,anmerkungen zur ,transkription3 ,der ,text stammt aus3 ,immanuel ,kants ,werke4 ,band ,,iv4 ,schriften von #aghc-aghh4 ,herausgegeben von ,dr4 ,artur ,buchenau und ,dr4 ,ernst ,cassirer4 ,berlin3 ,bruno ,cassirer #aiac4 ,s4 #cdi-cff und #edg-edh 7,lesarten74 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden bernommen2 lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste der vorgenommenen nderungen findet sich am ,ende des ,textes4 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,im ,original kursiv gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,was heit3 sich im ,denken orientieren8 ,wir mgen unsere ,begriffe noch so hoch anlegen und dabei noch so sehr von der ,sinnlichkeit abstrahieren1 so hngen ihnen doch noch immer bildliche ,vorstellungen an1 deren eigentliche ,bestimmung es ist1 sie1 die sonst nicht von der ,erfahrung abgeleitet sind1 zum ,erfahrungsgebrauche tauglich zu machen4 ,denn wie wollten wir auch unseren ,begriffen ,sinn und ,bedeutung verschaffen1 wenn ihnen nicht irgendeine ,anschauung1 7welche zuletzt immer ein ,beispiel aus irgendeiner mglichen ,erfahrung sein mu71 untergelegt wrde8 ,wenn wir hernach von dieser konkreten ,verstandeshandlung die ,beimischung des ,bildes1 zuerst der zuflligen ,wahrnehmung durch ,sinne1 dann sogar die reine sinnliche ,anschauung berhaupt weglassen3 so bleibt jener reine ,verstandesbegriff brig1 dessen ,umfang nun erweitert ist und eine ,regel des ,denkens berhaupt enthlt4 ,auf solche ,weise ist selbst die allgemeine ,logik zustande gekommen2 und manche heuristische ,methode zu denken liegt in dem ,erfahrungsgebrauche unseres ,verstandes und der ,vernunft vielleicht noch verborgen1 welche1 wenn wir sie behutsam aus jener ,erfahrung herauszuziehen verstnden1 die ,philosophie wohl mit mancher ntzlichen ,maxime1 selbst im abstrakten ,denken1 bereichern knnte4 ,von dieser ,art ist der ,grundsatz1 zu dem der sel4 ,,mendelssohn1 soviel ich wei1 nur in seinen letzten ,schriften 7den ,morgenstunden ,s4 #afe-ff und dem ,briefe an ,lessings ,freunde ,s4 #cc und #fg7 sich ausdrcklich bekannte3 nmlich die ,maxime der ,notwendigkeit1 im spekulativen ,gebrauche der ,vernunft1 7welchem er sonst in ,ansehung der ,erkenntnis bersinnlicher ,gegenstnde sehr viel1 sogar bis zur ,evidenz der ,demonstration zutraute71 durch ein gewisses ,leitungsmittel1 welches er bald den ,gemeinsinn 7,morgenstunden71 bald die gesunde ,vernunft1 bald den schlichten ,menschenverstand 7an ,lessings ,freunde7 nannte1 sich zu orientieren4 ,wer htte denken sollen1 da dieses ,gestndnis nicht allein seiner vorteilhaften ,meinung von der ,macht des spekulativen ,vernunftgebrauchs in ,sachen der ,theologie so verderblich werden sollte1 7welches in der ,tat unvermeidlich war72 sondern da selbst die gemeine gesunde ,vernunft bei der ,zweideutigkeit1 worin er die ,ausbung dieses ,vermgens im ,gegensatze mit der ,spekulation lie1 in ,gefahr geraten wrde1 zum ,grundsatze der ,schwrmerei und der gnzlichen ,entthronung der ,vernunft zu dienen8 ,und doch geschah dieses in der ,mendelssohn- und ,jacobischen ,streitigkeit1 vornehmlich durch die nicht unbedeutenden ,schlsse des scharfsinnigen ,verfassers der ,resultate27#a7 wiewohl ich keinem von beiden die ,absicht1 eine so verderbliche ,denkungsart in ,gang zu bringen1 beilegen will1 sondern des letzteren ,unternehmung lieber als argumentum ad hominem ansehe1 dessen man sich zur bloen ,gegenwehr zu bedienen wohl berechtigt ist1 um die ,ble1 die der ,gegner gibt1 zu dessen ,nachteil zu benutzen4 ,andererseits werde ich zeigen1 da es in der ,tat blo die ,vernunft1 nicht ein vorgeblicher geheimer ,wahrheitssinn1 keine berschwengliche ,anschauung unter dem ,namen des ,glaubens1 worauf ,tradition oder ,offenbarung ohne ,einstimmung der ,vernunft gepfropft werden kann1 sondern1 wie ,,mendelssohn standhaft und mit gerechtem ,eifer behauptete1 blo die eigentliche reine ,menschenvernunft sei1 wodurch er es ntig fand und anpries1 sich zu orientieren2 ob zwar freilich hiebei der hohe ,anspruch des spekulativen ,vermgens derselben1 vornehmlich ihr allein gebietendes ,ansehen 7durch ,demonstration7 wegfallen und ihr1 sofern sie spekulativ ist1 nichts weiter als das ,geschft der ,reinigung des gemeinen ,vernunftbegriffs von ,widersprchen und die ,verteidigung gegen ihre eigenen sophistischen ,angriffe auf die ,maximen einer gesunden ,vernunft brig gelassen werden mu4 -- ,der erweiterte und genauer bestimmte ,begriff des ,sich-,orientierens kann uns behlflich sein1 die ,maxime der gesunden ,vernunft in ihren ,bearbeitungen zur ,erkenntnis bersinnlicher ,gegenstnde deutlich darzustellen4 7#a7 ,jacobi1 ,briefe ber die ,lehre des ,spinoza4 ,breslau #aghe4 -- ,jacobi1 ,wider ,mendelssohns ,beschuldigung betreffend die ,briefe ber die ,lehre des ,spinoza4 ,leipzig #aghf4 -- ,die ,resultate der ,jacobischen und ,mendelssohnschen ,philosophie1 kritisch untersucht von einem ,freiwilligen4 ,ebendas4 ,sich orientieren heit in der eigentlichen ,bedeutung des ,worts3 aus einer gegebenen ,weltgegend1 7in deren vier wir den ,horizont einteilen71 die brigen1 namentlich den ,aufgang zu finden4 ,sehe ich nun die ,sonne am ,himmel und wei1 da es nun die ,mittagszeit ist1 so wei ich ,sden1 ,westen1 ,norden und ,osten zu finden4 ,zu diesem ,behuf bedarf ich aber durchaus das ,gefhl eines ,unterschiedes an meinem eigenen ,subjekt1 nmlich der rechten und linken ,hand4 ,ich nenne es ein ,gefhl1 weil diese zwei ,seiten uerlich in der ,anschauung keinen merklichen ,unterschied zeigen4 ,ohne dieses ,vermgen1 in der ,beschreibung eines ,zirkels1 ohne an ihm irgendeine ,verschiedenheit der ,gegenstnde zu bedrfen1 doch die ,bewegung von der ,linken zur ,rechten von der in entgegengesetzter ,richtung zu unterscheiden und dadurch eine ,verschiedenheit in der ,lage der ,gegenstnde a priori zu bestimmen1 wrde ich nicht wissen1 ob ich ,westen dem ,sdpunkte des ,horizonts zur ,rechten oder zur ,linken setzen und so den ,kreis durch ,norden und ,osten bis wieder zu ,sden vollenden sollte4 ,also orientiere ich mich geographisch bei allen objektiven ,datis am ,himmel doch nur durch einen subjektiven ,unterscheidungsgrund2 und wenn in einem ,tage durch ein ,wunder alle ,sternbilder zwar brigens dieselbe ,gestalt und ebendieselbe ,stellung gegeneinander behielten1 nur da die ,richtung derselben1 die sonst stlich war1 jetzt westlich geworden wre1 so wrde in der nchsten sternhellen ,nacht zwar kein menschliches ,auge die geringste ,vernderung bemerken und selbst der ,astronom1 wenn er blo auf das1 was er sieht und nicht zugleich1 was er fhlt1 achtgbe1 wrde sich unvermeidlich desorientieren4 ,so aber kmmt ihm ganz natrlich das zwar durch die ,natur angelegte1 aber durch ftere ,ausbung gewohnte ,unterscheidungsvermgen durchs ,gefhl der rechten und linken ,hand zu ,hlfe1 und er wird1 wenn er nur den ,polarstern ins ,auge nimmt1 nicht allein die vorgegangene ,vernderung bemerken1 sondern sich auch ungeachtet derselben orientieren knnen4 ,diesen geographischen ,begriff des ,verfahrens sich zu orientieren kann ich nun erweitern und darunter verstehen3 sich in einem gegebenen ,raum berhaupt1 mithin blo mathematisch orientieren4 ,im ,finstern orientiere ich mich in einem mir bekannten ,zimmer1 wenn ich nur einen einzigen ,gegenstand1 dessen ,stelle ich im ,gedchtnis habe1 anfassen kann4 ,aber hier hilft mir offenbar nichts als das ,bestimmungsvermgen der ,lagen nach einem subjektiven ,unterscheidungsgrunde2 denn die ,objekte1 deren ,stelle ich finden soll1 sehe ich gar nicht2 und htte jemand mir zum ,spae alle ,gegenstnde zwar in derselben ,ordnung untereinander1 aber links gesetzt1 was vorher rechts war1 so wrde ich mich in einem ,zimmer1 wo sonst alle ,wnde ganz gleich wren1 gar nicht finden knnen4 ,so aber orientiere ich mich bald durch das bloe ,gefhl eines ,unterschiedes meiner zwei ,seiten1 der rechten und der linken4 ,eben das geschieht1 wenn ich zur ,nachtzeit auf mir sonst bekannten ,straen1 in denen ich jetzt kein ,haus unterscheide1 gehen und mich gehrig wenden soll4 ,endlich kann ich diesen ,begriff noch mehr erweitern1 da er denn in dem ,vermgen bestnde1 sich nicht blo im ,raume d4 i4 mathematisch1 sondern berhaupt im ,denken d4 i4 logisch zu orientieren4 ,man kann nach der ,analogie leicht erraten1 da dieses ein ,geschft der reinen ,vernunft sein werde1 ihren ,gebrauch zu lenken1 wenn sie von bekannten ,gegenstnden 7der ,erfahrung7 ausgehend sich ber alle ,grenzen der ,erfahrung erweitern will und ganz und gar kein ,objekt der ,anschauung1 sondern blo ,raum fr dieselbe findet2 da sie alsdann gar nicht mehr imstande ist1 nach objektiven ,grnden der ,erkenntnis1 sondern lediglich nach einem subjektiven ,unterscheidungsgrunde1 in der ,bestimmung ihres eigenen ,urteilvermgens1 ihre ,urteile unter eine bestimmte ,maxime zu bringen47#b7 ,dies subjektive ,mittel1 das alsdann noch brig bleibt1 ist kein anderes als das ,gefhl des der ,vernunft eigenen ,bedrfnisses4 ,man kann vor allem ,irrtum gesichert bleiben1 wenn man sich da nicht unterfngt zu urteilen1 wo man nicht soviel wei1 als zu einem bestimmenden ,urteile erforderlich ist4 ,also ist ,unwissenheit an sich die ,ursache zwar der ,schranken1 aber nicht der ,irrtmer in unserer ,erkenntnis4 ,aber wo es nicht so willkrlich ist1 ob man ber etwas bestimmt urteilen wolle oder nicht1 wo ein wirkliches ,bedrfnis und wohl gar ein solches1 welches der ,vernunft an sich selbst anhngt1 das ,urteilen notwendig macht und gleichwohl ,mangel des ,wissens in ,ansehung der zum ,urteil erforderlichen ,stcke uns einschrnkt1 da ist eine ,maxime ntig1 wornach wir unser ,urteil fllen2 denn die ,vernunft will einmal befriedigt sein4 ,wenn denn vorher schon ausgemacht ist1 da es hier keine ,anschauung vom ,objekte1 nicht einmal etwas mit diesem ,gleichartiges geben knne1 wodurch wir unseren erweiterten ,begriffen den ihnen angemessenen ,gegenstand darstellen und diese also ihrer realen ,mglichkeit wegen sichern knnten1 so wird fr uns nichts weiter zu tun brig sein1 als zuerst den ,begriff1 mit welchem wir uns ber alle mgliche ,erfahrung hinauswagen wollen1 wohl zu prfen1 ob er auch von ,widersprchen frei sei2 und dann wenigstens das ,verhltnis des ,gegenstandes zu den ,gegenstnden der ,erfahrung unter reine ,verstandesbegriffe zu bringen1 wodurch wir ihn noch gar nicht versinnlichen1 aber doch etwas bersinnliches wenigstens tauglich zum ,erfahrungsgebrauche unserer ,vernunft denken2 denn ohne diese ,vorsicht wrden wir von einem solchen ,begriffe gar keinen ,gebrauch machen knnen1 sondern schwrmen anstatt zu denken4 7#b7 ,sich im ,denken berhaupt orientieren1 heit also3 sich1 bei der ,unzulnglichkeit der objektiven ,prinzipien der ,vernunft1 im ,frwahrhalten nach einem subjektiven ,prinzip derselben bestimmen4 ,allein hiedurch1 nmlich durch den bloen ,begriff1 ist doch noch nichts in ,ansehung der ,existenz dieses ,gegenstandes und der wirklichen ,verknpfung desselben mit der ,welt 7dem ,inbegriffe aller ,gegenstnde mglicher ,erfahrung7 ausgerichtet4 ,nun aber tritt das ,recht des ,bedrfnisses der ,vernunft ein als eines subjektiven ,grundes1 etwas vorauszusetzen und anzunehmen1 was sie durch objektive ,grnde zu wissen sich nicht anmaen darf1 und folglich sich im ,denken1 im unermelichen und fr uns mit dicker ,nacht erflleten ,raume des bersinnlichen lediglich durch ihr eigenes ,bedrfnis zu orientieren4 ,es lt sich manches bersinnliche denken2 7denn ,gegenstnde der ,sinne fllen doch nicht das ganze ,feld aller ,mglichkeit aus71 wo die ,vernunft gleichwohl kein ,bedrfnis fhlt1 sich bis zu demselben zu erweitern1 viel weniger dessen ,dasein anzunehmen4 ,die ,vernunft findet an denen ,ursachen in der ,welt1 welche sich den ,sinnen offenbaren 7oder wenigstens von derselben ,art sind als die1 so sich ihnen offenbaren71 ,beschftigung genug1 um noch den ,einflu reiner geistiger ,naturwesen zu deren ,behuf ntig zu haben2 deren ,annehmung vielmehr ihrem ,gebrauche nachteilig sein wrde4 ,denn da wir von den ,gesetzen1 nach welchen solche ,wesen wrken mgen1 nichts1 von jenen aber1 nmlich den ,gegenstnden der ,sinne1 vieles wissen1 wenigstens noch zu erfahren hoffen knnen2 so wrde durch solche ,voraussetzung dem ,gebrauche der ,vernunft vielmehr ,abbruch geschehen4 ,es ist also gar kein ,bedrfnis1 es ist vielmehr bloer ,vorwitz1 der auf nichts als ,trumerei ausluft1 darnach zu forschen oder mit ,hirngespinsten der ,art zu spielen4 ,ganz anders ist es mit dem ,begriffe von einem ersten ,urwesen als oberster ,intelligenz und zugleich als dem hchsten ,gute1 bewandt4 ,denn nicht allein1 da unsere ,vernunft schon ein ,bedrfnis fhlt1 den ,begriff des ,uneingeschrnkten dem ,begriffe alles ,eingeschrnkten1 mithin aller anderen ,dinge7#c7 zum ,grunde zu legen2 so geht dieses ,bedrfnis auch auf die ,voraussetzung des ,daseins desselben1 ohne welche sie sich von der ,zuflligkeit der ,existenz der ,dinge in der ,welt1 am wenigsten aber von der ,zweckmigkeit und ,ordnung1 die man in so bewunderungswrdigem ,grade 7im ,kleinen1 weil es uns nahe ist1 noch mehr wie im ,groen7 allenthalben antrifft1 gar keinen befriedigenden ,grund angeben kann4 ,ohne einen verstndigen ,urheber anzunehmen1 lt sich1 ohne in lauter ,ungereimtheiten zu verfallen1 wenigstens kein verstndlicher ,grund davon angeben2 und ob wir gleich die ,unmglichkeit einer solchen ,zweckmigkeit ohne eine erste verstndige ,ursache nicht beweisen knnen2 7denn alsdann htten wir hinreichende objektive ,grnde dieser ,behauptung und bedrften es nicht1 uns auf den subjektiven zu berufen71 so bleibt bei diesem ,mangel der ,einsicht doch ein genugsamer subjektiver ,grund der ,annehmung derselben darin1 da die ,vernunft es bedarf1 etwas1 was ihr verstndlich ist1 vorauszusetzen1 um diese gegebene ,erscheinung daraus zu erklren1 da alles1 womit sie sonst nur einen ,begriff verbinden kann1 diesem ,bedrfnisse nicht abhilft4 7#c7 ,da die ,vernunft zur ,mglichkeit aller ,dinge ,realitt als gegeben vorauszusetzen bedarf und die ,verschiedenheit der ,dinge durch ihnen anhngende ,negationen nur als ,schranken betrachtet1 so sieht sie sich gentigt1 eine einzige ,mglichkeit1 nmlich die des uneingeschrnkten ,wesens als ursprnglich zum ,grunde zu legen1 alle anderen aber als abgeleitet zu betrachten4 ,da auch die durchgngige ,mglichkeit eines jeden ,dinges durchaus im ,ganzen aller ,existenz angetroffen werden mu1 wenigstens der ,grundsatz der durchgngigen ,bestimmung die ,unterscheidung des ,mglichen vom ,wirklichen unserer ,vernunft nur auf solche ,art mglich macht1 so finden wir einen subjektiven ,grund der ,notwendigkeit1 d4 i4 ein ,bedrfnis unserer ,vernunft selbst1 aller ,mglichkeit das ,dasein eines allerrealesten 7hchsten7 ,wesens zum ,grunde zu legen4 ,so entspringt nun der ,cartesianische ,beweis vom ,dasein ,gottes3 indem subjektive ,grnde1 etwas fr den ,gebrauch der ,vernunft1 7der im ,grunde immer nur ein ,erfahrungsgebrauch bleibt71 vorauszusetzen1 fr objektiv -- mithin ,bedrfnis fr ,einsicht -- gehalten werden4 ,so ist es mit diesem1 so ist es mit allen ,beweisen des wrdigen ,mendelssohn in seinen ,morgenstunden bewandt4 ,sie leisten nichts zum ,behuf einer ,demonstration4 ,darum sind sie aber keinesweges unntz4 ,denn nicht zu erwhnen1 welchen schnen ,anla diese beraus scharfsinnigen ,entwickelungen der subjektiven ,bedingungen des ,gebrauchs unserer ,vernunft zu der vollstndigen ,erkenntnis dieses unsers ,vermgens geben1 als zu welchem ,behuf sie bleibende ,beispiele sind2 so ist das ,frwahrhalten aus subjektiven ,grnden des ,gebrauchs der ,vernunft1 wenn uns objektive mangeln und wir dennoch zu urteilen gentigt sind1 immer noch von groer ,wichtigkeit2 nur mssen wir das1 was nur abgentigte ,voraussetzung ist1 nicht fr freie ,einsicht ausgeben1 um dem ,gegner1 mit dem wir uns aufs ,dogmatisieren eingelassen haben1 nicht ohne ,not ,schwchen darzubieten1 deren er sich zu unserem ,nachteil bedienen kann4 ,mendelssohn dachte wohl nicht daran1 da das ,dogmatisieren mit der reinen ,vernunft im ,felde des bersinnlichen der gerade ,weg zur philosophischen ,schwrmerei sei1 und da nur ,kritik ebendesselben ,vernunftvermgens diesem bel grndlich abhelfen knne4 ,zwar kann die ,disziplin der scholastischen ,methode 7der ,wolffischen z4 ,b41 die er darum auch anriet71 da alle ,begriffe durch ,definitionen bestimmt und alle ,schritte durch ,grundstze gerechtfertigt werden mssen1 diesen ,unfug wirklich eine ,zeitlang hemmen1 aber keinesweges gnzlich abhalten4 ,denn mit welchem ,rechte will man der ,vernunft1 der es einmal in jenem ,felde1 seinem eigenen ,gestndnisse nach1 so wohl gelungen ist1 verwehren1 in ebendemselben noch weiter zu gehen8 und wo ist dann die ,grenze1 wo sie stehen bleiben mu8 ,man kann aber das ,bedrfnis der ,vernunft als zwiefach ansehen3 erstlich in ihrem theoretischen1 zweitens in ihrem praktischen ,gebrauch4 ,das erste ,bedrfnis habe ich eben angefhrt2 aber man sieht wohl1 da es nur bedingt sei1 d4 i4 wir mssen die ,existenz ,gottes annehmen1 wenn wir ber die ersten ,ursachen alles ,zuflligen1 vornehmlich in der ,ordnung der wirklich in der ,welt gelegten ,zwecke1 urteilen wollen4 ,weit wichtiger ist das ,bedrfnis der ,vernunft in ihrem praktischen ,gebrauche1 weil es unbedingt ist und wir die ,existenz ,gottes vorauszusetzen nicht blo alsdann gentigt werden1 wenn wir urteilen wollen1 sondern weil wir urteilen mssen4 ,denn der reine praktische ,gebrauch der ,vernunft besteht in der ,vorschrift der moralischen ,gesetze4 ,sie fhren aber alle auf die ,idee des hchsten ,gutes1 was in der ,welt mglich ist1 sofern es allein durch ,freiheit mglich ist3 die ,sittlichkeit2 von der anderen ,seite auch auf das1 was nicht blo auf menschliche ,freiheit1 sondern auch auf die ,natur ankommt1 nmlich auf die grte ,glckseligkeit1 sofern sie in ,proportion der ersten ausgeteilt ist4 ,nun bedarf die ,vernunft ein solches abhngiges hchste ,gut und zum ,behuf desselben eine oberste ,intelligenz als hchstes unabhngiges ,gut anzunehmen2 zwar nicht1 um davon das verbindende ,ansehen der moralischen ,gesetze oder die ,triebfeder zu ihrer ,beobachtung abzuleiten2 7denn sie wrden keinen moralischen ,wert haben1 wenn ihr ,bewegungsgrund von etwas anderem als von dem ,gesetz allein1 das fr sich apodiktisch gewi ist1 abgeleitet wrde72 sondern nur1 um dem ,begriffe vom hchsten ,gut objektive ,realitt zu geben1 d4 i4 zu verhindern1 da es zusamt der ganzen ,sittlichkeit nicht blo fr ein bloes ,ideal gehalten werde1 wenn dasjenige nirgend existierte1 dessen ,idee die ,moralitt unzertrennlich begleitet4 ,es ist also nicht ,erkenntnis1 sondern gefhltes7#d7 ,bedrfnis der ,vernunft1 wodurch sich ,,mendelssohn 7ohne sein ,wissen7 im spekulativen ,denken orientierte4 ,und da dieses ,leitungsmittel nicht ein objektives ,prinzip der ,vernunft1 ein ,grundsatz der ,einsichten1 sondern ein blo subjektives 7d4 i4 eine ,maxime7 des ihr durch ihre ,schranken allein erlaubten ,gebrauchs1 ein ,folgesatz des ,bedrfnisses ist und fr sich allein den ganzen ,bestimmungsgrund unsers ,urteils ber das ,dasein des hchsten ,wesens ausmacht1 von dem es nur ein zuflliger ,gebrauch ist1 sich in den spekulativen ,versuchen ber denselben ,gegenstand zu orientieren3 so fehlte er hierin allerdings1 da er dieser ,spekulation dennoch so viel ,vermgen zutraute1 fr sich allein auf dem ,wege der ,demonstration alles auszurichten4 ,die ,notwendigkeit des ersteren ,mittels konnte nur stattfinden1 wenn die ,unzulnglichkeit des letzteren vllig zugestanden war3 ein ,gestndnis1 zu welchem ihn seine ,scharfsinnigkeit doch zuletzt wrde gebracht haben1 wenn mit einer lngeren ,lebensdauer ihm auch die den ,jugendjahren mehr eigene ,gewandtheit des ,geistes1 alte gewohnte ,denkungsart nach ,vernderung des ,zustandes der ,wissenschaften leicht umzundern1 wre vergnnet gewesen4 ,indessen bleibt ihm doch das ,verdienst1 da er darauf bestand1 den letzten ,probierstein der ,zulssigkeit eines ,urteils hier wie allerwrts nirgend als allein in der ,vernunft zu suchen3 sie mochte nun durch ,einsicht oder bloes ,bedrfnis und die ,maxime ihrer eigenen ,zutrglichkeit in der ,wahl ihrer ,stze geleitet werden4 ,er nannte die ,vernunft in ihrem letzteren ,gebrauche die gemeine ,menschenvernunft2 denn dieser ist ihr eigenes ,interesse jederzeit zuerst vor ,augen1 indes man aus dem natrlichen ,geleise schon mu getreten sein1 um jenes zu vergessen und mig unter ,begriffen in objektiver ,rcksicht zu sphen1 um blo sein ,wissen1 es mag ntig sein oder nicht1 zu erweitern4 7#d7 ,die ,vernunft fhlt nicht2 sie sieht ihren ,mangel ein und wirkt durch den ,erkenntnistrieb das ,gefhl des ,bedrfnisses4 ,es ist hiemit wie mit dem moralischen ,gefhl bewandt1 welches kein moralisches ,gesetz verursacht2 denn dieses entspringt gnzlich aus der ,vernunft1 sondern durch moralische ,gesetze1 mithin durch die ,vernunft verursacht oder gewirkt wird1 indem der rege und doch freie ,wille bestimmter ,grnde bedarf4 ,da aber der ,ausdruck3 ,ausspruch der gesunden ,vernunft1 in vorliegender ,frage immer noch zweideutig ist und entweder1 wie ihn selbst ,,mendelssohn miverstand1 fr ein ,urteil aus ,vernunfteinsicht oder1 wie ihn der ,verfasser der ,resultate zu nehmen scheint1 ein ,urteil aus ,vernunfteingebung genommen werden kann1 so wird ntig sein1 dieser ,quelle der ,beurteilung eine andere ,benennung zu geben1 und keine ist ihr angemessener als die eines ,vernunftglaubens4 ,ein jeder ,glaube1 selbst der historische1 mu zwar vernnftig sein2 7denn der letzte ,probierstein der ,wahrheit ist immer die ,vernunft71 allein ein ,vernunftglaube ist der1 welcher sich auf keine andere ,data grndet als die1 so in der reinen ,vernunft enthalten sind4 ,aller ,glaube ist nun ein subjektiv zureichendes1 objektiv aber mit ,bewutsein unzureichendes ,frwahrhalten2 also wird er dem ,wissen entgegengesetzt4 ,andrerseits1 wenn aus objektiven1 obzwar mit ,bewutsein unzureichenden ,grnden etwas fr wahr gehalten1 mithin blo gemeinet wird1 so kann dieses ,meinen doch durch allmhliche ,ergnzung in derselben ,art von ,grnden endlich ein ,wissen werden4 ,dagegen1 wenn die ,grnde des ,frwahrhaltens ihrer ,art nach gar nicht objektiv gltig sind1 so kann der ,glaube durch keinen ,gebrauch der ,vernunft jemals ein ,wissen werden4 ,der historische ,glaube z4 ,b4 von dem ,tode eines groen ,mannes1 den einige ,briefe berichten1 kann ein ,wissen werden1 wenn die ,obrigkeit des ,orts denselben1 sein ,begrbnis1 ,testament usw4 meldet4 ,da daher etwas historisch blo auf ,zeugnisse fr wahr gehalten1 d4 i4 geglaubt wird1 z4 ,b4 da eine ,stadt ,rom in der ,welt sei1 und doch derjenige1 der niemals da gewesen1 sagen kann3 ,ich wei1 und nicht blo3 ,ich glaube1 es existiere ein ,rom1 das steht ganz wohl beisammen4 ,dagegen kann der reine ,vernunftglaube durch alle natrliche ,data der ,vernunft und ,erfahrung niemals in ein ,wissen verwandelt werden1 weil der ,grund des ,frwahrhaltens hier blo subjektiv1 nmlich ein notwendiges ,bedrfnis der ,vernunft ist 7und1 solange wir ,menschen sind1 immer bleiben wird71 das ,dasein eines hchsten ,wesens nur vorauszusetzen1 nicht zu demonstrieren4 ,dieses ,bedrfnis der ,vernunft zu ihrem sie befriedigenden theoretischen ,gebrauche wrde nichts anders als reine ,vernunfthypothese sein1 d4 i4 eine ,meinung1 die aus subjektiven ,grnden zum ,frwahrhalten zureichend wre2 darum1 weil man1 gegebene ,wirkungen zu erklren1 niemals einen andern als diesen ,grund erwarten kann und die ,vernunft doch einen ,erklrungsgrund bedarf4 ,dagegen der ,vernunftglaube1 der auf dem ,bedrfnis ihres ,gebrauchs in praktischer ,absicht beruht1 ein ,postulat der ,vernunft heien knnte2 nicht1 als ob es eine ,einsicht wre1 welche aller logischen ,forderung zur ,gewiheit ,genge tte1 sondern weil dieses ,frwahrhalten1 7wenn in dem ,menschen alles nur moralisch gut bestellt ist71 dem ,grade nach keinem ,wissen nachsteht17#e7 ob es gleich der ,art nach davon vllig unterschieden ist4 7#e7 ,zur ,festigkeit des ,glaubens gehrt das ,bewutsein seiner ,unvernderlichkeit4 ,nun kann ich vllig gewi sein1 da mir niemand den ,satz3 ,es ist ein ,gott1 werde widerlegen knnen2 denn wo will er diese ,einsicht hernehmen8 ,also ist es mit dem ,vernunftglauben nicht so wie mit dem historischen bewandt1 bei dem es immer noch mglich ist1 da ,beweise zum ,gegenteil aufgefunden wrden1 und wo man sich immer noch vorbehalten mu1 seine ,meinung zu ndern1 wenn sich unsere ,kenntnis der ,sachen erweitern sollte4 ,ein reiner ,vernunftglaube ist also der ,wegweiser oder ,kompa1 wodurch der spekulative ,denker sich auf seinen ,vernunftstreifereien im ,felde bersinnlicher ,gegenstnde orientieren1 der ,mensch von gemeiner1 doch 7moralisch7 gesunder ,vernunft aber seinen ,weg1 sowohl in theoretischer als praktischer ,absicht1 dem ganzen ,zwecke seiner ,bestimmung vllig angemessen vorzeichnen kann2 und dieser ,vernunftglaube ist es auch1 der jedem anderen ,glauben1 ja jeder ,offenbarung zum ,grunde gelegt werden mu4 ,der ,begriff von ,gott1 und selbst die berzeugung von seinem ,dasein1 kann nur allein in der ,vernunft angetroffen werden1 von ihr allein ausgehen und weder durch ,eingebung1 noch durch eine erteilte ,nachricht von noch so groer ,auctoritt zuerst in uns kommen4 ,widerfhrt mir eine unmittelbare ,anschauung von einer solchen ,art1 als sie mir die ,natur1 soweit ich sie kenne1 gar nicht liefern kann1 so mu doch ein ,begriff von ,gott zur ,richtschnur dienen1 ob diese ,erscheinung auch mit allen dem bereinstimme1 was zu dem ,charakteristischen einer ,gottheit erforderlich ist4 ,ob ich gleich nun gar nicht einsehe1 wie es mglich sei1 da irgendeine ,erscheinung dasjenige auch nur der ,qualitt nach darstelle1 was sich immer nur denken1 niemals aber anschauen lt1 so ist doch wenigstens soviel klar1 da1 um nur zu urteilen1 ob das ,gott sei1 was mir erscheint1 was auf mein ,gefhl innerlich oder uerlich wirkt1 ich ihn an meinen ,vernunftbegriff von ,gott halten und darnach prfen msse1 nicht ob er diesem adquat sei1 sondern blo1 ob er ihm nicht widerspreche4 ,ebenso3 wenn auch bei allem1 wodurch er sich mir unmittelbar entdeckte1 nichts angetroffen wrde1 was jenem ,begriffe widersprche1 so wrde dennoch diese ,erscheinung1 ,anschauung1 unmittelbare ,offenbarung oder wie man sonst eine solche ,darstellung nennen will1 das ,dasein eines ,wesens niemals beweisen1 dessen ,begriff1 7wenn er nicht unsicher bestimmt und daher der ,beimischung alles mglichen ,wahnes unterworfen werden soll71 ,unendlichkeit der ,gre nach zur ,unterscheidung von allem ,geschpfe fodert1 welchem ,begriffe aber gar keine ,erfahrung oder ,anschauung adquat sein1 mithin auch niemals das ,dasein eines solchen ,wesens unzweideutig beweisen kann4 ,vom ,dasein des hchsten ,wesens kann also niemand durch irgendeine ,anschauung zuerst berzeugt werden2 der ,vernunftglaube mu vorhergehen1 und alsdann knnten allenfalls gewisse ,erscheinungen oder ,erffnungen ,anla zur ,untersuchung geben1 ob wir das1 was zu uns spricht oder sich uns darstellt1 wohl befugt sind fr eine ,gottheit zu halten und nach ,befinden jenen ,glauben besttigen4 ,wenn also der ,vernunft in ,sachen1 welche bersinnliche ,gegenstnde betreffen1 als das ,dasein ,gottes und die knftige ,welt1 das ihr zustehende ,recht1 zuerst zu sprechen bestritten wird1 so ist aller ,schwrmerei1 ,aberglauben1 ja selbst der ,atheisterei eine weite ,pforte geffnet4 ,und doch scheint in der ,jacobischen und ,mendelssohnischen ,streitigkeit alles auf diesen ,umsturz1 ich wei nicht recht1 ob blo der ,vernunfteinsicht und des ,wissens 7durch vermeinte ,strke in der ,spekulation7 oder auch sogar des ,vernunftglaubens1 und dagegen auf die ,errichtung eines andern ,glaubens1 den sich ein jeder nach seinem ,belieben machen kann1 angelegt4 ,man sollte beinahe auf das letztere schlieen1 wenn man den ,spinozistischen ,begriff von ,gott als den einzigen mit allen ,grundstzen der ,vernunft stimmigen7#f7 und dennoch verwerflichen ,begriff aufgestellt sieht4 ,denn1 ob es sich gleich mit dem ,vernunftglauben ganz wohl vertrgt einzurumen1 da spekulative ,vernunft selbst nicht einmal die ,mglichkeit eines ,wesens1 wie wir uns ,gott denken mssen1 einzusehen imstande sei3 so kann es doch mit gar keinem ,glauben und berall mit keinem ,frwahrhalten eines ,daseins zusammenbestehen1 da ,vernunft gar die ,unmglichkeit eines ,gegenstandes einsehen und dennoch aus anderen ,quellen die ,wirklichkeit desselben erkennen knnte4 7#f7 ,es ist kaum zu begreifen1 wie gedachte ,gelehrte in der ,kritik der reinen ,vernunft ,vorschub zum ,spinozism finden konnten4 ,die ,kritik beschneidet dem ,dogmatism gnzlich die ,flgel in ,ansehung der ,erkenntnis bersinnlicher ,gegenstnde1 und der ,spinozism ist hierin so dogmatisch1 da er sogar mit dem ,mathematiker in ,ansehung der ,strenge des ,beweises wetteifert4 ,die ,kritik beweiset1 da die ,tafel der reinen ,verstandesbegriffe alle ,materialien des reinen ,denkens enthalten msse2 der ,spinozism spricht von ,gedanken1 die doch selbst denken1 und also von einem ,accidens1 das doch zugleich fr sich als ,subjekt existiert3 ein ,begriff1 der sich im menschlichen ,verstande gar nicht findet und sich auch in ihn nicht bringen lt4 ,die ,kritik zeigt3 es reiche noch lange nicht zur ,behauptung der ,mglichkeit eines selbst gedachten ,wesens zu1 da in seinem ,begriffe nichts ,widersprechendes sei 7wiewohl es alsdann ntigenfalls allerdings erlaubt bleibt1 diese ,mglichkeit anzunehmen72 der ,spinozism gibt aber vor1 die ,unmglichkeit eines ,wesens einzusehen1 dessen ,idee aus lauter reinen ,verstandesbegriffen besteht1 wovon man nur alle ,bedingungen der ,sinnlichkeit abgesondert hat1 worin also niemals ein ,widerspruch angetroffen werden kann1 und vermag doch diese ber alle ,grenzen gehende ,anmaung durch gar nichts zu untersttzen4 ,eben um dieser willen fhrt der ,spinozism gerade zur ,schwrmerei4 ,dagegen gibt es kein einziges sicheres ,mittel1 alle ,schwrmerei mit der ,wurzel auszurotten1 als jene ,grenzbestimmung des reinen ,vernunftvermgens4 -- ,ebenso findet ein anderer ,gelehrter in der ,kritik d4 r4 ,vernunft eine ,skepsis2 obgleich die ,kritik eben darauf hinausgeht1 etwas ,gewisses und ,bestimmtes in ,ansehung des ,umfanges unserer ,erkenntnis a priori festzusetzen4 ,imgleichen eine ,dialektik in den kritischen ,untersuchungen1 welche doch darauf angelegt sind1 die unvermeidliche ,dialektik1 womit die allerwrts dogmatisch gefhrte reine ,vernunft sich selbst verfngt und verwickelt1 aufzulsen und auf immer zu vertilgen4 ,die ,neuplatoniker1 die sich ,eklektiker nannten1 weil sie ihre eigenen ,grillen allenthalben in lteren ,autoren zu finden wuten1 wenn sie solche vorher hineingetragen hatten1 verfuhren gerade ebenso2 es geschieht also insofern nichts ,neues unter der ,sonne4 ,mnner von ,geistesfhigkeiten und von erweiterten ,gesinnungen6 ,ich verehre ,eure ,talente und liebe ,euer ,menschengefhl4 ,aber habt ,ihr auch wohl berlegt1 was ,ihr tut1 und wo es mit ,euren ,angriffen auf die ,vernunft hinaus will8 ,ohne ,zweifel wollt ,ihr1 da ,freiheit zu denken ungekrnkt erhalten werde2 denn ohne diese wrde es selbst mit ,euren freien ,schwngen des ,genies bald ein ,ende haben4 ,wir wollen sehen1 was aus dieser ,denkfreiheit natrlicherweise werden msse1 wenn ein solches ,verfahren1 als ,ihr beginnt1 berhandnimmt4 ,der ,freiheit zu denken ist erstlich der brgerliche ,zwang entgegengesetzt4 ,zwar sagt man3 die ,freiheit zu sprechen oder zu schreiben1 knne uns zwar durch obere ,gewalt1 aber die ,freiheit zu denken durch sie gar nicht genommen werden4 ,allein wie viel und mit welcher ,richtigkeit wrden wir wohl denken1 wenn wir nicht gleichsam in ,gemeinschaft mit andern1 denen wir unsere und die uns ihre ,gedanken mitteilen1 dchten6 ,also kann man wohl sagen1 da diejenige uere ,gewalt1 welche die ,freiheit1 seine ,gedanken ffentlich mitzuteilen1 den ,menschen entreit1 ihnen auch die ,freiheit zu denken nehme2 das einzige ,kleinod1 das uns bei allen brgerlichen ,lasten noch brig bleibt1 und wodurch allein wider alle bel dieses ,zustandes noch ,rat geschafft werden kann4 ,zweitens wird die ,freiheit zu denken auch in der ,bedeutung genommen1 da ihr der ,gewissenszwang entgegengesetzt ist2 wo ohne alle uere ,gewalt in ,sachen der ,religion sich ,brger ber andere zu ,vormndern aufwerfen1 und statt ,argument durch vorgeschriebene1 mit ngstlicher ,furcht vor der ,gefahr einer eigenen ,untersuchung begleitete ,glaubensformeln alle ,prfung der ,vernunft durch frhen ,eindruck auf die ,gemter zu verbannen wissen4 ,drittens bedeutet auch ,freiheit im ,denken die ,unterwerfung der ,vernunft unter keine andere ,gesetze1 als die sie sich selbst gibt2 und ihr ,gegenteil ist die ,maxime eines gesetzlosen ,gebrauchs der ,vernunft1 7um dadurch1 wie das ,genie whnt1 weiter zu sehen als unter der ,einschrnkung durch ,gesetze74 ,die ,folge davon ist natrlicherweise diese1 da1 wenn die ,vernunft dem ,gesetze nicht unterworfen sein will1 das sie sich selbst gibt1 sie sich unter das ,joch der ,gesetze beugen mu1 die ihr ein anderer gibt2 denn ohne irgendein ,gesetz kann gar nichts1 selbst nicht der grte ,unsinn1 sein ,spiel lange treiben4 ,also ist die unvermeidliche ,folge der erklrten ,gesetzlosigkeit im ,denken 7einer ,befreiung von den ,einschrnkungen durch die ,vernunft7 diese3 da ,freiheit zu denken zuletzt dadurch eingebt und1 weil nicht etwa ,unglck1 sondern wahrer bermut daran schuld ist1 im eigentlichen ,sinne des ,worts verscherzt wird4 ,der ,gang der ,dinge ist ungefhr dieser4 ,zuerst gefllt sich das ,genie sehr in seinem khnen ,schwunge1 da es den ,faden1 woran es sonst die ,vernunft lenkte1 abgestreift hat4 ,es bezaubert bald auch andere durch ,machtsprche und groe ,erwartungen und scheint sich selbst nunmehr auf einen ,thron gesetzt zu haben1 den langsame1 schwerfllige ,vernunft so schlecht zierete2 wobei es gleichwohl immer die ,sprache derselben fhret4 ,die alsdann angenommene ,maxime der ,ungltigkeit einer zu oberst gesetzgebenden ,vernunft nennen wir gemeine ,menschen ,schwrmerei2 jene ,gnstlinge der gtigen ,natur aber ,erleuchtung4 ,weil indessen bald eine ,sprachverwirrung unter diesen selbst entspringen mu1 indem1 da ,vernunft allein fr jedermann gltig gebieten kann1 jetzt jeder seiner ,eingebung folgt1 so mssen zuletzt aus inneren ,eingebungen durch uere ,zeugnisse bewhrte ,fakta1 aus ,traditionen1 die anfnglich selbst gewhlt waren1 mit der ,zeit aufgedrungene ,urkunden1 mit einem ,worte1 die gnzliche ,unterwerfung der ,vernunft unter ,fakta d4 i4 der ,aberglaube entspringen1 weil dieser sich doch wenigstens in eine gesetzliche ,form und dadurch in einen ,ruhestand bringen lt4 ,weil gleichwohl die menschliche ,vernunft immer noch nach ,freiheit strebt1 so mu1 wenn sie einmal die ,fesseln zerbricht1 ihr erster ,gebrauch einer lange entwhnten ,freiheit in ,mibrauch und vermessenes ,zutrauen auf ,unabhngigkeit ihres ,vermgens von aller ,einschrnkung ausarten1 in eine berredung von der ,alleinherrschaft der spekulativen ,vernunft1 die nichts annimmt1 als was sich durch objektive ,grnde und dogmatische berzeugung rechtfertigen kann1 alles brige aber khn wegleugnet4 ,die ,maxime der ,unabhngigkeit der ,vernunft von ihrem eigenen ,bedrfnis 7,verzichttuung auf ,vernunftglauben7 heit nun ,unglaube2 nicht ein historischer1 denn den kann man sich gar nicht als vorstzlich1 mithin auch nicht als zurechnungsfhig denken1 7weil jeder einem ,faktum1 welches nur hinreichend bewhrt ist1 ebensogut als einer mathematischen ,demonstration glauben mu1 er mag wollen oder nicht72 sondern ein ,vernunftunglaube1 ein milicher ,zustand des menschlichen ,gemts1 der den moralischen ,gesetzen zuerst alle ,kraft der ,triebfedern auf das ,herz1 mit der ,zeit sogar ihnen selbst alle ,autoritt benimmt und die ,denkungsart veranlat1 die man ,freigeisterei nennt1 d4 i4 den ,grundsatz1 gar keine ,pflicht mehr zu erkennen4 ,hier mengt sich nun die ,obrigkeit ins ,spiel1 damit nicht selbst brgerliche ,angelegenheiten in die grte ,unordnung kommen2 und da das behendeste und doch nachdrcklichste ,mittel ihr gerade das beste ist1 so hebt sie die ,freiheit zu denken gar auf und unterwirft dieses1 gleich anderen ,gewerben1 den ,landesverordnungen4 ,und so zerstrt ,freiheit im ,denken1 wenn sie so gar unabhngig von ,gesetzen der ,vernunft verfahren will1 endlich sich selbst4 ,freunde des ,menschengeschlechts und dessen1 was ihm am heiligsten ist6 ,nehmt an1 was ,euch nach sorgfltiger und aufrichtiger ,prfung am glaubwrdigsten scheint1 es mgen nun ,fakta1 es mgen ,vernunftgrnde sein2 nur streitet der ,vernunft nicht das1 was sie zum hchsten ,gut auf ,erden macht1 nmlich das ,vorrecht ab1 der letzte ,probierstein der ,wahrheit7#g7 zu sein6 ,widrigenfalls werdet ,ihr1 dieser ,freiheit unwrdig1 sie auch sicherlich einben und dieses ,unglck noch dazu dem brigen schuldlosen ,teile ber den ,hals ziehen1 der sonst wohl gesinnt gewesen wre1 sich seiner ,freiheit gesetzmig und dadurch auch zweckmig zum ,weltbesten zu bedienen6 7#g7 ,selbstdenken heit3 den obersten ,probierstein der ,wahrheit in sich selbst 7d4 i4 in seiner eigenen ,vernunft7 suchen1 und die ,maxime1 jederzeit selbst zu denken1 ist die ,aufklrung4 ,dazu gehrt nun eben so viel nicht1 als sich diejenigen einbilden1 welche die ,aufklrung in ,kenntnisse setzen2 da sie vielmehr ein negativer ,grundsatz im ,gebrauche seines ,erkenntnisvermgens ist und fter der1 so an ,kenntnissen beraus reich ist1 im ,gebrauche derselben am wenigsten aufgeklrt ist4 ,sich seiner eigenen ,vernunft bedienen1 will nichts weiter sagen1 als bei allem dem1 was man annehmen soll1 sich selbst fragen1 ob man es wohl tunlich finde1 den ,grund1 warum man etwas annimmt1 oder auch die ,regel1 die aus dem1 was man annimmt1 folgt1 zum allgemeinen ,grundsatze seines ,vernunftgebrauches zu machen4 ,diese ,probe kann ein jeder mit sich selbst anstellen2 und er wird ,aberglauben und ,schwrmerei bei dieser ,prfung alsbald verschwinden sehen1 wenn er gleich bei weitem die ,kenntnisse nicht hat1 beide aus objektiven ,grnden zu widerlegen4 ,denn er bedient sich blo der ,maxime der ,selbsterhaltung der ,vernunft4 ,aufklrung in einzelnen ,subjekten durch ,erziehung zu grnden1 ist also gar leicht2 man mu nur frh anfangen1 die jungen ,kpfe zu dieser ,reflexion zu gewhnen4 ,ein ,zeitalter aber aufzuklren1 ist sehr langwierig2 denn es finden sich viel uere ,hindernisse1 welche jene ,erziehungsart teils verbieten1 teils erschweren4 ,knigsberg4 ,i4 ,kant4 ,lesarten ,drucke3 #a4 ,berlinische ,monatsschrift4 ,oktober-,heft #aghf4 ,s4 #cjd-ccj4 #b4 ,i4 ,kant4 ,kleine ,schriften4 ,neuwied #agic4 ,haupt4 #ho4 ,s4 #ajd-ach4 #c4 ,i4 ,kant4 ,zerstreute ,aufstze4 ,frankfurt und ,leipzig #agic4 ,s4 #abb-adg4 #d4 ,i4 ,kants smmtliche kleine ,schriften4 #d ,bnde4 #ho4 ,knigsberg und ,leipzig 7,voigt1 ,jena7 #agig-ih4 ,bd4 ,,iii1 ,s4 #bge-cjd4 #e4 ,i4 ,kants vermischte ,schriften4 #c ,bnde4 ,halle #agii4 7,tieftrunk47 ,bd4 ,,iii1 ,s4 #fa-hh4 #f4 ,kant4 ,vorzgliche kleine ,schriften und ,aufstze1 hrsg4 mit ,noten von ,f4 ,ch4 ,starke4 #b ,bnde4 ,leipzig #ahcc und ,quedlinburg #ahch4 ,bd4 ,i1 ,s4 #he-ajb4 99 99 99 99 99 #cea1 #f wollten 7,a7 sollten ,vorl4 7wohl ,df487 #cee1 #bg noch 7,a7 nicht 7,t7 #ceg1 #e bewunderungswrdigem 7,a1 #ic1 ,ak7 bewundernswrdigen ,t1 ,h1 ,vorl4 #ceg1 #aa eine erste 7,a1 #ic1 ,vorl47 eine ,t1 ,h1 ,r #ceg1 #cc ,gutes1 was ,gutes1 auf das1 was 7,maier in ,ak474 ,unntig4 #cfj1 #a v4 u4 d4 ,anm4 ,sachen 7,a1 #ic1 ,t7 ,sache 7,h1 ,vorl47 #cfa1 #b diese 7,a1 #ic1 ,t7 die 7,h1 ,vorl74 #cfb1 #ae d4 ,anm4 ,unmglichkeit ,hartenstein hlt das fr falsch und schlgt vor3 ,notwendigkeit zu lesen4 #cfd1 #bb uere ,zeugnisse 7,h7 ,zeugnisse uere 7,a1 #ic7 ,im folgenden werden alle genderten ,textzeilen angefhrt1 wobei jeweils zuerst die ,zeile wie im ,original1 danach die genderte ,zeile steht4 bleibt1 und wodurch allein wider alle ,ubel dieses ,zustandes noch ,rat bleibt1 und wodurch allein wider alle bel dieses ,zustandes noch ,rat