,,die ,,erste ,,stunde ,,nach ,,dem ,,tode ,,eine ,,gespenstergeschichte ,,von ,,max ,,brod ,,mit ,,drei ,,zeichnungen ,,von ,,ottomar ,,starke ,,leipzig ,,kurt ,,wolff ,,verlag #aiaf ,gedruckt bei ,e4 ,haberland in ,leipzig-,r4 ,september #aiaf als zweiunddreiigster ,band der ,bcherei ,der jngste ,tag ,,copyright #aiaf ,by ,,kurt ,,wolff ,,verlag ,,leipzig ,,der kleine absonderliche ,zwischenfall ereignete sich1 als ,staatsminister ,baron von ,klumm an der ,spitze einer greren ,gesellschaft hervorragender ,diplomaten das ,palais des ,reprsentantenhauses verlie4 ,ein schmchtiger ,mann drngte sich durch die ,kette der ,wachleute1 lief1 allen sichtbar1 sehr schnell oder berpurzelte sich vielmehr die breite ,prachttreppe hinauf1 deren oberste ,stufe der ,minister eben betreten hatte1 und fiel1 oben angelangt1 auf die ,knie nieder1 indem er ausrief3 ,herr ,minister1 lassen ,sie unseren ,feinden ,gerechtigkeit widerfahren1 und wir haben den ,frieden6 ,baron von ,klumm lchelte verbindlich und ohne jedwede ,verlegenheit3 ,sie heien --8 ,arthur ,bruchfe4 ,und von ,beruf sind ,sie8 ,der ,mann warf eine blonde ,haarstrhne1 die ihm beim ,laufen vornber ins ,gesicht gefallen war1 aus der ,stirne zurck3 ,schornsteinfeger4 ,mein lieber ,herr ,bruchfe1 und wenn ,sie ,ihren ,schornsteinen ,gerechtigkeit widerfahren lassen1 werden sie ,sie dann weniger anschwrzen8 ,da waren schon fnf1 acht1 fnfzehn ,polizisten keuchend angelangt und legten ihre ,hand auf den sehr verdutzt dreinschauenden ,bittsteller4 ,inmitten der zusammengedrngten ,schar der ,wrdentrger1 die aus erleichtert aufatmender ,brust jetzt nachtrglich den ,ministerwitz bekicherte1 war von ,klumm schon weiter hinabgeschritten4 ,ein braun abgebrannter hagerer ,greis trat an ihn heran1 hinter ihm regten sich geschftige ,gesichter3 ,die ,information fr die ,presse4 ,der ,minister blickte auf1 sah einen ,augenblick lang zgernd umher4 ,der ,chef der ,geheimpolizei erriet seine berlegung3 ,o ja1 man hat es allgemein gesehn und bemerkt4 ,wurde von einem schwachsinnigen ,individuum attackiert diktierte der ,minister gleichsam in die ,luft4 ,sofort ,wache4 ,schritt ein4 ,attentter ins ,irrenhaus gebracht4 rzte konstatieren4 ,staatsminister erledigte wie sonst seine ,tagesgeschfte4 ,meinen kleinen ,scherz natrlich unterdrcken4 ,adieu1 ,herr ,geheimrat4 -- ,ich wei nicht1 was ich an ,ihnen mehr bewundern soll1 sagte ,herr von ,crudenius1 der ,militrattach einer verbndeten ,macht1 der bald hierauf mit ,herrn von ,klumm in dessen ,wagen zur ,botschaft fuhr -- die versammelte ,volksmenge brach in ,hochrufe aus -- ,sie stellen ,ihre ,verehrer vor allzu schwere ,aufgaben1 -- ,ihre heutige ,rede im ,reprsentantenhaus1 die ein oratorisches ,meisterstck war1 ,ihr schlagfertiges geistvolles ,aperu an den ,unbekannten oder den erstaunlich sicheren ,takt1 mit dem ,sie die ,wiedergabe dieses ,aperus sofort unterdrcken4 ,routine1 lieber ,herr von ,crudenius1 nichts als ,routine4 ,natrlich ,routine nicht im schlechten ,sinne des ,wortes1 etwa als ,gewissenlosigkeit1 ,herzlosigkeit4 ,nein1 ich will mich nicht berflssigerweise heruntermachen1 bin auch durchaus nicht der ,bescheidenste im ,land4 ,ich will nur sagen3 man lernt das1 man gewhnt sich daran1 wie man sich an alles gewhnt4 ,neunzehn ,zwanzigstel unseres ,lebens sind blinde bewutlose ,gewohnheit4 ,dasselbe sagten ,sie eben auch im ,parlament1 ,herr ,baron4 ,ich staune ber ,ihren ,mut4 ,den ,beifall der konservativ-nationalistischen ,gruppe haben ,sie sich gleich anfangs verscherzt1 als ,sie gegen jede ,prestigepolitik sprachen4 ,und zum ,schlusse forderten ,sie wiederum die sogenannten ,fortschrittsparteien zum ,widerspruch heraus1 indem ,sie das ,stehenbleiben auf ,sitte und ,tradition rhmten4 ,nicht rhmten1 unterbrach der ,baron1 dessen kluger ,kopf keine ,spur von geistiger ,abgespanntheit zeigte1 wie es nach der anstrengenden fnfstndigen ,sitzung eigentlich begreiflich gewesen wre4 ,ich rhmte nicht4 ,ich stellte nur fest4 ,stellte1 wenn ,sie wollen1 sogar mit ,bedauern fest4 ,ich bin nun einmal1 so weit kennen ,sie mich ja1 ein fanatischer ,anbeter von festgestellten ,tatsachen und ,wahrheiten4 ,ich fhle mich verantwortlich fr das ,wohl und ,wehe des ,reiches1 in des ,wortes schwerster ,bedeutung vor meinem ,gewissen verantwortlich4 ,als verantwortlicher ,mann mu ich nchternste ,realpolitik treiben und bin ein abgesagter ,feind aller ,ideologien1 mgen sie nun von rechts oder von links kommen1 mgen sie chauvinistisch mit dem ,sbel klirren oder aufgeklrt mit der ,friedenspalme rasseln4 ,wahrhaftig1 lieber ,herr von ,crudenius1 ,ideologen1 ,utopisten1 unverantwortliche ,phantasten halte ich fr die rgsten1 die einzigen ,feinde der ,menschheit4 ,der ,attach lachte3 ,und wenn man's genau nimmt1 haben ,sie immerfort mit solchen ,leuten zu tun1 ,sie ,bedauernswerter4 ,der ,mann auf der ,treppe -- und die ,volksmnner drinnen1 denen ,sie die wahre sittliche ,wrde des ,krieges erklren muten -- ist es nicht1 im ,grunde genommen1 immer ein und derselbe ,feind4 ,verkehrtheit und berspannter ,idealismus gegen die gesunde ,menschennatur4 ,in ,ihre ,hand wrde ich den ,auftrag1 meine ,biographie zu schreiben1 mit ,beruhigung legen1 sagte der ,minister nicht ohne leise ,ironie4 ,sie haben mich sozusagen heraus4 -- ,mit der einen ,einschrnkung vielleicht3 ,ich bin kein ,freund ,ihres ,handwerks4 ,er zeigte auf den troddelgeschmckten ,sbelgriff seines ,nebensitzenden4 ,wiewohl ich heute manches derartige gesagt habe1 weil ich es sagen mu4 ,ich bin berhaupt nichts weniger als ein ,freund dieses ,krieges1 der nun schon das zwanzigste ,jahr lang andauert4 ,aber ,sie sagten1 unter dem ,entrstungssturm der ,sozialdemokraten1 da man sich an den ,krieg gewhnt hat4 ,das sagte ich1 weil es wahr ist1 einfach unbestreitbare ,tatsache4 ,bester ,beweis3 ebendieselben ,sozialisten bewilligen uns jedes ,jahr glatt unsere ,kriegskredite4 ,aber zwischen ,gewohnheit1 und ,freundschaft liegt doch wohl noch so manches1 nicht wahr8 ,man hat auch ble ,gewohnheiten1 und ich stehe nicht an1 den ,dauerkrieg als eine solche ble ,gewohnheit ,europas zu bezeichnen4 -- ,aber wer wagt es ernstlich zu bestreiten1 da wir den ,krieg restlos in die ,reihe unserer sozusagen instinktiven ,lebensfunktionen mit eingereiht haben8 ,kein ,wunder1 die meisten von unserer reprsentativen ,generation waren noch schulpflichtige ,kinder1 als der ,krieg begann4 ,wir sind mit dem ,krieg aufgewachsen und werden zweifellos nicht so lange leben wie er4 ,die heutige ,jugend wei gar nicht1 was dieser sagenhafte ,zustand ,frieden bedeutet1 den sie nie erlebt hat4 ,ja1 wenn man es genau nimmt1 hat es eigentlich noch niemals ,frieden gegeben1 so wie es meiner festen berzeugung nach auch nie einen geben wird4 ,es war nur ,nicht-,krieg1 ein durch geschftsmnnische ,heuchelei und knstlich errechnete ,vertrge berkleisterter ,zustand gegenseitiger ,feindschaft und belsten ,ressentiments zwischen den ,staaten4 ,ein ,schriftsteller1 der den ,ausbruch des ,krieges als reifer ,mann miterlebt hat1 also die ,zustnde vorher und nachher als ,zeitgenosse wohl miteinander vergleichen konnte1 ich meine ,max ,scheler -- der auf meine ,anordnung hin jetzt in den ,schulen gelesen wird -- hat das damals sehr gut dargestellt4 ,der ,unterschied zwischen dem versteckten und offenen ,krieg1 der dann nur das vorhandene ,haverhltnis enthllte1 ist nach diesem ,autor gar nicht so bedeutend gewesen4 ,ich stimme ihm in diesem ,punkte vollstndig bei4 ,anders wre es ja auch gar nicht erklrbar1 da wir den ,krieg so gut vertragen und ihm unsere ,organisation wirklich lckenlos anpassen konnten4 ,es war eben immer ,krieg1 seit die ,welt besteht4 ,krieg ist der natrliche ,zustand der ,menschheit1 nur seine uere ,form wechselt4 ,schauen ,sie doch um sich1 lieber ,herr von ,crudenius4 ,sieht diese belebte ,strae1 dieser ,andrang vor dem ,theater1 diese ,menschenstrmung um die ,warenhuser herum und in sie hinein wie etwas ,abnormales aus8 ,unsere ,wirtschaftsmaschine arbeitet nach berwindung einiger anfnglicher ,strungen1 die uns heute kindlich anmuten1 tadellos4 ,der ,export hat aufgehrt1 der innere ,markt hat sich dafr erschlossen4 ,und mit welchem ,erfolg1 das sagen ,ihnen die nie dagewesenen ,dividendenhhen unserer ,aktiengesellschaften4 ,die ,vernichtung von ,werten wird durch die angeregte ,erfinderttigkeit und ,nutzbarmachung neuer ,rohstoffe mehr als wettgemacht4 ,wir nhern uns dem ,ideal des ,fichteschen geschlossenen ,handelsstaates4 ,die ,umschichtung der ,berufe ist leicht und radikal vor sich gegangen4 ,der ,mann ist ,krieger1 die ,frau zu jeder ,art brgerlicher ,arbeit erzogen1 mit ihr das ,heer der ,alten und ,untauglichen4 ,gewi bedauert es niemand mehr als ich1 da jhrlich einige hunderttausend junge ,leute an der ,grenze fallen mssen1 aber ist denn im sogenannten ,frieden niemand gestorben8 ,wir haben es ja durch eine zielbewute ,bevlkerungspolitik1 durch energische ,kinderversorgung im ,staatswege1 ,aufhebung der ,monogamie1 regulierte ,mannschaftsurlaube zu ,fortpflanzungszwecken1 durch ,bodenreform1 ,einfamilienhaus1 ,kriegerheimsttte1 ,gartenstadt und andere vernnftige ,manahmen1 deren ,durchsetzung man frher fr einen ,traum hielt1 dahin gebracht1 da die ,bevlkerungszahl sogar einen prozentuell hheren ,jahreszuwachs zeigt1 als jemals und da der allgemeine ,gesundheitszustand sich konstant bessert4 ,infolge ,rckgangs der ,suglingssterblichkeit ist sogar die jhrliche absolute ,sterbeziffer samt allen ,kriegsverlusten um etwas1 allerdings nicht viel1 kleiner1 als die vor dem ,kriege4 ,bitte1 das ist statistische ,tatsache4 ,wir zchten heute sozusagen ,volk1 whrend der ,staat frher unbegreiflicherweise geradezu volksfeindliche ,tendenzen wie den ,grogrundbesitz und unhygienische ,fabrikationsmethoden begnstigte4 ,und wie erklren ,sie dann trotzdem diese allgemeine ,unzufriedenheit1 dieses nicht berhrbare dumpfe ,grollen in der ,welt1 das sich zum ,beispiel in solchen peinlichen ,auftritten wie heute entldt8 ,gewohnheit ist noch nicht ,zufriedenheit4 ,sagte ich es nicht schon vorhin8 ,der ,mensch gewhnt sich auch ohne jede ,zufriedenheit an das ,furchtbarste1 weil ihm keine andere ,wahl bleibt4 ,wir haben uns ja sogar an den ,tod gewhnt4 ,lachen ,sie nicht4 ,ich meine das ganz im ,ernst4 ,wir als ,geschlecht1 als genus humanum1 machen uns gar nichts mehr aus dem ,tod4 ,und doch ist es1 wenn man so allein1 als ,einzelner darber nachdenkt1 ein entsetzlicher1 ja unfabarer ,gedanke1 zu sterben1 von einem bestimmten ,moment an nichts mehr zu fhlen1 nichts zu denken1 einfach fr alle ,ewigkeit1 nicht etwa vorbergehend1 nicht mehr zu existieren4 ,wie mag es eine ,stunde nach dem ,tode in unserem ,kopfe ausschaun8 ,und fnf hunderttausend ,jahre nachher8 ,und dabei ist dieser unendlich lange ,zustand des ,nichtseins doch fr jeden von uns sicher1 unausweichlich1 nicht etwa ein bser ,zufall1 dem man vielleicht entgehen knnte1 wenn man ,glck hat1 und diese absolute1 unbedingte ,sicherheit des ,sterbens eben ist das ,grlichste an der ,sache4 ,der junge ,offizier errtete vor ,bewegung4 ,ich danke ,ihnen1 ,herr ,baron4 ,o wieviel ,dank schulde ich ,ihnen schon1 seit ,sie sich in der fremden ,stadt meiner angenommen haben4 ,sie machen mich zu einem ,menschen4 ,ohne ,sie knnte ich nicht mehr leben4 ,sie haben sich nur an mich gewhnt1 lieber ,freund4 ,alles ist ,gewohnheit6 ,nein1 ich liebe ,sie1 ,sie sind meine einzige ,sttze erwiderte ,crudenius feurig4 ,ich habe es schwer ertragen1 schwerer als ,sie ahnen1 aus meiner ,heimatstadt herausgerissen zu werden1 von meinen ,eltern weg1 die ich verehre1 aus dem ,kreis lieber ,kameraden1 hierher an einen1 sagen wir es offen1 steifen1 zeremonisen ,hof1 dessen ,sprache ich kaum verstand4 ,sie haben mich oft dieser ,sentimentalitt wegen ausgelacht 4 4 4 ,ja1 das tue ich noch heute4 ,die ,welt ist doch gleich1 hier wie dort1 die moderne ,welt zumindest4 berall gibt es ,schlafwagen1 ,badezimmer1 ,untergrundbahnen1 ,beton1 ,asphalt1 dieselben eleganten ,damenkostme1 sogar dieselben ,parfms4 ,der moderne ,mensch findet berall das1 was seinen ,gewohnheiten entspricht4 ,ich sehe1 von geographischer ,lnge und ,breite abgesehen1 gar keine ,unterschiede zwischen unseren heutigen ,grostdten4 ,aber doch zwischen den ,vlkern4 ,sonst gbe es ja keinen ,krieg4 ,der ,minister warf sich mit humoristischem ,schreck in seinem ,sitz herum3 ,wehe mir6 ,sind das die ,erfolge meines ,nchternheitskursus1 den ich ,ihnen seit ,monaten vordoziere8 -- ,auch ,sie fallen also immer noch auf solche ,phrasen herein1 wie die vom verschiedenen ,geist der ,vlker1 verschiedenen ,ethos der ,rassen8 ,nein1 nein1 gerade gegen solche ,unterstellungen zu protestieren1 das ist ja der bescheidene1 aber doch vielleicht nicht ganz unwesentliche ,sinn meines ,lebens4 ,lernen ,sie doch endlich1 mein ,herr1 da die ,notwendigkeit dieses ,krieges nicht beruht auf ,vlkerverschiedenheiten1 die ich ja in mikroskopischen1 wirkungslosen ,ausmaen zugebe1 sondern gerade auf der unerbittlichen ,gleichheit aller ,vlker1 die mit ihren identischen ,lebensnotwendigkeiten einander immanenterweise den ,raum1 die ,entfaltungsmglichkeit streitig machen mssen4 ,gleiche ,bedrfnisse widerstreben einander eben1 solange die ,erdoberflche nicht mehrmals bereinander1 wie ,orgelklaviaturen1 solange sie nicht so oft1 als es ,vlker gibt1 vorhanden ist4 ,weil jedes ,volk in einem fernen ,zeitpunkt die ganze ,erdoberflche fr sich allein brauchen wird4 ,und das umso schneller1 je besser und strker es ist1 je entwicklungskrftiger1 je sittlicher4 ,und dann kommt irgend so ein armer ,teufel gesprungen und verlangt von mir emphatisch1 ich solle den ,feinden ,gerechtigkeit widerfahren lassen4 ,das tue ich ja1 habe ich stets getan4 ,meinen ,sie1 ich billige die abscheulich verhetzende und unanstndige ,sprache1 die unsere ,tagespresse gegen die ,gegner fhrt8 ,hchstens als ,kampfmittel1 um die ,energie unseres ,volkes wachzuhalten1 na ja1 da ist sie unentbehrlich1 ebenso unentbehrlich wie ,minen und ,flammenwerfer1 die ja an sich auch nicht gerade sympathische ,dinge sind4 ,aber es ist doch naiv zu glauben1 da wir von der ,regierung aus das auch wirklich denken1 was wir da ber ,barbaren und ,heuchler schreiben lassen4 ,nein1 wir sind gerecht1 wir erkennen den ,wert und das ,recht der ,feinde vollkommen an4 ,aber eben je gerechter wir sind1 desto klarer erkennen wir ohne jeden ,ha und jede ,verbitterung1 da auch wir ,wert und ,recht auf unserer ,seite haben1 da es eben1 ,gott sei es geklagt1 nicht ein ,recht1 sondern zwei und mehrere ,rechte auf der ,welt gibt1 da unsere realen handgreiflichen ,interessen 7und nur auf die kommt es an1 nicht auf irgend welche ,erdichtungen7 mit den ebenso handgreiflichen ,interessen der ,feinde kollidieren1 da die ,vlker kmpfen mssen1 weil sie atmen mssen und solange sie eben atmen wollen4 ,ebenso wie auch der gerechteste und gutmtigste ,schornstein nicht umhin kann1 ,ru zu erzeugen4 ,ist denn wirklich jemand so kurzsichtig1 der das nicht einsieht1 diese ganz reale1 unumstliche ,tragik des menschlichen ,daseins8 ,ich mu sagen1 wer das nicht einsieht1 der ist auch ein schlechter ,christ4 ,der ,leim1 aus dem wir gebildet sind1 ist schon verdammlich1 sagt ,luther4 ,die ,essenz des ,menschseins ist nun eben nichts als bse ,begierde1 ist ,erbsnde1 und mir erscheint sehr oberflchlich1 wer den traurigen ,zustand der ,menschheit auf ephemere ,regierungsfehler1 ,unehrlichkeit1 ,beschrnktheit1 ,eroberungssucht einzelner zurckfhren will1 statt auf diesen dunklen ,urgrund alles ,menschlichen1 auch des bestgemeinten und wohlwollendsten4 ,sehn wir doch der ,wirklichkeit ganz sachlich ins ,auge6 ,der ,kirchenmann entsagt der ganzen ,welt auf einmal4 ,das ist ein ,weg4 ,der ,staatsmann aber1 dem dieser ,weg nicht erlaubt ist1 weil er ja das ,weltliche in der ,welt lenken soll1 und der dabei ein ebenso guter ,christ sein will1 wie der weltflchtige ,asket1 mu sich ganz klar darber sein1 da seine ,manahmen niemals ,aufhebung des ,krieges1 berhaupt des menschheitlichen ,leidens und ,unglcks bezwecken knnen1 sondern nur -- wie soll ich es nennen -- eine bessere intensivere ,organisation des ,unglcks4 ,mehr nicht4 ,sie waren am ,botschaftspalast angelangt4 ,der ,offizier verabschiedete sich4 -- ,ich mu sagen schlo der ,minister mich hat gerade der ,krieg dieses richtige1 tdlich ernste ,christentum gelehrt1 die erhabene ,religion des ,leidens4 -- ,a propos1 ,sie kommen doch heute nach zehn ,uhr noch zu meiner ,bridgepartie8 ,die schne ,gabriele wird da sein1 auch ,ihr ,nannerl hab ich eingeladen4 ,im ,ministerium harrte eine lange ,reihe vortragender ,rte4 -- ,baron von ,klumm1 dessen ,flei und ,sorgfalt geradezu sprichwrtlich waren1 pflegte nach ,parlamentsitzungen die verlorene ,zeit1 wie er sagte1 nachzuholen und gnnte sich dann oft bis spt in die ,nacht keine ,ruhe4 ,so lsten einander auch an diesem ,abend in seinem ,bro ,referenten1 ,konzipienten1 telephonische ,anrufe und ,diktate ab4 ,eine ,abordnung aus dem eroberten ,gebiete wurde empfangen1 brachte ,bitten und ,wnsche vor4 ,der ,baron notierte einige ,bcher und ,broschren1 die hiebei mehrmals erwhnt worden waren4 ,noch um neun ,uhr nachts schickte er den ,diener in die ,ministerialbibliothek und endlich1 auf der ,heimfahrt in seinem ,auto1 versenkte er sich noch in die ,lektre eines der empfohlenen ,werke1 das die schwierigsten ,geld- und ,whrungsfragen behandelte4 ,gabriele1 erste ,tnzerin der ,hofoper1 wartete bereits mit den brigen ,gsten in der ,privatvilla des ,barons und entzckte die ,tafelrunde durch die lustige ,unbefangenheit1 mit der sie sich die ,rolle der ,hausfrau angemat hatte4 ,die ,gesellschaft war reichlich gemischt3 ,schauspieler1 die unaufgefordert fr ,unterhaltung sorgten1 indem sie mehr oder minder gewrzte ,anekdoten zum besten gaben1 ein paar ,landrte1 in ewige ,jagdgeschichten vertieft1 zwei bis drei ironische ,causeure aus der ,diplomatie1 ein jdischer ,schriftsteller1 der zu allererst betrunken war und sich dann in revolutionren ,reden gefiel1 worber man sich sehr belustigte4 ,nannerl1 eine offensichtlich aus dem untern ,volke stammende1 noch gar nicht entdeckte ,chansonette1 entzckte den ,militrattach durch ihren feschen ,dialekt1 den er bezaubernd natrlich fand1 obwohl ihm jede ,redewendung erst in die ,schriftsprache bersetzt werden mute1 worauf er sie1 von niemandem angehrt1 nur fr sich1 in die ,sprache seiner ,heimat bertrug und in ,erinnerungen an die ,felder und ,buerinnen zu ,hause schwelgte4 ,seiner bei diesem schleppenden ,umweg des ,gefhls erklrlichen ,schchternheit half der ,minister durch eine geschftsmige ,feststellung ab4 ,schlielich glich der ,kartentisch alle ,leidenschaften aus4 ,gabriele1 fr die stets einige ,zimmer in der ,villa vorbereitet waren1 hatte sich schon lngst zu ,bett begeben1 als die letzten ,gste ber knisternde ,scherben der ,champagnerglser hinweg1 von schlaftrunkenen ,lakaien untersttzt1 sich zur ,tre hinaustasteten4 -- ,baron von ,klumm lie sich von seinem ,leibdiener eine kalte ,kompresse um die ,stirn winden4 ,er wollte1 ehe er sich zu ,gabriele begab1 noch ein wenig arbeiten4 ,die von dem konomischen ,buche angeregten ,gedanken hatten ihn whrend des ganzen ,soupers nicht verlassen1 wie es berhaupt eine seiner ,haupteigenheiten war1 stets vollstndig von gewichtigen ,dingen bis zum ,rande ausgefllt zu sein1 auch mitten in seichter ,unterhaltung4 ,er setzte sich an seinen ,schreibtisch4 ,das ,arbeitszimmer war1 wie eben in einem rechten ,junggesellenheim1 sehr weitrumig und zentral gelegen4 ,es fllte mit seiner ,front von vier ,fenstern den grten ,teil des ersten ,stockwerkes1 eigentlich mehr ein ,saal als ein ,zimmer zu nennen4 ,drei hohe ,wnde1 bis zur ,decke mit ,bcher- und ,aktenrcken austapeziert1 verloren sich im ,dunkel1 vor den ,fenstern breitete sich im sausenden ,nachtwind die mondbeschienene ,schneekette des nahen ,hochgebirges aus4 ,du hast hereinschneien lassen1 ,peter4 ,der ,baron wies auf einen hellen weien hgeligen ,fleck auf dem ,parkettboden4 ,der ,diener zuckte verstndnislos die ,achseln1 griff an die ,fensterklinken1 um zu zeigen1 da alle geschlossen waren1 strich aber dann trotzdem mit einem rasch herbeigeholten ,wischfetzen ber den ,fuboden an der vom ,baron immer noch mit ausgestrecktem ,finger bezeichneten ,stelle hin1 allerdings mit der gekrnkten ,miene eines ,mannes1 dem ein schrullenhaft umstndlicher ,auftrag erteilt wird und der ihn nur aus ,gutmtigkeit ausfhrt4 ,dann ging er4 ,der ,baron begann zu lesen1 bald aber strte ihn ein leises ,knistern4 ,trat er immerfort noch auf ,scherben8 ,er sah auf4 -- ,zu seinem grten ,erstaunen war der weie ,fleck im ,zimmer1 der brigens ganz jenseits des ,mondlichtstreifens im ,schatten eines ,kastens lag1 nun zu einem richtigen ,hgel emporgewachsen1 ja er rckte wie ein unnatrlich aufschieender ,pilz sichtlich weiter in die ,hhe4 -- ,nein1 das war allerdings kein ,schneehaufen1 das bewegte sich ja4 -- ,pltzlich kam die ,erkenntnis4 ,das ist ein menschlicher ,kopf4 ,im ,augenblick hatte sich der ,baron gefat1 den ,revolver ergriffen1 den er immer bei sich trug1 und auf den ,kopf abgefeuert4 ,ich wute gar nicht1 da es ,falltren in meiner ,villa gibt4 ,er repetierte4 ,sechs ,schsse1 dann war der ,revolver leer4 ,die ,schsse hatten offenbar nicht getroffen1 sondern brachten eine andere ganz unerwartete ,wirkung hervor4 ,ja1 jetzt gehts rief eine wie aus dem ,schlaf gesprochene1 ungelenke1 verschleimte ,stimme1 und sofort schwebte mit einem ,ruck wie ein straff gefllter ,gasballon die ganze1 sehr lange ,gestalt der ,erscheinung empor1 merkwrdigerweise ohne den ,fuboden dabei merklich weiter aufzureien4 ,es war ein stattlicher weihaariger alter ,herr1 der mit geschlossenen ,augen1 die ,arme fest an die ,seiten des ,krpers gepret1 emporstieg4 ,der befreiende ,auftrieb schien aber pltzlich nachzulassen1 so da die ,fe und ,unterschenkel des seltsamen ,wesens unter dem ,fuboden stecken blieben1 ohne da dies auf den ,beschauer oder auf das ,wesen selbst eine besonders befremdende ,nebenwirkung ausgebt htte4 ,dem ,baron strubten sich die ,haare unter der ,kompresse4 ,er fiel in seinen ,lehnsessel zurck1 aus seinen ,beinen war jede ,kraft1 ja jedes ,gefhl entwichen1 so da er sich wie mit eisernen ,reifen um die ,hften in eine ,art sitzender oder halbliegender ,stellung festgeklammert fhlte1 ohne ein ,glied rhren zu knnen4 ,er war aber nicht der ,mann1 sich ohne ,widerstand durch ein ,gespenst oder vielmehr durch irgendeinen bermtigen ,bubenstreich aus der ,fassung bringen zu lassen4 ,gewohnheitsmig rang er nach einem einleitenden ,gesprchsthema1 doch ber seine ,lippen kam nur etwas ,speichel1 dann ein ,gurgeln und ,labern wie es ,suglinge ihren ersten ,artikulationsversuchen vorausschicken4 ,endlich konnte er sich verstndlich machen3 ,ihr ,name ist 4 4 48 ,die ,erscheinung hatte jetzt ihre ,augen geffnet1 groe schne braune1 gar nicht unheimliche ,augen1 mit denen sie freundlich und still ungefhr in der ,richtung auf den sich abqulenden ,minister herabsah4 ,der ,minister erwiderte1 wie er es stets zu tun pflegte1 diesen ,blick mit ,strenge und ,festigkeit1 trotz seiner kraftlos ausgestreckten ,lage im ,sessel1 zwischen dessen ,lehnen seine obere ,krperhlfte wie auseinandergeworfen1 ungeordnet1 gleichsam auf den ,misthaufen hingeschmissen herumlag4 ,ihr ,name ist 4 4 4 sagte er nun schon sicherer und machte den ,versuch1 durch heftiges ,augenzwinkern die ,herrschaft ber seine erstarrten ,glieder wiederzuerlangen4 ,schlielich aber sah er die ,aussichtslosigkeit dieses ,versuches ein und wurde ganz still1 da er frchtete1 sich vor dem ,geist lcherlich zu machen4 ,da er es mit einem wirklichen und nicht blo gespielten ,geiste zu tun hatte1 war inzwischen seinem rastlos arbeitenden ,gehirn klar geworden4 -- ,schon die ,dimensionen der ,erscheinung sprachen dafr4 ,sie war nmlich mehr als zweimal so gro wie ein irdischer ,mensch1 berragte also sogar die blichen ,panoptikumriesen1 dabei gaben ihre ,proportionen den gewohnten an ,ausgeglichenheit nicht nach1 hatten also durchaus nicht das ,gewaltsame1 ,rohe1 das uns jene ,monstren auf dem ,jahrmarkt so unheimlich macht4 ,unheimlich war hier nur1 da die seltsame ,gestalt1 wie zum ,ausgleich fr ihre ,gre1 aus einer merkwrdig lockeren ,materie zu bestehen schien1 durch welche man das hinter ihr liegende ,fenster und sogar den das ,mondlicht widerspiegelnden ,gebirgskamm in der ,ferne ganz matt durchschimmern sah4 ,ein erstaunlicher ,anblick1 der1 wie sich von ,klumm mit wissenschaftlicher ,przision eingestand1 durch keinerlei ,hokuspokus hervorgebracht sein konnte4 ,das ,unerklrlichste aber blieb dabei1 da die ,figur langsam und ganz allmhlich einzuschrumpfen1 in sich zusammenzusinken schien1 wobei sie auch immer festeren ,inhalt bekam1 ohne brigens ihre ,umrisse oder ,gesichtszge im mindesten zu verzerren4 ,es wurde nur alles zierlicher1 vertraulicher1 gleichsam menschlicher an ihr4 berhaupt schien es dem ,phantom1 wie man jetzt deutlich merkte1 durchaus nicht darum zu tun1 ,schrecken einzujagen4 ,es machte vielmehr 7vielleicht war dies ,sinnestuschung1 vielleicht aber eine richtige ,beobachtung des immer mehr zur ,besinnung kommenden ,staatsmannes7 ganz im ,gegenteil den ,eindruck1 als wolle es ,vertrauen gewinnen1 ja binnen kurzem bot es den ganz unglaublichen ,anblick eines ,gespenstes1 das sich selbst am meisten frchtet1 das bescheiden und ngstlich in die ,ecke treten mchte1 um nicht zu stren1 und nur leider nicht von der ,stelle kann1 wodurch es in eine recht verlegene und verwirrte ,stimmung gert4 ,der ,minister raffte sich nun zusammen und setzte sich gewaltsam gerade auf4 ,seine erste ,bewegung war1 die ,kompresse abzunehmen1 die fr sein ,gefhl den guten ,ton einer ,privataudienz grblich verletzte4 ,dann sagte er1 schon ganz kaltbltig geworden3 ,sie mssen mir aber ,ihren ,namen nennen1 ,ihren ,namen4 ,namen1 wiederholte das ,gespenst1 als suche es mit aller ,anstrengung sich etwas klarzumachen4 ,namen 4 4 4 ,namen 4 4 4 ,was ist das nur2 ,namen8 ,die ,stimme klang jetzt nicht mehr verschlafen1 sondern rein und hoch1 nur etwas zu vibrierend1 um menschlichen ,stimmbndern anzugehren4 ,ein ,unterton von groer ,schchternheit und ,demut war in ihr unverkennbar4 ,der ,baron sah wieder an der ,gestalt empor1 musterte sie von ,kopf bis zu ,fu1 vielmehr bis zum ,knie -- denn sie stak immer noch teilweise unter dem ,parkett4 ,wiederum trat eine ,pause ein1 in welcher nicht nur der ,baron sich bequemer zurechtsetzte1 sondern auch die ,erscheinung zum erstenmal zu erkennen schien1 da sie ,arme habe1 -- zumindest sah sie jetzt mit erstauntem ,blick an ihren ,seiten herab und lste1 unglubig und zgernd1 die ,gliedmaen von den ,hften1 hob sie ein wenig und lie sie wieder sinken4 ,dabei schien sie auch ber die ,bewegung ihres ,kopfes1 die sie jetzt zum erstenmal machte1 in ,staunen1 sogar in ,schrecken geraten zu sein1 denn ihr ,gesichtsausdruck wurde von ,minute zu ,minute ngstlicher1 und die ,starrheit der ,kontur verfestigte sich nach diesen ,bewegungsversuchen fr die nchste ,weile nur noch mehr4 ,der ,baron konnte1 wie es seine engeren ,parteifreunde nannten1 unter ,umstnden ganz ekelhaft madig werden4 ,ein solcher ,moment der ,offensitt war auch jetzt gekommen4 ,als wolle er sich fr die knapp berwundene ,kleinmtigkeit schadlos halten1 fuhr er den ,gast mit voller ,stimme an3 ,nun1 zum ,teufel1 ,sie mssen doch wissen1 wie ,sie heien1 wer ,sie sind1 was ,sie hier wollen und wie ,sie eigentlich hergekommen sind4 ,bei dem rauhen ,klang dieser ,worte schien sich die ,erscheinung nun energisch zusammenzunehmen4 ,ein alter ,mann1 der sich auf etwas besinnen will1 der ngstlich die weien ,augenbrauen zusammenzieht -- nicht viel anders sah das ,gespenst jetzt aus4 ,doch brachte es nicht mehr hervor als die gezwitscherten ,worte3 ,ich glaube1 ich bin eben hier hereingestorben4 ,hereingestorben1 -- was ist denn das8 ,wieder eine ,pause4 ,sie -- was das ist1 frage ich4 ,ja1 wenn ich das selbst wte1 mein ,herr erwiderte der ,greis4 ,haben ,sie ,mitleid mit mir4 ,ich bin erst soeben gestorben1 vor einem kleinen ,weilchen1 und ich habe so viele ,snden begangen4 ,wie soll ich mich da schon auskennen4 ,ich bin ja noch ganz benommen4 ,glauben ,sie mir1 eine ,kleinigkeit ist es nicht4 ,und nach diesen ersten wenigen zusammenhngenden ,stzen schlo er wieder die ,augen1 gleichsam ganz erschpft von so viel ,anstrengung4 ,merkwrdig sagte der ,baron ganz eigentmlich 4 4 4 hm1 hm4 ,das ist mir ganz neu4 ,wie hilfesuchend griff er um sich und packte den ,schirm seiner ,schreibtischlampe4 ,diese ,berhrung schien ihn auf einen ,einfall zu bringen4 ,den ,schirm wie einen ,sttzpunkt festhaltend1 drehte er sich im ,sitzen herum1 in den grellen ,lichtkreis der ,stehlampe und entzog damit zum erstenmal wieder das ,gespenst seinem ,blick4 ,pltzlich begann er krampfhaft zwischen den aufgehuften ,papieren und ,bchern zu whlen4 ,das waren doch seine ganz normalen ,arbeiten1 seine gewohnten ,gedanken und ,vorstellungen4 ,er suchte sich an einzelnen ,worten und ,ziffern1 die er las1 anzukrallen1 festzusaugen1 -- doch sie verschwammen vor seinem aufgeregten ,blick1 nichts konnte er entziffern4 ,immerhin dachte er nach einer ,weile sich so weit zur ,vernunft gebracht zu haben1 da er sich wieder ins ,zimmer hinter sich umschauen zu drfen glaubte4 ,langsam wagte er es und wandte sich wieder in die vorige ,richtung4 ,da lag der dunkle1 ins ,unendliche verschwimmende ,saal1 in dem die elektrische ,lampe nur den nchsten ,umkreis1 nahezu nur bis zu seinen ,fen1 erhellte4 ,und knapp vor ihm schon wieder dieser langaufgeschossene ,patron1 der brigens1 was wirklich grauenhaft aussah1 die ,zwischenpause nicht dazu bentzt hatte1 um sich in eine bequeme ,stellung zu arrangieren1 sondern statt dessen starr und mit tiefem ,ernst1 wie in vlliger ,selbstvergessenheit eine ,antwort des ,ministers abzuwarten schien4 ,nun1 ,sie sagen also 4 4 4 ,sie sind also gestorben 4 4 4 ,und doch leben ,sie 4 4 4 ,was bedeutet das8 ,ich meine1 knnen ,sie sich nicht vernnftiger ausdrcken8 ,sind ,sie also eigentlich gestorben oder sind ,sie hier8 ,ich bin hierhergestorben 4 4 4 wegen meiner ,snden4 ,der ,baron schttelte den ,kopf4 ,wegen ,ihrer ,snden1 das sagten ,sie schon4 ,was fr ,snden8 ,sie sind ein ,mrder1 nicht wahr8 ,eine heftige ,bewegung des ,abscheus ging durch den ,leib des ,gespenstes1 es schttelte sich von oben bis unten und1 immer noch etwas unbeholfen1 aber mit unbewuter ,energie1 hob es jetzt die ,arme hoch empor und schlug sogar die ,hnde ber dem ,kopf zusammen1 indem es jammervoll rief3 ,ein ,mrder6 ,ich1 ein ,mrder6 -- ,nein1 ,gott sei ,dank1 davon habe ich mich zeitlebens weit entfernt gehalten4 ,mordgedanken kann ich auch bei peinlichstem ,nachforschen in meinem ,gemt1 wie es damals war und wie es jetzt ist1 nicht entdecken4 ,also haben ,sie gestohlen1 betrogen1 ,schiebungen gemacht1 ,gaunereien -- oder sind unehrlich gewesen1 nicht8 ,unehrlich -- ja das vielleicht4 ,ich habe nicht immer und nicht bei jedem ,schritt an die ewige ,wahrheit der ,dinge gedacht1 obwohl ich immer und immer wieder diesen festen ,vorsatz hatte4 ,und das war ,ihre ganze ,unehrlichkeit8 lachte der ,baron auf4 ,o eine ,snde -- die allerrgste ,snde6 ,deshalb erlebe ich ja zur ,strafe diese furchtbare ,versetzung in eine andere ,welt1 deshalb ist ja meinem ,sterben nicht ein ,aufstieg in die hhere ,sphre gefolgt1 sondern das entsetzliche ,ausgestoensein in eine beigeordnete1 wo nicht tiefere ,entwicklungsstufe4 ,unfabar4 -- ,sie beharren also wirklich darauf1 da ,sie gestorben sind8 ,natrlich1 das ist es ja1 ich erlebe soeben das1 wovor man sich am meisten frchten soll1 oder besser gesagt1 was man als ,zeichen der gttlichen ,gerechtigkeit am meisten ehrfrchten soll1 -- ich erlebe die erste ,stunde nach meinem ,tode4 ,das mu wirklich interessant sein1 fuhr es unbedacht aus dem ,mund des ,barons heraus4 ,das heit 4 4 4 ich wollte sagen 4 4 4 ,bitte1 mchten ,sie nicht ,platz nehmen8 ,davon mssen ,sie mir mehr erzhlen4 ,wie ist denn das1 in der ersten ,stunde nach dem ,tode8 ,sie mssen wissen1 mit diesem ,gedanken1 das heit damit1 mir diesen ,zustand auszumalen1 habe ich mich schon oft in migen ,stunden beschftigt4 ,ich habe ja immer viel zu tun1 leider1 leider4 ,aber manchmal1 sehn ,sie1 zwischen den wichtigen ,staatsgeschften fllt einem doch etwas so ,abstruses ein1 ja ich mu es abstrus nennen1 denn wie kann ein lebender ,mensch wissen oder sich richtig vorstellen1 wie es nach seinem ,tode in ihm zugehen mag4 ,das ist ja schlechterdings eine ,unmglichkeit1 eine ,absurditt4 ,nun1 item1 ich habe ein gewisses ,ma von ,vorliebe fr diese ,sache1 ich behalte stndig diese ,angelegenheit im ,auge 4 4 4 ,unwillkrlich geriet er1 je mehr er in ,eifer kam1 in die feingedrechselten ,redensarten1 mit denen er seit ,jahren ,petenten und ,deputationen mechanisch abzufertigen pflegte4 ,so sehr hatte dieses ,gesprch schon den ,charakter des ,absonderlichen und ,geisterhaften fr ihn verloren1 so sehr betrachtete er es als eine gar nicht mehr gruslige ,konversation4 ,kurz und gut1 ich denke mir in dieser ersten ,stunde 4 4 4 hehe1 wenn ich so sagen darf1 alles recht finster und leer und de um einen herum4 ,das ,nichts1 verstehen ,sie1 das ,nichts in des ,wortes allerschrfster ,bedeutung4 ,so stelle ich mir es vor4 ,natrlich fllt es mir gar nicht ein1 meine ,erfahrungen mit den ,ihrigen zu messen oder gar in eine ,reihe stellen zu wollen4 ,verzeihen ,sie meine ,schwatzhaftigkeit4 ,ich werde mit weit grerem ,vergngen ,ihren ,ausfhrungen lauschen1 als ich gesprochen habe4 ,so1 ich bin schon ganz ,ohr4 ,bitte1 setzen ,sie sich1 hier 4 4 4 ,das ,gespenst hatte ziemlich ratlos seine ,augen umherwandern lassen1 jetzt hefteten sie sich auf den ,klubfauteuil1 den der ,minister heranrckte4 ,die ,worte schienen von ihm verstanden worden zu sein1 denn nun setzte es sich gehorsam und so schnell1 als es seine immer noch festgeklammerten ,fe zulieen1 wobei es allerdings eine gewisse ,unvertrautheit mit dem ,gebrauch einer ,sitzgelegenheit verriet1 denn es lie sich ber beide ,armlehnen zugleich nieder4 ,allerdings htte es seine immer noch riesenhaften ,krperformen nur schwer in den breiten ,fauteuilgrund einzwngen knnen4 ,reden ,sie also1 erzhlen ,sie mir etwas von diesem ,paradies1 das unsere ,pfaffen so gut zu kennen vorgeben4 ,vom ,paradies6 erwiderte das ,gespenst mit einem ,seufzer4 ,wie sollte ich niedriges ,wesen ,ihnen etwas vom ,paradies erzhlen knnen1 in das ich vielleicht nach ,billionen ,jahren1 vielleicht niemals ,zutritt erlangen werde4 ,also erzhlen ,sie meinetwegen von der ,hlle1 warf der ,minister mit einer verbindlichen ,handbewegung wie einen kleinen ,konversationsscherz hin4 ,der ,hlle scheine ich ja allerdings1 wenn mich nicht alles trgt1 entronnen zu sein1 erwiderte die ,erscheinung mit einem nicht gerade zuversichtlichen ,blick rundum1 doch schien ihr schon dieser ,blick eine ,vermessenheit zu bedeuten1 denn sie verbesserte sich sofort mit stiller ,bescheidenheit4 ,sie drfen brigens nicht glauben1 da das etwas ,besonderes ist4 ,die ,extreme1 volle ,erlsung und volle ,verdammnis sind wahrscheinlich1 so vermute ich mindestens1 im ewigen ,sein ebenso seltene ,ausnahmen wie im sterblichen ,leben4 ,die ,mittelstufen mit ihren tausendfltigen ,abschattierungen berwiegen weitaus4 ,so eine ,mittelstufe scheint auch1 obwohl ich mir darber durchaus nicht klar bin1 mein ,los zu werden4 ,nun1 ich danke1 fr meinen ,geschmack wrde das ,nichts1 das absolute ,nichts nach dem ,tode schon ,hlle genug bedeuten4 ,das ,nichts8 ,nun1 das ,nichts1 von dem ich vorhin sprach1 der ,wegfall aller sinnlichen ,empfindungen1 aller ,wnsche und ,freuden und ,leiden4 ,verzeihen ,sie1 da habe ich ,sie wohl schon vorher nicht ganz richtig verstanden4 ,sie mssen mit mir ,nachsicht haben1 ich gebe mir die allergrte ,mhe1 aber ich bin von all dem ,neuen1 das ich erlebe1 so aus der ,fassung gebracht1 so betubt1 da ich ,ihnen trotz ,ihrer ,freundlichkeit nur schwer folgen kann4 -- ,ein ,nichts nach dem ,tode1 sagten ,sie8 ,da htte ich eigentlich sofort widersprechen mssen4 ,gerade das ,gegenteil davon trifft ja zu4 ,eine solche ,flle frischer ungeahnter ,eindrcke fllt nach dem ,tode ber einen her4 ,es kostet die grte ,anstrengung1 sich dieses ,ansturms zu erwehren 4 4 4 ,neue ,eindrcke 4 4 4 im ,momente des ,todes8 ,nicht gerade im ,momente des ,todes4 ,da gibt es allerdings einen kleinen ,augenblick von gemindertem ,bewutsein1 in dem man nichts fhlt als einen heftigen ,ri1 eine vorher ganz unbekannte starke1 aber ganz kurze ,empfindung1 mit der sich die ,seele vom ,krper lst1 ein ,zucken1 von dem ich nicht sagen knnte1 ob es der ,lust oder dem ,schmerz verwandter ist4 ,aber wie gesagt1 das dauert nur den ,bruchteil einer ,sekunde lang4 ,dann ist die ,seele von ,materie frei1 ganz rein und losgebunden4 ,das aber ist gerade das ,anstrengende4 ,wie soll ich es nur beschreiben8 ,unser ganzes ,leben lang hatten wir damit zu tun1 unsere ,materie1 die ja1 seien wir aufrichtig1 den ,schwerpunkt unseres ,daseins bildete1 mit ,geistigem und ,gefhltem1 mit seelischem ,leben vollzusaugen1 das wir aus den wogenden ,lebensstrmen rings um uns fr unseren ,gebrauch entnahmen4 ,pltzlich ist unsere ,seele frei1 bildet gleichsam einen materielosen ,hohlraum1 eine luftleere ,blase mitten in der ,materie4 ,die ,materie aber1 die gewohnt ist1 sich am ,seelischen zu nhren1 gleichsam vollzusaufen1 strzt natrlich von allen ,seiten mit rasender ,begierde auf diesen ,hohlraum zu und versucht sich einzudrngen4 ,alle ,arten von ,stofflichkeiten1 auch solche der tiefsten ,lebensformen1 mchten von der eben freigewordenen ,seele ,besitz ergreifen1 mchten sich an ihr nhren und emporpppeln4 ,diese ersten ,minuten sind schrecklich4 ,ich kann ja sagen1 mir ist es dabei noch ganz gut gegangen1 ich hielt mein kleines ,bndel ,seelensubstanz tchtig beisammen4 ,viele ,seelen aber werden schon in diesen ersten ,augenblicken ihres neuen ,daseins in ,stcke gerissen1 einfach zerfetzt1 und es graut mir geradezu1 wenn ich mir ausmale1 was eine solche in ,atome zerbrochene ,seele zu leiden hat1 die ja doch noch bei all dem ihr einheitliches ,ichbewutsein behlt und nun zu gleicher ,zeit in einem ,regenwurm1 einem ,baumblatt und vielleicht in ein paar ,bazillen darauf1 die einander gegenseitig vertilgen1 weitervegetieren mu4 ,ich nehme an1 da gerade das der ,zustand ist1 den man ,hlle nennt4 ,nicht ausgeschlossen1 unterbrach der ,baron mit dem ,lcheln1 das er fr ertappte ,gegner zu verwenden pflegte4 ,nur mchte ich wissen1 woher ,sie nicht nur ber ,ihr eigenes ,schicksal1 sondern auch noch zum berflu ber das anderer ,seelen so genau ,auskunft zu geben wissen4 ,ohne ,ihnen nahetreten zu wollen1 -- sind ,sie sich klar darber1 da ,sie sich hier auf ein ,gebiet begeben haben1 auf dem allen ,phantasien und ,tuschungen1 insbesondere ,selbsttuschungen1 ,tre und ,tor geffnet ist8 ,haben ,sie sich in dieser ,hinsicht ernstlich genug geprft8 ,sind ,sie ,ihrer so vollstndig sicher1 da eine kleine 4 4 4 ich will nicht ,lge sagen 4 4 4 eine kleine bertreibung oder ,entstellung der ,wahrheit ganz ausgeschlossen erscheint8 ,der ,greis war gar nicht beleidigt1 im ,gegenteil1 er schien fr jede ,ermahnung dankbar und verfiel sofort1 nachdem er das ,vorige in gewissermaen ruhigem ,ton geuert hatte1 in seine anfngliche reuige ,zerknirschung3 ,o1 ,sie haben recht4 ,o1 wie recht ,sie haben4 ,offenbar sind ,sie mir als ,richter bestimmt1 vor dem ich mich zu verantworten1 nein1 nicht verantworten1 vor dem ich meine ,verfehlungen zu beichten habe4 -- ,ja1 es ist wahr1 ich habe mich durchaus nicht gengend geprft und habe mich1 obwohl es mein ernstlicher ,wille war1 auch vor eitlen ,selbsttuschungen nicht hinreichend gehtet4 ,meine ,einsieht1 wenn ich die erbrmlichen ,resultate meines ,lebens so nennen darf1 reichte gerade noch aus1 um mich die erste ,prfung nach dem ,tode1 die ,attacke der ,materie1 bestehen zu lassen4 ,ich verstand in diesem ,moment mit wirklich merkwrdiger ,hellsichtigkeit nicht nur alles1 was mit mir1 sondern auch was mit anderen eben ,gestorbenen rings um mich vorging4 ,schreckliches habe ich da in wenigen ,minuten gesehen1 noch ,schrecklicheres ist mir wie in ,ahnungen klar geworden4 ,ganz rein konnte ich mich brigens trotz meiner verzweifelten ,gegenwehr doch nicht erhalten4 ,ich sehe1 da da schon wieder allerlei ,fremdes an mir herumhngt1 was mit unsterblicher ,substanz nichts gemein haben drfte4 ,bei diesen ,worten betastete er traurig seine ,rockknpfe und zog das ,jackett1 das er trug1 mit einer ,bewegung ber dem ,magen zusammen1 der man anmerkte1 da ihm dieses ,kleidungsstck etwas ganz ,unerklrliches war1 da er es vielleicht fr einen ,krperteil hielt4 ,trsten ,sie sich1 alle ,kleidungen haben etwas ,groteskes beruhigte ihn der ,minister mit ,herablassung4 ,kleidung nennen ,sie das 4 4 4 ,ach so1 nun verstehe ich4 ,unsere ,kleidung sah allerdings ganz anders aus4 ,in der sylphischen ,sphre1 aus der ich stamme1 besteht die ,kleidung in einer gewissen1 sehr hohen ,geschwindigkeit1 mit der sich die ,individuen bestndig kreiselfrmig um sich selbst drehen4 ,eine ,sylphe sind ,sie also1 eine ,sylphide4 ,eine ganz schwache ,erinnerung an die schne ,gabriele und ihren ,sylphentanz im letzten ,ballett schwebte am ,baron vorbei1 ,sylphen stellen wir uns allerdings ganz anders als in ,ihrer ,figur vor4 ,sie sind auch ganz anders1 wahrhaftig1 und leben auch ganz anders als ich es jetzt tue4 ,ich bin schon auf dem bergang in ,ihre ,welt begriffen1 lebe schon halb und halb1 so gut ich es kann1 als ,mensch4 ,das ist ja eben die zweite schwerere ,prfung1 die ich durchzumachen habe3 man wird pltzlich in eine ganz andere ,welt unter ganz neue ,bedingungen versetzt1 alle ,gewohnheit des ,alltags1 alle ,routine fllt infolgedessen von einem ab1 und gerade das ist der ,prfstein1 an dem sich zeigt1 wieviel wirkliche1 fr alle nur irgend mglichen ,welten geltende ,realitt man in dem einen ,leben zu erwerben gewut hat 4 4 4 ,sie sind also gar kein toter ,mensch1 sondern aus einer andern ,welt8 fragte der ,baron und lehnte sich1 wiederum etwas fassungslos geworden1 zurck4 ,ich bin aus einer andern ,welt hier hereingestorben1 wiederholte das ,gespenst geduldig4 ,vom ,mond etwa oder vom ,sirius8 ,nein1 aus einem ganz andern ,weltsystem1 wie ich schon sagte4 ,aus der ,milchstrae also oder dem ,orionnebel8 ,wenn ,sie in ,ihrer ,krperwelt noch so weit gehen1 unendlich weit1 so knnen ,sie meine ,heimat trotz allem nicht finden4 ,meine ,heimat ist ein ,reich anderer ,sinne oder war es vielmehr bis heute1 ich zhle mich aber noch ein wenig zu ihr4 ,wir ,sylphen sehen nicht1 wir hren und riechen nicht und werden nicht gehrt und gesehen4 ,wir haben dafr andere ,organe1 eine andere ,schwere und andere ,naturgesetze4 ,dem ,raume nach aber leben wir unter euch ,menschen1 mitten unter euch4 ,es gibt eben unendlich viel ,welten1 die sind aber ineinandergeschoben1 nicht nebeneinander laufend1 und trotz ihres unmittelbaren ,beisammenseins wissen sie nichts von einander4 -- ,auch mir war bisher eure ,welt samt ,sternenhimmel und ,milchstrae und allem1 was eure ,sinne fassen1 vollstndig verborgen4 ,ich bin vllig berrascht1 da ich1 ohne mich von der ,stelle gerhrt zu haben1 nur gleichsam durch eine innere ,umschaltung der ,organe in eine so vllig ungeahnte neuartige ,umgebung versetzt bin4 ,warten ,sie1 nicht so schnell6 -- ,ich mu das erst fassen1 rief von ,klumm und prete die ,hand an die von pochenden ,adern schmerzhaft durchpulste ,stirn4 ,es ist ,ihnen also alles ganz neu8 4 4 4 ,nun immerhin1 das mu ich sagen 4 4 4 vorausgesetzt1 da das alles wahr ist1 was ,sie da erzhlen1 4 4 4 immerhin benehmen ,sie sich1 wenn ,ihnen wirklich alles neu ist1 anerkennenswert korrekt und sicher4 ,es ist mancher so vor mir gesessen1 wie ,sie jetzt hier sitzen1 und hat vor ,verlegenheit nicht ein noch aus gekonnt4 ,sie mssen wissen1 ich bin -- das darf ich ohne ,selbstberhebung sagen -- ein ziemlich einflureicher ,mann1 und seltsamerweise sagt man mir nach 7ich wei selbst nicht1 wie ich zu diesem ,ruf komme71 da mein ,auftreten etwas ,imponierendes an sich hat und da es auch fr den ,mutigsten und ,frechsten schwer ist1 die ,contenance zu bewahren1 wenn er mir gegenbersteht4 ,hier gab das ,gespenst1 das bisher die ,unterredung mit ebenderselben ,spannung gefhrt hatte wie der ,baron1 zum erstenmal ein ,zeichen von ,interesselosigkeit von sich1 ein recht deutliches ,zeichen sogar1 indem es seinen ,blick auf eines der ,fenster heftete und die ,landschaft drauen mit sichtlichem ,vergngen zu betrachten begann1 wobei es den ,kopf reckte und sich sogar halb von seinem ,sitz erhob4 ,der ,minister war ,weltmann genug1 dies nicht zu bemerken4 ,die schnen ,berge1 sagte das ,gespenst1 und ein sehnsuchtsvolles ,aufatmen hob seine ,brust4 ,auch unsere irdischen ,berge erkennen ,sie also sofort1 sagte der ,minister im ,ton einer gewissen khlhflichen ,galanterie4 ,ich mache ,ihnen mein ,kompliment ber ,ihr schnelles ,orientierungsvermgen4 -- ,gibt es denn auch in ,ihrer ,welt so etwas wie ,berge8 ,nein4 ,bei uns drckt sich alles 7oder vielmehr3 drckte sich alles7 in elektrischen ,wellen1 rotierenden ,lufttrichtern und ,wirbeln aus4 ,und dennoch 4 4 4 ,aber natrlich gibt es auch in dieser ,materie ,naturschnheiten1 erhabene ,erscheinungsformen der ewigen ,krfte1 des ,wachsens und ,vergehens4 -- ,da ich nun mein ganzes ,leben lang1 so oft ich in die freie ,natur hinaus kam 7es geschah bei meinem abscheulichen ,berufe selten genug7 4 4 41 da ich vielleicht gerade deshalb1 weil es mir so ungewohnt war1 die ,herrlichkeiten der ,natur mit einem wahren ,durst und ,entzcken in mich aufnahm und jedesmal dabei in mir ohne weiteres das ,gefhl wach wurde1 da ich in diesem ,genu irgendwie an ein ,ewiges1 ,allgemeingiltiges1 ganz unerschtterlich ,wirkliches rhrte1 eben deshalb bin ich mglicherweise jetzt befhigt1 in allem1 was ,naturschnheit betrifft1 auch in der neuen ,welt mich schnell auszukennen und sofort zu fhlen1 wo ich auch hier auf ein ,wesentliches in dieser ,beziehung stoe4 ,hchst sonderbar4 ,mache ich ,ihnen nicht nach1 wahrhaftig 4 4 4 ,wenn ich aus einem ,alpenpanorama von lauter ,luftwirbeln kme 4 4 4 pardon1 so sagten ,sie doch 4 4 4 aus lauter ,seifenblasen1 nicht wahr1 also ohne ,steine1 ohne ,schnee1 ohne ,pflanzen1 ohne ,farbe 4 4 4 natrlich auch ohne ,farbe 4 4 4 das mu ich sagen1 dann wre ich beim ,anblick der wirklichen ,berge so verblfft1 so verblfft 4 4 4 ,der ,baron versank in ,brten1 endlich fuhr er auf4 ,mit einem ,worte1 ich wre verblfft4 ,sie wollen mich verspotten1 klagte das ,gespenst4 ,bin ich am ,ende noch zu wenig verblfft und verwirrt8 ,nur gerade der freien ,gottesnatur gegenber fhle ich etwas mehr ,vertrauen4 ,o nein1 auch in anderem kennen ,sie sich ganz erstaunlich aus4 ,ja1 es scheint mir sogar1 in den ,hauptsachen4 ,sie wissen genau1 ich mu direkt sagen1 unnatrlich genau ,bescheid darber1 woher ,sie kommen und wohin ,sie gehen4 ,o ich wei es nicht1 mein ,herr1 ich wei es nicht4 ,der ,baron fuhr unbeirrt fort3 ,sie sind sich sogar dessen bewut1 da ,sie sich in einem bergangsstadium befinden4 ,sie haben einen ,begriff von den ,prfungen1 denen ,sie entgegengehen1 von einem gewissen ,gerichtsverfahren und von den ,verdiensten1 die ,sie vor diesem ,gericht geltend machen knnen4 ,dabei macht ,ihnen unsere ,sprache1 unsere ,begriffsbildung in diesem doch recht schwierigen ,thema merkwrdigerweise gar keine ,schwierigkeiten4 ,sie reden wie gedruckt und ,sie reden dabei von der ewigen ,gerechtigkeit1 wie wenn ,sie mit ihr verwandt wren1 ,sie reden ebenso von ,gott und ,tod und ,hlle und ,teufel und ich wei nicht1 wovon noch 4 4 4 ,der ,baron war geradezu wtend geworden und ging mit groen ,schritten im ,zimmer auf und ab4 ,ja1 glcklicherweise habe ich mich gerade mit diesen ,dingen auch in meinem sterblichen ,leben einigermaen befat1 sagte das ,phantom mit uerster ,zaghaftigkeit1 wenn auch lange nicht genug4 ,und nicht1 da ich sie verstanden htte4 ,aber eine gewisse ,sehnsucht zog mich immer wieder zu ihnen hin1 und auch da hatte ich das ,gefhl1 da es um ewige unumstliche ,wirklichkeiten gehe1 die berall gelten mssen 4 4 4 ,ach1 leider habe ich dafr anderes vernachlssigt1 und das rcht sich jetzt bitter an mir 4 4 4 ,sie schweigen8 rief der ,baron unwillig1 da eine kleine ,pause eintrat4 ,gerade auf das wre ich besonders neugierig4 ,was ist es nun eigentlich1 was sich an ,ihnen rcht8 ,worin haben ,sie gesndigt8 4 4 4 ,ich war1 kam es stockend1 beschmt hervor1 4 4 4 ich war1 wie soll ich es sagen1 in ,kleinigkeiten sehr ungeschickt4 ,das heit3 ich hielt sie fr ,kleinigkeiten4 ,jetzt aber sehe ich1 da auch sie bedeutungsvoll sind und da auch sie1 wenn man sie mit der richtigen ,sorgfalt anpackt1 einen verehrungswrdigen ,kern von ,realitt enthalten4 ,denn jetzt fehlen sie mir4 ,das ist eben das besondere ,gesetz1 unter dem wir ,gestorbenen in der ersten ,stunde nach dem ,tode stehen4 ,aktion und ,reaktion sind vollstndig vertauscht4 ,das1 was wir im sterblichen ,leben ehrfrchtig1 mit ,schauder und ,staunen bewundert haben1 das ist uns jetzt vertraut4 ,was wir aber dort wegwerfend behandelt und zu einer seelenlosen gewohnheitsmigen ,hantierung herabgewrdigt haben1 das mutet uns hier fremd und unverstndlich an4 ,so geht es mir hier 4 4 41 er stockte wieder1 mit der ,kleidung4 ,ich habe sie1 offen gesagt1 sehr vernachlssigt4 berhaupt1 ,etikettefragen verstand ich nie4 ,mit einem gewissen ,hochmut setzte ich mich ber sie hinweg und glaubte1 infolge meiner sonstigen hheren ,neigungen sogar ein ,recht auf diesen ,hochmut zu haben4 ,fr ihn werde ich jetzt bestraft4 ,denn gewi liegt auch in der ,etikette1 berhaupt im geregelten gesetzlichen ,verkehr zwischen den ,geschpfen1 im ,mahalten und ,distanzgefhl etwas ,allgemeingltiges und von ,gott ,gewolltes4 ,mag sein1 da dieses ,distanzhalten bertrieben wird1 da nur ein ,krnlein ,wahrheit und sehr viel ,lge in ihm liegt4 ,aber eben auch dieses ,krnlein ,wahrheit zu finden war ich verpflichtet1 und noch so arge ,lge1 die es verhllte1 ist keine gengende ,entschuldigung dafr1 da ich mich von dieser ,hlle abschrecken lie 4 4 4 ,zur ,strafe bin ich jetzt in allem derartigen ganz ratlos4 ,bedenken ,sie nur1 wie peinlich es fr mich ist1 da ich immer noch nicht herausbringen konnte1 in welcher ,gestalt ,sie vor mir stehen4 ,ich sehe ,sie gar nicht4 ,ich glaube zwar1 da ,ihre ,stimme aus diesem schnen leuchtenden ,krper kommt1 dabei zeigte er auf die ,schreibtischlampe weit hinter dem ,baron1 der bei diesen ,worten 7vielleicht zum erstenmal in seinem ,leben7 ein eigentmliches ,gefhl von ,kleinheit und ,unbedeutendheit empfand1 was jedoch seine ,erbitterung nur steigerte1 und ich1 halte irgendwie dieses ,licht fr das ,zentrum1 der ,persnlichkeit1 mit der ich mich unterhalte4 ,im brigen aber hebt sich fr mich leider keine deutliche ,gestaltung aus der ,umgebung hervor4 ,und auch mit meiner eigenen ,figur kann ich nicht ins ,reine kommen1 so sehr ich mich meiner neuen ,welt anpassen mchte4 ,bald zuckt es in mir zusammen1 bald fliet es auseinander4 ,in allen ,poren fhle ich ein ,unbehagen4 ,glauben ,sie mir1 mir fehlt jedes ,raumgefhl1 alles torkelt mir schwindlig durch den ,kopf4 ,ich kann die richtige ,ebene nicht finden1 in der ich mich zu bewegen htte4 ,alles sehe ich schief4 ,das merke ich nun wirklich1 fuhr von ,klumm mit hhnischem ,lachen auf4 ,jetzt erst merke ich1 zu spt1 wie recht ein ,freund hatte1 der mir immer von seinem ,heimweh erzhlte4 ,er war nur aus einer andern ,stadt1 nicht etwa aus einer ganz andern ,welt zu uns gekommen1 und immer wieder klagte er1 wie unheimlich1 ja geradezu wie bestraft er sich fhle4 ,was sich nmlich zu ,hause unter einer ,hlle lieber ,gewohnheiten1 in der ,wrme des ,krper-an-,krper-,sitzens im ,familienkreis verborgen hatte1 das trat jetzt nackt zu ,tage3 eine gewisse innere ,leerheit und ,sinnlosigkeit seines ,lebens4 ,dasselbe hat heute der ,militrattach gesagt1 murmelte der ,baron1 mit gespanntem ,mitrauen4 ,wenn man1 fuhr die ,erscheinung ruhig fort1 in einem trgerischem ,schein von ewigem ,beschftigtsein sein ,leben hinbringt1 immerfort fleiig und strebsam ist1 immerfort sogenannte ernste ,dinge treibt1 die meist nur der banalen ,notdurft des ,tages dienen1 seine ,mue wiederum mit einem ,unernst vergeudet1 der jenem ,ernst an ,irrealitt gleichwertig ist1 -- kurz1 wenn man nirgends die befreiende absolute ,wahrheit sieht1 sondern berall nur eine trbselige ,notwendigkeit und ,gewohnheit 4 4 4 ,das ist zuviel1 schrie der ,baron1 und ging mit geballten ,fusten auf das ,phantom los1 jetzt reden ,sie gar von mir6 ,nein1 von meinem ,freund1 schrie die ,erscheinung und wich mit dem ,oberleib zurck4 ,haha1 -- der sah also nirgends absolute ,wahrheiten8 ,hren ,sie1 da la ich ihn schn gren und ihm sagen1 da er ein ausgezeichneter ,kerl ist1 dieser ,freund1 und mein ,mann4 ,genau so bin ich nmlich auch4 ,die nchternen ,tatsachen des ,lebens erkenne ich an1 relative ,vernnftigkeiten1 ,zweckmigkeiten4 ,aber was ,sie davon allgemein giltiger ,realitt faseln 4 4 4 ,donnerwetter1 gerade gegen solche trichte ,ideologien anzukmpfen1 darin sehe ich den bescheidenen1 aber vielleicht doch nicht ganz unwesentlichen ,sinn meines ,daseins4 ,zum ,teufel1 ist denn jemand so kurzsichtig1 der das nicht einsieht8 ,es gibt kein ,recht fr alle und keine ,gerechtigkeit1 weil jeder recht hat1 jeder einzelne4 ,deshalb mu es ewig ,krieg geben1 ,zwietracht von ,mann zu ,mann und ,krieg der ,vlker untereinander 4 4 4 ,kaum hatte der ,minister diese ,worte ausgesprochen1 als das ,gespenst sich mit einem ,male wie umgewandelt gebrdete4 ,war es bisher eines von der weinerlichen ,sorte1 sogar nahezu temperamentlos gewesen1 so geriet es jetzt in einen zornigen ,eifer1 der dem des ,barons in nichts nachstand4 ,halloh1 das ist ja ,unsinn1 rief es und schien alle ,zimperlichkeit mit einem ,schlage vergessen zu haben3 ,es gibt kein ,mu und es gibt keine blo relative ,vernnftigkeit6 ,mit solchen ,ansichten stecken ,sie ja in einer ganz gewaltigen ,verblendung4 ,ich -- ,verblendung8 ,ich1 der anerkannt sachlichste ,realpolitiker der ,gegenwart8 ,selbst von den ,gegnern als sachlich anerkannt8 ,und solch ein ,phantast1 solch ein ,utopist wie ,sie will das behaupten8 ,wissen ,sie1 da ich ,leute ,ihres ,schlages fr die rgsten1 ja die einzigen ,feinde der ,menschheit halte8 ,der ,baron hatte die ,erscheinung beim ,arm ergriffen und zerrte sie hin und her1 die ,emprung hatte ihn vollstndig bermannt4 ,doch auch die ,erscheinung war wild geworden4 ,erregt tappte sie um sich1 allerdings sehr ungeschickt1 so da sie den ,baron verfehlte4 ,ja1 fr einen solchen ,feind schrie dieser1 indem er zur ,seite sprang1 da ich mir gar kein ,gewissen daraus mache1 ,sie selbst samt ,ihren lppischen ,erfindungen jetzt auf der ,stelle ber den ,haufen zu schieen4 ,er war an den ,schreibtisch geeilt1 ffnete eine ,kassette und begann mit zitternder ,hand1 den ,revolver von neuem zu laden4 ,dabei aber schrie und zankte er ununterbrochen weiter und seine ,stimme klang vor ,wut und ,aufregung immer heiserer3 ,mit ,ihrem albernen ,gerede von ewiger ,gerechtigkeit 4 4 41 begreifen ,sie gar nicht1 da ,sie sich an dem heiligsten ,gute der ,menschheit versndigen8 ,wenn es nur ein ,recht und eine ,wahrheit gbe1 wo bliebe dann 4 4 4 die immanente ,milungenheit1 die ,sinnlosigkeit alles ,irdischen1 die doch gerade darin besteht1 da alle1 die aufeinander gegenseitig loshauen1 alle1 alle zugleich im ,rechte sind1 wo bliebe das ,christentum1 die ,religion des ,leidens1 wo bliebe die ganze metaphysische ,tragik des ,erdenwallens8 ,sie erbrmlicher ,wicht1 schrie nun auch der ,geist aus voller ,kehle und in seine ,stimme rollte etwas wie unterirdischer ,donner1 ja auch aus den ,wnden und ,fenstern schien es dunkel mitzusprechen1 der ,wind drauen setzte mit strkerer ,wucht ein und brachte vom ,hochgebirg ein eigentmliches leises ,pfeifen und ,knistern mit1 als lsten sich irgendwo in der ,ferne die ,fugen des uralten ,gesteins und bereiteten sich vor1 in feinen ,staubbchen herabzurieseln4 ,sie erbrmlicher ,wicht1 schrie gleichsam die ganze sichtbare ,natur in ihrer ,emprung auf4 ,ist es ,ihre ,sache1 ,gott ins ,handwerk zu pfuschen1 und die ,tragik seines ,werkes gnnerhaft besorgt zu protegieren1 fr die vielleicht genug und mehr als genug geschehen ist1 wenn er solch schdliche ,wrmer wie ,sie in seiner unendlichen ,gte berhaupt nur weiterexistieren lt1 statt sie zu vertilgen8 -- ,bei diesen ,worten bog sich das ,gespenst ganz zurck1 als wolle es einen ,anlauf nehmen1 um das ,menschlein einfach mit der ,wucht seines ,leibes niederzustoen und dann zu erdrcken4 ,durch diese heftige ,bewegung aber hatte es sich unversehens aus dem ,parkett1 in dem es noch immer bis zum ,knie gefangen stand1 frei gemacht4 ,es stieg nun vollends wie aus einer ,versenkung empor1 erstaunlicherweise jedoch hielt es mit dem ,aufstieg nicht ein1 als es die ,ebene des ,fubodens unter den ,sohlen hatte1 sondern wie im ,schwunge seines ,ausholens erhob es sich weiter und fuhr nun frei in die ,luft empor1 doch nicht geradeaus1 sondern schrg1 als schwebe es eine unsichtbare ,treppe hinauf4 ,in dieser ,bewegung kam es wie in einem eisigen ,luftzug dicht am ,baron vorbei1 so da es ihn also wieder verfehlt hatte4 ,wehe mir1 schrie es jetzt mit klglich-schneidendem ,laut1 indem es pltzlich etwa in halber ,hhe des ,zimmers einhielt und fast unbeweglich1 nur mit leichtem ,pendelschlag schwingend blieb4 ,meine ,snde6 ,meine ,snde6 ,der ,baron war zitternd in die ,knie gestrzt1 in weitem ,bogen entfiel die ,waffe seiner ,hand und klirrte zu ,boden4 ,nicht so sehr die ,rede des ,geistes als der furchtbare ,anblick des in der ,luft wie an einem imaginren ,galgen hngenden ,leibes1 der an ,gespenstigkeit all das ,merkwrdige1 was er an diesem denkwrdigen ,abend bereits erlebt hatte1 weit berbot1 warf ihn aus seiner mhsam erknstelten ,fassung4 ,nun rhrten die bebenden ,worte von oben1 die wie unmittelbar aus einem gequlten ,herzen hervorgestoen schienen1 an einen ,nerv seiner ,seele1 der schon lange nicht1 vielleicht seit seinen ersten ,kinderjahren nicht geschwungen hatte4 ,meine ,snde6 ,meine ,snde6 wimmerte nun auch er und verdrehte die ,augen4 ,denn weinen konnte er nicht mehr4 ,das hatte er in all den vielen ,jahren ganz verlernt4 ,eine ,weile schrien nun beide jammervoll durch das ,zimmer und erweckten den schaurigen ,widerhall der leise knarrenden ,mbel4 ,der ,mond war untergegangen1 vlliges ,dunkel herrschte auerhalb des ,lampenscheines4 ,jetzt erst bemerkte man1 da ein ganz zartes1 flimmernd blulich-weies ,licht von den ,konturen des ,phantoms ausging1 wie von einem ,kamm1 der knisternd durch ,haare streicht4 ,es machte wirklich den ,eindruck1 als sei jedes ,fserchen im ,kleide des ,geistes bis zur ,wurzel hinab schmerzlich aufgeregt und erschauere in dem fremden widerspenstigen ,medium des irdischen ,luftraumes1 der sich bei der geringsten ,bewegung als unangenehm krankhafte ,reibung bemerkbar machte4 ,was ist ,ihnen denn8 ,herr des ,himmels1 was ist ,ihnen8 rief der ,minister1 dessen ,wut vllig verraucht war und der nur noch ,mitleid fhlte1 ,mitleid mit der armen verirrten ,spukgestalt1 noch mehr ,mitleid aber mit sich selbst1 denn er begann zu ahnen1 da sein ,schicksal in jener unausweichlich gewissen ,stunde nach dem ,tode dem des ,geistes verwandt1 aber noch viel1 viel entsetzlicher sich gestalten msse4 ,sehn ,sie denn nicht1 erklang es jmmerlich von oben4 ,ich habe keinen ,raumsinn1 das ist es4 ,ich erkenne zwar1 da es hier ,zimmer und ,stockwerke1 eine gewisse gesetzmige ,anordnung von ,oben und ,unten1 von ,rechts und ,links gibt4 ,aber ich kann diese merkwrdige ,anordnung nicht in mein ,gefhl aufnehmen1 ich kann sie nicht von innen heraus empfinden 4 4 4 ,und jetzt wei ich auch schon1 fr welchen besonderen ,vorfall meines ,lebens diese ,heimsuchung mich treffen soll4 ,o1 es ist schrecklich1 wehklagte der ,minister4 ,was war es denn1 was ,sie verbrochen haben8 ,vielleicht kann ich ,ihnen helfen4 ,wenn es in meiner ,macht liegt1 seien ,sie berzeugt1 da ich nichts unversucht lassen werde 4 4 4 ,die gewohnten ,diplomatenphrasen kamen tonlos1 nur so kopfber aus seinem blassen ,munde gestrzt4 ,der ,geist antwortete auf sein ,anerbieten gar nicht1 er schien ganz in ,erinnerung zu versinken und nur zu sich selbst zu sprechen3 ,ein vornehmer ,mann1 ich glaube1 er war ,staatsminister1 besuchte mich einmal1 vielleicht in der besten ,absicht1 von lauterstem ,wohlwollen erfllt1 in meiner armseligen ,dachkammer4 ,er wollte von mir lernen1 sagte er1 wollte meine originelle ,lebensweise1 meinen ,eigenbau in ,weltanschauungen1 so nannte er es wrtlich1 mit eigenen ,sinnen nachprfen4 ,da ritt mich der ,satan der ,aufgeblasenheit1 der richtige ,proletarierstolz1 und ich warf ihn eigenhndig die ,treppe hinunter1 wobei ich triumphierend ausrief3 ,damit ,sie wirklich sehen und am eigenen ,leib fhlen1 da es bei mir kein ,hoch und ,niedrig1 kein ,oben und ,unten gibt4 ,kein ,oben und ,unten4 -- ,und deshalb hngen ,sie ,unglckseliger jetzt in der ,luft8 -- ,nun1 aber es war damals wirklich nicht schn von ,ihnen4 ,ja1 das schrie ich ihm damals nach1 mit vollem ,brustton und in der berzeugung1 etwas ,groartiges ausgefhrt zu haben4 ,leider bin ich ja so jhzornig1 ,sie haben vorhin eine ,probe davon erlebt4 ,und es kam mir damals so naheliegend vor1 so selbstverstndlich1 den ,mann einfach am ,kragen zu packen und hinunterzuwerfen4 ,nachher noch freute ich mich lange darber1 da ich diesen glnzenden ,einfall gehabt hatte1 er schien mir aus meinem ,innersten gekommen zu sein1 ich konnte mir gar nicht vorstellen1 da die ,sache anders htte ausfallen sollen und drfen4 -- ,jetzt aber fhle ich ganz genau1 eben diese scheinbare ,selbstverstndlichkeit und ,insichgeschlossenheit1 diese handgreifliche ,massivitt und ,sicherheit der ,dinge ist die rgste ,gefahr1 die rgste ,versuchung fr die ,sterblichen4 ,es kann gar nicht anders sein1 denkt man1 oder denkt gar nichts1 beruhigt sich einfach dabei1 da es so ist1 da es ,elend und ,heuchelei und ,massenmord und ,verkmmerung gibt4 ,es ist nichts zu ndern und zu bessern1 denkt man1 und vergit ganz1 da man bei sich selbst den ,anfang machen knnte 4 4 4 ,der ,baron unterbrach ihn1 zhneklappernd1 mit dem ,ausbruch seiner hchsten ,angst3 ,aber bedenken ,sie1 ,liebster1 wie wird es erst mir ergehen1 wenn ,sie schon wegen einer einmaligen geringfgigen ,verfehlung oder vielmehr nur ,vierschrtigkeit soviel auszustehen haben8 ,in ,etikette und ,distanzfragen zwar werde ich mich auskennen4 ,aber in den vielen anderen und1 wie es scheint1 wichtigeren ,dingen1 die ich alle nur als ,gewohnheiten gelten lie und die sich infolgedessen alle gegen mich empren werden8 ,sogar an den ,tod1 pflegte ich zu sagen1 haben wir uns gewhnt4 ,also wird mir alles in der verdrehten ,welt 4 4 41 im ,jenseits1 wollte ich sagen1 ganz berraschend neu und unerklrlich erscheinen1 nicht wahr8 ,ja1 jetzt ergreift es mich1 rief das ,gespenst in diesem ,augenblick frohlockend aus1 ohne sich um den von ,entsetzen geschttelten ,staatsmann zu kmmern1 jetzt1 jetzt weicht das ,verhngnis von mir4 ,jetzt fhle ich1 da mir verziehen wird4 ,eine unvergleichliche ,harmonie ergreift mich1 erfllt meine ,glieder 4 4 4 ,freudetrnen glnzten in den ,augen des ,greises1 der verstummt war und mit einem sanften ,lcheln auf seinen ,zgen langsam zum ,fuboden niederschwebte4 ,er hatte jetzt auch schon nicht mehr als die ,gre und ,gestalt eines normalen ,menschen1 das spitzige ,nadelglitzern rings um seinen ,krper war verschwunden4 ,nun hatte er das ,parkett berhrt4 ,sofort lsten sich auch seine ,fe aus der unnatrlichen marionettenhaften ,gebundenheit1 und frei schritt er jetzt auf den ,baron zu1 den er auch schon richtig von seiner ,umgebung zu unterscheiden schien4 ,er bemerkte jetzt1 da dieser auf der ,erde kniete4 ,stehn ,sie auf1 sagte er freundlich und half ihm nach1 indem er den chzenden emporhob4 ,niemand ist unrettbar verloren 4 4 4 ,mich aber reit es jetzt mit ,macht anderswohin4 ,welche andere ,prfungen sind mir noch beschieden8 ,oder stehe ich schon am ,ende und bin fr die hchste ,ebene gelutert8 ,ich wei es nicht4 ,ich fhle nur1 da meine ,zeit in dieser terrestrischen ,welt um ist1 da ich wieder in eine neue ,sphre auftauche1 vielleicht -- o die ,ahnung schon beseligt -- in eine reinere1 als diese hier und als die meine es waren4 ,leben ,sie wohl6 ,nein1 bleiben ,sie1 rief der ,baron verzweifelt1 ,bleiben ,sie bei mir4 ,sprechen ,sie noch4 ,sie tun mir so wohl4 ,und damit will ich nicht sagen1 da ich mich nur an ,sie gewhnt habe4 ,nein1 es ist etwas ,wesenhaftes1 ,wirkliches1 wenn ,sie bleiben4 ,die ,erscheinung schttelte ernst den ,kopf3 ,ich darf es nicht4 ,und wenn ich ,sie kniefllig bitte4 ,wenn ich ,ihnen sage1 da ,ihre ,worte von unendlicher1 ausschlaggebender ,bedeutung fr mein ,seelenheil sein knnen1 da meine unsterbliche ,erlsung in ,ihrer ,hand liegt4 ,ein hheres ,gesetz zwingt mich1 zu gehen4 ,in einer ,demut1 die er nie vorher gekannt hatte1 neigte der ,minister das ,haupt4 ,die ,erscheinung reichte ihm sanft die ,hand4 ,dann sagen ,sie mir wenigstens noch das eine3 ,welche erschtternden ,erfahrungen1 hohen ,studien1 welche ,gelehrsamkeit und groartige ,unterweisung haben ,sie in ,ihrer ,sylphenwelt durchgemacht1 um sich zu einer so hohen ,erkenntnisstufe emporzuringen1 da ,ihnen nach dem ,tode wenig mehr als eine kleine ,peinlichkeit beschieden war8 ,gewi waren ,sie ,philosophenschler und selbst ,philosoph1 waren ein groer verkannter ,knstler1 oder gar ein ,apostel1 ein ,prophet1 ein ,religionsstifter8 ,nein1 erwiderte die ,erscheinung mit eigentmlich verhaltenem ,lcheln4 ,ich habe gelebt wie jeder andere4 ,ein ,unrecht habe ich niemals geduldet1 das ist wahr1 aber zum ,studieren hatte ich nur wenig ,zeit4 ,mein ,beruf freilich war sozusagen ein philosophischer4 ,oft mute ich nmlich allein sein1 in einer ganz engen finstern ,kammer1 fern von allen ,menschen und nur auf mich angewiesen4 ,soetwas ldt zum ,nachdenken ein4 ,ich war ,schornsteinfeger4 ,der ,minister zuckte zusammen4 ,schornsteinfeger -- ,schornsteinfeger -- wiederholte er lallend4 ,als er aufsah1 war die ,erscheinung spurlos verschwunden4 -- -- -- ,pltzlich schrie er auf und strzte ans ,telephon3 ,hallo -- ,irrenanstalt1 ,irrenanstalt4 ,der ,nachtinspektor meldete sich4 ,ist ,arthur ,bruchfe dort8 ,der ,schornsteinfeger1 der heute das ,attentat auf mich verbt hat8 ,ist er nicht gerade vor einer halben ,stunde gestorben8 ,der ,minister glaubte nichts anderes1 als da er die eben beendete ,unterredung mit dem ,spirit dieses ,mannes gehabt hatte4 ,ich werde sofort selbst nachsehn1 ,exzellenz4 ,nach einer ,weile1 deren ,spannung sich ins ,unertrgliche ausdehnte3 ,nein1 ,inhaftat ,bruchfe lebt1 ist sogar auffallend ruhig und heiter4 ,er hat sich nicht zur ,ruhe gelegt1 sondern geht1 ein ,liedchen trllernd1 in seiner ,zelle auf und ab4 ,die rzte haben nicht die geringste ,spur von geistiger ,umnachtung feststellen knnen1 nicht einmal eine besondere ,erregung des ,nervensystems4 ,lassen ,sie den ,mann laufen1 sofort keuchte der ,minister die ganze ,affre wird niedergeschlagen4 ,man mu das alles anders machen1 die ganze ,justiz1 die ganze ,welt1 alles 4 4 4 ,haben ,sie verstanden8 ,sofort in ,freiheit setzen4 ,zu ,befehl1 ,eure ,exzellenz4 ,schwer atmend fiel der ,minister in seinen ,sessel nieder1 ununterbrochen versetzte er seinem ,kopf leichte ,schlge1 wie um sich aufzurtteln und das ,unsagbare zu fassen4 ,da raschelte es in der ,tre4 ,die schne ,gabriele war eingetreten4 ,das laute ,gesprch vorhin hatte sie nicht geweckt1 wohl aber jetzt das ,klingeln des ,telephons4 ,wann kommst ,du endlich8 rief sie und spitzte schmollend ihre ,lippen4 ,so blieb sie1 leicht erschauernd1 stehn1 denn sie trug nichts als ihr dnnes halbdurchsichtiges ,nachthemdchen1 das nur zwei hellblaue ,seidenbnder ber den glnzenden ,schultern festhielten4 ,man sah ihr einfaches junges ,gesicht1 die zarten runden ,arme und jene leichte apfelglatte ,wlbung des kleinen ,busens1 die mehr als alles in der ,welt selbstverstndlich ist und zu vertraulichheimischem ,vergessen1 zur sen ,gewohnheit eines bewutlosen ,ausruhens verleitet4 ,auch ein ,strkerer als der ,baron htte diesem mit sanfter ,gewalt berauschenden ,anblick nicht widerstanden4 ,im nchsten ,augenblick war er bei ihr4 ,wie lang soll ich noch allein warten8 hauchte sie zrtlich1 whrend er sie schon umfangen hielt und sich1 mit strmischer ,freude1 aus tiefster ,brust aufatmend1 der sen mtterlichen ,schlaflauheit1 die von ihrem ,krper ausging1 und dem sachten ,schlag berlie1 mit dem ihn eine ihrer losgelsten ,haarstrhne wie eine unendlich feine1 melodisch aufklingende ,zaubergerte an der ,wange berhrte4 ,,ende ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4