuend4 99 99 99 99 99 ,im ,urwesen freilich1 dem ,sphairos 7er denkt es sich kugelfrmig1 da die ,kugel das vollkommenste stereometrische ,gebilde71 oder der ,gottheit1 sind die #d ,elemente1 die ,urwurzeln aller ,dinge1 noch in vollkommener ,unterschiedslosigkeit und ,einheit beisammen1 kraft der in ihm waltenden ,liebe1 und die ,schpfung der ,welt ist nichts anderes1 als ,entwickelung und ,zerrissenwerden der ,gottheit aus der ,einheit in die ,vielheit4 ,zunchst geht durch die hereintretende ,zwietracht die ,einheit des ,sphairos auseinander in die ,vierheit der ,elemente1 aus denen dann ,afrodite oder die ,liebe die ganze harmonische ,weltbildung und die ,einzelwesen hervorbringt4 ,in der ursprnglichen ,einheit3 ,da sind weder des ,feuers bewegliche ,glieder gesondert noch die ,erde1 das ,wasser und die ,luft2 ,also ist sie durch heimliche ,kraft der ,verbindung gehalten1 ,eine gerundete ,kugel1 sich ruhender ,kreisung erfreuend4 99 99 99 99 99 ,aber nachdem ihr der mchtige ,streit in den ,gliedern erwachsen1 ,und zu ,macht und ,ehren gelangt1 da die ,zeit sich erfllet1 ,die abwechselnd den beiden erscheint nach gewaltigem ,eidschwur1 ,smtlich da nacheinander erbebten die ,glieder der ,gottheit4 ,indem sich die ,elemente trennen1 wird der ,leib der ,gottheit zerrissen1 oder1 wie der ,dichter ,claudian#egg sagt3 ,empedocles3 ,streuet umher und erneuert den ,gott und knpfet von neuem ,wieder durch ,liebe zusammen1 soviel auflste die ,zwietracht4 99 99 99 99 99 ,bald wchst aus ,vielem zu ,einem ,alles heran1 bald wieder zergeht's aus ,einem in ,vieles1 ,feuer und ,wasser und ,erd' und der ,luft unermeliche ,hhe1 ,und von diesem gesondert der ,streit1 jedwedem gewachsen1 ,und in diesen die ,liebe1 die gleich an ,lng' und an ,breite4 ,und nie hrte es auf1 in ,ewigkeit immer zu wechseln1 ,bald durch ,liebe sich alles in ,eins zusammen verbindend1 ,bald durch ,hader und ,streit sich in ,einzelnes wieder zerstreuend4 99 99 99 99 99 ,die kosmischen ,vorstellungen des ,empedocles sind wst und kindisch1 obwohl sie einzelne fr die damalige ,zeit auffllige ,ahnungen wahrer ,sachverhalte einschlieen4 ,so soll er behauptet haben1 da das ,licht der ,sonne eine gewisse ,zeit gebraucht1 um zu uns zu gelangen4#egh ,im brigen aber hlt er die ,sonne fr einen gasartigen ,krper1 der1 angeblich so gro wie die ,erde1 die ,strahlen des ,feuers aus der ihn umgebenden lichten ,hemisphre wie ein ,brennspiegel sammle und zurckstrahle2 hnlich sollte der ,mond aus krystallartig gehrteter ,luft bestehen2 seine ,gestalt jedoch sei die einer ,scheibe4 ,da der ,mond sein ,licht von der ,sonne erhlt1 war ihm bekannt2 auch wurden von ihm die ,sonnenfinsternisse durch ,dazwischentreten des ,mondes erklrt4 ,geradezu wie eine antizipatorische ,persiflage auf die zur ,zeit noch moderne ,darwinistische ,theorie aber nimmt sich die ,anschauung des ,empedocles von der ,entstehung der organischen ,wesen und ihrer ,gattungen aus4 ,er ist ein ,anhnger der ,urzeugung3 ,die organischen ,wesen sind aus dem ,schlamm entstanden1 und ,ovid hatte jedenfalls nicht ,pythagoras1 sondern ,empedocles in der ,vorstellung1 wenn er ,metam4 ,i1 #dbb;ff41 schreibt3 ,so1 wenn das triefende ,land der sich siebenfach mndende ,nilstrom ,wieder verlt und in's frhere ,bett die ,gewsser zurckzieht1 ,und von dem hohen ,gestirn der entstandene ,schlamm sich erwrmet1 ,findet der ,bauer1 nachdem er die ,schollen des ,bodens gewendet1 ,vielerlei ,tier'1 und erblickt da die einen soeben begonnen1 ,grad' im ,entstehen1 und andere noch nicht vllig entwickelt1 ,einiger ,glieder beraubt1 und oft in demselben ,krper ,lebet ein ,teil und der andere ,teil ist lauter ,erde4 99 99 99 99 99 ,ferner ,,xv1 #cgd;ff43 ,samen besitzet der ,schlamm1 die grnliche ,frsche erzeugen1 ,und er gebiert sie zuerst fulos1 d'rauf leihet er ihnen ,schenkel1 zum ,schwimmen geschickt1 und damit die auch dienen zu langen ,sprngen1 erhebt sich der hinteren ,maa weit ber die vorderen2 ,auch ein ,junges nicht ist1 was eben die ,brin gebieret1 ,sondern noch kaum lebendiges ,fleisch2 durch ,lecken erst bringet ,d'raus sie die ,glieder hervor und ,gestalt1 die ihr selber zu ,teil wird4 99 99 99 99 99 ,ebenso dichtet ,empedocles3 ,rohe1 noch formlose ,bilder entsprangen zuerst aus dem ,boden1 ,beiderlei1 ,wasser sowohl wie ,erde1 besitzend als ,anteil2 ,diese bewirkte das ,feuer1 indem es zum ,gleichen empordrang1 ,ganz noch an ihnen verhllt die gefllige ,bildung der ,glieder1 ,weder mit ,laut1 noch gar mit der blichen ,rede der ,menschen4 99 99 99 99 99 ,was wird man aber erst zu folgender ,antizipation der ,lehre von der indirekten ,auslese oder ,selektion des ,zweckmigen sagen1 die ja1 um die ,voraussetzung eines bewuten ,schpfers zu umgehen1 als ,hauptsttze der modernen ,entwickelungslehre gilt8 ,also geschah's1 da ,hupter1 des ,nackens beraubt1 aufsproten2 ,blo auch irrten da ,arme herum1 die der ,schultern entbehrten2 ,augen auch schweiften vereinzelt noch unteilhaftig der ,stirnen1 ,vieles erwuchs mit doppelter ,brust und doppeltem ,antlitz2 ,rind mit ,menschengesicht ward dieses1 dagegen ein anderes ,mensch mit dem ,haupte des ,stiers1 und ,gemischtes zum ,teil von dem ,manne1 ,teils in des ,weibes ,natur aus zarten ,gliedern gebildet4 99 99 99 99 99 ,ueberweg#egi meint wohl mit ,recht1 der ,unterschied dieser ,hypothese des ,empedocles von derjenigen ,hckels sei nur ein relativer2 jedenfalls liegt die ,erinnerung an den ,hckelschen ,urschleim und dessen ,bathybius bei ,lektre dieser grotesken ,schpfungspoesie sehr nahe4 ,auch einige sonstige physiologische ,lehren des ,empedocles bieten ein hnliches ,interesse fr eine vergleichende ,theorie spekulativer ,naturphilosopheme1 wie sie sich zu allen ,zeiten1 auch heute noch bei ,leuten1 denen die ,elemente der ,physik ein kabbalistisches ,geheimnis geblieben sind1 wiederholt finden4 ,so z4 ,b4 seine ,theorie des ,sehens4 ,zufolge dieser ,theorie mten wir eigentlich im ,dunkeln am besten sehen knnen4 ,er meint nmlich1 da das ,sehen durch eine ,ausstrmung von ,strahlen aus dem ,auge zu den ,gegenstnden hin geschehe1 feine ,netze halten im ,auge die ,masse des umherschwimmenden ,wassers zurck1 die ,feuerteilchen aber springen in langen ,strahlen heraus1 bis sie den ,gegenstand erreichen und ihn gewissermaen wie weit vorgestreckte ,fhlhrner betasten4 ,er vergleicht deshalb das ,auge mit einer ,laterne4 ,wie wenn ein ,mann1 um ins ,freie zu gehen1 sich bereitet die ,leuchte1 ,da sie die strmische ,nacht mit dem ,scheine des ,feuers erhelle1 ,und die ,latern' anzndet1 die jeglichem ,winde verschlossen2 ,diese bewahret das ,feu'r vor dem ,hauche der blasenden ,winde2 ,aber das ,licht dringt durch2 denn es ist um ,vieles ja feiner1 ,und es beleuchtet den ,boden mit nimmer ermdenden ,strahlen3 ,also lagert von ,hutchen umschlossen das ewige ,feuer1 ,von ganz feinen ,gewndern umhllt1 in der runden ,pupille1 ,diese verhegen die ,flut ihm des rings ansplenden ,wassers1 ,aber das ,feu'r dringt durch2 denn es ist um ,vieles ja feiner4 99 99 99 99 99 ,auch sptere ,naturphilosophen1 wie ,bruno1 sehen wir noch diese seltsame ,optik1 die das ,sehen auf eine aktive per radios ab oculo statt per radios ad oculum vermittelte ,thtigkeit zurckfhrt1 lehren und damit gleichzeitig allerhand occultistische ,annahmen ber die ,wirkung des bsen ,blicks u4 s4 w4 als thatschliche ,verhltnisse und ,naturerscheinungen erklren4 ,auch ,bruno lehrt1 da das ,sehen eine ,thtigkeit des ,nervengeistes ist1 der zuerst mittels der vom ,auge ausgehenden ,strahlen sich nach auen hin verbreitet und von den verschiedensten1 mit verschiedenen ,empfindungen beseelten ,objekten berhrt wird1 und sich dann wieder zusammenzieht 7wie wenn z4 ,b4 eine ,schnecke ihre ,fhlhrner nach der ,berhrung wieder einzieht74 ,bekanntlich ist diese ante-,newtonische ,optik auch den modernen ,spiritisten auerordentlich bequem4 ,denn da die schwierigeren spiritistischen ,experimente1 wie z4 ,b4 die sog4 ,materialisationen1 der ,apport von ,gegenstnden u4 s4 w4 niemals zu stande kommen1 wenn ein kritischer ,zuschauer ein ,auge auf den modus operandi des sog4 ,mediums hat1 so sagt die moderne spiritistische ,theorie1 da der feindselige ,magnetismus des ,auges1 also jene vom ,auge ausgehenden ,sehstrahlen la ,empedocles-,bruno die ,entwickelung der mediumistischen ,krfte verhindern2 man mu vielmehr solange die ,augen schlieen oder nach einer anderen ,richtung schauen1 bis eins1 zwei1 drei1 hocus pocus fidibus1 die phnomenale ,aktion des ,mediums in die dreidimensionale ,sphre einzugreifen ,zeit und ,gelegenheit gefunden hat4 ,ich komme nun endlich auf die ,krone der ,empedocleischen ,philosophie1 auf seine ,seelenwanderungslehre4 ,man wird allerdings erstaunt sein1 wie so dem bisher geschilderten ,rumpfe ein solches ,haupt 7einem ,pferde das ,haupt der ,ziege7 entwachsen konnte4 ,denn gewi hat man alle ,veranlassung1 nach den bisherigen ,prmissen zu erwarten1 da ,empedocles so etwas wie eine unsterbliche ,einzelseele nicht kenne und vielmehr nur die ,unsterblichkeit der #d ,elemente annehme4 ,allein1 es giebt eben auch individuelle notwendige ,inkonsequenzen6 ,fr ,empedocles ist das ,dogma von der ,seele und ihren ,wanderungen eine solche notwendige ,inkonsequenz1 sei es nun1 da ihn das ,bedrfnis seines ,herzens oder die bei ,leugnung der ,seelensubstanz schwer zu rechtfertigende ,gotie oder ,nekromantik1 d4 h4 der antike ,spiritismus1 zur ,annahme derselben fhrte4 ,schon im ,altertum haben ,schriftsteller1 welche die ,seelenwanderung fr eine so tiefsinnige ,idee erachteten1 wie beispielsweise unter den modernen ,denkern der ,verfasser der #ajj ,thesen ber die ,erziehung des ,menschengeschlechts1 ,ephraim ,lessing1 die ,frage aufgeworfen1 ob dieselbe bei ,empedocles auch eine originale ,konzeption war2 ja einige gingen soweit1 ihn des geistigen ,diebstahls 7logoklopeia7 an der occultistischen ,ideenschatzkammer der ,pythagorer zu beschuldigen#ehj2 und neuerdings hat noch ,professor ,gladisch gemeint1 auch ,empedocles knne diese ,lehre1 wie manches andere1 z4 ,b4 seine ,kosmogonie und ,optik1 nur der ,weisheit der ,egypter entlehnt haben4#eha ,aber warum sollte die ,wahrscheinlichkeit einer solchen ,superstition nicht gerade dadurch gewinnen1 da die verschiedensten groen ,denker ganz selbstndig zu derselben ,vorstellungsweise gelangt wren8 ,empedocles also schreibt3 ,nimmer wohl wird1 wer darin belehrt ist1 solches verneinen1 ,da nur so lange sie leben1 was man nun ,leben benennet1 ,nur so lange sie sind und ,leiden empfangen und ,freuden1 ,doch eh' ,menschen sie wurden und wann sie gestorben1 sie ,nichts sind4 99 99 99 99 99 ,also besteht ein ,verhngnis1 ein alter ,beschlu von den ,gttern1 ,der fr die ,ewigkeit gilt1 durch mchtige ,eide besiegelt2 ,wer mit ,frevel im ,sinn1 hat seine ,gebeine beflecket1 ,von den ,dmonen1 so vielen verliehen langdauerndes ,leben1 ,mu unzhlige ,horen entfernt von den ,seligen irren1 ,sich umwandeln im ,wechsel in allerlei ,formen der ,wesen4 ,so leb' ich jetzo verbannt von ,gott und ein ,flchtling1 ,dienstbar dem rasenden ,zwist4 99 99 99 99 99 ,dann ruft er aus3 ,o6 aus was fr ,ehr' und aus was fr ,hhe des ,glckes ,fiel ich herab1 und verkehre nun hier mit sterblichen ,wesen6 ,und er betrachtet die ,welt als eine finstere ,hhle1 indem er die ,mchte1 welche die ,seele hierher geleiten1 sagen lt3 ,also gelangten wir hier in die dunkele ,grotte und er schreibt von seinem ersten ,eintritte in dieselbe1 von seiner ,geburt3 ,und ich weinet' und schrie1 da ich sah den unheimlichen ,wohnsitz4 7,shakespeare beging also vielleicht eine logoklopeia an ,empedocles1 als er schrieb3 ,wenn wir geboren werden1 weinen wir1 ,weil wir die ,narrenbhne ,welt betreten47 ,nachdem aber die ,seele in das irdische ,dasein verbannt ist1 mu sie hier durch alle ,arten der sterblichen ,geschpfe wandern1 selbst in ,pflanzen eingehen3 ,denn ich selber 7scilicet ,empedocles7 war auch vordem schon ,jngling und ,jungfrau1 ,auch schon ,strauch und ,vogel und lautloser ,fisch in dem ,meere4 ,aber whrend andere ,seelen auf dem ,wege nach unten sind und immer schlimmeren ,metamorphosen entgegengehen1 z4 ,b43 ,werden zu ,leu'n1 die ,bewohner die ,berg'1 auf der ,erde sich lagern1 ,unter dem ,wild und zu ,lorbeern unter den laubigen ,bumen2 hat ,empedocles auf dem ,wege nach oben schon die nchsthchste ,stufe des ,mahatma erlangt1 nmlich3 ,aber zuletzt als ,seher und heilige ,snger und rzte1 ,und als ,lenker der ,vlker erstehen sie unter den ,menschen4 ,und aus ihnen erblh'n dann ,gtter1 an ,ehren die ,hchsten4 99 99 99 99 99 ,und so ruft er denn schlielich gar1 seine ,gttlichkeit vorausnehmend seinen ,mitbrgern zu3 ,heil ,euch6 ich als unsterblicher ,gott1 kein ,sterblicher frder ,wandle bei ,euch6 99 99 99 99 99 ,aus seinem ,seelenwanderungsglauben entsprang -- insofern war er anscheinend konsequenter als ,pythagoras -- auch sein strenger ,vegetarismus4 ,mit ,hinsicht auf das ,fleischessen ruft er aus3 ,steht ihr nicht ab vom ,morden1 dem greulichen8 ,sehet ihr denn nicht1 ,da ihr ,einer den ,andern verzehrt gleichgltigen ,sinnes8 99 99 99 99 99 ,siehe1 den eigenen ,sohn1 den verwandelten1 bringet der ,vater ,dar zum ,opfer mit ,beten1 der ,thrichte2 jener nun schreitet ,flehend daher1 doch er hrt ihn nicht1 und treibet ihn scheltend1 ,schlachtet ihn1 richtet sodann sich im ,haus ein scheuliches ,mahl zu2 ,auch so der ,vater den ,sohn1 und die ,mtter ergreifen die ,kinder1 ,morden sie hin und schlingen herunter die teuren ,gebeine4 99 99 99 99 99 ,so soll denn auch ,empedocles einmal1 als er dem gewhnlichen ,gebrauche nach htte einen ,ochsen opfern mssen1 einen solchen aus ,myrrhen und sonstigen kostbaren ,salben haben herstellen und nach der ,opferung unter das ,volk verteilen lassen4 ,da nach seiner ,seelenwanderungstheorie auch die ,pflanzen von ,menschenseelen bewohnt werden knnen1 so war freilich auch sein ,vegetarismus wiederum nur eine ,halbheit4 ,mglicherweise erleben wir es noch1 wenn erst einmal die moderne ,chemie das groe ,problem der ,herstellung von ,nahrungsmitteln auf chemischem ,wege aus ,mineralien1 aus ,steinen und ,erde gelst haben wird1 da dann sogar der ,vegetarier einer fortgeschrittenen ,sekte von ,mineralophagen oder ,chemikalienessern in demselben grausamen ,lichte erscheinen wird1 in welchem jetzt dem theosophisch gebildeten ,vegetarier der ,fleischesser oder ,tierleichenverzehrer dasteht4 ,,ii4 ,pherekydes4 ,eine ,mittelstellung zwischen ,philosophie und ,theologie 7in antikem ,sinne7 oder auch ,priestertum und einem ,sehertum1 wie es ,empedocles vertrat1 nimmt auch ,pherekydes von der ,insel ,syros ein1 welchen ,cicero den ersten ,lehrer der ,unsterblichkeit nennt4#ehb ,seine ,geburt setzt ,suidas in die ,zeit zwischen #fjj-eif v4 ,chr4 7,ol4 #de74 ,diogenes nennt ihn einen ,schler des ,weisen ,pittakus4 ,derselbe berichtet folgende ,geschichten ber seine ,sehergabe3 ,als er einst am ,strande von ,samos wandelte und ein ,schiff mit vollen ,segeln vorbeifahren sah1 weissagte er1 dasselbe werde binnen kurzer ,frist zu ,grunde gehen2 und so geschah es alsbald vor seinen ,augen4 ,ein anderes ,mal soll er aus dem ,geschmack des ,brunnenwassers ein ,erdbeben vorausgesagt haben4 ,einem ,gastfreunde in ,messina riet er1 mglichst bald mit seiner ,familie auszuwandern4 ,dieser befolgte den ,rat nicht1 und kurze ,zeit darauf wurde ,messina von ,feinden erobert und jener mit der ganzen ,einwohnerschaft als ,kriegsgefangener verkauft4 ,er soll ein ,alter von #hc ,jahren erreicht haben1 und fr das ,ansehen1 das er geno1 brgt der ,bericht1 da ihm als ,grabschrift folgende ,worte gesetzt seien3 ,ts sophias pass en emoi telos ,aller ,weisheit ,vollendung war in mir4 ,eine ,schrift ber den ,ursprung der ,dinge von ihm scheint noch dem ,cicero bekannt gewesen zu sein4 ,in derselben bezeichnete er als das erste1 was immer war1 ,zeus1 ,chronos und ,chthon4 ,zeus ist der hchste weltschpferische ,gott und zugleich der hchste ,himmel1 vielleicht der ther4 ,unter ,chthon1 meint ,conrad 7,de ,pherecydis ,syrii aetate atque cosmologia1 ,koblenz #aheg71 ist das ,chaos1 der ,urstoff1 zu verstehen1 der alle ,stoffe1 auer dem ther1 in sich enthalten habe2 ,zeller dagegen nimmt an1 es sei dabei nur an die ,erde als solche zu denken4 ,unter dem ,chronos versteht man gewhnlich die ,zeit4 ,zeller1 a4 a4 ,o41 ,s4 #gc bemerkt jedoch1 da es kaum glaublich sei1 da ein so altertmlicher ,denker den abstrakten ,begriff der ,zeit unter den ersten ,urgrnden aufgefhrt hatte2 ,chronos bringt nmlich aus seinem ,samen ,feuer1 ,wind und ,wasser hervor4 ,schwerlich soll damit nur gesagt sein1 diese seien im ,laufe der ,zeit entstanden4 ,daher meint ,zeller1 im ,widerspruch mit ,conrad und ,brandis 7,gesch4 der ,entw4 der griech4 ,philosophie71 da ,chronos richtiger ,kronos zu schreiben und als ,gott der heien ,jahreszeit und des ,sonnenbrandes zu denken sei1 jedenfalls als ein realer ,bestandteil der ,welt4 ,diese drei ,urwesen erzeugten zahlreiche weitere ,gtter in fnf ,geschlechtern4 ,preller glaubt 7,rh4 ,museum #chb71 es sollen damit fnf ,mischungsverhltnisse der ,elementarsubstanzen 7ther1 ,feuer1 ,luft1 ,wasser1 ,erde7 bezeichnet werden1 in denen je eine derselben vorherrschend sei4 ,zeus verwandelt sich zum ,zwecke der ,weltbildung in ,eros4 ,die weltbildende ,kraft ist die ,liebe4 ,er machte ein groes ,gewand1 in das er die ,erde und den ,okeanos einwob und spannte dieses ber einen von ,flgeln getragenen ,eichbaum1 d4 h4 er bekleidete das im ,weltraum schwebende ,erdgerst 7daher die ,flgel des ,eichbaums7 mit der mannigfach wechselnden ,oberflche des ,landes und der ,seeen4 ,dieser ,weltbildung widerstrebte ,ophioneus1 als ,reprsentant der untergeordneten ,naturkrfte1 aber das ,gtterheer unter ,chronos strzt ihn in die ,meerestiefe und behauptet den ,himmel4 ,pherekydes ist nur um deswillen interessant1 weil wir aus den wenigen abgerissenen ,stzen1 die uns von seiner ,lehre berliefert sind1 entnehmen knnen1 da man sich bemhte den mythologischen ,vorstellungen1 insbesondere der sog4 ,theogonie eine esoterische ,deutung zu geben4 ,doch geht ,conrad1 a4 a4 ,o41 wohl zu weit1 wenn er dem ,pherekydes geradezu eine der aristotelischen nahestehende ,naturansicht beilegt4 ,inwieweit egyptische ,einflsse auf seine ,anschauungen gewirkt haben1 ist schwer festzustellen2 ,suidas lt ihn die ,geheimschriften der ,phniker benutzen1 ,josephus 7e4 ,ap4 ,i #b7 zhlt ihn zu den ,schlern der ,egypter und ,chalder4 ,,iii4 ,epimenides von ,kreta4 ,zu den hervorragendsten praktischen ,mystikern der antiken ,welt hat unstreitig jener ,epimenides von ,kreta gehrt1 dessen historische ,existenz ebenso unzweifelhaft ist1 wie einzelne ber sein ,leben berichtete ,wunderdinge auf bertreibungen beruhen werden4 ,die ,alten nennen ihn einen ,jatromanten1 einen ,seher-,arzt4 ,er soll in ,knossus auf ,kreta geboren sein4 ,sein ,vater1 den einige ,phaestios1 andere ,dosiades1 noch andere ,agesarkos nennen1 soll ihn einmal fortgeschickt haben1 um ein ,schaf zu holen2 auf diesem ,wege soll er vor der ,mittagshitze in einer ,hhle ,schatten und ,erholung gesucht haben und hier1 wo niemand ihn suchte und fand1 in einen tiefen ,schlaf gesunken sein1 aus dem er erst nach #eg ,jahren erwacht sein soll4 ,als er nach ,ablauf dieser ,zeit erwachte1 berichtet die ,sage#ehc1 suchte er erst1 den ,zeitverlauf nicht ahnend1 das ,schaf und kehrte1 als er es nicht fand1 nach der ,stadt zurck4 ,sein ,erstaunen war nicht gering1 als er alles verndert fand und zu ,hause nur noch seinen jngsten ,bruder1 der mittlerweile ein ,greis geworden war1 antraf1 der ihn nicht wiedererkannte4 ,das etwaige ,wahre an dieser ,geschichte1 die an die ,erzhlungen indischer ,reisender von den schlafenden ,fakiren erinnert1 wird freilich fr immer der kritischen ,forschung entzogen bleiben4 ,ein ,mediziner knnte vielleicht an einen eklatanten ,fall der in unseren ,tagen vielfach beobachteten sog4 ,nona denken1 einer auf noch unerforschten centralen ,strungen beruhenden ,schlafsucht1 von der man ,flle registriert hat1 die sich ber viele ,jahre hinaus erstreckt haben4#ehd ,die ,geschichte oder ,fabel hat ,goethe zum ,stoff eines ,festspiels gedient3 ,des ,epimenides ,erwachen4 ,die ,entwicklung der ,sehergabe wird hier auf den fraglichen ,tiefschlaf in folgenden ,versen zurckgefhrt3 ,auf ,kretas ,hh'n1 des ,vaters ,herde weidend1 ,die ,insel unter mir1 ringsum das ,meer1 ,den ,tageshimmel von der einzigen ,sonne1 ,von tausenden den nchtigen erleuchtet2 ,da strebt's in meiner ,seele1 dieses ,all1 ,das herrliche zu kennen2 doch umsonst3 ,der ,kindheit ,bande fesselten mein ,haupt4 ,da nahmen sich die ,gtter meiner an1 ,zur ,hhle fhrten sie den ,sinnenden1 ,versenkten mich in tiefen1 langen ,schlaf4 ,als ich erwachte1 hrt' ich einen ,gott3 ,bist vorbereitet1 sprach er1 whle nun6 ,willst du die ,gegenwart und das1 was ist1 ,willst du die ,zukunft sehn1 was sein wird8 -- ,gleich ,mit heiterm ,sinn verlangt' ich zu verstehn1 ,was mir das ,auge1 was das ,ohr mir beut4 ,und gleich erschien durchsichtig mir die ,welt1 ,wie ein ,kristallgef mit seinem ,inhalt4 -- ,den schau ich nun so viele ,jahre schon2 ,was aber knftig ist1 bleibt mir verborgen4 ,soll ich vielleicht nun schlafen1 sagt mir an1 ,da ich zugleich auch ,knftiges gewahre4 ,historisch beglaubigt ist1 da er von ,kreta nach ,athen berufen wurde1 um hier eine epidemische ,geisteskrankheit zu heilen1 wie auf dieselbe ,art ein anderer ,jatromant1 sein ,landsmann und ,zeitgenosse ,phaletas einige ,jahre zuvor nach ,sparta berufen war1 um durch die ,wirkung seiner ,musik und religise ,hymnen eine ,pestilenz aufhren zu machen4 ,die ,athener beunruhigten sich nmlich wegen des sog4 ,kylonischen ,frevels1 ber den uns ,thucydides ,i4 #abf folgendes erzhlt3 ,es lebte in ,athen ein gewisser ,kylon1 ein ,mann1 der in den olympischen ,spielen gesiegt hatte und aus einem der ltesten und mchtigsten ,huser war und die ,tochter eines ,megarers1 namens ,theagenes1 geheiratet hatte1 welcher damals als ,tyrann zu ,megara herrschte4 ,dieser hatte von dem ,orakel zu ,delphi auf ,befragen die ,antwort erhalten1 er sollte sich an dem grten ,feste des ,zeus der ,burg zu ,athen bemchtigen4 ,er lie demzufolge sich von ,theagenes ,sldner geben1 vermochte seine ,freunde1 seinen ,absichten beizutreten und wartete sodann nur1 bis die in der ,peloponnes gefeierten olympischen ,spiele wieder herankamen2 da besetzte er die ,burg in der ,absicht1 die ,herrschaft an sich zu reien4 ,dies hielt er nmlich als das grte ,fest des ,zeus1 welches ihn gewissermaen noch nher anginge1 da er in den olympischen ,spielen den ,preis erhalten habe4 ,ob aber das grte ,fest in ,attika oder sonst wo gemeint sein sollte1 darber hatte er sich weiter keine ,gedanken gemacht1 und das ,orakel hatte auch nichts davon gesagt1 indem sonst auch die ,athener dem ,zeus ,meilichios auerhalb der ,stadt ein groes ,fest unter dem ,namen ,diasia feiern1 an welchem alles ,volk in der ,stadt haufenweise opfert1 und zwar viele keine ,schlachtopfer1 sondern ,opfer von den eigenen ,landesfrchten4 ,kylon griff also1 ohne an der ,richtigkeit seiner ,gedanken zu zweifeln1 das ,werk an4 ,die ,athener vom ,lande eilten zwar auf die erste ,nachricht davon mit gesamter ,hand zur ,gegenwehr herbei und sperrten sie auf der ,burg ein2 allein nach ,verlauf einiger ,zeit lieen sie sich durch ,beschwerden bei der ,belagerung ermden und zogen grtenteils ab1 bevollmchtigten dagegen die neuen ,archonten1 die ,wachen zur ,besetzung der ,zugnge sammt allen brigen ,veranstaltungen nach eigenem ,belieben und ,gutdnken einzurichten4 ,diese neun ,regenten hatten diese ,zeit ber den grten ,teil der ,regierungsgeschfte unter ,hnden4 ,kylon und diejenigen1 welche mit ihm eingesperrt waren1 befanden sich durch den ,abgang von ,wasser und ,lebensmitteln gar bald in schlechten ,umstnden4 ,inzwischen fand er selbst nebst seinem ,bruder ,mittel zu entkommen4 ,die brigen1 die immer mehr ins ,gedrnge gerieten1 so da auch schon einige ,hungers starben1 setzten sich als ,schutzflehende an den auf der ,burg befindlichen ,altar4 ,die ,athener1 welche die ,wache hatten1 hieen sie davon weggehen2 und als sie sahen1 da sie in dem ,tempel sterben wollten1 fhrten sie dieselben unter dem ,versprechen1 ihnen kein ,leid anthun zu wollen1 hinaus und tteten sie2 andere1 welche zu den ,altren der ehrwrdigen ,gttinnen ihre ,zuflucht genommen hatten1 richteten sie im ,vorbeigehen ebenfalls hin4 ,die ,folge dieses ,frevels am ,heiligtum des ,asylrechts war eine epidemische ,gewissensangst1 die besonders bei dem weiblichen ,teile der ,bevlkerung sehr bengstigende ,formen angenommen haben soll4 ,die ,frauen wurden durch ,hallucinationen1 ,visionen1 ,auditionen bengstigt1 und es traten alle nur denkbaren ,symptome hysterischer ,melancholie und ,krmpfe massenhaft auf4 ,epimenides kam nun nach ,athen1 um die ,stadt zu reinigen und zu entshnen4 ,er grndete zu dem ,ende neue ,kapellen und richtete verschiedene ,reinigungsceremonien ein1 ganz besonders aber regelte er den ,dienst der ,frauen so1 da er die heftigen ,impulse1 die diese aufgeregt hatten1 beruhigte4 ,grote in seiner griechischen ,geschichte bemerkt dazu3 ,wir wissen kaum etwas ,genaueres ber sein ,thun2 aber die ,thatsache seines ,besuchs und die heilsame ,wirkung1 die er durch ,wegschaffung der religisen ,verzweiflung1 welche die ,athener niederdrckte1 hervorgebracht1 sind wohl bezeugt4 berdies besa ,epimenides die ,klugheit1 sich mit ,solon zu vereinigen1 und whrend er so viele wertvolle ,ratschlge erhalten mochte1 untersttzte er indirekt die ,erhhung des ,rufes des ,solon selbst1 dessen konstitutionelle ,reform sich jetzt schnell vollendete4 ,er blieb lange genug in ,athen1 um einen gemtlicheren ,ton der religisen ,gefhle vollstndig wieder herzustellen1 und reiste dann ab1 allgemeine ,dankbarkeit und ,bewunderung mit sich nehmend1 schlug aber mit ,ausnahme eines ,zweiges vom heiligen lbaum auf der ,akropolis jede andere ,belohnung aus4 ,nach einer ,angabe1 welche schon whrend der ,zeit des ,xenophanes von ,kolophon gangbar war1 soll er das ungewhnliche ,alter von #aed ,jahren erreicht haben2 und die ,kreter 7sprchwrtlich bse ,lgner und faule ,buche7 wagten sogar zu behaupten1 er habe #cjj ,jahre gelebt4 ,sie rhmten ihn nicht nur als ,weisen und geistigen ,purifikator1 sondern auch als ,dichter2 sehr lange ,dichtungen mystischen ,inhalts wurden ihm zugeschrieben4 ,sowohl ,plato1 als auch ,cicero betrachten den ,epimenides in demselben ,lichte1 als einen ,seher1 der unter temporren ekstatischen ,zufllen die ,zukunft habe vorausverknden knnen4 ,nach ,aristoteles dagegen gab ,epimenides selber an1 von den ,gttern keine hhere ,gabe empfangen zu haben1 als die unbekannten ,phnomene der ,vergangenheit zu erraten4#ehe ,plato 7,kratyl4 p4 #ije1 ,phaedr4 p4 #bdd7 glaubte fest an ,epimenides als gottbegeisterten ,seher in der vergangenen ,zeit1 in ,bezug auf die jedoch1 welche zu seinen ,lebzeiten ,ansprche auf bersinnliche ,krfte vorbrachten1 war er weniger leichtglubig4 ,er1 wie ,euripides und ,theophrast1 behandelten die ,orpheotelesten der spteren ,zeit mit gebhrender ,verachtung4#ehf ,wre ,epimenides selbst in jenen ,tagen1 in welchen die ,aufklrung der ,massen groe ,fortschritte gemacht hatte1 nach ,athen gekommen1 so wrde wahrscheinlich das ,wunder suggestiver ,massenheilung auch ausgeblieben sein1 und er wrde sich nur vereinzelter ,erfolge bei lteren ,weibern und in rckstndigen entlegenen ,drfern haben rhmen knnen1 wie dieselben ,bauchredner und ,medizinleute1 welche ,plato verspottet4 ,nur die ,vergangenheit ist es1 die solche ,erscheinungen idealisiert4 ber die ,lehren des ,epimenides berichtet ,damascius#ehg und ,eudemus1 er habe zwei erste ,grnde angenommen1 die ,luft und die ,nacht#ehh1 von diesen sei als drittes der ,tartarus erzeugt worden4 ,von ihnen sollen1 wie es scheint1 zwei weitere nicht nher bezeichnete ,wesen hervorgebracht sein1 aus deren ,verbindung das ,weltei entstanden sei2 eine ,bezeichnung der ,himmelskugel1 die in vielen ,kosmogonieen vorkommt1 und die sich sehr natrlich ergab1 wenn die ,weltentstehung einmal der tierischen ,lebensentwickelung analog vorgestellt wurde4 ,aus dem ,weltei seien dann weitere ,erzeugungen hervorgegangen4 ,fnftes ,kapitel4 ,die ,geheimlehre der ,mysterien4 ,persnlichkeiten1 wie ,empedocles1 ,pherekydes von ,syros und ,epimenides bilden ein ,mittelglied zwischen der ,philosophie und dem ,esoterismus der griechischen ,religionslehren1 der bekanntlich seinen ,sitz in den verschiedenen ,mysterien oder ,geheimkulten hatte4 ,diese ,mysterien bilden immer noch eins der grten kulturhistorischen und psychologischen ,probleme des ,altertums4 ,die ,berufung des ,epimenides von ,kreta nach ,athen hatte vermutlich nebenbei den ,zweck1 die brigens uralten1 mglicherweise bis in das #ae4 ,jahrhundert v4 ,chr4 zurckdatierenden cerealischen ,mysterien wieder zu reorganisieren4 ,man hat nmlich ursprnglich die bacchischen und cerealischen ,mysterien zu unterscheiden4 ,die allgemeine religise ,idee beider war zwar dieselbe4 ,beide fhren auch auf orientalische1 sehr weit1 vielleicht bis ,indien reichende ,einflsse zurck4 ,der ,geheimdienst der ,ceres und ,proserpina ist aber nach ,attika jedenfalls von ,kreta1 dem ,vaterlande des ,epimenides aus importiert worden4 ,kreta hat fr die ,verbindung mit dem ,orient die glcklichste ,lage1 es war eine der ersten ,niederlassungen phnizischer ,kolonisten1 es empfing frh egyptische ,lehren1 und vermutlich hat die ,kultur der ,hellenen von hier aus ihre erste ,anregung erhalten4 ,thucydides berichtet1 da ,minos der erste gewesen1 der eine ,flotte in ,see hatte1 wie er denn das jetzt sog4 griechische ,meer grtenteils beherrschte1 auch die cykladischen ,inseln unter seiner ,botmigkeit standen1 von welchen er die meisten zuerst angebaut hat1 indem er die ,karier daraus vertrieb und seine ,shne als ,hupter der neuen ,kolonien einsetzte4#ehi ,cadmus1 ,phnix und ,cilix1 angeblich ,oheime des ,minos1 schlagen dem orientalischen ,mystizismus die ,brcke von ,asien nach ,europa4 ,wolfgang ,menzel#eij meint1 da die ,mysterien mit einer demokratischen ,tendenz verbunden gewesen1 da sie einen geheimen ,kampf der ,humanitt gegen ,priester- und ,kriegerkaste1 des ,liberalismus gegen die ,vorrechte1 etwa nach ,art unserer modernen ,freimaurerei1 gefhrt htten4 ,so paradox diese ,behauptung klingt und so bertrieben sie in ihrer modernen ,ausdrucksweise erscheinen mu1 so kann ich nicht in ,abrede stellen1 da wenigstens die ,geschichte ,athens und ,thebens einen gewissen inneren ,zusammenhang zwischen der 7lteren7 ,demokratie1 die man wohl als ,liberalismus bezeichnen kann1 und den ,geheimkulten aufweist4 ,ich erinnerte schon an die ,beziehungen ,solons1 der ja im ,sinne einer gemigten ,demokratie reformierte1 zu ,epimenides4 ,ferner ist sicher1 da die demokratische ,verschwrung des ,pelopidas und ,epaminondas ihren ,ausgangspunkt in ,eleusis nahm#eia und beinahe durch einen ,hierophanten vorzeitig verraten wre4 ,auch der ,buddhismus hatte ja eine soziale ,nebentendenz4 ,uns interessieren jedoch hier nicht die politisch-sozialen ,nebenbeziehungen1 sondern die ,lehren4 ,i4 ,die bacchischen ,mysterien4 ,in der ,schpfungslehre der bacchischen ,mysterien erscheint zunchst ,chronos1 die niemals alternde ,zeit in ,schlangengestalt4 ,dieser ,chronos zeugte das unbegrenzte ,chaos nebst dem feuchten ther und dem finstern ,erebus1 und darin erzeugte er ein ,ei1 das in eine ,wolke oder in ein ,gewand gehllt war1 welches nachher zerri4 ,aus dem ,ei ging ,phanes hervor1 ein ,mannweib1 auch ,protogonos und ,pan genannt4 ,man stellte ihn dar mit goldenen ,flgeln1 auf den ,schultern mit ,stierkpfen und auf dem ,kopfe mit einer ,schlange4 ,als ,aeon wird er auch mit ,osiris identifiziert4 ,er ist die demiurgische ,ursache oder der ,anla zur ,weltschpfung4 ,er wird nmlich vom ,zeus1 den er erzeugte1 verschlungen1 die ,urbilder aller ,dinge1 die ,phanes in sich hatte1 werden jetzt alle in ,zeus sichtbar1 d4 h4 ,zeus bringt alles ,lebendige aus sich hervor4 ,in der sog4 hieratischen ,poesie1 in jenen ,versen1 die dem sagenhaften ,snger ,orpheus zugeschrieben wurden1 heit es daher3 ,zeus wurde der erste1 ,zeus der letzte ,herrscher des ,blitzes2 ,zeus das ,haupt1 ,zeus die ,mitte2 aus ,zeus ist ,alles bereitet2 ,zeus ward ,mann und ,zeus ward unsterbliche ,jungfrau4 ,zeus der ,erde ,wurzel und des gestirneten ,himmels1 ,zeus das ,wesen der ,winde1 ,zeus die ,kraft des unverlschlichen ,feuers1 ,zeus des ,meeres ,wurzel1 und ,zeus der ,mond und die ,sonne1 ,zeus der ,knig1 ,zeus1 der selber ,alles geboren4 ,die ,ahnung der gttlichen ,einheit wird also in dem ,bilde eines krperlichen ,ganzen1 eines ,riesenkrpers ausgeprgt4 brigens werden in fast allen heidnischen ,religionen die ltesten ,gottheiten androgyn mannweiblich gedacht4 ,das zweifellos nach ,egypten zurckweisende ,symbol dieser aus sich selbst alles ,lebendige hervorbringenden ,gottheit war seltsamer ,weise der ,scarabus1 d4 h4 der ,mist-,kfer2 weshalb der ,dichter ,pamphos sogar singt3 ,zeus1 hehrester1 grter der ,gtter1 eingewickelt ,in ,mist von ,schafen1 ,rossen und ,mulern6 ,erst spter zeigt die ,trennung der ,geschlechter1 indem dem ,zeus ein weibliches ,wesen untergeordnet wird1 einen unmerklichen bergang zum ,anthropomorphismus4 ,dieses weibliche ,urwesen heit ,chthonia 7von chthn unbegrenzter ,grund und ,boden1 ,materie71 das dann durch ,zeus' ,umarmungen befruchtet1 ,mutter ,erde 7,ga7 wird und im ,jahreslaufe ,alles hervorbringt4 ,so sangen die ,peleiaden1 jene ,wahrsagerinnen des ,orakels zu ,dodona1 wo ,pelasger und ,hellenen unter der heiligen ,eiche ,belehrungen ber ,jupiters ,ratschlu einholten3 ,zeus war1 ,zeus wird sein1 o groer ,zeus6 ,die ,erde bringt ,frchte hervor1 drum preiset die ,mutter ,erde6 ,von diesem ,zeus und der ,ga geht nun ,dionysos aus1 der brigens seinem ,wesen nach identisch ist mit ,zeus selber4 ,zeus soll nach einer alten ,mythe als ,schlange zu der unter einem ,felsen verborgenen und von zwei ,drachen bewachten ,persephone eingeschlichen sein und mit ihr den ,zagreus gezeugt haben4 ,sehr bemerkenswert fr die ,herkunft dieser ,gtterbegriffe ist der naive ,bericht des ,herodot ,,ii4 #eb3 ,es brachten die ,pelasger1 wie ich zu ,dodona vernommen1 anfnglich unter ,gebeten den ,gttern ,opfer aller ,art4 ,jedoch legten sie keinem von jenen einen ,beinamen oder ,namen bei1 dieweil sie noch niemals dergleichen gehrt hatten4 ,gtter benannten sie dieselben und deshalb1 weil sie alle ,dinge in ,harmonie gesetzt und alle ,einteilungen gemacht4 ,spter1 nach ,ablauf geraumer ,zeit1 erfuhren sie die aus ,egypten gekommenen ,namen der brigen ,gtter1 des ,dionysius ,namen erfuhren sie aber viel spter4 ,mglicherweise ist der ,dionysische ,geheimkult indischen ,ursprungs4#eib ,nach ,arrian ,ind4 ,kap4 #e zieht ,dionysios nach ,indien4 ,bei seiner ,rckkunft nach ,griechenland weiht er dem ,apollo eine ,schale mit der ,inschrift3 ,dionysos1 der ,sohn der ,semele und des ,zeus von ,indien her weihet sie dem ,apollo1 dem ,delphier4 ,nachdem ,zeus den ,zagreus erzeugt hat1 trachtet die eiferschtige ,here1 ihn zu verderben und sendet ,titanen aus1 ihn umzubringen4 ,zagreus betrachtete sich gerade als ,stier in einem ,spiegel1 als die ,titanen kamen1 und verwandelte sich dann vergeblich in alle mgliche ,gestalten1 er wurde von den ,titanen zerrissen4 7,dieselbe ,sage vom ,zerreien wiederholt sich bei dem mythischen ,snger ,orpheus selbst1 den die bacchantischen ,weiber1 die ,mnaden zerreien47 ,nur sein ,herz rettet ,pallas ,athene und bringt es dem ,vater ,zeus1 der dann aus ,zorn mit seinen ,blitzen die ganze ,erde verbrennt1 so da erst die ,sndflut das ,feuer wieder lschen kann4 ,das ,herz des ,zagreus wird in einen ,becher gelegt1 und als ,semele daraus trinkt1 wird sie ,mutter des ,dionysos4 ,dieser ,dionysos-,zagreus ist die ,vielheit d4 h4 das in vielen ,formen sich darstellende ,all1 in ,luft1 ,wasser1 ,erde1 ,pflanzen und ,tieren4 ,apollo sammelt die ,glieder des ,dionysos wieder3 er ist die ,einheit1 die der ,natur in ihrer ,entwickelung vorsteht1 um sie vor ,zersplitterung zu bewahren und wieder an das ,eine zu befestigen4 ,in sieben ,teile war ,zagreus zerstckelt4 ,die ,siebenzahl ist daher gleicher ,weise dem ,dionysos und dem ,apoll heilig4 ,dionysos ist nach ,macrob#eic der ,inbegriff aller ,seelen4 ,der ,becher1 aus dem die ,semele trinkt1 heit auch ,quelle der ,seelen4 ,man unterschied brigens zwei solcher ,becher4 ,die ,alten haben sie auch als ,sternbilder an den ,himmel versetzt1 den einen nahe am ,zeichen des ,krebses1 den andern sahen sie in der ,urne des ,wassermanns4 ,der erste heit ,dionysoskelch1 bei den ,platonikern der ,leben erzeugende ,becher4 ,manilius 7astron4 ,v4 #aaf7 nennt ihn den ,becher der ,geburt4 ,durch den ,trunk aus ihm vergit die ,seele ihre hhere ,natur und sinkt in die ,zeitlichkeit hinab1 indem sie in einen irdischen ,leib eingeschlossen wird4 ,aus dem zweiten ,becher trinkt man wiederum die ,vergessenheit des ,irdischen und findet sich dadurch in der alten ,heimat wieder4 ,der erste ,becher heit auch der ,teilungsbecher1 die aus ihm geflossenen ,seelen mssen in die ,individualitt treten1 sie mssen in die ,geburt herab4 ,einige ,seelen kommen herab1 weil sie noch nicht hienieden waren1 zur ,erhaltung der ,weltkonomie2 das sind die ,neulingsseelen 7mentes novellae74#eid ,andere mssen zur ,strafe herab2 andere geben sich freiwillig der ,neigung zur ,erde hin4 ,diese ,neigung ist ,folge des ,blicks in den ,spiegel1 in den ,dionysos gesehen1 ehe er sich zum ,schaffen der ,dinge gewendet4 ,der ,becher wird auch mit dem ,spiegel selbst identifiziert2 und bei ,nonnus ist es die ,liebesgttin ,afrodite1 die dem ,dionysos den ,becher reicht4 ,ob ,afrodite oder ,persephone genannt wird1 ist brigens gleichgltig4 ,das ,wesentliche ist die ,einfhrung eines passiven1 die ,erschaffung bedingenden1 weiblichen ,prinzips4 ,der ,spiegelbecher ist das ,organ dieses ,prinzips und wird daher realistischer auch durch das weibliche ,organ dargestellt1 wie umgekehrt der ,phallus1 das mnnliche ,zeugungsorgan1 das ,symbol des ,dionysos ist4 ,wir treffen hier lediglich die rohe indische ,natursymbolik des ,lingam und der ,yoni wieder4 ,je mehr die ,seelen aus dem ,becher der 7sinnlichen7 ,liebe trinken1 um so mehr werden sie berauscht1 um so mehr erblat das ,andenken an ihre hhere ,abkunft4 ,edlere ,seelen nippen nur an dem ,kelch der ,sinnlichkeit und sinken daher nicht so tief in tierische ,gemeinheit herab1 wie die meisten anderen ,menschen4 -- ,anders die unedlen1 die das ,feuchte1 7die ,materie7 lieben1 die daher auch wohl ,najaden genannt werden4 ,diese feuchten ,seelen weilen gerne in dieser sinnlichen1 formenreichen ,welt1 wie in einer ,grotte1 die in tausendfarbigem ,gestein das volle ,leben zurckspiegelt4 ,diese ,welt der ,sinnlichkeit1 die ,welt des ,scheins1 ist die tuschende ,maja1 indisch ,maya-,bharani2 in der ,priestersprache wird ,proserpina auch ,maja genannt4 ,sie wird auch als ,weberin bezeichnet1 welche den materiellen ,leib webt4 ,je mehr die ,seelen am irdischen ,dasein hngen1 desto mehr ,leiber1 wie ,kleider4 ,plato1 ,gorgias #ebc4 ,die ,seele hngt sich gleichsam an den zuerst gesponnenen ,lebensfaden2 dann spinnt die ,gttin weiter und webt das ,kleid fertig4 ,das unfertige ,gespinnst aber ist der bloe ,schattenleib als ,gespenst1 das eben daher seinen ,namen hat4 ,von ,persephone 7,maja1 ,proserpina7 kommt das ,leiblichwerden der ,seele1 von ,dionysos die ,beseelung des ,leibes4 ,als zeugendes ,prinzip ist ,dionysos in der ,mysterienlehre auch ,sonnengott4 ,und so wird die ,vorstellung von der ,seelenbahn auch mit der ,sonnenbahn durch den ,tierkreis verknpft4 ,dionysos als ,sonnengott wandelt jhrlich die doppelte ,bahn1 den ,weg des ,winters und den des ,sommers4 ,und dieselbe ,bahn ist den ,seelen vorgezeichnet4 ,aus dem ,centrum des ,himmels treten sie im ,zeichen des ,krebses in der ,sommersonnenwende in die ,erdenwelt ein1 nach dem ,tode aber steigen sie im ,zeichen des ,steinbocks wieder durch dieselbe ,milchstrae zur himmlischen ,welt empor4 ,hier trinken sie dann aus dem schon erwhnten zweiten ,becher1 dem ,becher der ,reinigung oder ,wiedergeburt1 der als die ,urne des ,wassermanns am ,sternenhimmel dargestellt ist4 ,wenn nmlich die ,sonne in dieses ,zeichen tritt1 wird die ,natur im ,frhling wiedergeboren und damit wird die ,wiedergeburt der verstorbenen ,menschen im ,himmel verglichen4 ,dionysos hat also einen doppelten ,charakter4 ,er ist einmal das ,prinzip der ,zeugung1 der ,versinnlichung1 der ,wille zum ,leben1 der ,gott der ,weltbejahung1 sodann aber auch der mystische ,vertreter der ,weltverneinung1 der ,entsinnlichung1 der ,erlsung1 welche letztere ja in allen mystischen ,systemen als ,wiedergeburt oder zweite ,geburt bezeichnet wird4 ,daher finden wir in seinen ,mysterien die beiden ,gegenstze1 auf die alle ,mystik hinausluft1 ,lust und ,unlust1 ,snde und ,entshnung eng aneinander gerckt4 ,bacchantische ,ausgelassenheit wird von leidenschaftlicher ,trauer und ,klage abgelst und umgekehrt4 ,in ,verbindung damit steht seine spezielle ,bedeutung als ,gott des ,weines und der ,liebe4 ,man vergleiche hierber die geistreichen ,bemerkungen ,wolfgang ,menzels 7,vorchristl4 ,unsterblichkeitslehre1 ,s4 #ij-if47 ,auch der ,wein spielt ja eine doppelte ,rolle1 er begeistert und steigert die ,seelen zu dithyrambischer ,ekstase1 verwandelt ,wasser in ,feuer1 er berauscht und lt im ,rausche die ,welt schner erscheinen1 andrerseits wirkt der ,rausch ,vergessenheit auch der sittlichen ,pflichten4 ,aus dem ,weindunst wird ein zweiter ,schleier der ,maja gewebt4 ,gleichzeitig hat der ,wein selber in der ,grung eine ,art ,wiedergeburt durchgemacht4 ,aus dem sich zersetzenden ,traubensaft entsteht der edlere feurige ,trank1 und wenn der ,mensch davon trinkt1 erhebt er sich ber seine gemeine ,wirklichkeit3 ,die kummerbelastenden ,sorgen ,fliehen aus der ,brust des ,menschen1 ,sie schiffen auf dem ,meer der goldreichen ,flle ,allhin zum ,strande der ,tuschung4 ,der ,arme wird reich1 der ,reiche ,durch neuen ,reichtum bereichert1 ,das ,herz von den ,pfeilen des ,weinstocks gebndigt singt ,pindar1 und in reizender ,weise deutet ,apollonius den ,zusammenhang zwischen dem ,becher der ,lust und dem ,schleier der ,maja an1 wenn er von letzterem singt3 ,wer ihn betastet ,oder beschaut1 nie stillet sich der die ,sehnsucht des ,herzens4 ,er auch atmete ,duft1 ambrosischen1 gleich von dem ,tag an1 ,da der nysische ,gott auf dem zrtlichen ,purpur geschlummert1 ,leise von ,wein und von ,nektar beseligt1 als er den schnen ,busen von ,minos ,tochter berhrte4 ,umgekehrt hatte der ,wein in den ,dionysos-,mysterien eine sakramentale ,bedeutung1 die einer ,transsubstantiation aus dem ,zeitlichen ins ,ewige4 ,was die erstere ,bedeutung des ,weins betrifft1 so bietet darber ,nork1 vergleichende ,mythologie ,s4 #agg;ff4 seltsame etymologische ,bemerkungen4 ,er erinnert an den indischen ,gott ,shiwa1 der den ,palmenwein erfand und auch der ,thrnengott 7,rutren7 hie2 er weist auf die ,verwandtschaft hin zwischen ,bacchus und dem semitischen bacca weinen1 vergit aber merkwrdigerweise unser deutsches ,weinen mit ,wein zusammenzubringen4 ,dagegen ist ihm ,ariadne das semitische ari edna ,wollust des ,lwen und er bemerkt ,s4 #agh3 ,bacchus1 nachdem er mit ,ariadne gebuhlt1 fllt in die ,gewalt der ,titanen -- d4 h4 die ,ichheit1 die als ,selbstheit1 als ,besonderheit mit selbstischem1 dem ,allwillen entgegenstrebenden ,wollen verstanden wird1 weswegen am ,ende aller ,dinge1 in welchem die ,wesen wieder in ,gott bergehen1 der ,zustand ist1 wo ,niemand ',ich' sagt4 ,ich mchte glauben1 da der ,mythus von der ,ariadne1 der in den ,mysterien mit ,vorliebe pantomimisch dargestellt wird1 jedenfalls auch die umgekehrte ,bedeutung1 nmlich das ,erwachen der ,seele symbolisieren sollte4 ,gerade auf ,sarkophagen finden wir hufig ,scenen dargestellt1 wie den der schlafenden ,ariadne nahenden ,gott2 oder ,bacchus umarmt die schne ,ariadne1 setzt ihr den ,kranz auf und reicht ihr den ,becher1 daneben steht der schne ,knabe ,staphilos1 ihr gemeinschaftliches ,kind1 der ,traubengeist4 ,creuzer1 der die ,dionysos-,mysterien aus ,indien stammen lt 7,dionysos ist ihm ,dewanachi1 der ,entwilderer ,indiens7 giebt folgende spekulative ,analyse der fraglichen indischen ,ideen 7,symbolik ,i4 ,s4 #cii73 a7 ,das erste ,sein vor und ber ,allem4 b7 ,die ,liebe1 die das erste ,sein in sich aufgenommen1 der es sich hingegeben hat4 ,mithin c7 ,gott1 geschieden in ein ,liebendes und in ein ,geliebtes4 d7 ,diese ,spaltung ist der ,urbestand der ,dinge4 ,die ,dinge sind und sind nicht1 sie sind nur in der ,trennung und durch sie1 sie sind nicht auf dem ,standpunkte ber der ,trennung4 ,die ,liebe ist ,weltmutter1 aber was sie geboren hat1 ist im bloen ,schein geboren1 es ist ein ,scheinbild1 es sind ,zaubergrten1 die mit dem ,beschwrungsworte in sich selbst versinken4 ,das ,eine aber bleibt3 ,parabrahma1 der ,selbstndige4 ,diese spekulative ,auflsung nimmt die realen ,dinge als ,kunstgebilde der ,liebe im ,scheine1 mithin ist sie a7 sthetisch1 b7 sie hat sich aber ganz natrlich aus dem ersten naiven ,naturmythus entwickelt4 ,hiernach ist die schaffende ,gottheit ,welt-,lingam4 ,der ,grund des ,zeugens und ,schaffens kann in nichts anderem liegen1 als in der ,liebe2 und davon giebt sich nun die gesteigerte ,spekulation die angefhrte ,rechenschaft4 ,,ii4 ,die cerealischen ,mysterien4 #a4 ,die ,eleusinien4 ,whrend die bacchischen oder dionysischen ,mysterien an das mnnliche ,naturprinzip anknpfen1 gehen die cerealischen vom weiblichen aus2 sie knpfen an die ,erntefeste an1 whrend die bacchischen ursprnglich ,winzerfeste waren4 ,in ,attika haben sich freilich allmhlich in den ,eleusinien1 in denen auch ,jakchos 7,bacchos7 seine groe ,rolle spielt1 beide vermischt2 jedoch blieb ,demeter 7,ceres7 die ,hauptgottheit der ,eleusinien4 ber die ,eleusinischen ,mysterien sind wir verhltnismig am besten unterrichtet1 da sie im ,altertum den grten ,ruhm erlangten1 und daher vielfache ,andeutungen ber ihre ,feier von ,dichtern1 ,philosophen und ,historikern gegeben worden sind4 ,die ,zulassung zu ihnen wurde allen ,hellenen gewhrt1 von welchem ,stamme oder ,staate sie auch sein mochten4 ,sie bestanden aus zwei durch einen halbjhrigen ,zwischenraum getrennten ,feiern4 ,die erste derselben1 die sog4 kleinen ,mysterien wurden im ,monat ,anthesterion1 der etwa unserem ,februar entspricht1 begangen1 also im ,frhling1 sie waren vorzugsweise der ,kora oder ,persephone1 der ,tochter der ,ceres1 und dem ,jakchos oder ,dionysos1 der als ,bruder der ,kora galt1 gewidmet4 ,diese ,feier wurde zu ,agra1 einer ,vorstadt ,athens1 am ,ilissus begangen4 ,ihr ging eine ,reinigung vorauf1 zu der das ,wasser des ,ilissus diente -- ,die groen ,mysterien fielen in die ,mitte des ,monats ,bodromion1 ,september1 und dauerten nahezu #ad ,tage4 ,der erste ,tag hie ,tag der ,versammlung4 ,die ,mysten versammelten sich in der ,stadt4 ,am zweiten ,tag begaben sie sich mit dem ,ruf halade mystai1 an das ,meer1 ihr ,mysten1 an den ,strand1 um im ,meerwasser die vorbereitende ,reinigung vorzunehmen4 ,die folgenden ,tage wurden mit mancherlei ,umzgen1 ,opfern und ,andachtsbungen in ,heiligtmern der ,demeter1 ,persephone und des ,jakchos ausgefllt4 ,am #bj4 ,bodromion begab man sich dann in feierlicher ,prozession von ,athen nach ,eleusis4 ,die ,prozession nahm fast einen ganzen ,tag in ,anspruch1 da an einer groen ,anzahl von ,stationen1 z4 ,b4 beim ,grabmal des ,eumolpos1 bei dem wilden ,feigenbaum1 wo einst ,pluto mit der geraubten ,proserpina in die ,unterwelt hinabgefahren sein sollte1 beim ,tempel des ,triptolemos lngerer ,aufenthalt zur ,vollziehung gottesdienstlicher ,handlungen genommen wurde4 ,sie schlo damit1 da das ,bild des ,jakchos in den ,weihetempel zu ,eleusis1 das ,telesterion1 gebracht wurde4 ,am folgenden ,tage und in der ,nacht wurden verschiedene ,festakte1 ber die wir nichts nheres wissen1 teils im ,freien1 teils im ,peribolos des ,telesterion begangen4 ,hierbei wechselte ausgelassene ,lust und gegenseitige ,neckerei beider ,geschlechter1 wobei die ,frauen vielfach jene ,handlung der ,baubo oder ,jambe wiederholten1 durch die nach dem ,mythos ,ceres zuerst in ihrer ,traurigkeit getrstet sein soll1 mit feierlichem ,ernst und andchtiger ,sammlung4 ,einige ,ahnung von diesem ,treiben verschafft uns die ,schilderung ,herodots ,i4 #fj vom egyptischen ,isisfest4 ,einige von den ,weibern haben ,klappern und klappern damit1 einige ,mnner aber spielen die ,flte1 und die brigen ,weiber und ,mnner singen und klatschen in die ,hnde2 etliche verhhnen die ,weiber und etliche tanzen1 etliche aber stehen auf und heben die ,kleider in die ,hhe4 7,die ,baubo oder ,jambe entlockte nmlich durch eine unanstndige ,entblung der ,demeter das erste ,lcheln47 ,in den ,frschen des ,aristophanes wird uns der ,chorgesang der ,mysten und ihr ausgelassenes ,treiben durch folgende ,verse geschildert3 ,chor3 ,o ,heil1 ,heil1 ,jakchos6 ,o ,heil1 ,heil1 ,jakchos6 ,jakchos1 der du weilst hier ,in dem stolzprangenden ,wohnsitz1 ,o ,heil1 ,heil1 ,jakchos2 ,komm hierher auf die ,bachwiese zum ,reih'ntanz ,in die ,schaar deiner ,geweihten1 ,und im ,schwunge walle duftig ,dir der ,myrtenkranz voll ,beeren ,um das lockige ,haupt6 ,und khn stampfe den ,takt uns ,mit dem ,fue zum neckisch ,sich entfesselnden ,lustreih'n1 ,der in holdreizender ,anmut1 ,der in ,unschuld dich umhpft1 ,der ,geweihten heil'gem ,chortanz6 ,ermuntere ,dich3 naht doch ,in der ,hand schwingend die ,fackeln1 ,er naht schon ,jakchos1 ,stern des ,lichtes1 in ,nacht leuchtend zum ,feste6 ,von der ,flamme glht die ,wiese2 ,ja1 das ,knie der ,greise regt sich1 ,und sie schtteln ab die ,sorgen ,und die ,brde der ,zeit1 ,die ,last bleichender ,haare1 ,in der heiligen ,festlust4 ,du1 ,seliger1 fhre ,die zum ,tanz rstige ,jugend ,zu des ,quells blumigen ,auen ,mit voranflammender ,fackel6 ,chorfhrer3 ,voll ,andacht schweig' er und halte sich fern von unseren heiligen ,reigen1 ,wer fremd in solchen ,geheimnissen ist und wer unlauteren ,herzens1 ,wer ,orgien himmlischer ,kunst nicht sah noch tanzt in dem ,chore der ,musen1 ,wen nicht einweiht' in bacchantischen ,ton ,kratinos1 der ,stiereverschlinger1 ,und wer plumpspaender ,worte sich freut1 die heran sich drngen zur ,unzeit1 ,wer feindlichen ,hader im ,volk nicht dmpft1 nicht hold und gefllig den ,brgern1 ,nein1 ,zwietracht st und die ,glut anschrt1 nach eigenem ,nutzen verlangend1 ,wer1 ,lenker des ,staats1 wankt dieser im ,sturm1 ausstreckt nach ,geschenken die ,hnde1 ,wer ,vesten verrt1 wer ,schiffe verrt und verbotene ,waren versendet1 ,wer andre beschwatzt1 fr der ,flotte ,bedarf mit ,geld zu bedienen die ,feinde1 ,wer ,hekate's ,bild mit ,gesngen beschmutzt1 fr kyklische ,chre gedichtet1 ,auch wer als ,redner im ,volke benagt den gebhrenden ,lohn der ,poeten4 ,sei's diesen gesagt1 sei's aber gesagt1 sei's zum dritten gesagt und geboten3 ,hebt ,euch von dem ,chor der ,geweihten hinweg6 ,ihr anderen stimmt den ,gesang an1 ,und beginnt mit der heiligen ,feier der ,nacht1 die dem heutigen ,feste gem ist6 ,i4 ,halbchor3 ,nun auf1 zieht herzhaft alle ,zu dem blumigen ,schooe der ,wiesen ,in stampfendem ,schritte hinab1 ,mit neckendem ,spott1 ,mit hhnendem ,ruf und ,gelchter6 ,denn fromm und ernsthaft wart ihr genug4 ,,ii4 ,halbchor3 ,eilt1 eilt nun1 da ihr der ,gttin1 ,der ,beschirmerin1 heilige ,lieder ,anstimmt aus frhlichem ,mund1 ,ihr1 welche das ,land ,auf ewig verhie zu beschirmen1 ,und sei's auch gegen ,thorykions ,wunsch6 ,chorfhrer3 ,wohlauf1 hebt ,hymnen von anderem ,klang jetzt an1 und verherrlichet preisend ,der ,demeter ,gewalt in begeistertem ,lied1 der ,verleiherin frohen ,gedeihens6 ,i4 ,halbchor3 ,du1 keuscher ,orgien ,herrscherin1 ,demeter1 steh' uns gndig bei1 ,und schirme selber deinen ,chor6 ,la ungestrt den ganzen ,tag ,in ,spiel und ,tanz mich freuen6 ,,ii4 ,halbchor3 ,la viel im ,ernst und viel im ,spa ,sich meine ,zunge heut ergehn2 ,und wenn ich wrdig deines ,fests ,gelacht1 gespottet1 la mich dann ,als ,sieger stehn im ,kranze6 ,chorfhrer3 ,auf6 ,eia6 ,nun auch den jugendschnen ,gott ,ruft herbei mit ,liedern1 ,auf da er uns ,genosse sei ,dieses ,reigentanzes6 ,einzelne des ,chores3 ,jakchos1 vielgefeierter1 der des ,festes ,anmutig ,lied erfunden1 komm1 geleit uns ,zur ,gttin hin1 ,und zeige1 wie du mhelos ,die weite ,bahn zurcklegst6 ,der ganze ,chor3 ,jakchos1 heit'rer ,tnze ,freund1 geleite mich6 ,einzelne3 ,denn du zerrissest1 da wir zum ,gelchter ,armselig aussehn1 dieses ,paar ,sandlchen1 ,dies ,fetzenkleid1 ,und schafftest1 da wir ungestraft ,in ,spiel und ,tanz uns freuen4 ,der ganze ,chor3 ,jakchos1 heit'rer ,tnze ,freund1 geleite mich6 ,einzelne3 ,denn eben1 als ich nach dem ,dirnchen seitwrts ,hinberblinzelte nach der allerliebsten ,mittnzerin1 ,da sah ich des ,hemdchens ,schlitz ,und weie ,brstchen gucken4 ,chorfhrer3 ,so wandelt ,jetzt nach der ,gttin heiligem ,rund1 ,nach dem ,blumenhaine1 ,froh scherzend1 ihr1 des heiligen ,gtterfestes ,genossen6 ,ich1 sammt den ,mdchen und ,frau'n1 ,ziehe hin zum ,nachtfest ,der ,gttin1 um die heilige ,fackel dort zu tragen4 ,chor3 ,ja1 wandeln wir zum ,rosenhain1 ,zu blumenreichen ,auen1 ,und scherzen in alter ,art1 ,zum lieblichsten ,tanz gesellt1 ,den wieder erwecken hier ,die seligen ,mren4 ,denn uns allein strahlt ,sonnenglanz ,und heitern ,lichtes ,helle1 ,uns1 die die ,weihen wir einst ,empfangen und frommen ,brauch ,an ,fremdlingen stets gebt ,und ,brgern4 99 99 99 99 99 ,an einzelnen ,tagen muten die ,mysten fasten1 doch nur bis zum ,anbruch der ,nacht4 ,alsdann genossen sie zuerst den ,kykeon#eie1 einen ,mischtrank aus ,mehl und ,wasser1 der mit ,polei und anderen ,zuthaten gewrzt war1 und darauf1 wozu sie ,lust hatten mit ,ausnahme gewisser verbotener ,speisen4#eif ,es wurde auch etwas ,speise aus einer ,kiste genommen1 und nachdem man davon gekostet1 in einen ,korb und aus diesem wieder in die ,kiste gelegt4 ,darauf bezieht sich die ,formel1 die als ,erkennungszeichen fr die ,mysten gedient haben soll3 ,ich fastete1 ich trank den ,kykeon1 ich nahm aus der ,kiste1 ich kostete1 ich legte in den ,korb und aus dem ,korbe in die ,kiste4 ,die ,speise1 die man der ,kiste entnahm1 war wahrscheinlich ,sesamkuchen4 ,solche ,kuchen wurden fr die ,feier in einer eigentmlichen ,form1 worber spter bei den ,thesmophorien nheres1 gebacken4 ,man meint1 die ,kiste bedeutete die ,erde1 aus der der ,mensch seine ,nahrung entnimmt1 von der er einen ,teil verzehrt1 einen anderen in der ,scheuer 7dem ,korbe7 verwahrt1 um ihn dann aus dieser1 als ,saatkorn1 der ,erde zurckzugeben4 ,im ,telesterion selbst1 in ,rumen1 die nur fr die ,mysten selbst zugnglich waren1 -- jeder einzelne wird sich hier haben legitimieren mssen1 nachdem durch den ,ruf des ,hierokeryx1 des heiligen ,herolds1 allen ,profanen geboten war1 sich zu entfernen1 -- fanden dann diejenigen liturgischen ,akte statt1 die den eigentlichen ,hauptteil der ,mysterien ausmachten1 -- die letzte ,weihe1 epopteia genannt4 ,nach einer ,wiederholung des ,mysten-,eides1 der ,formeln1 der sogen4 kleinen ,weihen1 der ,reinigung1 des ,glckwunsches an die ,initiierten 7,neueingeweihten7 fand im ,vortempel die letzte ,vorbereitung fr diese letzte ,weihe statt4 ,darauf3 alle ,schrecken der ,nacht1 ,blitze1 die durchs ,dunkel zuckten 7,saintecroix ,i4 p4 #cdh4 ,dio ,chrysost4 ,op4 ,,xii4 ,v4 ,i1 p4 #chg4 ,reiske71 ,stimmen und furchtbare ,tne1 ,schreckgestalten1 ,todesangst 7,plutarch1 ,fragm4 de anima p4 #acf74 ,einige werden zu ,boden geworfen1 bei den ,haaren ergriffen1 geschlagen1 ohne in der ,finsternis den ,thter entdecken zu knnen4 7,achill4 ,tatian1 ,v4 #bc74 ,endlich wird der ,vorhang hinweggezogen1 der bisher das ,allerheiligste verhllt hat4 ,dieser ,schluakt heit autopsie ,selbstschau4 ,ein taghelles ,licht strahlt aus dem ,allerheiligsten hervor1 die ,priester stehen da in stattlichem und bedeutungsvollem ,schmuck1 ,chre von ,sngern und ,musikern im ,hintergrunde3 der ,hierophant tritt hervor und zeigt die ,heiligtmer1 jedes einzeln1 und offenbart1 was ber ihre ,bedeutung nur den ,eingeweihten zu wissen vergnnt ist3 die ,chre lassen ihre ,lieder zur ,verherrlichung der ,gtter und ihrer ,macht und ,segensgaben erschallen4 ,wir mgen begreifen1 bemerkt ,schoemann1 griech4 ,altertmer ,,ii1 #cgf1 dessen ,darstellung ich im wesentlichen folgte1 wie die ,glubigen1 denen jene ,heiligtmer1 jene ,gtter wirklich als ,gtter gelten1 aufs ,tiefste davon ergriffen und von frommen ,gefhlen erfllt werden konnten4 ,dann aber lassen ausdrckliche ,zeugnisse uns nicht daran zweifeln1 da dieses ,zeigen der ,heiligtmer und die sich daran schlieenden ,vortrge und ,gesnge keineswegs alles waren1 sondern1 da es auch nachahmende ,darstellungen gegeben habe1 durch welche1 was in den heiligen ,sagen von den ,thaten und ,leiden der ,gtter berliefert war1 in lebendiger ,vergegenwrtigung der ,schauenden vor die ,augen trat4 -- ,es ist brigens wohl anzunehmen1 da die ,enthllungen der mystischen ,heiligtmer und die mimischen ,darstellungen der heiligen ,geschichten nicht alle in einer und derselben ,nacht stattfanden1 und nicht alle ,mysten auf einmal zugelassen wurden1 um zur ,epoptie zu gelangen1 sondern da sie in verschiedenen ,abteilungen an die ,reihe kamen4 ,vorgestellt wurden wahrscheinlich #a4 das ,blumenpflcken und die ,entfhrung der ,kore 7,persephone74 ,vgl4 ,ovid4 ,metamorph4 ,v1 v4 #cdj-fge4 ,kore spielt mit den ,okeaninen4 ,auf grner ,wiese spielen die ,gtterkinder1 ,blumen pflckend1 ,krokos1 ,veilchen1 ,rosen1 und was sonst ,griechenlands ,fluren beim ersten ,frhlinge ,anmutiges darbieten4 ,da lt ,ga den verhngnisvollen ,narci wachsen4 ,kore greift darnach2 alsbald weicht die ,erde unter ihren ,fen und sie wird eine ,beute des ,hades-,adoneus4 #b4 ,das ,suchen der ,demeter3 sie hrt den letzten ,schrei der ,tochter1 da ergreift sie heftigster ,schmerz4 ,es ist der ,schmerz einer ,mutter1 der man ihr ,liebstes geraubt4 ,zerrissen der ,schleier1 die ,locken gelst1 verhllt in das schwarze ,gewand der ,trauer1 eilt die ,gttin in fliegender ,hast ber ,land und ,meer1 immer sphend ohne ,auskunft zu finden4 ,denn niemand wagt es1 ihr die ,wahrheit zu sagen1 weder ein ,gott1 noch ein ,mensch1 noch ein ,vogel4 #c4 ,demeters ,ankunft in ,eleusis3 ,sie tilgt das ,gttliche an ihrer ,erscheinung und wird eine gemeine ,magd1 bei hohen ,jahren1 von adeligem ,aussehen1 aber leidend und des ,trostes bedrftig4 ,so war sie lange unter den ,menschen umhergeirrt1 ungesellig1 einsam in ihrem ,grame4 ,so kommt sie nach ,eleusis und setzt sich an der ,landstrae1 neben dem ,brunnen der ,jungfrauen4 ,hier wird sie von der ,baubo aufgenommen1 die auch ,jambe#eig genannt wird1 der ,frau des ,dysaules4 ,der ,name ,dysaules verrt die ,unwirtlichkeit der ,lebensart1 die ,demeter vorfand4 ,es waren arme ,menschen1 die unbekannt mit dem ,segen des ,ackerbaues von ,beeren und ,eicheln lebten4 ,baubo bedeutet ,pflegerin1 ,amme des ,jakchos1 des eleusinischen ,dionysos oder ,zagreus1 den ,kore vor ihrer ,entfhrung geboren hatte4 ,baubo ist es1 die nun der ,gttin den ,kykeon reicht und sie durch eine unzchtige ,geberde wieder zum ,lachen bringt4 ,daher das ,kleideraufheben der ,frauen und das ,trinken des ,mischtrankes in den ausgelassenen ,episoden der ,feier4 ,demeter bernimmt nun die ,pflege des ,kindes1 dem sie1 indem sie es ins ,feuer hlt1 die ,unsterblichkeit zu verschaffen sucht2 das ,fleischliche als ,sitz des ,sterblichen soll weggebrannt werden4 #d4 ,das ,wiederfinden der ,persephone und die ,stiftung des ,ackerbaues4 ,von dem ,schweinehirten ,eubulos erfhrt ,demeter den ,ort1 wo ,pluton mit der ,kore in den ,hades hinabgefahren4 ,eubulos und ,triptolemos hatten ihre ,heerden dort geweidet1 darum konnten sie ,bericht geben4 ,demeter geht darauf selbst in den ,hades und fhrt die ,kore wieder aus der ,unterwelt empor4 -- ,aus ,dankbarkeit bergiebt sie dem ,eubulos und ,triptolemos die ersten ,cerealien und unterweist sie im ,pflgen und ,sen1 und zwar in einem doppelten ,sinne4#eih ,zum ,schlu ,einsetzung der ,mysterien1 wobei ,dysaules1 ,eumolpos1 ,triptolemos die ersten ,priester werden4 ,gegen ,ende der ,feierlichkeiten wurden zwei thnerne ,gefe mit ,wein gefllt und das eine nach ,osten1 das andere nach ,westen unter ,aussprechen mystischer ,formeln ausgegossen4 ,auch bekrnzten sich die ,mysten mit ,myrten4 ,endlich erfolgte der ,beschlu1 indem der ,hierophant die ,entlassungsformel sprach4 ,diese ,formel1 welche konx ompax 7conx ompax7 lautete1 hat zu seltsamen ,deutungen ,veranlassung gegeben4 ,die griechische ,bedeutung und ,herkunft der ,worte ist nicht nachweisbar4 ,nicht geringes ,aufsehen machte es nun1 als ,mitte dieses ,jahrhunderts der ,englnder ,wilforce in konx ompax die indische ,formel wiederzufinden glaubte1 womit die ,braminen noch jetzt ihre gottesdienstlichen ,versammlungen schlieen4 ,diese lautet3 ,canscha-,om-,pacsha4 ,canscha bezeichnet den ,ort des hchsten ,sehnens2 ,om das heilige ,wort1 womit die hchste ,gottheit1 das ewige ,wesen1 bezeichnet wird2 ,pacsha heit ,wechselung1 ,wanderung1 ,reihe1 ,ordnung1 ,pflicht4 ,forscher1 wie ,muenter1 ,creuzer 7,symbolik ,,iv4 #cii71 ,schelling1 glaubten hiermit sei das ,rtsel gelst und zugleich sei damit die ,herkunft der ,mysterien von ,indien besttigt4 ,dagegen machte ,lobeck in seinem hchst gelehrten lateinisch geschriebenen ,buche ,aglaophamus sive de theologiae mysticae graecorum causis1 diese ,ableitung lcherlich4 ,obwohl der ,versuch ,lobecks seinerseits eine rein griechische ,entstehung der ,worte aus ,naturlauten1 die das ,umkippen der ,wasseruhr nachahmen sollen1 zu versuchen1 mir auch sehr zweifelhaft erscheint1 mchte ich doch die ,annahme einer indischen ,herkunft der fraglichen ,entlassungsworte fr ebenso gewagt erachten4 ,noch gewagter und meines ,erachtens in verschiedenen ,richtungen noch leichter widerlegbar ist freilich der ,versuch du ,prels 7die ,mystik der alten ,griechen ,s4 #fh-abj71 zur ,erklrung der ,mysterien1 wenigstens der ,eleusinischen1 den ,spiritismus heranzuziehen4 ,er nimmt an1 da jene geheimen ,weihen1 die wir eben beschrieben1 nichts anderes als spiritistische ,sitzungen mit allen dazu gehrigen physikalischen und dmonischen ,phnomenen1 ,materialisationen1 usw4 gewesen seien4 ,schon die groe ,menge der ,beteiligten sollte diese ,annahme selbst fr einen von der ,mglichkeit derartiger spiritistischer ,phnomene berzeugten ,occultisten ausschlieen4 ,eigentlich spiritistische oder diesen analoge hypnotische ,manipulationen mgen bei einzelnen der spteren besonderen ,geheim-,conventikel syrischen und egyptischen ,ursprungs zumal in der ,zeit des ,verfalls der hellenischen ,kultur blich gewesen sein2 im ,rahmen der staatlich offiziellen ,eleusinien erscheinen sie undenkbar4 ,vielmehr sind die ,erscheinungen der eleusinischen ,epoptie zweifellos durchweg auf theatralische ,vorstellungen ohne jeden ,nebengedanken bewuter ,tuschung zurckzufhren und insofern den mittelalterlichen kirchlichen ,mysterien1 deren ,reste wir z4 ,b4 in den ,oberammergauer ,passionsspielen vor uns haben1 gleich zu stellen4 ,was gezeigt wurde1 war wesentlich dramatische und mimische ,symbolik4 ,vielleicht war dieselbe in der nachklassischen ,zeit auch mit belehrenden1 die ,allegorie direkt erluternden ,vortrgen verbunden1 fr die vorchristliche ,zeit steht nach den grndlichen ,untersuchungen ,lobecks a4 a4 ,o4 das ,gegenteil fest2 damals wurde das ,verstndnis des tieferen ,sinnes entweder vorausgesetzt oder der privaten ,erklrung1 etwa durch den ,mystagogen d4 h4 diejenige ,person1 welche die ,einfhrung des ,einzelnen in den ,geheimkult vermittelte1 berlassen4 ,wir drfen uns freilich keine zu geringschtzige ,ansicht ber die ,theatertechnik der alten ,griechen machen2 dieselben verfgten ber auerordentlich sinnreiche ,theatermaschinen4 7,vgl4 die ,skene der ,hellenen1 von ,gymnasiallehrer ,r4 ,kuhlenbeck1 ,gymnasial-,programm1 ,osnabrck #ahge47 ,in den ,fundamenten des von ,perikles erbauten1 #bj-cjjjj ,menschen fassenden ,weihetempels zu ,eleusis hat man sogar interessante berreste der ,maschinenrume1 von denen aus die mystischen ,phantasmagorien#eii ins ,werk gesetzt worden sind1 nachgewiesen4 7,s4 ,wheler1 ,chandler ,reisen in ,griechenland1 ,leipzig #aggg47 ,die gewaltige ,wirkung sthetisch-sinnlicher ,symbolik1 die wir ja heutzutage noch an der ,eindrucksfhigkeit des katholischen ,kultus beobachten knnen1 erklrt aber auch gengend den berzeugenden unvergelichen ,eindruck der heiligen ,handlungen auf die einer sthetischen ,entzckung mit allem knstlerischen ,raffinement durch eine ,reihe von systematisch darauf abzielenden ,festlichkeiten immer nher gefhrten ,epopten4 ,vgl4 ,schillers ,marie ,stuart3 ,mortimer3 ,wie ward mir1 ,knigin6 ,als mir der ,sulen ,pracht und ,siegesbogen ,entgegenstieg1 des ,kolosseums ,herrlichkeit ,den ,staunenden umfing1 ein hoher ,bildnergeist ,in seine heitre ,wunderwelt mich einschlo4 ,wie wurde mir1 als ich ins ,innre nun ,der ,kirchen trat1 und die ,musik der ,himmel ,herunterstieg1 und der ,gestalten ,flle ,verschwenderisch aus ,wand und ,decke quoll1 ,das ,herrlichste und ,hchste gegenwrtig1 ,vor den entzckten ,sinnen sich bewegte1 ,als ich sie selbst nun sah1 die ,gttlichen1 ,den ,gru des ,engels1 die ,geburt des ,herrn1 ,die heil'ge ,mutter1 die herabgestieg'ne ,dreifaltigkeit1 die leuchtende ,verklrung1 usw4 ,so wird es uns begreiflich1 wenn ,pindar#fjj singt3 ,glcklich ist1 wer der eleusinischen ,wahrheiten ,kenner ,in die ,gruft des ,todes hinabsteigt4 ,er kennt den ,ausgang des ,lebens1 ,kennt den gottverliehenen ,anfang4 oder ,sophokles3 ,wie hchstbeglckt gelangen die ins ,schattenreich1 ,die eingeweiht sind4 ,sie leben dort allein1 ,den andern ist nur ,not und ,ungemach bestimmt4 oder wenn ,isocrates schreibt1 da die1 welche in die eleusinischen ,mysterien eingeweiht sind1 beseligende ,hoffnungen bezglich des ,lebensendes und der ganzen ,ewigkeit erlangen2 und ,cicero3 ,athen hat zwar manches ,vortreffliche geschaffen1 aber gewi nichts ,besseres1 als jene ,mysterien1 durch die wir aus einer rohen und uncivilisierten ,lebensweise zur wahren ,bildung gefhrt sind und in die wahren ,prinzipien des ,lebens eingeweiht1 ber das ,rtsel des ,lebens aufgeklrt werden1 soda wir nicht nur mit grerer ,freude das ,leben zu genieen1 sondern auch mit besserer ,hoffnung zu sterben gelernt haben4 ,was war denn nun der wesentliche ,inhalt der ,lehre1 die der ,eingeweihte aus den ,symbolen und dramatischen ,handlungen der eleusinischen ,mysterien entnahm8 ,zunchst allerdings nichts occultistisches1 sondern die civilisatorische ,bedeutung des ,ackerbaues1 wie sie ,schiller in seinem ,gedicht3 das eleusinische ,fest so unbertrefflich schildert4 ,ceres1 singt ,ovid1 ,ceres zuerst hat ,schollen mit hackigem ,pfluge gewhlet1 ,ceres zuerst gab ,frchte dem ,land' und mildere ,nahrung2 ,ceres gab die ,gesetze2 durch ,ceres ,geschenk sind wir ,alles6 99 99 99 99 99 ,vor allem verehrte man in der ,demeter die unerschpfliche ppige ewig jugendliche ,naturkraft1 die starke1 nhrende ,mutter der lebenden ,wesen2 und dementsprechend trug die ,feier vorwiegend den ,charakter des freudigen ,erntefestes4 ,deo1 du gttliche ,mutter des ,all's1 vielnamiges ,wesen1 ,jugendernhrerin du1 ,glckspenderin1 hehre ,demeter1 ,segenquell'1 im hrengespro1 allgebende ,gottheit1 ,welche der ,frieden ergtzt und die ,mhsal ihres ,berufes2 ,dein ist die ,saat1 dein ,garben und ,tenn'1 o ,gttin des ,fruchtgrns1 ,die ,du ,dir ,wohnung erkorst in ,eleusis heiligen ,hallen6 ,anmutsvoll1 liebreizend1 der ,menschen ,ernhrerin allwrts2 ,welche zuerst zum ,pflgen gebeugt den ,nacken des ,stieres1 ,und dem ,sterblichen gab den lieblichen ,segen der ,nahrung2 ,wuchernder ,blte1 ,genossin des ,bromios1 glnzender ,ehre ,fackel umstrahlt1 urrein1 die im ,sommer sich freute der ,sichel1 ,jetzt in der ,tief'1 aufsteigend anjetzt1 jetzt jeglichem milde1 ,kinderbeglckt1 den ,jnglingen hold1 du ,nhrerin1 ,mnnin1 ,welche mit ,drachengebi den rollenden ,wagen bespannt hat1 ,und in kreisendem ,lauf um den eigenen ,thron froh jauchzet6 ,eingeburt1 an ,sprlingen reich1 voll waltender ,obmacht1 ,in der ,gestalten ,gedrng' hehrblhender1 buntes ,geblmes1 ,selige1 komm1 urreine1 beladen mit ,frchten der ,ernte2 ,frieden bringe zurck und des ,rechtes gefllige ,satzung1 berstrmende ,fll' und knigliche ,gesundheit4#fja ,soweit geht die ,lehre auf vollste ,lebensbejahung1 auf einen genureichen ,optimismus4 ,aber dem ,herbste folgt der ,winter1 dem ,leben der ,tod4 ,und so hat das ,erntefest auch seine ,kehrseite4 ,hier nun setzt der ,mythus vom ,raub der ,persephone ein1 und damit zugleich der tiefere occultistische ,kern der ,geheimlehre4 ,die ,vegetation der ,erde verfllt dem ,tode2 allein gleichzeitig ist die ,hoffnung auf ihre ,wiederkehr im ,kreislauf des ,jahres1 die ,hoffnung auf das neue ,erwachen im ,frhling begrndet4 ,die ,saat wird in die ,erde gesenkt1 aber nur um aus scheinbarer ,verwesung aufs ,neue zu erblhen4 ,so entnimmt der ,mensch fr sich selber aus der ,natur die ,hoffnung der eigenen ,unsterblichkeit1 der ,wiederkehr zum ,leben4 ,aus dem einfachen ,erntefeste wird so eine ,feier der ,unsterblichkeit4 ,in welcher ,weise man sich diese ,unsterblichkeit denken wollte1 das wurde in der klassischen ,zeit dem einzelnen berlassen4 ,vgl4 ,preller1 ,demeter und ,persephone1 ,s4 #bcc4 ,man zog nach dem uralten ,symbol des ,saatkorns auch andere ,natur-,analogien z4 ,b4 die der ,raupe1 aus deren ,puppe der ,schmetterling des nchsten ,jahres entsteht1 herbei1 und nachweislich ist ja die reizende ,sage von ,eros und ,psyche ebenfalls ein ,zubehr des eleusinischen ,dichtungskreises4 ,spter nahm man zumeist das irdische ,dasein selber fr das niedere1 aus dem der ,tod fr die ,eingeweihten wenigstens den ,aufgang zu einem besseren himmlischen ,dasein erffnet4 ,was der ,mythus ,unterwelt nennt1 schreibt ,w4 ,menzel a4 a4 ,o4 ,s4 #bi1 ist unsere sichtbare mit ,menschen und anderen ,geschpfen erfllte ,oberwelt und als untere nur deshalb bezeichnet1 weil die himmlische ,welt ber ihr liegt4 ,das in die ,erde begrabene ,saatkorn1 welches wieder zum ,licht emporgrnt1 ist nur ein ,sinnbild der aus dem ,himmel ins irdische ,dasein gefallenen1 aber wieder zu ihm zurckkehrenden ,seele4 ,persephone wird damit eine ,personifikation der ,menschheit1 die vom ,himmel herabsank4 ,demeter wird die himmlische ,mutter1 welche ber ihre in unsere irdische ,natur verbannten ,kinder wacht1 ganz wie die deutsche ,gttin ,bertha ber ihre ,heimchen4 ,wie sich der dionysische ,geheimdienst 7durch ,jakchos7 allmhlich mit der eleusinischen1 ursprnglich rein cerealischen ,feier verquickt1 so wird auch ,ceres1 ,demeter eine ,gottheit mit doppeltem ,charakter1 wie ,dionys1 eine ,gottheit der ,erniedrigung und ,erhhung4 ,es giebt einen ,aufgang und ,niedergang der ,geister1 und ber diesem waltet die ,allmutter1 ,demeter und die ,knigin der ,geister1 die ,manenknigin ,persephone4 ,ob man sich nach dem ,tode wieder zu weiterem ,niedergang oder zum ,aufgang wendet1 das hngt von der ,erkenntnis ab1 vom ,wiedererinnern des gttlichen ,ursprungs1 aus dem ,neugierde zum ,fall und ,vergessenheit fhrte 7,eros und ,psyche74 ,diese ,erkenntnis verschafft die ,weihe4 ,nur die in den ,mysterien ,eingeweihten1 die durch ,reinigungen und ,belehrungen sich der ,erreichung hherer ,erkenntnisstufen wrdig gemacht haben1 erfreuen sich schon in diesem ,leben aller ,vorteile der ,gesetzlichkeit und ,civilisation1 und werden die ,einzigen sein1 denen die ,unsterblichkeit und die ewigen ,freuden im ,himmel zu teil werden2 ihnen allein strahlt ,sonnenglanz und ,lichtes ,helle4 99 99 99 99 99 ,creuzer1 ,symbolik ,,iv #ba giebt folgende spekulative ,analyse des ,inhalts der eleusinischen ,lehre auf ,grund der ,theologumenen des ,nicomachus3 ,die ,pythagorer haben die ,zweiheit 7,dyas7 auch ,demetra und ,eleusinia genannt4 -- ,darum ist sie die heilige ,zahl der ,ehe und heit auch ,mutter und ,amme 7,maria74 ,nach ,plotinos ist die ,seele eine ,zahl1 hervorgetreten und abgefallen aus dem ,einen4 ,warum1 fragt er1 ist das ,eins nicht in sich geblieben1 und warum das ,viele daraus hervorgeflossen8 -- ,die ,weltseele ist schon ein ,abfall aus der ,einheit1 die ,menschenseele wird gar1 durch eine ,trunkenheit schwindelnd gemacht1 herabgezogen in den ,leib1 ,ceres 7,demeter7 aber ist die ,erdseele1 und heit bestimmt ,dyas4 ,die ,dyas ist die ,mutter der ,zahl und heit weiblich1 und als solche alma mater1 ,nhrmutter4 ,insofern aber das weibliche ,prinzip nicht auer1 sondern noch in der ,einheit ist1 ist es die ,kraft in ,zeus 7aret72 es ist ,hecate 7,kore71 die das ,jungfruliche nicht lassen will1 ,artemis die reine ,jungfrau1 ,minerva in ,jupiters ,haupt4 ,das sind die drei ,jungfrauen der alten ,mysterien4 ,aber wenn ,kore sich mit ,zeus und ,pluto begattet1 so heit das nach ,eleusinischer ,lehre3 ,die ,kore ist ,lebensquell im ,weltall4 ,sie webt2 ihr ,gewebe ist die ,schpfung beseelter ,wesen4 ,aber ,minerva ist auch ganz in ihr4 ,minerva ist in ihr philosophos philopolemos1 ,krieg- und ,weisheit liebende1 und sie in der ,minerva4 ,kore ist aber auch die ,kraft1 die von der ,demeter nach unten wirkt1 die zeugende ,seele2 als ,jungfruliche aber in der ,hhe die ,zurckfhrerin der ,seelen nach oben4 ,nun werden wir wohl von selbst die verschiedenen ,namen der ,dyas bei den ,pythagorern 7offenbar ,orphische ,lehre und zugleich ,lehre der ,eleusinien7 verstehen1 welche nichts als mythische ,ausdrcke fr theologische sind3 h mythoplastia theologei1 sagt ,nicomachus4 ,diese ,namengebung ist aber nicht blindlings ersonnen1 sondern sie hat sich an ,tradition und alte ,lehre gehalten4 ,wir wissen jetzt den ,grund1 warum die ,dyas ,demeter hie und ,eleusinia4 ,das war die ,weltmutter1 die einst den bunten ,becher der geteilten ,natur ausgeleert hatte2 ,isis1 die ihrem ,sohne ,horus den ,naturbecher reicht4 ,es war die ,erdseele1 die ,materie1 die ,weberin materieller ,leiber2 die ,nhrmutter1 die das ,samenkorn und mit ihm geteilten ,besitz und ,hader und ,tod gebracht4 ,die ,toten sind ,demetrier4 ,die obere ,kore fhrt sie wieder aus dem ,vielen durch das ,zwei in das ,eine zurck4 ,das ,widerstreben des sich in der bunten ,welt gestaltenden ,menschengeistes stellt die ,eleusinische ,lehre in ,bildern dar4 ,es bedarf ,kmpfe und ,reinigungen3 ,das ist der ,kampf und ,krieg von ,eleusis1 und darum nannte1 von der ,haderstadt ,eleusis1 der ,pythagorer die ,zweiheit und ,zwietracht ,demeter und ,eleusine4 #b4 ,die ,thesmophorien4 ,zu den cerealischen ,mysterien gehrten auch die ,thesmophorien4 ,die ,feier derselben verdient sowohl ihres eigentmlichen ,charakters wegen1 der sie vor den ,eleusinien auszeichnet1 -- es handelt sich nmlich um ein ausschlielich von ,frauen begangenes ,fest --1 als auch deshalb noch besonders dargestellt zu werden1 weil in ihr eine von den blo agrarischen und auf das ,jenseits bezglichen ,symbolen sehr verschiedene1 sozusagen soziale ,beziehung des ,demeterkultus zu ,tage tritt4 ,sie bietet interessante kulturgeschichtliche ,momente4 ,der ,beiname ,thesmophoros1 d4 h4 ,gesetzgeberin#fjb1 kennzeichnet die ,demeter als ,stifterin des ,gesetzes4 ,thesmoi1 ,satzungen1 heien die ltesten ,gesetze1 z4 ,b4 die des ,draco4 ,in den ,thesmophorien wird der ,ackerbau als das fruchtbarste ,prinzip der ,humanitt1 als ,anfang allseitiger ,veredelung1 als ,grenze zwischen dem unstten ,nomadenleben und zwischen dem auf feste ,wohnsitze gegrndeten geordneten ,familien- und ,staatsleben gefeiert4 ,die ,gedanken1 welchen ,schiller in seiner ,ballade3 ,das ,eleusische ,fest eine so klassische poetische ,einkleidung gegeben hat1 bilden eigentlich weniger den ,hintergrund der eigentlichen ,eleusinien1 als vielmehr der ,thesmophorien4 ,da der ,mensch zum ,menschen werde1 ,stift er einen ew'gen ,bund1 ,glubig mit der frommen ,erde1 ,seinem mtterlichen ,grund1 ,ehre das ,gesetz der ,zeiten ,und der ,monde heil'gen ,gang1 ,welche still gemessen schreiten ,im melodischen ,gesang4 ,freiheit liebt das ,tier der ,wste1 ,frei im ther herrscht der ,gott1 ,ihrer ,brust gewalt'ge ,lste ,zhmet das ,naturgebot2 ,doch der ,mensch in ihrer ,mitte ,soll sich an den ,menschen reihn1 ,und allein durch seine ,sitte ,kann er frei und mchtig sein4 ,als wichtigste ,satzung aber1 als ,fundament des geordneten ,familienlebens und des ,staates galt auch den ,griechen die ,ehe4 ,darum ist es vor allem die ,ehe und alles1 was mit dieser zusammenhngt1 was den ,gegenstand der ,thesmophorien bildet4 ,man kann sie als das ,mysterium der ,ehe bezeichnen4 ,die rechtmige1 gesetzliche ,ehe1 schreibt ,w4 ,menzel1 a4 a4 ,o4 ,s4 #ai1 verhielt sich zur wilden ,ehe oder zum ,concubinat1 wie die geregelt auf dem ,acker stehende goldne ,saat zum wilden ,unkraut der ,steppe und des ,waldes4 ,die edlere ,gesittung1 die aus der ehelichen ,pflicht erwchst1 wurde so hoch angeschlagen1 als sie es verdient1 und lange1 bevor ,schiller sang3 ,ehret die ,frauen6 wurden sie in ,hellas auf die wrdigste ,weise verehrt4 ,dabei vergit freilich ,w4 ,menzel zu bemerken1 da die natrlich-geschlechtliche ,basis der ,ehe in den ,thesmophorien in einer so unzweideutigen ,weise hervorgekehrt und in den ,vordergrund gestellt wurde1 wie es unserer germanischen christlich gesitteten ,anschauung fast unbegreiflich erscheinen mu4 ,willst du genau erfahren1 was sich ziemt1 ,so frage nur bei edlen ,frauen an6 sagt zwar ,goethe4 ,einige ,einzelheiten der ,thesmophorien mssen uns aber bezweifeln lassen1 ob dieses ,dichterwort auch schon fr die edlen ,frauen des ,altertums ,geltung beanspruchen darf2 -- jedenfalls werden etwaige ,leserinnen1 denen brigens geraten werden darf1 diesen ,abschnitt ber die ,thesmophorien zu berschlagen1 falls sie ihn dennoch lesen1 stellenweise ,veranlassung haben1 ber den ,mangel an ,dezenz bei den althellenischen ,frauen sich zu entrsten4 ,wenn ich selbst keinen ,anstand nehme1 auch ber diese grobsinnlichen ,natrlichkeiten der ,thesmophorien ,bericht zu erstatten1 so bedarf ich wohl bei dem vorwiegend kulturgeschichtlichen ,standpunkte meiner ,arbeit keiner ,entschuldigung4 ,es ist von nicht geringem ,interesse1 den gewaltigen ,fortschritt zu konstatieren1 den die christliche ,religion und daneben vor allem der bessere ,volkstypus der ,germanen1 der fr die christliche ,religion erst den angemessenen ,boden bot1 fr die ,erziehung und ,wrde des ,weibes bezeichnet4 ,in unserer dem ,christentum leider nicht eben sehr gnstig gesinnten ,zeit kann eine getreue ,schilderung der ,thesmophorien als ,warnungszeichen gelten dafr1 wie weit eine rein naturalistische ,weltanschauung1 -- eine solche war ja diejenige des heidnischen ,altertums im vollsten ,sinne1 -- selbst dann1 wenn sie die ,heiligkeit der ,ehe feiern will1 das ,weib erniedrigte4 ,die ,thesmophorien waren eine uralte ,feier2 ihre ,stiftung war in mythisches ,dunkel gehllt1 nach ,herodot 7,,ii1 #aga7 ist sie noch vor diejenige der ,eleusinien1 mindestens #aefh ,jahre vor ,christi ,geburt zurckzudatieren4 ,auch ber die ,weihen der ,demeter1 die bei den ,hellenen ,thesmophoria oder ,gesetzgebung heien1 schreibt ,herodot1 auch darber halte ich reinen ,mund1 ohne was zu sagen davon erlaubt ist4 ,die ,tchter des ,danaos brachten dieselben aus ,egypten mit und lehrten sie den pelasgischen ,weibern4 ,die ,thesmophorien waren ein ,saatfest2 sie fielen in den ,monat ,pyanepsion1 nach dem herbstlichen quinoktium1 in dem der ,acker neugepflgt und das ,winterkorn gest wurde4 ,das ,pflgen und ,sen hatte bei den alten ,hellenen von jeher die ,nebenbedeutung der geschlechtlichen ,vereinigung4 ,so sagt ,kreon in der ,antigone des ,sophokles unter ,anspielung auf diese ,zweideutigkeit zum ,hmon3 ,noch andre ,fluren giebt es1 die du pflgen kannst4 ,und ,demeter galt daher ganz besonders auch als die ,gttin dieses ,schlu-,mysteriums der ,liebe1 in weit bevorzugterem ,sinne1 als selbst ,afrodite1 die in ihrer hellenischen ,idealisierung viel mehr eine ,gttin der ,schnheit und des ,liebreizes1 als der bloen ,fortpflanzung ist4 ,darum unterweist sie selber nach dem ,mythos ihre ,schtzlinge1 den ,celeus1 den ,jasion oder ,triptolemos nicht nur im ,pflgen und ,sen in rein agronomischer1 sondern auch in dieser bertragenen ,bedeutung1 wie es ,goethe in der #ab4 seiner rmischen ,elegieen mit folgenden ,versen beschreibt3 ,ungeduldig und bang harrte der ,lehrling auf ,licht4 ,erst nach mancherlei ,proben und ,prfungen ward ihm enthllet1 ,was der geheiligte ,kreis seltsam in ,bildern verbarg4 ,und was war das ,geheimnis8 als da ,demeter1 die ,groe1 ,sich gefllig einmal auch einem ,helden bequemt1 ,als sie dem ,jasion einst1 dem rstigen ,knig der ,kreter1 ,ihres unsterblichen ,leibs holdes ,verborgne gegnnt4 ,da war ,kreta beglckt6 ,das ,hochzeitsbette der ,gttin ,schwoll von hren2 und reich drckte den ,acker die ,saat4 ,um dieses ,geheimnis nun drehte sich das ganze ,thun und ,treiben des ,frauenfestes der ,herbstsaat1 allerdings mit der ,einschrnkung1 da zugleich die gesetzlich geheiligte eheliche ,form derselben gefeiert1 die ungesetzliche aber verpnt wurde4#fjc ,so soll nach ,clemens 7,alex4 ,strom4 ,,iv4 p4 #fai7 die athenische ,priesterin ,theano1 gefragt3 wie viel ,tage eine ,frau1 die ihrem ,manne beigewohnt habe1 warten msse1 ehe sie dem ,fest der ,thesmophorien vorstehen drfe1 geantwortet haben3 keinen4 ,als man sie aber frug1 an welchem ,tage sie dem ,feste beiwohnen drfe1 nachdem sie einen andern ,mann umarmt htte1 antwortete sie3 niemals4 ,mit dieser ,anekdote ist freilich der sicher beglaubigte ,umstand nicht gut zu vereinigen1 da zur ,vorbereitung des ,festes 7paraskeve7 vorerst neuntgige ,enthaltung von geschlechtlichem ,verkehr berhaupt gehrt hat4 ,so schreibt z4 ,b4 ,ovid4 ,metam4 ,x4 #dcj;ff43 ,demeters ,jahresfest begehen die ,matronen1 ,den ,leib in weien ,kleidern eingehllt1 ,und opfern ,erstlingsfrchte von der ,ernte1 ,den hrenkranz im wohlgepflegten ,haar1 ,neun ,nchte lang nun achten sie's fr ,snde1 ,dem ,manne sich in ,liebe zu vereinen4 ,creuzer 7,symbolik ,,iv4 #cgd7 findet darin eine ,anspielung auf die neuntgige ,ungewiheit und ,trauer der ,ceres ber das ,verschwinden der ,persephone4 ,ein eigenartiges ,licht auf die natrliche ,sinnlichkeit der griechischen ,frau wirft nun dabei die ,nachricht1 da die ,frauen sich diese ,enthaltsamkeit erleichterten1 indem sie auf allerlei ,krutern saen und ruhten1 denen besondere ,krfte zur ,abstumpfung des ,geschlechtstriebes zugeschrieben wurden4 ,unter andern zhlte man dazu das kneron1 aus der ,gattung ,daphne1 den lygos1 eine ,weidenart 7agnus castus1 ,keuschlamm71 konyza oder knyza 7erigeron graveolens74 ,in ,milet war die ,fichte der ,demeter heilig und wurden deren ,zweige zu demselben ,gebrauche verwandt4 7,vgl4 ,preller1 ,demeter und ,persephone ,s4 #cde ,nr4 #cf47 ,den ,genu der ,granate muten die ,frauen in dieser ,vorbereitungszeit meiden1 da derselben eine entgegengesetzte ,wirkung beigelegt wurde1 weshalb sie gerade umgekehrt als ,symbol bei der ,hochzeit ihre ,rolle spielte und gemeinsam von den ,neuverehelichten genossen wurde4 ,als ,persephone in der ,unterwelt von der ,granate gekostet hat1 verliert sie die ,mglichkeit der freiwilligen ,rckkehr3 ,nach dem ,apfel greift sie1 und es bindet ,ewig sie des ,orkus ,pflicht4 7,schiller47 ,seltsamerweise aber bucken sie in derselben ,zeit ,festkuchen aus feinem ,weizenmehl1 ,sesam und ,honig1 sog4 mylloi1 die eine sehr obscne ,form hatten1 nmlich teils die mnnliche des ,phallus1 teils die des weiblichen ,organs4 ,vgl4 ,athenaeus ,,xiv4 #fdg4 ,nach ,delaur1 ,des divinits generatrices p4 #bbf hat diese ,sitte sich in einigen ,gegenden ,frankreichs erhalten3 ,dans plusieurs parties de la ,france on fabrique des pains1 qui ont la figure du ,phallus4 ,on en trouve de cette forme dans le ci-devans ,bas-,limousin et notamment ,brires4 ,quelque fois ces pains on miches out les formes du sexe feminin2 tels sont ceux que l'on fabrique ,clermont en ,auvergne et ailleurs4 ,nheres bei ,lobeck1 ,aglaophamus p4 #ajfg;ff4 ,bryerinus ,campagius 7de re cibar4 ,,vii4 #g4 #djb4 #aefj7 rgt1 da sich diese ,unsitte auch in den christlichen ,zeiten noch erhalten hat1 adeo degeneravere boni mores1 ut etiam ,christianis obscoena et pudenda in cibis placeant2 sunt enim quos cunnos saccharatos appellent4 ,das eigentliche ,fest1 zu dem man sich so vorbereitete1 dauerte fnf#fjd1 oder nach ,wellauer 7,de ,thesmophor47 drei ,tage4 ,wie bereits gesagt1 nahmen nur ,frauen an der ,feier teil1 kein ,mann durfte nahen1 bei strenger ,strafe4 ,am ersten ,festtage1 dem #i4 ,pyanepsion 7,oktober87 zogen die ,frauen in zwanglosen einzelnen ,zgen nach ,halimus4 ,dieser ,ort lag am ,strande des ,meeres4 ,vermutlich nahmen sie hier zum ,zwecke der ,reinigung und ,entshnung ,bder und ,waschungen im ,meere vor4#fje ,der ,tag hie stniai 7,sthenien7 angeblich wegen der ,neckereien und ,scherze1 welche die einzelnen sich begegnenden ,zge miteinander ausbten4 ,vermutlich sangen sie keineswegs immer sehr anstndige ,lieder1 die sogar mit allerlei unanstndigen ,geberden illustriert wurden4 ,man versammelte sich vor und in dem uralten ,tempel der ,gttin1 wo dann eine nchtliche ,orgie gefeiert wurde4 ,einiges ,licht auf die ,art der ,feier in ,halimus wirft ein erst im ,jahre #ahgj entdecktes ,scholion zu ,lucian1 ,dial4 meretr4 ,,ii4 #a 7,rohde1 ,rhein4 ,museum ,n4 ,f4 #be74 ,die ,frauen versenkten neben den ,backwerken der vorhin geschilderten ,gestalt lebende ,ferkel in eine ,grube4 ,angeblich geschah letzteres zur ,erinnerung daran1 da ,eubulos an der ,stelle1 wo ,pluto die ,proserpina zur ,unterwelt entfhrte1 gerade eine ,schweineheerde htete und da diese in den sich ffnenden ,erdschlund mit hinabgerissen wurde4 ,das ,ferkel hat aber im ,griechischen auch noch eine andere den bildlichen ,darstellungen der genannten ,backwerke durchaus kongruente ,nebenbedeutung1 wie aus des ,aristophanes ,acharnern ,v4 #gee-ghe deutlich erhellt4 ,darum wurde es mit ,vorliebe der ,demeter geopfert4 ,es ist ein ,sinnbild der ,fruchtbarkeit4 ,die ,orgie in ,halimus zeichnete sich durch groe ,ausgelassenheit aus4 ,man denke sich die ,frauen ,athens1 in der brigen ,zeit des ,jahres meist in ihrer ,huslichkeit eingeschlossen1 jetzt pltzlich fr einige ,tage vllig der strengen ,obhut entledigt und unter sich beim ,opfermahl schwelgend1 wobei fast aller ,witz sich um den einen1 durch eine neuntgige ,enthaltsamkeit nur um so mehr erregten1 ,gedanken des ,festes drehte4 ,besonders wird allseitig berichtet1 da die ,handlung der ,baubo1 durch welche diese die ,ceres zuerst in ihrer ,trauer erheiterte1 von den ,weibern mit ,vorliebe bei dieser ,gelegenheit nachgeahmt wurde4 ,da dies auch bei dem ,jakchoszuge der ,eleusinien vorkam1 wurde schon oben erwhnt4 ,hier1 wo nur ,frauen unter sich waren1 geschah es in weit rckhaltloserer ,weise4 ,genaueres darber hat der ,philologe ,lobeck in seinem klassischen leider lateinisch geschriebenen ,werke ,aglaophamus ,,ii4 e4 #f zusammengestellt4 ,das deutlichste ,licht darauf werfen einige ,kirchenvter1 die gerade diese schamlose ,seite altheidnischer ,feste in geschicktester ,weise zum ,angriffspunkte gegen den ,paganismus benutzt haben4 ,ich citiere den ,arnobius1 ohne mich jedoch aus begreiflichen ,grnden zu einer bersetzung der von jeder modernen ,prderie allzuweit entfernten ,stelle zu bequemen3 ,baubo accipit hospitio ,cererem2 sitienti ad ores oggerit potionem cinnum2 aversatur et respuit dea4 -- ,tum vertit ,baubo artes et quam serio non quibat 7poterat7 allicere1 ludibriorum statuit exhilarare miraculis2 partem illam corporis1 per quam sexus femineum sobolem solet prodere1 facit in speciem laevigari 7levigari7 nondum duri atque striculi pusionis1 redit ad deam tristem et retegit se ipsam1 ,sic effata sinu vestem contraxit ab imo ,objecitque oculis formatas inguinibus res1 ,quas cava succutiens ,baubo manu1 nam puerilis ,ollis vultus erat1 plaudit1 contrectat amice4 ,tum ,dea defigens augusti luminis orbes1 ,tristitias animi paulum mollita reponit2 ,inde manu poculum sumit1 risuque sequenti ,producit totum cyceonis laeta liquorem4 ,etwas anders heit es in den angeblichen ,versen des ,orpheus3 hos eipousa peplous anesyrato1 deixe te panta smatos oude preponta typon4 pais d'en ,iakchos cheiri te min rhiptaske geln ,baubous hypo kolpois4 h d'epei eidse thea1 meids' eni thym dexato d'aiolon angos1 en h kyken enekeito4 ,auch belustigte man sich mit ,tnzen1 ber deren ,charakter schon die ,benennung derselben nicht den mindesten ,zweifel gestattet4 ,einer dieser ,tnze hie knismos 7,reiz und ,lsternheit71 ein anderer oklasma 7,niederkauern und ,spreizen der ,beine74 ,man spielte das chalkidikon digma 7,greifspiel74 ,vor allem wurden auch ,scenen aus der heiligen ,geschichte der ,demeter1 der ,raub der ,kore1 die ,scenen mit ,eubulos usw4 mimisch aufgefhrt4 ,am folgenden ,tag begab man sich in feierlicher ,prozession zur ,stadt zurck4 ,hierbei trugen ausgewhlte ,frauen die ,satzungen der ,demeter1 welche sich auf das eheliche ,mysterium bezogen1 ,schriftrollen in ,kapseln auf den ,kpfen4 ,unter anderen ,bildern und ,symbolen1 ,phallus usw41 trug man dabei ein ,kolossalbild der kteis#fjf 7kteis7 voran1 welches nichts anderes war als eine keineswegs blo symbolische1 sondern uerst naturalistische ,abbildung des holden ,geheimnisses der ,ceres1 der weiblichen ,scham4 ,creuzer bemerkt 7,symbolik ,,iv7 zu diesen ,schamlosigkeiten3 ,man darf die naive ,freiheit dieser ,gebruche nicht mit unserem ,mastabe des ,schicklichen messen4 ,am folgenden ,festtage schlug die ,ausgelassenheit in hchste ,andacht um2 man nannte ihn ,nsteia von dem strengen ,fasten1 das an diesem ,tage bis zum ,eintritt der ,nacht gewahrt wurde4 ,in der ,nacht begann dann wieder der ,orgiasmus1 ,chorgesnge und ,reigen unter ,fackelbeleuchtung4 ,der dritte ,tag hie kalligeneia 7,calligeneia7 vielleicht wegen der von ,demeter erflehten ,geburt schner ,kinder4 ,die ganze ,gruppe der von den ,thesmophoriazusen gefeierten ,gottheiten nennt ,aristophanes in seiner gleichnamigen ,komdie3 ,demeter und ,kore1 beide unter dem ,epithet ,thesmophoros1 ,plutos1 ,kalligeneia1 ,ge ,kurotrophos1 ,hermes und die ,chariten4 ,daraus kann man auf den ,inhalt der ,gebete schlieen1 um ,segen der ,flur und des ,ackers1 besonders aber der ,kindererzeugung und ,geburt4 ,dahin gehrt auch die ,kalligeneia4 ,sie wird als ,tochter oder ,dienerin der ,demeter oder sonst erklrt1 ist aber wohl weiter nichts1 als die ,demeter selbst in einer besonderen ,beziehung1 als die ,mutter des schnen ,kindes nmlich1 der lieblichen ,kore1 darum vornehmlich von den ,frauen gerufen1 welche ihren ,geburten gleiche ,anmut wnschen4#fjg ,von den ,chorgesngen der ,frauen hat uns mglicherweise ,aristophanes in jenem ,stcke einige mehr oder weniger echte ,beispiele berliefert4 ,vor dem ,thesmophorentempel singt die ,heroldin 7#f4 ,scene73 ,still schweigt in ,andacht6 ,still schweigt in ,andacht6 ,der ,thesmophoren ,gtterpaar ,fleht an1 ,demeter und die ,tochter1 ,auch ,plutos und ,kalligeneia1 ,und die ,jugendnhrerin ,erde1 ,den ,hermes und die ,chariten1 ,da sie diese ,versammlung und die ,gemeine dahier ,schn und herrlich machen1 ,wohlersprielich der ,stadt der ,athener1 ,und segensreich uns ,frauen1 ,und da ,jene den ,sieg gewinne1 ,die mit ,rat und ,that das ,beste schafft ,fr das ,volk der ,athener ,und fr das ,volk der ,frauen6 ,solches erfleht und was uns selber frommt6 ,heil ber uns6 ,heil ber uns6 ,derselbe ,komiker schildert uns in drastischer ,weise1 wie die ,entdeckung gemacht wird1 da ,mnesilochus1 ein ,freund des ,weiberfeindes ,euripides1 ber den die ,frauen bei seiner ,thesmophorienfeier zu ,gericht sitzen1 sich in ,weibertracht eingeschlichen hat1 und kennzeichnet diese ,that als ein ,beispiel trotzatmenden ,hohns1 unheiligen ,thuns1 ungttlichen ,sinns4 -- ,das ,schluopfer des ,festes hie zmia1 nach ,wellauers ,vermutung1 weil es zur ,shne etwaiger ,vergehungen whrend der ,feier dargebracht ward4 ,,iii4 ,die samothrakischen ,mysterien4 ,auer den eleusinischen waren die samothrakischen ,mysterien in ,griechenland am berhmtesten4 ,sie werden als ,orgien der ,kabiren zuerst von ,herodot erwhnt2 zu besonderem ,ansehen gelangten sie erst im dritten und vierten ,jahrhundert1 wo ,philipp ,,ii4 von ,makedonien und ,olympias sich aufnehmen lieen4 ,freilich standen sie bei vielen ,hellenen als ,mysterien halbbarbarischen ,ursprungs nicht im besten ,rufe1 und ,demosthenes macht es in seiner ,rede fr die ,krone seinem makedonisch gesinnten ,gegner ,aeschines zum ,vorwurf1 ,orpheotelest oder ,orphiker1 -- so nannte man jene samothrakischen ,mysten1 in deren ,geheimlehre die sagenhafte ,gestalt des ,sngers ,orpheus eine ,hauptrolle spielt1 -- gewesen zu sein4 ,als du zum ,manne herangewachsen warest1 so redet ,demosthenes den ,aeschines an1 lasest du deiner ,mutter bei ihren ,weihungen die 7orphischen7 ,bcher vor1 und halfest ihr auch bei den brigen ,einrichtungen1 indem du zur ,nachtzeit die ,nebris 7das ,hirschfell7 umhingst1 ihnen aus dem ,mischkrug einschenktest1 sie mit ,thon und ,kleie beschmierend shntest1 und ihnen dann nach der ,reinigung gebotest aufzustehen und zu sagen3 ',ich entrann dem bel und fand das ,bessere2' -- bei ,tage aber die schnen1 mit ,krnzen von ,fenchel und ,weipappel geschmckten ,festzge durch die ,straen fhrtest und die dickbackigen ,schlangen drcktest und ber dem ,kopfe schwenktest1 ,evoe ,saboi6 rufend und dazu tanzend3 ,hyes ,attes1 ,attes ,hyes62 von den alten ,weibern als ,vorsteher und ,anfhrer und ,kistostrger begrt1 und mit ,kuchen1 ,bretzeln und ,semmelbrod dafr belohnt4 ,im wesentlichen waren diese ,mysterien offenbar eine ,todesfeier des ,dionysios2 seine ,zerreiung durch die ,titanen1 sein ,tod und seine ,bestattung1 und seine ,wiederauferweckung als nunmehrigen ,beherrschers der ,unterwelt und ,totenrichters wurde mimisch dargestellt4 ,sie zerfielen daher hnlich wie die eleusinischen in zwei ,teile1 in den ernsten und dsteren ,nachtdienst und den lustigen heiteren ,tagdienst4 ,der erstere endete1 da eine ,leichenfeier nach orientalischen ,begriffen verunreinigt1 mit ,shnungen und ,reinigungen durch ,gebete und ,waschungen1 und hierbei wurden jene ,worte gesprochen1 die ,demosthenes erwhnt3 ,ich entrann dem bel und fand das ,bessere4 ,der ,tagdienst versinnlichte die ,hoffnungen einer knftigen ,seligkeit1 die man ausdrcklich als das glckliche ,loos der ,eingeweihten betrachtete4 ,als geheiligte ,dionysosdiener 7,bacchen7 begaben sie sich in ,festzgen zu den ,tempeln1 um ,dankopfer darzubringen2 mit ,weipappel und ,fenchel bekrnzt1 whrend die begleitende ,menge ,nartheken- und ,kistoszweige in den ,hnden trug 7der ,kistos1 cistus1 war ein ,strauch mit rosenfarbigen ,blten71 unter den ,jubelrufen3 ,hyes ,attes usw43 ,er lebt der ,vermite1 der ,vermite lebt6 ,die ,orphiker waren1 wie alle anderen ,mysten zur strengen ,geheimhaltung der mit ihrem mystischen ,kultus verknpften ,lehre verbunden4 ,da nmlich ein bestimmter ,ideenkreis mit dem samothrakischen ,weihedienst verbunden war1 berichtet schon ,herodot ,,ii4 #ea4 ,wer in die samothrakischen ,mysterien eingeweiht ist1 wei1 was ich meine1 ist freilich alles1 was er sagt4 ,offenbar war er selber in sie eingeweiht und scheute sich deshalb etwas ,nheres mitzuteilen4 ,aller ,wahrscheinlichkeit nach aber ist diese ,lehre in dem als heilige ,sage bezeichneten ,gedichte niedergelegt1 das man in der alexandrinischen ,periode allgemein dem ,pythagoras als ,verfasser zuschob2 die ,pythagorer jener ,zeit waren smtlich ,orphiker4 ,man wird sich dieses ,gedicht bei der feierlichen ,aufnahme in den ,kreis der ,mysten gesprochen zu denken haben3 ,jnglinge1 horcht ehrfrchtig und still auf ,alles4 ,ich will jetzt ,zu den ,geweiheten reden4 ,profanen schlieet die ,thren1 ,allen zumal4 ,du ,sprling des leuchtenden ,monds und der ,musen ,sohn1 ,du hre4 ,denn ,wahres verknd' ich1 damit nicht des ,busens ,frher gehegter ,wahn ,dein liebes ,leben verblende4 ,trachte nach gttlicher ,einsicht vielmehr1 sie fa in das ,auge1 ,lenke nach ihr das verstndige ,herz1 und wandel' auf ihrem ,pfad recht1 einzig den ,blick auf den ,herrscher des ,weltalls gerichtet4 ,einer ,er1 sein selbst ,grund4 ,von dem ,einen stammt alles ,geschaffne4 ,darin tritt ,er hervor2 denn ,ihn selbst ist der ,sterblichen ,keiner ,anzuschauen im ,stande1 obgleich sie ,smmtliche ,er schaut4 ,er ist's1 der aus ,gutem den ,sterblichen bles verhnget3 ,schauder erregenden ,krieg und beweinenswrdige ,trbsal2 ,auch ist kein ,anderer ja noch auer dem groen ,beherrscher4 ,aber ,ihn kann ich nicht schau'n2 denn in ,dunkel ist er gehllet1 ,und wir ,sterblichen haben nur blde sterbliche ,augen1 ,zu schwach ihn zu erblicken1 den ,gott1 der ,alles regieret4 ,denn auf das eh'rne ,gewlbe des ,himmels hat er errichtet ,seinen goldenen ,thron1 die ,erde liegt ihm zu ,fen1 ,und bis fern zu den ,grenzen des ,oceans hlt er die ,rechte ,allhin ausgestreckt2 vor ihr erbeben die hohen ,berg' und die ,strm' und die ,tiefen des blulichen dunkelen ,meeres4 ,o ,du ,herrscher des ,meers und des ,landes1 des thers und ,abgrunds1 ,der ,du den festen ,olymp mit ,deinem ,donner erschtterst1 ,du1 vor welchem die ,geister erschauern1 die ,gtter erzittern1 ,dem die ,geschicke gehorchen1 so unerweichlich sie sonst sind1 ,ewiger ,vater der ,mutter ,natur1 de ,willen sich ,alles ,beugt1 der die ,winde bewegt1 den ,himmel mit ,wolken verhllet1 ,de ,blitzstrahlen der ther sich theilt1 -- ,dein ist der ,gestirne ,ordnung1 sie laufen nach ,deinen unwandelbaren ,geheien1 ,dein ist der junge ,lenz1 der von purpurnen ,blumen erglnzet1 ,dein ist des ,winters ,sturm1 der ,schneegestber heranfhrt1 ,dein ist der bacchisch jubelnde ,herbst1 der ,frchte vertheilet4 ,ew'ges unsterbliches ,wesen1 nennbar ,unsterblichen einzig1 ,komm1 mit dem mchtigen ,schicksal vereint1 o erhabenste ,gottheit1 ,furchtbar und unbezwinglich und ewig1 in ther gehllt1 und ,gnad' uns1 gepriesene ,zahl1 die du ,gtter und ,menschen erzeuget1 ,heil'ge ,vierfaltigkeit ,du1 die der ewig strmenden ,schpfung ,wrze enthlt und ,quell6 ,denn es gehet die heilige ,urzahl#fjh ,aus von der ,einheit#fji ,tiefen1 der unvermischten1 bis da sie ,kommt zu der heiligen ,vier#faj2 die gebiehrt dann die ,mutter des ,alls#faa1 die ,alles aufnehmende1 ,alles umgrnzende1 erstgebor'ne1 ,nie ablenkende1 nimmer ermdende1 heilige ,zehn1 die ,schlsselhalt'rin des ,alls1 die der ,urzahl#fab gleichet in ,allem4 ,aber ,du1 sume nicht zgernd1 ,du ,sterblicher1 wechselnd gesinnter1 ,sondern zur ,umkehr lenkend mach' huldvoll geneigt ,dir die ,gottheit4 ,ehre zuerst die unsterblichen ,gtter1 so wie es die ,sitte ,lehrt2 hoch halte den ,eid1 und dann die erlauchten ,heroen4 ,leist' auch die bruchlichen ,pflichten den unterird'schen ,dmonen6 ,ehre die ,eltern sodann1 und die ,dir am nchsten verwandt sind1 ,und vor den ,andern erwhle zum ,freund1 wer an ,tugend hervorragt4 ,werde dem ,freund nicht ,feind um keine ,fehler1 so lang ,du ,irgend nur kannst2 wohnt ,knnen und ,mssen doch nah bei einander4 ,dies nun halte ,du so4 ,zu beherrschen gewhne ,dich aber ,dieses3 vor allem den ,bauch1 dann den ,schlaf und die ,wollust und dann den ,zorn4 ,unsittliches sollst ,du mit ,anderen weder verben1 ,noch auch allein2 denn es ziemt ,dir am meisten ,scham vor ,dir selber4 ,ferner ,gerechtigkeit lern' in ,werken und ,worten zu ben1 ,und bei ,nichts ,dich im ,leben mit ,unvernunft zu betragen6 ,sondern erwge1 da blos der ,tod uns allen gewi ist1 ,da man den ird'schen ,besitz bald aber gewinnt1 bald verlieret4 ,drum1 was des ,himmels ,geschick an ,schmerzen den ,sterblichen bringet1 ,wenn ,du ,dein ,theil empfngst1 so trag es und murre nicht1 sondern ,suche zu heilen1 so viel ,du vermagst1 und denke1 da dessen ,doch nicht allzuviel aufbrdet das ,schicksal den ,guten4 ,vielerlei ist das ,gerede1 bald gut und bald schlecht1 das die ,menschen ,trifft3 ,drum lasse ,du's weder ,dich jemals erschrecken1 noch jemals ,gar am ,handeln verhindern2 und sagt man ,lgen1 so trags mit ,gleichmuth4 ,was ich ,dir aber jetzt sage1 das thue vor ,allem3 ,niemand mit ,wort und mit ,that bewege ,dich je1 da ,du ,etwas ,thust oder sagst1 was ,du selber nicht als das ,bessere billigst6 ,vor der ,that berlege1 da es nichts ,thrichtes werde1 ,sondern ,du nur vollfhrst1 was nicht nachher ,dich gereu'n wird4 ,trpfe nur sagen und thun1 was ,unvernunft fr einen ,mann ist4 ,was ,du nicht recht verstehst1 unternimm nicht1 sondern wo's ,noth ist1 ,la ,dich belehren6 ,so wird das ,leben ,dir heiter und leicht sein4 ,auch die ,gesundheit des ,krpers ist werth1 da ,du nicht sie miachtest1 ,sondern in ,speis' und in ,trank und in leiblichen bungen halte ,ma2 und das richtige ,ma hei' ich was nie ,dich erschpfet4 ,sauberkeit liebend auch sei1 doch fern von ppigkeit ,deine ,lebensweise2 vermeide dabei1 was ,neid ,dir erreget4 ,keinen unpassenden ,aufwand1 wie der1 dem feinrer ,geschmack fehlt6 ,sei aber auch nicht knickrig6 ,denn ,ma ist in ,allem das ,beste4 ,handle nur so1 da ,du selbst nicht ,dir schadest1 und denke zuvor nach4 ,niemals lasse den ,schlaf auf die zarten ,augen ,dir sinken1 ,eh' von den ,werken des ,tags dreimal ,du jedes gemustert3 ,wo ward gefehlt8 ,was gethan8 ,ward keine ,pflicht unterlassen8 ,so anfangend vom ,ersten geh' ,alles durch1 und wofern ,du ,schlechtes gethan1 so erschrick6 ,wenn aber ,gutes1 so freu' ,dich6 ,dem weih' ,mh'1 dem ,sorgfalt und ,flei1 de pflege mit ,liebe6 ,dies ist's1 was auf die ,fhrte der gttlichen ,tugend ,dich bringt1 bei ,dem1 der unserem ,geist die ,vielfaltigkeit lehrte1 den ,quell der ,ewig strmenden ,schpfung4 ,geh' nur getrost an das ,werk1 und ,bitte zu ,end' es zu fhren die ,gtter4 ,wenn dies ,du erlangst1 so ,wird der unsterblichen ,gtter und sterblichen ,menschen ,verbindung ,klar ,dir1 wie sie durch ,jedes hindurch geht und ,jedes beherrscht2 doch ,klar auch1 da1 nach ,gebhr1 die ,natur in ,allem sich gleich bleibt1 ,so da ,du ,nichts ,unmgliches hoffst1 und von ,nichts berrascht wirst2 ,klar1 da die ,menschen auch leiden an selbst verschuldeten beln4 ,o die ,unsel'gen6 sie hren und sehn ,nichts von dem nahegeleg'nen ,guten1 und auch die ,erlsung vom bel erkennen nur ,wen'ge4 ,so verblendet den ,sinn die ,thorheit ihnen4 ,vom ,wirbel ,lassen sie unvermerkt sich in ,leid fortreien1 weil nicht sie ,ahnen1 da schlimmes ,gefolge1 das schadende ,unheil1 sich ihnen ,anhngt1 das man nicht locken1 nein fliehen mu1 indem man ihm ausweicht4 ,vater ,zeus1 o wie vielfachem ,weh enthbest ,du ,alle1 ,wenn ,du nur ,jeglichem zeigtest1 was fr ein ,dmon ihm nachfolgt4 ,aber nur ,muth1 da gttlichen ,stammes die ,sterblichen sind1 und ,ihre geweihte ,natur sie bevorzugt1 ,jegliches selbst lehrt6 ,ward ,dir dies nicht versagt1 so erlangst ,du auch1 wie ich ermahne1 ,da ,du die ,seele ,dir heilend von diesen ,leiden errettest4 ,meide die ,anfnge nur1 von dem was ich sagte1 zur ,lut'rung ,und zur ,erlsung des ,geists streng prfend2 erwge nur ,jedes ,und erwhl' die ,vernunft zum hchsten und obersten ,lenker4 ,wenn ,du den ,leib dann verlassend zum freien ther emporsteigst1 ,wirst ,du unsterblich sein1 ein seliger ,gott und kein ,mensch mehr4 ,hiermit endete der moralische ,teil der heiligen ,sage1 den wir wohl auch nur in seinen ,hauptumrissen besitzen1 wenn er gleich offenbar weniger lckenhaft erhalten ist1 als der erste metaphysische ,teil4 ,es folgten nun noch einige ,verse1 die sogenannten ,orphischen ,schwre1 welche das ,ganze abschlossen4 ,sie scheinen1 -- denn etwas ganz ,bestimmtes lt sich aus dem kurzen1 gerade der wesentlichen ,end-,zeilen entbehrenden ,fragmente nicht festsetzen1 -- den ,leser beschworen zu haben1 entweder nichts an dem ,buche zu ndern1 oder seinen ,inhalt geheim zu halten4 ,was uns berliefert wird1 lautet nach ,beseitigung einiger spteren ,entstellungen3 ,ja beim ,himmel beschwr ich1 dem weisen ,werke des groen ,gottes ,dich1 und beim ,lichte des ,vaters1 das er zum ersten ,mal' ausstrahlte1 wie seinen ,rathschlssen gem er den ,weltbau ,grndete1 und mu etwa so ergnzt werden3 ,da ,du dies ,buch vor jeder ,entweihung bewahrest6 ,sechstes ,kapitel4 ,anaxagoras4 ,aus der etwas narkotischen ,atmosphre der ,mysterien und ihrer symbolischen trumerischen ,geheimlehre1 -- wenn man berhaupt von einer mit ihnen verknpften ,lehre sprechen will --1 wenden wir uns gern wieder zur ,entwicklung der griechischen ,philosophie zurck1 deren klassische ,blte in ,athen sich in derselben ,zeit entfaltete1 in der diese ,stadt1 das ,auge von ,hellas unter der ,leitung des ,perikles ihr kurzes1 aber in der ,weltgeschichte unvergleichlich dastehendes ,ideal eines sthetischen ,gemeinwesens erfllt4 ,hier war es der ,philosoph ,anaxagoras1 der1 wie ,aristoteles 7,metaphysik ,i4 #c7 hervorhebt1 als der ,erste vor ,jedermann den ,satz aussprach1 wie in den lebenden ,wesen1 so wohne auch in der ,natur eine ,vernunft1 und diese sei die ,ursache der gesammten ,weltordnung1 ein ,satz1 welcher gegenber den frheren sinn- und haltlosen ,behauptungen eigentlich erst die ,periode des nchternen ,denkens erffnete4 ,seine eigenen ,zeitgenossen geben diesem ,manne1 der wie ,plutarch1 ,leben des ,perikles ,kap4 #d berichtet1 den meisten ,umgang mit ,perikles hatte1 der ihm jene ,kraft1 jenen festen und standhaften ,muth1 das ,volk zu leiten1 beibrachte und berhaupt seinen ,charakter zu einer besonderen ,wrde und ,vollkommenheit erhob1 den ,beinamen ,nus1 ,verstand1 entweder aus ,bewunderung ber seine groen und ungemeinen ,einsichten in der ,naturkunde1 oder weil er zuerst als ,prinzip der ,einrichtung des ,weltalls nicht den ,zufall noch die ,notwendigkeit1 sondern einen reinen1 lauteren ,verstand annahm1 der aus allen anderen zusammengemischten ,dingen die gleichartigen ,theile absonderte4 ,anaxagoras war #ejj v4 ,chr4 ,geburt zu ,klazomen in ,jonien geboren2 sein ,vater1 ,hegesibulos1 besa hier ein nicht unbedeutendes ,vermgen und ansehnliche politische ,stellung4 ,anaxagoras verlie jedoch in frhem ,mannesalter seine ,vaterstadt und begab sich nach ,athen1 wo er1 wie gesagt1 ein ,vertrauter des ,perikles wurde4 ,die ,naturforschung betrachtete er als seinen eigentlichen ,lebensberuf2 besonders die ,astronomie4 ,er versuchte die ,sonnenfinsternisse aus natrlichen ,ursachen zu erklren und nahm der ,sonne ihre ,gttlichkeit1 indem er sie fr eine glhende ,metallmasse erklrte1 die grer sei als der ,peloponnes4 ,auch soll er versucht haben1 eine ,kometentheorie zu liefern1 und gewi ist1 da er vom ,monde behauptet hat1 derselbe habe1 hnlich wie die ,erde1 ,berge und ,thler und sei wahrscheinlich bewohnt4 ,vermuthlich gaben diese naturwissenschaftlichen weit mehr als seine eigentlich philosophischen ,behauptungen den ,feinden des ,perikles1 die dadurch mehr diesen1 als den ,philosophen selbst treffen wollten1 den ,anla1 ihn kurz vor ,ausbruch des peloponnesischen ,krieges in eine ,anklage wegen ,leugnung der ,staatsgtter zu verwickeln4 ,sein beredter und einflureicher ,gnner vermochte ihn nicht vor einer ,verurteilung zu schtzen1 er wurde mit einer ,geldstrafe von #e ,talenten belegt und aus der ,stadt verwiesen4 ,er begab sich darauf nach ,lampsacus1 wo er in hohem ,alter1 angeblich infolge freiwilliger ,nahrungsenthaltung1 sein ,leben beschlo4 ,seine ,weltanschauung kann1 sofern er ausdrcklich den ,geist1 ,verstand oder die ,vernunft1 welche den ,kosmos gestaltet1 nicht fr unbewut erklrt1 sondern sagt1 da derselbe aus seinem ,wissen und nach seiner ,vorherbestimmung die ,welt gebildet habe1 als deistische und dualistische bezeichnet werden4 brigens machte er1 wie wir aus ,platos ,phdon und ,aristoteles erfahren1 von dem teleologischen ,prinzip nur einen sparsamen ,gebrauch2 wo er mit einer rein mechanischen ,erklrung auskommen konnte1 gab er dieser in echt naturwissenschaftlicher ,denkart den ,vorzug4 ,dem uranfnglichen ,geist stand nach seiner ,lehre als passives ,prinzip die ewige ,materie gegenber2 der ,geist wirkte auf diese1 aus deren ,chaos er den ,kosmos gestaltete1 seit dieser ersten ,schpfungsthat nur1 wie ,zeller sagt1 noch als ,maschinengott ein4 ,was die ,konstruktion des ,begriffs der ,materie betrifft1 so nahm er abweichend von den brigens an seine eigene nchterne ,naturforschung anknpfenden ,atomistikern1 welche die einfachsten ,krper fr die ursprnglichsten hielten1 umgekehrt fr jedes besondere ,ding gleichnamige ,urelemente an1 so da z4 ,b4 ,erde1 ,stein1 ,gold1 ,blut1 ,knochen1 aus unendlich kleinen ebenso individuell bestimmten ,erd-1 ,stein-1 ,gold-1 ,blut-1 ,knochenteilchen bestehe und man in der ,teilung der ,krper immer auf etwas ,gleichartiges komme4 ,diese ,urstoffe wurden von ihm oder seinen ,nachfolgern ,homomerien genannt4 ,in der ,wirklichkeit kommen diese ,grundstoffe jedoch niemals ganz rein und abgesondert von allen andern vor2 allen ist fremdartiges beigemischt4 ,in ,allen ist ,alles oder jeder ,materienteil ist ein ,universum im ,kleinen4 ,wenn uns ein ,gegenstand irgend eine ,eigenschaft mit ,ausschlu anderer zu besitzen scheint1 so rhrt dies nur daher1 weil von den entsprechenden ,homomerien mehr in ihm sind1 als von anderen2 in ,wahrheit hat aber jedes ,ding ,stoffe jeder ,art in sich4 ,nur der ,geist ist nicht in allen ,dingen2 sondern nur in einigen1 welche eine ,seele haben4 ,da der ,geist allein das ist1 was die ,bewegung hervorbringt1 so hat jedes sich selbst bewegende ,wesen eine ,seele4 ,darum legt er auch schon den ,pflanzen1 sofern ,wachstum ,bewegung ist1 ,leben 7,seele7 und sogar eine schwache ,empfindung bei4 ,bezglich der ,entstehung des organischen ,lebens und der ,entwicklung der ,arten traf er ungeachtet seines grundstzlich teleologischen ,ausgangspunkts mit ,empedocles zusammen1 von dem er dagegen als ,leugner aller bernatrlichen ,wunder und ,vorbedeutungen erheblich abwich4 ,er leugnete1 wie es scheint1 die ,unsterblichkeit der geistigen ,individualitt1 da diese krperlich bedingt sei2 nur der unpersnliche ,geist als solcher sei ewig4 ,siebentes ,kapitel4 ,die ,atomistiker1 insbesondere ,demokritos4 ,die ,atomistiker1 welche ,ritter in seiner ,geschichte der ,philosophie sehr belwollend behandelt und kaum noch fr ,philosophen gelten lassen mchte1 bezeichnen in ,wahrheit die besonnenste und streng wissenschaftlich genommen hchste ,stufe der ,natur-,philosophie des ,altertums4 ,ihr eigentlicher ,begrnder war ,leucippos1 von dessen ,leben und genaueren ,ansichten uns aber so wenig berliefert ist1 da er nur als der ,lehrer seines groen ,schlers ,demokrit genannt zu werden verdient4 ,der ,zeitpunkt der ,geburt des ,demokrit ist ungewi1 zwischen #dbd bis #dfj v4 ,chr4 ,sein ,geburtsort war ,abdera1 eine ,stadt1 die spter zwar in den ,ruf eines antiken ,schilda oder ,schppenstedt gekommen ist1 damals aber durch ,bildung und ,wohlstand ausgezeichnet war4 ,sein ,vater war reich genug1 um den ,xerxes und dessen ,armee auf dem ,rckzuge nach der ,schlacht bei ,salamis einige ,tage zu verpflegen4 ,demokrit hat jedenfalls in seiner ,jugend mehrere ,jahre auf ,reisen zu wissenschaftlichen ,zwecken in ,asien und ,afrika verwendet4 ,er soll sogar auf diesen ,reisen das ererbte ,dritteil des groen vterlichen ,vermgens verbraucht haben4 ,diogenes ,laertius behauptet1 da er schon als ,knabe ,unterricht durch ,magier bekommen habe2 dann ,jahre lang in ,egypten zugebracht1 sogar thiopien und ,indien besucht habe4 ,den ,unterricht des ,leucippos hatte er bereits vor diesen ,reisen genossen4 ,nach der ,rckkehr von denselben lie er sich wieder in ,abdera nieder1 von wo aus er gelegentlich auch ,athen besucht hat4 ,die ,erzhlung von seiner ,selbstblendung 7,gellius ,n4 ,a4 ,x1 #ag7 verdankt vielleicht einer miverstndlichen ,deutung seiner uerungen ber die ,unzuverlssigkeit der ,sinneswahrnehmung ihre ,entstehung2 schon ,plutarch hat sie als ,lge bezeichnet4 ,demokrit starb hochbetagt in ,abdera4 ,er hinterlie eine groe ,anzahl von ,schriften und kann1 nach dem ,verzeichnis derselben zu schlieen1 das ,laertius uns hinterlassen hat1 als einer der produktivsten ,denker des griechischen ,altertums bezeichnet werden2 auch haben wir allen ,grund den ,verlust seiner ,schriften zu beklagen1 weil dieselben nach dem ,urteil kompetenter ,zeitgenossen und ,nachfolger sich sowohl durch ihre wissenschaftliche ,strenge wie auch durch formelle ,schnheit der ,sprache ausgezeichnet haben sollen4 ,sein ,denken richtete sich nicht1 wie das fast aller seiner ,vorgnger in der ,philosophie1 besonders der ,eleaten1 von vornherein auf das einheitliche ,sein1 vielmehr zunchst auf die ,bestandteile der ,zusammensetzung der materiellen ,wirklichkeit1 welcher er den leeren ,raum als ,reprsentanten des ,nichtseins gegenberstellt4 ,allerdings fat er auch dieses ,nichtsein1 diesen leeren ,raum nicht als vllige ,negation des ,seins auf2 vielmehr schreibt er ausdrcklich auch dem ,leeren eine objektive ,realitt zu und in diesem ,sinne behauptet er im ,gegensatz zu den ,eleaten ausdrcklich1 das ,sein sei um nichts realer als das ,nichts4 ,dasjenige ,sein im ,sinne materieller ,wirklichkeit nun1 welches dem leeren ,raum als dessen ,erfllung gegenbersteht1 ist kein zusammenhngendes1 sondern besteht aus unzhligen ,atomen3 diese letzten ,elemente des ,seienden sind ihrer ,substanz nach schlechthin einfach1 qualitativ gleichartig und unvernderlich2 sie unterscheiden sich aber in quantitativer ,beziehung1 hinsichtlich ihrer ,form1 ,gre und ,lage1 auch ,schwere4 ,sie sind daher keineswegs1 wie dies in der neueren ,gestaltung der wissenschaftlichen ,atomistik vielfach behauptet wird1 mathematische ,punkte1 sondern ,krper von gewisser ,gre1 nur zu klein1 um mit dem ,sinne wahrgenommen zu werden4 ,schwere1 richtiger ,gewicht1 kommt ihnen zu1 da sie eine conditio sine qua non der ,krperlichkeit berhaupt ist2 und das ,gewicht der wahrnehmbaren ,krper ist eben nur das ,produkt der sie zusammensetzenden ,atomgewichte4 ,wenn es scheint1 ein grerer ,krper sei leichter1 als ein kleinerer1 so rhrt dies nur daher1 da er zwischen den einzelnen ,atomen oder ,atomverbindungen mehr leeren ,zwischenraum enthlt1 da also seine ,masse in ,wahrheit geringer ist1 als die der anderen4#fac ,das ,leere dachte ,demokrit sich unbegrenzt1 die ,zahl der von ihm umfaten ,atome unendlich4 ,alle sinnlich wahrnehmbaren ,eigenschaften der ,dinge nun sind in letztem ,grunde ausschlielich auf die ,menge1 die ,gre1 die ,gestalt und das rumliche ,verhltnis der ,atome zurckzufhren1 und ebenso jede ,vernderung der ,einzelkrper als solcher auf eine ,vernderung ihrer ,atomverbindungen4 ,so hat bereits ,demokrit den unendlich wichtigen ,schritt gemacht1 alle qualitativen ,eigenschaften und ,vernderungen auf quantitative ,beziehungen zurckzufhren1 ein ,schritt1 der1 wenn er auch philosophisch zum ,irrtum fhrt1 sofern der ,materialismus darin die letzte ,aufklrung des ,weltrtsels findet1 doch die ,voraussetzung einer wirklich wissenschaftlichen ,naturforschung bildet1 da nur so die ,anwendung der ,mathematik auf ihre ,objekte mglich wird und positive ,ergebnisse immer erst bei ,rckfhrung eines ,naturphnomens auf seine bestimmten quantitativen ,verhltnisse zu erwarten sind4 ,ich erinnere an die enorme ,bedeutung der quantitativen ,bestimmung der ,schwere durch ,galilei1 des ,wrme-quivalents durch ,r4 ,mayer4 ,auerdem aber enthlt diese ,behauptung ,demokrits einen ganz auerordentlichen ,fortschritt in der ,erkenntnistheorie1 der irrtmlich hufig erst einem ,locke zugeschrieben wird4 ,demokrit unterschied nmlich klar zwischen primren und sekundren ,eigenschaften der ,dinge2 die sekundren ,eigenschaften1 ,farbe1 ,geruch1 ,geschmack1 ,wrme1 ,klte usw4 erkannte er als blo subjektive ,wirkungen der ,atome auf unser ,empfindungsorgan4 ,die ,lehre von den vier ,elementen hatte natrlich innerhalb dieser atomistischen ,theorie keinen ,platz mehr4 ,aus den zuflligen ,bewegungen der ,atome leitete nun ,demokrit die ,entstehung der ,welten her2 fr den ,zufall knnten wir auch die ,naturnotwendigkeit setzen2 ausgeschlossen sein soll damit nur der ,anteil eines zweckbildenden ,geistes1 der ,verstand des ,anaxagoras4 ,durch die ,bewegung der ,atome wird einerseits das gleichartige zusammengefhrt2 denn1 was an ,schwere und ,gestalt gleich ist1 wird eben deshalb an die gleichen ,orte sinken oder getrieben werden2 andrerseits werden auch1 wenn verschiedengestaltete ,krperchen durcheinander geschttelt werden1 viele von ihnen aneinanderhngen und sich ineinander verwickeln und ihren ,lauf gegenseitig hemmen1 so da auch manche an einem ,orte festgehalten werden1 der ihrer ,natur an sich nicht gem ist1 und so kommt es zur ,bildung zusammengesetzter ,krper1 zur ,wirbelbewegung und zur ,strung des ,gleichgewichts d4 h4 zu all jenen vielfltigen sich kreuzenden ,bewegungen des ,wachstums1 der ,ernhrung1 des ,vergehens1 welchen ein wechselndes subjektives ,empfinden korrespondiert4 ,soweit deckt sich seine rein mechanische ,naturerklrung fast durchaus mit den ,grundzgen des modernen ,materialismus4 ,allein ein erheblicher ,unterschied zwischen ,demokrit und unseren modernen ,materialisten besteht darin1 da ersterer einen besonderen ,seelenstoff annahm1 der aus den feinsten1 rundesten1 glattsten und daher beweglichsten ,atomen bestehe4 ,ja1 er glaubt sogar an eine ,unsterblichkeit der ,seele1 und zwar an eine ,auferstehung der ,toten und wird deswegen von ,plinius verspottet4 7,plin4 ,h4 ,n4 ,,vii1 c4 #ef47 ,man wird diesen scheinbaren ,widerspruch in seinem ,system auf seine ,studienreisen im ,orient zurckzufhren haben und auf seine ,erfahrungen bei den ,magiern des ,ostens4 ,findet sich doch unter dem ,verzeichnis seiner ,schriften von ,diogenes ,laertius auch eine solche ber die ,litteratur der ,babylonier1 die1 wie ,rth1 ,geschichte der abendlndischen ,philosophie ,i1 #cfb1 meint1 wohl nichts als ein ,bericht ber die ,lehre der ,magier gewesen ist4 ,auch ,philostratus versichert in seinem ,leben des ,apollonius von ,tyana1 da ,demokrit ein ,schler der ,magier gewesen1 und lt sogar den ,apollonius in seiner ,apologie behaupten1 da er durch magische ,knste ,abdera von einer ,pest befreit habe4 ,vielleicht liegt der letzteren ,behauptung ein hnlicher historischer ,kern zu ,grunde1 wie der gleichen ,erzhlung von ,empedocles4 ,es wird sich weniger um eigentliche ,magie1 als um ,verwertung seiner physikalischen und medizinischen1 vielleicht auch psychologischen ,kenntnisse gehandelt haben4 99 99 99 99 99 ,ich erwhnte schon oben1 da der ,professor ,ritter den ,atomistikern in seiner ,geschichte der ,philosophie keine wohlwollende ,behandlung zu teil werden lt2 derselbe schreibt in der ,allgem4 ,encyklopdie von ,ersch und ,gruber sogar3 ,er bewegte sich in derselben ,richtung1 in welcher um die ,zeit des ,sokrates viele waren1 denen die ,wissenschaft fast nur als ein ,spiel der ,vorstellungsweise erschien4 ,wenn er gleich selbst die ,knste dieser ,mnner1 welche gewhnlich unter dem ,namen der ,sophisten zusammengefat werden1 in starken ,ausdrcken tadelte1 so war er doch von ihrer ,denkart nicht fern4 ,diesen ,vorwurf1 den auch ,schleiermacher erhebt1 hat ,zeller in seiner ,philosophie der ,griechen1 ,s4 #idc-iei1 grndlich zurckgewiesen4 ,ich hebe aus letzterer folgenden ,satz hervor3 ,im allgemeinen mu ber die ,zusammenstellung der ,atomistik mit der ,sophistik bemerkt werden1 da dieselbe auf einem allzu unbestimmten ,begriff der ,sophistik beruht4 ,sophistik wird jede ,denkweise genannt1 in der man die rechte wissenschaftliche ,gesinnung vermit4 ,dies ist aber nicht das geschichtliche ,wesen der ,sophistik1 dieses besteht vielmehr in der ,zurckziehung des ,denkens aus der objektiven ,forschung1 in seiner ,beschrnkung auf eine einseitig subjektive1 gegen die wissenschaftliche ,wahrheit gleichgltige ,reflexion1 in der ,behauptung1 da alle unsere ,vorstellungen blo subjektive ,erscheinungen1 alle sittlichen ,begriffe und ,grundstze willkrliche ,satzungen seien4 ,von allen diesen ,zgen findet sich nichts bei den ,atomistikern4 99 99 99 99 99 ,im brigen verdienen die ,sophisten hier nur insofern berhrt zu werden1 als dieselben ihre ,hauptaufgabe im ,gelderwerb durch ,verbreitung einer ,art von rein negativer ,aufklrung suchten1 deren ,mittelpunkt der bodenloseste ,skepticismus war2 auerdem durch ihre damit zusammenhngende frivole ,disputiersucht4 ,die bekanntesten dieser ,virtuosen der ,deputierkunst waren ,gorgias und ,protagoras1 letzterer allerdings ein ,landsmann des ,demokrit4 ,der berhmteste ,satz des ,protagoras ist der3 ,der ,mensch ist das ,ma aller ,dinge1 der seienden1 da sie sind1 der nichtseienden1 da sie nicht sind4 ,damit wurde der subjektivistische ,grundsatz aufgestellt3 ,jedes ,ding ist fr jedes ,individuum so1 wie es erscheint1 aber es ist so auch nur fr dies ,individuum und genauer fr dessen augenblicklichen ,wahrnehmungszustand4 ,wenn ,hegel irgendwo 7,w4 ,w4 ,,xiv4 #e;ff47 ein berechtigtes ,moment in der ,wirksamkeit dieser ,leute hervorgehoben haben soll1 so wird er dies hoffentlich nur in dem ,sinne gemeint haben1 da durch ihre ,wirksamkeit der ,hauptansto fr die gewaltige ,persnlichkeit des ,sokrates gegeben worden ist1 dem eingebildeten ,scheinwissen und der sophistischen ,halbbildung berhaupt den ,streit zu verknden und diesem ,streite ihr ,leben zu widmen und zu opfern4 ,achtes ,kapitel4 ,sokrates und sein ,dmonium4 ,von ,sokrates wurde schon im ,altertum gesagt1 da er die ,philosophie vom ,himmel zur ,erde zurckgerufen habe2 man wollte damit sagen1 da er die philosophische ,forschung nicht auf die ,erkenntnis des ,weltrtsels1 sondern auf diejenige des ,menschenrtsels beschrnkt wissen wollte4 ,er redete1 schreibt sein ,schler ,xenophon1 nicht wie die ,meisten1 ber die ,natur des ,weltalls1 indem er darber ,betrachtungen angestellt htte1 was es mit dem von den ,philosophen so genannten ,kosmos fr eine ,bewandtnis habe und nach welchen ,naturgesetzen alle ,himmelserscheinungen vor sich gehen1 sondern er hielt sogar diejenigen1 welche ber solche ,dinge grbelten1 fr thricht4 ,auch bildete nicht etwa der ,mensch im ,sinne der psychologischen ,forschung den ,gegenstand seines ,interesses1 sondern dieses war ausschlielich die ,moral4 ,ein hervorragender ,platz in der ,geschichte der ,philosophie gebhrt ihm daher1 abgesehen von seiner ,begrndung der dialektischen ,methode und den dadurch jedenfalls gelegten ,grundstein der ,logik wesentlich nur vom ,standpunkte der praktischen ,philosophie aus4 ,fr bloe ,physiker oder gar bloe ,metaphysiker ist deshalb die ,weisheit des ,sokrates in der ,that1 wie ,schopenhauer schreibt1 ,parerg4 und ,paralipomen4 ,i #ac1 ein bloer ,glaubensartikel4 ,schopenhauer aber1 der doch mehr sein wollte1 als dieses1 der vielmehr zahlreiche geistvolle ,beitrge zur ,ethik und ,lebensweisheit geschrieben hat1 htte einige seiner ,bemerkungen ber ,sokrates besser ungeschrieben gelassen4 ,so meint er z4 ,b43 ,nach ,lukianos htte ,sokrates einen dicken ,bauch gehabt1 welches eben nicht zu den ,abzeichen des ,genies gehrt4 -- ,ferner gleitet er zu der ,bemerkung herab1 es stehe zweifelhaft hinsichtlich seiner hohen ,geistesfhigkeiten1 weil er nichts geschrieben habe4 ,ich habe mir an dieser ,stelle meiner ,schopenhauer-,ausgabe die ,randnote nicht versagen knnen3 ,o si tacuisses usw46 ,schopenhauer1 der allerdings selber seine eigene ,theorie in der ,praxis verleugnete1 hatte eben von der ,philosophie nur einen halben ,begriff1 er verlegte sie ausschlielich in die ,sphre der ,vorstellung4 ,er htte aber von ,sokrates lernen knnen und sollen1 da die echte ,philosophie auf dem ,zusammenwirken beider1 berhaupt in der ,wirklichkeit untrennbaren ,seiten des ,menschenwesens1 des ,wollens und ,vorstellens beruht4 ,die philosophische ,gesinnung1 sagt sehr schn ,dhring1 leitet zu dem entsprechenden ,wissen1 und das errungene ,wissen wirkt seinerseits auf die ,willensrichtung magebend und veredelnd zurck4 ,richtig ist freilich1 da auch ,sokrates sich einer ,einseitigkeit schuldig machte1 wenn er nach jenem ,berichte des ,xenophon wirklich die ernste naturwissenschaftliche und naturphilosophische ,forschung verachtete4 ,allein diese ,einseitigkeit kann uns angesichts der geringen positiven ,erfolge des ihm vorliegenden bloen ,spekulierens in hohem ,grade entschuldbar erscheinen4 ,wre unsere ,aufgabe die1 eine ,geschichte der griechischen ,philosophie zu schreiben1 so wrde ,sokrates geradezu den ,mittelpunkt unserer ,darstellung bilden1 obwohl er nichts ,schriftliches hinterlassen hat und seine ,lehren deshalb indirekt aus den ,schriften seiner ,schler konstruiert werden mten4 ,wir wrden uns dann mit der schwierigen ,aufgabe befassen mssen1 den wahren ,sokrates aus der idealisierenden und subjektiv gefrbten ,darstellung seines begabtesten ,schlers1 ,platos1 und aus den gewi wahrheitsgetreuen1 aber unzulnglichen ,memorabilien des vielfach beschrnkten und der ,gre seines ,lehrers nicht gewachsenen ,xenophon herauszuarbeiten4 ,glcklicherweise aber gestattet uns die ,aufgabe dieses ,buches nicht einmal1 dieses ,problem zu berhren4 ,ja1 wenn es sich um die ,lehren des ,sokrates handelte1 so wrde es gerechtfertigt erscheinen1 ihn in diesem ,buche berhaupt zu bergehen1 da hier eben nur diejenigen ,lehren der griechischen ,philosophie in ,betracht kommen knnen1 welche irgend welche1 wenn auch noch so entfernte ,beziehungen zum ,occultismus haben4 ,nun aber stellt uns gerade ,sokrates weniger durch seine ,lehren1 als vielmehr durch sein ,leben und seine ,persnlichkeit eines der interessantesten occultistischen ,probleme4 ,der ,leser1 den ich selbstverstndlich als bekannt mit den wichtigsten ,daten des ,sokratischen ,lebens voraussetze1 wird schon wissen1 da ich damit auf das viel errterte ,problem des sog4 ,genius oder ,dmon des ,sokrates komme4 ,am liebsten wrde ich mich freilich auch der ,besprechung dieses ,gegenstandes durch den einfachen ,hinweis auf die gerade vom occultistischen ,standpunkte aus denselben grndlichst und lichtvoll beleuchtenden ,ausfhrungen du ,prels in seiner ,mystik der alten ,griechen entledigen1 vgl4 auch ,sphinx ,,iv1 #bb und #bd1 wie ich denn berhaupt in diesem ,bande den praktischen ,occultismus der ,griechen1 da derselbe in jener ,mystik der alten ,griechen seinen berufensten ,bearbeiter gefunden hat1 absichtlich bei ,seite lasse und nur die ,theorie bercksichtige4 ,dennoch wrde eine vllige bergehung gerade des ,sokrates im ,zusammenhange unserer ,darstellung vielleicht als ,lcke empfunden werden2 denn immerhin hat sich diese doch bislang am ,leitfaden der ,philosophie-,geschichte fortbewegt1 und ein direkter ,sprung von ,demokrit auf ,plato knnte unmotiviert erscheinen4 ,wir drfen deshalb die ,stellung des ,sokrates zum ,gegenstand der occultistischen ,forschung nicht unerwhnt lassen4 ,zunchst ist es nun schon an sich bemerkenswert1 da ein so nchterner und gewi von reinster ,wahrheitsliebe bis zum ,mrtyrertum beseelter ,denker1 mindestens doch einer der aufgeklrtesten ,kpfe seines ,zeitalters nachweislich dem ,glauben an die ,orakel ernstlich gehuldigt hat4 ,wir wissen1 da er den ,xenophon1 als derselbe ihn um seine ,meinung fragte1 ob es fr ihn ratsam sei1 sich der ,expedition des jngeren ,cyrus anzuschlieen1 ausdrcklich an das ,orakel zu ,delphi verwies4 ,unmglich knnen wir annehmen1 da er dies lediglich gethan1 um eine verantwortliche ,raterteilung von sich auf einen beliebigen ,dritten abzuwlzen4 ,auch berichtet ,xenophon in seinen ,memorabilien ber ihn folgendes3 ,es hat bses ,blut gemacht1 da ,sokrates sagte1 das ,dmonium gebe ihm ,andeutungen1 weshalb eben ganz besonders sie1 wie ich glaube1 ihn beschuldigt haben1 da er fremde ,gottheiten einfhre4 -- ,aber er fhrte damit ebensowenig etwas ,neues ein1 als all' die anderen1 welche an ,weissagungen glauben2 -- und vielen seiner ,freunde gab er den ,rath1 dieses zu thun1 jenes aber nicht zu thun1 weil ihm das ,dmonium eine ,andeutung gbe2 und denen1 die ihm folgten1 gereichte es zum ,nutzen1 diejenigen aber1 die ihm nicht folgten1 bereuten es4 -- ,die notwendigen ,dinge riet er so zu thun1 wie er glaubte1 da sie am besten gethan sein wrden2 hinsichtlich alles dessen aber1 dessen ,ausgang unberechenbar war1 verwies er sie an das ,orakel1 um zu fragen1 ob sie es unternehmen drften4 ,auch diejenigen1 welche ,haus- und ,staatsangelegenheiten gut verwalten wollten1 knnten1 sagte er1 der ,weissagekunst nicht entbehren1 obwohl er so etwas1 wie ein ,zimmermann1 ein ,schmied1 ein ,landmann1 ein ,beherrscher der ,menschen oder einer1 der dergleichen ,arbeiten zu prfen versteht1 oder ein ,rechenknstler1 ein ,hausverwalter oder ein ,heerfhrer zu werden1 fr erlernbar hielt und glaubte1 es knne auch schon durch menschliche ,einsicht gewonnen werden4 -- ,das ,wichtigste aber von dem1 was dabei in ,betracht kommt1 sagte er1 haben die ,gtter sich selbst vorbehalten und den ,menschen nicht offenbart4 ,denn weder knne der wissen1 welcher seinen ,acker gut bestellt habe1 wer die ,frchte einernten werde1 noch wisse der1 welcher sich ein schnes ,haus gebaut habe1 wer darin wohnen werde1 auch wisse ein ,feldherr nicht1 ob seine ,kriegsfhrung ,heil bringen werde1 und der ,staatsmann wisse nicht1 ob er mit gutem ,erfolge an der ,spitze des ,staates stehe2 auch wisse der nicht1 welcher ein schnes ,weib geheiratet hat1 um sich desselben zu erfreuen1 ob es ihm dereinst nicht ,kummer bereiten werde2 auch knne der nicht1 welcher zu ,verwandten einflureiche ,mnner im ,staate habe1 wissen1 ob er nicht gerade durch diese des ,staates verlustig gehen knnte4 ,diejenigen aber1 welche glaubten1 da nichts von alledem von der ,einwirkung der ,gtter abhngig sei1 sondern alles ,sache der menschlichen ,einsicht sei1 hielt er fr verrckt2 fr verrckt aber auch diejenigen1 welche ,weissagungen in solchen ,dingen haben wollten1 welche die ,gtter den ,menschen zur ,erlernung und zur ,beurteilung bergeben htten4 ,wenn z4 ,b4 einer fragte1 ob es besser sei1 einen des ,fahrens ,kundigen beim ,fuhrwerk anzunehmen oder einen ,unkundigen1 oder ob es besser sei1 einen1 der das ,steuern verstnde1 auf sein ,schiff zu nehmen oder einen1 der es nicht verstnde1 -- ein solcher1 wie auch diejenigen1 welche ,dinge1 die durch ,zhlen1 durch ,abmessen oder durch ,abwgen man sich aneignen knne1 von den ,gttern erfragten1 -- alle diese hielt er fr ,frevler4 ,er behauptete1 da man alles das1 was uns die ,gtter zur ,erlernung und zur ,ausfhrung gegeben htten1 erlernen mssen2 das aber1 was den ,menschen unergrndlich sei1 msse man mit ,hilfe der ,weissagekunst von den ,gttern zu erfragen versuchen2 denn die ,gtter gben denjenigen ,zeichen1 welchen sie gndig seien4 ,auch aus ,platos ,schriften knnen wir eine nicht geringe ,anzahl von ,selbstzeugnissen des ,sokrates ber das ,dmonium1 das er sich zuschrieb1 entnehmen4 ,dem ,alkibiades gegenber1 dessen ,vormund ,perikles war1 rhmt er sich 7,plato1 ,alkibiad4 #a71 da er in seinem ,dmonium einen besseren ,vormund besitze4 ,in seiner ,verteidigungsrede1 die ,plato jedenfalls in mglichst getreuem ,anschlu an seine eigenen ,worte uns wiedergiebt1 sagt er1 um sein grundstzliches ,fernhalten von ,politik zu erklren3 ,der ,grund davon liegt in dem1 was ,ihr mich oft und bei vielen ,gelegenheiten sagen hrtet1 da etwas ,gttliches und ,dmonisches sich mir vernehmen lasse 444 ,das begann bei mir schon von meinen ,knabenjahren an2 eine ,stimme lt sich vernehmen1 und wenn sie sich vernehmen lt1 warnt sie mich stets vor dem1 was ich zu thun im ,begriffe bin1 treibt aber mich nie an2 das ist es1 was mich abmahnt1 mit ffentlichen ,angelegenheiten mich zu befassen4 -- ,so motiviert er auch sein ,verhalten in dem ,prozesse selbst3 ,mir1 verehrter ,richter1 widerfuhr etwas ,wundersames4 ,die weissagende ,stimme nmlich1 die ich zu vernehmen pflege1 mahnte mich in der ganzen frheren ,zeit sehr hufig ab1 und zwar bei sehr geringfgigen ,veranlassungen1 wenn ich etwas ,verkehrtes zu thun im ,begriffe war4 ,jetzt aber ist mir das begegnet1 was ihr selbst seht1 und manche fr das grte ,unglck halten mchten1 und was wirklich dafr gilt -- seine ,verurteilung nmlich2 -- doch mich mahnte weder1 als ich am heutigen ,morgen vom ,hause wegging1 der ,wink des ,gottes ab1 noch als ich hier heraufstieg zum ,gerichtshof1 noch bei meiner ,rede1 wenn ich irgend etwas zu sagen im ,begriffe war1 obwohl er frwahr bei anderen ,vortrgen hufig mitten in der ,rede mich zurckhielt4 ,jetzt aber1 bei der ,verhandlung selbst1 hat er mich nirgends von etwas1 was ich that oder sagte1 abgemahnt4 ,wie erklre ich nun diese ,erscheinung8 ,das will ich ,euch sagen3 zu meinem ,heile scheint mir1 was mir widerfuhr1 sich begeben zu haben1 und unmglich haben diejenigen von uns die richtige ,ansicht1 die annehmen1 das ,sterben sei ein bel4 ,dafr wurde mir ein starker ,beleg2 notwendig nmlich htte das gewhnliche ,zeichen mich abgemahnt1 war ich im ,begriffe1 etwas ,unheilbringendes zu thun4 ,als ,sokrates einst das ,lyceum verlassen wollte und eben aufstand1 berichtet ,plato1 ,euthydem4 #b1 wurde ihm das gewhnliche dmonische ,zeichen zu teil4 ,er setzte sich also wieder nieder1 und in der ,that kamen bald darauf ,euthydemos und dessen ,bruder ,dionysodor herbei4 ,plutarch de genio ,socratis erzhlt3 ,als ,sokrates mit verschiedenen ,freunden zum ,wahrsager ,eutyphron gegangen war1 blieb er auf einmal stehen und kehrte nach einiger ,besinnung durch eine andere ,gasse um1 die voraufgegangenen ,freunde zurckrufend1 da sein ,genius ihn hindere1 weiter zu gehen4 ,die meisten kehrten mit ihm um2 die andern1 um den ,genius einmal ,lgen zu strafen1 gingen den geraden ,weg fort1 begegneten aber einer ,herde ,schweine und wurden1 da nicht ausgewichen werden konnte1 zu ,boden geworfen und mit ,schmutz bedeckt4 ,im ,theages des ,plato berichtet ,sokrates selbst3 ,mir ist nmlich durch die gttliche ,fgung von meinen ,knabenjahren an etwas dmonisches zugesellt3 das besteht in einer ,stimme1 die stets1 wenn sie sich vernehmen lt1 von dem1 was ich unternehmen will1 mir abrt1 doch nie zu etwas mich antreibt4 ,auch wenn einer meiner ,freunde sich ber etwas mit mir bespricht1 und die ,stimme sich vernehmen lt1 hlt sie ihn davon ab und gestattet ihm nicht1 es zu unternehmen4 ,und dafr kann ich auch ,zeugen aufstellen 4444 ,wollt ihr ferner den ,bruder des ,timarchos1 den ,kleitomachos1 befragen1 was ,timarchos zu ihm sagte1 als er auf dem geraden ,wege sich befand1 durch ,henkershand zu sterben1 er und der ,wettrenner ,euathlos1 der den ,timarchos auf seiner ,flucht bei sich aufnahm8 ,dieser wird euch nmlich erzhlen1 da jener zu ihm sprach3 ,gewi1 lieber ,kleitomachos1 sagte er1 gehe ich jetzt dem ,tod entgegen1 weil ich auf den ,sokrates nicht hren wollte4 ,warum sagte denn das nun wohl ,timarchos8 ,das will ich euch sagen4 ,als vom ,zechgelage ,timarchos und ,philemon1 der ,sohn des ,philemonides1 sich erhoben1 um den ,nikias1 den ,sohn des ,heroskamandros1 umzubringen1 -- ein ,anschlag1 von dem sonst niemand wute1 -- sagte ,timarchos im ,aufstehen zu mir3 ,was meinst ,du1 lieber ,sokrates8 ,zecht ihr nur2 ich aber mu mich irgendwohin aufmachen1 doch bin ich1 wenn es gelingt1 bald wieder da4 ,da erhob sich die ,stimme in mir und ich sagte zu ihm3 ,stehe doch nicht auf1 denn ich habe die gewhnliche dmonische ,wahrnehmung empfangen4 ,und er verweilte noch4 ,nachdem er eine ,weile gewartet1 machte er wieder ,anstalt zu gehen1 und sagte mir3 ,ich gehe nun1 lieber ,sokrates4 ,die ,stimme wurde wieder laut1 daher ntigte ich ihn wieder1 zu verweilen4 ,das dritte ,mal stand er1 weil ich es nicht bemerken sollte1 ohne mir etwas zu sagen1 auf1 sondern pate1 um von mir nicht bemerkt zu werden1 den ,augenblick ab1 wo meine ,aufmerksamkeit eine andere ,richtung hatte1 entfernte sich schleunigst und fhrte das aus1 weshalb er jetzt dem ,tode entgegenging4 ,darum sagte er das1 was ich euch jetzt erzhle1 zu seinem ,bruder1 er geht jetzt zum ,tode weil er mir nicht glaubte4 ,demzufolge werdet ihr noch jetzt ber die ,ereignisse in ,sikelion von vielen hren1 was ich ber den ,untergang des ,heeres uerte4 ,doch ,vergangenes wollt ihr von den davon ,unterrichteten vernehmen2 aber auch jetzt knnt ihr das ,zeichen erproben1 ob es von ,bedeutung ist4 ,als nmlich der schne ,samion in das ,feld zog1 erhielt ich das ,zeichen2 nun ist er1 um unter ,prasyllos zu fechten1 auf dem geraden ,wege nach ,ephesos und ,jonien4 ,darum glaube ich1 da er entweder umkommen oder etwas dem hnliches erfahren wird1 und ich bin auch wegen des brigen ,heeres in groer ,besorgnis4 ,das hab ich dir aber erzhlt1 weil die ,einwirkung dieses ,dmonischen auch ber den ,umgang der mit mir ,verkehrenden alles entscheidet4 ,dieses ,dmonion nun1 offenbar eine der bestbeglaubigten ,thatsachen aus der ,geschichte des ,occultismus1 hat bereits im ,altertum zu den verschiedensten ,hypothesen ,anla gegeben1 ,plutarch1 ,maximus ,tyrius1 ,apulejus haben darber geschrieben4 ,bei den ,alten berwiegt die ,auslegung1 da ,sokrates von einem ,dmon1 einem gttlichen ,wesen inspiriert gewesen sei4 -- ,vllig ratlos steht die moderne vulgre ,psychologie dem ,problem gegenber4 ,die seichte rein negative ,aufklrung ging daher soweit1 die gut beglaubigten ,thatsachen zu leugnen und einen ,mann von dem sittlichen ,ernste eines ,sokrates zum ,komdianten zu stempeln4 ,barthlemy1 7voyage du jeune ,anarchis c4 #fg7 meint1 da ,sokrates mit seinem ,dmonion nur ,spa gemacht habe2 ,plessing 7,osiris und ,socrates #ahe7 erklrt es fr eine bewute ,erfindung4 ,der franzsische ,arzt ,lelut 7,le dmon de ,socrate7 wittert darin ein ,symptom des ,irrsinns4 ,ihm folgt ,lombroso 7,genie und ,irrsinn74 ,die meisten ,philologen und ,philosophen finden sich dem ,problem gegenber mit unbestimmten vagen ,redensarten ab4 ,zeller schreibt 7,,ii4 #a1 #fe73 ,die dmonische ,stimme zeigt sich 7vielmehr7 im allgemeinen als die ,form1 welche das lebhafte1 aber nicht zur klaren ,erkenntnis seiner ,grnde aufgeschlossene ,gefhl von der ,unangemessenheit einer ,handlung fr das eigene ,bewutsein des ,sokrates annahm4 ,der ,philologe ,cron 7,einleitung zu ,platons ,apologie ,s4 #ag73 ,da ,sokrates darunter kein besonderes1 fr sich bestehendes ,wesen1 sondern nur eine ,offenbarung der gttlichen ,liebe und ,gte verstand1 geht aus allen authentischen ,berichten unwiderstehlich hervor4 ,etwas weniger seicht1 aber noch mehr die ,unbegreiflichkeit des ,phnomens konstatierend1 drckt sich ,dhring1 krit4 ,geschichte der ,philosophie ,s4 #hg1 aus3 ,dieser ,dmon oder ,genius1 der in wichtigen ,fllen ihm als allein zureichender ,erklrungsgrund der brigens unmotivierten ,entscheidung galt1 ist offenbar nichts anderes1 als die instinktive ,ergnzung zu den bewuten und rein nach klaren ,verstandesgesichtspunkten bemessenen ,grnden gewesen4 ,manche haben dieses ,prinzip mit dem bloen ,takt verwechselt1 welcher fr den einzelnen ,fall ber die ,unzulnglichkeit allgemeiner ,regeln hinweghilft4 ,allein der ,takt ist nur eine ,art ,gefhl1 dessen ,bestandteile nicht gesondert vorgestellt werden4 ,er ist nur eine bestimmte ,form des gewhnlichen1 meist uerlich und offen daliegenden ,urteils1 whrend der dunkle ,antrieb1 den ,sokrates meinte1 gar nichts mit der individuellen ,geschicklichkeit des ,verhaltens zu thun hat1 sondern nur diejenigen unbewuten ,motive betrifft1 die sich nicht als gewhnliche verstandesmige ,grnde begreifen lassen4 ,es ist das ,unbegreifliche1 -- was in der ,form des ,dmonischen sich unwillkrlich auszugleichen sucht4 ,allein es ist mir zweifelhaft1 ob diese ,unbegreiflichkeit sich nicht vielleicht nur fr den ,standpunkt der materialistischen ,psychologie ergiebt4 ,ich habe zwar die spiritistische ,deutung der eleusinischen ,mysterien1 welche du ,prel a4 a4 ,o4 zu geben versucht1 desavouieren zu mssen geglaubt4 ,was dagegen das ,dmonion des ,sokrates betrifft1 so glaube ich1 da du ,prel1 der hier nicht bis zum ,spiritismus ausgreift1 sondern lediglich im ,rahmen seiner1 die dramatische ,spaltung des ,ich als fruchtbaren ,erklrungsgrund vieler rtselhafter ,erscheinungen des ,seelenlebens verwertenden ,philosophie der ,mystik bleibt1 in dem citierten ,buche die beste ,auflsung des ,problems liefert4 ,ich schliee daher dieses ,kapitel mit folgendem ,citat aus du ,prels ,mystik der alten ,griechen1 ,s4 #acf;ff43 ,demnach ist die dramatische ,spaltung des ,ich nicht nur die psychologische ,formel zur ,erklrung unseres ,traumlebens1 sondern auch die metaphysische ,formel zur ,erklrung des ,menschen4 ,unsere ,existenz1 ohne ein bloer ,traum zu sein1 hat doch die ,formel des ,traumlebens4 ,unser irdisches ,wesen ist nur die ,hlfte unseres eigentlichen ,wesens1 dessen andere ,hlfte fr uns transscendental bleibt1 hinter dem irdischen ,bewutsein liegt4 ,wir gleichen also einem ,doppelstern1 ohne unsern dunkeln ,begleiter zu erkennen4 ,tritt in unseren ,trumen eine zweite ,figur neben uns auf1 so gehrt diese zwar auch unserem ,wesen an1 aber nur einen ,teil dieses unseres ,wesens haben wir in diese ,traumfigur versenkt und nur im anderen ,teile erkennen wir unser eigenes ,ich4 ,darum reden wir im ,traume mit solchen ,figuren wie mit fremden ,wesen1 wiewohl die beiden ,personen durch ein gemeinschaftliches ,subjekt zusammengehalten sind und beim ,erwachen in der ,that wieder zusammenrinnen4 ,in eine ,traumfigur knnen wir schon darum nie ganz versenkt sein1 weil deren meistens mehrere vorhanden sind1 deren jede nur einen ,teil unseres ,wesens objektiviert4 ,nicht einmal in die ,gesamtheit der ,figuren sind wir ganz ausgegossen1 sonst wre es nicht mglich1 da wir auch noch selbst auf der ,bhne uns bewegen2 es bliebe fr uns nur mehr der ,anteil eines vollstndig objektiven ,zuschauers1 was in jenen ,trumen1 darin wir uns auf der ,bhne nicht mit befinden1 teilweise allerdings der ,fall ist4 ,diese im ,traume blo psychologische ,thatsache der ,spaltung wird als eine auerhalb des ,traumes metaphysische erwiesen durch die transscendentalen ,fhigkeiten unserer ,seele1 die aus dem irdischen ,bewutsein nicht abzuleiten sind4 ,dies ist der ,grund1 warum ,kant gerade gelegentlich seiner ,schrift ber den ,seher ,swedenborg dahin gelangte1 die hier vorgetragene ,formel zur ,erklrung des ,menschenrtsels in ganz klaren ,stzen auszusprechen4 ,die ,rationalisten sehen in dieser ,schrift ,kants -- ',trume eines ,geistersehers' -- nur eine ,verspottung des ,geisterglaubens2 sie bersehen dabei1 da von diesem ,spott mindestens ein ,geist ganz unberhrt bleibt1 der ,geist des ,menschen im ,sinne eines transscendentalen ,subjekts4 ,ein solches bezweifelt ,kant nicht nur nicht1 sondern er behauptet es mit groer ,entschiedenheit3 ',ich gestehe1 da ich sehr geneigt bin1 das ,dasein immaterieller ,naturen in der ,welt zu behaupten und meine ,seele selbst in die ,klasse dieser ,wesen zu versetzen4' 4444 ',die menschliche ,seele wrde daher schon in dem gegenwrtigen ,leben als verknpft mit zwei ,welten zugleich mssen angesehen werden1 von welchen sie1 sofern sie zur persnlichen ,einheit mit einem ,krper verbunden ist1 die materielle allein klar empfindet1 dagegen als ein ,glied der ,geisterwelt die reinen ,einflsse immaterieller ,naturen empfngt und verteilt1 so da1 sobald jene ,verbindung aufgehrt hat1 die ,gemeinschaft1 darin sie jederzeit mit geistigen ,naturen steht1 allein brig bleibt und sich ihrem ,bewutsein zum klaren ,anschauen erffnen mte4' 4444 ',es wird knftig1 ich wei nicht1 wo oder wann1 noch bewiesen werden1 da die menschliche ,seele auch in diesem ,leben in einer unauflslichen verknpften ,gemeinschaft mit allen immateriellen ,naturen der ,geisterwelt stehe1 da sie wechselweise in diese wirke und von ihnen ,eindrcke empfange1 deren sie sich aber als ,mensch nicht bewut1 so lange alles wohl steht4' 4444 ',es ist demnach zwar einerlei ,subjekt1 was der sichtbaren und unsichtbaren ,welt zugleich als ein ,glied angehrt1 aber nicht eben dieselbe ,person1 weil die ,vorstellungen der einen1 ihrer verschiedenen ,beschaffenheit wegen1 keine begleitenden ,ideen von denen der anderen ,welt sind1 und daher1 was ich als ,geist denke1 von mir als ,mensch nicht erinnert wird4' ,aus diesen so klaren und bestimmten ,stzen ergiebt sich1 da meine ,behauptung1 die dramatische ,spaltung des ,ich1 die im ,traum als psychologische ,formel auftritt1 sei zugleich die metaphysische ,formel des ,menschen1 mit den ,ansichten ,kants bereinstimmt1 aber auch mit dem1 was ,kant in der ,lehre von der dritten ,antinomie sagt2 er hat demnach diese seine ,ansicht auch noch in seinem ,alter aufrecht erhalten4 ,sogar des von mir gebrauchten ,ausdrucks 'transscendentales ,subjekt' bedient er sich1 wenn er sagt1 da 'das transscendentale ,subjekt uns empirisch unbekannt ist'1 d4 h4 also1 da unser ,selbstbewutsein nur auf einen ,teil unseres ,wesens1 auf die irdische ,person sich erstreckt1 da unser ,wesen ber das ,selbstbewutsein hinausragt4 ,einen ,verkehr mit unserem transscendentalen ,subjekt und durch dessen ,vermittlung mit den transscendenten ,subjekten1 d4 h4 mit dem ,geisterreich1 hlt nun ,kant nicht fr mglich 'so lange alles wohl steht'2 damit ist aber gesagt1 da er ihn fr mglich hlt in abnormen ,zustnden3 ',diese ,ungleichartigkeit der geistigen ,vorstellungen und deren1 die zum leiblichen ,leben des ,menschen gehren1 darf indessen nicht als ein so groes ,hindernis angesehen werden1 da sie alle ,mglichkeit aufhebe1 sich bisweilen der ,einflsse von seiten der ,geisterwelt sogar in diesem ,leben bewut zu werden4 ,noch leichter mte daher ein bergang einer ,vorstellung unseres eigenen transscendentalen ,subjekts in das sinnliche ,bewutsein eintreten2 denn in beiden ,fllen der dramatischen ,spaltung1 in der psychologischen1 wie in der metaphysischen1 ist die ,empfindungsschwelle die ,bruchflche der ,spaltung2 diese ,empfindungsschwelle ist aber beweglich1 schon im gewhnlichen ,traum1 mehr noch im ,somnambulismus1 und da dieses im ,wachen geradezu unmglich sei1 lt sich in keiner ,weise begrnden2 wohl aber ist vorweg zu erwarten1 da transscendentale ,vorstellungen1 die whrend des ,wachens die ,empfindungsschwelle berschreiten1 an ,bestimmtheit verlieren und vielleicht nur teilweise zum ,bewutsein kommen4' ,damit ist nun auch das ,rtsel des ,sokratischen ,dmonions erklrt4 ,sokrates war ein ,mensch von beweglicher ,empfindungsschwelle1 so da er sich transscendentaler ,einflsse bewut werden konnte1 die sich auf die ,folgen seiner ,handlungen bezogen4 ,da nun das transscendentale ,subjekt fernsehend ist1 zeigt sich in hufigen ,fllen bei ,somnambulen4 ,diese zeigen sogar eine gesteigerte ,form des ,sokratischen ,dmonions4 ,bei ,sokrates trat dasselbe in der abgeschwchten ,form bloer ,ahnungen ins ,bewutsein1 und es verhielt sich nur abhaltend1 nicht antreibend4 ,diese beiden ,merkmale lassen sich auf die gemeinschaftliche ,ursache zurckfhren1 da das ,dmonion sich im ,wachen und darum in abgeschwchter ,form geltend machte4 ,sokrates selbst sagt1 da die innere ,stimme sich nur geltend machte1 wenn er etwas in den ,folgen ,unangemessenes und ,nachteiliges thun wollte4 ,nun ist es ein alter ,erfahrungssatz der ,mystik1 da das ,fernsehen1 wenn es spontan eintritt1 auf die ,schattenseiten der ,zukunft sich richtet4 ,gerade solche ,ferngesichte aber mssen begreiflicherweise mit dem grten ,gefhlswert versehen sein1 und weil ihnen ein grerer ,reiz zu ,grunde liegt1 mssen sie mit grerer ,leichtigkeit auch die ,empfindungsschwelle berschreiten4 ,wenn aber selbst das ,ferngesicht als solches nicht ins ,bewutsein tritt1 so mu doch die damit verbundene ,gefhlserregung bewut werden1 die dann aber nur mehr als von der beabsichtigten ,handlung ,abhaltendes1 als ein innerhalb des ,bewutseins unmotiviertes ,gefhl sich geltend machen wird4 ,dies war eben bei ,sokrates der ,fall4 ,nur die ,gefhlswirkung des ,ferngesichts war ihm bewut4 ,es unterliegt fr mich keinem ,zweifel1 da alle ,flle von ,ahnungen auf solchen abgeschwchten ,ferngesichten beruhen1 die nur mit ihrem ,gefhlswert ber die ,empfindungsschwelle treten1 whrend die ,vision unbewut wird4 ,denn ein ,motiv mu diesen ,gefhlserregungen zu ,grunde liegen1 und es ist wohl kein anderes denkbar als eine ,vision1 wir mten denn zur ,inspiration greifen4 ,den ,schein einer fremden ,inspiration mssen allerdings ,ahnungen selbst dann haben1 wenn sie auf ein bloes ,angstgefhl beschrnkt bleiben1 weil eben das transscendentale ,bewutsein vom irdischen abgegangen ist4 ,eine ,steigerung schon ist es1 wenn1 wie bei ,sokrates1 zum abhaltenden ,gefhl in dramatischer ,spaltung die innere ,stimme hinzukommt1 die gleich einer fremden vernommen wird4 ,bei noch hherer ,steigerung nimmt der ,abmahner plastische ,gestalt an2 dies scheint aber bei ,sokrates niemals eingetreten zu sein1 er hrte nur immer die ,stimme1 sein ,dmonion kam aber nie zur ,sichtbarkeit4 ,das ,dmonion des ,sokrates ist also ein dramatisiertes ,ahnen1 eine abgeschwchte fernsehende ,erkenntnis von der ,unangemessenheit einer beabsichtigten ,handlung2 dieses transscendentale ,fernsehen1 ins ,bewutsein nur als ,ahnung dringend1 scheint aber immer erst dann eingetreten zu sein1 wenn er eben im ,begriffe war1 die betreffende ,handlung zu begehen4 ,neuntes ,kapitel4 ,platon4 ,das sokratische ,prinzip hatte zwar der naturwissenschaftlichen ,metaphysik1 die in ,demokrit ihren ,hhepunkt erreichte1 ein ,ende gemacht2 nicht aber der ,metaphysik berhaupt4 ,vielmehr1 wie spter unmittelbar an ,kant1 dessen ,prinzip in vieler ,hinsicht an ,sokrates erinnert1 eine besonders lebhafte ,thtigkeit der metaphysischen ,forschung anknpft1 so auch schon an ,sokrates4 ,zweifellos der begabteste aller ,schler des ,sokrates ist ,platon1 der ,vater des ,idealismus4 ,er war als ,sohn des ,ariston1 eines ,atheners von vornehmster ,geburt1 der seinen ,stammbaum auf ,knig ,kodrus zurckfhren konnte1 im ,jahre #dbg zu gina geboren4 ,er soll zuerst nach seinem vterlichen ,grovater ,aristoteles genannt sein und den ,namen ,platon erst als ,beinamen 7wegen seiner breiten ,brust7 im ,gymnasium erhalten haben4 ,von der ,natur mit allen krperlichen und geistigen ,vorzgen begabt1 empfing er die sorgfltigste ,erziehung4 ,im ,jnglingsalter widmete er sich zuerst der ,dichtkunst4 ,von diesen poetischen ,versuchen aber brachte ihn ,sokrates ab1 mit dem er angeblich schon in seinem zwanzigsten ,jahre in vertrautesten ,umgang trat4 ,die ,sage hat diesen ,moment durch einen ,traum des ,sokrates ausgeschmckt1 von einem ,schwan1 der aus seinem ,busen auffliege4 ,als ihm am ,tage nach diesem ,traum ,plato von seinem ,vater zum ,unterricht zugefhrt wurde1 soll er den ,traum sofort erzhlt und ,plato als den ,schwan bezeichnet haben4 ,der ,tod des ,sokrates machte auf ihn einen erschtternden ,eindruck und verklrte das ,bild seines ,meisters zu dem ,ideal des vollkommensten ,weisen1 welches in fast smtlichen seiner zahlreichen ,schriften in der ,rolle des ,sokrates auftritt4 ,er ging nach diesem ,ereignis zunchst mit anderen ,schlern seines ,meisters zu ,euklides nach ,megara4 ,bald darauf trat er eine groe ,reise an1 die ihn jedenfalls zuerst nach ,kyrene und nach gypten fhrte4 ,mit ,unrecht wird bezweifelt1 da er sich hier lange ,zeit aufgehalten und in die ,geheimlehren der ,priester habe einweihen lassen2 die ,nachrichten der alten ,schriftsteller ber diesen ,punkt1 auch indirekte ,zeugnisse unmittelbarer ,zeitgenossen1 wie z4 ,b4 des ,isokrates1 sind unanfechtbar4 ,diogenes ,laert4 7,,iii4 #g7 berichtet1 er habe auch die persischen ,magier besuchen wollen1 sei aber durch den ,krieg daran verhindert worden4 ,da er sich im ,innern ,asiens lngere ,zeit aufgehalten hat1 besttigt auch ,cicero 7,tusc4 ,,iv4 #ai74 ,nach ,rckkehr von gypten oder ,asien unternahm er seine erste ,reise nach ,unteritalien und ,sizilien1 um mit den dortigen ,pythagorern in nheren ,verkehr zu treten4 ,diese ,reise fhrte ihn an den ,hof des bekannten ,tyrannen von ,syrakus1 ,dionysios des lteren4 ,er schlo hier einen engen ,freundschaftsbund mit ,dion und wurde durch diesen in die politischen ,gegenstze und ,parteiungen1 die zu ,syrakus herrschten1 hineingezogen1 was fr ihn bedenkliche ,folgen hatte4 ,der ,tyrann lie ihn festnehmen1 lieferte ihn als ,kriegsgefangenen den ,spartanern aus und diese lieen den ,philosophen in gina als ,sklaven verkaufen4 ,ein ,kyrenaiker namens ,annikeris soll ihn dann frei gekauft haben4 ,im ,alter von vierzig ,jahren 7#chg7 kehrte er nach ,athen zurck und grndete hier in dem akademischen ,gymnasium eine philosophische ,schule1 in der er teils in der dialogischen ,methode des ,sokrates1 teils auch durch ,vortrge seine ,philosophie verbreitete4 ,diese ,lehrthtigkeit wurde aber durch zweimaligen lngeren ,aufenthalt in ,sizilien unterbrochen4 ,zunchst kehrte er nach dem ,tode des lteren ,dionysios auf den ,wunsch des ,dion1 dem der jngere ,dionysios anfnglich sehr gewogen war1 nach ,syrakus zurck4 ,dionysios wurde anfangs leidenschaftlich fr ,plato eingenommen und nahm sich dessen ,lehren und ,beispiele zu ,herzen2 wie ein wildes ,tier1 sagt ,plutarch 7,dion #af71 mit der ,zeit das ,betasten der ,menschen ertragen lernt1 so gewhnte sich auch ,dionysios so an ,platons ,umgang und ,lehren1 da er ihn mglichst lange in ,sizilien zurckhielt und eine gewisse tyrannische ,liebe gegen ihn hegte1 indem er verlangte1 ,plato solle ihn allein lieben und bewundern und dem ,dion vorziehen4 ,allein als ,dion schlielich vom ,dionys verbannt wurde1 auch die ,bemhungen ,platos1 dessen ,rckkehr durchzusetzen und den ,tyrannen zur ,entsagung auf die ,alleinherrschaft und zur ,einfhrung einer platonischen ,aristokratie zu bestimmen1 sich als nutzlos erwiesen1 verlie ,plato ,syrakus4 ,zum dritten ,male freilich kehrte er auf die dringenden ,bitten ,dions und seiner pythagorischen ,freunde im ,jahre #cfa v4 ,chr4 an den ,hof des ,dionysios zurck2 von letzterem anfangs mit groer ,freude aufgenommen1 geriet er jedoch1 bei seinen unablssigen ,bemhungen1 denselben wieder mit ,dion und dessen politischen ,grundstzen zu vershnen1 infolge einer ,verstimmung des ,tyrannen wiederum in persnliche ,gefahr4 ,nur das energische ,eintreten der ,pythagorer1 die1 an ihrer ,spitze ,archytas1 die damals nicht geringe ,macht ,tarents fr ihn engagierten1 scheint ihn gerettet zu haben4 ,er kehrte nach ,athen zurck1 wo er fortan unter ,fernhaltung von jeder politischen ,thtigkeit nach dem ,vorgange des ,sokrates1 -- die ,demokratie ,athens war ihm seit der ,verurteilung des ,sokrates in hchstem ,mae verhat und selbst ber die besten ,staatsmnner seiner ,vaterstadt1 wie z4 ,b4 ,perikles1 enthalten seine ,schriften nur bittere ,urteile --1 sich mit grtem ,eifer der wissenschaftlichen ,lehrttigkeit in der ,akademie und der ,abfassung von ,schriften widmete4 ,in ungeschwchter ,geisteskraft erreichte er das #ha4 ,lebensjahr und starb #cdh v4 ,chr4 nach ,diogenes ,,iii4 #b1 bei einem ,gastmahl1 nach ,cicero 7,senect4 #e71 falls dessen ,angabe wrtlich zu nehmen ist1 schreibend4 ,schon das ,altertum1 das als besondere ,merkwrdigkeit auch seine angeblich unverletzte ,virginitt hervorhebt1 bewunderte ihn wie einen ,heros4 ,in der ,that hat er1 wie kein anderer1 die schne ,lebensfhrung des ,hellenentums durch eine ,tiefe des geistigen ,daseins geadelt1 die ihn am ,horizonte der menschlichen ,weltanschauung fr alle ,zeiten als ,stern erster ,gre strahlen lt4 99 99 99 99 99 ,platos ,lehre wird nicht mit ,unrecht als die vollkommenste ,gestalt der hellenischen ,philosophie1 als ihre hchste ,blte bezeichnet1 wenn man gleichzeitig zugiebt1 da die hchste ,blte auch regelmig den ,wendepunkt und bergang zum ,verfall in sich birgt4 ,schwegler will drei ,entwicklungsperioden seiner ,lehre unterscheiden2 in die erste verlegt er die kleinen ,gesprche1 welche lediglich praktisch sittliche ,fragen in sokratischer ,weise behandeln1 so den ,charmides1 der die ,migung1 den ,lysis1 der die ,freundschaft1 den ,laches1 der die ,tapferkeit behandelt1 und schlielich den ,gorgias1 der gegen die sophistische ,identificierung von ,lust und ,tugend1 ,gutem und ,angenehmen gerichtet ist4 ,hier haben diese rein ethischen ,schriften1 da sie jeder ,beziehung zum ,occultismus ermangeln1 kein ,interesse4 ,in die zweite verlegt er die als ,vermittlung mit der ,eleatik sich vollziehende ,aufstellung und dialektische ,begrndung der ,ideenlehre4 ,ihre ,hauptschriften sind der ,thetet1 der ,sophist und der ,politikos1 vor allem aber der ,parmenides4 ,von diesem letzteren ,dialog1 der ziemlich einstimmig fr den ontologisch wichtigsten von allen erklrt wird1 lt ,plato den ,sokrates mit dem ,eleaten ,dialektik treiben1 und der wesentliche ,gedankengang ist nach einem von ,august ,niemann 7,sphinx ,,iv4 #bb7 gemachten ,auszug folgendes3 ,wenn ihr sagt1 da die ,gottheit nur ,eins sei1 so stimme ich euch zu4 ,als ,vielheit wrde ,gott sich selbst sowohl gleich als ungleich sein1 sich also von sich selbst unterscheiden1 was unmglich zu denken ist4 ,daran ist aber auch nichts zu verwundern1 sondern die ,einheit ,gottes liegt auf der ,hand4 ,zu verwundern ist aber1 da verschiedene ,begriffe1 welche unvershnlich einander gegenberstehen1 innerhalb des ,all-,einen zu finden sind4 ,ihr sagt freilich1 da ja auch der ,mensch diese miteinander streitenden ,begriffe in sich trgt1 indem er in einer ,hinsicht hnlichkeit1 in anderer ,hinsicht ,unhnlichkeit besitzt1 wie er auch zugleich ,einheit und ,vielheit in sich trgt4 ,einer bin ich unter der ,menge1 vieles bin ich1 weil ich eine rechte und linke ,seite u4 s4 w4 habe4 ,aber was ich sagen will1 ist noch ein anderes4 ,alles1 was hnlich ist1 ist insofern und in dem ,grade hnlich1 als es an der hnlichkeit selbst1 an der ,idee der hnlichkeit teil hat4 ,durch die ,parusie der hnlichkeit ist das hnliche hnlich4 ,und so ist es auch mit dem ,gleichen1 dem ,schnen und allen derartigen4 ,nun kann ja der ,mensch ganz gewi1 so wie jedes ,ding1 zugleich an allen mglichen ,ideeen teilhaben2 die ,ideeen aber bleiben immer dieselben und haben nur an sich selbst teil4 ,wir mssen daher die ,ideeen von den ,dingen absondern und jedes fr sich betrachten4 ,was mich nun1 wie gesagt1 in ,verwunderung setzt1 ist das1 da die ,ideeen1 obwohl fr immer geschieden1 doch in der ,gottheit vereinigt sind4 ,hierauf antwortet ,parmenides3 ,wenn ich dich recht verstehe1 so nimmst du also eine fr sich bestehende ,idee des ,gerechten1 des ,schnen1 des ,guten u4 s4 w4 an1 und ebenso ,ideeen von allem anderen1 welche gesondert von dem sinnlich ,wahrnehmbaren sind4 ,zum ,beispiel eine ,idee des ,menschen wrdest du annehmen1 welcher etwas anderes ist1 als irgend ein wirklich lebender ,mensch1 eine ,idee des ,feuers1 des ,wassers und aller ,dinge4 ,in deinen ,gedanken entsteht eine ,ideeenwelt und diese nennst du ,gott1 whrend du die sinnlich wahrnehmbare ,welt nur insofern benennen willst1 als sie an der ,ideeenwelt teil hat4 ,doch habe ich meine ,bedenken hinsichtlich deiner ,ansicht4 -- ,als solche ,bedenken fhrt er dann an1 da erstens1 wenn alles an den ,ideeen teil habe1 jedes auch an der ganzen ,welt teil haben msse4 ,wenn jemand mutig sei1 insofern er an der ,idee des ,mutes teil habe1 so mte die ,idee des ,mutes1 da ja alle ,menschen und auch die ,tiere in grerem oder geringerem ,mae mutig seien1 in allen ,erscheinungen ganz auftreten1 also in unzhlige ,vielheiten aufgelst werden4 ,zweitens wrde beim ,vergleich der ,dinge mit den ,ideeen die ,parusie eines ,dritten erforderlich sein1 mit welchem die ,vergleichung geschhe1 und das ,fortschreiten der ,untersuchung wrde unermeliche ,vielheiten erzeugen4 ,drittens mte die grte ,schwierigkeit erst aus der ,unmglichkeit der ,erkennbarkeit der ,ideeen entstehen4 ,denn es habe den ,anschein1 als ob die ,ideeen infolge der ihnen zuerteilten ,beschaffenheit sich nicht bei uns befinden knnten1 weil dadurch ihr ,frsichbestehen aufhren wrde1 und als ob auch diejenigen ,ideeen1 welche ihre ,beschaffenheit nur in ,wechselbeziehung untereinander htten1 ihre ,natur nur untereinander1 aber nicht in ,bezug auf ihre ,abbilder1 die ,dinge geltend machen wrden4 ,so wenig also die ,gottheit vom ,menschen erkannt werden knne1 so wenig knne der ,mensch von der ,gottheit erkannt werden4 -- ,trotz aller dieser selbst gemachten ,einwrfe schliet er mit dem ,satze1 da berhaupt jede ernste ,philosophie unmglich sei1 wenn man die ,ideeenlehre verwerfe4 99 99 99 99 99 ,wir sind damit nicht nur bei dem schwierigsten ,teile der platonischen ,philosophie1 ber deren ,sinn noch immer die verschiedensten ,auffassungen streiten1 sondern vielleicht bei dem schwierigsten ,teile der ,philosophie berhaupt angelangt4 ,denn um diesen ,angelpunkt dreht sich der immer noch endgiltig nicht entschiedene ,streit zwischen ,nominalismus und ,realismus1 wie man es im ,mittelalter1 oder ,idealismus und ,realismus1 wie man es in etwas verschobener ,namensbedeutung bezglich des letzteren1 in der modernen ,philosophie bezeichnet4 ,bruno1 de umbris idearum1 und ihm folgend ,schopenhauer1 ,welt als ,wille und ,vorstellung ,,ii4 ,s4 #dag;ff41 auch ,dhring1 krit4 ,geschichte der ,philosophie ,s4 #aja;ff4 wollen in den ,platonischen ,ideeen nichts anderes finden1 als das1 was wir empirisch redend die ,spezies oder ,art nennen4 ,unrichtig ist dies gerade nicht1 aber es deckt nicht die ganze ,bedeutung der platonischen ,ideeen2 denn wenn dieselben auch keineswegs mit den ,allgemeinbegriffen zu verwechseln sind1 und ,plato gewi keine ,ideeen z4 ,b4 von ,artefakten angenommen hat1 so gehren doch vor allem auch die ,ideeen der ,moral und sthetik zur ,ideenwelt1 und ,kant 7,kritik der reinen ,vernunft ,,ii4 #a7 hebt mit ,recht hervor1 da gerade auf praktischem ,gebiete ,plato die vorzglichste ,bedeutung seiner ,ideeenlehre suchte4 ,die groe ,frage ist nun1 einmal wie ,plato sich das ,sein der ,ideeen gedacht habe1 ob er sie hypostasiert und ihnen eine hhere ber den ,dingen schwebende1 von der empirischen ,wirklichkeit getrennte ,existenz zugeschrieben hat oder nicht2 sodann1 wie er sich ihr ,verhltnis zur ,gottheit gedacht habe1 welche letztere ,frage zusammenfllt mit der nach der theologischen ,grundlage seiner ,weltanschauung4 ,den ersten ,teil dieser ,frage scheint mir am klarsten und zutreffendsten ,lotze in seiner ,metaphysik ,s4 #eac zu beantworten3 ,so wenig jemand sagen kann1 wie es gemacht wird1 da ,etwas ist oder ,etwas geschieht1 ebenso wenig lt sich angeben1 wie es gemacht wird1 da eine ,wahrheit gelte2 man mu auch diesen ,begriff als einen durchaus nur auf sich beruhenden ,grundbegriff ansehen1 von dem jeder wissen kann1 was er mit ihm meint1 den wir aber nicht durch eine ,konstruktion aus ,bestandteilen erzeugen knnen1 welche ihn selbst nicht bereits enthielten4 ,von hier aus scheint mir ,licht auf eine befremdliche ,angabe zu fallen1 die in der ,geschichte der ,philosophie berliefert wird3 ,platon habe den ,ideeen1 zu deren ,bewutsein er sich erhoben1 ein ,dasein abgesondert von den ,dingen1 und doch1 nach der ,meinung derer1 die ihn so verstanden1 hnlich dem ,sein der ,dinge1 zugeschrieben4 ,es ist seltsam1 wie friedlich die hergebrachte ,bewunderung des ,platonischen ,tiefsinns sich damit vertrgt1 ihm eine so widersinnige ,meinung zuzutrauen2 man wrde von jener zurckkommen mssen1 wenn ,platon wirklich diese gelehrt und nicht nur einen begreiflichen und verzeihlichen ,anla zu einem so groen ,miverstndnis gegeben htte4 ,der ,ausdruck philosophischer ,gedanken ist von der ,leistungsfhigkeit der gegebenen ,sprache abhngig1 und es ist kaum vermeidlich1 zur ,bezeichnung dessen1 was man meint1 ,worte zu benutzen1 welche diese eigentlich nur fr ,verwandtes1 was man nicht meint1 ausgeprgt hat1 dann vorzglich1 wenn ein neues ,gebiet erffnet wird und die ,dringlichkeit der ,unterscheidung des gemeinten von jenem anderen noch wenig empfunden werden kann4 ,hierin scheint mir der ,grund jenes ,miverstndnisses zu liegen4 ,nichts sonst wollte ,platon lehren1 als die ,geltung von ,wahrheiten1 abgesehen davon1 ob sie an irgend einem ,gegenstande der ,auenwelt1 als dessen ,art zu sein1 sich besttigen2 die ewig sich selbst gleiche ,bedeutung der ,ideeen1 die immer sind1 was sie sind1 gleichviel ob es ,dinge giebt1 die durch ,teilnahme an ihnen sie in dieser ,auenwelt zur ,erscheinung bringen1 oder ob es ,geister giebt1 welche ihnen1 indem sie sie denken1 die ,wirklichkeit eines sich ereignenden ,seelenzustandes geben4 ,aber der griechischen ,sprache fehlte damals und noch spter ein ,ausdruck fr diesen ,begriff des ,geltens1 der kein ,sein einschliet2 eben dieser des ,seins trat allenthalben1 sehr hufig unschdlich1 hier verhngnisvoll an seine ,stelle4 ,jeder fr das ,denken fabare ,inhalt1 wenn man ihn als etwas mit sich ,einiges von anderem ,verschiedenes und ,abgeschlossenes betrachten wollte1 alles1 wofr die ,sprache der ,schule spter den nicht blen ,namen des ,gedankendinges erfunden hat1 war dem ,griechen ein ,seiendes1 on oder ousia2 und wenn der ,unterschied einer wirklich geltenden ,wahrheit von einer angeblichen in ,frage kam1 so war auch jene ein onts on --2 anders als in dieser bestndigen ,vermischung mit der ,wirklichkeit des ,seins hat die ,sprache des alten ,griechenlands jene ,wirklichkeit der bloen ,geltung niemals zu bezeichnen gewut2 unter dieser ,vermischung hat auch der ,ausdruck des ,platonischen ,gedankens gelitten4 ,man berzeugt sich leicht1 da alles1 was von den ,ideeen gesagt wird1 unter der ,voraussetzung1 die wir machten1 sich als natrlich und notwendig ergiebt1 und da die verschiedenen ,wendungen1 die in der ,darstellung ihres ,wesens genommen werden1 eben darauf hinauslaufen1 den ,begriff1 zu dessen ,bezeichnung ein einziger ,ausdruck fehlte1 durch viele einander zu ,hilfe kommende und beschrnkende zu erschpfen4 ,ewig1 weder entstehend noch vergehend 7aidia1 agennta1 anlethra71 muten die ,ideeen genannt werden gegenber dem ,flu des ,heraklit1 der auch ihren ,sinn schien mit sich fortreien zu sollen2 die ,wirklichkeit des ,seins allerdings kommt ihnen bald zu1 bald nicht zu1 je nachdem vergngliche ,dinge sich mit ihnen schmcken oder nicht2 die ,wirklichkeit der ,geltung aber1 welche ihre eigne ,weise der ,wirklichkeit ist1 bleibt unberhrt von diesem ,wechsel2 diese ,unabhngigkeit von aller ,zeit1 in ,vergleichung gebracht mit dem1 was in der ,zeit entsteht und vergeht1 konnte nicht wohl anders als durch das zeitliche und doch die ,macht der ,zeit negierende ,prdikat der ,ewigkeit ausgesprochen werden1 ebenso wie wir das1 was an sich nicht gelte und gelten knnte1 an seinem ,niemalsvorkommen in aller ,zeit am leichtesten erkennen wrden4 ,trennbar oder getrennt von den ,dingen 7chris tn ontn71 heien die ,ideeen zunchst begreiflich1 weil das ,bild 7eidos7 ihres ,inhalts unserer ,erinnerung vorstellbar bleibt1 auch nachdem in der ,wirklichkeit des ,seins die ,dinge verschwunden sind1 durch deren ,anregung es in uns entstanden war2 dann aber1 weil unter jenem ,inhalt nur das verstanden war1 was in allgemeiner ,gestalt fabar1 in verschiedenen ,erscheinungen der uern ,wirklichkeit sich selbst gleich vorkommt1 und deshalb unabhngig ist von jedem einzelnen ,beispiele seiner sinnlichen ,verwirklichung4 ,aber es war nicht die ,meinung ,platons1 da die ,ideeen nur von den ,dingen unabhngig1 dagegen in ihrer ,weise der ,wirklichkeit abhngig sein sollten von dem ,geiste1 welcher sie denkt2 ,wirklichkeit des ,seins genieen sie freilich nur in dem ,augenblicke1 in welchem sie1 als ,gegenstnde oder ,erzeugnisse eines eben geschehenden ,vorstellens1 ,bestandteile dieser vernderlichen ,welt des ,seins und ,geschehens werden2 aber wir alle sind berzeugt1 in diesem ,augenblicke1 in welchem wir den ,inhalt einer ,wahrheit denken1 ihn nicht erst geschaffen1 sondern nur ihn anerkannt zu haben2 auch als wir ihn nicht dachten1 galt er und wird gelten1 abgetrennt von allem ,seienden1 von den ,dingen sowohl als von uns1 und gleichviel1 ob er je in der ,wirklichkeit des ,seins eine erscheinende ,anwendung findet oder in der ,wirklichkeit des ,gedachtwerdens zum ,gegenstand einer ,erkenntnis wird2 so denken wir alle von der ,wahrheit1 sobald wir sie suchen und suchend vielleicht ihre ,unzugnglichkeit fr jede wenigstens menschliche ,erkenntnis beklagen2 auch die niemals vorgestellte gilt nicht minder1 als der kleine ,teil von ihr1 der in unsere ,gedanken eingeht4 ,in etwas anderer ,form1 und gegen ,protagoras1 wird die selbstndige ,geltung der ,ideeen hervorgehoben1 wenn sie als an sich seiend was sie sind 7auta kath' auta onta7 der ,relativitt entzogen werden1 in die sie der berhmte ,ausspruch dieses ,sophisten verwickeln wollte4 ,zugegeben selbst1 da die ,lehre desselben1 auf sinnliche ,empfindungen beschrnkt1 ihre gute ,gltigkeit hat1 und da ,platon sie in dieser ,beziehung miverstndlich bekmpft1 zugegeben also1 da jede sinnliche ,empfindung fr den1 der sie hat1 so gut eine ,wahrheit ist1 wie eine abweichende andere fr den1 der diese andere hat1 so wrde doch ,platon mit ,recht behaupten1 weder der eine noch der andere knne diese oder jene ,empfindung haben1 ohne da dasjenige1 was er in ihr empfindet1 ,rot oder ,blau1 ,s oder ,bitter1 ein an sich ,etwas und immer dasselbe ,etwas bedeutender ,bestandteil einer ,welt von ,ideeen sei2 sie bildet gleichsam den bestndigen unerschpflichen ,vorrat1 aus dem jedem ,dinge der ,auenwelt alle die noch so verschiedenen ,prdikate1 mit denen es sich wechselnd bekleidet1 und ebenso jedem ,geist die verschiedenen ,zustnde zugeteilt werden1 die er soll erfahren knnen2 unmglich ist es dagegen1 da ein einzelnes ,subjekt etwas empfinde oder vorstelle1 dessen ,inhalt nicht in dieser allgemeinen ,welt des ,denkbaren seine bestimmte ,stelle1 seine ,verwandtschaften und ,unterschiede gegen anderes ein fr allemal bese1 sondern eine zu dieser ganzen ,welt beziehungslose1 nirgends sonst heimische ,sonderbarkeit dieses einen ,subjekts bliebe4 ,ist nun durch diese ,ausdrcke fr die selbstndige ,gltigkeit der ,ideen gesorgt1 so ist auch hinlnglich vorgebaut1 da diese ,gltigkeit nicht mit der ,wirklichkeit des ,seins verwechselt werde1 die nur einem beharrlichen ,dinge zugeschrieben werden knnte4 ,wenn die ,ideeen in einem intelligiblen berhimmlischen ,ort 7notos1 hyperouranios topos7 ihre ,heimat haben sollen1 wenn sie anderseits ausdrcklich noch als nirgends wohnend bezeichnet werden1 so ist fr jeden1 der die ,anschauungsweise des griechischen ,altertums versteht1 vollkommen hinlnglich ausgedrckt1 da sie zu dem nicht gehren1 was wir reale ,welt nennen2 was nicht im ,raume ist1 das ist fr den ,griechen nicht1 und wenn ,platon die ,ideeen in diese unrumliche ,heimat verweist1 so liegt darin nicht ein ,versuch1 ihre bloe ,geltung zu irgend einer ,art von seiender ,wirklichkeit zu hypostasieren1 sondern die deutliche ,anstrengung1 jeden solchen ,versuch von vornherein abzuwehren4 ,auch dies steht nicht entgegen1 da die ,ideeen als ,einheiten 7henades1 monades7 aufgefhrt werden2 denn keine ,veranlassung liegt vor1 diese ,bezeichnung in dem ,sinne atomistischer ,vorstellungen1 sei es auf krperliche ,unteilbarkeit1 sei es auf eine der ,persnlichkeit hnliche ,selbstheit zu deuten2 vielmehr dem ,sinne jeder ,idee1 und nicht jeder einfachen blos1 sondern auch jeder zusammengesetzten1 kommt es zu1 durch ,vereinigung des in ihm zusammengehrigen und durch ,ausschlieung alles ,fremden sich als ,einheit zu beweisen4 ,dennoch aber1 obgleich alle diese uerungen darin bereinstimmen1 da ,platon nur die ewige ,gltigkeit der ,ideeen1 niemals aber ihr ,sein behauptete1 dennoch blieb ihm auf die ,frage3 was sie denn seien1 zuletzt nichts brig1 als sie doch wieder unter den ,allgemeinbegriff der ousia zu bringen1 und so war dem ,miverstndnis eine ,thr geffnet1 das seitdem sich fortgepflanzt hat1 obschon man nie anzugeben wute1 was denn das eigentlich sei1 wozu ,platon durch die ihm schuld gegebene ,hypostase seine ,ideeen hypostasiert haben sollte4 99 99 99 99 99 ber das ,verhltnis der ,ideeenwelt zur ,gottheit und die theologische ,seite des ,systems1 -- wenn man bei ,plato von einem ,system reden darf --1 geben uns diejenigen ,schriften ,auskunft1 welche in die von ,schwegler angenommene dritte und letzte ,periode seiner ,entwicklung fallen1 nmlich in die ,zeit nach seiner ,heimkehr in die ,vaterstadt bis zu seinem ,tode2 es sind dies in erster ,linie der ,phdrus1 ,philebus1 die ,republik und der ,dialog von den ,gesetzen4 uerlich kennzeichnet diese ,schluperiode seines geistigen ,schaffens sich durch das berhandnehmen der mythischen ,form4 ,die wichtigsten hier in ,betracht kommenden ,stze sind folgende3 ,den ,schpfer und ,vater des ,weltalls zu finden1 ist schwer1 und wenn man ihn gefunden1 mit allen darber zu sprechen1 unmglich3 alte heilige berlieferungen bezeichnen ihn als den ,gott der ,gtter1 der nach ,gesetzen regiert1 als den ,anfang1 die ,mitte und das ,ende aller ,dinge4 ,in der ,natur dieses ,gottes wohnt eine knigliche ,seele1 und in dieser ein kniglicher ,verstand1 welcher die oberste ,ursache alles ,guten1 ,wahren und ,schnen ist4 ,alle ,wesen stimmen darin berein1 da dieser bewunderungswrdige ,verstand der ,knig des ,himmels und der ,erde sei2 da nicht wie die ,menge whnt1 eine blind wirkende ,natur und ,notwendigkeit1 sondern der gttliche seiner selbst bewute ,verstand1 um eines guten ,endzwecks willen1 das ,weltall geordnet habe1 und da ohne ,gott diese ,weltordnung ganz unmglich wre4 ,wie nun ein ,knstler1 bevor er sein ,kunstwerk sinnlich ausfhrt1 sich zuvor eine ,idee desselben bildet1 nach welcher er das ,werk ausfhrt3 so hat auch ,gott1 der grte und beste aller ,knstler1 ehe er diese sichtbare ,welt und in ihr die einzelnen ,dinge gebildet1 zuvor die ,ideeen derselben konzipiert1 und diese gttlichen ,ideeen und geistigen ,vorbilder sind das der ,erscheinungswelt vorangehende1 wahre1 ewige1 allein reale ,wesen der ,dinge2 die einzelnen sogenannten wirklichen ,dinge1 die wir durch die ,sinne wahrnehmen1 sind nur ,abbilder1 vorbergehende vergngliche ,erscheinungen jener gttlichen ,ideeen4 ,es giebt also zwei ,welten1 eine gttliche ,ideeenwelt1 die ,welt der ewigen substanziellen ,gedanken ,gottes1 und eine irdische ,erscheinungswelt1 die ,welt der wandelbaren ,formen2 die ,welt des ewig ,seienden und ewig sich ,gleichbleibenden1 und die ,welt des zeitlichen ,werdens1 des ,entstehenden und ,vergehenden1 der ,zeugung und des ,todes4 ,die erscheinenden ,dinge in dieser ,welt sind nur die ,wirkungen der wahren ,existenzen in jener ,welt2 jedes ,ding hat seine ,idee in ,gott1 diese gttlichen ,ideeen sind das ,original1 die irdischen ,phnomene die ,kopieen4 ,in der ,ideeenwelt aber ist die oberste nur mit ,mhe erkennbare ,ursache alles ,wahren und ,schnen die ,idee des ,guten1 der ,urheber des ,guten aber ist ,gott1 der sich selbst immerdar gleich und mit sich identisch ist1 und der allein auch vollkommenste ,erkenntnis besitzt4 ,wre dieser ,gott neidisch1 so htte er sich an sich selbst gengen lassen und nichts auer sich ins ,leben gerufen2 da er aber nicht neidisch1 sondern neidlos gtig ist1 so hat er auch das ,nichtsein an dem ,reichtum seines ,seins teilnehmen1 und das ,einzelne1 ,unvollkommene um der ,vollkommenheit und ,glckseligkeit des ,ganzen willen entstehen lassen3 er hat gleichsam wie ein reicher ,mann ein armes ,mdchen1 das ,nichtseiende sich zur ,braut erwhlt und mit ihr1 aus ,liebe1 die ,welt erzeugt4 ,die ,unvollkommenheit aller irdischen ,dinge hat daher ihren ,grund darin1 da in ihnen zwar etwas ,gttliches1 ,ewiges1 ,wirkliches1 aber auch etwas ,ungttliches1 ,vergngliches1 ,nichtiges2 da in ihnen ,sein und ,nichtsein1 ,freiheit und ,notwendigkeit gemischt ist4 ,das ,nichtsein1 aus dem die ,dinge hervorgerufen sind1 klebt ihnen noch an1 ja es ist ganz unmglich1 da sie absolut vollkommen seien2 denn nur ,gott ist dieses1 nichts geschaffenes4 ,man mu demnach zwei ,arten von ,ursachen unterscheiden1 eine naturnotwendige1 leibliche1 und eine gttliche1 seelische3 die gttliche mu man in allen ,dingen aufsuchen1 um1 so viel die menschliche ,natur es zult1 ein glckseliges ,leben zu erlangen2 die naturnotwendige aber nur um jener willen4 ,die gttliche ist die eigentliche ,ursache1 die naturnotwendige die ,hilfsursache zur irdischen ,geburt4 ,die stofflichen ,entstehungsgrnde oder ,urelemente der ,dinge1 des ,menschen wie aller brigen ,wesen1 lassen eine logische ,erklrung nicht zu1 es ist unmglich1 diese ,urstoffe durch ,worte zu definieren1 sie sind ihrer ,natur nach unerklrlich1 unsere ,sprache hat fr sie kein adquates ,wort4 ,der ,mensch nun1 das am meisten zur ,gottesverehrung befhigte unter allen ,geschpfen1 ist ursprnglich nicht eine irdische1 sondern eine himmlische ,pflanze2 unter allen ,besitztmern1 die er hat1 ist nchst den ,gttern seine ,seele sein wertvollstes gttlichstes ,eigentum1 ja das eigentliche ,wesen des ,menschen3 ihre ,ausbildung ist daher ,menschen und ,gttern das teuerste3 denn ihr allein kommt1 wie die ,priester und alte gttliche ,dichter lehren1 wahres unsterbliches ,sein zu3 sie gehrt zu den ersten ,existenzen1 und ist lter und frher als alle ,krper1 und hat vor ihrem gegenwrtigen ,leben in einer hheren ,region gelebt und die ,wahrheit geschaut3 so da1 da die ganze ,natur unter sich verwandt ist1 was sie in dem irdischen ,leben lernt1 eigentlich nur eine ,wiedererinnerung dessen ist1 was sie in einem vorirdischen ,leben schon einmal gewut hat4 ,in der ,seele aber1 als die oberste ,seelenkraft wohnt der reine denkende ,geist1 der1 wie er vom ,himmel in den ,menschen herabgekommen ist1 den ,menschen auch wieder von der ,erde in den ,himmel emporhebt1 als der einem jeden von ,gott geschenkte ,schutzgeist4 ,dieser spezifisch geistige ,teil der menschlichen ,seele1 der gttliche ,geist in uns1 lt sich nicht gengen an dem ,einzelnen1 ,vielen1 ,vernderlichen1 ,sinnlichen1 sondern fhlt sich erst dann befriedigt und gesttigt1 wenn er vorgedrungen ist bis zu dem ,urgrunde1 der ewigen ,wesenheit der ,dinge und der ewigen ,wahrheit1 welchen beiden er selbst verwandt und homogen ist4 ,liebe zu dem ewig ,seienden1 zu der ewigen ,weisheit1 und zu der ewigen ,wahrheit1 sind dem ,menschen von ,natur eingeboren3 sein denkender ,geist strebt ebenso natrlich nach ,erkenntnis der ,wahrheit1 wie das sonnenartige ,auge des ,menschen nach ,licht2 und wie diesem die ,finsternis1 so ist jenem die ,unwissenheit zuwider4 ,die echt philosophischen ,naturen haben darum ihr ,denken nicht auf die ,welt des ,werdens1 sondern auf das ewig und unvernderlich ,seiende gerichtet3 sie sind vor allem bestrebt die ewige ,wesenheit der ,dinge zu erkennen1 die obersten ,ursachen in der gttlichen ,ideenwelt2 nicht dasjenige1 was zwischen ,entstehen und ,vergehen hin und her schwankt1 die vorbergehende ,erscheinungswelt4 ,dieses ist das ursprngliche ,verhltnis der menschlichen ,seele und in dieser des menschlichen ,geistes zu ,gott und dem ,weltall4 ,ursprnglich1 in ,kraft und ,fortwirkung ihres gttlichen ,ursprungs1 sind die ,menschen viel wahrhaftiger1 groherziger1 vollkommener gewesen als spter1 wo der ,anteil ,gottes in ihnen1 durch die fortgesetzte ,vermischung mit der sterblichen ,natur1 immer schwcher geworden1 und der menschliche ,charakter immer strker hervorgetreten ist4 ,so kommt es1 da jetzt allerdings1 wie der ,meerdmon ,glaukos von dem ,seewasser angefressen und durch das ,seetang und ,muschelwerk1 was sich ihm angesetzt1 fast unkenntlich geworden ist1 auch die menschliche ,seele in dem gegenwrtigen ,leben1 in dem ,meer der ,todeswelt1 durch vielfache bel ihre ursprngliche ,reinheit und ,schnheit fast ganz verloren hat1 und wenn sie diese wiedergewinnen will1 zuerst aus dem ,meere1 in welchem sie versunken ist1 sich erheben und alles ihr fremdartige ,anhngsel abwerfen mu4 ,reinigung der ,seele von den ,leidenschaften1 ,loslsung von den ,banden des ,leibes und allem ,irdischen1 ist darum die notwendige ,vorbedingung jedes echten ,philosophierens4 ,denn nur mit reiner ,seele knnen wir das ,reine1 ,wahre1 ,ewige berhren1 nur dann mit der ,seele selbst das wahre ewige ,wesen der ,dinge schauen und erkennen4 ,wer darum wahrhaft philosophisch gesinnt1 und wirklich in ,freiheit und ,mue auferzogen ist1 der trachtet so schnell als mglich aus dem ,irdischen in das berirdische sich zu flchten4 ,diese ,flucht bringt ihn dann zur mglichst grten ,verhnlichung mit ,gott1 diese ,verhnlichung aber besteht darin1 da er mit ,wissen und ,willen gerecht und fromm ist4 ,dieses zu erkennen ist die wahre ,weisheit und ,tugend2 darin unwissend zu sein1 offenbarer ,unverstand und ,schlechtigkeit4 99 99 99 99 99 ,hier freilich drfte am meisten die ,lehre ,platos von der ,unsterblichkeit der ,seele interessieren4 ,als ,quellen kommen dafr hauptschlich die ,dialoge ,phaedon1 der ,staat1 ,phaedrus1 ,timaeus und das ,gastmahl in ,betracht4 ,im ,phaedon lt er ,sokrates in dem unmittelbar vor seinem ,tode gefhrten letzten ,gesprch davon ausgehen1 da der ,tod der ,gegensatz des ,lebens sei4 ,der ,tod ist eben die ,trennung der ,seele vom ,krper1 und da der ,krper nur die ,wahrnehmungen trbt1 ein ersehnenswertes ,ziel4 ,der ,weise hofft durch den ,tod mit den ,gttern und mit den dahingegangenen guten ,menschen vereinigt zu werden4 ,erst nach der ,trennung vom ,krper wird die ,seele1 losgelst von allem ,sinnlichen1 die ,wahrheit erkennen4 ,in den eleusinischen ,mysterien werde bildlich angedeutet1 da1 wer uneingeweiht und ungeheiligt in den ,hades kommt1 im ,schlamm liegen1 der ,gereinigte und ,geheiligte aber1 wenn er dorthin kommt1 mit den ,gttern wohnen wird4 ,nach altem ,glauben kommen die ,seelen von hier in den ,hades1 kehren aber vom ,hades wieder hierher zurck4 ,da alles aus ,gegenstzen entsteht1 der ,gegensatz des ,lebens aber der ,tod ist1 so mssen die ,seelen auch im ,tode irgendwo sein1 von wo aus sie wieder zum ,leben erwachen4 ,wre dem nicht so1 so wrde eben entweder das ,lebendigsein oder das ,todtsein ausschlielich bestehen4 ,ferner1 da das ,lernen nur ,rckerinnerung ist1 eine ,voraussetzung1 die ,plato mehrfach durch ,vorfhrung empirischer ,beispiele der sokratischen ,dialektik zu beweisen versucht1 so mu die ,seele1 bevor sie in diesen ,leib kam1 irgendwo bestanden und das1 dessen sie sich jetzt im ,lernen wieder erinnert1 gewut haben4 ,auf den ,einwurf eines ,teilnehmers am ,gesprch1 ob denn die ,seele nicht im ,tode sich auflsen knne1 erwidert ,sokrates1 die ,seele sei nichts ,zusammengesetztes1 sie sei eine der selbstndigen1 sich immer gleichbleibenden ,ideeen und sei wegen ihrer angeborenen ,herrschaft ber den ,krper dem ,gttlichen gleich4 ,auch gehe ja nicht einmal das ,krperliche im ,tode zu ,grunde1 lse sich vielmehr nur in seine unteilbaren ,bestandteile auf4 ,warum sollte die an sich unteilbare ,seele zu ,grunde gehen8 brigens gelangt nur die gereinigte ,seele wieder ins ,gttliche zurck1 die nicht gereinigte wird auf's neue in das irdische ,gebiet des ,sichtbaren herabgezogen und hat zu ihrer ,luterung nur ,wandlungen zu bestehen2 ja sie kann zu diesem ,ende in ,tierleiber bergehen und zwar wahrscheinlich jedesmal in solche1 die ihren im ,vorleben ausgebildeten ,neigungen am meisten angepat sind1 z4 ,b4 knnen ,schlemmer als ,schweine1 ,ungerechte und ,ruber als ,wlfe sich metensomatisieren4 ,heftige ,begierden und ,leidenschaften lenken auch die ,seele auf begehrliche und leidenschaftliche ,gedanken1 und solche ,gedanken nageln die ,seele gleichsam an den als ,werkzeug dafr geeigneten ,krper an4 ,nur der von allen ,sinneseindrcken ,losgelste kann in die ,gattung der ,gtter kommen4 ,auch das sittliche ,gefhl streite fr die ,fortdauer der ,seele nach dem ,tode1 deren ,vernichtung ja nur fr den ,schlechten ein ,gewinn sein wrde4 ,in mythischer ,einkleidung schildert ,sokrates den ,hades mit topographischer ,genauigkeit3 ,die vom ,krper getrennten ,seelen werden1 nachdem sie ihr ,urteil vom ,totenrichter empfangen1 von ,dmonen1 die besseren von ,gttern selbst in ihre neuen ,wohnsitze geleitet1 welche sich je nach ihrem ,vorleben verschieden gestalten2 die ganz ,schlechten werden sogleich in den ,tartarus geschleudert1 die ,reuigen irren lange umher und werden in bestimmten ,zeitlufen in die ,nhe der von ihnen gekrnkten gefhrt1 so da sie dieselben um ,verzeihung anflehen knnen2 wird ihnen diese jetzt oder nach wiederholtem ,irrgang zu teil1 so kommen sie an bessere ,wohnorte4 ,solche1 die zwar strflich gelebt1 aber doch ,gutes aufzuweisen haben1 wandern1 nachdem sie endlich gereinigt worden sind1 zu neuem ,lebenslauf auf die ,erde4 ,nur1 wer philosophisch gedacht und gelebt1 kann in die reinen ,sphren1 abgeklrt von allem ,irdischen1 gelangen4 ,zu solchem reinen philosophischen ,denken und ,leben1 zum ,verzichten auf alles1 was auch nur teilweise davon ablenken knnte1 mahnt ,sokrates seine ,schler und schliet mit den ,worten3 schn ist der ,kampfpreis und gro die ,hoffnung4 99 99 99 99 99 ,in dem ,dialog ber den ,staat ist der ,gedankengang der ,unsterblichkeits-,spekulation folgender3 ,wenn etwas zu ,grunde geht1 so kann dies nur durch das ihm innewohnende ,schlechte geschehen2 aber das der ,seele innewohnende ,schlechte vernichtet ja dieselbe nicht1 wie solches beim ,leibe der ,fall sein kann4 ,der ,zerstrende und ,verderbende ist das ,schlechte1 der ,bewahrende und ,nutzbringende aber das ,gute2 eines schliet das andere aus4 ,finden wir nun etwas1 das durch das ,schlechte zwar geschdigt1 aber nicht vernichtet werden kann1 so mssen wir das wohl fr unzerstrbar halten4 ,ein solches nun ist offenbar die ,seele4 ,die ,seele wird durch ,ungerechtigkeit und andere ,schlechtigkeit allerdings gefhrdet1 aber zu einer ,auflsung derselben1 wie dies beim ,krper durch ihre betreffenden bel geschehe1 kommt es darum bei der ,seele nicht4787 berhaupt giebt es fr jedes ,ding nur ein eigentmlich ,zerstrendes2 so kann das ,fieber nur den ,krper schdigen und zerstren1 nicht aber die ,seele4 ,nun aber 7ein ,beweis wird nicht einmal versucht71 meint ,plato1 kann die ,seele weder durch eigenes noch durch fremdes ,schlechte zu ,grunde gerichtet werden1 ist demnach ein immerwhrendes1 ein ,unsterbliches4 ,man sieht1 wie auch hier die ,beweisfhrung ebenso wie im ,phdon nur in einer sich im ,kreise drehenden ,beteuerung des ,dogmas besteht4 ,das ,unsterbliche ist aber nach ,plato dem ,gttlichen verwandt und kann in seiner ,reinheit nur dann betrachtet werden1 wenn es von allen ,schlacken vollstndig befreit ist1 d4 h4 nach der ,loslsung vom ,leibe4 ,doch schon in diesem ,leben wird das ,streben nach ,gerechtigkeit von den ,gttern gesehen1 denen dasselbe ja nur angenehm sein kann2 sie sorgen dafr1 da denen1 die nach ,gerechtigkeit streben1 alles1 wenn nicht hier1 -- denn hier triumphiert oft das ,ungerechte1 -- so doch nach dem ,tode zum ,guten ausschlagen wird4 ,auch diese ,deduktion schliet mit einem vom ,darsteller selber als ,gesicht eines ,scheintoten bezeichneten ,bericht ber das ,jenseits4 ,ich werde ,dir1 sagt ,sokrates1 keine ,erzhlung eines ,alkinoos mitteilen1 sondern die eines wackeren ,mannes1 des ,er1 des ,sohnes des ,armenios1 eines ,pamphyliers1 der einst im ,kriege geblieben war und1 als am zehnten ,tage die ,toten1 die bereits verwest waren1 aufgehoben wurden1 wohlerhalten aufgehoben ward1 dann nach ,hause geschafft1 um bestattet zu werden1 am zwlften auf dem ,scheiterhaufen wieder auflebte und nach seinem ,wiederaufleben erzhlte1 was er dort gesehen4 ,er sagte aber1 er sei1 nachdem seine ,seele ihn verlassen1 mit vielen gewandelt und sie seien an einen wunderbaren ,ort gekommen1 wo in der ,erde zwei aneinander grenzende ffnungen gewesen und ebenso am ,himmel oben zwei andere gegenber2 ,richter aber htten zwischen diesen gesessen1 welche1 je nachdem sie ihren ,urteilsspruch gethan1 den ,gerechten befohlen htten1 den ,weg nach rechts und nach oben durch den ,himmel einzuschlagen1 wobei sie ihnen vorn ,zeichen der beurteilten ,thaten angeheftet1 den ,ungerechten dagegen den nach links und nach unten1 ebenfalls mit ,zeichen hinten von ,allem1 was sie gethan4 ,als er aber herangetreten sei1 htten sie gesagt1 er msse den ,menschen die dortigen ,dinge verknden1 und sie forderten ihn auf alles an diesem ,orte zu hren und zu beschauen4 ,er habe nun daselbst gesehen1 wie durch jede von beiden ffnungen im ,himmel und der ,erde die ,seelen fortgingen1 nachdem ihnen das ,urteil gesprochen1 bei den anderen aber sie aus der einen hervorkamen aus der ,erde voll ,schmutz und ,staub1 aus der anderen aber andere rein herabstiegen aus dem ,himmel4 ,und die jedesmal ankommenden htten wie von einer langen ,reise herzukommen geschienen1 wren vergngt nach der ,wiese abgegangen1 htten sich da wie bei einer ,festversammlung gelagert1 die sich gekannt einander begrt1 die aus der ,erde kommenden sich bei den anderen nach den dortigen ,verhltnissen und die aus dem ,himmel kommenden nach denen bei jenen erkundigt4 ,da htten sie sich nun einander erzhlt1 die einen unter ,jammern und ,thrnen1 indem sie sich erinnerten1 wie ,vieles und ,welcherlei sie gelitten und gesehen bei ihrer ,wanderung unter der ,erde -- die ,wanderung sei aber eine tausendjhrige -- die aus dem ,himmel dagegen htten von herrlichen ,genssen erzhlt und von ,anblicken von unbeschreiblicher ,schnheit4 ,das ,meiste nun davon zu erzhlen1 o ,glaukon1 wrde zuviel ,zeit erfordern1 die ,hauptsache aber1 sagte er1 sei dieses1 da jeder fr alles ,unrecht1 was er jemals und gegen wen immer verbt1 der ,reihe nach ,strafe erlitten habe1 fr jedes zehnfach -- das aber finde statt allemal nach einem ,zeitraum von hundert ,jahren1 weil dieses die ,dauer des menschlichen ,lebens sei1 -- damit sie so zehnfach die ,bue fr das ,unrecht entrichteten1 zum ,beispiel1 wenn manche am ,tode ,vieler ,schuld waren1 indem sie entweder ,stdte oder ,kriegsheere verrieten und in ,knechtschaft gestrzt hatten1 oder sonst an einem ,elend mitschuldig waren1 sie von allen diesen zehnfache ,pein fr jedes erduldeten1 und wiederum1 wenn sie irgend ,wohlthaten erwiesen hatten und gerecht und fromm gewesen waren1 nach demselben ,mastabe den verdienten ,lohn erhielten4 ,von denen aber1 die gleich nach ihrer ,geburt starben und nur kurze ,zeit lebten1 erzhlte er anderes1 was nicht der ,erwhnung wert ist4 ,fr ,ruchlosigkeit dagegen und ,ehrfurcht gegen ,gtter und ,eltern und fr eigenhndigen ,mord 7,selbstmord87 erwhnte er noch grere ,vergeltungen4 ,er sagte nmlich1 er sei zugegen gewesen1 wie einer von einem anderen gefragt wurde1 wo ,ardios der ,groe wre4 ,dieser ,ardios aber wre in irgend einer ,stadt ,pamphyliens ,gewaltherrscher gewesen1 tausend ,jahre vor jener ,zeit1 und hatte seinen greisen ,vater und lteren ,bruder gettet und noch vielen anderen ,frevel verbt1 wie man sagte4 ,der ,gefragte nun1 erzhlte er1 habe gesagt3 ,er ist nicht gekommen und wird auch nicht hierher kommen4 ,wir sahen nmlich unter den schrecklichen ,schauspielen ja auch dieses mit an3 ,als wir nahe an der ,mndung und im ,begriff waren emporzusteigen und das andere alles berstanden hatten1 erblickten wir pltzlich jene und andere1 von denen fast die ,meisten ,gewaltherrscher waren2 es gab aber auch einige ,privatleute darunter aus der ,zahl derer1 die groe ,frevel begangen hatten2 und als diese meinten1 da sie eben emporsteigen knnten1 nahm sie die ,mndung nicht auf1 sondern brllte laut auf1 so oft einer von den in ,bezug auf ,schlechtigkeit ,unverbesserlichen oder1 der nicht hinreichend ,strafe erlitten1 ,anstalt machte emporzusteigen4 ,da waren nun1 fuhr er fort1 wilde1 feurig aussehende ,mnner bei der ,hand1 welche1 als sie den ,ton vernahmen1 die einen ergriffen und wegfhrten1 dem ,ardios aber und anderen banden sie ,hnde1 ,fe und ,kopf zusammen1 warfen sie nieder1 schunden sie1 schleiften sie seitwrts vom ,wege und zerfleischten sie auf ,dornen1 wobei sie jedesmal ,vorbergehenden anzeigten1 weswegen sie abgefhrt wrden und wohin sie sollten geworfen werden4 ,hier nun1 erzhlte er weiter1 sei unter vielen und mannigfachen ngsten1 die sie gehabt1 diese berwiegend gewesen1 es mchte fr jeden1 wenn er hinaufsteigen wollte1 jener ,ton sich vernehmen lassen1 und hchst vergngt sei ein jeder1 wenn er nicht vernommen worden1 hinaufgestiegen4 ,und die ,strafen und die ,zchtigungen seien irgend derartige1 und diesen wieder entsprechend die ,belohnungen4 ,nachdem aber denen auf der ,wiese jedem sieben ,tage verstrichen1 mten sie am achten von dort aufbrechen und weiter wandern1 und sie kmen am vierten ,tage dahin1 von wo man von oben ein durch den ganzen ,himmel und die ,erde gespanntes gerades ,licht erblicke1 wie eine ,sule1 am meisten dem ,regenbogen vergleichbar1 aber glnzender und reiner2 und zu diesem seien sie gekommen1 nachdem sie eine ,tagereise weiter gegangen1 und htten dort gesehen1 wie nach der ,mitte des ,lichtes hin vom ,himmel her die ,enden seiner 7des ,himmels7 ,bnder gespannt seien2 denn es sei dieses ,licht das ,band des ,himmels1 welches ebenso1 wie die ,gurte der ,dreirudrer1 den ganzen ,umkreis zusammenhalte2 an die beiden ,enden aber sei die ,spindel der ,notwendigkeit gespannt1 vermittelst welcher alle ,umdrehungen geschehen1 und an dieser sei die ,stange und der ,hacken von ,stahl1 der ,wirtel#fad aber gemischt aus dieser und anderen ,arten4 ,die ,beschaffenheit aber des ,wirtels sei folgende3 an ,gestalt dieselbe1 wie bei uns hier2 nach dem aber1 was er sagte1 mu man sich ihn so vorstellen1 als wenn in einem groen1 hohlen und durch und durch ausgemeielten ,wirtel ein anderer eben solcher kleinerer eingepat wre1 geradeso wie die ,gefe1 welche ineinander passen1 und ebenso ein anderer dritter1 vierter und noch vier andere4 ,denn acht ,wirtel seien es im ganzen1 die ineinander liegen1 ihre ,rnder von oben als ,kreise zeigen uns einen zusammenhngenden ,rcken eines einzigen ,wirtels um die ,stange herumbilden2 diese aber sei mitten durch den achten hindurchgetrieben4 ,der erste und uerste ,wirtel nun habe den breitesten ,kreis des ,randes1 der sechste den zweiten1 den dritten der vierte1 den vierten der achte1 den fnften der siebente1 den sechsten der fnfte1 den siebenten der dritte1 den achten der zweite4 ,und der des grten sei bunt1 der des siebenten der glnzendste1 der des achten habe seine ,farbe von der ,beleuchtung des siebenten1 der des zweiten und fnften seien einander hnlich1 gelblicher als jene1 der dritte habe die weieste ,farbe1 der vierte sei rtlich1 der zweite an ,weie der sechste4 ,es bewege sich aber nun bei ihrer ,drehung die ,spindel ganz in ein und derselben ,richtung im ,kreise1 bei dem ,umschwunge des ,ganzen aber drehen sich die sieben inneren ,kreise in einer dem ,ganzen entgegengesetzten ,richtung ruhig herum1 und von diesen selbst gehe am schnellsten der achte1 dann folgten und zugleich miteinander der siebente1 sechste und fnfte1 als der dritte seinem ,schwunge nach kreise1 wie ihnen geschienen1 der vierte1 als vierter der dritte und als fnfter der zweite4 ,sie selbst 7die ,spindel7 aber drehe sich in dem ,schoe der ,notwendigkeit4 ,auf den ,kreisen derselben ferner stehe oben auf jedem eine ,sirene1 welche sich mit herumdrehe1 ,eine ,stimme1 ,einen ,ton von sich gebend1 und aus allen1 die acht seien1 stimme zusammen eine ,harmonie4#fae ,drei andere aber sen da ringsum in gleicher ,entfernung voneinander1 jede auf einem ,throne1 nmlich die ,tchter der ,notwendigkeit1 die ,mren1 in weien ,gewndern und mit ,krnzen auf dem ,haupte1 ,lachesis1 ,klotho und ,atropos1 und sngen zur ,harmonie der ,sirenen1 ,lachesis das ,vergangene1 ,klotho das ,gegenwrtige1 ,atropos das ,zuknftige4 ,klotho nun greife von ,zeit zu ,zeit mit der rechten ,hand zu und drehe den ueren ,umschwung der ,spindel mit herum1 ,atropos aber wiederum mit der linken in gleicher ,weise die inneren ,umlufe1 und ,lachesis fasse abwechselnd jeden von beiden mit jeder der beiden ,hnde4 ,nachdem sie nun angekommen1 htten sie sogleich zur ,lachesis gehen mssen4 ,da habe sie ein ,dolmetscher zuerst in ,ordnung auseinander gestellt1 dann aus der ,lachesis ,schoe ,lose und ,muster von ,lebensweisen genommen1 sei damit auf eine hohe ,bhne gestiegen und habe gesagt3 ',dies ist die ,rede der ,tochter der ,notwendigkeit1 der ,jungfrau ,lachesis3 ,ihr ,eintagsseelen1 es beginnt ein anderer todtbringender ,umlauf des sterblichen ,geschlechts4 ,nicht euch wird ein ,dmon sich erlesen1 sondern ihr werdet ,euch einen ,dmon whlen4 ,wen aber zuerst das ,los getroffen hat1 der whle sich zuerst eine ,lebensweise1 mit der er aus ,notwendigkeit verbunden sein wird4 ,die ,tugend aber ist herrenlos1 und je nachdem sie ein ,jeglicher ehrt oder geringschtzt1 wird er mehr oder weniger von ihr haben4 ,die ,schuld trifft den ,whler1 ,gott ist schuldlos4' -- ,nach diesen ,worten habe er nach allen hin die ,lose geworfen und jeder habe das neben ihn gefallene aufgehoben1 nur er nicht2 ihm habe es jener nicht gestattet2 wer aber es aufgehoben1 dem sei es klar gewesen1 die wievielste ,stelle er getroffen4 ,hierauf habe er wiederum die ,muster der ,lebensweisen vor ihnen auf die ,erde hingelegt1 die an ,zahl die ,anwesenden berstiegen1 und zwar von allen ,arten1 nmlich ,lebensweisen von allen ,tieren1 ja auch die menschlichen insgesamt4 ,denn ,gewaltherrschaften seien darunter gewesen1 teils lebenslngliche1 teils auch mitten inne zu ,grunde gehende und in ,armut1 ,verbannung und ,bettelhaftigkeit endende2 ebenso auch angesehener ,mnner ,lebensweisen1 teils wegen ihres uern in ,bezug auf ,schnheit und auerdem auf ,krperkraft und ,kampftchtigkeit1 teils wegen ihrer ,abstammung und ihrer ,vorfahren ,tugenden1 desgleichen ,lebensweisen unangesehener ,mnner in derselben ,beziehung1 und in gleicher ,weise auch von ,frauen2 eine ,rangordnung der ,seele aber habe dabei nicht stattgefunden1 weil notwendig die1 welche eine andere ,lebensweise whlt1 eine andere ,beschaffenheit erhlt2 das ,andere aber teils miteinander sowohl als mit ,reichtum und ,armut1 teils mit ,krankheit1 teils mit ,gesundheit gemischt1 noch ,anderes aber liege auch in der ,mitte zwischen diesen4 ,hier nun1 wie es scheint1 lieber ,glaukon1 liegt die ganze ,gefahr fr einen ,menschen1 und deswegen ist zumeist dafr ,sorge zu tragen1 da jeder von uns mit ,hintansetzung der anderen ,kenntnisse diese ,kenntnisse sowohl suche als lerne1 ob er nmlich irgendwoher zu lernen und ausfindig zu machen imstande ist1 wer ihn fhig und kundig machen knne1 eine gute und schlechte ,lebensweise zu unterscheiden und so nach ,mglichkeit stets berall die bessere zu whlen1 indem er erwgt1 wie sich alles jetzt eben ,gesagte sowohl miteinander zusammengestellt als getrennt in ,bezug auf ,trefflichkeit einer ,lebensweise verhlt1 und zu wissen1 was ,schnheit mit ,armut oder ,reichtum vermischt und bei welcher ,seelenbeschaffenheit sie ,bses oder ,gutes bewirkt1 und was edle und unedle ,abkunft1 ,zurckgezogenheit und ,staatsmter1 krperliche ,kraft und ,schwche1 ,gelehrigkeit und ,ungelehrigkeit und alles ,derartige von dem1 was von ,natur der ,seele anhaftet und dazu erworben ist1 durch gegenseitige ,vermischung bewirkt1 so da er aus diesem ,allen einen ,schlu ziehend in ,hinblick auf die ,natur der ,seele imstande ist1 die schlechtere und die bessere ,lebensweise zu whlen1 schlechter diejenige nennend1 welche sie 7die ,seele7 dahin fhren wird1 da sie ungerechter1 besser aber diejenige1 welche dahin1 da sie gerechter wird2 alles brige aber wird er unbeachtet lassen4 ,denn wir haben gesehen1 da dieses sowohl fr das ,leben als nach dem ,tode die beste ,wahl ist4 ,unerschtterlich fest also an dieser ,meinung mu er hngen und so in den ,hades gehen1 damit er sich auch dort nicht von ,reichtum und derartigen beln aus der ,fassung bringen lasse und nicht in ,gewaltherrschaften und andere dergleichen ,geschfte geratend viel unheilbares bel anrichte1 selbst aber noch greres erdulde1 sondern immer die zwischen solchen in der ,mitte stehende ,lebensweise zu whlen verstehe und das berma nach beiden ,seiten hin zu meiden sowohl in diesem ,leben hier nach ,mglichkeit1 als auch in jenem knftigen2 denn so wird der ,mensch am glcklichsten4 ,und so berichtete er denn auch damals als ,bote von dorther1 da der ,dolmetscher also gesprochen habe3 ,auch dem zuletzt ,herantretenden1 wenn er mit ,verstand gewhlt hat1 mit ,anstrengung sein ,leben fhrt1 liegt eine annehmbare ,lebensweise bereit1 keine schlechte4 ,weder der zuerst ,whlende sei sorglos1 noch wer zuletzt1 mutlos4 ,als jener dies gesprochen1 erzhlte er weiter1 sei der1 welcher zuerst gelost1 herangetreten und habe sich die grte ,gewaltherrschaft gewhlt1 und zwar habe er aus ,unverstand und ,gierigkeit nicht alles gehrig erwgend die ,wahl getroffen1 sondern es sei ihm entgangen1 da das ,verzehren seiner eigenen ,kinder und anderes ,unheil als ,geschick damit verbunden sei2 nachdem er es in ,mue betrachtet1 habe er sich vor die ,brust geschlagen und seine ,wahl bejammert1 da er dem nicht treu geblieben1 was der ,dolmetscher vorher verkndet hatte2 denn nicht sich habe er die ,schuld des ,unheils beigelegt1 sondern dem ,schicksal1 den ,dmonen und allem eher1 als sich selbst4 ,er sei aber einer von denen gewesen1 die aus dem ,himmel gekommen1 der in einer geordneten ,verfassung sein frheres ,leben zugebracht und nur durch ,gewhnung ohne ,weisheitsliebe der ,tugend teilhaftig gewesen4 ,es lieferten aber1 knne man sagen1 die aus dem ,himmel ,gekommenen beinahe nicht die geringere ,zahl derer1 die von solchem befangen wren1 da sie keine ,erfahrung in ,mhseligkeiten htten2 die meisten dagegen von den aus der ,erde ,gekommenen trfen1 inwiefern sie sowohl selbst ,mhseligkeiten berstanden1 als auch andere darin gesehen1 ihre ,wahlen nicht so auf den ersten ,anlauf4 ,daher erfhren denn auch die meisten ,seelen einen ,wechsel zwischen ,bsem und ,gutem1 und auch durch den ,zufall des ,loses2 denn wenn jemand stets1 so oft er in das ,leben hier trte1 sich auf vernnftige ,weise der ,weisheitsliebe befleiigte und ihn das ,los zur ,wahl nur nicht unter den letzten trfe1 so scheint es nach dem1 was von dorther berichtet wurde1 da er nicht nur hier glcklich sein1 sondern auch die ,wanderung von hier nach dort und wieder zurck nicht auf unterirdischem und rauhem ,pfade1 sondern auf glattem und himmlischem stattfinden wrde4 ,dieses ,schauspiel nmlich1 erzhlte er1 sei sehenswert gewesen1 wie die einzelnen ,seelen sich ihre ,lebensweisen gewhlt htten2 denn es sei klglich1 lcherlich und wunderlich anzusehen gewesen4 ,denn sie htten nach der ,gewohnheit ihres frheren ,lebens meistenteils die ,wahl getroffen4 ,so habe er gesehen1 wie die ,seele1 welche einst die des ,orpheus gewesen1 sich das ,leben eines ,schwanes whlte1 indem sie aus ,ha gegen das weibliche ,geschlecht#faf wegen des durch diese erlittenen ,todes nicht habe von einem ,weibe erzeugt geboren werden wollen2 ferner habe er die ,seele des ,thamyras#fag das ,leben einer ,nachtigall whlen sehen2 er habe aber auch gesehen1 wie ein ,schwan zur ,wahl eines menschlichen ,lebens berging1 und andere musikliebende ,tiere ebenso4 ,eine ,seele aber1 welcher das ,los an zwanzigster ,stelle fiel1 habe sich das ,leben eines ,lwen gewhlt1 und das sei die des telamonischen ,ajas gewesen1 welche eingedenk des ,urteilspruches ber die ,waffen vermied1 ein ,mensch zu werden4 ,nchst diesem sei die ,seele des ,agamemnon gekommen1 und auch diese habe aus ,feindschaft gegen das menschliche ,geschlecht wegen des ,erlittenen das ,leben eines ,adlers gelost4 ,inmitten aber habe die ,seele der ,atalante gelost1 und da sie groe ,ehrenbezeugungen eines ,wettkmpfers gesehen1 habe sie nicht vorbergehen knnen1 sondern zugegriffen4 ,nach dieser habe er die des ,epiros1 des ,sohnes des ,panopeus1 in die ,natur einer kunstreichen ,frau sich begeben1 weit unter den letzten aber die des ,possenreiers ,thersites in einen ,affen einkehren sehen4 ,aus ,zufall aber sei die des ,odysseus beim ,losen unter allen die letzte gewesen und so an die ,wahl gegangen1 in ,erinnerung an die frheren ,mhen des ,ehrgeizes ledig sei sie lange ,zeit herumgegangen1 um das ,leben eines ,privatmannes1 der sich von ffentlichen ,geschften zurckgezogen1 zu suchen1 habe es mit ,mhe irgendwo liegend und von anderen vernachlssigt gefunden und bei dessen ,anblick gesagt1 sie wrde ebenso gehandelt haben1 auch wenn sie das erste ,los bekommen htte1 und es vergngt gewhlt4 ,auerdem seien nun auch aus den ,tieren in gleicher ,weise welche in ,menschen und eine andere ,art in die andern bergegangen1 die ungerechten in die wilden und die gerechten in die zahmen1 und so seien ,mischungen aller ,art vorgekommen4 ,nachdem nun aber alle ,seelen ihre ,lebensweisen gewhlt1 seien sie in der ,ordnung1 wie sie gelost1 zur ,lachesis hinzugetreten2 diese aber habe einem jeden den ,dmon1 den er sich gewhlt1 zum ,hter seines ,lebens und zum ,vollstrecker des ,gewhlten mitgegeben4 ,dieser nun habe sie zuerst zur ,klotho unter die ,hand derselben und unter die ,herumdrehung des ,wirbels der ,spindel gefhrt1 um das ,geschick1 welches sie nach dem ,lose sich gewhlt1 zu befestigen1 und nachdem er diese berhrt1 habe er sie wieder zur ,spinnerei der ,atropos gefhrt1 um das ,zugesponnene unabnderlich zu machen4 ,von da aber sei er nun ohne sich umzudrehen unter den ,thron der ,notwendigkeit gegangen1 und als er durch diesen hindurchgegangen und auch die anderen durch gewesen1 seien sie dann smtlich auf das ,feld der ,vergessenheit durch furchtbare ,hitze und ,stickluft gewandert2 denn es sei dasselbe leer von ,bumen und ,allem1 was die ,erde erzeugt4 ,sie htten sich also1 da es schon ,abend geworden1 am ,flusse#fah sorgenlos gelagert1 dessen ,wasser kein ,gef halten knne4 ,ein gewisses ,ma nun von diesem ,wasser sei fr alle ntig gewesen2 die sich aber durch berlegung nicht bewahrt1 htten ber das ,ma getrunken2 sobald aber einer davon getrunken1 habe er alles vergessen4 ,nachdem sie sich aber zur ,ruhe begeben und es ,mitternacht geworden1 sei ,donner und ,erdbeben entstanden1 und pltzlich seien sie von dannen flimmernd1 wie ,sterne1 der eine dahin1 der andere dorthin1 hinaufgefahren zu ihrer ,geburt4 ,er selbst aber sei zwar verhindert worden1 von dem ,wasser zu trinken2 wie und auf welche ,weise jedoch er wieder in seinen ,krper gekommen1 wisse er nicht1 sondern pltzlich die ,augen aufschlagend habe er sich des morgens auf dem ,scheiterhaufen liegen gesehen4 99 99 99 99 99 ,ich habe mir nicht versagen knnen1 diese ganze1 in ihrer poetischen ,anschaulichkeit an ,dante's gttliche ,komdie erinnernde ,stelle den ,lesern in wrtlicher bersetzung mitzuteilen1 einmal weil sie das beste ,beispiel der mythischen ,darstellungsform ist1 in die ,plato1 der grte ,dichter unter den ,denkern1 seine esoterische ,philosophie einzukleiden liebt2 sodann weil dieser ,mythos gerade die bedeutendsten ,probleme der ,transcendental- ,philosophie beantworten will1 so insbesondere das ,problem der ,freiheit des ,willens und seiner ,vereinbarkeit mit der empirischen ,notwendigkeit alles ,geschehens4 ,wir sehen hier ,plato als ,vorgnger ,kants und ,schopenhauers1 er will die ,antinomie der ,notwendigkeit alles empirischen ,geschehens einerseits und der ,wahlfreiheit und ,verantwortlichkeit andererseits dadurch lsen1 da er letztere in das transcendente ,sein verlegte4 ,bekanntlich leugnen sowohl ,kant wie ,schopenhauer auf ,grund des ,causalittsgesetzes die ,freiheit des menschlichen ,willens in empirischer ,beziehung2 jede ,handlung ist durch die beiden ,faktoren1 ,charakter und ,motiv1 schlechthin bestimmt4 ,das ,thun folgt ganz und gar aus dem ,sein -- operari sequitur esse --1 der ,charakter aber ist empirisch1 -- denn er wird erst an seinen ,frchten1 den ,thaten1 langsam im ,verlauf des ,lebens erkannt --1 er ist konstant --1 denn es ndert sich wohl mit der ,erziehung der ,vorrat mglicher ,motive1 d4 h4 die ,erkenntnis1 nicht aber der ,charakter selbst1 -- er ist endlich angeboren2 denn die ,verschiedenheit des ,handelns zweier ,menschen von gleicher ,erziehung1 ,bildung u4 s4 w4 ist nur durch einen essentiellen ,unterschied ihres ,charakters erklrbar4 ,um nun aber das dennoch vorhandene vllig deutliche und sichere ,gefhl der ,verantwortlichkeit und ,reue zu erklren1 meinen sie1 das ,gefhl der ,verantwortlichkeit gehe auf das ,sein des ,menschen2 dasselbe sei fr seinen angeborenen ,charakter verantwortlich2 und dieser kann natrlich nur wieder unter ,voraussetzung einer vorgeburtlichen ,wahl des ,charakters bejaht werden4 ,der intelligible ,charakter1 der ,wille als ,ding an sich1 welcher aus der ,realitt der ,erscheinungswelt hinausgerckt ist1 hat sich nach ,kant und ,schopenhauer absolut frei selbst bestimmt4 -- ,diese in ihrer abstrakten modernen ,fassung sehr schwer verstndliche ,lehre unserer beiden berhmtesten deutschen ,metaphysiker lt sich nur durch obigen ,mythos einigermaen veranschaulichen2 man kann darnach wenigstens ahnen1 wie sie sich die ,sache gedacht haben1 wenngleich damit fr die logische ,zuverlssigkeit jener transcendentalen ,lsung des ,problems wenig gewonnen wird4 ,aber historisch wenigstens wird uns jenes ,kantisch-,schopenhauersche ,dogma begreiflich1 wenn wir uns erinnern1 da beide ,philosophen1 auch ,schopenhauer1 dessen ,leugnung der individuellen ,unsterblichkeit nur eine scheinbare1 auf die ,erscheinung d4 h4 auf die empirische ,individualitt beschrnkte ist1 auf ,platos ,schultern stehen4 ,plato aber knpft1 wie nach den frher mitgeteilten ,bruchstcken des ,heraclit1 ,empedocles u4 s4 w4 kaum hervorgehoben zu werden braucht1 unmittelbar an die traditionelle1 wahrscheinlich aus ,egypten stammende ,geheimlehre an4 ,im ,gesprche ,phaedrus wird die ,unsterblichkeit der ,seele von ,plato in folgender ,weise begrndet 7c4 #bd73 ,jede ,seele ist unsterblich4 ,denn das immerwhrend ,bewegte ist unsterblich2 hingegen1 was ein anderes bewegt und von einem anderen bewegt wird1 hat1 weil es einen ,ruhepunkt der ,bewegung hat1 auch einen ,ruhepunkt des ,lebens2 allein das sich selbst ,bewegende1 insofern es sich selbst nicht verlt1 hrt niemals auf1 bewegt zu werden1 sondern auch fr das brige1 was bewegt wird1 ist dieses die ,quelle und der ,anfang der ,bewegung2 der ,anfang aber ist ungeworden2 denn aus einem ,anfang mu alles ,werdende werden1 er selbst aber aus nichts2 denn wenn der ,anfang aus etwas wrde1 so wrde er auch nicht von ,anfang aus werden2 da er aber ein ,ungewordenes ist1 so ist dies auch ein ,unvergngliches2 denn wre ja der ,anfang einmal zu ,grunde gegangen1 so wrde weder er selbst aus etwas noch ein anderes aus ihm mehr werden1 wofern das ,gesamte aus einem ,anfang werden soll4 ,so also ist im ,anfang der ,bewegung das selbst sich ,bewegende2 von diesem aber ist es weder mglich1 da es zu ,grunde gehe1 noch da es werde1 oder es mte das ganze ,himmelsgebude und jedes ,werden berhaupt zusammenstrzend stillstehen und niemals mehr hernach etwas haben1 von wo aus sie wieder in ,bewegung gesetzt und werden knnten4 ,indem sich aber als unsterblich dasjenige gezeigt hat1 was von sich selbst bewegt wird1 so wird man eben dies als ,wesen und ,begriff der ,seele zu bezeichnen keine ,scheu haben2 denn jeder ,krper1 fr welchen das ,bewegtwerden von auen kommt1 ist unbeseelt1 derjenige aber1 fr welchen es von innen aus ihm selbst sich ergiebt1 ist beseelt1 eben als wre dies die ,natur der ,seele4 ,wenn aber dies sich so verhlt1 da nichts anderes das selbst sich selbst ,bewegende ist als ,seele1 so drfte notwendig etwas ,ungewordenes und ,unsterbliches die ,seele sein4 ,man sieht1 wie derselbe ,plato1 der uns1 sobald er mythisch schreibt1 durch seine poetische ,begabung ergtzt1 so oft er dialektisch zu beweisen versucht1 nichts anderes zustande bringt1 als ein uerst unerquickliches ,drehen im ,kreise vorgefater ,behauptungen4 ,die ,seele soll nun einmal unsterblich sein4 ,darum ist sie ein sich selbst ,bewegendes4 ,ein sich selbst ,bewegendes ist unsterblich4 ,darum ist die ,seele unsterblich6 ,im ,timus erhebt sich seine ,darstellung des ,unsterblichkeitsdogmas stellenweise allerdings in unbewutem ,widerspruch mit der ,beweisfhrung im ,phdrus wieder zu einer ergreifenden poetischen ,form 7 #ee73 ,als der ,vater1 welcher das ,all erzeugt hatte1 es ansah1 wie es belebt und bewegt und ein ,bild der ewigen ,gtter geworden war1 da empfand er ,wohlgefallen daran1 und in dieser ,freude beschlo er dann1 es noch mehr seinem ,vorbilde hnlich zu machen4 ,die ,natur der hchsten ,lebendigen war aber eine ewige 7ohne ,anfang71 und diese auf das ,entstandene vollstndig zu bertragen1 war eben nicht mglich4 ,er schuf die ,sterne mit verschiedenen ,umlaufszeiten als ,werkzeuge der ,zeit1 ebenso ,sonne und ,mond2 sie alle sind beseelt1 sind ,gtter4 ,was die ,volksgtter betrifft1 so hlt er es fr das ,beste1 an dem bisherigen ,glauben an sie festzuhalten1 da die ,erzhlungen ber sie von ihren ,kindern herrhren4 ,nachdem nun ,gott so alle ,untergtter gebildet hat1 spricht er zu ihnen 7 #fg73 ,gttliche ,gttershne1 deren ,bildner ich bin und ,vater von ,werken1 welche durch mich entstanden1 unauflsbar sind1 weil ich es so will1 -- ihr seid1 weil ihr entstanden seid1 zwar nicht schlechterdings unsterblich und unauflsbar1 aber ihr sollt nicht aufgelst noch des ,todesgeschickes teilhaftig werden6 -- ,diese ,stelle hatte wohl ,giordano ,bruno im ,auge1 als er im ,dialog cena de la ceneri ,i4 #aia schrieb3 ,ma a costoro 7i4 e4 mondi7 come crede ,platone me ,timeo1 e crediamo ancor noi 7im ,dialog von den ,welten scheint er es1 dem ,anaximander ,s4 #ddh oben folgend1 nicht mehr zu glauben7 stato detto del primo principio3 voi siete dissolubili1 ma non vi dissolverete6#fai ,er trgt ihnen nun auf1 zur ,vervollstndigung und in ,nachahmung seiner ,thtigkeit die drei sterblichen ,geschlechter zu schaffen1 was er ja selbst nicht knne1 da sie sonst nach seinem ,urbild ,gtter wrden1 d4 h4 ohne ,anfang1 und fhrt fort 7 #fh73 ,so viel an ihnen dem ,unsterblichen gleichnamig zu sein verdient1 nmlich das gttlich zu ,nennende und ,leitende in ihnen1 soweit sie stets dem ,rechte und euch zu folgen geneigt sind1 von dem will ich die ,samen und ,keime selber bilden und euch dann bergeben2 in ihren brigen ,teilen aber sollt ihr1 indem ihr mit diesem ,unsterblichen ,sterbliches verwebt1 die lebendigen ,geschpfe vollenden4 ,zur ,bildung der ,seelensubstanz nimmt ,gott dann berreste derselben ,bestandteile1 aus welchen die ,seele des ,alls gebildet war1 aber von minderer ,reinheit4 ,sobald die ,seelen in die ,leiber kamen1 entstanden ,wahrnehmung und ,empfindung1 ,erregung und die aus ,lust und ,schmerz gemischte ,liebe4 ,wenn die ,menschen ihre ,erregungen beherrschen1 leben sie gerecht1 lassen sie sich aber von ihnen beherrschen1 ungerecht4 ,wer die ihm zugemessene ,zeit hindurch gerecht gelebt hat1 der soll in die ,behausung des ihm verwandten ,gestirns zurckkehren und ein seliges und seiner ,gewohnheit entsprechendes ,leben fhren2 wer aber in diesem ,leben gefehlt1 kommt fr einen nchsten ,lebenslauf in den nchst niederen ,grad des weiblichen ,krpers und wenn es ihm dann noch nicht gelingt1 sich von dem ihm anklebenden ,schlechten zu befreien1 so wird er so lange zu neuen ,existenzen in die durch seine ,laster ihm verwandten ,tiere verwandelt werden1 bis es ihm endlich gelingt1 durch die ,vernunft des ,schlechten ,herr zu werden und zu seiner frheren1 edelsten ,beschaffenheit zurckzukehren4 ,in einem spteren ,teile des ,timus wiederholt ,plato1 da ,gott sich vorbehalten habe1 das ,gttliche im ,menschen selbst zu bilden1 die ,entstehung des ,sterblichen aber seinen eigenen ,erzeugten aufgetragen habe4 #afd3 ,diese nun1 in ,nachahmung seiner1 umwlbten die berkommene unsterbliche ,grundlage der ,seele ringsherum mit einem sterblichen ,krper1 und legten im ,krper noch eine andere ,art von ,seele1 die sterbliche an1 welche gefhrliche und der blinden ,notwendigkeit folgende ,eindrcke aufnimmt1 die ,lust1 die strkste ,lockspeise des ,bsen1 dann den ,schmerz1 den ,verscheucher des ,guten1 ferner ,mut und ,furcht1 zwei thrichte ,ratgeber1 schwer zu besnftigenden ,zorn und leicht verlockende ,hoffnung1 endlich die ,triebe4 ,aus ,scheu1 das ,gttliche1 das in den ,kopf verpflanzt wurde1 durch ,berhrung mit dem minder ,edlen zu beflecken1 wurde zwischen den ,kopf und den brigen ,krper der ,hals eingeschoben2 in die ,brust wurde der edlere ,teil der sterblichen ,seele verpflanzt1 whrend der ,teil der ,seele1 der ,begierde nach ,speise und ,trank trgt1 in die ,gegend zwischen ,zwergfell und ,nabel versetzt und hier angebunden wird1 wie ein wildes ,tier1 das aber wegen der ,verbindung1 in welcher es mit dem ,ganzen steht1 notwendig ernhrt werden mute1 wenn einmal ein ,geschlecht sterblicher ,wesen entstehen sollte4 ,in der ,knigsburg des ,kopfes aber thront die unsterbliche ,seele1 die lenkt und erforscht1 was zum gemeinsamen ,besten des irdischen ,wesens frommt1 wie ein ,schutzgeist1 der 7 #bcf7 uns ber die ,erde zur ,verwandtschaft mit den ,gestirnen erhebt1 als ,geschpfe1 die nicht irdischen1 sondern berirdischen ,ursprungs sind4 ,wer sich den ,begierden oder dem ,ehrgeize hingiebt1 wird nur sterbliche ,meinungen in sich erzeugen1 und zieht nur das ,sterbliche in sich gro2 wer dagegen die ,kraft des ,wissens vor allen anderen ,krften seiner ,seele gebt hat1 wird unsterbliche und gttliche ,gedanken in sich tragen1 und wird1 soweit die menschliche ,natur der ,unsterblichkeit fhig ist1 solche erreichen und glckselig sein4 99 99 99 99 99 ,ohne jede ,anspielung auf das ,dogma von der ,seelenwanderung behandelt ,plato das ,unsterblichkeitsproblem im ,gastmahl1 hier lt er den ,sokrates folgende1 diesem durch die weise ,diotima aus ,mantinea erteilte ,offenbarung in einer ,lobrede auf den ,eros wiedergeben3 ,eros sei eigentlich1 da er das ,verlangen nach dem ,schnen und ,guten personifiziere1 also noch nicht im ,besitze derselben sei1 noch kein ,gott1 sondern nur ein groer ,dmon zu nennen4 ,dieser ,dmon ist es1 der den ,gttern die ,bitten und ,auftrge der ,menschen1 den ,menschen aber die ,auftrge1 ,vergeltungen und ,belohnungen der ,gtter vermittelt4 ,er ist das ,prinzip der ,wahrsagung und der priesterlichen ,kunst4 ,denn ,gott verkehrt nicht unmittelbar mit ,menschen1 ,eros vermittelt den ,verkehr mit ihm1 ob nun die ,menschen schlafen oder wachen4 ,eros ist der ,sohn der ,penia 7,armut7 und des berflusses ,poros4 ,als der ,liebende ist er nicht an sich schn und gut1 sondern er sehnt sich nach dem ,schnen und ,guten1 weil er es wenigstens noch nicht dauernd besitzt4 ,um des ,schnen und ,guten immerwhrend teilhaft zu werden1 mu ein geistiges ,gebren eintreten1 das aber nur durch eine bereinstimmung des ,gttlichen mit dem ,schnen mglich wird4 ,ein ,weltschicksal und ein geburtshelfendes ,wesen ist die ,schnheit fr alles ,entstehen4 ,dieser ,vorgang ist aber etwas ,gttliches1 und dieses wohnt dem lebenden ,wesen1 welches sterblich ist1 als etwas unsterbliches inne4 ,wenn aber ,eros sich nach dem ,guten und ,schnen sehnt1 so kann er1 wie im leiblichen den ,wunsch nach ,fortdauer der ,gattung1 auch den ,wunsch nach 7individueller7 ,fortdauer im geistigen ,sinne nicht aufgeben3 er wnscht1 unsterblich zu sein767 ,nun aber verndert sich der ,mensch zwar geistig und krperlich1 -- in ,neigungen1 ,streben und ,kenntnissen1 sowie im leiblichen ,wachsen1 -- unaufhrlich und bleibt doch fortwhrend derselbe4 ,alles ,sterbliche wird so bewahrt1 nicht dadurch1 da es ganz und gar identisch bleibt1 wie das ,gttliche1 sondern dadurch1 da es bei seinem ,entweichen und ,veralten ein anderes1 neues1 gerade wie es selbst1 zurcklt4 ,durch diese ,veranstaltung hat das ,sterbliche an ,unsterblichkeit teil1 sowohl in seinem ,krper als auch in allem brigen1 das ,unsterbliche aber durch eine andere4 ,in dieser ,weise z4 ,b4 streben die ,ehrgeizigen mit ,hintansetzung alles anderen darnach1 ein unsterbliches ,andenken zu hinterlassen2 so wre nicht ,alkeste fr ,admetos1 ,patroklos fr ,achilles1 so wre nicht ,kodros gestorben1 wenn sie nicht nach unsterblichen ,andenken gestrebt htten4 ,die geistigen ,kinder stehen unendlich hher1 als die leiblichen1 und wer htte nicht gewnscht1 ,kinder zu hinterlassen1 wie dies ,homer und ,hesiod1 ,solon und ,lykurg mit ihren ,schpfungen gethan6 ,solchen ,vtern habe man wohl auch ,tempel errichtet1 nicht aber ,vtern leiblicher ,kinder4 ,wer geistige ,kinder erzeugen wolle1 der msse sich frh bemhen1 an ,schnem ,gefallen zu finden1 und aufsteigen vom krperlich ,schnen zu schnen ,gedanken1 ,reden1 ,kenntnissen1 und so werde er endlich bei der ,kenntnis des ,urschnen anlangen4 ,wer aber das ,urschne lauter1 rein und unvermischt geschaut1 wird nur ,vortrefflichkeit erzeugen4 ,hat er aber wahre ,vortrefflichkeit erzeugt und aufgenhrt1 so ist es sein ,anteil1 da er gottgeliebt1 und wenn je irgend ein anderer ,mensch1 auch er unsterblich wird4 -- ,wir haben im ,gastmahl den ersten ,keim jener sthetischen ,mystik1 die spter hauptschlich von ,plotin1 endlich von ,giordano ,bruno in seinen eroici fuori und zuletzt von ,schiller 7,ideal und ,leben1 ,briefe ber sthet4 ,erziehung7 gepflegt worden ist2 offenbar knpft ,plato an die zum ,mythenkreise der eleusinischen ,mysterien gehrige ,fabel von ,eros und ,psyche an1 deren esoterische ,tendenz ich in meinem gleichnamigen ,gedichte 7,verlag von ,rauert ,rocco7 neugestaltet und in folgenden ,schluversen zum ,ausdruck gebracht habe3 ,dir1 die allmcht'ger als der ,tod1 ,dir ew'gen ,lebens ,morgenrot1 ,dir1 ,brgin der ,unsterblichkeit1 ,dir1 ,liebe1 ist mein ,sang geweiht4 ,wo ,du im ,menschenherzen glimmst1 ,auch nur als schwaches ,fnkchen flimmst1 ,du luterst ,dich zur ,flammenglut1 ,die nimmer rastet1 nimmer ruht1 ,bis sie am hohen ,himmelszelt ,verwandten ,sternen sich gesellt4 ,es kann schon nach den wenigen mitgeteilten ,auszgen aus seinen ,hauptschriften nicht auffallen1 da die ,unsterblichkeitsidee ,platos zu vielfachen ,kontroversen ,anla gegeben hat4 ,besonders dreht sich der ,streit darum1 ob er ,seele und ,leib1 ,geist und ,materie einander gegenberstellt habe1 also ,dualist gewesen oder ob er als ,monist zu betrachten sei und die ,einheit des ,ganzen gelehrt habe1 ferner ob er eine individuelle 7persnliche7 ,unsterblichkeit oder nur eine ,unsterblichkeit der in den ,einzelnen sich offenbarenden ,idee1 der ,gattung niederen oder hheren ,grades1 habe lehren wollen4 ,uns scheint1 da dieser ,streit um deswillen niemals mit streng geschichtlicher ,kritik erledigt werden kann1 weil nichts wahrscheinlicher ist1 als da ,plato in verschiedenen ,zeiten und bei ,abfassung verschiedener ,schriften in der ,that verschieden darber gedacht hat4 ,auf ein streng gegliedertes ,gedankensystem ist es ihm eben niemals angekommen4 ,am besten charakterisiert ihn wohl ,dhring1 krit4 ,geschichte der ,philosophie1 ,s4 #ajj1 #aja3 ,fr die dichtende ,phantasie ist ,vieles vereinbar1 was fr den weniger losgebundenen ,verstand bei nherer ,untersuchung als ,widerspruch hervortritt4 ,die knstlerische ,darstellung kann daher eine ,flle von ,ideen dialogisch vorfhren1 ohne da sie gentigt wre1 in jedem ,falle selbst einen markierten ,standpunkt einzunehmen4 ,ihre ,strke wird vielmehr in der lebendigen1 dem ,wesen der dichterischen ,vertiefung entsprechenden ,reproduktion der mannigfaltigsten ,gedanken zu suchen sein4 ,lst sie diese ,aufgabe noch mit jener besonderen ,grazie1 die dem in ,rede stehenden ,philosophen einen groen ,teil seines ,zaubers verliehen hat1 so wird man fglich hinreichend befriedigt sein1 wenn man anstatt der strengeren ,systematik nur einen leitenden ,grundgedanken eigner ,konzeption antrifft4 ,ein solcher ,gedanke1 der an sich gleichsam den ,rohstoff zu dem strengsten ,system abgeben knnte1 ist bei ,plato die ,vorstellung von einer den edelsten ,typus der ,existenzen enthaltenden1 schpferisch wirksamen und fr die ,gestaltung der ,dinge vorbildlichen ,idee4 ,die ,erfassung der ideellen ,muster1 hinter denen das wirkliche ,dasein mit seinen ,gestaltungen zurckbleibt1 diese metaphysische knstlerische ,vertiefung in das1 was aus den lebendigen ,gestalten der ,natur und besonders aus der ,erscheinung der ,menschen spricht1 macht nicht nur ,platos ,eigentmlichkeit aus1 sondern stimmt vollkommen mit dem dichterisch gearteten ,wesen seines ganzen ,philosophierens1 ja sogar mit einem ,grundzuge des griechischen ,geistes berein4 99 99 99 99 99 ,dieser leitende ,grundbegriff ist das einzige1 was neben dem sthetischen ,genusse1 den uns die ,lektre seiner ,schriften bereitet1 einen ,plato auch fr die moderne wissenschaftliche und im edleren ,sinne positivistische ,philosophie wertvoll erscheinen lt4 ,im brigen mag ,a4 ,niemann1 7,die ,menschenseele1 ,platons esoterische ,lehre2 ,sphinx ,,iv1 #bb7 geschichtsphilosophisch das ,richtige getroffen haben1 wenn er die ,hauptstze dieses ,philosophen kurz dahin resmiert3 #a4 ,ein jeder ,mensch will stets das ,gute und thut das ,bse nur unfreiwillig4 #b4 ,das ,gute fr den ,menschen ist die ,tugend1 und die menschliche ,tugend ist die vollkommene ,beschaffenheit des ,menschen4 #c4 ,die ,tugend des ,menschen ist ,tugend durch die ,parusie der gttlichen ,tugend2 vollkommen ist nur diese1 die menschliche aber nicht4 #d4 ,der ,mensch ist ,eins1 wie ,gott ,eins ist1 sein ,leib ist die ,erscheinung seiner ,seele1 wie die sichtbare ,welt die ,erscheinung der ,gottheit ist4 7,an diesem ,monismus der ,seelenlehre ,platons1 als seine esoterische ,theorie hlt ,niemann im ,gegensatz zu dem seiner ,ansicht nach mehr exoterisch geschriebenen ,dialog ,phdons hauptschlich unter ,berufung auf den oben erwhnten ,dialog3 ,parmenides fest47 #e4 ,die ,seele des ,menschen ist ohne ,anfang und kehrt1 je nach ihrer greren oder geringeren ,vollkommenheit in bestimmten ,zwischenrumen in menschlichen ,krpern auf ,erden wieder1 whrend ihr in den ,zwischenrumen der ,anblick des ,seienden1 der idealen ,tugend vergnnt wird4 #f4 ,das menschliche ,bewutsein ist ein ,zustand der ,erinnerung an das ,seiende und wird geweckt durch den ,anblick der ,erscheinungen im ,himmel 7,gestirne7 und auf ,erden1 die ein ,spiegelbild des ,seienden sind4 #g4 ,die ,gottheit vernachlssigt und versumt nichts1 sie sorgt fr das ,kleine wie fr das ,groe und bringt die ,seelen der ,menschen immer an den fr sie geeigneten ,platz4 ,niemann schliet dieses ,resm mit der ,bemerkung3 ,anders1 als in solcher ,allgemeinheit ber ,platos ,philosophie zu reden1 ist unmglich fr jeden1 der nicht mit ,sehergabe ausgerstet seine ,schriften liest4 ,denn die wichtigsten und entscheidenden ,stellen sind stets nur den ',bacchen' verstndlich gewesen2 sie bilden offenbar eine ,geheimlehre4 ,zehntes ,kapitel4 ,aristoteles4 ,die ,fachphilosophie ist immer noch geneigt1 in ,aristoteles den vollendetsten ,vertreter des griechischen ,denkertums zu erblicken4 ,diesem ,urteil knnen wir unmglich beipflichten4 ,aristoteles war lediglich im vollkommensten ,sinne das1 was man einen ,polyhistor oder ,vielwisser nennt2 wenn man will1 ein ,universal-,gelehrter1 auf keinen ,fall aber ein ,universalgenie4 ,seine ,belesenheit ist eine erstaunliche1 und schon ,plato soll ihm den ,beinamen der ,leser gegeben haben4 ,fr uns liegt aber darin1 da wir durch ,aristoteles indirekt die ,lehren der frheren griechischen ,denker kennen lernen knnen1 da er nach der ,art eines grndlichen ,gelehrten die ihm im weitesten ,sinne zugnglich gewesene ,litteratur verwertet hat1 seine beste ,seite4 ,seine eigenen ,lehren1 obwohl wir ihnen ein gewisses ,ma methodischer ,schrfe und ,grndlichkeit nicht absprechen wollen und knnen1 sind in wichtigen ,punkten nichts weniger als klar und originell4 ,andererseits hat aber bekanntlich der in ihnen vorwaltende rein formell logische ,charakter nicht wenig zur ,begrndung der ,scholastik beigetragen1 mit deren letzten ,resten erst unsere modernste ra aufgerumt hat2 beispielsweise kleben dem groen ,philosophen ,kant die scholastischen ,eierschalen noch in einem solchen ,grade an1 da ,schiller bei demselben 7in einem ,briefe an ,krner7 nicht mit ,unrecht etwas ,mnchisches konstatieren konnte4 ,die ,morgenrte der modernen ,zeit1 die ,renaissance1 begann daher mit einem heftigen ,kampfe gegen die wissenschaftliche ,autoritt des ,aristoteles4 ,das ,mittelalter kannte eben von den gesamten ,denkarbeiten des ,altertums kaum etwas ,anderes als die ,schriften des ,aristoteles4 ,ein ,plato wurde erst durch die byzantinischen ,gelehrten1 welche nach der ,eroberung ,konstantinopels ihre ,zuflucht in ,italien suchten und damit den ersten ,ansto zur ,renaissance d4 h4 zur ,wiedergeburt der ,wissenschaft und ,kunst gaben1 im vollen ,umfange bekannt4 ,besonders war es ,georgios ,gemistos 7,plethon71 der den ,neuplatonismus und damit eine erste prinzipielle ,gegnerschaft gegen den ,aristotelismus des ,mittelalters wiedererweckte4 ,der erste bedeutende ,platoniker des ,abendlandes erstand dann in ,marsilius ,ficinus4 ,bei den ,scholastikern ging die ,vergtterung des ,aristoteles in der ,that ins ,unglaubliche2 jeder ,zweifel an seine ,allwissenheit galt geradezu als crimen laesae majestatis4 ,die ,werke des ,aristoteles und noch dazu in ihrer unkritischen aus dem ,arabischen bersetzten ,form bildeten die ,bibel1 den papiernen ,pabst1 der jeden ,fortschritt der ,wissenschaft hemmte4 ,man bedenke1 da ,ramus1 ein ,zeitgenosse ,brunos1 welcher die ,autoritt des ,aristoteles auf logischem ,gebiete anzufechten wagte1 wie ,bruno auf physischem oder naturphilosophischem1 blo deshalb als ein ,opfer eines ,meuchelmords auf dem ,katheder fiel4 7#aegb47 ,diese berschtzung bernahm die europische ,scholastik von den ,arabern4 ,der arabische ,kommentator des ,aristoteles1 ,averros1 von den ,scholastikern auch schlechthin der ,kommentator genannt1 schreibt in seiner ,vorrede zur ,aristotel4 ,physik3 ,complevit1 quia nullus eorum1 qui secuti sunt eum usque ad hoc tempus1 quod est mille et quingentorum annorum1 quidquam addidit1 nec invenies in ejus verbis errorem alicujus quantitatis1 et talem esse virtutem in individuo uno miraculosum et extraneum extitit1 et haec dispositio1 cum in uno homine reperitur1 dignus est esse divinus magis quam humanus4 -- ,aristotelis doctrina ,summa ,veritas1 quoniam ejus intellectus fuit finis humani intellectus4 #a4 ,destruct4 disp4 #c4 ,noch ,malebranche1 recherche de la verit ,,ii4 c4 #bc hlt es fr erforderlich1 gegen die allgemeine ,anbetung des ,aristoteles1 deren psychologische ,wurzel er in der ansteckenden ,wirkung der ,phantasie findet1 zu polemisieren4 ,augenscheinlich verwertet er dabei einen ,gedanken ,giordano ,bruno's1 wenn er z4 ,b4 schreibt3 ,on ne considre pas qu' ,aristote1 ,platon1 ,epicure taient hommes comme nous et de mme espce que nous3 et de plus qu' au temps1 o nous sommes1 le monde est plus g de deux mille ans1 qu'il a plus d'exprience1 qu'il doit tre plus clair et que c'est la vieilleisse du monde et l'exprience1 qui font dcouvrir la vrit4 ,dieser geistreiche ,gedanke1 der hnlich bei ,bacon von ,verulam1 bei ,pascal und ,descartes wiederholt wird1 findet sich zuerst bei ,bruno1 cena de ceneri 7,,iv4 #a47 ,vergl4 ,brunnhofer1 ,festschrift zur ,feier der am #i4 ,juni #ahhi in ,rom stattgehabten ,enthllung des ,bruno-,denkmals 7,rauer ,rocco #ahij74 brigens wird ,bruno und vor allem ,ramus1 ,pascal1 ,malebranche in begreiflicher ,weise oft ungerecht gegen ,aristoteles1 und ,lewes 7,aristoteles1 ein ,abschnitt aus der ,geschichte der ,wissenschaft ,s4 ,,vii7 drfte den ,streit um die richtige ,wrdigung dieses immerhin eminenten philosophischen ,vielwissers am besten in dem ,boileau'schen ,verse erledigt haben3 ,certes il ne mritait ,ni cet excs d'honneur ,ni cette indignit4 ,aristoteles war im ,jahr #chd zu ,stagira1 einer ,stadt ,thraciens geboren4 ,mit ,recht nennt ihn daher ,bernays 7,dial4 d4 ,aristot4 #b1 #ee7 einen ,halbgriechen4 ,wer wenigstens die groe naturwchsige ,bedeutung der ,rasse nicht verkennt und zugleich einiges ,gefhl fr die entscheidendsten ,eigentmlichkeiten des reinhellenischen ,typus besitzt1 wird in ,anbetracht der ,thatsache1 da die ,bevlkerung ,thraciens und ,makedoniens nur sehr dnn mit hellenischem ,blute gemischt war1 diese auch schon von ,w4 ,humboldt gemachte ,bemerkung nicht mibilligen4 ,auch bei den sog4 deutschen ,denkern d4 h4 bei denen1 die innerhalb des geographischen ,deutschlands gelebt und geschrieben haben1 ist es oft von ,interesse1 ihre unzweifelhaft undeutsche ,denkungsart aus dem bedenklichen ,mischcharakter groer ,teile#fbj der deutschen ,bevlkerung zu erklren2 so z4 ,b4 ist der sorbisch-slawische ,typus der sog4 kurschsischen ,bevlkerung 7,thringen1 ,knigreich und ,provinz ,sachsen7 in einem ,nietzsche unverkennbar4 ,der ,vater des ,aristoteles war ,leibarzt des makedonischen ,knigs1 und es scheint der rztliche ,beruf ein altes ,erbteil seines ,geschlechts gewesen zu sein4 ,nach dem ,tode seiner ,eltern soll ein gewisser ,proxenos aus ,atarneus seine ,erziehung bernommen haben4 ,in seinem achtzehnten ,lebensjahr kam ,aristoteles nach ,athen1 wo er in den ,schlerkreis ,platos eintrat1 dem er bis zu dessen ,tode 7#cdg7 angehrt hat4 ,einige ,zeit vor ,platos ,tode soll jedoch bereits ein ,zerwrfnis zwischen ihm und dem ,meister ausgebrochen sein4 ,nach einem ,berichte ,aelians 7,v4 ,h4 ,,iii4 #ai7 soll ,aristoteles1 als ,plato bereits #hj;jhrig und deshalb schwachen ,gedchtnisses gewesen1 whrend ,xenokrates und ,speusippos1 die ,lieblingsschler und ,vertreter des bejahrten ,meisters1 abwesend waren1 von einer durch ihn gebildeten ,clique untersttzt1 mit ,plato eine ,streitunterredung angefangen und den ,greis dabei in bswilliger ,weise so in die ,enge getrieben haben1 da sich dieser aus den ,hallen der ,akademie in seinen ,garten zurckgezogen habe4 ,erst nach drei ,monaten1 als ,xenokrates zurckkam1 habe dieser den ,aristoteles gentigt1 den streitigen ,raum ,plato wieder zu berlassen4 ,die ,erzhlung kennzeichnet wenigstens den ,beginn kleinlicher ,gelehrten-,konkurrenz1 wie sie seit dem mit ,aristoteles gewissermaen beginnenden ,zeitalter der ,alexandriner den ,verfall der ,philosophie zu einer bloen ,schulweisheit begleitet4 ,da brigens ,plato den ,aristoteles nicht gerade zu seinen berufensten ,schlern gerechnet hat1 ist auch abgesehen von der ziemlich gut verbrgten ,bezeichnung desselben als bloer ,leser schon aus einem ,vergleich der grundstzlich verschiedenen ,naturen1 die auch auf die philosophische ,auffassung zurckwirken muten1 mehr als blo wahrscheinlich4 ,nach dem ,tode ,platos begab er sich mit dem ,platoniker ,xenokrates nach ,mysien zum ,frsten ,hermias1 wo er drei ,jahre verblieb4 ,als ,hermias durch ,verrat in die ,gewalt der ,perser geriet1 nahm ,aristoteles1 der inzwischen die ,pythias1 nach einigen eine ,nichte1 nach anderen eine ,schwester des befreundeten ,frsten geheiratet hatte1 seine ,zuflucht zunchst nach ,mytilene4 ,von hier aus wurde er #cdc oder #cdb v4 ,chr4 von ,philipp an den makedonischen ,hof berufen1 um die ,erziehung des jungen1 damals #ac;jhrigen ,alexander zu leiten1 welcher er sich bis zu dessen #af4 ,lebensjahre widmete4 ,der ,unterricht mute aufhren1 weil ,alexander schon in diesem ,lebensjahre von seinem ,vater zum ,reichsverweser bestellt wurde4 ,aristoteles scheint sich jetzt zunchst in seine ,vaterstadt zurckgezogen zu haben1 von wo er jedoch bald nach dem ,ende ,philipps1 jedenfalls vor ,beginn des groen ,eroberungsfeldzugs ,alexanders nach ,athen bersiedelte4 ,hier grndete er im ,lyceum seine eigene ,schule1 deren ,mitglieder infolge der ,aristotelischen ,gewohnheit1 die ,unterredungen im ,auf- und ,abgehen in den ,promenadengngen des ,lyceum zu fhren1 den ,namen ,peripatetiker erhielten4 ,die ,hilfsmittel1 deren er zu seinen weitschichtigen1 das ganze damalige ,wissensgebiet umfassenden ,arbeiten bedurfte1 bot ihm ,alexanders knigliche ,freigebigkeit im grten ,mastabe2 ,plinius berichtet1 ,alexander habe ihm alle ,fischer1 ,jger und ,vogelsteller seines ,reiches1 alle ,aufseher kniglicher ,jagden1 ,fischteiche1 ,heerden u4 s4 w41 mehrere tausend ,menschen allein zu ,zwecken naturgeschichtlicher ,forschungen zur ,verfgung gestellt4 ,auch war ,aristoteles1 der brigens selber wohlhabend war1 durch jene ,hlfsquelle nicht nur in der ,lage1 sich die kostspieligste ,privatbibliothek anzuschaffen1 sondern auch ber die ,verfassungen und ,gesetze auslndischer ,staaten mhsame ,erkundigungen einzuziehen1 wofr auch das erst krzlich wiederentdeckte ,buch ber den ,staat der ,athener einen ,beweis liefert4 ,in den letzten ,lebensjahren trbte sich das ,verhltnis zu seinem edlen ,zgling und ,begnstiger1 hauptschlich wohl1 weil ,kallisthenes1 ein ,verwandter des ,aristoteles1 den dieser selbst dem ,knige als ,begleiter empfohlen hatte1 mit ,recht oder ,unrecht in den ,verdacht geriet1 sich an einer ,verschwrung gegen das ,leben ,alexanders beteiligt zu haben1 und infolge dieser ,anklage das ,leben verlor4 ,nach dem ,tode ,alexanders1 nach zwlfjhriger ,wirksamkeit als ,lehrer und ,schriftsteller in ,athen1 wurde er durch eine ,anklage wegen ,atheismus1 die von der national-hellenischen ,partei 7,demosthenes7 ausging und die ,religion wohl nur zum ,vorwand nahm1 veranlat1 sich nach ,chalcis auf ,euba zurckzuziehen4 ,hier erlag er schon im folgenden ,jahre1 im ,sommer #cbb1 einer ,krankheit4 ,die ,erzhlung1 er habe sich in den ,euripus gestrzt1 weil es ihm nicht gelungen sei1 die ,erscheinungen der ,ebbe und ,flut zu erklren1 ist1 wie ,dhring 7,krit4 ,gesch4 der ,phil41 ,s4 #aae7 bemerkt1 mindestens gut erfunden4 ,sie kennzeichnet uns jenen ,sinn1 der die ,theorie als ,attribut der ,gtter nahm und in ihr den ,schwerpunkt des hchsten ,lebens voraussetzte4 99 99 99 99 99 ,aristoteles hat auerordentlich#fba viele ,schriften hinterlassen2 etwa der sechste ,teil seiner ,werke mag uns erhalten sein2 allerdings auch dieser nur in einer sehr fragwrdigen ,gestalt1 die dem ,streit ber ,echtheit und ,authentizitt sowohl ganzer unter seinem ,namen kursierender ,schriften1 wie auch einzelner ,abschnitte groen ,spielraum lt4 ,die aufflligen ,unordnungen und nicht seltenen ,wiederholungen in einer und derselben ,schrift scheinen die ,vermutung zu untersttzen1 da wir grtenteils nur mndliche1 von ,schlern redigierte ,vortrge vor uns haben4 ,schon das ,altertum teilte seine ,schriften ihrem ,werte nach in zwei ,klassen1 in exoterische und esoterische ein1 welche letztere auch akroamatische genannt wurden4 ,aristoteles soll nmlich im ,lyceum des ,morgens vor einer greren ,anzahl von ,zuhrern in populrer ,weise seine ,lehren1 besonders diejenigen ber ,logik1 ,rhetorik1 ,politik und ,naturgeschichte vorgetragen1 abends aber in vertrauterem ,kreise seine eigentlichen metaphysischen1 wir drfen auch geradezu sagen occultistischen ,theorien entwickelt haben4 ,die letzteren ,vortrge nannte man akroamatische4 ,offenbar lag es jedoch dem ,aristoteles nicht sehr an ihrer ,geheimhaltung2 denn da er sie selber noch verffentlicht hat1 beweist ein schon von ,andronikus mitgeteilter ,brief ,alexanders an ihn1 in dem dieser ihm wegen der ,verffentlichung der akroamatischen ,schriften 7gewissermaen collegia privatissima7 ,vorwrfe macht4 ,aristoteles erwidert darauf1 da er sich in seinen akroamatischen ,schriften absichtlich einer ,darstellungsform bedient habe1 die sie andern1 als seinen ,schlern unverstndlich mache4 7,gellius ,,xx1 #e74 ,da uns nur diejenigen ,schriften des ,universalgelehrten des ,altertums interessieren1 die eine occultistische ,beziehung im ,sinne der ,vorrede haben1 so gehen uns wesentlich nur die ,bcher ber ,metaphysik1 ,physik1 sowie die ber ,psychologie und ber ,schlaf und ber ,trume an1 whrend wir gerade die verdienstlichste ,seite der aristotelischen ,arbeitsleistung1 diejenige ber ,logik1 ,ethik1 ,politik und sthetik links liegen lassen mssen4 ,um den metaphysischen ,standpunkt des ,aristoteles zu verstehen1 mu man von seiner ,kritik der ,platonischen ,ideeenlehre ausgehen4 ,die ,annahme von ,ideeen ist nach ,aristoteles nicht begrndet4 ,denn unter den platonischen ,beweisen fr dieselbe ist keiner1 der nicht von entscheidenden ,einwrfen getroffen wrde1 und was durch die ,ideeen erreicht werden soll1 das ist auch ohne dieselben zu erlangen2 ihr ,inhalt ist ganz derselbe1 wie der der diesseitigen ,dinge1 im ,begriff des ,menschen an sich z4 ,b4 sind dieselben ,merkmale enthalten1 wie im ,begriff des ,menschen berhaupt1 er unterscheidet sich von diesem nur durch das ,wort an sich4 ,die ,ideeen sind eine unzulssige ,hypostasierung1 eine berflssige ,verdoppelung der ,dinge in der ,welt4 ,dies gilt sogar von ethischen1 fr die auch ,kant die ,gltigkeit der ,ideeenkonzeption in ,anspruch nimmt4 ,auch die ethischen ,begriffe lassen sich nicht schlechthin von ihren ,gegenstnden trennen3 es kann keine fr sich bestehende ,idee des ,guten geben2 denn der ,begriff des ,guten kommt in allen mglichen ,kategorien vor1 und bestimmt sich je nach verschiedenen ,fllen verschieden4 ,auch sind die ,bestimmungen der ,urbildlichkeit und der ,teilnahme1 auf die ,plato das ,verhltnis der ,ideeen zum empirischen ,sein zurckfhrt1 leere ,bilder4 ,vor allem fehlt den platonischen ,ideeen das bewegende ,prinzip1 ohne das doch kein ,werden und keine ,naturerklrung mglich ist4 ,die ,wissenschaft hat es mit dem ,wirklichen zu thun4 ,die allgemeinen ,begriffe aber bezeichnen immer nur gewisse ,eigenschaften der ,dinge1 sind nur ,prdikats-1 -- nicht ,subjektsbegriffe2 und auch wenn eine ,anzahl solcher ,eigenschaftsbegriffe zum ,gattungsbegriff zusammengefat wird1 so erhalten wir nur ein nomen1 keine ,substanz4 ,substantiell ist nur das ,einzelwesen4 ,dennoch aber kehrt ,aristoteles1 indem er nun das ,einzelwesen und seine ,entstehung zu begreifen versucht1 wieder zu einem unsinnlichen ,trger der ,einzelwirklichkeit zurck1 der der ,platonischen ,idee1 abgesehen von den ,allgemeinbegriffen1 so hnlich ist1 wie ein ,ei dem andern1 nur da er sie mit ,aktualitt d4 h4 mit schaffender ,thtigkeit ausrstet2 und diese neue ,aristotelische ,idee heit ,form4 ,so gewi die ,wahrnehmung etwas anderes ist1 als das ,wissen1 sagt er mit ,plato1 so gewi mu auch der ,gegenstand des ,wissens ein anderer sein1 als die sinnlichen ,dinge4 ,alles ,sinnliche ist vergnglich und vernderlich1 es ist ein ,zuflliges1 das so oder anders sein kann2 das ,wissen dagegen bedarf eines ,gegenstandes1 der ebenso unvernderlich und notwendig ist1 wie es selbst4 ,dieser ,gegenstand aber ist die ,form2 und diese ist zugleich die unentbehrliche ,bedingung alles ,werdens2 alles ,werden wird aus etwas zu etwas1 das ,werden besteht darin1 da ein ,stoff eine bestimmte ,form annimmt2 diese ,form mu daher von jedem ,werden als das ,ziel desselben gegeben sein1 und allem ,gewordenen als ungewordene ,form vorausgehen4#fbb ,aus demselben ,grunde aber mu der ,form der ,stoff1 als etwas ebenfalls ewig ,vorhandenes1 ,ungewordenes gegenberstehen4 ,der ,stoff oder die ,materie ist das ,substrat1 die ,mglichkeit des ,werdens passiv1 die ,form aktiv4 ,die ,materie des ,aristoteles ist eine vom modernen1 besonders vom materialistischen ,materien-,begriff wohl zu unterscheidende metaphysische ,abstraktion4 ,sie ist das vllig ,prdikatlose1 ,unbestimmte1 ,unterschiedslose1 ,dasjenige1 was allem ,werden als ,bleibendes zu ,grunde liegt und die entgegengesetzten ,formen annimmt1 das1 was alles der ,mglichkeit nach und nichts der ,wirklichkeit nach ist1 das rein potentielle ,sein ohne alle und jede ,aktualitt4 ,da das ,bestimmungslose nicht erkannt werden kann1 so ist die ,materie als solche unerkennbar4 ,alle ,eigenschaften der ,dinge1 alle ,bestimmtheit1 ,begrenzung und ,erkennbarkeit fallen auf die ,seite der ,form4 ,jene vllige ,bestimmungslosigkeit und ,unerkennbarkeit gilt eben nur von der ersten ,materie1 dem ,stoff an sich1 welcher allen ,dingen zu ,grunde liegt4 ,es hat aber andererseits auch jedes ,ding seinen eigentmlichen letzten ,stoff1 und zwischen beiden liegen alle stofflichen ,gestaltungen in der ,mitte1 welche der ,grundstoff durchlaufen mu1 um der bestimmte ,stoff zu werden1 mit dem sich die ,form des ,dings unmittelbar verbindet4 ,die ,elemente z4 ,b41 welche den ,stoff aller anderen ,krper enthalten1 sind ,formen des ,urstoffs2 das ,erz1 welches der ,stoff einer ,bildsule ist1 hat als dieses ,metall seine eigentmliche ,form2 die ,seele ist zwar die ,form ihres ,krpers1 in ihrem hchsten und von der ,materie entferntesten ,teile sind aber wieder zwei ,elemente zu unterscheiden1 die sich untereinander wie ,form und ,stoff verhalten4 ,die ,form stellt sich in der ,erscheinung unter der ,gestalt einer dreifachen ,urschlichkeit dar1 im ,stoffe liegt der ,grund alles ,leidens und aller ,unvollkommenheit1 der ,naturnotwendigkeit und des ,zufalls4 ,die reine ,form bezeichnet ,aristoteles auch mit der unbersetzbaren ,formel to ti n einai1 wrtlich das was war ,sein4 ,gewhnlich legt man dieselbe aus als das ,sein1 was dem ,gewesensein entspricht und daher das sich gleich ,bleibende ist1 der ,begriff des ,wesens1 der reine ,begriff4 ,der ,begriff jedes ,dings ist von seinem ,zwecke nicht verschieden1 da alle ,zweckthtigkeit der ,verwirklichung eines ,begriffes gilt2 zugleich ist derselbe auch die bewegende ,ursache1 mag er nun das ,ding als seine ,seele von innen heraus in ,bewegung setzen oder mag ihm seine ,bewegung von auen kommen4 ,die reine ,form1 welche1 da alles gegebene ,sein1 alle ,einzelsubstanz1 ,alles1 was ein ,dieses ist1 aus ,form und ,stoff besteht1 im gegebenen ,reiche des bestimmten ,seins nicht existiert1 ist also die oberste ,ursache oder die ,gottheit1 die den hchsten ,zweck der ,welt und den ,grund ihrer ,bewegung vereinigt4 ,der reine ,stoff andrerseits ist das der ,form widerstrebende2 von ihm rhrt alle ,zuflligkeit und ,unvollkommenheit in der ,natur her4 ,zufllig ist nmlich das1 was einem ,dinge gleichsehr zukommen und nicht zukommen kann1 to symbebkos1 was nicht in seinem ,wesen enthalten und durch die ,notwendigkeit seines ,wesens gesetzt ist1 was daher weder notwendig noch in der ,regel stattfindet4 ,allem ,einzelsein haftet daher eine ,unvollkommenheit an4 ,da aller ,stoff ,form werde1 alles ,vermgen ,wirklichkeit1 alles ,sein ,wissen1 ist zwar eine ,forderung der ,vernunft und das ,ziel alles ,werdens1 -- aber unvollziehbar1 da die ,materie als ,beraubung der ,form 7stersis7 niemals ganz zur ,wirklichkeit und somit zur ,erkenntnis kommen kann4 ,in dem hier klar werdenden ,dualismus zwischen ,form und ,stoff liegt eine ,schwierigkeit1 ja ein ,widerspruch1 der uns auch die ,zweideutigkeit vieler einzelner ,stze des ,systems begreiflich macht4 ,mit ,recht bemerkt schon ,locke1 da die ,gelehrten ber die wahre ,meinung des ,aristoteles in vielen der wichtigsten ,punkten wohl niemals einig werden wrden4 ,einmal soll nach ,aristoteles1 -- im ,gegensatz zu ,plato1 -- nur das ,einzelwesen fr etwas ,substantielles im vollen ,sinne gelten4 ,der ,grund des ,einzelwesens1 des ,bestimmten1 aber soll in der ,form als dem ,bestimmenden liegen4 ,volle und ursprngliche ,wirklichkeit soll nur der ,form zukommen1 der ,stoff soll nur die bloe ,mglichkeit desjenigen sein1 dessen ,wirklichkeit die ,form ist4 ,die ,form wird also der ,substanz gleich gesetzt4 ,dann wird aber doch wieder der ,stoff als die ,unterlage alles ,seins1 als das ,beharrliche im ,wechsel bezeichnet2 und indem die reine ,form immer ein ,allgemeines bleibt1 das ,einzelwesen erst durch ,verbindung derselben mit der ,materie entsteht1 wird also der eigenschafts- und bedingungslose ,stoff als dasjenige statuiert1 was die individuelle ,bestimmtheit der ,einzelwesen erzeugt4 ,einerseits polemisiert ,aristoteles gegen den platonischen ,idealismus1 wonach das wahre ,wesen der ,dinge1 die doch erst durch den ,stoff wirklich werden1 in der ,form sucht4 ,bald erscheint die ,form1 bald jedoch wieder das aus ,form und ,stoff zusammengesetzte ,einzelwesen als das ,wirkliche4 ,diese ,doppeldeutigkeit macht sich zunchst fhlbar1 wenn es sich darum handelt1 eine klare ,vorstellung von dem ,gottesbegriff des ,aristoteles und dem ,verhltnis ,gottes zur ,welt zu beschaffen4 ,gott ist die reine ,form1 der erste ,beweger1 schlechthin unkrperlich1 unteilbar und auer dem ,raume1 reine ,energie4 ,eine schlechthin unkrperliche ,substanz ist eine blo denkende ,substanz4 ,gott ist absolute ,denkthtigkeit4 ,er denkt sich selbst2 sein ,denken ist ,denken des ,denkens4 ,aristoteles gilt insofern als der erste wissenschaftliche ,begrnder des ,theismus2 denn er will die ,gottheit als selbstbewuten 7reinen7 ,geist gefat wissen4 ,wie aber kann dieser blo denkende reine ,geist zugleich der erste ,beweger sein8 ,hierauf antwortet er3 ,gott bewegt die ,welt also3 was begehrt und gedacht wird1 bewegt1 ohne sich zu bewegen4 ,dieses beides aber ist auf der hchsten ,stufe dasselbe 7der absolute ,gegenstand des ,denkens ist ebendamit das absolute ,begehrenswerte1 das ,gute schlechthin72 denn ,gegenstand des ,verlangens ist das anscheinend ,schne1 ursprnglicher ,gegenstand des ,wollens das wirklich ,schne1 das ,begehren aber hat in der ,vorstellung 7vom ,wert des ,gegenstands7 seinen ,grund1 nicht diese in jenem4 ,das erste mithin ist der ,gedanke4 ,das ,denken aber wird vom ,denkbaren bewegt1 an und fr sich denkbar aber ist nur die eine ,reihe1 und in dieser ist das erste das ,wesen1 und zwar das einfache und schlechthin wirkliche4 ,die ,zweckursache bewegt nur das ,geliebte1 und durch das 7von ihr7 bewegte bewegt sie das brige4 ,gott ist also das erste ,bewegende nur1 sofern er der absolute ,zweck der ,welt ist1 gleichsam der ,regent1 dessen ,willen alles gehorcht1 der aber nicht selbst ,hand anlegt4 ,dieses ist er aber deshalb1 weil er die absolute ,form ist4 ,wie die ,form berhaupt die ,materie dadurch bewegt1 da sie dieselbe sollicitiert1 sich aus der ,mglichkeit zur ,wirklichkeit zu entwickeln1 so kann auch die ,wirksamkeit ,gottes auf die ,welt keine andere sein4 ,aber die ,vorstellung1 da der ,bewegte ein natrliches ,verlangen nach dem ,bewegenden habe1 ist offenbar hchst unklar4 ,wie soll ferner1 wenn doch nach der eigenen ,annahme des ,philosophen das ,bewegte immer vom ,bewegenden berhrt werden mu1 der unrumliche erste ,beweger die rumliche ,welt berhren8 ,wenn ferner ,aristoteles unter der ,gottheit die hchsten ,formen1 insbesondere die ,geister1 welche die himmlischen ,sphren bewegen und beseelen1 fr unentstanden erklrt1 ebenso wie den unvergnglichen ,teil der menschlichen ,seelen1 wie soll das ,verhltnis dieser ,formen zur reinen ,form einerseits1 zu ,gott1 und zur ,materie andrerseits gedacht werden8 ,mit ,recht bemerkt ,schwegler1 ,geschichte der ,philosophie ,s4 #ie3 ,man sieht nicht1 warum der letzte ,grund der ,bewegung1 was der absolute ,geist zunchst einzig ist1 auch als persnliches ,wesen gedacht werden msse1 man sieht nicht1 wie ,etwas bewegende ,ursache und doch selbst unbewegt1 ,ursache alles ,werdens1 d4 h4 des ,vergehens und ,entstehens1 und doch sich selbst gleichbleibende ,energie1 ein ,bewegungsprinzip ohne ,vermgen 7,potenzialitt7 sein knne3 denn das ,bewegende mu doch in einem ,verhltnisse des ,leidens und ,thuns mit dem ,bewegten stehen4 berhaupt hat ,aristoteles1 was schon aus diesen widersprechenden ,bestimmungen hervorgeht1 das ,verhltnis zwischen ,gott und ,welt nicht vollstndig und folgerichtig durchgebildet4 ,da er den absoluten ,geist einseitig nur als beschauende theoretische ,vernunft bestimmt1 und alles ,thun und ,handeln1 weil dieses einen unvollendeten ,zweck voraussetzt1 von ihm als dem vollendeten ,zwecke ausschliet1 so fehlt das rechte ,motiv seiner ,thtigkeit in ,beziehung auf die ,welt4 ,bei seinem nur theoretischen ,verhalten ist er nicht wahrhafter erster ,beweger2 auerweltlich und unbewegt1 was er seinem ,wesen nach ist1 geht er nicht einmal mit seiner ,thtigkeit ins ,weltleben ein2 und da auch die ,materie ihrerseits nie ganz zur ,form wird1 so offenbart sich auch hier der unvermittelte ,dualismus zwischen dem gttlichen ,geist und dem unerkennbaren ,ansich des ,stoffs4 ,noch mehr tritt diese ,unklarheit des ,aristotelischen ,dualismus hervor in seiner1 hier wohl am meisten interessierenden ,seelenlehre4 ,die uns erhaltene ,aristotelische ,psychologie gilt zwar mit ,recht als das erste wissenschaftliche ,werk ber diesen ,gegenstand2 zweifelsohne gehrt sie zu den esoterischen oder akroamatischen ,schriften und ist eine seiner bedeutendsten ,leistungen4 ,sie enthlt auch manche vortreffliche ,bemerkung und dauernd anerkannte ,stze4 ,berhmt ist vor allem der erste ,satz3 ,wenn das ,wissen zu dem ,schnen und ,ehrenwerten zu rechnen ist1 das eine ,wissen aber mehr als das andere dazu gehrt1 sei es wegen seiner ,genauigkeit oder weil sein ,gegenstand besser und bewundernswert ist1 so mchte ich wohl aus beiden ,grnden der ,seelenlehre den ersten ,rang mit einrumen2 denn die ,kenntnis der ,seele scheint fr die ,wahrheit viel zu ntzen2 hauptschlich in ,bezug auf die ,natur2 denn die ,seele ist gleichsam der ,anfang der lebenden ,wesen4 ,in der ,that steht die ,psychologie an einem ,punkte1 wo die ,naturwissenschaft und die ,geisteswissenschaften sich schneiden2 sie bildet die natrliche ,grundlage1 auf welcher die idealen ,geisteswissenschaften1 die ,logik und die ,ethik1 nebst ihren ,verzweigungen1 auch die ,jurisprudenz1 aufbauen mssen4 ,allein die ,psychologie des ,aristoteles stellt zumeist bloe ,begriffsschalen als bequeme ,auskunftsmittel hin1 wo es gilt1 den ,mangel eines ,gedankeninhalts zu verdecken und dem allgemeinen ,gefhl1 da ber eine ,frage doch irgend etwas aufgestellt werden msse1 ,rechnung zu tragen4 ,fr eine solche leere ,begriffsschale mssen wir vor allem die weltberhmte ,definition erklren3 ,die ,seele ist die erste vollendete ,wirklichkeit eines dem ,vermgen nach lebenden ,naturkrpers und zwar eines solchen1 welcher ,organe hat4 7de anima ,,ii1 #a-d74 ,die ,seele ist die ,form oder ,entelechie des ,leibes4 ,wenn du ,prel1 monist4 ,seelenlehre cap4 ,,iv41 in ,aristoteles den ,begrnder einer monistischen ,seelenlehre sieht1 so hat er nur insoweit ,recht1 als nach ,aristoteles auch die ,physiologie nur ein ,teil der ,psychologie ist4 ,sobald wir aber der ,aristotelischen ,psychologie nher treten1 zeigt sich1 da sein dualistischer ,standpunkt ihn auch hier in den ,hauptfragen zu keiner klaren ,stellungnahme gelangen lt1 und wird es begreiflich1 da von jeher die ,aristoteles-,gelehrten z4 ,b4 darber nicht einig geworden sind1 ob und wieweit die ,unsterblichkeit der ,menschenseele von ihm behauptet oder verneint werden sollte4 ,anscheinend geht er zunchst aus von der ,einheit1 nicht ,einerleiheit der ,seele nicht etwa mit der ,materie1 wohl aber mit dem belebten ,leibe4 ,man kann nicht1 insofern protestiert er gegen den ,pythagorischen ,seelenwanderungsglauben1 jede beliebige ,seele in jeden beliebigen ,leib stecken4 ,die ,seele ist die ,entelechie ihres ,leibes d4 h4 die ,entfaltung dessen1 was in dem lebendigen ,leibe als ,potenz angelegt ist4 ,dieser ,satz klingt ganz monistisch1 und selbst ein ,materialist knnte ihn unterschreiben4 ,von diesem ,gesichtspunkt aus betrachtet er die ,ernhrung und ,fortpflanzung als das ,eigentmliche der ,pflanzenseele1 die ,empfindung und die ,selbstbewegung als das ,hinzukommende der ,tierseele4 ,allein bei der ,menschenseele reicht er damit nicht aus4 ,sie kann nur nach der animalischen ,seite hin als ,entelechie des ,leibes begriffen werden4 ,sie ist nicht etwa die vollkommenste ,tierseele1 wie der menschliche ,leib der vollkommenste ,leib ist4 ,es ist etwas in ihr1 was sich so nicht erklren lt und wodurch sie die ,sphre des ,sinnlichen berschreitet4 ,dies bersinnliche ist die ,vernunft1 der ,intellekt4 ,aristoteles meint1 da dem ,gedanken nicht1 wie jedem animalischen ,seelenakt1 eine leibliche ,funktion entspreche4 ,die animalische ,seele hat zwar einen rein physischen ,ursprung4 ,indem er als ,naturforscher den ,proze der ,zeugung verfolgt1 sucht er nachzuweisen1 da das ,zusammenwirken des mnnlichen und weiblichen ,faktors ohne ,hinzutritt irgend eines ,dritten hinreichend sein msse1 um eine neue animalische ,seele hervorzubringen4 ,indem das ,mnnliche als thtige ,ursache zu dem ,weiblichen als der leidenden hinzutritt1 entsteht sofort diejenige ,wirkung1 welche der ,natur beider entspricht1 es entwickelt sich aus ihnen das1 was sie an sich sind1 nicht weil die ,stoffe1 die sie enthalten1 rumlich nach dem gleichartigen hinstreben1 sondern weil jedes1 wenn es einmal in ,bewegung gesetzt ist1 sich in der ,richtung bewegt1 zu der es die ,anlage trgt1 weil schon im ,samen die ,seele der ,mglichkeit und dem ,keime nach gesetzt ist4 ,die wirkenden ,krfte1 deren sich die ,natur hierbei bedient1 sind die ,wrme und ,klte2 das ,ma und die ,richtung dieser ,krfte ist aber durch die ,natur des ,zeugungsstoffes und der in ihm angelegten ,erzeugnisse bestimmt3 aus jedem ,keim entwickelt sich ein ,wesen derselben ,art1 wie das1 von welchem er herstammt1 weil im ,blut1 als dem unmittelbaren ,nahrungsstoff1 der ,trieb zur ,bildung eines ,leibes von dieser bestimmten ,art liegt1 und weil eben dieser ,trieb im ,samen fortwirkt2 und daher kommt es1 da nicht blo der ,gattungscharakter1 sondern auch der der ,einzelnen durch die ,zeugung sich fortpflanzt4 ,hat hiebei der mnnliche ,samen1 von welchem der ,ansto zur ,entwicklung ausgeht1 die ,kraft1 den ihm gegebenen ,stoff vollstndig zu zeitigen1 so folgt das ,kind dem ,geschlecht des ,vaters2 fehlt es ihm hiezu an der ntigen ,wrme1 so entsteht ein ,wesen von klterer ,natur1 ein ,weib4 ,dies nmlich ist es1 was die beiden ,geschlechter in letzter ,beziehung unterscheidet1 die grere oder geringere ,lebenswrme2 die wrmere ,natur vermag das ,blut zu ,samen zu verkochen1 die kltere ist darauf beschrnkt1 in den ,katamenien den rohen ,stoff zur ,fortpflanzung herzugeben2 das ,weib ist ein unfertiger1 auf einer tieferen ,entwicklungsstufe stehen gebliebener ,mann4 ,nach dieser ,fhigkeit richten sich die ,geschlechtsorgane2 diese sind mithin nicht die ,ursache1 sondern nur die ,erscheinung des ,geschlechtsunterschieds2 sein letzter ,grund liegt vielmehr in der ,beschaffenheit des ,lebensprinzips und des ,centralorgans1 worin dieses seinen ,sitz hat1 und wenn er auch erst mit dem ,hervortreten der ,geschlechtsteile zur ,vollendung kommt1 so ist er doch schon beim ersten ,anfang der ,entwicklung in der ,bildung des ,herzens begrndet4 ,ganz anders als mit der vegetativen ,seele aber verhlt es sich nach ,ansicht des ,aristoteles mit der ,vernunft4 ,sie ist es einzig und allein1 die als ein ,gttliches von auen hereinkommt4 7thyrathen epeisietai47 ,ob er aber jenes von auen hinzutretende ,gttliche und allein ,unvergngliche in der ,menschenseele als persnliche ,substanz dachte oder1 wie ,alexander von ,aphrodisias und spter besonders der ,kommentator ,averros meint1 als bloes ,hereinspielen und ,hereinwirken eines pantheistisch zu denkenden ,weltgeistes in das rein sinnliche1 mit dem ,tode dem gnzlichen ,untergange geweihte ,individuum1 darber wird wohl immer ,streit bleiben4 ,schlomann1 das ,vergngliche und ,unvergngliche in der menschlichen ,seele nach ,aristoteles1 ,halle #ahgc1 meint1 da ,aristoteles hnlich wie ,kant 7und neuerdings du ,prel7 der mystischen ,conception von einem intelligiblen 7idealen7 und empirischen ,ich gehuldigt habe4 ,er verweist selber zur ,untersttzung dieser ,duplicittstheorie auf die ,spontaneitt des ,genies4 ,woher die ,macht jenes geistigen ,triebes1 welchem die ,menschheit so viele bleibende geistige ,eroberungen verdankt8 ,solchen ,erscheinungen gegenber 7und wer kann sie alle herzhlen87 wird jede blo empirische und insbesondere die materialistische ,erklrung1 die sie smtlich aus einer mechanischen ,bewegung des ,stoffes ableiten will1 zur puren ,ungereimtheit4 ,wir stehen hier vor den geheimnisvollen ,tiefen der intelligiblen ,welt4 ,gerade das ,bewutsein davon hat den chten ,genius immer1 mitten in dem ,gefhle seiner ,kraft1 zugleich demtig gemacht4 ,gthe1 indem er vor der greren dichterischen ,schpfermacht ,shakespeares sich beugt1 ,tieck aber bei aller ,anerkennung1 die er ihm zu teil werden lt1 unter sich selber stellt1 fgt hinzu3 ,ich darf das frei sagen1 ich habe mich ja nicht selbst gemacht4 -- ,ebenso sind ,vernunft und ,gewissen in unser aller geistigem ,dasein etwas1 das wir nicht gemacht haben1 geistige ,mchte1 welche aus der ,tiefe unseres eigenen ,bewutseins emporsteigend auf unser freithtiges ,ich bestndig und unmerklich treibend eindringen4 ,daher geraten wir mit jedem ,denkakt in den ,bereich der ,denkgesetze1 welche unsre ,vernunft1 ohne da wir hierber reflektieren1 zur ,geltung bringt2 mit jedem ,willensakt in den ,bereich der sittlichen ,gesetze1 welche unser ,gewissen1 wie wir alle aus ,erfahrung wissen1 auch im ,fall unseres ,widerstrebens aufrecht erhlt4 ,dies fhrt1 namentlich auf sittlichem ,gebiet1 zu dem ,begriff eines idealen1 eines inwendigen ,menschen1 nach welchem der uere1 empirisch gegebene ,mensch sich gestalten1 bezw4 sich umgestalten soll4 ,eben jener inwendige ,mensch ist1 wie wir ihn wahrhaft erkennen1 nach ,gthe schlechthinige ,autoritt fr uns4 -- ,fr dieses ethische ,verhltnis wird ein ,analogon aus der sthetischen ,sphre zur ,erluterung dienen knnen4 ,ein feiner und zartsinniger ,beobachter hat mit ,recht gesagt1 da der chte lyrische ,dichter nicht eine bloe ,kopie der ,eindrcke seines empirischen ,ich giebt1 sondern da in ihm gleichsam ein ideales ,ich dies empirische belauscht1 gewisse ,elemente desselben mit nicht minder unerbittlicher ,strenge zurckweist und nur den ,duft1 den ,wiederhall1 die therischen ,nachklnge der ,wirklichkeit in sein ,spiegelbild aufnimmt4 ,erst diese zweite ,seele1 fgt er hinzu1 macht den ,dichter4#fbc -- ,eine solche zweite ,seele ist es1 die auch den sittlichen ,menschen macht4 ,auch hier belauscht gleichsam ein ideales ,ich das empirische1 weist gewisse ,elemente desselben mit nicht minder unerbittlicher ,strenge zurck und entwirft auch seinerseits von ihm ein ideales ,spiegelbild1 aber nicht um sich an dem sthetischen ,wohlgefallen daran gengen zu lassen1 sondern um dessen ,verwirklichung1 wenn es sein mu1 im hartnckigen ,kampfe1 dem empirischen ,ich abzuringen4 -- ,dem idealen ,ich entspricht bei ,aristoteles der thtige ,intellekt 7der nous poitikos71 den er ja auch als eine zweite ,art von ,seele bezeichnet und im ,gehorsam gegen welche er die ,sittlichkeit bestehen lt4 ,dem empirischen ,ich entspricht der leidentliche ,intellekt 7der nous pathtikos74 ,bei ,kant ist analog die ,unterscheidung zwischen dem intellektuellen oder intelligiblen ,ich und dem sinnlichen ,ich1 von welchen er jenes als das bestimmende1 also thtige1 dieses als das bestimmte1 also leidentliche denkt4 ,einmal wirft er die ,bemerkung hin1 da durch solche ,unterscheidung eines doppelten ,ich zwei ,subjekte 7also gewissermaen zwei ,hypostasen7 in einer ,persnlichkeit vorausgesetzt zu werden scheinen4#fbd ,der leidentliche ,intellekt des ,aristoteles gehrt der vorbergehenden ,erscheinung an2 er ist keine eigene selbstndig geistige ,substanz1 sondern nichts als eine ,ausstrahlung1 die der thtige ,intellekt1 als die einzige geistige ,substanz im ,menschen in der ,sphre des ,sinnlichen dadurch hervorbringt1 da er sich mit dem beseelten ,krper verbindet4 ,sobald diese ,verbindung sich lst1 verschwindet damit zugleich der leidentliche ,intellekt und unser empirisches sinnliches ,ich4 ,nicht aber das intelligible ,ich1 der thtige ,intellekt1 der gleichsam hinter und ber jenem den unvergnglichen ,wesensgrund bildet4 ,dieser gleicht nach dem ,bilde eines griechischen ,kommentators alsdann einem ,knstler1 der seine ,werkzeuge weggeworfen hat1 dessen ,wirksamkeit aber fortdauert1 nmlich in rein geistiger1 nicht stofflicher und werkzeuglich vermittelter ,weise4#fbe 99 99 99 99 99 ,ob hiernach ,aristoteles eine individuelle ,unsterblichkeit angenommen oder geleugnet habe1 gehrt zu den zahllosen wohl niemals zu ,ende kommenden ,streitfragen der ,aristoteles-,gelehrten4 ,es wiederholt sich hier der bereits hervorgehobene logische ,defekt seines ,dualismus zwischen ,form und ,stoff4 ,wie es schon in seiner ,metaphysik unentschieden bleibt1 ob der ,grund des ,einzelseins in der ,form oder im ,stoff liege1 so bleibt es erst recht in seiner ,psychologie im ,dunkeln1 ob die ,persnlichkeit in den hheren oder den niederen ,seelenkrften1 in dem unsterblichen oder sterblichen ,teile unserer ,natur liegt4 ,einerseits scheint es1 da der thtige ,intellekt1 die ,vernunft als solche1 der reine ,geist nicht der ,sitz der ,persnlichkeit sein kann2 denn alle ,bestimmtheit1 alle ,lebendigkeit des persnlichen ,daseins1 der ganze auf der ,wechselwirkung zwischen ,welt und ,mensch1 auf ,vernderung und ,entwicklung gegrndete ,inhalt der ,persnlichkeit fllt ja auf die ,seite der ,sinnlichkeit1 ist empirisches ,ich4 ,selbst das ,denken ist ja ohne ,phantasiebilder nicht mglich1 von denen nach ,untergang der empfindenden ,seele nicht mehr die ,rede sein kann4 ,und selbst wenn man mit ,aristoteles an eine ,fortdauer der reinen ,denkthtigkeit nach dem ,tode glauben wollte1 wie soll man sich die ,identitt des ,geisteslebens nach dem ,tode mit dem jetzigen vorstellen8 ,zeller1 ,philosophie der ,griechen ,,ii1 ,s4 #fjg1 bemerkt aber mit ,recht3 ,und doch kann die ,persnlichkeit eines vernnftigen ,wesens und seine freie ,selbstbestimmung nicht in seiner sinnlichen ,natur liegen4 ,wo sie aber dann liege1 darnach fragen wir 7,aristoteles7 vergebens3 wie die ,vernunft von 'auen her' 7thyrathen7 zu der sinnlichen ,seele hinzutritt und beim ,tode sich wieder von ihr abtrennt1 so fehlt es beiden auch whrend des ,lebens an der inneren ,einheit1 und was der ,philosoph ber die leidende ,vernunft und den ,willen sagt1 ist in seiner unsicheren ,haltung nicht geeignet1 zwischen den ungleichartigen ,teilen des menschlichen ,wesens die wissenschaftliche ,vermittlung zu bilden4 99 99 99 99 99 ,anstatt der erste ,begrnder einer monistischen ,seelenlehre zu sein1 laboriert also ,aristoteles1 der scheinbar eine ,einheit zwischen ,leib und ,seele vertritt1 auf der anderen ,seite selber an einem unvershnlichen ,dualismus zwischen 7animalischer7 ,seele und ,geist4 ,offenbar liegt dies an einer sein ganzes ,system kennzeichnenden berschtzung des rein theoretischen1 abstrakten ,denkvermgens und ,verkennung der hohen geistigen und sittlichen ,bedeutung1 die auch das scheinbar ,niedrige1 die ,sinnlichkeit1 im ,menschen beansprucht4 ,eine andere ,anschauung hatten ,plato und die ,mysterien von dem unvergnglichen ,teile der ,seele1 und diesen1 nicht dem ,aristoteles1 der richtiger von ,averros vertreten sein drfte1 folgten die christlichen ,aristoteliker des ,mittelalters1 wenn sie1 im ,anschlu unter anderem auch an die bekannten ,worte des ,paulus1 den ,geist nach dem ,tode als ,gef der zu rettenden ,persnlichkeit eine verklrte ,leiblichkeit nach sich ziehen lassen4 ,zu ihnen gehrt ,dante1 wenn er schildert1 wie in den durch ,zeugung und ,geburt entstehenden menschlichen ,leib1 und zwar in das ,gehirn1 ein gttlicher ,hauch sich einsenkt und sich so ein einheitliches ,seelenwesen gleichsam anbildet1 und dabei im dichterischen ,gleichnis auf die ,sonnenglut verweist1 die mit dem ,saft des ,weinstocks verbunden den ,wein entstehen lt3 ,guarda il calor del ,sol1 che si fa vino ,giunto all' humor1 che dalla vite cola4 ,er lt dann jenes ,seelenwesen1 wenn die ,parze den ,lebensfaden abschneidet1 sich vom ,leibe lsend ,gttliches und ,menschliches mit sich hinwegnehmen3 ,seco ne porta e l'umano el il divino1 und hebt hervor1 da alsdann ,gedchtnis1 ,intellekt und ,willen sich steigern1 whrend nur die niederen animalischen ,krfte ersterben4 ,so kommt er sogar zur ,annahme eines ,astralleibes1 ,und hnlich1 wie die ,flamme stets dem ,feuer1 ,wie sehr dies auch den ,ort vertausche1 nachfolgt1 ,so folgt dem ,geiste seine neue ,form2 ,und weil er nur durch sie ,erscheinung hat1 ,wird ,schatten sie genannt4 7,purgat4 ,,xxv4 #ig-aja47 ,den ,alten war zwar diese ,vorstellung bis auf den ,vergleich mit dem ,weine die normale1 vor allem1 wie wir sehen1 in den ,mysterien vorausgesetzte1 wie denn auch der in die eleusinischen ,mysterien eingeweihte ,pindar#fbf singt3 ,jedweder ,leib verfllt des ,todes bermacht2 doch lebend brig bleibt ,des ,erdenlebens ,geistesbild#fbg1 denn das nur ist von den ,gttern4 ,es schlft1 wenn die ,glieder sich mhen1 ,aber den ,schlafenden zeigt's in vielen ,trumen ,der ,freud' und des ,leides nahes ,verhngnis4 ,aristoteles teilte diese ,anschauung nicht1 wie denn auch seine ,schrift ber den ,schlaf eine durchaus rationalistische ,theorie der ,trume entwickelt4 ,der ,schlaf1 sagt er1 ist ,gebundenheit1 das ,wachen freie ,wirksamkeit des ,wahrnehmungsvermgens2 beide ,wechselzustnde kommen daher nur bei den ,wesen vor1 welche der ,sinneswahrnehmung fhig sind1 bei ihnen aber auch ganz allgemein2 denn das ,wahrnehmungsvermgen kann unmglich immer wirksam sein1 ohne da sich seine ,kraft zeitweise erschpfte4 ,der ,zweck des ,schlafes ist die ,erhaltung des ,lebens1 die ,erholung1 welche ihrerseits wieder dem hheren ,zwecke der wachen ,thtigkeit dient4 ,seine natrliche ,ursache liegt in dem ,ernhrungsproze4 ,die ,lebenswrme treibt die aus der ,nahrung sich entwickelnden ,dmpfe nach oben2 indem sie sich hier ansammeln1 beschweren sie den ,kopf und erzeugen zunchst die ,schlfrigkeit2 am ,gehirn sich abkhlend1 sinken sie dann wieder nach unten und bewirken eine ,erkltung des ,herzens1 in deren ,folge die ,thtigkeit dieses allgemeinsten ,empfindungsorgans ins ,stocken gert4 ,dieser ,zustand dauert so lange1 bis die ,nahrung verdaut1 und das reinere fr die oberen ,teile des ,krpers bestimmte ,blut von dem dickeren1 nach unten zu fhrenden1 ausgeschieden ist4 ,aus den inneren ,bewegungen der ,sinneswerkzeuge1 welche nach dem ,aufhren der ueren ,eindrcke fortdauern1 entstehen die ,trume3 im wachen ,zustand verschwinden diese ,bewegungen hinter den ,sinnes- und ,denkthtigkeiten1 im ,schlaf dagegen1 und besonders gegen das ,ende desselben1 nachdem die anfngliche ,unruhe im ,blut sich gelegt hat1 treten sie deutlicher hervor4 ,es kann daher geschehen1 da eine innere ,bewegung im ,krper1 welche man wachend nicht wahrnimmt1 sich im ,traum ankndigt1 oder da der ,traum umgekehrt durch die ,bilder1 welche er der ,seele vorfhrt1 zu einer spteren ,handlung den ,ansto giebt2 es ist auch mglich1 da whrend des ,schlafs sinnliche ,eindrcke an uns gelangen1 die bei ,tage1 in der bewegteren ,luft1 unsere ,sinne nicht getroffen htten oder von uns nicht bemerkt worden wren2 und insofern lassen sich gewisse weissagende ,trume auf natrlichem ,weg erklren2 was aber darber hinausgeht1 ist fr ein zuflliges ,zusammentreffen zu halten1 wie denn auch deshalb viele ,trume nicht eintreffen4 ,allerdings hat ,aristoteles nach ,arist4 ,divin c4 #b4 sogar eine ,schrift ber weissagende ,trume1 peri ts kath' hypnon mantiks1 verfat1 der zufolge das ,ahnungsvermgen1 das sich in weissagenden ,trumen und enthusiastischen ,zustnden offenbart1 nur eine unklare uerung jener ,kraft sein sollte1 die als thtiger ,verstand das ,band zwischen dem menschlichen und dem gttlichen ,geist bilde 7vergl4 ,cicero1 ,divin4 ,i4 #ch1 #ha472 auch hat uns ,sextus ,empiricus 7vergl4 ,math4 ,,ix4 #bj7 ein ,fragment aus seinem ,dialog ,eudemos aufbewahrt1 in dem es heit1 im ,schlafe gelange erst die ,seele zum rechten ,beisichsein 7kath' heautn ginetai7 und werde ihrer eigenen ,natur teilhaftig 7tn idion physin apolambanei72 daher knne sie alsdann weissagen und das ,zuknftige vorherverknden4 ,in einen solchen ,zustand trete sie noch vollkommener ein1 wenn sie im ,tode sich ganz vom ,krper trenne4 ,sie kehre alsdann gleichsam in ihre ,heimat zurck4 ,der klaffende ,widerspruch dieser letzteren ,stze mit den vorstehenden liegt auf der ,hand und bildet ein weiteres ,rtsel fr die ,aristoteliker4 ,zeller1 ,philosophie der ,griechen ,s4 #eeb1 u4 f4 meint nun1 die letzteren uerungen knnten nicht als der ,ausdruck der wissenschaftlichen berzeugung des ,aristoteles betrachtet werden1 vielmehr spreche er in denselben wohl nur eine ,meinung aus1 die1 wie er glaubte1 zur ,entstehung des ,gtterglaubens ,veranlassung gegeben habe4 ,sollte er aber auch dieser ,meinung zur ,zeit der ,abfassung jenes ,gesprchs einen ernstlichen ,wert beigelegt haben1 so wre dies nur einer von den vielen ,beweisen fr die ,gewalt1 welche die platonischen ,anschauungen damals auf ihn ausbten4 ,fr mich und vermutlich fr die meisten ,leser kann es wenig ,interesse haben1 welche ,ansicht er ber diesen ,gegenstand zuerst oder zuletzt1 scheinbar oder wirklich gehegt hat4 ,mglicherweise war die eine esoterisch1 die andere exoterisch gemeint2 sein ,verhalten erinnert in der ,that etwas an das berchtigte ,system der doppelten ,buchfhrung in philosophischen ,fragen1 das auch in unserem ,jahrhundert empfohlen worden ist4 ,mglich ist es ja aber auch1 da ihm dasselbe1 was auch heutzutage noch vielen ehrlichen ,forschern1 passiert ist1 zu verschiedenen ,zeiten verschieden1 bald skeptisch1 bald glubig ber diese occultistischen ,thatsachen zu denken1 deren allgemeingltige wissenschaftliche ,konstatierung leider immer noch unmglich erscheint4 ,siebentes ,buch4 ,der ,occultismus der alten ,rmer4 ,erstes ,kapitel4 ,einflu der ,etrusker auf die rmische ,religion4 ,whrend sich unsere ,darstellung der occultistischen ,lehren der ,griechen geradezu als ein1 wenn auch einseitig aufgefater1 ,abri der ,geschichte der alten ,philosophie geben konnte und mute1 wird die ,form der occultistischen ,anschauungen wieder eine vllig andere1 indem wir den italischen ,boden betreten4 ,wenn man nicht etwa die ,jurisprudenz mit den ,rmern1 die dies beanspruchten1 als einen praktischen ,zweig der ,philosophie gelten lassen will1 so haben die ,rmer in der ,philosophie1 wie auf wissenschaftlichem ,gebiete berhaupt nichts ,ursprngliches aufzuweisen4 ,smtliche lateinische ,philosophen1 von ,cicero bis auf ,bothius1 sind entweder als bloe ,eklektiker oder bestenfalls als ,schler der einen oder anderen griechischen ,philosophenschule zu bezeichnen4 ,anders verhlt es sich mit der ,religion der ,rmer4 ,diese zeigt einen entschieden selbstndigen1 streng national gefrbten ,typus1 der allerdings seit der ,berhrung mit dem ,hellenismus1 etwa seit dem zweiten punischen ,kriege1 durch knstliche ,assimilation mit der griechischen ,mythologie etwas verwischt wurde4 ,dennoch ist diese1 hauptschlich von den ,dichtern durch oft willkrliche ,namensvertauschungen und ,gleichstellungen ursprnglich verschiedener ,gtterbegriffe versuchte ,verhnlichung nie dahin gelangt1 die ursprngliche ,selbstndigkeit der rmischen ,religion1 die sich durch eine ,art juristischer ,systematik auszeichnet1 verkennen zu lassen4 ,vor allem blieb stets bis in die letzten ,zeiten hinein ein ,unterschied des rituellen ,kultus im eigentlich rmischen ,gottesdienste sichtbar4 ,andrerseits hat freilich kein ,staat in toleranterem ,mae fremden ,gottesdiensten ,aufnahme gewhrt und durch solche seine eigene ,national-,religion geradezu berwuchern lassen1 als der rmische seit dem ,beginn seiner ,weltherrschaft4 ,in der ,urzeit des rmischen ,volkes scheint aber der einzige ,einflu1 den die ,rmer in ,sachen der ,religion und berhaupt der bersinnlichen ,angelegenheiten von ,auen zugelassen haben1 auf das rtselhafte ,volk der ,etrusker sich zu beschrnken4 ,doch darf auch dieser ,einflu nicht berschtzt werden4 ,die ,nachricht des ,livius ,,ix1 #cf1 da in der ltesten ,zeit rmische ,jnglinge in der etruskischen ,sprache und ,litteratur1 sowie spter in der griechischen unterrichtet seien1 steht vereinzelt da2 jene ,unterweisung in der ,sprache des ,nachbarvolks beschrnkte sich wohl nur auf eine geringe ,anzahl der vornehmsten1 zum ,priesterstande berufenen ,jnglinge 7vergl4 ,cicero ber die ,weissagung71 zu dem einzigen ,zwecke1 die nachweisbar allerdings von den ,etruskern bernommenen ,knste der ,opferschau1 fr deren ,ausbung man sich in ,rom anfangs mit gedungenen ,etruskern behalf1 ferner die ,theorie der ,blitze1 worber spter mehr1 zu erlernen4 ,gleichwohl fordert das ,volk der ,etrusker1 oder wie sie selber sich nannten1 ,rasen1 schon um der bestimmten ,zweige des praktischen ,occultismus willen1 die von den ,rmern bernommen wurden1 unsere ,aufmerksamkeit heraus4 ,es ist bislang ebensowenig gelungen1 ihre ,sprache zu entziffern1 als ihre ethnologische ,verwandtschaft festzustellen4 ,die etruskische ,inschrift eines in ,caere ausgegrabenen ,thongefes lautet3 minice dumamimadumaramlisiaedipurenaiedecraisie panamine dunastavhelefu4 ,die verschiedensten ,idiome sind auf ,stammesverwandtschaft mit den etruskischen vergeblich geprft worden1 wenn auch einige ,spuren darauf hinzudeuten scheinen1 da die ,etrusker im allgemeinen den ,indogermanen beizuzhlen sind4 ,vielleicht hngt der ,name des etruskischen ,zeus ,tina oder ,tinia mit dem sanskritischen dina1 ,tag zusammen4 brigens schreibt schon ,dionysios3 die ,etrusker stehen keinem ,volke gleich an ,sprache und ,sitte4 ,wahrscheinlich ist es1 da die ,etrusker ber die rtischen ,alpen nach ,italien gekommen sind1 da die ltesten in ,tirol und ,graubndten nachweisbaren ,ansiedler bis in die historische ,zeit etruskisch redeten und auch ihr ,name auf den der ,rasen anklingt4 ,nach ,herodot sollen sie freilich aus ,asien eingewanderte ,lyder sein1 allein schon ,dionysios erklrt diese ,erzhlung bei der groen ,verschiedenheit zwischen ,religion1 ,gesetz1 ,sitte und ,sprache der ,lyder von ihnen fr ein unmgliches ,mrchen4 ,mit ,mommsen drfen wir es brigens fr zuverlssig halten1 da das letzte ,knigsgeschlecht1 das ber die ,rmer herrschte1 das der ,tarquinier aus ,etrurien entsprossen ist4 ,die ,anschauungen der ,etrusker wurzelten mehr als die irgend eines anderen bekannten ,volkes des ,altertums im eigentlich occultistischen ,gedankenkreise4 ,insofern zeigen sie eine gewisse hnlichkeit mit den ,egyptern1 von denen sie sonst nach ,sprache1 ,sitte und ,verfassung entschieden zu trennen sind4 ,die ,nekromantie und schwarze ,magie scheint ihr eigenstes ,element gewesen zu sein4 ,der ,totenkultus scheint bei ihnen eine noch grere ,rolle gespielt zu haben1 als bei den ,egyptern4 ,es gab eine ,unzahl von ,todesgenien1 deren furchtbare ,bilder an den ,mauern der ,totenstdte1 auf den ,sarkophagen u4 s4 w4 uns entgegenstarren4 ,sie sind dargestellt1 wie sie die armen ,menschenseelen verfolgen1 peinigen und trotz alles ,flehens entfhren1 archaistische ,hllenbreughel2 sehr selten sieht man auch gute ,geister die ,seelen freundlich einladen1 auch gute und bse sich um dieselben streiten4 ,die ,totenstdte der ,egypter bertrafen die ,stdte der ,lebenden an ,ausdehnung und wurden mit grerem architektonischen ,aufwand1 als jene1 ausgeschmckt4 ,aus den ,trmmern1 die vom etruskischen ,sacralwesen auf uns gekommen sind1 schreibt ,mommsen1 rm4 ,gesch4 ,i1 ,s4 #ahj1 redet eine dstere und dennoch langweilige ,mystik1 ,zahlenspiel und ,zeichendeuterei und jene feierliche ,inthronisierung des reinen ,aberwitzes1 die zu allen ,zeiten ihr ,publikum findet4 ,wir kennen zwar den etruskischen ,kult bei weitem nicht in solcher ,vollstndigkeit und ,reinheit wie den latinischen2 aber mag die sptere ,grbelei auch manches erst hineingetragen haben und mgen auch gerade die dstern und phantastischen1 von dem latinischen ,kult am meisten sich entfernenden ,stze uns vorzugsweise berliefert sein1 was beides in der ,that nicht wohl zu bezweifeln ist1 so bleibt immer noch genug brig1 um die ,mystik und ,barbarei dieses ,kultus als im innersten ,wesen des etruskischen ,volkes begrndet zu bezeichnen4 -- ,ein innerlicher ,gegensatz des sehr ungengend bekannten etruskischen ,gottheitsbegriffes zu dem italischen lt sich nicht erfassen2 aber bestimmt treten unter den etruskischen ,gttern die bsen und schadenfrohen in den ,vordergrund1 wie dann auch der ,kult grausam ist und namentlich das ,opfern der ,gefangenen einschliet1 -- so schlachtete man in ,caere die gefangenen ,phokaeer1 in ,tarquinii die gefangenen ,rmer4 ,statt der stillen in den ,rumen der ,tiefe friedlich schaltenden ,welt der abgeschiedenen guten ,geister1 wie die ,latiner sie sich dachten1 erscheint hier eine wahre ,hlle1 in die die armen ,seelen zur ,peinigung durch ,schlge und ,schlangen abgeholt werden von dem ,totenfhrer1 einer wilden halb tierischen ,greisengestalt mit ,flgeln und einem groen ,hammer2 einer ,gestalt1 die man spter in ,rom bei den ,kampfspielen verwandte1 um den ,mann zu kostmieren1 der die ,leichen der ,erschlagenen vom ,kampfplatze wegschaffte4 ,so fest ist mit diesem ,zustand der ,schatten die ,pein verbunden1 da es sogar eine ,erlsung daraus giebt1 die nach gewissen geheimnisvollen ,opfern die arme ,seele versetzt unter die oberen ,gtter4 ,es ist merkwrdig1 da um ihre ,unterwelt zu bevlkern1 die ,etrusker frh von den ,griechen deren finsterste ,vorstellung entlehnten1 wie denn die acheruntische ,lehre und der ,charun eine groe ,rolle in der etruskischen ,weisheit spielen4 -- ,aber vor allen ,dingen beschftigt den ,etrusker die ,deutung der ,zeichen und ,wunder4 ,die ,rmer vernahmen wohl auch in der ,natur die ,stimme der ,gtter2 allein ihr ,vogelschauer verstand nur die einfachen ,zeichen und erkannte nur im allgemeinen1 ob die ,handlung ,glck oder ,unglck bringen werde4 ,strungen im ,laufe der ,natur galten ihm als unglckbringend und hemmten die ,handlung1 wie zum ,beispiel bei ,blitz und ,donner die ,volksversammlung auseinanderging1 und man suchte auch wohl sie zu beseitigen1 wie zum ,beispiel die ,migeburt schleunigst gettet ward4 ,aber jenseits der ,tiber begngte man sich damit nicht4 ,der tiefsinnige ,etrusker las aus den ,blitzen und aus den ,eingeweiden der ,opfertiere dem glubigen ,mann seine ,zukunft bis ins ,einzelne heraus und je seltsamer die ,gttersprache1 je auffallender das ,zeichen und ,wunder1 desto sicherer gab er an1 was es verknde und wie man das ,unheil etwa abwenden knne4 ,so entstanden die ,blitzlehre1 die ,haruspicin1 die ,wunderdeutung1 alle ausgesponnen mit der ganzen ,haarspalterei des im ,absurden lustwandelnden ,verstandes1 vor allem die ,blitzwissenschaft4 ,ein ,zwerg von ,kindergestalt mit grauen ,haaren1 der von einem ,ackersmann bei ,tarquinii war ausgepflgt worden1 ,tages genannt -- man sollte meinen1 da das zugleich kindische und altersschwache ,treiben in ihm sich selber habe verspotten wollen1 -- also ,tages1 hatte sie zuerst den ,etruskern verraten und war dann sogleich gestorben4 ,seine ,schler und ,nachfolger lehrten1 welche ,gtter ,blitze zu schleudern pflegten2 wie man am ,quartier des ,himmels und an der ,farbe den ,blitz eines jeden ,gottes erkenne2 ob der ,blitz einen dauernden ,zustand andeute oder ein einzelnes ,ereignis und wenn dieses1 ob dasselbe ein unabnderlich datiertes sei oder durch ,kunst sich verschieben lasse bis zu einer gewissen ,grenze2 wie man den eingeschlagenen ,blitz bestatte oder den drohenden einzuschlagen zwinge1 und dergleichen wundersame ,knste mehr1 denen man gelegentlich die ,sportulierungsgelste anmerkt4 ,wie tief dies ,gaukelspiel dem rmischen ,wesen widerstand1 zeigt1 da1 selbst als man spter in ,rom es benutzte1 doch nie ein ,versuch gemacht ward es einzubrgern2 in dieser ,epoche gengten den ,rmern wohl noch die einheimischen und die griechischen ,orakel4 -- ,hher als die rmische ,religion steht die etruskische insofern1 als sie von dem1 was den ,rmern vllig mangelt1 einer in religise ,formen gehllten ,spekulation wenigstens einen ,anfang entwickelt hat4 ber der ,welt mit ihren ,gttern walten die verhllten ,gtter1 die der etruskische ,jupiter selber befragt2 jene ,welt aber ist endlich und wird1 wie sie entstanden ist1 so auch wieder vergehen nach ,ablauf eines bestimmten ,zeitraums1 dessen ,abschnitte die ,saecula sind4 ber den geistigen ,gehalt1 den diese etruskische ,kosmogonie und ,philosophie einmal gehabt haben mag1 ist schwer zu urteilen1 doch scheint auch ihnen ein geistloser ,fatalismus und ein plattes ,zahlenspiel von ,haus aus eigen gewesen zu sein4 ,die obersten ,gtter des etruskischen ,volkes1 die ,verhllten durften nicht mit ,namen genannt werden4 ,nach ihnen kamen zwlf ,gottheiten der ,oberwelt1 an deren ,spitze ,tina 7,zeus87 stand1 dieselben erinnern1 ebenso wie die ,blitzwissenschaft1 auffllig an die obersten ,gtter der ,akkader und sind augenscheinlich nichts anderes1 als die zwlf ,monate oder zwlf ,zeichen des ,tierkreises 7,planetengtter71 vergl4 ,teil ,i dieses ,werkes 7,s4 #g und #ec71 ferner ,mller1 die ,etrusker 7#b ,bnde72 dann die ,gottheiten der ,unterwelt1 vor allem ,mantus und ,mania1 denen in ltester ,zeit sogar ,kinderopfer dargebracht sein sollen1 an deren ,stelle erst in rmischer ,zeit ,mohn- und ,kohlkpfe substituiert wurden4 ,zweites ,kapitel4 ,die ,religion der ,rmer4 ,in seinen ,gttern spiegelt sich der ,mensch4 ,diese nicht erst von ,feuerbach1 sondern wie wir sahen1 schon von ,xenophanes 7,s4 #dge oben7 erkannte ,wahrheit besttigt sich auch1 wenn wir die religisen ,vorstellungen der ,rmer ,revue passieren lassen4 ,man erwarte daher von den praktischen1 fast ganz auf die ,beherrschung der diesseitigen ,welt gerichteten ,rmern keine tiefsinnige ,mystik1 wie sie uns bei den ,orientalen und teilweise auch bei den ,griechen1 spter auch wieder bei den ,germanen entgegentritt4 ,von den trumerisch-phantastischen1 ja unheimlichen ,etruskern bernahmen zwar die ,rmer einige ,praktiken1 mit denen sie den aberglubischen ,sinn der ,menge unmerklicher unter das ,joch der ,politik bringen konnten2 ihre religise ,weltanschauung selbst trgt einen durchweg klaren1 wesentlich nur die wichtigsten ,naturerscheinungen und ,interessen ihres1 ursprnglich mit ,ackerbau und ,hirtenleben einerseits und ,krieg andererseits verwachsenen ,lebens symbolisierenden naturalistischen und fast rationalistischen ,charakter4 ,die ,religion steht durchaus im ,dienste der irdischen ,zwecke1 vor allem des ,staates1 nicht umgekehrt4 ,allerdings drngt sie sich1 um den staatlichen ,dingen die ntige ,weihe zu geben1 berall vor1 aber wenn durch diesen ,schein verleitet1 ,hartung1 ein ,philologe1 ber die ,religion der ,rmer schreibt1 man msse den lteren ,rmern nachrhmen1 da sie eine so allgemeine1 so durchreichende und so unerschtterliche ,religiositt besessen und gebt haben1 wie kein anderes ,volk der ,erde1 so verfehlt ein besserer ,kenner des eigentlich rmischen ,geistes1 der ,jurist ,r4 v4 ,ihering1 ,geist des rmischen ,rechts1 #ba1 nicht1 die ,kehrseite der ,medaille aufzuweisen und von frhzeitigem ,formalismus und ,jesuitismus1 man knnte auch sagen ,machiavellismus der ,rmer in ,beziehung auf die ,religion zu sprechen4 ,die ,religion der ,rmer ward schon sehr frh mit ihrem gesamten ,apparat von in den ,willen der ,staatsregierung gegebenen geistlichen ,beamten1 ,zeichen1 ,nichtigkeitgrnden u4 s4 w4 ein politisches ,institut2 und ,mommsen1 rmische ,geschichte ,i1 ,s4 #afj1 macht auf das ,schwanken der rmischen ,religionsvorstellungen im ,laufe der ,geschichte aufmerksam2 der ,staat und das ,geschlecht1 das einzelne ,naturereignis1 wie die einzelne geistige ,thtigkeit1 jeder ,mensch1 jeder ,ort und ,gegenstand1 ja jede ,handlung innerhalb des rmischen ,rechtskreises kehren in der rmischen ,gtterwelt wieder2 und wie der ,bestand der irdischen ,dinge flutet im ewigen ,kommen und ,gehen1 so schwankt auch mit ihm der ,gtterkreis4 ,den ,vorrang unter den mnnlichen ,gttern der ltesten ,anschauungsform beanspruchen ,jupiter1 ,mars und ,quirinus4 ,diese drei wurden am heiligsten verehrt2 sie waren die eigentlichen ,schutzgottheiten ,roms gegen auswrtige ,feinde4 ,so lautete ein altes ,gesetz der ,numa1 das uns ,festus aufbewahrt hat3 ,unter wessen ,anfhrung in der ,schlacht die vornehmste ,beute gewonnen wird1 der soll dem ,jupiter ,feretrius einen ,ochsen schlachten1 und dem der sie gewonnen dreihundert ,pfund geben2 fr die zweite soll er an dem ,altar des ,mars auf dem ,marsfelde ,suovetaurilien nach ,belieben schlachten1 fr die dritte dem ,quirinus ein mnnliches ,lamm4 ,jupiter1 aus ,djovis pater entstanden1 bedeutet zunchst ,himmelsvater1 als ,quell des ,lichtes2 ihm sind alle ,luftvernderungen1 ,regen und ,gewitter1 ,blitz und ,donner unterworfen4 ,darum heit er auch1 je nachdem er seine ,macht uert1 ,pluvius1 ,fulgurator1 ,tonans1 ,imbricitor1 ,serenator4 ,der heiligste ,eid lautete1 indem der ,schwrende einen ,kieselstein in die ,hand nahm und auf das ,opfertier schleuderte3 wenn ich mit ,wissen und ,willen einen ,meineid schwre1 so soll mich ,jupiter also schlagen 7ferito71 wie ich hier dieses ,opfertier schlage1 und so will ich aus ,staat und ,heimat also hinausgeworfen werden1 wie dieser ,stein da6 ,bei langdauernder ,drre brachte man ihm ein ,opfer dar1 das aquilicium oder ,wasserentlockung hie2 da dasselbe mit gewissen magischen ,ceremonien verbunden war1 lie man es durch einen ,etrurier 7,tusker7 verrichten4 ber diese magischen ,ceremonien ist uns aus ,labeo1 der die tuskische ,disziplin des ,tages und ,bacis in #ae ,bchern erlutert hat1 nur folgendes erhalten3 ,wenn die ,leberfasern eine ,sondarach-,farbe zeigen1 dann mssen die rinnenden ,steine 7manales petrae7 in ,bewegung gesetzt werden4 ,als hchster ,gott heit er ,optimus ,maximus1 und sein ,tempel ist als hchster auf dem ,kapitol gegrndet4 ,ihm gelten die ,triumphzge nach jedem ,siege4 ,zu seinen ,ehren wurden auch die berhmten ,kapitolinischen ,spiele gefeiert1 und auf dem ,giebel des ,kapitolinischen ,tempels prangte ein groes ,viergespann1 wie es die ,wettfahrer bei diesen ,spielen hatten4 ,etrurien soll durch ein solches frhzeitig die hohe ,bestimmung seines ,nachbarstaates erfahren haben4 ,als einst zu ,veji dem ,jupiter hnliche ,wettspiele1 wie man sie zu ,rom zu feiern pflegte1 gehalten wurden1 fingen die ,rosse des siegenden ,viergespanns pltzlich1 wie von einem unsichtbaren ,dmon getrieben1 zu laufen an1 und eilten unaufhaltsam nach ,rom zu4 ,dort warfen sie den ,tuskerjngling1 welcher den ,namen ,ratumena fhrte1 beim ,tarpejischen ,thore ab1 das sodann nach demselben umgetauft wurde1 und rasteten nicht eher1 als bis sie dreimal um den ,tempel des ,jupiter ,kapitolinus gefahren waren4 ,als ,herr des ,himmels und ,lenker der ,welt steht er allen irdischen und menschlichen ,angelegenheiten vor und pflegt deshalb bei jedem ,beginn einer wichtigen ,handlung begrt zu werden4 ,ihm sind alle ,vollmondstage heilig 7die ,iden71 auerdem die smtlichen ,weinfeste4 ,zu ,zeiten der ,not gelobte man ihm bisweilen den ganzen ,ertrag eines ,zweiges der ,landwirtschaft oder gar die ,erstlingsgeburten eines ,frhlings1 des sog4 ver sacrum als ,opfer4 ,eigentlich gehren dazu auch die in diesem ,frhjahr geborenen ,menschen4 ,weil es aber zu grausam gewesen wre1 so viele unschuldige ,kinder abzuschlachten1 so lie man sie gro werden1 und trieb sie dann in einem ,frhjahr miteinander1 verhllten ,gesichtes1 ber die ,grenze2 jene gingen dann aufs ,geradewohl1 wohin ihr ,genius sie fhrte1 und auf diese ,weise soll manche ,kolonie entstanden sein4 ,augenscheinlich war dieser ,weihefrhling ein ,mittel1 der bervlkerung und ,nahrungsnot durch geeignete ,kolonisation vorzubeugen und durch solche zugleich den ,staat zu expandieren4 ,uhland hat ihn zum ,vorwurf einer glnzenden ,ballade gemacht1 in der der ,priester den ,ersatz des blutigen ,opfers durch die ,auswanderung mit folgenden ,worten begrndet3 ,nicht lt der ,gott von seinem heil'gen ,raub1 ,doch will er nicht den ,tod1 er will die ,kraft2 ,nicht will er einen ,frhling welk und taub1 ,nein1 einen ,frhling1 welcher treibt in ,saft4 ,aus der ,latiner alten ,mauern soll ,dem ,kriegsgott eine neue ,pflanzung gehn2 ,aus diesem ,lenz1 urkrft'ger ,keime voll1 ,wird eine groe ,zukunft ihm erstehn4 ,drum whle jeder ,jngling sich die ,braut6 ,mit ,blumen sind die ,locken schon bekrnzt2 ,die ,jungfrau folge dem1 dem sie vertraut6 ,so zieht dahin1 wo euer ,stern erglnzt6 ,der junge ,stier pflg' euer ,neubruchland6 ,auf eure ,weiden fhrt das muntre ,lamm6 ,das rasche ,fllen spring' an eurer ,hand1 ,fr knft'ge ,schlachten ein gesunder ,stamm6 ,denn ,schlacht und ,sturm ist euch vorausgezeigt2 ,das ist ja dieses starken ,gottes ,recht1 ,der selbst in eure ,mitte niedersteigt1 ,zu zeugen eurer ,knige ,geschlecht4 ,in eurem ,tempel haften wird sein ,speer2 ,da schlagen ihn die ,feldherrn schtternd an1 ,wann sie ausfahren ber ,land und ,meer ,und um den ,erdkreis ziehn die ,siegesbahn4 ,ihr habt vernommen1 was dem ,gott gefllt4 ,geht hin1 bereitet euch1 gehorchet still6 ,ihr seid das ,saatkorn einer neuen ,welt2 ,das ist der ,weihefrhling1 den er will4 ,jupiter ist ferner ,beschtzer des ,rechts und der ,tugend1 als ,gott der ,treue1 ,dius ,fidius auch besonders des ,ehebundes2 -- da spter die ,schwurformel me ,dius ,fidius identisch mit dem aus der ,fremde eingedrungenen me ,hercle wurde1 hat man flschlich diesen ,gottesbegriff spter auf ,hercules bertragen4 ,nach ,augustin 7,,iv1 #bc7 htten die ,rmer auch einen gewissen rtselhaften 7nescio quem7 ,summanus noch hher als ,jupiter selbst geehrt4 ,inde kann dieser ,summanus schwerlich ein anderer1 als ,jupiter gewesen sein1 zumal die ,rmer1 wie ,augustin berichtet1 ihm die nchtlichen ,blitze zuschrieben4 ,der rmische ,mars ist in vieler ,hinsicht eher mit der griechischen ,pallas ,athene als mit ,ares1 dem ,kriegsgott zu vergleichen4 ,den bloen ,krieg personifizierte ,bellona1 eine weibliche ,gottheit4 ,mars symbolisiert mehr das stetige ,gerstetsein zum ,krieg1 als den blutigen ,kampf2 darauf deutet schon der ,wortstamm ,mavors1 ,marmar1 verwandt mit arma und dem sanskritischen wrajmi d4 h4 schtzen4 ,ihm war ein uraltes ,heiligtum auf dem ,berg ,quirinus geweiht1 alle vier ,jahre wurde auf dem ,marsfelde eine 7militrische7 ,schtzung der ganzen ,brgerschaft vorgenommen1 wobei ein ,stier1 ein ,widder und ein ,bock dreimal um das ganze ,heer herumgefhrt und dann geopfert wurde2 dies war das erwhnte suovetaurilium4 ,sein ,hauptfest fand im ,frhling statt1 das eingeleitet durch das ,pferderennen1 equirria am #bg4 ,februar1 im ,mrz selbst an den ,tagen des ,schildschmiedens 7mamuralia71 des ,waffentanzes 7quinquatrus7 und der ,drommetenweihe 7tubilustrium7 seine ,haupttage hatte4 ,hierbei spielten die ,salier eine ,hauptrolle1 wrtlich ,tnzer1 d4 h4 eine aus zwlf ,mann bestehende geistliche ,brderschaft4 ,dieser anzugehren1 rechneten sich die vornehmsten ,mnner1 wie ,p4 ,scipio zur ,ehre2 ihr ,anzug war eine bunte ,tunika1 ber welche um die ,brust ein breiter eherner ,gurt gelegt wurde1 eine verbrmte ,toga1 mittelst ,hefteln gabinisch aufgeschrzt1 eine eherne ,spitzhaube 7apex7 und ein ,schwert4 ,in der rechten ,hand hielten sie ein ehernes ,stbchen1 in der linken den ,schild1 der an einem ,riemen um den ,hals hing4 ,dieser hatte ungefhr die ,gestalt einer arabischen #h2 daher wohl sein ,name ancile 7ankylos74 ,einer von diesen ,schilden sollte zu einer ,zeit1 da eine ,seuche in ,rom wtete1 vom ,himmel gefallen sein1 ,numa hatte dann auf ,anraten der ,nymphe ,egeria durch den ,waffenschmied ,mamurius die elf anderen diesem so tuschend nachmachen lassen1 da niemand mehr den echten vom unechten unterscheiden konnte4 ,in der ,prozession ging auch ein ,mann1 rings mit dicken ,huten umhangen1 der den ,mamurius vorstellte und ganz unbekmmert mit ,stangen auf seinen ,lederpanzer hauen und stoen lie4 ,das ,debt der ,priesterschaft bestand in einem ,waffentanz und ,absingung von uralten ,liedern1 deren ,sprache die ,gelehrten zur ,zeit ,csars bereits nicht mehr vllig entziffern konnten4 ,von dem ,waffentanze selber sagt ,plutarch 7,numa c4 #ac73 ,das ,meiste bei diesem ,tanze haben die ,fe zu thun und man sieht mit ,vergngen den ,bewegungen der ,tnzer zu1 da sie nach einem geschwinden1 lebhaften ,takte allerhand ,krmmungen und ,wendungen machen1 die eine besondere ,strke und ,leichtigkeit verraten4 ,noch heute drften uns die sog4 ,pyrrhischen ,tnze der ,arnauten und einiger anderer neugriechischer ,stmme ein analoges ,bild dieser uralten kulturhistorisch interessanten ,tanzart gewhren4 ,die ,salier waren von ,dienern begleitet1 denen sie in den ,pausen die ,ancilia bergaben4 ,dionysios erzhlt1 wie sogar ein rmischer ,prtor diesen ,dienst seinem ,vater ohne ,widerrede leistete und dessen ,schild trug1 whrend sechs ,lictoren ihm voranzogen4 ,quirinus war der ,genius der gesamten rmischen ,brgerschaft 7,quiriten74 ,vor seinem ,heiligtum standen zwei ,myrten1 als ,bundessymbole1 die eine die patrizische1 die andere die plebejische genannt4 ,sein ,fest1 die ,quirinalia1 wurde am #ag4 ,februar gefeiert4 ,dieses ,fest hie auch das ,fest der ,dummen4 ,die ,ursache dieses ,namens gibt ,ovid 7,fasten ,,ii4 #dge7 folgendermaen an3 ,vernimm auch1 warum derselbe ,tag das ,fest der ,dummen heit4 ,die ,ursach ist zwar gering1 aber passend doch4 ,das ,land unserer ,vorfahren hatte keine geschickten ,bebauer3 wilde ,kriege ermdeten die thtigen ,mnner4 ,grern ,ruhm erntete man durch ,schwerdt1 als durch die gekrmmte ,pflugschaar2 wenig trug der ,acker1 von dem ,besitzer nicht geachtet4 ,doch ,dinkel sten die ,alten1 und ernteten ,dinkel3 abgemht brachte man ,dinkel1 als ,erstlinge der ,ceres dar4 ,durch ,erfahrung belehrt legten sie ihn zum ,drren ans ,feuer3 litten aber durch eigne ,fehler vielen ,schaden4 ,denn statt des ,dinkels kehrten sie bald schwarze ,asche zusammen1 bald brannten sie wohl gar mit ,feuer ihre ,htten nieder4 ,daher schuf man sich die ,gttin ,fornax4 ,frhlich aber beten zu ihr die ,landbewohner1 ihre ,frchte nach ,ordnung zu bereiten4 ,jetzt kndigt die ,fornacalien mit feyerlichen ,worten der ,curie ,maximus an3 denn einen bestimmten festlichen ,tag macht er nicht4 ,auf dem ,forum wird jede ,curie auf den vielen herumhngenden ,tfelchen mit bestimmten ,zeichen angedeutet4 ,aber der unwissende ,teil des ,volkes kennt seine ,curie nicht und hlt daher das zu feiernde ,fest am ,ende des ,tages4 ,zur ,seite ,jupiters steht ,juno1 als ,lichtgttin auch ,lucina genannt1 die ,himmelsgttin1 der ,genius des ,weibes4 ,das ,hauptfest derselben1 die ,matronalien1 wurde am #a4 ,mrz1 welcher ,tag deshalb die ,kalenden der ,frauen hie1 von den ,frauen gefeiert1 der ,sage nach zum ,andenken an die ,stiftung der ,ehe durch ,romulus und an das ,verdienst der ,frauen bei ,vermittelung der ,feindseligkeiten ihrer ,sabinischen ,vter und ,brder nach dem bekannten ,raube4 ,sein ,hauptgegenstand war ,feier der ,geschlechtsliebe und ,gebet um ehelichen ,segen4 ,ja jetzt weicht endlich der ,winter1 singt ,ovid 7,fasten ,,iii4 #afg;ff471 und von lauer ,sonne erwrmt thauet der ,schnee4 ,laub vom ,froste gestreift bekleidet frisch die ,bume1 und die lebende ,knospe blht aus dem zarten ,rebenscho hervor4 ,jetzt auch sucht sich das dichtsprossende ,kraut1 das lange die ,erde barg1 eine himmlische ,bahn1 um sich zur ,luft zu erheben4 ,fruchttragend ist jetzt die ,flur2 jetzt ist die ,zeit zur ,erzeugung3 jetzt werden auf grnem ,gespro die ,nester und ,huschen von ,vgeln gebaut4 ,mit ,recht feiern ,latiums ,mtter diese ,zeit1 ihre ,niederkunft fordert ,kampf und ,gelbde4 -- ,gnstig ist meine ,mutter den ,verlobten2 drum ehret mich die ,schaar der ,mtter4 ,bringt der ,gttin ,blumen6 ,an blhenden ,krutern ergtzt sich die ,gttin3 umkrnzt euer ,haar mit jungen ,blumen6 ,flehet zu ihr3 ,du hast uns1 ,lucina1 das ,tageslicht gegeben4 ,sei auch dem ,gelbde der ,gebrenden hold6 ,doch welche ,mutter schwanger ist1 die bete mit aufgelstem ,haare3 die ,gttin mge sanft ihre ,geburt erleichtern6 ,ein anderes ,fest zu ihren ,ehren wurde an den ,nonen des ,juli bei dem sog4 ,ziegenbaume gefeiert4 ,es war dies der alte ,feigenbaum auf dem ,comitium1 ficus ,ruminalis1 unter dem vor ,alters die ,zwillinge ,romulus und ,remus von einer ,wlfin gesugt sein sollten4 ,die ,feige 7fica7 hat brigens noch jetzt in ,italien eine ,nebenbedeutung allerintimster ,natur2 der italienische ,dichter ,molza hat sie in einem aus wohlgefgten ,terzinen bestehenden ,lehrgedicht1 der sog4 ,ficheis1 besungen und noch dazu einen sehr deutlichen ,kommentar verfat1 in dem ebenfalls an den ficus ,ruminalis als principio della ,citt di ,roma erinnert wird4 ,die ,feige bedeutet die weibliche ,natur4 ,neben diesem ,feigenbaum stand ein ,ziegenbock1 als ,sinnbild der mnnlichen ,zeugungskraft4 ,verehelichte1 was wartest ,du8 singt bei ,gelegenheit dieses ,festtages ,ovid in den ,fasten1 ,du wirst nicht durch krftige ,kruter1 nicht durch ,gebete1 nicht durch ,zaubergesnge ,mutter werden4 ,es war eine ,zeit1 wo nach hartem ,verhngnis die ,mtter nur selten ,pfnder der ,geburt erzeugten4 ,was ntzt mir's1 rief ,romulus1 neun sabinische ,mdchen geraubt zu haben4 ,da sprach die ,gttin 7,juno7 in ihrem ,haine wundersame ,worte4 ,in italische ,mtter1 rief sie1 dringe ein haariger ,bock ein6 ,es staunte der ,haufe erschreckt ber die zweideutigen ,worte4 ,ein ,seher war da2 sein ,name ist vergessen1 er war eben als ,fremdling aus etruskischem ,lande gekommen4 ,dieser schlachtet einen ,bock2 auf seine ,belehrung reichten die ,frauen ihren ,rcken zum ,schlag mit den ausgeschnittenen ,riemen dar4 ,der ,mond nahm bei dem zehnten ,umlauf neue ,hrner wieder1 und es waren ,gatten auf einmal ,vter und ,verehelichte ,mtter4 ,zu diesem ,feigenbaum also wallfahrteten die rmischen ,matronen1 unter ausgelassenen ,scherzen1 7ich erinnere an die griechischen ,thesmophorien ,s4 #eca71 allerlei mnnliche1 glckbringende ,namen rufend1 wie ,lucius1 ,gajus u4 s4 w4 ,beim ,feigenbaum angelangt verrichtete man ein ,opfer1 wobei ,saft des ,feigenbaums anstatt der ,milch gebraucht wurde1 und schmauste1 von seinen sten beschattet und mit seinen ,zweigen geschmckt4 ,weil der ,ziegenbock ,symbol mnnlicher ,zeugungskraft war1 so galt die ,berhrung alles dessen1 was von ihm kam1 als ein ,mittel1 die ,fruchtbarkeit zu frdern und den ,einflssen dieselbe hindernder ,dmonen entgegenzuwirken4 ,ein hnliches ,fest1 das zugleich die rmische ,religion als eine ursprngliche ,hirtenreligion kennzeichnet1 waren die ,lupercalien4 ,in der ,nhe jenes sog4 ,ziegenfeigenbaums war nmlich auch dem ,gotte ,lupercus ein ,altar errichtet1 der im ,bildnisse nackt und mit einem ,ziegenfell um die ,schultern dargestellt war4 ,dieser ,gott war1 wie richtig ,hartung vermutet1 ebenso wie der ,seher und ,augur ,picus nur eine gleichsam zur besonderen ,person verdichtete losgetrennte ,eigenschaft des ,mars4 ,seine ,gattin ,luperca war die ,wlfin1 die dem ,romulus und ,remus sich als ,amme bot4 ,im ,jahre #ddf wurde zum ,andenken an jene mythische ,begebenheit ein ,erzbild derselben mit den saugenden ,zwillingen bei dem ,feigenbaum aufgestellt4 ,dieses ,erzbild ist bis auf den heutigen ,tag erhalten1 die berhmte ,wlfin des ,kapitols4 ,offenbar handelt es sich bei ,lupercus und ,luperca1 also ,wortbildungen von lupus und lupar1 ebenfalls nur um ,symbolisierungen des mnnlichen und weiblichen ,begattungstriebes2 lupa bedeutet sowohl ,wlfin als ,buhlerin2 daher auch die ,ableitung lupanar1 worber jedes ,lexikon ,auskunft erteilt4 ,lupercus fhrte auch den ,zunamen ,innuus 7von inire ,bespringen74 ,am #ae4 ,februar fanden sich nun beim ,feigenbaum zwei ,priesterkollegien ein1 die sog4 ,fabii und ,quinctilii1 ,jnglinge aus patrizischen ,geschlechtern1 verrichteten ein ,opfer von ,ziegen und jungen ,hunden1 ,tieren die sich durch starken ,begattungstrieb auszeichnen1 zerschnitten die ,ziegenfelle in ,lappen und ,riemen1 gebrauchten erstere zur oberflchlichen ,umhllung ihres sonst nackten ,krpers und nahmen letztere als ,geieln zur ,hand1 mit denen sie dann die ,stadt durchliefen und alle ,frauenzimmer1 die ihnen begegneten1 schlugen4 ,besonders solche1 die an ,unfruchtbarkeit litten1 stellten sich ihnen gerne in den ,weg4 ,vgl4 ,shakespeare's ,julius ,csar ,i4 #b4 ,csar3 ,verget1 ,antonius1 nicht in ,eurer ,eil'1 ,kalpurnia zu berhren2 denn es ist ,ein alter ,glaube1 unfruchtbare ,weiber1 ,berhrt bei diesem heil'gen ,wettlauf ,entladen sich des ,fluchs4 ,von dieser symbolischen ,handlung1 die man inire oder auch februare nannte1 erhielt nicht nur der ,monat ,februar1 in dem sie stattfand1 seinen ,namen1 sondern auch ,juno1 der die ,ehe heilig war1 wurde ,februata genannt1 und wiederum nannte man das ,ziegenfell1 weil die ,bildnisse der ,gttin gleichfalls mit demselben bekleidet waren1 ,rock der ,juno4 ,auerdem fhrte ,juno1 als ,ehegattin1 den ,beinamen ,juga1 auch ,unxia2 letztere ,bezeichnung hing mit einer ,ceremonie zusammen1 von der das ,wort uxor ,ehefrau abgeleitet ist4 ,wenn nmlich die ,jungfrau bei der ,hochzeit die ,schwelle des ,hauses ihres ,gatten berschritt1 mute sie zuvor die ,pfosten mit ,wolle umwinden und mit l oder ,fett salben 7ungere74 ,ein weiterer ,zuname war ,cinxia1 weil der ,leib der neuvermhlten ,jungfrau mit einem wollenen ,grtel gebunden war1 dessen ,knoten der ,brutigam zu lsen hatte4 ,der ,juno untergeordnete ,hilfsgenien waren ,subigus 7id est deus qui adest1 ut nova nupta a viro subigatur71 ,prema 7id est dea1 quae facit1 ut ne virgo se commoveat1 quando a sponso premitur71 ,pertunda 7id est dea1 quae in primo concubitu naturam feminae pertundere dicitur71 und endlich ,perfica 7welches ,wort entweder mit fica1 siehe oben ,s4 #fcd1 oder mit perficere vollenden zusammenhngt74 ,man sieht also1 wie die ,rmer den ,akt der ,begattung bis aufs einzelste analysierten und besondere ,genien darfr aufstellten4 ,nach der ,konzeption war es wieder ,juno ,fluonia1 die den menses ,einhalt that1 bis endlich ,juno ,lucina die ,geburt ans ,tageslicht frderte4 brigens war es nicht blo die ,fruchtbarkeit1 sondern auch die ,heiligkeit der ,ehe1 die dieser ,gttin am ,herzen lag4 ,unkeuschheit und alle ungeordnete ,befriedigung des ,geschlechtstriebes war ihr ein ,gruel4 ,ein ,gesetz des ,numa lautet also3 ,eine ,buhlerin soll den ,altar der ,juno nicht anrhren3 thut sie es1 so soll sie der ,juno mit herabhngenden ,haaren ein weibliches ,lamm schlachten4 ,ungeachtet all der unverhllten ,natrlichkeit1 die aus den mitgeteilten ,kultushandlungen hervorleuchtet1 galt bekanntlich den alten ,rmern die ,ehe in demselben ,mae als heilig1 in dem sie den spteren ,rmern der ,kaiserzeit profan und frivol war2 die gestrte ,eintracht zwischen den ,ehegatten stellt ,juno ,conciliatrix oder ,viriplaca wieder her1 die einen ,tempel auf dem ,palatin besa2 und da sie die ,ehen bestndig erhielt1 verdiente sie auch den ,beinamen ,manturna2 es ist bekannt1 da in ,rom fnfhundert und zwanzig ,jahre lang keine ,ehescheidung vorfiel4 99 99 99 99 99 ,eine spezifisch rmische ,gottheit war sodann der zweikpfige ,janus4 ,ihn charakterisieren wir wohl am besten1 mit den ,worten ,ovids 7,fasten ,i4 #ij;ff473 ,doch fr welchen ,gott soll ich ,dich ausgeben1 zweigestalteter ,janus8 ,denn kein dir hnliches ,wesen besitzt ,griechenland4 ,sage zugleich die ,ursache1 warum du allein von den ,himmlischen das was dir von hinten ist1 erblickst1 und das1 was vorn ist4 ,ich nahm die ,tafeln1 und als ich es bei mir im ,sinne berdachte1 schien mir heller als vorher meine ,wohnung zu sein4 ,darauf erschien pltzlich der heilige ,janus1 wundersam zu schauen1 mit doppeltem ,bilde1 darstellend meinen ,augen sein zwiefaches ,antlitz4 ,ich staunte1 fhlte vor ,angst erstarrt meine ,haare1 und eiskalt mein ,herz vom berraschenden ,schauer4 ,er1 ein ,scepter in der ,rechten1 und in der ,linken einen ,schlssel1 sprach aus dem vorderen ,antlitz zu mir diese ,worte3 ,entferne deine ,furcht1 o ,snger1 der du bemht um die ,tage bist1 hre1 was du bittest1 und fasse meine ,worte in deine ,seele4 ,mich nannten die ,alten 7denn ein uraltes ,wesen bin ich7 ,chaos4 ,siehe1 welche lngst vergangene ,begebenheiten ich verkndige6 ,diese durchsichtbare ,luft und die noch dann brigen ,krper1 ,feuer1 ,wasser und ,erde1 waren einst nur ein ,chaos4 ,sobald aber diese ,masse in einem ,streite ihrer ,lage sich trennte1 und aufgelst in neue ,wohnrter ging1 so erhob sich das ,feuer in die ,hhe1 der benachbarte ,raum nahm die ,luft ein1 und im mittlern ,raume lagerten sich das ,meer und die ,erde4 ,damals nahm ich wieder1 der ich eine ,kugel gewesen war und eine bildlose ,masse1 ,gestalt an1 und gttliche ,glieder4 ,auch noch jetzt ist ein kleines ,merkmal der einst verwirrten ,gestalt brig2 denn es wird an mir dieselbe ,gestalt vorwrts und rckwrts gesehen4 ,vernimm nun die andere ,ursache der angenommenen ,gestalt1 damit du diese und meine ,geschfte kennest4 ,alles1 was du nur siehst1 ,himmel1 ,meer1 ,wolken und ,erde1 ist alles von meiner ,hand verschlossen oder steht offen durch sie3 bei mir allein ist die ,bewachung der weiten ,welt1 und mein ist das ,recht1 die ,angeln zu drehen4 ,wenn es gefllt1 aus ruhiger ,wohnung den ,frieden zu schicken1 so wandelt er frei und ununterbrochen auf der ganzen ,erde2 aber von mordbringendem ,blute wird der weite ,erdkreis erfllt werden1 wenn nicht starrende ,schlsser die erregten ,kriege verwahren4 ,ich bewache die ,thore des ,himmels mit den gtigen ,horen1 und selbst ,jupiter geht und kehrt zurck durch meinen ,dienst4 ,darum werde ich ,janus genannt2 und bringt mir der ,priester auf den ,altar cerealische ,kuchen und mit ,salz vermischten ,dinkel3 so wirst du meine ,namen belachen1 denn bald heie ich dann im ,munde des ,priesters ,patulcius und bald ,clusius4 ,denn wisse1 es wollte jenes rohe ,altertum durch den abwechselnden ,namen meine verschiedenen mter andeuten4 ,erzhlt hab ich dir meine ,gewalt3 so vernimm nun den ,grund meiner ,bildung4 ,doch auch du erkennst ihn schon zum ,teil4 ,jede ,thr hat von innen und auen doppelte ,seiten1 deren eine nach dem ,volke1 die andere aber nach dem ,hausgotte blickt4 ,und so wie bei euch der ,wchter der ,thr1 sitzend an der ,schwelle des ,eingangs des ,hauses1 allein ,aus- und ,eingang bemerkt3 so erblicke auch ich1 der ,pfrtner des himmlischen ,hofes1 die ,gegenden von ,osten und ,westen zugleich4 ,hekates ,antlitz siehst du nach dreien ,seiten zu wenden1 um die in drei ,wege zerschnittenen ,straen zu schtzen2 drum kann auch ich1 um durch des ,nackens ,beugung nicht ,zeit zu verlieren1 ohne des ,krpers ,bewegung nach zwei ,seiten blicken4 ,so sprach er1 und zeigte durch ,miene1 da er1 wenn ich wnschte noch mehr zu erforschen1 sehr bereitwillig gegen mich sein wrde4 ,mut fate ich1 und dankte unerschrocken dem ,gotte1 und sprach wenige ,worte zur ,erde hinschauend3 ,sage mir1 wohlauf1 warum das neue ,jahr mit ,klte beginnt1 das wohl besser mit dem ,frhling begnne2 dann blht alles1 dann ist das ,alter der ,zeit verjngt2 und aus fruchtschwangerem ,rebenscho blht sich der junge ,keim3 der ,baum wird von neu gesproten ,reben bekleidet1 und ragend erhebt sich ber den ,boden der ,halm der ,saat3 ,vgel bezaubern dann auch die laue ,luft mit ,konzerten1 und auf den ,wiesen spielt und ist frhlich das ,vieh4 ,dann ist lieblich die ,sonne und es naht sich die fremde ,schwalbe1 und erbaut unter erhabenem ,geblk ihr ,huschen aus ,koth4 ,dann lt der ,acker ,bestellung zu1 und wird durch den ,pflugschar verjngt4 ,dieses mte mit ,recht des ,jahres ,verjngung heien4 ,wortreich hatt' ich gefragt3 er aber1 ohne mich lange zu verweilen1 schrnkte seine ,rede auf diese zwei ,verse ein3 ,neu erhebt sich die ,sonne und endet sich alt im ,winter2 ,gleich ist der ,anfang1 den nimmt ,phbus zugleich mit dem ,jahr4 -- ,aber warum bist du im ,frieden verborgen1 und warum erffnest du deinen ,tempel bei erregten ,kriegen8 ,er weilte nicht2 vom ,gefragten gab er mir den ,grund an4 -- ,damit dem ,volke1 wenn es zum ,krieg geeilt ist1 die ,rckkehr offen stehe1 steht auch meine ,thr offen und das ,schlo ist hinweg4 ,im ,frieden verschlie' ich die ,thore1 damit nirgends der ,ausgang vergnnt sei2 und lange werde ich unter ,csars gttlichem ,schutze verschlossen bleiben4 ,sprachs1 und erhebend die ,augen1 die hier und dort hinblickten1 sah er alles1 was auf dem weiten ,erdkreise lebte4 ,friede wars1 und schon hatte der ,rhein1 die ,ursache deines ,triumphs1 ,germanikus6 dir seinen ,strom zur ,knechtschaft bergeben4 ,o ,janus1 mache ewig den ,frieden1 und ewig dauernd die ,friedensstifter2 und gewhre1 da der ,dichter sein ,werk nicht unvollendet lasse6 99 99 99 99 99 ,unmittelbar an ,janus reiht sich der ,gott ,saturn4 ,nach der euhemeristischen ,auffassung waren bekanntlich smmtliche ,gtter in frheren ,zeiten als ,knige oder ,herren auf ,erden inkarniert gewesen4 ,so war auch ,janus ein italischer ,knig2 whrend seiner ,regierung kam ,saturn nach ,italien1 wurde von ihm gastlich aufgenommen und siedelte sich gegenber dem ,kapitolinischen ,berge auf dem ,janiculum an1 der damals der ,saturnische ,berg hie4 7,hier war der ,tempel des ,saturn47 ,saturn war es1 der die ,bewohner ,italiens den ,ackerbau lehrte1 sie von der wilden ,lebensweise entwhnte und zur ,ordnung und friedlichen ,beschftigung anleitete4 ,er vertritt also bei den ,lateinern die ,stelle1 welche bei den ,griechen eine weibliche ,gottheit1 ,demeter1 behauptet4 ,das ,regiment des ,saturn war das goldene ,zeitalter4 ,zur ,erinnerung daran feierten die ,rmer im ,dezember1 wo man die ,feldarbeiten des verflossenen ,jahres smtlich beendet und die des neuen noch nicht begonnen hatte1 das heiterste aller ,feste1 die ,saturnalien1 an dem das goldene ,zeitalter so zu sagen wenigstens fr einen ,tag wieder aufleben sollte4 ,an diesem ,feste sollte wieder ,freiheit und ,gleichheit herrschen1 wie in jenen ,tagen4 ,darum lie man whrend seiner ,feier die ,sklaven in ,herrenkleidern und ,hten gehen1 die das ,zeichen der ,freiheit waren1 forderte keine ,dienstleistungen von ihnen1 bediente sie vielmehr selbst bei ,tische4 ,unter ,saturns ,regierung hatte es noch kein ,eigentum gegeben1 alles war gemeinsam4 ,daher stellte man an den ,saturnalien ,schmausereien an1 zu denen jedermann willkommen war1 und beschenkte sich reichlich4 ,vor allem wurden die ,kinder nicht vergessen1 denen ,puppen und ,bilderchen geschenkt wurden4 berall ertnte der jedes bse ,omen verscheuchende ,ruf3 ,io ,saturnalia6 io bona ,saturnalia6 ,es herrschte eine ,art ,narrenfreiheit1 wie heutzutage im ,karneval4 ,da das ,fest um die ,zeit der ,wintersonnenwende fiel1 ist die ,beziehung ,saturns auf das ,sonnenjahr klar1 und ,saturn wurde daher spter von den meisten mit dem griechischen ,chronos1 dem ,gott der ,zeit identifiziert4 ,der alte ,saturn ist aber wesentlich nur ein ,gott des ,ackerbaus4 ,als solcher erffnet er einen ganzen ,zug1 den ,feldbau1 ,weinbau und die ,viehzucht beschtzender ,gtter und ,gttinnen4 ,seine ,gattin zunchst heit ,ops1 gleichbedeutend mit ,flle1 ,reichtum und ,wohlstand4 ,zu diesen gesellten sich ,vertumnus und ,pomona1 als ,obstgttinnen4 ,endlich wurden frhzeitig aus ,griechenland eingefhrt ,ceres1 ,liber und ,libera4 ,da ,ceres sehr frh rezipiert worden1 bezeugt ,cicero 7p4 ,balb4 #bd73 ,den ,dienst der ,ceres1 sagt er1 haben unsere ,altvordern mit groer ,reinheit und ,heiligkeit besorgt wissen wollen4 ,da er aus ,griechenland entlehnt war1 so wurde er auch immer durch griechische ,priesterinnen ausgebt1 und alles mit griechischen ,namen benannt4 ,wenn aber die ,person1 welche den ,ritus angab und verrichtete1 immerhin aus ,griechenland berufen wurde1 so wollten sie dennoch1 da dieselbe die ,opfer1 die zum ,heile der ,brger gebracht wurden1 auch als ,brgerin verrichte1 um die unsterblichen ,gtter zwar mit fremder ,kenntnis aber doch mit eigener und einheimischer ,frmmigkeit zu verehren4 ,ich finde1 da diese ,priesterinnen gewhnlich aus ,neapel oder ,velia verschrieben wurden1 welche ,staaten ohne ,zweifel damals mit ,rom im ,bndnis standen4 ,doch scheint das lateinische ,wort ,ceres1 das an ,stelle des griechischen ,demeter trat1 -- sein etymologischer ,zusammenhang ist freilich unklar --1 anzudeuten1 da die fremde ,gttin mit einer schon bekannten einheimischen verschmolzen worden ist4 ,liber und ,libera sind ,bacchus und ,ariadne4 ,das ,wort ,liber frei scheint anzudeuten1 da die ,sendung des ,bacchus im ,sinne einer freieren ,lebensfhrung aufgefat wurde4 ,an seinem ,feste1 den ,liberalien wechselten die geschlechtsreif gewordenen jungen ,rmer ihr kindliches ,kleid mit der mnnlichen ,toga4 ,auffllig ist auch1 da liberi die ,kinder und liberi die ,freien ein lateinisches ,wort sind1 wie ,hartung1 ,religion der ,rmer ,s4 #ach1 bemerkt1 hat um der guten ,vorbedeutung willen das ,volk1 dem die ,freiheit fr das hchste ,gut des ,lebens galt1 die ,kinder mit diesem ,namen bezeichnet4 ,varro freilich deutet das ,wort auf den zgellosen ,liebesgenu und die ,ausgelassenheit1 die bei der ,verehrung dieser ,gottheiten blich war1 in sehr drastischer ,ausdrucksform 7,liber1 qui marem effuso semine liberat1 ,augustin ,,vii4 #b74 ,allerdings nahm sein ,kultus in ,italien1 zumal in ,sditalien1 eine mindestens so zgellose ,wendung1 wie der ,bacchus- und ,dionysos-,kult in ,griechenland4 ,auch die ,ausomischen ,landleute1 sagt ,vergil1 ,georg4 ,,ii4 #chj;ff41 feiern nicht minder als die attischen das ,fest mit ,knittelversen und ausgelassenen ,scherzen1 machen sich ,fratzengesichter von ausgehhlter ,rinde1 rufen dich ,bacchus an in frhlichen ,liedern1 und hngen dir zu ,ehren ,schaukelbilderchen auf hohen ,fichten auf4 ,davon gedeihen alle ,weinberge zu reichem ,ertrage1 fllen sich ,thler und ,grnde und ,hgel1 zu denen der ,gott sein herrliches ,antlitz gewendet hat4 ,darum wollen wir mit ,gebhr des ,bacchus ,lob feiern mit herkmmlichen ,liedern1 und ihm gefllte ,schsseln und ,kuchen darbringen1 und beim ,horne gefhrt stehe der ,bock vor dem ,altar1 und sein fettes ,eingeweide brate am ,spie4 ,hierzu mu eine ,schilderung gefgt werden1 welche ,augustin 7,,vii4 #ba7 von demselben ,feste entwirft3 ,welchen ,grad von ,schndlichkeit die ,verehrung des ,liber erstiegen hat1 ist schwer zu sagen4 ,unter ,anderem1 was zu erzhlen zu umstndlich wre1 meldet ,varro1 da auf den ,straen ,italiens gewisse ,ceremonien mit so groer ,schndlichkeit begangen wurden1 da man zu ,ehren des ,liber mnnliche ,schamteile verehrte1 und die ,liederlichkeit nicht wenigstens in der doch noch etwas verschmteren ,heimlichkeit1 sondern auf offener ,strae ihr ,wesen trieb4 ,denn dieses scheuliche ,glied wurde in den ,festtagen des ,liber mit groer ,wichtigkeit auf ein ,gestell gepflanzt und erst auf dem ,lande die ,wege und ,straen entlang und hernach bis in die ,stadt herumgeschleppt4 ,in dem ,stdtchen ,lavinium aber wurde dem ,liber allein ein ganzer ,monat gewidmet1 wo alle ,tage die unzchtigsten ,reden zu hren waren1 bis das ,glied ber den ,marktplatz getragen und wieder an ,ort und ,stelle gebracht war3 und diesem unehrbaren ,gliede mute die ehrbarste ,matrone vor den ,augen aller ,welt einen ,kranz aufsetzen4 ,freilich1 so mute der ,gott ,liber zum ,gedeihen der ,aussaaten gnstig gemacht1 so der ,einflu bser ,dmonen von den ,feldern getrieben werden1 da die ,matrone auf offener ,strae zu thun gezwungen wurde1 was der ,lustdirne im ,theater nicht zu gestatten war1 wenn ,matronen zushen6 99 99 99 99 99 ,noch gegen ,ausgang des ,mittelalters herrschte bei der ,weinlese in ,unteritalien ein an diese alten ,bacchusfeiern stark erinnernder ,ton2 so schreibt z4 ,b4 in seiner ,geschichte ,nolas 7,historia ,nolana lib4 ,,iii4 c4 #ad7 ,ambrogio ,leone3 ,die ,winzer scheinen an dem ,tage1 wo sie die ,traubenlese besorgen und berhaupt whrend der ganzen ,weinernte voller ,bacchustaumel und geradezu toll zu sein4 ,dreierlei ,dinge ben sie gegen alles gewhnliche ,ma aus1 ,essen1 ,weinlese und bermtigen ,lrm4 ,ja1 auf dem ,felde selbst1 wo sie ,traube schneiden1 rufen sie unaufhrlich schamlose ,worte und sprechen von unzchtigen ,dingen1 als wenn ihre ,gier nur auf unsittlichste ,wollust gerichtet wre4 ,es ist ,landessitte1 diese ,ungebundenheit zu dulden4 ,wenn aber einer darber mit ihnen schelten sollte1 so lachen sie ihn aus und strecken wohl gar die ,zunge vor ihm aus2 keine ,scham2 alle ,ehrbarkeit scheint ausgetilgt zu sein1 die grte ,zgellosigkeit in ,reden und allgemeine ,ausgelassenheit wird zur ,schau getragen4 ,kurz1 sie treten nicht mehr wie ,menschen1 sondern wie ,satyre und ,bacchuspriester auf4 ,man nannte die unzchtigen ,lieder und ,verse1 die bei diesen ,festen improvisiert wurden1 fescenninisch2 vermutlich hngt das ,wort zusammen mit fascinum ,phallus 7italienisch fescina1 zugleich ein phallusartig geformter ,korb zum ,traubenpflcken#fbh74 ,jedenfalls ist diese ,ableitung natrlicher1 als die bisher bei den ,philologen beliebte von der in ,unteritalien belegenen ,stadt ,fescennium 7,georges' ,lexikon74 ,die geistreichsten ,verse der ,art hat wohl ein ,zeitgenosse ,bruno's1 der neapolitanische ,dichter ,tansillo in seinem aus formvollendeten ,ottave ,rime bestehenden ,winzer 7vendemmiatore7 gedichtet2 er entschuldigt ihren allerdings bedenklich obscnen ,inhalt in der ,vorrede1 wie folgt3 ,in jedem anderen ,lande1 als dem meinen1 wohin diese ,reime gebracht wrden1 wrden sie ihre ,anmut verlieren1 wenn sie solche berhaupt besitzen2 und dies zumal1 wenn sie ,leuten in die ,hnde fielen1 die den ,brauch meiner ,heimat nicht kennen4 ,dieser ,brauch gestattet nmlich zur ,zeit der ,weinlese dem niedrigsten ,arbeiter1 dem vornehmsten ,herrn und der vornehmsten ,dame die grbsten ,anstigkeiten zu sagen1 zumal wenn er 7der ,winzer7 auf der ,leiter an einem ,baum#fbi steht und die ,trauben pflckt und die nun zufllig ,vorberkommenden anredet1 und in dieser ,situation ist mein ,winzer zu denken1 der die ,trauben schneidet und den unten stehenden ,frauen zuwirft4 99 99 99 99 99 ,mit der griechischen ,afrodite hat eine hnlichkeit die rmische ,gttin der ,blten und ,blumen1 ,flora4 ,die sptere euhemeristische ,mythologie erzhlte1 ,flora sei ein besonders schnes ,freudenmdchen gewesen1 das sich durch ,preisgebung seiner ,reize ein sehr groes ,vermgen erworben und dieses dann als ,erbschaft dem rmischen ,volke hinterlassen habe4 brigens gehrte ihr ,dienst zu den ltesten in ,rom1 und wenn jene ,erzhlung von dem patriotischen ,testament eines ,freudenmdchens auch historisch begrndet sein mag1 so kann sie doch nicht zur ,erklrung des ,floralienfestes dienen1 das gegen ,ende ,april 7vom #bh4 ,april bis #a4 ,mai7 gefeiert wurde4 ,allerdings spielten an diesem ,feste1 das ebenfalls mit besonderer ,freiheit des ,scherzes1 wie ,ovid sagt1 begangen wurde1 die ,freudenmdchen eine hervorragende ,rolle in ,rom2 sie ergtzten das ,volk mit obscnen ,tnzen1 pflegten sich vor aller ,augen ganz zu entkleiden und jungen ,hasen und ,rehen nachzujagen oder ,ringkmpfe aufzufhren4 ,warum aber der ,stand der ffentlichen ,buhlerinnen die ,spiele der ,flora besonders ehrt1 sagt ,ovid1 davon ist der ,grund leicht zu erkennen4 ,sie ist nicht ,gttin vom ernsten und vielversprechenden ,haufen1 sie wnscht1 ihr ,fest stehe dem plebejischen ,chore frei4 ,auch fordert sie auf1 die ,blte des ,alters1 so lange sie dauert1 zu genieen3 die ,dornen verachtet man1 wenn sie abgefallen sind4 -- ,auch die anderen ,frauen und ,mdchen trugen an diesem ,feste gegen sonstige ,sitte auffallend bunte ,kleider und nahmen einen freieren ,scherz nicht bel4 ,ganz wird die ,schlfe mit festgenhten ,krnzen umwunden1 singt ,ovid1 und der kostbare ,tisch wird von darauf gestreuten ,rosen verdeckt4 ,berauscht tanzt der ,gast1 das ,haar umflochten mit ,lindenbast und bt die ,kunst des ,weintrinkens in malosem ,grade4 ,trunken tanzt er an des schnen ,liebchen harter ,schwelle4 ,um sein gesalbtes ,haupthaar hngen weiche ,krnze4 ,bacchus liebt ,blumen2 da ,krnze dem ,bacchus gefielen1 kannst ,du aus dem ,gestirne der ,ariadne entnehmen4 -- ,bis tief in die ,nacht hinein wurden die ,spiele fortgesetzt1 bei ,fackelschein1 entweder weil von purpurnen ,blumen die ,fluren leuchten1 sagt ,flora bei ,ovid1 scheint sich der ,fackelschein fr meine festlichen ,tage zu schicken1 oder weil weder die ,blte noch die ,flamme von matter ,farbe ist1 und beider ,glanz die ,augen auf sich zieht1 oder weil nchtliche ,freiheit meinen ,vergngungen gemer ist4 ,die dritte ,ursache ist nher der ,wahrheit4 ,andrerseits ist aber auch wieder die rmische ,venus keineswegs kongruent mit der reizendsten aller antiken ,gttergestalten1 der griechischen ,afrodite4 ,erst sptere ,dichter1 wie besonders ,lucretius1 dessen ,widmungsverse an die ,venus berhmt sind1 und ,ovid haben berhaupt die ,venus der ,rmer zu der ,bedeutung erhoben1 welche sie jetzt noch in unserem mythologischen ,vorstellungskreise beansprucht4 ,vielleicht nicht ohne ,einflu darauf war die ,tradition der ,julier1 die ja bekanntlich ihren ,stammbaum auf ,aeneas1 den ,sohn der ,afrodite-,venus und des ,anchises zurckfhrten4 -- ,aber whrend ,venus ,afrodite eine von hellenischer sthetik zur ,gttin der ,schnheit verklrte ,naturgottheit war1 symbolisierte oder personifizierte die ,venus der alten ,rmer1 wiewohl auch sie schon den ,begriff des ,reizes und der ,anmut 7venustas7 mit einschlo1 doch in erster ,linie nur den ,sinnengenu und stand insofern nicht viel hher als ,volupia1 die eigentliche ,gttin der ,wollust4 ,in den ,kapellen der letzteren pflegte man merkwrdigerweise ,bildsulen eines geradezu entgegengesetzten ,wesens mit aufzustellen1 nmlich der ,angeronia oder ,angstgttin1 deren ,mund verschlossen und versiegelt war2 vielleicht glaubte man sich diesen gefrchteten ,dmon dadurch gerade geneigt zu machen und fernzuhalten1 da man ihn im ,tempel der ,wonne aufstellte4 ,das ,fest der ,venus ward am #a4 ,april begangen1 welcher ,monat ihr besonders geweiht war und nach ,ovids ,meinung auch nach ihr benannt ist 7,aprilis1 ,aphrilis1 aphrilis1 ,aphrodite74 ,an diesem ,tage pflegten die ,frauen das ,marmorbild der ,gttin zu entkleiden und in ,myrtenwasser zu baden und dann mit ,rosen und goldenen ,ketten zu schmcken4 ,die ,myrte ist bekanntlich der ,strauch der ,venus1 weshalb heutzutage noch der ,myrtenkranz das ,haupt der ,brute schmckt4 ,auch fhrt ,venus von der ,myrte den ,namen ,murtea4 ,auch pflegten sich die ,mtter und ,schwiegertchter ,latiums1 und die1 von denen ,binden und lange ,gewande fern sind 7die ,buhlerinnen7 unter grnender ,myrte zu baden4 ,denn1 erzhlt ,ovid1 am ,ufer trocknete einst ,venus nackt die triefenden ,haare2 der ,satyrn schalkhafter ,haufen bemerkt die ,gttin4 ,sie sah es und verhllte ihren ,krper mit vorgepflanzten ,myrten4 ,gesichert war sie durch das1 was sie that und gebietet nun ,euch1 es nachzuahmen4 ,andere ,beinamen der ,venus waren ,placida1 ,genitrix1 ,verticordia 7,herzenswenderin71 ,calva und ,cloacina4 ,die beiden letzteren ,namen haben zu manchen ,deutungen ,anla gegeben2 wahrscheinlich bedeutet calva nicht die kahle1 geschorene1 sondern kommt von calvere foppen1 und bezieht sich auf die ,launen der ,verliebten4 ,cloacina aber kommt nicht1 wie boshafter ,weise einige ,kirchenvter meinen1 direkt von ,cloake1 sondern hngt mit cloare reinigen1 zusammen4 ,wenn nmlich der strenggesetzliche ,rmer eine ,gttin des fleischlichen ,liebesgenusses verehrte1 meint ,hartung a4 a4 ,o4 #bej1 so lt sich denken1 da er dabei keine ungeregelte ,wollust beabsichtigte und die ,lustgttin nicht um der ,lust selbst1 sondern um der dabei zu wnschenden ,reinheit willen anrief4 ,diese ,reinhaltung nun wurde dem ,charakter der alten ,rmer gem zumeist uerlich und krperlich gebt1 so da ,absplung und ,abwaschung1 vielleicht auch1 wie ,plinius andeutet1 ,berucherung mit ,myrtenreis1 nach jedesmaligem ,genusse die ,hauptsache war3 und zu diesem ,zwecke wurde die ,venus ,cloacina verehrt4 -- ,ein ,fragezeichen scheint mir hinter diese ,gelehrten-,hypothese nicht unangebracht4 99 99 99 99 99 ,unter den weiblichen ,gottheiten ist noch zu erwhnen ,minerva1 die ganz der griechischen ,pallas entspricht1 der jungfruliche ,typus der berlegenden1 erfindenden ,geisteskraft2 sodann vor allem ,vesta1 die griechische ,hestia1 die ,gttin des ,herdfeuers4 ,in ihrem auf dem ,forum befindlichen runden ,tempel1 -- nach ,plutarch rund1 weil er das ,weltall vorstellt1 in dessen ,mitte die ,pythagorer das ,feuer setzen1 wurde das unauslschliche ,feuer von den sechs vestalischen ,jungfrauen gehtet4 ,die ,jungfrulichkeit der ,vestalinnen soll nach ,plutarch1 der bemerkt1 da der ,dienst der ,hestia in ,griechenland vielmehr ,witwen anvertraut wurde1 deshalb gefordert sein1 weil man das reine und unvergngliche ,wesen des ,feuers nur reinen und unbefleckten ,krpern anvertrauen wollte oder zwischen der ,jungfrauschaft und der ,unfruchtbarkeit dieses ,elements einige hnlichkeit zu finden glaubte4 ,die ,vestalinnen1 welche aus den vornehmsten ,mdchen im jugendlichen ,alter von sechs bis zehn ,jahren ausgeloost wurden1 wurden fr die ihnen zur strengsten ,pflicht gemachte ,keuschheit durch zahllose ,vorrechte entschdigt4 ,plutarch zhlt als solche auf1 da sie noch bei ,lebzeiten des ,vaters ein ,testament machen durften1 und -- eine in ,ansehung des ,keuschheitsgelbdes sonderbare ,fiktion --1 jus trium liberorum besaen1 d4 h4 alle erbrechtlichen ,vorteile1 sowie die ,freiheit von ,vormundschaft1 die fr andere weibliche ,personen mit dem ,besitz dreier ,kinder verbunden waren4 ,wenn sie ffentlich erschienen1 ging ein ,liktor vor ihnen her4 ,begegnete eine ,vestalin zufllig einem zum ,tode gefhrten ,verbrecher1 so wurde diesem das ,leben geschenkt4 ,doch mute die ,vestalin schwren1 da die ,begegnung nicht absichtlich veranlat war4 ,der ,bruch des ,keuschheitsgelbdes bei den ,vestalinnen wurde streng geahndet1 der ,verfhrer zu ,tode gegeielt1 die ,priesterin lebendig begraben4 ,gleichzeitig mit dem ,dienste der ,vesta soll derjenige des eigentlichen ,feuergotts ,vulcan von ,romulus und ,tatius gegrndet sein4 ber den ,kultus dieses ,gottes1 der keine groe ,rolle spielte1 ist nur zu bemerken1 da ihm seltsamer ,weise mit ,vorliebe ,fische geopfert wurden1 um durch die ,bewohner des feuchten ,elements die ,gewalt des ,feuergeistes gleichsam auf magische ,weise zu besnftigen4 ,die ursprngliche ,hirtenreligion kennzeichnet endlich die ,verehrung des ,faunus1 dessen ,wesen ,dionysius1 rm4 ,gesch4 ,v1 #af1 mit den ,worten bezeichnet3 ,die ,rmer schreiben diesem ,dmon alles ,panische und alle gespenstischen ,erscheinungen zu1 die in wechselnden ,gestalten den ,menschen zu ,gesichte kommen1 und betrachten alle seltsamen1 das ,gehr erschreckenden ,rufe als sein ,werk4 ,der ,name bezeichnete allmhlich nicht mehr ein ,individuum1 sondern eine ganze ,gattung1 die ,faune oder ,silvane1 lsterne koboldartige ,wesen1 von denen es hie1 da sie mit ,vorliebe die ,nymphen1 aber auch ,frauen im ,schlafe zu berfallen liebten4 ,wegen dieser ,eigenschaft fhrten sie die ,beinamen ,ficarii#fcj und ,incubi4 ,hartung meint1 da ,alpdrcken und hnliche ,traumerscheinungen den psychologischen ,ursprung dieser ,dmonengattung gebildet haben4 ,die ,tochter des ,faunus1 ,fauna1 auch ,fatua oder ,oma genannt1 wurde als gute ,gttin1 bona ,dea1 verehrt4 ,sie bildet einen seltsamen ,kontrast zu ihrem ,vater durch ihre ,keuschheit1 die sie bis zu dem ,grade wahrte1 da nicht einmal der ,name einer ,mannsperson in ihrer ,nhe genannt werden durfte4 ,der ,grund war ihr ,prophetentum4 ,denn bekanntlich ist eine allgemein geglaubte occultistische ,voraussetzung der ,sehergabe die unbedingte sexuelle ,enthaltsamkeit4 ,ihr ,fest wurde nur von ,frauen begangen1 und zwar im ,hause des jedesmaligen ,praetor urbanus4 ,das ,haus desselben mute dann von allen ,personen mnnlichen ,geschlechts gerumt werden1 nicht einmal ,bildnisse derselben wurden geduldet4 ,die ,frauen muten sich durch mehrtgige ,enthaltung zum ,feste vorbereiten4 ,die ,feier selbst1 die von ,vestalinnen geleitet wurde1 endete damit1 da die ,frauen durch ,musik und bermigen ,weingenu sich berauschten1 um in einen ,zustand ekstatischer ,verzckung zu geraten4 ,das ,fest hatte groe hnlichkeit mit den ,thesmophorien oder auch mit orphischen ,geheimkulten4 ,hiernach kann man die ,gre des ,skandals ermessen1 den der ,demagoge und ,wstling ,clodius1 der bekannte ,gegner ,ciceros und ,freund ,csars1 dadurch bereitete1 da er1 als dieses ,fest im ,hause ,csars gefeiert wurde1 der gerade ,prtor war1 begnstigt von der ,pompeja1 ,csars ,gemahlin1 mit der er im ehebrecherischen ,einverstndnis stand1 sich als ,harfenspielerin verkleidet einschlich4 ,vergl4 ,plutarch1 ,leben ,csars1 ,kap4 #i u4 #aj4 ,ciceros ,briefe an ,attikus ,i1 #ac4 99 99 99 99 99 ,der eigentliche ,hirtengott aber war ,pales1 den merkwrdigerweise einige ,dichter1 z4 ,b4 ,ovid1 als weibliche ,gottheit bezeichnen1 soda sptere ihn sogar fr einen ,zwittergott erklrten4 ,der sptere ,gott der ,grten1 ,priapus1 ist jedoch1 wie schon sein ,beiname als ,gott von ,lampsacus bezeugt1 eine griechische ,erfindung4 ,dagegen war der ,phalluskult1 der sich spter mit dieser ,gttergestalt verknpft1 schon der ltesten ,zeit nicht fremd4 ,seine altrmische ,bezeichnung war ,fascinum und der ihn fhrende ,gott hie ,fascinus1 auch ,mutinus oder ,tutinus4 ,er galt als krftigstes ,mittel gegen jede bse magische ,einwirkung und sein ,bild wurde aus diesem ,grunde im ,haus und ,hof1 auf dem ,herde und bei jeder ,einfriedigung 7,hortus71 daher ,gartengott1 aufgepflanzt4 ,um der ,ehe ,glck und ,segen zu verbrgen1 mute sich sogar die ,braut vor der ,hochzeitsnacht auf den kolossalen ,fascinus am ,herde setzen4 ,da die sog4 fescenninischen ,verse ihre ,bezeichnung dem ,fascinus verdanken1 also nur ein anderes ,wort fr ,priapejen sind1 wurde schon erwhnt4 ,praefiscine1 die ,anrufung des ,fascinus1 war der bliche ,ausruf der ,rmer1 wenn sie etwas lobten oder fr gut befanden1 und hatte etwa die ,bedeutung der deutschen ,volksredensart3 ,unberufen1 unbeschrieen1 dreimal unter'm ,tisch geklopft6 99 99 99 99 99 ,wir knnten diese mythologische ,gallerie noch durch eine ganze ,reihe von ,gttern und ,genien zweiten ,ranges vervollstndigen1 z4 ,b4 die ,anna ,perenna1 welche ,gesundheit und unversiegliche ,lebensdauer symbolisiert1 und die in ,mdchengesellschaften mit ,rcksicht auf ein verliebtes ,abenteuer1 das ,mars mit ihr hatte1 durch zotige ,lieder gefeiert wurde1 ferner die ,acca ,laurentia1 bei der es sich ebenso um die ,apotheose eines ,freudenmdchens handelt1 wie bei der ,flora4 ,vgl4 ,plutarch1 ,romulus ,kap4 #e3 ,ein ,tempelaufseher des ,herkules kam einst1 vermutlich aus langer ,weile auf den ,einfall1 mit dem ,gotte ,wrfel zu spielen und machte dabei aus1 wenn er gewnne1 sollte der ,gott ihm irgend etwas zu gute thun1 verlre er aber1 so wollte er ihm eine gute ,mahlzeit bereiten und berdies ein schnes ,mdchen verschaffen1 um bei ihr zu schlafen4 ,auf diese ,bedingung warf er zuerst fr ,herkules und dann fr sich selbst1 und da fand sichs1 da er verloren hatte4 ,der ,tempelaufseher1 der es fr seine ,pflicht hielt1 das1 was ausgemacht war1 genau zu erfllen1 veranstaltete fr den ,gott ein ,abendessen und mietete die ,laurentia1 ein im besten ,rufe stehendes schnes ,freudenmdchen4 ,diese bewirtete er im ,tempel1 wo er ein ,bett bereitet hatte1 und nach ,tische schlo er sie ein1 als wenn nun der ,gott zu ihr kommen sollte4 ,herkules1 sagt man1 besuchte sie auch wirklich und befahl ihr1 des ,morgens auf den ,markt zu gehen und den ersten1 der ihr begegnen wrde1 sich durch einen ,ku zum ,freunde zu machen4 ,es begegnete ihr ein ,brger1 namens ,tarrutius1 der schon ziemlich bei ,jahren war1 aber ein ansehnliches ,vermgen besa und bisher ohne ,frau und ,kinder gelebt hatte4 ,dieser ,mann machte mit ihr ,bekanntschaft und gewann sie so lieb1 da er sie bei seinem ,tode zur ,erbin seiner bedeutenden und schnen ,gter einsetzte1 wovon sie dann spter den grten ,teil durch ein ,vermchtnis dem ,volke zuwandte4 ,sie soll1 da sie schon in groem ,rufe stand und fr eine besondere ,freundin der ,gttin gehalten wurde1 gerade an dem ,orte verschwunden sein1 wo die ltere ,larentia begraben lag4 -- ,diese ltere ,larentia aber war die ,wlfin 7lupa71 die den ,romulus gesugt hatte4 ,dabei verfehlt ,plutarch nicht zu erinnern1 da ,lupa bei den ,lateinern sowohl eine ,wlfin als ein geiles ,frauenzimmer bedeute4 ,an diese ,larentia1 die auch ,laurentia genannt wird1 knpfte sich die ,entstehung einer den bereits erwhnten ,luperci hnlichen ,priesterbrderschaft1 der sog4 ,arvalbrder4 ,dieselbe soll nmlich vom ,romulus 7oder ,herkules7 zwlf ,shne gehabt haben1 mit denen sie alljhrlich einmal einen ,umzug um die ,felder hielt und fr die ,fruchtbarkeit des ,landes betete4 ,die diesem ,vorbilde entsprechend gestiftete1 aus #ab ,personen bestehende ,arvalbrderschaft trug als ,abzeichen hrenkrnze mit weien ,binden und hielt alljhrlich einen ,umzug durch die ,felder1 worauf sie zur ,entsndigung der ,felder das suovetaurilium opferte4 ,da wir auf die unterirdischen ,gtter1 zu denen brigens die ,acca ,laurentia in einer hnlichen ,beziehung stand1 wie die griechische ,proserpina1 im folgenden ,kapitel kommen1 drfen wir hiermit unsere ,skizze des rmischen ,gtterwesens abschlieen4 99 99 99 99 99 ,kaum ein anderes ,wort ist mit verschiedeneren ,ideeen und ,gefhlen je nach ,zeit1 ,ort1 ,rasse1 ,kulturentwickelung und endlich ,individualitt vergesellschaftet1 als das kaum noch eine bestimmte ,definition zulassende ,wort ,religion4 ,ein feinfhliger ,christ wird mit vollem ,rechte dieses ,wort als mibruchlich angewandt bezeichnen auf ein ,gttersystem1 wie das in diesem ,kapitel skizzierte rmische1 das sich bis zur ,vergttlichung von ,freudenmdchen verstiegen habe4 ,er mag eben durch den ,kontrast die geistige ,hhe des ,christentums um so angemessener schtzen lernen4 ,allein er darf sich dadurch nicht zu einem ungerechten ,urteil ber die sittliche ,bedeutung der heidnischen ,religionen und der rmischen insbesondere hinreien lassen4 ,alle heidnischen ,religionen und so auch die rmische1 sind eben reine ,naturreligionen4 ,die ,natur und ihre ,krfte werden in anthropomorpher ,weise personifiziert1 und wie diese ,phantasiethtigkeit ausfllt1 das hngt eben von dem mehr oder weniger edlen ,typus des ,menschen ab4 ,nun lt sich keineswegs behaupten1 da die rmische ,naturreligion auf einem besonders niedrigen sittlichen ,niveau gestanden hat2 wenngleich die orientalischen ,religionen stellenweise den ,anschein grerer spekulativer ,tiefe an sich tragen1 so sind ihre ,gedanken- und ,phantasiebildungen darum weder reiner noch inniger4 ,selbstverstndlich bildet in jeder reinen ,naturreligion die ,fruchtbarkeit und ,zeugungskraft und somit das ,natrlich-,geschlechtliche den wichtigsten ,gegenstand der ,andacht4 ,der ,phallusdienst z4 ,b4 erstreckte sich ber ganz ,asien und nahm wohl die wstesten orgiastischen ,formen bei den von ,natur wollstig und zerfahren veranlagten semitischen ,stmmen an 7,mylitta- und ,kybele-,dienst74 ,bei den ,rmern hielt er sich stets in relativ sehr anstndigen ,schranken4 ,die geschlechtliche ,sinnlichkeit des ,rmers war stark1 aber1 so lange sie nicht durch schlechte internationale ,einflsse corrumpiert ward1 naturwchsig gesund und forderte gesetzliches ,ma und ,ordnung4 ,erwhnt wurde bereits die lange ,jahrhunderte hindurch streng gewahrte ,heiligkeit der ,ehe4 ,nicht die unbefangene ,natrlichkeit in sexuellen ,angelegenheiten1 sondern das naturwidrig ,raffinierte1 was sich ja oft gerade mit asketischen ,enthaltsamkeits-,tendenzen als anderem ,extrem vereint1 ist das allgemein ,unsittliche4 ,die fescenninischen ,verse und krassen ,priapejen der ,rmer sind nicht so unsittlich1 wie manche mit uerlicher ,eleganz geschriebene hochmoderne ,litteraturerzeugnisse4 ,oder war etwa das germanische ,mittelalter1 das an vielen ,dingen keinen ,ansto nahm1 die heute auszusprechen1 ein arger ,versto ist1 darum sittenloser1 als die ,neuzeit1 in der ernstliche ,schriftsteller die ,frage diskutieren knnen1 ob nicht z4 ,b4 die ,ehe vielfach zu einer konventionellen ,lge geworden sei8 ,man kann sogar behaupten1 da das gesetzliche und im engeren ,sinne moralische ,gefhl die ,rmer weit lnger vor der ,ansteckung mit den wsten ,formen des orientalischen1 mystisch angehauchten ,wollustkultus bewahrt hat1 als das mehr blo sthetische ,ma die ,hellenen4 ,wenn die ,griechen es als die erste und hchste ,pflicht betrachteten1 da alles1 was zur ,verehrung der ,gtter geschehe1 schn sei1 glaubten die ,rmer mit konservativer ,zhigkeit und peinlichster ,sorgfalt darauf achten zu mssen1 da alles exakt und pnktlich sei4 ,allerdings wurde die subjektive ,religion bei ihnen von der positiven1 dem ,kultus1 vllig absorbiert1 wie dies in gewissem ,grade ja auch im ,gegensatz zu den vielen anderen ,abzweigungen des ,christenthums sich noch im rmischen ,katholizismus wiederholt4 ,noch in den ,zeiten des schon begonnenen ,verfalls der rmischen ,religion schrieb der ,geschichtsschreiber ,dionysius 7,,ii4 #ah71 indem er die rmische ,religion der griechischen gegenberstellt3 ,der ,stifter des rmischen ,staates hat die von den ,gttern berlieferten ,sagen1 welche ,verunglimpfungen und ,lsterungen derselben enthalten1 als nichtswrdig1 unntz und ungebhrlich1 und nicht einmal rechtschaffener ,menschen1 geschweige ,gtter wrdig1 samt und sonders verbannt1 und es so eingerichtet1 da die ,menschen von den ,gttern nur das ,edelste und ,beste erzhlen und sich einbilden1 und ihnen keine solchen ,eigenschaften andichten1 welche seliger ,wesen unwrdig sind4 ,denn man wei bei den ,rmern nichts von ,entmannung des ,uranus durch seine eigenen ,shne1 nichts von der ,kinderverschlingung des ,kronos aus ,furcht vor deren ,nachstellungen1 nichts von ,entthronung und ,einkerkerung im ,tartarus1 die ,zeus an seinem eigenen ,vater verbt habe1 nichts von der ,gtter ,kmpfen1 ,verwundungen1 ,fesselungen und ,knechtsdiensten bei den ,menschen1 und es wird bei ihnen kein ,fest in ,trauerkleidern und mit ,wehklagen begangen1 wo sich die ,weiber unter ,weinen und ,schreien die ,brste zerschlagen ber das ,verschwinden einer ,gottheit1 wie die ,griechen bei dem ,raube der ,persephone und den ,leiden des ,dionysos und anderen dergleichen ,gelegenheiten thun2 auch erblickt man bei ihnen1 trotzdem1 da die ,sitten bereits verdorben sind1 kein ,auersichgeraten und ,verrcktthun1 kein ,bettelpriestertum1 kein ,begeistertsein noch geheime ,weihen1 kein ,durchnachten der ,mnner mit den ,frauen in ,heiligtmern1 kurz nichts von allen diesen ,gaukeleien und ,schwrmereien1 sondern statt dessen blo ,andacht und ,achtsamkeit auf ,worte und ,handlungen in allen religisen ,verrichtungen1 wie bei keinem anderen ,volke der ,griechen oder ,barbaren4 99 99 99 99 99 ,allerdings ist nicht zu verkennen1 da eben diese uerlich gesetzliche ,auffassung der ,religion ein wirklich religis fhlendes ,gemt abstoend berhrt1 wenn dabei die ,einsicht hervortritt1 da die gebildeten ,rmer in ,ermangelung jeder spekulativen ,vertiefung des ,religionsinhalts1 wie sie den gebildeten ,griechen sich in den ,mysterien frhzeitig darbot1 dieselbe als eine blo politische ,staatseinrichtung betrachtet haben4 ,der ,geschichtsschreiber ,polybius freilich1 der dieses ,verhltnis klar durchschaute1 findet gerade deshalb die rmische ,staatskunst ebenso wie nach ihm ,machiavelli besonders bewundernswert3 ,den grten ,vorzug1 schreibt er 7,,vi1 #ef71 scheint mir die rmische ,politik hinsichtlich ihrer ,religionsmaximen zu haben3 und zwar giebt1 wie mich dnkt1 gerade die ,sache1 welche man anderwrts tadelnswert findet1 dem rmischen ,staat seine ,festigkeit1 ich meine den ,aberglauben4 ,denn dieser ,punkt ist mit einer solchen ,wichtigkeit behandelt und dergestalt mit dem ffentlichen und ,privatleben verwebt1 da nichts darber geht4 ,hierber mgen sich nun manche wundern3 mir aber scheint dies um der ,menge willen geschehen zu sein4 ,wenn freilich der ,staat ein ,zusammentritt lauter ,weiser wre1 so htte man dergleichen ,mittel nicht ntig3 nun aber die ,menge immer wetterwendisch ist und regellosen ,begierden1 unvernnftigen ,leidenschaften und strmischen ,aufregungen gehorcht1 so bleibt nichts brig1 als sie durch blinde ,furcht und solches ,gaukelspiel im ,zaum zu halten4 ,darum scheinen mir die ,alten den ,glauben an die ,gtter und die ,vorstellungen von der ,hlle keineswegs aus ,unverstand und ,unberlegtheit der ,menge eingeprgt zu haben1 vielmehr die ,jetzigen ihn unverstndig und unbesonnen zu verbannen4 99 99 99 99 99 ,diese politische ,weisheit drfte erstens fehlgreifen in ihrer geschichtlichen ,ansicht1 sofern sie eine ,religion1 die naturwchsig aus dem ,volke hervorgegangen1 als ein ,machwerk politischer ,kunst erklrt4 ,sie drfte aber auch pragmatisch nur fr ,staatswesen zutreffen1 die von vornherein auf eine unnatrliche demokratische ,grundlage gestellt sind und deshalb unsichtbarer1 trgerischer1 im schlechtesten ,sinne politischer ,mittel bedrfen1 um die ,menge zu leiten4 ,richtig ist zwar1 da kein ,staat und kein ,volk ohne irgend welche ,volksmetaphysik auskommen kann1 und da daher jeder vernnftige ,politiker alle ,art rein negativer sog4 ,volksaufklrung verurteilen wird4 ,aber andrerseits ist auch eine rein negative ,aufklrung der herrschenden ,gruppen im ,staate auf die ,dauer unhaltbar und dem ,staate verderblich2 denn unmglich lt sich durch ,heuchelei der ,staat erhalten4 ,ohne ,metaphysik keine ,ethik1 und ohne irgend welchen ,glauben an bersinnliches keine ,moral4 ,der ,moral bedrfen auch die regierenden ,elemente1 ja diese erst recht4 ,gerechtfertigt ist nur die ,forderung1 da die gebildeten ,elemente eines ,volkes nicht dem voreiligen ,bedrfnis nachgeben sollen1 der nur fr grbere ,vorstellungen reifen ,masse ihre wissenschaftlich geluterte ,weltanschauung einzuflen4 ,denn ,einreien ist leichter als ,aufbauen4 ,das lehrt auch die ,gegenwart1 in der wesentlich die immermehr zunehmende ,religionslosigkeit der ,massen eine soziale ,gefahr heraufzubeschwren scheint4 ,drittes ,kapitel4 ,unsterblichkeitsglaube und ,jenseitsvorstellung4 ,dafr1 da wenigstens der ,glaube an die persnliche ,unsterblichkeit aus einer allgemein menschlichen ,prdisposition hervorgeht1 scheint mir kaum eine kulturhistorische ,thatsache eindringlicher zu sprechen1 als die hervorragende ,rolle1 die dieser ,glaube in sehr ausgeprgter ,form bei den nchternen1 so ganz auf das ,diesseits gerichteten ,rmern gespielt hat1 deren fast metaphysikfreie1 rein naturalistische1 nur die ,interessen des natrlichen und brgerlichen ,lebens hypostasierende ,religion uns das vorstehende ,kapitel im ,umri zeichnete4 ,offenbar mu dieser ,glaube1 wenn ihn sogar ein so sehr vom ,zwecktriebe beherrschtes und durch ihn zur ,weltherrschaft berufenes ,volk in ganz besonderem ,grade kultivierte1 eine sozial sehr zweckmige ,eigenschaft sein1 eine ,eigenschaft1 die sich im ,kampf der ,vlker ums ,dasein bewhrt4 -- ,hngt nicht aber das ,wort ,wahrheit sprachgeschichtlich mit bewhren zusammen1 und sollte nicht der ,schlu gerechtfertigt sein1 da ein ,glaube1 der sich praktisch fr ,vlker und ,individuen als zweckmig bewhrt1 unmglich eitel sein kann8 ,oder giebt es auch zweckmige ,irrtmer und ,wahnideeen8 ,vielleicht ist dieser mein ,gedanke nur eine modernere ,fassung dessen1 was ,kant mit seinem ,beweise aus den ,postulaten der praktischen ,vernunft sagen wollte4 ,genien1 ,laren oder ,manen und ,lemuren bezeichnen in der lateinischen ,sprache drei ,klassen oder ,zustnde des unsterblichen ,teils der menschlichen ,individualitt4 ,genius kommt von gignere zeugen4 ,genius ist der schon vor der ,geburt existierende transcendentale ,keim und ,kern des ,menschenwesens und damit zugleich das ,gttliche und ,unvergngliche im ,individuum4 ,hren wir darber den nicht aus griechischer ,philosophie1 sondern aus altrmischer ,religionskunde schpfenden ,varro3 ,der ,mensch1 sagt er1 besteht aus drei ,teilen1 erstlich dem vegetabilischen ohne ,sinn und ,empfindung1 zweitens dem animalischen mit ,sinn und ,empfindung aber ohne ,selbstbewutsein1 drittens dem geistigen mit ,vernunft und ,selbstbewutsein4 ,alle drei zeigen sich in der menschlichen ,natur vereinigt1 nmlich die erste in den ,ngeln1 ,haaren und ,gebeinen1 die zweite in den ,sinnesorganen1 ,gesicht1 ,gehr1 ,geruch1 ,geschmack und ,gefhl1 die dritte im ,geiste4 ,die dritte ist es1 die im ,menschen genius1 der das ,leben zeugende1 im ,universum deus1 ,gott heit4 ,denn auch im ,universum sind die analogen ,teile wiederzufinden1 insofern z4 ,b4 die ,erde mit dem ,steinreiche den ,gebeinen1 ,sonne1 ,mond und ,sterne den ,sinnesorganen1 dem ,geist oder ,genius aber der alles durchdringende ther1 welcher auch den ,gestirnen1 der ,erde und dem ,meere emanierte ,teile seines ,wesens als besondere ,gottheiten mitteilt1 entsprechen4 ,da dies nicht pythagorisch-platonische ,philosopheme1 sondern echtrmische1 wahrscheinlich aus uralt arischen ,traditionen und von jenen ,philosophen selber nur bernommene ,stze sind1 ist leicht zu beweisen4 ,der ,genius1 der sich1 wie das transcendentale ,ich du ,prels nur teilweise in die irdische ,erscheinung versenkt1 ist der ,fhrer des persnlichen ,schicksals1 das ,instinktartige1 ,unbewute im ,menschen1 daher genius fatalis oder auch direkt fatum genannt4 ,vergl4 ,horatius1 epistol4 ,,ii4 #b1 #agh4 ,genius est deus1 cujus in tutela ut quisque natus est vivit2 hic sive quod ut genamur curat sive quod una gignitur nobiscum sive etiam quod nos genitos suscipit ac tuetur certe a gignendo genius appellatur 7,censorinus de die natali c4 #c74 ,da er als transcendentaler gttlicher ,teil ber die irdische ,erscheinung hinausragt1 geniet er auch seit urltester ,zeit gttliche ,verehrung4 ,bei keiner festlichen ,gelegenheit verga man1 seinem ,genius zu opfern4 ,beim ,erntefest1 bezeugt ,horaz 7,epist4 ,,ii4 #a1 #dj7 opfert man dem mit den ,lebensjahren geizenden ,genius und treibt fescenninische ,spe2 letzteres1 da ,genius zugleich die ,bedeutung zeugungskrftig hat1 weshalb auch bei ,hochzeiten dieselbe ,sitte4 ,sein alljhrlich wiederkehrendes ,fest ist der ,geburtstag4 ,an diesem brachte man ihm ,opferschrot1 ,kuchen1 ,honig1 ,wein1 ,weihrauch und ,krnze1 aber kein blutiges ,opfer dar4 ,vor allem gedachte man seiner1 wie bemerkt1 auch bei ,hochzeiten1 da als ,zweck der ,ehe die ,erzielung kongenialer ,nachkommen galt2 daher weihte man ihm das ,brautbett1 das nach altherkmmlicher ,sitte mit ,togen im ,atrium gebreitet und lectus genialis genannt wurde4 ,einer der heiligsten ,schwre war der beim eigenen oder beim ,genius einer geliebten ,person4 ,der ,jurist ,ulpian bezeugt ein kaiserliches ,gesetz1 das den1 der in ,geldsachen beim ,genius des ,kaisers schwrt und eidbrchig wird1 mit ,stockschlgen bedroht4 ,das ,sinnbild des ,genius war die ,schlange1 die1 weil sie sich mit jedem ,jahre verjngt1 das sich immer erneuernde ,leben verdeutlicht4 ,hierdurch wird uns eine mehrfach verbrgte ,erzhlung vom ,tode des ,vaters der ,gracchen1 als ,muster rmischer ,gattenliebe verstndlich4 ,jener erblickte einst in seinem ,ehebette ein ,schlangenpaar und befragte die ,weissager wegen der ,bedeutung des ,zeichens4 ,diese rieten ihm1 eine davon zu tten1 mit dem ,bemerken1 wenn er die mnnliche tte1 wrde er1 wenn er die weibliche tte1 seine ,gattin1 die berhmte ,cornelia1 binnen kurzem sterben4 ,er ttete die mnnliche und starb bald darnach an einer pltzlichen ,krankheit4 ,cicero1 der 7de divinatione7 diese ,erzhlung erwhnt1 wirft allerdings die nicht unmotivierte ,frage auf1 warum er nicht beide entgegen dem ,rate der ,seher am ,leben gelassen4 brigens wurde der ,genius auch als angehender ,jngling1 geflgelt1 nackt oder mit einem gestirnten ,gewande1 mit ,blumen oder einem ,wachholderzweige dargestellt4 ,manen1 wohl nicht von manere bleiben1 sondern von manis milde1 sind die frommen guten ,seelen der ,abgeschiedenen1 also die wieder mit dem ,genius vereinten1 um den ,inhalt des ,erdenlebens bereicherten ,geister4 ,sie sind dasselbe1 was die ,genien1 aber vom postmortalen ,standpunkt aus4 ,darum wird auch ihnen gttliche ,verehrung zu teil4 ,wenn ich einst tot bin1 schreibt ,cornelia1 die ,tochter des groen ,scipio1 des eben erwhnten ,vaters der ,gracchen ,gattin1 an ihren ,sohn ,cajus1 so wirst du mir opfern 7parentabis7 und die ,gottheit deiner ,mutter anrufen4 ,wird es dich dann nicht beschmen1 die ,bitten eines ,geistes anzuflehen1 den du1 als er noch lebte und gegenwrtig war1 nicht beachtet und verschmht hast8 7,cornelius ,nepos fragm47 ,der berhmte ,rechtsgelehrte ,labeo1 der zur ,zeit des ,augustus lebte1 ,begrnder der bedeutenden ,rechtsschule der sog4 ,prokulejaner1 hat eine besondere1 leider nicht erhaltene ,schrift ber die ,manen und ihre ,verehrung verfat 7de diis1 quibus origo animalis est7 d4 h4 ber die in gttliche ,geister verwandelten ,menschenseelen4 ,die gttliche ,verehrung der ,abgeschiedenen begann am achten ,tage nach dem ,tode1 wenigstens erst nach der ,bestattungsfeierlichkeit4 ,denn bis zur ,bestattung1 die eben den ,zweck hatte1 den letzten noch vorhandenen magischen oder magnetischen ,zusammenhang der ,seele mit der unreinen ,leiche zu lsen1 konnte sich der ,geist noch nicht in die himmlischen ,hhen begeben4 ,die ,leiche pflegte man sieben ,tage lang in einem nur diesem ,zwecke bestimmten ,nebenraume des ,vestibls im rmischen ,hause aufgebahrt zu halten4 ,whrend dieser ,zeit galt das ,haus als unrein1 ein ,cypressenbaum vor der ,thr warnte diejenigen1 die ,befleckung zu scheuen hatten1 vor dem ,eintritt4 ,am achten ,tage wurde die ,leiche in feierlichem ,zuge zur ,brandsttte1 -- ,feuerbestattung bildete die1 jedoch nicht ausnahmslose1 ,regel1 -- getragen1 wo der ,scheiterhaufen in ,form eines ,altars errichtet war4 ,die ,verbrennung hatte denselben ,sinn1 wie diejenige des ,herkules auf dem ,oeta1 damit sich das ,ewige zum ,himmel erheben mge1 ,wenn der ,gott1 des ,irdischen entkleidet1 ,flammend sich vom ,menschen scheidet ,und des thers leichte ,lfte trinkt4 ,darum sprach man1 sobald die ,verbrennung beendet war3 unser ,vater1 ,bruder1 ,gatte usw4 ist allbereits ein ,gott4 ,die ,reste wurden dann unter ,thrnen und ,klagen und ,anrufung der ,hingeschiedenen mit ,wein gelscht1 in den ,schoo gesammelt1 mit ,milch abgesplt1 in einem reinen ,leinentuche gelftet1 in die ,urne gelegt und nebst ,thrnenflschchen1 ,weihrauch und ,spezereien in der ,grabsttte beigesetzt4 -- ,nunmehr kehrte man nach ,haus zurck1 welches inzwischen grndlich gefegt und gescheuert war1 schritt ber ein ,feuer und lie sich durch ,lorbeerwedel mit ,wasser besprengen und war gereinigt4 ,der groe ,wert1 den die ,rmer1 wie die ,griechen1 auf eine angemessene ,bestattung legten 7justa facere71 wird verstndlich durch den ,glauben1 da die ,seele vorher keine endgltige ,ruhe finde2 die ,erde beherbergte keinen1 der ihr nicht durch feierliche ,ceremonien von symbolischer ,kraft bergeben war4 ,nach ,ablauf einer ,woche wurde dann das erste ,totenfest der ,hinterbliebenen gefeiert1 die sog4 feriae denicales1 zu dem selbst einem ,soldaten der ,urlaub nicht verweigert werden konnte4 ,man ehrte die ,verstorbenen durch einen ,leichenschmaus1 durch ,absingung von ,lobliedern1 durch ,anzndung von ,rucherkerzen und ,weinspenden auf ihrem ,grabe und ,bekrnzung desselben mit ,blumengewinden4 ,dieses ,fest1 sagt ,cicero 7de legibus ,,ii1 #bb7 darf nur auf solche ,tage verlegt werden1 an welchen nicht bereits ein anderes ,fest stattfindet1 und die ganze priesterliche ,einrichtung des ,kultus zeugt von seiner groen ,wichtigkeit und ,heiligkeit4 ,aber neben diesem besonderen ,totenfest fand am #ai4 ,februar jeden ,jahres ein allgemeines ,totenfest statt1 die sog4 ,feralia oder ,parentalia1 ein ,vorbild unserer ,aller-,seelenfeier4 ,allgemein brachte man an diesem ,tage den lieben ,toten ,opfer dar4 ,doch waren die ,manen gengsam4 ,leicht vershnt sind die ,seelen der ,vter1 sagt ,ovid 7,fast4 ,,ii1 #ece71 nur kleines begehren die ,manen4 ,hinreichend ist die ,platte des ,altars bedeckt mit hingestreuten ,krnzen1 und gestreute ,frchte und wenige ,krner von ,salz1 auch in ,wein getrnktes ,getreide und ungebundene ,veilchen4 ,doch grere ,geschenke verbiete ich nicht3 aber auch schon hierdurch ist der ,schatten vershnbar4 ,fge1 wenn der ,altar erbaut ist1 noch ,gebete und die blichen ,formeln hinzu4 -- ,so lange dieses ,fest whrt 7sechs ,tage71 so lange weilt1 ehelose ,mdchen3 es erwarte die fichtene ,fackel heilige ,tage1 verbirg1 ,gott ,hymen deine ,fackeln und entferne sie von jenen traurigen ,flammen3 denn andere ,fackeln haben die traurigen ,grber4 ,auch verschliee man die ,tempel und verberge die ,gtter3 von ,weihrauch sollen deren ,altre nicht rauchen und die ,herde vom ,feuer nicht lodern4 ,denn jetzt irren umher die luftigen ,seelen3 jetzt nhren sich die ,schatten von dargebrachten ,speisen4 ,man ging eben von der berzeugung aus1 da der ,zusammenhang und die ,sympathie der ,verwandtschaft und ,liebe keineswegs durch das ,band des ,todes zerrissen sei1 einerseits bedurfte die ,seele1 um zu dem hheren ,zustande empor zu steigen1 der magischen ,beihlfe ihrer hinterbliebenen ,angehrigen1 die durch ,opfer1 ,ceremonien und vor allem durch ,gebete ihre ,gewissen beruhigten in dem ,bewutsein dadurch noch etwas fr die verstorbenen ,lieben zu thun2 andererseits aber glaubte man1 da die ,seelen der ,hingeschiedenen selber noch den vollsten ,anteil am ,heile ihrer ,hinterbliebenen nhmen1 und wenn man sie um ,schutz und ,beistand anflehe1 hilfreich mit ihrer geistigen ,kraft in der ,nhe weilten4 ,aus diesem ,grunde und da man zugleich annahm1 da die ,reliquien und berreste der ,toten ein magisches ,band seien1 um ihre ,gegenwart zu sichern1 liebte man es1 die ,toten1 wenn nicht gar im eigenen ,hause1 so doch in mglichster ,nhe1 auf der eigenen ,besitzung zu bestatten4 ,wo immer ein ,toter bestattet war1 war der ,ort heilig und schied aus dem ,rechtsverkehr aus1 durfte weder verkauft noch vertauscht werden2 er stand im ,eigentum der ,toten4 ,der ,verehrung der ,ahnen 7lares domestici7 war im ,atrium der ,altar und das kleine ,oratorium gewidmet1 das wir fast in jedem pompejanischen ,hause finden4 ,an allen ,festtagen1 die ,kalenden1 ,nonen und ,iden jedes ,monats nicht ausgenommen1 wurde den ,toten geopfert und ein frischer ,kranz um ihren ,herd gelegt4 ,nichts liebten die ,toten mehr als ,blumen4 ,lieblich schildert ein solches ,larenopfer und die davon gehoffte ,wirkung fr das ,glck des ,hauses die ,ode von ,horaz3 ,wenn du die ,arme flehend zum ,himmel hebst ,bei jungem ,mondlicht1 lndliche ,phidyle1 ,und fromm die ,laren shnst durch ,weihrauch1 ,heurige ,frucht und ein rundes ,ferklein1 ,dann sprt des ,sdwinds giftigen ,odem nicht ,der schwang're ,rebstock1 noch den verderblichen ,mehlthau die ,saatflur2 nicht das junge ,saugende ,lamm die ,beschwer der ,obstzeit4 ,der ,opferstier1 der krftige ,weide fand ,im ,eichenforst am schneeigen ,algidus1 ,den ,albas ,grasflur ppig nhrte1 ,rthe mit blutig getroff'nem ,nacken ,das ,beil des ,priesters4 ,aber fr ,dich bedarfs ,nicht vielen ,bluts unschuldiger ,lmmer erst2 ,nur ,rosmarin und zarte ,myrten ,winde den ,gttern des ,herds zum ,kranze6 ,denn deine ,hand1 die fromm den ,altar berhrt1 ,vershnt1 auch arm an ,gaben1 wie kstlicher ,brandopfer ,duft den ,zorn der ,gtter1 ,spendet sie knisterndes ,salz und ,mehl nur4 99 99 99 99 99 ,nichts ist abgeschmackter und unrichtiger1 als wenn man hin und wieder einen besser in der ,geschichte der ,juden1 deren ,piettlosigkeit gegen ,tote so gro war1 da die ,gelehrten noch nicht eins sind1 ob das alte ,testament berall die ,unsterblichkeit der ,seele gelehrt habe1 als in der des klassischen ,altertums bewanderten christlichen ,geistlichen predigen hrt1 wie z4 ,b4 ,luther1 von den unseligen ,heiden1 die keinen ,trost fr des ,todes ,bitterkeit wuten4 ,umgekehrt ist es eine kulturgeschichtliche ,thatsache1 da die ,piett gegen die ,hingeschiedenen zuerst durch die ,christen1 welche1 so uneinig sie auch ber den ,zustand der ,seelen nach dem ,tode augenscheinlich gewesen sind1 meistens dem aus persisch-pharisischen ,vorstellungskreisen entnommenen ,glauben an fleischliche ,auferstehung anhingen und bis dahin einen sog4 ,seelenschlaf 7pannychie7 voraussetzten1 aus der ,mode kam2 den ersten ,christen erschien der ,manen- und ,penatenkult als ,abgtterei4 ,der ,tote wurde begraben und bald vergessen2 vor allem aber gab man den ,zusammenhang mit den nicht christlich gewesenen und somit ewiger ,verdammnis verfallenen ,ahnen auf1 soweit nicht etwa stellenweise griechische und rmische ,piett1 die auch das ,dogma der sog4 ,hllenfahrt ,christi motiviert haben wird1 den brigens sehr zweifelhaften ,ausweg ergriffen haben mag1 sich ber1 wie ,luther schlecht bersetzt1 richtiger wohl fr oder im ,namen der ,toten taufen zu lassen4 7,corinth4 ,i4 #ae1 ,v4 #bi47 ,erst spter gab die rmische ,kirche dem im ,volke nachhaltig wurzelnden ,glauben an einen unzerreibaren ,zusammenhang der ,liebe zwischen den ,verstorbenen und ,hinterbliebenen insoweit nach1 als sie das ,aller-,seelenfest und die ,totenmessen einfhrte4 ,es blieb aber jetzt die dstere ,vorstellung von einem qualvollen ,zustande der abgeschiedenen ,seelen im ,fegefeuer magebend1 der durch diese kirchlichen ,gnadenmittel gemildert werden knnte4 ,immerhin hat die katholische ,kirche durch diese1 kulturgeschichtlich an den alten ,rmerglauben anzuknpfende ,institution einen das ,gemt sehr ansprechenden ,vorzug vor dem ,protestantismus1 der den ,glauben an die ,unsterblichkeit zu einer kalten ,abstraktion verflchtigt und ebenfalls erst lange nach ,luther1 dessen grobsinnliche und wenig logische ,natur niemals zu einer ganz klaren ,lehre ber das ,jenseits gelangte1 wieder in der ,feier des sog4 ,totensonntags ein schwchliches ,surrogat fr die ,allerseelenfeier gesucht hat4 ,die jetzt im ,katholizismus vorherrschende dstere ,auffassung des jenseitigen ,seelenzustandes war brigens auch den ,rmern nicht fremd4 ,ihr entspricht die dritte ,klasse der ,abgeschiedenen1 der sog4 ,lemuren1 d4 h4 der friedlosen ,gespenster1 zu deren ,beruhigung das ,fest der ,lemuralien 7vom #i4 bis #ac4 ,mai7 gefeiert ward4 ,wenn schon ,mitternacht ist und dem ,schlafe ,stille darbeut1 sagt ,ovid 7,fasten ,v4 #dcj;ff471 und der ,hund und ihr mancherlei ,vgel stille schweigt1 so erhebt sich1 wer eingedenk des alten ,brauchs und gottesfrchtig ist3 seine beiden ,fe fesseln keine ,bande4 ,er giebt ,zeichen mit den ,fingern dicht angefgt1 den ,daumen in der ,mitte1 damit nicht ein leichter ,schatten1 wenn er ruhig wre1 ihm entgegen kme4 ,dreimal bespritzt er mit dem ,wasser eines ,gottes die reinen ,hnde1 dreht sich um1 und nimmt in den ,mund schwarze ,bohnen4 ,er wirft sie umgedreht2 aber whrend er wirft1 spricht er3 das hier bringe ich3 mit diesen ,bohnen lse ich mich und die ,meinen4 ,das spricht er neunmal1 nicht zurckschauend4 ,der ,schatten1 glaubt man1 lese sie auf und folge1 wenn keiner zurckblickt4 ,darauf wieder besprengt er sich mit ,wasser1 und schlgt klirrend temesische ,erze zusammen1 und fleht1 da der ,schatten aus seiner ,wohnung gehen mchte4 ,hat er neunmal gesprochen3 ,geht heraus1 ihr ,mnner der ,vter6 so blickt er zurck1 und hlt die ,opfer fr heilig geendigt4 ,woher der ,tag benannt ist1 und woher der ,ursprung des ,namens1 wei ich nicht4 ,von einem ,gotte mssen wir's erfahren4 ,du der ,pleiade ,erzeugter1 belehre uns1 ehrwrdig durch deinen mchtigen ,stab6 ,oft hast du den ,knigspalast des stygischen ,zeus gesehen4 ,erfleht erschien der ,trger des ,stabs3 ,vernimm die ,ursach des ,namens6 ,von ihm selbst1 dem ,gotte1 hab' ich die ,ursache erfahren4 ,wie ,romulus die ,schatten seines ,bruders im ,leichenhgel verborgen1 und dem unglcklichen ,springer ,remus das ,todtenopfer vollendet1 so besprengte der unglckliche ,faustulus und ,acca mit fliegenden ,haaren die verbrannten ,gebeine mit ihren ,thrnen4 ,drauf kehrten sie traurig beim ,anfang der ,dmmerung nach ,hause zurck1 und legten sich in diesem ,zustande nieder aufs harte ,lager4 ,remus blutiger ,schatten schien vor dem ,lager zu stehen1 und mit leisem ,gemurmel diese ,worte zu reden3 ,auf dann1 sehet1 was ich nun sei1 ich die ,hlfte von euch und der andere ,teil des ,gelbdes2 wie und wer ich soeben war1 whrend ich1 htte ich nur ,vgel gesehen1 die mir ,herrschaft verhieen1 der grte in meinem ,volke sein konnte4 ,jetzt bin ich entflohen den ,flammen des ,scheiterhaufens1 bin ein leeres ,schattenbild4 ,das ist die ,gestalt von jenem ,remus zurckgelassen4 ,ach6 wo ist ,vater ,mars8 wenn ihr anders die ,wahrheit geredet habt1 und jener den ,ausgesetzten die ,euter einer ,wlfin vergnnte8 ,den eine ,wlfin erhielt1 den hat eine frevelnde ,hand eines ,mitbrgers gemordet4 ,o wie viel sanfter war sie8 ,wthrich ,celer1 unter ,wunden gieb deinen grausamen ,geist auf1 und betritt1 wie ich1 das ,unterreich mit ,blut befleckt6 ,das war der ,wille meines ,bruders nicht3 auch er besa1 wie ich1 gleiche ,liebe4 ,thrnen1 nur das vermocht er1 vergo er um meinen ,tod4 ,ihn fleht bei seinen ,thrnen1 ihn bei eurer ,erhaltung1 da er feierlich mit festlicher ,ehre den ,tag auszeichne6 ,wie er den ,auftrag gab1 wnschten sie ihn zu umfassen1 und streckten aus die ,arme4 ,den greifenden ,hnden entfloh der flchtige ,schatten4 ,sobald das fliehende ,bild den ,schlaf mit sich entfhrte1 so berichten beide dem ,knig den ,befehl seines ,bruders4 ,romulus gehorchte und nannte den ,tag ,remuria1 an dem den begrabenen ,ahnen ,todtenopfer gebracht werden4 ,der harte ,buchstabe1 der erste im ganzen ,namen1 ist in der langen ,zeit in einen gelinden verndert worden4 ,bald auch nannte man der ,schweigenden ,seelen ,lemuren1 das ist des ,wortes ,sinn1 das seine ,bedeutung4 ,doch die ,tempel verschlossen die ,alten an jenen ,tagen1 so wie man sie noch jetzt zur ,leichenzeit verschlossen sieht4 ,auch war dies nicht die ,zeit schicklich zu fackeln einer ,verwittweten noch einem ,mdchen4 ,lange lebte die nicht1 die hier sich verhllte4 ,darum sagt auch der groe ,haufe3 7wenn dir ,sprichwrter gefallen73 ,schlechter ,mdchen ,ehe fllt in den ,monat ,mai4 99 99 99 99 99 ,whrend ,jupiter ,herr der ,genien ist1 ist ,saturn ,herr der brigen guten ,geister4 ,im brigen steht die gesamte ,unterwelt unter dem ,szepter des ,orcus1 der auch ,dis1 ,jupiter ,stygius heit1 identisch mit dem ,pluton der ,griechen4 ,dessen ,gattin1 von den spteren ,dichtern mit ,proserpina identifiziert und gewhnlich auch so genannt1 hie mit ihrem altlateinischen ,namen ,libitina1 ,lubentia oder ,lubia4 ,ihr ,tempel diente zur ,aufbewahrung aller zu ,leichenbegngnissen erforderlichen ,gertschaften2 ihre ,priester1 die libitinarii fungierten als ,leichenfhrer1 fhrten auch das ,totenregister4 ,sonderbarerweise wird diese ,libitina vielfach mit der ,lustgttin ,venus identifiziert1 so da man von einer ,venus ,libitina liest1 was an die gleichzeitige ,beziehung der griechischen ,demeter zum ,tode und zur ,zeugung erinnert4 ,viertes ,kapitel4 ,der ,glaube an ,magie und symbolische ,handlungen4 ,noch heutzutage mu dem ,nordlnder1 der ,italien zum ersten ,male bereist1 die groe ,verbreitung des ,glaubens an schwarze ,magie1 insbesondere den bsen ,blick 7mal occhio71 ferner an die ,bedeutsamkeit gewisser ,tage1 ,stunden1 ,zahlen u4 s4 w41 und an bedeutsame symbolische ,handlungen auffallen4 ,es ist ein ,erbteil der alten ,latiner und ,etrusker4 ,nirgends werden1 selbst von ,angehrigen der sog4 gebildeten ,stnde1 besonders freilich von ,frauen mehr ,amulette gegen ,zauber1 ,behexung u4 s4 w4 getragen1 als in ,italien4 ,man kann sich denken1 wie viel verbreiteter dieser1 durch das ,christentum einigermaen gedmpfte ,aberglauben in der heidnischen ,zeit gewesen ist4 ,hatte doch selbst der allgemeine ,brauch der ,bulla bei den rmischen ,jnglingen nur in diesem ,glauben seinen ,grund4 ,die ,bulla war eine hohle1 runde1 inwendig mit magischen ,prservativmitteln gegen ,behexung und ,neid gefllte goldene ,kugel4 ,eine solche trugen auch die ,triumphatoren1 die ja ganz besonders dem ,neid und bsen ,blick ausgesetzt zu sein besorgen muten4 ,beim ,anfange eines jeden wichtigeren ,geschftes achtete man auf alle nur erdenklichen ,zeichen 7omina71 die man teils fr gnstig1 teils fr ungnstig hielt4 ,da ein ungnstiges ,zeichen1 das von dem ,handelnden nicht beobachtet wurde1 auch keine ,bedeutung fr ihn hatte1 so pflegte der ,rmer beim ,opfer sich das ,gesicht zu verhllen1 um kein ,zeichen wahrzunehmen und beim ,aussprechen feierlicher ,gebete1 ,eidesformeln u4 s4 w4 einen ,fltenblser spielen zu lassen1 um auch die ,ohren zu sichern4 ,so gingen dem ,opferknig und den ,priestern ,herolde 7praeclamitatores7 vorauf1 welche mit dem ,rufe3 hoc age6 ,habt ,acht6 die ,leute1 bis der ,priester vorber wre1 von der ,arbeit abzulassen mahnten2 denn abgesehen davon1 da die ,arbeit an sich nicht zur ,feier pate1 war die ,einstellung derselben ntig1 weil bei vielen ,beschftigungen1 z4 ,b4 beim ,schlagen1 ,hmmern und ,sgen ,mitne erzeugt werden konnten1 die unheilkndend waren und ein ,fest entheiligten1 ebenso wie ,klage und ,wehrufe1 ,hader1 ,zank1 ,scheltworte und ,flche4 ,darum ertnte auch vor jedem ,opfer der ,ruf des ,herolds3 ,habet ,acht auf ,gedanken und ,worte6 ,doch war glcklicher ,weise die ,zahl glckverheiender ,omina nicht geringer1 als die der ungnstigen2 und das ,beste war1 da nach rmischer ,auffassung die ,geistesgegenwart des ,beobachtenden es durchaus in ihrer ,gewalt hatte1 ein ,zeichen anzunehmen 7accipio omen7 oder zurckzuweisen 7ad me non pertinet74 ,so war z4 ,b4 das ,niesen ein gttliches ,zeichen4 ,der ,rmer pflegte es sofort mit einem accipio omen aufzunehmen4 ,ich bin berzeugt1 da die ,rmer1 htten sie den ,schnupftaback schon gekannt1 reichlich von ihm bei wichtigen ,angelegenheiten1 im ,senat oder in der ,volksversammlung1 selbst bei ,opfern und religisen ,handlungen ,gebrauch gemacht haben wrden4 ,gewi wrde jeder ,senator seine ,schnupftabacksdose bei sich gefhrt haben4 ,auch konnte man der sich zunchst aufdrngenden ungnstigen ,bedeutung eine passende gnstige substituieren1 die ,kraft des bsen ,zeichens brechen und seine anscheinende ,drohung in eine ,verheiung verwandeln4 ,durch solche ,geistesgegenwart haben groe ,mnner sich nicht selten zu ,herren der ,situation gemacht1 indem sie es verstanden1 den schlechten ,eindruck1 den irgend ein anscheinend ungnstiges ,omen auf ihre ,umgebung machte1 in sein ,gegenteil umzukehren4 ,bekannt ist z4 ,b41 da ,csar1 als er an der afrikanischen ,kste aus dem ,schiff springend zu ,boden strzte1 die ,worte sprach3 ,ich fasse ,dich1 ,afrika6 ,der ,legat ,marcellus rief1 als beim ,beginn einer von ihm geleiteten ,attacke gegen ,viridomarus sein ,pferd1 vom ,waffenblitz geblendet und vom ,getse scheu geworden auf die ,seite sprang1 frohlockend aus3 sein ,pferd habe gegen die ,sonne zu die ,schwenkung des ,betens gemacht4 ,durch ,schlauheit und ,betrug konnte man sich sogar ein ,zeichen aneignen1 das einem ,anderen zu teil geworden war4 ,ein ,beispiel der ,art erzhlt ,livius ,i1 #de und ,plinius 7siehe folgende ,seite674 ,kein ,rmer hat diesen ,aberglauben witziger verspottet1 als ,cicero in seiner ,schrift ber die ,weissagung4 ,o1 unglaublicher ,unsinn6 ruft er aus1 ,wie kannst ,du1 wenn du darauf achtest1 freien ,mutes sein1 um zu einer ,unternehmung nicht den ,aberglauben1 sondern die ,vernunft zum ,fhrer zu haben8 -- ,sollen wir bei unseren ,handlungen auf das ,anstoen des ,fues1 auf das ,zerreien eines ,furiemens und auf das ,niesen ,acht geben8 -- ,wie tief dieser ,aberglaube gleichwohl auch in den gebildeten ,rmern der spteren ,zeit wurzelte1 beweist nichts mehr als die folgende ,ausfhrung des ,naturforschers ,plinius1 desselben1 der den ,glauben an die ,unsterblichkeit der ,seele mehrfach verspottet1 der aber in seiner ,naturgeschichte 7,h4 ,n4 ,,xxviii1 #c7 ber die ,kraft symbolischer ,sprche und ,handlungen folgendes bemerkt3 ,es ist eine groe und noch immer unentschiedene ,frage1 ob ,worte und ,zaubersprche eine ,wirkung haben4 ,zwar die persnliche berzeugung aller ,vernnftigen verwirft sie1 allein im ,allgemeinen beharrt die ,praxis jeder ,zeit fest auf dem ,glauben1 ohne sich daran zu kehren4 ,hlt man doch die ,schlachtung der ,opfer1 sowie auch die ,befragung der ,gtter ohne ,gebet fr ungltig4 ,man hat obendrein besondere ,formeln fr ,erforschungsopfer1 besondere fr ,abwendungsopfer1 besondere fr ,erflehungsopfer1 und wir sahen1 wie die hchsten ,obrigkeiten bestimmte ,gebete sprachen1 so da einer die ,worte aus dem ,buch vorsagte1 damit nichts ausgelassen oder verstellt wrde1 ein zweiter als ,hter aufgestellt war1 welcher aufmerkte1 ein dritter den ,anwesenden gebieten mute1 da sie auf ihre ,worte ,acht geben sollten3 zugleich spielte der ,pfeifer1 damit man ja keinen unrechten ,laut vernehmen mchte2 und man wei von beiderlei ,fllen merkwrdige ,beispiele1 da nmlich1 so oft ein widerwrtiger ,laut strend dazwischentnte oder der ,betende irr wurde1 pltzlich von den ,eingeweiden der ,kopf 7der ,leber7 oder das ,herz verschwand1 oder sich verdoppelte in der ,zeit1 wo das ,opfertier dastand4 ,erhalten ist als ein ungeheures ,beispiel1 der ,spruch der ,decier1 des ,vaters und des ,sohnes1 mit dem sie sich weihten2 vorhanden ist das ,gebet der der ,unzucht beschuldigten ,vestalin ,tuccia1 mittelst dessen sie im ,jahr der ,stadt #fji 7#adj vor ,chr47 ,wasser im ,sieb trug2 ja selbst unsere ,zeit hat es noch erlebt1 da auf dem ,rindermarkt ein ,grieche und eine ,griechin1 oder ,mitglieder anderer ,nationen1 mit denen man damals zu thun hatte1 lebendig eingegraben wurden1 und wer die ,gebetsformel solcher ,opfer liest1 welche der ,vorsteher des ,kollegiums der fnfzehn dabei vorzusprechen pflegt1 der wird wahrlich die ,wirksamkeit der ,sprche1 die durch eine achthundertunddreiig-jhrige ,erfahrung besttigt ist1 nicht leugnen mgen4 ,wir glauben noch heutzutage1 da unsere ,vestalinnen entlaufene ,sklaven1 wenn sie die ,stadt noch nicht verlassen haben1 durch ,gebete zu bannen vermgen3 und giebt man nur einmal dem ,grundsatze ,raum1 da die ,gtter ,gebete erhren und sich durch sie bewegen lassen1 so kann man dasselbe nicht mehr in ,abrede stellen4 ,rcksichtlich dieser ganzen ,streitfrage haben unsere ,vorfahren stets nur diese berzeugung gehegt1 und sogar das ,schwerste nicht fr unmglich gehalten1 nmlich ,blitze zu entlocken1 wie seines ,orts von uns gezeigt worden ist4 ,lucius ,piso meldet im ersten ,buch seiner ,annalen1 der ,knig ,tullus ,hostilius habe nach ,numa's ,vorschrift den ,jupiter durch dieselben ,ceremonien1 wie dieser vom ,himmel herabzuziehen versucht3 weil er aber im ,ritus etwas versah1 so sei er vom ,blitze erschlagen worden2 viele andere melden1 da durch ,worte das ,schicksal mchtiger ,staaten und die ,bedeutung der sie betreffenden ,anzeichen verndert zu werden vermgen4 ,als man z4 ,b4 den ,grund zum ,tarpeischen ,tempel grabend1 einen ,menschenkopf gefunden hatte1 so versuchte der berhmte ,etrurische ,seher ,olenus ,calenus1 an den man darum ,gesandte geschickt hatte1 dieses vortreffliche und glckliche ,anzeichen durch die zweideutige ,einrichtung seiner ,fragen auf sein ,volk hinberzuspielen4 ,er beschrieb nmlich erst den ,umri des ,tempels vor sich im ,sande1 und sprach dann3 ',also hier1 sagt ihr1 ,rmer1 hier soll der ,tempel des besten und hchsten ,jupiters stehen8 ,hier hat man den ,kopf gefunden'3 und die ,annalen behaupten einstimmig1 da das ,anzeichen auf ,etrurien bergegangen wre1 htten nicht die rmischen ,gesandten1 durch des ,sehers einen ,sohn im ,voraus gewarnt1 geantwortet3 ',nicht eben hier1 sondern zu ,rom1 sagen wir1 ist der ,kopf gefunden worden4' ,dasselbe geschah noch ein anderes ,mal1 als das thnerne ,viergespann1 welches fr das ,giebelfeld desselben ,heiligtums bestimmt war1 im ,ofen so anschwoll1 und auch damals wurde das ,anzeichen auf gleiche ,weise fr ,rom gerettet4 ,dies mge genug sein1 um durch ,beispiele darzuthun1 da die ,bedeutung der ,anzeichen erstlich in unserer ,gewalt ist1 und zweitens nur in der ,art stattfindet1 als man sie angenommen hat4 ,denn in der ,disciplin der ,auguren wenigstens gilt es fr ausgemacht1 da weder ein widerwrtiges noch auch irgend ein anderes ,anzeichen ,wirkung fr den habe1 welcher bei dem ,beginn irgend eines ,geschftes sagt1 da er es nicht bemerkt habe3 und dies ist eine der grten ,wohlthaten der gttlichen ,gnade4 ,stehen nicht ferner schon in den zwlf ,tafelgesetzen die ,worte3 wer ,frchte behext1 und wieder an einer anderen ,stelle3 wer einen bsen ,zauberspruch spricht8 ,verrius ,flaccus fhrt glaubwrdige ,gewhrsmnner dafr an1 da man bei der ,bestrmung von ,stdten vor allem die ,schutzgottheiten durch die rmischen ,priester herauszubeschwren pflegte1 und ihnen einen gleichen oder noch ansehnlicheren ,dienst als zu ,rom versprach4 ,und diese ,ceremonie ist in der ,disciplin der ,auguren noch erhalten1 auch ist bekannt1 da eben darum die ,schutzgottheit ,roms verheimlicht wurde1 damit von den ,feinden nicht ein gleiches vorgenommen werden mchte4 ,der ,furcht1 durch ,verwnschungen behext werden zu knnen1 entschlgt sich niemand3 ,beweis dafr ist1 da jedermann die ,schalen der ,eier und ,austern1 die er ausgeschlrft hat1 sogleich zerbricht oder mit dem ,lffel durchstt4 ,darum haben ,theocrit im ,griechischen1 ,catull und zuletzt ,vergil im ,lateinischen ,nachahmungen von ,liebeszauberliedern gegeben4 ,viele glauben1 da man auf diese ,weise ,tpferwaren bersten machen kann1 etliche sogar1 da die ,schlangen ihrerseits einen ,gegenzauber anzuwenden verstnden1 welches die einzige ,verstandesuerung dieser ,tiere sei1 und da sich dieselben bei dem ,liede der ,marsen zusammenziehen1 selbst whrend der ,nachtruhe4 ,auch ,wnde werden durch ,besprechung des ,feuers demselben zur ,grenze gesetzt4 ,dabei ist es schwer zu sagen1 ob die schwerauszusprechenden fremden ,wrter oder die seltsamen lateinischen dem ,glauben mehr ,eintrag thun1 die der ,geschmack nicht umhin kann lcherlich zu finden1 whrend man etwas ,groartiges erwartet1 das da wrdig wre1 einen ,gott zu rhren1 ja zu ntigen4 ,homer erzhlt1 wie ,odysseus das rinnende ,blut an einer ,schenkelwunde durch einen ,spruch gestillt habe2 ,theophrast lehrt1 da sich das ,hftweh damit heilen lasse2 ,cato hat einen ,spruch hinterlassen1 der gegen ,verrenkung helfen soll1 ,marcus ,varro einen gegen das ,podagra2 der ,diktator ,csar soll1 nachdem er einmal mit dem ,wagen gefhrlich umgeworfen worden war1 jedesmal nach dem ,einsteigen durch dreimaliges ,hersagen eines ,spruches ,gefahrlosigkeit seiner ,reise eingeleitet haben1 was jetzt bekanntlich von den meisten geschieht4 ,wir wollen diesen ,punkt noch durch ,berufung auf das persnliche ,bewutsein eines jeden zu erweisen suchen4 ,warum weihen wir nmlich den ersten ,tag des ,jahres durch gegenseitige ,glckwnschungen ein8 warum whlen wir bei ffentlichen ,shnopfern sogar zu ,fhrern der ,schlachtopfer nur solche1 welche glckbedeutende ,namen tragen8 warum begegnet man zum ,teil den ,behexungen durch einen ganz eigentmlichen ,gottesdienst1 indem man die griechische ,nemesis anruft1 deren ,bildnis zu dem ,behuf in ,rom auf dem ,kapitolium aufgestellt ist1 ohngeachtet der ,name nicht einmal lateinisch ist8 warum beteuert man1 wenn man von ,verstorbenen spricht1 da man ihr ,andenken nicht verunglimpfen wolle8 warum glaubt man1 da die ungeraden ,zahlen zu allen ,dingen wirksamer seien1 und erkennt dies beim ,fieber in dem ,einhalten der ,tage8 warum sprechen wir bei den ,erstlingen des ,obstes3 dies sei altes1 wir mchten neues8 warum wnschen wir beim ,niesen ,wohlsein8 was auch ,csar ,tiberius1 der doch bekanntlich ein sehr unfreundlicher ,mann war1 im ,wagen beobachtet wissen wollte2 und manche halten es fr besser1 wenn man beim ,gren den ,namen dazu sage4 ,es wird angenommen1 da sogar die ,abwesenden es durch das ,klingen der ,ohren spren1 wenn von ihnen gesprochen wird4 ,attalus behauptet1 wenn man beim ,erblicken eines ,skorpions die ,zahl zwei spreche1 so sei er gebannt und knne nicht stechen4 -- -- ,es ist ferner offenbar1 da auch viele ceremonise ,handlungen von ,wirksamkeit sind4 ,einer besnftigt die ,herzensangst1 indem er ,speichel hinter das ,ohr streicht3 das ,sprichwort heit uns1 wenn wir jemand wohlwollen1 den ,daumen drcken3 beim ,beten legen wir die ,rechte an den ,mund und drehen uns mit dem ganzen ,krper herum3 das ,wetterleuchten durch den ,ton zu verehren1 welcher durch das ,einziehen der ,luft bei zusammengedrckten ,lippen entsteht1 ist bereinstimmende ,sitte der ,vlker4 ,wenn beim ,essen eine ,feuersbrunst genannt wird1 so giet man1 um die ,vorbedeutung abzuwenden1 ,wasser unter den ,tisch3 den ,boden zu kehren1 whrend ein ,gast auf dem ,heimwege begriffen ist1 den ,tisch oder das ,gestell wegzutragen1 whrend er trinkt1 wird fr eine sehr schlimme ,vorbedeutung gehalten4 ,es ist von einem sehr vornehmen ,manne1 ,servius ,sulpicius1 eine ,abhandlung darber vorhanden1 warum man den ,tisch nicht stehen lassen soll3 denn noch zhlte man nicht mehr ,tische als ,gste4 ,sodann gilt es fr ein widerwrtiges ,anzeichen1 ein ,gercht oder den ,tisch durch ,niesen zurckzurufen1 im ,fall man nachher nicht noch etwas kostet1 oder berhaupt gar nichts it4 ,diese ,gebruche schreiben sich aus einer ,zeit her1 welche die ,gtter bei jedem ,geschft und zu jeder ,stunde gegenwrtig glaubte1 und deren ,verdienst sie auch unserem verderbten ,geschlechte noch gndig erhlt4 ,wenn die ,tafel pltzlich schwieg1 so fiel dies nicht auf1 auer bei gleicher ,zahl der ,gste1 und der ,schaden ging an dem ,rufe dessen aus1 der daran schuld war3 eine aus der ,hand gefallene ,speise wurde jedenfalls wieder ber die ,tafel gereicht1 und man durfte nicht1 um sie zu reinigen1 daran blasen2 ja es sind eigens dafr ,augurien eingerichtet1 bei welchen ,worten oder ,gedanken einem dies begegnet ist4 ,zu dem ,verwnschtesten gehrt es z4 ,b41 wenn es einem ,pontifex beim ,festmahle des ,dis widerfhrt4 ,etwa das ,gefallene wieder auf den ,tisch zu legen oder den ,lar zu verbrennen1 fordert ,shne4 -- -- ,ein lndliches ,gesetz verbietet auf den meisten italienischen ,landgtern1 da die ,weiber1 wenn sie ber die ,strae gehen1 die ,spindel nicht drehen und berhaupt nicht aufgedeckt tragen sollen1 weil dies den allgemeinen ,erwartungen1 besonders von den ,feldfrchten1 zuwider ist4 ,der ,konsul ,m4 ,servilius ,nonianus pflegte vor nicht langer ,zeit1 wenn er eine ,augenkrankheit besorgte1 ehe er noch davon sprach oder jemand anderes sie ihm ankndigte1 die zwei griechischen ,buchstaben ,p und ,a auf ein ,papier zu schreiben1 und dieses1 mit einem ,faden umwickelt1 um den ,hals zu hngen2 der dreimalige ,konsul ,mucianus nahm das nmliche mit einer lebendigen ,mcke in einem weien ,stckchen ,leinwand vor1 und sie rhmten beide1 da dies sie von der ,krankheit bewahre4 ,man hat ,sprche gegen den ,hagel1 gegen alle ,gattungen von ,krankheiten und gegen ,brandschden1 deren manche bewhrt sind3 aber sie mitzuteilen hlt uns eine starke ,scheu ab wegen der groen ,verschiedenheit der ,ansichten4 ,darum halte es mit diesen ,dingen ein jeder nach seinem ,gutdnken6 ,fnftes ,kapitel4 ,weissagung und ,zeichendeuterei4 ,orakel4 ,sibyllinische ,bcher4 ,wie in ,griechenland1 so sah sich also auch in ,rom der ,staat selber gentigt1 dem allgemeinen ,volksglauben an ,vorzeichen1 ,weissagungen und ,prophetenknste ,rechnung zu tragen4 ,whrend aber in ,griechenland vielfach ein unabhngiges ,priestertum durch die ,orakel einen oft recht bedenklichen ,einflu auf die ,politik erlangte1 so da gerade die hervorragendsten ,staatsmnner1 ich erinnere an ,themistokles und ,demosthenes nur in offener ,opposition gegen den religisen ,glauben der ,menge und durch ,verdchtigung des ,orakels1 dem z4 ,b4 ,demosthenes ,bestechlichkeit vorwirft1 ihre ,zwecke behaupten konnten1 hat es die rmische ,staatskunst verstanden1 das gesamte ,orakel- und ,zeichenwesen schlielich zu einem gefgigen ,werkzeug ihrer eigenen ,zwecke herabzudrcken4 ,alle mit der berwachung desselben betrauten ,personen1 die ,pontifices1 die ,auguren1 die ,fetialen und die ,bewahrer der sibyllinischen ,bcher standen unter ihrer ,aufsicht2 alle diese ,personen hatten groen ,einflu auf das ,volk1 aber derselbe war bedingt durch eine von der ,staatsbehrde an sie gerichtete ,aufforderung1 in ,funktion zu treten2 sie antworteten nur1 wenn sie gefragt wurden2 ihnen selbst fehlte jede ,initiative4 ,der ,beamte konnte1 wenn er wollte1 die ,auspicien allein vornehmen oder einen ,zeichendeuter zuziehen1 der nicht zum ,kollegium der ,auguren gehrte2 eine ohne seine ,aufforderung von einem ,augur vorgenommene ,beobachtung band ihn nicht4 ,alles in ,allem1 die rmische ,staatskunst hat es verstanden1 die ,lehre und das ,recht der ,vorzeichen1 -- dem ,rmer gestaltet sich alles zum ,recht1 -- so einzurichten1 da nicht die ,menschen den ,zeichen1 sondern die ,zeichen den ,menschen untergeben waren4 ,diese ,bemerkung mu den ,occultismus der ,rmer in den ,augen des modernen1 glubigen ,occultisten degradieren1 in demselben ,grade1 in dem sie die ,staatsklugheit der ,rmer in den ,augen des ,politikers erhht4 ,allein ich darf ihre ,schrfe dadurch abstumpfen1 da ich zugebe1 in der lteren ,zeit1 in der das ,staats- und ,rechtsprinzip1 das wesentlichste ,charakteristikum des ,rmers1 das bei ihm schlielich geradezu1 wie v4 ,ihering sagt1 an ,stelle der ,religion trat1 noch nicht zum vlligen ,durchbruch gelangt war1 mu selbstverstndlich die ,sache anders gelegen haben4 ,jene ,augurenkunst des ,romulus1 dies giebt sogar der feine ,sptter ,cicero zu1 war lndlich1 nicht politisch und nicht erdichtet fr den ,glauben des ,pbels1 sondern von ,kundigen empfangen und den ,nachkommen berliefert4 ,darum bleibt dies ganze ,gebiet nicht nur fr den eigentlichen ,occultisten1 sondern auch fr den ,kulturhistoriker und ,psychologen interessant4 ,denn so leicht es auch ist1 die ,divination berhaupt aus dem naiven ,wunsche des ,menschen abzuleiten1 den ,schleier der ,zukunft zu lichten und in der ,umgebung berall bedeutsame ,zeichen der ,gtter zu wittern1 so rtselhaft bleiben doch die besonderen ,formen1 die einzelnen1 oft so bizarren ,wege und ,methoden1 durch welche dieser allgemeine ,trieb sich zu befriedigen versucht4 ,das eigentliche ,orakelwesen1 meint ,mommsen1 rm4 ,geschichte ,i1 #agg1 sei nach ,latium erst durch die ,griechen eingefhrt4 ,die ,sprache der rmischen ,gtter beschrnkte sich im ,ganzen auf ,ja und ,nein und hchstens auf die ,darlegung ihres ,willens durch das -- wie es scheint1 ursprnglich italische -- ,werfen der ,loose#fca2 whrend seit sehr alter ,zeit1 wenngleich dennoch wohl erst infolge der aus dem ,osten empfangenen ,anregung die redseligeren ,griechengtter wirkliche ,wahlsprche erteilten4 ,ein solches uraltes ,loosorakel1 ,orakel der ,fortuna1 befand sich in ,prneste1 whrend sich in ,antium ein anderes ,orakel der ,fortuna befand1 wo das ,bildnis dieser ,gttin -- o diva1 gratum quae regis ,antium1 singt ,horaz1 -- auf ,fragen nickend antwortete4 ,doch erscheint es mir zweifelhaft1 ob ,mommsen mit der ,herleitung der brigen italischen ,orakel von den ,griechen ,recht hat1 und zwar deshalb1 weil nicht der ,gott ,apoll1 wie bei den ,griechen1 sondern der zweifellos echt latinische ,hirtengott ,faunus und seine ,gemahlin1 die aus diesem ,grunde die ,beinamen fatuus und fatua#fcb trugen1 nach rmischer ,auffassung die vorzugsweise weissagenden ,gottheiten waren4 ,darum fanden sich die ,standpunkte der altitalischen ,orakel in ,wldern4 ,eines der ltesten und berhmtesten dieser ,orakel war dasjenige zu ,tibur1 dem heutigen ,tivoli4 ,vergil1 ,aeneis ,,vii1 #he;ff4 beschreibt die hier bliche ,methode der ,wahrsagung in folgenden ,versen3 ,aber der ,knig erschrak1 ob der ,schau1 und zu ,faunus ,orakel ,geht er und forscht in den ,hainen des schicksalredenden ,vaters1 ,an der ,albunea ,schlund1 die gro vor den ,nymphen der ,wlder1 ,rauscht mit heiligem ,quell und dumpf mephitischen ,dunst haucht1 ,wo der ,italer ,stmm' und rings die notrischen ,lande1 ,wankend in ,not1 ,antworten ersphn4 ,wenn ,gaben der ,priester ,dartrug und in der ,stille der ,nacht auf geopferter ,schafe ,ausgebreitete ,vlie hinsank und pflegte des ,schlummers1 ,siehet er schweben umher viel seltsame ,wundererscheinung1 ,und er vernimmt vielfaches ,getn und hlt mit den ,gttern ,hehres ,gesprch und redet zum ,acheron tief im ,avernus4 ,da es sich hier um somnambule ,zustnde handelte1 ist unzweifelhaft2 der ,befragende1 wie der ,priester1 mute sich vorher des ,fleischgenusses und des ,beischlafs enthalten1 die ,finger von ,ringen befreit haben und in ein schlichtes ,gewand kleiden4 ,der ,priester brachte dann ein ,schaf und andere ,gaben zum ,opfer1 der ,befragende legte sich1 nachdem zuvor sein ,haupt dreimal mit reinem ,quellwasser besprengt war1 auf das ,vlie des ,schafes zur ,nachtzeit in der ,nhe des rauschenden ,wasserfalls und im ,bereich der betubenden 7mephitischen7 ,bodenausdnstung nieder1 um somnambule ,trume zu erlangen4 ,ein anderes seit der ,urzeit berhmtes ,orakel war zu ,cumae1 wo der ,gott sich durch eine alte aber jungfruliche ,frau1 die ,sibylle1 offenbarte1 welche brigens ihre ,verkndungen der ,regel nach nicht1 wie die ,priesterin in ,delfi mndlich1 sondern schriftlich berlieferte4 ,dieses beschreibt ebenfalls ,vergil 7,aeneis ,,iii1 #dda;ff473 ,wenn hierher du gelangt der kumischen ,stadt dich genhert1 ,und dem begeisternden ,see und dem waldumrauschten ,avernus1 ,wirst du die ,seherin schaun1 die rasende1 die in der ,felskluft ,schicksal singt und dem ,laube die redenden ,zeichen vertrauet4 ,welche ,verkndungen nun in das ,laub einritzte die ,jungfrau1 ,ordnet sie alle nach ,zahl und lt sie verschlossen im ,felsen4 ,jene ruhn unbewegt an dem ,ort und behaupten die ,ordnung4 ,doch wenn heran nur leise bei umgedreheter ,angel ,hauchte der ,wind1 und die ,pforte die luftigen ,bltter verwirrte1 ,nimmer die flatternden dann im gehhleten ,felsen zu haschen1 ,noch zu erneuern die ,lag' und die ,sprche zu einigen1 sorgt sie4 ,ratlos fliegen sie weg und hassen das ,haus der ,sibylle4 99 99 99 99 99 ,vorzugsweise auf eine ,cumische ,sibylle ,amalthea fhrte man die ,orakel zurck1 die der rmische ,senat als sibyllinische ,weissagungen aufbewahrte und von ,zeit zu ,zeit zu konsultieren pflegte4 ,schon einem der ,tarquinier soll einst ein geheimnisvolles ,weib genaht sein und ihm neun ,bcher ,weissagungen zum ,ankauf angeboten haben1 und als er nicht sogleich auf ihre ,forderung einging1 erst drei und dann wieder drei jener ,bcher verbrannt haben1 bis schlielich der ,knig die drei brig gebliebenen aus ihren ,hnden nahm1 worauf sie auf unerklrliche ,weise vor seinen ,augen verschwand4 -- ,einzelne der in den sibyllinischen ,bchern berlieferten ,orakel wurden aber auch von ,albunea1 einer ehemaligen ,sibylle zu ,tibur hergeleitet1 die ihre ,aufzeichnungen in das ,wasser des gleichnamigen ,bergstroms warf1 wo sie von ,fragenden aufgefischt wurden4 ,die sog4 sibyllinischen ,bcher verwahrte man bis zum ,jahre #fgj im ,erdgescho des ,jupitertempels in einem steinernen ,kasten4 ,zur ,lesung und ,ausdeutung derselben wurde in frhester ,zeit ein eigenes nur den ,augurn und ,pontifices im ,range nachstehendes ,kollegium von zwei ,sachverstndigen 7duoviri sacris faciundis7 bestellt4 ,leider wurden sie in diesem ,jahre mit dem ,tempel selbst ein ,raub der ,flammen4 ,man stellte aber jetzt alsbald aus den allenthalben verbreiteten angeblichen ,abschriften eine neue1 gesichtete und gereinigte ,sammlung zusammen4 ,um dem ,mibrauch1 der mit den brigen im ,volke kursierenden unechten sibyllinischen ,bchern getrieben wurde1 zu steuern1 befahl noch ,kaiser ,augustus an einem ,tage dieselben smtlich dem stdtischen ,prtor auszuliefern1 er lie dann #bjjj fr unecht erkannte verbrennen1 die echten aber in zwei vergoldeten ,schrnken im ,apollotempel niederlegen1 und er setzte statt der frhern duoviri s4 f4 eine neue ,kommission von fnfzehn ,mnnern ein1 um sie zu beaufsichtigen4 ,die zwei ,priester1 die frher1 und die ,fnfzehner1 die seit ,augustus die ,obhut ber die sibyllinischen ,bcher hatten1 durften nur auf ,befehl des ,senats und im ,beisein obrigkeitlicher ,personen in denselben nachschlagen und dem ,volke keine ,orakel eigenmchtig mitteilen4 ,nur in ,zeiten der ,gefahr und ,not1 zumal wenn ungewhnliche ,zeichen die ,gemter aufregten1 nahm man zu ihnen die ,zuflucht4 ,vermutlich fand dabei kein ,durchlesen und keine ,auswahl des passend erscheinenden statt1 sondern lie man1 indem man nach einiger ceremoniser ,vorbereitung die ,schriftrolle aufs ,geradewohl ffnete1 den ,zufall walten1 wobei es natrlich immer mglich blieb1 das zufllig entgegenkommende als ungeeignet abzulehnen4 ,die ,orakel waren ja1 wie alle ,orakel1 unbestimmt genug abgefat1 um so ziemlich auf alle ,flle zu passen4 brigens sollen sie sogar ,prophezeiungen von den ,weltaltern und einer schlielichen ,rckkehr zum ,anfangszustande 7apocatastasis71 die sich ebensowohl in den ,bewegungen der ,weltkrper wie in dem ,zustande der ,menschheit vollziehen werde1 enthalten haben4 ,nach ,tacitus soll in ihnen die ,prophezeiung sich gefunden haben1 da einem aus ,juda ,kommenden die ,weltherrschaft beschieden sei1 was allgemein schon von den ,kirchenvtern auf ,christus bezogen worden ist4 ,wahrscheinlich zitiert auch ,vergil nur eine sibyllinische ,weissagung in den ,versen3 ,siehe von ,neuem beginnt der ,zeiten gewaltiger ,kreislauf1 ,goldenes ,alter kehret zurck1 es kehret die ,jungfrau1 ,und schon steiget ein neues ,geschlecht vom erhabenen ,himmel1 ,verse1 die ja ebenfalls frhzeitig auf ,christus und die mit ihm begonnene neue ,weltperiode gedeutet worden sind4 brigens wandte man sich auch frhzeitig an den delfischen ,apollo2 italische ,stdte wie ,spina und ,cre hatten im delfischen ,heiligtum wie viele andere mit demselben in regelmigem ,verkehr stehende ,gemeinden ihre eigenen ,schatzhuser4 ,auerdem zeugt dafr die frhe ,aufnahme des mit dem delfischen ,orakel eng zusammenhngenden griechischen ,wortes thesaurus in die lateinische ,sprache und die lteste rmische ,form des ,namens ,apollon ,aperta1 der ,erffner1 eine etymologisierende ,entstellung des dorischen ,apollon1 deren ,barbarei eben ihr hohes ,alter verrt4 ,sechstes ,kapitel4 ,beobachtung der ,himmelszeichen1 ,vgel1 ,blitze u4 s4 w41 und ,opferschau4 ,da nach der ,anschauung der ,alten ,zeus-,jupiter1 der ,himmelsvater1 der ,beherrscher der ,atmosphre1 der hchste ,gott und ,lenker aller irdischen ,geschicke war1 so wird es begreiflich1 da sie den ,erscheinungen des ,luftraums die grte ,aufmerksamkeit zuwenden zu mssen glaubten1 weil sie nun einmal von dem ,glauben beseelt waren1 da der ,gott ihnen seinen ,willen durch ,zeichen kundgeben wolle4 ,erklrlich wird es daher auch1 da die ,segler der ,lfte1 die ,vgel1 in ihren ,augen als bevorzugte ,boten dieses hchsten ,gottes erschienen und neben anderen eigentlich meteorologischen ,phnomenen zwar nicht immer als die vornehmsten1 so doch als die hufigsten ,trger der gttlichen ,zeichensprache betrachtet wurden4 ,denominatio fit a potiori4 ,man nannte jedes ,himmelszeichen auspicium1 wenn es sich ungesucht darbot1 augurium1 wenn es absichtlich eingeholt und erbeten war4 ,beide ,worte aber sind ,zusammensetzungen mit avis der ,vogel4 ,avis wurde geradezu mit omen gleichbedeutend gebracht4 -- ,diesen ,brauch1 der offenbar in die dunkle arische ,vorzeit zurckreicht1 in der ,italiker und ,griechen sich noch nicht auf ihrer ,wanderung getrennt hatten1 finden wir bereits bei den ,homerischen ,griechen2 und da es schon damals im edelsten ,sinne starke ,geister gab1 die diese ,superstition verachteten1 beweisen die unsterblichen ,worte ,hektors 7,ilias ,,xii1 #bcf-bdc73 ,du hingegen ermahnst1 den weitgeflgelten ,vgeln ,mehr zu vertraun4 ,ich achte sie nicht1 noch kmmert mich solches1 ,ob sie rechts hinfliegen zum ,tageslicht und zu der ,sonne1 ,oder auch links dorthin zum nchtlichen ,dunkel gewendet4 ,wir vertrauen auf ,zeus1 des ,hocherhabenen1 ,ratschlu1 ,der die ,sterblichen all' und die ewigen ,gtter beherrschet6 ,ein ,wahrzeichen nur gilt3 das ,vaterland zu erretten6 ,wrtlich heit hier der letzte berhmte ,vers im ,griechischen3 heis oinos aristos machein peri patridos ais4 d4 h4 ein ,vogel 7weissagender ,vogel7 ist der beste1 zu kmpfen fr den vaterlndischen ,boden6 ,vo1 dessen bersetzung ich citiere1 hat eben von der schon im ,griechischen blichen ,verallgemeinerung der ,wortbedeutung ,gebrauch gemacht4 ,bei den ,rmern scheint dieser starke ,geist ,hektors anfnglich nicht geherrscht zu haben und erst allmhlich und zwar1 wie wir bereits im vierten ,kapitel zu ,anfang hervorhoben1 auf ,umwegen zur ,geltung gebracht zu sein4 ,der rmische ,staat hatte im ,priesterkollegium der ,auguren ffentliche ,diener angestellt1 die bei jeder wichtigen ,staatsangelegenheit1 als ,ausleger und ,verkndiger des hchsten ,jupiters alle ,arten von ,himmelszeichen1 insbesondere aber den ,flug der ,vgel zu beobachten hatten4 ,auf den ersten ,blick mu die ,macht dieser ,priester sehr gro erscheinen1 da weder in inneren noch in ueren ,angelegenheiten irgend etwas ohne die ,besttigung ihrer ,zeichen vollfhrt werden durfte1 und sie jedem ,beginnen die ,weihe gaben1 weshalb der ,ausdruck unter den ,auspicien jemandes fungieren1 der ja noch heutzutage nicht ungewhnlich ist1 geradezu gleichbedeutend wurde mit in jemandes ,diensten stehen4 ,cicero 7de leg4 ,,ii1 #h und #ab7 sagt von ihnen3 ,es mssen zwei ,arten von ,priestern vorhanden sein1 die eine fr den ,gottesdienst1 die andere zur ,auslegung der vom ,staat anerkannten ,weissagungen4 ,aber die ,ausleger des hchsten und besten ,jupiters1 die ffentlichen ,auguren1 sollen in ,zeichen und ,vorbedeutungen das ,zuknftige sehen1 die ,disziplin festhalten1 ,priester1 ,felder und ,wlder und das ,heil des ,volkes weihen1 allen ,volksvertretern im ,krieg und ,frieden die beobachteten ,zeichen ankndigen1 und diese ihnen gehorchen1 vorhersehen1 was die ,gtter erzrnt1 und demselben begegnen1 des ,himmels ,blitze nach abgemessenen ,rumen bestimmen1 ,stadt und ,land in ,tempel ausgeschieden und geweiht haben1 und was ein ,augur fr unrecht1 sndhaft1 fehlerhaft und greuelhaft bezeichnet hat1 das soll ungltig und nichtig sein1 und wer dawider handelt des ,todes schuldig4 -- ,gro und herrlich ist im ,staate das ,recht der ,auguren1 wo es mit ,ansehen und ,einflu begabt ist4 ,denn was ist hher1 als ,versammlungen1 die von den hchsten ,gewalten im ,heere und den hchsten ,mchten im ,staate angeordnet sind1 whrend ihrer ,dauer auflsen oder nach ihrer ,schlieung verwerfen8 ,was ist wrdevoller als die ,vereitlung eines ,unternehmens durch das ,wort eines einzigen ,augurs ',ein ander ,mal6' ,was ist erhabener als die ,macht zu bestimmen1 da ,konsuln ihr ,amt niederlegen8 ,was ist heiliger als das ,recht1 die ,erlaubnis zu ,verhandlungen mit dem ,volke geben und nehmen1 und ein nicht nach ,gebhr beantragtes ,gesetz ungltig machen zu knnen8 99 99 99 99 99 ,der ,glaube der alten ,rmer an die ,unfehlbarkeit der ,auspicien war so unerschtterlich1 da sie1 wenn ein ,unternehmen trotz guter ,zeichen nicht glcklich von ,statten ging1 lieber eine fehlerhafte ,beobachtung voraussetzten4 ,oft muten daher die ,feldherrn1 wenn ihnen ein ,unfall begegnet war1 um neue ,zeichen einzuholen 7nova auspicia captare71 nach ,rom zurckkehren4 ,die ,kunst der ,auguren galt als ,geheimwissenschaft4 ber ihr ,verfahren ist uns folgendes bekannt3 ,man unterschied stdtische und lndliche ,auspicien4 ,die ersteren wurden innerhalb des pomoeriums vorgenommen1 d4 h4 innerhalb des ,umkreises1 den ,romulus und ,remus in der uralten ,form der ,stdtegrndung mittelst eines ,pfluges gezogen hatten4 ,die stdtischen ,auspicien wurden in der ,regel auf einem bestimmten ,platze des ,kapitols1 der ein fr allemal diesem ,zwecke geweiht war1 dem sog4 auguraculum1 vorgenommen4 -- ,nur ,feldherrn durften auerhalb des ,stadtkreises sog4 lndliche ,auspicien anstellen lassen4 ,auch dann mute der ,augur erst einen bestimmten ,platz einweihen1 den man templum nannte4 ,innerhalb dieses ,raumes schied er wieder einen kleineren zur ,aufschlagung seines ,zeltes aus4 ,auf letzteren bezieht sich die uerung des ,servius3 ,andere verstehen unter templum nicht blo einen verschliebaren1 sondern auch einen mit ,pfhlen oder ,spieen und dergleichen abgesteckten und mit ,fellen oder etwas hnlichem verhngten ,raum1 der durch ,spruchformeln geweiht ist 7ecfatus74 ,mehr als einen ,ausgang darf derselbe nicht haben1 weil dort der ,auspicierende sich lagern mu4 ,man whlte dafr am liebsten hohe1 selten von ,menschen besuchte ,berggipfel1 die man wegen der weiten ,aussicht tesca 7von tueri7 nannte4 ,sodann wurde der ganze von hieraus sichtbare ,himmelsraum mittels des ,krummstabes 7lituus7#fcc1 dem ,vorbilde des noch jetzt von den katholischen ,bischfen gefhrten ,bischofsstabes1 in zwei ,teile gedanklich zerlegt4 ,den ,krummstab in der ,hand1 das ,haupt verhllt1 wendete der ,augur zuerst sein ,gesicht nach ,osten und grenzte unter ,gebeten die ,gegend von ,westen nach ,osten ab1 indem er von sich aus zu einem am ,horizonte hervorragenden ,punkte eine ,linie gezogen dachte4 ,was nrdlich dieser ,linie lag1 nannte er die linke1 was sdlich1 die rechte ,seite4 ,in den meisten ,fllen galten die ,vgel1 die von rechts kamen1 fr gnstige 7dextra auspicia prospera74 ,doch kam es auch auf die ,gattung an2 z4 ,b4 gewhrte die ,krhe1 wenn sie von links kam1 der ,rabe1 wenn er von rechts kam1 ,zustimmung4 ,der beste ,vogel war der ,vogel ,jupiters1 der ,adler1 wenn er von rechts kam4 brigens beobachtete man nicht nur den ,flug der ,vgel1 sondern auch das ,fressen der eigens zum ,zwecke der ,auspicien gehaltenen heiligen ,hhner4 ,von letzteren bemerkt daher mit feiner ,ironie ,plinius 7,h4 ,n4 ,x4 #ba73 ,sie sind es1 welche unsere ,beamten alltglich regieren1 und ihnen ihre ,behausungen verschlieen oder aufriegeln1 die die rmischen ,fasces antreiben oder zurckhalten1 ,schlachten gebieten oder verhindern1 die ,einleiter aller errungenen ,siege auf dem ganzen ,erdkreise3 sie zumal sind es1 die den ,gebietern dieser ,welt gebieten4 -- ,wir haben freilich schon angedeutet1 wie diese ,bedeutung des ,vogelflugs und der heiligen ,hhner wenigstens in der historischen ,zeit nur eine sehr scheinbare gewesen ist4 ,wenn auch das ,beispiel jenes ,claudiers1 der1 als ihm vor ,beginn einer ,schlacht gemeldet wurde1 die heiligen ,hhner wollten nicht fressen1 diese mit der ,bemerkung1 nun so mgen sie saufen1 ins ,meer werfen lie1 keine ,billigung fand1 so pflegte man doch kein ,auspicium mehr als dieses in seiner ,hand zu haben4 ,dasselbe war gnstig1 wenn die ,hhner recht hurtig aus dem ,kfig sprangen1 sich munter geberdeten und so gierig ber das ,fressen herfielen1 da ihnen ganze ,brocken des vorgesetzten zhen ,breies 7puls7 aus den ,schnbeln fielen4 ,cicero1 der selber ,augur war1 schreibt ber die ,auspicien in seinem ,buche ber die ,weissagung 7de divinatione ,,ii1 #cc73 ,doch sehen wir zuerst die ,auspicien4 ,ein schwer zu bekmpfender ,punkt fr einen ,augur4 ,fr einen ,marsischen vielleicht2 aber fr einen ,rmischen uerst leicht4 ,denn wir sind nicht ,auguren der ,art1 da wir aus der ,beobachtung der ,vgel und sonstigen ,zeichen die ,zukunft verkndigten4 ,wiewohl ich dennoch glaube1 ,romulus1 der die ,stadt mit ,auspicien erbaute1 habe die ,meinung gehabt1 da es fr das ,vorhersehen der ,dinge eine ,augurenwissenschaft gebe1 -- denn das ,altertum hat in vielen ,punkten geirrt1 -- die wir jetzt teils durch ,gebrauch1 teils durch die ,lehre1 teils durch die ,zeit verndert sehen4 ,es wird aber wegen des ,volksglaubens und zum groen ,vorteil des ,staats ,brauch1 ,religion1 ,wissenschaft1 ,recht der ,auguren und die ,wrde des ,kollegiums beibehalten4 ,allerdings sind die ,konsuln ,p4 ,claudius und ,l4 ,junius hchst strafwrdig1 indem sie gegen die ,auspicien ausschifften4 ,sie htten der ,regierung gehorchen sollen und die vterliche ,sitte nicht so hartnckig verschmhen4 ,mit ,recht hat also den einen das ,weltgericht verurteilt1 und der andere sich selbst entleibt4 ,flaminius gehorchte den ,auspicien nicht2 er ging daher mit dem ,heer zu ,grunde4 ,aber ein ,jahr spter gehorchte ,paulus3 ist er darum weniger im ,treffen bei ,cannae samt dem ,heere gefallen8 ,und1 gebe es ,auspicien1 wie es keine giebt3 so sind wenigstens die1 deren wir uns bedienen1 ,tripudium oder ,wetterzeichen1 ,schatten von ,auspicien1 ,auspicien auf keine ,weise4 ',o1 ,fabius1 ich begehre1 da du mir auspicieren helfest4' ,er antwortet3 ',ich hab's gehrt4' ,hierzu wurde bei unsern ,vtern ein ,sachverstndiger genommen1 jetzt ein jeder4 ,notwendig mu aber der ein ,sachverstndiger sein1 der wissen will1 was ,silentium ist4 ,denn ,silentium nennen wir bei den ,auspicien dasjenige1 was frei von allem ,mangel ist4 ,die zu verstehen ist ,eigenschaft eines vollkommenen ,augurs4 ,wenn aber der ,auspicierende dem1 der zum ,auspicium genommen wird1 also geboten hat3 ',sage1 ob dir ,silentium vorhanden zu sein scheint8' so sieht dieser weder rechts noch links1 und antwortet sogleich3 ,es scheine ,silentium vorhanden zu sein4 ,darauf spricht jener3 ',sage1 ob die ,vgel fressen8' ',sie fressen8' ,welche ,vgel8 oder wo8 ,es hat1 heit es1 in einem ,kfig ,hhner gebracht der ,mann1 der davon der ,hhnermann 7pullarius7 heit4 ,diese ,vgel sind also die ,boten ,jupiters4 ,ob sie fressen oder nicht8 was kommt darauf an8 ,fr die ,auspicien nichts4 ,weil aber1 wenn sie fressen1 es notwendig ist1 da ihnen etwas aus dem ,maul fllt und auf die ,erde schlgt1 terram pavire1 so hat man dies zuerst ,terripavium1 hierauf ,terripudium genannt1 und das heit jetzo ,tripudium4 ,wenn also der ,brocken dem ,huhn aus dem ,maul fllt1 so verkndigen sie dem ,auspicierenden das ,tripudium faustissimum4 ,kann nun ein solches ,auspicium etwas gttliches haben1 das so erzwungen und abgepret ist8 ,da die ltesten ,auguren sich dessen nicht bedient1 dafr ist ,beweis ein alter ,spruch des ,kollegiums1 den wir haben1 da jeder ,vogel ein ,tripudium machen knne4 ,dann wre es also wohl ein ,auspicium1 wenn es ihm frei stnde1 sich anzuzeichen3 dann knnte jener ,vogel ,dolmetscher und ,trabant ,jupiters scheinen4 ,jetzt aber1 wenn er in einen ,kfig eingeschlossen und vor ,hunger ohnmchtig1 auf die ,mubrocken strzt1 und wenn ihm etwas aus dem ,schnabel fllt1 hltst du das fr ein ,auspicium1 oder glaubst du1 da ,romulus auf diese ,art zu auspicieren gepflegt habe8 ,glaubst du nicht1 da diejenigen1 welche auspicierten1 auch die ,wetterzeichen zu beobachten pflegten8 ,nun befehlen sie dem ,hhnermann4 ,der sagt ihnen ,antwort4 99 99 99 99 99 ,eine andere in ,rom minder geachtete1 nichtsdestoweniger aber eben so oft in ,funktion tretende ,gattung von offiziellen ,weissagern waren die ,opferschauer oder haruspices4 ,es scheint1 da das haruspicium nach ,rom von den ,etruskern eingefhrt worden ist1 wenngleich daneben dieselbe ,praxis der ,eingeweideschau beim ,opfern auch bei vielen asiatischen ,vlkern und bei den ,griechen bestanden hat4 ,jedenfalls beweist der ,umstand1 da die ,haruspices gedungene ,auslnder waren1 da es sich um eine nicht ursprnglich nationale bung handelte4 ,die ,rmer wollten eben nichts entbehren1 was in ,fllen der ,not von ,bedeutung sein konnte4 brigens soll schon der ltere ,cato1 ein ,mann von sonst streng religiser ,gesinnung geuert haben1 er wundere sich1 wie ein ,haruspex den andern ohne ,lachen ansehen knne4 ,erwhnung verdient auch ein von ,cicero berliefertes ,wort ,hannibals2 als der ,knig ,prusias1 bei dem ,hannibal in der ,verbannung lebte1 sich weigerte1 ein nach ,hannibals ,rat gnstiges ,terrain zu einem ,treffen zu benutzen1 weil die ,eingeweide es verbten1 sagte er3 ,willst du einem ,stckchen ,kalbfleisch lieber als einem ergrauten ,feldherrn glauben8 -- ,ungeachtet aller ,aufklrung und alles ,gespttes hielt sich der ,brauch gleichwohl noch lange im rmischen ,heere2 ,csar zwar gab wenig darauf und setzte1 obwohl von dem vornehmsten ,haruspex gewarnt1 im ,brgerkriege gegen ,pompejus nach ,afrika ber4 ,whrend desselben stand bekanntlich ,cicero auf des ,pompejus ,seite1 und er schreibt seinem ,bruder3 ,in diesem ,brgerkrieg1 o ihr ,unsterblichen6 wie vieles trog6 welche ,antworten der ,haruspices wurden uns von ,rom geschickt6 was hat man nicht dem ,pompejus gesagt6 ,denn dieser glaubte stark an ,eingeweide und ,wunderzeichen4 ,ich habe nicht ,lust zu erzhlen und es ist auch nicht ntig1 am wenigsten dir1 der du dabei warst4 ,du siehst inzwischen1 da alles den entgegengesetzten ,ausgang von den ,prophezeiungen genommen4 99 99 99 99 99 ,interessant ist es schlielich noch1 auf die ,beobachtung der ,blitze zu kommen4 ,denn aus einer ,stelle in den naturwissenschaftlichen ,untersuchungen des ,seneca 7quaest4 nat4 #di7 mssen wir folgern1 da bereits die alten ,etrusker1 die ,lehrmeister der ,rmer in dieser ,art von ,auspicien1 es verstanden haben1 durch gewisse uns genauer nicht bekannte elektrische ,experimente ,blitze herabzuziehen oder gar zu erzeugen4 ,sonderbarerweise taucht hier der ,jahrtausende spter in der ,geschichte der ,elektrizittslehre so berhmt gewordene ,name ,volta -- die ,geschichte macht manchmal derartige ,witze1 -- zum erstenmale auf4 ,plinius berichtet nmlich ber diese ,sache folgende 7,h4 ,n4 ,,ii1 #ed73 ,in den ,annalen wird berichtet1 da man durch gewisse ,ceremonien und ,sprche den ,blitz erzwingen oder entlocken knne4 ,es ist eine alte ,sage ,etruriens1 da man ihn entlockt habe1 als ein ,zauberer1 namens ,volta1 nach ,verheerung des ,landes endlich sogar die ,stadt ,volsinii damit bedrohte3 auch sei er vom ,knig ,porsenna herabgezogen worden und vor diesem fters durch ,numa1 wie ,l4 ,piso im ersten ,buche seiner ,annalen meldet1 und ,tullus ,hostilius sei1 als er dies nachmachen wollte und in der ,ceremonie fehlte1 vom ,blitz erschlagen worden4 ,wir haben ferner ,haine1 ,altre und ,ceremonien1 in denen man neben einem ,jupiter ,stator1 ,tonans und ,feretrius auch einen ,elicius genannt hrt4 ,feretrius ist der einschlagende ,jupiter1 ,elicius der herabgelockte1 also etwa der mittels ,blitzleiters aufgefangene ,blitz4 ,die ,operation des ,numa beschreibt uns ,ovid 7,fast4 ,,iii1 #cbe;ff47 in folgender ,weise3 ,dich ,jupiter locken sie vom ,himmel herab4 ,daher verehren dich auch die ,nachkommen unter dem ,namen ,elicius 7der ,herabzulockende74 ,die ,wipfel des aventinischen ,waldes1 so erzhlt man allgemein1 zitterten1 und niedersank die ,erde von ,jupiters ,last gebeugt4 ,des ,knigs ,herz klopft1 blutlos wird seine ganze ,brust1 und strubend starren die ,haare4 ,sobald sein ,mut wiederkehrte1 sprach er3 ',knig und ,vater der erhabenen ,gtter1 entdecke sichere ,vershnungsmittel deines ,blitzes1 wenn wir immer mit heiligen ,hnden die dir geweihten ,altre berhrt haben1 und wenn auch das1 was ich wnsche1 geheiligt meine ,zunge fleht6' ,durch ,wink versprach er's dem ,flehenden1 doch mit entferntem ,umschweife verbarg er die ,wahrheit1 und schreckte durch schwankenden ,ausspruch den ,knig4 ',einen ,kopf haue ab'1 sprach er4 ,und ihm erwiderte der ,knig3 ',ich will gehorchen3 ,ein ,zwiebelkopf aus meinen ,grten gegraben1 soll abgehauen werden4' ,jener setzte hinzu3 ',von einem ,menschen6' ,und er erwiderte ihm3 'das oberste ,haupthaar4' ,er forderte eine ,seele und ihm antwortete ,numa3 'die eines ,fisches4' ,er lachte und sprach3 ',damit vershne1 o ,mann1 wrdig der ,teilnahme an meiner ,unterredung1 meine ,geschosse4 ,doch1 wenn morgen der ,gott von ,cynthos seine ganze ,scheibe dargestellt hat1 so will ich dir sichere ,pfnder eurer ,herrschaft senden4' ,sprachs1 und oben der ther wurde1 sagt man1 von gewaltigem ,donner erschttert2 und nun verlie er den betenden ,numa4 ,seelenfroh kehrt dieser wieder und erzhlt den ,quiriten den ,vorfall4 ,zaudernd und schwer war ihr ,glaube an diese ,erzhlung4 ',wahrlich glauben wird man nur1 sprach er1 wenn meine ,rede ,erfllung begleitet4' ,siehe1 hre wer da ist1 was morgen geschieht4 ,wenn der ,gott von ,cynthos ganz seine ,scheibe dem ,erdball dargestellt hat1 will uns ,jupiter sichere ,pfnder unserer ,herrschaft senden4 ,voller ,zweifel gehen sie heim1 und zgernd dnkt ihnen die ,versprechung3 vom kommenden ,tage hngt die ,gewiheit der ,rede ab4 ,noch weich und vom ,frhthau bereift war die ,erde1 als vor seines ,knigs ,schwelle das ,volk erschien4 ,er trat hervor und setzte sich mitten im ,kreise auf einen ehernen ,thron4 ,unzhlbar standen die ,mnner um ihn stillschweigend4 ,soeben erschien am uersten ,rande ,phbus1 und schon zagten von ,hoffnung und ,furcht gengstigt ihre ,seelen4 ,er erhub sich1 und das ,haupt umhllt mit schneeweier ,hlle1 reckte er empor seine ,hnde1 die die ,gtter schon kannten1 und rief nun also3 ',es ist gekommen die ,zeit des verheienen ,geschenkes3 gewhre ,jupiter deiner ,rede die versprochene ,wahrheit6' ,inde er so spricht1 hatte die ,sonne ihre ganze ,scheibe aufgetaucht1 und es ertnte von der ,axe des thers ein furchtbares ,krachen4 ,dreimal donnerte der ,gott vom hohen ,gewlbe1 dreimal loderten ,blitze4 ,glaubet meiner ,erzhlung3 ,wunder berichte ich1 aber doch geschehene ,wunder4 99 99 99 99 99 ,wenn man also nicht entweder an thatschliche ,wettermagie 7,wetterhexen usw47 glauben1 oder annehmen kann1 da jene ,berichte der ,annalen auf leeren ,fabeln beruhen1 so liegt die ,vermutung nahe1 da den alten ,etruskern und den in deren ,geheimlehre eingeweihten rmischen ,priestern auf ,grund zuflliger empirischer ,beobachtung einige elektrische ,phnomene bekannt gewesen sind1 wie sie spter einen ,franklin zur ,erfindung des ,blitzableiters fhrten4 ,diese geringen ,keime wirklicher naturwissenschaftlicher ,kenntnis knnen sich sehr wohl mit einem ,system des rohsten ,aberglaubens verquickt haben1 so da die ,praktiker jener einfachen ,manipulationen selber ihre ,wirksamkeit fr eine magische ansahen und den dabei gebrauchten ,formeln und ,ceremonien ebenso groe ,bedeutung beilegten1 wie den wirklich kausal wirksamen ,operationen4 ,auch heutzutage wiederholt sich ja noch auf dem ,gebiete des ,hypnotismus dieselbe ,erscheinung1 und was war die ,alchemie und ,astrologie des ,mittelalters anderes1 als ein sonderbares ,gemisch wster ,vorstellungen und ,phantasien aus einigen wenigen zufllig erlangten ,kenntnissen von chemischer und astronomischer ,bedeutung4 ,wenn man nun auch aus geschichts-wissenschaftlichem ,interesse bedauern mag1 da uns nichts ,genaueres ber die ,methode des ,blitzableitens der ,alten berliefert ist1 so wrde man doch jedenfalls sehr fehlgreifen1 wollte man im brigen all zu tiefe ,geheimnisse in der etruskischen ,lehre von den ,blitzen wittern4 ,nach ,plinius sollen die ,etrusker zwlferlei verschiedene ,blitze unterschieden haben2 ,seneca dagegen schreibt 7naturales quaestiones ,,ii1 #da73 ,die ,etrusker legen dem ,jupiter dreierlei ,blitze bei2 die erste ,gattung warne und sei gndig1 und ,jupiter werfe sie auf eigenen ,rat2 die zweite werfe er gleichfalls1 doch nur nach ,beschlu seines ,staatsrats 7ex consilii sententia71 indem er die zwlf ,gtter berufe1 und dieselbe fromme zwar1 doch nicht ohne ,ahndung2 die dritte vollends werfe er nur nach ,befragung der sog4 hheren oder verhllten ,mchte1 und dieselbe verheere und hemme und verwandle unbarmherzig den jedesmaligen ,zustand der ,einzelnen wie des ,ganzen2 denn das ,feuer lasse nichts bestehen4 99 99 99 99 99 ,es geht brigens aus sonstigen ,angaben der alten ,schriftsteller 7,plinius1 ,festus1 ,ammianus7 hervor1 da die ,blitze1 welche die ,etrusker in ihrer ,blitztheorie behandelten1 durchaus nicht blos eigentliche ,blitze waren1 da sie vielmehr auch ,sternschnuppen1 ,irrlichter1 pltzliche ,lhmungen oder ,schlagflsse als verschiedene ,gattungen von ,blitzen betrachtet haben4 ,die ,rmer hatten von den zwlferlei ,blitzen der etruskischen ,lehre nur zwei oder drei angenommen1 deren ,unterschied lediglich durch die ,zeiten -- ,nacht1 ,tag und ,zwielicht -- bestimmt wurde4 ,alle ,gegenstnde1 die vom ,blitze berhrt waren1 galten als heilig4 ,vom ,blitze getroffenes ,erdreich fate der ,pontifex zusammen 7ignes colligere71 verbarg es unter ,flstern gewisser ,gebetsformeln unter dem ,boden und grub einen ,stein1 in den sich der ,blitz verwandelt haben sollte1 ohne ,zweifel einen ,kiesel1 mit hinein 7fulgur condere74 ,man umgab dann den ,ort zum ,schutze mit einer ,mauer und versah ihn mit einem ,altar1 um zu opfern2 der ,ort1 der puteal genannt wurde1 durfte nicht berdacht werden4 ,man glaubte1 wer ein so geheiligtes ,erdreich aufwhle1 werde von den ,gttern mit ,wahnsinn gestraft werden4 ,wenn ,bume vom ,blitz getroffen waren1 ohne zu verbrennen1 so trug man ,sorge1 da sie nicht ausstarben4 ,ein solcher ,baum war der schon erwhnte ,feigenbaum1 ficus ruminalis1 auf dem ,forum4 ,wenn dieser ,baum verdorrt1 sagt ,plinius1 so tragen die ,priester immer wieder ,sorge1 da er erneuert wird4#fcd ,ein anderer derartiger ,baum1 eine ,kornelkirsche1 stand am ,palatinischen ,hgel4 ,wenn jemand bemerkte1 da derselbe der ,feuchtigkeit entbehre1 so brauchte er nur ,wasser zu rufen1 und auf der ,stelle kamen diejenigen1 die es vernommen hatten1 mit ,gefen herbei1 um ihn zu begieen4#fce ,war gar ein ,mensch vom ,blitze berhrt worden ohne gettet zu werden1 so galt er als ganz besonderer ,liebling der ,gtter2 wurde er aber gettet1 so durfte seine ,leiche weder verbrannt noch anderswo bestattet werden2 sie wurde auf der ,stelle1 wo man sie fand1 beerdigt4 ,achtes ,buch4 ,der ,occultismus der ,alexandriner1 ,neupythagorer und ,neuplatoniker4 ,von ,karl ,kiesewetter4 ,vorbemerkung4 ,wie bereits im ,vorwort bemerkt1 ist das folgende achte ,buch das einzige1 das der leider so pltzlich aus seiner ,arbeit abgerufene ,herausgeber des ,gesamtwerkes ber die ,geschichte des ,occultismus fr diesen zweiten ,band bereits im ,manuskript fertiggestellt hatte4 ,meine ,arbeit an diesem achten ,buch beschrnkt sich auf die ,ordnung der mir allerdings in sehr ungeordnetem ,zustande bersandten ,manuskripte in die im folgenden gewahrte ,reihenfolge1 die der vom ,verfasser beabsichtigten ,disposition entsprechen drfte2 stellenweise habe ich einige ,lcken aus frheren ,einzelaufstzen ,kiesewetters 7,sphinx7 ergnzt4 ,dagegen ist sonst der ganze ,inhalt des achten ,buchs geistiger ,nachla ,kiesewetters2 ich mu daher auch die wissenschaftliche ,verantwortung fr den ,inhalt ablehnen4 ,wenn hierdurch der einheitliche ,charakter dieses ,bandes des ,occultismus des ,altertums unterbrochen wird1 da selbstverstndlich die ,auffassung ,kiesewetters mit der meinigen nicht immer kongruiert1 so wird dies der ,leser gern in den ,kauf nehmen in ,anbetracht der unzweifelhaften ,grndlichkeit und ,belesenheit des verstorbenen ,gelehrten1 dessen posthume ,arbeit hier eingeschaltet wird4 ,die ,wertschtzung1 welche ,kiesewetter den offenbar von ihm mit besonderer ,vorliebe und daher antizipatorisch behandelten ,alexandrinern1 ,neupythagorern und ,neuplatonikern angedeihen lie1 kann ich persnlich nicht teilen2 ich wrde mich daher zu einer so eingehenden ,bercksichtigung dieser ,mystiker niemals haben entschlieen knnen4 ,umsomehr freue ich mich1 anstatt einer eigenen ,bearbeitung derselben die uerst grndliche ,berichterstattung ,kiesewetters ber diese ,periode der ,philosophie den ,lesern bieten zu knnen4 ,denn wenn ich auch diese ,periode als diejenige des uersten ,verfalls des ursprnglich hoffnungsreicheren philosophischen ,geistes des griechischen ,altertums betrachte1 so verdient sie vielleicht doch trotzdem eine gewisse ,beachtung4 ,und je unerquicklicher das ,studium der konfusen und geschmacklosen ,originalwerke1 besonders der wsten ,exsudate eines ,philo1 ist1 um so dankbarer drfen wir einer bei aller subjektiven ,vorliebe doch so objektiv gehaltenen auszugsweisen ,darstellung sein1 wie sie der leider so frh dahingeschiedene fleiige ,gelehrte uns im folgenden bietet4 ,l4 ,k4 ,erste ,abteilung4 ,die ,alexandriner4 ,i4 ,philo von ,alexandria4 ,erstes ,kapitel4 ,philos ,leben und ,lehrweise4 ,alexandria ist die wissenschaftliche ,metropole des klassischen ,altertums4 ,bald nach seiner ,grndung durch den groen ,makedonier entstanden daselbst eine ,anzahl wissenschaftlicher ,anstalten1 in welchen ,gelehrte aller ,art durch die ,freigebigkeit des ,frstengeschlechts der ,ptolemer als ,staatspensionre sorgenlos und ungestrt ihren ,studien lebten4 ,die wichtigste dieser ,anstalten war das ,museion mit einer #bej v4 ,chr4 schon #djjjjj ,rollen zhlenden ,bibliothek1 welche zwar bei der ,belagerung ,alexandrias durch ,julius ,csar in ,flammen aufging1 aber durch ,marc ,anton1 der ,kleopatra die #bjjjjj ,rollen starke ,bibliothek der ,knige von ,pergamon schenkte1 zum ,teil wieder ersetzt wurde4 ,in zweiter ,linie ist das ,serapeion zu nennen1 dessen ,bibliothek zu oben genannter ,zeit etwa #dejjj ,rollen stark war4 ,an diesen ,quellen holten sich #gjj ,jahre lang die berhmtesten ,philosophen1 ,theologen1 ,philologen1 ,astronomen1 ,mathematiker und rzte ihre ,bildung1 bis ,caracalla das ,museion schlo und die ,pensionen der ,gelehrten einzog1 bis im ,jahre #chi der fanatische christliche ,patriarch ,theophilos das ,serapeion verbrannte und der arabische ,feldherr ,amru im ,jahre #fdb mit den noch brigen #cjjjjj ,rollen der ptolemischen ,bibliothek viertausend ,bder sechs ,monate lang heizte4 ,in ,alexandria1 der den ,verkehr des ,morgen- und ,abendlandes vermittelnden ,weltstadt1 fand zuerst die ,verschmelzung griechischer ,philosophie und uralt-orientalischer ,weltanschauung statt1 welche als alexandrinische ,philosophie bezeichnet wird4 ,im letzten vorchristlichen und ersten christlichen ,jahrhundert erscheint uns dieselbe als eine ,verbindung altjdischer ,glaubensstze1 platonischer ,ideeen und buddhistischer ,elemente4 ,dieser groe ,einflu des ,judentums kann uns nicht ,wunder nehmen1 wenn wir bedenken1 da sich zur ,zeit des ,augustus eine ,million ,juden in gypten aufhielten und sich namentlich in ,alexandria mit griechischer ,kultur und ,wissenschaft befreundet hatten4 ,in ,alexandria entstand die griechische bersetzung des alten ,testaments durch die siebenzig ,dolmetscher 7die ,septuaginta71 und hier bildete der ,jude ,philo1 die griechische ,philosophie mit den heiligen ,bchern des ,judentums durch allegorische ,auslegungen in bereinstimmung bringend1 die oben genannte alexandrinische ,philosophie oder -- besser gesagt -- ,theosophie aus4 ,von ,philos ,leben wissen wir sehr wenig4 ,nach seinen eigenen ,angaben und denen des ,kirchenvaters ,hieronymus stammte ,philo aus einer sehr angesehenen und reichen ,priesterfamilie und wurde um #bj v4 ,chr4 zu ,alexandria geboren4 ,in seiner ,jugend lebte er ausschlielich den ,wissenschaften und stiller ,beschaulichkeit2 spter jedoch sah er sich gentigt1 im ,interesse seiner ,glaubensgenossen in den ,gang der ffentlichen ,geschfte einzugreifen4 ,die ,veranlassung war folgende3 ,die etwa siebenzigtausend ,kpfe starke ,judengemeinde zu ,alexandria lebte -- wie berall1 wo starke ,judengemeinden mit ,andersglubigen zusammenlebten1 -- wegen ihres ,wuchers und sonstigen blen ,eigenschaften -- mit den griechisch-gyptischen ,einwohnern in solchem ,unfrieden1 da im ersten ,regierungsjahre ,caligulas unter dem ,prfekten ,flaccus eine blutige ,judenverfolgung ausbrach4 ,sie wurde zwar gedmpft1 aber der ,ha glomm unter der ,asche fort4 ,als nun spter ,caligula gttliche ,verehrung verlangte1 welche die hellenischen ,alexandriner willig leisteten1 die ,juden aber auf ,grund ihrer religisen ,vorschriften verweigerten1 kam eine noch grimmigere ,verfolgung zum ,ausbruch4 ,der ,pbel fiel unter dem ,schein1 des ,kaisers ,sache zu verfechten1 ber die ,juden her1 und der ,prfekt ,flaccus that dem ,wten desselben keinen ,einhalt4 ,in ihrer ,not entschlo sich die alexandrinische ,judengemeinde1 an den ,urheber ihrer ,leiden1 an ,caligula selbst1 eine ,gesandtschaft zu schicken1 die dessen ,wohlwollen und ,schutz erflehen sollte4 ,philo nebst vier anderen bildete diese ,gesandtschaft1 welche jedoch nicht nur nichts ausrichtete1 sondern sogar lngere ,zeit in groer ,lebensgefahr schwebte4 ,ja1 sie mute sogar erleben1 da ,caligula dem ,statthalter von ,syrien1 ,petronius1 befahl1 die kaiserliche ,bildsule im ,tempel zu ,jerusalem aufzustellen4 -- ,diese ,umstnde berichtet ,philo selbst in seinem ,buch ,de legatione ad ,cajum4 -- ,wie ,josephus erzhlt#fcf1 fhrte jedoch ,petronius den kaiserlichen ,befehl nicht aus und wurde zum ,tode verurteilt1 sein ,leben verdankt er nur der schnellen ,ermordung ,caligulas4 -- ,wie ,eusebius in seiner ,kirchengeschichte berichtet1 soll ,philo nach ,caligulas ,tod seine ,schrift ,de legatione ad ,cajum im ,senat vorgelesen haben2 allein es ist im hchsten ,grad unwahrscheinlich1 da ein ,jude der hchsten rmischen ,behrde eine von grimmigstem ,rmerha strotzende ,schmhschrift htte zur ,kenntnis bringen drfen4 ,unwahrscheinlich ist auch die ,angabe1 da ,philo in ,rom ,petrus kennen gelernt habe und ,christ geworden sei4 ,hingegen ist gewi1 da ,philo ,palstina besuchte1 um der ,esser willen1 deren ,kopfzahl er in seinem ,buch ,quod omnis probus liber auf viertausend angiebt4 ,an dieser ,stelle will ich wenigstens der talmudistischen ,tradition ,erwhnung thun1 da der jugendliche ,jesus whrend des ,aufenthaltes seiner vor den ,nachstellungen des ,panthera -- nicht des ,herodes -- geflohenen ,eltern in gypten1 ,schler ,philos gewesen sei4#fcg -- ,philo starb um #de n4 ,chr4 ,philo hat sehr viel geschrieben1 jedoch liegt eine spezielle ,anfhrung seiner ,schriften um so weniger in unserer ,absicht1 als die wichtigsten derselben doch im ,laufe unserer ,darstellung genannt werden mssen4 ,die philonischen ,schriften zerfallen in historische1 philosophische1 politische und allegorische1 und wenn auch seit etwa zweihundert ,jahren von alexandrinischen ,juden ,versuche gemacht worden waren1 das alte ,testament esoterisch zu deuten1 so ist doch ,philo als der eigentliche ,vater der theosophischen ,allegorie zu betrachten4 ,er sagt ber dieselbe#fch3 ,damit wir die ,zeugung und ,geburt der ,tugend beschreiben knnen1 sollen die ,aberglubischen ihre ,ohren verschlieen oder sich entfernen1 denn wir lehren gttliche ,mysterien1 aber nur solchen ,seelen1 welche ihrer wrdig sind4 ,dies sind diejenigen1 welche ungeschminkte ,frmmigkeit ohne ,prunk ben4 ,jenen andern aber1 welche von einer unheilbaren ,krankheit1 nmlich dem ,pochen auf den ,klang der ,worte1 dem ,kleben an ,namen1 der ,gaukelei mit ,gebruchen befallen sind und sonst nichts hheres ahnen1 wollen wir die heiligen ,geheimnisse nicht mittheilen4 ,alles wird ,philo zum ,symbol3 so ist ihm ,adam der niedere sinnliche ,mensch berhaupt1 ,kain die ,selbstsucht1 ,abel die ,gottergebenheit1 ,enoch die ,hoffnung1 ,jenoch die ,bue und ,noah die ,gerechtigkeit4 ,abraham wird zum ,symbol der durch ,erziehung weise gewordenen ,seele1 ,isaak der von ,natur aus weisen und ,jakob der durch mystische bung weise gewordenen4 ,sarah ist das ,sinnbild der eingeborenen ,tugend1 ,joseph das des politischen ,treibens und ,moses die hchste ,darstellung des prophetischen ,geistes4 -- gypten ist das ,symbol des ,leibes1 ,kanaan der ,frmmigkeit2 die wilde ,taube ist ,sinnbild der gttlichen ,weisheit1 die zahme der menschlichen2 das ,lamm ist das ,bild der reinen ,seele1 weil es unter allen ,tieren das reinste ist#fci1 usw4 usw4 ,die in der ,genesis erzhlten ,schicksale der ,urvter und ,patriarchen werden als die verschiedenartigen ,vernderungen1 ,gestaltungen und ,entwickelungen der im ,menschen vorhandenen seelisch-geistigen ,krfte in einer ,weise dargestellt1 die sowohl an ,jakob ,bhme als an die lteste indische ,geheimlehre erinnert4 ,folgende ,beispiele mgen dies erlutern4 ber die ,geburt ,kains sagt ,philo#fdj3 ,man mu sich oft ber das ,ungewhnliche in der ,darstellung unseres ,gesetzgebers wundern1 denn wenn er vom ersten ,menschen reden will1 der von ,menschen und nicht von ,gott -- wie die zwei ,urmenschen -- abstammt1 und den er zuvor garnicht genannt hat3 so setzt er dessen ,namen geradezu her1 als wre er lngst bekannt und wrde jetzt nicht zum erstenmal genannt4 ',sie gebar den ,kain4' ,man mchte fragen1 was fr ein ,kain ist dies8 ,hast du vorher das ,geringste ber ihn gesagt8 ,und doch kennst du die richtige ,stellung der ,namen so gut1 denn nur einige ,verse weiter unten kann man es dir an einem ,beispiel von derselben ,person nachweisen3 ,adam erkannte ,eva1 sein ,weib1 und sie gebar ihm einen ,sohn1 und er nannte seinen ,namen ,seth6 ,httest du nicht viel eher bei dem ,erstgeborenen der ,shne ,adams und aller ,menschen sein ,geschlecht angeben sollen1 ob es weiblich oder mnnlich1 und dann erst den ,namen hinten ansetzen8 ,da es nun am ,tage liegt1 da der ,gesetzgeber nicht aus ,unkenntni von der gewhnlichen ,sprechweise abwich1 so ist es billig1 da wir nach der ,ursache dieser ,eigenheit fragen4 ,sie scheint mir folgende zu sein3 ,die brigen ,menschen gebrauchen ,namen1 die dem nicht entsprechen1 was bezeichnet werden soll4 ,bei ,moses hingegen sind die ,namen klare ,spiegel der ,sachen1 so da beide eins sind4 ,unter anderem ist unsere ,stelle ein deutlicher ,beleg fr diese ,behauptung4 ,wenn nmlich unser ,geist1 der hier ,adam genannt wird1 mit der sinnlichen ,kraft zusammen trifft1 durch welche alles ,belebte lebt 7die hier ,eva heit71 und nach ,vereinigung strebend1 sich ihr naht1 so empfngt die ,seele die sinnlichen ,gegenstnde wie in einem ,netze und macht auf sie ,jagd1 mit den ,augen auf die ,farben1 mit den ,ohren auf die ,tne1 mit der ,nase auf die ,dfte1 mit dem ,gaumen auf die ,gegenstnde des ,geschmacks1 mit dem ,tastsinn auf die ,krper4 ,von allen dem wird sie schwanger und gebiert alsdann das schwerste der seelischen bel3 den ,wahn4 ,denn sie whnt ,alles1 was sie sinnlich empfindet mit den ,augen1 den ,ohren1 dem ,geruch1 dem ,geschmack1 dem ,gefhl sei ihr ,eigentum1 und der ,geist ,erfinder und knstlicher ,darsteller aller ,dinge4 ,dies widerfhrt jedoch der ,seele nicht ohne ,grund1 denn es war einst eine ,zeit1 wo der ,geist mit der sinnlichen ,kraft noch nicht verkehrte1 noch mit ihr vereinigt war1 sondern den einsamen ,tieren gleich fr sich lebte4 ,damals nur blos mit sich beschftigt1 hatte er keine ,berhrung mit dem ,krper1 noch besa er in ihm ein ,werkzeug1 durch das er auf die ,auenwelt ,jagd machen konnte2 so war er blind und unvermgend1 und zwar nicht etwa blos in der ,art1 in der man einen ,blinden der ,sinne beraubt nennt1 -- sondern alle und jede sinnliche ,kraft war ihm genommen1 so da er als wahrhaft unvermgend1 als die ,hlfte einer vollkommenen ,seele1 ohne die ,fhigkeit1 die ,auenwelt zu erkennen1 als das unselige ,bruchstck eines ,ganzen ohne ,untersttzung der ,sinnesorgane dastand4 ,deswegen befand er sich auch in dichter ,unwissenheit ber die ,krperwelt1 weil ihm nichts uerliches erscheinen konnte4 ,da ihm nun ,gott nicht nur das bersinnliche1 sondern auch die sinnliche ,welt offenbaren wollte1 machte er ihn erst zu einem ,ganzen1 indem er seine zweite ,hlfte1 die sinnliche ,kraft1 ihm zufhrte1 welche in der ,schrift mit dem ,gattungsnamen ,weib und mit dem speciellen ,namen ,eva bezeichnet wird4 ,diese go gleich bei ihrer ,vereinigung mit ihm durch alle ihre ,teile -- wie durch ,oeffnungen -- ,licht in vollem ,maae in den ,geist1 zerstreute die lange ,nacht und gab ihrem ,herrn auf diese ,weise die ,mglichkeit1 die uere ,welt genau und klar anzuschauen4 ,der ,geist seinerseits1 wie von hellem ,tageslicht erleuchtet1 das pltzlich durch die ,nacht bricht1 oder wie ein ,mensch1 der urpltzlich vom ,schlafe erwacht1 oder wie ein ,blinder1 der mit einem ,mal das ,gesicht erhlt1 eilte schnell auf alle ,wunder zu1 die sich ihm darboten1 beschaute den ,himmel1 die ,erde1 die ,pflanzen1 die ,thiere1 ihre ,gestalt1 ,eigenschaften1 ,krfte1 ,lage1 ,bewegung1 ,wirkung1 ihr ,thun1 ihre ,vernderungen1 ihr ,entstehen und ,vergehen2 das eine sah er1 das andere hrte er1 wieder anderes noch kostete1 betastete er1 und was ,lust in ihm erregte1 suchte er auf1 was ,schmerz1 verabscheute er4 ,nachdem er auf diese ,weise hier und dort hingeschaut und sich und seine ,krfte wahrgenommen hatte1 gerieth er in denselben ,irrthum wie ,alexander von ,makedonien4 ,von diesem erzhlt man1 er habe sich in dem ,wahn1 ,asien und ,europa schon zu besitzen1 auf einen erhabenen ,ort gestellt1 wo er beide ,ufer sehen konnte1 um sich geschaut und dann ausgerufen3 ,was da ist und was dort ist1 gehrt mein6 ein ,ausspruch1 der kaum eines ,knaben wrdig war1 aber einem ,knig bel anstand4 ,lange schon vor ihm widerfuhr dasselbe dem ,menschengeiste1 denn als die sinnliche ,kraft mit ihm vereint wurde1 und die ganze ,krperwelt durch diese ,vermhlung offenbar geworden war1 meinte er nun1 da ,alles ihm gehre und nichts einem ,anderen4 ,dies ist eine falsche ,geistesrichtung1 welche ,moses mit dem ,namen ,kain oder ,besitz bezeichnet1 und welche voll ,thorheit -- oder besser -- voll ,gottlosigkeit ist4 ,denn anstatt ,gott die ,ehre zu geben und von ihm ,alles abhngig zu machen1 hlt sie ,alles fr eigenen ,besitz der ,menschenseele1 die nicht einmal sich selbst besitzt1 ja nicht einmal sich selbst nach ihrem wahren ,wesen kennt4 ,ein weiteres hchst charakteristisches ,beispiel seiner allegorischen ,methode giebt ,philo in seiner ,schrift ,de vita ,abrahami4#fda ,hier erzhlt er die ,reisen ,abrahams von ,chalda nach ,haran und von ,haran nach ,palstina zuerst dem biblischen ,text gem und fhrt dann folgendermaen fort3 ,jene ,reisen sind nach den ,gesetzen der ,allegorie ,symbole einer die ,tugend liebenden und den wahren ,gott suchenden ,seele4 ,die ,chalder trieben von jeher ,gestirndienst und hielten die ,welt -- namentlich die ,sterne -- fr ,gott und verehrten so das ,geschpf anstatt des ,schpfers4 ,in diesem ,irrtum war jene ,seele auch befangen1 weil sie ,gott nicht kannte4 ,daher heit es3 ,abraham wohnte zu ,ur in ,chalda4 ,nachdem sie nun lange diesen ,wahn gehegt hatte1 begann ihr das ,licht aufzudmmern1 und sie sah -- obschon noch dunkel -- ein1 da ein ,wagenlenker#fdb ber dieser ,welt walten msse4 ,damit diese ,ahnung klarer in ihr werde1 ruft ihr nun das ,wort ,gottes also zu3 ,groes wird oft durch ,kleines erkannt4 ,darum la die chaldische ,grbelei1 la das ewige ,sternschauen2 wende deinen ,blick weg von der groen ,stadt1 nmlich von der ,welt1 auf eine kleine1 dich selbst1 dann wirst du den ,lenker aller ,dinge erkennen4 ,deshalb heit es1 ,abraham sei zuerst von ,chalda nach ,haran gewandert4 ,denn ,haran bedeutet ,hhlen1 und diese sind ein ,symbol der fnf ,sinne4 ,der ,sinn des ,aufrufs zur ,wanderung ist aber folgender3 ,wenn du deine ,sinne betrachtest1 so wirst du erkennen1 da sie nichts wirken und nichts thun1 es sei denn1 da der ,geist -- einem ,wunderthter gleich -- ihre ,kraft erregt1 richtet und befruchtet4 ,an diesem ,beispiel kannst du lernen1 da ber der ,welt und den sichtbaren ,gliedern des ,ganzen ein ,geist walten mu1 da ja auch deine ,glieder1 die fnf ,sinne1 ohne den ,geist im ,innern nichts vermgen4 ,da jener ,weltgeist unsichtbar ist1 darf dich nicht stren1 denn dein eigener ,geist ist es ja auch4 ,die ,richtigkeit dieser ,erklrung wird gleich durch folgende ,worte des ,textes bewiesen1 wo es heit3 ,gott erschien dem ,abraham4 ,vorher1 als der ,geist noch im chaldischen ,irrtum befangen war1 konnte ihm ,gott nicht erscheinen1 wohl aber jetzt1 da er die ,wahrheit zu erkennen begann4 ,es heit aber3 ',gott erschien dem ,weisen und nicht1 der ,weise sah ,gott'1 denn ,niemand kann ,gott begreifen1 als sofern sich dieser selbst zu erkennen giebt4 ,fr diese ,erklrung spricht auch die nderung des ,namens2 zwar wird nur ein ,a dem vorigen hinzugefgt1 aber es ist ein groes ,geheimni in diesem kleinen ,buchstaben verborgen3 ,vorher heit jene ,seele ,abram1 d4 h4 der in die ,hhe strebende ,vater2 jetzt aber heit er ,abraham1 d4 h4 der auserlesene ,vater des ,schalls4 ,mit diesem ,namen wird der ,weise bezeichnet2 denn ,schall ist gleich ,rede1 ,vater des ,schalls gleich ,geist1 weil dieser es ist1 der die ,rede aussendet4 ,das ,beiwort 'auserlesen' bezeichnet die ,vortrefflichkeit jenes ,geistes4 ,die zweite ,wanderung endlich1 nmlich die von ,haran nach ,palstina1 ist von der vollstndigen ,erkenntni des hchsten ,wesens zu verstehen1 die jene ,seele zuletzt errang4 ,an einem andern ,ort#fdc spricht sich ,philo ber die mystische ,reise nach ,haran folgendermaen aus3 ,so lange der ,asket in den ,sinnen lebt1 d4 h41 wenn er nach ,haran kommt1 denn dieser ,name bedeutet die ,hhlung der fnf ,sinne1 begegnet er dem gttlichen ,logos nicht4 ,es heit aber weiter1 er sei dem ,logos begegnet1 als die ,sonne unterging2 ,sonne bedeutet nmlich in diesem ,fall den obersten ,gott1 und der ,sinn ist dieser3 ,wenn das gttliche ,licht1 die reine ,erkenntni ,gottes1 untergegangen1 so sehen wir den ,logos2 wenn jenes aber leuchtet1 so schauen wir die reine intelligible ,welt4 ,andere fassen diese ,stelle so auf3 ,die ,sonne ist der menschliche ,verstand mitsammt den ,sinnen1 der ,logos das ,ebenbild der hchsten ,gottheit1 welches erst dann erkannt wird1 wenn das menschliche ,licht der ,sinne untergegangen ist4 ,halten wir diese ,stelle fest und den ,umstand1 da ,philo die ,welt die groe1 den ,menschen aber die kleine ,stadt nennt1 so sehen wir ganz einwandfrei1 da diese ,spekulationen indischen ,ursprungs sind4 ,so heit es in ,windischmanns bekanntem ,werk#fdd ber die ,ekstase der indischen ,sonnen- und ,mondkinder3 ,wenn die ,sinne in den ,manas 7,allsinn7 zusammengehen1 sieht der ,seher nichts mit den ,augen1 hrt nichts mit den ,ohren1 fhlt nichts1 schmeckt nichts2 aber innerhalb der ,stadt des ,brahma sind die fnf ,pranas leuchtend und schwach1 und der ,seher erreicht sich selbst im ,licht bei den verschlossenen ,pforten des ,leibes4 ,da sieht er dann1 was er im ,wachen sah und that1 er sieht ,geschehenes und nicht ,geschehenes1 ,gewutes und nicht ,gewutes1 und weil ,atma 7der ,geist1 ,philos ,logos17 ,urheber aller ,handlungen selbst ist1 so verrichtet er im ,schlafe gleichfalls alle ,handlungen und nimmt auch die ursprngliche ,gestalt des ,lichtes wieder an und er wird wie ,brahma selbst leuchtend4 ,in den ,upanischads heit es3 ,manas 7der ,menschengeist7 wandelt in der ,zeit des ,wachens an ,orten1 wohin das ,auge1 das ,ohr und die anderen ,sinne nicht gelangen1 und gewhrt schon so ein groes ,licht4 ,ebenso wandelt er auch im ,traume an entlegene ,orte und zndet den anderen ,sinnen ein groes ,licht an4 ,im tiefen ,schlafe ist er eins und ungeteilt und hat nicht seines ,gleichen im ,leibe2 er ist das ,prinzip aller ,sinne4 ,der ,fhige vollbringt seine ,werke mittelst des ,manas1 und der ,erkennende erkennt durch dasselbe4 -- ,es ist die ,leuchte des ,leibes und die ,mitte desselben und aller ,sinne ,mittelpunkt4 ,in seinen ,banden ist der vergangene1 gegenwrtige und zuknftige ,zustand der ,welt1 alles ,vergngliche2 ,manas selbst aber vergeht nicht im ,tode4 ,in der ,herzhhle wohnt die unsterbliche ,person -- in der ,mitte des ,geistes --1 diese ,person1 das innere ,licht ist klar wie eine rauchlose ,flamme4 ,in dieser ,hhle ist ,brahmas ,wohnung1 eine kleine ,lotosblume1 ein kleiner ,raum1 der mit ,akasa erfllt ist4 ,derselbe ,akasa1 wie er auen ist1 ist auch innerhalb jenes kleinen ,raumes im ,herzen1 und in ihm sind der ,himmel und die ,erde enthalten1 und das ,feuer und der ,wind1 und ,sonne und ,mond1 und der ,blitz und die ,gestirne4 -- ,er ist wahrhaftig und ,brahmas ,wohnung1 in welcher ,alles enthalten ist4 -- ,wer diesen ,atma nicht erkennt1 geht aus der ,welt und in alle ,welten1 seiner nicht mchtig1 und zieht aus1 den ,lohn der ,werke zu empfangen1 der ihm gebhrt4 ,die aber1 den ,geist erkennend1 von hier hinweggehen1 die gehen ihrer und ihrer ,wnsche mchtig und empfangen ewigen ,lohn4 ,wenn der ,schleier des ,irrthums und der ,mierkenntni vom ,herzen genommen wird1 wer die ,gestalt des zarten ,akasa angenommen hat1 dem ist alles ,wnschenswerthe gegenwrtig4 ,ihm wird die ,nacht zum ,tag1 das ,dunkel zum ,licht1 er ist sich offenbar1 und diese offenbare ,gegenwart ist die ,welt des ,brahma selbst4 ,die ,praxis der mystischen ,reise nach ,haran1 um des ,logos oder ,atma teilhaftig zu werden1 wird bekanntlich in den ,upanischaden am aller ausfhrlichsten geschildert4 ,soviel ber ,philos ,allegorie1 die zur indischen ,mystik hinberfhrt4 -- ,wir wenden uns nun zu ,philos ,spekulationen ber die ,gottheit1 den ,logos und die intelligible ,welt4 ,gott ist das absolute ,wesen1 rein in sich abgeschlossen1 und ohne ,beziehung auf etwas ,endliches4 ,er ist die ,seele des ,weltalls1 er bleibt uns ein ,geheimnis1 und man darf sich nicht erkhnen1 etwas von ihm oder ber ihn zu sagen1 als da er sei4#fde ,das einzig wrdige ,symbol ,gottes unter den endlichen ,dingen ist das intellektuelle ,licht und die menschliche ,seele4#fdf ,gott und die ,materie sind die beiden von ,ewigkeit bestehenden ,prinzipien2 ,gott ist die unendliche ,intelligenz1 welche die ,formen -- resp4 ,ideeen -- von allen mglichen ,dingen in sich enthlt1 die ,materie ist der formlose ,stoff1 der ungeachtet seiner ,subsistenz durch den ,mangel an aller ,form ein ,unding fr den ,verstand ist4 ,form und ,leben erhielt die ,materie durch ,gott4#fdg ,gott ist das reale ,wesen1 welches wegen seiner ,unendlichkeit von keinem endlichen ,wesen erkannt werden kann1 er ist nicht im ,raum1 nicht in der ,zeit1 auerhalb der ,sinnenwelt und durch kein ,prdikat eines endlichen ,wesens denkbar4 ,er kann nur gedacht werden als das ,reale ohne bestimmte ,realitt4 ,man wei nur1 da ,gott ist1 nicht was er ist4#fdh ,gott ist die hypostasierte ,ewigkeit1 denn in ihm ist nichts vergangen1 gegenwrtig und knftig1 er ist ohne ,anfang und ,ende1 in seinem ganzen ,wesen unvernderlich4 ,er ist das ,urlicht1 aus dessen ,strahlen alle endlichen denkenden ,wesen ausgegangen sind4#fdi ,als unendliche ,intelligenz umfat ,gott alle ,ideeen von allen mglichen ,dingen2 aber eine ,idee ,gottes ist nichts anderes als das ,ding selbst4 ,was er denkt1 erhlt durch sein bloes ,denken ,realitt4 ,gott kann in seinem ,verhltnis zur ,welt hauptschlich nach vier ,begriffen dargestellt werden1 nmlich in ,hinsicht der ,macht1 der ,weisheit1 der ,heiligkeit und der ,liebe4 ,philo hebt die ,allmacht oft hervor1 besonders in ,verbindung mit der sophia1 der ,weisheit2 die ,heiligkeit ,gottes berhrt er weniger1 weil er sie fr selbstverstndlich hlt4 ,hingegen setzt er etwas ,hheres an ihre ,stelle1 nmlich die ,reinheit4 ,am meisten aber verbreitet er sich ber die ,gte und ,liebe ,gottes1 weshalb man in gewisser ,beziehung ,philos ,theosophie die ,morgenrte des ,christentums nennen kann4#fej ,aus ,gte und ,liebe hat ,gott die ,welt geschaffen1 er erfllt alles mit seiner liebenden ,macht2 seine ,gte hlt die ,welt zusammen und ist selbst die ,harmonie der ,welt4 ,alles ,gute in dieser ,welt1 geistiges und leibliches1 ist sein ,geschenk und seine ,gnade4 ,besonders aber erstreckt sich die ,flle der gttlichen ,gnade auf die ,menschen1 und wenn seine ,liebe nicht wre1 wrden sie alle dem ,verderben anheim fallen4 ,alle ,gter1 welche die ,menschen besitzen1 jede ,tugend1 ,frmmigkeit1 ,wohlwollen1 ,gerechtigkeit1 ,glauben usw41 sind ,gottes ,geschenk1 weshalb es ,philo auch an unzhligen ,orten fr die grte ,snde erklrt1 wenn der ,mensch sich selbst etwas ,gutes zuschreibt und dasselbe nicht von ,gott ableitet4 ,philo erklrt an einer ,menge ,stellen seiner ,schriften ,gott seinem ,wesen nach fr vllig unbegreiflich1 dennoch aber giebt er zu1 da eine gewisse ,erkenntnis ,gottes jedem ,menschen mglich ist und von jedem gefordert werden kann1 obschon ,viele derselben durch eigene ,schuld entbehren1 nmlich3 die ,erkenntnis1 da ,gott sei und die ,gewiheit seiner ,existenz4 ,diese ,erkenntnis kann auf zweierlei ,weise stattfinden1 nmlich durch ein mystisches ,schauen1 bei welcher hchsten ,stufe der ,erkenntnis die ,selbstthtigkeit des ,menschen zwar nicht ausgeschlossen ist1 bei der aber ,gott dem ,menschen entgegengekommen und das ,meiste thun mu4 -- ,die zweite -- niedrigere -- ,stufe der ,gotteserkenntnis beruht auf ,schlssen aus den ,werken auf den ,urheber4 ,der ,verstand ,gottes1 der ,logos1 welcher alle ,ideeen in sich begreift1 ist die ideale ,welt4 ,diese ist das ,ebenbild ,gottes1 sein erstgeborener ,sohn1 denn sie geht unmittelbar aus dem ,wesen ,gottes hervor und mu daher ebenso vollkommen sein wie die hchste ,intelligenz selbst4 ,philo nennt diese personifizierte ,verstandeswelt auch noch den ,erzengel1 7die ,engel berhaupt nennt er vielfach logoi71 weil sie die erste aller ausgeschlossenen ,intelligenzen ist1 oder den himmlischen ,menschen1 den ,aufgang der ,sonne4#fea ,der ,logos ist das ,muster1 nach welchem ,gott die sichtbare ,welt schuf4 ,die gttliche ,kraft1 durch welche diese gebildet wurde1 ist der nach auen wirkende ,logos1 welcher mit der ,sprache verglichen werden kann4 ,an anderer ,stelle#feb sagt ,philo vom ,logos3 ,zwischen ,gott und dem gttlichen ,logos ist kein ,zwischenraum1 ,beide sind unendlich nahe4 ,der ,logos ist der ,wagenlenker der gttlichen ,krfte1 der ,herr des ,wagens aber ist der ,sprechende1 der dem ,lenker des ,wagens seine ,bahn vorschreibt4 ,der ,logos ist die ,nahrung der ,seelen und wird von ,philo mit dem ,manna der ,wste verglichen3 ,siehst du nun1 was die ,nahrung der ,seele ist1 nmlich das allerfllende ,wort ,gottes1 das dem ,thaue gleich die ganze ,erde bedeckt und ,alles erfllt4 ,aber nicht berall zeigt sich dieser ,logos1 sondern nur da1 wo ,leidenschaft und ,bosheit ferne sind2 er ist so fein zu erfassen und zu ergreifen1 klar und rein anzuschauen2 er ist wie ,coriander4 ,die ,landleute sagen nmlich von dieser ,frucht1 wenn man sie auch in zahllose ,theile zerschneide1 so gehe doch ein jeder derselben so gut auf wie ein ganzes ,korn4 ,so ist es auch mit dem gttlichen ,wort4 ,es ist im ,ganzen fruchtbringend1 aber auch jedem einzelnen ,theile nach1 und wre es auch der kleinste4 ,darum gleicht es auch dem ,augapfel1 denn wie dieser als ein so gar kleines ,ding alle ,zonen der ,erde1 das unermeliche ,meer und den unbegrenzten ,luftraum berschaut1 so ist auch der gttliche ,logos ber alles scharfblickend und im ,stande ,alles zu schauen2 ja er ist es1 durch den wir allein ,wahrheit sehen knnen4 ,deshalb lt sich auch das ,beiwort 'wei'1 welches im ,texte dem ,manna gegeben wird1 auf ihn bertragen4 ,denn was ist lichter und klarer als der gttliche ,logos1 durch dessen ,besitz es jeder ,seele1 die sich nach dem geistigen ,lichte sehnt1 erst mglich wird1 die innere ,finsterni zu zerstreuen4 ,etwas ,eigenes geschieht aber mit diesem ,logos2 wenn er nmlich eine ,seele zu sich ruft1 so bewirkt er1 da alles ,irdische1 ,sinnliche und ,leibliche in ihr zusammenfriert4 ,deswegen heit es auch im ,text1 es war wie ,eis auf dem ,felde4 ,die ,seelen fragen sich1 was der ,logos sei1 nachdem sie seine ,wirkung bereits erfahren haben4 ,oft geht es auch in andern ,dingen so1 oft wissen wir nicht1 woher der ,geschmack kommt1 der unsere ,zunge mit ,sigkeit erfllt1 oft kennen wir den ,geruch nicht1 der uns ergtzt4 ,dasselbe widerfhrt nun auch der ,seele2 eine hohe ,freude wird ihr zu ,teil1 aber sie wei nicht1 woher sie kommt4 ,diesen ,aufschlu giebt ihr der heilige ,prophet ,moses3 ',dies ist das ,brot'1 sagt er1 'die ,nahrung1 die ,gott der ,seele gegeben hat1 sein ,wort1 sein ,logos1 denn in ,wahrheit ist dies das ,brot1 das er uns gegeben hat2 dies ist sein ,wort4' ,auch im ,deuteronomion sagt er3 ',er hat dich geplagt und hungern lassen1 aber dann mit ,manna gespeiset1 das deine ,vter nicht kannten1 auf da dir offenbar wrde1 da der ,mensch nicht vom ,brode allein lebt1 sondern von einem jeglichen ,wort1 das aus des ,herrn ,munde geht4' ,diese ,plage ist ein ,werk der ,gnade1 denn durch die ,strafe reinigt er unsere ,seelen1 wenn er uns nmlich die ,sinnenlust entzieht1 vermeinen wir geplagt zu werden2 aber eben damit erweist er sich uns gndig4 ,er schickt auch ,hunger ber uns1 nicht nur einen ,hunger nach ,tugend1 sondern den1 welcher die ,bosheit und die ,leidenschaft zchtigt2 denn zum ,beweise1 da er es gut mit uns meint1 heit es ja1 er sttigt uns mit ,manna1 d4 h4 mit seinem ,wort1 das ,alles in sich fat1 und reines ,sein ist4 ,manna heit eigentlich ',etwas'1 das ist das reine ,sein1 das allgemeinste ,wesen2 denn der gttliche ,logos ist ber der ganzen ,welt und allgemeiner als alle ,kreaturen4 ,diesen ,logos kannten die ,vter nicht1 d4 h4 nicht die wahren ,vter1 sondern nur die ,alten an ,jahren1 nicht an ,weisheit2 diejenigen1 die zu den ,propheten sprachen3 ,gieb uns einen ,fhrer1 da wir zurckkehren zur ,leidenschaft1 d4 h4 nach gypten4 ,so werde es dann der ,seele kund1 da der ,mensch nach dem ,ebenbilde nicht vom ,brode allein lebt1 sondern von jeglichem ,wort1 das aus dem ,munde ,gottes kommt1 d4 h41 da er sowohl durch den ganzen ,logos genhrt wird1 als auch durch einen ,teil von ihm4 ,denn ,mund ist ein ,sinnbild der ,rede1 ,wort aber ein ,teil derselben4 ,die ,seele der ,vollkommenheit wird durch den ganzen ,logos genhrt1 wir aber wollen zufrieden sein1 wenn uns nur ein ,teil des gttlichen ,wortes zukommt4 ,an anderer ,stelle nennt ,philo den ,logos das ,vaterland weiser ,seelen und sagt zur ,erklrung der ,aufforderung ,jakobs1 ,laban zu verlassen 7,genes4 ,,xxxi1 #c71 da der ,befehl1 ,jakob solle sich von ,laban kehren1 heie1 der ,geist des ,asketen solle sich nicht mehr mit den sinnlichen ,dingen und den ,eigenschaften der ,krperwelt 7,laban7 abgeben2 sondern sich in das ,vaterhaus1 d4 h4 zum heiligen ,logos1 dem ,wohnort weiser ,seelen wenden4#fec ,in einem andern ,gleichnis nennt ,philo den ,logos noch den ,regentau und ,steuermann der ,weisen1 ja das ,triebrad im innern ,wesen der ,gottheit und der ,geisterwelt1 welchem ,gott bei der ,schpfung der ,welt sein allmchtiges ,werde anvertraute4#fed ,aus ,gott emanieren unzhlige ,krfte und ,geister1 welche die intelligible ,welt als ,urbild und ,ideal der sichtbaren ,krperwelt hervorbrachten4 ,unter diesen hheren himmlischen ,geistern steht eine unermeliche ,menge niederer1 welche ,engel genannt werden4 ,diese ,geister haben verschiedene ,geschfte2 sie dienen dem ,allmchtigen und haben so tiefe ,einsichten1 da ihnen nichts verborgen bleibt4 ,sie sind ,verknder der gttlichen ,befehle und berbringer der ,gebete vor den ,thron ,gottes4 ,ihre ,existenz ist geboten1 denn es ist notwendig1 da die ganze ,schpfung belebt sei1 und da jeder ,teil der ,welt die ihm angemessenen ,bewohner habe4 ,von den ,geistern1 welche die ,luft bewohnen1 sind einige den ,menschen gefhrlich durch ,einflung sndlicher ,begierden und ,leidenschaften1 andere jedoch dienen dazu1 in der ,seele des ,menschen den ,trieb zur ,unsterblichkeit und ,verachtung alles ,irdischen zu erwecken4 ,und diesem mu man durch ihre unmittelbare ,einwirkung auch die menschliche ,seele das ,geschft der ,inspiration zueignen4#fee ,die ,geister aller ,klassen und ,ordnungen sind ,mittelwesen und ,mittelspersonen zwischen ,gott und den ,menschen1 ,verkndiger der ber sie ergangenen gttlichen ,ratschlsse u4 s4 w4 ,mit einem ,wort1 die ,geisterwelt ist nach ,philo ein intelligibler ,staat1 worin die ,angelegenheiten des sichtbaren ,universums und namentlich des ,menschen betrieben werden4 ,der ,mensch ist eines unmittelbaren vertrauten ,umganges mit der ,geisterwelt und dem ,logos durch eigene ,kraft fhig1 wozu ihm die durch die ,askese vermittelte hchste ,erkenntnis des ,wahren und ,guten verhilft4 ,ist dann die menschliche ,seele in ,verbindung mit der ,geisterwelt -- und namentlich durch den ,einflu des ,logos -- zur ,erkenntnis der eigentlichen ,grundideeen gelangt1 wovon wir durch die ,sinne nur eine oberflchliche ,kenntnis erhalten1 so erhebt sie sich ber sich selbst1 tritt mit dem ,logos in ,gemeinschaft2 sie hat den hchsten ,gipfel der reinsten ,erkenntnis erstiegen1 und ihr ,flug ist hinfort himmelwrts gerichtet4 ,zweites ,kapitel4 ,philos ,mystik4 ,die ,art und ,weise wie ,philo den ,menschen in verschiedene ,grundteile teilt1 hat eine gewisse hnlichkeit mit der sog4 esoterischen ,lehre4 ,diese hnlichkeit mag wohl daher rhren1 da1 wie spter nachzuweisen1 ,philo der ,sekte der ,esser angehrte1 welche bekanntlich unter den ,juden durch buddhistische ,missionre gestiftet worden war4#fef ,der ,mensch besteht nach ,philo aus ,krper und ,seele4 ,der ,krper sma 7rupa der ,inder1 chat der gypter1 guf der ,hebrer1 elementarische ,leib des ,paracelsus7 ist aus den vier ,elementen zusammengesetzt und darum sterblich4#feg ,die ,seele 7psych7 des ,menschen zerfllt in einen unvernnftigen und einen vernnftigen ,teil4 ,zu den ersteren gehrt der ,sitz der ,leidenschaft 7to thymikon7 und der ,sitz der physischen ,begierden 7to epithymtikon74 ,dieser ,teil der ,seele ist sterblich und hat seinen ,sitz im ,blut#feh2 er kann also sehr wohl mit dem ,kama rupa der ,inder1 ,ab der gypter1 ,ruach der ,hebrer und dem ,evestrum oder siderischen ,menschen des ,paracelsus verglichen werden4 ,insofern dieser ,teil der ,seele und der ,krper sterblich sind1 nennt ,philo den ,menschen ein vernnftiges sterbliches ,tier4 ,der niederste ,grundteil der vernnftigen ,seele ist nach ,philo das ,sprachvermgen#fei1 eine ,unterscheidung1 die sonst nirgends gemacht wird4 ,da aber die ,sprache den ,menschen vom ,tiere zunchst unterscheidet1 so knnte man das ,sprachvermgen ,philos vielleicht mit der ,menschenseele der ,inders 7manas1 ba1 ,neschamah1 spiritus etc47 identifizieren4 ,der zweite ,teil der vernnftigen ,seele ist das ,vermgen der ,sinne 7psych aisthtik71 die wir mit ,chaibi der gypter1 chaijah der ,hebrer und der ,vernunft 7,intellectus7 der mittelalterlichen ,mystiker vergleichen knnen4 ,der hchste ,grundteil des ,menschen endlich ist der ,verstand1 nous1 logos1 cha der gypter1 jeschida der ,hebrer1 der gttliche ,gedanke ,agrippas und der ,mensch des ,olympi novi des ,paracelsus1 welcher ein unzertrennlicher ,teil der stetigen ,natur der ,gottheit ist4#ffj ,unter den bisher aufgezhlten sechs ,grundteilen haben wir den ,astralkrper vermit2 aber auch von diesem findet sich eine ,spur bei ,philo1 insofern er sagt1 die ,seele sei in therstoff1 d4 h4 ein fnftes ,element1 aus dem ,himmel und ,gestirne geschaffen worden1 in ein heiliges1 unverlschliches ,feuer gehllt4#ffa ,da ,philo auch die ,lebenskraft kannte1 ergiebt sich aus folgender ,stelle#ffb3 ,oft in seinen ,schriften erklrt ,moses das ,blut fr das ,wesen der ,seele2 sagt er doch geradezu3 die ,seele alles ,fleisches ist ,blut4 ,hingegen heit es bei der ,schpfung des ersten ,menschen3 ,gott blies ihm den ,hauch des ,lebens ein1 und der ,mensch ward zur lebendigen ,seele4 ,diese ,worte beweisen1 da die ,substanz der ,seele ,geist ist4 ,da nun ,moses immer mit sich bereinstimmt1 so mu er einen guten ,grund zu diesem scheinbaren ,widerspruch gehabt haben4 ,dieser ist auch vorhanden1 denn jeder von uns ist eine ,zweiheit1 ein ,tier und ein ,mensch4 ,jedem von diesen beiden ,bestandteilen kommt eine besondere ,kraft zu4 ,dem einen die ,lebenskraft1 durch welche wir leben1 dem andern die ,kraft der ,vernunft1 durch welche wir vernnftig sind4 ,an der ,lebenskraft haben auch die unvernnftigen ,tiere ,anteil4 ,vorsteher und nicht ,teilhaber der anderen ist ,gott4 ,jene ,kraft nun1 welche wir mit den ,tieren teilen1 hat das ,blut zum ,sitz erwhlt4 ,die andere dagegen ist eins mit dem ,geiste4 ,deshalb sagt ,moses 7,deuteron4 ,,xii1 #bc73 'die ,seele des ,fleisches ist ,blut'1 indem er wohl wei1 da die ,natur des ,fleisches keinen ,teil am ,geiste1 sondern nur am ,leben hat4 ,philo unterscheidet also hier eine psych logik und psych sarkik1 welch' ,letztere mit der ,lebenskraft identisch ist4 ,den menschlichen ,verstand 7nous7 bildete ,gott sich selbst oder seinem ,logos vollkommen hnlich und macht ihn somit zu seinem ,ebenbild 7eikn71 und insofern kann man sagen1 da der ,mensch dem ,geist nach ,gott und dem ,logos verwandt sei1 ebenso wie sein ,krper der ueren ,natur gleicht4#ffc ,wir finden also hier zum erstenmal die spter von ,paracelsus ausgefhrte ,parallele zwischen dem ,mikrokosmus und ,makrokosmus aufgestellt4 ,da dieser unsterbliche ,teil des ,menschen schon vor der ,schpfung des sterblichen ,teils in der ,gottheit existierte1 so bedeutet das ,wort ,mosis1 da ,gott dem ,menschen einen lebendigen ,odem in seine ,nase blies1 nichts anderes als die ,absendung des nous von seinem seligen ,sitz in der ,gottheit in den menschlichen ,krper1 um diesen wie eine ,kolonie zu bewohnen4#ffd ,das ,bse lie ,gott entstehen1 um das ,gute desto mehr hervorzuheben1 und verband beide im ,menschen1 der das ,gute nicht erkennen kann1 ohne das ,bse zu wissen4#ffe ,der ,mensch ist also ein ,wesen von gemischter ,natur4 ,sein ,verstand ist nmlich vor seiner ,verbindung mit dem ,krper gut und rein#fff2 seine ,sinne sind ihrer ,natur nach weder gut noch bse1 sondern von einer mittleren ,art1 die bei den ,guten gut1 bei den ,bsen bse ist4 ,die ,begierden und ,leidenschaften jedoch1 der unvernnftige ,teil der ,seele1 und vorzglich die ,wollust sind wie der ,krper bse und ,gott verhat4#ffg ,die ,seele befindet sich daher gewissermaen in einem ,gefngnisse1 dessen ,wchter die ,leidenschaften und ,begierden sind1 oder in einem ,sarge oder ,grabe1 aus dem sie sich nur durch ,entuerung der ,sinnlichkeit befreien kann4#ffh ,der ,krper hindert die ,tugend1 weshalb die ,seele diesen1 die ,lste1 ,begierden1 ,sinne und ,rede fliehen und verlassen mu1 weil bei ihnen das ,bse sich aufhlt4 ,sie mu sich zu der ,gottheit erheben1 d4 h4 sie mu ihre ,gedanken allein auf bersinnliche ,gegenstnde richten und sich nicht mehr mit irdischen ,dingen beschftigen1 als die uerste ,notwendigkeit erfordert4#ffi -- ,wenn wir den ,krper fliehen1 so leben wir der ,natur gem1 wir verhnlichen uns der ,gottheit1 soweit uns dies mglich ist1 und gelangen dadurch zum hchsten ,gipfel der ,glckseligkeit4#fgj ,in sehr prgnanter ,weise spricht sich ,philo ber die ,punkte an einer ,stelle aus#fga1 wo er die ,prophezeiung 7,genes4 ,,xv1 #ac7 erklrt3 ,das sollst du wissen1 da dein ,same wird fremd sein in einem ,lande1 das nicht sein ist2 und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert ,jahre4 ,er sagt3 ,das ,erste1 was uns in diesen ,worten vorgehalten wird1 ist die ,lehre1 da der ,fromme im ,leibe nicht wie in seiner ,heimat wohnen1 sondern ihn als ein fremdes ,land ansehen soll4 ,zweitens liegt darin1 da die ,knechtschaft1 ,unterdrckung und arge ,demtigung der ,seele in der irdischen ,wohnung des ,leibes ihren ,grund hat1 denn die ,leidenschaften sind der ,seele vllig fremd1 sie erwachsen aus dem ,fleische1 in welchem sie wurzeln4 -- ,nun fhrt ,philo1 die ,sklaverei in den ,banden des ,leibes beschreibend1 weiter fort3 ,vierhundert ,jahre dauert die ,knechtschaft4 ,diese ,worte sind auf die ,zahl der hauptschlichsten ,leidenschaften zu deuten1 deren es vier giebt4 ,wenn die ,wollust ber uns herrscht1 so wird der ,geist von leerem ,winde aufgeblasen und bermtig2 gebietet aber die ,begierde in uns1 so zieht die ,sehnsucht nach abwesenden ,genssen in die ,seele ein und wrgt und plagt sie durch trgerische ,hoffnungen4 ,denn sie drstet dann immerwhrend und kann doch ihren ,durst nicht lschen1 so da sie ,qualen des ,tantalus erdulden mu4 ,sind wir aber in der ,knechtschaft der ,traurigkeit1 so wird die ,seele zusammengeschnrt und eingeengt1 und sie ist einem ,baume zu vergleichen1 von welchem die ,blten und die ,bltter abfallen4 ,sind wir endlich im ,banne der ,furcht1 so vermag ,niemand zu bleiben1 sondern darf nur in schleuniger ,flucht ,rettung erhoffen4 ,die ,begierde hat nmlich eine anziehende ,kraft und zwingt uns1 das ,ersehnte zu verfolgen1 auch wenn es vor uns flieht4 ,die ,furcht dagegen trennt uns von ihrem ,gegenstand4 ,die ,herrschaft der genannten ,leidenschaften bt schweren ,druck auf ihren ,sklaven aus1 bis ,gott1 der groe ,richter1 den ,bedrckten von seinem ,bedrcker trennt1 um jenem seine ,freiheit zu geben und ber diesen die wohlverdiente ,strafe zu verhngen4 ,denn es heit ja 7,genes4 ,,xv1 #ad73 ',das ,volk1 das sie bedrckte1 will ich richten1 und dann sollen sie ausziehen mit groem ,gute4' ,es ist notwendig1 da der ,sterbliche dem ,volk der ,leidenschaft unterworfen werde und das vom ,geborenwerden unzertrennliche ,los erdulde4 ,aber es ist auch der ,wille ,gottes1 die ,not unseres ,geschlechtes zu erleichtern4 ,wenn wir daher auch in der ,knechtschaft des ,leibes das ,unvermeidliche erdulden1 so thut ,gott seinerseits1 was ihm zu thun obliegt3 er bereitet ,freiheit den ,seelen1 welche sich flehend an ihn wenden2 ja1 er lst sie nicht allein aus dem ,gefngnis1 sondern giebt ihnen auch ,zehrung auf die ,reise mit1 was im ,texte aposkeu 7,gut7 heit4 ,was ist dies nun8 ,wenn der vom ,himmel stammende ,geist in die ,not des ,leibes gebannt wird und sich von keiner ,lust und -- wie ein ,weichling -- unterjochen lt1 sondern wie ein ,mann nicht zum ,leiden1 sondern zur ,that bereit1 krftig nach ,freiheit strebt und alle ,wissenschaften rstig betreibt1 so nimmt er beim ,abschied und ,hingang in sein ,vaterland all' jenes ,wesen mit1 welches hier aposkeu genannt wird4 ,jedem der drei ,hauptteile der ,seele setzte ,gott eine ,tugend zur ,seite1 um ihn zu regieren3 dem ,verstand die ,klugheit1 den ,leidenschaften die ,tapferkeit und den ,begierden die ,migung1 wozu dann1 wenn jene die ,oberhand haben1 noch die ,gerechtigkeit kommt1 welche insgesamt in der ,gte des ,charakters ihren gemeinsamen ,ursprung haben4#fgb ,die ,seele ist von ,gott nicht den ,gesetzen der ,notwendigkeit unterworfen worden4 ,als ,himmelsgeborener ist der ,mensch frei und in nichts zeigt sich sein gttlicher ,ursprung so schn1 als in der gttlichen ,freiheit1 die ihm vor allen anderen ,kreaturen zu teil wurde4 ,in dieser ,hinsicht sagt ,philo#fgc3 ,der ,mensch besteht aus dem nmlichen ,stoff1 aus welchem die ,naturen des ,himmels geschaffen wurden1 und er ist deshalb unvergnglich4 ,denn ihn allein hat ,gott der ,freiheit gewrdigt und fr ihn die ,bande der ,notwendigkeit1 die alle ,geschpfe fesseln1 aufgehoben2 er hat ihn an dem herrlichsten eigenen ,vorzug1 soviel der ,mensch davon fassen kann1 teilnehmen lassen4 ,deswegen ist er aber auch zurechnungsfhig4 ,den ,tieren und ,pflanzen kann man weder ,fruchtbarkeit als ,verdienst1 noch ,unfruchtbarkeit als ,schuld annehmen1 aber er allein verdient ,tadel1 wenn er ,bses thut1 und wird auch dafr bestraft4 -- hnlich lautet eine andere ,stelle#fgd3 ,um seiner ,gerechtigkeit willen hat ,gott der menschlichen ,seele den ,geist eingehaucht1 denn wre dem ,menschen das wahre ,leben nicht eingegeben worden1 und wre er somit zur ,tugend unfhig gewesen1 so htte er1 wenn er fr seine ,snden bestraft wurde1 sagen knnen1 da er ungerecht bestraft werde1 und ,gott selbst sei an seinen ,vergehungen schuld1 weil er ihm die ,mglichkeit ,gutes zu thun nicht verliehen1 denn ,fehler ohne ,freiheit seien keine ,fehler4 ,wegen ihrer gttlichen ,eigenschaften wird die ,seele der ,tempel ,gottes genannt4 ,so heit es#fge3 ,das wahrhaft ,gute hat in nichts uerem seinen ,sitz1 weder im ,krper noch in der ,seele1 sondern allein in dem kniglichen ,geiste4 ,denn da ,gott wegen seiner ,milde und ,liebe das ,gute in die ,welt einfhren wollte1 so hat er keinen wrdigeren ,tempel gefunden als den menschlichen ,geist4 ,philo hlt den ,zustand des jetzigen ,menschen fr sehr verschieden von dem des idealen1 wie er aus der ,hand des ,schpfers kam4 ,diese ,spekulation ber den ,zustand des idealen ,menschen vor dem ,fall 7,adam71 ber den ,sndenfall1 seine ,folgen c4 durchziehen die ganze christliche ,mystik und finden namentlich auch bei ,jakob ,bhme ihren ,niederschlag4 ,da sie somit jedermann bekannt sein werden1 bedrfen sie hier einer flchtigen ,erwhnung4#fgf ,adam war vollkommen an ,leib und ,seele3 ,die ,schnheit seines ,leibes folgt aus drei ,grnden3 ,erstens waren in der jugendfrischen ,schpfung alle ,stoffe weit vollkommener und reiner als spter2 zweitens whlte ,gott aus den besten ,teilen des ,stoffes das ,vorzglichste aus1 um das ,gef einer unsterblichen ,seele zu bilden1 drittens war der ,schpfer selbst der vorzglichste ,werkmeister4 ,der hohe ,adel der ,seele ,adams folgt daraus1 da sie ,gott nach nichts ,sichtbarem1 sondern nach seinem ,ebenbilde schuf4 ,darum mute sie als ,abbild des ,vollkommensten notwendig selbst vollkommen sein4 ,die jetzigen ,menschen sind nur von ,menschen erzeugt und nicht -- wie ,adam -- von ,gott selbst geschaffen4 ,soweit aber ,gott den ,menschen bertrifft1 um so hher mu auch ein gttliches ,geschpf ber ein menschliches erhaben sein4#fgg ,adam war fernerhin gleich bei seinem ,eintritt in die ,welt ,knig der sichtbaren ,natur1 ber die er eine unbeschrnkte ,herrschaft ausbte#fgh1 und er bewies diese ,herrschaft gleich anfangs dadurch1 da er allen ,dingen ,namen gab4#fgi -- ,auch lebte er im ,umgang mit den ,brgern der ,geisterwelt und bestrebte sich1 alle ,befehle der ,gottheit zu vollziehen1 auf dem ,wege der ,tugend sich zur ,verhnlichung mit ihr emporzuschwingen1 da ,gottes ,geist reichlich auf ihn herabstrmte4#fhj ,mit dem ,sndenfall trat ein vlliger ,umschwung ein4 ,dennoch wird derselbe nicht als eine unermeliche ,schuld ,adams1 sondern als eine ,folge seiner schwachen und sterblichen ,natur dargestellt4#fha ,anla zum ,sndenfall gab das ,weib4 ,solange ,adam allein lebte1 war er schuldlos1 als aber das ,weib geschaffen wurde1 eilte er auf dasselbe zu1 voll ,freude ber die befreundete ,gestalt1 und umarmte sie4 ,aus dieser ,umarmung entstand die ,liebe1 und aus der ,liebe die ,wollust4 ,diese ist der ,keim aller ,laster1 und sie bewirkte1 da ,adam ein unsterbliches und seliges ,leben mit einem unglcklichen und sterblichen vertauschen mute4#fhb ,auer dieser sich an den ,bibeltext anschlieenden ,darstellung des ,sndenfalls hat ,philo noch eine allegorische ,erklrung3 ,nach der ,genesis ist der ,ort des ,sndenfalls das ,paradies1 der ,garten ,gottes2 ,verfhrerin ist die ,schlange1 und der ,anla des ,falls das ,verbot1 vom ,baume der ,erkenntnis zu essen4 ,dies alles erklrt ,philo fr ein ,bild3 das ,paradies ist die ,seele1 die in demselben wachsenden ,pflanzen sind die ,tugenden1 der ,baum des ,lebens ist die erste der ,tugenden1 nmlich die ,ehrfurcht gegen ,gott1 und der ,baum der ,erkenntnis endlich ist die ,klugheit4 ,die ,schlange ist die ,wollust1 welche den ,menschen zur ,snde verfhrt4 ,unter dem ,mann versteht ,philo den ,verstand des ,menschen1 unter dem ,weib die ,sinne1 bei denen sich die ,wollust einschmeichelt1 um dadurch den ,verstand zu betrgen und zum ,bsen zu verfhren4#fhc ,mit dem ,fall begann eine ,reihe von beln ber die ,menschen hereinzubrechen4 ,das ,weib fand seine ,strafe in den ,schmerzen der ,geburt1 in den ,beschwerden der ,kindererziehung und in der ,unterwrfigkeit unter den ,willen des ,mannes2 der ,mann in der ,arbeit und ,sorge um den ntigsten ,lebensunterhalt4#fhd ,selbst die ,erde wurde wegen des ,sndenfalls bestraft1 und sie bringt ihre ,frchte nicht mehr so dar1 wie sie dieselben ohne die ,snden der ,menschen getragen htte4 ,denn die ,erde wrde auch ohne ,ackerbau alles im berflusse erzeugt haben1 wenn nicht die ,laster ber die ,tugend die ,oberhand gewonnen und die ,gottheit gentigt htten1 der unaufhrlichen ,mitteilung ihrer ,gter eine ,grenze zu setzen1 um sie nicht an ,unwrdige zu verschwenden und den ,menschen durch einen von ,miggang und berflu erzeugten ,mutwillen in noch greres ,sndenelend zu strzen4#fhe -- ,wrden die ,menschen aufhren1 den gttlichen ,gesetzen entgegen zu handeln1 und ein gttliches ,leben fhren1 so wrde auch die erste ,fruchtbarkeit wieder eintreten4 ,seit ,adam artet das ,menschengeschlecht von ,generation zu ,generation immer mehr aus#fhf1 wie das erste ,bild1 das nach dem ,urbild gemacht wurde1 noch am meisten demselben hnlich sieht1 whrend die spteren1 nach ,abbildern gemachten ,kopien immer schwcher und unkenntlicher werden1 oder wie in einer ,reihe von ,eisenstben1 die an einem ,magnetstein aufgehngt sind1 derjenige die meiste magnetische ,kraft bewahrt1 welcher den ,stein unmittelbar berhrt1 die tiefer hngenden aber immer weniger4 -- ,doch haben die spteren ,menschen das ,ebenbild ,gottes nicht ganz verloren1 sondern es ist nur verdunkelt worden4 ,diese ,verwandtschaft besteht in der vernnftigen ,seele2 dem ,krper nach sind wir mit der ,welt verwandt2 er ist aus allen ,elementen zusammengesetzt und fat alle ,eigenschaften derselben in sich4 ,deshalb macht er den ,menschen zu einem ,proteus1 welcher gleich gut auf dem ,lande1 im ,wasser1 in der ,luft und im ,feuer leben kann4#fhg -- ,auerdem aber haben die spteren ,menschen von der ,herrschaft1 welche ,adam in vollem ,mae ber die ,natur besa1 wenigstens die ,gewalt ber die ,tiere behalten4#fhh ,unzhlig sind die den ,sterblichen angeborenen bel1 unter denen ,philo die ,leidenschaften und ,begierden1 nicht die spezifische ,erbsnde versteht1 obschon er einen gewissen ,einflu des ,sndenfalls auf die ,nachkommenschaft zugiebt4 ,von diesen beln knnen wir uns nie gnzlich losreien2 wir knnen sie nicht vertilgen1 sondern mssen sie nur zu mildern suchen4 ,bei ,jedem1 sei er auch noch so gut1 ist durch die ,geburt selbst das ,sndigen mit seiner ,natur verwebt1 und ,niemand kann daher ohne zu sndigen1 sein ,leben beenden4#fhi ,in den ersten sieben ,lebensjahren freilich#fij haben wir noch eine unverdorbene ,natur1 weil die ,seele noch unausgebildet ist1 und weder die ,begriffe des ,guten noch des ,bsen in ihr haften4 ,im darauf folgenden ,knabenalter jedoch fangen wir gleich an1 ein sndiges ,leben zu fhren1 indem wir teils das ,bse aus uns selbst heraus erzeugen1 teils von andern begierig aufnehmen4 ,auch ohne ,lehrer lernt die ,seele das ,bse von selbst und richtet sich durch ihre stete ,fruchtbarkeit an ,lastern zu ,grund1 denn die ,seele des ,menschen strebt1 wie ,moses sagt1 von ,jugend auf den ,bsen nach4#fia ,auf diese ,weise mten wir von den ,leidenschaften hingerissen und notwendig von den uns anhngenden beln besiegt werden4 ,allein1 der ,mensch ist nach dem ,ebenbilde ,gottes geschaffen und deshalb dazu bestimmt1 ,gott nachzuahmen oder ihm immer hnlicher zu werden4#fib ,damit der ,mensch nun1 welcher von ,natur verdorben ist1 zu diesem ,ziele gelangen knne1 mu ,gott sich seiner annehmen4#fic -- ,dies thut ,gott auf zweierlei ,art3 ,erstens dadurch1 da er dem ,menschen die ,tugenden1 die gttlichen ,krfte1 in die ,seele pflanzte1 welche ganz besonders noch durch die ,beschftigung mit den ,wissenschaften angezogen werden4 ,in diesem ,sinne sagt ,philo#fid3 ,die ,menschenseele ist ein ,tempel des unsichtbaren ,gottes2 wenn sie nmlich durch die vorbereitenden ,wissenschaften#fie gehrig vorbereitet ist1 so drfen wir frohe ,hoffnung schpfen und die ,ankunft der gttlichen ,krfte erwarten4 ,diese steigen herab1 um uns zu heiligen und zu reinigen nach dem ,befehle ihres himmlischen ,vaters4 ,wenn sie dann in die tugendliebende ,seele eingezogen sind1 sen sie in ihr die ,saat der ,seligkeit4 ,zweitens aber thut sich ,gott von oben und auen auf verschiedene ,weise kund1 indem er dem hlfsbedrftigen ,menschen entweder seine ,engel1 den ,logos 7logos71 den gttlichen ,geist 7pneuma hagion7 oder die gttliche ,weisheit 7sophia7 schickt2 ja er sagt sogar1 da ,gott selbst in die ,seelen herabsteigt4#fif ,da ,gott sich ,allen durch seinen ,geist kundgebe1 sagt ,philo mit folgenden ,worten#fig3 ,der ,herr sprach3 mein ,geist soll in den ,menschen nicht bleiben ewiglich1 weil sie ,fleisch sind4 ,wohl kehrt er ein1 aber nicht immer bleibt er auf ihnen2 denn wer ist so vernnftig oder seelenlos1 da er nie1 freiwillig oder unfreiwillig1 einen ,begriff des hchsten ,gutes erhalten habe8 ,auch zu den ,verruchtesten schwebt oft pltzlich das ,schne in flchtiger ,erscheinung herab1 aber sie sind nicht imstande1 dasselbe festzuhalten1 und bald entflieht es wieder4 ,es wre auch gar nicht zu ihnen gekommen1 wenn nicht in der ,absicht1 jene ,menschen1 welche das ,laster anstatt der ,tugend erwhlen1 zu berfhren4 ,nur bei denen allein1 die sich vom ,krper loszureien streben1 bleibt der heilige ,geist bestndig4 ,durch den ,logos erleuchtet und belehrt ,gott die ,menschen ins besondere ber sich selbst2 er sendet ihnen in die tugendhaften ,seelen wie einen erquickenden ,strom1 heilt durch ihn die ,krankheiten der ,seele1 flt ihr seine heiligen ,gesetze ein1 muntert sie auf und strkt sie zur ,beobachtung derselben4 ,er wohnt und lebt in tugendhaften ,seelen2 er selbst ist vollkommen rein und keiner ,snde fhig4 ,er ist der ,mittler zwischen ,gott und den ,menschen4#fih ,er ist weder ungeschaffen wie ,gott1 noch auf dieselbe ,art wie die ,menschen geschaffen4 ,sehr charakteristisch fr die ,auffassung des ,logos im ,christentum sind ,philos eigene ,worte#fii3 ,gott lt seine ,weisheit sanft in tugendhafte ,seelen herniederstrmen1 sie sichert dieselben vor allen unangenehmen ,empfindungen1 lt aber in rohe unwissende ,seelen die ,strafe gleich einem reienden ,strom herniederstrzen4 ,aber dem uralten ,logos1 dem vornehmsten ,gesandten ,gottes1 hat der ,vater1 welcher ,alles zeugte1 den ausgezeichneten ,auftrag gegeben1 da er auf einer ,grenze zwischen dem ,schpfer und den ,geschpfen stehen sollte4 ,er fleht den ,unsterblichen fr den stets fehlenden ,sterblichen um ,gnade an und ist der ,abgesandte des hchsten ,knigs an seine ,unterthanen4 ,er freut sich seines ,auftrags1 er rhmt sich desselben und spricht3 ,ich stehe mitten zwischen euch und dem ,herrn 7,numeri #dhaf74 ,er ist weder ungezeugt wie ,gott1 noch gezeugt wie wir2 er steht in der ,mitte zwischen zwei ,extremen und ist bei beiden ein ,brge2 bei dem ,schpfer steht er dafr1 da niemals das ganze ,geschlecht von ihm abfallen und in ,unordnung zurckstrzen werde2 dem ,geschpf hingegen verbrgt er1 da es die gewisse ,hoffnung haben soll1 der gndige ,gott werde immer fr sein eigenes ,werk ,sorge tragen4 ,philo betrachtet den ,ornat des ,hohepriesters als ,symbol des ,weltalls1 und den aus zwlf ,steinen bestehenden ,brustschild 7,urim und ,thummim71 das heilige ,orakel1 als das ,symbol des ,logos1 welcher das ganze ,weltall zusammenhlt und regiert2 denn1 setzt er hinzu1 es war notwendig1 da derjenige1 welcher vor den ,vater der ,welt treten wollte1 7der ,hohepriester im ,allerheiligsten7 sich dessen mit vollkommener ,tugend begabten ,sohnes als ,frsprecher bediene zur ,vergebung der ,snden und zur ,mitteilung reichlicher ,gter4#gjj -- -- -- ,so viel ber die direkten gttlichen ,hlfen4 ,die ,menschen dagegen mssen ihrerseits1 falls sie ,krfte genug dazu besitzen1 im dritten ,menschenalter 7vgl4 oben7 durch den ,unterricht 7mathsis7 in den ,vorbereitungswissenschaften zur ,philosophie ihren ,verstand zu schrfen und an ,betrachtungen zu gewhnen suchen4 ,darauf msse eine angestrengte bung folgen 7asksis71 die in einem anhaltenden ,kampf zwischen ,sinnlichkeit und ,vernunft besteht1 bis die ,gottheit1 wenn wir eine ,zeit lang ,stand gehalten haben1 dem ,guten das bergewicht verleiht4#gja ,in diesem ,sinne sagt ,philo#gjb3 ,zur ,tugend gelangt man entweder durch ,natur1 durch ,askese oder durch ,unterricht4 ,deswegen schreibt ,moses von drei weisen ,stammeshuptern unseres ,geschlechts1 die zwar nicht denselben ,weg einschlugen1 aber zu demselben ,ziele gelangten4 ,der lteste derselben1 ,abraham1 strebte auf dem ,wege des ,unterrichts zur ,tugend2 der zweite1 ,isaak1 erreichte sie durch die angeborene ,kraft oder durch die ,natur2 der dritte1 ,jakob1 durch asketische bungen4 ,es gibt also drei ,arten1 um zur ,weisheit zu gelangen1 und von diesen berhren sich die beiden uersten am nchsten4 ,die ,askese ist nmlich eine ,tochter des ,unterrichts2 die ,natur dagegen ist zwar als ihre gemeinschaftliche ,wurzel beiden verwandt1 aber sie hat den entschiedensten ,vorzug vor ihnen4 ,daher konnte nun ,isaak1 nachdem er durch die ,natur eines ,bessern belehrt war1 der ,vater ,jakobs werden1 der sich durch die ,askese emporarbeitete4 ,nur ist weder ,abraham noch ,jakob als ,mensch1 sondern beide sind als ,seelenkrfte zu nehmen1 jener fr diejenige ,kraft des ,geistes1 die sich zum ,unterricht hindrngt1 dieser fr die ,willigkeit zur ,askese4 ,wenn aber der ,asket krftig nach dem ,ziele luft und hell zu schauen beginnt1 was er vorher nur im ,dunkeln und wie im ,traume sah1 so wird sein ,name ,jacob1 'der ,fersenstoer'1 in den hhern ,israel1 ',beschauer ,gottes'1 umgewandelt1 und dann ist nicht mehr der lernende ,abraham1 sondern ,isaak1 der selbstgelehrte ,natursohn1 sein ,vater4 ,das ,verhltni zwischen ,askese und ,unterricht bestimmt ,philo folgendermaen genauer#gjc3 ,wer auf dem ,wege des ,unterrichts reif wird1 bleibt1 vom ,gedchtnis und einer glcklichen ,natur untersttzt1 fest bei dem ,erlernten4 ,der ,asket lt manchmal nach1 wenn er sich mit ,anstrengung gebt hat1 um die erschpften ,krfte wieder zu ersetzen1 wie es die ,athleten zu thun gewohnt sind4 ,auerdem erreicht der1 welcher auf dem ,wege des ,unterrichts nach ,tugend strebt1 auch dadurch ,unvernderlichkeit1 da er einen unsterblichen ,lehrer1 den ,logos1 hat und unsterblichen ,unterricht von ihm empfngt4 ,der ,asket dagegen hat nur seinen eigenen freien ,willen fr sich1 welchen er anstrengt1 um das den ,kreaturen angeborene ,verderben auszutreiben4 ,aber wenn er auch das ,ziel bis zur ,vollendung erreicht1 so fllt er doch zuweilen1 von den ,anstrengungen ermattet1 in das frhere bel zurck4 ,der ,asket ist mehr im ,kampf gebt1 jener aber glcklicher1 denn er hat einen ,andern zum ,lehrer1 whrend der ,asket aus sich herausarbeitet und mit ,eifer und fortgesetzter ,anstrengung in das ,wesen der ,dingen einzudringen sucht4 ,das ,verhltnis des ,unterrichts und der ,askese zur ,natur 7physis7 bestimmt ,philo folgendermaen#gjd3 ,die erlernte und durch bung errungene ,tugend ist der ,vervollkommnung fhig1 denn der1 welcher ,unterricht nimmt1 strebt nach ,kenntnissen1 die er noch nicht besitzt1 der ,asket dagegen nach den ,krnzen und ,preisen des ,kampfes2 doch das selbstgelehrte ,geschlecht der ,naturshne ist von vornherein vollendet4 ,nach diesen ,stellen nimmt der ,asket die unterste ,stufe der nach ,vollendung ,strebenden ein1 und seine ,eigentmlichkeit besteht darin1 da er sich unaufhrlich bemht1 durch eigene ,kraft sein ,ziel zu erreichen4 ,in diesem ,sinne sagt ,philo#gje3 ,in der ,himmelsleiter1 welche ,jacob im ,traume sah1 schaute er ein ,bild seines eigenen ,lebens3 denn die ,askese ist ihrer ,natur nach ungleich2 bald steigt sie in die ,hhe1 bald sinkt sie wieder herab1 bald fhrt sie mit gutem ,winde1 bald kmpft sie mit schlechtem1 bald ist der ,asket voll ,leben1 bald ist er tot und begraben1 so da sich die ,worte ,homers auf ihn anwenden lassen3 ',da die ,beid' abwechselnd den einen ,tag um den andern leben und wieder sterben4'#gjf ,in der ,that ist ihr ,leben von dieser ,art4 ,die ,weisen haben nmlich den ,himmel zur ,wohnung erhalten1 da sie unausgesetzt in die ,hhe streben1 die ,schlechten aber die ,hhlen des ,hades1 weil sie vom ,anfang bis zum ,ende auf den ,tod hinarbeiten und sich an der ,verwesung erfreuen4 ,der in die ,mitte zwischen beide gestellte ,asket dagegen steigt wie auf einer ,leiter auf und ab1 bald von seiner besseren ,natur emporgehoben1 bald wieder durch die schlechtere herabgedrckt1 bis der ,schiedsrichter und ,herr aller ,kmpfe dem bessern ,teil den ,sieg verleiht und den schlechtern auf immer zerstrt4 ,der ,gegenstand der ,askese ist also1 wie aus den angefhrten ,stellen ersichtlich ist1 die ,wissenschaft und praktische bung der ,tugend1 welche hauptschlich in der ,unterdrckung des ,fleisches und seiner ,lste besteht4 ,so sagt ,philo#gjg3 ,die ,worte 7,genesis ,,xxviii1 #aa7 'und er nahm einen ,stein des ,orts und legte ihn zu seinen ,hupten' haben auch nach der wrtlichen ,erklrung einen guten ,sinn3 sie bezeichnen das harte und rauhe ,leben des ,asketen4 ,diese betrachten ,migung1 die ,kunst mit wenigem zu leben1 als die ,grundpfeiler des ,lebens1 sie verachten ,geld und ,ruhm1 selbst die ,speise und ,trank1 insofern sie der ,hunger nicht zwingt1 davon zu kosten2 sie sind im ,dienste der ,tugend gleichgltig gegen ,klte und ,hitze und von kostbaren ,kleidern wissen sie nichts4 ,die drei genannten ,wege sind darin gleich1 da der ,tugendhafte1 mag er nun durch ,askese oder ,unterricht nach oben streben1 oder von ,natur aus schon das ,hchste besitzen1 sich dem ,leibe1 als ,quelle alles ,bsen1 soviel als mglich entzieht4 ,philo spricht sich folgendermaen sehr prgnant ber dieses ,thema aus3 ,nur die guten und weisen ,menschen sind wahrhaft ,gottes ,geschpfe4 ,der heilige ,chor solcher ,mnner giebt aber nicht nur den ,besitz uerer ,gter auf1 sondern auch das ,fleisch verachten sie4 ,die ,athleten freilich1 welche den ,krper gegen die ,seele auftrmen1 strotzen von ,kraft und ,gesundheit2 aber die ,tugendkmpfer sind mager1 bleich und abgezehrt2 sie suchen die ,krpermasse in ,seelenkraft umzubilden1 um ganz ,geist zu werden4 ,das ,irdische wird mit ,recht vernichtet1 wenn man ,gott gefallen will2 aber selten1 doch nicht unmglich1 ist dies ,geschlecht auf ,erden zu finden4#gjh ,ein jeder mu den ,bruder des ,geistes1 den ,leib1 den nchsten des vernnftigen ,teils der ,seele1 den unvernnftigen1 tten4 ,denn nur dann kann der ,geist in uns ,diener ,gottes werden1 wenn erstens der ,mensch ganz in ,seele aufgelst wird1 dadurch1 da der verbrderte ,leib samt seinen ,begierden weichen mu2 zweitens1 wenn die ,seele ihr ,nchstes1 nmlich den unvernnftigen ,teil 7to alogo ts psychs meros71 aufgiebt4 ,dieser teilt sich wie ein ,strom in fnf ,arme1 die ,sinne1 und rhrt diese durch die ,macht der ,leidenschaften auf4 ,endlich mu noch die ,vernunft ihren angrenzenden ,nachbar1 die ,rede1 entfernen1 soda nur das innere -- geistige -- ,sprechen brig bleibt1 erlst von den ,sinnen1 erlst vom ,leibe1 erlst von der ,rede des ,mundes4 ,denn nur1 wenn der ,geist auf diese ,weise fr sich allein lebt1 kann er das ,wesen rein und ungestrt verehren4#gji ,damit nun ,auenstehende nicht meinen knnten1 ,philo verlange eine gnzliche ,trennung vom ,leibe und somit eine ,art ,selbstmord1 sagt derselbe an anderer ,stelle#gaj3 ,verla den ,leib1 die ,sinne und die ,erde1 soll nicht heien3 trenne dich wesentlich von ihnen1 sondern es heit blo3 entferne dich geistig von diesen ,dingen1 la dich nicht von ihnen beherrschen1 denn es sind deine ,unterthanen6 ,es ist aber nicht genug1 da sich die ,seele vom ,leib1 den ,sinnen und der ,rede los sagt1 sie mu1 wenn es ihr mglich ist1 aus sich selbst herausgehen4 ,philo sagt deshalb in ,beziehung auf den ,spruch 7,genesis ,,xv1 #d473 ,und siehe1 der ,herr sprach zu ihm3 ,er soll nicht dein ,erbe sein1 sondern der von deinem ,leibe kommen wird1 soll dein ,erbe sein#gaa3 ,wer wird deine ,erbe sein8 ,nicht der ,geist1 der freiwillig im ,gefngnis des ,leibes verharrt1 sondern der sich von diesen ,banden befreit1 der auerhalb der ,mauern heraustritt und womglich sich selbst verlt4 ,denn es heit ja3 der aus dir herausgeht1 wird dich beerben4 ,wenn du also die gttlichen ,gter zu erben wnschest1 o ,seele1 so verlasse nicht allein die ,erde1 d4 h4 den ,leib1 die ,verwandtschaft1 d4 h4 die ,sinne1 das ,vaterhaus oder die ,rede1 sondern fliehe dich selbst1 gehe aus dir heraus wie die ,korybanten1 die von gttlicher ,begeisterung trunken sind4 ,denn nur da ist die ,erbschaft himmlischer ,gter1 wo die begeisterungsvolle ,seele nicht mehr bei sich selbst ist1 sondern in gttlicher ,liebe schwelgt und1 von der ,weisheit geleitet1 hinauf zum ,vater gezogen wird4 ,anderswo heit es#gab3 ,der ,geist1 der nach ,freiheit strebt1 mu alles ,sinnliche1 wie die ,organe1 die ,tuschungen eines sophistischen ,verstandes verlassen1 ja sich selber mu er aufgeben4 ,deshalb ruft auch die ,schrift1 das ,los eines solchen ,geistes preisend1 aus3 ',der ,herr1 der ,gott des ,himmels1 der mich von meines ,vaters ,hause genommen hat6'#gac ,wer noch im ,leibe und unter dem sterblichen ,geschlecht wohnt1 darf ,gott nicht nahen1 sondern nur derjenige vermag es1 den ,gott aus diesen ,banden befreit4 ,deshalb geht auch die ,seelenfreude1 ,isaak mit ,namen1 hinaus1 wenn sie allein mit ,gott sein will1 sich und den eigenen ,geist fliehend1 denn es heit#gad3 ',isaak ging hinaus aufs ,feld gegen ,abend um zu beten4' ,und auch ,moses1 die prophetische ,rede spricht#gae3 ',wenn ich aus der ,stadt1 d4 h4 der ,seele hinausgehe1 will ich meine ,hnde ausbreiten'2 d4 h4 ich will alle meine ,handlungen dem ,herrn1 vor dem keine ,bosheit verborgen bleibt1 vorlegen und ihn zum ,zeugen und ,richter derselben machen4 ,wenn nmlich die ,seele sich ihrer selbst ganz entuert und ,gott hingegeben hat1 so hrt das ,getmmel der ,sinne auf1 welches durch die ueren ,gegenstnde angeregt wird1 und es herrscht vollkommene ,ruhe4 ,aber dies geschieht nur dann1 wenn die ,seele aus sich selbst heraustritt und ,gott ihre ,handlungen und ,gedanken weiht4 ,zur ,erklrung dieser ,stelle fhre ich einen ,ausspruch ,philos an1 in welchem er sagt#gaf1 der ,geist knne in dem nmlichen ,augenblick dem ,wesen nach im ,krper zu ,alexandria sein1 der ,kraft nach aber in ,sizilien oder in ,italien oder gar im ,himmel1 sobald er nmlich ber diese ,gegenstnde nachdenke4 ,der ,zweck des ,heraustretens aus dem eigenen ,ich ist das ,verlangen1 in ,gott zu versinken1 was ,philo in einem schnen ,bilde in ,bezug auf die ,worte ,hanna's 7,i4 ,sam4 #a1 #ae7 ,ich bin ein betrbtes ,weib1 ,wein und starke ,getrnke habe ich nicht getrunken1 sondern ich habe mein ,herz vor dem ,herrn ausgeschttet1 sagt#gag3 ,anna behauptet1 da sie keinen ,wein1 noch anderes starkes ,getrnke zu sich nehme1 und rhmt sich der ,nchternheit ihres ,lebens4 ,in der ,that ist es auch viel1 einen freien1 reinen1 von keiner ,leidenschaft trunkenen ,sinn zu bewahren4 ,wem dieses gelingt1 der mag sich selbst als reines ,trankopfer dem ,herrn ausgieen4 ,denn was bedeuten die ,worte3 ich will meine ,seele dem ,herrn ausgieen1 anders als3 ich will mich heiligen2 dadurch nmlich1 da die ,bande1 welche die eiteln ,sorgen des ,lebens um uns schlingen1 gesprengt werden1 damit der ,geist aus sich selbst heraustrete1 die ,grenzen des ,weltalls erreiche und selbst den himmlischen ,anblick des ,ungezeugten geniee4 ,diese auerordentliche ,hhe der ,vollendung kann nur nach langen ,kmpfen erreicht werden#gah1 und ,philo unterscheidet daher drei ,stufen des ,fortschritts3 nmlich den ,anfnger 7ho archomenos71 den ,fortschreitenden 7ho prokoptos7 und den ,vollendeten 7ho teleios74 ,der ,vollendete ist der wahre ,gottmensch 7anthrpos theou71 weil er sich ,gott zum ,eigentum hingegeben4 ,er ist mehr als ein ,mensch und bildet das ,mittelglied zwischen ,gott und dem sterblichen ,geschlecht4#gai ,ihm kommen wegen dieser innigen ,verbindung mit ,gott auch wahrhaft gttliche ,eigenschaften zu1 so die ,unvernderlichkeit und die ,freude1 deren ,wesen ,philo sehr schn beschreibt#gbj3 ,demjenigen1 der ,tugend durch ,natur1 ohne ,anstrengung und ,kampf zum ,eigentum erhielt1 ward als ,preis die ,freude zu ,teil1 denn er wurde1 wie die ,griechen sagen1 gelos1 wie die ,chalder1 ,isaak genannt4 ,das ,lachen ist nmlich das sichtbare ,zeichen unsichtbarer innerer ,freude4 ,freude aber ist die beste und edelste der menschlichen ,empfindungen1 durch welche die ,seele ganz und gar mit ,wohlgefallen erfllt wird1 indem sie sich ihres himmlischen ,vaters erfreut1 ja selbst ber das1 was nicht zu unserer ,lust ausfllt1 wenn es nur nicht aus ,bosheit1 sondern zum ,wohl des ,ganzen geschieht4 ,denn wie ein ,arzt bei groen und gefhrlichen ,krankheiten oft ,teile des ,krpers ablst1 um das ,ganze zu retten1 oder wie ein ,steuermann einen ,teil seiner ,ladung zur ,rettung des brigen ins ,meer wirft1 ohne da ,jemand einen solchen ,steuermann tadelt1 so mu man auf hnliche ,weise berall das ,urwesen bewundern und alles1 was in der ,welt geschieht1 lobpreisen und sich daran erfreuen1 nur das ausgenommen1 wobei ,bosheit im ,spiel ist1 ohne daran zu denken1 ob etwas uns ,vorteil bringe1 sondern ob die ,welt gleich einem wohlgeordneten ,staat zum ,heile des ,ganzen regiert werde4 ,auer der ,freude wird noch der ,friede das ,eigentum des ,weisen genannt1 und neben diesen ,gtern des ,herzens und ,gemts sind noch die hchsten ,schtze des ,geistes ,eigentum des ,vollendeten4 ,vollendung der ,weisheit aber besteht im ,schauen ,gottes1 welches nur den ,vollkommenen zu ,teil wird4 ber die ,art dieses ,schauens drckt ,philo sich nicht bestimmt aus1 sondern nennt es gewhnlich eine unvollkommene und nur annhernde ,erkenntnis4#gba ,nur einige wenige ,menschen bedrfen der ,anstrengung des ,unterrichts und der ,askese nicht1 da sie ,gott schon vor ,geburt1 noch ehe sie etwas ,gutes gethan haben konnten1 vortrefflich ausbildete und zu einem bessern ,schicksal bestimmte4#gbb ,es sind dies die vollkommenen gttlichen ,menschen4 ber diese sagt ,philo#gbc3 ,die ,stelle 7,genesis ,,vi4 #d73 ',es waren auch zu den ,zeiten ,riesen auf ,erden' sei nicht wrtlich zu nehmen1 als wren damals wirklich ,riesen auf ,erden gewesen2 sondern die ,schrift will uns mit diesen ,worten andeuten1 da es dreierlei ,menschen gibt3 irdische1 himmlische und gttliche4 ,die irdischen sind die1 welche in das ,fleisch versunken sind und nur das treiben1 was ,lust erregt4 ,himmlische ,menschen sind alle ,freunde der ,kunst1 der ,wissenschaft und ,weisheit1 denn das ,himmlische in uns ist der ,geist4 ,der ,geist aber beschftigt sich mit himmlischen ,dingen1 mit den ,wissenschaften und ,knsten1 um sich durch ,betrachtung der bersinnlichen ,dinge zu ben und zu strken4 ,gttliche ,menschen endlich sind die ,priester und ,propheten1 welche es verschmhten1 ,brger der ,erde zu werden1 sondern1 alles ,sichtbare und ,sinnliche berfliegend1 in die geistige ,welt einwanderten und sich in den ,staat unvergnglicher ,ideen einschreiben lieen4 -- ,ein solcher ,mann ,gottes hngt an seinem ,gott allein1 folgt ihm und richtet nach ihm die ,pfade seines ,lebens4 ,die ,shne der ,erde aber haben seinen ,geist aus seinem ,besitz1 nmlich der ,denkkraft1 ausgetrieben und graben aus den finstern ,schachten des unbeseelten ,fleisches4 ,auf sie lt sich der ,ausspruch des ,gesetzgebers anwenden3 ',beide werden zu einem ,fleische' 7vgl4 ,genesis1 ,,ii4 #bd72 'sie haben das herrlichste ,geprge verflscht1 die bessere ,stellung verlassen und sind berlufer geworden zum ,schlechten und ,entgegengesetzten4' ,den ,shnen der ,erde1 welche nicht ,kraft genug besitzen1 sich aus eigener ,kraft in die ,hhe zu schwingen1 knnen fnf ,hilfsmittel dienen1 nmlich3 die schaffende1 herrschende1 gebietende und verbietende ,kraft sowie die der gttlichen ,gnade1 denn wer einsieht1 da ,gott die ,welt geschaffen hat1 wird von ,liebe zu ihm hingerissen2 wer wei1 da ,gott der ,herr des ,geschaffenen ist1 wird wie der ,unterthan durch die ,furcht vor dem ,knig und wie ein ,kind1 wenn nicht durch ,liebe1 doch durch die ,furcht vor den zgelnden ,zwangsmitteln des ,vaters -- von der ,snde zurckgehalten1 wer berzeugt ist1 da ,gott gndig ist1 wird aus ,hoffnung auf ,vergebung sich bessern2 und wer endlich glaubt1 da ,gott ,gesetzgeber ist1 wird entweder seinen ,geboten gehorchen1 oder doch wenigstens seine ,verbote nicht bertreten4#gbd ,die in den ,snden ,verharrenden straft ,gott nicht gleich nach seiner ,gte1 sondern lt ihnen ,zeit zur ,bekehrung und ,verbesserung ihrer ,fehler oder schiebt doch die ,strafe wegen der unter ihnen wohnenden ,rechtschaffenen auf1 da diese ein ,lsegeld fr die ,bsen sind1 die sie durch ,unterricht auf bessere ,wege zu bringen suchen und teils durch ihre guten ,erfolge1 teils durch ihre ,person1 um welche herum die ,gottheit lauter ,wohlthaten verbreitet1 die ,strafe abwenden4 ,sobald die ,sndigen sich zu bessern beginnen1 vergiebt ihnen die gttliche ,gnade nach ihrer ,gerechtigkeit1 ohne sich darum bitten zu lassen4#gbe ,wer aber an der ,snde wie an einer unheilbaren ,krankheit darnieder liegt1 der mu bestndig sein nie aufhrendes ,unglck tragen1 verstoen in die ,gegend der ,gottlosen1 um hartes unaufhrliches ,unglck zu leiden4#gbf ,diese ,gegend ist jedoch nicht der fabelhafte ,hades1 sondern der ,sitz der ,lste1 ,begierden und alles ,bsen4#gbg ,die ,menschen glauben zwar1 der ,tod sei das ,ende aller ,strafen1 da er doch vor dem ,tribunal der ,gottheit kaum der ,anfang davon ist2 denn es giebt eine doppelte ,art des ,todes3 die ,trennung der ,seele vom ,krper1 eine1 wo nicht gute1 so doch gleichgltige ,sache1 und das ,ersterben in ,snden1 welches durchaus bel und je lnger desto bler wird4 ,dieser ewige ,tod besteht in einer bestndigen hoffnungslosen ,traurigkeit und ,furcht4#gbh ,die ,tugendhaften dagegen1 welche ein gutes praktisches ,leben fhrten1 belohnt ,gott im ,alter mit einem einsamen der ,betrachtung geweihten ,leben1 wodurch sie zum endlichen ,ziele ihres ,strebens1 zur wahren ,weisheit und ,erkenntnis ,gottes gelangen durch wahre ,freude und ,glckseligkeit und ,heimsuchung ihrer ,seelen durch die ,gottheit1 deren ,tempel sie sind4#gbi ,diejenigen ,seelen1 welche nach der ,vollendung ihrer irdischen ,laufbahn noch starke ,reize zum ,bewohnen der von ,natur aus bsen ,krper empfinden1 kehren nach dem ,tode wieder in andere zurck4 ,die aber des eiteln ,lebens vllig berdrssig sind1 betrachten den ,krper als ein ,gefngnis oder ,grabmal1 in welches sie sich nur aus ,wibegierde einschlieen lieen#gcj2 sie erheben sich schnell zum ther und wohnen dort von ,ewigkeit zu ,ewigkeit4#gca ,drittes ,kapitel4 ,die ,elemente der ,gnosis bei ,philo4 ,die fr die ,geschichte der ,gnosis wichtigen ,grundprinzipien der ,hermeneutik ,philos sind die folgenden3 ,der hchste ,zweck der gttlichen ,offenbarungen ist der1 dem ,menschen die ewigen ,wahrheiten mitzuteilen1 die sich auf den ,geist als den wahren ,menschen 7nota7 beziehen und diesen dadurch mit ,gott und der ,geisterwelt 7kosmos notos7 in ,verbindung zu setzen4 ,um nun den ,menschen1 der doch ohne die ,erweckung seines geistigen inneren ,sinnes von dem ,gttlichen nichts vernehmen kann1 nach und nach aus sich selbst zu erwecken und auch zum ,nutzen derer1 die zu dieser hchsten ,stufe des religisen ,lebens noch nicht gelangt sind1 zu wirken1 sind diese hheren ,wahrheiten in die ,hlle einer zur sittlichen ,belehrung und ,besserung dienlichen ,geschichte und praktischen ,religionseinrichtungen eingekleidet worden4 ,jene hhern ,wahrheiten sind die eigentliche ,seele des ,ganzen1 das ,reale1 welches nichts weiter suchen lt 7to sma72 die ,geschichte ist im ,verhltnis dazu nur ein ,schatten 7skia74 ,fr diejenigen1 welche nur das in die ,augen ,fallende betrachten1 hat das ,ganze auch historischen ,sinn2 hher aber stehen ,diejenigen1 welche in die innere ,natur1 die verborgene ,kraft1 das wahrhaft ,reale einzudringen fhig sind4 ,das scheinbar ,bse oder ,unmoralische in den somatischen oder notischen ,offenbarungen fgt sich hherer ,harmonie als gut oder ist allegorisch zu deuten4 ,in der ,theosophie ,philos findet sich die allen orientalischen ,systemen gemeinsame ,unterscheidung zwischen einem verborgenen1 in sich verschlossenen1 unbegreiflichen1 ber jede ,bezeichnung und ,abbildung erhabenen ,wesen der ,gottheit und dessen ,offenbarungen1 als dem ersten bergangspunkt zur ,schpfung1 dem ,grund aller ,lebensentwicklung 7ho n1 to on74 ,jehovah und seine ,offenbarung oder der ,inbegriff aller im ,wesen ,gottes verborgenen ,krfte 7dynameis tou ontos1 logos tou ontos71 wobei ,philo immer den ,gegensatz vor ,augen hat zwischen einem heinai1 in sich selbst sein1 und legesthai1 ausgesprochen1 geoffenbart werden3 ,die unmittelbare ,wirkung des verborgenen und insofern noch nicht schaffenden ,gottes1 nicht die ,welt1 sondern der logos1 durch den er alles hervorgebracht4 ,alles ,dasein und alles ,erkennen ist eine ,offenbarung desjenigen1 der in sich selbst unsichtbar1 alles ans ,licht frdert4 ,die ,gottheit ist der ,urquell alles ,lichts1 von welchem ,strahlen nach allen ,seiten hin ausgehen4 ,vermge dieser ,strahlen hat ,gott ,leben aus sich hervorgebracht1 wirkt durch dieselbe immerfort im ,weltall und teilt sich dem ,empfnglichen mit1 diese ,strahlen sind dynameis tou ontos4 ,vermge derselben ist ,gott berall gegenwrtig1 denn kein ,platz der ,schpfung ist von seinen ,krften unerfllt2 durch diese verknpft er alles mit unsichtbaren ,banden2 daher ist er berall und nirgends1 berall nmlich durch die ,allerfllung seiner ,krfte1 und doch nirgends1 weil das ,wesen ,gottes als solches nirgends erscheinen kann4 ,wo also von ,theophanien die ,rede ist1 da ist es nicht das on oder der n1 sondern eine dynamis1 die in ,erscheinung trat4 ,nicht der ousids theos1 sondern seine do xa1 ,schechinah1 die ihn reprsentierenden ,krfte oder hchsten ,geister kamen herab4 ,als n ist ,gott der onomastos oder akatonomastos1 ber jede ,bezeichnung erhaben und nur in seinen einzelnen ,krften bezeichnet1 diese ,krfte sind daher eben so viele ,namen des an und fr sich ,unnennbaren4 ,diese ,krfte sind teils die verschiedenen ,relationen1 in denen der unbegreifliche n1 der endlichen ,vernunft aktiv erscheint1 teils die einzelnen ,vollkommenheiten hchst potenziert als ,individualitten4 ,insofern das on an und fr sich ber jede ,bezeichnung erhaben ist und nur nach den von denselben ausstrahlenden ,krften bezeichnet werden kann1 welche alle der logos in sich schliet1 nennt er ihn vorzugsweise onoma ton theou und zugleich polynymos1 als archangelos1 weil er nicht blos eine einzelne gttliche ,kraft darstellt1 sondern alle in sich fat1 die arch1 das erste ,glied und das erste ,prinzip in der ,kette der ,lebensentwickelung1 in dem das on an und fr sich mit derselben in keine ,berhrung kommt1 wie die ,gnostiker sich deutlich ausdrckten1 nicht arch sondern proarch ist der hchste ,gottesbetrachter1 das ,ideal der hchsten ,kontemplation4 ,dasselbe1 was er von ouranios sophia als horasis theou sagt1 diese personifizierte himmlische ,weisheit als ,inbegriff der himmlischen ,tugenden1 welche ,gott aus seinem himmlischen ,licht auf ewig unauslschlich hervorgehen lie4 ,wie der logos1 die allgemeine ,offenbarung des on das allgemeine eikn tou ontos1 so ist im ,besondern jeder ,engel eine ,offenbarung ,gottes1 jeder ,geist eine ,offenbarung des verborgenen ,gottes4 ,philo definiert daher einen ,engel als eikn tou ontos1 und so definierten die ,valentinianer einen ,engel als logon epangelian echonta tou ontos4 ,der logos als der allgemeine ,gottesoffenbarer heit eben in dieser ,beziehung im ,verhltnis zu den einzelnen logois archangelois4 ,auch der ,geist1 der eigentliche ,mensch im ,menschen1 hat dieselbe ,bestimmung1 ,gott zu offenbaren und gttliches ,leben in sich aufzunehmen und aus sich zu verbreiten4 ,die ,seelen sind nicht verschieden von den himmlischen ,geistern1 sondern himmlische ,wesen1 in die zeitliche ihrer ,natur fremdartige ,welt herabgesunken4 ,der menschliche ,geist ist also auch ein ,bild des on1 aber nicht unmittelbar1 denn der unmittelbare ,abdruck des ,bildes des verborgenen ,gottes ist nur sein logos1 jede endliche ,vernunft nur ein ,abbild und ,offenbarung jener hchsten ,gottesvernunft4 ,nach dem ,bilde des hchsten ,allvaters kann nichts ,sterbliches geschaffen werden1 sondern nur nach dem ,bilde des zweiten ,gottes1 welches der logos ist4 ,der ,charakter der ,vernunft in den menschlichen ,seelen mute von dem hchsten logos eingeprgt werden1 weil hoprtos logos theos hher ist als jede vernnftige ,natur1 so konnte dem ber den logos ,erhabenen1 der den hchsten und vor allen anderen ausgezeichneten ,platz einnimmt1 nicht ,geschaffenes hnlich gebildet werden4 ,der ,mensch ist also das ,bild und der ,abdruck eines himmlischen und ewigen ,offenbarers der verborgenen ,gottheit2 das ,menschliche soll vergttlicht werden1 ,offenbarung gttlichen ,lebens in menschlicher ,form1 wie das ,leben des verborgenen ,gottes dem ,menschen nur nahe gebracht werden konnte in menschlicher ,form4 ,der logos wurde daher angesehen als das ,urbild der ,menschen1 der ,mittelpunkt aller ,offenbarung des gttlichen ,lebens1 das weiter entwickelt und individualisiert erscheint in der ,menschheit2 der logos ist also der ,urmensch1 der himmlische ,mensch1 ho theias adiaphorn eikonos4 ,es giebt zweierlei ,erkenntnis der ,gottheit4 #a4 ,das ,erkennen des on nicht als solches1 nicht in seinem verborgenen ,wesen1 sondern in seiner ,offenbarung1 in seinem ewigen ,wort1 welches ,ursache und beseelendes ,prinzip der ganzen ,schpfung ist1 durch die ,schpfung selbst1 die ,offenbarung darstellend1 durch einzelne ,geister als gttliche ,gesandte1 durch einzelne von ,gott erregte ,gedanken und ,lehren4 #b4 ,das ,erkennen des on in sich selbst4 ,trotzdem das on an und fr sich ein ,gegenstand wissenschaftlich-logischer ,erkenntnis sein kann1 trotzdem sich von demselben kein ,verstandesbegriff geben und berhaupt nichts prdizieren lt1 so giebt es doch eine unmittelbare ,offenbarung1 erhaben ber alle ,verstandeserkenntnis1 ber alle mittelbare ,offenbarung desselben1 ber alle analogische von der ,schpfung auf den ,schpfer schlieende ,erkenntnis1 wodurch der ,geist eine ber allen logos und alles logikon erhabene ,gewiheit und ,klarheit erhlt4 ,philo drckt diesen ,gegenstand aus durch3 ,erkennen ,gottes1 des on1 in sich selbst und in seinem ,schatten 7,leg4 ,alleg4 p4 #gi73 ,diejenigen1 welche so denken1 erkennen ,gott aus seinem ,schatten 7der ,schpfung72 es giebt aber einen vollkommeneren und gereinigteren ,geist1 der1 eingeweiht in die groen ,mysterien1 nicht aus den ,werken die ,ursache erkennt1 wie aus dem ,schatten des ,wahrhaften1 sondern ber alles ,erstandene sich erhebend1 die klare ,offenbarung des ,ewigen erhlt1 da er ihn selbst in sich selbst erkenne1 und zugleich dessen ,schatten1 den logos und diese ,welt4 ,das on wird vielmehr in seiner klaren ,selbstoffenbarung erkannt1 als durch ,argumente bewiesen4 ,in ,rcksicht auf die doppelte ,erkenntnis des on in sich selbst und das durch den logos offenbarten1 giebt es zwei ,standpunkte der religisen ,betrachtung3 den ,standpunkt der hyioi theou in eigentlichem ,sinn1 welchen die unmittelbare ,anschauung des on zu ,teil geworden und der tou logou hyioi4 ,diesen zwei ,standpunkten der ,religionserkenntnis entsprechen zwei verschiedene ,standpunkte der praktischen ,gottesverehrung4 ,die theou dia1 welche die hchste ,gotteserkenntnis erlangt haben1 finden allein in der ,gemeinschaft mit ihm ,beseligung und dienen ihm nur um seiner selbst willen1 von der ,liebe zu ihm beseelt4 ,die logou hyioi1 welche ,gott noch nicht nach seinem ,wesen1 sondern nur nach seinen ,werken oder seiner ,thtigkeit erkannt haben1 sind noch nicht fhig1 das ,beseligende der ,gemeinschaft mit ,gott zu erfahren1 noch nicht empfnglich fr die hchsten ,triebfedern der ,religion4 ,sie mssen noch durch ,hoffnung und ,furcht angetrieben und erzogen werden1 und ,gott lt sich zu diesen ihren ,bedrfnissen herab4 ,aber von ihm selbst unmittelbar kann keine ,strafe herrhren2 er ist nur die ,quelle des ,segens und der ,beseligung fr alle ,empfnglichen1 und vollzieht die ,strafgerichte ber die1 welche dadurch erzogen werden knnen1 durch dienende ,geister4 ,es giebt also eine ,religion der pneumatika und eine ,religion der psychikoi2 die pneumatikoi erkennen das on und die psychikoi einen dieses reprsentierenden ,geist1 welchem deren ,erziehung und ,regierung bertragen wurde4 ,dieser die ,gottheit reprsentierende ,engel1 der ,erzieher und ,zuchtmeister der ,welt1 ist der ,demiurgos4 ,als ,eins erscheint das on1 wenn die ,seele vollkommen gereinigt1 nicht nur ber die ,vielheit1 sondern auch ber die der ,einheit am nchsten verwandte ,zweiheit sich erhebt1 zu der reinen und selbstgenugsamen ,idee4 ,als ,drei erscheint der ,seele das on nicht unmittelbar wie es in sich selbst ist1 sondern nur mittelbar als schaffend und herrschend4 ,die ,juden sind das dem on geweihte ,volk#gcb1 welches dieser selbst regiert1 whrend die andern ,vlker andere ,krfte ,gottes zu ihren ,vorstehern haben2 aber auch ,israel zerfllt in einen isral ais thtos und einen isral notos4 ,der ersten ,klasse offenbart sich ,gott durch seine ,engel1 weil sie der reinen geistigen ,gottesverehrung nicht fhig sind4 ,den rein geistigen und seiner ,verehrung geweihten ,seelen kann sich ,gott offenbaren1 wie er in sich selbst ist2 er geht mit ihnen um1 wie der ,freund mit dem ,freunde2 denen aber1 die noch im ,krper sind1 offenbart sich ,gott unter der ,gestalt der ,engel1 nicht als ob er seine ,natur verwandle1 sondern indem er die ,vorstellung bei ihnen erregt1 da das ,bild das ,urbild selbst sei4 ,so wie diejenigen1 welche die ,sonne nicht selbst betrachten knnen1 ihr ,bild im ,widerschein fr sie selbst halten1 so sehen diese ,gottes ,bild1 seinen ,engel1 fr ihn selbst an4 ,gott und seine ,krfte knnen sich in scheinbar sinnlichen ,formen der ,menschheit offenbaren1 die jedoch kein reales ,dasein haben2 die hheren ,naturen nehmen mannigfach wandelbare ,formen an je nach den ,bedrfnissen derer1 denen sie erscheinen4 ,es ist notwendig1 da die ganze ,schpfung belebt sei1 denn ,gott1 die ,urquelle alles ,lebens und die ,summe aller ,krfte1 ist berall gegenwrtig2 darum wird auch jeder ,teil der ,schpfung ihm angemessene ,bewohner haben4 ,diese ,geisterwelt ist ein intelligibler ,staat1 worin die ,angelegenheiten des kosmos aisthtos und besonders der ,menschheit erledigt werden4 ,die ,mitte dieses intellektuellen ,staates hat den logos inne1 der erhabenste aller ,geister der aktive on4 ,er ist das ,triebrad im innern ,wesen der ,gottheit wie der gesamten ,geisterwelt4 ,gott vertraute ihm bei der ,schpfung das allmchtige ,werde6 an1 und also entstand die ,welt durch ihn4 ,er schuf die ,formen der ,dinge durch seine ,weisheit1 denn er ist der ,sohn der ,weisheit1 vom ,vater gezeugt1 ehe die ,welt erschaffen worden4 ,er vereinigte ,macht und ,gte bei der ,schpfung und machte dadurch ,gott zum hchsten ,guten4 ,er fhrte zur ,bezeichnung seiner ,eigenschaften und ,krfte dem ,namen polynymos4 ,der ,mensch ist fhig1 in eine unmittelbare ,gemeinschaft und einen vertrauten ,umgang mit den ,krften des n zu kommen1 wozu die moralische ,gte und die ,askese die ,haupterfordernisse sind4 ,durch diesen ,umgang wird die ,seele hoher ,macht und ,kenntnisse teilhaftig4 ,denn1 wenn der ,menschengeist auch durch eigene ,kraft vieler ,knste und ,wissenschaften fhig ist1 so vermag er doch nur durch bersinnliche ,hlfe wahrhaft begeistert zu werden1 und nur vermittelst dieses ,umgangs gelangt er zur wahren ,erkenntnis des ,guten und ,wahren4 ,ist die ,seele durch ihre ,verbindung mit der ,geisterwelt und namentlich durch den ,einflu des ,logos zur ,erkenntnis der eigentlichen ,grundideeen der ,dinge gelangt1 dann erhebt sie sich ber sich selbst1 tritt mit dem ,logos in ,gemeinschaft und ersteigt den ,gipfel der reinsten ,erkenntnis2 ihr ,flug ist fortan nur himmelwrts gerichtet4 ,,ii4 ,die ,therapeuten und ,esser4 ,die ,sittenlehre der alexandrinischen ,propheten ist das ,gesamtprodukt des vterlichen ,glaubens1 der platonischen ,philosophie und der ,zeitverhltnisse1 insofern der politische ,druck1 welcher auf den ,juden lastete1 einige ihrer ,leute zwang1 im eigenen ,innern den ,trost und die ,befriedigung zu suchen1 die ihnen die ,auenwelt versagt1 daher ihre ,mystik4 ,als ,anhnger ,platos flchteten sich so die ,mystiker unter den alexandrinischen ,juden in die innere ,geisteswelt1 und die ,entfremdung von der ,welt1 die ,abttung des ,leibes wurden zur hchsten ,tugend4 ,doch als ,juden1 die im unerschtterlichen ,glauben an ihr ,gesetz aufgewachsen waren1 gaben sie nur die irdischen ,hoffnungen der nchsten ,zeit auf und erwarteten nach den alten ,verheiungen eine herrliche ,zukunft voll ,glck1 in welcher ihr ,glaube die ganze ,welt beherrschen werde4 ,so wurde die ,hoffnung1 da einst bessere ,zeiten kommen wrden1 der ,glaube1 da der ,gott der ,vter sein ,volk nicht verlassen werde1 das ,merkmal der echten ,juden1 und wenn ihr in der ,fremde von allen irdischen ,genssen abgekehrtes ,gemt nicht ersterben sollte1 mute jene tiefe1 in allen ,systemen der ,mystik wiederkehrende ,liebe die ,leere des von der ,auenwelt unbefriedigten ,judengemts ausfllen4 ,nur aus diesen allgemeinen ,verhltnissen lt es sich erklren1 warum wir in beinahe allen briggebliebenen ,denkmlern der alexandrinischen ,theosophie neben den platonischen ,tugenden den ,glauben1 die ,liebe1 die ,hoffnung und die ,befreiung von den ,fesseln des ,fleisches als die hchsten ,gter genannt finden4 -- ,so viel ber die jdischen ,mystiker in ,alexandria4 ,es ist nun der ,nachweis zu fhren1 da die alexandrinische ,theosophie1 die ,lehre ,philos1 nach ,palstina verpflanzt wurde4 ,dieser ,beweis ergiebt sich daraus1 da die ,sekte der ,therapeuten der alexandrinischen ,mystik zugethan war und da die ,esser1 wenn sie nicht von ihnen abstammen1 doch auf das ,engste mit ihnen zusammenhngen4 ,da die ,therapeuten die theosophischen ,anschauungen ,philos teilten1 geht aus dem groen ,lob hervor1 welches dieser ihnen spendet2 denn in einer religis so bewegten ,zeit1 wie die ,philos war1 wird nicht leicht ein ,mystiker von so ausgeprgten ,anschauungen wie ,philo eine religise ,partei loben1 deren ,lehren nicht mit den seinen harmonieren4 ,philo sagt von den ,therapeuten#gcc3 ,das an das ,schauen gewhnte ,geschlecht der ,therapeuten mge fortwhrend nach der ,erkenntnis des ,hchsten streben1 es mge die sichtbare ,sonne berfliegen und nie seinem ,berufe untreu werden1 welcher zur vollkommenen ,glckseligkeit fhrt4 ,denn diejenigen1 welche sich der ,beschauung weihen1 -- nicht aus ,gewohnheit oder durch uere ,anforderungen bewogen1 sondern von himmlischer ,liebe ergriffen1 -- sind wie ,korybanten hherer ,begeisterung voll1 bis sie das ,ersehnte erschauen4 ,und weil sie aus heiliger ,sehnsucht nach dem seligen und ewigen ,leben schon hier der sterblichen ,hlle abgestorben zu sein glauben1 berlassen sie freiwillig alle ,habe ihren ,shnen1 ,tchtern1 sonstigen ,verwandten und ,freunden4 ,zeugt nun schon dieser und mancher andere ,ausspruch ,philos fr die ,wahrscheinlichkeit der ,gleichheit seiner religisen ,anschauungen mit denen der ,therapeuten1 so lt sich dieselbe auch thatschlich nachweisen4 ,dazu ist jedoch notwendig1 da wir ,philos ,nachrichten von den ,therapeuten vollstndig wiedergeben4 ,er sagt#gcd3 ,wenn sie ihr ,vermgen abgetreten haben1 fliehen sie -- von keinem ,reize mehr zurckgehalten -- unaufhaltsam weg von ,brdern1 ,kindern1 ,weibern1 ,eltern1 von ihren ,verwandten und ,freunden1 von dem ,orte1 wo sie geboren und erzogen wurden4 ,denn sie kennen den verderblichen ,einflu1 welchen die ,gewohnheit auf bessere ,entschlsse ausbt4 ,sie wandern auch nicht nur in eine andere ,stadt wie unglckliche oder schlechte ,sklaven1 die ihren seitherigen ,herrn um ,verkauf bitten und damit keine ,freiheit1 sondern nur einen ,wechsel der ,knechtschaft erreichen3 vielmehr eilen sie hinweg von allen ,stdten 7denn jede -- auch die besser eingerichtete -- ist voll ,lrm1 voll ,unheil und ,unruhen aller ,art1 welche ein ,mann nicht mehr ertragen kann1 der einmal die ,weisheit gekostet hat71 in ,grten und entlegene ,landhuser1 um die ,einsamkeit zu genieen1 nicht als ob sie die ,menschen haten1 sondern weil sie wissen1 da der ,umgang mit ,andersgesinnten1 der in der ,welt nicht vermieden werden kann1 ,verderben bringt4 ,das ,geschlecht der ,therapeuten ist ber die ganze ,erde verbreitet1 denn ,hellas und die ,lnder der ,barbaren sollten einer so edeln ,anstalt nicht entbehren4 ,in grter ,anzahl aber finden sie sich in gypten1 in jedem der sogenannten noma und endlich in der ,nhe von ,alexandria4 ,die besten unter allen ,therapeuten eilen -- als in die gemeinsame ,heimat -- an einen schnen ,ort1 der ber dem ,see ,mris auf einer sanften ,anhhe liegt und hinsichtlich der ,sicherheit wie der gesunden ,luft alle ,vorzge vereinigt4 ,fr die ,sicherheit sorgen nmlich die umherliegenden ,hfe und ,drfer1 und seine gesunde ,luft verdankt der ,ort den ,winden1 die sowohl vom ,see her1 welcher ins ,meer ausmndet1 als auch von dem nahen ,ozean wehn4 ,die ,lfte vom ,see her sind fein1 die vom ,meer her dichter1 die ,mischung beider ist der ,gesundheit sehr zutrglich4 ,die ,huser dieses ,ortes sind sehr einfach und nur auf die notwendigsten ,bedrfnisse berechnet1 nmlich zum ,schutz gegen die ,klte1 sowie gegen die ,glut und ,sonne4 ,sie stehen nicht so nahe aneinander wie in den ,stdten1 denn ,nachbarschaft ist beschwerlich fr die1 welche die ,einsamkeit suchen2 aber sie sind auch nicht sehr weit voneinander entfernt1 teils weil ihre ,bewohner ,gemeinschaft mit einander haben wollen1 teils zur ,sicherheit und gegenseitigen ,untersttzung bei ,angriffen von ,rubern4 ,in jedem ,hause ist ein ,heiligtum1 das sie ,semneion oder ,monasterion nennen1 in welchem ,jeder in tiefer ,einsamkeit die ,geheimnisse des geweihten ,lebens bt4 ,sie bringen nichts in dieselben1 was zur ,notdurft des ,lebens gehrt1 keine ,speise1 keinen ,trank2 sie beschftigen sich dort allein mit ,gesetzen und ,orakeln1 von ,propheten erteilt1 mit ,lobgesngen auf ,gott und solchen ,dingen1 durch welche ,wissenschaft und ,frmmigkeit gefrdert werden4 ,das ,denken an ,gott weicht nie aus ihren ,seelen1 so da sie auch im ,traume nichts anderes als die hohe ,schnheit der gttlichen ,tugenden und ,krfte schauen4 ,viele reden selbst im ,schlafe von den herrlichen ,lehren heiliger ,philosophie4#gce ,zweimal beten sie tglich mit der ,morgenrte und gegen den ,abend4 ,wenn die ,sonne emporsteigt1 flehen sie um einen wahrhaft guten ,tag1 da nmlich das himmlische ,licht in ihren ,seelen aufgehe4 ,wenn sie untergeht1 bitten sie1 da ihre ,seelen gnzlich befreit von der ,last der ,sinnesorgane und der ueren ,welt1 in ihr innerstes ,heiligtum versenkt1 die ,wahrheit erschauen mgen4 ,die ,zeit zwischen ,morgenrte und ,abend wird von ihnen religiser bung geweiht4 ,mit den heiligen ,schriften beschftigt1 suchen sie ,weisheit1 indem sie den heiligen ,urkunden einen tieferen ,sinn unterlegen1 denn sie glauben1 da die ,worte ,sinnbilder einer tiefer liegenden ,wahrheit seien1 die nur angedeutet1 nicht ausgesprochen ist4 ,sie besitzen auch ,schriften alter ,weisen1 der ,stifter ihrer ,sekte1 welche viele allegorische ,denkmale hinterlassen haben4 ,nach ,anleitung dieser suchen sie die verborgene ,weisheit auf4 ,auerdem aber dichten sie selbst auch ,gesnge1 auch ,loblieder auf ,gott in mannigfachem ,metrum1 je nach dem es der ,gegenstand erfordert4 ,sechs ,tage lang sind sie1 jeder fr sich1 in der ,einsamkeit1 in den oben beschriebenen ,monasterien beschftigt1 ohne je die ,schwelle des ,hauses zu berschreiten1 ja selbst ohne hinauszugehen4 ,am siebenten kommen sie zusammen und setzen sich nieder nach ihrem ,alter in anstndiger ,stellung1 die ,hnde einwrts gekehrt1 die ,rechte zwischen ,brust und ,kinn1 die ,linke an die ,hfte geschmiegt4 ,der lteste und ,erfahrenste tritt auf und spricht mit ruhigem ,blick und gelassener ,stimme1 nicht wie die heutigen ,rhetoren und ,sophisten auf knstliches ,gerede bedacht2 sondern grndlich den hheren ,sinn der heiligen ,schriften entwickelnd1 in einem ,vortrag1 der nicht blos am ,ohr vorbereilt1 sondern in die ,seele eindringt und bleibend wirkt4 ,die ,andern hren ruhig zu und geben ihren ,beifall nur im ,winken der ,augenlider und des ,hauptes zu erkennen4 ,das gemeinschaftliche ,semneion1 in welchem sie sich am siebenten ,tage versammeln1 besteht aus zwei getrennten ,flgeln1 deren einer fr die ,mnner1 der andere fr die ,weiber bestimmt ist4 ,denn auch ,weiber1 die von demselben ,eifer beseelt sind und die gleiche ,lebensart erwhlt haben1 hren zu4 ,die ,mauer zwischen beiden ,betslen erstreckt sich drei oder vier ,ellen hoch nach ,art einer ,schutzwehr4 ,der obere ,raum bis zum ,dach ist freigelassen4 ,diese ,einrichtung hat zwei ,grnde3 ,erstlich1 da der ,anstand1 der sich fr ,weiber ziemt1 gewahrt werde2 und zweitens1 damit letztere doch die ,stimme des ,sprechenden leichter vernehmen knnen4 ,die ,enthaltsamkeit erachten sie fr den ,grund aller ,tugenden1 auf welchen die andern gebaut werden mssen4 ,vor ,sonnenuntergang nimmt keiner von ihnen ,speise oder ,trank zu sich1 denn sie betrachten die ,beschftigung mit ,weisheit als das einzige wrdige ,werk des ,lichts1 die krperliche ,notdurft dagegen als eine ,sache der ,finsternis1 weshalb sie jener die ,tage1 dieser einen kurzen ,teil der ,nacht widmen4 ,einige von ihnen1 die inbrnstiger nach ,weisheit streben1 denken erst nach drei ,tagen an ,nahrung2 andere sind so ganz den ,tiefen des ,wissens hingegeben1 welches reichlich ihre ,seelen nhrt1 da sie doppelt so lange ausharren und kaum am sechsten ,tage notdrftige ,kost zu sich nehmen4 ,sie gleichen hierin den ,cicaden1 die1 wie man sagt1 sich von ,luft nhren1 weil -- wie ich glaube -- der ,gesang ihre ,bedrfnisse stillt4 ,den siebenten ,tag betrachten sie als das heiligste ,fest und feiern ihn hoch4 ,nchst der ,seele gnnen sie an demselben auch dem ,leibe bessere ,pflege1 als wollten sie selbst dem tierischen ,teile unseres ,wesens ,ruhe von der anhaltenden ,anstrengung gewhren4 ,ihre ,kost ist einfach3 ,brot und als ,zusatz etwas ,salz2 wer sich recht gtlich thun will1 nimmt ein wenig ,ysop dazu4 ,ihr ,trank ist ,quellwasser4 ,sie begngen sich1 die zwei ,gebieter1 welche die ,natur ber uns verhngt1 den ,hunger und ,durst1 zu befriedigen1 ohne ihnen zu schmeicheln4 ,nur das ,ntigste1 ohne welches man nicht leben knnte1 gewhren sie ihnen4 ,deshalb essen sie1 um nicht zu hungern und trinken1 um nicht zu drsten4 berfllung betrachten sie als gleich schdlich fr ,leib und ,seele4 ,zur ,bedeckung gehren ,kleider und ,wohnung2 von letzterer haben wir schon gesagt1 da sie schmucklos1 ohne besondere ,zurstung und nur auf das ,bedrfnis berechnet sei4 ,ebenso verhlt es sich auch mit ihrer ,kleidung4 ,sie dient ihnen blos zum ,schirm gegen ,hitze und ,klte2 im ,winter ein dichtes ,oberkleid aus zottigem ,fell1 im ,sommer ein ,gewand mit rmeln oder ein ,stck ,leinwand4 ,denn auf alle ,weise sind sie dem ,prunke feind1 wohl wissend1 da ,lge ,quell des ,prunkes1 ,wahrheit ,quell der ,prunklosigkeit ist4 ,aus der ,lge strmen die vielfachen ,arten des ,bsen1 aus der ,wahrheit dagegen der ,reichtum himmlischer und irdischer ,gter4 ,der ppigkeit der anderen ,nationen will ich die gemeinsamen ,mahle der ,therapeuten entgegenstellen1 welche sich und ihr ganzes ,leben der ,weisheit und ,frischung nach den heiligen ,vorschriften des ,propheten ,moses geweiht haben4 ,am siebenten ,sabbath kommen sie zusammen1 indem sie nicht nur die einfache ,siebenzahl1 sondern auch deren ,kraft 7,quadrat7 ehren2 denn sie wissen1 da sie ewig rein und jungfrulich ist4 ,dieser ,tag wird begangen als ,vorfeier des hocherhabenen ,festes der ,fnfzig 7,tage -- ,pfingsten71 dieser heiligsten und mit der ,natur der ,dinge innigst verbundenen ,zahl1 die aus der ,kraft des rechtwinkeligen ,dreiecks entstanden1 ,urquell der ,schpfung aller ,wesen ist4 ,wenn sie in weien ,gewndern1 heiter1 doch mit ,ernst1 versammelt sind1 so stellen sie sich auf ein ,zeichen des ,ephemereuten 7so heien diejenigen1 denen dieses ,geschft obliegt7 in grter ,ordnung lngs der ,wand hin auf1 heben die ,augen und ,hnde zum ,himmel empor2 jene1 weil sie gelehrt wurden1 das wahrhaft ,sehenswerte zu schauen1 diese1 weil sie rein von ,frevel und durch keinen ungerechten ,erwerb befleckt sind1 und flehen zu ,gott1 da ihr ,mahl ihm angenehm sein mge4 ,nach dem ,gebet legen sie sich nieder in einer ,reihenfolge1 welche die ,zeit des ,eintritts in die ,gesellschaft bestimmt2 denn nicht das natrliche ,alter halten sie in ,ehren -- vielmehr gilt ihnen der ,greis1 der erst spt die geweihte ,lebensart ergriff1 fr ein ,kind --1 sondern ,diejenigen haben den ,vorzug1 welche sich von ,jugend auf der theoretischen ,weise1 dem schnsten und gttlichsten ,leben geweiht haben und darin erstarkt sind4 ,auch ,frauen feiern das ,mahl mit1 meist alte ,jungfrauen1 die nicht -- wie gewisse ,priesterinnen unter den ,griechen -- blos aus uerem ,zwang ihre ,jungfrulichkeit bewahrten1 sondern aus heiligem ,eifer die ,weisheit sich zur ,gefhrtin auserkoren und die ,lste des ,krpers bei ,seite setzten1 nicht nach sterblichen ,sprlingen begierig1 sondern nach unsterblichen1 welche nur eine gottliebende ,seele gebren kann1 wenn der ,vater der ,welt seine geistigen ,strahlen und mit ihnen die ,erkenntnis hherer ,weisheit ber sie ergiet4 ,die ,teilnehmer des ,mahles sind in zwei abgesonderte ,reihen geordnet3 rechts die ,mnner und links die ,weiber4 ,zum ,lager dienen ihnen weder prchtige noch weiche ,teppiche1 sondern ganz gewhnliche ,decken mit einer ,unterlage von ,papyrus1 welche auf der ,seite1 wo die ,ellenbogen zu liegen kommen1 etwas erhht ist1 damit man sich leichter aufsttzen kann4 ,denn eben so weit von spartanischer ,strenge entfernt als von ,schwelgerei und ,nachgiebigkeit gegen die ,lste1 bewahren sie die ,mittelstrae1 wie es sich fr freie ,menschen geziemt4 ,sie werden nicht von ,sklaven bedient1 denn sie glauben1 die ,knechtschaft sei der ,natur zuwider4 ,diese hat alle ,menschen zur ,freiheit bestimmt1 und erst die ,ungerechtigkeit und ,habsucht und der wilde ,trieb1 mehr zu sein als ,andere1 aus welchem alles ,bse entstanden ist1 hat die ,herrschaft ber diese ,schwachen den ,gewaltigen in die ,hnde gespielt4 ,bei diesen heiligen ,mahlen dagegen ist keiner ,knecht1 sondern ,freie dienen1 nicht aus ,zwang1 noch auf ,befehle harrend1 sondern mit bereitwilligem ,eifer den ,wnschen zuvorkommend4 ,denn auch nicht der erste beste wird zu diesem ,dienst auserkoren1 sondern die vorzglichsten ,jnglinge aus der ,gesellschaft warten den ltern ,mitgliedern wie ,shne ihren ,vtern und ,mttern mit der grten ,freudigkeit auf4 ,dieselben treten auch nicht aufgeschrzt1 sondern mit hngendem ,gewande in den ,saal1 um jede ,spur zu vertilgen1 die an ,sklavendienste erinnern knnte4 ,ich wei1 da ,manche hierber lachen werden1 aber freilich nur solche1 die selbst der ,thrnen wert sind4 ,wein wird an diesen festlichen ,tagen nicht aufgetragen1 sondern nur klares ,wasser1 kalt fr die ,mehrzahl1 warm fr diejenigen unter den lteren1 die sich gtlich thun wollen4 ,auch keine blutige ,speise kommt auf den ,tisch1 sondern ,brot als ,hauptgericht1 ,salz als ,zugemse1 und bisweilen essen die ppigsten etwas ,ysop dazu4 ,denn wie die ,priester nur nchtern opfern drfen1 so hat diese die ,vernunft gelehrt1 nchtern zu leben4 ,der ,wein verleitet zu ,unverstand1 und ppige ,speisen reizen die ,begierden1 diese unersttlichen ,tiere4 ,im ,originaltext befindet sich hier eine ,lcke1 dann heit es weiter3 ,die tiefste ,stille herrscht2 ,keiner wagt einen ,laut von sich zu geben oder stark zu atmen4 ,sofort wirft einer die ,frage auf ber ,stellen aus den heiligen ,schriften oder lst eine solche von andern gegebene1 ohne sich im geringsten brsten zu wollen4 ,denn er strebt nicht nach dem ,ruhm der ,beredtsamkeit1 sondern er will tiefe ,belehrung von anderen oder1 wenn er diese schon besitzt1 so beabsichtigt er1 dieselbe denjenigen mitzuteilen1 die zwar nicht so scharf sehen wie er1 aber doch dieselbe ,wibegierde haben4 ,deshalb verweilt der ,redende auch lnger bei seinen ,stzen1 um seine ,gedanken den ,zuhrern einzuprgen4 ,denn wenn die ,erklrung zu schnell forteilt1 so kann der ,zuhrer nicht gleichen ,schritt halten und mu zurckbleiben1 wodurch ihm der ,sinn des ,vortrags entgeht4 ,die brigen hngen am ,munde des ,redners und hren ihm in ruhiger ,haltung zu4 ,wenn sie seine ,worte verstehen1 so geben sie dies mit einem ,blick oder einem ,wink zu verstehen2 den ,beifall drcken sie durch heitere ,mienen oder durch eine sanfte ,wendung des ,gesichts1 den ,zweifel durch ruhiges ,schtteln des ,hauptes oder durch ein ,zeichen mit den ,fingerspitzen der rechten ,hand aus4 ,die zum ,dienst herumstehenden ,jnglinge geben brigens so gut acht1 wie die zum ,mahl gelagerten ,alten4 ,bei ,erklrung der heiligen ,schriften bedienen sie sich immer der allegorischen ,weise1 denn sie betrachten die ganze ,gesetzgebung als ein organisches ,wesen1 indem sie mit den ,worten den ,leib1 mit der ,seele aber den tiefern unter den ,worten verhllten ,sinn vergleichen2 in diesen schaue die vernnftige ,seele1 durch die ,worte1 wie durch einen ,spiegel hindurchblickend1 hohe verborgene ,gedanken4 ,wenn der ,wortfhrer genug gesprochen und seinen ,zweck erreicht hat1 so klatschen alle mit den ,hnden zum ,zeichen ihrer ,zufriedenheit4 ,sofort steht ein anderer auf und singt einen ,lobgesang auf ,gott1 der entweder von ihm selbst gedichtet oder von alten ,dichtern der ,gesellschaft verfat wurde4 ,denn dieselben haben viele ,hymnen in allen ,versmaen und ,weisen hinterlassen4 ,wenn der erste geendet hat1 singt ein anderer der ,reihe nach1 whrend die brigen in grter ,stille zu hren2 nur die ,endsilben der ,verse und den ,chor singen sie mit4 ,wenn alle fertig sind1 so bringen die ,jnglinge den oben genannten ,tisch herein1 auf welchem die hochheilige ,speise liegt1 nmlich gesuertes ,brot mit ,salz und ,ysop1 zur ,unterscheidung von dem geweihten ,tisch im heiligen ,vorhof zu ,jerusalem4 ,auf diesem nmlich liegt ungesuertes ,brot mit ,salz ohne ,beimischung von ,ysop4 ,denn es ist billig1 da die reinsten und einfachsten ,speisen ausschlieliches ,eigentum des auserlesenen ,priestertums seien zur ,belohnung der heiligen ,dienste2 die anderen dagegen mgen immerhin nach hnlichem streben1 aber ohne jenes ungesuerte ,brot zu genieen1 welches nur den ,besten1 den ,priestern zu ,jerusalem1 zum ,zeichen des ,vorrangs gebhrt4 ,nach dem ,mahle begehen sie die heilige ,nachfeier und zwar auf folgende ,weise3 ,alle erheben sich gleichzeitig und bilden mitten im ,saale zwei ,chre1 deren einer aus ,mnnern1 der andere aus ,frauen besteht4 ,zu ,fhrern und ,vorsngern werden fr beide die ,tchtigsten und ,melodienreichsten gewhlt4 ,sofort stimmen sie ,hymnen an in allen ,versmaen und ,weisen1 bald zusammensingend1 bald im ,wechselgesang sich ablsend4 ,nachdem jeder der beiden ,chre fr sich zur ,genge gesungen hat1 so mischen sich ,mnner und ,weiber1 wie bei den bacchischen ,festen1 trunken von gttlicher ,liebe1 durcheinander und werden aus zweien ein ,chor1 ebenso wie dies einst am roten ,meere geschah wegen des dort geschehenen ,wunders4 ,damals nmlich vereinigten sich die israelitischen ,mnner und ,frauen zu einem ,chorus1 ,danklieder auf ,gott den ,erretter singend1 wobei ,moses die ,mnner und die ,prophetin ,mirjam die ,frauen anfhrte4 ,diesen alten ,chorus haben die ,therapeuten zum ,vorbild genommen bei dieser ,feier1 in deren ,wechselgesngen die tiefen ,tne der ,mnner mit den hohen weiblichen ,stimmen zur schnen ,harmonie verschmelzen4 ,schn sind die ,gedanken1 schn sind die ,ausdrcke1 ehrwrdig die ,teilnehmenden4 ,denn das gemeinschaftliche ,ziel der ,worte1 der ,gedanken und der ,snger ist ,frmmigkeit4 ,so bringen sie die ganze ,nacht hin in heiliger ,trunkenheit1 auf welche keine ,beschwerde des ,leibes noch ,schlafsucht folgt2 sondern lebhafter als sie waren1 da sie die heilige ,feier begannen1 wenden sie sich morgens mit dem ,gesicht und dem ganzen ,krper gen ,aufgang1 und sobald die ,sonne emporsteigt1 heben sie die ,hnde gen ,himmel empor und flehen um hellen ,schein der inneren ,sinne1 um ,wahrheit und ,schrfe des geistigen ,auges4 ,nach diesem ,gebet zieht sich jeder in seine stille ,zelle zurck1 um sich wiederum mit der gewohnten ,philosophie zu beschftigen4 ,das ist1 was ,philo ber die ,lebensweise der ,therapeuten mitteilt4 ber ihre ,dogmen erfahren wir sehr wenig4 ,gott ist ihnen das ,urlicht2 ,ebenbild desselben und intelligibler1 die menschlichen ,seelen erleuchtender ,abglanz ist die ,sophia oder der ,logos1 dessen sichtbares ,abbild wiederum die ,sonne ist4#gcf ,wie ,gott ,licht ist1 so ist die ,materie der ,quell aller ,finsternis und alles ,bsen4 ,die ,seelen sind prexistierend und kehren nach dem ,tode in ihre himmlische ,heimat zurck4 ,die hchste ,tugend ist enkrateia1 die ,entfernung vom ,fleische4 ,deshalb enthalten sich die ,therapeuten so sehr als mglich der ,speisen und genieen nur die einfachsten4 ,fleisch verabscheuen sie und nur ,pflanzenkost ist ihnen erlaubt2 darum fliehen sie auch die ,ehe und alle ,lust4 ,neben der ,enthaltsamkeit preisen sie die gttliche ,liebe4 ,das ,ersehnte ist die wahre innere ,erkenntnis ,gottes und des ,himmels4#gcg ,wie offen am ,tage liegt1 huldigen die ,therapeuten den gleichen ,grundstzen wie ,philo1 nur da sie dieselben auch bis zu ihren uersten ,konsequenzen praktisch durchfhren1 hnlich wie die mit ihnen eng verwandten oder identischen ,esser in ,palstina4 ,die ,esser entuern sich des persnlichen ,eigentums wie die ,therapeuten und leben in ,gtergemeinschaft4#gch ,josephus uert sich darber u4 a4#gci3 ,sie haben sich nicht nur in einer ,stadt gesammelt1 sondern in jeder ,stadt wohnen viele4 ,den ,ordensmitgliedern1 die von auswrts kommen1 steht das ,haus eines jeden ,mitgliedes offen1 und er kann darin schalten wie in seinem ,eigentum2 sie gehen deshalb bei solchen ,ordensgenossen1 die sie nie sahen1 so ein1 als wren es ihre nchsten ,verwandten4 ,darum nahmen auch die ,esser keine ,bedrfnisse irgend welcher ,art mit sich1 sondern tragen nur ,waffen wegen der ,ruber4 ,auerdem ist in jeder ,stadt vom ,orden ein ,verwalter ausdrcklich wegen der ,fremden angestellt1 welcher ihnen ,kleider und ,lebensbedrfnisse reicht4 ,die ,esser enthielten sich der ,ehe1 ebenso wie die ,therapeuten und duldeten wie diese keine ,sklaven4#gdj -- ,beide ,genossenschaften haben eine ,rangordnung ihrer ,mitglieder nach der ,zeit ihres ,eintritts in die ,gesellschaft und machen einen ,unterschied zwischen ,novizen und lteren ,mitgliedern4 ,josephus unterscheidet vier ,stufen oder ,grade6#gda ,ho zln1 der ,neuling1 der sich zur ,aufnahme meldet und zwei ,jahre lang ohne ,verbindung mit den ,ordensmitgliedern leben mu2 ho prosin1 der ,novize1 der noch zwei ,jahre lang ,prfungen bestehen mu2 endlich ho symbits1 welcher an den heiligen ,mahlen ,anteil nimmt4 ,dieser ,grad zerfiel nach ,josephus in zwei nicht namhaft gemachte ,unterabteilungen4 ,beide ,sekten stehen mit strengen ,regeln unter ,vorgesetzten1 die bei ,josephus#gdb epimeltai und bei ,philo -- wie schon gesagt -- ephmereutai heien4 ,beide ,sekten tragen dieselbe ,kleidung2 beide beten zu gleicher ,zeit und auf dieselbe ,weise1 nmlich bei ,sonnenaufgang mit gegen die ,sonne gewandtem ,gesichte4 ,beide feiern geheimnisvolle heilige ,mahle2 ,josephus beschreibt die ,esser folgendermaen#gdc3 ,wenn sie von ihren ,geschften zurckkommen1 waschen sie den ,leib sorgfltig ab2 erst nach diesen ,weihungen betreten sie den ,speisesaal2 von welchem alle ,nichtesser sorgfltig ausgeschlossen sind4 ,denn rein mssen sie sein1 ehe sie in dieses ,heiligtum eingehen drfen4 ,vor dem ,mahle spricht der ,priester ein ,gebet2 vorher darf ,niemand eine ,speise berhren4 ,dasselbe geschieht auch nachher2 denn am ,anfang und am ,ende verehren sie ,gott als ,geber der ,speisen4 ,nach dem ,mahle ziehen sie die ,kleider1 die sie whrend desselben als heilige ,gewnder getragen haben1 wieder aus4 ,ebenso halten sie es mit dem ,abendessen4 ,kein ,gerusch noch ,lrm herrscht bei diesen ,mahlen1 ein jeglicher tritt dem ,andern das ,wort ab1 soda niemals zwei zu gleicher ,zeit reden2 darum erscheint den ,auenstehenden das im ,saale herrschende ,schweigen als ein schauerliches ,geheimnis4 ,da die ,mahle der ,esser im hchsten ,ansehen standen1 beweist folgende ,stelle ,philos#gdd3 ,die blutigsten ,tyrannen ,judas1 welche ihre ,unterthanen mit unsglicher ,grausamkeit wie wilde ,tiere zerfleischten1 konnten den ,essern nichts anhaben4 ,sie muten ihre ,mahle und ihre ber alles ,lob erhabene ,gemeinschaft ehren4 ,die auffallende ,gleichheit der ,gebruche beider ,sekten beweist ihre innige ,verwandtschaft1 die sich auch in ihren ,dogmen nachweisen lt3 ,sie verehren beide ,gott als das hchste ,licht und nehmen ein ,mittelwesen1 den ,logos1 bei den ,essern ,memra di ,jaweh an4#gde ,die ,esser halten wie die ,therapeuten den ,leib fr die grte ,unreinigkeit und nehmen eine ,prexistenz der ,seelen an4 ,in diesem ,sinne heit es bei ,josephus#gdf3 ,der ,glaube steht bei ihnen fest1 da die ,leiber vergnglich seien1 die ,seelen dagegen ewig und unsterblich fortdauern4 ,dieselben steigen nmlich1 von einem natrlichen ,reize herniedergezogen1 aus dem reinsten ther herab und werden in die ,leiber wie in ein ,gefngnis eingeschlossen4 ,sie 7die ,esser7 lehren1 da die ,seelen1 wenn sie aus den ,leibesbanden erlst sind1 voll ,wonne in die ,hhe empor schweben gleich ,gefangenen1 die aus langer ,knechtschaft erlst werden4 ,dabei denken sie sich das ,schicksal der hinbergegangenen ,seelen als verschieden3 den ,guten weisen sie ihren ,aufenthalt an einem ,ort an1 der nicht durch ,regen1 ,klte oder ,hitze belstigt wird und fortwhrend von einem vom ,meer her suselnden ,zephyr ,khlung empfngt2 den ,bsen dagegen eine finstere unfreundliche ,behausung unter der ,erde1 wo sie unablssige ,strafe erdulden4 7,diese ,vorstellung involviert die ,annahme eines ,astralleibes1 weil sonst die ,seele keine ,ortsempfindung haben knnte47 ,es bleibt noch brig1 die ,identitt der ,moral bei den ,therapeuten und ,essern nachzuweisen4 ,philo sagt ber erstere#gdg3 ,richtschnur bei allem1 was sie lehren und ausben1 sind ihnen folgende drei ,dinge3 ,liebe zu ,gott1 zur ,tugend und zu den ,menschen4 ,beweis fr die ,liebe zu ,gott ist die makellose ,heiligkeit ihres ganzen ,lebens1 ihre ,scheu vor ,eiden und der ,lge1 sowie die berzeugung1 da ,gott nur ,urheber des ,guten und nicht des ,bsen sei4 ,ihre ,liebe zur ,tugend bekunden sie durch ,gleichgiltigkeit gegen ,gewinn1 ,ruhm1 ,vergngen1 durch ,migkeit und ,ausdauer1 auerdem noch durch ,gengsamkeit1 ,bedrfnislosigkeit1 ,demut1 ,biedersinn und ,geradheit4 ,ihre ,liebe zu den ,nebenmenschen beweisen sie durch ,wohlwollen1 durch ,anspruchslosigkeit und endlich durch ihre ,gtergemeinschaft4 hnlich sagt ,josephus von den ,essern#gdh3 ,sie drfen nichts ohne die ,einwilligung ihres ,vorstehers thun4 ,nur zwei ,dinge sind ihrem eigenen ,gutdnken berlassen1 nmlich ,untersttzung des ,nchsten und ,erbarmen4 ,den ,gutgesinnten beizuspringen1 wenn sie in ,not sind und den ,hungerigen ,brot zu reichen1 steht ,jedem frei4 ,dagegen drfen sie ihren ,verwandten nichts geben ohne ,erlaubnis ihres ,vorgesetzten4 ,sie sind gerechte ,verwalter des ,hasses2 sie bezhmen den ,jhzorn1 ben ,glauben und sind ,diener des ,friedens4 ,ihr gegebenes ,wort halten sie gewissenhaft4 ,auch sie feiern die ,liebe ber ,alles2 sie ist der wahre ,quell des gottgeflligen ,handelns4 ,das ,ziel ihres ,strebens aber ist die ,heiligkeit1 zu welcher sie durch ,entfernung vom ,fleische1 durch ,herrschaft der ,vernunft und echten ,gottesdienst im ,geist und in der ,wahrheit gelangen4#gdi ,aber selbst bis auf den ,namen erstreckt sich die bereinstimmung beider ,genossenschaften1 denn das ,wort essaios stammt von dem syrochaldischen ,verbum ,assa heilen1 verpflegen1 ab und ist also nichts als die wrtliche bersetzung von therapeuts4 ,ohne die innigste ,verwandtschaft1 ja ohne gleichen ,ursprung wre die nachgewiesene bereinstimmung zwischen ,therapeuten und ,essern nicht mglich1 wie schon ,philo sich uerte#gej1 indem er beide ,orden als ,zweige eines ,stammes erklrt1 nur mit dem ,unterschiede1 da die einen mehr ,theoretiker und die andern mehr ,praktiker seien4 ,zweite ,abteilung4 ,die ,neupythagorer4 ,apollonius von ,tyana4 ,im ersten ,jahrhundert vor ,christus suchte die ,philosophensekte der ,neupythagorer die ,lehren des ,pythagoras zu erneuern1 wobei sie jedoch sich vielfach an ,plato1 ,aristoteles und die ,stoiker anlehnten und andererseits bei den orientalischen ,religionssystemen ,anleihen machten4 ,diese eklektischen ,lehren suchten sie alsdann auf ,pythagoras zurckzufhren1 wodurch die ,nachrichten ber die eigentliche ,philosophie des groen ,weisen vielfach entstellt wurden4 ,diese ,bestrebungen brachten eine reichhaltige1 jedoch meist nur fragmentarisch erhaltene ,litteratur hervor1 als deren erster ,vertreter der rmische ,prtor zu ,alexandria ,publius ,nigidius ,figulus 7gest4 #de v4 ,chr47 gilt4 ,der wichtigste ,neupythagorer ist ,apollonius von ,tyana1 mit welchem wir uns jetzt eingehend zu beschftigen haben4 ,wenn berhaupt bei einer historischen ,persnlichkeit1 so hat bei ,apollonius von ,tyana das allbekannte ,schillersche ,wort seine ,berechtigung3 ,von der ,parteien ,gunst und ,ha verwirrt1 ,schwankt sein ,charakterbild in der ,geschichte4 ,was hat man nicht alles aus der uns berlieferten ,biographie dieses neupythagorischen ,philosophen machen wollen6 ,die eine ,partei sagt3 das ,buch ist ein ,mrchenbuch1 und meint1 ,apollonius habe gar nicht existiert2 die andere ,partei ist hingegen der ,ansicht1 da ,apollonius wohl existiert habe1 da aber der geringe geschichtliche ,kern seiner ,biographie zu einem historischen ,roman ausgesponnen worden sei4 ,wieder andere meinen1 die ,persnlichkeit des ,apollonius sei von ,philostratus nur benutzt worden1 um dem ,christenheiland einen ,heidenheiland feindlich gegenber zu stellen1 whrend ihn eine letzte ,partei im ,geiste des ,synkretismus als eine freundliche ,parallele ,christi betrachtet4 ,in diesem ,parallelismus liegt die ,ursache1 weshalb die ,gestalt des ,tyaners bis auf die ,neuzeit nicht in der rechten ,beleuchtung stand4 ,allerdings ist zwischen beiden ,persnlichkeiten1 ,jesus von ,nazareth und ,apollonius von ,tyana1 auf dem ,gebiet des bersinnlichen eine hnlichkeit vorhanden1 die mithin jedoch nicht in der ,sphre des ,religis-,dogmatischen1 sondern in der des ,anthropologisch-,magischen wurzelt4 ,bei beiden ,personen kamen zahlreiche ,wunder vor1 zu deren richtiger ,auffassung und ,erklrung auf lange ,zeit der ,schlssel fehlte2 man sah ihre bersinnlichen ,fhigkeiten nicht als etwas ,menschliches1 durch geeignetes ,leben und geistige bung ,erworbenes an1 sondern betrachtete dieselben nur vom ,standpunkte der gttlichen ,sendung eines jeden von ihnen4 ,die ,anhnger beider suchten durch diese ,erscheinungen ihren gttlichen ,ursprung darzuthun2 keine ,partei zweifelte an den von ihrem ,gegner vorgebrachten ,berichten1 sondern suchte sich dieselben von ihrem dogmatischen ,standpunkte aus zurecht zu legen4 ,so stellt schon der unter ,diokletian lebende ,statthalter von ,bithynien ,hierokles in seinem ,wort der ,wahrheitsliebe#gea ,apollonius und ,christus einander gegenber1 weist dazu ferner auf den ,prokonnesier ,aristeas und ,pythagoras hin und sagt3 ,wir halten einen solchen ,wunderthter nicht fr einen ,gott1 sondern fr einen von den ,gttern geliebten ,menschen4 ,gegen diese ,auffassung argumentierte ,eusebius von ,csarea1 der die erste ,kirchengeschichte -- nach ,hases ,worten -- im ,gefhl des groen ,umschwungs seines ,zeitalters mit allen ,vorurteilen1 aber auch mit allen ,hilfsmitteln desselben verfate1 in der unten genannten ,schrift von seinem ,standpunkt aus in derselben ,weise wie ,hierokles4 ,er setzt die ,thatschlichkeit der ,apollonischen ,wunder voraus1 welcher er jedoch1 weil die heidnischen ,gtter zu bsen ,dmonen geworden waren1 als durch ,zauber bewirkt ansieht1 und sagt3 ,ich war bisher der ,meinung1 da der ,tyaner ein in menschlichen ,dingen weiser ,mann war1 und halte diesen ,ausspruch auch jetzt noch gern fest2 ich lasse es gern geschehen1 wenn man ihn jedem ,philosophen zur ,seite stellt1 wofern man nur mit allen mythisch lautenden ,erzhlungen fern bleibt4 ,wenn aber ein ,damis aus ,assyrien oder ein ,philostratus oder irgend ein ,geschichtsschreiber oder ,logograph es sich herausnimmt1 diese ,grenzen zu berschreiten und eine ,ansicht aufzustellen1 welche ber das ,gebiet der ,philosophie weit hinausgeht1 indem er zwar den ,worten nach den ,vorwurf der ,magie abwehrt1 der ,sache selbst nach aber dem ,manne noch mehr zur ,last legt1 als mit ,worten und die pythagorische ,lebensweise als ,maske ber ihn wirft1 so kommt dann kein ,philosoph zum ,vorschein1 wohl aber ein mit der ,lwenhaut verhllter ,esel1 und man sieht nichts anderes1 als einen ,zauberer anstatt eines ,philosophen4 ,und so blieb es4 ,seit der ,galiler gesiegt hatte1 galt der ,tyaner als ,zauberer1 bis die ,aufklrungsperiode ihn so gut wie ,jesus von ,nazareth zum ,betrger zu stempeln versuchte und schlielich sogar die geschichtliche ,existenz beider bezweifelte4 ,doch auch heidnische ,philosophen huldigten dem ,glauben an die ,zauberei des ,apollonius1 wie ,mragenes1 welcher eine 7verloren gegangene7 ,biographie des ,tyaners schrieb1 in der er nach ,origenes#geb sagte1 da selbst einige nicht unbedeutende ,philosophen derselben zum ,opfer gefallen wren4 ,dieser ,ansicht stellt ,philostratus seine ,biographie des ,apollonius entgegen1 worin er diesen als einen ,weisen schildert1 welcher seine auerordentliche magische ,kraft nur einer ihn auf eine hhere1 bermenschliche ,stufe erhebenden ,philosophie zu verdanken hat4 ,die ,zweifel an der ,existenz des ,apollonius sind seit ,neander und ,baur geschwunden1 die ,auffassung seiner ,persnlichkeit und ,lehre aber ist bei ,philosophen und ,theologen noch heute so unklar wie vor siebzehnhundert ,jahren1 wofr wir den ,grund in den von ,philostratus geschilderten bersinnlichen ,erscheinungen zu suchen haben1 welche die ,orthodoxie als teuflisch ansieht1 whrend die neuere ,wissenschaft gar nichts mit derselben anzufangen wei und deshalb an dem ,tyaner mit einem abwehrenden ,seitenblick vorbergeht4 ,nur ein ,schriftsteller hat einen richtigen ,fingerzeig gegeben1 nmlich ,eduard ,baltzer#gec1 welcher sagt3 ,eine ,gruppe nur vermisse ich noch unter allen denen1 die in der ,apolloniusfrage ,stellung genommen haben3 das sind die jngsten ,kinder unserer ,zeit1 -- die ,spiritisten4 ,gerade ihnen aber kann ich einen groen ,genu und ,triumph versprechen4 ,ist doch ,apollonius -- wer htte es gedacht1 -- ein entschiedener ,spiritist1 -- ja1 knnen sie doch hier die ,entdeckung machen1 da ihr ,spiritismus nichts anderes ist1 als die alte ,magie in allerneuester ,auflage4 ,abgesehen von der ,schlubemerkung hat ,baltzer in gewissem ,sinne ,recht3 die bei ,apollonius zu ,tage tretenden bersinnlichen ,erscheinungen sind von hnlicher ,natur wie die modernen auch2 ob sie aber alle spiritistische oder selbst mediumistische genannt werden drfen1 ist eine andere ,frage4 ,bevor wir jedoch auf diese und eine ,besprechung der ,phnomene berhaupt eingehen1 mssen wir noch einige ,worte ber ,philostratus selbst und die ,entstehung seines ,buches sagen4 ,kaiser ,septimius ,severus 7#aic-baa7 war ein eifriger ,liebhaber der ,magie und ,mantik1 ein erfahrener ,augur und ,traumdeuter und endlich ein tiefgelehrter ,astrolog4 ,er hatte als ,statthalter des lionesischen ,galliens seine erste ,gemahlin verloren und ging bei der ,wahl seiner zweiten von dem astrologischen ,grundsatz aus1 da deren ,nativitt eine glckliche und mit der seinigen harmonierende sein msse4 ,als er nun erfuhr1 da ein junges ,mdchen zu ,emesa in ,syrien eine derartige ,nativitt1 welche ihr auerdem noch den ,thron verheie1 besitze1 warb er um deren ,hand und erhielt sie4 ,dieses ,mdchen1 ,julia ,domna1 vereinigte in der ,that alle von den ,sternen verheienen ,gter in ihrer ,person4 ,sie erfreute sich selbst im vorgerckten ,alter noch groer krperlicher ,schnheit und verknpfte mit scharfem ,verstand und festem ,charakter lebhaften ,wissensdrang und hinreiende ,liebenswrdigkeit4 ,julia ,domna interessierte sich als ,beschtzerin der ,wissenschaften besonders fr ,kunst und ,philosophie und war die ,freundin eines jeden auftauchenden ,genius4 ,julia ,domna umgab sich mit einer aus ,philosophen1 ,gelehrten und ,knstlern aller ,art bestehenden ,tafelrunde1 zu welcher auch der neupythagorische1 in ,athen gebildete ,philosoph ,philostratus von ,lemnos gehrte4 ,philostratus war einer der vielgelesensten ,schriftsteller1 was durch seinen klassischen ,styl und ,geist1 seine ,belesenheit und ,vielseitigkeit1 sowie endlich durch sein ,bestreben1 altrmische ,sitte und ,charaktertchtigkeit wieder herzustellen1 gerechtfertigt wird4 ,dieser ,philosoph erhielt von der ,kaiserin den ,auftrag1 das ,leben des ,apollonius zu beschreiben1 und benutzte bei seiner ,arbeit die ,memoiren eines ,schlers des ,apollonius mit ,namen ,damis4 ber dessen ,persnlichkeit wie ber die ihm vorliegende ,apollonische ,litteratur sagt ,philostratus selbst#ged3 ,in der alten ,stadt ,ninive lebte einst ein ,mann von ziemlicher ,weisheit mit ,namen ,damis4 ,er war ein ,schler des ,apollonius1 beschrieb dessen ,reisen1 an denen er1 wie er selbst versichert1 teilgenommen1 und verzeichnet dessen ,reden1 ,ansichten und ,weissagungen4 ,ein ,verwandter dieses ,damis brachte die ,memoiren1 welche bis dahin ganz unbekannt geblieben waren1 zur ,kenntnis der ,kaiserin ,julia4 ,diese ,frstin1 zu deren ,umgebung ich gehrte1 denn sie liebte und pflegte litterarische ,unterhaltungen sehr1 befahl mir1 diese ,denkschriften umzuarbeiten und zum ,vortrag zu bringen1 denn der ,ninivit sprach wohl sachlich1 aber sein ,stil war schlecht4 ,dazu kam noch eine ,schrift des ,maximus von ,aeg1 welche alles umfat1 was des ,apollonius ,aufenthalt in ,aeg betrifft2 auch giebt es noch ein ,testament des ,apollonius1 aus welchem zu ersehen ist1 da die ,philosophie sein ,abgott war4 ,dagegen darf man dem ,mragenes nicht folgen1 der zwar auch vier ,bcher ber ,apollonius schrieb1 aber mit groer ,unkunde4 ,somit habe ich gesagt1 wie ich den zerstreuten ,stoff zusammengefgt und um seine ,einordnung bemht war4 ,mge diese ,schrift nun dem ,manne1 dem sie gilt1 zur ,ehre gereichen1 den wibegierigen ,lesern aber zur ,frderung3 wenigstens sollen sie lernen knnen1 wovon sie noch nie gehrt4 ,mit diesen ,worten ist die ,tendenz der ,schrift des ,philostratus bezeichnet4 ,was aber seine ,glaubwrdigkeit anlangt1 so sind auch hier natrlich die ,meinungen sehr geteilt4 ,das rein ,geschichtliche betreffend1 sind die ,zweifel fast allseitig gehoben1 und ,baur hat einige vorhandene ,anachronismen befriedigend erklrt4 ,ja dieser berhmte ,theologe nimmt sogar fr den ,kern des ,werkes1 die philostratischen ,berichte ber ,indien1 die volle ,glaubwrdigkeit in ,anspruch und sagt#gee3 ,wenn uns aber auch die ,betrachtung des philostratischen ,werkes an und fr sich ber die ,beantwortung der ,frage in ,zweifel lassen mag1 wie weit wir in demjenigen1 was ,philostratus ber ,indien meldet1 entweder nur romanhafte ,dichtung oder historische ,wahrheit voraus zu setzen haben1 so mu uns doch1 wie es scheint1 unsere jetzige ,kunde ,indiens eine ziemlich sichere ,antwort auf diese ,frage geben4 ,die bereinstimmung des ,werkes mit dem anders woher ,beurkundeten kann als die beste ,widerlegung des ,vorwurfs angesehen werden1 welchen selbst noch einer der neuesten ,schriftsteller ber ,indien 7,bohlen3 das alte ,indien7 wiederholt1 ,philostratus habe alles1 was er in seinem ,leben des ,apollonius ber ,indien vorbringt1 aus hnlichen ,romanen kompiliert1 nach ,art der ,schriften ausgeschmckt und mit ,angereimtheiten erstickt4 ,im hnlichen ,sinne uert sich ,baltzer im ,nachwort seines ,werkes#gef folgendermaen3 ,ein ,mann wie ,philostratus1 der an den ,musenhof einer edlen ,kaiserin berufen wird1 der letztere als besonderer ,vertrauter auf ihren ,reisen begleitet1 der als ein vortrefflicher ,schriftsteller und gelehrter ,kenner seiner ,zeit damals wie heute anerkannt ist und der den ,auftrag von seiner hohen ,herrin erhlt1 ber den ,apollonius eine kritische ,denkschrift zu verfassen -- von einem solchen ,mann mu man annehmen1 da er in seinem ,werke1 ',apollonius von ,tyana'1 das uns in unbestrittener ,echtheit vorliegt1 so viel an ihm war1 die ,wahrheit in geeigneter ,form hat sagen wollen4 ,demgem verfhrt er4 ,er legt seine ,absicht und ,plan vor2 er nennt und kritisiert seine ,quellen2 er berarbeitet das reichlich vorliegende ,material2 er komponiert und redigiert seinem ,auftrag gem2 er ist mit ,liebe und ,flei bei der ,sache2 unterscheidet seine ,absicht von der berlieferten2 er lt seine ,quellen in verbessertem ,style reden und kritisiert ,dunkles mit hellem ,blick1 natrlich im ,geiste seiner ,zeit1 dessen ,kind auch er ist1 wie wir ,kinder des ,geistes unserer ,zeit sind4 ,philostratus vollendete seine ,biographie etwa um das ,jahr #bag4 ,wir wenden uns nun1 dem ,gange der ,lebensgeschichte unseres ,helden folgend1 zur ,besprechung der sehr lehrreichen bersinnlichen ,erscheinungen1 um dieselben unter die ,thatsachen der magischen ,thtigkeit des ,menschengeistes einzureichen4 ,geboren wurde ,apollonius als der ,sohn eines gleichnamigen ,vaters aus alter und reicher ,familie um die ,mitte des ersten ,jahrhunderts n4 ,chr4 zu ,tyana1 einer durch die ,intelligenz und den ,wohlstand ihrer ,brger hervorragenden ,stadt ,kappadoziens1 und seine ,geburt umgaukeln ,wundermren1 wie diejenige ,gautama ,buddhas und ,jesu ,christi3 ,als seine ,mutter mit ihm schwanger ging1 erschien ihr der gyptische ,gott ,proteus1 den auch ,homer besingt4 ,sie aber frug ihn ohne ,furcht1 was sie gebren wrde4 ,er sprach3 ,mich4 ,sie frug3 ,wer bist du denn8 ,und er sagte3 ,proteus1 der gyptische ,gott4#geg -- ,wir haben in dieser ,erzhlung eine ,parallele zur ,verkndigung ,mari1 und eben deshalb wurde dieselbe als eine plumpe ,nachahmung angesehen1 was sie indessen nicht zu sein braucht4 ,in jener religis erregten ,zeit des ersten ,jahrhunderts konnten sehrwohl beide schon durch ihren ,zustand besonders zu ,visionen geneigten ,mtter ,jesu ,christi und des ,apollonius starke ,vorahnungen von der knftigen ,bedeutung ihrer ,kinder haben1 welche sich ihnen in geschaute ,bilder umsetzten4 ,jeder religise ,seher aber erhlt naturgem seine ,offenbarung von daher1 woher sie nach seinem ,glauben kommen mu4 ,der fernstehende ,teil des gespaltenen ,ichs tritt dem ,visionr als redende ,persnlichkeit gegenber und so empfngt die ,israelitin ,maria die ,botschaft des persisch-jdischen ,gabriel1 die kappadozische ,mutter des ,apollonius die des gyptisch-griechischen ,proteus4 ,ebenso erhalten die romanischen ,spiritisten ihre ,offenbarungen von ,geistern1 welche kardekistische ,reincarnationstheorie predigen1 wie ,proteus die altklassische lehrt4 ,der hochbegabte ,knabe wurde mit #ad ,jahren von seinem ,vater nach ,tarsus zu dem ,rhetor ,euthydemus gebracht1 mit welchem er nach dem durch seinen ,aeskulaptempel berhmten ,aeg verzog1 um sich dort mit mehr ,mue der ,philosophie widmen zu knnen1 als dies in dem lebenslustigen bewegten ,tarsus mglich war4 ,hier hrte er die ,vortrge des epikurischen ,philosophen ,euxenus ber die ,lehren des ,pythagoras1 welche ihn dermaen begeisterten1 da er wie ,pythagoras zu leben beschlo4 ,er verschmhte alle tierischen ,nahrungsmittel als unrein und geistttend und geno nur ,vegetabilien1 die er fr rein hielt1 weil sie die ,erde unmittelbar hervorbringt4 ,den ,wein erklrte er zwar fr ein reines ,getrnk1 da es von so edlem ,gewchse stamme1 aber er sei der menschlichen ,geistesklarheit feind1 da er den ,aether der ,seele trbe4 ,nchst dieser ,frsorge fr ,krperreinheit ging er mit nackten ,fen und trug1 da er tierische ,kleidungsstcke verwarf1 nur linnenes ,gewand und lebte im ,tempel4 ,die ,diener des ,tempels aber bewunderten ihn1 und als ,aeskulap einst zum ,priester sagte1 er freue sich1 da ,apollonius ,zeuge seiner ,heilungen sei1 da ging diese ,kunde aus1 und die ,cilicier und andere ,umwohner kamen nach ,aeg4#geh ,apollonius huldigte also einer streng vegetarischen ,lebensweise und wurde in die ,mysterien des ,aeskulapdienstes eingeweiht1 bei welchen1 wie bei allen ,mysterien1 die schauenden und heilenden ,fhigkeiten des ,menschen gepflegt wurden4 ,auch einige hierauf bezgliche ,flle erzhlt ,philostratus3 ,ein wasserschtiger ,schlemmer erhielt nach langem vergeblichen ,harren im ,aeskulaptempel das ,traumorakel3 ,wenn du mit ,apollonius sprechen wolltest1 so wrde dir wohler werden1 und wurde von diesem geheilt1 indem er an ein streng vegetarisches ,leben gewhnt wurde4 -- ,einen einugigen cilicischen ,ehebrecher wies ,apollonius von der ,schwelle des ,tempels zurck1 wo derselbe die ,wiedererlangung seiner ,sehkraft erhoffte3 ,in der ,nacht hatte der ,priester einen ,traum1 worin ,aeskulap die ,aussage des ,apollonius besttigte und hinzufgte1 da die ,gattin dem ertappten ,snder mit einer ,spange ein ,auge ausgeschlagen habe4 -- ,diese ,erzhlung findet ,parallelen in dem ,durchschauen anderer von seiten neuerer ,seher1 wie ,zschokke1 ,duncan1 ,campbell u4 a4 m4 ,als eine weitere ,probe des ,fernsehens berichtet ,philostratus#gei1 da ,apollonius den ,statthalter von ,cilicien1 einem der in ,griechenland so zahlreichen widernatrlichen ,wstlinge1 seine nahe ,hinrichtung weissagte1 welche auch nach drei ,tagen erfolgte1 weil sich derselbe mit dem ,knig ,archelaus von ,kappadozien in eine ,verschwrung gegen die ,rmer eingelassen hatte4 ,nach dieser ,zeit widmete sich ,apollonius fnf ,jahre lang dem pythagorischen ,stillschweigen und gestand von dieser ,zeit1 da sie der mhevollste ,teil seines ,lebens gewesen sei2 denn er htte viel zu sagen gehabt und habe nicht gesprochen1 auch viel hren mssen1 was ihn htte in ,zorn setzen mgen1 und er habe es berhrt2 oft gereizt die ,leute zu geieln1 habe er zu sich selbst gesagt3 ,dulde nur1 ,herz und ,zunge6 und habe die verletzendsten ,reden unwiderlegt gelassen4 ,gleichzeitig entsagte er aller ,liebe und dem ,geschlechtsgenu4#gfj ,durch diese asketische ,lebensweise gelangte er zu solchem ,ansehen1 da er selbst in dem leichtlebigen ,cilicien und ,pamphilien ,aufstnde durch sein persnliches ,auftreten schlichtete4 ,nach der ,beendigung seiner ,schweigezeit ging ,apollonius nach ,antiochien und nahm seinen ,aufenthalt im ,tempel des daphnischen ,apollo1 wo er bei ,sonnenaufgang fr sich allein war1 und was er da that1 erfuhr nur1 wer ein vierjhriges ,schweigen vollendet hatte4 ,dabei suchte er auf das ,volk veredelnd einzuwirken1 aber nicht in der zudringlich berredenden ,weise des ,sokrates1 sondern wie ein ,gesetzgeber1 welcher das1 was seine berzeugung ist1 fr die ,menge zum ,gesetz erhebt4 ,danach ging er mit sich selbst zu ,rate wegen einer greren ,reise und sein ,sinn stand nach den ,brahmanen ,indiens2 doch auch die ,magier ,babylons zu besuchen1 galt ihm fr einen ,gewinn4 ,er teilte seinen ,plan seinen sieben ,jngern mit1 zu denen er1 als sie ihn von der ,reise abhalten wollten1 sagte3 ,zu ,beratern habe ich mir die ,gtter erkoren4 ,euch wollte ich nur prfen1 ob ihr zu dem1 was ich vorhabe1 auch ,mut beset4 ,da ihr den nun nicht habt1 so lebt wohl6 ,bleibt aber dem ,studium ergeben6 ,ich mu hingehen1 wohin mich die ,weisheit und mein ,genius ziehen6#gfa ,apollonius verlie ,antiochien und begab sich mit zwei ,sklaven1 ,schreibern seines ,vaters1 auf den ,weg nach ,babylon4 ,in ,ninive schlo sich ihm ,damis an1 welcher sagte3 ,la mich1 ,apollonius1 mit dir ziehen4 ,folge du deinem ,gotte1 ich folge dir6 und sich ihm wegen seiner ,sprachkenntnisse als ntzlicher ,reisegefhrte empfahl4 ,apollonius entgegnete3 ,ich1 ,freund1 verstehe diese ,sprachen alle1 ohne sie erlernt zu haben4 ,als der ,ninivit darber erstaunte1 fgte er hinzu3 ,wundere dich nicht1 da ich die ,sprachen der ,menschen kenne1 ich verstehe ja auch all ihr ,schweigen4 ,er wollte damit seine ,fhigkeit des ,gedankenlesens kennzeichnen4 ber seine ,reise fhrte ,apollonius ein ,brosamen 7ekphatnismata7 genanntes ,tagebuch#gfb1 welches leider verloren gegangen ist4 ,als ,apollonius in der ,nhe ,babylons in die kissische ,gegend kam1 offenbarte sich ihm die ,gottheit in einem ,traum1 dessen ,auslegung ein interessantes ,beispiel griechischer ,traumsymbolik ist3 ,vom ,meere ausgeworfene ,fische schnellten auf dem ,lande umher1 lieen ein menschliches ,jammern hren und wehklagten1 da sie aus ihrer ,wohnung gegangen4 ,einen ,delphin aber1 der nach dem ,ufer schwamm1 flehten sie an1 dies ,elend von ihnen abzuwenden1 und weinten dabei wie ,menschen1 die in der ,fremde sind4 ,nicht im geringsten betroffen ber diesen ,traum1 berlegte er doch bei sich1 was das sei4 ,um aber ,damis zu erschrecken1 dessen ngstlichkeit er kannte1 erzhlte er ihm den ,traum1 indem er sich stellte1 wie wenn er selbst von dem zu erwartenden ,unglck erschrocken sei4 ,damis schrie auf1 als ob er schon alles vor ,augen habe1 und riet dem ,apollonius1 nicht weiter zu gehen1 da wir1 sagte er1 nicht etwa auch wie die ,fische aus unserm ,elemente herausgeraten1 umkommen und in der ,fremde jammern1 in der ,not einen ,knig oder sonstigen ,machthaber anflehen mssen1 und dieser uns miachtet1 wie der ,delphin die ,fische4 ,apollonius aber lachte und sprach3 ,du bist noch kein ,philosoph1 wenn du dergleichen frchtest4 ,ich will dir sagen1 was der ,traum bedeutet3 ,eretrier aus ,euba sind es1 die dies kissische ,land hier bewohnen1 vor #ejj ,jahren von ,darius aus ,euba hinweggefhrt4 ,diese sollen bei ihrer ,wegfhrung1 wie der ,traum anzeigt1 das ,schicksal der ,fische gehabt haben1 indem sie frmlich umgarnt und alle eingefangen wurden4 ,es scheint also1 die ,gtter befehlen mir1 zu ihnen zu gehen und mich ihrer anzunehmen2 vielleicht auch sind es die ,seelen der ,hellenen1 die dieses ,los hier traf1 welche mich zum ,frommen des ,landes herbei rufen4#gfc ,infolge seines ,traumes begab sich ,apollonius nach ,kissia1 wo er den ,gottesdienst verbesserte und viel zur ,erleichterung des ,loses der griechischen ,kolonisten beitrug4 ,endlich gelangte er nach ,babylon und trat mit den ,magiern in ,verbindung1 von denen er sagt1 da sie -- jedoch nicht alle -- ,weise seien2 er verkehrte mit ihnen insgeheim in den ,mittags- und ,mitternachtsstunden4 ,vom ,knig ,bardanes1 der seine ,ankunft im ,traum vorausgesehen hatte1 wurde ,apollonius sehr gut aufgenommen und sagte demselben kraft seiner ,sehergabe ein ,verbrechen voraus1 bei welchem einer seiner ,eunuchen am nchsten ,tage werde in flagranti ergriffen werden4 ,der ,erfolg besttigte diese ,wahrsagung4 ,auf die ,frage nach seiner ,lehre entgegnete ,apollonius dem ,knige3 ,meine ,weisheit ist die des ,pythagoras1 des ,mannes von ,samos1 der mich so die ,gtter ehren1 sie1 die sichtbaren und unsichtbaren1 verstehen1 mit ihnen reden und mich in diese ,pflanzenstoffe zu kleiden lehrte4 ,denn dies ,gewand ist nicht vom ,schaf geschoren1 sondern rein vom ,reinen wuchs dieses ,linnen1 ein ,geschenk des ,wassers und der ,erde4 ,dazu auch trage ich dieses lange ,haar nach des ,pythagoras ,art2 und der tierischen ,speise mich zu enthalten1 lehrt mich seine ,weisheit4 ,trinkgeno und ,gesellschafter bei ,spiel und ,festgelage werde ich weder ,dir noch irgend jemand sein4 ,dunkle und schwere ,lebensrtsel aber kann ich lsen1 denn ich wei nicht nur1 was zu thun ist1 sondern ich sehe es auch voraus4#gfd ,von ,bardanes mit ,kameelen und ,reisevorrten ausgerstet1 machte sich ,apollonius auf den ,weg nach ,indien4 ,nachdem ,apollonius den ,kenln berschritten1 stieg er in das ,flubett des ,indus zurck und gelangte mit seinen ,begleitern nach ,taxila1 wo er von dem durch die ,brahmanen gebildeten philosophischen ,knig ,phraotes ,,ii4 auf das beste aufgenommen wurde4 ,mit diesem hielt unser ,philosoph whrend seines vom ,gesetz gestatteten dreitgigen ,aufenthaltes in ,taxila lange philosophische ,gesprche1 die sich im wesentlichen um die ,vorzge der naturgemen ,lebensweise drehten4 ,von ,interesse fr uns ist nur die uerung des ,apollonius ber die ,enthaltsamkeit vom ,wein1 welche das ,wahrtrumen der ,seele begnstigen solle4 ,apollonius sagt3 ,aber auch die ,prophetien der ,trume1 die in der menschlichen ,natur das ,gttlichste zu sein scheinen1 durchschaut die ,seele leichter1 die nicht vom ,wein umnebelt ist und sie rein und in klarer ,betrachtung aufnimmt4 ,die ,erklrer solcher ,traumgesichte1 von den ,dichtern ,traumdeuter genannt1 legen daher kein ,traumbild aus1 ohne vorher zu fragen1 um welche ,stunde man es gehabt4 ,war's in der ,frhe1 im ,morgenschlummer1 so deuten sie es1 weil dann die ,seele ganz frei vom ,geiste des ,weins1 gesunde ,trume schaut2 war's aber im ersten ,schlafe oder um ,mitternacht1 wo die ,seele noch vom ,wein schwer und dunkel ist1 so lehnen sie das ,deuten ab und thun wohl daran4 ,von ,phraotes mit ,lebensmitteln1 frischen ,kameelen und einem ,empfehlungsschreiben an den ,obersten der ,brahminen und ,lehrer des ,phraotes1 ,jarchas1 versehen1 machte sich ,apollonius mit seinen ,begleitern auf1 um diese priesterlichen ,gelehrten auf dem ,berge der ,weisen jenseits des ,hyphasis aufzusuchen4 ,der ,berg der ,weisen wird als mit ,wolken umgeben und so hoch wie die ,akropolis geschildert2 von den ,brahmanen sagt ,apollonius#gfe3 ,die indischen ,brahmanen sah ich1 wie sie auf ,erden wohnen und doch nicht auf ,erden1 in der ,festung und doch ohne ,befestigung1 ohne ,eigentum und doch alles besitzend4 ,damis dagegen erzhlt von ihnen1 da sie auf einem ,lager auserlesener ,pflanzen auf der ,erde schliefen1 um den ,kopf eine weie ,binde und auf dem ,leibe ein der ,exomis der ,cyniker hnliches ,gewand von weier ,baumwolle trgen1 das ,haar lang wachsen lieen und ,ringe und ,stbe als ,abzeichen fhrten2 auch habe er1 ,damis1 sie fter zwei ,ellen hoch in der ,luft wandeln sehen4 -- ,dieses ,schweben erinnert an das bekannte sich in die ,luft erheben der ,fakire1 sowie an die ,levitation bei ,hexen und ,medien und bedarf keiner weiteren ,errterung4 ,ring und ,stab ist schon im ,gesetz des ,manu das ,abzeichen der ,brahmanen4 ,dieselben waren eifrige ,vegetarier1 gestatteten aber ihren ,besuchern1 wenn dieselben es wnschten1 den ,fleisch- und ,weingenu4 ,als ,apollonius zu den ,brahmanen kam1 wurde er von dem auf ehernem ,throne sitzenden ,jarchas1 welcher den ,brief des ,knigs forderte1 griechisch angeredet4 ,als ,apollonius ber sein ,vorauswissen erstaunte1 sagte jener1 es fehle in dem ,brief ein ,buchstabe1 ein ,delta1 das der ,briefschreiber ausgelassen habe2 und es fand sich1 da dem so war4#gff ,als weiteres ,beispiel seiner ,sehergabe soll dann ,jarchas dem ,apollonius seine ,abstammung vterlicher- und mtterlicherseits1 ferner wie er ,damis gefunden1 und alles was sie unterwegs gethan und erfahren1 in richtigem ,zusammenhang dargestellt haben1 als ob er dabei gewesen wre4 ,als aber ,apollonius nun erstaunt frug1 woher er das alles wisse1 entgegnete jener3 ,auch du kommst mit solchem ,wissen1 aber keinem vollkommenen4 -- ,und wirst du mich dieses vollkommene ,wissen lehren8 -- ,gern und neidlos1 erwiderte ,jarchas1 denn dies ist weiser als ,wissenswertes zu verbergen oder darber zu tuschen4 brigens bist du ,apollonius1 von ,mnemosyne gesegnet1 der ,gttin1 die wir unter allem am meisten lieben4 ,als spter die ,brahmanen zum ,opfer gingen1 badeten1 salbten und bekrnzten sie sich und zogen begeistert zum ,heiligtum1 wo sie sich -- ,jarchas an der ,spitze -- in ,chorordnung aufstellten und mit ihren ,stben auf den ,boden stieen1 welcher wie eine ,woge zwei ,ellen hoch anschwoll4 -- ,dieses wahrscheinlich auf subjektiven ekstatischen ,empfindungen beruhende ,phnomen des ,anschwellens und ,erbebens der ,erde kommt in der ,magie und ,theurgie sehr oft vor1 so besonders in den ,jamblichus zugeschriebenen ,bchern ber die gyptischen ,mysterien#gfg1 dann in zahlreichen mittelalterlichen ,zauberbchern1 welche von der ,geisterbeschwrung handeln1 wie die ,clavicula ,salomonis1 ferner in dem mit ihr in engem ,zusammenhange stehenden ,buche ,arbatel1 in dem ,paracelsus zugeschriebenen ,bchlein von olympischer ,geisterbeschwrung1 in dem sog4 #d4 ,buch der ,occulta ,philosophia1 in der ,pseudomonarchia ,dmonum2 auch in einigen ,ausgaben des sog4 ,hllenzwangs u4 s4 w4 ,in einer folgenden ,unterhaltung bezeichnet ,jarchas als den ,grundpfeiler aller ,weisheit die ,selbsterkenntnis des ,pythagoras und bekennt sich zur ,reincarnationstheorie dieser ,philosophen und der gypter4 ,sich selbst soll ,jarchas als den reincarnierten ,achilles und einen seiner ,gefhrten fr ,palamedes gehalten haben4 ,bei einem ,gastmahl1 dem auch ,damis beiwohnte1 gab ,jarchas eine interessante ,zusammenfassung seiner ,lebensanschauung und erwhnte dem ,apollonius gegenber u4 a4 den ,akasa3 ,den ther1 aus welchem die ,gtter geboren sein mssen1 denn alles1 was ,luft atmet1 ist sterblich1 aber das therische ist unsterblich und gttlich4 ,so soll ich das ,all als ,lebendiges betrachten8 frug ,apollonius4 ,allerdings1 sagte ,jarchas1 wenigstens1 wenn du gesunde ,einsicht hast1 denn alles ,leben kommt von ihm4 -- ,sollen wir nun das ,all weiblicher oder mnnlicher ,natur erachten8 ,beides1 erwiderte ,jarchas1 denn indem es sich selbst befruchtet1 ist es ,vater und ,mutter zugleich und liebt sich selbst heier1 als eines das andre jemals4 ,dies ist aber durchaus nicht widersinnig4 ,denn wie ,hnde und ,fe zur ,bewegung des ,lebendigen mitwirken1 und zu der ,seele1 die es bewegt1 so glauben wir1 da auch alle ,teile des ,alls durch die ,weltseele zu allem mitwirken1 was einen ,anfang nimmt und geboren wird4 ,denn auch die ,leiden einer ,drre werden durch diese ,weltseele bewirkt1 wenn die sinkende ,tugend der ,menschen ehrlos handelt4 ,aber das lebendige ,all behandelt nicht mit einer ,hand1 sondern mit vielen1 unsagbar vielen1 und -- unbeweglich durch seine ,gre -- ist es doch leicht zu zgeln und zu lenken4#gfh ,in folgendem ,vorfall haben wir die erste1 rein mediumistische ,thatsache1 welche uns in der ,geschichte des ,apollonius berichtet wird3 ,zu den ,brahmanen kam eine ,frau und bat dieselben1 da sie ihrem sechzehnjhrigen ,sohne helfen mchten1 welcher seit zwei ,jahren besessen sei4 ,der ,dmon treibe den ,knaben hinaus in die ,einde1 wo derselbe seine ,mutter nicht mehr erkenne1 mit rauher ,mannesstimme spreche und mit fremden ,augen dareinschaue4#gfi ,alles bekannte charakteristische ,erscheinungen4 ,auf die ,frage der ,brahmanen1 ob die ,mutter versucht habe1 den ,knaben mitzubringen1 entgegnete dieselbe1 da sie es nicht gewagt habe1 weil der ,dmon den ,knaben diesfalls zu tten drohe4 -- ,auch hier haben wir einen ,zug1 welcher sich bei den ,besessenen und ,somnambulen aller ,zeiten wiederholt4 ,jarchas giebt der ,mutter einen ,brief mit ,drohungen an den ,geist mit1 durch welchen der ,knabe von seiner ,besessenheit befreit wird4 ,in den folgenden ,zeilen haben wir unzweifelhaft einen der ltesten ,flle der ,ausbung des ,heilmesmerismus1 welcher nur selten citiert wird3 ,auch ein ,lahmer kam1 dreiig ,jahre alt1 ein eifriger ,lwenjger4 ,als ihn ein ,lwe anfiel1 hatte er sich einen ,schenkel ausgerenkt1 und das ,bein war krank2 aber durch ,streichen mit der ,hand wurde er wieder in den ,stand gesetzt ordentlich zu gehen4#ggj ,dem ,jarchas werden u4 a4 auch mancherlei ,auslassungen ber die ,sehergabe in den ,mund gelegt1 sie habe fr den ,menschen viel ,gutes1 ihre grte ,leistung aber sei die ,heilkunde4 ,die weisen ,asklepiaden wrden zu ihrer ,kenntnis nie gelangt sein1 wre ,asklepios nicht ein ,sohn ,apollos gewesen1 nach dessen ,offenbarungen er die in ,krankheiten dienlichen ,mittel bereitet 7,heilinstinkt der ,somnambulen71 seine ,kinder belehrt und seinen ,genossen gezeigt htte1 was bei eiternden ,wunden und was bei trockenen angewendet werden mu1 durch welche trinkbare ,arznei ,wassersucht abgewendet1 wie ,blutflu gestillt1 ,auszehrung und andere innere ,leiden geheilt werden knnen4 ,auch die ,heilungen durch ,gifte1 und deren bewute ,anwendung in ,krankheitsfllen sind nur der ,sehergabe zu danken4 ,ohne die ,gabe des ,voraussehens1 meine ich1 wrden die ,menschen nie gewagt haben1 den heilsamen ,mitteln die allergiftigsten beizumischen4#gga ,nach viermonatlichem ,aufenthalt verlie ,apollonius die ,brahmanen und begab sich lngs des ,indus an die ,kste des erythrischen ,meeres4 ,er fuhr sodann ber dieses und das persische ,meer1 sowie den ,euphrat hinauf nach ,babylon zu ,bardanes1 begab sich ber ,ninive nach ,antiochien und ,seleucia und segelte von dort nach ,cypern und ,jonien1 vielbewundert und hochgeehrt von denen1 welche ,weisheit zu schtzen wissen4#ggb ber die nchstfolgenden ,ereignisse im ,leben des ,apollonius ist wenig zu sagen1 denn die bekannte ,erzhlung1 laut welcher unser ,seher aus der ,sprache der ,sperlinge ersehen haben soll1 da in einer ,gasse zu ,ephesus ein ,sack ,weizen aufgegangen war1 lt eine so einfache ,erklrung zu1 da wir nicht ntig haben1 zum ,hellsehen behufs ,aufstellung dieser ,begebenheit zu greifen4 ,ist dieses nun wahrscheinlich ein ganz natrliches ,ereignis1 so ist offenbar der ,bericht von der ,vertreibung der ,pest zu ,ephesus1 wo ,apollonius den in ,gestalt eines ,bettlers erscheinenden ,pestdmon steinigen lie1 worauf unter den ,steinhaufen anstatt des ,leichnams des ,bettlers der eines ,molosserhundes zum ,vorschein kam1 entweder nur ein ,mythus oder die ,entstellung irgend eines nicht mehr erkennbaren ,vorfalls4 ,ebenso haben wir es wohl im ,nachstehenden nur mit einem1 vielleicht etwas bertriebenen ,traumbild zu thun4 ,apollonius hatte sich nach ,pergamon begeben1 wo er die ,beter im ,aeskulaptempel belehrte1 was sie zu thun htten1 um gnstige ,trume zu erhalten1 und wo er auf dem ,grabhgel des ,achilles nchtigte1 um sich mit dessen ,geist zu unterreden4 ,derselbe erschien ihm in berirdischer ,schnheit achtunggebietend und von heiterem ,angesicht1 glnzend1 in einer bermenschlichen ,gre usw4#ggc ,wenn die ,wesenheit des ,achilles in ,jarchas reincarniert gewesen sein soll1 so knnte sie fglich dem ,apollonius nur als eine rein subjektive ,vision erscheinen4 ,in ,athen traf ,apollonius einen besessenen ,jngling1 zu dem er sagte3 ,nicht du frevelst hier1 sondern der bse ,geist1 von dem du besessen bist1 ohne da du es weit4 -- ,als nun ,apollonius ihn scharf und zornig anblickte1 schrie der ,dmon auf wie ein ,gebrannter oder ,gefolterter und schwur1 den ,jngling loszulassen und nie wieder einen ,menschen zu berfallen4 ,als aber ,apollonius zu ihm sprach wie ein zorniger ,herr zu einem schamlos bsen ,knecht und ihm befahl1 sichtbar auszufahren1 da rief er aus3 ,das ,standbild will ich umwerfen6 und wies auf eine ,statue bei der ,knigshalle4 ,wirklich geriet diese in ,bewegung und strzte um4#ggd ,welches ,schrecken und welches ,staunen6 ,wer mags beschreiben6 ,der ,jngling aber rieb sich die ,augen wie ein ,erwachender1 sah nach der ,sonne und war verlegen1 weil aller ,augen auf ihn sahen4 ,von da an aber erschien er nicht mehr so wild und malos wie vorher1 sondern seine gesunde ,natur kam wieder hervor1 wie nach dem ,gebrauch eines ,heilmittels4#gge ,diese ,erzhlung gleicht so vollkommen den ,mitteilungen aller ,zeiten ber vorgenommene ,exorcismen1 da man kein ,wort zu ihrer ,erluterung ntig hat4 ,nur zu dem ,umwerfen der ,statue wollen wir eine ,parallele aus der ,autobiographie des ,brgermeisters ,barth4 ,sastrow zu ,stralsund beibringen1 welche ,gustav ,freitag im #e4 ,bande seiner ,bilder aus der deutschen ,vergangenheit mitteilt4 ,der ,vorfall trug sich im ,jahre #aebi zu und betrifft eine besessene ,magd ,sastrows3 ,mit dem ,exorcismo trieb er 7der ,teufel7 sein lautes ,gesptt2 denn als der ,priester ihn beschwor1 da er ausfahren sollte1 sagte er3 ja er wolle weichen1 er msse ja wohl das ,feld rumen1 aber er forderte allerlei1 was man ihm mitzunehmen erlauben sollte2 wenn ihm das ,geforderte abgeschlagen wrde1 stnde ihm das ,bleiben frei4 ,es stand einer unter den ,anwesenden1 welcher den ,hut aufbehielt1 als diese beteten1 da begehrte er von den ,predigern1 ihm zu erlauben1 da er den ,hut vom ,kopfe nehmen drfte1 den ,hut wollte er mit sich nehmen und weichen4 ,ich trage ,sorge1 wre es ihm von ,gott gestattet worden1 ,haut und ,haar htten mit dem ,hut gehen mssen4 ,zuletzt1 als er wute1 da seine ,zeit1 die ,magd zu plagen1 verflossen war1 und vermerkte1 da unser ,herrgott das demtige ,gebet der gegenwrtigen ,leute gndiglich erhrte1 forderte er gar spttlich eine ,tafel ,glas aus dem ,fenster ber der ,turmuhr1 und als ihm eine ,raute aus demselben erlaubt wurde1 hat sich dieselbe zusehends mit einem ,klange abgelst und ist davon geflogen4 ,nach der ,zeit hat man nichts ,bses bei der ,magd vermerkt4 ,sie hat auf dem ,dorfe einen ,mann bekommen und von ihm ,kinder erhalten4#ggf ,auf ,kreta gab ,apollonius abermals eine ,probe seines ,fernsehens1 denn als ein ,erdbeben entstand1 rief er den ,leuten zu3 ,frchtet euch nicht1 denn das ,meer hat ein ,land geboren4 ,nach einigen ,tagen kamen ,leute aus ,kydonia1 welche berichteten1 da whrend des ,erdbebens sich in der ,meerenge zwischen ,thera und ,kreta eine neue ,insel gebildet habe4#ggg ,ein weiterer hierher gehriger ,fall ereignete sich in ,rom1 wohin sich ,apollonius von ,kreta aus begeben hatte4 ,als es nmlich bei einer ,sonnenfinsternis donnerte1 was bei ,finsternissen selten zu geschehen scheint1 hatte er zum ,himmel aufblickend gesagt3 ',etwas ,groes wird geschehen4' ,niemand verstand das ,wort1 aber drei ,tage spter verstanden es alle4 ,als nmlich ,nero gerade bei ,tische sa1 fuhr ein ,blitz auf die ,tafel und schlug ihm den ,becher aus der ,hand1 den er gerade zum ,munde fhrte4 ,da der ,kaiser so mit dem ,tode bedroht und doch nicht getroffen wurde1 hatte ,apollonius mit dem 'geschehen und nicht geschehen' gemeint4#ggh ,durch diese ,prophezeiung hatte ,apollonius den ,verdacht des ,tigellinus erweckt1 welcher ihn einkerkern lie4 ,als dieser ,prfekt jedoch die ,anklageschrift verlesen wollte1 fand er zu seinem ,erstaunen das von ihm selbst geschriebene ,blatt leer4 ,nach ,philostratus hat sich ein gleicher ,fall in dem sptern ,proze des ,apollonius unter ,domitian zugetragen4#ggi ,dieser mythisch erscheinende ,zug findet ,parallelen in zahlreichen ,heiligenlegenden und ,sagen4 ,wir knnen hier ,apollonius nicht auf allen seinen ,kreuz- und ,querzgen begleiten1 sondern mssen uns darauf beschrnken1 die in das ,gebiet des bersinnlichen gehrenden ,berichte aus seinem ,leben mitzuteilen1 soweit wir dazu ,parallelen in der ,kulturgeschichte oder in der gegenwrtigen ,erfahrung nachweisen knnen4 ,deshalb wenden wir uns zu folgender ,voraussage des ,philosophen3 ,als ,nero geflohen und ,vindex tot war1 fragten seine ,gefhrten3 ,wem wird nun die ,herrschaft zufallen8 ,vielen ,thebanern1 antwortete ,apollonius1 denn er verglich ,vitellius1 ,galba und ,otho1 welche die ,macht nur kurze ,zeit an sich rissen1 mit jenen ,thebanern1 welche auch nur sehr kurze ,zeit an der ,spitze ,griechenlands gestanden hatten4#ghj ,apollonius sagte dann zu seinen ,freunden3 ,sehet ,roms drei ,herrscher1 die ich neulich ,thebaner nannte6 ,keiner wird ,alleinherrscher werden1 sondern in und um ,rom werden sie herrschen und umkommen und schneller ihre ,rollen wechseln als die ,tyrannen auf der ,bhne4 -- ,das ,wort erfllte sich bald3 ,galba kam in ,rom um1 kaum zur ,herrschaft gelangt1 ,vitellius starb nach einem ,herrschaftstraume2 ,otho starb im westlichen ,gallien1 und nicht einmal ein glnzendes ,begrbnis ward ihm zu teil1 denn er liegt bestattet wie ein gewhnlicher ,mensch2 so wandte sich das ,geschick dieser drei innerhalb eines einzigen ,jahres4#gha ,apollonius begab sich ber gypten1 wo er durch seine ,sehergabe einen wegen ,straenraubes unschuldig ,verurteilten befreite#ghb1 nach thiopien1 um die ,weisheit der dortigen ,gymnosophisten kennen zu lernen1 von welchen er jedoch sehr enttuscht wurde4 ,in dem ganzen ,abschnitte ist nur die ,rede des ,apollonius an seinen ,schler ,thespesion merkwrdig1 in welcher er die geistige ,entwickelung an der ,hand der ,askese lehrt#ghc1 und in deren ,verlauf er seinem ,schler bezglich der ,wundersucht seiner ,zeit das auch heute noch geltende ,mahnwort zuruft3 ,mit dem ,glauben an ,unglaubliches entsagt man der ,vernunft6#ghd ,beilufige ,erwhnung verdient noch die ,erzhlung von dem durch ,apollonius gebannten ,satyrgespenst1 welches in einem ,dorf an den oberen ,nilkatarakten die ,frauen unsichtbarerweise mit seiner ,liebe verfolgte und dann ttete4 ,apollonius befahl1 um das ,gespenst zu bannen1 einen ,trog mit ,wein zu fllen1 den der ,satyr trinken und sich darauf entfernen wrde4 ,als der ,satyr zur ,stelle beschworen worden war1 blieb er zwar unsichtbar1 aber der ,wein verschwand1 als ob er getrunken wrde4#ghe ,dieser ,bericht ist offenbar wieder fast bis zur ,unkenntlichkeit entstellt1 erinnert aber auffallend an den slavischen ,vampyrglauben und die sogenannten ,incubusvorgnge1 sowie besonders an die von ,horst im ersten ,band seiner ,zauberbibliothek mitgeteilte ,geschichte des ,arnod ,paole4 ,das eigentmliche ,verschwinden von ,flssigkeiten kommt auch im modernen ,mediumismus vor4 ,von gypten nach ,griechenland zurckgekehrt1 sagte er dem ,titus voraus1 da ihm der ,tod aus dem ,meere kommen werde1 wie dem ,odysseus1 was seine ,schler so deuteten1 als ob der ,kaiser wie ,odysseus durch den ,stachel eines ,rochens tdlich verletzt werde4#ghf ,angeblich aber wurde ,titus durch ,domitian mit einem ,seehasen vergiftet4 ,in ,smyrna hatte ,apollonius geweissagt1 da ,nerva der ,nachfolger ,domitians sein werde1 was durch einen ,schler des ,philosophen1 ,euphrates1 nach ,rom verraten worden war1 worauf der ,kaiser die ,verhaftung und ,transportation des ,apollonius nach ,rom befahl4 ,der ,weise aber sah dies auf bersinnliche ,weise wie gewhnlich voraus1 ging unter ,segel und fuhr nach ,rom4#ghg ,von dem ,aufenthalt des ,apollonius in ,rom und seinen ,schicksalen im ,gefngnis und vor ,gericht ist hier nur zu erwhnen1 da ,philostratus beilufig erzhlt1 ,apollonius habe sich einmal im ,gefngnisse seiner ,fesseln auf bersinnliche ,weise#ghh entledigt4 ,dies gehrt bekanntlich zu den am hufigsten vorkommenden mediumistischen ,erscheinungen4 ,der ,proze endigte damit1 da ,apollonius vom ,kaiser freigesprochen und aufgefordert wurde1 an seinem ,hofe zu bleiben4 ,der ,philosoph aber bat um seine ,unabhngigkeit1 forderte vom ,kaiser eine bessere ,fhrung der ,regierung und verschwand aus dem ,gerichtssaal4#ghi -- ,als gegen ,abend desselben ,tages seine ,schler im ,nymphum zu ,dikarchia um ihren ,lehrer wehklagten und verzweifelten1 ihn wiederzusehen1 erschien er pltzlich unter ihnen und berzeugte sie1 die ihn fr einen ,geist hielten1 von seiner leiblichen ,existenz4#gij ,man hat in dieser gewi sehr ausgeschmckten ,begebenheit eine ,parallele zum ,wiedererscheinen ,christi unter den ,jngern sehen wollen1 aber offenbar -- weil ja ,apollonius nicht gestorben war -- mit ,unrecht4 ,eher drfte sie eine ,parallele zur ,befreiung des ,petrus und der andern ,apostel aus dem ,gefngnis sein1 wie sie die ,apostelgeschichte mehrfach erzhlt4#gia -- ,mythisch ist ebenfalls der ,zug1 da ,apollonius sieben ,tage in der ,hhle des ,trophonius geweilt und als ,kern aller ,weisheit ein die ,lehren des ,pythagoras enthaltendes ,buch herausgebracht habe4#gib ,auf geschichtlicher ,grundlage beruht aber wahrscheinlich die ,aufgabe1 da ,apollonius zu ,ephesus die ,ermordung des ,domitian in dem ,augenblick verkndete1 als sie zu ,rom vor sich ging4 ,diese ,voraussage erregte ,zweifel der ,ungewiheit1 aber bald belehrten ,eilboten die ,epheser ber die ,wahrheit des ,gesichtes4#gic ,mit dieser ,erzhlung schliet ,philostratus die ,biographie des ,philosophen4 ber dessen ,tod teilt er keine nheren ,umstnde mit4 ,apollonius wird einerseits als ,gott und ,wundermann berschtzt1 andererseits als ,betrger oder ,narr unterschtzt4 ,wir aber sehen in ihm nur einen nach pythagorischer ,weise lebenden ,philosophen4 ,er entwickelte offenbar in sich die in jedem ,menschen vorhandenen bersinnlichen ,krfte und ,fhigkeiten4 ,dritte ,abteilung4 ,die ,neuplatoniker4 ,erstes ,kapitel4 ,plotinos4 ,schon die ,schler des ,sokrates sprachen gern von einem schneren ,leben in der ,vergangenheit fremder ,vlker und sahen in demselben ihr ,ideal1 welches sie mit der jnglingsfrischen ,kraft des ,hellenentums in die ,wirklichkeit zu bertragen suchten4 ,als nun die ,griechen unter ,alexander einen groen ,teil ,asiens unterjocht hatten und mit der wunderbaren ,kultur des ,orients bekannt geworden waren1 da begann die ,philosophie ,indiens allmhlich ,einflu auf die ,lehren des ,abendlandes zu gewinnen1 und die bildungsstolzen ,griechen sahen mit ,staunen1 da ihre hochgerhmte ,kultur nur der schwache ,abglanz einer frheren viel hher entwickelten war1 an welche alte halbverklungene ,sagen noch erinnerten4 ,diesen konnte aber auch vor allem ,plato eine innere ,wahrheit nicht absprechen4 ,so entstand und verbreitete sich die hohe ,meinung von dem heiligen ,leben und der tiefen ,weisheit der ,inder2 auch dachte man sich diese mit den phnicischen1 gyptischen und jdischen ,priestern in einem gewissen ,zusammenhang stehend1 der vielleicht durch eine besondere ,geheimlehre vermittelt wrde4 ,jener uere ,ansto1 welcher durch die ,feldzge ,alexanders gegeben wurde1 hat wohl am meisten zum ,kulturaustausch des ,orients und ,occidents mitgewirkt1 wobei wir freilich nicht bersehen drfen1 da auch die ,mysterien und sonstige von ,osten herberkommende ,geheimkulte als wichtige ,faktoren zur ,vermittelung des religisen und philosophischen ,lebens beider ,weltteile beitrugen2 jedoch wei man noch immer zu wenig ber die ,geheimnisse1 als da man ihren ,einflu auf das geistige ,streben jener ,zeiten mit ,sicherheit bestimmen knnte4 ,endlich aber wirkt noch ein drittes sehr zu beachtendes ,moment mit an dieser so merkwrdigen ,verschmelzung entgegengesetzter ,anschauungen1 nmlich der ,zerfall der religisen ,vorstellungen und wissenschaftlichen ,begriffe1 die ,trennung der ,philosophie und der ,religion bei den ,griechen4 ,die griechische ,religion hatte durch ihre dem ,knstlerischen sich zuneigende ,ausbildung das ,bedeutsame ihrer alten ,formen verloren1 und eine willkrliche ,deutung der alten ,bilder konnte ihren wirklichen ,sinn nicht ersetzen4 ,es war also das ,bedrfnis nach religisen ,neuerungen1 welche dem ,herzen wie dem ,verstande gengten1 das ,bedrfnis nach einer ,vershnung der ,wissenschaft mit der ,religion gegeben1 und in der ,erkenntnis der tiefen orientalischen ,weisheit glaubte man die ,befriedigung desselben finden zu knnen4 ,daher rhrt es denn auch1 da je lnger1 desto hufiger ,griechen von gelehrter ,bildung ,zugang zu den ffentlichen und geheimen ,kulten der ,orientalen suchten und fanden1 wobei sie die alt-orientalischen ,lehren mit den eigenen berlieferungen verglichen1 sie vertieften und zu verschmelzen suchten4 ,es war die ,zeit der ,ausbildung der ,kabbala und des ,keimes der grundlegenden ,anschauungen der spteren neupythagorischen1 gnostischen und neuplatonischen ,schulen4 ,kleinasien und ,alexandria waren der ,hauptschauplatz dieses ,ringens und endlichen ,verschmelzens der entgegengesetzten ,weltanschauungen4 ,solange jedoch das ,rmerreich noch innerlich gesund war und das ,griechentum sich einer verhltnismigen ,blte erfreute1 kamen diese eklektischen ,systeme zu keiner greren ,bedeutung4 ,erst als der ,kaiserzeit die ,kultur der alten ,welt verfaulte und einem bertnchten ,grabe glich1 als eine ,sttze der alten ,gesellschaft nach der andern brach und alle ,welt ,rettung aus dem ,chaos suchte1 erst dann gelangten die genannten in den innersten ,bedrfnissen der ,menschennatur wurzelnden philosophischen ,richtungen durch die gleichen ,umstnde zur ,geltung1 welche auch dem ,christentum seine welthistorische ,stellung erobern halfen4 ,unter den bedeutendern ,schriftstellern lterer ,zeit1 die dem ,neoplatonismus die ,bahn brachen und bei welchen die diesem angehrige und eigentmliche ,geistesrichtung offen zu ,tage trat1 sind in erster ,linie ,plutarch 7ca4 #ej-abj n4 ,chr47 und der zur ,zeit der ,antonine lebende ,l4 ,apulejus zu nennen4 ,von diesem ,zeitalter an gelangte die mystische eklektische ,philosophie zu immer grerer ,bedeutung und verkndete sich besonders in der ,sehnsucht nach einer mystischen ,vereinigung mit dem ,gttlichen1 die teils durch ,askese1 teils durch ,theurgie gewonnen werden sollte und gegen welche das uere ,leben als ein leeres ,schattenbild zurcktrat4 ,die ,aufgabe der mystisch-eklektischen ,philosophie war die ,erschlieung jener dunkeln ,gebiete1 an deren ,grenzen die ,logik der ,schulen eben noch heranreicht1 welche uns aber verlt1 sobald wir die ,schwelle des ,avernus berschritten haben4 ber diese ,gebiete fand man bei den ,philosophen teils nur ,andeutungen in ,bildern oder ,mythen1 teils auch bestimmte geuerte ,meinungen1 welche1 wie jene ,andeutungen nicht verkennen lieen1 nicht in ihrem buchstblichen ,sinne aufgefat sein wollten4 ,je mehr man nun bei der ,betrachtung der letzten ,dinge -- um hier vergleichungsweise diesen christlich-dogmatischen ,ausdruck zu gebrauchen -- sich gentigt sah1 die ,aussprche der ,philosophen allegorisch aufzufassen1 um so mehr kam man zu der berzeugung1 da im ,grunde alle oder doch die tiefsten ,philosophen miteinander einig seien und nur denselben ,sinn in verschiedenen ,formeln ausgedrckt htten4 ,und in der ,that finden wir bei den alten ,philosophen an den uersten ,grenzen der ,forschung mehr ,einigkeit als bei ,untersuchungen1 welche sich der ,mannigfaltigkeit weltlicher ,erscheinungen zuwenden4 ,in dem ,drang1 das ,geheimnis des ,absoluten und seines ,verhltnisses zum ,relativen1 des ,gttlichen zum ,weltlichen anschaulich zu machen1 nherte sich der griechische ,philosoph den ,quellen orientalischer ,mystik1 und der orientalische ,priester bediente sich zur ,verbreitung seines transscendentalen ,wissens der ,waffen1 welche griechische ,rhetorik und ,dialektik geschliffen hatten4 ,es bildete sich eine rhetorische ,lehre aus1 welche den ,kern der lteren ,systeme eklektisch umfate und ihre ,weisheit zum ,teil unter symbolischer ,hlle offenbarte4 ,da ferner nun das ,abendland und der ,orient ganz verschiedene ,forschungsmethoden befolgen1 indem nmlich der europische ,philosoph und besonders der auf alle ,knste der ,dialektik eingehetzte ,altgrieche an der ,hand des logischen ,beweises ,schritt vor ,schritt vorwrts geht und das als nicht existierend betrachtet1 was nicht logisch bewiesen werden kann1 indem er vom ,besondern auf das ,allgemeine schliet1 sucht der ,mystiker des ,orients durch ,autopsie zur ,vereinigung mit dem ,allgemeinen und zur ,erkenntnis und ,beherrschung des ,besondern zu gelangen2 durch das ,anschauen des ,absoluten ist der ,mystiker individuell berzeugt1 und der logische ,beweis wird fr ihn berflssig4 ,der ,weg und das ,mittel zur ,autopsie ist die ,askese1 die mglichste ,vermeidung aller ,verunreinigung durch die ,materie4 ,die mglichste ,steigerung in der ,enthaltsamkeit vor sinnlichen ,genssen1 die gnzliche ,abttung der sinnlichen ,triebe1 die ,kasteiung des ,fleisches wird zum ,mittel1 durch ,anschauung des ,heils wie des ,wissens teilhaftig zu werden1 denn jemehr der ,mensch dem ,sinnlichen erstirbt1 desto mehr lebt er im ,geistigen4 ,damit ist zugleich die innere ,notwendigkeit der fr den ,neoplatonismus so charakteristischen ,verachtung aller ,auendinge1 welche wir -- allerdings aus ganz anderen ,grnden -- auch bei den ,cynikern und ,stoikern finden1 gegeben1 die in ihrer extremen ,auffassung die neoplatonische ,lehre nicht lebensfhig werden lie4 ,es erhellt1 da bei dem vorwiegend mystisch-kontemplativen ,charakter der neuplatonischen ,philosophie die ,fhigkeiten und ,krfte des transscendentalen ,bewutseins in hohem ,grade ausgebildet und die auf diese ,ausbildung hinzielenden ,mittel sowie die davon abhngigen ,beobachtungen sehr zahlreich werden muten4 ,auf diese bisher meist als ,aberglaube und ,schwrmerei verlachten ,dinge1 welche durch die ,thatsachen des ,occultismus und ,mediumismus erklrt werden1 wollen wir hier besonders die ,aufmerksamkeit unserer ,leser richten1 indem wir kurz das schildern1 was vom ,leben der wichtigsten ,neuplatoniker bekannt ist1 und dabei ihre ,lehre bercksichtigen1 soweit sie unserem hier verfolgten ,zwecke dient4 ,der eigentliche ,begrnder des ,neuplatonismus ist der etwa #aij n4 ,chr4 von christlichen ,eltern geborene ,ammonios ,sakkas1 welcher nach ,eusebius#gid sich dem ,heidentume zuwandte1 als er selbstndig zu denken begonnen hatte4 ,von seinem ,leben wissen wir sehr wenig1 weil er selbst keine schriftlichen ,aufzeichnungen machte und er sowohl als seine ,schler auf ,auendinge nicht den mindesten ,wert legte4 ,wie ,hierokles und ,porphyrius erzhlen1 erwarb ,ammonios in ,alexandria sich seinen ,unterhalt durch ,sacktragen1 woher er den ,namen ,sakkas erhielt1 und lehrte dabei eine ,philosophie1 welche die bereinstimmung des ,plato und ,aristoteles in allen ,punkten nachzuweisen suchte4 ,diese ,lehre scheint eine esoterische gewesen zu sein1 denn ,porphyrius berichtet im ,leben des ,plotinus1 da sich die drei ,schler des ,ammonios ,erennios1 ,origenes 7welcher nicht mit dem bekannten ,kirchenvater zu verwechseln ist7 und ,plotinos verbunden htten1 die ,lehren ihres ,meisters nicht zu verffentlichen4 ,erennios und ,origenes brachen jedoch dieses ,versprechen durch die ,herausgabe jetzt verloren gegangener ,schriften1 worauf sich auch ,plotinos seines ,versprechens fr entbunden hielt und nun die ,schriften verfate1 welche wir noch jetzt von ihm besitzen4 ,als ein vierter ,schler des ,ammonios wird ein ,grammatiker ,longinos genannt4 ,der ,bedeutendste von allen ist ,plotinos1 welcher im ,jahre #bje zu ,lykopolis in gypten geboren ward4 ,er erhielt seine wissenschaftliche ,bildung zu ,alexandria1 wo er im #bh4 ,jahre seines ,lebens ,philosophie zu studieren begann4 ,in ,ammonios ,sakkas fand ,plotin den gesuchten ,mann1 der ihm ,ehrfurcht vor orientalischer ,weisheit und heies ,verlangen nach derselben einflte4 ,deshalb nahm auch ,plotin1 nachdem er elf ,jahre den ,unterricht des ,ammonios genossen hatte1 teil an dem ,feldzuge1 welchen ,kaiser ,gordianus 7der ,enkel7 gegen die ,perser erffnete1 um bei dieser ,gelegenheit die persische und indische ,philosophie an der ,quelle studieren zu knnen4 ,als jedoch ,gordian im ,jahre #bdd ermordet worden war1 ging ,plotin nach ,antiochia und spter nach ,rom1 wo er als ,lehrer der ,philosophie auftrat4 ,im ,anfang scheint die neue ,schule nicht besonders prosperiert zu haben1 denn ,amelios1 ein ,zgling unseres ,philosophen1 berichtet1 da dieselbe voll ,unruhe1 ,geschwtz und ,lrmen1 dabei aber schlecht besucht gewesen sei4 ,im ,laufe der ,zeit kam jedoch ,plotin zu hohem ,ansehen1 wie die ,namen zahlreicher ,schler beiderlei ,geschlechts bezeugen4 ,ihm hrten nicht nur rmische ,ritter und ,senatoren1 sondern auch eine groe ,menge der vornehmsten ,damen zu1 von denen eine1 namens ,gemina1 ,plotin zeitweilig in ihr ,haus aufnahm4 ,unser ,philosoph erfreute sich des allgemeinsten ,vertrauens1 so da er als ein heiliger1 gttlicher ,frsorger von den edelsten ,mnnern als ,testamentsvollstrecker und ,vormund ihrer ,kinder eingesetzt wurde4 ,sein ,haus war daher mit vornehmen jungen ,leuten beiderlei ,geschlechts berfllt1 deren ,erziehung er leitete und deren ,gter er auf das gewissenhafteste verwaltete1 um -- wie er sagte -- ihnen wenigstens ihre zeitlichen ,schtze ungeschmlert bergeben zu knnen1 wenn sie keinen ,geschmack an der ,philosophie und den himmlischen ,dingen finden sollten4 ,sehr hufig wurde ,plotin als ,schiedsrichter angerufen1 welchem ,amte er mit so groer ,klugheit vorstand1 da er sich dabei nach der ,versicherung seines ,schlers ,porphyrius 7in vita ,plotini71 whrend seiner sechsundzwanzig in ,rom verlebten ,jahre auch nicht einen einzigen ,menschen zum ,feind machte4 ,selbst ,kaiser ,gallienus 7#bei-bfh71 eines der nichtswrdigsten ,ungeheuer1 welche den rmischen ,kaiserthron schndeten1 und dessen ,gemahlin ,salonina waren fr die ,ideeen ,plotins derart begeistert1 da sie eine verfallene ,stadt in ,kampanien wieder aufbauen und ,plotin nebst seinen ,schlern schenken wollten4 ,diese ,stadt sollte ,platonopolis genannt und nach den von ,plato entwickelten politischen und ethischen ,prinzipien regiert werden4 ,porphyrius berichtet in seinem ,leben ,plotins mit nicht geringem ,unwillen1 da dieser schne ,plan durch einige ,hofleute vereitelt worden sei1 welche den ,plotin beneidet und ,plato nicht den ,ruhm eines ,gesetzgebers gegnnt htten4 ,plotin lebte bis zum ,jahre #bgj in ,rom1 zog sich dann1 von einer ,krankheit befallen1 nach ,kampanien zurck und starb1 indem er dem ihn besuchenden ,arzt ,eustochius die ,worte zurief3 ,ich fhre jetzt den in mir wohnenden ,gott der im ,weltall lebenden ,gottheit zu6 -- ,in demselben ,augenblick kam1 so erzhlt die allegorische ,legende1 unter dem ,bett eine drachenartige ,schlange1 welche fr den ,genius ,plotins gehalten wurde1 hervor und verschwand durch eine in der ,wand befindliche ffnung4 ,nach ,porphyrius hatte ,plotin sein gttliches ,auge bestndig auf den ihn begleitenden ,genius gerichtet und lebte recht eigentlich in einer wesentlichen und realen ,gemeinschaft mit der ,geisterwelt4 ,von dem hohen ,werte und der ,wichtigkeit dieses geistigen ,lebens und ,verkehrs im ,gegensatz zu seiner ueren ,persnlichkeit war denn auch ,plotin so durchdrungen1 da er seinen ,freunden und ,schlern weder den ,tag noch den ,ort seiner ,geburt nannte1 weil es schon zu viel sei1 ber solche irdische ,dinge auch nur ein ,wort zu verlieren4 ,alles phnomenale ,sein ist ihm ein ,elend1 ein ,irrtum und ein niedriger ,zustand1 von welchem sich der ,mensch losmachen mu1 damit er durch die ,tugend zu ,gott zurckkehre4 ,dieser ,gipfel der ,tugend1 auf welchem sich die ,seele mit ,gott vereinigt1 wird nur erreicht durch die ,askese4 ,deshalb enthielt sich auch ,plotin aller ,fleischspeisen1 nicht selten auch des ,brotes1 und fastete oft so lange1 da er sich andauernde ,schlaflosigkeit zuzog4 ,er gnnte sich nicht das regelmige ,bad1 wie es doch bei seinen ,landsleuten ,sitte war1 und unterlie zuletzt selbst die blichen ,abreibungen seinem ,krpers1 die einzige ,pflege1 welche er demselben noch hatte zu teil werden lassen4 ,es schien ihm eine unertrgliche ,eitelkeit1 von dem ,schattenbilde seines ,krpers eine ,abbildung machen zu lassen1 welche eine lngere ,dauer als das ,original habe4 ,als nachahmungswrdiges ,muster eines ,weisen empfahl ,plotinus seinen ,schlern den rmischen ,senator ,rogatianus1 welcher durch ihn so bekehrt worden war1 da er seine ,sklaven freilie1 sein ,vermgen verschenkte1 sein ,prtorenamt aufgab und nicht einmal in seinem eigenen ,hause wohnte1 sondern bei seinen ,freunden schlief und speiste4 -- ,alle spteren ,neuplatoniker eiferten ihrem ,meister in dieser bertriebenen ,selbstentsagung1 bei welcher indischer ,einflu unverkennbar ist1 nach und genossen weder ,fleisch noch ,wein1 noch die ,freuden der ,liebe1 welche sie als die grten ,hindernisse eines heiligen ,lebens und der innigen ,vereinigung mit ,gott ansahen4 ,porphyrius berichtet denn auch1 da whrend seiner sechsjhrigen ,lehrzeit bei ,plotin dieser1 sein ,meister1 viermal der ,vereinigung mit ,gott gewrdigt worden sei1 whrend ihm -- ,porphyrius -- dieses ,glck im ganzen ,leben nur einmal zu teil ward4 ,wie sein ,biograph ferner berichtet1 war ,plotin hellsehend und hatte die ,fhigkeit1 die ,gedanken anderer zu lesen1 er wute ,diebsthle zu verknden so gut wie die ,zukunft und sagte seinen ,schlern ihre ,gedanken4 ,bei folgendem von ,porphyrius berichteten merkwrdigen ,beispiel von der hohen ,entwickelung der magischen ,seelenkrfte ,plotins mssen wir etwas lnger verweilen3 ,olympius aus ,alexandria1 ein auf unsern ,philosophen neidischer ,schler des ,ammonios1 suchte denselben durch magische ,knste an seiner ,gesundheit zu schdigen1 berzeugte sich jedoch sehr bald1 da sein ,beginnen vergeblich sei1 und sagte zu seinen ,bekannten3 ,welch eine machtvolle ,seele besitzt nicht dieser ,plotin1 denn alle gegen sie gerichteten ,knste prallen von ihr ab und auf den ,angreifenden zurck6 ,plotin empfand jedoch die magische ,einwirkung durch ein ,gefhl1 als ob ihm ,glied um ,glied wie ein lederner ,beutel zusammengeschnrt werde4 ,man hat diese ,erzhlung sehr hufig als ein ,beispiel des bei den ,neuplatonikern herrschenden ,aberglaubens angefhrt1 damit aber1 wie mir scheint1 den ehrlichen1 wenn auch schwrmerischen1 doch immerhin sehr hoch entwickelten ,mnnern ,unrecht gethan4 ,gehen wir von der ,thatsache der nicht durch uere ,sinne vermittelten ,gedankenbertragung aus1 um jenen ,bericht zu erklren1 so kommen wir zu folgenden ,schlssen3 ,wenn die ,seele auf die ,seele wirkt1 so kann dieser ,eindruck entweder die ,bewutseinsschwelle des ,beeinfluten berschreiten1 dann bildet er sich zum ,gedanken aus2 oder aber er bleibt an der ,schwelle des ,bewutseins stehen1 dann ruft er nur ein dumpfes1 unklares ,empfinden hervor4#gie ,das eigentmliche ,gefhl der ,zusammenschnrung1 welches ,plotin empfand1 ist daher sehr wohl zu begreifen und findet berdies seine ,analogie in den krampfartigen ,erscheinungen1 wie sie bei allen magischen ,zustnden vom ,somnambulismus bis zur ,besessenheit vorkommen4 ,die ,schriften des ,plotin sind uns ziemlich vollstndig erhalten geblieben1 und zwar in der ,bearbeitung des ,porphyrius1 welche dieser im ,auftrag seines ,lehrers bernahm1 weil derselbe durch ,augenschwche von der ,revision seiner ,werke abgehalten wurde4 ,porphyrius fand einzelne wenig zusammenhngende ,bcher vor1 welche er in sechs ,enneaden zusammenstellte1 je nach der ,verschiedenheit des ,inhalts1 wobei er die uere ,form verbesserte und noch einiges1 jetzt nicht mehr nher ,bestimmbare hinzufgte4 ,dies ist hchst wahrscheinlich die ,bearbeitung der ,plotinischen ,schriften1 welche wir noch besitzen4 ,andere von den schon genannten ,schlern des ,plotin ,amelios und ,eustochios veranstaltete ,bearbeitungen sind verloren gegangen4 ,da nun ,plotin der eigentliche ,philosoph der neuplatonischen ,schule ist1 whrend alle ,spteren mit ,ausnahme des ,proklos mehr ,theurgen oder ,magier#gif zu nennen sind1 so wird es geeignet sein1 hier eine kurze ,darstellung des plotinischen ,lehrgebudes zu geben1 wobei wir uns mglichst an die ,worte des ,philosophen selbst zu halten vorziehen4 ,gott ist der ,realgrund aller ,dinge1 und es giebt nur eine ,art von ,substanzen1 nmlich vorstellende2 ,raum und ,materie ist nichts als ,schein des ,realen1 der ,schatten der ,geister4 ,die ,welt ist ewig wie ,gott4 ,gott ist keinem ,menschen und berhaupt keinem ,wesen fern4 ,er ist das reine urwesentliche ,licht und macht die ,basis alles ,seins und ,denkens aus2 er ist die ,einheit1 welche jedem ,denken vorausgeht und demselben das ,objekt giebt4#gig ,der ,intellekt 7nous7 ist ein ,bild des 7,all7-,einen1 denn als ,erzeugtes mu es hnlichkeit von dem ,erzeugenden empfangen und behalten2 der ,intellekt ist nur dadurch geworden1 da er das ,eine schaute4 ,daher ist auch im ,intellekt ,einheit1 und die ,einheit ist die ,mglichkeit aller ,dinge4 ,der ,intellekt schaut auf das ,eine1 wodurch ihm ein ,objekt des ,erkennens gegeben ist2 es ist die zum ,erkennen erforderliche ,doppelheit1 ,objekt und ,subjekt1 vorhanden4 ,ebenso wie der ,intellekt das ,anschauungsvermgen von dem ,einen erhalten hat1 so ergiet sich diese ,kraft wieder von dem ,intellekt aus und erzeugt andere1 ihr hnliche1 nur minder vollkommene ,intellekte4#gih ,da indessen der ,intellekt das ,erkennen nicht von sich1 sondern von dem ,einen hat1 so mu auch in dem ,einen als in der ,quelle alles ,erkennens zwar nicht ,erkenntnis1 wodurch die ,einfachheit aufgehoben wrde1 aber doch etwas hnliches sein1 gleichsam ein ,schauen und ,wissen ohne ,doppelheit4 ,das ,eine sieht nicht nach auen auf andere ,dinge1 sondern nur auf sich selbst4 ,es liebt in sich den reinen ,glanz1 das reine ,licht1 welches es selbst ist4 ,der ,intellekt ist das ,produkt des ,einen1 und das ,eine ist sein eigenes ,produkt4#gii ,das ,licht ist die ursprngliche1 ruhige1 sttige1 unvernderliche ,thtigkeit des ,urwesens1 das aus ihm unmittelbar und unaufhrlich ,ausstrmende1 ein ,lichtkreis1 durch welchen alles erleuchtet wird und seine ,form erhlt4 ,dieser das ,eine umgebende ,lichtkreis ist der ,intellekt4#hjj ,der ,intellekt umfat alle mglichen ,objekte1 d4 h4 die ganze ,verstandeswelt1 oder ist vielmehr die ,verstandeswelt selbst4 ,intellekt und ,realitt umfassen alles ,sein und ,leben4#hja ,die ,verstandeswelt ist das ,muster und ,vorbild der ,sinnenwelt4 ,alles1 was in dieser wirklich ist1 mu daher auch in der ,verstandeswelt enthalten sein1 jedoch nur der ,form nach4 ,in der ,verstandeswelt ist daher auch ein mit ,sternen beseter ,himmel1 eine ,erde mit allen mglichen ,pflanzen und ,tieren1 ,wasser und ,meer in bleibendem ,flusse und ,leben mit allen ,wassertieren und die ,luft mit den ihr lebenden ,wesen4 ,denn was aus dem ,intellekt kommt1 ist ,leben2 die ,verstandeswelt ist daher auch ein lebendes ,wesen1 ein ,welttier4#hjb ,alle die ,verstandeswelt ausmachenden ,verstandeswesen mssen etwas ,gemeinschaftliches und etwas ,individuelles haben1 denn weil sie im ,intellekt existieren1 ohne durch den ,raum getrennt zu sein1 so knnen sie allein durch das ihnen ,eigentmliche unterschieden sein1 wodurch sie zu besondern ,dingen werden4 ,dieses ,individuelle ist die ,form1 die ,gestalt4 ,wo nun ,gestalt ist1 da giebt es auch etwas ,gestaltetes1 d4 h4 durch die ,form ,bestimmbares und ,bestimmtes4 ,dies ist die ,materie1 d4 h4 nicht die sinnliche1 sondern die bersinnliche4 ,denn auch das hat die ,verstandeswelt mit der ,sinnenwelt berein1 da sie aus ,form und ,materie besteht4 ,abstrahiert man in ,gedanken von den ,formen1 durch welche die ,verstandeswelt ein mannigfaltig gestaltetes ,ganze geworden ist1 so bleibt nichts brig als das ,gestaltlose und ,unbestimmte1 welches die ,gestalt annimmt und gleichsam trgt4#hjc ,durch die ,thtigkeit und schpferische ,kraft des ,intellekts entsteht die ,verstandeswelt1 welche nur in ihm existiert4 ,die ,thtigkeit1 durch welche die ,verstandeswelt wirklich geworden ist1 ist eine innere und auf das ,innere gerichtete4 ,soll nun auch eine uere ,welt entstehen1 welche sich auf die ,verstandeswelt als auf ihr ,muster bezieht1 so mu auer dem ,einen und dem ,intellekt noch ein drittes vorhanden sein1 dessen ,thtigkeit nicht nach innen1 sondern nach auen gerichtet ist4 ,dies ist die ,seele4#hjd ,die ,seele ist ,produkt des ,intellekts1 sowie der ,intellekt ,produkt des ,einen ist4 ,nach dem ,grundsatz1 da alles ,reale aus sich selbst ein anderes ,reale erzeugt1 was dem ,grade der ,vollkommenheit nach dem ,erzeugenden am nchsten1 aber doch nicht ganz gleich kommt1 bringt auch der ,intellekt etwas hervor1 was ihm am nchsten kommt4 ,die ,seele ist ein ,gedanke1 eine ,thtigkeit des ,intellekt4#hje ,die ,seele steht im dritten ,grad von dem ,einen ab und ist daher unvollkommener als der ,intellekt4 ,sie ist auch ein ,leben1 ,denken und ,thtigsein wie der ,intellekt1 aber in einem niedern ,grade4 ,erstens geht die ,seele nicht ohne ,vernderung hervor4 ,zweitens ist ihr ,denken und ,schauen dunkler1 denn sie erblickt die ,objekte nicht in sich1 sondern in dem ,intellekte4 ,drittens ist ihr ,wirken nicht eine innere1 sondern eine nach auen gerichtete ,thtigkeit2 sie bringt etwas auer sich hervor1 was nun nicht mehr ein reines1 sondern ein schon vermischtes und getrbtes ,sein hat4#hjf ,auch die ,seele ist wie die ,intellekte eine ,art ,licht1 aber nicht ein selbstleuchtendes1 sondern von einem andern erleuchtetes4 ,das ,eine ist das einfache1 reine ,licht selbst1 welches sich in den ,intellekt ergiet4 ,die ,seele empfngt das ,licht vom ,intellekt4#hjg ,nach den ewigen ,gesetzen der ,ordnung und ,harmonie des ,ganzen lsten sich alle ,seelen1 eine jede zu der bestimmten ,zeit1 vermge eines natrlichen ,dranges und wie durch den ,ruf eines ,herolds oder ,beschwrers erweckt1 von dem ,intellekt ab und traten zum erstenmal in das ,system unserer ,welt1 in die ,gemeinschaft mit den ,krpern ein4 ,indem sie aus ihrer gttlichen ,urquelle ausflossen1 kamen sie in den ,himmel oder den ,aufenthaltsort der sichtbaren ,gtter1 wo sie ein ,gewand aus therischem ,stoff gewebt erhielten oder annahmen4 ,hier am ,saume des unsichtbaren ,universum1 wo die ,seelen gleichsam zwei ,welten berhrten und das niedrigste ,glied der intelligibeln wie das hchste der materiellen ausmachten1 verweilten sie nicht immer1 sondern senkten sich nach eben den ,gesetzen1 nach welchen sie aus der ,mutter aller ,seelen hervorgegangen waren1 auf unsere ,erde herab4 ,auf einer jeden neuen ,stufe des ,herabsteigens empfingen sie einen neuen ,krper und wurden also in dem groen zwischen ,himmel und ,erde ausgespannten ,raume mit einem luftigen1 auf dem ,wohnplatz sterblichen ,geschpfe mit einem dichten irdischen ,gewand bekleidet4#hjh ,durch die ,thtigkeit der ,seele entstehen andere ,seelen als ,arten der einen4 ,die ,krfte derselben sind von doppelter ,art4 ,einige sind auf das obere gerichtet wie die ,vernunft1 andere auf das ,niedere wie die verstandesmigen ,krfte2 die unterste ist die auf die ,materie gerichtete und sie bildende ,kraft1 die ,empfindung nmlich und vegetative ,kraft4#hji ,alles ,wirken der ,natur hat die ,erkenntnis zum ,endzweck4 ,denn was in der ,natur hervorgebracht wird1 hat eine bersinnliche ,form1 wodurch die ,materie eine ,gestalt erhlt1 damit sie ein ,objekt der ,erkenntnis werde4#haj ,die ,natur ist also nichts anderes als eine ,seele1 welche wiederum das ,produkt einer hheren und mchtigeren ,seele ist4#haa ,in der ganzen ,natur ist nur eine der ,qualitt nach identische ,kraft wirksam3 die ,seele1 die ,vorstellungskraft2 nur eine und dieselbe ,wirkungsart3 die ,bildung1 das ,anschauen4 ,es herrscht also derselbe ,proze im innern ,menschen wie in der ueren ,natur4#hab ,alle ,materie wird von der ,seele innerlich gestaltet2 alle ,elemente sind von ihrem ,leben erfllt1 welches innerlich vorhanden ist1 auch wenn es nicht in die ,erscheinung tritt4 ,die ,erde gleicht dem ,holze eines ,baumes1 welche eine belebende ,natur in sich trgt1 die ,steine sind wie abgeschnittene ,zweige4 ,in den ,gestirnen wie in der ,erde als ,weltkrper findet sich gttliches ,leben und ,vernunft4 ,die sinnliche ,welt ist sowohl im einzelnen als im ganzen beseelt1 und eben diese ,seele ist das ,wesentliche an ihr4#hac ,die ,verstandeswelt ist ein unvernderliches1 absolutes1 lebendes ,ganze1 in welchem keine ,trennung durch den ,raum1 kein ,wechsel in der ,zeit stattfindet4 ,sie enthlt alles1 was ist1 aber kein ,werden noch ,vergangensein4 ,sie ist in keinem ,raum und bedarf keines ,raumes1 denn sie ist in sich vollstndig1 sich durchaus gleich und sich selbst erfllend4 ,wenn man sagt1 die ,verstandeswelt ist allenthalben1 so heit das nichts anderes als1 sie ist in dem ,sein und daher in sich selbst4#had ,die ,verstandeswelt ist nichts anderes als das ,geisterreich4 ,es giebt erstens einen hchsten ,intellekt1 welcher in sich alle mglichen ,intellekte und ,objekte in potentia enthlt2 der ,wirklichkeit nach giebt es aber ebenso viele einzelne ,intellekte1 als im hchsten ,intellekt der ,mglichkeit nach enthalten sind4 ,so wie es einen hchsten ,intellekt giebt1 so giebt es auch eine hchste ,weltseele und viele einzelne ,seelen1 und jene verhlt sich zu den vielen wie die ,gattung zu den ,arten4 ,die ,arten unterscheiden sich untereinander1 ob sie gleich alle aus der ,gattung entspringen2 es mu also zum ,gattungsbegriff noch etwas hinzukommen1 damit die ,arten nher bestimmt werden4 ,ebenso mu auch zum ,intellekt etwas hinzukommen1 da daraus die ,weltseele entspringe1 und die einzelnen ,seelen mssen vollkommener oder unvollkommener in ,rcksicht auf das ,denkvermgen sein1 sonst wrden es eben nicht verschiedene ,arten von ,seelen sein4#hae ,es giebt nichts durchaus ,vernunftloses in der ,natur4 ,auch die ,tiere1 welche wir fr unvernnftig halten1 scheinen nur vernunftlos zu sein4 ,denn ,vernunft ist dasjenige1 in welchem und aus welchem alles ist2 wie sollte also etwas der ,vernunft ,entgegengesetztes existieren knnen8 ,wir stoen uns daran1 da die ,tiere ihre ,vernunft auf eine ganz andere ,art uern1 als die ,menschen1 und wollen ihnen daher gar keine ,vernunft einrumen1 weil sie nicht die unsere ist4 ,es giebt unzhlige ,arten des ,lebens1 der ,thtigkeit und der ,vernunft1 welche untereinander verschieden sind4 ,und dann darf man auch nicht vergessen1 da auch der sichtbare ,mensch nicht so lebt und auf dieselbe ,art vernnftig ist als der ,mensch in der ,verstandeswelt4 ,wir rechnen zum ,wesen der ,vernunft das ,schlieen und ,beurteilen2 dort ist aber die ,vernunft ein anderer und ber das ,schlieen weit erhabener ,vorgang1 nmlich ein unmittelbares ,anschauen in vollkommenster ,deutlichkeit4#haf ,der ,endpunkt der ,vernunftthtigkeit ist der uere ,gegenstand1 z4 ,b4 ein einzelnes ,tier4 ,denn wenn sich die ,krfte entfalten und in ihrer ,entfaltung fortschreiten1 so verlieren sie immer etwas und werden niedriger2 es entstehen unvollkommene ,produkte2 aber selbst aus dem1 was diesen fehlt1 wissen sie noch etwas hinzuzusetzen1 um das ,fehlende zu ergnzen4 ,weil z4 ,b4 das bloe ,sein zum ,leben nicht hinlnglich ist1 so kamen ,krallen1 ,schnbel1 ,hrner und ,zhne zum ,vorschein4#hag ,auf diese ,art hebt sich die im ,herabsteigen unvollkommener gewordene ,vernunft wieder durch ,zulnglichkeit empor4#hah ,ist die ,verstandeswelt1 in welcher alles bestimmt und notwendig ist1 ein ,ausflu des ,urwesens2 ist die ,sinnenwelt wieder ein ,ausflu der ,verstandeswelt2 ist die ,zuflligkeit und ,vernderlichkeit der ,dinge in derselben eine unvermeidliche ,folge ihres ,abstandes vom ,urwesen und dieser ,abstand im ,grade der ,vollkommenheit ein ,naturgesetz2 ist das durch die ,thtigkeit der drei ,prinzipien alles ,seins nicht in der ,zeit entstandene ,weltganze ein groes lebendiges ,wesen1 in welchem ,einheit und ,zusammenhang ist1 wo auch das ,entfernteste einander nahe ist und kein ,teil wirken kann1 ohne da auch die entfernteren ,teile in ,mitleidenschaft kommen1 weil im ,ganzen eine ,seele ist1 welche ihre ,thtigkeit auf alle einzelnen1 das groe ,ganze ausmachenden ,teile erstreckt1 so wird es eine natrliche ,magie und ,mantik geben1 weil alles in einem natrlichen ,zusammenhang steht und das ,ganze eine ,mannigfaltigkeit von ,krften ist1 die einander auf die vielfachste ,weise anziehen und abstoen und durch eine ,kraft zu einem ,leben vereinigt werden4#hai ,alle ,seelen samt der ,weltseele sind ,amphibien1 welche sich bald dem ,sinnlichen zuwenden und mit ihm verflochten an seinen ,schicksalen teilnehmen1 bald ihrem ,ursprunge1 der ,vernunft1 anhngen und mit ihr vereinigt werden4 ,die ,seele spaltet sich1 indem ihre niederen ,teile immer weiter abwrts steigen1 whrend die besseren bis ber den ,himmel hinausragen4#hbj ,die ,einkrperung der ,seele wird dadurch bewirkt1 da sie dem ,krper etwas abgiebt1 ohne deswegen ihm anzugehren4 ,deshalb nimmt auch nur der mit dem ,krper vermischte ,teil der ,seele an ihrem ,leiden teil4 ,die bsen ,regungen entspringen nur diesem ,teil1 weshalb auch die ,strafen nur dies zusammengesetzte ,wesen1 das belebte ,tier oder das ,scheinbild der ,seele1 nicht aber den eigentlichen ,menschen treffen und berhren4 ,da nun die ,seele um so grbere ,hllen anzieht1 je mehr sie sich dem ,niedern zuwendet1 und da die ,strafen nur die uern ,hllen treffen1 so mu der eigentliche ,mensch durch ein wiederholtes ,leben gereinigt werden1 in dessen ,zwischenrumen die ,hllen an besonderen ,orten der ,qual vernichtet und gereinigt werden1 whrenddem die reine ,seele zum ,vater hinaufsteigt1 und wieder zur ,erde herabkommt1 wenn der geeignete ,zeitpunkt einer neuen leiblichen ,existenz naht4#hba ,unser ,verstandesdenken lehnt sich an ,begriffe und ,begriffserklrungen an1 welche durchaus nicht die wahre ,grundlage der vollkommenen ,einsicht sind1 weil sie zu viel ,gemeinschaft mit dem verstndigen ,denken und dem ,sinnlichen haben4 ,darum mu sich die ,seele in das ,begrifflose flchten und sich entschlieen1 jeden ,begriff und jede ,erkenntnis aufzugeben1 wenn sie zum ,urersten gelangen will1 denn das ,eine ist eine unbegreifliche ,kraft4 ,wir mssen uns frei machen von der ,mannigfaltigkeit der ,gedanken1 welche uns zum ,sinnlichen fhren1 sowie von jeder ,rede2 denn das1 was ber das ,all erhaben ist1 geht auch ber die ,rede und die ehrwrdigste ,vernunft hinaus2 wir widersprechen uns1 wenn wir von ihm etwas aussagen4 ,nur durch ein unmittelbares ,schauen1 nur durch ,gegenwart kann das ,eine gewonnen werden4 ,das ,schauen ist besser als ,wissenschaft1 denn alle ,wissenschaft ist eine ,vielheit und nicht die wahre ,einheit1 welcher allein das ,gute zukommt4#hbb ,es giebt zwei ,wege1 um die ,menschen zum ,schauen des ,einen1 ,ersten und ,hchsten hinzufhren4 ,man mu erstens die ,ursache zeigen1 warum die ,seele jetzt solche ,dinge schtzt und man mu sie zweitens ber ihren ,ursprung und ihre ,wrde belehren4 ,mit dem letzteren mu man anfangen1 denn es geht daraus auch die erste ,belehrung hervor4 ,es bringt uns auch dem ,ziele aller ,nachforschung nahe und fhrt uns auf dieser ,laufbahn eine betrchtliche ,strecke weiter4 ,denn das ,forschende ist die ,seele1 welcher das ,anschauen nicht gelehrt und gegeben werden kann1 was vielmehr durch ihre eigene ,anstrengung zu ,stande gebracht werden mu4 ,gelangt der ,mensch nicht zu dieser ,anschauung1 so empfngt er auch nicht das wahre ,licht1 welches die ganze ,welt erleuchtet1 er wird nicht davon affiziert und hat gleichsam nicht das ,gefhl der ,liebe1 durch welches der ,liebende sich im ,anblick seiner ,geliebten verliert4 ,zwar ist das ,eine von keinem entfernt1 wohl aber jedem gegenwrtig oder nicht4 ,gegenwrtig ist es nur denen1 welche fhig und vorbereitet sind1 dasselbe zu empfangen1 zu berhren und zu umfassen durch die hnlichkeit und ,verwandtschaft des von ihm empfangenen ,vermgens4 ,ist mit einem ,wort1 die ,seele so beschaffen wie damals1 als sie von dem ,einen entsprossen war1 dann kann sie das ,eine in der ,art anschauen1 wie es seiner ,natur nach angeschaut zu werden vermag4 ,ist ,einer wegen der ihm anklebenden1 die ,seele belastenden ,hindernisse1 oder weil die ,vernunft nicht gehrig den ,weg zeigt und die berzeugung von jenem ,wesen hervorbringt1 noch nicht dahin gelangt1 der messe sich selbst die ,schuld bei und suche sich von allem loszureien und vllig ,eins zu sein4#hbc ,willst du dies ,eine aber durch dein ,denken finden1 so mut du dein ,denken von allen andern auer dir abstrahieren1 weil es kein ,merkmal mit irgend einem ,gegenstand gemein hat4 ,soll die ,seele es ganz und rein umfassen1 so mu sie sich von allen ,eindrcken1 ,figuren1 ,gestalten und ,formen gereinigt haben2 sie mu nichts1 auch sich selbst nicht denken4 ,gott ist allen zugegen1 auch denen1 die ihn nicht erkennen4 ,aber sie fliehen ihn1 sie treten aus ,gott oder vielmehr aus sich selbst heraus4 ,sie knnen also den nicht erfassen1 den sie fliehen1 sie suchen nach einem anderen1 nachdem sie sich selbst verloren haben4#hbd ,schreitet die ,seele auf dem ,wege fort1 da sie der ,vereinigung mit ,gott teilhaftig wird1 und erkennet sie1 da sie die wahre ,urquelle des ,lebens hat und keines ,dinges mehr bedrfe1 sondern vielmehr alles andere von sich legen und nur allein in ihm sein und leben und selbst das sein msse1 was das ,eine ist2 strebt sie1 aus diesem irdischen ,sein zu entfliehen1 um ,gott ganz und mit jedem ,teil zu umfassen3 dann kann sie sich und ihn schauen1 so weit nmlich dieses ,schauen berhaupt mglich ist4 ,sie sieht sich nmlich als verklrt1 erfllt mit dem bersinnlichen ,lichte1 oder vielmehr als das reine1 schwerelose leichte ,licht selbst1 als einen gewordenen oder vielmehr seienden ,gott1 der jetzt hervorstrahle1 aber dann verdunkelt werde1 wenn das ,licht wieder seine ,schwere erhlt4#hbe ,warum bleibt aber die ,seele nicht auf dieser hohen ,stufe stehen8 ,weil sie noch nicht ganz aus dem ,irdischen heraus gegangen ist4 ,doch ist auch ihr zuweilen ein ununterbrochenes ,anschauen vergnnt1 wenn sie gar keine ,strungen mehr von dem ,krper erhlt4 ,nicht das ,subjekt der ,anschauung1 sondern das andere ist es1 was strt2 denn das ,anschauende ist bei dem ,anschauen ganz unthtig1 ,denken und ,schlieen ruhen4 ,das ,anschauen und das ,anschauende sind nicht mehr ,vernunft1 sondern stehen vor und ber der ,vernunft wie das ,angeschaute selbst4 ,schaut sich die ,seele so an1 so wird sie inne werden1 da sie mit dem ,angeschauten eins und vllig einfach geworden ist4 ,denn das ,objekt und ,subjekt sind jetzt nicht mehr zwei1 auch unterscheidet sich die ,seele nicht2 die ,seele ist auch nicht mehr sie selbst1 sondern sie wird das1 was sie angeschaut2 sie geht in das ,objekt ber1 sowie ein ,punkt in ,berhrung mit einem ,punkte ein ,punkt ist und nicht zwei1 sondern nur in der ,getrenntheit als zweiter existiert4 ,darum ist auch dieser ,zustand etwas ,unbegreifliches4 ,denn wie soll man dem ,andern das ,angeschaute als etwas ,verschiedenes verstndlich machen1 da es1 als man es anschaute1 nicht verschieden1 sondern mit dem ,subjekt identisch war4#hbf -- ,insofern nun die ,seele in inniger ,vereinigung das ,eine angeschaut hat1 trgt sie selbst das ,bild des ,einen in sich1 wenn sie wieder zu sich selbst kommt4 ,sie war aber auch selbst das ,eine und fand nicht die geringste ,differenz in ,beziehung auf sich und andere ,dinge4 ,denn in ihr war keine ,bewegung1 kein ,gefhl1 keine ,begierde nach etwas anderem1 indem sie in diesem ,zustand der ,erhhung war1 auch kein ,denken und kein ,begreifen4 ,sie war nicht mehr sie selbst1 wenn man so sagen darf1 sondern aus sich gerissen1 entzckt1 in einem bewegungslosen ,zustande1 in ihrem eigenen ,wesen ruhend1 zu nichts sich hinneigend1 sondern vllig ruhend und gleichsam die ,ruhe selbst2 nicht mehr selbst etwas von dem ,schnen1 sondern das ,schne schon bersteigend1 auch schon ber die ,flle der ,tugenden hinaus1 sowie einer1 der in das ,allerheiligste eingegangen und die ,statuen des ,tempels hinter sich gelassen hat1 welche dann1 wenn er wieder herauskommt1 die ersten ,anschauungen sind1 die sich in ihm wiederum darstellen4 ,dieses sind der ,ordnung nach die zweiten ,anschauungen nach der ersten innigen ,anschauung und ,vereinigung1 deren ,gegenstand kein ,bild ist4 ,doch vielleicht ist dieses nicht einmal ,anschauung1 sondern eine andere ,art des ,sehens1 ein ,heraustreten aus sich selbst1 eine ,vereinfachung und ,erhhung seiner selbst1 ein ,ringen nach ,berhrung und ,ruhe4 ,indem aber die ,seele aus sich selbst herausgeht1 geht sie nicht etwa in das ,nichtreale2 aber in der entgegengesetzten ,richtung kommt sie nicht in etwas anderes1 sondern in sich selbst1 und ist nur in sich selbst2 sie ist gewissermaen nicht mehr ,wesenheit1 sondern noch ber die ,wesenheit erhaben4#hbg ,dies sind -- soweit sie sich aus den ziemlich zusammenhanglosen ,enneaden zusammenstellen lassen -- die ,grundzge von ,plotins ,philosophie4 ,im nchsten ,kapitel werden wir uns zu den spteren ,neuplatonikern wenden1 deren ,leben sowie deren ,lehren und ,beobachtungen vom hchsten ,interesse sind angesichts der neuerdings wiederum begonnenen ,erforschung des bersinnlichen ,seelenlebens4 ,zweites ,kapitel4 ,porphyrius1 ,jamblichus1 ,proklus1 ,sosipatra4 ,der bedeutendste unter den ,schlern des ,plotin war der im ,jahre #bcc n4 ,chr4 zu ,batanea in ,syrien geborene ,malchus ,porphyrius1 welcher bis zu seinem dreiigsten ,lebensjahre in der ,rhetorik1 ,grammatik und neuplatonischen ,philosophie von ,longinus unterrichtet wurde4 ,als er #bfc nach ,rom kam1 begann er mit ,plotin einen ,streit ber die ,ideeenlehre des ,plato1 wurde aber von ,plotins ,schler ,amelios widerlegt und zu einem der eifrigsten ,anhnger seines frheren ,gegners gemacht4 ,nachdem ,porphyrius sechs ,jahre als ,schler ,plotins zu ,rom gelebt hatte1 ging er1 weil ein ,anfall tiefer ,melancholie einen ,ortswechsel fr ihn wnschenswert machte1 nach ,sizilien1 wo er bis zu dem #bgj erfolgten ,tode des ,plotins blieb4 ,hierauf kehrte er nach ,rom zurck und verweilte daselbst bis zu seinem ,ende im ,jahre #cjd n4 ,chr4 ,das uere ,leben ,porphyrius verlief noch ereignisloser als das des ,plotin2 er rhmt sich auch1 nur ein einziges ,mal im #fh4 ,lebensjahre der ,vereinigung mit ,gott gewrdigt worden zu sein1 whrend seinem ,lehrer diese glckliche ,ekstase 7welche wir uns hnlich wie die der ,yogis und ,fakire zu denken haben7 viermal widerfahren sei4#hbh ,schriftstellerisch wirkte ,porphyrius durch die ,herausgabe der plotinischen ,enneaden2 durch eine kurze ,aufstellung der ,hauptlehrstze der neuplatonischen ,schule1 seine ,sentenzen2 durch seine bekannte ,schrift ber die ,enthaltung vom ,tierfleisch2 endlich durch seine ,biographie des ,plotin und den berhmten ,brief an den ,priester ,anebo4 ,das ,hauptbestreben des ,porphyrius ist der sittlichen bung zugekehrt1 welche uns von den leidenden ,stimmungen der ,seele befreien soll2 diese betrachtet er als die schrecklichsten und gottlosesten ,tyrannen1 von welchen wir uns selbst mit ,verlust unseres ganzen ,krpers losmachen sollen4 ,mithin ist auch bei ,porphyrius die ,askese der ,weg zur ,vollendung der hchsten menschlichen ,aufgabe4 ,er sagt darber#hbi3 ,die eingekrperte ,seele ist einem ,reisenden hnlich1 der sich lange unter fremden ,vlkern aufgehalten und nicht nur seine vaterlndischen ,sitten verlernt1 sondern auch auslndische angenommen hat4 ,wenn dieser in seine ,heimat zurckkehren und von seinen ,freunden und ,verwandten gtig aufgenommen werden will1 so bemht er sich1 alles ,fremde1 welches sich ihm whrend seiner ,entfernung angehngt hat1 abzulegen1 um seine ehemalige ,art zu denken und zu leben wieder zu erhalten4 ,auf eben diese ,weise mu die in den ,krper verbannte ,seele1 wenn sie sich zu ihrem himmlischen ,vaterland erheben will1 alles ausziehen1 was sie von sterblicher ,natur an sich genommen hat und was die ,ursache ihrer ,verweisung oder ihres ,herabsinkens in die ,materie geworden ist4 ,sie mu sich bemhen1 nicht nur die uere grbere ,decke1 sondern auch die innern ,hllen1 in welche sie gekleidet ist#hcj1 allmhlich auszutrocknen und abzuwerfen1 damit sie leicht und gleichsam nackt in die ewige ,wohnung der ,seligkeit eingehen kann4 ,es giebt zwei giftige ,zauberquellen1 aus welchen der ,mensch eine gnzliche ,vergessenheit seines ehemaligen und gegenwrtigen ,zustandes und seiner wahren ,bestimmung trinkt1 nmlich sinnlicher ,schmerz und sinnliche ,lust4 ,durch beide1 vorzglich aber durch letztere und die aus ihnen entspringenden ,begierden und ,leidenschaften1 wird die ,seele gleichsam verkrpert und wie durch eben so viele ,hefte oder ,ngel an den ,leib geschmiedet2 auch das aus der ,luft gewebte ,vehikel der ,seele wird durch sie gemstet und schwerer gemacht4 ,man mu daher alles vermeiden1 wodurch ,sinnlichkeit gereizt wird1 weil da1 wo ,sinnlichkeit herrscht1 die lautere ,vernunft und der reine ,verstand absterben4 ,man mu also nie zum bloen ,vergngen1 sondern nur zur uersten ,notdurft essen und trinken1 weil berflssige und besonders tierische ,nahrung die ,seele fester an die ,materie bindet und von der ,gottheit wie den gttlichen ,dingen abzieht4 -- ,als ein ,priester der ,gottheit suche sich der ,weise in ihrem groen ,tempel1 der ,welt1 vor aller ,befleckung zu bewahren und vergehe sich nie so weit1 da er1 der sich so oft dem ,vater des ,lebens naht1 selbst ein ,grab toter ,krper werde4 ,er friste daher sein leibliches ,leben allein durch den ,genu der reinen ,geschenke1 welche ihm die mtterliche ,erde darbietet4 ,noch hnlicher wrden wir ,gott werden1 wenn wir auch die ,pflanzen schonen knnten und ihrer ,nahrung nicht bedrften4 ,ebenso wie vor dem ,fleisch scheuten sich die ,neuplatoniker vor dem ,wein und vor dem ,geschlechtsgenu1 weshalb auch die meisten unvermhlt blieben4 ,nur ,porphyrius hatte zu ,rom eine gewisse ,marcella1 die ,witwe eines seiner ,freunde geheiratet1 aber wie sein ,biograph ,eunapius bemerkt1 nicht um seines eigenen ,vergngens willen1 oder um ,kinder zu zeugen1 sondern um den ,kindern seines verstorbenen ,freundes eine anstndige ,erziehung zu geben4 ,da derartige1 wenn auch ursprnglich edeln ,motiven entstammende1 so doch alle ,lebensverhltnisse auf den ,kopf stellende ,bestrebungen im lebenslustigen klassischen ,altertum nicht viel ,freunde fanden1 liegt auf der ,hand2 da aber eine solche ,hyperaskese ebenso wie das der gleichen ,zeit entstammende christliche ,mnchswesen berhaupt ,boden fassen konnte1 ist psychologisch nur als ,reaktion gegen den wsten ,taumel der ,kaiserzeit zu erklren4 ,in den ,sentenzen1 worin ,porphyrius die ,lehre seiner ,schule zusammenfat1 hebt er ganz besonders den ,unterschied zwischen dem ,unkrperlichen und ,krperlichen hervor4 ,das ,unkrperliche beherrscht das ,krperliche und ist daher1 obgleich nicht im ,raum1 so doch seiner ,kraft nach berall gegenwrtig2 das krperliche ,sein kann dasselbe nicht hindern1 den ,krpern gegenwrtig zu sein1 welchen es will4 ,daher hat auch die ,seele das ,vermgen1 berallhin ihre ,kraft auszustrecken2 sie ist von unendlicher ,kraft1 und ein jeder ,teil derselben1 wenn er von ,vermischung mit der ,materie rein ist1 vermag alles und ist berall gegenwrtig4 -- ,die ,dinge wirken nicht nur durch ,berhrung in der ,nhe1 sondern auch in der ,entfernung1 sofern sie eine ,seele haben1 welche als ,unkrperliches vom ,krper nicht eingeschlossen sein kann wie das ,wild vom ,tiergarten oder eine ,flssigkeit von einem ,schlauche4 -- ,wegen der wesentlichen ,einheit und ,identitt mit dem hchsten kann die ,seele durch ihre ins ,unendliche gehende ,thtigkeit alles bewirken1 alles erfinden4 ,daher vermag selbst eine individuelle ,seele alles1 wenn sie vom ,krper gereinigt wird4#hca ,porphyrius blieb wie ,plotin noch bei der ,entgegensetzung des ,krpers und der ,seele stehen1 und kam daher auch nicht dazu1 ber die ,mglichkeit eines ,astralleibes eingehendere ,spekulationen anzustellen4 ,bercksichtigen wir aber die beiden obigen ,stellen und bedenken wir auch1 da ,porphyrius von einem pneuma oder ,luftkrper spricht1 an welchen die ,seele der ,dmonen gebunden ist1 so wird es wahrscheinlich1 da auch ihm schon die ,idee eines ,astralleibes dunkel vorschwebte1 die dann von den sptern ,neuplatonikern weiter ausgebildet wurde4 ,seine ,dmonologie entwickelt ,porphyrius in seiner ,schrift ,de ,abstinentia4#hcb ,er teilt die ,dmonen in menschenfreundliche1 gute1 und menschenfeindliche1 bse4 ,beide sind mit einem feinen geistigen aber vernderlichen und vergnglichen ,krper bekleidet und unterscheiden sich noch dadurch1 da die guten ,dmonen stets ,meister ihres ,krpers bleiben1 whrend die bsen von ihm beherrscht werden4 ,erstere sind als die ,beschtzer von ,menschen1 ,tieren und ,gewchsen1 als ,regierer der ,jahreszeiten1 die ,lehrer ntzlicher ,knste und ,beschftigungen1 als ,verknder der ,zukunft und ,geber aller irdischen ,gter zu verehren2 die letzteren hingegen sind die ,ursache aller ,unflle1 welche den ,menschen und ,tieren begegnen4 ,sie verursachen ,erdbeben1 berschwemmungen1 ,seuchen1 ,hungersnot und suchen die ,menschen zu berreden1 da alle diese bel von den guten aber erzrnten ,gttern herrhren4 ,sie entznden im ,menschen alle unmigen gehssigen ,begierden und ,leidenschaften1 reizen ihn zu ,ausschweifungen1 ,aufruhr und ,krieg und verfhren ihn zu ,tieropfern1 von deren fetten ,dmpfen sie sich msten4 ,darum mu sich auch ein weiser ,mann vor dem ,schlachten und ,opfern empfindender ,geschpfe hten1 damit er nicht bse ,dmonen herbeilocke und an sich ziehe4 ,bei der ,betrachtung dieser in kurzen ,zgen dargestellten ,dmonologie wrde man versucht sein zu glauben1 da ,porphyrius ein jedes ins ,gebiet des ,transscendentalen gehrende ,phnomen fr eine uerung der ,thtigkeit guter oder bser ,dmonen anshe2 und doch regt er mit einer schon von ,jamblichus gergten ,inkonsequenz in seinem ,brief an ,anebo ,spekulationen ganz entgegengesetzter ,art an und sucht -- wovon wir schon oben einen ,beweis hatten -- die ,ursache aller mystischen ,erscheinungen in einer fernwirkenden und fernsehenden ,kraft der ,seele4 ,der ,brief an ,anebo kann als erster schchterner ,versuch einer ,psychophysik gelten4#hcc ,porphyrius richtet diesen ,brief an den ,phthapriester ,anebo1 und verlangt von diesem ,auskunft ber eine groe ,menge zweifelhafter1 die griechische ,theologie betreffender ,fragen1 welche in der ,mehrzahl nur noch historisches ,interesse besitzen und ,teilnahme fr die khne ,skepsis des ,verfassers erregen4 ,vor allen ,dingen erregt dem ,porphyrius die ,behauptung ,bedenken1 da sich die mchtigen ,gtter und ,dmonen durch ,magie zwingen lassen sollten1 den ,menschen zu manchmal recht nichtigen und sndigen ,diensten zu stehen4 ,er sagt3 ,mich bringt vorzglich das in ,verlegenheit1 wie die ,gtter und ,geister1 welche als mchtigere ,wesen herbeigerufen werden1 sich doch wie schwchere befehlen lassen4 -- ,sind die ,gtter von allen ,leiden frei1 so sind ihre ,anrufungen1 ,beschwrungen c4 eitel und vergebens2 noch mehr aber die theurgischen ,mittel1 durch die man sie zwingt4 ,was keinem ,leiden 7,affiziertwerden7 unterworfen ist1 kann auch nicht gezwungen werden4 ,wie vieles geschieht nun nicht in den theurgischen ,zeremonien1 was die ,gtter und ,dmonen als leidend darstellt8 ,am wichtigsten sind die ,auslassungen des ,porphyrius ber die ,divination1 welche ihm -- ganz im ,gegensatz zu seinem ,zeitalter -- durchaus keine ,thtigkeitsuerung der ,gtter und ,dmonen1 sondern des ,menschengeistes zu sein scheint4 ,das rumliche und zeitliche ,fernsehen1 ,mantik1 kann aus ganz natrlichen ,ursachen geschehen1 denn weil die ganze ,natur in ,wechselwirkung steht1 so braucht nur der innere ,funke geweckt zu werden1 um die ,teile den ,ganzen zu berschauen4 ,dies ist eine natrliche ,eigenschaft des ,menschen1 welche sich unter gewissen ,umstnden entwickelt4 ,was geschieht in der ,mantik8 ,oft stellen wir uns im ,schlafe durch ,trume das ,knftige vor1 ohne da wir in einer ,ekstase sind1 denn der ,krper liegt ruhig2 aber gleichwohl begreifen wir das ,knftige nicht so wie im wachen ,zustande4 ,viele sehen das ,knftige durch ,begeisterung und gttliche ,eingebung voraus2 sie wachen zwar1 und ihre ,sinne sind thtig1 aber sie begreifen sich selbst nicht oder wenigstens nicht so wie in einem wachen ,zustande4 7,ekstase47 ,von denen1 welche auer sich sind1 werden einige begeistert1 wenn sie ,zymbeln1 ,pauken oder gewisse ,lieder hren1 wie die ,korybanten1 die in die ,mysterien des ,bacchus ,sabazius und der ,gttermutter ,eingeweihten2 andere1 wenn sie ein gewisses ,wasser trinken1 wie die ,priester des ,apollo ,klarius zu ,kolophon2 andere1 wenn sie ber den ffnungen gewisser ,hhlen sitzen1 wie die delphischen ,priesterinnen2 andere durch die ,dnste1 welche aus dem ,wasser aufsteigen1 wie die ,priesterinnen des ,branchidischen ,orakels2 andere1 wenn sie auf ,charakteren stehen1 wie diejenigen1 welche ,eingebungen erhalten4 ,andere sind ihrer selbst im brigen bewut1 aber ihre ,phantasie ist begeistert1 wobei bald die ,finsternis1 bald gewisse ,getrnke1 bald gewisse ,wortformeln und ,umstnde mitwirken4 ,einige werden an einem verschlossenen1 andere an einem freien oder von der ,sonne beschienenen ,ort begeistert4 ,einige verschaffen sich durch die ,eingeweide der ,opfertiere1 andere durch ,vgel1 andere durch die ,kenntnis des ,himmels den ,blick in die ,zukunft4 ,ich frage also3 wie und wodurch wird die ,mantik bewirkt8 ,alle ,wahrsager#hcd behaupten1 ein ,vorherwissen des ,knftigen sei uns durch ,gtter oder ,dmonen mglich1 und es knne kein ,wesen das ,knftige wissen1 wenn es nicht ,urheber desselben sei4 ,dann wundert mich aber1 wie sich die gttliche ,natur zum ,dienst der ,menschen herablassen kann1 da es auch ,wahrsager durch das ,mehl giebt8 ,in ,rcksicht auf die ,ursachen der ,mantik ist es ein ,problem1 ob ,gott oder ein ,engel#hce oder ,dmon oder wer sonst bei den ,erscheinungen1 ,wahrsagungen und allen religisen ,handlungen gegenwrtig ist1 durch uns selbst1 durch die zwingende ,kraft der ,anrufungen oder des ,citierens herbeigezogen wird4 ,ist es nicht vielleicht die ,seele1 welche dieses voraussagt und sich vorstellt1 wie einige sagen1 so da es ,vernderungen der ,seele sind1 welche durch kleine ,funken erweckt werden8 ,vielleicht ist die ,wahrsagung ein gemischter ,vorgang1 welcher zum ,teil durch unsere ,seele1 zum ,teil von auen durch ,eingebung bestimmt ist4 ,ob nicht die ,seele durch solche ,bewegungen und ,funken das ,vermgen1 das ,knftige sich vorzustellen1 in sich erzeugt8 ,ob nicht das aus der ,materie1 vorzglich der ,tierwelt1 in uns ,aufgenommene durch seine inneren ,krfte ,dmonengebilde darstellt und konstituiert8 ,da ein gewisser ,zustand der ,seele ,ursache der ,mantik ist1 erhellt daraus1 da die ,sinne gebunden und unterdrckt sind1 da gewisse ,dnste und ,dmpfe und die ,citationsformeln gebraucht werden1 da nicht alle ,menschen1 sondern nur zartere und jngere zur ,mantik am tauglichsten sind4 ,da eine gewisse ,verrckung des ,verstandes die ,ursache der ,mantik ist1 beweist der ,wahnsinn und die ,verrcktheit in ,krankheiten1 das ,fasten1 die durch ,ergieung gewisser ,sfte im ,krper oder durch krankhafte ,bewegungen des ,krpers entstandenen ,einbildungen4 ,der ,mittelzustand beweist es1 wo man nicht recht bei sich und auch nicht recht auer sich ist1 endlich die durch ,magie knstlich hervorgebrachten ,vorstellungen4#hcf ,die ,natur1 die ,kunst1 die natrliche ,verbindung der ,teile des ,universum1 da sie gleichsam ein groes ,tier ausmachen1 bietet gewisse ,vorhersagungen knftiger ,begebenheiten und ihrer ,folge dar4 ,es giebt ,krper1 welche so beschaffen sind1 da der eine die ,vorstellung einer knftigen auf einen andern ,krper sich beziehenden ,begebenheit erweckt4 ,dies ist der ,inhalt des ,briefes an ,anebo1 soweit er fr uns von ,wichtigkeit ist4 ,im folgenden verbreitet sich der ,verfasser ber jetzt unwesentliche mythologisch-theurgische ,spitzfindigkeiten1 deren ,wiederholung zwecklos wre2 jedoch wollen wir nicht unterlassen zu erwhnen1 da die ,neuplatoniker1 wie die ,spiritisten von der strikten ,observanz1 ,esprits menteurs kannten1 wie folgende ,stelle des anebontischen ,briefes beweist3 ,einige behaupten1 auer uns sei eine ,gattung von ,wesen1 welche unsere ,wnsche erhren und von betrglicher ,natur sind1 alle ,gestalten und ,formen annehmen1 die ,rolle der ,gtter1 ,dmonen und abgeschiedener ,seelen spielen und dadurch alle scheinbaren ,gter und bel hervorbringen knnen4 ,diese ,lehre griff auch ,jamblichus auf und bildete sie in seinem berhmten ,werk ,de mysteriis ,aegyptiorum weiter aus4 ,vom ueren ,leben des ,jamblichus wissen wir trotz der ziemlich ausfhrlichen ,biographie des ,eunapius sehr wenig und zwar nur1 da er aus ,chalkis in ,clesyrien gebrtig war1 im ,orient viele ,schler um sich versammelte und im ,jahre #ccc starb4 ,er stand bei seinen ,zeitgenossen1 welche ihn nur den gttlichen nennen1 wegen seiner ,wunder in hohen ,ehren4 ,so soll er beim ,beten nach der ,erzhlung des ,eunapius sich ber zehn ,ellen hoch in die ,luft erhoben haben1 wobei er in einem goldfarbenen ,lichte erglnzte4 ,in den heien ,bdern zu ,gadara soll er vor den ,augen seiner ,schler aus ,wasserdampf die ,knabengestalten des ,eros und ,anteros haben entstehen lassen1 welche sich dann an ihn1 wie an ihren ,vater schmiegten und wieder zerflossen4 7,wenn diese ,erzhlung einen historischen ,hintergrund hat1 was sich wegen ,mangels genauerer ,nachrichten nicht entscheiden lt1 so htten wir in ihr vielleicht ,materialisation zu sehen47#hcg ,endlich aber soll ,jamblichus fernsehend gewesen sein und seinen ,schlern1 als er an einem ,sommerabend mit ihnen nach der ,stadt zurckkehrte1 7nach welcher sagt ,eunapius nicht7 gesagt haben1 da der ,weg durch eine auf demselben zu ,grabe getragene ,leiche verunreinigt worden sei1 was sich nachher besttigte4 -- ,das ist alles1 was man vom ,leben ,jamblichus wei4#hch ,in seiner ,schrift ,de mysteriis ,aegyptiorum sucht derselbe alle von ,porphyrius im ,briefe an ,anebo gestellten ,fragen im ,namen des ,priesters ,abammon zu beantworten4 ,er verteidigt alle ,gebruche der ,magie im allgemeinen wie der ,theurgie im besonderen als ,mittel zu der ber allen ,verstand gehenden ,anschauung des ,hchsten1 und lt die ganze gyptisch-griechisch-rmisch-hebrische ,gtter-1 ,dmonen- und ,engelwelt vor unsern erstaunten ,augen ,revue passieren4 ,wenn ,porphyrius behauptete1 die ,gtter wrden durch den ,gehorsam gegen die magische ,einwirkung des ,theurgen in einen leidenden ,zustand versetzt1 so macht ihm ,jamblichus den ,vorwurf1 da er dabei einen ,unterschied zwischen dem ,leidenden und dem ,leidenlosen mache1 welcher auf die hhern ,wesen nicht passe4 ,die ,lehre von der mystisch-theurgischen ,vereinigung mit dem absolut ,guten dehnt er so aus1 da daraus auch die ,henosis mit allen hhern ,wesen folgt1 fr deren ,dasein kein ,beweis erbracht zu werden brauche1 weil wir dasselbe eben unmittelbar durch die ,vereinigung erfahren4#hci ,die ,gtter sind nicht nur im ,himmel1 sondern berall1 teilen sich also auch dem ,theurgen mit und belehren ihn ber ihr ,wesen und ihre ,verehrung4 ,auf diese gttliche ,mitteilung1 welche ,hermes den ,priestern machte1 werden alle ,mysterien mit ihrer geheimen ,bedeutung zurckgefhrt4#hdj ,darauf beruht auch der heilige ,enthusiasmus1 in welchem der ,mensch nicht mehr das tierische1 nicht mehr das menschliche1 sondern ein hheres ,dasein lebt1 wie ,jamblichus an ,beispielen zeigt1 welche beweisen1 da er die ,abnderung der organischen ,gesetze sehr gut kennt1 welche magisch-mediumistische ,zustnde im ,gefolge haben4 ,er spricht#hda von den vom gttlichen ,hauch ,berhrten1 welche vom ,feuer weder ,brandwunden noch ,schmerzempfindung erleiden2 welche es nicht fhlen1 wenn sie durch ,schwerter1 ,beile1 ,lanzen und ,messer verwundet werden2 die ohne ,schaden zu nehmen ins ,feuer fallen oder -- wie der ,priester bei den castabalischen ,festen -- auf wunderbare ,weise ber ,flsse schwimmen4 ,im 7folgenden7 #e4 ,kapitel schildert ,jamblichus noch einige fein beobachtete ,merkmale der ,ekstase3 ,einige von den ,begeisterten werden am ganzen ,leibe bewegt1 einige an gewissen ,gliedern1 andere hingegen bleiben vllig in ,ruhe1 zuweilen vernahmen sie eine wohlgeordnete ,musik1 einen ,tanz oder harmonischen ,gesang1 zuweilen das ,gegenteil2 zuweilen scheint ihr ,krper in die ,hhe zu wachsen1 zuweilen in die ,breite1 zuweilen scheint er in der ,luft zu schweben4 ,zuweilen vernehmen sie eine wohlklingende ,stimme und wiederum durch ,zwischenrume oder ,stillschweigen getrennte ,tne und vieles andere4#hdb ,die ,vereinigung mit dem ,gttlichen beruht wesentlich darauf1 da die vom ,krper abgetrennte ,seele leidenfrei ist4 ,selbst wenn sie in den ,krper hinabsteigt1 leidet sie nicht1 noch auch ihre ,gedanken1 welche ,ideeen1 d4 h4 geistige ,wesenheiten sind4 ,in ihnen sind wir mit den ,gttern vereinigt4 ,die innige ,vereinigung aber zwischen der menschlichen ,seele und ,gott vermag kein ,gedanke auszudrcken4 ,der1 welcher dieses gttliche ,werk vollzieht1 ist nicht verschieden von dem1 auf welchen er es richtet1 von der ,gottheit1 es ist kein ,unterschied vorhanden von dem ,rufenden und dem ,gerufenen1 dem ,befehlenden und dem ,ausfhrer der ,befehle1 zwischen dem ,hheren und ,geringeren4#hdc ,in dieser ,weise spricht sich ,jamblichus ganz bereinstimmend mit den indischen ,mystikern aus4 ,es heben sich auf diese ,art alle ,zweifel des ,porphyrius ber die ,macht1 welche die ,theurgen ber die ,gtter ausben wrden4 ,die ,gtter werden nicht zu uns herabgerufen1 sondern wir heben uns durch ,askese1 ,gebet1 ,betrachtung und ,anrufung zu ihnen empor4 ,die alles zusammenhaltende ,liebe verbindet uns mit ihnen4#hdd ,wenn die ,seele sich mit den ,gttern zu vereinigen strebt1 so erhlt sie die ,macht und ,fhigkeit alles zu erkennen1 was war und was sein wird1 sie durchschaut alle ,zeiten1 betrachtet alles in ihnen ,geschehende und ordnet es in gebhrender ,weise2 sie empfngt die ,macht zu heilen und zu verbessern4 ,kranke ,krper heilt sie und richtet es zum ,guten1 wenn die ,menschen ,unordnungen und ,fehler begehen4 ,sie erfindet ,knste1 spricht ,recht und erfindet ,gesetze4 ,so werden im ,tempel des ,aeskulap durch gttliche ,trume ,heilmittel offenbart4 -- ,das ganze ,heer ,alexanders wre zu ,grunde gegangen1 wenn nicht nchtlicherweile ,dionysius erschienen wre und ,heilmittel gegen das schwere bel gezeigt htte4#hde ,wie man sieht1 kannte ,jamblichus den ,somnambulismus in seinem ganzen ,umfang und legte besonders ,wert auf dessen heilend wirkende uerungen1 auf den ,traum als ,arzt1 wie sie du ,prel kurz und treffend bezeichnet4 ,alle ,mantik ist eine ,gabe der ,gottheit1 und die menschliche ,seele besitzt an sich keine intuitiven ,fhigkeiten1 sondern nur die ,gabe1 sich mit der ,gottheit vereinigen zu knnen und dann in und mit ihr das ,geschehende zu erschauen4 ,es giebt aber auch eine trgerische ,pseudomantik1 bei welcher die ,idole trgerische ,bilder in ,spiegeln hervorrufen4 ,diese ,idole sind ,schattenbilder1 welche auf wunderbare ,weise 7fabrica prodigiosa7 durch den ,lauf des ,himmels und nicht durch die menschliche ,seele1 welche tierische ,materie in sich aufgenommen hat1 geschaffen werden4 ,jamblichus bestreitet hierin die obige ,annahme des ,porphyrius1 die menschliche ,seele sei gttlicher ,natur und knne nur ,wahres und ,gutes schaffen2 auch nhren sich die ,idole nicht vom ,dampf der ,materie1 sondern werden durch ,rucherungen vertrieben4#hdf ,jamblichus war der erste ,neuplatoniker1 bei welchem sich die sichere ,spur von der ,annahme eines ,astralleibes findet4 ,er schreibt diesem auch die ,vermittelung des divinatorischen ,vermgens zu1 indem er von der knstlich bewirkten ,mantik spricht4 ,er sagt#hdg3 ,diese ganze so vielgestaltige ,gattung der ,mantik kann man -- wie irgendwo gethan -- mit dem ,begriff ,erleuchtung bezeichnen1 denn sie erfllt mit gttlichem ,licht das therische und glnzende ,vehikel 7augoeides ochma71 welches die ,seele umgiebt4 ,hier finden wir auch zum erstenmale den ,krper der ,seele als eine ,art ,licht bezeichnet1 ein ,gedanke1 welcher1 wie wir bald sehen werden1 von den spteren ,neuplatonikern weiter ausgebildet wurde4 ,die bis in den modernen ,spiritismus hinein spukende ,lehre der ,truggeister wurde zuerst von ,jamblichus 7gest4 #ccc71 aufgenommen1 welcher die ,einmischung der ,truggeister von theurgischen ,kunstfehlern abhngig macht1 indem er in seiner den ,brief an ,anebo beantwortenden ,schrift ,de mysteriis ,aegyptiorum sagt#hdh3 ,gtter1 ,engel und gute ,dmonen erscheinen nur unter angenommenen wahren ,bildern2 denn so wesentlich das ,licht mit der ,sonne vereinigt ist1 so wesentlich ist mit ihnen ,wahrheit1 ,gte und ,vollkommenheit verbunden4 ,die bsen ,dmonen bedienen sich aber fter falscher ,bilder1 um in hherem ,rang zu erscheinen und die ,theurgen zu tuschen4 -- ,wenn etwas in der theurgischen ,kunst versehen worden und anstatt der verlangten wahren ,erscheinungen falsche zum ,vorschein kommen1 so nehmen in diesem ,fall die untern und unvollkommenen ,geister leicht die ,gestalt der hhern an4 ,so entstehen oft eine ,menge groer und gefhrlicher ,irrtmer beim ,citieren der ,geister4 ,wer solchen falschen ,erscheinungen traut1 wird in ,irrtmer und ,tuschungen gestrzt und von der wahren ,erkenntnis ,gottes abgefhrt4 ,denn warum erscheinen sie8 ,etwa um denen1 die sie citieren1 einen ,vorteil zu gewhren8 ,nein1 sondern um sie zu hintergehen und ihnen zu schaden1 denn aus einer ,lge kann kein ,nutzen erwartet werden4 ,die gttliche ,natur1 als die ewige ,quelle des ,seins und der ,wahrheit1 lt in kein anderes ,objekt ein tuschendes ,bild von sich bergehen4#hdi ,im brigen ist die ,schrift des ,jamblichus ,de mysteriis ,aegyptiorum nur eine ,beantwortung der von ,porphyrius in seinem ,brief an ,anebo aufgeworfenen ,zweifelsfragen1 worin die ,theurgie nicht als ,ausflu philosophischer ,spekulation1 sondern als ,erfahrungswissenschaft1 welche die drastische ,vereinigung mit ,gott und der ,geisterwelt hervorbringt und direktes ,erkennen im ,gefolge hat1 dargestellt wird3 ,es giebt eine reale1 innige1 wirksame ,vereinigung mit ,gott und der gesamten ihm unterworfenen oder von ihm ausflieenden ,geisterwelt der ,untergottheiten1 ,dmonen1 ,engel1 ,heroen und ,seelen1 welche durch keine ,vernunfterkenntnis erlangt werden kann1 sondern allein durch gewisse geheimnisvolle theurgische ,handlungen1 ,ceremonien und ,worte1 die eben deshalb1 weil diese ,wirkungen auf keiner ,vernunfterkenntnis beruhen1 ,symbole und ,synthemata 7also magische ,charaktere c47 genannt werden1 deren ,kenntnis und ,anwendung durch die ,theurgie den ,priestern allein als ,vorrecht zukommt1 ein gttliches ,geschenk und ,offenbarung ist und deshalb den ,menschen weiter aufwrts fhrt als alle ,erkenntnis durch ,vernunft und ,philosophie4#hej ,die ,gtter bilden die hchste und die menschlichen ,seelen die niedrigste ,stufe in der ,geisterhierarchie des ,jamblichus2 die ,mittelstufe nehmen die ,dmonen ein4 ,die ,dmonen sind von den ,gttern abhngig und ihrer ,natur nach viel geringer und unvollkommener2 sie sind ,diener der ,gtter und ,vollstrecker ihres ,willens4 ,sie haben einen weiten ,wirkungskreis und stellen das ,unsichtbare und ,unaussprechliche der ,gtter in ,worten und ,werken dar1 gestalten das ,formlose in ,formen und offenbaren in ,begriffen das alle ,begriffe bersteigende4 ,sie empfangen alles ,gute1 dessen sie teilhaftig oder ihrer ,natur nach fhig sind1 von den ,gttern und teilen es wieder den unter ihnen stehenden ,geschlechtern der ,dinge mit4 ,somit erfllen die ,dmonen samt den ,heroen den ,zwischenraum zwischen den ,gttern und ,menschen und verbinden sie miteinander4#hea ,die verschiedenen ,geisterwelten offenbaren sich dem ,menschen1 welcher im ,besitz der wahren ,praxis der rechten ,theurgie ist1 und ihre ,erscheinungen sind ihrem ,rang nach verschieden4#heb -- ,sie entsprechen dem ,wesen1 den ,krften und ,wirkungen der verschiedenen ,gtter- und ,geisterarten1 wonach sich die ,art und ,weise richtet1 wie sie durch ,beschwrungen sichtbar werden1 ,wirkungen uern und die ihnen angemessenen ,gestalten1 sowie die ihnen eigentmlichen ,unterscheidungsmerkmale erblicken lassen4 ,die ,mitteilung dieser charakteristischen ,kennzeichen der verschiedenen ,geisterklassen ist nun das ,prachtstck der theurgischen ,weisheit des ,jamblichus4 ,die ,erscheinungen der ,gtter sind in ihrer ,art homogen1 die der ,dmonen mannigfaltig1 die der ,engel einartiger als die der ,dmonen1 jedoch unvollkommener als die der ,gtter4 ,die ,erscheinungen der ,erzengel kommen denen der ,gtter am nchsten4 ,die ,erscheinungen der ,frsten der ,elemente unter dem ,mond sind zwar mannigfaltig1 aber doch einer gewissen ,bestimmtheit und ,ordnung nicht entbehrend2 die ,erscheinungen der ,frsten der ,materie jedoch sind mannigfaltiger als jene2 die der ,seelen sind die mannigfaltigsten4 ,die ,erscheinungen der ,gtter bestrahlen das ,gesicht mit einem wohlthtigen ,licht2 die der ,erzengel sind zugleich kraftvoll und mild1 lieblich die der ,engel1 furchtbar die der ,dmonen1 milder die der ,heroen4 ,die ,erscheinungen der ,frsten der ,elemente betuben1 die der ,frsten der ,materie sind widrig und fter den sie ,schauenden gefhrlich#hec2 die ,erscheinungen der ,seelen sind denen der ,heroen hnlich1 aber schwcher4 ,die ,gtter zeigen in ihren ,erscheinungen eine gewisse ,stetigkeit und ,ordnung1 die ,erzengel dabei noch eine gewisse ,kraft1 die ,engel ,anmut und ,ruhe mit einiger ,beweglichkeit vereinigt2 die ,dmonen zeigen strmische ,bewegung und ,unordnung1 die ,weltfrsten 7,frsten der ,elemente7 eine in sich ruhende ,sttigkeit1 die ,frsten der ,materie ,tumult1 die der ,heroen ,nachgiebigkeit gegen die ,bewegung1 whrend die der ,seelen noch beweglicher sind4 ,die ,erscheinungen der ,gtter sind zuweilen so gro1 da sie ,sonne und ,mond verhllen1 und bei ihrem ,herabsteigen ruht die ,erde nicht mehr fest4 ,wenn die ,erzengel erscheinen1 so werden einige ,teile der ,welt bewegt1 und ein ,licht geht als ,vorlufer vor ihnen her4 ,kleiner und beschrnkter ist die die ,engel begleitende ,lichterscheinung1 noch kleiner stufenweise die der ,frsten der ,welt und der ,materie1 der ,heroen1 der ,seelen4 ,die ,bilder der ,weltfrsten sind unermelich gro1 die der ,frsten der ,materie prahlerisch und aufgeblasen2 die ,bilder der ,seelen sind ungleich gro1 jedoch kleiner als die der ,heroen4 berhaupt richtet sich die ,gre und ,beschaffenheit der ,erscheinungen stets nach der ,gre der ,krfte oder ,gewalten1 welche sie reprsentieren4 ,an den ,erscheinungen der ,gtter zeigen sich die ,bilder der ,wahrheit deutlich1 glnzend und bestimmt ausgeprgt4 ,die ,bilder der ,erzengel sind wahr und erhaben4 ,die ,engel behalten zwar immer die bestimmte ,gestalt1 welcher jedoch vollstndige ,bestimmtheit mangelt4 ,die ,bilder der ,dmonen sind undeutlich und noch unbestimmter die der ,heroen4 ,die ,bilder der ,weltfrsten sind deutlich1 die der ,frsten der ,materie dunkel und verworren1 beide aber gebieterisch4 ,die ,bilder der ,seelen sind schattenartig4#hed ,in den ,gttererscheinungen liegt die ,kraft1 die ,seele vollkommen zu reinigen4 ,die ,erzengel erheben die ,seelen1 die ,engel lsen sie von den ,banden der ,materie1 die ,dmonen ziehen sie in das ,naturgetriebe herab1 die ,heroen verwickeln sie in ,sorgen und zeitliche ,dinge1 die ,weltfrsten verhelfen ihr zur ,herrschaft ber die weltlichen und die ,elementarfrsten zu der ber die materiellen ,dinge4#hee ,die erscheinenden ,seelen streben zur ,erzeugung und ,fortbildung 7also ,reincarnation74 ,die ,gtter besitzen die ,kraft1 die ,materie auf einmal zu verzehren2 die ,erzengel1 solche nach und nach aufzuzehren2 die ,engel1 von derselben loszumachen und die ,menschen davon abzuziehen2 die ,dmonen1 sie tuschend auszuschmcken2 die ,heroen1 ihr das rechte ,ma anzupassen2 die ,weltfrsten zeigen sie in ihrer ,erhabenheit2 die ,frsten der ,materie sind ganz mit ,materie erfllt4 ,die reinen ,seelen kommen von aller ,materie rein und die unreinen als von ,materie erfllt zur ,anschauung4#hef ,die ,gegenwart der ,gtter schenkt unserm ,krper ,gesundheit1 der ,seele ,tugend1 der ,vernunft ,reinheit1 hhere ,krfte1 gttliche ,liebe1 berschwngliche ,freude2 sie stellt das1 was nicht ,krper ist1 den ,augen der ,seele durch die ,augen des ,krpers dar1 als wre es ,krper4 ,die ,erscheinungen der ,erzengel gewhren dasselbe1 jedoch nicht jedesmal und nicht ,allen1 ebenso nicht ,allen in gleichem ,grade4 ,weiter geben sie intellektuelle ,betrachtung und ausdauernde ,kraft4 -- ,die ,erscheinung der ,engel ist von beschrnkter ,wirkung1 denn die ,kraft1 womit sie erscheinen1 steht noch weiter von dem vollkommenen ,licht ab1 welches alle ,kraft in sich erhlt4 ,jedoch gewhrt sie uns ,weisheit1 ,forschungstrieb1 ,tugend1 ,ordnung und ,ebenma4 ,die ,erscheinung der ,dmonen beschwert den ,krper1 plagt ihn mit ,krankheiten1 zieht die ,seele in die ,natur herab1 reit sie nicht vom ,krper und der ihm anhngenden ,sinnlichkeit los und befreit nicht von den ,banden des ,fatum4 -- ,die ,erscheinung der ,heroen erweckt zu einzelnen groen und edlen ,thaten4 ,die ,weltfrsten geben bei ihrem ,erscheinen die ,gter der ,welt#heg und die glnzenden ,auszeichnungen dieses ,lebens2 die ,frsten der ,materie dagegen materielle und irdische ,gter1 ,schtze1 ,geld usw4#heh -- ,das ,anschauen der reinen und in die ,ordnung der ,engel aufgenommenen ,seelen ist fr den ,geist erhebend und heilsam1 es erweckt die heilige ,hoffnung und schenkt ,alles1 wonach diese strebt4 ,die ,erscheinung der unreinen ,seele dagegen zieht zum ,vergnglichen herab1 verdirbt die ,krfte der ,hoffnung und erfllt mit ,leidenschaften1 welche an den ,krper fesseln4#hei ,das ,gefolge der ,geisterhierarchie richtet sich bei den ,erscheinungen nach dem ,rang und der ,wrde der erscheinenden ,geister4 ,die ,gtter erscheinen in der ,umgebung der ,gtter und ,erzengel2 die ,erzengel in der ,begleitung von ,engeln1 welche ihnen als ,vorlufer1 ,diener und ,trabanten beigegeben sind4 ,die guten ,dmonen stellen uns die weltlichen ,gter dar1 mit denen sie uns begaben2 die bsen und rchenden ,dmonen jedoch die verschiedenen ,arten der bel und ,strafen4 ,auerdem werden sie noch von einem ,gewimmel wilder1 grauenerregender1 schdlicher und blutsaugender ,tiere umgeben4#hfj ,das ,licht1 welches die ,gtter bei ihren ,erscheinungen umfliet1 ist so fein1 da die ,theurgen bei der ,anschauung dieses gttlichen ,feuers gewhnlich in ,ohnmacht fallen4 ,auch die ,erzengel strahlen ein so feines ,licht aus1 da es dem dasselbe ,einatmenden beschwerlich fllt4 ,die ,engel dagegen teilen der ,luft keine beschwerlichen ,eigenschaften mehr mit4 ,bei der ,erscheinung der ,dmonen wird die ,luft nicht verndert1 auch begleitet sie nur so viel ,licht1 als ntig ist1 ihr ,bild zur ,darstellung zu bringen4 ,bei der ,erscheinung der ,heroen werden zuweilen einzelne ,landstriche erschttert1 jedoch wird die ,luft nicht dnner und fr den ,theurgen nicht atembar4 ,die ,erscheinung der ,weltfrsten umschwrmt auf eine dem ,theurgen fast unertrgliche ,weise ein ,gewhl von weltlichen und irdischen ,bildern1 ohne da jedoch die ,luft eine merkliche ,vernderung erlitte4 ,bei der ,erscheinung der ,seelen ist die sie umflieende sichtbare ,luft mit ihnen verwandt und nimmt1 indem sie sich an sie schmiegt1 gleichsam ihre ,umrisse an1 weshalb sie denn auch luft- und schattenartig erscheinen4#hfa ,dies ist der ,kern des theurgisch-dmonologischen ,systems von ,jamblichus1 in welchem alle spteren ,systeme bis auf ,allan ,kardecs ,echelle spirite vorhanden sind4 ,ist bei den lteren ,theurgen das ,streben nach der mystischen ,henosis vorherrschend1 so tritt bei ,jamblichus der eigentliche ,geisterverkehr lebhaft hervor1 und auch der ,verkehr mit den bsen ,dmonen wird eingehend besprochen1 welcher von jetzt an in aller spteren ,theurgie der vorherrschende bleibt4 ,der bedeutendste ,neuplatoniker der sptern ,zeit ist der von lykischen ,eltern zu ,byzanz #dab geborene ,proklus1 welcher zu ,alexandria und spter zu ,athen durch den jngern ,plutarch und ,syrianos eine grndliche ,erziehung geno4 ,sein ,leben war ganz der neuplatonischen ,lehre gewidmet1 und nach dem ,tode des ,syrianos war er dessen ,nachfolger und die ,hauptsttze seiner ,schule4 ,er zeichnete sich durch groe schriftstellerische ,thtigkeit auf dem ,gebiete der heidnischen ,theologie und durch strenge ,askese aus4 ,er nahm bis zu seinem #dhe erfolgten ,tode monatlich mehrmals reinigende ,bder im ,meer1 fastete am letzten ,tage der ,monate und feierte die ,zeit des ,neumondes aufs prchtigste4 ,auch beobachtete ,proklus genau die heiligen ,tage der gypter1 sang orphische und chaldische ,hymnen und diente den ,gttern aller ,vlker1 denn er pflegte zu sagen1 der ,philosoph solle nicht allein ein ,verehrer der ,gtter seiner ,stadt oder einiger ,vlker1 sondern ein ,priester der ganzen ,welt sein4 ,infolge seiner ,frmmigkeit gelangte ,proklus zur ,anschauung allerdings nicht des ,einen ,hchsten1 aber doch der ,athene1 des ,apollo1 des ,asklepios1 der ,hekate und der platonischen ,ideeen4 ,er hatte zahlreiche vorbedeutende1 oft in ,gedichten sich kundgebende ,trume1 in deren einem ihm offenbart wurde1 da er zur hermetischen ,kette der ,philosophen gehre und in frherer ,incarnation der ,pythagorer ,nikomachos gewesen sei4 ,sein ,gebet war heilkrftig und soll sowohl einen wohlthtigen ,regen haben herbeiziehen1 wie auch schdliche ,erdbeben abwenden knnen4 ,darum geno auch ,proklus bei seinen ,anhngern hohe ,verehrung4 ,ein hoher ,staatsbeamter mit ,namen ,rufinus wohnte einstmals einer ,vorlesung des ,philosophen bei und sah dessen ,haupt von gttlichem ,lichte umstrahlt4 ,sobald der ,meister aufhrte zu reden1 fiel ,rufinus vor ihm wie vor einem ,gotte nieder und beteuerte mit heiligem ,eide sein gehabtes ,gesicht4 ,da jedoch die ,gesetze der christlichen ,kaiser gegen die ,ausbung der heidnischen ,religionen sehr streng waren1 so war ,proklus gentigt1 seine ,lehren in geheimer abendlicher ,versammlung vorzutragen und mute sogar einmal eine ,zeit lang aus ,athen flchten4 -- ,so berichtet sein ,schler ,marinos in der ,vita ,procli4 ,von der ,philosophie des ,proklus knnen uns nur einige psychologische ,spekulationen interessieren4 ,er denkt sich hnlich den indischen ,philosophen der ,vedantalehre1 die ,seele mit feinern und grbern ,hllen umgeben1 welche gttliche1 von der ersten unvernderlichen ,ursache herrhrende1 unvernderliche ,krper sind1 die immer dieselbe ,gestalt und ,gre haben1 obgleich sie durch ,zusatz oder ,ausscheidung von anderen ,krpern vernderlich erscheinen4 -- ,er fhrt keinen ,grund an1 weshalb die ,seele mit solchen ,hllen umgeben sei1 und macht auch weiter keinen praktischen ,gebrauch von dieser ,annahme auer um gewisse sichtbare ,erscheinungen der ,seele 7die ,doppelgnger87 und die ,notwendigkeit der ,reincarnation zu erklren4 ,proklus spricht nur an einigen ,stellen seines ,alcibiades von der ,reincarnation auf eine beilufige ,weise2 wahrscheinlich gehrte die ,lehre von der ,reincarnation zu den esoterisch vorgetragenen4 ,er sagt3 ,wie wrde die ,seele fehlen und sndigen und sich wieder zum ,gttlichen erheben knnen1 wenn nicht sie und ihre ,vernunft und die ,freiheit ihres ,willens an der ,vermischung mit den ,leiden teil htten1 wenn sie nicht im ,zeitlichen wre und die materiellen ,kleider umnhme und wieder ablegte nach gewissen ,perioden der ,zeit4#hfb ,je mehr sich die ,seele von den ueren ,hllen befreit hat1 desto hher steigt sie4#hfc ,beilufig verdient noch erwhnt zu werden1 da ,proklus die ,dmonen in fnf ,klassen teilte1 welche der schon genannte ,psellus noch um eine vermehrte2 auerdem machte ,proklus einen ,geschlechtsunterschied bei den ,dmonen1 wobei sich wieder orientalischer ,einflu geltend macht4 ,kurze ,erwhnung mssen wir noch der allsehenden ,sosipatra1 der ,gattin des sonst unbedeutenden ,neuplatonikers ,eustathius schenken1 welche in der zweiten ,hlfte des vierten ,jahrhunderts lebte4 ,eustathius whlte ,sosipatra zu seiner ,gattin1 ward aber1 wie ,eunap sich ausdrckt1 durch deren unbeschreibliche ,weisheit so sehr in ,schatten gestellt1 da er an ihrer ,seite nicht als ein ,denker und ,philosoph1 sondern als ein uerst unbedeutender ,mann erschien4 ,ihr ,vaterland war ,asien1 die ,gegend um ,ephesus1 welche den ,flu ,kayfar bewsserte4 ,als kleines ,kind schon veredelte sie gleichsam alles um sich her durch ihre ausnehmende ,schnheit und ,schamhaftigkeit1 und ihr ,vater1 der sehr reich war1 that alles1 was er vermochte1 ihr die beste ,erziehung zu geben4#hfd ,da kamen1 heit es nun am eben angefhrten ,orte wrtlich weiter1 in ihrem fnften ,jahre zwei in ,pelz gekleidete und groe ,taschen tragende ,greise auf eines der ,landgter ihres ,vaters1 und berredeten den ,verwalter desselben1 ihnen die ,besorgung des ,weinbergs allein zu berlassen4 ,der beraus reichliche ,ertrag erweckte den ,gedanken bei ihm1 es msse ein ,wunder und eine ,gottheit dabei im ,spiele sein4 ,der ,vater der ,sosipatra ehrte die beiden ,fremden durch eine treffliche ,mahlzeit1 und bezeigte seine ,unzufriedenheit ber die brigen ,arbeiter1 da sie nicht eben so viel ,flei auf die ihnen obliegenden ,zweige der ,landwirtschaft gewendet htten4 ,hierauf nahmen die ,fremdlinge1 welche durch die ,gestalt und das liebenswrdige ,benehmen der beim ,mahle anwesenden ,sosipatra bezaubert waren1 das ,wort4 ,die brigen ,geheimnisse und ,schtze verborgener ,weisheit1 sagten sie1 behalten wir fr uns4 ,das alles1 was du soeben von uns als eine empfangene ,wohlthat1 oder als ,probe von unserer ,geschicklichkeit so sehr rhmtest1 ist nur eine ,kleinigkeit und ein geringes ,kinderspiel im ,vergleich mit dem1 was wir sonst noch vermgen4 ,willst du1 da wir dir fr die ,ehre1 welche du uns erzeigest1 und fr die ,geschenke1 welche wir von dir empfangen haben1 ein ,gegengeschenk machen1 nicht mit vergnglichen ,gtern1 sondern mit etwas ,hherem1 das ber dich und dein ,leben hinausgeht1 und bis an den ,himmel und die ,sterne reichet1 so bergieb uns1 als den wahren ,eltern und ,erziehern1 fnf ,jahre lang diese ,sosipatra4 ,du sollst und darfst dich aber diese ganze ,zeit hindurch nicht um sie bekmmern1 noch jenes ,landgut auch nur mit einem ,fue betreten4 ,alsdann wird nach ,verlauf dieser ,zeit deine ,tochter nicht allein ein hochgebildetes weibliches und menschliches ,wesen sein1 sondern du wirst unfehlbar in ihr auch noch etwas ,anderes und ,hheres ahnen4 ,hast du nun guten ,mut und ,vertrauen zu uns1 so nimm unseren ,vorschlag willig an1 bist du aber mitrauisch1 so wollen wir -- nichts gesagt haben4 ,stillschweigend und bestrzt bergab ihnen der ,vater hierauf seine ,tochter4 ,dann rief er seinen ,verwalter und befahl ihm1 den ,fremdlingen alles zu reichen1 was sie nur immer verlangen wrden1 und sich um nichts weiter zu bekmmern1 machte sich als ein ,flchtiger noch vor ,anbruch des ,tages auf1 und verlie die ,tochter und das ,landgut4 ,die ,mnner1 es mgen nun ,heroen oder ,dmonen1 oder noch hhere ,geister gewesen sein1 nahmen das ,mdchen und weiheten es ein -- in welche ,mysterien8 und ,wozu8 das vermochte niemand1 auch der ,allerneugierigste nicht1 jemals zu erforschen4 ,als nun die festgesetzte ,zeit herum war1 kam der ,vater auf das ,landgut4 ,er kannte seine ,tochter nicht mehr1 so auerordentlich hatte sie sich in ,absicht auf ,gre1 ,wuchs und uerliche ,schnheit verndert4 ,auch sie erkannte ihren ,vater kaum mehr4 ,er fiel vor ihr nieder auf seine ,kniee1 so sehr glaubte er ein anderes ,wesen vor sich zu sehen4 ,jetzt erschienen auch die beiden ,lehrer4 ,du kannst1 sagten sie1 deine ,tochter alles fragen1 was du immer willst4 ,ach6 ,vater1 fiel ,sosipatra ihnen in die ,rede1 frage mich doch etwas1 frage mich doch1 wie dir's auf dem ,wege gegangen ist4 ,sie erzhlte ihm darauf alle ,vorflle1 ,reden1 ,besorgnisse1 ,drohungen u4 s4 f41 kurz alles1 was auf der ,reise vorgekommen war1 so genau1 als wenn sie selbst mit in dem ,wagen gesessen htte4 ,der ,vater war ganz auer sich vor ,erstaunen1 und glaubte fest1 seine ,tochter sei -- eine ,gttin4 ,er fiel vor den ,mnnern nieder und bat1 sie mchten doch sagen1 wer sie wren 7damit er sie auf gehrige ,weise verehren knne74 ,nach langem ,zgern1 denn so gefiel es vielleicht der ,gottheit1 sagten sie endlich1 aber nur durch dunkle ,andeutungen und mit niedergeschlagenem ,gesicht1 sie wren nicht ganz uneingeweiht in die chaldische ,weisheit4 ,hierauf fiel er abermals auf seine ,kniee und bat1 sie mchten doch geruhen1 die ,herren von dem ,gute zu sein1 und seine ,tochter bei sich zu behalten1 um derselben ihre ,bildung noch lnger angedeihen zu lassen1 und sie noch vollkommener einzuweihen4 ,sie nickten mit dem ,kopfe1 sagten es aber nicht mit ,worten zu4 ,der ,vater glaubte indessen1 ihr ,versprechen erhalten zu haben1 und war darber so froh und vergngt1 als wre ihm ein ,orakelspruch zu teil geworden4 ,was er aber aus der ganzen ,sache machen sollte1 das wute er durchaus nicht4 ,mit ,begeisterung pries er den ,homer1 da er ein groes und herrliches ,geheimnis ausgesprochen habe in den ,worten3 ,die ,gtter wandern in mancherlei ,gestalten1 ,reisenden aus fremden ,lndern hnlich1 umher4 ,denn auch er glaubte von ,gttern in ,gestalt von ,fremdlingen einen ,besuch erhalten zu haben4 ,voll von diesen ,gedanken schlief er vergngt ein4 ,die ,greise aber fhrten nach der ,mahlzeit das ,mdchen auf ihr ,zimmer1 bergaben ihr sorgfltig das ,gewand1 in welchem sie eingeweiht worden war1 nebst noch einigen andern ,sachen1 lieen ihr ein ,kstchen versiegeln und thaten noch einige ,bcher hinzu4 ,sosipatra freute sich ungemein darber1 und liebte berhaupt die fremden ,mnner wie ihren eigenen ,vater4 ,am folgenden ,tage morgens frhe1 als die ,thren geffnet wurden1 und jedermann an seine ,arbeit ging1 gingen auch die zwei ,greise1 wie gewhnlich aus1 das ,mdchen aber lief zu dem ,vater mit der frhlichen ,nachricht1 und lie das ,kstchen und die ,bcher zu ihm tragen4 ,der ,vater erstaunte ber die kostbaren ,schtze1 welche er fand1 und lie die ,mnner rufen4 ,aber sie waren nirgends zu finden4 ,was ist das8 sagte er zur ,tochter4 ,nachsinnend eine ,weile1 erwiderte diese3 ,ach1 jetzt verstehe ich1 was sie mir sagten1 als sie mir dies ,alles mit ,thrnen in den ,augen bergaben4 ,betrachte dieses fters1 sagten sie1 wir werden bald eine ,reise auf das westliche ,meer machen1 und alsdann sofort wieder zurckkehren4 ,alles dieses beweist offenbar1 da die ,fremdlinge ,geister oder hhere ,wesen waren4 ,der ,vater nahm diese eingeweihte und divinatorische ,tochter zu sich1 lie sie ganz nach ihrem ,willen leben1 und bekmmerte sich um ihr ,thun und ,lassen weiter nicht im ,geringsten2 nur war er mit ihrem stillen ,wesen nicht ganz zufrieden4 ,als sie das reifere ,alter erreicht hatte1 wute sie1 ohne andere ,lehrer gehabt zu haben1 die ,schriften der ,dichter1 ,philosophen und ,redner alle auswendig1 und was andere mit groer ,anstrengung und vielem ,schweie kaum mittelmig erlernen und begreifen1 darber wute sie sich so leicht und gewandt auszudrcken1 als ob es nur ganz unbedeutende ,aufgaben wren4 ,die ,fremdlinge aber kehrten niemals wieder zurck usw4#hfe ,drittes ,kapitel4 ,hierokles und sein ,kommentar zu den goldenen ,sprchen des ,pythagoras4 -- ,die letzten ,neuplatoniker4 ,durch die ,litteratur des ,occultismus zieht sich eine ,reihe von ,schriften1 in welchen die mystische ,entwickelung des ,menschengeistes esoterisch dargestellt und systematisch gelehrt wird4 ,da es nun unsere ,aufgabe ist1 das ,feld der ,mystik in seinem ganzen ,umfang zu durchstreifen1 so drfte es vielleicht am ,platze sein1 diese heute meist vergessenen ,schriften aus dem ,staube der ,jahrhunderte und ,jahrtausende hervorzuziehen und der theoretischen wie der praktischen ,forschung zugnglich zu machen2 vielleicht erregt dieses ,unternehmen um so mehr das ,interesse der ,beteiligten1 als die neuere hierher gehrige ,litteratur1 wie sie z4 ,b4 von ,kerening vertreten wird1 kaum etwas ,besseres aufzuweisen hat4 ,in erster ,reihe sind die sogenannten goldenen ,sprche des ,pythagoras hierher zu rechnen1 welche1 wenn auch vielleicht nicht in ihrer ,gesamtheit von ,pythagoras selbst herstammend1 doch ganz zweifelsohne geistiges ,eigentum der alten und neuen pythagorischen ,schule waren4 ,sie lehren die mystische ,entwickelung des ,geistes und hier treffen alle ,kennzeichen zusammen1 mit denen ,cornelius ,agrippa die letztere charakterisiert1 indem er sagt#hff3 ,dieser 7hhere7 ,einflu wird uns aber nur dann zu teil1 wenn wir uns von den die ,seele niederdrckenden ,hindernissen1 von den fleischlichen und irdischen ,beschftigungen und von jeder von auen kommenden ,aufregung frei machen4 ,wie ein triefendes und unreines ,auge die allzustark leuchtenden ,gegenstnde nicht anschauen kann1 so wird auch der das ,gttliche nicht fassen knnen1 der die ,reinigung der ,seele vernachlssigt4 ,man mu aber schritt- und gleichsam stufenweise zu dieser ,reinheit des ,herzens gelangen1 denn nicht jeder ,neueingeweihte wird sogleich den vollen ,glanz dieser ,mysterien fassen1 sondern die ,seele ist allmhlich daran zu gewhnen1 bis in uns die ,kraft des ,verstandes sich entfaltet1 und dieser1 dem gttlichen ,lichte zugekehrt1 sich mit ihm vereinigt4 ,wenn nun die menschliche ,seele gehrig gereinigt und geheiligt ist1 so tritt sie von allen strenden ,einflssen ungehindert in freier ,bewegung hervor1 erhebt sich nach oben1 erkennt das ,gttliche und unterrichtet sich sogar selbst1 wenn sie gleich den ,unterricht anderswoher zu erhalten scheint4 ,sie bedarf alsdann weder einer ,erinnerung noch ,belehrung1 sondern durch ihren ,geist1 welcher das ,haupt und der ,lenker der ,seele ist1 ahmt sie von selbst die ,engel nach und erreicht nicht erst allmhlich1 nicht in einer bestimmten ,zeit1 sondern in einem ,augenblicke das1 was sie wnscht4 ,in den ersten vierundfnfzig ,strophen der goldenen ,sprche wird nun diese stufenweise ,reinigung des ,herzens gelehrt1 whrend in den letzten zweiunddreiig die durch ,selbstzucht erreichte geistige ,macht und ,freiheit des ,adepten geschildert wird4 -- ,unser moralisch-mystisches ,lehrgedicht hat nach den etwas modernisierten bersetzungen von ,schulthe#hfg folgenden ,wortlaut3 ,die unsterblichen ,gtter1 wie das ,gesetz ihren ,rang zeigt1 ,ehre zuvorderst1 und heilig sei dir der ,eid4 ,den erhab'nen ,helden des thers zunchst1 dann auch der ,erde ,dmonen ,gieb nach ,gesetz und heiligem ,brauch ihre ,ehre4 ,die ,eltern ,halte in ,ehren zumeist1 dann auch ,verwandte des ,blutes4 #e4 ,unter den andern erwirb durch ,tugend jeden ,rechtschaff'nen ,dir zum ,freunde1 und sei empfnglich fr gtige ,reden1 ,ntzliche ,thaten zumal2 um kleiner ,vergehungen willen ,zrne nicht mit dem ,freund2 so lange du kannst1 be ,nachsicht2 ,ist ja das ,knnen so oft ,nachbar des ,mssens4 ,behalte #aj4 ,dieses nun wohl und gewhne durch fleiige bung dich dazu1 ,da du die ,lste des ,gaumens1 ,neigung und ,trieb zu dem ,schlafe1 ,da du die ,wollust und ,zorn beherrschen mnniglich knnest4 ,thu' nichts ,schndlich's allein1 noch auch im ,beisein von andern2 ,scham vor dir selbst soll dich strenger als alles bewahren4 #ae4 ,sei du gerecht gegen alle in ,worten sowohl als in ,thaten1 ,und erlaube dir nie der ,vernunft dich blde zu entuern1 ,sondern halte im ,aug'1 da gemeinsam den ,menschen der ,tod ist4 ,la' nicht nur den ,gewinn1 la auch ,verlust dir gefallen4 ,was fr ,leiden die ,menschen nach gttlicher ,schickung bedrcken1 #bj4 ,trage du sanft deine ,last und hadere nicht mit dem ,himmel4 ,hilf dir so gut als du kannst1 das fordert die ,pflicht2 und bedenke1 ,da das ,schicksal dem ,guten nicht allzuviel ,leiden verhnge1 ,wirst du ,reden verschiedene1 gute und schlimme vernehmen1 ,ha' und bewundere von ihnen keine1 und mut du zuweilen #be4 ,thorheit1 ,unvernunft hren1 so be ,geduld4 ,eine ,regel ,geb' ich dir jetzt1 und die sollst du zu allen ,zeiten befolgen3 ,niemand msse dich weder durch ,worte noch ,thaten bewegen1 ,etwas zu reden1 zu thun1 das deinem ,besten zuwider2 ,handle nicht ohne ,bedacht1 um thricht nimmer zu handeln1 #cj4 ,elend ein ,mann1 der redet und handelt ohn' berlegung4 ,setze nur das in das ,werk1 was nun und nimmer dich reu'n kann4 ,schreite zu keiner ,that1 wo ,kenntnis gnzlich dir mangelt4 ,la dich von deinen ,pflichten erst grndlich belehren1 dann wirst du ,freudig1 zufriedengestellt1 in ,ruhe dein ,leben vollbringen4 #ce4 ,auch die ,gesundheit des ,leibes sollst unbesorgt du nicht lassen4 ,halte nur ,ma in ,trunk1 in ,speise und bung des ,leibes4 ,meide1 was ,schaden gebiert1 das wird dir das richtige ,ma sein4 ,reinlich1 jedoch ohne ,pracht1 gewhn' dich zu leben4 ,vermeide ,alles was ,neid weckt1 mit ,flei1 und la unntigen ,aufwand #dj4 ,denen1 die wirkliches ,gut nicht kennen1 doch fern auch sei von dir ,kargheit4 ,das ,beste in allen ist rechtes ,ma stets gewesen4 ,thu' nichts1 was ,schaden dir bringt1 und denke1 noch ehe du handelst4 ,eher darfst du auch nicht dem ,auge zu schlafen gestatten1 ,bis du der ,thaten des ,tages dreifach dir ,rechnung gegeben3 #de4 ,wo bertrat ich das ,ma8 ,was ward gebhrend verrichtet8 ,was unterlassen1 was ,pflicht von mir erheischen htt' mssen8 ,la' dieser ,musterung nichts vom ,ersten bis ,letzten entgehen2 ,straf dich begangenen ,fehl's und freu' dich bewiesener ,tugend4 ,siehe1 hierin sollst du ben1 und dieses sollst du studieren1 #ej4 ,das ist1 was von ,herzen zu lieben dir ist geboten1 ,diese ,dinge1 sie fhren zum ,pfad' der gttlichen ,tugend1 ,bei dem gttlichen ,mann schwr ich's1 der unserer ,seele ,in der ,tetrade den ,quell der ew'gen ,natur hat gewiesen6 ,aber du schreite zum ,werk mit flehender ,bitt' an die ,gtter1 #ee4 ,da du vollenden es magst4 ,bist du jetzt mchtig geworden ,jener menschlichen ,tugend1 so soll dir die ,kenntnis dann werden ,von der ,geister ,system und auch der unsterblichen ,gtter1 ,sterblichen ,menschengeschlechts auch2 wie weit sich erstrecken die ,krfte ,jedes ,geschlechtes und was zu ,einem sie alle verbinde4 #fj4 ,weiter die ,kenntnis1 wie die ,natur nach ewigen ,rechten ,bleibt stets selber ihr gleich4 ,dann hoffest du niemals1 ,was zu hoffen nicht ist2 dann bleibt dir nichts mehr verborgen4 ,kenntnis erlangst du1 erkorenes bel plage die ,menschen1 ,plage die ,thoren1 die wahr es nicht nehmen1 die hren nicht wollen1 #fe4 ,wie sie das ,gut in der ,nhe htten4 ,nur wenige wissen1 ,sich von den beln zu lsen3 ,ein trauriges ,schicksal1 ,da sie gedankenlos sind2 sie rollen wie wirbelnde ,walzen ,dahin1 dorthin1 bedrngt von ,kummer und ,plagen ohn' ,ende4 ,denn das merken sie nicht1 da der ,streit1 der schlimme ,gefhrte1 #gj4 ,anvertraut ihnen von ,kind an1 ihr ,schaden ist1 da sie ,ihn nicht reizen1 dagegen durch ,nachsicht entgehen ihm sollten4 ,vater ,zeus1 o du wrdest vom bel sie alle erlsen1 ,wenn du allen zeigtest den ,dmon1 der sie bewohnet4 ,sei nur getrost1 denn die ,sterblichen sind auch von ,gottes ,geschlechte2 #ge4 ,alles wird die ,natur1 die heilige ,mutter sie lehren4 ,bist du nun auch der getreuen ,lehrerin fleiiger ,schler1 ,wird es dir meine ,gebote zu halten an ,krften nicht fehlen1 ,heilen wirst du alsdann die ,seel' und von ,elend erretten4 ,aber enthalte dich auch verbotener ,speisen1 entscheide #hj4 ,nach den ,gesetzen der ,lut'rung wie auch der ,befreiung der ,seele1 ,was ihr schadet und ntzt1 und lasse das nie unerwogen4 ,la der ,vernunft als dem besten ,fuhrmann die ,zgel in ,hnden4 ,scheidest du frh oder spt aus diesem1 dem sterblichen ,leibe1 ,dann wirst du froh in den reinen ther dich singend erheben1 #he4 ,vom ,tod auf ewig befreit bist du unsterblicher ,gott dann6 ,diese pythagorischen ,verse wurden von dem ,neuplatoniker ,hierokles ausfhrlich kommentiert4 ,derselbe wurde #daj geboren1 war ein ,schler des ,plutarch von ,athen1 lehrte zu ,alexandria und starb um das ,jahr #dgf4 ,von seinem ,leben ist so gut wie nichts bekannt1 und nur ,suidas berliefert uns einen einzigen ,zug aus seinem ,leben1 welcher jedoch unsern ,philosophen in stoischer ,gre erscheinen lt3 ,auf einer ,reise nach ,byzanz wurde er in dieser ,stadt von der ,regierung 7vermutlich wegen ,streitigkeiten mit christlichen ,priestern7 zur ,geielung verurteilt1 welche auf das strengste an ihm vollzogen wurde4 ,als nun ein ,gerichtsbeamter voll ,wohlgefallen der ,exekution zusah1 fing ,hierokles eine ,hand voll seines den ,riemen der ,peitschenhiebe entstrmenden ,blutes auf und warf es demselben mit homerischen ,worten ins ,gesicht3 ,nimm1 ,cyklop1 und trink eins2 auf ,menschenfleisch ist der ,wein gut4 ,der ,erfolg dieser ,that war1 da ,hierokles sofort aus ,byzanz verbannt wurde und nach ,alexandria zurckkehrte1 wo er unter dem ,beifall seiner ,schler ungehindert wie frher ,philosophie weiter lehrte4 ,wenden wir uns zu dem ,kommentar des ,hierokles4 ,nach ihm besteht die ,philosophie in der ,reinigung und der ,vervollkommnung des menschlichen ,lebens2 in der ,reinigung von der ,sinnlichkeit und dem materiellen ,leibe1 in der ,vervollkommnung des unsterblichen ,menschen zur ,gottheit1 wodurch der ,mensch der wahren ,glckseligkeit teilhaftig wird4 ,auf den ,weg zur ,vergttlichung fhren den ,philosophen gewisse kurzgefate ,grundstze oder ,kunstregeln1 unter denen die pythagorischen ,verse den ersten ,rang einnahmen1 weil sie sowohl die ,grundbegriffe der thtigen als der beschaulichen ,philosophie enthalten und den ,menschen -- nach den ,worten des ,timus -- in seinen ursprnglichen ,zustand zurckversetzen4 ,die ,gebote der thtigen ,tugend werden zuerst genannt1 weil ,trgheit und ,sinnlichkeit berwunden sein mssen1 bevor sich der ,mensch mit den hheren gttlichen ,tugenden bekannt machen kann2 denn ebensowenig als ein unreines ,auge den ,glanz der ,sonne ertrgt1 ebensowenig vermag eine ,seele ohne ,besitz praktischer ,tugend ihren ,blick auf den ,glanz der ,wahrheit zu richten4 ,die thtige 7politische7 ,tugend wird die menschliche genannt1 die ,befolgung ihrer ,gebote fhrt uns auf den ,weg der beschaulichen gttlichen ,tugend und ,philosophie 7,v4 #ej-ed74 ,man mu also zunchst ,mensch werden1 um sich zum ,gott entwickeln zu knnen2 zu dem ersten machen uns die thtigen1 und zum letzteren -- vom ,leichteren zum ,schwereren emporsteigend -- die beschaulichen ,tugenden4 ,die ,vorschriften der thtigen ,tugend sind so vielfach und reden in so hohem ,grade fr sich selbst1 da wir den zu ihnen gehrigen langen ,kommentar bis zu den ,versen #cf-ch bergehen knnen1 worin ,pflege der ,gesundheit und ,migkeit empfohlen wird1 um den ,krper zu einem brauchbaren ,instrument der ,weisheit zu machen4 ,hierokles sagt3 ,damit dann sein 7des ,philosophen7 ,leib ein ,instrument der ,weisheit abgeben mge1 wird er denselben durchaus also nhren und gewhnen1 da dabei vorzglich fr die ,seele1 zunchst aber und um ihretwillen fr den ,leib gesorgt sei4 ,denn er wird niemals den ,leib1 die ,maschine1 in greren ,ehren halten als die ,seele1 welche dieselbe braucht4 ,er wird aber eben darum die ,maschine durchaus nicht vernachlssigen1 weil die ,seele sie braucht1 sondern er wird in der rechten ,ordnung fr die ,gesundheit des ,leibes1 mit ,rcksicht auf die ,seele1 deren ,werkzeug er ist1 ,sorge tragen4 ,er wird sich deshalb nicht aller ,speisen ohne ,unterschied bedienen1 sondern nur solcher1 die erlaubt sind zu essen#hfh2 denn es giebt ,speisen1 die nicht erlaubt sind zu essen1 weil sie den ,leib beschweren und den ,geist der ,seele1 mit dem sie in engerem ,bande steht1 in grbere ,leidenschaften hinschleppen4 ,unter diesem ,geist der ,seele verstehen die ,neuplatoniker einen inneren1 mit der vernnftigen ,seele in engerem ,zusammenhang als der uere ,zellenleib stehenden geistigen oder therischen ,leib1 welcher ,glanzleib oder der geistige ,wagen der ,seele genannt wird4 ,nach neuplatonischer ,ansicht verliert der ,astralleib seinen ,glanz und seine ,leichtigkeit1 wenn er zu salzige oder zu fette ,speisen geniet2 durch diesen ,genu wird der ,glanzleib getrbt1 und der ,wagen1 auf welchem die ,seele zur ,gottheit emporfahren soll1 versagt seinen ,dienst4 -- ,zum ,verstndnis der durch gesperrten ,druck hervorgehobenen ,stelle des ,hierokles diene die ,anmerkung1 da ,pythagoras und ,plato nach ,diogenes ,lartius die ,seele in zwei ,teile teilten1 in einen vernnftigen -- logon -- und einen unvernnftigen ,teil -- alogon -- welch letzterer wieder in den zornigen -- thymikon -- und begierigen -- epithymikon -- zerfiel und sich also mit obigem ,geist der ,seele deckt4 ,derartige ,speisen wird also der ,philosoph meiden und hinsichtlich der erlaubten ,jahreszeit1 ,land1 ,alter und ,gesundheit bercksichtigen1 sowie auch bedenken1 ob er ein ,anfnger im philosophischen ,leben sei1 oder schon die ,hhe desselben erstiegen habe2 er wird also durch ,mahalten allen ,schaden vermeiden und alle ,vorteile fr die nach ,vollkommenheit strebende ,seele zu erringen suchen4 ,denn wenn sie 7auf ihrem glnzenden ,wagen7 zur ,vernunft hinauffhrt1 mu es um sie her von ,leidenschaften ganz windstille sein1 ihre untern ,triebe mssen sich in der besten ,ordnung und tiefsten ,unterthnigkeit befinden1 damit die hheren ,seelenkrfte in ihren ,betrachtungen ungestrt bleiben4 ,die ,verse #ej-ee stellen den ,jnger auf die ,grenze zwischen der praktischen und theoretischen ,tugend1 zwischen den niedern ,zustand eines ,menschen und den hheren eines ,gottes4 ,da aber die theoretische ,wahrheit zu diesem hohen ,ziele fhre1 bezeugen die ,verse ausdrcklich1 mit welchen unser ,dichter dieses ,lehrgedicht beschliet3 ,scheidest du frh oder spt aus diesem sterblichen ,leibe1 ,dann wirst du froh in den reinen ther dich singend erheben1 ,vom ,tod auf ewig befreit1 bist du unsterblicher ,gott dann6 ,diese ,dinge fhren auf den ,weg zur gttlichen ,tugend1 sie werden dich ,gott hnlich machen vermittelst der wissenschaftlichen ,erkenntnis der ,dinge1 den die ,erforschung der ,ursachen der wirklichen ,dinge fhrt1 weil die ersten ,ursachen in der ,weisheit und ,kraft des ,schpfergottes liegen1 zum hchsten ,gipfel der ,gotteserkenntnis1 welche die hnlichkeit mit ,gott mit sich bringt4 ,der ,verfasser verheit den in praktischer und theoretischer ,tugend ,gebten nicht nur die ,kenntnis aller von der ,tetrade geschaffenen ,wesen1 sondern auch ihrer unterscheidenden und gemeinsamen ,merkmale und sagt3 ,eine wissenschaftliche ,kenntnis aber von diesen ,wesen gelingt denen1 welche die praktische ,tugend mit theoretischer ,wahrheit ausschmcken und ihre menschliche ,rechtschaffenheit zu gttlicher ,tugend erhhen2 denn dadurch erlangt man hnlichkeit mit ,gott1 wenn man die ,dinge kennt1 wie sie ihr ,dasein und ihren ,rang von ,gott selbst erhalten haben4 ,weil aber die krperliche ,natur diese sichtbare ,welt ausmacht und der ,herrschaft der vernnftigen ,wesen untergeordnet ist1 so kndigt unser ,lehrer in den folgenden ,versen 7#fa-fd7 an1 da man in der gehrigen ,ordnung nun auch zu dem ,gut der physiologischen ,wissenschaft gelangen werde4 ,die hheren ,regionen der ,welt sind mit ,gestirnen geziert und mit reinen ,intelligenzen bevlkert1 die ,erde aber ist mit ,leben und ,empfindung besitzenden ,tieren und ,pflanzen besetzt4 ,zwischen jene ,intelligenzen und diese bloen ,lebewesen ist der ,mensch als ,amphibium1 als das letzte ,wesen der obern und das erste ,wesen der untern ,klassen gesetzt4 ,bald pflegt er ,umgang mit den ,unsterblichen und tritt durch die ,rckkehr zur ,vernunft 7nous7 wieder in seinen ursprnglichen ,stand ein2 bald gesellt er sich zu den sterblichen ,wesen1 lt die gttlichen ,gesetze auer acht und sinkt von der ihm zukommenden ,wrde herab4 ,weil er der untersten ,klasse der denkenden ,wesen angehrt1 so besitzt er von ,natur aus das ,vermgen nicht1 zu jeder ,zeit und stets gleich vernnftig zu denken1 und steht deshalb an ,rang unter hheren ,intelligenzen1 denen er sich jedoch zu assimilieren vermag1 obschon er von ,natur ist und bleibt ein niedrigeres ,wesen als die unsterblichen ,gtter und ,helden des thers4 ,gerade infolge seiner ,doppelstellung aber vermag der ,mensch die ,stufenfolge der ,klassen der denkenden ,wesen zu erkennen und wahrzunehmen1 da die ,natur berall sich selber gleich bleibt1 da dem so sei nach ewigen ,rechten1 nach dem gttlichen ,ideal1 weil ihnen 7allen ,geschpfen7 ,gott diese und keine andere ,wirklichkeit gegeben hat1 weil er alles1 seien es krperliche oder unkrperliche ,wesen1 nach den ,maregeln seines ,planes angeordnet hat4 ,aus der ,kenntnis der krperlichen und unkrperlichen ,schpfung erwchst dem ,weisen der ,gewinn1 da er nichts ,eitles hofft und da ihm nichts verborgen bleibt4 ,wer nun aber zur ,erkenntnis der ,doppelnatur des ,menschen1 die ihn hinauf und hinab zieht1 gelangt ist1 der versteht1 wie selbst erwhltes bel die ,menschen plage1 da sie aus eigenem ,entschlu elend und mhselig sind2 denn sie lassen sich sowohl durch einen jhen ,trieb in das krperliche ,leben herabziehen1 als auch im krperlichen ,leben in ,leidenschaften verstricken1 die sie an die ,erde binden1 whrend sie sich doch zeitig von ihr loslsen knnten2 sie nehmen das ,gute nicht wahr und wollen sich auch nicht belehren lassen4 ,diejenigen aber1 denen es ernst ist1 ,gutes zu lernen oder zu entdecken1 die sich von dem bel frei zu machen wissen1 diese werden der ,plagen des irdischen ,lebens los und ledig und wandern hinber in den reinen ther4 ,die ,thoren gleichen ,walzen1 die bergab rollen und berall auf ,hindernisse stoen2 sie geraten durch ihre erdwrts treibenden ,handlungen in tausend bel und wissen sich weder zu raten noch zu helfen1 weil sie stets grundsatzlos handeln4 ,es giebt keinen ,zufall des menschlichen ,lebens1 der dem ,thoren nicht ,anla zum ,bsen werde1 weil das ,laster sein selbstgewhltes ,teil ist1 und er weder auf das gttliche ,licht schauen1 noch auch von den wahren ,gtern hren will4 ,unsere ,erlsung wird aber sicher erfolgen1 wenn wir zur ,selbsterkenntnis gelangen und einsehen lernen1 da ein gttliches ,wesen in uns wohne4 ,diese ,befreiung von allen beln ist jedoch denen mglich1 welche sich mit der ,betrachtung der wahren ,gter befassen und von der ,philosophie1 der heiligen ,mutter1 in der ,befolgung ihrer ,pflichten unterweisen lassen4 ,das vernnftige ,geisteswesen ist -- nach neuplatonischer ,anschauung -- ursprnglich mit einem 7,astral-7 ,leib vereinigt geschaffen worden und zwar derart1 da es weder der ,leib selbst1 noch ohne ,leib ist1 sondern an sich zwar etwas ,unkrperliches ist1 da er aber doch ein ,krper mit seinem ganzen ,wesen und zu seiner ,beschaffenheit gehrt4 ,hhere ,intelligenzen und ,menschen1 beide sind ,wesen1 die aus einer vernnftigen ,seele und einem anerschaffenen ,lichtleibe bestehen4 ,zur ,vervollkommnung der ,seele dienen ,wahrheit und ,tugend1 zur ,reinigung unseres ,glanzleibes hingegen die ,fortschaffung jeder ,befleckung1 welche wir uns durch die ,gemeinschaft mit der ,materie zugezogen haben2 ferner der ,gebrauch heiliger ,reinigungsmittel und endlich die von ,gott uns eingepflanzte ,strke1 die uns zum ,rckflug von hinnen den ,schwung giebt4 ,darber belehren uns die ,verse #hj-hc1 welche uns alle berflssige ,verunreinigung durch die ,materie untersagen und uns den ,gebrauch der mystischen ,reinigung und der uns eingepflanzten ,strke zur ,befreiung der ,seele empfehlen4 ,diese ,reinigung erstreckt sich auf ,speise und ,trank1 ja auf die ganze ,pflege unseres sterblichen ,leibes1 innerhalb dessen unser ,glanzleib wohnt1 dem uern seelenlosen ,krper ,leben einhaucht und ihn zur bereinstimmung mit ihm selbst heranbildet3 ,der immaterielle ,leib ist ein lebendiges ,wesen und die wirkende ,ursache des ,lebens1 welches der materielle ,leib besitzt und wodurch unser sterbliches ,tier seine ,vollstndigkeit erreicht1 das aus dem sinnlichen ,leben und dem materiellen ,leib zusammengesetzt ist1 ein ,schattenbild des ,menschen1 der aus einem vernnftigen ,wesen und einem immateriellen ,leibe besteht4 ,die mystische ,reinigung bedient sich krperlicher ,mittel1 um den sein eigenes ,leben besitzenden ,glanzleib zu heilen und anzutreiben1 da er sich von der ,materie scheide und seinen ,rckflug in den ,himmelsther1 dorthin nehme1 wo er frher glcklich war4 ,alle ,ceremonien dieser ,reinigung1 wenn mit ,ernst ausgebt wird1 sind in den ,gesetzen der ,tugend und ,wahrheit gegrndet4 ,dabei ist die ,hauptsache1 da der ,mensch sich allmhlich gewhnt1 irdische ,dinge zu missen und sich mit immateriellen zu beschftigen1 wenn er sich von den ,befleckungen reinigt1 die er sich durch sein ,leben im materiellen ,krper so zahlreich zuzog4 ,durch diese ,bemhungen lebt er gewissermaen wieder auf und kommt wieder zu sich4 ,viertes ,kapitel4 ,synesios1 der letzte ,neuplatoniker1 sein ,leben und seine ,lehren4 ,von ,l4 ,kuhlenbeck4 ,den ,kiesewetterschen ,darstellungen der neuplatonischen ,philosophie schliee ich hier eine ,studie ber den einzigen und letzten ,neuplatoniker an1 der als ,reprsentant des vlligen ,verfalls der griechischen ,philosophie dennoch seiner ,persnlichkeit wegen meine ,teilnahme in ,anspruch nimmt4 ,diese ,teilnahme gilt freilich in erster ,linie einer ,frauengestalt1 die das tragische ,ende des ,hellenismus berhaupt1 in einer die ,poesie und ,kunst mehr als die ,wissenschaft herausfordernden ,weise gewissermaen symbolisch abschlo1 der ,hypatia4 ,nicht nur die platonische ,philosophie1 das ganze geistig sinnliche ,hellas hatte sich in dieser ,frauengestalt von gleich vollendeter ,schnheit des ,leibes und der ,seele individualisiert1 wie um sich der ,welt noch einmal vor dem ,scheiden in sichtbarer ,verkrperung zu zeigen4 ,bewundernd blick' ich auf zu dir und deinem ,wort1 ,wie zu der ,jungfrau ,sternbild1 das am ,himmel prangt2 ,denn all dein ,thun und ,denken strebet himmelwrts1 ,hypatia1 du edle1 ser ,rede ,born1 ,gelehrter ,bildung unbefleckter ,stern6 ,so besingt sie der ,epigrammatist ,palladas1 und dem ,grade nach bleibt kaum einer ihrer gelehrten ,zeitgenossen hinter solchem ,lobe zurck4 ,dieser ,abendstern hellenischer ,geisteskultur aber1 diese jungfruliche ,philosophin1 wurde auf ,anstiften des christlichen ,patriarchen ,cyrillus zu ,alexandria von christlichen ,mnchen im ,mrz des ,jahres #dae in eine christliche ,kirche geschleift und daselbst zerfleischt und zerrissen1 wie eine ,hindin von einer ,meute ausgehungerter ,steppenwlfe1 -- und selbst von ihrem geistigen ,wesen1 von ihren ,schriften ist kein ,jota vor dem ,sprsinn kirchlicher ,gedankenpolizei auf die ,nachwelt gerettet4 ,wenn man inde die ,meisterin nach einem ihrer begeistertsten ,schler beurteilen darf1 so verdient schon um deswillen das ,leben und das in seinen der ,nachwelt erhaltenen ,schriften sich mitteilende ,denken eines ,mannes unser wrmstes ,interesse1 der auch als ,bischof derselben ,kirche und in demselben ,patriarchat1 dessen ,oberhirt der ,anstifter ihrer ,ermordung war1 nicht mde wurde1 sich zu rhmen1 ihres ,geistes einen ,hauch versprt zu haben4 ,wir drfen uns glcklich schtzen1 wenn wenigstens durch einen solchen ,planeten einige reflektierte ,strahlen ihrer sonst in ewige ,nacht versunkenen ,geistessonne noch zu uns gelangen4 ,dieser ,schler ist ,synesios4 99 99 99 99 99 ,zwischen der groen ,syrte und der an der ,westgrenze gyptens beginnenden lybischen ,wste erhebt sich das ,plateau von ,barka1 landschaftlich der schnste ,teil des nrdlichen ,afrika4 ,im ,altertum hie es ,cyrenaica oder ,pentapolis1 ,cyrenaica nach der ,hauptstadt ,cyrene1 ,pentapolis1 weil einschlielich ,cyrene fnf groe ,stdte1 nmlich auer der genannten ,berenice1 ,ptolemais1 ,arsinoe1 und ,apollonia1 smtlich ,kolonieen dorischer ,griechen1 hier eine bundesstaatliche ,gemeinschaft darstellten4 ,die hchste ,blte geistigen ,lebens und materiellen ,wohlstandes scheint die ,pentapolis um die ,mitte des #e4 ,jahrhunderts v4 ,chr4 erreicht zu haben1 als die ursprngliche ,knigsherrschaft durch eine demokratische ,republik beseitigt ward2 doch besingt noch ,pindar ihre zahlreichen ,sieger bei den olympischen ,spielen1 und der ,geograph ,eratosthenes1 der ,dichter ,kallimachus1 die ,philosophen ,aristipp1 ,karneades und ,antipater verbrgten durch ihre ,werke eine nicht nur blutsverwandtschaftliche1 sondern auch geistige ,ebenbrtigkeit ihres lybischen ,vaterlandes mit dem brigen ,hellas4 ,seine politische ,unabhngigkeit wahrte der ,fnf-,stdtebund1 wenn auch allmhlich seine konomische ,bedeutung von der alles berwuchernden ,handelsmacht ,karthagos berflgelt und selbst erdrckt wurde1 bis zum ,tode des groen ,alexander1 in dessen ,universal-,monarchie er aus panhellenistischer ,begeisterung freiwillig eintrat4 ,darnach aber geriet er unter die ,gewalt des ,ptolemus von gypten1 und dieser brachte mit ,ansiedlung einer ,menge ,juden1 denen er leider noch dazu volle brgerliche ,gleichberechtigung mit den ,hellenen verlieh1 so zu sagen1 den ,schwamm ins ,holz4 ,jeder ,historiker und auch die ,gegenwart wei1 was solche ,gleichberechtigung der ,juden innerhalb eines nationalen ,organismus bedeutet2 auf dem knstlich geschaffenen ,nhrboden vermehrten sich die ,juden in kurzer ,zeit unglaublich und nutzten die brgerliche ,gleichberechtigung zur ,aussaugung der ,volkskrfte noch weit grndlicher aus1 als das rmische ,reich1 dem ,cyrenaica etwa von #ff v4 ,chr4 als ,provinz einverleibt war1 seine ,herrschaft4 ,dazu kam ihr gerade in jenen ,zeiten besonders hochflutender ,religionsfanatismus1 der in der ,pentapolis unter der ,regierung ,trajans ihren angeborenen ,menschenha zu einem ,messias-,putsch fortri1 welcher in der ,scheulichkeit gipfelte1 in einer einzigen ,verschwrungsnacht mehr als #bjjjjj ,griechen meuchlerisch abzuschlachten4 ,freilich suchte der ,kaiser diese ,greuelthaten gebhrend zu strafen2 die dadurch nur noch mehr geschrten ,rassenkmpfe beschleunigten aber wiederum die vllige ,verarmung und ,entvlkerung des ,landes4 ,bei der ,teilung des rmischen ,reichs durch ,theodosius ward die ,cyrenaica der ostrmischen ,hlfte1 also dem ,arcadius1 zugewiesen4 ,fnfzehn ,jahre vor diesem ,ereignis1 etwa um #cgj1 war ,synesios in ,cyrene als ,sohn eines ,decurio von hocharistokratisch-dorischer ,herkunft1 -- sein ,stammbaum fhrte bis auf ,herakles zurck1 -- geboren4 ,die ,geburts- und ,bildungs-,aristokratie der ,griechen und ,rmer widerstand am lngsten dem schlielich gewaltsam aufdringlichen ,bekehrungseifer des ,christentums1 und so bekannte sich auch die ,familie des ,synesios1 den grausamen1 aber gerade ihrer ,grausamkeit wegen zur ,zeit noch undurchfhrbaren ,intoleranzerlassen eines ,constantin und ,theodosius trotzend1 noch zum ,glauben an die ,gtter ihrer ,ahnen4 ,bei der ,nhe ,alexandrias ist nichts begreiflicher1 als da ,synesios wie auch sein ,bruder ,euoptius1 sobald sie das ,jnglingsalter erreicht hatten1 von ihrem ,vater nach dem dortigen ,musensitz gesandt wurden1 um von den schnen ,lippen einer ,hypatia1 zu deren ,fen sich die ,elite der heidnischen ,jugend aus allen ,provinzen des ,weltreichs versammelte1 die letzte und glnzendste ,vertheidigung ihrer zum ,tode verurteilten hellenischen ,weltanschauung zu vernehmen4 ,vermutlich erst der ,tod seines ,vaters hat ihn in die ,heimat zurckberufen4 ,den kaum #cj;jhrigen betrauten nun seine ,mitbrger mit der ebenso ehrenvollen wie schwierigen ,aufgabe1 als ,wortfhrer einer ,landesabordnung dem ,kaiser in ,konstantinopel einen goldenen ,huldigungskranz zu berreichen und dabei1 die ,hauptsache1 eine ,erleichterung der nachgerade dem verarmten ,vaterlande unerschwinglich gewordenen ,abgaben zu erbitten4 ,drei ,jahre hat ,synesios in ,konstantinopel geweilt1 bevor es ihm gelang1 berhaupt erst eine ,audienz beim ,kaiser zu erwirken und endlich seine ,aufgabe zu erfllen4 ,in diesem ,zeitraum hatte er allzu reichliche ,gelegenheit gehabt1 aus unmittelbarer ,nhe jene ,mumie des ,csarismus zu studieren1 zu vernehmen1 wie der vermorschte ,bau des nunmehr halbierten ,weltreichs bereits in allen ,fugen seinem ,ruin entgegen sthnte1 und ein naiver ,ideologe1 glaubt sich der ,schler einer ,hypatia berufen1 den ,versuch zu wagen1 nochmals einen ,funken antiker ,heldengesinnung und ,staatsweisheit1 und wr's auch eine ,feuerflocke ,wahrheit nur1 in des ,despoten ,seele khn zu werfen1 welcher1 wie er whnte1 den ,kaiser bestimmen mchte1 den ,staat zu reorganisieren und das lngst besiegelte ,schicksal abzuwenden4 ,so hielt er dann bei der berreichung des goldenen ,kranzes seine denkwrdige ,rede ber die ,herrscherpflichten1 mit ,bezug auf welche er sich mit ,recht rhmt1 da auch in den ,zeiten des freien ,griechenlands vor einem ,knigsthron kaum jemals eine freimtigere ,rede gesprochen sei4 ,die ,philosophie verlangt durch ihn ,gehr und will ntzen mit ihren ernsten1 alle ,schmeichelei verschmhenden ,worten1 die sogar das ,recht des ,tadels fr sich in ,anspruch nehmen4 -- ,wie weit der ,redner das ,recht des ,tadels zu ben wagt1 mag aus seiner ,schilderung des byzantinischen ,hoflebens entnommen werden3 ,die ,knige ergeben sich einem schlaffen1 unwrdigen ,genuleben1 ihre gewhnliche ,umgebung besteht aus ,spamachern1 ,zwergen und ,verschnittenen1 die allein freien ,zutritt haben1 deren fades ,geschwtz ihren ,geist wie in einem ,nebel gefangen hlt1 ihn der ernsteren ,rede entfremdet und gegen die ,verstndigen im ,volke mit ,mitrauen erfllt4 ,dazu kommt die bertriebene ,pracht in der ueren ,kleidung der ,knige4 ,sie gehen einher in ,purpur und ,gold1 mit kostbaren ,steinen und ,perlen ber und ber beset1 so da sie einem buntschimmernden ,pfau gleichen1 ja sie verschmhen es sogar1 ihren ,fu auf den bloen ,boden zu setzen1 und lassen ihn mit ,goldsand bestreuen1 den ganze ,schiffsladungen aus fernen ,landen herbeifhren mssen4 ,sie fhren in ihren ,gemchern ein ,leben wie die ,eidechsen1 die mit ,mhe einmal an die ,sonne hervorkommen1 um nur nicht von den ,menschen als ,mensch erkannt zu werden4 ,und doch sind sie jetzt viel schlechter daran1 als damals1 wo sie an der ,spitze der ,heere sich im staubigen ,felde bewegten1 verbrannt von der ,sonne1 in schmuckloser ,kleidung4 ,er fordert den ,kaiser auf1 sowohl sich selbst als auch das ,volk wiederum an die ,waffen sich zu gewhnen3 ,ehe man duldet1 da die ,scythen hier in ,waffen gehen1 mte man ,mnner vom lieben ,ackerbau entbieten1 um fr denselben zu kmpfen1 und so viele ausheben1 da man auch den ,philosophen aus seiner ,studirstube1 den ,handwerker aus seiner ,werkstatt aufstehen heit1 den ,kaufmann aus seinem ,laden2 und die ,drohnenschar des ,volkes1 das in allzulanger ,mue sein ,leben im ,theater hinbringt1 wollen wir berreden1 auch einmal ernst zu werden1 bevor sie vom ,lachen zum ,weinen gelangen2 denn weder die ,rcksicht auf schlechte noch bessere ,leute darf uns ein ,hindernis sein1 da die ,kraft 7rham7 den ,rmern 7rhmaiois7 wieder zu eigen werde4 ,bei all ihrer inhaltlichen und formellen ,vortrefflichkeit kann diese ,marquis-,posa-,rede des ,synesios uns nur komisch berhren2 -- wenn schon ein ,plato einen ,herrscher von ,syrakus ,jahre lang vergeblich unterrichtete1 wie mochte dieser neuplatonische ,epigone sich vermessen1 durch eine ,predigt einen ,arcadius zu ,grerem aufzufordern1 als ,julian vermocht hatte1 ihn bestimmen zu wollen1 diesen ,staats-,kadaver in eine platonische ,republik umzuschaffen6 ,es ist in der ,that schon bewundernswert1 da diese ,rede dem ,kaiser so zu sagen zum einen ,ohr hinein und zum andern hinausging1 ohne den verwegenen ,sprecher zu gefhrden1 ja sogar ohne auch nur sein diplomatisches ,anliegen zu vereiteln4 ,der geforderte ,steuererla wurde nmlich bewilligt4 brigens hat ,synesios auch gar bald an seinem ,beruf1 staatsphilosophische ,ideale am byzantinischen ,hofe zu verwirklichen1 verzweifelt4 ,als nicht nur der ,einflu des ,konsul ,aurelian1 seines ,gnners1 durch gegnerische ,kabalen1 bei denen sogar ein leiblicher ,bruder eben dieses ,aurelian und die ,kaiserin ,eudoxia die ,haupt-,intriguanten waren1 und durch die damit in geheimen ,einverstndnissen stehende ,militr-,revolution des ,gothen ,gainas erschttert wurde1 sondern als auch1 gleichsam mitempfindend mit den politischen ,ereignissen1 in ,konstantinopel ein ,erdbeben den ,boden unter den ,fen wanken machte1 da schttelte er den ,goldsandstaub von seinen ,schuhen und verlie zu ,schiff das ,babylon am goldenen ,horne4 ,in sein ,vaterland zurckgekehrt1 verffentlichte er zunchst eine ,schrift1 welche nur als geistige ,frucht seiner byzantinischen ,erlebnisse zu verstehen ist4 ,sie betitelt sich3 ,die gypter1 oder ber die ,vorsehung und vereint die ,errterung schwieriger philosophischer ,probleme wie ,vorsehung und ,weltregierung1 ,dasein und ,ursprung des bsen mit einer allegorischen ,darstellung der ,zeitbegebenheiten4 ,das ,skelett bildet die in euhemeristischer ,auffassung dargestellte ,mythe von ,osiris und ,typhon4 ,beide ,brder sind ,shne eines gyptischen ,knigs4 ,ihre ,seelen aber entstammen entgegengesetzten ,quellen4 ,osiris entstammt dem ,lichtreich und hat sich nur incarnirt1 um anderen im ,erdenthal ringenden ,seelen behilflich zu sein1 den ,aufgang zum ,reiche des ,lichts zu finden4 ,aber ,typhons ,seele entstammt jenen niederen ,regionen des ,seins1 wo ,neid und ,zorn und die ,scharen der anderen ,keren auf dem ,unheilgefild in ,dunkel und ,finsternis schweifen4 7,verse des ,empedocles47 ,der ,knig erkannte bald die verschiedene ,gemtsart seiner ,shne und lie deshalb noch vor seinem ,tode1 um etwaigen ,ansprchen des ,typhon vorzubeugen1 den ,osiris durch freie ,volkswahl als seinen ,nachfolger bettigen4 ,bei dieser ,wahl waren alle ,gtter zugegen und von den ,gttern selbst und seinem eigenen ,vater empfing jetzt ,osiris den ,rat1 seinen verderbliche ,anschlge brtenden ,bruder unschdlich zu machen1 da er sonst eine unzeitige ,bruderliebe werde schwer zu bedauern haben4 ,osiris jedoch wies solchen ,ratschlag mit ,entrstung von sich und meinte1 die ,vorsehung der ,gtter werde ihm auch gegen etwaige bse ,plne seines ,bruders in ,zukunft zur ,seite stehen4 ,hierin irrst du1 entgegnete sein ,vater1 denn der gttliche ,teil der ,welt ist mit anderem beschftigt1 indem er grtenteils der ersten ihm einwohnenden ,kraft gem wirkt und im reinen ,anschauen der intelligiblen ,schnheit lebt2 -- nur zu bestimmten ,zeiten senden sie einige der ,ihrigen herab1 um den ,ansto zu einer guten ,bewegung im ,staatsleben zu geben4 -- -- -- ,und deshalb knnen gute ,seelen nur sprlich hier sichtbar werden1 denn ihre ,seligkeit besteht in etwas anderem4 ,das ,genieen im ,anblick der ersten ,welt ist seliger1 als das ,ordnen der ,schlechteren2 denn dies ist ,abwendung1 jenes ist ,hinwendung4 ,du bist ja wohl eingeweiht in das heilige ,geheimnis1 wonach die ,seele ber zwei ,augenpaare verfgt1 von denen das untere sich schlieen mu1 wenn das obere sieht1 und wenn dieses sich schliet1 die ,reihe des ,sichffnens an jenes kmmt4#hfi ,dies1 glaube mir1 ist eigentlich ein ,sinnbild der beschaulichen und praktischen ,thtigkeit1 indem die mittleren ,wesen abwechselnd beides verrichten1 die vollkommenen aber mehr dem besseren zugewandt bleiben und mit dem schlechteren nur in ,berhrung kommen1 soweit es ntig ist4 -- -- -- ,und du1 eine gttliche ,seele unter ,dmonen1 die als erdgeborene natrlich feindlich gesinnt sind1 wenn einer fremde ,gesetze in ihrem ,gebiet beobachtet1 du mut bedenken1 von wannen du bist und da du hier in der ,welt einen ,dienst erfllst4 ,du mut selber kmpfen1 nicht nur gegen andere1 sondern der schwerste ,kampf ist mit dem unvernnftigen ,teil der ,seele2 denn die ,dmonen suchen vor allem die ,begierden und ,regungen des ,zorns mit den zugehrigen ,lastern zu entflammen1 indem sie den ,seelen durch die ihnen verwandten ,teile sich nahen1 welche auf natrliche ,weise ihre ,anwesenheit empfinden1 sich regen und von ihnen ,krfte empfangen1 durch die sie sich der ,vernunft entziehen1 bis sie die ganze ,seele beherrschen4 ,dies ist der grte ,kampf4 -- -- -- ,und von oben herab schauen die ,gtter diesem schnen ,kampfe zu1 in welchem du siegen wirst4 ,mchte es auch in dem zweiten ,kampfe der ,fall sein4 ,doch ich frchte1 du hast diese besiegt und wirst in jenem berwltigt werden4 ,denn wenn die ,dmonen an dem ersten ,kampfe verzweifeln1 dann rsten sie sich mit aller ,macht zum zweiten ,kampf1 um das himmlische ,reis auf ,erden1 das die ,gtter fremden ,zweigen aufgepfropft haben1 umzuhauen und als nicht zu ihnen gehrig von der ,erde zu vertilgen4 ,denn sie schmen sich der ersten ,niederlage und wenn sie im ,innern nicht zum ,ziele kommen1 versuchen sie nun von auen heranzukommen mit ,krieg und ,aufruhr und was sonst den ,krper beschdigt4 -- -- -- ,du aber darfst den ,gttern nicht weiter lstig werden1 da du dich mit deinen eigenen ,mitteln erhalten kannst4 ,fr sie geziemt es sich nicht immer aus ihrer eigentlichen ,sphre herauszutreten1 und deine ,gebote wrden sndhaft sein1 wolltest du sie dadurch ntigen1 vor der bestimmten ,zeit wieder herabzukommen1 um fr das irdische zu sorgen4 -- ,deshalb drfen die ,menschen ber ihre selbstgewhlten ,leiden nicht unwillig werden1 sie drfen den ,gttern keinen ,vorwurf machen1 da sich ihre ,vorsehung nicht um sie kmmert4 ,denn die ,vorsehung verlangt1 da sie auch ihre eigenen ,krfte anwenden4 ,die ,vorsehung gleicht nicht der ,mutter eines neugeborenen ,kindes1 die sich bemhen mu1 das abzuwehren1 was ihm zustoen und schdlich sein knnte1 weil es noch unvollkommen und hilflos ist1 sondern sie gleicht einer ,mutter1 die ihr ,kind aufgezogen und ausgerstet hat und es nun auffordert1 seine ,krfte zu gebrauchen und das bel von sich abzuhalten4 ,nach solchen ,worten verschwand der ,vater mit den ,gttern4 ,osiris begann nun seine ,regierung1 mute aber schlielich einer offenen ,emprung ,typhons weichen1 kaum1 da er noch das nackte ,leben in die ,verbannung rettete4 ,es wrde mich hier zu weit fhren1 wollte ich nun noch die ,herrschaft ,typhons und den weiteren ,verlauf dieses philosophischen ,romanes auch nur in gedrngtem ,auszuge wiedergeben1 zumal dies keinen ,sinn haben knnte ohne gleichzeitiges ,eingehen auf die mannigfaltigen1 fr uns natrlich oft sehr schwer zu deutenden zeitgeschichtlichen ,anspielungen4 ,nur soviel mag hier bemerkt werden1 da unter ,osiris vermutlich auf den vorhin genannten ,aurelian1 unter ,typhon aber auf dessen leiblichen1 ihm feindlich gesinnten ,bruder angespielt wird4 ,durch eine die ,schrift abschlieende ,betrachtung ber die ,wiederkehr derselben oder analoger ,ereignisse im ,kreislauf der ,zeiten wird die allegorische zeitgeschichtliche ,tendenz der ,erzhlung noch deutlich gekennzeichnet4 ,nach seiner ,rckkehr fand ,synesios zunchst fr das von ihm selber ber jede praktische ,thtigkeit geschtzte rein beschauliche ,leben wenig ,zeit und ,ruhe2 der ,steuererla allein konnte einem ,lande wenig ntzen1 das durch die elende ,militr-,verwaltung des verfallenden ,reichs den ,raubzgen der afrikanischen ,nomadenstmme vllig preisgegeben war4 ,vor allem beunruhigte der kriegerische ,stamm der ,maceten das von regulren ,streitkrften vllig entblte ,land4 ,unser ,philosoph widmete sich nun mit allem ,heroismus seiner angestammten ,heraklidennatur der ,verteidigung und selbstndigen ,reorganisation seines ,vaterlandes1 er bildete aus ,bauern und selbst ,sklaven eine ,art ,landsturm und bestand1 ein wackerer ,reiter1 manches blutige ,treffen mit den streifenden ,beduinenscharen4 ,aus diesen kriegerischen ,tagen datiert sein folgender ,brief an ,hypatia3 ,wenn der ,verstorbenen man auch vergit in des ,hades ,behausung1 so werde ich dagegen auch dort meiner lieben ,hypatia gedenken1 ich1 der ich jetzt von den ,leiden meines ,vaterlandes umringt seiner berdrssig bin1 weil ich tglich feindliche ,waffen sehe1 ,menschen hingeschlachtet wie ,opfervieh1 und eine von der ,verwesung der ,leichen verpestete ,luft einatme1 und selbst erwarten mu1 da es mir ebenso geht2 denn wer kann noch froher ,hoffnung sein1 wenn sogar die uns umgebende ,luft so schaudervoll ist1 verdunkelt vom ,schatten der leichenfressenden ,vgel2 -- und dennoch hnge ich mit ,liebe an meiner ,heimat4 ,was soll ich auch machen1 als geborener ,lybier1 wenn ich die nicht unrhmlichen ,grber meiner ,vorfahren vor ,augen habe8 doch deinetwegen1 glaube ich fest1 knnte ich mein ,vaterland verlassen1 und sobald ich dazu ,zeit gewinne1 auswandern4 -- ,allmhlich verzogen sich die ,kriegsstrme etwas vor der mannhaften ,fhrung der neugebildeten ,landwehr1 und ,synesios kaufte sich sogar ein ,landgut in unmittelbarer ,nhe der feindlichen ,grenze4 ,er fhrte ein ,weib heim und lebte ,jahre lang einer zwischen ,jagd1 ,ackerbau und ,philosophie geteilten1 nur von vereinzelten ,fehden mit jenem ,wstenvolk gestrten ,mue4 ,jetzt schrieb er auch sein verloren gegangenes ,werk ber die ,jagd4 ,den in dieser lndlichen ,zurckgezogenheit freilich zu entbehrenden persnlichen ,verkehr mit gebildeten ,freunden ersetzte er durch einen ausgebreiteten regen ,briefwechsel4 ,die #aed uns erhaltenen ,briefe des ,synesios sind ein wertvoller ,schatz der hellenistischen ,litteratur und ihr ,verfasser mu fr einen der geistvollsten ,briefsteller aller ,zeiten gelten2 jeder seiner ,briefe1 so natrlich und naiv er der ,feder entflossen zu sein scheint1 ist doch ein kleines ,kunstwerk1 dessen ,lesen auch heute noch einen inhaltlich und formell begrndeten ,reiz gewhrt4 ,sieben dieser ,briefe sind an ,hypatia gerichtet1 die meisten brigen an seinen ,freund ,herculian oder seinen ,bruder ,euoptius1 mit welchen beiden ihn das ,bewutsein verbindet1 den ,trank der ,weisheit aus der lautersten ,quelle geschpft zu haben4 ,aus einem an ,euoptius1 der in ,phykus1 der ,hafenstadt von ,cyrene1 wohnte1 gerichteten ,briefe1 in welchem er denselben einladet zur ,erholung nach seinem ,landgut zu kommen1 entnehme ich folgende idyllische ,schilderung dieses ,tuskulums3 ,was ist es auch besonderes1 sich im ,ufersand auszustrecken1 der einzige ,zeitvertreib1 den ,ihr habt6 ,denn wohin wollt ,ihr ,euch sonst wenden8 ,wie schn ist es hier dagegen1 sich unter den ,schatten eines ,baumes zu begeben6 ,und wenn es einem nicht mehr behagt1 dann kann man ,baum mit ,baum1 ja einen ganzen ,hain mit einem anderen vertauschen4 ,wie schn ist es hier1 das vorbeiflieende ,flchen zu durchschreiten6 ,wie lieblich1 wenn der ,zephyr sanft die ,zweige bewegt6 ,welche ,mannigfaltigkeit im ,gesange der ,vgel1 in der ,frbung der ,blumen1 in dem ,strauch- und ,buschwerk der ,wiese1 alles duftet in ,wohlgerchen1 es sind die ,sfte eines gesunden ,bodens4 ,und die ,grotte der ,nymphen vermag ich nicht zu preisen1 dazu bedarf es eines ,theokrit4 ,weiter schildert er seinen ,umgang mit dem naiv biederen ,landvolk1 das sich von den groen ,seeschiffen keine ,vorstellung machen kann1 das einen ,kaiser nur vom ,steuerzahlen kennt1 von denen einige noch glauben1 es herrsche der ,atride ,agamemnon1 der einst nach ,troja zog1 und das sich am abendlichen ,herdfeuer mit ,vorliebe vom schlauen ,odysseus erzhlt1 als habe er den ,cyklopen erst krzlich geblendet und sich vom ,widder aus der ,hhle schleppen lassen4 ,in dieser ,mue fand er auch ,zeit und ,stimmung1 eine sophistische ,abhandlung ,das ,lob der ,kahlheit zu schreiben1 eine von attischem ,witz sprhende ,trostschrift fr alle1 denen eigener ,mondschein vom ,haupte zu leuchten beginnt4 ,seine ,sophistik gipfelt darin1 die ,kahlkpfigkeit ein gttliches ,prdikat zu nennen3 ,kahlkpfige knnen als gotthnlich bezeichnet werden1 und wenn man von einem ,mondchen spricht bei beginnender ,glatze1 so knnte man einen vollkommenen ,kahlkopf ebenso gut eine ,sonne nennen1 denn er strahlt in vollkommenem ,kreise fortwhrend dem ,himmel entgegen1 und dieser ,glanz ist entschieden etwas den ,gttern verwandtes4 ,warum auch sonst trge der katholische ,priester seine ,rasur8 ,die wichtigsten seiner damals verfaten ,schriften sind der ,dion und die ,abhandlung ber die ,trume4 ,beide ,schriften hat er vor der ,verffentlichung der ,hypatia zur ,prfung vorgelegt4 ,das ,begleitschreiben1 mit welchem er sie der geliebten ,lehrerin einsandte1 giebt eine persnliche ,begrndung ihrer ,abfassung1 und da ich dieses zur ,einleitung einer besonderen ,besprechung der ,abhandlung ber die ,trume voraussenden werde1 darf hier auch bezglich des ,dion einstweilen die ,bemerkung gengen1 da diese ,schrift einem ,sohne gewidmet ist1 dessen ,geburt ,synesios damals auf ,grund eines ,traumes erst erwartete4 ,da wir wissen1 da ihm im ,jahre #djd bei ,belagerung seines ,landhauses durch die ,maceten ein ,sohn geboren wurde1 drfen wir ihre ,abfassung vielleicht in das ,jahr #djc zurckverlegen4 ,sie enthlt in der ,einkleidung eines ,essay's ber den ,stoiker ,dio ,chrysostomus1 7lebte zur ,zeit ,trajans17 einem ,lieblings-,autor des ,synesios1 welcher seiner allgemeinen ,bildung und schnen ,darstellung wegen von vielen nicht unter die ,philosophen1 sondern unter die ,sophisten gerechnet wurde1 eine mavolle ,polemik gegen das ,christentum vom sthetisch-kulturfreundlichen ,standpunkt aus und eine ,verteidigungsrede fr die ,musen gegen ihre ,verchter4 ,doch bald ri den ,philosophen wieder der ,strom des praktischen ,lebens in seine ,fluten und ,wirbel4 ,zunchst verstrkten sich aufs neue die kriegerischen ,einflle der ,maceten1 denen sich nun gar der weit gefhrlichere ,stamm der ,isaurier anschlo1 und ,synesios ward gentigt1 die ,feder und den ,bogen mit schwereren ,waffen zu vertauschen1 ja er mute seinen ,landsitz an der ,grenze dauernd preisgeben1 ohne da wir mit ,sicherheit wten1 ob er jetzt seinen ,wohnsitz nach der ,stadt ,cyrene oder nach ,ptolemais verlegt habe4 ,aber eine vollstndige ,wendung seines ,lebenslaufes trat alsbald mit einem ,ereignis ein1 welches1 wie wir aus seinen ,briefen ersehen1 sein ,lebensglck dauernd vernichtete4 ,auf das ,jahr #dji hatte ihm sein ,traum-,orakel den ,tod prophezeit4 ,dieses ,orakel verwirklichte sich in anderer ,weise1 als er gedacht4 ,es geschah in diesem ,jahre1 da man ihn1 den kriegstchtigen ,herakliden1 den ,liebhaber der ,jagd1 den freimtigen ,philosophen1 den begeisterten ,anhnger der ,hypatia und ,anwalt des klassischen ,heidentums1 trotz allen ,widerstrebens zum katholischen ,bischof prete1 fast wie der ihm auch sonst nicht ganz unhnliche ,ritter ,gtz von ,berlichingen von aufstndischen ,bauern zu ihrem ,anfhrer gepret sein soll4 ,um die ,mglichkeit dieser ,wendung nur einigermaen verstndlich zu machen1 ist daran zu erinnern1 da in jenen ,zeiten des staatlichen ,verfalles1 wenn irgendwo1 so besonders in einer solchen1 vor dem ,beginn der rings anflutenden ,vlkerwanderung militrisch entblten ,provinz des rmischen ,reiches1 wie ,cyrenaica1 die ,bischofswrde von grerer politischer als kirchlicher ,bedeutung war4 ,jene ,prfekten1 die der ohnmchtige kaiserliche ,absolutismus ber die ,provinzen stellte1 waren in der ,regel eben mchtig genug1 das ihnen verliehene ,amt zu schamloser ,selbstbereicherung und ,erpressung zu mibrauchen1 und standen nicht selten gar in hochverrterischen ,beziehungen zu feindlichen ,barbarenhuptlingen4 ,die berwiegend bereits christliche ,bevlkerung suchte und fand ihren einzigen ,schutz und ,zusammenhang innerhalb der so gewaltig erstarkten kirchlichen ,gemeinschaft2 die ,kirche war ihr forum und comitium2 noch lag die ,wahl des ,bischofs1 wenn auch oberpriesterlicher ,besttigung bedrfend1 bei den ,gemeinden4 ,die ,pentapolis aber bedurfte in jenen ,zeiten dringend eines ,mannes1 der einerseits einem gewaltthtigen ,ungeheuer1 dem ,prfekten ,andronicus1 und andererseits den ruberischen ,grenznachbarn streitbar entgegentrte2 auch fand man ja noch im ,mittelalter keinen ,ansto daran1 da ein ,bischof nicht nur den ,krummstab und die ,monstranz zu halten1 sondern auch unter ,umstnden ,schwert und ,schild zu fhren verstehe4 ,der wackerste ,mann1 ein wahrer anr kalos kagathos1 in der ganzen ,provinz war ,synesios1 und ,synesios war ein ,patriot4 ,so hatten ihn dann seine ,mitbrger1 welche1 sehend1 wie viel ,unrecht geschieht1 indem sie ,recht suchen1 und wie viel ,unheil durch wtende ,menschen angerichtet wird1 einen ,hauptmann suchten1 der das ,volk in ,ordnung halte1 aufgefat4 ,dies und eine diplomatische ,connivenz des ,patriarchen zu ,alexandria mag das ,rtsel lsen4 ,es ist sicher1 da ,synesios an einem und demselben ,tage die ,taufe und ,ordination erhalten hat4 ,eine ,conjectural-,biographie1 wie sie der ,theologe ,neander und ,dr4 ,volkmann in ihren ,schriften ber die allmhliche innerliche ,bekehrung des ,philosophen auf hundert ,druckseiten entwickeln1 drfte sich ganz einfach durch einen ausfhrlichen ,brief des ,neugetauften an seinen ,bruder ,euoptius erledigen1 aus welchem ich nur folgende allgemein interessante ,stelle hervorhebe4 ,nachdem er zuvor seine wesentlichsten ,abweichungen von der christlichen ,dogmatik1 den ,glauben an die ,ewigkeit der ,welt und die ,unerschaffenheit1 ,prexistenz der ,seele1 betont hat1 schreibt er3 ,die priesterliche ,stellung also kann ich nur bernehmen1 indem ich zu ,hause philosophiere1 uerlich aber mich den ,mythen anbequeme1 so da ich zwar nicht ausdrcklich lehre1 aber auch nichts an der ,lehre ndere und es bei der vorhandenen ,lehre bewenden lasse4 ,denn was haben ,volk und ,philosophie mit einander zu schaffen8 -- ,wie das ,auge nur zu seinem ,nachteile der vollen ,einwirkung des ,lichts ausgesetzt wird1 und wie fr ,leute mit kranken ,augen die ,dunkelheit ntzlicher ist1 so mag auch der ,irrtum fr das ,volk von ,nutzen sein4787 ,verlangen sie aber1 da ich mich selbst in diesem ,sinne ndern soll1 da der ,priester die ,vorstellungen des ,volks teilen msse1 so erklre ich1 da ich in ,betreff der ,dogmen keinen falschen ,schein auf mich laden mag4 ,die ,wahrheit ist ,gott verwandt1 dem gegenber ich in allen ,stcken ohne ,schuld sein will4 ,in diesem einen ,punkte will ich keine falsche ,rolle spielen4 ,denn1 da ich ein ,freund des ,sports bin1 von ,kindheit an hat man mir meine leidenschaftliche ,vorliebe fr ,waffen und ,pferde vorgeworfen1 so wird es mich betrben1 -- ja1 wie wird mir zu ,mute sein1 wenn ich meine liebsten ,hunde ohne ,jagd sehe1 meinen ,bogen von ,wrmern zerfressen1 -- aber ich werde es ertragen1 wenn ,gott es mir auferlegt1 -- meine berzeugungen aber werde ich nicht verleugnen und zwischen meiner ,zunge und meinem ,denken soll kein ,widerspruch sein4 ,zum ,schlu heit es dann3 ,sorge dafr1 da mein ,brief in die ,kanzlei kommt und jenem mitgeteilt wird6 ,mit der ,kanzlei kann nur die ,kanzlei des ,patriarchen gemeint sein4 ,der ,patriarch also scheint diesen esoterischen ,vorbehalt zugelassen zu haben3 ,synesios wurde als ,bischof und zwar als ,metropolit1 der erste von #ae ,bischfen in der ,pentapolis besttigt4 ,unmglich konnte jedoch dieser unvermittelte bergang vom heidnischen ,philosophen zum christlich-katholischen ,bischof ohne schwerere uerliche und innerliche ,konflikte und tragischere ,folgen bleiben1 als den in jenem ,briefe so schmerzlich betonten ,verzicht auf die ,freuden der ,jagd4 ,zwar den rein politischen ,erwartungen seiner ,mitbrger suchte er in uneigenntzigster ,pflichttreue genug zu thun4 ,jenem ,prfekten ,andronicus1 der1 wie das ,exkommunikationsdekret sagt1 zur hrtesten ,plage der ,pentapolis geworden war1 hrter als ,erdbeben1 ,heuschrecken1 ,pest1 ,feuer und ,krieg1 indem er sich begierig auf das strzte1 was sie brig gelassen hatten1 und zuerst ganz unerhrte ,arten von ,marterwerkzeugen in das ,land eingefhrt hatte1 ,werkzeuge zum ,zerfleischen der ,finger und ,fe1 ja des ganzen ,leibes1 mit denen er alle ,glieder seiner ,schlachtopfer auf das grausamste verrenkte und verstmmelte1 diesem ,tyrannen konnte er jetzt mit der ganzen ,machtflle seines hohen ,kirchenamts entgegentreten4 ,er belegte ihn mit dem ,interdict4 ,als der ,bsewicht hierdurch gebrochen und gedemtigt nun seinerseits bei ,synesios um ,schutz gegen allzu harte ,verfolger bat1 verga er jedoch nicht1 in wahrhaft christlicher ,feindesliebe1 sein ,unglck zu erleichtern1 und legte sogar eine ,frbitte beim ,patriarchen ein4 ,ward es ihm somit auch leicht1 die christliche ,moral in vorbildlicher ,reinheit zu ben1 so fiel es ihm doch um so schwerer1 sich in die christlichen ,dogmen und priesterlichen ,formen zu schicken1 vor allem sich in seinen amtlichen uerungen die geforderte priesterliche ,salbung zu geben und sich des ,kanzeltons zu bedienen4 ,wenn ich euch nichts von allem zu sagen habe1 was ihr sonst zu hren gewohnt seid1 so mt ihr es mir zu gute halten und vielmehr euch selbst anklagen1 da ihr einem in der heiligen ,schrift unbewanderten ,manne vor solchen1 die derselben kundig sind1 den ,vorzug gegeben habt1 schreibt er an seine ,amtsgenossen4 ,auch trug er1 als einst ein ,priester durch ,errichtung einer ,kapelle und ,mibrauch der ,kirchenweihe einen strategisch zur ,landesverteidigung unentbehrlichen ,punkt in seinen ,besitz gebracht hatte1 kein ,bedenken1 gegen die aberglubische ,scheu seiner ,amtsbrder1 welche glaubten diese ,weihe trotz ihrer gemeinschdlichen und rechtswidrigen ,entstehung respektieren zu mssen1 mit folgenden ,worten zu eifern3 ,man mu den ,aberglauben von der ,frmmigkeit unterscheiden4 ,er ist ein ,laster1 das mit der ,maske einer ,tugend auftritt1 aber von der ,philosophie als die dritte ,form der ,gottlosigkeit lngst erkannt ist4 ,heilig ist1 was gerecht und gut ist4 ,vor der bloen ,einweihung kann ich keine ehrfurchtsvolle ,scheu empfinden4 ,ernstere innere ,konflikte mit seiner berzeugung scheinen doch nicht ausgeblieben zu sein2 die ,taufe hatte1 wie denn auch ,luther sagt3 ,wasser thut's freilich nicht1 den alten ,heiden nicht ertrnkt4 ,nur so wird der ,wunsch erklrlich1 den er in einem seiner ,briefe ausdrckt1 da er doch in jenem ,jahre lieber wirklich gestorben wre1 wie sein ,traum es verheien1 als ,bischof geworden4 ,ein begeisterter ,verehrer ,hypatias blieb er bis zuletzt4 ,dagegen scheint allerdings das ,interesse der letzteren fr ihn seit seinem bertritt zum ,christentum erkaltet zu sein1 wie er sich dann als ,bischof in seinen ,briefen berhaupt beklagt1 da seine alten ,freunde ihn verlassen haben1 obgleich er derselbe geblieben sei4 ,dies und harte ,familienschicksale -- er verlor seine ,gattin und smtliche ,kinder -- brachen ihn geistig und krperlich4 ,recht deutlich spiegelt sein letzter ,brief an ,hypatia diesen ,zustand4 ,vom ,krankenlager aus datiere ich diesen ,brief an dich und wnsche1 da du ihn gesund empfangen mgest1 du meine ,mutter1 meine ,schwester und ,lehrerin1 und durch dies alles meine ,wohlthterin1 der ,inbegriff alles dessen1 was es fr mich ehrwrdiges giebt4 ,meine krperliche ,schwche rhrt von meinem ,seelenleiden her4 ,die ,erinnerung an den ,verlust meiner ,kinder reibt mich allmhlich auf4 ,nur so lange htte ,synesios am ,leben bleiben sollen1 wie er frei war von den ,leiden des ,lebens4 ,die sind nun auf einmal wie ein aufgehaltener ,strom ber mich hereingebrochen1 und die ,annehmlichkeit meines ,lebens ist umgeschlagen4 ,o1 da doch mein ,leben oder die ,erinnerung an das ,grab meiner ,kinder ein ,ende nhme6 ,bleib du nur gesund und empfiehl mich deinen glcklichen ,freunden1 vom ,vater ,theon und dem ,bruder ,anastasios ab der ,reihe nach1 und wenn einer dazu getreten ist1 der dir lieb ist4 ,ich mu es ihm ,dank wissen1 da er dir lieb ist4 ,gre auch ihn1 wie meinen liebsten ,freund4 ,wenn du dir noch etwas aus meinen ,angelegenheiten machst1 so thust du wohl daran6 ,wo nicht1 -- so mache auch ich mir nichts daraus4 ,wir kennen nicht das genaue ,datum seines ,todes und wissen daher auch nicht1 ob das grauenvolle ,ende seiner geliebten ,hypatia noch zu seinen ,ohren gekommen4 ,wenn1 -- so wird es nach dem so schmerzlich beklagten ,verlust seiner ,shne gewi der hrteste ,schlag gewesen sein1 der sein ,herz getroffen4 99 99 99 99 99 ,welche ,kontraste vereinigt doch diese ,periode der ,geschichte6 ,dieselbe ,zeit1 welche diesen mnnlichen1 kriegsgebten ,philosophen1 der neben dem ,schwert von ,eisen doch auch das ,schwert des ,geistes zu fhren verstanden1 zum ,bischof machte1 ja dasselbe ,patriarchat1 das diese ,bischofswahl trotz des offenen esoterischen ,vorbehaltes gegen wesentliche ,glaubensstze bettigte1 lie dessen ,lehrerin1 ,hypatia1 ein ,weib1 in ,stcke zerreien6 ,oder welch' ein ,weib mu jene gewesen sein1 die nicht nur einen solchen ,schler gebildet hat1 sondern auch solchen ,hasses und solchen ,martyriums gewrdigt worden ist6 ,in seiner bischflichen ,lebensperiode hat ,synesios1 wenn wir von den ,briefen absehen1 prosaische ,schriften nicht mehr verfat4 ,wohl aber stammen aus dieser ,zeit seine ,hymnen1 die ihn zwar keineswegs als bedeutenden ,dichter1 doch als einen gefhlsinnigen ,mystiker kennzeichnen4 ,in den sog4 ,geschichten der ,philosophie wird ,synesios meistens nicht mit gezhlt4 ,auch bieten seine ,schriften nach denjenigen eines ,plotinos und ,jamblichos1 deren ,werke uns grtenteils erhalten sind1 kein erhebliches wissenschaftliches ,interesse1 da sie der philosophischen ,originalitt und ,tiefe entbehren4 ,litterarisch jedoch mssen sie als einige der besten ,erzeugnisse des sptesten ,hellenismus gelten4 ,derjenige aber1 der nicht nur in den ,systemen der ,schulen1 sondern auch in ,thaten und ,gesinnungen ,philosophie zu wrdigen wei1 wird in seiner ,geschichte der ,philosophie auch einem ,synesios einen ,platz vergnnen4 ,in ihm lebte eine schne ,seele im ,sinne platonischer ,philosophie1 und sein vorwiegendster ,charakterzug ist ein durchaus liebenswrdiger ,heroismus4 99 99 99 99 99 ,insbesondere die ,schrift ber die ,trume4 ,denn es sind zwo ,pforten der nichtigen ,traumgebilde3 ,diese von ,elfenbeine gebaut und jene von ,horne4 ,die nun gehn aus der ,pforte geschnittenen ,elfenbeines1 ,solche tuschen den ,geist durch wahrheitlose ,verkndigung2 ,aber die aus des ,hornes gegltteter ,pforte herausgehn1 ,wirklichkeit deuten sie an1 wenn der ,sterblichen einer sie schaut4 ,unter den uns erhaltenen ,schriften des ,synesios verdient neben dem philosophischen ,roman ,dion seine ,abhandlung ber die ,trume am meisten ,beachtung4 ,aus der letzteren ersehen wir1 da merkwrdigerweise ,synesios1 diese entschieden auf praktische ,unternehmungen angelegte ,natur1 der seinem eigenen ,gestndnis nach den ,harnisch dem ,bischofsmantel1 das ,ro dem ,schreibstuhl und die ,lanze der ,feder vorzog1 ein ,trumer gewesen ist1 der das ,trumen systematisch betrieb und darber ,buch fhrte4 ,und es ist nur zu bedauern1 da das ,traumtagebuch dieses interessanten ,mannes sich nicht als ,supplement seiner ,abhandlung ber die ,trume auf die ,nachwelt gerettet hat4 ,synesios widmet seine ,schrift ber die ,trume zugleich mit dem ungefhr gleichzeitig vollendeten ,essay ber ,dio seiner geliebten und verehrten ,lehrerin ,hypatia4 ,vor der ,verffentlichung bersandte er sie derselben zur ,begutachtung mit einem ausfhrlichen ,briefe1 aus dem ich1 er ist uns ganz erhalten1 -- folgendes hier der ,wiedergabe fr wert achten mchte3 ,ich habe in diesem ,jahre zwei ,bcher fertig bekommen1 zu dem einen durch ,gott1 zu dem andern durch die ,schmhung der ,menschen veranlat4 ,denn sowohl unter den ,leuten1 die den weien ,mantel tragen1 als unter denen1 welche in der schwarzen ,kutte einhergehen1 haben mich einige eines ,vergehens gegen die ,philosophie beschuldigt1 weil ich auf ,schnheit im ,ausdruck und auf ,rhythmus achte1 auf die rhetorischen ,figuren1 und etwas ber ,homer sagen will4 ,als ob ein ,freund der ,weisheit ein ,feind der ,rede sein mte1 und sich nur mit den gttlichen ,dingen befassen drfte4 ,sie selbst befassen sich freilich nur mit der beschaulichen ,betrachtung des ,intelligiblen4 -- ,sie erklren1 ich sei nur zu litterarischen ,spielereien befhigt1 und sind zu diesem ungnstigen ,urteil veranlat worden1 seitdem meine ,schrift ber die ,jagd1 ich wei nicht wie1 in die ffentlichkeit gelangt ist und bei einigen jungen ,leuten1 die auf korrekte1 geschmackvolle ,darstellung etwas geben1 groen ,beifall gefunden hat1 ebenso wie einige sorgfltig gearbeitete ,gedichte4 -- ,unter diesen ,gegnern sind die einen1 deren ,frechheit in ihrer ,unwissenheit ihren ,grund hat1 sofort bei der ,hand1 ber ,gott zu reden4 ,kommt man mit ihnen zusammen1 so bekommt man von ihnen allerlei verkehrte ,syllogismen zu hren1 und auch1 wenn man kein ,verlangen darnach hat1 so berschtten sie einen doch mit ihren ,reden1 wobei sie1 wie ich glaube1 ihre ganz besonderen ,interessen verfolgen2 aus ihrer ,zahl werden nmlich in den ,stdten die ,schulmeister und ,priester genommen4 ,du kennst wohl diesen oberflchlichen ,menschenschlag1 der ein wirkliches wissenschaftliches ,streben scheel ansieht4 ,sie mchten mich gern zu ihrem ,schler haben und versichern1 sie wrden mich dann in kurzer ,zeit zu einem ausgezeichneten ,theologen machen1 der ,tag und ,nacht in einem fort zu reden vermchte4 ,die anderen haben zwar mehr ,einsicht1 sind aber noch viel erbrmlichere ,sophisten1 als diese4 ,du weit1 da manche ,leute1 die sich in den ,schulen vllig ausgegeben haben1 oder durch irgend sonst einen ,einfall dazu veranlat wurden1 im ,mittag ihres ,lebens als ,philosophen aufzutreten1 -- sich einen gewaltigen ,anstrich zu geben wissen4 ,wie ist doch ihre ,augenbraue hoch emporgezogen4 ,die ,hand sttzt das brtige ,kinn1 und der ehrwrdige ,ausdruck ihres ,gesichts bertrifft die ,bildnisse des ,xenocrates4 -- ,diese ,leute betrachten es als einen gegen sie gerichteten ,angriff1 wenn einer1 der fr einen ,philosophen gilt1 auch zu reden versteht4 ,denn nur so lange knnen sie ihre angenommene ,rolle behaupten1 solange man glaubt1 da sie innerlich voller ,weisheit stecken4 ,beide ,klassen von ,leuten haben mir also vorgeworfen1 da ich mich mit wertlosen ,dingen beschftige1 die einen1 weil ich nicht dasselbe schwatze1 wie sie1 die andern1 weil ich meinen ,mund nicht verschlossen halte und mir keinen ,ochsen auf die ,zunge gelegt habe1 wie es im ,sprichwort heit4 ,gegen sie habe ich den ,dion verfat und bin dem ,reden der einen und dem ,schweigen der andern entgegengetreten4 ,die andere ,schrift 7ber die ,trume7 habe ich auf ,gottes ,veranlassung geschrieben und ,gott hat sie gut geheien4 ,sie ist ein ,denkmal meiner ,dankbarkeit gegen das ,vermgen der ,phantasie8 ,ich habe in ihr ,untersuchungen ber den ganzen vorstellenden ,teil der ,seele angestellt und einige andere ,punkte behandelt1 mit denen sich bis jetzt die ,philosophie der ,hellenen noch nicht befat hat4 ,doch wozu bedarf es weiterer ,worte ber dieselbe8 ,die ganze ,schrift ist in einer ,nacht ausgearbeitet oder vielmehr in dem brigen ,teile einer ,nacht1 die mir ein ,traumbild gebracht hatte1 da ich sie eben schreiben sollte4 ,an einigen ,stellen1 etwa zwei oder dreimal1 bin ich gleichsam ein anderer gewesen1 zugleich mit dem ,anwesenden mein eigener ,zuhrer4 ,und jetzt1 so oft ich an die ,schrift herantrete1 wird mir ganz wunderbar zu ,mute1 und es umtnt mich1 wie der ,dichter sagt1 eine ,art gttlicher ,stimme4 ,ob dies nun eine ,empfindung ist1 die ich allein dabei habe1 oder ob sie auch bei einem anderen ,leser sich einstellt1 das sollst du mir gleichfalls mitteilen2 denn du sollst sie zuerst unter den ,hellenen nach mir lesen4 ,ich schicke dir also diese beiden bis jetzt unverffentlichten ,schriften4 99 99 99 99 99 ,da beide ,schriften verffentlicht wurden1 drfen wir vielleicht annehmen1 da ,hypatia sie als in ihrem ,geiste geschrieben genehmigt und gut geheien hat4 ,die ,abhandlung ber die ,trume geht aus von einer ,betrachtung des ,wesens und der ,arten magischer ,divination berhaupt 7#a74 ,die verschiedensten ,mittel lassen sich benutzen1 um die ,zukunft zu erschlieen4 ,der ,astrologe glaubt sie aus den ,sternen1 der ,opferpriester aus den ,eingeweiden der ,tiere1 der ,augur aus dem ,fluge der ,vgel1 der ,chiromantiker aus den ,linien der ,handflche1 und mancher andere aus allerlei zuflligen ,vorfllen 7omina7 entziffern zu knnen 7#b74 ,die ,divination oder wenigstens der ,wunsch1 eine solche ,kunst zu ben1 ist ein unvertilgbares ,merkmal der ,menschennatur1 gerade dadurch unterscheiden sich die ,menschen von den in dumpfem ,genu des ,augenblicks aufgehenden ,tieren1 indem sie sich so der reinen1 ,zeit und ,ewigkeit berschauenden ,intelligenz der ,gtter zu nhern suchen 7#c74 ,an und fr sich mu die ,mglichkeit der ,divination und jeder einzelnen ihrer gedachten ,arten aus dem ,monismus des ,weltalls erhellen4 ,die ,welt ist ein ,organismus1 in dem alles mit allem1 rumlich und zeitlich in urschlichem und sympathischen ,zusammenhang steht4 ,nun empfindet ja auch innerhalb des menschlichen ,sonder-,organismus1 wenn irgend eines seiner ,glieder erkrankt1 z4 ,b4 ein ,finger1 oftmals ein von diesem sehr entfernter ,krperteil1 z4 ,b4 die ,hfte einen sympathischen ,schmerz 7#d74 ,das berhmte ,wort des ,archimedes3 ,gieb mir einen ,punkt auerhalb der ,welt1 wenn ich auf sie wirken soll1 gilt nicht fr die ,magie und ,divination4 ,die ,seele mu passiv mitleiden1 mu innerhalb des ,ganzen stehen1 um magische ,einflsse zu wirken oder zu empfinden4 ,dagegen von den reinen ,gttern1 den erhabensten ,intelligenzen1 die sich berhalb dieser ,erscheinungswelt befinden1 gilt eher das homerische ,wort vom ,zeus3 ,fern weilt er1 ihn kmmert durchaus nichts1 ,und er achtet nicht d'rauf -- ,ein kaiserliches ,gesetz verbietet freilich1 die auf uerlichen ,mitteln beruhende ,magie und ,divination auch nur zu besprechen4 ,doch ist die vollkommenste ,art der ,divination eine innerliche1 subjektive1 nmlich die ,divination des ,traumes 7#f74 ,die ,fhigkeit dieser ,prophetie schlummert in jedermanns ,seele4 ,whrend nmlich der vernnftige ,geist 7nous7 die ,formen des ,seins enthlt1 schliet die ,seele 7psych7 die ,formen des ,werdens ein4 ,der ,geist ist ein ewig seiendes1 die ,seele ein ewig werdendes ,wesen4 ,die ,seele nun enthlt zwar smtliche ,formen des ,werdens1 die meisten jedoch in zeitlich latenter ,weise2 nur die jedesmal zutrglichen lt sie dem ,bewutsein erscheinen4 ,der ,spiegel aber1 in dem sich die ,bilder1 welche ihren ,sitz in der ,seele haben1 zeigen1 heit ,phantasie4 ,ebenso wie wir von der organisierenden ,thtigkeit der unbewuten ,vernunft in uns nur soweit ein ,bewutsein haben1 als letztere uns freiwillig davon mitzuteilen fr gut befindet1 erhalten wir auch von den ,vorstellungen1 ,bildern1 die in der ersten ,seele vorhanden sind1 ,kenntnis nur1 soviel und soweit die ,phantasie1 welche ihre ,bilder von dort empfngt1 solche uns widerspiegelt4 ,die ,phantasie ist eine das ,gebiet der ,natur berhrende1 niedere1 vermittelnde ,form des ,seelenwesens4 ,die ,phantasie ist eigentlich die ,sinnlichkeit selber4 ,wir knnen ,farben sehen1 ,tne hren1 berhaupt alle sinnlichen ,empfindungen haben1 auch wenn die dafr geschaffenen krperlichen ,organe unthtig sind4 ,das wenigstens beweist der ,traum4 ,die ,phantasie also ist sowohl das ,organ1 das fr den wachenden ,organismus dessen ,verkehr mit der ,auenwelt vermittelt1 als auch das eigentliche ,traumorgan1 und sofern letzteres der ,krperorgane nicht bedarf1 knnen wir durch sie in direkten ,verkehr mit der krperlosen ,geisterwelt treten4 ,so ist denn auch schon manch' einer unwissend eingeschlafen und hat1 im ,traume von den ,musen belehrt1 wissenschaftliche ,probleme gelst oder poetische ,leistungen zu ,tage gebracht1 deren er vorhin nicht fhig erschien1 weshalb auch schon ein sibyllinischer ,spruch behauptet3 ,lehrbares ,wissen zu finden im ,lichte des ,tagesbewutseins ,ward dem einen verliehen1 doch mancher findet auch schlafend ,mhelos kstliche ,frchte1 beschenkt von der ,gnade des ,traumgotts4 ,wie alle einzelnen ,sinne1 so mu auch die seelische ,grundlage der ,sinnlichkeit berhaupt1 die ,phantasie in verschiedenen ,graden der ,gesundheit und ,strke vorhanden sein4 ,sie kann zu grberer ,stofflichkeit und ,dunkelheit herabsinken1 sie kann aber auch gereinigt und gelutert werden4 ,im ersteren ,fall wird sie nur trbe und ungewisse1 im letzteren klare und bestimmte ,abbilder zeigen4 ,die ,phantasie ist eigentlich der ,seelenleib1 der ,wagen1 welcher die ,seele aufwrts oder abwrts fhrt1 oder auch das ,fittichpaar1 welches die ,seele trgt4 ,die tugendhafte ,seele wird leicht und schwebt mit den ,schwingen ihrer geluterten ,phantasie aufwrts1 indes die sndhafte1 deren ,phantasie von unreinen stofflichen ,bildern beschwert ist1 tiefer sinkt 7#i74 ,schlimmer ist es fr sie1 wenn sie dieses ,sinken gar nicht einmal mehr empfindet4 ,glcklich sind noch diejenigen ,seelen zu schtzen1 denen der dumpfe ,schmerz der ,reue und ,gewissensqual einen ,stachel zur ,umkehr nach oben1 eine ,erinnerung an die verlassene ,heimat und ,heimweh schafft4 ,denn nicht im ,sterben1 beim ,austritt aus diesem ,erdenleben1 trinkt nach des ,synesios ,ansicht die ,seele aus dem ,lethestrom die ,vergessenheit ihres ,vorlebens1 sondern umgekehrt bei der ,geburt1 bei dem ,eintritt in dieses niedere ,dasein1 trinkt sie das ,vergessen ihrer gttlichen ,herkunft und ihrer ,bestimmung aus dem ,becher der ,sinnlichkeit4 ,freigeboren verkauft sie sich auf bestimmte ,zeit in die ,sklaverei1 wehe ihr1 wenn sie nun1 vielleicht gefesselt von der ,schnheit eines ,mitsklaven1 ihrer angeborenen ,freiheit ganz vergit1 und um bei jener zu bleiben1 auch nach ,ablauf der gesetzten ,frist es vorzieht1 als ,sklavin bei dem gemeinschaftlichen ,herrn zu bleiben4 ,dagegen haben die ,arbeiten des ,herakles und hnliche ,heroensagen keine andere esoterische ,bedeutung1 als das ,bemhen der edleren1 ihres ,ursprungs instinktiv eingedenken ,seele1 die ,knechtschaft durch ehrliche ,arbeit abzuverdienen4 ,die ,seele dagegen1 welche zum reineren ,ursprung zurckkehrt1 fhrt auch die ,phantasie1 die sich ,synesios zugleich als ,astralleib oder therleib zu denken scheint1 mit aufwrts4 ,da die seelische ,leiblichkeit1 die ,phantasie-,gestalt der ,seele selber bestimmt sei1 des gttlichen ,daseins teilhaftig zu werden1 findet seinen ,ausdruck auch in den ,versen der ,sibylle3 ,la nicht den ,mchten der ,tiefe zur ,beute die ,blume des ,stoffes1 ,hoch in den ,strahlen des ,lichts soll die therische blhn6 ,die ,blume des ,stoffes ist eben nichts anderes1 als die ,gestalt der ,seele1 ihr ,phantasie- oder therleib1 welcher unsterblich ist1 wie die ,seele selbst 7#aa74 ,mit den ,schwingen der ,phantasie vermag die ,seele den ganzen unendlichen ,raum zu durchschweben1 indem sie mit den rtern die ,zustnde und ,lebensbedingungen und ,lebensgewohnheiten wechselt und umgekehrt4 ,wenn sie aber ihren ursprnglichen ,adel und ihre vllige ,unschuld wieder zurckerlangt1 wird sie das ,gef der reinen ,wahrheit1 die auch die vollendete ,schnheit ist1 rein1 licht und unvergnglich4 ,gttlich1 wie sie alsdann wieder ist1 braucht sie nur zu wollen1 um die ,zukunft zu erkennen4 ,sinkt sie dagegen in die tieferen ,regionen1 so wird sie umhllt mit ,finsternis1 ,unwissenheit1 ,irrtum und ,lge1 und wird immer unfhiger1 die ,dinge zu unterscheiden 7#ab74 ,das beste ,mittel nun1 die ,phantasie zu lutern und ihre ,schwingen zu krftigen1 ist ein spekulatives ,leben4 ,wahre ,philosophie verfeinert die ,seele und nhert sie ,gott nach dem ,gesetze fortschreitender ,entwicklung und zunehmender ,anziehungskraft und ,wahlverwandtschaft2 eine solche ,seele tritt in immer unmittelbareren ,verkehr mit ,gott4 ,wessen ,einbildungskraft rein und gut geregelt ist1 der erhlt sowohl wachend wie trumend nur getreue ,abbilder der ,dinge1 und wessen ,phantasie nur getreue ,abbilder der ,dinge zumal im ,traume erhlt1 der kann zugleich ruhig sein ber den ,zustand und das ,los seiner ,seele1 er ist der ,gottheit nher 7#ac74 ,im ,vorstehenden ist die philosophische ,bedeutung der ,trume gegeben4 ,die ,trume sind aber auch fr das praktische ,leben vom grten ,wert4 ,denn wer wahre ,trume haben will1 mu ein nchternes und keusches ,leben fhren1 wer sein ,bett zu einem delphischen ,dreifu machen will1 mu sich hten1 es zum ,zeugen nchtlicher ,ausschweifungen zu machen1 er bereite seinen ,schlaf durch ,gebete vor 7#ad74 ,auch macht der ,verkehr der ,seele mit ,gott im ,traum die ,seele mit nichten ungeschickter fr das irdische praktische ,leben1 umgekehrt wird die ,seele von der ,hhe aus weit besser alles berschauen1 was darunten ist1 als wenn sie selber stets nur am ,boden klebt4 ,darum wnscht ,synesios die ,kunst der ,traumdivination vor allem seinen ,kindern zu hinterlassen1 sie werden dann niemals ntig haben1 die weite und beschwerliche ,reise nach ,delphi zu machen1 sie brauchen nur den ,schlaf so aufzusuchen1 wie die keusche ,penelope1 von der ,homer 7,odyssee ,,xvii1 #dh7 sagt3 ,und nachdem sie die ,waschung vollbracht und ein reines ,gewand auch ,angezogen zur ,nacht1 rief zuvor im ,gebet sie ,athena4 ,whrend ,hierophanten und ,magier sich unter dem ,vorwande uerlicher ,mittel1 deren sie dazu bedrfen1 fr ihre ,weissagungen oft schwere ,summen bezahlen lassen1 bedarf man zur ,traum-,divination keines gyptischen ,vogels1 keines ,knochens aus ,iberien1 keiner ,pflanze aus ,kreta noch auch irgend einer ,raritt vom tiefsten ,meeresgrunde1 man bedarf berhaupt keines ,talismans1 man legt sich schlafen1 -- das ist alles2 im brigen ist man sein eigenes ,werkzeug4 ,auch kennt die ,gottheit1 die sich im ,traum der reinen ,seele offenbart1 keine ,unterschiede des ,standes und ,reichtums4 ,und1 was das beste ist1 kein ,tyrann hat je daran gedacht1 das ,trumen innerhalb seines ,staates zu verbieten und mit ,strafe zu belegen 7#ae74 ,der ,unglckliche wird durch ,trume getrstet und erquickt1 und fat neue ,hoffnungen1 selbst der ,gefesselte im ,kerker1 im ,traume fhlt er sich seiner ,bande entledigt und geniet eine unbeschrnkte ,freiheit 7#af74 ,die ,trume sind entweder unmittelbare ,wahrtrume1 -- solche haben schon manchem ,denker ein ,problem gelst1 das er wachend zu denken sich vergeblich bemht hatte4 ,auch ,synesios selbst hat solchen ,trumen vieles zu verdanken gehabt2 besonders whrend seines dreijhrigen ,aufenthalts in ,konstantinopel haben sie ihm viel gentzt1 indem sie ihm die ,rnke und ,intriguen der ,gegner seiner diplomatischen ,mission enthllten2 aber selbst in seiner ,lieblingsbeschftigung1 der ,jagd1 haben sie sich ihm hufig dienstbar erwiesen1 indem sie ihm die ,fhrten und ,schlupfwinkel des ,wildes entdeckten1 ihm auch besondere ,mittel und ,wege zeigten1 dasselbe zu finden und zu stellen4 ,die meisten ,trume sind jedoch symbolischer ,natur und erfordern eine besondere ,kunst1 die ,kunst der ,traumdeutung4 ,diese ,kunst ist nur durch eigene ,erfahrung und ,beobachtung zu finden 7#ai74 ,wie wir einen bevorstehenden ,wechsel der ,witterung aus gewissen ,anzeichen folgern knnen1 so knnen wir aus bestimmten ,symbolen des ,traumlebens bevorstehende ,ereignisse entnehmen4 ,wir brauchen einen ,feldherrn oder ,knig nicht selber zu sehen1 um seine ,ankunft zu erfahren2 ,vorreiter eilen ihm voraus und kndigen sie an2 ebenso werfen bedeutende ,ereignisse ihre ,schatten voraus4 ,auch der ,schiffer entnimmt ja aus bestimmten ,anzeichen1 knstlichen oder natrlichen ,merkzeichen des ,fahrwassers die ,nhe eines ,hafens oder einer gefhrlichen ,stelle 7#bj1 #ba74 ,diese ,traumsymbolik ist aber durchaus individueller ,natur1 auf allgemeine ,traumregeln ist kein ,verla4 ,es giebt ,menschen1 die sich kleine ,bibliotheken ber ,traumdeutung anschaffen4 ,ich fr mein ,teil lache ber alle diese ,abhandlungen und halte sie fr vllig wertlos4 ,die ,phantasie der ,menschen ist nicht einmal so gleichartig wie der ,bau und die ,physiognomie ihrer ,leiber1 welche immerhin noch den ,gegenstand einer allgemein wissenschaftlichen ,beobachtung bilden kann4 ,wenn eine ,phemonoe oder ein ,melampus oder sonst ein ,wahrsager allgemeine ,regeln der ,traumdeutung aufzustellen wagt1 mchte ich fragen1 ob denn etwa auf konvexe oder konkave ,linsen1 oder ,spiegel aus verschiedenem ,stoffe die ,gegenstnde auf gleiche ,weise widerspiegeln4 ,da jeder von uns seine ganz besondere ,sinnesart hat1 ist es unmglich1 da dieselbe ,traumvision fr alle dieselbe ,bedeutung habe4 7#bb1 #bc74 ,um sich nun eine individuell gltige ,traumsymbolik zu verschaffen1 soll man ein ,tagebuch fhren1 in das man alle ,erlebnisse verzeichnet1 die nach irgend einem ,traumbilde sich ereignen4 ,ein solches ,tagebuch wird nicht nur ein unmittelbares und psychologisches ,interesse erhalten1 es wird auch sonst von praktischem ,nutzen sein1 uns in der ,selbsterkenntnis frdern und selbst zur stilistischen ,bildung und zur ,untersttzung unseres ,gedchtnisses dienlich sein knnen 7#bd74 ,synesios berichtet nun1 da er ein solches ,traumtagebuch seit langen ,jahren mit grter ,genauigkeit und nicht ohne hufigen praktischen ,nutzen gefhrt habe4 99 99 99 99 99 ,dies der wesentliche ,inhalt der ,abhandlung des ,synesios ber die ,trume4 ,wenn ich dieselben hier fr mitteilungswert halte1 so liegt der ,grund nicht nur in dem rein geschichtlichen ,interesse1 da wir in ihr die einzige auf uns gekommene ,schrift der neuplatonischen ,philosophie besitzen1 welche sich ex professo mit diesem ,gegenstande1 wenigstens mit seiner psychologischen ,deduktion befat4 ,denn das gelehrte ,werk des ,artemidorus1 ,oneirocriticon1 enthlt zwar eine umfassende ,sammlung der antiken ,ansichten ber die ,traumsymbolik1 vertieft sich aber nicht in die psychologische ,ursache der ,traumbildung und vertritt keine besondere philosophische ,lehrmeinung4 ,es ist nicht ohne ,interesse zu bemerken1 da ,synesios in seiner ,auffassung der ,phantasie als des ,traumorgans und als eines zugleich gestaltenden ,grundvermgens der ,seele dieselbe ,ansicht vertritt1 welche erst krzlich der jngere ,fichte in seiner heutzutage viel zu wenig gewrdigten ,anthropologie und ,psychologie mit groem ,aufwande deutscher ,gelehrtengrndlichkeit und empirischer ,beobachtung zu begrnden versucht hat4 ,auch ,fichte 7vergl4 dessen ,psychologie1 ,kap4 ,,iii ff41 ferner dessen ,seelenfrage1 pag4 #ajh;ff47 kennzeichnet die ,phantasie als die eigentliche zugleich vorstellende und gestaltende ,triebkraft der ,seele1 sie ist ihm1 ebenso wie dem ,synesios1 der eigentliche ,urleib oder therleib des ,menschen4 ,als solche bethtigt sie sich 7#a7 in der vorbewuten ,leibesgestaltung und ,mimik4 ,da sie zugleich in hohem ,grade der ,sympathie unterliegt1 erklrt sich durch die ,ansteckung der ,phantasiethtigkeit1 durch den seelischen ,rapport zwischen ,mutter und ,kind1 auch der unleugbare ,einflu1 den das ,phantasieleben der ,mutter auf die ,leibesgestaltung des ,kindes ausbt 7,versehen1 hnlichkeit und ,vererbung74 ,andererseits aber rechtfertigt sich durch ihren individuellen ,charakter auch wiederum die aller ,vererbung zum ,trotz so oft auffallende besondere ,individualitt der ,gestaltung4 #b7 ,sodann bethtigt sie sich als unwillkrliche1 aber doch die ,bewutseinsschwelle hufig berschreitende traumbildende ,triebkraft4 ,ihre ,darstellungsform ist1 abgesehen von den hellsehenden ,wahrtrumen1 die der ,symbolik2 die ,leibesform ist nichts als ein ,symbol der ,seele4 #c7 ,ihre hchste ,leistungsfhigkeit erreicht sie in der bewuten sthetischen ,bildungskraft des ,dichters und ,knstlers4 ,man vergleiche ferner die ,symbolik des ,traumes von ,fr4 ,g4 ,h4 v4 ,schubert4 ,leipzig 7,brockhaus71 #ahdj4 ,fnftes ,kapitel4 ,die ,gnostiker und ,manicher4 ,die ,persnlichkeit des ,synesios bildete in gewissem ,sinne ein ,bindeglied zwischen heidnischer ,philosophie und dem ,christentum4 ,es wre aber irrig1 anzunehmen1 da ,synesios eine ,ausnahme mit seiner eigentmlichen ,mischung antik-heidnischer ,philosophie und christlicher ,theologie gebildet habe4 ,im ,gegenteil ist diese ,spezies von ,heiden-,christen so alt wie die ,geschichte der christlichen ,kirche1 welche in den ersten ,jahrhunderten geradezu eine ihrer bedenklichsten ,gefahren in dieser ,verwirrung gesehen hat4 ,allgemein pflegt man die philosophisch-heidnische ,verunstaltung christlicher ,gedanken als ,gnosticismus zu bezeichnen4 ,man bezeichnete ,christen1 welche gnsis ,erkenntnis1 nicht blo pistis ,glauben wollten1 als ,gnostiker4 ,wahrscheinlich wird schon im neuen ,testament davor gewarnt2 das ,evangelium ,johannis wird nur unter diesem ,gesichtspunkt ganz verstndlich4 ,in den ,pastoralbriefen finden sich zahlreiche ,stellen1 die darauf hinweisen4 ,die ,hauptquellen des ,gnosticismus sind3 ,irenaeus1 ,widerlegung des flschlich sich so nennenden ,gnosticismus2 ferner die sog4 philosophumena ,originis4 ,letztere ,schrift ist wahrscheinlich verfat von einem ,schler des ,irenus1 namens ,hyppolitus4 ,die occultistisch-philosophischen ,gedanken des ,gnosticismus sind folgende3 ,er nimmt den ,begriff vom ,menschen1 wie ihn das ,christentum voraussetzt1 an2 der ,mensch als moralisch-religises ,wesen stammt von ,gott und ist ,gottes ,ebenbild4 ,gott ist ,gte und ,geist4 ,wenn aber ,gott ,gte und ,geist ist1 woher kommt die ,materie und das ,bse8 ,haben sie irgendwelchen ,zusammenhang mit ,gott8 ,nein2 sie knnen nicht von ,gott sein4 ,denn die ,wirkung mu der ,ursache hnlich sein4 ,das ,bse und die ,materie sind aber ,gott entgegengesetzt1 das ,bse dem ,guten1 die ,materie dem ,geist4 ,woher sind sie denn8 ,nach der einen ,richtung ist die ,materie von ,ewigkeit her1 und die ,materie ist zugleich der ,grund der ,unvollkommenheit4 ,andere ,gnostiker geben eine andere ,antwort2 sie knpfen an die ,emanationsvorstellung an3 nach ihr gehen von ,gott ,geister hervor und aus den ,geistern wieder andere u4 s4 w4 ,jede folgende ,emanation ist aber geringer1 als die vorhergehende1 wie ja auch das ,licht1 je mehr es sich vom ,mittelpunkte entfernt1 desto schwcher wird4 ,die ,grenze der ,emanation ist die ,materie4 ,durch diese ,lehre vermied man die ,schpfung aus ,nichts4 ,diese ist der denkenden ,menschheit von jeher ein harter ,gedanke gewesen1 da er keine ,analogie hat4 -- ,eine andere ,frage war3 ,wie kommt der ,geist in die ,materie8 ,denn diese ist ja nicht von ,gott oder doch unendlich entfernt von ,gott4 -- ,antwort3 ,er kommt auf die ,erde durch eine sittliche ,that1 er kommt darauf durch einen ,abfall1 er ist ein ,fremdling auf der ,erde4 ,zur ,erlsung der gefallenen ,geister erscheint dann ,christus1 er1 ein reiner ,geist1 kommt aus ,erbarmen hernieder1 er bringt die wahre ,gotteserkenntnis2 diese macht selig1 und diese allein4 ,die ,moral der ,gnostiker war meist sehr streng1 strenger1 als die ,kirche verlangte4 ,sie war ,askese1 unbedingte ,entfernung von der ,materie und allen sinnlichen ,genssen4 ,denn die ,verstrickung in der ,materie war es ja1 die den edlen ,geist des ,menschen hemmt und fern hlt von ,gott4 ,nach den ,gnostikern ist der ,gott der ,juden nicht der hchste4 ,er hat ja die ,welt erschaffen1 diese ,materie4 ,ferner ist der ,gott der ,juden ja der ,gott des ,zornes4 ,der wahre ,gott ist der ,gott der ,liebe4 -- ,damit verbunden war der ,doketismus1 die ,lehre1 da ,christus nur einen ,scheinleib gehabt und nur zum ,scheine gelitten habe und gekreuzigt sei4 ,denn als reiner ,geist drfte er sich mit der ,materie nicht beflecken4 ,die ,darstellung der ,gnostiker war mythologischer ,art1 wst und fr uns ungeniebar1 hnlich der des ,juden ,philo4 ,aber fr die damalige ,geschmacklosigkeit der philosophastrischen ,schriftstellerei fiel das nicht auf2 auch der ,neuplatonismus kleidet sich ja mit ,vorliebe in ein mythologisches ,gewand4 ,die ,namen der ,gnostiker aufzuzhlen1 lohnt sich nicht der ,mhe4 ,einer der berhmtesten war ,valentin1 der um #adj n4 ,chr4 in ,rom lehrte4 ,nchst diesem war der bedeutendste ,mani1 der ,stifter der ,manichersekte4 ,mani stammte aus ,persien1 er lebte und lehrte gegen ,ende des #c4 ,jahrhunderts4 ,sein ,dualismus beruht auf demselben ,gedanken1 wie der ,zarathustras1 dessen ,lehre er mit dem ,christentum zu verschmelzen suchte4 ,der ,kirchenvater ,augustin ist zehn ,jahre lang ,manicher gewesen4 ,neuntes ,buch4 ,der ,occultismus der ,kelten und ,germanen4 ,erste ,abteilung4 ,die ,kelten4 ,erstes ,kapitel4 ,die ,druiden4 ,wir bringen ,kelten und ,germanen unter einem ,buche zusammen1 weil beide ,rassen innerhalb der arischen ,gesammtrasse sich nicht nur rumlich1 sondern auch verwandtschaftlich besonders nahe gestanden haben4 ,die ,kelten werden uns von den alten ,schriftstellern als hochgewachsene ,menschen mit blauen ,augen und blondem oder rtlichem ,haar geschildert4 ,menschen von kampflustiger1 ritterlicher ,gesinnung1 aber deren unbndige ,leidenschaftlichkeit und ,rivalittssucht1 wie besonders ,csars ,kommentarien beweisen1 zum ,untergang ihrer staatlichen ,bildungen und somit zuletzt zum ,untergang der ,art und ,sprache fhrte1 so da das ,keltenblut jetzt nur noch als allerdings erheblicher ,mischbestandteil im ,franzosen und ,briten von ,bedeutung ist4 ,abgesehen von einzelnen seltsamen ,absplitterungen1 z4 ,b4 den ,galatern in ,kleinasien1 nahmen die ,kelten oder ,galler1 wie sie selbst sich nannten1 -- jetzt hat sich das ,stammwort nur noch in den ,gler erhalten1 -- zur ,zeit1 wo die erste historische ,kunde von ihnen auftritt1 etwa das ,gebiet des heutigen ,frankreich1 ,nordspanien1 ,nord-,italien und ,britannien und ,irland ein4 ,offenbar standen sie1 ebenso wie die vielfach auch gar zu barbarisch aufgefaten ,germanen1 deren hhere ,gesittung schon ,justus ,mser nachgewiesen hat1 auf einer nicht unverchtlichen ,zivilisationsstufe4 ,das beweist schon ihr ueres4 ,ihre ,kleidung bestand aus bunten wollenen ,leibrcken1 ber die sie einen ,grtel von ,gold oder ,silber trugen1 aus langen ,hosen und kurzem ,flausmantel2 goldene ,bnder zierten die ,handwurzeln und den ,arm1 goldene ,ringe die ,finger und ,ketten von gleichem ,metall den ,hals4 ,mannshohe ,lederschilde mit bunten ,malereien1 eherne ,helme mit wappenmigen ,zierraten1 eiserne ,panzer1 oft aus ,draht geflochten1 lange starke ,schwerter1 an eisernen ,ketten an der ,seite getragen1 und ,stolanzen ihre ,waffen4 ,sie waren berhmt wegen ihrer ,geschicklichkeit in der ,herstellung von ,glaswaren1 auch als ,goldschmiede und ,mnzmeister4 ,das ,religionssystem der ,kelten wrde gewi1 da es eine besonders hochentwickelte ,geheimlehre dieser hocharistokratisch angelegten ,rasse war1 vom occultistischen ,gesichtspunkte aus unser ,interesse ganz besonders in ,anspruch nehmen1 wenn wir nur mehr glaubwrdige ,berichte ber seine ,einzelheiten besen4 ,so aber liegt die ,gefahr nahe1 den sog4 ,neo-,druidismus1 der von einigen modernen wlischen ,schriftstellern erfunden ist1 kritiklos mit der alten ,geheimlehre der ,kelten zu verwechseln4 ,wir werden uns daher zunchst lieber mit einer zwar allgemeinen1 aber zuverlssig getreuen ,skizzierung ihres ,systems begngen4 ,die echten ,kelten zerfielen in die beiden ,stnde der ,druiden und ,krieger4 ,das gemeine ,volk1 auch seinem ueren nach teilweise als von anderem ,aussehen geschildert1 -- schwarzhaarig1 kleiner gebaut1 -- bestand wohl grtenteils aus der autochthonen unterworfenen ,rasse4 ,whrend der ,krieger-,adel sich ausschlielich der ,waffenbung und der ,jagd widmete1 waren die ,druiden im ,besitz aller religisen und profanen ,wissenschaften1 ,priester1 ,rechtsgelehrte1 ,naturforscher und ,philosophen in einer ,person4 ,dies erinnert auffllig an das indische ,verhltnis der ,braminenkaste zur ,kriegerkaste der ,kschatriyas4 ,der ,name ,druiden wird meistens1 aber mit ,unwahrscheinlichkeit1 von dem griechischen drys ,eiche hergeleitet1 da die keltischen ,heiligtmer mit ,vorliebe in ,eichenhainen angelegt seien2 wahrscheinlicher stammt er vom keltischen ,dryw1 wlisch ,derwydd1 in ,wallis heute noch das ,wort fr einen weisen ,mann4 ,die ,druiden scheinen zwar meistens verheiratet gewesen zu sein und einzeln unter ihren ,mitbrgern gewohnt zu haben1 obwohl andererseits auch klsterliche ,vereinigungen erwhnt werden#hgj1 jedenfalls aber standen sie in strenger ,ordenszucht4 ,sie trugen eine besondere ,ordenstracht2 kurzes ,haupthaar1 den ,bart aber lang4 ,die hheren ,grade trugen golddurchwirkte ,kleider1 goldene ,halsketten1 ,armspangen4 ,ihre ,insignien waren ein weier ,stab1 ,slatan drui eachd oder ,zauberstab genannt2 ferner die ,druidenknpfe1 deren ,verschiedenheit vielleicht mit der ,hhe des ,grades zusammenhing1 und das in ,gold gefate ,schlangenei1 vermutlich die ,auszeichnung des hchsten ,grades4 ,in einzelnen uns bewahrten ,darstellungen trgt der ,druide auch das ,bild des gehrnten ,mondes1 wie er sechs ,tage nach dem ,neumonde erscheint1 in der ,hand1 oder ein ,fllhorn mit darberschwebendem ,monde4 ,in allen ,abbildungen erblickt man aber auf den ,schuhen des ,druiden das sog4 ,pentalpha1 nmlich zwei sich durchkreuzende ,dreiecke3 ,illustration3 ,pentalpha ,jeder freie und edle ,jngling konnte in den ,druidenorden aufgenommen werden4 ,der ,unterricht wurde durchweg nur mndlich erteilt1 weil man den ,gebrauch der ,schrift1 den man selbstverstndlich sehr wohl kannte1 bei dem ,charakter der ,geheimlehre1 der durch die ,schrift bedroht ward1 fr unerlaubt und schdlich hielt4 ,auch meinte man1 da nur durch das lebendige ,wort1 nicht durch den toten ,buchstaben sich das ,heilige tief und unvertilgbar dem ,geiste einprge4 ,durch den ,gebrauch der ,schrift wrde auch das ,gedchtnis geschwcht und eine oberflchliche ,buchgelehrsamkeit gezchtet4 ,sofern die ,druiden sich der ,schrift bedienten1 benutzten sie die griechischen ,schriftzeichen1 die ja auch auf dem ,pentalpha erscheinen4 ,auerdem bedienten sie sich der ,runen- oder ,stabschrift4 -- ,die ,unterrichtspltze waren abgelegene ,wlder und ,hhlen1 und der ,unterricht selbst dauert zwanzig ,jahre4 ,ihr ,wissen mu in manchen ,richtungen von groer ,tiefe gewesen sein2 so spricht sich z4 ,b4 ,quintus ,cicero1 der bekannte ,unterfeldherr ,csars und ,bruder des ,redners1 indem er sich seines vertrauten ,umgangs mit dem ,druiden ,divitiacus rhmt1 voll ,bewunderung darber aus4 ,da inde ihre ,wissenschaft ,geheimlehre war1 ist uns wenig ,zuverlssiges darber erhalten4 ,aus ,macrob4 ,sat4 ,i1 #ba lt sich schlieen1 da sie die ,kugelgestalt der ,erde gelehrt haben4 ,astronomie war eine ihrer ,hauptwissenschaften2 ,csar sagt1 da sie ber die ,gre und ,gestalt der ,erde ,untersuchungen anstellten4 ,sie zhlten die ,zeit nicht nach ,tagen1 sondern nach ,nchten1 was sich in der englischen ,sprache 7fortnight7 noch erhalten hat4 ,nach ,diodor1 der uns mitteilt1 da sie in bereinstimmung mit dem ,jahre des ,meton1 den ,mondcyklus auf #ai ,jahre berechnet haben und sich eingehend mit den ,erhhungen der ,mondkugel beschftigen1 mchte man annehmen1 da ihnen schon der ,gebrauch vergrernder ,linsen zur ,fernsicht bekannt gewesen4 ,richter bei ,ersch und ,gruber ,s4 #dij mchte die sog4 ,druidenknpfe1 aus ,krystall oder ,glas geschliffene ,linsen1 die man bis zu #a #a_/b ,zoll ,durchmesser findet1 damit in ,zusammenhang bringen4 ,nach ,strabon 7,,iv1 #d7 nahmen sie an1 die ,welt sei aus ,nichts entstanden1 sie sei unvergnglich1 aber ,feuer und ,wasser werde dereinst alles berwltigen4 ,dies sowie das symbolische ,schlangenei1 ein ,sinnbild der ,welt1 erinnert sowohl an den indischen wie an den gyptischen ,occultismus4 ,besondere ,achtung geno ihre rztliche ,kenntnis4 ,unter den mannigfachen ,heilkrutern1 deren ,entdeckung ihnen ,plinius 7,h4 ,n4 ,,viii1 #da4 ,,xxv4 ,,xxv4 ,,xxx4 ,,xxxii47 zuschreibt1 nahm die ,mistel#hga die erste ,stelle ein4 ,unbekannt mit der ,natur der ,schmarotzerpflanzen1 meint ,richter a4 a4 ,o41 mute es ihnen als ein ,wunder erscheinen1 da dieselbe nicht auf dem ,boden1 wie alle anderen ,pflanzen1 sondern auf ,bumen wuchs und hier ohne ,samen erzeugt zu sein schien4 ,vorzglich gesucht war die auf ,eichen wachsende ,mistel4 ,denn die ,eiche war im gallischen ,glauben der heiligste ,baum1 ,eichenlaub ward bei jedem ,gottesdienste gebraucht2 in ,eichenwldern wohnten die ,druiden1 unter ,eichen hielten sie ihre ,gerichtssttte4 ,was aus ihr hervorkam1 war ein ,zeichen gttlicher ,gnade1 und da berdies die ,mistel selten auf ,eichen gefunden wird1 so galt eine solche umsomehr als gttliches ,geschenk4 ,sie wurde mit groer ,feierlichkeit abgenommen und zwar am sechsten ,tage nach dem ,neumonde2 unter dem ,baume wurde zuerst ein ,opfer und ein ,mahl bereitet und nach dem ,schmause ein zum ersten ,male unter das ,joch gekommenes ,rinderpaar herbeigefhrt4 ,dann stieg der ,druide im weien ,gewande auf den ,baum1 schnitt die ,mistel mit einer goldenen ,sichel ab und lie sie in einem weien ,manteltuche auffangen4 ,nun wurden die ,rinder geschlachtet und die ,gtter angerufen1 da sie denen1 welchen sie diese ,gabe erteilt1 dieselbe zum ,heile gedeihen lassen mchten4 ,die ,mistel wurde teils allein1 teils mit anderen ,stoffen gemischt gebraucht1 so wohl uerlich als innerlich4 ,man wandte sie gegen ,geschwulst1 ,verhrtung1 ,krpfe1 ,geschwre1 und ,klauenfule an2 sie reinigte das ,rindvieh und machte es fett1 sie war ein ,mittel gegen alle ,gifte1 und war sie im ,neumonde gesammelt und zwar ohne ,gebrauch des ,messers und ohne da sie die ,erde berhrte1 so half sie gegen die fallende ,sucht4 ,sie machte sogar alle ,tiere und die ,weiber fruchtbar1 wenn sie dieselbe bei sich trugen4 ,daher hie sie in der ,sprache der ,druiden die ,alles ,heilende4 99 99 99 99 99 ,die ,druiden sollen ihre ,lehrstze immer in ,triaden1 d4 h4 in drei miteinander verbundenen ,stzen geordnet haben4 ,bezglich der ,seele soll die druidische ,triade in folgenden drei ,stzen bestanden haben3 #a4 die ,seele ist unsterblich2 #b4 sie wandert nach dem ,tode in andere ,krper2 #c4 nach einem bestimmten ,zeitraum von ,jahren wird sie wieder leben und wiedergeboren werden4 ,richter meint1 da dieser bestimmte ,zeitraum dem ,ortschilong oder ,geburtswechsel im ,buddhismus entspreche1 nach dessen ,vollendung die gereinigte ,seele wieder in den gttlichen ,schoo zurckkehrt4 ,jedenfalls fiel den ,rmern die auerordentliche ,festigkeit des ,glaubens der ,gallier an ,fortdauer nach dem ,tode auf2 die ,druiden lehrten vor allem1 so berichten sie1 da man den ,tod nicht zu scheuen habe1 da die ,seele nicht sterben knne4 ,daher msse der ,mensch im ,kampfe mit den ,feinden nicht feig sich zurckziehen1 sondern mutig und tapfer streiten4 ,mit den ,toten verbrannte oder begrub man alles1 was ihm im ,leben lieb gewesen war1 ,tiere1 ,sklaven1 ,klienten4 ,auch ,angehrige folgten ihm freiwillig auf den ,scheiterhaufen1 um in der anderen ,welt wieder mit ihm zu leben4 ,vergl4 ,caesar de bello ,gallico1 ,,vi1 #ah4 ,pomp4 ,mel4 ,,iii1 #b4 ,man gab den ,toten sogar ,briefe mit an verstorbene ,freunde1 und wenn geborgtes ,geld vom ,schuldner bei seinem ,leben nicht wieder bezahlt werden konnte1 so nahm man gar eine ,anweisung auf das ,jenseits an1 in der berzeugung1 da ihr der ,schuldner dort wenigstens gerecht werden werde4 ,diod4 ,sic4 ,v1 #bh4 ,valer4 ,maximus ,,ii1 #f4 ,die ,druiden im weiteren ,sinn zerfielen in drei ,abteilungen3 #a4 die ,druiden im engeren ,sinn1 die eigentlichen ,priester1 #b4 die ,barden1 heilige ,snger1 #c4 die ,vates oder ,seher4 ,an der ,spitze des ganzen ,ordens stand ein ,oberdruide1 ,hoherpriester1 ,coibhi oder ,coibhi ,druidh4 ,dieser regierte unumschrnkt und lebenslnglich1 wurde aber gewhlt1 wie es scheint1 gewhnlich durch allgemeinen ,zuruf1 ,akklamation1 eine ,wahlart1 die ja auch jetzt noch bei der ,papstwahl zulssig ist und hier als besonders heilig erscheint1 da man annimmt1 da sie auf ,veranlassung des heiligen ,geistes stattfindet4 -- ,waren die ,stimmen geteilt1 so entschied die ,mehrzahl oder das ,los1 oder auch gar der bei den ,kelten beliebte ,zweikampf4 ,der ,oberdruide whlte zur ,besorgung der weltlichen ,angelegenheiten den ,vergobret4 ,dieses keltische ,wort feargobreith ist nach ,mbius zusammengesetzt aus fear vir1 go ad1 breith1 bread1 brawd judicium1 so da es nach dieser ,ableitung einen ,richter bedeutet4 ,noch bis zur franzsischen ,revolution fhrte der ,maire von ,autun den ,titel ,verg oder ,vierg4 ,um sich ein wrdigeres ,aussehen zu geben1 sollen die ,vergobreten ihren ,bart mit ,goldstaub gepudert haben4 ,die gallischen ,druiden wurden unter der spteren ,zeit der rmischen ,herrschaft ,professoren1 wodurch ein hauptschlicher ,teil ihres frheren ,amtes1 der ,unterricht ihnen blieb4 ,sie bildeten in denselben ,stdten1 die frher ihre heiligen rter waren1 ,lehrerkollegien1 die an ,stelle der frheren ,druidenklster traten4 ,noch zu ,ausonius ,zeiten hatten manche gallische ,professoren ihre ,abstammung nicht vergessen2 darum nannten sie sich romanisiert nach jenen ,gottheiten1 deren ,tempel ihre ,vorfahren zu besorgen gehabt1 z4 ,b4 ,apollinaris1 ,delphidius1 ,phoebicius1 ,namen1 die anzeigen1 da solche ,mnner aus ,priestergeschlechtern stammen1 die dem gallischen ,apollo-,belen ergeben waren4 ,vergl4 ,ausonius1 professores ,,iv1 v4 #g4 ,zweites ,kapitel4 ,gottesdienst und ,geheimlehre der ,druiden4 ,ein hlicher ,makel1 der an dem ,gottesdienst der sonst anscheinend geistig so hoch stehenden ,druiden klebt1 ist die ,vorliebe fr ,menschenopfer4 ,das ganze gallische ,volk1 schreibt ,csar1 ist auerordentlich dem ,opferdienst ergeben4 ,darum schlachten oder geloben diejenigen1 die in schweren ,krankheiten liegen oder in ,schlachten und ,gefahren sich befinden1 ,menschen zu ,opfern1 welche die ,druiden verrichten4 ,denn sie glauben1 da der ,geist der unsterblichen ,gtter nicht anders befriedigt und vershnt werden knne1 als wenn fr das ,leben des einen ,menschen das des andern hingegeben wrde4 ,sie haben daher auch ,staatsopfer dieser ,art4 ,bei einigen gallischen ,vlkern giebt es ,bilder von ungeheurer ,gre1 deren ,gliedmaen mit ,weiden geflochten sind und mit lebendigen ,menschen angefllt werden1 die dann durch ,verbrennung des hlzernen ,bildes gettet werden4 ,sie glauben1 da die ,todesstrafe der auf der ,that ergriffenen ,diebe1 ,ruber und ,verbrecher berhaupt den ,gttern angenehm sei1 aber1 wenn sie dergleichen ,leute nicht haben1 so geht es auch an die ,unschuldigen4 ,caesar1 de bello ,gallico ,,vi1 c4 #af4 ,die ,staatsopfer wurden nach ,diodor ,sic4 ,v1 #ca4 #cb4 zum ,zweck der ,erforschung der ,zukunft dargebracht2 man hieb dem ,opfer mit einem ,schwert in die ,herzgrube und lie ihn fallen1 aus dem ,fall1 den krampfhaften ,zuckungen der ,glieder und der ,blutung glaubte man die ,zukunft erschlieen zu knnen4 ,die ,hauptgottheit1 die in der exoterischen ,druidenreligion verehrt wurde1 nennt ,csar ,merkur4 ,der gallische ,name scheint ,teutates gewesen zu sein4 ,die rmische ,bezeichnung desselben als ,merkur wird begreiflich1 wenn wir erfahren1 da ,teutates ,seelenfhrer war4 ,die ,seelenlehre aber1 insbesondere die ,lehre von der ,seelenwanderung bildete die ,hauptsache im keltischen ,volksglauben4 ,nach dem ,vordersatz der ber ,teutates berichteten druidischen ,triade war er der allgemeine oder ,weltgeist1 nach dem ,mittelsatz ,seelenfhrer und nach dem ,schlusatze das ,getriebe der lebendigen ,welt4 ,die zweite ,gottheit war ,esus oder ,hesus1 romanisiert ,mars4 ,die ,triade ber ihn lautet3 #a4 ,vor der ,schlacht wird ihm meistens die ,kriegsbeute gelobt2 #b4 nach derselben die gefangenen ,tiere geopfert2 #c4 das brige 7,waffen und ,gerte7 auf ,einen ,ort zusammengetragen4 ,die dritte allgemeine ,gottheit hie ,taranis 7vom keltischen ,taran1 der ,donner71 von den ,rmern als ,jupiter gedeutet4 ,nchst dieser ,trias1 die meistens auf die ,ober-1 ,mittel- und ,unterwelt bezogen wird1 war der von ,csar als ,apollo bezeichnete ,belin1 ,belen oder ,abelio der wichtigste4 ,orakelwesen und ,heilkunst war seine ,hauptfunktion4 ,eine ,mondgttin1 ,belisana1 scheint der egyptischen ,isis oder der ,minerva hnlich gedacht zu sein4 ,eine groe ,rolle im keltischen ,volksglauben spielten die ,geister und ,gespenster1 besonders eine ,art von ,incubi1 gallisch ,dusii genannt1 ein ,wort1 das noch im englischen ,duce oder ,dewce1 ,teufel1 nachklingt4 ,die ,gallier gaben ihnen eine ,gestalt wie den ,frauen und glaubten1 sie beschliefen die ,frauen unter der ,gestalt ihrer ,liebhaber4 ,schon zu ,csars ,zeit war der ,hauptsitz des ,druidentums ,england2 ganz besonders heilig war ihm die ,insel ,mona4#hgb ,hier1 und abgesehen von ,man1 in ,wales haben sich auch die meisten ,denkmler des keltischen ,glaubens erhalten2 und zwar nicht nur die berhmten ,steindenkmler2 auch das ,bardentum hat sich wenigstens in ,wales unter oberflchlicher christlicher ,gewandung bis weit in die christliche ra hinein erhalten und es soll nach den ,nachrichten von ,w4 ,owen und ,williams 7vergl4 ,mona1 ,s4 #dfh7 das ,druidentum in dieser ,form sogar bis auf unsere ,zeit fortgesetzt worden sein 7,neo-,druidism74 ,es soll nmlich gegen ,ende des #ac4 ,jahrhunderts von alten ,anhngern der druidischen ,geheimlehren des sog4 bardischen ,kollegium in ,glamorgan gestiftet sein4 ,owen freilich bemerkt dazu1 es sei zwar ,thatsache1 da die wlischen ,barden nicht ausgerottet worden und insbesondere1 da sich neue ,gesellschaften1 die an das alte ,bardentum der ,druiden anknpften1 im dreizehnten ,jahrhundert gebildet haben1 da jedoch der ,stuhl von ,glamorgan sich weit berschtzt und kein alt-druidisches ,bardentum mehr bewahrt habe4#hgc ,doch mag dem sein1 wie ihm wolle1 so verdanken wir wenigstens dem wlischen ,bardentum die ,rettung uralter keltischer ,litteraturstcke1 unter denen eine ,art keltischer ,edda1 ,the ,myvyrian1 archaeology of ,wales1 collected out of ancient manuscripts1 ,london #ahja-ahjg1 an der ,spitze steht4 ,und aus dieser ,litteratur lassen sich ,rckschlsse auf einige ,teile druidischer ,geheimlehren machen4 ,fast alle der uns erhaltenen ,bardenlieder sind ,triaden1 d4 h4 ihr ,inhalt ist in drei ,teilen geordnet4 ,eine der interessantesten mythologischen ,triaden ist die von ,hu gadarn1 dem mchtigen ,hu4 ,hu 7sprich ,hy7 war ein ,fhrer1 der der ,tyrannei widerstrebte und daher das ,volk von ,defrobani1 aus dem ,lande ewiger ,feindschaft1 nach ,wales brachte4 ,er lehrte das ,volk den ,ackerbau und war einer von den drei groen ,werkmeistern1 weil er sein ,volk in gesellschaftliche ,ordnung brachte4 ,er bestimmte als einer von den drei ,meistern des ,gesanges die ,dichtkunst zur ,bewahrerin der ,wissenschaft4 ,mit seinen ,buckelochsen 7,yehain ,banaweg7 verrichtete ,hu eine der drei groen ,heldenthaten1 er lie nmlich den ,avanc 7,biber7 aus dem ,llyn ,llion 7der ,wasserflut7 herausziehen1 wodurch die berschwemmung der ,erde aufhrte4 ,nach ,owen heit ,defrobani ,sommerland und soll darunter1 weil die ,triaden den ,zusatz haben wo nun ,konstantinopel steht1 die heutige ,krim787 verstanden werden4 ,andere wollen ,hu1 da von einer berschwemmung die ,rede ist1 mit der ,sintflut in ,verbindung bringen4 ,mone legt dem ,mythus eine tiefere ,bedeutung zu ,grunde3 ,nicht eine ,flut-1 sondern eine ,schpfungssage ist im ,hu gadarn aufbewahrt4 ,wasser ist der ,anfang aller ,dinge1 der ,biber 7,avanc7 ein heimatliches ,wassertier ,bild fr die ,ursache des ,wassers2 so lange er in demselben lebt1 nimmt er nicht ab1 nur der starke ,hu war imstande1 ihn mit seinen drei ,ochsen herauszuziehen1 wodurch die ,flut sank und die ,welt erschaffen ward4 ,er hat also die ,natur der ,schpfungsstoffe geteilt in ,festes und ,flssiges1 wofr der ,biber1 der mit dem ,leibe dem ,lande1 mit dem ,schwanze dem ,wasser angehrt1 ein zutreffendes ,bild bietet4 ,die ,welt erhebt sich auch bei den ,kelten1 wie bei den ,germanen im ,frhjahr2 denn der ,stier 7,buckelochse7 ist das ,sternbild des ,frhlings2 er trieb den ,biber heraus1 d4 h4 er brachte den ,kern der ,welt zur ,krystallisation4 ,nach ,erschaffung der ,welt1 d4 h4 nach der ,teilung der ,weltkrfte ordnet sie der weise ,hu2 der ,stier1 der die ,welt erschaffen half1 wird nun von seinem ,herrn zur ,jahresordnung bestimmt2 er bringt das ,jahr1 zieht den ,pflug wie der ,biber und ruft dadurch ,heil und ,segen aus der ,erde1 wie einst aus dem ,wasser hervor4 ,die ,ordnung der ,welt ist die ,harmonie der ,sphren1 das himmlische ,saitenspiel1 darum ,hu auch der ,erfinder des ,gesanges1 und dieser soll ein ,sinnbild des ,einklangs der ,welt sein4 ,auch ,staat und ,gesellschaft sind ,anstalten des mchtigen ,hu2 denn sie sind ,folgen der ,weltordnung1 und seine ,feindschaft gegen die ,tyrannei1 d4 h4 gegen die ber ihre ,grenzen getretenen ,krfte1 hngt damit zusammen4 ,darum ist er auch der ,eroberung feind1 denn sie schreitet ber ,ma und ,ordnung1 und sein ,volk soll in ,gerechtigkeit und ,frieden leben4 ,hu1 singt der ,barde ,jolo ,goch1 ist der ,herr1 der bereitwillige ,beschtzer1 der ,knig und ,geber des ,weines und ,ruhmes1 ,kaiser ber ,land und ,meere und des ,leben alles dessen1 was in der ,welt ist4 ,er ist der grte1 der ,herr ber uns1 wie wir redlich glauben1 und der ,gott des ,geheimnisses4 ,licht ist sein ,weg und ,rad1 ein ,teil desselben ,sonnenscheins sein ,wagen1 gro ist er in ,land und ,meeren1 der grte1 den ich sehen werde1 grer als die ,welten4 ,darnach war ,hu die ,gotteinheit der britischen ,kelten4 ,im ,tode heit er ,aeddon2 dieser ,name erinnert an ,adonai und ,adonis2 sein ,tod ist eine bloe ,verwandlung1 keine ,zerstrung4 ,es gab ,mysterien vom ,tode des ,hu1 hnlich den griechisch-thrakischen ,mysterien vom ,tode des ,zagreus-,dionys4 ,in ,verbindung mit diesem ,mysterium stand die ,geschichte des ,taliesin4 ,taliesin bezeichnet eine ganze druidische ,priesterschaft1 deren ,orden sich vom ,kessel der ,ceridwen nannte4 ,ceridwen war nach dieser ,geschichte ein zauberkrftiges ,weib1 das um seinen ,sohn1 einen ungestalten ,menschen1 schner zu machen1 einen ,zauberkessel bereitete4 ,aber ,gwion1 der ,sohn der ,gevreang1 strte sie in diesem ,beginnen4 ,eines ,tages1 whrend ,ceridwen ,kruter suchte und mit sich selber murmelte1 begab es sich1 da drei ,tropfen des krftigen ,wassers 7aus dem ,kessel7 flogen und auf den ,finger ,gwions niederfielen1 sie brannten ihn und er steckte den ,finger in den ,mund4 ,wie diese kstlichen ,tropfen seine ,lippen berhrten1 so waren seinem ,blick alle ,ereignisse der ,zukunft geffnet und er sah klar ein1 da seine grte ,sorge sein mute1 sich vor der ,list ,ceridwens zu bewahren1 deren ,kenntnis so gro war4 ,er floh heimwrts mit der grten ,furcht4 ,der ,kessel teilte sich in zwei ,hlften2 denn alles ,wasser darin1 auer den drei krftigen ,tropfen1 war giftig1 so da es die ,rosse des ,gwyddno ,garanhir vergiftete1 die aus der ,rinne tranken1 worein sich der ,kessel von selbst entleert hatte4 7,darum hie nachher dieser ,ablauf das ,gift der ,rosse des ,gwyddno47 ,in dem ,augenblicke kam ,ceridwen herein und sah1 da ihre ganze ,jahresarbeit verloren sei1 sie nahm einen ,rhrstock und schlug dem blinden ,morda so aufs ,haupt1 da eines seiner ,augen auf seine ,wange fiel4 ,du hast mich ungerecht verunstaltet1 rief ,morda1 du siehst ja1 da ich unschuldig bin1 dein ,verlust ist nicht durch meinen ,fehler verursacht4 ,wahrlich1 sprach ,ceridwen1 ,gwion der ,kleine war es1 der mich beraubte4 ,sogleich verfolgte sie ihn1 aber ,gwion sah sie aus der ,ferne1 verwandelte sich in einen ,hasen und verdoppelte seine ,schnelligkeit2 allein ,ceridwen wurde sogleich eine ,jagdhndin1 zwang ihn umzuwenden und jagte ihn gegen einen ,flu4 ,er lief hinein und wurde ein ,fisch1 aber seine schlaue ,feindin ein ,otterweibchen und verfolgte ihn im ,wasser1 so da er gentigt ward1 ,vogelgestalt anzunehmen und sich in die ,luft zu erheben4 ,aber dies ,element gab ihm keinen ,zufluchtsort1 denn das ,weib ward ein flinker ,falk1 kam ihm nach und wollte ihn erfassen4 ,zitternd vor ,todesfurcht sah er grad einen ,haufen glatten ,weizen auf einer ,tenne1 er lie sich mitten hineinfallen und ward ein ,weizenkorn4 ,ceridwen aber nahm die ,gestalt einer schwarzen ,henne mit hohem ,kamm1 flog zum ,weizen herab1 scharrte ihn auseinander1 erkannte das ,korn und verschlang es4 ,und1 wie die ,geschichte weiter sagt1 sie ward schwanger von ihm neun ,monate1 und als sie von ihm entbunden wurde1 so fand sie ein so liebliches ,kind an ihm1 da sie keinen ,gedanken mehr hatte1 es umzubringen4 ,sie setzte ihn daher in ein ,boot1 bedeckt mit einem ,fell1 und auf ,anstiften ihres ,mannes warf sie das ,schifflein ins ,meer am #bi4 ,april4 ,um diese ,zeit stand das ,fischwehr des ,gwyddno zwischen ,dyve und ,aberystwyth bei seinem eigenen ,schlosse4 ,es war herkmmlich1 in diesem ,wehre jedes ,jahr am ersten ,mai ,fische von hundert ,pfund ,wert zu fangen4 ,gwyddno hatte einen einzigen ,sohn1 ,elphin1 den unglcklichsten und rmsten ,jngling4 ,dies war ein groes ,herzeleid fr seinen ,vater1 welcher nach und nach glaubte1 da er zur ,unglcksstunde geboren sei4 ,die ,ratgeber berredeten inde den ,vater1 seinen ,sohn diesmal die ,reuse ziehen zu lassen1 gleichsam zur ,probe1 ob denn irgend einmal ein gutes ,schicksal seiner warte1 und er doch etwas bekme1 um in der ,welt aufzutreten4 ,am nchsten ,tage1 es war der erste ,mai1 untersuchte ,elphin die ,reuse und fand nichts1 doch als er wegging1 sah er das ,boot bedeckt mit dem ,fell auf dem ,pfade des ,dammes ruhen4 ,einer der ,fischer sagte zu ihm3 ,so ganz und gar unglcklich bist du noch nicht gewesen1 als du diese ,nacht geworden1 aber nun hast du die ,kraft der ,reuse zerstrt1 worin man am ersten ,mai jedesmal hundert ,pfund ,wert fing4 ,wie so8 sprach ,elphin1 das ,boot mag leicht den ,wert von hundert ,pfund enthalten4 ,das ,fell ward aufgehoben1 und der ffner erblickte den ,vorderkopf eines ,kindes1 und sagte zu ,elphin3 sieh die strahlende ,stirne6 ,strahlenstirne 7,taliesin7 sei denn sein ,namen6 erwiderte der ,frst1 der das ,kind in seine ,arme nahm und es seines eigenen ,unglcks wegen bemitleidete4 ,er setzte es hinter sich auf sein ,ro1 als wenn es im bequemsten ,stuhl se4 ,gleich darauf dichtete das ,kind ein ,lied zum ,trost und ,lobe des ,elphin1 und zu gleicher ,zeit weissagte es ihm seinen knftigen ,ruhm4 7,die ,trstung war das erste ,lied1 das ,taliesin sang1 um den ,elphin zu erheitern1 der ber sein ,migeschick beim ,reusenzug sich grmte1 noch mehr1 weil er dachte1 da die ,welt das ,milingen und ,unglck ihm allein zuschieben wrde47 ,elphin brachte das ,kind in die ,burg und zeigte es seinem ,vater1 der es fragte3 ob es ein menschliches ,wesen oder ein ,geist sei8 ,hierauf antwortete es in folgendem ,liede4 ,ich bin ,elphin's erster ,hausbarde und meine ,urheimat ist das ,land der ,cherubim2 der himmlische ,johannes nannte mich ,herddin1 zuletzt jeder ,knig ,taliesin4 ,ich war neun volle ,monate im ,leibe der ,mutter ,ceridwen1 vorher war ich der kleine ,gwion1 jetzt bin ich ,taliesin4 ,mit meinem ,herren war ich in der hheren ,welt1 als ,lucifer fiel in die hllische ,tiefe4 ,ich trug vor ,alexander ein ,banner2 ich kenne die ,namen der ,sterne von ,nord nach ,sd2 ich war im ,kreise des ,gwdion 7,gwydion71 im ,tetragrammaton2 ich begleitete den ,hean in die ,tiefe des ,thales ,ebron2 ich war in ,canaan1 als ,absalon erschlagen ward2 ich war im ,hofe von ,don1 ehe ,gwdion geboren wurde1 ein ,geselle des ,heli und ,henoch2 ich war beim ,kreuzverdammungsurteil des gnadenreichen ,gottessohnes2 ich war ,oberaufseher beim ,werke vom ,nimrods ,thurm2 ich war die dreifache ,umwlzung im ,kreise des ,arianod2 ich war in der ,arche mit ,noah und ,alpha2 ich sah die ,zerstrung von ,sodoma und ,gomorra4 ,ich war in ,afrika1 ehe ,rom erbauet ward1 ich kam hierher zu den berresten von ,troja 7d4 h4 nach ,britannien74 ,ich war mit meinem ,herrn in der ,eselskrippe2 ich strkte den ,moses durch des ,jordans ,flu2 ich war am ,firmament mit ,maria ,magdalena4 ,ich wurde mit ,geist begabt vom ,kessel der ,ceridwen2 ich war ein ,harfenbarde zu ,teon 7oder ,lleon7 in ,lochlyn4 ,ich litt ,hunger fr den ,sohn der ,jungfrau4 ,ich war im weien ,berge 7dem ,tower in ,london7 im ,hofe des ,cynvelyn in ,ketten und ,banden ,jahr und ,tag4 ,ich wohnte im ,knigreich der ,dreieinigkeit4 ,es ist unbekannt1 ob mein ,leib ,fleisch oder ,fisch4 ,ich war ein ,lehrer der ganzen ,welt und bleibe bis zum jngsten ,tag im ,angesicht der ,erde4 ,ich sa auf dem erschtterten ,stuhl zu ,caer ,sidin1 der bestndig sich umdrehte zwischen drei ,elementen2 ist es nicht ein ,weltwunder1 da er nicht einen ,glanz zurckstrahlt8 ,gwyddno1 erstaunt ber des ,knaben ,entwickelung1 begehrte einen anderen ,gesang und bekam zur ,antwort3 ,wasser hat die ,eigenschaft1 da es ,segen bringt2 es ist ntzlich1 recht an ,gott zu denken2 es ist gut1 inbrnstig zu ,gott zu beten1 weil die ,gnaden1 die von ihm ausgehen1 nicht gehindert werden knnen4 ,dreimal bin ich geboren2 ich wei1 wie man nachzudenken hat2 es ist traurig1 da die ,menschen nicht kommen1 all die ,wissenschaften der ,welt zu suchen1 die in meiner ,brust gesammelt sind1 denn ich kenne alles1 das gewesen1 und alles1 das sein wird4 99 99 99 99 99 ,diese ,geschichte des ,taliesin ist einmal der ,stufengang des ,lehrlings bis zur hchsten ,weihe1 sodann die ,geschichte des geheimen ,ordens vom ,kessel der ,ceridwen und endlich die ,naturgeschichte selbst4 ,gwyddno ist offenbar der hchste ,einweiher in das ,mysterium der ,ceridwen4 ,die ,wasserfahrt war demnach ein ,abbild der ,fahrt des ,hu und des ,taliesin1 die dritte ,geburt1 die jeder ,eingeweihte erfahren mute1 wie der ,meister des ,ordens ,taliesin4 ,der zweiten ,geburt gingen manche schwere ,prfungen voraus1 und von der ersten oder natrlichen ,geburt bis zur zweiten war der ,mensch als ungestaltet und schwarz angesehen1 nach seinem ,vorbilde1 dem ,avayddu1 bis ihm nach jahrelangem ,unterricht die drei ,lebenstropfen zu ,teil wurden1 bis der ,durst nach ,wissenschaft bei ihm eintrat4 ,dagegen ,ceridwen ist ,wrach1 oder ,hexe1 eine ,furie1 sie ist die ,materie1 die gewaltsam ihr ,teil vom erwachten ,geiste zurckfordert1 sie ist der ,tod1 und ihr ,kessel oder ,schiff die ,erde1 worin der ,mensch begraben wird4 ,sie ist die ,mutter ,natur1 die das hilflose und ungeistige ,kind 7,avayddu7 zur ,schnheit1 d4 h4 zur ,geistigkeit entwickelt1 dieser ,entwickelung ,bild ist der jahrelang kochende ,kessel1 aber der erwachte ,geist entflieht der ,materie1 er kennt ihre ,nachstellungen und entkommt ihr4 ,gwion ist dieser erwachte ,geist1 und heit nicht mit ,unrecht der kleine1 nmlich der ,jngling1 der in die ,schule der ,druiden geht4 ,seine ,verwandlungen sind eben so viele ,luterungen1 bis er als reines ,weizenkorn von der schwarzen ,henne1 von der ,mutter ,erde aufgenommen wird4 ,nun ist er leiblich tot1 bei seiner ersten ,wiedergeburt tritt er in einen hheren ,grad geistiger ,wirksamkeit ein4 ,die erste ,wiedergeburt geschah durch feierliches ,hervortreten aus dem ,cromlech1 der etwa bildlich der ,kamm der schwarzen ,henne war4 ,die dritte ,geburt des ,lehrlings war an das ,wiederaufleben der ,erde1 an den ersten ,mai geknpft1 also durch die ,frhlingsnachtgleiche bedingt4 ,wie tief diese ,mysterien gegrndet und wie viel umfassend ihre ,lehren gewesen1 zeigt nicht nur die ,menge der dabei beteiligten ,wesen1 sondern auch deren weitgreifende ,verwandtschaft durch die ganze ,sage1 und mu jeden zu dem ,gestndnis ntigen1 da von dem groen ,lehrgebude des ,kesselordens uns nur wenig erklrlich und verstndlich geblieben4 99 99 99 99 99 ,diese ,beispiele aus dem reichhaltigen ,inhalt der keltischen ,bardendichtungen mgen gengen1 um das ,urteil ,mones zu verstehen1 der seine ,mitteilungen daraus mit den ,stzen schliet3 ,es ist eine weite ,aussicht1 die sich uns erffnet1 eine vielgestaltige ,welt1 an deren ,thoren wir stehen1 ein heiliger ,tempelkreis1 in den wir treten4 ,wir mssen mit reinem ,herzen1 das nicht auf ,schlechtigkeit ausgeht1 mit gelehrigem ,geiste1 dem nicht ,hochmut und ,vorurteil das hhere ,licht verschlossen1 kommen1 wie ,arthur und ,cri1 die in das ,heiligtum aufgenommen wurden4 ,unglauben1 wie er auch durch ,unverstndigkeit beschnigt wird1 zerstrt ebenso die ,einsicht in das geistige ,leben der ,vorwelt1 als der ,glauben ohne ,grndlichkeit1 der1 wenn er in der ,nacht des ,altertums einige ,lichter erblickt1 nun frohlockend meint1 es bedrfe nur seiner ,ansicht und ,einbildung1 um aus den zerstreuten und von ferne gesehenen ,lichtern der ,mitwelt einen ,tag hinzuzaubern1 wie er im ,altertum gewesen4 ,bewahre sich vor beidem1 wem es um die ,sache ernst ist6 ,man braucht in sie weder ,liebe noch ,ha hineinzutragen1 da ,ein ,ergebnis1 das nicht mehr bestritten und bezweifelt werden kann1 mehr als hinreichend ist1 uns gerecht im ,urteil zu machen1 dieses nmlich1 da mit dem nordeuropischen ,heidentum1 vorzglich mit dem deutschen und keltischen1 eine groe ,menge und ,tiefe der ,wissenschaften der ,vorwelt verloren gegangen ist4 ,zweite ,abteilung4 ,der ,occultismus der ,germanen4 ,unsere ,aufgabe1 den ,occultismus der ,germanen darzustellen1 wrde eine sehr komplizierte sein1 wenn wir uns dabei genau an die ,entwicklungsgeschichte der germanischen ,mythologie halten und die ,vorstellungen und ,bezeichnungen der einzelnen germanischen ,stmme getrennt halten wollten4 ,die kritische ,forschung ist in dieser ,richtung noch keineswegs zu allgemein anerkannten ,ergebnissen gelangt4 ,unsere ,quellen ber die vorchristliche ,zeit sind uerst drftig4 ,erst die nordische ,forschung1 insbesondere die durch die ,edda angeregte1 hat uns reichhaltigeren ,stoff gebracht4 ber diese aber uert sich wohl mit ,recht ,golther1 ,gtterglaube und ,gttersagen der ,germanen1 ,s4 #a1 dahin3 ,gerade diejenige ,gtterlehre1 welche im ,aufbau abgerundet und vollkommen1 von erhabenen ,gedanken erfllt1 von sittlicher ,anschauung getragen erscheint1 die norwegisch-islndische1 die auch den ,deutschen und berhaupt einmal allen ,germanen angehrt haben sollte1 gilt jetzt vielmehr als eine eigentmliche ,neuschpfung der ,nordleute1 als der letzte krnende ,abschlu einer ,entwicklung1 an deren ,anfang eine irrige ,ansicht sie gestellt hatte4 ,dennoch ziehen wir es vor1 unseren ,lesern diesen ,abschlu der ,entwicklung zu bieten1 anstatt ihn mit zweifelhaften ,hypothesen darber zu behelligen1 wie viel von dem hier ,gebotenen zur ,zeit ,csars1 oder zur ,zeit der ,vlkerwanderung bei dem oder jenem ,zweige der germanischen ,vlkerfamilie schon ausgebildet gewesen sein mag4 ,denn jedenfalls ist im ,keime mehr oder weniger ,alles1 was uns die ,edda in vollendeter poetischer ,ausgestaltung bietet1 bei den ,germanen gemeinsames ,stammgut gewesen4 ,erstes ,kapitel4 ,die ,weltschpfung der ,edda4 ,yggdrasil4 ,die germanische ,mythologie verleugnet ihren uralten arischen ,ursprung nirgends1 es finden sich sogar ,anklnge an die altindische ,weltanschauung1 die grte ,verwandtschaft aber bezeugt sie zu den ,glaubenslehren der ,perser4 ,denn der ,dualismus eines bsen und guten ,weltprinzips1 ewiger ,kampf zwischen ,licht und ,finsternis kennzeichnet die germanische ,weltauffassung nicht minder wie die persische2 nur da sich in der ,ausprgung derselben im ,einzelnen berall ein besserer1 heroischer und poetischer ,typus bewhrt1 dem man auch anmerkt1 da frhzeitige ,auswanderung in die nordischen ,breiten ,europas ihn vor der unreinen ,infektion mit dem schlechten ,asiatismus bewahrte1 der die ,perser als ,magismus entnervt hat4 ,als einheitliches ,weltprinzip waltet auch ber dem ,dualismus ,allvater1 der fr die ,ewigkeit den ,sieg des ,guten verbrgt1 wenngleich er1 hnlich dem persischen ,urgeist ,zaruana akarana sich aus der zeitlichen ,schpfung zurckzieht und diese ,welt dem ,kampf der unteren1 selber vergnglichen ,gtter berlt4 ,lassen wir den ,skalden 7der ,edda7 die ,schpfung schildern3 ,abgrund 7,ginnungagap7 war1 und war nicht ,tag und war nicht ,nacht1 und der ,abgrund war ghnende ,kluft1 ohne ,anfang und ohne ,ende4 ,allvater1 der ,ungeschaffene1 ,unangeschaute1 wohnte in der ,tiefe und sann1 und was er sann1 das ward4 ,da entstand nordwrts im ,unermelichen1 wo ,finsternis ist und ,eisesklte1 ,niflheim 7,nebelheim7 und sdwrts ,muspelheim 7,glutheim71 feurig glhend von unendlichen ,gluten4 ,in ,niflheim that sich auf der ,brunnen ,hwergelmir1 der brausende ,kessel1 und daraus ergossen zwlf ,hllenflsse 7,eliwagar7 ihre eiskalten ,wogen4 -- ,das flssige ,element ist der ,urstoff der ,welt4 -- ,aber die wilden ,wasser erstarrten bald in der grimmigen ,klte zu ,eis1 und die ,schollen rollten bereinander und hinunter in die unermeliche ,kluft und weiter sdwrts gen ,muspelheim4 ber ihnen brausten1 die ,eisberge aufwhlend ,sturmwetter von ,niflheim her2 doch strahlte wohlthtige ,wrme von ,glutheim herber in ,ginnungagap1 und wie die wallenden ,schollen davon erweicht wurden1 da belebte sich1 was vorher ohne ,leben war1 und es entstand ein ,ungeheuer1 ein roher und ungeschlachter ,riese2 ,ymir nannten ihn die ,alten1 d4 h4 den ,tosenden2 er war zweigeschlechtig1 entsetzlich dem ,anblick4 ,er schuf aus eigener ,kraft andere ,ungetme1 die ihm glichen1 die ,hrimthursen oder ,frostriesen 7,eisriesen1 ,reifriesen74 ,unter des ,reifriesen ,arm1 ,rhmt die ,sage1 ,wuchsen ,mann und ,magd2 ,des ,joten ,fu mit dem ,fu erzeugte ,den sechshuptigen ,sohn4 ,ungeheure und ungefge ,naturgewalten herrschten in der ,urzeit der ,welt4 ,zugleich mit ,ymir war aus dem schmelzenden ,eise eine groe ,kuh entstanden1 ,audhumla 7die ,milchreiche74 ,aus ihren ,eutern rannen vier ,milchstrme1 ,nahrung spendend dem schrecklichen ,ymir und den ,hrimthursen4 7,er ist die allnhrende ,natur47 ,sie fand nicht andere ,weide als an dem ,salze der ,eisfelsen1 die sie leckte4 ,darauf erschienen von ihrem ,lecken am ersten ,tage ,haupthaar1 am zweiten das ,haupt1 am dritten das ganze ,menschengebild4 ,es war ,buri oder ,br 7der ,geborene71 die erste geschaffene1 geistige1 vollkommene ,gestalt1 welche sich nun mit der rohen ,naturkraft vermhlt und den ,geist ordnend und regierend hervortreten lt4 ,er erzeugt nmlich mit der ,hrimthursentochter ,bestla drei ,shne3 ,odin 7,geist1 beseelende ,lebenskraft71 ,wile 7,verstand und ,willen71 ,we 7,empfindung und ,gefhl74 ,sofort entbrennt zwischen diesen ,shnen des ,br und dem ,ymir ein ,kampf2 ,ymir wird erschlagen und in seinem ,blute ertrinken alle anderen ,hrimthursen1 bis auf einen1 ,bergelmir1 der sich mit seiner ,familie 7wie ,noah7 auf einem ,boote rettet und ,stammvater der ,jtunen wird1 eines ,riesengeschlechts1 das im fernen ,osten haust4 ,die neuen ,alleinherrscher1 ,brs ,shne1 die sich ,asen nannten1 d4 h4 ,sttzen und ,pfeiler der ,welt1 schufen nun nach ,allvaters ,willen1 aus ,ymirs ,fleische die ,erde1 aus dem ,blute die ,see1 aus den ,gebeinen die ,berge1 aus dem krausen ,haare die ,bume4 ,die ,hirnschale wlbten sie hoch empor zum ,himmelsgewlbe1 unter dem als ,gehirn das ,gewlke schwimmt4 ,dann bauten die ,asen aus des ,riesen ,brauen ,midgard 7das ,reich der ,mitte7 zur ,wohnung den ,menschenkindern1 die noch ungeboren im ,schoe der ,zeit schliefen1 wie es im ,grimnismal der lteren ,edda heit4 ,denn noch herrschte die ,allmutter ,nacht1 eines ,riesen ,tochter und dunkel wie das ,riesengeschlecht4 ,flammende ,funken von ,muspelheim sprhten irr und wirr durcheinander2 denn die ,sonne wute nicht ihren ,sitz1 noch der ,mond seinen ,malweg1 noch die ,sterne ihre ,sttte4 ,die ,asen wandelten die ,lichtfunken in ,sterne und festigten sie am ,himmelsbogen1 die dunkle ,nacht aber hob ,allvater zum ,himmel empor und gab ihr das ,ro ,hrimfaxi 7,reifmhne71 von dessen ,gebi reichlich ,tau in die ,thler rinnt1 damit es ihren dunklen ,wagen ziehe1 wenn sie ber das ,weltall fahrend den duldenden ,wesen ,schlummer bringt4 ,ihrem dritten ,gatten ,dallinger 7,dmmerung71 der von ,asen stammte1 gebar sie den glnzenden ,tag4 ,zu dieser ,zeit wuchsen auf in der ,halle des ,vaters1 der ,mundilfri 7,achsenschwinger7 zwei liebliche ,kinder1 ,sol 7,sonne7 und ,mani 7,mond74 ,als sie zur ,jugendblte heranreiften wunderte sich alle ,welt ber ihre ,schnheit1 und der ,vater in seinem ,stolze verglich sie mit den seligen ,gttern4 ,aber die ,asen1 dem bermute zrnend1 nahmen die blhenden ,geschwister von der ,erde weg1 damit sie am ,himmel in schnerem ,glanze leuchten mchten4 ,also fhrt ,sol im ,sonnenwagen1 den die ,asen von ,muspels sprhenden ,funken erbauten4 ,zwei edle ,hengste1 ,armaker 7,frhwach7 und ,alswider 7,allgeschwind71 ziehen ihren feurigen ,wagen1 dessen ,gluten der ,schild ,swalin 7,khlung7 dmpft1 damit nicht vor der ,zeit ,himmel und ,erde in ,flammen vergehen1 denn ,berge und ,brandung verbrannten gewi ,vor der glhenden ,gottheit der ,sonne1 ,fiel er davor herunter4 7,grimnismal der ,edda47 ,so folgt die schne ,sol dem lichten ,tage1 wenn er1 ,liebesworte mit ihr tauschend1 durch die ,wogen des ,himmels eilt4 ,skinfaxi 7,lichtmhne71 das edle ,ro1 zieht des ,gebieters goldenen ,wagen in raschem ,fluge dahin und seine ,mhne erleuchtet ,luft und ,erde4 ,der dunklen ,nacht folgt ,mani mit dem ,mondwagen4 ,als er nun einstmals ber ein des ,waldland hinfuhr1 sah er zwei ,kinder1 ,bil 7die ,schwindende1 der abnehmende ,mond7 und ,hyuki 7der ,belebte1 der zunehmende ,mond74 ,sie trugen schwere ,wassereimer und schienen ganz erschpft4 ,doch schleppten sie die ,last mhsam fort1 weil ihr harter ,vater sie noch in spter ,nacht zur ,arbeit zwang4 ,mitleidig umfing sie ,mani mit seinen ,strahlen und nahm sie zu sich in seinen himmlischen ,wagen1 wo man sie noch von der ,erde aus sehen kann4 ,sol und ,mani drfen in ihrem ,fluge nicht weilen2 denn der grimmige ,wolf ,skll verfolgt sie durch die ,himmelsrume1 bis sie sich am ,abend in die ,fluten des ,meeres birgt1 und der entsetzliche ,hati jagt dem ,meere nach4 ,wenn die ,wlfe der ersehnten ,beute nahe kommen1 so erblassen die leuchtenden ,himmelsbewohner und verlieren ihren ,schein1 das nennen unkundige ,menschen ,sonnen- oder ,mondfinsternis4 ,den schrecklichen ,hati gebar und mstet mit andern ,wlfen seiner ,art ein ,riesenweib1 das weit stlich in ,jarwider sitzt und ,gttern und ,menschen ein ,grauen ist4 ,von ihrer ,brut ist ,managarm 7,mondhund7 der furchtbarste1 der einst am ,ende der ,tage den ,mond wrgt und die ,sle der ,himmlischen mit ,blut bespritzt1 wie es in der dunklen ,orakelsprache der ,vlnspa heit3 stlich sa die ,alte im ,eibengebsch ,und fttert dort ,fenrirs ,geschlecht1 ,von ihnen allen wird eins das schlimmste3 ,des ,mondes ,mrder bermenschlicher ,gestalt4 ,ihn mstet das ,mark gefllter ,mnner1 ,der ,seligen ,saal besudelt das ,blut4 ,der ,sonne ,schein dunkelt im kommenden ,sommer1 ,alle ,wetter wten3 wit ihr1 was das bedeutet8 ,linde ,lfte bringt suselnd ,swasuder 7,sanft-,sd7 holdselig von ,angesicht2 sein ,sohn ist der blumenbekrnzte ,sommer4 ,doch folgt ihm bald der grimmige ,riese ,windswaler1 mit dem ,winter1 seinem ,erzeugten4 ,die ziehen fort und fort nacheinander durch alle ,zeiten1 bis die ,gtter vergehen4 ,auch sitzt am ,ende des ,himmels der ungeheure ,riese ,hrswelger 7,leichenschwelger7 im ,adlerkleid und schlgt die ,schwingen1 davon der ,sturmwind ber die ,vlker der ,erde tost4 ,hrswelg' nennt sich1 der an ,himmels ,ende sitzt ,im ,adlerkleid ein ,jtun4 ,mit seinen ,fittichen facht er den ,wind1 ber alle ,vlker4 7,edda1 ,vasthrudnismal47 ,wir sehen1 da die ,sonne frher auch bei den ,germanen als mnnliches ,wesen personifiziert wurde2 inde erscheint an ,stelle ,sols schon frhzeitig die weibliche ,sunna4 99 99 99 99 99 ,allvater1 fhrt die ,sage fort1 wohnte in der ,tiefe und sann1 und was er sann1 das ward4 ,da erstand1 unberhrt von der ,faust dieser ,gewalt1 die ,esche ,yggdrasil1 der ,baum der ,welten1 der ,zeiten und des ,lebens4 ,ihre ,zweige breitet sie aus bis in den ,himmel1 ihr ,wipfel berschattet ,walhalla1 die ,halle der seligen ,helden4 ,drei mchtige ,wurzeln nhren und tragen den ,stamm2 die eine reicht gen ,niflheim2 unter ihr herrscht ber das ,reich der ,schatten die bleiche finstere ,hel1 und da sprudelt der urweltliche ,brunnen ,hwergelmir1 in dessen ,tiefen die ,geheimnisse der vorweltlichen ,dinge verborgen ruhen1 die weder ,menschen noch ,gtter noch ,riesen zu ergrnden vermgen4 ,die andere ,wurzel zieht gen ,jtenheim1 wo ,mimirs ,born quillt1 in dem die ,kunde von der ,urwelt1 von der ,entstehung1 dem ,werden der ,dinge sich birgt4 ,da sitzt ,mimir 7,erinnerung71 der weise ,jote1 und trinkt alle ,tage von der ,flut1 die er mit ,walhallas ,pfande schpft4 ,denn er selbst1 ,odin1 der sinnende ,ase1 kam einstmals zu dem ,wchter des ,brunnens1 einen ,trunk begehrend1 und ,mimir verlangte und erhielt dafr ein ,auge des nach urweltlicher ,weisheit sphenden ,gottes zum ,pfand4 ,die dritte ,wurzel breitet sich gen ,midgard aus1 der ,sttte der sterblichen ,menschen4 ,daselbst quillt und wallt das ,wasser des ,urd-,borns1 der die ,geheimnisse des ,entstehens und ,vergehens der irdischen ,dinge umschliet4 ,wenn die ,vlker und ihre ,herrscher die ,tiefen ergrnden und den plaudernden ,fluten lauschen wollten1 wrden sie mit verjngter ,kraft zu neuen ,thaten schreiten4 ,auch ziehen in dem ,brunnen zwei silberne ,schwne ihre ,kreise2 die sind still und stumm1 wie die ,vergangenheit1 die nicht gehrt1 wie die ,zukunft1 die nicht beachtet wird4 ,dem ,urd-,born entstiegen1 sitzen am ,ufer ernst und schweigend die drei ,nornen3 ,urd 7,vergangenheit71 ,werdandi 7,gegenwart7 und ,skuld 7,zukunft74 ,sie spinnen und weben der ,neugeborenen ,fden1 hrene und seidene und etliche von ,gold1 einen aber gen ,norden1 der unzerreibar1 unentrinnbar des ,lebens ,leid bedeutet und den ,niedergang zur ,hel4 99 99 99 99 99 ,der ,mythus vom ,weltbaum ist unverkennbar uralten arischen ,ursprungs4 ,er erinnert an ,platons ,weltachse1 ,republik ,x4 #fai4 ,vgl4 ,s4 #ehb oben4 ,offenbar haben wir hier den indischen ,lingam1 dessen sinnbildliche ,darstellung sich noch in der berhmten ,irminsule1 dem ,heiligtum der ,sachsen1 das ,karl der ,groe zerstrte1 wiederfindet4 ,der ,todesgttin sind die ,schicksalsschwestern verwandt4 ,in grauer ,urzeit geboren1 wurden sie von ,joten aufgepflegt1 bis sie ans ,licht des ,tages traten und nun1 am ,urd-,born sitzend1 den ,wechsel der ,zeit verkndigen4 ,sie begieen den ,lebensbaum mit dem heiligen ,wasser der ,quelle1 da er nicht der ,fulnis erliege2 aber sie wissen und verkndigen es auch1 wie alles ,leben dem ,untergang sich zuneigt1 dem auch die seligen ,gtter nicht entrinnen knnen4 -- ,an den ,blttern der ,weltesche zehrt der ,hirsch ,eikthyrner1 gleichwie das umrollende ,jahr an der ,dauer der ,welt und der endlosen ,zeit2 vier andere ,hirsche1 ,dain und ,dwalin1 ,dumaier und ,durnthor1 nhren sich von den ,knospen und ,sprossen1 wie die ,jahreszeiten ,stunden und ,tage verzehren und sie doch nicht mindern4 ,von ,helheim herab aber bumt sich der ,drache ,nidhggr und unzhliges ,gewrm1 die ,wurzel benagend4 99 99 99 99 99 ,knnen wir nichts thun1 um den ,lebensbaum zu schtzen8 fragten einst ,odin die anderen ,asen4 ,gegen den groen ,hirsch und die brigen gengt die ,arbeit der ,nornen1 antwortete ,jener1 denn was die ,schwche der ,weltlenker und das bestndige ,schwinden der erschaffenen ,wesen dem ,werke des ,geistes schadet1 das wird durch das ,walten der ,weltgeschichte ersetzt4 ,aber das ,grundbel ist unheilbar2 dem ,werke klebt der vergngliche ,stoff an4 ,zwar nur eine ,wurzel des ,baumes steht in ,niflheim1 allein1 wenn es ,nidhggr erst gelungen ist1 diese zu untergraben1 so werden andere1 geistige ,feinde den ,stamm leicht zum ,wanken bringen4 ,gegen sie1 welche bald hereinbrechen werden1 habe ich einen treuen ,wchter auf die ,spitze des ,baumes gestellt4 ,ihr seht dort meinen ,adler horsten und zwischen seinen ,augen sitzt ein ,falke4 ,so schaut er ohne ,unterla mit doppelter ,sehkraft aus4 ,damit er nie einschlummere1 luft jenes ,eichhrnchen bestndig am ,stamme auf und ab4 ,sonderbarer ,weise findet man auch im deutschen ,aberglauben eine hohe ,bedeutung des ,tannenwipfels und eine ,beziehung des ,eichbaumes auf denselben4 ,in dem sympathetischen ,mischmasch 7#agae1 ,s4 #hb7 und in den #ach ,geheimnissen 7,frankfurt und ,leipzig #agbf7 heit es1 der hchste ,tannenzapfen am ,baum mache schufrei und1 wenn ein ,eichhrnchen davon es esse1 knne es auf keine ,weise getroffen werden4 ,daher trage man auch solche ,zapfen im ,kriege bei sich1 um schufest zu werden4 7,w4 ,menzel1 vorchristl4 ,unsterblichkeitslehre ,s4 #ga47 ,nidhggr1 fhrt ,odin fort1 lt dem ,wchter keine ,ruhe3 denn der ,lindwurm ist grimmig1 da durch die ,wachsamkeit des ,adlers seinem dereinstigen ,verbndeten und dadurch auch ihm das ,werk erschwert wird4 ,wilde ,lsterungen stt er deswegen unaufhrlich gegen die ,asen aus2 das ,eichhrnchen hinterbringt sie dem ,adler1 der ihm krftige ,drohungen zurckschickt4 ,der ,zorn ber die frevle ,zerstrungswut hlt das ,auge des ,geistes wach gegen die nahende ,versuchung2 dieser ,zorn wird aber nur unterhalten1 wenn schnelle ,gedanken bestndig zwischen ,himmel und ,erde hin und her eilen und ,himmlisches und ,irdisches gegen einander halten4 ,was der ,adler nicht erschaut1 das werden mir meine beiden ,raben knden4 ,sie heien ,hugin1 d4 h4 der ,gedanke und ,mimir1 d4 h4 ,erinnerung4 ,tglich sollen sie um die ,welt fliegen und mir alles melden1 was vorgeht4 ,gegen unsere zuknftigen ,feinde bin ich gerstet2 bisher beherrschte ,liebe die ,welt2 von nun an mu ,furcht hinzukommen4 ,yggr1 d4 h4 ,schrecken1 wird bald mein ,name sein1 und der ,baum1 der mich getragen1 heie ,baum des ,schreckens3 ,yggr drasil4 ,zweites ,kapitel4 ,der ,gtterhimmel der ,germanen4 ,die ,edda 7,wluspa7 schildert uns #ab ,weltteile oder ,himmelsfesten1 die vermutlich den #ab ,sternbildern des ,tierkreises entsprechen4 #a7 ,midgard1 die ,erde1 ist schon genannt4 ,auf und ber der ,erde ist #b7 ,wanaheim1 der ,wohnplatz eines jngeren ,gttergeschlechts1 in denen sich die ,natur der ,asen vermischte mit der ,natur der ,jtunen4 ,wahn war ihr ,wesen1 d4 h4 unbewutes ,schauen und ,sinnen4 ,man erklrt sie vielfach fr die ,gtter des ,gemts1 der sinnlichen ,triebe1 einzelne halten sie auch fr die ,gtter der ,wasserwelt1 unter deren ,herrschaft das ,meer und die ,flsse standen4 ,unter der ,erde ist #c7 ,schwarzelfenheim1 der ,aufenthalt der von ,loki geschaffenen ,zwerge4 ,durch dieses gelangt man zum ,totenreich1 #d7 ,helheim1 welches von #e7 ,niflheim begrenzt wird4 ,sdwrts liegt das erwhnte #f7 ,muspelheim1 wo ,surtur mit dem ,flammenschwert herrscht und ,muspels ,shne wohnen4 ber ,midgard im sonnenhellen ,raum liegt #g7 ,lichtelfenheim1 der ,aufenthalt der ,lichtelfen1 ,zwerge1 die sich von den ,erdzwergen durch ihre lichte ,hautfarbe unterscheiden und die ,gefilde ,asgards schmcken und fr die ,asen arbeiten1 wie die ,erdzwerge fr ,widar und ,hdur4 ber diesem aber wlbt sich #h7 ,asgard1 die ,burg der ,asen1 von ,gold und glnzendem ,gestein erglnzend und in ewigem ,frhling grnend4 ,dieses trennt ein breiter ,strom von #i7 ,jtunheim1 dem ,aufenthalt der zauberkundigen ,joten4 ,daneben werden noch genannt #aj7 ,glidskialf1 der ,hochsitz ,odins1 #aa7 ,gladsheim 7,glanzheim71 der ,hof ,odins1 der auch ,walhall umschliet1 und #ab7 ,himmelsburg1 wo ,heimdal wohnt1 der ,wchter der ,gtter4 ,der hchste der ,asen1 der ,gttervater1 der nchst dem ungeschaffenen ,allvater die von ihm geschaffene ,welt whrend ihrer ganzen ,dauer regiert1 ist ,odin1 von ,wolfgang ,menzel treffend als eine ,personifikation der ,zeit und zugleich des absoluten freien ,willens charakterisiert1 ein ,gott1 der an sich weder gut noch bse1 doch im ,verlaufe der ,zeitlichkeit mancherlei ,unrecht verbt und schlielich nicht ohne ,schuld den ,untergang dieser ,welt herbeifhren mu4 ,odin ist der deutsche ,wodan1 der ,himmelsgott1 gewhnlich einugig gedacht2 denn der ,himmel hat nur ein ,auge1 die ,sonne2 ein breiter ,hut beschattet seine ,stirn1 die ,wolke1 sein ,mantel ist blau mit goldenen ,sternen bestickt4 ,die ,rmer 7,csar und ,tacitus7 identifizierten ihn mit ,merkur2 denn sie berichten1 ,merkur sei der hchste ,gott der ,germanen4 ,dies wird nur erklrlich1 wenn man bedenkt1 da bei den ,rmern ,merkur als ,totenfhrer gilt4 ,ein ,fhrer der ,seelen war aber auch ,odin-,wodan2 denn die ,seele dachte man sich als ein luftartiges ,wesen4 ,nach dem ,tode fhrt ,odin sie in sein luftiges ,reich4 -- ,in dieser ,eigenschaft als ,luftgeist und ,fhrer abgeschiedener ,seelen hat ,wodan sich am lngsten in der deutschen ,volkssage erhalten4 ,es ist der im ,sturm jagende ,wode1 der wilde ,jger1 der in lokalen ,sagen noch jetzt als ,hackelbaraud1 ,rodensteiner erscheint und das ,gespensterheer ber die ,wlder dahin fhrt4 ,whrend aber in den spteren vom ,christentum beeinfluten ,sagen die ,seelenfhrung ,odins einen unheimlichen ,charakter angenommen hat1 war sie im ,heidentum vor allem eine ,fhrung der heldenhaften ,seelen4 ,odin ist der groe ,heerfhrer4 ,gieb uns den ,sieg1 ,heervater1 flehten betend und opfernd die ,frsten der ,vandalen zu ,wodan4 ,in ,odins ,himmelsburg war ja auch ,walhalla1 eine ungeheuere groe ,totenhalle1 in die alle ,knige1 ,helden und zur ,waffenehre berechtigten freien ,mnner nach ihrem ,tode aufgenommen wurden1 als die sog4 ,einherier 7,genossen des ,heeres1 ,waffenbrder74 ,sie werden an der ,tafel1 an der ,odin allein ,wein trinkt1 sie aber ,bier1 von den schnen ,walkyren 7,totenwhlerinnen1 ,wunschmdchen7 bedient1 ziehen dann auch abwechselnd hinaus auf die ,ebene ,ida1 um mnnliche ,spiele zu treiben und miteinander zu kmpfen1 weil ihnen schon im ,leben ,kampf immer das liebste gewesen4 -- ,auer der ,walhalla gab es nach der ,edda noch andere ,himmel1 einen der ,frauen1 der ,jungfrauen und einen sehr groen fr das gemeine ,volk4 ,nach ,walhall gelangten nur ,helden und diese auch nur1 wenn sie im ,kampfe gefallen waren oder sich auf dem ,sterbebette wenigstens noch mit einer ,lanze verwundet hatten4 ,derselbe ,odin1 der ,fhrer der ,helden1 ist nur bezeichnend fr die germanische ,schtzung der ,dichtkunst -- es soll der ,dichter mit dem ,knig 7,helden7 gehen1 -- noch der ,gott der ,dichtkunst1 und wieder bezeichnend fr das ,volk der ,dichter und ,denker1 der ,gott der ,weisheit4 ,eigentmlich ist die ,erzhlung der ,edda vom ,dichtertrank1 in dessen ,besitz ,odin sich mit ,unrecht und ,arglist zu setzen wute4 ,die ,asen und ,vanen1 d4 h4 vielleicht die sittlichen und physischen ,mchte1 hatten sich zu ,anfang bekmpft4 ,es wurde aber zuletzt ,frieden geschlossen1 und dies geschah1 indem beide ,teile in ein ,gef spuckten4 ,dieses ,friedenszeichen schufen die ,asen nachher in einen ,mann um1 namens ,quasir1 der so weise war1 da er auf alle ,fragen1 die man an ihn richtete1 ,antwort zu geben wute4 ,quasir fuhr nun weit im ,lande umher1 die ,menschen zu unterrichten und berall rhmte man seine ,weisheit und seinen ,verstand1 so da sein ,ruhm sich weithin verbreitete4 ,einstmals kam er zu zwei ,zwergen1 namens ,fialar und ,galar2 diese waren neidisch auf seinen ,ruhm1 und tteten ihn deshalb4 ,sein ,blut lieen sie in zwei ,fsser rinnen1 die ,son und ,boden hieen1 und in einem ,kessel1 den sie ,odrrer nannten4 ,in dieses ,blut mischten sie ,honig1 und daraus entstand ein herrlicher ,met1 welcher die ,eigenschaft hatte1 da er die1 welche davon tranken1 zu ,dichtern und weisen ,mnnern machte4 ,dieser ,zaubertrank kam schlielich in den ,besitz des ,riesen ,suttang1 der ihn in einem ,felsen1 namens ,huitberg verbarg4 ,er selbst kostete nicht einmal davon1 denn er war zu geizig dazu4 ,seine ,tochter1 die schne ,gunldi1 stellte er als ,wchterin bei dem ,met und verbot ihr streng1 davon etwas zu genieen4 ,davon hat die ,dichtkunst auch die ,namen3 ,quasirs ,blut1 ,zwergtrank1 ,odreers oder ,bodens oder ,sons ,na1 ,huitbergs ,met oder ,na4 ,odin hatte von diesem wunderbaren ,getrnk gehrt1 und obschon er selbst die ,gabe der ,dichtkunst und die ,weisheit in einem hohen ,grade besa1 wollte er doch von diesem ,met kosten1 um noch weiser zu werden4 ,er machte sich daher auf den ,weg nach dem ,riesenlande1 und zwar ohne alle ,begleitung1 und kam an einen ,ort1 an dem neun ,riesen das ,heu abmheten4 ,obgleich der mchtigste ,gott1 getrauete er sich doch nicht1 die neun ,riesen zu bekmpfen1 und suchte daher durch ,list ihrer ,herr zu werden4 ,er fragte sie nmlich1 ob er ihnen mit seinem kostbaren ,wetzsteine die ,sensen wetzen solle1 und die ,riesen willigten ein4 ,odin nahm darauf einen ,wetzstein aus der ,tasche1 und machte die ,sensen darauf so scharf1 da die ,riesen darber sehr erfreut waren2 aber nun wollten sie auch den ,wetzstein haben4 ,odin sagte1 wer ihn kaufen wolle1 solle geben1 was billig sei4 ,jeder sagte darauf1 da er ihn kaufen wolle1 und sie gerieten darber in ,streit4 ,da warf ,odin den ,stein in die ,luft1 und nun griffen alle darnach1 und sie kamen derart ins ,handgemenge1 da sie sich mit ihrem ,eisen tteten4 ,odin setzte nun seinen ,weg fort und kam des ,abends zu einem ,riesen1 namens ,bangi1 einem ,bruder ,suttangs2 er hatte hier wieder eine andere ,gestalt angenommen und nannte sich ,blwerk4 ,bangi1 der den ,gtterfrsten nicht erkannte1 nahm ihn sehr gut auf1 und erzhlte ihm1 auf welche ,weise er neun seiner ,knechte verloren habe1 und wie er nun nicht wisse1 woher er ,arbeiter nehmen solle4 ,da erbot sich ,blwerk1 bei ihm zu bleiben whrend des ganzen ,sommers1 und ebensoviel zu arbeiten1 als die neun ,knechte gearbeitet hatten2 doch sollte ihm ,bangi zum ,lohne dafr am ,ende des ,sommers einen ,trunk aus ,suttangs ,met verschaffen4 ,bangi antwortete1 da er nicht ,herr ber den ,met sei1 versprach ihm jedoch1 mit ihm zu seinem ,bruder zu gehen und diesen darum zu bitten1 denn einen so tchtigen ,arbeiter wollte er nicht so leicht wieder ziehen lassen4 ,whrend des ,sommers arbeitete ,blwerk fr neun2 als aber der ,winter herankam1 verlangte er seinen ,lohn4 ,beide begaben sich nun zu ,suttang2 ,bangi erzhlte seinem ,bruder1 was ,blwerk fr ihn gethan und was er ihm versprochen hatte1 und bat ihn nun um einen ,trunk von dem ,dichtermet1 aber ,suttang schlug die ,bitte geradezu ab1 und sagte1 da niemand von seinem ,met kosten solle4 ,darauf sagte dann ,blwerk zu ,bangi1 da sie es nun durch ,list versuchen mten1 um den ,met zu bekommen1 und ,bangi war damit zufrieden4 ,beide machten sich nun auf den ,weg zu dem ,felsen1 in welchem der ,dichtertrank eingeschlossen war4 ,als sie dort angekommen waren1 zog ,blwerk einen ,bohrer hervor1 der ,rati genannt war1 und gebot ,bangi1 mit diesem scharfen ,bohrer den ,felsen zu durchbohren4 ,bangi that es1 und nach einiger ,zeit sagte er1 der ,fels sei nun durchbohrt4 ,aber ,blwerk blies in das gebohrte ,loch1 und da ihm die ,sphne ins ,gesicht flogen1 merkte er1 da ihn ,bangi betrgen wolle4 ,er verlangte daher1 da ,bangi den ,felsen vollstndig durchbohren solle1 und er mute es thun4 ,als ,blwerk nun wieder hineinblies1 flogen die ,sphne ins ,innere des ,felsens4 ,schnell verwandelte sich nun ,blwerk in eine ,schlange1 und kroch durch das ,loch4 ,bangi stie ihm den ,bohrer nach1 aber ohne ihn zu treffen4 ,als ,blwerk nun in dem ,felsen angekommen war1 nahm er eine ,gestalt an1 in welcher er der ,gunldi so auerordentlich gefiel1 da sie ihm nichts verweigern konnte4 ,whrend dreier ,tage und dreier ,nchte blieb er in dem ,felsen4 ,beim ersten ,trank leerte er den ,kessel ,odrrer1 beim zweiten das ,fa ,boden und beim dritten das ,fa ,son4 ,hierauf verwandelte er sich in einen ,adler1 flog eiligst davon1 und lie die betrogene ,gunldi in ,verzweiflung zurck4 ,unterde hatte ,suttang ,kunde erhalten von dem1 was geschehen war4 ,schnell verwandelte er sich ebenfalls in einen ,adler1 und flog ihm nach4 ,die ,asen sahen ,odin schon in weiter ,ferne2 sie bemerkten aber auch1 da ,suttang ihn verfolgte1 und da ,odin durch den in reichlichem ,mae genossenen ,met schwerfllig geworden4 ,sie setzten deshalb schnell ,gefe in den ,hof1 in welche ,odin1 als er den ,asgard erreichte1 den ,met ausspie4 ,so gelangte ,odin zu dem ,dichtermet4 ,odin gab davon den ,asen und allen guten ,dichtern4 ,dies ist der ,ursprung von dem1 was wir ,dichtkunst1 ,odins ,fang oder ,fund1 oder der ,asen ,gabe und ,trank nennen4 ,so weit die ,erzhlung in der jngeren ,edda4 ,in der ,havamal wird dieselbe ,mythe wenn auch nicht so vollstndig erzhlt1 aber weit schner ausgeschmckt3 ,sobald es tagte1 ,gingen die ,riesen ,in die erhabene ,halle hinein1 ,und jeder fragte ,und forschte den ,blwerk1 ,ob die ,mher mit ihm ,gekommen seien4 ,lange hielt ich1 ,was ich versprach1 ,und vollendet die ,arbeit ,so gut als einer1 ,da nichts gebrach4 ,darauf sucht er ,suttang ,zu berlisten ,beim frhlichen ,mahl1 ,allein er mute noch ,gunldens ,thrnen kosten4 ,gunlde reichte ,im goldenen ,keller ,mir einen ,trunk ,des kostbaren ,mets dar1 ,aber mit ,schmerzen ,vergalt ich ihn ,ihrem heiligen ,herzen ,ihrem zchtigen ,sinn4 ber ,flsse mut' ich schwimmen1 ber ,felsen mut' ich gehen2 ,oben und unten ,hab' ich der ,riesen ,wege gefunden1 ,und setzte da meinen ,kopf auf's ,spiel4 ,nun hab' ich zum ,dank ,den teuren ,trank4 ,ihn werden die ,weisen ,ein ,kleinod heien4 ,aus ihm entsprang ,lied und ,gesang ,im ,himmel und auf ,erden4 ,niemals wrd' ich ,den ,riesenhhlen ,entkommen sein1 ,htt' ich nicht ,gunlde1 ,das gute ,mdchen1 ,umarmt und geliebkost4 99 99 99 99 99 hnlich raubt nach indischen ,mythen der ,gott ,indra den im ,wolkenberge gefesselten ,met und bringt ihn in ,falkengestalt zu den ,sterblichen4 ,ich wei1 so spricht in einer der rtselhaftesten und tiefsinnigsten ,dichtungen der ,edda ,odin1 da ich hing am ,baume der ,welt neun lange ,nchte1 vom ,speer verwundet1 den ,odin geweiht1 ich selber mir selbst4 ,am ,baume hing ich1 des ,wurzel keiner kennt4 ,man bot mir nicht ,brot noch ,trank4 ,da1 in die ,tiefe sphend1 empfing ich ,runen und sank vom ,baume nieder4 ,vom ,ahn1 dem ,urriesen1 lernt' ich der ,lieder neun1 und trinkend den ,mut aus ,odrrers ,born1 gewann ich ,gestalt und ,bildung und begann zu denken4 ,wort aus dem ,wort verlieh mir das ,wort2 ,werk aus dem ,werk verlieh mir das ,werk4 -- ,runen sollst ,du finden1 o ,menschenkind1 ,ratstbe1 mchtige ,stbe1 die ,gtter schufen1 und die der allwaltende ,herrscher eingeschnitten hat4 ,er schnitt sie ein zur ,richtschnur den ,vlkern1 dann entwich er von wannen er wiederkehrt4 -- ,dieser ,mythus wird von ,mannhardt folgendermaen gedeutet3 ,der sinnende ,gottesgeist1 -- ,odin1 -- schwebt am ,weltbaum auerweltlich ber der zeitlich-materiellen ,welt4 ,er blickt nieder in die ,tiefen der ,schpfung und sucht ,runen1 d4 h4 die ,eigenart1 die ,wesenheit der ,dinge zu erforschen4 ,er leidet ,pein3 vom ,speer verwundet1 ohne ,brot und ,trank neun lange ,nchte4 ,denn jede ,geburt bringt ,schmerz und bedarf der ,zeit1 um zu reifen4 ,wie er die ,runen erkennt und erfat1 sinkt er herab1 er sich selbst zum ,opfer bringend4 ,der ,geist taucht in die unbeseelte ,materie1 wird innerweltlich1 wchst und gedeiht im endlosen ,leben durch das ,leben1 ,wort aus dem ,wort und ,werk aus dem ,werk4 ,er durchdringt und beherrscht die ,welt1 da er aller ,dinge eigenste ,art erkannt hat4 ,er beherrscht sie durch ,lieder1 welche die ,runen lebendig1 zauberkrftig machen2 denn neun ,hauptlieder hat er von dem urweltlichen ,riesen erlernt und hat von ,gunlds ,wundermet getrunken4 ,es ist die ,sprache des ,gesanges1 die1 wie in der hellenischen ,orpheussage nicht blo das menschliche ,gemt1 sondern sogar leblose1 unbeseelte ,dinge belebt4 -- ,der runenkundige ,gott ist zugleich der ,zauberkundige4 ,eins der ltesten altdeutschen ,sprachdenkmale ist jener ,zauberspruch3 phol unde uudan -- ,phol 7,balder7 und ,wodan uuorum zi holza2 -- fuhren ins ,holz4 d uuart demo balders uolon -- da ward des ,balders ,fohlen zin uuoz birenkit3 -- sein ,fu verrenket2 thu biguolen sinthgunt -- da besprach ihn ,sintgunt ,sunn1 er suister -- und ,sonne1 ihre ,schwester2 thu biguolen uudan -- ,da besprach ihn ,wodan1 s he uuola conda3 -- ,wie er wohl konnte2 sse bnrenki -- ,so die ,beinrenkung1 sse bluotrenki -- ,so die ,blutrenkung4 sse lidirenki4 -- ,so die ,gliederrenkung4 bn zi bna -- ,bein zu ,beine1 bluot zi bluoda -- ,blut zu ,blute1 lid zi geliden -- ,glied zu ,gliedern1 sse gelmida sn4 -- ,als ob sie geleimet seien6 99 99 99 99 99 ,sogar zu ,mimirs ,born war ,odin hinabgestiegen1 um den ,grund aller ,dinge zu erfahren4 ,heimlich fuhr er dahin und begehrte einen ,trunk aus ,mimirs ,born4 ,aber der ,riese verlangte dafr ein ,auge des ,gottes4 ,so gro war dessen ,durst nach ,erkenntnis1 da er das eine ,auge dafr gab4 ,mimir hatte vordem wohl ,kunde von den ltesten ,zeiten gehabt2 allein die ,einsicht in das ,geschehende hatte ihm gefehlt2 von nun ab benutzte er das ,auge ,odins als ,trinkhorn1 und aus des ,geistes ,auge trank er ,einsicht vom ,quell des ,gedchtnisses4 -- ,odin aber kehrte grbelnd und sinnend zurck4 ,vieles war ihm klar geworden2 doch sah er ein1 da niemand ,allvaters ,ratschlsse aus der ,natur endlicher ,wesen erschlieen kann1 und wenn er die ,schpfung bis zum ersten ,keimpunkt zurckverfolgt4 ,als die ,asen ihn fragten1 wodurch er sein ,auge verloren1 zeigte er auf die groen ,lichter1 welche ,tag und ,nacht erhellen1 und ,wit ihr1 fragte er sie1 warum nur eine ,sonne und ein ,mond an meinem ,himmel steht8 ,seht1 ihr ,ebenbild schaut euch aus dem ,gewsser entgegen4 ,ein ,auge des ,himmels wacht ber der ,welt2 das andere ist versenkt in das ,meer der ,zeiten1 in den ,urstoff der ,dinge4 ,ein tieferer ,sinn dieses ,mythus vom einen ,auge ,odins1 dessen anderes er bei ,mimir zum ,pfande lie1 scheint mir durch die spekulative ,hypothese vom transscendentalen ,ich gegeben zu sein1 die wir bereits bei ,plato und ,aristoteles berhrten1 die ,kant und endlich du ,prel in der ,lehre vom ,doppel-,ich1 dessen eine ,hlfte im ,transscendenten liegt1 modernisiert hat4 7,vergl4 ,s4 #hcb und #fac oben47 ,nchst ,odin-,wodan nehmen ,thor und ,loki die bedeutendste ,stelle im germanischen ,gtterhimmel ein4 ,thor1 ,thunaras1 ahd4 ,donar1 ist ebenfalls ,himmelsherrscher1 aber eine von dem hheren umfassenden ,begriffe ,odins abgespaltene ,rolle1 nmlich als ,herr des ,gewitters4 ,nach ihm trgt der ,donnerstag noch heute seinen ,namen4 ,auf einem von ,bcken gezogenen ,wagen fuhr er durch die ,wolken dahin1 der einschlagende ,blitz war sein ,gescho1 gedacht als steinerner ,wurfhammer4 ,sein ,charakter vereint ,kampflust und ,gutmtigkeit2 letztere lt ihn oftmals das ,opfer von ,trug und ,lug werden4 ,ihm galt vor allem das ,gebet und der ,kriegsgesang der ,germanen beim ,auszug in die ,schlacht4 ,nach ,mone 7,s4 #djd7 ist ,thor das bergewicht der allgemeinen organischen ,lebenskraft ber die unorganische ,materie oder mit anderen ,worten der kmpfende ,sonnenheld4 ,letzteres wrde uns begreiflich machen1 warum die ,rmer in ihm nicht nur ihren ,jupiter tonans1 sondern mehrfach auch ihren ,herkules wiederzuerkennen glaubten4 ,er war ein ,sohn ,odins und der ,erde1 was ganz physikalisch durch die aus der ,erde aufsteigenden ,gewitterwolken gedeutet werden knnte4 ,er versinnbildlicht auch die ,fruchtbarkeit1 als zeugendes ,prinzip2 denn die blonde ,sif1 die ,ernte ist sein ,weib1 nmlich im ,sommer2 im ,winter heit sein ,weib ,jarasaxa 7,eisenschwert oder ,pflugschar74 ,kraft ist seine hervorstechendste ,eigenschaft4 ,thrudheimr 7,kraftwald7 ist der ,name seines ,wohnsitzes1 er wandert gern mit einem ,tragkorb auf dem ,rcken zu ,fu einher1 it und trinkt unmig1 ist leidenschaftlich1 und wenn er zrnt1 schnaubt er in seinen roten ,bart1 da es wie ,donner durch die ,wolken schallt4 ,er ist der ,hauptfeind des ,riesengeschlechts4 ,als er einst schlief1 -- im ,winter ist seine ,kraft abwesend --1 stahl ihm der ,riese ,thrymr1 der ,starke1 seinen ,hammer 7,mjllnir7 und verbarg ihn tief in der ,erde4 ,er wollte durch ,vorenthaltung des ,hammers sich die ,gttin ,freyja zur ,frau erpressen4 ,auf ,heimdallrs ,rat legte nun ,thor ,freyjas ,gewand an und nahm den listigen ,loki1 der sich als ,magd verkleidet hatte1 mit ins ,thursenland1 das ,thrymr beherrschte4 ,von ,thrymr sehnsuchtsvoll empfangen1 fiel er diesem auf durch unmiges ,trinken und ,essen1 einen ganzen ,ochsen a er und acht ,lachse und alle ,kuchen1 die den ,weibern bestimmt waren4 ,da hob ,thrymr seinen ,schleier und prallte entsetzt zurck1 da er ,thors furchtbar funkelnde ,augen erblickte4 ,doch gebot er1 den ,hammer zu bringen um die ,braut zu weihen4 ,da lacht dem verkleideten ,thor das ,herz1 als er seinen ,hammer wiedersieht2 er ergreift ihn1 erschlgt den ,riesenfrsten und zerschmettert das ganze ,geschlecht4 ,mone findet in dieser ,sage eine ,anspielung auf die ,idee der ,wiedergeburt3 da ,heimdallr die ,seelen zur ,wiedergeburt der ,frau 7,freyja7 berliefert1 so mu ,thor selbst eine ,frau werden1 wenn er 7der ,winterschlaf ist der ,tod7 wiedergeboren sein1 d4 h4 zu seinem ,hammer gelangen will4 ,einfacher und natrlicher scheint es mir1 darin nichts anderes als das ,erwachen des ,frhlings zu finden4 ,noch schlft die ,mutter ,erde1 ,trumend vom ,auferstehn2 ,da ruft ein mchtig ,werde ,der ,gott2 es mu gescheh'n4 ,er spaltet mit dem ,hammer ,des ,eises starres ,thor4 ,da tritt sie aus der ,kammer1 ,brutlich geschmckt hervor4 99 99 99 99 99 ,loki1 der ,endiger1 von riesischer ,abkunft1 ist der ,anstifter jeglichen ,unheils bei ,gttern und ,menschen1 scheinbar zunchst ein treuer ,gefhrte der anderen ,asen1 schn wie ,lucifer1 hat er im ,anfang der ,zeiten mit ,odin ,blutsbrderschaft getrunken4 ,doch weil er vom ,herzen eines bsen ,weibes getrunken1 ist er schwanger geworden und hat die ,ungeheuer1 den ,fenriswolf1 die ,midgardschlange und die ,totengttin ,hel geboren4 ,er selbst pflegt sich unter den verschiedensten ,verwandlungen zu zeigen1 ein ,geist1 der stets dem ,widerspruch und der ,verneinung dient4 ,er heit auch ,loptr 7,luft7 und ,lodorr 7,hitze72 ,funkenspiel und zitternde ,luftbewegung bringt heute noch nordischer ,volksglaube mit ,lokis ,namen in ,verbindung4 ,loki ist das ,feuer1 das der ,sturm aus dem ,holze entfacht4 ,denn seine ,eltern heien ,farbauti1 der gefhrlich ,schlagende und ,nal1 ,nadel am ,nadelbaum4 ,loki ist es1 der bekanntlich den ,balder1 diese reinste ,lichtgestalt unter den ,asen1 den guten ,gott durch den blinden ,hdur tten lt1 wie es die jngere ,edda #di schildert3 ,balder1 der ,gute1 hatte schwere ,trume1 sein ,leben sei in ,gefahr4 ,da hielten die ,asen ,rat1 um ihn zu schtzen1 und ,frigg1 seine ,mutter1 nahm ,eide von allen ,elementen1 ,steinen1 ,pflanzen1 ,tieren1 ,krankheiten und ,giften1 da sie ,balder verschonen sollten4 ,die ,asen stellten darauf den ,balder in die ,mitte1 warfen und schlugen nach ihm mit allen mglichen ,werkzeugen und konnten ihn nicht verletzen4 ,loki aber1 der die ,gestalt eines alten ,weibes angenommen hatte1 lockte der ,frigg das ,geheimnis ab1 ob ihrem ,sohn doch vielleicht etwas schaden knne4 ,unvorsichtig vertraute ihm ,frigg1 von einer ,mistel allein1 die auf einem gewissen ,baum wachse1 habe sie keinen ,eid genommen1 da dieselbe ihr zu jung vorgekommen sei4 ,da pflckte ,loki die ,mistel ab und gab sie dem ,hdur1 der ein ,bruder des ,balder und von groer ,strke1 aber blind war4 ,als nun alle ,asen schon versucht hatten1 den ,balder zu verletzen1 sollte es auch der blinde ,hdur versuchen2 kaum aber berhrte er ihn mit der ,mistel1 so fiel der schne ,bruder tot zu ,boden4 ,seine ,leiche wurde von den ,asen in ein groes ,schiff gebracht und verbrannt4 -- ,die ,gtter entsandten ,hermordr1 einen anderen ,bruder ,balders1 nach ,hel1 der ,totengttin1 um den ,gestorbenen aus ihrer ,macht zurckzulsen4 ,hel knpfte die ,auslsung an die ,bedingung1 da alle ,wesen1 lebende und tote1 um ,balder weinen4 ,das thaten sie auch mit ,ausnahme des ,riesenweibes ,tk1 einer ,vermummung ,lokis1 und somit konnte ,balder nicht wieder zur ,welt kommen4 99 99 99 99 99 ,die ,deutung dieses ,mythus bietet viele ,schwierigkeiten4 ,im allgemeinen kann ,uhlands ,erklrung1 ,sagenforschungen ,i1 #add;ff4 als die natrlichste gelten1 der ,balder als das ,licht und den ,sommer1 den blinden ,hdur als die ,nacht und den ,winter1 ,balders ,tod als die ,schwchung der ,sonne in der ,sonnenmitte1 ,nanna als die ,pflanzenwelt1 die mit dem ,sommer stirbt1 deutet4 ,aber unerklrlich steht die in der ,druidenlehre so wichtige ,mistel da4 -- ,nach ,professor ,kauffmann und ,professor ,golther haben wir es nur mit einer erst spt zur ,gttersage umgewandelten ,heldensage zu thun1 die ursprnglicher und echter bei ,grammaticus berliefert ist1 wo ,balder1 ein ,held1 mit ,kriegsmacht in das ,land des ,gevarus eindringt1 um sich ,nanna1 seine ,geliebte zu erkmpfen4 ,er fllt hier durch das ,schwert ,hothers1 welches ,mistilteinn heit4 ,dies ,wort sei spter als ,mistelzweig miverstanden4 ,inde erscheint mir diese ,hypothese schon anticipatorisch bei ,w4 ,menzel1 vorchristl4 ,unsterblichkeitslehre widerlegt zu sein4 ,wahrscheinlich ist doch1 da der esoterische ,kern der ,mythe hnlich wie derjenige des ,osiris- und ,zagreus-,dionysios-,mysteriums die ,wiedergeburt und die ,wiederbringung aller ,dinge betrifft4 -- ,die ,asen wollten den ,loki fr seine ,frevel sofort tten4 ,aber ,odin1 der schon vorher den ,tod ,balders bei seinem ,ritt nach ,niflheim erkundet hatte1 hindert die ,ermordung ,lokis4 ,er wei1 da alles sich nach dem ,schicksal erfllen mu1 da ,loki dereinst diese ,welt zerstren wird1 da aber in der darnach erstehenden neuen ,welt ,balder herrschen soll4 ,loki ward nun1 wie sein ,sohn1 der ,fenriswolf1 gebunden mit einem ,geisterbande4 ,so lange diese ,bande nicht reien1 so lange besteht die ,welt4 ,nach dem nordischen ,glauben sind wir aber schon im sechsten ,alter der ,welt1 eine ,idee1 die im ganzen ,mittelalter ,volksglaube war1 wonach sieben ,weltalter einander folgen sollen4 ,wenn ,loki oder der ,teufel wieder los wird1 dann kommt das ,ende der ,welt4 ,erwhnung verdient unter den mnnlichen ,asen neben ,hoenir1 ,uller1 ,bragi1 dem ,skaldengott1 ,aegir1 der die ,ruhe des ,meeres personificiert4 ,in ,aegirs durch ,frieden geheiligter ,halle sind die ,gtter gern zu ,gast und zechen2 statt des erleuchtenden ,feuers dient hier strahlendes ,gold4 ,im ,leuchten des windstillen ,meeres mochte man1 meint ,uhland1 den ,glanz des versunkenen ,goldes spielen sehen4 ,erwhnung verdient sodann noch ,freyr1 welcher die ,sehnsucht des ,mannes nach dem ,weibe darstellt4 ,er wirbt lange vergeblich um ,gerdur1 deren ,wesen am besten als weibliche ,schamhaftigkeit bezeichnet wird1 bis er schlielich mit ,hilfe magischer ,mittel1 die sein ,diener ,skirnir anwendet1 sie berwindet4 ,endlich ist noch ,heimdallr zu erwhnen1 eine nordische ,form des deutschen ,ziu1 der ber die ,welt leuchtende4 ,auf den ,himmelsbergen am ,regenbogen1 der als ,brcke ,himmel und ,erde verbindet1 ist sein ,wohnsitz4 ,er htet diese ,brcke1 da diese bsen ,riesen von der ,erde nicht hinaufsteigen1 um den ,himmel zu strmen4 ,wie ,loki das zerstrende1 ist ,heimdallr das erhaltende ,prinzip4 ,nach ,w4 ,menzel vertritt er innerhalb der ,zeitlichkeit die ,beziehung zur ,ewigkeit1 die ,fortdauer1 das ,leben der ,menschheit berhaupt4 ,deshalb wird er auch unter dem ,namen ,rigr als ,vater des ,menschengeschlechts gedacht4 99 99 99 99 99 ,unter den weiblichen ,gottheiten steht als ,urgttin1 als die groe ,lebensmutter1 an der ,spitze ,frigg1 das ,weib ,odin-,wodans1 von der der ,freitag 7dies ,veneris7 seinen ,namen hat4 ,sie ist die ,gttin der ,liebe und des ,kindersegens4 ,als jngere ,schpfung der islndischen ,dichtung 7nach ,golther7 steht ihr ,freyja zur ,seite1 die vielfach mit ihr verwechselt wird4 ,freyja ist das weibliche ,seitenstck zu ,freyr4 ,ihr ,mann war ,odr1 ihr ,saal heit ,sarymnir1 sie fhrt aus mit zwei ,katzen1 nimmt huldvoll die ,bitten der ,menschen auf und ist eine ,freundin der ,liebeslieder4 ,odr ist die strmische und feurige ,begierde 7dem ,wort nach die ,wut1 der ,sache nach die ,geilheit71 ,freyja aber die ,wollust1 ,venus libitina4 ,der gemeinsame ,kinder1 eine ,tochter1 heit ,hno 7,genu74 ,um den kostbaren ,halsschmuck ,brisingamen zu erwerben1 gab sie sich dem ,volk der ,zwerge preis 7,venus pandemos74 ,dagegen hat sie die ,riesen1 die eben so sehr nach ihr begehren1 aber von ,loki durch ein ,wolkenbild getuscht werden4 ,wie ,venus 7libitina7 ist sie auch eine ,todesgttin1 welche die ,gestorbenen mit ,odin teilt1 und weil sehr viele den ,tod der ,wollust sterben1 d4 h4 die ,lust genieen1 so heit ihre ,wohnung ,flkwngar 7,volksaufnahme74 ,freyja selbst dagegen kann gar nicht sterben2 es heit vielmehr1 sie wird alle ,gtter berleben4 ,w4 ,menzel erklrt sie daher als die ,sonne1 welche nach dem ,weltende wieder scheinen soll1 also in ,ewigkeit fortdauert1 wenn ,odin mit allen ,asen lngst todt sind4 ,sie heit auch ,mardll1 ,gefen 7,hingebung71 ,hrn 7,hure74 ,durch den durch ihre ,buhlerei mit den ,zwergen erworbenen ,halsschmuck fesselte sie ihren ,gatten ganz an sich1 bis er einmal erfuhr1 um welchen ,preis sie denselben erlangt hatte1 worauf er sie entrstet verlie4 ,als sie erwachte1 fand sie ihn nicht mehr1 aber auch ihr ,halsschmuck war verschwunden und im tiefsten ,jammer suchte sie nun den entflohenen ,gatten alle ,lnder durchirrend4 ,die ,thrnen1 die sie weinte1 wurden ,perlen und ,gold4 ,endlich nach langen ,jahren fand sie den ,gatten wieder1 er gab ihr den ,schmuck zurck und nahm sie wieder zu sich1 weil er in der ganzen ,welt keine ,schnere gefunden4 ,als umherirrende ,bertha erkennt man sie in den deutschen ,sagen wieder4 ,als ,frhlingssonne wird ,freyja zur ,ostara1 die wir am besten durch ,f4 ,dahns schne ,verse charakterisieren3 ,es kam der ,hirt vom ,anger und sprach3 ,der ,lenz ist da2 ,ich sah sie in den ,wolken1 die ,gttin ,ostara2 ,ich sah das ,reh1 das falbe1 der ,gttin rasch ,gespann1 ,ich hrte1 wie die ,schwalbe den ,botenruf begann4 ,es brach das ,eis im ,strome1 es knosp't der ,schlehdornstrauch2 ,so grt die hohe ,gttin1 grt sie nach altem ,brauch6 ,da zieh'n sie mit den ,gaben zum ,hain und zum ,altar1 ,die ,mdchen und die ,knaben1 der ,lenz von diesem ,jahr2 ,das ,mdchen1 das noch niemals im ,reigentanz sich schwang ,und doch vom ,knabenspiele schon fernt ein scheuer ,drang4 ,der ,knabe1 der noch niemals den ,speer im ,kampfe schwang ,und dem der ,glanz der ,schnheit doch schon zum ,herzen drang4 ,sie spenden gold'nen ,honig und ,milch im ,weihegu ,und fassen und umfangen sich in dem ersten ,ku2 ,und durch den ,wald1 den stillen1 frohlockt es3 ,sie ist da6 ,wir gren ,dich mit ,freuden1 o ,gttin ,ostara6 99 99 99 99 99 ,prof4 ,kaufmann freilich 7deutsche ,mythologie ,s4 #ajf7 behauptet1 da von einer ,gttin ,ostara in der berlieferung des ,altertums eine ,spur nicht zu finden sei4 ,dagegen berichtet uns die ,edda von ,iduna1 der vorwissenden ,gttin1 da sie von der ,esche ,yggdrasil1 die sie mit ihrem heiligen ,wasser zu bethauen pflegte1 herabgesunken sei4 ,schwer vertrgt sie ,dies ,niedersinken1 ,unter des ,laubbaums ,stamm gebannt1 ,nicht behagt es ihr ,bei ,nrvis ,tochter 7der ,nacht7 ,so lange gewhnt ,an heitere ,wohnung4 ,auch ,iduna ist nichts anderes1 als die immer wiederkehrende 7id wieder7 ,sonne4 ,nachdem die ,asen vergebens alle ,mhe erschpft haben1 ,iduna zum ,himmel zurckzurufen1 sagt die ,edda 7im ,rabenzauber7 weiter1 will ,odin die ,asen nicht schlafen lassen1 sondern versammelt sie noch in der ,nacht zu neuer ,beratung4 ,aber ,nrvi1 der ,vater der ,nacht1 schlgt mit dorniger ,rute 7dem ,schlafdorn7 die ,vlker ringsumher1 und auch die ,asen nicken unwillkrlich ein1 selbst der ,wchter ,heimdallr wird schlaftrunken4 ,am ,morgen aber geht die ,sonne prchtig am ,himmel auf1 die ,nacht entflieht und froh und erfrischt steigt ,heimdallr wieder zu den ,himmelsbergen4 ,iduna verwahrt wunderbare pfel1 von denen die ,gtter essen1 um sich ewig jung zu erhalten4 ,einst hatte mit ,lokis ,hilfe der mchtige ,riese ,thiassi ,iduna nebst ihren pfeln geraubt4 ,da fingen die ,gtter smtlich zu altern an und zwangen ,loki1 um jeden ,preis die ,iduna mit ihren pfeln zurckzubringen4 ,er unternahm es1 indem er als ,falke in ,thiassis ,wohnung flog1 ,iduna in eine ,nu verwandelte und sie in seinen ,klauen forttrug4 ,zwar verfolgte ihn der ,riese ,thiassi1 als ,adler1 die ,gtter aber hielten ihn durch ein ,feuer auf1 worin er verbrannte4 ,uhland deutet diesen ,mythus1 indem er unter ,thiassi1 der alles kleben d4 h4 gefrieren macht1 den ,winter1 unter ,iduna und ihren pfeln die ,vegetationskraft1 das ,naturleben versteht1 welches im ,winter verschwindet1 und unter dem ,falken den heiteren ,frhlingshimmel1 unter der ,nu den ,keim der wiederverjngten ,pflanzenwelt4 ,darum liebt man es noch heute1 den ,tannenbaum am ,weihnachtsfest1 der winterlichen ,sonnenwende1 mit vergoldeten ,nssen zu schmcken4 ,die pfel erinnern an die von ,herakles den ,hesperiden geraubten pfel1 die ,athene wieder in den ,garten derselben zurckversetzt4 ,auch ,athene ist das ewige1 jungfruliche ,licht der ,sonne1 und ,w4 ,menzel 7vorchristl4 ,unsterblichkeitslehre ,s4 #ii7 glaubt sogar auf den ,gleichklang der ,namen ,iduna1 ,athene aufmerksam machen zu sollen4 ,drittes ,kapitel4 ,gtterdmmerung und ,wiedergeburt4 ,die eigenartigste ,idee der altgermanischen ,glaubenslehre ist die ,gtterdmmerung oder ,ragnark 7der letzte ,weltbrand74 ,gemeinsame berzeugung aller deutschen ,vlker war1 da ,welt1 ,vlker und ,menschen dereinst im ,feuer untergehen werden1 um einer neuen besseren ,weltschpfung ,platz zu machen4 ,dieser ,glaube an einen ,weltuntergang findet sich freilich auch bei andern ,rassen1 aber der germanische ,weltuntergangsglaube hat einen heroischen ,charakter4 ,unsere ,vorfahren meinten nmlich nicht1 sie wrden wie ,schafe im ,stalle verbrennen1 sondern mitten im ,brande wollten sie noch kmpfen4 ,nun lese mit ,bedacht der ,nibelungen ,not1 schreibt ,mone1 a4 a4 ,o4 ,s4 #ddg1 wenn man schaudert ber einen nicht durch ,zufall1 sondern durch ,freiheit herbeigefhrten ,untergang1 so mu man erstaunen ber die ,unerschtterlichkeit der ,heldenseelen1 die der ,edelmut ihres ,feindes bis zu ,thrnen rhrt1 die aber vor keinem ,tode1 vor keiner ,qual zittern1 die durch ,not wohl bis zur ,grlichkeit getrieben werden1 da sie das ,blut der gefallenen ,feinde trinken2 die aber1 weit entfernt sich der ,feigheit und ,verzweiflung zu berlassen1 lachend den ,tod verhhnen1 und bis auf den letzten ,hauch ihren ,mut bewahren4 ,ist je eine ,religion geeignet1 allem ,schicksal ,trotz zu bieten1 ist je der ,satz der ,freiheit zu einer durchdringenden und groartigen berzeugung geworden1 so ist es im deutschen ,glauben geschehen1 wo die ,welt aus ,gottes ,freiheit hervorgegangen und darum durch ihre eigene ,freiheit zertrmmert wird4 ,kein europisches ,volk1 selbst die ,griechen und ,rmer nicht1 haben einen ,volksglauben von dieser ,gre aufzuweisen4 ,der ,anfang des ,endes wird der ,fimbulwinter sein1 da fllt ,schnee von allen ,seiten1 groe ,klte1 scharfe ,winde1 kein ,blick der ,sonne1 so folgen drei ,winter nacheinander4 ,dann folgen drei ,jahre voll ,krieg1 die ,menschen bringen sich untereinander um1 der ,bruder schont des ,bruders1 der ,vater des ,sohnes nicht4 ,brder werden streiten ,und einander morden2 ,verwandte werden durch ,das ,blutbad sich trennen4 ,es wird hart in der ,welt6 ,der ,ehebruch waltet ,im ,zeitalter der ,beile1 ,der ,schwerter1 ,wo ,schilde krachen4 ,es kommt die ,windzeit1 ,die ,wolfszeit1 ,ehe die ,welt vergeht4 ,kein ,mann wird sein1 ,der das andere schaut4 ,dann verbrennt die ,weltesche ,yggdrasil1 die groe ,achse1 die ,erde und ,himmel zusammenhlt4 ,doch lassen wir die ,edda selber reden3 ,hrymr fhrt von ,osten1 vor sich hlt er den ,schild1 ,hormungandr wlzet sich mit ,riesenzorn1 die ,wogen schlgt die ,schlange1 der ,adler schreit und zerreit die ,leichen1 ,naglfar wird los4 ,dies ,schiff fhrt von ,osten1 kommen werden ,muspells ,leute auf das ,meer1 und ,loki steuert4 ,der ,thorheit ,kinder fahren alle mit ,fenrir und ihn begleitet auf der ,fahrt ,bifrosts ,bruder4 ,surtur fhrt von ,sden mit schweifender ,flamme1 die ,sonne scheint vom ,schwerte der ,schlachtgtter2 die ,erde bebt und alle ,gebirge1 ausgerissen werden die ,bume1 die ,felsenberge zerklpften1 alle ,fesseln und ,bande brechen und reien1 das ,meer strmt auf das ,land1 die ,riesenweiber strzen zusammen1 ,menschen betreten den ,hllenweg und der ,himmel zerspaltet4 ,wie dann mit den ,asen1 wie dann mit den ,alfen8 ,die ganze ,riesenwelt erschallt1 die ,asen sitzen im ,gericht1 die wegweisen ,zwerge sthnen vor den ,steinthren4 ,wisset ihr etwas mehr8 ,mit gaffendem ,rachen kommt ,fenrir1 der ,oberkiefer steht am ,himmel an1 der untere auf der ,erde1 ,feuer brennen ihm aus ,augen und ,nase1 die ,midgardschlange blst so viel ,gift aus1 da alle ,luft und ,see verpestet wird1 sie ist ein grausenhafter ,anblick und steht dem ,wolfe zur ,seite4 ,muspells ,shne reiten ber ,bifrst1 ,surtur voran1 um ihn brennendes ,feuer1 worauf die ,brcke zerbricht4 ,sie kommen auf das ,feld ,vigride1 da erscheinen auch ,fenrir1 ,midgardzormr1 ,loki mit allem ,gesinde der ,held und ,hrymr mit allen ,hrimthursen4 ,die ,asen ziehen ihr ,kriegskleid an und alle ,einherier und reiten hinaus auf das ,schlachtfeld1 ,odin voran mit dem goldenen ,helm1 der schnen ,brnne und dem ,zauberspie ,gungmirs4 ,ihm zur ,seite ziehen ,thor und ,freyr1 keiner kann aber dem andern helfen1 weil jeder die letzte ,kraft gegen seinen eigenen ,feind anstrengen mu4 ,odin kmpft mit ,fenrir lang und hart1 ,thor mit der ,erdschlange1 die er mit seinem ,hammer erschlgt2 aber neun ,fu davon fllt er selbst todt nieder vom ,gifte1 das sie gegen ihn ausgeblasen4 ,freyr steht gegen den ,surtur1 aber da er sein gutes ,schwert weggegeben1 so fllt er nach furchtbarem ,streite1 ,tyr gegen den ,hund ,garmr und der ,kampf mit diesem ,ungeheuer endet mit dem ,tode beider4 ,fenrir verschlingt den ,odin lebendig1 aber der gewaltige ,sohn ,sigfders1 ,widar tritt mit seinem ,schuh dem ,ungetm in den ,unterkiefer1 zerreit ihm den ,rachen1 stt ihm sein ,schwert ins ,herz und rchet so seinen ,vater ,odin4 ,zuletzt fallen ,heimdallr und ,loki im ,zweikampf1 ,surtur verbrennt dann die ganze ,welt1 die ,sonne wird schwarz1 die ,erde sinkt ins ,meer1 vom ,himmel fallen die heiteren ,sterne1 ,rauch wallt auf vom ,feuer1 die hohe ,flamme fliegt bis zum ,himmel4 99 99 99 99 99 ,nach diesem ,weltuntergang wird ,allvater einen neuen ,himmel und eine neue ,erde schaffen4 ,die tiefe esoterische ,idee1 welche auch der ,mythe vom ,weltbrande zu ,grunde liegt1 ist die der ,wiedergeburt4 ,wenn ,himmel und ,erde1 fhrt die ,edda fort1 und alle ,welt verbrannt ist1 wenn alle ,gtter1 alle ,einherier und alles ,menschengeschlecht tot1 so wird jeder ,mensch in einer der 7neuen7 ,welten leben alle ,zeiten hindurch4 ,denn es giebt manche guten und manche bsen ,sttten2 da sind drei ,sle1 der des ,sindri-,geschlechtes steht nordwrts von rotem ,golde gemacht1 der andere ist ein ,biersaal der ,riesen1 steht auf ,okolnir und heit ,brimir2 in diesen ,slen werden die guten und gerechten ,menschen wohnen4 ,fern von der ,sonne steht der dritte ,saal am ,leichenstrand 7,nastrnd71 die ,thre gen ,norden gekehrt4 ,gifttropfen fallen zum ,fenster hinein1 geflochten ist der ,saal von ,schlangenrcken1 die ,kpfe aber stehen einwrts und blasen ,gift aus1 soda ,giftstrme durch den ,saal flieen1 ,mrder und solche1 die eines anderen ,braut ins ,ohr raunen4 ,da saugt der ,nidhggr hingegangene ,leichen aus und zerreit der ,wolf die ,menschen4 99 99 99 99 99 ,sindri entspricht dem ,urdaborn und ist mit ,gold gedeckt zur ,anspielung auf das leuchtende ,muspelheim2 ,brimir ist ein ,trinksaal der ,riesen zur ,erinnerung an ,ymirs ,entstehung und entspricht dem ,mimirs ,born und ,ginnungagap2 der ,schlangensaal weist auf die ,schlangen im ,hvergelmir und ,niflheim zurck4 ,zur ,erklrung schreibt ,mone 7a4 a4 ,o4 ,s4 #dfh73 ,in der ,schpfung ist ,bewutlosigkeit der erschaffenen ,wesen1 im ,leben entwickelt sich das ,bewutsein1 darum ist es ein bestndiger ,streit zwischen ,wahrheit und ,wahn1 der ,weltbrand ist die ,vollendung des ,bewutseins4 ,da die ,lebenspflicht ,kampf1 und dieser1 wie oben gezeigt1 sowohl leiblich als geistig ist1 so tritt mit dem ,bewutsein die berzeugung von ,verdienst und ,schuld und die ,notwendigkeit von ,lohn und ,strafe ein1 die drei ,sle der ,wiedergeburt sind also die ,orte des ,lohnes1 des ,zwischenzustandes oder der ,vorbereitung zum ,lohne1 und der ,strafe 7im ,christentum ,himmel1 ,fegfeuer1 ,hlle71 ,gedanken1 die natrlich bei den drei ,brunnen des ,lebens noch nicht vorkommen konnten4 ,aus den obigen ,worten der ,edda erhellt1 da die guten ,menschen in den ,sindri1 die gerechten in den ,brimir1 die sndhaften in den ,schlangensaal kommen4 ,umsonst wird dieser ,unterschied nicht sein1 in ihm liegen folgende ,gedanken4 ,die ,gte ist die wahre ,tugend1 die allein belohnt wird1 die ihr ,vorbild am ,balder hat1 der darum ausdrcklich der ,gute genannt ist4 ,sie besteht in dem durch sittlichen ,kampf errungenen thtigen ,willen zur ,tugend1 die ,gerechtigkeit aber erwirbt durch den ,kampf mit dem ,bsen kein greres sittliches ,eigentum1 sondern bewahret nur ihren ,besitz1 wer sich aber feig vom ,bsen berwinden lt1 der ist ein ,snder und verspielt sein sittliches ,vermgen an den ,teufel4 ,derselbe ,gedanke ist im ,evangelium durch die ,knechte und ihre ,talente bezeichnet4 ,auf drei ,snden wird der ,nachdruck gelegt1 auf ,meineid1 ,mord1 ,ehebruch1 dieser ist zwar ein ,zusatz1 aber so gltig wie die ,quelle4 ,die drei ,snden heben die ,grundlagen des ,lebens1 ,wahrheit1 ,persnlichkeit und ,fortpflanzung auf2 da die ,strafe im ,aussaugen und ,zerreien der ,leichen besteht1 so heit dies mit anderen ,worten1 die ,snder verlieren in der anderen ,welt ihre ,selbstndigkeit oder ,persnlichkeit1 ihr ,krperliches wird aufgelst und in die allgemeine ,materie zurckgeworfen1 ihre ,seele ist dadurch in der ,wanderung gehemmt1 weil ihr ,leib1 statt vollkommen zu werden1 wieder in seine ,urstoffe aufgelst wird4 ,solche ,seelen irren deswegen als ,gespenster umher1 bis ihre ,strafzeit vorber und sie wieder einen ,leib finden4 ,die ,gespenster sind also eine mikrokosmische ,folgerung aus dem ,weltbrande und der ,wiedergeburt4 ,von den ,guten heit es nie1 da ihr ,krper in jener ,welt zerstrt wrde1 im ,gegenteil haben schon die ,einherier einen so vollkommenen ,leib1 da er durch ,wunden nicht gettet wird1 und die ,gerechten trinken in voller ,gesundheit ,bier im ,saale ,brimir1 whrend ,nidhggr ,leichen aussaugt1 denen die ,seele entflohen 7nair framgeingnir1 ,vol4 #de74 ,man kann hieraus die ,stufen der ,seelenwanderung erkennen3 wer nach seinem ,tode ,einherier wird1 kommt nach dem ,weltbrand in den ,sindri1 wen die ,hel verwahrte1 der gelangt in den ,brimir1 wo ,bier getrunken wird wie in ,walhall4 ,also kommen die ,gerechten erst nach dem ,weltbrand auf jene ,stufe1 auf der die ,einherier schon vor demselben standen2 die ,verbrecher aber1 die nach dem ,tode an den ,leichenstrand gelangen1 gehen nach dem ,weltbrand in den ,schlangensaal und mssen die irdische ,laufbahn und ,prfung von vorn wieder anfangen4 ,hieraus folgt1 da die ,guten nicht mehr auf die ,erde zurckkommen1 wohl aber die ,gerechten und ,bsen1 da also die ,welt notwendig immer schlechter wird und die ,vorzeit besser war1 was beides noch jetzt vielfach deutscher ,volksglauben ist4 ,es scheint ein altgermanischer ,glaubenssatz gewesen zu sein1 da jeder ,gerechte und ,verbrecher wiedergeboren werde1 bis die ,welt untergehe1 welcher ,snder sich bis dahin nicht gebessert htte1 der wrde in den ,schlangensaal kommen4 ,dies bestrkt auch eine ,stelle im ,havamal1 wo nur zwei ,dinge1 der gute ,ruf 7die ,tugend7 und der ,urteilsspruch ber den ,toten als unsterblich angefhrt werden3 ,mige ,weisheit wahre der ,mann1 ,er werde nicht allzu weise3 ,wer1 was er wei1 auch grndlich wei1 ,hat's immer leicht im ,leben4 ,mangelt dem ,manne ,gemt und ,verstand1 ,bespat und verspottet er alles4 ,wissen soll er und wei es nicht1 ,da selber nicht frei er von ,fehlern4 ,ein ,thor nur whnt1 man ward ihm ,freund1 ,wenn ein ,mensch nach dem ,munde ihm redet4 ,doch fehlen ihm ,frsprecher vor ,gericht1 ,dann merkt er1 da ,mancher ihn tuschte4 ,zum ,thoren verschwatz sich1 wer ,schweigen verlernt ,in lautem losen ,gerede4 ,die ,zunge1 die ohne ,zgel rennt1 ,redet sich oft ins ,unglck4 ,frh wache1 wer wenig ,werkleute hat1 ,um selbst nach dem ,rechten zu sehen1 ,manches versumt1 wer den ,morgen verschlft2 ,hurtig ist halb gewonnen4 ,fettling hatte volle ,hrden1 ,und die ,kinder kaun an den ,fingern1 ,reichtum1 der falsche ,freund verschwand ,so schnell1 wie ein ,wink der ,wimpern4 ,gtig ,gemt und munterer ,geist ,hat leichtes1 sorgloses ,leben4 ,der ngstliche kommt zu keinem ,genu ,und kargt auch scheu mit ,geschenken4 ,die ,gabe braucht nicht gro zu sein1 ,oft kauft man ,dank mit der kleinsten2 ,ein ,stckchen ,brot und ,becher der ,rest1 ,gewann mir schon manchen ,gesellen4 ,trau nicht zu viel der ,frhsaat im ,feld1 ,trau nicht zu viel dem ,frhwitz beim ,kind1 ,die ,saat braucht ,zeit1 ,erziehung das ,kind1 ,unsichere ,dinge dnken sie sonst4 ,trau nicht des ,mdchens traulichem ,wort1 ,trau nicht des ,weibes traulichem ,wort1 ,ihr ,herz ward geschaffen auf schwingendem ,rad1 ,wankelmuts ,wohnung ist weibliche ,brust4 ,es stirbt das ,vieh1 es stirbt der ,freund1 ,dann soll man selber sterben4 ,doch nimmer stirbt der ,nachruhm dem1 ,der schnen sich geschaffen4 ,es stirbt das ,vieh1 es stirbt der ,freund1 ,dann soll man selber sterben2 ,eines nur wei ich1 das nimmer stirbt2 ,das ,urteil ber den ,toten4 ,den ferneren ,verlauf der ,wiedergeburt erzhlen die ,urkunden mit vieler ,bedeutsamkeit3 ,auf steigt die ,erde zum zweitenmal1 herrlich grn aus dem ,meere1 ,wasserflle strzen1 ,adler fliegt darber1 fngt ,fische an ,felsen4 ,sich versammeln die ,asen auf dem ,idafelde1 urteilen ber den mchtigen ,staub1 erinnern sich an die ,machtbeschlsse und an ,fimbultyrs alte ,runen4 ,da werden die ,asen die wunderbaren goldenen ,tafeln im ,grase finden1 die in den ,urtagen die ,geschlechter hatten1 der ,volksheer der ,gtter und ,fjlnirs ,kind4 ,ungeset werden die ,ackerfrchte wachsen1 alles bel vergehen1 ,balder kommen und bewohnen mit ,hdur ,hropters ,siegessaal und das ,heiligtum der ,seelengtter4 ,da kann ,hnir sein ,loos whlen und es bewohnen die ,shne zweier ,brder das weite ,windheim4 ,schner als die ,sonne ist ein ,saal mit ,gold gedeckt am hohen ,gimli1 darin werden gute ,seelen wohnen und durch die ,tage der ,zeiten ,seligkeit genieen4 ,da kommt der ,reiche zum ,gttergerichte1 der ,starke von oben1 der alles regiert1 vershnet die ,gerichte1 schlichtet die ,streite1 setzet ,wehrgelt1 wie es sein soll4 ,fliegend kommt der dunkle ,drache1 die glnzende ,natter der ,tiefe von den ,nithafelsen1 ,nidhggr trgt in den ,flgeln die ,leichen und fliegt ber den ,grund4 ,nach der jngeren ,edda treten ,vidar und ,vali zuerst nach dem ,weltbrand auf1 unversehrt und unbeschdigt von ,surturs ,flamme bewohnen sie den ,idawall1 wo vordem ,asgard gewesen4 ,darauf kommen ,thors ,shne ,mthi und ,magni mit dem ,mjllnir1 sodann ,balder und ,hdur von der ,hel1 alle setzen sich zusammen1 erzhlen einander1 erinnern sich an ihre ,runen und reden von den ,geschichten1 die vorher waren1 vom ,midgardzorne und ,fenriswolf4 ,da finden sie im ,grase die ,goldtafeln1 welche die ,asen gehabt4 ,zwei ,menschen1 ,lif und ,lifthrasir1 bleiben verborgen im ,hgel des ,hoddmimir und nhren sich vom ,morgenthau1 von ihnen kommt das knftige ,menschengeschlecht4 ,auch die ,sonne gebiert eine ,tochter vor ihrem ,untergang1 welche die ,laufbahn der ,mutter einnimmt4 ,drei ,gesellschaften der ,jungfrauen des ,mavgthrasir schweifen ber das ,land1 sie sind allein ,schutzgeister derer1 die in der ,welt sind1 obschon sie bei den ,joten erzogen werden4 ,von den alten ,gttern bleibt nur ,njrdr brig1 er kommt aber nicht zu den ,gttershnen auf das ,idafeld1 sondern kehrt nach ,wanaheim zurck4 ,auch der zweite ,himmel ,andlngr und der dritte ,vidblainn1 den die ,lichtelfen bewohnen1 bleibt von ,surturs ,flamme unversehrt4 ,da die guten ,menschen in den ,saal ,gimli kommen und dieser am sdlichen ,ende des untersten oder ersten ,himmels steht1 so mu man ihn wohl als das ,thor und den ,eingang zu den hheren ,himmeln ansehen4 ,bei der ersten ,geburt der ,planetenwelt waren alle ,krfte vereinigt1 daher keine ,erinnerung1 so wird jeder auf diese ,welt geboren1 er wei nicht1 wie und wo er vorher gewesen4 ,aber die ,einheit der ,krfte bleibt in jedem ,menschen ungetrennt 7als das ,weltganze ,ymir gettet wurde71 darum blieb die ,selbstndigkeit und ,persnlichkeit4 ,die ,stoffe1 die zur ,wiedergeburt kommen1 sind also nicht eine ,masse von ,krften1 sondern ,persnlichkeiten4 ,bei der ,wiedergeburt bleibt daher die ,erinnerung des vorigen ,zustandes1 darum heit es1 die ,asen1 die brig bleiben1 htten ,urteil und ,erinnerung ber die ,vergangenheit1 jenes bezieht sich auf den mchtigen ,weltbaum1 die ,materie1 welche verurteilt1 d4 h4 aufs neue einer hheren ,schpferkraft in der verjngten ,erde gebeugt wird1 dieses geht auf die ,krafturstoffe1 die ,schpfung selbst1 welche durch die ,zauberei1 die ,runen ,fimbultyrs 7,odins7 hervorgebracht wurde 7moldthinur1 megin dmar1 rnar ,vol4 #fj74 ,die wundersamen ,spieltafeln1 welche sie finden1 sind das ,gegenstck zu dem ,spiel der ,asen am ,anfang der ,welt1 aber jetzt kommen keine ,riesenmgde mehr1 welche die ,asen verderben1 denn die ,tafeln sind schon selbst von ,gold1 und die ,asen bekommen dadurch keinen ,mangel mehr4 ,darum werden auch nicht mehr ,zwerge geschaffen1 die der ,fruchtbarkeit des ,bodens vorstehen und die ,saat herauftreiben1 sondern es heit sogleich weiter1 da die ,frchte ungeset wachsen1 darum verschwindet auch alles ,bse1 denn ,mh' und ,sorge und ,kampf haben aufgehrt4 ,darum kommt auch ,balder und ,hdur wieder1 die den irdischen ,tod ausgehalten1 der ,erde sich zum ,opfer gebracht1 darum jetzt auch das ,heiligtum der ,seelengtter bewohnen1 wo kein ,tod mehr ist4 ,von den alten ,gttern bleibt niemand brig als ,odins ,shne und ,enkel1 in ihnen ist er wiedergeboren1 darum ist ihr berleben im ,grunde auch das seinige4 ,weil er durch seinen ,schpferdrang ganz in die ,materie versunken1 so ist er auch dem ,untergang ausgesetzt und nur seine reinen ,emanationen ,balder die ,gte1 ,vidar die ,ewigkeit1 ,vali die ,seele1 ,havdr die ,besserung berleben ihn4 ,der ,welttod ist ein ,zurckgehen in einen dem ersten ,chaos hnlichen ,zustand1 die ,wiedergeburt eine hhere ,schpfung4 ,zehntes ,buch4 ,der ,occultismus der barbarischen ,vlker4 ,nach der von ,kiesewetter zu ,grunde gelegten ,disposition sollte das ,x4 ,buch seines ,occultismus des ,altertums ber den ,occultismus der barbarischen ,vlker handeln4 ,dem ,wunsche des ,herrn ,verlegers1 die ,disposition des verstorbenen ,gelehrten zu respektieren und auch dieses ,x4 ,buch mit einem der im ,prospekt angekndigten berschrift entsprechenden ,inhalt zu versehen1 stemmte sich bei mir zunchst das ,bedenken entgegen1 da ja doch als barbarische ,vlker im ,sinne des ,altertums die ,mehrzahl der bereits von ,kiesewetter im ,i4 ,bande und von mir im ,,ii4 ,bande behandelten ,nationen zu gelten haben4 ,zweifellos galt dem ,griechen und ,rmer der ,babylonier1 ,chalder1 ,assyrer1 ,meder1 ,perser1 ,inder1 gypter und ,hebrer 7,i4 ,band7 und mehr noch der im ,,ii4 ,bande von mir behandelte ,kelte und ,germane als ,barbar4 ,ursprnglich bedeutete ,barbar ja wohl nichts anderes als ,fremdling4 ,dieser ,begriff hat sich dann allmhlich mit dem der ,unkultur verknpft4 ,will man nun den eben genannten ,nationen des ,altertums einen gewissen ,grad von ,kultur nicht absprechen und sie als primitive ,kulturvlker gelten lassen1 so kann man allerdings von ihnen noch eine zweite ,klasse von ,vlkern selbstverstndlich auch im ,altertum unterscheiden1 die dann als barbarische im prgnanten ,sinne bezeichnet werden knnten2 allein es ist dabei zu beachten1 da dann dieser ,begriff doch ein recht relativer und unsicherer ist4 ,es scheint noch das ,beste1 ihn mit demjenigen der ,naturvlker zu identifizieren4 ,will man dies1 so hat es aber eigentlich keinen ,sinn1 die ,naturvlker des ,altertums1 von denen wir fast gar nichts wissen1 besonders zu behandeln4 ,der ,occultismus der ,naturvlker berhaupt wrde nun eine kulturwissenschaftlich gewi dankbare und interessante ,aufgabe darstellen1 aber eine solche1 die im ,rahmen einer ,unterabteilung eines ,werkes1 wie es im ,occultismus des ,altertums vorliegt1 unmglich ihren entsprechenden ,raum finden kann4 ,aus diesem ,grunde darf und mu ich mich wohl begngen1 hier mit einigen ,notizen1 wie sie uns in der wenig reichhaltigen und unsicheren alten ,litteratur ber die den ,griechen und ,rmern bekannten ,naturvlker des ,altertums1 abgesehen von den schon behandelten1 offenbar bereits einen gewissen ,kulturgrad aufweisenden1 geboten werden1 aufzuwarten4 ,auf dem ,niveau des ,naturvolkes haben wir uns augenscheinlich vor allem die ,skythen zu denken1 von denen uns ,herodot wohl die ltesten fabelhaften ,berichte bringt4 ,nach ,mllenhoff1 deutsche ,altertumskunde ,,iii1 ,s4 #cj;ff4 waren die ,skythen ,slawen3 ,da die ,slawen erst nach dem ,anfang unserer ,zeitrechnung als ,ostnachbarn der ,germanen genannt werden1 so scheint es mglich1 da die ,skythen oder ,sarmaten1 oder wenn beide ,vlker eines ,stammes1 da beide ihre ,ahnen und ,vorfahren die ,west- und ,ostslawen waren4 ,nach ,ansicht anderer ,forscher waren es ,mongolen4 ,dies erscheint mir wahrscheinlicher1 obwohl die ,frage wissenschaftlich genau schwer zu entscheiden ist4 ,sie werden uns nmlich1 ,mnner wie ,weiber1 die im ueren kaum zu unterscheiden waren1 als dicke1 schlaffe1 aufgedunsene ,gestalten geschildert1 von braungelber ,farbe4 ,ihre ,kleidung1 ,winter und ,sommer dieselbe1 bestand aus weiten ,hosen1 ,grteln oder ,wehrgehenken und spitzigen oft bis auf die ,schultern herabhngenden ,mtzen4 ,offenbar ist die von ,herodot geschilderte ,kopfbedeckung dieselbe1 die jetzt noch bei den ,baschkiren und ,kirgisen blich ist4 ,ihre ,nahrung war hchst einfach und bestand aus den ,fleisch ihres ,herdenviehs1 auch der ,pferde1 das noch jetzt bei ,kalmcken und ,baschkiren als ,leckerbissen gilt1 und vor allem aus ,stutenmilch1 aus der sie auch ,butter und ,kse bereiteten1 wie noch jetzt jene ,steppenvlker4 ,wenn ,herodot erzhlt1 da sie dem ,weingenu sehr ergeben waren1 so kann dies nur das aus ,stutenmilch bereitete berauschende ,getrnk gewesen sein1 jener ,milchbranntwein1 der noch jetzt bei den ,kalmcken beliebt ist4 -- ,sie bauten unter anderem mit ,vorliebe ,hanf1 dessen sie sich zu den bei ihnen blichen ,schwitzbdern bedienten4 ,stdte und ,festungen haben die ,skythen nicht1 ihre wandernden ,wohnungen befinden sich vielmehr auf kleinen vier- oder sechsrdrigen mit zwei oder drei ,paar ,ochsen bespannten und mit ,filz bezogenen ,wagen 7,herodot ,,iv1 #df71 also eine treue ,schilderung der heutigen ,kibitken der nomadischen ,steppenvlker1 in welchen ,weiber und ,kinder den ganzen ,tag ber hocken1 whrend die ,mnner zu ,pferde umherschweifen4 ,nach ,herodot ,i1 #bae lebten sie monogamisch1 und nur die ,knige hatten noch ,nebenweiber2 nach ,hippokrates1 ,i1 #a1 p4 #efj aber lebten sie polygamisch1 sofern sie sich der ,sklavinnen als ,nebenweiber bedienten1 brigens war nach ,hippokrates teils wegen des bestndigen ,reitens der ,mnner und der sitzenden ,lebensweise der ,frauen1 teils wegen der ganzen ,krperkonstitution berhaupt1 ihr ,fortpflanzungstrieb sowohl als ihre ,zeugungskraft sehr gering4 ,ihre ,verfassung war monarchisch2 und zwar herrschte ber smtliche ,skythen ein ,knig2 doch scheinen unter demselben auch ,unter-,knige ber die einzelnen ,stmme geherrscht zu haben4 ,die ,religion der ,skythen war ein primitiver ,polytheismus4 ,herodot nennt uns folgende ,gtternamen3 ,papaios 7,papa ,zeus71 ,thamimasadas 7 ,poseidon71 dem blo die kniglichen ,mythen opfern1 ,oitosyros 7 ,apollo71 ,artimpasa 7 ,afrodite71 ,tabiti 7 ,hestia71 und ,apia 7 ,gla7 und bemerkt1 da sie auerdem noch den ,ares und ,herakles1 am meisten aber unter allen die ,vesta und nchst ihr den ,zeus und die ,erde verehrt htten1 whrend nach anderen ,angaben der ,kultus des ,ares 7dessen skythischen ,namen er nicht nennt7 der verbreitetste war4 ,diesem brachten sie unter dem ,symbol eines auf einem ungeheuer groen ,gerste von ,reisig aufgestellten eisernen ,schwertes feierliche ,opfer1 und zwar mit ,vorliebe ,menschenopfer4 ,von besonderen ,priestern ist nirgends die ,rede4 ,dagegen spielen ,wahrsager eine wichtige ,rolle4 ,diese1 die augenscheinlich den heutigen ,schamanen entsprechen1 beschreibt ,herodot ,,iv1 #f4 #g4 #fh wie folgt3 ,wahrsager haben die ,skythen viele1 die wahrsagen aus einer ,menge ,weidenruten auf folgende ,art3 sie bringen groe ,bndel ,ruten herbei1 die legen sie auf die ,erde und machen sie auseinander und legen jede ,rute besonders und nun weissagen sie4 ,und indem sie also sprechen1 wickeln sie die ,ruten wieder zusammen und legen sie wieder auf einen ,haufen1 eine nach der anderen4 ,das ist ihre ,weissagung von ihren ,vtern her2 die ,enareer aber1 die ,mannweiber1 wollen ihre ,wahrsagung von der ,aphrodite haben4 ,sie wahrsagen aber aus ,lindenrinde4 ,die ,rinde nmlich schneidet er in drei ,stcke und flicht sie sich durch die ,finger und wickelt sie wieder ab1 und dann sagt er seinen ,spruch4 ,wenn aber der ,knig der ,skythen krank wird1 so lt er drei der angesehensten von allen ,wahrsagern zu sich rufen1 die ihm auf die beschriebene ,art wahrsagen4 ,und sie sagen gewhnlich immer1 der und der1 und dabei nennen sie dann einen ,brger1 der bei des ,knigs ,hausgttern einen falschen ,schwur gethan htte4 ,es ist aber allgemeiner ,brauch bei den ,skythen1 bei des ,knigs ,hausgttern zu schwren1 wenn sie einen recht hohen ,schwur thun wollen4 ,alsobald wird der1 den sie des ,meineides geziehen1 ergriffen und vorgefhrt1 und wenn er ankommt1 sagen ihm die ,wahrsager auf den ,kopf1 es wre offenbar aus der ,wahrsagung1 da er einen falschen ,schwur gethan bei des ,knigs ,hausgttern1 und deswegen wre der ,knig krank und beklagte sich bitterlich4 ,der aber leugnet und sagt1 er habe nicht falsch geschworen4 ,und wenn dieser leugnet1 so lt der ,knig ein ,paar andere ,weissager holen1 und wenn nun auch diese1 nachdem sie in die ,wahrsagung gesehen1 ihn des ,meineides verurteilen1 so schneiden sie jenem gleich den ,kopf ab1 und seine ,gter teilen die ersten ,wahrsager unter sich4 ,wenn aber die dazu berufenen ,wahrsager ihn freisprechen1 so mssen andere ,wahrsager kommen1 und immer wieder andere4 ,wenn nun die meisten ,stimmen den ,menschen freisprechen1 so trifft jene ersten ,wahrsager selber das ,todesurteil4 ,man bringt dieselben nun auf folgende ,art zu ,tode3 ,sie packen einen ,wagen voll ,reisig und spannen ,ochsen davor und binden den ,wahrsagern die ,fe und binden ihnen die ,hnde auf den ,rcken und knebeln ihnen den ,mund zu und stecken sie mitten in das ,reisig4 ,dann znden sie dasselbe an und machen die ,ochsen wild und jagen sie von dannen4 ,viele von den ,ochsen nun verbrennen mit den ,wahrsagern1 viele aber kommen mit einer ,versengung davon1 wenn die ,deichsel verbrannt ist4 ,auf diese ,art verbrennen sie auch aus anderen ,grnden die ,wahrsager und nennen sie ,lgenwahrsager4 ,die aber der ,knig umbringen lt1 deren ,shne werden auch nicht verschont1 sondern das1 was mnnlich ist1 ttet er2 den ,weibern aber thut er nichts zu ,leide4 99 99 99 99 99 ,offenbar haben wir hier dieselbe ,rolle1 welche noch heute bei den afrikanischen ,negern der ,fetischpriester spielt4 ,diejenigen1 die neuerdings den ,gebrauch sog4 ,medien1 hypnotisierter oder somnambuler angeblicher hellsehender ,individuen oder auch nur des ,hypnotismus zur ,erzwingung von ,gestndnissen im ,dienste der ,polizei und ,kriminalrechtspflege vorgeschlagen haben1 ahnen schwerlich1 zu welchen primitiven ,brutalitten des sog4 ,gottesurteils sie damit die ,rechtspflege zurckfhren wrden4 ,aus dem ,volke der ,skythen hat die griechische ,litteratur zwei ,namen die ,unsterblichkeit gesichert1 weil ihre ,trger nach ,griechenland kamen und dort durch den ,kontrast ihrer ,naturwchsigkeit mit der griechischen ,kultur ,aufsehen erregten1 ,toxaris und ,anacharsis4 ,beide sollen zur ,zeit ,solons nach ,athen gekommen sein4 ,toxaris ist durch ein ,gesprch ,lukians1 das jedoch wohl mehr den bloen ,namen zur ,etikette eigener witziger ,einflle gebraucht1 verewigt4 ,geschichtlicher erscheint die ,persnlichkeit des ,anacharsis1 der sogar zu der ,ehre gelangte1 den sog4 sieben ,weisen beigezhlt zu werden4 ,anacharsis war der ,sohn des ,skythenknigs ,gaurus und einer griechischen ,mutter1 von letzterer mit der griechischen ,sprache bekannt gemacht1 verlie er sein ,vaterland1 das am schwarzen ,meere lag1 und begab sich 7#ehi v4 ,chr47 nach ,athen4 ,hier soll ihn sein ,landsmann ,toxaris mit ,solon bekannt gemacht haben1 und die ,reinheit seiner ,sitten1 sein ,scharfsinn1 seine ,wibegierde soll ihn so beliebt gemacht haben1 da er das athenische ,brgerrecht erlangte4 ,ja1 er soll sogar in die eleusinischen ,mysterien eingeweiht worden sein4 ,nach ,herodots ,erzhlung kam er nach seiner ,rckkehr ins ,vaterland durch die ,hand seines eigenen ,bruders ,saulius1 der inzwischen ,knig geworden war1 ums ,leben1 weil er durch seine ,neigung zu den ,mysterien ,mifallen erregte4 ,unter den naiven ,aussprchen1 durch die er in ,athen ,aufsehen erregte1 sind folgende bemerkenswert3 ,solons ,gesetze nannte er ,spinnweben1 worin die ,schwachen sich fingen1 die aber die ,starken leicht zerrissen4 ber die ,einrichtung1 wichtige ,angelegenheiten von den ,prytanen untersuchen zu lassen1 ehe sie an die ,volksversammlung gebracht wrden1 bemerkte er1 da demnach die ,klugen beratschlagten und die ,dummen entschieden4 ,der ,weinstock1 sagte er1 trgt dreierlei ,trauben1 die ,trunkenheit1 die ,wollust und die ,reue4 ,als ihm jemand seine ,herkunft aus ,skythien vorwarf1 erwiderte er3 ,du hast ,recht1 mir gereicht mein ,vaterland1 ,du aber gereichst ,deinem ,vaterlande zur ,schande4 ,die ,abbildungen1 die sich von ihm auf alten ,kunstdenkmlern finden1 tragen die ,inschrift3 ,linguam1 ventrem1 veretrum1 contine4#hgd 99 99 99 99 99 ,bekanntlich bildet seine ,figur den ,gegenstand der geistvollen voyage d',anacharsis von ,j4 ,j4 ,barthlmy1 welche #aghh erschien und zu den beliebtesten ,schriften gegen ,ende des vorigen ,jahrhunderts zhlte4 99 99 99 99 99 ,ausdrcklich unterscheidet ,herodot von den ,skythen1 welche der ,perserknig ,darius bekriegte1 die ebenfalls nomadischen ,massageten1 im ,kampf gegen welche ,kyros fiel4 ,wahrscheinlich waren dies die ,vorfahren der ,turkomannen2 ihr ,gebiet lag zwischen dem ,aralsee und dem ,kaspischen ,meere4 ber die ,religion derselben berichtet er nur1 da sie die ,sonne anbeteten1 der sie mit ,vorliebe ,pferde opferten1 weil man dem schnellsten ,gott das schnellste ,geschpf darbringen msse4 ,anscheinend lebte dieses ,volk noch zur ,zeit des ,herodot im ,zustande des sog4 ,mutterrechts4 ,denn es herrschte bei ihnen als ,knigin ein ,weib1 zur ,zeit des ,kyros die ,tomyris1 die des gefallenen ,kyros ,kopf in einen ,schlauch mit ,menschenblut tauchen lie mit den ,worten3 ,nun sttige dich endlich in ,menschenblut4 ,ein jeglicher1 schreibt ,herodot1 freit ein ,weib1 aber doch sind die ,weiber ,gemeingut4 ,denn was die ,hellenen von den ,skythen erzhlen1 das thun nicht die ,skythen1 sondern die ,massageten4 ,nmlich1 wenn ein ,massaget ,lust hat zu einer ,frau1 so hngt er seinen ,kcher an den ,wagen und beschlft sie ohne alle ,scham4 ,sehr zweifelhaft ist die ,rassenqualitt der ,geten4 ,man hat diese vielfach mit dem germanischen ,volke der ,gothen identifiziert2 allein ,mllenhoff 7a4 a4 ,o4 ,s4 #abe;ff47 hat wohl ausreichend nachgewiesen1 da die ,grnde dafr nicht stichhaltig sind1 da vielmehr ihre ,verwandtschaft mit den ,slawen1 wenn auch allenfalls nicht streng erweislich1 doch wahrscheinlicher ist4 ,die ,geten waren eine thrakische ,vlkerschaft auf der ,nordseite des ,haemus bis zur ,donau und werden zuerst von ,herodot 7,,iv1 #ic-if7 erwhnt4 ,herodot kennzeichnet sie als die sich fr unsterblich haltenden -- tous athanatizontas -- und dieses ,epitheton wurde spter fast zu einem ,beinamen fr sie4 ,sie meinen1 sagt ,herodot1 da sie nicht sterben1 sondern mit dem ,tode zum ,gott 7daimn7 ,zamolxis kommen2 einige von ihnen halten diesen fr ,gebeleizis4 ,alle fnf ,jahre senden sie einen ,boten1 den sie durch das ,los erwhlen1 an den ,zamolxis ab und tragen ihm ihr jedesmaliges ,anliegen auf4 ,dies machen sie so3 ,einige stellen sich mit drei ,speeren hin1 andere fassen den ,abzusendenden1 nachdem er seinen ,auftrag erhalten1 an ,hnden und ,fen und werfen ihn in die ,hhe auf die ,lanzen2 stirbt er1 so scheint der ,gott gndig zu sein2 stirbt er nicht1 so schelten sie den ,boten einen schlechten ,mann und senden einen ,andern ab4 ,dieselben ,thraker1 setzt ,herodot noch hinzu1 schieen mit ,pfeilen gegen ,donner und ,blitz1 hierauf gegen den ,himmel und drohen dem ,gott 7,zeus71 indem sie glauben1 es gebe keinen andern1 als den ihrigen4 -- ,die ,griechen am ,hellespont und ,pontus hatten von ,zamolxis schon ein halbes ,mrchen ausgebildet3 er sei in ,wahrheit ein ,sklave des ,pythagoras auf ,samos gewesen1 habe nach seiner ,freilassung viele ,schtze erworben und zurckgekehrt in sein ,vaterland seine rohen ,landsleute mit den ,annehmlichkeiten des griechischen ,lebens bekannt gemacht4 ,aber indem er einen ,saal gebaut und die vornehmsten des ,landes darin bewirtete1 habe er sie zugleich belehrt1 da sie und ihre ,nachkommen nicht strben1 sondern dereinst an einen ,ort kmen1 wo sie in ,ewigkeit sein und alles ,gute haben wrden4 ,um sie davon zu berzeugen1 htte er sich drei ,jahre lang in einem unterirdischen ,gemache verborgen gehalten1 whrend welcher ,zeit die ,thraker ihn wie einen ,verstorbenen vermit und betrauert1 dann aber sei er im vierten ,jahre wieder zum ,vorschein gekommen4 ,ich will1 sagt ,herodot #d1 #if1 dagegen gerade nicht unglubig sein1 aber auch nicht zu sehr daran glauben2 ich meine1 da ,zalmoxis um viele ,jahre frher war als ,pythagoras4 ,ich lasse es aber gut sein1 ob er ein ,mensch war oder ob er ein bei den ,geten einheimischer ,gott ist4 ,da diese ,erzhlung abgesehen von den ,elementen des getischen ,volksglaubens1 die sie aufnahm1 im wesentlichen eine ,erfindung der ,griechen ist1 liegt auf der ,hand1 es mte denn ,zamolxis die ,fremden in das ,geheimnis eingeweiht haben1 das seine ,landsleute berfhren und tuschen sollte4 ,war der ,kern der getischen ,religion ein eigentmlicher ,unsterblichkeitsglaube1 so lag fr die ,griechen der ,gedanke an ,pythagoras1 den ,unsterblichkeits- und ,metempsychosenlehrer1 nahe1 und die ,vermittelung konnte dann nicht natrlicher als durch einen thrakischen ,sklaven geschehen sein4 ,den ,gott aber mochte man um so eher als ,menschen auffassen1 weil offenbar ihre ,glaubensstze bei den ,geten selbst fr seine ,lehren und ,satzungen galten4 ,platon im ,charmides p4 #aeg lt den aus dem ,heerlager vor ,potidaea zu ,anfang des peloponnesischen ,krieges heimkehrenden ,sokrates sagen1 er habe dort im ,heere von einem der thrakischen rzte des ,zamolxis -- so lautet der ,name bei allen sptern -- die ja1 wie man sage1 sogar unsterblich machen knnten1 einen ,krankheitssegen kennen gelernt4 ,es sagte dieser ,thraker1 da die hellenischen rzte ,recht htten1 wenn sie behaupteten1 ein ,glied knne1 ohne da man zugleich den ganzen ,krper in ,behandlung nehme1 nicht geheilt werden4 ,aber ,zamolxis1 unser ,knig1 der ein ,gott ist1 sprach er1 sagt1 da wie man die ,augen nicht ohne den ,kopf und den ,kopf nicht ohne den ,leib zu heilen anfangen mu1 so auch nicht den ,leib ohne die ,seele2 denn alles gehe von der ,seele aus1 ,gutes und ,bses2 die ,segen aber und ,lieder1 mit denen man die ,seele behandeln msse1 das seien gute ,lehren4 ,und weiterhin p4 #aeh heit es noch wenn ,du nchtern und mig bist1 so bedarf es weder der ,segen des ,zamolxis noch der des hyperboreischen ,abaris4 ,mag die ,anekdote wahr oder erst von ,plato erfunden sein1 so setzt sie die ,vorstellung von einem ,lehrmeister ,zamolxis voraus4 ,bei ,diodor #a1 #id1 dessen ,quelle hier aller ,wahrscheinlichkeit nach die ,aegyptiaca des ,hecataeus von ,abdera 7um #cbj7 waren1 stehen daher auch ,zamolxis und die koin ,hestia1 die gemeine ,herdgttin1 bei den sogenannten ,geten1 die unsterblich machen1 neben ,zoroaster1 ,moses und hnlichen ,nomotheten4 ,mnaseas von ,patrae 7um #bjj7 sagte1 da die ,geten den ,kronos1 d4 h4 den ,herrscher im goldenen ,zeitalter und ber die ,inseln der ,seligen 7,d4 ,a4 #a1 #fc;f47 verehrten und ihn ,zamolxis nannten1 ,mller ,t4 ,h4 ,g4 #c1 p4 #aec1 vgl4 ,diog4 ,laert4 #h1 #a2 ,hesych4 s4 v4 ,zamolxis1 ferner ,strabo p4 #big;f4 ,endlich finden wir aus einer unbekannten ,quelle eine ,relation1 die zwar in ,betreff des ,pythagoras mit der ,erzhlung der pontischen ,griechen bei ,herodot bereinstimmt1 ja sogar die ,reisen des ,zamolxis bis gypten ausdehnt1 im brigen aber selbstndig und offenbar aus unmittelbarer ,kunde den ,bericht ,herodots ergnzt4 ,es wird erzhlt1 ein ,gete namens ,zamolxis habe dem ,pythagoras als ,knecht gedient und von ihm einiges von der ,himmelskunde erlernt1 anderes von den gyptern1 bis zu welchen er streifte4 ,nach ,hause zurckgekehrt1 sei er von den ,frsten und dem ,volke hoch geehrt1 da er ihnen die ,vorzeichen vorhersagte2 zuletzt habe er den ,knig beredet1 ihn zum ,genossen seiner ,herrschaft anzunehmen als einen1 der den ,willen der ,gtter zu verkndigen im ,stande sei4 ,anfangs sei er nur zum ,priester des am meisten bei ihnen geehrten ,gottes bestellt1 darnach selbst ,gott genannt worden4 ,er habe sich in einer allen andern unzugnglichen ,hhlenfeste angesiedelt und dort gelebt1 wenig in ,verkehr mit der ,auenwelt1 nur mit dem ,knige und seinen ,dienern4 ,der ,knig aber habe mit ihm zusammengehalten1 weil er gesehen1 da die ,leute ihm viel besser als frher gehorchten1 seit er seine ,befehle nach dem ,rate der ,gtter erteilte4 7,diese ,sitte dauerte fort sogar bis auf unsere ,zeit1 indem sich immer einer fand1 der dem ,knige als ,rat zur ,seite stand und bei den ,geten ,gott hie47 ,auch der ,berg wurde heilig gehalten und so benannt2 er heit aber kgaionon1 wie der vorbeiflieende ,flu4 ,es ist schon von ,mannert 7alte ,geogr4 #b4 #bjc7 und ,uckert 7,skythien ,s4 #fjb7 bemerkt1 da diese ,stelle -- etwa bis auf den eingeklammerten ,satz1 der mindestens eine ,modifikation von ,strabos ,hand erfahren hat -- auf die alten ,geten am ,haemus1 nicht aber wie ,strabo meint auf ,daken zu beziehen ist4 ,sieht man von der pragmatisierenden1 euhemeristischen ,auffassung ab1 -- denn diese bleibt1 auch wenn man mit ,herodot die ,frage1 ob ,zamolxis ein ,gott oder ein ,mensch gewesen1 unentschieden lt1 was bei dem ,stande der berlieferung in der ,that das ,rtlichste scheint1 sie sieht so aus als wenn ,zamolxis dem hhern ,gott ,gebeleizis nur substituiert1 nicht eine ,hypostase in mythologischem ,sinne von ihm ist1 -- so ergiebt sich die ,thatsache1 da wie fr die ,thraker sdlich von ,haemus bei den ,bessern oder freien ,thrakern ein ,heiligtum und ,orakel des ,dionisos 7,herod4 #g1 #aaa1 vgl4 ,thuc4 #b1 #if1 ,plin4 #d4 #dj1 ,strabo p4 #cah1 #cca fr4 #dh1 ,sueton ,aug4 #id1 ,dio #ea1 #be71 so bei den ,geten auf der ,nordseite des ,gebirges und fr die zu ihnen gehrenden ,vlkerschaften ein hnliches des ,zamolxis bestand4 ,antonius ,diogenes 7bei ,phot4 cod4 #aff p4 #aaj ,bekk47 erzhlte1 da ,astraeus1 ein ,genosse des ,zamolxis1 zu diesem1 als er schon bei den ,geten fr einen ,gott galt1 mit zwei andern gereist sei und da diese ,orakel ber ihr ,geschick erhalten htten1 da ,astraeus aber beim ,zamolxis zurckgeblieben und von den ,geten hochgeehrt sei4 ,der ,name ,astraeus soll wohl die ,stern- und ,himmelskunde des ,gottes andeuten1 die bei ,strabo ihm zugeschrieben wird4 hnlich bezieht sich auf eine andere ,seite seines ,wesens wohl die ,hestia1 die wie wir sahen bei ,diodor neben ihm steht2 ,suidas s4 v4 nennt sogar eine ,gttin ,zamolxis4 ,da ihm ein vollstndiger ,kultus zu teil wurde1 erhellt nicht nur aus dem1 was ,herodot mitteilt1 sondern auch aus einer ,stelle in der vit4 ,pythagor4 des ,porphyrius #ad1 #ae1 die sich offenbar noch auf echte alte berlieferungen sttzt1 es wird hier nmlich ganz der herrschenden ,auffassung des ,zamolxis als eines ,nomotheten gem die ganze ,einrichtung des ,kultus auf ihn selbst zurckgefhrt4 ,pythagoras hatte einen ,sklaven1 den er aus ,thrake gekauft1 ,zamolxis mit ,namen2 denn ihm war bei seiner ,geburt ein ,brenfell bergeworfen1 die ,thraker aber nennen ein ,fell zalmos4 ,pythagoras hatte ihn lieb und unterwies ihn in der ,lehre von den himmlischen ,dingen -- tn meteron therian --1 auch in allem was das ,opferwesen und sonst den ,gtterdienst angeht4 ,einige aber sagen1 da er auch ,thales geheien habe4 ,als ,herakles verehren ihn die ,barbaren4 ,dionysiphanes 7ein unbekannter ,schriftsteller7 gibt an1 er sei zwar des ,pythagoras ,knecht gewesen1 aber ,rubern in die ,hnde gefallen und stigmatisiert habe er sein ,angesicht verbunden wegen der ,male2 einige sagen1 da der ,name ,zamolxis bedeute fremder ,mann4 ,wie es sich auch mit diesen ,deutungen verhalten mag -- die durch zalmos -- 7sanskr4 tscharma1 griech4 derma87 rechtfertigt jedesfalls die herodoteische ,namenform ,zalmoxis --1 so giebt ,hesychius s4 v4 noch an1 da nicht nur ein ,name fr ,kronos1 sondern auch fr einen ,tanz und fr ein ,lied oder einen ,gesang gewesen1 was ebenfalls auf den ,kultus hinweist und sich nur aus den ,anrufungen des ,gottes bei den ihm zu ,ehren angestellten ,tnzen und ,gesngen erklrt4 ,was sonst noch bei ,lucian1 ,julian1 den ,kirchenvtern und andern ber ,zamolxis vorkommt1 ist ohne ,wert1 da es kaum etwas ,neues und ,eigentmliches bietet1 was nicht auf eine miverstndliche oder ungenaue ,auffassung der ,angaben ,herodots sich zurckfhren liee4 ,man findet die ,stellen sowie die ,ansichten und ,meinungen der neueren sehr vollstndig nachgewiesen in der ,dissertation de ,zamolxide von ,athan4 ,serg4 ,rhonsopoulus 7,gottingae #aheb74 ,nchst dem ,zamolxisdienste soll den ,griechen an den ,geten besonders ihre ,vielweiberei und ,unmigkeit in der ,geschlechtsliebe aufgefallen sein4 ,hecataeus von ,milet soll dafr der erste ,zeuge sein1 indem er 7fr4 #add7 das homerische ,kabesos 7,,ii1 #ac1 #cfc7 auf die gleichnamige ,stadt jenseits des thrakischen ,haemus deutete1 doch ,s4 ,meineke zu ,steph4 ,byz4 #cdd4 #ae4 ,herodot #e1 #e4 #f und ,heraklides ,ponticus 7,polit4 #bh71 beides vollgltige ,zeugen 7vgl4 ,xenoph4 ,anab4 #g1 #b1 #ch71 schildern aber die ,vielweiberei und was damit zusammenhngt als allgemein thrakische ,sitte und der ,komiker ,menander bei ,strab4 p4 #big lt seinen getischen ,sklaven auch nur als ,thraker sprechen3 ,die ,thraker alle1 doch wir ,geten zu allermeist1 7,denn ich selbst berhme mich von dort entstammt zu sein71 ,wir sind nicht sehr enthaltsam6 ,denn unter uns heiratet keiner unter zehn1 ,elf ,frauen1 auch zwlf und noch mehr4 ,wer erst vier ,oder fnf genommen hat und stirbt1 der heit bei uns ,zu ,land ein ehelos armer1 unbeweibter ,mann4 99 99 99 99 99 ,noch viel zweifelhafter und dunkler ist alles1 was die ,alten von noch hher nach ,norden belegenen ,erdstrichen und den dort wohnhaften ,vlkern1 den ,kimmeriern und vor allem von den ,hyperborern zu berichten wissen4 ,vielleicht kann man als ,hyperborer die ,bewohner ,skandinaviens gelten lassen4 ,ein ,hyperborer soll der mythische ,abaris gewesen sein1 der angeblich etwa um das ,jahr #egj v4 ,chr4 7,lobeck7 nach ,griechenland kam1 wie erzhlt wird1 durch eine ihm von ,apollo gegebene ,offenbarung veranlat4 ,er soll mit ,pythagoras bekannt geworden sein4 ,als ,abaris von den ,hyperborern1 unerfahren in der hellenischen ,bildung und ,sprache schon in ,jahren vorgerckt ankam1 so fhrte ihn ,pythagoras nicht durch mannigfache ,betrachtungen in seine ,geheimwissenschaft ein1 sondern statt des ,stillschweigens und des so lange ,zeit ntigen ,zuhrens und der brigen ,prfungen machte er ihn schnell durch ein abgekrztes ,verfahren zum ,anhren seiner ,lehrstze geschickt und lehrte ihn die ,schrift ber die ,natur und die andere ber die ,gtter in aller ,krze verstehen4 7,jamblichus1 de vita ,pythagor4 #acf47 ,abaris erregte nicht nur durch seine fremde ,kleidung1 sondern mehr noch durch seine occultistischen ,gaben groes ,aufsehen in ,griechenland4 ,er zog1 wie ,epimenides1 wahrsagend und ,orakel sprechend umher1 trat als ,shner auf1 befreite ,sparta von einer ,pest und heilte viele ,krankheiten durch seine ,zaubergesnge4 ,ja1 es wird berichtet1 da er auf einem von ,apollo empfangenen ,pfeile die ,luft durchflog1 berhaupt ein ,luftwandler 7aithrobats7 war4 ,toland vermutet daher1 er sei ein ,druide gewesen1 und die ,hyperborer seien auf den ,hebriden zu suchen4 ,dagegen mchte ,creuzer 7,symbolik ,,ii1 ,anhang7 ihn zu einer bloen ,personifikation der aus den ,kaukasuslndern hergekommenen ,schrift verflchtigen4 ,der ,pfeil soll die ,rune sein1 der ,pfeilfahrer ,abaris ,runa1 ,seher1 ,schreiber4 ,dazu bemerkt mit ,recht ,guigniaut in seiner franzsischen bersetzung des ,creuzerschen ,buchs3 ,nous ne nous dissimulons pas que cette interpretation du mythe d',abaris est singulirement hasarde4 99 99 99 99 99 ,mehr ethnographisch und kulturhistorisch als occultistisch interessant sind die ,mitteilungen der ,alten1 insbesondere ,herodots ber andere jenseits des den ,griechen bekannten orbis terrarum wohnhaften ,naturvlker1 so z4 ,b4 die ,taurer1 die wegen ihrer ,menschenopfer gefrchtet waren1 die ,agathyrsen1 die ppigsten ,menschen2 mit ihren ,weibern begatten sie sich alle gemeinschaftlich1 damit sie aller ,brder sind und als ,blutsverwandte weder ,neid noch ,feindschaft wider einander hegen4 7,herodot ,i1 #ajd47 ,auch die ,neurer werden als gefrchtete ,zauberer genannt2 denn die ,skythen erzhlten von ihnen1 da in jedem ,jahre ein ,neurer ein ,wolf wird auf wenige ,tage und dann nimmt er wiederum seine alte ,gestalt an4 ,ich glaube dies zwar nicht1 aber sie sagen es nichts destoweniger und schwren darauf4 7,herodot ,i1 #aje47 ,,fussnoten3 #a ,f4 ,lenormant3 ,die ,geheimwissenschaften ,asiens4 ,jena #ahgh4 ,s4 #bc4 #b ,,ii4 #cj4 #c ,western ,asia ,inscriptions4 ,,iv4 #cc4 ,z4 #cf-dh4 #d ,speziellen ,nachweis gab ich in meinem ,faustbuch1 ,s4 #aec;ff4 #e ,der ,hllengttin4 #f ,diese ,vorstellung kommt bekanntlich auch im ,hexenwesen vor4 #g dito4 #h ,vgl4 ,jesaias #ac1 #ba4 #i ,die ,krankheit wurde von den ,a4 zuweilen als persnliches ,wesen gedacht4 #aj ,punkte bedeuten ,verstmmelungen des ,urtextes4 #aa ,eas ,gemahlin4 #ab ,vgl4 den die gypter behandelnden ,abschnitt4 #ac ,western ,asia ,inscriptions4 ,,iv4 #af4 #b4 #ad ,beiname ,eas4 #ae ,western ,asia ,inscriptions4 ,,iv4 #f4 ,col4 #e4 #af ,i4 #aha4 #ag ,western ,asia ,inscriptions4 ,,iv4 #c4 ,col4 #b4 ,z4 #c-bf4 #ah ,demnach wurde die magische ,heilkunde auch von ,frauen ausgebt4 #ai ,d4 h4 man magnetisierte die ,kameelshaut wie heute zu ,tage ,papier oder ,watte4 #bj ,auch hier begegnen wir einer ,transplantation der ,krankheit in die ,elemente4 #ba ,jes4 #cd4 #ac1 #ad4 #bb ,nergal4 #bc dito4 #bd um-uruk4 #be ,tiamat4 #bf ,essai de commentaire des fragments cosmogoniques de ,brose4 #bg ,,ii4 #cj4 #bh ,western ,asia ,inscriptions4 ,,iv4 #ef4 ,col4 #a4 #bi ,western ,asia ,inscriptions4 ,,iv4 #ef4 ,col4 #b4 #cj ,also die ,zauberei mit den ausgeschnittenen ,fustapfen wie im ,mittelalter4 #ca ,nestelknpfen4 #cb ,slane3 ,prolegomnes d',ibn ,chaldn4 ,t4 ,i4 p4 #agg4 #cc ,vgl4 in meinen ,geheimwissenschaften ,s4 #fcf;ff4 die von ,paracelsus und ,carrichter geschilderten ,hexenknste4 #cd ,western ,asia ,inscriptions4 ,,iv4 #g4 #ce ,vgl4 ,dantes3 ,lasciate ogni speranza voich'entrate4 #cf ,d4 h4 die ,sonne whrend ihrer nchtlichen ,wanderung4 #cg ,der ,feruer entspricht also ungefhr dem transscendentalen ,subjekt du ,prels4 #ch ,,ii4 #cj4 #ci ,sanch4 #db4 ,ed4 ,orelli4 #dj ,saturn entsprach schwarz1 ,jupiter blau1 ,mars roth1 der ,sonne gelb1 ,venus grn1 ,mercur grau oder bunt und dem ,mond wei4 #da ,origenes contra ,celsum4 ,,vi4 ,s4 #fdf4 #db ,western ,asia ,inscriptions4 ,,iii4 #eb4 #c4 #dc ,,ii4 #bi4 #dd ,de ,divinatione4 ,i4 #da4 #de ,prediger ,salomonis4 ,x4 #bj4 #df ,hesekiel4 ,,xxi4 #bf4 #dg ,deuteron4 #ah4 #aa4 #dh ,cicero3 ,de ,divinatione4 ,i4 #dc4 ,,ii4 #ce4 #di ,loc4 cit4 #da4 #ej ,loc4 cit4 ,i4 #cc4 #ea ,loc4 cit4 ,,ii4 #bc4 #eb ,levit4 ,,xix4 #bf4 #ec ,jerem4 ,x4 #b4 #ed ,hist4 nat4 ,,ii4 #gj4 #ha4 ,,ii4 #bj4 #ah4 #dc4 #eb4 #ag4 #ee ,johannes ,lydus3 ,de ostentis4 #ba4 ,s4 #hf4 ,ed4 ,kase4 #ef ,lenormant3 ,choix de textes cuniformes4 ,bd4 ,,iv4 #eg ,plinius3 ,hist4 nat4 #eb4 #ec4 #eh ,mller3 ,die ,etrusker4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #afb-agh4 #ei ,plinius3 ,loc4 cit4 #fj ,,ii4 #cj4 #fa ,de operatione ,daemonum4 #fb ,also hnlich wie die spiritistischen ,klopflaute4 #fc ,psellus3 ,de operatione ,daemonum4 #fd ,richt4 ,,ix4 #cg4 #fe ,,ii4 ,sam4 ,v4 #be4 #ff ,richt4 ,,iv4 #e4 #fg ,macrob4 ,saturn4 ,,ii4 #af4 #fh ,apud4 ,phot4 ,bibl4 cod4 #id4 ,ed4 ,becker4 #fi ,de re rustica4 ,,iii4 #ag4 #d4 #gj ,cicero3 ,de ,divinatione4 ,,ii4 #df4 #ga ,western ,asia ,inscriptions4 ,,iii4 #efb4 #gb ,in meinem ,faustbuch und den ,geheimwissenschaften4 #gc ,ant4 ,jud4 ,,iv4 #ad4 #b4 #gd ,herodot ,i4 #acb4 #ge ,inschrift von ,behistan4 ,taf4 ,i4 #aj-ad4 #gf ,i4 #aca4 ,,iii4 #af4 #gg ,damascius3 ,de principiis4 #abe4 #gh ,de ,is4 et ,osir4 ,ed4 ,reiske4 ,s4 #cfi4 #gi ,,vii4 #aad4 #hj ,i4 #ajc4 #abj4 ,,vii4 #ai4 #ha ,de vit4 philos4 prooem4 #f4 #hb ,plinius3 ,hist4 nat4 ,,xxx4 #b4 #hc ,loc4 cit4 ,,xxx4 #e4 #hd ,nach ,kleukers ,zendavesta4 ,th4 ,,iii4 #he ,vgl4 die biblische ,wurzel ,jesse1 ferner #d ,mos4 #bd4 #ag und zahlreiche ,parallelen aus der ,geburtsgeschichte ,christi4 #hf ,symbol der ,mondsichel4 ,auch in der jdischen ,geheimlehre ist ,michael der ,erzengel des ,mondes4 #hg ,vgl4 ,jes4 #g1 #ad42 ,ev4 ,matth4 #a1 #bj-bc42 ,luc4 #a1 #ca;ff4 #hh ,vgl4 die ,offenbarung ,johannis4 #hi ,duzakh ist der ,aufenthaltsort der ,verdammten und ,dews4 ,doch wird am ,ende der ,welt ,ahuramazd den ,duzakh vernichten4 ,vendid4 ,farg4 ,,xix4 ,,ii4 ,no4 ,,xviii4 #ij ,vgl4 das oben ber die ,wahrsagung aus ,neugeborenen ,mitgeteilte4 #ia ,izeschn1 ,ha4 #db4 #ib ,vendid4 ,farg4 #ai4 #ic ,kurzweg ,teufel4 #id ,also in ,wirklichkeit vielleicht der ,oberste der medischen ,magier4 #ie ,man bemerke die ,parallele zu ,herodes4 #if ,jupiter4 #ig ,venus4 #ih ,der zweite ,amschaspand4 #ii ,wahrscheinlich ,darius ,sohn des ,hystaspes4 #ajj ,zerduscht-nameh4 ,kap4 #ad4 #aja ,nach der ,tradition wurde ,zoroaster #gg ,jahre alt4 ,kleuker setzt seine ,geburt in das ,jahr #ehi4 #ajb ,ich krze hier ,kleukers weitlufige ,darstellung der ,tradition ab4 ,beim bergang ber den ,araxes verrichtete ,zoroaster ein hnliches ,wunder wie ,moses1 indem er nmlich seine ,anhnger trockenen ,fues durch den ,flu fhrte4 #ajc ,dieses ,fest wurde whrend der fnf letzten ,tage des ,jahres gefeiert4 #ajd ,zoroasters ,vetter4 #aje ,der zweite ,monat des ,jahres4 #ajf ,der fnfzehnte ,tag4 #ajg ,das kaspische ,meer4 #ajh ,zerduscht-nameh4 ,kap4 #ba4 #aji ,vendid4 ,farg4 #ai4 #aaj ,zerduscht-nameh4 ,kap4 #bb4 ,die ,amschaspands entsprechen den ,planetengttern und ,erzengeln4 #aaa ,a4 a4 ,o41 ,kap4 #be4 #aab ,a4 a4 ,o41 ,kap4 #ei4 #aac ,nach ,bahman-,jescht bat ,zoroaster ,ahuramazd zweimal um ,unsterblichkeit4 #aad ,zerduscht-nameh4 ,kap4 #fj u4 #fa4 #aae ,nach der ,tradition ,djemschid1 der sich am ,schlu seiner ,regierung wollte anbeten lassen4 #aaf ,zerduscht-nameh4 ,kap4 #be4 ,vgl4 die ,versuchungsgeschichte ,christi4 #aag ,zerduscht-nameh4 ,kap4 #be4 #aah ,berhmter ,destur-,mobed 7gelehrter ,priester74 ,gewissermaen eine ,reincarnation ,zoroasters2 eine ,art neuer ,buddha4 #aai ,zerduscht-nameh4 ,kap4 #bh4 #abj ,vgl4 die spter zu erwhnende kabbalistische ,lehre von der ,schachi nach4 #aba ,diese ,engelmter gingen in die jdische ,geheimlehre ber4 ,nach der ,kabbala herrscht ,hariel ber die ntzlichen ,tiere4 ,vgl4 ,berith ,menucha4 ,fol4 #cg;a4 #abb ,ized des ,feuers2 bei den ,juden ,jehuel4 ,ber4 ,men4 loc4 cit4 #abc ,destur,gelehrter1 ,mobed,priester1 ,herbed,initiierter4 #abd ,feuertempel4 #abe ,ized der ,metalle2 bei den ,juden ,azazel4 ,vgl4 ,buch ,henoch4 #abf ,ized der ,reinheit2 den ,juden unbekannt4 #abg ,ized des ,wassers2 bei den ,juden ,michael4 ,ber4 ,men4 l4 c4 #abh ,ized der ,gewchse2 bei den ,juden ,alpiel4 ,ber4 ,men4 l4 c4 #abi ,vgl4 ,ev4 ,matth4 #bh1 #ai4 #acj ,der heilige aus #gb kameelhaarenen ,fden bestehende ,grtel der ,parsen4 #aca ,oberster der ,ized1 mit ,silik-mulu-khi1 dem ,demiurgos1 ,logos usw4 usw4 vergleichbar4 ,herr des ,lichtes und der ,sonne1 ,geber alles ,guten usw4 #acb ,contra ,celsum4 ,lib4 ,,vi4 #acc ,die betr4 ,stelle steht3 ,vendidad1 ,i4 ,fargard1 und lautet3 ,der elfte ,ort und die ,stadt des berflusses1 die ich1 der ich ,ahuramazd bin1 schuf1 war ,heetomeante1 die ,stadt der ,verstndigen und ,glcklichen4 ,aber der totschwangere ,angrmainyus brachte daselbst ,magie in ,gang1 die hliche ,kunst4 ,sie macht allerlei ,blendschein und giebt alles4 ,sie scheint gro1 aber wenn sie sich auch mit der hchsten ,gewalt aufstellt1 so kommt sie doch vom ,urgrunde des ,bsen1 vom ,vater alles ,unglcks4 ,weit ist sie von dem ,groen1 von dem der ,gutes thut4 #acd ,nach ,kleuker im ,jahre #edi v4 ,chr4 #ace ,zerduscht-nameh4 ,kap4 #cg4 ,vgl4 ,lucas #b1 #df usw4 #acf ,ahuramazd heit auch der #a41 #h41 #ae4 und #bc4 ,tag jeden ,monats4 #acg ,aufenthaltsort der ,dews und ,verdammten2 ,hlle4 #ach ,nach ,abu ,djafar soll ,gustaspes ursprnglich dem ,sabismus gehuldigt haben4 #aci ,fnfzig ,pfund4 #adj ,also die mediumistischen ,erscheinungen der ,feuerfestigkeit und des forcirten ,pflanzenwachstums4 #ada ,die persischen ,zauberer bedienten sich also derselben ,stoffe wie die ,hexen des ,mittelalters4 #adb dito4 #adc ,zoroaster verlangt also wie ,christus als ,vorbedingung ,glauben4 #add ,wir begegnen hier also ,spuren der ,physiognomik4 #ade ,vermutlich um der ,seelenwanderung zu entgehen4 #adf ,ized der ,krieger4 #adg ,keim der guten ,werke4 #adh ,an dieser ,stelle ist vermutlich unter den verschiedenen ,arten des ,feuers auch das ,feuer ,burzin verstanden1 welches im ,bun-,dehesch 7siehe nchsten ,abschnitt7 als ganz besonders heilig bezeichnet wird4 ,es wird vom ,blitz entzndet und das ,feuer der ,feldarbeiter genannt1 weil es von diesen ganz besonders verehrt wird4 ,gustaspes errichtete ihm ein ,dadgah 7,heiligtum7 auf dem ,berge ,revan in ,khorasan4 #adi ,d4 h4 der ,anhnger der protomedischen ,religion4 #aej ,im ,zoroastrismus ist das ,himmlische das ,vorbild des ,irdischen4 #aea ,die ebene ,oberflche des ,wassers ist ,sinnbild des ,eben- und ,gleichmaes1 des ,mahaltens4 #aeb ,verschiedene ,arten von ,feuer1 welche durch ,sonnenbrand1 den ,blitz und das ,aneinanderreiben von ,hlzern entzndet und besonders verehrt wurden4 #aec dito4 #aed dito4 #aee ,nicht mit ,kaschmir zu verwechseln4 #aef ,zoroaster stand der ,annahme nach in den dreiiger ,jahren4 #aeg ,abteilung1 ,kapitel1 des ,zendavesta4 #aeh ,vermutlich eine ,art ,yogis4 #aei ,aban ,jescht1 ,kap4 #bf u4 #bg4 #afj ,kl4 ,ravaets1 ,fol4 #fc4 #afa ber den ,ursprung der ,lehre von ,zrvna-akarana s4 oben ,s4 #gj4 #afb ,man vergleiche damit du ,prels ,abhandlung ber den ,genius des ,sokrates4 #afc ,der ,sirius1 welcher als ,stier mit goldenen ,hrnern gedacht wird4 #afd ,niedere ,hllengeister1 ,dmonen4 #afe a-,orionis4 #aff ,wie die sieben ,amschaspands mit den ,planeten zusammenhngen1 so die #bh ,izeds vermutlich mit den #bh ,mondstationen4 ,s4 meine ,geheimwissenschaften ,s4 #bhh4 #afg ,erhabener mythischer ,berg4 -- ,das ,gebirge ,elburs4 #afh ,der ,adam ,kadmon der ,kabbalisten4 #afi ,auch nach der ,kabbala ist ,adam anfangs ,androgyn4 #agj ,den ,wechsel der ,jahreszeiten feiernde ,feste4 #aga ,vgl4 das oben ber die ,maskim ,gesagte4 #agb ,hier ist also das ,prinzip des ,karma bereits ausgesprochen4 #agc ,also ,scheol1 ,hades c4 #agd ,hier haben wir den ,ursprung der ,auferstehung des ,fleisches4 #age ,honover4 #agf ,geogr4 ,l4 ,i4 #ae4 #agg ,die ,parsen sagen3 ,wenn der ,mensch geboren wird1 so stellt sich ,angrmainyus seiner ,seele dar wie ,meschia1 dem ,stammvater des ,menschengeschlechts und spricht wie zu diesem3 ,ich bin ,herr und ,schpfer der ,natur6 ,das glaubt die ,seele und wird verunreinigt4 #agh ,ein ,mund und ,kinn verhllender ,schleier4 #agi ,in seiner ,anlage uralt und mutmalich von ,zoroaster herrhrend4 #ahj ,dieser ,gedanke ging bekanntlich in das ,christentum ber4 #aha ,in der ,kabbala wohnt ,jehovah in der ,lichtwelt ,aziluth auf dem ,funkenthron4 #ahb ,mondstationen4 #ahc ,beiname des ,angrmainyus4 #ahd ,tageszeit von ,mittag bis drei ,uhr ,nachmittag4 #ahe ,gebete4 #ahf ,der erste ,monat des ,jahres4 #ahg ,der ideale ,urmensch4 ,nach dem ,bun-,dehesch befand sich bei dessen ,schpfung die ,sonne im ,lamm1 ,mercur und ,venus in den ,fischen1 der ,mond im ,stier1 ,saturn in der ,wage1 ,jupiter im ,krebs und ,mars im ,steinbock4 #ahh ,zwei ,dews4 #ahi ,wasser des ,lebens4 #aij ,dew des ,todes4 #aia ,der ,widder #aib ,es sind die sechs aufsteigenden und sechs absteigenden ,zeichen des ,tierkreises gemeint4 #aic ,der ,umkreis der ,erde wird in sieben ,keschwars geteilt4 ,der ,satz heit also1 da jeder ,stern einen halben ,tag ber der ,erde ist4 #aid ,schalttage4 #aie ,die neunte ,mondstation 7#abea' bis #bedc' ,symbol3 ,krebs74 #aif ,es handelt sich vermutlich um das ,rcklufigwerden eines ,planeten4 #aig ,der ,leben und ,segen spendende ,ized der ,bume4 #aih ,der ,ized des ,wassers4 #aii ,vielleicht ,venus zur ,zeit des grten ,glanzes1 wo sie zuweilen bei ,tag sichtbar ist4 #bjj ,also die ,sintflut4 #bja ,der ,okeanos4 #bjb ,der den ,regen hemmende ,dew4 #bjc ,dew1 ,helfer des ,apevesch4 #bjd ,ized1 ,helfer ,taschters4 #bje ,beiname von ,apevesch4 #bjf ,entsprechend dem biblischen ,baum des ,lebens4 #bjg ,ich bergehe die sich hier anschlieende mystische ,geographie des ,bun-,dehesch4 #bjh ,rhabarber4 #bji ,ein ,flchenraum von etwa #eejjj ,quadratfu4 ,das ,paradies4 #baj ,vermutlich ,antilope4 #baa ,auch die ,neuplatoniker suchten sich bei ihren theurgischen ,operationen durch den mystischen ,einflu gewisser ,tiere gegen bse ,geister zu schtzen4 #bab ,es sind die ,geschlechtsteile gemeint4 #bac ,der isolierte ,ort1 wohin sich ,frauen und ,mdchen whrend der ,menstruation begeben4 #bad ,ein toter ,krper1 ein ,stck davon4 #bae ,der ,glaube1 da der ,blick menstruierender ,frauen ,flssigkeiten verunreinige1 ,wein umschlagen1 ,spiegel erblinden und ,rasiermesser abstumpfen lasse1 war noch sehr lange verbreitet4 ,vgl4 ,agrippa von ,nettesheim3 ,occulta ,philosophia1 ,lib4 ,i1 cap4 #db4 #baf ,unreinheiten1 ,auswurfstoffe4 #bag ,gebet4 #bah ,gurzscher1 ,comet4 ,ich brauche wohl kaum auf die ,merkwrdigkeit dieser ,stelle hinzuweisen4 #bai ,opfer4 #bbj ,niederer ,diener des ,kultus4 #bba dito4 #bbb ,das ,band1 mit welchem das heilige ,barema zusammengebunden ist4 #bbc ,ich bemerke1 da man bis in die neueste ,zeit ,magismus c4 und ,mazdeismus ineinander warf4 #bbd ,proklos3 ,theologia ,platonis ,,ii4 cap4 #bi4 #bbe ,ich brauche wohl kaum zu sagen1 da von diesen ,anschauungen der ganze ,gebrauch der ,formeln1 ,beschwrungen und ,charaktere in der ,theurgie abhngt4 #bbf ,man sieht also1 da die ,karmalehre keineswegs buddhistisch ist4 #bbg ,die ,orakel sind bei ,psellos meist in gebundener ,rede abgefat4 #bbh ,man denke an die zehn ,sephiroth der ,kabbala4 #bbi ,also der ,astralkrper4 #bcj ,diese angeblich spiritistisch-theosophische ,lehre ist also in ,wahrheit uralt4 #bca ,gewhnlich in folgender lateinischer ,fassung3 ,ergo ex finibus terrae prosiliunt canes terrestres1 nunquam verum corpus mortali homini monstrantes4 #bcb ,die ,aphorismen scheinen demnach1 wie auch nach dem ,kommentar zum vorigen ,aphorismus zu schlieen1 zum ,gebrauch bei den ,mysterien bestimmt gewesen zu sein4 #bcc ,zrvna-akarana4 #bcd ,die ,feruer4 #bce ,wir haben also wieder den ,gegensatz zwischen ,feruer und ,seelen4 #bcf ,ahuramazd wurde bei den ,gnostikern und ,neuplatonikern zum ,demiurgos4 #bcg ,die ,henosis1 die mystische ,vereinigung mit ,gott4 #bch ,es ist wohl der ,feruer gemeint4 #bci ,der ,satz bezieht sich wohl auf gewisse ,gefahren1 welche die ,ekstase im ,gefolge hat4 #bdj ,d4 h4 der zu erkennende ,gegenstand ist auerhalb des ,geistes4 #bda ,nmlich ,gott selbst4 #bdb ,,iii4 #aa4 #bdc ,eusebius3 ,praep4 ,ev4 #f4 #aj4 #bdd ,asiatic ,researches4 ,,vii4 #bgi4 ,,viii4 #cif4 #did4 #bde ,upanishad1 bei ,carey ,sansc4 ,gramm4 p4 #ijc4 #bdf ,colebrooke3 ,as4 ,res4 ,,viii4 #dca4 #bdg ,a4 a4 ,o4 ,s4 #dje4 #bdh ,lacroce3 ,indisches ,christentum4 ,s4 #fac4 #bdi ,a4 a4 ,o4 ,s4 #fjc4 #bej ,parabodh4 ,chandrod in ,rhodes' ,hindus ,,ii4 ,s4 #cej4 #bea ,bhartrihari in ,roger ,offene ,thr ,s4 #dib4 #beb ,a4 a4 ,o4 #bec ,as4 ,res4 ,,viii4 #dba4 #bed ,a4 a4 ,o4 #djb4 #bee ,philosophum4 ,tom4 ,i4 p4 #ijd4 #bef ,pag4 #id4 #beg ,as4 ,res4 ,,viii4 p4 #djd4 #ddj4 #beh ,upnekh4 ,i4 #be4 #bac4 ,,ii4 #agb4 #bea4 #bei ,,ii4 #gg4 #b4 #bfj ,i4 #h-ac4 #bfa ,markandeya puran1 cap4 #dc4 #bfb ,,ii4 #ge4 #ac;ff4 #bfc ,manus ,gesetz #ab1 #be4 #bfd ,goldene ,sprche des ,pythagoras1 ,v4 #he u4 #hf4 #bfe #b4 #bb4 #bff ,diodorus ,siculus ,i4 #bb4 #bfg ,jahrgang #ahia4 #bfh ,m4 ,huc3 ,souvenir d'un voyage dans la ,tartaric1 le ,thibet et la ,chine4 ,paris #ahec1 p4 #cba-cbe4 #bfi ,dies mchte ich stark bezweifeln4 ,carl ,kiesewetter4 #bgj ,ausfhrlich steht der ,bericht in meinen ,geheimwissenschaften1 ,s4 #efg;ff4 #bga ,voyage en ,asie4 ,paris #ahfg4 #bgb ,geographische und ethnographische ,bilder4 ,jena #ahge4 ,s4 #djf4 #bgc ,s4 spter den ,abschnitt ber ,apollonius von ,tyana4 #bgd ,vgl4 ,psychische ,studien1 ,jahrgang #ahge1 ,s4 #cjj;ff4 #bge ,de myster4 ,aegypt4 ed4 ,gale4 pag4 #agc4 #bgf ,geschichte der ,medizin4 ,bd4 ,i4 ,s4 #gb4 #bgg ,de vita ,pythagorae4 #bgh ,odyssee1 ,,iv4 #bah-bcb4 #bgi ,lib4 ,i4 #bhj ,,xvi4 #hja4 #bha ,hist4 ,lib4 ,,iv1 cap4 #h4 #bhb ,nach ,sueton war keine ,hoffnung1 da die ,sehkraft wieder hergestellt werden knnte4 #bhc ,hist4 nat4 ,,iii4 #df4 #bhd ,nach ,herodot 7,lib4 ,,iii7 war der ,apis schwarz1 hatte auf der ,stirne einen viereckigen weien ,flecken1 auf dem ,rcken das ,bild eines ,adlers1 eine knopfartige ,drse am ,hals und zweifarbige ,haare am ,schweif4 #bhe ,man pflegte den ,apis auch ber den ,ausgang von ,krankheiten zu befragen4 #bhf ,nach den ,arbeiten des ,herrn ,franz ,lambert in der ,sphinx4 ,bd4 ,v4 u4 ,,iv4 #bhg ,sitzungsbericht der ,knigl4 ,bayr4 ,akademie der ,wissenschaften d4 d4 #f4 ,februar #ahge4 #bhh ,payni ist der zehnte ,monat des gyptischen ,jahres und beginnt mit dem #bf4 ,mai des julianischen ,kalenders4 ,die ,jahreszahl bezieht sich auf die ,regierung des ,pharao4 #bhi ,chonsu1 ursprnglich ,mondgott1 ist ebenfalls ein ,heilgott der gypter4 #bij ,der mit dem #bf4 ,april des julianischen ,kalenders beginnende neunte ,monat des gyptischen ,jahres4 #bia ,vermutlich ein oberer ,grad der ,chonsupriester4 #bib dito4 #bic ,der ,priester wird euphemistisch ,gott genannt4 #bid ,wir haben hier also das bekannte dmonische ,sprechen der ,besessenen4 #bie ,der sechste mit dem #bf4 ,januar jul4 ,kal4 beginnende gyptische ,monat4 #bif ,sphinx1 ,bd4 ,v4 ,s4 #f4 #big ber ,hermes ,trismegistos und die hermetische ,litteratur s4 den betr4 ,abschnitt4 ber die ,astrologie der gypter vgl4 meine ,geheimwissenschaften4 #bih ,jamblichus3 ,de mysteriis ,aegypt4 #bii ,vgl4 dessen ,characterismi plantarum graduum ,,xii signorum ,zodiaci ,characterismos et membra hominis comparati4 -- ,der ,leibarzt ,kaiser ,maximilians ,,ii41 ,b4 ,carrichter1 gab dieses ,buch als von ihm verfat unter dem ,titel ,botanica astralis heraus4 #cjj ,nach unserm ,kalender4 #cja ,man betrachtete diese als pflanzliche ,gebilde4 ,ich erinnere an die ,entenmuschel1 welche bekanntlich auf ,bumen wachsen sollte4 #cjb ,ich zitiere nach ,ath4 ,kirchers ,oedipus ,aegyptiacus4 ,tom4 ,,iii4 ,syntagma de ,medicina ,hieroglyphica4 #cjc ,vgl4 ,sphinx4 ,bd4 ,,iv4 ,heft #bc4 #cjd ,nach den in der ,kabbala denudata gesammelten ,werken1 ,frank-,jellineks ,kabbala usw4 #cje ,vgl4 ,paracelsus3 ,das ,buch von den ,nymphen usw4 ,kap4 #a4 #cjf ,etz ,chajim4 ,fol4 #bdh4 #cjg ,emek ha ,melech4 ,fol4 #he4 #cjh ,die ,schedim wohnen in der ,luft1 in den oberen1 inneren ,kreisen der ,elemente4 ,sie wissen das ,zuknftige durch die ,vorsteher der ,gestirne1 wissen aber nur um die nahe ,zukunft4 ,weil sie einen feinen geistigen ,leib haben1 so ist ihre ,nahrung ebenso fein4 ,ihre ,speisen und ,getrnke bestehen in dem ,geruch des ,feuers und der ,feuchtigkeit des ,wassers4 ,dies ist das ,wesen des ,rauchwerkes1 welches man ihnen ruchert1 denn dieses ist ihre ,speise4 ,sie genieen davon1 verbinden sich dann mit den ,menschen und machen ihnen die ,zukunft bekannt4 ,die ,stufe dieser ,ruchim ist3 ,manche bestehen aus ,feuer allein1 andere aus ,feuer und ,luft1 andere aus ,feuer1 ,luft und ,wasser1 und andere1 welche auer den drei ,elementen noch aus feiner ,erde zusammengesetzt sind4 ,nach der ,feinheit ihres ,leibes richtet sich der ,grad ihres ,geistigen4 7,nischmath ,chajim1 ,fol4 #aah47 -- ,die ,engel oder ,seelen der ,verstorbenen1 wenn sie sich herunterlassen wollen in die ,welt1 dann nehmen sie an etwas aus den vier ,elementen1 etwas nach ,art des ,krpers1 so da sie den ,anwesenden erscheinen als ,mensch oder als ein anderes ,geschpf und in solchen ,gestalten zeigen sie sich den ,propheten sowie anderen ,menschen und selbst den ,bsen1 wie die ,mnner von ,sodom die ,engel gesehen4 ,dies ist das ,geheimnis des ,gewandes4 -- ,daher haben die ,zauberer und die ,totenbefrager ntig ,rauchwerk und ,dnste1 damit sie die ,luft bereiten1 da sich in ihr ausfunkeln die ,dinge1 die sich in der ,luft herablassen4 ,deshalb erscheinen die ,toten oft in ihrer ,gestalt dem ,menschen selbst im ,wachen4 7,raibad zum ,sepher ,jezirah1 ,fol4 #g47 -- ,so ist die ,ordnung der bsen ,seite4 ,man ordnet fr sie einen ,tisch mit ,speisen und ,getrnken und ,zauberwerken1 und macht ,rauch vor dem ,tisch4 ,dann versammeln sich alle unreinen ,ruchim und machen bekannt1 was die ,zauberer wnschen4 7,sohar ,balak1 ,fol4 #aib47 -- ,ein ,hauptmaterialisationsmittel war das ,blut1 weshalb auch der zauberische ,gebrauch des ,essens beim ,blut gebt wurde4 #cji ,die obersten hngen in der ,luft1 die untersten sind diejenigen1 welche die ,menschen verspotten und ihnen ,bedrngnisse im ,traum machen4 ,sie sind so frech wie der ,hund4 7,dieser ,ausdruck findet sich bei ,paracelsus1 de occulta philosophia wrtlich wieder47 ,es giebt eine hhere ,stufe ber ihnen1 welche den ,menschen ,dinge bekannt machen1 die teils wahr1 teils unwahr sind2 und alles1 was wahr ist1 geht doch nur auf die nchste ,zeit4 7,sohar ,waiikra1 ,fol4 #be47 #caj ,also ,hauskobolde1 ,heimchen1 ,wichtel usw4 #caa ,es sind die ,s'hirim der ,bibel1 welche ,luther mit ,feldteufel bersetzt4 ,vgl4 #c4 ,mos4 #ag1 #g und ,jes4 #ae1 #ba4 #cab ,vgl4 ,sohar ,chaja ,sarah4 ,fol4 #abe4 #cac ,bchai4 ,fol4 #ie4 #cad ,von den unsichtbaren ,werken4 ,lib4 ,,iii4 und ,scenen aus dem ,geisterreiche4 ,,ii4 #a4 #cae ,sohar ,bereschith4 ,fol4 #ce4 #caf ,sepher ha ,chajim4 ,fol4 #bcj4 #cag ,sanhedrin4 ,fol4 #fh4 #cah ,nischmath ,chajim4 ,fol4 #abb4 #cai ,maireheth ,elahuth4 ,fol4 #db4 #cbj ,tractat ,aboth4 ,abschn4 #e4 #cba ,sohar ,tithro4 ,fol4 #gh4 #cbb ,sohar ,emor4 ,fol4 #gf4 #cbc ,sohar ,balak4 ,fol4 #aic4 #cbd #b ,timoth4 #c1 #h4 #cbe #d ,mos4 #bb4 #cbf ,dieses ,affiziertwerden des ,menschen ist zwar ein immerwhrendes1 das jedoch nicht stets zum ,bewutsein kommt4 #cbg ,vgl4 ,jes4 #df1 #aj und ,daniel #b1 #bg-cj4 #cbh ,nischmath ,chajim4 ,fol4 #abb u4 #acb4 #cbi ,tract4 ,pesachim4 ,fol4 #ia4 #ccj ,nischmath ,chajim4 ,fol4 #acb4 ,etz ,chajim4 ,fol4 #bdh4 #cca #e ,moses #ah1 #aj4 ,more ,nebuchim #c4 ,hosea #d1 #ab4 #ccb ,hesekiel #ba1 #bf4 ,nischm4 ,chaj4 ,fol4 #abf4 #ccc ,nischmath ,chajim a4 a4 ,o4 #ccd ,sohar ,ci ,thise4 ,fol4 #aia4 #cce ,tract4 ,sanhedrin4 ,fol4 #ff4 ,hilch4 ,abodah sarah #f1 #ad4 #ccf ,a4 a4 ,o4 #f1 #aj4 #ccg ,more ,nebuchim4 ,th4 #c1 ,abschn4 #bi4 #cch ,p'kudai4 ,fol4 #bcg4 #cci ,hilch4 ,abodah sarah #f1 #aj4 #cdj ,midrasch ,tanchumah4 ,fol4 #bi4 #cda ,hilch4 ,abodah sarah #f1 #a4 #cdb ,ben ,dior4 ,anm4 z4 ,sepher ,jezirah4 ,fol4 #e4 ,nischm4 ,chaj4 ,fol4 #a4 #cdc ,k'bod ,melech4 ,fol4 #bcj4 ,der ,habal de ,garmin ist fr die ,auferstehung dasselbe organisierende ,prinzip1 welches der ,elementarnephesch fr den lebenden ist4 #cdd ,vgl4 ,jung-,stillings ,theorie der ,geisterkunde #bji und ,eckartshausens bekanntes ,rauchwerk4 #cde #a4 ,sam4 #bh1 #ae4 #cdf ,es sind die ,teravhim gemeint4 #cdg ,hilch4 ,abodah sarah #f1 #a4 #cdh ,nischm4 ,chaj4 ,fol4 #acc4 #cdi ,vorher wrde eigentlich die ,bibel zu behandeln sein4 ,wegen berflle des ,stoffes werde ich dies in einem besonderen ,buch3 ,der ,occultismus in der heiligen ,schrift thun4 #cej ,tractat ,hagiga4 #cea ,tractat ,hagiga #ab;a4 #ceb ,dieselben erlauben vor dem vierzigsten ,jahr weder die ,lektre des ,sohar1 noch eines anderen kabbalistischen ,buches4 #cec ,psalm #aaf1 #ae4 #ced ,sprche #be1 #af4 #cee ,tract4 ,hagiga #ad;b4 #cef ,das ,wort ,acher heit wrtlich3 ein ,anderer1 ein anderer ,mensch4 #ceg ,frank leitet ,metatron von meta thronon ab1 allein ,metatron ist offenbar der parsische ,mithra4 #ceh ,bab4 ,talmud4 ,tract4 ,berachoth4 #cei ,s4 den ,philo behandelnden ,abschnitt4 #cfj ,daniel #ab1 #c4 #cfa ,nmlich ,nephesch4 #cfb ,es ist die die ,ekliptik im ,drachenkopf und ,drachenschwanz schneidende ,mondbahn gemeint4 #cfc ,mantuae1 #aefb4 ,fol4 #cfd ,also ein ,buch von ziemlich neuem ,ursprung4 #cfe ,es ist ,maimonides gemeint4 #cff ,die beiden ersten ,drucke des ,sohar erschienen #aeei zu ,cremona und ,mantua4 #cfg ,talmud ,babyl4 tract4 sabbat4 ,m4 und ,fol4 #cd4 #cfh ,mant4 ,ausgabe4 ,tl4 ,,iii4 ,fol4 #bf u4 #bi4 #cfi ,a4 a4 ,o4 ,fol4 #aec4 #cgj ,sohar4 ,tl4 ,i4 ,fol4 #aac4 #cga ,a4 a4 ,o4 ,tl4 ,,iii4 ,fol4 #aj4 #cgb ,morin3 ,exercitationes biblicae4 ,lib4 ,,ii4 ,ex4 #i4 cap4 #e4 #cgc ,glaube und ,meinung4 ,tl4 ,i4 ,kap4 #d4 #cgd ,sohar4 ,tl4 ,,ii4 ,fol4 #db u4 #dc4 #cge ,hiob4 #bh4 ,v4 #bj u4 #bc4 #cgf ,glauben und ,wissen4 ,tl4 ,,iii4 ,kap4 #b4 #cgg ,a4 a4 ,o4 ,kap4 #g4 #cgh ,hieron4 ad ,marcell4 ,ep4 #acf4 ,tom4 ,,iii4 ,opp4 omn4 #cgi ,tl4 ,,ii4 ,fol4 #ii4 #chj ,commentatio devi1 quam graeca philosophia in theologiam tam ,muhammedanorum1 tam ,iudaeorum exercuerit4 ,part4 ,i4 ,hamburg #ahce4 #d4 #cha ,de ortu ,cabbalae4 ,part4 ,,ii4 ,hamburg #ahcg4 #chb ,es ist schwer1 bei folgender ,stelle des h4 ,paulus nicht an die ,kabbala zu denken3 ,auch nicht ,acht htten auf die ,fabeln und der ,geschlechte ,register1 die kein ,ende haben1 und bringen ,fragen auf1 mehr denn ,besserung zu ,gott im ,glauben 7#a4 ,thim4 #a4 #d47 #chc ,mant4 ,ausg4 ,tl4 ,,iii4 ,fol4 #bif4 #chd ,tl4 ,,iii4 ,fol4 #aec4 #che ,kap4 #c4 ,v4 #ai4 #chf ,de coelo4 ,lib4 ,,ii4 cap4 #ac4 #chg ,opp4 ,lib4 ,,iii4 cap4 #bd4 #chh ,de civitate ,dei4 ,lib4 ,,xvi4 cap4 #i4 #chi ,aboda ,zarah4 cap4 #c4 #cij ,eine sehr gewagte ,behauptung ,franks4 ,c4 ,k4 #cia ,talm4 ,babyl4 ,tract4 ,chulin4 cap4 ,,iii4 #cib ,schalscheleth hakabbalah4 ,fol4 #bd4 #cic ,cuzary4 ,discors4 #d4 #be4 #cid ,jezirah1 ,kap4 #a4 ,prop4 #d4 #cie ,jezirah1 ,kap4 #a4 ,prop4 #c4 #cif ,propos4 #e4 #cig ,kap4 #a1 ,propos4 #f4 #cih ,kap4 ,,iii4 ,propos4 #c4 #cii ,kap4 #d4 ,propos4 #a4 #b4 #c4 #djj ,kap4 #e4 ,propos4 #a u4 #b4 #dja ,kap4 #f4 ,propos4 #c4 #djb ,kap4 #f4 ,propos4 #b4 #djc ,kap4 #f4 ,propos4 #b4 #djd ,sohar1 ,tl4 ,,iii4 ,fol4 #aeb4 #dje ,a4 a4 ,o4 ,fol4 #adi4 #djf ,homil4 #g in ,levit4 #djg peri archn4 ,lib4 ,,iv4 #djh ,homil4 #e in ,levit4 #dji ,habak4 ,,iii4 #a4 #daj ,sohar4 ,tl4 ,,iii4 ,fol4 #abh4 #daa ,so heien die ,adepten der ,kabbala4 #dab ,jesaias #dj4 #be4 #dac ,deuteron4 #d4 #ae4 #dad ,hiob #ad1 #aa4 #dae ,sohar1 ,tl4 ,,ii4 ,fol4 #db u4 #dc4 #daf ,sohar1 ,tl4 ,i4 ,fol4 #aje4 #dag ,sohar1 ,tl4 ,,iii4 ,fol4 #bhh4 #dah ,idra ,rabba4 ,fol4 #aad4 #dai ,idra ,rabba4 ,fol4 #add4 #dbj ,idra ,suta4 ,fol4 #bhh4 #dba ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #aa4 #dbb ,pirke1 ,aboth4 ,v4 #a4 #dbc ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #b4 #dbd ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #bhh4 #dbe ,encyklopdie der philosophischen ,wissenschaften4 #hf u4 #hg4 #dbf ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #bib4 #dbg ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #bia4 #dbh ,a4 a4 ,o4 #dbi ,a4 a4 ,o4 #dcj ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #bia4 #dca ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #bhh4 #dcb ,sohar4 ,a4 a4 ,o4 #dcc ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #bdf4 #dcd ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #fe4 #dce ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #bif4 #dcf ,a4 a4 ,o4 #dcg ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #ea4 #dch ,idra ,suta1 am ,schlu4 #dci ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #aj4 #ddj ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #g4 #dda ,pardes ,rimonim4 ,fol4 #fj-fd4 #ddb ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #fj-gj4 #ddc ,vgl4 ,pardes ,rimonim4 ,fol4 #cd-ci4 #ddd ,pardes ,rimonim4 ,fol4 #db4 u4 #dc4 #dde ,idra ,rabba4 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #adh4 #ddf ,idra ,suta4 ,fol4 #bib4 #ddg ,idra ,rabba4 ,fol4 #ace4 #ddh ,buch des ,geheimnisses4 ,kap4 #a4 #ddi ,idra ,rabba4 ,fol4 #ace4 #dej ,idra ,rabba4 ,fol4 #adb4 #dea ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #bj4 #deb ,sohar4 ,fol4 #bdf4 #dec ,kommentar des ,abraham ben ,daud zum ,sepher ,jezirah4 ,pag4 #fe4 #ded ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #ajj4 #dee ,sohar4 ,a4 a4 ,o4 #def ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #bah4 #deg ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #ba4 #deh ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #bje4 #dei ,sein mystischer ,name ist ,samael4 ,von ihm wird in der ,zukunft die erste ,hlfte1 welche ,gift bedeutet1 wegfallen2 die zweite ,hlfte hingegen ist allen ,engelnaturen gemein4 ,dieselbe ,idee wird auch noch in einer andern ,weise ausgedrckt3 ,nachdem durch kabbalistische ,berechnung dargethan worden ist1 da der ,name ,gottes alle ,himmelsgegenden mit ,ausnahme des ,nordens umfat1 welcher den ,dmonen als ,strafort berwiesen ist1 wird gesagt1 da man am ,ende der ,tage auch diese ,gegend im gttlichen ,namen finden wird4 ,die ,hlle wird verschwinden und es wird weder ,strafe1 noch ,leiden1 noch ,schuldige mehr geben4 ,das ,leben wird ein endloser ,sabbath sein4 ,vgl4 ,pardes ,rimonim1 ,fol4 #aj1 ,emek ,hamelech1 ,kap4 #a4 #dfj ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #fa4 #dfa ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #bj4 #dfb ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #bj4 #dfc ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #gd4 #dfd ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #gf4 #dfe ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #ge4 #dff ,a4 a4 ,o4 ,fol4 #gc-ge4 #dfg ,a4 a4 ,o4 ,fol4 #gc4 #dfh ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #fh4 #dfi ,talmud4 babyl4 ,tract4 ,sanhedrin4 cap4 #aa4 #dgj ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #db4 #dga ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #db;ff4 #dgb ,tikunim-,tikun4 #ae4 ,fol4 #cf4 #dgc ,vgl4 ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #bee-bei4 #dgd ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #ce4 #dge ,sie wird im ,talmud ,lilith genannt4 #dgf ,ethica4 #dgg ,prediger ,sal41 ,kap4 ,,iii1 ,v4 #ai4 #dgh ,talm4 ,bab4 ,tract4 ,berachoth #ag4 #dgi ,talm4 ,bab4 ,tract4 der ,vter4 ,kap4 #c4 #dhj ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #dh4 #dha ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #gj4 #dhb ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #gf;a4 #dhc ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #aia4 #dhd ,a4 a4 ,o4 #dhe ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #adb4 #dhf ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #ajg4 #dhg ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,sect4 ,,lrlr4 #dhh ,deuteron4 #ad4 #a4 #dhi ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #bde4 #dij ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #ee4 #dia ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #ih4 #dib ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #if4 #dic ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #fa4 #did ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #bc4 #die ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #fa4 #dif ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #ii4 #dig ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #ii4 #dih ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #bjh4 #dii ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #baf4 #ejj ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #ff4 #eja ,sohar1 ,tl4 ,,ii1 ,fol4 #id4 #ejb ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #afh4 #ejc ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #dh4 #ejd ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #ade4 #eje ,sohar1 ,tl4 ,,iii1 ,fol4 #he4 #ejf ,sohar1 ,tl4 ,i1 ,fol4 #eb4 #ejg ,ich gebe diese kleine ,sammlung von ,aphorismen als ,wurzel so manches modernen ,glaubens4 #ejh ,zeller1 ,philosophie der ,griechen ,i4 #afi4 #eji ,philosophie der ,griechen ,i4 #age4 #eaj ,aristoteles1 ,metaphys4 ,,xii4 #b4 #eaa ,geschichte der ,philosophie ,i4 #da4 #eab ,vergl4 ,curtesius1 principi ,,iii1 cap4 #ee-hi4 #eac ,dhring1 ,geschichte der ,philosophie ,s4 #bc4 #ead ,eudemus bei ,theo 7bezw4 ,dercyllides7 ,astronom4 ,s4 #cbd4 #eae ,dhring1 ,geschichte der ,philosophie ,s4 #bd4 #eaf ,fr4 #ah4 b4 ,stob4 ,floril4 #c1 #hd4 #eag ,theophrast1 ,de sensu #a4 #eah ,fr4 #bb4 #eai ,diog4 ,,ix4 ,i4 polymathi noon ou phyei4 ,procl4 in ,tim4 p4 #ca4 #ebj ,fr4 #gc1 #ff1 #fg4 #eba ,fr4 #ee4 ,lucian ,v4 auct4 #ad4 ,die hnlichkeit einzelner dieser ,stze mit oft wiederholten ,ausfhrungen ,giordano ,brunos ist auffallend4 ,man vergl4 meine ,lichtstrahlen aus ,bruno's ,werken4 ,s4 #a-c1 ,s4 #gg1 blo zu leben1 ihr ,lebenszweck1 ,des ,weges ,ziel der ,weg u4 s4 w4 #ebb ,fr4 #ab4 ,clemens ,strom4 ,v4 #eia4 apisti gar diaphynganei m gignskesdai4 #ebc ,plato ,thet4 #afj4 ,kratylus1 ein ,lehrer ,platos berbot diesen ,satz seines ,lehrers ,heraclit durch die ,behauptung1 man knne nicht einmal einmal in denselben ,flu steigen1 ein ,extrem1 dessen ,konsequenz ,aristoteles verspottet1 wenn er sagt1 ,kratylus habe zuletzt nichts mehr sagen zu drfen geglaubt1 sondern nur den ,finger bewegt4 #ebd ,vgl4 ,dhring1 ,geschichte der ,philosophie4 ,s4 #bh4 #ebe ,fr4 #ci4 #ebf ,plato1 ,thet4 #aeb4 #ebg ,vergl4 ,zeller1 ,philosophie der ,griechen ,i4 ,s4 #ecf4 #ebh ,fr4 #be4 #ebi ,lassalle1 ,die ,philosophie ,heracleitos des ,dunklen ,i4 #cfa4 #ecj ,plut4 ,is4 et ,os4 #dh4 #eca ,plut4 ,is4 et ,os4 ,c4 #de4 palintonos gar harmoni kosmou hoksper lyrs kai toxou kath' ,hrakleiton4 #ecb ,fr4 #da4 #ecc ,diogenes ,l4 ,,ix4 #ah4 #ecd ,vgl4 ,zeller1 ,philos4 der ,griechen ,i4 #eee4 ,ueberweg1 ,geschichte der ,philosophie ,i4 ,s4 #dh4 #ece ,vgl4 ,j4 ,r4 ,mayer ,beitrge zur ,dynamik des ,himmels4 7,mechanik der ,wrme #aei47 ,auch ,giordano ,bruno1 ,vom ,unendlichen1 dem ,all und zahllosen ,welten1 bers4 von ,kuhlenbeck und meine ,anmerkung dazu ,s4 #ia4 #ecf ,stob4 ,ekl4 ,i4 #bfd4 #ecg ,stob4 ,florileg4 #e1 #abj4 #ech ,stob4 ,ekl4 ,i4 #ijf4 #eci ,fr4 #eb;b4 #edj ,plat4 facies lunae #a4 #bh4 #eda ,diog4 ,,ix4 #g4 #edb ,sext4 ,emp4 ,pyrrh4 ,hypotyp4 ,,iii1 #bcj4 #edc ,fr4 #eg4 ,stob4 ,floril4 #ajd1 #bc4 thos anthrp daimn4 #edd ,fr4 #gj4 ,fr4 #i4 ,zeller1 a4 a4 ,o4 ,s4 #eib4 #ede ,cic4 ,tusc4 ,v4 #cf1 #aje4 #edf ,diog4 ,laert4 ,,ix4 #f4 #edg ,etymolog4 m in bios u4 ,eustath4 ad ,iliad4 ,i4 p4 #ca4 ,deutsch ist das ,wortspiel nicht wiederzugeben4 #edh ,augustin de civit4 ,dei ,,vi1 #e4 #edi ,w4 ,menzel1 die vorchristliche ,unsterblichkeitslehre ,,ii4 #dj4 #eej ,diogenes ,laert4 ,,viii4 #f4 #eea ,apulejus1 ,florid4 ,,ii4 #ae4 #eeb ,zeller1 ,philosophie der ,griechen ,i4 ,s4 #bf4 #eec ,w4 ,menzel1 die vorchristliche ,unsterblichkeitslehre ,i4 #id4 #eed ,metaphysik4 ,i4 #e4 #eee ,zeller1 ,philosophie der ,griechen ,i4 #cbb4 #eef ,aristoteles1 ,de coelo ,,ii4 #ac4 ,vgl4 auch meine ,vorrede zu ,giordano ,brunos ,dialoge vom ,unendlichen1 dem ,all und den ,welten4 ,s4 ,,iii4 ,berlin #ahic4 7,lstender47 #eeg ,diogenes ,laert4 ,,viii4 #cf4 #eeh ,aristoteles de anima4 ,i4 #b4 #eei ,bruno1 degli eroici furori4 ,i4 #af4 #efj ,simplicius1 zur ,physik des ,aristoteles #agc;a4 #efa ,vergl4 ,creuzer1 ,symbolik ,i4 #add4 ,wenn angenommen wird1 ,plato und die lteren ,platoniker1 ,plotinus inbegriffen1 htten eine willkrliche ,seelenwanderung 7,metensomatose7 gelehrt1 so hat ,plotinus jedenfalls in seinen spteren ,jahren sich sehr skeptisch und mit groer ,zurckhaltung darber geuert1 d4 h4 zu einer ,zeit1 wo er in den ,geist von ,platos ,werken am tiefsten eingedrungen war4 ,eben deswegen und wegen der ,incongruenz einer solchen ,lehre mit einem ,geiste1 wie ,plato war1 mchte ich auch bezweifeln1 da er wenigstens als gereifter ,philosoph im ,ernste so etwas behauptet habe4 #efb ,diogenes ,l4 ,,viii4 #ai u4 #bj4 #efc ,die ,quellen siehe bei ,zeller1 ,philosophie der ,griechen ,i4 #bfe not4 #c4 #efd ,krit4 ,geschichte der ,philosophie1 ,s4 #ai4 #efe ,flleborn1 ,fragmente aus den ,gedichten des ,xenophanes und ,parmenides1 ,beitrge zur ,geschichte der ,philosophie4 ,jena #agie4 #eff ,fr4 #ad4 #efg ,fr4 #a4 oulos hora1 oulos de noei1 oulos de t'akouei4 #efh ,fr4 #g4 panta theois anethken ,homros th' ,hsiodiste hossa par anthrpoisin oneidea kai psogos esti4 #efi ,vgl4 ,fiorentino1 ,bernardino ,telesio ossia studi storici su l'idea della natura4 #egj ,vgl4 ,ueberweg1 ,geschichte der ,philosophie ,i4 #bj4 #ega ,sphinx1 ,,vi4 #cc 7#ahhh74 #egb ,dhring1 a4 a4 ,o4 ,s4 #cg4 #egc ,diogenes ,l4 ,,viii4 #fc-fg4 #egd ,diog4 ,laert4 ,,viii4 #fj4 #ege ,boethius de music4 cap4 #a4 #egf ,diese ,gotie wurde1 wie ,kiesewetter bereits im ,i4 ,bande ,s4 #gc bemerkt hatte1 zur ,zeit der ,perserkriege durch die ,magie des ,persers ,osthanes abgelst4 #egg ,aristotel4 de anima ,,ii4 #f4 #egh ,aristotel4 de anima ,,ii4 #f4 #egi ,geschichte der ,philosophie a4 a4 ,o4 #ehj ,vgl4 ,zeller1 ,philosophie der ,griechen ,i1 ,s4 #ffg4 #eha ,noacks ,jahrbcher fr spekulative ,philosophie ,,ii1 #b4 #ehb ,cicero1 ,tusc4 ,i4 #af4 #ch4 ,diese ,annahme grndete sich wohl nur darauf1 da man keine ltern ,schriften1 als die des ,pherekydes kannte1 die diese ,lehre enthielten4 ,vergl4 ,zeller1 a4 a4 ,o4 ,i4 #ef4 #ehc ,diogenes ,laert4 ,i4 #aj4 #ehd ,vgl4 ,ebstein1 ,einige ,bemerkungen ber die sog4 ,nona4 7,berliner ,medizinische ,wochenschrift #ahia1 ,nr4 #da47 ,charcot1 ,leons de mardi la ,salpetrire4 ,paris #ahhi4 p4 #fc;ff4 ,lwenfeld1 ber hysterische ,schlafzustnde 7,archiv fr ,psychiatrie ,,xxii47 #ehe ,plato de ,legibus ,i4 #fdb4 ,cicero1 de ,dio4 ,i4 #ah4 ,aristoteles1 ,rhetor4 ,,iii4 #ag4 #ehf ,plato de republ4 ,,ii4 p4 #cfd4 #ehg ,de principiis #chc4 #ehh ,die hier1 nach der ,weise der hesiodischen ,theogonie eine geschlechtliche ,syzygie bilden1 die ,luft 7griechisch ,ho ar7 ist der mnnliche1 die ,nacht das weibliche ,urwesen4 #ehi ,thucydid4 ,i4 c4 #d4 #eij ,die vorchristliche ,unsterblichkeitslehre4 ,s4 #fb4 #eia ,vgl4 ,plutarch1 ,pelopidas1 cap4 #aj4 #eib ,creuzer1 ,symbolik4 ,s4 #dig4 #eic ,somnium ,scipionis ,i1 #ab4 #eid ,lucretius4 #eie ,von kykan d4 h4 eine ,mischung1 die durch ,schtteln entstanden4 ,er ist teils ,medizin1 teils ,zaubermittel1 kyphi bei den egyptischen ,mysterien4 ,bildlich nennen die ,philosophen das kosmische ,ineinander der ,elemente bisweilen ,kykeon1 so ,heraclit b4 ,lucian1 vit4 auct4 #ae4 ,vgl4 ,preller1 ,demeter und ,persephone4 ,s4 #ih4 #eif ,man enthielt sich von ,geflgel1 ,fischen und ,bohnen1 der ,granaten und pfel4 ,vgl4 du ,prel1 ,mystik der alten ,griechen1 ,s4 #ajd1 der hier einen ,zusammenhang mit ,mediumitt vermuten mchte4 #eig ,nach ,preller ist ,jambe nichts als eine ,personifikation des ,jambus in der ,bedeutung des ,spottgedichts4 #eih ,preller1 a4 a4 ,o4 ,s4 #ach4 not4 #bb4 ,nheres siehe spter6 #eii ,besonders verstand man es auch1 energische ,lichteffekte durch ,wechsel von ,licht und ,finsternis zu erzielen4 #fjj ,fragm4 #aaf4 #fja ,orphica ,no4 #dj4 #fjb ,ganz richtig ist diese ,worterklrung nicht2 ,gesetzgeberin wrde eigentlich ,thesmothetes heien4 phoros bezieht sich auf das ,tragen der ,satzungen im krperlichen ,sinne2 die ,weiber trugen nmlich die ,gesetze der ,ceres und ihre ,symbole in ,prozession herum4 #fjc ,nicht ,liebe berhaupt erregte und frderte ,ceres1 gleich der ,afrodite nur die treue ,turteltaube war ihr angenehm2 nur die ,liebe des ehelichen ,paares erfreute sich ihrer ,segnungen4 ,diese beziehen sich dann auf dieselben ,stufen weiblicher ,passivitt1 welche ,demeter selbst1 freilich nur gleichsam1 doch alljhrlich zu ertragen hat4 ,denn ,sen und ,pflgen schien den ,griechen ein ,schwngern der ,erde zu sein2 die ,gttin ,erde selbst schien um die ,saatzeit den ,keim neuer ,pflanzung in brnstiger ,liebe aufzunehmen 7ad conceptum impetus terrae ,plin4 ,n4 ,h4 #ah47 ,preller1 ,demeter ,s4 #ced4 #fjd ,preller1 a4 a4 ,o4 ,s4 #cci4 #fje ,nach ,mommsens ,heortologie sollen heute noch ,badegewohnheiten der ,mohammedanerinnen an die ,gebruche der ,thesmophorien erinnern2 unter allerhand ,neckereien und ,scherzen fahren die ,trkinnen ans ,meer1 nehmen ,speisen und ,getrnke mit und ergtzen sich nach dem ,bade in ausgelassenster ,weise4 #fjf kteis bedeutet wrtlich zunchst ,kamm1 dann eine ,muschelart 7,kamm-,muschel74 ,diese letztere ,bedeutung fhrt dann weiter3 ,vgl4 ,hofmann v4 ,hofmannswaldau1 die ,schoo der ,geliebten3 ,man sagt1 die ,venus sei ihr ,wesen zu verstellen ,nicht nach gemeiner ,art1 vielmehr aus ,meereswellen ,in einer ,muschel ,helm empfangen und gezeugt1 ,wo sie des ,meeres ,schaum gewieget und gesugt4 ,wer glaubet dieses nicht1 der ,venus' ,thun erwget8 ,weil aber eine ,schoo der ,muschel ,bildni trget1 ,glaub ich1 da ,venus zwar1 was sie ans ,licht gebracht1 ,hernach zu einer ,schoo der ganzen ,welt gemacht2 ,da1 als die ,herrscherin ihr ,muschelschiff verlassen1 ,sie1 aller ,menschen ,herz in diesen ,schrein zu fassen1 ,die ,muschel in den ,schoo der ,weiber eingeschrnkt ,und sich durchgehends selbst zur ,wohnung nachgesenkt6 #fjg ,preller1 a4 a4 ,o4 #cdf4 #fjh ,die ,vierfaltigkeit1 die ,urgottheit4 #fji ,des ,urgeistes4 #faj ,des unendlichen ,raumes4 #faa ,die ,weltkugel4 #fab ,der ,urgottheit4 #fac ,aristoteles de coelo ,,iv1 #bjc4 #h;b4 #ce4 #fad ,ring oder ,rolle1 wodurch ,spindel oder ,spule umschwingen4 #fae ,die berhmte ,harmonie der ,sphren4 #faf ,der ,snger ,orpheus wurde von ,mnaden zerrissen1 angeblich weil er nicht stark genug gewesen1 den ,tod fr ,eurydike zu ertragen2 ,plato1 ,symp4 #g1 oder weil er die erotische ,liebe bei den ,thrakern eingefhrt4 ,in ,wahrheit ist dieser ,tod eine ,nachbildung der ,sage von der ,zerreiung des ,zagreus 7siehe ,s4 #dib;ff4 #ece oben671 dessen ,priester ,orpheus ist4 #fag ,thamyras1 wie ,orpheus1 ein thrakischer 7mystischer7 ,dichter1 der nach der ,sage sich in einen ,wettstreit mit den ,musen einlie und besiegt seiner ,laute und des ,augenlichts beraubt wurde4 ,vgl4 ,ovid4 amores ,,iii4 ,,vii4 #fb4 #fah ,der bekannte ,lethe-,strom4 #fai ,m4 ,e4 zeigt sich hier schlagend1 wie der ,unsterblichkeitsglaube lediglich aus dem ,gefhl der ,wertschtzung hervorgeht4 ,ein zwingender ,beweis der ,unsterblichkeit lt sich nicht fhren2 ebensowenig freilich auch ein ,gegenbeweis4 ,gewhnlich wird letzterer in dem mephistophelischen ,satze gefunden3 ,alles1 was entsteht1 ist wert1 da es zu ,grunde geht2 und daher das ,bestreben so vieler ,metaphysiker1 die ,seele zu den unentstandenen ,urelementen des ,seins zu rechnen4 ,jener ,satz von der ,vergnglichkeit alles ,entstandenen kann sich auch nur auf eine empirische ,induktion berufen1 deren ,beweiskraft keineswegs zwingend ist4 ,vgl4 meine ,anmerkung zu ,brunos ,dialog vom ,unendlichen4 ,nr4 #ce4 ,s4 #i u4 #ig4 #fbj ,rein germanisch sind nur die ,niedersachsen1 ,westfalen und ,friesen im ,nordwesten1 und die ,tyroler bezw4 ,oberbaiern im ,sden4 #fba ,ptolemus schtzte den ,gesamtumfang der aristotelischen ,werke auf #ajjj ,bnde4 #fbb ,metaph4 ,,iii4 #d4 #fbc ,a4 ,vinet1 sur le ,jocelyn de ,m4 de ,lamartine in ,essais de philosophie morale1 ,paris #ahcg1 p4 #bga1 #bge4 #fbd ,vergl4 ,schlomann1 a4 a4 ,o4 ,s4 #ac4 #fbe ,alex4 ,aphrodis4 de anima4 #fbf ,pindar1 bei ,bergk fragm4 #ajh4 #fbg ainos eidlon4 #fbh ,e fescina il canestro1 che adopriamo ,a'raccor queste gemme dolci e fine1 ,fescinaia la ninfa1 ch'io tant 'amo1 ,et le rime1 ch'io canto ,fescennine4 7,tansillo1 vendemmiatore47 #fbi ,in ,sditalien werden bekanntlich die ,reben nicht an kleinen ,pfhlen1 sondern hoch von ,baum zu ,baum auf den ,feldern gezogen4 #fcj ,vgl4 ,s4 #fcd oben4 #fca ,sors von serere reihen4 ,es waren wahrscheinlich an einer ,schnur gereihte ,holztfelchen1 die geworfen verschiedenartige ,figuren bildeten2 was an die ,runen erinnert4 #fcb von fatum schicksalredend fari4 #fcc lituus bedeutete zunchst die gekrmmte ,kriegstrompete4 #fcd ,plinius1 ,h4 ,n4 ,,xvi1 #bj4 #fce ,plutarch1 ,romulus c4 #bj4 #fcf ,antiq4 jud4 ,lib4 ,,xviii4 cap4 ,,viii4 #fcg ,da daran nichts ,wahres ist1 bedarf wohl kaum einer ,bemerkung1 wenngleich der ,halbtheologe ,b4 ,bauer sich zu dem ,versuch verstiegen hat1 das ,christentum als ,ableger des ,alexandrinertums erklren zu wollen4 ,die beste ,abfertigung dieser ,gelehrtenhypothese findet man bei ,dhring1 ,ersatz der ,religion1 ,s4 #ah4 -- ,l4 ,k4 #fch ,de ,cherubim ,,ii4 #bd4 #fci ,vgl4 ,de sacrificiis ,abelis et ,cain4 ,,ii4 #gc4 ,vita ,abrahami4 ,v4 #bcd-bdj4 ,de nominum mutatione ,,iv4 #dbf etc4 #fdj ,de ,cherubim ,,ii4 #cj-cf4 #fda ,v4 #bfj-bgj4 #fdb ,also das bekannte platonische ,bild4 #fdc ,de somniis4 ,v4 #cd4 #fdd ,die ,philosophie im ,fortgang der ,weltgeschichte4 #fde ,de nominum mutatione4 ,,iv4 #ccb4 #fdf ,de somniis4 ,lib4 ,i4 ,v4 #cd-cf4 #fdg ,de opificio mundi4 #d4 #fdh ,de confusione linguarum #cdj4 #fdi ,de somniis #egf4 #fej ,nach meiner ,ansicht hat das ,christentum1 als eine wesentlich praktische ,geistesrevolution nicht nur gegen eine bestimmte ,richtung1 sondern gegen das ,schriftgelehrtentum berhaupt1 nichts mit einer rein theoretischen ,aneignung griechischer ,philosopheme durch einen jdischen saft- und kraftlosen ,gelehrten zu thun2 erst die ,gnostiker und ,manicher traten in ,beziehung zu diesen alexandrinischen ,exsudaten4 -- ,l4 ,k4 #fea ,leg4 alleg4 ,i4 #df4 ,,ii4 #ic4 ,de sacrificio ,abel et ,kain4 #feb ,de profugis4 ,,iv4 #bfh4 #fec ,de migratione ,abrahami ,,iii1 #dbd4 #fed ,ebendas4 ,,iii1 #ddj4 #fee ,vergl4 ,de confus4 ling4 #bga4 ,de profugis #cei4 ,de ,abraham #bhg4 ,de somniis #dee4 ,de ,gigant4 #bbb-bbd4 #fef ,hinter dem bekanntlich sowie berhaupt hinter diesem ,satze darf nchterne ,geschichtsforschung getrost ein ,fragezeichen setzen4 -- ,l4 ,k4 #feg ,de opificio mundi #cc4 #feh ,de eo quod detur #agj4 ,de somniis ,i1 #agj4 #fei ,de eo quod detur #agj1 #agb4 ,de somniis #egh4 #ffj ,de eo quod detur #agj1 #agb4 ,de somniis #egh4 #ffa ,de confus4 ling4 #cdb4 ,de somniis ,i1 #af4 sagt ,philo noch3 ,von den vier ,theilen1 7,philo rechnet die von ihm gemachten ,unterabtheilungen nicht als selbstndige ,theile7 aus welchen der ,mensch besteht1 sind drei1 nmlich der ,leib1 die ,sinne und die ,rede1 begreiflich2 der vierte aber1 der ,geist1 ist nicht begreiflich4 ,was ist er seinem ,wesen nach8 ,geist1 ,blut oder gar ,leib8 ,leib ist er nicht1 sondern unkrperlich1 ist er aber ,grenze1 ,gestalt1 ,zahl1 ,thtigkeit1 ,harmonie oder etwas hnliches8 ,und kommt er bei der ,geburt schon ausgebildet in uns hinein1 oder wird die ,feuernatur in uns1 wie ,eisen in der ,schmiede durch kaltes ,wasser -- zur festen ,masse8 weshalb auch psych von psychos abgeleitet sein drfte4 ,und weiter3 erlischt er1 wenn wir sterben und geht mit dem ,leib zu ,grunde1 oder berlebt er ihn1 oder ist er gar unvergnglich8 -- ,so schwankend sich auch ,philo in diesen ,worten ausspricht1 so leuchtet doch die ,meinung durch1 da der ,geist ein ,theil des gttlichen thers oder in diesen gekleidet sei4 #ffb ,quod deterior4 potior4 incid4 soleat ,,ii1 #aif1 #aih4 #ffc ,de opificio mundi #cc4 #ffd ,loco cit4 #ca4 #ffe ,vgl4 ,paracelsus ,de natura rerum3 ,denn wer kann wissen1 was gut ist1 ohne zu wissen1 was bse ist4 #fff ,de allegor4 ,,iii1 #hj4 #ffg ,de allegor4 ,,iii1 #ga4 #ffh ,de allegor4 #fh4 #ffi ,de allegor4 ,i1 #ei4 ,de profugis #dei4 #fgj ,de ,decalogo #ged4 #fga ,quis rerum divin4 heres sit ,,iv1 #aah4 #fgb ,de allegor4 #eb-ed4 #fgc ,quod ,deus sit immutabilis ,,ii1 #djh4 #fgd ,leg4 allegor4 #adb4 #fge ,de nobilitate ,,ii1 #dcg4 ,vgl4 auch den freimaurerischen ,mythus vom salomonischen ,tempelbau4 #fgf ,de opificio mundi ,i1 #ib4 #fgg ,de opificio mundi ,i1 #ib4 #fgh ,loco cit4 ,i1 #ajj4 ,vgl4 auch folgende ,stelle aus ,poiret ,gttliche ,haushaltung1 ,frankfurt und ,leipzig1 #agad4 #h4 ,,iii1 #cad3 ,uranfnglich vermochte der ,mensch durch ,geberde und ,wort in der ,kraft seiner ,imagination und seines ,willens die gesammte ,krperwelt zu beherrschen4 ,sowie wir jetzt unsere ,glieder bewegen knnen1 wenn wir wollen1 indem aus uns verborgene ,krfte in sie flieen1 welche dieselben in ,bewegung setzen1 ebenso konnte der ,mensch durch verborgene geistige ,ausflsse der ,krperwelt befehlen1 nmlich denjenigen ,gegenstnden1 welche in seiner ,nhe oder ihm gegenwrtig waren4 -- ,ebenso konnte der ,mensch die sichtbare ,welt auch durch seine ,stimme allein beherrschen4 ,es war blos eine ,erneuerung dieser ursprnglichen ,natur des ,menschen1 wenn die ,heiligen der alten ,zeiten in bereinstimmung mit ihrer ,willens- und ,imaginationskraft so groe ,dinge durch die ,macht der ,stimme oder des ,wortes verrichteten1 wenn z4 ,b4 ,noah die ,thiere zu sich in die ,arche rief1 ,josua der ,sonne und ,moses dem rothen ,meer befahl4 ,der ,mensch hat die ,sprache ursprnglich nicht zu dem ,zweck allein erhalten1 um seines ,gleichen durch sie seine ,gedanken mitzutheilen1 denn das konnte er ursprnglich durch eine verborgene ,wirkung oder durch das alleinige ,verlangen bewerkstelligen1 einem andern seine ,gedanken kund zu thun4 #fgi ,loco cit4 ,i1 #ajj4 #fhj ,loco cit4 ,i1 #ih4 #fha ,de opificio mundi ,i1 #ajb4 #fhb ,loco cit4 #ajh4 #fhc ,de opificio mundi #ajd1 #ajh4 #fhd ,loco cit4 ,i1 #aad4 #fhe ,loco cit4 ,i1 #aaf4 #fhf ,dieser ,satz ist natrlich nicht im darwinistischen1 sondern im ethischen ,sinn zu verstehen4 #fhg ,de opificia mundi ,i1 #ih4 ,synkekrita gar ek tn autn1 gs1 kai datos1 kai aeros1 kai pyros4 ,das ,feuer zielt wohl auf den therischen ,astralkrper1 da im ,altertum der ther als ,feuer gedacht wurde4 #fhh ,loco cit4 ,i1 #ajj4 #fhi ,de sacrif4 ,abel #adi4 #fij ,philo legt hier die klimatischen ,jahre der ,astrologie zu ,grund1 nmlich das #g41 #ad41 #ba41 #bh41 #ce41 c4 #fia ,quis rerum divin4 heres sit #ebb1 #ebc4 #fib ,de migrat4 ,abrah4 ,,iii1 #dgj4 #fic ,quis rerum divin4 heres sit #ebb1 #ebc4 #fid ,de ,cherubim ,,ii1 #ef4 #fie ,philo nennt hier nach ,pythagoras nur ,grammatik1 ,rhetorik und ,musik4 ,er htte statt dessen sagen sollen3 occulte ,schulung4 #fif ,man vergleiche mit diesen ,personifikationen der ,gottheit die christliche ,dreieinigkeit4 ,die ,sophia ist die weibliche ,potenz der ,gottheit1 ,maria vergleichbar4 -- ber obige ,stelle s4 ,de somniis #ehg4 #fig ,de gigantibus #cfd4 #fih ,de profugis #efb4 #fii ,quis rerum divin4 heres sit ,i1 #eja4 #gjj ,de ,mose ,,iii1 #aee4 #gja ,quis rer4 divin4 heres sit #ebb4 ,de somniis #ehh1 #eij4 #gjb ,de somniis ,i1 #gd4 #gjc ,de nominum mutatione #cef4 #gjd ,de nominum mutatione #ceh4 #gje ,de somniis ,v1 #fh4 #gjf ,odyssee ,,xi1 #cjc4 #gjg ,de somniis ,v1 #ef4 #gjh ,de nominum mutatione ,,iv1 #ccd4 #gji ,de profugis ,,iv1 #bfd4 #gaj ,de migrat4 ,abrah4 ,,iii1 #daj4 #gaa ,quis rerum divin4 heres sit ,,iv1 #cj4 #gab ,leg4 alleg4 ,i1 #bfh4 #gac ,genes4 ,,xxiv1 #g4 #gad ,genes4 ,,xxiv1 #fc4 #gae ,exod4 ,,ix1 #bi4 #gaf ,leg4 allegor4 ,i1 #aed4 #gag ,de ebrietate ,,iii1 #bch4 #gah ,porphyrius berichtet z4 ,b4 von ,plotinos1 da dieser whrend sechs ,jahren nur viermal zur ,anschauung gelangte4 #gai ,de nominum mutatione ,,iv1 #ccb4 #gbj ,de praemiis et poenis ,,ii1 #dac4 #gba ,de ,dekalogo ,,ii4 #aih4 #gbb ,de allegor4 ,,iii1 #gf4 ,die ,stelle scheint sich auf ,prexistenz zu beziehen4 #gbc ,de gigantibus ,,ii1 #chb4 #gbd ,de profugis #dff4 #gbe ,de sacrific4 ,abel4 #gbf ,de ,cherubim #ajh4 #gbg ,de congr4 pagan4 #dcb4 #gbh ,de praemiis et poenis #iba4 #gbi ,de ,cherubim #abd4 #gcj ,de confusione linguarum #cca4 #gca ,de somniis #ehf4 #gcb ,hier kennzeichnet sich ,philos ,hebrerhochmut4 -- ,l4 ,k4 #gcc ,de vita contemplativa ,,ii1 #dgc4 ,ed4 ,mangey4 #gcd ,de vita contemplativa ,,ii1 #dgd4 #gce ,also als somnambule ,seher4 #gcf ,also ein zoroastrischer ,gedanke4 #gcg ,de vita contemplativa ,,ii1 #dge;ff4 gnsis tn thein kai ouranin4 #gch ,josephus3 ,de bello ,jud4 ,,ii1 cap4 #h4 ,philo3 ,quod omnis probus liber sit ,,ii1 #deh4 #gci ,loco cit4 #gdj ,josephus3 ,antiq4 ,jud4 ,lib4 ,,xviii1 #a4 ,philo3 ,loco cit4 #deg4 #gda ,josephus3 ,antiq4 ,jud4 ,lib4 ,,ii1 cap4 #h1 #g4 #gdb ,loco cit4 #h4 #gdc ,philo3 ,quod omnis probus liber #dei4 #gdd ,philo3 ,quod omnis probus liber #dei4 #gde ,josephus3 ,antiq4 ,jud4 ,lib4 ,,ii1 cap4 #h1 #g4 #gdf ,loco cit4 #aa4 #gdg ,quod omnis probus liber ,,ii1 #deh4 #gdh ,loco cit4 #f4 #gdi ,de vita contemplativa ,,ii1 #dga4 #gej ,loco cit4 #gea ,philalths logos4 ,vgl4 ,opp4 ,philostr4 ed ,gotofr4 ,olear4 ,lips4 #agji4 ,vol4 ,i41 p4 #dbh sq4 #geb ,contra ,celsum ,,vi1 #dh4 #gec ,apollonius von ,tyana4 ,nach dem ,griechischen des ,philostratus4 ,rudolst4 #ahhe4 ,s4 #e4 #ged ,vita ,apollonii4 ,lib4 ,i1 #a4 #c4 #gee ,ap4 v4 ,t4 und ,christus4 ,tb4 #ahcb4 ,s4 #bae4 #gef ,a4 a4 ,o4 ,s4 #chf4 #geg ,vita ,apoll4 ,lib4 ,i1 #b1 #d-f4 #geh ,vita ,apollon4 ,lib4 ,i1 #c1 #h4 #gei ,lib4 ,i1 #c1 #i1 #aj1 #ab4 #gfj ,lib4 ,i1 #c1 #ad1 #ae4 #gfa ,lib4 ,i1 #d1 #af-ah4 #gfb ,lib4 ,i1 #e1 #ai4 #gfc ,lib4 ,i1 #e1 #bc4 ,vgl4 auch ,herodot ,,vi1 #ac1 #aai4 #gfd ,lib4 ,i1 #f1 #bc-cg4 #gfe ,lib4 ,,iii1 #aj1 #ae4 #gff ,lib4 ,,iii1 #aj1 #af1 #ag4 #gfg ,de myster4 ,aeg4 ,,ii1 cap4 #g4 #gfh ,lib4 ,,iii1 #aj1 #cd4 #gfi ,a4 a4 ,o4 #ch4 #ggj ,lib4 ,,iii1 #aj1 #ci4 #gga ,a4 a4 ,o4 #dd4 #ggb ,lib4 ,,iii1 #aa1 #eh4 #ggc ,lib4 ,,iv1 #ab1 #af4 #ggd ,lib4 ,,iv1 #ab1 #bj4 #gge ,a4 a4 ,o4 #ba4 #ggf hnliche ,vorflle teilt auch ,frommann3 ,de ,fascinatione4 ,norimb4 #afge4 #d4 mit4 #ggg ,lib4 ,,iv1 #ab1 #cd4 #ggh ,a4 a4 ,o4 #ac1 #dc4 #ggi ,a4 a4 ,o4 #dd4 #ghj ,lib4 ,,iv1 #ae1 #aa4 #gha ,a4 a4 ,o4 #ac4 #ghb ,lib4 ,v1 #af1 #bd4 #ghc ,lib4 ,,vi1 #ag1 #aa4 #ghd ,a4 a4 ,o4 #ac4 #ghe ,a4 a4 ,o4 #bg4 #ghf ,lib4 ,,vi1 #ah1 #cb4 #ghg ,lib4 ,,vii1 #ai1 #i1 #aj4 #ghh ,a4 a4 ,o4 #bj1 #ch4 #ghi ,lib4 ,,viii1 #ba1 #e4 #gij ,lib4 ,,viii1 #bc1 #ab4 #gia ,ap4 ,gesch4 #e1 #ai4 #ab1 #g4 #gib ,lib4 ,,viii1 #bc1 #ai4 #gic ,a4 a4 ,o4 #bc1 #bf1 #bg4 #gid ,hist4 eccl4 ,,vi1 #ai4 #gie ,die ,gedankenbertragung ist in solchem ,falle stets von der ,willensthtigkeit des bertragenden abhngig4 ,ist also der ,wille des bertragenden ein bser1 bleibt der bertragene ,gedanke an der ,schwelle des ,bewutseins stehen und setzt er sich nur in krperliche ,empfindung um1 so wird eine derartige psychische ,operation stets irgendwelche ,krankheitserscheinungen im ,gefolge haben1 die um so greller sich geltend machen1 je schwcher die ,seelenkrfte des ,objekts und je strker die des ,operierenden sind4 ,dies zugegeben1 kann der ,fall gedacht werden1 da ,a auf ,b in dieser ,weise nachteilig einwirkt1 so lange die ,empfindung bei ,b nicht zum ,bewutsein gekommen ist2 wenn dies aber geschehen ist und ,b eine strkere psychische ,kraft besitzt als ,a1 so wird ,b auf gleiche ,weise reziprok wirken knnen1 denn wie ,paracelsus schon eben so naiv als richtig sagt3 der strkere ,geist berwindet den schwcheren1 der strkere wehrt sich besser und macht sich den schwchern unterthan4 ,auf diese einfache ,formel lt sich die ganze heilende wie schadende ,magie1 das ,maleficium1 der bse ,blick1 das ,beschreien und endlich der ,heilmagnetismus zurckfhren4 ,darin begrndet sich auch die alte ,erfahrung1 da ,frauen1 ,kinder1 ,tiere c41 bei denen der ,wille und berhaupt die psychischen ,krfte wenig oder gar nicht zur ,entwickelung gelangten1 als der ,bezauberung ganz besonders unterworfen gelten4 #gif ,vielleicht auch nur ,experimentalpsychologen4 #gig ,enn4 ,v4 ,lib4 ,v4 cap4 #g4 #gih ,enn4 ,v4 ,lib4 ,i1 cap4 #g4 ,lib4 ,,ii1 cap4 #a4 #gii ,enn4 ,,iv4 ,lib4 ,,iii1 cap4 #ag4 #hjj ,enn4 ,v4 ,lib4 ,i1 cap4 #d4 #hja ,enn4 ,,iii4 ,lib4 ,,ii1 cap4 #a4 #hjb ,enn4 ,v4 ,lib4 ,,ix1 cap4 #i4 ,,vi4 ,lib4 ,,vii1 cap4 #ab4 #hjc ,enn4 ,,ii4 ,lib4 ,,iv1 cap4 #d4 #hjd ,enn4 ,,iii4 ,lib4 ,v1 cap4 #c4 ,v4 ,lib4 ,i4 cap4 #f u4 #aj4 ,lib4 ,,ii1 cap4 #a4 #hje ,enn4 ,v4 ,lib4 ,i1 cap4 #f4 #hjf ,enn4 ,v4 ,lib4 ,i1 cap4 #g4 #hjg ,enn4 ,v4 ,lib4 ,,vi1 cap4 #d4 #hjh ,plotinos opusc4 ,stob4 ,eclog4 ,phys4 pag4 #aac4 #hji ,enn4 ,,vi4 ,lib4 ,,ii1 cap4 #bb4 #haj ,loc4 cit41 cap4 #c4 #haa ,enn4 ,,vi4 ,lib4 ,,vii1 cap4 #ad4 #hab ,enn4 ,,iii4 ,lib4 ,,viii1 cap4 #b4 #hac ,loc4 cit41 cap4 #b4 #had ,enn4 ,,vi4 ,lib4 ,,iv1 cap4 #b4 #hae ,enn4 ,,iv4 ,lib4 ,,viii1 cap4 #c4 #haf ,enn4 ,,vi4 ,lib4 ,,vii1 cap4 #i4 #hag ,sollte man nicht meinen1 ,plotin habe in seiner mystischen ,ausdrucksweise den ,kampf ums ,dasein und die ,vererbungstheorie antizipiert8 #hah ,loco cit4 #hai ,enn4 ,,iv4 ,lib4 ,,iv1 cap4 #fj4 #hbj ,enn4 ,,iv4 ,lib4 ,,viii1 cap4 #h4 ,lib4 ,,viii4 cap4 #d4 #hba ,enn4 ,i4 ,lib4 ,i1 cap4 #ab4 #hbb ,enn4 ,v4 ,lib4 ,,iii1 cap4 #ac u4 #ad4 #hbc ,loco cit4 #hbd ,enn4 ,,vi4 ,lib4 ,,ix4 cap4 #g4 #hbe ,loco cit4 #hbf ,enn4 ,,vi4 ,lib4 ,,ix1 cap4 #aj4 #hbg ,enn4 ,v4 ,lib4 ,,ii1 cap4 #a4 #hbh ,porphyrius3 ,vita ,plotini #ah4 #hbi ,de abstinentia ,i1 #cj4 ,i1 #ei4 ,,ii1 #de1 #ec4 #hcj ,diese und die im ,folgenden hervorgehobene ,stelle sind die einzigen ,spuren von der ,lehre eines ,seelenkrpers bei ,porphyrius4 #hca ,sentenz #b1 #c1 #ch1 #ci4 ,stobaeus3 ,eclog4 phys4 ,th4 ,,ii1 pag4 #hbb4 #hcb ,,ii1 cap4 #eg bis zum ,schlu4 #hcc ,dieser ,satz ,kiesewetters lt auf einen sonderbaren ,begriff desselben von ,psychophysik schlieen4 -- ,l4 ,k4 #hcd ,vates4 #hce ,die ,neuplatoniker haben auch die persisch-jdische ,vorstellung guter ,dmonen als ,engel und ,erzengel in ihre ,pneumatologie aufgenommen4 #hcf ,offenbar kannte ,porphyrius die ,erscheinungen des ,hypnotismus und ,mesmerismus4 #hcg ,wohl eher mit einer ,hallucination4 -- ,l4 ,k4 #hch ,wie mir scheint mehr als genug4 -- ,l4 ,k4 #hci ,de myst4 ,aegypt4 ,sect4 ,i1 cap4 #e4 #hdj ,de myst4 ,aegypt4 ,sect4 ,i1 cap4 #c4 #hda ,loco cit4 ,s4 ,i1 c4 ,i1 #ba4 #hdb ,sect4 ,,iii1 cap4 #d4 ,nichts seltenes in ,irrenhusern4 -- ,l4 ,k4 #hdc ,de myst4 ,aegypt4 ,i1 #aj4 ,,iii1 #c4 #hdd ,loc4 cit4 ,i1 #ab1 #ac1 #ae4 ,v1 #bc4 #hde ,loco cit4 ,,iii1 #c4 #hdf ,loco cit4 ,,iii1 #bb1 #bh1 #bi4 #hdg ,sect4 ,,iii1 cap4 #ad4 #hdh ,sect4 ,,ii1 cap4 #aj4 #hdi ,die ,theorie der ,truggeister finden wir bereits bei ,paulus vor1 welcher 7#b4 ,cor4 #aa1 #ad7 vom ,satan spricht1 der sich in einen ,engel des ,lichts verstellt4 ,augustin sagt in der ,civitas ,dei1 ,b4 ,,xix1 cap4 #i3 ,es ist gewi1 da jene ,philosophen1 welche die ,gtter zu ihren ,vertrauten zu haben glaubten1 unter bse ,geister geraten waren1 von denen sie betrogen wurden4 -- ,psellus sagt in seiner ,schrift ,de operatione ,daemonum3 ,ante adventum boni spiritus frequens ,daemonum coetus affluet et varii generis variaeque formae spectra daemonica praecurrant et appareant1 ab omnibus partibus elementorum excitata1 partim ac omnibus lunaris cursus portionibus composita etc4 imo cum laetitia et gratia quadam blanditiae saepius occurentia1 speciem bonitatis ,initiato praebent4 ,reuchlin 7,de verbo mirificio4 ,lib4 ,,ii1 cap4 #a47 frchtet nichts mehr als diesen ,betrug der ,geister1 und ,luther sagt in seinen ,tischreden1 er wisse nicht1 ob er dem lieben ,gott dafr danken solle1 wenn er ihm einen ,engel ins ,haus schickte1 denn er wrde sich kaum des ,gedankens enthalten knnen1 ob es nicht vielleicht der ,teufel sei1 und so erzhlte er denn auch bei dieser ,gelegenheit einige diesbezgliche erbauliche ,anekdoten4 #hej ,de myst4 ,aegypt4 ,sect4 ,i1 cap4 #ba4 #hea ,loco cit41 ,sect4 ,i1 cap4 #ba4 #heb ,l4 c4 ,sect4 ,i1 cap4 #i4 #hec ,die ,frsten der ,materie bei ,jamblichus gleichen vllig den #g hllischen ,grofrsten des ,hllenzwangs4 #hed ,aus vorstehendem ,kaff wird es1 wenn ,leute wie ,jamblichus auch mit zu den ,philosophen gezhlt werden1 wohl verstndlich1 wie verchtlich auch dieses ,wort werden konnte4 ,tiefer konnte die griechische ,philosophie wohl nicht sinken4 -- ,l4 ,k4 #hee ,ganz wie im ,hllenzwang4 #hef ,de myst4 ,aegypt4 ,sect4 ,,ii1 cap4 #c-e4 #heg ,de myst4 ,aegypt4 ,sect4 ,,ii1 cap4 #f u4 #i4 #heh ,sect4 ,,ii1 cap4 #g4 ,ganz wie im ,hllenzwang4 #hei ,die gleiche ,idee herrscht noch im modernen ,spiritismus4 #hfj ,wie im ,hllenzwang4 #hfa ,de myst4 ,aegypt4 ,sect4 ,,ii1 cap4 #h4 #hfb ,in ,alcib4 p4 #gf4 #hfc ,l4 cit4 #hi4 #hfd ,edit4 ,commel4 ,paris #aeif4 ,p4 #ef1 #ei4 #hfe ,diese ,probe der vollstndigen ,paralyse des ,neuplatonismus drfte gengen4 -- ,l4 ,k4 #hff ,occult4 ,phil4 ,lib4 ,,iii1 cap4 #ec4 #hfg ,zrich1 #aggf4 #h4 #hfh ,im pythagorischen ,sinn4 #hfi ,wir haben hier also wieder einen eigenartigen ,vergleich fr die ,doppelnatur des ,menschen1 die ,lehre von einem transcendenten und empirischen ,ich1 wie sie schon den alten ,mysterien nicht unbekannt gewesen zu sein scheint1 dann bei ,plato1 ,aristoteles und neuerdings bei ,kant und du ,prel sich vertreten findet4 ,vergl4 ,s4 #eeh;ff41 ,s4 #fac;ff4 oben4 #hgj ,ammian ,,xv1 #i4 #hga ,viscum ,l4 album1 spielt noch jetzt als mistle-toe bei der ,weihnachtsfeier in ,england eine ,rolle4 #hgb ,das heutige ,anglesey4 #hgc ,wer sich fr den sog4 ,neo-,druidismus1 der zur ,zeit wie eine ,abart des ,freimaurerwesens erscheint1 des ,nheren interessiert1 sei auf den ,aufsatz von ,paulo ,enthllungen aus den ,druiden-,logen in der ,kritik1 ,wochenschau des ffentlichen ,lebens 7,berlin7 ,,iii4 ,jahrgang ,nr4 #fe4 7#be4 ,i4 #ahif7 ,s4 #aec-afj aufmerksam gemacht4 #hgd be ,enthaltsamkeit mit ,zunge1 ,magen und --6 ,anmerkungen zur ,transkription ,die ,rechtschreibung des ,originaltextes wurde beibehalten1 offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,sofern unterschiedliche ,schreibweisen1 wie gypten und ,egypten1 smmtlich und smtlich1 mehrfach vorkamen1 wurden jeweils beide ,schreibweisen beibehalten4 ,in einigen ,fllen wurde die gleiche ,funotennummer auf einer ,buchseite mehrfach verwendet1 um auf dieselbe ,funote zu verweisen4 ,in diesen ,fllen sind die wiederholten ,funoten hier mit dito bezeichnet4 ,fr die ,funoten #ih1 #dig und #eie gab es auf den betreffenden ,buchseiten keinen ,hinweis2 in diesen ,fllen habe ich die ,hinweise an den ,stellen eingefgt1 die mir als die wahrscheinlichsten erschienen4 ,im ,buch war der ,inhalt der ,seiten #iag und #iah vertauscht1 dies wurde berichtigt4 ,auer der ,korrektur offensichtlicher ,druckfehler wurden folgende nderungen vorgenommen3 ,s4 #be3 ,british museum wurde gendert in ,british ,museum ,s4 #bg3 wird der dem reuevollen ,bekenntnis wurde gendert in wird dem reuevollen ,bekenntnis ,s4 #cj3 die bezaubernde ,person wurde gendert in die zu bezaubernde ,person ,s4 #cd3 anhrend betrachtet wurde gendert in angehrend betrachtet ,s4 #dd3 durch seine oberste ,emanation der ,schpfung der ,welt wurde gendert in durch seine oberste ,emanation die ,schpfung der ,welt ,s4 #de3 man reichte deshalb wurde gendert in man reihte deshalb ,s4 #dh3 ,rohr des ,schicksals1 der ,offenbarung der ,enthllung wurde gendert in ,rohr des ,schicksals1 der ,offenbarung1 der ,enthllung ,s4 #ea3 ,der griechischen ,tradition zufolge ,delphos wurde gendert in ,der griechischen ,tradition zufolge soll ,delphos ,s4 #eh3 galt als besonders omins wurde gendert in galten als besonders omins ,s4 #fc3 sondern auch daraus entnehmen wurde gendert in sondern auch daraus zu entnehmen ,s4 #gf3 das ,lichthorn in seiner einen ,hand ist es ein ,sinnbild wurde gendert in das ,lichthorn in seiner einen ,hand ist ein ,sinnbild ,s4 #hb3 um die ,dews und ,magier durch das ,lesen des ,zendavesta in die ,flucht getrieben wurden wurde gendert in und die ,dews und ,magier durch das ,lesen des ,zendavesta in die ,flucht getrieben wrden ,s4 #hc3 davon bereit sein wurde gendert in davon befreit sein ,s4 #hd3 so frchtet er doch nicht wurde gendert in so frchtet er doch nichts ,s4 #ajh3 die aus dem ,quell der ,weisheit ,orients wurde gendert in die aus dem ,quell der ,weisheit des ,orients ,s4 #aaj3 als unter besondere ,ized stehend gedacht wurde gendert in als unter besonderen ,izeds stehend gedacht ,s4 #aaa3 von ,arduisur kommen alle ,wasser unter den ,himmel wurde gendert in von ,arduisur kommen alle ,wasser unter dem ,himmel ,s4 #abe3 jedes ,glied der lebendigen wurde gendert in jedes ,glied der lebendigen ,gemeinde ,s4 #abi3 das ,reich des ,angrmainyus zu zerstren wurde gendert in das ,reich des ,angrmainyus zerstren ,s4 #acb3 umgnglich notwendig wurde gendert in unumgnglich notwendig ,s4 #acc3 ,tempel zur ,feuerverzehrung wurde gendert in ,tempel zur ,feuerverehrung ,s4 #adb3 und mochte sie im ,augenblick verdorren wurde gendert in und machte sie im ,augenblick verdorren ,s4 #adc3 da er lerne sich vor dem ,argen schtzen4 wurde gendert in da er lerne sich vor dem ,argen zu schtzen8 ,s4 #adg3 aus und ber der ,erde mit allem wurde gendert in aus und ber der ,erde alle ,berge mit allem ,s4 #adh3 welchen ,taschter ber aber wurde gendert in welchen ,taschter ber ,s4 #aej3 wie gesagt1 wird in ,hinsicht wurde gendert in wie gesagt wird in ,hinsicht ,s4 #aef3 drei andere drei ,jahrtausende wurde gendert in drei andere ,jahrtausende ,s4 #afc3 dem ,titel herausgab wurde gendert in unter dem ,titel herausgab ,s4 #afd3 woher komme wurde gendert in woher sie komme ,s4 #afi3 ,kleides eingefhrt ist wurde gendert in ,kleides eingefhrt sind ,s4 #aib3 allwissend und einig wurde gendert in allwissend und einzig ,s4 #aid3 ,brahma habe ich wurde gendert in ,brahma habe sich ,s4 #baa3 da anstatt der menschlichen ,zwillinge wurde gendert in da sich anstatt der menschlichen ,zwillinge ,s4 #bbj3 magnetisiert durch wurde gendert in magnetisiert man durch ,s4 #bci3 durch dieselbe ,prozedur wie am folgenden ,tage wurde gendert in durch dieselbe ,prozedur wie am vorigen ,tage ,s4 #bdb3 an diesen gekrmmten ,ufern wurde gendert in an dessen gekrmmten ,ufern ,s4 #bec3 diese ,macht der ,erhebung verlange wurde gendert in diese ,macht der ,erhebung erlange ,s4 #bed3 ,als er nach einer halben ,stunde wurde gendert in ,als nach einer halben ,stunde ,s4 #beg3 von diesem unvergnglichen ,krper wurde gendert in von diesem vergnglichen ,krper ,s4 #bfi3 sprachen hin und her meinten wurde gendert in sprachen hin und her und meinten ,s4 #bgc3 ,ravesu-masotep en ,ra wurde gendert in ,vesu-ma-,ra sotep-en-,ra ,s4 #big3 sorgfltig geheim geheim geheim gehalten wurde gendert in sorgfltig geheim gehalten ,s4 #caf3 ,die schauernde ,naturmagie wurde gendert in ,die schauende ,naturmagie ,s4 #cce3 in der umfangreichsten wurde gendert in in der umfangreichsten ,weise ,s4 #ceb3 da die ,schriften des ,plotinus wurde gendert in da sie die ,schriften des ,plotinus ,s4 #cgj3 der jede etwas ,unendliches reprsentiert wurde gendert in deren jede etwas ,unendliches reprsentiert ,s4 #cij3 nach denen die ,autoritt wurde gendert in auf denen die ,autoritt ,s4 #cig3 sehen wir den letzten dieser ,attribute wurde gendert in sehen wir in den letzten dieser ,attribute ,s4 #cih3 ber den ,sinn dieser ,allegorien wurde gendert in ber den ,sinn dieser ,allegorie ,s4 #dji3 ,dieser erhabene ,glaube wurde gendert in ,diesen erhabenen ,glauben ,s4 #dcf3 das wiewohl das ,krperliche nichts sieht1 dennoch die ,n'schama1 so da ,massel ist wurde gendert in da wiewohl das ,krperliche nichts sieht1 dennoch die ,n'schama1 so das ,massel ist ,s4 #dfg3 was diese bewege1 gesucht8 wurde gendert in was diese bewege1 gesucht4 ,s4 #dgf3 abgeleitet haben wurde gendert in abgeleitet zu haben ,s4 #dhj3 letzteres aber wurde gendert in letztere aber ,s4 #eej3 ,parag4 und ,paralipomen4 wurde gendert in ,parerg4 und ,paralipomen4 ,s4 #ege3 das ewig und vernderlich ,seiende wurde gendert in das ewig und unvernderlich ,seiende ,s4 #eid3 da er bei seinem ,entweichen wurde gendert in da es bei seinem ,entweichen ,s4 #fjb3 nicht nur nicht in der ,lage wurde gendert in nicht nur in der ,lage ,s4 #ffj3 vor allem durch ,gebote wurde gendert in vor allem durch ,gebete ,s4 #ffa3 als wenn hin und wieder wurde gendert in als wenn man hin und wieder ,s4 #fga3 beim ,festmahle das ,dis wurde gendert in beim ,festmahle des ,dis ,s4 #fig3 sein ,geschlecht abgeben sollen wurde gendert in sein ,geschlecht angeben sollen ,s4 #gjj3 da er die ,wahrheit nicht zu erkennen begann wurde gendert in da er die ,wahrheit zu erkennen begann ,s4 #gcg3 so mag er doch nur wurde gendert in so vermag er doch nur ,s4 #gci3 der sterblichen abgestorben zu sein glauben wurde gendert in der sterblichen ,hlle abgestorben zu sein glauben ,s4 #gda3 in ihr innerstes ,heiligtum versengt wurde gendert in in ihr innerstes ,heiligtum versenkt ,s4 #gda3 einem tieferen ,sinne unterlagen wurde gendert in einen tieferen ,sinn unterlegen ,s4 #hje3 ,herren und ,seelen wurde gendert in ,heroen und ,seelen ,s4 #hji3 ,streben nach mystischen ,henosis wurde gendert in ,streben nach der mystischen ,henosis ,s4 #hag3 ,nachtbar des ,mssens wurde gendert in ,nachbar des ,mssens ,s4 #hbh3 gerade ihrer ,grausamkeit zur ,zeit wurde gendert in gerade ihrer ,grausamkeit wegen zur ,zeit ,s4 #hec3 ,woher sind denn8 wurde gendert in ,woher sind sie denn8 ,s4 #hfj3 ist uns wenig ,zuversichtliches wurde gendert in ist uns wenig ,zuverlssiges