domain material from the ,google ,print project47 ,anmerkungen zur ,transkription3 ,es wurde grte ,sorgfalt darauf verwendet den ,text originalgetreu zu bertragen4 ,lediglich offensichtliche ,fehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste aller nderungen befindet sich am ,ende des ,textes4 ,gesperrter ,text wurde so markiert ,fett gedruckter ,text wurde so markiert ,hochgestellter ,text wurde so markiert ,seitennummerierungen wurden mit ,s3 markiert ,wackenroders ,herzensergieungen eines kunstliebenden ,klosterbruders in ihrem ,verhltnis zu ,vasari4 ,eine literarhistorische ,untersuchung von ,dr4 ,ernst ,dessauer4 ,separatabdruck aus ,studien zur vergleichenden ,literaturgeschichte ,bd4 ,,vi u4 ,,vii4 ,illustration ,,berlin ,verlag von ,alexander ,duncker #aijg4 ,druck von ,hugo ,wilisch in ,chemnitz4 ,wackenroders ,herzensergieungen eines kunstliebenden ,klosterbruders in ihrem ,verhltnis zu ,vasari4 ,von ,ernst ,dessauer 7,wien74 ,i4#a ,das ,werk des jungen ,romantikers1 den ein vorzeitiger ,tod aus einer frh begonnenen1 vielversprechenden literarischen ,laufbahn ri1 vermochte in seinen ,wirkungen ber den kleinen ,kreis einer anteilnehmenden ,freundesschar1 der es ursprnglich zugedacht war1 hinauszugreifen4 #agig als kleines unscheinbares ,bchlein bei ,unger in ,berlin erschienen1 den ,namen des ,autors1 der den vterlichen ,zorn frchtete1 verschweigend1 eroberten sich die ,herzensergieungen namentlich unter den ausbenden ,knstlern einen greren ,leserkreis4 ,der ,grund hierfr lag in ihrer ,tendenz und in ihren ,absichten4 ,eine ,schrift1 die fr die ,kunstbetrachtung an ,stelle strengen ,dogmentums die innige ,glubigkeit eines hingebenden ,gemtes forderte1 mute denen in der ,seele haften1 deren freie ,schaffenslust den ,druck verzopfter ,pedanterie am hrtesten empfand4 ,da zudem sich gerade damals der bergang zur romantischen ,malerei vollzog und allmhlich1 besonders unter dem ,eindrucke von ,friedrich ,s3#d ,schlegels epochemachenden ,europa-,aufstzen1 ,albrecht ,drer und ,holbein so hoch in der ,schtzung der ,kunstliebhaber stiegen1 als frher nur ein ,meister der italienischen ,renaissance1 reifte die ,welt nach und nach zum ,verstndnis des ,ideengehaltes von ,wackenroders ,arbeit4 ,kurz nach ihrem ,erscheinen wurde die ,schrift von ,august ,w4 ,schlegel in der ,jenaer ,literaturzeitung 7#agig1 ,nr4 #df1 ,s4 #cfb7 ohne ,begeisterung1 aber mit ,wrme begrt4 ,friedrich bewies dem ,anfnger sofort groe ,sympatie4 ,in einem ,billett an ,tieck 7,holtei1 ,briefe an ,tieck1 ,,iii1 #caa7 erkundigt er sich nach ,wackenroders ,wohnung4 ,einmal ist ihm ,wackenroder der liebste aus der ganzen ,kunstschule1 und seiner ,gewohnheit nach1 stets nach dem ,zentrum der ,leute zu forschen1 findet er ,wackenroders berlegenheit vor ,tieck in dem greren ,reichtum des ,gemtes4 ,so durfte ,tieck fr seine #ahad veranstaltete ,neuausgabe von ,wackenroders ,aufstzen nicht geringere ,teilnahme erhoffen als fr die ,phantasien ber die ,kunst1 die ,nachlese von #agii4 ,noch uns ,heutigen sind die ,herzensergieungen von groem ,werte1 nicht zuletzt als beredtes ,zeugnis fr die ,fortwirkung von ,goethes ,jugendaufsatz ber ,erwin von ,steinbach in ,herders ,blttern ,von deutscher ,art und ,kunst4 ,hat aber ein ,schriftsteller ,mit- und ,nachwelt ,teilnahme einzuflen vermocht1 und ist ihm eine ausgeprgte ,individualitt eigen1 so heien wir jede ,gelegenheit1 tiefer in sein ,wesen einzudringen1 freudig willkommen4 ,hierzu verhilft aber ein ,vergleich mit der ,quelle1 wo eine solche besteht1 in hohem ,mae4 ,kaum ist etwas so typisch fr den ,schriftsteller als die ,art1 wie er ,gegebenes aufnimmt und verarbeitet1 hier ,ungeeignetes aus fremdem ,schatze ablehnt1 dort aus ,eigenem hinzufgt4 ,auch fr diese ,skizzen1 die sich meist auf der ,grenzscheide von historischer ,darstellung und freier ,ausgestaltung bewegen1 kann ja ,erich ,schmidts schnes ,wort 7,lessing#b ,,ii1 #cha7 in ,anwendung gebracht werden3 ,was ein echter ,bildner an fremden ,motiven aufliest1 ist ein ,rohstoff fr den ,schmelztiegel der ,fantasie und mu mit ,metall aus eigenem ,schachte legiert werden4 ,fr ,wackenroders ,herzensergieungen kam in erster ,reihe ,vasaris#b groe ,sammlung von ,biographien der ausgezeichneten ,knstler des alten ,italien in ,betracht4 ,s3#e ,es ist nun allerdings nur ein ,teil der ,herzensergieungen1 fr den ,vasari das ,material lieferte4 ,wir sprechen von jenen sieben ,abschnitten1 die sich mit ,einzelheiten aus der ,geschichte1 des ,lebensganges oder der ,werke verschiedener ,knstler beschftigen1 so von ,raffael1 ,francesco ,francia1 ,piero di ,cosimo1 ,michelangelo und von einigen anderen weniger bedeutenden ,malern1 die alle in dem ,kapitel ,die ,mahlerchronik ihren ,platz finden4 ,ein ,hinweis auf ,vasari findet sich dann im ,ehrengedchtnis unseres ehrwrdigen ,ahnherrn1 ,albrecht ,drers4 ,in einem ,traumgesicht1 das ihm die ,maler der ,vorzeit bei ,betrachtung ihrer eigenen ,gemlde zeigte1 sah der ,klosterbruder ,drer und ,raffael nebeneinander stehen4 ,kurz darauf liest er im ,vasari1 da ,raffael und ,drer1 wiewohl persnlich nicht bekannt1 sich gegenseitig durch ihre ,werke nher gekommen seien1 und ,raffael ,drers ,arbeit mit ,wohlgefallen angesehen und sie seiner ,liebe nicht unwert geachtet habe4 7,tieck1 ,werke1 ,wien #ahah1 ,,ix1 #gh47 ,das alles erzhlt ,vasari 7,teil ,,iii1 #a1 ,s4 #bbj7 auch tatschlich4 ,drer leitete das ,verhltnis ein1 indem er ,raffael sein ,selbstportrt sandte1 und ,raffael beantwortete diese ,gabe durch eine ,reihe von ,zeichnungen1 die sich bei dem deutschen ,meister die hchste ,achtung erwarben4 ,nur lt ,vasari nicht in dem ,mae wie ,wackenroder ,raffael ber ,drer den ,vorrang1 denn von der etwas herablassenden ,art der ,schtzung1 die ,raffael nach ihm den ,werken des lteren ,kunstgenossen angedeihen lt1 ist dort keine ,spur zu finden1 er verwundert sich ber ,drers geniale ,begabung und blickt nicht mit bloem ,wohlgefallen auf seine ,erzeugnisse4 ,endlich dankt1 wie noch genauer auszufhren ist1 mglicherweise der ,schler und ,raffael ,vasari mit einer ,anregung4 ,andere ,kapitel1 wie ,allgemeinheit1 ,toleranz und ,menschenliebe in der ,kunst1 ,von zwey wunderbaren ,sprachen und deren geheimnisvollen ,kraft sind neben jenen ,partien1 die ,tieck angehren1 ,fantasien in freier ,gedankenfolge2 die ,schilderung wie die alten deutschen ,knstler gelebt haben1 wo wieder ,geschichtliches zutage tritt1 folgt einer anderen ,quelle1 der ,drerbiographie von ,joachim ,sandrard4 ,aber auch in den erstgenannten ,aufstzen lassen sich hin und wieder ,einzelheiten nicht aus ,vasari belegen4 ,die ,berglinger-,aufstze gehren zum grten ,teil den ,fantasien an2 nur die ,figur und die ,lebensschicksale des frommen ,schwrmers werden schon in den ,herzensergieungen eingefhrt4 ,s3#f ,auer jener flchtigen ,bemerkung im ,ehrengedchtnis nennt uns ,wackenroder selbst ,vasari noch viermal als ,quelle1 und zwar zu ,francesco ,francia1 zu ,piero di ,cosimo1 zu ,michelangelo ,buonarotti1 endlich als ,hauptquelle fr die ,mahlerchronik4 7,die entsprechenden ,stellen a4 a4 ,o4 ,s4 #bg1 #ie1 #ajd1 #aaf47 ,ebenso verweisen auch literar-historische ,darstellungen auf ,vasaris ,werk als magebendste ,quelle 7,haym1 ,romantische ,schule ,s4 #abb1 #acj4 ,minor1 ,d4 ,n4 ,l4 ,,cxlv1 ,s4 ,v der ,einleitung74 ,wann ,wackenroders ,beschftigung mit ,vasari begann1 knnen wir vorderhand nicht ermitteln1 soviel scheinen aber die ,briefe1 die ,wackenroder1 damals noch auf der ,schulbank1 an den fernen ,jugendfreund richtete1 merken zu lassen1 da ,wackenroder fr ,musik und ,poesie frher ,interesse fate1 als fr bildende ,kunst4 ,wir danken den ,briefen 7,holtei1 ,briefe an ,tieck1 ,bd4 ,,iv7 eine ,reihe anziehender ,bemerkungen ber neue ,literaturerscheinungen1 oder 7,s4 #agc7 sehr bedeutsame ,aufschlsse ber ,wackenroders musikalische ,empfindungsweise4 ,aber gerade jener ,kunst1 fr die der ,autor der ,herzensergieungen so tiefes ,verstndnis zeigen sollte1 ist hier noch recht selten gedacht4 ,da ihm freilich der ,sinn fr ,malerei und ,plastik schon damals keineswegs mangelte1 zeigen auch jene wenigen ,bemerkungen4 ,einmal verletzte z4 ,b4 eine ,statue ohne ,kopf1 die er im ,parke gesehen hatte1 sein knstlerisches ,feingefhl 7a4 a4 ,o4 ,s4 #ahc71 und fr seine geistige ,entwicklungsgeschichte ist es nicht unwesentlich1 da er damals noch einer ziemlich einseitigen ,vorliebe fr die ,antike huldigte4 ,dem ,architekten ,golly wird 7a4 a4 ,o4 ,s4 #bei7 sein verzehrender ,entusiasmus fr griechische ,simplizitt nachgerhmt1 und derselbe ,mann1 der spter an verschiedenen ,kunstrichtungen gerade die ,verschiedenheit lobenswert fand1 frchtet durch die ,betrachtung der ,gtter ,skandinaviens den ,sinn fr ein sanftes griechisches ,profil zu verlieren 7,s4 #agf74 ,er scheint damals noch wenig mit ,werken der bildenden ,kunst in ,berhrung gekommen zu sein4 ,die ,dresdner ,galerie sah er allerdings schon #agib auf einer ,durchreise1 whrend ,tieck 7a4 a4 ,o4 ,,ix1 ,s4 ,,ix7 erst von dem zweiten ,dresdner ,besuche #agif spricht4 ,wahrscheinlich drfte erst ,fiorillo1 ,professor an der ,universitt in ,gttingen1 der nach ,tiecks ,mitteilungen 7a4 a4 ,o4 ,s4 ,,ix7 dem wibegierigen jungen ,studenten sehr freundlich entgegenkam1 hier entscheidend gewirkt haben4 ,wackenroder befestigte sein durch den ,besuch ,nrnbergs und ,s3#g der ,pommersfeldischen ,galerie im ,bambergischen gewecktes ,kunstinteresse in ,vorlesungen ber ,kunstgeschichte1 die er bei ,fiorillo hrte 7vgl4 dessen ,geschichte der zeichnenden ,knste ,,iv1 #hc71 und exzerpierte fleiig aus ,bchern der ,privatbibliothek seines ,mentors4 ,zudem hegte ,fiorillo fr ,vasari eine nicht unbedeutende ,teilnahme2 er war bemht1 den ,chronisten von dem ,vorwurfe historischer ,ungenauigkeit zu reinigen4 ,in einem ,aufsatze seiner ,schriften artistischen ,inhalts erhebt er fr ,vasaris ,verllichkeit seine ,stimme 7,s4 #hc ff472 in einem anderen 7,s4 #ii ff47 fhrte er eine literarisch-kritische ,untersuchung ber die verschiedenen ,ausgaben des ,vasari4 ,versuchen wir nun annhernd festzustellen1 welche von diesen ,ausgaben ,wackenroder bentzt haben konnte4 ,eine sichere ,entscheidung zu treffen ist leider unmglich4 ,zwei ,hauptgruppen sind hier zu unterscheiden4 ,die erste ist blo durch die einzige ,urausgabe 7,florenz #aeej7 vertreten1 die andere durch eine zweite1 wesentlich verbesserte ,ausgabe von #aefh 7ebenfalls in ,florenz erschienen7 mit mehreren ,nachdrucken2 der ,bologneser ,ausgabe von #afdg1 der rmischen ,ausgabe 7ed4 ,bottari7 von #agei1 der neuen florentinischen ,ausgabe von #agfg-gb1 endlich der ,ausgabe von ,siena #agig4 ,diese ,ausgaben sind1 wie ,schorn 7bersetzung des ,vasari ,i1 ,s4 ,,ix der ,einleitung7 besttigt1 im ,text von der ,edition von #aefh nicht verschieden1 sie sind nur von der rmischen ,ausgabe #agei an durch historische ,zustze und ,berichtigungen vermehrt4 ,die erste ,ausgabe #aeej bezeichnet ,fiorillo als eine groe ,seltenheit an italienischen ,bibliotheken1 aber doch kommt sie sogar in ,deutschland vor4 ,die ,gttinger ,universittsbibliothek1 die allenfalls fr ,wackenroder in ,betracht kommt1 besitzt ein solches ,exemplar1 das ich selbst fr diese ,untersuchung bentzen durfte4 ,so htte ,wackenroder trotz ,fiorillos ,bemerkung die ,ausgabe von #aeej seinen ,aufstzen zugrunde legen knnen4 ,eine ,tatsache spricht allerdings fr die ,benutzung der zweiten ,ausgabe4 ,von dem von ,piero di ,cosimo angeordneten und fr seine ,eigenart so bezeichnenden ,festzug1 der bei ,wackenroder1 wie es sich von selbst versteht1 keineswegs ignoriert wurde1 ist in der ersten ,ausgabe noch keine ,rede1 whrend er in der zweiten bereits eine recht eingehende ,schilderung erhlt4 ,ein unmittelbarer ,grund dafr1 da trotz dieser ,tatsache die erste ,ausgabe bentzt wurde1 bietet sich nicht dar1 denn fr den grten ,teil des ,materials1 das ,wackenroder dem ,vasari entlehnte1 ,s3#h ist eine ,entscheidung unmglich1 da die ,angaben beider ,editionen genau bereinstimmen4 ,schlechter sind wir daran1 wenn wir nun aus der ,reihe der ,drucke1 die von der zweiten ,ausgabe veranstaltet wurden1 einen fr ,wackenroder als ,grundlage bezeichnen wollen4 ,ein ,kriterium knnen1 da nun der ,text unverndert bleibt1 nur die ,anmerkungen liefern1 die von der rmischen ,ausgabe an das ,werk begleiten4 ,fiorillo1 an dessen ,ratschlge wir doch immer denken mssen1 zog die ,ausgabe ,bottaris der florentinischen von #agfg-gb vor2 er nennt 7,schriften artistischen ,inhalts ,s4 #abh7 die ,zustze sparsam und hchst unbedeutend und lobt endlich die rmische wegen des guten ,registers und des vortrefflichen ,druckes4 ,auch der ,katalog von ,tiecks ,privatbibliothek verzeichnet 7,s4 #bii7 nebst einer weit spteren ,ausgabe 7,mailand #ahjg-aa7 diese ,edition4 ,dennoch halte ich die ,bentzung dieser ,ausgabe fr sehr unwahrscheinlich1 glaube vielmehr1 da ,wackenroder die florentinische oder1 was noch mglicher ist1 die ,ausgabe von #agig1 ber deren ,gte sich ,fiorillo nicht eigentlich uerte1 vorlag4 ,im ,leben des ,spinello 7a4 a4 ,o4 ,i1 #cdb7 erwhnt er1 da das letzte ,werk des ,meisters noch an der ursprnglichen ,stelle zu finden sei1 verwertet also eine ,bemerkung1 die vor der florentinischen ,ausgabe nirgends1 dort aber 7,s4 #dig7 mit dem ,beisatz ,nota della presente edizione zu lesen ist4 ,ein anderer ,anhaltspunkt ist leider nicht zu gewinnen4 ,wer nun mit ,wackenroders ,herzensergieungen die ,lebensbeschreibungen ,vasaris vergleicht1 darf niemals vergessen1 da beide ,verfasser grundverschiedene ,wege wandeln4 ,vasaris umfangreiches ,werk schildert eingehend ,punkt fr ,punkt ,leben und ,schaffen eines ,knstlers nach chronologischer ,reihenfolge4 ,wackenroder sucht sich einen oder den anderen aus der ,menge heraus1 der seine ,teilnahme besonders weckte1 um ihn entweder als ,vertreter ganz bestimmter ,charaktereigenschaften hinzustellen1 also etwa die harmonische ,verbindung von ,genie und ,arbeitskraft bei ,lionardo1 oder die ,absonderlichkeiten des ,piero di ,cosimo zu zeigen1 oder durch wunderbare ,begebenheiten aus dem ,leben einzelner ,knstler1 die ,vasari biographisch vorfhrte1 das stete ,walten der ,gottheit ber der ,kunst und ihren ,jngern deutlich zu machen4 ,fhrte er solche ,anekdoten ein1 so ist er nicht wie ,vasari bemht1 durch ,einschrnkungen wie ,s3#i man sagt oder man erzhlt sich1 ,geschichtliches und ,unverbrgtes zu scheiden1 gleich apodiktisch lautet sein ,bericht1 mag es sich um die natrlichste ,begebenheit oder die seltsamste ,wundergeschichte handeln4 ,durch das ,ganze zieht sich als roter ,faden der stets wiederholte ,gedanke1 man drfe sich nicht anmaen1 auf dem ,wege begrifflicher ,konstruktion in die ,geheimnisse des ,kunstschaffens eindringen zu wollen4 ,hierin berhren sich alle die ,aufstze oft recht verschiedenen ,inhalts1 whrend1 wie auch ,minor 7a4 a4 ,o4 ,s4 ,v der ,einleitung7 hervorhebt1 die ,herzensergieungen als eigentlich theoretische ,schrift nicht bezeichnet werden knnen4 ,wackenroder sieht im ,gegenteil die rationalistischen sthetiker in schwere ,widersprche verwickelt1 da sie doch selbst die knstlerische ,eingebung dem ,dunklen und ,geheimnisvollen zuwiesen und doch glaubten1 das ,wie zu wissen3 denn es scheint1 als wrden sie sich schmen2 wenn irgend etwas in der ,seele des ,menschen versteckt und verborgen liegen sollte1 worber sie wibegierigen jungen ,leuten nicht ,auskunft geben knnten 7a4 a4 ,o4 ,s4 #ab74 ,eigentliche ,biographien zu schreiben1 lag ,wackenroder fern1 wo er dazu ,anstze macht1 wie bei ,francesco ,francia1 entlehnt er dem ,vasari nur die wesentlichsten ,hauptpunkte des ,lebens und vermeidet es durchaus1 unbedeutende oder mit dem ,zweck des ,kapitels auer ,zusammenhang stehende ,werke1 die ,vasari als gewissenhafter ,chronist anfhrt und beschreibt1 seiner ,charakteristik einzufgen4 ,einzelne ,kunstwerke werden bei ,wackenroder berhaupt selten nher gewrdigt1 bei ,lionardo z4 ,b4 erwhnt er das ,heilige ,abendmahl1 da es das berhmteste ,gemlde des ,meisters sei1 und bezeichnenderweise wird das ,portrt der schnen ,monna ,lisa nur einer feinen ,intelligenzprobe wegen1 die ,lionardo bei der ,arbeit ablegte1 besprochen4 ,auch lt sich ,wackenroder in keine breiten ,detailschilderungen ein1 wo nicht irgend ein individueller ,zug an dem betreffenden ,knstler sichtbar wird4 ,die ,festzge1 die ,piero di ,cosimo zur ,unterhaltung der jungen ,florentiner veranstaltete1 werden bei ,wackenroder im ,gegensatze zu ,vasari ganz kurz abgetan1 whrend er aufs eifrigste bemht ist1 von jenem ,maskenzuge1 der nur von einem so originellen ,kopfe wie ,piero di ,cosimo erdacht werden konnte1 ein deutliches ,bild zu geben4 ,die ,tatsachen1 die ,wackenroder dem ,vasari abborgt1 versteht er immer besser zu gliedern und einzuordnen2 bei ,vasari kommt es nicht selten vor1 ,s3#aj da eine ,mitteilung1 die frheren ,berichten zuzuweisen war1 erst spter nachgetragen wird1 ein ,mangel an bersicht1 den ,wackenroder namentlich in seiner ,charakteristik ,piero di ,cosimos trefflich behoben hat4 ,vasari verbirgt1 den ,pflichten des ,historikers getreu1 auch bei den hervorragendsten ,meistern trotz aller ,bewunderung fr ihre ,gre keineswegs gewisse ,charakterschwchen4 ,wenn von den ,eigentmlichkeiten der ,lebensweise ,piero di ,cosimos die ,rede ist1 so scheut er sich nicht1 das ,benehmen dieses ,knstlers mit dem einer ,bestie zu vergleichen4 ,wackenroder1 den seine freie ,darstellungsform solcher ,rcksicht auf ein historisch vollkommenes ,gemlde berhob1 ist nicht geneigt1 irgendwie gegen die ,knstler ,antipatie zu erwecken1 er lt derlei ,bemerkungen ganz weg oder vermeidet wenigstens hnlich drastische ,ausdrcke1 wie sie ,vasari anwendet4 ,aus demselben ,grunde mochte er1 wo ein ,knstler1 wie etwa ,cosimo oder ,lionardo im ,verdachte religisen ,unglaubens stand1 der ,frage einfach ausgewichen sein4 ,wo es sich aber um ,flle handelt1 die ,ruhm und ,bedeutung der ,maler augenscheinlicher machen1 ist er eher geneigt1 ein wenig zu bertreiben4 ,am aufflligsten tritt dies in dem merkwrdigen ,tode des ,francesco ,francia zutage1 wo ,wackenroder die ,verbreitung von ,francias ,werken1 ohne durch ,angaben seiner ,quelle dazu berechtigt zu sein1 durch die ,behauptung zu charakterisieren sucht1 keine ,stadt htte es sich wollen nachsagen lassen1 da sie nicht wenigstens eine ,probe seiner ,arbeit besitze4 ,sehr auffllig htte sich ,wackenroder von ,vasari unterschieden1 wrde er sich dazu verstanden haben1 eine grere ,zahl einzelner ,kunstwerke zu beschreiben4 ,vasari besitzt noch sehr geringe ,fhigkeiten zu kunsthistorischer ,charakteristik4 ,was ,wackenroder in der ,einleitung der ,zwey ,gemldeschilderungen mit ,unrecht von einer ,beschreibung forderte1 nur in allgemeinen ,worten eine ,vorstellung von der ,bedeutung des ,kunstwerkes zu geben1 da bei tieferem ,eindringen nur die bloe ,einbildung magebend sei1 tut gewhnlich ,vasari4 ,sehr oft hren wir ohne nhere ,individualisierung1 ein ,gemlde sei so schn und prchtig gewesen1 da man sich nichts ,hheres vergegenwrtigen knne4 ,das bringt zudem arge bertreibungen1 wie sie sich ,wackenroder niemals erlaubte4 ,niemand ist ber den besonderen ,charakter des ,malers oder des ,gemldes unterrichtet1 wenn er etwa 7,vasari1 ,teil ,,iii1 #a1 ,s4 #fg7 liest3 ,in ,s3#aa demselben ,bilde sieht man einen heiligen ,hyeronimus vortrefflich gemalt1 auch bewundern ,knstler das ,kolorit dieses ,werkes als so schn1 da man fast nichts ,besseres leisten knne1 oder 7a4 a4 ,o4 ,s4 #aii7 ,alle vier ,bilder sind voll ,sinn und lebendiger ,handlung1 sehr gut gezeichnet und hchst lieblich gemalt4 ,dafr kann auch manche vortreffliche ,beschreibung wie die des ,kartons der heiligen ,anna von ,lionardo da ,vinci 7a4 a4 ,o4 ,s4 #acj71 oder des ,kartons fr das ,florentiner ,rathaus 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cd7 kaum entschdigen4 ,gar keinen ,wert aber legt ,wackenroder auf die ,technik1 die ,vasari stets wohl beachtet1 manches hbsche ,detail in ,zeichnung und ,farbengebung lie den ,maler nicht wieder los4 ,aber es war nicht ,wackenroders ,sache1 den intimen ,reiz im ,kunstwerke aufzusuchen1 ein ,mangel1 den schon ,wlfflin 7,studien zur ,literaturgeschichte1 ,m4 ,bernays gewidmet1 ,s4 #fd7 lebhaft beklagt4 ,jene ,gabe1 die wir an ,w4 ,schlegel so bewundern1 war dieser mehr gefhlstiefen als urteilskrftigen ,natur nicht eigen4 ,bei mancher ,erzhlung ,vasaris fhlte ,wackenroder klar den dramatischen ,kern heraus und zeigte sich unablssig bemht1 ihn ins rechte ,licht zu setzen4 ,dies erreichte er entweder rein stilistisch1 indem er auf die ,hauptmomente geschickt vorbereitete1 stets auf ,lebendigkeit und ,anschaulichkeit bedacht war und1 wie z4 ,b4 in der ,beschreibung von ,piero di ,cosimos unheimlichen ,karnevalszug1 den ,ton der ,erzhlung ganz meisterhaft der ,situation anzupassen wute1 oder gar1 wie in der ,erzhlung vom ,tode ,francesco ,francias1 leichte ,modifikationen der ,tatsachen vornahm4 ,die ,plastizitt von ,wackenroders ,ausdrucksweise wird nicht wenig durch den hufigen ,gebrauch von ,bildern erhht1 zu denen sich ,vasari keineswegs aufgeschwungen hat4 ,wir werden manchmal ,gelegenheit haben1 uns dieser so glcklichen ,seite von ,wackenroders ,begabung zu erfreuen1 ich erwhne hier nur1 da ihm eine unruhig-aufgeregte ,knstlernatur den ,vergleich mit einem ,kessel siedenden ,wassers nahelegt1 whrend ihm sanfte ,ruhe und ,stille des ,gemtes die ,erinnerung an einen klaren ,flu hervorzaubert4 ,oder spricht er von einem ,manne1 der auch im ,getriebe des ,alltagslebens stets dem ,idealen zugekehrt ist1 so wird dieser von ,musen und ,grazien in ihrer ,atmosfre schwebend getragen4 ,am schnsten bewies sich diese ,veranlagung ,wackenroders wohl in der ganz besonderen ,art1 in der er den ,unterschied der knstlerischen ,auffassungsweise zweier ,s3#ab ,meister bildlich zu verdeutlichen wute4 ,vasari brachte es nie so weit1 die ,schaffensart verschiedener ,knstler so scharf und genau einander entgegenzustellen4 ,als er 7,teil ,,iii1 #a1 ,s4 #bdj7 von ,raffaels groem ,studieneifer berichtet1 der ihn noch im ,mannesalter von ,lionardo und ,michelangelo viel lernen hie1 weicht er doch jedwedem eigentlichen ,vergleich aus und lt nur 7,s4 #bdb7 durchblicken1 da ,raffael von ,michelangelo in der ,behandlung nackter ,gestalten bertroffen wurde1 es focht ihn die ,versuchung nicht an1 diesen ,abstand der ,fhigkeiten aus der verschiedenen knstlerischen ,individualitt heraus zu begrnden4 ,freilich lieferte auch ,wackenroder niemals eine vllig durchgearbeitete exakte ,parallele zweier ,knstler2 aber die wunderbaren ,personifikationen ,wackenroders1 die einmal 7,lionardo und ,raffael7 ,jugend und ,alter1 weibliche ,zartheit und mnnliche ,kraft1 das andere ,mal 7,michelangelo und ,raffael7 den ,geist fremder ,bekenntnisse in effigie gegenberstellen1 zhlen zu dem ,schnsten1 das der ,leser der ,herzensergieungen genieen darf4 ,hier hat dem ,kunstschriftsteller der ,dichter die ,feder gefhrt4 ,raffaels ,erscheinung4 ,wackenroders regem ,streben1 die ,herkunft des ,genies aus gttlichem ,geiste augenscheinlich zu machen1 ist schon die seltsame ,erzhlung dienstbar gemacht1 die an der ,spitze des ganzen ,werkes steht4 ,diese1 wie spter zu zeigen sein wird1 historisch keineswegs verbrgte ,anekdote knpft an die ,person des groen ,raffael von ,urbino an4 ,da gerade dieser ,meister den ,anfang macht1 wird uns nicht wundern4 ,war doch ,raffael unter den alten ,malern ,wackenroders ,liebling1 in den ,herzensergieungen erscheint er fast durchgehends als der ,gttliche1 sein ,bild grt uns von dem ,titelblatte der ,ausgabe von #agig1c in der ,mahlerchronik ,s3#ac treffen wir auf einige 7besser belegte7 ,einzelheiten aus seinem ,leben1 berdies aber auf ein zweites auch sehr fabelhaftes ,geschichtchen1 das ,wackenroder zur ,illustration seiner ,anschauungen sehr willkommen sein mute4 ,es erscheint hier wohl geboten1 die vielfachen ,urteile ber ,raffael1 die das achtzehnte ,jahrhundert zeitigte1 im berblick zu mustern1 um ,wackenroders historische ,stellung genauer festzustellen4 ,viele begeisterte ,lobpreisungen lassen sich vernehmen1 war doch das ,zeitalter1 namentlich seit der entschiedenen ,abkehr vom ,barock zum antiken ,geschmack in der zweiten ,jahrhunderthlfte gerade fr das ,verstndnis ,raffaelscher ,kunst gereift4 ,gleichwohl mu betont werden1 da manche kritische ,tadelstimme die hohen ,lobrufe durchdrang und in ihrer ,strenge seltsam zu ,wackenroders inniger ,raffaelschwrmerei kontrastierte4 ,mit warmer ,begeisterung verkndet ,algarotti 7,justi1 ,winckelmann#b ,i1 #bfd7 in ,raffael sei ein ,punkt erreicht1 den die ,nachwelt wohl schwerlich berschreiten werde1 ,winckelmann wei ,dietrichs ,gre als ,landschaftsmaler nicht treffender zu charakterisieren1 als indem er ihm auf seinem ,gebiete den ,platz eines ,raffael zuweist1#d und ,mengs hat nicht blo mit ,empfindlichkeit die ,antwort auf ,briefe verweigert1 die den ,vornamen ,raffael nicht trugen1 suchte nicht blo in ,raffaels ,arbeitsgemach die ,gedanken wieder durchzudenken1 die den groen ,urbiner bei der ,arbeit erfllten 7,justi#b ,,ii1 #bh1 #ca71 konnte nicht blo ,battoni die ,meinung beibringen1 ein kleiner ,johannes ,baptista von seiner 7,mengs7 ,hand sei ein ,werk ,raffaels 7,justi#b ,,ii1 #cac71 er gab auch beredt seiner ,verehrung vollen ,ausdruck und setzt ihm1 der mit persnlicher ,schnheit1 ,geist und ,kenntnis des ,altertums begabt war1 ohne weiteres die ,naturschnheit entgegen1 die er freilich bedeutender finden mu 7,justi#b ,,ii1 #bff74 ,und ,j4 ,c4 ,hagedorn1 der in seinen ,betrachtungen ber die ,mahlerei mit ,nachdruck die ,vereinigung von ,regelstudium und ,naturgeschmack forderte 7vgl4 a4 a4 ,o4 ,i1 #dh_/di71 verbietet 7,i1 #aje7 jeden sklavischen ,anschlu und wre es selbst an ,polyklet und ,raffael6 ,das grte malerische ,genie nennt ihn ganz selbstverstndlich ,lessings ,conti1 und als ,herder 7,suphan ,,xv1 #dc7 darzutun suchte1 da keine ,bildung der ,welt imstande sei1 zu ersetzen1 was ,natur versagt habe1 so gerade ,raffael1 an den er anknpft1 um darzutun1 wie verschieden es auch ist es in der ,kunst sei1 wenn zwei dasselbe shen und ,s3#ad alle ,flle der ,eindrcke minder ,begabte die ,sprossen der ,meisterschaft doch nicht erklimmen liee4 ,schon vor der italienischen ,reise verriet ,goethe sein inniges ,verhltnis zu ,raffaels ,kunst1 ,dichtung und ,wahrheit 7,w4 ,a4 ,i1 #bg1 ,s4 #bci7 berichtet1 wie sehr ihn in ,straburg die ,teppiche nach ,raffaelschen ,kartonen entzckten2 er erklrt sich einmal literarischen ,hndeln so abhold1 da ihn nicht einmal ihre ,darstellung durch ,raffael oder ,shakespeare ergtzen knnte 7,w4 ,a4 ,,iv1 #g1 ,s4 #bab71 die sieben ,kpfe nach ,raffael seien vom lebendigen ,geiste eingegeben 7,an ,kestner1 #be4 ,dezember #aggb1 ,w4 ,a4 ,,iv1 #c1 ,s4 #cf74 ,als ihn sein ,weg in der ,zeit der italienischen ,reise nach ,bologna fhrte1 schwelgte sein entzcktes ,auge in den ,schnheiten der heiligen ,ccilia1 alle anderen ,knstler htten vergeblich gewnscht1 den ,maler dieses ,bildes zu erreichen1 trstend verscheucht ihm die heilige ,agatha das ,mibehagen1 aus dem er sich nach ,betrachtung der ,guidonischen ,gemlde zu retten versuchte4 ,whrend des zweiten rmischen ,aufenthalts bestrkten sich die ,gleichgesinnten in der berzeugung3 ,raffael hat wie die ,natur jederzeit recht und ,vasari1 der die ,komposition schilt1 wird entschieden zurckgewiesen4 ,freilich sehen wir ,raffael nicht immer allein auf dem ,piedestal tronen1 nicht selten treten ihm andere ,meister1 jeder im besonderen ,gebiete vor allen magebend1 durchaus ebenbrtig an die ,seite4 ,einmal sollen sogar entusiastische ,verehrer des ,urbiners wie ,algarotti und de ,brosses ,correggio an ,raffaels ,statt aufs ,schild gehoben haben 7,justi#b ,i1 #bfa71 freilich nicht1 ohne sich vorher demtig bei ,raffael zu entschuldigen1 und als ,winckelmann einmal 7,geschichte der ,kunst1 ,wien #aggf1 ,s4 #ec1 vgl4 ,justi#b ,i1 #bfb7 bei ,holbein wie ,goethe spter bei ,drer bedauerte1 da er nicht ,gelegenheit gehabt habe1 sich an den ,schtzen des ,altertums zu bilden1 nennt er unter den ,malern1 die ,holbein in diesem ,falle erreicht htte1 neben ,raffael auch ,correggio und ,tizian4 ,es sind dieselben1 die sich auch bei ,mengs 7,anton ,raphael ,mengs smtliche kunsthistorische und philosophisch-sthetische ,schriften hrsg4 von ,dr4 ,g4 ,schilling1 ,bonn1 ,h4 ,b4 ,knig #ahdc1 ,s4 #bbd7 zur ,trias zusammenschlieen und alle ihre eigene ,domne 7,raffael vollkommener ,ausdruck1 ,correggio ,helldunkel und ,harmonie1 individuelle ,wahrheit7 zugewiesen erhalten1 whrend freilich ,raffael auch hier ber die anderen hinauswchst1 da ihm die tiefere ,ausprgung des geistigen ,gehaltes gelungen sei4 ,wie ,wackenroder bei aller ,raffaelverehrung mavoll ,s3#ae ausglich und an den groen ,kontrasterscheinungen ,raffael -- ,lionardo1 ,raffael -- ,michelangelo seine ,freude fand1 so gesellte ,hagedorn einmal 7a4 a4 ,o4 ,,ii1 #fda7 die ,tiziane im ,tempel des ,geschmackes zu den ,raffaelen1 der vollkommene ,maler1 dessen ,bild er 7a4 a4 ,o4 ,,ii1 #hgf7 entwirft1 soll die ,zeichnung an ,michelangelo1 den ,geschmack an ,raffael bilden4 ,goethe standen 7,an ,friedrich ,mller1 #ba4 ,juni #agha1 ,w4 ,a4 ,,iv1 #e1 ,s4 #acg7 ,raffael und ,drer auf dem hchsten ,kunstgipfel1 die ,gruppe ,fantasmist 7,michelangelo71 ,correggio 7,undulist71 ,raffael 7,charakteristiker7 erfhrt seine ,billigung1 so auerordentliche ,menschen in ihrer ,beschrnktheit zu betrachten1 darin zeige sich eine ungeheure ,tiefe4 ,einige ,rettungen fr das ,andenken ,albrecht ,drers gegen die ,sage der ,kunstliteratur wagte ,merck zu versuchen4 ,freilich wollte auch er in ,raffaelphysiognomien einen seelenvolleren ,ausdruck als in ,drerschen finden1 aber gleichwohl ist es von ,wichtigkeit1 da bei ihm nicht die grere ,begabung1 sondern die schneren ,vorbilder den ,werken des ,urbiners zum ,siege verhelfen 7,ausgewhlte ,schriften zur schnen ,literatur und ,kunst1 hrsg4 von ,adolf ,stahr1 ,oldenburg #ahdj1 ,s4 #bie74 ,im ,ardhingello 7,schddekopfs ,ausgabe ,,iv1 #age7 lie ,heinse den jungen ,maler1 der ,raffael so schroff gegen ,michelangelo ausspielte1 eine ,zurechtweisung erfahren1 ,raffael und ,michelangelo werden1 jeder nach seiner ,art1 dankbar gewrdigt1 und unter den groen ,meistern der neueren ,zeit obenan gestellt 7a4 a4 ,o4 ,s4 #bbb74 ,fr ,fehler ,raffaels ist ,heinses ,auge nicht blind1 er rgt die ,geflligkeit1 wo sie nicht sein soll 7a4 a4 ,o4 ,s4 #bbb71 so ,wackenroderisch-entusiastisch er dem hohen gttlichen ,jngling ,raffael seinen zrtlichen ,dank abstattet 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cdd74 ,zuweilen wird aber auch in diesem so raffaelfreundlichen ,skulum mit ernster ,bemngelung1 wohl auch mit herbem ,tadel nicht gekargt4 ,so rgt ,winckelmann einmal 7,gedanken ber die ,nachahmung griechischer ,werke1 #agef1 ,s4 #abj7 an ,raffaels ,kindermord die zu volle ,brust der ,frauen und die zu ausgemergelten ,krper der ,mrder4 ,bezeichnenderweise fgt er hinzu3 ,man mu nicht alles bewundern1 die ,sonne selbst hat ihre ,flecken4 ,sehr scharfe ,pfeile schnellte ,hogarth ab1 der 7,zergliederung der ,schnheit ,s4 ,v der ,vorrede7 den lcherlichen ,gebrauch der ,schlangenlinie1 den ,raffael den ,alten und ,michelangelo abgelernt habe1 heftig brandmarkt4 ,hagedorn vermochte sich 7,betrachtungen ,,ii1 #hii7 hnlicher ,angriffe auf ,raffael nicht zu entsinnen4 ,der ,erzengel ,michael fand ,klopstocks ,beifall nicht1 er ,s3#af wnschte dafr keinen ,jngling1 sondern einen ,jupiter1 der eben gedonnert habe 7,nordischer ,aufseher ,,iii1 #aej1 vgl4 ,justi#b ,i1 #cic71 und ,heinecke nimmt endlich 7,nachrichten von ,knstlern ,,ii1 ,s4 ,,xii1 vgl4 ,justi#b ,i1 #cia7 keinen ,anstand1 das ,jesuskind ein gemeines ,kind zu nennen1 und setzt spttelnd hinzu1 das ,knbchen verrate verdrieliche ,laune4 ,eine ,seite der ,raffaelbetrachtung1 von der ,wackenroder absah1 ist die ,wrdigung des ,meisters im ,hinblick auf die ,antike4 ,gar mancher namhafte ,kunstschriftsteller begrte in ,raffaels ,arbeiten die echte ,wiedergeburt des antiken ,geistes4 ,wir vernahmen schon ,winckelmanns ,klage1 da ,holbein nicht wie ,raffael die ,kunstschtze der ,antike habe bewundern drfen1 und so betont er auch1 man msse sich ,raffaels ,werken mit dem wahren ,geschmack des ,altertums nhern1 dann sei die ,ruhe und ,stille in seinem ,attila1 die vielen leblos erschiene1 sehr bedeutend und erhaben 7,gedanken ber die ,nachahmung1 #agef1 ,s4 #be74 ,der ,meister1 der zuerst in neuerer ,zeit und in so jungen ,jahren den wahren ,charakter der ,alten empfunden habe1 wird in warmen ,worten glcklich gepriesen 7a4 a4 ,o4 ,s4 #be7 und im ,antlitze der sixtinischen ,madonna erkannte ,winckelmann mit ,freude die selige ,gtterruhe antiker ,physiognomien 7a4 a4 ,o4 ,s4 #bf74 ,die ,vollkommenheit der ,alten bei ,raffael in neuer ,schnheit wiederzufinden1 freute sich ,hagedorn 7a4 a4 ,o4 ,i1 #hg71 da ihm stets das ,studium der ,natur von hchstem ,wert war1 weist er berdies nachdrcklich auf die ,verbindung von ,natur und ,antike im ,studiengebiet dieses ,meisters hin1 whrend ,merck 7,ausgew4 ,schriften ,s4 #ej7 noch besonders hervorhebt1 wie wichtig gerade fr ,raffael die ,natur war1 die ihn umgab1 wie sie sogar magebender gewesen sei als der ,einflu der ,alten4 ,j4 ,h4 ,meyer vernahm 7,ende ,januar #aghi1 ,w4 ,a4 ,,iv1 #i1 ,s4 #gd7 ,goethes ,lobpreisung1 wie es ,raffael gelungen sei1 die groe ,sukzession der ,alten nachzuahmen1 wie ,goethe auch 7an ,herzog ,karl ,august ,w4 ,a4 ,,ix1 #aba7 die ,vorzge der ,alten und unter den ,neueren besonders ,raffael als rhmenswert erachtet4 ,herder erkannte freilich schon den ausgeprgt christlichen ,geist in ,raffaels ,gemlden1 wenn er 7,suphan ,,xvii1 #chi7 den ,urbiner als ,schpfer der christlichen ,grazie bezeichnet und 7a4 a4 ,o4 ,,xxii1 #bif7 betonte1 der ,geist von ,raffaels ,gestalten zeige den ,engel im ,menschen1 ein ,ausspruch1 der schon deutlicher auf ,wackenroder weist1 von dem ,raffael der ,maler des ,neuen ,testaments genannt wurde4 ,s3#ag ,in der ,begebenheit aber1 die in diesem ersten ,kapitel erzhlt wird1 glaubte die rhrende1 kindliche ,naivitt des ,klosterbruders nichts mehr und nichts weniger als gar einen einleuchtenden ,beweis fr die ,wunder des ,himmels erblicken zu drfen und sein frommes ,gemt frohlockt in dem ,bewutsein1 da durch die ,erzhlung ein neuer ,altar zur ,ehre ,gottes aufgebaut wrde4 ,der ,zufall verhalf dem ,klosterbruder zu seinem ,schatze4 ,eifrig mit der ,durchforschung alter ,klosterhandschriften beschftigt1 fand er einige ,bltter von der ,hand des ,bramante1 an denen sein ,blick sofort mit ,teilnahme haften blieb4 ,bramante1 ,raffaels vertrauter ,freund1 gewahrte mit ,entzcken die herrliche ,anmut in den ,madonnengesichtern des ,urbiners und fragte den ,knstler staunend1 wie ihm dieser himmlische ,ausdruck gelungen sei4 ,da schwieg der ,meister lange1 die jnglinghafte ,schamhaftigkeit und ,verschlossenheit1 die ihm eigen war1 lie ihn nicht recht zum ,gestndnis kommen1 endlich aber umarmte er den ,freund in tiefer ,rhrung und entdeckte ihm sein ,geheimnis4 ,von ,kindheit an hatte das ,bild der heiligen ,jungfrau1 aber nie in vlliger ,klarheit1 in seinem ,gemte gelebt1 und wenn er ihre ,zge auf die ,leinwand bannen wollte1 konnte er sich die ganze ,vollkommenheit ihrer ,mienen niemals vergegenwrtigen4 ,aber einmal weckte ihn ein wunderbarer ,glanz1 den das ,marienbild an der gegenberliegenden ,wand ausstrahlte1 nachts aus dem ,schlafe1 und als er hinblickte1 sah er das ,angesicht der ,mutter ,gottes in der ganzen ,zauberpracht1 die sich ihm sonst nur in ganz flchtigen ,augenblicken geoffenbart hatte4 ,von nun an verlie ihn die herrliche ,erscheinung nicht wieder und wenn er malte1 traf er den wahren ,ausdruck ohne weitere ,bemhung4 ,ein strkeres ,beispiel1 wie sehr berirdische ,inspiration beim ,kunstschaffen mitwirke1 lt sich kaum beibringen und es ist hart1 doch unvermeidlich1 durch die unerbittliche ,strenge der ,geschichte den rhrend-schnen ,eindruck dieser ,anekdote zerstren zu mssen4 ,ziehen wir ,vasari zu ,rate1 so finden wir ber die von ,wackenroder geschilderte ,vision nicht die leiseste ,andeutung4 ,nicht einmal von einer ganz allgemeinen ,neigung ,raffaels zu fantastischer ,schwrmerei ist aus seinem ,werke etwas zu entnehmen4 ,mehr ,licht verbreiten schon die ,mitteilungen des ,abbs ,girolamo ,cancellieri1 der in einer ,handschrift in des ,kardinals ,antonelli ,bibliothek von ,raffaels beraus zarter ,krperbeschaffenheit las und ihn als ganz ,geist bezeichnet ,s3#ah fand 7tout esprit nach ,passavant1 ,raffael ,urbino ,i1 #ecj74 ,hiermit liee sich eine schwrmerische1 empfindsame ,gemtsanlage wohl vereint denken1 aber noch lt sich daraus fr unsere ,geschichte kein historischer ,kern entdecken4 ,gleichwohl besteht ein solcher1 der sich freilich weit nchterner erweist als ,wackenroders fantastische ,erzhlung4 ,die ganze ,szene zwischen den ,freunden1 die der ,klosterbruder aus einem ,berichte ,bramantes erfahren haben wollte1 sollte zur ,besttigung eines ,briefes dienen1 in dem sich ,raffael dem ,grafen ,castiglione gegenber ber die ,art seines ,schaffens uert 7,passavant ,i1 #aic ff474 #aead schmckte ,raffael mit erstaunlichem ,erfolge eine ,loge des ,palastes ,chigi mit einem ,bild der ,galatea aus4 ,in ihrem ,muschelwagen1 gezogen von ,delphinen1 gewahrte man die ,gttin die schumende ,flut durchqueren4 ,ein solches ,werk mte1 wie ,raffael meinte1 nach einem schnen ,vorbilde geschaffen werden1 er aber sei1 da er schne ,frauen nur in sehr geringer ,anzahl zu ,gesicht bekme1 gentigt1 einer gewissen ,idee zu folgen1 die ihm in die ,seele kme4 ,der ,hinweis auf die ,galatea kann vor den blichen ,ausfhrungen in ,raffaelmonographien nicht ,wackenroder1 aber schon ,a4,w4 ,schlegel verdankt werden1 der in seiner ,rezension der ,herzensergieungen in der ,jenaer ,literaturzeitung #agig der ,wackenroderschen ,historie ihren tatschlichen ,hintergrund gab4 ,vasari anderseits erwhnt1 ohne viel ,aufhebens zu machen1 der ,galatea1 wo es die chronologische ,folge erheischt 7a4 a4 ,o4 ,s4 #bje71 ber den ,inhalt des ,briefes aber kann niemand etwas von ihm erfahren4 ,das ganze ,zitat steht bei ,wackenroder sehr am rechten ,orte1 denn durch ,raffaels eigenes ,bekenntnis in ,stimmung versetzt1 sind wir leicht geneigt1 dem zweiten seltsameren ,berichte geringere ,skepsis entgegenzubringen4 ,die ,anekdote zeigt jedem genaueren ,betrachter ganz und gar ,wackenroderschen ,geist1 der bald ,eigentum der ganzen ,romantik werden sollte4 ,an ,stelle der antiken ,gttin tritt1 dem innigen ,marienkult jener ,generation gem1 die heilige ,jungfrau4 ,statt da am hellen ,tage mitten in rstiger ,arbeit das ,vorbild vor der ,seele des ,knstlers erscheint1 erfolgt die ,inspiration im geheimnisvollen ,dunkel der ,geisterstunde1 nachdem die herrliche ,erscheinung sich frher von ,zeit zu ,zeit in unklaren1 rasch wieder ganz zerflieenden ,umrissen geoffenbart hatte4 ,die ,vision nher zu beschreiben1 versagt sich ,wackenroders ,raffael ebenso wie der historische in ,s3#ai seiner ganz allgemein gehaltenen ,angabe4 ,so lt uns ja auch ,novalis in jenem berhmten geistlichen ,liede 7,ausg4 #ahjb1 ,nr4 ,,xv7 in den letzten vier ,versen seinen ,eindruck nur unbestimmt ahnen3 ,ich wei nur1 da der ,welt ,getmmel ,seitdem mir wie ein ,traum verweht ,und ein unnennbar ser ,himmel ,mir ewig im ,gemte steht4 ,und gleichfalls im ,zweifel ber die eigentliche ,beschaffenheit seiner ,vorstellung lt uns ,tieck1 der in der ,vorrede zum ,sternbald 7,d4 ,n4 ,l4 ,bd4 ,,cxlv7 bekennt3 ,meine ,schwchen empfinde ich selber und wie ich das ,ideal nicht erreichen kann1 das in meinem ,innern steht1 und sich auf ein hnliches ,gestndnis ,goethes in ,knstlers ,apotheose beruft3 ,ich zittre nur1 ich stottre nur1 ,und kann es doch nicht lassen1 ,ich fhl's1 ich kenne dich1 ,natur1 ,und so mu ich dich fassen4 -- ,kann fr den ,inhalt der ,anekdote einigermaen ein historischer ,sttzpunkt ausfindig gemacht werden1 so bleibt die ,verflechtung mit ,bramante vllig unerweisbar4 ,zwar hren wir 7,vasari a4 a4 ,o4 ,s4 #ajb7 von einem ,palast1 den der berhmte ,baumeister fr ,raffael auffhrte1 auch die persnliche ,freundschaft beider ist 7,s4 #aje7 bezeugt1 und fr ,bramantes liebenswrdige und dienstbereite ,natur wird geltend gemacht1 da ,raffael auf seine ,veranlassung nach ,rom gezogen wurde4 ,auch ,passavant1 der jener ,verbindung der beiden ,meister an manchen ,orten gedenkt1 fhrt uns nicht ber ,vasaris ,nachrichten hinaus1 und so mssen wir folgern1 da ,wackenroder hier mehr historischer ,wahrscheinlichkeit als den ,tatsachen folgend1 gerade in ,bramante am ehesten den ,vertrauten eines solchen ,geheimnisses vermutete4 ,recht knapp ist die ,charakteristik ,raffaels bei ,wackenroder gehalten4 ,mehr davon liefert spter noch die ,mahlerchronik4 ,seine ,anordnung ist gerade die umgekehrte wie die ,vasaris1 bei ihm tritt der ,knstler gleich eingangs hervor1 bei ,vasari werden1 soweit er ganz allgemein charakterisiert1 menschliche ,tugenden schon in der ,einleitung bercksichtigt1 das ,lob des ,knstlers hingegen dem ,schlusse vorbehalten1 eine ,einteilung1 die bei ,vasaris ,darstellungsart ganz angebracht ist4 ,die ,schlubemerkungen sind gleichsam die ,s3#bj ,zusammenfassung der ,einzelbeschreibungen der ,werke4 ,wackenroder nennt ,raffael gleich eingangs die leuchtende ,sonne unter den ,malern1 bei ,vasari lesen wir3 ,er war es1 der ,ausfhrung1 ,farben und ,erfindung zu einem ,grad der ,vollkommenheit brachte1 welche man kaum erreicht zu sehen hoffen durfte1 und kein ,geist achte fr mglich1 da er ihn je bertreffen knne 7,vasari1 a4 a4 ,o4 ,s4 #bdi74 ,aber ,wackenroder denkt natrlich nicht daran1 technisches ,detail zu hufen und sich wie ,vasari 7a4 a4 ,o4 ,s4 #bdj ff47 in ausfhrlichen ,betrachtungen ber die mannigfachen ,wandlungen von ,raffaels ,methode zu ergehen1 die erst bei ,pietro ,perugino1 spter in ,michelangelo ihre ,lehrmeister fand1 und zuletzt1 soweit ,vasari hier recht hat1 aus vielen ,manieren eine einzige bildete4 ,wenn ,wackenroder an ,raffael jnglinghafte ,schchternheit und ,verschmtheit hervorhebt1 so bemht sich ,vasari1 ,raffael frei von der unter den zeitgenssischen ,knstlern eingerissenen ,verrohung erscheinen zu lassen1 und einen groen ,teil seiner hervorragenden ,bedeutung erblickt er in seiner ganz ungewhnlichen sittlichen ,hhe3 ,die ,natur war durch die ,hand ,michelangelos von der ,kunst besiegt und schenkte ,raffael der ,welt1 um nicht nur von ihr1 sondern auch durch die ,sitte bertroffen zu werden 7,vasari1 a4 a4 ,o4 ,s4 #ahj74 ,ja1 ,raffael erscheint ihm1 der dem hohen ,flug dieses ,genius voller ,begeisterung nachblickt1 ber die ,grenzen der ,sterblichen hinauszuwachsen1 nicht ein ,mensch sei er mehr1 sondern1 sofern der ,ausdruck verstattet wre1 so gar ein sterblicher ,gott zu nennen4 ,zu solcher berschwnglichkeit gelangte ,wackenroders ,raffaelkultus nicht1 so andchtig er auch ist4 ,dem ,jngling in den ,bildnissen der ,mahler1 an denen freilich auch ,tiecks ,hand vielfach mitgearbeitet haben mochte1 erscheint sogar1 da ihn die ,muse einmal ber das jugendliche ,alter und das sanfte ,aussehen ,raffaels belehrt hat1 niemand vertrauter und menschlicher als dieser ,meister4 ,er ist der einzige1 dem sich sein bervolles ,herz ganz ergieen mchte1 whrend die anderen durch den strengen ,greisesstolz in ihren ,zgen den mchtigen ,strom der ,empfindung zurckdmmen4 ,,ii4 ,der merkwrdige ,tod des zu seiner ,zeit weltberhmten alten ,malers ,francesco ,francia1 des ,ersten aus der lombardischen ,schule4 ,haben wir uns in der ,erzhlung ,s3#ba von ,raffaels ,erscheinung mitten im ,gebiete des bernatrlichen befunden1 so fhrt uns die ,geschichte vom ,tode des ,francesco ,francia noch tiefer hinein4 ,wackenroder beleuchtet hier seine ,behauptung von der gttlichen ,herkunft des ,genies von einer neuen ,seite4 ,sollte frher augenscheinlich gemacht werden1 wie der himmlische ,funke urpltzlich in der ,knstlerseele zndet und so ein ,werk entstehen lt1 an dem sich frher alle menschlichen ,krfte vergebens bemht haben1 so zeigt ,wackenroder hier die elementaren ,wirkungen1 die ein ,sterblicher erfahren kann1 wenn er unversehens die ,macht der knstlerischen ,begabung in ihrer ganzen ,flle gewahr wird4 ,ein solches ,beispiel ist natrlich nicht minder geeignet1 den ,anteil der ,gottheit an ,kunstdingen erkennen zu lassen4 ,er sagt in anderer1 vielleicht noch eindringlicherer ,weise dasselbe wie das vorhergehende4 ,die merkwrdige ,erzhlung vom ,tode ,francesco ,francias hat ,vasari in der ,form1 wie sie allgemein verbreitet war1 nach seiner ,gewohnheit1 ,anekdoten reichlichen ,spielraum zu gewhren1 dem ,werke eingefgt 7,t4 ,,ii1 #b1 ,s4 #ceb74 ,danach wurde der lombardische ,maler1 der schon seit geraumer ,zeit mit ,raffael in brieflichem ,verkehr stand 7so ,vasari a4 a4 ,o4 ,s4 #cdi1 nach ,anmerkung #ei des ,herausgebers ist auch persnliche ,bekanntschaft anzunehmen71 von dem jngeren ,kunstgenossen mit echt ,raffaelscher ,demut ersucht1 das jngste seiner ,werke1 die heilige ,ccilie zu begutachten4 ,francesco willfahrte bereitwillig diesem ,begehren und ,raffael bersandte ihm das ,gemlde4 ,als aber jener das ,bild sah1 empfing er einen ungeheuren1 ganz unerwarteten ,eindruck davon1 er war vollends niedergeschmettert und starb wenige ,tage spter4 ,ein einziger ,blick auf das ,werk hatte ihn gelehrt1 wie nichtig all sein ,knnen gegen die beispiellose ,gre von ,raffaels ,meisterschaft sei1 und er vermochte diese ,empfindung nicht zu betuben4 ,ihm schien1 als sei er im ,vergleich mit dem1 was er sonst gedacht und wofr er gegolten hatte1 zu einem ,nichts in der ,kunst herabgesunken1 und er starb1 wie einige glauben1 aus ,gram und ,betrbnis4 ,so endet ,vasari 7a4 a4 ,o4 ,s4 #ceb7 diesen ,bericht1 dessen geschichtliche ,glaubwrdigkeit von jeher auf starke ,zweifel stie4 ,schon unter den ,zeitgenossen fand sich gar mancher1 der viel natrlichere ,todesursachen wie ,gift oder ,schlagflu anzufhren wute1 und mit dem ,rstzeuge historischer ,kritik versuchten ,malvasia ,s3#bb und ,lanzi1 der freilich wieder in ,calvi einen beachtenswerten ,gegner fand1 dem auffallenden ,geschichtchen jedes wissenschaftliche ,brgerrecht abzusprechen 7,vasari1 a4 a4 ,o4 ,s4 #cec1 ,anm4 #da74 ,aber die sptere ,forschung war minder streng4 ,schon ,quatremre1 aus dessen ,feder eine ,raffaelbiographie stammt1 findet einen ,tod aus rger oder ,unmut ber eines ,jngeren berlegenheit mit ,francias reizbarer ,gemtsart sehr wohl vereinbar1 und die inzwischen neuerdings besttigte ,ankunft der heiligen ,ccilie in ,bologna im ,todesjahre ,francias ist seiner ,anschauungsweise gnstig4 ,endlich mit ,passavant 7,raffael et son pre ,giovanni ,i1 #beg7 unserer ,anekdote weit mehr ,glaubwrdigkeit zu1 als etwa dem berhmten ,anche io sono pittore61 das ,correggio vor der ,sixtinischen ,madonna ausgerufen haben soll4 ,dies ist immerhin nicht bedeutungslos1 denn ,passavant ist in bezug auf ,vasaris ,verllichkeit sonst ziemlich skeptisch4 ,wie schon bei ,raffael1 nimmt sich auch hier ,wackenroders ,darstellung1 die hauptschlich die merkwrdigen ,umstnde1 unter denen ,francias ,tod vor sich ging1 hervortreten lt1 ziemlich knapp gegen ,vasaris detailliertere ,lebensbeschreibung aus1 doch gnnt er dem eigentlich ,biographischen keinen geringen ,platz4 ,dadurch verstrkt er mit ,geschick die ,wirkung des ,schlusses4 ,denn wird uns das stete ,streben ,francias1 in der ,kunst stets hhere ,stufen zu erklimmen1 gezeigt1 wird er endlich beglckt und geehrt durch die hohe ,achtung seiner ,zeitgenossen vorgefhrt1 so macht die ,verzweiflung an seinen ,fhigkeiten1 die ihn so jh heimsuchte1 einen um so tragischeren ,eindruck4 ,so lernen wir denn wie bei ,vasari 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cce7 ,francescos ,eltern als geringe ,handwerksleute kennen1 es verschlgt wenig1 da ihnen ,wackenroder den ,zusatz ,vasaris wohlgesittet und rechtlich vorenthlt1 oder ,francias vielfacher ,berufsstationen1 der sich auch als ,gold- und ,silberarbeiter1 geschickter ,zeichner1 endlich vorzglicher ,prger von ,mnzstempeln einen geachteten ,namen erwarb1 zu seinem gegenwrtigen ,zwecke nur mit wenigen ,worten gedenkt4 ,von ,vasari 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cg_/ch7 entlehnt er genau die ,mitteilung1 da ,francia fr in- und auslndische ,frsten ,mnzstempeln verfertigte1 aber er vermeidet doch die bertreibung ,vasaris3 er htte sich auf alles verstanden1 was in der ,kunst ,schnes gearbeitet wird und es besser gemacht als irgend ein anderer4 ,francesco ,francia war vierzig ,jahre alt1 als er nach vielfachen ,beschftigungen mit den verschiedensten ,kunstfertigkeiten ,s3#bc das erstemal in den ,malerkittel schlpfte4 ber diese ,wendung seiner ,ttigkeit berichtet uns ,vasari 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cci7 und auch ,wackenroder unterlt nicht1 nachdrcklich darauf aufmerksam zu machen4 ,doch erscheint der bergang ,francias zur ,malerei in beiden ,darstellungen recht verschieden motiviert4 ,hren wir ,vasari1 so war der ,ehrgeiz fr ,francias ,entschlieung die eigentliche ,ursache4 ,ihn lockte der ,ruhm des ,malers1 der ihm weit hher schien1 als alle die ,ehrungen1 deren er sich bis zu diesem ,zeitpunkte zu erfreuen gehabt hatte1 auf ein neues ,feld der ,ttigkeit4 ,dazu half noch das ,vorbild bedeutender ,maler1 deren er einige1 wie z4 ,b4 ,andrea ,mantegna persnlich kennen lernte1 seinen ,entschlu befestigen4 ,war ,francia aber einmal mitten in der ,arbeit1 so brachte ihm sein richtiger ,verstand bald die richtige bung1 und zu seiner schon frher erworbenen ,fertigkeit im ,zeichnen gesellte sich bald auch die ,meisterschaft in der ,handhabung des ,kolorits4 ,wackenroder fhlte aber1 da ein solcher ,entschlu1 wie ihn ,francia gefat hatte1 einen weit ber das ,gewhnliche hinausgehenden ,ehrgeiz voraussetze1 und nicht blo ,verlangen nach grerem ,ruhm1 wie ,vasari in trockener ,weise sagt1 erfllt bei ihm den ,knstler1 es ist sein ,feuergeist1 der ungestm neue ,bettigung ersehnt4 ,kleinliche ,rcksichten1 wie die ,vergrerung des ,erwerbs1 die ,vasari nicht verschweigen konnte1 werden bei ,wackenroder nicht weiter in ,betracht gezogen2 um aber die ,wirkung auf den ,leser zu verstrken1 hebt ,wackenroder seinerseits ganz ausdrcklich hervor1 da ,francia zu jener ,zeit bereits in den ,jahren der ,reife stand4 ,vasaris ,mitteilung ber ,francias koloristische ,studien verwertend1 spricht ,wackenroder endlich von des angehenden ,malers ,studienflei in der ,komposition und dem ,effekte der ,farben4 ,eine kleine bertreibung luft unter1 wenn ,wackenroder im ,eifer ,francias ,gemlde ganz ,bologna in ,verwunderung setzen lt1 wo doch ,vasari nur mitzuteilen wei1 da sie ausnehmend wohl gefielen 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cdj7 und spter 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cdc71 da ihrem ,schpfer viel ,liebe und ,freundlichkeit von der ,bevlkerung erwiesen wurde4 ,nennt doch auch ,goethe 7,schriften der ,goethe-,gesellschaft ,,ii1 #ahg7 ,francia nur einen respektablen ,knstler1 whrend ,wackenroder seine ,werke zu den vornehmsten rechnet und wieder dem so oft ausgesprochenen ,gedanken ,ausdruck gibt1 die ,schnheit der ,kunst sei bei weitem reicher1 als da ,einer sie erschpfen knnte4 ,mit wunderbarer ,s3#bd ,bildkraft1 an den schwungvollen ,beginn von ,schleiermachers ,monologen erinnernd1 charakterisiert er ihre ,macht3 ,ihr ,preis ist kein ,los1 das nur allein auf ,einen ,auserwhlten fllt1 ihr ,licht zerspaltet sich vielmehr in tausend ,strahlen1 deren ,wiederschein auf mannigfache ,weise von den groen ,knstlern1 die der ,himmel auf die ,welt gesetzt hat1 in unser entzcktes ,auge zurckgeworfen wird4 ,wackenroder versagt es sich1 ,francia nach ,art des ,biographen ,schritt fr ,schritt durch alle ,stadien seiner ,entwicklung als ,maler zu begleiten4 ,wir hren nichts von den ,gegenstnden1 nicht einmal den ,namen der ,gemlde1 die sich bald zu einer langen ,reihe schlossen4 ,vasari1 der viel ausfhrlicher und genauer vorgeht und auch dieser ,biographie eine ,menge von ,bilderbeschreibungen einfgt1 erklrt 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cdc7 selbst1 fr den ,kunstliebhaber nur einige der bedeutendsten namhaft zu machen4 ,wackenroder gengt der ,hinweis auf eine unzhlbare ,menge von herrlichen ,gemlden1 die den ,namen des ,malers weit ber die ,grenzen seiner engeren ,heimat trugen4 ,die groe ,verbreitung von ,francias ,werken in der ,lombardei erwies ,vasari 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cdd72 er lt die ,stdte um den ,besitz von solchen ,bildern wetteifern1 wie ,wackenroder spter die italienischen ,frsten und ,herzge aller ,gebiete4 ,aber es ist zu grell1 obgleich anschaulicher gemalt1 wenn er ,vasaris ,angabe dahin verndert1 da es keine ,stadt von sich sagen lassen wollte1 sie bese nicht wenigstens eine ,probe seiner ,arbeit4 ,fr die ,verbreitung der ,werke ,francias in weitere ,gebiete war wiederum ,vasari ,gewhrsmann 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cde71 er verzeichnet die ,entsendung eines ,gemldes ins ,toskanagebiet1 doch ist die ,zahl der in ,bologna gebliebenen berwiegend4 ,da ,francia gerade der ,stifter einer neuen glnzenden ,epoche in der lombardischen ,kunst gewesen sei1 hat ,vasari niemals ausgesprochen1 doch lt er ihn einmal1 ganz im ,gegensatz zu seiner sonst weit migeren ,ausdrucksweise1 eine fast abgttische ,verehrung genieen 7,s4 #cdg74 ,eine ,seite spter steht er jedoch blo in hohen ,ehren4 ,nur sehr wenig kann man aus den ,nachrichten des ,chronisten von ,francias ,charakter erfahren4 ,er preist an dem ,knstler 7a4 a4 ,o4 ,s4 #ccf7 blo eine gesellige ,tugend1 eine ganz auerordentliche ,liebenswrdigkeit und ,sanftmut des ,gemtes1 die es fertig brachte1 in krzester ,zeit die dsteren ,wolken von der ,stirne eines bekmmerten ,mitmenschen zu scheuchen4 ,gerade hiervon lt ,wackenroder ,s3#be nichts merken1 aber mit sicherer ,taktik die ,katastrophe vorbereitend1 erzhlt er uns von ,francias edlem ,knstlerstolze1 den er gleichwohl mit der ,eitelkeit spterer ,maler in entschiedenen ,gegensatz bringt4 ,vasari bot allerdings dafr keinerlei ,anhaltspunkte1 er wei auch nichts von ,wackenroders ,angabe1 da ,francia ,raffael fr den einzigen berechtigten ,nebenbuhler seines ,namens gelten lie4 ,dies erweist sich auch nach dem ,sonette1 mit dem ,francia einmal den genialen ,kunstgenossen begrte 7,vasari a4 a4 ,o4 ,s4 #cej1 ,anm4 #ei71 als durchaus unhaltbar4 ,anderseits erfahren wir aber aus ,wackenroders ,mitteilungen1 da ein ,vergleich ,francias mit ,raffael bei den ,zeitgenossen nicht durchwegs fr absurd galt4 ,cavazzone verstieg sich sogar zu der ,behauptung3 wenn ,raffael sich der ,trockenheit der ,schule von ,perugia entwunden habe1 so sei das nur auf den ,einflu von ,francesco ,francia zurckzufhren1 eine ,annahme1 die ,wackenroders schwrmerische ,raffaelbegeisterung begreiflicherweise nicht gelten lie4 ,ein ,verkehr der beiden ,meister erfolgte auch nach ,wackenroder nur auf schriftlichem ,wege4 ,vasari schildert 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cej7 ,francias ,verlangen1 einmal selbst ein ,gemlde von ,raffael zu sehen1 er kannte die ,werke des ,urbiners nach dem ,berichte unseres ,chronisten nur nach ,beschreibungen1 da er in seinem ,leben nur wenig vor die ,tore ,bolognas kam4 ,bei ,wackenroder folgen an dieser ,stelle kleine ,ausschmckungen1 die wiederum erweisen sollen1 da ,francesco den bermchtigen ,eindruck eines ,raffaelschen ,gemldes nicht entfernt ahnte4 ,nach ,wackenroder hat sich der ,knstler von der ,schaffensart seines jngeren ,genossen nach den ,beschreibungen ein festes ,bild gemacht und ist berdies von der berzeugung durchdrungen1 ihm in vieler ,hinsicht gleich1 in mancher sogar berlegen zu sein1 gerade wie es frher 7,s4 #bc7 hie3 nur ,raffael erachte er allenfalls als wrdigen ,nachfolger4 ,die ,erzhlung von ,francescos ,lebensausgang gewinnt unter ,wackenroders ,hnden erheblich an ,anschaulichkeit und frischer ,lebendigkeit4 ,mit seiner fters wahrnehmbaren ,gewohnheit1 das ,vorgefundene ein wenig zu verstrken1 stimmt es1 da er ,francesco bei ,empfang des ,briefes gleich auer sich vor ,freude geraten lt1 whrend er bei ,vasari 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cea7 nur ein groes ,vergngen dabei empfindet4 ,ein ,raffael habe ihm den ,pinsel in die ,hand gegeben1 jubelt ,francia bei ,wackenroder4 ,da fhlen wir nun freilich in der ,darstellung einen ,mangel an ,folgerichtigkeit1 denn wie pat diese ,demut1 die ,francia bei ,s3#bf ,wackenroder an den ,tag legt1 zu seinem sonstigen ,selbstbewutsein8 ,immerhin ist es aber von der vorzglichsten ,wirkung1 den ,mann mitten im ,freudenrausch zu zeigen1 der kurz nachher in die tiefste ,niedergeschlagenheit fallen sollte4 ,geschickt wei ,wackenroder schlielich noch die ,spannung des ,lesers durch ein eingeschobenes ,stzchen3 ,er wute nicht1 was ihm bevorstand6 zu vergrern1 bevor er nun zur ,hauptsache bergeht4 ,da ist nun ,wackenroders ,kunst1 sich in die ,begebenheiten einzufhlen1 aufs glnzendste bewiesen4 ,schon ,a4 ,wilhelm ,schlegel wute das zu wrdigen1 wenn er die ,erzhlung vom ,tode ,francias zu den ,musterbeispielen des ganzen ,buches rechnet4 ,um zu erkennen1 wie sehr ,wackenroder hier ber ,vasari hinauswuchs1 mu kleiner glcklicher nderungen von ,einzelheiten gedacht werden1 die der ,chronist berlieferte2 die ,geschichte schlgt freilich kein ,kapital daraus4 ,zwischen der ,ankunft des ,briefes und der des ,bildes1 die bei ,vasari gleichzeitig eintreffen1 verstreicht bei ,wackenroder einige ,zeit1 whrend der ,francesco voll ,spannung das ,gemlde erwartet4 ,ganz verschieden ist auch ,francias ,verhalten1 nachdem er das ,bild empfangen hat1 in unseren ,darstellungen4 ,bei ,vasari beherrscht ihn keineswegs brennende ,ungeduld4 ,er nimmt ruhig bei guter ,beleuchtung das ,bild aus dem ,kasten1 und nun geht seine ,stimmung von vlliger ,ruhe zu heftiger ,bewegung ber2 bei ,wackenroder befindet sich ,francia von vornherein in erregter ,seelenstimmung1 die ,mitteilung der ,schler1 die ,wackenroder mit einbezieht1 ruft den mchtigsten ,eindruck hervor1 ,francia strzt in sein ,arbeitszimmer und gert1 als er das ,bild gesehen1 nun in einen ekstatischen ,zustand1 in dem sich hchstes ,entzcken und bitterer ,schmerz in seltsamer ,weise vermischen4 ,sinn und ,verstndnis fr dramatische ,wirkung zeigt es1 da ,wackenroder uns das grenzenlose ,erstaunen der ,schler deutlich zu machen sucht1 die ihren ,meister von ,freude erfllt zu sehen gehofft hatten und ihn nunmehr in dieser schrecklichen ,verfassung erblicken muten4 ,und es ist bewunderungswrdig1 wie es ,wackenroder verstand1 die ,empfindungen1 die nun ,francias ,brust durchtobten1 im einzelnen zu schildern4 ,wie weit entfernt er sich von der trockenen ,angabe ,vasaris1 der sich einfach mit der tiefen ,bekmmernis hilft1 die ,francesco ,francia erfat und ihn bald dem ,tode entgegengefhrt habe6 ,erst verrt sich unter der bergewalt des ,eindruckes kein ueres ,zeichen der ,gemtsbewegung2 nach ,wackenroders schnen ,worten wirkt die ,wunderherrlichkeit des ,s3#bg ,bildes auf den ,knstler wie auf einen ,mann1 der einen seit den ,tagen der ,kindheit schmerzlich vermiten ,bruder wiederzusehen gehofft1 die strahlende ,lichtgestalt eines ,engels an seiner ,statt4 ,dann lst sich allmhlich der ,bann der ersten ,augenblicke und heftiger ,unmut und bittere ,reue ber sein bisheriges verfehltes ,leben lt in ,francias ,brust einen mchtigen ,sturm der ,leidenschaft mit aller ,gewalt sich austoben1 bis mit der ,erschpfung allmhlich weichere ,stimmung wirksam wird und wtende ,selbstanklagen durch demtige ,zerknirschung abgelst werden4 ,dieser mchtige ,eindruck kann auch unter ,bercksichtigung historischer ,begleitumstnde begriffen werden4 ,denn wenn auch ,francia1 wie ein spterer ,kunstchroniker1 ,malvasia 7s4 ,vasari1 a4 a4 ,o4 ,s4 #cec1 ,anm4 #da71 nachgewiesen hat1 schon frher manches ,werk ,raffaels gesehen hatte1 so ist doch eine weit bedeutendere ,wirkung gerade dieses ,bildes1 das man nach ,vasaris ,worten 7a4 a4 ,o4 ,s4 #ceb7 unter ,raffaels schnen und bewunderungswrdigen ,arbeiten auch noch als ausgezeichnet rhmen kann1 verstndlich4 ,mit feinem ,sinn wei ,wackenroder andeutungsweise auch das ,gemlde selbst der ,betrachtung einzufgen1 wenn ,francesco mit dem erhobenen ,antlitz der heiligen ,ccilia auch sein schmerzdurchzucktes ,antlitz zum ,himmel emporhebt4 ,bestimmter gefat ist auch ,francias ,vergleich dieses ,werkes mit seinen eigenen ,arbeiten1 der fr ihn so klglich endet4 ,sein eigenes ,bild der heiligen ,ccilia 7,vasari1 a4 a4 ,o4 ,s4 #cdc gibt davon ohne nhere ,bezugnahme auf ,raffael ,nachricht7 macht ihm seinen ,abstand von ,raffael erst vllig klar4 ,und so wei er schlielich der ,erzhlung von ,krankheit und ,tod des ,meisters einen geheimnisvolleren ,anstrich zu geben als ,vasari1 der einfach von ,francias ,tod berichtet1 ohne seinen ,gemtszustand vor ,eintritt der ,auflsung nher zu beachten4 ,wackenroder zeigt1 wie bei dem ,greise allmhlich ,spuren des ,verfalles hervortreten1 eine fast bestndige ,geistesabwesenheit sich mit den ,erscheinungen der krperlichen ,altersschwche vereinigt1 um auf die ,nhe seines ,endes hinzudeuten4 ,der ,greis1 der nach einem arbeitsreichen ,leben vor einem ,jngeren das ,haupt beugen mute1 welkt hier langsam dahin1 wie ,schillers ,jngling1 der das verschleierte ,bild zu ,sais erblickt hatte4 ,der ,tod erfolgt dennoch fr die getreue ,schlerschar ganz pltzlich und unerwartet4 ,vasaris einfacher ,hinweis auf diejenigen1 nach deren ,ansicht ,francias eines natrlichen ,todes starb1 verwendet ,wackenroder zu einem hhnischen ,s3#bh ,angriff auf die kritischen ,kpfe1 die gern die ganze ,welt in ,prosa auflsen mchten1 wie er auch schon eingangs betont hatte1 an der ,wahrheit der ,erzhlung niemals gezweifelt zu haben4 ,zum ,schlu sei auf ,chamissos ,behandlung des ,stoffes ein kurzer ,ausblick gestattet2 hlt doch sein ,gedicht ,francesco ,francias ,tod in anziehender ,weise zwischen ,vasaris und ,wackenroders ,darstellung die ,mitte4 ,was hier von ,francias groem ,ruf als ,goldarbeiter und ,maler in gedrngtester ,form zu lesen ist1 deckt sich ebenso wie der ,inhalt von ,raffaels ,brief ganz mit den ,berichten unserer ,autoren2 alle spteren ,ereignisse folgen aber in knapper ,zusammenfassung unmittelbar aufeinander4 ,wie bei ,vasari treffen ,brief und ,bild gleichzeitig ein1 wie dort erbricht ,francia selbst die ,kiste1 rckt sich das ,bild ins ,licht und ist nun ganz fassungslos vor der gewaltigen ,bedeutung des ,werkes4 ,fr die so unendlich verschiedenen ,empfindungen1 die nun ,francias ,brust durchtoben1 findet ,chamisso die bezeichnendsten ,worte3 ,erfllet ist1 was seine ,trume waren1 ,er fhlt sich selbst vernichtet und beglckt4 ,doch folgt kein jher ,paroxismus1 der dann wie bei ,wackenroder sanfter ,wehmut den ,platz bereitete3 auch hren wir nichts von ,reue und ,selbstanklagen1 das reine ,gefhl der ,bewunderung fr das ,geschaute drckt sich schlielich in dem demtigen ,danke an die ,gottheit aus1 die dem ,greise mit dieser ,gabe den ,lebensabend zierte4 ,ein trges ,hinwelken des ,meisters haben wir hier nicht mehr zu beobachten1 seine ,jnger1 die ihn 7wie bei ,wackenroder7 umstehen1 sind zu seiner ,sterbestunde gekommen4 ,so vermochte ,chamisso1 wieder in anderer ,weise als frher ,wackenroder1 die dichterische ,triebkraft des ,stoffes zu verwerten4 ,,iii4#e ,von den ,seltsamkeiten des alten ,malers ,piero di ,cosimo4#f ,an der ,spitze von ,friedrich ,schlegels ,lyzeumsfragmenten steht der merkwrdige ,satz3 ,man nennt so viele ,knstler1 die eigentlich nur ,kunstwerke der ,natur sind4 ,knapp und kurz wird hier der ,s3#bi vieldeutige ,begriff eines ,kunstwerkes der ,natur eingefhrt1 und nur ganz obenhin sein ,gegensatz zu dem des ,knstlers angedeutet4 ,die sorgliche ,sparsamkeit der ,schlegelschen ,fragmente1 die so oft nur den reinen ,begriff einfhren1 ist hier schon genau ausgeprgt1 der ,fantasie des ,lesers bleibt es berlassen1 nach einer bestimmten ,deutung zu suchen4 ,in jenem ,teil seines ,werkes1 der die ,seltsamkeiten des ,piero di ,cosimo behandeln will1 machte ,wackenroder bereits einen deutlichen ,unterschied zwischen ,knstler und ,kunstwerk der ,natur4 ,es ist wohl mglich1 da ,schlegel ihm diesen ,gedanken abborgte1 erschienen doch die ,herzensergieungen bereits ,beginn #agig 7schon vom #aj4 ,februar ist ,w4 ,schlegels ,rezension in der ,jenaer ,literaturzeitung datiert71 die ,lyzeumsfragmente aber im zweiten ,stcke der ,zeitschrift 7,haym1 ,s4#bdh2 ,minor1 a4 a4 ,o4 ,s4 #ahc7 erst im ,herbste4 ,jedenfalls htte dann ,schlegel die ,klarheit und ,verstndlichkeit dem ,wackenroderschen ,gedanken geraubt4 ,was den einen zum ,knstler1 den anderen zum ,naturkunstwerke stempelt1 ist bei ,wackenroder ein ,unterschied der ,gemtslage4 ,der ,knstler ist fr ,wackenroder1 wie spter fr seinen ,josef ,berglinger1 ein bloes ,werkzeug in der ,hand der ,schpfung1 seine ,aufgabe1 die vielfltigen ,eindrcke der ,auenwelt menschlich beseelt wiederzugeben4 ,dies ist aber nur dem ,gemte mglich1 in dem ,ordnung und ,ma herrscht2 wildes1 ungestmes ,drngen1 ,anlage zur ,fantastik mu der ,seele des ,schaffenden fern sein4 ,wen selbst stetig die ,leidenschaft durchtobt1 der tritt aus der ,reihe der ,schaffenden in die der ,geschaffenen1 wird aus dem ,knstler zum ,kunstwerke4 ,der ,schpfer dieses ,kunstwerkes ist die ,natur selbst1 und wie ,wackenroder mit einem prchtigen ,vergleiche schlielich sagt3 ,in dem lebenden und schumenden ,meere spiegelt sich der ,himmel nicht2 -- der klare ,flu ist es1 worin ,bume und ,felsen und die ziehenden ,wolken und alle ,gestirne des ,firmamentes sich wohlgefllig beschauen4 ,so vermochte ,wackenroder bei einem ,manne wie ,piero di ,cosimo1 der seinem ,gemte niemals ,klarheit und ,ruhe zu retten wute1 an eigentliche knstlerische ,sendung nicht zu glauben4 ,um so lebhafter zog ihn die ,absonderlichkeit dieses ,charakters an1 der sich von seiner eigenen sanften und milden ,gemtsart aufs deutlichste abhob1 denn daran bewunderte er das geheimnisvolle ,walten der ,natur nicht minder als an manchem ihrer merkwrdigen ,s3#cj ,einzelflle1 die in der ,welt des ,organischen zuweilen den gewhnlichen ,gang der ,ereignisse durchkreuzen4 ,so sind es denn die ,seltsamkeiten ,piero di ,cosimos1 von denen ,wackenroder hier berichten will4 ,damit ist ein ,zug dieses ,mannes aufgegriffen1 den ,vasari freilich nicht vergit1 der aber gleichwohl nur ein wesentlicher ,bestandteil seiner allgemeinen biographischen ,darstellung ist4 ,er erzhlt uns von ,piero di ,cosimos berschumender ,fantasie1 von der seine ,werke und insbesondere auch seine ,lebensweise reichlich ,zeugnis geben1 ja an verschiedenen ,stellen steht er nicht an1 von einem bestialischen ,betragen dieses ,knstlers zu sprechen2 wie weit er hier in die ,einzelschilderung ging1 wird uns noch deutlich werden4 ,sind aber derlei ,flle keineswegs sparsam angefhrt1 so betont doch ,vasari diese ,eigenschaften niemals so stark1 da ein ,leser jener ,lebensskizze blind fr alles andere nur dafr ,aufmerksamkeit finden mte1 bese er nicht von vornherein ,sinn und ,teilnahme fr ,seltsames und ,wunderbares in dem ,ma wie ,wackenroder4 ,ihn aber nahmen die ,andeutungen1 die er hierfr vorfand1 so gefangen1 da er verga1 was ihn an dem originellen ,kauz sonst wohl angezogen htte4 ,darin also1 da es sich bei ,wackenroder um einen ,knstler so gut wie gar nicht handelt1 beruht der fundamentale ,unterschied seiner ,auffassung ,piero di ,cosimos zu der ,vasaris1 der gleich anfangs sein ,augenmerk auf den ,maler richtete und ihn1 wie schon ,della ,valle 7,vasari ,,iii1 #a1 #ge1 ,anm4 #a7 hervorhob1 weit berschtzt4 ,dieser ,kunstkenner rgte an ,vasari1 da er von ,correggio und ,giorgione zu ,cosimo so leicht den bergang fand1 und ihn als ,vertreter der in ,toskana heimischen ,kunst1 wo auch kein ,mangel an vorzglichen ,geistern gewesen sei1 den groen ,meistern der ,lombardei kurzweg gegenberstellte4 ,anders lautete nun freilich die ,einleitung in der ersten ,ausgabe 7,s4 #ehf72 dort suchte ,vasari vornehmlich die ,aufmerksamkeit auf die seltsamen menschlichen ,eigenschaften ,cosimos zu lenken4 ,ging er aber auch hier einen hnlichen ,weg wie ,wackenroder1 an eine ,beeinflussung des letzteren lt sich doch nicht denken und so auch kein nachtrgliches ,argument fr den ,gebrauch der ersten ,ausgabe erbringen4 ,vasari zeigt keine ,spur von ,bewunderung fr das geniale ,naturspiel1 bei der ,erschaffung der ,lebewesen ,absonderlichkeit und ,gemeinheit bunt durcheinander zu mischen1 wie in dieser ,einleitung berhaupt ,s3#ca weit eher ,abneigung als ,teilnahme fr die geschilderte ,persnlichkeit hervorgerufen wird4 ,in solcher ,beleuchtung wird uns der ,knstler geradezu widerwrtig2 was in ,vasaris spterer ,darstellung als ,ausflu einer originellen ,charakteranlage erscheint1 wird hier von gemeiner ,denkungsart bestimmt4 ,zieht sich ,piero di ,cosimo aus der menschlichen ,gesellschaft in die ,einsamkeit zurck1 so treibt ihn keine ,liebe zur ,philosophie1 nur pure ,schelmerei 7fanteria1 s4 ,vasari #a4 ,ausgabe1 ,s4 #ehf7 dazu4 ,bleibt sein ,zimmer dem ,besucher verschlossen1 so geschieht es nur1 um seine mit ,seltsamkeiten und philosophischen ,grillen bedeckten ,armseligkeiten vor der ,welt zu verbergen4 ,und derselbe ,mann1 der spter als erheiternder1 liebenswrdiger ,gesellschafter bezeichnet wird 7,s4 #eib71 gilt jetzt als boshaft und verschlagen1 wird einer ,menschenklasse beigezhlt1 die1 in ,neid und ,scheelsucht befangen1 immer darauf aus ist1 dem ,groen und ,tchtigen allerhand bittere ,pillen in der ,zuckerschale hinterlistiger ,schmeichelreden darzureichen4 ,noch eigentmlicher berhren die ,folgerungen1 die von ,cosimos ,grillenhaftigkeit auf seinen ueren ,lebensgang gezogen werden4 ,gewi zeigen auch ,vasaris sptere ,mitteilungen1 wie sehr ,cosimo der ble ,ruf eines ,sonderlings die ,beliebtheit bei den ,mitbrgern schmlerte1 und als gar die vielfachen ,beschwerden des ,greisenalters seine mrrische ,laune steigerten1 da fand er sich bald von allen ,freunden verlassen4 ,aber wenn ,vasari ganz besonders beklagt1 da sich der ,knstler den ,genu einer behaglichen ,altersruhe durch persnliche ,rauheit und ,schroffheit verscherzt habe1 so tritt wieder ein auffallender ,widerspruch zu den spteren ,ausfhrungen zutage4 ,hren wir doch 7,,iii1 #a1 #hf7 ganz ausdrcklich von der groen ,kunstliebe ,piero di ,cosimos1 die ihn jede ,mhe und ,unbequemlichkeit gering achten lie1 und ist es doch die reine ,arbeitslust1 die den gichtischen ,hnden des ,achtzigers den ,pinsel in die ,hand gibt4 ,die ,klage ,vasaris ist daher schwerlich im ,sinne ,cosimos gesprochen2 dieser empfand die ,ntigung zum ,schaffen nicht schmerzlich1 und das ,bedrfnis1 sich einer stillen ,mue hinzugeben1 konnte ihm kein weltmnnisches ,betragen abzwingen4 ,vasari drfte die ,inkonsequenz seiner ,darstellung empfunden und darum diese ,einleitung der zweiten ,ausgabe vorenthalten haben4 ,vorsichtig1 fast zaghaft tritt ,wackenroder an seine ,aufgabe heran4 ,mit der ,einsicht in die ,besonderheit des ,charakters1 der ,s3#cb gezeichnet werden soll1 verbindet sich ihm das volle ,bewutsein der ,schwierigkeit seiner ,unternehmung4 ,die ,gleichgltigkeit1 mit der die ,natur zu ,werke geht1 erkennt er wohl4 ,in leichtem1 spielendem ,scherze mischt sie die ,stoffe1 unbesorgt1 ob ,lust oder ,unlust dadurch in der ,menschenbrust entsteht4 ,will man dann versuchen1 das innerste ,wesen eines solchen von ihrer unbegreiflichen ,laune erzeugten ,geschpfes in ,worte und ,begriffe zu fassen1 so stt man fort und fort auf ,hindernisse4 ,denn was ,einzelberichte der ,zeitgenossen ber ,leben und ,charakter einer hervorragenden ,persnlichkeit zu sagen wissen1 befhigt den ,nachlebenden durchaus nicht1 die ganze ,flle einer reichen ,individualitt wirklich zu verstehen1 knnten doch selbst die ,mitlebenden nicht ganz in sie eindringen4 ,so bringt ,wackenroder der ,beurteilung einer fremden ,wesensart dieselbe ,skepsis wie jenen entgegen1 die ursprngliche knstlerische ,begabung in bestimmte ,formeln gieen wollten4 ,denn auch hier findet er wieder das geheimnisvolle ,walten der ,gottheit1 uns aber bleibt1 wie er meint1 nichts brig1 als mit leerer ,verwunderung die unbegreiflichen ,erscheinungen anzustaunen4 ,trotzdem will ,wackenroder nicht darauf verzichten1 wenigstens einzelne ,zge anzufhren1 aus denen der ,leser sich selbst eine ,vorstellung von dem ,charakter jenes merkwrdigen ,mannes bilden kann4 ,wenigstens so viel ,licht sucht er zu verbreiten als der begrenzten menschlichen ,fhigkeit mglich ist4 ,dazu greift er auf1 was ihm ,vasaris ,berichte boten1 und verfhrt in den ,einzelheiten mit groer ,genauigkeit4 ,htte aber ,wackenroder ein achtsameres ,auge fr ,cosimos knstlerische ,ttigkeit1 die ,vasari so ausfhrlich beschreibt1 gehabt1 so htte ihm auch hier manches deutlich gemacht1 da der ,knstler wirklich jener ,fantast war1 als den er ihn stets zu zeichnen bemht ist4 ,so malte ,piero 7,vasari ,,iii1 #a1 #hb7 einst die ,madonna1 die gerade der ,erde entnommen wird4 ,die heilige ,jungfrau wendet ihr verklrtes ,antlitz zum ,himmel1 ihre ,mienen erglnzen im ,scheine der ,strahlen1 die von der ,taube des heiligen ,geistes ausgehen1 und ebenso ist die ,landschaft im ,hintergrunde1 voll der schnsten und seltsamsten ,gewchse1 in helles ,licht getaucht4 ,wie sehr kontrastiert aber zu diesem ,gemlde seeligen ,friedens die ,bemalung des ,rahmens1 die sich keineswegs mit der ,aufgabe begngt1 blo harmloser ,aufputz zu sein4 ,statt milden ,himmelslichtes gewahren wir pltzlich feurige ,gluten aus den ,augen eines ,ungeheuers hervorstrmen4 ,cosimo stellte hier die ,schlange dar1 deren ,leib sich gerade die heilige ,margarethe entwindet4 ,sein ,vermgen1 das ,grliche zu gestalten1 soll ,s3#cc sich hier so mchtig offenbart haben1 da sich ,vasari alsbald wieder zu dem ,lobe versteigt1 er meine nicht1 da noch jemand diese ,dinge habe besser gestalten knnen4 ,sicherlich gibt es kaum ein charakteristischeres ,beispiel fr eine besonders ausschweifende ,einbildungskraft1 als wenn gerade in dem ,augenblicke1 da der ungeberdige ,sinn sich ruhiger ,migung ergeben hat1 urpltzlich die ,wildheit wieder hervorbricht und einen ,gegensatz schafft1 der den ,beschauer nirgends einen ,konzentrationspunkt fr sein ,interesse finden lt4 ,so war ,cosimo doch nicht1 wie ,wackenroder meinte1 ganz unfhig1 sich zeitweilig zu ruhiger ,schnheit aufzuschwingen2 da er sie aber1 wie dieses ,beispiel dartut1 hinterher absichtlich trbte1 ist gerade der sprechendste ,beweis fr seine absonderliche ,gemtsart4 ,weit weniger anschaulich wre dies selbst durch das dem ,herzog ,julius von ,medici zugedachte ,ungeheuer geworden1 denn trieb auch hier ,cosimos ,fantastik ihre hchsten ,blten1 so mangelte hier der ,kontrast1 der im anderen ,falle ein so beredtes ,zeugnis abgelegt hatte4 7,das zweite ,gemlde bei ,vasari a4 a4 ,o4 ,s4 #hb47 ,es wurde schon betont1 da ,wackenroder der rein knstlerischen ,seite von ,cosimos ,leben und ,wirken keine ,aufmerksamkeit schenkt4 ,zeigt uns ,vasari den ,kunstnovizen in der ,schule ,cosimo ,rosellis1 wo er an ,gre der ,auffassung und ,reichtum der ,erfindung seine ,mitschler weit berragte1 so begngt sich ,wackenroder mit dem ,hinweise1 da schon den ,jngling der hohe ,flug der ,fantasie kennzeichnete1 der im spteren ,lebensalter sich stets krftiger regte4 ,wie ,vasari mitzuteilen wei1 verweilte ,pieros ,aufmerksamkeit nie an einem ,orte1 flugs schweiften seine ,gedanken vom einen zum anderen1 so da er es nie vermochte1 den ,faden einer begonnenen ,erzhlung ruhig fortzuspinnen4 ,der ,reichtum seiner ,ideen lenkte ihn stets in ein anderes ,fahrwasser1 und bald sah er sich gentigt1 wieder den ,ausgangspunkt zu suchen4 ,erst ,wackenroder betont aber1 da es stets fremdartige und seltsame ,erzhlungen waren1 die den gleichmigen ,flu des ,berichtes verhinderten1 wie ihm auch der ,gedanke kam1 den ,knstler von der ,arbeit weg erzhlen zu lassen4 ,aus ,vasari 7a4 a4 ,o4 ,s4 #gf7 kennen wir ,cosimos groe ,liebe zur ,einsamkeit1 die auch ,wackenroder besttigt und in gleicher ,weise begrndet3 um sich den ,streifzgen der ,einbildungskraft ungestrter berlassen zu knnen4 ,daran ,s3#cd schlieen sich nun bei ,wackenroder1 da ,vasari sich zu den ersten knstlerischen ,arbeiten ,cosimos wendet1 sogleich die von ,vasari 7a4 a4 ,o4 ,s4 #gg ff47 angefhrten weit deutlicheren ,beispiele fr ,piero di ,cosimos seltsame ,charakteranlage4 ,knnen wir ,vasari vertrauen1 so zeigte sich ,cosimos berspanntheit erst nach dem ,tode seines ,meisters ,roselli im vollen ,umfange4 ,besonders merkwrdig gestaltete sich seine tgliche ,lebensweise4 ,es war ihm unmglich1 eine bestimmte ,speisestunde einzuhalten1 er begehrte zu essen1 wenn er gerade ,hunger empfand1 verbot1 seine ,zimmer zu rumen oder die ,bume seines ,gartens zu beschneiden4 ,liegen hier keine bertreibungen vor1 so ist ,vasaris ,urteil1 ,cosimo habe mehr wie eine ,bestie als ein ,mensch gelebt1 keineswegs unbegreiflich4 ,wackenroder schliet sich diesen ,angaben genau an1 nur wei ,vasari nichts davon1 da ,cosimo sich die ,speisen auch selbst bereitete2 vielleicht knpft ,wackenroder hier an ,vasaris ,bericht 7,,iii1 #a1 #hf7 an1 demzufolge ,cosimos ,nahrung aus harten ,eiern bestand1 die er jedesmal1 wenn er ,leim kochte1 zur ,ersparung des ,feuers gleich zu vierzig bis fnfzig ,stck sieden lie4 ,ob er dabei selbst ttig war1 lt diese ,mitteilung freilich im ,unklaren4 ,zudem enthlt sich ,wackenroder der ,anspielung auf das ,leben der ,bestien2 im ,gegensatze zu ,vasari1 bei dem alle diese ,absonderlichkeiten ,cosimos mit dem ,tode ,rosellis beginnen1 fehlt bei ,wackenroder die ,feststellung des ,zeitpunktes4 ,konnte ,piero di ,cosimo durch ein solches ,gebaren im tglichen ,leben mit ,recht der ,titel eines ,sonderlings beigelegt werden1 so ist auch seine ,vorliebe fr monstrse ,gemlde aus der ,pflanzen- und ,tierwelt nicht weniger merkwrdig4 ,mit einer an ,wackenroders ,einleitungsworte anklingenden ,wendung erzhlt ,vasari1 der seltsame ,mann htte mit ,vorliebe aufgesucht1 was die ,natur aus ,laune oder zufllig gestaltet4 ,wenn er hier berichtet1 mit welcher ,freude ,cosimo diese ,dinge oft bis zum berdru seiner ,zuhrer erzhlt habe1 so vergit ,wackenroder nicht1 die gespannte ,aufmerksamkeit bei der ,betrachtung selbst hervorzuheben1 und es bezeichnet ,piero di ,cosimos ,natur sehr treffend1 wenn er ihn das ,hliche begierig genieen lt4 ,auch ein ,skizzenbuch ,pieros1 dem diese ,studien reiches ,material boten1 erwhnt ,wackenroder in gleicher ,weise wie ,vasari4 ,heute ist dieses ,buch1 wie die neue florentinische ,ausgabe von ,vasaris ,werk meldet1 verschollen4 ,s3#ce ,aber ,cosimo behielt nicht nur im ,gedchtnisse1 was es ,merkwrdiges und ,absonderliches in der ,auenwelt zu schauen gab1 er wute sogar manches1 wovon sich die ,mehrzahl der ,menschen mit ,ekel abwendet1 fr sich dienstbar zu machen und in seiner ,fantasie schpferisch auszugestalten4 ,mit ,staunen erfahren wir von ,vasari1 da unser ,meister ruhigen ,blutes1 ja mit groem ,vergngen ,mauern1 die vom ,auswurf kranker ,leute beschmutzt waren1 betrachtet und daraus fr seine knstlerischen ,arbeiten ,anregung empfangen habe4 ,den ,zusatz1 da auch ,wolkenbildungen in ihren verschiedensten ,formen seine ,teilnahme weckten1 werden wir allerdings ohne ,verwunderung lesen4 ,wackenroder folgt auch hierin genau1 doch mit mehr stilistischer ,prgnanz1 indem er ber das ,studium der befleckten ,mauern und der ,wolkenbildungen1 wofr ,vasari zwei ,stze ntig hat1 kurzweg in einem einzigen berichtet4 ,zudem sucht er den ,ausdruck ein wenig zu mildern1 denn das wenig sthetische ,bild des ,auswurfes kranker ,leute bleibt uns erspart1 und wir erfahren nur ganz allgemein von befleckten ,mauern4 ,recht glcklich sind oft ,wackenroders kleine ,umbildungen1 -- sie betreffen hier nur ,reihenfolge und ,darstellungsweise -- wenn von ,piero di ,cosimos oft recht widerspruchsvollem ,verhalten gegen ,sinneseinwirkungen die ,rede ist4 ,das ,knstlerauge betrachtete1 wie ,vasari 7a4 a4 ,o4 ,s4 #hf7 mitteilt1 den geradlinig von den ,dchern herabstrmenden ,regen mit ,wohlgefallen1 aber der ,blitz erschreckte ,cosimo heftig1 und gegen starke ,gerusche 7,kindergeschrei1 ,glockengelute usw47 war er vollends empfindlich4 ,mit groer ,geschicklichkeit verwertet ,wackenroder diese ,angaben4 ,zunchst ist seine ,anordnung besser und bersichtlicher4 ,die oben angefhrten ,gerusche weist er der einen1 alles aufs ,gewitter ,bezgliche der anderen von ihm scharf umgrenzten ,gruppe zu4 ,einen bergang wie den ,vasaris3 ,das ,singen der ,mnche war ihm lstig1 wenn aber der ,himmel sich im ,regen ergo1 so machte es ihm ,vergngen1 das ,wasser in gerader ,linie von den ,dchern herabstrzen zu sehen1 treffen wir bei ihm nicht4 ,er beging nicht den ,fehler1 in dieser ,weise optische und akustische ,eindrcke miteinander zu vermengen4 berhaupt wendet ,wackenroder alles ins akustische ,gebiet4 ,nicht an dem ,anblicke des ,wassers ergtzt sich ,piero di ,cosimo1 aber das starke ,aufprasseln des ,regens aufs ,dach vernimmt er mit ,freude1 und an ,stelle des ,blitzes treibt der ,donner den ,meister in die ,stubenecke2 eine beachtenswerte nderung1 da hier der ,unschdlichkeit der ,erscheinung wegen blo der reine ,effekt deutlich wird4 ,ist nun auch von den anderen ,geruschen die ,rede1 so wird die ,angliederung leichter und passender4 ,recht wenig lt sich aus ,wackenroder fr ,piero di ,cosimos gesellige ,eigenschaften ersehen2 auch was ,vasari hierfr bot1 ist uerst drftig4 ,er wei nur zu vermelden1 da ,piero di ,cosimo humoristische ,begabung besa und im ,gesprch die ,zuhrer oft zu strmischer ,heiterkeit fortri4 ,wackenroder bersah dies nicht ,s3#cf 7,s4 #ia7 und lie berdies durchblicken1 da die sonderbaren ,zge seines ,charakters ihm in der ,beurteilung der ,menschen sehr schadeten4 ,freilich ist es wenig passend1 wie ,wackenroder unmittelbar vorher gesellige ,vorzge zu preisen und dann abzuschlieen3 ,in ,summa1 er war so beschaffen1 da die ,leute seiner ,zeit ihn fr einen hchst verwirrten und beinahe wahnsinnigen ,kopf ausgaben4 ,diese letzte ,bemerkung stammt ebenfalls aus ,vasari1 der 7a4 a4 ,o4 ,s4 #gh7 erzhlt1 wie sehr ,cosimo durch seine bestialische ,lebensweise in der ,achtung seiner ,zeitgenossen sank und da er allgemein fr einen ,narren gehalten wurde4 ,da ,wackenroder jenes ,madonnenbild nicht bercksichtigte1 brachte ihn um ein sehr treffendes ,beispiel1 aber er ersetzt dieses durch ein noch weit wirksameres1 dem auch ,vasari reichliche ,beachtung widmete4 ,es gab ,gelegenheiten1 wo die ,florentiner ganz zufrieden waren1 den unheimlichen ,gesellen ,piero di ,cosimo in ihrer ,mitte zu haben4 ,kam die ,zeit des ,karnevals und regte sich das ,verlangen nach ,maskenspielen und ,festzgen1 so war gerade ,piero di ,cosimo der ,mann1 um mit nie versiegender ,erfindungsgabe der verwhnten ,jugend der ,stadt stets durch neue ,lustbarkeiten zu schmeicheln4 ,ihm1 der schon frh zur ,ordnung und ,einrichtung der ,festzge berufen wurde1 dankten die ,teilnehmer manche schtzenswerte ,verbesserung2 ,vasari wei uns manche ,einzelheit mitzuteilen4 ,wackenroder bergeht diese ,detailberichte und begngt sich1 einfach einen groen ,aufschwung der ,festlichkeiten festzustellen4 ,sehr treffend vergleicht er dabei des ,knstlers beraus lebhaften ,geist mit einem ,kessel siedenden ,wassers1 das ,schaum und ,blasen treibt4 ,unter den verschiedenen ,festzgen1 die ,piero di ,cosimo ,jahr fr ,jahr einrichtete1 fiel ,vasari besonders einer stark auf1 der mit groer ,deutlichkeit die fantastischen ,anlagen seines ,erfinders erkennen lt4 ,vasari wei fein auseinander zu setzen1 warum sich das menschliche ,gemt gegen ,darbietungen dieser ,art keineswegs strube4 ,wir lieben ja nicht blo se ,speisen1 vieles mundet uns gerade seiner ,herbheit wegen1 und ist denn nicht das ,vergngen an der ,tragdie das sprechendste und groartigste ,zeugnis fr die ,mglichkeit1 auch an der ,betrachtung von ,jammer und ,elend ,gefallen zu finden1 wofern nur1 wie ,vasari hinzusetzt1 alles mit ,einsicht und ,kunst geordnet ist8 ,so machten sich denn auch tatschlich bei den ,zuschauern dieses ,festzuges1 sobald sie ber den ersten peinlichen ,eindruck hinweggekommen waren1 die ,empfindungen geltend1 die ,vasari mit scharfer ,beobachtung als ,wirkung des ,tragischen im ,kunstwerke erkannt hatte4 ,ihr anfngliches ,unbehagen verwandelte sich bald in frhliche ,billigung4 ,s3#cg ,was sich da abspielte1 war freilich seltsam genug4 ,mitten ins lrmende ,festgewhl fhrt pltzlich1 von vier schwarzen ,bffeln gezogen1 ein mchtiger ,wagen1 ganz mit ,gegenstnden bemalt1 die an den ,tod erinnern4 ,hoch oben aber erhebt sich die schreckliche ,gestalt des ,wrgers mit der ,sense in der ,hand1 rings umgeben von bedeckten ,srgen1 die sich an jedem ,punkte1 wo der ,zug hlt1 auftun und die ,toten entlassen1 die ihr ,inneres birgt4 ,da steigen denn hohe ,gestalten empor1 ganz in ,trauergewnder gehllt1 auf deren dsterem ,schwarz in grausigem ,kontraste die weien ,knochen eines ,totengerippes gemalt sind4 ,unter den dumpfen ,tnen der ,trompeten setzen sich die ,toten auf ihre ,srge und stimmen das ,lied der ,vergnglichkeit 7,dolor1 pianto e penitencia usw47 an4 ,auf hageren ,gulen1 eigens fr diesen ,zweck ausgewhlt1 folgen dem ,wagen eine ,menge ,toter1 mit denselben grauenvollen ,bemalungen der ,gewnder4 ,eine groe ,fahne1 ebenfalls mit den ,insignien des ,todes1 wird jedem der ,reiter nachgetragen1 und noch zehn schwarze ,fahnen1 die dem ,wagen nachgetragen wurden1 vervollstndigen das grauenvolle ,bild4 ,langsam setzt sich der ,zug in ,bewegung und singt dazu einen ,psalm ,davids1 eine ,frivolitt1 die ,bottari 7,vasari ,,iii1 #hj1 ,anm4 #g7 mit ,recht tadelt2 weder ,vasari noch merkwrdigerweise ,wackenroder nehmen ,ansto daran4 ,hier lt ,wackenroder das ,sachliche vllig unberhrt2 wo er in der ,darstellungsweise von ,vasari abweicht1 geschieht es1 um die ,anschaulichkeit der ,situation zu vermehren1 ein ,bestreben1 dem wir ihn schon oft dienstbar sahen4 ,er legt ,wert darauf1 von ,anfang an die ,gegenstze ins rechte ,licht treten zu lassen1 und macht nachdrcklich aufmerksam1 da der grausige ,scherz gerade die lauteste ,festfreude unterbrach4 ,vasari unterlt das1 wenn er auch1 um die berraschung anzudeuten1 hervorhebt1 da die ,vorbereitungen ganz im ,stillen vor sich gingen4 ,sodann zeigt er schon whrend der ,darstellung den ,eindruck auf die ,zuschauer1 die von heftigem ,schrecken ber die ,begebenheiten erfllt werden1 whrend ,vasari erst spter 7a4 a4 ,o4 ,s4 #hj7 dieser ,wirkungen gedenkt4 ,von den einzelnen ,stadien des ,zuges aus hlt er stets ,rckschau auf die ,beobachter4 ,entsteigen die ,toten ihren ,grbern1 so setzt er in ,parenthese3 wobei alles ,volk von einem stillen ,grauen ergriffen ward1 und die ,wirkung des ,gesanges ist so stark1 da er das ,blut in den ,adern gerinnen macht4 ,greres ,geschick in der ,anordnung beweist abermals1 da er den ,gedankengang jener ,kanzone1 alle jetzt ,lebendigen wrden einst1 gleich den ,sngern1 ,tote sein1 hier schon skizziert1 whrend man bei ,vasari diesen ,inhalt erst einem spteren ,zitat1 zu anderen ,zwecken gegeben1 entnehmen kann4 ,eine ,abschwchung gegenber ,vasaris ,darstellung mag es bedeuten1 da er den ,farbenkontrast der schwarzen ,kleidung und ihrer weien ,s3#ch ,bemalung nicht erkennen lt und blo von weien ,gerippen redet4 ,von den ,mitteln der ,spannung ist zudem ein ausgedehnter ,gebrauch gemacht4 ,der ,wagen wird nicht1 wie bei ,vasari1 gleich mit seinem rechten ,namen als der des ,todes bezeichnet1 zuerst kommt einfach ein groer schwarzer ,wagen langsam heran2 erst die ,totengerippe und die ,gestalt des schrecklichen ,wrgers1 den ,wackenroder1 den ,eindruck verstrkend1 nicht ruhig dastehen1 sondern wie er sich ausdrckt1 umherstolzieren lt1 machen den ,zweck der ganzen ,handlung offenbar4 ,ganz wunderbar ist stellenweise die ,behandlung der ,sprache2 in ausgezeichneter ,weise wird das trge ,dahinschleichen des ,zuges gemalt3 ,es nherte sich durch die dmmernde ,nacht schwer und langsam usw4 ,ebenso markiert in dem ,satze3 ,aber der langsame ,zug hielt an1 der schwere ,ton auf dem an1 treffend den ,stillstand des ,gefhrtes4 ,fr den ,erfolg des ,festzuges sucht auch ,wackenroder nach tieferen psychologischen ,grnden1 beobachtet wie ,vasari einen durch schaurige ,eindrcke hervorgerufenen ,lusteffekt und geht sogar noch einen ,schritt weiter als jener4 ,ohne ,einschrnkungen sind ihm schmerzliche und widrige ,empfindungen berhaupt geeignet1 die ,teilnahme der ,seele rege zu machen2 kommt dann noch poetische ,kraft dazu1 so ist hohe1 begeisterte ,spannung sicher4 ,er lt im ,gegensatze zu ,vasari nichts davon verlauten1 da ,cosimos ,unternehmung fr keinen geeigneten ,karnevalsscherz galt1 gerade wie ihm1 hier seinem ,gewhrsmann ganz gleich1 das ,absingen des ,psalmes keinerlei ,skrupel bereitete4 ,der superklugen ,deutung einiger ,zeitgenossen des ,malers1 die in den ,toten die vertriebenen ,mediceer und in den ,worten ihres ,gesanges ,fummo gi come voi siete1 voi sarete come noi eine ,profezeiung ihrer ,rckkehr erblicken wollten1 setzt schon ,vasari die richtige ,bemerkung entgegen1 man strebe stets frhere ,werke und ,handlungen auf nachfolgende ,ereignisse zu beziehen1 und ,wackenroder widmet der ganzen ,hypothese kein ,sterbenswrtchen4 ,er gelangt nun1 da ,vasari in der ,betrachtung von ,cosimos knstlerischer ,ttigkeit fortfhrt1 sodann erst kleine biographische ,einzelheiten1 wie seine ,empfindlichkeit gegen ,gerusche usw41 die ,wackenroders geschicktere ,gruppierung bereits mit frheren ,angaben ,vasaris vereinigt hatte1 beibringt1 dazu1 des ,malers wachsende ,reizbarkeit in vorgerckten ,jahren anschaulich zu machen4 ,da ,piero di ,cosimo als ,greis recht mrrisch ,s3#ci und verdrielich wurde1 die ,untersttzung der ,malerjungen schroff ablehnte1 konnte ,vasaris ,berichten entnommen werden1 aber ,vasaris ,zusatz1 aller ,beistand htte dem alten ,maler infolge seines brutalen ,wesens schlielich gefehlt1 wird von ,wackenroder ignoriert4 ,dagegen hren wir1 wieder ,vasari entsprechend1 da ,cosimo gichtischer ,schmerzen ungeachtet1 ,pinsel und ,malerstock in den ,hnden zu halten suchte und da seine ,gereiztheit schon den ,anblick der ,fliege an der ,wand schmerzlich empfand4 ,liest man ferner bei ,vasari1 da der ,knstler trotz hohen ,alters vom ,tode nichts hren mochte1 so finden wir dasselbe bei ,wackenroder wieder1 da er aber des religisen ,verhaltens bei ,cosimo so wenig gedenkt als bei ,lionardo da ,vinci1 so mu er nicht wie ,vasari1 der ,cosimos ,scheu vor ,beichte nicht verschweigen kann1 nachdrcklich auf seine ,frmmigkeit hinweisen1 die ihn trotz des bestialischen ,lebens niemals verlassen habe4 ,beiden ,darstellungen lt sich ferner entnehmen1 da ,piero di ,cosimo vor langer ,krankheit gebangt und lebhaft gewnscht habe1 mit einem ,male aus der ,welt zu gehen4 ,vasaris sehr eingehende ,schilderung der verschiedenen ,leiden und ,belstigungen des ,kranken1 die ,piero di ,cosimo hauptschlich scheute1 ist allerdings sehr verkrzt und verallgemeinert2 allzu ,derbes soll auch hier keinen ,platz finden4 ,in ganz unbestimmten ,worten schildert in ,wackenroders ,darstellung der ,alte1 dem nichts unertrglicher war als ein langes ,siechtum1 die schreckliche ,entbehrung von ,speise und ,schlaf1 und mit ,schaudern durchlebt er das ,gefhl des ,todgeweihten1 der das ,klagen und ,jammern der ,verwandten vernimmt1 die sein ,lager umstehen4 ,nach ,vasari 7a4 a4 ,o4 ,s4 #hg7 hielt ,piero di ,cosimo1 charakteristisch fr seine ,gemtsart1 den ,tod auf dem ,hochgericht fr das glcklichste ,ende4 ,auch hier erstickte die ,freude am ,schrecklichen und ,grauenvollen jede andere ,empfindung in ihm1 und er schwelgte mit ,genu in der ,vorstellung1 im bunten ,gewhl der ,menge1 unter den ,gebeten des ,volkes und der ,priester ins ,himmelreich emporzusteigen4 ,wackenroder folgt wiederum getreulich1 nur ,vasaris ,anspielung auf die ,henkersmahlzeit konnte eine ,darstellung nicht gebrauchen1 die wie bei ,wackenroder besonders widrige ,eindrcke abzuschwchen suchte4 ,den ,rest des ,lebens1 das dieser merkwrdige ,mann fhrte1 fat ,vasari in die ,worte zusammen3 ,so schrieb er allen ,dingen die seltsamste ,deutung zu1 und seine wunderlichen ,gedanken waren ,s3#dj schuld1 da er ein wunderliches ,leben fhrte 7a4 a4 ,o4 ,s4 #hg71 erklrt also folgerichtig den ,lebensgang aus der ,charakteranlage4 ,wackenroders abschlieende ,bemerkung3 ,in solchen ,gedanken schwrmte er unaufhrlich fort1 verrt das ,vorbild dieses ,satzes4 ,mit chronistischer ,knappheit verzeichnet er hierauf ,cosimos ,ableben1 der freilich nicht am ,hochgerichte starb1 dennoch aber nicht in langem ,siechtum dem ,tode entgegenwelkte4 ,man fand ihn eines ,tages entseelt am ,fu der ,treppe1 wie ,vasari berichtet4 ,die ,angabe der ,jahreszahl und des ,begrbnisortes 7#aeba1 ,st4 ,piermaggiore7 nahm ,wackenroder nicht in seine ,erzhlung auf4 ,wir wissen1 da ,wackenroder dem ,knstler ,piero di ,cosimo keine ,charakteristik gnnt4 ,doch will er1 da 7,s4 #ie7 ,vasari als ,quelle genannt ist1 wenigstens andeuten1 welches ,bild sich dieser von ,cosimos knstlerischer ,individualitt machte4 ,was er uns hier sagt1 ist allerdings nicht ganz wahrheitsgem4 ,vasari sollte von einer besonderen ,vorliebe ,piero di ,cosimos fr die ,darstellung von wilden ,bacchanalen und ,orgia1 frchterlichen ,ungeheuern oder sonst irgend schreckhaften ,vorstellungen gesprochen haben1 was sich aber nirgends nachweisen lt4 ,denn ist auch 7,,iii1 #a1 #he7 von den ,bacchanalen die ,rede1 die ,piero di ,cosimo im ,auftrage des ,giovanni ,vespucci malte1 so ist doch an keiner ,stelle behauptet1 da diese ,art von ,malerei etwa den ,kern seiner knstlerischen ,produktionen gebildet htte4 ,jedem ,leser von ,vasaris ,biographie mte zudem eine solche ,bemerkung hchst widersinnig vorkommen1 liest er doch dort von soviel ,gemlden ganz anderer ,art1 von ,portrts berhmter ,persnlichkeiten 7so bei ,vasari des ,herzogs ,valentinos1 ,sohnes ,alexanders ,,vi47 oder von ,bildern1 die sich ihren ,stoffkreis aus dem ,neuen ,testament 7,heimsuchung ,mari1 ,vasari7 holen4 ,freilich treten die ,seltsamkeiten des ,knstlers1 von ,wackenroder selbst nur nach der persnlichen ,seite hin beobachtet1 auch in der ,produktion zutage1 hatte er in dem besprochenen ,marienbilde fantastischen ,geist bewiesen1 und in charakteristischer ,weise milde ,schnheit und hllischen ,schauder vereinigt1 so widmete er spter ,julian von ,medici das ,bild eines furchtbaren ,seeungeheuers1 lockten ihn ,stoffe1 wie die ,befreiung der ,andromeda1 und entfaltete er in dem ,francesco ,pugliese zugedachten ,gemlden den ganzen ,reichtum einer eigenartigen ,einbildungskraft4 ,das alles aber verfhrte ,vasari noch nicht zu einer ,bemerkung1 wie sie ,wackenroder fr ihn in ,anspruch nimmt4 ,dagegen spricht ,vasari wiederholt von ,piero di ,cosimos ,flei und ,kunsteifer und machte auch1 ,wackenroders ,angabe gem1 die ,bemerkung1 da der ,kunstflei schwermtiger ,naturen meist ernster und andauernder sei als der leichtbltiger4 ,das steht1 wie schon ,wackenroder hervorhebt1 im ,leben des ,antonio ,sogliani2 nirgends ,s3#da aber erhebt ,vasari gegen die ,eignung eines ,menschen wie ,cosimo zur knstlerischen ,ttigkeit irgendwelche ,einwnde4 ,dieser ,zweifel stieg erst ,wackenroder auf1 wie es auch ihm erst einfiel1 dem unruhigen ,brausekopfe ,piero di ,cosimo die besonnene ,klarheit eines ,lionardo da ,vinci entgegenzuhalten1 die diesen zu seinem ,nutzen stets in der ,bahn des ,irdischen festhielt4 ,nur soviel lt sich aus ,vasari1 der jeden ,vergleich vermeidet1 fr das ,verhltnis dieser ,meister erkennen1 da ,piero di ,cosimo gerade ,lionardos ,werke mit besonderem ,eifer studiert und nachgeahmt habe1 wenn sich dann auch1 wie er nachdrcklich hinzusetzt1 bei dem reiferen ,cosimo eine eigene1 von der seines groen ,vorbildes gnzlich verschiedenen ,art ausbildete4 ,was ,wackenroder mit seinem wunderbaren ,gleichnis von dem klaren ,flusse fr die ,knstlerseele forderte1 besa ,piero di ,cosimo nicht1 ,vasari aber kam dies nicht zum ,bewutsein4 ,,iv4 ,die ,gre des ,michelangelo ,buonarotti4 ,wer bei diesem ,kapitel angelangt1 an ,wackenroders ,charakteristik von ,lionardo da ,vinci zurckdenkt1 wird bei ,michelangelo wirklich durchgefhrt sehen1 was bei seinem groen ,rivalen nur geplant war3 ,unbekmmert um die geschichtliche ,folge von ,leben und ,schaffen sucht ,wackenroder blo die ,eigenart eines groen ,meisters deutlich zu machen4 ,wir hren seine ,absicht1 ,lionardo als das ,muster in einem wahrhaft gelehrten und grndlichen ,studium der ,kunst1 und als das ,bild eines unermdlichen und dabei geistreichen ,fleies darzustellen 7,s4 #ce71 sehen ihn aber gleich anfangs in den ,ton des ,biographen fallen1 dann sich der ,hauptsache erinnernd1 ,beispiele aus verschiedenen ,lebensperioden vereinigen1 um dann wieder auch ohne sehr strenge ,methodik den ,pfad geschichtlicher ,betrachtung an der ,hand seines ,gewhrsmannes weiterzuwandeln4 ,ein solcher ,zwiespalt in der ,anlage ist hinsichtlich ,michelangelos nicht mehr zu beobachten4 ,nicht nur ist alles ,biographische ausgeschieden und jede ,chronologie hintangesetzt1 auch kein einziges ,werk wird irgendwie namhaft gemacht4 ,von allen ,persnlichkeiten1 mit denen sich die ,herzensergieungen beschftigen1 wird keiner geringerer ,raum zugemessen als dem groen ,buonarotti4 ,ohne sich ins breite ,s3#db ,detail der ,tatsachen zu verlieren1 bentzt ,wackenroder einfach ihre ,ergebnisse1 um fr die ,gre ,michelangelos den entscheidenden ,punkt zu finden4 ,an der berreichen ,flle von ,einzelheiten1 deren die sehr umfangreiche ,biographie ,michelangelos aus ,vasaris ,feder gedachte1 blieb ,wackenroders ,blick nicht haften4 ,aber ,vasari versuchte auch1 die ,bedeutung ,michelangelos in seiner ,weise zusammenfassend zu wrdigen1 und dieser durchaus nicht in allen ,punkten glcklichen ,charakteristik stellte ,wackenroder die seine gegenber4 ,aus ,vasaris ,einleitung1 die ,wackenroder seiner ,darstellung voranschickt und zwei anderen ,stellen der ,biographie 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cdf und #dag7 lt sich das ,gesamturteil unseres ,chronisten ber seinen ,gnner und ,freund ,michelangelo ableiten4 ,es lautet so enthusiastisch als mglich4 ,nach den begeisterten ,worten der ,vasarischen ,einleitung war ,michelangelo ein ,gottgesandter1 seine ,bestimmung1 der stets irrenden1 vergeblich strebenden ,menschheit ein ,lehrmeister der echten und wahren ,kunst in allen ihren ,teilen zu werden4 ,niemand erhob sich hher als ,zeichner 7nach ,s4 #cdg ging ihm ,zeichnung ber koloristische ,behandlung71 niemand bewies greres ,geschick als ,bildhauer1 niemandem glckte als ,baumeister ein idealerer ,typus des ,wohnhauses4 ,aber khn vorwrtsstrebend durchstreifte dieser gewaltige ,geist andere ,gebiete mit demselben rastlosen ,eifer2 auch ihm schenkte zudem ,apollo des ,gesanges ,gabe1 und vollends machte ihn die ,lauterkeit des ,charakters zum leuchtenden ,beispiele fr die ,zeitgenossen4 ,hrt man eine solche ,lobpreisung1 so wird man sicherlich wissen1 da man eine bedeutende und vielseitige ,persnlichkeit vor sich hat2 wie aber diese ,persnlichkeit ihrer ganz besonderen ,eigenart nach war1 kann niemand daraus lernen4 ,und auch spter1 wo eigentliche ,kunstprobleme mehr in den ,vordergrund treten1 konnte ,vasari der ,aufgabe1 spezifisch ,michelangeloschen ,geist aus den ,werken zu verknden1 keineswegs gerecht werden4 ,bei ,besprechung der ,deckengemlde in der ,sixtinischen ,kapelle versucht ,vasari1 ,michelangelos ,superioritt ber andere ,meister zu erweisen1 beobachtet aber nichts als eine neue groe ,manier des ,nackten und die grten ,schwierigkeiten der ,zeichnung4 ,noch allgemeiner und unbestimmter kontrastiert er dann in der recht drftigen ,gesamtbersicht von ,michelangelos ,kunst nach dessen ,ableben an den ,werken ,kunst1 ,anmut und ,lebendigkeit1 die ihn fr das entzckte ,auge des ,entusiasten ber die ,alten erhob2 er rhmt die ungezwungene1 spielende berwindung der ,schwierigkeit1 die erst dem kopierenden ,kunstbeflissenen deutlich werde1 aber alles das mte nicht gerade von ,michelangelo gesagt werden4 ,diese ,unfhigkeit1 die individuelle ,beschaffenheit klar zu schildern1 merkte ,wackenroder wohl an ,vasari1 und berdies erregte die blinde ,vergtterung1 die sich mit dem bloen ,anstaunen begnge1 ,s3#dc selbst in seiner schwrmerisch gestimmten ,seele kein unbedingtes ,wohlgefallen4 ,farblos und ungengend erschien ihm eine ,darstellung1 die dem ,kunstwerke kaum mehr als ein allgemeines ,lob1 wie schn und vortrefflich1 zu spenden vermochte2 er fhlte den ,trieb nach grerer ,vertiefung und bezeichnet es selbst als seinen ,plan1 in den innern ,geist seines ,mannes einzudringen1 die ihm allein zukommenden ,eigenschaften zu entwickeln4 ,gleich am ,anfang schlgt ,wackenroder einen ,weg der ,charakteristik ein1 den ,vasari zu seinem ,schaden nicht gegangen ist4 ,er sucht durch ,kontrastierung mit anderen ,knstlern das ,bild seines ,meisters in ein schrferes ,licht zu rcken4 ,er beobachtet mit ,glck1 da sich ,dichtkunst und ,malerei im ,gebiet des seelischen ,ausdruckes begegnen und in beiden ,knsten stets der ,gegensatz von feurig berschumender ,kraft und stiller ,beschaulichkeit zutage trete4 ,schon ,lionardo wurde andeutungsweise mit ,raffael verglichen und mit unnachahmlicher ,anschaulichkeit beider ,kunstarten gesondert1 hier soll die ehrfurchtgebietende ,individualitt ,michelangelos durch vergleichenden ,ausblick auf die stille ,klarheit des gttlichen ,raffael gekennzeichnet werden4 ,hier1 wie immer bei ,wackenroder1 wird selbstredend keine ,auffassungsweise perhorresziert1 jeder wird in seiner ,art dankbar gewrdigt4 ,und hatte er frher1 ,lionardosche und ,raffaelsche ,kunst wechselseitig abwgend1 den ,gegensatz des ,starken und ,zarten1 des ,mnnlichen und ,weiblichen nicht besser als durch die ,zge des ,greises einer-1 der ,jungfrau andererseits aufzeigen knnen1 so sind ihm ,michelangelo und ,raffael die knstlerischen ,vertreter zweier verschiedenen ,bekenntnisse4 ,die ,weisheit mosaischer ,profeten und die ,gefhlsweise morgenlndischer ,dichter spricht aus ,michelangelo1 die sanfte ,stille des christlichen ,gemtes aus ,raffael4 ,wie in dem ,blumengarten der orientalischen ,poesie die absonderlichsten ,gewchse keimen1 so entspringt dem ,riesengeiste ,buonarottis das ,auerordentliche und bermchtige4 ,wie seine ,gestalten eine titanische ,kraft durchdringt1 seine ,wahl so gerne auf erhabene und furchtbare ,gegenstnde fllt1 und seine ,stellungen oft die fantastischste ,verzerrung aufweisen1 so treibt auch in jener ,literatur eine bergewaltige ,fantasie einen unerschpflichen ,reichtum feuriger ,bilder und ,gleichnisse hervor4 ,freilich mute er1 um solches auszusprechen1 selbst wachsamen ,auges die verborgenen ,tiefen einer ,knstlerindividualitt durchspren1 denn durchaus nicht in allen ,punkten ging ihm hier ,vasari an die ,hand6 ,zunchst konnte er freilich fr das von ,wackenroder flchtig berhrte ,s3#dd persnliche ,verhltnis1 das ihn mit ,michelangelo verband1 nicht geringes ,material liefern4 ,er rhmt tatschlich mit herzlichem patriotischen ,gefhl ,florenz als vornehmste ,beschtzerin der ,knste1 er jubelt1 sich einen ,zeitgenossen ,michelangelos nennen zu drfen 7bei ,wackenroder bezieht sich das auf den ,ort74 ,den jungen ,kunstschler empfiehlt ,michelangelo an ,andrea del ,sarto und bemht sich in eigener ,person in die ,werkstatt 7,s4 #cba71 wiederholt 7,s4 #cij1 #dcg7 wird der ,verkehr freundschaftlich und vertraut genannt1 oft 7,s4 #chh1 #cij1 #cgb1 #chj1 #chb u4 a47 werden ,briefe zitiert2 auch die angenehme ,pflicht der ,gastfreundschaft durfte ,vasari einmal in ,rom gegen den verehrten ,meister erfllen1 einmal sogar in huslichen ,angelegenheiten 7,s4 #daf7 ein ,votum abgeben1 und manches ,kunstproblem in behaglicher ,diskussion miterrtern4 ,aber gerade den ,mittelpunkt von ,michelangelos ,eigenart vermochte ,vasari nicht zu treffen1 trotz seiner fortdauernden liebevollen ,beschftigung mit seinem groen ,vorbilde4 ,wackenroder betonte in erster ,linie die ,kraft1 die ,michelangelo in seine ,personen zu legen wute2 was findet man aber bei ,vasari darber8 ,die groe ,manier in der ,behandlung des ,nackten 7,s4 #dah71 die nach ,vasaris ,wertung ,michelangelo ber seine ,gefhrten stellt1 lt den ,gedanken ,wackenroders nur ahnen1 und wenn ,michelangelo ,gestalten von zehn bis zwlf ,kopflngen macht 7,s4 #dai71 so ist der ,grund eine gewisse bereinstimmende ,anmut1 ebenso weist die hochberhmte ,statue des ,david 7,s4 #cad7 nur unvergleichliche ,anmut auf1 die dem ,beschauer die schnen ,umrisse der ,beine1 die ,verbindung der ,glieder1 die gttliche ,schlankheit der ,seiten verraten4 ,selbst der ,moses 7,s4 #bib7 bot ,vasari keine ,gelegenheit1 auf die staunenswerte ,herausbildung der fast bermenschlichen ,kraft aufmerksam zu machen1 so gut gerade die ,charakteristik dieser ,statue ist2 die wunderbare ,weichheit der ,barthaare1 die ,michelangelo hier wie sonst nur dem ,maler gelang1 gibt zu der hbschen ,bemerkung ,anla1 hier sei der ,meiel zum ,pinsel geworden2 die strahlende ,herrlichkeit des ,angesichtes wird in der ,treue ihrer ,wiedergabe hochgerhmt und hinzugesetzt3 ,betrachtet man ihn1 so glaubt man1 er werde den ,schleier fordern1 der sein ,angesicht verhlle4 ,erhabene und furchtbare ,gegenstnde1 die ihm ,wackenroder zuschreibt1 whlte ,michelangelo tatschlich sehr hufig1 dafr zeugt manches ,beispiel ,vasaris1 obwohl er selbst nie unmittelbar darauf aufmerksam macht4 ,aber dafr hrt man 7,s4 #chj ff47 von den ,deckengemlden der ,sixtina1 die das ,kindheitsalter des ,menschen in ,freud und ,leid zur ,darstellung bringen2 auf den ,eckbildern der ,tragbalken ist zudem mit recht grausigen ,situationen1 wie der ,ermordung des ,holofernes1 oder jener furchtbaren ,schlangenheimsuchung in ,moses' ,lager1 der die ,schlange des ,heiles spter ein ,ziel setzt1 nicht gekargt4 ,sanftere ,empfindungen wecken dann ,bilder wie ,christus am ,kreuz 7,s4 #cbd7 oder die wunderbare ,personifikation von ,tag und ,nacht1 ,morgen und ,abend1 ,dmmerung auf den ,grabdenkmlern der ,herzge von ,medici 7,s4 #cbd74 ,um endlich die khnen und wilden ,s3#de ,stellungen einer groen ,anzahl ,michelangeloscher ,figuren hervorzuheben1 bedurfte es keines ,anschlusses an ,vasari2 die eigentmliche ,verzerrung der ,gebrden in der ,madonna des ,angelo ,doni oder den ,sibyllen und ,sklaven ist allgemein bekannt4 ,an den seltsamen verschiedenen ,bewegungen mancher ,figuren des jngsten ,gerichts wollte ,vasari die ,mannigfaltigkeit der ,stellungen studieren lassen2 besondere ,khnheit oder ,wildheit als speziellere ,charakteristik wird allerdings nicht hervorgehoben4 ,hatte so ,vasari fr den ,fundamentalzug im ,wesen ,michelangelos nach ,wackenroderscher ,auffassung keinen ,ansto zur ,erkenntnis gegeben1 so erregte die souverne ,beherrschung der ,muskulatur1 die ,michelangelo in seinen ,werken bewies1 immerhin sein ,interesse4 ,es werden hier jene ,beobachtungen neuerdings angestellt1 die schon bei anderen ,malern1 z4 ,b4 ,lionardo1 gemacht werden konnten4 ,wie sonst bei ,vasari spielt auch hier das ,technische eine namhafte ,rolle4 ,beim ,leichnam ,christi 7,s4 #bgd7 wird nachdrcklich hervorgehoben1 mit welcher ,kunst ,muskeln1 ,adern und ,nerven ber die ,knochen gelegt seien4 ,ebenso bewundert ,vasari an dem ,schpfer der ,medicigrber 7,s4 #cbf ff47 auch den gewiegten ,kenner der ,muskulatur1 und auch beim ,moses wird der ,technik keineswegs vergessen und die ,behandlung von ,gliedmaen1 ,adern1 ,nerven gewissenhaft mit einbezogen4 ,bei diesem von ,wackenroder und ,vasari gemeinsam berhrten ,punkte wird uns nun der ,hauptunterschied ihrer beiden ,auffassungsweisen klar4 ,whrend ,vasari nicht nach ,grnden forschte1 auch nirgends einen besonderen ,charakter feststellte1 sondern sich mit ,hervorhebung dieser ,einzelheiten1 wie sie sich ihm aufdrngten1 begngte1 vermochte ,wackenroders ,anlage und ,neigung1 den ,absichten des ,knstlers liebevoll nachzuspren1 zwischen der ,eigenart ,michelangelos und diesen scheinbaren uerlichkeiten das geistige ,band wahrzunehmen4 ,nicht nur ,antlitz und ,gebrde sollten die hohe ,kraft oder trotzige ,wildheit atmen1 auch jeder noch so kleine ,bestandteil der ,menschenmaschine1 sei es ,muskel1 ,ader1 ,nerv1 muten sprechende ,zungen dafr sein4 ,dadurch werden wir freilich auch viel eher den ,eifer verstehen1 mit dem ,michelangelo auch vom theoretischen ,standpunkte in seine ,kunst einzudringen pflegte1 und ,lionardo vergleichbar1 allen ,schwierigkeiten in der ,nachahmung des menschlichen ,organismus nicht nur khn die ,stirne bot1 sondern sie sogar absichtlich aufsuchte4 ,auch hier folgt wieder ein treffender ,ausblick auf die ,dichtkunst2 ,wort und ,ausdruck werden ihrer ,stellung zum ,geist der ,dichtung nach betrachtet1 und die ,wirksamkeit eines bedeutenden ,genius bis in diese sichtbaren1 sinnlichen ,s3#df ,werkzeuge der ,kunst verfolgt4 ,die ,kenntnis der ausgebreiteten anatomischen ,studien ,michelangelos durfte auch einer unmittelbaren ,mitteilung ,vasaris entnommen werden 7a4 a4 ,o4 ,s4 #dag71 um seine ,zeichenkunst zu frdern und allen menschlichen ,stellungen gerecht zu werden2 ja sein ergebener ,biograph stellt ihn sogar mit ,berufsanatomen auf eine ,stufe4 ,dasselbe tut auch ,condivi in seiner ,lebensbeschreibung ,michelangelos 7 #ef7 und berichtet spter 7 #fj7 von seinem ,plane1 in einer neuen ,osteologie ,albrecht ,drers ,theorien von den ,varietten und ,maen des ,menschenkrpers zu bekmpfen4 ,die ,schattenseite von ,michelangelos ,natur1 seine berstarke ,einbildungskraft1 die ihn1 wie ,vasari 7,s4 #dai7 dartut1 wie ,lionardo bisweilen unlsbaren ,problemen zufhrte1 bercksichtigt ,wackenroder auch hier nicht1 was freilich bei der ,knappheit dieses ,kapitels im ,gegensatze zu der ,breite1 zu der sich ,wackenroder bei ,lionardo gentigt sah1 weniger auffllt4 ,von durchgreifender ,verschiedenheit sind die ,folgerungen1 die ,vasari und ,wackenroder jeder in seiner ,weise aus der ,erscheinung ,michelangelos ableiten4 ,vasari1 in seinen ,lobsprchen stets zur bertreibung geneigt1 gibt 7,s4 #cjh7 eine fr junge ,knstler recht bedenkliche ,mahnung4 ,eine ,weiterfhrung der ,kunst ber das von ,michelangelo erreichte ,ziel sei unmglich1 alles nur ,denkbare habe er geleistet1 und es sei darum unntz1 nach weiteren ,ausgestaltungen der ,kunstmittel zu trachten4 ,ebenso hat ,michelangelo den ,knstlern seiner ,zeit alle ,hindernisse aus dem ,wege gerumt7671 ,michelangelo sie gelehrt1 das ,wahre vom ,falschen zu unterscheiden1 und sie sollen nun1 dem ,himmel fr ein so kstliches ,geschenk dankbar1 versuchen1 diesen einzigen ,meister in allen ,stcken nachzuahmen4 ,mit einer ganz ungerechtfertigten ,verachtung frherer ,leistungen wird hier also ein hchst gefhrlicher ,eklektizismus gepredigt2 dies fhrt geradeswegs dazu1 mit ,unterdrckung persnlicher ,eigenart befahrene ,bahnen immer wieder zu durchkreisen4 ,wie sehr wird aber eine solche ,auffassung von den ,schluworten ,wackenroders beschmt1 so wenig man damit einverstanden sein kann1 da sich die ,natur in dieser ,zeit an ,kunstgenie arm geschenkt habe6 ,aber auch diese uerung verrt grere ,liberalitt als bei ,vasari zu finden war1 da ja hier nicht ein einzelner ,mann1 sondern eine ganze ,epoche als richtunggebend angesehen wird1 und ,namen wie ,correggio oder ,raffael an dieser ,stelle keineswegs fehlen4 ,vor allen anderen aber verbindet sich in ,wackenroders ,gemt hohe ,ehrfurcht vor dem ,genius mit entschiedener ,miachtung seiner ,nachahmer1 deren ,methode ,vasari offenbar gerechtfertigt ,s3#dg fand1 wollte er nicht jede weitere ,ausbung der ,malerei untersagen4 ,wackenroder spricht deutlich aus1 da er nur ein ,original fr gro in der ,kunst halte1 jmmerlich werden die ,nachbeter genannt1 die sich stets zwischen den ,extremen hin- und herbewegen1 verblate ,abbilder oder arge bertreibungen liefern4 ,so schrnkt er auch das ,lob der reformatorischen ,ttigkeit ,caraccis in gebhrender ,weise ein2 sie ist ihm blo ,anleitung1 die in ,verfall geratene ,beschftigung mit der hohen ,kunst jener ,tage wieder in ,flu zu bringen4 ,so erkannte ja auch ,friedrich ,schlegels kunstgebter ,blick die mangelnde ,originalitt dieser ,schule 7,werke ,,vi1 #ac73 ,in der ,schule ,caraccis finde ich selten ein ,gemlde1 das mir eine wahre ,kunstanschauung und ,erweiterung meiner knstlerischen ,ideen gewhrte1 und ,wilhelm 7,athenumsfragmente ,nr4 #agh71 der die deutsche ,malerei der ,vergangenheit nur bedingungsweise ,raffaels ,meisterschaft vergleicht1 stehen ,drer und ,holbein bereits mit weit grerem ,rechte im ,vorhofe zum ,tempel des ,urbiners als der ,vertreter deutschen ,eklektizismus1 der gelehrte ,mengs4 ,v4 ,die ,mahlerchronik4 ,herzensergieungen eines kunstliebenden ,klosterbruders nannte ,wackenroder sein ,werk und machte uns mit der ,person des vorgeschtzten ,verfassers und seinem ,verhltnis zur ,kunst bekannt4 ,gleichwohl werden wir in der ,reihe unserer ,skizzen1 die teils ,knstlerportrts entwerfen oder wunderbare ,anekdoten vorfhren1 teils in freier ,form einer bermchtigen ,begeisterung fr die ,kunst ,ausdruck geben1 kaum mehr daran erinnert1 da wir es hier berhaupt mit ,aufzeichnungen einer fingierten ,person oder gerade eines ,klosterbruders zu tun haben4 ,der ,erzhler hat freilich die ,novelle1 die dem ersten ,kapitel ,stoff lieferte und so treffend seine ,anschauungen von ,inspiration besttigte1 aus den verstaubten ,schtzen eines ,klosterarchivs hervorgezogen1 sonst aber1 im weiteren ,verlaufe der ,herzensergieungen fehlt jede ,bezugnahme auf den ,titel1 und nur der herzliche1 warme ,ton1 der durch diese ,bekenntnisse geht1 lt den ,titel nicht in ,vergessenheit geraten4 ,erst im zwlften ,kapitel1 das eigentlich in den ,anfang gehrt htte1 erfahren wir1 welche inneren ,erlebnisse den ,mann1 der zu uns spricht1 zu seinen ,aufzeichnungen fhrten4 ,s3#dh ,ein ,aufenthalt auf einem grflichen ,schlosse war fr das ,verhltnis des ,neulings zur ,kunst und ihrer ,geschichte entscheidend geworden4 ,in echt romantischer ,weise schwebt ber diesem ,orte ein geheimnisvolles ,dunkel4 ,wir erfahren nicht1 wo das ,schlo lag1 wer seine ,besitzer waren oder was den jungen ,mann dorthin gefhrt hatte2 nur soviel erfahren wir1 da dort eine ungeheuere ,menge der erlesensten ,kunstwerke der ,malerei zu finden war4 ,in kurzen drei ,tagen hatte der ,jngling1 von dem glhendsten ,eifer beseelt1 eine solche ,flle von ,schnheit auf sich wirken lassen1 da ihn der bergroe ,reichtum an ,eindrcken fast seiner ,vernunft beraubt hatte4 ,ohne ,fhrung und ,rat wre er nicht unterrichteter in ,kunstdingen als frher aus jenen ,rumen geschieden1 als er pltzlich ,gelegenheit finden sollte1 an der ,seite eines ,kundigen mit mehr ,nachdruck1 aber auch mehr ,ma als frher sich neuerdings in die groen ,meisterwerke des ,hauses zu vertiefen4 ,und nun wird uns dieser ,lehrmeister in derselben geheimnisvollen ,art charakterisiert1 wie frher die rtlichkeit4 ,es ist ein reisender ,pater1 der nur begrenzte ,zeit auf dem ,schlosse weilt2 wir wissen nicht1 woher er gekommen ist1 noch wohin er sich spter wenden wird4 ,er erscheint1 stiftet ,wohlttiges und verschwindet1 ganz wie ein guter ,geist im ,mrchen4 ,sein dankbarer ,schler hrt nie wieder etwas von ihm1 sein ,schicksal bleibt ihm stets so verborgen wie sein ,name4 ,durch den ,einflu dieses ,mannes erffnet sich dem jungen ,reisenden bald ein neues ,interessengebiet4 ,jetzt erst kommt es ihm so recht zum ,bewutsein1 da hier keine ,werke des ,himmels1 sondern ,erzeugnisse aus ,menschenhnden auf den ,betrachter niederblicken4 ,solange die ,schpfer dieser ,gemlde lebten1 war aber in ihnen der hohe ,geist lebendig1 den1 wie der ,pater mit echt ,wackenroderscher ,frmmigkeit lehrt1 der himmlische ,funke in ihnen entzndet hatte4 ,sie selbst sind nun lange dahin1 uns aber umfngt in ewiger ,jugend die ,herrlichkeit1 die ihre schwachen ,menschenhnde durch gttlichen ,beistand hervorzuzaubern vermochte4 ,wer aber das erwgt1 gert in eine aus ,wehmut und ser ,trumerei gemischte ,stimmung1 die am besten dazu geeignet ist1 im ,menschen die ,anregung zu allerhand guten ,ideen zu bieten4 ,damit verbindet sich aber auch das ,bedrfnis1 ,leben und ,charakter der ,personen nher zu erforschen1 denen die ,allmacht diese ausgezeichneten ,gaben verliehen hat4 ,und so gelangen wir zum ,studium der ,knstlergeschichte1 aus der von dem klugen ,lehrer zunchst die ,lebenslufe jener ,knstler ausgewhlt werden1 deren ,gemlde sein ,zuhrer in den ,slen des ,schlosses bewundern durfte4 ,wir werden an ,wackenroder selbst erinnert1 wenn der ,pater bei dem ,jngling besondere ,vorliebe fr den gttlichen ,raffael entdeckt haben will4 ,darum wei er mit keinem besseren den ,anfang zu machen4 ,die ,quelle seiner ,erzhlungen haben wir wieder bei ,vasari zu suchen4 ,der ,chronist versorgt diesmal reichlicher mit biographischem ,material1 als da uns ,raffaels ,erscheinung geschildert wurde4 ,aber aus der ,biographie finden bei ,wackenroder nur jene ,momente ,eingang1 die den tragischen ,gegensatz von ,zeitlichkeit ,s3#di des ,knstlerlebens und der ,ewigkeit der ,schpfungen ins rechte ,licht setzen4 ,so wei der ,pater beweglich das ,werden und ,wachsen des allzufrh ,dahingeschiedenen zu skizzieren und unsere ,teilnahme fr manchen rhrenden ,zug im besonderen zu wecken4 ,mit ,benutzung von ,vasaris ,angaben wird uns die erste ,jugend des ,knstlers angedeutet4 ,es wird der zarten ,frsorge gedacht1 die dem kleinen ,liebling im reichsten ,mae von den ,eltern zuteil wurde4 ,nach dem ausdrcklichen ,wunsche des ,vaters wurde ,raffael von der ,mutter selbst gesugt2 der zarte1 doch geistig hochentwickelte ,knabe wurde schon in jugendlichen ,jahren ein wertvoller ,mitarbeiter fr den ,vater1 der sich1 was ,wackenroder zu erwhnen verga1 selbst der ,malerei gewidmet hatte4 ber die spteren ,schicksale ,raffaels1 die ,vasari berichtet1 geht ,wackenroders ,erzhlung hinweg4 ,was die ,jugend und ,studienzeit betrifft1 so sehen wir nur noch den jungen ,raffael zu den ,fen des ,pietro ,perugino sitzen1 dem ihn der eifrig fr die ,ausbildung des ,sohnes ttige ,vater als ,schler zufhrte1 und wie bei ,vasari wird das ,trennungsweh der ,mutter beweglich geschildert4 ,die ,geschichte besttigt von diesen ,erzhlungen nur recht wenig4 ,passavant 7,rafael et son pre ,giovanni ,santi ,i1 #bg7 nahm die ,angabe1 ,raffael sei von der eigenen ,mutter gesugt worden1 unmittelbar aus ,vasari mit ,hinweis auf seine ,quelle1 ohne genaueres darber zu sagen4 ,da die ,mutter ihren ,sohn mit ,trnen von sich lassen mute1 ist ebenso unwahr als die ,mitteilung1 ,raffaels ,vater habe den ,knaben noch selbst zu ,pietro ,perugino gebracht2 denn die ,mutter starb bereits #adia1 der ,vater1 der sich #adib zum zweitenmal vermhlt hatte1 bereits #adid1 konnte also1 da ,raffael bei seinem ,tode erst elf ,jahre zhlte1 nur in den ,grundlagen der ,kunst sein ,berater gewesen sein2 ein ,aufenthalt ,raffaels bei ,perugino kann aber 7,knackfu1 ,raffael1 ,s4 #b7 vor #aejj nicht begonnen haben1 da der angesehene ,meister vor diesem ,zeitpunkte fast stndig auerhalb ,perugias beschftigt war4 ,bei ,wackenroder wird nun dem ,jngling1 der das erste ,aufkeimen jener wunderbaren ,blte beobachten durfte1 gleich der ,tag gezeigt1 an dem sie verwelkte2 er durfte sich nicht ihres allmhlichen ,wachstumes freuen1 an der ,hand eines methodischen ,biographen folgerecht fortschreiten4 ,der ,pater fragt den aufmerksamen ,zuhrer3 ,sage mir1 wie wird dir zumute1 wenn du das anhrst8 ,ist dir nicht lieblich und wohl dabei1 diese ,dinge zu vernehmen8 ,aber wie ihm der ,reiz1 einen groen ,mann gleichsam in der ,kinderstube zu belauschen1 durch diese ,frage noch eindringlicher gemacht ist1 wird ihm mit fast grausamer ,schnelligkeit der ,tod des verehrten ,meisters mitgeteilt4 ,er mu es erfahren1 da der ,knstler1 dem ,s3#ej sein junges ,herz vor allen anderen entgegenflog1 den geernteten ,ruhm nur kurz genieen konnte1 in bester ,manneskraft der ,erde entrissen wurde4 ,doch ist eine genauere ,beschreibung von ,raffaels ,tod vermieden1 ebensowenig einer ,krankheitsursache gedacht1 die schon frh unter den ,chronisten einen ,zankapfel gebildet hatte4 ,vasari und ,fornari verzeichneten ,raffaels ,ausschweifungen als ,ursache1 ,pungileoni1 ,longhena1 endlich im neunzehnten ,jahrhundert ,passavant lieen ,raffael an ,malaria zugrunde gehen4 ,eine solche heikle ,frage wrde1 htte ,wackenroder sie aufgeworfen1 nur die hellen ,farben des von ihm entworfenen ,charakterbildes verdunkelt haben4 ,der rhrend-schne ,anblick des toten ,meisters1 der da im ,sarge schlummert1 whrend sich daneben die ,staffelei mit dem jngst vollendeten ,gemlde von der ,transfiguration erhebt1 reizte den ,pater zum stimmungsvollen ,verweilen in dieser ,situation1 die man ,vasari einfach entnehmen konnte4 ,auf den ,gegensatz von ,vergnglichkeit und ,ewigkeit1 der sich hier offenbart1 wird auer der reinen ,mitteilung noch nachdrcklich verwiesen4 ,eine eingehende ,beschreibung des ,gemldes1 wie sie ,vasari 7a4 a4 ,o4 ,s4 #bgc ff47 geliefert hat1 konnte ,wackenroder entbehren1 aber trotzdem prgte er fr die ,hauptgruppen der ,figuren knappe1 treffende ,bezeichnungen4 ,dem ,elend der ,erde 7im ,gemlde durch die ,figur des ,besessenen reprsentiert71 stellt er den ,trost edler ,mnner 7die ,apostel7 und die ,glorie des ,himmelslichtes 7,christus in hellem ,glanz zwischen ,moses und ,elias ber den in knstliches ,helldunkel getauchten ,gestalten schwebend74 ,sodann geht der ,pater gleich zu ,raffaels ,charakter ber4 ,der ,jngling1 der voll ,spannung nach weiteren ,nachrichten ber ,raffael forscht1 soll nun das ,schnste erfahren1 das ihm sein ,mentor von dem ,knstler zu sagen wei4 ,da hebt er denn vor allem die rhrende ,bescheidenheit des groen ,meisters hervor1 die so sehr mit der ,anmaung und ,originalittssucht der ,zeitgenossen im ,widerspruch gestanden sei2 er vergleicht1 wieder zum ,bilde greifend1 ,raffaels ,erdentage mit einem sanft und heiter dahinflieenden ,bache4 ,vasari hat merkwrdigerweise die ,bescheidenheit des ,meisters nie so recht betont1 so genau auch ,wackenroders ,charakteristik sonst seinen ,angaben folgt4 ,aber der ganz einzigen ,geflligkeit und ,dienstbereitschaft1 die ,raffael anderen gegenber stets an den ,tag legte1 verga ,vasari keineswegs4 ,ja1 er nahm nach ,vasaris ,bericht1 den ,wackenroder verwertete1 keinen ,ansto1 eigene ,arbeiten um fremder willen im ,stiche zu lassen4 ,bei ,vasari merkt man freilich ein wenig ,bedenklichkeit gegen diese ,angaben2 er fgt ein einschrnkendes man sagt hinzu1 wo ,wackenroder frei und sicher wie von ganz authentisch bezeugten ,tatsachen redet4 ,s3#ea ,wichtig ist fr uns1 da ,wackenroder von ,raffaels vterlicher ,freundlichkeit seinen ,schlern gegenber ebenfalls bei ,vasari lesen konnte4 ,denn nicht nur an dieser ,stelle scheint er daran angeknpft zu haben4 ,die ,erzhlung der ,schler und ,raffael1 fr die sich eine ,quelle aus ,vasaris ,biographien der ,zeitgenossen des groen ,urbiners nirgends nachweisen lt1 hat vielleicht von diesen allgemeinen ,bemerkungen ,anregung erhalten4 ,dort sehen wir einen jungen ,malschler1 der mit ,eifer und ,flei die ,kunst studiert1 viele berhmte ,meister bereits zu kopieren versucht hat1 bei keinem aber auf grere ,schwierigkeiten gestoen ist1 als bei ,raffael4 ,er fhlt dunkel einen geheimnisvollen ,grund dieser ,schwierigkeiten und kann mit sich doch nie darber ins ,reine kommen1 worin der ungeheuere ,abstand seiner ,nachahmungen von ,raffaels ,gemlden seine ,erklrung finde4 ,so fat er denn endlich ,mut1 ,raffael in einem ,briefe um ,anleitung zu bitten1 wie er ihm hnlich werden knne4 ,diese ,anfrage tut der ,schler1 wie er ausdrcklich hervorhebt1 im festen ,vertrauen auf ,raffaels oft bewiesene ,liebenswrdigkeit und ,gte1 und ,raffaels ,antwort fllt auch ganz so aus1 wie man es von ihm nach den ,schilderungen ,vasaris und ,wackenroders in der ,mahlerchronik erwarten mute4 ,weit entfernt davon1 die naive ,erkundigung des jungen ,menschen lachend oder rgerlich beiseite zu schieben1 wrdigt ihn ,raffael eines wohlmeinenden ,briefes von seiner ,hand4 ,mit der ganzen wunderbaren ,unwissenheit manches ,genies ber die spezifische ,beschaffenheit seiner eigenen ,gre kann er ihm freilich in der ,hauptsache keinen ,bescheid geben2 er hat stets wie im ,traum geschaffen1 ,ziele und ,mittel wurden niemals erwogen4 ,aber trotzdem will ,raffael den wacker ,strebenden nicht ohne ,trost lassen1 und vergit darum nicht1 seinen ,flei und ,kunsteifer zu loben und ihn zu weiterem ,studium anzuspornen2 dabei zeigt sich wieder die ,bescheidenheit ,raffaels1 die in der ,mahlerchronik gerhmt wurde4 ,denn wenn auch dem ,schler der ,glaube genommen werden soll1 als liee sich tief aus natrlichen ,anlagen hervorgegangene ,kunst durch sauren ,schwei erzwingen1 so verbirgt doch ,raffael gar nicht1 selbst durch ,nachahmung anderer ,meister viel gelernt zu haben1 und macht mit ,nachdruck auf den hohen ,bildungswert solcher ,beschftigung aufmerksam4 ,so hat schon diesem ,kapitel der ,herzensergieungen ,vasari vorgearbeitet1 und was die ,mahlerchronik nur in groen ,zgen darzustellen unternahm1 ist hier mit greifbarer ,deutlichkeit in ,form eines ,beispieles vorgefhrt worden4 ,auch darum ist die kleine ,anekdote von ,interesse1 weil sie sehr hbsche ,berhrungspunkte mit ,goethes ,knstlers ,apotheose aufweist4 ,vgl4 ,minors ausgezeichnete ,darlegung 7,goethe-,jahrbuch ,x1 #bbf74 ,wie ein ,triumphator1 berichtet ,vasari1 schritt ,raffael inmitten seiner ,schler zu ,hofe4 ,schon frher 7a4 a4 ,o4 ,s4 #bej7 war bemerkt worden1 da sein imponierendes ,wesen keinerlei ,zank und ,hader unter der ,jugend habe aufkommen lassen4 ,von einem sehr richtigen ,gefhl geleitet stellt ,wackenroder die ,bemerkung dorthin1 wo er den ,meister unter der groen ,schlerzahl ,s3#eb zeigt4 ,bei der bedeutenden ,menge der ,jnger wird ihre stete ,eintracht besonders auffllig4 ,zudem ist wieder ,vasaris blo chronistischer ,bericht in eine anmutige poetische ,form gegossen4 ,denn wenn ,wackenroder 7a4 a4 ,o47 las1 da die ,erscheinung ,raffaels unter der ,schlerschaft jede ble ,laune schwinden machte und niedrige ,gedanken aus der ,seele verscheuchte1 erscheint vor seiner nimmermden ,fantasie sofort ein bezeichnendes ,bild3 der ,geist des groen ,mannes schwebt wie eine ,sonne des ,friedens ber den ,schlern1 und alle ,flecken der ,seele werden durch ihren ,einflu getilgt4 ,hohes ,knnen und lautere ,tugend verband sich hier zu einer wunderbaren ,mischung4 ,und hatte ,vasari die ,knstler ermahnt1 an diesem ,vorbilde zu lernen1 was es hiee1 ,kunst und ,sitte zu vereinen1 so fat ,wackenroder1 die ,mahnung verschmhend1 seine ,mitteilungen mit scharfer ,prgnanz in die ,worte zusammen3 ,so wurden sie von seinem ,geiste wie von seinem ,pinsel besiegt4 ,es ist begreiflich1 da ,wackenroder nicht darauf verzichtete1 eine seltsame ,anekdote nachzuerzhlen1 die deutlich das ,walten der ,vorsehung ber den ,werken des ,genies dartut4 ,die ,erzhlung wurde von ihm selbst als ,wundergeschichte bezeichnet1 doch versuchte er keineswegs durch vorsichtige ,zustze wie ,vasaris bei solchen ,gelegenheiten stets gebrauchtes man sagt oder man erzhlt sich die ,glaubwrdigkeit des ,berichteten in ,frage zu stellen4 ,das ,ereignis1 um das es sich hier handelt1 kann sich mit allen den ,seltsamkeiten1 die wir in den ,herzensergieungen kennen lernen1 an ,abenteuerlichkeit messen4 ,raffaels ,kreuztragung ,christi sollte nach ,palermo gebracht werden2 aber whrend der berfahrt wurde das ,schiff mit seinem gesamten ,inhalte an ,menschen und ,waren durch einen heftigen ,sturm in den ,fluten begraben1 nur das ,gemlde ,raffaels gelangte schwimmend bis nach ,genua1 wo es ans ,land gezogen und spter an seinen ,bestimmungsort gebracht wurde4 ,dort soll es1 wie ,vasari sagt1 hheren ,ruhm genossen haben als der feuerspeiende ,berg4 ,eine genauere ,beschreibung des ,gemldes fehlt auch hier2 die ,vasaris ist1 wie uns der bersetzer dartut1 keineswegs einwandfrei4 ,wir vernehmen berdies1 da ,vasari fast alle seine ,bilder aus dem ,gedchtnisse beschrieb4 ,wackenroder beschrnkt sich darauf1 ganz allgemein von einem kreuztragenden ,christus mit vielen ,figuren zu sprechen4 ,bei keinem ,knstlercharakter1 den der geheimnisvolle ,mann seinem ,begleiter vorstellte1 verweilte er mit so viel ,liebe als bei dem ,raffaels4 ,hier lie uns ,wackenroder den ganzen ,schatz von schwrmerischer ,verehrung ahnen1 in der sein ,herz fr den ,gttlichen schlug4 ,dagegen nimmt sich nur klein aus1 was noch zum ,lobe anderer ,knstler gesagt wird4 ,meist wird uns nur eine ,seite ihres ,wesens enthllt1 meist in ,form einer charakteristischen ,anekdote1 ,s3#ec whrend wir von ,raffaels ,gemtsart die wesentlichen ,hauptzge freilich ohne ,entstellung durch die schlechten ,eigenschaften1 kennen lernen durften4 ,im folgenden gewahren wir aber an ,wackenroder eine ,vielseitigkeit1 die ihn auch zu methodischem ,studium der ,kunstgeschichte htte befhigen knnen4 ,denn von denen1 die wir spter kennen lernen1 ist gar mancher himmelweit von ,raffael verschieden2 vielen ist der ,urbiner der gerade ,widerpart4 ,aber ,wackenroder sprte trotzdem unermdlich nach der wundervollen ,erscheinung1 dem ,knstlercharakter1 und suchte sich bei ,vasari1 den der ,pater als den ltesten und vornehmsten ,kunstchroniker hinstellt1 stets neue ,stoffe4 ,unmittelbar auf ,raffael lt ,wackenroder allerdings zwei ,maler folgen1 deren ,lebensbeschreibung ,vasari nicht geliefert hatte4 ,domenichino1 nicht nur ein glnzendes ,beispiel fr eisernen ,flei1 der ihn gar oft von frh bis abends an der ,staffelei festhielt1 auch fr bewunderungswrdige ,einfhlung in die ,gegenstnde der ,kunst1 mute er aus einer anderen ,chronik kennen gelernt haben1 und auch des lteren ,caracci ,meisterschaft1 der statt in des ,bruders breite ,redseligkeit ber die ,laokoongruppe einzustimmen1 mit ein paar ,strichen eine erstaunliche ,nachzeichnung des ,werkes auf die ,leinwand bannte1 hat ,vasari noch nicht verkndet4 ,dieser ,knstler bildet nun den bergang zu der ,reihe derer1 die als ,beispiele fr unstillbare1 seit frher ,jugend stets rege ,liebe zur ,kunst aufgefhrt werden sollen4 ,mit einer einzigen ,ausnahme ist hier durchaus ,vasari ,gewhrsmann4 ,an der ,spitze der ,meister1 die wir nun kennen lernen sollen1 steht der groe ,giotto di ,bondone1 der es vom ,hirtenknaben bis zum ,begrnder einer gewaltigen1 durch ein ,skulum mchtig wirksamen ,schule brachte1 nachdem einmal ,cimabue an ,figuren1 die des ,knaben spielende ,hand in den ,sand zeichnete1 die groe ,begabung erkannt und den jungen ,burschen zum ,schler begehrt hatte4 ,von ,vasaris ,bericht 7,i1 #acc ff47 verschwieg ,wackenroder hier nur1 da ,giotto die ,schafe des eigenen ,vaters htete1 also nicht gezwungen war1 sich um fremden ,lohn abzumhen4 ,auch andere ,berichte ganz hnlichen ,inhalts ber ,domenico ,beccafumi1 den ,lorenzo mit sich nach ,siena nahm1 oder ,contucci 7,andrea dal ,monte ,sansonino71 der an dem reichen ,florentiner ,simone ,vespucci einen ,gnner fand und dem ,antonio ,pollajulo in die ,lehre gegeben wurde1 stimmen ganz mit den entsprechenden ,stellen bei ,s3#ed ,vasari 7,,iv1 #a1 ,,iii1 #cab1 ,,iii1 #b #fi71 nur fehlen bei ,wackenroder die ,namen der ,protektoren4 ,nur andeutungsweise wird uns ferner von ,polidoro da ,caravaggios merkwrdigem ,lebensgang erzhlt4 ,mit ,maurerarbeit am ,vatikangebude beschftigt1 war es ihm vergnnt1 die ,schler ,raffaels bei der ,arbeit zu belauschen2 ihr ,feuereifer verpflanzte sich auch in seine ,seele1 und bald entschlo er sich1 die ,knstlerlaufbahn einzuschlagen4 ,vasaris lngere biographische ,arbeit ber diesen ,meister gedenkt dieser hochinteressanten inneren ,wandlung 7,,iii1 #b #fi74 ,in keinem ,maler von allen1 deren hier gedacht wurde1 sprach sich freilich der heie ,drang zum ,knstlerberuf strker und unwiderstehlicher aus als in ,jakob ,callot4 ,leider ist uns nicht ,gelegenheit geboten1 ,wackenroders hchst anziehende ,schilderung seines ,wesens an einem vielleicht recht drftigen und farblosen ,quellenbericht zu messen4 ,das pltzliche ,auftauchen des ,niederlnders unter der ,knstlerschaft ,italiens mag vielleicht etwas befremden1 aber nebst dem abenteuerlichen ,schicksal1 das zu einer ,erzhlung gerade in diesem ,kapitel aufzufordern scheint1 drfte wohl auch der mystische ,zug in diesem ,leben 7,callot starb1 wie er es sich gewnscht hatte1 gerade mit dreiundvierzig ,jahren7 besonders stark auf ,wackenroder eingewirkt haben4 ,eine ,reihe bedeutsamer ,gestalten lt des ,paters ,erzhlungskunst an seinem ,zgling vorberziehen4 ,stets sind die ,einzelheiten von ihrer besonderen ,seite interessant2 zu allen finden sich leicht und ungezwungen die bergnge4 ,von den ,meistern1 deren ,gemlde im ,saale hngen1 und die ihrer ,individualitt nach wie ,domenichino oder ,caracci mit wenigen1 treffenden ,zgen charakterisiert werden1 kommt man zu den ,giotto1 ,caravaggio und anderen durch einfache1 natrliche berleitung1 nicht an der ,hand doktrinrer ,errterung4 ,dem wibegierigen ,jngling drngt sich von selbst die ,frage nach jenen auf die ,zunge1 die schon von frhester ,kindheit an ihr ,ideal in der knstlerischen ,produktion gesehen htten4 ,spricht also hier auch vorwiegend eine ,person1 so wird doch der ,ton des ,wechselgesprches nie ganz aufgegeben4 ,so sehr wechseln die ,kunstmittel1 da die nchste ,wendung des ,dialoges wieder durch den ,pater herbeigefhrt wird4 ,in seinem ,geiste1 der sinnend unter so vielen ,lebensschicksalen umherschweift1 reihen sich die ,glieder der ,rede leicht aneinander4 ,wir hrten von ,mnnern1 welche die ,kunst frh an sich lockte2 nun wird uns folgerecht gezeigt1 wie sie den ,s3#ee festzuhalten wei1 der sich ihr ergeben hat1 ihm selbst aber in entscheidenden ,lebenslagen reichen ,nutzen stiftet4 ,so gelangt die ,erzhlung von den abenteuerlichen ,wanderungen ,callots zu dem abtrnnigen und reuig wiederkehrenden ,kunstjnger ,mariotto ,albertinelli1 sodann zu der wunderbaren ,lebensrettung des ,parmeggiano4 ,mariotto ,albertinelli vermochte infolge seiner unruhigen ,gemtsart auf der einmal betretenen knstlerischen ,laufbahn nicht auszuharren4 ,eines ,tages legte er den ,pinsel nieder und ergriff den brgerlichen ,beruf eines ,wirtes4 ,aber es war eine ,selbsttuschung von ihm1 als er alle und jede ,kunstliebe in sich erstorben glaubte4 ,die halb verlschte ,begeisterung flammte neuerdings empor und fhrte ihn der ehemaligen ,beschftigung wieder zu4 ,albertinellis ,abfall von der ,kunst wurde von ,vasari 7,,iii1 #a #ace7 in erster ,linie auf seinen ,hang zur ,sinnlichkeit und ,leichtlebigkeit zurckgefhrt1 die reine ,geistesttigkeit mit all ihren mannigfaltigen ,mhen und ,beschwerden sei daher seine ,sache nicht gewesen4 ,in zweiter ,reihe htten dann die fortwhrenden ,anfeindungen seiner ,berufsgenossen gestanden4 ,ganz so verhlt es sich auch in ,wackenroders ,darstellung1 wieder hlt ,unruhe1 lebhafte ,sinnlichkeit vom ernsten ,studium der ,kunst ab1 aber es ist bemerkenswert1 da hier ganz bestimmt von den mechanisch-technischen ,angelegenheiten der ,malerei die ,rede ist1 whrend ,vasari diese besondere ,seite nicht hervorkehrt1 wiewohl auch bei ihm der ,gastwirt ,albertinelli hauptschlich froh ist1 nunmehr der ,sorge um ,muskeln1 ,verkrzungen1 ,perspektive1 also rein technischer ,dinge1 berhoben zu sein4 ,bald eines ,studiums berdrssig1 das ein ,lionardo oder ,michelangelo ein langes ,leben hindurch mit nie erkaltendem ,eifer trieben1 wollte ,albertinelli1 wie ,vasari sagt1 einer ,kunst dienen1 die ,fleisch und ,blut der ,menschen vermehren knne1 nicht blo nachzubilden suche4 ,wackenroder1 der mehr nach ,lebendigkeit strebend1 ,mariotto selbst in direkter ,rede sprechen lt1 bedient sich ganz derselben ,gegenberstellung und macht endlich1 ganz wie ,vasari1 als ,hauptgrund geltend1 da ,mariotto sich nunmehr aller ,anfeindungen berhoben gefhlt habe4 ,die ,motivierung der neuerlichen ,umkehr zur ,kunst ist auch ,vasari entlehnt1 aber der ,gedanke in schnerer1 weihevollerer ,weise ausgesprochen3 hier steht auf einmal die ganze ,erhabenheit des frheren ,berufes vor den ,augen des ,abtrnnigen1 dort ist es einfach die ,niedrigkeit des eigenen ,gewerbes1 die allmhlich drckend wird4 ,fr die ,beurteilung von ,wackenroders ,stil ist es auch von ,wichtigkeit1 da die neue ,wendung1 wie schon fters1 durch einen eingeschobenen1 spannungerweckenden ,satz erst vorbereitet wird3 ,aber was geschah8 fragt ,wackenroder den ,leser1 der soeben den frheren ,maler voll ,entzcken ber den neuen ,beruf gesehen hat1 und fhrt ihm nun die neue ,folge der ,ereignisse vor4 ,s3#ef ,wie ein ,werk ,raffaels durch ,wogen und ,strme ans ,land kam1 so behtete auch den berhmten ,francesco ,mazzuoli aus ,parma1 genannt ,parmeggiano1 seine ,kunst vor dem ,tod von ,feindeshand1 dem so viele seiner ,mitbrger beim ,einzge ,karls des ,fnften 7#aebg7 zum ,opfer fielen4 ,die rohen ,sldner wagten nicht1 den ,meister zu berhren1 so gefesselt waren sie von dem mchtigen ,eindrucke der ,vision des heiligen ,hieronymus1 an der ,parmeggiano1 des ,kriegslrms nicht achtend1 ruhig fortmalte4 ,wackenroder hat hier auf eine von ,vasari mit kluger ,berechnung eingefhrte ,wirkung verzichtet4 ,er spricht nur von den ,plnderungen berhaupt1 ohne1 wie ,vasari dies tut1 nachdrcklich zu betonen1 da andere ,knstler in der ,stadt unbarmherzig niedergemetzelt wurden4 ,da der einzige ,parmeggiano hier eine ,ausnahme bildete1 ist um so wunderbarer1 wo die ,piettlosigkeit gegen ,kunst und ,knstler besondere ,erwhnung findet4 ,die ,umwandlung in den ,gemtern der ,soldaten tritt auch bei ,wackenroder unter dem unmittelbaren ,eindrucke des ,kunstwerkes zutage1 doch weicht er darin etwas von ,vasari ab1 da er die nicht geringe ,geistesbildung der ,soldaten1 die nach ,vasari manches zu ihrer ,besnftigung beitragen mochte1 ganz auer acht lt1 und so durch bloe ,erwhnung der ,tatsache1 da selbst so ganz verwilderten ,gemtern die ,bewunderung vor dem hohen ,fluge von ,parmeggianos ,talent die ,mordwaffe entrang1 wieder bedeutsameren ,effekt erzielt4 ,die wunderbare ,hoheit der ,erzhlung nicht zu beeintrchtigen1 bergeht er stillschweigend die weit prosaischere ,fortsetzung der ,erzhlung1 die der ,historiker nicht verschweigen durfte4 ,der ,kunsteifer eines ,sldnerfhrers war gar zu gro3 ,parmeggiano mute sich1 wie ,vasari berichtet1 dazu verstehen1 fr ihn eine ganze ,menge von ,aquarellen und ,federzeichnungen auszufhren1 und bei anderen1 hrter veranlagten ,soldaten1 als jene es gewesen waren1 half ihm nur klingende ,mnze vor dem sicheren ,untergang4 ,die einzelnen ,entwicklungsfasen der vorhin geschilderten1 dramatisch bewegten ,szene begleitet bei ,wackenroder eine vorzgliche stilistische ,wiedergabe4 ,solange die ,plnderung anderer ,huser1 die ruhige ,arbeit des ,knstlers an der ,staffelei geschildert wird1 herrscht durchweg der gleichmige ,flu des ,imperfekts2 erst als die ,soldaten ins ,arbeitsgemach dringen1 springt die ,darstellung mit einem ,schlage in die ,prsensform ber4 ,der ,hhepunkt der ,erzhlung tritt in dem ,augenblicke ein1 als die ,soldaten lrmend und tobend ins ,zimmer gestrmt kommen1 ,parmeggiano aber ruhig bei ,s3#eg der ,arbeit bleibt4 ,das eingeschobene ,siehe6 ist abermals ein recht glckliches ,spannungsmittel4 ,die glckliche ,lsung wird in treffender ,weise wieder im ,imperfekt erzhlt4 ,die berleitung zur letzten ,gruppe bringt einen scharfen ,stich gegen die ,aufklrung4 ,hier fhrt eine ,frage des ,novizen die ,gesprchswendung herbei3 ,ob denn immer die rechte ,gottesfurcht den ,meistern den ,pinsel gefhrt habe8 ,ob das kein ,mrchen sei1 wie mehrere ,leute behaupteten8 ,diese ,leute waren ja schon in jenem ,kapitel1 das von ,francesco ,francias ,tode handelte1 zurechtgewiesen worden1 da sie in ihrer nchternen ,denkungsart den ,meister an ,gift umkommen lieen1 und die rechte ,gottesfurcht forderte ,wackenroder ja immer wieder von dem ,beschauer1 der demtig anerkennen msse1 da die ,kunst ber dem ,menschen sei und einer durchaus geheimnisvollen ,quelle entfliee4 ,so stellte ,wackenroder auch die ,meister der ,frhzeit1 die tiefe religise ,gesinnung verrieten und ihre ,begabung in erster ,linie religisen ,stoffen dienstbar machten1 weit ber die spteren1 deren vordringlicher ,farbenglanz ihn abstt4 ,sie machten die ,mahlerkunst zur treuen ,dienerin der ,religion1 und wuten nichts von dem eitlen ,farbenprunk der heutigen ,knstler1 also ein ,anathem auf die sptere ,produktion1 im ,sinne ,friedrich ,schlegels1 der1 hchst einseitig und herb urteilend1 die ,malerei aus ,helldunkel1 ,schmutz und ,schlagschatten in ,bausch und ,bogen ablehnte4 ,da hat sich doch auch ,wackenroder1 so allseitig und objektiv wir ihn sonst fanden1 von einer gewissen ,prinzipienreiterei nicht freimachen knnen4 ,es wird uns nun zunchst ein ,maler vorgefhrt1 den ,vasari ziemlich stiefmtterlich behandelte4 ,wir suchen vergeblich nach einem besonderen biographischen ,abschnitte1 der ,lippo ,dalmasi gewidmet wre1 und entdecken ihn endlich im ,anhange der ,lebensbeschreibung seines ,namensbruders ,lippo aus ,florenz1 wo ein paar armselige ,zeilen auf ihn gekommen sind4 ,lippo ,dalmasi malte um #adjg eine ,madonna1 die sehr im ,ansehen stand2 doch wei ,vasari nichts davon mitzuteilen1 da sich eine ,kopie dieses ,bildes in den ,privatgemchern des ,papstes ,gregor des ,dreizehnten befunden habe4 ,wackenroder mu dies einer anderen ,quelle entnommen haben2 er hlt sich nun bei diesem ,knstler nicht weiter auf und geht rasch zu einer der sympatischsten ,erscheinungen der damaligen ,zeit1 dem liebenswrdigen ,dominikaner ,fra ,angelico da ,fiesole ber1 dem eine warme1 herzliche ,wrdigung zuteil wird4 ,die anspruchslose ,selbstgengsamkeit dieses ,mannes1 seinen stillen1 bescheidenen ,charakter1 seinen strengreligisen ,lebenswandel feiert ,vasari in der ,biographie 7,,iii1 #a1 #cbd7 und fhrt als vorzglichstes ,beispiel fr seine ,abkehr ,s3#eh vom ffentlichen ,leben noch besonders an1 da er die ,wrde eines ,erzbischofs1 zu der ihn der ,papst ausersehen hatte1 ausdrcklich ablehnte4 ,so weit stimmen diese ,berichte ganz zu den entsprechenden bei ,wackenroder2 nun teilt aber ,vasari einen ,zug mit1 der uns auch die wunderbare ,herzensgte ,fra ,angelicos charakterisiert2 es ist schwer zu begreifen1 da ihn ,wackenroder verschwieg4 ,die ,ablehnung der ,bischofswrde gab dem herrlichen ,mann zugleich ,gelegenheit1 ein wohlttiges ,werk zu tun1 denn er bat den ,papst1 dem ,frater ,antonio von ,florenz die ihm bestimmte ,ehrung zukommen zu lassen4 ,vasari nahm ,gelegenheit1 der ,geistlichkeit seiner ,zeit diese ,geschichte als nachahmenswertes ,exempel hinzustellen1 und betont zugleich1 also ganz im ,wackenroderschen ,sinne1 da ,frmmigkeit und ,gottesfurcht ,fra ,angelicos ,knstlerberuf erst recht gegrndet htten4 ,auch hierin zeigt ,vasari eine ,spur ,wackenroderscher ,empfindungsweise1 da ihm aus den ,engelskpfen von ,fra ,angelicos ,gemlden dieselbe ,anmut entgegenstrahlt1 wie sie die ,himmelsherrlichkeit ber die ,werke der natrlichen ,schpfung ausgegossen hat4 ,so wnscht er endlich auch fr den ,beschauer religise ,sammlung1 bevor er das ,gemlde auf sich wirken lt1 und reiht daran noch einen anderen ,gedanken1 wenn er die wrdigen ,betrachter jenen gegenberstellt1 die blo gemeine ,sinnlichkeit erfllt4 ,eine wahrhaft religis gestimmte ,seele lasse solche ,empfindungen nicht in sich aufkeimen4 ,skeptisch zeigt sich ,vasari nun allerdings gegen eine seltsame ,erzhlung1 die zu jener ,zeit ,fra ,angelicos frommen1 gottergebenen ,sinn deutlich machen sollte4 ,er habe nie eine ,arbeit begonnen1 ohne vorher gebetet zu haben1 und wenn er ein ,kruzifix gemalt habe1 seien ihm jedesmal die hellen ,trnen ber die ,wangen gelaufen4 ,wir knnen nicht beurteilen1 wie sich ,vasari zu hnlichen ,anekdoten1 wie sie z4 ,b4 ber ,domenichino in ,schwang waren1 verhielt2 fr den letztgenannten war er ja auch nicht ,wackenroders ,gewhrsmann4 ,wackenroder selbst zweifelt jetzt so wenig wie damals an der ,wahrheit des ,berichtes4 ,ein ,beispiel1 das so geeignet war1 der ,charakteristik ,plastizitt zu geben1 vermochte er weder zu bergehen1 noch durch ,einschrnkungen oder sptere ,berichtigungen in seiner ,wirkung zu beeintrchtigen4 ,die ,polemik antizipierend1 betont er nachdrcklich1 was er erzhle1 sei keineswegs ein ,mrchen1 sondern die reine ,wahrheit4 ,den ,bericht1 ,fra ,angelico habe stets beim ,malen eines ,kruzifixes ,trnen vergossen1 wagt ,vasari nur ,s3#ei mit der ,einkleidung einige sagen aufzunehmen2 ,wackenroder leitet ihn1 obwohl er es als ,tatsache hinstellt1 durch ein vorsichtiges manchmal ein4 ,eine ,nachricht ,vasaris1 ,fra ,angelico habe niemals ein bereits vollendetes ,gemlde noch einmal vorgenommen1 kam ,wackenroder besonders gelegen2 die erste ,eingebung des ,himmels war fr ,fra ,angelico entscheidend2 er fhrte seine ,arbeit aus1 ohne weiter darber zu klgeln und zu kritisieren4 ,und es ist wiederum bezeichnend1 da ,wackenroder1 dem ,vasari unhnlich1 seine ,darstellung ganz im ,lichte allgemeiner1 objektiver ,gltigkeit zu halten bemht ist1 whrend der ,chronist ,fra ,angelicos ,verhalten zu ,nachbesserungen ganz aus seiner subjektiven ,ansicht heraus erklrt4 ,da nun gerade hier die merkwrdige ,erzhlung vom ,tode des ,spinello ihren ,platz findet1 erzeugt eine vorzgliche ,gegenwirkung zu der schnen ,ruhe1 die aus den ,mitteilungen ber ,fra ,angelico spricht4 ,auf einem ,gemlde 7bei ,vasari ,i1 #chb71 das den ,engelsturz darstellt1 gab ,spinello dem ,lucifer die ,gestalt eines monstrs hlichen ,tieres4 ,im ,schlafe erschien ihm nun ,luzifer1 ganz wie er auf dem ,bilde portrtiert wurde1 und fragte ihn1 warum er ihm denn eine so frchterliche ,gestalt gegeben habe4 ,spinello erwachte unter heftigem ,zittern1 so da ihm seine ,frau erschrocken zu ,hilfe eilte4 ,trotz dieser gewaltigen ,gemtserschtterung und seiner vorgerckten ,jahre starb er aber doch nicht auf der ,stelle1 doch fr den ,rest seiner ,tage war jede ,heiterkeit dahin4 ,er erschien seiner ,umgebung wie geistesabwesend und richtete seine ,augen mit stierem ,ausdruck auf den ,besucher4 ,das entsetzliche ,erlebnis hatte ihn vollstndig gebrochen4 ,in dieser ,form erzhlt ,vasari diese ,geschichte1 und ,wackenroder hat sich hier mit groer ,genauigkeit an den ,quellenbericht angeschlossen4 ,in der ,beschreibung des ,gemldes ist deshalb kein wesentlicher ,unterschied zu ,vasari bemerkbar1 weil sich dieser wie ,wackenroder auf die kurze ,andeutung der ,hauptgruppen beschrnkte4 ,oben in der ,luft kmpft der ,erzengel ,michael mit dem siebenkpfigen ,drachen1 unten ist ,luzifer in ,gestalt eines grlichen ,ungeheuers4 ,so steht die ,schilderung in beiden ,darstellungen4 ,da bei ,wackenroder von den zehn ,hrnern des ,drachens nichts zu lesen ist1 ist belanglos4 ,wichtiger aber ist1 da ,wackenroder mit gutem ,geschick auf den schaudererregenden ,klang von der ,stimme jenes ,ungeheuers aufmerksam ,s3#fj zu machen sucht1 wenn er betont1 ,luzifer habe frchterlich gefragt4 ,auch das ist zu trefflichster ,wirkung eine ,neueinfhrung ,wackenroders1 da der ,maler unter der bergewalt des ,eindruckes vergebens bemht ist1 ein ,wort hervorzubringen4 ,ganz im ,tone der ,wundergeschichte klingt endlich die ,schlubemerkung1 wo ,wackenroder aus der ,neuen florentinischen ,ausgabe eine ,anmerkung verwertet 7s4 ,einleitung ,s4 #cc73 ,das wunderbare ,gemhlde aber ist noch heutiges ,tages an seiner alten ,stelle zu sehen4 ,hier schlieen wir4 ,was noch in den ,herzensergieungen folgt1 hat mit ,vasari nichts zu tun4 ,so sahen wir denn einen ,knstler und ,chronisten der italienischen ,renaissance mit einem ,vertreter von ,deutschlands romantischer ,schule ein gemeinsames ,feld betreten4 ,wir sahen die beiden bald ,hand in ,hand gehen1 bald jeden seinen eigenen ,pfad suchen4 ,wo sie sich trennten1 war es die ,folge ihrer ,individualitt1 nicht zum wenigsten aber des ,unterschiedes ihrer ,zeiten4 ,sie haben mit den ,knstlerportrts1 die sie entwarfen1 auch ihre eigenen ,epochen mit abgezeichnet4 ,,fussnoten3 #a ,die ,abhandlung wurde bereits #aijc unter ,leitung ,jakob ,minors verfat1 ist also unabhngig von den neueren ,arbeiten ber ,wackenroder entstanden und frher sowohl als ,helene ,stckers ,untersuchung ,zur ,kunstanschauung des ,,xviii4 ,jahrhunderts4 ,von ,winckelmann bis zu ,wackenroder 7,berlin #aijd4 ,palaestra #bf4 ,bd471 und als ,paul ,koldeweys ,beitrag zur ,quellengeschichte der ,romantik ,wackenroder und sein ,einflu auf ,tieck 7,leipzig #aijd74 #b ber ,vasaris eigene schriftstellerische ,ttigkeit hat soeben ,ugo ,scoti-,bertinelli eine eingehende ,untersuchung verffentlicht3 ,giorgio ,vasari ,scittore1 ,pisa1 ,successori1 ,fratelli ,nistri #aije4 ,,vii1 #cjc ,s4 gr4 #ho4 #c ,das ,original ist mir leider nicht bekannt4 ,der ,stich stammt1 wie die ,unterschrift 7in ,spiegelschrift7 zeigt1 von dem ,berliner ,kupferstecher ,friedr4 ,w4 ,bollinger1 ber den ,nagler 7,knstlerlexikon1 ,mnchen #ahce1 ,i1 #ag7 das ,wesentlichste verzeichnet4 ,der ,typus hnelt am meisten ,raffaels florentinischem ,selbstbildnis4 ,darauf weise #a4 die ,auffassung ,raffaels als ,jngling1 #b4 die etwas geneigte ,kopfhaltung1 #c4 das knapp geschlossene ,gewand1 das sich von der ,gewandbildung auf den anderen ,gemlden unterscheidet4 ,das ,fehlen der ,mtze ist wohl auf eine freie ,umgestaltung des ,stechers zurckzufhren4 -- ,fr die freundliche ,untersttzung bei meinen ,nachforschungen und schtzenswerte ,hinweise bin ich ,herrn ,dr4 ,weichselgrtner von der k4 k4 ,hofbibliothek1 ,herrn ,skriptor ,jurecek von der ,fideikommibibliothek und ,herrn ,dr4 ,meder von der ,albertina zu herzlichem ,dank verpflichtet4 #d ,justi#b a4 a4 ,o4 ,s4 #bfg4 #e ,die beiden ersten ,teile der ,untersuchung im ,,vi4 ,bande der ,studien1 ,s4 #bde f4 #f ,fr die neuere ,forschung ber ihn siehe ,hugo ,hoherfelds ,dissertation ,piero di ,cosimo ,breslau #aijj4 99 99 99 99 99 ,anmerkungen zur ,transkription3 ,die erste ,zeile entspricht dem ,original1 die zweite ,zeile enthlt die ,korrektur4 ,s4 #ad3 neben ,raffael auch ,corregio und ,tizian neben ,raffael auch ,correggio und ,tizian ,s4 #dd3 und bemhlt sich in eigener ,person in die ,werkstatt und bemht sich in eigener ,person in die ,werkstatt