,reise in die ,aequinoctial-,gegenden des neuen ,continents4 ,alexander von ,humboldt #ahfe ,in deutscher ,bearbeitung von ,hermann ,hauff4 ,nach der ,anordnung und unter ,mitwirkung des ,verfassers4 ,einzige von ,a4 v4 ,humboldt anerkannte ,ausgabe in deutscher ,sprache4 ,band #d #ahfe ,vierundzwanzigstes ,kapitel4 ,der ,cassiquiare4 -- ,gabeltheilung des ,orinoco4 ,am #aj4 ,mai4 ,in der ,nacht war unsere ,pirogue geladen worden1 und wir schifften uns etwas vor ,sonnenaufgang ein1 um wieder den ,rio ,negro bis zur ,mndung des ,cassiquiare hinaufzufahren und den wahren ,lauf dieses ,flusses1 der ,orinoco und ,amazonenstrom verbindet1 zu untersuchen4 ,der ,morgen war schn2 aber mit der steigenden ,wrme fing auch der ,himmel an sich zu bewlken4 ,die ,luft ist in diesen ,wldern so mit ,wasser gesttigt1 da1 sobald die ,verdunstung an der ,oberflche des ,bodens auch noch so wenig zunimmt1 die ,dunstblschen sichtbar werden4 ,da der ,ostwind fast niemals zu spren ist1 so werden die feuchten ,schichten nicht durch trockenere ,luft ersetzt4 ,dieser bedeckte ,himmel machte uns mit jedem ,tage verdrlicher4 ,bonpland verdarben bei der bermigen ,feuchtigkeit seine gesammelten ,pflanzen und ich besorgte auch im ,thal des ,cassiquiare das trbe ,wetter des ,rio ,negro anzutreffen4 ,seit einem halben ,jahrhundert zweifelte kein ,mensch in diesen ,missionen mehr daran1 da hier wirklich zwei groe ,stromsysteme mit einander in ,verbindung stehen2 der ,hauptzweck unserer ,flufahrt beschrnkte sich also darauf1 mittelst astronomischer ,beobachtungen den ,lauf des ,cassiquiare aufzunehmen1 besonders den ,punkt1 wo er in den ,rio ,negro tritt1 und den andern1 wo der ,orinoco sich gabelt4 ,waren weder ,sonne noch ,sterne sichtbar1 so war dieser ,zweck nicht zu erreichen und wir hatten uns vergeblich langen1 schweren ,mhseligkeiten unterzogen4 ,unsere ,reisegefhrten wren gerne auf dem krzesten ,weg ber den ,pimichin und die kleinen ,flsse heimgekehrt2 aber ,bonpland beharrte mit mir auf dem ,reiseplan1 den wir auf der ,fahrt durch die groen ,katarakten entworfen4 ,bereits hatten wir von ,san ,fernando de ,apure nach ,san ,carlos 7ber den ,apure1 ,orinoco1 ,atabapo1 ,temi1 ,tuamini und ,rio ,negro7 #ahj ,meilen zurckgelegt4 ,gingen wir auf dem ,cassiquiare in den ,orinoco zurck1 so hatten wir von ,san ,carlos bis ,angostura wieder #cbj ,meilen zu machen4 ,auf diesem ,wege hatten wir zehn ,tage lang mit der ,strmung zu kmpfen1 im ,uebrigen ging es immer den ,orinoco hinab4 ,es wre eine ,schande fr uns gewesen1 htte uns der ,aerger wegen des trben ,himmels oder die ,furcht vor den ,moskitos auf dem ,cassiquiare den ,muth benommen4 ,unser indianischer ,steuermann1 der erst krzlich in ,mandavaca gewesen war1 stellte uns die ,sonne und die groen ,sterne1 welche die ,wolken essen1 in ,aussicht1 sobald wir die schwarzen ,wasser des ,rio ,negro hinter uns haben wrden4 ,so brachten wir denn unser erstes ,vorhaben1 ber den ,cassiquiare nach ,san ,fernando am ,atabapo zurckzugehen1 in ,ausfhrung1 und zum ,glck fr unsere ,arbeiten ging die ,prophezeiung des ,indianers in ,erfllung4 ,die weien ,wasser brachten uns nach und nach wieder heitereren ,himmel1 ,sterne1 ,moskitos und ,krokodile4 ,wir fuhren zwischen den dicht bewachsenen ,inseln ,zaruma und ,mini oder ,mibita durch1 und liefen1 nachdem wir die ,stromschnellen an der ,piedra de ,uinumane hinaufgegangen1 acht ,seemeilen weit von der ,schanze ,san ,carlos in den ,rio ,cassiquiare ein4 ,jene ,piedra1 das ,granitgestein1 das den kleinen ,katarakt bildet1 zog durch die vielen ,quarzgnge darin unsere ,aufmerksamkeit auf sich4 ,die ,gnge waren mehrere ,zoll breit1 und ihren ,massen nach waren sie augenscheinlich nach ,alter und ,formation unter einander sehr verschieden4 ,ich sah deutlich1 da berall an den ,kreuzungsstellen die ,gnge1 welche ,glimmer und schwarzen ,schrl fhrten1 die andern1 welche nur weien ,quarz und ,feldspath enthielten1 durchsetzten und verwarfen4 ,nach ,werners ,theorie waren also die schwarzen ,gnge von neuerer ,formation als die weien4 ,als ,zgling der ,freiberger ,bergschule mute ich mit einer gewissen ,befriedigung beim ,fels ,uinumane verweilen und in der ,nhe des ,aequators ,erscheinungen beobachten1 die ich in den heimischen ,bergen so oft vor ,augen gehabt4 ,ich gestehe1 die ,theorie1 nach welcher die ,gnge ,spalten sind1 die mit verschiedenen ,substanzen von oben her ausgefllt worden1 behagt mir jetzt nicht mehr so ganz wie damals2 aber dieses sich ,durchkreuzen und ,verwerfen von ,gestein- und ,metalladern verdient darum doch1 als eines der allgemeinsten und gleichfrmigsten geologischen ,phnomene1 die volle ,aufmerksamkeit des ,reisenden4 ,ostwrts von ,javita1 lngs des ganzen ,cassiquiare1 besonders aber in den ,bergen von ,duida vermehren sich die ,gnge im ,granit4 ,dieselben sind voll von ,drusen1 und ihr hufiges ,vorkommen scheint auf ein nicht sehr hohes ,alter des ,granits in diesem ,landstrich hinzudeuten4 ,wir fanden einige ,flechten auf dem ,fels ,uinumane1 der ,insel ,chamanare gegenber1 am ,rand der ,stromschnellen2 und da der ,cassiquiare bei seiner ,mndung eine rasche ,wendung von ,ost nach ,sdwest macht1 so lag jetzt zum erstenmal dieser majesttische ,arm des ,orinoco in seiner ganzen ,breite vor uns da4 ,er gleicht1 was den allgemeinen ,charakter der ,landschaft betrifft1 so ziemlich dem ,rio ,negro4 ,wie im ,becken dieses ,flusses laufen die ,waldbume bis ans ,ufer vor und bilden ein ,dickicht2 aber der ,cassiquiare hat weies ,wasser und ndert seine ,richtung fter4 ,bei den ,stromschnellen am ,uinumare ist er fast breiter als der ,rio ,negro und bis ber ,vasiva hinaus fand ich ihn berall #bej bis #bhj ,toisen breit4 ,ehe wir an der ,insel ,garigave vorbei kamen1 sahen wir gegen ,nordosten beinahe am ,horizont einen ,hgel mit halbkugligtem ,gipfel4 ,diese ,form ist in allen ,himmelsstrichen den ,granitbergen eigenthmlich4 ,da man fortwhrend von weiten ,ebenen umgeben ist1 so hngt sich die ,aufmerksamkeit des ,reisenden an jeden freistehenden ,fels und ,hgel4 ,zusammenhngende ,berge kommen erst weiter nach ,ost1 den ,quellen des ,pacimoni1 ,siapa und ,mavaca zu4 ,sdlich vom ,raudal von ,caravine bemerkten wir1 da der ,cassiquiare auf seinem gekrmmten ,lauf ,san ,carlos wieder nahe kommt4 ,von der ,schanze in die ,mission ,san ,francisco1 wo wir bernachteten1 sind es zu ,lande nur zwei und eine halbe ,meile1 whrend man auf dem ,flu #g--h rechnet4 ,ich verweilte einen ,theil der ,nacht im ,freien in der vergeblichen ,hoffnung1 die ,sterne zum ,vorschein kommen zu sehen4 ,die ,luft war nebligt trotz der weien ,wasser1 die uns einem allezeit sternhellen ,himmel entgegen fhren sollten4 ,die ,mission ,san ,francisco ,solano auf dem linken ,ufer des ,cassiquiare heit so zu ,ehren eines der ,befehlshaber bei der ,grenzexpedition1 ,don ,joseph ,solano1 von dem wir in diesem ,werke schon fter zu sprechen ,gelegenheit gehabt4 ,dieser gebildete ,officier ist nie ber das ,dorf ,san ,fernando am ,atabapo hinausgekommen2 er hat weder die ,gewsser des ,rio ,negro und des ,cassiquiare1 noch den ,orinoco ostwrts vom ,einflu des ,guaviare gesehen4 ,in ,folge eines ,miverstndnisses1 das aus der ,unkenntni der spanischen ,sprache entsprang1 meinten manche ,geographen auf ,la ,cruz ,olmedillas berhmter ,karte einen #djj ,meilen langen ,weg angegeben zu finden1 auf dem ,don ,joseph ,solano zu den ,quellen des ,orinoco1 an den ,see ,parime oder das weie ,meer1 an die ,ufer des ,cababury und ,uteta gekommen seyn sollte4 ,die ,mission ,san ,francisco wurde1 wie die meisten christlichen ,niederlassungen sdlich von den groen ,katarakten des ,orinoco1 nicht von ,mnchen1 sondern von ,militrbehrden gegrndet4 ,bei der ,grenzexpedition legte man ,drfer an1 wo ein ,subteniente oder ,corporal mit seiner ,mannschaft ,posto gefat hatte4 ,die ,eingeborenen1 die ihre ,unabhngigkeit behaupten wollten1 zogen sich ohne ,gefecht zurck1 andere1 deren einflureichste ,huptlinge man gewonnen1 schlossen sich den ,missionen an4 ,wo man keine ,kirche hatte1 richtete man nur ein groes ,kreuz aus rothem ,holze auf und baute daneben eine ,casa fuerte1 das heit ein ,haus1 dessen ,wnde aus starken1 wagrecht bereinander gelegten ,balken bestanden4 ,dasselbe hatte zwei ,stockwerke2 im obern standen zwei ,steinbller oder ,kanonen von kleinem ,kaliber2 zu ebener ,erde hausten zwei ,soldaten1 die von einer indianischen ,familie bedient wurden4 ,die ,eingeborenen1 mit denen man im ,frieden lebte1 legten ihre ,pflanzungen um die ,casa fuerte an4 ,hatte man einen feindlichen ,angriff zu frchten1 so wurden sie von den ,soldaten mit dem ,horn oder einem ,botuto aus gebrannter ,erde zusammengerusen4 ,so waren die neunzehn angeblichen christlichen ,niederlassungen beschaffen1 die ,don ,antonio ,santos auf dem ,wege von ,esmeralda bis zum ,everato gegrndet4 ,militrposten1 die mit der ,civilisation der ,eingeborenen gar nichts zu thun hatten1 waren auf den ,karten und in den ,schriften der ,missionre als ,drfer 7pueblos7 und redicciones apostolicas angegeben4 ,die ,militrbehrde behielt am ,orinoco die ,oberhand bis zum ,jahr #aghe1 mit dem das ,regiment der ,franciskaner seinen ,anfang nimmt4 ,die wenigen ,missionen1 die seitdem gegrndet oder vielmehr wiederhergestel,it worden1 sind das ,werk der ,observanten und die ,soldaten1 die in den ,missionen liegen1 stehen jetzt unter den ,missionren1 oder die geistliche ,hierarchie mat sich doch dieses ,verhltni an4 ,die ,indianer1 die wir in ,san ,francisco ,solano trafen4 gehrten zwei ,nationen an1 den ,pacimonales und den ,cheruvichahenas4 ,da letztere ,glieder eines ansehnlichen ,stammes sind1 der am ,rio ,tomo in der ,nachbarschaft der ,manivas am obern ,rio ,negro haust1 so suchte ich von ihnen ber den obern ,lauf und die ,quellen dieses ,flusses ,erkundigung einzuziehen2 aber mein ,dolmetscher konnte ihnen den ,sinn meiner ,fragen nicht deutlich machen4 ,sie wiederholten nur zum ,ueberdru1 die ,quellen des ,rio ,negro und des ,inirida seyen so nahe beisammen1 wie zwei ,finger der ,hand4 ,in einer ,htte der ,pacimonales kauften wir zwei schne1 groe ,vgel1 einen ,tucan 7,piapoco71 der dem ,ramphastos erythrorynchos nahe steht1 und den ,ana1 eine ,art ,aras1 #ag ,zoll lang mit durchaus purpurrothem ,gefieder1 gleich dem ,psittacus ,macao4 ,wir hatten in unserer ,pirogue bereits sieben ,papagaien1 zwei ,felshhner1 einen ,motmot1 zwei ,guans oder ,paoas de ,monte1 zwei ,manaviris 7,cercoleptes oder ,viverra caudivolvula7 und acht ,affen1 nmlich zwei ,atelen 7die ,marimonda von den grossen ,katarakten1 ,brissots ,simia ,belzebuth71 zwei ,titi's 7,simia sciurea1 ,buffon's ,saimiri71 eine ,viudita 7,simia lugens71 zwei ,douroucoulis oder ,nachtaffen 7,cusicusi oder ,simia trivirgata71 und den ,cacajao mit kurzem ,schwanz 7,simia melanocephala74#a ,pater ,zea war auch im ,stillen sehr schlecht damit zufrieden1 da sich unsere wandernde ,menagerie mit jedem ,tag vermehrte4 ,der ,tucan gleicht nach ,lebensweise und geistiger ,anlage dem ,raben2 es ist ein muthiges1 leicht zu zhmendes ,thier4 ,sein langer ,schnabel dient ihm als ,vertheidigungswaffe4 ,er macht sich zum ,herrn im ,hause1 stiehlt1 was er erreichen kann1 badet sich oft und fischt gern am ,ufer des ,stroms4 ,der ,tucan1 den wir gekauft1 war sehr jung1 dennoch neckte er auf der ganzen ,fahrt mit sichtbarer ,lust die ,cusicusis1 die trbseligen1 zornmthigen ,nachtaffen4 ,ich habe nicht bemerkt1 da1 wie in manchen naturgeschichtlichen ,werken steht1 der ,tucan in ,folge des ,baus seines ,schnabels sein ,futter in die ,luft werfen und so verschlingen mte4 ,allerdings nimmt er dasselbe etwas schwer vom ,boden auf2 hat er es aber einmal mit der ,spitze seines ungeheuern ,schnabels gefat1 so darf er nur den ,kopf zurckwerfen und den ,schnabel1 so lange er schlingt1 aufrecht halten4 ,wenn er trinken will1 macht der ,vogel ganz seltsame ,geberden4 ,die ,mnche sagen1 er mache das ,zeichen des ,kreuzes ber dem ,wasser1 und wegen dieses ,volksglaubens haben die ,creolen dem ,tucan den sonderbaren ,namen ,diosted 7,gott vergelt's dir7 geschpft4 ,unsere ,thiere waren meist in kleinen ,holzkfigten1 manche liefen aber frei berall auf der ,pirogue herum4 ,wenn ,regen drohte1 erhoben die ,aras ein furchtbares ,geschrei1 und der ,tucan wollte ans ,ufer1 um ,fische zu fangen1 die kleinen ,titiaffen liefen ,pater ,zea zu und krochen in die ziemlich weiten ,aermel seiner ,franciskanerkutte4 ,dergleichen ,auftritte kamen oft vor und wir vergaen darber der ,plage der ,moskitos4 ,nachts im ,bivouac stellte man in die ,mitte einen ledernen ,kasten 7petaca7 mit dem ,mundvorrath1 daneben unsere ,instrumente und die ,kfige mit den ,thieren1 ringsum wurden unsere ,hngematten befestigt und weiterhin die der ,indianer4 ,die uerste ,grenze bildeten die ,feuer1 die man anzndet1 um die ,jaguars im ,walde fern zu halten4 ,so war unser ,nachtlager am ,ufer des ,cassiquiare angeordnet4 ,die ,indianer sprachen oft von einem kleinen ,nachtthier mit langer ,nase1 das die jungen ,papagaien im ,nest berfalle und mit den ,hnden fresse wie die ,affen und die ,manaviri's oder ,kinkajous4 ,sie nannten es ,guachi2 es ist wahrscheinlich ein ,coati1 vielleicht ,viverra nasua1 die ich in ,mexico im freien ,zustand gesehen1 nicht aber in den ,strichen von ,sdamerika1 die ich bereist4 ,die ,missionre verbieten den ,eingeborenen alles ,ernstes1 das ,fleisch des ,guachy zu essen1 da sie einen weit verbreiteten ,glauben theilen und diesem ,fleisch stimulirende ,eigenschaften zuschreiben1 wie die ,orientalen dem ,fleisch der ,skinkos 7,lacerta scincus7 und die ,amerikaner dem der ,caymans4 ,am #aa4 ,mai4 ,wir brachen ziemlich spt von der ,mission ,san ,francisco ,solano auf1 da wir nur eine kleine ,tagreise machen wollten4 ,die untere ,dunstschicht fing an sich in ,wolken mit festen ,umrissen zu theilen1 und in den obern ,luftregionen ging etwas ,ostwind4 ,diese ,zeichen deuteten auf einen bevorstehenden ,witterungswechsel1 und wir wollten uns nicht weit von der ,mndung des ,cassiquiare entfernen1 da wir hoffen durften1 in der folgenden ,nacht den ,durchgang eines ,sterns durch den ,meridian beobachten zu knnen4 ,wir sahen sdwrts den ,cao ,daquiapo1 nordwrts den ,guachaparu und einige ,seemeilen weiterhin die ,stromschnellen von ,cananivacari4 ,die ,strmung betrug #f1c ,fu in der ,secunde1 und so hatten wir im ,raudal mit ,wellen zu kmpfen1 die ein ziemlich starkes ,scholken verursachten4 ,wir stiegen aus und ,bonpland entdeckte wenige ,schritte vom ,ufer einen ,almandron 7,juvia71 einen prachtvollen ,stamm der ,bertholletia excelsa4 ,die ,indianer vetsicherten uns1 in ,san ,francisco ,solano1 ,vasiva und ,esmeralda wisse man nichts davon1 da dieser kostbare ,baum am ,cassiquiare wachse4 ,sie glaubten brigens nicht1 da der ,baum1 der ber #fj ,fu hoch war1 aus ,saamen aufgewachsen1 die zufllig ein ,reisender verstreut4 ,nach ,versuchen1 die man in ,san ,carlos gemacht1 wei man1 da die ,bertholletia wegen der holzigten ,fruchthlle und des leicht ranzigt werdenden ,oels der ,mandel sehr selten zum ,keimen zu bringen ist4 ,vielleicht war dieser ,stamm ein ,anzeichen1 da tiefer im ,lande gegen ,ost und ,nordost eine ,waldung von ,bertholletia besteht4 ,wir wissen wenigstens bestimmt1 da dieser schne ,baum unter dem dritten ,grad der ,breite in den ,cerros von ,guanaya wild vorkommt4 ,die gesellig lebenden ,gewchse haben selten scharf abgeschnittene ,grenzen1 und hufig stt man1 bevor man zu einem ,palmar oder einem ,pinal#b gelangt1 auf einzelne ,palmen oder ,fichten4 ,dieselben gleichen ,colonisten1 die in ein mit andern ,gewchsen bevlkertes ,land sich hinausgewagt haben4 ,vier ,seemeilen von den ,stromschnellen von ,cananivacari stehen mitten in der ,ebene seltsam gestaltete ,felsen4 ,zuerst kommt eine schmale1 #hj ,fu hohe senkrechte ,mauer1 und dann1 am sdlichen ,ende derselben1 erscheinen zwei ,thrmchen mit fast horizontalen ,granitschichten4 ,diese ,felsen von ,guanari sind so symmetrisch gruppirt1 da sie wie die ,trmmer eines alten ,gebudes erscheinen4 ,sind es ,ueberbleibsel von ,eilanden in einem ,binnenmeer1 das einst das vllig ebene ,land zwischen der ,sierra ,parime und der ,sierra dos ,parecis bedeckte1#c oder wurden diese ,felswnde1 diese ,granitthrme von den elastischen ,krften1 die noch immer im ,innern unseres ,planeten thtig sind1 emporgehoben8 ,von selbst grbelt der ,gedanke ber die ,entstehung der ,berge1 wenn man in ,mexico ,vulkane und ,trachytgipfel aus einer langen ,spalte stehen1 in den ,anden von ,sdamerika ,urgebirgs- und vulkanische ,bildungen in ,einer ,bergkette lang hingestreckt sah1 wenn man der ungemein hohen ,insel von drei ,seemeilen ,umfang gedenkt1 die in jngster ,zeit bei ,unalashka vom ,boden des ,weltmeeres aufgestiegen4 ,eine ,zierde der ,ufer des ,cassiquiare ist die ,chirivapalme mit gefiederten1 an der untern ,flche silberweien ,blttern4 ,sonst besteht der ,wald nur aus ,bumen mit groen lederartigen1 glnzenden1 nicht gezahnten ,blttern4 ,diesen eigenthmlichen ,charakter erhlt die ,vegetation am ,rio ,negro1 ,tuamini und ,cassiquiare dadurch1 da in der ,nhe des ,aequators die ,familien der ,guttiferen1 der ,sapotillen und der ,lorbeeren vorherrschen4 ,da der heitere ,himmel uns eine schne ,nacht verhie1 schlugen wir schon um fnf ,uhr ,abends unser ,nachtlager bei der ,piedra de ,culimacari auf1 einem frei stehenden ,granitfelsen1 gleich allen zwischen ,atabapo und ,cassiquiare1 deren ich ,erwhnung gethan4 ,da wir die ,flukrmmungen aufnahmen1 zeigte es sich1 da dieser ,fels ungefhr unter dem ,parallel der ,mission ,san ,francisco ,solano liegt4 ,in diesen wsten ,lndern1 wo der ,mensch bis jetzt nur flchtige ,spuren seines ,daseyns hinterlassen hat1 suchte ich meine ,beobachtungen immer an einer ,flumndung oder am ,fue eines an seiner ,gestalt leicht kenntlichen ,felsen anzustellen4 ,nur solche von ,natur unverrckbare ,punkte knnen bei ,entwerfung geographischer ,karten als ,grundlagen dienen4 ,in der ,nacht vom #aj4 zum #aa4 ,mai konnte ich an des sdlichen ,kreuzes die ,breite gut beobachten2 die ,lnge wurde1 indessen nicht so genau1 nach den zwei schnen ,sternen an den ,fen des ,centauren chronometrisch bestimmt4 ,durch diese ,beobachtung wurde1 und zwar fr geographische ,zwecke hinlnglich genau1 die ,lage der ,mndung des ,rio ,pacimoni1 der ,schanze ,san ,carlos und des ,einflusses des ,cassiquiare in den ,rio ,negro zumal ermittelt4 ,der ,fels ,culimacari liegt ganz genau unter #bjdb der ,breite und wahrscheinlich unter #ficcej der ,lnge4 ,in zwei spanisch geschriebenen ,abhandlungen1 die ich dem ,generalcapitn von ,caracas und dem ,minister ,staatssekretr d',urquijo berreicht1 habe ich den ,werth dieser astronomischen ,bestimmungen fr die ,berichtigung der ,grenzen der portugiesischen ,colonien auseinandergesetzt4 ,zur ,zeit von ,solanos ,expedition setzte man den ,einflu des ,cassiquiare in den ,rio ,negro einen halben ,grad nrdlich vom ,aequator1 und obgleich die ,grenzcommission niemals zu einem ,endresultat gelangte1 galt in den ,missionen immer der ,aequator als vorlufig anerkannte ,grenze4 ,aus meinen ,beobachtungen ergibt sich nun aber1 da ,san ,carlos am ,rio ,negro1 oder1 wie man sich hier vornehm ausdrckt1 die ,grenzfestung keineswegs unter #jbj1 wie ,pater ,caulin behauptet1 noch unter #jec1 wie ,la ,cruz und ,surville 7die officiellen ,geographen der ,real ,expedition de limites7 annehmen1 sondern unter #aecdb der ,breite liegt4 ,der ,aequator luft also nicht nrdlich vom portugiesischen ,fort ,san ,jose de ,marabitanos1 wie bis jetzt alle ,karten mit ,ausnahme der neuen ,ausgabe der ,arrowsmith'schen ,karte angeben1 sondern #be ,meilen weiter gegen ,sd zwischen ,san ,felipe und der ,mndung des ,rio ,guape4 ,aus der handschriftlichen ,karte ,requenas1 die ich besitze1 geht hervor1 da diese ,thatsache den portugiesischen ,astronomen schon im ,jahr #aghc bekannt war1 also #ce ,jahre bevor man in ,europa anfing dieselbe in die ,karten aufzunehmen4 ,da man in der ,capitania general von ,caracas von jeher der ,meinung war1 der geschickte ,ingenieur ,don ,gabriel ,clavero habe die ,schanze ,san ,carlos del ,rio ,negro gerade auf die ,aequinoctiallinie gebaut1 und da in der ,nhe derselben die beobachteten ,breiten1 nach ,la ,condamine1 gegen ,sd zu gro angenommen waren1 so war ich darauf gefat1 den ,aequator einen ,grad nrdlich von ,san ,carlos1 demnach an den ,ufern des ,temi und ,tuamini zu finden4 ,schon die ,beobachtungen in der ,mission ,san ,balthasar 7,durchgang dreier ,sterne durch den ,meridian7 lieen mich vermuthen1 da diese ,annahme unrichtig sey2 aber erst durch die ,breite der ,piedra ,culimacari lernte ich die wirkliche ,lage der ,grenze kennen4 ,die ,insel ,san ,jose im ,rio ,negro1 die bisher als ,grenze zwischen den spanischen und portugiesischen ,besitzungen galt1 liegt wenigstens unter #ach nrdlicher ,breite1 und htte ,ituriagas und ,solanos ,commission ihre langen ,verhandlungen zum ,abschlu gebracht1 wre der ,aequator vom ,hofe zu ,lissabon definitiv als ,grenze beider ,staaten anerkannt worden1 so gehrten jetzt sechs portugiesische ,drfer und das ,fort ,san ,jose selbst1 die nrdlich vom ,rio ,guape liegen1 der spanischen ,krone4 ,was man damals mit ein paar genauen astronomischen ,beobachtungen erworben htte1 ist von grerem ,belang1 als was man jezt besitzt2 es ist aber zu hoffen1 da zwei ,vlker1 welche auf einer ungeheuern ,landstrecke ,sdamerikas ostwrts von den ,anden die ersten ,keime der ,cultur gelegt haben1 den ,grenzstreit um einen #cc ,meilen breiten ,landstrich und um den ,besitz eines ,flusses1 auf dem die ,schifffahrt frei seyn mu1 wie auf dem ,orinoco und dem ,amazonenstrom1 nicht wieder aufnehmen werden4 ,am #ab4 ,mai4 ,befriedigt vom ,erfolg unserer ,beobachtungen1 brachen wir um halb zwei ,uhr in der ,nacht von der ,piedra ,culimacari aus4 ,die ,plage der ,moskitos1 der wir jetzt wieder ,unterlagen1 wurde rger1 je weiter wir vom ,rio ,negro wegkamen4 ,im ,thale des ,cassiquiare gibt es keine ,zancudos 7,culex71 aber die ,insekten aus der ,gattung ,simulium und alle andern aus der ,familie der ,tipulae sind um so hufiger und giftiger4#d ,da wir1 ehe wir in die ,mission ,esmeralda kamen1 in diesem nassen1 ungesunden ,klima noch acht ,nchte unter freiem ,himmel zuzubringen hatten1 so war es der ,steuermann wohl zufrieden1 die ,fahrt so einzurichten1 da wir die ,gastfreundschaft des ,missionrs von ,mandavaca in ,anspruch nehmen und im ,dorfe ,vasiva ,obdach finden konnten4 ,nur mit ,anstrengung kamen wir gegen die ,strmung vorwrts1 die #i ,fu1 an manchen ,stellen1 wo ich sie genau gemessen1 #aa ,fu #h ,zoll in der ,secunde1 also gegen acht ,seemeilen in der ,stunde betrug4 ,unser ,nachtlager war in gerader ,linie schwerlich drei ,meilen von der ,mission ,mandavaca entfernt1 unsere ,ruderer waren nichts weniger als unfleiig1 und doch brauchten wir #ad ,stunden zu der kurzen ,strecke4 ,gegen ,sonnenuntergang kamen wir an der ,mndung des ,rio ,pacimoni vorber4 ,es ist die der ,flu1 von dem oben bei ,gelegenheit des ,handels mit ,sarsaparille die ,rede war#e und der in so auffallender ,weise 7durch den ,baria7 mit dem ,cababuri verzweigt ist4 ,der ,pacimoni entspringt in einem bergigten ,landstrich und aus der ,vereinigung dreier kleiner ,gewsser1 die auf den ,karten der ,missionre nicht verzeichnet sind4 ,sein ,wasser ist schwarz1 doch nicht so stark als das des ,see's bei ,vasiva1 der auch in den ,cassiquiare mndet4 ,zwischen diesen beiden ,zuflssen von ,ost her liegt die ,mndung des ,rio ,idapa1 der weies ,wasser hat4 ,ich komme nicht darauf zurck1 wie schwer es zu erklren ist1 da dicht neben einander verschieden gefrbte ,flsse vorkommen2 ich erwhne nur1 da uns an der ,mndung des ,pacimoni und am ,ufer des ,see's ,vasiva die ,reinheit und ungemeine ,durchsichtigkeit dieser braunen ,wasser von ,neuem auffiel4 ,bereits alte arabische ,reisende haben die ,bemerkung gemacht1 da der aus dem ,hochgebirg kommende ,nilarm1 der sich bei ,halfaja mit dem ,behar-el-,abiad vereinigt1 grnes ,wasser hat1 das so durchsichtig ist1 da man die ,fische auf dem ,grund des ,flusses sieht4#f ,ehe wir in die ,mission ,mandavaca kamen1 liefen wir durch ziemlich ungestme ,stromschnellen4 ,das ,dorf1 das auch ,quirabuena heit1 zhlt nur #fj ,eingeborene4 ,diese christlichen ,niederlassungen befinden sich meist in so klglichem ,zustande1 da lngs des ganzen ,cassiquiare auf einer ,strecke von #ej ,meilen keine #bjj ,menschen leben4 ,ja die ,ufer dieses ,flusses waren bevlkerter1 ehe die ,missionre ins ,land kamen4 ,die ,indianer zogen sich in die ,wlder gegen ,ost1 denn die ,ebenen gegen ,west sind fast menschenleer4 ,die ,eingeborenen leben einen ,theil des ,jahrs von den groen ,ameisen1 von denen oben die ,rede war4 ,diese ,insekten sind hier zu ,lande so stark gesucht1 wie in der sdlichen ,halbkugel die ,spinnen der ,sippe ,epeira1 die fr die ,wilden auf ,neuholland ein ,leckerbissen sind4 ,in ,mandavaca fanden wir den guten alten ,missionr1 der bereits seine zwanzig ,moskitojahre in den ,bosques del ,cassiquiare zugebracht hatte1 und dessen ,beine von den ,stichen der ,insekten so gefleckt waren1 da man kaum sah1 da er eine weie ,haut hatte4 ,er sprach uns von seiner ,verlassenheit1 und wie er sich in der traurigen ,nothwendigkeit sehe1 in den beiden ,missionen ,mandavaca und ,vasiva hufig die abscheulichsten ,verbrechen straflos zu lassen4 ,vor wenigen ,jahren hatte im letzteren ,ort ein indianischer ,alcade eines seiner ,weiber verzehrt1 die er in seinen ,conuco#g hinausgenommen und gut genhrt hatte1 um sie fett zu machen4 ,wenn die ,vlker in ,guyana ,menschenfleisch essen1 so werden sie nie durch ,mangel oder durch gottesdienstlichen ,aberglauben dazu getrieben1 wie die ,menschen auf den ,sdseeinseln2 es beruht meist auf ,rachsucht des ,siegers und -- wie die ,missionre sagen -- auf ,verirrung des ,appetits4 ,der ,sieg ber eine feindliche ,horde wird durch ein ,mahl gefeiert1 wobei der ,leichnam eines ,gefangenen zum ,theil verzehrt wird4 ,ein andermal berfllt man bei ,nacht eine wehrlose ,familie oder tdtet einen ,feind1 auf den man zufllig im ,walde stt1 mit einem vergifteten ,pfeil4 ,der ,leichnam wird zerstckt und als ,trophe nach ,hause getragen4 ,erst die ,cultur hat dem ,menschen die ,einheit des ,menschengeschlechts zum ,bewutseyn gebracht und ihm offenbart1 da ihn auch mit ,wesen1 deren ,sprache und ,sitten ihm fremd sind1 ein ,band der ,blutsverwandtschaft verbindet4 ,die ,wilden kennen nur ihre ,familie1 und ein ,stamm erscheint ihnen nur als ein grerer ,verwandtschaftskreis4 ,kommen ,indianer1 die sie nicht kennen1 aus dem ,walde in die ,mission1 so brauchen sie einen ,ausdruck1 dessen naive ,einfalt mir oft aufgefallen ist3 ,gewi sind die ,verwandte von mir1 denn ich verstehe sie1 wenn sie mit mir sprechen4 ,die ,wilden verabscheuen ,alles1 was nicht zu ihrer ,familie oder ihrem ,stamme gehrt1 und ,indianer einer benachbarten ,vlkerschaft1 mit der sie im ,kriege leben1 jagen sie1 wie wir das ,wild4 ,die ,pflichten gegen ,familie und ,verwandtschaft sind ihnen wohl bekannt1 keineswegs aber die ,pflichten der ,menschlichkeit1 die auf dem ,bewutseyn beruhen1 da alle ,wesen1 die geschaffen sind wie wir1 ,ein ,band umschlingt4 ,keine ,regung von ,mitleid hlt sie ab1 ,weiber oder ,kinder eines feindlichen ,stammes ums ,leben zu bringen4 ,letztere werden bei den ,mahlzeiten nach einem ,gefecht oder einem ,ueberfall vorzugsweise verzehrt4 ,der ,ha der ,wilden fast gegen alle ,menschen1 die eine andere ,sprache reden und ihnen als ,barbaren von niedrigerer ,race als sie selbst erscheinen1 bricht in den ,missionen nicht selten wieder zu ,tage1 nachdem er lange geschlummert4 ,wenige ,monate vor unserer ,ankunft in ,esmeralda war ein im ,walde#h hinter dem ,duida gebotener ,indianer allein unterwegs mit einem andern1 der von den ,spaniern am ,ventuario gefangen worden war und ruhig im ,dorfe1 oder1 wie man hier sagt1 unter der ,glocke1 debaxo de la campaa1 lebte4 ,letzterer konnte nur langsam gehen1 weil er an einem ,fieber litt1 wie sie die ,eingeborenen hufig befallen1 wenn sie in die ,missionen kommen und rasch die ,lebensweise ndern4 ,sein ,reisegefhrte1 rgerlich ber den ,aufenthalt1 schlug ihn todt und versteckte den ,leichnam in dichtem ,gebsch in der ,nhe von ,esmeralda4 ,dieses ,verbrechen1 wie so manches dergleichen1 was unter den ,indianern vorfllt1 wre unentdeckt geblieben1 htte nicht der ,mrder ,anstalt gemacht1 ,tags darauf eine ,mahlzeit zu halten4 ,er wollte seine ,kinder1 die in der ,mission geboren und ,christen geworden waren1 bereden1 mit ihm einige ,stcke des ,leichnams zu holen4 ,mit ,mhe brachten ihn die ,kinder davon ab1 und durch den ,zank1 zu dem die ,sache in der ,familie fhrte1 erfuhr der ,soldat1 der in ,esmeralda lag1 was die ,indianer ihm gerne verborgen htten4 ,anthropophagie und ,menschenopfer1 die so oft damit verknpft sind1 kommen bekanntlich berall auf dem ,erdball und bei ,vlkern der verschiedensten ,racen vor2#i aber besonders auffallend erscheint in der ,geschichte der ,zug1 da die ,menschenopfer sich auch bei bedeutendem ,culturfortschritt erhalten1 und da die ,vlker1 die eine ,ehre darin suchen1 ihre ,gefangenen zu verzehren1 keineswegs immer die versunkensten und wildesten sind4 ,diese ,bemerkung hat etwas peinlich ,ergreifendes1 ,niederschlagendes2 sie entging auch nicht den ,missionren1 die gebildet genug sind1 um ber die ,sitten der ,vlkerschaften1 unter denen sie leben1 nachzudenken4 ,die ,cabres1 die ,guipunavis und die ,caraiben waren von jeher mchtiger und civilisirter als die andern ,horden am ,orinoco1 und doch sind die beiden ersteren ,menschenfresser1 whrend es die letzteren niemals waren4 ,man mu zwischen den verschiedenen ,zweigen1 in welche die groe ,familie der caraibischen ,vlker zerfllt1 genau unterscheiden4 ,diese ,zweige sind so zahlreich wie die ,stmme der ,mongolen und westlichen ,tartaren oder ,turcomannen4 ,die ,caraiben auf dem ,festlande1 auf den ,ebenen zwischen dem untern ,orinoco1 dem ,rio ,branco1 dem ,essequebo und den ,quellen des ,oyapoc verabscheuen die ,sitte1 die ,gefangenen zu verzehren4 ,diese barbarische ,sitte#aj bestand bei der ,entdeckung von ,amerika nur bei den ,caraiben aus den antillischen ,inseln4 ,durch sie sind die ,worte ,cannibalen1 ,caraiben und ,menschenfresser gleichbedeutend geworden1 und die von ihnen verbten ,grausamkeiten veranlaten das im ,jahr #aejd erlassene ,gesetz1 das den ,spaniern gestattet1 jeden ,amerikaner1 der erweislich caraibischen ,stammes ist1 zum ,sklaven zu machen4 ,ich glaube brigens1 da die ,menschenfresserei der ,bewohner der ,antillen in den ,berichten der ersten ,seefahrer stark bertrieben ist4 ,ein ernster1 scharfsinniger ,geschichtschreiber1 ,herera1 hat sich nicht gescheut1 diese ,geschichten in die ,decades historicas aufzunehmen2 er glaubt sogar an den merkwrdigen ,fall1 der die ,caraiben veranlat haben soll1 ihrer barbarischen ,sitte zu entsagen4 ,die ,eingeborenen einer kleinen ,insel hatten einen ,dominikanermnch verzehrt2 den sie von der ,kste von ,portorico fortgeschleppt4 ,sie wurden alle krank1 und mochten fortan weder ,mnch noch ,laien verzehren4 ,wenn die ,caraiben am ,orinoco schon zu ,anfang des sechzehnten ,jahrhunderts andere ,sitten hatten als die auf den ,antillen1 wenn sie immer mit ,unrecht der ,anthropophagie beschuldigt worden sind1 so ist dieser ,unterschied nicht wohl daher zu erklren1 da sie gesellschaftlich hher standen4 ,man begegnet den seltsamsten ,contrasten in diesem ,vlkergewirre1 wo die einen nur von ,fischen1 ,affen und ,ameisen leben1 andere mehr oder weniger ,ackerbauer sind1 mehr oder weniger das ,verfertigen und ,bemalen von ,geschirren1 die ,weberei von ,hngematten und ,baumwollenzeug als ,gewerbe treiben4 ,manche der letzteren halten an unmenschlichen ,gebruchen fest1 von denen die ersteren gar nichts wissen4 ,im ,charakter und in den ,sitten eines ,volks wie in seiner ,sprache spiegeln sich sowohl seine vergangenen ,zustnde als die gegenwrtigen2 man mte die ganze ,geschichte der ,gesittung oder der ,verwilderung einer ,horde kennen1 man mte den menschlichen ,vereinen in ihrer ganzen ,entwicklung und auf ihren verschiedenen ,lebensstufen nachgehen knnen1 wollte man ,probleme lsen1 die ewig ,rthsel bleiben werden1 wenn man nur die gegenwrtigen ,verhltnisse ins ,auge fassen kann4 ,sie machen sich keine ,vorstellung davon1 sagte der alte ,missionr in ,mandavaca1 wie verdorben diese famiglia de ,indios ist4 ,man nimmt ,leute von einem neuen ,stamm im ,dorfe auf2 sie scheinen sanftmthig1 redlich1 gute ,arbeiter2 man erlaubt ihnen einen ,streifzug 7entrada7 mitzumachen1 um ,eingeborene einzubringen1 und hat genug zu thun1 zu verhindern1 da sie nicht alles1 was ihnen in die ,hnde kommt1 umbringen und ,stcke der ,leichname verstecken4 ,denkt man ber die ,sitten dieser ,indianer nach1 so erschrickt man ordentlich ber diese ,verschmelzung von ,gefhlen1 die sich auszuschlieen scheinen1 ber die ,unfhigkeit dieser ,vlker1 sich anders als nur theilweise zu humanisiren1 ber diese ,uebermacht der ,bruche1 ,vorurtheile und ,ueberlieferungen ber die natrlichen ,regungen des ,gemths4 ,wir hatten in unserer ,pirogue einen ,indianer1 der vom ,rio ,guaisia entlaufen war und sich in wenigen ,wochen soweit civilisirt hatte1 da er uns beim ,aufstellen der ,instrumente zu den nchtlichen ,beobachtungen gute ,dienste leisten konnte4 ,er schien so gutmthig als gescheit und wir hatten nicht bel ,lust1 ihn in unsern ,dienst zu nehmen4 ,wie gro war unser ,verdru1 als wir im ,gesprch mittelst eines ,dolmetschers von ihm hren muten1 das ,fleisch der ,manimondas-,affen sey allerdings schwrzer1 er meine aber doch1 es schmecke wie ,menschenfleisch4 ,er versicherte1 seine ,verwandten 7das heit seine ,stammverwandten7 essen vom ,menschen wie vom ,bren die ,handflchen am liebsten4 ,und bei diesem ,ausspruch uerte er durch ,geberden seine rohe ,lust4 ,wir lieen den sonst sehr ruhigen und bei den kleinen ,diensten1 die er uns leistete1 sehr geflligen jungen ,mann fragen1 ob er hie und da noch ,lust spre1 ,cheruvichahena-,fleisch zu essen2 er erwiederte ganz unbefangen1 in der ,mission werde er nur essen1 was er los padres essen sehe4 ,den ,eingeborenen wegen des abscheulichen ,brauchs1 von dem hier die ,rede ist1 ,vorwrfe zu machen1 hilft rein zu nichts2 es ist gerade als ob ein ,bramine vom ,ganges1 der in ,europa reiste1 uns darber anliee1 da wir das ,fleisch der ,thiere essen4 ,in den ,augen des ,indianers vom ,rio ,guaisia war der ,cheruvichahena ein von ihm selbst vllig verschiedenes ,wesen2 ihn umzubringen war ihm kein greres ,unrecht1 als die ,jaguars im ,walde umzubringen4 ,es war nur ,gefhl fr ,anstand1 wenn er1 so lange er in der ,mission war1 nur essen wollte1 was los padres genossen4 ,entlaufen die ,eingeborenen zu den ,ihrigen 7al monte71 oder treibt sie der ,hunger1 so werden sie alsbald wieder ,menschenfresser wie zuvor4 ,und wie sollten wir uns ber diesen ,unbestand der ,vlker am ,orinoco wundern1 da uns aufs glaubwrdigste bezeugt ist1 was sich in ,hungersnoth bei civilisirten ,vlkern schon ,grliches ereignet hat8 ,in ,egypten griff im dreizehnten ,jahrhundert die ,sucht1 ,menschenfleisch zu essen1 unter allen ,stnden um sich2 besonders aber stellte man den ,aerzten nach4 ,hatte einer ,hunger1 so gab er sich fr krank aus und lie einen ,arzt rufen1 aber nicht um sich bei ihm ,raths zu erholen1 sondern um ihn zu verzehren4 ,ein sehr glaubwrdiger ,schriftsteller1 ,abd-,allatif1 erzhlt uns1 wie eine ,sitte1 die ,anfangs ,abscheu und ,entsetzen einflte1 bald gar nicht mehr auffiel4#aa ,so leicht die ,indianer am ,cassiquiare in ihre barbarischen ,gewohnheiten zurckfallen1 so zeigen sie doch in den ,missionen ,verstand und einige auch fr ,arbeit1 besonders aber groe ,fertigkeit1 sich spanisch auszudrcken4 ,da in den ,drfern meist drei vier ,nationen beisammen leben1 die einander nicht verstehen1 so hat eine fremde ,sprache1 die zugleich die ,sprache der brgerlichen ,behrde1 des ,missionrs ist1 den ,vortheil1 da sie als allgemeines ,verkehrsmittel dient4 ,ich sah einen ,poignave-,indianer sich spanisch mit einem ,huairiba-,indianer unterhalten1 und doch hatten beide erst seit drei ,monaten ihre ,wlder verlassen4 ,alle ,viertelstunden brachten sie einen mhselig zusammengestammelten ,satz zu ,tage1 und dabei war das ,zeitwort1 ohne ,zweifel nach der ,contur ihrer eigenen ,sprachen1 immer im ,gerundium gesetzt4 ,quando io mirando ,padre4 ,padre me dimendo4 ,statt3 als ich den ,pater sah1 sagte er mir4 ,ich habe oben erwhnt1 wie verstndig mir die ,idee der ,jesuiten schien1 eine der cultivirten amerikanischen ,sprachen1 etwa das ,peruanische1 die lingua del ,inga1 zur allgemeinen ,sprache zu machen und die ,indianer in einer ,mundart zu unterrichten1 die wohl in den ,wurzeln1 aber nicht im ,bau und in den grammatischen ,formen von den ihrigen abweicht4 ,man that damit nur1 was die ,incas oder priesterlichen ,knige von ,peru seit ,jahrhunderten zur ,ausfhrung gebracht1 um die barbarischen ,vlkerschaften am obern ,amazonenstrom unter ihrer ,gewalt zu behalten und zu humanisiren1 und solch ein ,system ist doch nicht ganz so seltsam als der ,vorschlag1 der auf einem ,provinzialconcil in ,mexico alles ,ernstes gemacht worden1 man solle die ,eingeborenen ,amerikas lateinisch sprechen lehren4 ,wie man uns sagte1 zieht man am untern ,orinoco1 besonders in ,angostura1 die ,indianer vom ,cassiquiare und ,rio ,negro wegen ihres ,verstandes und ihrer ,rhrigkeit den ,bewohnern der andern ,missionen vor4 ,die in ,mandavaca sind bei den ,vlkern ihrer ,race berhmt1 weil sie ein ,curare-,gift bereiten1 das in der ,strke dem von ,esmeralda nicht nachsteht4 ,leider geben sich die ,eingeborenen damit weit mehr ab als mit dem ,ackerbau1 und doch ist an den ,ufern des ,cassiquiare der ,boden ausgezeichnet4 ,es findet sich daselbst ein schwarzbrauner ,granitsand1 der in den ,wldern mit dicken ,humusschichten1 am ,ufer mit einem ,thon bedeckt ist1 der fast kein ,wasser durchlt4 ,am ,cassiquiare scheint der ,boden fruchtbarer als im ,thal des ,rio ,negro1 wo der ,mais ziemlich schlecht gerth4 ,reis1 ,bohnen1 ,baumwolle1 ,zucker und ,indigo geben reichen ,ertrag1 wo man sie nur anzubauen versucht hat4 ,bei den ,missionen ,san ,miguel de ,davipe1 ,san ,carlos und ,mandavaca sahen wir ,indigo wild wachsen4 ,es lt sich nicht in ,abrede ziehen1 da mehrere amerikanische ,vlker1 namentlich die ,mexicaner1 sich lange vor der ,eroberung zu ihren hieroglyphischen ,malereien eines wirklichen ,indigo bedienten1 und da dieser ,farbstoff in kleinen ,broden auf dem groen ,markt von ,tenochtitlan verkauft wurde4 ,aber ein chemisch identischer ,farbstoff kann aus ,pflanzen gezogen werden1 die einander nahe stehenden ,gattungen angehren1 und so mchte ich jetzt nicht entscheiden1 ob die in ,amerika einheimischen ,indigofera sich nicht generisch von ,indigofera anil und ,indigofera argentea der alten ,welt unterscheiden4 ,bei den ,kaffeebumen der beiden ,welten ist ein solcher ,unterschied wirklich beobachtet4 ,die feuchte ,luft und1 als natrliche ,folge davon1 die ,masse von ,insekten lassen hier wie am ,rio ,negro neue ,culturen fast gar nicht aufkommen4 ,selbst bei hellem1 blauem ,himmel sahen wir das ,delucsche ,hygrometer niemals unter #eb ,grad stehen4 ,ueberall trifft man jene groen ,ameisen1 die in gedrngten ,haufen einherziehen und sich desto eifriger ber die ,culturpflanzen hermachen1 da dieselben krautartig und saftreich sind1 whrend in den ,wldern nur ,gewchse mit holzigten ,stengeln stehen4 ,will ein ,missionr versuchen1 ,salat oder irgend ein europisches ,kchenkraut zu ziehen1 so mu er seinen ,garten gleichsam in die ,luft hngen4 ,er fllt ein altes ,canoe mit gutem ,boden und hngt es vier ,fu ber dem ,boden an ,chiquichiquistricken auf2 meist aber stellt er es auf ein leichtes ,gerste4 ,die jungen ,pflanzen sind dabei vor ,unkraut1 vor ,erdwrmern und vor den ,ameisen geschtzt1 die immer geradeaus ziehen1 und da sie nicht wissen1 was ber ihnen wchst1 nicht leicht von ihrem ,wege ablenken1 um an ,pfhlen ohne ,rinde hinaufzukriechen4 ,ich erwhne dieses ,umstandes zum ,beweis1 wie schwer es unter den ,tropen1 an den ,ufern der groen ,strme dem ,menschen ,anfangs wird1 wenn er es versucht1 in diesem unermelichen ,naturgebiete1 wo die ,thiere herrschen und der wilde ,pflanzenwuchs den ,boden berwuchert1 einen kleinen ,erdwinkel sich zu eigen zu machen4 ,am #ac4 ,mai4 ,ich hatte in der ,nacht einige gute ,sternbeobachtungen machen knnen1 leider die letzten am ,cassiquiare4 ,mandavaca liegt unter #bdg der ,breite und1 nach dem ,chronometer1 #fibg der ,lnge4 ,die ,inclination der ,magnetnadel fand ich gleich #bebe4 ,dieselbe hatte also seit der ,schanze ,san ,carlos bedeutend zugenommen2 ,das anstehende ,gestein war indessen derselbe1 etwas hornblendehaltige ,granit1 den wir in ,javita getroffen1 und der syenitartig aussieht4 ,wir brachen von ,mandavaca um zwei ein halb ,uhr in der ,nacht auf4 ,wir hatten noch acht ganze ,tage mit der ,strmung des ,cassiquiare zu kmpfen1 und das ,land1 durch das wir zu fahren hatten1 bis wir wieder nach ,san ,fernando de ,atabapo kamen1 ist so menschenleer1 da wir erst nach dreizehn ,tagen hoffen durften wieder zu einem ,observanten1 zum ,missionr von ,santa ,barbara zu gelangen4 ,nach sechsstndiger ,fahrt liefen wir am ,einflu des ,rio ,jdapa oder ,siapa vorbei1 der ostwrts aus dem ,berg ,unturan entspringt und zwischen dessen ,quellen und dem ,rio ,mavaca1 der in den ,orinoco luft1 ein ,trageplatz ist4 ,dieser ,flu hat weies ,wasser2 er ist nur halb so breit als der ,pacimoni1 dessen ,wasser schwarz ist4 ,sein oberer ,lauf ist auf den ,karten von ,la ,cruz und ,surville1 die allen spteren als ,vorbild gedient haben1 seltsam entstellt4 ,ich werde1 wenn von den ,quellen des ,orinoco die ,rede ist1 ,gelegenheit finden1 von den ,voraussetzungen zu sprechen die zu diesen ,irrthmern ,anla gegeben haben4 ,htte ,pater ,caulin die ,karte sehen knnen1 die man seinem ,werke beigegeben1 so htte er sich wohl nicht wenig gewundert1 da man darin die ,fictionen wieder aufgenommen1 die er mit zuverlssigen1 an ,ort und ,stelle eingezogenen ,nachrichten widerlegt hat4 ,dieser ,missionr sagt lediglich1 der ,idapa entspringe in einem bergigten ,land1 bei dem die ,amuisanas-,indianer hausen4 ,aus diesen ,indianern wurden ,amoizanas oder ,amazonas gemacht1 und den ,rio ,idapa lie man aus einer ,quelle entspringen1 die am ,flecke selbst1 wo sie aus der ,erde sprudelt1 sich in zwei ,zweige theilt1 die nach gerade entgegengesetzten ,seiten laufen4 ,eine solche ,gabelung einer ,quelle ist ein reines ,phantasiebild4 ,wir bernachteten unter freiem ,himmel beim ,raudal des ,cunuri4 ,das ,getse des kleinen ,katarakts wurde in der ,nacht auffallend strker4 ,unsere ,indianer behaupteten1 die sey ein sicheres ,vorzeichen des ,regens4 ,ich erinnerte mich1 da auch die ,bewohner der ,alpen auf dieses ,wetterzeichen#ab sehr viel halten4 ,wirklich regnete es lange vor ,sonnenaufgang4 ,uebrigens hatte uns das lange anhaltende ,geheul der ,araguatos1 lange bevor der ,wasserfall lauter wurde1 verkndet1 da ein ,regengu im ,anzug sey4 ,am #ad4 ,mai4 ,die ,moskitos und mehr noch die ,ameisen jagten uns vor zwei ,uhr in der ,nacht vom ,ufer4 ,wir hatten bisher geglaubt1 die letzteren kriechen nicht an den ,stricken der ,hngematten hinauf2 ob die nun aber unbegrndet ist1 oder ob die ,ameisen aus den ,baumgipfeln auf uns herabfielen1 wir hatten vollauf zu thun1 uns dieser lstigen ,insekten zu entledigen4 ,je weiter wir fuhren1 desto schmaler wurde der ,flu und die ,ufer waren so sumpfigt1 da ,bonpland sich nur mit groer ,mhe an den ,fu einer mit groen purpurrothen ,blthen bedeckten ,carolinea princeps durcharbeiten konnte4 ,dieser ,baum ist die herrlichste ,zierde der ,wlder hier und am ,rio ,negro4 ,wir untersuchten mehrmals am ,tage die ,temperatur des ,cassiquiare4 ,das ,wasser zeigte an der ,oberflche nur #bd 7in der ,luft stand der ,thermometer auf #be1f71 also ungefhr so viel als der ,rio ,negro1 aber #d--e weniger als der ,orinoco4 ,nachdem wir westwrts die ,mndung des ,cao ,caterico1 der schwarzes1 ungemein durchsichtiges ,wasser hat1 hinter uns gelassen1 verlieen wir das ,flubett und landeten an einer ,insel1 auf der die ,mission ,vasiva liegt4 ,der ,see1 der die ,mission umgibt1 ist eine ,meile breit und hngt durch drei ,canle mit dem ,cassiquiare zusammen4 ,das ,land umher ist sehr sumpfigt und fiebererzeugend4 ,der ,see1 dessen ,wasser bei durchgehendem ,lichte gelb ist1 trocknet in der heien ,jahreszeit aus und dann knnen es selbst die ,indianer in den ,miasmen1 welche sich aus dem ,schlamm entwickeln1 nicht aushalten4 ,da gar kein ,wind weht1 trgt viel dazu bei1 da diese ,landstriche so ungemein ungesund sind4 ,ich habe die ,zeichnung des ,grundrisses von ,vasiva1 den ich am ,tage unserer ,ankunft aufgenommen1 stechen lassen4 ,das ,dorf wurde zum ,theil an einen trockeneren ,platz gegen ,nord verlegt1 und daraus entspann sich ein langer ,streit zwischen dem ,statthalter von ,guyana und den ,mnchen4 ,der ,statthalter behauptete1 letzteren stehe nicht das ,recht zu1 ohne ,genehmigung der brgerlichen ,behrde ihre ,drfer zu verlegen2 da er aber gar nicht wute1 wo der ,cassiquiare liegt1 richtete er seine ,beschwerde an den ,missionr von ,carichana1 der #aej ,meilen von ,vasiva haust und nicht begriff1 von was es sich handelte4 ,dergleichen geographische ,miverstndnisse kommen sehr hufig vor1 wo die ,leute fast nie im ,besitz einer ,karte der ,lnder sind1 die sie zu regieren haben4 ,im ,jahr #aghe bertrug man die ,mission ,padamo dem ,pater ,valor mit der ,weisung1 sich unverzglich zu den ,indianern zu verfgen1 die ohne ,seelenhirten seyen4 ,und seit lnger als fnfzehn ,jahren gab es kein ,dorf ,padamo mehr und die ,indianer waren al monte gelaufen4 ,vom #ad4 bis #ba4 ,mai brachten wir die ,nacht immer unter freiem ,himmel zu -- ich kann aber die ,orte1 wo wir unser ,nachtlager aufschlugen1 nicht angeben4 ,dieser ,landstrich ist so wild und so wenig von ,menschen betreten1 da die ,indianer1 ein paar ,flsse ausgenommen1 keinen der ,punkte1 die ich mit dem ,compa aufnahm1 mit ,namen zu nennen wuten4 ,einen ganzen ,grad weit konnte ich durch keine ,sternbeobachtung die ,breite bestimmen4 ,oberhalb des ,punktes1 wo der ,itinivini vom ,cassiquiare abgeht und westwrts den ,granithgeln von ,daripabo zuluft1 sahen wir die sumpfigten ,ufer des ,stroms mit ,bambusrohr bewachsen4 ,diese baumartigen ,grser werden #bj ,fu hoch2 ihr ,halm ist gegen die ,spitze immer umgebogen4 ,es ist eine neue ,art ,bambusa mit sehr breiten ,blttern4 ,bonpland war so glcklich1 ein blhendes ,exemplar zu finden4 ,ich erwhne dieses ,umstandes1 weil die ,gattungen ,nastus und ,bambusa bis jetzt sehr schlecht auseinander gehalten waren1 und man in der neuen ,welt diese gewaltigen ,grser ungemein selten blhend antrifft4 ,mutis botanisirte zwanzig ,jahre in einem ,land1 wo die ,bambusa ,guadua mehrere ,meilen breite sumpfigte ,wlder bildet1 und war nie im ,stande einer ,blthe habhaft zu werden4 ,wir schickten diesem ,gelehrten die ersten ,bambusa-,aehren aus den gemigten ,thlern von ,popayan4 ,wie kommt es1 da sich die ,befruchtungsorgane so selten bei einer ,pflanze entwickeln1 die im ,lande zu ,hause ist und vom ,meeresspiegel bis in #ijj ,toisen ,hhe uerst krftig wchst1 also in eine subalpinische ,region hinaufreicht1 wo unter den ,tropen das ,klima dem des mittgigen ,spaniens gleicht8 ,die ,bambusa latifolia scheint den ,becken des obern ,orinoco1 des ,cassiquiare und des ,amazonenstroms eigenthmlich zu seyn2 es ist ein geselliges ,gewchs1 wie alle ,grser aus der ,familie der ,nastoiden2 aber in dem ,striche von spanisch ,guyana1 durch den wir gekommen1 tritt sie nicht in den gewaltigen ,massen auf1 welche die ,hispano-,amerikaner ,guaduales oder ,bambuswlder nennen4 ,unser erstes ,nachtlager oberhalb ,vasiva war bald aufgeschlagen4 ,wir trafen einen kleinen trockenen1 von ,bschen freien ,fleck sdlich vom ,cao ,curamuni1 an einem ,ort1 wo wir ,kapuzineraffen1#ac kenntlich am schwarzen ,bart und der trbseligen1 scheuen ,miene1 langsam auf den horizontalen ,aesten einer ,genipa hin und hergehen sahen4 ,die fnf folgenden ,nchte wurden immer beschwerlicher1 je nher wir der ,gabeltheilung des ,orinoco kamen4 ,die ,ueppigkeit des ,pflanzenwuchses steigerte sich in einem ,grade1 von dem man sich keinen ,begriff macht1 selbst wenn man mit dem ,anblick der tropischen ,wlder vertraut ist4 ,ein ,gelnde ist gar nicht mehr vorhanden2 ein ,pfahlwerk aus dichtbelaubten ,bumen bildet das ,fluufer4 ,man hat einen #bjj ,toisen breiten ,canal vor sich1 den zwei ungeheure mit ,laub und ,lianen bedeckte ,wnde einfassen2 ,wir versuchten fters zu landen1 konnten aber nicht aus dem ,canoe kommen4 ,gegen ,sonnenuntergang fuhren wir zuweilen eine ,stunde lang am ,ufer hin1 um1 nicht eine ,lichtung 7dergleichen gibt es gar nicht71 sondern nur einen weniger dicht bewachsenen ,fleck zu entdecken1 wo unsere ,indianer mit der ,axt so weit aufrumen konnten1 um fr #ab bis #ac ,personen ein ,lager aufzuschlagen4 ,in der ,pirogue konnten wir die ,nacht unmglich zubringen4 ,die ,moskitos1 die uns den ,tag ber plagten1 setzten sich gegen ,abend haufenweise unter den ,toldo1 d4 h4 unter das ,dach aus ,palmblttern1 das uns vor dem ,regen schtzte4 ,rio waren uns ,hnde und ,gesicht so stark geschwollen gewesen4 ,pater ,zea1 der sich bis dahin immer gerhmt1 er habe in seinen ,missionen an den ,katarakten die grten und wildesten 7las mas feroces7 ,moskitos1 gab nach und nach zu1 nie haben ihn die ,insektenstiche rger geschmerzt1 als hier am ,cassiquiare4 ,mitten im dicken ,walde konnten wir uns nur mit schwerer ,mhe ,brennholz verschaffen2 denn in diesen ,lndern am ,aequator1 wo es bestndig regnet1 sind die ,baumzweige so saftreich1 da sie fast gar nicht brennen4 ,wo es keine trockenen ,ufer gibt1 findet man auch so gut wie kein altes ,holz1 das1 wie die ,indier sagen1 an der ,sonne gekocht ist4 ,feuer bedurften wir brigens nur als ,schutzwehr gegen die ,thiere des ,waldes2 unser ,vorrath an ,lebensmitteln war so gering1 da wir zur ,zubereitung der ,speisen des ,feuers ziemlich htten entbehren knnen4 ,am #ah4 ,mai gegen ,abend kamen wir an einen ,ort1 wo wilde ,cacaobume das ,ufer sumen4 ,die ,bohne derselben ist klein und bitter2 die ,indianer in den ,wldern saugen das ,mark aus und werfen die ,bohnen weg1 und diese werden von den ,indianern in den ,missionen aufgelesen und an solche verkauft1 die es bei der ,bereitung ihrer ,chokolate nicht genau nehmen4 ,hier ist der ,puerto del ,cacao1 sagte der ,steuermann1 hier bernachten los ,padres1 wenn sie nach ,esmeralda fahren1 um ,blaserhren und ,juvia 7die wohlschmeckenden ,mandeln der ,bertholletia7 zu kaufen4 ,indessen befahren im ,jahre nicht fnf ,canoes den ,cassiquiare1 und seit ,maypures1 also seit einem ,monat1 war uns auf den ,flssen1 die wir hinauffuhren1 keine ,seele begegnet1 auer in der nchsten ,nhe der ,missionen4 ,sdwrts vom ,see ,duractumini bernachteten wir in einem ,palmenwalde4 ,der ,regen go in ,strmen herab2 aber die ,pothos1 die ,arum und die ,schlinggewchse bildeten eine natrliche1 so dichte ,laube1 da wir darunter ,schutz fanden1 wie unter dichtbelaubten ,bumen4 ,die ,indianer1 die am ,ufer lagen1 hatten ,heliconien und ,musaceen in einander verschlungen und damit ber ihren ,hngematten eine ,art ,dach gebildet4 ,unsere ,feuer beleuchteten auf #ej1 #fj ,fu ,hhe die ,palmstmme1 die mit ,blthen bedeckten ,schlinggewchse und die weilichten ,rauchsulen1 die gerade gen ,himmel stiegen2 ein prachtvoller ,anblick1 aber um desselben mit ,ruhe zu genieen1 htte man eine ,luft athmen mssen1 die nicht von ,insekten wimmelte4 ,unter allen krperlichen ,leiden wirken diejenigen am niederschlagendsten1 die in ihrer ,dauer immer dieselben sind1 und gegen die es kein ,mittel gibt als ,geduld4 ,die ,ausdnstungen in den ,wldern am ,cassiquiare haben wahrscheinlich bei ,bonpland den ,keim zu der schweren ,krankheit gelegt1 der er bei unserer ,ankunft in ,angostura beinahe erlegen wre4 ,zu unserem ,glck ahnte er so wenig als ich die ,gefahr1 die ihm drohte4 ,der ,anblick des ,flusses und das ,summen der ,moskitos kamen uns allerdings etwas einfrmig vor2 aber unser natrlicher ,frohsinn war nicht ganz gebrochen und half uns ber die lange ,oede weg4 ,wir machten die ,bemerkung1 da wir uns den ,hunger auf mehrere ,stunden vertrieben1 wenn wir etwas trockenen geriebenen ,cacao ohne ,zucker aen4 ,die ,ameisen und die ,moskitos machten uns mehr zu schaffen als die ,nsse und der ,mangel an ,nahrung4 ,so groen ,entbehrungen wir auch auf unsern ,zgen in den ,cordilleren ausgesetzt gewesen1 die ,flufahrt von ,mandavaca nach ,esmeralda erschien uns immer als das beschwerdereichste ,stck unseres ,aufenthalts in ,amerika4 ,ich rathe den ,reisenden1 den ,weg ber den ,cassiquiare dem ber den ,atabapo nicht vorzuziehen1 sie mten denn sehr groes ,verlangen haben1 die groe ,gabeltheilung des ,orinoco mit eigenen ,augen zu sehen4 ,oberhalb des ,cao ,duractumuni luft der ,cassiquiare geradeaus von ,nordost nach ,sdwest4 ,hier hat man am rechten ,ufer mit dem ,bau des neuen ,dorfes ,vasiva begonnen4 ,die ,missionen ,pacimona1 ,capivari1 ,buenaguardia1 so wie die angebliche ,schanze am ,see bei ,vasiva auf unsern ,karten sind lauter ,fictionen4 ,es fiel uns auf1 wie stark durch die raschen ,anschwellungen des ,cassiquiare die beiderseitigen ,uferabhnge unterhhlt waren4 ,entwurzelte ,bume bilden wie natrliche ,fle2 sie stecken halb im ,schlamm und knnen den ,piroguen sehr gefhrlich werden4 ,htte man das ,unglck1 in diesen unbewohnten ,strichen zu scheitern1 so verschwnde man ohne ,zweifel1 ohne da eine ,spur des ,schiffbruchs verriethe1 wo und wie man untergegangen4 ,man erfhre nur an der ,kste1 und das sehr spt1 ein ,canoe1 das von ,vasiva abgegangen1 sey hundert ,meilen weiterhin1 in den ,missionen ,santa ,barbara und ,san ,fernando de ,atabapo nicht gesehen worden4 ,die ,nacht des #bj4 ,mai1 die letzte unserer ,fahrt auf dem ,cassiquiare1 brachten wir an der ,stelle zu1 wo der ,orinoco sich gabelt4 ,wir hatten einige ,aussicht1 eine astronomische ,beobachtung machen zu knnen2 denn ungewhnlich groe ,sternschnuppen schimmerten durch die ,dunsthlle1 die den ,himmel umzog4 ,wir schlossen daraus1 die ,dunstschicht msse sehr dnn seyn1 da man solche ,meteore fast niemals unter dem ,gewlk sieht4 ,die uns zu ,gesicht kamen1 liefen nach ,nord und folgten auf einander fast in gleichen ,pausen4 ,die ,indianer1 welche die ,zerrbilder ihrer ,phantasie nicht leicht durch den ,ausdruck veredeln1 nennen die ,sternschnuppen den ,urin und den ,thau den ,speichel der ,sterne4 ,aber das ,gewlk wurde wieder dicker und wir sahen weder die ,meteore mehr noch die wahren ,sterne1 deren wir seit mehreren ,tagen mit so groer ,ungeduld harrten4 ,man hatte uns gesagt1 in ,esmeralda werden wir die ,insekten noch grausamer und gieriger finden1 als auf dem ,arm des ,orinoco1 den wir jetzt hinauffuhren2 trotz dieser ,aussicht erheiterte uns die ,hoffnung1 endlich einmal wieder an einem bewohnten ,orte schlafen und uns beim ,botanisiren einige ,bewegung machen zu knnen4 ,beim letzten ,nachtlager am ,cassiquiare wurde unsere ,freude getrbt4 ,ich nehme keinen ,anstand1 hier einen ,vorfall zu erzhlen1 der fr den ,leser von keinem groen ,belang ist1 der aber in einem ,tagebuch1 das die ,begebnisse auf der ,fahrt durch ein so wildes ,land schildert1 immerhin eine ,stelle finden mag4 ,wir lagerten am ,waldsaum4 ,mitten in der ,nacht meldeten uns die ,indianer1 man hre den ,jaguar ganz in der ,nhe brllen1 und zwar von den nahestehenden ,bumen herab4 ,die ,wlder sind hier so dicht1 da fast keine andern ,thiere darin vorkommen1 als solche1 die auf die ,bume klettern1 ,vierhnder1 ,cercolepten1 ,viverren und verschiedene ,katzenarten4 ,da unsere ,feuer hell brannten1 und da man durch lange ,gewhnung ,gefahren1 die durchaus nicht eingebildet sind1 ich mchte sagen1 systematisch nicht achten lernt1 so machten wir uns aus dem ,brllen der ,jaguars nicht viel4 ,der ,geruch und die ,stimme unseres ,hundes hatten sie hergelockt4 ,der ,hund 7eine groe ,dogge7 bellte ,anfangs2 als aber der ,tiger nher kam1 fing er an zu heulen und kroch unter unsere ,hngematten1 als wollte er beim ,menschen ,schutz suchen4 ,seit unsern ,nachtlagern am ,rio ,apure waren wir daran gewhnt1 bei dem ,thier1 das jung1 sanftmthig und sehr einschmeichelnd war1 in dieser ,weise ,muth und ,schchternheit wechseln zu sehen4 ,wie gro war unser ,verdru1 als uns am ,morgen1 da wir eben das ,fahrzeug besteigen wollten1 die ,indianer meldeten1 der ,hund sey verschwunden6 ,es war kein ,zweifel1 die ,jaguars hatten ihn fortgeschleppt4 ,vielleicht war er1 da er sie nicht mehr brllen hrte1 von den ,feuern weg dem ,ufer zu gegangen2 vielleicht aber auch hatten wir den ,hund nicht winseln hren1 da wir im tiefsten ,schlafe lagen4 ,am ,orinoco und am ,magdalenenstrom versicherte man uns oft1 die ltesten ,jaguars 7also solche1 die viele ,jahre bei ,nacht gejagt haben7 seyen so verschlagen1 da sie mitten aus einem ,nachtlager ,thiere herausholen1 indem sie ihnen den ,hals zudrcken1 damit sie nicht schreien knnen4 ,wir warteten am ,morgen lange1 in der ,hoffnung1 der ,hund mchte sich nur verlaufen haben4 ,drei ,tage spter kamen wir an denselben ,platz zurck4 ,auch jetzt hrten wir die ,jaguars wieder brllen1 denn diese ,thiere haben eine ,vorliebe fr gewisse ,orte2 aber all unser ,suchen war vergeblich4 ,die ,dogge1 die seit ,caracas unser ,begleiter gewesen und so oft schwimmend den ,krokodilen entgangen war1 war im ,walde zerrissen worden4 ,ich erwhne dieses ,vorfalls nur1 weil er einiges ,licht auf die ,kunstgriffe dieser groen ,katzen mit geflecktem ,fell wirft4 ,am #ba4 ,mai liefen wir drei ,meilen unterhalb der ,mission ,esmeralda wieder in das ,bett des ,orinoco ein4 ,vor einem ,monat hatten wir diesen ,flu bei der ,einmndung des ,guaviare verlassen4 ,wir hatten nun noch #gej ,seemeilen#ad nach ,angostura1 aber es ging den ,strom abwrts1 und dieser ,gedanke war geeignet1 uns unsere ,leiden ertrglicher zu machen4 ,fhrt man die groen ,strme hinab1 so bleibt man im ,thalweg1 wo es nur wenige ,moskitos gibt2 stromaufwrts dagegen mu man sich1 um die ,wirbel und ,gegenstrmungen zu bentzen1 nahe am ,ufer halten1 wo es wegen der ,nhe der ,wlder und des organischen ,detritus1 der aufs ,ufer geworfen wird1 von ,mcken wimmelt4#ae ,der ,punkt1 wo die vielberufene ,gabeltheilung des ,orinoco stattfindet1 gewhrt einen ungemein groartigen ,anblick4 ,am nrdlichen ,ufer erheben sich hohe ,granitberge2 in der ,ferne erkennt man unter denselben den ,maraguaca und den ,duida4 ,auf dem linken ,ufer des ,orinoco1 westlich und sdlich von der ,gabelung1 sind keine ,berge bis dem ,einflu des ,tamatama gegenber4 ,hier liegt der ,fels ,guaraco1 der in der ,regenzeit zuweilen ,feuer speien soll4 ,da wo der ,orinoco gegen ,sd nicht mehr von ,bergen umgeben ist und er die ,oeffnung eines ,thals oder vielmehr einer ,senkung erreicht1 welche sich nach dem ,rio ,negro hinunterzieht1 theilt er sich in zwei ,aeste4 ,der ,hauptast 7der ,rio ,paragua der ,indianer7 setzt seinen ,lauf west-nord-westwrts um die ,berggruppe der ,parime herum fort2 der ,arm1 der die ,verbindung mit dem ,amazonenstrom herstellt1 luft ber ,ebenen1 die im ,ganzen ihr ,gefll gegen ,sd haben1 wobei aber die einzelnen ,gehnge im ,cassiquiare gegen ,sdwest1 im ,becken des ,rio ,negro gegen ,sdost fallen4 ,eine scheinbar so auffallende ,erscheinung1 die ich an ,ort und ,stelle untersucht habe1 verdient ganz besondere ,aufmerksamkeit1 um so mehr1 als sie ber hnliche ,flle1 die man im innern ,afrika beobachtet zu haben glaubt1 einigen ,aufschlu geben kann4 ,ich beschliee dieses ,capitel mit allgemeinen ,betrachtungen ber das hydraulische ,system von spanisch ,guyana1 und versuche es1 durch ,anfhrung von ,fllen auf dem alten ,continent darzuthun1 da diese ,gabeltheilung1 die fr die ,geographen1 welche ,karten von ,amerika entwarfen1 so lange ein ,schreckbild war1 immerhin etwas ,seltenes ist1 aber in beiden ,halbkugeln vorkommt4 ,wir sind gewhnt1 die europischen ,flsse nur in dem ,theil ihres ,laufs zu betrachten1 wo sie zwischen zwei ,wasserscheiden liegen1 somit in ,thler eingeschlossen sind2 wir beachten nicht1 da1 die ,bodenhindernisse1 welche ,nebenflsse und ,hauptwasserbehlter ablenken1 gar nicht so oft ,bergketten sind1 als vielmehr sanfte ,bschungen von ,gegenhngen2 und so fllt es uns schwer1 uns eine ,vorstellung davon zu machen1 wie in der neuen ,welt die ,strme sich so stark krmmen1 sich gabelig theilen und in einander mnden sollen4 ,an diesem ungeheuern ,continent fllt die weite ,erstreckung und ,einfrmigkeit seiner ,ebenen noch mehr auf als die riesenhafte ,hhe seiner ,cordilleren4 ,erscheinungen1 wie wir sie in unserer ,halbkugel an den ,meeresksten oder in den ,steppen von ,bactriana um ,binnenmeere1 um den ,aral und das caspische ,meer beobachten1 kommen in ,amerika drei-1 vierhundert ,meilen von den ,strommndungen vor4 ,die kleinen ,bche1 die sich durch unsere ,wiesengrnde 7die vollkommensten ,ebenen bei uns7 schlngeln1 geben im ,kleinen ein ,bild jener ,verzweigungen und ,gabeltheilungen2 man hlt es aber nicht der ,mhe werth1 bei solchen ,kleinigkeiten zu verweilen1 und so fllt einem bei den hydraulischen ,systemen der beiden ,welten mehr der ,contrast auf als die ,analogie4 ,die ,vorstellung1 der ,rhein knnte an die ,donau1 die ,weichsel an die ,oder1 die ,seine an die ,loire einen ,arm abgeben1 erscheint uns auf den ersten ,blick so ausschweifend1 da wir1 wenn wir auch nicht daran zweifeln1 da ,orinoco und ,amazonenstrom in ,verbindung stehen1 den ,beweis verlangen1 da was wirklich ist1 auch mglich ist4 ,fhrt man ber das ,delta des ,orinoco nach ,angostura und zum ,einflu des ,rio ,apure hinauf1 so hat man die hohe ,gebirgskette der ,parime fortwhrend zur ,linken4 ,diese ,kette bildet nun keineswegs1 wie mehrere berhmte ,geographen angenommen haben1 eine ,wasserscheide zwischen dem ,becken des ,orinoco und dem des ,amazonenstroms1 vielmehr entspringen am ,sdabhang derselben die ,quellen des ersteren ,stroms4 ,der ,orinoco beschreibt 7ganz wie der ,arno in der bekannten ,voltata zwischen ,bibieno und ,ponta ,sieve7 drei ,viertheile eines ,ovals1 dessen groe ,achse in der ,richtung eines ,parallels liegt4 ,er luft um einen ,bergstock herum1 von dessen beiden entgegengesetzten ,abhngen die ,gewsser ihm zulaufen4 ,von den ,alpenthlern des ,maraguaca an luft der ,flu zuerst gegen ,west oder ,west-,nord-,west1 als sollte er sich in die ,sdsee ergieen2 darauf1 beim ,einflu des ,guaviare1 fngt er an nach ,nord umzubiegen und luft in der ,richtung eines ,meridians bis zur ,mndung des ,apure1 wo ein zweiter ,wiederkehrungspunkt liegt4 ,auf diesem ,stcke seines ,laufs fllt der ,orinoco eine ,art ,rinne1 die durch das sanfte ,geflle1 das sich von der sehr fernen ,andenkette von ,neu-,grenada herunterzieht1 und durch den ganz kurzen ,gegenhang1 der ostwrts zur steilen ,gebirgswand der ,parime hinaufluft1 gebildet wird4 ,in ,folge dieser ,bodenbildung kommen die bedeutendsten ,zuflsse dem ,orinoco von ,westen herzu4 ,da der ,hauptbehlter ganz nahe an den ,gebirgen der ,parime liegt1 um die er sich von ,sd nach ,nord herumbiegt 7als sollte er ,portocabello an der ,nordkste von ,venezuela zu laufen71 so ist sein ,bett von ,felsmassen verstopft4 ,die ist der ,strich der groen ,katarakten2 der ,strom bricht sich brllend ,bahn durch die ,auslufer1 die gegen ,west fortstreichen1 so da aus der groen ,land-,meerenge#af 7dtroit terrestre7 zwischen den ,cordilleren von ,neu-,grenada und der ,sierra ,parime die ,felsen am westlichen ,ufer des ,stroms noch dieser ,sierra angehren4 ,beim ,einflu des ,rio ,apure sieht man nun den ,orinoco zum zweitenmal1 und fast pltzlich1 aus seiner ,richtung von ,sd nach ,nord in die von ,west nach ,ost umbiegen1 wie weiter oben der ,einflu des ,guaviare den ,punkt bezeichnet1 wo der westliche ,lauf rasch zum nrdlichen wird4 ,bei diesen beiden ,biegungen wird die ,richtung des ,hauptbehlters nicht allein durch den ,sto der ,gewsser des ,nebenflusses bestimmt1 sondern auch durch die eigenthmliche ,lage der ,hnge und ,gegenhnge1 die sowohl auf die ,richtung der ,nebenflsse als auf die des ,orinoco selbst ihren ,einflu uern4 ,umsonst sieht man sich bei diesen geographisch so wichtigen ,wiederkehrungspunkten nach ,bergen oder ,hgeln um1 die den ,strom seinen bisherigen ,lauf nicht fortsetzen lieen4 ,beim ,einflu des ,guaviare sind keine vorhanden1 und bei der ,mndung des ,apure konnte der niedrige ,hgel von ,cabruta auf die ,richtung des ,orinoco sicher keinen ,einflu uern4 ,diese ,vernderungen der ,richtung sind ,folgen allgemeinerer ,ursachen2 sie rhren her von der ,lage der groen geneigten ,ebenen1 aus denen die polyedrische ,flche der ,niederungen besteht4 ,die ,bergketten steigen nicht wie ,mauern auf wagrechten ,grundflchen empor2 ihre mehr oder weniger prismatischen ,stcke stehen immer auf ,plateaux1 und diese ,plateaux streichen mit strkerer oder geringerer ,abdachung dem ,thalweg des ,stromes zu4 ,der ,umstand1 da die ,ebenen gegen die ,berge ansteigen1 ist somit die ,ursache1 da sich die ,flsse so selten an den ,bergen selbst brechen und den ,einflu dieser ,wasserscheiden1 so zu sagen1 in bedeutender ,entfernung fhlen4 ,geographen1 welche ,topographie nach der ,natur studirt und selbst ,bodenvermessungen vorgenommen haben1 knnen sich nicht wundern1 da auf ,karten1 auf denen wegen ihres ,mastabes ein ,geflle von #c--e ,grad sich nicht angeben lt1 die ,ursachen der groen ,flukrmmungen materiell gar nicht ersichtlich sind4 ,der ,orinoco luft von der ,mndung des ,apure bis zu seinem ,ausflu an der ,ostkste von ,amerika parallel mit seiner anfnglichen ,richtung1 aber derselben entgegen2 sein ,thalweg wird dort gegen ,norden durch eine fast unmerkliche ,abdachung1 die sich gegen die ,kstenkette von ,venezuela hinaufzieht1 gegen ,sden durch den kurzen steilen ,gegenhang an der ,sierra ,parime gebildet4 ,in ,folge dieser eigenthmlichen ,terrainbildung umgibt der ,orinoco denselben granitischen ,gebirgsstock in ,sd1 ,west und ,nord1 und befindet sich nach einem ,lauf von #acej ,seemeilen 7zu #iej ,toisen7 #cjj ,seemeilen von seinem ,ursprung4 ,es ist ein ,flu1 dessen ,mndung bis auf zwei ,grad im ,meridian seiner ,quellen liegt4 ,der ,lauf des ,orinoco1 wie wir ihn hier flchtig geschildert1 zeigt drei sehr bemerkenswerthe ,eigenthmlichkeiten3 #a7 da er dem ,bergstock1 um den er in ,sd1 ,west und ,nord herluft1 immer so nahe bleibt2 #b7 da seine ,quellen in einem ,landstrich liegen1 der1 wie man glauben sollte1 dem ,becken des ,rio ,negro und des ,amazonenstroms angehrt2 #c7 da er sich gabelt und einem andern ,flusystem einen ,arm zusendet4 ,nach blo theoretischen ,vorstellungen sollte man annehmen1 die ,flsse1 wenn sie einmal aus den ,alpenthlern heraus sind1 in deren obern ,enden sie entsprungen1 mten rasch von den ,bergen weg auf einer mehr oder weniger geneigten ,ebene fortziehen1 deren strkster ,fall senkrecht ist auf die groe ,achse der ,kette oder die ,hauptwasserscheide4 ,eine solche ,voraussetzung widersprche aber dem ,verhalten der groartigsten ,strme ,indiens und ,chinas4 ,es ist eine ,eigenthmlichkeit dieser ,flsse1 da sie nach ihrem ,austritt aus dem ,gebirge mit der ,kette parallel laufen4 ,die ,ebenen deren ,gehnge gegen die ,gebirge ansteigen1 sind am ,fue derselben unregelmig gestaltet4 ,nicht selten mag die ,erscheinung1 von der hier die ,rede ist1 von der ,beschaffenheit des geschichteten ,gesteins und daher rhren1 da die ,schichten den groen ,ketten parallel streichen2 da aber der ,granit der ,sierra ,parime fast durchaus massig1 nicht geschichtet ist1 so deutet der ,umstand1 da der ,orinoco sich so nahe um diesen ,gebirgsstock herumschlingt1 auf eine ,terrainsenkung hin1 die mit einer allgemeineren geologischen ,erscheinung zusammenhngt1 auf eine ,ursache1 die vielleicht bei der ,bildung der ,cordilleren selbst im ,spiele war4 ,in den ,meeren und den ,binnenseen finden sich die tiefsten ,stellen da1 wo die ,ufer am hchsten und steilsten sind4 ,fhrt man von ,esmeralda nach ,angostura den ,orinoco hinab1 so sieht man 7ob die ,richtung ,west1 ,nord oder ,ost ist7 #bej ,meilen weit am rechten ,ufer bestndig sehr hohe ,berge1 am linken dagegen ,ebenen1 so weit das ,auge reicht4 ,die ,linie der grten ,tiefen1 die ,maxima der ,senkung liegen also am ,fu der ,cordillere selbst1 am ,umri der ,sierra ,parime4 ,eine andere ,eigenthmlichkeit1 die uns auf den ersten ,anblick am ,laufe des ,orinoco auffllig erscheint1 ist1 da das ,becken dieses ,stroms ursprnglich mit dem ,becken eines andern1 des ,amazonenstroms1 zusammenzufallen scheint4 ,wirft man einen ,blick auf die ,karte1 so sieht man1 da der obere ,orinoco von ,ost nach ,west ber dieselbe ,ebene luft1 durch die der ,amazonenstrom parallel mit ihm1 aber in entgegengesetzter ,richtung1 von ,west nach ,ost zieht4 ,aber das ,becken ist nur scheinbar ein gemeinschaftliches2 man darf nicht vergessen1 da die groen ,bodenflchen1 die wir ,ebenen nennen1 ihre ,thler haben1 so gut wie die ,berge4 ,jede ,ebene besteht aus verschiedenen ,systemen alternativer ,hnge1#ag und diese ,systeme sind von einander durch secundre ,wasserscheiden von so geringer ,hhe getrennt1 da das ,auge sie fast nicht bemerkt4 ,eine ununterbrochene1 waldbedeckte ,ebene fllt den ungeheuern ,raum zwischen dem #c ,grad nrdlicher und dem #ad4 ,grad sdlicher ,breite1 zwischen der ,cordillere der ,parime und der ,cordillere von ,chiquitos und der brasilianischen4 ,bis zum ,parallel der ,quellen des ,rio ,temi 7#bde nrdlicher ,breite71 auf einer ,oberflche von #bjd1jjj ,quadratmeilen1#ah laufen alle ,gewsser dem ,amazonenstrom als ,hauptbehlter zu2 aber weiter gegen ,norden hat in ,folge eigenthmlicher ,terrainbildung auf einer ,flche von nicht #aejj ,quadratmeilen ein anderer groer ,strom1 der ,orinoco1 sein eigenes hydraulisches ,system4 ,die ,centralebene von ,sdamerika umfat also zwei ,strombecken2 denn ein ,becken ist die ,gesammtheit aller umliegenden ,bodenflchen1 deren strkste ,falllinien dem ,thalweg1 das heit der ,lngenvertiefung1 welche das ,bett des ,hauptbehlters bildet1 zulaufen4 ,auf dem kurzen ,strich zwischen dem #fh und #gj4 ,grad der ,lnge nimmt der ,orinoco die ,gewsser auf1 die vom ,sdabhang der ,cordillere der ,parime herabkommen2 aber die ,nebenflsse1 die am selben ,abhang stlich vom ,meridian von #fh zwischen dem ,berge ,maraguaca und den ,bergen des portugiesischen ,guyana entspringen1 gehen in den ,amazonenstrom4 ,also nur auf einer #ej ,meilen langen ,strecke haben in diesem ungeheuern ,thal unter dem ,aequator die ,bodenflchen zunchst am ,fu der ,cordillere der ,parime ihren strksten ,fall in einer ,richtung1 die aus dem ,thal hinaus zuerst nordwrts1 dann ostwrts weist4 ,in ,ungarn sehen wir einen hnlichen1 sehr merkwrdigen ,fall1 wo ,flsse1 die sdwrts von einer ,bergkette entspringen1 dem hydraulischen ,system des ,nordhangs angehren4 ,die ,wasserscheide zwischen dem baltischen und dem schwarzen ,meer liegt sdlich vom ,tatra1 einem ,auslufer der ,carpathen1 zwischen ,teplicz und ,ganocz1 auf einem nur #cjj ,toisen hohen ,plateau4 ,waag und ,hernad laufen sdwrts der ,donau zu1 whrend der ,poprad um das ,tatragebirge gegen ,west herumluft und mit dem ,dunajetz nordwrts der ,weichsel zufliet4 ,der ,poprad1 der seiner ,lage nach zu den ,gewssern zu gehren scheint1 die dem schwarzen ,meer zuflieen1 trennt sich scheinbar vom ,becken derselben los und wendet sich dem baltischen ,meere zu4 ,in ,sdamerika enthlt eine ungeheure ,ebene das ,becken des ,amazonenstroms und einen ,theil des ,beckens des ,orinoco2 aber in ,deutschland1 zwischen ,melle und ,osnabrck1 haben wir den seltenen ,fall1 da ein sehr enges ,thal die ,becken zweier kleiner1 von einander unabhngiger ,flsse verbindet4 ,die ,else und die ,haase laufen ,anfangs nahe bei einander und parallel von ,sd nach ,nord2 wo sie aber in die ,ebene treten1 weichen sie nach ,ost und ,west auseinander und schlieen sich zwei ganz gesonderten ,flusystemen1 dem der ,werra und dem der ,ems1 an4 ,ich komme zur dritten ,eigenthmlichkeit im ,laufe des ,orinoco1 zu jener ,gabeltheilung1 die man im ,moment1 da ich nach ,amerika abreiste1 wieder in ,zweifel gezogen hatte4 ,diese ,gabeltheilung 7divergium amnis7 liegt nach meinen astronomischen ,beobachtungen in der ,mission ,esmeralda unter dem #caj nrdlicher ,breite und dem #fhcg westlicher ,lnge vom ,meridian von ,paris4 ,im ,innern von ,sdamerika erfolgt dasselbe1 was wir unter allen ,landstrichen an den ,ksten vorkommen sehen4 ,nach den einfachsten geometrischen ,grundstzen haben wir anzunehmen1 da die ,bodenbildung und der ,sto der ,zuflsse die ,richtung der strmenden ,gewsser nach festen1 gleichfrmigen ,gesetzen bestimmen4 ,die ,deltas entstehen dadurch1 da auf der ,ebene eines ,kstenlandes eine ,gabeltheilung erfolgt1 und bei nherer ,betrachtung zeigen sich zuweilen in der ,nhe dieser oceanischen ,gabelung ,verzweigungen mit andern ,flssen1 von denen ,arme nicht weit abliegen4 ,kommen nun aber ,bodenflchen1 so eben wie das ,kstenland1 im ,innern der ,festlnder gleichfalls vor1 so mssen sich dort auch dieselben ,erscheinungen wiederholen4 ,aus denselben ,ursachen1 welche an der ,mndung eines groen ,stroms ,gabeltheilungen herbeifhren1 knnen dergleichen auch an seinen ,quellen und in seinem obern ,laufe entstehen4 ,drei ,umstnde tragen vorzugsweise dazu bei3 die hchst unbedeutenden wellenfrmigen ,steigungen und ,senkungen einer ,ebene1 die zwei ,strombecken zugleich umfat1 die ,breite des einen der ,hauptbehlter1 und die ,lage des ,thalwegs am ,rande selbst1 der beide ,becken scheidet4 ,wenn die ,linie des strksten ,falls durch einen gegebenen ,punkt luft1 und wenn sie1 noch so weit verlngert1 nicht auf den ,flu trifft1 so kann dieser ,punkt1 er mag noch so nahe am ,thalweg liegen1 nicht wohl demselben ,becken angehren4 ,in anstoenden ,becken sehen wir hufig die ,zuflsse des einen ,behlters ganz nahe bei dem andern zwischen zwei ,zuflssen des letzteren entspringen4 ,in ,folge dieser eigenthmlichen ,coordinationsverhltnisse zwischen den alternativen ,gehngen werden die ,grenzen der ,becken mehr oder weniger gekrmmt4 ,die ,lngenfurche oder der ,thalweg ist keineswegs nothwendig in der ,mitte des ,beckens2 er befindet sich nicht einmal immer an den tiefsten ,stellen1 denn diese knnen von ,kmmen umgeben seyn1 so da die ,linien des strksten ,falls nicht hinlaufen4 ,nach der ungleichen ,lnge der ,zuflsse an beiden ,ufern eines ,flusses schtzen wir ziemlich sicher1 welche ,lage der ,thalweg den ,grenzen des ,beckens gegenber hat4 ,am leichtesten erfolgt nun eine ,gabeltheilung1 wenn der ,hauptbehlter einer dieser ,grenzen nahe gerckt ist1 wenn er lngs dem ,kamm hinluft1 der die ,wasserscheide zwischen beiden ,becken bildet4 ,die geringste ,erniedrigung dieses ,kamms kann dann die ,erscheinung herbeifhren1 von der hier die ,rede ist1 wenn nicht der ,flu1 vermge der einmal angenommenen ,geschwindigkeit1 ganz in seinem ,bette zurckbleibt4 ,erfolgt aber die ,gabeltheilung1 so luft die ,grenze zwischen beiden ,becken der ,lnge nach durch das ,bett des ,hauptbehlters1 und ein ,theil des ,thalwegs von a enthlt ,punkte1 von denen die ,linien des strksten ,falls zum ,thalweg von b weisen4 ,der ,arm1 der sich absondert1 kann nicht mehr zu a zurckkommen1 denn ein ,wasserfaden1 der einmal in ein ,becken gelangt ist1 kann diesem nicht mehr entweichen1 ohne durch das ,bett des ,flusses1 der alle ,gewsser desselben vereinigt1 hindurchzugehen4 ,es ist nun noch zu betrachten1 in wie fern die ,breite eines ,flusses unter sonst gleichen ,umstnden die ,bildung solcher ,gabeltheilungen begnstigt1 welche1 gleich den ,kanlen mit ,theilungspunkten1 in ,folge der natrlichen ,bodenbildung eine schiffbare ,linie zwischen zwei benachbarten ,strombecken herstellen4 ,sondirt man einen ,flu nach dem ,querdurchschnitt1 so zeigt sich1 da sein ,bett gewhnlich aus mehreren ,rinnen von ungleicher ,tiefe besteht4 ,je breiter der ,strom ist1 desto mehr sind dieser ,rinnen2 sie laufen sogar groe ,strecken weit mehr oder weniger einander parallel4 ,es folgt daraus1 da die meisten ,flsse betrachtet werden knnen als aus mehreren dicht an einander gerckten ,kanlen bestehend1 und da eine ,gabelung sich bildet1 wenn ein kleiner ,bodenabschnitt am ,ufer niedriger liegt1 als der ,grund einer ,seitenrinne4 ,den hier auseinandergesetzten ,verhltnissen zufolge bilden sich ,flugabelungen entweder im selben ,becken oder auf der ,wasserscheide zwischen zweien4 ,im ersteren ,fall sind es entweder ,arme1 die in den ,thalweg1 von dem sie sich abgezweigt1 frher oder spter wieder einmnden1 oder aber ,arme1 die sich mit weiter abwrts gelegenen ,nebenflssen vereinigen4 ,zuweilen sind es auch ,deltas1#ai die sich entweder nahe der ,mndung der ,flsse ins ,meer oder beim ,zusammenflu mit einem andern ,strom bilden4 ,erfolgt die ,gabelung an der ,grenze zweier ,becken1 und luft diese ,grenze durch das ,bett des ,hauptbehlters selbst1 so stellt der sich abzweigende ,arm eine hydraulische ,verbindung zwischen zwei ,flusystemen her und verdient desto mehr unsere ,aufmerksamkeit1 je breiter und schiffbarer er ist4 ,nun ist aber der ,cassiquiare zwei- bis dreimal breiter als die ,seine beim ,jardin des plantes in ,paris1 und zum ,beweis1 wie merkwrdig dieser ,flu ist1 bemerke ich1 da eine sorgfltige ,forschung nach ,fllen von ,gabeltheilungen im ,innern der ,lnder1 selbst zwischen weit weniger bedeutenden ,flssen1 ihrer bis jetzt nur drei bis vier unzweifelhaft zu ,tage gefrdert hat4 ,ich spreche nicht von den ,verzweigungen der groen indisch-chinesischen ,flsse1 von den natrlichen ,canlen1 durch welche die ,flsse in ,ava und ,pegu1 wie in ,siam und ,cambodja zusammenzuhngen scheinen2 die ,art dieser ,verbindungen ist noch nicht gehrig aufgeklrt4 ,ich beschrnke mich darauf1 einer hydraulischen ,erscheinung zu erwhnen1 welche durch ,baron ,hermelins schne ,karten von ,norwegen nach allen ,theilen bekannt geworden ist4 ,in ,lappland sendet der ,torneoflu einen ,arm 7den ,trendo-,elf7 zum ,calix-,elf1 der ein kleines hydraulisches ,system fr sich bildet4 ,dieser ,cassiquiare der nrdlichen ,zone ist nur #aj--ab ,meilen lang1 er macht aber alles ,land am bothnischen ,busen zu einer wahren ,fluinsel4 ,durch ,leopold von ,buch wissen wir1 da die ,existenz dieses natrlichen ,canals lange so hartnckig gelugnet wurde1 wie die eines ,arms des ,orinoco1 der in das ,becken des ,amazonenstroms luft4 ,eine andere ,gabeltheilung1 die wegen des alten ,verkehrs zwischen den ,vlkern ,latiums und ,etruriens noch mehr ,interesse hat1 scheint ehemals am ,thrasimenischen ,see stattgefunden zu haben4 ,auf seiner vielberufenen ,voltata von ,sd nach ,west und ,nord zwischen ,bibieno und ,ponta ,sieve theilte sich der ,arno bei ,arezzo in zwei ,arme1 deren einer1 wie jetzt1 ber ,florenz und ,pisa dem ,meere zulief1 whrend der andere durch das ,thal von ,chiana flo und sich mit dem ,tiber vereinigte1 entweder unmittelbar oder durch die ,paglia als ,zwischenglied4 ,fossombroni hat dargethan1 wie sich im ,mittelalter durch ,anschwemmungen im ,thal von ,chiana eine ,wasserscheide bildete1 und wie jetzt das nrdliche ,stck des ,arno ,teverino von ,sd nach ,nord 7auf dem ,gegenhang7 aus dem kleinen ,see von ,montepulciano in den ,arno fliet4 ,so hatte denn der klassische ,boden ,italiens neben so vielen ,wundern der ,natur und der ,kunst auch eine ,gabeltheilung aufzuweisen1 wie sie in den ,wldern der neuen ,welt in ungleich grerem ,mastab auftritt4 ,ich bin nach meiner ,rckkehr vom ,orinoco oft gefragt worden1 ob ich glaube1 da der ,canal des ,cassiquiare allmhlig durch ,anschwemmungen verstopft werden mchte1 ob ich nicht der ,ansicht sey1 da die zwei grten ,flusysteme ,amerikas unter den ,tropen im ,laufe der ,jahrhunderte sich ganz von einander trennen werden4 ,da ich es mir zum ,gesetz gemacht habe1 nur ,thatschliches zu beschreiben und die ,verhltnisse1 die in verschiedenen ,lndern zwischen der ,bodenbildung und dem ,laufe der ,gewsser bestehen1 zu vergleichen1 so habe ich alles blo ,hypothetische zu vermeiden4 ,zunachst bemerke ich1 da der ,cassiquiare in seinem gegenwrtigen ,zustand keineswegs placidus et mitissimus amnis ist1 wie es bei den ,poeten ,latiums heit2 er gleicht durchaus nicht dem errans languido flumine ,cocytus1 da er im grten ,theile seines ,laufs die ungemeine ,geschwindigkeit von #f--h ,fu in der ,sekunde hat4 ,es ist also wohl nicht zu frchten1 da er ein mehrere hundert ,toisen breites ,bett ganz verstopft4 ,dieser ,arm des obern ,orinoco ist eine zu groartige ,erscheinung1 als da die kleinen ,umwandlungen1 die wir an der ,erdoberflche vorgehen sehen1 demselben ein ,ende machen oder auch nur viel daran verndern knnten4 ,wir bestreiten nicht1 vollends wenn es sich von minder breiten und sehr langsam strmenden ,gewssern handelt1 da alle ,flsse eine ,neigung haben1 ihre ,verzweigungen zu vermindern und ihre ,becken zu isoliren4 ,die majesttischsten ,strme erscheinen1 wenn man die steilen ,hnge der alten weitab liegenden ,ufer betrachtet1 nur als ,wasserfden1 die sich durch ,thler winden1 die sie selbst sich nicht haben graben knnen4 ,der heutige ,zustand ihres ,bettes weist deutlich darauf hin1 da die strmenden ,gewsser allmhlig abgenommen haben4 ,ueberall treffen wir die ,spuren alter ausgetrockneter ,arme und ,gabelungen1 fr die kaum ein historisches ,zeugni vorliegt4 ,die verschiedenen1 mehr oder weniger parallelen ,rinnen1 aus denen die ,betten der amerikanischen ,flsse bestehen1 und die sie weit wasserreicher erscheinen lassen1 als sie wirklich sind1 verndern allgemach ihre ,richtung2 sie werden breiter und verschmelzen dadurch1 da die ,lngsgrten zwischen denselben abbrckeln4 ,was anfangs nur ein ,arm war1 wird bald der einzige ,wasserbehlter1 und bei ,strmen1 die langsam ziehen1 verschwinden die ,gabeltheilungen oder ,verzweigungen zwischen zwei hydraulischen ,systemen auf dreierlei ,wegen3 entweder der ,verbindungscanal zieht den ganzen gegabelten ,strom in sein ,becken hinber1 oder der ,canal verstopft sich durch ,anschwemmungen an der ,stelle1 wo er vom ,strome abgeht1 oder endlich in der ,mitte seines ,laufs bildet sich ein ,querkamm1 eine ,wasserscheide1 wodurch das obere ,stck einen ,gegenhang erhlt und das ,wasser in umgekehrter ,richtung zurckfliet4 ,sehr niedrige und groen periodischen ,ueberschwemmungen ausgesetzte ,lnder1 wie ,guyana in ,amerika und ,dar-,saley oder ,baghermi in ,afrika1#bj geben uns ein ,bild davon1 wie viel hufiger dergleichen ,verbindungen durch natrliche ,canle frher gewesen seyn mgen als jetzt4 ,nachdem ich die ,gabeltheilung des ,orinoco aus dem ,gesichtspunkt der vergleichenden ,hydrographie betrachtet1 habe ich noch kurz die ,geschichte der ,entdeckung dieses merkwrdigen ,phnomens zu besprechen4 ,es ging mit der ,verbindung zwischen zwei groen ,flusystemen wie mit dem ,lauf des ,nigers gegen ,ost4 ,man mute mehreremale entdecken1 was auf den ersten ,anblick der ,analogie und angenommenen ,hypothesen widersprach4 ,als bereits durch ,reisende ausgemacht war1 auf welche ,weise ,orinoco und ,amazonenstrom zusammenhngen1 wurde noch1 und zwar zu wiederholtenmalen bezweifelt1 ob die ,sache berhaupt mglich sey4 ,eine ,bergkette1 die der ,geograph ,hondius zu ,ende des sechzehnten ,jahrhunderts als ,grenzscheide beider ,flsse gefabelt hatte1 wurde bald angenommen1 bald gelugnet4 ,man dachte nicht daran1 da selbst wenn diese ,berge vorhanden wren1 dehalb die beiden hydraulischen ,systeme nicht nothwendig getrennt feyn mten1 da ja die ,gewsser durch die ,cordillere der ,anden und die ,himalayakette1#ba die hchste bekannte der ,welt1 sich ,bahn gebrochen haben4 ,man behauptete1 und nicht ohne ,grund1 ,fahrten1 die mit demselben ,canoe sollten gemacht worden seyn1 schlieen die ,mglichkeit nicht aus1 da die ,wasserstrae durch ,tragepltze unterbrochen gewesen4 ,ich habe diese so lange bestrittene ,gabeltheilung nach ihrem ganzen ,verhalten selbst beobachtet1 bin aber dehalb weit entfernt1 ,gelehrte zu tadeln1 die1 gerade weil es ihnen nur um die ,wahrheit zu thun war1 ,bedenken trugen1 als wirklich gelten zu lassen1 was ihnen noch nicht genau genug untersucht zu seyn schien4 ,da der ,amazonenstrom von den ,portugiesen und den ,spaniern schon lange befahren wurde1 ehe die beiden ,nebenbuhler den obern ,orinoco kennen lernten1 so kam die erste unsichere ,kunde von der ,verzweigung zweier ,strme von der ,mndung des ,rio ,negro nach ,europa4 ,die ,conquistadoren und mehrere ,geschichtschreiber1 wie ,herera1 ,fray ,pedro ,simon und der ,pater ,garcia1 verwechselten unter den ,namen ,rio ,grande und ,mar dulce den ,orinoco und den ,maragnon4 ,der ,name des ersteren ,flusses kommt noch nicht einmal auf ,diego ,riberos vielberufener ,karte von ,amerika aus dem ,jahr #aebi vor4 ,durch die ,expeditionen des ,orellana 7#aedj7 und des ,lope de ,aguirre 7#aefj7 erfuhr man nichts ber die ,gabeltheilung des ,orinoco2 da aber ,aguirre so auffallend schnell die ,insel ,margarita erreicht hatte1 glaubte man lange1 derselbe sey nicht durch eine der groen ,mndungen des ,amazonenstromes1 sondern durch eine ,fluverbindung im ,innern auf die ,see gelangt4 ,der ,jesuit ,acua hat solches als ,behauptung aufgestellt2 aber das ,ergebni meiner ,nachforschungen in den ,schriften der frhesten ,geschichtschreiber der ,eroberung spricht nicht dafr4 ,wie kann man glauben1 sagt dieser ,missionr1 da ,gott es zugelassen1 da ein ,tyrann es hinausfhre und die schne ,entdeckung der ,mndung des ,maragnon mache6 ,acua setzt voraus1 ,aguirre sey durch den ,rio ,felipe an die ,see gelangt1 und dieser ,flu sey nur wenige ,meilen von ,cabo del ,norte entfernt4 ,ralegh brachte auf verschiedenen ,fahrten1 die er selbst gemacht oder die auf seine ,kosten unternommen worden1 nichts ber eine hydraulische ,verbindung zwischen ,orinoco und ,amazonenstrom in ,erfahrung2 aber sein ,unterbefehlshaber ,keymis1 der aus ,schmeichelei 7besonders aber wegen des ,vorgangs1 da der ,maragnon nach ,orellana benannt worden7 dem ,orinoco den ,namen ,raleana beigelegt1 bekam zuerst eine unbestimmte ,vorstellung von den ,tragepltzen zwischen dem ,essequebo1 dem ,carony und dem ,rio ,branco oder ,parime4 ,aus diesen ,tragepltzen machte er einen groen ,salzsee1 und in dieser ,gestalt erschienen sie auf der ,karte1 die #aeii nach ,raleghs ,berichten entworfen wurde4 ,zwischen ,orinoco und ,amazonenstrom zeichnet man eine ,cordillere ein1 und statt der wirklichen ,gabelung gibt ,hondius eine andere1 vllig eingebildete an3 er lt den ,amazonenstrom 7mittelst des ,rio ,tocantines7 mit dem ,parana und dem ,san ,francisco in ,verbindung treten4 ,diese ,verbindung blieb ber ein ,jahrhundert auf den ,karten stehen1 wie auch eine angebliche ,gabeltheilung des ,magdalenenstroms1 von dem ein ,arm zum ,golf von ,maracaybo laufen sollte4 ,im ,jahr #afci machten die ,jesuiten ,christoval de ,acua und ,andres de ,artedia1 im ,gefolge des ,capitns ,texeira1 die ,fahrt von ,quito nach ,gran-,para4 ,am ,einflu des ,rio ,negro in den ,amazonenstrom erfuhren sie1 ersterer ,flu1 von den ,eingeborenen wegen der braunen ,farbe seines sehr hellen ,wassers ,curiguacura oder ,uruna genannt1 gebe einen ,arm an den ,rio ,grande ab1 der sich in die nrdliche ,see ergiet und an dessen ,mndung sich hollndische ,niederlassungen befinden4 ,acua gibt den ,rath1 nicht am ,einflu des ,rio ,negro in den ,amazonenstrom1 sondern am ,punkt1 wo der ,verbindungsast abgeht1 eine ,festung zu bauen4 ,er bespricht die ,frage1 was wohl dieser ,rio ,grande seyn mge1 und kommt zum ,schlu1 der ,orinoco sey es sicher nicht1 vielleicht aber der ,rio ,dulce oder der ,rio de ,felipe1 derselbe1 durch den ,aguirre zur ,see gekommen4 ,letztere dieser ,annahmen scheint ihm die wahrscheinlichste4 ,man mu bei dergleichen ,angaben unterscheiden zwischen dem1 was die ,reisenden an der ,mndung des ,rio ,negro von den ,indianern erfahren1 und dem1 was jene nach den ,vorstellungen1 die ihnen der ,zustand der ,geographie zu ihrer ,zeit an die ,hand gab1 selbst hinzusetzten4 ,ein ,fluarm1 der vom ,rio ,negro abgeht1 soll sich in einen sehr groen ,flu ergieen1 der in das nrdliche ,meer luft an einer ,kste1 auf der ,menschen mit rothen ,haaren wohnen2 so bezeichneten die ,indianer die ,hollnder1 da sie gewhnt waren1 nur ,weie mit schwarzen oder braunen ,haaren1 ,spanier oder ,portugiesen1 zu sehen4 ,wir kennen nun aber jetzt1 vom ,einflu des ,rio ,negro in den ,amazonenstrom bis zum ,cao ,pimichin1 auf dem ich in den ersteren ,flu gekommen1 alle ,nebenflsse von ,nord und ,ost her4 ,nur ein einziger darunter1 der ,cassiquiare1 steht mit einem andern ,flu in ,verbindung4 ,die ,quellen des ,rio ,branco sind auf den neuen ,karten des brasilianischen hydrographischen ,depots sehr genau aufgenommen1 und wir wissen1 da dieser ,flu keineswegs durch einen ,see mit dem ,carony1 dem ,essequebo oder irgend einem andern ,gewsser der ,kste von ,surinam und ,cayenne in ,verbindung steht4 ,eine hohe ,bergkette1 die von ,pacaraymo1 liegt zwischen den ,quellen des ,paraguamusi 7eines ,nebenflusses des ,carony7 und denen des ,rio ,branco1 wie es von ,don ,antonio ,santos auf seiner ,reise von ,angostura nach ,gran-,para im ,jahr #agge ausgemacht worden4 ,sdwrts von der ,bergkette ,pacaraymo und ,quimiropaca besindet sich ein ,trageplatz von drei ,tagereisen zwischen dem ,sarauri 7einem ,arm des ,rio ,branco7 und dem ,rupunuri 7einem ,arm des ,essequebo74 ,ueber diesen ,trageplatz kam im ,jahr #agei der ,chirurg ,nicolas ,hortsmann1 ein ,hildesheimer1 dessen ,tagebuch ich in ,hnden gehabt2 es ist die derselbe ,weg1 auf dem ,don ,francisco ,jose ,rodrigues ,barata1 ,obristlieutenant des ersten ,linienregiments in ,para1 im ,jahr #agic im ,auftrag seiner ,regierung zweimal vom ,amazonenstrom nach ,surinam ging4 ,in noch neuerer ,zeit1 im ,februar #ahaa1 kamen englische und hollndische ,colonisten zum ,trageplatz am ,rupunuri und lieen den ,befehlshaber am ,rio ,negro um die ,erlaubni bitten1 zum ,rio ,branco sich begeben zu drfen2 der ,commandant willfahrte dem ,gesuch und so kamen die ,colonisten in ihren ,canoes zum ,fort ,san ,joaquin am ,rio ,branco4 ,wir werden in der ,folge noch einmal auf diese ,landenge zurckkommen1 einen theils bergigten1 theils sumpfigten ,landstrich1 auf den ,kaymis 7der ,verfasser des ,berichts von ,raleghs zweiter ,reise7 den ,dorado und die groe ,stadt ,manoa verlegt1 der aber1 wie wir jetzt bestimmt wissen1 die ,quellen des ,carony1 des ,rupunuri und des ,rio ,branco trennt1 die drei verschiedenen ,flusystemen angehren1 dem ,orinoco1 dem ,essequebo und dem ,rio ,negro oder ,amazonenstrom4 ,aus dem ,bisherigen geht hervor1 da die ,eingeborenen1 die ,texeira und ,acua von der ,verbindung zweier groen ,strme sprachen1 vielleicht selbst ber die ,richtung des ,cassiquiare im ,irrthum waren1 oder da ,acua ihre ,aeuerungen miverstanden hat4 ,letzteres ist um so wahrscheinlicher1 da ich1 wenn ich mich1 gleich dem spanischen ,reisenden1 eines ,dolmetschers bediente1 oft selbst die ,erfahrung gemacht habe1 wie leicht man etwas falsch auffat1 wenn davon die ,rede ist1 ob ein ,flu ,arme abgibt oder aufnimmt1 ob ein ,nebenflu mit der ,sonne geht oder gegen die ,sonne luft4 ,ich bezweifle1 da die ,indianer mit dem1 was sie gegen ,acua geuert1 die ,verbindung mit den hollndischen ,besitzungen ber die ,tragepltze zwischen dem ,rio ,branco und dem ,rio ,gssequebo gemeint haben4 ,die ,caraiben kamen an den ,rio ,negro auf beiden ,wegen1 ber die ,landenge beim ,rupunuri und auf dem ,cassiquiare2 aber eine ununterbrochene ,wasserstrae mute den ,indianern als etwas erscheinen1 das fr die ,fremden ungleich mehr ,belang habe1 und der ,orinoco mndet allerdings nicht in den hollndischen ,besitzungen aus1 liegt aber doch denselben sehr nahe4 ,acuas ,aufenthalt an der ,mndung des ,rio ,negro verdankt ,europa nicht nur die erste ,kunde von der ,verbindung zwischen ,amazonenstrom und ,orinoco1 derselbe hatte auch aus dem ,gesichtspunkte der ,humanitt gute ,folgen4 ,texeiras ,mannschaft wollte den ,befehlshaber zwingen1 in den ,rio ,negro einzulaufen1 um ,sklaven zu holen4 ,die beiden ,geistlichen1 ,acua und ,artedia1 legten schriftliche ,verwahrung gegen ein solch ungerechtes und politisch unkluges ,unternehmen ein4 ,sie behaupteten dabei 7und der ,satz ist sonderbar genug71 das ,gewissen gestatte den ,christen nicht1 ,eingeborene zu ,sklaven zu machen1 solche ausgenommen1 die als ,dolmetscher zu dienen htten4 ,was man auch von diesem ,satze halten mag1 auf die hochherzige1 muthvol,ie ,verwahrung der beiden ,geistlichen unterblieb der beabsichtigte ,raubzug4 ,im ,jahr #afhj entwarf der ,geograph ,sanson nach ,acuas ,reisebericht eine ,karte vom ,orinoco und dem ,amazonenstrom4 ,sie ist fr den ,amazonenstrom1 was ,gumillas ,karte so lange fr den untern ,orinoco gewesen4 ,im ganzen ,strich nrdlich vom ,aequator ist sie rein hypothetisch1 und der ,caqueta1 wie schon oben bemerkt1 gabelt sich darauf unter einem rechten ,winkel4 ,der eine ,arm des ,caqueta ist der ,orinoco1 der andere der ,rio ,negro4 ,in dieser ,weise glaubte ,sanson auf der erwhnten ,karte1 und auf einer andern von ganz ,sdamerika aus dem ,jahr #afef1 die unbestimmten ,nachrichten1 welche ,acua im ,jahr #afci ber die ,verzweigungen des ,caqueta und ber die ,verbindungen zwischen ,amazonenstrom und ,orinoco erhalten1 vereinigen zu knnen4 ,die irrige ,vorstellung1 der ,rio ,negro entspringe aus dem ,orinoco oder aus dem ,caqueta1 von dem der ,orinoco nur ein ,zweig wre1 hat sich bis in die ,mitte des achtzehnten ,jahrhunderts erhalten1 wo der ,cassiquiare entdeckt wurde4 ,pater ,fritz war mit einem andern deutschen ,jesuiten1 dem ,pater ,richler1 nach ,quito gekommen2 er entwarf im ,jahr #afij eine ,karte des ,amazonenstroms1 die beste1 die man vor ,la ,condamines ,reise besa4 ,nach dieser ,karte richtete sich der franzsische ,akademiker auf seiner ,flufahrt1 wie ich auf dem ,orinoco nach den ,karten von ,la ,cruz und ,caulin4 ,es ist auffallend1 da ,pater ,fritz bei seinem langen ,aufenthalt am ,amazonenstrom 7der ,commandant eines portugiesischen ,forts hielt ihn zwei ,jahre gefangen7 keine ,kunde vom ,cassiquiare erhalten haben soll4 ,die geschichtlichen ,notizen1 die er auf dem ,rand seiner handschriftlichen ,karte beigesetzt und die ich in neuester ,zeit sorgfltig untersucht habe1 sind sehr mangelhaft2 auch sind ihrer nicht viele4 ,er lt eine ,bergkette zwischen den beiden ,flusystemen streichen und rckt nur einen der ,zweige1 die den ,rio ,negro bilden1 nahe an einen ,nebenflu des ,orinoco1 der1 der ,lage nach1 der ,rio ,caura zu seyn scheint4 ,in den hundert ,jahren zwischen ,acuas ,reise und der ,entdeckung des ,cassiquiare durch ,pater ,roman blieb ,alles im ,ungewissen4 ,die ,verzweigung des ,orinoco und des ,amazonenstroms durch den ,rio ,negro und eine ,gabeltheilung des ,caqueta1 die ,sanson aufgebracht und die ,pater ,fritz und ,blaeuw verwarfen1 erschienen auf de l',isles ersten ,karten wieder2 aber gegen das ,ende seines ,lebens gab der berhmte ,geograph sie wieder auf4#bb ,da man sich hinsichtlich der ,art und ,weise der ,verbindung geirrt1 war man schnell bei der ,hand und zog die ,verbindung selbst in ,abrede4 ,es ist wirklich sehr merkwrdig1 da zur ,zeit1 wo die ,portugiesen am hufigsten den ,amazonenstrom1 den ,rio ,negro und den ,cassiquiare hinauffuhren1 und wo ,pater ,gumillas ,briefe 7durch die natrliche ,fluverzweigung7 vom untern ,orinoco nach ,gran-,para gelangten1 dieser selbe ,missionr sich alle ,mhe gab1 in ,europa die ,meinung zu verbreiten1 da die ,becken des ,orinoco und des ,amazonenstroms vllig von einander geschieden seyen4 ,er versichert1 er sey fters ersteren ,flu bis zum ,raudal von ,tabaje1 unter #ad der ,breite1 hinaufgefahren und habe niemals einen ,flu1 den man fr den ,rio ,negro htte halten knnen1 abgehen oder hereinkommen sehen4 ,zudem1 fhrt er fort1 luft eine groe ,cordillere#bc von ,ost und ,west und lt die ,gewsser nicht in einander mnden1 wie sie auch alle ,errterung ber die angebliche ,verbindung beider ,strme ganz berflssig macht4 ,pater ,gumillas ,irrthmer entspringen daher1 da er der festen ,ueberzeugung war1 auf dem ,orinoco bis zum ,parallel von #ad gekommen zu seyn4 ,er irrte sich um mehr als fnf ,grad zehn ,minuten in der ,breite2 denn in der ,mission ,atures1 #ac ,meilen sdwrts von den ,stromschnellen von ,tabaje1 fand ich die ,breite #ecgcd4 ,da ,pater ,gumilla nicht weit ber den ,einflu des ,meta hinaufgekommen1 so ist es nicht zu verwundern1 da er die ,gabeltheilung des ,orinoco nicht gekannt hat1 die1 den ,krmmungen des ,flusses nach1 #abj ,meilen vom ,raudal von ,tabaje liegt4 ,dieser ,missionr1 der drei ,jahre am untern ,orinoco gelebt hat 7nicht dreiig1 wie durch seine ,uebersetzer in ,umlauf gekommen71 htte sich darauf beschrnken sollen1 zu berichten1 was er bei seinen ,fahrten auf dem ,apure1 dem ,meta und ,orinoco von ,guayana ,vieja bis in die ,nhe des ersten groen ,katarakts mit eigenen ,augen gesehn4 ,sein ,werk 7das erste ber diese ,lnder vor ,caulins und ,gilis ,schriften7 wurde ,anfangs gewaltig erhoben1 und spter in den spanischen ,colonien um so weiter und zu weit herabgesetzt4 ,allerdings begegnet man im ,orinoco illustrado nicht der genauen ,kenntni der ,oertlichkeiten1 der naiven ,einfalt1 wodurch die ,berichte der ,missionre einen gewissen ,reiz erhalten2 der ,styl ist geknstelt und die ,sucht zu bertreiben gibt sich berall kund2 trotz dieser ,fehler finden sich in ,pater ,gumillas ,buch sehr richtige ,ansichten ber die ,sitten und die natrlichen ,anlagen der verschiedenen ,vlkerschaften am untern ,orinoco und in den ,llanos am ,casanare4 ,auf seiner denkwrdigen ,fahrt auf dem ,amazonenstrom im ,jahr #agdc hatte ,la ,condamine zahlreiche ,belege fr die vom spanischen ,jesuiten gelugnete ,verbindung zwischen beiden ,strmen gesammelt4 ,als den bndigsten derselben sah er damals die nicht verdchtige ,aussage einer ,cauriacani-,indianerin an1 mit der er gesprochen und die vom ,orinoco 7von der ,mission ,pararuma#bd7 im ,canoe nach ,gran-,para gelangt war4 ,ehe ,la ,condamine in das ,vaterland zurckkam1 setzten die ,fahrt des ,pater ,manuel ,roman und der ,umstand1 da ,missionre vom ,orinoco und vom ,amazonenstrom sich zufllig begegneten1 die ,thatsache1 die zuerst ,acua kund geworden1 auer allen ,zweifel4 ,auf den ,streifzgen zur ,sklavenjagd1 welche seit der ,mitte des siebzehnten ,jahrhunderts unternommen wurden1 waren die ,portugiesen nach und nach aus dem ,rio ,negro ber den ,cassiquiare in das ,bett eines groen ,stromes gekommen1 von dem sie nicht wuten1 da es der ,orinoco sey4 ,ein fliegendes ,lager der ,tropa de rescate#be leistete diesem unmenschlichen ,handel ,vorschub4 ,man hetzte die ,eingeborenen1 sich zu bekriegen1 und kaufte dann die ,gefangenen los2 und um dem ,sklavenhandel einen ,anstrich von ,rechtmigkeit zu geben1 gingen ,geistliche mit der ,tropa de rescate1 die untersuchten1 ob diejenigen1 welche ,sklaven verkauften1 auch dazu berechtigt seyen1 weil sie dieselben in offenem ,kampfe zu ,gefangenen gemacht ,vom ,jahr #agcg an wiederholten sich diese ,zge der ,portugiesen an den obern ,orinoco sehr oft4 ,die ,gier1 ,sklaven 7poitos7 gegen ,beile1 ,fischangeln und ,glaswaaren zu vertauschen1 trieb die indianischen ,vlkerschaften zum blutigen ,streit gegen einander4 ,die ,quipunaves1 unter ihrem tapfern und grausamen ,huptling ,macapu1 waren vom ,inirida zum ,zusammenflu des ,atabapo und des ,orinoco herabgekommen4 ,sie verkauften1 sagt der ,missionr ,gili1 die ,gefangenen1 die sie nicht verzehrten4 ,ueber diesem ,treiben wurden die ,jesuiten am untern ,orinoco unruhig1 und der ,superior der spanischen ,missionen1 ,pater ,roman1 ein vertrauter ,freund ,gumillas1 fate muthig den ,entschlu1 ohne ,begleitung von spanischen ,soldaten ber die groen ,katarakten hinaufzugehen und die ,quipunaves heimzusuchen4 ,er ging am #d4 ,februar #agdd von ,carichana ab2 angelangt am ,zusammenflu des ,guaviare1 des ,atabapo und des ,orinoco1 an der ,stelle1 wo letzterer ,flu aus seiner ,richtung von ,ost nach ,west rasch in die von ,sd nach ,nord bergeht1 sah er von weitem eine ,pirogue1 so gro wie die seinige1 voll von europisch gekleideten ,leuten4 ,er lie1 gem der ,sitte der ,missionre1 wenn sie in unbekanntem -,land auf dem ,wasser sind1 als ,friedenszeichen das ,crucifix am ,vordertheil seines ,fahrzeugs aufpflanzen4 ,die ,weien 7es waren portugiesische ,sklavenhndler vom ,rio ,negro7 erkannten mit ,jubel das ,ordenskleid des heiligen ,ignatius4 ,sie verwunderten sich1 als sie hrten1 der ,flu1 auf dem diese ,begegnung stattgefunden1 sey der ,orinoco1 und sie nahmen ,pater ,roman ber den ,cassiquiare in die ,niederlassungen am ,rio ,negro mit sich4 ,der ,superior der spanischen ,missionen sah sich genthigt1 beim fliegenden ,lager der ,tropa de rescate zu verweilen1 bis der portugiesische ,jesuit ,avogadri1 der in ,geschften nach ,gran-,para gegangen1 zurck war4 ,auf demselben ,wege1 ber den ,cassiquiare und den obern ,orinoco1 fuhr ,pater ,roman mit seinen ,salivas-,indianern nach ,pararuma1 etwas nrdlich von ,carichana1 zurck1 nachdem er sieben ,monate ausgewesen4 ,er ist der erste ,weie1 der vom ,rio ,negro1 und somit aus dem ,becken des ,amazonenstroms 7ohne seine ,canoes ber einen ,trageplatz schaffen zu lassen7 in das ,becken des ,orinoco gelangt ist4 ,die ,kunde dieser merkwrdigen ,fahrt verbreitete sich so rasch1 da ,la ,condamine in einer ffentlichen ,sitzung der ,akademie sieben ,monate nach ,pater ,romans ,rckkehr nach ,pararuma ,mittheilung davon machen konnte4 ,er sagt3 ,die nunmehr beglaubigte ,verbindung des ,orinoco und des ,amazonenstroms kann um so mehr fr eine geographische ,entdeckung gelten1 als zwar diese ,verbindung auf den alten ,karten 7nach ,acuas ,berichten7 angegeben ist1 aber von den heutigen ,geographen auf den neuen ,karten1 wie auf ,verabredung1 weggelassen wird4 ,es ist die nicht das erstemal1 da etwas fr fabelhaft gegolten hat1 was doch vollkommen richtig war1 da man die ,kritik zu weit trieb1 und da diese ,verbindung von ,leuten fr chimrisch erklrt wurde1 die am besten davon htten wissen sollen4 ,seit ,pater ,romans ,fahrt im ,jahr #agdd hat in spanisch ,guyana und an den ,ksten von ,cumana und ,caracas kein ,mensch mehr die ,existenz des ,cassiquiare und die ,gabeltheilung des ,orinoco in ,zweifel gezogen4 ,sogar ,pater ,gumilla1 den ,bouguer in ,carthagena de ,indias getroffen hatte1 gestand1 da er sich geirrt1 und kurz vor seinem ,tode las er ,pater ,gili ein fr eine neue ,ausgabe seiner ,geschichte des ,orinoco bestimmtes ,supplement vor1 in dem er munter#bf erzhlte1 in welcher ,weise er enttuscht worden4 ,durch ,ituriagas und ,solanos ,grenzexpedition wurden die geographischen ,verhltnisse des obern ,orinoco und die ,verzweigung dieses ,flusses mit dem ,rio ,negro vollends genau bekannt4 ,solano lie sich im ,jahr #agef an der ,mndung des ,atabapo nieder1 und von nun an fuhren spanische und portugiesische ,commissre mit ihren ,piroguen oft ber den ,cassiquiare vom untern ,orinoco an den ,rio ,negro1 um sich in ihren ,hauptquartieren ,cabruta#bg und ,mariva zu besuchen4 ,seit #agfg kamen regelmig jedes ,jahr zwei bis drei ,piroguen von der ,schanze ,san ,carlos ber die ,gabeltheilung des ,orinoco nach ,angostura1 um ,salz und den ,sold fr die ,truppen zu holen4 ,diese ,fahrten von einem ,flubecken in das andere durch den natrlichen ,canal des ,cassiquiare machen jetzt bei den ,colonisten so wenig ,aufsehen mehr1 als wenn ,schiffe die ,loire herab auf dem ,canal von ,orleans in die ,seine kommen4 ,seit ,pater ,romans ,fahrt im ,jahr #agdd war man in den spanischen ,besitzungen in ,amerika von der ,richtung des obern ,orinoco von ,ost nach ,west und von der ,art seiner ,verbindung mit dem ,rio ,negro genau unterrichtet1 aber in ,europa wurde letztere erst weit spter bekannt4 ,noch im ,jahr #agej nahmen ,la ,condamine und d',anvil,ie an1 der ,orinoco sey ein ,arm des ,caqueta1 der von ,sdost herkomme1 und der ,rio ,negro entspringe unmittelbar daraus4 ,erst in einer zweiten ,ausgabe seines ,sdamerika lt d',anville1 ohne gleichwohl eine ,verzweigung des ,caqueta vermittelst des ,iniricha 7,inirida7 mit dem ,orinoco und dem ,rio ,negro aufzugeben1 den ,orinoco im ,osten in der ,nhe der ,quellen des ,rio ,branco entspringen und gibt er den ,rio ,cassiquiare an1 der vom obern ,orinoco zum ,rio ,negro luft4 ,wahrscheinlich hatte sich der unermdliche ,forscher durch seinen starken ,verkehr mit den ,missionren1 die damals1 wie noch jetzt1 fr das eigentliche ,herz der ,festlnder die einzigen geographischen ,autoritten waren1 ,nachweisungen ber die ,art der ,gabeltheilung verschafft4 ,hinsichtlich des ,zusammenflusses des ,cassiquiare mit dem ,rio ,negro irrte er sich um #c ,breitegrade1 aber die ,lage des ,atabapo und der bewaldeten ,landenge1 ber die ich von ,javita an den ,rio ,negro gekommen1 gibt er schon ziemlich richtig an4 ,durch die in den ,jahren #agge und #aggh verffentlichten ,karten von la ,cruz ,olmedilla#bh und ,surville sind1 neben ,pater ,caulins ,werke1 die ,arbeiten der ,grenzexpedition am besten bekannt geworden2 denn die zahlreichen ,widersprche darauf beziehen sich auf die ,quellen des ,orinoco und des ,rio ,branco1 nicht auf den ,lauf des ,cassiquiare und des ,rio ,negro1 die so richtig angegeben sind1 als man es beim gnzlichen ,mangel an astronomischen ,beobachtungen verlangen kann4 ,so stand es mit den hydrographischen ,entdeckungen im ,innern von ,guyana1 als kurze ,zeit vor meinem ,abgang von ,europa ein ,gelehrter1 dessen ,arbeiten die ,geographie so bedeutend gefrdert haben1 ,acuas ,bericht1 die ,karte des ,paters ,samuel ,fritz und la ,cruz ,olmedillas ,sdamerika noch einmal nher prfen zu mssen glaubte4 ,die politischen ,verhltnisse in ,frankreich machten vielleicht1 da sich ,buache nicht verschaffen oder nicht bentzen konnte1 was ,caulin und ,gili geschrieben1 die zwei ,missionre1 die am ,orinoco lebten1 als die ,grenzexpedition zwischen der spanischen ,schanze am ,rio ,negro und der ,stadt ,angostura1 ber den ,cassiquiare und den obern ,orinoco1 den ,verkehr erffnete1 der ber ein halbes ,jahrhundert regelmig im ,gange war4 ,auf der im ,jahr #agih erschienenen ,carte gnral de la ,guyane ist der ,cassiquiare und das ,stck des obern ,orinoco ostwrts von ,esmeralda als ein ,nebenflu des ,rio ,negro1 der mit dem ,orinoco gar nicht zusammenhngt1 dargestellt4 ,eine ,bergkette streicht ber die ,ebene1 welche die ,landenge zwischen dem ,tuamini und dem ,pimichin bildet4 ,diese ,kette lt die ,karte gegen ,nordost fortlaufen und zwischen den ,gewssern des ,orinoco und denen des ,rio ,negro und ,cassiquiare1 zwanzig ,meilen westlich von ,esmeralda1 eine ,wasserscheide bilden4 ,in einer ,anmerkung auf der ,karte heit es3 die schon lange her angenommene ,verbindung zwischen dem ,orinoco und dem ,amazonenstrom sey eine geographische ,ungeheuerlichkeit1 die ,olmedillas ,karte ohne allen ,grund in der ,welt verbreitet1 und um die ,vorstellungen ber diesen ,punkt zu berichtigen1 habe man die ,richtung der groen ,bergkette1 welche die ,wasserscheide bilde1 zu ermitteln4 ,ich war so glcklich1 diese ,bergkette an ,ort und ,stelle zu ermitteln4 ,ich bernachtete am #bd4 ,mai mit meiner ,pirogue am ,stcke des ,orinoco1 wo nach ,buaches ,annahme eine ,cordillere ber das ,flubett laufen sollte4 ,befnde sich an diesem ,punkt eine ,wasserscheide1 so htte ich die ersten zwanzig ,meilen westwrts von ,esmeralda einen ,flu hinauf1 statt1 wie ich gethan1 mit rascher ,strmung hinabfahren mssen4 ,derselbe ,flu1 der ostwrts von dieser ,mission entspringt und einen ,arm 7den ,cassiquiare7 an den ,rio ,negro abgibt1 luft ohne ,unterbrechung ,santa ,barbara und ,san ,fernando de ,atabapo zu4 ,es ist die das ,stck des ,orinoco1 das von ,sdost nach ,nordwest gerichtet ist und bei den ,indianern ,rio ,paragua heit4 ,nachdem er seine ,gewsser mit denen des ,guaviare und des ,atabapo vermischt1 wendet sich derselbe ,flu gegen ,norden und geht durch die groen ,katarakten4 ,alle diese ,punkte sind auf der groen ,karte von la ,cruz im ,ganzen gut angegeben2 ohne ,zweifel hat aber ,buache vorausgesetzt1 bei den verschiedenen ,fahrten1 die zwischen ,amazonenstrom und ,orinoco ausgefhrt worden seyn sollten1 seyen die ,canoes von einem ,nebenflu zum andern ber irgend einen ,trageplatz 7arastradero7 geschleppt worden4 ,dem geachteten ,geographen lag die ,annahme1 die ,flsse laufen in ,wirklichkeit nicht so1 wie die neueren spanischen ,karten angeben1 desto nher1 als auf denselben ,karten um den ,see ,parime herum 7das angebliche1 #fjj ,quadratmeilen groe weie ,meer7 die seltsamsten1 unwahrscheinlichsten ,fluverzweigungen vorkommen4 ,man knnte auf den ,orinoco anwenden1 was ,pater ,acua vom ,amazonenstrom sagt1 dessen ,wunder er beschreibt3 ,nacieron hermanadas en las cosas grandes la novedad y el descredito4#bi ,htten die ,vlker in den ,niederungen von ,sdamerika ,theil gehabt an der ,cultur1 welche in der kalten ,alpregion verbreitet war1 so htte dieses ungeheure ,mesopotamien zwischen ,orinoco und ,amazonenstrom die ,entwicklung ihres ,gewerbfleies gefrdert1 ihren ,handel belebt1 den gesellschaftlichen ,fortschritt beschleunigt4 ,in der alten ,welt sehen wir berall einen solchen ,einflu der ,oertlichkeit auf die keimende ,cultur der ,vlker4 ,die ,insel ,meroe zwischen dem ,astaboras und dem ,nil1 das ,pendjab des ,indus1 das ,duab des ,ganges1 das ,mesopotamien des ,euphrat sind glnzende ,belege dafr in den ,annalen des ,menschengeschlechts4 ,aber die schwachen ,vlkerstmme1 die auf den ,grasfluren und in den ,wldern von ,sdamerika herumziehen1 haben aus den ,vorzgen ihres ,bodens und den ,verzweigungen ihrer ,flsse gar wenig ,nutzen gezogen4 ,die ,einflle der ,caraiben1 die weither den ,orinoco1 den ,cassiquiare und ,rio ,negro heraufkamen1 um ,sklaven zu rauben1 rttelten ein paar versunkene ,vlkerschaften aus ihrer ,trgheit auf und zwangen sie ,vereine zur gemeinsamen ,vertheidigung zu bilden2 aber das wenige ,gute1 das diese ,kriege mit den ,caraiben 7den ,beduinen der ,strme ,guyanas7 mit sich gebracht1 war ein schlechter ,ersatz fr die ,uebel1 die sie zur ,folge hatten1 ,verwilderung der ,sitten und ,verminderung der ,bevlkerung4 ,unzweifelhaft hat die ,terrainbildung ,griechenlands1 die mannigfaltige ,gestaltung des ,landes1 seine ,zertheilung durch kleine ,bergketten und ,busen des ,mittelmeers1 in den ,anfngen der ,cultur die geistige ,entwicklung der ,hellenen bedeutend gefrdert4 ,aber dieser ,einflu des ,klimas und der ,bodenbildung uert sich nur da in seiner ganzen ,strke1 wo ,menschenstmme mit glcklicher ,begabung nach ,geist und ,gemth einen ,ansto von auen erhalten4 ,gewinnt man einen ,ueberblick ber die ,geschichte unseres ,geschlechts1 so sieht man diese ,mittelpunkte antiker ,cultur da und dort gleich ,lichtpunkten ber den ,erdball verstreut1 und gewahrt mit ,ueberraschung1 wie ungleich die ,gesittung unter ,vlkern ist1 die fast unter demselben ,himmelsstriche wohnen und ber deren ,wohnsitze scheinbar die ,natur dieselben ,segnungen verbreitet hat4 ,seit ich den ,orinoco und den ,amazonenstrom verlassen habe1 bereitet sich fr die gesellschaftlichen ,verhltnisse der ,vlker des ,occidents eine neue ,aera vor4 ,auf den ,jammer der brgerlichen ,zwiste werden die ,segnungen des ,friedens und eine freiere ,entwicklung aller ,gewerbthtigkeit folgen4 ,da wird denn die europische ,handelswelt jene ,gabeltheilung des ,orinoco1 jene ,landenge am ,puamini1 durch die so leicht ein knstlicher ,kanal zu ziehen ist1 ins ,auge fassen4 ,da wird der ,cassiquiare1 ein ,strom1 so breit wie der ,rhein und #ahj ,seemeilen lang1 nicht mehr umsonst eine schiffbare ,linie zwischen zwei ,strombecken bilden1 die #aij1jjj ,quadratmeilen ,oberflche haben4 ,das ,getreide aus ,neu-,grenada wird an die ,ufer des ,rio ,negro kommen1 von den ,quellen des ,napo und des ,ucayale1 von den ,anden von ,quito und ,ober-,peru wird man zur ,mndung des ,orinoco herabfahren1 und die ist so weit1 wie von ,tombuctu nach ,marseille4 ,ein ,land1 neun bis zehnmal grer als ,spanien und reich an den mannigfaltigsten ,produkten1 kann mittelst des ,naturcanals des ,cassiquiare und der ,gabeltheilung der ,flsse nach allen ,richtungen hin befahren werden4 ,eine ,erscheinung1 die eines ,tags von bedeutendem ,einflu auf die politischen ,verhltnisse der ,vlker seyn mu1 verdiente es gewi1 da man sie genau ins ,auge fate4 ,fnfundzwanzigstes ,kapitel4 ,der obere ,orinoco von ,esmeralda bis zum ,einflu des ,guaviare4 -- ,zweite ,fahrt durch die ,katarakten von ,atures und ,maypures4 -- ,der untere ,orinoco zwischen der ,mndung des ,apure und ,angostura1 der ,hauptstadt von spanisch ,guyana4 ,noch habe ich von der einsamsten1 abgelegensten christlichen ,niederlassung am obern ,orinoco zu sprechen4 ,gegenber dem ,punkte1 wo die ,gabeltheilung erfolgt1 auf dem rechten ,ufer des ,flusses erhebt sich amphitheatralisch der ,granitbergstock des ,duida4 ,dieser ,berg1 den die ,missionre einen ,vulkan nennen1 ist gegen #hjjj ,fu hoch4 ,er nimmt sich1 da er nach ,sd und ,west steil abfllt1 uerst groartig aus4 ,sein ,gipfel ist kahl und steinigt2 aber berall1 wo auf den weniger steilen ,abhngen ,dammerde haftet1 hngen an den ,seiten des ,duida gewaltige ,wlder wie in der ,luft4 ,an seinem ,fue liegt die ,mission ,esmeralda1 ein ,drschen mit #hj ,einwohnern1 auf einer herrlichen1 von ,bchen mit schwarzem1 aber klarem ,wasser durchzogenen ,ebene1 einem wahren ,wiesengrund1 auf dem in ,gruppen die ,mauritiapalme1 der amerikanische ,sagobaum1 steht4 ,dem ,berge zu1 der nach meiner ,messung #gcjj ,toisen vom ,missionskreuz liegt1 wird die sumpfigte ,wiese zur ,savane1 die um die untere ,region der ,cordillere herluft4 ,hier trifft man ungemein groe ,ananas von kstlichem ,geruch3 ,diese ,bromeliaart wchst immer einzeln zwischen den ,grsern1 wie bei uns ,colchicum autumnale1 whrend der ,karatas1 eine andere ,art derselben ,gattung1 ein geselliges ,gewchs ist gleich unsern ,heiden und ,heidelbeeren4 ,die ,ananas von ,esmeralda sind in ganz ,guyana berhmt4 ,in ,amerika wie in ,europa gibt es fr die verschiedenen ,frchte gewisse ,landstriche1 wo sie zur grten ,vollkommenheit gedeihen4 ,man mu auf der ,insel ,margarita oder in ,cumana ,sapotillen 7,achras71 in ,loxa in ,peru ,chilimoyas 7sehr verschieden vom ,corossol oder der ,anona der ,antillen71 in ,caracas ,granadillas oder ,parchas1 in ,esmeralda und auf ,cuba ,ananas gegessen haben1 um die ,lobsprche1 womit die ltesten ,reisenden die ,kstlichkeit der ,produkte der heien ,zone preisen1 nicht bertrieben zu finden4 ,die ,ananas sind die ,zierde der ,felder bei der ,havana1 wo sie in ,reihen neben einander gezogen werden2 an den ,abhngen des ,duida schmcken sie den ,rasen der ,savanen1 wenn ihre gelben1 mit einem ,bschel silberglnzender ,bltter gekrnten ,frchte ber den ,setarien1 den ,paspalum und ein paar ,cyperaceen emporragen4 ,dieses ,gewchs1 das die ,indianer ,ana-curua nennen1 verbreitete sich schon im sechzehnten ,jahrhundert im innern ,china1 und noch in neuester ,zeit fanden es englische ,reisende mit andern1 unzweifelhaft amerikanischen ,gewchsen 7,mais1 ,manioc1 ,melonenbaum1 ,tabak1 ,piment7 an den ,ufern des ,rio ,congo in ,afrika4 ,in ,esmeralda ist kein ,missionr4 ,der ,geistliche1 der hier ,messe lesen soll1 sitzt in ,santa ,barbara1 ber #ej ,meilen weit4 ,er braucht den ,flu herauf vier ,tage1 er kommt daher auch nur fnf oder sechsmal im ,jahr4 ,wir wurden von einem alten ,soldaten sehr freundlich aufgenommen2 der ,mann hielt uns fr catalonische ,krmer1 die in den ,missionen ihren ,kleinhandel treiben wollten4 ,als er unsere ,papierballen zum ,pflanzentrocknen sah1 lchelte er ber unsere naive ,unwissenheit ,ihr kommt in ein ,land1 sagte er1 wo dergleichen ,waare keinen ,absatz findet4 ,geschrieben wird hier nicht viel1 und trockene ,mais-1 ,platano- 7,bananen7 und ,vijaho- 7,heliconia7 ,bltter brauchen wir hier1 wie in ,europa das ,papier1 um ,nadeln1 ,fischangeln und andere kleine ,sachen1 die man sorgfltig aufbewahren will1 einzuwickeln4 ,der alte ,soldat vereinigte in seiner ,person die brgerliche und die geistliche ,behrde4 ,er lehrte die ,kinder1 ich sage nicht den ,catechismus1 aber doch den ,rosenkranz beten1 er lutete die ,glocken zum ,zeitvertreib1 und im geistlichen ,amtseifer bediente er sich zuweilen seines ,ksterstocks in einer ,weise1 die den ,eingeborenen schlecht behagte4 ,so klein die ,mission ist1 werden in ,esmeralda doch drei indianische ,sprachen gesprochen3 ,idapaminarisch1 ,catarapeisch und ,maquiritanisch4 ,letztere ,sprache ist am obern ,orinoco vom ,einflu des ,ventuari bis zu dem des ,padamo die herrschende1 wie am untern ,orinoco das ,caraibische1 am ,einflu des ,apure das ,otomakische1 bei den groen ,katarakten das ,tamanakische und ,maypurische und am ,rio ,negro das ,maravitanische4 ,es sind die die fnf oder sechs verbreitetsten ,sprachen4 ,wir wunderten uns1 in ,esmeralda viele ,zambos1 ,mulatten und andere ,farbige anzutreffen1 die sich aus ,eitelkeit ,spanier nennen und sich fr wei halten1 weil sie nicht roth sind wie die ,indianer4 ,diese ,menschen fhren ein jmmerliches ,leben4 ,sie sind meist als ,verwiesene 7desterrados7 hier4 ,um im innern ,lande1 das man gegen die ,portugiesen absperren wollte1 in der ,eile ,colonien zu grnden1 hatte ,solano in den ,llanos und bis zur ,insel ,margarita hin ,landstreicher und ,uebelthter1 denen die ,justiz bis dahin vergeblich nachgesprt1 zusammengerafft und sie den ,orinoco hinaufgefhrt1 wo sie mit den unglcklichen1 aus den ,wldern weggeschleppten ,indianern zusammengethan wurden4 ,durch ein mineralogisches ,miverstndni wurde ,esmeralda berhmt4 ,der ,granit des ,duida und des ,maraguaca enthlt in offenen ,gngen schne ,bergkrystalle1 die zum ,theil sehr durchsichtig1 zum ,theil mit ,chlorit 7,talkglimmer7 gefrbt und mit ,actinot 7,strahlstein7 gemengt sind2 man hatte sie fr ,diamanten und ,smaragden 7,esmeralda7 gehalten4 ,so nahe den ,quellen des ,orinoco trumte man in diesen ,bergen von nichts als vom ,dorado1 der nicht weit seyn konnte1 vom ,see ,parime und von den ,trmmern der groen ,stadt ,manoa4 ,ein ,mann1 der wegen seiner ,leichtglubigkeit und seiner ,sucht zur ,uebertreibung noch jetzt im ,lande wohlbekannt ist1 ,don ,apollinario ,diez de la ,fuente1 nahm den vollklingenden ,titel eines ,capitan poblador und ,cabo militar des ,forts am ,cassiquiare an4 ,dieses ,fort bestand in ein paar mit ,brettern verbundenen ,baumstmmen1 und um die ,tuschung vollstndig zu machen1 sprach man in ,madrid fr die ,mission ,esmeralda1 ein ,drschen von zwlf bis fnfzehn ,htten1 die ,gerechtsame einer ,villa an4 ,es ist zu besorgen1 da ,don ,apollinario1 der in der ,folge ,statthalter der ,provinz los ,quixos im ,knigreich ,quito wurde1 bei ,entwerfung der ,karten von la ,cruz und ,surville die ,hand im ,spiel gehabt hat4 ,da er die ,windstriche des ,compasses kannte1 nahm er keinen ,anstand1 in den zahlreichen ,denkschriften1 die er dem ,hof bermachte1 sich ,cosmograph der ,grenzexpedition zu nennen4 ,whrend die ,befehlshaber dieser ,expedition ,von der ,existenz der ,nueva ,villa de ,esmeralda berzeugt waren1 so wie vom ,reichthum des ,cerro ,duida an kostbaren ,mineralien1 da doch nichts darin zu finden ist1 als ,glimmer1 ,bergkrystall1 ,actinot und ,rutil1 ging eine aus den ungleichartigsten ,elementen bestehende ,colonie allgemach wieder zu ,grunde4 ,die ,landstreicher aus den ,llanos hatten so wenig ,lust zur ,arbeit als die ,indianer1 die gezwungen unter der ,glocke lebten4 ,ersteren diente ihr ,hochmuth zu weiterer ,rechtfertigung ihrer ,faulheit4 ,in den ,missionen nennt sich jeder ,farbige1 der nicht geradezu schwarz ist wie ein ,afrikaner oder kupferfarbig wie ein ,indianer1 einen ,spanier2 er gehrt zur gente de razon1 zur vernunftbegabten ,race1 und diese1 wie nicht zu lugnen1 hie und da bermthige und arbeitsscheue ,vernunft redet den ,weien und denen1 die es zu seyn glauben1 ein1 der ,landbau sey ein ,geschft fr ,sklaven1 fr ,poitos1 und fr neubekehrte ,indianer4 ,die ,colonie ,esmeralda war nach dem ,muster der neuhollndischen gegrndet1 wurde aber keineswegs eben so weise regiert4 ,da die amerikanischen ,colonisten von ihrem ,heimathland nicht durch ,meere1 sondern durch ,wlder und ,savanen geschieden waren1 so verliefen sie sich1 die einen nach ,nord1 dem ,caura und ,carony zu1 die andern nach ,sd in die portugiesischen ,besitzungen4 ,so hatte es mit der ,herrlichkeit der ,villa und den ,smaragdgruben am ,duida nach wenigen ,jahren ein ,ende1 und ,esmeralda galt wegen der furchtbaren ,insektenmasse1 welche das ganze ,jahr die ,luft verfinstert1 bei den ,ordensleuten fr einen fluchwrdigen ,verbannungsort4 ,ich erwhnte oben1 da der ,vorsteher der ,missionen den ,laienbrdern1 um sie in der ,zucht zu halten1 zuweilen droht1 sie nach ,esmeralda zu schicken2 man wird damit1 wie die ,mnche sagen1 zu den ,moskitos verurtheilt1 verurtheilt1 von den summenden ,mcken 7zancudos gritones7 gefressen zu werden1 die ,gott den ,menschen zur ,strafe erschaffen hat4 ,einer so seltsamen ,strafe unterlagen aber nicht immer nur ,laienbrder4 ,im ,jahr #aghh brach in der ,ordenswelt eine der ,revolutionen aus1 die einem in ,europa nach den ,vorstellungen1 die man von den friedlichen ,zustnden der christlichen ,niederlassungen in der neuen ,welt hat1 fast unbegreiflich sind4 ,schon lngst htten die ,franciskaner1 die in ,guyana saen1 gerne eine ,republik fr sich gebildet und sich vom ,collegium von ,piritu in ,nueva ,barcelona unabhngig gemacht4 ,mivergngt1 da zum wichtigen ,amte eines ,prsidenten der ,missionen ,fray ,gutierez de ,aquilera von einem ,generalcapitel gewhlt und vom ,knige besttigt worden1 traten fnf oder sechs ,mnche vom obern ,orinoco1 ,cassiquiare und ,rio ,negro in ,san ,fernando de ,atabapo zusammen1 whlten in aller ,eile1 und aus ihrer eigenen ,mitte1 einen neuen ,superior und lieen den alten1 der zu seinem ,unglck zur ,visitation ins ,land kam1 festnehmen4 ,man legte ihm ,fuschellen an1 warf ihn in ein ,canoe und fhrte ihn nach ,esmeralda als ,verbannungsort4 ,da es von der ,kste zum ,schauplatz dieser ,emprung so weit war1 so hofften die ,mnche1 ihre ,frevelthat werde jenseits der groen ,katarakten lange nicht bekannt werden4 ,man wollte ,zeit gewinnen1 um zu intriguiren1 zu negociiren1 um ,anklageakten aufzusetzen und all die kleinen ,rnke spielen zu lassen1 durch die man berall in der ,welt die ,ungltigkeit einer ersten ,wahl darthut4 ,der alte ,superior seufzte in seinem ,kerker zu ,esmeralda2 ja er wurde von der furchtbaren ,hitze und dem bestndigen ,hautreiz durch die ,moskitos ernstlich krank4 ,zum ,glck fr die gestrzte ,autoritt blieben die meuterischen ,mnche nicht einig4 ,einem ,missionr vom ,cassiquiare wurde bange1 wie dieser ,handel enden sollte2 er frchtete verhaftet und nach ,cadix geschickt zu werden1 oder1 wie man in den ,colonien sagt1 baxo partido de registro2 aus ,angst wurde er seiner ,partei untreu und machte sich unversehens davon4 ,man stellte an der ,mndung des ,atabapo1 bei den groen ,katarakten1 berall wo der ,flchtling auf dem ,weg zum untern ,orinoco vorberkommen mute1 ,indianer als ,wachen auf4 ,trotz dieser ,maaregeln kam er nach ,angostura und von da in das ,missionscollegium von ,piritu2 er gab seine ,collegen an und erhielt zum ,lohn fr seine ,aussage den ,auftrag1 die zu verhaften1 mit denen er sich gegen den ,prsidenten der ,missionen verschworen hatte4 ,in ,esmeralda1 wo man von den politischen ,strmen1 die seit dreiig ,jahren das alte ,europa erschttern1 noch gar nicht hat sprechen hren1 ist der sogenannte alboroto de los frailes 7die ,meuterei der ,mnche7 noch immer eine wichtige ,begebenheit4 ,hier zu ,land1 wie im ,orient1 wei man nur von ,revolutionen1 die von den ,gewalthabern selbst ausgehen1 und wir haben gesehen1 da sie in ihren ,folgen eben nicht sehr bedenklich sind4 ,wenn die ,villa ,esmeralda mit ihrer ,bevlkerung von #ab--ae ,familien gegenwrtig fr einen schrecklichen ,aufenthaltsort gilt1 so kommt die nur vom ,mangel an ,anbau1 von der ,entlegenheit von allen bewohnten ,landstrichen und von der furchtbaren ,menge der ,moskitos4 ,die ,lage der ,mission ist ungemein malerisch1 das ,land umher uerst freundlich und sehr fruchtbar4 ,nie habe ich so gewaltig groe ,bananenbschel gesehen2 ,indigo1 ,zucker1 ,cacao kmen vortrefflich fort1 aber man mag sich nicht die ,mhe geben1 sie zu bauen4 ,um den ,cerro ,duida herum gibt es schne ,weiden1 und wenn die ,observanten aus dem ,collegium von ,piritu nur etwas von der ,betriebsamkeit der catalonischen ,kapuziner am ,carony htten1 so liefen zwischen dem ,cunucunumo und dem ,padamo zahlreiche ,heerden4 ,wie die ,sachen jetzt stehen1 ist keine ,kuh1 kein ,pferd vorhanden und die ,einwohner haben oft1 zur ,bue ihrer ,faulheit1 nichts zu essen als ,schinken von ,brllaffen und das ,mehl von ,fischknochen1 von dem in der ,folge die ,rede seyn wird4 ,man baut nur etwas ,manioc und ,bananen2 und wenn der ,fischfang nicht reichlich ausfllt1 so ist die ,bevlkerung eines von der ,natur so hoch begnstigten ,landes dem grausamsten ,mangel preisgegeben4 ,da die wenigen ,canoes1 die vom ,rio ,negro ber den ,cassiquiare nach ,angostura gehen1 nicht gerne nach ,esmeralda hinausfahren1 so lge die ,mission weit besser an der ,stelle1 wo der ,orinoco sich gabelt4 ,sicher wird dieses groe ,land nicht immer so verwahrlost bleiben wie bisher1 da die ,unvernunft des ,mnchsregiments und der ,geist des ,monopols1 der nun einmal allen ,krperschaften eigen ist1 es niederhielten2 ja es lt sich voraussagen1 an welchen ,punkten lngs des ,orinoco ,gewerbflei und ,handel sich am krftigsten entwickeln werden4 ,unter allen ,himmelsstrichen drngt sich die ,bevlkerung vorzglich an den ,mndungen der ,nebenflsse zusammen4 ,durch den ,rio ,apure1 auf dem die ,erzeugnisse der ,provinzen ,barinas und ,metida ausgefhrt werden1 mu die kleine ,stadt ,cabruta eine groe ,bedeutung erhalten2 sie wird mit ,san ,fernando de ,apure concurriren1 wo bis jetzt der ganze ,handel concentrirt war4 ,weiter oben wird sich eine neue ,niederlassung am ,einflu des ,meta bilden1 der ber die ,llanos am ,casanare mit ,neu-,grenada in ,verbindung steht4 ,die zwei ,missionen bei den ,katarakten werden sich vergrern1 weil diese ,punkte durch den ,transport der ,piroguen sehr lebhaft werden mssen2 denn das ungesunde1 nasse ,klima und die furchtbare ,menge der ,moskitos werden dem ,fortschritt der ,cultur am ,orinoco so wenig ,einhalt thun als am ,magdalenenstrom1 sobald einmal ernstliches kaufmnnisches ,interesse neue ,ansiedler herzieht4 ,gewohnte ,uebel werden leichter ertragen1 und wer in ,amerika geboren ist1 hat keine so groen ,schmerzen zu leiden wie der frisch angekommene ,europer4 ,auch wird wohl die allmhlige ,ausrodung der ,wlder in der ,nhe der bewohnten ,orte die schreckliche ,plage der ,mcken etwas vermindern4 ,in ,san ,fernando de ,atabapo1 ,javita1 ,san ,carlos1 ,esmeralda werden wohl 7wegen ihrer ,lage an der ,mndung des ,guaviare1 am ,trageplatz zwischen ,tuamini und ,rio ,negro1 am ,ausflu des ,cassiquiare und am ,gabelungspunkt des obern ,orinoco7 ,bevlkerung und ,wohlstand bedeutend zunehmen4 ,mit diesen fruchtbaren1 aber brach liegenden ,lndern1 durch welche der ,guallaga1 der ,amazonenstrom und der ,orinoco ziehen1 wird es gehen wie mit der ,landenge von ,panama1 dem ,nicaraguasee und dem ,rio ,huasacualco1 durch welche zwei ,meere mit einander in ,verbindung stehen4 ,mangelhafte ,staatsformen konnten seit ,jahrhunderten ,orte1 in denen der ,welthandel seine ,mittelpunkte haben sollte1 in ,wsten verwandeln2 aber die ,zeit ist nicht mehr fern1 wo diese ,fesseln fallen werden2 eine widersinnige ,verwaltung kann sich nicht ewig dem ,gesammtinteresse der ,menschheit entgegenstemmen1 und unwiderstehlich mu die ,cultur in ,lndern einziehen1 welche die ,natur selbst durch die physische ,gestaltung des ,bodens1 durch die erstaunliche ,verzweigung der ,flsse und durch die ,nhe zweier ,meere1 welche die ,ksten ,europas und ,indiens besplen1 zu groen ,geschicken ausersehen hat4 ,esmeralda ist berhmt als der ,ort1 wo am besten am ,orinoco das starke ,gift bereitet wird1 das im ,krieg1 zur ,jagd1 und1 was seltsam klingt1 als ,mittel gegen gastrische ,beschwerden dient4 ,das ,gift der ,ticunas am ,amazonenstrom1 das ,upas-,tieute auf ,java und das ,curare in ,guyana sind die tdtlichsten ,substanzen1 die man kennt4 ,bereits am ,ende des sechzehnten ,jahrhunderts hatte ,ralegh das ,wort ,urari gehrt1 wie man einen ,pflanzenstoff nannte1 mit dem man die ,pfeile vergiftete4 ,indessen war nichts ,zuverlssiges ber dieses ,gift in ,europa bekannt geworden4 ,die ,missionre ,gumilla und ,gili hatten nicht bis in die ,lnder kommen knnen1 wo das ,curare bereitet wird4 ,gumilla behauptete1 diese ,bereitung werde sehr geheim gehalten2 der ,hauptbestandtheil komme von einem unterirdischen ,gewchs1 von einer knolligten ,wurzel1 die niemals ,bltter treibe und rais de si misma 7die ,wurzel an sich7 sey2 durch die giftigen ,dnste aus den ,kesseln gehen die alten ,weiber 7die unntzesten71 die man zur ,arbeit verwende1 zu ,grunde2 endlich1 die ,pflanzensfte erscheinen erst dann concentrirt genug1 wenn ein paar ,tropfen des ,safts auf eine gewisse ,entfernung eine ,repulsivkraft auf das ,blut ausben4 ,ein ,indianer ritzt sich die ,haut2 man taucht einen ,pfeil in das flssige ,curare und bringt ihn der ,stichwunde nahe4 ,das ,gift gilt fr gehrig concentrirt1 wenn es das ,blut in die ,gefe zurcktreibt1 ohne damit in ,berhrung gekommen zu seyn4 -- ,ich halte mich nicht dabei auf1 diese von ,pater ,gumilla zusammengebrachten ,volksmhren zu widerlegen4 ,warum htte der ,missionr nicht glauben sollen1 da das ,curare aus der ,ferne wirke1 da er unbedenklich an die ,eigenschaften einer ,pflanze glaubte1 deren ,bltter erbrechen machen oder purgiren1 je nachdem man sie von oben herab oder von unten herauf vom ,stiele reit8 ,als wir nach ,esmeralda kamen1 kehrten die meisten ,indianer von einem ,ausflug ostwrts ber den ,rio ,padamo zurck1 wobei sie ,juvias oder die ,frchte der ,bertholletia und eine ,schlingpflanze1 welche das ,curare gibt1 gesammelt hatten4 ,diese ,heimkehr wurde durch eine ,festlichkeit begangen1 die in der ,mission la fiesta de las ,juvias heit und unsern ,ernte- und ,weinlesefesten entspricht4 ,die ,weiber hatten viel gegohrenes ,getrnke bereitet1 und zwei ,tage lang sah man nur betrunkene ,indianer4 ,bei ,vlkern1 fr welche die ,frchte der ,palmen und einiger andern ,bume1 welche ,nahrungsstoff geben1 von groer ,wichtigkeit sind1 wird die ,ernte der ,frchte durch ffentliche ,lustbarkeiten gefeiert1 und man theilt das ,jahr nach diesen ,festen ein1 die immer auf dieselben ,zeitpunkte fallen4 ,das ,glck wollte1 da wir einen alten ,indianer trafen1 der weniger betrunken als die andern und eben beschftigt war1 das ,curaregift aus den frischen ,pflanzen zu bereiten4 ,der ,mann war der ,chemiker des ,orts4 ,wir fanden bei ihm groe thnerne ,pfannen zum ,kochen der ,pflanzensfte1 flachere ,gefe1 die durch ihre groe ,oberflche die ,verdunstung befrdern1 dtenfrmig aufgerol,ite ,bananenbltter zum ,durchseihen4 der mehr oder weniger faserigte ,substanzen enthaltenden ,flssigkeiten4 ,die grte ,ordnung und ,reinlichkeit herrschten in dieser zum chemischen ,laboratorium eingerichteten ,htte4 ,der ,indianer1 der uns ,auskunft ertheilen sollte1 heit in der ,mission der ,giftmeister 7amo del ,curare72 er hatte das steife ,wesen und den pedantischen ,ton1 den man frher in ,europa den ,apothekern zum ,vorwurf machte4 ,ich wei1 sagte er1 die ,weien verstehen die ,kunst1 ,seife zu machen und das schwarze ,pulver1 bei dem das ,ueble ist1 da es ,lrm macht und die ,thiere verscheucht1 wenn man sie fehlt4 ,das ,curare1 dessen ,bereitung bei uns vom ,vater auf den ,sohn bergeht1 ist besser als ,alles1 was ihr dort drben 7ber dem ,meere7 zu machen wit4 ,es ist der ,saft einer ,pflanze1 der ganz leise tdtet 7ohne da man wei1 woher der ,schu kommt74 ,diese chemische ,operation1 auf die der ,meister des ,curare so groes ,gewicht legte1 schien uns sehr einfach4 ,das ,schlinggewchs 7bejuco71 aus dem man in ,esmeralda das ,gift bereitet1 heit hier wie in den ,wldern bei ,javita4 ,es ist der ,bejuco de ,mavacure1 und er kommt stlich von der ,mission am linken ,ufer des ,orinoco1 jenseits des ,rio ,amaguaca im granitischen ,bergland von ,guanaya und ,yumariquin in ,menge vor4 ,obgleich die ,bejucobndel1 die wir im ,hause des ,indianers fanden1 gar keine ,bltter mehr hatten1 blieb uns doch kein ,zweifel1 da es dasselbe ,gewchs aus der ,familie der ,strychneen war 7,aublets ,rouhamon sehr nahe stehend71 das wir im ,wald beim ,pimichin untersucht4 ,der ,mavacure wird ohne ,unterschied frisch oder seit mehreren ,wochen getrocknet verarbeitet4 ,der frische ,saft der ,liane gilt nicht fr giftig2 vielleicht zeigt er sich nur wirksam1 wenn er stark concentrirt ist4 ,das furchtbare ,gift ist in der ,rinde und einem ,theil des ,splints enthalten4 ,man schabt mit einem ,messer #d--e ,linien dicke ,mavacurezweige ab und zerstt die abgeschabte ,rinde auf einem ,stein1 wie er zum ,reiben des ,maniocmehls dient1 in ganz dnne ,fasern4 ,da der giftige ,saft gelb ist1 so nimmt die ganze faserigte ,masse die nmliche ,farbe an4 ,man bringt dieselbe in einen #i ,zoll hohen1 #d ,zoll weiten ,trichter4 ,diesen ,trichter strich der ,giftmeister unter allen ,gerthschaften des indianischen ,laboratoriums am meisten heraus4 ,er fragte uns mehreremale1 ob wir por alla 7dort drben1 das heit in ,europa7 jemals etwas gesehen htten1 das seinem ,embado gleiche8 ,es war ein dtenfrmig aufgerolltes ,bananenblatt1 das in einer andern strkeren ,dte aus ,palmblttern steckte2 die ganze ,vorrichtung ruhte auf einem leichten ,gestell von ,plattstielen und ,fruchtspindeln einer ,palme4 ,man macht zuerst einen kalten ,aufgu1 indem man ,wasser an den faserigten ,stoff1 die gestoene ,rinde des ,mavacure1 giet4 ,mehrere ,stunden lang tropft ein gelblichtes ,wasser vom ,embudo1 dem ,blatttrichter1 ab4 ,dieses durchsickernde ,wasser ist die giftige ,flssigkeit2 sie erhlt aber die gehrige ,kraft erst dadurch1 da man sie wie die ,melasse in einem groen thnernen ,gef abdampft4 ,der ,indianer forderte uns von ,zeit zu ,zeit auf1 die ,flssigkeit zu kosten2 nach dem mehr oder minder bittern ,geschmack beurtheilt man1 ob der ,saft eingedickt genug ist4 ,dabei ist keine ,gefahr1 da das ,curare nur dann tdtlich wirkt1 wenn es unmittelbar mit dem ,blut in ,berhrung kommt4 ,dehalb sind auch1 was auch die ,missionre am ,orinoco in dieser ,beziehung gesagt haben mgen1 die ,dmpfe vom ,kessel nicht schdlich4 ,fontana hat durch seine schnen ,versuche mit dem ,ticunasgift vom ,amazonenstrom lngst dargethan1 da die ,dmpfe1 die das ,gift entwickelt1 wenn man es auf glhende ,kohlen wirft1 ohne ,schaden eingeathmet werden1 und da es unrichtig ist1 wenn ,la ,condamine behauptet1 zum ,tode verurtheilte indianische ,weiber seyen durch die ,dmpfe des ,ticunasgifts getdtet worden4 ,der noch so stark eingedickte ,saft des ,mavacure ist nicht dick genug1 um an den ,pfeilen zu haften4 ,also blo um dem ,gift ,krper zu geben1 setzt man dem eingedickten ,ausgu einen andern sehr klebrigten ,pflanzensaft bei1 der von einem ,baum mit groen ,blttern1 genannt ,kiracaguero1 kommt4 ,da dieser ,baum sehr weit von ,esmeralda wchst1 und er damals so wenig als der ,bejuco de ,mavacure ,blthen und ,frchte hatte1 so knnen wir ihn botanisch nicht bestimmen4 ,ich habe schon mehrmals davon gesprochen1 wie oft ein eigenes ,migeschick die interessantesten ,gewchse der ,untersuchung der ,reisenden entzieht1 whrend tausend andere1 bei denen man nichts von chemischen ,eigenschaften wei1 voll ,blthen und ,frchten hngen4 ,reist man schnell1 so bekommt man selbst unter den ,tropen1 wo die ,blthezeit der holzigten ,gewchse so lange dauert1 kaum an einem ,achttheil der ,gewchse die ,fructificationsorgane zu sehen4 ,die ,wahrscheinlichkeit1 da man1 ich sage nicht die ,familie1 aber ,gattung und ,art bestimmen kann1 ist demnach gleich #a zu #h1 und dieses nachtheilige ,verhltni empfindet man begreiflich noch schwerer1 wenn man dadurch um die nhere ,kenntni von ,gegenstnden kommt1 die noch in anderer ,hinsicht als nur fr die beschreibende ,botanik von ,bedeutung sind4 ,sobald der klebrigte ,saft des ,kiracaguero-,baums dem eingedickten1 kochenden ,giftsaft zugegossen wird1 schwrzt sich dieser und gerinnt zu einer ,masse von der ,consistenz des ,theers oder eines dicken ,syrups4 ,diese ,masse ist nun das ,curare1 wie es in den ,handel kommt4 ,hrt man die ,indianer sagen1 zur ,bereitung des ,giftes sey der ,kiracaguero so nothwendig als der ,bejuco de ,mavacure1 so kann man auf die falsche ,vermuthung kommen1 auch ersterer enthalte einen schdlichen ,stoff1 whrend er nur dazu dient1 dem eingedickten ,curaresaft mehr ,krper zu geben 7was auch der ,algarobbo und jede gummiartige ,substanz thten74 ,der ,farbenwechsel der ,mischung rhrt von der ,zersetzung einer ,verbindung von ,kohlenstoff und ,wasserstoff her4 ,der ,wasserstoff verbrennt und der ,kohlenstoff wird frei4 ,das ,curare wird in den ,frchten der ,crescentia verkauft2 da aber die ,bereitung desselben in den ,hnden weniger ,familien ist und an jedem ,pfeile nur unendlich wenig ,gift haftet1 so ist das ,curare bester ,qualitt1 das von ,esmeralda und ,mandavaca1 sehr theuer4 ,ich sah fr zwei ,unzen #e--f ,franken bezahlen4 ,getrocknet gleicht der ,stoff dem ,opium2 er zieht aber die ,feuchtigkeit stark an1 wenn er der ,luft ausgesetzt wird4 ,er schmeckt sehr angenehm bitter und ,bonpland und ich haben oft kleine ,mengen verschluckt4 ,gefahr ist keine dabei1 wenn man nur sicher ist1 da man an den ,lippen oder am ,zahnfleisch nicht blutet4 ,bei ,mangilis neuen ,versuchen mit dem ,viperngift verschluckte einer der ,anwesenden alles ,gift1 das von vier groen italienischen ,vipern gesammelt werden konnte1 ohne etwas darauf zu spren4 ,bei den ,indianern gilt das ,curare1 innerlich genommen1 als ein treffliches ,magenmittel4 ,die ,piravas- und ,salivas-,indianer bereiten dasselbe ,gift2 es hat auch ziemlichen ,ruf1 ist aber doch nicht so gesucht wie das von ,esmeralda4 ,die ,bereitungsart scheint berall ungefhr dieselbe2 es liegt aber kein ,beweis vor1 da die verschiedenen ,gifte1 welche unter demselben ,namen am ,orinoco und am ,amazonenstrom verkauft werden1 identisch sind und von derselben ,pflanze herrhren4 ,orfila hat daher sehr wohl gethan1 wenn er in seiner ,toxicologie gnrale das ,woorara aus hollndisch ,guyana1 das ,curare vom ,orinoco1 das ,ticuna vom ,amazonenstrom und all die ,substanzen1 welche man unter dem unbestimmten ,namen amerikanische ,gifte zusammenwirft1 fr sich betrachtet4 ,vielleicht findet man einmal in ,giftpflanzen aus verschiedenen ,gattungen eine gemeinschaftliche alkalische ,basis1 hnlich dem ,morphium im ,opium und der ,vauqueline in den ,strychnosarten4 ,man unterscheidet am ,orinoco zwischen ,curare de raiz 7aus ,wurzeln7 und ,curare de bejuco 7aus ,lianen oder der ,rinde der ,zweige74 ,wir haben nur letzteres bereiten sehen2 erstens ist schwcher und weit weniger gesucht4 ,am ,amazonenstrom lernten wir die ,gifte verschiedener ,indianerstmme kennen1 der ,ticunas1 ,yaguas1 ,pevas und ,xibaros1 die von derselben ,pflanze kommen und vielleicht nur mehr oder weniger sorgfltig zubereitet sind4 ,das ,toxique des ,ticunas1 das durch ,la ,condamine in ,europa so berhmt geworden ist und das man jetzt1 etwas uneigentlich1 ,ticuna zu nennen anfngt1 kommt von einer ,liane1 die auf der ,insel ,mormorote im obern ,maragnon wchst4 ,dieses ,gift wird zum ,theil von den ,ticunas-,indianern bezogen1 die auf spanischem ,gebiet bei den ,quellen des ,yacarique unabhngig geblieben sind1 zum ,theil von den ,indianern desselben ,stammes1 die in der portugiesischen ,mission ,loreto leben4 ,da ,gifte in diesem ,klima fr ,jgervlker ein unentbehrliches ,bedrfni sind1 so widersetzen sich die ,missionre am ,orinoco und ,amazonenstrom der ,bereitung derselben nicht leicht4 ,die hier genannten ,gifte sind vllig verschieden vom ,gift von la ,peca#cj und vom ,gift von ,lamas und ,moyobamba4 ,ich fhre diese ,einzelnheiten an1 weil die ,pflanzenreste1 die wir untersuchen konnten1 uns 7gegen die allgemeine ,annahme7 den ,beweis geliefert haben1 da die drei ,gifte1 das der ,ticunas1 das von la ,pera und das von ,moyobamba1 nicht von derselben ,art kommen1 wahrscheinlich nicht einmal von verwandten ,gewchsen4 ,so einfach das ,curare ist1 so langwierig und verwickelt ist die ,bereitungsweise des ,giftes von ,moyobamba4 ,mit dem ,saft des ,bejuco de ,ambihuasca1 dem ,hauptingrediens1 mischt man ,piment 7,capsicum71 ,tabak1 ,barbasco 7,jacquinia armillaris71 ,sanango 7,tabernaemontana7 und die ,milch einiger andern ,apocyneen4 ,der frische ,saft der ,ambihuasca wirkt tdtlich1 wenn er mit dem ,blut in ,berhrung kommt2 der ,saft des ,mavacure wird erst durch ,einkochen ein tdtliches ,gift1 und der ,saft der ,wurzel der ,jatropha ,manihot verliert durch ,kochen ganz seine schdliche ,eigenschaft4 ,als ich bei sehr groer ,hitze die ,liane1 von der das schreckliche ,gift von la ,pera kommt1 lange zwischen den ,fingern rieb1 wurden mir die ,hnde pelzigt2 eine ,person1 die mit mir arbeitete1 sprte gleich mir diese ,folgen einer raschen ,aufsaugung durch die unverletzten ,hautdecken4 ,ich lasse mich hier auf keine ,errterung der physiologischen ,wirkungen dieser ,gifte der neuen ,welt ein1 die so rasch tdten1 wie die ,strychnosarten ,asiens 7die ,brechnu1 das ,upas-,tieute und die ,ignatiusbohne71 aber ohne1 wenn sie in den ,magen kommen1 ,erbrechen zu erregen und ohne die gewaltige ,reizung des ,rckenmarks1 welche den bevorstehenden ,tod verkndet4 ,wir haben whrend unseres ,aufenthalts in ,amerika ,curare vom ,orinoco und ,bambusrohrstcke mit ,gift der ,ticunas und von ,moyobamba den ,chemikern ,fourcroy und ,vauquelin bermacht2 wir haben ferner nach unserer ,rckkehr ,magendie und ,delille1 die mit den ,giften der neuen ,welt so schne ,versuche angestellt1 ,curare mitgetheilt1 das auf dem ,transport durch feuchte ,lnder schwcher geworden war4 ,am ,orinoco wird selten ein ,huhn gespeist1 das nicht durch einen ,stich mit einem vergifteten ,pfeil getdtet worden wre2 ja die ,missionre behaupten1 das ,fleisch der ,thiere sey nur dann gut1 wenn man dieses ,mittel anwende4 ,unser ,reisebegleiter1 der am dreitgigen ,fieber leidende ,pater ,zea1 lie sich jeden ,morgen einen ,pfeil und das ,huhn1 das wir speisen sollten1 lebend in seine ,hngematte bringen4 ,er htte eine ,operation1 auf die er trotz seines ,schwchezustandes ein sehr groes ,gewicht legte1 keinem ,andern berlassen mgen4 ,groe ,vgel1 z4 ,b4 ein ,guan 7,pava de monte7 oder ein ,hocco 7,alector7 sterben1 wenn man sie in den ,schenkel sticht1 in #b--c ,minuten2 bei einem ,schwein oder ,pecari dauert es oft #aj--ab4 ,bonpland fand1 da dasselbe ,gift in verschiedenen ,drfern1 wo man es kaufte1 sehr verschieden war4 ,wir bekamen am ,amazonenstrom chtes ,gift der ,ticunas-,indianer1 das schwcher war als alle ,sorten des ,curare vom ,orinoco4 ,es wre unntz1 den ,reisenden die ,angst ausreden zu wollen1 die sie hufig uern1 wenn sie bei der ,ankunft in den ,missionen hren1 da die ,hhner1 die ,affen1 die ,leguans1 die groen ,flufische1 die sie essen1 mit vergifteten ,pfeilen getdtet sind4 ,gewhnung und ,nachdenken machen dieser ,angst bald ein ,ende4 ,magendie hat sogar durch sinnreiche ,versuche mit der ,transfusion dargethan1 da das ,blut von ,thieren1 die mit den ostindischen bittern ,strychnosarten getdtet worden sind1 auf andere ,thiere keine schdliche ,wirkung uert4 ,einem ,hund wurde eine bedeutende ,menge vergifteten ,bluts in die ,venen gespritzt2 es zeigte sich aber keine ,spur von ,reizung des ,rckenmarks4 ,ich brachte das strkste ,curare mit den ,schenkelnerven eines ,frosches in ,berhrung1 ohne1 wenn ich den ,grad der ,irritabilitt der ,organe mittelst eines aus heterogenen ,metallen bestehenden ,bogens ma1 eine merkliche ,vernderung wahrzunehmen4 ,aber bei ,vgeln1 wenige ,minuten nachdem ich sie mit einem vergifteten ,pfeile getdtet1 wollten die galvanischen ,versuche so gut wie nicht gelingen4 ,diese ,beobachtungen sind von ,interesse1 da ermittelt ist1 da auch eine ,auflsung von ,upas ,tieute1 wenn man sie auf den ,hftnerven giet oder in das ,nervengewebe selbst bringt1 wenn sie also mit der ,marksubstanz selbst in ,berhrung kommt1 gleichfalls auf die ,irritabilitt der ,organe keinen merkbaren ,einflu uert4 ,das ,curare1 wie die meisten andern ,strychneen 7denn wir glauben immer noch1 da der ,mavacure einer nahe verwandten ,familie angehrt7 werden nur dann gefhrlich1 wenn das ,gift auf das ,gefsystem wirkt4 ,in ,maypures rstete ein ,farbiger 7ein ,zambo1 ein ,mischling von ,indianer und ,neger7 fr ,bonpland giftige ,pfeile1 wie man sie in die ,blaserohre steckt1 wenn man kleine ,affen und ,vgel jagt4 ,es war ein ,zimmermann von ungemeiner ,muskelkraft4 ,er hatte die ,unvorsichtigkeit1 das ,curare zwischen den ,fingern zu reiben1 nachdem er sich unbedeutend verletzt1 und strzte zu ,boden1 von einem ,schwindel ergriffen1 der eine halbe ,stunde anhielt4 ,zum ,glck war es nur schwaches 7destemplado7 ,curare1 dessen man sich bedient1 um sehr kleine ,thiere zu schieen1 das heit solche1 welche man wieder zum ,leben bringen will1 indem man salzsaures ,natron in die ,wunde reibt4 ,auf unserer ,rckfahrt von ,esmeralda nach ,atures entging ich selbst einer ziemlich nahen ,gefahr4 ,das ,curare hatte ,feuchtigkeit angezogen1 war flssig geworden und aus dem schlecht verschlossenen ,gef ber unsere ,wsche gelaufen4 ,beim ,waschen verga man einen ,strumpf innen zu untersuchen1 der voll ,curare war1 und erst als ich den klebrigten ,stoff mit der ,hand berhrte1 merkte ich1 da ich einen vergifteten ,strumpf angezogen htte4 ,die ,gefahr war desto grer1 da ich gerade an den ,zehen blutete1 weil mir ,sandflhe 7pulex penetrans7 schlecht ausgegraben worden waren4 ,aus diesem ,fall mgen ,reisende abnehmen1 wie vorsichtig man seyn mu1 wenn man ,gift mit sich fhrt4 ,in ,europa wird die ,untersuchung der ,eigenschaften der ,gifte der neuen ,welt eine schne ,aufgabe fr ,chemie und ,physiologie seyn1 wenn man sich einmal bei strkerem ,verkehr aus den ,lndern1 wo sie bereitet werden1 und so1 da sie nicht zu verwechseln sind1 all die ,gifte verschaffen kann1 das ,curare de ,bejuco1 das ,curare de ,raiz1 und die verschiedenen ,sorten vom ,amazonenstrom1 vom ,guallaga und aus ,brasilien4 ,da die ,chemie die reine ,blausure und so viele neue sehr giftige ,stoffe entdeckt hat1 wird man in ,europa hinsichtlich der ,einfhrung dieser von wilden ,vlkern bereiteten ,gifte nicht mehr so ngstlich seyn2 indessen kann man doch allen1 die in sehr volkreichen ,stdten 7den ,mittelpunkten der ,cultur1 des ,elends und der ,sittenverderbni7 so heftig wirkende ,stoffe in ,hnden haben1 nicht genug ,vorsicht empfehlen4 ,was unsere botanische ,kenntni der ,gewchse betrifft1 aus denen ,gift bereitet wird1 so werden sie sich nur uerst langsam berichtigen4 ,die meisten ,indianer1 die sich mit der ,verfertigung vergifteter ,pfeile abgeben1 sind mit dem ,wesen der giftigen ,substanzen1 die sie aus den ,hnden anderer ,vlker erhalten1 vllig unbekannt4 ,ueber der ,geschichte der ,gifte und ,gegengifte liegt berall der ,schleier des ,geheimnisses4 ,ihre ,bereitung ist bei den ,wilden ,monopol der ,piaches1 die zugleich ,priester1 ,gaukler und ,aerzte sind1 und nur von den in die ,missionen versetzten ,eingeborenen kann man ber diese rthselhaften ,stoffe etwas ,sicheres erfahren4 ,jahrhunderte vergingen1 ehe ,mutis' ,beobachtungsgeist die ,europer mit dem ,bejuco del ,guaco 7,mikania ,guako7 bekannt machte1 welch das krftigste ,gegengift gegen den ,schlangenbi ist und das wir zuerst botanisch beschreiben konnten4 ,in den ,missionen herrscht allgemein die ,meinung1 ,rettung sey unmglich1 wenn das ,curare frisch und stark eingedickt und so lange in der ,wunde geblieben ist1 da viel davon in den ,blutlauf bergegangen4 ,unter allen ,gegenmitteln1 die man am ,orinoco und 7nach ,leschenault7 im indischen ,archipel braucht1 ist das salzsaure ,natron das verbreitetste4#ca ,man reibt die ,wunde mit dem ,salz und nimmt es innerlich4 ,ich selbst kenne keinen gehrig beglaubigten ,fall1 der die ,wirksamkeit des ,mittels bewiese1 und ,magendies und ,delilles ,versuche sprechen vielmehr dagegen4 ,am ,amazonenstrom gilt der ,zucker fr das beste ,gegengift1 und da das salzsaure ,natron den ,indianern in den ,wldern fast ganz unbekannt ist1 so ist wahrscheinlich der ,bienenhonig und der mehligte ,zucker1 den die an der ,sonne getrockneten ,bananen ausschwitzen1 frher in ganz ,guyana zu diesem ,zweck gebraucht worden4 ,ammoniak und ,lucienwasser sind ohne ,erfolg gegen das ,curare versucht worden2 man wei jetzt1 wie unzuverlssig diese angeblichen specifischen ,mittel auch gegen ,schlangenbi sind4 ,sir ,everard ,home hat dargethan1 da man die ,heilung meist einem ,mittel zuschreibt1 whrend sie nur erfolgt ist1 weil die ,verwundung unbedeutend und die ,wirkung des ,giftes eine sehr beschrnkte war4 ,man kann ,thiere ohne ,schaden mit vergifteten ,pfeilen verwunden1 wenn die ,wunde offen bleibt und man die vergiftete ,spitze nach der ,verwundung sogleich zurckzieht4 ,wendet man in solchen ,fllen ,salz oder ,zucker an1 so wird man verfhrt1 sie fr vortreffliche specifische ,mittel zu halten4 ,nach der ,schilderung von ,indianern1 die im ,krieg mit ,waffen1 die in ,curare getaucht gewesen1 verwundet worden1 sind die ,symptome ganz hnlich wie beim ,schlangenbi4 ,der ,verwundete fhlt ,congestionen gegen den ,kopf1 und der ,schwindel nthigt ihn1 sich niederzusetzen2 sodann ,uebelseyn1 wiederholtes ,erbrechen1 brennender ,durst und das ,gefhl von ,pelzigtseyn am verwundeten ,krpertheil4 ,dem alten ,indianer1 dem ,giftmeister1 schien es zu schmeicheln1 da wir ihm bei seinem ,laboriren mit so groem ,interesse zusahen4 ,er fand uns so gescheit1 da er nicht zweifelte1 wir knnten ,seife machen2 diese ,kunst erschien ihm1 nach der ,bereitung des ,curare1 als eine der schnsten ,erfindungen des menschlichen ,geistes4 ,als das flssige ,gift in die zu seiner ,aufnahme bestimmten ,gefsse gegossen war1 begleiteten wir den ,indianer zum ,juvias-,feste4 ,man feierte durch ,tnze die ,ernte der ,juvias1 der ,frchte der ,bertholletia excelsa1 und berlie sich der rohesten ,vllerei4 ,in der ,htte1 wo die ,indianer seit mehreren ,tagen zusammenkamen1 sah es ganz seltsam aus4 ,es waren weder ,tische noch ,bnke darin1 aber groe gebratene1 vom ,rauch geschwrzte ,affen sah man symmetrisch an die ,wand gelehnt4 ,es waren ,marimondas 7,ateles ,belzebuth7 und die brtigen sogenannten ,kapuzineraffen1 die man nicht mit dem ,machi oder ,sa 7,buffons ,simia capucina7 verwechseln darf4 ,die ,art1 wie diese menschenhnlichen ,thiere gebraten werden1 trgt viel dazu bei1 wenn ihr ,anblick dem civilisirten ,menschen so widerwrtig ist4 ,ein kleiner ,rost oder ,gitter aus sehr hartem ,holz wird einen ,fu ber dem ,boden befestigt4 ,der abgezogene ,affe wird zusammengebogen1 als se er2 meist legt man ihn so1 da er sich auf seine langen1 mageren ,arme sttzt1 zuweilen kreuzt man ihm die ,hnde auf dem ,rcken4 ,ist er auf dem ,gitter befestigt1 so zndet man ein helles ,feuer darunter an4 ,flammen und ,rauch umspielen den ,affen und er wird zugleich gebraten und berut4#cb ,sieht man nun die ,eingeborenen ,arm oder ,bein eines gebratenen ,affen verzehren1 so kann man sich kaum des ,gedankens erwehren1 die ,gewohnheit1 ,thiere zu essen1 die im ,krperbau dem ,menschen so nahe stehen1 mge in gewissem ,grade dazu beitragen1 da die ,wilden so wenig ,abscheu vor dem ,essen von ,menschenfieisch haben4 ,die gebratenen ,affen1 besonders solche mit sehr rundem ,kopf1 gleichen auf schauerliche ,weise ,kindern1 daher auch ,europer1 wenn sie sich von ,vierhndern nhren mssen1 lieber ,kopf und ,hnde abschneiden und nur den ,rumpf auftragen lassen4 ,das ,affenfleisch ist so mager und trocken1 da ,bonpland in seinen ,sammlungen in ,paris einen ,arm und eine ,hand aufbewahrt hat1 die in ,esmeralda am ,feuer gerstet worden2 nach vielen ,jahren rochen diese ,theile nicht im ,geringsten4 ,wir sahen die ,indianer tanzen4 ,der ,tanz ist um so einfrmiger1 da die ,weiber nicht daran ,theil nehmen drfen4 ,die ,mnner1 alt und jung1 fassen sich bei den ,hnden1 bilden einen ,kreis und drehen sich so1 bald rechts1 bald links1 stundenlang1 in schweigsamem ,ernst4 ,meist machen die ,tnzer selbst die ,musik dazu4 ,schwache ,tne1 auf einer ,reihe von ,rohrstcken von verschiedener ,lnge geblasen1 bilden eine langsame1 melancholische ,begleitung4 ,um den ,takt anzugeben1 beugt der ,vortnzer im ,rhythmus beide ,kniee4 ,zuweilen bleiben alle stehen und machen kleine schwingende ,bewegungen1 indem sie den ,krper seitlich hin und her werfen4 ,jene in eine ,reihe geordneten und zusammengebundenen ,rohrstcke gleichen der ,pansflte1 wie wir sie bei bacchischen ,aufzgen auf grogriechischen ,vasen abgebildet sehen4 ,es ist ein hchst einfacher ,gedanke1 der allen ,vlkern kommen mute1 ,rohre von verschiedener ,lnge zu vereinigen und sie nach einander1 whrend man sie an den ,lippen vorbeifhrt1 anzublasen4 ,nicht ohne ,verwunderung sahen wir1 wie rasch junge ,indianer1 wenn sie am ,flu ,rohr 7carices7 fanden1 dergleichen ,pfeifen schnitten und stimmten4 ,in allen ,himmelsstrichen leisten diese ,grser mit hohem ,halme den ,menschen im ,naturzustand mancherlei ,dienste4 ,die ,griechen sagten mit ,recht1 das ,rohr sey ein ,mittel gewesen zur ,unterjochung der ,vlker1 weil es ,pfeile liefere1 zur ,milderung der ,sitten durch den ,reiz der ,musik1 zur ,geistesentwicklung1 weil es das erste ,werkzeug geboten1 mit dem man ,buchstaben geschrieben4 ,diese verschiedenen ,verwendungsarten des ,rohrs bezeichnen gleichsam drei ,abschnitte im ,leben der ,vlker4 ,die ,horden am ,orinoco stehen unlugbar auf der untersten ,stufe einer beginnenden ,culturentwicklung4 ,das ,rohr dient ihnen nur zu ,krieg und ,jagd und ,pans ,flte sind auf jenen fernen ,ufern noch keine ,tne entlockt worden1 die sanfte1 menschliche ,empfindungen wecken knnen4 ,in der ,festhtte fanden wir verschiedene vegetabilische ,produkte1 welche die ,indianer aus den ,bergen von ,guanaya mitgebracht und die unsere ganze ,aufmerksamkeit in ,anspruch nahmen4 ,ich verweile hier nur bei der ,frucht des ,juvia1 bei den ,rohren von ganz ungewhnlicher ,lnge und bei den ,hemden aus der ,rinde des ,marimabaums4 ,der ,almendron oder ,juvia1 einer der groartigsten ,bume in den ,wldern der neuen ,welt1 war vor unserer ,reise an den ,rio ,negro so gut wie unbekannt4 ,vier ,tagreisen stlich von ,esmeralda1 zwischen dem ,padamo und dem ,ocamo am ,fu des ,cerro ,mapaya1 am rechten ,ufer des ,orinoco1 tritt er nach und nach auf2 noch hufiger ist er auf dem linken ,ufer beim ,cerro ,guanaya zwischen dem ,rio ,amaguaca und dem ,gehette4 ,die ,einwohner von ,esmeralda versicherten uns1 oberhalb des ,gehette und des ,chiguire werde der ,juvia und der ,cacaobaum so gemein1 da die wilden ,indianer 7die ,guaicas und ,guaharibos blancos7 die ,indianer aus den ,missionen ungestrt die ,frchte sammeln lassen4 ,sie mignnen ihnen nicht1 was ihnen die ,natur auf ihrem eigenen ,grund und ,boden so reichlich schenkt4 ,kaum noch hat man es am obern ,orinoco versucht1 den ,almendron fortzupflanzen4 ,die ,trgheit der ,einwohner lt es noch weniger dazu kommen als der ,umstand1 da das ,oel in den mandelfrmigen ,samen so schnell ranzigt wird4 ,wir fanden in der ,mission ,san ,carlos nur drei ,bume und in ,esmeralda zwei4 ,die majesttischen ,stmme waren acht bis zehn ,jahre alt und hatten noch nicht geblht4 ,wie oben erwhnt1 fand ,bonpland ,almendrons unter den ,bumen am ,ufer des ,cassiquiare in der ,nhe der ,stromschnellen von ,cananivacari4 ,schon im sechzehnten ,jahrhundert sah man in ,europa1 nicht die groe ,steinfrucht in der ,form einer ,cocosnu1 welche die ,mandeln enthlt1 wohl aber die ,samen mit holzigter dreieckigter ,hlle4 ,ich erkenne diese auf einer ziemlich mangelhaften ,zeichnung des ,clusius4 ,dieser ,botaniker nennt sie ,almendras del ,peru1 vielleicht weil sie als eine sehr seltene ,frucht an den obern ,amazonenstrom und von dort ber die ,cordilleren nach ,quito und ,peru gekommen waren4 ,jean de ,laet's ,novus ,orbis1 in dem ich die erste ,nachricht vom ,kuhbaum fand1 enthlt auch eine ,beschreibung und ganz richtige ,abbildung des ,samens der ,bertholletia4 ,laet nennt den ,baum ,totocke und erwhnt der ,steinfrucht von der ,gre eines ,menschenkopfs1 welche die ,samen enthlt4 ,diese ,frchte1 erzhlt er1 seyen so ungemein schwer1 da die ,wilden es nicht leicht wagen1 die ,wlder zu betreten1 ohne ,kopf und ,schultern mit einem ,schild aus sehr hartem ,holz zu bedenken4 ,von solchen ,schilden wissen die ,eingeborenen in ,esmeralda nichts1 wohl aber sprachen sie uns auch davon1 da es gefhrlich sey1 wenn die ,frchte reifen und #ej bis #fj ,fu hoch herabfallen4 ,in ,portugal und ,england verkauft man die dreieckigten ,samen des ,juvia unter dem unbestimmten ,namen ,kastanien 7,castaas7 oder ,nsse aus ,brasilien und vom ,amazonenstrom1 und man meinte lange1 sie wachsen1 wie die ,frucht der ,pekea1 einzeln auf ,fruchtstielen4 ,die ,einwohner von ,gran-,para treiben seit einem ,jahrhundert einen ziemlich starken ,handel damit4 ,sie schicken sie entweder direkt nach ,europa oder nach ,cayenne1 wo sie ,touka heien4 ,der bekannte ,botaniker ,correa de ,serra sagte uns1 der ,baum sey in den ,wldern bei ,macapa an der ,mndung des ,amazonenstroms sehr hufig und die ,einwohner sammeln die ,mandeln1 wie die der ,lecythis1 um ,oel daraus zu schlagen4 ,eine ,ladung ,juviamandeln1 die im ,jahr #ahjg in ,havre einlief und von einem ,caper aufgebracht war1 wurde gleichfalls so bentzt4 ,der ,baum1 von dem die die brasilianischen ,kastanien kommen1 ist meist nur #b bis #c ,fu dick1 wird aber #ajj bis #abj ,fu hoch4 ,er hat nicht den ,habitus der ,mammea1 des ,sternapfelbaums und verschiedener anderer tropischer ,bume1 bei denen die ,zweige 7wie bei den ,lorbeeren der gemigten ,zone7 fast gerade gen ,himmel stehen4 ,bei der ,bertholletia stehen die ,aeste weit auseinander1 sind sehr lang1 dem ,stamm zu fast bltterlos und an der ,spitze mit dichten ,laubbscheln besetzt4 ,durch diese ,stellung der halb lederartigen1 unterhalb leicht silberfarbigen1 ber zwei ,fu langen ,bltter beugen sich die ,aeste abwrts1 wie die ,wedel der ,palmen4 ,wir haben den majesttischen ,baum nicht blhen sehen4 ,er setzt vor dem fnfzehnten ,jahr keine ,blthen an1 und dieselben brechen zu ,ende ,mrz oder ,anfangs ,april auf4 ,die ,frchte reifen gegen ,ende ,mai1 und an manchen ,stmmen bleiben sie bis in den ,august hngen4 ,da dieselben so gro sind wie ein ,kindskopf und oft #ab bis #ac ,zoll ,durchmesser haben1 so fallen sie mit gewaltigem ,gerusch vom ,baumgipfel4 ,ich wei nichts1 woran einem die wunderbare ,kraft des organischen ,lebens im heien ,erdstrich augenflliger entgegentrte1 als der ,anblick der mchtigen holzigten ,fruchthllen1 z4 ,b4 des ,cocosbaums 7,lodoicea7 unter den ,monocotyledonen1 und der ,bertholletia und der ,lecythis unter den ,dicotyledonen4 ,in unsern ,klimaten bringen allein die ,krbisarten innerhalb weniger ,monate ,frchte von auffallender ,gre hervor2 aber diese ,frchte sind fleischigt und saftreich4 ,unter den ,tropen bildet die ,bertholletia innerhalb #ej bis #fj ,tagen eine ,fruchthlle1 deren holzigter ,theil einen halben ,zoll dick und mit den schrfsten ,werkzeugen kaum zu durchsgen ist4 ,ein bedeutender ,naturforscher 7,richard7 hat bereits die ,bemerkung gemacht1 da das ,holz der ,frchte meist so hart wird1 wie das ,holz der ,baumstmme nur selten4 ,die ,fruchthlle der ,bertholletia zeigt die ,rudimente von vier ,fchern2 zuweilen habe ich ihrer auch fnf gefunden4 ,die ,samen haben zwei scharf gesonderte ,hllen1 und damit ist der ,bau der ,frucht complicirter als bei den ,lecythis-1 ,pekea- und ,saouvari-,arten4 ,die erste ,hlle ist beinartig oder holzigt1 dreieckigt1 auen hckerigt und zimmtfarbig4 ,vier bis fnf1 zuweilen acht solcher dreieckigten ,nsse sind an einer ,scheidewand befestigt4 ,da sie sich mit der ,zeit ablsen1 liegen sie frei in der groen kugligten ,fruchthlle4 ,die ,kapuzineraffen 7,simia chiropotes7 lieben ungemein die brasilianischen ,kastanien1 und schon das ,rasseln der ,samen1 wenn man die ,frucht1 wie sie vom ,baum fllt1 schttelt1 macht die ,elust dieser ,thiere in hohem ,grade rege4 ,meist habe ich nur #ae bis #bb ,nsse in einer ,frucht gefunden4 ,der zweite ,ueberzug der ,mandeln ist hutig und braungelb4 ,der ,geschmack derselben ist sehr angenehm1 so lange sie frisch sind2 aber das sehr reichliche ,oel1 durch das sie konomisch so ntzlich werden1 wird leicht ranzigt4 ,wir haben am obern ,orinoco hufig1 weil sonst nichts zu haben war1 diese ,mandeln in bedeutender ,menge gegessen und nie einen ,nachtheil davon empfunden4 ,die kugligte ,fruchthlle der ,bertholletia ist oben durchbohrt1 springt aber nicht auf2 das obere bauchigte ,ende des ,sulchens bildet allerdings 7nach ,kunth7 eine ,art innern ,deckel1 wie bei der ,frucht der ,lecythis1 aber er ffnet sich nicht wohl von selbst4 ,viele ,samen verlieren durch die ,zersetzung des ,oels in den ,samenlappen die ,keimkraft1 bevor in der ,regenzeit die ,holzkapsel der ,fruchthlle in ,folge der ,fulni aufgeht4 ,nach einem am untem ,orinoco weit verbreiteten ,mhrchen setzen sich die ,kapuziner- und ,cacajao-,affen 7,simia chiropotes und ,simia melanocephala7 im ,kreis umher1 klopfen mit einem ,stein auf die ,frucht und zerschlagen sie wirklich1 so da sie zu den dreieckigten ,mandeln kommen knnen4 ,die wre wegen der ausnehmenden ,hrte und ,dicke der ,fruchthlle geradezu unmglich4 ,man mag gesehen haben1 wie ,affen die ,frchte der ,bertholletia am ,boden rollten1 und dieselben haben zwar ein kleines ,loch1 an welches das obere ,ende des ,sulchens befestigt ist1 aber die ,natur hat es den ,affen nicht so leicht gemacht1 die holzigte ,fruchthlle der ,juvia zu ffnen1 wie bei der ,lechthis1 wo sie den ,deckel abnehmen1 der in den ,missionen la tapa 7,deckel7 del coca de monos heit4 ,nach der ,aussage mehrerer sehr glaubwrdiger ,indianer gelingt es nur den kleinen ,nagern1 namentlich den ,agutis 7,cavia ,aguti1 ,cavia ,paca71 vermge des ,baues ihrer ,zhne und der unglaublichen ,ausdauer1 mit der sie ihrem ,zerstrungswerk obliegen1 die ,frucht der ,bertholletia zu durchbohren4 ,sobald die dreieckigten ,nsse auf den ,boden ausgestreut sind1 kommen alle ,thiere des ,waldes herbeigeeilt2 ,affen1 ,manaviris1 ,eichhrner1 ,agutis1 ,papagaien und ,aras streiten sich um die ,beute4 ,sie sind alle stark genug1 um den holzigten ,ueberzug des ,samens zu zerbrechen2 sie nehmen die ,mandel heraus und klettern damit auf die ,bume4 ,so haben sie auch ihr ,fest1 sagten die ,indianer1 die von der ,ernte kamen1 und hrt man sie sich ber die ,thiere beschweren1 so merkt man wohl1 da sie sich fr die alleinigen rechtmigen ,herren des ,waldes halten4 ,das hufige ,vorkommen des ,juvia ostwrts von ,esmeralda scheint darauf hinzudeuten1 da die ,flora des ,amazonenstroms an dem ,stck des obern ,orinoco beginnt1 das im ,sden der ,gebirge hinluft4 ,es ist die gewissermaen ein weiterer ,beweis dafr1 da hier zwei ,flubecken vereinigt sind4 ,bonpland hat sehr gut auseinandergesetzt1 wie man zu verfahren htte1 um die ,bertholletia excelsa am ,ufer des ,orinoco1 des ,apure1 des ,meta1 berhaupt in der ,provinz ,venezuela anzupflanzen4 ,man mte da1 wo der ,baum wild wchst1 die bereits keimenden ,samen zu ,tausenden sammeln und sie in ,kasten mit derselben ,erde legen1 in der sie zu vegetiren angefangen4 ,die jungen ,pflanzen1 durch ,bltter von ,musaceen oder ,palmbltter gegen die ,sonnenstrahlen geschtzt1 wrden auf ,piroguen oder ,fle gebracht4 ,man wei1 wie schwer in ,europa 7trotz der ,anwendung von ,chlor1 wovon ich anderswo gesprochen7 ,samen mit hornartiger ,fruchthlle1 ,palmen1 ,kaffeearten1 ,chinaarten und groe holzigte ,nsse mit leicht ranzigt werdendem ,oel1 zum ,keimen zu bringen sind4 ,alle diese ,schwierigkeiten wren beseitigt1 wenn man nur ,samen sammelte1 die unter dem ,baum selbst gekeimt haben4 ,auf diese ,weise ist es uns gelungen1 zahlreiche ,exemplare sehr seltener ,pflanzen1 z4 ,b4 die ,coumarouna odora oder ,tongabohne1 von den ,katarakten des ,orinoco nach ,angostura zu bringen und in den benachbarten ,pflanzungen zu verbreiten4 ,eine der vier ,piroguen1 mit denen die ,indianer auf der ,juviasernte gewesen waren1 war groentheils mit der ,rohrart 7,carice7 gefllt1 aus der ,blaserohre gemacht werden4 ,die ,rohre waren #ae bis #ag ,fu lang1 und doch war keine ,spur von ,knoten zum ,ansatz von ,blttern oder ,zweigen zu bemerken4 ,sie waren vollkommen gerade1 auen glatt und vllig cylindrisch4 ,diese ,carices kommen vom ,fu der ,berge von ,yumariquin und ,guanaja4 ,sie sind selbst jenseits des ,orinoco unter dem ,namen ,rohr von ,esmeralda sehr gesucht4 ,ein ,jger fhrt sein ganzes ,leben dasselbe ,blaserohr2 er rhmt die ,leichtigkeit1 ,genauigkeit und ,politur desselben1 wie wir an unsern ,feuergewehren dieselben ,eigenschaften rhmen4 ,was mag die fr ein monocotyledonisches ,gewchs#cc seyn1 von dem diese herrlichen ,rohre kommen8 ,haben wir wirklich die ,internodia einer ,grasart aus der ,sippe der ,nostoiden vor uns gehabt8 oder sollte dieser ,carice eine ,cyperacea#cd ohne ,knoten seyn8 ,ich vermag diese ,fragen nicht zu beantworten1 so wenig ich wei1 welcher ,gattung ein anderes ,gewchs angehrt1 von dem die ,marimahemden kommen4 ,wir sahen am ,abhang des ,cerro ,duida ber #ej ,fu hohe ,stmme des ,hemdbaums4 ,die ,indianer schneiden cylindrische ,stcke von zwei ,fu ,durchmesser davon ab und nehmen die rothe1 faserigte ,rinde weg1 wobei sie sich in ,acht nehmen1 keinen ,lngsschnitt zu machen4 ,diese ,rinde gibt ihnen eine ,art ,kleidungsstck1 das ,scken ohne ,nath von sehr grobem ,stoffe gleicht4 ,durch die obere ,oeffnung steckt man den ,kopf1 und um die ,arme durchzustecken1 schneidet man zur ,seite zwei ,lcher ein4 ,der ,eingeborene trgt diese ,marimahemden bei sehr starkem ,regen2 sie haben die ,form der baumwollenen ,ponchos und ,ruanas1 die in ,neu-,grenada1 ,quito und ,peru allgemein getragen werden4 ,da die berschwengliche ,freigebigkeit der ,natur in diesen ,himmelsstrichen fr die ,hauptursache gilt1 warum die ,menschen so trge sind1 so vergessen die ,missionre1 wenn sie ,marimahemden vorweisen1 nie die ,bemerkung zu machen1 in den ,wldern am ,orinoco wachsen die ,kleider fertig auf den ,bumen4 ,zu dieser ,geschichte von den ,hemden gehren auch die spitzen ,mtzen1 welche die ,blumenscheiden gewisser ,palmen liefern und die einem weitmaschigen ,gewebe gleichen4 ,beim ,feste1 dem wir beiwohnten1 waren die ,weiber vom ,tanz und jeder ffentlichen ,lustbarkeit ausgeschlossen2 ihr trauriges ,geschft bestand darin1 den ,mnnern ,affenbraten1 gegohrenes ,getrnk und ,palmkohl aufzutragen4 ,des letzteren ,produkts1 das wie unser ,blumenkohl schmeckt1 erwhne ich nur1 weil wir in keinem ,lande so ausnehmend groe ,stcke gesehen haben4 ,die noch nicht entwickelten ,bltter sind mit demjungen ,stengel verschmolzen1 und wir haben ,cylinder gemessen1 die sechs ,fu lang und fnf ,zoll dick waren4 ,eine andere1 weit nahrhaftere ,substanz kommt aus dem ,thierreich1 das ,fischmehl 7manioc de pescado74 ,ueberall am obern ,orinoco braten die ,indianer die ,fische1 drren sie an der ,sonne und stoen sie zu ,pulver1 ohne die ,grten davon zu trennen4 ,ich sah ,quantitten von #ej bis #fj ,pfund dieses ,mehls1 das aussieht wie ,maniocmehl4 ,zum ,essen rhrt man es mit ,wasser zu einem ,teige an4 ,unter allen ,klimaten1 wo es viele ,fische gibt1 ist man auf dieselben ,mittel zur ,aufbewahrung derselben gekommen4 ,so beschreiben ,plinius und ,diodor von ,sicilien das ,fischbrod der ,ichthyophagen#ce am persischen ,meerbusen und am rothen ,meer4 ,in ,esmeralda1 wie berall in den ,missionen1 leben die ,indianer1 die sich nicht taufen lassen wollten und sich nur frei der ,gemeinde angeschlossen haben1 in ,polygamie4 ,die ,zahl der ,weiber ist bei den verschiedenen ,stmmen sehr verschieden1 am grten bei den ,caraiben und bei all den ,vlkerschaften1 bei denen sich die ,sitte1 junge ,mdchen von benachbarten ,stmmen zu entfhren1 lange erhalten hat4 ,wie kann bei einer so ungleichen ,verbindung von huslichem ,glck die ,rede seyn6 ,die ,weiber leben in einer ,art ,sklaverei1 wie bei den meisten sehr versunkenen ,vlkern4 ,da die ,mnner im ,besitz der unumschrnkten ,gewalt sind1 so wird in ihrer ,gegenwart keine ,klage laut4 ,im ,hause herrscht scheinbar ,ruhe und die ,weiber beeifern sich alle1 den ,wnschen eines anspruchsvollen1 bellaunigen ,gebieters zuvorzukommen4 ,sie pflegen ohne ,unterschied ihre eigenen ,kinder und die der andern ,weiber4 ,die ,missionre versichern 7und was sie sagen1 ist sehr glaublich71 dieser innere ,frieden1 die ,frucht gemeinsamer ,furcht1 werde gewaltig gestrt1 sobald der ,mann lnger von ,hause abwesend sey4 ,dann behandelt diejenige1 mit der sich der ,mann zuerst verbunden1 die andern als ,beischlferinnen und ,mgde4 ,der ,zank nimmt kein ,ende1 bis der ,gebieter wieder kommt1 der durch einen ,laut1 durch eine bloe ,geberde1 und wenn er es zweckdienlich erachtet1 durch etwas schrfere ,mittel die ,leidenschaften niederzuschlagen wei4 ,bei den ,tamanacas ist eine gewisse ,ungleichheit unter den ,weibern hinsichtlich ihrer ,rechte durch den ,sprachgebrauch bezeichnet4 ,der ,mann nennt die zweite und dritte ,frau ,gefhrtinnen der ersten2 die erste behandelt die ,gefhrtinnen als ,nebenbuhlerinnen und ,feinde 7ipucjatoje71 was allerdings nicht so hflich ist1 aber wahrer und ausdrucksvoller4 ,da alle ,last der ,arbeit auf den unglcklichen ,weibern liegt1 so ist es nicht zu verwundern1 da bei manchen ,nationen ihre ,anzahl auffallend gering ist4 ,in solchem ,falle bildet sich eine ,art ,vielmnnerei1 wie wir sie1 nur entwickelter1 in ,tibet und im ,gebirge am ,ende der ostindischen ,halbinsel finden4 ,bei den ,avanos und ,maypures haben oft mehrere ,brder nur ,eine ,frau4 ,wird ein ,indianer1 der mehrere ,weiber hat1 ,christ1 so zwingen ihn die ,missionre1 eine zu whlen1 die er behalten will1 und die andern zu verstoen4 ,der ,moment der ,trennung ist nun der kritische2 der ,neubekehrte findet1 da seine ,weiber doch hchst schtzbare ,eigenschaften haben3 die eine versteht sich gut auf die ,grtnerei1 die andere wei ,chiza zu bereiten1 das berauschende ,getrnk aus der ,maniocwurzel2 eine erscheint ihm so unentbehrlich wie die andere4 ,zuweilen siegt beim ,indianer das ,verlangen1 seine ,weiber zu behalten1 ber die ,neigung zum ,christenthum2 meist aber lt der ,mann den ,missionr whlen1 und nimmt die hin wie einen ,spruch des ,schicksals4 ,die ,indianer1 die vom ,mai bis ,august ,fahrten ostwrts von ,esmeralda unternehmen1 um in den ,bergen von ,yumariquin ,pflanzenprodukte zu sammeln1 konnten uns genaue ,auskunft ber den ,lauf des ,orinoco1 im ,osten der ,mission geben4 ,dieser ,theil meiner ,reisekarte weicht von den frheren vllig ab4 ,ich beginne die ,beschreibung dieser ,lnder mit dem ,granitstock des ,duida1 an dessen ,fue wir weilten4 ,derselbe wird im ,westen vom ,rio ,tamatama1 im ,osten vom ,rio ,guapo begrenzt4 ,zwischen diesen beiden ,nebenflssen des ,orinoco1 durch die ,morichales oder die ,gebsche von ,mauritiapalmen1 die ,esmeralda umgeben1 kommt der ,rio ,sodomoni herab1 vielberufen wegen der vortrefflichen ,ananas1 die an seinen ,ufern wachsen4 ,am #bb4 ,mai ma ich auf einer ,grasflur am ,fu des ,duida eine ,standlinie von #dge ,metern2 der ,winkel1 unter dem die ,spitze des ,berges in #ac1cbg ,meter ,entfernung erscheint1 betrgt noch #i ,grad4 ,nach meiner genauen trigonometrischen ,messung ist der ,duida 7das heit der hchste ,gipfel sdwestlich vom ,cerro ,maraguaca7 #bagi ,meter oder #aaah ,toisen ber der ,ebene von ,esmeralda hoch1 also wahrscheinlich gegen #acjj ber dem ,meeresspiegel2 ich sage wahrscheinlich1 denn leider war mein ,barometer zerbrochen1 ehe wir nach ,esmeralda kamen4 ,der ,regen war so stark1 da wir in den ,nachtlagern das ,instrument nicht vor ,feuchtigkeit schtzen konnten1 und bei der ungleichen ,ausdehnung des ,holzes zerbrach die ,rhre4 ,der ,unfall war mir desto verdrielicher1 weil wohl nie ein ,barometer grere ,reisen mitgemacht hat4 ,ich hatte dasselbe schon seit drei ,jahren in ,europa in den ,gebirgen von ,steiermark1 ,frankreich und ,spanien1 in ,amerika auf dem ,wege von ,cumana an den obern ,orinoco gefhrt4 ,das ,land zwischen ,javita1 ,vasiva und ,esmeralda ist eine weite ,ebene1 und da ich an den beiden ersteren ,orten den ,barometer beobachtet habe1 so kann ich mich hinsichtlich der absoluten ,hhe der ,savanen am ,sodomoni hchstens um #ae--bj ,toisen irren4 ,der ,cerro ,duida steht an ,hhe dem ,st4 ,gotthard und der ,silla bei ,caracas am ,kstenland von ,venezuela nur wenig 7kaum #hj--ajj ,toisen7 nach4 ,er gilt auch hier zu ,lande fr einen colossalen ,berg1 woraus wir ziemlich sicher auf die mittlere ,hhe der ,sierra ,parime und aller ,berge im stlichen ,amerika schlieen knnen4 ,oestlich von der ,sierra ,nevada de ,merida1 sowie sdstlich vom ,paramo de las ,rosas erreicht keine der ,bergketten1 die in der ,richtung eines ,parallels streichen1 die ,hhe des ,centralkamms der ,pyrenen4 ,der ,granitgipfel des ,duida fllt so steil ab1 da die ,indianer vergeblich versucht haben hinaufzukommen4 ,bekanntlich sind gar nicht hohe ,berge oft am unzugnglichsten4 ,zu ,anfang und zu ,ende der ,regenzeit sieht man auf der ,spitze des ,duida kleine ,flammen1 und zwar1 wie es scheint1 nicht immer am selben ,ort4 ,wegen dieser ,erscheinung1 die bei den bereinstimmenden ,aussagen nicht wohl in ,zweifel zu ziehen ist1 hat man den ,berg mit ,unrecht einen ,vulkan genannt4 ,da er ziemlich isolirt liegt1 knnte man denken1 der ,blitz znde zuweilen das ,strauchwerk an2 die erscheint aber unwahrscheinlich1 wenn man bedenkt1 wie schwer in diesem nassen ,klima die ,gewchse brennen4 ,noch mehr3 man versichert1 es zeigen sich oft kleine ,flammen an ,stellen1 wo das ,gestein kaum mit ,rasen bedeckt scheint2 auch beobachte man ganz hnliche ,feuererscheinungen1 und zwar an ,tagen ohne alles ,gewitter1 am ,gipfel des ,guaraco oder ,murcielago1 eines ,hgels gegenber der ,mndung des ,rio ,tamatama auf dem sdlichen ,ufer des ,orinoco4 ,dieser ,hgel erhebt sich kaum #ajj ,toisen ber die umliegende ,ebene4 ,sind die ,aussagen der ,eingeborenen begrndet1 so rhren beim ,duida und dem ,guaraco die ,flammen wahrscheinlich von einer unterirdischen ,ursach her2 denn man sieht dergleichen niemals auf den hohen ,bergen am ,rio ,jao und am ,berg ,maraguaca1 um den so oft die ,gewitter toben4 ,der ,granit des ,cerro ,duida ist von theils offenen1 theils mit ,quarzkrystallen und ,kiesen gefllten ,gngen durchzogen ,durch dieselben mgen gasfrmige1 brennbare ,emanationen 7,wasserstoff oder ,naphta7 aufsteigen4 ,in den ,gebirgen von ,caramanien1 im ,hindu-,khu und im ,himalaya sind dergleichen ,erscheinungen hufig4 ,in vielen ,landstrichen des stlichen ,amerika1 die den ,erdbeben ausgesetzt sind1 sieht man sogar 7wie am ,cuchivano bei ,cumanacoa7#cf aus secundren ,gebirgsbildungen ,flammen aus dem ,boden brechen4 ,dieselben zeigen sich1 wenn der erste ,regen auf den von der ,sonne stark erhitzten ,boden fllt1 oder wenn dieser nach starken ,niederschlgen wieder zu trocknen anfngt4 ,die ,grundursach dieser ,feuererscheinungen ist in ungeheurer ,tiefe1 weit unter den secundren ,formationen1 in den ,urgebirgsarten zu suchen2 der ,regen und die ,zersetzung des atmosphrischen ,wassers spielen dabei nur eine untergeordnete ,rolle4 ,die heiesten ,quellen in der ,welt kommen unmittelbar aus dem ,granit2 das ,steinl quillt aus dem ,glimmerschiefer2 in ,encaramada zwischen den ,flssen ,arauca und ,cuchivero1 mitten auf dem ,granitboden der ,sierra ,parime am ,orinoco1 hrt man furchtbares ,getse4 ,hier1 wie berall auf dem ,erdball1 liegt der ,herd der ,vulkane in den ltesten ,bildungen1 und zwischen den groen ,phnomenen1 wobei die ,rinde unseres ,planeten emporgehoben und geschmolzen wird1 und den ,feuermeteoren1 die sich zuweilen an der ,oberflche zeigen und die man1 ihrer ,unbedeutendheit wegen1 nur atmosphrischen ,einflssen zuschreiben mchte1 scheint ein ,causalzusammenhang zu bestehen4 ,der ,duida hat zwar nicht die ,hhe1 welche der ,volksglaube ihm zuschreibt1 er ist aber im ganzen ,bergstock zwischen ,orinoco und ,amazonenstrom der beherrschende ,punkt4 ,diese ,berge fallen gegen ,nordwest1 gegen den ,puruname1 noch rascher ab als gegen ,ost1 gegen den ,padamo und den ,rio ,ocamo4 ,in der ersteren ,richtung sind die hchsten ,gipfel nach dem ,duida der ,cuneva1 an den ,quellen des ,rio ,paru 7eines ,nebenflusses des ,ventuari71 der ,sipapo1 der ,calitamini1 der mit dem ,cunavami und dem ,pic ,uniana zu ,einer ,gruppe gehrt4 ,ostwrts vom ,duida zeichnen sich durch ihre ,hhe aus1 am rechten ,ufer des ,orinoco der ,maravaca oder die ,sierra ,maraguaca zwischen dem ,rio ,caurimoni und dem ,padamo1 auf dem linken ,ufer die ,berge von ,guanaja und ,yumariquin zwischen den ,flssen ,amaguaca und ,gehette4 ,ich brauche kaum noch einmal zu bemerken1 da die ,linie1 welche ber diese hohen ,gipfel luft 7wie in den ,pyrenen1 den ,karpathen und so vielen ,bergketten der alten ,welt71 keineswegs mit der ,wasserscheide zusammenfllt4 ,die ,wasserscheide zwischen den ,zuflssen des untern und des obern ,orinoco schneidet den ,meridian von #fd unter dem vierten ,grad der ,breite4 ,sie luft zuerst zwischen den ,quellen des ,rio ,branco und des ,carony durch und dann nach ,nordwest1 so da die ,gewsser des ,padamo1 ,jao und ,ventuari nach ,sd1 die ,gewsser des ,arui1 ,caura und ,cuchivero nach ,nord flieen4 ,man kann von ,esmeralda den ,orinoco gefahrlos hinausfahren bis zu den ,katarakten1 an denen die ,guaicas-,indianer sitzen1 welche die ,spanier nicht weiter hinauf kommen lassen2 es ist die eine ,fahrt von sechs und einem halben ,tag4 ,in den zwei ersten kommt man an den ,einflu des ,rio ,padamo1 nachdem man gegen ,nord die kleinen ,flsse ,tamatama1 ,sodomoni1 ,guapo1 ,caurimoni und ,simirimoni1 gegen ,sd dem ,einflu des ,cuca zwischen dem ,hgel ,guaraco1 der ,flammen auswerfen soll1 und dem ,cerro ,canelilla1 hinter sich gelassen4 ,auf diesem ,strich bleibt der ,orinoco #cjj--djj ,toisen breit4 ,auf dem rechten ,ufer kommen mehr ,flsse herein1 weil sich an dieser ,seite die hohen ,berge ,duida und ,maraguaca hinziehen1 auf welchen sich die ,wolken lagern1 whrend das linke ,ufer niedrig ist und an die ,ebene stt1 die im ,groen gegen ,sdwest abfllt4 ,prachtvolle ,wlder mit ,bauholz bedecken die nrdlichen ,cordilleren4 ,in diesem heien1 bestndig feuchten ,landstrich ist das ,wachsthum so stark1 da es ,stmme von ,bombax ,ceiba von #af ,fu ,durchmesser gibt4 ,der ,rio ,padamo oder ,patamo1 ber den frher die ,missionre am obern ,orinoco mit denen am ,rio ,caura verkehrten1 ist fr die ,geographen zu einer ,quelle von ,irrthmern geworden4 ,pater ,caulin nennt ihn ,macoma und setzt einen andern ,rio ,patamo zwischen den ,punkt der ,gabeltheilung des ,orinoco und einen ,berg ,ruida1 womit ohne ,zweifel der ,cerro ,duida gemeint ist4 ,surville lt den ,padamo sich mit dem ,rio ,ocamo 7,ucamu7 verbinden1 der ganz unabhngig von ihm ist2 auf der groen ,karte von ,la ,cruz endlich ist ein kleiner ,nebenflu des ,orinoco1 westlich von der ,gabeltheilung1 als ,rio ,padamo bezeichnet und der eigentliche ,flu dieses ,namens heit ,rio ,maquiritari4 ,von der ,mndung dieses ,flusses1 der ziemlich breit ist1 kommen die ,indianer in einem und einem halben ,tag an den ,rio ,mavaca1 der in den hohen ,gebirgen von ,unturan entspringt1 von denen oben die ,rede war4#cg ,der ,trageplatz zwischen den ,quellen dieses ,nebenflusses und denen des ,jdapa oder ,siapa hat zu der ,fabel vom ,zusammenhang des ,jdapa mit dem obern ,orinoco ,anla gegeben4 ,der ,rio ,mavaca steht mit einem ,see in ,verbindung1 an dessen ,ufer die ,portugiesen1 ohne ,vorwissen der ,spanier in ,esmeralda1 vom ,rio ,negro her kommen1 um die aromatischen ,samen des ,laurus ,pucheri zu sammeln1 die im ,handel als ,pichurimbohne und ,toda ,specie bekannt sind4 ,zwischen den ,mndungen des ,padamo und des ,mavaca nimmt der ,orinoco von ,nord her den ,ocamo aus1 in den sich der ,rio ,matacona ergiet4 ,an den ,quellen des letzteren ,flusses wohnen die ,guainares1 die lange nicht so stark kupferfarbig oder braun sind als die brigen ,bewohner dieser ,lnder4 ,dieser ,stamm gehrt zu denen1 welche bei den ,missionren ,indios blancas heien1 und ber die ich bald mehr sagen werde4 ,an der ,mndung des ,ocamo zeigt man den ,reisenden einen ,fels1 der im ,lande fr ein ,wunder gilt4 ,es ist ein ,granit1 der in ,gnei bergeht1 ausgezeichnet durch die eigenthmliche ,vertheilung des schwarzen ,glimmers1 der kleine verzweigte ,adern bildet4 ,die ,spanier nennen den ,fels piedra mapaya 7,landkartenstein74 ,ueber dem ,einflu des ,mavaca nimmt der ,orinoco an ,breite und ,tiefe auf einmal ab4 ,sein ,lauf wird sehr gekrmmt1 wie bei einem ,alpstrom4 ,an beiden ,ufern stehen ,gebirge2 von ,sden her kommen jetzt bedeutend mehr ,gewsser herein1 indessen bleibt die ,cordillere im ,norden am hchsten4 ,von der ,mndung des ,mavaca bis zum ,rio ,gehette sind es zwei ,tagereisen1 weil die ,fahrt sehr beschwerlich ist und man oft1 wegen zu seichten ,wassers1 die ,pirogue am ,ufer schleppen mu4 ,auf dieser ,strecke kommen von ,sd der ,daracapo und der ,amaguaca herein2 sie laufen nach ,west und ,ost um die ,berge von ,guanaya und ,yumariquin herum1 wo man die ,frchte der ,bertholletia sammelt4 ,von den ,bergen gegen ,nord1 deren ,hhe vom ,cerro ,maraguaca an allmhlich abnimmt1 kommt der ,rio ,manaviche herab4 ,je weiter man auf dem ,orinoco hinaufkommt1 desto hufiger werden die ,krmmungen und die kleinen ,stromschnellen 7chorros y remolinos74 ,man lt links den ,cao ,chiguire1 an dem die ,guaicas1 gleichfalls ein ,stamm weier ,indianer1 wohnen1 und zwei ,meilen weiter kommt man zur ,mndung des ,gehette1 wo sich ein groer ,katarakt befindet4 ,ein ,damm von ,granitfelsen luft ber den ,orinoco2 die sind die ,sulen des ,hercules1 ber die noch kein ,weier hinausgekommen ist4 ,dieser ,punkt1 der sogenannte ,raudal de ,guaharibos1 scheint ,grad ostwrts von ,esmeralda1 also unter #fgch der ,lnge zu liegen4 ,durch eine militrische ,expedition1 die der ,commandant von ,san ,carlos1 ,don ,francisco ,bovadilla1 unternommen1 um die ,quellen des ,orinoco aufzusuchen1 hat man die genauesten ,nachrichten ber die ,katarakten der ,guaharibos4 ,er hatte erfahren1 da ,neger1 welche in hollndisch ,guyana entsprungen1 nach ,west 7ber die ,landenge zwischen den ,quellen des ,rio ,carony und des ,rio ,branco hinaus7 gelaufen seyen und sich zu unabhngigen ,indianern gesellt haben4 ,er unternahm eine ,entrada 7,einfall7 ohne ,erlaubni des ,statthalters2 der ,wunsch1 afrikanische ,sklaven zu bekommen1 die zur ,arbeit besser taugen als die kupferfarbigen ,menschen1 war dabei ungleich strker im ,spiel1 als der ,eifer fr die ,frderung der ,erdkunde4 ,ich hatte in ,esmeralda und am ,rio ,negro ,gelegenheit1 mehrere sehr verstndige ,militrs zu befragen1 die den ,zug mitgemacht4 ,bovadilla kam ohne ,schwierigkeit bis zum kleinen ,raudal dem ,gehette gegenber2 aber am ,fu des ,felsdamms1 welcher den groen ,katarakt bildet1 wurde er unversehens1 whrend des ,frhstcks1 von den ,guaharibos und den ,guaicas berfallen1 zwei kriegerischen und wegen der ,strke des ,curare1 mit dem sie ihre ,pfeile vergiften1 vielberufenen ,stmmen4 ,die ,indianer besetzten die ,felsen mitten im ,flu4 ,sie sahen keine ,bogen in den ,hnden der ,spanier1 von ,feuergewehr wuten sie nichts1 und so gingen sie ,leuten zu ,leibe1 die sie fr wehrlos hielten4 ,mehrere ,weie wurden gefhrlich verwundet1 und ,bovadilla mute die ,waffen brauchen4 ,es erfolgte ein furchtbares ,gemetzel unter den ,eingeborenen1 aber von den hollndischen ,negern1 die sich hieher geflchtet haben sollten1 wurde keiner gefunden4 ,trotz des ,sieges1 der ihnen nicht schwer geworden1 wagten es die ,spanier nicht1 in gebirgigtem ,land auf einem tief eingeschnittenen ,flusse weiter gegen ,ost hinaufzugehen4 ,die ,guaharibos blancos haben ber den ,katarakt aus ,lianen eine ,brcke geschlagen1 die an den ,felsen befestigt ist1 welche sich1 wie meistens in den ,pongos im obern ,maragnon1 mitten aus dem ,flubett erheben4 ,diese ,brcke1 die smmtliche ,einwohner in ,esmeralda wohl kennen1 scheint zu beweisen1 da der ,orinoco an dieser ,stelle bereits ziemlich schmal ist4 ,die ,indianer geben seine ,breite meist nur zu #bjj--cjj ,fu an2 sie behaupten1 oberhalb des ,raudals der ,guaharibos sey der ,orinoco kein ,flu mehr1 sondern ein ,riachuelo 7ein ,bergwasser71 wogegen ein sehr unterrichteter ,geistlicher1 ,fray ,juan ,gonzales1 der das ,land besucht hat1 mich versicherte1 da1 wo man den weiteren ,lauf des ,orinoco nicht mehr kenne1 sey er immer noch zu zwei ,drittheilen so breit als der ,rio ,negro bei ,san ,carlos4 ,letztere ,angabe scheint mir unwahrscheinlicher2 ich gebe aber nur wieder1 was ich in ,erfahrung bringen konnte1 und spreche ber nichts ab4 ,nach den vielen ,messungen1 die ich vorgenommen1 wei ich gut1 wie leicht man sich hinsichtlich der ,gre der ,flubetten irren kann4 ,ueberall erscheinen die ,flsse breiter oder schmaler1 je nachdem sie von ,bergen oder von ,ebenen umgeben1 frei oder voll ,rissen1 von ,regengssen geschwellt oder nach langer ,trockenheit wasserarm sind4 ,es verhlt sich brigens mit dem ,orinoco wie mit dem ,ganges1 dessen ,lauf nordwrts von ,gangutra nicht bekannt ist2 auch hier glaubt man wegen der geringen ,breite des ,flusses1 der ,punkt knne nicht weit von der ,quelle liegen4 ,im ,felsdamm1 der ber den ,orinoco luft und den ,raudal der ,guaharibos bildet1 wollen spanische ,soldaten die schne ,art ,saussurit 7den ,amazonenstein71 von dem oben die ,rede war1 gefunden haben4 ,es ist die eine sehr zweifelhafte ,geschichte1 und die ,indianer1 die ich darber befragt1 versicherten mich1 die grnen ,steine1 die man in ,esmeralda ,piedras de ,macagua nennt1 seyen von den ,guaicas und ,guaharibos gekauft1 die mit viel weiter ostwrts lebenden ,horden ,handel treiben4 ,es geht mit diesen ,steinen1 wie mit so vielen andern kostbaren ,produkten beider ,indien4 ,an den ,ksten1 einige hundert ,meilen weit weg1 nennt man das ,land1 wo sie vorkommen1 mit voller ,bestimmtheit2 kommt man aber mit ,mhe und ,noth in dieses ,land1 so zeigt es sich1 da die ,eingeborenen das ,ding1 das man sucht1 nicht einmal dem ,namen nach kennen4 ,man knnte glauben1 die ,amulette aus ,saussurit1 die man bei den ,indianern am ,rio ,negro gefunden1 kommen vom untern ,amazonenstrom1 und die1 welche man ber die ,missionen am obern ,orinoco und ,rio ,carony bezieht1 aus einem ,landstrich zwischen den ,quellen des ,essequebo und des ,rio ,branco4 ,indessen haben weder der ,chirurg ,hortsmann1 ein gebotener ,hildesheimer1 noch ,don ,antonio ,santos1 dessen ,reisetagebuch mir zu ,gebot stand1 den ,amazonenstein auf der ,lagersttte gesehen1 und es ist eine ganz grundlose1 obgleich in ,angostura stark verbreitete ,meinung1 dieser ,stein komme in weichem1 teigigtem ,zustand aus dem kleinen ,see ,amucu1 aus dem man die ,laguna del ,dorado gemacht hat4 ,so ist denn in diesem stlichen ,strich von ,amerika noch eine schne geognostische ,entdeckung zu machen1 nmlich im ,urgebirg ein ,euphotidgestein 7,gabbro7 aufzufinden1 das die ,piedra de ,macagna enthlt4 ,ich gebe hier einigen ,aufschlu ber die ,indianerstmme von weilichter ,hautfarbe und sehr kleinem ,wuchs1 die alte ,sagen seit ,jahrhunderten an die ,quellen des ,orinoco setzen4 ,ich hatte ,gelegenheit1 in ,esmeralda einige zu sehen1 und kann versichern1 da man die ,kleinheit der ,guaicas und die ,weie der ,guaharibos1 die ,pater ,caulin ,guaribos blancos nennt1 in gleichem ,maasse bertrieben hat4 ,die ,guaicas1 die ich gemessen1 messen im ,durchschnitt #d ,fu #g ,zoll bis #d ,fu #h ,zoll 7nach altem franzsischem ,ma74 ,man behauptet1 der ganze ,stamm sey so ausnehmend klein2 man darf aber nicht vergessen1 da das1 was man hier einen ,stamm nennt1 im ,grunde nur eine einzige ,familie ist4 ,wo alle ,vermischung mit ,fremden ausgeschlossen ist1 pflanzen sich ,spielarten und ,abweichungen vom gemeinsamen ,typus leichter fort4 ,nach den ,guaicas sind die ,guainares und die ,poignaves die kleinsten unter den ,indianern4 ,es ist sehr auffallend1 da alle diese ,vlkerschaften neben den ,caraiben wohnen1 die von ungemein hohem ,wuchse sind4 ,beide leben im selben ,klima und haben dieselben ,nahrungsmittel4 ,es sind ,racenspielarten1 deren ,bildung ohne ,zweifel weit ber die ,zeit hinausreicht1 wo diese ,stmme 7groe und kleine1 weilichte und dunkelbraune7 sich neben einander niedergelassen4 ,die vier weiesten ,nationen am obern ,orinoco schienen mir die ,guaharibos am ,rio ,gehette1 die ,guainares am ,ocomo1 die ,guaicas am ,cao ,chiguire und die ,maquiritares an den ,quellen des ,padamo1 des ,jao und des ,ventuari4 ,da ,eingeborene mit weilichter ,haut unter einem glhenden ,himmel und mitten unter sehr dunkelfarbigen ,vlkern eine auffal,iende ,erscheinung sind1 so haben die ,spanier zur ,erklrung derselben zwei sehr gewagte ,hypothesen aufgebracht4 ,die einen meinen1 ,hollnder aus ,surinam und vom ,rio ,essequebo mgen sich mit ,guaharibos und ,guainares vermischt haben2 andere behaupten aus ,ha gegen die ,kapuziner am ,carony und die ,observanten am ,orinoco1 diese weilichten ,indianer seyen1 was man in ,dalmatien ,muso di frate nennt1 ,kinder1 deren eheliche ,geburt einigem ,zweifel unterliegt4 ,in beiden ,fllen wren die ,indios blancos ,mestizen1 ,abkmmlinge einer ,indianerin und eines ,weien4 ,ich habe aber ,tausende von ,mestizen gesehen und kann behaupten1 da die ,vergleichung durchaus unrichtig ist4 ,die ,individuen der weilichten ,stmme1 die wir zu untersuchen ,gelegenheit hatten1 haben die ,gesichtsbildung1 den ,wuchs1 die schlichten1 glatten1 schwarzen ,haare1 wie sie allen andern ,indianern zukommen4 ,unmglich knnte man sie fr ,mischlinge halten1 hnlich den ,abkmmlingen von ,eingeborenen und ,europern4 ,manche sind dabei sehr klein1 andere haben den gewhnlichen ,wuchs der kupferrothen ,indianer4 ,sie sind weder schwchlich1 noch krnklich1 noch ,albinos2 sie unterscheiden sich von den kupferfarbigen ,stmmen allein durch weit weniger dunkle ,hautfarbe4 ,nach diesen ,bemerkungen braucht man den weiten ,weg vom obern ,orinoco zum ,kstenland1 auf dem die ,hollnder sich niedergelassen1 gar nicht in ,anschlag zu bringen4 ,ich lugne nicht1 da man ,abkmmlinge entlaufener ,neger 7negros alzados de palenque7 unter den ,caraiben an den ,quellen des ,essequebo gefunden haben mag2 aber niemals ist ein ,weier von den ,ostksten so tief in ,guyana hinein1 an den ,rio ,gehette und an den ,ocamo gekommen4 ,noch mehr3 so auffallend es erscheinen mag1 da ,vlkerschaften mit weilichter ,haut stlich von ,esmeralda neben einander wohnen1 so ist doch soviel gewi1 da man auch in andern ,lndern ,amerikas ,stmme gefunden hat1 die sich von ihren ,nachbarn durch weit weniger dunkle ,hautfarbe unterscheiden4 ,dahin gehren die ,arivirianos und ,maquiritares am ,rio ,ventuario und am ,padamo1 die ,paudacotos und ,paravenas am ,erevato1 die ,viras und ,ariguas am ,caura1 die ,mologagos in ,brasilien und die ,guayanas am ,uruguay4#ch ,alle diese ,erscheinungen verdienen desto mehr ,aufmerksamkeit1 als sie den groen ,zweig der amerikanischen ,vlker betreffen1 den man gemeiniglich dem am ,pole lebenden ,zweig1 den ,eskimo-,tschugasen1 entgegenstellt1 deren ,kinder wei sind und die mongolisch gelbe ,farbe erst durch den ,einflu der ,luft und der ,feuchtigkeit annehmen4 ,in ,guyana sind die ,horden1 welche mitten in den dichtesten ,wldern leben1 meist nicht so dunkel als solche1 welche an den ,ufern des ,orinoco ,fischfang treiben4 ,aber dieser unbedeutende ,unterschied1 der ja auch in ,europa zwischen den stdtischen ,handwerkern und den ,landbauern oder ,kstenfischern vorkommt1 erklrt keineswegs das ,phnomen der ,indios blancos1 die ,existenz von ,indianerstmmen mit einer ,haut wie die der ,mestizen4 ,dieselben sind von andern ,waldindianern 7,indios del monte7 umgeben1 die1 obgleich ganz den nmlichen physischen ,einflssen ausgesetzt1 braunroth sind4 ,die ,ursachen dieser ,erscheinungen liegen in der ,zeit sehr weit rckwrts1 und wir sagen wieder mit ,tacitus3 ,est durans originis vis4 ,diese ,stmme mit weilichter ,haut1 welche wir in der ,mission ,esmeralda zu sehen ,gelegenheit gehabt1 bewohnen einen ,strich des ,berglandes zwischen den ,quellen von sechs ,nebenflssen des ,orinoco1 des ,padamo1 ,jao1 ,ventuari1 ,erevato1 ,aruy und ,paragua4 ,bei den spanischen und portugiesischen ,missionren heit dieses ,land gemeiniglich die ,parime4 ,hier1 wie in verschiedenen andern ,lndern von spanisch ,amerika1 haben die ,wilden wieder erobert1 was die ,civilisation oder vielmehr die ,missionre1 die nur die ,vorlufer der ,civilisation sind1 ihnen abgerungen4 ,solanos ,grenzexpedition und der abenteuerliche ,eifer1 mit dem ein ,statthalter von ,guyana#ci den ,dorado suchte1 hatten in der zweiten ,hlfte des achtzehnten ,jahrhunderts den ,unternehmungsgeist wieder wach gerufen1 der die ,castilianer bei der ,entdeckung von ,amerika beseelte4 ,man hatte am ,rio ,padamo hinauf durch ,wlder und ,savanen einen ,weg von zehen ,tagereisen von ,esmeralda zu den ,quellen des ,ventuari entdeckt2 in zwei weiteren ,tagen war man von diesen ,quellen auf dem ,erevato in die ,missionen am ,rio ,caura gelangt4 ,zwei verstndige1 beherzte ,mnner1 ,don ,antonio ,santos und der ,capitn ,bareto1 hatten mit ,hlfe der ,maquiritares auf dieser ,linie von ,esmeralda an den ,rio ,erevato eine militrische ,postenkette angelegt2 dieselbe bestand aus zweistockigten1 mit ,steinbllern besetzten ,husern 7casas fuertes71 wie ich sie oben beschrieben und die auf den ,karten1 die zu ,madrid herauskamen1 als neunzehn ,drfer figurirten4 ,die sich selbst berlassenen ,soldaten bedrckten in jeder ,weise die ,indianer1 die ihre ,pflanzungen bei den ,casas fuertes hatten1 und da diese ,plackereien nicht so methodisch waren1 das heit nicht so gut in einander griffen1 wie die in den ,missionen1 an die sich die ,indianer nach und nach gewhnen1 so verbndeten sich im ,jahr #aggf mehrere ,stmme gegen die ,spanier4 ,in ,einer ,nacht wurden alle ,militrposten auf der ganzen #ej ,meilen langen ,linie angegriffen1 die ,huser niedergebrannt1 viele ,soldaten niedergemacht2 nur wenige verdankten ihr ,leben dem ,erbarmen der indianischen ,weiber4 ,noch jetzt spricht mnn mit ,entsetzen von diesem nchtlichen ,ueberfall4 ,derselbe wurde in der tiefsten ,heimlichkeit verabredet und mit der ,uebereinstimmung ausgefhrt1 die bei den ,eingeborenen von ,sd- wie von ,nordamerika1 welche feindselige ,gefhle so meisterhaft in sich zu verschlieen wissen1 niemals fehlt1 wo es sich um gemeinsamen ,vortheil handelt4 ,seit #aggf hat nun kein ,mensch mehr daran gedacht1 den ,landweg vom obern an den untern ,orinoco wiederherzustellen1 und konnte kein ,weier von ,esmeralda an den ,erevato gehen4 ,und doch ist kein ,zweifel darber1 da es in diesem ,gebirgslande zwischen den ,quellen des ,padamo und des ,ventuari 7bei den ,orten1 welche bei den ,indianern ,aurichapa1 ,ichuana und ,irique heien7 mehrere ,gegenden mit gemigtem ,klima und mit ,weiden gibt1 die ,vieh in ,menge nhren knnten4 ,die ,militrposten leisteten ihrer ,zeit sehr gute ,dienste gegen die ,einflle der ,caraiben1 die von ,zeit zu ,zeit zwischen dem ,erevato und dem ,padamo ,sklaven fortschleppten1 wenn auch nur wenige4 ,sie htten wohl auch den ,angriffen der ,eingeborenen widerstanden1 wenn man sie1 statt sie ganz vereinzelt und nur in den ,hnden der ,soldaten zu lassen1 in ,drfer verwandelt und wie die ,gemeinden der neubekehrten ,indianer verwaltet htte4 ,wir verlieen die ,mission ,esmeralda am #ag4 ,mai4 ,wir waren eben nicht krank1 aber wir fhlten uns alle matt und schwach in ,folge der ,insektenplage1 der schlechten ,nahrung und der langen ,fahrt in engen1 nassen ,canoes4 ,wir gingen den ,orinoco nicht ber den ,einflu des ,rio ,guapo hinauf2 wir htten es gethan1 wenn wir htten versuchen knnen1 zu den ,quellen des ,flusses zu gelangen4 ,unter den gegenwrtigen ,verhltnissen mssen sich bloe ,privatleute1 welche ,erlaubni haben1 die ,missionen zu betreten1 bei ihren ,wanderungen auf die friedlichen ,striche des ,landes beschrnken4 ,vom ,guapo bis zum ,raudal der ,guaharibos sind noch #ae ,meilen4 ,bei diesem ,katarakt1 ber den man aus einer ,brcke aus ,lianen geht1 stehen ,indianer mit ,bogen und ,pfeilen1 die keinen ,weien und keinen1 der aus dem ,gebiet der ,weien kommt1 weiter nach ,osten lassen4 ,wie konnten wir hoffen1 aber einen ,punkt hinaus zu kommen1 wo der ,befehlshaber am ,rio ,negro1 ,don ,francisco ,bovadilla1 hatte ,halt machen mssen1 als er mit bewaffneter ,macht jenseits des ,gehette vordringen wollte8 ,durch das ,blutbad1 das man unter ihnen angerichtet1 sind die ,eingeborenen gegen die ,bewohner der ,missionen noch grimmiger und mitrauischer geworden4 ,man erinnere sich1 da beim ,orinoco bis jetzt den ,geographen zwei besondere1 aber gleich wichtige ,probleme vorlagen3 die ,lage seiner ,quellen und die ,art seiner ,verbindung mit dem ,amazonenstrom4 ,das letztere war der ,zweck der ,reise1 die ich im ,bisherigen beschrieben2 was die endliche ,auffindung der ,quellen betrifft1 so ist die ,sache der spanischen und der portugiesischen ,regierung4 ,eine kleine ,abtheilung ,soldaten1 die von ,angostura oder vom ,rio ,negro ausbrche1 knnte den ,guaharibos1 ,guaicas und ,caraiben1 deren ,kraft und ,anzahl man in gleichem ,maae bertreibt1 die ,spitze bieten4 ,diese ,expedition knnte entweder von ,esmeralda ostwrts oder auf dem ,rio ,carony und dem ,paragua sdwestwrts1 oder endlich auf dem ,rio ,padaviri oder dem ,rio ,branco und dem ,urariquera nach ,nordwest gehen4 ,da der ,orinoco in der ,nhe seines ,ursprungs wahrscheinlich weder unter diesem ,namen noch unter dem ,namen ,paragua#dj bekannt ist1 so wre es sicherer auf ihm ber den ,gehette hinaufzugehen1 nachdem man das ,land zwischen ,esmeralda und dem ,raudal der ,guaharibos1 das ich oben genau beschrieben1 hinter sich gelassen4 ,auf diese ,weise verwechselte man nicht den ,hauptstamm des ,flusses mit einem oberen ,nebenflu1 und wo das ,bett mit ,felsen verstopft wre1 ginge man bald am einen1 bald am andern ,ufer am ,orinoco hinauf4 ,wollte man aber1 statt sich nach ,ost zu wenden1 die ,quellen westwrts auf dem ,rio ,carony1 dem ,essequebo oder dem ,rio ,branco suchen1 so mte man den ,zweck der ,expedition erst dann als erreicht ansehen1 wenn man auf dem ,flu1 den man fr den ,orinoco angesehen1 bis zum ,einflu des ,gehette und zur ,mission ,esmeralda herabgekommen wre4 ,das portugiesische ,fort ,san ,joaquim1 am linken ,ufer des ,rio ,branco beim ,einflu des ,tacutu1 wre ein weiterer gnstig gelegener ,ausgangspunkt2 ich empfehle ihn1 weil ich nicht wei1 ob die ,mission ,santa ,rosa1 die vom ,statthalter ,don ,manuel ,centurion1 als die ,ciudad ,guirior angelegt wurde1 weiter nach ,west am ,ufer des ,urariapara gegrndet worden1 nicht bereits wieder eingegangen ist4 ,verfolgte man den ,lauf des ,paragua westwrts vom ,destacamento oder ,militrposten ,guirior1 der in den ,missionen der catalonischen ,capuziner liegt1 oder ginge man vom portugiesischen ,fort ,san ,joaquim im ,thale des ,rio ,uruariquera gegen ,west1 so kme man am sichersten zu den ,quellen des ,orinoco4 ,die ,lngenbeobachtungen1 die ich in ,esmeralda angestellt1 knnen das ,suchen erleichtern1 wie ich in einer an das spanische ,ministerium unter ,knig ,carl ,,iv4 gerichteten ,denkschrift auseinandergesetzt habe4 ,wenn das groe1 ntzliche ,werk der amerikanischen ,missionen allmhlich die ,verbesserungen erhielte1 auf die mehrere ,bischfe angetragen haben1 wem man1 statt die ,missionre fast auf ,gerathewohl aus den spanischen ,klstern zu ergnzen1 junge ,geistliche in ,amerika selbst in ,seminarien oder ,missionskollegien erzge1 so wrden militrische ,expeditionen1 wie ich sie eben vorgeschlagen1 berflssig4 ,das ,ordenskleid des heiligen ,franciscus1 ob es nun braun ist wie bei den ,capuzinern am ,carony1 oder blau wie bei den ,observanten am ,orinoco1 bt immer noch einen gewissen ,zauber ber die ,indianer dieser ,lnder4 ,sie knpfen daran gewisse ,vorstellungen von ,wohlstand und ,behagen1 die ,aussicht1 in den ,besitz von ,aexten1 ,messern und ,fischereigerthe zu gelangen4 ,selbst solche1 die an ,unabhngigkeit und ,vereinzelung zh festhalten und es verschmhen1 sich vom ,glockenklang regieren zu lassen1 sind erfreut1 wenn ein benachbarter ,missionr sie besucht4 ,ohne die ,bedrckungen der ,soldaten und die feindlichen ,einflle der ,mnche1 ohne die entradas und conquistas apostolicas1 htten sich die ,eingeborenen nicht von den ,ufern des ,stroms weggezogen4 ,gbe man das unvernnftige ,system auf1 die ,klosterzucht in den ,wldern und ,savanen ,amerikas einfhren zu wollen1 liee man die ,indianer der ,frchte ihrer ,arbeit froh werden1 regierte man sie nicht so viel1 das heit1 legte man nicht ihrer natrlichen ,freiheit bei jedem ,schritt ,fesseln an1 so wrden die ,missionre rasch den ,kreis ihrer ,thtigkeit sich erweitern sehen1 deren ,ziel ja kein anderes ist1 als menschliche ,gesittung4 ,die ,niederlassungen der ,mnche haben in den ,aequinoctiallndern der neuen ,welt wie im nrdlichen ,europa die ersten ,keime des gesellschaftlichen ,lebens ausgestreut4 ,noch jetzt bilden sie einen weiten ,grtel um die europischen ,besitzungen1 und wie viele und groe ,mibruche sich auch in ein ,regiment eingeschlichen haben mgen1 wobei alle ,gewalten in einer einzigen verschmolzen sind1 so wrde es doch schwer halten1 dasselbe durch ein anderes zu ersetzen1 das nicht noch weit grere ,uebelstnde mit sich fhrte1 und dabei eben so wohlfeil und dem schweigsamen ,phlegma der ,eingeborenen eben so angemessen wre4 ,ich komme spter auf diese christlichen ,anstalten zurck1 deren politische ,wichtigkeit in ,europa nicht genug gewrdigt wird4 ,hier sey nur bemerkt1 da die von der ,kste entlegensten gegenwrtig am meisten verwahrlost sind4 ,die ,ordensleute leben dort im tiefsten ,elend4 ,allein von der ,sorge fr den tglichen ,unterhalt befangen1 bestndig darauf bedacht1 auf eine ,mission versetzt zu werden1 die nher bei der civilisirten ,welt liegt1 das heit bei weien und vernnftigen ,leuten1#da kommen sie nicht leicht in ,versuchung1 weiter ins ,land zu dringen4 ,es wird rasch vorwrts gehen1 sobald man 7nach dem ,vorgang der ,jesuiten7 den entlegensten ,missionen auerordentliche ,untersttzungen zu ,theil werden lt1 und auf die uersten ,posten1 ,guirior1 ,san ,luis del ,erevato und ,esmeralda1#db die muthigsten1 verstndigsten und in den ,indianersprachen bewandertsten ,missionre stellt4 ,das kleine ,stck1 das vom ,orinoco noch zu berichtigen ist 7wahrscheinlich eine ,strecke von #be--cj ,meilen71 wird bald entdeckt seyn2 in ,sd- wie in ,nordamerika sind die ,missionre berall zuerst auf dem ,platz1 weil ihnen ,vortheile zu statten kommen1 die andern ,reisenden abgehen4 ,ihr thut gro damit1 wie weit ihr ber den ,obersee hinaufgekommen1 sagte ein ,indianer aus ,canada zu ,pelzhndlern aus den ,vereinigten ,staaten2 ihr denkt also nicht daran1 da die ,schwarzrcke vorher dagewesen1 und da diese euch den ,weg nach ,westen gewiesen haben6 ,unsere ,pirogue war erst gegen drei ,uhr ,abends bereit uns aufzunehmen4 ,whrend der ,fahrt auf dem ,cassiquiare hatten sich unzhlige ,ameisen darin eingenistet und nur mit ,mhe suberte man davon den ,toldo1 das ,dach aus ,palmblttern1 unter dem wir nun wieder zwei und zwanzig ,tage lang ausgestreckt liegen sollten4 ,einen ,theil des ,vormittags verwendeten wir dazu1 um die ,bewohner von ,esmeralda nochmals ber einen ,see auszufragen1 der gegen ,ost liegen sollte4 ,wir zeigten den alten ,soldaten1 die in der ,mission seit ihrer ,grndung lagen1 die ,karten von ,surville und la ,cruz4 ,sie lachten ber die angebliche ,verbindung zwischen dem ,orinoco und dem ,rio ,idapa und ber das weie ,meer1 durch das ersterer ,flu laufen soll4 ,was wir hflich ,fictionen der ,geographen nennen1 hieen sie ,lgen von dort drben 7mentiras de por all74 ,die guten ,leute konnten nicht begreifen1 wie man von ,lndern1 in denen man nie gewesen1 ,karten machen kann1 und aufs genaueste ,dinge wissen will1 wovon man an ,ort und ,stelle gar nichts wei4 ,der ,see der ,parime1 die ,sierra ,mey1 die ,quellen1 die vom ,punkt an1 wo sie aus dem ,boden kommen1 auseinander laufen -- von all dem wei man in ,esmeralda nichts4 ,immer hie es1 kein ,mensch sey je ostwrts ber den ,raudal der ,guaharibos hinaufgekommen2 oberhalb dieses ,punktes komme wie manche ,indianer glauben1 der ,orinoco als ein kleiner ,bergstrom von einem ,gebirgsstock herab1 an dem die ,corotos-,indianer wohnen4 ,diese ,umstnde verdienen wohl ,beachtung2 denn wre bei der kniglichen ,grenzexpedition oder nach dieser denkwrdigen ,zeit ein weier ,mensch wirklich zu den ,quellen des ,orinoco und zu dem angeblichen ,see der ,parime gekommen1 so mte sich die ,erinnerung daran in der nchstgelegenen ,mission1 ber die man kommen mute1 um eine so wichtige ,entdeckung zu machen1 erhalten haben4 ,nun machen aber die drei ,personen1 die mit den ,ergebnissen der ,grenzexpedition bekannt wurden1 ,pater ,caulin1 la ,cruz und ,surville1 ,angaben1 die sich geradezu widersprechen4 ,wren solche ,widersprche denkbar1 wenn diese ,gelehrten1 statt ihre ,karten nach ,annahmen und ,hypothesen zu entwerfen1 die in ,madrid ausgeheckt worden1 einen wirklichen ,reisebericht vor ,augen gehabt htten8 ,pater ,gili1 der achtzehn ,jahre 7von #agdi bis #agfg7 am ,oriuoco gelebt hat1 sagt ausdrcklich1 ,don ,apollinario ,diez sey abgesandt worden1 um die ,quellen des ,orinoco zu suchen2 er habe ostwrts von ,esmeralda den ,strom voll ,klippen gefunden2 er habe aus ,mangel an ,lebensmitteln umgekehrt und von der ,existenz eines ,sees nichts1 gar nichts vernommen4 ,diese ,angabe stimmt vollkommen mit dem1 was ich fnf und dreiig ,jahre spter in ,esmeralda gehrt1 wo ,don ,apollinarios ,name noch im ,munde aller ,einwohner ist und von wo man fortwhrend ber den ,einflu des ,gehette hinauffhrt4 ,die ,wahrscheinlichkeit einer ,thatsache vermindert sich bedeutend1 wenn sich nachweisen lt1 da man an dem ,ort1 wo man am besten damit bekannt seyn mte1 nichts davon wei1 und wenn diejenigen1 die sie mittheilen1 sich widersprechen1 nicht etwa in minder wesentlichen ,umstnden1 sondern gerade in allen wichtigen4 ,ich verfolge diese rein geographische ,errterung hier nicht weiter2 ich werde in der ,folge zeigen1 wie die ,verste auf den neuen ,karten von der ,sitte herrhren1 sie den alten nachzuzeichnen1 wie ,tragepltze fr ,fluverzweigungen gehalten wurden1 wie man ,flsse1 die bei den ,indianern groe ,wasser heien1 in ,seen verwandelte1 wie man zwei dieser ,seen 7den ,cassipa und den ,parime7 seit dem sechzehnten ,jahrhundert verwechselte und hin und her schob1 wie man endlich in den ,namen der ,nebenflsse des ,rio ,branco den ,schlssel zu den meisten dieser uralten ,fictionen findet4 ,als wir im ,begriff waren uns einzuschiffen1 drngten sich die ,einwohner um uns1 die wei und von spanischer ,abkunft seyn wollen4 ,die armen ,leute beschworen uns1 beim ,statthalter von ,angostura ein gutes ,wort fr sie einzulegen1 da sie in die ,steppen 7,llanos7 zurckkehren drften1 oder1 wenn man ihnen diese ,gnade versage1 da man sie in die ,missionen am ,rio ,negro versetze1 wo es doch khler sey und nicht so viele ,insekten gebe4 ,wie sehr wir uns auch verfehlt haben mgen1 sagten sie1 wir haben es abgebt durch zwanzig ,jahre der ,qual in diesem ,moskitoschwarm4 ,ich nahm mich in einem ,bericht an die ,regierung ber die industriellen und commerciellen ,verhltnisse dieser ,lnder der ,verwiesenen an1 aber die ,schritte1 die ich that1 blieben erfolglos4 ,die ,regierung war zur ,zeit meiner ,reise mild und zu gelinden ,maregeln geneigt2 wer aber das verwickelte ,rderwerk der alten spanischen ,monarchie kennt1 wei auch1 da der ,geist eines ,ministeriums auf das ,wohl der ,bevlkerung am ,orinoco1 in ,neu-,californien und auf den ,philippinen von sehr geringem ,einflu war4 ,halten sich die ,reisenden nur an ihr eigenes ,gefhl1 so streiten sie sich ber die ,menge der ,moskitos1 wie ber die allmhliche ,zunahme und ,abnahme der ,temperatur4 ,die ,stimmung unserer ,organe1 die ,bewegung der ,luft1 das ,ma der ,feuchtigkeit oder ,trockenheit1 die elektrische ,spannung1 tausenderlei ,umstnde wirken zusammen1 da wir von der ,hitze und den ,insekten bald mehr bald weniger leiden4 ,meine ,reisegefhrten waren einstimmig der ,meinung1 in ,esmeralda peinigen die ,moskitos rger als am ,cassiquiare und selbst in den beiden ,missionen an den groen ,katarakten2 mir meinerseits1 der ich fr die hohe ,lufttemperatur weniger empfindlich war als sie1 schien der ,hautreiz1 den die ,insekten verursachen1 in ,esmeralda nicht so stark als an der ,grenze des obern ,orinoco4 ,wir brauchten khlende ,waschwasser2 ,citronsaft und noch mehr der ,saft der ,ananas lindern das ,jucken der alten ,stiche bedeutend2 die ,geschwulst vergeht nicht davon1 wird aber weniger schmerzhaft4 ,hrt man von diesen leidigen ,insekten der heien ,lnder sprechen1 so findet man es kaum glaublich1 da man unruhig werden kann1 wenn sie nicht da sind1 oder vielmehr wenn sie unerwartet verschwinden4 ,in ,esmeralda erzhlte man uns1 im ,jahr #agie sey eine ,stunde vor ,sonnenuntergang1 wo sonst die ,moskitos eine sehr dichte ,wolke bilden1 die ,luft auf einmal #bj ,minuten lang ganz frei gewesen4 ,kein einziges ,insekt lie sich blicken1 und doch war der ,himmel wolkenlos und kein ,wind deutete auf ,regen4 ,man mu in diesen ,lndern selbst gelebt haben1 um zu begreifen1 in welchem ,mae dieses pltzliche ,verschwinden der ,insekten berraschen mute4 ,man wnschte einander ,glck1 man fragte sich1 ob diese ,felicidad1 dieses ,alivio 7,erleichterung7 wohl von ,dauer seyn knne4 ,nicht lange aber1 und statt des ,augenblickes zu genieen1 frchtete man sich vor selbstgemachten ,schreckbildern2 man bildete sich ein1 die ,ordnung der ,natur habe sich verkehrt4 ,alte ,indianer1 die ,lokalgelehrten1 behaupteten1 das ,verschwinden der ,moskitos knne nichts anderes bedeuten als ein groes ,erdbeben4 ,man stritt hitzig hin und her1 man lauschte auf das leiseste ,gerusch im ,baumlaub1 und als sich die ,luft wieder mit ,moskitos fllte1 freute man sich ordentlich1 da sie wieder da waren4 ,welcher ,vorgang in der ,atmosphre mag nun diese ,erscheinung verursacht haben1 die man nicht damit verwechseln darf1 da zu bestimmten ,tageszeiten die eine ,insektenart die andere ablst8 ,wir konnten diese ,frage nicht beantworten1 aber die lebendige ,schilderung der ,einwohner war uns interessant4 ,mitrauisch1 ngstlich1 was ihm bevorstehen mge1 seine alten ,schmerzen zurckwnschen1 das ist so cht menschlich4 ,bei unserem ,abgang von ,esmeralda war das ,wetter sehr strmisch4 ,der ,gipfel des ,duida war in ,wolken gehllt1 aber diese schwarzen1 stark verdichteten ,dunstmassen standen noch #ijj ,toisen ber der ,niederung4 ,schtzt man die mittlere ,hhe der ,wolken1 d4 h4 ihre untere ,schicht1 in verschiedenen ,zonen1 so darf man nicht die zerstreuten einzelnen ,gruppen mit den ,wolkendecken verwechseln1 die gleichfrmig ber den ,niederungen gelagert sind und an eine ,bergkette stoen4 ,nur die letzteren knnen sichere ,resultate geben2 einzelne ,wolkengruppen verfangen sich in ,thlern1 oft nur durch die niedergehenden ,luftstrme4 ,wir sahen welche bei der ,stadt ,caracas in #ejj ,toisen ,meereshhe2 es ist aber schwer zu glauben1 da die ,wolken1 die man ber den ,ksten von ,cumana und der ,insel ,margarita sieht1 nicht hher stehen sollten4 ,das ,gewitter1 das sich am ,gipfel des ,duida entlud1 zog nicht in das ,thal des ,orinoco herunter2 berhaupt haben wir in diesem ,thal nicht die starken elektrischen ,entladungen beobachtet1 wie sie in der ,regenzeit den ,reisenden1 wenn er von ,carthagena nach ,honda den ,magdalenenstrom hinauffhrt1 fast jede ,nacht ngstigen4 ,es scheint1 da in einem flachen ,lande die ,gewitter regelmiger dem ,bett eines groen ,flusses nachziehen1 als in einem ungleichfrmig mit ,bergen besetzten ,lande1 wo viele ,seitenthler durch einander laufen4 ,wir beobachteten zu wiederholten malen die ,temperatur des ,orinoco an der ,wasserflche bei #cj ,lufttemperatur2 wir fanden nur #bf1 also #c weniger als in den groen ,katarakten1 und #b mehr als im ,rio ,negro4 ,in der gemigten ,zone in ,europa steigt die ,temperatur der ,donau und der ,elbe mitten im ,sommer nicht ber #ag bis #ai4 ,am ,orinoco konnte ich niemals einen ,unterschied zwischen der ,wrme des ,wassers bei ,tag und bei ,nacht bemerken1 wenn ich nicht den ,thermometer da in den ,flu brachte1 wo das ,wasser wenig ,tiefe hat und sehr langsam ber ein breites sandiges ,gestade fliet1 wie bei ,uruana und bei den ,mndungen des ,apure4 ,obgleich in den ,wldern von ,guyana unter einem meistens bedeckten ,himmel die ,strahlung des ,bodens bedeutend verlangsamt ist1 so sinkt doch die ,lufttemperatur bei ,nacht nicht unbedeutend4 ,die obere ,wasserschicht ist dann wrmer als der umgebende ,erdboden1 und wenn die ,mischung zweier mit ,feuchtigkeit fast gesttigter ,luftmassen ber dem ,wald und ber dem ,flu keinen sichtbaren ,nebel erzeugt1 so kann man die nicht dem ,umstand zuschreiben1 da die ,nacht nicht khl genug sey4 ,whrend meines ,aufenthalts am ,orinoco und ,rio ,negro war das ,fluwasser oft um #b bis #c bei ,nacht wrmer als die windstille ,luft4 ,nach vierstndiger ,fahrt fluabwrts kamen wir an die ,stelle der ,gabeltheilung4 ,wir schlugen unser ,nachtlager am ,ufer des ,cassiquiare am selben ,fleck auf1 wo wenige ,tage zuvor die ,jaguars hchst wahrscheinlich uns unsere groe ,dogge geraubt hatten4 ,alles ,suchen der ,indianer nach einer ,spur des ,thieres war vergebens4 ,der ,himmel blieb umzogen und ich wartete vergeblich auf die ,sterne2 ich beobachtete aber hier wieder1 wie schon in ,esmeralda1 die ,inclination der ,magnetnadel4 ,am ,fu des ,cerro ,duida hatte ich #bhbe gefunden1 fast #c mehr als in ,mandavaca4 ,an der ,mndung des ,cassiquiare erhielt ich #bhge2 der ,duida schien also keinen merklichen ,einflu geuert zu haben4 ,die ,jaguars lieen sich die ganze ,nacht hren4#dc ,sie sind in dieser ,gegend zwischen dem ,cerro ,maraguaca1 dem ,unturan und den ,ufern des ,pamoni ungemein hufig4 ,hier kommt auch der schwarze ,tiger#dd vor1 von dem ich in ,esmeralda schne ,felle gesehen4 ,dieses ,thier ist wegen seiner ,strke und ,wildheit vielberufen und es scheint noch grer zu seyn als der gemeine ,jaguar4 ,die schwarzen ,flecken sind auf dem schwarzbraunen ,grund seines ,felles kaum sichtbar4 ,nach der ,angabe der ,indianer sind die schwarzen ,tiger sehr selten1 vermischen sich nie mit den gemeinen ,jaguars und sind eine andere ,race4 ,ich glaube ,prinz ,maximilian von ,neuwied1 der die ,zoologie von ,amerika mit so vielen wichtigen ,beobachtungen bereichert hat1 ist weiter nach ,sd1 im heien ,landstrich von ,brasilien ebenso berichtet worden4 ,in ,paraguay sind ,albinos von ,jaguars vorgekommen2 denn diese ,thiere1 die man den schnen amerikanischen ,panther nennen knnte1 haben zuweilen so blasse ,flecken1 da man sie auf dem ganz weien ,grunde kaum bemerkt4 ,beim schwarzen ,jaguar werden im ,gegentheil die ,flecken unsichtbar1 weil der ,grund dunkel ist4 ,man mte lange in dieser ,gegend leben1 und die ,indianer in ,esmeralda auf der gefhrlichen ,tigerjagd begleiten1 um sich bestimmt darber aussprechen zu knnen1 was bei ihnen ,art und was nur ,spielart ist4 ,bei allen ,sugethieren1 besonders aber bei der groen ,familie der ,affen1 hat man1 glaube ich1 weniger auf die ,farbenbergnge bei einzelnen ,exemplaren sein ,augenmerk zu richten1 als auf den ,trieb der ,thiere sich abzusondern und ,rudel fr sich zu bilden4 ,am #bd4 ,mai4 ,wir brachen von unserem ,nachtlager vor ,sonnenaufgang auf4 ,in einer ,felsbucht1 wo die ,durimundi-,indianer gehaust hatten1 war der aromatische ,duft der ,gewchse so stark1 da es uns lstig fiel1 obgleich wir unter freiem ,himmel lagen und bei unserer ,gewhnung an ein ,leben voll ,beschwerden unser ,nervensystem eben nicht sehr reizbar war4 ,wir konnten nicht ermitteln1 was fr ,blthen es waren1 die diesen ,geruch verbreiteten2 der ,wald war undurchdringlich4 ,bonpland glaubte1 in den benachbarten ,smpfen werden groe ,bsche von ,pancratium und einigen andern ,liliengewchsen stecken4 ,wir kamen sofort den ,orinoco abwrts zuerst am ,einflu des ,cunucunumo1 dann am ,guanami und ,puruname vorber4 ,beide ,ufer des ,hauptstroms sind vllig unbewohnt2 gegen ,norden erheben sich hohe ,gebirge1 gegen ,sden dehnt sich1 soweit das ,auge reicht1 eine ,ebene bis ber die ,quellen des ,atacavi hinaus1 der weiter unten ,atabapo heit4 ,der ,anblick eines ,flusses1 auf dem man nicht einmal einem ,fischerboot begegnet1 hat etwas ,trauriges1 ,niederschlagendes4 ,unabhngige ,vlkerschaften1 die ,abirianos und ,maquiritares1 leben hier im ,gebirgsland1 aber auf den ,grasfluren zwischen ,cassiquiare1 ,atabapo1 ,orinoco und ,rio ,negro findet man gegenwrtig fast keine ,spur einer menschlichen ,wohnung4 ,ich sage gegenwrtig2 denn hier1 wie anderswo in ,guyana1 findet man auf den hrtesten ,granitfelsen rohe ,bilder#de eingegraben1 welche ,sonne1 ,mond und verschiedene ,thiere vorstellen und darauf hinweisen1 da hier frher ein ganz anderes ,volk lebte1 als das wir an den ,ufern des ,orinoco kennen gelernt4 ,nach den ,aussagen der ,indianer und der verstndigsten ,missionre kommen diese symbolischen ,bilder ganz mit denen berein1 die wir hundert ,meilen weiter nrdlich bei ,caycara1 der ,einmndung des ,apure gegenber1 gesehen haben4 ,diese ,ueberreste einer alten ,cultur fallen um so mehr auf1 je grer der ,flchenraum ist1 auf dem sie vorkommen1 und je schrfer sie von der ,verwilderung abstechen1 in die wir seit der ,eroberung alle ,horden in den heien stlichen ,landstrichen ,amerikas versunken sehen4 ,hundert vierzig ,meilen ostwrts von den ,ebenen am ,cassiquiare und ,conorichite1 zwischen den ,quellen des ,rio ,branco und des ,rio ,essequebo1 findet man gleichfalls ,felsen mit symbolischen ,bildern4 ,ich entnehme diesen ,umstand1 der mir sehr merkwrdig scheint1 dem ,tagebuch des ,reisenden ,hortsmann1 das mir in einer ,abschrift von der ,hand des berhmten d',anville vorliegt4 ,dieser ,reisende1 dessen ich in diesem ,buche schon mehreremale gedacht1 fuhr den ,rupunuvini1 einen ,nebenflu des ,essequebo1 herauf4 ,da wo der ,flu eine ,menge kleiner ,flle bildet und sich zwischen den ,bergen von ,maracana durchschlngelt1 fand er1#df bevor er an den ,see ,amucu kam1 ,felsen1 bedeckt mit ,figuren oder 7wie er sich portugiesisch ausdrckt7 varias letras4 ,dieses ,wort ,buchstaben haben wir nicht in seinem eigentlichen ,sinn zu nehmen4 ,man hat auch uns am ,felsen ,culimacari am ,ufer des ,cassiquiare und im ,hafen von ,caycara am untern ,orinoco ,striche gezeigt1 die man fr aneinander gereihte ,buchstaben hlt4 ,es waren aber nur unfrmliche ,figuren1 welche die ,himmelskrper1 ,tiger1 ,krokodile1 ,boas und ,werkzeuge zur ,bereitung des ,maniocmehls vorstellen sollen4 ,an den gemalten ,felsen 7so nennen die ,indianer diese mit ,figuren bedeckten ,steine7 ist durchaus keine symmetrische ,anordnung1 keine regelmige ,abtheilung in ,schriftzeichen zu bemerken4 ,die ,striche1 die der ,missionr ,fray ,ramon ,bueno in den ,bergen von ,uruana entdeckt hat1 nhern sich allerdings einer ,buchstabenschrift mehr1 indessen ist man ber diese ,zge1 von denen ich anderswo gehandelt1 noch sehr im ,unklaren4 ,was auch diese ,figuren bedeuten sollen und zu welchem ,zweck sie in den ,granit gegraben worden1 immer verdienen sie von ,seiten des ,geschichtsphilosophen die grte ,beachtung4 ,reist man von der ,kste von ,caracas dem ,aequator zu1 so kommt man zuerst zur ,ansicht1 diese ,denkmale seyen der ,bergkette der ,encaramada eigenthmlich2 man findet sie beim ,hafen von ,sedeo bei ,caycara1 bei ,san ,rafael del ,capuchino1 ,cabruta gegenber1 fast berall1 wo in der ,savane zwischen dem ,cerro ,curiquima und dem ,ufer des ,caura das ,granitgestein zu ,tage kommt4 ,die ,vlker von tamanakischem ,stamm1 die alten ,bewohner dieses ,landes1 haben eine lokale ,mythologie1 ,sagen1 die sich auf diese ,felsen mit ,bildern beziehen4 ,amalivaca1 der ,vater der ,tamanaken1 das heit der ,schpfer des ,menschengeschlechts 7jedes ,volk hlt sich fr den ,urstamm der andern ,vlker71 kam in einer ,barke an1 als sich bei der groen ,ueberschwemmung1 welche die ,wasserzeit#dg heit1 die ,wellen des ,oceans mitten im ,lande an den ,bergen der ,encaramada brachen4 ,alle ,menschen1 oder vielmehr alle ,tamanaken1 ertranken1 mit ,ausnahme eines ,mannes und einer ,frau1 die sich auf einen ,berg am ,ufer des ,asiveru1 von den ,spaniern ,cuchivero genannt1 flchteten4#dh ,dieser ,berg ist der ,ararat der arameischen oder semitischen ,vlker1 der ,tlaloc oder ,colhuacan der ,mexicaner4 ,amalivaca fuhr in seiner ,barke herum und grub die ,bilder von ,sonne und ,mond auf den gemalten ,fels 7,tepumereme7 an der ,encaramada4 ,granitblcke1 die sich gegen einander lehnen und eine ,art ,hhle bilden1 heien noch heute das ,haus des groen ,stammvaters der ,tamanaken4 ,bei dieser ,hhle auf den ,ebenen von ,maita zeigt man auch einen groen ,stein1 der1 wie die ,indianer sagen1 ein musikalisches ,instrument ,amalivacas1 seine ,trommel1 war4 ,wir erwhnen bei dieser ,gelegenheit1 da dieser ,heros einen ,bruder1 ,vochi1 hatte1 der ihm zur ,hand ging1 als er der ,erdoberflche ihre jetzige ,gestalt gab4 ,die beiden ,brder1 so erzhlen die ,tamanaken1 wollten bei ihren eigenen ,vorstellungen von ,perfektibilitt den ,orinoco zuerst so legen1 da man hinab und hinauf immer mit der ,strmung fahren knnte4 ,sie gedachten damit den ,menschen die ,mhe des ,ruderns zu ersparen1 wenn sie den ,quellen der ,flsse zufhren2 aber so mchtig diese ,erneuerer der ,welt waren1 es wollte ihnen nie gelingen1 dem ,orinoco einen doppelten ,fall zu geben1 und sie muten es aufgeben1 eines so wunderlichen hydraulischen ,problems ,meister zu werden4 ,amalivaca besa ,tchter1 die groe ,neigung zum ,umherziehen hatten2 die ,sage erzhlt1 ohne ,zweifel im bildlichen ,sinne1 er habe ihnen die ,beine zerschlagen1 damit sie an ,ort und ,stelle bleiben und die ,erde mit ,tamanaken bevlkern mten ,nachdem er in ,amerika1 diesseits des groen ,wassers1 ,alles in ,ordnung gebracht1 schiffte sich ,amalivaca wieder ein und fuhr ans andere ,ufer zurck an den ,ort1 von dem er gekommen4 ,seit die ,eingeborenen ,missionre zu sich kommen sehen1 denken sie1 dieses andere ,ufer sey ,europa1 und einer fragte ,pater ,gili naiv1 ob er dort drben den groen ,amalivaca gesehen habe1 den ,vater der ,tamanaken1 der auf die ,felsen symbolische ,figuren gezeichnet4 ,diese ,vorstellungen von einer groen ,fluth2 das ,paar1 das sich auf einen ,berggipfel flchtet und ,frchte der ,mauritiapalme hinter sich wirft1 um die ,welt wieder zu bevlkern2#di dieser ,nationalgott ,amalivaca1 der zu ,wasser aus fernem ,lande kommt1 der ,natur ,gesetze vorschreibt und die ,vlker zwingt1 ihr ,wanderleben aufzugeben -- alle diese ,zge eines uralten ,glaubens verdienen alle ,beachtung4 ,was die ,tamanaken und die ,stmme1 die mit dem ,tamanakischen verwandte ,sprachen haben1 uns jetzt erzhlen1 ist ihnen ohne ,zweifel von andern ,vlkern berliefert1 die vor ihnen dasselbe ,land bewohnt haben4 ,der ,name ,amalivaca ist ber einen ,landstrich von mehr als #ejjj ,quadratmeilen verbreitet2 er kommt mit der ,bedeutung ,vater der ,menschen 7unser ,urvater7 selbst bei den caraibischen ,vlkern vor1 deren ,sprache mit dem ,tamanakischen nur verwandt ist wie das ,deutsche mit dem ,griechischen1 dem ,persischen und dem ,sanskrit4 ,amalivaca ist ursprnglich nicht der groe ,geist1 der ,alte im ,himmel1 das unsichtbare ,wesen1 dessen ,verehrung aus der ,verehrung der ,naturkrfte entspringt1 wenn in den ,vlkern allmahlig das ,bewutsein3 der ,einheit dieser ,krfte erwacht2 er ist vielmehr eine ,person aus dem heroischen ,zeitalter1 ein ,mann1 der aus weiter ,ferne gekommen1 im ,lande der ,tamanaken und ,caraiben gelebt1 symbolische ,zeichen in die ,felsen gegraben hat und1 wieder verschwunden ist1 weil er sich zum ,land ber dem ,weltmeer1 wo er frher gewohnt1 wieder zurckgewendet4 ,der ,anthropomorphismus bei der ,gestaltung der ,gottheit hat zwei gerade entgegengesetzte ,quellen1#ej und dieser ,gegensatz scheint nicht sowohl auf dem verschiedenen ,grade der ,geistesbildung zu beruhen1 als darauf1 da manche ,vlker von ,natur mehr zur ,mystik neigen1 whrend andere unter der ,herrschaft der ,sinne1 der ueren ,eindrcke stehen4 ,bald lt der ,mensch die ,gottheiten zur ,erde niedersteigen und es ber sich nehmen1 die ,vlker zu regieren und ihnen ,gesetze zu geben1 wie in den ,mythen des ,orients2 bald1 wie bei den ,griechen und andern ,vlkern des ,occidents1 werden die ersten ,herrscher1 die ,priesterknige1 dessen1 was menschlich an ihnen ist1 entk,ieidet und zu ,nationalgottheiten erhoben4 ,amalivaca war ein ,fremdling1 wie ,manco-,capac1 ,vochica und ,quetzalcohuatl1 diese auerordentlichen ,menschen1 die im alpinischen oder civilisirten ,striche ,amerikas1 auf den ,hochebenen von ,peru1 ,neu-,grenada und ,anahuac1 die brgerliche ,gesellschaft geordnet1 den ,opferdienst eingerichtet und religise ,brderschaften gestiftet haben4 ,der mexikanische ,quetzalcohuatl1 dessen ,nachkommen ,montezuma in den ,begleitern des ,cortes zu erkennen glaubte1 hat noch einen weiteren ,zug mit ,amalivaca1 der mythischen ,person des barbarischen ,amerikas1 der ,ebenen der heien ,zone1 gemein4 ,in hohem ,alter verlie der ,hohepriester von ,tula das ,land ,anahuac1 das er mit seinen ,wundern erfllt1 und ging zurck in ein unbekanntes ,land1 genannt ,tlalpallan4 ,als der ,mnch ,bernhard von ,sahagun nach ,mexico kam1 richtete man genau dieselben ,fragen an ihn1 wie zweihundert ,jahre spter in den ,wldern am ,orinoco an den ,missionr ,gili3 man wollte wissen1 ob er vom andern ,ufer komme1 aus dem ,lande1 wohin ,quetzalcohuatl gegangen4 ,wir haben oben gesehen1 da die ,region der ,felsen mit ,bildwerk oder der gemalten ,steine weit ber den untern ,orinoco1 ber den ,landstrich 7#ge--gdj der ,breite1 #fhej--fide der ,lnge7 hinausreicht1 dem die ,sage angehrt1 die man als den ,localmythus der ,tamanaken bezeichnen kann4 ,man findet dergleichen ,felsen mit ,bildern zwischen dem ,cassiquiare und ,atabapo 7#be--cbj der ,breite1 #fi--gj der ,lnge71 zwischen den ,quellen des ,essequebo und des ,rio ,branco 7#cej der ,breite1 #fbcb der ,lnge74 ,ich behaupte nicht1 da diese ,bilder beweisen1 da ihre ,verfertiger den ,gebrauch des ,eisens gekannt1 auch nicht1 da sie auf eine bedeutende ,culturstufe hinweisen2 setzte man aber auch voraus1 sie haben keine symbolische ,bedeutung1 sondern seyen rein ,erzeugnisse miger ,jgervlker1 so mte man doch immer annehmen1 da vor den ,vlkern1 die jetzt am ,orinoco und ,rupunuri leben1 eine ganz andere ,menschenart hier gelebt4 ,je weniger in einem ,lande ,erinnerungen an vergangene ,geschlechter leben1 desto wichtiger ist es1 wo man ein ,denkmal vor sich zu haben glaubt1 auch die unbedeutendsten ,spuren zu verfolgen4 ,auf den ,ebenen im ,osten ,nordamerikas findet man nur jene merkwrdigen ,ringwlle1 die an die festen ,lager 7die angeblichen ,stdte von ungeheurem ,umfang7 der alten und der heutigen nomadischen ,vlker in ,asien erinnern4 ,auf den stlichen ,ebenen ,sdamerikas ist durch die ,uebermacht des ,pflanzenwuchses1 des heien ,klimas und die allzu groe ,freigebigkeit der ,natur der ,fortschritt der menschlichen ,cultur in noch engeren ,schranken gehalten worden1 ,zwischen ,orinoco und ,amazonenstrom habe ich von keinem ,erdwall1 von keinem ,ueberbleibsel eines ,damms1 von keinem ,grabhgel sprechen hren2 nur auf den ,felsen1 und zwar auf einer weiten ,landstrecke1 sieht man1 in unbekannter ,zeit von ,menschenhand eingegraben1 rohe ,umrisse1 die sich an religise ,ueberlieferungen knpfen4 ,wenn einmal die ,bewohner des doppelten ,amerika mit weniger ,geringschtzung auf den ,boden sehen1 der sie ernhrt1 so werden sich die ,spuren frherer ,jahrhunderte unter unsern ,augen von ,tag zu ,tag mehren4 ,ein schwacher ,schimmer wird sich dann ber die ,geschichte dieser barbarischen ,vlker verbreiten1 ber die ,felswnde1 die uns verknden1 da diese jetzt so den ,lnder einst von thtigeren1 geisteskrftigeren ,geschlechtern bewohnt waren4 ,ich glaubte1 bevor ich vom wildesten ,strich des obern ,orinoco scheide1 ,erscheinungen besprechen zu mssen1 die nur dann von ,bedeutung werden1 wenn man sie aus ,einem ,gesichtspunkt betrachtet4 ,was ich von unserer ,fahrt von ,esmeralda bis zum ,einflu des ,atabapo berichten knnte1 wre nur eine trockene ,aufzhlung von ,flssen und unbewohnten ,orten4 ,vom #bd4 bis #bg4 ,mai schliefen wir nur zweimal am ,land1 und zwar das erstemal am ,einflu des ,rio ,jao1 und dann oberhalb der ,mission ,santa ,barbara auf der ,insel ,minisi4 ,da der ,orinoco hier frei von ,klippen ist1 fhrte uns der indianische ,steuermann die ,nacht durch fort1 indem er die ,pirogue der ,strmung berlie4 ,dieses ,stck meiner ,karte zwischen dem ,jao und dem ,ventuari ist daher auch hinsichtlich der ,krmmungen des ,flusses nicht sehr genau4 ,rechnet man den ,aufenthalt am ,ufer1 um den ,reis und die ,bananen zuzubereiten1 ab1 so brauchten wir von ,esmeralda nach ,santa ,barbara nur #ce ,stunden4 ,diese ,mission liegt nach dem ,chronometer unter dem #gjc der ,lnge2 wir hatten also gegen #d ,seemeilen in der ,stunde zurckgelegt1 eine ,geschwindigkeit 7#a1je ,toise in der ,secunde71 die zugleich auf ,rechnung der ,strmung und der ,bewegung der ,ruder kommt4 ,die ,indiana behaupten1 die ,krokodile gehen im ,orinoco nicht ber den ,einflu des ,rio ,jao hinaus1 und die ,seekhe kommen sogar oberhalb des ,katarakts von ,maypures nicht mehr vor4 ,hinsichtlich der ersteren kann man sich leicht tuschen4 ,wenn der ,reisende an ihren ,anblick noch so sehr gewhnt ist1 kann er einen #ab--ae ,fu langen ,baumstamm fr ein schwimmendes ,krokodil halten1 von dem man nur ,kopf und ,schwanz zum ,theil ber dem ,wasser sieht4 ,die ,mission ,santa ,barbara liegt etwas westlich vom ,einflu des ,rio ,ventuari oder ,venituari1 den ,pater ,francisco ,valor im ,jahr #ahjj untersucht hat4 ,wir fanden im kleinen ,dorfe von #abj ,einwohnern einige ,spuren von ,industrie4 ,der ,ertrag derselben kommt aber sehr wenig den ,indianern zu gut1 sondern nur den ,mnchen oder1 wie man hier zu ,lande sagt1 der ,kirche und dem ,kloster4 ,man versicherte uns1 eine groe ,lampe1 massiv von ,silber1 die auf ,kosten der ,bekehrten angeschafft worden1 werde aus ,madrid erwartet4 ,wenn sie da ist1 wird man hoffentlich auch daran denken1 die ,indianer zu kleiden1 ihnen einiges ,ackergerthe anzuschaffen und fr ihre ,kinder eine ,schule einzurichten4 ,in den ,savanen bei der ,mission luft wohl einiges ,vieh1 man braucht es aber selten1 um die ,mhle zum ,auspressen des ,zuckerrohrs 7trapiche7 zu treiben2 das ist ein ,geschft der ,indianer1 die dabei ohne ,lohn arbeiten1 wie berall1 wo die ,arbeit auf ,rechnung der ,kirche geht4 ,am ,fu der ,berge um ,santa ,barbara herum sind die ,weiden nicht so fett wie bei ,esmeralda1 aber doch besser als bei ,san ,fernando de ,atabapo4 ,der ,rasen ist kurz und dicht1 und doch ist die oberste ,bodenschicht nur trockener1 drrer ,granitsand4 ,diese nicht sehr ppigen ,grasfluren am ,guaviare1 ,meta und obern ,orinoco sind sowohl ohne ,dammerde1 die in den benachbarten ,wldern so massenhaft daliegt1 als ohne die dicke ,thonschicht1 die in den ,llanos von ,venezuela den ,sandstein bedeckt4 ,kleine krautartige ,mimosen helfen in dieser ,zone das ,vieh satt machen1 sie werden aber zwischen dem ,rio ,jao und-der ,mndung des ,guaviare sehr selten4 ,in den wenigen ,stunden1 die wir uns in der ,mission ,santa ,barbara aufhielten1 erhielten wir ziemlich genaue ,angaben ber den ,rio ,ventuari1 der mir nach dem ,guaviare der bedeutendste unter allen ,nebenflssen des obern ,orinoco schien4 ,seine ,ufer1 an denen frher die ,maypures gesessen1 sind noch jetzt von einer ,menge unabhngiger ,vlkerschaften bewohnt4 ,fhrt man durch die ,mndung des ,ventuari1 die ein mit ,palmen bewachsenes ,delta bildet1 hinauf1 so kommen nach drei ,tagereisen von ,ost der ,cumaruita und der ,paru herein1 welche zwei ,nebenflsse am ,fu der hohen ,berge von ,cuneva1 entspringen4 ,weiter oben1 von ,west her1 kommen der ,mariata und der ,manipiare1 an denen die ,macos- und ,curacicanas-,indianer wohnen4 ,letztere ,nation zeichnet sich durch ihren ,eifer fr den ,baumwollenbau aus4 ,bei einem ,streifzug 7entrada7 fand man ein groes ,haus1 in dem #cj--dj sehr fein gewobene ,hngematten1 gesponnene ,baumwolle1 ,seilwerk und ,fischereigerthe waren4 ,die ,eingeborenen waren davongelaufen und ,pater ,valor erzhlte uns1 die ,indianer aus seiner ,mission1 die er bei sich hatte1 haben das ,haus in ,brand gesteckt1 ehe er diese ,produkte des ,gewerbfleies der ,curacicanas retten konnte4 ,die neuen ,christen in ,santa ,barbara1 die sich ber diesen sogenannten ,wilden weit erhaben dnken1 schienen mir lange nicht so gewerbthtig4 ,der ,rio ,manipiare1 einer der ,hauptste des ,ventuari1 liegt1 seiner ,quelle zu1 in der ,nhe der hohen ,berge1 an deren ,nordabhang der ,cuchivero entspringt4 ,sie sind ein ,auslufer der ,kette des ,baraguan1 und hieher setzt ,pater ,gili die ,hochebene des ,siamacu1 deren gemigtes ,klima er preist4 ,der obere ,lauf des ,ventuari1 oberhalb des ,einflusses des ,asisi und der groen ,raudales ist so gut wie unbekannt4 ,ich hrte nur1 der obere ,ventuari ziehe sich so stark gegen ,ost1 da die alte ,strae von ,esmeralda an den ,rio ,caura ber das ,flubett laufe4 ,dadurch1 da die ,nebenflsse des ,carony1 des ,caura und des ,ventuari einander so nahe liegen1 kamen die ,caraiben seit ,jahrhunderten an den obern ,orinoco4 ,banden dieses kriegerischen ,handelsvolkes zogen vom ,rio ,carony ber den ,paragua an die ,quellen des ,paruspa4 ,ueber einen ,trageplatz gelangten sie an den ,chavarro1 einen stlichen ,nebenflu des ,caura2 sie fuhren auf ihren ,piroguen zuerst diesen ,nebenflu und dann den ,caura selbst hinunter bis zur ,mndung des ,erevato4 ,nachdem sie diesen gegen ,sdwest hinaufgefahren1 kamen sie drei ,tagereisen weit ber groe ,grasfluren und endlich ber den ,manipiare in den groen ,rio ,ventuari4 ,ich beschreibe diesen ,weg so genau1 nicht nur weil auf dieser ,strae der ,handel mit eingeborenen ,sklaven betrieben wurde1 sondern auch um die ,mnner1 welche einst nach wiederhergestellter ,ruhe ,guyana regieren werden1 auf die ,wichtigkeit dieses ,flulabyrinths aufmerksam zu machen4 ,auf vier ,nebenflssen des ,orinoco1 den grten unter denen1 die von rechts her in diesen majesttischen ,strom sich ergieen1 auf dem ,carony und dem ,caura1 dem ,padamo und dem ,ventuari1 wird die europische ,cultur in das #aj1fjj ,quadratmeilen groe ,wald- und ,gebirgsland dringen1 das der ,orinoco gegen ,nord1 ,west und ,sd umschlingt4 ,bereits haben ,kapuziner aus ,catalonien und ,observanten aus ,andalusien und ,valencia ,niederlassungen in den ,thlern des ,carony und des ,caura gegrndet2 es war natrlich1 da an die ,nebenflsse des untern ,orinoco1 als die der ,kste und dem angebauten ,strich von ,venezuela zunchst liegenden1 ,missionre und mit ihnen einige ,keime des gesellschaftlichen ,lebens zuerst kamen4 ,bereits im ,jahr #agig zhlten die ,niederlassungen der ,kapuziner am ,carony #af1fjj ,indianer1 die friedlich in ,drfern lebten4 ,am ,rio ,caura waren es zu jener ,zeit unter der ,obhut der ,observanten1 nach gleichfalls officiellen ,zhlungen1 nur #fdj4 ,dieser ,unterschied rhrt daher1 da die sehr ausgedehnten ,weiden am ,carony1 ,upatu und ,cuyuni von vorzglicher ,gte sind1 und da die ,missionen der ,kapuziner nher bei der ,mndung des ,orinoco und der ,hauptstadt von ,guyana liegen1 aber auch vom innern ,getriebe der ,verwaltung1 von der industriellen ,rhrigkeit und dem ,handelsgeist der catalonischen ,mnche4 ,dem ,carony und ,caura1 die gegen ,nord flieen1 entsprechen zwei groe ,nebenflsse des obern ,orinoco1 die gegen ,sd herunter kommen1 der ,padamo und der ,ventuari4 ,bis jetzt steht an ihren ,ufern kein ,dorf1 und doch bieten sie fr ,ackerbau und ,viehzucht gnstige ,verhltnisse1 wie man sie im ,thale des groen ,stroms1 in den sie sich ergieen1 vergeblich suchen wrde4 ,wir brachen am #bf4 ,mai ,morgens vom kleinen ,dorfe ,santa ,barbara auf1 wo wir mehrere ,indianer aus ,esmeralda getroffen hatten1 die der ,missionr zu ihrem groen ,verdru hatte kommen lassen1 weil er sich ein zweistockigtes ,haus bauen wollte4 ,den ganzen ,tag genossen wir der ,aussicht auf die schnen ,gebirge von ,sipapo#ea1 die in #ah ,meilen ,entfernung gegen ,nord-,nord-,west sich hinbreiten4 ,die ,vegetation an den ,ufern des ,orinoco ist hier ausnehmend mannigfaltig2 ,baumfarn kommen von den ,bergen herunter und mischen sich unter die ,palmen in der ,niederung4 ,wir bernachteten auf der ,insel ,minisi und langten1 nachdem wir an den ,mndungen der kleinen ,flsse ,quejanuma1 ,ubua und ,masao vorbergekommen1 am #bg4 ,mai in ,san ,fernando de ,atabapo an4 ,vor einem ,monat1 auf dem ,weg zum ,rio ,negro1 hatten wir im selben ,hause des ,prsidenten der ,missionen gewohnt4 ,wir waren damals gegen ,sd1 den ,atabapo und ,temi hinaufgefahren2 jetzt kamen wir von ,west her nach einem weiten ,umweg ber den ,cassiquiare und den obern ,orinoco zurck4 ,whrend unserer langen ,abwesenheit waren dem ,prsidenten der ,missionen ber den eigentlichen ,zweck unserer ,reise1 ber mein ,verhltniss zu den ,mitgliedern des hohen ,clerus in ,spanien1 ber die ,kenntni des ,zustandes der ,missionen1 die ich mir verschafft1 bedeutende ,bedenken aufgestiegen4 ,bei unserem ,aufbruch nach ,angostura1 der ,hauptstadt von ,guyana1 drang er in mich1 ihm ein ,schreiben zu hinterlassen1 in dem ich bezeugte1 da ich die christlichen ,niederlassungen am ,orinoco in guter ,ordnung angetroffen1 und da die ,eingeborenen im ,allgemeinen milde behandelt wrden4 ,diesem ,ansinnen des ,superiors lag gewi ein sehr lblicher ,eifer fr das ,beste seines ,ordens zu ,grunde1 nichts desto weniger setzte es mich in ,verlegenheit4 ,ich erwiderte1 das ,zeugni eines im ,schooe der reformirten ,kirche geborenen ,reisenden knne in dem endlosen ,streite1 in dem fast berall in der neuen ,welt weltliche und geistliche ,macht mit einander liegen1 doch wohl von keinem groen ,gewichte seyn4 ,ich gab ihm zu verstehen1 da ich zweihundert ,meilen von der ,kste1 mitten in den ,missionen und1 wie die ,cumaner boshaft sagen1 en el poder de los frayles 7in der ,gewalt der ,mnche7 sey1 mchte das ,schreiben1 das wir am ,ufer des ,atabapo mit einander abfaten1 wohl schwerlich als ein ganz freier ,willensakt von meiner ,seite angesehen werden4 ,der ,gedanke1 da er einen ,calvinisten gastfreundlich aufgenommen1 erschreckte den ,prsidenten nicht4 ,ich glaube allerdings1 da man vor meiner ,ankunft schwerlich je einen in den ,missionen des heiligen ,franciscus gesehen hat2 aber ,unduldsamkeit kann man den ,missionren in ,amerika nicht zur ,last legen4 ,die ,ketzereien des alten ,europa machen ihnen nicht zu schaffen1 es mte denn an den ,grenzen von hollndisch ,guyana seyn1 wo sich die ,prdicanten auch mit dem ,missionswesen abgeben4 ,der ,prsident bestand nicht weiter auf der ,schrift1 die ich htte unterzeichnen sollen1 und wir bentzten die wenigen ,augenblicke1 die wir noch beisammen waren1 um den ,zustand des ,landes1 und ob ,aussicht sey1 die ,indianer an den ,segnungen der ,cultur theilnehmen zu lassen1 freimthig zu besprechen4 ,ich sprach mich stark darber aus1 wie viel ,schaden die ,entradas1 die feindlichen ,einflle angerichtet1 wie unbillig es sey1 da man die ,eingeborenen der ,frchte ihrer ,arbeit so wenig genieen lasse1 wie ungerechtfertigt1 da man sie zwinge1 in ,angelegenheiten1 die sie nichts angehen1 weite ,reisen zu machen1 endlich wie nothwendig es erscheine1 den jungen ,geistlichen1 die berufen seyen1 groen ,gemeinden vorzustehen1 in einem besondern ,collegium einige ,bildung zu geben4 ,der ,prsident schien mich freundlich anzuhren2 indessen glaube ich doch1 er wnschte im ,herzen 7ohne ,zweifel im ,interesse der ,naturwissenschaft71 ,leute1 welche ,pflanzen auflesen und das ,gestein untersuchen1 mchten sich nicht so vorlaut mit dem ,wohl der kupferfarbigen ,race und mit den ,angelegenheiten der menschlichen ,gesellschaft befassen4 ,dieser ,wunsch ist in beiden ,welten gar weit verbreitet2 man begegnet ihm berall1 wo der ,gewalt bange ist1 weil sie meint1 sie stehe nicht auf festen ,fen4 ,wir blieben nur einen ,tag in ,san ,fernando de ,atabapo1 obgleich dieses ,dorf mit seinen schnen ,pihiguao-,palmen#eb mit ,pfirsichfrchten uns ein kstlicher ,aufenthalt schien4 ,zahme ,pauxis#ec liefen um die ,htten der ,indianer her4 ,in einer derselben sahen wir einen sehr seltenen ,affen1 der am ,guaviare lebt4 ,es ist die der ,caparro1 den ich in meinen ,observations de zoologie et d'anatomie compare bekannt gemacht1 und der nach ,geoffroy eine neue ,gattung 7,lagothrix7 bildet1 die zwischen den ,atelen und den ,alouatos in der ,mitte steht4 ,der ,pelz dieses ,affen ist mardergrau und fhlt sich ungemein zart an4 ,der ,caparro zeichnet sich ferner durch einen runden ,kopf und einen sanften1 angenehmen ,gesichtsausdruck aus4 ,der ,missionr ,gili ist1 glaube ich1 der einzige ,schriftsteller1 der vor mir von diesem interessanten ,thiere gesprochen hat1 um das die ,zoologen andere1 und zwar brasilianische ,affen zu gruppiren anfangen4 ,am #bg4 ,mai kamen wir von ,san ,fernando mit der raschen ,strmung des ,orinoco in nicht ganz sieben ,stunden zum ,einflu des ,rio ,mataveni4 ,wir brachten die ,nacht unter freiem ,himmel unterhalb des ,granitfelsens el castillito#ed zu1 der mitten aus dem ,flusse aufsteigt und dessen ,gestalt an den ,musethurm im ,rhein1 ,bingen gegenber1 erinnert4 ,hier wie an den ,ufern des ,atabapo fiel uns eine kleine ,art ,drosera auf1 die ganz den ,habitus der europischen ,drosera hat4 ,der ,orinoco war in der ,nacht betrchtlich gestiegen1 und die bedeutend beschleunigte ,strmung trug uns in zehn ,stunden von der ,mndung des ,mataveni zum obern groen ,katarakt1 dem von ,maypures oder ,quittuna2 der zurckgelegte ,weg betrug #ac ,meilen4 ,mit ,interesse erinnerten wir uns der ,orte1 wo wir stromaufwrts bernachtet2 wir trafen ,indianer wieder1 die uns beim ,botanisiren begleitet1 und wir besuchten nochmals die schne ,quelle1 die hinter dem ,hause des ,missionrs aus einem geschichteten ,granitfelsen kommt2 ihre ,temperatur hatte sich nicht um #j1c verndert4 ,von der ,mndung des ,atabapo bis zu der des ,apure war uns1 als reisten wir in einem ,land1 in dem wir lange gewohnt4 ,wir lebten eben so schmal1 wir wurden von denselben ,mcken gestochen1 aber die gewisse ,aussicht1 da in wenigen ,wochen unsere physischen ,leiden ein ,ende htten1 hielt uns aufrecht4 ,der ,transport der ,pirogue ber den groen ,katarakt hielt uns in ,maypures zwei ,tage auf2 ,pater ,bernardo ,zea1 der ,missionr bei den ,raudales1 der uns an den ,rio ,negro begleitet hatte1 wollte1 obgleich leidend1 uns mit seinen ,indianern vollends nach ,atures fhren4 ,einer derselben1 ,zerepe1 der ,dolmetscher1 den man auf dem ,strande von ,pararuma so unbarmherzig geprgelt1#ee fiel uns durch seine tiefe ,niedergeschlagenheit auf4 ,wir hrten1 er habe die ,indianerin verloren1 mit der er verlobt gewesen1 und zwar in ,folge einer falschen ,nachricht1 die ber die ,richtung unserer ,reise in ,umlauf gekommen4 ,zerepe war in ,maypures geboren1 aber bei seinen ,eltern vom ,stamme der ,macos im ,walde erzogen4 ,er hatte in die ,mission ein zwlfjhriges ,mdchen mitgebracht1 das er nach unserer ,rckkehr zu den ,katarakten zum ,weibe nehmen wollte4 ,das ,leben in den ,missionen behagte der jungen ,indianerin schlecht1 denn man hatte ihr gesagt1 die ,weien gehen ins ,land der ,portugiesen 7nach ,brasilien7 und nehmen ,zerepe mit4 ,da es ihr nicht ging1 wie sie gehofft1 bemchtigte sie sich eines ,canoe1 fuhr mit einem andern ,mdchen vom selben ,alter durch den ,raudal und lief al monte zu den ,ihrigen4 ,dieser kecke ,streich war die ,tagesneuigkeit2 ,zerepes ,niedergeschlagenheit hielt brigens nicht lange an4 ,er war unter ,christen geboren1 er war bis zur ,schanze am ,rio ,negro gekommen1 er verstand ,spanisch und die ,sprache der ,macos1 und dnkte sich weit erhaben ber die ,leute seines ,stammes2 wie htte er da nicht ein ,mdchen vergessen sollen1 das im ,walde aufgewachsen8 ,am #ca4 ,mai fuhren wir ber die ,stromschnellen der ,guahibos und bei ,garcita4 ,die ,inseln mitten im ,strom glnzten im herrlichsten ,grn4 ,der winterliche ,regen hatte die ,blumenscheiden der ,vadgiai-,palmen entwickelt1 deren ,bltter gerade himmelan stehen4#ef ,man wird nicht mde1 ,punkte zu betrachten1 wo ,baum und ,fels der ,landschaft den groartigen1 ernsten ,charakter geben1 den man auf dem ,hintergrund von ,titians und ,poussins ,bildern bewundert4 ,kurz vor ,sonnenuntergang stiegen wir am stlichen ,ufer des ,orinoco1 beim ,puerto de la ,expedicion1 ans ,land1 und zwar um die ,hhle von ,ataruipe zu besuchen1 von der oben die ,rede war1#eg und wo ein ganzer ausgestorbener ,volksstamm seine ,grabsttte zu haben scheint4 ,ich versuche diese bei den ,eingeborenen vielberufene ,hhle zu beschreiben4 ,man ersteigt mhsam und nicht ganz gefahrlos einen steilen1 vllig kahlen ,granitfelsberg4 ,man knnte auf der glatten1 stark geneigten ,flche fast unmglich ,fu fassen1 wenn nicht groe ,feldspathkrystalle1 welche nicht so leicht verwittern1 hervorstnden und ,anhaltspunkte bten4 ,auf dem ,gipfel des ,berges angelangt1 erstaunten wir ber den auerordentlichen ,anblick des ,landes in der ,runde4 ,ein ,archipel mit ,palmen bewachsener ,inseln fllt das schumende ,strombett4 ,westwrts1 am linken ,ufer des ,orinoco1 breiten sich die ,savanen am ,meta und ,casanare hin1 wie eine grne ,see1 deren dunstiger ,horizont von der untergehenden ,sonne beleuchtet war4 ,das ,gestirn1 das wie ein ,feuerball ber der ,ebene hing1 der einzeln stehende ,spitzberg ,uniana1 der um so hher erschien1 da seine ,umrisse im ,dunst verschwammen1 alles wirkte zusammen1 die groartige ,scenerie noch erhabener zu machen4 ,wir sahen zunchst in ein tiefes1 ringsum geschlossenes ,thal hinunter4 ,raubvgel und ,ziegenmelker schwirrten einzeln durch den unzugnglichen ,circus4 ,mit ,vergngen verfolgten wir ihre flchtigen ,schatten1 wie sie langsam an den ,felswnden hinglitten4 ,ueber einen schmalen ,grat gelangten wir auf einen benachbarten ,berg1 auf dessen abgerundetem ,gipfel ungeheure ,granitblcke lagen4 ,diese ,massen haben #dj bis #ej ,fu ,durchmesser und sind so vollkommen kugelfrmig1 da man1 da sie nur mit wenigen ,punkten den ,boden zu berhren schienen1 meint1 beim geringsten ,sto eines ,erdbebens mten sie in die ,tiefe rollen4 ,ich erinnere mich nicht1 unter den ,verwitterungserscheinungen des ,granits irgendwo etwas ,aehnliches gesehen zu haben4 ,lgen die ,kugeln auf einer andern ,gebirgsart1 wie die ,blcke im ,jura1 so knnte man meinen1 sie seyen im ,wasser gerollt oder durch den ,sto eines elastischen ,fluidums hergeschleudert2 da sie aber auf einem ,gipfel liegen1 der gleichfalls aus ,granit besteht1 so ist wahrscheinlicher1 da sie von allmhliger ,verwitterung des ,gesteins herrhren4 ,zu hinterst ist das ,thal mit dichtem ,wald bedeckt4 ,an diesem schattigen1 einsamen ,ort1 am steilen ,abhang eines ,berges1 ist der ,eingang der ,hhle von ,ataruipe4 ,es ist brigens nicht sowohl eine ,hhle1 als ein vorspringender ,fels1 in dem die ,gewsser1 als sie bei den alten ,umwlzungen unseres ,planeten so weit herausreichten1 ein weites ,loch ausgewaschen haben4 ,in dieser ,grabsttte einer ganzen ausgestorbenen ,vlkerschaft zhlten wir in kurzer ,zeit gegen #fjj wohlerhaltene und so regelmig vertheilte ,skelette1 da man sich hinsichtlich ihrer ,zahl nicht leicht htte irren knnen4 ,jedes ,skelett liegt in einer ,art ,korb aus ,palmblattstielen4 ,diese ,krbe1 von den ,eingeborenen ,mapires genannt1 bilden eine ,art viereckigter ,scke4 ,ihre ,gre entspricht dem ,alter der ,leichen2 es gibt sogar welche fr ,kinder1 die whrend der ,geburt gestorben4 ,sie wechseln in der ,lnge von #aj ,zoll bis #c ,fu #d ,zoll4 ,die ,skelette sind alle zusammengebogen und so vollstndig1 da keine ,rippe1 kein ,fingerglied fehlt4 ,die ,knochen sind auf dreierlei ,weisen zubereitet1 entweder an ,luft und ,sonne gebleicht1 oder mit ,onoto1 dem ,farbstoff der ,bixa ,orellana1 roth gefrbt1 oder mumienartig zwischen wohlriechenden ,harzen in ,heliconia- und ,bananenbltter eingeknetet4 ,die ,indianer erzhlten uns1 man lege die frische ,leiche in die feuchte ,erde1 damit sich das ,fleisch allmhlig verzehre4 ,nach einigen ,monaten nehme man sie wieder heraus und schabe mit scharfen ,steinen den ,rest des ,fleisches von den ,knochen4 ,mehrere ,horden in ,guyana haben noch jetzt diesen ,brauch4 ,neben den ,mapires oder ,krben sieht man ,gefe von halb gebranntem ,thon1 welche die ,gebeine einer ganzen ,familie zu enthalten schienen4 ,die grten dieser ,graburnen sind #c ,fu hoch und #d ,fu #c ,zoll lang4 ,sie sind graugrn1 oval1 von ganz geflligem ,ansehen1 mit ,henkeln in ,gestalt von ,krokodilen und ,schlangen1 am ,rand mit ,mandern1 ,labyrinthen und mannigfach combinirten geraden ,linien geschmckt4 ,dergleichen ,malereien kommen unter allen ,himmelsstrichen vor1 bei allen ,vlkern1 mgen sie geographisch und dem ,grade der ,cultur nach noch so weit auseinanderliegen4 ,die ,bewohner der kleinen ,mission ,maypures bringen sie noch jetzt auf ihrem gemeinsten ,geschirr an2 sie zieren die ,schilder der ,tahitier1 das ,fischergerthe der ,eskimos1 die ,wnde des mexicanischen ,palastes in ,mitla und die ,gefe ,grogriechenlands4 ,ueberall schmeichelt eine rhythmische ,wiederholung derselben ,formen dem ,auge1 wie eine taktmige ,wiederkehr von ,tnen dem ,ohre4 ,aehnlichkeiten1 welche im innersten ,wesen unserer ,empfindungen1 in unserer natrlichen ,geistesanlage ihren ,grund haben1 sind wenig geeignet1 ber die ,verwandtschaft und die alten ,verbindungen der ,vlker ,licht zu verbreiten4 ,hinsichtlich der ,zeit1 aus der sich die ,mapires und die bemalten ,gefe in der ,knochenhhle von ,ataruipe herschreiben1 konnten wir uns keine bestimmte ,vorstellung bilden4 ,die meisten schienen nicht ber hundert ,jahre alt1 da sie aber vor jeder ,feuchtigkeit geschtzt und in sehr gleichfrmiger ,temperatur sind1 so wren sie wohl gleich gut erhalten1 wenn sie auch aus weit frherer ,zeit herrhrten4 ,nach einer ,sage der ,guahibos-,indianer flchteten sich die kriegerischen ,atures1 von den ,caraiben verfolgt1 auf die ,felsen mitten in den groen ,katarakten1 und hier erlosch nach und nach diese einst so zahlreiche ,nation und mit ihr die ,sprache4 ,noch im ,jahre #agfg1 zur ,zeit des ,missionrs ,gili1 lebten die letzten ,familien derselben2 auf unserer ,reise zeigte man in ,maypures ein sonderbares ,faktum3 einen alten ,papagai1 von dem die ,einwohner behaupten1 man verstehe ihn nicht1 weil er aturisch spreche4 ,wir ffneten1 zum groen ,aergerni unserer ,fhrer1 mehrere ,mapires1 um die ,schdelbildung genau zu untersuchen4 ,alle zeigten den ,topus der amerikanischen ,race2 nur zwei oder drei nherten sich dem kaukasischen4 ,wir haben oben erwhnt1#eh da man mitten in den ,katarakten1 an den unzugnglichsten ,orten eisenbeschlagene ,kisten mit europischen ,werkzeugen1 mit ,resten von ,kleidungsstcken und ,glaswaaren findet4 ,diese ,sachen1 die zu den abgeschmacktesten ,gerchten1 als htten die ,jesuiten dort ihre ,schtze versteckt1 ,anla gegeben1 gehrten wahrscheinlich portugiesischen ,handelsleuten1 die sich in diese wilden ,lnder herausgewagt4 ,lt sich nun wohl auch annehmen1 da die ,schdel von europischer ,bildung1 die wir unter den ,skeletten der ,eingeborenen und eben so sorgfltig aufbewahrt gefunden1 portugiesischen ,reisenden angehrten1 die hier einer ,krankheit ,unterlagen oder im ,kampfe erschlagen worden8 ,der ,widerwillen der ,eingeborenen gegen ,alles1 was nicht ihres ,stammes ist1 macht die nicht wahrscheinlich2 vielleicht hatten sich ,mestizen1 die aus den ,missionen am ,meta und ,apure entlaufen1 an den ,katarakten niedergelassen und ,weiber aus dem ,stamme der ,atures genommen4 ,dergleichen ,verbindungen kommen in dieser ,zone zuweilen vor1 freilich nicht so hufig wie in ,canada und in ,nordamerika berhaupt1 wo ,jger europischer ,abkunft unter die ,wilden gehen1 ihre ,sitten annehmen und es oft zu groem ,ansehen unter ihnen bringen4 ,wir nahmen aus der ,hhle von ,ataruipe mehrere ,schdel1 das ,skelett eines ,kindes von sechs bis sieben ,jahren und die ,skelette zweier ,erwachsenen von der ,nation der ,atures mit4 ,alle diese zum ,theil roth bemalten1 zum ,theil mit ,harz berzogenen ,gebeine lagen in den oben beschriebenen ,krben 7,mapires oder ,canastos74 ,sie machten fast eine ganze ,maulthierladung aus1 und da uns der aberglubische ,widerwillen der ,indianer gegen einmal beigesetzte ,leichen wohl bekannt war1 hatten wir die ,canastos in frisch geflochtene ,matten einwickeln lassen4 ,bei dem ,sprsinn der ,indianer und ihrem feinen ,geruch half aber diese ,vorsicht leider zu nichts4 ,ueberall1 wo wir in den ,missionen der ,caraiben1 auf den ,llanos zwischen ,angostura und ,nueva ,barcelona ,halt machten1 liefen die ,eingeborenen um unsere ,maulthiere zusammen1 um die ,affen zu bewundern1 die wir am ,orinoco gekauft4 ,kaum aber hatten die guten ,leute unser ,gepcke angerhrt1 so prophezeiten sie1 da das ,lastthier1 das den ,todten trage1 zu ,grund gehen werde4 ,umsonst versicherten wir1 sie irren sich1 in den ,krben seyen ,krokodil- und ,seekuhknochen2 sie blieben dabei1 sie riechen das ,harz1 womit die ,skelette berzogen seyen1 und das seyen ihre alten ,verwandten4 ,wir muten die ,autoritt der ,mnche in ,anspruch nehmen1 um des ,widerwillens der ,eingeborenen ,herr zu werden und frische ,maulthiere zu bekommen4 ,einer der ,schdel1 den wir aus der ,hhle von ,ataruipe mitgenommen1 ist in meines alten ,lehrers ,blumenbach schnem ,werke ber die ,varietten des ,menschengeschlechts gezeichnet2 aber die ,skelette der ,indianer gingen mit einem bedeutenden ,theil unserer ,sammlungen an der ,kste von ,afrika bei einem ,schiffbruch verloren1 der unserem ,freund und ,reisegefhrten1 ,fray ,juan ,gonzales1#ei einem jungen ,franciskaner1 das ,leben kostete4 ,schweigend gingen wir von der ,hhle von ,ataruipe nach ,hause4 ,es war eine der stillen1 heitern ,nchte1 welche im heien ,erdstrich so gewhnlich sind4 ,die ,sterne glnzten in mildem1 planetarischem ,licht4 ,ein ,funkeln war kaum am ,horizont bemerkbar1#fj den die groen ,nebelflecken der sdlichen ,halbkugel zu beleuchten schienen4 ,ungeheure ,insektenschwrme verbreiteten ein rthliches ,licht in der ,luft4 ,der dicht bewachsene ,boden glhte von lebendigem ,feuer1 als htte sich die gestirnte ,himmelsdecke auf die ,grasflur niedergesenkt4 ,vor der ,hhle blieben wir noch fters stehen und bewunderten den ,reiz des merkwrdigen ,orts4 ,duftende ,vanille und ,gewinde von ,bignonien schmcken den ,eingang1 und darber1 auf der ,spitze des ,hgels1 wiegten sich suselnd die ,schafte der ,palmen4 ,wir gingen an den ,flu hinab und schlugen den ,weg zur ,mission ein1 wo wir ziemlich spt in der ,nacht eintrafen4 ,was wir gesehen1 hatte starken ,eindruck auf unsere ,einbildungskraft gemacht4 ,in einem ,lande1 wo einem die menschliche ,gesellschaft als eine ,schpfung der neuesten ,zeit erscheint1 hat ,alles1 was an eine ,vergangenheit erinnert1 doppelten ,reiz4 ,sehr alt waren nun hier die ,erinnerungen nicht2 aber in ,allem1 was ,denkmal heit1 ist das ,alter nur ein relativer ,begriff1 und leicht verwechseln wir alt und rthselhaft4 ,den ,egyptern erschienen die geschichtlichen ,erinnerungen der ,griechen gar jung2 htten die ,chinesen1 oder wie sie sich selbst lieber nennen1 die ,bewohner des himmlischen ,reichs1 mit den ,priestern von ,heliopolis verkehren knnen1 so htten sie wohl zu den ,ansprchen der alten ,egypter gelacht4 ,ebenso auffallende ,gegenstze finden sich im nrdlichen ,europa und ,asien1 in der neuen ,welt1 berall1 wo die ,menschheit sich auf ihr eigenes ,leben nicht weit zurckbesinnt4 ,auf der ,hochebene von ,anahuac reicht die lteste geschichtliche ,begebenheit1 die ,wanderung der ,tolteken1 nicht ber das sechste ,jahrhundert unserer ,zeitrechnung hinauf4 ,die unentbehrlichen ,grundlagen einer genauen ,zeitrechnung1 ein gutes ,schaltsystem1 berhaupt die ,kalenderreform stammen aus dem ,jahr #ajia4 ,diese ,zeitpunkte1 die uns so nahe scheinen1 fallen in fabelhafte ,zeiten1 wenn wir auf die ,geschichte unseres ,geschlechts zwischen ,orinoco und ,amazonenflu blicken4 ,wir finden dort auf ,felsen symbolische ,bilder1 aber keine ,sage gibt ber ihren ,ursprung ,aufschlu4 ,im heien ,striche von ,guyana kommen wir nicht weiter zurck als zu der ,zeit1 wo castilianische und portugiesische ,eroberer1 und spter friedliche ,mnche unter den barbarischen ,vlkerschaften auftraten4 ,nordwrts von den ,katarakten1 am ,engpa beim ,baraguan1 scheint es hnliche1 mit ,knochen gefllte ,hhlen zu geben1 wie die oben beschriebenen4 ,ich hrte die erst nach meiner ,rckkehr1 und die indianischen ,steuerleute sagten uns nichts davon1 als wir im ,engpa anlegten4 ,diese ,grber haben ohne ,zweifel ,anla zu einer ,sage der ,otomaken gegeben1 nach der die einzeln stehenden ,granitfelsen am ,baraguan1 die sehr seltsame ,gestalten zeigen1 die ,grovter1 die alten ,huptlinge des ,stammes sind4 ,der ,brauch1 das ,fleisch sorgfltig von den ,knochen zu trennen1 der im ,alterthum bei den ,massageten herrschte1 hat sich bei mehreren ,horden am ,orinoco erhalten4 ,man behauptet sogar1 und es ist ganz wahrscheinlich1 die ,guaraons legen die ,leichen in ,netzen ins ,wasser1 wo dann die kleinen ,caraibenfische#fa die ,serra-,solmes1 die wir berall in ungeheurer ,menge antrafen1 in wenigen ,tagen das ,muskelfleisch verzehren und das ,skelett prpariren4 ,begreiflich ist solches nur an ,orten thunlich1 wo es nicht viele ,krokodile gibt4 ,manche ,stmme1 z4 ,b4 die ,tamanaken1 haben den ,brauch1 die ,felder des ,verstorbenen zu verwsten und die ,bume1 die er gepflanzt1 umzuhauen4 ,sie sagen1 ,dinge sehen zu mssen1 die ,eigenthum ihrer ,angehrigen gewesen1 mache sie traurig4 ,sie vernichten das ,andenken lieber1 als da sie es erhalten4 ,diese indianische ,empfindsamkeit wirkt sehr nachtheilig auf den ,landbau1 und die ,mnche widersetzen sich mit ,macht den aberglubischen ,gebruchen1 welche die zum ,christenthum bekehrten ,eingeborenen in den ,missionen beibehalten4 ,die indianischen ,grber am ,orinoco sind bis jetzt nicht gehrig untersucht worden1 weil sie keine ,kostbarkeiten enthalten wie die in ,peru1 und weil man jetzt an ,ort und ,stelle an die frheren ,mhren vom ,reichthum der alten ,einwohner des ,dorado nicht mehr glaubt4 ,der ,golddurst geht aller ,orten dem ,trieb zur ,belehrung und dem ,sinn fr die ,erforschung des ,alterthums voraus4 ,im gebirgigen ,theil von ,sdamerika1 von ,merida und ,santa ,maria bis zu den ,hochebenen von ,quito und ,ober-,peru hat man bergmnnisch nach ,grbern1 oder wie es die ,creolen mit einem verdorbenen ,worte der ,incasprache nennen1 nach ,guacas gesucht4 ,ich war an der ,kste von ,peru1 in ,manciche1 in der ,guaca von ,toledo1 aus der man ,goldmassen erhoben hat1 die im sechzehnten ,jahrhundert fnf ,millionen ,livres ,tournois werth waren4#fb ,aber in den ,hhlen1 die seit den ltesten ,zeiten den ,eingeborenen in ,guyana als ,grabsttten dienen1 hat man nie eine ,spur von kostbaren ,metallen entdeckt4 ,aus diesem ,umstand geht hervor1 da auch zur ,zeit1 wo die ,caraiben und andere ,wandervlker gegen ,sdwest ,streifzge unternahmen1 das ,gold nur in ganz unbedeutender ,menge von den ,gebirgen von ,peru den ,niederungen im ,osten zuflo4 ,ueberall1 wo sich im ,granit nicht die groen ,hhlungen finden1 wie sie sich durch die ,verwitterung des ,gesteins oder durch die ,aufeinanderthrmung der ,blcke bilden1 bestatten die ,indianer den ,leichnam in die ,erde4 ,die ,hngematte 7chinchorro71 eine ,art ,netz1 worin der ,verstorbene im ,leben geschlafen1 dient ihm als ,sarg4 ,man schnrt dieses ,netz fest um den ,krper zusammen1 grbt ein ,loch in der ,htte selbst und legt den ,todten darin nieder4 ,die ist nach dem ,bericht des ,missionrs ,gili und nach dem1 was ich aus ,pater ,zeas ,munde wei1 das gewhnliche ,verfahren4 ,ich glaube nicht1 da es in ganz ,guyana einen ,grabhgel gibt1 nicht einmal in den ,ebenen am ,cassiquiare und ,essequebo4 ,in den ,savanen von ,varinas#fc dagegen1 wie in ,canada westlich von den ,aleghanis1#fd trifft man welche an4 ,es erscheint brigens ziemlich auffallend1 da die ,eingeborenen am ,orinoco1 trotz des ,ueberflusses an ,holz im ,lande1 so wenig als die alten ,scythen ihre ,todten verbrennen4 ,scheiterhaufen errichten sie nur nach einem ,gefechte1 wenn der ,gebliebenen sehr viele sind4 ,so verbrannten die ,parecas im ,jahr #agdh nicht allein die ,leichen ihrer ,feinde1 der ,tamanaken1 sondern auch die der ,ihrigen1 die auf dem ,schlachtfelde geblieben4 ,wie alle ,vlker im ,naturstande haben auch die ,indianer in ,sdamerika die grte ,anhnglichkeit an die ,orte1 wo die ,gebeine ihrer ,vlker ruhen4 ,dieses ,gefhl1 das ein groer ,schriftsteller in einer ,episode der ,atala so rhrend schildert1 hat sich in seiner vollen ursprnglichen ,strke bei den ,chinesen erhalten4 ,diese ,menschen1 bei denen ,alles ,kunstprodukt1 um nicht zu sagen ,ausflu einer uralten ,cultur ist1 wechseln nie den ,wohnort1 ohne die ,gebeine ihrer ,ahnen mit sich zu fhren4 ,an den ,ufern der groen ,flsse sieht man ,srge stehen1 die mit dem ,hausrath der ,familie zu ,schiff in eine ferne ,provinz wandern sollen4 ,dieses ,mitsichfhren der ,gebeine1 das frher unter den nordamerikanischen ,wilden noch hufiger war1 kommt bei den ,stmmen in ,guyana nicht vor4 ,diese sind aber auch keine ,nomaden1 wie ,vlker1 die ausschlielich von der ,jagd leben4 ,in der ,mission ,atures verweilten wir nur1 bis unsere ,pirogue durch den groen ,katarakt geschafft war4 ,der ,boden unseres kleinen ,fahrzeugs war so dnn geworden1 da groe ,vorsicht nthig war1 damit er nicht sprang4 ,wir nahmen ,abschied vom ,missionr ,bernardo ,zea1 der in ,atures blieb1 nachdem er zwei ,monate lang unser ,begleiter gewesen und alle unsere ,beschwerden getheilt hatte4 ,der arme ,mann hatte immer noch seine alten ,anflle von ,tertianfieber1 aber sie waren fr ihn ein gewohntes ,uebel geworden und er achtete wenig mehr darauf4 ,bei unserem zweiten ,aufenthalt in ,atures herrschten daselbst andere gefhrlichen ,fieber4 ,die ,mehrzahl der ,indianer war an die ,hngematte gefesselt1 und um etwas ,cassavebrod 7das unentbehrlichste ,nahrungsmittel hier zu ,lande7 muten wir zum unabhngigen1 aber nahebei wohnenden ,stamme der ,piraoas schicken4 ,bis jetzt blieben wir von diesen bsartigen ,fiebern verschont1 die ich nicht immer fr ansteckend halte4 ,wir wagten es1 in unserer ,pirogue durch die letzte ,hlfte des ,raudals von ,atures zu fahren4 ,wir stiegen mehreremale aus und kletterten auf die ,felsen1 die wie schmale ,dmme die ,inseln unter einander verbinden4 ,bald strzen die ,wasser ber die ,dmme weg1 bald fallen sie mit dumpfem ,getse in das ,innere derselben4 ,wir fanden ein betrachtliches ,stck des ,orinoco trocken gelegt1 weil sich der ,strom durch unterirdische ,canle einen ,weg gebrochen hat4 ,an diesen einsamen ,orten nistet dass ,felshuhn mit goldigem ,gefieder 7,pipra rupicola71 einer der schnsten tropischen ,vgel4 ,wir hielten uns im ,raudalito von ,canucari auf1 der durch ungeheure1 auf einander gethrmte ,granitblcke gebildet wird4 ,diese ,blcke1 worunter ,sphroide von #e bis #f ,fu ,durchmesser1 sind so ber einander geschoben1 da sie gerumige ,hhlen bilden4 ,wir gingen in eine derselben1 um ,conserven zu pflcken1 womit die ,spalten und die nassen ,felswnde bekleidet waren4 ,dieser ,ort bot eines der merkwrdigsten ,naturschauspiele1 die wir am ,orinoco gesehen4 ,ueber unsern ,kpfen rauschte der ,strom weg1#fe und es brauste1 wie wenn das ,meer sich an ,klippen bricht2 aber am ,eingang der ,hhle konnte man trocken hinter einer breiten ,wassermasse stehen1 die sich im ,bogen ber den ,steindamm strzte4 ,in andern tieferen1 aber nicht so groen ,hhlen war das ,gestein durch lang dauernde ,einsickerung durchbohrt4 ,wir sahen #h bis #i ,zoll dicke ,wassersulen von der ,decke des ,gewlbes herabkommen und durch ,spalten entweichen1 die auf weite ,strecken zusammenzuhngen schienen4 ,die ,wasserflle in ,europa1 die aus einem einzigen ,sturz oder aus mehreren dicht hinter einander bestehen1 knnen keine so mannigfaltigen ,landschaftsbilder erzeugen4 ,diese ,mannigfaltigkeit kommt nur ,stromschnellen zu1 wo auf mehrere ,seemeilen weit viele kleine ,flle in einer ,reihe hinter einander liegen1 ,flssen1 die sich ber ,felsdmme und durch aufgethrmte ,blcke ,bahn brechen4 ,wir genossen des ,anblicks dieses auerordentlichen ,naturbildes lnger1 als uns lieb war4 ,unser ,canoe sollte am stlichen ,ufer einer schmalen ,insel hinfahren und uns nach einem weiten ,umweg wieder aufnehmen4 ,wir warteten anderthalb ,stunden vergeblich4 ,die ,nacht kam heran und mit ihr ein furchtbares ,gewitter2 der ,regen go in ,strmen herab4 ,wir frchteten nachgerade1 unser schwaches ,fahrzeug mchte an den ,felsen zerschellt seyn1 und die ,indianer mit ihrer gewhnlichen ,gleichgltigkeit beim ,ungemach ,anderer sich auf den ,weg zur ,mission gemacht haben4 ,wir waren nur unser drei2 stark durchnt und voll ,sorge um unsere ,pirogue bangten wir vor der ,aussicht1 eine lange ,aequinoctialnacht schlaflos im ,lrm der ,raudales zuzubringen4 ,bonpland fate den ,entschlu1 mich mit ,don ,nicolas ,sotto#ff der ,insel zu lassen und ber die ,fluarme zwischen den ,granitdmmen zu schwimmen4 ,er hoffte den ,wald erreichen und in der ,mission bei ,pater ,zea ,beistand holen zu knnen4 ,nur mit ,mhe hielten wir ihn von diesem gewagten ,beginnen ab4 ,er war unbekannt mit dem ,labyrinth von ,wasserrinnen1 in die der ,orinoco zerschlagen ist und in denen meist starke ,wirbel sind4 ,und was jetzt1 da wir eben ber unsere ,lage berathschlagten1 unter unsern ,augen vorging1 bewies hinreichend1 da die ,indianer flschlich behauptet hatten1 in den ,katarakten gebe es keine ,krokodile4 ,die kleinen ,affen1 die wir seit mehreren ,monaten mit uns fhrten1 hatten wir auf die ,spitze unserer ,insel gestellt2 vom ,gewitterregen durchnt und fr die geringste ,wrmeabnahme empfindlich1 wie sie sind1 erhoben die zrtlichen ,thiere ein klgliches ,geschrei und lockten damit zwei nach ihrer ,gre und ihrer bleigrauen ,farbe sehr alte ,krokodile herbei4 ,bei dieser unerwarteten ,erscheinung war uns der ,gedanke1 da wir bei unserm ersten ,aufenthalt in ,atures mitten im ,raudal gebadet1 eben nicht behaglich4 ,nach langem ,warten kamen die ,indianer endlich1 als schon der ,tag sich neigte4 ,die ,staffel1 ber die sie hatten herab wollen1 um die ,insel zu umfahren1 war wegen zu seichten ,wassers nicht fahrbar1 und der ,steuermann hatte im ,gewirre von ,felsen und kleinen ,inseln lange nach einer besseren ,durchfahrt suchen mssen4 ,zum ,glck war unsere ,pirogue nicht beschdigt1 und in weniger als einer halben ,stunde waren unsere ,instrumente1 unsere ,mundvorrthe und unsere ,thiere eingeschifft4 ,wir fuhren einen ,theil der ,nacht durch1 um unser ,nachtlager wieder auf der ,insel ,panumana aufzuschlagen ,mit ,vergngen erkannten wir die ,pltze wieder1 wo wir bei der ,fahrt den ,orinoco hinauf botanisirt hatten4 ,wir untersuchten noch einmal am ,ufer die kleine ,sandsteinformation1 die unmittelbar dem ,granit aufgelagert ist4 ,das ,vorkommen ist dasselbe wie beim ,sandstein1 den mein unglcklicher ,landsmann ,burckhardt an der ,grenze von ,nubien dem ,granit von ,syene aufgelagert gesehen hat4 ,wir fuhren1 ohne sie zu betreten1 an der neuen ,mission ,san ,borja vorber und hrten einige ,tage darauf mit ,bedauern1 die kleine ,colonie von ,guahibos-,indianern sey al monte gelaufen1 da sie sich eingebildet1 wir wollen sie fortschleppen und als ,poitos1 das heit als ,sklaven verkaufen4#fg ,nachdem wir durch die ,stromschnellen ,tabaje und den ,raudal ,cariven am ,einflu des groen ,rio ,meta gegangen1 langten wir wohlbehalten in ,carichana an4 ,der ,missionr1 ,fray ,jose ,antonio de ,torre1 nahm uns mit der herzlichen ,gastfreundschaft auf1 die er uns schon bei unserem ersten ,aufenthalt hatte zu ,theil werden lassen4 ,zu astronomischen ,beobachtungen war der ,himmel nicht gnstig2 in den groen ,katarakten hatten wir wieder welche gemacht1 aber von dort bis zum ,einflu des ,apure mute man darauf verzichten4 ,in ,carichana konnte ,bonpland zu seiner ,befriedigung eine neun ,fu lange ,seekuh seciren4 ,es war ein ,weibchen und ihr ,fleisch glich dem ,rindfleisch4 ,ich habe oben vom ,fang dieses grasfressenden ,wassersugethiers gesprochen4#fh ,die ,piraoas1 von denen einige ,familien in der ,mission ,carichana leben1 verabscheuen dieses ,thier so sehr1 da sie sich versteckten um es nicht anrhren zu mssen1 als es in unsere ,htte geschafft wurde4 ,sie behaupten1 die ,leute ihres ,stammes sterben unfehlbar1 wenn sie davon essen4 ,dieses ,vorurtheil ist desto auffallender1 da die ,nachbarn der ,pitaoas1 die ,guamos und ,otomacos1 nach dem ,seekuhfleisch sehr lstern sind4 ,wir werden bald sehen1 da in diesem ,gewirre von ,vlkerschaften das ,fleisch des ,krokodils bald verabscheut1 bald stark gesucht ist4 ,ich erwhne hier eines wenig bekannten ,umstandes1 als ,beitrag zur ,geschichte der ,seekuh4 ,sdlich vom ,meerbusen von ,xagua auf ,cuba1 mehrere ,seemeilen von der ,kste1 sind ,quellen sen ,wassers mitten im ,meer4 ,man erklrt sich dieselben aus einem hydrostatischen ,druck von den hohen ,gebirgen von ,trinidad herab durch unterirdische ,canle4 ,kleine ,fahrzeuge nehmen in diesem ,strich zuweilen ,wasser ein1 und was sehr merkwrdig ist1 groe ,seekhe halten sich dort auf4 ,ich habe die ,forscher bereits darauf aufmerksam gemacht1 da die ,krokodile aus den ,flumndungen weit in die ,see hinausgehen4 ,bei den alten ,umwlzungen unseres ,planeten mgen hnliche ,umstnde das sonderbare ,gemenge von ,knochen und von ,versteinerungen1 die der ,see1 und solchen1 die dem sen ,wasser angehren1 wie es in manchen neuen ,formationen vorkommt1 verursacht haben4 ,der ,aufenthalt in ,carichana kam uns sehr zu statten1 um uns von unsern ,strapazen zu erholen4 ,bonpland trug den ,keim einer schweren ,krankheit in sich2 er htte dringend der ,ruhe bedurft1 da aber das ,nebenflu-,delta#fi zwischen dem ,horeda und dem ,paruasi mit dem ppigsten ,pflanzenwuchse bedeckt ist1 konnte er der ,lust nicht widerstehen1 groe botanische ,excursionen zu machen1 und wurde den ,tag ber mehrere male durchnt4 ,im ,hause des ,missionrs wurde fr alle unsere ,bedrfnisse zuvorkommend gesorgt2 man verschaffte uns ,maismehl1 sogar ,milch4 ,die ,khe geben in den ,niederungen der heien ,zone reichlich ,milch1 und es fehlt nirgends daran1 wo es gute ,weiden gibt4 ,ich erwhne die ausdrcklich1 weil in ,folge rtlicher ,verhltnisse im indischen ,archipelagus das ,vorurtheil verbreitet ist1 als ob ein heies ,klima auf die ,milchabsonderung ungnstig wirkte4 ,es begreift sich1 da die ,eingeborenen des neuen ,continents sich aus der ,milch nicht viel machen1 da das ,land ursprnglich keine ,thiere hatte1 welche ,milch geben2 aber billig wundert man sich1 da die ungeheure chinesische ,bevlkerung1 die doch groentheils auerhalb der ,tropen unter denselben ,breiten wie die nomadischen ,stmme in ,centralasien lebt1 eben so gleichgltig dagegen ist4 ,wenn die ,chinesen einmal ein ,hirtenvolk waren1 wie geht es zu1 da sie ,sitten und einem ,geschmack1 die ihrem frheren ,zustande so ganz angemessen sind1 ungetreu geworden8 ,diese ,fragen scheinen mir von groer ,bedeutung sowohl fr die ,geschichte der ,vlker von ,ostasien als hinsichtlich der alten ,verbindungen die1 wie man glaubt1 zwischen diesem ,welttheil und dem nrdlichen ,mexico stattgefunden haben knnen4 ,wir fuhren in zwei ,tagen den ,orinoco von ,carichana zur ,mission ,uruana hinab1 nachdem wir wieder durch den vielberufenen ,engpa beim ,baraguan gegangen#gj ,wir hielten fters an1 um die ,geschwindigkeit des ,stroms und seine ,temperatur an der ,oberflche zu messen4 ,letztere betrug #bgd1 die ,geschwindigkeit #b ,fu in der ,secunde 7#fb ,toisen in #c ,minuten #f ,secunden71 an ,stellen1 wo das ,bett des ,orinoco ber #ab1jjj ,fu breit und #aj bis #ab ,faden tief war4 ,der ,fall des ,flusses ist allerdings von den ,katarakten bis ,angostura hchst unbedeutend1#ga und ohne barometrische ,messung liee sich der ,hhenunterschied ungefhr schtzen1 wenn man von ,zeit zu ,zeit die ,geschwindigkeit und die ,breite und ,tiefe des ,stromstcks me4 ,in ,uruana konnten wir einige ,sternbeobachtungen machen4 ,ich fand die ,breite der ,mission gleich #gh1 da aber die verschiedenen ,sterne abweichende ,resultate gaben1 blieb sie um mehr als eine ,minute unsicher4 ,die ,moskitoschicht am ,boden war so dicht1 da ich mit dem ,richten des knstlichen ,horizonts nicht fertig werden konnte1 und ich bedauerte1 nicht mit einem ,quecksilberhorizont versehen zu seyn4 ,am #g4 ,juni erhielt ich durch gute absolute ,sonnenhhen eine ,lnge von #fidj4 ,seit ,esmeralda waren wir um #a ,grad #ag ,minuten gegen ,west vorgerckt1 und diese chronometrische ,bestimmung verdient volles ,zutrauen1 weil wir auf dem ,hin- und dem ,herweg1 in den groen ,katarakten und an den ,mndungen des ,atabapo und des ,apure beobachtet hatten4 ,die ,mission ,uruana ist ungemein malerisch gelegen2 das kleine indianische ,dorf lehnt sich an einen hohen ,granitberg4 ,ueberall steigen ,felsen wie ,pfeiler ber dem ,walde auf und ragen ber die hchsten ,baumwipfel empor4 ,nirgends nimmt sich der ,orinoco majesttischer aus als bei der ,htte des ,missionrs ,fray ,ramon ,bueno4 ,er ist hier ber #bfjj ,toisen breit und luft gerade gegen ,ost1 ohne ,krmmung1 wie ein ungeheurer ,canal4 ,durch zwei lange1 schmale ,inseln 7,isla de ,uruana und ,isla vieja de la ,manteca7 wird das ,flubett noch ausgedehnter2 indessen laufen die ,ufer parallel und man kann nicht sagen1 der ,orinoco theile sich in mehrere ,arme4 ,die ,mission ist von ,otomacos bewohnt1 einem versunkenen ,stamm1 an dem man eine der merkwrdigsten physiologischen ,erscheinungen beobachtet4 ,die ,otomaken essen ,erde1 das heit sie verschlingen sie mehrere ,monate lang tglich in ziemlich bedeutender ,menge1 um den ,hunger zu beschwichtigen1 ohne da ihre ,gesundheit dabei leidet4 ,diese unzweifelhafte ,thatsache hat seit meiner ,rckkehr nach ,europa lebhaften ,widerspruch gefunden1 weil man zwei ganz verschiedene ,stze3 ,erde essen1 und sich von ,erde nhren1 zusammenwarf4 ,wir konnten uns zwar nur einen einzigen ,tag in ,uruana aufhalten1 aber die reichte hin1 um die ,bereitung der ,poya 7der ,erdkugeln7 kennen zu lernen1 die ,vorrthe1 welche die ,eingeborenen davon angelegt1 zu untersuchen und die ,quantitt ,erde1 die sie in #bd ,stunden verschlingen1 zu bestimmen4 ,uebrigens sind die ,otomaken nicht das einzige ,volk am ,orinoco1 bei dem ,thon fr ein ,nahrungsmittel gilt4 ,auch bei den ,guamos findet man ,spuren von dieser ,verirrung des ,nahrungstriebs1 und zwischen den ,einflssen des ,meta und des ,apure spricht ,jedermann von der ,geophagie als von etwas ,altbekanntem4 ,ich theile hier nur mit1 was wir mit eigenen ,augen gesehen oder aus dem ,munde des ,missionrs vernommen1 den ein schlimmes ,geschick dazu verurtheilt hat1 zwlf ,jahre unter dem wilden1 unruhigen ,volke der ,otomaken zu leben4 ,die ,einwohner von ,uruana gehren zu den ,savanenvlkern 7,indios andantes71 die schwerer zu civilisiren sind als die ,waldvlker 7,indios del monte71 starke ,abneigung gegen den ,landbau haben und fast ausschlielich von ,jagd und ,fischfang leben4 ,es sind ,menschen von sehr starkem ,krperbau1 aber hlich1 wild1 rachschtig1 den gegohrenen ,getrnken leidenschaftlich ergeben4 ,sie sind im hchsten ,grad omnivore ,thiere2 die andern ,indianer1 die sie als ,barbaren ansehen1 sagen daher auch1 nichts sey so ekelhaft1 das ein ,otomake nicht esse4 ,so lange das ,wasser im ,orinoco und seinen ,nebenflssen tief steht1 leben die ,otomaken von ,fischen und ,schildkrten4 ,sie schieen jene mit berraschender ,fertigkeit mit ,pfeilen1 wenn sie sich an der ,wasserflche blicken lassen4 ,sobald die ,anschwellungen der ,flsse erfolgen1 die man in ,sdamerika wie in ,aegypten und ,nubien irrthmlich dem ,schmelzen des ,schnees zuschreibt1 und die in der ganzen heien ,zone periodisch eintreten1 ist es mit dem ,fischfang fast ganz vorbei4 ,es ist dann so schwer1 in den tiefen ,flssen ,fische zu bekommen1 als auf offener ,see4 ,die armen ,missionre am ,orinoco haben gar oft keine1 weder an ,fasttagen1 noch an ,nichtfasttagen1 obgleich alle jungen ,indianer im ,dorf verpflichtet sind1 fr das ,kloster zu fischen4 ,zur ,zeit der ,ueberschwemmungen nun1 die zwei bis drei ,monate dauern1 verschlingen die ,otomaken ,erde in unglaublicher ,masse4 ,wir fanden in ihren ,htten pyramidalisch aufgesetzte1 #c--d ,fu hohe ,kugelhaufen2 die ,kugeln hatten #c--d ,zoll im ,dnrchmesser4 ,die ,erde1 welche die ,otomaken essen1 ist ein sehr feiner1 sehr fetter ,letten2 er ist gelbgrau1 und da er ein wenig am ,feuer gebrannt wird1 so sticht die harte ,kruste etwas ins ,rothe1 was vom darin enthaltenen ,eisenoxyd herrhrt4 ,wir haben von dieser ,erde1 die wir vom ,wintervorrath der ,indianer genommen1 mitgebracht4 ,da sie specksteinartig sey und ,magnesia enthalte1 ist durchaus unrichtig4 ,vauquelin fand keine ,spur davon darin1 dagegen mehr ,kieselerde als ,alaunerde und #c--d ,procent ,kalk4 ,die ,otomaken essen nicht jede ,art ,thon ohne ,unterschied2 sie suchen die ,alluvialschichten auf1 welche die fetteste1 am feinsten anzufhlende ,erde enthalten4 ,ich fragte den ,missionr1 ob man den befeuchteten ,thon wirklich1 wie ,pater ,gumilla behauptet1 die ,art von ,zersetzung durchmachen lasse1 wobei sich ,kohlensure und ,schwefelwasserstoff entwickeln1 und die in allen ,sprachen faulen heit2 er versicherte uns aber1 die ,eingeborenen lassen den ,thon niemals faulen1 und vermischen ihn auch weder mit ,maismehl1 noch mit ,schildkrtenl oder ,krokodilfett4 ,wir selbst haben schon am ,orinoco und nach unserer ,heimkehr in ,paris die mitgebrachten ,kugeln untersucht und keine ,spur einer organischen1 sey es mehligten oder ligten ,substanz darin gefunden4 ,dem ,wilden gilt ,alles fr nahrhaft1 was den ,hunger beschwichtigt2 fragt man daher den ,otomaken1 von was er in den zwei ,monaten1 wo der ,flu am vollsten ist1 lebe1 so deutet er auf seine ,lettenkugeln4 ,er nennt sie seine ,hauptnahrung1 denn in dieser ,zeit bekommt er nur selten eine ,eidechse1 eine ,farnwurzel1 einen todten ,fisch1 der auf dem ,wasser schwimmt4 ,it nun der ,indianer zwei ,monate lang ,erde aus ,noth 7und zwar bis ,pfund in vierundzwanzig ,stunden71 so lt er sie sich doch auch das brige ,jahr schmecken4 ,in der trockenen ,jahreszeit1 beim ergiebigsten ,fischfang1 reibt er seine ,poyakle und mengt etwas ,thon unter seine ,speisen4 ,das ,auffallendste ist1 da die ,otomaken nicht vom ,fleische fallen1 solange sie ,erde in so bedeutender ,menge verzehren4 ,sie sind im ,gegentheil sehr krftig und haben keineswegs einen gespannten1 aufgetriebenen ,bauch4 ,der ,missionr ,fray ,ramon ,bueno versichert1 er habe nie bemerkt1 da die ,gesundheit der ,eingeborenen whrend der ,ueberschwemmung des ,orinoco eine ,strung erlitten htte4 ,das ,thatschliche1 das wir ermitteln konnten1 ist ganz einfach ,folgendes4 ,die ,otomaken essen mehrere ,monate lang tglich dreiviertel ,pfund am ,feuer etwas gehrteten ,letten1 ohne da ihre ,gesundheit dadurch merklich leidet4 ,sie netzen die ,erde wieder an1 bevor sie sie verschlucken4 ,es lie sich bis jetzt nicht genau ermitteln1 wie viel nhrende vegetabi- lische oder thierische ,substanz sie whrend dieser ,zeit in der ,woche zu sich nehmen2 so viel ist aber sicher1 sie selbst schreiben ihr ,gefhl der ,sttigung dem ,letten zu und nicht den kmmerlichen ,nahrungsmitteln1 die sie von ,zeit zu ,zeit daneben genieen4 ,keine physiologische ,erscheinung steht fr sich allein da1 und so wird es nicht ohne ,interesse seyn1 wenn ich mehrere hnliche ,erscheinungen1 die ich zusammengebracht1 hier bespreche4 ,in der heien ,zone habe ich aller ,orten bei vielen ,individuen1 bei ,kindern1 ,weibern1 zuweilen aber auch bei erwachsenen ,mnnern einen abnormen1 fast unwiderstehlichen ,trieb bemerkt1 ,erde zu essen1 keineswegs alkalische oder kalkhaltige ,erde1 um 7wie man gemeiniglich glaubt7 saure ,sfte zu neutralisiren1 sondern einen fetten1 schlpfrigen1 stark riechenden ,thon4 ,oft mu man den ,kindern die ,hnde binden oder sie einsperren1 um sie vom ,erdeessen abzuhalten1 wenn der ,regen aufhrt4 ,im ,dorfe ,banco am ,magdalenenstrom sah ich indianische ,weiber1 die ,tpfergeschirr verfertigen1 fortwhrend groe ,stcke ,thon verzehren4 ,dieselben waren nicht schwanger und versicherten1 die ,erde sey eine ,speise1 die ihnen nicht schade4 ,bei andern amerikanischen ,vlkerschaften werden die ,menschen bald krank und zehren aus1 wenn sie sich von der ,sucht1 ,thon zu verschlucken1 zu sehr hinreien lassen4 ,in der ,mission ,san ,borja sahen wir ein ,kind von der ,nation der ,guahibos1 das mager war wie ein ,skelett4 ,die ,mutter lie uns durch den ,dolmetscher sagen1 diese ,abzehrung komme von unordentlicher ,elust her4 ,seit vier ,monaten wollte das kleine ,mdchen fast nichts ,anderes zu sich nehmen als ,letten4 ,und doch sind es nur #be ,meilen von ,san ,borja nach ,uruana1 wo der ,stamm der ,otomaken wohnt1 die1 ohne ,zweifel in ,folge allmhliger ,angewhnung1 die ,poya ohne ,nachtheil verschlucken4 ,pater ,gumilla behauptet1 trete bei den ,otomaken ,verstopfung ein1 so fhren sie mit ,krokodill1 oder vielmehr mit geschmolzenem ,krokodilfett ab2 aber der ,missionr1 den wir bei ihnen antrafen1 wollte hievon nichts wissen4 ,man fragt sich1 warum in kalten und gemigten ,himmelsstrichen die ,sucht ,erde zu essen weit seltener ist als in der heien ,zone1 warum sie in ,europa nur bei schwangern ,weibern und schwchlichen ,kindern vorkommt8 ,dieser ,unterschied zwischen der heien und der gemigten ,zone rhrt vielleicht nur von der ,trgheit der ,function des ,magens in ,folge der starken ,hautausdnstung her4 ,man meinte die ,beobachtung zu machen1 da bei den afrikanischen ,sklaven der abnorme ,trieb ,erde zu essen zunimmt und schdlicher wird1 wenn sie auf reine ,pflanzenkost gesetzt werden und man ihnen die geistigen ,getrnke entzieht4 ,wird durch letztere das ,lettenessen weniger schdlich1 so htte man den ,otomaken beinahe ,glck dazu zu wnschen1 da sie so groe ,trunkenbolde sind4 ,auf der ,kste von ,guinea essen die ,neger als ,leckerbissen eine gelblichte ,erde1 die sie ,caouac nennen4 ,die nach ,amerika gebrachten ,sklaven suchen sich denselben ,genu zu verschaffen1 aber immer auf ,kosten ihrer ,gesundheit4 ,sie sagen1 die ,erde auf den ,antillen sey nicht so verdaulich1 wie die in ihrem ,landes4 ,thibaut de ,chanvalon uert in seiner ,reise nach ,martinique ber diese pathologische ,erscheinung sehr richtig3 ,eine andere ,ursache des ,magenwehs ist1 da manche ,neger1 die von der ,kste von ,guinea herberkommen1 ,erde essen4 ,es ist die bei ihnen nicht verdorbener ,geschmack oder ,folge einer ,krankheit1 sondern ,gewhnung von ,afrika her1 wo sie1 wie sie sagen1 eine gewisse ,erde essen1 die ihnen wohlschmeckt1 und zwar ohne davon belstigt zu werden4 ,auf unsern ,inseln sehen sie sich nun nach der ,erde um1 die jener am nchsten kommt1 und greifen zu einem rothgelben 7vulkanischen7 ,tuff4 ,man verkauft denselben heimlich auf den ,mrkten1 ein ,mibrauch1 dem die ,polizei steuern sollte4 ,die ,neger1 welche diese ,unsitte haben1 sind so lstern nach ,caouac1 da keine ,strafe sie vom ,genu desselben abzuhalten vermag4 ,im indischen ,archipel1 auf ,java1 sah ,labillardire zwischen ,sourabaya und ,samarang kleine viereckigte1 rthlichte ,kuchen verkaufen4 ,diese ,kuchen1 ,tanaampo genannt1 waren ,waffeln aus leicht gerstetem ,thon1 den die ,eingeborenen mit ,appetit verzehren4 ,da seit meiner ,rckkehr vom ,orinoco die ,physiologen auf diese ,erscheinungen von ,geophagie aufmerksam geworden waren1 so machte ,leschenault 7einer der ,naturforscher bei der ,entdeckungsreise nach ,australien unter ,capitn ,baudin7 interessante ,angaben ber den ,tanaampo oder ,ampo der ,javaner4 ,man legt1 sagt er1 den rthlichten1 etwas eisenschssigen ,thon1 den die ,einwohner von ,java zuweilen als ,leckerei genieen1 in kleinen ,rollen1 in der ,form wie die ,zimmtrinde1 auf eine ,blechplatte und rstet ihn2 in dieser ,form heit er ,ampo und ist auf dem ,markte feil4 ,die ,substanz hat einen eigenthmlichen ,geschmack1 der vom ,rsten herrhrt2 sie ist stark absorbirend1 klebt an der ,zunge und macht sie trocken4 ,der ,ampo wird fast nur von den javanesischen ,weibern gegessen1 entweder in der ,schwangerschaft1 oder weil sie mager werden wollen1 denn ,mangel an ,krperflle gilt dort zu ,lande fr schn4 ,der ,erdegenu ist der ,gesundheit nachtheilig2 die ,weiber verlieren allmhlich die ,elust und nehmen nur mit ,widerwillen sehr wenig ,speise zu sich4 ,aber der ,wunsch1 mager und schlank zu bleiben1 lt sie aller ,gefahr trotzen und erhlt den ,ampo bei ,credit4 -- ,auch die barbarischen ,bewohner von ,neu-,caledonien essen zur ,zeit der ,noth1 um den ,hunger zu beschwichtigen1 mchtige ,stcke eines weien1 zerreiblichen ,topfsteins4 ,vauquelin fand darin bei der ,analyse1 neben ,magnesia und ,kieselerde zu gleichen ,theilen1 eine kleine ,menge ,kupferoxyd4 ,eine ,erde1 welche ,golberry die ,neger in ,afrika auf den ,inseln ,bunck und los ,idolos essen sah und von der er ohne ,beschwerde selbst gegessen1 ist gleichfalls ein weier1 zerreiblicher ,speckstein4 ,alle diese ,flle gehren der heien ,zone an2 berblickt man sie1 so mu es auffallen1 da ein ,trieb1 von dem man glauben sollte1 die ,natur werde ihn nur den ,bewohnern der unfruchtbarsten ,landstriche eingepflanzt haben1 bei verwilderten1 trgen ,vlkern vorkommt1 die gerade die herrlichsten1 fruchtbarsten ,lnder der ,erde bewohnen4 ,in ,popayan und mehreren ,gebirgsstrichen von ,peru sahen wir auf offenem ,markte an die ,eingeborenen unter andern ,waaren auch sehr fein gepulverten ,kalk verkaufen4 ,man mengt dieses ,pulver mit ,coca1 das heit mit den ,blttern des ,erythroxylon peruvianum4 ,bekanntlich nehmen die indianischen ,botenlufer mehrere ,tage lang keine andere ,nahrung zu sich als ,kalk und ,coca2 beide befrdern die ,absonderung des ,speichels und des ,magensaftes2 sie benehmen die ,elust1 ohne dem ,krper ,nahrungsstoff zuzufhren4 ,anderswo in ,sdamerika1 am ,rio de la ,hacha1 verschlucken die ,guajiros nur den ,kalk ohne ,zusatz von ,pflanzenstoff4 ,sie fhren bestndig eine kleine ,bchse mit ,kalk bei sich1 wie wir die ,tabaksdose und die ,asiaten die ,betelbchse4 ,diese amerikanische ,sitte war schon den ersten spanischen ,seefahrern auffallend erschienen4 ,der ,kalk schwrzt die ,zhne1 und im ostindischen ,archipel1 wie bei manchen amerikanischen ,horden1 gelten schwarze ,zhne fr schn4 ,im kalten ,landstrich des ,knigreichs ,quito essen in ,tigua die ,eingeborenen tglich aus ,leckerei und ohne ,beschwerde einen sehr feinen1 mit ,quarzsand gemengten ,thon4 ,dieser ,thon macht das ,wasser1 in dem er suspendirt ist1 milchigt4 ,man sieht in ihren ,htten groe ,gefe mit diesem ,wasser1 das als ,getrnke dient und bei den ,indianern agua oder leche de ,llanka4 7,thonmilch7 heit4 ,ueberblickt man alle diese ,flle1 so zeigt sich1 da dieser abnorme ,trieb zum ,genu von ,thonerde1 ,talkerde und ,kalk am hufigsten bei ,bewohnern der heien ,zone vorkommt1 da er nicht immer ,krankheit zur ,folge hat1 und da manche ,stamme ,erde aus ,leckerei essen1 whrend andere 7die ,otomaken in ,amerika und die ,neu-,caledonier in der ,sdsee7 sie aus ,noth verzehren1 um den ,hunger zu beschwichtigen4 ,aus sehr vielen physiologischen ,erscheinungen geht hervor1 da der ,hunger augenblicklich gestillt werden kann1 ohne da die ,substanzen1 die man der ,wirkung der ,verdauungsorgane unterwirft1 eigentlich nahrhaft sind4 ,der ,letten der ,otomaken1 der aus ,thonerde und ,kieselerde besteht1 enthlt wahrscheinlich nichts oder so gut wie nichts was zur ,bildung der ,organe des ,menschen beitrgt4 ,kalkerde und ,talkerde sind enthalten in den ,knochen1 in der ,lymphe des ,brustgangs1 im ,farbstoff des ,bluts und in den weien ,haaren2 ,kieselerde in sehr kleiner ,menge in den schwarzen ,haaren und1 nach ,vauquelin1 ,thonerde nur in ein paar ,atomen in den ,knochen1 obgleich sie in vielen ,pflanzenstoffen1 die uns als ,nahrung dienen1 in ,menge vorkommt4 ,es ist beim ,menschen nicht wie bei belebten ,wesen auf niedrigerer ,organisationsstufe4 ,bei jenem werden nur die ,stoffe assimilirt1 aus denen die ,knochen1 die ,muskeln1 das ,nervenmark und das ,gehirn wesentlich zusammengesetzt sind2 die ,gewchse dagegen saugen aus dem ,boden die ,salze auf1 die sich zufllig darin vorfinden1 und die ,beschaffenheit ihres ,fasergewebes richtet sich nach dem ,wesen der ,erdarten1 die an ihrem ,standort die vorherrschenden sind4 ,es ist ein ,punkt1 der zur eifrigsten ,forschung auffordert und der auch mich schon lange beschftigt hat1 da so wenige einfache ,stoffe 7,erden und ,metalle7 in den ,geweben der belebten ,wesen enthalten sind1 und da nur sie geeignet scheinen1 den chemischen ,lebensproce1 wenn man so sagen darf1 zu unterhalten4 ,das ,gefhl des ,hungers und das unbestimmte ,schwchegefhl in ,folge von ,nahrungsmangel und andern pathologischen ,ursachen sind nicht zu verwechseln4 ,das ,gefhl des ,hungers hrt auf1 lange bevor die ,verdauung vorber oder der ,chymus in ,chylus verwandelt ist4 ,es hrt auf entweder weil die ,nahrungsstoffe auf die ,magenwnde tonisch wirken1 oder weil der ,verdauungsapparat mit ,stoffen gefllt ist1 welche die ,schleimhute zu reichlicher ,absonderung des ,magensaftes reizen4 ,diesem tonischen ,eindruck auf die ,magennerven kann man die rasche heilsame ,wirkung der sogenannten nhrenden ,arzneimittel zuschreiben1 der ,chocolate und aller ,stoffe1 die gelinde reizen und zugleich nhren4 ,fr sich allein gebraucht ist ein ,nahrungsstoff 7,strkmehl1 ,gummi oder ,zucker7 zur ,assimilation und zum ,ersatz der ,verluste1 welche der menschliche ,krper erlitten1 weniger geeignet1 weil es dabei an einem ,nervenreiz fehlt4 ,das ,opium1 das nicht nhrt1 wird in ,asien mit ,erfolg bei groer ,hungersnoth gebraucht3 es wirkt als tonisches ,mittel4 ,ist aber der ,stoff1 der den ,magen fllt1 weder als ein ,nahrungsmittel1 das heit als assimilirbar1 noch als ein tonischer ,nervenreiz zu betrachten1 so rhrt die ,beschwichtigung des ,hungers wahrscheinlich von der reichlichen ,absonderung des ,magensaftes her4 ,wir berhren hier ein ,gebiet der ,physiologie1 auf dem noch ,manches dunkel ist4 ,der ,hunger wird beschwichtigt1 das unangenehme ,gefhl der ,leere hrt auf1 so bald der ,magen angefllt ist4 ,man sagt1 der ,magen msse ,ballast haben2 in allen ,sprachen gibt es figrliche ,ausdrcke fr die ,vorstellung1 da eine mechanische ,ausdehnung des ,magens ein angenehmes ,gefhl verursacht4 ,zum ,theil noch in ganz neuen physiologischen ,werken ist von der schmerzhaften ,zusammenziehung des ,magens im ,hunger1 von der ,reibung der ,magenwnde an einander1 von der ,wirkung des sauren ,magensaftes auf das ,gewebe der ,verdauungsorgane die ,rede4 ,bichats ,beobachtungen1 besonders aber ,magendies interessante ,versuche widersprechen diesen veralteten ,vorstellungen4 ,nach #bd-1 #dh-1 sogar #fjstndiger ,entziehung aller ,nahrungsmittel beobachtet man noch keine ,zusammenziehung des ,magens2 erst am vierten und fnften ,tag scheinen die ,dimensionen des ,organs etwas abzunehmen4 ,je lnger die ,nahrungsentziehung dauert1 desto mehr vermindert sich der ,magensaft4 ,derselbe huft sich keineswegs an1 er wird vielmehr wahrscheinlich wie ein ,nahrungsmittel verdaut4 ,lt man ,katzen oder ,hunde einen unverdaulichen ,krper1 zum ,beispiel einen ,kiesel1 schlucken1 so wird in die ,magenhhle in ,menge eine schleimigte1 saure ,flssigkeit ausgesondert1 die nach ihrer ,zusammensetzung dem menschlichen ,magensaft nahe steht4 ,nach diesen ,thatsachen scheint es mir wahrscheinlich1 da1 wenn der ,mangel an ,nahrungsstoff die ,otomaken und die ,neu-,caledonier antreibt1 einen ,theil des ,jahres hindurch ,thon und ,speckstein zu verschlingen1 diese ,erden im ,verdauungsapparat dieser ,menschen eine vermehrte ,absonderung der eigenthmlichen ,sfte des ,magens und der ,bauchspeicheldrse zur ,folge haben4 ,meine ,beobachtungen am ,orinoco wurden in neuester ,zeit durch direkte ,versuche zweier ausgezeichneter junger ,physiologen1 ,hippolyt ,cloquet und ,breschet1 besttigt4 ,sie lieen sich hungrig werden und aen dann fnf ,unzen eines grnlich silberfarbigen1 blttrigen1 sehr biegsamen ,talks1 und eine ,nahrung1 an welche ihre ,organe so gar nicht gewhnt waren1 verursachte ihnen keine ,beschwerde4 ,bekanntlich werden im ,orient ,bolus und ,siegelerde von ,lemnos1 die ,thon mit ,eisenoxyd sind1 noch jetzt stark gebraucht4 ,in ,deutschland streichen die ,arbeiter in den ,sandsteinbrchen am ,kiffhuser1 statt der ,butter1 einen sehr seinen ,thon1 den sie ,steinbutter#gb nennen1 auf ihr ,brod4 ,derselbe gilt bei ihnen fr sehr sttigend und leicht verdaulich4 ,wenn einmal in ,folge der ,aenderungen1 welche der ,verfassung der spanischen ,colonien bevorstehen1 die ,missionen am ,orinoco hufiger von unterrichteten ,reisenden besucht werden1 so wird man genau ermitteln1 wie viele ,tage die ,otomaken leben knnen1 ohne neben der ,erde wirklichen thierischen oder vegetabilischen ,nahrungsstoff zu sich zu nehmen4 ,es ist eine bedeutende ,menge ,magensaft und ,saft der ,bauchspeicheldrse erforderlich1 um eine solche ,masse ,thon zu verdauen oder vielmehr einzuhllen und mit dem ,koth auszutreiben4 ,da die ,absonderung dieser ,sfte1 welche bestimmt sind1 sich mit dem ,thymus zu verbinden1 durch den ,thon im ,magen und im ,darm gesteigert wird1 ist leicht zu begreifen2 wie kommt es aber1 da eine so reichliche ,secretion1 die dem ,krper keineswegs neue ,bestandtheile zufhrt1 sondern nur ,bestandtheile1 die auf andern ,wegen bereits da sind1 anderswohin schafft1 auf die ,lnge kein ,gefhl der ,erschpfung zur ,folge hat8 ,die vollkommene ,gesundheit1 deren die ,otomaken genieen1 so lange sie sich wenig ,bewegung machen und sich auf so ungewhnliche ,weise nhren1 ist eine schwer zu erklrende ,erscheinung4 ,man kann sie nur einer durch lange ,geschlechtsfolge erworbenen ,gewhnung zuschreiben4 ,der ,verdauungsapparat ist sehr verschieden gebaut1 je nachdem die ,thiere ausschlielich von ,fleisch oder von ,pflanzenstoff leben2 wahrscheinlich ist auch der ,magensaft verschieden1 je nachdem er thierische oder vegetabilische ,substanzen zu verdauen hat1 und doch bringt man es allmhlig dahin1 da ,pflanzenfresser und ,fleischfresser ihre ,kost vertauschen1 da jene ,fleisch1 diese ,krner fressen4 ,der ,mensch kann sich daran gewhnen1 ungemein wenig ,nahrung zu sich zu nehmen1 und zwar ohne ,sehmerzgefhl1 wenn er tonische oder reizende ,mittel anwendet 7verschiedene ,arzneimittel1 kleine ,mengen ,opium1 ,betel1 ,tabak1 ,cocabltter71 oder wenn er von ,zeit zu ,zeit den ,magen mit erdigen1 geschmacklosen1 fr sich nicht nhrenden ,stoffen anfllt4 ,gleich dem wilden ,menschen verschlucken auch manche ,thiere im ,winter aus ,hunger ,thon oder zerreiblichen ,speckstein1 namentlich die ,wlfe im nordstlichen ,europa1 die ,rennthiere1 und1 nach ,patrins ,beobachtung1 die ,rehe in ,sibirien4 ,am ,jenisei und ,amur brauchen die russischen ,jger einen ,thon1 den sie ,felsbutter nennen1 als ,kder4 ,die ,thiere wittern den ,thon von weitem1 sie riechen ihn gerne1 wie die ,weiber in ,spanien und ,portugal den ,bucaros-,thon1#gc die sogenannten wohlriechenden ,erden 7tierras olorosas74 ,brown erzhlt in seiner ,geschichte von ,jamaica1 die ,krokodile in ,sdamerika verschlingen kleine ,steine oder ,stcke sehr harten ,holzes1 wenn die ,seen1 in denen sie leben1 ausgetrocknet sind oder sie sonst keine ,nahrung finden4 ,im ,magen eines eilf ,fu langen ,krokodils1 das ,bonpland und ich in ,batallez am ,magdalenenstrom zergliederten1 fanden wir halbverdaute ,fische und runde1 drei bis vier ,zoll starke ,granitstcke4 ,es ist nicht anzunehmen1 da die ,krokodile diese ,steine zufllig verschlucken1 denn wenn sie die ,fische unten im ,strome packen1 ruht ihre untere ,kinnlade nicht auf dem ,boden4 ,die ,indianer haben die abgeschmackte ,idee ausgeheckt1 diese trgen ,thiere machen sich gerne schwerer1 um leichter zu tauchen4 ,ich glaube vielmehr1 sie nehmen groe ,kiesel in den ,magen auf1 um dadurch eine reichliche ,absonderung des ,magensaftes herbeizufhren4 ,magendies ,versuche sprechen fr diese ,auffassung4 ,was die ,gewohnheit der krnerfressenden ,vgel1 namentlich der hhnerartigen und der ,straue betrifft1 ,sand und kleine ,steine zu verschlucken1 so hat man sie bisher dem instinktmigen ,trieb der ,thiere zugeschrieben1 die ,zerreibung der ,nahrung in ihrem dicken ,muskelmagen zu beschleunigen4 ,wir haben oben gesehen1 da ,negerstmme am ,gambia ,thon unter ihren ,reis mischen2 vielleicht hatten frher manche ,familien der ,otomaken den ,brauch1 ,mais und andere mehligte ,samen in ihrer ,poya faulen zu lassen1 um ,erde und strkemehlhaltigen ,stoff zugleich zu genieen2 vielleicht ist es eine unklare ,beschreibung einer solchen ,zubereitung1 wenn ,pater ,gumilla im ersten ,band seines ,werkes behauptet1 die ,guamos und ,otomacos nhren sich nur dehalb von ,erde1 weil dieselbe mit substancia del maiz und ,kaimanfett getrnkt sey4 ,ich habe schon oben erwhnt1 da weder der gegenwrtige ,missionr in ,uriana1 noch ,fray ,juan ,gonzales1 der lange in diesen ,lndern gelebt1 von dieser ,vermengung thierischen und vegetabilischen ,stoffes mit der ,poya etwas wissen4 ,vielleicht hat ,pater ,gumilla die ,zubereitung der ,erde1 welche die ,eingeborenen essen1 mit einem andern ,brauche derselben verwechselt 7von dem sich ,bonpland an ,ort und ,stelle berzeugte71 nmlich die ,bohnen einer ,mimosenart in den ,boden zu graben1 dieselben sich zersetzen zu lassen und ein weies1 schmackhaftes1 aber schwer verdauliches ,brod daraus zu bereiten4 ,die ,poyakugeln1 die wir dem ,wintervorrath der ,indianer entnommen1 enthielten1 ich wiederhole es1 keine ,spur von thierischem ,fett oder von ,strkmehl4 ,gumilla ist einer der leichtglubigsten ,reisenden1 die wir kennen und so sieht man sich fast versucht1 an ,umstnde zu glauben1 die er meint lugnen zu mssen4 ,zum ,glck nimmt der ,jesuit im zweiten ,band seines ,werkes groentheils wieder zurck1 was er im ersten behauptet3 er zweifelt jetzt nicht daran1 da das ,brod der ,otomacos und ,guamos wenigstens 7a lo menos7 zur ,hlfte ,thon enthlt2 er versichert1 ,kinder und ,erwachsene essen1 ohne ,schaden fr die ,gesundheit1 nicht nur dieses ,brod1 sondern auch groe ,massen reinen ,thon 7muchos terrones de pura greda74 ,er sagt weiter1 wer davon den ,magen beschwert fhle1 fhre ein paar ,tage mit ,krokodilfett ab1 und dieses ,fett bringe ihnen die ,elust wieder1 so da sie von neuem bloe ,erde essen knnen4 ,ich bezweifle1 da die ,manteca de ,caiman ein ,abfhrmittel ist1 da sie aber sehr flssig ist1 so mag sie die ,erde1 die nicht mit dem ,koth weggeschafft worden ist1 einhllen helfen4 ,so viel ist gewi1 da die ,guamos wenn nicht das ,fett1 so doch das ,fleisch des ,krokodils1 das uns wei und ohne ,bisamgeruch schien1 sehr gerne essen4 ,in ,sennaar ist dasselbe1 nach ,burckhardt1 gleichfalls gesucht und wird auf dem ,markt verkauft4 ,ich kann hier ,fragen nicht unberhrt lassen1 die in mehreren ,abhandlungen1 zu denen meine ,reise auf dem ,orinoco ,anla gegeben1 besprochen worden sind4 ,leschenaut wirft die ,frage auf1 ob nicht der ,gebrauch des ,ampo 7des javanischen ,thons7 dadurch gute ,dienste leisten knnte1 da er augenblicklich den ,hunger beschwichtigt1 wenn man keine ,nahrungsmittel hat oder zu ungesunden1 schdlichen1 wenn auch organischen ,substanzen greifen mte4 ,ich glaube1 bei ,versuchen ber die ,folgen langer ,entziehung der ,nahrung wrde sich zeigen1 da ein ,thier1 das man 7nach der ,art der ,otomaken7 ,thon verschlucken liee1 weniger zu leiden htte als ein anderes1 in dessen ,magen man gar keine ,nahrung brchte4 ,ein italienischer ,physiolog hebt hervor1 wie wenig phosphorsaure ,kalk- und ,bittererde1 ,kieselerde1 ,schwefel1 ,natron1 ,fluor1 ,eisen und ,mangan1 und dagegen wie viel ,kohlensure1 ,sauerstoff1 ,stickstoff und ,wasserstoff in den festen und flssigen ,theilen des menschlichen ,krpers enthalten sey1 und fragt1 ob die ,athmung nicht als ein fortwhrender ,ernhrungsakt zu betrachten sey1 whrend der ,verdauungsapparat mit ,lehm gefllt ist8 ,die chemische ,analyse der eingeathmeten und der ausgeathmeten ,luft spricht nicht fr diese ,annahme4 ,der ,verlust einer sehr kleinen ,menge ,stickstoff ist schwer zu ermitteln1 und es ist anzunehmen1 da sich die ,funktion des ,athmens im ,allgemeinen darauf beschrnkt1 ,kohlenstoff und ,wasserstoff dem ,krper zu entziehen4 ,ein befeuchtetes ,gemische von phosphorsaurem und kohlensaurem ,kalk kann nicht nhrend seyn1 wie gleichfalls stickstofflose1 aber dem organischen ,reich angehrende ,substanzen 7,zucker1 ,gummi1 ,strkmehl74 ,unsere ,verdauungsapparate sind gleichsam galvanische ,sulen1 die nicht alle ,substanzen zerlegen4 ,die ,assimilation hrt auf1 nicht allein weil die ,stoffe1 die in den ,magen gelangen1 keine ,elemente enthalten1 die mit denen1 aus welchen der menschliche ,krper besteht1 bereinkommen1 sondern auch weil die ,verdauung 7die chemische ,zersetzung7 nicht alle ,verbindungen ohne ,unterschied in ihren ,bereich zieht4 ,beschftigt man sich brigens mit solchen allgemeinen physiologischen ,problemen1 so fragt man sich unwillkrlich1 wie es mit der ,gesellschaft1 oder vielmehr mit dem ,menschengeschlecht stnde1 wenn der ,mensch keine ,produkte der ,organisation und der ,lebenskraft als ,nahrungsmittel nthig htte4 ,keine ,gewhnung kann die ,art und ,weise der ,ernhrung wesentlich abndern4 ,wir werden niemals ,erde verdauen und assimiliren lernen2 seit aber ,gay-,lussacs und ,thenards wichtige ,forschungen uns belehrt haben1 da das hrteste ,holz und das ,strkmehl sich nur dadurch unterscheiden1 da die ,verhltnisse zwischen ,sauerstoff1 ,wasserstoff und ,kohlenstoff dort und hier ein klein wenig anders sind1 wie sollte man da bestreiten1 da es der ,chemie noch gelingen knnte1 jene ungeheuren vegetabilischen ,massen1 jene ,gewebe verhrteter ,fasern1 aus denen die ,stmme unserer ,waldbume bestehen1 in ,nahrungsstoff zu verwandeln8 ,von ,belang knnte eine solche ,entdeckung nur werden1 wenn das ,verfahren einfach und nicht kostspielig wre2 unter dieser1 allerdings keineswegs wahrscheinlichen ,voraussetzung mten aber dadurch in der ganzen ,verfassung des ,gesellschaftskrpers1 im ,taglohn1 in der ,vertheilung der ,bevlkerung ber die ,erdoberflche die grten ,vernderungen eintreten4 ,einerseits wrde der ,mensch damit unabhngiger1 andererseits wre die nothwendige ,folge1 da die ,bande der ,gesellschaft sich lsten und die ,grundlagen des ,gewerbfleies und der ,cultur untergraben wrden4 ,das kleine ,dorf ,uruana ist schwerer zu regieren als die meisten andern ,missionen4 ,die ,otomaken sind ein unruhiges1 lrmendes1 in seinen ,leidenschaften ungezgeltes ,volk4 ,nicht nur sind sie dem ,genu der gegohrenden ,getrnke aus ,manioc und ,mais und des ,palmweins im ,ueberma ergeben1 sie versetzen sich auch noch in einen eigenthmlichen ,zustand von ,rausch1 man knnte fast sagen von ,wahnsinn1 durch den ,gebrauch des ,niopo-,pulvers4#gd ,sie sammeln die langen ,schoten einer ,mimosenart1 die wir unter dem ,namen ,acacia ,niopo bekannt gemacht haben2 sie reien sie in ,stcke1 feuchten sie an und lassen sie ghren4 ,wenn die durchweichten ,samen anfangen schwarz zu werden1 kneten sie dieselben wie einen ,teig1 mengen ,maniocmehl und ,kalk1 der aus der ,muschel einer ,ampullaria gebrannt wird1 darunter und setzen die ,masse auf einem ,rost von hartem ,holz einem starken ,feuer aus4 ,der erhrtete ,teig bildet kleine ,kuchen4 ,will man sich derselben bedienen1 so werden sie zu seinem ,pulver zerrieben und dieses auf einen fnf bis sechs ,zoll breiten ,teller gestreut4 ,der ,otomake hlt den ,teller1 der einen ,stiel hat1 in der rechten ,hand und zieht das ,niopo durch einen gabelfrmigen ,vogelknochen1 dessen zwei ,enden in die ,naslcher gesteckt sind1 in die ,nase4 ,der ,knochen1 ohne den der ,otomake diese ,art ,schnupftaback nicht nehmen zu knnen meinte1 ist sieben ,zoll lang und es schien mir der ,fuwurzelknochen eines groen ,stelzenlufers zu seyn4 ,ich habe das ,niopo sammt dem ganzen seltsamen ,apparat ,fourcroy in ,paris bermacht4 ,das ,niopo ist so reizend1 da ganz wenig davon heftiges ,niesen verursacht1 wenn man nicht daran gewhnt ist4 ,pater ,gumilla sagt1 dieses ,teufelspulver der ,otomaken1 das von einem baumartigen ,tabak komme1 berausche sie durch die ,naslcher 7emboracha por las narices71 raube ihnen auf einige ,stunden die ,vernunft und mache sie im ,gefechte rasend4 ,die ,samen1 ,sfte und ,wurzeln der ,familie der ,schotengewchse haben auffallend verschiedene chemische und arzneiliche ,eigenschaften2 wenn aber auch der ,saft der ,frucht der ,mimosa nilotica stark adstringirend ist1 so ist doch nicht wohl zu glauben1 da die ,schote der ,acacia ,niopo dem ,tabak der ,otomaken zunchst seine reizende ,eigenschaft verleiht4 ,dieselbe rhrt vielmehr vom frischgebrannten ,kalk her4 ,wir haben oben gesehen1 da die ,bergbewohner in den ,anden von ,popayan und die ,guajiros1 die zwischen dem ,see ,maracaybo und dem ,rio la ,hacha umherziehen1 auch ,kalk verschlucken1 und zwar als ,reizmittel1 um die ,absonderung des ,speichels und des ,magensaftes zu befrdern4 ,dadurch1 da die umstndliche ,vorrichtung1 deren sich die ,otomaken zum ,aufziehen des ,niopopulvers bedienen1 durch mich nach ,europa kam1 wurden die ,gelehrten auf einen hnlichen ,brauch aufmerksam gemacht1 den ,la ,condamine am obern ,maragnon beobachtet hat4 ,die ,omaguas1 deren ,name durch ihre ,zge zur ,entdeckung des ,dorado vielberufen ist1 haben denselben ,teller1 dieselben hohlen ,vogelknochen1 durch die sie ihr ,curupapulver in die ,nase ziehen4 ,der ,samen1 von dem dieses ,pulver kommt1 ist ohne ,zweifel auch eine ,mimose2 denn die ,otomaken nennen1 dem ,pater ,gili1 zufolge1 noch jetzt1 #bfj ,meilen vom ,amazonenstrom1 die ,acacia ,niopo ,curupa4 ,seit meinen neuerlichen geographischen ,untersuchungen ber den ,schauplatz der ,thaten ,philipps von ,hutten und ber die wahre ,lage der ,provinz ,papamene#ge oder der ,omaguas hat die ,vermuthung einer frheren ,verbindung zwischen den ,otomaken am ,orinoco und den ,omaguas am ,amazonenstrom an ,bedeutung und ,wahrscheinlichkeit gewonnen4 ,erstere kamen vom ,rio ,meta1 vielleicht aus dem ,lande zwischen diesem ,flu und dem ,guaviare2 letztere wollen selbst in groer ,anzahl ber den ,rio ,japura1 vom stlichen ,abhang der ,anden von ,neu-,grenada her1 an den ,maragnon gekommen seyn4 ,nun scheint aber das ,land der ,omaguas1 das die ,abenteurer von ,coro und ,tocuyo vergeblich zu erobern suchten1 gerade zwischen dem ,guayavero1 der in den ,guaviare fllt1 und dem ,caqueta zu liegen1 der weiter unten ,japura heit4 ,allerdings besteht ein auffallender ,gegensatz zwischen der jetzigen ,versunkenheit der ,otomaken und der frheren ,civilisation der ,omaguas2 vielleicht waren aber nicht alle ,unterabtheilungen dieser ,nation in der ,cultur gleich vorgeschritten1 und an ,beispielen1 da ,stmme vllig versinken knnen1 ist die ,geschichte unseres ,geschlechts leider nur zu reich4 ,zwischen ,otomaken und ,omaguas lt sich noch eine weitere ,uebereinstimmung bemerklich machen4 ,beide sind unter den ,vlkerschaften am ,orinoco und am ,amazonenstrom dehalb berufen1 weil sie vom ,cautschuc oder der verdicken ,milch der ,euphorbiaceen und ,urticeen so ausgedehnten ,gebrauch machen4 ,der eigentliche krautartige ,tabak1#gf denn die ,missionre nennen das ,niopo oder ,curupa ,baumtabak1 wird seit unvordenklicher ,zeit von allen eingeborenen ,vlkern am ,orinoco gebaut2 man fand auch bei der ,eroberung die ,sitte des ,rauchens in beiden ,amerikas gleich verbreitet4 ,die ,tamanaken und ,maypuren in ,guyana umwickeln die ,cigarren mit ,mais1 wie bereits die ,mexikaner vor ,cortes ,ankunft gethan4 ,nach diesem ,vorgang nehmen die ,spanier statt ,maisblttern ,papier4 ,die armen ,indianer in den ,wldern am ,orinoco wissen so gut als die groen ,herren am ,hofe ,montezumas1 da der ,tabaksrauch ein vortreffliches ,narcoticum ist2 sie bedienen sich desselben nicht nur1 um ihre ,siesta zu halten1 sondern auch um sich in den ,zustand von ,quietismus zu versetzen1 den sie ein ,trumen mit offenen ,augen1 ,trumen bei ,tag nennen4 ,in allen amerikanischen ,missionen wird jetzt1 wie mir schien1 ungemein wenig ,tabak verbraucht1 und in ,neuspanien rauchen die ,eingeborenen1 die fast smmtlich von der untersten ,classe des aztekischen ,volkes abstammen1 zum groen ,leidwesen des ,fiscus1 gar nicht4 ,pater ,gili versichert1 den ,indianern am untern ,orinoco sey die ,sitte des ,tabakkauens unbekannt4 ,ich mchte die ,richtigkeit dieser ,behauptung bezweifeln2 denn die ,sercucumas am ,erevato und ,caura1 ,nachbarn der weilichten ,paparitos1 verschlucken1 wie man mir sagte1 zerhackten und mit andern stark reizenden ,sften getrnkten ,tabak1 wenn sie sich zum ,gefechte anschicken4 ,von den vier ,nicotianaarten1 die in ,europa gebaut werden 7,n4 tabacum1 ,n4 rustica1 ,n4 paniculata1 und ,n4 glutinosa7 sahen wir nur die beiden letzteren wild2 aber ,nicotiana lolaxensis und ,n4 ,audicola1 die ich in #ahej ,toisen ,meereshhe auf dem ,rcken der ,anden gefunden1 stehen ,nicotiana tabacum und rustica sehr nahe4 ,die ganze ,gattung ist brigens fast ausschlielich amerikanisch und die meisten ,arten schienen mir dem gebirgigten und gemigten ,landstrich unter den ,tropen anzugehren4 ,weder aus ,virginien noch aus ,sdamerika1 wie irrthmlich in mehreren agronomischen und botanischen ,schriften steht1 sondern aus der mexicanischen ,provinz ,yucatan ist um das ,jahr #aeei der erste ,tabakssamen nach ,europa gekommen4#gg;,der ,mann1 der die ,fruchtbarkeit der ,ufer des ,orinoco am lautesten gepriesen1 der berhmte ,ralegh1 hat auch die ,sitte des ,rauchens unter den nordischen ,vlkern am meisten befrdert4 ,bereits am ,schlu des sechzehnten ,jahrhunderts beschwerte man sich in ,england bitter ber diese ,nachahmung der ,gebruche eines barbarischen ,volkes ,man frchtete bei dem berhandnehmenden ,tabakrauchen1 ne ,anglorum corpora in barbarorum naturam degenerent4#gh ,wenn sich die ,otomaken in ,uruana durch den ,genu des ,niopo 7ihres ,baumtabaks7 und gegohrener ,getrnke in einen ,zustand von ,trunkenheit versetzt haben1 der mehrere ,tage dauert1 so bringen sie einander um1 ohne sich mit ,waffen zu schlagen4 ,die bsartigsten vergiften sich den ,daumennagel mit ,curare1 und nach der ,aussage der ,missionre kann der geringste ,ritz mit diesem vergifteten ,nagel tdtlich werden1 wenn das ,curare sehr stark ist und unmittelbar in die ,blutmasse gelangt4 ,begehen die ,indianer bei ,nacht in ,folge eines ,zanks einen ,todtschlag1 so werfen sie den ,leichnam in den ,flu1 weil sie frchten1 es mchten ,spuren der erlittenen ,gewalt an ihm zu bemerken seyn4 ,so oft ich1 uerte ,pater ,bueno gegen uns1 die ,weiber an einer andern ,stelle des ,ufers als gewhnlich ,wasser schpfen sehe1 vermuthe ich1 da ein ,mord in meiner ,mission begangen worden4 ,wir fanden in ,uruana in den ,htten der ,indianer denselben vegetabilischen ,stoff 7yesca de hormigas1 ,ameisenzunder71 den wir bei den groen ,katarakten hatten kennen lernen und den man zum ,blutstillen braucht4 ,dieser ,zunder1 der weniger uneigentlich ,ameisennester hiee1 ist in einem ,lande1 dessen ,bewohner nichts weniger als friedfertig sind1 sehr gesucht4 ,eine neue schn smaragdgrne ,art ,ameisen 7,formica spinicollis7 sammelt auf den ,blttern einer ,melastomenart zu ihrem ,nest einen baumwollenartigen1 gelbbraunen1 sehr zart anzufhlenden ,flaum4 ,ich glaube1 da der ,yesca oder ,ameisenzunder vom obern ,orinoco 7das ,thier kommt1 wie versichert wird1 nur sdlich von ,apures vor7 einmal ein ,handelsartikel werden kann4 ,der ,stoff ist weit vorzglicher als die ,ameisennester von ,cayenne1 die man in ,europa in den ,hospitlern verwendet1 die aber schwer zu bekommen sind4 ,ungern schieden wir 7am #g4 ,juni7 vom ,pater ,ramon ,bueno4 ,unter den zehn ,missionren1 die wir auf dem ungeheuren ,gebiete von ,guyana kennen gelernt1 schien mir nur er auf alle ,verhltnisse der eingeborenen ,vlkerschaften zu achten4 ,er hoffte in ,kurzem nach ,madrid zurckkehren und das ,ergebni seiner ,untersuchungen ber die ,bilder und ,zge auf den ,felsen bei ,uruana bekannt machen zu knnen4 ,in den ,lndern1 die wir eben bereist1 zwischen dem ,meta1 ,arauca und ,apure1 fand man bei den ersten ,entdeckungszgen an den ,orinoco1 z4 ,b4 bei dem des ,alonzo de ,herrera im ,jahr #aece1 stumme ,hunde1 von den ,eingeborenen ,maios und ,auries genannt4 ,dieser ,umstand ist in mehr als ,einer ,beziehung interessant4 ,was auch ,pater ,gili sagen mag1 es unterliegt keinem ,zweifel1 da der ,hund in ,sdamerika einheimisch ist4 ,die verschiedenen indianischen ,sprachen haben ,namen fr das ,thier1 die nicht wohl von europischen ,sprachen herkommen knnen4 ,das ,wort ,auri1 das ,alonzo de ,herrera vor dreihundert ,jahren nannte1 kommt noch jetzt im ,maypurischen vor4 ,die ,hunde1 welche wir am ,orinoco gesehen1 mgen von denen abstammen1 welche die ,spanier an die ,ksten von ,caracas gebracht2 aber nichts desto weniger steht fest1 da es vor der ,eroberung in ,peru1 ,neu-,grenada und ,guyana eine unsern ,schferhunden hnliche ,hunderace gab4 ,der ,allco der ,eingeborenen in ,peru1 und fast alle ,hunde1 die wir in den wildesten ,strichen von ,sdamerika angetroffen1 bellen hufig2 die ltesten ,geschichtschreiber sprechen aber alle von stummen ,hunden 7perros mudos74 ,es gibt noch dergleichen in ,canada1 und1 was mir sehr zu beachten scheint1 die stumme ,spielart wurde in ,mexico und am ,orinoco vorzugsweise gegessen4 ,ein sehr unterrichteter ,reisende1 ,giesecke1 der sechs ,jahre in ,grnland gelebt hat1 versicherte mich1 die ,hunde der ,eskimos1 die bestndig in freier ,luft sind und sich ,winters in den ,schnee graben1 bellen auch nicht1 sondern heulen wie die ,wlfe4#gi ,gegenwrtig ist der ,gebrauch1 ,hundefleisch zu essen1 am ,orinoco ganz unbekannt2 da aber diese ,sitte im stlichen ,asien ganz allgemein ist1 scheint mir der ,beweis1 da dieselbe frher in den heien ,strichen von ,guyana und auf der ,hochebene von ,mexiko zu ,hause war1 von groem ,belang fr die ,vlkergeschichte4 ,ich bemerke auch1 da auf den ,grenzen der ,provinz ,durango1 am nrdlichen ,ende von ,neuspanien1 die ,cumanches-,indianer noch jetzt groe ,hunde1 die sie auf ihren ,zgen begleiten1 mit ihren ,zelten aus ,bffelfellen beladen4 ,bekanntlich dient auch am ,sklavensee und in ,sibirien der ,hund gewhnlich als ,last- und ,zugthier4 ,ich hebe solche ,zge von ,uebereinstimmung in den ,sitten der ,vlker absichtlich hervor2 sie erhalten einiges ,gewicht1 wenn sie nicht fr sich allein dastehen1 und ,aehnlichkeiten im ,sprachbau1 in der ,zeitrechnung1 im ,glauben und den gottesdienstlichen ,gebruchen dazu kommen4 ,wir bernachteten auf der ,insel ,cucuruparu1 auch ,playa de la ,tortuga genannt1 weil die ,indianer von ,uruana dort ,schildkrteneier holen4 ,es ist die einer der ,punkte am ,orinoco1 deren ,breite am genauesten bestimmt ist4 ,das ,glck wollte1 da ich drei ,durchgnge von ,sternen durch den ,meridian beobachten konnte4 ,ostwrts von der ,insel ist die ,mndung des ,cao de la ,tortuga1 der von den ,bergen der ,cerbatana herunter kommt1 an denen bestndig ,gewitterwolken hngen4 ,am sdlichen ,ufer dieses ,cao liegt die fast ganz eingegangene ,mission ,san ,miguel de la ,tortuga4 ,die ,indianer versicherten uns1 in der ,nhe dieser kleinen ,mission gebe es eine ,menge ,fischottern mit sehr feinem ,pelz1 welche bei den ,spaniern perritos de agua1 ,wasserhunde heien1 und1 was merkwrdiger ist1 ,eidechsen 7lagartos7 mit zwei ,fen4 ,dieser ganze ,landstrich zwischen dem ,rio ,cuchivero und der ,stromenge am ,baragnan sollte einmal von einem guten ,zoologen besucht werden4 ,der ,lagarto ohne ,hinterbeine ist vielleicht eine ,art ,siren1 abweichend vom ,siren lacertina in ,carolina4 ,wre es ein ,saurier1 ein eigentlicher ,bimane 7,chirotes1 ,cuvier71 so htten die ,eingeborenen das ,thier nicht mit einer ,eidechse verglichen4 ,auer den ,arau-,schildkrten1 von denen ich oben ausfhrlich gesprochen1#hj leben am ,orinoco zwischen ,uruana und ,encaramada auch ,landschildkrten1 die sogenannten ,morocoi1 in zahlloser ,menge4 ,in der groen ,sonnenhitze und ,trockenheit stecken diese ,thiere1 ohne zu fressen1 unter ,steinen oder in ,lchern1 die sie gegraben4 ,erst wenn sie nach den ersten ,regen spren1 da die ,erde feucht wird1 kommen sie aus ihrem ,versteck hervor und fangen wieder an zu fressen4 ,die ,terekays oder ,tajelus1 ,swasserschildkrten1 haben dieselbe ,lebensweise4 ,ich habe schon oben vom ,sommerschlaf mancher ,thiere unter den ,tropen gesprochen4#ha ,die ,eingeborenen kennen die ,lcher1 in denen die ,schildkrten im ausgetrockneten ,boden schlafen1 und graben sie #ae--ah ,zoll tief in ,menge auf einmal aus4 ,nach ,pater ,gili1 der solches mit angesehen1 ist die nicht gefahrlos1 weil sich im ,sommer hufig ,schlangen mit den ,terekays eingraben4 ,von der ,insel ,cucuruparu hatten wir bis zur ,hauptstadt von ,guyana1 gemeiniglich ,angostura genannt1 noch neun ,tage zu fahren2 es sind nicht ganz #ie ,meilen4 ,wir brachten die ,nacht selten am ,lande zu2 aber die ,plage der ,moskitos nahm merklich ab1 je weiter wir hinab kamen4 ,am #h4 ,juni gingen wir bei einem ,hofe 7,hato de san ,rafael del ,capuchino71 dem ,einflu des ,rio ,apure gegenber1 ans ,land4 ,ich konnte gute ,breiten- und ,lngenbeobachtungen machen4 ,ich hatte vor zwei ,monaten auf dem andern ,ufer ,stundenwinkel aufgenommen1 und diese ,bestimmungen waren jetzt von ,werth1 um den ,gang meines ,chronometers zu controliren und die ,beobachtungsorte am ,orinoco mit denen an der ,kste von ,venezuela in ,verbindung zu bringen4 ,die ,lage dieses ,hofes am ,punkt1 wo der ,orinoco aus der ,richtung von ,sd nach ,nord in die von ,west nach ,ost umbiegt1 ist sehr malerisch4 ,granitfelsen erheben sich wie ,eilande auf den weiten ,prairien4 ,von ihrer ,spitze sahen wir nordwrts die ,llanos oder ,steppen von ,calabozo sich bis zum ,horizont ausbreiten4 ,da wir seit lange an den ,anblick der ,wlder gewhnt waren1 machte diese ,aussicht einen groen ,eindruck auf uns4 ,nach ,sonnenuntergang bekam die ,steppe ein graugrnes ,colorit1 und da die ,sehlinie nur durch die ,krmmung der ,erde abgebrochen wird1 so gingen die ,sterne wie aus dem ,schoe des ,meeres auf und der erfahrenste ,seemann htte glauben mssen1 er stehe auf einer ,felsenkste1 auf einem hinausspringenden ,vorgebirge4 ,unser ,wirth war ein ,franzose 7,franois ,doizan71 der unter seinen zahlreichen ,heerden lebte4 ,er hatte seine ,muttersprache verlernt1 schien aber doch mit ,vergngen zu hren1 da wir aus seiner ,heimath kamen4 ,er hatte dieselbe vor vierzig ,jahren verlassen1 und er htte uns gerne ein paar ,tage in seinem ,hofe behalten4 ,von den politischen ,umwlzungen in ,europa war ihm so gut wie nichts zu ,ohren gekommen4 ,er sah darin nur eine ,emprung gegen den ,clerus und die ,mnche2 diese ,emprung1 sagte er1 wird fortdauern1 so lange die ,mnche ,widerstand leisten4 ,bei einem ,manne1 der sein ganzes ,leben an der ,grenze der ,missionen zugebracht1 wo von nichts die ,rede ist als vom ,streit zwischen der geistlichen und der weltlichen ,gewalt1 war eine solche ,ansicht ziemlich natrlich4 ,die kleinen ,stdte ,caycara und ,cabruta sind nur ein paar ,seemeilen vom ,hofe1 aber unser ,wirth war einen ,theil des ,jahres hindurch vllig abgeschnitten4 ,durch die ,ueberschwemmungen des ,apure und des ,orinoco wird der ,capuchino zur ,insel und man kann mit den benachbarten ,hfen nur zu ,schiff verkehren4 ,das ,hornvieh zieht sich dann auf den hher gelegenen ,landstrich1 der sdwrts der ,bergkette der ,encaramada zuluft4 ,am #i4 ,juni ,morgens begegneten uns eine ,menge ,fahrzeuge mit ,waaren1 die mit ,segeln den ,orinoco und dann den ,apure hinauffuhren4 ,es ist die eine stark befahrene ,handelsstrae zwischen ,angostura und dem ,hafen von ,torunos in der ,provinz ,varinas4 ,unser ,reisebegleiter1 ,don ,nicolas ,sotto1 der ,schwager des ,statthalters von ,varinas1 schlug denselben ,weg ein1 um zu seiner ,familie zurckzukehren4 ,bei ,hochwasser braucht man mehrere ,monate gegen die ,strmung des ,orinoco1 des ,apure und des ,rio ,santo ,domingo4 ,die ,schiffsleute mssen ihre ,fahrzeuge an ,baumstmme binden und sie am ,tau den ,flu hinaufziehen4 ,in den starken ,krmmungen des ,flusses kommen sie oft in ganzen ,tagen nicht ber zwei1 dreihundert ,toisen vorwrts4 ,seit meiner ,rckkehr nach ,europa ist der ,verkehr zwischen der ,mndung des ,orinoco und den ,provinzen am stlichen ,abhang der ,gebirge von ,merida1 ,pamplona und ,santa ,fe de ,bogota ungleich lebhafter geworden1 und es ist zu erwarten1 da die lange ,fahrt auf dem ,orinoco1 dem ,apure1 der ,portuguesa1 dem ,rio ,santo ,domingo1 dem ,orivante1 ,meta und ,guaviare durch ,dampfschiffe abgekrzt wird4 ,man knnte1 wie an den groen ,strmen in den ,vereinigten ,staaten1 an den ,ufern geflltes ,holz unter ,schuppen niederlegen4 ,solche ,veranstaltung wre um so nthiger1 da man sich in den ,lndern1 die wir bereist1 nicht leicht trockenes ,holz verschafft1 wie man es zum starken ,feuer unter dem ,kessel einer ,dampfmaschine braucht4 ,unterhalb ,san ,rafael del ,capuchino gingen wir rechts bei ,villa ,caycara1 an einer ,bucht1 ,puerto ,sedeio genannt1 ans ,land4 ,es stehen hier ein paar ,huser beisammen und diese fhren den vornehmen ,titel ,villa4 ,alta ,gracia1 ,ciudad de la ,piedra1 ,real ,corona1 ,borbon1 lauter ,villas zwischen dem ,einflu des ,apure und ,angostura1 sind eben so elend4 ,ich habe oben erwhnt1 da es bei den ,prsidenten der ,missionen und den ,statthaltern der ,provinzen ,brauch war1 wenn eben der ,grund zu einer ,kirche gelegt wurde1 in ,madrid fr den ,ort das ,privilegium als ,villa oder ,ciudad nachzusuchen4 ,man wollte damit das ,ministerium glauben machen1 da ,bevlkerung und ,wohlstand in den ,colonien in rascher ,zunahme begriffen seyen4 ,bei ,caycara1 am ,cerro del ,tirano1 sieht man ,bilder von ,sonne und ,mond1 wovon oben die ,rede war1 eingehauen4 ,das ist ein ,werk der ,alten 7das heit unserer ,vter71 sagen die ,eingeborenen4 ,man versichert1 auf einem ,fels weiter vom ,ufer ab1 ,tecoma genannt1 stehen die symbolischen ,figuren hundert ,fu hoch4 ,die ,indianer kannten frher einen ,landweg von ,caycara nach ,demerary und ,essequebo4 ,sind etwa die ,vlker1 welche die vom ,reisenden ,hortsmann beschriebenen ,bilder eingehauen1 auf diesem ,wege an den ,see ,amucu gekommen8 ,caycara gegenber1 am nrdlichen ,ufer des ,orinoco1 liegt die ,mission ,cabruta1 die als vorgeschobener ,posten gegen die ,caraiben im ,jahr #agdj vom ,jesuiten ,rotella angelegt wurde4 ,schon seit mehreren ,jahrhunderten hatten die ,indianer an diesem ,fleck ein ,dorf ,namens ,cabritu4 ,als der kleine ,ort eine christliche ,niederlassung wurde1 glaubte man1 derselbe liege unter dem #e4 ,grad der ,breite1 also um #bdj weiter nach ,sd1 als ich durch direkte ,beobachtungen in ,san ,rafael und an der ,mndung des ,rio ,apure gefunden4 ,man hatte damals keinen ,begriff davon1 welche ,richtung ein ,landweg nach ,nueva ,valencia und ,caracas haben mte1 von welchen ,orten man sich unendlich weit entfernt dachte4 ,ein ,weib ist zu allererst von ,villa de ,san ,juan ,baptista del ,pao ber die ,llanos nach ,cabruta gegangen4 ,pater ,gili erzhlt1 ,donna ,maria ,bargas habe mit solcher ,leidenschaft an den ,jesuiten gehangen1 da sie es unternahm1 auf eigene ,hand einen ,weg in die ,missionen zu suchen4 ,man wunderte sich nicht wenig1 als man sie in ,cabruta von ,norden her ankommen sah4 ,sie lie sich bei den ,jngern des heiligen ,ignatius nieder und starb in ihren ,missionen am ,orinoco4 ,von dieser ,zeit an bevlkerte sich der sdliche ,strich der ,llanos ziemlich stark1 und der ,weg aus den ,thlern von ,aragua ber ,calabozo nach ,san ,fernando de ,apure und nach ,cabruta ist jetzt stark begangen4 ,am letzteren ,ort hatte auch im ,jahr #aged der ,befehlshaber der vielberufenen ,grenzexpedition ,werften angelegt und die ,fahrzeuge zum ,transport der ,truppen an den obern ,orinoco bauen lassen4 ,der kleine ,berg nordstlich von ,cabruta ist sehr weit in den ,steppen sichtbar und dient den ,reisenden als ,landmarke4 ,wir schifften uns ,morgens in ,caycara ein und fuhren mit der ,strmung des ,orinoco zuerst am ,einflu des ,rio ,cuchivero1 wohin eine alte ,sage die ,aikeam-benanos oder ,weiber ohne ,mnner#hb versetzt1 dann am kleinen ,dorf ,alta ,gracia1 nach einer spanischen ,stadt so genannt1 vorber4 ,hier in der ,nhe hatte ,don ,jose de ,iturriaga den pueblo de ,ciudad ,real angelegt1 der noch auf den neuesten ,karten vorkommt1 obgleich der ,ort wegen der ungesunden ,lage seit fnfzig ,jahren gar nicht mehr besteht4 ,unterhalb der ,stelle1 wo sich der ,orinoco gegen ,ost wendet1 hat man fortwhrend zur rechten ,hand ,wlder1 zur linken die ,llanos oder ,steppen von ,venezuela4 ,die ,wlder1 die sich am ,strom hinziehen1 sind indessen nicht mehr so dicht1 wie am obern ,orinoco4 ,die ,bevlkerung nimmt merkbar zu1 je nher man der ,hauptstadt kommt2 man trifft wenige ,indianer mehr2 dagegen ,weie1 ,neger und ,mischlinge4 ,der ,neger sind nicht viele1 und leider ist hier1 wie berall1 die ,armuth ihrer ,herren daran ,schuld1 da sie nicht besser behandelt werden und ihr ,leben nicht mehr geschont wird4 ,ein ,einwohner von ,caycara1 ,v--a1 war vor ,kurzem zu vierjhrigem ,gefngni und hundert ,piastern ,geldbue verurtheilt worden1 weil er in der ,zornwuth eine ,negerin mit den ,beinen an den ,schweif seines ,pferdes gebunden und sie im vollen ,galopp ber die ,savane geschleift hatte1 bis sie vor ,schmerz den ,geist aufgab4 ,mit ,vergngen bemerke ich1 da die ,audiencia allgemein getadelt wurde1 weil sie eine so schndliche ,handlung nicht hrter bestraft habe4 ,nur einige wenige ,personen 7und zwar gerade die1 welche sich fr die aufgeklrtesten und klgsten hielten7 meinten1 einen ,weien zu bestrafen1 whrend die ,schwarzen auf ,st4 ,domingo in offenem ,aufstand begriffen seyen1 erscheine nicht als staatsklug4 ,wenn ,institutionen1 die sich verhat gemacht haben1 bedroht sind1 fehlt es nie an ,leuten1 die zu ,aufrechthaltung derselben den ,rath geben1 daran festzuhalten1 wenn sie der ,gerechtigkeit und der ,vernunft noch so offen widersprchen4 ,seit ich von diesen ,lndern ,abschied genommen1 hat der ,brgerkrieg den ,sklaven die ,waffen in die ,hnde gegeben1 und nach einer schrecklichen ,erfahrung haben es die ,einwohner von ,venezuela zu bereuen1 da sie nicht auf die ,stimme ,don ,domingo ,tovars und anderer hochherziger ,brger gehrt1 die schon im ,jahr #agie im ,cabildo von ,caracas sich laut gegen die weitere ,einfhrung von ,negern ausgesprochen und ,mittel1 ihre ,lage zu verbessern1 in ,vorschlag gebracht haben4 ,nachdem wir am #aj4 ,juni auf einer ,insel mitten im ,strom 7ich glaube auf der1 welche bei ,pater ,caulin ,acaru heit7 die ,nacht zugebracht1 fuhren wir an der ,mndung des ,rio ,caura vorber1 der neben dem ,aruy und ,carony der grte ,nebenflu des untern ,orinoco von rechts her ist4 ,da ich whrend meines ,aufenthalts in den ,missionen der ,franciskaner viel geographisches ,material ber den ,caura sammeln konnte1 habe ich eine ,specialkarte desselben entworfen4#hc ,alle christlichen ,niederlassungen befinden sich gegenwrtig nahe an der ,mndung des ,flusses1 und die ,drfer ,san ,pedro1 ,aripao1 ,urbani und ,guaraguaraico liegen nur wenige ,meilen hinter einander4 ,das erste ist das volkreichste und hat doch nur #bej ,seelen2 ,san ,luis de ,guaraguaraico ist eine ,colonie freigelassener oder flchtiger ,neger vom ,essequebo und verdient ,aufmunterung von ,seiten der ,regierung4 ,die ,versuche1 die ,sklaven an den ,boden zu fesseln und sie als ,pchter der ,frchte ihrer ,arbeit als ,landbauer genieen zu lassen1 sind hchst empfehlenswerth4 ,der zum groen ,theil noch unberhrte ,boden am ,rio ,caura ist ungemein fruchtbar2 man findet dort ,weiden fr mehr als #ae1jjj ,stcke ,vieh2 aber den armen ,ansiedlern fehlt es gnzlich an ,pferden und an ,hornvieh4 ,mehr als sechs ,siebentheile der ,uferstriche am ,caura liegen wste oder sind in den ,hnden wilder1 unabhngiger ,stmme4 ,das ,flubett wird zweimal durch ,felsen eingeengt1 und an diesen ,stellen sind die ,raudales ,mura und ,para oder ,paru2 letzterer hat einen ,trageplatz1 weil die ,pirognen nicht darber gehen knnen4 ,bei der ,grenzexpedition war am nrdlichen ,katarakt1 dem von ,mura1 eine kleine ,schanze angelegt worden4 ,der ,statthalter ,don ,manuel ,centurion hatte alsbald ein paar ,husern1 welche spanische 7das heit nicht indianische7 ,familien1 ,weie und ,mulatten1 bei der ,schanze gebaut1 den ,titel ,ciudad de ,san ,carlos gegeben4 ,sdlich vom ,katarakt ,para1 gerade am ,einflu des ,erevato in den ,caura1 lag damals die ,mission ,san ,luis und von da fhrte ein ,landweg nach der ,hauptstadt ,angostura4 ,alle diese ,civilisationsversuche fhrten zu nichts4 ,oberhalb des ,raudals von ,mura steht kein ,dorf mehr1 und die ,eingeborenen haben so zu sagen das ,land wieder zurckerobert4 ,indessen kann das ,thal des ,caura wegen seines reichen ,ertrags1 und wegen der leichten ,verbindung mit dem ,rio ,ventuari1 dem ,carony und ,cuyuni1 eines ,tags von groer ,bedeutung werden4 ,ich habe oben auseinandergesetzt1 wie wichtig die vier ,flsse sind1 die von den ,gebirgen der ,parime in den ,orinoco gehen4 ,in der ,nhe der ,mndung des ,caura1 zwischen den ,drfern ,san ,pedro de ,alcantara und ,san ,francisco de ,aripao1 bildete sich im ,jahr #agib durch einen ,erdfall und in ,folge eines ,erdbebens ein kleiner ,see von #djj ,toisen ,durchmesser4 ,ein ,stck ,wald bei ,aripao senkte sich #hj bis #ajj ,fu unter das ,niveau des anstoenden ,bodens4 ,die ,bume blieben mehrere ,monate grn2 man glaubte sogar1 manche haben noch unter ,wasser ,bltter getrieben4 ,diese ,erscheinung verdient um so mehr ,beachtung1 da der ,boden dort wahrscheinlich ,granit ist4 ,ich bezweifle1 da die secundren ,formationen der ,llanos sich sdwrts bis zum ,thale des ,caura erstrecken4 ,am #aa4 ,juni landeten wir1 um ,sonnenhhen aufzunehmen1 am rechten ,orinocoufer beim ,puerto de los ,frailes1 drei ,meilen oberhalb ,ciudad de la ,piedra4 ,der ,punkt liegt unter #fgbfbj der ,lnge oder #ada ostwrts vom ,einflu des ,apure4 ,weiterhin zwischen den ,villas de la ,piedra und ,muitaco oder ,real ,corona kommt der ,torno und der ,hllenschlund1 zwei ,punkte1 die frher von den ,schiffern gefrchtet wurden4 ,der ,orinoco ndert auf einmal seine ,richtung2 er fliet anfangs nach ,ost1 dann nach ,nord-,nord-,west und endlich wieder nach ,ost4 ,etwas oberhalb des ,cao ,marapiche1 der am nrdlichen ,ufer hereinkommt1 theilt eine sehr lange ,insel den ,flu in zwei ,arme4 ,wir fuhren ohne ,schwierigkeit sdwrts an derselben vorbei2 gegen ,norden bildet eine ,reihe kleiner1 bei hohem ,wasser halb bedeckter ,felsen ,wirbel und ,stromschnellen4 ,die heit nun ,boca del ,infierno und der ,raudal von ,camiseta4 ,durch ,diego de ,ordaz 7#aeca7 und ,alonzo de ,hereras 7#aece7 erste ,expeditionen wurde diese ,stromsperre vielberufen4 ,die groen ,katarakten von ,atures und ,maypures kannte man damals noch nicht1 und mit den plumpen ,fahrzeugen 7vergantines71 mit denen man eigensinnig den ,strom hinauf wollte1 war sehr schwer ber die ,stromschnellen zu kommen4 ,gegenwrtig fhrt man den ,orinoco zu jeder ,jahreszeit von der ,mndung bis zum ,einflu des ,apure und des ,meta ohne ,besorgni auf und ab4 ,die einzigen ,flle auf dieser ,strecke sind die beim ,torno oder ,camiseta1 bei ,marimara und bei ,cariven oder ,carichana ,vieja4#hd ,keines dieser drei ,hindernisse ist zu frchten1 wenn man erfahrene indianische ,steuerleute hat4 ,ich gehe auf diese hydrographischen ,angaben darum ein1 weil die ,verbindung zwischen ,angostura und den ,ufern des ,meta und des ,apure1 welche zum ,ostabhang der ,cordilleren von ,neu-,grenada fhren1 jetzt in politischer und commercieller ,beziehung von groem ,belang ist4 ,die ,fahrt auf dem untern ,orinoco von der ,mndung bis zur ,provinz ,varinas ist allein wegen der starken ,strmung beschwerlich4 ,im ,flubett selbst sind nirgends strkere ,hindernisse zu berwinden1 als auf der ,donau zwischen ,wien und ,linz4 ,groe ,felsschwellen1 eigentliche ,wasserflle kommen erst oberhalb des ,meta4 ,daher bildet auch der obere ,orinoco mit dem ,cassiquiare und dem ,rio ,negro ein besonderes ,flusystem1 das dem industriellen ,leben in ,angostura und auf dem ,kstenland von ,caracas noch lange fremd bleiben wird4 ,ich konnte auf einer ,insel mitten in der ,boca del ,infierno1 wo wir unsere ,instrumente aufgestellt hatten1 ,stundenwinkel der ,sonne aufnehmen4 ,der ,punkt liegt nach dem ,chronometer unter #fgajca der ,lnge4 ,ich wollte die ,inclination der ,magnetnadel und die ,intensitt der ,kraft beobachten1 aber ein ,gewitterregen vereitelte den ,versuch4 ,da der ,himmel ,nachmittags wieder heiter wurde1 schlugen wir unser ,lager auf einem breiten ,gestade am sdlichen ,ufer des ,orinoco1 beinahe im ,meridian der kleinen ,stadt ,muitaco oder ,real ,corona1 auf4 ,mittelst dreier ,sterne fand ich die ,breite #hjbf1 die ,lnge #fgeai4 ,als die ,observanten im ,jahr #ageb ihre ersten ,entradas auf das ,gebiet der ,caraiben machten1 bauten sie an diesem ,punkt ein kleines ,fort oder eine casa fuerte4 ,durch den ,umstand1 da die hohen ,gebirge von ,araguacais so nahe liegen1 ist ,muitaco einer der gesundesten ,orte am untern ,drinoco4 ,hier schlug ,iturriaga im ,jahr #agef seinen ,wohnsitz auf1 um sich von den ,strapazen der ,grenzexpedition zu erholen1 und da er seine ,genesung dem mehr heien als feuchten ,klima zuschrieb1 erhielt die ,stadt oder vielmehr das ,dorf ,real ,corona den ,namen pueblo del puerto sano4 ,weiterhin gegen ,ost lieen wir nordwrts den ,einflu des ,rio ,pao1 sdwrts den des ,rio ,arui4 ,letzterer ,flu ist ziemlich bedeutend2 er kommt in ,raleghs ,berichten hufig vor4 ,lange lieen die ,geographen den ,aroy oder ,arvi 7,arui71 den ,caroli 7,carony7 und den ,coari 7,caura7 aus dem vielberufenen ,see ,cassipa entspringen1 der spter der laguna del ,dorado ,platz machte4 ,je weiter wir abwrts kamen1 desto langsamer wurde die ,strmung des ,orinoco4 ,ich ma mehrmals am ,ufer eine ,linie ab1 um zu bestimmen1 wie viel ,zeit schwimmende ,krper brauchten1 um eine bekannte ,strecke zurckzulegen4 ,oberhalb ,alta ,gracia1 beim ,einflu des ,rio ,ujape1 hatte ich #b ,fu in der ,secunde gefunden2 zwischen ,muitaco und ,bomben war die ,geschwindigkeit nur noch #a ,fu4 ,aus den barometrischen ,messungen in den benachbarten ,steppen geht hervor1 um wie wenig der ,boden vom #fi4 ,grad der ,lnge bis zur ,ostkste von ,guyana fllt4 ,muitaco war der letzte ,ort1 wo wir am ,ufer des ,orinoco die ,nacht unter freiem ,himmel zubrachten2 wir fuhren noch zwei ,nchte durch1 ehe wir unser ,reiseziel1 ,angostura erreichten4 ,eine solche ,fahrt auf dem ,thalweg eines groen ,stroms ist ungemein bequem2 man hat nichts zu frchten auer den natrlichen ,flen aus ,bumen1 die der ,flu1 wenn er austritt1 von den ,ufern abreit4 ,in dunkeln ,nchten scheitern die ,piroguen an diesen schwimmenden ,eilanden wie an ,sandbnken4 ,nur schwer vermchte ich das angenehme ,gefhl zu schildern1 mit dem wir in ,angostura1 der ,hauptstadt von spanisch ,guyana1 das ,land betraten4 ,die ,beschwerden1 denen man in kleinen ,fahrzeugen zur ,see unterworfen ist1 sind nichts gegen das1 was man auszustehen hat1 wenn man unter einem glhenden ,himmel1 in einem ,schwarm von ,moskitos1 ,monate lang in einer ,pirogue liegen mu1 in der man sich wegen ihrer ,unstetigkeit gar keine ,bewegung machen kann4 ,wir hatten in #ge ,tagen auf den fnf groen ,flssen ,apure1 ,orinoco1 ,atabapo1 ,rio ,negro und ,cassiquiare #ejj ,meilen 7#bj auf den ,grad7 zurckgelegt1 und auf dieser ungeheuren ,strecke nur sehr wenige bewohnte ,orte angetroffen4 ,obgleich nach unserem ,leben in den ,wldern unser ,anzug nichts weniger als gewhlt war1 sumten wir doch nicht1 uns ,don ,felipe de ,ynciarte1 dem ,statthalter der ,provinz ,guyana1 vorzustellen4 ,er nahm uns auf das ,zuvorkommendste auf und wies uns beim ,sekretr der ,intendanz unsere ,wohnung an4 ,da wir aus fast menschenleeren ,lndern kamen1 fiel uns das ,treiben in einer ,stadt1 die keine #fjjj ,einwohner hat1 ungemein auf4 ,wir staunten an1 was ,gewerbflei und ,handel dem civilisirten ,menschen an ,bequemlichkeiten bieten2 bescheidene ,wohnrume kamen uns prachtvoll vor1 wer uns anredete1 erschien uns geistreich4 ,nach langer ,entbehrung gewhren ,kleinigkeiten hohen ,genu1 und mit unbeschreiblicher ,freude sahen wir zum erstenmal wieder ,weizenbrod auf der ,tafel des ,statthalters4 ,vielleicht brauchte ich nicht bei ,empfindungen zu verweilen1 die ,jedem1 der weite ,reisen gemacht hat1 wohl bekannt sind4 ,sich wieder im ,schoe der ,cultur zu wissen1 ist ein groer ,genu1 aber er hlt nicht lange an1 wenn man fr die ,wunder der ,natur im heien ,erdstrich ein lebendiges ,gefhl hat4 ,die berstandenen ,beschwerden sind bald vergessen1 und kaum ist man auf der ,kste1 auf dem von den spanischen ,colonisten bewohnten ,boden1 so entwirft man den ,plan1 wieder ins ,binnenland zu gehen4 ,ein schlimmer ,umstand nthigte uns1 einen ganzen ,monat in ,angostura zu verweilen4 ,in den ersten ,tagen nach unserer ,ankunft fhlten wir uns matt und schwach1 aber vollkommen gesund4 ,bonpland fing an1 die wenigen ,pflanzen zu untersuchen1 welche er vor den ,wirkungen des feuchten ,klimas hatte schtzen knnen2 ich war beschftigt1 ,lnge und ,breite der ,hauptstadt#he zu bestimmen und die ,inclination der ,magnetnadel zu beobachten4 ,aber nicht lange1 so wurden wir in der ,arbeit unterbrochen2 fast4 am selben ,tage befiel uns eine ,krankheit1 die bei meinem ,reisegefhrten den ,charakter eines ataktischen ,fiebers annahm4 ,die ,luft war zur ,zeit in ,angostura vollkommen gesund1 und da sich bei dem einzigen ,diener1 den wir von ,cumana mitgebracht1 einem ,mulatten1 die ,vorboten desselben ,uebels einstellten1 so zweifelte unsere ,umgebung1 von der wir aufs sorgfltigste gepflegt wurden1 nicht daran1 da wir den ,keim des ,typhus aus den feuchten ,wldern am ,cassiquiare mitgebracht4 ,es kommt hufig vor1 da sich bei ,reisenden die ,folgen der ,miasmen erst dann uern1 wenn sie wieder in reinerer ,luft sind und sich zu erholen anfangen4 ,eine gewisse geistige ,anspannung kann eine ,zeitlang die ,wirkung krankmachender ,ursachen hinausschieben4 ,da unser ,diener dem heftigen ,regen weit mehr als wir ausgesetzt gewesen war1 entwickelte sich die ,krankheit bei ihm furchtbar rasch4 ,seine ,krfte lagen so darnieder1 da man uns am neunten ,tage seinen ,tod meldete4 ,es war aber nur eine mehrstndige ,ohnmacht1 auf die eine heilsame ,krise eintrat4 ,zur selben ,zeit wurde auch ich von einem sehr heftigen ,fieber befallen2 man gab mir mitten im ,anfall ein ,gemisch von ,honig und ,extract der ,china ,vom ,rio ,carony 7,extractum corticis ,angosturae74 ,es ist die ein ,mittel1 das die ,kapuziner in den ,missionen hchlich preisen4 ,das ,fieber wurde darauf strker1 hrte aber gleich am andern ,tage auf4 ,bonplands ,zustand war sehr bedenklich1 und wir schwebten mehrere ,wochen in der hchsten ,besorgni4 ,zum ,glck behielt der ,kranke ,kraft genug1 um sich selbst behandeln zu knnen4 ,er nahm gelindere1 seiner ,constitution angemessenere ,mittel als die ,china vom ,rio ,carony4 ,das ,fieber war anhaltend und wurde1 wie fast immer unter den ,tropen1 durch eine ,complication mit ,ruhr noch gesteigert4 ,whrend der ganzen schmerzhaften ,krankheit behielt ,bonpland die ,charakterstrke und die ,sanftmuth1 die ihn auch in der schlimmsten ,lage niemals verlassen haben4 ,mich ngstigten trbe ,ahnungen4 ,der ,botaniker ,lffling1 ein ,schler ,linn's1 war nicht weit von ,angostura1 am ,ufer des ,carony1 ein ,opfer seines ,eifers fr die ,naturwissenschaft geworden4 ,wir hatten noch kein volles ,jahr im heien ,erdstrich zugebracht1 und mein nur zu treues ,gedchtni vergegenwrtigte mir alles1 was ich in ,europa ber die ,gefhrlichkeit der ,luft in den ,wldern gelesen hatte4 ,statt den ,orinoco hinaufzufahren1 htten wir ein paar ,monate im gemigten1 gesunden ,klima der ,sierra ,nevada von ,merida zubringen knnen4 ,den ,weg ber die ,flsse hatte ich selbst gewhlt1 und in der ,gefahr1 in der mein ,reisegefhrte schwebte1 erblickte ich die unselige ,folge dieser unvorsichtigen ,wahl4 ,nachdem das ,fieber in wenigen ,tagen einen ungemeinen ,grad von ,heftigkeit erreicht hatte1 nahm es einen weniger beunruhigenden ,charakter an4 ,die ,entzndung des ,darmcanals wich auf die ,anwendung erweichender ,mittel1 wozu ,malvenarten dienten4 ,die ,sida- und ,melochia-,arten sind im heien ,erdstrich ungemein wirksam4 ,indessen ging es mit der ,wiedergenesung des ,kranken sehr langsam1 wie immer bei noch nicht ganz acclimatisirten ,europern4 ,die ,regenzeit dauerte noch immer an1 und an die ,kste von ,cumana zurck muten wir wieder ber die ,llanos1 wo man auf halbberschwemmtem ,boden selten ein ,obdach und etwas anderes als an der ,sonne gedrrtes ,fleisch zu essen findet4 ,um nicht ,bonpland einem gefhrlichen ,rckfall auszusetzen1 beschlossen wir bis zum #aj4 ,juli in ,angostura zu bleiben4 ,wir brachten diese ,zeit zum ,theil auf einer ,pflanzung#hf in der ,nachbarschaft zu1 wo ,mangobume und ,brodfruchtbume 7,artocarpus incisa7 gezogen werden4 ,letztere waren im sechsten ,jahr bereits ber #dj ,fu hoch4 ,manche ,artocarpusbltter1 die wir maen1 waren #c ,fu lang und #ah ,zoll breit1 bei einem ,gewchs aus der ,familie der ,dicotyledonen eine sehr auffallende ,gre4 ,ich beschliee dieses ,kapitel mit einer kurzen ,beschreibung des spanischen ,guyana 7,provincia de la ,guayana71 welche einen ,theil der alten ,capitania general von ,caracas ausmacht4 ,nachdem ich ausfhrlich berichtet1 was die ,flsse ,apure1 ,orinoco1 ,atabapo1 ,rio ,negro und ,cassiquiare an ,momenten zur ,geschichte unseres ,geschlechts und an ,naturerzeugnissen bemerkenswerthes bieten1 erscheint es von ,werth1 diese zerstreuten ,zge zusammenzufassen und ein allgemeines ,bild eines ,landes zu entwerfen1 das einer groen ,zukunft entgegengeht und schon jetzt die ,augen ,europas auf sich zieht4 ,ich beschreibe zuerst die ,lage von ,angostura1 der jetzigen ,hauptstadt der ,provinz1 und verfolge dann den ,orinoco bis zum ,delta1 das er an seiner ,mndung bildet4 ,ich entwickle darauf den wahren ,lauf des ,rio ,carony1 an dessen fruchtbaren ,ufern die ,mehrzahl der indianischen ,bevlkerung der ,provinz lebt1 und beweise aus der ,geschichte der ,geographie1 wie die fabelhaften ,seen entstanden sind1 die so lange unsere ,karten verunziert haben4 ,seit dem ,ende des sechzehnten ,jahrhunderts haben hinter einander drei ,stdte den ,namen ,santo ,thome de la ,guayana gefhrt4 ,die erste lag der ,insel ,faxardo gegenber beim ,einflu des ,carony in den ,orinoco2 sie wurde von den ,hollndern unter dem ,befehl des ,capitns ,adrian ,janson im ,jahr #aegi zerstrt4 ,die zweite1 gegrndet im ,jahr #aeia von ,antonio de ,berrio1 etwa #ab ,meilen ostwrts vom ,einflu des ,carony1 wehrte sich muthig gegen ,sir ,walter ,ralegh1 den die spanischen ,geschichtschreiber der ,eroberung nur unter dem ,namen des ,corsaren ,reali kennen4 ,die dritte ,stadt1 der jetzige ,hauptort der ,provinz1 liegt #eb ,meilen westwrts vom ,einflu des ,carony4 ,sie wurde im ,jahr #agfd unter dem ,statthalter ,don ,juacquin ,moreno de ,mendoza angelegt1 und man unterscheidet sie in den officiellen ,schriftstcken von der zweiten ,stadt1 die gewhnlich die ,festung 7el castillo oder las fortalezas7 oder ,alt-,guayana 7,vieja ,guayana7 heit1 als ,santo ,thome de la ,nueva ,guayana4 ,da dieser ,name sehr lang ist1 so sagt man dafr im gemeinen ,leben ,angostura 7,engpa74#hg ,die ,bevlkerung dieser ,lnder wei kaum1 da die ,namen ,santiago de ,leon und ,santo ,thome auf unsern ,karten die beiden ,hauptstdte von ,venezuela und ,guyana bedeuten4 ,angostura1 dessen ,lnge und ,breite ich nach astronomischen ,beobachtungen schon oben angegeben1 lehnt sich an einen kahlen ,hgel von ,hornblendeschiefer4 ,die ,straen sind gerade und laufen meist dem ,strome parallel4 ,viele ,huser stehen auf dem nackten ,fels1 und hier1 wie in ,carichana und in manchen ,missionen1 glaubt man1 da durch die schwarzen stark von der ,sonne erhitzten ,steinflchen die ,luft ungesund werde4 ,fr gefhrlicher halte ich die kleinen ,lachen stehenden ,wassers 7lagunas y anegadizos71 die hinter der ,stadt gegen ,sdost sich hinziehen4 ,die ,huser in ,angostura sind hoch1 angenehm und meistens aus ,stein4 ,diese ,bauart beweist1 da man sich hier zu ,lande vor den ,erdbeben nicht sehr frchtet2 leider grndet sich aber diese ,sicherheit keineswegs auf einen ,schlu aus zuverlssigen ,beobachtungen4 ,im ,kstenland von ,neu-,andalusien sprt man allerdings zuweilen sehr starke ,ste1 die sich nicht ber die ,llanos hinber fortpflanzen4 ,von der furchtbaren ,katastrophe in ,cumana am #d4 ,februar #agig fhlte man in ,angostura nichts1 aber beim groen ,erdbeben vom ,jahr #agff1 das jene ,stadt gleichfalls zerstrte1 wurde der ,granitboden beider ,orinocoufer bis zu den ,katarakten von ,atures und ,maypures erschttert4 ,sdlich von denselben sprt man zuweilen ,ste1 die sich auf das ,becken des obern ,orinoco und des ,rio ,negro beschrnken4 ,dieselben scheinen von einem vulkanischen ,herd auszugehen1 der von dem auf den kleinen ,antillen weit abliegt4 ,nach den ,angaben der ,missionre in ,javita und ,san ,fernando de ,atabapo waren im ,jahr #agih zwischen dem ,guaviare und dem ,rio ,negro sehr starke ,erdbeben1 die nordwrts1 ,maypures zu1 nicht mehr gesprt wurden4 ,man kann nicht aufmerksam genug ,alles beachten1 was die ,gleichzeitigkeit der ,bodenschwingungen und die ,unabhngigkeit derselben auf zusammenhngenden ,landstrichen betrifft4 ,alles weist darauf hin1 da die ,bewegung sich nicht an der ,oberflche fortpflanzt1 sondern durch sehr tiefe ,spalten1 die in verschiedene ,herde auslaufen4 ,die ,umgebung der ,stadt ,angostura bietet wenig ,abwechselung2 indessen ist die ,aussicht auf den ,strom1 der einen ungeheuern von ,sdwest nach ,nordost laufenden ,canal darstellt1 hchst groartig4 ,nach einem langen ,streit ber die ,vertheidigung des ,platzes und die ,kanonenschuweite wollte die ,regierung genau wissen1 wie breit der ,strom bei dem ,punkte sey1 welcher der ,engpa heit1 und wo ein ,fels liegt 7el ,peon71 der bei ,hochwasser ganz bedeckt wird4 ,obgleich bei der ,provinzialregierung ein ,ingenieur angestellt ist1 hatte man wenige ,monate vor meiner ,ankunft in ,angostura aus ,caracas ,don ,mathias ,yturbur hergeschickt1 um den ,orinoco zwischen der geschleiften ,schanze ,san ,gabriel und der ,redoute ,san ,rafael messen zu lassen4 ,ich hrte in nicht zuverlssiger ,weise1 bei dieser ,messung haben sich etwas ber #hjj varas castellanas ergeben4 ,der ,stadtplan1 welcher der groen ,karte von ,sdamerika von la ,cruz ,olmedilla beigegeben ist1 gibt #idj an4 ,ich selbst habe den ,strom zweimal sehr genau trigonometrisch gemessen1 einmal beim ,engpa selbst zwischen den beiden ,schanzen ,san ,gabriel und ,san ,rafael1 und dann ostwrts von ,angostura auf dem groen ,spaziergang 7,alameda7 beim ,embarcadero del ganado4 ,ich fand fr den ersteren ,punkt 7als ,minimum der ,breite7 #ehj ,toisen1 fr letzteren #dij4 ,der ,strom ist also hier noch immer vier bis fnfmal breiter als die ,seine beim ,pflanzengarten1 und doch heit diese ,strecke am ,orinoco eine ,einschnrung1 ein ,engpa4 ,nichts gibt einen besseren ,begriff von der ,wassermasse der groen ,strme ,amerikas als die ,dimensionen dieser sogenannten ,engpsse4 ,der ,amazonenstrom ist nach meiner ,messung beim ,pongo de ,rentema #bag ,toisen1 beim ,pongo de ,manseriche1 nach ,la ,condamine1 #be1 und beim ,engpa ,pauxis #ijj ,toisen breit4 ,letzterer ,engpa ist also beinahe so breit als der ,orinoco im ,engpa beim ,baraguan4#hh ,bei ,hochwasser berschwemmt der ,strom die ,kais1 und es kommt vor1 da ,unvorsichtige in der ,stadt selbst den ,krokodilen zur ,beute werden4 ,ich sehe aus meinem ,tagebuche einen ,fall her1 der whrend ,bonplands ,krankheit vorgekommen4 ,ein ,guayqueri-,indianer von der ,insel ,margarita wollte seine ,pirogue in einer ,bucht anbinden1 die nicht drei ,fu tief war4 ,ein sehr wildes ,krokodil1 das immer in der ,gegend herumstrich1 packte ihn beim ,bein und schwamm vom ,ufer weg1 wobei es an der ,wasserflche blieb4 ,das ,geschrei des ,indianers zog eine ,menge ,zuschauer herbei4 ,man sah1 wie der ,unglckliche mit unerhrter ,entschlossenheit zuerst ein ,messer in der ,tasche seines ,beinkleids suchte4 ,da er es nicht fand1 packte er den ,kopf des ,krokodils und stie ihm die ,finger in die ,augen4 ,in den heien ,landstrichen ,amerikas ist es ,jedermann bekannt1 da dieses mit einem harten1 trockenen ,schuppenpanzer bedeckte fleischfressende ,reptil an den wenigen weichen1 nicht geschtzten ,krpertheilen1 wie an den ,augen1 den ,achselhhlen1 den ,naslchern und unterhalb des ,unterkiefers1 wo zwei ,bisamdrsen sitzen1 sehr empfindlich ist4 ,der ,guayqueri ergriff das ,mittel1 durch das ,mungo-,parks ,neger und das ,mdchen in ,uritucu1 von denen oben die ,rede war1#hisich gerettet2 aber er war nicht so glcklich wie sie1 und das ,krokodil machte den ,rachen nicht auf1 um seine ,beute fahren zu lassen4 ,im ,schmerz tauchte aber das ,thier unter1 ertrnkte den ,indianer1 erschien wieder auf der ,wasserflche und schleppte den ,leichnam auf eine ,insel dem ,hafen gegenber4 ,ich kam im ,moment an ,ort und ,stelle1 wo viele ,einwohner von ,angostura das schreckliche ,ereigni mit angesehen hatten4 ,da das ,krokodil vermge des ,baues seines ,kehlkopfs1 seines ,zungenbeins und der ,faltung seiner ,zunge seine ,beute unter ,wasser wohl packen1 aber nicht verschlingen kann1 so verschwindet selten ein ,mensch1 ohne da man ganz nahe an der ,stelle1 wo das ,unglck geschehen1 nach ein paar ,stunden das ,thier zum ,vorschein kommen und am nchsten ,ufer seine ,beute verschlingen sieht4 ,weit mehr ,menschen1 als man in ,europa glaubt1 werden alljhrlich ,opfer ihrer ,unvorsichtigkeit und der ,gier der ,reptilien4 ,es kommt besonders in den ,drfern vor1 deren ,umgegend hufig berschwemmt wird4 ,dieselben ,krokodile halten sich lange am nmlichen ,orte auf4 ,sie werden von ,jahr zu ,jahr kecker1 zumal1 wie die ,indianer behaupten1 wenn sie einmal ,menschenfleisch gekostet haben4 ,die ,thiere sind so schlau1 da sie sehr schwer zu erlegen sind4 ,eine ,kugel dringt nicht durch ihre ,haut1 und der ,schu ist nur dann tdtlich1 wenn er in den ,rachen oder in die ,achselhhle trifft4 ,die ,indianer1 welche sich selten der ,feuerwaffen bedienen1 greifen das ,krokodil mit ,lanzen an1 sobald es an starken1 spitzen eisernen ,hacken1 auf die ,fleisch gesteckt ist und die mit einer ,kette an einem ,baumstamm befestigt sind1 angebissen hat4 ,man geht dem ,thier erst dann zu ,leibe1 wenn es sich lange abgemht hat1 um vom ,eisen1 das ihm in der oberen ,kinnlade steckt1 loszukommen4 ,es ist nicht wahrscheinlich1 da man es je dahin bringt1 das ,land von ,krokodilen zu subern1 da aus einem ,labyrinth zahlloser ,flsse ,tag fr ,tag neue ,schwrme vom ,ostabhang der ,anden ber den ,meta und den ,apure an die ,ksten von spanisch ,guyana herabkommen4 ,mit dem ,fortschritt der ,cultur wird man es nur dahin bringen1 da die ,thiere scheuer werden und leichter zu verscheuchen sind4 ,man erzhlt rhrende ,flle1 wo afrikanische ,sklaven ihr ,leben aufs ,spiel setzten1 um ihren ,herren das ,leben zu retten1 die in den ,rachen eines ,krokodils gerathen waren4 ,vor wenigen ,jahren ergriff zwischen ,uritucu und der ,mission de abaxo in den ,llanos von ,calabozo ein ,neger auf das ,geschrei seines ,herrn ein langes ,messer 7machette7 und sprang in den ,flu4 ,er stach dem ,thiere die ,augen aus und zwang es so1 seine ,beute fahren zu lassen und sich unter dem ,wasser zu verbergen4 ,der ,sklave trug seinen sterbenden ,herrn ans ,ufer1 aber alle ,versuche1 ihn wieder zum ,leben zu bringen1 blieben fruchtlos2 er war ertrunken1 denn seine ,wunden waren nicht tief4 ,das ,krokodil scheint1 wie der ,hund1 beim ,schwimmen die ,kinnladen nicht fest zu schlieen4 ,es braucht kaum erwhnt zu werden1 da die ,kinder des ,verstorbenen1 obgleich sie sehr arm waren1 dem ,sklaven die ,freiheit schenkten4 ,fr die ,anwohner des ,orinoco und seiner ,nebenflsse sind die ,gefahren1 denen sie ausgesetzt sind1 ein ,gegenstand der tglichen ,unterhaltung4 ,sie haben die ,sitten des ,krokodils beobachtet1 wie der ,torero die ,sitten des ,stiers4 ,sie wissen die ,bewegungen des ,thiers1 seine ,angriffsmittel1 den ,grad seiner ,keckheit gleichsam voraus zu berechnen4 ,sehen sie sich angegriffen1 so greifen sie mit der ,geistesgegenwart und ,entschlossenheit1 die den ,indianern1 den ,zambos1 berhaupt den ,farbigen eigen sind1 zu all den ,mitteln1 die man sie von ,kindheit auf kennen gelehrt4 ,in ,lndern1 wo die ,natur so gewaltig und furchtbar erscheint1 ist der ,mensch bestndig gegen die ,gefahr gerstet4 ,wir haben oben erwhnt1 was das junge indianische ,mdchen sagte1 das sich selbst aus dem ,rachen des ,krokodils losgemacht3 ,ich wute1 da es mich fahren lie1 wenn ich ihm die ,finger in die ,augen drckte4 ,dieses ,mdchen gehrte der drftigen ,volksklasse an1 wo die ,gewhnung an physische ,noth die moralische ,kraft steigert2 es ist aber wahrhaft berraschend1 wenn man in von schrecklichen ,erdbeben zerrtteten ,lndern1 auf der ,hochebene von ,quito ,frauen aus den hchsten ,gesellschaftsklassen im ,augenblick der ,gefahr dieselbe ,kaltbltigkeit1 dieselbe berlegte ,entschlossenheit entwickeln sieht4 ,ich gebe zum ,beleg dafr nur ,ein ,beispiel4 ,als am #d4 ,februar #agig #cf1jjj ,indianer in wenigen ,minuten ihren ,tod fanden1 rettete eine junge ,mutter sich und ihre ,kinder dadurch1 da sie im ,augenblick1 wo der geborstene ,boden sie verschlingen wollte1 ihnen zurief1 die ,arme auszustrecken4 ,als man gegen das muthige ,weib ,verwunderung ber eine so auerordentliche ,geistesgegenwart uerte1 erwiderte sie ganz einfach3 ,ich habe von ,jugend auf gehrt3 berrascht dich das ,erdbeben im ,hause1 so stelle dich unter die ,verbindungsthr zwischen zwei ,zimmern2 bist du im ,freien und fhlst du1 da der ,boden unter dir sich aufthut1 so strecke beide ,arme aus und suche dich an den ,rndern der ,spalte zu halten4 ,so ist der ,mensch in diesen wilden oder hufigen ,zerrttungen unterworfenen ,lndern gerstet1 den ,thieren des ,waldes entgegenzutreten1 sich aus dem ,rachen der ,krokodile zu befreien1 sich aus dem ,kampf der ,elemente zu retten4 ,so oft in sehr heien und nassen ,jahren bsartige ,fieber in ,angostura herrschen1 streitet man darber1 ob die ,regierung wohl gethan1 die ,stadt von ,vieja ,guayana an den ,engpa zwischen der ,insel ,maruanta und dem ,einflu des ,rio ,orocopiche zu verlegen4 ,man behauptet1 der alten ,stadt seyen1 da sie nher an der ,see gelegen1 die khlen ,seewinde mehr zu gut gekommen1 und die groe ,sterblichkeit1 die dort geherrscht1 sey nicht sowohl rtlichen ,ursachen als der ,lebensweise der ,einwohner zuzuschreiben gewesen4 ,an den fruchtbaren1 feuchten ,ufern des ,orinoco unterhalb des ,einflusses des ,carony wachsen in berschwenglicher ,menge ,wassermelonen 7,patillas71 ,bananen und ,papayas4#ij ,diese ,frchte wurden roh gegessen1 sogar unreif1 und da das ,volk zugleich dem ,genu geistiger ,getrnke bermig ergeben war1 so nahm in ,folge dieser unordentlichen ,lebensweise die ,volkszahl ,jahr um ,jahr ab4 ,in den ,archiven von ,caracas liegen eine ,menge ,schriften1 die davon handeln1 da die jeweilige ,hauptstadt von ,guyana nothwendig verlegt werden msse4 ,nach den mir mitgetheilten ,aktenstcken schlug man bald vor1 wieder in die ,fortaleza1 das heit nach ,vieja ,guayana zu ziehen1 bald die ,hauptstadt ganz nahe an der groen ,mndung des ,orinoco 7zehn ,meilen westwrts vom ,cap ,barima1 am ,einflu des ,rio ,acquire7 anzulegen1 bald sie #be ,meilen unterhalb ,angostura auf die schne ,savane zu stellen1 auf der das ,dorf ,san ,miguel liegt4 ,es war allerdings eine engherzige ,politik1 wenn die ,regierung glaubte1 zur besseren ,vertheidigung der ,provinz den ,hauptort in der ungeheuern ,entfernung von #he ,meilen von der ,see anlegen zu mssen und auf dieser ,strecke keine ,stadt erbauen zu drfen1 die den ,einfllen des ,feindes blogestellt wre4 ,zu dem ,umstand1 da europische ,fahrzeuge den ,orinoco sehr schwer bis ,angostura hinaufkommen 7weit schwerer als auf dem ,potomac bis ,washington71 kommt noch der andere fr die ,agriculturindustrie sehr nachtheilige1 da der ,mittelpunkt des ,handels oberhalb der ,stelle liegt1 wo die ,ufer des ,stroms den ,flei des ,colonisten am meisten lohnen4 ,es ist nicht einmal richtig1 da die ,stadt ,angostura oder ,santo ,thome de la ,nueva ,guayana da angelegt worden1 wo im ,jahr #agfd das bebaute ,land anfing2 damals wie jetzt war die ,hauptmasse der ,bevlkerung von ,guyana in den ,missionen der catalonischen ,kapuziner zwischen den ,flssen ,carony und ,cuyuni4 ,nun ist aber dieses ,gebiet1 das wichtigste in der ganzen ,provinz1 wo sich der ,feind ,hlfsmittel aller ,art verschaffen kann1 eben durch ,vieja ,guayana geschtzt -- oder man nimmt die doch an -- in keiner ,weise aber durch die ,werke der neuen ,stadt ,angostura4 ,die in ,vorschlag gebrachte ,stelle bei ,san ,miguel liegt ein ,stck ostwrts vom ,einflu des ,carony1 also zwischen der ,see und dem bevlkertsten ,landstriche4 ,legt man den ,hauptort der ,provinz noch weiter unten1 ganz nahe am ,ausflu des ,orinoco an1 wie de ,pons will1 so hat man weniger von der ,nhe der ,caraiben zu besorgen1 die man sich leicht vom ,leibe hielte1 als vom ,umstand1 da der ,feind ber die kleinen westlichen ,mndungen des ,orinoco1 die ,caos ,macareo und ,manamo1 den ,platz umgehen und in das ,innere der ,provinz vordringen knnte4 ,bei einem ,flusse1 dessen ,delta schon #de ,meilen von der ,see den ,anfang nimmt1 kommen1 wenn es sich von der ,anlage einer groen ,stadt handelt1 zwei ,interessen ins ,spiel1 die militrische ,vertheidigung und die ,rcksicht auf ,handel und ,ackerbau4 ,der ,handel verlangt1 da die ,stadt so nahe als mglich bei der groen ,mndung1 der ,boca de ,navios liege2 aus dem ,gesichtspunkt der militrischen ,sicherung stnde sie besser oberhalb des ,beginns des ,delta1 westlich vom ,punkt1 wo der ,cao ,manamo vom ,hauptstrom abgeht und durch mannigfache ,verzweigungen mit den acht kleinen ,mndungen 7,boca chicas7 zwischen der ,insel ,cangrejos und der ,mndung des ,rio ,guarapiche in ,verbindung steht4 ,die ,lage von ,vieja wie von ,nueva ,guayana entspricht der letzteren ,bedingung4 ,die der alten ,stadt hat noch den weiteren ,vortheil1 da sie in gewissem ,grade die schnen ,niederlassungen der catalonischen ,kapuziner am ,carony deckt4 ,man knnte dieselben angreifen1 wenn man am rechten ,ufer des ,brazo ,imataca ans ,land ginge2 aber die ,mndung des ,carony1 in der die ,piroguen die ,unruhe des ,wassers von den nahen ,katarakten her 7,salto de ,carony7 spren1 ist durch die ,werke von ,alt-,guayana vertheidigt4 ,ich bin bei dieser ,errterung ins ,einzelne gegangen1 weil diese dnn bevlkerten ,lnder durch die politischen ,ereignisse in neuester ,zeit groe ,wichtigkeit erhalten haben4 ,ich habe die verschiedenen ,plane besprochen1 so weit ich bei meiner ,lage und meinem ,verhltni zur spanischen ,regierung die ,oertlichkeiten am untern ,orinoco habe kennen lernen4 ,es ist ,zeit1 da man der in den spanischen und portugiesischen ,colonien herrschenden ,sucht1 ,stdte zu versetzen1 wie ,nomadenlager1 entgegentritt4 ,nicht als ob die ,gebude in ,angostura zu bedeutend und zu fest wren1 als da man an eine ,zerstrung der ,stadt denken knnte2 bei ihrer ,lage am ,fue eines ,felsens scheint sie sich schwer weiter ausdehnen zu knnen2 aber trotz dieser ,uebelstnde lt man doch lieber stehen1 was seit fnfzig ,jahren gediehen ist4 ,unmerklich verknpft sich mit der ,existenz einer ,hauptstadt1 so klein sie auch seyn mag1 das ,bewutseyn gesicherter ffentlicher ,zustnde1 und wenn das ,handelsinteresse eine theilweise ,abnderung durchaus verlangt1 so knnte man ja spter1 whrend ,angostura der ,sitz der ,verwaltung und der ,mittelpunkt der ,geschfte bliebe1 nher an der groen ,mndung des ,orinoco einen andern ,hafen anlegen4 ,so ist ja ,guayra der ,stapelplatz von ,caracas1 und so mag eines ,tags ,vera ,cruz der ,hafen von ,xalapa werden4 ,die ,fahrzeuge aus ,europa und aus den ,vereinigten ,staaten1 die mehrere ,monate in diesen ,strichen verweilen1 knnten1 wenn sie wollten1 bis ,angostura hinauf gehen1 die andern nhmen ihre ,ladung im ,hafen zunchst der ,punta ,barima ein1 wo sich in ,friedenszeit die ,magazine1 die ,seilerbahnen und die ,werfte befanden4 ,zur ,deckung des ,landes zwischen der ,hauptstadt und dem ,stapelplatz oder dem ,puerto de la ,boca grande gegen einen feindlichen ,einfall befestigte man die ,ufer des ,orinoco may einem dem ,terrain angepaten ,vertheidigungssystem1 etwa bei ,imataca oder ,zacupana1 bei ,barancas oder ,san ,rafael 7an der ,stelle1 wo der ,cao ,manamo vom ,hauptstrom abgeht71 bei ,vieja ,guayana1 bei der ,insel ,faxardo 7dem ,einflu des ,carony gegenber7 und beim ,einflu des ,mamo4 ,in diese ,werke1 die ohne groe ,kosten zu beschaffen wren1 flchteten sich auch die ,kanonierschaluppen1 die an den ,punkten stationirt sind1 welche die feindlichen ,fahrzeuge1 wenn sie gegen die ,strmung heraufsegeln1 in ,sicht haben mssen1 um neue ,schlge zu machen4 ,diese ,vertheidigungsmittel scheinen mir um so dringender geboten1 da sie nur zu lange vernachlssigt worden sind4#ia ,die ,nordksten von ,sdamerika sind grtentheils durch eine ,bergkette gedeckt1 die von ,west nach ,ost streichend zwischen dem ,uferstrich und den ,llanos von ,neu-,andalusien1 ,barcelona1 ,venezuela und ,varinas liegt4 ,diese ,ksten haben die ,aufmerksamkeit des ,mutterlandes wohl zu ausschlielich in ,anspruch genommen3 dort liegen sechs feste ,pltze mit schnem1 zahlreichem ,geschtz1 nmlich ,carthagena1 ,san ,carlos de ,maracaybo1 ,porto ,cabello1 la ,guayra1 der ,moro de ,nueva ,barcelona und ,cumana4 ,die ,ostksten von spanisch ,amerika1 die von ,guyana und ,buenos ,ayres sind niedrig und ohne ,schutz2 einem unternehmenden ,feinde fllt es nicht schwer1 ins ,innere des ,landes bis zum ,ostabbang der ,cordilleren von ,neu-,grenada und ,chili vorzudringen4 ,die ,richtung des ,rio de la ,plata1#ib der durch den ,uruguay1 ,parana und ,paraguay gebildet wird1 nthigt das angreifende ,heer1 wenn es ostwrts vordringen will1 ber die ,steppen 7,pampas7 bis ,cordova oder ,mendoza zu ziehen2 aber nrdlich vom ,aequator1 in spanisch ,guyana bietet der ,lauf des ,orinoco#ic und seiner beiden groen ,nebenflsse ,apure und ,meta in der ,richtung eines ,parallelkreises eine ,wasserstrae1 auf der sich ,munition und ,lebensmittel leicht fortbringen lassen4 ,wer ,herr von ,angostura ist1 dringt nach ,gefallen nordwrts in die ,steppen von ,cumana1 ,barcelona und ,caracas1 nordwestwrts in die ,provinz ,varinas1 westwrts in die ,provinzen am ,casanare bis an den ,fu der ,gebirge von ,pamplona1 ,tunja und ,santa ,fe de ,bogota vor4 ,zwischen der ,provinz spanisch ,guyana und dem reichen1 stark bevlkerten1 gut angebauten ,uferstrich liegen nur die ,niederungen am ,orinoco1 ,apure und ,meta4 ,die festen ,pltze 7,cumana1 la ,guayra und ,porto-,cabello7 schtzen diese ,lnder kaum vor einer ,landung an der ,nordkste4 ,an diesen ,angaben ber die ,bodenbildung und die gegenwrtige ,vertheilung der festen ,punkte mag es gengen4 ,man ersieht daraus wohl hinlnglich1 da zur politischen ,sicherung der vereinigten ,provinzen ,caracas und ,neu-,grenada eine ,deckung der ,orinocomndungen unumgnglich ist1 und da spanisch ,guyana1 obgleich kaum urbar gemacht und so dnn bevlkert1 im ,kampfe zwischen den ,colonien und dem ,mutterlande eine groe ,bedeutung erlangt4 ,diese militrische ,bedeutung des ,landes erkannte der berhmte ,ralegh schon vor zweihundert ,jahren4 ,im ,bericht ber seine erste ,expedition kommt er fters daraus zurck1 wie leicht es der ,knigin ,elisabeth wre1 auf dem ,orinoco und den zahllosen ,flssen1 die sich in denselben ergieen1 einen groen ,theil der spanischen ,colonien zu erobern4 ,wir haben oben angefhrt1 da ,girolamo ,benzoni im ,jahr #aede die ,revolutionen auf ,st4 ,domingo1 das in ,kurzem ,eigenthum der ,schwarzen werden msse1 vorhersagte4 ,hier finden wir in einem ,werke1 das #aeif erschien1 einen ,feldzugsplan1 der sich durch ,ereignisse der jngsten ,zeit als ganz richtig erwiesen hat4 ,in den ersten ,jahren nach der ,grndung stand die ,stadt ,angostura in keinem unmittelbaren ,verkehr mit dem ,mutterland4 ,die ,einwohner beschrnkten sich darauf1 drres ,fleisch und ,tabak auf die ,antillen und ber den ,rio ,cuyuni in die hollndische ,provinz am ,essequebo zu schmuggeln4 ,man erhielt unmittelbar aus ,spanien weder ,wein1 noch ,oel1 noch ,mehl1 die drei gesuchtesten ,einfuhrartikel4 ,im ,jahr #agga schickten einige ,handelsleute die erste ,goelette nach ,cadix1 und seitdem wurde der direkte ,tauschhandel mit den andalusischen und catalonischen ,hafen sehr lebhaft4 ,seit #aghe nahm die ,bevlkerung von ,angostura1#id nachdem sie lange sehr zurckgeblieben war1 stark zu2 indessen war sie bei meinem ,aufenthalt in ,guyana noch weit hinter der ,bevlkerung der nchsten englischen ,stadt ,stabrock zurck4 ,die ,mndungen des ,orinoco haben etwas vor allen ,hafen von ,terra ,firma voraus3 man verkehrt aus denselben am raschesten mit der spanischen ,halbinsel4 ,man fhrt zuweilen von ,cadix zur ,punta ,barima in #ah bis #bj1 und nach ,europa zurck in #cj bis #ce ,tagen4 ,da diese ,mndungen unter dem ,winde aller ,inseln liegen1 so knnen die ,schiffe von ,angostura einen vortheilhafteren ,verkehr mit den ,colonien auf den ,antillen unterhalten als ,guayra und ,porto ,cabello4 ,die ,handelsleute in ,caracas sehen daher auch immer mit eiferschtigen ,blicken auf die ,fortschritte der ,industrie in spanisch ,guyana1 und da ,caracas bisher der hchste ,regierungssitz war1 so wurde der ,hafen von ,angostura noch weniger begnstigt als die ,hfen von ,cumana und ,nueva ,barcelona4 ,der innere ,verkehr ist am lebhaftesten mit der ,provinz ,varinas4 ,aus derselben kommen nach ,angostura ,maulthiere1 ,cacao1 ,indigo1 ,baumwolle und ,zucker1 und sie erhlt dafr ,generos1 das heit europische ,manufakturprodukte4 ,ich sah lange ,fahrzeuge 7,lanchas7 abgehen1 deren ,ladung auf acht bis zehntausend ,piaster geschtzt wurde4 ,diese ,fahrzeuge fahren zuerst den ,orinoco bis ,cabruta1 dann den ,apure bis ,san ,vicente1 endlich den ,rio ,santo ,domingo bis ,torunos hinauf1 welches der ,stapelplatz von ,varinas ,nuevas ist4 ,die kleine ,stadt ,san ,fernando de ,apure1 die ich oben beschrieben1#ie dient als ,niederlage bei diesem ,fluhandel1 der durch die ,einfhrung der ,dampfschifffahrt noch weit bedeutender werden kann4 ,das linke ,ufer des ,orinoco und alle ,mndungen des ,stroms1 mit ,ausnahme der ,boca de ,navios1 gehren zu der ,provinz ,cumana4 ,dieser ,umstand hat schon lange ,anla zum ,projekt gegeben1 ,angostura gegenber 7da wo gegenwrtig die ,batterie ,san ,rafael steht7 eine neue ,stadt zu grnden1 um vom ,gebiet der ,provinz ,cumana selbst1 und ohne ber den ,orinoco sehen zu mssen1 die ,maulthiere und das drre ,fleisch der ,llanos ausfhren zu knnen4 ,kleinlichte ,eiferschteleien1 wie sie immer zwischen zwei benachbarten ,regierungen im ,schwange sind1 werden diesem ,plane ,vorschub leisten2 aber beim gegenwrtigen ,zustand des ,ackerbaus im ,lande ist zu wnschen1 da er noch lange vertagt bleibt4 ,warum sollte man an den ,ufern des ,orinoco zwei concurrirende ,stdte bauen1 die kaum #djj ,toisen auseinander lgen8 ,ich habe im ,bisherigen das ,land beschrieben1 das wir auf einer #ejj ,meilen langen ,flufahrt durchzogen2 es bleibt jetzt nur noch das kleine #c1eb ,lngengrade betragende ,stck zwischen der gegenwrtigen ,hauptstadt und ,mndung des ,orinoco brig4 ,eine genaue ,kenntni des ,delta und des ,laufs des ,rio ,carony ist fr die ,hydrographie und den europischen ,handel von gleichem ,belang4 ,um den ,flchenraum und die ,bildung eines von ,fluarmen durchschnittenen und periodischen ,ueberschwemmungen unterworfenen ,landes beurtheilen zu knnen1 hatte ich die astronomische ,lage der ,punkte1 wo die ,spitze und die uersten ,arme des ,delta liegen1 zu ermitteln4 ,churruca1 der mit ,don ,juacquin ,fidalgo den ,auftrag hatte1 die ,nordksten von ,terra ,firma und die ,antillen aufzunehmen1 hat ,lnge und ,breite der ,boca de ,manamo1 der ,punta ,baxa und von ,vieja ,guayana bestimmt4 ,aus ,espinosas ,denkschriften kennen wir die wahre ,lage der ,punta ,barima1 und ich glaube daher1 wenn ich nach den ,punkten ,puerto ,espaa auf der ,insel ,trinidad und dem ,schlo ,san ,antonio bei ,cumana 7,punkten1 welche durch meine eigenen ,beobachtungen und durch ,oltmanns scharfsinnige ,untersuchungen gegeben sind7 eine ,reduction vornehme und dadurch die absoluten ,lngen nher bestimme1 hinlnglich genaue ,angaben machen zu knnen4 ,es ist wnschenswerth1 da einmal auf einer ununterbrochenen ,fahrt auf chronometrischem ,wege die ,meridianunterschiede zwischen ,puerto ,espaa und den kleinen ,mndungen des ,orinoco1 zwischen ,san ,rafael 7der ,spitze des ,delta7 und ,santo ,thome de ,angostura bestimmt werden4 ,die ganze ,ostkste von ,sdamerika vom ,cap ,san ,roque1 und besonders vom ,hafen von ,maranham bis zum ,gebirgsstock von ,paria ist so niedrig1 da1 nach meiner ,ansicht1 das ,delta des ,orinoco und seine ,bodenbildung nicht wohl den ,anschwemmungen ,eines ,stromes zugeschrieben werden kann4 ,ich will nach der ,aussage der ,alten nicht in ,abrede ziehen1 da das ,nildelta einst ein ,busen des ,mittelmeers war1 der allmhlig durch ,anschwemmung ausgefllt wurde4 ,es begreift sich leicht1 da sich an der ,mndung aller groen ,strme da1 wo die ,geschwindigkeit der ,strmung rasch abnimmt1 eine ,bank1 ein ,eiland bildet1 da sich ,material absetzt1 das nicht weiter geschwemmt werden kann4 ,es ist ebenso begreiflich1 da der ,flu1 da er um diese ,bank herum mu1 sich in zwei ,arme spaltet1 und da die ,anschwemmungen1 da sie an der ,spitze des ,delta einen ,sttzpunkt finden1 sich immer weiter ausbreiten1 whrend die ,fluarme aus einander weichen4 ,der ,vorgang bei der ersten ,gabelung wiederholt sich bei jedem einzelnen ,stromstck1 so da die ,natur durch denselben ,proce ein ,labyrinth kleiner gegabelter ,canle hervorbringen kann1 die sich im ,laufe der ,jahrhunderte1 je nach der ,strke und der ,richtung der ,hochgewsser1 ausfllen oder vertiefen4 ,auf diese ,weise hat sich unzweifelhaft der ,hauptstamm des ,orinoco #be ,meilen westwrts von der ,boca de ,ravios in zwei ,arme1 den von ,zacupana und den von ,imataca1 getheilt4 ,das ,netz kleinerer ,zweige dagegen1 die gegen ,nord vom ,flusse abgehen und deren ,mndungen bocas chicas 7die kleinen ,mndungen7 heien1 scheint mir eine ,erscheinung1 die ganz mit der ,bildung der ,deltas von ,nebenflssen bereinkommt4#if ,wenn mehrere hundert ,meilen von der ,kste ein ,flu 7z4 ,b4 der ,apure oder ,jupura7 sich mittelst einer ,menge von ,zweigen mit einem andern ,flu verbindet1 so sind diese mannigfachen ,gabelungen nur ,rinnen in einem vllig ebenen ,boden4 ,ebenso verhlt es sich mit den oceanischen ,deltas berall1 wo bei allgemeinen ,ueberfluthungen in ,zeiten1 bevor ,orinoco und ,amazonenstrom bestanden1 die ,ksten mit erdigen ,niederschlgen bedeckt wurden4 ,ich bezweifle1 da alle oceanischen ,deltas einst ,meerbusen1 oder1 wie einige neuere ,geographen sich ausdrcken1 negative ,deltas waren4 ,wem einmal die ,mndungen des ,ganges1 des ,indus1 des ,senegal1 der ,donau1 des ,amazonenstroms1 des ,orinoco und des ,mississippi geologisch genauer untersucht sind1 wird sich zeigen1 da nicht alle denselben ,ursprung haben2 man wird dann zwischen ,ksten unterscheiden1 die in ,folge der sich hufenden ,anschwemmungen rasch in die ,see hinaus vorrcken1 und ,ksten1 die sich innerhalb des allgemeinen ,umrisses der ,continente halten2 man wird unterscheiden zwischen einem1 von einem gegabelten ,strom gebildeten ,landstrich1 und den von ein paar ,seitenarmen durchzogenen ,niederungen1 die zu einem aufgeschwemmten ,lande gehren1 das mehrere tausend ,quadratmeilen ,flchenraum hat4 ,das ,delta des ,orinoco zwischen der ,insel ,cangrejos und der ,boca de ,manamo 7der ,landstrich1 wo die ,guaraons wohnen7 lt sich mit der ,insel ,marajo oder ,joanes an der ,mndung des ,amazonenstroms vergleichen4 ,dort liegt das aufgeschwemmte ,land nrdlich1 hier sdlich vom ,hauptstamm des ,stroms4 ,aber die ,insel ,joanes schliet sich nach ihrer ,form der allgemeinen ,bodenbildung in der ,provinz ,maranhao gerade so an1 wie die ,kste bei den ,bocas chicas des ,orinoco den ,ksten am ,rio ,essequebo und am ,meerbusen von ,paria4 ,nichts weist darauf hin1 da einmal letzterer ,meerbusen sdwrts von der ,boca de ,manamo bis ,vieja ,guayana ins ,land hinein gereicht1 oder da der ,amazonenstrom die ganze ,bucht zwischen ,villa ,vistosa und ,gran ,para mit seinen ,gewssern gefllt hat4 ,nicht ,alles1 was an den ,flssen liegt1 ist ihr ,werk4 ,meist haben sie sich in aufgeschwemmtem ,land ein ,bett gegraben1 aber diese ,anschwemmungen sind von hherem geologischem ,alter1 hngen mit den groen ,umwlzungen zusammen1 die unser ,planet erlitten4 ,es ist zu ermitteln1 ob zwischen den gegabelten ,zweigen eines ,flusses der ,schlick nicht auf einer ,schicht von ,geschieben liegt1 wie man sie sehr weit vom flieenden ,wasser findet4 ,die ,arme des ,orinoco weichen auf #dg ,seemeilen auseinander2 es ist die die ,breite des oceanischen ,deltas zwischen ,punta ,barima und der am weitesten nach ,west gelegenen ,boca chica4 ,dieser ,landstrich ist bis jetzt nicht genau aufgenommen1 und so kennt man auch nicht die ,zahl der ,mndungen4 ,nach der gemeinen ,annahme hat der ,orinoco ihrer sieben1 und die erinnert an die im ,alterthum so berufenen septem ostia ,nili4 ,aber das egyptische ,delikt war nicht immer auf diese ,zahl beschrnkt1 und an den berschwemmten ,ksten von ,guyana kann man wenigstens elf ganz ansehnliche ,mndungen zhlen4 ,nach der ,boca de ,navios1 welche die ,schiffer an der ,punta ,barima erkennen1 sind vom grten ,werth fr die ,schifffahrt die ,bocas ,mariusas1 ,macareo1 ,pedernales und ,manamo grande4 ,der ,strich des ,deltas westwrts von der ,boca ,macareo wird von den ,gewssern des ,meerbusens von ,paria oder ,golfo triste besplt4 ,dieses ,becken wird durch die ,ostkste der ,provinz ,cumana und die ,westkste der ,insel ,trinidad gebildet2 es steht mit dem ,meer der ,antillen durch die vielberufenen ,bocas de ,dragos 7,mndungen des ,drachen7 in ,verbindung1 welche die ,kstenpiloten seit ,christoph ,columbus ,zeit ziemlich uneigentlich als die ,mndungen des ,orinoco betrachten4 ,will ein ,schiff von der hohen ,see her in die ,hauptmndung des ,orinoco1 die ,boca de ,navios einlaufen1 so mu es die ,punta ,barima in ,sicht bekommen4 ,das rechte1 sdliche ,ufer ist das hhere2 es kommt auch nicht weit davon landeinwrts1 zwischen dem ,cao ,barima1 dem ,aquire und dem ,cuyuni1 das ,granitgestein auf dem morastigen ,boden zu ,tage4 ,das linke oder nrdliche ,stromufer1 welches ber das ,delta bis zur ,boca de ,mariusas und der ,punta ,baxa luft1 ist ganz niedrig2 man erkennt es von weitem nur an den ,gruppen von ,mauritiapalmen1 welche die ,landschaft zieren4 ,der ,baum ist der ,sagobaum dieses ,landstrichs2#ig man gewinnt daraus das ,mehl zum ,yurumabrod1 und die ,mauritia ist keineswegs eine ,kstenpalme1 wie ,chamaerops humilis1 wie der gemeine ,cocosbaum und ,commersons ,lodoicea1 sondern geht1 als ,sumpfpalme1 bis zu den ,quellen des ,orinoco hinauf4#ih ,whrend der ,ueberschwemmungen nehmen sich diese ,mauritiabsche wie ein ,wald aus1 der aus dem ,wasser taucht4 ,der ,schiffer1 wenn er bei ,nacht durch die ,canle des ,orinocodeltas fhrt1 sieht mit ,ueberraschung die ,wipfel der ,palmen von groen ,feuern beleuchtet4 ,die sind die an den ,baumsten aufgehngten ,wohnungen der ,guaraons 7,raleghs ,tivitivas und ,uarauetis74 ,diese ,vlkerschaften spannen ,matten in der ,luft aus1 fllen sie mit ,erde und machen auf einer befeuchteten ,thonschicht ihr ,haushaltungsfeuer an4 ,seit ,jahrhunderten verdanken sie ihre ,freiheit und politische ,unabhngigkeit dem unfesten1 schlammigten ,boden1 auf dem sie in der trockenen ,jahreszeit umherziehen und auf dem nur sie sicher gehen knnen1 ihrer ,abgeschiedenheit auf dem ,delta des ,orinoco1 ihrem ,leben auf den ,bumen1 wohin religise ,schwrmerei schwerlich je amerikanische ,styliten#ii treibt4 ,ich habe schon anderswo bemerkt1 da die ,mauritiapalme1 der ,lebensbaum der ,missionre1 den ,guaraons nicht nur beim ,hochwasser des ,orinoco eine sichere ,behausung bietet1 sondern ihnen in seinen schuppigten ,frchten1 in seinem mehligten ,mark1 in seinem zuckerreichen ,saft1 endlich in den ,fasern seiner ,blattstiele1 ,nahrungsmittel1 ,wein und ,schnre zu ,stricken und ,hngematten gibt4 ,gleiche ,gebruche wie bei den ,indianern auf dem ,delta des ,orinoco herrschten frher im ,meerbusen von ,darien 7,uraba7 und auf den meisten zeitweise unter ,wasser stehenden ,landstrichen zwischen dem ,guarapiche und der ,mndung des ,amazonenstroms4 ,es ist sehr merkwrdig1 auf der niedrigsten ,stufe menschlicher ,cultur das ,leben einer ganzen ,vlkerschaft an eine einzige ,palmenart gekettet zu sehen1 ,insekten gleich1 die sich nur von ,einer ,blthe1 vom selben ,theil eines ,gewchses nhren4 ,es ist nicht zu verwundern1 da die ,breite der ,hauptmndung des ,orinoco 7,boca de ,navios7 so verschieden geschtzt wird4 ,die groe ,insel ,cangrejos ist nur durch einen schmalen ,canal von dem unter ,wasser stehenden ,boden getrennt1 der zwischen den ,bocas ,nuina und ,mariusas liegt1 so da #bj oder #ad ,seemeilen 7zu #iej ,toisen7 herauskommen1 je nachdem man 7in einer der ,strmung entgegengesetzten ,richtung7 von der ,punta ,barima zum nchsten gegenberliegenden ,ufer1 oder von derselben ,punta zum stlichen ,theil der ,insel ,cangrejos mit4 ,ueber die ,wasserstrae luft eine ,sandbank1 eine ,barre1 in #ag ,fu ,tiefe2 man gibt derselben eine ,breite von #bejj bis #bhjj ,toisen4 ,wie beim ,amazonenstrom1 beim ,nil und allen ,flssen1 die sich in mehrere ,arme theilen1 ist auch beim ,orinoco die ,mndung nicht so gro1 als man nach der ,lnge seines ,laufes und nach der ,breite1 die er noch mehrere hundert ,meilen weit im ,lande hat1 vermuthen sollte4 ,man wei nach ,malaspinas ,aufnahme1 da der ,rio de la ,plata von ,punta del ,este bei ,maldonado bis zum ,cabo ,san ,antonio ber #abd ,seemeilen 7#da1c franzsische ,lieues7 breit ist2 fhrt man aber nach ,buenos ,ayres hinauf1 so nimmt die ,breite so rasch ab1 da sie ,colonia del ,sacramento gegenber nur noch #ba ,seemeilen betrgt4 ,was man gemeiniglich die ,mndung des ,rio de la ,plata heit1 ist eben ein ,meerbusen1 in den sich der ,uruguay und der ,parana ergieen1 zwei ,flsse1 die nicht so breit sind wie der ,orinoco4 ,um die ,gre der ,mndung des ,amazonenstroms zu bertreiben1 rechnet man die ,inseln ,marajo und ,caviana dazu1 so da von ,punta ,tigioca bis zu ,cabo del ,norte die ungeheure ,breite von #c ,grad oder #gj franzsischen ,meilen herauskommt2 betrachtet man aber nher das hydraulische ,system des ,canals ,tagypuru1 des ,rio ,tocantins1 des ,amazonenstroms und des ,araguari1 die ihre ungeheuren ,wassermassen vereinigen1 so sieht man1 da diese ,schtzung rein aus der ,luft gegriffen ist4 ,zwischen ,macapa und dem westlichen ,ufer der ,insel ,marajo 7,ilha de ,joanes7 ist der eigentliche ,amazonenstrom in zwei ,arme getheilt1 die zusammen nur #cb ,seemeilen 7#aa ,lieues7 breit sind4 ,weiter unten luft das ,nordufer der ,insel ,marajo in der ,richtung eines ,parallels fort1 whrend die ,kste von portugiesisch ,guyana zwischen ,macapa und ,cabo del ,norte von ,sd nach ,nord streicht4 ,so kommt es1 da der ,amazonenstrom bei den ,inseln ,maxiana und ,caviana1 da wo die ,gewsser des ,stroms und die des atlantischen ,oeeans zuerst auf einander stoen1 einen gegen #dj ,seemeilen breiten ,meerbusen bildet4 ,der ,orinoco steht noch mehr hinsichtlich der ,lnge des ,laufs als der ,breite im ,binnenlande dem ,amazonenstrom nach1 er ist ein ,flu zweiter ,ordnung2 man darf aber nicht vergessen1 da alle diese ,eintheilungen nach der ,lnge des ,laufs oder der ,breite der ,mndungen sehr willkrlich sind4 ,die ,flsse der britannischen ,inseln laufen in ,meerbusen oder ,swasserseen aus1 in denen durch die ,ebbe und ,fluth des ,meeres die ,wasser periodisch hin und hergetrieben werden2 sie weisen uns deutlich darauf hin1 da man die ,bedeutung eines hydraulischen ,systems nicht einzig nach der ,breite der ,mndungen schtzen darf4 ,jede ,vorstellung von relativer ,gre ist schwankend1 so lange man nicht durch ,messung der ,geschwindigkeit und des ,flchenraums von ,querschnitten die ,wassermassen vergleichen kann4 ,leider sind ,ausnahmen der ,art an ,bedingungen geknpft1 die der einzelne ,reisende nicht erfllen kann4 ,so mu man das ganze ,flubett sondiren knnen1 und zwar in verschiedenen ,jahreszeiten4 ,da scheinbar sehr breite ,flsse meist nicht sehr tiefe1 von mehreren parallelen ,rinnen durchzogene ,becken sind#ajj so fhren sie auch weit weniger ,wasser1 als man auf den ersten ,blick glaubt4 ,zwischen dem ,maximum und dem ,minimum des ,wasserstandes whrend der groen ,ueberschwemmungen und in der trockenen ,jahreszeit kann die ,wassermasse um das ,fnfzehn- bis ,zwanzigfache grer oder kleiner seyn4 ,sobald man ,punta ,barima umsegelt hat und in das ,bett des ,orinoco selbst eingelaufen ist1 findet man dieses nur #cjjj ,toisen breit4 ,hhere ,angaben beruhen auf dem ,versehen1 da die ,steuerleute den ,flu auf einer ,linie messen1 die nicht senkrecht auf die ,richtung der ,strmung gezogen ist4 ,die ,insel ,cangrejos zu befestigen1 bei der das ,wasser vier bis fnf ,faden tief ist1 wre unntz2 die ,fahrzeuge wren hier auerhalb ,kanonenschuweite4 ,das ,labyrinth von ,canlen1 die zu den kleinen ,mndungen fhren1 wechselt ,tag fr ,tag nach ,gestalt und ,tiefe4 ,viele ,steuerleute sind der festen ,ansicht1 die ,caos ,cocuina1 ,pedernales und ,macareo1 durch welche der ,kstenhandel mit der ,insel ,trinidad getrieben wird1 seyen in den letzten ,jahren tiefer geworden und der ,strom ziehe sich immer mehr von der ,boca de ,navios weg und wende sich mehr nach ,nordwest4 ,vor dem ,jahr #agfj wagten sich ,fahrzeuge mit mehr als #aj bis #ab ,fu ,tiefgang selten in die kleinen ,canle des ,delta4 ,gegenwrtig scheut man die kleinen ,mndungen des ,okinoco fast gar nicht mehr1 und feindliche ,schiffe1 welche nie diese ,striche befahren haben1 finden an den ,guaraons willige1 gebte ,wegweiser4 ,die ,civilisirung dieser ,vlkerschaft1 deren ,wohnsitze sich zum ,orinoco verhalten wie die der ,nhengahybas oder ,igaruanas zum ,amazonenstrom1 ist fr jede ,regierung1 die am ,orinoco ,herr bleiben will1 von groem ,belang4 ,ebbe und ,fluth sind im ,april1 beim tiefsten ,wasserstand1 bis ber ,angostura hinauf zu spren1 also mehr als #he ,meilen landeinwrts4 ,beim ,einflu des ,carony1 #fj ,meilen von der ,kste1 steigt das ,wasser durch ,stauung um einen ,fu drei ,zoll4 ,diese ,schwingungen der ,wasserflche1 diese ,unterbrechung des ,laufs sind nicht mit der aufsteigenden ,fluth zu verwechseln4 ,bei der groen ,mndung des ,orinoco an ,cap ,barima betrgt die ,fluthhhe #b bis #c ,fu1 dagegen weiter gegen ,nordwest1 im ,golfo triste1 zwischen der ,boca ,pedernales1 dem ,rio ,guarapiche und der ,westkste von ,trinidad1 #g bis #h1 sogar #aj ,fu4 ,so viel macht auf einer ,strecke von #cj bis #dj ,meilen der ,einflu des ,umrisses der ,ksten aus1 sowie der ,umstand1 da die ,gewsser durch die ,bocas de ,dragos langsamer abflieen4 ,wenn man in ganz neuen ,werken angegeben findet1 der ,orinoco verursache #b bis #c ,grad in die hohe ,see hinaus besondere ,strmungen1 die ,farbe des ,seewassers verndere sich dadurch und im ,golfo triste sey ses ,wasser 7,gumillas ,mar dulce71 so sind das lauter ,fabeln4 ,die ,strmung geht an dieser ganzen ,kste von ,cap ,orange an nach ,nordwest1 und der ,einflu der sen ,gewsser des ,orinoco auf die ,strke dieser allgemeinen ,strmung1 auf die ,durchsichtigkeit und die ,farbe des ,meerwassers bei reflektirtem ,licht ist selten weiter als #c bis #d ,meilen nordostwrts von der ,insel ,cangrejos zu spren4 ,das ,wasser im ,golfo triste ist gesalzen1 nur weniger als im brigen ,meer der ,antillen wegen der kleinen ,mndungen des ,orinocodelta und der ,wassermasse1 welche der ,rio ,guarapiche hineinbringt4 ,aus denselben ,grnden gibt es keine ,salzwerke an diesen ,ksten1 und ich habe in ,angostura ,schiffe aus ,cadix ankommen sehen1 die ,salz1 ja1 was fr die ,industrie in den ,colonien bezeichnend ist1 ,backsteine zum ,bau der ,hauptkirche geladen hatten4 ,den ,umstand1 da die unbedeutende ,fluth an der ,kste im ,bette des ,orinoco und des ,amazonenstroms so ungemein weit aufwrts zu spren ist1 hat man bis jetzt als einen sichern ,beweis angesehen1 da beide ,strme auf einer ,strecke von #he und #bjj ,meilen nur um wenige ,fu fallen knnen4 ,dieser ,beweis erscheint aber durchaus nicht als stichhaltig1 wenn man bedenkt1 da die ,strke der sich fortpflanzenden ,schwankungen im ,niveau von vielen rtlichen ,umstnden abhngig ist1 von der ,form1 den ,krmmungen und der ,zahl der in einander mndenden ,canle1 vom ,widerstand des ,grundes1 auf dem die ,fluthwelle herauskommt1 vom ,abprallen des ,wassers an den gegenberliegenden ,ufern und von der ,einschnrung des ,stroms in einem ,engpa4 ,ein gewandter ,ingenieur1 ,bremontier1 hat in neuester ,zeit dargethan1 da im ,bett der ,garonne die ,fluthwellen wie auf einer geneigten ,ebene weit ber das ,niveau der ,see an der ,mndung des ,flusses hinaufgehen4 ,im ,orinoco kommen die ungleich hohen ,fluthen von ,punta ,barima und vom ,golfo triste in ungleichen ,intervallen durch die groe ,wasserstrae der ,boca de ,navios und durch die engen1 gewundenen1 zahlreichen bocas chicas herauf4 ,da diese kleinen ,canle am selben ,punkt1 bei ,san ,rafael1 vom ,hauptstamm abgehen1 so wre es von ,interesse1 die ,verzgerung des ,eintritts der ,fluth und die ,fortpflanzung der ,fluthwellen im ,bett des ,orinoco oberhalb und unterhalb ,san ,rafael1 auf der ,see bei ,cap ,barima und im ,golfo triste bei der ,boca ,manamo zu beobachten4 ,die ,wasserbaukunst und die ,theorie der ,bewegung von ,flssigkeiten in engen ,canlen mten beide ,nutzen aus einer ,arbeit ziehen1 fr welche der ,orinoco und der ,amazonenstrom besonders gnstige ,gelegenheit boten4 ,bei der ,fahrt auf dem ,flu1 ob nun die ,schiffe durch die ,boca de ,navios einlaufen oder sich durch das ,labyrinth der bocas chicas wagen1 sind besondere ,vorsichtsmaregeln erforderlich1 je nachdem das ,bett voll oder der ,wasserstand sehr tief ist4 ,die ,regelmigkeit1 mit der der ,orinoco zu bestimmten ,zeiten anschwillt1 war von jeher fr die ,reisenden ein ,gegenstand der ,verwunderung1 wie ja auch das ,austreten des ,nils fr die ,philosophen des ,alterthums ein schwer zu lsendes ,problem war4 ,der ,orinoco und der ,nil laufen1 der ,richtung des ,ganges1 ,indus1 ,rio de la ,plata und ,euphrat entgegen1 von ,sd nach ,nord2 aber die ,quellen des ,orinoco liegen um #e bis #f ,grad nher am ,aequator als die des ,nil4 ,da uns die zuflligen ,wechsel im ,luftkreise tglich so stark auffallen1 wird uns die ,anschauung schwer1 da in groen ,zeitrumen die ,wirkungen dieses ,wechsels sich gegenseitig ausgleichen sollen1 da in einer langen ,reihe von ,jahren die ,unterschiede im durchschnittlichen ,betrag der ,temperatur1 der ,feuchtigkeit und des ,luftdrucks von ,monat zu ,monat ganz unbedeutend sind1 und da die ,natur1 trotz der hufigen partiellen ,strungen1 in der ,reihenfolge der meteorologischen ,erscheinungen einen festen ,typus befolgt4 ,die groen ,strme sammeln die ,wasser1 die auf einer mehrere tausend ,quadratmeilen groen ,erdflche niederfallen1 in ,einen ,behlter4 ,so ungleich auch die ,regenmenge seyn mag1 die im ,lauf der ,jahre in diesem oder jenem ,thale fllt1 auf den ,wasserstand der ,strme von langem ,lauf haben dergleichen locale ,wechsel so gut wie keinen ,einflu4 ,die ,anschwellungen sind der ,ausdruck des mittleren ,feuchtigkeitsstandes im ganzen ,becken2 sie treten ,jahr fr ,jahr in denselben ,verhltnissen auf1 weil ihr ,anfang und ihre ,dauer eben auch vom ,durchschnitt der scheinbar sehr vernderlichen ,epochen des ,eintritts und des ,endes der ,regenzeit unter den ,breiten1 durch welche der ,hauptstrom und seine ,nebenflsse laufen1 abhngig sind4 ,es folgt daraus1 da die periodischen ,schwankungen im ,wasserstand der ,strme1 gerade wie die unvernderliche ,temperatur der ,hhlen und der ,quellen1 sichtbar darauf hinweisen1 da ,feuchtigkeit und ,wrme auf einem ,striche von betrchtlichem ,flchenraum von einem ,jahr zum andern regelmig vertheilt sind4 ,dieselben machen starken ,eindruck auf die ,einbildungskraft des ,volks1 wie ja ,ordnung in allen ,dingen berrascht1 wo die ersten ,ursachen schwer zu erfassen sind1 wie ja die ,durchschnittstemperaturen aus einer langen ,reihe von ,monaten und ,jahren den in ,verwunderung setzen1 der zum erstenmal eine ,abhandlung ber klimatische ,verhltnisse zu ,gesicht bekommt4 ,strme1 die ganz in der heien ,zone liegen1 zeigen in ihren periodischen ,bewegungen die wundervolle ,regelmigkeit1 die einem ,erdstrich eigen ist1 wo derselbe ,wind fast immer ,luftschichten von derselben ,temperatur herfhrt1 und wo die ,declinationsbewegung der ,sonne jedes ,jahr zur selben ,zeit mit der elektrischen ,spannung1 mit dem ,aufhren der ,seewinde und dem ,eintritt der ,regenzeit eine ,strung des ,gleichgewichts verursacht4#aja ,der ,orinoco1 der ,rio ,magdalena und der ,congo oder ,zaire sind die einzigen groen ,strme im ,aequinoctialstrich des ,erdballs1 die in der ,nhe des ,aequators entspringen und deren ,mndung in weit hherer ,breite1 aber noch innerhalb der ,tropen liegt4 ,der ,nil und der ,rio de la ,plata laufen in zwei entgegengesetzten ,halbkugeln aus der heien in die gemigte ,zone4#ajb ,so lange man den ,rio ,paragua bei ,esmeralda mit dem ,rio ,guaviare verwechseln und die ,quellen des ,orinoco sdwestwrts am ,ostabhang der ,anden suchte1 schrieb man das ,steigen des ,stroms dem periodischen ,schmelzen des ,schnees zu4 ,dieser ,schlu war so unrichtig1 als wenn man frher den ,nil durch das ,schneewasser aus ,abyssinien austreten lie4 ,die ,cordilleren von ,neu-,grenada1 in deren ,nhe die westlichen ,nebenflsse des ,orinoco1 der ,guaviare1 der ,meta und der ,apure entspringen1 reichen1 mit einziger ,ausnahme der ,paramos von ,chita und ,mucuchies1 so wenig zu der ,grenze des ewigen ,schnees hinauf als die abyssinischen ,alpen4 ,schneeberge sind im heien ,erdstrich weit seltener1 als man gewhnlich glaubt2 und die ,schneeschmelze1 die in keiner ,jahreszeit bedeutend ist1 wird zur ,zeit der ,hochwasser des ,orinoco keineswegs strker4 ,die ,quellen dieses ,stroms liegen 7ostwrts von ,esmeralda7 in den ,gebirgen der ,parime1 deren hchste ,gipfel nicht ber #abjj bis #acjj ,toisen hoch sind1 und von ,grita bis ,neiva 7von #g bis #c ,grad der ,breite7 hat der stliche ,zweig der ,cordillere viele ,paramos von #ahjj bis #aijj ,toisen ,hhe1 aber nur ,eine ,gruppe von ,nevados1 das heit ,bergen1 hher als #bdjj ,toisen1 und zwar die fnf ,pichacos de ,chita4 ,in den schneelosen ,paramos von ,cundinamarca entspringen die drei groen ,nebenflsse des ,orinoco von ,westen her4 ,nur kleinere ,nebenflsse1 die in den ,meta und ,apure fallen1 nehmen einige aguas de nieve auf1 wie der ,rio ,casanare1 der vom ,nevado de ,chita1 und der ,rio de ,santo ,domingo1 der von der ,sierra ,nevada de ,merida herunterkommt und durch die ,provinz ,varinas luft4 ,die ,ursache des periodischen ,austretens des ,orinoco wirkt in gleichem ,maae auf alle ,flsse1 die im heien ,erdstrich entspringen4 ,nach der ,frhlings- ,tag- und ,nachtgleiche verkndet das ,aufhren der ,seewinde den ,eintritt der ,regenzeit4 ,das ,steigen der ,flsse1 die man als natrliche ,regenmesser betrachten kann1 ist der ,regenmenge1 die in den verschiedenen ,landstrichen fllt1 proportional4 ,mitten in den ,wldern am obern ,orinoco und ,rio ,negro schienen mir ber #ij bis #ajj ,zoll ,regen im ,jahr zu fallen4#ajc ,die ,eingeborenen unter dem trben ,himmel von ,esmeralda und am ,atabapo wissen daher auch ohne die geringste ,kenntni von der ,physik1 so gut wie einst ,eudoxus und ,eratosthenes1#ajd da das ,austreten groer ,strme allein vom tropischen ,regen herrhrt4 ,der ordnungsmige ,verlauf im ,steigen und ,fallen des ,orinoco ist folgender4 ,gleich nach der ,frhlings- ,tag- und ,nachtgleiche 7das ,volk nimmt den #be4 ,mrz an7 bemerkt man1 da der ,flu zu steigen anfngt1 ,anfangs nur um einen ,zoll in vierundzwanzig ,stunden2 im ,april fllt der ,flu zuweilen wieder2 das ,maximum des ,hochwassers erreicht er im ,juli1 bleibt voll 7im selben ,niveau7 vom ,ende ,juli bis zum #be4 ,august1 und fllt dann allmhlich1 aber langsamer1 als er gestiegen4 ,im ,januar und ,februar ist er auf dem ,minimum4 ,in beiden ,welten haben die ,strme der nrdlichen heien ,zone ihre ,hochwasser ungefhr zur selben ,zeit4 ,ganges1 ,niger und ,gambia erreichen wie der ,orinoco ihr ,maximum im ,august4#aje ,der ,nil bleibt um zwei ,monate zurck1 sey es in ,folge gewisser localer klimatischer ,verhltnisse in ,abyssinien1 sey es wegen der ,lnge seines ,laufs vom ,lande ,berber oder vom #ag4 ,breitengrad bis zur ,theilung am ,delta4 ,die arabischen ,geographen behaupten1 in ,sennaar und ,abyssinien steige der ,nil schon im ,april 7ungefhr wie der ,orinoco72 in ,cairo wird aber das ,steigen erst gegen das ,sommersolstitium merklich und der hchste ,wasserstand tritt ,ende ,september ein4#ajf ,aus diesem erhlt sich der ,flu bis ,mitte ,october2 das ,minimum fllt in ,april und ,mai1 also in eine ,zeit1 wo in ,guyana die ,flsse schon wieder zu steigen anfangen4 ,aus dieser raschen ,uebersicht ergibt sich1 da1 wenn auch die ,form der natrlichen ,canle und locale klimatische ,verhltnisse eine ,verzgerung herbeifhren1 die groe ,erscheinung des ,steigens und ,fallens der ,flsse in der heien ,zone sich berall gleich bleibt4 ,auf den beiden ,thierkreisen1 die man gewhnlich den tartarischen und chaldischen oder egyptischen nennt 7auf dem ,thierkreis1 der das ,bild der ,ratte1 und auf dem1 der die ,bilder der ,fische und des ,wassermanns hat7 beziehen sich besondere ,constellationen auf die periodischen ,ueberschwemmungen der ,flsse4 ,wahre ,cykeln1 ,zeiteintheilungen1 wurden allmhlig zu ,theilungen des ,raums2 da aber die physikalische ,erscheinung der ,ueberschwemmungen eine so allgemeine ist1 so konnte der ,thierkreis1 der durch die ,griechen auf uns gekommen und der durch das ,vorrcken der ,tag- und ,nachtgleichen ein geschichtliches ,denkmal von hohem ,alter wird1 weit von ,theben und dem heiligen ,nilthal entstanden seyn4 ,auf den ,thierkreisen der neuen ,welt1 z4 ,b4 auf dem mexicanischen1 kommen auch ,zeichen fr ,regen und ,ueberschwemmung vor1 die dem ,chu 7der ,ratte7 des chinesischen und tibetanischen ,cyclus der ,tse und den ,fischen und dem ,wassermann des zwlftheiligen ,thierkreises entsprechen4 ,diese zwei mexicanischen ,zeichen sind das ,wasser 7atl7 und der ,cipactli1 das ,seeungeheuer mit einem ,horn4 ,dieses ,thier ist zugleich die ,fischgazelle der ,hindus1 der ,steinbock unseres ,thierkreises1 der ,deucalion der ,griechen und der ,noah 7,coxcox7 der ,azteken4 ,so finden wir denn die allgemeinen ,ergebnisse der vergleichenden ,hydrographie schon aus den astrologischen ,denkmlern1 in den ,zeiteintheilungen und den religisen ,ueberlieferungen von ,vlkern1 die geographisch und dem ,grad ihrer ,geistesbildung nach am weitesten auseinander liegen4 ,da die ,aequatorialregen auf den ,niederungen eintreten1 wenn die ,sonne durch das ,zenith des ,ortes geht1 das heit wenn ihre ,declination der ,zone zwischen dem ,aequator und einem der ,wendekreise gleichnamig wird1 so fllt das ,wasser im ,amazonenstrom1 whrend es im ,orinoco merklich steigt4 ,in einer sehr scharfsinnigen ,errterung ber den ,ursprung des ,rio ,congo hat man die ,physiker bereits auf die ,modificationen aufmerksam gemacht1 welche das periodische ,steigen im ,laufe eines ,flusses erleiden mu1 bei dem ,quellen und ,mndung nicht auf derselben ,seite der ,aequinoctiallinie liegen4 ,bei den hydraulischen ,systemen des ,orinoco und des ,amazonenstromes verwickeln sich die ,umstnde in noch auffallenderer ,weise4 ,sie sind durch den ,rio ,negro und den ,cassiquiare1 einen ,arm des ,orinoco1 verbunden1 und diese ,verbindung bildet zwischen zwei groen ,flubecken eine schiffbare ,linie1 ber welche der ,aequator luft4 ,der ,amazonenstrom hlt nach ,angaben1 die mir an den ,ufern desselben gemacht worden1 die ,epochen des ,steigens und ,fallens lange nicht so regelmig ein1 als der ,orinoco2 indessen fngt er meist im ,december an zu steigen und erreicht sein ,maximum im ,mrz4 ,mit dem ,mai fllt er wieder und im ,juli und ,august1 also zur ,zeit1 wo der untere ,orinoco das ,land weit und breit berschwemmt1 ist sein ,wasser stand im ,minimum4 ,da in ,folge der allgemeinen ,bodenbildung kein sdamerikanischer ,flu von ,sd nach ,nord ber den ,aequator laufen kann1 so uern die ,ueberschwemmungen des ,orinoco ,einflu auf den ,amazonenstrom1 durch die des letzteren dagegen erleiden die ,oscillationen des ,orinoco keine ,strung in ihrem ,gang4 ,aus diesen ,verhltnissen ergibt sich1 da beim ,amazonenstrom und dem ,orinoco die concaven und die convexen ,spitzen der ,curve1 welche der steigende und fallende ,wasserstand beschreibt1 einander sehr regelmig entsprechen1 da sie den sechsmonatlichen ,unterschied bezeichnen1 der durch die ,lage der ,strme in entgegengesetzten ,hemisphren bedingt wird4 ,nur dauert es beim ,orinoco nicht so lange1 bis er zu steigen anfngt2 er steigt merklich1 sobald die ,sonne ber den ,aequator gegangen ist2 der ,amazonenstrom dagegen wchst erst zwei ,monate nach dem ,aequinoctium4 ,bekanntlich tritt in den ,wldern nrdlich von der ,linie der ,regen frher ein1 als in den nicht so stark bewaldeten ,niederungen der sdlichen heien ,zone4 ,zu dieser rtlichen ,ursache kommt eine andere1 die vielleicht auch im ,spiel ist1 wenn der ,nil so spt steigt4 ,der ,amazonenstrom erhlt einen groen ,theil seiner ,gewsser von der ,cordillere der ,anden1 wo1 wie berall in den ,gebirgen1 die ,jahreszeiten einen eigenthmlichen1 dem der ,niederungen meist entgegengesetzten ,typus haben4 ,das ,gesetz des ,steigens und ,fallens des ,orinoco ist in ,bezug auf das rumliche ,moment oder die ,gre der ,schwankungen schwerer zu ermitteln als hinsichtlich des ,zeitlichen1 des ,eintretens der ,maxima und ,minima4 ,da meine eigenen ,messungen des ,wasserstandes sehr unvollstndig sind1 theile ich ,schtzungen1 die sehr stark von einander abweichen1 nur unter allem ,vorbehalt mit4 ,die fremden ,schiffer nehmen an1 da der untere ,orinoco gewhnlich um #ij ,fu steige2 ,pons1 der bei seinem ,aufenthalt in ,caracas im ,allgemeinen sehr genaue ,notizen gesammelt hat1 bleibt bei #ac ,faden stehen4 ,der ,wasserstand wechselt natrlich nach der ,breite des ,betts und der ,zahl der ,nebenflsse1 die in den ,hauptstamm des ,stroms hereinkommen4 ,der ,nil steigt in ,oberegypten um #cj bis #ce1 bei ,cairo um #be1 an der ,nordseite des ,delta um #d ,fu4 ,bei ,angostura scheint der ,strom im ,durchschnitt nicht ber #bd oder #be ,fu zu steigen4 ,es liegt hier mitten im ,flu eine ,insel1 wo man den ,wasserstand so bequem beobachten knnte1 wie am ,nilmesser 7,megyas7 an der ,spitze der ,insel ,rudah4 ,ein ausgezeichneter ,gelehrter1 der sich in neuester ,zeit am ,orinoco aufgehalten hat1 ,zea1 wird meine ,beobachtungen ber einen so wichtigen ,punkt ergnzen3 ,das ,volk glaubt1 alle #be ,jahre steige der ,orinoco um drei ,fu hher als sonst2 auf diesen ,cyclus ist man aber keineswegs durch genaue ,messungen gekommen4 ,aus den ,zeugnissen des ,alterthums geht hervor1 da die ,niveauschwankungen des ,nil nach ,hhe und ,dauer seit ,jahrtausenden sich gleich geblieben sind4 ,es ist die ein sehr beachtenswerther ,beweis1 da der mittlere ,feuchtigkeits- und ,wrmezustand im weiten ,nilbecken sich nicht verndert4 ,wird diese ,stetigkeit der physikalischen ,erscheinungen1 dieses ,gleichgewicht der ,elemente sich auch in der neuen ,welt erhalten1 wenn einmal die ,cultur ein paar hundert ,jahre alt ist8 ,ich denke1 man kann die ,frage bejahen1 denn alles1 was die ,gesammtkraft des ,menschen vermag1 kann auf die allgemeinen ,ursachen1 von denen das ,klima ,guyanas abhngt1 keinen ,einflu uern4 ,nach der ,barometerhhe von ,san ,fernando de ,apure finde ich1 da der ,fall des ,apure und untern ,orinoco von dieser ,stadt bis zur ,boca de ,navios #c ,zoll auf die ,seemeile von #icj ,toisen betrgt4#ajg ,man knnte sich wundern1 da bei einem solchen kaum merklichen ,fall die ,strmung so stark ist2 ich erinnere aber bei dieser ,gelegenheit daran1 da nach ,messungen1 die von ,hastings angeordnet worden1 der ,ganges auf einer ,strecke von #fj ,seemeilen 7die ,krmmungen eingerechnet7 auch nur #d ,zoll auf die ,meile fllt und da die mittlere ,geschwindigkeit dieses ,stroms in der trockenen ,jahreszeit #c1 in der ,regenzeit #f bis #h ,seemeilen in der ,stunde betrgt4 ,die ,strke der ,strmung hngt also1 beim ,ganges wie beim ,orinoco1 nicht sowohl vom ,geflle des ,bettes ab1 als von der starken ,anhufung des ,wassers im obern ,stromlauf in ,folge der starken ,regenniederschlge und der vielen ,zuflsse4 ,schon seit #bej ,jahren sitzen europische ,ansiedler an den ,mndungen des ,orinoco1 und in dieser langen ,zeit haben sich1 nach einer von ,geschlecht zu ,geschlecht fortgepflanzten ,ueberlieferung1 die periodischen ,oscillationen des ,stroms 7der ,zeitpunkt1 wo er zu steigen anfngt und der hchste ,wasserstand7 sich nie um mehr als #ab bis #ae ,tage verzgert4 ,wenn ,fahrzeuge mit groem ,tiefgang im ,januar und ,februar mit dem ,seewind und der ,fluth nach ,angostura hinaufgehen1 so laufen sie ,gefahr1 auf dem ,schlamm aufzufahren4 ,die ,wasserstrae ndert sich hufig nach ,breite und ,richtung2 bis jetzt aber bezeichnet noch nirgends eine ,bake die ,anschwemmungen1 die sich berall im ,flu bilden1 wo das ,wasser seine ursprngliche ,geschwindigkeit verloren hat4 ,sdlich vom ,cap ,barima besteht sowohl ber den ,flu dieses ,namens als ber den ,rio ,moroca und mehrere ,esteres 7aestuaria7 eine ,verbindung mit der englischen ,colonie am ,essequebo4 ,man kann mit kleinen ,fahrzeugen bis zum ,rio ,poumaron1 an dem die alten ,niederlassungen ,zeland und ,middelburg liegen1 ins ,land hinein kommen4 ,diese ,verbindung hatte frher fr die ,regierung in ,caracas nur darum einige ,wichtigkeit1 weil dadurch dem ,schleichhandel ,vorschub geleistet wurde2 seit aber ,berbice1 ,demerary und ,essequebo einem mchtigeren ,nachbar in die ,hnde gefallen sind1 betrachten die ,hispano-,amerikaner dieselbe aus dem ,gesichtspunkt der ,sicherheit der ,grenze4 ,flsse1 die der ,kste parallel laufen und nur #e bis #f ,seemeilen davon entfernt bleiben1 sind dem ,uferstrich zwischen dem ,orinoco und dem ,amazonenstrom eigenthmlich4 ,zehn ,meilen von ,cap ,barima theilt sich das groe ,bett des ,orinoco zum erstenmal in zwei #bjjj ,toisen breite ,arme2 dieselben sind unter den indianischen ,namen ,zacupana und ,imataca bekannt4 ,der erstere1 nrdlichere1 steht westwrts von den ,inseln ,cangrejos und ,burro mit den bocas chicas ,lauran1 ,nuina und ,mariusas in ,verbindung4 ,die ,insel ,burro verschwindet beim ,hochwasser1 ist also leider nicht zu befestigen4 ,das sdliche ,ufer des brazo ,imataca ist von einem ,labyrinth kleiner ,wasserrinnen zerschnitten1 in welche sich der ,rio ,imataca und der ,rio ,aquire ergieen4 ,auf den fruchtbaren ,savanen zwischen dem ,imataca und dem ,cuyuni erhebt sich eine lange ,reihe ,granithgel1 ,auslufer der ,cordillere der ,parime1 die sdlich von ,angostura den ,horizont begrenzt1 die vielberufenen ,katarakten des ,rio ,carony bildet und dem ,orinoco beim ,fort ,vieja ,guayana wie ein vorgeschobenes ,cap nahe rckt4 ,die volkreichen ,missionen der ,caraiben und ,guayanos unter der ,obhut der catalonischen ,kapuziner liegen den ,quellen des ,imataca und des ,aquire zu4 ,am weitesten gegen ,ost liegen die ,missionen ,miamu1 ,cumamu und ,palmar auf einem bergigten ,landstrich1 der sich gegen ,tupuquen1 ,santa ,maria und ,villa de ,upata hinzieht4 ,geht man den ,rio ,aquire hinauf und ber die ,weiden gegen ,sd1 so kommt man zur ,mission ,belem de ,tumeremo und von da an den ,zusammenflu des ,curumu mit dem ,rio ,cuyuni1 wo frher der spanische ,posten oder destacamento de ,cuyuni lag4 ,ich mache diese einzelnen topographischen ,angaben1 weil der ,rio ,cuyuni oder ,cuduvini auf eine ,strecke von #b bis #c ,lngegraden dem ,orinoco parallel von ,ost nach ,west luft1 und eine vortreffliche natrliche ,grenze zwischen dem ,gebiet von ,caracas und englisch ,guyana abgibt4 ,die beiden ,arme des ,orinoco1 der ,zacupana und ,imataca1 bleiben #ad ,meilen weit getrennt2 weiter oben findet man die ,gewsser des ,stroms in ,einem sehr breiten ,bett beisammen4 ,dieses ,stromstck ist gegen #h ,meilen lang2 an seinem westlichen ,ende erscheint eine zweite ,gabelung1 und da die ,spitze des ,deltas im nrdlichen ,arm des gegebenen ,flusses liegt1 so ist dieser ,theil des ,orinoco fr die militrische ,vertheidigung des ,landes von groer ,bedeutung4 ,alle ,canle1 die den bocas chicas zulaufen1 entspringen am selben ,punkt aus dem ,stamme des ,orinoco4 ,der ,arm 7,cao ,manamo71 der beim ,dorfe ,san ,rafael abgeht1 verzweigt sich erst nach einem ,lauf von #c bis #d ,meilen1 und ein ,werk1 das man oberhalb der ,insel ,chaguanes anlegte1 wrde ,angostura gegen einen ,feind decken1 der durch eine der bocas chicas eindringen wollte4 ,zu meiner ,zeit lagen die ,kanonierschaluppen stlich von ,san ,rafael1 am nrdlichen ,ufer des ,orinoco4 ,diesen ,punkt mssen die ,fahrzeuge in ,sicht bekommen1 die durch die nrdliche ,wasserstrae bei ,san ,rafael1 welche die breiteste1 aber seichteste ist1 nach ,angostura hinaufsegeln4 ,sechs ,meilen oberhalb des ,punktes1 wo der ,orinoco einen ,zweig an die bocas chicas abgibt1 liegt das alte ,fort 7los castillos de la ,vieja oder ,antigua ,guayana71 das im sechzehnten ,jahrhundert zuerst angelegt wurde4 ,an diesem ,punkt liegen viele felsigte ,eilande im ,strom1 der hier gegen #fej ,toisen breit seyn soll4 ,die ,stadt ist fast ganz zerstrt1 aber die ,werke stehen noch und verdienen alle ,aufmerksamkeit von ,seiten der ,regierung von ,terra ,firma4 ,in der ,batterie auf einem ,hgel nordwestwrts von der alten ,stadt hat man eine prachtvolle ,aussicht4 ,bei ,hochwasser ist die alte ,stadt ganz von ,wasser umgeben4 ,lachen1 die in den ,orinoco mnden1 bilden natrliche ,bassins fr ,schiffe1 welche auszubessern sind4 ,hoffentlich1 wenn der ,frieden diesen schnen ,lndern wieder geschenkt ist und keine engherzige ,staatskunst mehr den ,fortschritt der ,industrie hemmt1 werden sich ,werften an diesen ,lachen bei ,vieja ,guayana erheben4 ,kein ,strom nach dem ,amazonenstrom kann aus den ,wldern1 durch die er luft1 so prchtiges ,schiffsbauholz liefern4 ,diese ,hlzer aus den groen ,familien der ,laurineen1 der ,guttiferen1 der ,rutaceen und der baumartigen ,schotengewchse bieten nach ,dichtigkeit1 specifischer ,schwere und mehr oder weniger harziger ,beschaffenheit alle nur wnschenswerthen ,abstufungen4 ,was im ,lande allein fehlt1 das ist ein leichtes1 elastisches ,mastholz mit parallelen ,fasern1 wie die ,nadelhlzer der gemigten ,landstriche und der hohen ,gebirge unter den ,tropen es liefern4 ,ist man an den ,werken von ,vieja ,guayana vorbei1 so wird der ,orinoco wieder breiter4 ,hinsichtlich des ,anbaus des ,landes zeigen beide ,ufer einen auffallenden ,contrast4 ,gegen ,nord sieht man nur den den ,strich der ,provinz ,cumana1 die unbewohnten ,steppen 7,llanos71 die sich bis jenseits der ,quellen des ,rio ,maine1 dem ,plateau oder der ,mesa von ,guanipa zu1 erstrecken4 ,sdwrts sieht man drei volkreiche ,drfer1 die zu den ,missionen am ,carony gehren1 ,san ,miguel de ,uriala1 ,san ,felix und ,san ,joaquin4 ,letzteres ,dorf1 am ,carony unmittelbar unterhalb des groen ,katarakts gelegen1 gilt fr den ,stapelplatz der catalonischen ,missionen4 ,fhrt man weiter gegen ,west1 so hat der ,steuermann zwischen der ,mndung des ,carony und ,angostura die ,klippen ,guarampo1 die ,untiefe des ,mamo und die ,piedra del ,rosario zu vermeiden4 ,ich habe nach dem umfangreichen ,material1 das ich mitgebracht1 und nach den astronomischen ,untersuchungen1 deren ,hauptergebnisse ich oben mitgetheilt1 eine ,karte des ,landes zwischen dem ,delta des ,orinoco1 dem ,carony und dem ,cuyuni entworfen4 ,es ist die der ,theil von ,guyana1 der wegen der ,nhe der ,kste eines ,tags fr europische ,ansiedler die meiste ,anziehungskraft haben wird4 ,in ihrem gegenwrtigen ,zustande steht die ganze ,bevlkerung dieser groen ,provinz1 mit ,ausnahme einiger spanischer ,kirchspiele 7,pueblos y villas de ,espanoles71 unter der ,regierung zweier ,mnchsorden4 ,schtzt man die ,zahl der ,einwohner von ,guyana1 die nicht in wilder ,unabhngigkeit leben1 auf #ce1jjj1 so leben etwa #bd1jjj in den ,missionen und sind dem unmittelbaren ,einflu des weltlichen ,arms so gut wie entzogen4 ,zur ,zeit meiner ,reise hatte das ,gebiet der ,franciskaner von der ,congregation der ,observanten #gcjj ,einwohner1 das der ,capuchinos catalanes #ag1jjj2 ein auffallendes ,miverhltni1 wenn man bedenkt1 wie klein letzteres ,gebiet ist gegenber den ungeheuren ,uferstrecken am obern ,orinoco1 ,atabapo1 ,cassiquiare und ,rio ,negro4 ,aus diesen ,angaben geht hervor1 da gegen zwei ,drittheile der ,bevlkerung einer ,provinz von #af1hjj ,meilen ,flcheninhalt zwischen dem ,rio ,imataca und der ,stadt ,santo ,thome de ,angostura auf einem #ee ,meilen langen und #cj ,meilen breiten ,strich zusammengedrngt sind4 ,diese beiden mnchischen ,regierungen sind den ,weien gleich unzugnglich und bilden einen status in statu4 ,ich habe bisher nach meinen eigenen ,beobachtungen die der ,observanten beschrieben1 und es bleibt mir jetzt noch brig mitzutheilen1 was ich ber das andere ,regiment1 das der catalonischen ,kapuziner1 in ,erfahrung gebracht4 ,verderbliche brgerliche ,zwiste und epidemische ,fieber haben in den letzten ,jahren den ,wohlstand der ,missionen am ,carony1 nachdem er lange im ,zunehmen gewesen1 heruntergebracht2 aber trotz dieser ,verluste ist der ,landstrich1 den wir besuchen wollen1 noch immer nationalkonomisch sehr interessant4 ,die ,missionen der catalonischen ,kapuziner hatten im ,jahr #ahjd zum wenigsten #fj1jjj ,stcke ,vieh auf den ,savanen1 die sich vom stlichen ,ufer des ,carony und ,paragua bis zu den ,ufern des ,imataca1 ,curumu und ,cuyuni erstrecken2 sie grenzen gegen ,sdost an das englische ,guyana oder die ,colonie ,essequebo1 gegen ,sd1 an den den ,ufern des ,paragua und ,paraguamusi hinauf und ber die ,cordillere von ,pacaraimo1 laufen sie bis zu den portugiesischen ,niederlassungen am ,rio ,branco4 ,dieser ganze ,landstrich ist offen1 voll schner ,savanen1 ganz anders als das ,land1 ber das wir am obern ,orinoco gekommen sind4 ,undurchdringlich werden die ,wlder erst dem ,sden zu1 gegen ,nord sind ,wiesgrnde1 von bewaldeten ,hgeln durchschnitten4 ,die malerischsten ,landschaften sind bei den ,fllen des ,carony und in der #bej ,toisen hohen ,bergkette zwischen den ,neben- flssen des ,orinoco und denen des ,cuyuni4 ,hier liegen ,villa de ,upata1 der ,hauptort der ,missionen1 ,santa ,maria und ,cupapui4 ,auf kleinen ,hochebenen herrscht ein gesundes1 gemigtes ,klima2 ,cacao1 ,reis1 ,baumwolle1 ,indigo und ,zucker wachsen berall in ,flle1 wo der unberhrte1 mit dicker ,grasnarbe bedeckte ,boden beackert wird4 ,die ersten christlichen ,niederlassungen reichen1 glaube ich1 nicht ber das ,jahr #agba hinauf4 ,die ,elemente der gegenwrtigen ,bevlkerung sind drei indianische ,vlkerschaften1 die ,guayanos1 die ,caraiben und die ,guaicas4 ,letztere sind ein ,gebirgsvolk und lange nicht von so kleinem ,wuchse1 wie die ,guaicas1 die wir in ,esmeralda getroffen#ajh ,sie sind schwer an die ,scholle zu fesseln und die drei jngsten ,missionen1 in denen sie beisammen lebten1 ,cura1 ,curucuy und ,arechica1 find bereits wieder eingegangen4 ,von den ,guayanos erhielt im sechzehnten ,jahrhundert diese ganze weite ,provinz ihren ,namen2 sie sind nicht so intelligent1 aber sanftmthiger1 und leichter1 wenn nicht zu civilisiren1 doch zu bndigen1 als die ,caraiben4 ,ihre ,sprache scheint zum groen ,stamm der caraibischen und tamanakischen ,sprachen zu gehren4 ,sie ist mit denselben in den ,wurzeln und grammatischen ,formen verwandt1 wie unter sich ,sanscrit1 ,persisch1 ,griechisch und ,deutsch4 ,bei etwas1 das seinem ,wesen nach unbestimmt ist1 lassen sich nicht leicht feste ,formen aufstellen1 und man verstndigt sich sehr schwer ber die ,unterschiede zwischen ,dialekt1 abgeleiteter ,sprache und ,stammsprache4 ,durch die ,jesuiten in ,paraguay kennen wir in der sdlichen ,halbkugel eine andere ,horde ,guayanos1 die in den dichten ,wldern am ,parana leben4 ,obgleich sich nicht in ,abrede ziehen lt1 da die ,vlker1 die nrdlich und sdlich vom ,amazonenstrom hausen1 durch weite ,wanderzge in gegenseitige ,verbindung getreten sind1 so mchte ich doch nicht entscheiden1 ob jene ,guayanos am ,parana und ,uragay mit denen am ,carony mehr gemein haben1 als einen gleichlautenden ,namen1 was auf einem ,zufall beruhen kann4 ,die bedeutendsten christlichen ,niederlassungen liegen jetzt zwischen den ,bergen bei ,santa ,maria1 der ,mission ,san ,miguel und dem stlichen ,ufer des ,carony1 von ,san ,buenaventura bis ,guri und dem ,stapelplatz ,san ,joaquin1 auf einem ,landstrich von nur #dfj ,quadratmeilen beisammen4 ,gegen ,ost und ,sd sind die ,savanen fast gar nicht bewohnt2 dort liegen nur weit zerstreut die ,missionen ,belem1 ,tumuremo1 ,tupuquen1 ,puedpa und ,santa ,clara4 ,es wre zu wnschen1 da der ,boden vorzugsweise abwrts von den ,flssen bebaut wrde1 wo das ,terrain hher und die ,luft gesunder ist4 ,der ,rio ,carony1 ein herrlich klares1 an ,fischen armes ,wasser1 ist von ,villa de ,barceloneta an1 die etwas ber dem ,einflu des ,paragua liegt1 bis zum ,dorfe ,guri frei von ,klippen4 ,weiter nordwrts schlngelt er sich zwischen zahllosen ,eilanden und ,felsen durch1 und nur die kleinen ,canoes der ,caraiben wagen sich in diese ,raudales oder ,stromschnellen des ,carony hinein4 ,zum ,glck theilt sich der ,flu hufig in mehrere ,arme1 so da man denjenigen whlen kann1 der nach dem ,wasserstand am wenigsten ,wirbel und ,klippen ber dem ,wasser hat4 ,der groe ,salto1 vielberufen wegen der malerischen ,reize der ,landschaft1 liegt etwas oberhalb des ,dorfes ,aguacagua oder ,carony1 das zu meiner ,zeit eine ,bevlkerung von #gjj ,indianern hatte4 ,der ,wasserfall soll #ae--bj ,fu hoch seyn1 aber die ,schwelle luft nicht ber das ganze mehr als #cjj ,fu breite ,flubett4 ,wenn sich einmal die ,bevlkerung mehr gegen ,ost ausbreitet1 so kann sie die kleinen ,flsse ,imataca und ,aquire bentzen1 die ziemlich gefahrlos zu befahren sind4 ,die ,mnche1 die gern einsam hausen1 um sich der ,aufsicht der weltlichen ,macht zu entziehen1 wollten sich bis jetzt nicht am ,orinoco ansiedeln4 ,indessen knnen die ,missionen am ,carony nur auf diesem ,flu oder auf dem ,cuyuni und dem ,essequebo ihre ,produkte ausfhren4 ,der letztere ,weg ist noch nicht versucht worden1 obgleich an einem der bedeutendsten ,nebenflsse des ,cuyuni1 am ,rio ,juruario1 bereits mehrere christliche ,niederlassungen liegen4 ,dieser ,nebenflu zeigt bei ,hochgewsser die merkwrdige ,erscheinung einer ,gabelung2 er steht dann ber den ,juraricuima und den ,aurapa mit dem ,rio ,carony in ,verbindung1 so da der ,landstrich zwischen dem ,orinoco1 der ,see1 dem ,cuyuni und dem ,carony zu einer wirklichen ,insel wird4 ,furchtbare ,stromschnellen erschweren die ,schifffahrt auf dem obern ,cuyuni2 man hat daher in der neuesten ,zeit versucht1 einen ,weg in die ,colonie ,essequebo viel weiter gegen ,sdost zu bahnen1 wobei man an den ,cuyuni weit unterhalb der ,mndung des ,cucumu kme4 ,in diesem ganzen sdlichen ,landstrich ziehen ,horden unabhngiger ,caraiben umher1 die schwachen ,reste des kriegerischen ,volksstammes1 der sich bis zu den ,jahren #agcc und #agce den ,missionren so furchtbar machte1 um welche ,zeit der ehrwrdige ,bischof ,gervais de ,labrid1#aji ,canonicus des ,metropolitancapitels zu ,lyon1 der ,pater ,lopez und mehrere andere ,geistliche von den ,caraiben erschlagen wurden4 ,dergleichen ,unflle1 die frher ziemlich hufig vorkamen1 sind jetzt nicht mehr zu befahren1 weder in den ,missionen am ,carony noch in denen am ,orinoco2 aber die unabhngigen ,caraiben sind wegen ihres ,verkehrs mit den hollndischen ,colonisten am ,essequebo fr die ,regierung von ,guyana noch immer ein ,gegenstand des ,mitrauens und des ,hasses4 ,diese ,stmme leisten dem ,schleichhandel an den ,ksten und durch die ,canle oder ,esteres zwischen dem ,rio ,barima und dem ,rio ,moroca ,vorschub2 sie treiben den ,missionren das ,vieh weg und verleiten die neubekehrten ,indianer 7die unter der ,glocke leben71 wieder in den ,wald zu laufen4 ,die freien ,horden haben berall den natrlichen ,trieb1 sich den ,fort- schritten der ,cultur und dem ,vordringen der ,weien zu widersetzen4 ,die ,caraiben und ,aruacas verschaffen sich in ,essequebo und ,demerary ,feuergewehre1 und als der ,handel mit amerikanischen ,sklaven 7poitos7 in ,blthe stand1 betheiligten sich ,abenteurer von hollndischem ,blut an den ,einfllen an den ,paragua1 ,erevato und ,ventuario4 ,die ,menschenjagd wurde an diesen ,flssen betrieben1 wie wahrscheinlich noch jetzt am ,senegal und ,gambia4 ,in beiden ,welten haben die ,europer dieselben ,kunstgriffe gebraucht1 dieselben ,unthaten begangen1 um einen ,handel zu treiben1 der die ,menschheit schndet4 ,die ,missionre am ,carony und ,orinoco schreiben alles ,ungemach1 das sie von den freien ,caraiben zu erdulden haben1 dem ,hasse ihrer ,nachbarn1 der calvinistischen ,prdicanten am ,essequebo1 zu4 ,ihre ,schriften sind daher auch voll ,klagen ber die secta diabolica de ,calvins y de ,lutero und gegen die ,ketzer in hollndisch ,guyana1 die sich zuweilen herausnehmen1 das ,missionswesen zu treiben und ,keime der ,gesittung unter den ,wilden ausstreuen zu wollen4 ,unter allen vegetabilischen ,erzeugnissen dieses ,landes ist durch die ,betriebsamkeit der catalonischen ,kapuziner der ,baum1 von dem die ,cortex ,angosturae kommt1 flschlich ,china von ,carony genannt1 am berhmtesten geworden4 ,wir haben ihn zuerst als eine neue von der ,cinchona ganz verschiedene ,gattung der ,familie der ,meliaceen bekannt gemacht4 ,frher meinte man1 dieses wirksame ,arzneimittel aus ,sdamerika komme von der ,brucea ferruginea1 die in ,abyssinien wchst1 von der ,magnolia glauca und der ,magnolia ,plumieri4 ,whrend der schweren ,krankheit meines ,reisegefhrten schickte ,navago einen vertrauten ,mann in die ,missionen am ,carony und lie uns durch die ,kapuziner in ,upata blhende ,zweige des ,baumes verschaffen1 den wir wnschten beschreiben zu knnen4 ,wir bekamen sehr schne ,exemplare1 deren #ah ,zoll lange ,bltter einen sehr angenehmen aromatischen ,geruch verbreiteten4 ,wir sahen bald1 da der ,cuspare 7die ist der indianische ,name der ,cascarilla oder der ,corteza del ,angostura7 eine neue ,gattung bildet2 und bei ,uebersendung von ,orinocopflanzen an ,willdenow ersuchte ich diesen1 die ,gattung nach ,bonpland zu benennen4 ,der jetzt unter dem ,namen ,bonplandia trifoliata bekannte ,baum wchst #e bis #f ,meilen vom stlichen ,ufer des ,carony am ,fu der ,hgel1 welche die ,missionen ,copapui1 ,upata und ,alta ,gracia einschlieen4 ,die ,caraiben gebrauchen einen ,aufgu der ,rinde des ,cuspare als ein strkendes ,mittel4 ,bonpland hat denselben ,baum westwrts von ,cumana im ,meerbusen ,santa ,fe entdeckt1 und dort kann er fr ,neu-,andalusien ein ,ausfuhrartikel werden4 ,die catalonischen ,mnche bereiten ein ,extrakt aus der ,cortex ,angosturae1 das sie in die ,klster ihrer ,provinz versenden und das im nrdlichen ,europa bekannter zu seyn verdiente4 ,hoffentlich wird die gegen ,fieber und ,ruhr so wirksame ,rinde der ,bonplandia auch ferner angewendet1 obgleich man unter dem ,namen falsche ,angostura eine andere ,rinde eingefhrt hat1 die mit jener hufig verwechselt wird4 ,diese falsche ,angostura oder ,angostura pseudo-ferruginosa kommt1 wie man behauptet1 von der ,brucea antidysenterica2 sie wirkt sehr stark auf die ,nerven1 bringt heftige ,anflle von ,starrkrampf hervor und enthlt nach ,pelletiers und ,caventous ,versuchen ein eigenthmliches ,alcali1 das mit dem ,morphium und dem ,strychnin ,aehnlichkeit hat4 ,der ,baum1 von dem die chte ,cortex ,angosturae kommt1 ist nicht sehr hufig1 und es erscheint daher als wnschenswerth1 da man ihn anpflanzt4 ,die catalonischen ,ordensleute sind ganz dazu geeignet1 diesen ,culturzweig in ,aufnahme zu bringen4 ,sie sind haushlterischer1 betriebsamer und rhriger als die andern ,missionre4 ,bereits haben sie in einigen ,drfern ,gerbereien und ,baumwollenspinnereien angelegt1 und wenn sie fortan die ,indianer der ,frchte ihrer ,arbeit genieen lassen1 so finden sie sicher an der eingeborenen ,bevlkerung krftige ,untersttzung4 ,da hier die ,mnche auf kleinem ,gebiet beisammen leben1 fhlen sie ihre politische ,bedeutung1 und sie haben zu wiederholten malen der weltlichen ,gewalt1 wie der des ,bischofs ,widerstand geleistet4 ,die ,statthalter in ,angostura haben mit sehr ungleichem ,erfolg mit ihnen gekmpft1 je nachdem das ,ministerium in ,madrid sich der kirchlichen ,hierarchie gefllig erzeigen wollte oder ihre ,macht zu beschrnken suchte4 ,im ,jahr #agfh lie ,don ,manuel ,centurion den ,missionren ber #bj1jjj ,stcke ,vieh wegnehmen und sie unter die drftigsten ,einwohner vertheilen4 ,diese auf ziemlich ungesetzliche ,weise gebte ,freigebigkeit hatte wichtige ,folgen4 ,der ,statthalter wurde auf die ,klage der catalonischen ,mnche abgesetzt1 obgleich er das ,gebiet der ,missionen gegen ,sd bedeutend erweitert und ber dem ,zusammenflu des ,carony mit dem ,paragua die ,villa ,barceloneta und bei der ,vereinigung des ,paragua mit dem ,paraguamusi die ,ciudad ,guirior gegrndet hatte4 ,seit jener ,zeit bis auf die politischen ,strme1 welche gegenwrtig in den spanischen ,colonien toben1 vermied die brgerliche ,behrde sorgfltig jede ,einmischung in die ,angelegenheiten der ,kapuziner4 ,man gefllt sich darin1 ihren ,wohlstand zu bertreiben1 wie man frher bei den ,jesuiten in ,paraguay gethan4 ,die ,missionen am ,carony vereinigen in ,folge der ,bodenbildung#aaj und des ,wechsels von ,savanen und ,ackerland die ,vorzge der ,llanos von ,calabozo und der ,thler von ,aragua4 ,der wahre ,reichthum des ,landes beruht auf der ,viehzucht und dem ,bau von ,colonialprodukten4 ,es ist zu wnschen1 da hier1 wie in der schnen1 fruchtbaren ,provinz ,venezuela1 die ,bevlkerung dem ,landbau treu bleibt und nicht so bald darauf ausgeht1 ,erzgruben zu suchen4 ,deutschlands und ,mexikos ,beispiel beweist allerdings1 da ,bergbau und eine blhende ,landwirthschaft keineswegs unvertrglich sind2 aber nach ,volkssagen kommt man ber die ,ufer des ,carony zum ,see ,dorado und zum ,palast des vergoldeten ,mannes1#aaa und da dieser ,see und dieser ,palast ein ,localmythus sind1 so wre es gefhrlich ,erinnerungen zu wecken1 die sich allmhlig zu verwischen beginnen4 ,man hat mich versichert1 noch bis zum ,jahr #agfj seyen die freien ,caraiben zum ,cerro de ,pajarcima1 einem ,berg sdlich von ,vieja ,guyana gekommen1 um das verwitterte ,gestein auszuwaschen4 ,der dabei gewonnene ,goldstaub wurde in ,calebassen der ,crescentia ,cujete aufbewahrt und in ,essequebo an die ,hollnder verkauft4 ,noch spter mibrauchten mexicanische ,bergleute die ,leichtglubigkeit des ,intendanten von ,caracas1 ,don ,jose ,avalo1 und legten mitten in den ,missionen am ,carony1 bei der ,villa ,upata in den ,cerros del ,potrero und ,chirika groe ,httenwerke an4 ,sie erklrten1 die ganze ,gebirgsart sey goldhaltig und man baute ,werksttten und ,schmelzfen4 ,nachdem man betrchtliche ,summen verschleudert1 zeigte es sich1 da die ,kiese keine ,spur von ,gold enthielten4 ,diese ,versuche1 so fruchtlos sie waren1 riefen den alten ,aberglauben#aab wach1 da in ,guyana jedes glnzende ,gestein una madre del oro sey4 ,man begngte sich nicht damit1 ,glimmerschiefer zu schmelzen2 bei ,angostura zeigte man mir ,schichten von ,hornblendeschiefer ohne fremdartige ,beimengung1 die man unter dem wunderlichen ,namen3 schwarzes ,golderz1 oro negro1 ausbeutete4 ,zur ,vervollstndigung der ,beschreibung des ,orinoco theile ich an dieser ,stelle die ,hauptergebnisse meiner ,untersuchungen ber den ,dorado1 ber das weie ,meer oder ,laguna ,parime und die ,quellen des ,orinoco mit1 wie sie auf den neuesten ,karten gezeichnet sind4 ,die ,vorstellung von einem berschwenglich reichen ,goldlande war seit dem ,ende des sechzehnten ,jahrhunderts mit der andern verbunden1 da ein groer ,binnensee den ,orinoco1 ,rio ,branco und den ,rio ,essequebo zugleich mit ,wasser speise4 ,ich glaube durch genauere ,kenntni der ,oertlichleiten1 durch langes1 mhsames ,studium der spanischen ,schriftsteller1 die vom ,dorado handeln1 besonders aber durch ,vergleichung sehr vieler alten1 chronologisch geordneten ,karten den ,quellen dieses ,irrthums auf die ,spur gekommen zu seyn4 ,allen ,mhrchen liegt etwas ,wirkliches zu ,grunde2 das vom ,dorado gleicht den ,mythen des ,alterthums1 die bei ihrer ,wanderung von ,land zu ,land immer den verschiedenen ,oertlichkeiten angepat wurden4 ,um ,wahrheit und ,irrthum zu unterscheiden1 braucht man in den ,wissenschaften meistens nur die ,geschichte der ,vorstellungen und ihre allmhlige ,entwicklung zu verfolgen4 ,die ,untersuchung1 mit der ich dieses ,kapitel beschliee1 ist nicht allein dehalb von ,belang1 weil sie ,licht verbreitet ber die ,vorgnge bei der ,eroberung und ber die lange ,reihe unglcklicher ,expeditionen1 die unternommen worden1 um den ,dorado zu suchen1 und deren letzte 7man schmt sich1 es sagen zu mssen7 in das ,jahr #agge fllt2 neben diesem rein historischen ,interesse haben sie noch ein anderes unmittelbareres und allgemeineres3 sie knnen dazu dienen1 die ,geographie von ,sdamerika zu berichtigen1 und auf den ,karten1 die gegenwrtig erscheinen1 die groen ,seen und das seltsame ,flunetz auszumerzen1 die wie auf gerathewohl zwischen dem #fj4 und #fi4 ,lngengrad eingezeichnet werden4 ,in ,europa glaubt kein ,mensch mehr an die ,schtze in ,guyana und an das ,reich des groen ,patiti4 ,die ,stadt ,manoa und ihre mit massiven ,goldplatten bedeckten ,palste sind lngst verschwunden2 aber der geographische ,apparat1 mit dem die ,sage vom ,dorado aufgeputzt war1 der ,see ,parime1 in dem sich1 wie im ,see bei ,mexiko1 so viele herrliche ,gebude spiegelten1 wurde von den ,geographen gewissenhaft beibehalten4 ,im ,laufe von drei ,jahrhunderten erlitten dieselben ,sagen verschiedene ,umwandlungen2 aus ,unkenntni der amerikanischen ,sprachen hielt man ,flsse fr ,seen und ,tragepltze fr ,fluverzweigungen2 man rckte einen ,see 7den ,cassipa7 um #e ,breitegrade zu weit nach ,sd1 whrend man einen andern 7den ,parime oder ,dorado7 hundert ,meilen weit weg vom westlichen ,ufer des ,rio ,branco auf das stliche versetzte4 ,durch solch mancherlei ,umwandlungen ist das ,problem1 das uns hier vorliegt1 weit verwickelter geworden1 als man gewhnlich glaubt4 ,der ,geographen1 welche bei ,entwerfung einer ,karte die drei ,fundamentalpunkte1 die ,mae1 die ,vergleichung der beschreibenden ,schriften und die etymologische ,untersuchung der ,namen immer im ,auge haben1 sind sehr wenige4 ,fast alle seit #agge erschienenen ,karten von ,sdamerika sind1 was das ,binnenland zwischen den ,steppen von ,venezuela und dem ,amazonenstrom1 zwischen dem ,ostabhang der ,anden und den ,ksten von ,cayenne betrifft1 reine ,copien der groen spanischen ,karte des la ,cruz ,olmedilla4 ,eine ,linie darauf1 welche den ,landstrich bezeichnet1 den ,don ,jose ,solano entdeckt und durch seine ,truppen und ,emissre zur ,ruhe gebracht haben wollte1 hielt man fr den ,weg1 den der ,commissr zurckgelegt1 whrend er nie ber ,san ,fernando de ,atabapo1 das #afj ,meilen vom angeblichen ,see ,parime liegt1 hinausgekommen ist4 ,man versumte es1 das ,werk des ,pater ,caulin zu ,rathe zu ziehen1 des ,geschichtschreibers von ,solanos ,expedition1 der nach den ,angaben der ,indianer sehr klar auseinandersetzt1 wie der ,name des ,flusses ,parime das ,mhrchen vom ,dorado und einem ,binnenmeer veranlat hat4 ,ganz unbentzt lie man ferner eine ,karte vom ,orinoco1 die drei ,jahre jnger ist als die von la ,cruz2 und die von ,surville nach dem ganzen zuverlssigen wie hypothetischen ,material in den ,archiven des ,despacho universal de ,indias gezeichnet wurde4 ,die ,fortschritte der ,geographie1 soweit sie sich auf den ,karten zu erkennen geben1 sind weit langsamer1 als man nach der ,menge brauchbarer ,resultate1 die in den ,literaturen der verschiedenen ,vlker zerstreut sind1 glauben sollte4 ,astronomische ,beobachtungen1 topographische ,nachweisungen hufen sich viele ,jahre lang an1 ohne da sie bentzt werden1 und aus sonst sehr lobenswerthem ,conservatismus wollen die ,kartenzeichner oft lieber nichts ,neues bringen1 als einen ,see1 eine ,bergkette oder ein ,flunetz opfern1 die man nun einmal seit ,jahrhunderten eingezeichnet hat4 ,da die fabelhaften ,sagen vom ,dorado und vom ,see ,parime nach dem ,charakter der ,lnder1 denen man sie anpassen wollte1 verschiedentlich gewendet worden sind1 so ist herauszufinden1 was daran richtig seyn mag und was rein chimrisch ist4 ,um nicht zu sehr ins ,einzelne zu gehen1 was besser der ,analyse des geographischen ,atlas vorbehalten bleibt1 mache ich den ,leser vor allem auf die ,oertlichkeiten aufmerksam1 welche zu verschiedenen ,zeiten der ,schauplatz der ,expeditionen zur ,entdeckung des ,dorado gewesen4 ,hat man sich mit der ,physiognomie des ,landes und mit den rtlichen ,umstnden1 wie wir sie jetzt zu beschreiben im ,stande sind1 bekannt gemacht1 so wird einem klar1 wie die verschiedenen ,voraussetzungen auf unsern ,karten nach und nach entstehen und einander modificiren konnten4 ,um einen ,irrthum zu berichtigen1 hat man nur die wechselnden ,gestalten zu betrachten1 unter denen er zu verschiedenen ,zeiten aufgetreten ist4 ,bis zur ,mitte des achtzehnten ,jahrhunderts war das ungeheure ,gebiet zwischen den ,bergen von franzsisch ,guyana und den ,wldern am obern ,orinoro1 zwischen den ,quellen des ,rio ,carony und dem ,amazonenstrom 7von #j bis #d ,grad nrdlicher ,breite und vom #eg4 bis #fh4 ,grad der ,lnge7 so wenig bekannt1 da die ,geographen nach ,gefallen ,seen1 ,fluverbindungen1 mehr oder weniger hohe ,berge einzeichnen konnten4 ,sie haben sich dieser ,freiheit in vollem ,mae bedient1 und die ,lage der ,seen1 wie der ,lauf und die ,verzweigungen der ,flsse wurden so verschiedenartig dargestellt1 da es nicht zu wundern wre1 wenn sich unter den zahllosen ,karten ein paar fnden1 die das ,richtige getroffen htten4 ,heutzutage ist das ,feld der ,hypothesen sehr bedeutend kleiner geworden4 ,die ,lnge von ,esmeralda am obern ,orinoco ist von mir bestimmt2 weiter nach ,ost1 mitten in den ,niederungen der ,parime 7ein unbekanntes ,land1 wie ,wangara und ,dar-,saley in ,afrika71 ist ein #bj ,meilen breiter ,strich von ,nord nach ,sd an den ,ufern des ,rio ,carony und des ,rio ,branca7 hin1 unter dem #fc4 ,grad der ,lnge1 bereits begangen4 ,es ist die der gefhrliche ,weg1 den ,don ,antonio ,santos von ,santo ,thome de ,angostura an den ,rio ,negro und den ,amazonenstrom eingeschlagen1 derselbe1 auf dem in neuester ,zeit ,ansiedler aus ,surinam mit den ,bewohnern von ,gran-,para verkehrt haben4#aac ,dieser ,weg schneidet die terra incognita der ,parime in zwei ungleiche ,stcke2 zugleich setzt er den ,quellen des ,orinoco ,grenzen1 so da man dieselben nicht mehr nach ,belieben gegen ,ost schieben kann1 weil sonst das ,bett des obern ,orinoco1 der von ,ost nach ,west luft1 ber das ,bett des ,rio ,branco liefe1 der von ,nord nach ,sd fliet4 ,verfolgt man den ,rio ,branco oder den ,streifen ,bauland1 der zur ,capitania general von ,gran-,para gehrt1 so sieht man ,seen1 die von den ,geographen zum ,theil aus der ,luft gegriffen1 zum ,theil vergrert sind1 zwei gesonderte ,gruppen bilden4 ,die erste derselben begreift die ,seen1 die man zwischen ,esmeralda und den ,rio ,branco verlegt1 zur zweiten gehren die1 welche man auf dem ,landstrich zwischen dem ,rio ,branco und den ,bergen von franzsisch und hollndisch ,guyana einander gegenber liegen lt4 ,aus dieser ,uebersicht ergibt sich1 da die ,frage1 ob es ostwrts vom ,rio ,branco einen ,see ,parime gibt1 mit der ,frage nach den ,quellen des ,orinoco gar nichts zu thun hat4 ,auer dem eben bezeichneten ,landstrich 7dem ,dorado de la ,parime1 durch den der ,rio ,branco luft7 gibt es #bfj ,meilen gegen ,west am ,ostabhang der ,cordilleren der ,anden ein anderes ,land1 das in den ,expeditionen zur ,aufsuchung des ,dorado ebenso berufen ist4 ,es ist die das ,mesopotamien zwischen dem ,caqueta1 dem ,rio ,negro1 dem ,uaupes und dem ,jurubesh1 von dem ich oben ausfhrlich gesprochen1#aad der ,dorado der ,omaguas1 wo der ,see ,manoa des ,pater ,acua1 die laguna de oro der ,guanes-,indianer und das ,goldland liegen1 aus dem ,pater ,fritz gegen das ,ende des siebzehnten ,jahrhunderts in seiner ,mission am ,amazonenstrom ,goldbleche erhalten hat4 ,die ersten und zumal berhmtesten ,unternehmungen zur ,auffindung des ,dorado waren gegen den ,ostabhang der ,anden von ,neu-,grenada gerichtet4 ,voll ,verwunderung ber den ,bericht eines ,indianers aus ,tacunga von den ,schtzen des ,knigs oder ,zague von ,cundirumarca1 schickte ,sebastian de ,belalcazar im ,jahr #aece die ,hauptleute ,aasco und ,ampudia aus1 das valle del ,dorado zu suchen1 das zwlf ,tagereisen von ,guallabamba1 also in den ,gebirgen zwischen ,pasto und ,popayan liegen sollte4 ,die ,nachrichten1 welche ,pedro de ,aasco von den ,eingeborenen eingezogen1 in ,verbindung mit den spteren ,mittheilungen des ,diaz de ,pineda 7#aecf71 der die ,provinzen ,quixos und ,canela zwischen dem ,rio ,napo und dem ,rio ,pastaca entdeckt hatte1 brachten auf die ,vorstellung1 da stlich von den ,nevados von ,tunguragua1 ,cayambe und ,popayan weite ,ebenen liegen1 reich an edlen ,metallen1 wo die ,eingeborenen ,rstungen aus massivem ,golde trgen4 ,als man nun diese ,schtze aufsuchte1 entdeckte ,gonzalo ,pizarro 7#aeci7 zufllig den amerikanischen ,zimmtbaum 7,laurus cinnamomoides7 und gelangte ,francisco de ,orellana ber den ,napo hinunter in den ,amazonenstrom4 ,von da an wurden zu gleicher ,zeit von ,venezuela1 ,neu-,grenada1 ,quito und ,peru1 ja von ,brasilien und vom ,rio de la ,plata aus ,expeditionen zur ,eroberung des ,dorado unternommen4 ,am lngsten haben sich die ,zge in das ,land sdlich vom ,guaviare1 ,rio ,fragua und ,caqueta im ,gedchtni erhalten1 und durch sie vor allen hat das ,mhrchen von den ,schtzen der ,manaos1 der ,omaguas und ,guaypes1 wie von der ,existenz der ,lagunas de oro und der ,stadt des vergoldeten ,knigs 7der groe ,patiti1 der groe ,moxo1 der groe ,paru oder ,enim7 ,verbreitung gefunden4 ,da ,orellana zwischen den ,nebenflssen des ,jupura und des ,rio ,negro ,gtzenbilder von massivem ,golde gefunden hatte1 so glaubte man an ein ,goldland zwischen dem ,papamene und dem ,guaviare4 ,seine ,erzhlung und die ,reiseberichte ,jorge's de ,espira 7,georg von ,speier71 ,hernans ,perez de ,guezada und ,felipe's de ,urre 7,philipp von ,hutten7 verrathen1 neben vielen ,uebertreibungen1 genaue ,localkenntnisse4 ,betrachtet man sie rein aus geographischem ,gesichtspunkt1 so sieht man1 da das ,bestreben der ersten ,conquistadoren fortwhrend dahin ging1 zum ,landstrich zwischen den ,quellen des ,rio ,negro1 des ,uaupes 7,guape7 und des ,jupura oder ,caqueta zu gelangen4 ,diesen ,landstrich haben wir oben1 zum ,unterschied vom ,dorado der ,parime1 den ,dorado der ,omaguas genannt4 ,allerdings hie alles ,land zwischen dem ,amazonenstrom und dem ,orinoco im ,allgemeinen ,provincias del ,dorado2 aber auf diesem ungeheuern1 mit ,wldern1 ,savanen und ,gebirgen bedeckten ,raum strebte man1 wenn man den groen ,see mit goldreichen ,ufern und den vergoldeten ,knig suchte1 doch immer nur zwei ,punkten zu1 nordstlich und sdwestlich vom ,rio ,negro1 nmlich der ,parime 7dem ,isthmus zwischen dem ,carony1 ,essequebo und ,rio ,branco7 und den alten ,wohnpltzen der ,manaos an den ,ufern des ,jurubesh4 ,die ,lage des letzteren ,landstrichs1 der in der ,geschichte der ,eroberung vom ,jahr #aece bis zum ,jahr #aefj vielberufen war1 habe ich oben angegeben2 ich habe nun noch von der ,bodenbildung zwischen den spanischen ,missionen am ,carony und den portugiesischen am ,rio ,branco zu sprechen4 ,es ist die das ,land in der ,nhe des obern ,orinoco1 ,esmeraldas und von hollndisch und franzsisch ,guyana1 das am ,ende des sechzehnten ,jahrhunderts ,raleghs ,unternehmungen und bertriebene ,berichte in so hellem ,glanze strahlen lieen4 ,in ,folge des ,laufs des ,orinoco1 indem er nach einander erst gegen ,west1 dann gegen ,nord und endlich gegen ,ost fliet1 liegt seine ,mndung fast im selben ,meridian wie seine ,quellen2 geht man daher von ,alt-,guayana gegen ,sd1 so kommt man ber das ganze ,land1 in das die ,geographen nach einander ein ,binnenmeer 7,mar blanco7 und die verschiedenen ,seen versetzen1 die mit der ,sage vom ,dorado der ,parime verknpft sind4 ,zuerst kommt man an den ,rio ,carony1 zu dem zwei fast gleich starke ,zweige zusammentreten1 der eigentliche ,carony und der ,rio ,paragua4 ,die ,missionre von ,piritu nennen letzteren ,flu einen ,see 7laguna74 ,er ist voll ,klippen und kleiner ,wasserflle2 da er aber ber ein vllig ebenes ,land luft1 tritt er zugleich hufig sehr stark aus und man kann sein eigentliches ,bett 7su verdadera caxa7 kaum erkennen4 ,die ,eingeborenen nennen ihn ,paragua oder ,parava1 was auf caraibisch ,meer oder groer ,see bedeutet4 ,diese rtlichen ,verhltnisse und diese ,benennung sind ohne ,zweifel die ,veranlassung geworden1 da man aus dem ,rio ,paragua1 einem ,nebenflu des ,carony1 einen ,see gemacht und denselben ,cassipa genannt hat1 nach den ,cassipagotos1 die in der ,gegend wohnten4 ,ralegh gab diesem ,wasserbecken #ac ,meilen ,breite1 und da alle ,seen der ,parime ,goldsand haben mssen1 so ermangelt er nicht zu versichern1 wenn ,sommers das ,wasser falle1 finde man daselbst ,goldgeschiebe von bedeutenden ,gewicht4 ,da die ,quellen der ,nebenflsse des ,carony1 ,arui und ,caura 7,caroli1 ,arvi und ,caora der alten ,geographen7 ganz nahe bei einander liegen1 so kam man auf den ,gedanken1 alle diese ,flsse aus dem angeblichen ,see ,cassipa entspringen zu lassen4 ,sanson vergrert den ,see auf #db ,meilen ,lnge und #ae ,meilen ,breite4 ,die alten ,geographen kmmern sich wenig darum1 ob sie die ,zuflsse an beiden ,ufern immer in derselben ,weise einander gegenbersetzen1 und so geben sie die ,mndung des ,carony und den ,see ,cassipa1 der durch den ,carony mit dem ,orinoco zusammenbringt1 zuweilen oberhalb des ,einflusses des ,meta an4 ,so schiebt ,hondius den ,see bis zum #b4 und #c4 ,breitengrad hinunter und gibt ihm die ,gestalt eines ,rechtecks1 dessen grten ,seiten ,von ,nord nach ,sd gerichtet sind4 ,dieser ,umstand ist bemerkenswerth1 weil man1 indem man nach und nach dem ,see ,cassipa eine sdlichere ,breite gab1 denselben vom ,carony und ,arui loslste und ihn ,parime nannte4 ,will man diese ,metamorphose in ihrer allmhligen ,entwicklung verfolgen1 so mu man die ,karten1 die seit ,raleghs ,reise bis heute erschienen sind1 vergleichen4 ,la ,cruz1 dem alle neueren ,geographen nachgezeichnet haben1 lt seinem ,see ,parime die lnglichte ,gestalt des ,sees ,cassipa1 obgleich diese ,gestalt von der des alten ,sees ,parime oder ,rupunuwini1 dessen groe ,achse von ,ost nach ,west gerichtet war1 vllig abweicht4 ,ferner war dieser alte ,see 7der des ,hondius1 ,sanson und ,coronelli7 von ,bergen umgeben und es entsprang kein ,flu daraus1 whrend der ,see ,parime des la ,cruz und der neueren ,geographen mit dem obern ,orinoco zusammenhngt1 wie der ,cassipa mit dem untern ,orinoco4 ,ich habe hiemit den ,ursprung der ,fabel vom ,see ,cassipa erklrt1 so wie den ,einflu1 den sie auf die ,vorstellung gehabt1 als ob der ,orinoco aus dem ,see ,parime entsprnge4 ,sehen wir jetzt1 wie es sich mit dem letzteren ,wasserbecken verhlt1 mit dem angeblichen ,binnenmeer1 das bei den ,geographen des sechzehnten ,jahrhunderts ,rupunuwini heit4 ,unter dem #d4 oder #d ,grad der ,breite 7leider fehlt es in dieser ,richtung1 sdlich von ,santo ,thome de ,angostura1 auf #h ,grade weit ganz an astronomischen ,beobachtungen7 verbindet eine lange1 schmale ,cordillere1 ,pacaraimo1 ,quimiropaca und ,ucucuamo genannt1 die von ,ost nach ,sdwest streicht1 den ,bergstock der ,parime mit den ,bergen von hollndisch und franzsisch ,guyana4 ,sie bildet die ,wasserscheide zwischen dem ,carony1 ,rupunury oder ,rupunuwini und dem ,rio ,branco1 und somit zwischen den ,thlern des untern ,orinoco1 des ,essequebo und des ,rio ,negro4 ,nordwestlich von dieser ,cordillere von ,pacaraimo1 ber die nur wenige ,europer gekommen sind 7im ,jahr #agci der deutsche ,chirurg ,nicolaus ,hortsmann1 im ,jahr #agge sein spanischer ,officier1 ,don ,antonio ,santos1 im ,jahr #agia der portugiesische ,obrist ,barata1 und im ,jahr #ahaa mehrere englische ,colonisten7 kommen der ,nocapra1 der ,paraguamusi und der ,paragua herab1 die in den ,carony fallen2 gegen ,nordost kommt der ,rupunuwini herunter1 ein ,nebenflu des ,essequebo2 gegen ,sd vereinigen sich der ,tacutu und der ,uraricuera zum vielberufenen ,rio ,parime oder ,rio ,branco4 ,dieser ,isthmus zwischen den ,zweigen des ,rio ,essequebo und des ,rio ,branco 7das heit zwischen dem ,rupunuwini einerseits1 und dem ,pirara1 ,mahu und ,uraricuera oder ,rio ,parime andererseits7 ist als der eigentliche classische ,boden des ,dorado der ,parime zu betrachten4 ,am ,fue der ,berge von ,pacaraimo treten die ,flsse hufig aus1 und oberhalb ,santa ,rosa heit das rechte ,ufer des ,urariapara1 der sich in den ,utaricuera ergiet1 el valle de la inundacion4 ,ferner findet man zwischen dem ,rio ,parime und dem ,xurumu groe ,lachen2 auf den in neuester ,zeit in ,brasilien gezeichneten ,karten1 die ber diesen ,landstrich sehr genau sind1 finden sich diese ,wasserstcke angegeben4 ,weiter nach ,west kommt der ,cao ,pirara1 der in den ,mahu luft1 aus einem ,binsensee4 ,das ist der von ,nicolaus ,hortsmann beschriebene ,see ,amucu1 derselbe1 ber den mir ,portugiesen aus ,barcelos1 die am ,rio ,branco 7,rio ,parime oder ,rio ,paravigiana7 gewesen waren1 whrend meines ,aufenthaltes in ,san ,carlos del ,rio ,negro genaue ,notizen gegeben haben4 ,der ,see ,amucu ist mehrere ,meilen breit und hat zwei kleine ,inseln1 die ,santos ,islas ,ipomucena nennen hrte4 ,der ,rupunuwini1 an dessen ,ufer ,hortsmann ,felsen mit hieroglyphischen ,bildern entdeckt hat1 kommt diesem ,see ganz nahe1 steht aber in keiner ,verbindung mit demselben4 ,der ,trageplatz zwischen dem ,rupunuwini und dem ,mahu liegt weiter gegen ,nord1 wo der ,berg ,ucucuamo sich erhebt1 der bei den ,eingeborenen noch jetzt der ,goldberg heit4 ,sie gaben ,hortsmann den ,rath1 um den ,rio ,mahu herum eine ,silbergrube 7ohne ,zweifel grobltteriger ,glimmer71 ,diamanten und ,smaragde zu suchen2 der ,reisende fand aber nichts als ,bergkrystall4 ,aus seinem ,bericht scheint hervorzugehen1 da der ganze nach ,ost streichende ,zug der ,gebirge am obern ,orinoco 7,sierra ,parime7 aus ,graniten besteht1 in denen1 wie am ,pic ,duida1#aae hufig ,drusen und offene ,gnge vorkommen4 ,in dieser ,gegend1 die noch immer fr sehr goldreich gilt1 leben an der ,westgrenze von hollndisch ,guyana die ,macusis1 ,aturajos und ,acuvajos2 spter fand ,santos diese ,vlkerschaften zwischen dem ,rupunuwini1 dem ,mahu und der ,bergkette ,pacaraimo angesiedelt4 ,das glimmerreiche ,gestein am ,berg ,ucucuamo1 der ,name des ,rio ,parime1 das ,austreten der ,flsse ,urariapara1 ,parime und ,xurumu1 besonders aber der ,see ,amucu 7der nahe beim ,rio ,rupunuwini liegt und fr die ,hauptquelle des ,rio ,parime gilt7 haben die ,fabel vom weien ,meer und dem ,dorado der ,parime veranlat4 ,alle diese ,momente 7und eben dadurch wirkten sie zu ,einer ,vorstellung zusammen7 finden sich auf einer von ,nord nach ,sd #h bis #i ,meilen breiten1 von ,ost nach ,west #dj ,meilen langen ,strecke neben einander4 ,diese ,lage gab man auch bis zum ,anfang des sechzehnten ,jahrhunderts dem weien ,meer1 nur da man es in der ,richtung eines ,parallels verlngerte4 ,dieses weie ,meer ist nun aber nichts anderes als der ,rio ,parime1 der auch weier ,flu1 ,rio ,branco oder de aguas blancas heit und diesen ganzen ,landstrich1 ber den er luft1 unter ,wasser setzt4 ,auf den ltesten ,karten heit das weie ,meer ,rupunuwini1 und daraus geht hervor1 da die ,sage eben hier zu ,hause ist1 da unter allen ,nebenflssen des ,essequebo der ,rio ,rupunuwini dem ,see ,amucu am nchsten kommt4 ,bei seiner ersten ,reise 7#aeie7 machte sich ,ralegh noch keine bestimmte ,vorstellung von der ,lage des ,dorado und des ,sees ,parime1 den er fr gesalzen hielt und den er ein zweites caspisches ,meer nennt4 ,erst bei der zweiten1 gleichfalls auf ,raleghs ,kosten unternommenen ,reise 7#aeif7 gab ,lawrence ,keymis die ,oertlichkeiten des ,dorado so bestimmt an1 da1 wie mir dnkt1 an der ,identitt der ,parime de ,manoa mit dem ,see ,amucu und dem ,isthmus zwischen dem ,rupunuwini 7der in den ,essequebo luft7 und dem ,rio ,parime oder ,rio ,branco gar nicht zu zweifeln ist4 ,die ,indianer1 sagt ,keymis1 fahren den ,essequebo sdwrts in zwanzig ,tagen hinauf4 ,um die ,strke des ,flusses anzudeuten1 nennen sie ihn den ,bruder des ,orinoco4 ,nach zwanzigtgiger ,fahrt schaffen sie ihre ,canoes ber einen ,trageplatz in einem einzigen ,tage aus dem ,flusse ,dessekebe auf einen ,see1 den die ,jaos ,roponowini1 die ,caraiben ,parime nennen4 ,dieser ,see ist gro wie ein ,meer2 es fahren unzhlige ,canoes darauf1 und ich vermuthe 7die ,indianer hatten ihm also nichts davon gesagt71 da es derselbe ,see ist1 an dem die ,stadt ,manoa liegt4 ,hondius gibt eine merkwrdige ,abbildung von jenem ,trageplatz1 und da nach der damaligen ,vorstellung die ,mndung des ,carony unter dem #d4 ,breitengrad 7statt unter #hh7 lag1 so setzte man den ,trageplatz ganz nahe an den ,aequator4 ,zur selben ,zeit lie man den ,viapoco 7,oyapoc7 und den ,rio ,cayane 7,maroni87 aus jenem ,see ,parime kommen4 ,der ,umstand1 da die ,caraiben den westlichen ,zweig des ,rio ,branco ebenso nennen1 hat vielleicht so viel dazu beigetragen1 den ,see ,amucu in der ,einbildung zu vergrern1 als die ,ueberschwemmungen der verschiedenen ,nebenflsse des ,uraricuera von der ,mndung des ,tacutu bis zum valle de la inundacion4 ,wir haben oben gesehen1 da die ,spanier den ,rio ,paragua oder ,parava1 der in den ,carony fllt1 fr einen ,see hielten1 weil das ,wort ,parava ,meer1 ,see1 ,flu bedeutet4 ,ebenso scheint ,parime groes ,wasser im ,allgemeinen zu bedeuten1 denn die ,wurzel par kommt in caraibischen ,benennungen von ,flssen1 ,lachen1 ,seen und ,meeren ,vor4 ,im ,arabischen und im ,persischen dienen ebenso bahr und deria gleichmig zur ,bezeichnung des ,meeres1 der ,seen und der ,flsse1 und dieser ,brauch1 der sich bei vielen ,vlkern in beiden ,welten findet1 hat auf den alten ,karten ,seen in ,flsse und ,flsse in ,seen umgewandelt4 ,zur ,bekrftigung des eben ,gesagten fhre ich einen sehr achtbaren ,zeugen auf1 ,pater ,caulin4 ,als ich1 sagt dieser ,missionr1 der sich lnger als ich am untern ,orinoco aufgehalten hat1 die ,indianer fragte1 was denn die ,parime sey1 so erwiederten sie1 es sey nichts als ein ,flu1 der aus einer ,bergkette komme1 an deren anderem ,abhang der ,essequebo entspringe4 ,caulin wei nichts vom ,see ,amucu1 und erklrt den ,glauben an ein ,binnenmeer nur aus den ,ueberschwemmungen der ,ebenen1 a las inundaciones dilatadas per los bajos del pays4#aaf ,ihm zufolge rhren alle ,migriffe der ,geographen von dem leidigen ,umstand her1 da alle ,flsse in ,guyana an ihren ,mndungen andere ,namen haben als an ihren ,quellen4 ,ich zweifle nicht1 sagt er weiter1 da einer der obern ,zweige des ,rio ,branco derselbe ,rio ,parime ist1 den die ,spanier fr einen ,see gehalten haben 7a quien suponian laguna74 ,diese ,notizen hatte der ,geschichtschreiber der ,grenzexpedition an ,ort und ,stelle gesammelt1 und er htte wohl nicht geglaubt1 da la ,cruz und ,surville richtige ,begriffe und alte ,vorstellungen vermengen und auf ihren ,karten das ,mar ,dorado oder ,mar ,blanco wieder zum ,vorschein bringen wrden4 ,so kommt es1 da1 obgleich ich seit meiner ,rckkehr aus ,amerika vielfach den ,beweis gefhrt1 da ein ,binnenmeer1 aus dem der ,orinoco entsprnge1 gar nicht existirt1 in neuester ,zeit unter meinem ,namen eine ,karte#aag erschienen ist1 auf der die ,laguna de ,parime wiederum auftritt4 ,aus allem ,bisherigen geht hervor3 #a7 da die ,laguna ,rupunuwini oder ,parime aus ,raleghs ,reise und auf den ,karten des ,hondius ein chimrischer ,see ist1 zu dem der ,see ,amucu und die hufigen ,ueberschwemmungen der ,nebenflsse des ,uraricuera ,veranlassung gegeben2 #b7 da die ,laguna ,parime auf ,survilles ,karte der ,see ,amucu ist1 aus dem der ,rio ,pirara und 7zugleich mit dem ,mahu1 dem ,tacutu1 dein ,uraricuera oder dem eigentlich sogenannten ,rio ,parime7 der ,rio ,branco entspringt2 #c7 da die ,laguna ,parime des la ,cruz eine eingebildete ,erweiterung des ,rio ,parime 7der mit dem ,orinoco verwechselt wird7 unterhalb der ,vereinigung des ,mahu mit dem ,xurumu ist4 ,von der ,mndung des ,mahu bis zu der des ,tacutu betrgt die ,entfernung kaum #jdj2 la ,cruz macht #g ,breitengrade daraus4 ,er nennt das obere ,stck des ,rio ,branco 7in das der ,mahu fllt7 ,orinoco oder ,puruma4 ,die ist ohne allen ,zweifel der ,xurumu1 ein ,nebenflu des ,tacutu1 der den ,einwohnern des benachbarten ,forts ,san ,joaquim wohl bekannt ist4 ,alle ,namen1 die in der ,sage vom ,dorado vorkommen1 finden sich unter den ,nebenflssen des ,rio ,branco4 ,geringfgige rtliche ,verhltnisse und die ,erinnerung an den ,salzsee in ,mexico1 zumal aber an den ,see ,manoa im ,dorado der ,omaguas wirkten zusammen zur ,ausmalung eines ,bildes1 das der ,einbildungskraft ,raleghs und seiner beiden ,unterbefehlshaber1 ,keymis und ,masham1 den ,ursprung verdankt4 ,nach meiner ,ansicht lassen sich die ,ueberschwemmungen des ,rio ,branco hchstens mit denen des ,red ,river in ,louisiana zwischen ,natchitotches und ,cados vergleichen1 keineswegs aber mit der ,laguna de los ,xarayes1 die eine periodische ,ausbreitung des ,rio ,paraguay ist4#aah ,wir haben im ,bisherigen ein weies ,meer besprochen1 durch das man den ,hauptstamm des ,rio ,branco laufen lt1 und ein zweites1#aai das man ostwrts von diesem ,flusse setzt1 und das mit demselben mittelst des ,cao ,pirara zusammenhngt4 ,noch gibt es einen dritten ,see1#abj den man westwrts vom ,rio ,branco verlegt1 und ber den ich erst krzlich interessante ,angaben im handschriftlichen ,tagebuch des ,chirurgen ,hortsmann gefunden habe4 ,zwei ,tagereisen unterhalb des ,einflusses des ,mahu 7,tacutu7 in den ,rio ,parime 7,uraricuera7 liegt auf einem ,berggipfel ein ,see1 in dem dieselben ,fische vorkommen1 wie im ,rio ,parime2 aber die ,wasser des ersteren sind schwarz1 die des letzteren wei4 ,hat nun nicht vielleicht ,surville nach einer dunkeln ,kunde von diesem ,wasserbecken auf der ,karte1 die er zu ,pater ,caulins ,werk entworfen1 sich einen #aj ,meilen langen ,alpensee ausgedacht1 bei dem 7gegen ,ost7 der ,orinoco und der ,idapa1 ein ,nebenflu des ,rio ,negro1 zumal entspringen8 ,so unbestimmt die ,angabe des ,chirurgen aus ,hildesheim lautet1 so lt sich doch unmglich annehmen1 da der ,berg1 auf dessen ,gipfel sich ein ,see befindet1 nrdlich vom ,parallel von #b1 liege1 und diese ,breite kommt ungefhr mit der des ,cerro ,unturan berein4 ,es ergibt sich daraus1 da ,hortsmanns ,alpsee1 der d',anvilles ,aufmerksamkeit entgangen ist1 und der vielleicht mitten in einer ,berggruppe liegt1 nordstlich vom ,trageplatz zwischen dem ,idapa und ,mavaca und sdstlich vom ,orinoco1 oberhalb ,esmeralda1 zu suchen ist4 ,die meisten ,geschichtschreiber1 welche die ersten ,jahrhunderte nach der ,eroberung beschrieben haben1 schienen der festen ,ansicht1 da die ,namen ,provincias und ,pais del ,dorado ursprnglich jeden goldreichen ,landstrich bedeuteten4 ,sie vergessen den etymologischen ,sinn des ,wortes ,dorado 7der ,vergoldete7 und bemerken nicht1 da diese ,sage ein ,localmythus ist1 wie ja auch fast alle ,mythen der ,griechen1 ,hindus und ,perser4 ,die ,geschichte vom vergoldeten ,mann ist ursprnglich in den ,anden von ,neu-,grenada zu ,hause1 besonders aus den ,niederungen am ,ostabhange derselben2 nur allmhlig1 wie ich oben gezeigt1 sieht man sie #cjj ,meilen gegen ,ost-,nord-,ost von den ,quellen des ,caqueta an die des ,rio ,branco und des ,essequebo herberrcken4 ,man hat in verschiedenen ,gegenden von ,sdamerika bis zum ,jahr #aecf ,gold gesucht1 ohne da das ,wort ,dorado ausgesprochen worden wre1 und ohne da man an die ,existenz eines andern ,mittelpunktes der ,cultur und der ,schtze als das ,reich der ,inca von ,cuzco geglaubt htte4 ,lnder1 aus denen gegenwrtig auch nicht die kleinste ,menge edlen ,metalls in den ,handel kommt1 die ,kste von ,paria1 ,terra ,firma 7,castilla del ,oro71 die ,berge von ,st4 ,martha und die ,landenge ,darien waren damals so vielberufen1 wie in neuerer ,zeit der goldhaltige ,boden in ,senora1 ,choco und ,brasilien4 ,diego de ,ordaz 7#aeca7 und ,alonzo de ,herera 7#aece7 zogen auf ihren ,entdeckungsreisen an den ,ufern des untern ,orinoco hin4 ,ersterer ist der berchtigte ,conquistador von ,mexico1 der sich rhmte1 ,schwefel aus dem ,krater des ,pics ,popocatepetl geholt zu haben1 und dem ,karl ,v4 die ,erlaubni ertheilte1 einen brennenden ,vulkan im ,wappen zu fhren4 ,ordaz war zum ,adelantado allen ,landes ernannt worden1 das er zwischen ,brasilien und ,venezuela erobern knnte1 und das damals das ,land der deutschen ,compagnie der ,welser 7,belzares7 hie1 und er ging auf seinem ,zuge von der ,mndung des ,amazonenstromes aus4 ,er sah dort in den ,hnden der ,eingeborenen faustgroe ,smaragde4 ,es waren ohne ,zweifel ,stcke ,saussurit1 von dem dichten ,feldspath1 den wir vom ,orinoco zurckgebracht1 und den ,la ,condamine an der ,mndung des ,rio ,topayos in ,menge angetroffen4#aba ,die ,indianer sagten ,diego de ,ordaz1 wenn er so und so viele ,sonnen gegen ,west hinauffahre1 komme er an einen groen ,fels 7pea7 von grnem ,gestein2 bevor er aber diesen vermeintlichen ,smaragdberg 7,euphotitgestein87 erreichte1 machte ein ,schiffbruch allen weiteren ,entdeckungen ein ,ende4 ,mit genauer ,noth retteten sich die ,spanier in zwei kleinen ,fahrzeugen4 ,sie eilten1 aus der ,mndung des ,amazonenstroms hinauszukommen1 und die ,strmungen1 die in diesen ,strichen stark nach ,nordwest gehen1 fhrten ,ordaz an die ,kste von ,paria oder auf das ,gebiet des ,caziken von ,yuripari 7,uriapari1 ,viapari74 ,sedeo hatte die ,casa fuerte de ,paria gebaut1 und da dieser ,posten ganz nahe an der ,mndung des ,orinoco lag1 beschlo der mexikanische ,conquistador1 eine ,expedition auf diesem groen ,strom zu versuchen4 ,er hielt sieh zuerst in ,carao 7,caroa1 ,carora7 auf1 einem groen indianischen ,dorf1 das mir etwas ostwrts vom ,einflu des ,carony gelegen zu haben scheint2 er fuhr sofort nach ,cabruta 7,cabuta1 ,cabritu7 hinauf und an den ,einflu des ,meta 7,metacuyu71 wo er mit groen ,fhrlichkeiten seine ,fahrzeuge ber den ,raudal von ,cariven schaffte4 ,wir haben oben gesehen1 da das ,bett des ,orinoco bei der ,einmndung des ,meta voll ,klippen ist4 ,die ,aruacas-,indianer1 die ,ordaz als ,wegweiser dienten1 riethen ihm1 den ,meta hinaufzufahren2 sie versicherten ihn1 weiter gegen ,west finde er bekleidete ,menschen und ,gold in ,menge4 ,ordaz wollte lieber auf dem ,orinoco weiterfahren1 aber die ,katarakten bei ,tabaje 7vielleicht sogar die bei ,atures7 nthigten ihn1 seine ,entdeckungen aufzugeben4 ,auf diesem ,zuge1 der lange vor den des ,orellana fllt und also der bedeutendste war1 den die ,spanier bis dahin auf einem ,strome der neuen ,welt unternommen1 hrte man zum erstenmal den ,namen ,orinoco aussprechen4 ,ordaz1 der ,anfhrer der ,expedition1 versichert1 von der ,mndung bis zum ,einflu des ,meta heie der ,strom ,uriaparia1 oberhalb dieses ,einflusses aber ,orinucu4 ,dieses ,wort 7hnlich gebildet wie die ,worte ,tamanacu1 ,otomacu1 ,sinarucu7 gehrt wirklich der tamanakischen ,sprache an1 und da die ,tamanacas sd-stlich von ,encaramada wohnen1 so ist es natrlich1 da die ,conquistadoren den jetzigen ,namen des ,stromes erst in der ,nhe des ,rio ,meta zu hren bekamen4 ,auf diesem ,nebenflu erhielt ,diego de ,ordaz von den ,eingeborenen die erste ,kunde von civilisirten ,vlkern1 welche auf den ,hochebenen der ,anden von ,neu-,grenada wohnten1 von einem gewaltigen1 einugigen ,frsten und von ,thieren1 kleiner als ,hirsche1 auf denen man aber reiten knne1 wie die ,spanier auf den ,pferden4 ,ordaz zweifelte nicht1 da diese ,thiere ,llamas oder ,ovejas del ,peru seyen4 ,soll man annehmen1 da die ,llamas1 die man in den ,anden vor dem ,pflug und als ,lastthiere1 aber nicht zum ,reiten brauchte1 frher nrdlich und stlich von ,quito verbreitet gewesen8 ,ich finde wirklich1 da ,orellana welche am ,amazonenstrom gesehm hat1 oberhalb des ,einflusses des ,rio ,negro1 also in einem ,klima1 das von dem der ,hochebene der ,anden bedeutend abweicht4 ,das ,mhrchen von einem auf ,llamas berittenen ,heere von ,omaguas mute dazu dienen1 den ,bericht der ,begleiter ,felipes de ,urre ber ihren ritterlichen ,zug an den obern ,orinoco auszuschmcken4 ,dergleichen ,sagen sind uerst beachtenswerth1 weil sie darauf hinzuweisen scheinen1 da die ,hausthiere ,quitos und ,perus bereits angefangen hatten von den ,cordilleren herabzukommen und sich allmhlig in den stlichen ,landstrichen von ,sdamerika zu verbreiten4 ,im ,jahr #aecc wurde ,herera1 der ,schatzmeister bei ,diegos de ,ordaz ,expedition1 vom ,statthalter ,geronimo de ,ortal mit der weiteren ,erforschung des ,orinoco und des ,meta beauftragt4 ,er brachte zwischen ,punta ,barima und dem ,einflu des ,carony fast dreizehn ,monate mit dem ,bau platter ,fahrzeuge und den nothwendigen ,zurstungen zu einer langen ,reise hin4 ,man liest nicht ohne ,verwunderung die ,erzhlung dieser khnen ,unternehmungen1 wobei man drei1 vierhundert ,pferde einschiffte1 um sie ans ,land zu setzen1 so oft die ,reiterei am einen oder dem andern ,ufer etwas ausrichten konnte4 ,wir finden bei ,hereras ,expedition dieselben ,stationen wieder1 die wir bereits kennen gelernt3 die ,feste ,paria1 das indianische ,dorf ,uriaparia 7wahrscheinlich unterhalb ,imataca an einem ,punkt1 wo sich die ,spanier wegen der ,ueberschwemmung des ,delta kein ,brennholz verschaffen konnten71 ,caroa in der ,provinz ,carora1 die ,flsse ,caranaca 7,caura87 und ,caxavana 7,cuchivero871 das ,dorf ,cabritu 7,cabruta7 und den ,raudal am ,einflu des ,meta4 ,da der ,rio ,meta sehr berhmt war1 weil seine ,quellen und seine ,nebenflsse den goldhaltigen ,cordilleren von ,neu-,grenada 7,cundinamarca7 nahe liegen1 so versuchte er ihn hinaufzufahren4 ,er fand daselbst civilisirtere ,vlker als am ,orinoco1 die aber das ,fleisch stummer ,hunde aen4#abb ,in einem ,gefecht wurde ,herera durch einen mit ,curaresaft 7,yierva7 vergifteten ,pfeile getdtet2 sterbend ernannte er ,alvaro de ,ordaz zu seinem ,stellvertreter4 ,dieser fhrte 7#aece7 die ,trmmer der ,expedition nach der ,feste ,paria zurck1 nachdem er vollends die wenigen ,pferde eingebt1 die einen achtzehnmonatlichen ,feldzug ausgehalten4 ,dunkle ,gerchte ber die ,schtze der ,vlker am ,meta und andern ,nebenflssen am ,ostabhang der ,cordilleren von ,neu-,grenada veranlaten nacheinander1 in den ,jahren #aece und #aecf1 ,geronimo de ,ortal1 ,nicolaus ,federmann und ,jorge de ,espira 7,georg von ,speier7 zu ,expeditionen auf ,landwegen gegen ,sd und ,sdwest4 ,vom ,vorgebirge ,paria bis zum ,cabo de la ,vela hatte man schon seit den ,jahren #adih und #aejj in den ,hnden der ,eingeborenen kleine gegossene ,goldbilder gesehen4 ,die ,hauptmrkte fr diese ,amulette1 die den ,weibern als ,schmuck dienten1 waren die ,drfer ,curiana 7,coro7 und ,cauchieto 7beim ,rio la ,hacha74 ,die ,gieer in ,cauchieto erhielten das ,metall aus einem ,bergland weiter gegen ,sden4 ,die ,expeditionen des ,ordaz und des ,herera hatten das ,verlangen1 diese goldreichen ,landstriche zu erreichen1 natrlich gesteigert4 ,georg von ,speier brach 7#aece7 von ,coro auf und zog ber die ,gebirge von ,merida an den ,apure und ,meta4 ,er ging ber diese beiden ,flsse nahe bei ihren ,quellen1 wo sie noch nicht breit sind4 ,die ,indianer erzhlten ihm1 weiter vorwrts ziehen weie ,menschen auf den ,ebenen umher4 ,speier1 der sich nahe am ,amazonenstrom glaubte1 zweifelte nicht1 da diese umherziehenden ,spanier ,schiffbrchige von der ,expedition des ,ordaz seyen4 ,er zog ber die ,savanen von ,san ,juan de los ,llanos1 die reich an ,gold seyn sollten1 und blieb lange in einem indianischen ,dorf1 ,pueblo de ,nuestra ,seora1 spter ,fragua genannt1 sdstlich vom ,paramo de la ,suma ,paz4 ,ich war am ,westabhang dieses ,bergstocks1 in ,fusagasuga1 und hrte1 die ,ebenen gegen ,ost am ,fu der ,berge seyen noch jetzt bei den ,eingeborenen wegen ihres ,reichthums berufen4 ,im volkreichen ,dorfe ,fragua fand ,speier eine ,casa del ,sol 7,sonnentempel7 und ein ,jungfrauenkloster1 hnlich denen in ,peru und ,neu-,grenada4 ,hatte sich hier der ,cultus gegen ,ost ausgebreitet1 oder sind etwa die ,ebenen bei ,san ,juan die ,wiege desselben8 ,nach der ,sage war allerdings ,bochica1 der ,gesetzgeber von ,neu-,grenada und ,oberpriester von ,iraca1 von den ,ebenen gegen ,ost auf das ,plateau von ,bogota herausgekommen4 ,da aber ,bochica in ,einer ,person ,sohn und ,sinnbild der ,sonne ist1 so kann seine ,geschichte rein astrologische ,allegorien enthalten4 ,auf seinem weiteren ,zuge nach ,sd ging ,speier ber die zwei ,zweige des ,guaviare1 den ,ariare und ,guayavero1 und gelangte ans ,ufer des groen ,rio ,papamene#abc oder ,caqueta4 ,der ,widerstand1 den er ein ganzes ,jahr lang in der ,provinz los ,choques fand1 machte dieser denkwrdigen ,expedition ein ,ende 7#aecg71 ,nicolaus ,federmann und ,geronimo de ,ortal verfolgten von ,macarapana und der ,mndung des ,rio ,neveri aus ,jorges de ,espira ,spuren4 ,ersterer suchte ,gold im groen ,magdalenenstrom1 letzterer wollte einen ,sonnentempel am ,ufer des ,meta entdecken4 ,da man die ,landessprache nicht verstand1 sah man am ,fue der ,cordilleren berall einen ,abglanz der groartigen ,tempel von ,iraca 7,sogamozo71 dem damaligen ,mittelpunkt der ,cultur in ,cundinamarca4 ,ich habe bis jetzt aus geographischem ,gesichtspunkt die ,reisen besprochen1 welche auf dem ,orinoco und gegen ,west und ,sd an den ,ostabhang der ,anden unternommen wurden1 bevor sich die ,sage vom ,dorado unter den ,conquistadoren verbreitet hatte4 ,diese ,sage stammt1 wie wir oben angefhrt1 aus dem ,knigreich ,quito1 wo ,luis ,daa im ,jahr #aece einen ,indianer aus ,neu-,grenada traf1 der von seinem ,frsten 7ohne ,zweifel vom ,zippa von ,bogota oder vom ,zaque von ,tunja7 abgesandt war1 um von ,atahualpa1 dem ,inca von ,peru1 ,kriegshlfe zu erbitten4 ,dieser ,abgesandte pries1 wie gewhnlich1 die ,schtze seiner ,heimath2 was aber den ,spaniern1 die mit ,daa in der ,stadt ,tacunga 7,llactaconga7 waren1 ganz besonders auffiel1 das war die ,geschichte von einem vornehmen ,mann1 der1 den ,krper mit ,goldstaub bedeckt1 in einen ,see mitten im ,gebirge ging4 ,dieser ,see knnte die ,laguna de ,totta1 etwas ostwrts von ,sogamozo 7,iraca7 und ,tunja 7,hunca7 seyn1 wo das geistliche und das weltliche ,haupt des ,reiches ,cundinamarca oder ,cundirumarca ihren ,sitz hatten2 da sich aber keinerlei geschichtliche ,erinnerung an diesen ,see knpft1 so glaube ich vielmehr1 da mit dem1 in welchen man den vergoldeten groen ,herrn gehen lie1 der heilige ,see ,guatavita1 ostwrts von den ,steinsalzgruben von ,zipaquira1 gemeint ist4 ,ich sah am ,rande dieses ,wasserbeckens die ,reste einer in den ,fels gehauenen ,treppe1 die bei den gottesdienstlichen ,waschungen gebraucht wurde4 ,die ,indianer erzhlen1 man habe ,goldstaub und ,goldgeschirr hineingeworfen1 als ,opfer fr die ,gtzen des adoratorio de ,guatavita4 ,man sieht noch die ,spuren eines ,einschnitts1 den die ,spanier gemacht1 um den ,see trocken zu legen4 ,da der ,sonnentempel von ,sogamozo den ,nordksten von ,terra ,firma ziemlich nahe liegt1 so wurden die ,vorstellungen vom vergoldeten ,mann bald auf einen ,oberpriester von der ,sekte des ,bochica oder ,idacanzas bergetragen1 der sich gleichfalls jeden ,morgen1 um das ,opfer zu verrichten1 auf ,gesicht und ,hnde1 nachdem er dieselben mit ,fett eingerieben1 ,goldstaub kleben lie4 ,nach andern ,nachrichten1 die in einem ,schreiben ,oviedos an den berhmten ,cardinal ,bembo aufbehalten sind1 suchte ,gonzalo ,pizarro1 als er den ,landstrich entdeckte1 wo die ,zimmtbume wachsen1 zugleich einen groen ,frsten1 von dem hier zu ,lande viel die ,rede geht1 der immer mit ,goldstaub berzogen ist1 so da er vom ,kopf zum ,fu aussieht wie una figura4 d'oro lavorata di mano d'un buonissimo orifice4 ,der ,goldstaub wird mittelst eines wohlriechenden ,harzes am ,leibe befestigt2 da aber diese ,art ,anzug ihm beim ,schlafen unbequem wre1 so wascht sich der ,frst jeden ,abend und lt sich ,morgens wieder vergolden1 welches beweist1 da das ,reich des ,dorado ungemein viele ,goldgruben haben mu4 ,es ist ganz wohl anzunehmen1 da unter den von ,bochica eingefhrten gottesdienstlichen ,ceremonien eine war1 die zu einer so allgemein verbreiteten ,sage ,anla gab4 ,fand man doch in der neuen ,welt die allerwunderlichsten ,gebruche4 ,in ,mexico bemalten sich die ,opferpriester den ,krper2 ja sie trugen eine ,art ,megewand mit hngenden ,aermeln aus gegerbter ,menschenhaut4 ,ich habe ,zeichnungen derselben bekannt gemacht1 die von den alten ,einwohnern von ,anahuac herrhren und in ihren gottesdienstlichen ,bchern aufbehalten sind4 ,am ,rio ,caura und in andern wilden ,landstrichen von ,guyana1 wo der ,krper bemalt statt ttowirt wird1 reiben sich die ,eingeborenen mit ,schildkrtenfett ein und kleben sich metallisch glnzende1 silberweie und kupferrothe ,glimmerblttchen auf die ,haut4 ,von weitem sieht die aus1 als trgen sie mit ,borten besetzte ,kleider4 ,der ,sage vom vergoldeten ,mann liegt vielleicht ein hnlicher ,brauch zu ,grunde1 und da es in ,neu-,grenada zwei souverne ,frsten gab1#abd den ,lama in ,iraca und das weltliche ,oberhaupt oder den ,zaque in ,tunja1 so ist es nicht zu verwundern1 da dasselbe ,ceremoniell bald dem ,knig1 bald dem ,oberpriester zugeschrieben wird4 ,auffallender erscheint es1 da man vom ,jahr #aece an das ,land des ,dorado ostwrts von den ,anden gesucht hat4 ,robertson nimmt in seiner ,geschichte des neuen ,continents an1 die ,sage sey zuerst ,orellana 7#aedj7 am ,amazonenstrom zu ,ohren gekommen2 aber das ,buch des ,fray ,pedro ,simon1 dem ,quesadas1 des ,eroberers von ,cundirumarca1 ,aufzeichnungen zu ,grunde liegen1 beweist das ,gegentheil1 und bereits im ,jahr #aecf suchte ,gonzalo ,diaz de ,pineda den vergoldeten ,mann jenseits der ,niederungen der ,provinz ,quixos4 ,der ,gesandte aus ,bogota1 den ,daa im ,knigreich ,quito angetroffen1 hatte von einem ostwrts gelegenen ,lande gesprochen2 that er etwa so1 weil die ,hochebene von ,neu-,grenada nicht nordwrts1 sondern nordostwrts von ,quito liegt8 ,man sollte meinen1 die ,sage von einem nackten1 mit ,goldstaub berzogenen ,mann mte ursprnglich in einem heien ,lande zu ,hause seyn1 und nicht auf den kalten ,hochebenen von ,cundirumarca1 wo ich den ,thermometer oft unter #d oder #e ,grad fallen sah2 indessen ist das ,klima in ,folge der ungewhnlichen ,bodenbildung auch in ,guatavita1 ,tunja1 ,iraca und am ,ufer des ,sogamozo sehr verschieden4 ,nicht selten behlt man gottesdienstliche ,gebruche bei1 die aus einem andern ,erdstrich herrhren1 und nach alten ,sagen lieen die ,muyscas ihren ersten ,gesetzgeber und ,stifter ihres ,gottesdienstes1 ,bochica1 aus den ,ebenen ostwrts von den ,cordilleren herkommen4 ,ich lasse unentschieden1 ob diese ,sagen auf einer geschichtlichen ,thatsache beruhten oder ob damit1 wie schon oben bemerkt1 nur angedeutet seyn sollte1 da der erste ,lama1 der ,sohn und ,sinnbild der ,sonne ist1 nothwendig aus ,lndern gegen ,aufgang gekommen seyn msse4 ,wie dem sey1 so viel ist gewi1 der ,ruf1 den der ,orinoco1 der ,meta und die ,provinz ,papamene zwischen den ,quellen des ,guaviare und ,caqueta durch die ,expeditionen des ,ordaz1 ,herera und ,georgs von ,speier bereits erlangt1 trug dazu bei1 die ,sage vom ,dorado in der ,nhe des ,ostabhangs der ,cordilleren zu fixiren4 ,da auf der ,hochebene von ,neu-,grenada drei ,heerhaufen zusammentrafen1 machte1 da sich in ganz ,amerika1 so weit es von den ,spaniern besetzt war1 die ,kunde von einem noch zu erobernden reichen1 stark bevlkerten ,lande verbreitete4 ,sebastian de ,belalcazar zog von ,quito ber ,popayan nach ,bogota 7#aecf72 ,nicolaus ,federmann kam von ,venezuela1 von ,ost her ber die ,ebenen am ,meta4 ,diese beiden ,anfhrer trafen auf der ,hochebene von ,cundirumarca bereits den vielberufenen ,adelantado ,gonzalo ,ximenes de ,quesada1 von dem ich einen ,nachkommen bei ,zipaquira barfu das ,vieh habe hten sehen4 ,das zufllige ,zusammentreffen der drei ,conquistadoren1 eines der merkwrdigsten und dramatischsten ,ereignisse in der ,geschichte der ,eroberung1 fand im ,jahr #aech statt4 ,belalcazar erhitzte durch seine ,berichte die ,phantasie abenteuerlustiger ,krieger2 man verglich1 was der ,indianer aus ,tacunga ,luis ,daa erzhlt1 mit den verworrenen ,vorstellungen von den ,schtzen eines groen einugigen ,knigs und von einem bekleideten1 auf ,lamas reitenden ,volke1 die ,ordaz vom ,meta mitgebracht4 ,pedro de ,limpias1 ein alter ,soldat1 der mit ,federmann auf der ,hochebene von ,bogota gewesen war1 brachte die erste ,kunde vom ,dorado nach ,coro1 wo das ,andenken an die ,expedition ,georgs von ,speier 7#aece--cg7 an den ,rio ,papamene noch ganz frisch war4 ,von dieser selben ,stadt ,coro aus unternahm auch ,felipe de ,hutten 7,urre1 ,utre7 seine vielberufene ,reise in das ,gebiet der ,omaguas1 whrend ,pizarro1 ,orellana und ,hernan ,perez de ,quesada1 der ,bruder des ,adelantado1 das ,goldland am ,rio ,napo1 lngs des ,amazonenstroms und in der stlichen ,kette der ,anden von ,neu-,grenada suchten4 ,die ,eingeborenen1 um ihrer unbequemen ,gste los zu werden1 versicherten aller ,orten1 zum ,dorado sey leicht zu kommen1 und zwar ganz in der ,nhe4 ,es war wie ein ,phantom1 das vor den ,spaniern entwich und ihnen bestndig zurief4 ,es liegt in der ,natur des flchtigen ,erdenbewohners1 da er das ,glck in der unbekannten ,weite sucht4 ,der ,dorado1 gleich dem ,atlas und den hesperischen ,inseln1 rckte allgemach vom ,gebiet der ,geographie auf das der ,mythendichtung hinber4 ,die vielfachen ,unternehmungen zur ,aufsuchung dieses eingebildeten ,landes zu erzhlen1 liegt nicht in meiner ,absicht4 ,ohne ,zweifel verdankt man denselben groentheils die ,kenntni vom ,innern ,amerikas2 sie leisteten der ,geographie ,dienste1 wie ja der ,irrthum oder gewagte ,theorien nicht selten zur ,wahrheit fhren2 aber in der vorliegenden ,errterung kann ich mich nur bei den ,umstnden aufhalten1 die auf die ,entwerfung der alten und neuen ,karten unmittelbar ,einflu gehabt haben4 ,hernan ,perez de ,quesada suchte nach der ,abreise seines ,bruders1 des ,adelantado1 nach ,europa von neuem 7#aeci71 diemal aber im ,berglande nordstlich von ,bogota1 den ,sonnentempel 7,casa del sol71 von dem ,geronimo de ,ortal 7#aecf7 am ,meta hatte sprechen hren4 ,der von ,bochica eingefhrte ,sonnendienst und der hohe ,ruf des ,heiligthums zu ,iraca oder ,sogamozo gaben ,anla zu jenen verworrenen ,gerchten von ,tempeln und ,gtzenbildern aus massivem ,golde2 aber auf den ,bergen wie in den ,niederungen glaubte man immer weit davon zu seyn1 weil die ,wirklichkeit den chimrischen ,trumen der ,einbildungskraft so wenig entsprach4 ,francisco de ,orellana fuhr1 nachdem er mit ,pizarro den ,dorado in der ,provincia de los canelos und an den goldhaltigen ,ufern des ,napo vergebens gesucht1 den groen ,amazonenstrom hinunter 7#aedj74 ,er fand dort zwischen den ,mndungen des ,javari und des ,rio de la ,trinidad 7,yupura87 einen goldreichen ,landstrich1 genannt ,machiparo 7,muchifaro71 in der ,nhe des ,aomaguas oder ,omaguas4 ,diese ,kunde trug dazu bei1 da der ,dorado sdostwrts verlegt wurde1 denn ,omaguas 7,om-aguas1 ,aguas71 ,dit-,aguas und ,papamene waren ,benennungen fr dasselbe ,land1 fr das1 welches ,georg von ,speier auf seinem ,zuge an den ,caqueta entdeckt hatte4 ,mitten auf den ,niederungen nordwrts vom ,amazonenstrom wohnten die ,omaguas1 die ,manaos oder ,manoas und die ,guaypes 7,uaupes oder ,guayupes71 drei mchtige ,vlker1 deren letzteres1 dessen ,wohnsitze westwrts am ,guaupe oder ,uaupe liegen1 schon in den ,reiseberichten ,quesadas und ,huttens erwhnt wird4 ,diese beiden in der ,geschichte ,amerikas gleich berhmten ,conquistadoren kamen auf verschiedenen ,wegen in die ,llanos von ,san ,juan1 die damals ,valle de ,nuestra ,seora hieen4 ,hernan ,perez de ,quesada ging 7#aeda7 ber die ,cordilleren von ,cundirumarca1 wahrscheinlich zwischen den ,paramos ,chingasa und ,suma ,paz1 whrend ,felipe de ,hutten1 in ,begleitung ,pedros de ,limpias 7desselben1 der von den ,hochebenen von ,bogota die erste ,kunde vom ,dorado nach ,venezuela gebracht hatte7 von ,nord nach ,sd den ,weg einschlug1 auf dem ,georg von ,speier am ,ostabhang der ,gebirge hingezogen war4 ,hutten brach von ,coro1 dem ,hauptsitz der deutschen ,faktorei oder ,gesellschaft der ,welser auf1 als ,heinrich ,remboldt an der ,spitze derselben stand4 ,nachdem er ber die ,ebenen am ,casanare1 ,meta und ,caguan gezogen 7#aeda71 kam er an den obern ,guaviare 7,guayuare71 den man lange fr den ,ursprung des ,orinoco gehalten hat und dessen ,mndung ich auf dem ,wege von ,san ,fernando de ,atabapo an den ,rio ,negro gesehen habe4 ,nicht weit vom rechten ,ufer des ,guaviare kam ,hutten in die ,stadt der ,guaypes1 ,macatoa4 ,das ,volk daselbst trug ,kleider1 die ,felder schienen gut angebaut1 alles deutete auf eine ,cultur1 die sonst diesem heien ,landstrich im ,osten der ,cordilleren fremd war4 ,wahrscheinlich war ,georg von ,speier bei seinem ,zuge an den ,rio ,caqueta und in die ,provinz ,papamene weit oberhalb ,macatoa ber den ,guaviare gegangen1 bevor die beiden ,zweige dieses ,flusses1 der ,ariari und der ,guayavero1 sich vereinigen4 ,hutten erfuhr1 auf dem ,wege weiter nach ,sdost komme er auf das ,gebiet der groen ,nation der ,omaguas1 deren ,priester-,knig ,quareca heie und groe ,heerden von ,llamas besitze4 ,diese ,spuren von ,cultur1 diese alten ,verbindungen mit der ,hochebene von ,quito scheinen mir sehr bemerkenswerth4 ,wir haben schon oben erwhnt1 da ,orellana bei einem indianischen ,huptling am ,amazonenstrom ,llamas gesehen1 und da ,ordaz auf den ,ebenen am ,meta davon hatte sprechen hren4 ,ich halte mich nur an das1 was in das ,bereich der ,geographie fllt1 und beschreibe weder nach ,hutten jene unermelich groe ,stadt1 die er von weitem gesehen1 noch das ,gefecht mit den ,omaguas1 wobei #ci ,spanier 7ihrer #ad sind in den ,nachrichten aus jener ,zeit namentlich aufgefhrt7 mit #ae1jjj ,indianern zu thun hatten4 ,diese lgenhaften ,berichte haben zur ,ausschmckung der ,sage vom ,dorado sehr viel beigetragen4 ,der ,namen der ,stadt der ,omaguas kommt in ,huttens ,bericht nicht vor1 aber die ,manoas1 von denen ,pater ,fritz noch im siebzehnten ,jahrhundert in seiner ,mission ,yurimaguas ,goldbleche erhielt1 sind ,nachbarn der ,omaguas4 ,spter wurde der ,namen ,manoa aus dem ,lande der ,amazonen auf eine eingebildete ,stadt im ,dorado der ,parime bergetragen4 ,der bedeutende ,ruf1 in dem die ,lnder zwischen dem ,caqueta 7,papamene7 und ,guaupe 7einem ,nebenflu des ,rio ,negro7 standen1 veranlate 7#aefj7 ,pedro de ,ursua zu der unheilvollen ,expedition1 welche mit der ,emprung des ,tyrannen ,aguirre#abe endigte4 ,als er den ,caqueta hinabfuhr1 um sofort in den ,amazonenstrom zu gelangen1 hrte ,ursua von der ,provinz ,caricuri sprechen4 ,diese ,benennung weist deutlich auf das ,goldland hin1 denn1 wie ich sehe1 heit ,gold auf tamanakisch ,caricuri1 auf caraibisch ,carucuru4 ,sollte der ,ausdruck fr ,gold bei den ,vlkern am ,orinoco ein ,fremdwort seyn1 wie ,zucker und ,coton in den europischen ,sprachen8 ,die wiese wohl darauf hin1 da diese ,vlker die edlen ,metalle mit den fremden ,erzeugnissen haben kennen lernen1 die ihnen von den ,cordilleren#abf oder von den ,ebenen am ,ostabhang der ,anden zugekommen4 ,wir kommen jetzt zum ,zeitpunkt1 wo der ,mythus vom ,dorado sich im stlichen ,strich von ,guyana1 zuerst beim angeblichen ,see ,cassipa 7an den ,ufern des ,paragua1 eines ,nebenflusses des ,carony71 und dann zwischen den ,quellen des ,rio ,essequebo und des ,rio ,branco1 festsetzte4 ,dieser ,umstand ist vom bedeutendsten ,einflu auf die ,geographie dieser ,lnder gewesen4 ,antonio de ,verrio1 der ,schwiegersohn und einzige ,erbe des groen ,adelantado ,ximenez de ,quesada1 ging westwrts von ,tunja ber die ,cordilleren1 schiffte sich auf dem ,rio ,casanare ein und fuhr auf diesem ,flu1 auf dem ,meta und ,orinoco hinab nach der ,insel ,trinidad4 ,wir wissen von dieser ,reise fast nur1 was ,ralegh davon berichtet2 sie scheint wenige ,jahre vor die erste ,grndung von ,vieja ,guayana im ,jahr #aeia zu fallen4 ,einige ,jahre darauf 7#aeie7 lie ,berrio durch seinen ,maese de ,campo1 ,domingo de ,vera1 eine ,expedition von #bjjj ,mann ausrsten1 welche den ,orinoco hinaufgehen und den ,dorado erobern sollte1 den man jetzt das ,land ,manoa1 sogar ,laguna de la ,gran ,manoa zu nennen anfing4 ,reiche ,grundeigenthmer verkauften ihre ,hfe1 um den ,kreuzzug mitzumachen1 dem sich zwlf ,observanten und zehn ,weltgeistliche anschlossen4 ,die ,mhren eines gewissen ,martinez 7,juan ,martin de ,albujar871 der bei der ,expedition des ,diego de ,ordaz wollte zurckgelassen und von ,stadt zu ,stadt in die ,hauptstadt des ,dorado geschleppt worden seyn1 hatten ,berrios ,phantasie erhitzt4 ,was dieser ,conquistador auf der ,fahrt den ,orinoco herab selbst beobachtet1 ist schwer von dem zu unterscheiden1 was er1 wie er angiebt1 aus einem in ,portorico aufbewahrten ,tagebuche des ,martinez geschpft hat4 ,man sieht1 man hatte damals vom neuen ,continent im ,allgemeinen dieselben ,vorstellungen1 wie wir so lange von ,afrika4 ,man meinte tiefer im ,lande mehr ,cultur anzutreffen als an den ,ksten4 ,bereits ,juan ,gonzalez1 den ,diego de ,ordaz abgesandt hatte1 die ,ufer des ,orinoco zu untersuchen 7#aeca71 behauptete1 je weiter man auf dem ,orinoco hinauf komme1 desto strker werde die ,bevlkerung4 ,berrio erwhnt zwischen den ,mndungen des ,meta und des ,cuchivero der hufig unter ,wasser stehenden ,provinz ,amapaja1 wo er viele kleine gegossene goldene ,gtzenbilder gefunden1 hnlich denen1 welche in ,cauchieto stlich von ,coro verfertigt wurden4 ,er meinte1 dieses ,gold komme aus dem ,granitboden des bergigten ,landes zwischen ,carichana1 ,uruana und dem ,cuchivero4 ,und allerdings haben in neuerer ,zeit die ,eingeborenen in der ,quebadra del tigre bei der ,mission ,encaramada ein ,goldgeschiebe gefunden4#abg ,ostwrts von der ,provinz ,amapaja erwhnt ,berrio des ,rio ,carony 7,caroly71 den man aus einem groen ,see entspringen lie1 weil man einen der ,nebenflsse des ,carony1 den ,rio ,paragua 7,flu des groen ,wassers71 aus ,unbekanntschaft mit den indianischen ,sprachen1 fr ein ,binnenmeer gehalten hatte4 ,mehrere spanische ,geschichtschreiber glaubten1 dieser ,see1 die ,quelle des ,carony1 sey ,berrios ,gran ,manoa2 aber aus den ,nachrichten1 die ,berrio ,ralegh mitgetheilt1 ist ersichtlich1 da man annahm1 die ,laguna de ,manoa 7del ,dorado oder de ,parime7 liege sdlich vom ,rio ,paragua1 aus dem man die ,laguna ,cassipa gemacht hatte4 ,diese beiden ,wasserbecken hatten goldhaltigen ,sand2 aber am ,ufer des ,cassipa lag ,macureguaira 7,margureguaira71 die ,hauptstadt des ,caziken ,aromaja und die vornehmste ,stadt des ein- gebildeten ,reiches ,guyana4 ,da diese hufig berschwemmten ,landstriche von jeher von ,vlkern caraibischen ,stammes bewohnt waren1 die tief ins ,land hinein mit den entlegensten ,gegenden einen ungemein lebhaften ,handel trieben1 so ist nicht zu verwundern1 da man hier bei den ,indianern mehr ,gold fand als irgendwo4 ,die ,eingeborenen im ,kstenland brauchten dieses ,metall nicht allein zum ,schmuck und zu ,amuletten1 sondern auch in gewissen ,fllen als ,tauschmittel4 ,es erscheint daher ganz natrlich1 da das ,gold an den ,ksten von ,paria und bei den ,vlkern am ,orinoco verschwunden ist1 seit der ,verkehr mit dem ,innern durch die ,europer abgeschnitten wurde4 ,die unabhngig gebliebenen ,eingeborenen sind gegenwrtig unzweifelhaft elender1 trger und versunkener als vor der ,eroberung4 ,der ,knig von ,morequito1 derselbe1 dessen ,sohn ,ralegh nach ,england mitgenommen hatte1 war im ,jahr #aeid nach ,cumana gekommen1 um gegen eine groe ,menge massiver ,goldbilder eiserne ,gerthe und europische ,waaren einzutauschen4 ,dieses unerwartete ,auftreten eines indianischen ,huptlings steigerte noch den ,ruf der ,schtze des ,orinoco4 ,man stellte sich vor1 der ,dorado msse nicht weit vom ,lande seyn1 aus dem der ,knig von ,morequito gekommen2 und da das ,land dort hufig unter ,wasser stand1 und die ,flsse die allgemeinen ,namen3 groes ,meer1 groes ,wasserstck fhrten1 so mute sich der ,dorado am ,ufer eines ,sees befinden4 ,man dachte nicht daran1 da das ,gold1 das die ,caraiben und andere ,handelsvlker mitbrachten1 so wenig ein ,erzeugni ihres ,bodens war1 als die brasilianischen und ostindischen ,diamanten ,erzeugnisse der europischen ,lnder sind1 wo sie sich am meisten zusammenhuft4 ,berrios ,expedition1 die1 whrend die ,schiffe in ,cumana1 bei ,margarita und ,trinidad anlegten1 sehr stark an ,mannschaft geworden war1 ging ber ,morequito 7bei ,vieja ,guayana7 dem ,rio ,paragua1 einem ,nebenflu des ,carony1 zu2 aber ,krankheiten1 der wilde ,muth der ,eingeborenen und der ,mangel an ,lebensmitteln setzten dem ,zug der ,spanier unbersteigliche ,hindernisse entgegen4 ,alle gingen zu ,grunde bis auf dreiig1 welche im klglichsten ,zustand zum ,posten ,santo ,thome zurckkamen4 ,diese ,unflle khlten den ,eifer1 mit dem bis zur ,mitte des siebzehnten ,jahrhunderts der ,dorado aufgesucht wurde1 keineswegs ab4 ,der ,statthalter von ,trinidad1 ,antonio de ,berrio1 wurde von ,sir ,walter ,ralegh gefangen genommen1 als dieser im ,jahr #aeie den vielberufenen ,einfall auf die ,kste von ,venezuela und an die ,mndungen des ,orinoco machte4 ,von ,berrio und andern ,gefangenen1 die ,capitn ,preston bei der ,einnahme von ,caracas gemacht1 konnte ,ralegh ,alles in ,erfahrung bringen1 was man damals von den ,lndern sdwrts von ,vieja ,guayana4 wute4 ,er glaubte an die ,mhrchen1 welche ,juan ,martin de ,ulbujar ausgeheckt1 und zweifelte weder an der ,existenz der beiden ,seen ,cassipa und ,ropunuwini1 noch am ,bestehen des groen ,reichs des ,inca1 das flchtige ,frsten 7nach ,atahualpas ,tode7 an den ,quellen des ,rio ,essequebo gegrndet haben sollten4 ,die ,karte1 welche ,ralegh entworfen und deren ,geheimhaltung er ,lord ,charles ,howard empfahl1 besitzen wir nicht mehr2 aber der ,geograph ,hondius hat diese ,lcke ausgefllt2 ja er gibt seiner ,karte ein ,verzeichni von ,lngen- und ,breitenangaben bei1 wobei die ,laguna del ,dorado und die kaiserliche ,stadt ,manoas vorkommen4 ,whrend ,ralegh an der ,punta del ,gallo 7auf der ,insel ,trinidad7 sich aufhielt1 lie er durch seine ,unterbefehlshaber die ,mndungen des ,orinoco1 namentlich die von ,capuri1 ,gran ,amana 7,manamo grande7 und ,macureo 7,macareo7#abh untersuchen4 ,da seine ,schiffe einen bedeutenden ,tiefgang hatten1 hielt es sehr schwer1 in die bocas chicas einzulaufen1 und er mute sich flache ,fahrzeuge bauen lassen4 ,er bemerkte die ,feuer der ,tivitivas 7,tibitibies7 vom ,stamme der ,guaraons auf den ,mauritiapalmen1 deren ,frucht1#abi fructum squamorum1 similem ,palmae ,pini1 er zuerst nach ,europa gebracht hat4 ,es wundert mich1 da von der ,niederlassung1 die ,berrio unter dem ,namen ,santo ,thome 7la ,vieja ,guayana7 gegrndet1 so gut wie gar nicht die ,rede ist2 und doch reicht dieselbe bis zum ,jahr #aeia hinauf1 und obgleich nach ,fray ,pedro ,simon ,religion und ,politik jeden ,handelsverkehr zwischen ,christen 7,spaniern7 und ,ketzern 7,hollndern und ,englndern7 verbieten1 wurde damals1 am ,ende des sechzehnten ,jahrhunderts1 wie gegenwrtig1 ein lebhafter ,schleichhandel ber die ,mndungen des ,orinoco getrieben4 ,ralegh ging ber den ,flu ,europa 7,guarapo7 und die ,ebenen der ,saymas 7,chaymas71#acj die im selben ,niveau bis ,cumana und ,caracas fortstreichen2 in ,morequito 7vielleicht etwas nordwrts von ,villa de ,upata in den ,missionen am ,carony7 machte er ,halt1 und hier besttigte ihm ein alter ,cazike alle phantastischen ,vorstellungen ,berrios von einem ,einfall fremder ,vlker 7,orejones und ,epuremei7 in ,guyana4 ,die ,katarakten des ,caroli 7,carony71 welcher ,flu damals fr den krzesten ,weg zu den beiden am ,see ,cassipa und am ,see ,nupunuwini oder ,dorado gelegenen ,stdten ,macureguarai und ,manoa galt1 steckten der ,expedition ein ,ziel4 ,ralegh hat den ,orinoco nur auf einer ,strecke von kaum #fj ,meilen befahren2 er nennt aber nach den schwankenden ,angaben1 die er zusammengebracht1 die obern ,zuflsse1 den ,cari1 den ,pao1 den ,apure 7,capuri871 den ,guarico 7,voari871 den ,meta1 sogar in der ,provinz ,baraguan den groen ,wasserfall ,athule 7,atures71 der aller weiteren ,flufahrt ein ,ende macht4 ,trotz seiner ,uebertreibungen1 die sich fr einen ,staatsmann wenig ziemen1 bieten ,raleghs ,berichte wichtiges ,material zur ,geschichte der ,geographie4 ,der ,orinoco oberhalb des ,einflusses des ,apure war damals den ,europern so wenig bekannt1 als heutzutage der ,lauf des ,niger unterhalb ,sego4 ,man hatte die ,namen verschiedener1 weit entfernten ,nebenflsse vernommen1 aber man wute nicht1 wo sie lagen2 man zhlte ihrer mehr auf1 als wirklich sind1 wenn derselbe ,name1 verschieden ausgesprochen oder vom ,ohr unrichtig aufgefat1 verschieden klang4 ,andere ,irrthmer hatten vielleicht ihre ,quellen darin1 da dem spanischen ,statthalter ,antonio de ,berrio wenig daran gelegen seyn konnte1 ,ralegh richtige1 genaue ,notizen zu geben2 letzterer beklagt sich auch ber seinen ,gefangenen als einen ,menschen ohne ,bildung1 der ,ost und ,west nicht zu unterscheiden wisse4 ,ob ,ralegh an ,alles1 was er vorbringt1 an die ,binnenmeere1 so gro wie das caspische ,meer1 an die kaiserliche ,stadt ,manoa 7imperial and golden city71 an die prchtigen ,palste1 welche der ,kaiser ,inga von ,guyana nach dem ,vorbild seiner peruanischen ,ahnen erbaut1 -- ob er an all das wirklich geglaubt oder sich nur so angestellt1 das will ich hier nicht untersuchen4 ,der gelehrte ,geschichtschreiber von ,brasilien1 ,southey1 und der ,biograph ,raleghs1 ,cayley1 haben in neuester ,zeit viel ,licht ber diesen ,punkt verbreitet4 ,da der ,fhrer der ,expedition und die unter ihm ,befehlenden ungemein leichtglubig waren1 ist schwerlich zu bezweifeln4 ,man sieht1 ,ralegh pate ,alles von vornherein angenommenen ,voraussetzungen an4 ,sicher war er selbst getuscht1 wenn es aber galt1 die ,phantasie der ,knigin ,elisabeth zu erhitzen und die ,plane seiner ehrgeizigen ,politik durchzusetzen1 so lie er keinen ,kunstgriff der ,schmeichelei unversucht4 ,er schildert der ,knigin das ,entzcken dieser barbarischen ,vlker beim ,anblick ihres ,bildnisses2 der ,name der erhabenen ,jungfrau1 welche sich ,reiche zu unterwerfen wei1 soll bis zum ,lande der kriegerischen ,weiber am ,orinoco und ,amazonenstrom dringen2 er versichert1 als die ,spanier den ,thron von ,cuzco umgestoen1 habe man eine alte ,prophezeiung gefunden1 der zufolge die ,dynastie der ,incas dereinst ,grobritannien ihre ,wiederherstellung zu danken haben werde2 er gibt den ,rath1 unter dem ,vorwand1 das ,gebiet gegen uere ,feinde schtzen zu wollen1 ,besatzungen von drei1 viertausend ,mann in die ,stdte des ,inca zu legen und diesen so zu einem jhrlichen ,tribut von #cjj1jjj ,pfund ,sterling an ,knigin ,elisabeth zu nthigen2 endlich uert er mit einem ,blick in die ,zukunft1 alle diese gewaltigen ,lnder ,sdamerikas werden eines ,tages ,eigenthum der englischen ,nation seyn4 ,raleghs vier ,fahrten auf dem untern ,orinoco fallen zwischen die ,jahre #aeie und #afag4 ,nach all diesen vergeblichen ,unternehmungen lie der ,eifer1 mit dem man den ,dorado aufsuchte1 allmhlig nach4 ,fortan kam keine ,expedition mehr zu ,stande1 an der sich zahlreiche ,colonisten betheiligten1 wohl aber ,unternehmungen ,einzelner1 zu denen nicht selten die ,statthalter der ,provinzen aufmunterten4 ,die ,kunde vom ,goldland der ,manoas-,indianer am ,jurubesh und von der ,laguna de oro die durch die ,reisen der ,patres ,acua 7#afhh7 und ,fritz 7#afcg7 in ,umlauf kam1 trugen das ,ihrige dazu bei1 da die ,vorstellungen vom ,dorado in den portugiesischen und spanischen ,colonien im ,norden und ,sden des ,aequators wieder rege wurden4 ,in ,cuena im ,knigreich ,quito traf ich ,leute1 die im ,auftrag des ,bischofs ,marfil stlich von den ,cordilleren auf den ,ebenen von ,macas die ,trmmer der ,stadt ,logroo1 die in einem goldreichen ,lande liegen sollte1 aufgesucht hatten4 ,aus dem schon mehrmals erwhnten ,tagebuche ,hortsmanns ersehen wir1 da man im ,jahr #agdj von hollndisch ,guyana her zum ,dorado zu gelangen glaubte1 wenn man den ,essequebo hinauffuhr4 ,in ,santo ,thome de ,angostura entwickelte der ,statthalter ,don ,manuel ,centurion ungemeinen ,eifer1 um zum eingebildeten ,see ,manoa zu dringen4 ,arimuicaipi1 ein ,indianer von der ,nation der ,ipurucotos1 fuhr den ,rio ,carony hinab und entzndete durch lgenhafte ,berichte die ,phantasie der spanischen ,colonisten4 ,er zeigte ihnen am ,sdhimmel die ,magellanschen ,wolken1 deren weilichtes ,licht er fr den ,widerschein der silberhaltigen ,felsen mitten in der ,laguna ,parime erklrte4 ,es war die eine sehr poetische ,schilderung des ,glanzes des ,glimmer- und ,talkschiefers seines ,landes4 ,ein anderer indianischer ,huptling1 bei den ,caraiben am ,essequebo als ,capitn ,jurado bekannt1 gab sich vergebliche ,mhe1 den ,statthalter ,centurion zu enttuschen4 ,man machte fruchtlose ,versuche auf dem ,caura und dem ,rio ,paragua4 ,mehrere hundert ,menschen kamen bei diesen tollen ,unternehmungen elend ums ,leben4 ,die ,geographie zog indessen einigen ,nutzen daraus4 ,nicolas ,rodriguez und ,antonio ,santos wurden vom spanischen ,statthalter auf diese ,weise gebraucht 7#agge bis #aghj74 ,letzterer gelangte auf dem ,carony1 dem ,paragua1 dem ,paraguamusi1 dem ,anocapra und ber die ,berge ,pacaraimo und ,quimiropaca an den ,uraricuera und den ,rio ,branco4 ,die ,reisetagebcher dieser abenteuerlichen ,unternehmungen haben mir treffliche ,notizen geliefert4 ,die ,seekarten1 welche der ,florentiner ,reisende ,amerigo ,vespucci#aca in den ersten ,jahren des sechzehnten ,jahrhunderts als piloto mayor der ,casa de ,contratacion zu ,sevilla entworfen1 und auf die er1 vielleicht in schlauer ,absicht1 den ,namen ,terra de ,amerigo gesetzt1 sind nicht auf uns gekommen4 ,die lteste geographische ,urkunde des neuen ,continents ist die einer rmischen ,ausgabe des ,ptolemus vom ,jahr #aejh beigegebene ,weltkarte des ,johann ,ruysch4#acb ,man erkennt darauf ,yucatan und ,honduras 7den sdlichsten ,theil von ,mexico71 die als eine ,insel unter dem ,namen ,culicar dargestellt sind4 ,eine ,landenge von ,panama ist nicht vorhanden1 sondern eine ,meerenge1 durch die man geradeaus von ,europa nach ,indien fahren kann4 ,auf der groen sdlichen ,insel 7,sdamerika7 steht der ,name ,terra de ,careas1 die von zwei ,flssen1 dem ,rio ,lareno und dem ,rio ,formoso begrenzt ist4 ,diese ,careas sind ohne ,zweifel die ,einwohner von ,caria1 welchen ,namen ,cristoph ,columbus bereits im ,jahr #adih vernommen hatte und mit dem lange ,zeit ein groer ,theil von ,amerika bezeichnet wurde4 ,der ,bischof ,geraldini sagt in einem ,briefe an ,pabst ,leo ,x4 aus dem ,jahr #aeaf deutlich3 ,insula illa1 quae ,europa et ,asia est major1 quam indocti continentem ,asiae appellant1 et alii ,americam vel ,pariam nuncupant4 ,auf der ,weltkarte von #aejh finde ich noch keine ,spur vom ,orinoco4 ,dieser ,strom erscheint zum erstenmal unter dem ,namen ,rio dulce auf der berhmten ,karte1 die ,diego ,ribero1 ,kosmograph ,kaiser ,karls ,v4 im ,jahr #aebi entworfen1 und die ,sprengel im ,jahr #agie mit einem gelehrten ,commentar herausgegeben hat4 ,weder ,columbus 7#adih7 noch ,alonso de ,guda1 bei dem ,amerigo ,vespucci war 7#adii71 hatten die eigentliche ,mndung des ,orinoco gesehen4 ,sie hatten dieselbe mit der nrdlichen ,oeffnung des ,meerbusens von ,paria verwechselt1 dem man1 wie denn ,uebertreibungen der ,art bei den ,seefahrern jener ,zeit so hufig vorkommen1 eine ungeheure ,masse sen ,wassers zuschrieb4 ,vicente ,yaez ,pinon1 nachdem er die ,mndung des ,rio ,maragnon entdeckt1 war auch der ,erste1 der die ,mndung des ,orinoco sah 7#aejj74 ,er nannte diesen ,strom ,rio dulce1 welcher ,name sich seit ,ribero lange auf den ,karten erhalten hat und zuweilen irrthmlich dem ,maroni und dem ,essequebo beigelegt wurde4#acc ,der groe ,see ,parime erscheint auf den ,karten erst nach ,raleghs erster ,reise4 ,jodocus ,hondius war der ,mann1 der mit dem ,jahr #aeii den ,vorstellungen der ,geographen eine bestimmte ,richtung gab und das ,innere von spanisch ,guyana als ein vllig bekanntes ,land darstellte4 ,der ,isthmus zwischen dem ,rio ,branco und dem ,rio ,rupunuwini 7einem ,nebenflu des ,essequebo7 wird von ihm in den #bjj ,meilen langen1 #dj ,meilen breiten ,see ,rupunuwini1 ,carime oder ,dorado1 zwischen dem #ade sdlicher und dem #b nrdlicher ,breite verwandelt4 ,dieses ,binnenmeer1 grer als das caspische ,meer1 wird bald mitten in ein gebirgigtes ,land1 ohne ,verbindung mit irgend einem andem ,flu1 hineingezeichnet1 bald lt man den ,rio ,oyapok 7,waiapago1 ,joapoc1 ,vinpoco7 und den ,rio de ,cayana daraus entspringen4 ,der erstere ,flu wurde im achten ,artikel des ,utrechter ,vertrags mit dem ,rio de ,vicente ,pinon 7,rio ,calsoene oder ,mayacari87 verwechselt und blieb bis zum letzten ,wiener ,congre der ,gegenstand endloser ,streitigkeiten zwischen den franzsischen und den portugiesischen ,diplomaten4 ,der letztere ist eine chimrische ,verlngerung des ,tonnegrande1 oder aber des ,oyac 7,wia874 ,das ,binnenmeer 7,laguna ,parime7 wurde anfangs so gestellt1 da sein westliches ,ende in den ,meridian des ,zusammenflusses des ,apure und des ,orinoco fiel2 allmhlig aber schob man es nach ,ost vor1 so da das westliche ,ende sdlich von den ,mndungen des ,orinoco zu liegen kam4 ,dieser ,wechsel zog auch ,abnderungen in der respektiven ,lage des ,sees ,parime und des ,sees ,cassipa1 so wie in der ,richtung des ,laufs des ,orinoco nach sich4 ,diesen groen ,strom lt man von seiner ,mndung bis ber den ,meta hinauf1 gleich dem ,magdalenenstrom1 von ,sd nach ,nord laufen4 ,die ,nebenflsse1 die man aus dem ,see ,cassipa kommen lie1 der ,carony1 der ,arui und der ,caura1 laufen damit in der ,richtung eines ,parallels1 whrend sie in der ,wirklichkeit in der ,richtung eines ,meridians liegen4 ,auer dem ,parime und dem ,cassipa gab man auf den ,karten einen dritten ,see an1 aus dem man den ,aprouague 7,apurwaca7 kommen lie4 ,es war damals bei den ,geographen allgemeiner ,brauch1 alle ,flsse mit groen ,seen in ,verbindung zu bringen4 ,auf diese ,weise verband ,ortelius den ,nil mit dem ,zaire oder ,rio ,congo1 die ,weichsel mit der ,wolga und dem ,dnieper4 ,im nrdlichen ,mexiko1 in den angeblichen ,knigreichen ,guivira und ,cibola1 die durch die ,lgen des ,mnchs ,marcos de ,niza berhmt geworden1 hatte man ein groes ,binnenmeer eingezeichnet1 aus dem man den californischen ,rio ,colorado entspringen lie4#acd ,vom ,rio ,magdalena lief ein ,arm in den ,see ,maracaybo1 und der ,see ,xarayes1 in dessen ,nhe man einen sdlichen ,dorado setzte1 stand mit dem ,amazonenstrom1 mit dem ,miari 7,meary7 und dem ,rio ,san ,francisco in ,verbindung4 ,die meisten dieser hydrographischen ,trume sind verschwunden2 nur die ,seen ,cassipa und ,dorado haben sich lange neben einander auf unsern ,karten erhalten4 ,verfolgt man die ,geschichte der ,geographie1 so sieht man den ,cassipa1 der als ein rechtwinklichtes ,viereck dargestellt wird1 sich allmhlig auf ,kosten des ,dorado vergrern4 ,letzterer wurde zuweilen ganz weggelassen1 aber nie wagte man es1 sich am ersteren zu vergreifen1 der nichts ist1 als der durch periodische ,ueberschwemmungen geschwellte ,rio ,paragua 7ein ,nebenflu des ,carony74 ,als d',anvil,ie durch ,solanos ,expedition in ,erfahrung brachte1 da der ,orinoco seine ,quellen keineswegs westwrts am ,abhang der ,anden von ,pasto habe1 sondern von ,osten her von den ,gebirgen der ,parime herabkomme1 nahm er in der zweiten ,ausgabe seiner schnen ,karte von ,amerika 7#agfj7 die ,laguna ,parime wieder auf und lie sie ganz willkrlich durch den ,mazuruni und den ,cuyuni mit drei ,flssen 7dem ,orinoco1 dem ,rio ,branco und dem ,essequebo7 in ,verbindung stehen4 ,er verlegte sie unter den #c--d4 ,grad nrdlicher ,breite1 wohin man bisher den ,see ,cassipa gesetzt hatte4 ,der spanische ,geograph la ,cruz ,olmedilla 7#agge7 folgte d',anvilles ,vorgang4 ,der alte1 unter dem ,aequator gelegene ,see ,parime war vom ,orinoco ganz unabhngig2 der neue1 der an der ,stelle des ,cassipa und wieder in der ,gestalt eines ,vierecks austrat1 dessen lngsten ,seiten von ,sd nach ,nord laufen1#ace zeigt die seltsamsten hydraulischen ,verbindungen4 ,bei la ,cruz entspringt der ,orinoco1 unter dem ,namen ,parime und ,puruma 7,xuruma87 im gebirgigten ,lande zwischen den ,quellen des ,ventuari und des ,caura 7unter dem #e4 ,grad der ,breite im ,meridian der ,mission ,esmeralda7 aus einem kleinen ,see1 der ,ipava heit4 ,dieser ,see lge auf meiner ,reisekarte nordstlich von den ,granitbergen von ,cunevo1 woraus zur ,genge hervorgeht1 da wohl ein ,nebenflu des ,rio ,branco oder des ,orinoco daraus entspringen knnte1 nicht aber der ,orinoco selbst4 ,dieser ,rio ,parime oder ,puruma nimmt nach einem ,lauf von #dj ,meilen gegen ,ost-,nord-,ost und von #fj ,meilen gegen ,sdost den ,rio ,mahu auf1 den wir bereits als einen der ,hauptzweige des ,rio ,branco kennen2 darauf luft er in den ,see ,parime1 den man #cj ,meilen lang und #bj ,meilen breit macht4 ,aus diesem ,see entspringen unmittelbar drei ,flsse1 der ,rio ,ucamu 7,ocamo71 der ,rio ,idapa 7,siapa7 und der ,rio ,branco4 ,der ,orinoco oder ,puruma ist als unterirdische ,durchsickerung am ,westabhang der ,sierra ,mei1 welche den ,see oder das weie ,meer gegen ,westen begrenzt1 gezeichnet4 ,diese zweite ,quelle des ,orinoco liegt unter dem zweiten ,grad nrdlicher ,breite und #c ,grad ostwrts vom ,meridian von ,esmeralda4 ,nachdem der neue ,flu #ej ,meilen gegen ,west-,nord-,west gelaufen1 nimmt er zuerst den ,ucamu auf1 der aus dem ,see ,parime kommt1 sodann den ,rio ,maquiritari 7,padamo71 der zwischen dem ,see ,ipava und einem andern ,alpsee1 von la ,cruz ,laguna ,cavija genannt1 entspringt4 ,da ,see maypurisch ,cavia heit1 so bedeutet das ,wort ,laguna ,cavia1 wie ,laguna ,parime1 nichts als ,wasserbecken1 laguna de agua4 ,diese seltsame ,fluzeichnung ist nun das ,vorbild fast fr alle neueren ,karten von ,guyana geworden4 ,ein ,miverstndni1 das aus der ,unkenntni des ,spanischen entsprang1 hat der ,karte des la ,cruz1 auf der richtige ,angaben mit systematischen1 den alten ,karten entnommenen ,vorstellungen vermengt sind1 vollends groes ,ansehen verschafft4 ,eine punktirte ,linie umgibt den ,landstrich1 ber den ,solano einige ,erkundigung hatte einziehen knnen2 diese ,linie hielt man nun fr den von ,solano zurckgelegten ,weg1 so da dieser das sdwestliche ,ende des weien ,meeres gesehen haben mte4 ,auf der ,karte des la ,cruz steht geschrieben3 ,dieser ,weg bezeichnet1 was vom ,statthalter von ,caracas1 ,don ,jose ,solano1 entdeckt und zur ,ruhe gebracht worden ist4 ,nun wei man aber in den ,missionen1 da ,solano nie ber ,san ,fernando de ,atabapo hinausgekommen ist1 da er den ,orinoco ostwrts vom ,einflu des ,guaviare gar nicht gesehen1 und da er seine ,nachrichten ber diese ,lnder nur von gemeinen ,soldaten haben konnte1 die der ,sprachen der ,eingeborenen unkundig waren4 ,das ,werk des ,pater ,caulin1 der ja der ,geschichtschreiber der ,expedition war1 das ,zeugni ,don ,apollinarios ,diaz de la ,fuente und ,santos' ,reise thun zur ,genge dar1 da nie ein ,mensch das weie ,meer des la ,cruz gesehen hat1 das1 wie aus den ,namen der sich darein ergieenden ,flsse hervorgeht1 nichts ist als eine eingebildete ,ausbreitung des westlichen ,zweigs des ,rio ,branco oberhalb des ,einflusses des ,tacutu und des ,uraricuera oder ,rio ,parime4 ,liee man aber auch ,angaben gelten1 deren ,unrichtigkeit jetzt zur ,genge dargethan ist1 so she man nach allgemein anerkannten hydrographischen ,grundstzen nicht ein1 mit welchem ,recht der ,see ,ipava die ,quelle des ,orinoco heien knnte4 ,wenn ein ,flu in einen ,see fllt und von diesem selben ,wasserbecken drei andere abgehen1 so wei man nicht1 welchem von diesen man den ,namen des ersteren beilegen soll4 ,noch viel weniger ist es zu rechtfertigen1 wenn der ,geograph denselben ,namen einem ,flusse lt1 dessen ,quelle durch eine hohe ,bergkette vom ,see getrennt ist1 und der durch ,durchsickerung unterirdisch entstanden seyn soll4 ,vier ,jahre nach der groen ,karte von la ,cruz ,olmedilla erschien das ,werk des ,pater ,caulin1 der die ,grenzexpedition mitgemacht hatte4 ,das ,buch wurde #agei am ,ufer des ,orinoco selbst geschrieben1 und nur einige ,anmerkungen wurden spter in ,europa beigefgt4 ,der ,verfasser1 ein ,franciskaner von der ,congregation der ,observanten1 zeichnet sich durch seine ,aufrichtigkeit aus und an kritischem ,geist ist er allen seinen ,vorgngem berlegen4 ,er selbst ist nicht ber den groen ,katarakt bei ,atures hinausgekommen1 aber ,alles1 was ,solano und ,ituriaga ,wahres und ,schwankendes zusammengebracht1 stand zu seiner ,verfgung4 ,zwei ,karten1 die ,pater ,caulin im ,jahr #agef entworfen1 wurden von ,surville1 einem ,archivbeamten beim ,staatssekretariat1 in ,eine zusammengezogen und nach angeblichen ,entdeckungen vervollstndigt 7#aggh74 ,schon oben1 als von unserem ,aufenthalt in ,esmeralda 7dem den unbekannten ,quellen des ,orinoco zunchst gelegenen ,punkte7 die ,rede war1 habe ich bemerkt1 wie willkrlich man bei diesen ,abnderungen zu ,werke ging4 ,sie grndeten sich auf die lgenhaften ,berichte1 mit denen man die ,leichtglubigkeit des ,statthalters ,centurion und ,don ,apollinarios ,diaz de la ,fuente1 eines ,kosmographen1 der weder ,instrumente1 noch ,kenntnisse1 noch ,bcher hatte1 ,tag fr ,tag bediente4 ,das ,tagebuch ,pater ,caulins steht mit der ,karte1 die demselben beigegeben ist1 in fortwhrendem ,widerspruch4 ,der ,verfasser setzt die ,umstnde aus einander1 welche zu der ,fabel vom ,see ,parime ,anla gegeben haben2 aber die ,karte bringt diesen ,see auch wieder1 nur schiebt sie ihn weit weg von den ,quellen des ,orinoco1 ostwrts vom ,rio ,branco4 ,nach ,pater ,caulin heit der ,orinoco ,rio ,maraguaca unter dem ,meridian des ,granitberges dieses ,namens1 der auf meiner ,reisekarte gezeichnet ist4 ,es ist vielmehr ein ,bergstrom als ein ,flu2 er kommt zugleich mit dem ,rio ,omaguaca und dem ,macoma1 unter #b ,grad der ,breite1 aus dem kleinen ,see ,cabiya4 ,die ist der ,see1 aus dem la ,cruz den ,maquiritari 7,padamo7 entspringen lt und den er unter #e ,grad der ,breite1 nrdlich vom ,see ,ipava1 setzt4 ,die ,existenz von ,caulins ,rio ,macoma scheint sich auf ein verworrenes ,bild der ,flsse ,padamo1 ,ocamo und ,matacona zu grnden1 von denen man vor meiner ,reise glaubte1 sie stehen mit einander in ,verbindung4 ,vielleicht gab auch der ,see1 aus dem der ,mavaca kommt 7etwas westlich vom ,amaguaca7 ,anla zu diesen ,irrthmern hinsichtlich des ,ursprungs des ,orinoco und der ,quellen des ,idapa in der ,nhe4 ,surville setzt unter #baj der ,breite an die ,stelle des ,sees ,parime des la ,cruz einen andern ,see ohne ,namen1 der nach ihm die ,quelle des ,ucamu 7,ocamo7 ist4 ,in der ,nhe dieses ,alpsees entspringen aus derselben ,quelle der ,orinoco und der ,idapa1 ein ,nebenflu des ,cassiquiare4 ,der ,see ,amucu1 die ,quelle des ,mahu1 wird zum ,mar ,dorado oder zur ,laguna ,parime erweitert4 ,der ,rio ,branca hngt nur noch durch zwei seiner schwchsten ,nebenflsse mit dem ,wasserbecken zusammen1 aus dem der ,ucamu kommt4 ,aus dieser rein hypothetischen ,anordnung ergibt sich1 da der ,orinoco aus keinem ,see entspringt und da die ,quellen desselben vom ,see ,parime und dem ,rio ,branco durchaus unabhngig find4 ,trotz der sich gabelnden ,quelle ist das hydrographische ,system der ,surville'schen ,karte nicht so abgeschmackt als das auf der ,karte des la ,cruz4 ,wenn die neueren ,geographen sich so lange beharrlich an die spanischen ,karten gehalten haben1 ohne dieselben mit einander zu vergleichen1 so erscheint es doch auffallend1 da sie nicht wenigstens der neuesten ,karte den ,vorzug gegeben haben1 der ,surville'schen1 die auf knigliche ,kosten und auf ,befehl des ,ministers fr ,indien1 ,don ,jose de ,galvez1 erschienen ist4 ,ich habe hiermit1 wie ich eben ungebndigt1 die wechselnden ,gestalten entwickelt1 welche die geographischen ,irrthmer zu verschiedenen ,zeiten angenommen4 ,ich habe auseinandergesetzt1 wie die ,bodenbildung1 der ,lauf der ,strme1 die ,namen der ,nebenflsse und die zahlreichen ,tragepltze zur ,annahme eines ,binnenmeers im ,herzen von ,guyana fhren konnten4 ,so trocken ,errterungen der ,art seyn mgen1 fr unntz und unfruchtbar darf man sie nicht halten4 ,man ersieht daraus1 was ,alles die ,reisenden noch zu entdecken haben2 sie stellen uns vor ,augen1 welcher ,grad von ,zuverligkeit lange ,zeit wiederholten ,behauptungen zukommt4 ,es verhlt sich mit den ,karten wie mit den ,tafeln astronomischer ,positionen in unsern fr die ,seefahrer bestimmten ,ephemeriden4 ,von lange her ist zu ihrer ,entwerfung das verschiedenartigste ,material zusammengetragen worden1 und zge man nicht die ,geschichte der ,geographie zu ,rathe1 so wre spter so gut wie gar nicht auszumitteln1 auf welcher ,autoritt jede einzelne ,angabe beruht4 ,ehe ich den ,faden meiner ,erzhlung wieder aufnehme1 habe ich noch einige allgemeine ,bemerkungen ber die goldhaltigen ,gebirgsarten zwischen dem ,amazonenstrom und dem ,orinoco beizubringen4 ,wir haben dargethan1 da der ,mythus vom ,dorado1 gleich den berhmtesten ,mythen der ,vlker der alten ,welt1 nach einander auf verschiedene ,oertlichkeiten bezogen worden ist4 ,wir haben denselben von ,sdwest nach ,nordost1 vom ,ostabhang der ,anden gegen die ,ebenen am ,rio ,branco und ,essequebo vorrcken sehen1 ganz in der ,richtung1 in der die ,caraiben seit ,jahrhunderten ihre ,kriegs- und ,handelszge machten4 ,man sieht leicht1 wie das ,gold von den ,cordilleren von ,hand zu ,hand durch eine ,menge ,vlkerschaften bis an das ,kstenland von ,guyana gelangen konnte2 waren doch1 lange bevor der ,pelzhandel englische1 russische und amerikanische ,schiffe an die ,nordwestksten von ,amerika zog1 eiserne ,werkzeuge von ,neumexico und ,canada bis ber die ,rocky ,mountains gewandert4 ,in ,folge eines ,irrthums in der ,lnge1 dessen ,spuren man auf smmtlichen ,karten des sechzehnten ,jahrhunderts begegnet1 nahm man die goldfhrenden ,gebirge von ,peru und ,neu-,grenada weit nher bei den ,mndungen des ,orinoco und des ,amazonenstromes an1 als sie in ,wirklichkeit sind4 ,es ist einmal ,sitte bei den ,geographen1 neu entdeckte ,lnder bermig zu vergrern und ins ,breite zu ziehen4 ,auf der ,karte von ,peru1 welche ,paulo di ,forlani in ,verona herausgab1 liegt die ,stadt ,quito #djj ,meilen von der ,kste der ,sdsee unter dem ,meridian von ,cumana2 die ,cordillere der ,anden fllt fast die ganze ,oberflche des spanischen1 franzsischen und hollndischen ,guyana aus4 ,diese falsche ,ansicht von der ,breite der ,anden ist ohne ,zweifel im ,spiel1 wenn man den granitischen ,ebenen am ,ostabhang derselben so groe ,wichtigkeit zugeschrieben hat4 ,da man die ,nebenflsse des ,amazonenstroms und des ,orinoco1 oder 7wie ,raleghs ,unterbefehlshaber aus ,schmeichelei fr ihren ,obern sagten7 des ,rio ,raleana bestndig verwechselte1 so bezog man auf diesen alle ,sagen1 die einem ber den ,dorado von ,quixos1 ber die ,omaguas und ,manoas zu ,ohren gekommen4 ,nach des ,geographen ,hondius ,annahme lagen die durch ihre ,chinawlder berhmten ,anden von ,loxa nur #bj ,meilen vom ,see ,parime und dem ,ufer des ,rio ,branco4 ,bei dieser ,nhe erschien die ,kunde1 da sich der ,inca in die ,wlder von ,guyana geflchtet1 und da die ,schtze aus ,cuzco in die stlichsten ,striche von ,guyana geschafft worden1 glaubwrdig4 ,fuhr man den ,meta oder den ,amazonenstrom hinauf1 so sah man allerdings zwischen dem ,puruz1 dem ,jupura und dem ,iquiari die ,eingeborenen civilisirter werden4 ,man fand dort ,amulette und kleine ,gtzenbilder aus gegossenem ,gold1 knstlich geschnitzte ,sthle und dergleichen2 aber von solchen ,spuren einer aufkeimenden ,cultur zu den ,stdten und steinernen ,husern1 wie ,ralegh und seine ,nachfolger sie beschreiben1 ist ein groer ,sprung4 ,wir haben ostwrts von den ,cordilleren1 in der ,provinz ,jaen de ,bracamoros1 auf dem ,wege von ,loxa an den ,amazonenstrom herab1 die ,trmmer groer ,gebude gezeichnet2 bis hieher waren die ,incas mit ihren ,waffen1 mit ihrer ,religion und mit ihren ,knsten vorgedrungen4 ,die sich selbst berlassenen ,eingeborenen am ,orinoco waren vor der ,eroberung etwas civilisirter als jetzt die unabhngigen ,horden4 ,sie hatten dem ,flusse entlang volkreiche ,drfer und standen mit sdlicher wohnenden ,vlkern in regelmigem ,handelsverkehr2 aber nichts weist darauf hin1 da sie je ein steinernes ,gebude errichtet htten4 ,wir haben auf unserer ganzen ,flufahrt nie die ,spur eines solchen gesehen4 ,obgleich nun aber spanisch ,guyana seinen ,ruf1 ein reiches ,land zu seyn1 groentheils seiner geographisehen ,lage und den ,irrthmern der alten ,karten zu danken hat1 so ist man dehalb doch nicht zu der ,behauptung berechtigt1 da auf diesem ,flchenraum von #hb1jjj ,quadratmeilen zwischen dem ,orinoco und dem ,amazonenstrom1 ostwrts von den ,anden von ,quito und ,neu-,grenada1 gar keine goldhaltige ,gebirgsart vorkomme4 ,soweit ich dieses ,land zwischen dem #b4 und #h4 ,grad der ,breite und dem #ff4 und #ga4 ,grad der ,lnge kennen gelernt habe1 besteht es durchgngig aus ,granit und aus einem ,gnei1 der in ,glimmerschiefer und ,talkschiefer bergeht4 ,diese ,gebirgsarten kommen in den hohen ,gebirgen der ,parime1 wie in den ,niederungen am ,atabapo und ,cassiquiare zu ,tage4 ,der ,granit berwiegt ber die andern ,gebirgsarten1 und wenn auch der ,granit von alter ,formation berall fast durchgngig keine ,golderze enthlt1 so ist daraus doch nicht zu folgern1 da der ,granit der ,parime gar keinen ,gang1 keine ,schicht goldhaltigen ,quarzes einschliee4 ,ostwrts vom ,cassiquiare1 den ,quellen des ,orinoco zu1 sahen wir dergleichen ,schichten und ,gnge hufiger auftreten4 ,nach seinem ,bau1 nach der ,beimischung von ,hornblende und andern gleich bedeutsamen geologischen ,merkmalen scheint mir der ,granit in diesem ,landstrich von neuerer ,formation zu seyn1 vielleicht jnger als der ,gnei und analog den zinnhaltigen ,graniten1 den ,hyalomicten und ,pegmatiten4 ,die jngeren ,granite sind nun aber nicht so arm an ,metallen1 und manche goldfhrende ,flsse und ,bche in den ,anden1 im ,salzburgschen1 im ,fichtelgebirge und auf der ,hochebene beider ,castilien machen es wahrscheinlich1 da diese ,granite hin und wieder gediegenes ,gold und in der ganzen ,gebirgsmasse goldhaltigen ,schwefelkies und ,bleiglanz eingesprengt enthalten1 wie ,zinn1 ,magneteisenstein und ,eisenglimmer4 ,der ,bergstock der ,parime1 in dem mehrere ,gipfel #acjj ,toisen ,meereshhe erreichen1 war vor unserer ,reise an den ,orinoco fast ganz unbekannt1 und doch ist er gegen hundert ,meilen lang und achtzig breit1 und wenn er auch berall1 wo ,bonpland und ich darber gekommen sind1 uns in seinem ,bau sehr gleichfrmig schien1 so lt sich doch keineswegs behaupten1 da nicht im ,innern dieses gewaltigen ,bergstocks sehr metallreiche ,glimmerschiefer und ,uebergangsgebirgsarten dem ,granit aufgelagert seyn knnten4 ,wie oben bemerkt1 verdankt ,guyana seinen hohen ,ruf als metallreiches ,land zum ,theil dem ,silberglanz des so hufig vorkommenden ,glimmers4 ,der ,spitzberg ,calitamini1 der jeden ,abend bei ,sonnenuntergang in rthlichtem ,feuer strahlt1 nimmt noch jetzt die ,aufmerksamkeit der ,einwohner von ,maypures in ,anspruch4 ,eilande aus ,glimmerschiefer im ,see ,amucu steigern1 wie die ,eingeborenen einem vorlgen1 den ,glanz der ,nebelflecken am ,sdhimmel4 ,jeder ,berg1 sagt ,ralegh1 jeder ,stein in den ,wldern am ,orinoco glnzt gleich edlen ,metallen2 ist das kein ,gold1 so ist es doch madre del oro4 ,er versichert ,stufen von weiem goldhaltigem ,quarz 7harde withe spar7 mitgebracht zu haben1 und zum ,beweis1 wie reich diese ,erze seyen1 beruft er sich auf die von den ,mnzbeamten zu ,london angestellten ,versuche4 ,ich habe keinen ,grund zu vermuthen1 da die damaligen ,scheideknstler ,knigin ,elisabeth tuschen wollten2 ich will ,raleghs ,andenken keineswegs zu nahe treten und mit seinen ,zeitgenossen argwhnen1 der goldhaltige ,quarz1 den er mitgebracht1 sey gar nicht in ,amerika erhoben worden4 ,ueber ,dinge1 die in der ,zeit so weit abliegen1 lt sich kein ,urtheil stillen4 ,der ,gnei der ,kstenkette enthlt ,spuren von edlen ,metallen1 und in den ,gebirgen der ,parime bei der ,mission ,encaramada hat man hin und wieder ,goldkrner gefunden4 ,wie sollte man nach einem rein negativen ,zeugnis1 nach dem ,umstand1 da wir auf einer dreimonatlichen ,reise keinen ,gang gesehen1 der am ,ausgehenden goldhaltig gewesen wre1 auf die absolute ,taubheit der ,urgebirgsarten in ,guyana schlieen8 ,um hier ,alles zusammenzufassen1 was die ,regierung dieses ,landes ber einen so lange bestrittenen ,punkt aufzuklren im ,stande ist1 mache ich einige allgemeinere geologische ,bemerkungen4 -- ,die ,gebirge ,brasiliens liefern1 trotz der zahlreichen ,spuren von ,erzlagern zwischen ,sanct ,paul und ,villarica1 bis jetzt nur ,waschgold4 ,von den #gh1jjj ,mark ,gold1#acf welche zu ,anfang des neunzehnten ,jahrhunderts jhrlich aus ,amerika in den europischen ,handel geflossen sind1 kommen mehr als sechs ,siebentheile nicht aus der hohen ,cordillere der ,anden1 sondern aus dem aufgeschwemmten ,land stlich und westlich von den ,cordilleren4 ,diese ,striche haben geringe ,meereshhe1 wie die bei la ,sonora 7in ,mexico71 bei ,choco und ,barbacoas 7in ,neu-,grenada71 oder das ,alluvium liegt auf ,hochebenen1 wie im ,innern ,brasiliens4#acg ,ist es nun nicht wahrscheinlich1 da andere goldhaltige ,anschwemmungen der nrdlichen ,halbkugel zu1 bis an die ,ufer des obern ,orinoco und des ,rio ,negro1 streichen1 deren ,becken ja mit dem des ,amazonenstroms zusammenfllt8 ,als vom ,dorado de ,canelas1 von dem der ,omaguas und am ,iquiare die ,rede war1 bemerkte ich1 da alle ,flsse1 welche von ,west her kommen1 reichlich ,gold fhren1 und zwar sehr weit von den ,cordilleren weg4 ,von ,loxa bis ,popayan bestehen die ,cordilleren abwechselnd aus ,trachyt und aus ,urgebirge4 ,die ,ebenen bei ,zamora1 ,logroo und ,macas 7,sevilla del ,oro71 der groe ,rio ,napo mit seinen ,nebenflssen 7dem ,ansupi und dem ,coca in der ,provinz ,quixos71 der ,caqueta von ,mocoa bis zum ,einflu des ,fragua1 endlich alles ,land zwischen ,jaen de ,bracamoros und dem ,guaviare behaupten noch immer ihren alten ,ruf groen ,metallreichthums4 ,weiter gegen ,ost1 zwischen den ,quellen des ,guainia 7,rio ,negro71 des ,uaupes1 ,iquiari und ,jurubesh finden wir ein anderes unstreitig goldhaltiges ,gebiet4 ,hieher setzen ,acua und ,pater ,fritz ihre ,laguna del oro1 und ,manches1 was ich in ,san ,carlos aus dem ,munde der portugiesischen ,amerikaner vernommen1 macht vollkommen erklrlich1 was ,la ,condamine von den ,goldblechen erzhlt1 die bei den ,eingeborenen gefunden worden4 ,gehen wir vom ,iquiari auf das linke ,ufer des ,rio ,negro1 so betreten wir ein vllig unbekanntes ,land zwischen dem ,rio ,branco1 den ,quellen des ,essequebo und den ,gebirgen von portugiesisch ,guyana4 ,acua spricht vom ,golde1 das die nrdlichen ,nebenflsse des ,amazonenstroms fhren1 wie der ,rio ,trombetas 7,oriximina71 der ,curupatuba und der ,sitipape 7,rio de ,paru74 ,alle diese ,flsse1 und dieser ,umstand scheint mir bemerkenswerth1 kommen von derselben ,hochebene herab1 auf deren nrdlichem ,abhang der ,see ,amucu1 der ,dorado ,raleghs und der ,hollnder1 der ,isthmus zwischen dem ,rupunuri 7,rupunuwini7 und dem ,rio ,mahu liegen4 ,nichts streitet wider die ,annahme1 da aufgeschwemmtes goldhaltiges ,land weit von den ,cordilleren der ,anden nrdlich vom ,amazonenstrom vorkommt1 wie sdlich von demselben in den ,gebirgen ,brasiliens4 ,die ,caraiben am ,carony1 ,cuyuni und ,essequebo haben von jeher im aufgeschwemmten ,land ,goldwscherei im ,kleinen getrieben4 ,das ,becken des ,orinoco1 des ,rio ,negro und des ,amazonenstroms wird nordwrts von den ,gebirgen der ,parime1 sdwrts von denen von ,minas ,geraes und ,matogrosso begrenzt4 ,hufig stimmen die einander gegenberliegenden ,abhange desselben ,thales im geologischen ,verhalten berein4 ,ich habe in diesem ,bande die groen ,provinzen ,venezuela und spanisch ,guyana beschrieben4 ,die ,untersuchung ihrer natrlichen ,grenzen1 ihrer klimatischen ,verhltnisse und ihrer ,produkte hat mich dazu gefhrt1 den ,einflu der ,bodenbildung auf den ,ackerbau1 den ,handel und den mehr oder weniger langsamen ,gang der gesellschaftlichen ,entwicklung zu errtern4 ,ich habe nach einander die drei ,zonen durchwandert1 die von ,nord nach ,sd1 vom ,mittelmeer der ,antillen bis in die ,wlder am obern ,orinoco und am ,amazonenstrom hinter einander liegen4 ,hinter dem fruchtbaren ,uferstriche1 dem ,mittelpunkt des auf den ,ackerbau gegrndeten ,wohlstandes1 kommen die von ,hirtenvlkern bewohnten ,steppen4 ,diese ,steppen sind wiederum begrenzt von der ,waldregion1 wo der ,mensch1 ich sage nicht der ,freiheit1 die immer eine ,frucht der ,cultur ist1 aber einer wilden ,unabhngigkeit geniet4 ,die ,grenze dieser zwei letzteren ,zonen ist gegenwrtig der ,schauplatz des ,kampfes1 der ber die ,unabhngigkeit und das ,wohl ,amerikas entscheiden soll4 ,die ,umwandlungen1 die bevorstehen1 knnen den eigenthmlichen ,charakter jeder ,region nicht verwischen2 aber die ,sitten und die ganzen ,zustnde der ,einwohner mssen sich gleichfrmiger frben4 ,durch diese ,rcksicht mag eine zu ,anfang des neunzehnten ,jahrhunderts unternommene ,reise einen ,reiz weiter erhalten4 ,gerne sieht man wohl in ,einem ,bilde neben einander die ,schilderung der civilisirten ,vlker am ,meeresufer und der schwachen ,ueberreste der ,eingeborenen am ,orinoco1 die von keinem andern ,gottesdienste wissen1 auer der ,verehrung der ,naturkrfte1 und1 gleich den ,germanen des ,tacitus1 deorum nominibus appellant secretum illud1 quod sola reverentia vident4 ,sechsundzwanzigstes ,kapitel4 ,die ,llanos del ,pao oder des stlichen ,strichs der ,steppen von ,venezuela4 -- ,missionen der ,caraiben4 -- ,letzter ,aufenthalt auf den ,ksten von ,nueva ,barcelona1 ,cumana und ,araya4 ,es war bereits ,nacht1 als wir zum letztenmal ber das ,bett des ,orinoco fuhren4 ,wir wollten bei der ,schanze ,san ,rafael bernachten und dann mit ,tages ,anbruch die ,reise durch die ,steppen von ,venezuela antreten4 ,fast sechs ,wochen waren seit unserer ,ankunft in ,angostura verflossen2 wir sehnten uns nach der ,kste1 um entweder in ,cumana oder in ,nueva ,barcelona ein ,fahrzeug zu besteigen1 das uns auf die ,insel ,cuba und von dort nach ,mexico brchte4 ,nach den ,beschwerden1 die wir mehrere ,monate lang in engen ,canoes auf von ,mcken wimmelnden ,flssen durchgemacht1 hatte der ,gedanke an eine lange ,seereise fr unsere ,einbildungskraft einen gewissen ,reiz4 ,wir gedachten nicht mehr nach ,sdamerika zurckzukommen4 ,wir brachten die ,anden von ,peru dem noch so wenig bekannten ,archipel der ,philippinen zum ,opfer und beharrten bei unserem alten ,plan1 uns ein ,jahr in ,neuspanien aufzuhalten1 mit der ,galione von ,acapulco nach ,manilla zu gehen und ber ,basora und ,aleppo nach ,europa zurckzukehren4 ,wir dachten1 wenn wir einmal die spanischen ,besitzungen in ,amerika im ,rcken htten1 knnte der ,sturz eines ,ministeriums1 dessen groherzigem ,vertrauen ich so unbeschrnkte ,befugnisse zu danken hatte1 der ,durchfhrung unseres ,unternehmens nicht mehr hinderlich werden4 ,lebhaft bewegten uns diese ,gedanken whrend der einfrmigen ,reise durch die ,steppen4 ,nichts hilft so leicht ber die kleinen ,widerwrtigkeiten des ,lebens weg1 als wenn der ,geist mit der bevorstehenden ,ausfhrung eines gewagten ,unternehmens beschftigt ist4 ,unsere ,maulthiere warteten unser am linken ,ufer des ,orinoco4 ,durch die ,pflanzensammlungen und die geologischen ,suiten1 die wir seit ,esmeralda und dem ,rio ,negro mit uns fhrten1 war unser ,gepck bedeutend strker geworden4 ,da es milich gewesen wre1 uns von unsern ,herbarien zu trennen1 so muten wir uns auf eine sehr langsame ,reise durch die ,llanos gefat machen4 ,durch das ,zurckprallen der ,sonnenstrahlen vom fast pflanzenlosen ,boden war die ,hitze ungemein stark4 ,indessen stand der hunderttheilige ,thermometer bei ,tag doch nur auf #cj bis #cd1 bei ,nacht auf #bg bis #bh ,grad4 ,wie fast berall unter den ,tropen war es daher nicht sowohl der absolute ,hitzegrad als das ,andauern derselben1 was widrig auf unsere ,organe wirkte4 ,wir brauchten dreizehn ,tage1 um ber die ,steppen zu kommen1 wobei wir uns in den ,missionen der ,caraiben und in der kleinen ,stadt ,pao etwas aufhielten4 ,ich habe oben#ach das physische ,gemlde dieser unermelichen ,ebenen entworfen1 die zwischen den ,wldern von ,guyana und der ,kstenkette liegen4 ,der stliche ,strich der ,llanos1 ber den wir von ,angostura nach ,nueva ,barcelona kamen1 bietet denselben den ,anblick wie der westliche1 ber den wir von den ,thlern von ,aragua nach ,san ,fernando am ,apure gegangen waren4 ,in der trockenen ,jahreszeit1 welche hier ,sommer heit1 obgleich dann die ,sonne in der sdlichen ,halbkugel ist1 weht der ,seewind in den ,steppen von ,cumana weit strker als in denen von ,caracas2 denn diese weiten ,ebenen bilden1 gleich den angebauten ,fluren der ,lombardei1 ein nach ,ost offenes1 nach ,nord1 ,sd und ,west durch hohe ,urgebirgsketten geschlossenes ,becken4 ,leider kam uns dieser erfrischende ,wind1 von dem die ,llaneros 7die ,steppenbewohner7 mit ,entzcken sprechen1 nicht zu gute4 ,nordwrts vom ,aequator war ,regenzeit2 in den ,llanos selbst regnete es freilich nicht1 aber durch den ,wechsel in der ,abweichung der ,sonne hatte das ,spiel der ,polarstrmungen lngst aufgehrt4 ,in diesen ,landstrichen am ,aequator1 wo man sich nach dem ,zug der ,wolken orientiren kann1 und wo die ,schwankungen des ,quecksilbers im ,barometer fast wie eine ,uhr die ,stunde weisen1 ist ,alles einem regelmigen1 gleichfrmigen ,typus unterworfen4 ,das ,aufhren der ,seewinde1 der ,eintritt der ,regenzeit und die ,hufigkeit elektrischer ,entladungen sind durch unabnderliche ,gesetze verknpfte ,erscheinungen4 ,beim ,einflu des ,apure in den ,orinoco1 am ,berge ,sacuima1 hatten wir einen franzsischen ,landwirth getroffen1 der unter seinen ,heerden in vlliger ,abgeschiedenheit lebte4#aci ,es war das der ,mann1 der in seiner ,einfalt glaubte1 die politischen ,revolutionen in der alten ,welt und die daraus entsprungenen ,kriege rhren nur vom langen ,widerstande der ,observanten her4 ,kaum hatten wir die ,llanos von ,neu-,barcelona betreten1 so brachten wir die erste ,nacht wieder bei einem ,franzosen zu1 der uns mit der liebenswrdigsten ,gastfreundlichkeit aufnahm4 ,er war aus ,lyon gebrtig1 hatte das ,vaterland in frher ,jugend verlassen und schien sich um ,alles1 was jenseits des atlantischen ,meeres1 oder1 wie man hier fr ,europa ziemlich geringschtzig sagt1 auf der andern ,seite der groen ,lache 7del otro lado del charco7 vorgeht1 sehr wenig zu kmmern4 ,wir sahen unsern ,wirth beschftigt1 groe ,holzstcke mittelst eines ,leims1 der ,guayca heit1 an einander zu fgen4 ,dieser ,stoff1 dessen sich auch die ,tischler in ,angostura bedienen1 gleicht dem besten aus dem ,thierreich gewonnenen ,leim4 ,derselbe liegt ganz fertig zwischen ,rinde und ,splint einer ,liane aus der ,familie der ,combretaceen4#adj ,wahrscheinlich kommt er in seinem chemischen ,verhalten nahe berein mit dem ,vogelleim1 einem vegetabilischen ,stoff1 der aus den ,beeren der ,mistel und der innern ,rinde der ,stechpalme gewonnen wird4 ,man erstaunt1 in welcher ,masse dieser klebrigte ,stoff ausfliet1 wenn man die rankenden ,zweige des ,vejuco de ,guayca abschneidet4 ,so findet man denn unter den ,tropen in reinem ,zustand und in besondern ,organen abgelagert1 was man sich in der gemigten ,zone nur auf knstlichem ,wege verschaffen kann4#ada ,erst am dritten ,tage kamen wir in die caraibischen ,missionen am ,cari4 ,wir fanden hier den ,boden durch die ,trockenheit nicht so stark aufgesprungen wie in den ,llanos von ,calabozo4 ,ein paar ,regengsse hatten der ,vegetation neues ,leben gegeben4 ,kleine ,grasarten und besonders jene krautartigen ,sensitiven1 von denen das halbwilde ,vieh so fett wird1 bildeten einen dichten ,rasen4 ,weit auseinander standen hie und da ,stmme der ,fcherpalme 7,corypha tectorum71 der ,rhopala 7,chaparro7 und ,malpighia mit lederartigen1 glnzenden ,blttern4 ,die feuchten ,stellen erkennt man von weitem an den ,bschen von ,mauritia1 welche der ,sagobaum dieses ,landstrichs ist4 ,auf den ,ksten ist diese ,palme das ganze ,besitzthum der ,guaraons-,indianer1 und1 was ziemlich auffallend ist1 wir haben sie #afj ,meilen weiter gegen ,sd mitten in den ,wldern am obern ,orinoco1 auf den ,grasfluren um den ,granitgipfel des ,duida angetroffen4 ,der ,baum hing in dieser ,jahreszeit voll ungeheurer ,bschel rother1 den ,tannenzapfen hnlicher ,frchte4 ,unsere ,affen waren sehr lstern nach diesen ,frchten1 deren gelbes ,fleisch schmeckt wie berreife ,apfel4 ,die ,thiere saen zwischen unserem ,gepck auf dem ,rcken der ,maulthiere und strengten sich gewaltig an1 um der ber ihren ,kpfen hngenden ,bschel habhaft zu werden4 ,die ,ebene schwankte wellenfrmig in ,folge der ,luftspiegelung1#adb und als wir nach einer ,stunde ,wegs diese ,palmstmme1 die sich am ,horizont wie ,masten ausnahmen1 erreichten1 sahen wir mit ,ueberraschung1 wie viele ,dinge an das ,daseyn eines einzigen ,gewchses geknpft sind4 ,die ,winde1 vom ,laub und den ,zweigen im raschen ,zuge aufgehalten1 hufen den ,sand um den ,stamm auf4 ,der ,geruch der ,frchte1 das glnzende ,grn locken von weitem die ,zugvgel her1 die sich gern auf den ,wedeln der ,palme wiegen4 ,ringsum vernimmt man ein leises ,rauschen4 ,niedergedrckt von der ,hitze1 gewhnt an die trbselige ,stille der ,steppe1 meint man gleich einige ,khlung zu spren1 wenn sich das ,laub auch nur ein wenig rhrt4 ,untersucht man den ,boden an der ,seite abwrts vom ,winde1 so findet man ihn noch lange nach der ,regenzeit feucht4 ,insekten und ,wrmer#adc1 sonst in den ,llanos so selten1 ziehen sich hieher und pflanzen sich fort4 ,so verbreitet ein einzeln stehender1 hufig verkrppelter ,baum1 den der ,reisende in den ,wldern am ,orinoco gar nicht beachtete1 in der ,wste ,leben um sich her4 ,wir langten am #ac4 ,juli im ,dorfe ,cari#add an1 der ersten der caraibischen ,missionen1 die unter den ,mnchen von der ,congregation der ,observanten aus dem ,collegium von ,piritu#ade stehen4 ,wir wohnten1 wie gewhnlich1 im ,kloster1 das heit beim ,pfarrer4 ,wir hatten1 auer den ,pssen des ,generalcapitns der ,provinz1 ,empfehlungen der ,bischfe und des ,gardians der ,missionen am ,orinoco4 ,von den ,ksten von ,neu-,californien bis ,valdivia und an die ,mndung des ,rio de la ,plata1 auf einer ,strecke von #bjjj ,meilen1 lassen sich alle ,schwierigkeiten einer langen ,landreise berwinden1 wenn man des ,schutzes der amerikanischen ,geistlichkeit geniet4 ,die ,macht1 welche diese ,krperschaft im ,staate ausbt1 ist zu fest begrndet1 als da sie in einer neuen ,ordnung der ,dinge so bald erschttert werden knnte4 ,unserem ,wirth war unbegreiflich1 wie ,leute aus dem nrdlichen ,europa von den ,grenzen von ,brasilien her1 ber ,rio ,negro und ,orinoco1 und nicht auf dem ,wege von ,cumana her zu ihm kamen4 ,er behandelte uns ungemein freundlich1 verlugnete indessen keineswegs die etwas lstige ,neugier1 welche das ,erscheinen eines nicht spanischen ,europers in ,sdamerika immer rege macht4 ,die ,mineralien1 die wir gesammelt1 muten ,gold enthalten2 so sorgfltig getrocknete ,pflanzen konnten nur ,arzneigewchse seyn4 ,hier1 wie in so vielen ,lndern in ,europa1 meint man1 die ,wissenschaft sey nur dann eine wrdige ,beschftigung fr den ,geist1 wenn dabei fr die ,welt ein materieller ,nutzen herauskomme4 ,wir fanden im ,dorfe ,cari ber #ejj ,caraiben und in den ,missionen umher sahen wir ihrer noch viele4 ,es ist hchst merkwrdig1 ein ,volk vor sich zu haben1 das1 frher nomadisch1 erst krzlich an feste ,wohnsitze gefesselt worden und sich durch ,krper- und ,geisteskraft von allen andern ,indianern unterscheidet4 ,ich habe nirgends anderswo einen ganzen so hochgewachsenen 7#e ,fu #f ,zoll bis #e ,fu #aj ,zoll7 und so colossal gebauten ,volksstamm gesehen4 ,die ,mnner1 und die kommt in ,amerika ziemlich hufig vor1 sind mehr bekleidet als die ,weiber4 ,diese tragen nur den ,guayuco oder ,grtel in ,form eines ,bandes1 bei den ,mnnern ist der ganze ,untertheil des ,krpers bis zu den ,hften in ein ,stck dunkelblauen1 fast schwarzen ,tuches gehllt4 ,diese ,bekleidung ist so weit1 da die ,caraiben1 wenn gegen ,abend die ,temperatur abnimmt1 sich eine ,schulter damit bedecken4 ,da ihr ,krper mit ,onoto bemalt ist1 so gleichen ihre groen1 malerisch drapirten ,gestalten von weitem1 wenn sie sich in der ,steppe vom ,himmel abheben1 antiken ,broncestatuen4 ,bei den ,mnnern ist das ,haar sehr charakteristisch verschnitten1 nmlich wie bei den ,mnchen oder den ,chorknaben4 ,die ,stirne ist zum ,theil glatt geschoren1 wodurch sie sehr hoch erscheint4 ,ein starker1 kreisrund geschnittener ,haarbschel fngt erst ganz nahe am ,scheitel an4 ,diese ,aehnlichkeit der ,caraiben mit den ,mnchen ist nicht etwa eine ,folge des ,lebens in den ,missionen2 sie rhrt nicht1 wie man flschlich behauptet hat1 daher1 da es die ,eingeborenen ihren ,herren und ,meistern1 den ,patres ,franciskanern1 gleich thun wollen4 ,die ,stmme1 die zwischen den ,quellen des ,carony und des ,rio ,branco in wilder ,unabhngigkeit verharren1 zeichnen sich durch eben diesen cerquillo de frailes aus1 den schon bei der ,entdeckung von ,amerika die frhesten spanischen ,geschichtschreiber den ,vlkern von caraibischem ,stamme zuschrieben4 ,alle ,glieder dieses ,stammes1 die wir bei unserer ,fahrt auf dem untern ,orinoco und in den ,missionen von ,piritu gesehen1 unterscheiden sich von den brigen ,indianern nicht allein durch ihren hohen ,wuchs1 sondern auch durch ihre regelmigen ,zge4 ,ihre ,nase ist nicht so breit und platt1 ihre ,backenknochen springen nicht so stark vor1 der ganze ,gesichtsausdruck ist weniger mongolisch4 ,aus ihren ,augen1 die schwarzer sind als bei den andern ,horden in ,guyana1 spricht ,verstand1 fast mchte man sagen ,nachdenklichkeit4 ,die ,caraiben haben etwas ,ernstes in ihrem ,benehmen und etwas ,schwermthiges im ,blick1 wie die ,mehrzahl der ,ureinwohner der neuen ,welt4 ,der ernste ,ausdruck ihrer ,zge wird noch bedeutend dadurch gesteigert1 da sie die ,augbrauen mit dem ,saft des ,caruto#adf frben1 sie strker machen und zusammenlaufen lassen2 hufig machen sie fast im ganzen ,gesicht schwarze ,flecke1 um grimmiger auszusehen4 ,die ,gemeindebeamten1 der ,governador und die ,alcalden1 die allein das ,recht haben1 lange ,stcke zu tragen1 machten uns ihre ,aufwartung4 ,es waren junge ,indianer von achtzehn1 zwanzig ,jahren darunter2 denn ihre ,wahl hngt einzig vom ,gutdnken des ,missionrs ab4 ,wir wunderten uns nicht wenig1 als uns an diesen mit ,onoto bemalten ,caraiben das wichtig thuende ,wesen1 die gemessene ,haltung1 das kalte1 herabsehende ,benehmen entgegentraten1 wie man sie hin und wieder bei ,beamten in der alten ,welt findet4 ,die caraibischen ,weiber sind nicht so krftig und hlicher als die ,mnner4 ,die ,last der huslichen ,geschfte und der ,feldarbeit liegt fast ganz auf ihnen4 ,sie baten uns dringend um ,stecknadeln1 die sie in ,ermanglung von ,taschen unter die ,unterlippe steckten2 sie durchstechen damit die ,haut so1 da der ,kopf der ,nadel im ,munde bleibt4 ,diesen ,brauch haben sie aus ihrem wilden ,zustand mit herbergenommen4 ,die jungen ,mdchen sind roth bemalt und auer dem ,guayuco ganz nackt4 ,bei den verschiedenen ,vlkern beider ,welten ist der ,begriff der ,nacktheit nur ein relativer4 ,in einigen ,lndern ,asiens ist es einem ,weibe nicht gestattet1 auch nur die ,fingerspitzen sehen zu lassen1 whrend eine ,indianerin von caraibischem ,stamme sich gar nicht fr nackt hlt1 wenn sie einen zwei ,zoll breiten ,guahuco trgt4 ,dabei gilt noch diese ,leibbinde fr ein weniger wesentliches ,kleidungsstck als die ,frbung der ,haut4 ,aus der ,htte zu gehen1 ohne mit ,onoto gefrbt zu seyn1 wre ein ,versto gegen allen caraibischen ,anstand4 ,die ,indianer in den ,missionen von ,piritu nahmen unsere ,aufmerksamkeit umso mehr in ,anspruch1 als sie einem ,volke angehren1 das durch seine ,khnheit1 durch seine ,kriegszge und seinen ,handelsgeist auf die weite ,landstrecke zwischen dem ,aequator und den ,nordksten bedeutenden ,einflu gebt hat4 ,aller ,orten am ,orinoco hatten wir das ,andenken an jene feindlichen ,einflle der ,caraiben lebendig gefunden2 dieselben erstreckten sich frher von den ,quellen des ,carony und des ,erevato bis zum ,ventuari1 ,atacavi und ,rio ,negro4#adg ,die caraibische ,sprache ist daher auch eine der verbreitetsten in diesem ,theile der ,welt2 sie ist sogar 7wie im ,westen der ,alleghanis die ,sprache der ,lenni-,lenepas oder ,algonkins und die der ,natchez oder ,muskoghees7 auf ,vlker bergegangen1 die nicht desselben ,stammes sind4 ,ueberblickt man den ,schwarm von ,vlkern1 die in ,sd- und ,nordamerika ostwrts von den ,cordilleren der ,anden hausen1 so verweilt man vorzugsweise bei solchen1 die lange ber ihre ,nachbarn geherrscht und auf dem ,schauplatz der ,welt eine wichtigere ,rolle gespielt haben4 ,der ,geschichtschreiber fhlt das ,bedrfni1 die ,ereignisse zu gruppiren1 ,massen zu sondern1 zu den gemeinsamen ,quellen so vieler ,bewegungen und ,wanderungen im ,leben der ,vlker zurckzugehen4 ,groe ,reiche1 eine frmlich organisirte priesterliche ,hierarchie und eine ,cultur1 wie sie auf den ersten ,entwicklungsstufen der ,gesellschaft durch eine solche ,organisation gefrdert wird1 fanden sich nur auf den ,hochgebirgen im ,westen4 ,in ,mexico sehen wir eine groe ,monarchie1 die zerstreute kleine ,republiken einschliet1 in ,cundinamarca und ,peru wahre ,priesterstaaten4 ,befestigte ,stdte1 ,straen und groe steinerne ,gebude1 ein merkwrdig enttvickeltes ,lehenssystem1 ,sonderung der ,kasten1 ,mnner- und ,frauenklster1 geistliche ,brderschaften mit mehr oder minder strenger ,regel1 sehr verwickelte ,zeiteintheilungen1 die mit den ,kalendern1 den ,thierkreisen und der ,astrologie der cultivirten asiatischen ,vlker ,verwandtschaft haben1 all das gehrt in ,amerika nur einem einzigen ,landstrich an1 dem langen und schmalen ,streifen ,alpenland1 der sich vom #cj4 ,grad nrdlicher bis zum #be4 sdlicher ,breite erstreckt4 ,in der alten ,welt ging der ,zug der ,vlker von ,ost nach ,west2 nach einander traten ,basken oder ,iberier1 ,kelten1 ,germanen und ,pelasger auf4 ,in der neuen ,welt gingen hnliche ,wanderungen in der ,richtung von ,nord nach ,sd4 ,in beiden ,halbkugeln richtete sich die ,bewegung der ,vlker nach dem ,zug der ,gebirge2 aber im heien ,erdstrich wurden die gemigten ,hochebenen der ,cordilleren von bedeutenderem ,einflu auf die ,geschicke des ,menschengeschlechts1 als die ,gebirge in ,centralasien und ,europa4 ,da nun nur civilisirte ,vlker eine eigentliche ,geschichte haben1 so geht die ,geschichte der ,amerikaner in der ,geschichte einiger weniger ,gebirgsvlker auf4 ,tiefes ,dunkel liegt auf dem unermelichen ,lande1 das sich vom ,ostabhang der ,cordilleren zum atlantischen ,ocean erstreckt1 und gerade dehalb nimmt ,alles1 was in diesem ,lande auf das ,uebergewicht einer ,nation ber die andere1 auf weite ,wanderzge1 auf physiognomische1 fremde ,abstammung verrathende ,zge deutet1 unser ,interesse so lebhaft in ,anspruch4 ,mitten auf den ,niederungen von ,nordamerika hat ein mchtiges ausgestorbenes ,volk kreisrunde1 viereckigte1 achteckigte ,festungswerke gebaut1 ,mauern1 #fjjj ,toisen lang1 ,erdhgel von #fjj--gjj ,fu ,durchmesser und #adj ,fu ,hhe1 die bald rund sind1 bald mehrere ,stockwerke haben und ,tausende von ,skeletten enthalten4 ,diese ,skelette gehrten ,menschen an1 die nicht so hoch gewachsen1 untersetzter waren als die gegenwrtigen ,bewohner dieser ,lnder4 ,andere ,gebeine1 in ,gewebe gehllt1 die mit denen auf den ,sandwichs- und ,fidji-,inseln ,aehnlichkeit haben1 findet man in natrlichen ,hhlen in ,kentucky4 ,was ist aus jenen ,vlkern in ,louisiana geworden1 die vor den ,lenni-,lenapas1 den ,shawanoes im ,lande saen1 vielleicht sogar vor den ,sioux 7,nadowessier1 ,narcota7 am ,missouri1 die stark mongolisirt sind und von denen man1 nach ihren eigenen ,sagen1 annimmt1 da sie von den asiatischen ,ksten herbergekommen8 ,auf den ,niederungen von ,sdamerika trifft man1 wie oben bemerkt1 kaum ein paar knstliche ,hgel 7cerros hechos a mano7 an1 nirgends ,befestigungen wie am ,ohio4 ,auf einem sehr groen ,landstrich1 am untern ,orinoco wie am ,cassiquiare und zwischen den ,quellen des ,essequebo und ,rio ,branco1 findet man indessen ,granitfelsen1 die mit symbolischen ,bildern bedeckt sind4 ,diese ,bildwerke weisen darauf hin1 da die ausgestorbenen ,geschlechter andern ,vlkern angehrten1 als die jetzt diese ,lnder bewohnen4 ,im ,westen1 auf dem ,rcken der ,cordillere der ,anden erscheinen die ,geschichte von ,mexico und die von ,cundinamarca und ,peru ganz unabhngig von einander2 aber auf den ,niederungen gegen ,osten zeigt eine kriegerische ,nation1 die lange als die herrschende aufgetreten1 in den ,gesichtszgen und dem ,krperbau ,spuren fremder ,abstammung4 ,die ,caraiben haben noch ,sagen1 die auf einen ,verkehr zwischen beiden ,hlften ,amerikas in alter ,zeit hinzudeuten scheinen4 ,eine solche ,erscheinung verdient ganz besondere ,aufmerksamkeit2 sie verdient solche1 wie tief auch die ,versunkenheit und die ,barbarei seyn mag1 in der die ,europer am ,ende des fnfzehnten ,jahrhunderts alle ,vlker des neuen ,continents mit ,ausnahme der ,gebirgsvlker antrafen4 ,wenn es wahr ist1 da die meisten ,wilden1 wie ihre ,sprachen1 ihre kosmogonischen ,mythen und so viele andere ,merkmale darzuthun scheinen1 nur verwilderte ,geschlechter sind1 ,trmmer1 die einem groen gemeinsamen ,schiffbruch entgangen1 so wird es doppelt von ,wichtigkeit1 zu untersuchen1 auf welchen ,wegen diese ,trmmer aus einer ,halbkugel in die andere geworfen worden sind4 ,das schne ,volk der ,caraiben bewohnt heutzutage nur einen kleinen ,theil der ,lnder1 die es vor der ,entdeckung von ,amerika inne hatte4 ,durch die ,greuel der ,europer ist dasselbe auf den ,antillen und auf den ,ksten von ,darien vllig ausgerottet1 wogegen es unter der ,missionszucht in den ,provinzen ,nueva ,barcelona und spanisch ,guyana volkreiche ,drfer gegrndet hat4 ,man kann1 glaube ich1 die ,zahl der ,caraiben1 die in den ,llanos von ,piritu und am ,carony und ,cuyuni wohnen1 auf mehr als #ce1jjj veranschlagen4 ,rechnete man dazu die unabhngigen ,caraiben1 die westwrts von den ,gebirgen von ,cayenne und ,pacaraimo zwischen den ,quellen des ,essequebo und des ,rio ,branco hausen1 so kme vielleicht eine ,gesammtzahl von #dj1jjj ,kpfen von einer1 mit andern eingeborenen ,stmmen nicht gemischten ,race heraus4 ,ich lege auf diese ,angaben um so mehr ,gewicht1 als vor meiner ,reise in vielen geographischen ,werken von den ,caraiben nur wie von einem ausgestorbenen ,volksstamm die ,rede war4 ,da man vom ,innern der spanischen ,colonien auf dem ,festland nichts wute1 setzte man voraus1 die kleinen ,inseln ,dominica1 ,guadeloupe und ,st4 ,vincent seyen der ,hauptwohnsitz dieses ,volkes gewesen1 und von demselben bestehe 7auf allen stlichen ,antillen7 nichts mehr1 als versteinerte oder vielmehr in einem ,madreporenkalk eingeschlossene ,skelette4#adh ,nach dieser ,voraussetzung wren die ,caraiben in ,amerika ausgestorben1 wie die ,guanchen auf dem ,archipel der ,canarien4 ,stmme1 welche1 demselben ,volke angehrig1 sich gemeinsamen ,ursprung zuschreiben1 werden auch mit denselben ,namen bezeichnet4 ,meist wird der ,namen einer einzelnen ,herde von den benachbarten ,vlkern allen andern beigelegt2 zuweilen werden auch ,ortsnamen zu ,volksnamen1 oder letztere entspringen aus ,spottnamen oder aus der zuflligen ,verdrehung eines ,wortes in ,folge schlechter ,aussprache4 ,das ,wort ,caribes1 das ich zuerst in einem ,briefe des ,peter ,martyr d',anghiera finde1 kommt von ,calina und ,caripuna1 wobei aus l und p r und b wurden4 ,ja es ist sehr merkwrdig1 da dieser ,name1 den ,columbus aus dem ,munde der haitischen ,vlker hrte1 bei den ,caraiben auf den ,inseln und bei denen auf dem ,festland zugleich vorkam4 ,aus ,carina oder ,calina machte man ,galibi 7,caribi71 wie in franzsisch ,guyana eine ,vlkerschaft heit1 die ,von weit kleinerem ,wuchse ist als die ,einwohner am ,cari1 aber eine der zahlreichen ,mundarten der caraibischen ,sprache spricht4 ,die ,bewohner der ,inseln nannten sich in der ,mnnersprache ,calinago1 in der ,weibersprache ,callipinan4 ,dieser ,unterschied zwischen beiden ,geschlechtern in der ,sprechweise ist bei den ,vlkern von caraibischem ,stamm auffallender als bei andern amerikanischen ,nationen 7den ,omaguas1 ,guaranis und ,chiquitos71 bei welchen derselbe nur wenige ,begriffe betrifft1 wie z4 ,b4 die ,worte ,mutter und ,kind4 ,es begreift sich1 wie die ,weiber bei ihrer abgeschlossenen ,lebensweise sich ,redensarten bilden1 welche die ,mnner nicht annehmen mgen4 ,schon ,cicero#adi bemerkt1 da die alten ,sprachformen sich vorzugsweise im ,munde der ,weiber erhalten1 weil sie bei ihrer ,stellung in der ,gesellschaft nicht so sehr den ,lebenswechseln 7dem ,wechsel von ,wohnort und ,beschftigung7 ausgesetzt sind1 wodurch bei den ,mnnern die ursprngliche ,reinheit der ,sprache leicht leidet4 ,bei den caraibischen ,vlkern ist aber der ,unterschied zwischen den ,mundarten beider ,geschlechter so gro und auffallend1 da man zur befriedigenden ,erklrung desselben sich nach einer andern ,quelle umsehen mu4 ,diese glaubte man nun in dem barbarischen ,brauche zu finden1 die mnnlichen ,gefangenen zu tdten und die ,weiber der ,besiegten als ,sklaven fortzuschleppen4 ,als die ,caraiben in den ,archipel der kleinen ,antillen einfielen1 kamen sie als eine kriegerische ,horde1 nicht als ,colonisten1 die ihre ,familien bei sich hatten4 ,die ,weibersprache bildete sich nun im ,mae1 als die ,sieger sich mit fremden ,weibern verbanden4 ,damit kamen neue ,elemente herein1 ,worte1 wesentlich verschieden von den caraibischen ,worten1#aej die sich im ,frauengemach von ,geschlecht zu ,geschlecht fortpflanzten1 doch so1 da der ,bau1 die ,combinationen und die grammatischen ,formen der ,mnnersprache ,einflu darauf uerten4 ,so vollzog sich hier in einem beschrnkten ,verein von ,individuen1 was wir an der ganzen ,vlkergruppe des neuen ,continents beobachten4 ,vllige ,verschiedenheit hinsichtlich der ,worte neben groer ,aehnlichkeit im ,bau1 das ist die ,eigenthmlichkeit der amerikanischen ,sprachen von der ,hudsonsbai bis zur ,magellanschen ,meerenge4 ,es ist verschiedenes ,material in hnlichen ,formen4 ,bedenkt man nun1 da die ,erscheinung fast von einem ,pol zum andern ber die ganze ,hlfte unseres ,planeten reicht1 betrachtet man die ,eigenthmlichkeiten in den grammatischen ,combinationen 7die ,formen fr die ,genera bei den drei ,personen des ,zeitworts1 die ,reduplicationen1 die ,frequentative1 die ,duale71 so kann man sich nicht genug wundern1 wie einfrmig bei einem so betrchtlichen ,bruchtheil des ,menschengeschlechts der ,entwicklungsgang in ,geist und ,sprache ist4 ,wir haben gesehen1 da die ,mundart der caraibischen ,weiber auf den ,antillen ,reste einer ausgestorbenen ,sprache enthlt4 ,was war die fr eine ,sprache8 ,wir wissen es nicht4 ,einige ,schriftsteller vermuthen1 es knnte die ,sprache der ,ygneris oder der ,ureinwohner der caraibischen ,inseln seyn1 von denen sich schwache ,ueberreste auf ,guadeloupe erhalten haben2 andere fanden darin ,aehnlichkeit mit der alten ,sprache von ,cuba oder mit den ,sprachen der ,aruacas und ,apalachiten in ,florida2 allein alle diese ,annahmen grnden sich auf eine hchst mangelhafte ,kenntni der ,mundarten1 die man zu vergleichen unternommen4 ,liest man die spanischen ,schriftsteller des sechzehnten ,jahrhunderts mit ,aufmerksamkeit1 so sieht man1 da die caraibischen ,vlkerschaften damals aus einer ,strecke von #ah bis #ai ,breitegraden1 von den ,jungfraueninseln ostwrts von ,portorico bis zu den ,mndungen des ,amazonenstroms ausgebreitet waren4 ,da ihre ,wohnsitze auch gegen ,west1 lngs der ,kstenkette von ,santa ,martha und ,venezuela sich erstreckt1 erscheint weniger gewi4 ,indessen nennen ,lopez de ,gomara und die ltesten ,geschichtschreiber ,caribana nicht1 wie seitdem geschehen1 das ,land zwischen den ,quellen des ,orinoco und den ,gebirgen von franzsisch ,guyana1#aea sondern die sumpfigten ,niederungen zwischen den ,mndungen des ,rio ,atrato und des ,rio ,sinu4 ,ich war1 als ich von der ,havana nach ,portobelo wollte1 selbst auf diesen ,ksten und hrte dort1 das ,vorgebirge1 das den ,meerbusen von ,darien oder ,uraba gegen ,ost begrenzt1 heie noch jetzt ,punta ,caribana4 ,frher war so ziemlich die ,ansicht herrschend1 die ,caraiben der antillischen ,inseln stammen von den kriegerischen ,vlkern in ,darien ab1 und haben sogar den ,namen von ihnen4 ,inde ,uraban ab orientali prehendit ora1 quam appellant indigenae ,caribana1 unde ,caribes insulares originem habere nomenque retinere dicuntur4 ,so drckt sich ,anghiera in den ,oceanica aus4 ,ein ,neffe ,amerigos ,vespucci hatte ihm gesagt1 von dort bis zu den ,schneegebirgen von ,santa ,martha seyen alle ,eingeborenen e genere ,caribium sive ,canibalium4 ,ich ziehe nicht in ,abrede1 da chte ,caraiben am ,meerbusen von ,darien gehaust haben knnen1 und da sie durch die stlichen ,strmungen dahin getrieben worden seyn mgen2 es kann aber eben so gut seyn1 da die spanischen ,seefahrer1 die auf die ,sprachen wenig achteten1 jede ,vlkerschaft von hohem ,wuchs und wilder ,gemthsart ,caribe und ,canibale nannten4 ,jedenfalls erscheint es sehr unwahrscheinlich1 da das caraibische ,volk auf den ,antillen und in der ,parime sich selbst nach dem ,lande1 in dem es ursprnglich lebte1 genannt haben sollte4 ,ostwrts von den ,anden und berall1 wohin die ,cultur noch nicht gedrungen ist1 geben vielmehr die ,vlker den ,landstrichen1 wo sie sich niedergelassen1 die ,namen4 ,wir haben schon mehrmals ,gelegenheit gehabt zu bemerken1 da die ,worte ,caribes und ,canibales bedeutsam zu seyn scheinen1 da es wohl ,beinamen sind1 die auf ,muth und ,kraft1 selbst auf ,geistesberlegenheit anspielen#aeb ,es ist sehr bemerkenswerth1 da die ,brasilianer1 als die ,portugiesen ins ,land kamen1 ihre ,zauberer gleichfalls ,caraibes nannten4 ,wir wissen1 da die ,caraiben in der ,parime das wanderlustigste ,volk in ,amerika waren2 vielleicht spielten schlaue ,kpfe in diesem umherziehenden ,volk dieselbe ,rolle wie die ,chalder in der alten ,welt4 ,vlkernamen hngen sich leicht an gewisse ,gewerbe1 und als unter den ,csaren so viele ,formen des ,aberglaubens aus dem ,orient in ,italien eindrangen1 kamen die ,chaldaer so wenig von den ,ufern des ,euphrat1 als die ,menschen1 die man in ,frankreich ,egyptiens und ,bohmiens nennt 7die einen indischen ,dialekt reden1 ,zigeuner71 vom ,nil und von der ,elbe4 ,wenn eine und dieselbe ,nation auf dem ,festland und auf benachbarten ,inseln lebt1 so hat man die ,wahl zwischen zwei ,annahmen3 sie sind entweder von den ,inseln auf den ,continent1 oder vom ,continent auf die ,inseln gewandert4 ,diese ,streitfrage erhebt sich auch bei den ,iberiern 7,basken71 die sowohl in ,spanien als auf den ,inseln im ,mittelmeer ihre ,wohnsitze hatten2#aec ebenso bei den ,malayen1 die auf der ,halbinsel ,malaca und im ,distrikt ,menangkabao auf der ,insel ,sumatra ,autochthonen zu seyn scheinen4#aed ,der ,archipel der groen und der kleinen ,antillen hat die ,gestalt einer schmalen1 zerrissenen ,landzunge1 die der ,landenge von ,panama parallel luft und nach der ,annahme mancher ,geographen einst ,florida mit dem nordstlichen ,ende von ,sdamerika verband4 ,es ist gleichsam das stliche ,ufer eines ,binnenmeeres1 das man ein ,becken mit mehreren ,ausgngen nennen kann4 ,diese sonderbare ,bildung des ,landes hat den verschiedenen ,wandersystemen1 nach denen man die ,niederlassung der caraibischen ,vlker auf den ,inseln und auf dem benachbarten ,festland zu erklren suchte1 zur ,sttze gedient4 ,die ,caraiben des ,festlandes behaupten1 die kleinen ,antillen seyen vor ,zeiten von den ,aruacas bewohnt gewesen1 einer kriegerischen ,nation1 deren ,hauptmasse noch jetzt an den ungesunden ,ufern des ,surinam und des ,berbice lebt4 ,diese ,aruacas sollen1 mit ,ausnahme der ,weiber1 von den ,caraiben1 die von den ,mndungen des ,orinoco hinbergekommen1 smmtlich ausgerottet worden seyn1 und sie berufen sich zu ,bewahrheitung dieser ,sage auf die ,aehnlichkeit zwischen der ,sprache der ,aruacas und der ,weibersprache bei den ,caraiben4 ,man mu aber bedenken1 da die ,aruacas1 wenn sie gleich ,feinde der ,caraiben sind1 doch mit ihnen zur selben ,vlkerfamilie gehren1 und da das ,aruakische und das ,caraibische einander so nahe stehen wie ,griechisch und ,persisch1 ,deutsch und ,sanskrit4 ,nach einer andern ,sage sind die ,caraiben auf den ,inseln von ,sden hergekommen1 nicht als ,eroberer1 sondern aus ,guyana von den ,aruacas vertrieben1 die ursprnglich ber alle benachbarten ,vlker das ,uebergewicht hatten4 ,endlich eine dritte1 weit verbreitetere und auch wahrscheinlichere ,sage lt die ,caraiben aus ,nordamerika1 namentlich aus ,florida kommen4 ,ein ,reisender1 der sich rhmt1 ,alles zusammengebracht zu haben1 was auf diese ,wanderungen von ,nord nach ,sd ,bezug hat1 ,bristok1 behauptet1 ein ,stamm der ,confachiqui habe lange mit den ,apalachiten im ,kriege gelegen2 diese haben jenem ,stamm den fruchtbaren ,distrikt ,amana abgetteten und sofort ihre neuen ,bundesgenossen ,caribes 7d4 h4 tapfere ,fremdlinge7 genannt2 aber in ,folge eines ,zwistes ber den ,gottesdienst seyen die ,confachiqui-,caribes aus ,florida vertrieben worden4 ,sie gingen zuerst in ihren kleinen ,canoes auf die ,yucayas oder die lucayischen ,inseln 7auf ,cigateo und die zunchst liegenden ,inseln71 von da nach ,ayay 7,hayhay1 heutzutage ,santa ,cruz7 und auf die kleinen ,antillen1 endlich auf das ,festland von ,sdamerika4 ,die1 glaubt man1 sey gegen das ,jahr #aajj unserer ,zeitrechnung geschehen2 allein bei dieser ,schtzung nimmt man an 7wie bei manchen orientalischen ,mythen71 bei der ,migkeit und ,sitteneinfalt der ,wilden knne die mittlere ,dauer einer ,generation #ahj bis #bjj ,jahre betragen haben1 wodurch dann eine bestimmte ,zeitangabe als vllig aus der ,luft gegriffen erscheint4 ,auf dieser ganzen langen ,wanderung hatten die ,caraiben die groen ,antillen nicht berhrt1 wo indessen die ,eingeborenen gleichfalls aus ,florida zu stammen glaubten4 ,die ,insulaner aus ,cuba1 ,haiti und ,borriken 7,portorico7 waren nach der einstimmigen ,aussage der ersten ,conquistadoren von den ,caraiben vllig verschieden2 ja bei der ,entdeckung von ,amerika waren diese bereits von der ,gruppe der kleinen lucayischen ,inseln abgezogen1 auf denen1 wie in allen von ,schiffbrchigen und ,flchtlingen bewohnten ,lndern1 eine erstaunliche ,mannigfaltigkeit von ,sprachen herrschte4 ,die ,herrschaft1 welche die ,caraiben so lange ber einen groen ,theil des ,festlandes ausgebt1 und das ,andenken an ihre alte ,gre gaben ihnen ein ,gefhl von ,wrde und nationaler ,ueberlegenheit1 das in ihrem ,benehmen und ihren ,aeuerungen zu ,tage kommt4 ,nur wir sind ein ,volk1 sagen sie sprchwrtlich1 die andern ,menschen 7oquili7 sind dazu da1 uns zu dienen4 ,die ,caraiben sehen auf ihre alten ,feinde so hoch herab1 da ich ein zehnjhriges ,kind vor ,wuth schumen sah1 weil man es einen ,cabre oder ,cavere nannte4 ,und doch hatte es in seinem ,leben keinen ,menschen dieses unglcklichen ,volkes#aee gesehen1 von dem die ,stadt ,cabruta 7,cabritu7 ihren ,namen hat und das von den ,caraiben fast vllig ausgerottet wurde4 ,ueberall1 bei halb barbarischen ,horden1 wie bei den civilisirtesten ,vlkern in ,europa1 finden wir diesen eingewurzelten ,ha und die ,namen feindlicher ,vlker als die grbsten ,schimpfworte gebraucht4 ,der ,missionr fhrte uns in mehrere indianische ,htten1 wo ,ordnung und die grte ,reinlichkeit herrschten4 ,mit ,verdru sahen wir hier1 wie die caraibischen ,mtter schon die kleinsten ,kinder qulen1 um ihnen nicht nur die ,waden grer zu machen1 sondern am ganzen ,bein vom ,knchel bis oben am ,schenkel das ,fleisch stellenweise hervorzutreiben4 ,bnder von ,leder oder ,baumwollenzeug werden #b bis #c ,zoll von einander fest umgelegt und immer strker angezogen1 so da die ,muskeln zwischen zwei ,bandstreifen berquellen4 ,unsere ,kinder im ,wickelzeug haben lange nicht so viel zu leiden als die ,kinder bei den caraibischen ,vlkern1 bei einer ,nation1 die dem ,naturzustand noch so viel nher seyn soll4 ,umsonst arbeiten die ,mnche in den ,missionen1 ohne ,rousseaus ,werke oder auch nur den ,namen des ,mannes zu kennen1 diesem alten ,system des ,kinderaufziehens entgegen2 der ,mensch1 der eben aus den ,wldern kommt1 an dessen ,sitteneinfalt wir glauben1 ist keineswegs gelehrig1 wenn es sich von seinem ,putz und von seinen ,vorstellungen von ,schnheit und ,anstand handelt4 ,ich wunderte mich brigens1 da der ,zwang1 dem man die armen ,kinder unterwirft1 und der den ,blutumlauf hemmen sollte1 der ,muskelbewegung keinen ,eintrag thut4 ,es gibt auf der ,welt kein krftigeres und schnellfigeres ,volk als die ,caraiben4 ,wenn die ,weiber ihren ,kindern ,beine und ,schenkel modeln1 um ,wellenlinien hervorzubringen1 wie die ,maler es nennen1 so unterlassen sie es in den ,llanos wenigstens ihnen von der ,geburt an den ,kopf zwischen ,kissen und ,brettern platt zu drcken4 ,dieser ,brauch1 der frher auf den ,inseln und bei manchen caraibischen ,stmmen in der ,parime und in franzsisch ,guyana so verbreitet war1 kommt in den ,missionen1 die wir besucht haben1 nicht vor4 ,die ,leute haben dort gewlbtere ,stirnen als die ,chaymas1 ,otomacos1 ,macos1 ,maravitanos und die meisten ,eingeborenen am ,orinoco4 ,nach systematischem ,begriffe sind ihre ,stirnen1 wie sie ihren geistigen ,fhigkeiten entsprechen4 ,diese ,beobachtung berraschte uns um so mehr1 da die in manchen anatomischen ,werken abgebildeten ,caraibenschdel sich von allen ,menschenschdeln durch die niedrigste ,stirne und den kleinsten ,gesichtswinkel unterscheiden4 ,man hat aber in unsern osteologischen ,sammlungen ,kunstprodukte mit ,naturbildungen verwechselt4 ,die fast stirnlosen sogenannten ,caraibenschdel#aef von der ,insel ,sanct ,vincent sind zwischen ,brettern gemodelte ,kpfe von ,zambos 7schwarzen ,caraiben71 ,abkmmlingen von ,negern und wirklichen ,caraiben4 ,der barbarische ,brauch1 die ,stirne platt zu drcken1 kommt brigens bei mehreren ,vlkern vor1 die nicht desselben ,stammes sind2 man hat denselben in neuester ,zeit auch in ,nordamerika angetroffen2 aber der ,schlu von einer gewissen ,uebereinstimmung in ,sitten und ,gebruchen auf gleiche ,abstammung ist sehr gewagt4 ,reist man in den caraibischen ,missionen1 so sollte man bei dem daselbst herrschenden ,geiste der ,ordnung und des ,gehorsams gar nicht glauben1 da man sich unter ,canibalen befindet4 ,dieses amerikanische ,wort von nicht ganz sicherer ,bedeutung stammt wahrscheinlich aus der ,sprache von ,hain oder ,portorico4 ,es ist schon zu ,ende des fnfzehnten ,jahrhunderts1 als gleichbedentend mit ,menschenfresser1 in die europischen ,sprachen bergegangen4 ,edaces humanarum carnium novi anthropophagi1 quos diximus ,caribes1 alias ,canibales appellari1 sagt ,anghiera in der dritten ,decade seiner ,papst ,leo ,x4 gewidmeten ,oceanica4 ,ich bezweifle keineswegs1 da die ,inselcaraiben als eroberndes ,volk die ,ygneris oder alten ,bewohner der ,antillen1 die schwach und unkriegerisch waren1 grausam behandelt haben2 dennoch ist anzunehmen1 da diese ,grausamkeiten von den ersten ,reisenden1 welche nur ,vlker hrten1 die von jeher ,feinde der ,caraiben gewesen1 bertrieben wurden4 ,nicht immer werden nur die ,besiegten von den ,zeitgenossen verlumdet2 auch am ,uebermuth des ,siegers rcht man sich1 indem man das ,register seiner ,gruel vergrert4 ,alle ,missionre am ,carony1 am untern ,orinoco und in den ,llanos del ,cari1 die wir zu befragen ,gelegenheit gehabt1 versichern1 unter allen ,vlkern des neuen ,continents seyen die ,caraiben vielleicht am wenigsten ,menschenfresser2 und solches behaupten sie sogar von den unabhngigen ,horden1 die ostwrts von ,esmeralda zwischen den ,quellen des ,rio ,branco und des ,essequebo umherziehen4 ,es begreift sich1 da die verzweifelte ,erbitterung1 mit der sich die unglcklichen ,caraiben gegen die ,spanier wehrten1 nachdem im ,jahr #aejd ein knigliches ,ausschreiben sie fr ,sklaven erklrt hatte1 sie vollends in den ,ruf der ,wildheit brachte1 in dem sie stehen4#aeg ,der erste ,gedanke1 diesem ,volke zu ,leibe zu gehen und es seiner ,freiheit und seiner natrlichen ,rechte zu berauben1 rhrt von ,christoph ,columbus her1 der die ,ansichten des fnfzehnten ,jahrhunderts theilte und durchaus nicht immer so menschlich war1 als man im achtzehnten aus ,ha gegen seine ,verkleinerer behauptete4 ,spter wurde der ,licenciat ,rodrigo de ,figueroa vom ,hofe beauftragt 7#aebj71 auszumachen1 welche ,vlkerschaften in ,sdamerika fr caraibischen oder canibalischen ,stammes gelten knnten1 und welche ,guatiaos wren1 das heit friedliche1 von lange her mit den ,castilianern befreundete ,indianer4 ,dieses ethnographische ,actenstck1 el auto de ,figueroa genannt1 ist eine der merkwrdigsten ,urkunden fr die ,barbarei der ersten ,conquistadoren4 ,nie hatte ,systemsucht so trefflich dazu gedient1 die ,leidenschaften zu beschnigen4 ,unsere ,geographen gehen nicht willkrlicher zu ,werke1 wenn sie in ,centralasien mongolische und tartarische ,vlker unterscheiden1 als ,figueroa1 wenn er zwischen ,canibalen und ,guatiaos die ,grenze zog4 ,ohne auf die ,sprachverwandtschaft zu achten1 erklrte man willkrlich alle ,horden1 denen man ,schuld geben konnte1 da sie nach dem ,gefechte einen ,gefangenen verzehrt1 fr caraibisch4 ,die ,einwohner von ,uriapari 7der ,halbinsel ,paria7 wurden ,caraiben1 die ,urinacos 7die ,uferbewohner am untern ,orinoco oder ,urinucu7 ,guatiaos genannt4 ,alle ,stmme1 die ,figueroa als ,caraiben bezeichnete1 waren der ,sklaverei verfallen2 man konnte sie nach ,belieben verkaufen oder niedermachen4 ,in diesen blutigen ,kmpfen wehrten sich die caraibischen ,weiber nach dem ,tode ihrer ,mnner mit so verzweifeltem ,muthe1 da man sie1 wie ,anghiera sagt1 fr ,amazonenvlker hielt4 ,die gehssigen ,declamationen eines ,dominicanermnchs 7,thomas ,hortiz7 trugen dazu bei1 den ,jammer zu verlngern1 der auf ganzen ,vlkern lastete4 ,indessen1 und man spricht es mit ,vergngen aus1 gab es auch beherzte ,mnner1 die mitten in den an den ,caraiben verbten ,greueln die ,stimme der ,menschlichkeit und ,gerechtigkeit hren lieen4 ,manche ,geistliche sprachen sich in entgegengesetztem ,sinne aus1 als sie ,anfangs gethan4 ,in einem ,jahrhundert1 in dem man nicht hoffen durfte1 die ffentliche ,freiheit auf brgerliche ,einrichtungen zu grnden1 suchte man wenigstens die persnliche ,freiheit zu vertheidigen4 ,es ist1 sagt ,gomara im ,jahr #aeea1 ein heiliges ,gesetz 7lex sanctissima71 durch das unser ,kaiser verboten hat1 die ,indianer zu ,sklaven zu machen4 ,es ist gerecht1 da die ,menschen1 die alle frei zur ,welt kommen1 nicht einer des andern ,sklaven werden4 ,bei unserem ,aufenthalt in den caraibischen ,missionen berraschte es uns1 mit welcher ,gewandtheit junge1 achtzehn-1 zwanzigjhrige ,indianer1 wenn sie zum ,amte eines ,alguatil oder ,fiscal herangebildet sind1 stundenlange ,anreden an die ,gemeinde halten4 ,die ,betonung1 die ernste ,haltung1 die ,geberden1 mit denen der ,vortrag begleitet wird1 ,alles verrth ein begabtes1 einer hohen ,culturentwicklung fhiges ,volk4 ,ein ,franciskaner1 der so viel caraibisch verstand1 da er zuweilen in dieser ,sprache predigen konnte1 machte uns darauf aufmerksam1 wie lang und gehuft die ,stze in den ,reden der ,indianer sind1 und doch nie verworren und unklar werden4 ,eigenthmliche ,flexionen des ,verbums bezeichnen zum voraus die ,beschaffenheit des regierten ,worts1 je nachdem es belebt ist oder unbelebt1 in der ,einzahl oder in der ,mehrzahl4 ,durch kleine angehngte ,formen 7,suffixe7 wird der ,empfindung ein eigener ,ausdruck gegeben1 und hier1 wie in allen auf dem ,wege ungehemmter ,entwicklung entstandenen ,sprachen1 entspringt die ,klarheit aus dem ordnenden ,instinct1#aeh der auf den verschiedensten ,stufen der ,barbarei und der ,cultur als das eigentliche ,wesen der menschlichen ,geisteskraft erscheint4 ,an ,festtagen versammelt sich nach der ,messe die ganze ,gemeinde vor der ,kirche4 ,die jungen ,mdchen legen zu den ,fen des ,missionrs ,holzbndel1 ,mais1 ,bananenbschel und andere ,lebensmittel nieder1 deren er in seinem ,haushalt bedarf4 ,zugleich treten der ,governador1 der ,fiscal und die ,gemeindebeamten1 lauter ,indianer1 auf1 ermahnen die ,eingeborenen zum ,flei1 theilen die ,arbeiten1 welche die ,woche ber vorzunehmen sind1 aus1 geben den ,trgen ,verweise1 und -- es soll nicht verschwiegen werden -- prgeln die ,unbotmigen unbarmherzig durch4 ,die ,stockstreiche werden so kaltbltig hingenommen als ausgetheilt4 ,diese ,acte der vollziehenden ,justiz kommen dem ,reisenden1 der von ,angostura an die ,kste ber die ,llanos geht1 sehr gedehnt vor und allzu sehr gehuft4 ,man she es lieber1 wenn der ,priester nicht vom ,altar weg krperliche ,zchtigungen verhngte1 man wnschte1 er mchte es nicht im priesterlichen ,gewande mit ansehen1 wie ,mnner und ,weiber abgestraft werden2 aber dieser ,mibrauch1 oder1 wenn man will1 dieser ,versto gegen den ,anstand fliet aus dem ,grundsatz1 auf dem das ganze seltsame ,missionsregiment beruht4 ,die willkrlichste brgerliche ,gewalt ist mit den ,rechten1 welche dem ,geistlichen der kleinen ,gemeinde zustehen1 vllig verschmolzen1 und obgleich die ,caraiben so gut wie keine ,canibalen sind1 und so sehr man wnschen mag1 da sie mit ,milde und ,vorsicht behandelt werden1 so sieht man doch ein1 da es zuweilen etwas krftiger ,mittel bedarf1 um in einem so jungen ,gemeinwesen die ,ruhe aufrecht zu erhalten4 ,die ,caraiben sind um so schwerer an feste ,wohnsitze zu fesseln1 da sie seit ,jahrhunderten auf den ,flssen ,handel getrieben haben4 ,wir haben dieses rhrige ,volk1 ein ,volk von ,handelsleuten und von ,kriegern1 schon oben kennen gelernt1#aei wie es ,sklavenhandel trieb und mit seinen ,waaren von den ,ksten von hollndisch ,guyana bis in das ,becken des ,amazonenstromes zog4 ,die wandernden ,caraiben waren die ,bukharen des tropischen ,amerika1 und so hatte sie denn auch das tgliche ,bedrfni1 die ,gegenstnde ihres kleinen ,handels zu berechnen und einander ,nachrichten mitzutheilen1 dazu gebracht1 die ,handhabung der ,quippos1 oder1 wie man in den ,missionen sagt1 der cordoncillos con nudos1 zu verbessern und zu erweitern4 ,diese ,quippos oder ,schnre kommen in ,canada1 in ,mexiko 7wo ,boturini welche bei den ,tlascalteken bekam71 in ,peru1 auf den ,niederungen von ,guyana1 in ,centralasien1 in ,china und in ,indien vor4 ,als ,rosenkrnze wurden sie in den ,hnden der abendlndischen ,christen ,werkzeuge der ,andacht2 als ,suampan dienten sie zu den ,griffen der palpabeln oder ,handarithmetik der ,chinesen1 ,tartaren und ,russen4#afj ,die unabhngigen ,caraiben1 welche in dem noch so wenig bekannten ,lande zwischen den ,quellen des ,orinoco und den ,flssen ,essequebo1 ,carony und ,parime 7,rio ,branco oder ,rio de aguas blancas7 hausen1 theilen sich in ,stmme2 hnlich den ,vlkern am ,missouri1 in ,chili und im alten ,germanien bilden sie eine ,art politischer ,bundesgenossenschaft4 ,eine solche ,verfassung sagt am besten der ,freiheitsliebe dieser kriegerischen ,horden zu1 die gesellschaftliche ,bande nur dann vortheilhaft finden1 wenn es gemeinsame ,vertheidigung gilt4 ,in ihrem ,stolze sondern sich die ,caraiben von allen andern ,stmmen ab1 selbst von solchen1 die der ,sprache nach ihnen verwandt sind4 ,auf dieser ,absonderung bestehen sie auch in den ,missionen4 ,diese sind selten gediehen1 wenn man den ,versuch gemacht hat1 ,caraiben gemischten ,gemeinden einzuverleiben1 das heit solchen1 wo jede ,htte von einer ,familie bewohnt ist1 die wieder einem andern ,volke angehrt und eine andere ,mundart hat4 ,bei den unabhngigen ,caraiben vererbt sich die ,huptlingswrde vom ,vater auf den ,sohn1 nicht durch die ,schwesterkinder4 ,letztere ,erbfolge beruht auf einem grundstzlichen ,mitrauen1 dass eben nicht fr groe ,sittenreinheit spricht2 dieselbe herrscht in ,indien1 bei den ,ashantees in ,asrika1 und bei mehreren wilden ,horden in ,nordamerika4#afa ,bei den ,caraiben mssen die jungen ,huptlinge1 wie die ,jnglinge1 die heirathen wollen1 fasten und sich den seltsamsten ,bungen unterziehen4 ,man purgirt sie mit der ,frucht gewisser ,euphorbien1 man lt sie in ,kasten schwitzen und gibt ihnen von den ,marirris oder ,piaches bereitete ,mittel ein1 die in den ,landstrichen jenseits der ,alleghanis ,kriegstrnke1 ,trnke zum ,muthmachen 7war-phisicks7 heien4 ,die caraibischen ,marirris sind die berhmtesten von allen2 sie sind ,priester1 ,gaukler und ,aerzte in ,einer ,person und ihre ,lehre1 ihre ,kunstgriffe und ihre ,arzneien vererben sich4 ,letztere werden unter ,auflegen der ,hnde gereicht und mit verschiedenen geheimnivollen ,geberden oder ,handlungen1 wie es scheint1 von ,uralters her bekannte ,manipulationen des thierischen ,magnetismus4 ,ich hatte ,gelegenheit1 mehrere ,leute zu sprechen1 welche die verbndeten ,caraiben genau hatten beobachten knnen1 ich konnte aber nicht erfahren1 ob die ,marirris eine ,caste fr sich bilden4 ,in ,nordamerika hat man gefunden1 da bei den ,shawanoes1 die in mehrere ,stmme zerfallen1 die ,priester1 die die ,opfer vornehmen 7wie bei den ,hebrern71 nur aus ,einem ,stamme1 dem der ,mequachakes1 seyn drfen4 ,wie mir dnkt1 mu ,alles1 was man noch in ,amerika ber die ,spuren einer alten ,priestercaste ausfindig macht1 von bedeutendem ,interesse seyn1 wegen jener ,priesterknige in ,peru1 die sich ,shne der ,sonne nannten1 und jener ,sonnenknige bei den ,natchez1 bei denen man unwillkrlich an die ,heliaden der ersten stlichen ,colonie von ,rhodus denkt4#afb ,um ,sitten und ,gebruche des caraibischen ,volkes vollkommen kennen zu lernen1 mte man die ,missionen in den ,llanos1 die am ,carony und die ,savanen sdlich von den ,gebirgen von ,pacaraimo zugleich besuchen4 ,je mehr man sie kennen lernt1 versichern die ,franciskaner1 desto mehr mssen die ,vorurtheile schwinden1 die man gegen sie in ,europa hat1 wo sie fr wilder1 oder1 um mich des naiven ,ausdrucks eines ,herrn von ,montmartin zu bedienen1 fr weit weniger liberal gelten1 als andere ,vlkerschaften in ,guyana4#afc ,die ,sprache der ,caraiben auf dem ,festlande ist dieselbe von den ,quellen des ,rio ,branco bis zu den ,steppen von ,cumana4 ,ich war so glcklich1 in ,besitz einer ,handschrift zu gelangen1 die einen ,auszug des ,paters ,sebastian ,garcia aus der ,grammatica de la lengua ,caribe del ,p4 ,fernando ,ximenez enthielt4 ,diese werthvolle ,handschrift wurde bei ,vaters#afd und meines ,bruders1 ,wilhelm von ,humboldt1 nach noch weit umfassenderem ,plane angelegten ,untersuchungen ber den ,bau der amerikanischen ,sprachen bentzt4 ,als wir von der ,mission ,cari aufbrechen wollten1 geriethen wir in einen ,wortwechsel mit unsern indianischen ,maulthiertreibern4 ,sie hatten1 zu unserer nicht geringen ,verwunderung1 ausfindig gemacht1 da wir ,skelette aus der ,hhle von ,ataruipe mit uns fhrten1 und sie waren fest berzeugt1 da das ,lastthier1 das die ,krper ihrer alten ,verwandten trug1 auf dem ,wege zu ,grunde gehen msse4 ,alle unsere ,vorsichtsmaregeln1 um die ,skelette zu verbergen1 waren vergeblich2 nichts entgeht dem ,scharfsinn und dem ,geruch eines ,caraiben1 und es brauchte das ganze ,ansehen des ,missionrs1 um unser ,gepck in ,gang zu bringen4 ,ueber den ,rio ,cari muten wir im ,boote fahren1 ber den ,rio de agua clara waten1 fast knnte ich sagen schwimmen4 ,wegen des ,triebsands am ,boden ist letzterer ,uebergang bei ,hochwasser sehr beschwerlich4 ,man wundert sich1 da in einem so ebenen ,lande die ,strmung so stark ist2 die ,steppenflsse drngen aber auch1 um mich eines ganz richtigen ,ausdrucks des jngeren ,plinius zu bedienen1 nicht sowohl wegen des ,bodenfalls1 als wegen ihrer ,flle und wie durch ihr eigenes ,gewicht vorwrts4#afe ,wir hatten1 ehe wir in die kleine ,stadt ,pao kamen1 zwei schlechte ,nachtlager in ,matagorda und los ,niecietos4 ,ueberall dasselbe3 kleine ,rohrhtten mit ,leder gedeckt1 berittene ,leute mit ,lanzen1 die das ,vieh hten1 halb wilde ,hornviehherden von auffallend gleicher ,frbung1 die den ,pferden und ,maulthieren die ,weide streitig machen4 ,keine ,schafe1 keine ,ziegen auf diesen unermelichen ,steppen6 ,die ,schafe pflanzen sich in ,amerika nur auf ,plateaus1 die ber tausend ,toisen hoch liegen1 gut fort2 nur dort wird die ,wolle lang und zuweilen sehr schn4 ,im glhend heien ,klima der ,niederungen1 wo statt der ,wlfe die ,jaguars auftreten1 knnen sich diese kleinen wehrlosen und in ihren ,bewegungen schwerflligen ,wiederkuer nicht in ,masse halten4 ,am #ae4 ,juli langten wir in der ,fundacion oder ,villa del ,pao an1 die im ,jahr #agdd gegrndet wurde und sehr vortheilhaft gelegen ist1 um zwischen ,nueva ,barcelona und ,angostura als ,stapelplatz zu dienen4 ,ihr eigentlicher ,name ist ,conception del ,pao2 ,alcedo1 la ,cruz ,olmedilla und viele andere ,geographen gaben ihre ,lage falsch an1 weil sie den ,ort entweder mit ,san ,juan ,baptista del ,pao in den ,llanos von ,caracas1 oder mit el ,valle del ,pao am ,zarate verwechselten4 ,trotz des bedeckten ,himmels erhielt ich einige ,hhen von im ,centauren1 nach denen sich die ,breite des ,orts bestimmen lie4 ,dieselbe betrgt #hcgeg4 ,aus ,sonnenhhen ergab sich eine ,lnge von #fghab1 ,angostura unter #ffaeba angenommen4 ,die astronomischen ,bestimmungen in ,calabozo#aff und in ,conception del ,pao sind nicht ohne ,belang fr die ,geographie dieser ,landstriche1 wo es inmitten der ,grasfluren durchaus an festen ,punkten fehlt4 ,in der ,umgegend von ,pao findet man einige ,fruchtbume1 eine seltene ,erscheinung in den ,steppen4 ,wir sahen sogar ,cocosbume1 die trotz der weiten ,entfernung von der ,see ganz krftig schienen4 ,ich lege einiges ,gewicht auf letztere ,wahrnehmung1 da man die ,glaubwrdigkeit von ,reisenden1 welche den ,cocosbaum1 eine ,kstenpalme1 in ,tombuctu1 mitten in ,afrika1 angetroffen haben wollten1 in ,zweifel gezogen hat4 ,wir hatten fters ,gelegenheit1 ,cocosbume mitten im ,baulande am ,magdalenenstrom1 hundert ,meilen von der ,kste1 zu sehen4 ,in fnf ,tagen1 die uns sehr lang vorkamen1 gelangten wir von der ,villa del ,pao in den ,hafen von ,nueva ,barcelona4 ,je weiter wir kamen1 desto heiterer wurde der ,himmel1 desto staubigter der ,boden1 desto glhender die ,luft4 ,diese ungemein drckende ,hitze rhrt nicht von der ,lufttemperatur her1 sondern vom feinen ,sand1 der in der ,luft schwebt1 nach allen ,seiten ,wrme strahlt und dem ,reisenden ins ,gesicht schlgt1 wie an die ,kugel des ,thermometers4 ,indessen habe ich in ,amerika den hunderttheiligen ,thermometer mitten im ,sandwinde niemals ber #deh steigen sehen4 ,capitn ,lyon1 den ich nach seiner ,rckkehr von ,mourzouk zu sprechen das ,vergngen hatte1 schien mir auch geneigt anzunehmen1 da die ,temperatur von #eb ,grad1 der man in ,fezzan so oft ausgesetzt ist1 groentheils von den ,quarzkrnern herrhrt1 die in der ,luft suspendirt sind4 ,zwischen ,pao und dem im ,jahr #agdi gegrndeten1 von #ejj ,caraiben bewohnten ,dorfe ,santa ,cruz de ,cachipo#afg kamen wir ber den westlichen ,strich des kleinen ,plateau1 das unter dem ,namen ,mesa de ,amana bekannt ist4 ,dieses ,plateau bildet die ,wasserscheide zwischen dem ,orinoco1 dem ,guarapiche und dem ,kstenland von ,neu-,andalusien4 ,die ,erhhung desselben ist so gering1 da es der ,schiffbarmachung dieses ,strichs der ,llanos wenig ,hinderni in den ,weg legen wird4 ,indessen konnte der ,rio ,mamo1 der oberhalb des ,einflusses des ,carony in den ,orinoco fllt und den d',anville 7ich wei nicht1 nach wessen ,angabe7 auf der ersten ,ausgabe seiner groen ,karte aus dem ,see von ,valencia kommen und die ,sewsser des ,guayre aufnehmen lt1 nie als natrlicher ,canal zwischen zwei ,flubecken dienen4 ,es besteht in der ,steppe nirgends eine ,gabeltheilung der ,art4 ,sehr viele ,caraiben1 welche jetzt in den ,missionen von ,piritu leben1 saen frher nrdlich und westlich vom ,plateau ,amana zwischen ,maturin1 der ,mndung des ,rio ,areo und dem ,guarapiche2 die ,einflle ,don ,josephs ,careo1 eines der unternehmendsten ,statthalter der ,provinz ,cumana1 gaben im ,jahr #agbj ,anla zu einer allgemeinen ,wanderung der unabhngigen ,caraiben an den untern ,orinoco4 ,dieser ganze weit gedehnte ,landstrich besteht1 wie wir schon oben bemerkt1#afh aus secundren ,gebirgsbildungen1 die sich gegen ,sden unmittelbar an die ,granitgebirge am ,orinoco lehnen4 ,gegen ,nordwest trennt sie ein ziemlich schmaler ,streif von ,uebergangsgebirg von den aus ,urgebirg bestehenden ,bergen auf dem ,kstenland von ,caracas4 ,dieses gewaltige ,auftreten von secundren ,bildungen1 die ohne ,unterbrechung einen ,flchenraum von #gbjj ,quadratmeilen bedecken 7wobei nur der gegen ,sd vom ,rio ,apure1 gegen ,west von der ,sierra ,nevada de ,merida und vom ,paramo de las ,rosas begrenzte ,theil der ,llanos gerechnet ist71 ist in diesen ,erdstrichen eine um so merkwrdigere ,erscheinung1 da in der ganzen ,sierra de la ,parime1 zwischen dem rechten ,ufer des ,orinoco und dem ,rio ,negro1 gerade wie in ,scandinavien1 die secundren ,bildungen auffallenderweise gnzlich fehlen4 ,der rothe ,sandstein1 der hie und da ,stricke fossilen ,holzes 7aus der ,familie der ,monocotyledonen7 enthlt1 kommt in den ,steppen von ,calabozo berall zu ,tage4 ,weiter gegen ,ost sind ,kalkstein und ,gips demselben aufgelagert und machen ihn der geologischen ,forschung unzugnglich4 ,weiter gegen ,norden1 der ,mission ,san ,joses de ,curataquiche zu1 fand ,bonpland schne gebnderte ,stcke ,jaspis oder egyptische ,kiesel4 ,wir sahen dieselben nicht in der ,gebirgsart eingeschlossen und wissen daher nicht1 ob sie einem ganz neuen ,conglomerat angehren oder dem ,kalkstein1 den wir am ,morro von ,nueva ,barcelona angetroffen1 und der kein ,uebergangsgestein ist1 obgleich er ,schichten von ,kieselschiefer enthlt4 ,man kann die ,steppen oder ,grasfluren von ,sdamerika nicht durchziehen1 ohne in ,gedanken bei der ,aussicht zu verweilen1 da man sie eines ,tags zu dem bentzen wird1 zu dem sie sich besser eignen1 als irgend ein ,landstrich des ,erdballs1 zur ,messung der ,grade eines ,erdbogens in der ,richtung eines ,meridians oder einer auf dem ,meridian senkrechten ,linie4 ,diese ,operation wre fr die genaue ,kenntni der ,gestalt der ,erde von groer ,wichtigkeit4 ,die ,llanos von ,venezuela liegen #ac ,grade ostwrts von den ,punkten1 wo einerseits die franzsischen ,akademiker mittelst ,dreiecken1 die sich auf die ,gipfel der ,cordilleren sttzten1 andererseits ,mason und ,dixon1 ohne trigonometrische ,mittel 7auf den ,ebenen von ,pennsylvanien71 ihre ,messungen ausgefhrt haben2 sie liegen fast unter demselben ,parallel 7und dieser ,umstand ist von groem ,belang7 wie die indische ,hochebene zwischen ,junne und ,madura1 wo ,oberst ,lambton so ausgezeichnet operirte4 ,so viele ,bedenken auch noch hinsichtlich der ,genauigkeit der ,instrumente1 der ,beobachtungsfehler und der ,einflsse rtlicher ,anziehungen bestehen mgen1 beim jetzigen ,zustand unserer ,kenntnisse ist nicht wohl in ,abrede zu ziehen1 da die ,erde ungleichfrmig abgeplattet ist4 ,ist einmal zwischen den freien ,regierungen von la ,plata und ,venezuela ein innigeres ,verhltni hergestellt1 so wird man sich ohne ,zweifel diesen ,vortheil und den allgemeinen ,frieden zu ,nutze machen und nrdlich und sdlich vom ,aequator1 in den ,llanos und in den ,pampas die ,messungen vornehmen1 die wir hier in ,vorschlag bringen4 ,die ,llanos von ,pao und ,calabozo sind fast unter demselben ,meridian gelegen1 wie die ,pampas sdlich von ,cordova1 und der ,breitenunterschied dieser ,niederungen1 die so vollkommen eben sind1 als htte lange ,wasser darauf gestanden1 betrgt #de ,grad4 ,diese geodtischen und astronomischen ,operationen wren bei der ,beschaffenheit des ,terrains auch gar nicht kostspielig4 ,schon ,la ,condamine hat im ,jahr #agcd dargethan1 wie vortheilhafter und besonders weniger zeitraubend es gewesen wre1 wenn man die ,akademiker in die 7vielleicht etwas zu stark bewachsenen und sumpfigten7 ,ebenen im ,sden von ,cayenne1 dem ,einflu des ,rio ,xingu in den ,amazonenstrom zu1 geschickt htte1 statt sie auf den ,hochebenen von ,quito mit ,frost1 ,strmen und vulkanischen ,ausbrchen kmpfen zu lassen4 ,die spanisch-amerikanischen ,regierungen drfen keineswegs meinen1 da die in ,rede stehenden1 mit ,pendelbeobachtungen verbundenen ,messungen in den ,llanos nur ein rein wissenschaftliches ,interesse htten3 dieselben gben zugleich die ,hauptgrundlagen fr ,karten ab1 ohne welche keine regelmige ,verwaltung in einem ,lande bestehen kann4 ,bis jetzt mute man sich auf eine rein astronomische ,aufnahme beschrnken1 und es ist die das sicherste und rascheste ,verfahren bei einer ,oberflche von sehr groer ,ausdehnung4 ,man suchte einige ,punkte an den ,ksten und im ,innern absolut zu bestimmen1 das heit nach ,himmelserscheinungen oder ,reihen von ,monddistanzen4 ,man stellte die ,lage der bedeutendsten ,orte nach den drei ,coordinaten der ,breite1 der ,lnge und der ,hhe fest4 ,die dazwischenliegenden ,punkte wurden mit den ,hauptpunkten auf chronometrischem ,wege verknpft4 ,durch den sehr gleichfrmigen ,gang der ,chronometer in ,canoes und durch die sonderbaren ,krmmungen des ,orinoco wurde diese ,anknpfung erleichtert4 ,man brachte die ,chronometer zum ,ausgangspunkte zurck1 oder man beobachtete zweimal 7im ,hinweg und im ,herweg7 an einem dazwischen liegenden ,punkte1 man knpfte die ,enden der chronometrischen ,linien#afi an sehr weitaus einander liegende ,lokalitten1 deren ,lage nach absoluten1 d4 h4 rein astronomischen ,erscheinungen bestimmt ist1 und so konnte man die ,summe der etwa begangenen ,fehler schtzen4 ,auf diese ,weise 7und vor meiner ,reise war im ,binnenlande die ,lnge keines ,punktes bestimmt worden7 habe ich ,cumana1 ,angostura1 ,esmeralda1 ,san ,carlos del ,rio ,negro1 ,san ,fernando de ,apure1 ,porto-,cabello und ,caracas astronomisch verknpft4 ,diese ,beobachtungen umfassen eine ,bodenflche von mehr als #aj1jjj ,quadratmeilen4 ,das ,system der ,beobachtungspunkte auf dem ,kstenland und die werthvollen ,ergebnisse der ,aufnahme bei ,fidalgos ,seereise wurden mit dem ,system der ,beobachtungspunkte am ,orinoco und ,rio ,negro durch zwei chronometrische ,linien in ,verbindung gebracht1 deren eine ber die ,llanos von ,catabozo1 die andere ber die ,llanos von ,pao luft4 ,die ,beobachtungen in der ,parime bilden einen ,streifen1 der eine ungeheure ,landstrecke 7#gc1jjj ,quadratmeilen71 auf der bis jetzt nicht ein einziger ,punkt astronomisch bestimmt ist1 in zwei ,theile theilt4 ,durch diese verschiedenen ,arbeiten1 die ich mit geringen ,mitteln1 aber nach einem allgemeinen ,plane unternommen1 wurde1 wie ich mir wohl schmeicheln darf1 der erste astronomische ,grund zur ,geographie dieser ,lnder gelegt2 es ist aber ,zeit1 dieselben vielfach wieder aufzunehmen1 sie zu berichtigen1 besonders aber da1 wo der ,anbau des ,landes es gestattet1 trigonometrische ,messungen an ihre ,stelle treten zu lassen4 ,an beiden ,rndern der ,llanos1 die sich gleich einem ,meerbusen vom ,delta des ,orinoco bis zu den ,schneegebirgen von ,meridia ausdehnen1 streichen im ,norden und im ,sden zwei ,granitketten parallel mit dem ,aequator4 ,diese frheren ,ksten eines innern ,seebeckens sind in den ,steppen von weitem sichtbar und knnen zur ,aufstellung von ,signalen dienen4 ,der ,spitzberg ,guacharo1 der ,corollor und ,turimiquiri1 der ,bergantin1 die ,morros ,san ,juan und ,san ,sebastian1 die ,galera1 welche die ,llanos wie eine ,felsmauer begrenzt1 der kleine ,cerro de ,flores1 den ich in ,calabozo1 und zwar in einem ,moment gesehen habe1 wo die ,luftspiegelung beinahe ,null war1 werden am ,nordrande der ,niederungen zum ,dreiecknetz dienen4 ,diese ,berggipfel sind groentheils sowohl in den ,llanos als im angebauten ,kstenlande sichtbar4 ,gegen ,sden liegen die ,granitketten am ,orinoco oder in der ,parime etwas abwrts von den ,rndern der ,steppen und sind fr geodtische ,operationen nicht ganz so gnstig4 ,indessen werden die ,berge oberhalb ,angostura und ,muitaco1 der ,cerro del ,tirano bei ,caycara1 der ,pan de ,azucar und der ,sacuima beim ,einflu des ,apure in den ,orinoco gute ,dienste leisten1 namentlich wenn man die ,winkel bei bedecktem ,himmel aufnimmt1 damit nicht das ,spiel der ungewhnlichen ,refractionen ber einem stark erhitzten ,boden die ,berggipfel1 welche unter zu kleinen ,hhenwinkeln erscheinen1 verzieht und verrckt4 ,pulversignale1 deren ,widerschein am ,himmel so weit hin sichtbar ist1 werden sehr frderlich seyn4 ,ich glaubte hier im ,interesse der ,sache angeben zu sollen1 was meine ,ortskenntni und das ,studium der ,geographie von ,amerika mir an die ,hand gegeben4 ,ein ausgezeichneter ,geometer1 ,lenz1 der bei mannigfaltigen ,kenntnissen in allen ,zweigen der ,mathematik im ,gebrauch astronomischer ,instrumente sehr gebt ist1 beschftigt sich gegenwrtig damit1 die ,geographie dieser ,lnder weiter auszubilden und im ,auftrag der ,regierung von ,venezuela die ,plane1 die ich bereits im ,jahr #agii der ,beachtung des spanischen ,ministeriums vergeblich empfohlen hatte1 zum ,theil auszufhren4 ,am #bf4 ,juli brachten wir die ,nacht im indianischen ,dorfe ,santa ,cruz de ,cachipo zu4 ,diese ,mission wurde im ,jahr #agdi mit mehreren caraibischen ,familien gegrndet1 welche an den berschwemmten1 ungesunden ,ufern der ,lagunetas de ,anache1 gegenber dem ,einflu des ,rio ,puruay in den ,orinoco1 lebten4 ,wir wohnten beim ,missionr#agj und ersahen aus den ,kirchenbchern1 welch rasche ,fortschritte der ,wohlstand der ,gemeinde durch seinen ,eifer und seine ,einsicht gemacht hatte4 ,seit wir in die ,mitte der ,steppen gelangt waren1 hatte die ,hitze so zugenommen1 da wir gerne gar nicht mehr bei ,tage gereist wren2 wir waren aber unbewaffnet und die ,llanos waren damals von ganzen ,ruberbanden unsicher gemacht1 die mit raffinirter ,grausamkeit die ,weien1 welche ihnen in die ,hnde fielen1 mordeten4 ,nichts klglicher als die ,rechtspflege in diesen berseeischen ,colonien6 ,ueberall fanden wir die ,gefngnisse mit ,verbrechern gefllt1 deren ,urtheil sieben1 acht ,jahre auf sich warten lt4 ,etwa ein ,drittheil der ,verhafteten entspringt1 und die menschenleeren1 aber von ,heerden wimmelnden ,ebenen bieten ihnen ,zuflucht und ,unterhalt4 ,sie treiben ihr ,rubergewerbe zu ,pferde in der ,weise der ,beduinen4 ,die ,ungesundheit der ,gefngnisse berstiege alles ,maa1 wenn sie sich nicht von ,zeit zu ,zeit durch das ,entspringen der ,verhafteten leerten4 ,es kommt auch nicht selten vor1 da ,todesurtheile1 wenn sie endlich spt genug von der ,audiencia zu ,caracas gefllt sind1 nicht vollzogen werden knnen1 weil es an einem ,nachrichter fehlt4 ,nach einem schon oben erwhnten barbarischen ,brauch begnadigt man denjenigen der ,uebelthter1 der es auf sich nehmen will1 die andern zu hngen4 ,unsere ,fhrer erzhlten uns1 kurz vor unserer ,ankunft auf der ,kste von ,cumana habe ein wegen seiner ,rohheit berchtigter ,zambo sich entschlossen1 ,henker zu werden und sich so der ,strafe zu entziehen4 ,die ,zurstungen zur ,hinrichtung machten ihn aber in seinem ,entschlusse wankend2 er entsetzte sich ber sich selbst1 er zog den ,tod der ,schande vor1 die er vollends auf sich hufte1 wenn er sich das ,leben rettete1 und lie sich die ,ketten1 die man ihm abgenommen1 wieder anlegen4 ,er sa nicht mehr lange2 die ,niedertrchtigkeit eines ,mitschuldigen half ihm zum ,vollzug seiner ,strafe4 ,ein solches ,erwachen des ,ehrgefhls in der ,seele eines ,mrders ist eine psychologische ,erscheinung1 die zum ,nachdenken auffordert4 ,ein ,mensch1 der beim ,berauben der ,reisenden in der ,steppe schon so oft ,blut vergessen hat1 schaudert beim ,gedanken1 sich zum ,werkzeug der ,gerechtigkeit hergeben1 an andern eine ,strafe vollziehen zu sollen1 die er1 wie er vielleicht fhlt1 selbst verdient hat4 ,wenn schon in den ruhigen ,zeiten1 in denen ,bonpland und ich das ,glck hatten1 die beiden ,amerika zu bereisen1 die ,llanos den ,uebelthtern1 welche in den ,missionen am ,orinoco ein ,verbrechen begangen1 oder aus den ,gefngnissen des ,kstenlandes entsprungen waren1 als ,versteck dienten1 wie viel schlimmer mute die noch in ,folge der brgerlichen ,unruhen werden1 im blutigen ,kampfe1 der mit der ,freiheit und ,unabhngigkeit dieser gewaltigen ,lnder seine ,endschaft erreichte6 ,die franzsischen ,landes und unsere ,heiden geben nur ein entferntes ,bild jener ,grasfluren auf dem neuen ,continent1 wo ,flchen von acht und zehntausend ,quadratmeilen so eben sind1 wie der ,meeresspiegel4 ,die ,unermelichkeit des ,raumes sichert dem ,landstreicher die ,straflosigkeit2 in den ,savanen versteckt man sich leichter als in unsern ,gebirgen und ,wldern1 und die ,kunstgriffe der europischen ,polizei sind schwer anwendbar1 wo es wohl ,reisende gibt1 aber keine ,wege1 ,herden1 aber keine ,hirten1 und wo die ,hfe so dnn geset sind1 da man1 trotz des bedeutenden ,einflusses der ,luftspiegelung1 ganze ,tagereisen machen kann1 ohne da man einen am ,horizont auftauchen sieht4 ,zieht man ber die ,llanos von ,caracas1 ,barcelona und ,cumana1 die von ,west nach ,ost von den ,bergen bei ,truxillo und ,merida bis zur ,mndung des ,orinoco hinter einander liegen1 so fragt man sich1 ob diese ungeheuren ,landstrecken von der ,natur dazu bestimmt sind1 ewig als ,weideland zu dienen1 oder ob ,pflug und ,hacke sie eines ,tages fr den ,ackerbau erobern werden8 ,diese ,frage ist um so wichtiger1 da die an beiden ,enden von ,sdamerika gelegenen ,llanos der politischen ,verbindung der ,provinzen1 die sie auseinander halten1 ,hindernisse in den ,weg legen4 ,sie machen1 da der ,ackerban sich nicht von den ,ksten von ,venezuela ,guyana zu1 sich nicht von ,potosi gegen die ,mndung des ,rio de la ,plata ausbreiten kann4 ,die dazwischen geschobenen ,steppen behalten mit dem ,hirtenleben einen ,charakter von ,rohheit und ,wildheit1 der sie isolirt und von der ,cultur der schon lange urbar gemachten ,landstriche fern hlt4 ,aus demselben ,grunde wurden sie im ,freiheitskriege der ,schauplatz des ,kampfes zwischen den feindlichen ,parteien und sahen die ,einwohner von ,calabozo fast unter ihren ,mauern das ,geschick der verbndeten ,provinzen ,venezuela und ,cundinamarca sich entscheiden4 ,ich will wnschen1 da man bei den ,grenzbestimmungen der neuen ,staaten und ihrer ,unterabtheilungen nicht zuweilen zu bereuen habe1 die ,bedeutung der ,llanos auer ,augen gesetzt zu haben1 sofern sie dahin wirken1 ,gemeinheiten auseinander zu halten1 welche durch gemeinsame ,interessen auf einander angewiesen sind4 ,die ,steppen wrden1 wie ,meere oder die ,urwlder unter den ,tropen1 als natrliche ,grenzen dienen1 wenn sie nicht von ,heeren um so leichter durchzogen wrden1 da sie mit ihren unzhligen ,pferde-1 ,maulthier- und ,viehherden ,transport- und ,unterhaltsmittel aller ,art bieten4 ,nirgends in der ,welt ist die ,bodenbildung und die ,beschaffenheit der ,oberflche so fest ausgeprgt2 nirgends uern sie aber auch so bedeutenden ,einflu auf die ,spaltung des ,gesellschaftskrpers1 der durch die ,ungleichheit nach ,abstammung1 ,farbe und persnlicher ,freiheit schon genug zerrissen ist4 ,es steht nicht in der ,macht des ,menschen1 die klimatischen ,unterschiede zu ndern1 die aus der auf kleinem ,flchenraum rasch wechselnden ,bodenhhe hervorgehen1 und welche die ,quelle des ,widerwillens sind1 der zwischen den ,bewohnern der der terra caliente und denen der terra fria besteht1 eines ,widerwillens1 der auf ,gegenstzen im ,charakter1 in ,sitten und ,gebrauchen beruht4 ,diese moralischen und politischen ,einflsse machen sich besonders in ,lndern geltend1 wo die ,extreme von ,landhhe und ,tiefland am auffallendsten sind1 wo ,gebirge und ,niederungen am massenhaftesten auftreten und sich am weitesten ausdehnen4 ,hieher gehren ,neu-,grenada oder ,cundinamarca1 ,chili und ,peru1 wo die ,incasprache reich ist an treffenden1 naiven ,ausdrcken fr diese klimatischen ,gegenstze in ,temperament1 ,neigungen und geistigen ,fhigkeiten4 ,im ,staate ,venezuela dagegen bilden die ,montaneros in den ,hochgebirgen von ,bocono1 ,timotes und ,merida nur einen unbedeutenden ,bruchtheil der ,gesammtbevlkerung1 und die volkreichen ,thler der ,kstenkette von ,caracas und ,caripe liegen nur drei- bis vierhundert ,toisen ber dem ,meer4 ,so kam es1 da1 als die ,staaten ,venezuela und ,neu-,grenada unter dem ,namen ,columbia verschmolzen wurden1 die bedeutende ,gebirgsbevlkerung von ,santa ,fe1 ,popayan1 ,pasto und ,quito1 wo nicht ganz1 doch ber die ,hlfte durch den ,zuwachs von acht- bis neunmalhunderttausend ,bewohnern der terra caliente aufgewogen wurde4 ,der ,oberflchenzustand des ,bodens ist nicht so unvernderlich als seine ,reliefbildung1 und so erscheint es als mglich1 da die scharfen ,gegenstze zwischen den undurchdringlichen ,wldern ,guyanas und den baumlosen1 grasbewachsenen ,llanos eines ,tags verschwinden knnten2 aber wie viele ,jahrhunderte brauchte es wohl1 bis ein solcher ,wechsel in den unermelichen ,steppen von ,venezuela1 am ,meta1 am ,caqueta und in ,buenos ,ayres merkbar wrde8 ,die ,beweise1 die der ,mensch von seiner ,macht im ,kampfe gegen die ,naturkrfte in ,gallien1 in ,germanien und in neuerer ,zeit in den ,vereinigten ,staaten1 immer aber auerhalb der ,tropen1 gegeben hat1 kann nicht wohl als ,mastab fr die voraussichtlichen ,fortschritte der ,cultur im heien ,erdstrich dienen4 ,es war oben davon die ,rede1 wie langsam man mit ,feuer und ,axt ,wlder ausrodet1 wenn die ,baumstmme #h bis #af ,fu dick sind1 wenn sie im ,fallen sich an einander lehnen1 und wenn das ,holz1 vom unaufhrlichen ,regen befeuchtet1 so ungemein hart ist4 ,die ,frage1 ob die ,llanos oder ,pampas urbar zu machen sind1 wird von den ,colonisten1 die darin leben1 keineswegs einstimmig bejaht1 und ganz im ,allgemeinen lt sich auch gar nicht darber entscheiden4 ,die ,savanen von ,venezuela entbehren grtentheils des ,vortheils1 den die ,savanen in ,nordamerika dadurch haben1 da sie der ,lnge nach von drei groen ,flssen1 dem ,missouri1 dem ,arkansas und dem ,red ,river von ,natchitoches durchzogen werden2 durch die ,savanen am ,araure1 bei ,calabozo und am ,pao laufen die ,nebenflsse des ,orinoco1 von denen die stlichsten 7,cari1 ,pao1 ,acaru und ,manapire7 in der trockenen ,jahreszeit sehr wasserarm find1 nur der ,quere nach4 ,alle diese ,flsse reichen nicht weit gegen ,nord1 so da in der ,mitte ,steppen1 weite1 entsetzlich drre ,landstriche 7bancos und mesas7 bleiben4 ,am culturfhigsten sind die westlichen1 von der ,portuguesa1 vom ,masparro und ,orivante und den nahe bei einander liegenden ,nebenflssen derselben bewsserten ,striche4 ,der ,boden besteht aus mit ,thon gemengtem ,sand ber einer ,schicht von ,quarzgeschieben4 ,die ,dammerde1 die ,hauptnahrungsquelle der ,gewchse1 ist aller ,orten sehr dnn2 sie erhlt so gut wie keinen ,zuwachs durch das drre ,laub1 das in den ,wldern der heien ,zone abfllt wie in den gemigten ,klimaten1 wenn auch nicht so streng periodisch4 ,seit ,jahrtausenden wchst aber auf den ,llanos weder ,baum noch ,buschwerk2 die einzelnen1 in der ,savane zerstreuten ,palmen liefern sehr wenig von jener ,kohlen- und ,wasserstoffverbindung1 von jenem ,extractivstoff1 auf dem 7nach den ,versuchen von ,saussure1 ,davy und ,braconnot7 die ,fruchtbarkeit des ,bodens beruht4 ,die geselligen ,gewchse1 die in den ,steppen fast ausschlielich herrschen1 sind ,monocotyledonen1 und es ist bekannt1 wie stark die ,grser den ,boden aussaugen1 in den sie ihre ,wurzeln mit dicht gedrngten ,fasern treiben4 ,diese ,wirkung der ,killingia-1 ,paspalum- und ,cenchrusarten1 aus denen der ,rasen besteht1 uert sich berall gleich2 wo aber das ,gestein beinahe zu ,tag kommt1 da ist der ,boden verschieden1 je nachdem er auf rothem ,sandstein oder auf festem ,kalkstein und auf ,gyps liegt2 so wie je nachdem die periodischen ,ueberschwemmungen an den tiefsten ,stellen ,erdreich angeschwemmt haben1 oder das ,wasser von den kleinen ,plateaus die wenige ,dammerde vollends weggesplt hat4 ,bereits bestehen mitten im ,weideland einzelne ,pflanzungen an ,stellen1 wo sich flieendes ,wasser oder ein paar ,bsche der ,mauritiapalme fanden4 ,diese ,hfe1 bei denen man ,mais und ,manioc baut1 werden sich bedeutend vermehren1 wenn es gelingt1 mehr ,bume und ,gebsch fortzubringen4 ,die ,drre der ,mesas#aga und die groe ,hitze1 die darauf herrscht1 rhren nicht allein von der ,beschaffenheit ihrer ,oberflche und der rtlichen ,reverberation des ,bodens her2 ihre klimatischen ,verhltnisse hngen ab von der ,umgebung1 von der ganzen ,steppe1 von der die ,mesas ein ,theil sind4 ,bei den ,wsten in ,afrika oder in ,arabien1 bei den ,llanos in ,sdamerika1 bei den groen ,heiden1 die von der ,spitze von ,jtland bis zur ,mndung der ,schelde fortstreichen1 beruht die feste ,begrenzung der ,wsten1 der ,llanos1 der ,heiden groentheils auf ihrer unermelichen ,ausdehnung1 auf der ,kahlheit dieser ,landstriche in ,folge einer ,umwlzung1 welche den frheren ,pflanzenwuchs unseres ,planeten vernichtet hat4 ,durch ihre ,ausdehnung1 ihr ununterbrochenes ,fortstreichen und ihre ,masse widerstehen sie dem ,eindringen der ,cultur1 behalten sie1 als wren sie in das ,land einschneidende ,buchten1 ihren festen ,uferumri4 ,ich lasse mich nicht auf die groe ,frage ein1 ob in der ,sahara1 diesem ,mittelmeer von ,flugsand1 der ,keime des organischen ,lebens heutzutage mehr werden4 ,je ausgebreiteter unsere geographischen ,kenntnisse wurden1 desto zahlreicher sahen wir im stlichen ,theil der ,wste grne ,eilande1 mit ,palmen bedeckte ,oasen zu ,archipelen sich zusammendrngen und den ,caravanen ihre ,hfen ffnen2 wir wissen aber nicht1 ob seit ,herodots ,tode der ,umri der ,oasen nicht fortwhrend derselbe geblieben ist4 ,unsere ,geschichtsbcher sind von zu kurzem ,datum und zu unvollstndig1 als da wir der ,natur in ihrem langsamen1 stetigen ,gange folgen knnten4 ,von diesen vllig den ,rumen1 von denen ein gewaltsames ,ereigni die ,pflanzendecke und die ,dammerde weggerissen hat1 von den syrischen und afrikanischen ,wsten1 die in ihrem versteinerten ,holz noch die ,urkunden der erlittenen ,vernderungen aufweisen1 blicken wir zurck auf die mit ,grsern bewachsenen ,llanos4 ,hier ist die ,errterung der ,erscheinungen dem ,kreise unserer tglichen ,beobachtungen nher gerckt4 ,in den amerikanischen ,steppen angesiedelte ,landwirthe sind hinsichtlich der ,mglichkeit eines umfassenderen ,anbaus derselben ganz zu den ,ansichten gekommen1 wie ich sie aus dem klimatischen ,einflu der ,steppen unter dem ,gesichtspunkt als ununterbrochene ,flchen oder ,massen hergeleitet habe4 ,sie haben die ,beobachtung gemacht1 da ,heiden1 die rings von angebautem oder mit ,holz bewachsenem ,lande umgeben sind1 nicht so lange dem ,anbau ,widerstand leisten1 als ,striche vom selben ,umfang1 die aber einer weiten ,flche von gleicher ,beschaffenheit angehren4 ,die ,beobachtung ist richtig1 ob nun das eingeschlossene ,stck eine ,grasflur ist1 oder mit ,heiden bewachsen1 wie im nrdlichen ,europa1 oder mit ,cistus1 ,lentisken und ,chamrops1 wie in ,spanien1 oder mit ,cactus1 ,argemone und ,brathys wie im tropischen ,amerika4 ,einen je greren ,raum der ,pflanzenverein einnimmt1 desto strkeren ,widerstand leisten die geselligen ,gewchse dem ,anbau4 ,zu dieser allgemeinen ,ursache kommt in den ,llanos von ,venezuela der ,umstand1 da die kleinen ,grasarten whrend der ,reife der ,saamen den ,boden aussaugen1 ferner der gnzliche ,mangel an ,bumen und ,buschwerk1 die ,sandwinde1 deren ,gluthhitze gesteigert wird durch die ,berhrung mit einem ,boden1 der zwlf ,stunden lang die ,sonnenstrahlen einsaugt1 ohne da je ein anderer ,schatten als der der ,aristiden1 ,cenchrus und ,paspalum darauf fllt4 ,die ,fortschritte1 welche der groe ,baumwuchs und der ,anbau dicotyledonischer ,gewchse in der ,umgebung der ,stdte1 zum ,beispiel um ,calabozo und ,pao1 gemacht haben1 beweisen1 da man der ,steppe ,boden abgewinnen knnte1 wenn man sie in kleinen ,stcken angriffe1 sie nach und nach von der ,masse abschle1 sie durch ,einschnitte und ,bewsserungscanle zerstckte4 ,vielleicht gelnge es1 den ,einflu der den ,boden ausdrrenden ,winde zu verringern1 wenn man im ,groen1 auf #ae bis #bj ,morgen1 ,psidium1 ,croton1 ,cassia1 ,tamarinden ansete1 ,pflanzen1 welche trockene1 offene ,stellen lieben4 ,ich bin weit entfernt zu glauben1 da der ,mensch je die ,savanen ganz austilgen wird1 und da die ,llanos1 die ja als ,weiden und fr den ,viehhandel so nutzbar sind1 jemals angebaut seyn werden1 wie die ,thler von ,aragua oder andere den ,ksten von ,caracas und ,cumana nahe gelegene ,landstriche2 aber ich bin berzeugt1 da ein betrchtliches ,stck dieser ,ebenen im ,laufe der ,jahrhunderte1 unter einer den ,gewerbflei frdernden ,regierung1 das wilde ,aussehen verlieren wird1 das sie seit der ersten ,eroberung durch die ,europer behauptet haben4 ,dieser allmhlige ,wechsel1 dieses ,wachsen der ,bevlkerung werden nicht nur den ,wohlstand dieser ,lnder steigern1 sie werden auch auf die sittlichen und politischen ,zustnde gnstigen ,einflu uern4 ,die ,llanos machen ber zwei ,dritttheile des ,stcks von ,venezuela oder der alten ,capitania general von ,caracas aus1 das nrdlich vom ,orinoco und ,rio ,apure liegt4 ,bei brgerlichen ,unruhen dienen nun aber die ,llanos durch ihre ,oede und den ,ueberflu an ,nahrungsmitteln1 die ihre zahllosen ,herden liefern1 der ,partei1 welche die ,fahne des ,aufruhrs entfalten will1 zugleich als ,schlupfwinkel und als ,sttzpunkt4 ,bewaffnete ,banden 7,guerillas7 knnen sich darin halten und die ,bewohner des ,kstenlandes1 des ,mittelpunktes der ,cultur und des ,bodenreichthums1 beunruhigen4 ,wre nicht der untere ,orinoco durch den ,patriotismus einer krftigen1 kriegsgewohnten ,bevlkerung hinlnglich vertheidigt1 so wre beim gegenwrtigen ,zustand der ,llanos ein feindlicher ,einfall auf den ,westksten doppelt gefhrlich4 ,die ,vertheidigung der ,ebenen und spanisch ,guyanas hngen aufs ,engste zusammen1 und schon oben1 wo von der militrischen ,bedeutung der ,mndungen des ,orinoco die ,rede war1 habe ich gezeigt1 da die ,festungswerke und die ,batterien1 womit man die ,nordkste von ,cumana bis ,carthagena gespickt hat1 keineswegs die eigentlichen ,bollwerke der vereinigten ,provinzen von ,venezuela sind4 ,zu diesem politischen ,interesse kommt ein anderes1 noch wichtigeres und dauernderes4 ,eine erleuchtete ,regierung kann nur mit ,bedauern sehen1 da das ,hirtenleben mit seinen ,sitten1 welche ,faulheit und ,landstreicherei so sehr befrdern1 auf mehr als zwei ,dritttheilen ihres ,gebiets herrscht4 ,der ,theil der ,kstenbevlkerung1 der jhrlich in die ,llanos abfliet1 um sich in den hatos de ganado#agb niederzulassen und die ,heerden zu hten1 macht einen ,rckschritt in der ,cultur4 ,wer mchte bezweifeln1 da durch die ,fortschritte des ,ackerbaus1 durch die ,anlage von ,drfern an allen ,punkten1 wo flieendes ,wasser ist1 sich die sittlichen ,zustnde der ,steppenbewohner wesentlich bessern mssen8 ,mit dem ,ackerbau mssen mildere ,sitten1 die ,liebe zum festen ,wohnsitz und die huslichen ,tugenden ihren ,einzug halten4 ,nach dreitgigem ,marsch kam uns allmhlig die ,bergkette von ,cumana zu ,gesicht1 die zwischen den ,llanos1 oder1 wie man hier oft sagen hrt1 dem groen ,meer von ,grn#agc und der ,kste des ,meeres der ,antillen liegt4 ,ist der ,bergantin ber #hjj ,toisen hoch1 so kann man ihn1 auch nur eine gewhnliche ,refraction von des ,bogens angenommen1 auf #bg ,seemeilen ,entfernung sehen2#agd aber die ,luftbeschaffenheit entzog uns lange den schnen ,anblick dieser ,bergwand4 ,sie erschien zuerst wie eine ,wolkenschicht1 welche die ,sterne in der ,nhe des ,pols beim ,auf- und ,untergang bedeckte2 allmhlig schien diese ,dunstmasse grer zu werden1 sich zu verdichten1 sich blulich zu frben1 einen gezackten1 festen ,umri anzunehmen4 ,was der ,seefahrer beobachtet1 wenn er sich einem neuen ,lande nhert1 das bemerkt der ,reisende auch am ,rande der ,steppe4 ,der ,horizont fing an sich gegen ,nord zu erweitern1 und das ,himmelsgewlbe schien dort nicht mehr in gleicher ,entfernung auf dem grasbewachsenen ,boden auszuruhen4 ,einem ,llanero oder ,steppenbewohner ist nur wohl1 wenn er1 nach dem naiven ,volksausdruck1 berall um sich sehen kann4 ,was uns als ein bewachsenes1 leicht gewelltes1 kaum hie und da hgligtes ,land erscheint1 ist fr ihn ein schreckliches1 von ,bergen starrendes ,land4 ,unser ,urtheil ber die ,unebenheit des ,bodens und die ,beschaffenheit seiner ,oberflche ist ein durchaus relatives4 ,hat man mehrere ,monate in den dichten ,wldern am ,orinoco zugebracht1 hat man sich dort daran gewhnt1 da man1 sobald man vom ,strome abgeht1 die ,sterne nur in der ,nhe des ,zenith und wie aus einem ,brunnen heraus sehen kann1 so hat eine ,wanderung ber die ,steppen etwas ,angenehmes1 ,anziehendes4 ,die neuen ,bilder1 die man aufnimmt1 machen groen ,eindruck2 wie dem ,llanero ist einem ganz wohl1 da man so gut um sich sehen kann4 ,aber dieses ,behagen 7wir haben es an uns selbst erfahren7 ist nicht von langer ,dauer4 ,allerdings hat der ,anblick eines unabsehbaren ,horizonts etwas ,ernstes1 ,groartiges4 ,dieses ,schauspiel erfllt uns mit ,bewunderung1 ob wir nun auf dem ,gipfel der ,anden und der ,hochalpen uns befinden1 oder mitten auf dem unermelichen ,ocean1 oder auf den weiten ,ebenen von ,venezuela und ,tucuman4 ,die ,unermelichkeit des ,raumes 7die ,dichter aller ,zungen haben solches ausgesprochen7 spiegelt sich in uns selbst wieder2 sie verknpft sich mit ,vorstellungen hherer ,ordnung1 sie weitet die ,seele dessen aus1 der in der ,stille einsamer ,betrachtung seinen ,genu findet4 ,allerdings aber hat der ,anblick eines schrankenlosen ,raumes an jedem ,orte wieder einen eigenen ,charakter4 ,das ,schauspiel1 dessen man auf einem freistehenden ,berggipfel geniet1 wechselt1 je nachdem die ,wolken1 die auf der ,niederung lagern1 sich in ,schichten ausbreiten1 sich zu ,massen ballen1 oder den erstaunten ,blick durch weite ,ritzen auf die ,wohnsitze des ,menschen1 das bebaute ,land1 den ganzen grnen ,boden des ,luftoceans niedertauchen lassen4 ,eine ungeheure ,wasserflche1 belebt bis auf den ,grund von tausenderlei verschiedenen ,wesen1 nach ,frbung und ,anblick wechselnd1 beweglich an der ,oberflche1 gleich dem ,element1 von dem sie aufgerhrt wird1 hat auf langer ,seereise groen ,reiz fr die ,einbildungskraft1 aber die einen groen ,theil des ,jahrs hindurch staubigte1 aufgerissene ,steppe stimmt trbe durch ihre ewige ,eintnigkeit4 ,ist man nach acht- oder zehntgigem ,marsch gewhnt an das ,spiel der ,luftspiegelung und an das glnzende ,grn der ,mauritiabsche1#age die von ,meile zu ,meile zum ,vorschein kommen1 so fhlt man das ,bedrfni mannigfaltigerer ,eindrcke2 man sehnt sich nach dem ,anblick der gewaltigen ,bume der ,tropen1 des wilden ,sturzes der ,bergstrme1 der ,gelnde und ,thalgrnde1 bebaut von der ,hand des ,landmanns4 ,wenn unglcklicherweise das ,phnomen der afrikanischen ,wsten und der ,llanos oder ,savanen der neuen ,welt 7ein ,phnomen1 dessen ,ursache sich in dem ,dunkel der frhesten ,geschichte unseres ,planeten verliert7 noch einen greren ,raum befate1 so wre die ,natur um einen ,theil der herrlichen1 dem heien ,erdstrich eigenthmlichen ,producte rmer4#agf ,die nordischen ,heiden1 die ,steppen an ,wolga und ,don sind kaum rmer an ,pflanzen und ,thierarten als unter dem herrlichsten ,himmel der ,welt1 im ,erdstrich der ,bananen und des ,brodfruchtbaums1 #bh1jjj ,quadratmeilen ,savanen1 die im ,halbkreise von ,nordost nach ,sdwest1 von den ,mndungen des ,orinoco bis zum ,caqueta und ,putumayo sich fortziehen4 ,der berall sonst belebende ,einflu des tropischen ,klima macht sich da nicht fhlbar1 wo ein mchtiger ,verein von ,grasarten fast jedes andere ,gewchs ausgeschlossen hat4 ,beim ,anblick des ,bodens1 an ,punkten1 wo die zerstreuten ,palmen fehlen1 htten wir glauben knnen in der gemigten ,zone1 ja noch viel weiter gegen ,norden zu seyn2 aber bei ,einbruch der ,nacht mahnten uns die schnen ,sternbilder am ,sdhimmel 7der ,centaur1 ,canopus1 und die zahllosen ,nebelflecken1 von denen das ,schiff ,argo glnzt7 daran1 da wir nur #h ,grade vom ,aequator waren4 ,eine ,erscheinung1 auf die bereits ,deluc aufmerksam geworden und an der sich in den letzten ,jahren der ,scharfsinn der ,geologen gebt hat1 machte uns auf der ,reise durch die ,steppen viel zu schaffen4 ,ich meine nicht die ,urgebirgsblcke1 die man 7wie am ,jura7 am ,abhang der ,kalkgebirge findet1 sondern die ungeheuern ,granit- und ,syenitblcke1 die1 innerhalb von der ,natur scharf gezogener ,grenzen1 im nrdlichen ,holland und ,deutschland und in den baltischen ,lndern zerstreut vorkommen4 ,es scheint jetzt bewiesen1 da diese wie strahlenfrmig vertheilten ,gesteine bei den alten ,umwlzungen unseres ,erdballs aus der scandinavischen ,halbinsel gegen ,sd herabgekommen sind1 und da sie nicht von den ,granitketten des ,harzes und in ,sachsen stammen1 denen sie nahe kommen1 ohne indessen ihren ,fu zu erreichen4 ,ich bin auf den sandigten ,ebenen der baltischen ,lnder geboren1 und bis zu meinem achtzehnten ,jahre wute ich1 was eine ,gebirgsart sey1 nur von diesen zerstreuten ,blcken her1 und so mute ich doppelt neugierig seyn1 ob die neue ,welt eine hnliche ,erscheinung aufzuweisen habe4 ,und ich sah zu meiner ,ueberraschung auch nicht einen einzigen ,block der ,art in den ,llanos von ,venezuela1 obgleich diese unermelichen ,ebenen gegen ,sd unmittelbar von einem ganz aus ,granit gebauten ,bergstock ,die ,sierra ,parime begrenzt werden1 der in seinen gezackten1 fast sulenfrmigen ,gipfeln die ,spuren der gewaltigsten ,zerrttung zeigt4#agg ,gegen ,nord sind die ,llanos von der ,granitkette der ,silla bei ,caracas und von ,portocabello durch eine ,bergwand getrennt1 die zwischen ,villa de ,cum und ,pavapara aus ,schiefergebirg1 zwischen dem ,bergantin und ,caripe aus ,kalkstein besteht4 ,das ,nichtvorhandenseyn von ,blcken fiel mir ebenso an den ,ufern des ,amazonenstromes auf4 ,schon ,la ,condamine hatte versichert1 vom ,pongo de ,manseriche bis zum ,engpasse der ,pauxis sey auch nicht der kleinste ,stein zu finden4 ,das ,becken des ,rio ,negro und des ,amazonenstromes ist aber auch nichts als ein ,llano1 eine ,ebene wie die in ,venezuela und ,buenos ,ayres1 und der ,unterschied besteht allein in der ,art des ,pflanzenwuchses4 ,die beiden ,llanos am ,nord- und am ,sdende von ,sdamerika sind mit ,gras bewachsen1 es sind baumlose ,grasfluren2 das dazwischenliegende ,llano1 das am ,amazonenstrom1 welches im ,striche der fast unaufhrlichen ,aequatorialregen liegt1 ist ein dichter ,wald4 ,ich erinnere mich nicht gehrt zu haben1 da auf den ,pampas von ,buenos ,ayres oder auf den ,savanen am ,missouri#agh und in ,neumexico ,granitblcke vorkommen4 ,die ,erscheinung scheint in der neuen ,welt berhaupt ganz zu fehlen1 und wahrscheinlich auch in der afrikanischen ,sahara2 denn die ,gesteinmassen1 welche mitten in der ,wste zu ,tage kommen und deren die ,reisenden hufig erwhnen1 sind nicht mit bloen zerstreuten ,bruchstcken zu verwechseln4 ,aus diesen ,beobachtungen scheint hervorzugehen1 da die scandinavischen ,granitblcke1 welche die sandigten ,ebenen im ,sden des baltischen ,meeres1 in ,westphalen und ,holland bedecken1 von einer besondern1 von ,norden her eingebrochenen ,wasserfluth1 von einem rein rtlichen ,vorgang herrhren4 ,das alte ,conglomerat 7der rothe ,sandstein71 das nach meinen ,beobachtungen zum groen ,theil die ,llanos von ,venezuela und das ,becken des ,amazonenstromes bedeckt1 schliet ohne ,zweifel ,trmmer der ,urgebirgsbildungen ein1 aus denen die benachbarten ,berge bestehen2 aber die ,umwlzungen1 von denen diese ,gebirge so deutliche ,spuren aufzuweisen haben1 scheinen nicht von den ,umstnden begleitet gewesen zu seyn1 durch welche die ,wegfhrung dieser ,blocke in weite ,ferne begnstigt wurde4 ,diese geognostische ,erscheinung ist um so unerwarteter1 da sonst nirgends in der ,welt eine ,erdflche vorkommt1 die so eben wre und sich so ohne alle ,unterbrechung bis zum steilen ,abhang einer ganz aus ,granit aufgebauten ,cordillere fortzge4 ,bereits vor meinem ,abgang von ,europa war mir ausgefallen1 da die ,urgebirgsblcke weder in der ,lombardei vorkommen1 noch auf der groen bayerischen ,ebene1 die ein alter1 #bej ,toisen ber dem ,meeresspiegel liegender ,seeboden ist4 ,diese ,ebene wird gegen ,nord vom ,granit der ,oberpfalz1 gegen ,sd vom ,alpenkalk1 dem ,uebergangsthonschiefer und ,glimmerschiefer ,tyrols begrenzt4 ,am #bc4 ,juli langten wir in der ,stadt ,nueva ,barcelona an1 weniger angegriffen von der ,hitze in den ,llanos1 an die wir lngst gewhnt waren1 als von den ,sandwinden1 die auf die ,lnge schmerzhafte ,schrunden in der ,haut verursachen4 ,vor sieben ,monaten hatten wir auf dem ,wege von ,cumana nach ,caracas ein paar ,stunden am ,morro von ,barcelona angelegt1 einem befestigten ,felsen1 der dem ,dorfe ,pozuelos zu nur durch eine ,landzunge mit dem ,festlande zusammenhngt4 ,im ,hause eines reichen ,handelsmanns von franzsischer ,abkunft1 ,don ,pedro ,lavie1 fanden wir die freundlichste ,aufnahme und ,alles1 was zuvorkommende ,gastfreundschaft bieten kann4 ,lavie war beschuldigt worden1 den unglcklichen ,espaa1 als er im ,jahr #agjif sich als ,flchtling auf dieser ,kste befand1 aufgenommen zu haben1 und wurde auf ,befehl der ,audiencia aufgehoben und nach ,caracas ins ,gefngni gefhrt4 ,die ,freundschaft des ,statthalters von ,cumana und die ,erinnerung an die ,dienste1 die er dem aufkeimenden ,gewerbflei des ,landes geleistet1 verhalfen ihm wieder zur ,freiheit4 ,wir hatten ihn im ,gefngni besucht und uns bemht ihn zu zerstreuen2 jetzt hatten wir die ,freude1 ihn wieder im ,schooe seiner ,familie zu finden4 ,seine physischen ,leiden hatten sich durch die ,haft verschlimmert1 und er erlag1 bevor der ,tag der ,unabhngigkeit ,amerikas angebrochen war1 den sein ,freund ,don ,josef ,espaa bei seiner ,hinrichtung verkndigt hatte4 ,ich sterbe1 sprach dieser ,mann1 ein ,mann1 wie geschaffen zur ,durchfhrung groer ,unternehmungen1 ich sterbe eines schimpflichen ,todes2 aber in ,kurzem werden meine ,mitbrger mit ,ehrfurcht meine ,asche sammeln und mein ,name wird mit ,ehren genannt werden4 ,diese merkwrdigen ,worte wurden am #h4 ,mai #agii auf dem groen ,platze zu ,caracas gesprochen2 sie wurden mir noch im selben ,jahr von ,leuten mitgetheilt1 von denen manche ,espaas ,absichten so sehr verabscheuten1 als andere sein ,loos betrauerten4 ,schon oben#agi war von der ,bedeutung des ,handels von ,nueva ,barcelona die ,rede4 ,die kleine ,stadt1 die im ,jahr #agij kaum #aj1jjj ,einwohner1 im ,jahr #ahjj ber #af1jjj hatte1 wurde #afcg von einem catalonischen ,conquistador1 ,juan ,urpin1 gegrndet4 ,man versuchte damals1 aber vergeblich1 der ganzen ,provinz den ,namen ,neu-,catalonien zu geben4 ,da auf unsern ,karten hufig zwei ,stdte statt ,einer1 ,barcelona und ,cumanagoto1 angegeben sind1 oder man diese zwei ,namen fr gleichbedeutend hlt1 so erscheint es nicht nutzlos1 die ,quelle dieses ,irrthums hier anzugeben4 ,an der ,mndung des ,rio ,neveri stand frher eine indianische1 von ,lucas ,faxardo im ,jahr #aehh gebaute ,stadt1 unter dem ,namen ,san ,cristoval de los ,cumanagotos4 ,dieselbe war nur von ,eingeborenen bewohnt1 die von den ,salzwerken bei ,apaicuare hieher gezogen waren4 ,im ,jahr #afcg grndete ,urpin zwei ,meilen herwrts vom innern ,lande mit einigen ,einwohnern von ,cumanagoto und vielen ,cataloniern die spanische ,stadt ,nueva ,barcelona4 ,vierunddreiig ,jahre lang lagen die ,nachbargemeinden in bestndigem ,streit1 bis im ,jahr #afga der ,statthalter ,angulo es dahin brachte1 da sie sich an einer dritten ,baustelle vereinigten1 wo nunmehr die ,stadt ,barcelona steht1 die nach meinen ,beobachtungen unter dem #ajfeb der ,breite liegt4 ,die alte ,stadt ,cumanagoto ist im ,lande vielberufen wegen eines wunderthtigen ,bildes der h4 ,jungfrau1#ahj das1 wie die ,indianer erzhlen1 im hohlen ,stamm eines ,tutumo1 oder alten ,flaschenkrbisbaums 7,crescentia ,cujete7 gefunden worden ist4 ,dasselbe wurde in ,procession nach ,neu-,barcelona gebracht2 aber so oft die ,geistlichkeit mit den ,bewohnern der neuen ,stadt unzufrieden war1 entfloh es bei ,nacht und kehrte in den ,baumstamm an der ,mndung des ,flusses zurck4 ,dieses ,wunder hrte nicht eher auf1 als bis man den ,mnchen von der ,regel des heiligen ,franciscus ein groes ,kloster 7das ,collegium der ,propaganda7 gebaut hatte4 ,wir haben oben gesehen1 da der ,bischof von ,caracas in einem hnlichen ,fall das ,bild ,unserer lieben ,frau de los ,valencianos in die bischflichen ,archive bringen lie1 und da es dort dreiig ,jahre unter ,siegel blieb4 ,das ,klima von ,barcelona ist nicht so hei als das von ,cumana1 aber feucht und in der ,regenzeit etwas ungesund4 ,bonpland hatte die beschwerliche ,reise ber die ,llanos ganz gut ausgehalten2 er war wieder ganz bei ,krften und seine groe ,thtigkeit die alte2 ich dagegen war in ,barcelona unwohler als in ,angostura1 unmittelbar nachdem die ,reise auf den ,flssen hinter uns lag4 ,einer der tropischen ,regen1 bei denen bei ,sonnenuntergang weit auseinander auerordentlich groe ,tropfen fallen1 hatte mir ein ,unwohlseyn zugezogen1 das einen ,anfall des ,typhus1 der eben auf der ,kste herrschte1 befrchten lie4 ,wir verweilten fast einen ,monat in ,barcelona1 im ,genu aller ,bequemlichkeiten1 welche die aufmerksamste ,freundschaft bieten kann4 ,wir trafen hier auch wieder den trefflichen ,ordensmann1 ,fray ,juan ,gouzales1 dessen ich schon oft erwhnt habe1 und der vor uns am obern ,orinoco gewesen war4 ,er bedauerte1 und mit ,recht1 da wir auf den ,besuch dieses unbekannten ,landes nur so wenige ,zeit hatten verwenden knnen2 er musterte unsere ,pflanzen und ,thiere mit dem ,interesse1 das auch der ,ungebildetste fr die ,produkte eines ,landes hat1 wo er lange gelebt4 ,fray ,juan hatte beschlossen1 nach ,europa zurckzukehren und uns dabei bis auf die ,insel ,cuba zu begleiten4 ,wir blieben fortan sieben ,monate beisammen2 der ,mann war munter1 geistreich und dienstfertig4 ,wer mochte ahnen1 welches ,unglck seiner wartete6 ,er nahm einen ,theil unserer ,sammlungen mit2 ein gemeinschastlicher ,freund vertraute ihm ein ,kind an1 das man in ,spanien erziehen lassen wollte2 die ,sammlungen1 das ,kind1 der junge ,geistliche1 ,alles wurde von den ,wellen verschlungen4 ,zwei ,meilen sdostwrts von ,nueva ,barcelona erhebt sich eine hohe ,bergkette1 die sich an den ,cerro del ,bergantin lehnt1 den man von ,cumana aus sieht4#aha ,der ,ort ist unter dem ,namen ,aguas calientes bekannt4 ,als ich mich gehrig hergestellt fhlte1 unternahmen wir an einem frischen1 nebligten1 ,morgen einen ,ausflug dahin4 ,das mit ,schwefelwasserstoff geschwngerte ,wasser kommt aus einem quarzigen ,sandstein1 der demselben dichten ,kalkstein ausgelagert ist1 den wir beim ,morro untersucht hatten4 ,die ,temperatur desselben ist nur #dcb 7bei einer ,lufttemperatur von #bg72 es fliet zuerst vierzig ,toisen weit ber den ,felsboden1 strzt sich dann in eine natrliche ,hhle1 dringt durch den ,kalkstein und kommt am ,fu des ,berges1 am linken ,ufer des kleinen ,flusses ,narigual wieder zu ,tage4 ,durch die ,berhrung mit dem ,sauerstoff der ,luft schlagen die ,quellen viel ,schwefel nieder4 ,die ,luftblasen1 welche sich stoweise aus den ,thermen entwickeln1 habe ich hier nicht gesammelt1 wie in ,mariara4 ,sie enthalten ohne ,zweifel viel ,stickstoff1 weil der ,schwefelwasserstoff das in der ,quelle aufgelste ,gemenge von ,sauerstoff und ,stickstoff zersetzt4 ,die ,schwefelwasser von ,san ,juan1 die wie die am ,bergantin aus dem ,kalkstein kommen1 haben auch nur eine geringe ,temperatur 7#cac71 whrend im selben ,landstrich die ,schwefelwasser von ,mariara und las ,tricheras 7bei ,portocabello71 die unmittelbar aus dem granitischen ,gnei kommen1 #ehi und #ijd hei sind4#ahb ,es ist als ob die ,wrme1 welche die ,quellen im ,erdinnern angenommen1 abnhme1 je weiter sie aus dem ,urgebirge in die aufgelagerten secundren ,formationen gelangen4 ,unser ,ausflug zu den ,aguas calientes am ,bergantin endete mit einem leidigen ,unfall4 ,unser ,gastfreund hatte uns seine schnsten ,reitpferde gegeben4 ,man hatte uns zugleich gewarnt1 nicht durch den kleinen ,flu ,narigual zu reiten4 ,wir gingen daher ber eine ,art ,brcke oder vielmehr an einander gelegte ,baumstmme1 und lieen unsere ,pferde am ,zgel hinberschwimmen4 ,da verschwand das meinige auf einmal2 es schlug noch eine ,weile unter dem ,wasser um sich1 aber trotz alles ,suchens konnten wir nicht ausfindig machen1 was den ,unfall veranlat haben mochte4 ,unsere ,fhrer vermutheten1 das ,thier werde von den ,caymans1 die hier sehr hufig sind1 an den ,beinen gepackt worden seyn4 ,meine ,verlegenheit war sehr gro2 denn bei dem ,zartgefhl und dem groen ,wohlstand unseres ,gastfreundes konnte ich kaum daran denken1 ihm einen solchen ,verlust ersetzen zu wollen4 ,lavie ging unsere ,betroffenheit nher als der ,verlust seines ,pferdes1 und er suchte uns zu beruhigen1 indem er1 wohl mit ,uebertreibung1 versicherte1 wie leicht man sich in den benachbarten ,savanen schne ,pferde verschaffen knne4 ,die ,krokodile sind im ,rio ,neveri gro und zahlreich1 besonders der ,mndung zu2 im ,ganzen aber sind sie nicht so bsartig als die im ,orinoco4 ,in der ,gemthsart dieser ,thiere beobachtet man in ,amerika dieselben ,contraste wie in ,egypten und ,nubien1 wie man deutlich sieht1 wenn man die ,berichte des unglcklichen ,burckhard und die ,belzonis aufmerksam vergleicht4 ,nach dem ,culturzustand der verschiedenen ,lnder1 nach der mehr oder weniger dichten ,bevlkerung in der ,ruhe der ,flsse ndern sich auch die ,sitten dieser groen ,saurier1 die auf trockenem ,lande schchtern sind und vor dem ,menschen sogar im ,wasser fliehen1 wenn sie reichliche ,nahrung haben und der ,angriff mit einiger ,gefahr verbunden ist4 ,in ,nueva ,barcelona sieht man die ,indianer das ,holz auf sonderbare ,weise zu ,markt bringen4 ,groe ,scheite von ,zygophyllum und ,csalpinia werden in den ,flu geworfen2 sie treiben mit der ,strmung fort und der ,eigenthmer mit seinen ltesten ,shnen schwimmt bald hier bald dorthin1 um die ,stcke1 die in den ,krmmungen des ,flusses stecken bleiben1 wieder flott zu machen4 ,in den meisten amerikanischen ,flssen1 in denen ,krokodile vorkommen1 verbte sich ein solches ,verfahren von selbst4 ,die ,stadt ,barcelona hat nicht1 wie ,cumana1 eine indianische ,vorstadt1 und sieht man hie und da einen ,indianer1 so sind sie aus den benachbarten ,missionen1 oder aus den ber die ,ebene zerstreuten ,htten4 ,beide sind nicht von caraibischem ,stamm1 sondern ein ,mischvolk von ,cumanagotos1 ,palenques und ,piritus1 von kleinem ,wuchs1 untersetzt1 arbeitsscheu und dem ,trunk ergeben4 ,der gegohrene ,manioc ist hier das beliebteste ,getrnk2 der ,palmwein1 den man am ,orinoco hat1 ist an den ,ksten so gut wie unbekannt4 ,es ist merkwrdig1 wie in den verschiedenen ,erdstrichen der ,mensch1 um den ,hang zur ,trunkenheit zu befriedigen1 nicht nur alle ,familien monocotyledonischer und dicotyledonischer ,gewchse herbeizieht1 sondern sogar den giftigen ,fliegenschwamm 7,amanita muscaria71 von dem die ,koriken denselben ,saft zu wiederholten malen fnf ,tage hinter einander trinken1 worauf sie aus ekelhafter ,sparsamkeit gekommen sind4#ahc ,die ,paketboote 7correos71 die von ,corunna nach der ,havana und nach ,mexico laufen1 waren seit drei ,monaten ausgeblieben4 ,man vermuthete1 sie seyen von den englischen ,kreuzern aufgebracht worden4 ,da wir ,eile hatten1 nach ,cumana zu kommen1 um mit der ersten ,gelegenheit nach ,vera ,cruz gehen zu knnen1 so mietheten wir 7am #bf4 ,august #ahjj7 ein ,canoe ohne ,verdeck 7,lancha74 ,solcher ,fahrzeuge bedient man sich gewhnlich in diesen ,strichen1 wo ostwrts vom ,cap ,codera die ,see fast nie unruhig ist4 ,die ,lancha war mit ,cacao beladen und trieb ,schleichhandel mit der ,insel ,trinidad4 ,gerade dehalb glaubte der ,eigner von den feindlichen ,fahrzeugen1 welche damals alle spanischen ,hafen blokirten1 nichts zu frchten zu haben4 ,wir schifften unsere ,pflanzensammlungen1 unsere ,instrumente und unsere ,affen ein und hofften bei herrlichem ,wetter eine ganz kurze ,ueberfahrt von der ,mndung des ,rio ,neveri nach ,cumana zu haben2 aber kaum waren wir im engen ,canal zwischen dem ,festland und den ,felseneilanden ,borracha und ,chimanas1 so stieen wir zu unserer groen ,ueberraschung auf ein bewaffnetes ,fahrzeug1 das uns anrief und zugleich auf groe ,entfernung einige ,flintenschsse auf uns abfeuerte4 ,es waren ,matrosen1 die zu einem ,caper aus ,halifax gehrten1 und unter ihnen erkannte ich an der ,gesichtsbildung und der ,mundart einen ,preuen1 aus ,memel gebrtig4 ,seit ich in ,amerika war1 hatte ich nicht mehr ,gelegenheit gehabt1 meine ,muttersprache zu sprechen1 und ich htte mir wohl einen erfreulicheren ,anla dazu gewnscht4 ,unser ,protestiren half nichts und man brachte uns an ,bord des ,capers1 der that1 als ob er von den ,pssen1 die der ,gouverneur von ,trinidad fr den ,schmuggel ausstellte1 nichts wte1 und uns fr gute ,prise erklrte4 ,da ich mich im ,englischen ziemlich fertig ausdrcke1 so lie ich mich mit dem ,capitn in ,unterhandlungen ein1 um nicht nach ,neuschottland gebracht zu werden2 ich bat ihn1 mich an der nahen ,kste ans ,land zu setzen4 ,whrend ich in der ,cajte meine und des ,eigners des ,canoes ,rechte zu verfechten suchte1 hrte ich ,lrm auf dem ,verdeck4 ,einer kam und sagte dem ,capitn etwas ins ,ohr4 ,dieser schien bestrzt und ging hinaus4 ,zu unserem ,glck kreuzte auch eine englische ,corvette 7die ,sloop ,hawk7 in diesen ,gewssern4 ,sie hatte durch ,signale den ,capitn des ,capers zu sich gerufen1 und da dieser sich nicht beeilte ,folge zu leisten1 feuerte sie eine ,kanone ab und schickte einen ,midshipman zu uns an ,bord4 ,dieser war ein sehr artiger junger ,mann und machte mir ,hoffnung1 da man das ,canoe mit ,cacao herausgeben und uns des andern ,tags werde weiter fahren lassen4 ,er schlug mir zugleich vor1 mit ihm zu gehen1 mit der ,versicherung1 sein ,commandant1 ,capitn ,garnier von der kniglichen ,marine1 werde mir ein angenehmeres ,nachtlager anbieten1 als ich auf einem ,fahrzeug aus ,halifax fnde4 ,ich nahm das freundliche ,anerbieten an und wurde von ,capitn ,garnier aufs hflichste ausgenommen4 ,er hatte mit ,vancouver die ,reise an die ,nordwestkste gemacht1 und ,alles1 was ich ihm von den groen ,katarakten bei ,atures und ,maypures1 von der ,gabeltheilung des ,orinoco und von seiner ,verbindung mit dem ,amazonenstrom erzhlte1 schien ihn hchlich zu interessiren4 ,er nannte mir unter seinen ,officieren mehrere1 die mit ,lord ,macartney in ,china gewesen waren4 ,seit einem ,jahre war ich nicht mehr mit so vielen unterrichteten ,mnnern beisammen gewesen4 ,man war aus den englischen ,zeitungen ber den ,zweck meiner ,reise im ,allgemeinen unterrichtet2 man bewies mir groes ,zutrauen und ich erhielt mein ,nachtlager im ,zimmer des ,capitns4 ,beim ,abschied wurde ich mit den ,jahrgngen der astronomischen ,ephemeriden beschenkt1 die ich in ,frankreich und ,spanien nicht hatte bekommen knnen4 ,capitn ,garnier habe ich die ,trabantenbeobachtungen zu verdanken1 die ich jenseits des ,aequators angestellt1 und es wird mir zur ,pflicht1 hier dem aufrichtigen ,danke fr seine ,geflligkeit ,ausdruck zu geben4 ,wenn man aus den ,wldern am ,cassiquiare kommt und ,monate lang in den engen ,lebenskreis der ,missionre wie gebannt war1 so fhlt man sich ganz glcklich1 wenn man zum erstenmal wieder ,mnner trifft1 die das ,leben zur ,see durchgemacht und auf einem so wechselvollen ,schauplatz den ,kreis ihrer ,ideen erweitert haben4 ,ich schied vom englischen ,schiff mit ,empfindungen1 die in mir unverwischt geblieben find und meine ,anhnglichkeit an die ,laufbahn1 der ich meine ,krfte gewidmet1 noch steigerten4 ,am folgenden ,tag setzten wir unsere ,ueberfahrt fort und wunderten uns sehr ber die ,tiefe der ,canle zwischen den ,caracasinseln1 die so bedeutend ist1 da die ,corvette beim ,wenden fast an den ,felsen streifte4 ,welch ein ,contrast im ganzen ,ansehen zwischen diesen ,kalkeilanden1 die nach ,richtung und ,gestaltung an die groe ,katastrophe erinnern1 die sie vom ,festlande losgerissen1 und jenem vulkanischen ,archipel nordwrts von ,lancerota1#ahd wo ,basaltkuppen durch ,hebung aus dem ,meer emporgestiegen scheinen6 ,die vielen ,alcatras1 die grer sind als unsere ,schwanen1 und ,flamingos1 die in den ,buchten fischten oder den ,pelikans ihre ,beute abzujagen suchten1 sagten uns1 da wir nicht mehr weit von ,cumana waren4 ,es ist sehr interessant1 bei ,sonnenaufgang die ,seevgel auf einmal erscheinen und die ,landschaft beleben zu sehen4 ,solches erinnert an den einsamsten ,orten an das rege ,leben in unsern ,stdten beim ersten ,morgengrauen4 ,gegen neun ,uhr ,morgens befanden wir uns vor dem ,meerbusen von ,cariaco1 welcher der ,stadt ,cumana als ,rhede dient4 ,der ,hgel1 aus dem das ,schlo ,san ,antonio liegt1 hob sich wei von der dunkeln ,bergwand im ,innern ab4 ,mit lebhafter ,empfindung sahen wir das ,ufer wieder1 wo wir die ersten ,pflanzen in ,amerika gepflckt und wo ein paar ,monate darauf ,bonpland in so groer ,gefahr geschwebt hatte4 ,zwischen den ,cactus1 die zwanzig ,fu hoch in ,sulen- oder ,candelaberform dastehen1 kamen die ,htten der ,guayqueries zum ,vorschein4 ,die ganze ,landschaft war uns so wohl bekannt1 der ,cactuswald1 und die zerstreuten ,htten1 und der gewaltige ,ceibabaum1 unter dem wir bei ,einspruch der ,nacht so gerne gebadet4 ,unsere ,freunde kamen uns aus ,cumana entgegen2 ,menschen aller ,stnde1 die auf unsern vielen botanischen ,excursionen mit uns in ,berhrung gekommen waren1 uerten ihre ,freude um so lebhafter1 da sich seit mehreren ,monaten das ,gercht verbreitet hatte1 wir haben an den ,ufern des ,orinoco den ,tod gefunden4 ,anla dazu mochte ,bonplands schwere ,krankheit gegeben haben1 oder auch der ,umstand1 da unser ,canoe durch einen ,windsto oberhalb der ,mission ,uruanas beinahe umgesehlagen wre4 ,wir eilten1 uns dem ,statthalter ,don ,vicente ,emparan vorzustellen1 dessen ,empfehlungen und bestndige ,vorsorge uns auf der langen1 nunmehr vollendeten ,reise so ungemein frderlich gewesen waren4 ,er verschaffte uns mitten in der ,stadt ein ,haus1#ahe das fr ein ,land1 das starken ,erdbeben ausgesetzt ist1 vielleicht zu hoch1 aber fr unsere ,instrumente ungemein bequem war4 ,es hatte ,terrassen 7azoteas71 auf denen man einer herrlichen ,aussicht auf die ,see1 auf die ,landenge ,araya und auf den ,archipel der ,caracas-1 ,picuita- und ,borracha-,inseln geno4 ,der ,hafen von ,cumana wurde tglich strenger blokirt und durch das ,ausbleiben der spanischen ,postschiffe wurden wir noch drittehalb ,monate festgehalten4 ,oft fhlten wir uns versucht1 auf die dnischen ,inseln berzusetzen1 die einer glcklichen ,neutralitt genossen2 wir besorgten aber1 htten wir einmal die spanischen ,colonien verlassen1 mchte es schwer halten1 dahin zurckzukommen4 ,bei den umfassenden ,befugnissen1 wie sie uns in einer guten ,stunde zu ,theil geworden1 durfte man sich auf nichts einlassen1 was den ,lokalbehrden mifallen konnte4 ,wir wendeten unsere ,zeit dazu an1 die ,flora von ,cumana zu vervollstndigen1 den stlichen ,theil der ,halbinsel ,araya geognostisch zu untersuchen und eine ansehnliche ,reihe von ,trabantenimmersionen zu beobachten1 wodurch die auf anderem ,wege gefundene ,lnge des ,orts besttigt wurde4 ,wir stellten auch ,versuche an ber ungewhnliche ,strahlenbrechung1 ber ,verdunstung und ,luftelektricitt4 ,die lebenden ,thiere1 die wir vom ,orinoco mitgebracht1 waren fr die ,einwohner von ,cumana ein ,gegenstand lebhafter ,neugier4 ,der ,kapuziner von ,esmeralda 7,simia chiropotes71 der im ,gesichtsausdruck so groe ,menschenhnlichkeit hat1 ,und der ,schlafaffe 7,simia trivirgata71 der ,typus einer neuen ,gruppe1 waren an dieser ,kste noch nie gesehen worden4 ,wir dachten dieselben der ,menagerie im ,pariser ,pflanzengarten zu2 denn die ,ankunft einer franzsischen ,escadre1 die ihren ,angriff auf ,curaao hatte milingen sehen1 bot uns unerwartet eine treffliche ,gelegenheit nach ,guadeloupe4 ,general ,jeannet und der ,commissr ,bresseau1 ,agent der vollziehenden ,gewalt auf den ,antillen1 versprachen uns1 die ,sendung zu besorgen4 ,aber ,affen und ,vgel gingen auf ,guadeloupe zu ,grunde1 und nur durch einen glcklichen ,zufall gelangte der ,balg des ,simia chiropotes1 der sonst in ,europa gar nicht existirt1 vor einigen ,jahren in den ,pflanzengarten1 nachdem schon frher der ,couxio 7,simia satanas7 and der ,stentor oder ,alouato aus den ,steppen von ,caracas 7,simia ursina71 die ich in meinem ,recueil de zoologie et d'anatomie compares abgebildet1 daselbst angekommen waren4 ,die ,anwesenheit so vieler franzsischer ,soldaten und die ,aeuerung politischer und religiser ,ansichten1 die eben nicht ganz mit denen bereinstimmten1 durch welche die ,mutterlnder ihre ,macht zu befestigen meinen1 brachten die ,bevlkerung von ,cumana in gewaltige ,aufregung4 ,der ,statthalter beobachtete den franzsischen ,behrden gegenber die angenehmen ,formen1 wie der ,anstand und das innige ,verhltni1 das damals zwischen ,frankreich und ,spanien bestand1 sie vorschrieben4 ,auf den ,straen sah man die ,farbigen sich um den ,agenten des ,direktoriums drngen1 der reich und theatralisch gekleidet war2 da aber ,leute mit ganz weier ,haut1 wo sie sich nur verstndlich machen konnten1 mit unbescheidener ,neugier sich auch darnach erkundigten1 wie viel ,einflu auf die ,regierung von ,guadeloupe die franzsische ,republik den ,colonisten einrume1 so entwickelten die kniglichen ,beamten doppelten ,eifer in der ,verproviantirung der kleinen ,escadre4 ,fremde1 die sich rhmten frei zu seyn1 schienen ihnen berlstige ,gste1 und in einem ,lande1 dessen fortwhrend steigender ,wohlstand auf dem ,schleichverkehr mit den ,inseln beruhte und auf einer ,art ,handelsfreiheit1 die man dem ,ministerium abgerungen1 erlebte ich es1 da die ,hispano-,europer sich nicht entbldeten1 die alte ,weisheit des ,gesetzbuchs 7leyes de ,indias71 dem zufolge die ,hafen keinen fremden ,fahrzeugen geffnet werden sollen auer in uersten ,nothfllen1 bis zu den ,wolken zu erheben4 ,ich hebe diese ,gegenstze zwischen den unruhigen ,wnschen der ,colonisten und der argwhnischen ,starrheit der herrschenden ,kaste hervor1 weil sie einiges ,licht auf die groen politischen ,ereignisse werfen1 welche1 von lange her vorbereitet1 ,spanien von seinen ,colonien oder -- vielleicht richtiger gesagt -- von seinen berseeischen ,provinzen losgerissen haben4 ,vom #c4 zum #e4 ,november verbrachten wir wieder einige sehr angenehme ,tage auf der ,halbinsel ,araya1 ber dem ,meerbusen von ,cariaco1 ,cumana gegenber1 deren ,perlen1 deren ,salzlager und unterseeische ,quellen flssigen1 farblosen ,steinls ich schon oben beschrieben habe4#ahf ,wir hatten gehrt1 die ,indianer bringen von ,zeit zu ,zeit natrlichen ,alaun1 der in den benachbarten ,bergen vorkomme1 in bedeutenden ,massen in die ,stadt4 ,an den ,proben1 die man uns zeigte1 sah man gleich1 da es weder ,alaunstein war1 hnlich dem ,gestein von ,tolfa und ,piombino1 noch jene haarfrmigen1 seidenartigen ,salze von schwefelsaurer ,thon- und ,bittererde1 welche ,gebirgsspalten und ,hhlen auskleiden1 sondern wirklich ,massen natrlichen ,alauns1 mit muschligtem oder unvollkommen blttrigem ,bruch4 ,man machte uns ,hoffnung1 da wir die ,alaungrube im ,schiefergebirg bei ,maniquarez finden knnten3 ,eine so neue geognostische ,erscheinung mute unsere ganze ,aufmerksamkeit in ,anspruch nehmen4 ,frater ,juan ,gonzalez und der ,schatzmeister ,don ,manuel ,navarete1 der uns seit unserer ,ankunft auf dieser ,kste mit seinem ,rath beigestanden hatte1 begleiteten uns auf dem kleinen ,ausflug4 ,wir gingen am ,vorgebirge ,caney ans ,land und besuchten wieder das alte ,salzwerk1 das durch den ,einbruch des ,meeres in einen ,see verwandelt worden1 die schnen ,trmmer des ,schlosses ,araya und den ,kalkberg ,barigon1 der1 weil er gegen ,west schroff abfllt1 ziemlich schwer zu besteigen ist4 ,der ,salzthon1 vermischt mit ,erdpech und linsenfrmigem ,gyps1 und zuweilen in einen schwarzbraunen1 salzfreien ,thon bergehend1 ist eine auf dieser ,halbinsel1 auf der ,insel ,margarita und auf dem gegenberliegenden ,festland beim ,schlo ,san ,antonio in ,cumana sehr verbreitete ,formation4 ,sehr wahrscheinlich hat sie sogar zum ,theil die ,spalten und das ganze zerrissene ,wesen des ,bodens veranlat1 das dem ,geognosten auffllt1 wenn er auf einer der ,anhhen der ,halbinsel ,araya steht4 ,die aus ,glimmerschiefer und ,thonschiefer bestehende ,cordillere derselben ist gegen ,nord durch den ,canal von ,cubagua von der hnlich gebildeten ,bergkette der ,insel ,margarita getrennt2 gegen ,sd liegt der ,meerbusen von ,cariaco zwischen der ,cordillere und der hohen ,kalkgebirgskette des ,festlandes4 ,der ganze dazwischen liegende ,boden scheint einst mit ,salzthon ausgefllt gewesen zu seyn1 und vom ,meere bestndig angefressen1 verschwand ohne ,zweifel die ,formation allmhlig und aus der ,ebene wurden zuerst ,lagunen1 dann ,buchten und zuletzt schiffbare ,canle4 ,der neueste ,vorgang am ,schlosse ,araya beim ,einbruch des ,meeres in das alte ,salzwerk1 die ,form der ,lagune ,chacopata und ein vier ,meilen langer ,see1 der die ,insel ,margarita beinahe in zwei ,stcke theilt1 sind offenbare ,beweise dieser allmhligen ,absplungen4 ,im seltsamen ,umri der ,ksten1 im ,morro von ,chacopata1 in den kleinen ,inseln ,caribes1 ,lobos und ,tunal1 in der groen ,insel ,coche und dem ,vorgebirg ,carnero und dein der ,manglebume glaubt man auch die ,trmmer einer ,landenge vor sich zu haben1 welche einst in der ,richtung von ,nord nach ,sd die ,halbinsel ,araya und die ,insel ,margarita verband4 ,auf letzterer verbindet nur noch eine ganz niedrige1 #cjjj ,toisen lange und nicht #bjj ,toisen breite ,landzunge gegen ,nord die zwei unter dem ,namen ,vega de ,san ,juan und ,macanao bekannten ,berggruppen4 ,die ,laguna grande auf ,margarita hat gegen ,sd eine sehr enge ,oeffnung und kleine ,canoes kommen arastradas1 das heit ber einen ,trageplatz1 ber die ,landzunge oder den ,damm im ,norden hinber4 ,wenn sich auch heutzutage in diesen ,seestrichen das ,wasser vom ,festland zurckzuziehen scheint1 so wird doch hchst wahrscheinlich im ,laufe der ,jahrhunderte entweder durch ein ,erdbeben oder durch ein pltzliches ,anschwellen des ,oceans die groe langgestreckte ,insel ,margarita in zwei viereckigte ,felseneilande zerfallen4 ,bei der ,besteigung des ,cerro del ,barigon wiederholten wir die ,versuche1 die wir am ,orinoco ber den ,unterschied zwischen der ,temperatur der ,luft und des verwitterten ,gesteins gemacht hatten4 ,erstere betrug gegen #aa ,uhr ,vormittags1 des ,seewinds wegen1 nur #bg ,grad1 letztere dagegen #dif4 ,der ,saft in den ,fackeldisteln 7,cactus quadrangularis7 zeigte #ch-da2 soviel zeigte ein ,thermometer1 dessen ,kugel ich in den fleischigten1 saftigen ,stamm der ,cactus hineinsteckte4 ,diese innere ,temperatur eines ,gewchses ist das ,produkt der ,wrme des ,sandes1 in dem die ,wurzeln sich verbreiten1 der ,lusfttemperatur1 der ,oberflchenbeschaffenheit des den ,sonnenstrahlen ausgesetzten ,stammes und der ,leitungsfhigkeit des ,holzes4 ,es wirken somit sehr verwickelte ,vorgnge zum ,resultat zusammen4 ,der ,kalkstein des ,barigon1 der zu der groen ,sandstein- und ,kalkformation von ,cumana gehrt1 besteht fast ganz aus ,seeschalthieren1 die so wohl erhalten sind1 wie die in den andern tertiren ,kalkgebilden in ,frankreich und ,italien4 ,wir brachen fr das knigliche ,cabinet zu ,madrid ,blcke ab1 die ,austern von acht ,zoll ,durchmesser1 ,kammmuscheln1 ,venusmuscheln und ,polypengehuse enthielten4 ,ich mchte ,naturforscher1 welche bessere ,palontologen sind1 als ich damals war1 auffordern1 diese ,felsenkste genau zu untersuchen4 ,sie ist europischen ,fahrzeugen1 die nach ,cumana1 ,guayra oder ,curacao gehen1 leicht zugnglich4 ,es wre von groem ,interesse1 auszumachen1 ob manche dieser versteinerten ,mollusken- und ,zoophytenarten noch jetzt das ,meer der ,antillen bewohnen1 wie es ,bonpland vorkam1 und wie es auf der ,insel ,timor und wohl auch bei ,grand-,terre auf ,guadeloupe der ,fall ist4 ,am #d4 ,november um #a ,uhr ,nachts gingen wir unter ,segel1 um die natrliche ,alaungrube aufzusuchen4 ,ich hatte den ,chronometer und mein groes ,dollond'sches ,fernrohr mit eingeschifft1 um bei der ,laguna chica1 stlich vom ,dorfe ,maniquarez1 die ,immension des ersten ,jupiterstrabanten zu beobachten4 ,daraus wurde indessen nichts1 da wir des widrigen ,windes wegen nicht vor ,tag hinkamen4 ,nur das ,schaufpiel des ,meerleuchtens1 dessen ,pracht durch die um unsere ,pirogue gaukelnden ,delphine noch erhht wurde1 konnte uns fr diese ,verzgerung entschdigen4 ,wir fuhren wieder ber den ,strich1 wo auf dem ,meeresboden aus dem ,glimmerschiefer ,quellen von ,bergl brechen1 die man sehr weit riecht4#ahg ,bedenkt man1 da weiter nach ,ost1 bei ,cariaco1 warme unterseeische ,quellen so stark sind1 da sie die ,temperatur des ,meerbusens an der ,oberflche erhhen1 so lt sich wohl nicht bezweifeln1 da das ,bergl aus ungeheuren ,tiefen wie herauf destillirt wird1 da es aus den ,urgebirgsbildungen kommt1 unter denen der ,herd aller ,vulkanischen ,erschtterungen liegt4 ,die ,laguna chica1 ist eine von steil abfallenden ,bergen umgebene ,bucht1 die mit dem ,meerbusen von ,cariaco nur durch einen engen1 #be ,faden tiefen ,canal zusammenhngt4 ,es sieht aus1 als wre sie1 wie auch der schne ,hafen von ,acapulco1 durch ein ,erdbeben gebildet4 ,ein kleiner flacher ,uferstrich scheint darauf hinzudeuten1 da die ,see sich hier vom ,lande zurckzieht1 wie an der gegenberliegenden ,kste von ,cumana4 ,die ,halbinsel ,araya verengert sich zwischen den ,vorgebirgen ,mero und las ,minas auf #adjj ,toisen und ist bei der ,laguna chica von einem ,seestrich zum andern etwas ber #djjj ,toisen breit4 ,diese unbedeutende ,strecke hatten wir zurckzulegen1 um zum natrlichen ,alaun und zum ,vorgebirge1 genannt ,punta de ,chuparuparu1 zu gelangen4 ,der ,gang ist nur darum beschwerlich1 weil gar kein ,weg gebahnt ist und man zwischen ziemlich tiefen ,abgrnden ber vllig kahle ,felsgrten mit stark fallenden ,schichten gehen mu4 ,der hchste ,punkt liegt gegen #bbj ,toisen hoch1 aber die ,berge zeigen1 wie so hufig auf felsigten ,landengen1 die seltsamsten ,bildungen4 ,die ,tetas de ,chacopata und de ,cariaco1 halbwegs zwischen der ,laguna chica und der ,stadt ,cariaco1 sind wahre ,spitzberge1 die von der ,platform des ,schlosses in ,cumana aus ganz frei zu stehen scheinen4 ,dammerde findet sich in diesem ,landstrich nur bis zur ,hhe von #cj ,toisen ber dem ,meer4 ,oft regnet es #ae ,monate lang gar nicht2#ahh fallen aber auch nur ein paar ,tropfen ,wasser unmittelbar nach der ,blthe der ,melonen1 der ,wassermelonen und ,krbisse1 so tragen dieselben1 trotz der anscheinenden ,trockenheit der ,luft1 ,frchte von #fj bis #gj ,pfund4 ,ich sage die anscheinende ,trockenheit der ,luft1 denn aus meinen hygrometrischen ,beobachtungen geht hervor1 da in ,cumana und ,araya die ,luft fast zu neun ,zehntheilen mit ,wasserdunst gesttigt ist4 ,diese zugleich heie und feuchte ,luft speist die vegetabilischen ,quellen1 die krbisartigen ,gewchse1 die ,agaven und ,melocactus1 die halb im ,sand vergraben sind4 ,als wir die ,halbinsel im vorigen ,jahr besuchten1 herrschte da furchtbarer ,wassermangel4 ,die ,ziegen1 die kein ,gras mehr fanden1 gingen zu ,hunderten zu ,grunde4 ,whrend unseres ,aufenthalts am ,orinoco schien sich die ,reihefolge der ,jahreszeiten vllig umgekehrt zu haben4 ,es hatte in ,araya1 auf ,cochen1 sogar auf der ,insel ,margarita reichlich geregnet1 und diese ,gsse machten noch in der ,erinnerung den ,einwohnern so viel zu schaffen1 als den ,physikern in ,europa ein ,aerolithenfall4 ,unser indianischer ,fhrer kannte kaum die ,richtung1 in der wir den ,alaun zu suchen hatten2 die eigentliche ,lagersttte war ihm ganz unbekannt4 ,dieser ,mangel an ,ortskenntni ist hier fast allen ,fhrern eigen1 die der faulsten ,volksklasse angehren4 ,wir liefen fast auf ,gerathewohl sieben1 acht ,stunden zwischen den ,felsen herum1 auf denen nicht das ,geringste wuchs4 ,der ,glimmerschiefer geht zuweilen in schwarzgrauen ,thonschiefer ber4 ,auch hier fiel mir wieder die ungemeine ,regelmigkeit im ,streichen und ,fallen der ,schichten auf4 ,sie streichen ,nord #ej ,grad ,ost und fallen unter einem ,winkel von #fj--gj nach ,nordwest4 ,dieses allgemeine ,streichungsverhltni hatte ich auch am granitischen ,gnei bei ,caracas und am ,orinoco1 an den ,hornblendeschiefern bei ,angostura beobachtet1 sogar an den meisten secundren ,formationen1 die wir untersucht4 ,auf sehr weite ,strecken bilden die ,schichten denselben ,winkel mit dem ,meridian des ,orts2 sie zeigen einrn ,parallelismus 7oder vielmehr ,loxodromismus71 der als eines der groen geognostischen ,gesetze zu betrachten ist1 die durch genaue ,messung zu ermitteln sind4 ,gegen das ,cap ,chuparuparu zu sahen wir die ,quarzgnge im ,glimmerschiefer mchtiger werden4 ,wir fanden welche1 ein bis zwei ,klafter breit1 voll kleiner bschelfrmiger ,krystalle von ,titanerz4 ,vergeblich suchten wir darin nach ,cyanit1 den wir in ,blcken bei ,maniquarez gefunden4 ,weiterhin erscheinen im ,glimmerschiefer nicht ,gnge1 sondern kleine ,schichten von ,graphit oder ,kohlenstoffeisen4 ,sie sind #b--c ,zoll dick und streichen und fallen genau wie die ,gebirgsart4 ,mit dem ,graphit im ,urgebirge tritt zum erstenmal in den ,gebirgsschichten der ,kohlenstoff auf1 und zwar als nicht an ,wasserstoff gebundener ,kohlenstoff4 ,er ist lter als die ,zeit1 wo sich die ,erde mit monocotyledonischen ,gewchsen bedeckte4 ,von diesen den ,bergen herab hatten wir eine groartige ,aussicht auf die ,insel ,margarita4 ,zwei ,berggruppen1 die bereits genannten1 der ,macanao und die ,vega de ,san ,juan1 steigen gerade aus dem ,wasser auf4 ,in der letzteren1 der stlichsten1 liegt der ,hauptort der ,insel1 la ,asuncion1 der ,hafen ,pampatar und die ,drfer ,pueblo de la ,mar1 ,pneblo del ,norte und ,san ,juan4 ,die westliche ,gruppe1 der ,macanao1 ist fast ganz unbewohnt4 ,die ,landenge1 welche diese gewaltigen ,glimmerschiefermassen verbindet1 war kaum sichtbar2 sie erschien durch die ,luftspiegelung verzogen und man erkannte dieses ,zwischenglied des ,landes1 durch das die ,laguna grande luft1 nur an zwei kleinen zuckerhutfrmigen ,bergen1 die unter dem ,meridian der ,punta de ,piedras liegen4 ,weiter herwrts sahen wir auf den kleinen den ,archipel der vier ,morros del ,tunal1 der ,caribes und ,lobos hinab4 ,nach langem vergeblichem ,suchen fanden wir endlich1 ehe wir zur ,nordkste der ,halbinsel ,araya hinabgingen1 in einer ungemein schwer zugnglichen ,schlucht 7,aroyo del ,robalo7 das ,mineral1 das man uns in ,cumana gezeigt hatte4 ,der ,glimmerschiefer ging rasch in kohlenhaltigen1 glnzenden ,thonschiefer ber4 ,es war ,ampelit2 das ,wasser 7denn es gibt hier kleine ,quellen1 und krzlich hat man selbst beim ,dorfe ,maniquarez eine gefunden7 war mit gelbem ,eisenoxyd geschwngert und hatte einen zusammenziehenden ,geschmack4 ,die anstehenden ,felswnde waren mit ausgewitterter haarfrmiger schwefelsaurer ,thonerde bedeckt1 und wirkliche zwei bis drei ,zoll dicke ,schichten natrlichen ,alauns strichen im ,thonschiefer fort1 so weit das ,auge reichte4 ,der ,alaun ist weissgrau1 an der ,oberflche etwas matt1 im ,innern hat er fast ,glasglanz2 der ,bruch ist nicht faserigt1 sondern unvollkommen muschligt4 ,an nicht starken ,bruchstcken ist er halb durchsichtig4 ,der ,geschmack ist slicht1 adstringirend1 ohne ,bitterkeit4 ,ich fragte mich noch an ,ort und ,stelle1 ob dieser so reine ,alaun1 der ohne die geringste ,lcke eine ,schicht im ,thonschiefer bildet1 gleichzeitig mit der ,gebirgsart gebildet1 oder ob ihm ein neuerer1 so zu sagen secundrer ,ursprung zuzuschreiben ist1 wie dem salzsauren ,natron1 das man zuweilen in kleinen ,gngen an ,stellen findet1 wo hochshlige ,salzquellen durch ,gyps- oder ,thonschichten hindurchgehen8 ,nichts weist aber hier auf eine ,bildungsweise hin1 die auch noch gegenwrtig vorkommen knnte4 ,das ,schiefergestein hat lediglich keine offene ,spalte1 zumal keine1 die dem ,streichen der ,bltter parallel liefe4 ,man fragt sich ferner1 ob dieser ,alaunschiefer eine dem ,urglimmerschiefer von ,araya aufgelagerte ,uebergangsbildung ist1 oder ob er nur dadurch entsteht1 da die ,glimmerschieferschichten nach ,zusammensetzung und ,textur eine ,vernderung erlitten haben8 ,ich halte letztere ,annahme fr die wahrscheinlichere2 denn der ,uebergang ist allmhlig und ,thonschiefer und ,glimmerschiefer scheinen mir hier einer und derselben ,formation anzugehren4 ,das ,vorkommen von ,cyanit1 ,titanerz und ,granaten1 und da kein lydischer ,stein1 da nirgends ein ,trmmergestein zu finden ist1 scheinen die ,formation1 die wir hier beschreiben1 dem ,urgebirge zuzuweisen4 ,als sich im ,jahr #aghc bei einem ,erdbeben im ,aroyo del ,robalo eine groe ,felsmasse abgelst hatte1 lasen die ,guayqueries in los ,serritos #e--f ,zoll starke1 ungemein durchsichtige und reine ,alaunstcke auf4 ,zu meiner ,zeit verkaufte man in ,cumana an ,frber und ,gerber das ,pfund zu zwei ,realen 7ein ,viertheil eines harten ,piasters71 whrend der spanische ,alaun zwlf ,realen kostete4 ,dieser ,preisunterschied rhrte weit mehr von ,vorurtheilen und von ,hemmungen im ,handel her1 als davon1 da der einheimische ,alaun1 der vor der ,anwendung durchaus nicht gereinigt wird1 von geringerer ,gte wre4 ,derselbe kommt auch in der ,glimmer- und ,thonschieferlette an der ,nordwestkste von ,trinidad vor1 ferner auf ,margarita und beim ,cap ,chuparuparu nrdlich vom ,cerro del ,distiladero4 ,die ,indianer lieben von ,natur das ,geheimni1 und so verheimlichen sie auch gern die ,orte1 wo sie den natrlichen ,alaun graben2 das ,mineral mu aber ziemlich reich sehn1 denn ich habe in ihren ,hnden ganz ansehnliche ,massen auf einmal gesehen4 ,es wre fr die ,regierung von ,belang1 entweder das oben beschriebene ,mineral oder die ,alaunschiefer1 die damit vorkommen1 ordentlich abbauen zu lassen4 ,letztere knnte man rsten und sie zur ,auslaugung an der glhenden tropischen ,sonne gradiren4 ,sdamerika erhlt gegenwrtig seinen ,alaun aus ,europa1 wie ihn ,europa seinerseits bis zum fnfzehnten ,jahrhundert von den asiatischen ,vlkern erhielt4 ,vor meiner ,reise kannten die ,mineralogen keine andern ,substanzen1 aus denen man1 gerstet oder nicht1 unmittelbar ,alaun 7schwefel- saures ,alaunerdekali7 gewann1 als ,gebirgsarten aus der ,trachytformation und kleine ,gnge1 welche ,schichten von ,braunkohlen und bituminsem ,holz durchsetzen4 ,beide ,substanzen1 so verschiedenen ,ursprungs sie sind1 enthalten alle ,elemente des ,alauns1 nmlich ,thonerde1 ,schwefelsure und ,kali4 ,die alaunhaltigen ,gesteine im ,trachyt verschiedener ,lnder rhren unzweifelhaft daher1 da schwefligtsaure ,dmpfe die ,gebirgsart durchdrungen haben4 ,sie sind1 wie man sich in den ,solfataren bei ,puzzuoli und auf dem ,pic von ,teneriffa berzeugen kann1 ,produkte einer schwachen1 lange andauernden vulkanischen ,thtigkeit4 ,das ,wasser1 das diese alaunhaltigen ,gebirgsarten vulkanischer ,herkunft durchdringt1 setzt indessen keine ,massen natrlichen ,alauns ab2 zur ,gewinnung desselben mssen die ,gesteine gerstet werden4 ,ich kenne nirgends ,alaunniederschlge1 hnlich denen1 wie ich sie aus ,cumana mitgebracht2 denn die haarfrmigen und fasrigten ,massen1 die man in ,gngen in ,braunkohlenschichten findet 7an den ,ufern der ,egra1 zwischen ,saatz und ,commothau in ,bhmen7 oder sich in ,hohlrumen 7,freienwalde in ,brandenburg1 ,segario in ,sardinien7 durch ,auswitterung bilden1 sind unreine ,salze1 oft ohne ,kaki1 vermengt mit schwefelsaurem ,ammoniak und schwefelsaurer ,bittererde4 ,eine langsame ,zersetzung der ,schwefelkiese1 die vielleicht als eben so viele kleine galvanische ,sulen wirken1 macht die ,gewsser1 welche die ,braunkohle und die ,alaunerde durchziehen1 alaunhaltig4 ,aehnliche chemische ,vorgnge knnen nun aber in ,ur- und ,uebergangsschiefern so gut wie in tertiren ,bildungen stattfinden4 ,alle ,schiefer1 und dieser ,umstand ist sehr wichtig1 enthalten gegen fnf ,procent ,kali1 ,schwefeleisen1 ,eisenperoxyd1 ,kohle u4 s4 w4 ,so viele ungleichartige ,stoffe1 in gegenseitiger ,berhrung und von ,wasser befeuchtet1 mssen nothwendig ,neigung haben1 sich nach ,form und ,zusammensetzung zu verndern4 ,die ausgewitterten ,salze1 welche in der ,schlucht ,robalo die ,alaunschiefer in ,menge bedecken1 zeigen1 wie sehr diese chemischen ,vorgnge durch die hohe ,temperatur dieses ,klimas gefrdert werden2 aber -- ich wiederhole es -- in einem ,gestein ohne ,spalten1 ohne dem ,streichen und ,fallen seiner ,schichten parallel laufende ,hohlrume ist ein natrlicher1 seine ,lagersttte vllig ausfllender1 halbdurchsichtiger ,alaun mit muschligtem ,bruch als gleichen ,alters mit der einschlieenden ,gebirgsart zu betrachten4 ,nachdem wir lange in dieser ,einde unter den vllig kahlen ,felsen umhergeirrt1 ruhten unsere ,blicke mit ,lust auf den ,malpighia- und ,crotonbschen1 die wir auf dem ,wege zur ,kste hinab trafen4 ,diese baumartigen ,croton waren sogar zwei neue1 durch ihren ,habitus sehr interessante1 der ,halbinsel ,araya allein angehrige ,arten4#ahi ,wir kamen zu spt zur ,laguna chica um noch eine andere ,bucht weiter ostwrts1 als ,laguna grande oder del olispo vielberufen1 besuchen zu knnen4 ,wir begngten uns1 dieselbe von den sie beherrschenden ,bergen herab zu bewundern4 ,auer den ,hfen von ,ferrol und ,acapulco gibt es vielleicht keinen mehr von so sonderbarer ,bildung4 ,es ist eine von ,ost nach ,west dritthalb ,seemeilen lange1 eine ,seemeile breite geschlossene ,bucht4 ,die ,glimmerschieferfelsen1 die den ,hafen einschlieen1 lassen nur eine #bej ,toisen breite ,einfahrt4 ,ueberall findet man #ae bis #bj ,faden ,wassertiefe4 ,wahrscheinlich wird die ,regierung von ,cumana diese geschlossene ,bucht und die von ,mochima1 die acht ,seemeilen ostwrts von der schlechten ,rhede von ,nueva ,barcelona liegt1 einmal zu bentzen wissen4 ,navaretes ,familie erwartete uns mit ,ungeduld am ,strand1 und obgleich unser ,canoe ein groes ,segel fhrte1 kamen wir doch erst bei ,nacht nach ,maniquarez4 ,wir blieben nur noch vierzehn ,tage in ,cumana4 ,da wir alle ,hoffnung aufgegeben hatten1 ein ,postschiff aus ,corunna eintreffen zu sehen1 so bentzten wir ein amerikanisches ,fahrzeug1 das in ,nueva ,barcelona ,salzfleisch lud1 um es auf die ,insel ,cuba zu bringen4 ,wir hatten sechzehn ,monate auf diesen ,ksten und im ,innern von ,venezuela zugebracht4 ,wir hatten zwar noch ber #ej1jjj ,francs in ,wechseln auf die ersten ,huser in der ,havana2 dennoch wren wir hinsichtlich der baaren ,mittel in groer ,verlegenheit gewesen1 wenn uns nicht der ,statthalter von ,cumana vorgeschossen htte1 so viel wir verlangen mochten4 ,das ,zartgefhl1 mit dem ,herr von ,emparan ihm ganz unbekannte ,fremde behandelte1 verdient die hchste ,anerkennung und meinen lebhaftesten ,dank4 ,ich erwhne dieser ,umstnde1 die nur unsere ,person betrafen1 um die ,reisenden zu warnen1 da sie sich nicht zu sehr auf den ,verkehr unter den verschiedenen ,colonien desselben ,mutterlandes verlassen4 ,wie es im ,jahr #agii in ,cumana und ,caracas mit dem ,handel stand1 htte man einen ,wechsel leichter auf ,cadix und ,london ziehen knnen1 als auf ,carthagena de ,indias1 die ,havana oder ,vera ,cruz4 ,am #af4 ,november verabschiedeten wir uns von unsern ,freunden1 um nun zum dritten male von der ,mndung des ,busens von ,cariaco nach ,nueva ,barcelona berzufahren4 ,die ,nacht war kstlich khl4 ,nicht ohne ,rhrung sahen wir die ,mondscheibe zum letztenmal die ,spitzen der ,cocospalmen an den ,ufern des ,manzanares beleuchten4 ,lange hingen unsere ,blicke an der weilichten ,kste1 wo wir uns nur ein einziges mal ber die ,menschen zu beklagen gehabt hatten4 ,der ,seewind war so stark1 da wir nach nicht ganz sechs ,stunden beim ,morro von ,nueva ,barcelona den ,anker auswarfen4 ,das ,fahrzeug1 das uns nach der ,havana bringen sollte1 lag segelfertig da4 ,siebenundzwanzigstes ,kapitel4 ,allgemeine ,bemerkungen ber das ,verhltni des neuen zum alten ,continent4 -- ,ueberfahrt von den ,ksten von ,venezuela nach der ,havana4 ,als ich nach meiner ,rckkehr nach ,deutschland den ,essai politique sur la nouvelle ,espagne herausgab1 verffentlichte ich zugleich einen ,theil des von mir ber den ,bodenreichthum von ,sdamerika gesammelten ,materials4 ,diese vergleichende ,schilderung der ,bevlkerung1 des ,ackerbaus und des ,handels aller spanischen ,colonien wurde zu einer ,zeit entworfen1 wo groe ,mngel in der gesellschaftlichen ,verfassung1 das ,prohibitivsystem und andere gleich verderbliche ,migriffe in der ,regierungskunst die ,entwicklung der ,cultur niederhielten4 ,seit ich auseinandergesetzt1 welch unermeliche ,hlfsmittel den ,vlkern des gedoppelten ,amerika durch ihre ,lage an sich und durch ihren ,handelsverkehr mit ,europa und ,asien in ,aussicht stnden1 sobald sie der ,segnungen einer vernnftigen ,freiheit genen1 hat eine der groen ,umwlzungen1 welche von ,zeit zu ,zeit das ,menschengeschlecht aufrtteln1 die gesellschaftlichen ,zustnde in den von mir durchreisten gewaltigen ,lndern umgewandelt4 ,gegenwrtig theilen sich1 kann man wohl sagen1 drei ,vlker europischer ,abkunft in das ,festland der neuen ,welt3 das eine1 das mchtigste1 ist germanischen ,stammes1 die beiden andern gehren nach ,sprache1 ,literatur und ,sitten dem lateinischen ,europa an4 ,die ,theile der alten ,welt1 die am weitesten gegen ,west vorspringen1 die iberische ,halbinsel und die britannischen ,inseln1 sind auch diejenigen1 deren ,colonien die bedeutendste ,ausdehnung haben2 aber ein viertausend ,meilen langer1 nur von ,nachkommen von ,spaniern und ,portugiesen bewohnter ,kstenstrich legt ,zeugni dafr ab1 wie hoch sich die ,vlker der ,halbinsel im fnfzehnten und sechzehnten ,jahrhundert durch ihre ,unternehmungen zur ,see ber die andern seefahrenden ,vlker emporgeschwungen hatten4 ,die ,verbreitung ihrer ,sprachen von ,californien bis an den ,rio de la ,plata1 auf dem ,rcken der ,cordilleren wie in den ,wldern am ,amazonenstrom ist ein ,denkmal nationalen ,ruhms1 das alle politischen ,revolutionen berdauern wird4 ,gegenwrtig berwiegt die ,bevlkerung des spanischen und portugiesischen ,amerika die von englischer ,race ums ,doppelte4 ,die franzsischen1 hollndischen und dnischen ,besitzungen auf dem neuen ,continent sind von geringem ,umfang2 zhlt man aber die ,vlker her1 welche auf das ,geschick der andern ,halbkugel ,einflu uern knnen1 so sind noch zwei nicht zu bergehen1 einerseits die ,ansiedler slavischer ,abkunft1 die von der ,halbinsel ,alaska bis nach ,californien ,niederlassungen suchen1 andererseits die freien ,afrikaner auf ,haiti1 welche wahr gemacht haben1 was der ,mailnder ,reisende ,benzoni schon im ,jahr #aede vorausgesagt4 ,da die ,afrikaner auf einer ,insel1 zweieinhalbmal grer als ,sicilien1 im ,schoe des ,mittelmeeres der ,antillen hausen1 macht sie politisch um so wichtiger4 ,alle ,freunde der ,menschheit wnschen aufrichtig1 da eine ,civilisation1 welche wider alles ,erwarten nach so viel ,grueln und ,blut ,wurzel geschlagen1 sich fort und fort entwickeln mge4 ,das russische ,amerika gleicht bis jetzt nicht sowohl einer ,ackerbaucolonie als einem der ,comptoirs1 wie sie die ,europa zum ,verderben der ,eingeborenen auf den ,ksten von ,afrika errichtet4 ,es besteht nur aus ,militrposten1 aus ,sammelpltzen fr ,fischer und sibirische ,jger4 ,allerdings ist es eine merkwrdige ,erscheinung1 da sich der ,ritus der griechischen ,kirche auf einem ,striche ,amerikas festgesetzt hat1 und da zwei ,nationen1 welche das ,ost- und das ,westende von ,europa bewohnen1 ,russen und ,spanier1 ,nachbarn werden auf einem ,festlande1 in das sie auf entgegengesetzten ,wegen gekommen2 aber beim halb wilden ,zustand der ,ksten von ,ochotsk und ,kamtschatka1 bei der ,geringfgigkeit der ,mittel1 welche die asiatischen ,hfen liefern knnen1 und bei der ,art und ,weise1 wie bis jetzt die slavischen ,colonien in der neuen ,welt verwaltet worden1 mssen diese noch lange in der ,kindheit verharren4 ,da man nun bei nationalkonomischen ,untersuchungen gewhnt ist1 nur ,massen ins ,auge zu fassen1 so stellt es sich heraus1 da das amerikanische ,festland eigentlich nur unter drei groe ,nationen von englischer1 spanischer und portugiesischer ,abkunft getheilt ist4 ,die erste derselben1 die ,angloamerikaner1 ist zugleich nach dem englischen ,volk in ,europa diejenige1 welche ihre ,flagge ber die weitesten ,meeresstrecken trgt4 ,ohne entlegene ,colonien hat sich ihr ,handel zu einer ,hhe aufgeschwungen1 zu der niemals ein ,volk der alten ,welt gelangt ist1 mit ,ausnahme desjenigen1 das seine ,sprache1 den ,glanz seiner ,literatur1 seine ,arbeitslust1 seinen ,hang zur ,freiheit und einen ,theil seiner brgerlichen ,einrichtungen nach ,nordamerika hinbergetragen hat4 ,die englischen und portugiesischen ,ansiedler haben nur die ,europa gegenberliegenden ,ksten bevlkert2 die ,castilianer dagegen sind gleich zu ,anfang der ,eroberung ber die ,kette der ,anden gedrungen und haben selbst in den am weitesten nach ,west gelegenen ,landstrichen ,niederlassungen gegrndet4 ,nur dort1 in ,mexico1 ,cundinamarca1 ,quito und ,peru1 fanden sie ,spuren einer alten ,cultur1 ackerbauende ,vlker1 blhende ,reiche4 ,durch diesen ,umstand1 durch die rasche ,zunahme einer eingeborenen ,gebirgsbevlkerung1 durch den fast ausschlielichen ,besitz groer ,metallschtze1 und durch die ,handelsverbindungen mit dem indischen ,archipel1 die gleich mit dem ,anfang des sechzehnten ,jahrhunderts in ,gang kamen1 erhielten die spanischen ,besitzungen in ,amerika ein ganz eigenes ,geprge4 ,in den stlichen1 von den englischen und portugiesischen ,ansiedlern in ,besitz genommenen ,landstrichen waren die ,eingeborenen umherziehende ,jgervlker4 ,statt1 wie auf der ,hochebene von ,anahuac1 in ,guatimala und im obern ,peru1 einen ,bestandtheil der arbeitsamen1 ackerbauenden ,bevlkerung zu bilden1 zogen sie sich vor den vorrckenden ,weien grtentheils zurck4 ,man brauchte ,arbeiterhnde1 man baute vorzugsweise ,zuckerrohr1 ,indigo und ,baumwolle1 und die1 mit der ,habsucht1 welche so oft die ,begleiterin des ,gewerbfleies ist und sein ,schandfleck1 fhrte den schndlichen ,negerhandel herbei1 der in seinen ,folgen fr beide ,welten gleich verderblich geworden ist4 ,zum ,glck ist auf dem ,festlande von spanisch ,amerika die ,zahl der afrikanischen ,sklaven so unbedeutend1 da sie sich zur ,sklavenbevlkerung in ,brasilien und in den sdlichen ,theilen der ,vereinigten ,staaten wie #a zu #e verhlt4 ,die gesammten spanischen ,colonien1 mit ,einschlu der ,inseln ,cuba und ,portorico1 haben auf einem ,areal1 das mindestens um ein ,fnftheil grer ist als ,europa1 nicht so viel ,neger als der ,staat ,virginien allein4 ,mit den vereinigten ,lndern ,neuspanien und ,guatimala liefern die ,hispano-,amerikaner das einzige ,beispiel im heien ,erdstrich1 da eine ,nation von acht ,millionen nach europischen ,gesetzen und ,einrichtungen regiert wird1 ,zucker1 ,cacao1 ,getreide und ,wein zumal baut1 und fast keine ,sklaven besitzt1 die dem ,boden von ,afrika gewaltsam entfhrt worden4 ,die ,bevlkerung des neuen ,continents ist bis jetzt kaum etwas strker als die von ,frankreich oder ,deutschland4 ,in den ,vereinigten ,staaten verdoppelt sie sich in dreiundzwanzig bis fnfundzwanzig ,jahren2 in ,mexiko hat sie sich1 sogar unter der ,herrschaft des ,mutterlandes1 in vierzig bis fnfundvierzig ,jahren verdoppelt4 ,ohne der ,zukunft allzuviel zuzutrauen1 lt sich annehmen1 da in weniger als anderthalbhundert ,jahren ,amerika so stark bevlkert seyn wird als ,europa4 ,dieser schne ,wetteifer in der ,cultur1 in den ,knsten des ,gewerbfleies und des ,handels wird keineswegs1 wie man so oft prophezeien hrt1 den alten ,continent auf ,kosten des neuen rmer machen2 er wird nur die ,consumtionsmittel und die ,nachfrage darnach1 die ,masse der productiven ,arbeit und die ,lebhaftigkeit des ,austausches steigern4 ,allerdings ist in ,folge der groen ,umwlzungen1 denen die menschlichen ,gesellschaftsvereine unterliegen1 das ,gesammtvermgen1 das gemeinschaftliche ,erbgut der ,cultur1 unter die ,vlker beider ,welten ungleich vertheilt2 aber allgemach stellt sich das ,gleichgewicht her1 und es ist ein verderbliches1 ja ich mchte sagen gottloses ,vorurtheil1 zu meinen1 es sey ein ,unheil fr das alte ,europa1 wenn auf irgend einem andern ,stck unseres ,planeten der ffentliche ,wohlstand gedeiht4 ,die ,unabhngigkeit der ,colonien wird nicht zur ,folge haben1 sie zu isoliren1 sie werden vielmehr dadurch den ,vlkern von alter ,cultur nher gebracht werden4 ,der ,handel wirkt naturgem dahin1 zu verbinden1 was eiferschtige ,staatskunst so lange auseinandergehalten4 ,noch mehr3 es liegt im ,wesen der ,civilisation1 da sie sich ausbreiten kann1 ohne dehalb da1 von wo sie ausgegangen1 zu erlschen4 ,ihr allmhliges ,vorrcken von ,ost nach ,west1 von ,asien nach ,europa1 beweist nichts gegen diesen ,satz4 ,ein starkes ,licht behlt seinen ,glanz1 auch wenn es einen grerm ,raum beleuchtet4 ,geistesbildung1 die fruchtbare ,quelle des ,nationalwohlstands1 theilt sich durch ,berhrung mit2 sie breitet sich aus1 ohne von der ,stelle zu rcken4 ,ihre ,bewegung vorwrts ist keine ,wanderung2 im ,orient kam uns die nur so vor1 weil barbarische ,horden sich ,egyptens1 ,kleinasiens bemchtigt hatten1 und ,griechenlands1 des einst freien1 der verlassenen ,wiege der ,cultur unserer ,vter4 ,die ,verwilderung der ,vlker ist eine ,folge der ,unterdrckung durch einheimischen ,despotismus oder durch einen fremden ,eroberer2 mit ihr ,hand in ,hand geht immer steigende ,verarmung1 ,versiegung des ffentlichen ,wohlstands4 ,freie1 starke1 den ,interessen ,aller entsprechende ,staatsformen halten diese ,gefahren fern1 und die ,zunahme der ,cultur in der ,welt1 die ,mitwerbung in ,arbeit und ,austausch bringen ,staaten nicht herab1 deren ,gedeihen aus natrlicher ,quelle fliet4 ,das gewerbfleiige und handeltreibende ,europa wird aus der neuen ,ordnung der ,dinge1 wie sie sich im spanischen ,amerika gestaltet1 seinen ,nutzen ziehen1 wie ihm die ,steigerung der ,consumtion zu gute kme1 wenn der ,weltlauf der ,barbarei in ,griechenland1 auf der ,nordkste von ,afrika und in andern ,lndern1 auf denen die ,tyrannei der ,ottomanen lastet1 ein ,ende machte4 ,die einzige ,gefahr1 die den ,wohlstand des alten ,continents bedrohte1 wre1 wenn die innern ,zwiste kein ,ende nahmen1 weiche die ,production niederhalten und die ,zahl der ,verzehrenden und zu gleicher ,zeit deren ,bedrfnisse verringern4 ,im spanischen ,amerika geht der ,kampf1 der sechs ,jahre1 nachdem ich es verlassen1 ausgebrochen1 allmhlich seinem ,ende entgegen4 ,bald werden wir unabhngige1 unter sehr verschiedenen ,verfassungsformen lebende1 aber durch das ,andenken gemeinsamer ,herkunft1 durch dieselbe ,sprache und durch die ,bedrfnisse1 wie sie von selbst aus der ,cultur entspringen1 verknpfte ,vlker auf beiden ,ufern des atlantischen ,oceans wohnen sehen4 ,man kann wohl sagen1 durch die ungeheuren ,fortschritte in der ,schifffahrtskunst sind die ,meeresbecken enger geworden4 ,schon jetzt erscheint unsern ,blicken das atlantische ,meer als ein schmaler ,canal1 der die neue ,welt und die europischen ,handelsstaaten nicht weiter auseinander hlt1 als in der ,kindheit der ,schifffahrt das ,mittelmeer die ,griechen in ,peloponnes und die in ,ionien1 auf ,sicilien und in ,cyrenaica auseinander hielt4 ,allerdings wird noch manches ,jahr vergehen1 bis siebzehn ,millionen1 ber eine ,lnderstrecke zerstreut1 die um ein ,fnftheil grer ist als ganz ,europa1 durch ,selbstregierung zu einem festen ,gleichgewicht kommen4 ,der eigentlich kritische ,zeitpunkt ist der1 wo es lange ,zeit unterjochten ,vlkern auf einmal in die ,hand gegeben ist1 ihr ,leben nach den ,erfordernissen ihres ,wohlergehens einzurichten4 ,man hrt immer wieder behaupten1 die ,hispano-,amerikaner seyen fr freie ,institutionen nicht weit genug in der ,cultur vorgeschritten4 ,es ist noch nicht lange her1 so sagte man dasselbe von andern ,vlkern aus1 bei denen aber die ,civilisation berreif seyn sollte4 ,die ,erfahrung lehrt1 da bei ,nationen wie beim ,einzelnen das ,glck ohne ,talent und ,wissen bestehen kann2 aber ohne lugnen zu wollen1 da ein gewisser ,grad von ,aufklrung und ,volksbildung zum ,bestand von ,republiken oder constitutionellen ,monarchien unentbehrlich ist1 sind wir der ,ansicht1 da dieser ,bestand lange nicht so sehr vom ,grade der geistigen ,bildung abhngt1 als von der ,strke des ,volkscharakters1 vom ,verein von ,thatkraft und ,ruhe1 von ,leidenschaftlichkeit und ,geduld1 der eine ,verfassung aufrecht und am ,leben erhlt1 ferner von den rtlichen ,zustnden1 in denen sich das ,volk befindet1 und von den politischen ,verhltnissen zwischen einem ,staate und seinen ,nachbarstaaten4 ,wenn die heutigen ,colonien nach ihrer ,emancipation mehr oder weniger zu republikanischer ,verfassungsform hinneigen1 so ist die ,ursache dieser ,erscheinung nicht allein im ,nachahmungstrieb zu suchen1 der bei ,volksmassen noch mchtiger ist als beim ,einzelnen2 sie liegt vielmehr zunchst im eigenthmlichen ,verhltniss1 in dem eine ,gesellschaft sich befindet1 die sich auf einmal von einer ,welt mit lterer ,cultur losgetrennt1 aller uern ,bande entledigt sieht und aus ,individuen besteht1 die nicht ,einer ,kaste das ,uebergewicht im ,staate zugestehen4 ,durch die ,vorrechte1 welche das ,mutterland einer sehr beschrnkten ,anzahl von ,familien in ,amerika ertheilte1 hat sich dort durchaus nicht gebildet1 was in ,europa eine ,adelsaristokratie heit4 ,die ,freiheit mag in ,anarchie oder durch die vorbergehende ,usurpation eines verwegenen ,parteihauptes zu ,grunde gehen1 aber die wahren ,grundlagen der ,monarchie sind im ,schooe der heutigen ,colonien nirgends zu finden4 ,nach ,brasilien wurden sie von auen hereingebracht zur ,zeit1 da dieses gewaltige ,land des tiefsten ,friedens geno1 whrend das ,mutterland unter ein fremdes ,joch gerathen war4 ,ueberdenkt man die ,verkettung menschlicher ,geschicke1 so sieht man leicht ein1 wie die ,existenz der heutigen ,colonien1 oder vielmehr wie die ,entdeckung eines halb mensehenleeren ,continents1 auf dem allein eine so erstaunliche ,entwicklung des ,colonialsystems mglich war1 republikanische ,staatsformen in groem ,mastab und in so groer ,zahl wieder ins ,leben rufen mute4 ,nach der ,anschauung berhmter ,schriftsteller sind die ,umwandlungen auf dem ,boden der ,gesellschaft1 welche ein bedeutender ,theil von ,europa in unsern ,tagen erlitten hat1 eine ,nachwirkung der religisen ,reform zu ,anfang des sechzehnten ,jahrhunderts4 ,es ist nicht zu vergessen1 da in diese denkwrdige ,zeit1 in der ungezgelte ,leidenschaften und der ,hang zu starren ,dogmen die ,klippen der europischen ,staatskunst waren1 auch die ,eroberung von ,mexico1 ,peru und ,cundinamarca fllt1 eine ,eroberung1 durch die1 wie sich der ,verfasser des ,esprit des lois so schn ausdrckt1 das ,mutterland eine unermeliche ,schuld auf sich genommen1 die es der ,menschheit abzutragen hat4 ,ungeheure ,provinzen wurden durch castilianische ,tapferkeit den ,ansiedlern aufgethan und durch die ,bande gemeinsamer ,sprache1 ,sitte und ,gottesverehrung verknpft4 ,und so hat denn durch das merkwrdigste ,zusammentreffen von ,ereignissen die ,regierung des mchtigsten und unumschrnktesten ,monarchen ,europas1 ,carls ,v41 die ,keime ausgestreut zum ,kampfe des neunzehnten ,jahrhunderts und den ,grund gelegt zu den staatlichen ,vereinen1 die1 eben erst ins ,leben getreten1 uns durch ihren ,umfang und die ,gleichfrmigkeit der dabei herrschenden ,grundstze in ,erstaunen setzen4 ,befestigt sich die ,emancipation des spanischen ,amerika1 wie man bis jetzt mit allem ,grund hoffen darf1 so sieht ein ,meeresarm1 der atlantische ,ocean1 auf seinen beiden ,ufern ,regierungsformen1 die1 so grundverschieden sie sind1 einander nicht nothwendig feindselig gegenbertreten4 ,nicht allen ,vlkern beider ,welten mag dieselbe ,verfassung zum ,heile gereichen2 der wachsende ,wohlstand einer ,republik ist kein ,schimpf fr monarchische ,staaten1 so lange sie mit ,weisheit und ,achtung vor den ,gesetzen und den ffentlichen ,freiheiten regiert werden4 ,seit die ,entwicklung der ,schifffahrtskunst und die sich steigernde ,thtigkeit der ,handelsvlker die ,ksten der beiden ,festlnder einander nher gerckt haben1 seit die ,havana1 ,rio ,janeiro und der ,senegal uns kaum entlegener vorkommen als ,cadix1 ,smyrna und die ,hfen des baltischen ,meeres1 nimmt man ,anstand1 die ,leser mit einer ,ueberfahrt von der ,kste von ,caracas nach der ,insel ,cuba zu behelligen4 ,das ,meer der ,antillen ist so bekannt wie das ,becken des ,mittelmeers1 und wenn ich hier aus meinem ,seetagebuch einige ,beobachtungen niederlege1 so thue ich es nur1 um den ,faden meiner ,reisebeschreibung nicht zu verlieren und allgemeine ,betrachtungen ber ,meteorologie und physische ,geographie daran zu knpfen4 ,um die wechselnden ,zustnde der ,atmosphre recht kennen zu lernen1 mu man am ,abhang der ,gebirge und auf der unermelichen ,meeresflche beobachten2 in einem ,forscher1 der seinen ,scharfsinn im ,befragen der ,natur lange nur im ,studirzimmer gebt hat1 mgen schon auf der kleinsten ,ueberfahrt1 auf einer ,reise von den ,canarien nach ,madera1 ganz neue ,ansichten sich gestalten4 ,am #bd4 ,november um neun ,uhr ,abends gingen wir auf der ,rhede von ,nueva ,barcelona unter ,segel und fuhren um die kleine ,felseninsel ,borrachita herum4 ,zwischen derselben und ,gran ,borracha ist eine tiefe ,strae4 ,die ,nacht brachte die ,khle1 welche den tropischen ,nchten eigen ist und einen angenehmen ,eindruck macht1 von dem man sich erst ,rechenschaft geben kann1 wenn man die nchtliche ,temperatur von #bc bis #bd ,graden des hunderttheiligen ,thermometers mit der mittleren ,tagestemperatur vergleicht1 die in diesen ,strichen1 selbst auf den ,ksten1 meist #bh bis #bi ,grad betrgt4 ,tags darauf1 kurz nach der ,beobachtung um ,mittag1 befanden wir uns im ,meridian der ,insel ,tortuga2 sie ist1 gleich den ,eilanden ,coche und ,cubagua1 ohne ,pflanzenwuchs und erhebt sich auffallend wenig ber den ,meeresspiegel4 ,da man in neuester ,zeit ber die astronomische ,lage von ,tortuga ,zweifel geuert hat1 so bemerke ich hier1 da ,louis ,berthouds ,chronometer mir fr den ,mittelpunkt der ,insel #jdidj westwrts von ,nueva ,barcelona ergab2 diese ,lnge ist aber doch wohl noch ein wenig zu weit westlich4 ,am #bf4 ,november4 -- ,windstille1 auf die wir um so weniger gefat waren1 da der ,ostwind in diesen ,strichen von ,anfang ,novembers an meist sehr stark ist1 whrend vom ,mai bis ,oktober von ,zeit zu ,zeit die ,nordwest- und die ,sdwinde auftreten4 ,bei ,nordwestwind bemerkt man eine ,strmung von ,west nach ,ost1 welche zuweilen zwei1 drei ,wochen lang die ,fahrt von ,carthagena nach ,trinidad beschleunigt4 ,der ,sdwind gilt auf der ganzen ,kste von ,terra firma fr sehr ungesund1 weil er 7so sagt das ,volk7 die fauligten ,effluvien aus den ,wldern am ,orinoco herfhrt4 ,gegen neun ,uhr ,morgens bildete sich ein schner ,hof um die ,sonne1 und im selben ,moment fiel in der tiefen ,luftregion der ,thermometer pltzlich um #c ,grad4 ,war dieses ,fallen die ,folge eines niedergehenden ,luftstroms8 ,der einen ,grad breite ,streif1 der den ,hof bildete1 war nicht wei1 sondern hatte die lebhaftesten ,regenbogenfarben1 whrend das ,innere des ,hofes und das ganze ,himmelsgewlbe blau waren ohne eine ,spur von ,dunst4 ,wir verloren nachgerade die ,insel ,margarita aus dem ,gesicht1 und ich versuchte die ,hhe der ,felsgruppe ,macanao zu bestimmen4 ,sie erschien unter einem ,winkel von #jafce1 woraus sich beim geschtzten ,abstand von #fj ,seemeilen fr den ,glimmerschieferstock ,macanao eine ,hhe von etwa #ffj ,toisen ergbe1 und dieses ,resultat#aij lt mich in einem ,erdstrich1 wo die irdischen ,refractionen so gleichfrmig sind1 vermuthen1 da wir uns nicht so weit von der ,insel befanden1 als wir meinten4 ,die ,kuppel der ,silla bei ,caracas1 die in ,sd #fb ,west liegen blieb1 fesselte lange unsern ,blick4 ,mit ,vergngen betrachtet man den ,gipfel eines hohen ,berges1 den man nicht ohne ,gefahr bestiegen hat1 wie er nach und nach unter den ,horizont sinkt4 ,wenn die ,kste dunstfrei ist1 mu die ,silla auf hoher ,see1 den ,einflu der ,refraction nicht gerechnet1 auf #cc ,meilen zu sehen seyn4#aia ,an diesem und den folgenden ,tagen war die ,see mit einer blulichten ,haut bedeckt1 die unter dem zusammengesetzten ,microscop aus zahllosen ,fden zu bestehen schien4 ,man findet dergleichen ,fden hufig im ,golfstrom und im ,canal von ,bahama1 so wie im ,seestrich von ,buenos ,ayres4 ,manche ,naturforscher halten sie fr ,reste von ,molluskeneiern1 mir schienen sie vielmehr zerriebene ,algen zu seyn4 ,indessen scheint das ,leuchten der ,see durch sie gesteigert zu werden1 namentlich zwischen dem #bh4 und #cj4 ,grad der ,breite1 was allerdings auf thierischen ,ursprung hindeutete4 ,am #bg4 ,november4 ,wir rckten langsam auf die ,insel ,orchila zu2 wie alle kleinen ,eilande in der ,nhe der fruchtbaren ,kste von ,terra firma ist sie unbewohnt geblieben4 ,ich fand die ,breite des nrdlichen ,vorgebirges #aaeadd und die ,lnge des stlichen ,vorgebirges #fhbfe 7,nueva ,barcelona zu #fgddh angenommen74 ,dem westlichen ,cap gegenber liegt ein ,fels1 an dem sich die ,wellen mit starkem ,getse brechen4 ,einige mit dem ,sextanten aufgenommene ,winkel ergaben fr die ,lnge der ,insel von ,ost nach ,west #h1d ,seemeilen 7zu #iej ,toisen71 fr die ,breite kaum #c ,seemeilen4 ,die ,insel ,orchila1 die ich mir nach ihrem ,namen als ein drres1 mit ,flechten bedecktes ,eiland vorgestellt hatte1 zeigte sich jetzt in schnem ,grn2 die ,gneihgel waren mit ,grsern bewachsen4 ,im geologischen ,bau scheint ,orchila im ,kleinen mit der ,insel ,margarita bereinzukommen2 sie besteht aus zwei1 durch eine ,landzunge verbundenen ,felsgruppen2 jene ist ein mit ,sand bedeckter ,isthmus1 der aussieht1 als wre er beim allmhligen ,sinken des ,meeresspiegels aus dem ,wasser gestiegen4 ,die ,felsen erschienen hier1 wie berall1 wo sie sich einzeln steil aus der ,see erheben1 weit hher1 als sie wirklich sind2 sie sind kaum #hj bis #ij ,toisen hoch4 ,gegen ,nordwest streicht die ,punta rasa hinaus und verliert sich als ,untiefe im ,wasser4 ,sie kann den ,schiffen gefhrlich werden1 wie auch der ,mogote1 der1 zwei ,seemeilen vom westlichen ,cap1 von ,klippen umgeben ist4 ,wir betrachteten diese ,felsen ganz in der ,nhe und sahen die ,gneischichten nach ,nordwest fallen und von dicken ,quarzlagern durchzogen4 ,von der ,verwitterung dieser ,lager rhrt ohne ,zweifel der ,sand des umgebenden ,strandes her4 ,ein paar ,baumgruppen beschatten die ,grnde2 oben auf den ,hgeln stehen ,palmen mit fcherfrmigem ,laub4 ,es ist wahrscheinlich die ,palma de sombrero der ,llanos 7,corypha tectorum74 ,es regnet wenig in diesen ,strichen1 indessen fnde man auf der ,insel ,orchila wahrscheinlich doch einige ,quellen1 wenn man sie so eifrig suchte1 wie im ,glimmerschiefergestein auf ,punta ,araya4 ,wenn man bedenkt1 wie viele drre ,felseneilande zwischen dem #af4 und #bf4 ,grad der ,breite im ,archipel der kleinen ,antillen und der ,bahama-,inseln bewohnt und gut angebaut sind1 so wundert man sich1 diese den ,ksten von ,cumana1 ,barcelona und ,caracas so nahe gelegenen ,eilande wste liegen zu sehen4 ,es wre lngst anders1 wenn sie unter einer andern ,regierung als unter der von ,terra firma stnden4 ,nichts kann ,menschen veranlassen1 ihre ,thtigkeit auf den engen ,bezirk einer ,insel zu beschrnken1 wenn das nahe ,festland ihnen grere ,vortheile bietet4 ,bei ,sonnenuntergang kamen uns die zwei ,spitzen der ,roca de afuera zu ,gesicht1 die sich wie ,thrme aus der ,see erheben4 ,nach der ,aufnahme mit dem ,compa liegt der stlichste dieser ,felsen #jai westwrts vom westlichen ,cap von ,orchila4 ,die ,wolken blieben lange um diese ,insel geballt1 so da man ihre ,lage weit in ,see erkannte4 ,der ,einflu1 den eine kleine ,landmasse auf die ,verdichtung der #hjj ,toisen hoch schwebenden ,wasserdnste uert1 ist eine sehr auffallende ,erscheinung1 aber allen ,seefahrern wohl bekannt4 ,durch diese ,ansammlung von ,wolken erkennt man die ,lage der niedrigsten ,inseln in sehr bedeutender ,entfernung4 ,am #bi4 ,november4 ,bei ,sonnenaufgang sahen wir fast dicht am ,meereshorizont die ,kuppel der ,silla bei ,caracas noch ganz deutlich4 ,wir glaubten #ci bis #dj ,meilen 7,lieues7 davon entfernt zu seyn1 woraus1 die ,hhe des ,berges 7#acej ,toisen71 seine astronomische ,lage und den ,schiffsort als richtig bestimmt angenommen1 eine fr diese ,breite etwas starke ,refraction zwischen und 1 folgte4 ,um ,mittag verkndeten alle ,zeichen am ,himmel gegen ,nord einen ,witterungswechsel2 die ,luft khlte sich auf einmal auf #bbh ab1 whrend die ,see an der ,oberflche eine ,temperatur von #bef behielt4 ,whrend der ,beobachtung um ,mittag brachten daher auch die ,schwingungen des ,horizonts1 der von schwarzen ,streifen oder ,bndern von sehr vernderlicher ,breite durchzogen war1 einen ,wechsel von #c bis #d ,minuten in der ,refraction hervor4 ,bei ganz stiller ,luft fing die ,see an hoch zu gehen2 ,alles deutete auf einen ,sturm zwischen den ,caymanseilanden und dem ,cap ,san ,antonio4 ,und wirklich sprang am #cj4 ,november der ,wind auf einmal nach ,nordnordost um1 und die ,wogen wurden ausnehmend hoch4 ,gegen ,nord war der ,himmel schwarzblau1 und unser kleines ,fahrzeug schlingerte um so strker1 da man im ,anschlagen der ,wellen zwei sich kreuzende ,seen unterschied1 eine aus ,nord1 eine andere aus ,nordnordost4 ,auf eine ,seemeile weit bildeten sich ,wasserhosen und liefen rasch von ,nordnordost nach ,nordnordwest4 ,so oft die ,wasserhose uns am nchsten kam1 fhlten wir den ,wind strker werden4 ,gegen ,abend brach durch die ,unvorsichtigkeit unseres amerikanischen ,kochs ,feuer auf dem ,oberleuf aus4 ,es wurde leicht gelscht2 bei sehr schlimmem ,wetter mit ,windsten1 und da wir ,fleisch geladen hatten1 das des ,fettes wegen ungemein leicht brennt1 htte aber das ,feuer rasch um sich greifen knnen4 ,am #a4 ,december ,morgens wurde die ,see allmhlig ruhiger1 je mehr sich der ,wind in ,nordost festsetzte4 ,ich war zu dieser ,zeit des gleichfrmigen ,ganges meines ,chronometers ziemlich gewi2 der ,capitn wollte aber zur ,beruhigung einige ,punkte der ,insel ,st4 ,domingo peilen4 ,am #b4 ,december kam wirklich ,cap ,beata in ,sieht1 an einem ,punkt1 wo wir schon lange ,wolkenhaufen gesehen hatten4 ,nach ,hhen des ,achernar1 die ich in der ,nacht aufnahm1 waren wir #fd ,seemeilen davon entfernt4 ,in dieser ,nacht beobachtete ich eine sehr interessante optische ,erscheinung1 die ich aber nicht zu erklren versuche4 ,es war ber zwlf ein halb ,uhr2 der ,wind wehte schwach aus ,ost2 der ,thermometer stand auf #bcb1 der ,fischbein-,hygrometer auf #eg4 ,ich war ans dem ,oberleuf geblieben1 um die ,culmination einiger groen ,sterne zu beobachten4 ,der volle ,mond stand sehr hoch4 ,da auf einmal bildete sich auf der ,seite des ,mondes1 #de ,minuten vor seinem ,durchgang durch den ,meridian1 ein groer ,bogen in allen ,farben des ,spectrums1 aber unheimlich anzusehen4 ,der ,bogen reichte ber den ,mond hinaus2 der ,streifen in den ,farben des ,regenbogens war gegen zwei ,grad breit und seine ,spitze schien etwa #hj bis #he ,grad ber dem ,meereshorizont zu liegen4 ,der ,himmel war vollkommen rein1 von ,regen keine ,spur2 am auffallendsten war mir aber1 da die ,erscheinung1 die vollkommen einem ,mondregenbogen glich1 sich nicht dem ,mond gegenber zeigte4 ,der ,bogen blieb #h bis #aj ,minuten1 scheinbar wenigstens1 unverrckt2 im ,moment aber1 wo ich versuchte1 ob er durch ,reflexion im ,spiegel des ,sextanten zu sehen seyn werde1 fing er an sich zu bewegen und ber den ,mond und ,jupiter1 der nicht weit unterhalb des ,mondes stand1 hinabzurcken4 ,es war zwlf ,uhr vierundfnfzig ,minuten 7wahre ,zeit71 als die ,spitze des ,bogens unter dem ,horizont verschwand4 ,diese ,bewegung eines farbigen ,bogens setzte die wachhabenden ,matrosen auf dem ,oberlauf in ,erstaunen2 sie behaupteten1 wie beim ,erscheinen jedes auffallenden ,meteors1 das bedeute ,sturm4 ,arago hat die ,zeichnung dieses ,bogens in meinem ,reisetagebuche untersucht2 nach seiner ,ansicht htte das im ,wasser reflektirte ,bild des ,mondes keinen ,hof von so groem ,durchmesser geben knnen4 ,die ,raschheit der ,bewegung ist ein weiteres ,moment1 das diese ,erscheinung1 die alle ,beachtung verdient1 ebenso schwer erklrlich macht4 ,am #c4 ,december4 ,man war unruhig1 weil sich ein ,fahrzeug sehen lie1 das man fr einen ,caper hielt4 ,als es auf uns zukam1 sah man1 da es die ,balandra del ,frayle 7,goelette des ,mnchs7 war4 ,was eine so seltsame ,benennung sagen wollte1 war mir unklar4 ,es war aber nur das ,fahrzeug eines ,missionrs vom ,franciscanerorden 7,frayle ,observante71 eines sehr reichen ,pfarrers eines indianischen ,dorfs in den ,llanos von ,barcelona1 der seit mehreren ,jahren einen kleinen1 ziemlich eintrglichen ,schmuggelhandel mit den dnischen ,inseln trieb4 ,in der ,nacht sahen ,bonpland und mehrere andere ,passagiere auf eine ,viertels-,seemeile unter dem ,wind eine kleine ,flamme an der ,meeresflche1 die gegen ,sdwest fortlief und die ,luft erhellte4 ,man sprte keinen ,erdsto1 keine ,aenderung in der ,richtung der ,wellen4 ,war es ein phosphorischer ,schein1 den eine groe ,masse faulender ,mollusken verbreitete1 oder kam die ,flamme vom ,meeresboden herauf1 wie solches zuweilen in von ,vulkanen erschtterten ,seestrichen beobachtet worden seyn soll8 ,letztere ,annahme scheint mir durchaus unwahrscheinlich4 ,vulkanische ,flammen knnen nur dann aus den ,wellen hervorbrechen1 wenn der feste ,boden des ,meeres bereits emporgehoben ist1 so da ,flammen und glhende ,schlacken aus dem obern gewlbten und zerklfteten ,theil hervorkommen und nicht durch das ,wasser selbst hindurchgehen4 ,am #d4 ,december4 ,um zehn ein halb ,uhr ,morgens befanden wir uns unter dem ,meridian des ,vorgebirgs ,bacco 7,punta ,abaccu71 dessen ,lnge ich gleich #gfgej oder #ijcb von ,nueva ,barcelona fand4 ,im ,frieden laufen1 nach dem alten ,brauch der spanischen ,schiffer1 die ,fahrzeuge1 die zwischen ,cumana oder ,barcelona und der ,havana mit ,salzfleisch ,handel treiben1 durch den ,canal von ,portorico und ber den alten ,canal nrdlich von ,cuba2 zuweilen gehen sie auch zwischen ,cap ,tiburon und ,cap ,morant durch und fahren an der ,nordkste von ,jamaica hin4 ,in ,kriegszeiten gelten diese ,wege fr gleich gefhrlich1 weil man zu lange im ,angesicht des ,landes bleibt4 ,aus ,furcht vor den ,capern fuhren wir daher1 sobald wir den ,parallel von #ag ,grad erreicht hatten1 gerade ber die ,bank ,vibora1 bekannter unter dem ,namen ,pedro ,shoals4 ,diese ,bank ist ber #bhj ,quadratseemeilen gro und ihr ,umri fllt dem ,geologen stark ins ,auge1 weil derselbe mit dem des benachbarten ,jamaica so groe ,aehnlichkeit hat4 ,es ist als htte eine ,erhebung des ,meerbodens die ,wasserflche nicht erreichen knnen1 um sofort eine ,insel zu bilden1 fast so gro wie ,portorico4 ,seit dem fnften ,december glaubten die ,steuerleute in groer ,entfernung nach einander die ,ranaseilande 7,morant ,kays71 ,cap ,portland und ,pedro ,kays zu peilen4 ,wahrscheinlich irrte man sich bei mehreren dieser ,peilungen vom ,mastkorbe aus2 ich habe dieser ,bestimmungen anderswo ,erwhnung gethan1#aib nicht um sie gegen die ,beobachtungen gebter englischer ,seefahrer in diesen stark befahrenen ,seestrichen aufzustellen1 sondern allein1 um die ,punkte1 die ich in den ,wldern am ,orinoco und im ,archipel der ,antillen bestimmt1 zu ,einem ,system von ,beobachtungen zu verknpfen4 ,die milchigte ,farbe des ,wassers zeigte uns1 da wir uns am stlichen ,rande der ,bank befanden2 der hunderttheilige ,thermometer1 der an der ,meeresflche weit ab von der ,bank seit mehreren ,tagen auf #bg und #bgc gestanden hatte 7bei einer ,lufttemperatur von #bab71 fiel schnell auf #beg4 ,das ,wetter war vom vierten bis zum sechsten ,december sehr schlecht2 es regnete in ,strmen1 in der ,ferne tobte ein ,gewitter und die ,windste aus ,nordnordwest wurden immer heftiger4 ,in der ,nacht befanden wir uns eine ,zeitlang in einer ziemlich bedenklichen ,lage4 ,man hrte vor dem ,vordertheil die ,see an ,klippen branden1 auf die das ,schiff zulief4 ,beim phosphorischen ,schein des schumenden ,meeres sah man1 in welcher ,richtung die ,riffe lagen4 ,das sah fast aus wie der ,raudal von ,garcita und andere ,stromschnellen1 die wir im ,bett des ,orinoco gesehen4 ,der ,capitn schob die ,schuld weniger auf die ,nachlssigkeit des ,steuermanns1 als auf die ,mangelhaftigkeit der ,seekarten4 ,es gelang das ,schiff zu wenden1 und in weniger als einer ,viertelstunde waren wir auer aller ,gefahr4 ,das ,senkblei zeigte zuerst #i1 dann #ab1 dann #ae ,faden4 ,wir legten die ,nacht vollends bei2 der ,nordwind drckte den ,thermometer auf #aig 7#aeg ,reaumur7 herab4 ,am andern ,tag fand ich nach chronometrischer ,beobachtung in ,verbindung mit der corrigirten ,schtzung vom vorigen ,tag1 da jene ,klippen ungefhr unter #afej der ,breite und #hjdcdi der ,lnge liegen4 ,die ,klippe1 an der das spanische ,schiff el ,monarca im ,jahr #agih beinahe zu ,grunde gegangen wre1 liegt unter #afdd der ,breite und #hjbc der ,lnge1 also viel weiter gegen ,ost4 ,whrend wir von ,sdsdost nach ,nordnordwest ber die ,bank ,vibora fuhren1 versuchte ich es oft die ,temperatur des ,meerwassers an der ,oberflche zu messen4 ,mitten auf der ,bank war die ,abkhlung nicht so stark als an den ,rndern1 was wir den ,strmungen zuschrieben1 die in diesen ,strichen die ,wasser verschiedener ,breiten mischen4 ,sdwrts von ,pedro ,kays zeigte die ,meeresflche bei #be ,faden ,tiefe #bfd1 bei #ae ,faden ,tiefe #bfb4 ,oestlich von der ,bank war die ,temperatur der ,see #bfh gewesen4 ,diese ,versuche knnen in diesen ,strichen nur dann genaue ,resultate geben1 wenn man sie zu einer ,zeit anstellt1 wo der ,wind nicht aus ,nord blst und die ,strmungen nicht so stark sind4 ,die ,nordwinde und die ,strmungen khlen nach und nach das ,wasser ab1 selbst wo die ,see sehr tief ist4 ,sdwrts vom ,cap ,corientes unter #bjdc der ,breite fand ich die ,temperatur des ,meeres an der ,oberflche #bdf1 die der ,luft #aih4 ,manche amerikanische ,schiffer versichern1 zwischen den ,bahamainseln merken sie oft1 wenn sie in der ,cajte sitzen1 ob sie sich ber ,untiefen befinden2 sie behaupten1 die ,lichter bekommen kleine ,hfe in den ,regenbogenfarben und die ausgeathmete ,luft verdichte sich zu sichtbarem ,dunst4 ,letzteres ,factum ist denn doch wohl zu bezweifeln2 unterhalb dem #cj4 ,grad der ,breite ist die ,erkltung durch das ,wasser der ,untiefen nicht bedeutend genug1 um diese ,erscheinung hervorzubringen4 ,whrend wir ber die ,bank ,vibora liefen1 war der ,zustand der ,luft ganz anders1 als gleich nachdem wir sie verlassen hatten4 ,der ,regen hielt sich innerhalb der ,grenzen der ,bank1 und wir konnten von ferne ihren ,umri an den ,dunstmassen erkennen1 die darauf lagerten4 ,am #i4 ,december4 ,je nher wir den ,caymanseilanden#aic kamen1 desto strker wurde wieder der ,nordostwind4 ,trotz des strmischen ,wetters konnte ich einige ,sonnenhhen aufnehmen1 als wir uns auf #ab ,seemeilen ,entfernung im ,meridian des ,gran-,cayman1 der mit ,cocosbumen bewachsen ist1 zu befinden glaubten4 ,ich habe anderswo die ,lage des ,gran-,cayman und der beiden ,eilande ostwrts von demselben errtert4 ,seit lange find diese ,punkte auf unsern hydrographischen ,karten sehr unsicher1 und ich frchte nicht glcklicher gewesen zu seyn als andere ,beobachter1 die ihre wahre ,lage ausgemacht zu haben glaubten4 ,die schnen ,karten des ,deposito zu ,madrid gaben dem ,ostcap von ,gran-,cayman zu verschiedenen ,zeiten #hbeh 7von #agii--ahjd71 #hcdc 7#ahji71 wieder #hbei 7#ahba74 ,letztere ,angabe1 die auf der ,karte von ,barcaiztegui aufgenommen ist1 stimmt mit der berein1 bei der ich stehen geblieben war2 aber nach der ,versicherung eines ausgezeichneten ,seefahrers1 des ,contreadmirals ,roussin1 dem man eine ausgezeichnete ,arbeit ber die ,ksten von ,brasilien verdankt1 scheint es jetzt ausgemacht1 da das westliche ,vorgebirge von ,gran-,cayman unter #hcde der ,lnge liegt4 ,das ,wetter war fortwhrend schlecht und die ,see ging ungemein hoch2 der ,thermometer stand zwischen #aib und #bjc 7#aed--afb ,reaumur74 ,bei dieser niedrigen ,temperatur wurde der ,geruch des ,salzfleisches1 mit dem das ,schiff beladen war1 noch unertrglicher4 ,der ,himmel zeigte zwei ,wolkenschichten2 die untere war sehr dick und wurde ausnehmend rasch gegen ,sdost gejagt1 die obere stand still und war in gleichen ,abstnden in gekruselte ,streifen getheilt4 ,in der ,nhe des ,cap ,san ,antonio legte sich der ,wind endlich4 ,ich fand die ,nordspitze des ,caps unter #hgagbb1 oder #bcdad ostwrts vom ,morro von ,havana gelegen4 ,diese ,lnge geben demselben die besten ,karten noch jetzt4 ,wir waren noch drei ,seemeilen vom ,lande1 und doch verrieth sich die ,nhe von ,cuba durch einen kstlichen aromatischen ,geruch4 ,die ,seeleute versichern1 wenn man sich dem ,vorgebirge ,catoche an der drren ,kste von ,mexico nhere1 sey kein solcher ,geruch zu spren4 ,sobald das ,wetter heiterer wurde1 stieg der ,thermometer im ,schatten nach und nach auf #bg ,grad2 wir rckten rasch nach ,norden vor mittelst einer ,strmung aus ,sd-,sd-,ost1 deren ,temperatur an der ,wasserflche #bfg betrug1 whrend ich auerhalb derselben ,strmung nur #bdf gefunden hatte4 ,in der ,besorgni1 ostwrts von der ,havana zu kommen1 wollte man anfangs die ,schildkrteninseln 7,dry ,tortugas7 am ,sdwestende der ,halbinsel ,florida aufsuchen2 aber seit ,cap ,san ,antonio in ,sicht gewesen1 hatten wir zu ,louis ,berthouds ,chronometer so groes ,zutrauen gefat1 da solches berflssig erschien4 ,wir ankerten im ,hafen der ,havana am #ai4 ,december nach einer fnf und zwanzigtgigen ,fahrt bei bestndig schlechtem ,wetter4 ,anmerkungen zur ,transkription ,zwei ,google-,digitalisate dienten als ,vorlage1 tesseract besorgte die ,,ocr und pandoc die ,konversion nach ,,html1 ,,epub und ,,txt4 ,die ,markdown-,source steht unter http3_/_/github4com_/rwst_/book-humboldt -reise zur ,verfgung4 ,fr ,fehlermeldungen benutzen ,sie bitte den dortigen ,tracker4 #a3 ,die drei letztgenannten ,arten sind neu4 #b3 ,zwei spanische ,worte1 die1 entsprechend einer lateinischen ,form1 ,palmwlder 7palmetum7 und ,fichtenwlder 7pinetum7 bedeuten4 #c3 ,ich nenne hier die zwei von ,ost nach ,west streichenden ,bergketten1 welche zwischen dem #ccj nrdlicher und dem #ad sdlicher ,breite die ,thler oder ,becken des ,cassiquiare1 ,rio ,negro und ,amazonenstroms begrenzen4 #d3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #aih4 #e3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #cij4 #f3 ,es ist auffallend1 da der blaue ,nil 7,bahar el azrek7 bei manchen arabischen ,geographen der grne ,nil heit1 und da die persischen ,dichter zuweilen den ,himmel grn 7akhza71 sowie den ,beryll blau 7zark7 nennen4 ,man kann doch nicht annehmen1 da die ,vlker vom semitischen ,stamm in ihren ,sinneseindrcken grn und blau verwechseln1 wie nicht selten ihr ,ohr die ,vokale o und u1 e und i verwechselt4 ,das ,wort azrek wird von jedem sehr klaren1 nicht milchigten ,wasser gebraucht1 und abirank 7wasserfarbig7 bedeutet blau4 ,abd-,allatif1 wo er vom klaren grnen ,arm des ,nils spricht1 der aus einem ,see im ,gebirge sdstlich von ,sennaar entspringt1 schreibt bereits die grne ,farbe dieses ,alpsees vegetabilischen ,substanzen zu1 die sich in den stehenden ,wassern in ,menge finden4 ,weiter oben 7,bd4 ,,iii4 ,seite #bff7 habe ich die gefrbten1 unrichtig aguas negras genannten ,wasser ebenso erklrt4 ,ueberall sind die klarsten1 durchsichtigsten ,wasser gerade solche1 die nicht wei sind4 #g3 ,eine ,htte aus einem angebauten ,grundstck1 eine ,art ,landhaus1 wo sich die ,eingeborenen lieber aufhalten als in den ,missionen4 #h3 ,en el monte4 ,man unterscheidet zwischen ,indianern1 die in den ,missionen1 und solchen die in den ,wldern geboren sind4 ,das ,wort ,monte wird in den ,colonien hufiger fr ,wald 7bosque7 gebraucht als fr ,berg1 und dieser ,umstand hat auf unsern ,karten groe ,irrthmer veranlat1 indem man ,bergletten 7sierras7 einzeichnete1 wo nichts als dicker ,wald1 monte espesoso1 ist4 #i3 ,einige ,flle1 wo von ,negern auf ,tuba ,kinder geraubt wurden1 gaben in den spanischen ,colonien ,anla zum ,glauben1 als gebe es unter den afrikanischen ,vlkerschaften ,anthropophagen4 ,einige ,reisende behaupten solches1 es wird aber durch ,barrow's ,beobachtungen im innern ,afrika widerlegt4 ,aberglubische ,gebruche mgen ,anla zu ,beschuldigungen gegeben haben1 die wohl so ungerecht sind als die1 unter denen in den ,zeiten der ,intoleranz und der ,verfolgungssucht die ,juden zu leiden hatten4 #aj3 ,cardinal ,bembo sagt3 ,insularum partem homines incolebant feri trucesque1 qui puerorum et virorum carnibus1 quos alls in insulis bello aut latrocins coepissent1 vescebantur2 a feminis abstinebant1 ,canibales appellati4 ,ist das ,wort ,cannibale1 das hier von den ,caraiben auf den ,antillen gebraucht wird1 aus einer der ,sprachen dieses ,archipels 7der haitischen7 oder hat man es in einer ,mundart zu suchen1 die in ,florida zu ,hause ist1 das nach einigen ,sagen die ursprngliche ,heimath der ,caraiben seyn soll8 ,hat das ,wort berhaupt einen ,sinn1 so scheint es vielmehr starke1 tapfere ,fremde als ,menschenfresser zu bedeuten4 ,garcia in seinen etymologischen ,phantasieen erklrt es geradezu fr phnikisch4 ,annibal und ,cannibal knnen nach ihm nur von derselben semitischen ,wurzel herkommen4 #aa3 ,abd-,allatif1 ,mdecin de ,bagdad1 ,relation de l'gypte1 trad4 par ,silvestre de ,sacy4 --- ,als die ,armen anfingen ,menschenfleisch zu essen1 war der ,abscheu und das ,entsetzen ber so grliche ,gerichte so gro1 da von nichts als von diesen ,greueln gesprochen wurde2 man gewhnte sich aber in der ,folge dergestalt daran und man fand so groen ,geschmack an der entsetzlichen ,speise1 da man reiche und ganz ehrbare ,leute sie fr gewhnlich genieen1 zum ,festessen machen1 ja ,vorrthe davon anlegen sah4 ,es kamen verschiedene ,zubereitungsarten des ,fleisches auf1 und da der ,brauch einmal bestand1 verbreitete er sich auch ber die ,provinzen1 so da aller ,orten in ,egypten ,flle vorkamen4 ,und da verwunderte man sich gar nicht mehr darber2 das ,entsetzen1 das man zu ,anfang darob empfunden1 schwand ganz und gar1 und man sprach davon und hrte davon sprechen als von etwas ,gleichgltigem und ,alltglichem4 ,die ,suche1 einander aufzuessen1 griff unter den ,armen dergestalt um sich1 da die meisten auf diese ,weise umkamen4 ,die ,gierenden brauchten alle mglichen ,listen1 um ,menschen zu berfallen oder sie unter falschem ,vorgeben zu sich ins ,haus zu locken4 ,von den ,aerzten1 die zu mir kamen1 verfielen drei diesem ,loos1 und ein ,buchhndler1 der ,bcher an mich verkaufte1 ein alter1 sehr fetter ,mann1 fiel in ihre ,netze und kam nur mit knapper ,noth davon4 ,alle ,vorflle1 von denen wir als ,augenzeugen berichten1 sind uns zufllig vor ,augen gekommen1 denn meist gingen wir einem ,anblick aus dem ,wege1 der uns mit solchem ,entsetzen erfllte4 #ab3 ,es gibt ,regen1 weil man die ,giebche nher rauschen hrt1 heit es in den ,alpen wie in den ,anden4 ,deluc hat die ,erscheinung dadurch zu erklren versucht1 da in ,folge eines ,wechsels im barometrischen ,druck mehr ,luftblasen an der ,wasserflche platzen4 ,diese ,erklrung ist so gezwungen als unbefriedigend4 ,ich will ihr keine andere ,hypothese entgegenstellen1 ich mache nur darauf aufmerksam1 da die ,erscheinung auf einer ,modifikation der ,luft beruht1 welche auf die ,schallwellen und auf die ,lichtwellen zumal ,einflu uert4 ,wenn die ,verstrkung des ,schalls als ,wetterzeichen gilt1 so hngt die ganz genau damit zusammen1 da man der geringeren ,schwchung des ,lichts dieselbe ,bedeutung beilegt4 ,die ,aelpler behaupten mit ,zuversicht1 das ,wetter ndere sich1 wenn bei ruhiger ,luft die mit ewigem ,schnee bedecken ,alpen dem ,beobachter auf einmal nahe gerckt scheinen und sich ihre ,umrisse ungewhnlich scharf vom ,himmelsblau abheben4 ,was ist die ,ursache1 da in den vertikalen ,luftschichten der ,mangel an ,homogeneitt so rasch aufgehoben wird8 #ac3 ,simia chiropotes1 eine neue ,art4 #ad3 ,zu #iej ,toisen4 #ae3 ,orellana hat auf dem ,amazonenstrom dieselbe ,beobachtung gemacht4 #af3 ,es ist die eine #hj ,meilen breite ,oeffnung1 die einzige1 durch welche die vereinigten ,becken des obern ,orinoco und des ,amazonenstroms mit dem ,becken des untern ,orinoco oder den ,llanos von ,venezuela in ,verbindung stehen4 ,wir betrachten diese ,oeffnung geologisch als ein dtroit terrestre1 als eine ,land-,meerenge1 weil sie macht1 da aus einem dieser ,becken in das andere ,gewsser strmen1 und weil ohne sie die ,bergkette der ,parime1 die1 gleich den ,ketten des ,kstenlandes von ,caracas und denen von ,mato-,grosso oder ,chiquitos1 von ,ost nach ,west streicht1 unmittelbar mit den ,anden von ,neu-,grenada zusammenhinge4 7,s4 ,bd4 ,,ii4 ,seite #cgi47 #ag3 ,hnge1 die in entgegengesetzter ,richtung gegen den ,horizont geneigt sind4 #ah3 ,eine ,oberflche zehnmal grer als ,frankreich4 #ai3 ,es gibt #a7 oceanische ,deltas1 wie an den ,mndungen des ,orinoco1 des ,rio ,magdalena1 des ,ganges2 #b7 ,deltas an den ,ufern von ,binnenmeeren1 wie die des ,oxus und ,sihon2 #c7 ,deltas von ,nebenflssen1 wie an den ,mndungen des ,apure1 des ,arauca und des ,rio ,branco4 ,flieen mehrere untergeordnete ,gewsser in der ,nhe der ,deltas von ,nebenflssen1 so wiederholt sich im ,binnenland ganz1 was im ,kstenland an den oceanischen ,deltas vorgeht4 ,die einander zunchst gelegenen ,zweige theilen sich ihre ,gewsser mit und bilden ein ,flunetz1 das zur ,zeit der groen ,ueberschwemmungen fast unkenntlich wird4 #bj3 ,sdstlich von ,bornou und dem ,see ,nou1 in dem ,theile von ,soudan1 wo1 nach den letzten ,ermittelungen meines unglcklichen ,freundes ,ritchie1 der ,niger den ,shary aufnimmt und sich in den weien ,nil ergiet4 #ba3 ,der ,sutledge1 der ,gogra1 der ,gunduk1 der ,arun1 der ,teesla und der ,buramputer laufen durch ,querthler1 d4 h4 senkrecht auf die groe ,achse der ,himalayakette4 ,alle diese ,flsse durchbrechen also die ,kette1 wie der ,amazonenstrom1 der ,paute und der ,pastaza die ,cordillere der ,anden4 #bb3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #cei4 #bc3 ,pater ,caulin1 der im ,jahr #agei schrieb1 obgleich sein wahrheitgetreues1 sehr werthvolles ,buch 7,historia corografica de la ,nueva ,andalusia y vertientes del ,rio ,orinoco7 erst #aggi erschien1 bestreitet mit vielem ,scharfsinn die ,vorstellung1 da eine ,bergkette jede ,verbindung zwischen den ,betten des ,orinoco und des ,amazonenstroms ausschliee4 ,pater ,gumillas ,irrthum1 sagt er1 besteht darin1 da er sich vorstellt1 ,von den ,grenzen von ,neu-,grenada bis ,cayenne msse sich eine ,cordillere ununterbrochen1 wie eine ungeheure ,mauer fortziehen4 ,er beachtet nicht1 da ,bergketten hufig von tiefen 7,quer-7 ,thlern durchschnitten sind1 whrend sie1 aus der ,ferne gesehen1 sich als contiguas indivisas darstellen4 #bd3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #hf4 #be3 ,von rescatar1 loskaufen4 #bf3 ,lepidamente1 al suo solito1 sagt der ,missionr ,gili4 #bg3 ,general ,ituriaga1 der zuerst in ,muitaco oder ,real ,corona1 spter in ,cabruta krank lag1 wurde schon im ,jahr #agfj vom portugiesischen ,obristen ,don ,gabriel de ,sousa y ,figueira besucht1 der von ,gran-,para aus gegen #ijj ,meilen im ,canoe zurckgelegt hatte4 ,der schwedische ,botaniker ,lfling1 der dazu ausersehen war1 die ,grenzexpedition auf ,kosten der spanischen ,regierung zu begleiten1 hufte in seiner lebhaften ,phantasie die ,verzweigungen der groen ,strme ,sdamerikas dergestalt1 da er berzeugt war1 er konnte aus dem ,rio ,negro und dem ,amazonenstrom in den ,rio de la ,plata fahren4 #bh3 ,die ,karte von la ,cruz liegt allen neuen ,karten von ,amerika zu ,grunde4 7,mapa geografica de ,america meridional por ,d4 ,juan de la ,cruz ,cano y ,olmedilla4 #agge47 ,die ,originalausgabe1 die ich besitze1 ist desto seltener1 als1 wie man allgemein glaubt1 die ,kupferplatten auf ,befehl eines ,colonialministers zerbrochen worden sind1 weil derselbe besorgte1 die ,karte mchte allzu genau seyn4 ,ich kann versichern1 da sie diesen ,vorwurf nur hinsichtlich weniger ,punkte verdient4 #bi3 ,in groen ,dingen 7bei auerordentlichen ,naturerscheinungen7 gehen ,neuheit und ,unglauben ,hand in ,hand4 #cj3 ,dorf in der ,provinz ,jaen de ,bracamoros4 #ca3 ,schon ,oviedo rhmt das ,seewasser als ,gegengift gegen vegetabilische ,gifte4 ,in den ,missionen verfehlt man nicht1 den europischen ,reisenden alles ,ernstes zu versichern1 mit ,salz im ,mund habe man in ,curare getauchte ,pfeile so wenig zu frchten1 als die ,schlge des ,gymnotus1 wenn man ,tabak kaue4 ,ralegh empfiehlt ,knoblauchsaft als ,gegengift gegen das ,ourari 7,curare74 #cb3 ,kurz nach unserer ,rckkehr nach ,europa kam in ,deutschland nach einer geistvollen ,zeichnung ,schicks in ,rom ein ,kupferstich heraus1 eines unserer ,nachtlager am ,orinoco vorstellend4 ,im ,vordergrund sind ,indianer beschftigt einen ,affen zu braten4 #cc3 ,schon die glatte ,oberflche der ,blaserohre beweist1 da sie von keinem ,gewchs aus der ,familie der ,schirmpflanzen kommen knnen4 #cd3 ,der ,caricillo del ,manati1 der an den ,ufern des ,orinoco in ,menge wchst1 wird #h bis #ab ,fu lang4 #ce3 ,diese ,vlker1 die noch roher waren1 ais die ,eingeborenen am ,orinoco1 drrten geradezu die frischen ,fische an der ,sonne4 ,bei ihnen hatte der ,fischteig die ,form von ,backsteinen1 und man setzte zuweilen den aromatischen ,samen des ,paliurus 7,rhamnus7 zu1 gerade wie man in ,deutschland und andern nrdlichen ,lndern ,kmmel und ,fenchel in das ,brod thut4 #cf3 ,s4 ,bd4 ,i4 ,seite #ccj #cg3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #chi4 #ch3 ,die dunkelfarbigsten 7man knnte fast sagen die schwrzesten7 ,spielarten der amerikanischen ,race sind die ,otomaken und die ,guamos1 und sie haben vielleicht zu den verworrenen ,vorstellungen von amerikanischen ,negern1 die in der ersten ,zeit der ,eroberung in ,europa verbreitet waren1 ,anla gegeben4 ,was waren die ,negros de ,quareca1 die ,gomara auf denselben ,isthmus von ,panama versetzt1 woher uns zuerst die albernen ,geschichten von einem ,volk von ,albinos in ,amerika zugekommen8 ,liest man die ,geschichtschreiber aus dem ,anfang des sechzehnten ,jahrhunderts mit ,aufmerksamkeit1 so sieht man1 da durch die ,entdeckung von ,amerika1 wodurch auch eine neue ,menschenrace entdeckt worden war1 die ,reisenden groes ,interesse fr die ,abarten unseres ,geschlechts gewonnen hatten4 ,htte nun unter den kupferfarbigen ,menschen eine schwarze ,race gelebt1 wie auf den ,inseln der ,sdsee1 so htten die ,conquistadoren sich sicher bestimmt darber ausgesprochen4 ,zudem kommen in den religisen ,ueberlieferungen der ,amerikaner in ihren heroischen ,zeiten wohl weie brtige ,mnner als ,priester und ,gesetzgeber vor1 aber in keiner dieser ,sagen ist von einem schwarzen ,volksstamm die ,rede4 #ci3 ,don ,manuel ,centurion1 ,governador y ,comendante general de la ,guayana von #agff--aggg4 #dj3 ,die ist der indianische ,name des obern ,orinoco4 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #bhf4 #da3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #cbj4 #db3 ,diese drei ,punkte liegen auf den ,grenzen der ,missionen am ,rio ,carony1 am ,rio ,caura und am obern ,orinoco4 #dc3 ,da die groen ,jaguars in einem ,lande1 wo es kein ,vieh gibt1 so hufig sind1 ist ziemlich auffallend4 ,die ,tiger am obern ,orinoco fhren ein elendes ,leben gegenber denen in den ,pampas von ,buenos ,ayres1 in den ,llanos von ,caracas und auf andern mit ,heerden von ,hornvieh bedeckten ,ebenen4 ,in den spanischen ,colonien werden jhrlich ber #djjj ,jaguars erlegt1 von denen manche die mittlere ,gre des asiatischen ,knigstigers erreichen4 ,buenos ,ayres fhrte frher #bjjj ,jaguarhute jhrlich aus1 die bei den ,pelzhndlern in ,europa groe ,pantherfelle heien4 #dd3 ,gmelin zhlt dieses ,thier unter dem ,namen ,felis discolor auf4 ,es ist nicht zu verwechseln mit dem groen amerikanischen ,lwen1 ,felis concolor1 der vom kleinen ,lwen 7,puma7 der ,anden von ,quito sehr verschieden ist4 #de3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 #df3 ,am #ah4 ,april #agdi4 ,nicolaus ,hortsmann schrieb ,tag fr ,tag an ,ort und ,stelle auf1 was ihm ,bemerkenswerthes vorgekommen4 ,er verdient um so mehr ,zutrauen1 da er1 hchst mivergngt1 da er nicht gefunden1 was er gesucht 7den ,see ,dorado und ,gold- und ,diamantengruben71 auf ,alles1 was ihm unterwegs vorkommt1 mit ,geringschtzung zu blicken scheint4 #dg3 ,es ist die das ,atonatiuh der ,mexicaner1 das vierte ,zeitalter1 die vierte ,erneuerung der ,welt4 #dh3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #fa4 #di3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #fa4 #ej3 ,creuzer1 ,symbolik1 ,,iii4 #hi4 #ea3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #bed4 #eb3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #bha1 #cjj4 #ec3 ,es ist die nicht ,cuviers ,ourax 7,crax ,pauxi1 ,lin471 sondern der ,crax alector4 #ed3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #bfg4 #ee3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #ajd4 #ef3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #bcb4 #eg3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #bai4 #eh3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #bba4 #ei3 ,s4 ,bd4 ,,ii4 ,seite #ha4 #fj3 ,s4 ,bd4 ,,ii4 ,seite #fa4 #fa3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #da4 #fb3 ,diese ,berechnung grndet sich auf den ,quint1 der in den ,jahren #aegf und #aeib an das ,schatzamt 7caxas reales7 von ,truxillo bezahlt wurde4 ,die ,register sind noch vorhanden4 ,in ,persien1 in ,hochasien1 in ,egypten1 wo man auch ,grber aus sehr verschiedenen ,zeitaltern ffnet1 hat man1 so viel ich wei1 niemals ,schtze von ,belang entdeckt4 #fc3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #chj4 #fd3 ,eine ,art ,mumien und ,skeletie in ,krben wurden vor ,kurzem in den ,vereinigten ,staaten in einer ,hhle entdeckt4 ,sie sollen einer ,menschenart angehren1 die mit der auf den ,sandwichsinseln ,aehnlichkeit hat4 ,die ,beschreibung dieser ,grber erinnert einigermaen an das1 was ich in den ,grbern von ,ataruipe beobachtet4 -- ,die ,missionre in den ,vereinigten ,staaten beklagen sich ber den ,gestank1 den die ,nanticokes verbreiten1 wenn sie mit den ,gebeinen ihrer ,ahnen umherziehen4 #fe3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #agb4 #ff3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #bj4 #fg3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #acb4 #fh3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #dd4 #fi3 ,s4 ,bd4 ,,iv4 ,seite #dg4 #gj3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #hb4 #ga3 ,der ,nil hat von ,cairo bis ,rosette auf einer ,strecke von #ei ,meilen nur #d ,zoll ,fall auf die ,meile4 #gb3 ,diese ,steinbutter ist nicht zu verwechseln mit der ,bergbutter1 einer salzigten ,substanz1 die aus der ,zersetzung des ,alaunschiefers entsteht4 #gc3 ,bucaro1 vas fictile odoriferum4 ,man trinkt gerne aus diesen ,gefen wegen des ,geruchs des ,thons4 ,die ,weiber in der ,provinz ,alemtejo gewhnen sich an1 die ,bucaroerde zu kauen1 und sie empfinden es als eine groe ,entbehrung1 wenn sie dieses abnorme ,gelste nicht befriedigen knnen4 #gd3 ,maypurisch ,nupa2 die ,missionre sagen ,nopo4 #ge3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #cef4 #gf3 ,das ,wort ,tabak 7tabacco7 gehrt1 wie die ,worte ,savane1 ,mais1 ,cazike1 ,maguey 7,agave7 und ,manati 7,seekuh71 der alten ,sprache von ,haiti oder ,st4 ,domingo an4 ,es bedeutete eigentlich nicht das ,kraut1 sondern die ,rhre1 das ,werkzeug1 mittelst dessen man den ,rauch einzog4 ,es mu auffallen1 da ein so allgemein verbreitetes vegetabilisches ,produkt bei benachbarten ,vlkern verschiedene ,namen hatte4 #gg3 ,die ,spanier lernten den ,tabak am ,ende des sechzehnten ,jahrhunderts auf den ,antillen kennen4 ,ich habe oben bemerkt 7,bd4 ,,ii4 ,seite #cbj71 da der ,anbau dieses narcotischen ,gewchses um #abj bis #adj ,jahre lter ist als die segensreiche ,anpflanzung der ,kartoffel4 ,als ,ralegh im ,jahr #aehf den ,tabak aus ,virginien nach ,england brachte1 gab es in ,portugal bereits ganze ,felder voll davon4 #gh3 ,die merkwrdige ,stelle lautet bei ,camden1 ,annal4 ,elizab4 p4 #adc4 7#aehe7 wie folgt3 ,ex illo sane tempore 7tabacum7 usu cepit esse creberrimo in ,anglia et magno pretio1 dum quamplurimi graveolentem illius fumum per tubulum testaceum hauriunt et mox e naribus afflant1 adeo ut ,anglorum corpora in barbarorum naturam degenerasse videantur1 quum iidem ac barbari delectentur4 ,man sieht aus dieser ,stelle1 da man durch die ,nase rauchte1 whrend man am ,hofe ,montezumas in der einen ,hand die ,pfeife hatte und mit der andern die ,nase zuhielt1 um den ,rauch leichter schlucken zu knnen4 #gi3 ,sie hocken im ,kreise umher2 zuerst heult einer allein und dann fallen die andern im selben ,tone ein4 ,gerade so heulen die ,rudel von ,alouatos1 unter denen die ,indianer den ,vorsnger herauskennen1 7vgl4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #cfj74 ,in ,mexico wurde der stumme ,hund 7,techichi7 verschnitten1 damit er fett werde1 und die mute zur ,vernderung des ,stimmorgans des ,hundes beitragen4 #hj3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #fg4 #ha3 ,s4 ,bd4 ,,ii4 ,seite #dab4 ,,iii4 #ha4 #hb3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #cii4 #hc3 ,s4 ber den ,rio ,caura ,bd4 ,,iii4 #aeh4 ,,iv4 #aag4 #acc4 #adb4 #hd3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #aad1 #abe4 #he3 ,die ,hauptkirche von ,santo ,thome de la ,nueva ,guayana1 gemeiniglich ,angostura1 oder der ,engpa genannt1 liegt nach meinen ,beobachtungen unter #hhaa der ,breite und #ffaeba der ,lnge4 #hf3 ,trapiche1 ,eigenthum von ,don ,felix ,fereras4 #hg3 ,da es eine ,stadt ,angostura gebe1 erfuhr man in ,europa durch den ,handel der ,catalonier mit der ,china vom ,rio ,carony1 welche die heilkrftige ,rinde der ,bonplandia trifoliata ist4 ,da diese ,rinde von ,nueva ,guayana kam1 so nannte man sie corteza oder cascarilla del ,angostura1 cortex ,angosturae4 ,die ,botaniker wuten so wenig1 woher diese geographische ,benennung rhrte1 da sie ,anfangs ,angustura und dann ,augusta schrieben4 #hh3 ,ich fand denselben #hhi ,toisen breit4 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #hc4 #hi3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #be4 #ij3 ,die ,frucht der ,carica ,papaya4 #ia3 ,man sollte es kaum glauben1 da whrend meines ,aufenthalts in ,angostura die ,gesammtvertheidigungsmittel der ,provinz aus #g lanchas canoneras und #fjj ,mann aller ,farben und ,waffengattungen bestanden1 eingerechnet die sogenannten ,garnisonen der vier ,grenzforts1 der destacamentos von ,nueva ,guayana1 ,san ,carlos del ,rio ,negro1 ,guirior und ,cuyuni4 #ib3 ,von ,sd nach ,nord auf #bb ,breitegrade4 #ic3 ,von ,west nach ,ost auf #ac ,lngengrade4 #id3 ,im ,jahr #agfh hatte ,angostura nur #ejj ,einwohner4 ,eine im ,jahr #aghj vorgenommene ,zhlung ergab #aeac 7nmlich #dee ,weie1 #ddi ,neger1 #cfc ,mulatten und ,zambos1 #bdf ,indianer74 ,im ,jahr #aghi war die ,bevlkerung auf #deij und #ahjj auf #ffjj ,seelen gestiegen4 ,der ,hauptort der englischen ,colonie ,demerary1 die ,stadt ,stabrock1 liegt nur #ej ,meilen sdostwrts von der ,mndung des ,orinoco4 ,sie hat1 nach ,bolingbrok1 gegen #aj1jjj ,einwohner4 #ie3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #c4 #if3 ,s4 ber diese ,deltas von ,nebenflssen gegenber den oceanischen ,deltas ,bd4 ,,iii4 #f4 ,,iv4 #dg4 #afc4 #ig3 ,das nahrhafte ,satzmehl oder farine mdullaire der ,sagobume findet sich vorzugsweise bei einer ,gruppe von ,palmen1 die ,kunth ,calameen nennt2 es kommt indessen auch in den ,stmmen von ,cycas revoluta1 ,pheni farinifera1 ,corypha umbraculifera und ,caryoa urens vor und wird im indischen ,archipel von diesen ,bumen gesammelt und in den ,handel gebracht4 ,der chte asiatische ,sagobaum 7,sagus ,rumphii1 oder ,metroxylon ,sagu1 ,roxburgh7 gibt mehr ,nahrungsstoff als alle andern nutzbaren ,gewchse4 ,von einem einzigen ,stamm gewinnt man im fnfzehnten ,jahr zuweilen #fjj ,pfund ,sago oder ,mehl1 7denn das ,wort ,sagu bedeutet im amboinischen ,dialekt ,mehl74 ,crawfurd1 der sich so lange auf dem indischen ,archipel aufgehalten hat1 berechnet1 da auf einem englischen ,acre 7#djbi ,quadratmeter7 #dce ,sagobume wachsen knnen1 die ber #hjjj ,pfund ,mehl jhrlich geben4 ,dieser ,ertrag ist dreimal so hoch als beim ,getreide1 und doppelt so hoch als bei der ,kartoffel in ,frankreich4 ,die ,bananen geben auf derselben ,bodenflche noch mehr ,nahrungsstoff als der ,sagobaum4 #ih3 ,s4 ,s4 #gj4 #ii3 ,simeon ,sisanites1 ein ,syrier1 war der ,stifter dieser ,sekte4 ,er brachte in mystischer ,beschaulichkeit #cg ,jahre auf fnf ,sulen zu1 von denen die letzte #cf ,ellen hoch war4 ,die ,sulenheiligen1 sancti columnares1 wollten auch in ,deutschland1 im ,trierschen1 ihre luftigen ,klster einfhren1 aber die ,bischfe widersetzten sich einem so tollen1 halsbrecherischen ,unternehmen4 #ajj3 ,s4 ,seite #dg4 #aja3 ,s4 die oben entwickelte ,theorie ,bd4 ,,iii4 ,seite #ac4 #ajb3 ,in ,asien laufen der ,ganges1 der ,buramputer und die majesttischen indisch-chinesischen ,flsse dem ,aequator zu4 ,die ersteren kommen aus der gemigten ,zone in die heie4 ,der ,umstand1 da die ,flsse entgegengesetzte ,richtungen haben 7dem ,aequator oder den gemigten ,erdstrichen zu71 uert ,einflu auf den ,eintritt und die ,gre der ,ueberschwemmungen1 auf die ,art und die ,mannigfaltigkeit der ,produkte lngs der ,ufer1 auf die grere oder geringere ,lebhaftigkeit des ,handels1 und1 darf ich nach dem1 was wir ber die ,vlker ,egyptens1 ,meroes und ,indiens wissen1 wohl sagen1 auf den ,gang der ,cultur die ,stromthler entlang4 #ajc3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #cgj4 #ajd3 ,strabo1 ,lib4 ,,xvii4 ,diodorus ,siculus ,lib4 ,i4 c4 #e4 #aje3 ,etwa #dj bis #ej ,tage nach dem ,sommersolstitium4 #ajf3 ,etwa #hj bis #ij ,tage nach dem ,sommersolstitium4 #ajg3 ,der ,apure fr sich hat einen ,fall von #ac ,zoll auf die ,seemeile4 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #di4 #ajh3 ,s4 ,seite #aac4 #aji3 ,von ,benedikt ,,xiii4 zum ,bischof fr die vier ,welttheile 7obispo para los quatro partes del mundo7 geweiht4 #aaj3 ,kleine ,hochebenen zwischen den ,bergen bei ,upata1 ,cumamu und ,tupuquen scheinen ber #aej ,toisen ,meereshhe zu haben4 #aaa3 ,el ,dorado1 d4 h4 el rey hombre dorodo4 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #cih4 #aab3 ,s4 ,bd4 ,i4 #cbi4 ,,ii4 #bde4 ,,iii4 #cff4 #aac3 ,s4 ,seite #aid4 #aad3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #ceb ff4 #aae3 ,s4 ,seite #gc4 #aaf3 ,die ist auch ,walkenaers und ,malte ,bruns ,ansicht4 #aag3 ,carte de l',amrique1 dress sur les observations de ,mr4 de ,humboldt1 par ,fried4 ,wien #ahah4 #aah3 ,diese periodischen ,ueberschwemmungen des ,rio ,paraguay haben in der sdlichen ,halbkugel lange dieselbe ,rolle gespielt wie der ,see ,parime in der nrdlichen4 ,hondius und ,sanson lieen aus der ,lugano de los ,xarayes den ,rio de la ,plata1 den ,rio ,topajos 7einen ,nebenflu des ,amazonenstroms71 den ,rio ,tocantinos und den ,rio de ,san ,francisco entspringen4 #aai3 ,survilles ,see1 der fr den ,see ,amucu steht4 #abj3 ,der ,see1 den ,surville ,laguna tenida hasta ahora por la ,laguna ,parime nennt4 #aba3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #cib ff4 #abb3 ,s4 ,seite #ahi ff4 #abc3 ,s4 ,bd4 ,,iii1 ,seite #cef4 #abd3 ,gerade wie im alten ,reiche ,meroe1 in ,tibet1 und wie der ,dairi und der ,kubo in ,japan4 #abe3 ,s4 ,bd4 ,i4 ,seite #bcc #abf3 ,im ,peruvianischen oder dem ,oquichua 799,lengua del ,inga7 heit ,gold ,cori1 woher ,chichicori1 ,goldstaub1 und ,corikoya1 ,golderz #abg3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #fa4 #abh3 ,s4 ,seite #bbb;ff4 #abi3 ,s4 ,seite #bbf #acj3 ,s4 ,bd4 ,,ii4 ,seite #ab4 #aca3 ,gestorben im ,jahr #aeab1 wie ,munnoz aus ,urkunden in den ,archiven von ,simancas erwiesen hat4 #acb3 ,auf den ,karten1 die dem ,ptolemus von #aejf beigegeben sind1 sieht man noch keine ,spur von den ,entdeckungen des ,columbus4 #acc3 ,s4 ,seite #ed4 #acd3 ,es ist die der mexicanische ,dorado1 wo man auf den ,ksten ,schiffe voll ,waaren aus ,catayo 7,china7 gefunden haben wollte1 und wo ,fray ,marcos 7wie ,hutten im ,lande der ,omaguas7 die vergoldeten ,dcher einer groen ,stadt1 einer der ,siete ,ciudades1 von weitem sah4 ,die ,einwohner haben groe ,hunde1 en los quales quando se mudan cargan su menage4 ,sptere ,entdeckungen lassen brigens keinen ,zweifel1 da dieser ,landstrich frher ein ,mittelpunkt der ,cultur war4 #ace3 ,die groe ,achse des eigentlichen ,sees ,parime war von ,ost nach ,west gerichtet #acf3 ,im ,werth von #fe1hgh1jjj ,francs4 #acg3 ,billarica liegt #fej ,toisen hoch1 aber das groe ,plateau der ,capitania ,minas ,geraes nur #cjj4 #ach3 ,s4 ,bd4 ,,ii4 ,seite #cff;ff4 #aci3 ,s4 ,seite #aib4 #adj3 ,combretum guayca #ada3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #cca4 #adb3 ,s4 ,bd4 ,i4 ,seite #aih1 #baf4 ,,ii4 #hg1 #chi4 #adc3 ,zu welcher ,gattung gehren die ,wrmer 7arabisch ,loul71 welche ,capitn ,lyon1 der ,reisebegleiter meines muthigen1 unglcklichen ,freundes ,ritchie1 in der ,wste ,fezzan in ,lachen gesunden1 die von den ,arabern gegessen werden und wie ,caviar schmecken8 ,sollten es nicht ,insekteneier seyn1 hnlich dem ,aguautle1 den ich in ,mexico auf dem ,markt habe verkaufen sehen und der an der ,oberflche des ,sees ,tezcuco gefischt wird8 #add3 ,nuestra ,seora del ,socorro del ,cari1 gegrndet im ,jahr #agfa4 #ade3 ,diese ,missionre nennen sich ,padres ,missioneros ,observantes del ,colegio de la purissima ,conception de propaganda fide en la ,nueva ,barcelona4 #adf3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #ie4 #adg3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #bge1 #cgh4 #adh3 ,diese ,skelette wurden im ,jahr #ahje von ,cortes gefunden4 ,sie sind in einer ,madreporen-,breccie eingeschlossen1 welche die ,neger sehr naiv maonne bon ,dieu nennen1 und die1 neuer ,formation wie der italienische ,travertin1 ,topfscherben und andere ,produkte der ,menschenhand enthlt4 ,dauxiou ,lavaysse und ,dr4 ,knig machten in ,europa zuerst diese ,erscheinung bekannt1 die eine ,zeit lang die ,aufmerksamkeit der ,geologen in ,anspruch nahm #adi3 ,cicero de oratore4 ,lib4 ,,iii4 c4 #ab4 #aej3 ,ich gebe hier einige ,beispiele von diesem ,unterschied zwischen der ,sprache der ,mnner 7,m7 und der ,weiber 7,w73 ,insel oubao 7,m71 acaera 7,w72 ,mensch ouekelli 7,m71 eyeri 7,w72 ,mais ichen 7,m71 atica 7,w74 #aea3 ,karte des ,hondius von #aeii1 die der lateinischen ,ausgabe von ,raleghs ,reisebeschreibung beigegeben ist4 ,in der hollndischen ,ausgabe heien die ,llanos von ,caracas zwischen den ,gebirgen von ,merida und dem ,rio ,pao ,caribana4 ,man sieht hier wieder1 was so oft in der ,geschichte der ,geographie vorkommt1 da eine ,benennung allmhlig von ,west nach ,ost gerckt wurde4 #aeb3 ,vespucci sagt3 ,se eorum lingua ,charaibi1 hoc est magnae sapientiae viros vocantes4 #aec3 ,wilhelm von ,humboldt3 ,urbewohner ,hispaniens1 ,seite #afg4 #aed3 ,wenn ich das ,wort ,autochthone brauche1 so will ich damit keineswegs aussprechen1 da die ,vlker hier geschaffen worden1 was gar nicht ,sache der ,geschichte ist1 sondern nur so viel sagen1 da wir von keinem andern ,volke wissen1 das lter wre als das autochthone4 #aee3 ,s4,bd4 ,,iii4 ,seite #bfa4 #bge4 #bgh4 ,,iv4 #bah4 #aef3 ,ich fhre als ,beispiel nur eine vom berhmten ,pater ,camper gezeichnete ,tafel an3 ,viri adulti cranium ex ,caraibensium insula ,sancti ,vicenti in ,museo ,clinii asservatum1 #aghe4 #aeg3 ,dati erant in preaedam ,caribes ex diplomate regio4 ,missus est ,johannes ,poncius1 qui ,caribum terras depopuletur et in servitutem obscoenos hominum voratores redigat4 ,anghiera1 ,decas4 ,i4 ,lib4 #a4 ,dec4 ,,iii4 ,lib4 #f4 #aeh3 ,wilhelm von ,humboldt1 ber das vergleichende ,sprachstadium in ,beziehung auf die verschiedenen ,epochen der ,sprachentwicklung4 7,s4 #ac74 ,s4 auch ,bd4 ,,ii4 ,seite #bh--dg4 #aei3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #bge4 #cgh4 #cic4 #afj3 ,die ,quippos oder ,schnre der ,vlker im obern ,louisiana heien ,wampum4 ,anghiera 7,dec4 ,,iii4 ,lib4 #i47 erzhlt einen sehr merkwrdigen ,fall1 aus dem hervorzugehen scheint1 da die umherziehenden ,caraiben mit gebundenen ,bchern1 wie denen der ,mexicaner und den unsern1 nicht ganz unbekannt waren4 ,der interessanten ,entdeckung von ,bilderheften bei den ,panos-,indianern am ,ucayale habe ich anderswo gedacht 7,vues des cordilleres2 ,t4 ,i4 pag4 #gb74 ,auch die ,peruaner hatten neben den ,quippos hieroglyphische ,malereien1 hnlich den mexicanischen1 nur roher4 ,bemalter ,bltter bedienten sie sich seit der ,eroberung zum ,beichten in der ,kirche4 ,vielleicht hatte der ,caraibe1 der1 nach ,anghieras ,erzhlung1 tief aus dem ,lande nach ,darien kam1 ,gelegenheit gehabt in ,quito oder ,cundinamarca ein peruanisches ,buch zu sehen4 ,ich brauche1 wie die ersten spanischen ,reisenden1 das ,wort ,buch1 weil dasselbe keineswegs den ,gebrauch einer ,buchstabenschrift voraussetzt4 #afa3 ,bei den ,huronen 7,wiandots7 und ,natchez vererbt sich die oberste ,wrde in der weiblichen ,linie2 nicht der ,sohn ist der ,nachfolger1 sondern der ,sohn der ,schwester oder der nchste ,verwandte von weiblicher ,seite4 ,bei dieser ,erbfolge ist man sicher1 da die oberste ,gewalt beim ,blute des letzten ,huptlings bleibt2 der ,brauch ist eine ,gewhr fr die ,legitimitt4 ,ich habe bei den kniglichen ,dynastien auf den ,antillen alte ,spuren dieser in ,afrika und ,ostindien sehr verbreiteten ,erbfolge gefunden4 ,in testamentis autem quam fatue sese habeant1 intelligamus3 ex sorore prima primogenitum1 si insit1 reliquunt regnorum haeredem2 sin minus1 ex altera1 vel tertia1 si ex secunda proles desit3 quia a suo sanguine creatam sobolem eam certum est4 ,filios autem uxorum suarum pro non legitimis habent4 ,uxores ducunt quotquot placet4 ,ex uxoribus cariores cum regulo sepeliri patiuntur4 7,anghiera1 ,decas ,,iii4 ,lib4 #i47 #afb3 ,diodorus ,siculus4 ,lib4 ,v4 4 #ef4 #afc3 ,die ,caraiben sind ziemlich hbsch gewachsen und fleischigt2 sie sind aber nicht sehr liberal1 denn sie essen gern ,menschenfleisch1 ,eidechsen und ,krokodile4 7,description gnrale de l',amrique par ,pierre d',avity1 ,seigneur de ,montmartin1 #affj74 #afd3 ,mithridates1 ,bd4 ,,iii4 ,seite #fhe4 #afe3 ,epistolae ,lib4 ,,viii4 #h4 ,clitumnus non loci declivitate1 sed ipsa sui copia et quasi pondere impellitur4 #aff3 ,s4 ,bd4 ,,ii4 ,seite #daj4 #afg3 ,im ,jahr #aged hatte das ,dorf nur #abj ,seelen4 #afh3 ,s4 ,bd4 ,,ii4 ,seite #dad4 #afi3 ,mit diesem nicht gebruchlichen ,ausdruck bezeichne ich ,linien1 welche durch die ,punkte laufen1 die mittelst ,uebertragung der ,zeit bestimmt worden und somit von einander abhngig sind4 ,von der zweckmigen ,richtung dieser ,linien hngt die ,genauigkeit einer rein astronomischen ,aufnahme ab4 #agj3 ,fray ,jose de las ,piedras4 #aga3 ,kleine ,plateaus1 ,bnke1 die etwas hher liegen als die brige ,steppe4 #agb3 ,eine ,art ,hof1 bestehend aus ,schuppen1 wo die hateros und peones para et rodeo wohnen1 d4 h4 die ,leute1 welche die halbwilden ,pferde- und ,viehheerden warten oder vielmehr beaussichtigen4 #agc3 ,los ,llanos son como un mar de yerbas4 #agd3 ,s4 ,bd4 ,i4 ,seite #ea ff4 #age3 ,die ,fcherpalme1 der guyanische ,sagobaum4 #agf3 ,berechnungen nach ,karten in sehr groem ,mastab haben mir ,folgendes ergeben3 ,die ,llanos von ,cumana1 ,barceiona und ,caracas vom ,delta des ,orinoco bis zum nrdlichen ,ufer des ,apure umfassen #gijj ,quadratmeilen2 die ,llanos zwischen dem ,apure und dem obern ,amazonenstrom #ba1jjj2 die ,pampas nordwestlich von ,buenos ,ayres #dj1jjj2 die ,pampas sdwrts vom ,parallel von ,buenos ,abtes #cj1jjj4 ,der ,gesammtflchenraum der grasbewachsenen ,llanos in ,sdamerika betrgt demnach #ih1ijj ,quadratmeilen 7#bj auf den ,grad des ,aequators74 7,spanien hat #af1bjj solcher ,quadratmeilen47 ,die groe afrikanische ,ebene1 die sogenannte ,sahara ist #aid1jjj ,quadratmeilen gro1 die verschiedenen ,oasen dazu gerechnet1 aber nicht ,bornu und ,darfur4 7,das ,mittelmeer hat nur #gi1hjj ,quadratmeilen ,oberflche74 #agg3 ,s4 ,bd4 ,,iii4 ,seite #ed4 #hj4 #hc4 #abf4 #ade4 #bef4 #cjc4 ,,iv4 #adh4 #aei4 #agh3 ,kommen in ,nordamerika nordwrts von den groen ,seen ,blcke vor8 #agi3 ,s4 ,bd4 ,,ii4 ,seite #ij4 #ahj3 ,la milagrosa imagen de ,maria ,santissima del ,socorro1 auch ,virgen del ,tutumo genannt4 #aha3 ,s4 ,bd4 ,i4 ,seite #bab4 ,,iv4 #cej4 #ahb3 ,s4 ,bd4 ,,ii4 ,seite #bih ff4 #cah4 #ahc3 ,langsdorf 7,wetterauisches ,journal4 ,th ,i4 ,seite #bed7 hat diese sehr merkwrdige physiologische ,erscheinung zuerst bekannt gemacht4 ,ich beschreibe sie hier1 doch lieber lateinisch4 -- ,coriaecorum gens1 in ora ,asiae septentrioni opposita1 potum sibi excogitavit ex succo inebriante ,agarici muscarii1 qui succus 7aeque ut asparagorum71 vel per humanum corpus transfusus1 temulentiam nihilominus facit4 ,quare gens misera et inops1 quo rarius mentis sit suae1 propriam urinam bibit4 identidem2 continuoque mingens rursusqne hauriens eundem succum 7dicas1 ne ulla in parte mundi desit4 ebrietas7 pauculis agaricis producere in diem quintum temulentiam potest4 #ahd3 ,s4 ,bd4 ,i4 ,seite #fb4 #ahe3 ,casa de ,don ,pasqual ,martinez1 nordwestlich vom groen ,platz1 an dem ich vom #bh4 ,jan bis #ag4 ,november #agii beobachtet hatte4 ,alle astronomischen ,beobachtungen1 so wie die ber die ,luftspiegelung1 nach dem #bi4 ,august #ahjj sind im ,hause ,martinez angestellt4 ,ich erwhne dieses ,umstands1 da er von ,interesse seyn mag1 wenn einmal ,einer die ,genauigkeit meiner ,beobachtungen prfen will4 #ahf3 ,s4 ,bd4 ,i4 ,seite #beb ff4 #ahg3 ,s4 ,bd4 ,i4 ,seite #bgf4 #ahh3 ,s4 ,bd4 ,i4 ,seite #djb4 #ahi3 ,croton argyrophyllus und ,c4 marginatus #aij3 ,s4 ,bd4 ,i4 ,seite #bjc4 #aia3 ,s4 ,bd4 ,,ii4 ,seite #ahg ff4 #aib3 ,observations astronomiques4 ,t4 ,i4 p4 ,,xliii4 ,t4 ,,ii4 p4 #g--aj4 #aic3 ,christoph ,columbus hatte im ,jahr #aejc den ,caymanseilanden den ,namen ,penascales de las tortugas gegeben1 wegen der ,seeschildkrten1 die er in diesem ,striche schwimmen sah4