file which includes the original illustration4 ,see #cidcj-;h4htm or #cidcj-;h4zip3 7https3_/_/www4gutenberg4org_/cache_/epu b_/#cidcj_/pg#cidcj-;images4html7 or 7https3_/_/www4gutenberg4org_/files_/#ci dcj_/cidcj-;h4zip7 ,anmerkungen zur ,transkription ,passagen1 die im ,originaltext gesperrt gedruckt waren1 sind hier so gekennzeichnet2 ,passagen1 die im ,originaltext nicht in ,fraktur1 sondern in ,antiqua gesetzt waren1 sind hier so gekennzeichnet2 ,passagen in griechischer ,schrift sind hier so gekennzeichnet4 ,weitere ,anmerkungen befinden sich am ,ende des ,textes4 ,,luthers ,,glaube ,briefe an einen ,freund von ,,ricarda ,,huch ,visibilia et ,invisibilia ,im ,insel-,verlag zu ,leipzig #aibj #af4-ai4 ,tausend ,i ,in seinen ,kritischen ,gngen macht ,f4 ,th4 ,vischer folgendermaen seiner ,begeisterung fr ,luther ,luft3 ,goethes ,epigramm gegen das ,luthertum meint die ,einseitigkeit1 womit sich ,luther selbst und mit ihm seine ,nation rein auf die inneren inhaltsvollen ,interessen des ,geistes warf1 allem schnen ,schein1 aller sanften1 menschlich schnen ,bildung zunchst den ,rcken kehrte1 so da die bildende ,kunst1 die ,poesie stockte1 die ,grazien ausblieben und erst im ,lauf der ,jahrhunderte eine sthetische ,bildung eintrat1 welche bei den romanischen ,vlkern in ununterbrochener ,fortentwickelung mit oder nicht allzu spt nach dem ,abschlu des ,mittelalters ihre ,blte feierte4 ,und er vergit sich zu fragen1 ob er je einen ,egmont1 einen ,faust1 eine ,iphigenie1 ja1 ob er je eines seiner ,worte1 ob ,schiller je eines seiner ,werke geschrieben htte1 wenn nicht jene unsere derben ,ahnen mitten durch die ,welt des bestehenden schnen ,scheins mit grober deutscher ,bauernfaust durchgeschlagen und so eine ,krisis der ,zeiten herbeigefhrt htten1 eine ethische ,krisis1 fr welche nie und nimmer die sthetische ,bildung ein ,surrogat sein kann1 welche vielmehr einer echten1 tiefen1 wahren ,kunst und ,poesie1 wie die neuere es ist1 vorausgehen mute4 ,wohl uns1 da unsere ,vorfahren berhaupt gar die ,versuchung nicht kannten1 gegen das ethisch berlebte sich sthetisch zu verblenden2 da sie solche ,tendenzbren waren1 da der schne ,schein sie nicht bestechen1 der ,glanz der ,belladonna sie nicht blenden konnte2 wohl uns1 da sie nicht mit der ,phantasie umfaten1 was der grobe ,verstand1 die ,vernunft und der moralische ,sinn zu entscheiden hat4 ,so spricht ein bekannter und geachteter ,schriftsteller ber ,luther1 dessen ,lebenswerk darin bestanden hat1 die ,moral zu bekmpfen1 der ,poesie sprach1 wenn er den ,mund auftat4 ,er nennt ,luther einen ,tendenzbren1 ihn1 der jede ,tendenz im ,leben und in der ,kunst als teuflisch entlarvt hat1 ohne darum in den ,irrtum zu verfallen1 als sei die ,kunst oder sonst irgend etwas um seiner selbst willen da1 da nur ,gott oder1 wenn du lieber willst1 das ,weltganze um seiner selbst willen da ist4 ,der ,kampf gegen die ,moral oder ,werkheiligkeit nmlich war der ,ausgangspunkt und ,mittelpunkt von ,luthers ,lehre4 ,als ich diese ,vischersche ,predigt las1 begriff ich1 was fr ein ,zorn1 ja was fr eine ,raserei ,luther manchmal ergreifen mute1 wenn ihn trotz seiner klaren und glhenden ,worte niemand verstehen wollte oder meinetwegen konnte4 ,er gab sich ganz hin1 und ihm grinste immer nur engherzige oder verstockte ,persnlichkeit entgegen4 ,auch ,goethe also1 der ohne ,luther nicht zu denken wre1 ein ,sohn aus ,luthers ,geiste wie ,lessing1 ,schiller und berhaupt jeder groe ,deutsche nach ihm1 hat ihn verkannt und verleugnet2 wiewohl ich glauben will1 da davon mangelhafte ,kenntnis die ,ursache war4 ,mein erster ,gedanke war1 wie dumm es ist1 den ,menschen ,meinungen seines ,herzens mitzuteilen2 denn kraftvoller1 packender1 reiner ausgeprgt sich auszusprechen als ,luther ist nicht mglich1 und es ist doch nicht mglich1 noch grndlicher miverstanden zu werden1 noch dazu von seinem eigenen ,volke4 ,im ,grunde ist das noch schlimmer1 als gekreuzigt und verbrannt zu werden4 ,aber ,luther streute den ,samen seines ,wortes trotz ,ha und ,miverstndnis aus1 denn er tat es ja nicht aus ,tendenz1 sondern weil er mute1 und deshalb ging der ,samen auch auf und nhrte alle1 selbst wider ,wissen und ,wollen4 ,ich glaube1 es gibt keinen ,dichter1 dem es weniger um seinen ,namen zu tun war1 als ,luther4 ,erinnerst du dich der schnen ,worte des ,marquis ,posa3 ihn1 den ,knstler1 wird man nicht gewahr2 bescheiden verhllt er sich in ewige ,gesetze4 ,was fr ein ,mensch war ,luther1 da man auf ihn anwenden kann1 was von ,gott gesagt ist4 ,er wrde aus ,vischerschen und anderen ,miverstndnissen jedenfalls nicht die ,schlufolgerung ziehen1 da man sich schweigend in sich zurckziehen1 und noch viel weniger die1 da man seine ,person ins hellere ,licht ziehen sollte1 sondern da seine ,ideen wiederholt und verstndlicher gemacht werden mten4 ,wenn ich sie gerade dir verstndlich zu machen suche1 so ist das1 weil ich nun einmal so gern dir sage1 was ich wei1 wie wenn es dir gehrte4 ,nehmen wir an1 du seiest der ,knig1 in dessen ,dienst ich stehe1 und dem ich deshalb meine ,lieder1 oder was es sonst ist1 widmen mu4 ,ob das ,sinn und ,berechtigung hat1 zeigt sich vielleicht am ,schlusse2 einstweilen hoffe ich1 da du deiner ,scheherazade ebensogern zuhrst1 wie sie dir erzhlt1 und beschrnke meine ,vorrede auf die ,bitte1 da du nicht ungeduldig wirst1 wenn ich etwas sage1 was du schon weit4 ,es ist ein ,unterschied1 etwas zu wissen und es von einem anderen1 vielleicht in einem anderen ,zusammenhange1 zu hren4 ,ich will mit dem ,begriff der ,werkheiligkeit anfangen4 ,luther bemhte sich im ,kloster1 vermittelst der ,vorschriften des ,mnchslebens die ,seligkeit1 den inneren ,frieden1 zu erlangen1 oder1 wie er es oft nennt1 einen gndigen ,gott zu bekommen4 ,diese ,vorschriften bestanden in ,gebeten1 ,nachtwachen1 ,kasteiungen1 kurz in allerlei bungen zum ,zwecke der ,selbstberwindung2 ,luther fand aber1 da er sich1 je ernstlicher er in ihrer ,ausfhrung war1 desto weiter von dem ersehnten ,ziel entfernte4 ,je tadelloser1 je heiliger er am ,mae der ,werke gemessen wurde1 desto dunkler1 klter und leerer fhlte er sein ,inneres4 ,was er auch tat1 um sich gewaltsam ,gott zu nhern1 das ,ergebnis war1 da er ihm immer ferner rckte1 bis an den ,rand der ,hlle4 ,unter ,verzweiflungsqualen machte er die ,erfahrung1 da man zugleich in seinen ,handlungen gut und in seinem ,innern unselig sein kann2 da zwischen ,handeln und ,sein eine unberbrckbare ,kluft besteht1 solange die ,handlungen aus dem bewuten ,willen flieen1 da ein ,zusammenhang zwischen ,handeln und ,sein nur da ist1 wenn die ,handlungen aus dem unbewuten ,herzen1 eben aus dem ,sein entspringen1 kurz1 da nur die ,taten der ,seele zugute kommen1 die man tut1 weil man mu4 ,alles ,guthandeln1 das nicht mit ,notwendigkeit aus dem ,innern fliet1 sondern das der bewute ,wille macht1 rechnete ,luther unter die ,werkheiligkeit1 eine ,vollkommenheit1 die nur ,schein ist1 weil sie auf das ,sein des ,menschen gar keinen ,bezug hat4 ,er wies alle derartige ,handlungen als ungttlich1 d4 h4 nicht aus dem ,sein flieend1 aus dem ,gebiet der ,religion in das ,gebiet der ,moral1 womit nur die ,welt1 aber nicht ,gott zu tun habe2 ja1 er trennte nicht nur die ,moral vom ,reiche ,gottes ab1 sondern behauptete und wies nach1 da sie in einem feindlichen ,gegensatz zu ,gott steht4 ,da sogenannte ,zeremonien1 nmlich kirchliche ,vorschriften1 als ,wachen1 ,fasten1 ,beten1 ,kasteien und hnliches1 die ,seligkeit nicht geben knnen1 leuchtet den meisten ,menschen ein2 man knnte indes bezweifeln1 ob moralische ,handlungen unter denselben ,begriff gehren4 ,auch hat schon in den ersten ,jahrhunderten der ,kirche ein kirchlicher ,denker es bestritten2 aber ,augustinus stellte fest1 da ,paulus durchaus nicht nur die ,zeremonien1 sondern auch die moralischen ,handlungen1 diese sogar vor allen ,dingen1 zu den ,werken rechnete1 die vor ,gott nicht rechtfertigen oder gerecht machen4 ,unter ,guthandeln versteht jeder ,mensch ein ,handeln1 welches das ,wohl des ,nchsten1 nicht das eigene ,wohl bezweckt2 gut ist gleichbedeutend mit selbstlos1 bse gleichbedeutend mit selbstschtig4 ,luther sagt nun1 der ,wille des ,menschen sei nicht imstande1 von sich aus etwas anderes anzustreben als das eigene ,wohl1 das ,gute wirke nur ,gott im ,menschen2 jeder also1 der seine ,handlungen so einrichte1 als ob er das ,wohl des ,nchsten anstrebe1 sei ein ,heuchler und ,gleisner4 ,er nahm damit den ,kampf gegen die ,phariser wieder auf1 den ,christus gekmpft hat4 ,es versteht sich1 da es auch zu ,luthers ,zeit ,phariser in ,menge gab1 die sich ber seine ,lehre moralisch entrsteten4 ,es entspann sich der berhmte ,streit um den freien ,willen1 von dem ,luther1 auf ,augustinus und ,paulus sich sttzend1 behauptete1 da er der ,snde oder dem ,teufel verknechtet sei1 und aus dieser ,knechtschaft nur durch die ,gnade ,gottes befreit werden knne4 ,es ist hchst interessant nachzulesen1 wie sich ,luthers ,gegner wanden und drehten1 um ihn in diesem ,punkte zu bekmpfen4 ,auf dem ,tridentiner ,konzil bemhte sich jeder1 eine ,formel zu finden1 durch welche der freie ,wille des ,menschen gerettet und doch ,gott nicht zunahe getreten wrde4 ,denn man mute zugeben1 da ,gott1 wenn berhaupt ,gott sei1 allmchtig1 allwissend1 allumfassend sein1 da folglich jede menschliche ,kraft von ihm ausgehen msse2 trotzdem glaubte man um jeden ,preis an der freien ,selbstbestimmung des ,menschen festhalten zu mssen1 wenn man es auch nur so ausdrckte1 da der ,mensch der gttlichen ,gnade ein klein wenig entgegenkommen knne1 ohne da ihm das aber als ,verdienst anzurechnen sei4 ,solche ,ausflchte in ,worten waren ,luthers ,sache nicht1 da er eine klare und unerschtterliche berzeugung hatte4 ,seine ,meinung war1 da ,gott1 ,teufel und ,mensch im tiefsten ,grunde eins sind1 ,teufel und ,mensch von ,gott ausgehend1 in ,gott wurzelnd1 und so versteht es sich von selbst1 da alles von ,gott1 dem einzig wahrhaft ,seienden1 abhngt1 und da1 soweit der ,mensch eine ,selbstttigkeit hat1 auch diese von ,gott verliehen sein mu und nur von ,gott wieder zurckgenommen werden kann4 ,luthers ,gegner hingegen hatten die dunkle ,vorstellung1 als wre der ,mensch eine selbstndige ,person1 die von zwei mchtigeren selbstndigen ,personen1 ,gott und dem ,teufel1 vielmehr die nur von einer mchtigeren ,person1 ,gott1 beeinflut oder beherrscht wrde2 denn an den ,teufel glaubten die wenigsten so recht4 ,jetzt wrde vielleicht mancher sagen1 da das ,sein des ,menschen1 im allgemeinen ,sein wurzelnd1 verschiedene ,entwickelungsphasen mit verschiedenen ,bewutseinsgraden durchluft2 aber diese ,begriffe fehlten ,luther1 obwohl er die ,idee hatte4 brigens blieb er auch absichtlich bei den alten1 gelufigen ,symbolen und mied die ,begriffe1 die sich so leicht verflchtigen1 wie er von den ,scholastikern wute4 ,andererseits trennen sich die ,symbole leicht von den ,ideen1 die sie decken1 und sinken zu ,hlsen herab2 darum ist es in unserer ,zeit1 so scheint es mir1 notwendig festzustellen1 was wir uns eigentlich bei ,luthers ,worten denken knnen und sollen4 ,luther geht davon aus1 ganz anders als ,rousseau1 da der natrliche ,mensch nur sich selbst und sein ,wohl wollen kann1 und da1 wenn sein ,handeln andern zugute kommt1 etwa sogar auf seine ,kosten1 seine ,absicht dabei nur auf den ,erwerb einer ,belohnung oder die ,vermeidung einer ,strafe gerichtet ist4 ,ob er den ,lohn und die ,strafe von ,gott in einem vermuteten jenseitigen ,leben erwartet1 oder ob es ihm um das ,ansehen in der ,welt zu tun ist1 oder ob er die eigene ,billigung und ,mibilligung sucht und frchtet1 das eigene ,selbst ist immer der ,endzweck4 ,wir unterliegen1 solange wir wollend sind1 einem inneren ,gesetz der ,schwere1 und ,luther gebraucht darum den ,ausdruck1 da wir fallen1 wie auch1 da wir wohl nach unten1 aber nicht nach oben frei sind4 ,du wirst sagen1 da ,luther demnach die ,freiheit des ,willens nicht berhaupt leugne1 und vermutlich1 da diese seine ,ansicht dadurch erst recht unbegreiflich wrde4 ,nun also1 da alles1 was geschieht1 notwendig geschieht1 ist selbstverstndlich1 da ja alles geprgte ,form ist1 die sich entwickelt2 aber darum streitet ,luther hier nicht4 ,es fragt sich1 ob der ,mensch das ,gute wollen kann1 und dagegen behauptet ,luther1 da er wollend stets nur alles auf sein ,selbst beziehen knne1 das ,gute wolle er nur durch ,gnade1 mit anderen ,worten1 das ,gute wolle er nicht1 sondern es werde in ihm gewollt4 ,ein ,ausspruch der ,heiligen ,schrift1 den ,luther fters anfhrt1 heit3 ,der ,mensch ist wie ein ,tier1 ,gott und ,satan knnen ihn lenken4 ,vielleicht klingt es dir verstndlicher oder sympathischer1 wenn ich sage1 der ,mensch sei ,werkzeug in der ,hand ,gottes oder in der ,hand des ,teufels4 ,nun gibt ,luther zwar zu1 da der ,mensch auch selbst wollen knne1 und er grenzt dies ,gebiet ab als das der ,moral2 aber er nennt es auch teuflisch1 obwohl es sich dem ,teufel gewissermaen entgegensetzt4 ,da ja dies das hchste ,streben des freien ,willens ist1 in moralischer ,gerechtigkeit und ,werken des ,gesetzes sich zu ben1 durch die seine eigene ,blindheit und ,ohnmacht befrdert wird4 ,zunchst scheint es allerdings weit verdienstlicher zu sein1 das ,gute zu tun1 weil man will1 als weil man mu2 ja1 wenn man mu1 so ist gar kein ,verdienst dabei4 ,das soll es nach ,paulus und ,luther aber auch nicht2 ,werke1 ,verdienste1 eigenen ,willen vor ,gott zu haben ist nach ihnen teuflisch4 ,was ,gott nicht geboten hat1 das ist verdammt1 heit es in der ,bibel4 ,du sollst nicht tun1 was dir recht dnkt4 ,luther fhrt eine ,geschichte aus dem ,alten ,testament an1 wo einer aus keinem anderen ,grunde von ,gott gestraft wird1 als weil er etwas ,gutes getan hatte1 was nicht von ,gott geboten war4 ,das scheint absurd1 wenn man nicht bedenkt1 da es sich nur um eine ,strafbarkeit vor ,gott handelt4 ,da ,werke und ,verdienste vor der ,welt ntzen1 bestreitet ,luther nicht2 nur da sie einen gndigen ,gott machen4 ,es hat etwas berraschendes1 wenn ,luther sagt1 eine ,jungfrau1 die ehelos bleibe in der ,meinung1 dadurch etwas ,verdienstliches1 ,gottgeflliges1 ,heiliges zu tun1 sei teuflisch2 wenn sie aber ledig bleibe1 weil sie keine ,neigung zur ,ehe habe1 auch weil sie vielleicht durch die ,pflichten der ,ehe von anderen ,dingen abgehalten zu werden frchte1 die ihr mehr am ,herzen lgen1 so handle sie wie eine rechte1 christliche ,jungfrau4 ,die also1 welche ihre natrlichen ,triebe mit groer ,anstrengung berwinden1 wird ,gott nicht nur nicht belohnen1 sondern strafen4 ,und ,matth4 #ba1 #ca spricht es auch1 da ,huren und ,buben werden eher ins ,himmelreich kommen1 denn die ,phariser und ,schriftgelehrten1 welche doch fromme1 keusche1 ehrliche ,leute waren4 ,aus dieser ,stelle siehst du1 da ,luther unter ,pharisern nicht nur schlechte ,menschen verstand1 die sich verstellten1 sondern fromme1 ehrliche1 keusche ,leute1 deren ,schuld nur darin bestand1 da sie absichtlich nicht sndigen wollten4 ,zu den ,zllnern und ,sndern ist1 wie du weit1 ,christus gekommen1 sie nennt er sein teuer erarntes#a ,eigentum4 ,besser sndigen als gut handeln weil man will1 nicht weil man mu2 denn das heit eine ,maske vorbinden1 hinter welcher das lebendige ,gesicht verschwindet4 ,sei ,snder und sndige krftig1 schreibt ,luther an den werkheiligen ,melanchthon1 aber noch krftiger vertraue auf ,christus und freue dich seiner1 der ein berwinder der ,snde ist1 des ,todes und der ,welt3 wir mssen sndigen1 solange wir hier sind4 ,das bewundere ich besonders an ,luther1 da er begriff1 da der ,teufel und die ,snde zwar nicht sein sollen1 aber sein mssen1 whrend die meisten ,menschen nicht auf die ,idee des ,guten kommen knnen1 ohne da sie die ,idee des ,bsen aus der ,welt schaffen mchten4 ,es mu aber beides sein4 #a mittelhochdeutscher ,ausdruck fr erworbenes 7erarnen einernten1 erwerben74 ,denke nicht1 geliebter ,freund1 du wrest kein ,werkheiliger1 wenn du kein ,phariser1 wenn du nicht tugendstolz bist4 ,du hast zu viel ,geschmack1 um mit ,tugenden zu prahlen1 die du nicht besitzest2 aber du bist zu stolz1 um von einem andern als dir selbst einen ,tadel ertragen zu knnen4 ,dabei ist doch eine verkappte ,heuchelei1 denn es erscheint nicht alles1 was du bist1 wenn auch nichts erscheint1 was du nicht bist4 ,du verstellst dich nicht1 aber du verbirgst dich4 ,diejenigen1 die keine andere ,belohnung suchen1 als sich selbst zu gengen1 sind1 gerade weil sie gotthnlich sein wollen und sind1 am allermeisten ungttlich2 sie sind wie ,luzifer1 der schnste unter den ,engeln1 der durch seine ,schnheit zum obersten ,teufel wurde4 ,gleichwie vom ,anbeginn aller ,kreaturen1 sagt ,luther1 das grte bel ist allezeit gekommen von den ,besten4 ,dein ,unglck1 du ,liebster und ,schnster unter den ,menschenkindern1 scheint mir zu sein1 da dir nichts und niemand schn genug scheint1 um dich zur ,snde zu verfhren2 darum betest du dich selbst an und verfhrst1 du1 der selbst nicht sndigen will1 andere dazu1 die ,snde1 dich anzubeten1 mit dir zu teilen4 ,fast1 fast httest du auch mich dazu verfhrt2 aber ich bin nun einmal in der ,gnade und kann dich lieben1 ohne ,schaden an der ,seele zu nehmen1 ja ich kann sogar mit dir schelten1 und du mut mir zuhren4 ,runzle nicht die ,stirn und hebe nicht warnend den ,finger3 ohnehin bricht der ,morgenstern durch die erste ,nacht und lchelt4 ,,ii ,darauf war ich vorbereitet1 da du mit einer ablehnenden ,gebrde1 die alles glatt vom ,tisch streicht1 was ich dir vorgelegt habe1 antworten wrdest4 ,da ich nun einmal deine ,scheherazade oder dein ,kanzler bin1 mein ,knig1 finde ich mich hinein1 zuweilen auch einem ungndigen ,herrn ,vortrag halten zu mssen1 und hoffe1 da diesmal entweder ich mich deutlicher ausdrcke oder er mir ein geneigteres ,ohr schenkt4 ,du schreibst mir1 das wissest du wohl1 da ein guter ,baum gute ,frchte trage und ein schlechter ,baum schlechte1 und da es am schnsten sei1 wenn einer das ,gute tue1 weil er msse2 es htte dich interessiert zu erfahren1 wie aus einem schlechten ,baum ein guter werden knne1 und solange du kein ,mittel dafr wtest1 zgest du gute ,frchte1 wenn auch durch ,eigenwillen hervorgebracht1 schlechten vor4 ,auf die ,gnade warten1 die vielleicht nie kme1 sei im ,grunde eine ,schlamperei1 und du hieltest dich einstweilen an das ,wort ,goethes3 ,wer immer strebend sich bemht1 den knnen wir erlsen4 ,nebenbei bemerkt liebe ich es nicht1 wenn man ,goethe wie einen ,wandschirm bentzt1 um sich dahinter zu verstecken2 denn nicht alle ,worte ,goethes sind ,worte ,gottes und an sich beweiskrftig4 ,mit diesem ,ausspruch indessen erklre ich mich einverstanden2 denn die ,engel sagen es von ,faust1 der glubig war4 ,erinnere dich1 da er ,mephisto stets zur ,seite hat1 und wer an den ,teufel glaubt1 der glaubt auch an ,gott4 ,die ganze ,faustdichtung ist berhaupt auf ,luthersche ,lehre gegrndet1 wenn auch im zweiten ,teile ,absicht und ,wollen zuweilen strend hervortritt4 ,gerade ,faust sndigt ja grndlich2 aber er knnte mit den ,worten der ,bibel sagen3 ,wenn wir auch sndigen1 so sind wir doch die ,deinen und wissen1 da du gro bist4 ,sein ,streben nach dem ,guten ist nicht moralisch1 sondern aus dem ,innern geboren und ihm notwendig1 und es macht sein ,gesicht schn1 anstatt ihm mit einer ,maske auszuhelfen4 ,faust mute zwar auch erst zum ,sndigen aufgefordert werden2 aber es glckte doch ziemlich rasch1 ja die ,aufforderung ging eigentlich von ihm selbst aus2 unsere ,zeit hingegen ist voll von ,melanchthons1 die erst nicht sndigen wollen und es schlielich nicht mehr knnen4 ,die meisten knnen es schon von ,geburt an nicht mehr1 sie liebugeln nur mit der ,snde2 denke aber nicht1 da ich dich zu diesen kalten ,koketten zhle4 ,immerhin bist du des ,sndigens wohl so entwhnt1 da du es nicht ohne weiteres richtig anpacken wrdest1 und da du auerdem die ,ordnung liebst und das letzte ,warum von allen ,dingen haben willst1 so werde ich mit einer ,untersuchung der ,snde anfangen4 ,man sollte1 um eine ,idee recht zu verstehen1 das ,wort betrachten1 in dem sie sich ausprgt4 ,res sociae verbis et verbis rebus3 die ,substanz ist dem ,wort gesellt und das ,wort der ,substanz4 ,mir scheint es hier am besten1 die ,dinge mit ,substanz zu bersetzen4 ,die ,sprache1 sagt ,luther1 ist die ,scheide1 darin das ,messer des ,geistes steckt4 ,nun kommt das ,wort ,snde von ,sondern1 und im ,begriff des ,sonderns1 der ,absonderung1 ist auch der ,begriff der ,snde gegeben4 ,die erste ,snde des ,menschen ist die ,absonderung von ,gott3 anstatt im ,gehorsam ,gottes zu bleiben1 sonderte er sich von ,gott ab und wollte selbst ,gott sein2 es ist die ,erbsnde1 die jedem ,menschen anhaftet und seinen ,willen knechtet1 so da er nur sich selbst wollen kann4 ,der selbstische ,mensch erkennt nicht1 da er ,teil eines ,ganzen ist1 sondern er hlt sich selbst fr ein ,ganzes und den ,herrn oder ,mittelpunkt seiner ,umwelt1 die er fr sich ausntzt1 anstatt dem ,all-,mittelpunkt1 dem ,ganzen zu dienen4 ,die ,erbsnde ist also zugleich eine ,snde gegen ,gott und gegen die ,menschen1 was sich von selbst versteht1 da ,gott in der ,menschheit sich offenbart4 ,um die ,erbsnde oder die ,selbstsucht -- nimm auch das ,wort ,sucht bitte in seiner eigentlichen ,bedeutung1 nmlich ,seuche1 ,krankheit -- zu bekmpfen1 richtete ,gott das ,gesetz auf1 und die ,verfehlungen gegen das ,gesetz nennen wir im engeren ,sinn ,snde1 sie sind gewissermaen die angewandte ,erbsnde4 ,indessen habe ich mich unrichtig ausgedrckt1 indem ich sagte1 ,gott habe durch das ,gesetz die ,snde bekmpfen wollen2 zunchst wenigstens gab er das ,gesetz1 um die ,snde zu mehren1 damit die ,snde berhandnehme1 wie ,paulus sagt4 ,das ,gesetz sollte den ,menschen zeigen1 was fr ,snder sie sind1 also handeln sie der ,absicht ,gottes entgegen1 wenn sie nicht sndigen4 ,gott ruft uns im ,gesetz zu3 ,zeige dich1 wie du bist2 aber der moralische und luziferische ,mensch verbirgt sich hinter dem ,feigenblatt der guten ,werke1 in der ,meinung1 ,gott zu hintergehen4 ,wenn ,luther jemand ermahnt zu sndigen1 so will er1 da er sich so selbstschtig zeige1 wie er ist2 ordentliche1 krftige ,snden1 auf die kommt es an1 offene und offenbare1 die der ,welt und einem selbst unwiderleglich zeigen1 da man ein ,snder ist4 ,ich denke1 hier spenden die modernen ,psychiater ,gott1 ,luther und mir ,beifall und sagen3 ja1 die ,snde mu geuert1 nicht nach innen verdrngt1 sie mu begangen und bekannt werden1 sonst vergiftet und zerfrit sie das ,innere4 ,es geht sonst wie ,luther sagt3 ,auswendig hats eine gute ,gestalt1 inwendig wirds voll ,gift2 und zuletzt hat es auch auswendig keine gute ,gestalt mehr4 ,nur ist dabei zu bemerken1 da auch das ,sndigen nicht hilft1 wenn es gewollt wird2 es mu1 wie das ,gute1 gemut werden1 wenn es fruchten soll4 ,neben jener ersten ,absonderung von ,gott gibt es auch eine im entgegengesetzten ,sinne1 also eine vom ,selbst ab zu ,gott zurck4 ,wie aber jene erste ,absonderung zugleich eine ,snde gegen die ,menschen war1 so mu auch die ,wiedervereinigung mit ,gott zugleich eine ,vereinigung mit den ,menschen sein2 wer sich mit ,gott zu vereinigen glaubt1 indem er sich von den ,menschen absondert1 befindet sich auf einem ,irrwege und versinkt anstatt in ,gott nur immer tiefer in sein ,selbst4 ,so jemand spricht3 ,ich liebe ,gott6 und hasset seinen ,bruder1 der ist noch in der ,finsternis4 ,dies ist1 was gerade dem hochstehenden ,menschen am wenigsten eingeht1 da er ,gott nicht nur1 aber doch vorzglich in den ,menschen lieben mu2 denn gerade ,absonderung von den ,menschen verlangt seine luziferische ,vorzglichkeit1 weil es ihn vor ihrer ,gemeinheit ekelte1 veredelte er sich1 von ihnen abgewendet4 ,hte dich1 da du nicht so rein seiest1 da du von nichts ,unreinem berhrt sein willst1 schrieb ,luther einem seiner ,freunde4 ,die schon erwhnten ,psychiater knnen dir besttigen1 da es eine bekannte ,zwangsvorstellung ,geisteskranker ist1 berall ,staub oder andere ,unreinlichkeit zu wittern1 die ihnen ,angst und ,abscheu einflt4 ,dabei fllt mir ein1 da ich einen ,menschen kenne1 der am liebsten den ganzen ,tag an sich herumwaschen wrde1 der einen sehr feinen ,geruchssinn hat und unter schlechten ,gerchen und ,schmutz besonders leidet2 aber er wrde jede menschliche ,ekelhaftigkeit1 ,pest1 ,krebs1 ,seuche1 ,verbrechen anrhren1 wenn er den damit ,behafteten helfen knnte1 und zwar ohne da es ihn berwindung kostete4 ,das ist aber auch ein ,snder und ,liebling ,gottes4 ,der natrliche1 naiv egoistische ,mensch sndigt gegen das ,gesetz1 und das ist leidlich2 der ,werkheilige1 sei er ,phariser oder ,luzifer1 sndigt gegen die ,liebe2 das ist die ,snde1 die ,gott verdammt4 ,luther unterschied nach den ,entwickelungsstufen des ,menschen -- denn ich sagte dir ja schon1 da er der ,sache nach die ,idee der ,entwickelung schon hatte -- drei ,stufen der ,snde4 ,der ,teufel1 sagt er1 versucht den ,menschen dreifach1 wie er auch ,christus tat3 durch das ,fleisch1 durch die ,welt und durch den ,geist4 ,das ,fleisch sucht ,lust und ,ruhe1 die ,welt sucht ,gut1 ,gunst1 ,gewalt und ,ehre1 der bse ,geist sucht ,hoffart1 ,ruhm1 eigenes ,wohlgefallen und anderer ,leute ,verachtung4 ,die erste betrifft wesentlich die ,jugend1 die zweite1 die mit ,reichtum1 ,ehre1 ,geltung unter den ,menschen lockt1 das ,mannesalter1 die letzte erleiden die alternden1 die reifen1 die hchstentwickelten ,menschen1 es ist die ,versuchung des ,luzifer zur ,selbstvergtterung4 ,wie die ,entwickelung der einzelnen ist die der ,familien1 der ,vlker und der ,menschheit3 die ,snde des ,luzifer tritt in ,zeiten des ,verfalls auf4 ,anfangs verleiht sie wohl eine ,schnheit1 deren ,wirkung sich niemand entzieht2 aber allmhlich zeigen sich die ,folgen des inneren ,giftes4 ,dann kommen die gott- und glaubenslosen ,zeiten1 wo die ,menschen das bichen ,kraft1 das ihnen geblieben ist1 in sich selbst zurckziehen1 um mhsam eine edle ,haltung und schne ,gebrden zu tragieren4 ,es ist eine ,verengung1 die auf eine starke ,erweiterung folgt4 ,es kommt dir vielleicht so vor1 als zielte ich mit der ,luzifer-,versuchung auf dich2 vielleicht sagst du auch1 du httest smtliche ,stufen der ,versuchung durchgemacht und machtest sie noch durch1 und ich mte das wissen2 warum ich dir denn den ,vorwurf machte1 du sndigtest nicht8 ,weil ich1 geliebter ,luzifer1 noch nie eine rechte1 ordentliche1 greifbare ,snde von dir gesehen habe und auch bestreite1 da du eine begangen hast4 ,natrlich bist du unendlich selbstschtig1 unendlich ehrgeizig1 unendlich stolz1 unendlich begehrend4 ,du gehrst nicht zu den ,guten1 von denen die ,bibel sagt1 da sie von sich selber gesttigt werden1 sondern du zehrst dich von ,begierde zu ,begierde und wirst durch alle verschlungene ,beute nur noch hungriger4 ,aber du verschlingst nur im ,geiste1 alle deine ,snden gehen nicht in ,taten noch in ,worten vor sich1 du stehst still1 um nicht irrezugehen4 ,treibt dich nun dein ,herz nicht zu guten ,handlungen1 so sollte es dich wenigstens zu bsen treiben1 oder man mte schlieen1 da du berhaupt keins hast4 ,herrgott1 eben berluft es mich ordentlich4 ,wenn es nun so wre1 und du httest kein ,herz8 ,wenn du nicht1 wie ich bisher angenommen habe1 deinen ,willen zu sndigen unterdrckt httest1 sondern wenn dieser ,wille nur eine ,wallung oder ,willenszuckung wre1 weil dein ,herz zu eng oder zu schwach ist1 um einen richtigen1 zwingenden ,trieb aufzubringen8 ,nicht einmal zu ,worten8 ,ich wei1 du wrest zu stolz1 um etwas zu tun oder zu sprechen1 was nicht aus dem ,herzen kommt4 ,du machst nie ,redensarten2 aber du schweigst auch4 ,du bist kein ,lgner2 aber ehrlich bist du auch nicht3 du schweigst4 ,es ist doch nicht mglich1 da du gar nichts zu sagen httest6 ,bist du ein lauer ,neutralist1 der ebensogut das eine wie das andere tun und sagen knnte8 ,ich gebe zu1 bei vielen ,dingen1 namentlich weltlichen ,dingen1 ist das natrlich4 ,aber irgend etwas mu dir doch wichtig sein1 wenn sonst nichts1 doch du6 ,gut1 wenn du dann nur von dir sprchest1 die abscheulichsten1 verdammenswertesten1 von dir selbst verdammten ,gedanken und ,wnsche aussprchest1 das wre hunderttausendmal besser1 als wenn gar kein ,ich da wre1 oder nur so ein fades1 schleichendes1 trpfelndes4 ,,iii ,der ,kanzler hlt heute seinen ,vortrag mit dem frohen ,bewutsein1 da ihm ein gndiger ,knig zuhrt4 ,du willst wissen1 und darin sehe ich das ,gndige1 was du eigentlich bei dem ,sndigen gewinnst2 denn nur um zu beweisen1 da du ein ,herz habest1 lieest du dich auf eine so heikle und dir ungewohnte ,sache nicht ein4 ,du schreibst1 ich msse doch zugeben1 da ,snde an sich hlich sei1 beflecke1 entstelle2 wenn nun ein ,mensch aus ,stolz1 um eines groen ,namens willen1 das ,unreine von sich abwehre1 warum das ,gott nicht sollte leiden wollen8 ,ob du dir ,gott so eiferschtig vorstellen mtest1 da er allen ,ruhm fr sich allein und den ,menschen nicht gestatten wollte1 aus eigener ,kraft gttlich zu werden8 und ob es1 von ,gott ganz abgesehen1 nicht gro und schn sei1 aus eigener ,kraft etwas ,vollendetes in sich darzustellen8 ,ja1 eiferschtig ist ,gott allerdings1 wenn du zum ,beispiel das eiferschtig nennst1 da der ,mensch den ,anspruch erhebt1 die ,organe seines ,krpers selbst zu regieren4 ,du mut doch immer daran denken1 da wir ,teile ,gottes oder in ,gott sind4 ,sehen wir aber ganz von ,gott ab1 so drftest du immerhin aus eigener ,kraft gttlich oder vollendet werden1 wenn du es knntest4 ,die ,frage ist eben1 ob du es kannst1 und damit komme ich wieder auf deine erste ,frage1 was du gewinnst1 wenn du sndigst1 die zugleich einschliet1 was du verlierst1 wenn du nicht sndigst4 ,durch ,sndigen gewinnst du ,kraft1 und durch gewaltsames ,nichtsndigen entkrftest du dich4 ,es ist eine ,kraftfrage1 wie berhaupt die ,religion eine ,kraft- und ,lebensangelegenheit ist1 da ,gottes ,wesen in ,kraft besteht4 ,und ,kraft zu gewinnen1 das ist doch das erste ,interesse der ,menschen2 denn wer ,kraft hat1 hat alles4 ,die ,alten drckten die ,wahrheit1 da man durch ,sndigen ,kraft gewinnt1 in der ,sage vom ,riesen ,antus aus1 der unbesiegbar war1 solange er1 besiegt1 vom ,sieger auf die ,erde geworfen wurde1 denn aus seiner ,mutter ,erde strmte stets neue ,kraft in ihn ein2 erst in die ,luft gehalten konnte er erwrgt werden4 ,so verendet der ,mensch1 wenn er in einem naturlos geistigen ,klima existieren will1 das ein ,nichts ist4 ,nun sind wir zwar nicht mehr in der ,lage der ,griechen1 die ,snde in unserem ,sinn noch gar nicht kannten1 fr die ,gott und ,natur noch eins waren und die ihre ,kraft unmittelbar aus der ,natur beziehen konnten2 wir knnen es im allgemeinen nur mittelbar durch den ,glauben4 ,bestimmen wir also zuerst den ,begriff des ,glaubens4 ,schalte bitte aus deiner ,vorstellung aus1 was man gewhnlich unter ,glauben versteht1 nmlich ein ,frwahrhalten4 ,glauben ist nicht der menschliche ,wahn und ,traum1 den etliche fr ,glauben halten 444 ,das macht1 wenn sie das ,evangelium hren1 so fallen sie daher und machen sich aus eigenen ,krften einen ,gedanken im ,herzen1 der spricht3 ,ich glaube4 ,das halten sie dann fr einen rechten ,glauben4 ,aber wie es ein menschliches ,gedicht und ,gedanke ist1 den des ,herzens ,grund nimmer erfhrt3 also tut er auch nichts und folgt keine ,besserung hernach4 ,und an anderer ,stelle sagt ,luther3 ,sie heien das ,glauben1 das sie von ,christo gehrt haben1 und halten1 es sei dem wohl2 wie denn die ,teufel auch glauben und werden dennoch nicht fromm dadurch4 ,das ,frwahrhalten ist eine ,ttigkeit des selbstbewuten ,geistes1 deren der ,glaube nicht1 die hchstens umgekehrt des ,glaubens bedarf4 ,man kann hufig ,glauben und ,wissen gegenbergestellt lesen1 wie wenn das eine das andere ausschlsse1 und oft auch wie wenn das ,glauben die ,sache der ,kinder und ,trumer1 das ,wissen die ,sache vernnftiger ,mnner wre4 ,in ,wirklichkeit ist ,glauben die ,besttigung und ,besiegelung des ,wissens1 nicht umgekehrt4 ,was wir wissen1 wird uns vermittelst unserer ,sinne gelehrt3 wir wissen zum ,beispiel1 da dort ein ,stuhl steht4 ,was hilft dir das aber1 wenn du es nicht glaubst8 ,deine ,sinne knnen dich ja betrgen4 ,im ,traume kommt es dir oft so vor1 als stnde da ein ,stuhl1 wo doch nichts ist4 ,bevor du nicht glaubst1 was du weit1 bleibt dein ,wissen unsicher4 ,gewi1 fest1 unerschtterlich1 ein ,fels1 der nicht wankt1 ist nur was du glaubst4 ,mit anderen ,worten3 das ,wissen bezieht sich auf die ,erscheinung1 der ,glaube auf das ,sein4 ,luther pflegte den ,begriff des ,glaubens mit den ,worten des ,paulus aus dem #aa4 ,kapitel des ,briefes an die ,ebrer zu erklren3 ,es ist aber der ,glaube eine gewisse ,zuversicht des1 das man hoffet1 und nicht zweifelt an dem1 das man nicht siehet4 ,sage mir nun bitte nicht1 da das ,unsichtbare fr dich nicht gelte1 da das ,hirngespinste wren1 da du nur deinen ,sinnen traust4 ,das ist ja1 wie schon gesagt1 ,selbsttuschung4 ,du traust deinen ,sinnen1 weil sie sich auf bersinnliches beziehen4 ,was heit es zum ,beispiel1 wenn du sagst1 du glaubst an einen ,menschen8 ,du deutest damit offenbar auf etwas1 was deine ,sinne1 deine ,erfahrung dir nicht von ihm mitteilen knnen1 denn sonst wrdest du es ja wissen4 ,du willst damit sagen1 da du im ,wesen dieses ,menschen eine ,kraft voraussetzest1 zu der du dich alles ,guten und ,groen versiehst4 ,da ja nun alle ,kraft1 alles ,wesen und ,sein1 wie und wo es auch erscheint1 ,gott ist1 so bezieht sich der ,ausdruck ,glauben immer auf ,gott1 wenn wir ihn auch auf ,menschen anwenden4 ,nun offenbart sich ,gott niemals unmittelbar und kann also nur durch die ,sinne wahrgenommen werden1 von dem naiven ,menschen namentlich durch den ,gesichtssinn in der ,schpfung4 ,der ,glaube aber1 heit es bei ,paulus1 kommt durch das ,gehr1 das heit1 das ,gehr mu das ,wort1 das ,gott von sich redet1 aufnehmen4 ,um nun ,schall hren1 wie um ,licht sehen zu knnen1 mu etwas in uns sein1 was der tnenden und leuchtenden ,kraft entspricht1 eine ,hrkraft und ,sehkraft4 ,wr nicht das ,auge sonnenhaft1 sagt ,goethe1 die ,sonne knnt es nie erblicken4 ,du kannst1 als moderner ,mensch1 statt ,glauben auch ,vernunft setzen1 die geistige ,kraft im ,menschen1 die1 weil sie ,geist1 also ,gott wesensgleich ist1 ,gott vernehmen kann4 ,die ,hrkraft und ,sehkraft verhlt sich zu ,schall und ,licht wie das ,passive zum ,aktiven1 so da wir zunchst nicht von einer ,kraft1 sondern von ,schall- und ,lichtempfnglichkeit reden sollten4 ,wie der ,scho der ,frau den ,samen des ,mannes empfngt1 so empfangen ,auge und ,ohr ,licht und ,schall und bringen durch sie ,gesichts- und ,gehrsbilder hervor4 ,die ,empfnglichkeit beruht wieder auf der ,empfindlichkeit fr die betreffende ,kraft1 sei es ,schall1 ,licht oder die gttliche ,kraft selbst4 ,handelt es sich um diese1 mssen wir sagen1 da wir gottempfindlich sein mssen1 um ,gottes ,wort empfangen zu knnen1 und in diesem ,sinne lt sich der ,ausdruck ,glauben mit ,gottempfindlichkeit1 ,gottempfnglichkeit1 ,gottverwandtschaft bersetzen4 ,gott und ,glaube gehren zu ,haufe1 sagt ,luther4 ,sie gehren zusammen wie ,mann und ,weib1 und es hat sich deshalb unwillkrlich1 um das ,verhltnis zwischen ,gott und der glubigen ,seele zu bezeichnen1 das ,bild von ,brutigam und ,braut eingestellt4 ,befragen wir die ,sprache1 so finden wir1 da ,glauben mit ,geloben1 ,hren mit ,gehren und ,gehorchen zusammenhngt4 ,darin vollendet sich der ,glaube1 da man ,gott1 der uns durch sein ,wort ruft1 hrt und ihm gehorcht3 ,glaube ist ,hingebung und ,gehorsam4 ,der ,glubige hrt ,gottes ,stimme1 wie das ,schaf die ,stimme seines ,hirten1 wie der ,liebende die ,stimme der ,geliebten hrt4 ,alle ,stellen in ,luthers ,werken1 die vom ,glauben handeln1 sind ,gedicht1 ja ,liebesgedicht1 wie im ,grunde jedes echte ,gedicht ,liebesgedicht ist1 handle es sich nun um ,liebe zu ,gott oder zu den ,menschen4 ,zwischen ,glauben und ,liebe ist der ,unterschied1 da sich der ,glaube auf das ,unsichtbare1 die ,liebe auf das ,erscheinende bezieht2 aber es ist ja keins ohne das andere4 ,an ,gott glauben wir nicht nur1 sondern wir lieben ihn in der ,erscheinung1 und an alle ,menschen1 die wir wahrhaft lieben1 glauben wir auch1 d4 h4 wir lieben ihre ,idee oder ,gott in ihnen4 ,die meisten ,menschen sind so geartet1 da sie ,gott selbst1 ohne ,vermittlung1 nicht gehorchen knnen1 und ,gott hat deshalb eine ,vertretung in der ,welt eingesetzt3 im ,staate die ,obrigkeit1 in der ,familie ,eltern und ,ehemann4 ,wenn die ,kinder ihren ,eltern1 die ,frauen ihren ,mnnern1 die ,mnner ihren ,vorgesetzten gehorchen1 so gehorchen sie ,gott1 vorausgesetzt da die ,vorgesetzten ,gott gehorchen4 ,der ,glubige1 der ,gottes ,stimme hrt und ,gott selbst gehorcht1 ist von jedem ,gehorsam in der ,welt frei1 jenseit von ,gut und ,bse2 aber er gehorcht auch den ,menschen freiwillig1 um sich nicht abzusondern4 ,eine glaubenslose ,zeit ist eine ,zeit ohne ,gehorsam1 richtiger gesagt eine ,zeit1 in der die ,menschen nur sich selbst gehorchen wollen4 ,whrend der ,gehorsam der ,welt erzwungen werden kann und mu1 kann der ,glaube1 dessen ,quelle das ,herz ist1 nur freiwillig sein4 ,da ,gott erzwungene ,dienste nicht gefallen1 wird in der ,bibel oft wiederholt4 ,du kennst vielleicht die berhmte und wundervolle ,stelle aus ,luthers ,schrift von der ,freiheit eines ,christenmenschen1 wo er vom ,glauben als vom ,brautring der ,liebenden spricht2 ich fhre sie deshalb hier nicht an4 ,im ,sermon von den guten ,werken heit es so3 ,wenn ein ,mann oder ,weib sich zum anderen ,liebe und ,wohlgefallen versieht und dasselbe fest glaubt1 wer lehrt sie1 wie sie sich stellen1 was sie tun1 lassen1 sagen1 schweigen1 denken sollen8 ,allein die ,zuversicht lehrt sie das alles und mehr denn not ist4 ,da ist ihnen kein ,unterschied in ,werken2 sie tun das ,groe1 ,lange1 ,viele so gern als das ,kleine1 ,kurze1 ,wenige1 und dazu mit frhlichem1 friedlichem ,herzen und sind ganz freie ,gesellen4 ,wo aber ein ,zweifel da ist1 da sucht jedes1 welches am besten sei4 ,da beginnt es sich einen ,unterschied der ,werke auszumalen1 womit es ,huld erwerben mge1 und geht dennoch mit schwerem ,herzen und groer ,unlust hinzu1 ist gleich befangen1 mehr denn halb verzweifelt1 und wird oft zum ,narren darber4 ,dann geht es nach dem ,spruche ,salomonis3 ,wir sind mde geworden in dem unrechten ,wege und sind schwere1 saure ,wege gewandelt1 aber ,gottes ,weg haben wir nicht erkannt1 und die ,sonne der ,gerechtigkeit ist uns nicht aufgegangen4 ,im ,gegensatz zu den schweren1 sauren ,wegen der ,werke spricht ,luther von dem kniglichen ,weg des ,glaubens4 ,sobald der ,glaube schwer und sauer fllt1 ist es gar kein ,glaube2 ,glaube ist nur1 was frei aus dem ,herzen kommt4 ,etwas im ,glauben tun heit etwas tun1 weil man nicht anders kann1 und du begreifst nun1 welchen lieblichen ,sinn die ,worte des ,paulus haben1 da1 was nicht im ,glauben geschieht1 ,snde ist4 ,allerdings der1 dem nichts von ,herzen kommt1 der ,unglubige1 der kein ,herz hat1 dem ist es leichter1 ,brandopfer als sein ,herz darzubringen4 ,um dem ,begriff des ,glaubens noch nher zu kommen1 la uns auch seinen ,gegensatz1 den ,unglauben1 ins ,auge fassen4 ,luther sagt gelegentlich3 der ,unglubige1 der nur sich selbst anbetet2 und das scheint mir das deutlichste ,licht auf das ,wesen des ,unglaubens zu werfen4 ,ferner3 ,gott ist den ,sndern nicht feind1 nur den ,unglubigen1 das sind solche1 die ihre ,snde nicht erkennen1 klagen1 noch ,hilfe dafr bei ,gott suchen1 sondern durch ihre eigene ,vermessenheit sich selbst reinigen wollen4 ,und3 ,das mu wohl folgen aus dem ,unglauben1 der da keinen ,gott hat und will sich selbst versorgen4 ,der ,unglubige ist also mein ,freund ,luzifer1 der1 weil er sich an ,gottes ,stelle setzt1 sich selbst lenkt1 fr sich selbst sorgt1 selbst ,gesetze gibt1 denen seine passive1 sinnliche ,hlfte gehorchen soll4 ,natrlich mu diese auch alle ,kraft aus seinem ,ich1 seiner aktiven ,hlfte1 beziehen1 die aber beschrnkt1 endlich ist1 und wenn sie sich nicht aus ,gott ersetzt1 sich bald erschpft4 ,bestndiges ,selbstwollen mu zu vollstndiger ,entkrftung fhren1 wenn es sich nicht im ,zustande des ,nichtwollens erholen kann4 ,glauben ist ,nichtselbstwollen1 statt dessen ,gott in sich wollen lassen4 ,die berspannung der eigenen ,kraft zeigt sich in unserer ,zeit in der groen ,anzahl von ,menschen mit berspanntem ,nervensystem2 sie gehen an ihrer ,eigenwilligkeit1 an ihrer ,unfhigkeit1 durch vorbergehende ,selbstaufgabe ,kraft zu schpfen1 zugrunde4 ,es wre ja gegen den schnen ,luzifer nichts einzuwenden1 wenn er glcklich wre2 aber sein ,selbst ist ihm keine ,freuden- und ,kraftquelle1 kein ,herrscherthron1 sondern ein ,marterpfahl1 an den er gebunden ist4 ,die ,frucht des ,glaubens ist der ,friede1 heit es im ,evangelium des ,johannes2 daraus folgt1 da die ,frucht des ,unglaubens ,unfriede ist1 innere ,zerrissenheit1 ,kraftlosigkeit4 ,die ,frage3 ,wie werde ich selig8 ,wie bekomme ich einen gndigen ,gott8 lt sich auch so fassen3 ,was verschafft mir inneren ,frieden und damit ,kraft8 ,die ,antwort lautet3 ,aufgabe deines ,selbst und ,hingabe an ,gott4 ,nicht nur selbstbewut1 sondern zugleich gottbewut oder unbewut leben4 ,was der ,mensch durch vollstndige ,aufgabe des ,selbstbewutseins vermag1 das hat die ,hypnose gezeigt4 ,in dem seines ,selbstwollens beraubten ,menschen wirkt der ,hypnotiseur ,wunder3 er verfgt ber seinen ,krper nach ,belieben1 ber das ,vermgen des ,selbstwollenden hinaus4 ,fast erschrak man ber diese ,entdeckung1 weil man meinte1 sie knne von bsen ,menschen zu grlichen ,verbrechen benutzt werden4 ,aber erstens gibt es in unserer ,zeit sehr viel ,nervse1 und die ,nervsen knnen ihr ,selbst nicht hingeben und darum auch nicht hypnotisiert werden2 und dann gibt es ebensowenig ,teufelsglubige1 also im ,bsen kraftvolle ,menschen1 wie ,gottglubige4 ,in frheren ,zeiten wurde die ,hypnose von ,bsen und ,guten als schwarze und weie ,magie ausgebt4 ,im ,hinblick auf die ihm durch den ,glauben zu ,gebote stehende ,kraft war der ,christ fr ,luther wesentlich der starke1 freudige1 trotzige ,held4 ,ein solcher ,mann mu der ,christ sein1 der da knne verachten alles1 was die ,welt beides1 ,gutes und ,bses1 hat1 und alles1 damit der ,teufel reizen und locken oder schrecken und drohen kann1 und sich allein setzen gegen alle ihre ,gewalt1 und ein solcher ,ritter und ,held werden1 der da wider alles siege und berwinde4 ,es ist der ,ritter1 den ,drer gemalt hat1 der gelassen1 des ,sieges gewi1 an ,tod und ,teufel vorberreitet4 ,luther bersetzte das ,wort ,israel mit ,herr ,gottes3 ,das ist gar ein hoher1 heiliger ,name und begreift in sich das groe ,wunder1 da ein ,mensch durch die gttliche ,gnade gleich ,gottes mchtig wurde1 also da ,gott tut1 was der ,mensch will 444 ,da tut der ,mensch1 was ,gott will1 und wiederum ,gott1 was der ,mensch will2 also da ,israel ein gottfrmiger und gottmchtiger ,mensch ist1 der in ,gott1 mit ,gott und durch ,gott ein ,herr ist1 alle ,dinge zu tun und vermgen4 ,es war ,luthers feste berzeugung1 da der ,mensch ,berge wrde versetzen knnen1 da ihm nichts unmglich wre1 wenn er nicht zu schwach im ,glauben wre4 ber ,schwche des ,glaubens klagt er oft schmerzlich2 er hatte ,zeiten1 wo sein ,selbst sich dafr rchte1 da er meistens so gar nicht zu sich selbst kam1 wie man sehr richtig zu sagen pflegt4 ,wie er aber zuweilen ,gottes mchtig war1 konnte er zeigen1 als er den sterbenden ,melanchthon ins ,leben zurckrief4 ,der unglubige1 durch seine ,zwitterstellung zwischen ,gott und ,welt stets in ,zwiespalt und ,unwahrhaftigkeit verstrickte ,melanchthon starb1 wie ein beleidigtes ,kind sich vom ,spiel in einen ,winkel zurckzieht2 wie er dann das ,wort des mchtigen ,freundes zuerst widerwillig vernimmt1 dann doch sich beugt und im alten ,gehorsam seine ,kraft in sich berstrmen lt1 das stellt sich wie ein ,abbild des ,verkehrs der menschlichen ,seele mit ,gott dar4 ,nicht ,abbild1 sondern die ,sache selbst3 denn ,luther hatte zuvor durch sein ,gebet ,kraft in sich gezogen1 und diese ,gotteskraft1 nicht ,luthers bewutes ,selbst war es1 die den ,sterbenden weckte4 ,ich wei1 du sagst jetzt1 du habest keinen ,glauben1 aber berma von ,selbstwollen und ,selbstvertrauen knne nicht daran schuld sein1 denn das habest du erst recht nicht4 ,dann hatten es deine ,vorfahren2 da es auf die ,dauer ohne ,glauben schwinden msse1 sagte ich ja4 ,es fllt mir aber ein1 da ,luther berzeugt war1 man knne mit seinem ,glauben fr den fehlenden oder schwachen ,glauben anderer eintreten1 und so werde ich einstweilen fr dich glauben1 an dich und fr dich4 ,,iv ,du willst mir augenscheinlich dartun1 da du wirklich kein ,herz habest1 indem du mit vernichtender bergehung meines gefhlsbetonten ,briefschlusses tadelst1 ich schriebe chaotisch1 was du am allerwenigsten vertragen knnest4 ,vollstndige ,dunkelheit sei weniger schdlich als ,zwielicht voll undeutlich auftauchender ,gestalten4 ,ich behandle1 sagst du1 ,gott1 ,teufel und hnliche ,phnomene als selbstverstndliche ,voraussetzung2 das sei wohl in religsen ,zeiten unter religisen ,menschen erlaubt1 welchen diese ,namen etwas ,bekanntes bezeichneten1 jetzt seien sie aber leer und ich hantierte damit herum wie jene listigen ,betrger mit des ,kaisers neuen ,kleidern4 ,ich sollte dir einmal schreiben1 wie wenn du ein in der ,wildnis aufgelesenes1 zwar sehr gescheites1 aber ganz unwissendes ,botokudenkind wrest4 ,du wissest1 da ,gott sich nicht vorrechnen lasse wie ein ,exempel1 ich solle auch nicht von ihm sprechen1 wie einer von seinem ,freund1 dem ,geheimen ,kommerzienrat ,soundso1 spreche2 aber auf einen klaren1 verstndlichen ,ausdruck msse etwas ,seiendes sich bringen lassen1 wenn auch nicht auf einen erschpfenden4 ,ich werde gehorsam versuchen1 den ,knig mit dem gescheiten ,botokudenkinde zu verschmelzen und meinen ,vortrag danach einzurichten4 ,die ,verbindung ist auch gar nicht so paradox1 wie es zuerst scheint4 ,das ,kind sagt zu seiner ,mutter3 ,gib mir die ,sterne6 ,philipp ,,iii4 befahl ,spinola3 ,nimm ,breda6 ,ich1 der ,knig4 ,du schreibst3 ,erklre mir ,gott6 ,es soll mich nicht abschrecken1 da ,spinola1 wenn eine dunkle historische ,erinnerung mich nicht trgt1 am ,gram ber die ,ungnade seines ,knigs gestorben ist4 ,die ,vlker haben nicht damit angefangen1 an einen ,gott zu glauben2 denn der kindliche ,geist nimmt die ,welt nicht als ,ganzes1 sondern in ,einzeleindrcken auf4 ,man wei von einer ganzen ,reihe von ,vlkern1 da sie1 auf den ersten ,stufen der ,entwickelung befindlich1 alles als ,gott verehrten1 was ihnen vorkam1 was sie als auer sich seiend auffaten3 nicht nur ,bume1 ,wiesen1 ,tiere1 ,sterne1 sondern auch ,ereignisse1 ,vorgnge1 ,erwnschtes1 ,gefrchtetes4 ,alles1 was sie von sich selbst und anderen ,menschen unterschieden1 war ihnen ,gott1 so da es ihnen so viel ,gtter gab1 wie sie ,eindrcke empfingen4 ,sie nannten diese ,gtter zunchst ,dmonen1 und sie sind als ,heilige1 ,engel und ,teufel auch in der christlichen ,kirche erhalten geblieben4 ,in der ,wissenschaft hat man sie sehr gut ,augenblicksgtter genannt2 es sind also ,eindrcke von ,einzelkrften4 ,der menschliche ,geist hat nun die ,eigenart1 da er die ,eindrcke von ,einzelkrften fortwhrend verdichtet1 genau so1 wie die ,krfte selbst sich verdichten4 ,wie der rotierende ,urnebel sich zu festen ,kernen1 den ,gestirnen1 verdichtet1 so verdichten sich im menschlichen ,geiste die ,augenblicksgtter allmhlich zu sogenannten ,sondergttern1 diese allmhlich zu persnlichen ,gttern4 ,so ist zum ,beispiel dem kindlichen ,menschen jede ,sonne1 im ,augenblick wo sie ihm aufgeht1 etwas ,glckbringendes oder ,verderbendrohendes2 erst spter erfand er etwa die die ,saat hervorlockende ,frhlingssonne als eine besondere ,gottheit1 und viele ,vernderungen mssen erst in seinem ,geiste vorgehen1 bevor sich die ,kraft der ,sonne berhaupt in den persnlichen ,gott ,apollo verwandelt4 ,willst du ausfhrlichere ,belehrung darber haben1 so empfehle ich dir ein vorzgliches ,werk von ,usener mit dem ,titel3 ,gtternamen4 ,aus unzhligen ,augenblicksbildern entsteht ein ,bild1 und aus ,myriaden von ,augenblicksgttern entstehen ,sondergtter und endlich persnliche ,gtter4 ,die vergleichende ,sprachwissenschaft und ,mythologie gibt darber ,auskunft1 wie die uns bekannten griechischen ,gtter die alten ,augenblicksgtter an sich gezogen1 sich untergeordnet und verschlungen haben1 obwohl sie zum ,teil1 auf dem ,lande1 in dem noch unentwickelt gebliebenen menschlichen ,geiste1 ein verborgenes ,dasein weiter fristeten4 ,ihrerseits werden die persnlichen ,gtter nach und nach wiederum verschlungen von dem einen ,gott2 der menschliche ,geist wird allmhlich fhig1 die ,welt als ,ganzes aufzufassen1 er erhebt sich zu der ,einsicht1 da es vielerlei ,krfte gibt1 da aber nur ein ,geist ist1 der da wirket alles in allem4 ,der menschliche ,geist erfat also zuerst lauter ,einzeleindrcke1 die sich immer mehr verdichten1 bis er zuletzt die ,idee der einen unendlichen ,welt und des einen unendlichen ,gottes erfat2 er geht von der ,vielheit zur ,einheit1 und zwar im selben ,mae1 wie er sich selbst immer mehr als ,einheit erfat4 ,solange sein eigenes ,ich eine ,reihe von ,einzelempfindungen fr ihn ist1 ist ihm die ,welt eine ,reihe von ,einzeleindrcken2 wie sein ,selbst sich verdichtet1 verdichtet sich ihm die ,welt und in ihr ,gott4 ,jeder ,mensch1 der sich seines ,ich1 seines ,selbst1 bewut ist1 ist sich eines ,nicht-,ich bewut2 denn er erfhrt sein ,ich ja erst1 indem er es vom ,nicht-,ich unterscheidet1 und dies ,nicht-,ich nennt er1 soweit es nicht seinesgleichen ist und soweit er sich davon abhngig fhlt1 ,gott4 ,ich mchte den ,satz aufstellen3 ,es gibt nichts auer der gttlichen ,kraft und der durch das ,ich zugleich beschrnkten und geprgten ,kraft4 ,luther sagte3 ,denn auer der ,kreatur gibt es nichts1 denn die einige1 einfltige ,gottheit selbst4 ,als zu sich1 zu seinem ,selbst gehrig empfindet der ,mensch alles1 was von ihm abhngt1 als zu ,gott gehrig alles1 was nicht von seiner ,willkr abhngt1 wovon im ,gegenteil er abhngt4 ,es ist natrlich1 da gerade der noch unkultivierte ,mensch sich in der ,gewalt von ,naturkrften fhlt2 aber auch im ,menschen selbst wirken ,krfte1 die nicht von seinem ,willen abhngen3 sein ,leben und ,sterben1 sein ,lieben und ,hassen1 seine ,schaffenskraft und sein ,unvermgen4 ,das ,gemt ist dem ,menschen sein ,dmon1 hat schon ,heraklit gesagt4 ,alle menschlichen ,krfte1 die nicht von seinem ,willen abhngen1 empfand der ,mensch ebensogut als gttlich wie die auer ihm herrschenden4 ,man hat sie neuerdings wohl das ,unbewute genannt oder darunter mitbegriffen2 das1 was ich meine1 sollte man richtiger das ,unwillkrliche nennen1 das1 was in uns wirkend doch nicht von unserem ,willen abhngt4 ,allerdings entsteht das1 was von uns unabhngig in uns gewirkt wird1 nach antikem ,sprachgebrauch das ,dmonische1 ohne unser ,wissen2 erst das vollendete ,ergebnis1 sei es ,idee1 ,gefhl1 ,gestalt1 tritt in unser ,bewutsein1 und insofern kann man vom ,unbewuten sprechen4 ,alles das1 was uns nicht erst als fertiges ,ergebnis ins ,bewutsein tritt1 sondern was wir selbst machen1 gehrt in das ,gebiet des ,selbstbewutseins4 ,stellt man ,selbstbewutes und ,unbewutes einander gegenber1 so sollte man im ,sinn haben1 da im ,unbewuten das ,bewutsein des ,nicht-,ich fr das ,ich eintritt1 da man also ebensogut von ,allbewutsein oder ,gottbewutsein sprechen kann4 ,volkstmlich ist der ,unterschied stets empfunden worden und ganz richtig als ,unterschied von ,kopf und ,herz bezeichnet2 nur fhrt dieser ,ausdruck leicht zu dem ,miverstndnis1 als handle es sich um einen ,unterschied von ,gefhl und ,gedanke1 was durchaus falsch ist1 da auch ,gedanken aus dem ,herzen kommen3 wir nennen sie ,ideen oder ,einflle4 ,wir sind ,menschen1 soweit wir ,kopf1 wir sind ,gott und ,teufel1 soweit wir ,herz sind4 ,gewhnlich sind wir nur bald das eine1 bald das andere1 ein ,durcheinander von beidem2 unser ,ziel ist1 ,gottmensch zu sein1 das heit1 die gesamte gttliche und die gesamte menschliche ,kraft in einer ,person harmonisch zusammenzufassen4 ,der bequemeren bersicht halber setze ich dir ein ,schema her1 wobei ich davon ausgehe1 da die gttlich-menschliche ,kraft sich bildend1 handelnd und denkend uert4 ,herz ,kopf ,gott ,mensch ,mssen ,wollen ,bilden oder wachsen lassen ,machen ,taten tun berlegt handeln ,ideen haben ,denken ,wenn du einmal fr den im ,menschen sich offenbarenden ,gott das ,dmonische setzest1 welchen ,wortes ,bedeutung dir ja wohl ohnehin klar war1 so werden dir viele ,aussprche aus der ,bibel und von ,luther sofort viel verstndlicher sein und helleres ,licht ausstrahlen4 ,nehmen wir den ,spruch3 ,wenn wir auch sndigen1 so sind wir doch die ,deinen und wissen1 da du gro bist4 ,das heit3 ,wir sndigen1 unsere ,leidenschaft reit uns hin1 wir bereuen es1 aber unsere ,reue macht uns nicht kraftlos und mutlos4 ,denn gerade da wir taten1 was wir muten1 beweist uns1 da wir ,kraft haben2 diese ,kraft wird uns wieder emporheben und uns groe oder gute ,taten tun lassen4 ,wenn ,luther sagt3 ,der ,anfang aller ,snde ist1 von ,gott weichen und ihm nicht trauen1 so heit das3 wer sich nicht auf sein ,herz1 nur auf seinen ,kopf verlassen kann1 der hat keinen inneren ,frieden1 keine ,sicherheit und keine ,kraft4 ,wenn ,luther sagt1 der ,glaube verschlinge die ,snde sofort auch ohne ,reue1 so heit das wie oben3 dmonische ,menschen werden sndigen1 aber auch schaffen4 ,wie befremdet zunchst das ,wort3 ,was ,gott nicht geboten hat1 das ist verdammt4 ,und es heit doch nur1 was jedem unmittelbar einleuchtet3 ,wer ,ideen und ,gefhle hat1 so stark1 da sie ihm zum ,fhrer und ,wegweiser werden1 der ist selig4 ,quo dii vocant eundum ist eine alte ,devise1 die ich als ,kind einmal las und mir zum ,motto whlte1 ohne ihren ,sinn so logisch zu verstehen1 wie ich jetzt tue4 ,ein ,christ soll pochen nicht auf sich1 noch auf ,menschen1 noch auf den ,mammon1 sondern auf ,gott6 ,das heit3 ,wir sollen uns nicht auf irgendeine weltliche ,macht1 noch auf die ,gedanken1 berlegungen1 ,absichten verlassen1 die von uns selbst oder anderen ausgehen1 sondern auf die gttliche ,stimme in uns1 auf unser ,gefhl und ,gewissen4 ,alle ,pflanzen1 die mein himmlischer ,vater nicht gepflanzt hat1 werden ausgereutet1 ,matth4 #ae1 das heit3 ,nicht das ,machwerk1 sondern das ,kunstwerk1 das ,gewordene1 ,gewachsene1 nicht die moralische ,handlung1 sondern die ,tat aus dem ,herzen lebt und zeugt ,leben4 ,ist es nicht eigentmlich1 da es wahrscheinlich viele ,menschen gibt1 die der ,meinung sind1 der ,spruch bedeute1 da jeder ,mensch verworfen sei1 der nicht jeden ,sonntag zur ,kirche gehe1 der nicht zu gegebener ,zeit bete und dergleichen2 und da sein wahrer ,sinn ungefhr auf das ,gegenteil hinausluft8 ,am schrecklichsten zrnt ,gott1 sagt ,luther einmal1 wenn er schweigt1 nach seiner ,drohung bei ,jeremias3 ,mein ,geist wird nicht mehr ,richter sein auf ,erden4 ,dann tritt an die ,stelle lebendigen ,wachstums abschnurrende ,mechanik4 ,es ist merkwrdig1 da ein ,jahrhundert nach ,luther der seltsame ,hang die ,menschen ergriff1 das ,perpetuum mobile zu erfinden4 ,die heimliche ,lust am ,automatischen und zugleich das ,grauen davor gibt den ,werken ,e4 ,t4 ,a4 ,hoffmanns ihren grotesken ,charakter1 die ,ahnung des ,verhngnisses seiner ,zeit1 mit der er zu seiner eigenen ,verzweiflung selbst verwachsen war4 ,v ,ein gewisses ,brummen1 das du hast ausgehen lassen1 fasse ich als ,zeichen auf1 da ich wie jene dir hoffentlich bekannte ,brenbraut dich richtig gekraut und gekrabbelt habe4 ,sogleich werde ich bermtig und gehe vom antiken ,gottesbegriff1 der dir offenbar kongenialer ist1 zum christlichen ber4 ,insofern nun ,gott nie etwas anderes sein kann als die eine ,kraft1 von der alle ,krfte ausgehen und in die alle ,krfte mnden1 stimmen natrlich die ,gottesbegriffe aller reifen ,vlker im wesentlichen berein4 ,doch gibt es auch einen wesentlichen ,unterschied zwischen antiker und christlicher ,gottesauffassung1 der dir um so strender sein wird1 als du ihn vermutlich nur sprst und nie ,lust gehabt hast1 ihn genau zu untersuchen4 ,wenn ich dir nun zum voraus schwre1 da das ,christentum trotz des ,unterschiedes doch die ,erfllung der ,sehnsucht der ausgehenden ,antike war1 weswegen es ja auch bei den ,griechen sich befestigte und nicht bei den ,juden1 so wirst du mir von vornherein geneigter zuhren4 ,der christliche ,gott ist1 wie du weit1 ein offenbarter und ein dreieiniger ,gott1 das heit3 er offenbart sich dreifach4 ,schon die ,alten wuten1 da ,gott in seiner ,majestt von den ,menschen nicht ertragen werden kann3 ,semele wurde von ,zeus verzehrt1 als sie ihn in seiner ,gttlichkeit schauen wollte4 ,das reine ,sein1 die ,kraft an sich1 ist den ,sinnen nicht zugnglich4 ,wir knnen auch nichts darber aussagen1 denn es ist jenseit aller ,gegenstze1 und ,eigenschaften sind erst im ,gegensatz wahrnehmbar4 ,eigenschaften gehren einem ,einzelnen zu eigen1 ,gott ist aber nichts ,einzelnes1 sondern das ,ganze4 ,insofern ,gott nichts ,einzelnes ist1 ist er zugleich das ,nichts1 denn nichts heit nicht etwas2 das ,nichts und das ,all ist also dasselbe4 ,ein ,gegensatz zu ,gott wre demnach doch vorhanden1 nmlich das ,einzelsein oder die ,vielheit2 aber dieser ,gegensatz ist im ,sein enthalten1 wie die ,heilige ,schrift sagt3 in ihm leben1 weben und sind wir4 ,das indessen knnen wir doch vom ,wesen ,gottes aussagen1 da er ,geist ist2 denn ,gott an sich ist unsichtbar4 ,ferner kann er nichts anderes sein als ,kraft2 denn ,gott kann nicht leidend sein2 sein ,wesen ist ,wirken4 ,eine ,kraft1 ein ewig ,wirkendes1 ist aber ohne einen ,stoff1 ein ,passives1 auf das sie wirken kann1 nicht zu denken2 ,gott und die ,welt sind nur fr unser ,begriffsvermgen zu trennen1 wir sind gezwungen1 zeitlich und rumlich zu denken und sagen also3 ,gott schuf die ,welt1 als ob die ,kraft irgendwann einmal ohne ,stoff gewesen wre4 ,da das ,sein wird1 richtiger ausgedrckt1 da mit der werdenden ,erscheinung ein unsichtbares ,sein verbunden ist1 von welchem sie abhngt1 ist ein ,geheimnis1 auf das man immer wieder stt1 wenn man sich mit den letzten ,dingen beschftigt1 und vor welchem es geboten ist innezuhalten4 ,die ,welt wre ein der ,mechanismus1 wenn dies ,geheimnis nicht wre4 ,bei ,gott ist alles auf einem ,haufen1 sagte ,luther2 das heit3 er ist jenseit von ,zeit1 ,raum und ,vielheit4 ,da wir hier aber an der ,grenze der gttlichen ,majestt stehen1 glaube ich den mythischen ,ausdruck gebrauchen zu drfen3 ,gott schuf die ,kreatur4 ,luther sagte gewhnlich ,kreatur1 um die gesamte ,erscheinung1 den gesamten ,nicht-,gott zu bezeichnen2 wir sind gewohnt1 von ,stoff1 ,schpfung1 ,welt zu sprechen4 ,nehmen wir das ,bewutsein als ,standpunkt1 so sagen wir nicht1 ,gott schuf die ,welt1 um etwas zu haben1 worauf er wirken knne1 sondern um sich zu erkennen1 um seiner bewut zu werden4 ,auch dies ist wieder mythisch ausgedrckt1 da ja ,gott natrlich nichts fehlt1 und wir ihn uns als von jeher so gut selbstbewut wie unbewut vorstellen mssen4 ,wir knnen aber die ,tatsache1 da man zugleich nichtbewut und selbstbewut sein kann1 mit dem ,verstande nicht fassen1 obwohl wir sie fhlen knnen1 da wir sie an uns selbst erfahren4 ,und dabei will ich gleich bemerken1 da wir immer von uns auf ,gott und von ,gott auf uns schlieen knnen1 was mir1 als ich zuerst darauf kam1 einen geheimnisvollen und fast schauerlichen ,eindruck machte4 ,doch ist es durchaus nicht merkwrdig1 sondern folgt mit ,notwendigkeit daraus1 da ,gott uns zu seinem ,bilde schuf1 um sich in uns zu erkennen4 ,gott schuf das ,abbild seiner selbst1 seinen ,sohn1 ihm zum ,ebenbilde1 sich ganz gleich1 ,christus1 den ,erstling seiner ,kreatur4 ,aber als er erschaffen war1 schlief er2 er war ganz ,stoff1 ganz ,passivitt1 ganz unbewut4 ,wie sollte sich ,gott1 die pure ,kraft1 im puren ,stoff erkennen8 ,der ,schlfer mute die ,augen ffnen1 damit ,gott hineinsehen knne4 ,um ihn sehend zu machen1 nahm ,gott mit ihm dasselbe vor1 was er mit sich vorgenommen hatte1 um selbst bewut zu werden3 er spaltete ihn in zwei1 das heit3 er machte aus dem ganzen ,menschen1 der ,christus htte sein sollen1 das ,menschenpaar1 ,adam und ,eva1 den aktiven ,mann und das passive ,weib4 ,mit dieser ,teilung oder ,polarisierung1 die durch die gesamte ,schpfung geht1 entstand noch etwas1 nmlich die ,schlange oder der ,teufel4 ,gott konnte sich nur in einer ,kraft selbst erkennen1 das ist klar2 denn die ,kraft oder ,aktivitt ist ja sein ,wesen2 diese ,kraft mute aber von ihm unterschieden sein1 denn sonst wre sie ja mit ihm selbst eins1 und der ,zweck des ,sicherkennens knnte nicht erzielt werden4 ,ein ,sein oder eine ,kraft aber1 die nicht ,gott ist oder sein darf1 mu ,gott entgegengesetzt sein1 sozusagen ein ,gegengott2 denn er ist ja aus ,gott1 hat aber die ,aufgabe1 nicht ,gott selbst zu sein4 ,ich finde1 man stellt sich das am besten vor1 wenn man sich ,gott als einen ,strahl denkt1 der sich durch irgendeine ,materie hemmt und spiegelt1 gegen sich selbst umbiegt2 noch besser als ,sonne1 deren unendliche ,strahlen vom unendlichen ,stoffe zurckgeworfen werden4 ,dieser abgeleitete oder reflektierte ,strahl ist ,gott und ,teufel1 ,gott insofern er aus ,gott1 gttliche ,kraft ist1 ,teufel insofern er sich fr ,gott selbst hlt und dadurch ,usurpator1 ,rebell1 ,gegengott wird4 ,die ,selbstsucht im allereigentlichsten ,sinn1 die ,sucht1 alles auf sich zu beziehen1 sein ,ich1 das in ,wirklichkeit nur ,mittelpunkt einer ,einzelheit und ,trabant des ,all-,mittelpunktes ist1 fr einen selbstndigen ,mittelpunkt zu halten1 diese ,selbstsucht ist es1 was in der ,bibel und bei ,luther der ,teufel oder das ,bse genannt wird4 ,das ,bse soll nicht sein1 aber es mu sein1 damit ,gott sich selbst erkennen1 oder1 wenn du lieber willst1 damit ,leben sein kann4 ,gott ist ein ,gott des ,lebens1 heit es in der ,bibel1 ,gott hat ,lust zum ,leben4 ,ohne ,gegensatz aber1 ohne die zwischen zwei entgegengesetzten ,polen entstehende ,spannung ist kein ,leben denkbar3 ohne das menschliche ,ich wre nur ,allsein1 das gleichbedeutend mit ,nichtsein ist4 ,du knntest die ,notwendigkeit des ,teufels oder des ,bsen mythisch auch so erklren3 die pure ,aktivitt mte notwendigerweise die pure ,passivitt zerstren2 die ,aktivitt mu sich also eine ,hemmung1 einen ,widerstand setzen1 damit der ,stoff1 den sie braucht1 um zu wirken1 nicht verzehrt wird4 ,diese ,hemmung gibt sich ,gott1 indem er dem ,stoff ,odem einblst1 ihm einen ,teil seines ,wesens1 seiner ,kraft gibt1 die er selbstndig fr sich benutzen nicht nur darf1 sondern sogar mu1 damit ,gott nicht nur eine zerstrende1 sondern zugleich eine schaffende ,kraft ist4 ,wir haben also den merkwrdigen ,fall1 da der ,teufel1 die menschliche ,ichsucht1 da sein mu1 damit ,gott kein ,teufel ist4 ,miverstehe mich aber bitte nicht so1 als htte ich gesagt1 der ,mensch1 oder die aktive ,kraft des ,menschen1 und der ,teufel wren ein und dasselbe4 ,die ,kraft ist ja ihrem ,wesen nach gttlich2 teuflisch ist nur der ,irrtum des ,menschen1 seine ,einzelkraft fr ,gott selbst zu halten4 ,gott liebt die ,welt1 weil er wei1 da sie aus ihm und in ihm ist3 ,liebe ist ,bewutsein der ,zusammengehrigkeit4 ,solange der ,mensch dies ,bewutsein1 da alle erscheinenden ,krfte ,ausstrahlungen der gttlichen ,kraft sind1 nicht hat1 sondern seine ,kraft fr den ,mittelpunkt hlt1 ist er dem ,teufel verknechtet4 ,der ,teufel ist also nur etwas ,negatives1 ein ,irrtum1 ein ,mangel an ,erkenntnis1 und kann deshalb nicht selbst als ,person im ,fleisch erscheinen4 ,er ist nur bei der ,erschaffung der ,welt mit entstanden1 wie der ,schatten eine ,begleiterscheinung von ,licht und ,krper ist4 ,mit der ,krperwelt1 die ausgedehnt ist und im ,raum erscheint1 ist der ,kampf ums ,dasein gegeben4 ,seiner gttlichen ,art nach mu jedes ,wesen berall und immer sein wollen1 was nur im ,sein1 nicht aber in der ,auenwelt bei der ,undurchdringlichkeit der ,krper sein kann4 ,leicht beieinander wohnen die ,gedanken1 doch hart im ,raume stoen sich die ,sachen1 heit es bei ,schiller4 ,durch die ,undurchdringlichkeit der ,krperwelt1 dadurch1 da sie das ,licht nicht durchlt1 das heit eben dadurch1 da sie auch ,stoff und nicht nur ,kraft ist1 entsteht der ,schatten4 ,der ,schatten steht zum ,lichte in einem gegenstzlichen ,verhltnis1 indem der ,schatten wchst1 wenn das ,licht abnimmt1 und umgekehrt4 ,wre kein ,schatten1 wre lauter ,licht1 es wre dann aber auch nichts ,einzelnes1 das heit nichts4 ,dasselbe lt sich vom ,teufel sagen3 er ist nicht seiend und nicht erscheinend1 er hat keinen ,krper1 ist aber von der krperlichen ,welt unzertrennlich4 ,luther nennt den ,teufel hufig den ,affen ,gottes1 insofern alles1 was der selbstbewute ,mensch denkt und tut1 eine ,nachahmung gttlichen ,denkens und ,tuns ist1 oder insofern der selbstbewut gewordene ,mensch das mit ,absicht ausfhrt1 was der instinktive ,mensch unbewut tut4 ,der wesentlich aktive1 selbstische1 alles auf sich beziehende ,mensch ist der ,mann4 ,es wrde1 da es unzhlig viele ,ichs gibt1 ein bestndiger ,krieg aller gegen alle herrschen1 wenn der ,mann nicht in sich und auer sich eine passive ,hlfte htte2 die passive ,hlfte1 die er auer sich hat1 ist das ,weib4 ,da das ,weib1 wesentlich ,stoff1 ,gott zugehrt1 ist schon daraus ersichtlich1 da er durch sie1 ohne ,mitbettigung ihres bewuten ,willens1 ,menschen schafft2 das ,weib gestaltet unwillkrlich im ,stoffe4 ,aus der ,schpfungsgeschichte weit du1 da die ,schlange ,eva1 nicht ,adam verfhrte2 denn sie1 die mit ,gott ,verbundene1 mute fallen1 wenn ,gott gestrzt werden sollte1 und ihre ,schwche bot auch einen ,angriffspunkt4 ,als ,stoff gut1 selbstlos1 deshalb aber auch unendlich verfhrbar1 gab sich ,eva wirklich dem ,gegengott hin1 was die ,fortpflanzung1 die ,entwickelung1 das ,leben erst mglich machte4 ,das ,weib liebt nicht ,gott1 die ,gte1 sondern den ,selbstschtigen1 der sie leiden macht1 weil er nur sich selbst lieben kann4 ,durch das ,leiden kommt sie1 weil ,leiden bewut macht1 zur ,erkenntnis ihres ,herrn und stellt die ,verbindung zwischen der ,welt und ,gott wieder her4 ,die ,bestimmung der ,frau ist1 die selbstische1 verteufelte ,welt mit ,gott zu verbinden1 der ,genius und ,schutzgeist des ,mannes zu sein1 wie auch in ,sage und ,geschichte die ,frau als diejenige auftritt1 die den ,mann zu groen ,taten anregt1 ihm gegenber die gttlichen ,gedanken vertritt4 ,oft allerdings1 wenn sie mehr ihm als ,gott dient1 vertritt sie auch seine teuflischen ,gedanken1 wovon ,lady ,macbeth ein ,beispiel ist4 ,heute ist die ,frau nicht mehr der ,genius des ,mannes1 weder im ,guten noch im ,bsen1 weil keine ,nachfrage mehr nach solchen ,frauen ist4 ,der heutige ,mann1 ganz weltlich1 will nur ebensolche ,frauen1 oder1 schwankend zwischen ,welt und ,gott1 will er sie entweder moralisch oder was man erotisch nennt2 den reinen ,atem der gttlichen ,natur fhlt er nicht oder er ist ihm zu stark1 der nur abwechselnd gereizt und in ,ordnung gehalten werden will4 ,nun aber hat der ,mann auch eine passive ,hlfte in sich1 wie ihrerseits die ,frau auch eine aktive ,seite hat4 ,der blo aktive ,mann wre ein ,teufel1 etwas nicht ,existierendes1 die blo passive ,frau wre purer ,stoff1 was es ebensowenig gibt4 ,ganz ohne inneren ,gegensatz lebt nichts4 ,jeder ,mann ist auch durch sich selbst mit ,gott verbunden1 in sehr wechselnden ,graden1 jede ,frau ebenso durch sich selbst mit der ,welt4 ,der ,mann im eigentlichen ,sinne aber1 seinem ,wesen nach1 ist aktiv1 persnlich1 selbstisch1 teuflisch1 wie die ,frau ihrem ,wesen nach passiv1 unpersnlich1 unselbstndig1 ,gott angehrig4 ,insofern jedoch steht der ,mann seinem ,wesen nach ,gott nher1 als er ,kraft ist4 ,es ist wohl eine ,entschuldigung1 zugleich aber das ,verdammungsurteil der ,frau1 da1 wenn sie bse ist1 die ,ursache immer ,liebe zu einem ,manne ist2 denn das zeigt ihre stoffliche ,natur an4 ,daraus ist zu erklren1 da alte ,theologen der ,frau die ,fhigkeit absprachen1 in den ,himmel zu kommen4 ,indessen sagte ,luther1 obwohl sonst so gut paulinisch3 ,wenn aber kein ,mann predigt1 so wre vonnten1 da die ,weiber predigen4 ,er fhlte1 da ,mann und ,frau bestimmt sind1 alle ,stufen der ,entwickelung durchzumachen1 in der ,weise1 da der ,mann seine passive1 die ,frau ihre aktive ,seite auszubilden hat4 ,offenbar wird das der ,frau sehr schwer1 da sie trotz der unsglichen ,leiden1 die aus ihrer ,passivitt flieen1 immer wieder in dieselbe zurcksinkt4 ,ich bewundere das an ,luther1 da er1 der das ,teuflische in sich und auer sich so leidenschaftlich bekmpfte1 doch die ,notwendigkeit1 ich mchte sagen die ,wrde des ,teufels erkannte4 ,er sagt von sich selbst1 da er ohne den inneren ,widersprecher1 den ,teufel1 nie zu seiner ,theologie gekommen wre1 und gelegentlich auch1 da die ,anfechtungen ,gott lieb wren1 wenn sie zur wahren ,erkenntnis fhrten4 ,es ist der ,fehler vieler sogenannten ,frommen1 da sie den ,teufel aus der ,welt schaffen wollen und von einem ,himmel trumen1 wo lauter ,gte und ,frieden sein soll4 ,dadurch verleiden sie ,christentum1 ,religion und ,frmmigkeit2 denn jeder ,mensch1 wenigstens jeder naive ,mensch1 hat den ,instinkt1 den ewigen ,sonntag und ,engelsgesang unertrglich langweilig zu finden4 ,luther verga nie1 da der ,teufel ein ,frst und von ,gott zugelassen1 ja auch in ,gott ist2 seinen ,gegnern gegenber betont er und belegt mit biblischen ,beweisstellen1 da ,gott auch in der ,hlle gegenwrtig zu denken ist4 ,an diese ,notwendigkeit des ,gegensatzes denken diejenigen von ,luthers ,anhngern nicht1 die ihrer ,verehrung gelegentliche ,worte des ,bedauerns ber die vermeintlichen ,schattenseiten seines ,charakters glauben hinzufgen zu mssen1 ber seinen ,stolz1 seine ,heftigkeit1 seine ,kampflust1 seinen ,starrsinn4 ,ja1 wre er ein ,engel im landlufigen ,verstande gewesen1 so wre er kein groer ,mann gewesen4 ,es gibt ,menschen1 die behaupten1 eine ganz einfache ,frau oder ein ,kind1 womglich ein ,negerkind1 wre ein greres ,genie als zum ,beispiel ,beethoven -- ,leute1 die an ,entkrftung leiden und sich darum nach der ,gott vermittelnden ,passivitt zurcksehnen4 ,natrlich kann man niemand hindern1 bloen ,instinkt ,genie zu nennen1 nur wird sich der ,betreffende dann mit der ,mehrzahl der ,menschen schwerlich verstndigen1 die unter ,genie wesentlich die schaffende ,kraft verstehen4 ,und dazu gehrt eben beides3 auch maloses ,sichselbstwollen und ,sichselbstbekennen1 der ,teufel4 ,luzifer1 der erste ,rebell1 war der schnste unter den ,engeln2 ,adler und ,lwen sind gttliche ,geschpfe1 obwohl sie ,lmmer zerreien1 weie1 unschuldige ,tiere4 ,man kann als psychologisches ,axiom aufstellen1 da ein ,wesen desto grer ist1 je grere ,gegenstze es umfat4 ,das gerade ist die unsgliche ,herrlichkeit ,gottes1 da er den ,teufel in sich begreift4 ,er spaltete sich in positive und negative ,kraft1 um in der berwindung der zwischen diesen entgegengesetzten ,krften entstehenden ,spannung ,leben zu schaffen4 ,macht es dir als ,mann ,vergngen1 da ich die ,domne des ,mannes feiere8 ,ach1 die modernen ,mnner haben wenig ,ursache1 sich des ,teufels zu rhmen3 seine ,zeit ist um4 ,das ,flmmchen1 das unter seinen ,fen knistert1 langt gerade noch1 um ein ,mdchenherz oder eine ,zigarre damit zu entznden1 die ,hauptmasse des ,feuers treibt ,fabriken4 ,ich wei nicht1 wie weit das auf dich pat2 aber ich bilde mir ein1 du habest auch lechzende ,zungen eingemauert4 ,wre nicht eine verheerende ,feuersbrunst schner gewesen8 ,die ,leute haben sich stets am bel in der ,welt gestoen1 haben ,gott gern das ,bse zum ,vorwurf gemacht1 haben gemeint1 sie1 als ,gott1 wrden eine ,welt ohne ,teufel schaffen2 nun werden ihnen alle diese ,rtsel durch das ,aussterben des ,teufels erklrt4 ,es wird ihnen klar werden1 da1 wenn der ,teufel stirbt1 zugleich auch ,gott stirbt1 fr uns wenigstens1 denen er sich in der ,welt offenbarte4 ,das ,verschwinden der ,schatten zeigt an1 da die ,sonne untergegangen ist2 sie ist nicht tot1 aber wir sehen sie nicht mehr1 bei uns ist ,nacht4 ,nun wrden wir sie auch mit den ,fackeln des ,nero licht machen4 ,ein ,werk wie ,burckhards ,kultur der ,renaissance und eine ,erscheinung wie ,nietzsche sind der ,schrei der ,menschheit nach dem ,teufel1 der ebenso berechtigt ist wie der ,schrei nach dem ,kinde4 ,nur lassen weder ,kind noch ,teufel sich willkrlich hervorbringen1 und wenn ich daran denke1 wie viele junge ,leute sich bengalisch beleuchten1 um den ,anschein von ,hlle zu erzielen1 so berluft mich ein ,grauen vor mglichen ,miverstndnissen4 ,es gebrdeten sich ja zu ,nietzsches ,zeit viele als blonde ,bestien1 die nicht ,tierheit genug zu einem einfltigen ,meerschweinchen in sich hatten4 ,aber du1 ,geliebter1 wirst keinen ,verein fr ,snder grnden1 noch fr dich allein ,mustersnden im ,treibhaus zchten1 insofern kann ich mich auf dich verlassen4 ,luzifer verachtet ja den dummen und den bsen ,teufel1 seine ,vorlufer2 ich zrne ihm um so mehr1 als er eben1 unwillkommenes ,licht bringend1 am ,himmel aufgeht und die ,nacht1 wo du mir zuhrst1 beendet4 ,,vi ,geliebter ,freund und gefrchteter vernnftiger ,tadler1 du sagst1 ich htte anstatt von ,gott1 vom ,teufel gesprochen1 und ich leugne das nicht1 vielmehr freue ich mich darber4 ,es kam zufllig und war tiefsinnig3 das ,wort ,teufel hat die ,wurzel dev1 was im englischen ,worte devil noch deutlich zu erkennen ist1 und dev bezeichnet das ,gttliche4 ,ich will nun aber zum ,anfang meines vorigen ,briefes zurckkehren1 wo ich sagte1 da ,gott in seiner ,majestt unzugnglich sei1 da er sich aber nach christlicher ,lehre den ,menschen offenbare1 und zwar ganz und gar1 nichts zurckbehaltend4 ,non est opertum quod non reveletur3 es ist nichts verborgen1 das nicht offenbart werde4 ,und zwar offenbart sich ,gott dreifach4 ,unpersnlich in der ganzen ,schpfung als bildende ,kraft oder ,natur4 ,persnlich in der ,menschheit als ttige ,kraft oder ,liebe4 berpersnlich in der ,menschheit als erkennende ,kraft oder ,geist4 ,er offenbart sich auf diesem dreifachen ,wege nicht nur nacheinander1 sondern auch nebeneinander1 so da er immer und berall zugleich in der ,natur und in der ,menschheit da ist4 ,der ,gott1 der sich in der ,schpfung als bildende ,kraft offenbart1 ist der ,gottvater unseres ,katechismus4 ,er war in der ,antike der ,gott1 der da wachsen lt1 eine ,idee1 die in der ,sprachwurzel phy ausgedrckt war1 von welcher das ,wort ,physis und eine ,reihe bekannter ,zusammensetzungen stammen4 ,zunchst knnen wir sagen1 da ,gottvater alles hat wachsen lassen1 was des ,menschen ,hand nicht gemacht hat3 ,sterne1 ,berge1 ,menschen1 ,blumen1 die gesamte ,schpfung oder ,natur4 ,diesen ,gottvater1 den allmchtigen ,schpfer ,himmels und der ,erden1 preist ,luther in wundervoller ,bildersprache1 die sich an die des ,alten ,testamentes anschliet4 ,er ist das ,allerinwendigste und ,allerauswendigste von allem1 was erscheint1 das1 was unablssig wirkt im kleinsten ,blatt am ,baume wie in den ,sternen uns zu ,hupten4 ,er ist der im ,innern der ,welt verborgene ,knstler1 der nach dem schnen ,ausdrucke ,drers voller ,figur ist4 ,in den ,tischgesprchen trumt ,luther einmal davon1 da der ,mensch nicht eine einzige lebendige ,rose selbst machen knne4 ,man htte darauf antworten knnen1 da sie sich selbst macht4 ,es ist niemand1 der die ,rose oder der unseren ,krper von auen machte1 zusammensetzte1 sondern sie wachsen von innen4 ,insofern knnen wir sagen1 da wir uns selbst machen1 nur da wir es nicht mit bewuten ,willenskrften tun1 sondern mit jener instinktiven ,kraft1 die nicht von unserem ,willen abhngt2 diese nennen wir eben ,gott4 ,doch innen im ,marke lebt die schaffende ,gewalt1 heit es bei ,schiller4 ,es ist der ,geist1 der sich den ,krper baut4 ,es ist deshalb1 nebenbei bemerkt1 nicht anders mglich1 als da das uere das ,innere offenbart4 ,gottvater gestaltet nun aber nicht nur unmittelbar in uns1 sondern auch mittelbar durch die ,kreatur4 ,er bildet ,hhlen und ,nester durch ,tiere und ,kunstwerke durch die ,hand des ,knstlers4 ,nicht alle menschlichen ,hnde whlt er sich1 es sind besondere1 eben ,knstlerhnde4 ,die ,menschen der ,gestaltungskraft sind vorwiegend instinktiv1 naiv1 unbewut1 ,menschen der ersten ,stufe1 wesentlich die vorchristliche ,menschheit4 ,die vorchristliche ,menschheit war wesentlich voll ,figur1 plastisch1 sie hat die ,flle der ,formen geschaffen1 mit denen wir jetzt noch hantieren4 ,die vorchristliche ,menschheit erinnert an die sogenannten vorsndflutlichen ,tiere2 neue ,arten sind nachher nicht mehr erschienen4 ,auch in der nachchristlichen ,menschheit wirkt der gestaltende ,gott1 aber im ,gegensatz zu der an sich positiven1 aber in bezug auf ihn negativen menschlichen ,kraft1 man kann der ,krze halber auch sagen3 im ,gegensatz zum ,teufel4 ,zunchst ist es das ,chaos1 der formlose ,stoff1 die unterste ,stufe des ,teuflischen1 das sich dem ,geformtwerden widersetzt4 ,den passiven ,trieb der ,natur1 sich der ,form zu widersetzen1 die ,form aufzulsen1 drckt ,goethe mit den ,worten aus3 ,die ,natur hngt immer zum ,verwildern hin1 den aktiven ,schiller3 ,die ,elemente hassen das ,gebild der ,menschenhand4 ,der ,widerstand1 den ,chaos und ,elemente fortwhrend dem gttlichen ,bilden entgegensetzen1 lt die natrliche ,form in der ,kunst entstehen2 die reine gttliche ,form macht der ,mensch durch ,abstraktion aus der ,natur1 sie ist nirgends wirklich1 so wenig wie ,gott an sich oder ,geist an sich wirklich ist4 ,man hat die krumme ,linie die ,linie des ,lebens genannt2 sie entsteht durch die ,ablenkung1 die die reine gttliche ,linie durch den ,widerstand des chaotischen ,triebes erfhrt1 und man knnte sie besser die ,linie der ,natur nennen4 ,in der ,kunst ist sie fr die instinktive1 volkstmliche ,kunst im ,gegensatz zur idealen1 persnlichen charakteristisch4 ,man kann den ,begriff des instinktiven ,schaffens bestimmen als ein solches1 bei welchem dem ,bewutsein kein ,bild vorschwebt1 sondern das im ,mae1 wie es sich auswirkt1 als werdendes ,bild erscheint4 ,die instinktiv geschaffenen ,werke sind deshalb auch als ,fragmente ein ,ganzes4 ,die instinktive ,kunst feiert ihre ,triumphe in ,werken1 die von einer ,gesamtheit ausgehen1 in ,stdten1 ,domen1 ,epen zum ,beispiel2 wohl haften legendarische ,namen an ihnen1 aber sie knnen sich nur unter ,mitwirkung vieler und in lngerer ,zeitdauer entwickeln4 ,je mehr das ,selbstbewutsein des ,menschen sich entwickelt1 desto mehr nimmt sein chaotischer ,trieb ab2 es setzt sich nun dem bildenden ,gott die geformte ,persnlichkeit entgegen4 ,das selbstbewute knstlerische ,schaffen ist ein solches1 bei welchem dem ,schaffenden eine ,idee vorschwebt1 und weil das so entstehende ,werk seinem ,wesen nach ein ,ganzes ist1 kann es auch nur als ,ganzes1 als vollendete ,erscheinung genossen werden4 ,das aus dem ,geiste einer ,person geschaffene ,kunstwerk ist ein in sich abgeschlossenes1 nicht fragmentarisches4 ,nur die geistvolle ,persnlichkeit kann das ,chaos ersetzen4 ,jede antikisierende ,kunstrichtung in nachchristlicher ,zeit beruht auf erschlaffter ,persnlichkeit und ,ideenmangel4 ,mit antikisierender ,richtung meine ich aber nicht die italienische ,renaissance2 denn diese war ein natrliches ,wiederaufleben antiker ,formen im selben oder nahverwandten ,volke4 ,es ist unbegreiflich1 wie man jemals verkennen konnte1 da ,luther zwar nicht ,gott und ,natur gleichsetzte1 aber klar erkannte1 dass ,gott sich in der ,natur offenbart4 ,luther war ein leidenschaftlicher ,gegner des ,klosterlebens1 darin mit den meisten seiner ,zeitgenossen bereinstimmend4 ,es ist charakteristisch fr ihn1 da er es nicht wie diese in erster ,linie auf die ,mngel in der ,lebensfhrung der ,mnche hin bekmpfte3 er htte wahrhaft aszetische ,mnche mehr getadelt als unsittliche2 sondern er ruhte nicht1 bis er den ,widerspruch in der ,wurzel ihres ,wesens blogelegt hatte1 da nmlich das ,klosterleben nicht von ,gott eingesetzt1 sondern von ,menschen erdacht ist1 und deshalb nur in der ,welt ,wert haben knne1 whrend es doch gerade vor ,gott ,wert zu haben behauptete4 ,er wies im einzelnen nach1 da ,gehorsam1 ,armut und ,keuschheit ohnehin ,gebote ,gottes sind1 und da die ,mnche sie als besondere ,gebote nur deshalb errichtet haben1 um die gttlichen zu umgehen2 denn sie gehorchen einem besonderen ,oberen1 um sich dem allgemeinen ,gehorsam zu entziehen1 sie verzichten auf ,einzelbesitz1 um als ein von der ,allgemeinheit abgesonderter ,krper zu besitzen1 sie geloben ,keuschheit1 um sich entweder ihren ,begierden ungezgelt im ,verborgenen hinzugeben1 oder um natrliche ,begierden gewaltsam zu unterdrcken4 ,er wies nach1 da ,paulus zwar den angeborenen ,trieb zur ,keuschheit als eine gttliche1 das heit geistige ,gabe gerhmt hat1 da die ,heilige ,schrift aber niemandem unbedingte ,enthaltsamkeit aufzwingen will1 nur ,keuschheit innerhalb der ,ehe4 ,es ist die ,bemerkung gemacht worden1 der moderne ,mensch erwarte1 ,luther werde den ,beweis1 da ,gott die ,ehelosigkeit nicht geboten habe1 aus der ,natur fhren1 er habe aber1 als ein ,sohn seiner ,zeit1 das nicht getan1 sondern sich nur auf die ,bibel berufen4 ,das ist in der ,tat nicht so1 vielmehr sagt er3 ,weil ,gott ,mann und ,weib hat geschaffen1 da sie zusammen sollen1 soll ich mir nicht vornehmen einen anderen ,stand1 auer wenn1 wie schon gesagt1 die natrliche ,neigung zum ehelosen ,leben vorhanden ist4 ,nur wider eingesetzte ,natur soll man nicht ,jungfrau sein wollen4 ,also sage ich auch hiervon1 wir sind alle geschaffen1 da wir tun wie unsere ,eltern1 ,kinder zeugen und nhren1 das ist uns von ,gott aufgelegt1 geboten und eingepflanzt4 ,das beweisen die ,gliedmaen des ,leibes und tgliches ,fhlen und aller ,welt ,exempel4 ,im allgemeinen bezieht sich ,luther immer auf die ,natur1 indem er als gut und beglckend nur das will gelten lassen1 was unser ,herz1 also die ,vertretung des ,gttlichen in uns1 fordert4 ,gott hat auch seine ,richtschnur und ,kanones1 sagt er in den ,tischreden1 die heien die zehen ,gebote1 die stehen in unserm ,fleisch und ,blut1 und ist die ,summa davon das1 was du willst dir getan haben1 das tue du einem andern auch4 ,man solle berhaupt die zehn ,gebote nicht deshalb halten1 fhrt er an anderer ,stelle aus1 weil ,moses sie gegeben habe1 denn der ,christ sei frei vom ,judentum1 sondern weil das natrliche ,gesetz nirgends so fein und ordentlich verfat sei wie bei ,moses4 ,einen ,gott haben1 sei nicht ,moses ,gesetz allein1 sondern auch natrliches ,gesetz1 wie ,paulus gesagt habe2 auch die ,heiden wten1 da ein ,gott sei4 ,ebenso lehre auch das ,naturgesetz das ,gebot der ,liebe1 in welchem alle ,gebote des ,moses aufgingen3 ,liebe deinen ,nchsten als dich selbst4 ,sonst1 wo es nicht natrlich im ,herzen geschrieben stnde1 mte man lange ,gesetz lehren und predigen1 ehe sichs das ,gewissen annhme2 es mu es auch bei sich selbst also finden und fhlen1 es wrde sonst niemand kein ,gewissen machen4 ,wiewohl der ,teufel die ,herzen so verblendet und besitzt1 da sie solch ,gesetz nicht allzeit fhlen4 ,das natrliche ,gesetz sei allen gemeinsam2 daneben knnten die ,vlker ihre eigenen ,ordnungen haben1 wie die ,sachsen den ,sachsenspiegel1 die aber nur dem betreffenden ,volke1 nicht allen ,menschen verbindlich wren4 ,da man den ,sabbat oder ,sonntag feiere1 msse man nicht tun1 weil es ,moses geboten habe1 sondern weil die ,natur lehre1 da ,mensch und ,vieh sich jezuweilen einen ,tag erquicken mssen4 ,in ,krankheitsfllen rt er1 entweder natrliche ,arznei zu gebrauchen oder aus tiefem ,herzen zu ,gott zu beten2 wieder das ,natrliche dem ,gttlichen gleichsetzend4 ,das ,recht betreffend sagt er1 ein gutes ,urteil knne nicht aus ,bchern gesprochen werden1 sondern aus freiem ,sinn daher1 als wre kein ,buch4 ,aber solch freies ,urteil gibt die ,liebe und natrliches ,recht1 des alle ,vernunft voll ist4 ,es sei eine ,schande1 sagt er1 als er zur ,grndung von ,schulen ermahnt1 da man sich reizen lassen msse1 die ,kinder und das ,volk zu erziehen1 da doch die ,natur selbst einen dazu antriebe4 ,so bezieht sich ,luther hufig auf die ,natur1 als in der ,gott sich offenbare1 die aber vom ,teufel verderbt sei4 ,dieser ,umstand1 da die ,natur und mit ihr das menschliche ,herz1 denn das ist ja ,natur1 nicht nur ,gott1 sondern auch dem ,teufel offen ist1 wird von den meisten ,menschen nicht bedacht2 gerade weil ,luther so umfassend blickte1 wurde und wird er miverstanden4 ,es gibt viele1 fr die alles ,natrliche schon gttlich und vorbildlich ist2 andere1 die das ,natrliche dem ,guten schlechthin entgegensetzen und der ,natur entraten zu knnen glauben3 ,luther wollte sie gereinigt1 aber als ,gott zugehrig geschont wissen4 ,durch das ,wort erhalte die ,natur1 sagte er1 keine neue ,kraft1 sondern werde in ihrer alten besttigt2 da demnach eine und dieselbe ,kraft im ,menschen ist1 aus welcher ,kraft sollte er leben1 wenn diese zerstrt wre8 ,die selbsterwhlte ,geistlichkeit und ,unbarmherzigkeit ber den eigenen ,leib ist ihm verhat1 da wir uns selbst also ums ,leben bringen1 so doch ,gott geboten hat1 man sollte des ,leibes pflegen und ihn nicht tten4 ,kasteiung drfe nur getrieben werden zur ,dmpfung der ,unkeuschheit1 nicht bis zur ,verderbung der ,natur4 ,wo aber dies ,ziel bergangen wird1 und die ,fasten usw4 hher getrieben sind1 denn das ,fleisch leiden kann oder zur ,ttung der ,lust not ist und damit die ,natur verdorben1 der ,kopf zerbrochen wird1 da halte ihm niemand vor1 da er gute ,werke getan habe 444 ,er wird geachtet werden als einer1 der sich selbst verwahrlost1 und so viel an ihm ist1 ist er sein eigener ,mrder geworden4 ,denn der ,leib ist nicht darum gegeben1 ihm sein natrliches ,leben oder ,werk zu tten1 sondern allein seinen ,mutwillen zu tten4 ,aus diesem ,satze1 da ,gerechtigkeit zwar geschehen msse1 aber nur soweit die ,natur dabei erhalten bleiben knne1 leitet ,luther unter anderem ab1 da ,aneignen fremden ,gutes1 um den ,hunger zu stillen1 nicht als ,diebstahl betrachtet werden drfe1 wie in den ,sprchen ,salomonis steht3 ,wir sollen den ,dieb nicht verachten1 wenn er stiehlt1 auf da er satt werde1 wenn ihn gehungert hat1 was auch nach unserem heutigen ,gesetze ,geltung hat4 ,gott hat seine ,gebote nicht gegeben1 da der ,leib1 die ,habe oder die ,seele umkommen1 sondern da dies in seinen ,geboten vor ,schaden bewahrt werde4 ,darum sind sie immer so zu verstehen1 da du gleichzeitig nicht vergissest1 da ,gott den ,leib geschaffen habe1 die ,seele und den ,geist1 und da er will1 du sollst dich darum bekmmern1 auf da1 wenn eines davon in ,gefahr kommt1 du nun wissest1 da seine ,gebote nicht mehr ,gebote sind4 ,welche ,khnheit in diesen ,gedanken1 die ungeheure ,folgerungen einschlieen6 ,luther deutet sie selbst an in den ,worten3 ,in der ,not sind alle ,gter gemeinsam4 ,du weit1 mit welcher ,hrte er den aufrhrerischen ,bauern entgegentrat1 und wie er berhaupt jede gewaltsame ,auflehnung gegen die ,obrigkeit1 sei sie auch noch so ungerecht1 verurteilte4 ,doch1 sagte er1 treibe sie es allzu arg1 werde ,gott einschreiten4 ,es knnen ,flle eintreten1 wo ,gottes ,gebote nicht mehr ,gebote sind1 wo ,krieg oder ,revolution notwendig werden2 aber kein einzelner darf das machen1 kein ,grund1 den ein einzelner beibringen knnte1 wrde es rechtfertigen1 sondern die ,not mu es bringen1 die ,natur1 durch die ,gott seinen allmchtigen1 unwidersprechlichen ,willen verkndigt1 wenn der ,mensch entartet1 vom gttlichen ,geiste zu weit abgewichen ist4 ,es gibt geschichtliche ,ereignisse1 die mit der ,unabwendbarkeit von ,naturereignissen eintreten1 weil die menschliche ,willkr so berhandgenommen hat1 da die ,natur unter ,menschenwerk ersticken wrde1 wenn sie es nicht verschlnge4 ,solche geschichtlichen ,naturereignisse nennen religise ,menschen mit ,recht ,strafgerichte ,gottes2 sie sind nicht an sich gut1 aber infolge menschlicher ,verirrung notwendig1 von ,gott gewollt1 um die ,natur vor gnzlicher ,verderbung zu retten4 ,schiller vergleicht die ,emprung der ,natur mit dem angeketteten ,lwen1 der des numidischen ,walds pltzlich und schrecklich gedenkt4 ,er hat diese ,idee in seinem ,tell ausgefhrt und insbesondere in die bekannten ,worte gefat3 ,nein1 eine ,grenze hat ,tyrannenmacht und ,gott hilft nur dann1 wenn ,menschen nicht mehr helfen4 ,es ist durchaus lutherisch gedacht1 da die ,revolution nicht von ,tell1 sondern vom ,volke ausgeht1 dessen ,gesamtwillen er nur in einer ,tat vollzieht1 die ihm die ,notwendigkeit im ,verein mit dem ,zufall1 ,gott in der ,natur1 aufzwingt4 ,niemals erscheint ,luther als grmlicher ,gegner der ,lebenslust1 sondern er ermuntert zur ,freude4 ,er erinnert daran1 da ,christus selbst auf der ,hochzeit erschien und ,wasser in ,wein verwandelte1 und er wiederholt die schnen ,worte des ,predigers3 ,gehe hin frhlich1 i und trink und wisse1 da dein ,werk ,gott wohlgefalle4 ,allezeit la dein ,kleid wei sein und das l deinem ,haupte nimmer gebrechen4 ,geniee dein ,leben mit dem ,weibe1 das du lieb hast1 an allen ,tagen deiner unstetigen ,zeit1 die dir gegeben sind4 ,das allerdings ist die ,bedingung1 zu wissen1 da das ,werk ,gott wohlgefalle3 wer ohne inneren ,frieden geniet1 dem ist es ,unrecht4 ,was fr ,beschimpfungen und ,verdchtigungen hat ,luther whrend seines ,lebens und nach seinem ,tode ber sich ergehen lassen mssen1 weil er die ,natur heilig hielt4 ,es ist eigentmlich1 da den ,menschen eine ,art ,wut innewohnt gegen alle1 die ,gott und ,natur in eins fassen2 es ist doch wieder am begreiflichsten1 wenn man sagt1 da es der ,teufel ist1 der die ,natur ,gott entreien und fr sich haben will4 ,sollte einer1 den ,lorbeer krnt1 auch ,rosen tragen drfen8 ,was wird aus den ,festen der ,welt1 wenn die ,magdalenen zu ,christus ,fen liegen8 ,weil ,luthers ,lebenswandel keine ,angriffspunkte im ,sinne der ,welt bot1 warf man ihm vor1 da er seine ,frau aus ,liebe geheiratet habe2 andere wieder finden1 es sei nicht friedlich und salbungsvoll genug in seiner ,ehe zugegangen2 kurz1 man rgert sich so darber1 da er von ,fleisch und ,blut war1 wie die ,zwinglianer sich rgerten1 da der ,leib des ,herrn im ,brot und ,wein sein sollte4 ,,vii ,ich erhielt eine ,karte1 auf welcher nichts weiter stand als dies3 ,du mut nicht immer alles auf einmal sagen wollen4 ,aus deiner ,handschrift schliee ich wohl nicht mit ,unrecht auf dich als ,urheber und antworte dir1 da das schwer zu vermeiden ist1 wenn man vom ,all spricht4 ,die ,leute1 die immer nur von ,einzelheiten reden1 haben es leicht4 ,ich wei1 wie das ganze ,mammut aussehen mu2 wenn es mit der ,zusammensetzung der einzelnen ,knochen hapert1 so hilf mir oder nimm es nicht so wichtig4 ,darin hast du freilich recht1 da es uns nicht eilt3 die herbstlichen ,nchte sind lang1 und meinen ,knig schlfert nicht4 ,an ,gott wolle jeder glauben1 sagte ,luther1 auch die ,heiden taten es2 aber das wollten sie nicht glauben1 da ,gott sich um die ,menschen bekmmere4 ,da der ,denkende auf eine letzte ,ursache aller ,erscheinungen stt1 so ist er an ,gott zu glauben sogar gezwungen1 wie es in der ,bibel heit3 ,die ,toren sprechen in ihrem ,herzen3 es ist kein ,gott4 ,ein solcher ,epikureer bist du vermutlich auch1 wie ,luther diejenigen nannte1 die den fleischgewordenen ,gott ablehnten4 ,da ,gott ,mensch wird1 ist im ,grunde kein anderes ,problem1 als da das ,sein berhaupt wird2 und so mte der1 welcher glaubt1 da ,gott sich in der unbewuten ,natur offenbart1 auch glauben knnen1 da er ,mensch wird4 ,wie dem aber auch sei1 das ,wunder der ,menschwerdung ,gottes ist uns das ,wunderbarste1 und schon alte ,kirchenlehrer meinten1 es msse heien verbum caro facta est1 nicht factum est1 da das ,werden sich nur auf das ,fleisch1 nicht auf das ,wort beziehen knne4 ,ich habe dir krzlich davon erzhlt1 da der reifende ,geist der ,griechen allmhlich anfing1 die ,welt als ,einheit zu erfassen1 und im ,mae1 wie er das tat1 erlosch der ,glaube an die persnlichen ,gtter4 ,schon ziemlich frh taucht die ,idee des ,einen ,gottes auf3 so rief man zum ,beispiel bei ,gebeten smtliche ,gtter an und war sehr besorgt1 keinen auszulassen2 oder man setzte mehreren ,hauptgttern einen gemeinsamen ,altar1 ja man schmolz alle ,gtter schon in den einen ,namen des ,pantheos zusammen4 ,paulus fand in ,athen1 wie er in seiner wundervollen ,rede sagt1 einen ,altar1 auf dem geschrieben stand3 ,dem unbekannten ,gotte4 ,nun verkndige ich euch denselbigen1 dem ihr unwissend ,gottesdienst tut1 sagte er zu den ,griechen4 ,es erscheint zuerst sonderbar1 da der griechische ,geist so weit kam1 zu erkennen1 da ,ein ,gott sei1 der da wirke alles in allem1 da aber dieser ,eine ,gott trotz aller ,beschwrungen nicht erschien1 sondern der ,unbekannte blieb4 ,es hatten sich einst unzhlige ,augenblicksgtter zu persnlichen ,gttern verdichtet2 man sollte meinen1 einer derselben1 ,zeus etwa oder ,apollo1 htte nun seinerseits alle andern besiegen und als der gesuchte ,eine ,gott hervortreten knnen4 ,das ging indessen deshalb nicht1 weil dies nicht ,augenblicksgtter1 ,begriffsgtter1 sondern persnliche ,gtter waren1 und das ,persnliche ist unteilbar1 kann nicht in einer anderen ,person aufgehen4 ,es mute ein anderer1 ,mchtigerer kommen1 um die ,olympier vom ,throne zu stoen4 ,jehova htte das nicht sein knnen1 der nur ein persnlicher ,gott mehr in der ,gtterrepublik war1 und dasselbe war mit jedem andern ,gotte irgendeines andern ,volkes der ,fall4 ,man kann sagen1 die ,idee des einen1 unendlichen1 allumfassenden ,gottes sei zu ungeheuer gewesen1 um im menschlichen ,geiste ,person zu werden4 ,das ,unlsbare wurde gelst durch ein ,wunder3 die ,idee personifizierte sich nicht im menschlichen ,geiste1 sondern sie erschien im ,fleisch als ,jesus ,christus4 ,in dem ,gottmenschen konnten alle ,gttervorstellungen aufgehen4 ,was geschah1 kann man auch so ausdrcken3 ,der menschliche ,geist war zu der ,erkenntnis gereift1 da das ,herz der ,menschheit zugleich das ,herz ,gottes ist2 da die ,menschheit1 die die ganze ,natur vertritt und ihrerseits durch ,christus vertreten wird1 ,gott verwirklicht4 ,nachdem der menschliche ,geist lange ,zeit ,gtter hervorgebracht hatte1 tat er nun den ungeheuren1 den letzten ,schritt in seiner ,entwickelung1 sich selbst als ,gott zu erkennen4 ,diese ,wahrheit wurde als frohe ,botschaft verkndet und erfllte die ,verkndiger selbst mit berirdischer ,seligkeit4 ,dies1 da ,gott ,mensch geworden1 da ein ,mensch ,gott war4 ,da aber tatschlich gerade diese ,lehre so viel ,widerstreben findet1 hat meiner ,ansicht nach folgende ,grnde1 die ,luther ohne weiteres und ganz richtig teuflisch nennen wrde1 da es ,grnde der ,selbst-,sucht sind4 ,wre ,gott irgendein weltlicher ,frst gewesen1 so wre das eine ,gttlichkeit gewesen1 nach der man htte streben knnen2 aber ,christus bekehrte die ,snder und heilte ,kranke und erweckte die ,toten2 das sind ,gaben1 die nur die ,gnade verleihen kann4 ,ferner3 jeder ,mensch1 wenigstens jeder ,mann1 hat und mu die ,neigung haben1 sich selbst als ,gott zu setzen2 es ist ihm deshalb unertrglich1 da ein ,mensch schon ,gott ist1 und da er selbst ,gott nur sein kann1 soweit er sich mit diesem ,gottmenschen eins macht4 ,das bloe ,dasein ,christi1 falls man ihn als ,gott anerkennt1 macht von vornherein jeden selbstischen ,entwurf des ,gottseins zur ,lge1 zum ,irrtum2 aus diesem ,grunde fhlen sich viele ,mnner instinktiv im ,widerspruch zu ,christus4 ,dazu kommt etwas anderes4 ,der menschliche ,geist nimmt die ,welt anfangs in ,einzelbildern auf1 die sich allmhlich zu persnlichen ,gttern verdichten4 ,diese ,gtter wohnen nicht im ,fleisch auf der ,erde1 sondern im menschlichen ,geiste1 welche unsichtbare ,wohnung die ,menschen selbst als ,olymp1 ,walhalla1 ,himmel bezeichnen4 ,da ,gtter nicht im ,fleisch auf ,erden1 sondern im ,himmel sind1 hat sich dem menschlichen ,bewutsein als ,tatsache eingeprgt2 die meisten ,menschen sind sich durchaus nicht bewut1 da dieser ,himmel ihr eigener ,geist ist1 sondern verlegen ihn an irgendeinen unauffindbaren1 auerirdischen und sogar auerweltlichen ,ort4 ,sie suchen ihn auf den ,sternen und ber den ,sternen2 da der geheimnisvolle ,weg nach innen fhrt1 darauf kommen die wenigsten1 noch wenigere aber knnen es fassen1 da der ,weg auch nach auen geht1 da die im ,himmel ,heimischen im ,fleisch auf ,erden wandeln sollen4 ,der ,mensch begreift nicht1 da das ,unsichtbare mitten im ,sichtbaren1 da das ,sichtbare ein ,ausdruck des ,unsichtbaren ist4 ,da ,ideen ,marmor werden1 begreift jeder2 da ,ideen ,fleisch werden1 erlebt man tglich um sich her und glaubt es doch nicht4 ,da ,kinder geboren werden1 sagt ,luther1 sei ein greres ,wunder1 als da ,adam aus einem ,erdenklo erschaffen sei4 ,bevor ich auf das ,persnlichwerden ,gottes eingehe1 mchte ich dir meinen ,begriff der ,person auseinandersetzen4 ,dabei kommt mir das ausgezeichnete ,werk von ,usener1 das ich schon anfhrte1 sehr zustatten2 es besttigt meine ,auffassung durch ,tatsachen1 wie ich es mir nicht besser wnschen konnte4 ,ich sprach dir schon von den sogenannten ,augenblicksgttern kindlicher ,vlker1 die dadurch entstehen1 da der ,mensch die einzelnen ,eindrcke1 die das im ,sichtbaren wirkende unsichtbare ,nicht-,ich ihm macht1 als ,dmon erfat und benennt4 ,solange durch diese ,namen die ,idee noch durchscheint1 bleiben sie unpersnliche ,idee4 ,denke dir zum ,beispiel1 es gbe ,augenblicksgtter1 die ,arbeitsamkeit oder berflu hieen3 es ist einleuchtend1 da sie uns niemals persnliche ,gtter werden knnten4 ,erst wenn im ,laufe der ,zeit das ,wort durch allerlei ,wandlungen1 die es durchgemacht hat1 unkenntlich geworden ist1 so da seine ,bedeutung nicht mehr durchschimmert1 kann es ,eigenname werden1 den ein einzelnes ,ding fr sich hat3 dies ,ding ist dann eine ,person4 ,wenn du dich fr ,beispiele aus der ,mythologie interessierst1 verweise ich dich auf den schon genannten ,usener4 brigens erinnere ich dich an die unwillkrliche ,abneigung1 die man gegen ,eigennamen hat1 die etwas bedeuten1 und an die ,vorliebe fr ,namen fremder ,sprache1 bei denen die ,bedeutung ganz ausgeschlossen ist4 ,die ,namen ,benvenuto1 ,desiderata1 ,reine haben ,reiz fr uns3 ,willkommen1 ,erwnschte1 ,knigin wren unmglich4 ,auch bei ,geschlechtsnamen ziehen wir die bedeutungslosen den durchsichtigen wie ,hinkefu1 ,butterfa1 ,rosenzweig usw4 vor1 wenn auch sehr viel gebrauchte ,namen der ,art mit der ,zeit einen ,klang fr sich bekommen1 der die ,bedeutung bertnt4 ,der ,name macht zur ,person1 vielmehr indem ein ,ding einen ,namen fr sich bekommt1 ist es auch ein ,ding fr sich1 eine ,person4 ,das ,tier bekommt nur als ,familie1 ,gattung1 ,art ,namen1 denn es ist keine ,person2 nur ,tieren1 die wir uns persnlich aneignen1 geben wir auch einen ,eigennamen4 ,die ,substanz tritt1 wenn der ,eigenname oder die ,person geworden ist1 hinter dem ,namen und der ,person zurck2 man kann auch sagen1 der ,eigenname oder die ,person bindet die ,idee4 ,wenn wir ,flora oder ,pomona sagen1 so stellen wir uns zuerst ,blumen oder ,obst vor1 sagen wir ,diana oder ,hermes1 so stehen bestimmte persnliche ,gestalten vor uns1 die ,ideen1 die ihnen eigentlich den ,ursprung gaben1 deren ,verdichtung sie sind1 werden nun durch die ,person vertreten4 ,diesem ,vorgang der ,verdichtung der ,substanz im ,geiste entsprechen genau ebensolche ,vorgnge in der ,wirklichkeit3 nobis res sociae verbis et verba rebus1 d4 h4 die ,dinge sind den ,worten gesellt und die ,worte den ,dingen4 ,denke bitte an die ,theorie von der ,entstehung der ,gestirne3 die ,substanz1 nenne sie nun ther oder ,urweltsnebel1 verdichtet sich an einigen ,punkten1 es bilden sich ,kerne1 ,mittelpunkte1 um die herum die ,substanz sich drehend schwingt1 es entstehen runde ,krper1 um die herum durch ,erstarrung der ,substanz eine ,kruste sich bildet2 sie gehren nun nicht mehr der allgemeinen ,substanz an1 sondern sind ,personen1 ,dinge fr sich1 ,sterne mit ,namen4 ,auch den ,proze der ,bildung der persnlichen ,gtter nennt ,usener einen ,erstarrungsproze4 ,jede ,personbildung1 geschehe sie im ,geiste oder in der ,wirklichkeit1 ist eine ,verdichtung und ,erstarrung lebendiger ,substanz4 ,die von der ,all-,substanz abgesonderte ,substanz aber mu allmhlich versiegen1 woraus folgt1 da jede ,person vergehen1 sterben mu4 ,die ,absonderung1 also die ,snde1 die der ,person das ,leben gibt1 verurteilt sie zugleich zum ,tode4 ,man hat so viel ,tod in sich1 wie man persnliches ,leben in sich hat4 ,wie erschtternd klar wird von diesem ,gesichtspunkt aus der ,name der ,bibel1 das ,testament3 ,gott1 das ewige ,wesen1 verkndet1 da es ,person werden und als solche sterben mu4 ,es ist nun selbstverstndlich1 da im ,laufe der ,entwickelung einer ,idee ein ,augenblick kommen mu1 wo der ,kern1 die verdichtete ,kraft1 das selbstbewute ,ich des ,menschen1 gerade so viel lebendige ,substanz gebunden hat1 da ,selbst und ,substanz miteinander im ,gleichgewicht sind4 ,dies ist offenbar der ,hhepunkt der ,person2 im selben ,augenblick1 wo er erreicht ist1 beginnt der ,kern sich aufzulsen1 er kann die ,substanz nicht mehr binden1 sie wird frei1 und der ,rckfall der ,person an das ,all fngt an4 ,nimmst du die ,menschheit als ,person1 so ist ,christus der ,hhepunkt der ,menschheit2 knntest du die ,welt als ,person nehmen1 was du aber nicht kannst1 da sie unendlich ist1 das heit nie erstarren und sterben kann1 so wre die ,menschheit ihr ,hhepunkt4 ,vielleicht darf man sagen1 da die ,welt unendlich ist1 ist auch ihr ,hhepunkt1 die ,menschheit1 unendlich1 woraus dann wieder folgte1 da auch ,christus unendlich wre1 was er ja auch ist4 ,der ,mythus drckte den ,vorgang der ,persnlichkeitsbildung so aus1 da er erzhlt1 ,gott habe ,adam seinen ,odem eingeblasen2 es ist das ,teil gttliche ,kraft1 das der ,mensch fr sich bekommt1 um damit auf seine ,art gttlich zu werden4 ,es ist wie ein ,wettbewerb um die ,gottheit3 ein jeder soll1 mit dem ,pfunde wuchernd1 das er bekommen hat1 einen ,entwurf mit seinem ,geprge1 seine ,welt1 vorlegen4 ,dabei aber entsteht ein ,widerstreit3 die ,substanz hat die ,neigung1 ,gott zu spiegeln1 sie ist das ,weib im ,menschen1 das ,ich will sich selbst darstellen1 das ist sein ,wesen und seine ,aufgabe4 ,die ,heilige ,schrift nennt diese ,ich-,sucht teuflisch1 und sie ist es ja auch1 insofern sie eine ,absonderung und die ,ursache des ,todes ist2 aber1 wie schon fters gesagt1 ist diese ,snde zugleich die ,ursache des ,lebens und von ,gott gewollt1 also in gewissem ,sinne gttlich4 ,man kann diesen ,widerstreit gut verfolgen1 wenn man die ,christusbilder in der ,malerei betrachtet4 ,heutzutage gibt es ,maler1 die schlechtweg ihr ,selbstbildnis als ,christus ausgeben4 ,kein ,maler der ,vergangenheit hat das getan3 wir sehen da immer ein ,ringen der gttlichen und persnlichen ,idee1 und in einzelnen ,fllen ist eine ,verschmelzung gelungen1 die der ,vollkommenheit nahekommt4 ,wenn ein ,ich von mglichst starker ,eigenart1 d4 h4 das sich von mglichst vielen ,menschen unterscheidet1 so viel gttliche ,substanz bindet1 umfat1 da mglichst viele ,menschen sich darin wiedererkennen1 so nennen wir eine solche ,person ein ,genie4 ,ein ,genie ist ein ,mensch1 der zugleich unendlich viel will und unendlich viel kann4 ,das ,wesen des ,ich ist unendliches ,wollen1 das ,wesen ,gottes ist unendliches ,knnen4 ,ein guter ,maler1 sagt ,drer1 ist inwendig voller ,figur1 und obs mglich wre1 da er ewiglich lebte1 so htte er aus den inneren ,ideen allweg etwas ,neues durch das ,werk auszugieen4 ,sein ,ich bindet ,ideen1 prgt sie und macht sie dadurch zu seinem ,werk4 ,eine ,person entsteht also dadurch1 da gttliche ,kraft und ,substanz durch eine selbstbewute ,einzelkraft gebunden und ihr zu eigen gemacht wird4 ,auch in den ,tieren ist gttliche ,kraft2 aber das einzelne ,tier kann sie nicht an sich binden1 sondern es wird durch sie gebunden1 sie geht durch das ,tier hindurch4 ,man kann sich vorstellen1 ein ,vater gbe jedem seiner ,kinder eine ,handvoll ,wachs oder ,lehm zum ,spielen4 ,einige von den ,kindern wnschten ihr ,teil von dem der andern zu unterscheiden und drckten ihm deshalb ein ,zeichen auf1 woran sie es wiedererkennten4 ,durch dies ,geprge erst wre das ,geschenk ihr ,besitz1 ihr ,eigen geworden1 mit ihnen zu einer ,einheit verschmolzen4 ,wendest du das auf das menschliche ,selbst und die gttliche ,kraft an1 die der ,mensch in seinem ,innern hat1 so mute vorhergehen1 da er die ,kraft im ,gegensatz zu seinem ,selbst fhlte4 ,das ,ich und die ,kraft mssen zuvor sich voneinander entfernt haben und einander als zwei gegenberstehen1 wenn das ,ich die ,kraft soll prgen und binden knnen4 ,dieser ,vorgang der inneren ,trennung und ,wiedergewinnung war in ,christus vollendet4 ,insofern sagt ,luther1 da kein ,heide so bse sein kann wie ein ,christ1 denn es hat die ,meinung mit uns1 da uns der ,teufel viel feinder ist und hrter zusetzt denn sonst ,unchristen und ,heiden4 ,darum lt er sich nicht daran gengen1 da wir sind wie die anderen ,heiden1 geizig1 neidisch1 untreu1 sondern er will uns viel krftiger machen denn die ,heiden4 ,gottes ,wort mag wohl wehren und davor behten1 aber wenn ein ,christ anhebt zu geizen1 so wird er zehnmal geiziger und rger denn ein ,trke oder ,heide4 ,wo kommt es her8 ,vom ,teufel4 ,der ist auf uns so erbittert3 wenn er aus einem ,christen zehn ,teufel machen knnte1 so tt ers4 ,an der inneren ,spaltung1 an dem rebellischen ,ich1 das sein eigener ,gott sein will1 ist der ,christ zu erkennen4 ,erst der ,christ ist wirklich ein ,herr1 einer fr sich2 wenn er sich dann vor ,gott1 dem ,herrn der ,welt1 beugt1 kann er selbst zum ,herrn der ,welt werden4 ,und blieb allein4 ,da rang ein ,mann mit ihm1 bis die ,morgenrte anbrach1 ,und da er sahe1 da er ihn nicht bermochte1 rhrete er das ,gelenk seiner ,hfte an1 und das ,gelenk seiner ,hfte ward ber dem ,ringen mit ihm verrenkt4 ,und er sprach3 ,la mich gehen1 denn die ,morgenrte bricht an4 ,aber er antwortete3 ,ich lasse dich nicht1 du segnest mich denn4 ,er sprach3 ,wie heiest du8 ,er antwortete3 ,jakob4 ,er sprach3 ,du sollst nicht mehr ,jakob heien1 sondern ,israel4 ,denn du hast mit ,gott und mit ,menschen gekmpft und bist obgelegen4 ,nichts ist so verkehrt1 als unter einem ,christen sich ein selbstloses1 nicht selbst denkendes und selbst wollendes ,geschpf vorzustellen4 ,es ist natrlich keine ,snde1 ein schwaches ,selbst zu haben1 das von ,gott verschlungen wird2 ein eigenwilliges aber ohnmchtiges ,selbst1 das sich ,gott vergeblich widersetzt1 ist jmmerlich2 nur bei einem starken ,selbst ist die ,mglichkeit1 ,gott ebenbrtig1 wenn auch nie ,gott selbst zu sein4 ,einer1 der selig werden will1 soll also gesinnt sein1 als sei kein ,mensch sonst auf ,erden denn er allein1 und da aller ,trost und ,zusagung ,gottes hin und wieder in der ,heiligen ,schrift ihn allein angehe4 ,stell dir nun bitte vor1 das ,geprge1 welches das ,kind seinem ,wachs aufdrckte1 enthalte eine tzende ,sure1 die allmhlich das ,wachs aufzehre4 ,es mu dahin kommen1 da das ,geprge1 also die ,persnlichkeit1 die ,substanz berwiegt2 whrend sie anfangs eine ,auszeichnung war1 wird sie zur ,maske1 die das ,schwinden der ,kraft verdeckt4 ,indessen kann sie das nur eine ,zeitlang3 der ,augenblick mu kommen1 wo das ,wachs vollstndig verzehrt ist und damit auch das ,geprge1 dessen ,trger es war1 sich auflst3 der ,mensch stirbt4 ,es ist das tzende ,geprge1 das die ,kraft zerstrte2 das ,selbstsein bedingt den ,tod1 ja1 je mehr ,persnlichkeit1 desto mehr ,tod hat der ,mensch in sich4 ,luther hebt einmal hervor1 da ein ,kind von sieben ,jahren noch ganz ohne ,todesfurcht sterbe2 erst mit der ,persnlichkeit entsteht und wchst das ,bewutsein und der ,ha des ,todes4 ,jeder ,mensch hat in seinem ,leben einen ,hhepunkt oder eine ,bltezeit1 jede ,familie hat die ihrige1 jedes ,volk die seinige2 man kann ebensogut sagen1 da jeder ,mensch seine geniale ,zeit1 jede ,familie ihr ,genie1 jedes ,volk seine genialen ,menschen hat4 ,es versteht sich von selbst1 da jede ,spitze immer nur in bezug auf andere hoch ist1 und da der ,hhepunkt eines ,menschen oder einer ,familie an sich betrachtet ziemlich niedrig sein kann4 ,je mehr er sich dem gttlichen ,richtepunkte nhert1 desto mehr ist man berechtigt1 von ,genialitt zu sprechen4 ,la uns bitte irgendein ,genie1 sagen wir ,beethoven1 im ,verhltnis zu seiner ,familie untersuchen4 ,fr uns ist es kein ,zweifel1 da ,beethoven die ,spitze1 der ,hhepunkt seiner ,familie war2 er war nicht das ,ergebnis seiner ,familie1 sondern sie war da1 damit er sich in ihr entwickelte4 ,er war eine ,idee1 ein ,urbild1 vor dem ,erscheinen seiner ,familie da2 in ihr entwickelte sich das ,urbild in ,zeit und ,raum4 ,nehmen wir an1 da die ,idee ,beethoven in einem winzigsten ,keim gefangen1 in das irdische ,leben gesenkt wurde4 ,wre uns die ,geschichte der ,familie genau bekannt1 so wrden wir die ,idee ,beethoven schon in ihren ,anfngen auftauchen sehen2 die groe ,gestalt1 die wir kennen und verehren1 wrde uns nher und nher rcken1 so wie der ,wanderer1 der durch einen ,nebel auf uns zukommt1 immer grer und kenntlicher wird4 ,wie nun das ,bild sich verwirklicht1 aus der ,vergangenheit in die ,gegenwart schreitet1 rollt es das auf1 was vor ihm war1 was es hervorgebracht zu haben scheint1 und nimmt es mit sich4 ,es ist ein ,gesetz organischer ,entwickelung1 da jede hhere ,entwickelungsstufe die frhere1 einfachere mitnimmt1 so da durch die hchste alle frheren gebunden sind und zu ihr gehren2 das vollendete ,urbild verdichtet alle ,stufen1 durch die es hindurchgegangen ist1 in seiner ,person4 ,die ,vorfahren ,beethovens sind in ihm enthalten1 er vertritt sie vor der ,welt und vor ,gott2 es mag interessant fr uns sein1 die ,geschichte seiner ,vorfahren kennen zu lernen und zu sehen1 wie sie ihm desto hnlicher werden1 je nher sie ihm zeitlich sind2 aber wir knnen sicher sein1 da wir nichts in ihnen finden werden1 was nicht in ihm ,gestalt geworden wre4 ,verdankt er das ,persnliche1 das1 was ihn von der brigen ,menschheit unterscheidet1 seinen mnnlichen ,vorfahren1 so hat er das ,gttliche1 das1 was ihn mit der ,menschheit verbindet1 von seiner ,mutter2 wir knnen auch sagen1 er hat es durch seine passive1 weibliche ,seite1 welcher ,gott oder die ,idee sich mitteilt4 ,seine gttlichen ,ideen stehen mit seinem leidenschaftlich sich selbst wollenden ,ich im steten ,kampfe2 aber wenigstens vorbergehend kann es sie binden1 da sie mit ihm eins werden4 ,das ,genie ist androgyn1 mnnlich und weiblich zugleich1 wenn auch im allgemeinen als ,mann erscheinend1 weil dem ,manne vorzugsweise die bindende ,kraft des ,selbstbewutseins eigen ist4 ,im ,hhepunkt eines ,menschen bzw4 einer ,familie sind nicht nur die vergangenen1 sondern auch die zuknftigen ,stufen seines ,lebens gegenwrtig geworden1 das heit3 nach dem ,hhepunkte kann nichts ,hheres und nichts ,neues mehr kommen1 sonst wre es nicht der ,hhepunkt gewesen4 ,nach dem ,hhepunkt mu die ,abwrtsbewegung1 nach der strksten ,bindung und ,verdichtung mu die ,auflsung kommen4 ,es ist bekannt1 da der geniale ,mensch sich krperlich nicht fortpflanzt1 oder da seine ,nachkommen nicht fortpflanzungsfhig sind2 die ,familie erlischt mit ihm1 weil ihre ,kraft sich in ihm erschpft hat1 weil ihr persnlicher ,mittelpunkt die gttliche ,substanz nicht mehr binden kann4 ,es wre auch widersinnig1 wenn sie noch fortlebte1 nachdem sie durch ihn endgltig vertreten ist1 nachdem ihr letztes ,wort gesagt ist4 ,etwaige ,tchter knnen in anderen ,familien aufgehen1 bringen aber nicht mehr die lebendige ,persnlichkeit ihrer ,vorfahren1 sondern hchstens ihre ,maske mit4 ,alles1 was nach dem ,genie der ,familie kommt1 gleicht von innen erkaltenden ,sternen mit undurchdringlicher ,kruste oder den ,erlenmdchen hinten hohl des ,andersenschen ,mrchens4 ,diese ,verfassung1 wo die nicht mehr gebundene ,substanz entweicht und an die ,stelle der kraftvollen ,persnlichkeit die ,maske tritt1 nennt man ,dekadenz4 ,so wie ,beethoven sich in seiner ,familie entwickelte1 so entwickelte ,christus sich in der ,menschheit4 ,christus ist das ,genie1 die ,spitze der ,menschheit2 ,luther nennt ihn deutlich das ,haupt1 zu welchem die ,menschheit hinzugehrt als der ,krper4 ,deutlich spricht auch die ,bezeichnung der ,bibel3 des ,menschen ,sohn2 er ist aus der ,menschheit hervorgegangen als ihr ,erbe1 ihr ,vertreter1 ihr ,ziel4 ,so wie ,beethoven sich durch seine persnlich-gttliche ,seite von seinen ,vorfahren unterscheidet1 unterscheidet sich ,christus von der gesamten ,menschheit dadurch1 da er ,mensch und ,gott ist3 sein von allen verschiedenes1 alle vertretendes ,selbst bindet das ,all1 die ,idee der ,ideen4 ,in dem grten menschlichen ,genie ist doch immer nur ein ,teil der ,menschheit vertreten1 das grte menschliche ,genie ist doch nur auf ,augenblicke und teilweise mit ,gott eins2 ,christus vertrat die ganze ,menschheit und war ganz und gar mit ,gott eins4 ,christus umfat zugleich alles menschliche ,wollen und alles gttliche ,vermgen2 wer eine ,formulierung wnscht1 kann sagen3 ,christus ist die ganze durch einen ,mittelpunkt gebundene menschliche und gttliche ,kraft4 ,mir scheint es wichtig1 zu betonen1 da die ,menschheit nicht deshalb ,gott ist1 weil ,gott sich in ihr entwickelt hat2 in diesen ,irrtum verfallen nmlich die ,menschen gern4 ,christus verhlt sich so zur ,menschheit1 wie der ,mensch zur ,tierheit3 das ,bild des ,menschen ging durch die ,tierheit hindurch1 die ,tierheit entwickelte sich auf den ,menschen hin1 im ,menschen sind alle ,stufen der ,tierheit enthalten2 aber er ist doch kein ,tier1 sondern durch sein ,menschsein wesentlich von der ,tierheit unterschieden1 wie ,christus durch seine bermenschlichkeit1 durch seine ,gottheit von der ,menschheit4 ,den ,menschen kann man ein bertier1 das ,tier eine berpflanze nennen2 aber ich erwhne das nur nebenbei1 es ist berflssig1 es weiter zu verfolgen4 ,mir kommt es darauf an1 zu zeigen1 da die ,heilige ,schrift und ,luther ,christus als die ,spitze1 den ,hhepunkt1 das ,genie der ,menschheit auffassen1 den bermenschen oder den ,gottmenschen4 ,findest du nicht1 da sich auf diesem ,punkte ein unendlicher ,ausblick ffnet8 ,auf alle diejenigen1 die1 nachdem der bermensch schon da war1 bermensch auer ihm sein wollen und deshalb in ,wahnsinn verfallen mssen1 das heit eigentlich schon wahnsinnig sind8 ,vielleicht sagst du1 es ffne sich auf diesem ,punkte kein unendlicher ,ausblick1 vielmehr schliee sich alles zu1 und es gbe nur noch ,rckblick4 ,in gewisser ,hinsicht ist das wahr4 ,zunchst betrifft das das jdische ,volk1 in welchem ,christus sich entwickelt hat4 ,die ,juden sind das ,volk der ,dekadenz kat exochn1 und sie tragen die ,dekadenz in alle ,familien1 mit denen sie sich verbinden4 ,bedenke aber bitte1 da unter ,dekadenz durchaus nicht schlechthin etwas ,schlechtes oder ,minderwertiges zu verstehen ist2 nur mssen die ,dekadenten nicht etwas fr sich1 etwas neben dem ,genie oder gegen das ,genie sein wollen1 das ihnen vorausging4 ,die ,juden zum ,beispiel mssen an ,christus glauben1 ihr ,schicksal ist1 in der ,zerstreuung zu leben1 in andern ,vlkern aufzugehen4 ,es ist1 nebenbei bemerkt1 ein sonderbarer ,irrtum1 da ,menschen und ,vlker so gern aus einer groen ,vergangenheit auf eine groe ,zukunft schlieen4 ,es ist sogar verdchtig1 wenn wir anfangen1 viel von dieser ,vergangenheit zu reden4 ,denn das sollt ihr wissen1 sagt ,luther1 ,gottes ,wort und ,gnade ist ein fahrender ,platzregen1 der nicht wiederkommt1 wo er einmal gewesen ist4 ,er ist bei den ,juden gewesen2 aber hin ist hin1 sie haben nun nichts4 ,paulus brachte ihn in ,griechenland3 hin ist hin2 nun haben sie den ,trken4 ,rom und lateinisch ,land haben ihn auch gehabt3 hin ist hin1 sie haben nun den ,papst4 ,und ihr ,deutschen drft nicht denken1 da ihr ihn ewig haben werdet4 ,man bemerkt das ,altern der ,vlker1 wie der ,einzelnen1 an einem ,abnehmen der ,produktivitt und an der ,zunahme der ,kultur4 ,kultur kann man den ,zustand nennen1 wo die innere ,kraft als schne ,maske nach auen tritt4 ,es mge jedes kultivierte ,volk auf seine ,kultur und seine ,vergangenheit stolz sein1 jedes barbarische auf seine ,kraft und seine ,zukunft4 ,in weiteren ,grenzen ist die ganze ,menschheit nach ,christus dekadent1 das heit zeitlich nach dem ,hhepunkt kommend4 ,aus der ,auffassung ,christi als der ,spitze der ,menschheit erklrt sich1 da ,luther den ,jngsten ,tag oder das ,ende der ,welt fr bevorstehend hielt2 nach den historischen ,kenntnissen seiner ,zeit konnte er die vor ,christi ,geburt verflossene ,geschichte ganz wohl auf etwa #aejj ,jahre ansetzen4 ,indessen mu man sich doch ,christus nicht als ,endpunkt einer ,linie1 sondern als ,spitze und ,mitte vorstellen2 es gibt dann allerdings ein fortwhrendes ,von-ihm-,zurcksinken1 aber gleichzeitig ein fortwhrendes ,zu-ihm-,hinstreben4 ,einen wesentlichen ,unterschied zwischen der vorchristlichen und nachchristlichen ,menschheit gibt es3 sie hatte dadurch1 da ,christus sich noch in ihr entwickelte1 die gttliche ,kraft2 wir haben sie verloren1 wenn wir sie aber durch den ,glauben zurckgewinnen1 knnen wir sie prgen4 ,die vorchristliche ,menschheit war einheitlicher1 harmonischer1 da es fr sie nur eine ,welt gab1 die sichtbare4 ,wir fhlen uns als ,brger der sichtbaren und der unsichtbaren ,welt2 gelingt es uns aber1 diese beiden ,welten zusammenzufassen1 so ist unsere ,welt reicher und unser ,selbst strker und inniger4 ,die vorchristliche ,menschheit ging magnetisch auf ihr ,ziel zu1 im ,knnen unbegrenzt1 da ,gott in ihr wirkte2 wir haben ein grenzenloses ,wollen und sind dadurch entkrftet und ziellos1 wenn wir nicht durch den ,glauben das ,unsichtbare mit dem ,sichtbaren vereinigen4 ,ich kann auch sagen3 die vorchristliche ,menschheit hatte die ,gestaltungskraft der ,natur1 wir haben die ,leuchtkraft des ,geistes und die ,bindekraft des ,herzens4 ,das allerverkehrteste ist1 wenn der nachchristliche ,mensch antik sein will2 nur der ,christ kann1 auf einem ganz anderen ,wege1 dem antiken ,menschen gleichkommen4 ,man hat viel vom ,einflu ,italiens und der ,antike auf ,goethe gesprochen2 mir scheint1 sie haben berwiegend hemmend auf ihn gewirkt1 weil er sich nicht sicher genug in seiner christlichen ,kraft fhlte4 ,luthers und ,drers ,verhltnis zur ,antike und zu ,italien war viel organischer und fruchtbarer1 gerade weil sie durch den ,gegensatz sich ihrer ,eigenart desto mehr bewut wurden2 ihr eigenes ,wesen erfuhr keine ,hemmung1 sondern eine ,erweiterung4 ,nur die ,kraft der ,persnlichkeit im ,verein mit der ,trunkenheit des ,glaubens kann das antike ,erflltsein vom ,gotte ersetzen4 ,wenn ,toga und ,maske nicht ein leidenschaftliches ,herz1 ein im sen ,wahnsinn rollendes ,auge verhllen1 so erhalten wir nicht den ,eindruck strenger ,glut1 geformten ,lebens1 sondern hohler ,feierlichkeit4 ,gerade durch das1 was der antike ,mensch vor uns voraus hatte1 durch die ,einheitlichkeit1 bleibt er auch hinter uns zurck3 das ,auseinandertreten der beiden ,pole1 des ,menschlichen und ,gttlichen1 des ,selbstbewutseins und des ,gottbewutseins1 diese ,zerrissenheit und ,spannung1 macht erst die berwindung der ,spannung durch das ,genie mglich4 ,das persnliche ,genie gibt es erst seit ,christus1 dem ,genie der ,menschheit1 und es wird immer ihm dem ,wesen nach gleich sein1 wenn auch nicht nach der ,person4 ,wunderbar finde ich1 im ,grunde freilich ganz selbstverstndlich1 da zu ,christus ,zeit auch ,satan ,fleisch wurde1 nmlich in den rmischen ,kaisern4 ,wohlverstanden kann ,satan nur in der ,vielheit erscheinen1 da er ja nichts ,wesentliches ist2 er kann nicht selbst in einem einzigen ,menschen sich verkrpern4 ,in der ,vielheit jedoch mute er zu der ,zeit am mchtigsten sein1 wo ,gott ,fleisch wurde2 denn am grten ,gegensatz entzndet sich das reichste ,leben4 ,diese ,bltezeit der ,menschheit wiederholte sich1 als in ,italien das ,altertum1 in ,deutschland das ,christentum neu auflebte4 ,auf beiden ,seiten waren gewaltige1 satanische und gttliche ,persnlichkeiten4 ,renaissance und ,reformation stehen in einem unzertrennlichen ,zusammenhange2 aber er besteht nicht etwa darin1 da ,luther und ,deutschland berhaupt durch die ,unsittlichkeit des rmischen ,lebens zur ,einsicht in die ,notwendigkeit einer ,reform gebracht wren4 ,es ist ein unterirdischer ,zusammenhang zwischen ,italien und ,deutschland1 wenigstens gab es einen solchen1 und es wre meiner ,ansicht nach ein schlechtes ,zeichen fr beide ,vlker1 wenn dies ,band zerrisse4 ,,viii ,du bist1 geliebter ,freund1 auf den ,inhalt meines letzten ,briefes nicht eingegangen1 sondern wnschest ihn zunchst vervollstndigt4 ,du sagst1 damit ,christus ganz fest auf der ,erde stehe1 msse seine physiologische ,seite erst errtert werden1 kurz1 du willst wissen1 welche ,rolle ,joseph nach ,luthers ,meinung bei der ,geburt ,christi gespielt habe4 ,das ,kind entwickelt sich aus dem im ,schoe der ,mutter gehegten ,ei1 genhrt von ihrem ,fleisch und ,blut4 ,der ,anteil des ,vaters besteht nur darin1 da er den ,entwickelungsproze einleitet2 die ,natur1 in welcher ,gott1 die positive ,kraft1 wirkt1 wird angeregt1 das ,kind hervorzubringen4 ,die ganze ,natur weist darauf hin1 da das ,kind der ,mutter gehrt1 und ,gebrauch und ,gesetz haben grausame ,folgerungen daraus gezogen4 ,das ,recht des ,vaters am ,kinde entsteht erst durch ,vertrag2 viele ,vter verzichten auf ihr ,recht1 um die damit zusammenhngende ,pflicht loszuwerden1 und sie werden von der ,welt deswegen weder bestraft noch verachtet4 ,eine ,mutter dagegen1 die ihr ,kind verlt1 wird allgemein verurteilt2 man fhlt1 da sie gegen ,gott1 gegen das ,naturgesetz sndigt4 ,deshalb ist die ,mutter mit dem ,kinde ein ewiger ,gegenstand der ,kunst1 nicht der ,vater mit dem ,kinde1 und zwar die ,mutter mit dem ,sohne1 weil der ,sohn sie ergnzt1 ganz macht1 ihr ,gottesbewutsein mit seinem ,selbstbewutsein vor der ,welt vertritt4 ,kaum habe ich den ,satz geschrieben1 so sehe ich1 da ich das ,beste vergessen habe3 der ,mann hlt sozusagen dem ,weibe seine ,persnlichkeit vor1 damit sie sie dem ,kinde einprge4 ,der ,vater gibt dem ,kinde sein ,bild1 sein ,selbst1 also den abgeleiteten1 abgesonderten ,strahl der gttlichen ,kraft2 die ,mutter gibt ihm die gttliche ,kraft1 den gttlichen ,geist selbst1 welchen sie durch den ,glauben zu empfangen imstande ist4 ,das ,ewig-,weibliche zieht uns hinan4 ,der ,vater gibt das ,frsichsein1 die ,persnlichkeit1 die ,mutter das ,allsein4 ,insofern aber1 als ,gott dem ,kinde seinen ,geist gibt1 ist ,gott der ,vater aller ,menschen4 ,denn wer da bekennt1 heit es bei ,luther1 da eine ,mutter ein ,kind gebiert1 das ,leib und ,seele hat1 der soll sagen und halten1 da die ,mutter das ganze ,kind geboren und des ,kindes rechte ,mutter ist1 ob sie gleich der ,seele ,mutter nicht wre2 sonst wrde daraus folgen1 da keine ,frau eines ,kindes ,mutter wre4 ,dein ,sohn1 sagt ,luther1 sind ja nicht zwei ,shne1 obwohl er zwei ,naturen hat1 den ,leib von dir1 die ,seele von ,gott allein4 ,kann man deutlicher sagen1 da nach ,luthers ,ansicht jede ,mutter den ,heiligen ,geist empfngt1 und da jeder ,mensch gttlich und menschlich ist wie ,christus1 wenn auch nicht1 wie ,christus1 ,gott selbst8 ,lat uns ,redefiguren mit den ,manichern erdichten1 sagt ,luther an anderer ,stelle ironisch1 auf da ,christus nicht wahrer ,mensch sei1 sondern eine ,scheingestalt1 die durch die ,jungfrau1 wie der ,sonnenstrahl durch das ,glas1 hindurchgegangen und gekreuzigt ist4 ,so werden wir die ,schriften fein behandeln6 ,noch eine sehr deutliche ,stelle aus ,luther mchte ich dir anfhren3 ,da ,maria1 die ,jungfrau1 ,christus empfing und gebar1 da war ,christus ein leiblicher ,mensch und nicht allein ein geistliches ,wesen4 ,dennoch empfing und gebar sie ihn auch geistlich4 ,wieso8 ,sie glaubte das ,wort des ,engels4 ,mit dem willigen ,glauben an des ,engels ,wort empfing und gebar sie im ,herzen ,christus geistlich zugleich4 ,was die ,jungfrulichkeit der ,maria bedeutet1 wird klar durch die ,bedeutung des ,sndenfalls der ,eva4 ,eva wurde ,gott untreu1 indem sie den selbstischen ,mann liebte und ihm gehorchte4 ,sie hrte nicht mehr vornehmlich die ,stimme ,gottes1 sondern die des ,mannes1 sie war nicht mehr ganz von ,gott erfllt4 ,maria liebt ihren ,mann nur1 weil ,gott ihn ihr gegeben und es ihr befohlen hat1 sie liebt ihn in ,gott oder weil sie ,gott liebt4 ,joseph wird von den ,malern als lterer ,mann dargestellt und etwas in den ,schatten gerckt2 das bedeutet1 da wir die ,persnlichkeit des ,herrn1 die er vom leiblichen ,vater empfing1 als solche nicht kennen lernen sollen1 sondern nur die zur ,gottheit erweiterte ,persnlichkeit4 ,wir erfahren1 da ,christus vom ,teufel versucht wurde und ihn berwand2 aber nichts von der ,art und vom ,verlauf dieser ,kmpfe4 ,in bezug auf ,maria bedeutet es1 da ,joseph von ihr nicht fordert1 sie solle in ihm aufgehen1 sondern da sie ihm als ,werkzeug ,gottes heilig ist4 ,eva gibt dem ,manne nur vorbergehend ,befriedigung2 denn gerade weil sie sich bis zur ,selbstaufgabe hingibt1 sich in ihm verliert1 kann sie ihm keine dauernde ,kraftquelle sein4 ,es ist lngst aufgefallen1 da der geniale ,mann seine ,begabung von der ,mutter1 nicht vom ,vater ererbt1 was vom ,sohne selbst auch lebhaft empfunden wird4 ,man hat sich in manchen ,fllen gewundert1 da bei der betreffenden ,mutter keine besonderen ,zeugnisse geistiger ,begabung vorlagen2 aber gewi hat man wenigstens das von ihnen gesagt1 da sie fromm waren1 und darauf kommt es ja einzig an4 ,mit ,frmmigkeit bezeichnet man den ,glauben1 die ,fhigkeit also1 des ,engels ,stimme zu hren2 man kann auch ein anderes ,wort whlen1 das manchem vielleicht mehr sagt1 nmlich ,phantasie4 ,glaube ist ,phantasie1 die ,fhigkeit1 sich das ,unsichtbare einzubilden1 daher ,einbildungskraft4 ,eva wollte ,erkenntnis1 weil sie nicht glauben konnte2 ,maria braucht nicht zu wissen1 denn sie hat alles berflssig durch die ,phantasie4 ,manche ,menschen verstehen unter ,phantasie eine ,fhigkeit1 sich allerlei auszudenken2 aber es ist vielmehr die ,kraft1 das ,seiende1 das1 was unsichtbar1 aber gerade darum allgegenwrtig ist1 aufzunehmen4 ,weil sie ,phantasie hat1 vermag ,maria dem ,sohne das ,gttliche einzubilden1 weil sie geistvoll ist1 gibt sie ihm ,geist2 durch sie ist er aus ,gott geboren und hrt wie sie ,gottes ,stimme4 ,wie man von seinen ,werken auf die ,phantasie des ,knstlers1 so kann man von ihren ,kindern auf die ,phantasie der ,mutter schlieen4 ,auch ,menschen kann man1 wie ,kunstwerken1 anmerken1 ob sie aus dem ,vollen geschpft oder drftig zusammengekratzt sind4 ,es ist nicht sinnlos1 da man schwangeren ,frauen rt1 schne ,bilder anzusehen und den ,anblick des ,hlichen zu vermeiden2 allein die ,frau1 wie sie sein sollte1 hat derartige ,nachhilfe nicht ntig1 denn sie sieht ,schnes1 das ist ,gttliches1 berall1 weil sie im ,sichtbaren zugleich das ,unsichtbare sieht4 ,von den ,eltern der ,genies wird man nie hren1 weder da sie sich leidenschaftlich liebten1 noch da sie eine geradezu unglckliche ,ehe fhrten1 sondern sie lebten in einer ,ehe1 die ich ,sakramentsehe nennen mchte1 insofern sie auf gttlichem ,gebote beruht4 ,die ,frau achtet im ,manne seine berlegenheit in allen weltlichen ,angelegenheiten1 vermge welcher er sie vor der ,welt vertritt1 und in allen diesen ,angelegenheiten gehorcht sie ihm2 der ,mann verehrt das ,gttliche in ihr und lt sie in allem1 was ,gott betrifft1 schalten4 ,er vernimmt ,gottes ,stimme durch sie4 ,wohl dem1 der seiner ,vter gern gedenkt1 sagt ,goethe4 ,diejenigen ,shne1 deren ,vter so weltlich waren1 da sie das ,gttliche in der ,frau berhaupt nicht erkannten oder es unterdrckten1 oder deren ,mtter ,gott an den ,mann verrieten1 sich ihm zuliebe verweltlichten1 gedenken ihrer ,eltern nicht gern1 ja1 sie hassen denjenigen1 der sie um ihr bestes ,erbteil betrog4 ,am wenigsten verzeihen es ,kinder der ,mutter1 wenn sie einen anderen ,mann als den ,vater liebt4 ,die gute ,mutter ist diejenige1 die1 wenn sie ,kinder hat1 vorzugsweise ihnen lebt1 ohne noch von ,mnnerliebe berhrt zu werden2 so waren die ,frauen und ,mtter bei den ,griechen1 die fr die ,liebe eine besondere ,klasse von ,frauen hielten4 ,diese ,einteilung1 die der ,genialitt eines ,volkes so sehr zugute kommt1 macht sich bis zu einem gewissen ,grade immer wieder von selbst1 weil sie ,gott oder der ,natur entspricht2 da sie aber der ,moral widerspricht1 nimmt sie bei den moralischen ,vlkern -- und das sind jetzt alle -- ,formen an1 die ihr ,gutes und ,schnes aufheben und sie ins ,widerwrtige verzerren4 ,so wie diese ,einrichtung bei den nachchristlichen ,vlkern ist1 kommt sie nur der ,welt1 dem ,teufel1 nicht ,gott zugute4 ,das ,schlimme ist1 da der heutige ,mann keine ,marienfrau mehr heiratet2 ihr kindliches ,in-sich-selbst-,ruhen1 ihre strahlende ,heiterkeit1 ihre reine ,schnheit reizen ihn nicht1 im besten ,falle erregen sie in ihm ein ,gefhl von ,scheu und ,ehrfurcht1 das ihn fernhlt4 ,so stehen denn gerade diese ,frauen1 ohne ,organe fr die ,welt1 verlassen in ihr2 aber unter dem ,schutze ,gottes4 ,die verhngnisvolle ,verwechselung der ,religion mit der ,moral1 an der wahrhaftig ,luther keine ,schuld trug1 hat gemacht1 da man sich unter ,maria1 der ,kindlichen1 ,phantasievollen1 ,strahlenden1 und unter ,christus1 dem ,genie der ,genies1 etwas tugendhaft ,langweiliges vorstellt4 ,luther dachte sich ,maria als ein feines1 tapferes ,mdchen1 die ,holdselige voller ,gnaden1 ,christus als den ,helden1 den ,mann der ,liebe und des ,hasses1 voll freundlichen ,ernstes und ernster ,freundlichkeit4 ,du kennst den ,vers von ,goethe3 ,volk und ,knecht und berwinder1 ,sie gestehn zu jeder ,zeit3 ,hchstes ,glck der ,erdenkinder ,sei nur die ,persnlichkeit4 ,es ist selbstverstndlich1 da wir uns den ,gottmenschen nicht ohne dies hchste ,glck des ,frsichseins vorstellen drfen4 ,daraus1 da er vom ,teufel dreifach versucht wurde1 geht allein schon deutlich hervor1 da er ,selbstbewutsein hatte1 und mehr jedenfalls als irgendein ,mensch4 ,wie htte es der ,mensch nicht haben sollen1 der sich als das ,ebenbild ,gottes erkannte8 ,aber ,christus war nicht nur ganz voll ,selbstbewutsein1 sondern auch ganz voll ,gottbewutsein4 ,der hchste ,grad des ,selbstgenusses ist in dem ,augenblick erreicht1 wo das ,selbst in einem hheren aufgeht2 diesen ,augenblick der hchsten ,qual und ,seligkeit erlebte ,christus1 als er sagte3 ,nicht wie ich will1 sondern wie du willst4 ,seine ,selbstform ging damit in die gttliche ,form ber2 es war nicht ,entpersnlichung1 sondern ,erweiterung der ,einzelpersnlichkeit zur ,allpersnlichkeit4 ,seine ,persnlichkeit deckte sich vollkommen mit der ,idee des ,menschen1 die zugleich die ,idee ,gottes ist4 ,dieser ,augenblick hchster ,seligkeit ist dem ,teufel nicht zugnglich1 weil er vom ,anderssein als ,gott lebt wie der ,schatten vom ,nicht-,lichtsein4 ,man kann umgekehrt auch sagen3 ,wer nicht fhig ist1 in einem ,hheren aufzugehen1 ist in der ,hlle4 ,aus der ,tatsache1 da ,christus ,mensch war1 natrlicher ,mensch wie wir alle1 liegt zu folgern nahe1 da wir auch ,gtter1 wenigstens werdende ,gtter1 mgliche ,gtter oder ,gottmenschen sind4 ,diese ,folgerung hat ,luther auch gezogen der ,heiligen ,schrift gem1 die klar sagt1 da ,gott durch ,christus1 unseren ,bruder1 unser ,vater geworden ist2 diese vernderte ,stellung des ,menschen zu ,gott gehrt zum wesentlichen ,inhalt des ,neuen ,testaments4 ,luther erinnert unter anderm an den #hb4 ,psalm1 in welchem es heit3 ,ihr seid ,gtter und allesamt ,kinder des ,allerhchsten1 und da ,christus selbst im ,johannesevangelium diese ,stelle so auslegt1 da diejenigen ,gtter sind1 zu denen das ,wort ,gottes geschieht4 ,sehr charakteristisch finde ich eine ,meinungsuerung ,luthers ber einen gewissen ,hans ,mohr1 der ,zwinglis ,richtung folgte und ,luther vorwarf1 er mache aus der ,kreatur den ,schpfer4 ,in bezug darauf schreibt ,luther3 ,und wenn man gleich sprche1 ,kreatur ist ,schpfer worden 7wie wir in diesem ,artikel nicht tun71 so wre es dennoch nicht allerdings falsch1 denn wir glauben ja und sagen alle1 da ,gott ,mensch und ,mensch ,gott sei in ,christo1 so da ,mensch ,kreatur und ,gott ,schpfer ist4 ,darnach solches bei den ,christen nicht so greulich ist1 wie sie lstern1 und damit hinaus wollen1 da zuletzt auch falsch soll werden1 da ,gott ,mensch sei4 ,man sieht1 in welches ,gestrpp von ,miverstndnissen ,luther verstrickt war4 ,zwingli sagte1 er wolle bei der alten ,theologie bleiben1 wonach die beiden ,naturen nicht vermischt werden drften4 ,er ahnte wohl selbst nicht1 was er der ,menschheit damit antat4 ,htte er sich klargemacht1 da ,gott der ,geist ist1 so wrde er wohl nichts daran auszusetzen gefunden haben1 da der ,mensch ,gott-,mensch1 das heit ,geist-,mensch werden kann4 ,an ,christus glauben heit1 an das ,gttliche im ,menschen glauben1 glauben1 da der ,mensch ,geist hat4 ,so wie ich dich kenne1 denke ich mir1 da du noch nicht ganz befriedigt bist1 sondern noch etwas ber ,christus' ,leistungen hren willst1 worauf du so viel zu geben pflegst1 natrlich mit ,recht2 denn wo ,kraft ist1 da sind auch ,leistungen4 ,vielleicht findest du1 da man1 wenn ,christus das ,genie der ,menschheit ist1 knstlerische ,leistungen von ihm erwarten drfte4 ,in der ,tat bte ,christus eine ,kunst aus1 nmlich die ,heilkunst2 er war der ,heiland der ,welt1 das heit1 da heil ganz bedeutet1 der ,ganzmacher der von ,gott abgesonderten ,menschen4 ,luther nennt ihn deshalb den ,knig der ,snder1 und die ,bibel sagt hufig1 da er zu den ,sndern gekommen sei4 ,und zwar machte er die ,zerrissenen ganz durch die ,liebe1 die das ,band der ,vollkommenheit ist1 indem sie das ,getrennte im ,bewutsein der ,zusammengehrigkeit bindet4 ,viele haben die ,vorstellung1 als sei ,christus ein humaner ,wohltter1 ein ,sozialist1 ,reformator oder dergleichen gewesen2 aber wo steht das8 ,er bekehrte ,snder1 trstete ,traurige1 heilte ,kranke durch ,wort und ,berhrung und erweckte ,tote4 ,was das heit1 ,tote lebendig machen1 wird klar1 wenn man daran denkt1 da ,gott die ,welt durch sein ,wort schuf1 da er den ,dingen ,namen gibt und das1 was nicht ist1 ruft1 da es sei4 ,die ,dinge sind dadurch1 da sie dem ,geiste bewut werden3 ,christus machte der ,menschheit ihr ,fhlen und ,ahnen bewut durch sein ,wort4 ,er lehrte die ,wahrheit1 ,ideen strmten unerschpflich in ,bildern von seinen ,lippen1 insofern war er der grte ,dichter der ,menschheit4 ,es ist wahr1 da er seine ,ideen nicht gestaltete2 aber er brauchte das nicht1 weil er selbst1 wie es heit1 voll gttlicher ,gestalt war4 ,durch das ,heraustreten ,christi aus der ,menschheit zerfiel sie in ihre ,bestandteile3 ,kraft und ,stoff1 ,unsichtbares und ,sichtbares1 ,sein und ,erscheinen4 ,er zerri sie1 aber er1 der ,heiland1 ,gott1 der sich als ,person offenbart1 machte sie auch wieder ganz1 und zwar durch die ,tat4 ,das selbstbewute1 verantwortliche ,ich ist der ,punkt1 in welchem das ,sichtbare und das ,unsichtbare eins werden4 ,dies ,ich1 die ,person1 kann sich nur bilden durch die ,tat1 wie umgekehrt eine ,tat auch nur getan werden kann durch ein verantwortliches ,ich4 ,das ,ich und die ,tat hngen unzertrennlich zusammen1 es gibt keine ,person ohne ,tat und keine ,tat ohne ,person4 ,solange das ,ich betrachtend zwischen dem ,sichtbaren und ,unsichtbaren schwebt1 bleibt es selbst vereinzelt und die ,welt ihm ,stckwerk4 ,der ,mensch1 der sich blo erkennend verhlt1 kommt nie zur ,einheit1 weil es nur unendliche ,mglichkeiten fr ihn gibt2 erst handelnd begrenzt er sich und wird dadurch ein einheitliches ,selbst4 ,im ,inneren des blo erkennenden ,menschen ist ein ,abgrund1 der ihn verschlingt1 handelnd schliet er den ,ri1 der durch sein ,inneres und zugleich durch seine ,welt geht4 ,der ,christ ist der ,mensch1 der nach vorausgegangener ,spaltung wieder einheitlich geworden ist durch aus dem ,herzen entspringendes und im ,selbstbewutsein besttigtes1 zugleich gemutes und gewolltes ,handeln4 ,luther hat nachdrcklich betont1 wenn er zwischen ,christi ,leben und seinem ,wort zu whlen htte1 wrde er ohne ,zgern sein ,wort whlen2 denn ,christus sei in seinem ,wort4 ,das erklrt sich aus ,luthers ,besorgnis1 die ,menschen mchten whnen1 sie wrden dadurch ,christen1 da sie nach ,mglichkeit die ,handlungen des ,herrn nachahmten1 wovon dann eine ,veruerlichung oder ,moralisierung die ,folge wre4 ,deshalb verwirft er die ,art und ,weise1 wie ,christus gewhnlich gelehrt und gepredigt werde4 ,man erzhle von ihm1 um ,mitleid zu erregen und als ,kehrseite davon ,ha auf seine ,mrder1 andere stellten ihn als ,beispiel auf und predigten die ,nachfolge4 ,dagegen sagt ,luther1 es stehe geschrieben1 da man ,christus anziehen solle1 und ,christus anziehen heie nicht ,christus nachfolgen1 sondern bevor man ihm nachfolgen knne1 msse man ihn angezogen haben4 ,einem ,freunde erklrte er einmal1 er fasse den ,glauben oder die ,liebe nicht auf als eine ,eigenschaft im ,herzen1 sondern er setze ,christus selbst an diese ,stelle2 denn ,christus habe nicht gesagt1 er gebe uns den ,weg1 die ,wahrheit und das ,leben1 sondern er sei das alles1 er wolle in uns sein1 nicht auer uns4 ,wir sollen uns in ,christus verwandeln1 ,tatmenschen sein1 und zwar ,taten aus dem ,herzen tun4 ,man kann beobachten1 da die ,menschen im allgemeinen sich blindlings1 mit einer gewissen ,lust1 einem ,tyrannen1 wie zum ,beispiel ,napoleon ,i4 war1 unterwerfen und aufopfern1 wie sie es einem ,edlen oder ,weisen nicht tun wrden4 ,sie spren die starke ,persnlichkeit1 das selbstbewute ,ich1 den mystischen ,punkt1 in dem ,gott ,person werden kann4 ,das teuflische ,ich kann sich jeden ,augenblick in ,christus verwandeln1 ja es ist ,christus auf der ,stufe der ,versuchung durch den ,teufel4 ,vielleicht unterliegt er2 aber er kann siegen1 wenn auch nicht so ganz wie ,christus siegte4 ,sowie das ,ich seinen ,eigenwillen dem gttlichen ,willen aufzuopfern beginnt1 fngt die ,wiedergeburt1 der ,lebenslauf des ,christen an4 ,und solang du das nicht hast1 ,dieses3 ,stirb und werde6 ,bist du nur ein trber ,gast ,auf der dunklen ,erde4 ,da aber dem ,sterben das ,werden folgen mu1 unterscheidet das ,christentum von jeder das ,leben verneinenden ,weltanschauung4 ,wir sollen die ,persnlichkeit nicht dadurch berwinden1 da wir sie unterdrcken1 sondern da wir sie erweitern und in unserem ,ich mglichst viele ,menschen vertreten4 ,obwohl ,christus unerreichbar ber allen ,menschen ist1 findet sich doch jeder in ihm wieder4 ,was ,christus vor seinem ffentlichen ,auftreten getan hat1 danach sollen wir nicht fragen2 denn er soll fr uns weniger der historische ,mensch sein als der ,mensch1 der ,idealmensch1 der ,gottmensch4 ,die genialen ,menschen haben das auch stets gefhlt1 wie man an ,hand der ,kunst nachweisen kann4 ,es tauchten wohl in den ersten ,jahrhunderten christlicher ,zeitrechnung einige ,bildnisse mit dem ,anspruch auf1 den historischen ,christus darzustellen1 und diese mgen bei der ,entstehung des ,christustypus ein wenig mitgewirkt haben2 im allgemeinen aber haben alle groen ,maler und ,bildhauer in ,christus den ,idealmenschen darzustellen gesucht1 die ,romanen mit berwiegen der gttlichen ,form1 die ,germanen mit berwiegen der persnlichen4 ,sie idealisierten in ,christus sich selbst1 ihr ,volk1 die ,menschheit4 ,wenn einer schlechtweg sich selbst als ,christus darstellt1 wie das neuerdings einige ,maler unreligis und unknstlerisch genug waren zu tun1 so kann man darunter schreiben3 ,wenn er lgt1 so redet er aus seinem ,eigenen4 ,die ,verschmelzung der ,all-,idee mit der ,einzel-,idee erst gibt den ,gottmenschen4 ,mir scheint1 da die groen ,maler recht hatten1 die ,christus schn darstellten1 und da es ein ,miverstndnis ist1 ihn hlich zu denken4 ,hlich kommt von ,ha und bedeutet ,ha der gttlichen ,form4 ,die ,sklavenvlker und ,barbarenvlker sind deshalb immer hlich gemalt worden1 weil sie ,ha gegen das ,geformtwerden berhaupt haben1 und ebenso drckt sich der ,ha der teuflischen ,persnlichkeit gegen die gttliche ,idee als ,hlichkeit aus4 ,nun ist es ja wahr1 da jedes ,genie ,chaos1 etwas ,ungeformtes1 in sich haben mu2 denn darin liegt ein ,teil seiner ,kraft2 wie auch besonders1 da jedes menschliche ,genie stark persnlich sein mu4 ,darum sind die ,frauen das schne ,geschlecht1 weil sie unpersnlicher1 weniger teuflisch sind als der ,mann4 ,luther hatte sicherlich recht1 wenn er sich ,paulus nicht als schlechtweg schn vorstellte3 irgendwie mu sich das malos ,leidenschaftliche1 das ,gegenstzliche in seiner ,natur uerlich ausgeprgt haben1 wie das auch bei ,luther der ,fall war2 aber zwischen allen ,menschen und dem einen ,christus besteht doch der ,unterschied1 da ,christus das ,persnliche hatte und doch zugleich nicht hatte1 berwunden hatte4 ,er mu deshalb ebenso persnlich schn wie gttlich schn gedacht werden4 ,rembrandt scheint mir der einzige ,maler zu sein1 der ,christus auch unschn malen durfte2 denn bei ,rembrandts ,christus sieht man nicht1 da er diesen oder jenen ,umri1 diese oder jene ,form hat1 sondern nur1 da er leuchtet4 ,die ,erscheinung strmt in das ,sein ber4 ,,ix ,ich erwhnte schon1 ,geliebter1 da ,christus der ,menschheit zum ,ersatz fr sein ,scheiden einen ,trster versprochen habe4 ,wenn der ,trster kommt1 welchen ich euch senden werde vom ,vater1 der ,geist der ,wahrheit1 der vom ,vater ausgeht1 der wird zeugen von mir4 ,es ist der ,heilige ,geist1 der zu ,pfingsten ber die ,jnger ausgegossen wurde1 die ,gabe1 das ,wort ,gottes1 die ,wahrheit1 da ,christus ,gott ist1 zu verknden4 ,ich setze voraus1 da du meine ,annahme1 die ,bildung und ,auflsung der ,person gehe in ,wirklichkeit so vor sich1 wie wir an ,hand der ,sprache die ,bildung und ,auflsung der persnlichen ,gtter im ,geiste verfolgt haben1 gelten lt4 ,nimm nun bitte die ,menschheit als ,person4 ,mit dem ,erscheinen ,christi hat sie ihren ,hhepunkt erreicht1 in seiner ,person war der gesamte ,geist gebunden2 denn du weit ja1 da ,gottvater sich in ,christus ganz und gar ergossen und nichts zurckbehalten hat1 wie ,christus sagt3 ,wer mich sieht1 sieht den ,vater4 ,im ,augenblick seines ,sterbens ist der ,hhepunkt berschritten1 und der gesamte1 durch die vor ihm dagewesene und in ihm vertretene ,menschheit gebundene ,geist wird frei4 ,dies ist die ,ausgieung des ,heiligen ,geistes1 wie du siehst1 ganz wrtlich zu verstehen4 ,die ,menschheit1 die bisher voll ,geist1 von ,gott erfllt war1 hat nun den ,geist oder wenigstens sie kann ihn haben1 da er im ,wort verdichtet von ihr losgelst ist4 ,sie kann ihn haben durch den ,glauben1 der durch das ,gehr kommt4 ,ich bitte dich1 zu beachten1 da ,luther niemals vom bersinnlichen spricht1 sondern vom ,unsichtbaren1 welches aber hrbar ist4 ,durch das ,wort und das ,gehr gesellt sich der sichtbaren ,welt die unsichtbare1 die ,welt des ,geistes oder das ,reich ,gottes4 ,da ich den ,geist nicht sehen und nicht betasten kann1 nur hren1 mu ich ihm glauben1 ihn haben durch die ,religion1 welches ,wort von ligare1 binden1 kommt2 da ,gott nicht mehr unbewut in der ,menschheit ist1 mu er durch ,religion1 ,glauben1 ,phantasie an sie gebunden werden4 ,diese ,kraft des ,bindens hat die ,seele1 das selbstbewute ,ich4 ,das erste1 was aus dem ,herzen bricht und sich ergiet1 ist das ,wort1 sagt ,luther4 ,damit1 da der ,mensch spricht1 beginnt sein ,selbstbewutsein und zugleich sein ,gottbewutsein2 es kann ja eins ohne das andere nicht sein1 da das ,ich nur am ,nicht-,ich zum ,bewutsein seiner selbst kommen kann4 ,das ,wort unterscheidet den ,menschen vom ,tier2 es hat wohl ,selbstgefhl und ,menschengefhl1 aber nicht ,selbstbewutsein und ,gottbewutsein4 ,in ,christus war das ,selbstbewutsein der ,menschheit und zugleich das ,gottbewutsein vollendet in dem ,augenblick1 wo er sich als ,gott erkannte und damit ,selbst- und ,gottbewutsein zusammenflo4 ,mythisch sagten wir1 da ,gott die ,welt erschaffen habe1 um sich seiner selbst bewut zu werden1 um sich zu erkennen3 dies ,ziel war in ,christus erreicht1 ,gott1 der ,geist1 erkannte sich selbst in ihm4 ,ich finde1 man ist nie genug davon berwltigt2 und doch sieht man bestndig1 wie stark der ,trieb der ,menschheit ist1 ,gott auer sich zu suchen4 ,gott verdichtete sich zuerst als ,form1 und wir nennen ihn dann ,kraft2 dann als ,tat1 und wir nennen ihn dann ,liebe2 dann als ,wort1 und wir nennen ihn ,geist4 ,der ,geist ist im ,wort2 ich fhrte schon den ,ausspruch an3 res sociae verbis et verba rebus1 was ,luther ungleich bildkrftiger ausdrckt3 ,die ,sprache ist die ,scheide1 in der das ,messer des ,geistes steckt4 ,im ,evangelium des ,johannes heit es3 ,im ,anfang war das ,wort1 und das ,wort war bei ,gott1 und ,gott war das ,wort4 ,anders ausgedrckt3 ,gott ist ,geist1 und ,geist ist im ,selbstbewutsein1 und mit dem ,selbstbewutsein erscheint die ,sprache4 ,natrlich hatte es ,wort schon vor der ,ausgieung des ,heiligen ,geistes gegeben2 aber es war dunkel1 weil der ,geist gebunden war4 ,erinnere dich bitte1 da der persnliche ,gott1 indem er sich auflst1 durchsichtig wird2 die ,idee schimmert durch den dnn gewordenen ,eigennamen4 ,das bedeuten die wundervollen ,worte des ,paulus3 ,wir sehen jetzt durch einen ,spiegel in einem dunklen ,wort1 dann aber von ,angesicht zu ,angesicht4 ,der ,dichter redet verhllte ,wahrheit in ,bildern2 der ,denker sieht die ,wahrheit nackt4 ,gott wirkte zuerst gestaltend durch die ,hand des ,menschen und redend durch seinen ,mund3 durch den ,knstler und den ,dichter4 ,du weit1 da ,drer gesagt hat3 ,denn der alleredelste ,sinn des ,menschen ist ,sehen4 ,dagegen steht ,luthers ,ausspruch3 ,und kein krftigeres noch edleres ,werk am ,menschen ist1 denn ,reden4 ,der eine geht von der ,erscheinung1 vom ueren aus1 dessen ,sinn das ,auge ist1 der andere vom ,geist1 vom ,inneren1 dessen ,sinn das ,gehr ist4 ,ich bin aber berzeugt1 ,drer1 der ,luther so sehr verehrte1 wrde ihm1 mindestens gegen das ,ende seines ,lebens1 recht gegeben haben2 denn er war ja ein ,genie1 welches sich vom bloen ,knstler dadurch unterscheidet1 da es nicht nur ,gestalt1 sondern das ,wort auch hat4 ,das ,wort1 als die strkste ,verdichtung des ,geistes1 kommt zuletzt2 der ,dichter ist das eigentliche ,genie1 das ,genie kat exochn1 weil er die vorangegangenen ,stufen umfat4 ,der ,geist denkt in ,bildern1 wie das der ,traum zeigt2 der ,dichter ist dadurch ,maler1 und ,luther nennt ,paulus einmal in bezug auf seine eindrucksvolle ,bildersprache einen groen ,maler4 ,natrlich spreche ich nicht vom bloen ,wortknstler1 sondern vom ,dichter1 der ,phantasie hat4 ,die ,phantasie1 die ,einbildungskraft1 ersetzt die ,gestaltungskraft1 die man auch plastische1 gestaltende ,phantasie nennt2 sie hat ,bilder im ,inneren1 im ,geiste4 ,genie nennen wir denjenigen ,knstler1 der auch ,denker und ,dichter ist1 wie ,drer und alle groen ,knstler der ,vergangenheit waren4 ,jetzt gibt es keine ,genies mehr1 ja1 die ,knstler setzen ihren ,stolz hinein1 keine zu sein2 die ,maler wollen nur ,maler1 die ,dichter wollen nur ,wortknstler usw41 und in erster ,linie wollen alle ,weltmenschen sein2 was sie auch sind4 ,homer1 der ,dichter1 war blind1 so erzhlt die ,sage4 ,das ,auge des ,dichters ist von dem des ,malers ganz verschieden3 das des ,malers liegt tief1 wie wenn das ,organ1 welches die ,erscheinung aufnimmt1 geschtzt sein sollte2 das des ,dichters tritt dagegen mehr oder weniger hervor4 ,auch hat es einen ganz anderen ,blick als das des ,malers1 der die ,erscheinung in sich hineinzieht2 das des ,dichters geht ber die ,erscheinung hinweg oder durch die ,erscheinung hindurch in das unsichtbare ,innere4 ,der ,knstler erfat die ,welt vom ueren aus1 der ,dichter vom ,innern aus1 und insofern ist der letztere wirklich blind4 ,man hat von schnen ,bildern ,homers nie den ,eindruck1 da er blind ist1 sondern da er nach innen schaut und dort die ,welt schner wiederfindet4 ,nun ist es ja selbstverstndlich1 da jeder groe ,dichter und ,knstler beides1 das uere und ,innere1 haben mu4 ,ich finde es sehr interessant1 da das hervortretende ,auge zu den sogenannten ,degenerationsmerkmalen gehrt1 das heit1 es erscheint auf einer hohen ,entwickelungsstufe1 woraus natrlich nicht folgt1 da daraus immer auf reiches ,geistesleben geschlossen werden knne4 ,ohnehin htte ich eher bedenken sollen1 da ich nicht zu viel auf einmal sagen soll2 aber ich sehe dich so gern den ,finger heben3 ,gefahren machen das ,leben reizend4 ,la mich bitte darauf zurckkommen1 da in ,christus ,gottbewutsein und ,selbstbewutsein eins wurde1 zugleich aber mit seinem ,sterben wieder auseinanderfiel2 es wieder zu vereinigen liegt jedem einzelnen ob4 ,seit ,christus steht sich ,gottbewutsein und ,selbstbewutsein getrennt gegenber2 du hast wohl nichts dagegen1 da ich jenes als positiv1 dies als negativ bezeichne4 ,da das ,selbst1 die ,person1 die ,verneinung oder ,hemmung ,gottes ist1 darber waren wir uns ja schon einig4 ,die ,hemmung der formenden ,kraft ist die ,unform und die ,eigenform2 die ,hemmung der ,tatkraft die ,unttigkeit oder die ,missetat1 die ,hemmung der ,wahrheit1 des ,sinns1 ist ,unsinn und ,lge2 sowohl das ,passive wie das ,negative hemmt4 ,viele ,menschen bestreiten1 da es eine ,wahrheit1 wie da es eine ,schnheit1 wie da es ein ,gutsein gibt2 sie behaupten1 fr den einen sei dies1 fr den andern jenes wahr1 gut und schn4 ,der ,christ ist anderer ,meinung1 weil er an das ,gttliche im ,menschen glaubt2 fr ihn ist ,gott der ewige ,richtpunkt1 der ,weltenrichter mit dem ,schwerte1 das ,gut und ,bse1 ,schn und ,hlich1 ,wahrheit und ,lge scheidet4 ,es ist ein tiefsinniger ,zug im ,evangelium1 da ,pilatus zu dem verklagten ,christus sagte3 ,was ist ,wahrheit8 ,sie stand vor ihm1 und er fhlte sie ahnend2 aber er erkannte sie nicht4 ,eine andere ,frage ist1 woran man die ,wahrheit erkennen kann4 ,die aus der ,wahrheit sind1 sagt ,christus1 die hren meine ,stimme1 und an anderer ,stelle heit es3 die aus ,gott geboren sind1 hren ,gottes ,stimme2 man mu gtterhaft sein1 um ,gott zu ergreifen4 ,einer von den ,schwrmern zu ,luthers ,zeit sagte einmal1 wenn ,gott sich den ,menschen durch die ,schrift htte offenbaren wollen1 so htte er eine ,bibel vom ,himmel fallen lassen4 ,darin liegt eben die ,schwierigkeit1 da das ,wort sich durch ,menschen offenbart1 die doch auch ihre eigenen ,worte haben2 wie soll man ,worte ,gottes von ,menschenworten unterscheiden1 da der selbstbewute ,mensch als der ,affe ,gottes sich derselben ,sprache bedient wie ,gott8 ,soviel ist sicher1 da unsere ,zeit es nicht kann1 da sie berhaupt an ,gott nicht glaubt2 es ist noch viel1 wenn sie das ,menschenwort ausdrcklich vorzieht und dadurch ihre ,theophobie1 ,angst vor dem ,gttlichen1 zeigt4 ,verbum ,dei manet in aeternum1 das ,wort ,gottes bleibt in ,ewigkeit4 ,unter diesem stolzen und demtigen ,spruch1 dessen ,anfangsbuchstaben der ,kurfrst von ,sachsen seiner ,dienerschaft auf die rmel sticken lie1 und das so viel miverstanden ist1 forderte der deutsche ,prophet die ,welt in die ,schranken und hatte natrlich alle gegen sich1 die auf ihre eigenen ,worte eitel waren4 ,luther hat bekanntlich die ,bibel fr die ,richtschnur erklrt1 an welcher alle ,menschenmeinung mte gemessen werden2 aber er hielt nicht jedes ,wort1 das in der ,bibel steht1 fr ,wahrheit4 ,bekanntlich hat er an einige ,bcher der ,bibel scharfe ,kritik angelegt4 ,noch weniger glaubte er1 da nur die ,bibel ,wahrheit enthalte1 vielmehr sagt er ausdrcklich1 da ,gott sich jederzeit den ,menschen offenbart habe und es jederzeit tun werde4 ,nur davon war er berzeugt1 da das ,wesen ,gottes durch groe ,dichter1 ,menschen von schaffender ,phantasie1 in der ,bibel in ewig gltigen ,bildern erschpfend offenbart sei1 so da jede andere ,offenbarung der ,wahrheit notwendig mit der in der ,bibel verkndeten bereinstimmen msse4 ,wirklich1 vergleichst du ,plato1 ,kant1 ,schopenhauer1 ,nietzsche1 alle groen ,dichter und ,denker aller ,zeit mit der ,bibel1 so wirst du finden1 da sie in der ,wahrheit bereinstimmen2 was sie lgen1 das reden sie aus ihrem ,eigenen4 ,was den ,menschen zum ,lgner macht1 ist die ,beziehung aller seiner ,wahrnehmungen auf sein ,selbst4 ,du erinnerst dich vielleicht der uerungen ,vischers ber ,luther1 die unseren ,briefwechsel veranlaten2 sofern man ,wechselgesprch nennen kann1 wenn der eine viel redet und der andere von ,zeit zu ,zeit mifllig oder beifllig brummt4 ,je mehr der ,mensch imstande ist1 von seinem ,selbst abzusehen1 die ,dinge so aufzufassen1 nicht oder nicht nur wie sie ihm erscheinen1 sondern wie sie sind1 desto weniger lgt er3 es ist die vielgerhmte ,objektivitt des ,knstlers und ,dichters1 die aber durchaus nicht ,selbstlosigkeit1 sondern vorbergehende ,vereinigung von ,selbstbewutsein und ,gottbewutsein1 also ,subjektivitt in der ,objektivitt ist4 ,das ,selbstbewutsein und somit das ,menschenwort verdrngt das ,gottbewutsein und das ,gotteswort2 sie stehen in einem ,verhltnis wie zwei ,eimer1 von denen der eine steigt1 wenn der andere sinkt und umgekehrt4 ,luther erzhlte dem ,barbier1 ,meister ,peter1 der ihn um ,belehrung bat1 wie man beten solle1 da er selbst sich nicht an bestimmte ,worte binde1 wiewohl er mit dem ,vaterunser anzufangen pflege4 ,darber komme er oft1 wie er sich ausdrckt1 in reiche ,gedanken spazieren3 ,und wenn auch solche reiche gute ,gedanken kommen1 so soll man die anderen ,gebete fahren lassen und solchen ,gedanken ,raum geben und mit ,stille zuhren und beileibe nicht hindern3 denn da predigt der ,heilige ,geist selber4 ,und seiner ,predigt ein ,wort ist viel besser denn unserer ,gebete tausend4 ,und ich habe auch also oft mehr gelernt in einem ,gebet1 als ich aus viel ,lesen und ,dichten htte kriegen knnen4 ,anderswo sagt er ber das ,gebet1 es msse frei aus dem ,herzen gehn ohne alle gemachten und vorgeschriebenen ,worte und mu selbst ,worte machen1 darnach das ,herz brennt4 ,in den ,psalmen heit es3 ,audiam quid loquatur in me ,deus2 ich werde hren1 was ,gott in mir redet4 ,es gibt keine bessere ,vorschrift fr einen ,dichter4 ,vorhin erwhnte ich den ,ausspruch ,luthers3 ,das erste1 was aus dem ,herzen bricht und sich ergiet1 ist das ,wort4 ,aus dem ,herzen strmt ,geist1 und in dem ,augenblick1 wo er auf die ,lippen und zugleich auf die ,schwelle des ,bewutseins tritt1 wird er ,wort4 ,alle ,worte1 die das ,herz zum ,ursprung haben1 die ,quell- oder ,urworte1 sind deshalb ,zauberworte1 weil sie verdichteter ,gott1 also verdichtete ,kraft sind4 ,zu allen ,zeiten hat das ,wort zum wirksamen ,zauber gehrt1 das wirst du aus ,mrchen und ,sagen wissen2 aber es mu das rechte ,wort1 das ,herzenswort sein1 und die meisten ,menschen vergessen es4 ,nur reine ,jnglinge und ,jungfrauen1 das heit ,gottangehrige1 wissen es und knnen damit erlsen4 ,mit solchem ,wort hat ,gott die ,welt geschaffen4 ,er schafft ja nicht als durch sein ,wort1 sagt ,luther1 und ,paulus3 ,gott ruft oder nennt das da nicht ist1 da es sei4 ,indem die ,idee der ,welt auf die ,schwelle des gttlichen ,bewutseins tritt1 ist die ,welt da4 ,man mchte rasend werden1 da ,menschen darber nachgrbeln1 ob die ,schpfung der ,welt1 wie die ,bibel sie erzhlt1 mit den ,ergebnissen der ,wissenschaft bereinstimmt4 ,uns ist sie da1 wenn sie uns ins ,bewutsein tritt2 aus dem ,chaos des ,herzens steigt sie jeden ,morgen1 perlend neu1 wenn wir sie sehen und nennen4 ,wer das nicht erlebt1 der wird nie begreifen1 da mit dem ,zauberworte ,gottes3 ,es werde ,licht6 die ,welt da war4 ,das ,herz ist das ,sprachrohr1 der ,mund ,gottes2 umgekehrt ist unser ,mund der ,brunnenrand des ,herzens oder sollte es wenigstens sein4 ,abundantia cordis os loquitur1 aus der ,flle des ,herzens spricht der ,mund4 ,luther bersetzte bekanntlich3 ,wes das ,herz voll ist1 fliet der ,mund ber2 es ist bildkrftiger gesagt1 indem es uns ,herz und ,mund als einen ,becher1 dessen ,rand der ,mund ist1 vor ,augen stellt4 ,ein geistvolles ,herz mu zuerst da sein1 damit der ,mund gttliche ,worte1 ,zauberworte1 ,dichterworte1 sprechen kann3 ,groe ,gedanken und ein reines ,herz1 das ist's1 was wir uns von ,gott erbitten sollten4 ,du magst meinetwegen sagen1 das ,meer1 aus welchem das ,herz gespeist werde1 sei das ,gedchtnis der ,menschheit4 ,so wie der einzelne ,mensch etwas in sich aufnehme und es vergesse1 bis es gelegentlich aus dem ,unbewuten wieder auftauche1 so habe die gesamte ,menschheit ein ,gesamtgedchtnis1 an dem jeder einzelne teilhabe1 und aus diesem ,brunnen stiegen die ,ideen1 die wahren und ewigen ,worte4 ,so lt die griechische ,mythe ,mnemosyne1 die ,erinnerung1 die die ,welt erinnert1 ins ,innere aufnimmt1 die ,mutter der ,musen sein4 ,da ,gott sich in der ,menschheit entwickelt hat1 mu das ,gedchtnis der ,menschheit wohl die ,ideen ,gottes enthalten2 es kommt also auf dasselbe heraus1 ob du von ,gott oder dem ,unbewuten oder dem ,gesamtgedchtnis der ,menschheit sprichst4 ,wenn du nur den ,unterschied zwischen ,gemachtem oder ,gewordenem anerkennst4 ,die ,geschichte jedes ,genies ist die ,geschichte vom ,kampf des gttlichen ,wortes oder der ,idee mit dem ,menschenworte4 ,gewohnheit1 ,nutzen und ,zweck1 die in der ,welt herrschen1 mssen sich ihrer ,art nach dem himmlischen ,fremdling widersetzen4 ,der ,kampf ,luthers mit der katholischen ,kirche drehte sich darum1 da der ,papst ber der ,heiligen ,schrift stehen1 ,luther dagegen in ,glaubenssachen keine ,menschenmeinung anerkennen wollte1 die nicht mit der ,heiligen ,schrift bereinstimmte4 ,die ,katholiken beriefen sich auf einen ,ausspruch des heiligen ,augustinus1 er wrde dem ,evangelium nicht glauben1 wenn er nicht der ,kirche glaubte2 ,luther sagte1 das ,wort mache die ,kirche1 nicht umgekehrt4 ,nur das ,vermgen1 ,menschenwort von ,gotteswort zu unterscheiden1 schrieb er der ,kirche zu2 also ein kritisches1 das schpferische sprach er ihr wie allen ,menschen ab1 das heit den ,menschen1 wenn sie aus ihrem ,eigenen reden4 ,aber auch er mute klagen ber die ,blinden1 die nicht knnen so viel ,unterschieds haben1 da ein ander ,ding ist1 wenn der ,mensch selbst oder wenn ,gott durch den ,menschen redet -- o furor et amentia his saeculis digna6 ,es ist in der ,tat ein ,zeichen uerster ,entfernung von ,gott1 wenn der ,mensch nicht einmal mehr kritisieren1 das heit ,echtes vom ,unechten1 das ,gewordene vom ,gemachten unterscheiden kann4 ,natrlich kann es der ,unglubige nicht1 fr den es berhaupt nur ,menschliches gibt2 und da im ,gleichartigen kein ,unterschied ist1 frit der unglubige ,kritiker sich selbst auf4 ,luther spricht einmal davon1 da die ,kirche1 weil aus der freien ,forschung in der ,schrift verschiedene miteinander streitende ,auffassungen und ,irrlehren entstanden seien1 das ,studium der ,bibel berhaupt verboten habe2 um ,einheit des ,glaubens1 ,wahrheit1 zu erzielen1 habe sie1 eine hchst merkwrdige ,verirrung1 den ,quell der ,wahrheit versiegelt4 ,dasselbe geschieht1 wenn die ,wissenschaft1 aus ,angst vor ,hirngespinsten und um nicht aus ihren ausgetretenen ,geleisen geworfen zu werden1 alle ,ideen ablehnt2 aus ,ideenscheu begngt sie sich mit ,einzelbeobachtungen und ,experimenten und schliet sich in die ,mauer sinnlicher ,erfahrung ein1 hinter der aus ,luftmangel das ,leben ersticken mu4 ,nicht nur ,kunst und ,wissenschaft1 die ganze ,welt lebt von ,ideen2 der ,mensch1 sagt ,christus1 lebt von einem jeglichen ,wort1 das durch den ,mund ,gottes geht4 ,die ,zwietracht zwischen ,kopf und ,herz oder dem unbewuten und bewuten1 ich sage lieber dem gottbewuten und selbstbewuten ,wort ist von jeher aufgefallen4 ,man bemerkte1 da ,kinder1 ,narren und ,betrunkene die ,wahrheit sagen1 man betubte die delphischen ,priesterinnen1 zu denen man ohnedies einfache ,bauernmdchen1 nicht ,gelehrte whlte4 ,viele ,menschen werden erfahren haben1 da ihnen etwas nicht einfllt1 wenn sie sich darauf besinnen1 sondern erst1 wenn sie nicht mehr daran denken2 auf ,fragen1 die das wache ,selbstdenken nicht lsen kann1 taucht oft die fertige ,antwort des ,morgens aus dem ,schlafe4 ,spirat ubi vult1 der ,geist weht1 wo er will4 ,die ,zwietracht unter der ,schrift und ,menschenlehre1 sagt ,luther1 knne man nicht eins machen3 ,sintemal sie nicht mgen eins werden und natrlich mssen untereinander sein1 wie ,wasser und ,feuer1 wie ,himmel und ,erde1 wie ,jesaias davon redet1 ,kap4 #ee4 #h1 #i3 ,wie der ,himmel von der ,erde erhht ist1 so sind meine ,wege erhaben von euren ,wegen4 ,mir scheint das wiederum das ,grte an ,luther1 da er sich trotz der ,erkenntnis dieser ,zwietracht nicht darin verrannte1 nur das ,gotteswort gelten lassen zu wollen4 ,viele1 die das genannte ,wechselverhltnis zwischen ,menschen-und ,gotteswort bemerkt haben1 suchen sich dadurch genial1 das heit schaffend1 zu machen1 da sie den ,verstand ganz unterdrcken1 womglich nichts lernen und ber nichts nachdenken2 was aber tatschlich nicht dem ,geist1 sondern dem ,fleisch zugute kommt4 ,luther sagte3 ,wenn die ,vernunft vom ,heiligen ,geist erleuchtet ist1 so hilft sie judizieren und urteilen die ,heilige ,schrift 444 ,also dient die ,vernunft dem ,glauben auch1 da sie einem ,ding nachdenkt1 wenn sie erleuchtet ist4 ,die ,wahrheit bewhrt sich zwar1 aber sie kann sich nicht beweisen1 beweisen mu das ,menschenwort durch die ,logik2 darum sagt ,luther1 da das ,gotteswort an einem dnnen ,faden1 das ,menschenwort an einer eisernen ,kette hnge4 ,diese ,kette mu das ,wort ,gottes binden1 um es uns zu erhalten2 aber es lt sich nur binden1 wenn es geglaubt wird4 ,gott der ,geist selbst1 sein ,dasein1 kann niemals bewiesen1 er mu geglaubt werden2 glaubt man ihn aber1 so offenbart er sich in ,werk und ,wort1 das sich beweisen lt und bewiesen werden soll4 ,weit entfernt1 der ,bettigung des menschlichen ,eigengeistes entgegen zu sein1 tat ,luther den ,ausspruch3 ,schulen erhalten die ,kirche4 ,es war ihm aufgefallen1 da der ,erneuerung des ,evangeliums das ,wiederaufblhen der ,sprachen in ,italien vorausgegangen war1 und er begriff den ,zusammenhang4 ,wenn er sagt1 der ,heilige ,geist habe die ,sprachen vom ,himmel gebracht1 und das ,nichtverstehen der ,bibelworte komme vom mangelnden ,verstndnis der ,sprache1 so heit das1 da die ,sprache der unmittelbare ,ausdruck des ,geistes ist1 und da man den ,geist in den ,sprachen msse ergrnden knnen1 sowie man sie nur bis in die ,wurzeln verfolge4 ,gott gibt niemandem seine ,gnade oder seinen ,geist1 sagt er1 ohne durch oder mit dem vorgehenden uerlichen ,wort4 ,das uerliche ,wort aber ist dem menschlichen ,selbstdenken zugnglich4 ,bemerkenswert ist in dieser ,hinsicht der ,brief des ,apostels ,paulus an die ,korinther ber den ,unterschied zwischen ,reden mit ,zungen und ,weissagen4 ,unter dem ,zungenreden verstand er ,worte1 die sich nur an das ,gefhl1 nicht zugleich auch an den ,verstand wenden1 die einer also1 nach seiner ,ausdrucksweise1 nur sich selbst und ,gott redet1 nicht den ,menschen4 ,hingegen soll man auch den anderen ,menschen verstndlich sein und das mit ,zungen ,geredete auslegen1 das heit das ,gotteswort dem menschlichen ,begriffsvermgen anpassen4 ,wie soll es aber denn sein8 ,nmlich also3 ich will beten mit dem ,geist und will beten auch mit dem ,sinn2 ich will ,psalmen singen im ,geist und will auch ,psalmen beten mit dem ,sinn4 ,wir wrden etwa sagen3 ,was wir im ,rausche empfangen haben1 sollen wir in ,besonnenheit ordnen4 ,luther fhrt als ,beispiel den ,knaben ,david an1 der den ,riesen berwand3 er vertraut auf ,gott1 da er ihm den ,sieg geben wird1 aber er gebraucht nichtsdestoweniger seine ,waffen4 ,so sollen wir unsern menschlichen ,verstand dem ,geiste mitwirken lassen1 der sich uns ohne unser ,zutun gibt4 ,aber nicht nur das ,gotteswort zu beweisen1 soll das ,menschenwort dienen1 sondern ohne die persnliche ,wahrheit wre die gttliche gar nicht da4 ,das ist ja gerade der ,grund1 warum das ,weib nicht selbst ,genie ist1 sondern ihr ,sohn1 dessen ,selbst das ,gotteswort1 das sie ihm bertrgt1 binden kann4 ,nur dem ,widersprecher offenbart das gttliche ,wort sich ganz2 andererseits hat er nur als ,widersprecher ,wert4 ,sowie das ,menschenwort das gttliche ,wort verdrngt1 sich an seine ,stelle setzt1 verliert es auch die eigene ,kraft und den eigenen ,wert4 ,der ,teufel1 sagte ,luther1 achtet meinen ,geist nicht so sehr als meine ,sprache und ,feder in der ,schrift4 ,denn mein ,geist nimmt ihm nichts denn mich allein2 aber die ,heilige ,schrift und ,sprache machen ihm die ,welt zu eng und tun ihm ,schaden in seinem ,reich4 ,beide zusammen machen es aus3 die ,schrift und seine ,sprache und ,feder in der ,schrift1 die gttliche ,offenbarung1 und der persnliche ,geist1 der die ,offenbarung vernimmt4 ,wenn man formulieren will1 kann man sagen3 das ,wort ist die gewordene ,kraft1 die ,christus der ,menschheit gab1 um ihr die werdende zu ersetzen1 die sie mit seinem ,erscheinen verloren hatte4 ,sie ist wissend geworden2 aber wenn auch die ,krone im ,lichte steht1 mu doch die ,wurzel in der fruchtbaren ,dunkelheit der ,erde bleiben und der ,samen aus der ,frucht dort hineinfallen4 ,du wirst es deiner ,scheherazade verzeihen1 wenn sie dem ,wort einen berflu an ,worten gewidmet hat4 ,ich liebe das ,wort1 wenn es glitzernd und zwitschernd ber bewegliche ,lippen pltschert1 und ich liebe es1 wenn es als ein schner ,fremdling auf einen stolzen und scheuen ,mund tritt4 ,ich liebe es1 obwohl es zweischneidig ist wie das ,schwert und wie das ,licht4 ,ein ,lichtbringer ist es1 wie der schnste und unseligste der ,engel1 wie der unbarmherzig-gndige ,morgenstern4 ,vielleicht bist du diesmal dem silbernen ,hahn nicht bse1 der uns auseinanderkrht und mich verhindert1 ber die ,doppelzngigkeit des erleuchtenden ,wortes noch mehr ,worte zu verschwenden4 ,x ,la diese dunkelwolkige ,nacht dem schnen ,feinde ,luzifer gewidmet sein2 doch mu ich1 meiner ,grndlichkeit gem1 mit dem ,teufel beginnen1 was nicht ganz dasselbe ist4 ,bei dieser ,gelegenheit komme ich wieder einmal auf gewisse lutherische ,theologen1 die ihren ,helden zuweilen so schrecklich miverstehen und dadurch sein ,bild in den ,dreck der ,dummheit und ,lcherlichkeit gezogen haben4 ,du kannst in allen1 wenigstens in vielen -- denn ich kenne lngst nicht alle -- ,lutherbiographien gnnerhafte ,klagen darber hren1 da er so aberglubisch und mystisch1 wie sie es nennen1 gewesen sei1 da er an den ,teufel und an ,zauberei geglaubt habe1 weswegen man ihm jedoch nicht zrnen solle1 denn es sei ja nun einmal so1 da jeder groe ,mann seine ,schwchen haben msse4 ,sie denken allen ,ernstes1 ,luther habe an einen gefleckten ,mann mit ,hrnern und ,schwanz geglaubt1 der in den ,straen herumhinke mit einem ,blasebalg1 wie man es auf alten ,bildern sieht1 und den ,leuten teuflische ,gedanken durchs ,ohr ins ,herz blase4 ,sie halten ihn fr pueril1 wie kolampad tat1 als ,luther die ,allgegenwart ,gottes an dem ,bilde der menschlichen ,seele klarzumachen versuchte1 die1 obwohl eine ,einheit1 doch in jedem kleinsten ,teile des ,krpers gegenwrtig sei4 ,sie wissen nicht1 da1 wo kein ,teufel1 da auch kein ,gott ist1 und da1 die nicht an den ,teufel glauben1 dadurch deutlich bezeugen1 da sie auch an ,gott nicht glauben4 ,sie stellen sich1 was sie auch sagen mgen1 ,gott als einen alten ,mann mit weiem ,bart vor1 aus welchem ,grunde sie ja auch im tiefsten ,herzen gar nicht an ihn glauben2 denn wenn sie das nicht tten1 wrden sie nicht als selbstverstndlich voraussetzen1 da fr den ,teufelsglubigen der ,teufel ein ,mann mit ,bocksfu und ,hrnern sein msse4 ,luther wute1 da ,gott ,kraft und der ,teufel von ,gott abgelenkte oder sich ,gott widersetzende ,kraft ist2 da er also1 soweit er ist1 ,gott selbst ist1 und sein ,sein nur im ,begriff des ,sichwidersetzens liegt1 weshalb er ihn oft mit einem gewissen ,hohn bloen ,geist1 ohne ,erscheinung1 nennt4 ,in einer berhmten ,lutherbiographie kannst du lesen3 ,ein wissenschaftlicher ,streit war mit ,luther nicht zu fhren1 da er jeden ,widerspruch gegen seinen ,glauben vom ,teufel herleitete2 ,zwingli dagegen glaubte an das ,recht der ,vernunft und den ,segen der ,logik4 ,wenn ,luther seine zwinglianischen ,gegner als teuflisch betrachtete1 so wollte er damit sagen1 es sei ihnen nicht um die ,wahrheit1 sondern um das ,durchsetzen eigener ,gedanken zu tun oder auch nur1 in bezug auf ,karlstadt zum ,beispiel1 um das eigene ,ansehen4 brigens waren die ,grnde1 die ,zwingli1 kolampad und ,karlstadt gegen ,luthers ,abendmahlslehre vorbrachten1 so kindisch1 da ein ,kind sie widerlegen knnte1 ,luther dagegen hat nie geruht1 bis er mit unerbittlicher ,logik bewiesen hatte1 was berhaupt beweisbar ist2 ,gott selbst1 das eine und unteilbare ,sein1 lt sich natrlich nicht beweisen1 sondern wird geglaubt1 wenn es im eigenen ,ich gewut wird4 ,luther hat sich ber ,aberglauben1 ,zauberei und dergleichen so deutlich ausgesprochen1 da die ,menschen ihn nicht miverstehen knnten1 wenn der ,teufel sie nicht verblendete1 das heit1 wenn sie nicht alles durch das gefrbte ,glas ihrer eigenen ,persnlichkeit shen4 ,man liest gewhnlich nur1 was man schon vorher wute4 ,er war der ,ansicht1 da der1 welcher an das ,bse glaubt1 geradeso gut ,berge versetzen kann wie der1 welcher an ,gott glaubt2 denn ,glaube ist ,glaube und ,kraft ist ,kraft1 und man kann genau so viel1 wie man glaubt4 ,warum sollte es aberglubisch sein1 zu glauben1 da ,hexen und ,zauberer den ,menschen ,bses anwnschen knnen1 und nicht aberglubisch1 zu glauben1 da ,christus ,kranke heilen und ,tote lebendig machen konnte8 ,luther glaubte nichts anderes1 als da ,kraft ,kraft anzieht1 und da ,kraft auf ,stoff wirkt1 und da der ,mensch ,kraft aus seinem ,herzen schpfen kann1 gttliche aus einem reinen1 teuflische aus einem bsen ,herzen4 ,denn diese schwarze ,kunst hat ihr verborgenes ,geheimnis und geschieht1 was sie machen1 wenn sie ,glauben daran haben6 ,nicht glauben tat ,luther1 da ,hexen auf einem ,besen reiten1 da sie sich in ,katzen verwandeln1 kurz nichts1 was gegen die ,naturgesetze ginge4 ,das sind ihm lauter ,teufelsgespenster und ,verblendungen und ist nicht die ,sache selber4 ,es mge wohl sein1 schreibt er1 da ,hexen im ,schlafe oder in der ,verzckung whnten1 sie liefen oder tten dies und das1 whrend sie tatschlich im ,bette lgen4 ,und wer mag doch alle leichtfertigen1 lcherlichen1 falschen1 nrrischen1 aberglubischen ,dinge erzhlen1 so die ,weiber treiben1 damit sie der ,teufel bald betrogen hat4 ,das ist ihnen von ihrer ,mutter ,eva angeboren1 da sie sich also ffen und betrgen lassen4 ,ebenso nachdrcklich1 wie er vor ,verblendung warnt1 betont er aber die ,mglichkeit vom ,einflusse bsen ,wollens auf andere ,willenskraft oder auf ,stoffliches4 ,aber ach1 da ,gott erbarme6 wie sind wir doch heutigen ,tages so gar sicher allzumal1 beide1 gro und klein1 ,gelehrte und ,ungelehrte2 tun1 als ob der ,teufel gestorben wre1 und ist nun dahin mit uns gekommen1 da wir auch1 unser ,ding zu erhalten1 des wir uns nrrisch eingebildet1 die blutigsten ,kriege fhren und hadern ohne ,aufhren4 ,wenn ,luther das ,tintenfa nach dem ,teufel geworfen hat1 so beweist das nicht1 da er den ,teufel leibhaftig vor sich zu sehen glaubte1 sondern da er sich aus einer ,selbsttuschung herausreien wollte4 ,einmal entstand in einer ,kirche1 whrend er predigte1 ,aufregung1 weil man glaubte1 die ,gerste strzten ein2 er schnitt die entstehende ,panik damit ab1 da er zu der ,gemeinde sagte1 sie sollten ruhig bleiben1 es sei nichts1 das tue der ,teufel4 ,das heit3 eure ,furchtsamkeit verblendet euch und lt euch wahrnehmen1 was nicht ist4 ,gott1 sagte er1 besttigt wohl sein ,wort mit einem nachfolgenden ,zeichen1 aber er macht es niemals umgekehrt1 und wer ,zeichen zu sehen glaube1 ohne da das ,wort vorausgegangen ist1 befindet sich in einer ,selbsttuschung4 ,zeichen1 die durch vorausgehendes ,wort verkndet werden1 sind ja nicht ,wunder1 sondern von wenigen1 vielleicht nur von einem erkannte ,wahrheiten4 ,der gebildete ,europer kann den ,wilden ,sonnenfinsternisse voraussagen und sich dadurch als ,wundertter darstellen2 es ist wesentlich nichts anderes1 wenn die ,propheten das knftige ,erscheinen ,christi weissagten4 ,whrend der unglubige ,melanchthon sich in die ,astrologie versenkte1 sagte ,luther3 ,wir sind ,herren der ,sterne4 ,er war so vollstndig von ,aberglauben frei1 wie nur der ,gottglubige oder der durchaus ,weltglubige sein kann2 der eine hat eine exakte1 auf die ,wahrheit gerichtete ,phantasie1 der andere hat gar keine4 ,der ,unglubige hat eine lgnerische1 die ihm vorspiegelt1 was er hofft oder frchtet1 was aber nicht ist4 ,ich sagte1 glaube ich1 schon einmal1 da ,luther drei ,stufen der ,versuchung unterschied3 die erste durch ,trgheit und ,sinnlichkeit1 die den ,menschen in der ,jugend befllt2 die zweite durch den ,ehrgeiz1 das ,streben nach ,macht1 ,ruhm und ,ansehen in der ,welt1 die ,versuchung des ,mannesalters2 schlielich die dritte und letzte1 wo der ,mensch1 alle anderen verachtend1 sich selbst vergttert1 sich an ,gottes ,stelle setzen will4 ,man kann nach diesen ,stufen den dummen ,teufel1 den bsen ,teufel und den stolzen ,teufel1 ,luzifer1 unterscheiden4 ,den ,teufel lie ,luther1 wie du weit1 gelten1 er glaubte an ihn4 ,gott und der ,teufel sind ihm zwei ,frsten1 die sich gegenseitig bekmpfen4 ,christus hat zum ,teufel gesprochen3 ,regiere du die ,welt2 also ist er legitimer ,frst der ,welt1 wie ,gott im ,reiche ,gottes ,herr ist4 ,es ist selbstverstndlich1 da ,gott auch der ,welt ,herr ist2 aber er hat sie sich nach einem ,ausdruck ,luthers an die linke ,hand getraut und lt zu1 da sie dem ,teufel dient4 ,luther1 der die ,welt durch und durch kannte1 hate sie dementsprechend4 ,er wute1 da das ,gesetz des ,kampfes ums ,dasein in ihr herrscht2 da in der ,welt1 so drckte er es aus1 der ,strkere den ,schwcheren in den ,sack steckt4 ,es war fr ihn das ,reich der ,tiere1 aus denen das ,gesetz erst ,menschen machen mu4 ,sein ganzes ,leben war ein leidenschaftlicher ,kampf gegen die ,welt2 dennoch dachte er nie daran1 sie an sich zu verneinen4 ,er nannte den ,teufel den ,affen ,gottes1 und in diesem ,sinne muten ihm die sichtbare ,kirche1 ,akademien1 ,universitten ,affen der unsichtbaren ,kirche1 mute ihm die ,ehe der ,affe der ,liebe sein2 trotzdem hat er weder die ,kirche1 noch die ,universitten1 noch die ,ehe abschaffen wollen4 ,das ,christentum ist durchaus paradox1 indem es etwas als durchaus verwerflich1 zugleich aber als notwendig1 und insofern knnte man sagen1 als gut hinstellt4 ,einer von ,luthers ,gegnern stellte einmal alle ,widersprche in ,luthers ,lehre in einem ,buche zusammen4 ,in bezug darauf schrieb ,luther an ,melanchthon3 ,wie knnen diese ,esel ber ,widersprche in unserer ,lehre urteilen1 die keinen ,teil des einander ,widersprechenden verstehen8 ,was kann unsere ,lehre in den ,augen der ,unglubigen anders sein als bloer ,widerspruch1 da sie die ,werke zugleich fordert und verurteilt1 die ,gebruche zugleich aufhebt und wieder einsetzt1 die ,obrigkeit zugleich verehrt und anschuldigt1 die ,snde zugleich behauptet und leugnet8 ,wie sehr versteht man1 da ,luther sich oft ,gewalt antun mute1 um seine ,gegner nicht schweigend zu verachten1 sondern zu bekmpfen6 ,whrend ,luther den ,teufel als einen ,feind hate1 den man doch anerkennt1 ja sogar bewundern kann1 hate er ,luzifer schlechthin4 ,von der ,versuchung des ,luzifer1 der er selbst unterworfen war1 sprach er nicht ohne ,furcht und ,grauen4 ,den gemeinen ,teufel nannte er den inkarnierten1 den eingefleischten1 weil er durch das eigene ,fleisch oder in ,gestalt anderer ,menschen einen angreift1 und er beneidete seine ,freunde1 die nur ihn kannten1 nicht den ,teufel in seiner ,majestt1 den ,teufel im ,geiste1 eben ,luzifer4 ,dieser nmlich ist vom ,teufel wesentlich verschieden1 er hat einen anderen ,ursprung und andere ,wirkungen4 ,der bse ,teufel kommt aus dem ,herzen1 wie es in der ,bibel heit3 ,aus dem ,herzen kommen bse ,gedanken2 und diese gemeinsame ,wurzel beweist seine ,gottverwandtschaft4 ,kme das ,bse nicht aus dem ,herzen1 so knnte es keine schwarze ,magie geben1 da es sonst keine ,kraft htte4 ,selbstliebe ist so gut ,kraft wie gttliche ,liebe1 es ist dieselbe ,kraft1 nur auf verschiedene ,punkte bezogen2 der bse1 grausame1 tyrannische ,mensch kann in jedem ,augenblick zum verschwenderisch gtigen werden1 wenn seine ,liebeskraft von seinem ,selbst auf ,gott umspringt4 ,scheinbar kann man sich besser auf den ,kopf verlassen als auf das ,herz1 weil man da auf festem ,boden steht2 aber was gibt mir dieser ,bretterboden oder ,steinboden8 ,ich verlasse mich nur auf ein ,herz1 obwohl es ein bewegliches1 bodenloses1 ewig wechselndes ,meer ist4 ,luzifer hat keinen ,sinn fr die wilde1 zufllige ,schnheit2 er will vollkommen und ,gott gleich sein1 nmlich dem abstrahierten ,gott1 den er sich ausgedacht hat4 ,er lt ,hrner und ,pferdefu nicht mehr sehen1 sondern verstellt sich in einen ,engel des ,lichts1 an den alten ,teufel erinnert nichts mehr2 sein eigentliches ,wesen1 seine ,selbstliebe verlarvt er4 ,da ist nun der ,punkt1 weswegen er so gefhrlich ist3 er ist nicht wie der gemeine ,teufel eine ,hemmung der ,kraft1 die die ,kraft erst hervortreten lt1 sondern er ist eine ,hemmung der ,hemmung und hebt dadurch das ,spiel des ,lebens auf4 ,die ,form des ,lebens ist nicht der ,kreis mit einem ,mittelpunkte1 sondern die ,ellipse4 ,so wie der moralische ,mensch seine natrliche ,selbstsucht erstickt1 um eine erdachte ,vollkommenheit zu erreichen1 vertreibt er auch das ,gttliche3 er kann1 mit anderen ,worten1 die ,ttigkeit des ,herzens nicht hemmen1 ohne das ganze ,herz zu lhmen4 ,an die ,stelle der heien ,hlle tritt die kalte oder das ,nichts4 ,sobald der ,kopf das ,herz verdrngen und ersetzen will1 ist der ,mensch dem ,tode geweiht1 wird er aus einem lebendigen ,organismus zu einem ,automaten4 ,insofern die aus ,gott abgeleitete1 aber sich ,gott widersetzende ,kraft ihrem ,wesen nach der ,mann ist1 kann man die luziferische ,hemmung auch eine ,selbstentmannung nennen1 deren ,folge ,unproduktivitt ist4 berwiegend moralische ,menschen1 ,vlker und ,zeiten sind unproduktiv4 ,das bestndige ,wirken der eigenen ,kraft1 der ,selbstttigkeit1 verdrngt ,gott1 die nicht von unserer ,willkr abhngende ,kraft1 das ist die ,liebeskraft oder ,schaffenskraft4 ,im einzelnen uert sich das als ,mangel an ,gestaltungskraft1 plastischer und dichterischer ,phantasie1 ,mangel an ,tatkraft und ,ideenlosigkeit4 ,der moralische und der edle ,mensch sind phantasielos1 tatenlos und ideenlos4 ,der ,welt kann nun allerdings die ,moral zugute kommen1 wovon ,england ein sehr deutliches ,beispiel ist2 aber mit der ,zeit mu infolge des ,mangels an lebendiger ,kraft doch ein ,absterben eintreten4 ,manchmal geschieht es1 da das hinter der moralischen ,larve fast erstickte ,feuer sich emprt und die ,kruste zerreit1 was dann einen vollstndigen inneren ,zusammenbruch bedeutet4 ,davon gibt die ,geschichte ,nietzsches ein tragisches ,beispiel4 ,er lebte in einer durchaus moralischen ,zeit und stammte aus einer berwiegend moralischen ,familie4 ,seine ,briefe sind unertrglich trocken und drftig1 es fehlt ihnen ganz das1 was ,wlfflin so schn den ,zauber des ,zuflligen nennt1 das ,freie1 berraschende1 der gttliche ,hauch4 ,er schlo sich eng an ,schopenhauer1 der die ,wahrheit ahnte1 aber niemals aus der moralischen ,verlarvung1 die er doch hate1 herauszukommen vermochte2 ebenso war es mit ,wagner4 ,von diesen beiden bezog er seine ,ideen2 eigene hatte er zunchst nicht4 ,bezeichnenderweise fhlte er sich besonders zu ,burckhardt hingezogen4 ,jeder genial begabte ,schweizer mu1 bevor er schaffen kann1 eine auergewhnlich starke ,kruste von ,moralitt und ,eigenheit abschmelzen4 ,dieser ,aufwand von ,glut und diese dicke ,kruste machen1 da nur wenig ,frchte gezeitigt werden1 da sich diese aber durch ,reife und ,sigkeit auszeichnen4 ,die schweizerische ,kunst ist kein ,brot des ,lebens fr die ,menschheit1 sondern ein ,leckerbissen fr eine erlesene ,tafel4 ,was aber bei ,burckhardt organisch war1 war bei ,nietzsche krankhaft2 denn die ,schweizer bleiben geduldig in ihrem ,gehuse1 das ihnen im ,grunde bequem ist1 und glhen es nur stellenweise etwas an4 ,nietzsche dagegen strebte jh heraus und ruhte nicht1 bis die ,kruste zerrissen war1 hnlich wie ,kleist2 das ,leben wechselte bei ihnen zwischen ,erstarrung und vulkanischen ,ausbrchen4 ,nietzsche wollte sich von der ,moralitt durch ,immoralitt befreien1 den ,teufel durch ,beelzebub austreiben2 die hhere ,einheit1 unter der er den ,widerstreit htte vereinigen knnen1 fand er nicht4 ,er hatte1 anders ausgedrckt1 ein berma von ,negation in sich1 womit er sich nicht abfinden und das er doch nicht aufwiegen konnte4 ,htte er sich begngt1 ein paar reife1 se ,frchte zu tragen1 das wre mglich gewesen1 und er hat es ja auch getan2 aber als ,deutscher mute er ,brot des ,lebens allen ,menschen geben wollen1 und dazu war er zu verselbstet4 ,nicht die ,negativitt1 das ,frsichsein und ,frsichwollen ist verderblich1 es ist vielmehr erforderlich2 nur dann ist es absolut zu verdammen1 wenn es das ,gttliche verdrngt1 und dahin gerade strebt es mit ,notwendigkeit4 ,es liegt im ,wesen des ,menschen1 der ,person1 alles fr sich zu wollen1 also ,gott sein zu wollen2 im ,augenblick1 wo er alles erreicht zu haben glaubt1 hat er alles verloren4 ,ich denke mir1 du bist unzufrieden1 da ich die ,moralischen und die ,edlen und ,stolzen zusammenwerfe1 whrend doch die letzteren viel hher stehen4 ,also will ich den ,unterschied noch einmal betonen1 der darin besteht1 da die ,moralischen irgendeine ,belohnung auer sich1 die ,stolzen nur die eigene ,zufriedenheit suchen4 ,die ,worte ,adel und ,edel haben dieselbe ,wurzel1 und ,adel ist seinem ,wesen nach ,selbstanbetung und infolgedessen ,absonderung durch ,inzucht4 ,die ,folge der ,inzucht ist zuerst ,steigerung des erlangten ,typus durch ,hufung seiner ,merkmale1 dann ,verkmmerung und ,absterben durch ,mangel an ,gegensatz4 ,dem ,adel in seiner ,blte1 wenn er die ,macht an sich reit1 ist es nur um diese zu tun1 ,reinheit des ,blutes und auch seine ,titel1 soweit sie nicht ,privilegien einschlieen1 sind ihm noch nicht sehr wichtig2 erst auf dem ,hhepunkte seiner ,macht schliet er sich ab4 ,mit dem ,eroberertypus1 dem1 der die ,macht erlangt hat1 ist die ,kraft erschpft2 sein ,nachfolger1 der ,knigstypus1 erbt nur des ,ahnherrn groe ,zge1 nicht mehr als ,ausdruck des ,innern1 sondern als ,maske4 ,die ,kraft aber1 die sein ,ich nicht mehr binden kann1 umgibt ihn als ein schtzender ,mantel und hlt das ,volk in ,ehrfurcht von ihm fern1 das1 wenn es ihn berhrte und gewahr wrde1 da er innen hohl und unendlich viel schwcher ist als jeder einzelne von ihnen1 ihn vernichten wrde4 ,den ,adel der ,selbstanbetung kann jeder ,mensch1 jeder ,stand1 jedes ,volk erreichen4 ,den adligsten ,adel fand ich in der ,schweiz2 das ganze ,volk leidet ja an ,selbstanbetung und ,absonderung durch ,inzucht4 ,die ,ausgeglichenheit und berlegenheit1 die ,kultur1 die in gewissen ,schweizer ,stdten und ,familien vorhanden ist1 verhltnismig auch auf dem ,lande1 hat etwas unwiderstehlich ,einnehmendes und ,imponierendes2 aber der damit verbundene ,mangel an ,herzhaftigkeit entfremdet auch wieder4 ,mangel an ,phantasie1 ,mangel an ,taten und ,ideen sind die verhngnisvollste ,folge der ,selbstanbetung und ,absonderung4 ,es ist gefhrlich1 wenn der ,mensch in dem ,augenblicke1 wo er in den ,spiegel des ,sichselbsterkennens sieht1 zu schn ist2 je geringer der ,unterschied zwischen ihm und der gttlichen ,vollkommenheit ist1 desto eher kann er sich selbst mit ,gott verwechseln4 ,der ,selbstgenu der eigenen ,schnheit ist ein ,fluch1 wie schon das ,mrchen von ,narkissos lehrte1 und sondert vom ,leben ab4 ,deswegen will ich aber der ,schnheit ihre ,schnheit nicht abstreiten2 ja1 ich leugne nicht1 da der veredelte ,mensch1 ,luzifer1 der ,rebell1 der aus eigener ,kraft gotthnlich werden will1 einen gefhrlichen ,zauber auf mich ausbt4 ,es ist eine ,schnheit1 die durch das tragische ,siegel des ,todes geweiht ist4 ,luther sagte einmal3 ,gott hat in tausend ,jahren keinem ,bischof so groe ,gaben gegeben als mir1 denn ,gottes ,gaben soll man sich rhmen4 ,ich bin zornig auf mich selbst1 da ich mich ihrer nicht von ,herzen freuen noch danken kann4 hnlich sagte ,gustav ,adolf1 der fest glaubte1 er sei von ,gott verordnet1 das ,wort ,gottes zu schtzen1 wenn er falle1 so liege daran nichts2 denn ,gott knne wohl einen anderen ,kavalier erwecken1 der die ,kirche noch besser verteidigte1 als er getan habe4 ,das ,geheimnis1 da das ,genie sich seiner ,gre bewut und doch nicht eitel ist1 liegt darin1 da sie aus dem ,herzen kommt1 das dem ,menschen gehrt1 dem aber auch der ,mensch gehrt4 ,,xi ,ich will die ,lehre von der ,dreieinigkeit noch einmal zusammenfassen3 ,gott ist schaffende ,liebe2 er uert sich dreifach als ,gott-,natur1 ,gott-,mensch und ,gott-,geist4 ,in ,gottes ,ebenbilde1 dem ,menschen1 uert sich die gttliche ,kraft entsprechend als ,gestaltungskraft1 ,tatkraft und ,glaubenskraft oder ,vernunft4 ,auf der ersten ,stufe des ,geistes1 der der ,phantasie1 erfat der ,mensch die ,welt als unendlich viele ,einzelheiten1 die ihm alle gttlich sind1 so da die ganze ,welt ihm gttlich ist1 aber unbewut2 auf der ,stufe der ,tatkraft erfat er die ,welt als ,gegensatz zwischen dem ,einen persnlichen ,gott und dem teuflischen ,gegengott1 dem menschlichen ,selbst2 zuletzt glaubt er an eine gttliche ,welt1 deren ,inneres mit seinem ,inneren zusammenfllt4 ,seit die ,menschheit die ,welt als unendlich ansieht1 drfen wir ganz wohl ,welt1 im ,sinne von ,kosmos natrlich hier1 statt ,gott setzen1 und da die drei ,offenbarungen der gttlichen ,kraft sowohl nebeneinander wie nacheinander erscheinen1 drfen wir sagen1 da die ,welt sich stufenweise entwickelt4 ,danach lautet der wesentliche ,inhalt von ,luthers ,glaubensbekenntnis1 in die ,sprache unserer ,zeit bersetzt3 ,wir glauben an die ,welt als an eine sich entwickelnde1 endlose und grenzenlose ,einheit1 deren ,mittelpunkt der ,mensch ist4 ,dies ,glaubensbekenntnis ist geozentrisch1 wie mir scheint1 mit ,recht2 denn ,gott1 der ,geist1 der sich im ,menschen offenbart1 schafft die ,welt1 folglich mu der ,mensch und mit ihm die ,erde der ,mittelpunkt der ,welt sein4 ,die ,dreieinigkeit drcke sich auch in der allergeringsten ,kreatur ab1 sagt ,luther1 insbesondere natrlich im ,menschen4 ,das antike ,wort1 da der ,mensch die ,welt im kleinen1 das ,ma aller ,dinge sei1 heit beim ,christen1 er sei das ,ebenbild ,gottes4 ,die drei ,einheiten1 die den ,menschen bilden1 nennt ,luther1 sich auf ,paulus beziehend1 ,geist1 ,seele und ,leib4 ,die betreffende ,stelle kommt im ersten ,brief an die ,thessalonicher vor und heit3 ,gott1 der ein ,gott des ,friedens ist1 der mache euch heilig durch und durch1 also da euer ganzer ,geist und ,seele und ,leib unstrflich erhalten werde auf die ,zukunft unseres ,herrn ,jesu ,christi4 ,den ,geist beschreibt ,luther als den hchsten1 tiefsten1 edelsten ,teil des ,menschen1 damit er geschickt ist1 unbegreifliche1 unmittelbare1 ewige ,dinge zu fassen und ist krzlich das ,haus1 da der ,glaube und ,gottes ,wort innewohnt4 ,die ,seele sei derselbe ,geist nach der ,natur1 aber doch in einem anderen ,werke1 nmlich in dem1 da er den ,leib lebendig mache und durch ihn wirke4 ,durch die ,seele also wirkt der ,geist auf den ,krper4 ,die ,art der ,seele sei1 nicht die unbegreiflichen ,dinge zu fassen1 sondern was die ,vernunft 7wir wrden sagen der ,verstand7 erkennen und ermessen knne1 und die ,vernunft sei das ,licht in diesem ,hause4 ,sowohl die ,erkenntnis wie die ,affekte schreibt er1 im ,einklange mit der ,heiligen ,schrift1 der ,seele zu4 ,um diese menschliche ,dreieinigkeit deutlich zu machen1 fgt ,luther noch ein ,bild hinzu2 er vergleicht sie nmlich mit dem von ,moses beschriebenen ,tabernakel4 ,das ,allerheiligste1 in dem ,gott wohne und in dem kein ,licht sei1 stellt er dem ,geiste gleich1 das ,sanktum mit dem siebenarmigen ,leuchter der ,seele1 das ,atrium1 den jedermann zugnglichen ,vorhof1 dem ,krper4 ,mir stellt sich das unwillkrlich krperlich vor1 nmlich als drei ineinander schwebende ,sphren1 von denen die innere der ,geist1 das ,allerheiligste ist1 die uere der ,krper und die mittlere1 welche ,geist und ,krper verbindet1 die ,seele4 bertrgst du diese ,form des ,mikrokosmos auf den ,makrokosmos1 so ergibt sich1 da die ,menschheit die ,seele der ,welt ist2 im ,selbstbewutsein der ,menschheit wird das ,sichtbare und das ,unsichtbare1 ,stoff und ,kraft1 zur ,einheit4 ,ohne die ,menschheit wre die ,welt seelenlos1 ja1 sie wre nicht1 denn es wre nur ,chaos4 ,das ,wort der zum ,selbstbewutsein erwachenden ,menschheit lt die ,welt aus dem ,nichts hervortreten4 ,vom ,allerheiligsten1 dem ,geiste1 sagt ,luther1 da es dunkel bleiben soll1 und zwar damit das ,licht ,gottes darin scheinen knne3 das ,licht scheinet in der ,finsternis4 ,von dem gegenstzlichen ,verhltnis zwischen ,selbstbewutsein und ,gottbewutsein war schon die ,rede1 da nmlich das eine auf ,kosten des anderen wchst und schwindet4 ,wir sollen ,gott in allen seinen uerungen ,raum lassen4 ,wie wir das ,kind im ,schoe der ,mutter verborgen wachsen lassen mssen1 wie wir ,knospen nicht gewaltsam ffnen drfen1 so sollen wir auch ,gott in unserem ,geiste reifen lassen1 ohne das geheimnisvolle ,werk voreilig zu stren4 ,dauernder ,betrieb1 hastige ,geschftigkeit verscheucht den ,gott der ,tat3 ,tell taucht aus dem ,dunkel auf zur groen ,erlsertat1 um dann wieder zu versinken4 ,ebenso wchst das ,wort der ,wahrheit im ,schweigen und ,hren4 ,du kennst das ,gleichnis von ,martha1 die sich viel zu schaffen machte1 whrend ihre ,schwester ,maria zu ,jesu ,fen sa und seinen ,worten zuhrte4 ,martha1 ,martha1 du machst dir viel ,sorge und ,mhe1 sagte er1 aber eins ist not4 ,dies1 was not ist1 ist der ,glauben1 das ,stillesein vor ,gott1 damit er in uns wirke1 ein vorbergehendes ,zurcktreten1 ,auslschen also des ,selbstbewutseins4 ,ich habe dabei das geometrische ,bild vor ,augen und sehe1 wie die dunkle ,sphre des ,geistes zurckgedrngt wird1 wenn die erleuchtete ,sphre der ,seele zu stark anschwillt2 das eine lebt auf ,kosten des anderen1 sowie die ,persnlichkeit ein gewisses ,ma bersteigt1 leidet ,gott4 ,fllt die ,seele das ,allerheiligste ganz aus1 so mu1 wie das ,bild unwiderleglich zeigt1 frher oder spter ein vlliges ,versiegen folgen1 da ja der ,seele ihr ,inhalt aus der innersten ,sphre zustrmt1 die mit ,gott eins ist4 ,ohne irgendeinen berauschenden ,lethe ertrge der ,mensch das ,leben nicht1 und es strmen ihm zwei ,brunnen des ,selbstvergessens im ,schlaf und in der ,liebe4 ,es hat mir eine hohe ,meinung von ,keplers ,seelenkenntnis gegeben1 da er an ,wallenstein die allzeit wachen ,gedanken1 das emsige1 unruhige ,gemt als etwas nicht ,geheures hervorhebt2 diese bestndige ,wachsamkeit1 die uns als strafbare ,neugier oft in ,sagen begegnet1 die ,unfhigkeit1 sich von dem stets regen ,selbst abzulsen1 verzehrt die ,kraft des ,menschen1 wie das ,licht die ,kerze verzehrt4 ,die ,nacht1 aus der er gekommen ist1 mu auch im ,leben ihren ,anteil an ihm behalten2 ,entziehung des ,schlafes ttet1 und ,lieblosigkeit ist schon der ,tod4 ,da ,gott die ,welt aus ,nichts geschaffen hat1 mu man tiefer fassen1 als gewhnlich geschieht2 er1 der nie einen ,augenblick zu schaffen aufhrt1 lt sie in jedem ,augenblick aus dem ,chaos aufsteigen1 und es mu umgekehrt ,chaos da sein1 damit geschaffen werden kann4 ,vollkommene ,unpersnlichkeit und deshalb vollkommenes ,unbewutsein finden wir beim ,kinde2 denn es hat sich noch nicht zum ,selbst entwickelt4 ,es ist das ,nichts-von-sich-wissen und ,nichts-fr-sich-wollen1 was den ,erwachsenen am ,kinde entzckt1 das gttliche ,dunkel des verlorenen ,paradieses4 ,kindes ,hand ist leicht zu fllen1 sagt das ,sprichwort2 es greift nach einem ,sonnenstrahl1 den es nicht halten kann1 ja1 nur im ,anschauen leuchtet es vor ,glck4 ,es ist ganz und gar aufnehmend1 im ,nicht-,ich aufgehend1 ein klarer ,spiegel der ,welt4 ,jesus sagte3 ,lasset die ,kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht2 denn solcher ist das ,reich ,gottes4 ,wahrlich1 ich sage euch3 wer nicht das ,reich ,gottes nimmt als ein ,kind1 der wird nicht hineinkommen4 ,gott herrscht in dem reinen ,herzen1 das nichts von sich wei2 es ist also unmglich1 da ein ,mensch gttliche ,kraft habe1 der sich das reine ,herz1 das ,unbewutsein des ,kindes nicht trotz des ,selbstbewutseins1 durch das jeder hindurch mu1 bewahrt4 ,da es mglich ist1 ,person und doch ,kind1 selbstbewut und zugleich gott- oder unbewut zu sein1 beweist jedes ,genie und ,luther selbst vor allen4 ,in den ,tischgesprchen1 wo er sich ganz unbefangen uert1 spricht sein kindliches ,herz am klarsten2 vernehmbar ist es aber in jedem seiner ,werke1 ja1 ich mchte sagen3 in jedem seiner ,worte4 ,in fast bermenschlicher ,liebesttigkeit verga er immer wieder sein ,selbst2 dies ,selbst1 diese gewaltige ,persnlichkeit1 welche sich oft dagegen wehrte in ,qualen1 die ihn an den ,rand des ,todes brachten2 aber immer wieder ging das gereinigte ,herz siegreich hervor und mit ihm die frisch betaute ,welt4 ,als ein ,mittel1 das ihm in diesen ,kmpfen geholfen habe1 fhrt ,luther die ,beichte an2 ohne sie1 meint er1 wrde der ,teufel ihn berwunden haben4 ,die ,zwangsbeichte der katholischen ,kirche allerdings verwarf er2 nur die ,beichte1 die freiwillig aus dem ,herzen fliet1 hielt er fr ntzlich4 ,der freiwillig ,beichtende nmlich uert so viel von sich1 wie schon in seiner ,seele1 in seinem ,selbstbewutsein ist1 und er denkt1 wenn er davon befreit ist1 nicht weiter ber sich nach1 wodurch er der ,gefahr der ,selbstzergliederung entgeht2 bei der erzwungenen ,beichte dagegen wird man zur ,selbsterforschung angeleitet4 ,kein ,priester soll sich anmaen1 die ,heimlichkeit des ,herzens zu erforschen2 denn ber das ,herz hat kein ,mensch ,gewalt1 als den edelsten ,teil des ,menschen hat ,gott es sich vorbehalten1 das heit3 es soll nur freiwillig sich ffnen und geben4 ,die ,reue1 die man zubereitet durch ,erforschen1 ,betrachtung und ,ha der ,snden1 wenn ein ,snder mit ,bitterkeit des ,herzens seine ,zeit bedenkt1 der ,snde ,gre1 ,menge und ,unflat bewegt1 dazu den ,verlust ewiger ,seligkeit und ,gewinn ewiger ,verdammnis1 die macht nur ,heuchler und grere ,snder4 ,auch vor anderen und vor sich selbst mu der ,mensch ,ehrfurcht haben1 denn im ,menschen offenbart sich ,gott2 es ist ,schamlosigkeit1 einem anderen1 aber auch sich selbst die letzten ,geheimnisse des ,herzens zu erpressen1 und eine gewisse ngstliche ,verlegenheit verrt diejenigen1 die diese von ,gott gezogene ,grenze berschritten haben4 ,es verrt sie auch ihre ,ohnmacht2 denn ,selbstbetrachtung macht unfruchtbar4 ,dadurch1 da man sich nach auen ausstrmt1 rettet man sich vor der ,selbstentweihung1 die zugleich ,entweihung ,gottes ist4 ,vielleicht erinnerst du dich1 da wir den ,unglubigen als denjenigen bestimmten1 der sich selbst anbetet1 und ,selbstbetrachtung ist ja ,selbstanbetung4 ,von solchen ,menschen sagt ,paulus1 da sie immerzu lernen und nimmermehr zur ,wahrheit kommen4 ,es sind ,menschen1 die haben einen verrckten ,sinn1 untchtig zum ,glauben4 ,aber sie werden fortan nichts mehr schaffen4 ,beilufig bemerkt1 halte ich es fr einen ,erziehungsfehler1 wenn man den ,kindern als ungehrig verweist1 von sich selbst zu sprechen2 wenigstens sollte man es nur tun1 wenn man ihnen zugleich ein solches ,interesse fr das ,nicht-,ich erwecken kann1 da sie sich selbst darber vergessen4 ,die meisten ,menschen denken desto mehr an sich1 je weniger sie von sich sprechen4 ,jeder sollte einen ,freund haben1 dem gegenber er sich gehen lassen und sich aussprechen kann2 und wer gar keinen hat1 ist wohl durch ,selbstanbetung unlsbar an sich gekettet4 ,wohl demjenigen1 dem ein ,gott gab1 zu sagen1 was er leidet2 in diesem ,sinne nennt ,luther einmal die ,psalmen das wahre gnthi sauton4 ,fr mein ,gefhl ist es der ,mangel an ,naivitt in den heutigen ,menschen1 der den ,umgang so schwer macht und bewirkt1 da man fast am liebsten mit ,menschen aus dem ,volke verkehrt4 ,der siebenarmige ,leuchter der ,seele hat begonnen1 alle ,winkel des ,allerheiligsten hell zu machen2 man it1 trinkt1 geht1 atmet bewut1 man zerrt und nagt an jeder ,knospe4 ,etwas wesentlich ,unwillkrliches und ,unbewutes ist der ,tanz2 aber heute macht man ein schweres ,studium daraus4 ,dahin gehrt auch die heutige ,mode1 wonach ,frauen sich ganz oder fast ganz unbekleidet ffentlich sehen lassen unter dem ,vorwande1 das ,anschauen des nackten menschlichen ,krpers gehre zur knstlerischen ,bildung4 ,nach meiner ,meinung gehrt die ,nacktheit zu den ,mysterien2 es ist ein ,sakrileg1 sie ffentlich in irgendeiner bewuten ,absicht zur ,schau zu stellen1 sei sie auch moralisch oder edel4 ,alle wahrhaft schnen ,darstellungen nackter ,frauen in der ,kunst sind sicherlich dadurch entstanden1 da ein ,knstler seine ,geliebte malte4 ,wie ein ,dichter nur einen ,menschen1 braucht ein ,knstler nur einen ,krper ganz zu kennen2 aber diesen mu er lieben4 ,der ,krper braucht nicht vollendet schn zu sein1 die ,liebe ersetzt1 was fehlt4 ,das ,studium des ,nackten kann vor der ,welt ntzlich sein1 und es ist nichts dagegen einzuwenden1 wenn man es studiert2 aber das ,beseligende der nackten ,schnheit kann nur von dem ,liebenden genossen werden1 dem sie sich aus ,liebe enthllt4 ,sie gehrt nicht in einen knstlich beleuchteten ,saal vor das ,publikum4 ,ebenso mag es fr die ,welt ntzlich sein1 wenn man die ,jugend ber die ,mysterien der ,liebe aufklrt2 aber die ,liebe mu sterben1 wenn man sie aus ihrem gttlichen ,dunkel reit4 ,es ist selbstverstndlich1 da man nicht davor zurckschrecken wird1 auch die ,kindlichkeit knstlich herzustellen1 und vielleicht wird man sich zum ,zwecke der ,unbewutheit ,freunde halten und ihnen sein ,herz ausschtten1 lebhafte ,liebesttigkeit entfalten oder ,schlafmittel nehmen und dadurch nur immer bewuter werden4 ,alles1 was aus dem ,herzen kommt1 gibt nur die ,gnade2 ,vorlufer der ,gnade sind aber das ,gesetz und die ,not1 und so mu man wohl auf diese hoffen4 ,,xii ,als ich dieser ,tage in ,schopenhauer bltterte1 fand ich1 da er als krperliche ,grundlage des ,genies ein stark entwickeltes ,gehirn betrachtet2 indessen1 fgte er hinzu1 mache weder das allein noch auch ein feines ,nervensystem das ,genie vollstndig1 sondern es msse ein leidenschaftliches ,temperament dazukommen1 krperlich sich darstellend als ungewhnliche ,energie des ,herzens und folglich des ,blutumlaufs1 zumal nach dem ,kopfe hin4 ,denn hiedurch wird zunchst jene dem ,gehirn eigene ,turgeszenz vermehrt1 vermge deren es gegen seine ,wnde drckt1 daher es aus jeder durch ,verletzung entstandenen ffnung in diesen hervorquillt2 zweitens erhlt durch die gehrige ,kraft des ,herzens das ,gehirn diejenige innere1 von seiner bestndigen ,hebung und ,senkung bei jedem ,atemzuge noch verschiedene ,bewegung1 welche in einer ,erschtterung seiner ganzen ,masse bei jedem ,pulsschlage der vier ,zerebralarterien besteht1 und deren ,energie seiner hier vermehrten ,quantitt entsprechen mu1 wie denn diese ,bewegung berhaupt eine unerlliche ,bedingung seiner ,ttigkeit ist4 ,dieser ist eben daher auch eine kleine ,statur und besonders ein kurzer ,hals gnstig1 weil auf dem krzern ,wege das ,blut mit mehr ,energie zum ,gehirn gelangt2 deshalb sind die groen ,geister selten von groem ,krper4 ,du erinnerst dich vielleicht1 da ,luther mit ,paulus den ,menschen als eine ,dreieinigkeit von ,geist1 ,seele und ,leib darstellt1 und da ich dich bat1 dir diese ,dreieinigkeit als eine ,kugel vorzustellen1 deren innerste ,sphre der ,geist sei4 ,der krperliche ,ausdruck des ,geistes ist das ,herz1 so da du ,geist fr ,herz setzen kannst1 und da ,geist ,gott ist1 knntest du auch ,gott fr ,herz setzen1 mit der selbstverstndlichen ,einschrnkung1 da deshalb ,gott und das einzelne ,herz sich nicht decken4 ,das ,herz ist wie eine ,bucht1 in die das ,meer einstrmt1 und die das in ihr gesammelte ,meer einem bestimmten ,lande zuteilt4 ,man kann dabei an das in der ,gebrmutter wachsende ,kind denken1 und wie das mtterliche ,blut in es hineinfliet4 ,wenn du dir vorstellst1 da man1 dieser bertragung folgend1 das ,blut vom ,kind zur ,mutter zurck und immer weiter zurck bis zu einer angenommenen ,urmutter verfolgen kann1 so gibt das ein ,bild von der ,verknpfung des einzelnen mit der ,unendlichkeit durch das ,herzblut4 ,da nach der ,auffassung der ,bibel und ,luthers ,gott durch das ,herz mit dem ,menschen verbunden ist1 habe ich schon mehrmals erwhnt2 du dachtest dabei aber wohl nicht an das krperliche ,herz und nahmst es mehr fr einen bildlichen ,ausdruck4 ,die ,liebe ,gottes1 heit es in den ,rmerbriefen1 ist ausgegossen in unser ,herz durch den ,heiligen ,geist1 welcher uns gegeben ist4 ,die ,wiedergeburt bestehe darin1 sagt ,luther1 da man ein neues ,herz und neuen ,mut gewinne4 ,niemals werden die gttlichen ,dinge in ,verbindung mit der ,seele1 dem ,sitz der menschlichen ,vernunft1 gebracht1 nur insofern1 als die ,seele vom ,geist erleuchtet werden kann4 ,ich betone das deshalb1 weil die meisten ,menschen jetzt1 wenn sie von ,geist sprechen1 einen ,menschen geistvoll nennen1 dabei an etwas ,abstraktes1 ,begriffliches1 ,anstrengendes denken1 eine dunkle ,vorstellung von ,blaustrmpfen und ,gelehrten haben4 ,in ,wirklichkeit hat aber der ,geist nichts mit dem ,kopf zu tun1 sondern er offenbart sich dem ,herzen1 unserem unwillkrlichen ,organ1 das nicht von uns abhngt1 von dem vielmehr wir abhngen4 ,die geistvollste ,frau war jedenfalls ,maria1 die ,mutter des ,herrn1 ohne ,schulbildung1 aber voll ,liebe1 voll ,phantasie1 voll ,heiterkeit1 voll von ,einfllen1 durch welche die ,wahrheit hindurchstrahlte4 ,des ,heiligen ,geistes ,amt ist nicht ,bcher schreiben noch ,gesetze machen1 heit es bei ,luther1 sondern da er ein solcher ,geist ist1 der in das ,herz schreibt und schafft einen neuen ,mut4 ,alle genialen ,menschen haben dieselbe ,ansicht geuert4 ,der ,kopf fat kein ,kunstprodukt als nur in ,gesellschaft mit dem ,herzen4 ,der ,betrachtende mu sich produktiv verhalten1 wenn er an irgendeiner ,produktion teilnehmen will4 ,dieser ,ausspruch ist von ,goethe2 ich glaube1 es ist berflssig1 andere aufzuzhlen4 ,alles ,begriffliche1 ,abstrakte kommt aus dem ,kopfe2 die ,gedanken1 die aus dem ,herzen kommen1 sind daran zu erkennen1 da sie nicht abstrakt1 sondern sinnlich1 bildlich sind4 ,das ,herz denkt in ,bildern2 man kann auch sagen1 es trumt4 ,bei ,gelegenheit seines ,kampfes gegen die ,bilderstrmer bemerkte ,luther1 wenn von einem ,kruzifix gesprochen werde1 so entwerfe sich in seinem ,herzen das ,bild eines gekreuzigten ,mannes1 ob er wolle oder nicht4 ,wenn ,goethe sagt3 ,groe ,gedanken und ein reines ,herz1 das ist's1 was wir uns von ,gott erbitten sollten1 so meint er sicherlich eben solche ,gedanken1 die aus dem ,herzen kommen1 ,ideen oder ,urbilder1 gttliche1 nicht ,menschengedanken4 ,durch die ,welt1 die ,gott sich erschuf1 wie wir mythisch sagten1 geht die ,spaltung in aktive ,kraft und passiven ,stoff1 in zeugende ,mnnlichkeit und empfangende ,weiblichkeit4 ,das ,aktive1 an sich positiv1 verhlt sich gegenstzlich zu ,gott1 zu der ,kraft1 aus der es abgeleitet ist2 das ,passive1 an sich negativ1 wird positiv durch die gttliche ,kraft1 wenn es sich ihr hingibt4 ,sowohl das ,fortpflanzungsorgan wie das ,gehirn sind in eine aktive und eine passive ,hlfte geteilt2 das ,herz dagegen ist ganz und gar aktiv seiner ,welt gegenber als ihr ,gott2 nur ,gott gegenber1 dem ,meere1 das es speist1 ist es passiv4 ,auch das ,herz hat seine ,geschichte und sein ,schicksal2 das ,sein wird4 ,die einzelligen ,geschpfe1 aus welchen wir erwachsen1 ,urzelle jedes einzelnen organischen ,wesens und zugleich ,urzelle der ganzen unendlichen ,reihe1 bestehen aus ,protoplasma1 der sogenannten lebendigen ,substanz1 in welcher ein ,kern zu unterscheiden ist4 ,dieser ,kern ist nicht das ,herz1 sondern die ,keimzelle1 das ,fortpflanzungsorgan1 die krperliche ,darstellung des tierischen ,selbst2 es ist1 soweit es mehr aktiv als passiv ist1 die ,hemmung1 die ,gott sich gesetzt hat1 der ,teufel4 ,das ,herz mit dem ,blutumlauf ist angedeutet durch eine ,anzahl von ,hohlrumen1 die sich zusammenziehen und die uns die ,kraft im ,stoffe zeigen4 ,allmhlich erst sammelt sich das eine1 monarchische ,herz1 das ,aristoteles das punctum saliens und das ,tier im ,tiere nannte4 ,dieser ,ausdruck1 der ganz falsch wre1 wenn er das ganze ,wesen des ,herzens erschpfen sollte1 ist aus dem richtigen ,gefhl entstanden1 da das ,herz ein ,lebendiges1 ,aktives in dem gleichfalls lebendigen ,krper ist4 ,richtiger wre es1 die ,ernhrungs- und ,fortpflanzungsorgane ,tiere im ,menschen zu nennen4 ,wir sind ,mineral1 soweit wir ,skelett sind1 wir sind ,pflanzen1 soweit wir atmen und wachsen1 wir sind ,tiere1 soweit wir uns ernhren und fortpflanzen1 ,menschen1 soweit wir denken1 ,gtter1 soweit wir liebend und schaffend dies alles zugleich sind4 ,die ,ernhrungs- und ,fortpflanzungsorgane1 frher als das ,gehirn entwickelt1 sind die alten titanischen ,gtter1 die das neue ,regiment nach furchtbarem ,kampf entthronte4 ,so sagt die heidnische ,mythologie2 wir knnen sagen1 es seien die ,organe1 durch welche ,gottvater im ,stoff bildet4 ,durch das ,gehirn bildet er im ,geiste2 aber er wirkt in diesen ,organen nicht unmittelbar1 sondern mittelbar durch das ,herz4 ,die plastischen ,organe sind die ,mittelpunkte des ,tieres1 das ,gehirn ist der ,mittelpunkt des ,menschen1 das ,herz der gttliche ,mittelpunkt4 ,geschlecht und ,gehirn sind die ,brennpunkte der ,ellipse1 das ,herz ist der ,mittelpunkt des ,kreises1 welcher aber1 als die vollkommene ,form1 nicht ,erscheinung werden kann und soll4 ,das ,herz1 dies wundervolle ,organ1 allgegenwrtig1 allwissend und allmchtig in seiner ,welt1 erhlt sie ganz1 ist immer ttig und gebend1 auch dann noch ttig1 wenn es vom ,krper losgelst ist4 ,den ,krper berall mit dem ,netz seiner ,adern berhrend1 ist es doch nicht durch ihn gefesselt2 es regiert sich durch seine eigenen ,nerven1 selbstgengsam1 der ,himmel1 die ,heimat ,gottes4 ,das ,herz ist der ,gott im ,menschen3 est deus in nobis1 agitante calescimus illo4 ,allein die ,herrscherstellung des ,herzens ist1 wie schon gesagt1 nur theoretisch3 der ,himmel ist nicht ohne ,erde wirklich1 ,gott nicht ohne die ,welt1 das ,herz nicht ohne den ,krper1 auf den es wirkt1 und den es erhlt1 indem es von ihm erhalten wird4 ,die natrliche ,einheit ist im ,kinde vorhanden1 dessen ,herz kleiner ist als das des ,erwachsenen1 aber den aktiven ,widerstand im ,brennpunkte des ,krpers und ,gehirns noch nicht zu berwinden hat4 ,mit dem zunehmenden ,widerstande entwickelt sich das ,herz1 das im reifen ,mannesalter seine hchste ,kraft erreicht hat2 spter nimmt es wieder ab1 aber da im gleichen ,mae die ,aktivitt der ,geschlechtsorgane abnimmt1 stellt sich ein hnliches ,verhltnis her wie im ,kindesalter4 ,ebenso ist das ,herz der ,frau schwcher als das des ,mannes1 hat aber weniger ,widerstnde zu besiegen1 aus welchem ,grunde die ,frau harmonischer ist als der ,mann1 nicht so zerrissen1 aber andererseits nicht so genial4 ,vergegenwrtige dir bitte den ,menschen durch folgenden ,grundri3 ,gehirn a,symbol ,symbolp _/ _/ ,symbol ,herz _/ _/ a,symbol ,symbolp ,geschlecht ,hier wird deutlich1 da die ,aktivitten die ,brennpunkte sein mssen1 damit ,funken berspringen knnen und der ganze ,organismus lebt4 ,ferner siehst du1 da1 wenn die ,aktivitt des ,geschlechts berhandnhme1 das ,herz vollstndig durch das ,geschlecht gebunden wre3 ein tierhnlicher ,zustand4 ,das ,herz mu deshalb1 im ,verein mit dem ,gehirn1 der ,aktivitt des ,geschlechtes ,herr werden1 wohlverstanden aber ohne sie ganz zu tten2 denn geschhe das1 so wre das ,herz ganz auf das ,gehirn beschrnkt4 ,das ,gehirn hat die ,neigung1 das ,herz ganz fr sich in ,beschlag zu nehmen1 es vom ,krper abzusondern4 ,der nachchristliche ,mensch1 dessen ,gehirn eine grere ,aktivitt hat als der vorchristliche1 ist immer in ,gefahr1 seinen eigenen ,krper zu tten1 indem er ihn vom ,herzen absondert4 ,er entgeht dieser ,gefahr nur durch ,bewegung1 welche den ,blutstrom aus dem ,herzen auf den ganzen ,krper verteilt4 ,man hat in neuester ,zeit das bel bemerkt und ihm durch allerhand gymnastische bungen abhelfen wollen2 aber das ist nur eine knstliche ,aushilfe1 durch die der ,zweck niemals erreicht werden1 die vielmehr schaden kann1 da sie den ,organismus von auen in eine ,ttigkeit versetzt1 der die innere ,kraft nicht entspricht4 ,die ,bewegung mu zugleich eine innere sein1 nur eine aus dem ,herzen entspringende ,ttigkeit1 ein berwinden innerer und uerer ,widerstnde kann das ,herz ben und krftigen4 ,ttigkeit1 die ,seele des ,menschen1 macht das ,herz so stark1 da es die inneren ,widerstnde berwindet1 ohne sie zu tten4 ,seid getrost1 spricht der ,herr1 ich habe diese ,welt berwunden4 ,niemals hat ,christus gesagt1 er wolle die ,welt tten1 er1 der die ,ehebrecherin beschtzte1 weil sie viel geliebt hatte2 das ,herz mu strker als die ,welt sein1 das ist das ,geheimnis des ,sieges4 ,das ,herz1 um die ,einheit in der ,ellipse herzustellen1 mu strker sein als ihre ,brennpunkte4 ,mit ,christus1 der das ,selbstbewutsein vollendete1 der sich selbst als ,gott1 als ,geist erkannte1 war die ,aktivitt des ,gehirns so stark geworden1 da die kindliche ,einheit des ,kreises auf immer zerstrt war4 ,zugleich indessen brachte er die ,erlsung1 indem er durch persnliches ,handeln1 durch eine strkere ,bewegung des ,herzens1 die ,einheit als ,dreieinigkeit wiederherstellte4 ,er gebot den ,menschen zu handeln und zu glauben1 beides zugleich1 da eins ohne das andere nicht sein kann4 ,wer persnlich handelt1 mu glauben1 da er sonst die ,last der ,verantwortung nicht ertragen knnte4 ,als der ,mensch aufhrte glubig zu sein und dafr moralisch wurde1 die ,verantwortung auf sich selbst lud1 hrte er auch auf zu handeln4 ,dadurch sonderte er die ,sinnlichkeit von dem durch das ,gehirn usurpierten ,herzen ab und zerfiel in zwei ,hlften1 einen entgeisteten1 also leblosen ,krper und ein entkrpertes1 verteufeltes ,herz1 die sich unvershnt gegenberstehen4 ,nur ,menschen von solcher ,verfassung knnen sich einbilden1 da sie den zrnenden ,gott durch bloe ,gymnastik mit der entfremdeten ,welt vershnen knnen4 ,das ,herz an sich ist jenseit von ,gut und ,bse1 wie es jenseit von ,zeit und ,raum ist2 es ist an sich blind4 ,sehend und wissend wird es dadurch1 da es in ,berhrung mit unendlich vielen anderen ,herzen gert1 die es als ebenso viele gttliche ,ausstrahlungen begreifen lernt1 und die es dadurch zur ,einsicht seines eigenen ,wesens fhren4 ,durch die ,berhrung und den ,kampf mit der ,auenwelt also1 mit dem ,nicht-,ich1 kann das ,herz umgekehrt werden2 das ,wasser der ,bucht ebbt durch den ,anprall von auen in das ,meer zurck1 das es verschlingt und aus sich selbst erneuert mit der ,flut wieder ins ,land wirft4 ,die ,berhrung mit der ,auenwelt wird durch die ,sinnesorgane vermittelt2 sie haben die ,aufgabe1 das ,ich1 den persnlichen ,gott1 von dem ,dasein anderer persnlicher ,gtter zu berzeugen und durch sie und sich hindurch von dem ,dasein des ,all-,gottes1 der einen ,strahlenquelle4 ,die erste ,aufgabe des ,herzens ist1 sich seiner ,gttlichkeit bewut zu werden2 die zweite1 sie ber die anderer zu vergessen4 ,sehr aktive1 also sehr teuflische ,herzen1 wenn du den ,ausdruck nicht miverstehen willst1 mssen ihrer ,natur nach zunchst das ,nicht-,ich heftig zurckstoen1 weil sie sich das ,gefhl der ,einzigkeit nicht beeintrchtigen lassen wollen2 andererseits sind gerade diese die wahrhaft religisen ,herzen und durch ihre ,energie zu ,vertretern ,gottes auf ,erden berufen2 sie struben sich gerade deswegen so sehr1 das ,nicht-,ich aufzunehmen1 weil sie ahnen1 da sie sich ihm opfern werden4 ,man hat nicht mit ,unrecht die ,entstehung der ,liebe im hchsten ,sinne1 auf lateinisch caritas oder dilectio1 an die ,mutterliebe geknpft2 die ,geschlechtsorgane1 durch welche die ,menschheit sich von ,gott absonderte1 fhren auch wieder zu ,gott zurck4 ,nicht fr sich allein1 denn zunchst ist die ,mutterliebe ein selbstisches ,gefhl und kann sogar als solches abstoend wirken1 wenn es das ,herz nicht gegen alle ,schwachen und ,hilflosen ffnet und sie zu eigenen ,kindern macht4 ,in der ,heiligen ,schrift heit es1 da die ,gnade durch das ,wort bewirkt werde2 das ,wort nmlich ffnet das ,herz und verbindet ,menschen mit ,menschen1 den einzelnen mit vielen4 ,in ,gemeinschaft mit den ,geschlechtsorganen verwirklicht das ,herz seine ,ideen krperlich1 in ,gemeinschaft mit dem ,gehirn geistig4 ,beider bedarf das ,herz1 um seinen ,verkehr mit der ,auenwelt herzustellen2 ohne das ,gehirn wrde das ,herz nicht zu sich selbst kommen1 wrde die ,welt ein ,chaos bleiben1 whrend sie ohne die ,sinnlichkeit ein ,begriff wrde4 ,sind die plastischen ,organe die ltesten1 so ist das ,gehirn1 das erkennende ,organ1 das jngste2 nach der ,schrift geht der ,heilige ,geist vom ,vater und vom ,sohn aus4 ,das ,gehirn begleitet das ,herz wie der ,snger den ,helden1 der durch die ,verklrung des ,wortes seine ,taten verewigt und der ,welt zu eigen macht4 ,besinnst du dich auf die schne ,stelle in der ,odyssee1 wo ,odysseus1 da der ,snger von seinen ,irrfahrten singt1 das ,gesicht im ,mantel verbirgt und weint8 ,so erzittert unser ,herz1 wenn ihm erinnernd bewut wird1 was es getan und erlitten hat4 ,aus dem ,herzen strmt der ,geist1 im ,gehirn wird er befestigt2 es ist wie eine photographische ,platte1 auf welche das ,licht ,bilder malt4 ,die ,urbilder dazu sind im ,herzen1 dem seligen ,hain1 wo reine ,gestalten auf ,asphodeloswiesen wandeln2 ,leben bekommen sie aber erst drauen im ,lichte der ,sonne1 nachdem sie das ,blut der ,tat getrunken haben4 ,was ist ,wahrheit8 ,das ,leben1 das die ,wahrheit verwirklicht4 ,wahrheit ist eine lebendige ,seele1 ein ,mensch in ,fleisch und ,blut4 ,nun aber ist das ,gehirn nicht nur begleitend1 dienend1 weiblich1 sondern auch mnnlich und willkrlich2 die ,sonne erleuchtet nicht nur1 sondern verbrennt auch4 ,der krperliche ,ausdruck des willkrlichen ,gehirns wird in der ,grohirnrinde gesucht2 ich bin1 wie du dir denken kannst1 nicht imstande1 darber zu urteilen1 ob es sich so verhlt1 mir kommt es nur darauf an1 da diese willkrliche ,kraft da ist4 ,von hier geht die schwerste ,versuchung des ,menschen aus1 die des ,teufels in seiner ,majestt1 die nur die hochentwickelte ,menschheit betrifft2 hier ist der ,luzifer1 der sich an ,gottes ,stelle setzen1 das ,wort des ,herzens verdrngen und durch sein eigenes ersetzen will4 ,durch die ,gnade des ,herzens in seine ,zauber eingeweiht1 kann ,luzifer sich in einen ,engel des ,lichts verstellen1 mit den von seinem ,herrn erlernten ,sprchen bannt er ihn und zaubert auf eigene ,hand4 ,nachdem er seine ,gotthnlichkeit entdeckt hat1 meint er1 die ,welt1 in der bisher das ,herz herrschte1 und die ihm sndig und mngelvoll erscheint1 dadurch vollkommen machen zu knnen1 da er die ,moral einfhrt1 und er beginnt damit1 die ,trgheit1 ,sinnlichkeit und ,herrschsucht1 den dummen und den bsen ,teufel1 zu unterdrcken4 ,er hemmt die ,hemmung1 die ,gott sich gesetzt hatte1 um mit ihr das ,leben zu erzeugen4 ,aristoteles hat die hnlichkeit zwischen dem ,herzen mit seinen ,adern und dem ,gehirn mit seinen ,nerven bemerkt und allerlei ,schlsse daraus gezogen1 auf die es mir hier nicht ankommt4 ,aber die hnlichkeit mu auffallen1 wenn man eine bildliche ,darstellung des ,herzens und ,blutkreislaufes und des ,gehirns und ,nervensystems vor ,augen hat2 es sieht fast so aus1 als ob das ,gehirn der ,schatten des ,herzens wre4 ,es scheint1 da das ,herz das ,gehirn durch die ,schilddrse1 wie die ,geschlechtsorgane durch die ,geschlechtsdrse beherrscht1 deren ,ttigkeit sich gleichsam in den betreffenden ,organen spiegelt4 ,wie schlagend ist von diesem ,gesichtspunkt aus der ,ausdruck ,luthers1 der ,teufel sei der ,affe ,gottes1 natrlich nur auf das willkrliche ,gehirn zu beziehen4 ,man hat frher gemeint1 das ,herz hnge vom ,zentralnervensystem im ,gehirn ab2 indessen ist es festgestellt1 da das ,gehirn nur einen regelnden ,einflu auf das ,herz ausben kann1 nmlich einen hemmenden und beschleunigenden4 ,der nervus vagus und der nervus depressor sind hemmende ,nerven2 ausgezeichnet weist der ,name depressor auf die ,depressionen hin1 die durch die ,hemmung des ,lebensstromes entstehen4 ,sowie aus dem leuchtenden ,luzifer ein verbrennender wird1 sowie das ,gehirn befehlen1 das ,herz in die ,zwangsjacke der ,moral stecken und dadurch seine ,kraft unterbinden will1 wird sein ,einflu schdlich4 ,der ,sieg des ,teufels ist krperlich dadurch ausgedrckt1 da das ,blut entweder in der ,region der ,geschlechtsorgane oder im ,gehirn sich sammelt und diese ,organe erhitzt1 anstatt da es immer zum ,herzen1 der ,quelle1 zurckkehrt und den ganzen ,krper durchblutet1 beseelt1 zu einer ,einheit macht4 ,das ,eigenmchtigwerden des ,gehirns1 die neue und furchtbarste ,hemmung1 die dem ,herzen erwchst1 machte sich schon vor ,christus bemerkbar4 ,das antike ,drama hatte den ,riesenkampf zwischen ,gttern und ,menschen zum ,gegenstande1 der immer mit dem grausamen ,siege der ,gtter endete4 ,besonders merkwrdig scheinen mir die ,bakchen des ,euripides zu sein1 wo sich so deutlich das trunken schpferische ,herz und der zweifelnd kritisierende ,gedanke gegenberstehen4 ,christus1 der ,gottmensch1 verband ,herz und ,kopf in seiner ,person zur ,einheit4 ,er berwindet den ,teufel durch die aus dem ,herzen entspringende ,tat1 die den einzelnen mit den vielen verbindet4 ,da das ,christentum die ,erkenntnis gebracht hatte1 da ,gott in der ,menschheit1 nicht auer ihr ist1 verlegte das nachchristliche ,drama den ,kampf zwischen ,herz und ,kopf1 ,gott und ,mensch1 in das ,innere des ,menschen4 ,vieles und ,schnes ist darber in ,schillers ,wallenstein gesagt3 ,in deiner ,brust sind deines ,schicksals ,sterne1 ,der ,zug des ,herzens ist des ,schicksals ,stimme1 besonders aber die ,worte ,wallensteins3 ,recht stets behlt das ,schicksal2 denn das ,herz in uns ist sein gebietrischer ,vollzieher4 ,nun siegt nicht mehr das grausame ,herz ber den zerissenen ,rebellen sondern durch den berschu seiner ,kraft1 die ,seele1 schmilzt das geniale ,herz die ,entzweiten gewaltig zusammen4 ,man hat in unserer ,zeit eine ungemein interessante ,tatsache festgestellt1 da nmlich die lebendige ,substanz1 das einzellige ,lebewesen1 die ,ambe1 unsterblich ist4 ,sie vermehrt sich durch ,teilung1 und diese ,teilung kann ins ,unendliche fortgesetzt werden1 ohne da ein ,teilwesen verginge4 ,allerdings tritt auch hier ein ,punkt des ,alterns oder der ,depression ein1 wo die ,stoffwechselprodukte nicht mehr ausgeschieden werden knnen2 aber dieser tote ,punkt kann durch ,herstellung gnstiger ,bedingungen berwunden werden4 ,sie bestehen darin1 da der alternden ,substanz durch ,kopulation oder durch einen sonstigen neuen chemischen oder mechanischen ,reiz neues ,leben zugefhrt wird4 ,die ,kopulation1 die ,verschmelzung mit einem anderen ,lebewesen1 wirkt verjngend1 wenn sie vorgenommen wird1 bevor die ,erscheinung des ,alterns den ,organismus ergriffen hat4 ,ich htte a priori vorausgesetzt1 da fr die lebendige ,substanz1 fr das einzellige ,wesen1 dieselben ,grundgesetze gelten wie fr den ,menschen1 wie fr die ,familie und das ,volk2 es ist nur um so eindrucksvoller1 wenn die ,tatsachen dies besttigen4 ,das einzellige ,wesen hat wie der ,mensch sein gefhrliches ,alter1 wo er aus eigener ,kraft nicht weiterleben kann1 wo ihm ,kraft aus dem ,nicht-,ich zustrmen kann4 ,wlfflin sagt von ,drer1 da er mit dem #ej4 ,lebensjahr in seine letzte grte ,epoche tritt1 die bedingt ist durch die ,erfrischung seiner groen ,reise2 und er setzt diese ,verjngung derjenigen gleich1 die ,rubens durch seine ,heirat mit einer zweiten jungen1 geliebten ,frau zuteil wurde4 ,eine ,kopulation1 geistig oder krperlich1 oder sonst ein starker1 neuer ,reiz1 mssen es tun1 ein ,zustrmen gttlicher ,kraft in das ermdete oder erstarrte ,herz4 ,das ,herz nmlich ist dasjenige ,organ1 welches den ,menschen regiert3 wir leben vom ,herzen aus und sterben vom ,herzen aus4 ,sei es1 da wir aus ,altersschwche oder an einer ,krankheit oder woran immer sterben1 das ,versagen des berlasteten ,herzens ist es immer1 das den ,tod herbeifhrt4 ,da die ,nervenzellen1 welche der ,herzttigkeit vorstehen1 sterben1 ist die ,folge von einer ,vergiftung durch die ,schlacken des ,stoffwechsels1 welche nicht ausgestoen werden knnen3 wir sterben an ,ermdung des ,herzens1 die durch ,selbstvergiftung entsteht4 ,der doppelten ,aufgabe1 den ,krper zu ernhren und zu entgiften1 seine ,hemmungen zu berwinden1 kann nur ein starkes ,herz gengen3 es handelt sich also im gefhrlichen ,alter1 wie bei jeder ,stockung des ,lebens1 um eine ,anregung1 eine ,verstrkung des ,herzens4 ,es gibt eine ,anekdote von ,luthers ,frau2 sie habe1 als ,luther einmal in eine schwere ,melancholie verfallen sei1 ,trauerkleider angelegt und auf die erschrockene ,frage des ,heimkehrenden1 ob eines der ,kinder gestorben sei1 geantwortet1 der ,herrgott sei tot1 um ihn trage sie ,trauer4 ,derselbe ,instinkt leitete ,charlotte ,stieglitz1 die sich bekanntlich das ,leben nahm1 um ihren ,mann durch den ,schmerz ber den ,verlust schaffenskrftig zu machen4 ,das ,opfer war vergebens gebracht1 ,herr ,stieglitz hatte offenbar berhaupt kein ,herz oder keins fr seine ,gattin4 berhaupt knnen ,willkr und ,absicht nicht helfen1 nur verderben3 sie verdrngen ja gerade das ,herz1 dem ,raum gemacht werden soll4 ,die ,gott liebt1 leitet er selbst zur rechten ,zeit zur rechten ,stelle4 ,wie knnte ,einsicht den richtigen ,zeitpunkt herausfinden1 auf den alles ankommt8 ,ist dieser versumt1 so zerdrckt die einstrmende ,kraft den mrben ,organismus und ttet anstatt zu beleben4 ,hier zeigt sich nun1 warum es fr ,vlker notwendig ist1 ,grostaaten zu werden4 ,das ,leben beruht auf der ,mglichkeit von ,gegenwirkungen4 ,der abgeschlossene ,kleinstaat kann das gefhrliche ,alter nicht berwinden3 das enge verkalkte ,herz erlaubt das ,zustrmen fremder ,kraft nicht1 und es wird zuletzt in seiner ,kruste verkmmern mssen4 ,ich las neulich1 da die ,tiere1 die auf ,inseln leben1 die ,tendenz haben1 zu verzwergen4 ,absonderung ist ,snde2 im ,kampf mit ,gegenstzen1 in der ,verbindung mit dem ,ganzen liegt das ,leben4 ,diese ,verkmmerung und ,verzwergung erfahren alle ,personen1 ,stnde1 ,familien1 ,staaten1 die sich absondern und dadurch das ,einstrmen fremder ,kraft unmglich machen4 ,der ,adel hat seine ,bltezeit1 solange er sich seines ,adels kaum recht bewut ist2 sowie er sich abschliet1 verwelkt er im gleichen ,mae1 wie sein ,selbstbewutsein1 seine ,selbstvergtterung steigt4 ,man kann den ,vorgang der ,absonderung nach erreichter ,blte und der dann eintretenden ,verkmmerung am besten an der ,geschichte ,spaniens studieren2 ich widerstehe der ,verfhrung1 darauf einzugehen1 um dich nicht zu langweilen4 ,die ,schweiz1 die durch ,snde1 nmlich durch ,absonderung von ,deutschland1 entstanden ist1 hatte den ,vorzug des ,gegensatzes von ,stadt und ,land und des ,gegensatzes der drei ,nationen2 diese ,gegenstze haben sie so lange lebendig erhalten4 ,mehr und mehr machen sich jetzt gewisse ,symptome beginnender ,selbstvergtterung bemerkbar und andererseits ein verhaltenes ,bedrfnis nach ,erfrischung4 ,weniger glcklich ist ,holland daran1 seit es von dem gegenstzlichen ,belgien getrennt ist4 ,auf diese ,trennung folgte zuerst fr beide ,lnder eine schnelle1 wundervolle ,blte2 nachher wre wohl ,vereinigung ,belgiens mit ,frankreich und ,hollands mit ,deutschland frderlicher gewesen4 ,die ,lage der kleinen ,inselstaaten zwischen groen ,lndern1 die durch sie die gegenseitige ,reibung abschwchen wollen1 ist immer bedenklich4 ,aber nicht nur ,holland und die ,schweiz1 ganz ,europa befindet sich augenscheinlich im gefhrlichen ,alter und strebt leidenschaftlich nach ,erweiterung und ,aufnahme neuer ,kraft4 ,wenn einmal alle ,nationen der ,erde einen ,einheitsstaat bilden1 ist der ,jngste ,tag gekommen1 weil dann keine ,kopulation mehr mglich ist4 ,der ,einheitsstaat ist der moderne ,staat4 ,als ich eben von der ,notwendigkeit des ,anschlusses kleiner ,staaten an den ,grostaat sprach1 dachte ich nicht an moderne ,verhltnisse4 ,der moderne ,staat1 weil er nicht von innen wchst1 sondern von auen zusammengesetzt wird1 ist seiner ,art nach grenzenlos2 was natrlich wchst1 nach einem inneren ,urbilde sich gestaltet1 ist begrenzt4 ,die modernen ,staaten mssen sich gegenseitig verschlingen1 weil sie ihrem ,wesen nach unendlich sind1 und der ,augenblick mu kommen1 wo die ,erde ihnen zu klein wird4 ,der natrliche ,staat1 der aus der ,familie und natrlich sich bildenden ,gruppen herauswchst1 der germanisch-romanisch-slawische1 christliche ,staat des ,mittelalters1 erweiterte sich nicht nur1 sondern zog sich auch zusammen1 wie das gesunde ,herz tut4 ,jede ,zelle seines ,krpers war durchblutet1 selbstttig4 ,unsere alten ,kaiser nannten sich zwar allzeit ,mehrer des ,reichs1 aber sie vermehrten1 indem sie ,lebendiges an ,lebendiges angliederten4 ,sie waren wie weise1 sorglose1 glubige ,vter1 die ihre ,kinder wild aufwachsen lassen und nur zuweilen strafend dazwischenfahren1 wenn jene es allzu bunt machen4 ,einem solchen ,staat wird die ,zeit nie zu lang1 der ,raum nie zu eng1 weil er sich immer aus sich selbst erneuern kann4 ,der blo denkende ,mensch hat bald die ganze ,welt durchmessen1 dem ttigen ,mann kann sein ,dorf zur ,welt werden4 ,ich glaube1 es mte sich feststellen lassen1 da die ,nervenzellen der ,westeuroper mit ,stoffwechselprodukten berladen sind1 und zwar namentlich diejenigen ,nervenzellen1 die der ,herzttigkeit vorstehen4 ,daher schreibt sich der ,mangel an ,genie bei berwiegendem ,verstande4 ,es ist wahr1 da wir unabhngig von der ,natur1 das heit von ,gott1 werden2 unsere ,lebensweise wird besser geregelt1 und unsere ,lebensdauer verlngert sich2 aber was hlfe uns selbst die ,ewigkeit ohne ,leben8 ,gott hat sich das ,herz vorbehalten3 er will1 da wir es ihm opfern1 und gibt es uns verjngt zurck4 ,die dem ,herrn vertrauen1 kriegen neue ,kraft1 da sie auffahren wie ,adler4 ,es gehrt allerdings zum ,gottvertrauen1 da man ,gott kein ,ziel setzt4 ,man kann sehr vorsichtig leben1 ,kampf1 ,erregung1 ,schmerz vermeiden und damit auch das ,sterben hinausschieben2 aber das ist dann schon das ,fr-sich-selbst-sorgen-wollen1 das ,luther so sehr verdammt1 ein ,symptom des ,alterns4 ,gott gibt nur ,leben und ,tod1 beides gemeinsam1 der ,mensch gibt ,ordnung und lange ,dauer oder1 wenn man so will1 langes ,leben2 aber was fr ein ,leben6 ,wer wei1 was ,leben heit1 findet den ,preis des ,todes nicht zu hoch1 obwohl er den ,tod am glhendsten hat4 ,engherzigkeit ist das ,merkmal der westeuropischen ,vlker4 ,das volle ,herz beflgelt1 und da sie das nicht haben1 kriechen sie an der ,erde1 auch wenn sie mit ,schiffen die ,luft durchfliegen4 ,alles1 was ihr tut1 sagt der ,apostel ,paulus1 das tut von ,herzen1 als dem ,herrn1 und nicht den ,menschen4 ,aus der ,flle des ,herzens leben ist das ,geheimnis des ,genies2 ein volles ,herz ist die ,voraussetzung dazu4 ,erinnere dich bitte1 da ,luther lehrt1 der ,glaube komme durchs ,gehr vermittelst der ,predigt des ,wortes4 ,mit dem ,wort nimmt ,gott die ,herzen4 ,das ,gehr ist der ,weg1 der das ,wort zum ,herzen leitet2 wer musikempfindlich ist1 wei ohne weiteres1 da das ,ohr im ,herzen mndet4 ,in gttlichen ,worten1 in ,dichter- oder ,zauberworten1 ist das ,herz der ,menschheit gebunden1 es ist also selbstverstndlich1 da das einzelne ,herz mit ihnen verbunden sein mu4 ,alle ,dichterworte der ,menschheit sind das ,geistesmeer1 das die ,herzen speist1 und ,ohr und ,mund sind die ,mndungen des ,meeres4 ,ich glaube1 darum rede ich1 heit es in der ,bibel4 ,das ,gehr nimmt glubig auf1 und liebend gibt der ,mund es weiter4 ,da der ,geist sich den ,krper baut1 und da ,ohr und ,mund ,aus- und ,eingang des ,herzens sind1 werden ,ohr und ,mund durch ihre ,gestalt und ,bewegung uns die ,art des ,herzens am unmittelbarsten verraten4 ,dem ,ohr mu man ansehen knnen1 ob es mehr weltliches oder mehr gttliches ,wort auffngt oder beides4 ,in der ,tat kann es nicht schwer sein1 den ,typus der schnen weiblichen1 den der mnnlich-weltlichen und den beides vereinenden festzustellen1 innerhalb welcher es natrlich eine unendliche ,menge persnlicher ,abweichungen gibt4 ,man liebt die ,ohrmuschel rosig1 das heit1 da das ,herz sich schon in der ,pforte spiegelt2 das findet man kaum auer bei ,kindern und ,frauen4 ,das entartete ,ohr zeigt das ,zurckfallen in die ,tierheit an1 die ,unfhigkeit1 das ,wort von ,gott berhaupt noch zu vernehmen4 ,entsprechend dieser ,einteilung gibt es verschieden ,mnder1 verschiedene ,rnder des ,rubinkelches1 den wir ,herz nennen4 ,einen ,mund kannte ich einmal1 den ich am allerliebsten ansah1 wenn er1 was sein ,besitzer mit ,vorliebe tat1 frivole1 unanstndige oder gottlose ,geschichten erzhlte4 ,ich hrte nur halb nach dem ,inhalt der ,worte hin und betrachtete verzaubert den ,mund1 der sich mit unbeschreiblicher ,anmut wie ein ,quellwasser spielend und zwitschernd bewegte4 ,er war wie von ,asbest und blieb vollkommen lauter1 whrend die schmutzigen ,geschichten ber ihn hinstrmten1 da es mir wie ein ,wunder zu sehen war4 ,wenn er mit einem gewissen ,triumph ,gott lsterte1 mute ich an einen mutwilligen kleinen ,engel denken1 der sich vorgenommen hat1 whrend des ,lobgesanges einen entsetzlichen ,fluch auszustoen2 aber weil er im ,himmel und dicht bei ,gott ist1 kommt immer nur das ,heilig1 ,heilig von seinen ,lippen1 die so abscheuliche ,worte ausstoen4 ,dies ist der ,kindermund1 der jenseit von ,gut und ,bse ist4 ,es springen ,perlen und ,edelsteine von ihm1 was immer er auch sagt2 denn ihm unbewut ist er ein ,brunnen ,gottes4 ,der ,mund1 den ich dir eben beschrieb1 gleicht dem ,shakespeares1 wie ich auf einer ,abbildung seiner ,totenmaske sah4 ,dann gibt es den ,mund1 der gekmpft hat1 bis er vermochte1 die ,tiefe des ,herzens auszusprechen1 und dann den1 der berhaupt nicht mehr aus dem ,herzen sprechen kann4 ,vielleicht ist es ein ,papageienmund1 der nachplappert1 oder er ist zu stolz1 das zu tun1 und schweigt4 ,vielleicht ist dann der unterirdische ,gang vom ,herzen zum ,munde nur verschttet und kann durchbrochen werden4 ,ist aber die ,verbindung auf immer abgebrochen1 so entsteht der ,habsburger ,mund1 ein ,brunnen1 aus dem kein lebendiges ,wasser mehr fliet4 ,er klafft auseinander1 wie der ,mund der ,toten tut4 ber die ,progenie1 die ,erscheinung1 da die ,zhne des ,unterkiefers die des ,oberkiefers in frontaler ,richtung berragen1 sind wertvolle ,studien gemacht worden1 und man hat bereits bemerkt1 da diese ,erscheinung stets mit gewissen anderen ,merkmalen zusammenhngt1 und geahnt1 da sie alle auf eine biologische ,ursache zurckzufhren sind4 ,gerade im ,anschlu an das ,habsburger ,gesicht ist man schon darauf gekommen1 in diesen ,erscheinungen ,degenerationsmerkmale zu sehen1 und wenn man sich gewundert hat1 da auch hervorragende ,individuen diese ,merkmale fhren1 und deshalb die ,auffassung ablehnen zu mssen meinte1 so scheint mir das nur zu beweisen1 da man sich ber den ,begriff der ,entartung noch nicht ganz klar ist4 ,mit dem ,abnormen beginnt ja erst die ,mglichkeit der ,gre2 allerdings nur die ,mglichkeit1 nicht die ,notwendigkeit4 ,es sind viele berufen1 aber wenige sind auserwhlt4 ,,xiii ,in den ,tischreden sagt ,luther3 ,menschen sind dreierlei ,art4 ,die ersten sind der groe ,haufe1 der sicher dahinlebt1 ohne ,gewissen1 erkennet seine verderbte ,art und ,natur nicht1 fhlet ,gottes ,zorn nicht wider die ,snde1 fraget nicht darnach4 ,der andere ,haufe ist derer1 die durchs ,gesetz erschreckt sind1 fhlen ,gottes ,zorn und fliehen vor ihm1 kmpfen und ringen mit ,verzweiflung wie ,saul4 ,der dritte ,haufe ist derer1 die ihre ,snde und ,gottes ,zorn erkennen und fhlen1 da sie in ,snden empfangen und geboren und derhalben ewig verdammt und verloren mten sein1 hren aber die ,predigt des ,evangelii1 da ,gott die ,snde vergibt aus ,gnaden um ,christus willen1 der fr uns dem ,vater dafr genug getan hat1 nehmens an und glaubens1 werden also gerecht und selig vor ,gott4 ,darnach beweisen sie ihren ,glauben auch mit allerlei guten ,werken als ,frchten1 die ,gott befohlen hat4 ,die andern zween ,haufen gehen dahin4 ,der groe ,haufe sind die ,normalen oder die ,weltmenschen1 die1 welche ,nietzsche die ,vielzuvielen nannte2 aus diesem grten ,haufen wird ein anderer berufen1 der von der ,norm abweicht1 also abnorm ist und die ,mglichkeit hat1 ber den groen ,haufen hinauszuwachsen1 der aber auch ,gefahr luft1 unter ihn hinabzusinken4 ,von diesem sind einige auserwhlt1 das zu erreichen1 wozu sie berufen sind1 ,frchte zu tragen1 die allen brigen ,leben geben3 es sind die ,schaffenden oder die ,genialen2 der ,stamm gen bedeutet ja ,zeugen1 ,schaffen4 ,paulus nennt sie die ,auserwhlten1 ,luther auch schlechtweg ,christen2 man kann sie in der ,sprache der ,heiligen ,schrift auch ,gottmenschen oder ,geistmenschen nennen4 ,man kann auch sagen3 die ,normalen sind diejenigen1 deren ,mittelpunkt die ,ernhrungs- und ,fortpflanzungsorgane sind4 ,der zweite ,haufe sind diejenigen1 die angefangen haben1 auf ihr ,gewissen1 die ,stimme ihres ,herzens1 zu hren und nun zwischen der ,welt und dem ,reich ,gottes schwanken4 ,die ,geistmenschen sind diejenigen1 die aus dem ,herzen leben1 und zwar so1 da das ,herz einen berschu ber das ,gehirn hat4 ,es hat mir groen ,eindruck gemacht1 zu sehen1 wie durchaus aristokratisch das ,christentum ist4 ,man hat so viel von dem ,volksmann ,luther1 von dem demokratischen1 ja wohl kommunistischen ,prinzip des ,christentums gehrt1 da der ,blick sich erst freie ,bahn machen mu fr die ,wahrheit2 so wenigstens ging es mir4 ,allerdings ist ,luther jedenfalls selbst von der naiven ,annahme ausgegangen1 alle ,menschen seien in der ,hauptsache so wie er2 jeder ,schaffende tut das1 sonst wrden ihm ,mut und ,lust fehlen1 sein ,herz reden zu lassen4 ,erst allmhlich kam er zu der ,einsicht1 da1 wie er sich ausdrckte1 ,christi ,regiment nicht ber alle ,menschen geht1 sondern der ,christen allezeit am wenigsten sind4 ,und kehre dich nicht an die ,menge und gemeinen ,brauch1 sagte er dann1 denn es sind wenig ,christen auf ,erden1 da zweifle du nicht an1 dazu so ist ,gottes ,wort etwas anderes denn gemeiner ,brauch4 ,er erinnerte an ,tertullians ,worte1 da ,christus nicht gesagt habe1 ich bin die ,gewohnheit1 sondern ich bin die ,wahrheit4 ,whrend ihn anfangs der allgemein gegen ihn erhobene ,vorwurf1 da er als ,einzelner der groen katholischen ,kirche gegenber recht haben wolle1 die so lange bestehe und in der so viele gelehrte und weise ,mnner gelehrt htten1 sagte er nun3 ,frwahr eine kstliche ,ursache1 die man nimmt von der ,gre und ,menge wider das klare und lautere ,gottes ,wort4 ,so kam er zu derselben ,erkenntnis1 die ,goethe den ,seufzer erprete3 ,ach1 da ich irrte1 hatt ich viel ,gespielen1 ,da ich dich kenne1 bin ich fast allein4 ,unter die ,frevelartikel1 vor denen man sich hten msse1 zhlte ,luther die1 da jeder ,mensch den ,heiligen ,geist habe1 da jeglicher ,mensch glaube1 da jegliche ,seele das ewige ,leben haben werde4 ,es ist merkwrdig1 da man bei den meisten ,menschen anstt1 wenn man von einem groen ,manne sagt1 er sei abnorm oder degeneriert1 gerade so1 als ob es normal wre1 genial zu sein4 ,jeder groe ,mann ist von der ,art abgewichen1 also entartet2 allerdings ist er ber die ,art emporgestiegen1 und es wre insofern richtiger1 zu sagen1 er sei berartig4 ,legt man indessen den ,mastab des normalen ,menschen an ihn1 so mu man ihn als krank bezeichnen2 vor der ,welt ist er minderwertig1 weil er weniger tchtig ist1 ,geld zu verdienen und normale ,kinder zu erzeugen4 ,die normalen ,menschen werden wissenschaftlich erklrt als diejenigen1 die am besten geeignet sind1 sich und die ,art zu erhalten4 ,sie sind noch ungebrochen2 ihr ,bewutsein ist noch nicht zum ,selbst- und ,gottbewutsein entwickelt1 nur ein blinder ,instinkt1 der sie hnlich den ,tieren zu den erwhnten ,zwecken leitet4 ,unempfnglich fr geistige ,gensse1 wollen sie nichts anderes1 als was fr ihr ,gedeihen und ihre ,fortpflanzung dienlich ist1 und darin erschpft sich ihr ,leben4 ,sie haben ihren ,lohn dahin1 sagt ,christus1 und ,luther3 ,sie gehen dahin4 ,anders ausgedrckt3 ,sie stellen eine frhe ,entwickelungsstufe dar1 die von einer hheren aufgerollt1 mitgenommen und vertreten wird4 ,von diesem groen ,haufen sondern sich diejenigen ,individuen ab1 die nicht mehr vorwiegend tchtig zu ihrer ,erhaltung und zur ,erhaltung ihrer ,art sind4 ,ihr ,selbst-und ,gottbewutsein hat sich so weit entwickelt1 da sie eine innere ,sonderung und zugleich eine ,sonderung von der ,welt fhlen4 ,sie haben nun zwei ,seelen in sich1 eine gttliche und eine tierische1 in der ,bibel gewhnlich ,geist und ,fleisch genannt2 sie haben vom ,apfel der ,erkenntnis gegessen und unterscheiden ,gut und ,bse4 ,die ,kluft zwischen ,wollen und ,vollbringen1 die so im ,menschen entstanden ist und ihn eigentlich in zwei ,stcke reit1 macht ihn fr seine nchstliegenden ,aufgaben untchtig2 er wendet seine ,kraft auf1 die ,kluft zu berbrcken oder zu maskieren4 ,der ,welt1 dem groen ,haufen gegenber ist er der ,schwchere geworden und hat und frchtet ihn2 zugleich verachtet er ihn1 weil er ihn an ,einsicht und jenseit der ,welt liegenden ,mglichkeiten berragt4 ,es hat sich ihm innerhalb der ,welt der ,erscheinung das ,reich des ,unsichtbaren aufgetan1 das ,reich des ,geistes oder ,gottes1 und er ist reicher um die ,anwartschaft darauf1 rmer um die feste1 gesicherte ,stellung in der ,welt4 ,zu diesen ,zerrissenen1 ,gesonderten ist ,christus gekommen1 um sie wieder ganz zu machen1 indem er sie lehrt1 auf die ,welt zu verzichten1 um im ,reiche des ,geistes zu herrschen und von dort aus die ,welt zu berwinden4 ,nicht die ,snder sind gemeint1 die gegen das ,gesetz gesndigt haben und weltlicher ,strafe verfallen1 sondern die1 welche das ,sndenbewutsein haben und sich nach ,erlsung sehnen1 nach ,erlsung von der ,welt durch den ,geist4 ,da ,luther als ,vertreter des zweiten ,haufens ,saul nennt1 den kniglichen ,erstling der ,melancholischen1 zeigt seine ,meinung klar4 ,es sind die ,interessanten2 das ,wort kommt nmlich von zwischen ,sein1 zwischen dem unbewuten und bewuten ,sein1 die im bergang ,begriffenen1 um welche ,gott und der ,teufel sich streiten4 ,selbstverstndlich sind alle ,menschen werdend2 aber es kann auch ein bergewicht nach unten oder nach oben geben1 whrend bei diesen sich noch nichts entschieden hat4 ,ihre ,aufgabe ist1 von der sichtbaren ,welt eine ,brcke zur unsichtbaren zu schlagen1 nicht um die sichtbare zu verlassen1 sondern um beide ,welten zu verbinden4 ,die ,verbindung ist ,religion2 das ,wort kommt von ligare1 binden4 ,um den ,vorgang mglichst zu verdeutlichen1 mchte ich den ,sprung hinber und das zur ,welt zurckgeworfene ,band unterscheiden4 ,der ,sprung von der sicheren ,kste der ,welt ins ,unsichtbare ist der ,glaube2 handelt es sich dann um die berwindung der ,welt von dem gewonnenen ,himmel aus1 der neuen ,heimat des ,inneren1 so ist zwar nicht die ,kraft selbst gendert1 aber doch ihre ,richtung1 und sie heit nun ,liebe4 ,je nachdem der ,mensch wesentlich kindlich1 unbewut1 gestaltungskrftig ist1 oder wesentlich persnlich und handelnd1 oder wesentlich berpersnlich oder gottbewut1 geistig1 berwindet er die ,welt als ,knstler durch ,kunstwerke1 oder als ,held und ,heiliger durch ,taten1 oder als ,dichter und ,weiser durch die ,wahrheit4 ,knstlerisches1 ttiges und dichterisches ,schaffen sind verschiedene ,ausprgungen des menschlichen ,geistes auf verschiedenen ,entwickelungsstufen4 ,das ,genie oder der vollkommene ,christ umfat sie alle2 wie er ,mann und ,weib zugleich ist1 ist er auch ,kind1 ,mann und ,greis zugleich4 ,bei weitem die meisten unter den ,berufenen wagen den ,sprung in das schne ,wunderland nicht3 ,genies sind selten4 ,es gibt ja kein ,schaffen1 ohne da beides vorhanden wre1 ,gottbewutsein und ,weltbewutsein1 ,sinnlichkeit und ,geistigkeit1 und es gehrt eine auerordentlich starke ,gtterhaftigkeit dazu1 den durstig im schnen ,schein ,schwelgenden aus dieser glcklichen ,umarmung zu reien4 ,die meisten zweifeln zwischen den beiden ,welten und gehen beider verlustig2 nur wer sich fr den ,gttertisch entscheidet1 kann ,ambrosia genieen und zugleich am ,tische der ,welt ,gast sein4 ,der ,christenmensch1 sagt ,luther1 ist ein allmchtiger ,herr aller ,dinge1 der alle ,dinge besitzt gnzlich ohne alle ,snde4 ,er besitzt sie nmlich im ,geiste und durch den ,geist4 ,beethoven war die ,welt der ,tne1 in der er ,herrscher war1 sinnlich entzogen2 aber wer bezweifelt1 da er in seinem ,geiste eine schnere ,musik vernahm als irgendein ,sterblicher mit gesundem ,gehr8 ,die ,berufung geschieht durch ,leiden1 wie die ,briefe des ,neuen ,testaments vielfach ausfhren4 ,wir wissen aber1 so unser irdisches ,haus dieser ,htte zerbrochen wird1 da wir einen ,bau haben von ,gott erbaut1 ein ,haus1 nicht mit ,hnden gemacht1 das ewig ist1 im ,himmel4 ,dieser ewige ,himmel ist in unserem ,herzen1 der ,geist2 wir knnen aber nicht ,geistmensch werden1 bevor nicht unser irdisches ,haus1 das normale1 der ,knochen- und ,muskelmensch gebrochen1 irgendwie erschttert ist4 ,wir knnen1 sagt ,luther1 den glorifizierten ,christus nicht sehen1 bevor wir nicht den gekreuzigten gesehen haben4 ,das tgliche ,sterben und ,auferstehen1 wovon in den ,episteln so oft gesprochen wird1 ist durchaus nicht bildlich zu verstehen2 wirklich schwindet der ,knochen- und ,muskelmensch im ,mae wie der ,nervenmensch und endlich der ,geistmensch entsteht1 es ist ein allmhliches ,verwandeln1 bei dem es keinen ,leichnam gibt1 weil die sterbende ,form fortwhrend in einer hheren aufgeht oder aufersteht4 ,dies kann ohne ,leiden nicht vor sich gehen1 obwohl es nicht notwendigerweise durch ,krankheit vor sich gehen mu4 ,gott entziehe seinen ,heiligen1 sagt ,luther einmal1 die ,gter dieser ,welt nicht immer in der ,tat1 dann aber im ,geiste1 so also1 da sie sie zwar besen1 aber kein ,gengen mehr in ihnen fnden4 ,wre ein ,berufener zum ,beispiel tatschlich nicht arm1 so wre er doch geistig arm oder arm im ,geiste2 sei es1 da sein ,mitgefhl mit den ,armen ihn seines ,reichtums nicht froh werden liee1 oder da ,krankheit ihn am ,genu desselben hinderte1 oder da nichts von allem dem1 was man sich durch ,reichtum verschaffen kann1 ihn befriedigte4 ,das ,entscheidende ist1 da einem die ,welt entzogen wird1 und da dadurch ein innerer ,gegensatz entsteht1 eine ,kluft zwischen ,wollen und ,knnen3 man hat die ,organe fr die ,welt nicht mehr und will die ,welt doch nicht loslassen1 weil man die ,organe fr das ,reich des ,geistes noch nicht in der ,gewalt hat4 ,das erste ,kapitel des ersten ,briefes von ,paulus an die ,korinther handelt ausfhrlich von der ,art der ,berufenen1 da sie vor der ,welt schwach und niedrig sind4 ,denn es stehet geschrieben3 ich will zunichte machen die ,weisheit der ,weisen1 und den ,verstand der ,verstndigen will ich verwerfen4 ,wo sind die ,klugen8 ,wo sind die ,schriftgelehrten8 ,wo sind die ,weltweisen8 ,hat nicht ,gott die ,weisheit dieser ,welt zur ,torheit gemacht8444 ,denen aber1 die berufen sind1 beides1 ,juden und ,griechen1 predigen wir ,christum1 gttliche ,kraft und gttliche ,weisheit4 ,denn die gttliche ,torheit ist weiser1 denn die ,menschen sind2 und die gttliche ,schwachheit ist strker1 denn die ,menschen sind4 ,sehet an1 liebe ,brder1 euren ,beruf2 nicht viel ,weise nach dem ,fleisch1 nicht viel ,gewaltige1 nicht viel ,edle sind berufen4 ,es ist falsch1 diese ,worte so aufzufassen1 als wren nur schwachkpfige oder wenigstens einfltige ,sklaven und ,frauen ,auserwhlte4 ,paulus selbst war ein hochgebildeter ,mann2 das zeigt jedes ,wort an1 das von ihm erhalten ist1 auch htte er sonst die ,griechen und ,rmer nicht so packen knnen durch seine ,reden4 ,er stellt nur die gttliche ,weisheit1 die ,genialitt1 der bloen ,schulweisheit und ,bchergelehrsamkeit oder der weltlichen ,macht und dem weltlichen ,ansehen gegenber4 ,da die genialen ,menschen aller ,vlker und ,zeiten nicht aus den herrschenden ,stnden1 sondern im ,durchschnitt aus dem sogenannten ,mittelstande hervorgegangen sind1 ist bekannt4 ,fast alle waren arm1 und die meisten sind es geblieben2 ebensowenig wie reich und mchtig waren sie gesund4 ,ich entsinne mich einer ,anekdote des magenleidenden ,manzoni1 der einmal1 als er ,gelegenheit hatte1 die gesunde rote ,zunge eines jungen ,anverwandten zu sehen1 zwischen ,neid und ,verachtung ausrief3 ,lengua d'un can6 ,luther hebt gelegentlich den ,gegensatz zwischen heidnischer und christlicher ,weltanschauung hervor1 indem er dem ,ausspruch des ,juvenal3 ,orandum est ut sit mens sana in corpore sano den des heiligen ,augustinus gegenberstellt3 ,wenn wir gesund sind1 so wtet in uns am meisten die bse ,begierde4 ,jedes ,leiden besteht in einem ,angriff auf die ,integritt unseres ,ich2 um an das heranzugelangen1 mu ,gott zuerst eine ,bresche in den ,krper schlagen1 in den ,vorhof1 der zur ,seele fhrt4 ,es ist bekannt1 da in einer gewissen ,weichheit der ,knochen die ,mglichkeit zur ,entwickelung eines gerumigen ,schdels gegeben ist1 in welchem ein groes ,gehirn ,raum hat2 woraus natrlich nicht folgt1 da jeder groe ,schdel und jedes groe ,gehirn ,brgschaft fr geistige ,gre gibt4 ,jedenfalls wirkt das groe ,gehirn als ,magnet auf das ,herz und zieht es von seinen brigen ,ttigkeitsgebieten ab1 so da der ,krper nicht mehr so gleichmig wie sonst ernhrt wird4 ,auch eine gewisse ,entartung der ,geschlechtsdrse mu beim genialen ,menschen vorliegen1 nicht so1 da ihre ,ttigkeit aufgehoben1 sondern da sie mehr dem ,herzen unterstellt ist4 ,es beruht darauf die ,kindlichkeit oder ,weiblichkeit des ,genies1 dessen ,liebesangelegenheiten immer zugleich ,herzensangelegenheiten sind1 wie man das in ,goethes ,leben sehen kann4 ,der mnnlichere ,schiller litt unter rein krperlichen ,trieben1 die er heroisch berwand2 sein ,genie beruhte auf strkerer ,spannung1 das ,goethes mehr auf natrlicher ,harmonie4 ,durch die vernderte ,richtung oder ,verteilung des ,blutstromes ist das ,gleichgewicht im ,organismus gestrt1 der berttigkeit auf der einen ,seite steht ,unttigkeit und ,erschlaffung auf der anderen gegenber4 ,man kann den ,krper als eine ,mauer betrachten1 die das ,herz zugleich mit der ,welt verbindet und vor ihr schtzt4 ,wenn dieser ,krper morsch wird1 ist das ,herz feindlichen ,angriffen mehr ausgesetzt und wird zu strkerer ,ttigkeit gereizt4 ,das ,genie ist also eine ,alterserscheinung1 nicht in dem ,sinne natrlich1 da der einzelne alt wre1 sondern da seine ,familie es ist2 er ist das ,ende einer ,entwickelungsreihe4 ,doch ist es nicht so1 da die ,auflsung bereits eingetreten wre1 sondern er gibt nur das ,zeichen zu ihr2 der blitzartige ,punkt zwischen dem letzten ,augenblick des gesunden ,lebens und dem ersten des hereinbrechenden ,todes ist der glcklichste4 ,nach der ,hochflut des ,genies kommt die ,ebbe der ,dekadenz4 ,wenn ich bei dem photographischen ,bilde bleiben darf1 mchte ich sagen1 da bei sehr scharfem ,licht die ,platte des ,gehirns zwar von ,momentaufnahmen voll wird1 da diese aber1 da keine ,urbilder aus dem ,herzen mehr dazukommen1 nie ein lebendiges ,ganzes werden knnen4 ,manche ,menschen scheinen allwissend zur ,welt zu kommen und sind mit fnfzig ,jahren kaum reifer als mit fnfzehn2 sie haben einen vollen ,speicher in ihrem ,gehirn1 aber er belastet sie mehr1 als da sie ihn ntzen knnten4 ,die ,bausteine sind da1 aber die ,melodie der ,seele nicht1 die sie zusammenzauberte4 ,je mder das ,herz wird1 desto frostiger raschelt der ,gehirnstrohsack2 man fhlt1 da da kein ,wort hilft1 sondern nur das ,zustrmen frischen1 feurigen ,blutes4 ,christus erkannte sich selbst als ,gottes ,sohn und starb den ,opfertod2 nach dem ,augenblicke1 wo ,selbst- und ,gotteserkenntnis eins wird1 mu das ,ende kommen1 denn die ,zeit ist mit ihm erfllt4 ,der ,gottmensch opfert sich entweder1 von seinem ,spiegelbilde sich losreiend1 oder er bleibt in ,selbstanbetung daran gebannt und wird1 vom ,strome des ,lebens abgesondert1 zur ,mumie4 ,dem ,tode ist der ,gottmensch geweiht2 es fragt sich nur1 ob er sich selbst oder anderen sterben wird4 ,dies eben ist die ,frage1 die die ,gtter dem ,achilles vorlegten1 ob er ein langes und bequemes1 aber ruhmloses ,leben wolle1 oder ,kampf und ,mhsal und frhen ,tod1 aber unsterblichen ,ruhm2 es war sein ,herz1 das die ,antwort gab4 ,von der ,groherzigkeit und ,engherzigkeit des ,menschen hngt seine ,entscheidung ab4 ,langlebigkeit und ,gesundheit beruht auf ,sparen mit dem ,herzen2 darin liegt1 da geniale ,menschen im allgemeinen nicht lange leben und nicht durchaus gesund sein knnen4 ,irgendwie mu sich ein ,rckschlag des gesteigerten ,lebens zeigen4 ,judas1 wer liebt1 verschwendet alle ,zeit4 ,eines der schnsten ,gedichte von ,goethe1 das von einem starken ,baume handelt1 der seine ,kraft hingibt1 um einen ihn umklammernden ,efeu zu ernhren1 schliet mit den ,worten3 ,s ist jede ,verschwendung2 o la mich der schnsten genieen6 ,wer sich der ,liebe vertraut1 hlt er sein ,leben zu ,rat8 ,wre eine derartige ,verschwendung allgemein1 so wrde das menschliche ,geschlecht bald ausgestorben sein2 es ist deshalb notwendig1 da der groe ,haufe sich von der ,selbstsucht leiten lt4 ,goethe wird deswegen so sehr bewundert1 weil bei seinem ,genie ,gott- und ,weltbewutsein so sehr im ,gleichgewicht war4 ,er hat dadurch das ,genie eigentlich weltfhig gemacht1 und wenn ,christus die ,menschen zu ,gttern machte1 kann man von ,goethe sagen1 da er sich den ,menschen zuliebe verweltlichte4 ,als ,sohn eines durchaus weltlichen1 engherzigen ,vaters fing er frh an mit der ,neigung zu sparen und glich dann einem ,ofen1 der sein ,feuer ,tage unterhielt1 an dem man sich aber nicht gerade wrmen konnte4 ,er hat sein volles ,herz gewahrt1 geschont1 und es ist dieser ,umstand1 der gerade den alten ,goethe zum ,liebling unserer gebildeten1 wesentlich herzschwachen ,mnner macht4 ,luthers mchtiges1 malos beranstrengtes ,herz erlahmte verhltnismig frh1 und die schmerzliche ,ahnung seiner ,jugend wurde wahr3 die letzte ,anfechtung wird sein1 da ich mir selbst zur ,last fallen werde4 ,whrend seines ganzen ,lebens hatten ,perioden gnzlicher ,erschpfung1 wo er sich lebend tot fhlte1 mit den ,perioden bermenschlicher ,schaffenskraft gewechselt1 berttigkeit des ,herzens mit ,versagen des ,herzens4 ,die ,meinung1 da die ,heiden die ,lehre von der ,berufung durch ,leiden nicht gekannt oder gar verabscheut htten1 ist brigens ganz falsch1 wenigstens was die ,griechen betrifft1 deren ,weltanschauung vielmehr ganz in die christliche einmndete4 ,eine ,stelle bei schylus lautet3 ,weise macht den ,erdensohn ,gottes ,fhrung und ,gebot3 ,leiden soll dir ,lehre sein4 ,mahnend sinkt im ,schlaf der ,nacht die ,qual ,alter ,schuld ,ihm aufs ,herz3 ,ungewollt ,kommt die ,weisheit ber ihn4 ,strenge ,wege geht mit uns die ,gnade1 ,die am ,weltensteuer sitzt4 ,es ist dieselbe ,lehre von der ,snde1 vom ,leiden und der ,gnade1 die wir im ,neuen ,testamente finden4 ,die ,sagen von ,eros und ,psyche und von ,prometheus scheinen mir keinen anderen ,sinn haben zu knnen1 als da das ,leben im ,geiste1 symbolisiert durch ,feuer und das ,erschauen der ,gtter1 nicht geraubt werden1 sondern durch ,leiden erworben werden mu4 ,das arbeitvolle ,leben des ,herkules1 seinen ,feuertod und seine ,verklrung hat man lngst mit dem ,leben ,christus' verglichen1 und schlielich erlebte ja das ungemein geniale ,volk der ,griechen seinen hchsten und letzten ,augenblick1 als es in ,christus den unbekannten ,gott erkannte4 ,die meisten ,berufenen scheitern daran1 da sie nicht kmpfen und leiden wollen4 ,sie mchten wohl ,auserwhlte sein1 aber1 wie ,papageno1 nicht durch ,feuer und ,wasser gehen1 und gleichen ,frauen1 die sich nach ,kindern sehnen1 aber die ,qual1 sie zu tragen und hervorzubringen1 nicht auf sich nehmen mgen4 ,es gibt ,menschen1 die dem ,leiden ausweichen1 und es gibt ,menschen1 die das ,leiden suchen und denen das ,leiden ausweicht2 wen ,gott auserwhlt hat1 dem zwingt er das ,leiden auf4 ,und zwar zwingt er es ihm auf durch das ,mittel1 durch welches er berhaupt im ,menschen wirkt1 nmlich durch das ,herz2 insofern nun jedem sein ,herz selbst angehrt1 macht jeder sich sein ,schicksal selbst4 ,diejenigen erringen die ,krone des ,lebens nicht1 die nicht getreu sind1 sondern begehrlich nach den ,kronen der ,welt blicken4 ,sie bleiben entweder unfruchtbar und voller ,unruhe zwischen den beiden ,welten hangen1 oder sie werden in der strkeren ,welt1 in die sie sich ohne den ,harnisch des ,geistes zurckwagen1 zertreten4 ,gott ist consumens et abbrevians1 aufzehrend und abkrzend3 auf ,unzhlige1 die dahingehen1 kommen einzelne ,lebendige4 ,das ,ziel1 welches diese erreichen1 zugleich ,sieg und ,krone1 ist die ,schaffenskraft4 ,die ,auserwhlten sind1 wie schon gesagt1 die ,genies oder die ,schaffenden2 denn sie sind ja ,ebenbilder ,gottes1 und ,gottes ,wesen ist ,schaffen4 ,luthers qulende ,frage3 ,wie bekomme ich einen gndigen ,gott8 lt sich in die ,worte fassen3 ,wie werde ich ein ,schaffender8 ,im ,schaffen wird das ,leiden berwunden1 und wenn das ,leiden das ,siegel der ,berufung ist1 so siegelt der berwinder mit ,werk1 ,tat und ,wort4 ,das ist aber nicht so zu verstehen1 als ob nur groe ,knstler1 ,helden oder ,dichter und ,weise selig werden knnten3 jedes volle ,herz ist ttig1 arbeitet1 und ist arbeitend selig4 ,das ,genie im engeren ,sinne aber lebt nicht nur1 sondern erlebt1 erinnert sein ,leben im ,spiegel des ,gehirns und verdoppelt es in ,form1 ,tat oder ,wort4 ,diese ,verdoppelung des ,lebens1 die nur durch verdoppelte ,herzttigkeit mglich wird1 nennt man ,schaffen2 aber selig macht auch das einfache ,leben1 das im ,wirken besteht4 ,eines der grten ,genies der ,welt war jedenfalls ,paulus4 ,der ,rmer ,festus begriff gut1 mit wem er es zu tun hatte1 da er zu ihm sagte3 ,paule1 du rasest2 deine groe ,kunst macht dich rasend4 ,es erinnert an ,shakespeares ,wort vom ,auge des ,dichters1 das im sen ,wahnsinn rollt4 ,auffallend finde ich1 nebenbei bemerkt1 wieviel unwillkrliche ,sympathie und ,hochachtung gerade einzelne ,rmer fr ,christus wie fr ,paulus zeigten4 ,als dem hnliches erscheint mir die gute ,aufnahme1 die ,england den auslndischen ,genies zu bereiten pflegte3 das ,herrschervolk huldigt den ,herrschern im ,reiche des ,geistes1 das es ihnen gnnt4 ,die hufigen ,schilderungen von der ,seligkeit des geistig ,schaffenden rauschen mit strmender ,gewalt durch die ,bcher des ,neuen ,testaments wie die von der ,kraft der ,glubigen durch die des ,alten4 ,im ,alten ,testamente schafft ,gott in dem passiv hingegebenen ,menschen1 im ,neuen ist der ,mensch selbst ,gott geworden4 ,das kein ,auge gesehen hat und kein ,ohr gehret hat und in keines ,menschen ,herz gekommen ist1 das hat ,gott bereitet denen1 die ihn lieben2 diese berschwengliche ,herrlichkeit1 sollte sie einem tugendhaften ,brger1 einem katholischen oder protestantischen ,pfarrer als solchem gegeben sein8 ,es sind vielmehr die ,verfhrer und doch wahrhaftig2 die ,unbekannten und doch bekannt2 die ,sterbenden1 und siehe1 sie leben2 die ,gezchtigten und doch nicht erttet2 die ,traurigen1 aber allezeit frhlich2 die ,armen1 aber die doch viele reich machen2 die nichts innehaben und doch alles haben4 ,die ewige und ber alle ,maen wichtige ,herrlichkeit gehrt denen1 die nicht sehen auf das ,sichtbare1 sondern auf das ,unsichtbare1 nmlich auf den ,geist4 ,schulgeznke solcher ,menschen1 die zerrttete ,sinne haben und der ,wahrheit beraubt sind1 die da meinen1 ,gottseligkeit sei ein ,gewerbe1 das verschafft wohl ,zutritt zur sichtbaren1 nicht aber zur unsichtbaren ,kirche4 ,wenn man nicht das ,wort geistlich beibehalten htte1 das ,luther fr geistig gebrauchte1 wrde sich vielleicht der mit etwas ,selbstgeflligkeit1 ,salbung und ,tugendseligkeit so schdlich verquickte ,begriff des ,geistlichen gar nicht herausgebildet haben4 ,wenn ,luther geistlich sagte oder schrieb1 schwebte ihm sicherlich nichts anderes vor1 als was wir bei dem ,worte geistig denken und empfinden4 ,diejenigen1 die den geistigen1 den innerlichen1 unverweslichen ,leib in dem natrlichen1 verweslichen tragen1 die knnen wie ,paulus in das ,paradies entrckt werden und unaussprechliche ,worte hren1 die kein ,mensch sagen kann4 ,fr unsere ,zeit ist es charakteristisch1 da es keine ,genies gibt4 ,sowohl die amtlichen ,vertreter unseres ,geisteslebens wie die nichtamtlichen1 die sichtbare ,kirche nicht nur1 sondern auch die unsichtbare1 wollen entweder abgesonderte ,winkelprediger oder ,weltmenschen sein4 ,es ist so weit gekommen und wirkt beinahe komisch1 da sie mit einer ,art ,entrstung1 als wre es etwas ,schimpfliches1 die ,genialitt ablehnen1 weil sie an die ,mglichkeit einer echten nicht glauben4 ,vor allen ,dingen wollen sie gut leben und ,ansehen in der ,welt haben1 was ihnen denn auch zuteil wird und womit sie ihren ,lohn dahin haben4 ,der ,krieg ist wohl als eine groe ,berufung anzusehen2 ich zweifle1 ob sie jetzt schon laut genug ist1 da die der gttlichen ,stimmen ungewohnten ,ohren sie vernehmen knnen4 ,wenn ich von deiner schwermtigen ,schnheit wegblicke zum ,fenster1 so sehe ich das durchsichtige ,gewimmel der ,sterne1 das unsere ,erde wie eine ,gloriole umgibt4 ,die ,erde kommt mir vor wie die ,menschheit selbst1 an ihrem uersten ,rande in leuchtende ,krper aufgelst1 die in goldenen ,ringen tiefer und tiefer in den unendlichen ,raum dringen1 eine ,brcke der ,glubigen vom ,sichtbaren ins ,unsichtbare4 ,,xiv ,solltest du1 liebster ,freund1 jemals ,ursache haben1 an der ,menschheit zu zweifeln oder zu verzweifeln1 so studiere ,luthers ,streit mit ,zwingli ber das ,abendmahl und trste dich mit ihm4 ,luther hat ja bei ,lebzeiten und nach seinem ,tode begeisterte ,anhnger gefunden2 aber wo er am glhendsten fhlte1 am tiefsten dachte1 am grten handelte1 da hat ihn niemand verstanden4 ,man begriff1 da ,zeremonien ohne ,glauben keinen ,wert vor ,gott haben2 aber da ,handeln1 auch das edelste1 ohne ,glauben auch ungttlich ist1 das begriff man nicht4 ,man wollte wohl eine sichtbare ,kirche1 aber einen ,kult wollte man nicht1 auer einem solchen1 der mit dem ,verstande zu begreifen wre1 mit ,gott also gar nichts zu tun htte4 ,luther wollte jeden ,kult abschaffen1 den ,gott nicht geboten hatte2 einen solchen nannte er ,zeremonien1 ,menschengebote1 ,menschenlehre1 und verdammte ihn heftig2 denjenigen wollte er heilig bewahrt wissen1 den ,gott geboten hat1 oder1 was dasselbe ist1 der mit ,notwendigkeit aus ,gottes ,wesen fliet4 ,die ,richtung des sechzehnten ,jahrhunderts ging auf ,ausbildung des ,selbstbewutseins1 des ,verstandes1 der ueren ,welt2 man wollte durchaus keinen ,gott haben1 der1 in der ueren ,erscheinung heimisch1 das ,begreifen der ,welt von zwei ,seiten her gefordert htte4 ,als ,luther denjenigen ,kult einfhren wollte1 den ,gott geboten hat und der aus dem ,wesen ,gottes mit ,notwendigkeit sich ergibt1 bewunderten sie nicht seine ,folgerichtigkeit1 sondern sie nahmen rgernis daran1 da er1 wie sie es nur auffassen konnten1 sich pltzlich als ,mystiker verriet4 ,der aus ,herz1 ,kopf und ,sinnen lebende ,mensch wird stets von denen verkannt und gehat werden1 die nur aus ,kopf und ,sinnen leben4 ,luther verstand unter dem ,unsichtbaren das1 was ist1 was unsere ,augen aber nicht wahrnehmen2 die ,gegner verstanden unter dem ,unsichtbaren das1 was nicht ist1 wovon aber unklare ,mystiker trumen4 ,sie verbannten das ,unsichtbare in einen sogenannten ,himmel1 der jenseit1 das heit eigentlich nirgendwo1 ein harmloses ,dasein fristen durfte1 obwohl ,christus unmiverstndlich gelehrt hat1 da der ,himmel in unserem ,inneren1 da er menschlicher ,geist ist4 ,indem ,gott seinen eingeborenen ,sohn gab1 sagte ,luther1 machte er aus ,himmel und ,welt ein ,ding2 in der ,person des ,gottmenschen sind ,sein und ,erscheinung eins geworden4 ,dieser monistischen ,weltanschauung war die ,zeit ,luthers nicht zugnglich1 die1 nachdem in einem genialen ,augenblick ,spiritualismus und ,materialismus verschmolzen waren1 bermchtig zum ,materialismus hindrngte4 ,der ,standpunkt ,zwinglis1 da man1 wie er sich ausdrckte1 die beiden ,naturen1 nmlich ,geist und ,stoff1 nicht vermischen drfe1 wurde auch von den ,katholiken geteilt1 nur da sie sich nicht1 wie die ,reformation1 auf den bloen ,geist1 sondern auf den bloen ,stoff sttzten4 ,sie waren ,heiden ohne die kindliche ,blindheit der vorchristlichen ,heiden4 ,auch die heutigen lutherischen ,theologen sprechen von ,luthers ,mystik wie von einer ,ausschweifung seines ,verstandes1 einer liebenswrdigen ,schwche1 die man einem brigens vernnftigen ,menschen hingehen lt4 ,da ,gott der ,geist wirklich ist1 das ,unsichtbare vereint mit dem ,sichtbaren1 scheinen sie so wenig zu glauben wie die ,zwinglianer und ,katholiken des sechzehnten ,jahrhunderts4 ,als kultliche ,handlungen1 die von ,gott geboten sind1 bezeichnet ,luther die ,taufe und das ,abendmahl4 ,die ,taufe bedeutet das ,sterben des ,naturmenschen und ,auferstehen des ,gott- oder ,geistmenschen1 die zweite ,geburt des ,menschen1 die sein ,leben lang whren und mit seinem ,tode vollendet sein soll4 ,die ,taufe soll aber durchaus nicht nur eine bildliche ,handlung sein1 sondern sie soll diesen ,werdegang der ,wiedergeburt im ,geiste tatschlich einleiten1 indem in das ,herz des ,kindes zum erstenmal das ,samenkorn des gttlichen ,wortes fllt4 ,das ,wort ist1 wie du weit1 die hchste ,verdichtung des ,geistes und bindet den verweslichen ,menschen an das ,unverwesliche1 oder es heiligt ihn2 mit den ,worten der ,taufe nimmt die ,heiligung ihren ,anfang4 ,sie setzt sich fort im ,leben durch die ,taufe flaminis et sanguinis1 die ,taufe in ,feuer und ,blut4 ,zufolge eines begreiflichen ,trugschlusses des ,verstandes verlangten die ,wiedertufer1 da die ,taufe an ,erwachsenen sollte vollzogen werden1 da das neugeborene ,kind das ,wort noch nicht vernehmen knne2 ein ,irrtum1 den ,luther selbst durchgekmpft hat4 ,er wandte dagegen anfangs ein1 da der ,glaube der erwachsenen ,paten fr den noch unentwickelten ,glauben des ,kindes eintreten knne2 spter erst ging ihm die groartige ,erkenntnis des unbewuten ,glaubens auf1 wie er es nannte4 ,er begriff1 da der ,glaube ein ,nichtwollen1 ein ,sichpassivverhalten des ,menschen ,gott gegenber ist1 und da gerade das unbewute ,kind geeignet sein mu1 von ,gott ergriffen zu werden4 ,neuerdings hat man ,beobachtungen darber angestellt1 da ,worte1 die in ,gegenwart von fest schlafenden ,kindern gesprochen werden1 obwohl nicht mit ,bewutsein1 doch von ihnen aufgenommen werden und in ihnen wirken knnen2 gehorcht doch auch der ,hypnotisierte den ,worten dessen1 der ihn hypnotisiert1 obwohl er sie nicht mit ,bewutsein hrt4 ,ich habe an mir selbst erfahren1 da in der ,kindheit vernommene ,worte1 die ich nicht verstand1 die mich nur durch ihren ,rhythmus ergriffen1 sich in mir festsetzten und in mir fortwirkten2 und es wird jeder ,mensch ,beispiele dafr in seinem ,leben finden4 ,worte sind ,samen1 der bewut gest und unbewut empfangen wird2 sie schlummern im ,stoffe1 aus dem das ,herz sie hervorglhen kann1 damit sie ,frucht tragen4 ,auf der ,annahme1 da ,kraft auch da wirken kann1 wo sie unbewut empfangen wird1 beruht der ,segen1 den ,eltern auch ganz kleinen oder schlafenden ,kindern erteilen2 ,worte sind die strkste ,kraft1 die es gibt4 ,luther bemerkte gelegentlich1 es sei dem ,sakrament der ,taufe zugute gekommen1 da es mit unbewuten ,kindern umgehe1 deshalb lasse man es so ziemlich undisputiert4 ,in der ,tat kam wohl ,zwingli gar nicht darauf1 da die ,taufe anders knnte aufgefat werden als eine symbolische ,handlung1 sah deshalb keinen ,grund ein1 sie abzundern1 und bewirkte1 da die ,wiedertufer in ,zrich mit dem ,tode bestraft wurden4 ,luther1 der ,irrende nur durch das ,wort bekmpft wissen wollte1 begngte sich damit1 sie auszuweisen4 ,ganz anders verhlt es sich mit dem ,abendmahl1 das im ,mittelpunkte des ,kults steht und den ,erwachsenen dargeboten wird4 ,da im ,stoff ,geist1 da der ,stoff geistvoll sei1 hatten schon die ,propheten des ,alten ,testamentes gelehrt1 indem sie sagten1 ,gott erflle ,himmel und ,erde2 ,christus setzte hinzu1 da der ,himmel das ,herz des ,menschen sei4 ,anders ausgedrckt3 die ,propheten lehrten1 da ,gott das ,herz der ,welt sei1 ,christus1 da das ,herz der ,welt zugleich das ,herz der ,menschheit sei1 die ,einheit der ,welt im ,selbstbewutsein des ,menschen4 ,der ,name ,testament schon deutet an1 da es sich um eine ,vergabung handelt3 der ,gottmensch1 dessen ,seele sterben wird1 teilt sein ,fleisch und ,blut denen aus1 die ihn lieben1 deren ,herzen ihm geffnet sind1 um sein ,wort zu empfangen4 ,die ,zauberworte der ,einsetzung sind3 ,nehmet1 esset1 das ist mein ,leib4 ,trinket alle daraus1 das ist mein ,blut1 welches vergossen wird fr viele zur ,vergebung der ,snden4 ,vorbereitet hatte ,christus selbst das ,testament durch seine ,erklrung im #f4 ,kapitel des ,johannes-,evangeliums1 da er das ,brot des ,lebens sei1 welches er ausdrcklich als ,himmelsbrot1 also eine geistige ,speise1 der vergnglichen ,speise gegenberstellte4 ,hieronymus hat das ,abendmahl invisibilis gratiae visibilis forma genannt1 die sichtbare ,form der unsichtbaren ,gnade1 das ist also der im ,stoff erscheinende ,geist4 ,der heilige ,augustinus erklrte es mit den ,worten3 ,accedit verbum ad elementum et fit sacramentum1 ,das ,wort zum ,element oder ,geist zur ,natur1 und das ,wunder geschieht4 ,wenn ich ,wunder bersetze1 so ist es ntig zu betonen1 da statt ,sakrament im ,griechischen mystrion1 ,geheimnis steht4 ,wunder in unserem ,sinne gibt es nicht1 nur ,geheimnisse4 ,hier handelt es sich um das letzte ,geheimnis1 da in der ,seele1 im ,ich1 der ,stoff zugleich ,geist ist1 und weil wir dies ,geheimnis nur erleben1 nicht machen knnen1 scheint mir richtig1 es ,wunder zu nennen4 ,mit dem ,tode wird unser ,krper wieder eins mit der ewigen ,substanz1 unser ,geist1 sei es in ,form1 ,tat oder ,wort oder im ,blute1 geht in die ,herzen ein4 ,brot und ,wein sind ,stoff3 wenn der ,blitz des ,wortes sie entzndet1 erglhen sie zu ,geist4 ,da ,christus das ,brot whlte1 geschah1 weil das ,samenkorn die strkste ,verdichtung des ,stoffes ist wie das ,wort die strkste ,verdichtung des ,geistes2 ,brot ist die natrliche ,speise des ,menschen4 ,ebenso ist ,wein das ,getrnk1 das am strksten ins ,blut geht1 wie man volkstmlich sagt2 das ,feuerwasser1 wie der ,wilde es nennt1 ist das gegebene ,bild fr das ,feuerwasser1 das aus dem ,herzen des ,menschen quillt4 ,auch unser ,fleisch und ,blut lebte nicht1 wenn die ,seele sie nicht mischte1 gren und glhen machte2 das ,erlschen der ,seele ist der ,tod4 ,wer sich dessen bewut ist1 dem kann jede ,speise eine ,geistesspeise sein2 davon aber unterscheidet sich das ,abendmahl dadurch1 da es von der glubigen ,gemeinde genommen wird4 ,luther beantwortete deshalb alle an ihn gerichteten ,anfragen1 ob einer sich das ,abendmahl unter ,umstnden allein drfe reichen lassen1 abschlgig2 ,gott ist ja ,person nur im ,menschen1 und die ,verbindung mit ,gott mu durch die ,verbindung mit der ,menschheit geschehen4 ,absonderung von den ,menschen wre zugleich ,absonderung von ,gott1 also wre das ,abendmahl von einem ,einzelnen genommen ein ,widerspruch in sich selbst und eigentlich ungttlich4 ,dem ,wissenden fr sich allein ist ja selbstverstndlich das ,abendmahl nicht notwendig2 ist er an seinem ,gebrauch verhindert1 so tritt das ,wort des ,augustinus in ,kraft3 crede et manducasti1 glaube1 so hast du gegessen2 als gemeinsames ,mahl macht es die durch den ,krper ,gesonderten im ,geiste eins4 ,zwingli hatte vom ,wesen des ,abendmahls keine ,ahnung3 er dachte1 ,christus1 ein edler1 vorbildlicher ,mensch1 habe seine ,jnger ermahnt1 seiner nach seinem ,tode zu gedenken1 und ebenso sollten es knftig die ,glubigen halten1 wenn sie die ,handlung des ,abendmahls symbolisch wiederholten4 ,die katholische ,kirche wollte im ,sakrament den ,opfertod ,christi wiederholen und sich durch den richtigen ,vollzug desselben ,verdienste erwerben2 sie1 ebenso wie ,zwingli1 machte ein ,werk1 eine ,selbstttigkeit des ,menschen daraus4 ,luther verstand die ,sakramentshandlungen als ,austeilungen gttlicher ,kraft1 bei denen die ,menschen die ,empfangenden sind4 ,eines der hauptschlichen ,argumente ,zwinglis gegen ,luthers ,auffassung1 ,christi ,fleisch und ,blut sei im ,brot und ,wein1 war1 da ,christus zur rechten ,hand ,gottes sitze1 also nicht im ,brot und ,wein sein knne4 ,man sollte meinen1 eine so grobe ,unfhigkeit1 das ,gttliche zu erfassen1 springe jedem in die ,augen4 ,sie veranlate ,luther zu einer hinreienden ,schrift ber die ,allgegenwrtigkeit ,gottes1 die1 von gttlichem ,geist durchdrungen1 dem milden ,tadel der lutherischen ,theologen nie entgeht4 ,die meisten wnschen1 er mchte sie lieber nicht geschrieben haben1 obwohl sie recht hbsche ,bilder enthalte4 ,wer1 auer etwa ,shakespeare oder ,dante1 hat solche ,bilder schaffen knnen8 ,luther sagt selbst einmal1 man hasse ihn1 weil er nicht nur die ,wahrheit sagte1 sondern auch sagte1 da er sie sagte4 ,htte er sich ,dichter genannt1 so htte man ihn vergttert4 ,begreiflicherweise mute ,luther ber ,zwinglis ,gaukelhimmel lachen1 darin ein goldener ,stuhl stehe und ,christus neben dem ,vater sitze in einer ,chorkappe und goldenen ,krone1 gleichwie es die ,maler malen4 ,daneben aber bemhte er sich ernstlich zu erklren1 da die allmchtige ,gewalt ,gottes zugleich nirgends und an allen ,orten sein msse2 da alles1 was an einem ,orte sei1 an diesem ,orte beschlossen sein msse1 welcher rtlichen ,gebundenheit ,gott doch nicht unterliegen knne1 der vielmehr ber ,raum und ,zeit sein msse4 ,doch mu er an allen ,orten wesentlich und gegenwrtig sein1 auch in dem geringsten ,baumblatt4 ,darum mu er ja in einer jeglichen ,kreatur in ihrem ,allerinnersten1 ,auswendigsten1 um und um1 durch und durch1 unten und oben1 vorn und hinten selbst da sein1 da nichts ,gegenwrtigeres noch ,innerlicheres sein kann in allen ,kreaturen1 denn ,gott selbst mit seiner ,gewalt4 ,er fhrt die majesttischen ,bibelworte an3 ,bin ich nicht ein ,gott1 der nahe ist1 und nicht ein ,gott1 der ferne ist8 ,erflle ich nicht ,himmel und ,erde8 ,er macht klar1 da ,gott unbeweglich und unvernderlich ist1 da er nicht hin und her fahre wie die ,kreatur1 da er deshalb an allen ,orten bereits da ist1 also auch im ,brot und ,wein1 und da es sich nur ums ,offenbaren handelt4 ,das freilich ist nicht jedem gegeben4 ,es ist ein ,unterschied unter seiner ,gegenwrtigkeit und deinem ,greifen1 er ist frei und ungebunden allenthalben1 wo er ist1 und mu nicht da stehen als ein ,bube am ,pranger4 ,um die penetratio corporum verstndlich zu machen1 da ein ,leib in einem anderen sein knne1 gebraucht ,luther das schne ,bild vom ,eisen1 das vom ,feuer durchglht wird2 so durchglht ,gott ,brot und ,wein1 wenn wir es glaubend empfangen4 bereinstimmend mit der ,auffassung von ,christus1 der im ,himmel zur ,rechten ,gottes sitzt1 fanden die ,zwinglianer1 man setze ,gott herab1 wenn man glaube1 er werde mit den ,zhnen zerbissen und vom ,bauche verdaut4 ,sie blickten hochmtig auf ,luther herab1 der nicht imstande sei1 ,gott im ,geist und in der ,wahrheit anzubeten4 ,wieder stellte ,luther vor1 da ,christi ,fleisch nicht ,rindfleisch1 sondern ,gottesfleisch1 ,geistfleisch sei4 ,wird ,christi ,fleisch gegessen1 so wird nichts denn ,geist daraus4 ,denn es ist ein geistliches ,fleisch und lt sich nicht verwandeln1 sondern verwandelt und gibt den ,geist dem1 der es it4 ,fr ,luther1 der wute1 da ,gott lauter ,aktivitt und ,produktivitt ist1 war die ,vorstellung1 da er mit den ,zhnen knnte zerbissen werden1 etwas ,ungeheuerliches4 ,eine noch grere ,probe von naiv-weltlicher ,gesinnung gab kolampad1 indem er fragte1 was ,christi ,leib im ,abendmahl1 falls er darin sein knnte1 ntze sei8 ,es war nicht allzu groe ,leidenschaftlichkeit oder ,stolz1 wenn ,luther auf solche ,fragen harte ,antworten gab1 es war vielmehr berflssige ,gte1 da er sich auf einen aussichtslosen ,kampf mit ,gegnern einlie1 die das ,problem nicht einmal richtig stellen konnten1 um das gestritten wurde4 ,zwingli sagte1 man msse bei der alten rechten ,theologie bleiben1 wonach die beiden ,naturen -- nmlich die gttliche und menschliche in ,christus -- nicht vermischt werden drfen4 ,demnach glaubte ,zwingli gar nicht1 da ,christus ,gottmensch war1 da ,gott ,fleisch geworden ist1 und war gar kein ,christ1 sondern ein ,schler des ,aristoteles1 der wohl an einen ,gott glaubte1 aber an einen ,gott auerhalb der ,menschheit4 ,zwingli war1 was ,luther nicht war1 aber nach weitverbreiteter ,meinung sein soll1 ein ,bauer1 besser gesagt1 ein einfacher ,weltmensch4 ,er war noch ungebrochen1 es war noch keine ,spaltung in seinem ,inneren zwischen seinem ,selbstbewutsein und seinem ,weltbewutsein1 zwischen ,wollen und ,knnen1 und weil noch keine ,spaltung da war1 konnte auch noch keine ,religion1 kein ,band1 da sein4 ,ich las neulich einen schnen ,vers von ,dehmel auf dem ,kalender3 ,immer wieder1 wenn wir sinnen1 ,strzt die ,welt in wilde ,stcke1 ,immer wieder1 still von innen1 ,fgen wir die schne ,brcke4 ,zwingli war seine uere ,welt noch nicht in ,stcke geschlagen1 und so war auch noch kein ,anla gewesen1 die schne ,brcke des ,glaubens ber die ,kluft zu werfen4 ,blindlings auf seine eigene ,kraft vertrauend und voller ,grundstze1 war er moralisch und hielt seine ,moral fr die einzig mgliche1 wahre ,religion4 ,er war ,gegner der katholischen ,kirche als gegen die ,maske der ,religion und ,gegner der lutherischen ,lehre als gegen das ,wesen der ,religion2 die ,katholiken hielt er fr ganze ,heuchler1 ,luther fr einen halben1 und auf beide sah er von der ,hhe seines gnzlichen ,nichtverstehens herab4 ,fr ihn gab es keinen ,gott1 der im ,blatt1 im ,tier1 im ,wein und ,brot ist1 sondern nur einen in ,gedanken von der ,summe aller ,erscheinungen abstrahierten ,gesamtbegriff4 ,als ,paulus den ,athenern das ,wesen ,gottes erklren wollte1 erinnerte er sie daran1 da einer ihrer ,dichter gesagt habe3 ,wir sind seines ,geschlechts4 ,jene ,sptgriechen konnten das verstehen2 ,zwingli stand noch auf einer frheren ,stufe der ,entwickelung1 wo er ,gott noch nicht erlebt hatte4 ,indessen scheint es fast1 als habe er die ersten tragischen ,schritte auf dem groen ,wege noch getan4 ,er wird als ein frischer1 freundlicher1 tatkrftiger1 zugreifender ,mensch geschildert2 so fate auch ,luther ihn auf2 aber doch so gar verdstert und traurig danach geworden4 ,da die ,ereignisse ihm zeigten1 da er nicht alles konnte1 was er wollte1 begann seine ,weltanschauung sich zu ndern4 ,ein ,wort von ihm wenigstens ist sicherlich aus der ,tiefe seines ,herzens gebrochen3 ,herr1 nun heb den ,wagen selbst1 der ,anfang seines bekannten ,gedichtes4 ,es ist der ,aufschrei eines ,menschen1 der stets selbst gestrebt und gesorgt hat1 ohne gttliche ,kraft aufzunehmen1 und der endlich zusammenbrechend erkennt1 da er ber seine ,kraft gelebt hat4 ,sein ,wollen war noch grodeutsch1 wenn ich diesen ,ausdruck fr jene ,zeit gebrauchen darf2 sein ,knnen war schon schweizerisch beengt4 ,das ,schicksal seines ,volkes ist in dem seinigen vorgedeutet3 da sie ihre menschliche ,kraft auf ,kosten der gttlichen ausbildeten4 ,mehr und mehr vervollkommneten sie sich in ihrem ,frsichsein1 in ihrer ,persnlichkeit2 die ,kraft mute in ihrem von einem greren ,ganzen abgesonderten ,dasein schwinden4 ,so wenig sich der ,deutsche mit der eindrucksvollen1 selbstbewuten ,persnlichkeit1 der ,sittlichkeit und ,selbstbeherrschung des ,schweizers messen kann1 so sehr steht die ,schweiz an ,ideenflle1 an schpferischer ,kraft ,deutschland nach4 ,die groen schweizerischen ,knstler haben deshalb ihre ,kraft in einem ,vaterlande ihrer ,wahl bettigt2 die ,schweiz ist fr die besten ihrer ,shne da1 um1 wenn die schpferische ,kraft versiegt1 sich zur ,ruhe zu setzen4 ,luther hat sich aufs uerste bemht1 ,zwingli die ,wahrheit zu erklren2 aber da ,luther von gttlichen1 ,zwingli von weltlichen ,dingen redete1 konnte ,luther wohl ,zwinglis ,irrtum begreifen1 ,zwingli aber nicht ,luthers hheren ,standpunkt4 ,sie standen auf verschiedenen ,entwickelungsstufen4 brigens hat ,luther ,zwingli so weit beeinflut1 vielleicht im ,verein mit seiner ,persnlichkeit1 da er zugab1 das ,abendmahl sei nicht nur eine ,gedchtnisfeier1 sondern ,christi ,leib sei wesentlich im ,abendmahl anwesend1 nur formulierte er1 der ,leib sei nicht ,brot und ,wein1 sondern werde dabei genommen4 ,spter erneuerte sich der ,streit1 indem die ,anhnger des verstorbenen ,zwingli sagten1 der ,leib sei nur fr den ,glubigen1 nicht fr den ,unglubigen da4 ,hier widerstrebte ,luther1 weil so leicht das ohnehin naheliegende ,miverstndnis entstehen konnte1 als hnge der ,geist vom ,glauben ab1 als mache ihn der ,glaube1 whrend doch umgekehrt ,gott den ,glauben gibt2 indessen einigte man sich durch ,luthers ,nachgiebigkeit auf eine beiden ,teilen gengende ,formel1 obwohl der prophetische ,mann wohl erkannte1 da die anderen im ,grunde nur um ,begriffe1 nicht um ein ,wesentliches stritten4 ,es ist nach meiner ,ansicht einer der grten ,augenblicke in der ,geschichte der ,entwickelung des menschlichen ,geistes1 als ,luther in ,marburg vor dem ,tisch sa1 auf den er mit ,kreide die ,worte geschrieben hatte3 ,dies ist2 allein mit ,gott gegen die ,hupter der ,welt und der sichtbaren ,kirche4 ,einer seiner ,biographen meint1 er habe die umstrittene ,formel nur aus ,langeweile hingemalt4 ,o ,himmel6 ,seine schne kindliche ,sinnlichkeit hatte das ,bedrfnis1 das ,wort1 das ihn leitete und von dem man ihn losreien wollte1 wie einen ,stern mit ,augen vor sich zu sehen2 es war so vieles1 was ihm das ,festhalten erschwerte4 ,die politische ,rcksicht auf den hessischen ,landgrafen1 den fr sich zu gewinnen nicht unwichtig war1 kam doch erst in zweiter ,linie2 aber sein liebevolles ,herz drngte zu einer ,verstndigung mit ,zwingli1 sowie er bei persnlicher ,begegnung seine ,aufrichtigkeit und ,tchtigkeit fhlte4 ,der furchtbare ,kampf1 den es ihn kostete1 treu bei der ,wahrheit zu stehen1 machte ihn krank2 ebensowohl allerdings sicherlich das unberwindliche ,nichtverstehen der ,gegner4 ,es wre anders gewesen1 wenn es sich um etwas ,nebenschliches gehandelt htte2 aber da ,mnner1 die sich ,fhrer der ,christen nannten1 nicht ahnten1 was den ,kern des ,christentums ausmacht1 und dabei auf ihn1 den ,glubigen und ,wissenden1 bald hochmtig herabsahen1 bald mit liebevollem ,vorwurf eindrangen1 das mu unendlich schwer zu ertragen gewesen sein4 ,ehrfurcht und ,mitleid erregt der ,mann1 der den furchtbaren ,ri1 welcher durch die ,welt und auch durch ihn ging1 noch einmal heilend verbinden1 sich und die ,welt noch einmal ganz machen wollte6 ,,xv ,in allen guten ,knsten und ,kreaturen findet und sieht man abgedruckt fein die heilige gttliche ,dreifaltigkeit4 ,jedes ,kunstwerk mu wie jeder lebendige ,mensch die drei ,wesensteile3 ,geist1 ,seele und ,leib aufweisen1 das gilt wenigstens fr die nachchristliche ,zeit2 an den dreieinigen ,gott glauben wir erst seit ,christus4 ,in der antiken ,kunst wurde die ,kraft unmittelbar ,form1 ,gestalt1 und zwar gilt das fr die bildende ,kunst sowohl wie fr die ,dichtung4 ,in der nachchristlichen ,kunst wird die ,kraft ,geist1 und das kann nur mittelbar geschehen durch die ,persnlichkeit4 ,sie hat ,natur und ,geist gespalten und mu sie wieder vereinigen2 die ,persnlichkeit prgt den ,geist der ,erscheinung ein1 indem sie sie vergeistigt1 macht sie sie persnlich4 ,die ,auszeichnung des modernen ,kunstwerks besteht darin1 da es in jedem ,atom durchgeistigt1 persnlich geworden ist4 ,mit unbefangener ,frhlichkeit stellte ,luther fest1 da keines seiner ,worte zu verkennen sei1 da man jedem unwidersprechlich anmerke3 das ist der ,luther4 ,so gibt es auch ,bilder und ,pinselstriche1 die vernehmlich ausstrahlen3 das ist der ,rubens1 das ist der ,rembrandt4 ,deshalb kommt es in der nachchristlichen ,kunst nicht nur auf die ,kraft an1 die natrlich vorhanden sein mu1 sondern ebensosehr auf die ,persnlichkeit1 die die ,kraft der ,erscheinung einprgt4 ,die ,persnlichkeit mu von hervorstechender ,eigenart1 zugleich aber mglichst umfassend sein1 und das ist sie1 je mehr ,kraft sie vertritt4 ,es ist die merkwrdigste ,sache von der ,welt1 da die heutigen ,knstler sich plagen1 nicht um sich mglichst vielen verstndlich1 sondern um sich mglichst vielen unverstndlich zu machen4 ,ein ,verleger zeigte neulich ein ,buch an1 das seiner ,art nach nicht fr eine allgemeine ,verbreitung bestimmt sei1 dessen ,verbreitung auch vom ,verfasser nicht gewnscht werde4 ,gut1 aber warum behlt er es dann nicht ganz fr sich oder liest es vielleicht einigen ,freunden vor8 ,was sein sollte1 ist eine eigenartige ,person1 die sich fr viele ausdrckt2 dagegen leben die ,knstler1 die sich bemhen1 fr wenige verstndlich zu sein1 in der ,hoffnung1 dadurch eine ,persnlichkeit zu werden4 ,die ,absonderung geschieht von selbst1 das heit3 die ,natur verdichtet ,individuen durch ,auslese zu ,personen2 der ,wille sollte nur auf ,erweiterung gerichtet sein4 ,weil keine ,persnlichkeit mehr den ,wunsch hat1 ,millionen zu umschlingen1 kommt auch kein millionenfaches ,echo2 allerdings1 wre ,kraft vorhanden1 wrde auch der ,wunsch nicht fehlen4 ,luther lobte einen jngeren ,kollegen wegen seiner ,gelehrsamkeit1 ,bildung und was wei ich sonst fr ,vorzge2 predigen aber1 setzte er hinzu1 knne er1 ,luther1 doch besser4 ,der jngere ,verehrer beeilte sich zu erwidern1 da dies selbstverstndlich sei1 worauf ,luther entgegnete1 er meine es vielleicht in einem anderen ,sinne als jener2 er predige nmlich deshalb besser1 weil er verstndlich fr das ,volk spreche4 ,mehrmals hat er betont1 da er bei ffentlichen ,reden die ,anwesenheit seiner gelehrten ,freunde und ,kollegen sich aus dem ,sinne schlage1 um nur an die ,ungelehrten und ,allereinfltigsten zu denken4 ,an ,drer rhmte er die ,einfachheit und ,schlichtheit seiner ,bilder4 ,fr ,klarheit mu man selbst sorgen1 ,tiefe und ,eigenart verleiht die ,natur durch die ,persnlichkeit4 ,unpersnliche ,werke sind der ,jugend eines ,knstlers angemessen2 ,knstler1 die frh schon sehr persnlich1 sehr beseelt oder vergeistigt wirken1 sind verdchtig2 sie werden frh ganz weltlich oder welk und hohl werden4 ,knstler1 die auch in reiferen ,jahren unpersnlich bleiben1 verdecken unwillkrlich diesen ,mangel hinter der ,antike entlehnten ,formen2 da sie aber die ,antike niemals erreichen1 nur sie abschwchen knnen1 sind sie eigentlich berflssig4 ,was ,luther vom ,dichter unterscheidet1 ist nur das1 da er niemals absichtlich gestaltet1 es kam ihm nur auf ,wahrheit1 nie auf ,schnheit an4 ,zwar sind seine ,werke berreich an ,schnheit1 aber nur an zuflliger2 er schttet ,edelsteine1 ,gold und ,perlen aus unerschpflichem ,fllhorn1 aber ein ,geschmeide macht er nicht daraus4 ,luther war ganz und gar christlich insofern1 als er ,dichter1 nicht ,knstler1 da er ,genie war2 so wie umgekehrt manche ,knstler nur ,knstler1 nicht auch ,dichter und darum keine ,genies sind4 ,das ,gestalten macht den ,knstler2 im allereigentlichsten ,sinn gibt es deshalb nach ,christus berhaupt keine ,kunst mehr2 denn in allem1 was ,form1 ,gestalt betrifft1 sind die nachchristlichen ,menschen ,schler der ,alten1 und zwar ,schler1 die ihr ,vorbild nicht erreichen4 ,die ,beseelung der ,form durch die ,persnlichkeit ist unser hchstes ,ziel und das1 was wir an ,luther bewundern4 ,er war eine ,persnlichkeit aus lebendiger ,kraft1 die ,spitze einer breiten ,pyramide1 die ,krone eines festwurzelnden ,stammes4 ,daher kommt es1 da man ihn oft burisch1 derb1 primitiv genannt hat2 wir kennen ja kaum andere ,persnlichkeiten1 als die auf ,kosten verbrauchter ,kraft entstanden sind1 schmarotzende ,gehirne1 die an vampirartig ausgesogenen ,bumen kleben4 ,geist zu sein und doch ,chaos in sich zu haben1 das ist eben das ,geheimnis des ,genies4 ,auch bei der bildenden ,kunst ist das ,letzte1 das ,entscheidende in aller ,wirkung der ,rhythmus4 ,diesen ,ausspruch von ,heinrich ,wlfflin fhre ich dir an als einen ,beweis von bereinstimmung mit meiner ,ansicht1 da ,kunst und ,poesie aus dem ,herzen kommen4 ,rhythmus ist nmlich nichts anderes als ,herzschlag1 und der mangelnde oder vorhandene ,herzschlag ist ein ,prfstein1 um ,machwerk und ,kunstwerk zu unterscheiden4 ,indessen das ,herz des nachchristlichen ,menschen1 das nicht mehr natrlicherweise mit dem ,fleisch eins ist1 das durch das ,gehirn vereinsamte ,herz1 hat einen allzu regelmigen1 langweiligen1 eintnigen ,rhythmus2 es mu berschssige ,kraft haben1 um die ,verbindung mit der ,sinnlichkeit wiederherzustellen1 dann wird sein ,rhythmus beseelt1 persnlich1 kurz3 lebendig4 ,leider ist aber gerade das ,herz die schwache ,seite des modernen ,menschen4 ,du kennst gewi das ,gedicht von ,schiller ,die ,teilung der ,erde und den ,vers3 ,willst du in meinem ,himmel mit mir leben1 sooft du kommst1 er soll dir offen sein4 ,derselbe ,gedanke ist in dem ,schriftwort ausgesprochen3 ,seid willkommen1 ihr ,gesegneten1 in den ,wohnungen meines ,vaters1 die euch von ,anfang bereitet sind4 ,wie matt1 von der ,blsse des ,gedankens angekrnkelt1 sind ,schillers ,worte gegen diese1 in denen das ,herz noch klopft1 das ,blut noch glht2 sie verraten durch den ,rhythmus ihren ,ursprung aus einem vollen1 ttigen ,herzen4 ,alles1 was aus ,fleisch und ,blut gewachsen ist1 hat lebendigen ,rhythmus1 das ,machwerk ist schal4 ,das ,gehirn ist der ,schatten des ,herzens1 und ,schatten ist alles1 was das durch den ,gedanken vom ,krper abgesonderte ,herz hervorbringt4 ,ich erwhnte gelegentlich1 da man den ,entwickelungsgang des inneren ,lebens als eine fortdauernde ,verdichtung auffassen mu4 ,diesem ,gesetz unterliegen auch alle ,knste1 als uerungen des menschlichen ,geistes1 die die ,stufen seiner ,entwickelung bezeichnen4 ,die ,verdichtung der ,kraft ist am geringsten auf dem ,gebiete der ,baukunst und am strksten auf dem der ,dichtkunst1 wo der ,geist sich seiner und ,gottes bewut wird4 ,von dieser ,verdichtung zum ,bewutsein hat die ,dichtkunst den ,namen4 ,solange die ,kraft im ,herzen ist1 nennen wir sie ,gefhl2 indem sie auf die ,lippe tritt1 wird sie ,wort1 und ist das ,wort von der ,lippe abgelst1 so fristet es ein selbstndiges ,dasein weiter als ,gedanke4 ,verdichtung entsteht durch ,druck4 ,die ,verdichtung des unbewuten ,geistes oder ,gefhls zum bewuten ,geist geschieht durch verstrkten ,blutdruck infolge auergewhnlich verstrkter ,herzttigkeit4 ,dies erklrt die von ,lombroso beobachtete ,tatsache1 da alle produktiven ,menschen ein gesteigertes ,wrmebedrfnis haben1 und da fast alle genialen ,geisteswerke in der warmen ,jahreszeit entstanden sind4 ,jeder hat wohl schon an sich selbst erfahren1 da sich ihm im ,gehen und namentlich im ,steigen die ,gefhle leichter zu ,worten verdichten1 das ,unbewute leichter bewut wird4 ,die ,alten glaubten1 wenn das ,lebende den ,styx berschritten htte1 wrde es zum ,schatten4 ,der ,christ st den ,samen des ,wortes vertrauend in das ,erdreich des ,gehirns1 weil er wei1 da es das ,grab sprengen wird1 wenn die ,posaune des ,herzens tnt1 um mit verklrtem ,leibe in das ewige ,licht zu schweben4 ,mit der ,gegen- und ,mitwirkung des ,gehirns beginnt die persnliche ,kunst1 die im ,gegensatz zur ,volkskunst an den groen ,namen gebunden ist4 ,von ,person sprechen wir1 wenn das ,herz so stark geworden ist1 da es ,sinnlichkeit und ,geist erst trennen und dann zu einer lebendigen ,einheit zusammenbinden kann4 ,das ist der geheimnisvolle ,augenblick des heiligen ,abendmahls1 den die ,katholiken als ,verwandlung auffassen1 wir als die ,penetratio corporum1 die ,durchdringung des ,verweslichen und ,unverweslichen1 das ,einswerden von ,sinnlichkeit und ,geist im ,selbstbewutsein4 ,gottfried ,keller bestimmte das ,wesen der ,schnheit als die in der ,flle vorgetragene ,wahrheit2 es ist ein anderer ,ausdruck fr das ,fleischwerden des ,gttlichen1 und auf dasselbe kommen fast alle ,erklrungen heraus1 die ,knstler gegeben haben4 ,die notwendige ,voraussetzung dazu ist die ,person2 nur in der ,person kann die gttliche ,kraft ,fleisch werden4 ,wieviel ,sinnlichkeit ein ,herz binden und im ,gehirn befestigen kann1 das ist fr die nachchristliche ,zeit ausschlaggebend1 der ,umweg ber das ,gehirn ist nicht auszuschalten4 ,ohne diesen bleibt die ,kunst bei uns im ,kindlichen und ,volksmigen stecken1 wie sie ohne das sinnliche ,herz akademisch und schablonenhaft wird4 ,ehe wir das ,wort hatten1 konnte jede uerung des ,herzens unmittelbar ,gestalt werden2 jetzt mu es zuvor dem ganzen ,totenvolke der ,gedanken ,blut zu trinken geben4 ,das strkere ,herz1 das das bewute ,geistesleben erfordert1 macht die ,persnlichkeit2 ,israel sein1 ebensosehr ,werkzeug ,gottes wie ,herr ,gottes4 ,eitelkeit und ,empfindlichkeit fhrt ,luther als ,kennzeichen des nichtgttlichen ,knstlers an2 weil seine ,person allein ,urheber seines ,werks ist1 fhlt er durch jede ,kritik seines ,werks sich selbst angegriffen4 ,luther hatte die ,spitze1 wo man beides1 ,werkzeug und ,herr ist1 annhernd erreicht2 wirklich ist persnliche ,empfindlichkeit und persnlicher ,ha1 wie leidenschaftlich er auch hate1 kaum an ihm zu bemerken4 ,in seinen ,werken fehlt dem strmischen ,hauche der ,eingebung und der sinnlichen ,flle nie die persnliche ,bndigung und ,beseelung4 ,eine merkwrdige ,erscheinung der neuen ,zeit sind ,dichter1 die1 wie ,fontane und ,c4 ,f4 ,meyer1 erst anfangen zu schaffen1 wenn der ,mensch sonst aufzuhren pflegt1 so um das fnfzigste ,jahr herum4 ,das kommt1 wenn das ,herz nicht stark genug ist1 ,gehirn und ,sinnlichkeit zu binden1 so da das ,ich1 nach dem ,ausdruck der ,bibel1 sich erkennt1 gleichwie es erkannt ist4 ,durch die ,beobachtung und ,erfahrung eines ,lebens fand ,fontane den ,anschlu an das ,allgemeine1 den er unmittelbar nicht hatte1 die ,beobachtung ersetzte ihm die ,wahrheit1 die dem groen ,dichter das ,herz eingibt4 ,aus seinen ,werken spricht ein alter ,mann1 ja1 eigentlich eine feine1 alte ,dame1 die aus stillem ,hafen auf das ,leben zurckblickt1 nicht ein ,kmpfer1 der es lebt und bndigt4 ,da weht nirgends ein elementarischer ,hauch1 vor dem das ,tote zu ,asche zerfiele1 nirgends bebt die ,erde unter den ,fen2 man wird durch keine ,geschmacklosigkeit gestrt1 aber auch von keiner tdlichen ,wahrheit durchbohrt1 durch kein ,wunder geheilt4 ,bei ,c4 ,f4 ,meyer liegt das ,verhltnis anders2 er hat sich nicht in die ,welt hineingelebt wie ,fontane1 seine ,prosawerke sind uerlich geblieben2 dafr hat sein ,herz in ,augenblicken der ,gnade die ,gedichte ganz und gar durchbluten1 mit ,worten gestalten und beseelen knnen4 ,da der groe ,haufe irgendwelche weltlichen ,machwerke echter ,kunst vorzieht1 ist nicht verwunderlich2 merkwrdig und traurig ist es nur1 da auch unsere edleren ,geister das ,fehlen des ,herzschlags nicht vermissen1 im ,gegenteil sich nur jenseit des goldenen ,stromes wohl fhlen4 ,die schwachen ,herzen schrecken furchtsam vor der ,erschtterung zurck1 die ihre ,gefe zerreien knnte2 andererseits hat das plumpe ,pathos1 das den ,herzschlag nachzuahmen suchte1 gerade die ,menschen von ,wahrheit und ,geschmack argwhnisch gemacht4 ,man glaubt nicht mehr an ,groherzigkeit1 und es gehrt die ,schamlosigkeit des ,komdianten oder der ,mut eben der ,groherzigkeit dazu4 ,ist aber einmal sinnliches ,herz da1 so fehlt gewi die ,persnlichkeit1 die den ,stoff vergeistigt2 und das ,fehlen der ,persnlichkeit wird von denen nicht vermit1 die fr das sinnliche ,herz empfnglich sind4 ,man sollte meinen1 in einer ,zeit berwiegenden ,verstandes mte es wenigstens gute ,kritiker geben2 aber der ,kritiker soll ja ,menschenwerk von ,gotteswerk unterscheiden2 und wie soll er das knnen1 wenn er nicht an ,gott glaubt8 ,der heutige ,kritiker ist um so mehr befriedigt1 je klarer ihm alles ist1 was er sieht oder hrt1 je fester er berzeugt ist1 da er das alles gerade so gemacht htte4 ,da erst jenseit seines ,begreifens das ,reich der ,kunst anfngt1 scheint er nicht zu ahnen4 ,lies aufs ,geratewohl einen ,vers aus der ,bibel4 ,das ,verderben ist dein1 ,israel1 von mir allein kommt dein ,heil4 ,du verstehst das nicht gleich1 aber du unterwirfst dich sofort2 denn das ,herz versteht unmittelbar4 ,luther sagt einmal ungefhr so3 ,da spricht kein ,kaiser oder ,frst1 sondern die gttliche ,majestt1 vor der alle ,kreaturen sich niederwerfen und ja sagen4 ,so ist es mit der ,kunst3 zu allererst mu das ,herz sich hingeben und ja sagen1 dann mag der kritisierende ,verstand bis an die ,grenze des ,allerheiligsten nachgehen4 ,nachahmen und tun1 was man von einem andern sieht1 ohne ,beruf1 ist ein menschlich und teuflisch ,ding1 heit es in den ,tischreden1 darum ist es stracks unntz und schdlich4 ,also ahmen nach die ,ketzer ,gottes ,wort1 fhren dasselbe traun auch auf der ,zunge2 die ,heuchler den ,werken des ,glaubens1 die tun sie auch uerlich2 die ,abgttischen den ,zeremonien1 die halten sie auch2 die ,dummkhnen und ,wagehlse folgen dem ,kriege1 wollen auch ,kriegsleute sein2 die ,narren und ,klglinge dem ,regiment1 wollen auch regieren2 die ,hmpeler und ,strer den ,handwerken1 wollen auch kunstreiche ,meister sein2 die ,eselskpfe ahmen nach guten ,knsten1 wollen traun auch gelehrt sein1 wie ,musedreck sich unter den ,pfeffer menget4 ,darum1 wenn ,gott sein ,wort1 ,werk und ,knste gibt1 so tut er nichts1 denn da er ,affen reizet und macht1 und der groe ,haufe folgt den ,affen nach4 ,gott aber behlt das brige von dem ersten ,contrafeit4 ,also ist die ,welt von ,anfang gewesen4 ,indessen ist das nicht so zu verstehen1 als msse nicht jeder lernen und insofern auch nachahmen4 ,nachahmen mu jeder1 aber nur die ,antike und die ,natur1 also die unpersnliche ,form4 ,wer das ,persnliche nachahmt1 stiehlt und lgt4 ,nicht wegen der ,moral ist das zu tadeln1 da dieser ,standpunkt in der ,kunst wegfllt1 sondern weil man nichts damit erreicht4 ,das ,persnliche ist unnachahmlich1 es ist der geheimnisvolle bergangspunkt des ,geistes zum ,fleisch1 die unsichtbare ,einheit1 die einen jeden sprechen lt3 dies bin ich1 und die noch heute1 nach ,jahrhunderten1 aus jedem ,werke ,luthers ruft3 dies ist der ,luther4 ,,xvi ,ich fand krzlich bei ,schopenhauer folgende interessante ,ideen ber das ,wesen des ,wahnsinns4 ,die im ,texte gegebene ,darstellung der ,entstehung des ,wahnsinns wird falicher werden1 wenn man sich erinnert1 wie ungern wir an ,dinge denken1 welche unser ,interesse1 unsern ,stolz oder unsere ,wnsche stark verletzen1 wie schwer wir uns entschlieen1 dergleichen dem eigenen ,intellekt zu genauer und ernster ,untersuchung vorzulegen1 wie leicht wir dagegen unbewut davon wieder abspringen oder abschleichen1 wie hingegen angenehme ,angelegenheiten ganz von selbst uns in den ,sinn kommen1 und1 wenn verscheucht1 uns stets wieder beschleichen1 daher wir ihnen stundenlang nachhngen4 ,in jenem ,widerstreben des ,willens1 das ihm ,widrige in die ,beleuchtung des ,intellekts kommen zu lassen1 liegt die ,stelle1 an welcher der ,wahnsinn auf den ,geist einbrechen kann4 ,jeder widrige neue ,vorfall nmlich mu vom ,intellekt assimiliert werden1 das heit im ,system der sich auf unsern ,willen und sein ,interesse beziehenden ,wahrheiten eine ,stelle erhalten1 was immer ,befriedigenderes er auch zu verdrngen haben mag4 ,sobald dies geschehen ist1 schmerzt er schon viel weniger1 aber diese ,operation selbst ist oft sehr schmerzlich1 geht auch meistens nur langsam und mit ,widerstreben vonstatten4 ,inzwischen kann nur1 sofern sie jedesmal richtig vollzogen worden1 die ,gesundheit des ,geistes bestehen4 ,erreicht hingegen1 in einem einzelnen ,fall1 das ,widerstreben und ,struben des ,willens wider die ,aufnahme einer ,erkenntnis den ,grad1 da jene ,operation nicht rein durchgefhrt wird1 werden demnach dem ,intellekt gewisse ,vorflle oder ,umstnde vllig unterschlagen1 weil der ,wille ihren ,anblick nicht ertragen kann1 wird alsdann1 des notwendigen ,zusammenhangs wegen1 die dadurch entstandene ,lcke beliebig ausgefllt1 so ist der ,wahnsinn da 444 ,der obigen ,darstellung zufolge kann man also den ,ursprung des ,wahnsinns ansehen als ein gewaltsames ,sich-aus-dem-,sinn-schlagen irgendeiner ,sache1 welches jedoch nur mglich ist mittelst des ,sich-in-den-,kopf-setzen irgendeiner andern4 ,seltener ist der umgekehrte ,hergang1 da nmlich das ,sich-in-den-,kopf-setzen das erste und das ,sich-aus-dem-,sinn-schlagen das zweite ist4 ,einen ,lethe unertrglicher ,leiden1 das letzte ,hilfsmittel der gengstigten ,natur1 nennt ,schopenhauer den so entstandenen ,wahnsinn2 das ,verdrngen einer unleidlichen ,wahrheit durch ,lge knnte man auch sagen4 ,es ist die ,negation des ,schwcheren1 wie denn auch dieser ,wahnsinn in der ,jugend auszubrechen pflegt3 das ,herz ist der ,aufgabe der geistigen ,entgiftung nicht gewachsen4 ,dieser uerung ,schopenhauers mchte ich eine ,luthers folgen lassen1 die einem ,brief an ,link entnommen ist3 ber die ,wahnsinnigen ist meine ,meinung die3 jeder ,narr und wer des ,gebrauchs des ,verstandes beraubt wird1 ist von ,teufeln geplagt oder besessen1 nicht weil er von ,gott dazu verdammt ist1 sondern weil der ,satan die ,menschen auf mancherlei ,art versucht1 die einen schwer1 die anderen leicht1 die einen auf kurze und die anderen auf lange ,zeit4 ,denn wenn die rzte solche ,leiden oft natrlichen ,ursachen zuschreiben und durch ,heilmittel lindern wollen1 so geschieht das blo1 weil sie die gewaltige ,macht und ,kraft der ,dmonen nicht kennen4 ,christus nennt das krumme ,weib im ,evangelium unbedenklich von ,satanas gebunden4 ,und ,petrus sagt in der ,apostelgeschichte #aj1 #ch3 da alle1 die ,christus gesund gemacht hat1 vom ,teufel berwltigt waren4 ,so mu ich also auch denken1 da ,stumme1 ,taube und ,lahme der ,tcke des ,satans ihr ,leiden verdanken 444 ,daher glaube ich also1 da die ,wahnsinnigen1 von denen ihr schreibt1 zeitlich vom ,satan versucht werden4 ,denn sollte ,satanas nicht auch den ,verstand nehmen1 wo er es doch ist1 der die ,herzen mit ,hurerei1 ,mord1 ,raub und allen ,lsten erfllt8 ,summa1 er ist nher1 als ein ,mensch denken kann1 und den ,heiligsten am nchsten1 und so schlgt er selbst ,paulus mit ,fusten und greift ,christus an nach ,belieben ,matth4 #d4 ,diese und hnliche uerungen ,luthers hat man im allgemeinen damit abgetan1 da er unbegreiflicherweise und bedauerlicherweise dem ,aberglauben seiner ,zeit unterworfen gewesen sei1 wie er ja auch die ,gegner seiner ,lehre als vom ,teufel besessen betrachtet habe4 ,nun ist es ja aber durchaus nicht so1 wie man sich das vorstellt1 als habe ,luther alles ,feindliche und ,unerklrliche auf einen in einer irgendwo verborgenen ,hlle wohnhaften diabolus ex machina geschoben2 sondern der ,teufel ist nach ,luther der ,widersprecher1 den ,gott sich selbst gegeben hat1 und der sich ihm auf den drei ,stufen seiner ,offenbarung widersetzt1 elementar als ,sinnlichkeit1 als ,herrschsucht oder ,stolz und ,lge oder eigener ,gedanke4 ,auf dem untersten1 elementarischen ,zustande uert sich das ,besessensein vom ,teufel in krperlichen ,zustnden1 ,krmpfen u4 dgl41 auf der geistigen ,stufe als ,besessensein von willkrlichen ,vorstellungen4 ,die ,quelle von allem ist ,eigenliebe3 es kann keine ,geisteskrankheit geben ohne ,eitelkeit und ,selbstsucht1 wie sehr auch ,heuchelei sie zu maskieren suchen mag1 und obwohl ihr aus tiefem ,bewutsein mangelnder ,kraft ,verzweiflung am ,selbst gegenberstehen mu4 ,wenn ,luther den ,wahnsinn charakterisiert als berhandnehmen der ,hemmungen der unwillkrlichen ,krfte des ,menschen durch die willkrlichen1 so bedeutet das dasselbe wie ,schopenhauers ,erklrung1 er bestehe in willkrlicher ,verleugnung und endlich gnzlicher ,verdrngung der ,wahrheit4 ,eine ,selbstentzweiung im ,inneren1 infolge welcher die ,bindung zwischen ,herz1 ,gehirn und ,sinnlichkeit1 die ,seele1 nicht zustande kommt1 so da der betreffende ,mensch nur noch ,maske1 nicht mehr ,person ist4 ,es ist die vollstndigste ,absonderung von ,gott und der ,menschheit1 die man sich denken kann3 der ,mensch ist ein isoliertes ,selbst1 das immer mehr verzwergen und endlich ganz verschwinden mu4 ,der ,wahnsinnige ist demnach der grte ,snder4 ,vielleicht hast du auch schon ber die ,snde wider den ,heiligen ,geist nachgedacht1 die einzige1 die1 wie die ,schrift lehrt1 nicht vergeben werden kann4 ,nun heit ja ,sndenvergebung nichts anderes als ,gewinnung des inneren ,friedens1 innerer bereinstimmung4 ,jede ,snde und jeder ,irrtum kann dadurch aufgehoben werden1 da der ,snder und der ,irrende sein ,unrecht und die ,wahrheit einsieht2 sieht er aber die ,wahrheit ein und lehnt sie doch ab1 so befindet er sich in einem inneren ,widerstreit1 der so lange dauert1 wie der ,widerspruch gegen die ,wahrheit dauert4 ,da es eine ,snde gibt1 die nicht vergeben werden kann1 heit eigentlich1 da es unheilbaren ,wahnsinn gibt4 ,die ,sage erzhlt1 da der ,adler1 das einzige ,geschpf1 das in die ,sonne sehen kann1 die echte ,art seiner ,jungen dadurch erprobt1 da er ihre ,augen dem ,sonnenlicht aussetzt2 knnen sie es nicht ertragen1 so ttet er sie4 ,der blendende ,strahl der gttlichen ,wahrheit erleuchtet den gtterhaften ,menschen2 dem gottlosen geht er tdlich durchs ,herz4 ,am deutlichsten wird ,luthers ,auffassung1 wenn man zusieht1 wie er praktisch verfuhr1 wenn er mit ,geisteskranken zu tun hatte4 ,erfahrung hatte er genug an sich selbst gewonnen2 du wirst wissen1 da er zeitlebens an ,melancholie und ,anfechtungen1 wie er es nannte1 litt4 ,die ,krankheit der ,melancholie kam im ,zeitalter ,luthers hufig vor1 so da man sie fr seine und die nachfolgende ,zeit geradezu charakteristisch nennen kann4 ,sie wurde aufgefat als ein ,kampf zwischen ,gott und dem ,teufel1 der sich auf dem ,schlachtfelde des menschlichen ,inneren entspinnt4 ,er beginnt mit ,zweifel1 einer leisen1 tastenden ,hemmung1 und endet1 falls der ,teufel siegt1 mit ,verzweiflung4 ,die ,auffassung des ,selbstmrders als eines von ,gott abgefallenen ,menschen hat sich bis in unsere ,zeit hinein erhalten4 ,diesen ,kampf1 der unter vlligem ,bewutsein des ,menschen vor sich geht1 nannte ,luther ,anfechtungen2 unter ,melancholie verstand er eigentlich jenen ,zustand des weitesten ,auseinandertretens der kmpfenden ,krfte1 der jede ,entladung der ,kraft unmglich macht3 ein ,zustand gnzlicher ,unproduktivtt1 den man lebendigen ,tod nennen kann4 ,zum ,beginnen1 zum ,vollenden ,zirkel1 ,blei und ,winkelwage2 ,alles stockt und starrt in ,hnden1 ,leuchtet nicht der ,stern dem ,tage4 ,dieser ,vers ,goethes klingt wie eine1 wenn auch etwas schwchliche ,unterschrift zu ,drers ,melancholie3 das ,werkzeug1 das unwillkrliche ,gehirn1 ist da1 aber der ,geist ergreift es nicht4 ,das ngstliche ,harren der ,kreatur wartet auf den ,herzschlag1 der den gebannten ,sphren das ,zeichen zum rhythmischen ,umschwung geben soll4 ,der volkstmliche ,ausdruck fr verrckte ,menschen1 da sie vom ,teufel geritten werden1 erinnert an das ,bild der ,bibel1 das den ,menschen einem ,tiere vergleicht1 das entweder von ,gott oder dem ,teufel getrieben werde2 auch hier wird die ,geisteskrankheit unmittelbar als ein berhandnehmen der negativen ,krfte betrachtet4 ,es leuchtet ein1 da die ,kinder und ,frauen1 die vorwiegend passiv sind1 der ,melancholie und den ,anfechtungen gar nicht oder weniger ausgesetzt sind1 ausgenommen in ,zeiten der ,dekadenz1 wo die ,frauen aktiver werden4 ,sehr ausgesetzt dagegen sind der ,melancholie und den ,anfechtungen geniale ,menschen1 die reich an positiven und negativen ,krften sind2 zum ,kampfe berufen1 sind sie aber auch auserwhlt zum ,siege4 ,die ,verwandtschaft von ,genie und ,wahnsinn beruht auf der gleichen ,strke oder ,menge der vorhandenen ,hemmungen2 im ,genie ist gleichzeitig positive ,kraft genug1 um die ,hemmungen zu berwinden4 ,luthers ,leben bietet das ,beispiel eines groartigen ,kampfes gewaltiger ,dmonen1 die ihre ,fesseln zu zerreien suchen1 gegen ein immer wieder siegendes1 gtterhaftes ,herz1 das seinen ,sieg mit dem ,leben bezahlte4 ,der ,teufel msse vorausgesehen haben1 da er viel an ihm1 ,luther1 zu leiden haben werde1 sagt er einmal2 denn er habe ihn von seiner ,jugend auf geqult4 ,wenn es eine apostolische ,gabe sei1 mit ,dmonen zu kmpfen und hufig im ,tode zu sein1 so sei er in dem ,falle des ,petrus oder ,paulus4 ,es setzte sich in ,luther offenbar der ,kampf fort1 der durch das ,erbe seiner ,eltern gegeben war3 er besa sowohl das leidenschaftliche1 jhzornige1 herrschschtige ,wesen des ,vaters1 wie die ,hingebungsfhigkeit der ,mutter1 die sich1 wie es scheint1 ihrem ,manne auch in den ,stcken unterwarf1 wo sie htte widersprechen sollen4 ,der ,sohn1 als ,vertreter der ,mutter1 trieb durch sein ,wort die ,teufel aus1 die das vterliche ,herz besessen hatten1 bis es von ,banden frei und glorreich in ihm auferstand4 ,aus ,luthers ,kindheit werden uns berwiegend ,zge von ,sanftmut1 liebevoller ,hingebung1 weitgehender ,schchternheit berichtet4 ,allmhlich jedoch tauchte die mnnliche ,wesenshlfte in ihm auf1 die selbstbewut herrschschtige1 die den ,schatz seiner glubigen ,seele verneinte4 ,wohlan1 ich kann es nicht leugnen1 sagt er einmal von sich1 die alte ,schlange1 der ,teufel1 hat mich bel gebissen und greulich vergiftet4 ,wie er oft und oft erzhlt1 hat er die hchste ,versuchung1 die des ,luzifer1 durch den ,geist1 schrecklich an sich selbst erfahren1 die1 welche den ,menschen dazu treibt1 sich ,gott gleichzusetzen4 ,vom leisesten ,zweifel an ,gott bis zur ,gottesleugnung und zum ,gottesha1 gleichbedeutend mit ,menschenverleugnung und ,menschenha1 hat er alle ,regungen des menschlichen ,selbstgefhls durchgemacht4 ,er war in allen ,angriffen gewiegt1 die ihm jemals religise ,gegner machen konnten4 ,deshalb scheint es einem1 wenn er vom ,teufel spricht1 als habe er ihn persnlich gekannt1 und so war es ja auch2 was die ,selbstanbetung dem ,menschen eingeben kann an ,selbstdenken1 ,selbstwollen1 ,selbstherrschen1 das wute er4 ,es ist charakteristisch1 da der ,ausbruch der ,melancholie mit dem ,eintritt ins ,kloster1 einer ,absonderung1 begann4 ,er schien zu fhlen1 da er in der ,einsamkeit mit seinem ,selbst ins reine kommen msse4 ,in der ,lage eines ,kranken war er1 der im ,vorgefhl eines herannahenden epileptischen ,krampfes sich auf das ,bett wirft1 um ihn dort austoben zu lassen4 ,was die ,kirche ihm an ,heilungsmglichkeiten gewhrte3 ,kasteiungen1 ,beichte1 vorschriftsmiges ,gebet und dergleichen1 machte ihn nur noch krnker4 ,seine glubige1 ,gott zugewandte ,seele suchte erfolgreicher ,trost in der ,bibel1 und vor allen ,dingen hilfreich wurden ihm diejenigen ,personen im ,kloster1 von denen etwas ,positives1 ,wohlwollen1 ,nachsicht1 ,verstndnis1 ,geduld ausstrmte2 es zeigte sich1 wie der menschliche ,geist aus der umgebenden ,welt ,kraft anziehen und aufnehmen kann4 ,die strkste ,kraftquelle fand ,luther in ,staupitz2 an diesen ,sttzpunkt sich klammernd1 vermochte er den selbstbejahenden und gottverneinenden ,krften seines ,innern besser zu widerstehen4 ,die kurze ,andeutung1 die ,staupitz ihm gab1 da ,gottes ,wesen die ,liebe sei1 und der ,umstand1 da diese ,liebe nun auch zugleich sinnenfllig in ,staupitz vertreten wurde1 ri ihn von seinem ,selbst los und bereitete die ,richtungsnderung1 die metanoia1 in ihm vor4 ,bedenke bitte immer1 da ,gott sich persnlich nur in der ,menschheit offenbart1 da es also darauf ankommt1 die ,menschen zu lieben1 und da dem ,gottes- oder ,menschenhasser jeder ,mensch zum ,erlser wird1 den er lieben kann und mu und der ihn dadurch mit der ,menschheit1 zugleich mit ,gott1 verbindet4 ,es gibt ,menschen1 die der ,wahnidee1 als sei ihr ,selbst der ,mittelpunkt der ,welt und ihr eigener einziger1 in sich ruhender ,mittelpunkt1 nicht gengenden ,widerstand entgegensetzen1 da sie nicht assimilieren knnen4 ,wie sich diese ,wahnidee nun uert1 ob in der platten ,ausprgung1 da einer sich fr ,gott oder fr ,christus oder fr irgendeine berhmte1 angesehene ,persnlichkeit hlt1 ob in ,schuld- und ,angstgefhlen1 ob im ,aufsuchen der ,einsamkeit oder gnzlichem ,sich-ins-,innere-,zurckziehen1 ihr ,wesen ist ,unfhigkeit der ,selbstaufgabe1 ,mangel an ,passivitt4 ,zuweilen geschah es1 wenn der ,kampf1 der sich in ,luthers ,seele abspielte1 die ,grenze dessen berschritt1 was sein ,bewutsein erfassen konnte1 da er auf das ,unbewute berging4 ,seine ,angstzustnde fhrten dann zu vlliger ,bewutlosigkeit4 ,als er das erstemal die ,messe zelebrierte1 ein anderes ,mal1 als er neben ,staupitz in einer ,prozession ging1 konnte er sich nur mit ,anstrengung aufrechthalten2 aber es kamen auch ,zuflle vor1 die seine ,feinde nach der ,schilderung als epileptische ansehen wollen4 ,dafr spricht auch die wohlttige ,wirkung1 die die ,musik in solchen ,fllen auf ihn ausbte4 ,nach der mittelalterlichen ,medizin1 die sich auf ,hippokrates und ,galen sttzte1 wurde ,musik als ,heilmittel fr ,epileptische angewandt1 und zwar sanfte1 leise1 nicht lrmende ,musik4 ,da von allen ,knsten ,musik die strkste ,heilkraft hat1 kommt wohl daher1 da sie der unmittelbare ,ausdruck des ,herzens ist4 ,sie wirkt berauschend wie alle ,kunst1 wie der ,glaube und die ,liebe1 nmlich die negativen1 willkrlichen ,krfte lhmend4 ,wie aber die strksten ,arzneien zugleich ,gift sind1 so ist es mit der ,liebe und der ,musik3 nur die gttliche1 die aus reinem ,herzen kommt1 ist heilsam1 die irdische wirkt tdlich auf den kranken ,geist4 ,endgltig vollzog sich die ,heilung ,luthers erst dann1 als er auf den ,wunsch ,staupitzens ,professor und ,prediger wurde und im ,wirken auf andere und fr andere sich selbst verga4 ,in der ,sprache der ,aufklrung wrde man sagen1 er habe seine ungeheure persnliche ,kraft in den ,dienst einer guten ,sache gestellt und sie dadurch unschdlich gemacht4 ,interessant ist1 da er seinem ,vater ,bericht ber den ,gang seiner ,entwickelung erstattete und ihm zugleich erklrte1 da ,gottes ,gewalt noch ber seine ,gewalt gehe2 der befreite ,geist der ,mutter stellte gleichsam fest1 da sie zu ihrem wahren ,herrn zurckgekehrt sei4 ,obwohl im wesentlichen und fr immer gerettet1 hrte ,luther doch nicht auf1 schwere ,anflle von ,melancholie zu erleiden2 er htte ja sonst aufgehrt1 ,werke und ,taten zu schaffen1 die das ,ergebnis innerer ,spannung sind4 ,nicht nur die gttliche ,kraft1 sondern auch der ,widersprecher1 wie ,luther es ausdrckte1 ist ntig1 wo ,ideen hervorgebracht werden sollen4 ,es fiel ,luther auf1 wie die ,menge des ,negativen in oder auer ihm der ,menge des ,produktiven stets die ,wage hielt1 so da er zu sagen pflegte1 der ,teufel rgere sich1 da er ihm durch seine ,lehre so viel ,schaden tue1 und wolle sich dafr rchen4 ,man wird im ,leben aller genial begabten ,menschen finden1 da sich ihr grtes ,schaffen einer dunklen1 feindseligen ,gegenwirkung zum ,trotze erhebt1 gehe es vom ueren oder vom ,inneren1 vom ,krper oder vom ,geiste aus4 ,in der ,zeit nach seiner ,verheiratung setzten sehr starke ,anfechtungen ein2 vielleicht wurde durch das heftiger erregte ,geschlechtsleben das ,blut vom ,herzen abgezogen1 das ,herz gleichsam aus seiner ,mittelpunktstellung gerissen und der ,ablauf des ganzen ,sonnensystems dadurch gestrt4 ,ich war mehr als eine ,woche in ,tod und ,hlle geworfen1 so da ich noch jetzt am ganzen ,krper verletzt in den ,gliedern zittere4 ,ich hatte ,christus fast ganz verloren und wurde umhergetrieben auf den ,wellen und ,strmen der ,verzweiflung und ,blasphemie ,gottes4 ,aber durch die ,frbitte der ,heiligen bewegt1 hat ,gott angefangen1 sich meiner zu erbarmen1 und hat meine ,seele aus der untersten ,hlle gehoben4 ,einige ,zeit spter3 ,satan selbst wtet gegen mich mit seiner ganzen ,kraft1 und ,gott setzt mich wie einen anderen ,hiob ihm zur ,zielscheibe und versucht mich durch eine wunderbare ,schwche des ,geistes2 aber durch die ,frbitte der ,heiligen werde ich nicht in seinen ,hnden gelassen1 obwohl die ,wunden des ,herzens1 die ich empfangen habe1 nur schwer heilen werden4 ,er werde zwischen den beiden frstlichen ,gegnern hin und her geworfen1 schreibt er4 ,mit ,christus sei er durch einen schwachen ,faden verbunden1 ,satan hingegen hnge mit mchtigen ,seilen an ihm und ziehe ihn zur ,tiefe4 ,aber der kranke ,christus siegt bis jetzt durch eure ,gebete und kmpft wenigstens tapfer4 ,diese ,schilderungen malen anschaulich1 wie das erschpfte ,herz sich vergebens gegen das im ,geschlechtssystem verkrperte teuflische ,selbst wehrt1 und wie die ,seele das ,sterben der ,blutleere erleidet4 ,luther selbst gab zuweilen krperliche ,vorgnge als ,ursache seiner seelischen ,leiden an1 nmlich ,blutstockungen am ,herzen1 und gebrauchte auch ,mittel dagegen4 ,er wute ja1 da alles ,geistige zugleich ein ,krperliches ist4 ,die letzte ,anfechtung wird sein1 da ich mir selbst zur ,last werde1 schrieb ,luther in seinen jngeren ,jahren4 ,er sah eine ,stufe seines ,lebens voraus1 wo die gttliche ,sonnenkraft seines ,herzens fr immer erschpft sein1 nicht wieder morgendlich verjngt aufgehen werde4 ,allerdings bten damit die teuflischen ,mchte in ihm zugleich ihre ,kraft ein2 die zermalmenden ,kmpfe hrten auf1 die er doch lieber ertragen htte1 als die dauernde ,melancholie1 die an ihre ,stelle trat4 ,er wurde nun nie mehr von einem berirdischen ,sturme getrieben1 fhlte sich nie mehr als auserwhltes ,werkzeug in der allmchtigen ,hand ,gottes4 ,allein geblieben mit seiner begrenzten menschlichen ,willkr1 sprach er zuweilen mit trumerischer ,verwunderung von den gewaltigen ,taten seiner ,jugend2 ,gott knne einen wohl so toll machen1 meinte er1 als er sich seines ,auftretens in ,worms vor ,kaiser und ,reich erinnerte4 ,getreulich tat er weiter1 was er fr seine ,pflicht hielt2 aber1 wie er selbst so unermdlich gelehrt hatte1 selig macht die ,erfllung der ,pflicht nicht1 selig macht nur1 was im ,glauben getan wird4 ,die ,sonne brannte nicht mehr1 die einen ,goldglanz ber die ,welt warf2 sie erschien ihm so hlich1 da es ihn ekelte4 ,die rohe ,liederlichkeit der ,wittenberger1 denen seine ,liebe und ,sorgfalt sein ,leben lang vorzglich gegolten hatte1 stie ihn so ab1 da er einmal die ,stadt verlie1 um nicht zurckzukommen4 ,sein ,herz sei gegen sie erkaltet1 sagte er ergreifend schn und wahr4 ,auch von ,melanchthon sah er nicht mehr das ,urbild1 sondern die mngelvolle1 drftige ,erscheinung1 wenn er auch noch ,liebe genug in sich hatte1 um die ,erinnerung der ,vergangenheit heilig zu halten4 ,er stand ernchtert in einer grauen ,welt1 die ihm einst im gttlichen ,rausch der ,liebe und des ,hasses erglht war4 ,wie grausam von ,gott1 knnte man sagen1 da er seinen ,auserwhlten sich berleben lie2 was aber doch sehr kurzsichtig gesprochen wre4 ,die ,herrlichkeit des ,lebens ist nun einmal an den ,tod gebunden2 so verschieden die ,verteilung auch ist1 kann man doch gewi sein1 da1 knnte man schlielich ,leben und ,tod jedes fr sich zusammenrechnen1 das ,ergebnis auf beiden ,seiten gleich sein wrde4 ,da ,luther die ,krankheit der ,melancholie selbst durchgemacht und berwunden hatte1 fhlte er sich berufen1 ,leidenden der ,art mit ,rat und ,tat beizustehen4 berhaupt war er durch die groe ihm innewohnende ,lebenskraft zum ,naturarzt bestimmt4 ,als der geistige ,vater seiner ,gemeinde besuchte er stets die ,kranken1 und es ist uns geschildert1 wie er sich dabei zu benehmen pflegte4 ,er setzte sich auf das ,bett der ,kranken und erkundigte sich zunchst nach den ,verordnungen des ,arztes2 whrend er ihnen dann ,trost zusprach1 beugte er sich mit ganzem ,leibe ber sie1 eine instinktive ,gebrde des ,kraftvollen1 der von seiner ,kraft in den ,entkrfteten mchte berstrmen lassen4 fters nahm er ,kranke in sein ,haus auf ohne ,furcht vor ,ansteckung1 vor welcher er sich eben durch seine ,furchtlosigkeit gesichert hielt2 sein besonderes ,feld aber waren die ,melancholie und die ,anfechtungen4 ,solche ,kranke hat er oft auch brieflich behandelt1 wodurch uns ein genauer ,einblick in seine ,heilmethode gegeben ist4 ,sie beruhte auf dem ,streben1 einerseits ,kraft zu geben und zu wecken1 andererseits ,hemmungen aufzuheben2 also in dem groen ,kampfe um die ,seele des ,betreffenden ,gott zu untersttzen1 den ,teufel zu bekmpfen4 ,die erste praktische ,vorschrift1 die er gab1 war1 die ,einsamkeit zu meiden4 ,einsamkeit nennt er ein ,gift fr die ,menschen2 in der ,wste habe der ,teufel ,christus versucht1 ,eva1 als sie allein gewesen sei1 berredet4 ,man solle sich nicht allein mit dem ,teufel herumschlagen1 sondern die bsen ,gedanken einem anderen1 zu dem man ,vertrauen habe1 mitteilen4 ,er selbst wrde vom ,teufel verschlungen worden sein1 wenn die ,beichte ihn nicht gerettet htte4 ,habe man sich nun aber einen ,beichtvater erwhlt1 so solle man dessen ,zuspruch auch annehmen1 als ob er von ,gott selbst kme4 ,er erzhlt von sich1 da manches ,wort des ,bugenhagen1 dem er zu beichten pflegte1 ihm rettend1 wie von ,gott selbst gesprochen1 aufgegangen sei4 ,das ,gebet aller ,freunde hielt er fr heilsam1 eine ,quelle lebendiger ,kraft1 wenn es aus dem ,herzen kam4 ,das im ,bewutsein angesammelte ,gift sollte in der ,beichte1 berhaupt in der ,mitteilung an ,freunde1 ausstrmen4 ,aus demselben ,grunde empfahl er das ,sichgehenlassen im ,freundeskreise4 ,darum wollte ich ,ew4 ,frstl4 ,gnaden als einem jungen ,mann lieber vermahnen1 immer frhlich zu sein1 zu reiten1 jagen und anderer guter ,gesellschaft sich fleiigen1 so schrieb er dem schwermtigen ,prinzen ,joachim von ,anhalt1 die sich gttlich und ehrlich mit ,ew4 ,frstl4 ,gnaden freuen knnen 444 ,so hat auch ,gott geboten1 da man solle frhlich vor ihm sein und will kein trauriges ,opfer haben 444 ,es glaubt niemand1 was ,schaden es tut1 einem jungen ,menschen ,freude wehren und zur ,einsamkeit und ,schwermut weisen 444 ,denn ich denke frwahr1 ,ew4 ,frstl4 ,gnaden mchten zu blde sein1 frhlich sich zu halten1 als wre es ,snde 444 ,wahr ists1 ,freude in ,snden ist der ,teufel1 aber ,freude mit guten1 frommen ,leuten in ,gottesfurcht1 ,zucht und ,ehren1 obgleich ein ,wort oder ,ztlein zu viel ist1 gefllt ,gott wohl4 ,ew4 ,frstl4 ,gnaden seien nur immer frhlich1 beides1 inwendig in ,christi selbst1 und auswendig in seinen ,gaben und ,gtern2 er wills so haben1 ist drum da und gibt darum uns seine ,gter1 sie zu gebrauchen4 ,lies bitte den folgenden ,brief ,luthers an ,hieronymus ,weller1 den jungen ,hauslehrer seiner ,kinder2 der wird dir seine ganze ,weisheit und ,liebe zeigen3 ,mein liebster ,hieronymus1 du mut einsehen1 da diese deine ,versuchung vom ,teufel kommt1 und da du deswegen so von ihm geqult wirst1 weil du an ,christus glaubst2 sieh doch1 wie sicher und froh er die rgsten ,feinde des ,evangeliums lt1 ,eck1 ,zwingli und andere4 ,wir mssen den ,teufel zum ,gegner und ,feind haben1 wir1 die wir ,christen sind1 wie ,petrus sagt3 ,euer ,feind1 der ,teufel1 geht umher usw4 ,bester ,hieronymus1 freue dich dieser ,versuchung des ,teufels1 die ein sicheres ,zeichen ist1 da du einen gndigen ,gott hast4 ,du sagst1 die ,versuchung sei schwerer1 als du tragen kannst1 und du frchtest1 sie werde dich so erdrcken1 da du in ,verzweiflung und ,gotteslsterung fallest4 ,ich kenne diesen ,kniff des ,teufels3 wenn er einen nicht mit dem ersten ,anfall der ,versuchung zermalmen kann1 versucht er ihn durch ,ausdauer zu ermden und zu schwchen1 bis er fllt und gesteht1 da er besiegt ist4 ,deswegen1 wenn immer die ,anfechtung kommt1 hte dich1 dich in einen ,streit mit dem ,teufel einzulassen und diesen tdlichen ,gedanken nachzuhngen4 ,das ist nmlich nichts anderes1 als an den ,teufel glauben und ihm unterliegen4 ,gib dir vielmehr ,mhe1 die vom ,teufel gesandten ,gedanken zu verachten 444 ,fliehe durchaus die ,einsamkeit1 denn er stellt dir am meisten nach1 wenn du allein bist4 ,durch ,spiel und ,verachtung wird dieser ,teufel besiegt1 nicht durch ,widerstand und ,streit4 ,vergnge dich und scherze darum mit meiner ,frau und den anderen1 wodurch du die teuflischen ,anfechtungen betrgst1 und sei gutes ,mutes1 mein ,hieronymus4 ,diese ,anfechtung ist dir notwendiger als ,trank und ,speise4 ,ich will dir erzhlen1 wie es mir ergangen ist1 als ich ungefhr in deinem ,alter war4 ,als ich zuerst im ,kloster war1 ging ich immer betrbt und traurig einher und konnte die ,traurigkeit durchaus nicht loswerden4 ,deswegen besprach ich mich mit ,dr4 ,staupitz1 einem ,manne1 von dem ich gern spreche1 und erffnete ihm1 was fr entsetzliche ,gedanken ich htte4 ,darauf sagte er3 ,du weit nicht1 ,martin1 wie ntzlich und notwendig dir diese ,anfechtung ist4 ,es ist nicht zufllig1 da ,gott dich versucht1 sondern du wirst sehen1 zu was fr groen ,dingen er dich brauchen will4 ,und so ist es gekommen4 ,denn ich bin ein groer ,doktor geworden 7das darf ich mit ,recht von mir sagen71 was ich nie fr mglich gehalten htte zu der ,zeit1 wo ich unter den ,anfechtungen litt4 ,ohne ,zweifel wird es dir auch so gehen4 ,du wirst noch ein groer ,mann werden4 ,sieh nur zu1 da du inzwischen guten und tapferen ,mut hast1 und glaube mir1 da solche ,stimmen1 wie sie besonders an groe und gelehrte ,mnner ergehen1 von ,gott eingegeben und weissagend sind4 ,ich erinnere mich1 da einmal ein ,mann1 den ich trstete1 weil er ein ,kind verloren hatte1 zu mir sagte3 ,martin1 du wirst sehen1 da du ein groer ,mann werden wirst4 ,an diesen ,ausspruch habe ich oft gedacht3 wie ich dir gesagt habe1 solche ,stimmen haben etwas ,prophetisches4 ,sei deshalb gutes ,mutes und wirf die leeren ,anfechtungen von dir4 ,immer wenn der ,teufel dich mit ,gedanken qult1 suche den ,umgang mit ,menschen1 oder trinke etwas reichlicher1 vergnge dich1 scherze1 tu etwas ,lustiges4 ,man mu zuweilen etwas mehr trinken1 spielen1 scherzen und zum ,ha und zur ,verachtung des ,teufels sndigen1 damit wir ihm nicht ,ursache geben1 uns ein ,gewissen aus leichten ,dingen zu machen oder uns dadurch zu besiegen1 da wir uns allzusehr qulen1 damit wir nicht sndigen4 ,wenn dir der ,teufel sagt1 du sollst nicht trinken1 erwidere ihm1 grade deswegen1 weil du es mir verbietest1 will ich um so mehr im ,namen ,jesu ,christi trinken4 ,tu immer das ,gegenteil von dem1 was der ,teufel will 444 ,knnte ich nur eine ordentliche ,snde begehen1 nur um den ,teufel zu berwinden1 damit er einsieht1 da ich keine ,snde anerkenne und mir keiner ,snde bewut bin4 ,wir mssen dann die ganzen ,zehn ,gebote uns aus dem ,sinn schlagen1 wir1 sage ich1 die so vom ,teufel geqult werden4 ,und wenn der ,teufel uns unsere ,snden vorwirft und uns des ,todes und der ,hlle schuldig spricht1 dann mssen wir antworten3 ,gut1 ich gestehe1 da ich des ,todes und der ,hlle schuldig bin1 und was weiter8 ,werde ich deswegen auf ewig verdammt sein8 ,nicht im geringsten2 ich wei1 da einer fr mich gelitten und genug getan hat1 der heit ,jesus ,christus1 der ,sohn ,gottes4 ,wo er bleibt1 da werde ich bleiben4 ,das heit3 ,wer ein starkes ,selbst ist1 der mu zunchst alles hassen1 was nicht dies ,selbst ist und durch sein ,dasein dies ,selbst einschrnken will4 ,wer aber ein starkes ,selbst ist1 kann auch etwas ,groes und ,gttliches werden1 sowie er erkennt1 da sein ,selbst nichts ,vereinzeltes1 sondern in ,gott1 in der ,hingabe an ,menschen ist4 ,welche ,khnheit aber1 dies zu sagen1 und welche ,weisheit1 es in ,bildern zu sagen1 wodurch das ,selbst von sich selbst befreit und entlastet wird4 ,jeder ,arzt kann erfahren1 wie leicht gerade der ,kranke1 der sich als wehrlose ,beute von ,gedanken fhlt1 die ihn elend machen und die er doch nicht loswerden kann1 begreift1 da sie von einer teuflischen ,macht ausgehen1 die sich seiner bemchtigen will4 ,man gewinnt einen festeren ,standpunkt1 sowie man sich einem persnlichen1 auer einem selbst befindlichen ,feind gegenber wei4 ,es wird an diesem ,punkte deutlich1 was der ,menschheit mit der ,erkenntnis1 da ,gott in ihr1 nicht auer ihr ist1 zugemutet ist4 ,gegen einen ueren ,feind ist es leichter1 als gegen sich selbst zu kmpfen4 ,es ist nicht erwiesen1 ob ,luther das ,tintenfa gegen den ,teufel geworfen hat2 aber gewi ist1 da es seinem ,wesen und seinen berzeugungen durchaus entsprochen htte4 ,sei der du bist6 pflegte er laut zu rufen1 wenn er irgendwie die ,macht des ,bsen sprte2 das heit3 der du kein ,sein hast1 sondern ,blendwerk bist1 verschwinde6 ,andererseits riet er ,kranken von einem angestrengten ,kampfe gegen den ,teufel ab2 lieber solle er sein ,wten ber sich ergehen lassen und warten1 bis ,gottes ,gnade ihn erlse1 die vielleicht schon ganz nahe sei4 ,er wollte es vermeiden1 das willkrliche ,selbst anzuregen1 dessen berma der ,krankheit ,ursache ist4 ,darauf gingen ja berhaupt1 allen ,menschen gegenber1 seine vorbeugenden ,warnungen1 die eigene ,kraft nicht zu berspannen2 lieber zeitweise unttig zu bleiben1 sich gehen zu lassen1 als ,taten und ,werke zu erzwingen4 ,es mu jedem auffallen1 wie vielfach ,luthers ,art der ,behandlung von ,geisteskranken mit der moderner ,seelenrzte bereinstimmt4 ,auch sie lassen den ,kranken beichten1 raten ihm1 sich gehen zu lassen1 erkennen1 da ,neigung zur ,snde1 die unterdrckt und gleichsam nach innen gebogen wird1 das ,innere vergiftet4 ,auch sie sorgen mglichst fr ablenkende ,ttigkeit1 und auch in ihrer ,behandlung spielt die ,liebe eine bedeutende ,rolle2 aber gerade hier zeigt sich auch ein wesentlicher ,unterschied4 ,das ,wesen der ,geisteskrankheit besteht in einer ,schwche oder ,krankheit des ,herzens1 der positiven und aktiven ,kraft im ,menschen1 infolge welcher die negativen1 teuflischen ,krfte die berhand gewinnen und eine ,anarchie und ,verwirrung entsteht1 dann aber1 da alle anderen ,organe ,kreaturen und ,untertanen des ,herzens sind und ihre ,kraft von ihm empfangen1 eine allgemeine ,erschpfung4 ,es handelt sich also um eine ,krftigung des ,herzens4 ,ein leicht erklrlicher ,irrtum hat zu der ,annahme verfhrt1 man knne dem ,herzen durch ,unterdrckung der negativen ,krfte zu ,hilfe kommen4 ,indessen whrend ein starkes ,herz diese ,bndigung mit ,nutzen selbst vornehmen kann und soll1 so wird ein schwaches und krankes dadurch nicht strker1 da seine ,untertanen1 gleichsam sein ,reich1 auch geschwcht werden2 die ,zerstrung wird dadurch nur weiter ausgedehnt4 ,die ,krftigung des ,herzens kann auf geistigem ,wege nur durch das ,wesen des ,herzens selbst geschehen1 also durch ,liebe und ,wahrheit1 und es ist ein groes ,verdienst der modernen ,seelenheilkunde1 dies eingesehen zu haben4 ,nun setzte aber der ,teufel1 der ,affe ,gottes1 neben die gttliche ,liebe die teuflische1 die nicht wie die gttliche ,liebe auf berflu und ,glauben beruht1 sondern auf ,mangel und ,mitrauen und demzufolge nicht ,verschwendung und ,empfangen1 sondern nie gesttigtes ,begehren und ,verzehren ist4 ,demnach1 wenn der ,seelenarzt sich mit irdischer ,liebe von den ,kranken lieben lt1 so entzieht er ihnen ,kraft1 anstatt ihnen zu geben1 und mstet sich auf ,kosten der ,bedrftigen1 die er speisen sollte4 ,ein ,herz voll gttlicher ,liebe lenkt unwillkrlich von der irdischen1 fr ,kranke gefhrlichen ,liebe ab2 wer das nicht tut1 strkt unwillkrlich das1 was berwunden werden sollte4 ,neben der unwillkrlichen ,wirkung des ,herzens mu die bewute durch das ,wort hergehen3 der ,arzt sollte deshalb nicht nur ein starkes ,herz1 sondern auch ein reines ,herz voll groer ,gedanken haben4 ,nur das ,wort der ,wahrheit1 die richtige ,selbst- und ,gotteserkenntnis kann den ,kranken selbstndig machen2 ohne sie wrde er nie auf eigenen ,fen stehen knnen1 sondern immer vom ,arzte abhngig bleiben4 ,dem ,kranken die ,ursache seiner ,leiden zum ,bewutsein zu bringen schadet nur1 auer wenn man zur letzten1 innersten ,ursache vordringt1 deren ,wesen stets in einer ,verdrngung der gttlichen ,kraft durch ,vordrngen der selbstischen ,einzelkrfte bestehen mu4 ,schlielich wrde eine bestndige ,zufuhr von ,kraft den ,kranken berladen und schwchen1 wenn er sie nicht in der ,berhrung und im ,kampfe mit den ,menschen wieder ausgbe4 ,die von den ,menschen ausgehende ,gegenwirkung erzielt dann den ,reiz1 der wiederum ,kraft erregt1 so da allmhlich das ,spiel des ,lebens sich durch sich selbst erhlt4 ,die ,erkenntnis1 da ,gott als ,person sich nur in der ,menschheit offenbart1 mu den neuen ,mut zum ,kampfe des ,lebens geben1 der ein ,zeichen der ,wiedergeburt ist4 ,indessen wie ich schlieen will1 fhle ich1 wieviel ,unklarheit noch zurckbleibt1 und sehe ich ein1 da ich mich ber die ,physiologie des ,teufels noch nicht deutlich genug ausgedrckt habe4 ,unter ,teufel ist zu verstehen dasjenige ,ma von ,aktivitt1 das ist ,geist oder ,kraft1 welche ber das ,ma von ,aktivitt hinausgeht1 das durch entsprechende ,passivitt1 also durch ,stoff1 gebunden werden kann4 ,dies ,mehr von ,aktivitt ist der ,widersprecher1 den ,gott sich gesetzt hat1 damit ,leben sei4 ,hieraus wird klar1 warum in allen ,mythologien das ,feuer zugleich das ,abzeichen des guten ,gottes und des ,gegengottes ist1 er heie ,loki1 ,luzifer1 ,prometheus oder wie immer4 ,das reine ,feuer1 der ,gott in seiner ,majestt1 verzehrt die ,sterblichen zu ,asche2 das durch den ,stoff1 nmlich ,wasser1 ,erde und ,luft sowohl im ,makrokosmos wie im ,mikrokosmos gebundene ,feuer1 der geoffenbarte ,gott1 ist der ,gott1 den wir anbeten4 ,beim ,menschen ist der ,geist im ,blute1 vermutlich als eine der ,elektrizitt verwandte ,kraft4 ,das ,fleisch und ,blut ,christi1 das wir im ,abendmahl nehmen1 ist eben wirklich ,stoff und ,geist4 ,jedes willkrliche ,hervorbrechen und berhandnehmen des ,feuers verzehrt den ,stoff1 womit denn aus dem ,gttlichen das ,teuflische wird3 das ,genie grenzt an den ,wahnsinn4 ,lat dicke ,menschen um mich sein und die gut schlafen2 das natrliche ,gefhl empfindet das ,dicke richtig als das ,beruhigende1 welches das teuflische ,feuer dmpft1 allerdings auch das ,grab des gttlichen werden kann4 ,gott offenbart sich nur im ,stoff1 im ,fleisch1 nur in ,verbindung mit dem ,stoffe wird das ,feuer produktiv2 aber schlielich lscht der ,stoff die ,kraft aus oder verzehrt umgekehrt die ,kraft den ,stoff4 ,auf eine richtige ,verteilung des ,blutes im ,krper kommt also alles an2 bei allen ,kranken mu dafr gesorgt werden1 da das ,blut dem ganzen ,organismus zugute kommt4 ,christus1 der gttliche ,ganzmacher1 hat uns gelehrt1 da nur die von ,herzen kommende ,tat den in unserem ,blute vorhandenen ,geist zur richtigen ,wirksamkeit bringt1 so da er unseren ganzen ,krper vergeistigt4 ,das berma von ,aktivitt1 welches entweder den ,menschen selbst oder andere1 seine ,opfer1 verzehrt1 nach der von ,christus gegebenen ,lehre in die richtige ,bahn zu lenken1 ist die ,aufgabe jedes ,arztes und des ,seelenarztes insbesondere4 ,,xvii ,als einem geborenen ,antisemiten ist es dir peinlich1 da ,christus ein ,jude war1 und du verargst es ,gott ein wenig1 da er gerade die ,juden auserwhlte1 um unter ihnen ,fleisch zu werden4 ,gott wute indessen wohl1 was er tat1 was du glauben wirst1 wenn du berhaupt an ,gott glaubst3 die ,juden waren das ,volk1 das ihm am meisten glich1 insofern es die strksten ,gegenstze umfate4 ,sie umfaten in sich das ,gttliche und das ,teuflische1 die hchste ,liebesfhigkeit1 den unbedingtesten ,glauben1 hingebende ,opferwilligkeit und teuflische ,grausamkeit1 ,tcke1 ,hochmut und ,unglauben4 ,ihrer ,habsucht und ,geldgier stand groartigste ,uneigenntzigkeit gegenber1 glhender ,sinnlichkeit engelgleiche ,reinheit4 ,diese ,gegenstze wurden zusammengefat durch ,persnlichkeiten von noch nie dagewesener ,verdichtung und ,bindekraft1 die die ungeheure ,idee des einen ,weltgottes erst fassen konnten4 ,ihre gigantische ,phantasie stellte die ,gestalt ,luzifers1 des ,rebellen1 neben ,gott und weissagte den ,hlle und ,tod berwindenden ,erlser4 ,die tiefe ,spaltung in den durchgehenden ,gegensatz von ,selbstbewutsein und ,gottbewutsein mute der bewuten ,zusammenfassung dieser ,gegenstze vorangehen2 jeder ,monismus ist auf einen ,dualismus gegrndet1 der das natrliche ,gefhl abstt1 sowie die zusammenfassende ,kraft fehlt4 ,bei keinem ,volke der ,erde war die ,spaltung so tief gegangen2 darum konnte aus den ,herzen1 die sie berwanden1 zuerst das ,wort von ,gott flieen1 so stark und rein1 da es seitdem alle leidenden ,herzen berzeugt1 erhoben1 getrstet und begeistert hat4 ,dies erst1 da das menschliche ,selbst sagte3 ,ich bin6 bewog ,gott1 das ,dunkel zu durchbrechen und zu sagen3 ,ich bin der ,herr1 dein ,gott4 ,da die ,juden das erste monotheistische ,volk waren1 da alle ,vlker ihnen insofern viel verdanken1 steht in allen ,geschichtsbchern zu lesen4 ,da ,christus ,jude war1 gesteht man schon weniger gern zu4 ,luther nahm es als ,tatsache an1 und es war ,grund fr ihn1 mit den ,juden zu sympathisieren1 obwohl sie doch ,christus auch gekreuzigt haben4 ,aber welches ,volk htte das tun knnen auer dem1 in dem er erschienen war8 ,aus dem ,volke der grten ,gegenstze sind die ,mutter und die ,mrder des ,erlsers hervorgegangen4 brigens hat die ,unbelehrbarkeit der ,juden1 mit denen er sich anfangs gern in ,dispute einlie1 ihn mehr und mehr gegen sie erkltet und schlielich erbittert4 ,denn das sah er ja ein1 da den ,juden nichts anderes brigbliebe1 als an ,christus zu glauben und in anderen ,vlkern aufzugehen4 ,sie sind in der ,lage der ,nachkommen eines groen ,mannes3 sie knnen nur in ihm und durch ihn etwas sein2 wollen sie neben ihm oder sogar gegen ihn etwas sein1 so mssen sie zugrunde gehen4 ,das ,schicksal der ,zerstreuung mute sie betreffen1 und sie werden sich ihm nicht durch ,begrndung eines eigenen ,vaterlandes entziehen knnen1 weil ihnen dazu die ,kraft1 der ,glaube an sich selbst fehlt4 ,sich zu berpersnlichen1 das heit zu sterben1 in anderen1 noch lebensvolleren ,einheiten aufzugehen1 ist die letzte ,bestimmung der ,vlker wie der einzelnen4 ,was eine jdische ,partei vor ,jahrhunderten veranlate1 ,christus zu kreuzigen1 war ihre ,sinnlichkeit1 ihre ,herrschsucht1 ihre ,eitelkeit und ,unglubigkeit1 der ,teufel in allen drei ,gestalten4 ,sie wollten einen ,messias1 der ihnen weltliche ,herrschaft und weltliche ,gensse verschaffte2 sie wollten weder die berlegenheit seiner ,person noch die ,wahrheit seiner ,lehre anerkennen4 ,dieselben ,eigenschaften sind es jetzt noch1 die uns die ,juden entfremden3 ,sinnlichkeit und ,geist1 die nicht mehr durch starke ,persnlichkeiten zusammengefat werden4 ,was wir als jdisch empfinden1 ohne da alle ,juden es haben mssen1 ist etwas ,immerwaches1 ,neugieriges1 ,lsternes1 kurz ein ,selbstbewutsein1 mit dem uns nur eine starke positive ,kraft vershnen wrde1 die nun aber erschpft ist4 ,wir nennen jdisch ferner das korrekte ,pharisertum1 das aus eigener ,kraft vollkommen sein zu knnen glaubt1 und durch das ,gebundensein1 nicht an das lebendige ,gesetz des ,herzens1 sondern an das starre der ,moral1 der inneren ,freiheit und ,unschuld entbehrt4 ,das ,umherirren des ,ewigen ,juden ist jedenfalls der ,wille ,gottes1 das heit notwendig1 und zwar wird es deswegen gewesen sein1 damit die ,juden ,tropfen ihres ,blutes den anderen ,vlkern der ,erde mitteilen4 ,es ist eben dennoch ,gtterblut1 wenn auch die ,neige2 so wie ,gifte zugleich tdlich und heilsam1 auflsend und ganzmachend4 ,man hat lngst beobachtet1 da die ,vermischung mit jdischem ,blut die ,familien interessanter1 bedeutender macht1 gleichsam farbiger und ausdrucksvoller4 ,es wirkt zersetzend1 ,gegenstze hervorrufend oder verschrfend und insofern zur ,reife bringend2 die ,farbigkeit ist die des ,herbstes1 der zugleich ,frchte bringt und dem ,winter annhert4 ,die aus dem ,herzen kommende gttliche ,liebe findet sich bei den ,deutschen unserer ,zeit selten2 wo sie erscheint1 ist sie hufig auf jdisches ,blut zurckzufhren4 ,auch der kritische ,verstand kann ,gutes wirken in ,familien1 wo er noch nicht entwickelt war2 anderen mte der ,zuschu verderblich werden4 ,mit ,giften mu man eben sehr vorsichtig sein1 und sie drfen nur in kleinsten ,dosen gegeben werden4 ,die ,vlker werden im allgemeinen wohl den richtigen ,instinkt haben1 wieviel ,beimischung jdischen ,blutes sie bedrfen und ertragen knnen4 ,zunchst wrde man denken1 primitive ,vlker oder ,schichten mten ,neigung zur ,vermischung mit ,juden haben2 aber dies ist nicht der ,fall2 ,bauern lehnen das ,jdische ab4 ,ich habe diese ,rassefragen nicht studiert1 denke mir aber1 da eine zu groe ,gegenstzlichkeit ungnstig ist1 und da erst bei einer gewissen ,verwandtschaft ,liebe von ,vlkern und ,individuen fruchtbar werden kann4 ,nicht das ,volk heischt ,juden1 viel eher der ,adel1 was nicht durch die ueren ,grnde allein zu erklren ist4 ,und nun denke an die merkwrdige ,tatsache1 die beobachtet worden ist1 da altadlige ,familien oft den jdischen ,typus bekommen2 nicht solche1 in denen jdisches ,blut fliet1 sondern gerade die mit reinem ,stammbaum4 ,diese ,tatsache scheint mir anzuzeigen1 da das ,judentum ein ,alters- und ,entwickelungsgrad ist1 den auch ,vlker und ,familien ganz anderen ,stammes durchmachen knnen4 ,so betrachtet wre das ,judentum das ,stadium der ,selbstanbetung1 in das ein ,volk eintritt1 wenn es sich seiner durch ,inzucht ausgebildeten ,eigenart und erreichten ,hhe bewut geworden ist und sich infolgedessen von allen anderen absondert4 ,es fllt mir dabei ein1 da mir jemand erzhlte1 er wute selbst nicht1 ob es ,wahrheit oder ,anekdote war1 eine von den alten ,baseler ,familien sei jdischen ,ursprungs1 und durch diese sei ganz ,basel mit jdischem ,blute durchsetzt4 ,es liegt darin jedenfalls ausgedrckt1 da ein lange von fremdem ,zuflu abgesondertes1 auf sich selbst beschrnktes ,gemeinwesen jdisch wird1 hnlichkeit mit dem ,volke der ,selbstanbetung und ,dekadenz kat exochn bekommt4 ,es hat sein ,wort gesprochen1 seinen ,typus zu hchster ,schnheit verdichtet und enthlt sich1 um ihn rein zu bewahren1 jeder ,vermischung mit anderen1 wobei es sich endlich selbst verlieren mu4 ,man kann diesem tragischen ,typus1 der auch im ,christustypus anklingt1 immer begegnen1 wo eine ,familie oder ein ,volk sich eben von der ,spitze abwrts neigt4 ,es wird oft beklagt1 da ,menschen und ,vlker sich berleben1 da ,gott seine ,kreatur nicht auf ihrem ,hhepunkte zerstrt2 aber man hat unrecht1 denn nicht ,gott tut das4 ,er ist der schaffende ,knstler1 der den ,stoff1 sowie er ihn ganz mit ,form durchdrungen hat1 wegwirft1 gleichgltig gegen das ,vollendete4 ,das ,formlose hat ,zukunft1 das ,schne1 das ,vollendete ist dem ,tode geweiht1 ,gott wirkt nicht mehr darin und berlt es sich selbst4 ,nicht ,gott1 sondern der ,teufel ist jener ,goldschmied ,cardillac1 der das eben abgelieferte ,geschmeide dem ,kufer hinterrcks entreit1 um es heimlich im ,winkel1 mit bsem ,gewissen1 blitzen zu lassen4 ,ich glaube1 es besteht eine ,wesensverwandtschaft zwischen den vorchristlichen ,juden und den ,germanen1 und werde versuchen1 dir zu erklren1 wie ich das meine4 ,ich unterschied1 wie du weit1 zwischen gttlicher und menschlicher ,kraft1 und schlug vor1 jene die geniale1 unwillkrliche1 schaffende1 diese die selbstbewute1 willkrliche1 ordnende ,kraft zu nennen4 ,dementsprechend kann man auch zwischen gttlichen und menschlichen oder gottbewuten und selbstbewuten oder genialen1 schaffenden und ordnenden ,vlkern unterscheiden4 ,die genialen herrschen im ,reiche ,gottes1 die selbstbewuten in der ,welt4 ,sie haben auch ihre ,genialitt1 das ist die ,kraft des ,organisierens1 vermittelst welcher sie die gttlichen ,ideen verweltlichen1 in die ,welt einordnen4 ,obwohl sie insofern von den genialen ,vlkern abhngen1 weil sie selbst keine gttlichen ,ideen hervorbringen1 so herrschen sie doch in der ,welt1 welche das ,reich der selbstbewuten ,kraft ist4 ,wie das einzelne ,genie1 so wird auch das geniale ,volk gekreuzigt und verbrannt2 es ist in der ,welt vorzugsweise leidend1 denn es knnte nicht genial sein1 das heit nicht ,gott empfangen1 wenn es nicht passiv sein knnte4 ,die genialen ,vlker des ,altertums waren die ,juden und die ,griechen1 das herrschende1 das politische ,volk des ,altertums waren die ,rmer2 ihnen entsprechen in der nachchristlichen ,zeit einerseits die ,deutschen und ,italiener1 andererseits die ,englnder4 ,die ,juden1 ,griechen1 ,italiener und ,deutschen hatten und haben das ,gemeinsame1 da sie von den weltlichen1 politischen ,vlkern teils gehat1 teils verachtet wurden2 verachtet1 solange sie in der ,welt schlechtweg die ,unterliegenden waren1 gehat1 wenn sie auch in der ,welt eine ,rolle spielen wollten4 ,die politischen ,vlker spren in den genialen ,vlkern eine berlegenheit1 die sie doch in der ,welt nicht zur ,geltung bringen knnen1 und die deshalb in ihnen1 den politischen1 keine ,furcht erregt4 ,was wre die ,welt ohne die ,bibel und ohne die ,geisteswerke der ,griechen8 ,und wir drfen wohl hinzusetzen1 was wre sie ohne die ,kunst1 ,dichtung1 ,musik und ,religion der ,italiener und der ,deutschen8 ,die herrschenden ,vlker beziehen ihr geistiges ,leben zum groen ,teil von den genialen2 aber da sie sie nicht zu frchten brauchen1 gestehen sie es nicht zu und sind nicht dankbar dafr1 sondern verleugnen sie und beschimpfen sie noch dazu4 ,die genialen ,vlker haben im ,kampfe mit politischen ,vlkern nur ,gott2 verlassen sie aber ,gott1 um sich auf sich selbst zu sttzen1 so geraten sie in die grte ,gefahr1 da sie auf diesem ,gebiete den politischen ,vlkern doch nicht gewachsen sind4 ,in der ,bibel hren wir nur von ,gottvertrauen1 niemals ein ,wort von ,selbstvertrauen2 dieses ,sichstarkwissen in ,gott rauscht wie ,adlerflug durch die ,seiten der ,schrift4 ,mit diesem ,gottvertrauen waren die ,juden unbesiegbar2 nachdem sie ,gott gekreuzigt hatten1 wurden sie zertreten4 ,man sollte nun denken1 da zwischen den genialen ,vlkern ,einigkeit herrsche2 aber zwischen ihnen besteht ein ,unterschied1 der sie ebenso voneinander trennt1 wie sie von den politischen ,vlkern getrennt sind1 nmlich der ,unterschied von ,natur und ,geist4 ,gott offenbart sich dreifach1 nacheinander und nebeneinander auf drei ,stufen4 ,er offenbart sich als ,form schaffend in der ,natur1 als ,taten schaffend im ,leben oder in der ,geschichte1 als ,ideen schaffend im menschlichen ,geiste2 diesen ,stufen entsprechend ist der geniale ,mensch vorzugsweise ,knstler1 ,dichter1 ,held oder ,weiser4 ,danach sind unter den genialen ,vlkern die gestaltenden und die dichtenden zu unterscheiden3 jene gehen von der ,erscheinung aus1 die etwas ,begrenztes und ,vielfaches ist1 diese vom ,inneren1 vom ,geist1 der einfach und unendlich ist4 ,der dichterische ,genius1 der im ,nacheinander eine hhere ,stufe bezeichnet1 versteht und liebt die zurckliegende ,stufe2 der bildende1 der die hhere ,stufe noch nicht erreicht hat1 steht ihr mitrauisch gegenber4 ,im ,altertum waren die ,griechen das vorzugsweise1 auch in der ,dichtkunst1 gestaltende ,volk1 wie es in der nachchristlichen ,zeit die ,italiener sind4 ,die ,deutschen unterscheiden sich dadurch von den ,juden1 da sie auch ,gestaltungskraft haben1 die jenen ganz abging2 aber als geniales ,geistesvolk haben sie auch als bildende ,knstler immer eine dichterische ,phantasie1 wodurch ihre ,kunst sich wesentlich von der der ,griechen und ,italiener unterscheidet4 ,in ihren hchsten ,spitzen berhrt sich zwar die griechische und italienische ,kunst mit der deutschen2 aber fr jene bedeutet berreife und ,beginn der ,abwrtsentwickelung1 was die ,blte1 das ,natrliche der deutschen ,kunst ist4 ,die griechische und italienische ,kunst hat vorzugsweise die gttliche ,einzelerscheinung zum ,gegenstande1 die deutsche das krperlich erscheinende ,unendliche4 ,aus diesem ,grunde kann die italienische ,kunst leer werden1 aber niemals so abstrus wie die deutsche4 ,ich wei nun deinen ,einwand schon1 da doch nicht jedes ,phnomen in diese ,einteilung hineinpat2 aber das ist ja selbstverstndlich1 und das ganz gemeine ,sprichwort sagt schon1 da keine ,regel ohne ,ausnahme ist1 zugleich aber auch1 da die ,ausnahme die ,regel besttigt4 ,die ,einteilungen macht ja der ,mensch1 nicht ,gott1 ,gott erlaubt sich vielmehr1 sie zu durchbrechen2 aber uns dienen sie doch zur bersicht und zum ,begreifen4 ,es gibt nicht nur ein ,nacheinander1 sondern auch ein ,nebeneinander1 und wie ,gott selbst zugleich ,knstler1 ,held1 ,dichter ist und selbst dem ,teufel die ,kraft gibt1 so sind auch im ,menschen alle diese ,einzelkrfte zugleich ttig2 nur pflegt ihm1 da er nicht ,gott ist1 eine wesentlich zu sein4 ,je mehr ein ,mensch sich ,gott nhert1 desto strker umfat er alle ,krfte4 ,auch die politischen ,vlker bringen groe ,dichter und ,knstler hervor2 aber das ist nicht ihr ,wesentliches1 und sie werden den genialen ,vlkern bedeutungsvoller als ihnen selbst4 ,religionsstifter1 also die allerumfassendsten ,dichter1 haben nur die ,juden und die ,deutschen hervorgebracht -- ich spreche von den europischen ,vlkern1 zu denen die ,juden jetzt auch zu zhlen sind4 ,im ,grunde gibt es jetzt keine ,juden mehr1 so wenig wie es ,griechen mehr gibt3 was an ihnen lebendig war1 ist in anderen ,vlkern aufgegangen4 ,wie das ,herz einer ,frau durch eine ,geburt geschwcht werden kann1 so ist das ,herz des jdischen ,volkes erschpft1 als ,christus daraus hervorgegangen war4 ,ein geniales ,volk kann niemals ein ,volk von hoher ,kultur sein1 wenn man ,kultur ein ,ausgeglichensein der ,gegenstze nennt4 ,jedes geniale ,volk wird namentlich den ,gegensatz einer zum ,gehorsam geneigten1 weiblich passiven1 unselbstndigen ,masse und einer herrschschtigen1 hochmtigen ,oberklasse aufweisen2 eine gttlich-teuflische ,kraft und einen formlosen ,stoff1 in dem sie sich offenbart4 ,diese formlose1 glubige ,masse1 diese chaotische1 die immer zum ,verwildern neigt1 lt die ,deutschen als ein im ganzen unschnes1 unkultiviertes1 knechtisches1 unklar grendes ,volk erscheinen1 aus dem sich im schroffen und geschmacklosen ,gegensatz eine hochmtig beschrnkte1 herrschende ,klasse erhebt2 aber zwischen diesen entgegengesetzten ,polen flammt der ,feuerfunke des ,genies auf4 ,eine verhltnismig sehr groe ,anzahl genialer ,persnlichkeiten pflegte im ,deutschen ,reiche zwischen den ,herren und den ,sklaven zu stehen und ein ,gleichmachen zu verhindern1 das das ,ziel despotischer ,herren gegenber einer sklavischen ,menge zu sein pflegt4 ,die ,zentralisierung ist ein ,zeichen entwickelten ,menschentums1 ,abbild des ,zentralnervensystems im ,gehirn4 ,einheit in der ,mannigfaltigkeit ist das schne1 farbige1 verschwenderische ,gesetz des gttlichen ,lebens1 das aus dem ,herzen kommt2 die ,einheit1 die der ,mensch aus seiner ,willkr schafft1 erttet ,leben und ,schaffenskraft4 ,deutschland und ,italien umfassen die ,mannigfaltigkeit sehr verschieden gearteter ,einzelstaaten und den groen ,dualismus eines geistigeren ,nordens und eines sinnlicheren ,sdens1 die in einer besonders produktiven geographischen ,mitte zusammenstoen4 ,auch ,griechenland und ,israel zerfielen in eine ,menge nie ganz vereinbarter ,stmme4 ,zu ,luthers ,zeit war die ,unausgeglichenheit und das starke ,einzelleben im ,deutschen ,reiche noch auerordentlich gro4 ,luther selbst spricht von den ,deutschen stets als von einem wilden1 rohen1 rauflustigen ,volke1 das bei jedermann die deutsche ,bestie heien msse1 mit ,recht4 ,in allen ,stnden fand er zgellose ,sinnlichkeit1 ,eigenwilligkeit und bermut4 ,er liebte und hate dieses ,volk zugleich1 ein kochendes ,chaos1 aus dem gttliche ,gestalten1 ,taten und ,worte stiegen4 ,deutschland und ,italien1 das ist nicht zu leugnen1 haben sich seit ,luthers ,zeit sehr verndert4 ,die musterhafte ,organisation ,englands und ,frankreichs wurde ihr ,ideal1 dem sie auf anderen ,wegen als den bisherigen nachstrebten3 sie wollen aus genialen politische ,vlker werden4 ,der ,krieg wird vermutlich darber entscheiden1 ob das mglich ist4 ,die ,unzerstrbarkeit des persnlichen ,charakters1 dessen ,wurzel ja aus ,gott kommt1 scheint dagegen zu sprechen2 andererseits geht jede ,nation1 als ,person1 durch verschiedene ,entwickelungsstadien hindurch und lst sich schlielich auf1 wenn auch nicht so1 da es eine ,leiche gibt1 sondern indem sie sich mit anderen ,nationen mischt und dadurch verndert4 ,seit ,jahrhunderten sind in ,deutschland die mehr weltlichen als genialen ,preuen aufgekommen und mehr und mehr tonangebend geworden2 sie konnten das1 weil das alte ,deutschland1 das lange schaffenskrftig gewesen war1 zu erschlaffen begann4 ,wird das alte ,deutschland ganz in ,preuen aufgehen1 oder wird das alte1 das geniale ,deutschland auferstehen8 ,ruland ist jetzt das am meisten passive und gottvertrauende und zugleich das am meisten teuflische ,volk1 also das am meisten jdische ,volk2 aber an ,erscheinungen wie ,tolstoi und ,dostojewski sieht man auch die zunehmende ,kraft des ,herzens und des ,wortes1 die die ,gegenstze bindet4 ,wer will weissagen1 ob ,ruland jemals oder gar schon bald die ,rolle des alten ,deutschlands bernehmen wird8 ,gott hat lange zrnend geschwiegen3 er wird sich das ,herz irgendeines ,volkes erwhlen1 um durch dasselbe wieder zur ,menschheit zu reden4 ,das ist aber gewi1 da dieses ,volk nicht zugleich ein politisch herrschendes sein kann2 es wird leiden und entbehren mssen2 dafr wird es in die ,wohnungen des himmlischen ,vaters einziehen1 die ihm von ,anfang bereitet sind4 ,aber1 so wrde ,luther warnen1 man mu auch das ,gttliche nicht erstreben ohne ,gottes ,willen3 jedes ,volk mu kmpfen1 um zu siegen1 und schlielich ,sieg oder ,niederlage aus ,gottes ,hand hinnehmen4 ,,xviii ,nun ist auch irrig1 da die ,zeremonialwerke nach dem ,tode ,christi todbringend sind4 ,sie rechtfertigen1 nur nicht vor ,gott4 ,diese ,worte ,luthers fhre ich dir deswegen an1 weil du mir neulich schriebest1 das einseitige ,betonen des ,unwillkrlichen1 ,unbewuten oder ,gottbewuten sei dir zuwider2 der ,mensch sei doch auch ,mensch1 ja eigentlich wesentlich ,mensch1 also selbstdenkend1 selbsthandelnd1 selbstbewut1 selbstverantwortlich2 erst wenn er das ganz sei1 komme das ,gttliche an die ,reihe4 ,ob du diese ,einseitigkeit deshalb so stark empfindest1 weil du gerade mehr gttlich als menschlich bist und als ein ritterlicher ,mann auch dem ,gegner gerecht werden willst8 ,oder weil du im ,grunde weltlich bist8 ,was ,luther betrifft1 so war er sehr stark selbstbewut -- die alte ,schlange hatte ihn greulich vergiftet1 wie er sagt -- und seine ,zeitgenossen waren es berwiegend2 aus diesem ,grunde hat er den ,ton auf das ,gttliche gelegt1 da das andere sich von selbst verstand4 ,die angefhrten ,worte beziehen sich zunchst nur auf kirchliche ,gebruche1 deren der ,christ nicht bedarf2 die er aber nach ,belieben beobachten kann1 wenn er sich nur darber klar ist1 da ,zeremonien uns nicht den inneren ,frieden1 die bereinstimmung mit uns selbst und ,schaffenskraft geben knnen4 hnlich sprach sich ,luther auch ber die guten ,werke1 also ber die brgerliche ,moral aus1 da sie nicht an sich zu verdammen sei1 nur vor ,gott nicht rechtfertige4 ,nun ist wahr1 sagt er1 wie ich immerdar gelehrt habe1 da ,gott ja will fromme ,leute haben1 in einem fein uerlichen ,leben und ,wandel vor der ,welt1 heilig und unstrflich2 aber es soll und kann vor ,gott keinen ,christen machen1 das ist das ewige ,leben schaffen noch bringen4 ,zu diesen ,ehren lassen wir kein menschliches ,leben noch ,heiligkeit kommen1 sondern es soll hoch und weit ber alle ,werke und schnes1 herrliches ,leben schweben4 ,unsere ,werke und ,leben la hienieden in diesem ,regiment bleiben und eine irdische ,frmmigkeit heien1 welche ,gott auch von uns fordert und lt sie ihn gefallen1 so sie im ,glauben geht1 und beide1 hier und dort1 belohnen will3 dies aber1 wovon wir hier reden1 ist eine himmlische und gttliche ,frmmigkeit1 die ein ewiges ,leben schafft4 ,du siehst1 es kam ,luther darauf an1 den ,unterschied zwischen der ,moral zu zeigen1 die von menschlicher ,willkr abhngt1 und von dem ,glauben1 der aus gttlicher ,gnade1 aus dem ,herzen fliet1 und zu erklren1 was vom einen und was vom anderen zu erwarten ist4 ,leute1 die die ,reformation mit ,jubel begrten1 haben sich spter angeekelt von ihr abgewandt1 wie zum ,beispiel der ,nrnberger ,patrizier ,pirkheimer1 weil sie wahrzunehmen glaubten1 da auf evangelischer ,seite die ,sittenverschlechterung mit einem groen ,nachdruck und bermut einreie4 ,luther selbst erschrak ber diese unvorhergesehene ,folge seines ,werkes und sagte3 sie nehmens fleischlich auf4 ,da dies geschehen konnte1 liegt auf der ,hand3 ,luther predigte gegen die ,moral und gegen das ,streben nach ,vollkommenheit1 vielmehr solle man sich gehen lassen und auch sndigen4 ,wir sehen im ,evangelium1 schreibt er1 den ,zllner ,christo nher sein als den ,phariser2 wenn sie auch nach menschlichem ,urteil rger sind1 so stellt sie doch das ,evangelium gewilich als seliger dar1 so da es sicherer erscheint1 ffentlich gefallen zu sein1 denn im verborgenen gottlos dazustehen4 ,aber deswegen raten wir jenen nicht1 zu fallen4 ,wir berlassen ,gott seine verborgenen und zu frchtenden ,urteile4 ,luther hatte tiefe ,einsicht in die ,gefahr der ,selbstberspannung auf der einen ,seite2 aber auch in die ,gefahren1 die dessen warten1 der sich dem ,herzen und seiner elementarischen ,unberechenbarkeit berlt4 ,seine ,lehre bedurfte deswegen einer ,ergnzung1 die er ihr auch gab1 nmlich indem er das durch die ,obrigkeit vertretene ,gesetz strkte4 ,luther verstand unter ,welt mit dem ,evangelisten ,johannes die noch nicht zum ,geist hinbergefhrte ,menschheit1 anders ausgedrckt3 die ,gesamtheit aller von den ,menschen willkrlich gemachten1 nicht gewachsenen ,organisationen und der ihnen dienenden1 sie bedienenden ,menschen4 ,die genialen ,menschen und die ,snder und ,verbrecher haben das ,gemeinsame1 da sie auerhalb dieses ,mechanismus stehen1 mit dem ,unterschied aber1 da die ,auserwhlten1 die wahren ,christen1 sich ihm freiwillig fgen oder ihn ignorieren oder1 je nachdem1 ihn durch ,worte bekmpfen1 whrend diese1 die ,snder und ,verbrecher1 ihn hinterrcks oder offen gewaltsam zu zerstren suchen4 ,vor allem aber ist der ,grund des ,gegensatzes zur ,welt beim ,christen und beim ,verbrecher ein anderer3 der ,verbrecher fhlt seine ,selbstsucht durch die ,welt gehemmt1 der ,christ seine ,gttlichkeit4 ,da jedoch ,selbstsucht wie ,gttlichkeit aus derselben ,quelle flieen1 nmlich aus dem ,herzen1 so ist zwischen beiden ein ,verstndnis mglich4 ,man kann sagen1 da ,gott und ,tier sich unmittelbar leichter verstehen als ,gott und ,mensch3 sie beide leben aus dem ,herzen1 der ,mensch aus dem ,kopfe4 ,luther hatte vom natrlichen ,menschen die ,meinung1 da er dem ,teufel und der ,snde verknechtet sei1 da er also nur sich selbst wollen knne2 infolgedessen herrsche unter den natrlichen ,menschen das ,recht des ,strkeren1 wer den anderen bermge1 stecke ihn in den ,sack4 ,damit nun der ,strkere den ,schwcheren nicht erdrcken knne1 msse das ,gesetz sein1 das die ,aufgabe habe1 aus ,tieren ,menschen zu machen4 ,luther hat bewut fr die ,verstrkung der obrigkeitlichen ,gewalt gesorgt1 die in der ,tat eine notwendige ,ergnzung seiner ,lehre ist3 nur dann knnen sich die ,menschen ihrem ,herzen berlassen1 wenn die bergriffe der selbstischen1 bsen1 noch tierischen ,herzen durch das ,gesetz gehemmt werden4 ,das ,gesetz berhebt den ,menschen1 diese ,hemmung selbst durch die ,moral auszuben1 was er nicht tun kann1 ohne seine ,herzkraft dadurch zu lhmen4 ,es ist ,verleumdung1 wenn man ,luther nachsagt1 er habe den ,frsten geschmeichelt1 sei es auch nur1 damit sie seine ,ideen sttzten4 ,die ,verstrkung der obrigkeitlichen ,gewalt gehrte vielmehr durchaus zu seinen ,ideen2 er tadelte an dem ,kurfrsten ,friedrich die ,scheu1 streng zu strafen1 die vermutlich dem ,adel zugute kam4 ,die in der ,welt herrschende und auch in den ,gesetzen sich ausprgende ,gesinnung1 nicht den ,schwachen1 sondern den ,starken auf ,kosten des ,schwachen zu schtzen1 kannte ,luther sehr wohl und gab sich selbst furchtlos preis1 um mit seiner ,person etwaige ,schden der ,gesetzgebung in dieser ,hinsicht zu decken2 dennoch hielt er die ,herrschaft selbst ungerechter ,gesetze fr besser als ,gesetzlosigkeit4 ,was er anstrebte1 war strenges ,gesetz1 dessen ,handhabung durch groherzige ,menschen besorgt wrde4 ,dies ,verhltnis bestand bis zu einem ungewhnlich hohen ,grade in ,sachsen1 solange ,luther lebte2 tatschlich regierten sein reines ,herz und seine groen ,gedanken1 nur selten wurden die ,frsten1 die sich vertrauensvoll von ihrem ,propheten leiten lieen1 durch die ,selbstsucht ihres ,adels abgelenkt4 ,luthers ,herz schlug ebenso stark in die ,welt hinaus1 wie in sein ,inneres hinein2 nach seinem ,tode war das ,stck ,welt1 das er dadurch beherrscht hatte1 wieder sich selbst berlassen4 ,die ,erkenntnis1 da1 wenn das ,gesetz in der ,hand von ,persnlichkeiten ruht1 mit dem ,ausscheiden derselben pltzlich ,schwankungen und ,strungen eintreten knnen1 hat die ,menschen veranlat1 die ,gesetze von der ,handhabung durch einzelne unabhngig zu machen1 da der geschriebene ,buchstabe verllicher zu sein scheint als der vernderliche ,mensch4 ,sowie aber der menschliche ,verstand denkt1 irrt er auch2 es ist nmlich wohl richtig1 da geschriebene ,gesetze nicht sterben1 aber sie tun es deswegen nicht1 weil sie nicht lebendig sind1 und infolgedessen decken sie sich nicht mit den ,erscheinungen des ,lebens und knnen das ,leben nicht regulieren1 ohne es zu schdigen4 ,soviel ich wei1 ist man jetzt zu dem ,grundsatz zurckgekehrt1 die ,gesetze so grozgig anzulegen1 da ,raum fr persnliche ,auslegung und ,anwendung bleibt4 ,woran es fehlt1 sind die herzhaften ,menschen1 die salomonische ,urteile fllen knnen4 ,alle die ,urteile zu sammeln und herauszugeben1 die ,luther in den vielen ihm zur ,entscheidung vorgelegten ,sachen fllte1 wrde sehr verdienstlich sein und einen berraschenden ,einblick in seine grndliche ,kenntnis weltlicher ,angelegenheiten und in die ,weisheit seines ,herzens gewhren4 ,htte das ,volk immer ,zutrauen zu der ,weisheit der richterlichen ,herzen haben knnen1 wren sicherlich keine ,geschworenengerichte entstanden4 ,wenn in den rcklufigen ,zeiten die ,kraft abnimmt1 versucht man durch ,summierung von ,menschen die ,unkraft des einzelnen zu ersetzen1 ohne zu bedenken1 da ,millionen schwacher ,herzen nicht ein einziges starkes ausmachen4 ,nach dem ,gesetz1 da ,organe1 die sich nicht ben1 immer schwcher werden1 muten die ,einrichtungen1 die zum ,ersatz der mangelnden ,kraft getroffen wurden1 die ,herzen immer mehr entkrften4 ,luthers ,ideal war1 da die ,welt1 in der das ,gesetz herrscht1 sofort abgelst wird durch das ,reich ,gottes1 in dem die ,liebe und infolgedessen die ,freiheit herrscht4 ,in ihm herrscht durchaus nicht ein unbedingtes ,sichgehenlassen1 sondern ein steter ,kampf gegen das herrschschtige ,ich2 da aber dieser ,kampf eine innere ,notwendigkeit ist1 vom glubigen und liebenden ,herzen selbst verlangt1 so ist er doch gewissermaen ein ,sichgehenlassen und nicht schdlich1 sondern heilsam4 ,da nun aber auer der ,welt und dem ,reich ,gottes noch das ,zwischenreich des zweiten ,haufens besteht1 der zwischen ,welt und ,geist schwankt1 so scheint mir die ,moral fr dieses brig zu bleiben4 ,zu stolz1 um sich dem ,gesetz des groen ,haufens unterworfen zu fhlen1 nicht stark genug1 um sich dem eigenen ,herzen zu vertrauen1 mssen sie sich einstweilen mit der ,moral rsten4 ,diese ,rstung -- wer wollte das verkennen -- kann sehr blank und ritterlich sein1 und ,luzifer kann mit ihr dermaen strahlen1 da man ihn fast mit der ,sonne verwechseln knnte4 ,nur das ist gegen sie einzuwenden1 da das gttliche ,feuer hinter ihr ersticken kann2 deshalb mu sie abgetan werden1 wenn noch ,glut genug da ist1 um in der ,luft zur schaffenden ,flamme zu werden4 ,es ist fr ,luther1 den ,deutschen1 und fr ,luther1 das ,genie1 charakteristisch1 da er bei seiner ,einteilung der ,menschen in die drei ,haufen eigentlich nur die ,entwickelung des natrlichen ,menschen zum geistigen im ,auge gehabt hat4 ,diese geschieht im ,gegensatz zur ,welt2 aber es gibt auch eine innerhalb der ,welt vom passiven1 wesentlich dienenden ,menschen zum aktiven1 herrschenden4 ,solche finden sich auf den verschiedensten ,stufen1 vom ,werkmeister1 ,schauspieldirektor1 ,unternehmer1 ,general bis zu den ,frsten1 von denen ,luther sagte1 da sie gemeiniglich die rgsten ,buben oder grten ,narren wren4 ,luther hatte nichts gegen sie2 sagte er doch von ,pilatus nicht ohne ,wohlwollen1 da er ein frommer ,weltmann gewesen sei2 er wollte nur feststellen1 da auch ihre allergrte ,macht nicht imstande sei1 ihnen die berschwengliche ,herrlichkeit der ,auserwhlten zu verschaffen4 ,ich erwhnte schon1 da die ,rmer1 im ,gegensatz zu den ,juden1 ,christus und ,paulus sympathisch gegenberstanden4 ,drum soll der ,snger mit dem ,knig gehen2 sie beide wohnen auf der ,menschheit ,hhen4 ,sie sind die ,spitzen zweier in entgegengesetzter ,richtung nach oben fhrender ,linien1 als ,herrscher einander verwandt1 als ,herrscher sich ausschlieender ,reiche einander feind4 ,zwischen beiden ,punkten jedoch ist bestndiges ,flieen und bergehen4 ,so senkte sich die ,linie der ,kurfrsten von ,sachsen seit ,friedrich dem ,weisen in der ,welt abwrts1 um im ,reiche ,gottes aufwrts zu steigen1 so haben alle ,nationen ihre geistigen und ihre weltlichen ,zeiten4 ,den ,geist ,gottes verglich ,luther einem ,platzregen und betonte1 da er nicht erblich sei4 ,talent vererbt sich1 nicht das ,genie2 denn es ist ein ,hhepunkt und kann seiner ,natur nach nicht zugleich ,ebene sein4 ,die ,menschen aus dem ,zwischenreiche hassen die ,welt und ihre ,ordnung2 die genialen ,menschen1 die im ,reiche ,gottes ,befestigten1 hassen das ,bse in der ,welt und haben ,sympathie fr diejenigen1 die ,ordnung schaffen1 wenn sie es auch nur aus ,herrschsucht tun4 ,alle genialen ,menschen lieben die ,persnlichkeit1 wie sie sich auch darstelle1 weil sie gttlicher ,natur ist1 ,sonnenstrahl aus dem unsichtbaren ,strahlenmittelpunkte2 ,herrscher in der ,welt und ,herrscher im ,geistesreiche mssen sich zueinander hingezogen fhlen1 so wenig sie sich jemals ganz verstndigen knnen4 ,sowie die ,weltherrscher die ,geistesherrscher binden wollen1 zeigt sich ihre hhere ,art3 fesseln lt der ,geist sich nicht2 aber auch die ,weltherrscher wollen sich nicht in jenes ,reich verklren lassen1 zu welchem man nur durch das ,tor der ,schmerzen eingeht4 ,so mssen die beiden ,frsten1 obwohl sie sich anerkennen1 im ewigen ,kampfe liegen1 eben wie ,gott und der ,teufel4 ,sieh1 der ,herold der ,sonne setzt die beflgelte ,silbersohle auf den ,wolkenrcken jenseit jener ,dcher und winkt zum ,abschied4 ,von ,sternen zu ,sternen und ,sonnen steigt die unsichtbare ,leiter2 der ,ku des ,abschieds verschmilzt in dem des ,wiedersehens1 ist doch der ,ku selbst nur eine ,begegnung4 ,ein zgernder ,flor deckt die furchtlose ,lampe noch einmal zu und vergnnt mir1 noch einen ,augenblick bei dir zu sumen1 den ,fu schon im ,eimer1 der aufwrts an die ,kste des ,tages fhrt4 ,lebewohl fr eine ,tageslnge2 er wchst schon1 flutet nach allen ,seiten1 und die ,nchte1 die uns vereinen1 werden frhlingshaft gedrngt4 ,bald wei ich auch nichts mehr1 nichts wenigstens1 was sich sagen liee1 und wenn die krzeste ,nacht kommt1 werde ich ausgeredet haben4 ,lebewohl4 ,,xix ,vor ,jahren lernte ich ein paar junge ,japaner kennen1 die sich zu ,studienzwecken in ,europa aufhielten4 ,sie fhrten ein sehr ordentliches und ehrbares ,leben1 sie tranken nichts ,alkoholisches1 schweiften nach keiner ,richtung aus und hielten sich im ,grunde fr viel kultivierter als uns ,europer4 ,sie mibilligten1 da man sich bei uns ksse1 berhaupt im ,ausdruck der ,gefhle gehen lasse2 einer erzhlte1 wenn er nach jahrelanger ,abwesenheit heimkme1 wrde er die ,seinigen1 die ihn am ,landungsplatze des ,schiffes abholten1 mit einer ,verbeugung1 hchstens mit einem ,hndedruck begren4 ,selbstbeherrschung werde bei ihnen vom ,menschen verlangt4 ,mir hat das einen befremdenden und unauslschlichen ,eindruck gemacht1 den ich damals nicht weiter auslegte und verfolgte2 ich fand1 da die einwandfreien ,japaner eher knstlichen ,affen als ,menschen glichen1 von schnen1 liebenswerten ,menschen ganz zu schweigen4 ,es kam mir komisch vor1 da sie sich fr ,menschen hielten und mit ,selbstbeherrschung protzten1 obwohl gar nichts zu beherrschen da war1 hchstens da irgendein ,rdchen htte kaputt gehen knnen4 ,als ,menschen genommen flten sie mir ,ekel ein4 ,wie anders die ,griechen1 die wie ,lwen brllten1 wenn sie verwundet waren1 die wie ,kinder weinten1 wenn ihnen etwas nicht nach ,wunsch ging1 und sich wie ,straenjungen beschimpften1 wenn sie wtend aufeinander waren4 ,luther1 den man so oft zur ,renaissance in ,gegensatz stellt1 war vielleicht unter seinen deutschen ,zeitgenossen am meisten ,grieche4 ,was hatte der trockene1 klgelnde ,erasmus mit ,griechenland zu tun1 und was die meisten der fleiigen1 strebsamen ,humanisten8 ,wenn ,luther einen groen ,schmerz erfuhr1 wie zum ,beispiel durch den ,tod seines ,vaters1 zog er sich zurck und betete1 das heit1 er raste sich aus4 ,in seinen ,gebeten sprach er mit ,gott1 hielt ihm sein ,unrecht vor1 schrie ihm seinen ,zorn ins ,gesicht und machte dann seinen ,frieden4 ,seine ,heftigkeit im ,verkehr mit seinen ,gegnern ist bekannt1 auch seine ,freunde machten ihm einen ,vorwurf daraus2 er gab ihnen recht1 blieb aber dabei4 ,sicherlich hat er nicht gedacht1 da er seine ,naturkraft schonen wolle1 sondern sie war da und behauptete sich siegreich allem ,besserwissen anderer und allen etwaigen guten ,vorstzen1 die er selbst fate1 zum ,trotz2 es gehrte zu seinem ,genie4 ,die ,stoiker1 die ,stockheiligen1 die nicht weinen1 sich der ,natur gar nichts annehmen1 es geschehe1 was da wolle1 verurteilte er2 denn es sei im ,grunde eine gemachte ,tugend und erdichtete ,strke1 die ,gott nicht geschaffen hat1 ihm auch gar nichts gefllt4 ,denn ,gott hat den ,menschen nicht also geschaffen1 da er ,stein oder ,holz sein sollte4 ,luthers ,ideal konnte in seiner ,zeit nicht verstanden werden1 weil es eine ,zeit versiegender ,natur war4 ,er und einige seiner ,zeitgenossen1 zum ,beispiel ,drer1 waren noch durchdrungen von ihrer ,heiligkeit und hielten sie fest2 dann fing man an sie zu verachten1 ja1 man kannte sie kaum noch4 ,der vornehme ,mensch bildete sich aus1 der seinen ,stolz darein setzte1 nicht ,tier mehr1 nur noch ,mensch sein zu wollen1 und ihm folgte der moralische und tugendhafte ,mensch1 der sich nur noch im ,gehege der brgerlichen ,ordnung bewegen konnte4 ,immer fader und flacher wird alles1 was getan und gemacht wird2 man wundert sich zuweilen1 wie die ,menschheit ohne ,hunger und ,liebe sich erhielt und fortpflanzte4 ,es lockert sich wohl alles wieder in der ,weimarischen ,epoche1 aber ich empfinde doch immer1 als habe auf dem ,boden der ,bildung1 ,wohlanstndigkeit und ,kleinbrgerlichkeit das ungezhmte ,element nie losbrechen knnen4 ,das deutsche ,volk ist im allgemeinen durchaus kein vornehmes ,volk1 wie zum ,beispiel das spanische1 und zwar aus einem sehr erfreulichen ,grunde1 weil das ,chaotische und ,elementare1 das der ,form sich ,widersetzende1 in den ,deutschen noch stark ist4 ,wo noch viel zu formen ist1 hat ,gott noch viel zu tun1 es ist noch viel ,zukunft und ,leben da2 um den ,preis darf ein ,volk auf die ,zier der ,vornehmheit wohl verzichten4 ,indessen ist etwas anderes da1 was dieser instinktiven ,kraft zu widersprechen und sie zu bedrohen scheint1 nmlich das ,system4 ,vergleicht man etwa den ,dreiigjhrigen ,krieg mit dem heutigen1 so springt jedem ein wesentlicher ,unterschied in die ,augen4 ,dort1 im #ag4 ,jahrhundert1 eine lcherliche ,umstndlichkeit1 ,ahnungslosigkeit1 ,ziellosigkeit1 dabei eine unbersehbare ,flle der ,erscheinung4 ,etwas berschwengliches1 zugleich ,entsetzliches und ,schnes stellt sich unserem inneren ,auge vor1 wenn wir daran denken4 ,dagegen jetzt eine ,zielsicherheit1 ein schnelles und sicheres ,funktionieren1 das jeden in ,erstaunen setzt2 das ,system bewhrt sich ber alle ,erwartung4 ,es geschehen bekanntlich auch bei uns ,greuel1 und man vergleicht sogar hier und da mit dem ,dreiigjhrigen ,kriege2 aber in ,wahrheit besteht vielleicht nur auf russischer ,seite eine wirkliche hnlichkeit4 ,ich las die ,schilderung eines ,pfarrers in ,ostpreuen1 wie ein russischer hoher ,offizier die ganze ,einwohnerschaft eines ,dorfes tten zu lassen drohte1 sich an ihrer ,angst weidete und besonders den ,geistlichen zur ,zielscheibe seiner ,grausamkeit machte2 wie dann aber pltzlich das ,herz dieses ,teufels sich wendete1 und er mit einer wahrhaft gromtigen ,wallung alle begnadigte4 ,das war ganz und gar ein ,auftritt aus dem ,dreiigjhrigen ,kriege4 ,diese ,unberechenbarkeit deutet auf ,gott2 das ,system arbeitet folgerichtig1 von ,gott heit es spirat ubi vult4 ,luther sagte einmal1 als eine ,stadt mit irgendwelchen derzeitig neuen ,kanonen beschossen wurde1 da diese ,maschinen wahrhaft eine ,erfindung des ,teufels zu nennen wren2 denn dadurch wrde die ,tugend1 durch die auch ein ,kriegsmann sich hervortun knne1 die persnliche ,tapferkeit1 ihm genommen4 ,du mut nicht denken1 ich wolle die ,tapferkeit und ,opferwilligkeit unserer ,soldaten herabsetzen1 zweifelsohne sind sie im ,gegenteil bedeutend selbstloser als die ,soldaten des #af4 und #ag4 ,jahrhunderts1 denen es in allen ,schichten hauptschlich um ,beute zu tun war2 aber das ist nicht zu leugnen1 da der ,krieg fortwhrend mehr systematisiert und mechanisiert wird1 das heit1 da der ,ausgang weniger von lebendiger persnlicher ,kraft abhngt als davon1 da jeder einzelne an seinem ,orte pnktlich die ihm vorgeschriebene ,pflicht tut4 ,wenn jeder ,arbeiter im richtigen ,augenblicke sein kleines ,rdchen dreht oder auf sein kleines ,knpfchen drckt1 so geht die ,maschine und arbeitet mit soundsoviel ,pferdekrften4 ,im ,dreiigjhrigen ,kriege sprachen die grten ,feldherren immer von der launischen ,fortuna und dem ,umschwunge des ,glcksrades2 es lag alles1 wie in den ,kriegen des ,alten ,testamentes1 weniger in der ,hand der ,menschen als in der ,hand ,gottes4 ,es ist selbstverstndlich1 da die ,welt dabei gewonnen hat2 das ,reich ,gottes hat dabei verloren4 ,ebenso verhlt es sich mit der heutigen ,wohlttigkeit4 ,frher fanden die von den ,strkeren zertretenen ,schwachen ,zuflucht bei der erbarmenden ,liebe einzelner1 auch konnte der ,unterdrcker selbst sich pltzlich in einen ,gromtigen verwandeln2 kurz1 ber dem ,armen waltete lebendige ,kraft und darum unendliche ,hoffnung beim ,elend4 ,der wohlttige ,betrieb ersetzt nicht nur die erbarmende ,liebe des einzelnen1 er merzt sie sogar aus4 ,man mu den ,bettler von der ,tr weisen und ihn mit ,suppenkarten erquicken1 etwaiges ,mitleid darf sich nur bessernd uern4 ,unter ,ausschaltung des einzelnen bernimmt es das ,system1 die ,almosen gerecht zu verteilen1 gute ,lehren beizufgen1 fr richtige ,verwendung des ,gegebenen zu sorgen4 ,der ,empfnger soll um keinen ,preis durch die ,gabe beglckt werden1 sondern soll sie so anwenden1 da die allgemeine ,ordnung dadurch gehoben wird4 ,da die ,privatpersonen nach ,ma ihres ,besitzes zur ,erhaltung der ,wohlttigkeitsmaschine beigesteuert haben1 lassen sie die ,menschenliebe nachher brachliegen2 die an der ,maschine ,arbeitenden sind im besten ,falle wohlwollende ,geschftsleute4 ,da unter den ,privatpersonen wie beim ,betriebspersonal auch solche sind1 die von ,liebe fr die ,leidenden bewogen werden1 ist selbstverstndlich2 im allgemeinen kommt auch auf diesem ,gebiete das ,system der ,welt zugute und engt das ,reich ,gottes ein4 ,dies wurde natrlich auch schon bemerkt1 und die merkwrdigsten ,vorschlge wurden gemacht1 um eine nderung herbeizufhren4 ,einmal las ich1 es sollte in jedem ,herrschaftshause unter dem ,dache eine arme ,familie einquartiert werden1 welche die betreffenden ,herrschaften in ,obhut nehmen sollten2 so dachte man das ,system durch ein besonders feines ,system aufzuheben4 ,das ,system ist das1 was am ,preuentum gehat und gefrchtet wird4 ,die ,abneigung dagegen ist instinktiv und unausrottbar und lt sich nicht dadurch widerlegen1 da das ,system es gut meint1 korrekt und lblich ist und sehr viel leistet1 natrlich in der ,welt4 ,jedes organische ,wesen1 je lebendiger es ist1 wird abgestoen durch die ,kennzeichen des ,systems3 die schnurgerade ,linie1 die ,starrheit und bersehbarkeit2 denn alles ,lebendige1 wie berzeugend es auch dasteht und atmet1 ist ein ,geheimnis4 ,nun hat zwar seit dem siebzehnten ,jahrhundert in ganz ,europa das ,system ,triumphe gefeiert durch den ,jesuitismus1 den ,militarismus und den ,sozialismus1 nirgends aber so wie in ,deutschland4 ,da das gerade in diesem kindlichen1 phantasievollen ,volke mglich war1 ist merkwrdig2 ich erklre es mir folgendermaen4 ,wie ich dir schon sagte1 halte ich die ,gabe des ,organisierens fr das ,genie der politischen oder weltlichen ,vlker4 ,sie organisieren die ,gesellschaft1 wie ,frauen1 ,kinder und ,genies ihre ,taten und ,werke4 ,herrische ,menschen pflegen mit einer ,leidenschaftlichkeit1 wie von einem inneren ,sturm getrieben1 zu organisieren1 so wie ein ,knstler sich auf sein ,werk strzt2 ist die ,einrichtung fertig1 so ergreifen sie eine andere4 ,dieser ,bearbeitung1 diesem ,druck setzt ein einigermaen selbstbewutes ,volk einen ,gegendruck entgegen1 der der ,organisation ebenso zugute kommt1 wie dem ,kunstwerk eine ,hemmung4 ,bei dem deutschen ,volke nun1 dieser sehr passiven1 zum ,gehorsam neigenden ,masse1 ist dieser ,widerstand gering2 der starken ,persnlichkeiten1 die frher zwischen dem ,volke und den ,herrschenden standen1 sind immer weniger geworden1 und so gelingt es dem knetenden ,willen1 den unfrmigen ,teig einfrmig zu machen4 ,ein geniales ,volk in seiner ,bltezeit widersteht der ,organisierung ganz und gar3 es entzckt durch die ,flle seiner ppig wachsenden ,formen1 whrend wir an ,england die logische ,entwickelung seiner ,staatsform bewundern4 ,hier sind alle ,vorzge der ,welt zu finden3 ,macht und ,reichtum1 gutes ,funktionieren der ,maschine1 ,freiheit und ,gerechtigkeit1 ,gesundheit und ,schnheit2 dort ist ,leben1 ,geist1 ,genie1 ,liebe bei ueren ,verhltnissen1 die einem ,weltmenschen als chaotische ,unordnung erscheinen mssen4 ,das ,organisieren mchte ich als eine natrliche ,gabe betrachten1 aus der ,natur politischer ,vlker hervorgehend2 das ,system verdeckt den ,mangel an weltlicher ,begabung4 ,wer nicht organisieren kann1 verfllt auf das ,mechanisieren4 ,man hat ,luther nachgesagt1 da er kein ,organisator gewesen sei1 aber das ist ganz unrichtig4 ,er hatte genug von einem ,herrscher in sich1 um organisieren zu knnen2 aber er war zugleich ein ,genie und hate alles ,mechanische1 so wollte er keine ,einrichtung schaffen1 die nicht nach allen ,richtungen frei beweglich und entwickelungsfhig wre1 damit nicht aus dem ,organismus ein ,mechanismus wrde4 ,der ,organisator hemmt die ,menschen in dem1 worin er selbst sein hchstes ,glck findet3 im ,handeln4 ,er will das ,handeln an sich allein reien1 fr alle handeln1 wie die ,kirche fr alle denken wollte4 ,christus hat nie organisiert1 nur ,leben geweckt1 wohin er kam2 ich mchte mit ,absicht den entwerteten ,ausdruck anwenden3 er lebte und lie leben4 ,whrend ,zwingli und ,calvin vorzugsweise ,organisatoren1 also ,weltmenschen waren1 organisierte ,luther nur der ,welt zuliebe1 nicht ohne das ,gefhl1 sich dadurch tragisch zu verstricken1 obwohl er das ,erdenkliche tat1 um der ,erstarrung vorzubeugen4 ,sein ,wirken auf kirchlichem1 politischem1 sozialem und juristischem ,gebiete ist in dieser ,hinsicht staunenswert weise1 oder sogar durch und durch genial2 er entschied immer nach dem einzelnen ,fall1 immer unter ,miteinrechnung der jeweiligen ,mglichkeiten1 immer mit ebensoviel ,freiheit und ,liebe wie ,gerechtigkeit4 ,beim ,festsetzen von ,glaubensartikeln wie bei der ,einfhrung von ,zeremonien steckte er immer die ,grenzen weit und machte sie beweglich und vermied jede ,willkr4 ,er organisierte wie die ,natur1 das heit wie ,gott schafft4 ,traf er irgendeine ,anordnung1 so fgte er nachdrcklich bei1 da es durchaus nicht berall und nicht immer ebenso gehalten werden msse4 ,am ,schlusse seiner ,deutschen ,messe und ,ordnung des ,gottesdienstes sagt er3 ,summa1 dieser und aller ,ordnung ist also zu gebrauchen1 da1 wo ein ,mibrauch daraus wird1 da man sie flugs abtue und eine andere mache2 gleichwie der ,knig ,ezechias die eherne ,schlange1 die doch ,gott selbst befohlen hatte zu machen1 darum zerbrach und abtat1 da die ,kinder ,israel derselbigen mibrauchten4 ,denn die ,ordnungen sollen zur ,frderung des ,glaubens und der ,liebe dienen und nicht zu ,nachteil des ,glaubens4 ,wenn sie nun das nicht mehr tun1 so sind sie schon tot und ab und gelten nichts mehr2 gleich als wenn eine gute ,mnze verflscht1 um des ,mibrauchs willen aufgehoben und gendert wird1 oder als wenn die neuen ,schuhe alt werden und drcken1 nicht mehr getragen1 sondern weggeworfen und andere gekauft werden4 ,ordnung ist ein uerliches ,ding2 sie sei wie gut sie will1 so kann sie in ,mibrauch geraten4 ,dann aber ists nicht mehr eine ,ordnung1 sondern eine ,unordnung4 ,darum steht und gilt keine ,ordnung von ihr selbst etwas1 wie bisher die ppstlichen ,ordnungen geachtet gewesen sind2 sondern aller ,ordnung ,leben1 ,wrde1 ,kraft und ,tugend ist der rechte ,brauch2 sonst gilt sie und taugt sie gar nichts4 ,die ,kirche1 die ,luther vorschwebte1 war ein dreigliedriger ,bau unter einer ,kuppel1 entsprechend den drei ,haufen1 in welche die ,menschheit1 ein ,abbild der ,heiligen ,dreifaltigkeit1 sich gliedert4 ,sie sollte einschlieen einen ,bau fr den groen ,haufen der ,normalen1 denen das ,gesetz gepredigt werden mu2 einen anderen ,bau fr die zwischen der ,welt und dem ,reiche ,gottes ,schwankenden1 denen die ,verheiung des ,evangeliums offenbart wird1 damit sie um der ,herrlichkeit der ,auserwhlten willen den ,flug in das ,geistesland wagen2 den dritten ,bau fr diese1 die wahren ,christen1 die freiwillig mit den anderen in der ,kirche anbeten1 obwohl ihnen die ganze ,welt heilig ist4 ,diese gigantisch gedachte ,kathedrale blieb unvollendet1 wie die ,dome des ,mittelalters1 weil ,luther keine wahren ,christen fand4 ,welche ,tragik des genialen ,einsamen6 ,in dieser ,spitze sollten die ,bauglieder der ,kirche mnden1 diese wren das ,herz gewesen1 das sie mit stets frischem ,blut versorgt und vor der ,erstarrung bewahrt htte4 ,ich wei keine ,tragdie1 die mich mehr erschtterte als diese2 der von ,christus im ,wesen gleich1 als er seine ,jnger auf dem lberge schlafend fand4 ,es scheint eine ,binsenweisheit zu sein1 da die ,menschen die ,einrichtungen machen1 und zwar fr sich2 tatschlich verschwinden aber bei uns die ,menschen hinter den ,einrichtungen1 in die das ,leben bergeht4 ,es kann in der ,welt nur gut werden durch die ,guten1 das ist1 glaube ich1 ein ,wort der ,knigin ,luise4 ,luther sagte3 ,darum ist dem ,staate mehr dafr zu sorgen1 da gute und verstndige ,mnner an der ,spitze stehen1 als da ,gesetze gegeben werden4 ,wenn die ,wut nachlt1 ,verordnungen1 ,plne1 ,organisationen zu machen und ,maschinen zu msten1 werden wir auch wieder mehr ,persnlichkeiten haben1 deren gerade wir bedrfen1 weil wir im ganzen ein unpersnliches ,volk sind4 ,mit dem ,verschwinden einzelner ,organisationen freilich ist es nicht getan3 der moderne ,staat ist das ,system1 das keine ,persnlichkeit duldet2 denn er ist ja die ,maschine1 die schwcher werdende ,persnlichkeiten sich zum ,ersatz fr ihre versiegende ,kraft gemacht haben4 ,wie sie aus ,mangel an bung schwcher und schwcher wurden1 so knnte die bung sie auch wieder krftiger machen4 ,das mittelalterliche ,feudalsystem1 das ,system der persnlichen ,beziehungen1 der ,selbstverwaltung kleiner ,gruppen1 die sich schlielich zu greren zusammengliedern1 war der ,ausflu persnlicher ,kraft und knnte auch wieder zur ,schule persnlicher ,kraft werden4 ,handeln ist die unmittelbare persnliche ,wirkung von ,mensch auf ,mensch1 und nur handelnd bildet sich das selbstbewute1 selbstttige ,ich1 der ,mann4 ,unser ,druck- und ,zeitungswesen ist auch ein ,symptom fr das ,aufhren des unmittelbaren gegenseitigen ,aufeinanderwirkens4 ,man sagt seine ,meinung in ,bchern und ,aufstzen1 man widerspricht ebenso1 zu einer eigentlichen ,berhrung kommt es nicht1 und schlielich bleibt jeder bei seinen taubstummen ,ideen4 ,es gibt jetzt wohl auch etwas den alten ffentlichen ,disputationen hnliches2 aber im ,grunde vermeidet man doch das ,aufeinanderplatzen der ,geister1 weil jeder sich zu schwach zum ,kampfe fhlt4 ,wir leben wie die fensterlosen ,leibnizischen ,monaden4 ,so wird es begreiflich1 wie ein ,fontane der ,schriftsteller unserer ,zeit werden konnte1 gerade von ,mnnern gern gelesen4 ,fontane hatte sich durch fnfzigjhrige ,beobachtung eine ,ansicht von der ,welt gewonnen und stellte sie dar1 lauter ,ausschnitte1 die aber1 da sie mit dem von den anderen auch ,eingeheimsten bereinstimmten1 als vollgltige ,bilder angenommen und begrt wurden4 ,die ,ideen des ,herzens1 die nur in der ,bewegung des ,kampfes1 im ,leben1 ,eigentum der ,seele1 bewut werden1 und durch welche die ,ausschnitte aus der ,auenseite der ,welt erst zum ,bilde ergnzt werden1 fehlen ganz2 aber gerade in dem verstndigen ,gerste fhlt der moderne ,mensch sich heimisch4 ,andere ,dichter und ,knstler geben nur ihre ,traumbilder1 und auch diese finden ihr ,publikum1 bei anderen stehen die ,visionen hart neben den ,ausschnitten2 im ttigen ,ich wrden sie zum lebendigen ,ganzen verschmelzen4 ,es gab ,zeiten1 wo aus ,jnglingen1 die verantwortlich ins ,leben hineingestellt wurden1 zur rechten ,zeit ,mnner wurden1 denen eine religise1 das heit einheitliche ,weltanschauung1 die sie trug und hob1 von selbst erwuchs4 ,die ,jnglinge der neuen ,zeit knnen nicht ,mnner werden1 weil sie nicht verantwortlich1 schaffend ttig sind1 und es kommt nicht selten vor1 da das ,ich um das fnfzigste ,lebensjahr herum1 zu einer ,zeit1 wo es sich allmhlich auflsen sollte1 sich noch gar nicht gebildet hat4 ,diese stehengebliebene ,jugend ist nichts ,erfreuliches1 sondern etwas ,tieftrauriges4 ,zuweilen kommt1 wie bei ,fontane1 noch eine ohne ,sonne reifgewordene ,frucht zustande2 aber im ,grunde bleibt es doch zwischen ,jnglingshaftem und ,greisenhaftem unbeglckend schwanken4 ,vielen ergeht es wie jenem sagenhaften ,mnch1 der sich trumend im ,walde verlor1 und als er nach einem verpaten ,leben1 das ihm zeitlos verlaufen war -- denn ,zeit und ,raum entstehen nur dem selbstbewuten1 selbstttigen ,ich1 nicht dem ,trumer -- zu den ,menschen zurckkam1 von dem starken ,anhauch des ,lebens in ,asche fiel4 ,ich las neulich eine kleine ,schrift1 die mir sehr deutsch und sehr belustigend vorkam1 mit dem ,titel3 ,unabhngigkeit von der ,natur4 ,der ,titel bezieht sich auf die knstliche ,erzeugung von ,nhrstoffen1 ,farbstoffen1 ,heilstoffen und anderen ,naturprodukten1 wodurch die ,natur dem ,menschen entbehrlich werde4 ,es wurde darin erzhlt1 wie schbig der ,purpur der ,alten in der ,tat gewesen sei1 wenn man ihn mit unseren knstlich hergestellten ,farben vergleiche1 und es knnte vielleicht1 wurde hinzugefgt1 mit manchem ,glanze der ,antike so gehen1 wenn er mittels hnlicher exakter ,methoden1 wie sie die ,chemie besitzt1 neu vor uns erstehen knne4 ,und doch1 dachte ich1 hat die ,glut dieses schbigen ,purpurs ber ,jahrhunderte weg die ,phantasie der ,menschen entzndet1 da sie ihre imperatorischen ,trume1 ihre herrlichsten ,gesichte dahinein hllten4 ,was hlfe uns die kniglichste ,farbe1 wenn kein ,held mehr da wre1 dessen ,schultern sie trgen8 ,jetzt gib mir einen ,menschen1 gute ,vorsicht6 lt ,schiller seinen ,knig ,philipp flehen1 der die ,natur zu einem toten ,rderwerk hat erstarren lassen4 ,der ,menschen scheinen auch wir um so mehr zu bedrfen1 je imposanter unsere naturfreien ,purpurfarben werden4 ,ich wei wohl1 da es nicht an solchen fehlt1 die in der ,welt1 und solchen1 die im ,reiche des ,geistes etwas bedeuten2 aber es kommt auf solche an1 die beide ,welten zusammenfassen4 ,man kann nicht ,gott dienen und dem ,mammon2 aber man kann mit ,gott den ,mammon beherrschen4 ,marquis ,posa war ,gott zu treu1 um ,frstendiener sein zu knnen2 den klgsten und mchtigsten ,frsten seiner ,zeit durch ,gott zu regieren traute er sich zu1 ja er liebte ihn1 weil er das ,elend seiner ,gottesferne durchschaute4 ,solche ,menschen brauchen wir1 die zugleich ,mittelpunkt und ,peripherie1 zugleich der ,eine und das ,all1 zugleich lichtbringendes ,wort und ,chaos sind4 ,das ,licht ist ein ,strahl1 und der ,strahl ist ein ,schwert2 das ,licht erschafft die ,welt1 indem es die ,finsternis von ihr abtrennt4 ,aber alle ,lichter steigen auf aus ,nacht und gehen in ,nacht unter2 das ,feuer in seiner ,majestt vernichtet4 ,aus den ,mythologien wissen wir1 da die ,feuergtter zweischneidig sind1 bse und gut1 ttend und lebendigmachend zugleich4 ,hast du nicht ,ursache mir zu zrnen1 da ich dich mit ,worten um den schwarzen ,wein der ,nacht bringe8 ,was mich entschuldigt1 ist nur1 da es ,worte aus dem ,herzen1 und da sie also doch vielleicht etwas alkoholisch waren4 ,,xx ,du sagst1 geliebter ,freund1 mit dem ,augenblick1 wo ,luther klar geworden wre1 da er seine ,kirche nicht fertig bauen konnte1 weil er die wahren ,christen nicht fand1 die ihre ,spitze htten bilden sollen1 htte er den ,kampf gegen die katholische ,kirche aufgeben mssen4 ,es htte ihm bewut werden mssen1 da es der ,natur der unsichtbaren ,kirche widerspreche1 sichtbar zu werden1 da also jede sichtbare ,kirche zur unsichtbaren ,kirche in dem ,gegensatz stehen msse1 den das ,sichtbare zum ,unsichtbaren bilde4 ,er htte doch auch den ,zeremoniendienst der katholischen ,kirche billigen mssen1 insofern er der ,entwickelung der ,moral entgegenstehe und die ,natur schtze4 ,darauf erwidere ich1 da das ,sichtbare dem ,unsichtbaren nicht nur entgegengesetzt1 sondern auch mit ihm verbunden ist2 ,luther wollte eine solche ,kirche grnden1 die aus dem ,sichtbaren ins ,unsichtbare hinberfhrt1 die sichtbar und zugleich unsichtbar ist1 und ich glaube1 da er das getan hat1 soweit es damals mglich war4 ,in der vorchristlichen ,zeit vertrat der ,hohepriester die ,gemeinde vor ,gott4 ,nur er konnte mit ,gott verkehren1 er htete die heiligen rter1 vollzog die ,opfer und betete fr alle4 ,jede heilige1 das heit ,gott zugeordnete ,handlung war ein opus operatum1 das heit ein ,werk1 das durch seinen richtigen ,vollzug wirksam war1 also ein ,zauber2 derjenige1 der das ,werk vollziehen konnte1 der ,priester1 war ein ,zauberer4 ,die ,mglichkeit des ,zaubers1 das heit die ,wirksamkeit richtig vollzogener ,werke oder die ,wirksamkeit bestimmter rter1 beruht auf dem1 was wir jetzt ,aberglauben nennen1 was aber der ,glaube der vorchristlichen ,zeit war1 auf dem ,glauben an durch die ,mittlerschaft des ,priesters ,gott geweihte ,zeichen oder ,werke4 ,mit dem ,erscheinen ,christi trat ein wesentlicher ,unterschied ein1 indem nun ,christus die ganze ,menschheit vertrat und dadurch das ,priesteramt aufhob1 wie das im ,ebrerbriefe tiefsinnig und klar zugleich dargestellt ist4 ,danach besteht der ,unterschied des ,neuen ,bundes gegenber dem alten darin1 da ,gott nunmehr seine ,gesetze in den ,sinn und das ,herz der ,menschen schreiben will1 und da niemand mehr seinem ,nchsten die ,erkenntnis des ,herrn lehren soll3 ,denn sie sollen mich alle erkennen1 von dem ,kleinsten an bis zu den ,gresten4 ,es soll auch nach ,christus nicht mehr geopfert werden1 da ,christus einmal sein eigenes ,blut geopfert und damit fr ewige ,zeit alle ,opfer aufgehoben hat4 ,kurz3 vor ,christus suchte die ,menschheit die ,gottheit auer sich und glaubte an den ,priester1 von welchem sie voraussetzte1 da er die ,gottheit kenne und den rechten ,verkehr mit ihr wisse2 ,christus offenbarte1 da die ,gottheit in uns selbst ist1 und da wir infolgedessen selbst mit ,gott verkehren knnen1 ja1 mehr1 da nur jeder selbst glauben kann1 nicht ein anderer fr uns4 ,priester im alten ,sinne brauchten demnach nur diejenigen1 die nichts von ,christus wuten oder nicht an ihn glaubten4 ,der lutherische ,geistliche soll nichts weiter als ,diener am ,wort sein1 die ,heilige ,schrift erklren und das ,sakrament austeilen4 ,sie haben kein ,werk zu vollziehen und zaubern nicht das ,brot zu ,gott2 sondern den ,zauber ben die ,empfangenden durch den ,glauben oder1 insofern ,gott den ,glauben gibt1 ,gott selbst4 ,das ,erscheinen ,christi bedeutet demnach eine ,mndigkeitserklrung der ,menschen3 vorher vermochten sie nur ,sichtbares zu ergreifen1 nun aber auch das ,unsichtbare4 ,solange ,sichtbares und ,unsichtbares1 ,wort und ,zeichen berhaupt nicht geschieden waren1 war es durchaus nicht aberglubisch1 an uerliches zu glauben2 der ,zustand der katholischen ,kirche zu ,luthers ,zeit bewies aber1 da der ,zeremonien- und ,werkdienst ,aberglauben geworden war4 ,ich glaube1 du stimmst mir darin bei1 da die ,priesterkirche fr diejenigen berflssig1 ja verdammlich ist1 die an ,christus glauben4 ,luther durfte die ,katholiken in diesem ,sinne1 wie er oft tat1 die ,synagoge oder die ,juden zu ,rom nennen1 indem sie wie diese ,christus nicht als einzigen und ewigen ,hohepriester anerkannten4 ,allein ,gott offenbart sich nicht nur nacheinander1 sondern auch nebeneinander1 und infolgedessen gibt es jetzt noch eine vorchristliche ,menschheit2 fr diese mu die ,priesterkirche da sein4 ,diejenigen1 welche nicht glauben knnen1 mu1 wie einst1 der ,priester1 an den sie glauben1 weil sie ihn sehen1 vor ,gott vertreten4 ,die sogenannten ,gebildeten zu ,luthers ,zeit glaubten tatschlich alle nicht mehr an den ,priester und das opus operatum2 ber diese ,stufe waren sie hinaus4 ,luther wurde deshalb in diesem ,punkte1 im ,kampfe gegen die ,zeremonien1 sehr gut verstanden2 die ,kirche selbst machte sich schleunig seine ,gedanken ber die ,werke zu eigen4 ,im ,gegensatz zu den ,zeremonien empfahl ,luther damals ,werke der christlichen ,liebe3 man diene ,gott1 sagte er1 wenn man mit dem bisher durch allerhand ,werke verschlungenen ,gelde den ,armen beistehe oder seine ,familie versorge4 ,er betonte damals1 da jeder ,christ ein ,heiliger sei1 das heit ein ,gott geweihter ,mensch1 und da man ,gott mehr diene1 wenn man den lebenden ,heiligen in der ,not helfe1 als wenn man den toten ,heiligen opfere4 ,dies leuchtete der damaligen1 besonders der nordischen1 auf das ,weltliche und ,moralische gerichteten ,menschheit sehr ein1 und ,luther bemerkte bald1 da die guten ,werke blieben1 nur da die gottesdienstlichen durch die weltdienstlichen oder brgerlichen ersetzt wurden4 ,wenn er selbst den ,armen half1 so geschah es im ,glauben1 das heit sein ,herz trieb ihn dazu2 aber die anderen bten die ,werke der ,liebe um irgendeines weltlichen ,zweckes willen1 sei es der brgerlichen ,ordnung wegen1 oder um ihr ,gewissen zu beschwichtigen1 oder um fr mildttig gehalten zu werden oder was sonst immer4 ,nur betonte ,luther1 da unter den zu verdammenden guten ,werken durchaus nicht nur die ,zeremonien1 sondern ebensowohl die moralischen ,handlungen zu verstehen seien2 und du weit ja1 da dieser verzweifelte ,kampf gegen die ,moral dann sein ,leben ausfllte1 ohne ,ergebnis und ohne ,verstndnis seiner ,anhnger4 ,trotzdem verfiel er nie in den ,irrtum1 nun etwa doch zu den ,zeremonien zurckzukehren1 wie so viele andere getan htten2 man kann immer nur wieder das ,allumfassende und ,unbestechliche an ,luthers ,geist bestaunen4 ,waren deshalb die ,zeremonien besser1 weil die ,moral noch gefhrlicher war8 ,die ,prfungen1 die der ,auserwhlte zu bestehen hat1 werden immer schwerer1 wie in der ,zauberflte4 ,die ,versuchungen des ,teufels durch das ,fleisch erscheinen dem fast kindlich1 den der ,teufel in seiner ,majestt1 als ,luzifer1 im ,geiste versucht4 ,auf die ,versuchung der ,moral folgt die1 ohne ,gottes ,beistand vollkommen zu werden1 das heit edel4 ,das alles sah ,luther2 indessen dachte er nie daran1 das ,rad der ,zeit aufzuhalten1 er warnte nur4 ,betrachtet man den ,lauf der ,geschichte1 so sieht man1 da ,gott durchaus nicht mehr bei den ,menschen des ,zeremoniendienstes als bei denen der ,werkheiligkeit war4 ,auer denjenigen1 die ihrer ,natur nach nicht glauben knnen1 weil sie auf einer vorchristlichen ,stufe stehen geblieben sind1 nimmt die ,priesterkirche auch diejenigen auf1 die durch eine ,schwche des ,geistes daran gehindert sind1 die ,allzupersnlichen1 deren groes ,wollen durch keine ,kraft des ,vollbringens gesttzt wird4 ,es ist ,luthers zweiter ,haufen1 soweit er sein ,ziel1 das ,reich des ,geistes1 nicht erreichen kann4 ,diese ,gescheiterten1 die den naiven ,zusammenhang mit der ,welt verloren1 aber den ,mut nicht fanden1 sie entschieden von sich zu stoen und endlich zu berwinden1 retten sich in den ,hafen der ,weltkirche1 die ihnen die ,selbsttuschung gewhrt1 als wren sie mitten in der ,welt bei ,gott4 ,die zu hochmtig waren1 sich vor einer ,person zu demtigen1 die vor ,gott flohen1 der das ,opfer des ,herzens fordert1 unterwerfen sich dem unpersnlichen ,stellvertreter ,gottes1 der1 mit uerlichen ,opfern zufrieden1 weltliche ,gaben dafr gibt1 die aber in der ,welt als gttlich kursieren4 ,es gibt ,menschen1 die nicht zum groen ,haufen zhlen1 sondern ,auserwhlte sein wollen1 aber ohne den ,preis dafr zu zahlen2 die ,priesterkirche ist fr sie wie eine ,universitt1 die den ,doktortitel ohne ,arbeit verleiht1 oder wie ein frstlicher ,hof1 der unbegabte ,eitle zu ,hofpoeten macht4 ,hufig ist das ,katholischwerden fr die ,interessanten der hchste und letzte ,augenblick ihres ,lebens1 dessen ,wesen ,genu ihres ,werdezustandes ist4 ,gehren zur katholischen ,kirche alle ,weltleute1 diejenigen also1 die einer sichtbaren ,mittlerschaft bedrfen1 um das ,unsichtbare zu ergreifen1 so will die lutherische ,kirche durch ,gesetz und ,evangelium zum ,glauben anleiten4 ,sie sammelt diejenigen1 die fr das ewige ,licht empfnglich sind und sich von strkeren ,brdern allmhlich von einer ,klarheit zur anderen fhren lassen wollen4 ,wenn diese ,strkeren1 die wahren ,christen1 der ,kirche auch nicht frmlich einverleibt sind1 so wie ,luther sich das ursprnglich dachte1 so da sie ein ,recht der ,aufsicht ber die ,schwcheren htten1 strmt doch ihr ,geist fortwhrend den unteren ,kreisen zu1 wenigstens kann er es tun4 ,die ,spitze der lutherischen ,kirche wird sich immer in den ,wolken verlieren2 das aber ist kein ,mangel1 sondern ihr eigenstes ,wesen1 in dem ,sichtbares und ,unsichtbares eins werden4 ,sowie die ,auserwhlten sich zu einer sichtbaren ,kirche formten1 wren sie die ,auserwhlten nicht mehr2 der ,geist ,gottes weht1 wo er will1 und lt sich nicht binden4 ,nach ,luther haben immer wieder hochgesinnte ,geistliche versucht1 wahre ,christen zu finden und zur ,hebung des ffentlichen ,geistes zu vereinigen1 woraus die ,rosenkreuzer und hnliche ,verbindungen entstanden2 aber das hat zu keinem ,ziele gefhrt1 whrend ,goethe und ,schiller1 und natrlich nicht nur sie1 mit ihren ,werken dem ,glauben zugute gekommen sind1 ja gerade lutherischen ,geist ausgeteilt haben4 ,der erste ,teil von ,goethes ,faust ist eine dichterische ,gestaltung der wesentlichen ,ideen ,luthers4 ,luther wute genau1 was fr ein ,segen ihm der ,kampf gegen die ,priesterkirche sei4 ,es beglckte ihn1 als er zu der ,einsicht gekommen war1 da der ,papst der in der ,schrift geweissagte ,antichrist sei4 ,als ein ,teil seiner ,anhnger1 namentlich ,melanchthon1 die ,wiedervereinigung mit der ,kirche wnschte1 sagte er zwar1 da man den ,papst anerkennen knne1 wenn er das ,evangelium freiliee und darauf verzichtete1 ,stellvertreter ,gottes auf ,erden sein zu wollen2 aber er setzte hinzu1 da der ,papst das nicht knnte1 selbst wenn er es wollte1 da die ,welt ihn so haben wollte4 ,wer recht hat1 mu wnschen1 das ,gehate zu vernichten2 aber irgendwie wird er doch fhlen1 da das ,gehate dennoch zu seinem ,leben gehrt1 ja1 er wrde es sonst arg nicht hassen4 ,es hat ,maler angezogen1 ,cromwell vor der ,leiche des von ihm getteten ,knigs zu malen3 in jenem ,augenblick mu ihm die ,notwendigkeit des eigenen ,unterganges bewut geworden sein4 ,eine hnliche dunkle ,ahnung mag ,wallenstein bewegt haben1 als man ihm den blutigen ,koller ,gustav ,adolfs brachte4 ,luther hat fters den ,wunsch ausgesprochen1 sein ,tod solle dem ,papsttum ,tod bringen2 und wirklich hat die ,kirche allmhlich ihren mittelalterlichen ,charakter abgetan1 aufgehrt ,ketzer zu verbrennen4 ,ich bin zu selbstschtig1 um zu wnschen1 sie mchten wieder damit anfangen2 das glaube ich aber1 da eine ,erneuerung der ,religion auch eine ,erneuerung der religisen ,gegenstze mit sich bringen wrde4 ,gibt es nicht eine andere ,mglichkeit8 ,ja1 wenn das ,unmgliche wirklich wrde1 und der ,papst darauf verzichtete1 ,stellvertreter ,gottes sein zu wollen1 damit ,christus selbst das ,haupt der ,kirche wrde4 ,es bleibt uns nichts1 als dieses ,urteil ,luthers zu wiederholen1 der ja keine neue ,kirche grnden1 sondern die alte erneuern wollte4 ,noch im siebzehnten ,jahrhundert betonten die ,evangelischen1 da sie die eigentlichen ,katholiken wren1 die ,glieder der urchristlichen ,kirche4 ,vielleicht wird einmal noch die ,idee des ,mittelalters verwirklicht3 ein ,kaiserreich des ,sichtbaren1 begeistert und beseelt durch das in ihm wirkende ,reich des ,unsichtbaren1 die ,kirche4 ,,xxi ,luther datierte seine endgltige ,erlsung von der ,melancholie nicht von dem ,augenblick1 wo er durch ,staupitzens ,vermittelung das ,wesen ,gottes erkannte1 sondern von dem1 wo er auf ,staupitzens ,befehl ,professor und ,prediger wurde4 ,dieser erste ,schritt ri ihn gttlich zwingend auf seine gewaltige ,laufbahn4 ,seine bewute ,seele kmpfte fortwhrend gegen die hohe ,berufung1 wie die ,propheten des ,alten ,bundes sich unter ,qualen gegen ,gottes ,wort wehrten4 ,denn es ist so1 da ,gott die am meisten ,abgesonderten1 die grten ,snder1 zu seinem ,werkzeug whlt2 die ,sterbenwollenden zwingt er zum ,leben1 weil er ein ,gott des ,lebens ist und den ,tod hat4 ,luthers persnliche ,sehnsucht ging in den khlen ,tempel seines ,innern1 und wen rhrte nicht der ,schmelz seiner ,stimme1 wenn er dort kniet und anbetet4 ,die ,sigkeit dieser ,stimme stand aber in ,wechselbeziehung zu ihrer donnernden ,kraft im ,kampfe gegen die ,welt4 ,einen ,gegensatz zur ,welt bedingt das ,christentum2 ist dieser ,gegensatz einmal da1 die ,wendung nach dem ,unsichtbaren hin vollzogen1 so folgt natrlich die ,neigung1 sich ganz von der ,welt abzulsen und in ,gott zu versenken4 ,dies ist der ,punkt1 an dem viele1 die berufen sind1 scheitern3 sie wissen nicht oder wollen nicht wissen1 da ,gott zwar der ,unsichtbare ist1 aber im ,sichtbaren erscheint2 da er das ,zeichen zum ,wort gesetzt hat4 ,gott1 die ,liebe1 hat sich als ,form1 als ,tat1 als ,wahrheit geuert2 daraus folgt1 da auch wir uns uern und bettigen sollen4 ,das ,reich ,gottes besteht nicht in ,worten1 sondern in der ,kraft4 ,gott sollen wir nicht nur im ,herzen erkennen1 sondern auch ffentlich bekennen4 ,christus war die ,liebe1 die ,tat wurde1 und ,liebe1 die nicht ,tat wird1 ist keine ,liebe4 ,das enge ,herz1 das nur die eigene ,welt erhlt1 ist menschlich2 das gttliche hat einen berflu1 der in die ,welt hinaus wirkt4 ,das ,problem der ,beziehungen des ,menschen zu ,gott und den ,menschen wurde zu ,luthers ,zeit als das ,verhltnis von ,glaube und ,liebe verhandelt2 ob der ,glaube der ,liebe vorangehen msse oder umgekehrt1 und welches von beiden grer sei4 ,da ,luther damit begann1 die guten ,werke zu bekmpfen1 war es natrlich1 da er zuerst die ,notwendigkeit des ,glaubens1 der gttlichen ,gesinnung1 betonte1 die ,bettigung derselben nicht oder weniger erwhnend1 hauptschlich auch deshalb1 weil sie ihm1 seiner ,natur nach1 selbstverstndlich war2 indessen fgte er doch stets hinzu1 da aus dem ,glauben an ,gott die ,liebe zu den ,menschen von selbst folge1 ja er sagte einmal1 da ,glaube und ,liebe berhaupt zusammenfielen1 in der ,weise1 da man ein und dieselbe ,kraft in bezug auf ,gott ,glaube1 in bezug auf die ,menschen ,liebe nennte4 ,bekanntlich hat ,paulus in seinem ,hoheliede der ,liebe gesagt3 ,und wenn ich allen ,glauben htte1 also da ich ,berge versetzte1 und htte der ,liebe nicht1 so wre ich nichts4 ,luther mibilligte das insofern1 als es keinen ,glauben1 das heit natrlich keinen ,glauben an ,gott1 ohne ,bettigung in der ,liebe zu den ,menschen gebe4 ,gott liebt die ,menschen1 weil sie seines ,geschlechts sind2 ,liebe ist das ,bewutsein der ,zusammengehrigkeit4 ,wer die ,zusammengehrigkeit der ,menschen nicht erkannt hat1 hat auch ,gott nicht erkannt1 von dem alle ,menschen ausgehen und in den alle mnden4 ,plenitudo legis est dilectio1 die ,liebe ist des ,gesetzes ,erfllung4 ,wer die ,menschen liebt1 ist glubig und ,gottes ,kind1 wenn er es auch selbst nicht wte1 ja mit ,worten bestritte2 wer die ,menschen nicht liebt1 ist unglubig1 wenn er auch sein ,leben mit der ,betrachtung ,gottes und ,beobachtung gttlicher ,gebote zubrchte4 ,und wenn ich alle meine ,habe den ,armen gbe und liee meinen ,leib brennen1 und htte der ,liebe nicht1 so wre mirs nichts ntze4 ,wie aber aus dem ,glauben an ,gott mit ,notwendigkeit die ,liebe des ,gttlichen in der ,menschheit fliet1 so der ,ha des ,ungttlichen in ,form1 ,tat und ,wort4 ,wenn man die ,darstellungen ,christi in der bildenden ,kunst betrachtet1 so sieht man1 wieviel besser die ,menschen den liebenden und verzeihenden ,christus als den zrnenden begreifen2 da es keine ,liebe des ,guten ohne ,ha des ,bsen und ,kampf gegen das ,bse gibt1 mchten sie sich gern verhehlen4 ,dennoch schildert die ,heilige ,schrift ,christus deutlich als den kmpfenden und triumphierenden ,helden1 den allerdings im ,gefhl seiner ,liebe1 im ,bewutsein seines ,rechtes1 seines notwendigen ,unterganges in der ,welt und seines ,sieges im ,geist auch im glhendsten ,zorne eine groherzige ,gelassenheit1 eine strenge ,sammlung nie verlt4 ,christus ist zu einem ,zeichen gesetzt1 dem widersprochen werden soll1 sagt ,luther einmal1 und viele werden sich an ihm stoen1 fallen und sterben4 ,alles ,streiten und ,krieg des ,alten ,testaments sind ,figur gewesen der ,predigt des ,evangelii1 das mu und soll ,streit1 ,uneinigkeit1 ,hader und ,rumor anrichten4 ,da ,christus selbst gesagt hat1 er sei nicht gekommen1 den ,frieden zu bringen1 sondern das ,schwert1 wirst du wissen4 ,sowie ,christus das ,boot betrete1 sagt ,luther1 erhebe sich ,sturm1 und ein anderes ,mal3 ,denn wo der ,mann kommt und sich sehen lt1 da hebt sich bald ein ,rumor und ,fallen an4 ,widerspruch erregt und berwindet ,christus durch die ,liebe und die ,wahrheit1 die er vertritt1 gegenber der ,selbstsucht und der ,lge1 die in der ,welt herrschen4 ,mitten in den ,kampf ums ,dasein hinein verkndet er das ,recht der ,liebe2 der ,lge und ,selbsttuschung der ,welt1 da sie1 die ,scheinende1 ,gott sei1 stellt er die ,wahrheit entgegen1 da er1 der ,unsichtbare1 ,gott ist4 ,den einzelnen1 der sich an ,gottes ,stelle setzt1 wirft er vom angematen ,throne und ruft ihm zu1 da ,gott im ,ganzen ist1 whrend der einzelne vergeht4 ,darum kann es nicht anders sein1 als da die wahren ,christen um ,christi willen werden ,verfolgung leiden4 ,kein ,volk auf ,erden mu solchen bitteren ,ha leiden1 sie mssen ,ketzer1 ,buben1 ,teufel und die schdlichsten ,leute auf ,erden heien4 ,ja1 man erkennt die ,auserwhlten daran1 da sie von der ,welt gehat werden4 ,da ,luther die ,werke1 durch die der ,glaube sich bettigt1 den ,kampf gegen das ,bse auer uns1 sowie den ,kampf gegen das ,bse in uns1 diesen allerbittersten und allerschwersten verhltnismig viel weniger als den ,glauben betonte1 ist aus seiner ,furcht zu erklren1 die ,menschen wrden diese unwillkrlichen ,werke1 die der ,glaube von selbst mit sich bringt1 mit den willkrlichen ,werken der ,moral verwechseln4 ,dazu kommt1 da derjenige1 der wirklich ,glauben und ,liebe hat und sie mit ,notwendigkeit bettigt1 vergit1 davon zu sprechen4 ,luthers ,leben war ein fortwhrendes ,ausben der ,liebe1 ein bestndiges ,sichopfern fr die ,menschen4 ,er wandte sich nicht mit vornehmer ,verachtung von der ,welt ab1 sondern warf sich mitten in sie hinein1 so da er kaum noch1 wie man sinnvoll sagt1 zu sich selbst kam4 ,das ist es eben1 was den ,christen macht3 ,der sinnliche ,mensch bejaht die ,welt und geniet sie1 der ,buddhist oder ,mystiker verneint sie und entsagt ihr1 der ,christ bejaht und verneint sie zugleich1 das heit er berwindet sie4 ,gewi hat ,luther die ,hlfte seines kstlichen ,lebens damit zugebracht1 ,mansfeldische ,suhndel zu schlichten1 vom selben ,wert wie jener letzte von allen1 nach dessen ,beilegung er starb4 ,er war der ,beschtzer aller ,schwachen und ,unterdrckten ohne eine ,spur von ,menschenfurcht4 ,was menschliche ,gre ist1 kann man aus ,luthers ,briefen an die ,frsten1 mit denen er zu tun hatte1 ersehen1 vor allem an seine kurschsischen ,oberherren4 ,es ist1 als hre man ,gott selbst sprechen3 gtig1 langmtig1 wahr1 die ,herzen kennend und fhrend1 zuweilen streng und blitzend1 immer weit1 himmelweit berlegen4 ,die gegnerischen ,frsten donnert er zusammen1 da man meint1 es bleibe kein ,stck von ihnen brig2 aber bei alledem ist es ,donner1 der aus einem ,himmel unerschpflicher ,liebe kommt4 ,man begreift nicht1 wie er die ungeheure ,arbeit1 die ihm durch die ,sorge fr andere ,menschen auferlegt wurde1 bewltigte2 in der ,tat htte menschliche ,kraft dazu nicht ausgereicht4 ,solche ,menschen pflegen nicht viel von ,liebe zu reden2 tat ,luther es einmal1 so wurde allen anderen bange1 weil sie merkten1 da das1 was sie ,liebe oder ,mitleid nannten1 gar nicht ,liebe war4 ,sein ,wirken ging immer gleichzeitig nach drei ,seiten3 liebend gegen die ,hilfsbedrftigen1 hassend gegen die ,bsen1 mahnend gegen die ,gleichgltigen4 ,der schwerste ,kampf ist eigentlich gar nicht der gegen das ,bse2 sondern der gegen die menschliche ,trgheit1 die unter der ,maske der ,nachgiebigkeit1 ,vershnlichkeit und ,milde das ,bse und ,unwahre vertuscht und sich dem ,kampfe entziehen will4 ,wenn du ber das ,evangelium richtig denkst1 kann seine ,sache nicht ohne ,aufruhr1 ,skandal1 ,unruhe gefhrt werden4 ,du wirst aus dem ,schwert keine ,feder1 aus dem ,kriege keinen ,frieden machen3 das ,wort ,gottes ist ,schwert1 ist ,krieg1 ist ,verderben1 ist rgernis1 ist ,gift und wie ein ,br auf der ,strae und ein ,lwe im ,walde4 ,so schrieb er an seinen ,freund ,spalatin1 den ,hofkaplan des ,kurfrsten1 der die ,gegenstze wohl sah1 aber nach weltlicher ,art umgehen wollte4 ,hte dich zu glauben1 schrieb er demselben1 du knntest ,christus in der ,welt frdern mit ,frieden und ,sanftmut1 der mit eigenem ,blute gekmpft hat wie nach ihm alle ,mrtyrer4 ,die ,welt zieht deshalb den stets zum ,vertuschen neigenden ,melanchthon dem nie die ,wahrheit verleugnenden1 kmpfenden ,luther vor4 ,auf ,melanchthon allein gestellt1 wrde das von ,luther neu aufgerichtete ,evangelium kaum eine ,spur hinterlassen haben2 auch so verflachte es bald nach ,luthers ,tode4 ,das ,grte ist1 mit seiner ,person fr sein ,wort eintreten1 das ist1 es mit seiner ,person wie mit einem ,schilde decken2 aber es gehrt dazu ein trefflicher ,mann1 der ein ,lwenherz habe1 unerschrocken die ,wahrheit zu sagen4 ,die meisten ,kmpfer unterscheiden sich von ,luther dadurch1 da sie nicht aus ,liebe ,gottes und ,ha des ,teufels1 sondern aus ,eitelkeit1 ,neid und persnlichem ,ha kmpfen2 ,luther hatte nur wenig redliche ,gegner und keinen von gttlicher ,liebe in den ,kampf getriebenen4 ,viele unter seinen ,feinden waren ,neider und ,nebenbuhler1 denen seine ,gre keine ,ruhe lie2 nachdem er das ,tor der ,erkenntnis aufgebrochen hatte1 drngten sie nach und wollten die vordersten sein4 ,anderen war es um ihre weltlichen ,vorteile zu tun1 andere wollten nur ,aufsehen erregen4 ,luther durchschaute seine ,gegner1 und es war nicht anders mglich1 als da sie ihm widerwrtig waren1 denen es immer in erster ,linie um sich selbst1 nicht um die ,wahrheit zu tun war2 aber selbst ,karlstadt1 der ihm mit seiner ,eitelkeit das ,leben so sauer gemacht hat1 nahm er liebevoll auf1 als derselbe sich im ,elend an ihn wandte1 und wurde sein ,frbitter beim ,kurfrsten4 ,was fr gromtige ,liebe bricht aus seinen ,worten ber kolampad mitten im ,abendmahlstreit3 ,welchem ,gott viel ,gaben geschenkt hat vor viel anderen und mir ja herzlich fr den ,mann leid ist4 ,wer in solchen ,worten den ,rhythmus des ,herzens nicht fhlt1 dem hat es selbst nie geschlagen4 ,kein einziger von ,luthers ,gegnern1 wie bedeutend er auch sein mge1 hat wie er ,worte der ,liebe2 wie auch keiner wie er ,worte des ,zornes und ,hasses hat4 ,gegen die ,mystiker aller ,art verhielt sich ,luther deshalb streng ablehnend1 weit mehr als gegen schlechtweg weltliche1 religis gleichgltige ,leute4 ,er nannte sie ,enthusiasten1 ,schwrmer und ,flattergeister1 insofern sie ,gott nicht in der sinnlichen ,erscheinung suchen1 wo sie ihren ,glauben irgendwie bettigen mten1 sondern im ,geist1 der eigentlich nirgends ist1 und wo sie deshalb nur zu schwrmen und zu flattern brauchen4 ,ich hasse die ,flattergeister und liebe dein ,gesetz1 sagte ,luther mit ,david1 das gttliche ,gesetz1 das ,gehorsam und ein bestimmtes ,tun verlangt1 der unfruchtbaren ,gefhlsschwelgerei des ,mystikers entgegenstellend4 ,alles ,frommtun im ,winkel1 das ,pochen auf gttliche ,eingebung auerhalb der ,bibel1 die ,heiligkeit und ,rhrseligkeit gewisser ,wanderprediger1 jede ,absonderung vom allgemeinen und ffentlichen ,gottesdienst1 wie sich das bei ,waldensern und hnlichen ,sekten fand1 flte ,luther ,abneigung und ,mitrauen ein1 auch wenn es zunchst sittlich makellos erschien4 ,zahlreiche ,beispiele bewiesen1 wie leicht die bersinnliche ,geistigkeit in ungeistige ,sinnlichkeit1 in ,zgellosigkeit nach jeder ,richtung umschlgt4 ,aber auch die ,mystik feiner1 gutgesinnter ,menschen bekmpfte er1 zum ,beispiel an ,staupitz1 den er wohl von allen ,menschen am meisten geliebt hat4 ,ohne da er darin je nachgelassen htte1 forderte er doch auch von ihm lautes ,bekennen und ,eintreten fr seinen ,glauben4 ,selig1 wer sich vor der ,welt ,ohne ,ha verschliet4 ,empfunden hat das ,luther auch2 viel mehr als ,goethe1 da er sich der ,welt weit mehr in ,liebe und ,ha opferte und deshalb mehr unter ihr litt4 ,gegen das ,ende seines ,lebens verlie er einmal ,wittenberg1 um nie mehr zurckzukehren1 so widerte ihn die zunehmende ,gottlosigkeit seiner ,umgebung an2 aber die ,bitten seines ,frsten bewogen ihn1 das ,joch wieder auf sich zu nehmen4 ,der gemarterte ,prophet sehnte sich bitterlich nach ,ruhe2 aber der ,gott des ,lebens hie ihn bis zum letzten ,atemzuge leben4 ,leben ist die ,aufgabe des ,menschen und der ,lohn des ,heiligen1 ,tod ist das ,ziel des ,sichabsondernden und seine ,strafe4 ,da ,tolstois ,kampf1 der mit so groer ,gebrde der ,welt den ,handschuh hinwarf1 doch verhltnismig wenig fruchtete1 lag1 wie mir scheint1 an einer gewissen persnlichen ,verschrobenheit und ,schrullenhaftigkeit1 die nun einmal den heutigen ,menschen anhngt4 ,wir sind allzu persnlich geworden2 unsere ,verschiedenheit von den anderen1 unser ,frsichsein1 sollte das ,geprge sein1 das das ,allgemeine1 das ,gttliche1 uns zueignet2 aber es ist eine ,maske geworden1 unter der das ,allgemeine geschwunden ist4 ,unsere ,herzen sind teils zu enge1 teils zu weit2 sie haben den rhythmischen ,wechsel von ,flut und ,ebbe nicht mehr4 ,alle die einzelnen1 um die sich in ,deutschland ,gemeinden sammeln1 haben weit mehr als ,tolstoi etwas ,gewaltsames1 ,groteskes1 ,winkelpredigerhaftes1 ,lcherliches4 ,die meisten von ihnen sind durch die ,worte des ,paulus gerichtet3 ,und wenn ich mit ,menschen- und mit ,engelzungen redete1 und htte der ,liebe nicht1 so wre ich ein klingendes ,erz und eine tnende ,schelle4 ,sie wren wohl auch niemals auf den ,markt getreten1 wenn sie des ,weihrauchs entbehren knnten1 und mit ,recht3 ihr bichen ,gotthnlichkeit kann sich unserem glaubenslosen ,klima nicht aussetzen4 ,an die ,stelle von ,ha und ,liebe1 von ,kampf und ,opfer tritt bei den allzu persnlichen1 unglubigen ,menschen unserer ,zeit1 bei den ,heuchlern und ,gleisnern die ,medisance4 ,man lt sich gefallen1 was einem zuwider ist1 und es ist einem alles zuwider auer man selbst2 aber man rcht sich daran durch einen ,spott1 der zu hflich ist1 um eine ,herausforderung zu sein1 und witzig genug1 um sich ntigenfalls fr einen ,spa auszugeben4 ,die ,duldsamkeit ist nicht auf ,gromut gegrndet1 sondern auf ,gleichgltigkeit oder ,angst vor dem ,kampfe4 ,luther war allerdings der erste1 der in religisen ,dingen den ,grundsatz der ,toleranz aufstellte2 aber nur insoweit er es fr unsinnig erklrte1 ,irrende dadurch berzeugen zu wollen1 da man sie verbrennte4 ,mit dem ,wort aber solle man sich befehden1 und er selbst vergleicht sich mit dem ,propheten1 der in einer ,hand die ,kelle fhrte und baute1 in der anderen das ,schwert1 um sein ,werk gegen die ,feinde zu verteidigen4 ,in einem brieflichen ,gutachten an seinen kurfrstlichen ,herrn schrieb er die berhmten ,worte3 ,man lasse sie nur getrost und frisch predigen1 was sie knnten1 und wider was sie wllen2 denn wie ich gesagt habe1 es mssen ,secten seyen 7#a4 ,kor4 #aa1 #ai71 und das ,wort ,gottes mu zu ,felde liegen und kmpfen1 daher auch die ,evangelisten heien ,heerscharen und ,christus ein ,heerknig ist der ,propheten4 ,ist der ,geist recht1 so wird er sich vor uns nicht furchten und wohl bleiben4 ,ist unser recht1 so wird er sich vor ihnen auch nicht1 noch vor jemand furchten4 ,man lasse die ,geister aufeinander platzen und treffen4 ,werden etliche indes verfhrt1 wohlan1 so gehts nach rechtem ,kriegslauf2 wo ein ,streit und ,schlacht ist1 da mssen etliche fallen und wund werden2 wer aber redlich ficht1 wird gekrnt werden4 ,fr ,luther war der ,christ wesentlich der ,ritter1 wie spter fr ,gustav ,adolf der ,kavalier1 der fr ,gottes ,wort kmpft4 ,ein ,christenleben soll ein ,krieg sein1 und die das ,wort haben1 sollen vorhergehen in der ,heerspitzen1 das ,schwert in der ,faust haben und den ,haufen hinter sich herziehen1 gerstet sein und allerwege auf die ,puffe warten1 wie in einer rechten ,schlacht2 sonst liegen wir bald darnieder4 ,dickens1 auch ein ,genie der ,liebe1 pflegte whrend seines ,aufenthaltes in ,lausanne eine ,blindenanstalt zu besuchen und beobachtete dort ein zehnjhriges ,mdchen1 das taub1 stumm und blind geboren war und bisher ganz ununterrichtet im ,hause seiner ,eltern gelebt hatte4 ,sowie man dies ,kind sich selbst berlie1 das heit1 es nicht anrhrte1 kauerte es sich mit an die ,ohren hinaufgezogenen ,hnden nieder1 genau in der ,haltung eines ,kindes vor seiner ,geburt1 und blieb so4 ,es fiel ,dickens auf1 da dies auch die ,haltung der ,wilden ist1 wie verschiedene ,reisende sie beschrieben haben1 unter anderem ,defoe3 ,ihre ,haltung bestand gewhnlich darin1 da sie auf der ,erde saen1 die ,knie an den ,mund hinaufgezogen und den ,kopf zwischen beiden ,hnden auf die ,knie herabgeneigt2 und er erkannte es als die embryonische ,haltung der noch unentwickelten ,seele4 ,in der ,anstalt versuchte man nun eine ,verbindung des ,kindes mit der ,auenwelt herzustellen4 ,der ,direktor gab ihr zwei glatte runde ,steine1 die sie zwischen den ,hnden hin und her rollte3 ,sie scheint zu denken1 da dies zu etwas fhren soll1 erkennt deutlich die ,hand1 welche ihr die ,steine gibt1 als eine freundliche und schtzende1 und sitzt stundenlang ganz geschftig da4 ,man gewhnte ihr die seltsame kauernde ,haltung ab1 erweckte in ihr das ,vergngen an der ,geselligkeit1 und sie begann zu lachen und in die ,hnde zu klatschen4 ,ich habe nie in meinem ,leben etwas in seiner ,art ,ergreifenderes gesehen1 erzhlt ,dickens1 als da man sie neulich in die ,mitte einer ,gruppe blinder ,kinder stellte1 die zur ,klavierbegleitung im ,chore sangen1 und ihre ,hand mit dem ,instrument in ,zusammenhang setzte und hielt4 ,ein ,schauer durchdrang ihr ganzes ,wesen1 ihr ,atem wurde schneller1 ihr ,gesicht rtete sich1 und ich kann es mit nichts anderem vergleichen1 als mit der ,wiederbelebung eines beinah toten ,menschen4 ,es war wahrhaft erschtternd1 zu sehen1 wie die ,empfindung der ,musik die in ihr verschlossene ,seele erregte und aufscheuchte4 ,ich mute an das ,bild denken1 wie ,gott mit seinem ,finger den noch in seiner bewutlosen ,dumpfheit daliegenden ,menschen anrhrt und durch das berstrmen seiner ,kraft das schlafende ,herz weckt4 ,die ,stellung1 die ,dickens beschreibt1 ist die des ganz einsamen ,ich1 des noch nicht mit der ,auenwelt verbundenen ,ich1 das eigentlich noch gar keins ist1 weil es seiner noch nicht bewut geworden ist2 es ist die ,stellung der ,seele des an ,dementia1 an ,geistesabwesenheit ,kranken1 des sich selbst anbetenden ,unglubigen1 des hochmtig und furchtsam zugleich vor dem ,kampfe des ,lebens sich ,verkriechenden4 ,man kann auch sagen1 es ist die ,haltung der ,seele des ,nichtchristen und des modernen ,menschen4 ,und wie erschtternd1 da ,dickens durch jenes ,schauspiel so erschttert wurde1 der ,mensch mit dem zarten1 scheuen ,kinderherzen1 dennoch in einem bestndigen qualvollen ,kampfe den ,abgrund berwand1 der ihn von den anderen ,menschen trennte1 um sich ihnen hinzugeben und sie an sich zu reien4 ,in ganz anderen ,formen sich darstellend1 ist es doch dem ,gehalte nach das ,leben ,luthers4 ,es ist auffallend1 wie die ,menschen der neuen ,zeit zur indischen ,philosophie hinneigen1 sei es1 da sie indische ,ideen in die christliche ,religion hineinlegen oder geradezu die indische ,philosophie ber die christliche ,religion erheben4 ,religion ist nur das ,christentum1 ja1 ,christentum und ,religion ist gleichbedeutend1 denn es ist die ,verbindung der ,menschheit zu einem ,ganzen4 ,der ,christ ist der1 dem die ,tat und das ,wort gegeben sind1 die die ,menschen zu ,brdern und zu ,gottesshnen macht4 ,der ,christ wei1 da der ,geist im ,blute ist1 ausgegossen zugleich mit dem vergossenen ,blute ,christi1 und da wir nur1 wenn wir auch unser ,blut vergieen1 zu ,gottmenschen werden4 ,die ,frau vergiet ihr ,blut1 indem sie ,kinder hervorbringt und alle ,liebebedrftigen als ihre ,kinder liebt1 der ,mann1 indem er nicht nur fr die ,seinigen1 sondern1 soweit sein ,einflu reicht1 fr alle ,hilfsbedrftigen kmpft4 ,du verstehst wohl1 ohne da ich es ausdrcklich bemerke1 da ich nicht an ,krieg und ,schwert denke1 obwohl ja auch das in ,betracht kommen kann2 ,liebe ist tatschlich ein ,blutvergieen1 die starke ,bewegung eines ,herzens1 das sein ,blut durch den ganzen ,krper hinstrmt und ihn dadurch vergeistigt4 ,die ,seele ist das im ,gehirn sich spiegelnde ,herz1 das bewut gewordene ,ich4 ,setzt das ,blut sich im ,gehirn fest1 so wird es dem ,herzen entzogen1 das ,dunkel des ,allerheiligsten wird allmhlich hell gemacht1 die ,kraft in ,wissen verwandelt1 der ,mensch entherzt1 entgeistet1 entgttert4 ,es ist ein groer ,augenblick1 wenn das ,ich sich erkennt2 reit es sich aber nicht rechtzeitig vom ,spiegel los1 so ist es wie ,narzi verzaubert und verloren4 ,hier mu sich der ,christ seines ,herrn erinnern1 der sich als ,gottes ,sohn erkannte1 aber1 wie es in der ,bibel so schn heit1 seine ,gottheit nicht fr einen ,raub hielt1 nicht fr sich behielt1 sondern seinen geringeren ,brdern opferte4 ,je hher wir zu stehen glauben1 desto mehr sollten wir uns getrieben fhlen1 uns anderen hinzugeben4 ,nicht da wir1 wie ,don ,quichotte1 der ,welt unsere ,ritterdienste aufzwingen sollen2 das mchten die modernen ,menschen wohl auch1 ruhmvolle ,taten tun1 unerhrte ,opfer bringen1 zu denen durchaus keine ,gelegenheit ist4 ,auch da kann man wieder von ,luther lernen1 da es darauf ankommt1 das ,nchstliegende zu tun1 da wir uns nicht mit selbstausgedachten1 wunderlichen ,geboten qulen sollen1 whrend wir nicht imstande sind1 die einfachen1 von ,gott gegebenen zu erfllen4 ,,xxii ,einer von den neuen ,bibelbersetzern hat herausgefunden1 da ,luther den ,spruch1 es werde eher ein ,kamel durch ein ,nadelhr gehen1 als da ein ,reicher in das ,reich ,gottes eingehen werde1 falsch bersetzt habe1 indem das betreffende ,wort nicht ,nadelhr1 sondern eine besondere ,tr1 ich glaube eine niedrige ,stalltr heie1 durch welche ein ,kamel allenfalls1 wenn auch mit ,mhe1 sich zwngen knne4 ,dies erzhlte jemand in einer ,gesellschaft nicht ohne ,genugtuung und mit einer gewissen ,schadenfreude1 da seinesgleichen durchaus nicht vom ,himmel ausgeschlossen sei1 wenn er etwa hinein wolle4 ,ich finde1 man knnte immerhin beim ,nadelhr bleiben1 das am anschaulichsten ausdrckt1 was die ,meinung der ,heiligen ,schrift und ,luthers war1 da es nicht unmglich1 aber doch einem ,wunder gleichzuachten sei1 wenn ein ,reicher in das ,reich ,gottes eingehe4 ,man mu nur bedenken1 da das ,reich ,gottes das ,reich des ,geistes1 das innere ,reich ist1 das zum ,reiche der ,welt1 dem ueren ,reiche1 im ,gegensatz steht1 ebenso wie ueres und ,inneres einander entgegengesetzt sind4 ,im ,gelde ist die ,welt verdichtet1 insofern man fr ,geld die ueren ,gter haben kann1 und ,geld ist also schon ein ,ausdruck dafr1 da jemand in der ,welt heimisch ist2 ,reichtum ist ein ,ergebnis1 ein ,aushngeschild der ,welt1 das beweist und nicht erst noch bewiesen zu werden braucht4 ,es beweist1 da1 wenn nicht der ,reiche selbst1 so doch seine ,eltern oder entferntere ,vorfahren ,weltmenschen waren1 und da seine eigene ,neigung zum ,geistes- oder ,herzensleben nicht so stark ist1 da seine weltliche ,erbschaft dadurch beeintrchtigt wrde4 ,letzteres ist auch aus folgendem ,grunde schwierig3 ,reichtum wird auf einem ,hhepunkte der ,kraft erworben1 die bei den ,erben schon nachzulassen anfngt2 es kann demnach in der ,regel nur ein geringes ,ma von ,kraft auf die ,erwerbung der geistigen ,gter verwendet werden4 ,auch vererbt sich die weltliche ,begabung1 welche den ,vorfahren zu ,erfolgen in der ,welt verhalf1 wenn auch nur in dem negativen ,sinne1 da die ,flgel1 deren der ,geistesmensch bedarf1 durch langen ,nichtgebrauch lahm geworden sind4 ,niemand wickelt sich in weltliche ,geschfte1 der gttlicher ,ritterschaft warten will1 sagte ,paulus4 ,es ist unmglich1 da jemand1 der stark im ,geiste lebt1 im ,kampfe um uere ,gter siegreich sein1 berhaupt sich in ihn ernstlich einlassen wird4 ,und wo ,christus ist1 da ist auch ,armut1 sagt ,luther4 ,verdient ein ,auserwhlter etwa auch ,geld1 so wird er es doch nicht festhalten knnen1 da er zum ,geben1 ,mitteilen und ,verschwenden berhaupt geneigt sein wird4 ,wer liebt1 verschwendet allezeit4 ,es wird aber auch schwerlich ein ,genie viel verdienen2 denn die ,welt bezahlt nur1 was ihr ntzt1 die ,wahrheit ntzt ihr aber durchaus nicht1 steht eher im ,gegensatz zu ihr oder geht sie nichts an4 ,erst wenn das ,gttliche verweltlicht ist1 wenn die ,idee irgendwie fr weltliche ,zwecke ausgebeutet werden kann1 wird es bezahlt2 dann aber pflegt derjenige nicht mehr zu leben1 durch den es offenbart wurde4 ,erschiene ,christus jetzt ohne ,ausweis1 der seine ,identitt feststellte1 so wrde er wieder gekreuzigt in irgendeiner ,form1 obwohl die ,welt sich nach seinem ,namen nennt4 ,luther sagte nun allerdings1 es knne wohl auch ein ,reicher ins ,himmelreich kommen1 wenn er nmlich geistig arm sei1 das soll heien1 wenn er seinen ,reichtum so habe1 als habe er ihn nicht1 als knne er ihn jeden ,augenblick verlieren1 ohne in seinem ,inneren dadurch beeintrchtigt zu werden4 ,in den ,hnden solle das ,gut sein1 nicht im ,herzen1 sagte er an anderer ,stelle4 ,ist es aber nicht im ,herzen1 so wird es auch leicht aus den ,hnden flieen4 ,und wie sollte jemand1 der die ,mglichkeit hat1 die ,welt zu genieen1 nicht dazu verlockt werden1 es zu tun8 ,das wrde auf einen ,mangel an ,kraft und ,genufhigkeit oder an ein berwiegen der ,moral1 also auch wieder auf eine geistige ,hemmung deuten4 ,geniet einer aber die ,welt1 so wird er dadurch allzu leicht vom ,reiche des ,geistes abgezogen4 ,ganz besonders wird einem gttlichen ,herzen durch die ,hilfsbedrftigkeit derer1 die kein ,geld haben1 berflssige ,gelegenheit gegeben1 das seinige loszuwerden4 ,es emprt mich1 wenn man mit einer gewissen hochmtigen ,nachsicht ber die ,unordnung urteilt1 die in den ,finanzen des alternden ,rembrandt herrschte4 ,es geht gegen die gttliche ,logik1 da ein ,genie ein guter ,haushalter ist2 ist es doch einer1 so gehrt das zu den ,freiheiten1 die ,gott sich seinen ,gesetzen gegenber herausnimmt4 ,goethe wird deswegen von allen ,weltmenschen auf den ,schild gehoben1 weil er zu beweisen scheint1 da man ,weltmann und ,genie zugleich sein knne2 und es ist gewi1 da er einer von den hochgeistlichen ,menschen war1 wie ,luther es ausdrckte1 die sich tief in die ,welt verwickeln knnen1 ohne ihren gttlichen ,geist dabei einzuben4 ,andererseits beruht dies ,phnomen wie ,goethes ,langlebigkeit doch auf einer ,selbstbeschrnkung1 auf einem ,sparen mit ,herzkraft2 das ermglichte die ,erscheinung eines vollstndig abgerollten1 auf allen seinen ,stufen mustergltigen ,lebens1 das bewundernswert ist1 aber nicht bewundernswerter als ein krzer zusammengedrngtes und schneller verschwendetes wie das von ,shakespeare1 ,beethoven oder ,luther4 ,es ist wahr1 da man auch in weltlichen ,dingen1 ich meine in weltlich frdernden ,dingen1 von ,goethe lernen kann2 aber braucht man ein ,genie dazu8 ,wenn nur das ,gttliche mit ihm erscheint1 das niemand lernen kann1 das aber berspringt und zndet wie der ,funke von der ,flamme4 ,luther htte sehr reich werden knnen1 mir scheint1 einer der reichsten ,deutschen in damaliger ,zeit2 denn es gibt doch keinen ,schriftsteller1 der so gelesen worden wre4 ,er hielt aber daran fest1 kein ,geld fr seine ,bcher zu nehmen1 und lebte von einem drftigen ,professorengehalte4 ,einmal hatte er sogar1 wie die ,theologen nicht ohne ,grauen bekennen1 ,schulden4 ,er nahm alle ,zufluchtsuchenden bei sich auf1 beschenkte alle ,armen und ,bettler1 wenn er sonst nichts hatte1 gab er die silbernen ,becher weg1 die ihm zuweilen verehrt wurden4 ,denke aber nicht1 er sei ja ein ,bauer gewesen und habe keine ,bedrfnisse gehabt4 ,jeder geniale ,mensch hat eine starke ,sinnlichkeit1 sieht gern ,schnes1 liebt ,wohllaut1 se ,gerche und ,wohlschmeckendes4 ,die ,frmmler1 die nur von ,gott dem ,geist etwas wissen wollten1 machten es ,luther zum ,vorwurf1 da er die ,laute spiele1 ,hemden mit bunten ,bndern trage1 ,bilder in seinem ,zimmer hngen habe und gern guten ,wein trinke4 ,er hatte sogar zur ,leipziger ,disputation einen ,blumenstrau mitgenommen und zuweilen daran gerochen4 ,dennoch war er fr seine ,person anspruchslos und konnte mit dem ,apostel ,paulus sagen3 ,ich kann niedrig sein und kann hoch sein2 ich bin in allen ,dingen und bei allen geschickt1 beides1 satt sein und hungern1 beides1 brig haben und ,mangel leiden4 ,mir scheint1 es wre nicht so durchaus zu beklagen1 wenn der ,krieg zu einer ,verarmung ,europas fhrte2 vielmehr ist vielleicht gerade das mit der ,zweck des ,krieges1 aber nicht nur eine ,verarmung1 sondern auf der anderen ,seite eine ,bereicherung4 ,man hat viel von der ,verarmung ,deutschlands durch den ,dreiigjhrigen1 den verheerendsten aller ,kriege1 gesprochen2 in ,wirklichkeit hat er nur die ,armen ganz arm1 die ,reichen hat er reicher gemacht4 ,auf dem ,lande namentlich und auch in den ,stdten war ,drftigkeit1 an den ,hfen war berflu sondergleichen2 ,reichtum und ,armut waren also sehr scharf voneinander geschieden und bildeten einen starken ,gegensatz4 ,auf der einen ,seite war uerste ,selbstsucht und ,genufhigkeit1 auf der anderen ,seite ,kampf und ,not2 aber aus den furchtlosen ,herzen der ,gequlten wuchs die ,musik ,bachs1 ein ,baum des ,lebens1 tropfend in allen ,zweigen von ,unsterblichkeit4 ,gott ist consumens et abbrevians3 es wird unendlich viel ,stoff verzehrt1 aber er wird vertreten durch die ,schnheit und ,wahrheit1 in die er sich verwandelt4 ,anstatt des ,genusses hatten die ,armen den ,glauben4 ,wie mochte jenen evangelischen ,pfarrern zumute sein1 die1 um ihre ,gemeinde zu schtzen1 sich den ,soldatenhorden entgegenwarfen und niedergestochen wurden und mitten im ,sterben beteten3 ,ich werde nicht sterben1 sondern leben6 ,die ,unglubigen verlachten das1 da sie von dem ,leben1 das jene empfanden1 nichts wuten4 ,armut ist nur unertrglich fr ,gottlose und in gottlosen ,zeiten4 ,dementsprechend entstehen in gottlosen ,zeiten die ,wohlttigkeitsbestrebungen der ,heuchler und ,gleisner1 die die ,armen nicht wahrhaft beglcken knnen1 was auch gar nicht ihr eigentlicher ,zweck ist2 sondern der ist1 das eigene ,gewissen zu befriedigen und die eigenen ,gensse dadurch von jeder ,einschrnkung zu befreien4 ,die wohleingerichteten ,arbeiterheime und dergleichen muten an wie ,friedhfe1 wo das ,lebendige vermodert2 ausgepumpte1 luftleere ,rume1 wo die ,menschen zu ,mumien werden4 ,wenn ganz ,europa so aussieht1 ist wohl kein anderer ,ausweg1 als da der ,krieg es wieder zum ,chaos stampft4 ,ich brauche1 denke ich1 nicht zu erwhnen1 da ,luther weit entfernt war1 den ,miggang zu loben4 ,seine eigene ,ttigkeit schildert er in einem ,briefe einmal so3 ,ich brauche beinah zwei ,schreiber oder ,kanzler und tue fast nichts den ,tag ber als ,briefe schreiben2 ich bin ,klosterprediger1 ich bin ,prediger bei ,tisch1 man begehrt mich tglich zum ,predigen in der ,pfarrkirche2 ich bin ,leiter des ,klosterstudiums1 ich bin ,ordensvikar1 das ist soviel wie ein elffacher ,prior1 ich bin gesetzt ber den ,leitzkauer ,fischteich1 ich bin ,sachwalter der ,herzberger ,mnche zu ,torgau1 ich lese ber ,paulus1 ich trage die ,psaltervorlesung zusammen2 dazu kommt das ,briefschreiben2 selten habe ich die ,zeit1 meine ,gebetsstunden ordentlich zu feiern1 neben den mir eigenen ,anfechtungen durch ,fleisch1 ,welt und ,teufel2 sieh1 was ich fr ein miger ,mensch bin4 ,wovon er abmahnte und was er als ,merkmal des rgsten ,unglaubens bezeichnete1 ist das ,sorgen und ,geizen1 allerdings ein ,beweis des ,mitrauens in ,gottes ,kraft oder ,milde4 ,das ,erwerben des ,geldes ist eine ,form1 in der die ,sucht der ,menschen nach ,macht sich ausspricht2 im ,sparen und ,geizen uert sich mehr die ,sucht nach ,ruhe1 die ,angst vor ,widerstnden und dem ,kampfe dagegen4 berwiegende ,sehnsucht nach ,ruhe ist aber ,instinkt zum ,tode1 wenigstens zum geistigen ,tode3 wer sich gnzlich dem ,kampf entzieht1 entzieht sich dem ,leben2 alle solche ,flle pflegte ,luther mit den ,worten abzutun3 lasset die ,toten ihre ,toten begraben4 ,armut ist eine uere ,hemmung1 die nicht weggenommen werden kann1 ohne da innere1 viel gefhrlichere ,hemmungen eintreten1 deren letzte der ,tod ist4 ,es liegt tiefe ,weisheit und ,liebe in dem ,gebote ,gottes1 da der ,mensch im ,schweie seines ,angesichts sein ,brot verdienen soll4 ,mit ,hinblick auf dies ,gebot bekmpfte ,luther unter anderem das ,mnchsleben1 wo der einzelne zwar ,armut gelobt1 aber nur1 um sich ihr im ganzen zu entziehen4 ,in den ,tischreden sagt er3 ,am sichersten ists1 da einer in einem gemeinen ,stande sei und lebe1 wie auch ,christus unter dem ,volk1 wie sonst ein anderer gemeiner ,mann1 gelebt und kein sonderliches ,leben gefhrt hat4 ,nicht in ,winkeln und ,kammern4 ,das wiederholt er an anderer ,stelle und gebraucht dabei den ,ausdruck1 ,christus habe nicht wie ein ,unhold gelebt4 ,wie ,unholde in ,winkeln leben viele1 die sich jetzt fr ,auserwhlte halten1 vom ,leben in eine knstliche ,feierlichkeit zurckgezogen4 ,sie heiraten nicht1 wenn sie arm sind1 um nicht von den kleinen ,widerwrtigkeiten des ,lebens1 ,kindergeschrei1 ,geldmangel1 ,lrm und ,enge1 angegriffen zu werden1 sie sehnen sich nach der ,pracht oder khlen ,stille von ,schlssern und ,klstern4 ,ein ,herz mu sehr eng und schwach sein1 das solche ,schdlichkeiten nicht verzehren kann1 nicht vielmehr durch sie angeregt wird4 ,im ,grunde kann sich jeder glcklich schtzen1 dem im ,mangel eine uere ,hemmung gesetzt ist1 die leichter zu berwinden ist als diejenige1 die der berflu ins ,innere treibt4 ,vielleicht berwindet man sie noch am ehesten1 wenn man sie ganz wegwirft1 wie ,franz von ,assisi tat2 das wre aber nicht eigentlich ,luthers ,ideal1 der sich die hhere ,aufgabe stellte1 die ,welt ganz zu erleben und dennoch zu bndigen4 ,es ist natrlich ebenso wie mit den einzelnen mit den ,vlkern3 sie haben ihre geniale ,zeit1 wenn sie arm sind1 sowie sie reich werden1 werden sie auch weltlich4 ,beides ist berechtigt2 nur mu man nicht glauben1 da man beides zugleich sein knne4 ,dein ,brief berhrte mich wehmtig1 in dem du schriebst1 es sei gewi wahr1 da das ,leben nicht im ,denken oder ,trumen1 sondern im ,wirken sei1 und es sei sonderbar1 da die ,menschen sich trotzdem stets nach ,ruhe sehnten1 unter der sie doch litten1 und da sie etwas ,gutes zu tun glaubten1 wenn sie ihren ,kindern so viel ,geld hinterlieen1 da sie dadurch des ,kampfes ums ,dasein berhoben wren4 ,ja1 als die verhngnisvolle ,sehnsucht nach ,ruhe1 die ,todessehnsucht1 sich der ,menschen bemchtigte1 organisierten sie den ,maschinenstaat und die ,geldwirtschaft4 ,wenn die aus dem ,herzen kommenden ,worte von der ,lippe abgelst werden1 sind sie nicht mehr ,fleisch und ,blut1 sondern werden sie ,schatten1 ,begriffe1 etwas ,unendliches und ,unfruchtbares4 ,ebenso geht es mit dem ,gelde1 wenn es von dem ,gegenstande1 dessen ,wert es vertritt1 abgelst wird4 ,mit dem wissenschaftlichen ,denken zugleich entstand die ,geldwirtschaft4 ,beides war der ,ausdruck der ,auflsung des kraftvollen1 arbeitenden und ,werte schaffenden ,menschen und hat die ,auflsung mehr und mehr befrdert1 hat die ,toten begraben und haspelt ber ihrem ,grabe weiter4 ,nicht der ,sozialismus kann uns vom ,kapitalismus erretten1 er fhrt nur die materielle ,weltanschauung und die ,geldwirtschaft ad absurdum2 ein verjngtes ,leben1 dessen ,wesen schpferische ,arbeit ist1 mu irgendwie auf ,naturalwirtschaft begrndet sein4 ,als wir alt und lahm wurden1 machten wir uns goldene ,flgel2 aber sie tragen nicht1 sie ziehen nur in den ,staub4 ,erst wenn wir sie abgeworfen haben1 werden wir wieder fliegen knnen4 ,,xxiii ,als von dem ,kampfe zwischen ,menschenwort und ,gotteswort die ,rede war1 erwhnte ich1 glaube ich1 da man beobachtet hat1 wie es die unwillkrlichen ,vorgnge im ,menschen strt1 wenn man die ,aufmerksamkeit darauf lenkt4 ,das geht so weit1 da die ,wnsche erst dann in ,erfllung zu gehen pflegen1 wenn man aufgehrt hat zu wnschen1 wie das ,sprichwort wohl wei3 ,was man in der ,jugend wnscht1 hat man im ,alter die ,flle4 ,nietzsche bemerkte sehr gut und richtig1 denn er hatte es wohl an sich selbst erfahren1 da eine gewisse feurige ,pressiertheit dem ,erfolge im ,wege stehe4 ,das mag daher kommen1 da der ,wille sich besonders nachdrcklich auf die ,stellen wirft1 die er im tiefsten ,grunde als schwach erkannt hat3 wer zutiefst wei1 da ihm der ,ruhm versagt ist1 sucht heftig den ,ruhm1 ein anderer ebenso die ,liebe1 ein anderer anderes1 das ihm nicht werden kann4 ,wie dem auch sei1 man mu ,gott ,raum lassen1 man mu berhaupt die selbstttigen ,krfte zuweilen von sich werfen1 damit sie einen nicht auffressen4 ,man mu in der ,formlosigkeit1 in der ,bewutlosigkeit1 im ,schweigen1 im ,gehorchen1 im ,nichtstun1 in der ,willenlosigkeit sich zuweilen von aller ,selbstttigkeit erholen1 sonst wrde sie eines ,tages ganz abgentzt sein4 ,es ist eine ,weisheit von der ,gasse1 da nur wer gehorchen gelernt hat1 befehlen kann1 und wer nicht im ,nichtstun versinken kann1 wird keine ,taten tun4 ,das ist ja eben der ,glaube1 die ,passivitt im ,menschen1 die uns fast ganz1 ja sogar den ,frauen abhanden gekommen ist2 nicht die ,ruhe der ,erschpfung1 sondern lebendiges ,ruhen1 ,aufnehmen ,gottes4 ,das kstlichste und unentbehrlichste ,verjngungsbad des ,menschen ist der ,schlaf3 trnke er nicht den ,lethe aus dieser ,schale1 wrde er nicht tglich neu erleben knnen4 ,der ,schlaf ist dem ,tagesleben gegenber gttlich1 und so ist es der ,tod dem ganzen ,leben gegenber3 er ist der tiefste ,brunnen der ,vergessenheit1 aus dem der berauschte ,schlfer dereinst ganz neu und jung auftauchen wird4 ,allerdings ist dieser letzte ,schlaf unendlich viel tiefer als der zwischen einer unter- und aufgehenden ,sonne1 und er wird tiefer auflsen1 tiefer verwandeln4 ,erinnerst du dich1 da ich erwhnte1 man habe die ,entdeckung von der ,unsterblichkeit der ,ambe1 des einzelligen ,lebewesens oder der lebendigen ,substanz1 gemacht8 ,diese ,amben pflanzen sich durch ,teilung fort und knnen das1 bei richtiger ,behandlung1 ins ,unendliche fortsetzen2 aber sie sind auch keine ,personen1 sie sind und haben nichts fr sich4 ,wenn eine ,ambe sich teilt1 so ist es unmglich1 zu sagen1 welche die ,mutter und welche die ,tochter sei3 es ist immer nur lebendige ,substanz4 ,im ,mae1 wie die ,substanz selbstttig1 also geschlechtlich gespalten wird1 entwickelt sich die ,notwendigkeit des ,sterbens4 ,das einzellige ,wesen hat es noch leicht1 seine ,schlacken abzusondern2 dem vielzelligen wird das immer schwerer und schwerer gemacht3 wir sterben1 weil wir ein ,selbst1 weil wir ,person sind4 ,unsterblichkeit ist dem ,menschen in der ,heiligen ,schrift auch niemals zugesprochen2 im ,gegenteil1 es heit von ,gott3 ,qui solus habet immortalitatem -- ,der allein ,unsterblichkeit hat4 ,die ,tatsache1 da die lebendige ,substanz unsterblich ist1 war ,luther wohl bekannt2 er drckte sie mit den ,worten aus3 ,gott in seiner ,natur kann nicht sterben4 ,ebenso hat die ,bibel das ,gesetz von der ,erhaltung der ,kraft gepredigt1 da ,gott in seinem ,wesen nicht sterben kann1 welches die ,kraft ist4 ,nur in seiner ,person mu er sterben2 das ist die groe ,tragdie des ,menschen1 auf welche das ,alte ,testament hinweist1 und die im ,neuen ,testament unter ,teilnahme der erbebenden ,natur sich vollzieht4 ,da der ,mensch sterben mu1 obwohl gttlichen ,geschlechts1 und da nur die gttliche ,kraft bleibt1 die sich in ihm offenbarte1 das ist in der ,geschichte vom ,kreuzestode des ,herrn das ,herz zerreiend unauslschlich dargestellt4 ,alles1 was man als heidnische ,sinnenfreude rhmt1 kann doch die ,herrlichkeit des persnlichen ,lebens nicht inbrnstiger ausdrcken1 als diese ,stunde des ewigen ,abschieds4 ,allerdings ist es ja gerade die ,schnheit des verhltnismig unbewuten und unpersnlichen ,lebens1 die wir heidnisch nennen und die uns zum ,heidentum hinzieht2 erst mit ,christus konnte die ganze ,furchtbarkeit des persnlichen ,todes ,erlebnis werden4 ,luther sagt in seinen ,tischreden1 ,gott hasse den ,tod so1 da er nicht einmal seinen ,namen genannt habe1 sondern er habe zu ,adam gesagt3 von ,erde bist du genommen und sollst wieder ,erde werden4 ,ach1 wenn ,adams ,fall nicht alles verderbt htte1 wie eine schne1 herrliche ,kreatur ,gottes wre doch der ,mensch1 gezieret mit allerlei ,erkenntnis und ,weisheit6 ,wie seliglich htte er gelebt ohne alle ,mhe1 ,unglck1 ,krankheit1 und wre danach ohne alles ,fhlen des ,todes verwandelt worden1 htte dies zeitliche ,leben abgelegt1 an allen ,kreaturen seine ,lust und ,freude gehabt und wre eine feine1 lustige ,vernderung und ,verwechselung aller ,dinge gewesen4 ,wie in diesem elenden ,leben ,gott in vielen ,kreaturen die ,auferstehung der ,toten entworfen und abgemalet hat4 ,ja1 wenn wir kein ,selbstbewutsein htten1 wrden wir nicht sterben2 aber gerade um ,erhaltung unseres ,selbst1 das des ,sterbens ,ursache ist1 ist es uns zu tun4 ,der dringende ,wunsch1 unser persnliches ,selbst erhalten zu wissen1 ist jedenfalls die ,ursache1 da viele ,menschen aus der ,bibel und der christlichen ,lehre die ,verheiung eines ,himmels herauslesen1 in welchem sie persnlich weiterleben drfen4 ,himmel1 ,hlle1 ,reich ,gottes sind fr ,luther innerliche ,zustnde4 ,schon in den ,thesen1 die ,herold seines ,lebenswerkes waren1 stellte er folgende ,stze auf3 ,ist ein ,sterbender von ,snden nur unvollkommen genesen oder ist seine ,liebe nur unvollkommen1 so empfindet er notwendigerweise groe ,furcht1 und zwar um so grere1 je geringer jene ist4 ,diese ,furcht und dies ,grauen sind an sich selbst hinreichend1 um die ,pein des ,fegefeuers zu bereiten1 da sie dem ,grauen der ,verzweiflung ganz nahe kommen4 ,wie mich dnkt1 unterscheiden sich ,hlle1 ,fegefeuer1 ,himmel genau so wie ,verzweifeln1 beinahe ,verzweifeln und des ,heils gewi sein4 ,augenscheinlich bedrfen die ,seelen im ,fegefeuer ,milderung des ,grauens und ,mehrung der ,liebe4 ,ebenso deutlich spricht sich ,luther in seinem ,trostschreiben an den sterbenskranken ,kurfrsten ,friedrich aus3 ,denn wenn der ,mensch sein inneres bel empfnde1 so wrde er die ,hlle empfinden2 denn er hat die ,hlle in sich selbst4 ,dementsprechend ber den ,himmel3 ,alle diese ,gter sind leibliche ,gter und allen ,menschen gemein4 ,aber ein ,christenmensch hat viel bessere und vortrefflichere ,gter inwendig in sich2 das ist1 er hat in sich den ,glauben an ,christum 444 ,denn wenn ein ,christenmensch dasselbige ,gut sichtbar empfnde1 so wre er bereits im ,himmel2 denn das ,himmelreich1 wie ,christus sagt1 ist in uns selbst4 ,denn wer den ,glauben hat1 hat die ,wahrheit und das ,wort ,gottes1 wer das ,wort ,gottes hat1 hat ,gott1 den ,schpfer aller ,dinge4 ,und wenn der ,seele offenbar wrde1 was das fr groe ,gter wren1 so wrde sie im ,augenblick von dem ,leibe abgesondert vor berschwenglicher ,gnadenflle4 ,die vielen ,worte ,christi ber das ,wesen des ,reiches ,gottes1 da es nicht in uerlichen ,gebrden stehe1 da es inwendig in uns sei1 sind bekannt2 und wie er den ,juden vorwarf1 da sie einen ,weltknig wollten1 der uerliche ,gter bringe1 nicht einen ,erlser1 der die ,herrlichkeit des ,inneren auftut4 ,dies ist so klar und oft betont1 da die ,menschen1 die sich ein ,studium aus ,gott und den gttlichen ,dingen gemacht haben1 es notwendigerweise eingesehen haben mssen2 trotzdem schleicht sich offenbar wider besseres ,wissen immer die ,vorstellung ein1 als handle es sich um etwas teils mit den ,sinnen ,ergreifbares1 teils auer der ,erscheinungswelt ,bestehendes4 ,so hat man zum ,beispiel es ,zwingli hoch angerechnet1 als ein ,zeichen seines umfassenden1 vorurteilsfreien ,geistes1 da er den groen ,mnnern des ,altertums einen ,platz im ,himmel einrumte1 was ,luther nicht tat4 ,und doch hat gerade ,luther immer hervorgehoben1 da die ,alten in weltlichen ,dingen1 die ,sittlichkeit inbegriffen1 den ,christen weit berlegen waren1 in allem1 was ,staat1 ,vaterland1 ,schule1 ,bildung1 ,kunst1 wir wrden sagen1 was ,kultur betrifft4 ,diesen ,vorzug in der ,kultur rumte er ihnen unbedingt ein2 was er ihnen absprach1 war die ,kraft des ,glaubens1 alles1 was mit dem strkeren ,persnlichkeitsbewutsein1 den inneren ,spaltungen und der berwindenden ,liebe zusammenhngt4 ,zwingli stellte sich unter ,himmel etwas wie eine verklrte ,wiese oder ,wandelhalle vor1 wo sich groe ,mnner und edle ,frauen im ,gesprch ergingen1 und er mochte unter ihnen die ihm aus der ,geschichte vertrauten ,helden und ,philosophen des ,altertums nicht missen4 ,davon abgesehen sprach er ber die vorchristlichen ,menschen ein ,werturteil aus1 welches sie von den ,christen nicht wesentlich unterschied1 whrend ,luther einen wesentlichen ,unterschied sah4 ,luther fragte zum ,beispiel3 ,ist die ,seligkeit des unbewut ,schaffenden so gro wie die dessen1 der zwar auch unbewut1 zugleich aber unter ,mitwirkung und im ,gegensatz zu seinem bewuten ,selbst schafft8 ,kann das ,gefhl des naiven ,menschen so innig sein1 wie das dessen1 der durch alle ,kmpfe des ,selbstseins und ,selbstwollens hindurchgegangen ist8 ,kennt einer den ,himmel1 der ihn nicht der ,hlle abgerungen hat8 ,hat man die ,welt1 wenn man sie nur von auen sieht1 nicht auch in ihr ,inneres eingedrungen ist8 ,antike ,helden nahmen unerhrte ,qualen auf sich1 um das ,vaterland zu retten oder ein gegebenes ,wort nicht zu brechen1 also um der ,ehre willen2 empfanden sie aber eine solche ,seligkeit wie der christliche ,mrtyrer1 der1 whrend sein ,krper brannte1 ber sich den ,himmel offen sah8 ,hier entschied ,luther1 die ,harmonie der hheren ,kultur der ,antike willig zugestehend1 zugunsten des modernen persnlichen1 des aus ,liebe sich opfernden ,menschen4 ,von jener berschwenglichen ,gnadenflle1 die den ,menschen tten wrde1 wenn er sie ganz erfate1 ahnte ,zwingli nichts und begriff infolgedessen auch nicht1 was fr ,probleme ,luther stellte4 ,denkt man daran1 wie deutlich in der ,bibel das ,himmelreich als im ,inneren des ,menschen liegend gekennzeichnet ist1 wie deutlich ferner fters gesagt wird1 da ,gott die ,person nicht ansehe1 so scheint es fast unbegreiflich1 da doch vielfach ein persnliches ,weiterleben nach dem ,tode als ,lehre der ,bibel angenommen wird4 ,dies liegt nun zum ,teil daran1 da die ,menschen geneigt sind1 zu glauben1 was sie wnschen1 da sie durch das gefrbte ,glas der ,persnlichkeit sehen1 die ihr eigenes ,weiterleben natrlich zumeist wnscht2 daneben aber auch an der ,bildersprache der groen ,dichter1 denen wir die ,heilige ,schrift verdanken4 ,in bezug auf die ,schilderung der ,auferstehung der ,toten im ,thessalonicherbriefe sagte ,luther1 da das eitel verba allegorica wren4 ,das geht auf das ,blasen der ,posaune und das ,hinaufgercktwerden der ,toten in die ,wolken1 dem ,herrn entgegen4 ,etwas anderes ist es mit der ,lehre des ,paulus vom unverweslichen ,fleische1 die natrlich wrtlich und nicht bildlich zu nehmen ist4 ,luther sagte1 man wrde sich richtiger ausdrcken1 wenn man von der ,auferstehung des ,leibes und nicht von der ,auferstehung des ,fleisches sprche2 woraus hervorgeht1 da es sich fr ihn nur um die ,dauer der ,form oder der ,idee des ,menschen handelte4 ,er gebrauchte fr ,form in der ,regel das ,wort ,gestalt1 wie zum ,beispiel an der ,stelle im ,evangelium1 da ,christus1 obwohl er voll gttlicher ,gestalt gewesen sei1 doch ,knechtsgestalt angenommen habe4 ,er war1 heit das1 das vollendete ,ebenbild ,gottes im ,fleische oder die vollendete ,idee des ,gottmenschen4 ,im ,anfange seiner ,laufbahn disputierte ,luther einmal ber ,platos ,ideenlehre1 deren ,verwandtschaft mit der christlichen er jedenfalls erkannte2 er gab aber seine ursprngliche ,absicht1 die ,lehre des ,christentums philosophisch zu begrnden1 aus ,instinkt vielleicht mehr als aus bewuten ,grnden gnzlich auf4 ,doch spricht er in den ,tischreden mit vieler ,liebe und ,bewunderung von ,cicero1 und wie ihm das ,argument zu ,herzen gegangen sei3 ,da er aus dem1 da die lebendigen ,kreaturen1 ,vieh und ,menschen1 eins das andere1 das ihm hnlich und gleich ist1 zeuget und gebieret1 beweiset1 da ein ,gott sei4 ,gott ist die ,einheit in der ,vielheit1 das ,bleibende im ,wandel4 ,ich bin1 der sich nicht verndert4 ,nach christlicher ,lehre nun offenbart sich ,gott ganz und gar im ,stoffe1 ohne etwas zurckzubehalten1 die bloe ,majestt auer der ,erscheinung1 das ,ding an sich1 ist ein bloer1 vom ,verstande ausgesparter ,begriff4 ,so weit wir auch die ,erscheinung zerkleinern und teilen1 um zur ,idee zu gelangen1 sie bleibt immer krperlich1 wenn auch1 wie ,paulus es unvergleichlich klar und schn auseinandersetzt1 in einer anderen ,krperlichkeit1 als die unseren ,sinnen vertraut ist4 ,unverwesliches ,fleisch nennt er eine letzte ,einheit des ,stoffes1 die unser ,verstand annimmt1 von der wir uns aber keine ,vorstellung machen knnen4 ,soweit der ,mensch schon whrend seines persnlichen ,lebens gttlich1 also unvergnglich und unwandelbar ist1 soweit bleibt er auch in jener therischen ,krperlichkeit1 ber deren ,natur wir nichts aussagen knnen4 ,diese ,auffassung hat mit ,spiritismus natrlich nichts zu tun2 denn der ,geisterglaube beruht ja gerade auf der ,annahme persnlicher ,fortdauer1 whrend der ,christ glaubt1 da nur die ,substanz unsterblich ist4 ,luther lehnte den in seiner ,zeit verbreiteten ,glauben an die ,mglichkeit des ,wiedererscheinens ,verstorbener scharf ab und sah nichts als ,teufelwerk darin2 das heit1 er hielt alle ,geistererscheinungen1 auch wenn er selbst sie sah1 fr absichtliche ,tuschung oder ,selbsttuschung4 ,denke dir bitte ,gott als einen ,knstler1 der die ,idee eines ,bildes hat1 seines ,ebenbildes2 denn welcher ,knstler schfe im ,grunde jemals etwas anderes als sein ,ebenbild1 wenn auch in unendlich vielen1 immer neuen ,gestaltungen4 ,in einer einzigen ,gestalt1 nmlich in ,christus1 spiegelte ,gott sich ganz1 er fate oder band die gttliche ,idee ganz und gar2 trotzdem er1 soweit er historisch war1 an einem gewissen ,orte und zu einer gewissen ,zeit erschien1 unterstand er auch dem ,gesetze der ,vielheit und ist mit der ,menschheit verbunden als ihr ,haupt1 ohne sie kein ganzer ,krper1 wie sie ohne ihn ein toter ,rumpf wre4 ,da sich ,christus bewut war1 ,gott zu verkrpern1 das macht seine ,unsterblichkeit1 seine ,himmelfahrt aus2 soweit wir ,christus anziehen1 das heit sein ,gottesbewutsein teilen knnen1 teilen wir auch seine ,unsterblichkeit4 ,ein ,bild besteht aus zahllosen ,farbentupfen1 die fr sich nichts sind1 da nur das ,bild etwas ist und sie1 soweit sie im ,bilde sind4 ,wren die einzelnen ,farbentupfen lebendig1 so knnten sie1 je mehr das ,bild sich der ,vollendung nherte1 desto mehr sich des ganzen ,bildes bewut werden1 vollstndig aber erst knnte es der letzte1 mit dem das ,bild fertig wre4 ,in ihm lebte die ,idee des ,bildes und durch ihn knnten alle anderen an der ewigen ,idee teilhaben1 wenn sie sich mit ihm identifizierten4 ,es fhrt niemand gen ,himmel1 denn der herabgefahren ist1 ,jesus ,christus4 ,die ,idee allein ist ewig1 wir knnen nur ewig sein1 soweit wir uns mit der ,idee identifizieren4 ,darum wird gesagt1 da wir ,christus anziehen mssen1 wenn wir das ewige ,leben haben wollen1 und da das ewige ,leben bereits in diesem ,leben beginnen mu4 ,nicht da wir ,christus nachfolgen1 seine ,werke tun1 ist das wichtigste1 wenigstens nicht das erste2 das erste ist1 da wir selbst ,christen werden1 denn dadurch werden wir ,mitgenossen der gttlichen ,natur4 ,diese ,identifikation der ,menschen mit ,christus liegt nun einerseits darin1 da ,christus sich in der ,menschheit entwickelt hat1 andererseits darin1 da sie an ihn glauben1 was die ,bibel so ausdrckt1 da ,christus der ,menschheit ,haupt sei4 ,insofern1 sagt ,luther1 da ,christi ,auferstehung tglich sich vollende1 wenn wir hernach kmen4 ,denn ,christi ,auferstehung und unsere mu man zusammenbinden und aneinanderhngen als fr eine1 weil er unser ,haupt ist4 ,er ist der ,erstling der ,kreatur und der ,erstling derer1 die schlafen3 die ,menschheit ist in ihm verewigt4 ,summa1 der tolle ,geist geht mit ,kindergedanken um1 als fahre ,christus auf und nieder1 sagte ,luther einmal4 ,der ,geist bewegt sich nicht von einem ,orte zum anderen1 wie ,menschen tun1 denn er ist ja schon berall gegenwrtig4 ,das ,auffahren ,christi gen ,himmel ist ein ,bild1 welches ausdrckt1 da sein persnliches ,dasein aufgehrt hat1 da er aber nie aufhrt1 im ,geiste zu sein4 ,da dies ,bild des ,auffahrens nach oben sich unwillkrlich einstellt1 kommt daher1 da der ,mensch das ,ma aller ,dinge ist1 und da das ,gehirn1 das ,organ1 durch welches der ,heilige ,geist sich offenbart1 das ,organ des bewuten ,geisteslebens1 der ,erinnerung1 in unserem ,krper oben liegt4 ,viele ,menschen werden sagen1 das wre eine windige ,unsterblichkeit1 und ich gebe zu1 uns eingefleischte ,menschen kann nichts ber den ,verlust des ,persnlichen trsten4 ,luther selbst1 als mchtige ,person1 erklrte den ,tod fr die grte ,anfechtung des ,menschen4 ,bei der ,strke und ,durchsichtigkeit seiner uerungen sieht man ihn oft mit dem ,tode ringen1 ihn herausfordern und verachten1 dann wieder mit wunderschnen ,phantomen ihn beschwren1 wie man ,schlangen tut mit ,musik4 ,ich sagte gelegentlich1 ,gott1 die pure ,aktivitt1 htte die ,welt vernichten mssen1 wenn sie nur leidend gewesen wre2 er habe deswegen eine ,aktivitt in sie gesetzt1 die seine eigene hemmte1 und habe sich dadurch ermglicht1 trotz bestndigen ,vernichtens schaffend zu bleiben4 ,ein ,tun1 bei welchem ebensoviel vernichtet wie geschaffen wird1 nennt man verwandeln4 ,ich sage euch ein ,geheimnis1 sagt ,paulus1 wir werden nicht ganz entschlafen1 sondern wir werden verwandelt werden4 ,dies ,geheimnis erffnet eine fabelhafte ,aussicht4 ,ich bitte dich1 dir ,gott jetzt wieder als den ,knstler zu denken1 der inwendig voller ,figur ist1 und weil er ewiglich lebt1 ewig etwas ,neues ausgiet aus den ,ideen durch das ,werk4 ,er wird nie ruhen1 sein ,wesen ist ja ,schaffen1 und im selben ,augenblick1 wo er sein ,bild1 ,christus1 vollendet hat1 beginnt er es von neuem4 ,christus ist immer da1 sei es im ,fleisch persnlich erscheinend1 sei es im ,fleisch sich entwickelnd4 ,ich bin bei euch bis an das ,ende der ,tage4 ,insofern hatte ,nietzsche recht mit der ,mahnung1 wir sollten den ,alp von uns werfen1 als wren wir ,epigonen4 ,die ,menschheit ist immer zugleich nachchristlich und vorchristlich1 wie ,christus immer zugleich knftig und vergangen4 ,zwar gibt es immer irgendwo ,epigonen1 aber auch immer irgendwo ,vorlufer4 ,da ,christus wiederkommen werde1 ist in der ,heiligen ,schrift ausdrcklich gesagt2 nur hebt das den ,christus1 den wir aus der ,schrift kennen1 nicht auf4 ,was ,nietzsche die ,ewige ,wiederkunft nannte1 ist dasselbe wie die christliche ,lehre von der ,restitution aller ,dinge4 ,es ist sehr wohl mglich1 da ,nietzsche darin nicht von ,luther beeinflut war1 denn ,ideen offenbaren sich nicht nur einmal1 sondern immer wieder2 jedenfalls haben seine schnen darauf bezglichen ,phantasien dem ,wesen nach groe hnlichkeit mit denen ,luthers in den ,tischreden4 ,dieser ,finger1 daran dieser ,ring steckt1 mu mein wieder werden1 sagt er da4 ,und die ,erde werde nicht leer1 wste und eindig sein1 sondern alles werde da sein1 was dazu gehrt1 ,schafe1 ,ochsen1 ,vieh1 ,fische1 ohne welche die ,erde und ,himmel oder ,luft nicht sein kann4 ,indessen nahm ,luther bei der ,restitution der ,dinge doch eine ,vernderung an1 wie er denn sagt1 auf dieser neuen ,erde werde ,gott ,hndlein schaffen1 deren ,haut werde golden sein und ihre ,haare oder ,locken von ,edelstein4 ,das ,wesen der ,vernderung soll aber nach seiner ,auffassung offenbar im ,menschen liegen4 ,denn ein ,herz1 das voll ,freuden ist1 was es siehet1 das ist ihm alles frhlich2 aber ein traurig ,herz1 dem ist alles traurig1 was es siehet4 nderung des ,herzens ist eine groe nderung4 ,er pflegte oft zu klagen1 da er schwach im ,glauben sei und darum so wenig vermchte1 whrend der wahre ,christ in ,gott allmchtig sein sollte4 ,in einer ,vermehrung der ,kraft sollte wesentlich die ,seligkeit bestehen4 ,wenn ich werde zum ,ziegelstein sagen1 da er ein ,smaragd werde1 so wirds von ,stund an geschehen4 ,luther hatte viele ,augenblicke im ,leben1 wo er aus ,ziegelsteinen ,smaragden machte1 so wie die ,griechen aus ihrem schbigen ,purpur die ,gtterfarbe machten4 nderung des ,herzens ist eine groe nderung4 ,in einer ,krftigung des ,herzens liegt jede ,vergttlichung1 und wenn ,luther sagt1 ,gott werde einen neuen ,himmel und eine neue ,erde schaffen1 viel weiter und breiter als heute1 so wird er das auch nur durch ,erneuerung des ,herzens tun4 ,ich erwhnte vorhin1 da ,luther den ,heiden die ,seligkeit absprach4 ,doch uert er sich gelegentlich auch anders1 so in den ,tischreden ber ,cicero3 ,cicero1 ein weiser und fleiiger ,mann1 hat viel gelitten und getan4 ,ich hoffe1 unser ,herrgott werde ihm und seinesgleichen gndig sein4 ,wiewohl uns nicht gebhrt1 das gewi zu sagen noch zu definieren und schlieen1 sondern sollen bei dem ,wort1 das uns offenbart ist1 bleiben3 ,wer glaubet und getauft wird1 der wird selig2 da aber ,gott nicht knnte dispensieren und einen ,unterschied halten unter anderen ,heiden und ,vlkern2 da gebhret uns nicht zu wissen ,zeit und ,mae4 ,denn es wird ein neuer ,himmel und eine neue ,erde werden1 viel weiter und breiter1 denn sie jetzt ist4 ,er kann wohl einem jeglichen geben nach seinem ,gefallen4 ,das sind ,phantasien ber die ,einheit des ,menschengeschlechtes1 wie ,luther auch gern ber die ,zugehrigkeit des ,tierreichs zu den ,menschen1 ja1 ber die ,einheit der ganzen ,schpfung phantasierte4 ,gewi ist eins3 das dereinstige ,ende unserer ,erde im ,feuer4 ,der ,herr unser ,gott ist ein verzehrendes ,feuer4 ,das ,feuer1 ,gott in seiner ,majestt1 wird am ,jngsten ,tage alle seine ,offenbarungen wieder zu sich nehmen2 aber er wird sie auch wiederbringen1 der ewig ,schaffende1 nie ,ruhende1 der zugleich ,feuer und ,geist ist1 lebendige ,kraft4 ,wird er alles wiederbringen so wie es war8 ,gibt es ewige ,hllenstrafen8 ewige ,vernichtung dessen1 was einmal war8 ,das sind ,fragen1 ber denen ,luther wohl einmal trumte1 um sich schlielich doch glubig der allmchtigen ,gotteshand anzuvertrauen4 ,er hatte ein bewundernswert feines ,gefhl fr die ,grenze des ,allerheiligsten1 jenseit welcher das heilige ,dunkel herrschen soll2 ,scheu und ,ehrfurcht hielten ihn dort zurck1 und er verbot eindringlich1 darber zu grbeln1 was ,gott mit den ,menschen nach ihrem ,tode tun werde4 ,deutlich sagte er hingegen1 was er nicht glaubte1 nmlich eine ,fortdauer der ,person2 ist doch ,erweiterung1 das ist berwindung des ,persnlichen1 unsere irdische ,aufgabe4 ,wenn er trotzdem sagt1 da dieser selbe ,finger ihm wieder werden msse1 so ist das wohl nicht so aufzufassen1 als werde er wissen1 da dies der ,finger ,martin ,luthers sei2 sondern es bedeutet1 da alles1 was erschienen ist1 stets wieder erscheinen msse1 als ewige ,spiegelung des ,seienden1 der ,idee1 im ,werdenden4 ,jedenfalls gibt es kein grberes ,miverstndnis1 als wenn jemand sich einbildete1 er wre der wiedererschienene ,martin ,luther oder der wiedererschienene ,christus4 ,fr uns kann es keinen anderen ,martin ,luther geben als den historischen und keinen anderen ,christus als den historischen2 fhlen doch auch wir1 wenn anders wir eine ,person sind1 da die ,wurzel unseres ,selbst zwar jenseit unseres stetig sich verndernden ,krpers1 da es aber doch unzertrennlich mit ihm verbunden ist4 ,der ,schauder der ,frhe berluft die ,erde schon2 doch bitte ich dich1 mir noch ein ,weilchen zuzuhren3 es ist s1 den ,abschied hinauszuschieben1 indem man vom ,abschied plaudert4 ,die ,kraft1 ,gott1 das ewig wirkende ,feuer1 verdichtet sich zum ,stoffe und im ,stoffe zur ,person1 damit dieser ,kern seine ,strahlen zurckwerfen kann1 damit ,gott seiner bewut wird1 sich in seinem ,ebenbild erkennt4 ,der ,kern mu sich vom ,ganzen absondern1 sonst wre er ja ,gott selbst und knnte ,gott sich nicht in ihm spiegeln3 er hllt sich in eine ,kruste oder ,haut1 die ihn vom ,nicht-,ich abschliet1 zugleich aber mit dem ,nicht-,ich verbindet4 ,die ,haut ist reizbar1 empfindlich2 als ein ,teil der ,einheit1 die in der ,vielheit erscheint1 ist das ,einzelwesen berhrbar durch die ,kraft1 die in zahllosen anderen ,einzelwesen sich offenbart4 ,die ,sinnlichkeit1 durch welche die ,haut den einzelnen mit der ,welt verbindet1 verteilt sich allmhlich auf verschiedene ,zonen3 der ,mensch empfindet die ,auenwelt nicht nur mehr als ,ganzes1 sondern er sieht1 er hrt sie1 er schmeckt1 riecht und fhlt sie4 ,mit der ,zeit aber1 im ,mae1 wie das gttliche ,feuer1 welches das ,einzelwesen fr sich von der feurigen ,gottheit zugeteilt bekam1 verbraucht und verwandelt wird1 erstarrt die ,kruste und wird mrbe2 die ,haut wird runzlig1 der ,krper zerfllt4 ,wenn das ,gehuse1 durch welches wir von ,gott1 dem ,ganzen1 dem ,unsichtbaren1 abgesondert und mit der erscheinenden ,welt verbunden waren1 zerbricht1 so ist unsere ,verbindung mit der erscheinenden ,welt abgerissen1 wir sind wieder eins mit der unsichtbaren ,kraft4 ,wir sind wie ,prinzen1 die aus ihrem ,knigreich verbannt wurden4 ,damit man nicht erkennt1 welchen ,geblts sie sind1 tragen sie eine schtzende ,maske1 bald diese1 bald jene1 und es kann vorkommen1 da sie in einem ,kostm heimisch werden und die ,krone und den ,purpur1 der ihnen gebhrte1 fast vergessen4 ,sollten sie aber in dem ,augenblick1 wo sie jenes abwerfen drfen1 um ihre knigliche ,herrlichkeit anzulegen1 um die bunte ,maske traurig sein1 die sie in der ,verbannung vermummte8 ,ach1 ich gestehe dir1 ich kenne ,masken1 die so schn sind1 da der ,gedanke an ihre ,vergnglichkeit mir das ,herz zerreit4 ,aber kommt das vielleicht daher1 da ich diese durchsichtigen ,verkleidungen liebe1 durch welche der ,stern1 der die gttliche ,abkunft verrt1 verhngnisvoll hindurchscheint8 ,schon erfat sein strenges ,feuer das farbenselige ,gewand1 das im ,staube der ,verbannung schleppte2 das1 was unerreichbar ber allem ,irdischen steht1 wird gegenwrtig4 ,das ,vollendete macht glcklich und traurig zugleich2 trotz der morgendlichen ,helle kann ich dich nicht sehen vor ,trnen4 ,,xxiv ,du hast mir strenger geschrieben1 als ich ertragen kann1 und ich glaube auch1 als ich verdiene4 ,du sagst1 ich htte mit unheiligen ,hnden das ,heilige zerfleischt1 ich htte getan wie ein ,kind1 das sein ,spielzeug entzwei macht1 um zu sehn1 wie es inwendig aussieht2 dann starrt es entsetzt auf seine leeren ,hnde und die ,fetzen4 ,ja1 es ist wahr1 ich habe hliche ,verstandesarbeit getan2 aber ich tat sie doch fr dich4 ,erinnere dich1 da du mir schriebest1 ich solle dir ,gott beweisen2 du tatest es wohl nur so leichthin1 und doch knnen wir uns nicht verhehlen1 da wir beide an der ,krankheit unseres ,zeitalters teilhaben1 und selbst wenn wir unserem ,herzen trauen -- was die allerwenigsten tun --1 denken wollen1 was wir glauben4 ,gott ist ja auch kein ,spielzeug1 berhaupt kein ,ding1 dem ich etwas anhaben knnte2 habe ich das je vergessen8 ,zurck knnen wir nicht2 da wir einmal angefangen haben1 das ,wort von der ,lippe abzulsen und ,menschenworte1 grundlose1 unfruchtbare1 in der ,luft schwebende und darum endlose ,gedanken daraus zu machen1 mssen wir bis zur ,verzweiflung weiterdenken3 darin waren sich alle ,reformatoren einig1 da der ,glaube beginnt1 wenn wir an uns selbst verzweifeln4 ,ich meine1 die ,verzweiflung durchbricht schon das laute ,pochen auf die eigene ,kraft4 ,jetzt mte ein ,johannes kommen1 der predigte3 ,tut ,bue1 denn das ,himmelreich ist nahe herbeigekommen6 ,wie schn ist dieses denn6 ,wre das ,himmelreich nicht nah1 so verzweifelten wir auch nicht1 die ,gnade begegnet schon der ,bue4 ,auch ,luther wirfst du eine gewisse ,zweideutigkeit vor2 er habe einem den alten1 weihnachtlichen ,gottvater im ,himmel geraubt1 zugleich aber geahnt1 was er den ,menschen damit nehme1 und darum das letzte ,wort zurckbehalten4 ,mir scheint1 er war nicht zweideutig1 sondern zweiseitig3 er stand auf einer schmalen ,grenzscheide zwischen dem ,reich der ,phantasie und des ,glaubens und dem der ,wissenschaft und des ,denkens1 in das seine ,zeitgenossen sich begierig ergossen4 ,er fate das ,unsichtbare und das ,sichtbare noch einmal gewaltig zusammen2 das aber konnte er freilich nicht ndern1 da es eine natrliche ,einheit fr ihn auch nicht mehr war4 ,er konnte und mute denken wie alle ,gebildeten seiner ,zeit2 aber er konnte auch glauben und lieben und aus ,liebe handeln1 was die andern nicht konnten4 ,da hier und da eine ,ritze klaffte1 das ihm vorzuwerfen1 sollte die ,ehrfurcht vor seiner ,gre und ,gte verbieten4 ,im ,anfange seiner ,laufbahn disputierte ,luther einmal ber ,stze der ,platonischen ,philosophie und gab sich auch ,mhe1 die ,heilige ,schrift mit der scholastischen ,philosophie in ,einklang zu bringen4 ,nach seiner eigenen ,aussage gab er es auf1 weil es zu schwer sei1 die mehr als tartarische ,verwirrung zu lsen1 die daraus hervorgeht1 da gleiche ,ausdrcke fr ganz verschiedene ,begriffe gebraucht werden4 ,die ,neigung1 den ,ideengehalt der ,religion wissenschaftlich zu begrnden1 das ,sein zu beweisen1 welches doch eine bloe ,fiktion des ,gedankens ist1 blieb trotzdem mchtig in ihm und tobte sich in ,anfechtungen aus1 da er sie mglichst unterdrckte4 ,mit ,bezug auf seine gelegentlichen ,versuche1 von gttlichen ,dingen wissenschaftlich zu reden1 haben ihm sogar begeisterte ,anhnger vorgeworfen1 er tue zuweilen dasselbe1 wofr er die ,scholastiker gescholten habe1 da sie von ,gott sprchen wie der ,schuster vom ,leder4 ,wie htte er das aber ndern knnen8 ,seine ,gemeinde bestand aus rohen ,bauern und einfltiger ,jugend und ,mnnern1 die berwiegend mit ,verstand begabt waren1 ,verstand1 der nur trennen und deshalb ,gott1 der gerade im ,zusammenhang ist1 gar nicht begreifen kann4 ,er kannte die ,zudringlichkeit und ,indiskretion solcher ,menschen1 die erst das ,geistige1 das ,hrbare1 vom ,sichtbaren trennen1 und es dann1 weil es unsichtbar ist1 fr ein ,loch halten1 durch das sie eindringen und alles zerstren und zerkleinern zu knnen meinen1 was sich ihrer ,fassungskraft entzieht4 ,darum war er ngstlich1 das ,denken an die gttlichen ,dinge herankommen zu lassen1 und beim ,abendmahlstreit brach es aus ihm heraus3 ,das wei ,gott1 ich schreibe solche hohe ,dinge sehr ungern1 weil es mu unter solche ,hunde und ,sue kommen4 ,hast du die ,erfahrung nicht auch schon gemacht1 da die ,kritik sich am dreistesten an die hchsten ,dinge macht1 weil sie ja sie am wenigsten versteht und deswegen am meisten hat8 ,da ,luther ,deutschland vom ,papste losri und das ,recht der freien ,forschung verkndete1 das begriffen seine ,zeitgenossen1 und ,theologen1 ,soziologen1 ,juristen und ,politiker zogen ihre ,folgerungen daraus2 da er die ,hand auf die ,bibel legte1 um die zentrifugalen ,krfte durch das geoffenbarte ,wort an den ,mittelpunkt zu binden1 das bersahen sie geflissentlich oder legten es buchstblich aus4 ,in seiner liebevollen ,sorge um die ,menschen1 als deren ,genius er sich fhlte1 entrollte er sein groes ,gttergemlde wie einen ,vorhang1 der nicht ,gott vor ihrer ,dreistigkeit1 aber sie vor dem ,schicksal derer behten sollte1 die sich erkhnen1 die ,majestt mit unheiligen ,fingern zu berhren4 ,auf die ,ausbildung einer ,art ,geheimlehre gnzlich verzichtend1 erklrte sich ,luther einverstanden mit der ,art der ,behandlung des ,christentums1 die ,melanchthon in seinen loci communes ausarbeitete3 danach sollte ber die gttliche ,majestt1 ,dreieinigkeit1 ,schpfung1 ,menschwerdung nicht spekuliert werden1 sondern man sollte sich an ,christus allein halten und mit den ,forderungen des ,gesetzes und ,verheiungen des ,evangeliums begngen4 ,luther1 der ,glubige und ,wissende1 konnte das tun2 fr die ,menge aber hie das1 aus dem ,gttlichen eine ,historie machen2 man schnitt ,christus und sein ,wort ab von seiner mystischen ,verbindung mit dem ,unsichtbaren1 wodurch er immer blutleerer1 flacher und fader wurde4 ,es htte nicht aus der ,religion ,moral werden knnen1 wenn man das ,geheimnis nicht zugedeckt htte4 ,das ,evangelium1 der ,ausdruck des ,gottbewutseins1 rauschte nicht mehr wie ein ,strom durch die ,welt1 sondern lag wie ein erratischer ,block darin1 losgelst von ,gott1 und der ,welt nicht einverleibt4 ,nicht ,luthers ,schuld war das1 sondern die seiner ,zeitgenossen1 die1 wie ,zwingli1 es fr geboten hielten1 die beiden ,naturen1 die gttliche und menschliche1 zu trennen1 und damit ,gott aus der ,welt schafften4 ,diese ,trennung zu vermeiden1 gebot ,luther1 man solle ,gott nur in seinem ,wort und ,werk suchen4 ,gott ist entweder sichtlich oder unsichtlich4 ,sichtlich ist er in seinem ,wort und ,werk2 wo aber sein ,wort und ,werk nicht ist1 da soll man ihn nicht haben wollen1 denn er lt sich anderswo nicht finden1 denn wie er sich offenbart hat4 ,sie aber wollen ,gott mit ihrem ,spekulieren ergreifen1 da wird nichts aus2 ergreifen den leidigen ,teufel dafr1 der will auch ,gott sein4 ,hier sehe ich einen einzigen ,fehler darin1 da ,luther htte sagen mssen3 sichtlich ist er in seinem ,werk und unsichtlich in seinem ,wort4 ,unter ,spekulieren verstand ,luther die ,beschftigung mit einem von der ,erscheinung losgelsten ,gott1 dem ,ding an sich1 ein ,hantieren mit ,begriffen oder ein angebliches ,philosophieren1 das nichts als ein ,ausspinnen eigener1 willkrlicher ,gedanken ist4 ,da er gegen ein vernunftmiges1 das heit mit der ,idee zusammenhngendes ,denken nichts hatte1 geht unter anderem aus folgender ,briefstelle hervor2 sie ist der ,antwort auf die ,frage eines adligen ,herrn entnommen1 ob der ,mensch auch ohne ,glauben selig werden knne4 ,denn da mu der ,natur ,auge ganz ausgerissen sein und lauter ,glaube da sein4 ,es gehet sonst ohne gruliche fhrliche rgernis nicht ab1 und wo hierein fallen 7wie denn gemeiniglich geschieht1 da jedermann am hchsten will anfahen71 die noch jung und ungebt im ,glauben sind und mit der ,natur ,licht dies ansehn wollen1 die stehen gar nahe dabei1 da sie einen groen ,sturz und ,fall nehmen1 und in heimlich ,widerwillen und ,ha auf ,gott geraten1 dem darnach schwerlich zu raten ist4 ,deshalb ihnen zu raten ist1 da sie mit ,gottes ,gerichten unverworren bleiben1 bis sie ba im ,glauben erwachsen1 und dieweil1 wie ,s4 ,petrus sagt1 der ,milch sich nhren und soliden1 starken ,wein sparen1 sich in den ,leiden und der ,menschheit ,christi ben1 und sein leiblich ,leben und ,wandel ansehn2 sonst wird ihnen geschehen nach dem ,spruch ,salomonis3 ,quis scrutator est ,majestatis opprimetur a gloria4 ,wer nach der ,majestt forschet1 den wird die ,herrlichkeit verdrucken4 ,sind es ,naturvernnftige1 hohe1 verstndige ,leute1 so meiden sie nur bald diese ,frage2 sind es aber einfltige1 tiefe1 geistliche und versuchte ,menschen im ,glauben1 mit denen kann man nichts ,ntzlichers denn solichs handeln4 ,denn wie der stark ,wein den ,kindern der ,tod ist1 also ist er der ,alten ,erquickung des ,lebens4 -- ,wer nicht glaubt1 der ist schon gericht4 ,du siehst1 unter naturvernnftigen1 hohen1 verstndigen ,leuten versteht ,luther solche1 die nur kritisch denken und infolgedessen nur einzelnes erfassen knnen2 einfltige1 tiefe1 geistliche1 im ,glauben versuchte ,menschen sind ihm die1 welche das ,ganze ergreifen und in der ,erscheinung das ewige ,sein sehen knnen4 ,jene knnen sich nur einen auerweltlichen ,gott denken1 also etwas1 was eigentlich gar nicht ist1 etwas ,erdichtetes1 womit sie sich gegenseitig tuschen2 diese1 da ,gott lebt1 und ,leben ist ,wirken1 ,wirken der ,kraft auf den ,stoff1 also gerade die ,einheit von beidem4 ,der kritische ,verstand betritt den heiligen ,bezirk ,gottes ohne ,nutzen1 hchstens zu seinem ,schaden2 aber der ,geist erforschet alle ,dinge1 auch die ,tiefen der ,gottheit1 wie es in den ,korintherbriefen heit4 ,der natrliche ,mensch vernimmt nichts vom ,geist ,gottes2 es ist ihm eine ,torheit und kann es nicht erkennen1 denn es mu geistig gerichtet sein4 ,der geistige aber richtet alles und wird von niemand gerichtet4 ,wovor ,luther besonders warnte1 war das ,spekulieren ber die ,absichten ,gottes in der ,fhrung der ,menschen2 warum es einem ,guten schlecht ginge1 warum einem ,bsen gut1 warum berhaupt der ,mensch so viel leiden msse1 warum der eine die ,gnade habe1 der andere nicht4 ,man sieht aus der ,hufigkeit derartiger ,fragestellungen1 wie weit entfernt die ,zeitgenossen ,luthers davon waren1 was ,gott berhaupt sei1 zu begreifen4 ,sie sahen im ,grunde doch alle einen gutbrgerlichen ,vater in ihm1 der die ,pflicht hat1 fr ein standesgemes1 das heit wohlhabendes ,auftreten seiner ,kinder zu sorgen und ihnen ein reichliche ,zinsen abwerfendes ,vermgen zu hinterlassen4 ,er war der ,gott des groen ,haufens1 der fr ,erhaltung jedes einzelnen und ,erhaltung der ,art aufzukommen hat4 ,es ist rhrend1 zu sehen1 wie ,luther diese einseitige ,auffassung zu berichtigen suchte voll ,besorgnis1 sie knnten dann von ,gott gar nichts mehr wissen wollen4 ,es war ihm lcherlich1 da die ,leute ,gott und den ,heiligen bestndig mit den allerweltlichsten ,gebeten in den ,ohren lagen1 und er stellte ihnen vor1 da ihm diese ,angelegenheiten unmglich so wichtig sein knnten2 aber er unterlie nicht1 freundlich hinzuzufgen1 da er das alles wohl auch noch berflssig dazu gebe4 ,er erinnerte daran1 da schon ,sokrates1 der ,heide1 gesagt habe1 man solle die ,gottheit nicht um bestimmte ,dinge bitten1 sondern da sie einem das gebe1 wovon sie wisse1 da es einem gut und dienlich sei2 aber er wute1 da die verkehrte ,art ,wunder und ,zeichen verlangte1 durch die ,gott seine ,gottheit beweise1 und1 wenn er sagte1 da der ,allwissende schon alles zuvor versehen habe1 einwandten1 ,gott msse doch den ,weltlauf ndern knnen1 wenn er allmchtig sei4 ,er erklrte1 wenn geschrieben stehe1 da ,gott die ,niedrigen erhebe1 sei das nicht so zu verstehen1 als ob er die ,hoffrtigen absetze und die ,niedrigen auf ihre ,pltze stelle2 sondern es sei ein ,erheben in ,gott gemeint1 wodurch sie innerlich und im ,geiste ber die ,hohen der ,welt erhoben wrden4 ,er suchte stets die ,logik des ,geschehens nachzuweisen1 durch die ,gott sich dartue2 aber zugleich glaubte er und wollte geglaubt haben1 da das ,folgerichtige gut sei4 ,er wich deshalb niemals davon ab1 von ,gott als von einer persnlich menschlichen ,kraft zu sprechen1 nicht etwa vom ,schicksal oder von der ,weltseele1 nicht einmal von der ,vorsehung4 ,davon war die ,folge bei anderen eine ,vermenschlichung der ,idee ,gottes1 die ihn selbst immer wieder in ,staunen und ,schrecken setzte4 ,darum1 sagte er1 wenn wir der ,gottheit gedenken1 so mssen wir ,ort und ,zeit aus den ,augen tun1 denn unser ,herrgott und ,schpfer mu etwas ,hheres sein denn ,ort1 ,zeit und ,raum4 ,immer wieder stie er sich an seinen ,zeitgenossen1 die ,gott entweder grobsinnlich sich vorstellten oder ihn in leere ,begriffe auflsten4 ,gott als ,person erfassen kann nur ein phantasievolles ,kind oder ein ,mann1 in dessen kraftvollem ,ich das gttliche ,ich sich spiegelt4 ,deshalb ist in kraftvollen ,zeiten1 wo der ,mann mnnlich und deshalb die ,frau weiblich und das ,kind kindlich ist1 der ,glaube an ,gott selbstverstndlich3 der ,mann erkennt ihn in seinem eigenen ,selbst1 ,frauen und ,kinder ergreifen ihn mit der ,phantasie4 ,das ndert sich in den ,zeiten des ,alterns1 wo die ,kraft sich in ,denken auflst4 ,wenn ,luther sagte1 da ,gott in jedem ,menschen sei1 so erregte das grobe ,miverstndnisse1 und man warf ihm vor1 er wolle1 wie man sich ausdrckte1 die ,kreatur zum ,schpfer machen4 ,die ,verbindung des einzelnen mit ,gott fhlt der1 den sie betrifft2 mit ,gottlosen davon zu sprechen ist gefhrlich4 ,erst unsere ,klassiker haben das inzwischen vorgerckte ,weltbewutsein wieder mit dem ,gottesbewutsein zu vereinigen gesucht2 aber1 besonders ,schiller1 doch im ,geiste ihrer ,zeit vom ,gedanken ausgehend4 ,schiller sagte3 ,welche ,religion ich bekenne8 ,keine von allen1 die du mir nennst4 -- ,und warum keine8 ,aus ,religion4 ,goethe empfand zwar viel einheitlicher1 doch war auch seine berzeugung3 ,wer darf ihn nennen8 ,und wer bekennen3 ich glaub ihn8 ,gefhl ist alles2 ,name ist ,schall und ,rauch1 umnebelnd ,himmelsglut4 ,das ist durch und durch antilutherisch4 ,wenn das ,brot berkommt das ,nennen von ,gott1 dann wird es der ,leib ,christi4 ,dadurch1 da ,gott die ,welt nannte1 ward sie4 ,ich hasse die ,flattergeister1 sagte ,luther mit ,david1 und liebe deine ,gesetze4 ,gott ist nicht im ,unsichtbaren und nicht im ,sichtbaren1 sondern in der ,wirkung des ,unsichtbaren auf das ,sichtbare1 woraus ,form1 ,tat oder ,wort entsteht4 ,was nicht ,form1 ,tat oder ,wort geworden ist1 das ist im ,werden1 aber nicht im ,sein4 ,in der bildenden ,kunst mu die ,kraft ,form werden1 in der ,liebe ,tat1 in der ,erkenntnis ,wort1 in der ,religion ,kult4 ,luther wute1 da dem wahren ,christen jeder ,tag und jede ,erscheinung gttlich und darum heilig ist2 trotzdem wollte er den ,glauben an das ,abendmahl gebunden haben1 weil ,gott sein ,wort eben mit diesem ,zeichen verbunden hatte4 ,der einzelne kann ,gott immer und berall anbeten2 aber die ,gemeinde soll es in dem von ,gott gestifteten ,kult tun1 und jeder einzelne ist ein ,teil der ,gemeinde4 brigens hat ,goethe1 dessen ,wesensart ,luther von den ,spteren doch am nchsten stand1 das ,fehlen einer ,kirche begriffen und tief beklagt4 ,in seinem ,mrchen hat er von den drei ,bildern der ,weisheit1 der ,schnheit und der ,kraft gesprochen1 die aus der ,liebe hervorgehen3 der gttlichen ,dreieinigkeit1 die in der ,liebe eins ist4 ,ach6 warum steht der ,tempel nicht am ,flusse6 ,wenn es aber an der ,zeit ist1 wird er aus der ,tiefe an das ,licht des ,tages auftauchen4 ,ich habe vorhin eins nicht erwhnt1 was es ,luther erschwerte1 das ,innere am ueren zu demonstrieren2 das war nmlich die geringe ,kenntnis der ,natur zu seiner ,zeit4 ,die einseitige ,richtung auf das uere1 die den ,glauben aufhob1 mag notwendig gewesen sein1 damit der ,glauben ins ,schauen bergehen knnte4 ,die ,idee1 ,gott in seiner ,majestt1 wird immer im heiligen ,dunkel bleiben2 aber die ,schpfung1 in der die ,idee sich offenbart1 ihr mannigfaches ,kleid1 das ist der ,forschung zugnglich1 und je besser man das erkennt1 desto besser erkennt man ,gott1 der es trgt4 ,da die ,form1 in der eine ,idee sich ausprgt1 diese ,idee selbst ist1 nur von auen gesehen1 so mu man durch die ,form die ,idee selbst erkennen1 und zwar ohne sie zu betasten und zu entweihen4 ,durch die ,erkenntnis der ,natur nhert man sich ,gott mit dem ,verstande und den ,sinnen1 den ,luther fast nur intuitiv durch das ,herz und die ,sinne begreifen konnte2 insofern haben vielleicht die ,jahrhunderte der ,naturwissenschaft der tieferen ,gottesverehrung den ,weg bereitet4 ,wenn ich sagte tiefere ,gottesverehrung1 so meinte ich das nicht in bezug auf ,luther4 ,ein genialer ,mensch1 ein solcher1 dessen groes ,herz ,geist und ,natur zusammenbinden kann1 hat immer das allertiefste ,gottesbewutsein1 weil ,gott in ihm ist2 er erkennt unmittelbar und wei1 da der mittelbare ,zusammenhang da ist4 ,fr die ,allgemeinheit mute die ,mglichkeit dieses mittelbaren ,zusammenhanges erst erobert werden1 bevor sie sich dem ,glauben wieder hingeben konnte4 ,die ,menschen scheinen jetzt aus dem unterirdischen ,gange1 den sie sich gegraben haben1 wieder ans ,licht zu wollen2 vom umgekehrten ,standpunkte aus gesehen1 sehnen sie sich aus dem ,vorhofe wieder ins ,dunkel des ,allerheiligsten4 ,wer wohl1 wenn die ,kirche neu1 siebenmal geglht aus der feurigen ,tiefe steigt1 ,haushalter ber den gttlichen ,geheimnissen1 ,diener am ,wort und ,sakrament sein wird8 ,kein ,geistlicher1 sondern ein ,geistmensch4 ,die ,kirche als ,gebude hat sich vom ,dunkel zur ,helligkeit entwickelt3 in dem vorchristlichen ,tempel verhllte ,finsternis die ,gtterbilder1 und die altchristliche ,kirche war im ,innern der ,erde1 woran die ,krypta der romanischen ,kirche noch erinnerte4 ,noch in der gotischen ,kathedrale1 wenn sie auch farbig gebrochenes ,licht durch hohe ,fenster einlie1 die ihre ,mauern auflsten1 wogte es chaotisch2 erst die ,kirchen der ,renaissance1 des ,barock und ,rokoko lieen das ,licht ganz einstrmen und das ,allerheiligste in einen ,festsaal verwandeln4 ,wo die sinnliche ,schnheit fehlte1 wie in der reformierten ,kirche1 herrschte statt der ,weltfreudigkeit die schamlose ,nchternheit des bloen ,verstandes4 ,nun gibt es nur zwei ,wege1 die zum ,berge der ,seligkeiten1 wo der ,herr die ,freiheit der ,liebe verkndete1 das ist auerhalb der sichtbaren ,kirche1 oder zurck in das ,dunkel heiliger ,mauern4 ,man mu sich klar sein1 da nicht beides zusammenfallen kann1 da die wahren ,gttershne unter den ,sternen anbeten1 da die sichtbare ,kirche begrenzt ist4 ,was hatte ,luther im tiefsten ,grunde mit ,konfessionen zu tun6 ,er schrieb einmal einen wundervollen ,brief an den bayrischen ,hofmusiker ,ludwig ,senfel1 in dem er um die ,komposition des ,psalms bat1 den er vor allen liebte4 ,obwohl mein ,name verhat ist1 so da ich frchten mu1 da dieser ,brief1 den ich dir schreibe1 liebster ,ludwig1 nicht sicher von dir empfangen und gelesen werden kann1 so hat doch meine ,liebe zur ,musik1 mit der ich dich von meinem ,gott begabt und geschmckt sehe1 diese ,furcht berwunden4 ,diese ,liebe gibt mir auch ,hoffnung1 da dir dieser ,brief nicht ,gefahr bringt3 denn wer auer in der ,trkei wrde es tadeln1 wenn einer die ,kunst liebt und den ,knstler rhmt8 ,lobe ich doch auch deine bayrischen ,herzge sehr1 obwohl sie mir gar nicht gndig sind1 und verehre sie vor andern1 weil sie die ,musik so schtzen und ehren4 ,denn es ist kein ,zweifel1 da viel ,samen des ,guten in den ,gemtern ist1 die die ,musik lieben2 die sie aber nicht lieben1 halte ich ,stmpfen und ,steinen fr hnlich4 ,so dachte und sprach ,luther in seiner unsichtbaren ,kirche1 da1 wo er heimisch war4 ,das ,reich des ,geistes ist jenseit von ,katholizismus und ,protestantismus2 aber gerade weil es unsichtbar ist1 kann es in der ,welt nie verkrpert und umgrenzt sein4 ,in jeder sichtbaren ,kirche oder ,akademie oder was fr eine ,korporation es sonst sei1 wird der ,geist immer nur ,gast sein1 die schwebende ,taube1 das ,feuer1 das in ,flocken tropft wann und wohin es will4 ,folgt aber daraus1 da keine sichtbare ,kirche sein knnte8 ,mir scheint1 nur das1 da die eine1 allgemeine1 sichtbare ,kirche sich mchtig auf die ,erde grnden1 mit der ,spitze aber in den ,himmel ragen sollte1 ,menschen ihre ,diener1 ,christus ihr ,haupt4 ,eben fllt aus dem ,allerheiligsten der ,nacht von dem ,gtterbild1 das sie verbirgt1 ein ,glnzen in den erschaudernden ,raum4 ,der ,augenblick der ,schpfung ist bald da1 der zugleich ein ,augenblick des ,scheidens ist4 ,es bleibt noch so viel ,zeit brig1 auf die letzte und heikelste ,bemerkung zu antworten1 die du mir in deinem ,briefe machtest4 ,du schreibst1 die ,nutzanwendung meiner ,fabeln lasse sich in dem ,verse ,goethes zusammenfassen3 ,nur wo du bist1 sei alles1 immer kindlich1 ,so bist du alles1 bist unberwindlich4 ,nun htte ich aber selbst gesagt1 nichts schlage so sehr in ein hliches ,gegenteil um1 wenn man es bewut sein oder ausben wolle1 als ,kindlichkeit1 ,naivitt4 ,ich mte1 wenn ich folgerichtig wre1 eher dazu tun1 da alles geschriebene und gedruckte ,wort verbrannt wrde1 als seine ,masse vermehren4 ,das wre wohl richtig1 wenn meine ,worte etwas anderes sein wollten1 als ,wegweiser zum ,worte von ,gott4 ,an dich richtete ich berhaupt nur die ,fabeln1 nicht die ,nutzanwendung1 da ich nicht denke1 da du ihrer bedarfst2 ich schreibe an einen ,wissenden1 sie sollten dir nicht mehr als ein ,spiegel sein1 in dem man sich zur ,kurzweil einmal betrachtet4 ,lse sie sonst jemand1 sollten sie ihm nur ,mut machen1 den ,adlerweg des ,glaubens zu betreten1 der1 pfeilerlos und gelnderlos1 doch der sicherste zum ,ziel ist4 ,in meiner ,ausgabe der ,mrchen von ,tausendundeine ,nacht gibt es ein ,titelbild1 wo zu sehen ist1 wie der ,sultan der vor ihm knienden ,scheherazade verzeiht4 ,darber mute ich immer lachen1 denn es schien mir1 als htte er ihr vielmehr fr die schnen ,geschichten zu danken1 die sie ihm erzhlt hatte4 ,mrchen indessen haben immer recht1 und so bittet denn auch dich1 nun der unerbittliche ,luzifer1 mit dem ,schwerte trennend1 ihr den redseligen ,mund endgltig schliet1 ,scheherazade um ,verzeihung4 ,es ist die ,flutzeit des ,lichtes1 schon donnert es an den ,strand der ,erde1 und die summenden ,sterne verlieren sich2 nun rede du1 nein1 vielmehr nun handle du6 99 99 99 99 99 ,anmerkungen zur ,transkription ,seite #ab3 ,math4 #ba1 #ca wurde gendert in ,matth4 #ba1 #ca ,seite #dh3 ,jede antikisiernde ,kunstrichtung wurde gendert in ,jede antikisierende ,kunstrichtung ,seite #ea3 ,diesen ,umstand1 da die 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