,anmerkungen zur ,transkription3 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden ohne nderungen bernommen4 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,im ,original in ,antiqua gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,f4 ,m4 ,dostojewski ,der ,groinquisitor bertragen von ,rudolf ,kassner ,im ,insel-,verlag zu ,leipzig ,in seiner unermelichen ,barmherzigkeit zeigt ,er sich noch einmal den ,menschen in derselben ,gestalt1 in welcher ,er vor fnfzehn ,jahrhunderten drei ,jahre lang unter ihnen gewandelt ist4 ,er lt sich herab auf die 'brennenden ,pltze' der sdlichen ,stadt1 in der noch am ,vorabend in ,gegenwart des ,knigs1 des gesamten ,hofstaates1 der ,ritterschaft1 der ,kardinle und entzckender ,frauen vor der ganzen ,einwohnerschaft ,sevillas durch den ,kardinal-,groinquisitor nicht weniger als ein volles ,hundert ,ketzer auf einmal ad majorem dei gloriam verbrannt worden war4 ,leise und unauffllig erscheint ,er unter den ,menschen1 und siehe1 es erkennen ,ihn alle4 ,das ,volk drngt sich an ,ihn heran mit unbezwinglicher ,gewalt4 ,es umgibt ,ihn1 wchst um ,ihn und folgt ,ihm4 ,schweigend schreitet ,er unter ihnen1 mit dem stillen ,lcheln unendlichen ,mitleids auf den ,lippen4 ,die ,sonne der ,liebe brennt in seinem ,herzen1 ,strahlen des ,lichtes1 der ,erleuchtung und ,kraft strmen aus seinen ,augen und gieen sich ber die ,menge und wecken die ,herzen der ,menschen4 ,er streckt ihnen seine ,hand entgegen und segnet sie1 und aus der ,berhrung mit seinem ,krper1 ja schon aus seinem ,gewande fliet heilende ,kraft4 ,ein ,greis1 der seit der ,kindheit blind war1 ruft aus der ,schar3 ',herr1 heile mich1 damit ich ,dich erkenne6' ,und siehe1 von seinen ,augen fllt es wie ,schuppen1 und der ,blinde sieht4 ,in den ,augen der ,menschen sind ,trnen1 das ,volk kt die ,erde1 ber die ,er hinwandelt1 die ,kinder werfen ,blumen vor seine ,schritte1 singen ,lieder und rufen ,hosianna4 ',er ist es1 ,er1' wiederholen alle1 ',er mu es sein und kein anderer4' ,so kommt ,er vor das ,tor der ,kathedrale1 wo ,menschen unter ,heulen und ,wehklagen einen weien offenen ,kindersarg tragen1 darin ein siebenjhriges ,mdchen liegt1 die einzige ,tochter eines angesehenen ,brgers der ,stadt4 ,das tote ,kind liegt da1 ganz in ,blumen gebettet4 ',er wird dein ,kind auferwecken vom ,tode'1 rufen ,stimmen der weinenden ,mutter zu4 ,aus der ,kathedrale tritt dem ,sarge ein ,priester entgegen1 er vermag nicht gleich zu fassen1 was hier geschieht1 und runzelt die ,stirne4 ,da hrt er ein ,aufschluchzen3 es ist die ,mutter des toten ,mdchens1 sie wirft sich zu seinen ,fen nieder und hebt ihre ,hand zu ,ihm auf und ruft aus3 ',wenn ,du es bist1 dann wecke mein ,kind vom ,tode auf6' ,die ,prozession bleibt stehen1 der ,sarg wird vor ,ihm auf den ,boden gelassen4 ,er sieht auf ihn hernieder voll ,rhrung1 und sein ,mund spricht noch einmal3 ',talifa kumi4' ,und das ,mdchen erhebt sich im ,sarge1 setzt sich auf und blickt im ,kreise um sich mit erstaunten offenen ,augen4 ,in den ,hnden hlt es das ,strulein weier ,rosen1 mit dem es im ,sarge gelegen hat4 ,das ,volk ist bewegt1 ,stimmen1 ,schreie1 ,schluchzen4 ,in diesem ,augenblicke geht an der ,kathedrale ber den ,platz der ,kardinal vorbei1 der ,groinquisitor1 ein ,greis von bald neunzig ,jahren1 hoch und aufrecht1 mit vertrocknetem ,gesicht und tiefliegenden ,augen1 in welchen noch verborgen das ,feuer glht4 ,heute ist er nicht in den ,prunkgewndern1 in denen er sich gestern dem ,volke gezeigt hatte1 da er die ,feinde des rmischen ,glaubens verbrannte -- nein1 heute trgt er die alte grobe ,mnchskutte4 ,ihm folgen in gemessener ,entfernung seine dsteren ,gehilfen und ,knechte1 die 'heiligen' ,wchter4 ,er bleibt vor der ,menge stehen und sieht zu1 was geschieht4 ,er hat alles gesehen2 er hat gesehen1 wie sie den ,sarg vor ,ihn hingestellt haben1 er hat gesehen1 wie sich das ,mdchen im ,sarge erhoben hat1 und ber sein ,gesicht legt sich ein dunkler ,schatten4 ,er zieht seine dichten1 grauen ,brauen zusammen1 und sein ,blick leuchtet auf in ,bosheit4 ,indem er auf ,ihn mit dem ,finger weist1 heit er die ,wchter ,ihn ergreifen4 ,und so gro ist seine ,gewalt1 und so gehorsam und ergeben ist ihm das ,volk1 da die ,menge den ,wchtern ,platz macht und diese unter aller tiefem pltzlichem ,schweigen ,hand an ,ihn legen und ,ihn fortfhren4 ,die ,volksmenge ist wie ein ,mann1 und die ,kpfe neigen sich vor dem greisen ,inquisitor zu ,boden2 er segnet schweigend die ,menschen und setzt seinen ,weg fort4 ,die ,wache hat inzwischen den ,gefangenen in ein enges1 dunkles1 gewlbtes ,verlies im alten ,gebude des heiligen ,tribunals gefhrt und hinter ,ihm die ,tr geschlossen4 ,der ,tag vergeht1 die ,nacht bricht herein1 die dunkle1 glhende1 atemlose ,nacht ,sevillas4 ,die ,luft ist voll vom ,duft des ,lorbeers und der ,zitronenblte4 ,um ,mitternacht ffnet sich das eiserne ,tor des ,gefngnisses1 und der ,groinquisitor tritt leisen ,schrittes herein1 in der ,hand hlt er ein ,licht4 ,er ist allein1 hinter ihm schliet sich das ,tor4 ,er bleibt am ,eingange stehen und sieht ,ihm lange1 ein bis zwei ,minuten lang1 ins ,gesicht4 ,dann tritt er nher heran1 stellt den ,leuchter auf den ,tisch und spricht zu ,ihm3 ',bist ,du es8' ,da er keine ,antwort erhlt1 fgt er schnell hinzu3 ',antworte nicht1 schweige6 ,was kannst ,du auch sagen8 ,ich wei sehr gut1 was ,du sagen willst2 doch ,du hast kein ,recht1 auch nur ein ,wort zu dem hinzuzufgen1 was einst von ,dir selber gesagt worden ist4 ,warum bist ,du gekommen1 uns zu stren8 ,denn dazu bist ,du gekommen1 ,du weit es selber4 ,weit ,du aber auch1 was morgen geschehen wird8 ,ich wei nicht1 wer ,du bist1 ich will auch nicht wissen1 ob ,du es wirklich bist oder ob ,du nur seine ,gestalt angenommen hast3 aber morgen werde ich ,dich richten und verurteilen und ,dich auf dem ,scheiterhaufen verbrennen als den gefhrlichsten aller ,ketzer1 und dasselbe ,volk1 das heute ,dir die ,fe gekt hat1 wird sich morgen auf einen ,wink von meiner ,hand hin zum ,scheiterhaufen strzen1 um dort die ,kohlen zu schren1 weit ,du das8 ,es ist mglich1 da ,du es weit'1 fgte er hinzu1 ohne auch nur eine ,sekunde den ,blick von dem ,gefangenen zu lassen4 -- ,ich verstehe nicht1 ,iwan1 was das heien soll1 unterbrach ihn lchelnd ,aljoscha1 der die ganze ,zeit schweigend zugehrt hatte4 ,ist das ,ganze nur die uferlose ,phantasie oder eine ,verwirrung im ,kopfe des ,greises1 ein unmgliches ,quiproquo8 ,nimm das letzte an1 lachte ,iwan1 wenn dich der zeitgenssische ,realismus schon so verdorben hat1 da du etwas ,phantastisches nicht mehr vertragen kannst6 ,wenn es ein ,quiproquo sein soll1 meinetwegen4 ,es ist wahr1 der ,greis zhlt neunzig ,jahre und hat somit ,zeit gehabt1 den ,verstand zu verlieren ber seiner ,idee2 zudem konnte ihn der ,gefangene auch durch sein ueres aus der ,fassung bringen4 ,vielleicht aber ist es nur der ,wahn1 das ,fiebergesicht eines neunzigjhrigen ,greises vor dem ,tode1 das ,gehirn hat sich vom ,autodaf der hundert verbrannten ,ketzer erhitzt4 ,ist es aber nicht ganz gleichgltig1 was es ist1 ob ein ,quiproquo oder eine uferlose ,phantasie8 ,es handelt sich hier doch nur darum1 da der ,greis sich ausspricht1 da er endlich einmal nach neunzig ,jahren davon laut redet1 worber er neunzig ,jahre lang geschwiegen hat4 ,und der ,gefangene schweigt1 er sieht ihn an und sagt kein ,wort8 ,unbedingt1 auf alle ,flle1 lachte ,iwan4 ,der ,greis hat ,ihn doch selber darauf aufmerksam gemacht1 da ,er gar nicht einmal das ,recht habe1 etwas zu dem hinzuzufgen1 was von ,ihm schon gesagt worden ist4 ,wenn du willst1 kannst du darin den ,grundzug des rmischen ,katholizismus erblicken1 nach meiner ,meinung wenigstens3 ',alles wurde von ,dir einst dem ,papste bergeben und alles ist jetzt beim ,papst1 tue ,du uns nur den einen ,gefallen1 nicht wiederzukommen und uns zu stren in der ,zeit6 ,in diesem ,sinne reden sie nicht nur1 sondern schreiben sie auch1 die ,jesuiten wenigstens4 ,ich selbst habe es so bei ihren ,gelehrten gelesen4 ,hast ,du das ,recht1 auch nur ein einziges von den ,geheimnissen jener ,welt aufzudecken1 aus der ,du zu uns herniedergestiegen bist8' fragt ihn mein ,greis1 und er selber gibt sich die ,antwort3 ',nein1 ,du hast nicht das ,recht2 denn sonst mtest ,du etwas zu dem noch hinzufgen1 was von ,dir gesagt worden war1 und den ,menschen die ,freiheit nehmen1 fr die ,du einst1 da ,du auf ,erden warst1 mit solcher berzeugung eingetreten bist4 ,alles1 was ,du von neuem verknden knntest1 wrde somit einen ,eingriff in die ,glaubensfreiheit der ,menschen bedeuten1 denn es wrde uns wie ein ,wunder vorkommen2 aber die ,freiheit des ,glaubens galt ,dir damals mehr als jedes andere ,gut1 damals1 vor anderthalbtausend ,jahren4 ,kam das ,wort nicht immer wieder aus ,deinem ,munde3 ,ich will euch frei machen8 ,nun1 jetzt hast ,du sie gesehen1 die freien ,menschen6' ',ja1 das ,werk hat uns viel gekostet1' fgte er gleich hinzu1 indem er ,ihn streng anblickt1 'aber wir haben es zu ,ende gefhrt1 endlich1 in ,deinem ,namen4 ,fnfzehn ,jahrhunderte lang haben wir uns mit dieser ,freiheit geplagt1 aber jetzt sind wir damit fertig1 fertig fr alle ,zeiten4 ,glaubst ,du nicht1 da wir damit fertig geworden sind fr alle ,zeiten8 ,du siehst mich mit ,deinen sanften ,augen an und wrdigst mich nicht einmal ,deines ,zornes4 ,so wisse3 ,jetzt1 gerade heute sind die ,menschen mehr denn je davon berzeugt1 sie wren frei1 ganz frei1 frei wie nie die ,menschheit vor ihnen4 ,in ,wahrheit aber haben sie selber uns ihre ,freiheit gebracht und demtig uns vor die ,fe gelegt4 ,das war unser ,werk4 ,war es diese ,freiheit1 die ,du wnschest8' ,ich verstehe wiederum nicht1 unterbrach ihn ,aljoscha3 er ironisiert ,ihn und macht sich ber ,ihn lustig4 ,nicht im geringsten3 er rechnet es sich und den ,seinen durchaus als ,verdienst an1 da sie endlich die ,freiheit niedergerungen haben1 und nur darum1 um die ,menschen glcklich zu machen2 denn jetzt erst ist es mglich geworden1 an das ,glck der ,menschen zu denken4 ,der ,mensch ist zum ,emprer geschaffen3 knnen ,emprer glcklich sein8 ',du wurdest gewarnt1' fhrt der ,greis zu ihm fort1 'es fehlte ,dir nicht an ,mahnungen und ,zeichen1 aber ,du achtetest nicht darauf4 ,du kehrtest ,dich ab von dem einzigen ,wege1 auf dem das ,heil der ,menschen lag1 aber zum ,glck hast ,du uns ,dein ,werk berlassen1 da ,du von uns schiedest4 ,du hast es uns versprochen1 ,du hast es mit ,deinen eigenen ,worten bekrftigt1 ,du hast uns das ,recht gegeben zu binden und zu lsen1 darum darf ,dir jetzt auch nicht einmal der ,gedanke kommen1 uns dieses ,recht zu nehmen4 ,warum willst ,du uns also stren8' ,was heit das3 es hat ,dir nicht an ,mahnungen und ,zeichen gefehlt8 fragte ,aljoscha4 ,gerade darber mute sich der ,greis aussprechen1 denn darauf kommt alles an4 ',der furchtbare und kluge ,geist1 der ,geist der ,selbstvernichtung und des ,nichtseins1' fuhr der ,greis fort1 'der groe ,geist redete zu ,dir in der ,wste1 und uns ist in den ,bchern berliefert1 da er ,dich dort versuchte4 ,ist das so richtig8 ,ist irgendwo1 frage ich1 mehr ,wahrheit enthalten als in den drei ,fragen1 die er ,dir stellte und die ,du verwarfst und die in den heiligen ,bchern ,deine ,versuchung genannt werden8 ,wenn jemals auf ,erden ein vollkommenes1 ein wirkliches1 ein die ,erde in ihren ,grundfesten erschtterndes ,wunder geschehen ist1 so ward es an jenem ,tage1 am ,tage der drei ,versuchungen4 ,und nur darin1 da diese ,fragen gestellt worden sind1 liegt das ,wunder4 ,denken wir uns1 diese drei ,fragen des furchtbaren ,geistes wren ohne eine ,spur aus den heiligen ,bchern verschwunden und mten wieder dort eingesetzt1 von neuem ausgedacht und verfat werden1 damit sie wieder in den ,bchern wren1 denken wir uns1 alle ,weisen der ,erde1 die ,rechtsgelehrten1 die ,theologen1 die ,philosophen und die ,dichter wrden zusammengerufen1 und ihnen sollte die ,aufgabe gestellt werden3 ,sinnet drei ,fragen aus1 welche nicht nur der ungeheuren ,tatsache eines versuchten ,gottes entsprechen1 sondern auerdem in drei ,worten1 in drei menschlichen ,stzen die ganze zuknftige ,geschichte der ,erde und der ,menschheit enthalten -- glaubst ,du wirklich1 die ganze vereinigte ,gelehrsamkeit der ,erde vermchte etwas zu ersinnen1 was an ,kraft und ,tiefe sich jenen drei ,fragen vergleichen liee1 die ,dir damals in der ,wste von dem mchtigen und klugen ,geiste gestellt worden sind8 ,schon daran1 da sie berhaupt gestellt wurden1 erkennst ,du1 da ,du es hier nicht mit einem menschlichen1 flieenden1 sondern mit dem ewigen1 dauernden ,geiste zu tun hast2 denn in diesen drei ,fragen liegt wie im ,schoe die ganze weitere ,geschichte der ,menschheit1 die ,zukunft ist darin vorausgesagt1 und in drei ,bildern vermagst ,du alle unlsbaren ,widersprche der menschlichen ,natur zu erkennen4 ,damals konnte es noch nicht offenbar sein1 denn die ,zukunft lag noch verborgen2 aber heute1 nach fnfzehn ,jahrhunderten1 ist es ersichtlich1 da in den drei ,fragen alles also recht geraten und vorausgesagt ward und sich bewahrheitet hatte1 so da wir weder etwas hinzuzufgen noch wegzunehmen haben4 ,entscheide selber1 wer damals recht hatte1 ,du oder der ,dich fragte6 ,erinnere ,dich der ersten ,frage6 ,sie lautete nicht buchstblich1 doch wohl dem ,geiste nach also3 ,du willst unter die ,menschen treten und gehst zu ihnen mit leeren ,hnden1 ,du gehst zu ihnen mit einem ,versprechen von einer ,freiheit1 die sie in ihrer ,einfalt und angeborenen ,stumpfheit nicht zu fassen vermgen1 ja1 vor der sie ,furcht haben -- denn es hat niemals fr den einzelnen ,menschen sowohl wie fr das ganze ,menschengeschlecht etwas gegeben1 das diese weniger zu ertragen fhig waren als eben die ,freiheit4 ,sieh die ,steine zu ,deinen ,fen ringsum in der nackten und glhenden ,wste3 verwandle sie in ,brot1 und die ,menschheit wird ,dir folgen wie dem ,hirten die ,herde1 dankbar und gehorsam1 wenn auch ewig davor zitternd1 ,du knntest ,deine ,hand von ihr nehmen und ihr ,dein ,brot entziehen6 ,aber ,du wolltest den ,menschen nicht der ,freiheit berauben1 und darum verwarfst ,du1 was ,dir geboten worden war4 ,denn wo ist da ,freiheit1 schlossest ,du1 wenn der ,gehorsam mit ,broten erkauft wird8 ,deine ,antwort war1 da der ,mensch nicht allein vom ,brote lebe4 ,weit ,du aber auch1 da im ,namen gerade dieses irdischen ,brotes der ,geist der ,erde sich gegen ,dich erheben1 sich mit ,dir messen und ,dich besiegen wird1 und da alle ,menschen ihm nachfolgen und ausrufen werden3 ,wer gleicht diesem ,tiere1 so uns das ,feuer vom ,himmel gebracht hat86 ,weit ,du auch1 da die ,zeiten nicht ausbleiben werden1 da den ,menschen durch den ,mund der ,weisen verkndet werden wird3 ,es gibt keine ,verbrechen1 es gibt auch keine ,snde1 es gibt nur ,menschen1 die hungern8 ,mache sie zuerst satt1 und dann verlange von ihnen die ,tugend3 das werden sie auf die ,fahne schreiben1 mit der sie gegen ,dich in den ,kampf gehen und in ,deinen ,tempel eindringen werden4 ,und an ,stelle dieses ,deines ,tempels wird sich ein neues ,gebude1 wird sich zum zweiten ,male jener grauenhafte ,turm von ,babel erheben4 ,und wenn auch dieser neue genau so wie jener erste nicht zu ,ende gebaut werden wird3 ,du httest es dazu gar nicht kommen lassen sollen1 ,du httest die ,leiden der ,menschheit um tausend ,jahre abkrzen knnen -- denn siehst ,du1 jetzt werden sie zu uns kommen1 jetzt1 nachdem sie sich tausend ,jahre mit ihrem ,turm geqult haben4 ,sie werden uns abermals unter der ,erde suchen1 sie werden uns aus den ,katakomben holen 7denn von neuem werden wir verfolgt und gemartert werden7 und uns1 da sie uns gefunden1 zurufen3 ,macht uns satt1 denn die1 so uns das ,feuer vom ,himmel versprochen1 waren ,betrger6 ,so werden wir1 wir ihnen den ,turm zu ,ende bauen2 denn der baut ihn auf1 der die ,menschen satt macht1 und wir werden sie satt machen in ,deinem ,namen -- denn so wollen wir es dann sagen und lgen1 da es in ,deinem ,namen geschehe4 ,niemals1 zu keiner ,zeit werden sie ohne uns den ,hunger stillen4 ,nie wird ihnen eine ,wissenschaft das ,brot geben1 solange sie frei bleiben1 und das ,ende wird sein1 da sie uns ihre ,freiheit zu ,fen legen und zu uns reden werden3 ,macht uns1 wenn es nicht anders geht1 zu euren ,knechten1 aber macht uns satt6 ,sie werden endlich selber einsehen1 da die ,freiheit und das ,brot1 beide zusammen1 nicht denkbar sind1 denn niemals werden die ,menschen das ,brot untereinander zu teilen verstehen4 ,zudem werden sie sich davon berzeugen1 da sie auch darum nicht frei sein knnen1 weil sie kleinmtig1 lasterhaft und nichtig sind und voll von ,emprung stecken4 ,du hast ihnen das ,himmelsbrot versprochen1 aber ich wiederhole3 kann dieses ,himmelsbrot sich in den ,augen eben dieses schwachen1 ewig lasterhaften und ewig undankbaren ,geschlechtes mit dem irdischen vergleichen8 ,und wenn ,dir auch im ,namen des ,himmelsbrotes ,tausende und ,zehntausende folgen1 was geschieht aber mit den ,millionen und zehntausend ,millionen von ,schwachen1 die nicht die ,kraft haben1 das irdische ,brot von sich zu weisen und dafr das himmlische zu nehmen8 ,sprich1 sind ,dir vielleicht nur die zehntausend ,starken und ,groen lieb1 und sollen die ,millionen1 die zahllos wie der ,sand am ,meere und schwach sind1 aber ,dich lieben1 sollen diese nur ,stoff sein in der ,hand der ,groen und ,starken8 ,nein1 uns sind auch die ,schwachen lieb4 ,freilich sind sie ,snder und ,emprer1 aber schlielich werden sie doch den ,gehorsam lernen4 ,und sie werden uns anstaunen und darum fr ,gtter halten1 weil wir1 nunmehr die ,herren1 darin eingewilligt haben1 die ,freiheit1 vor der sie zurckgeschreckt sind1 auf uns zu nehmen und also die ,herrschaft zu fhren -- so entsetzlich wird es fr sie geworden sein1 frei zu sein4 ,wir aber werden zu ihnen reden1 da wir ,dir gehorchen und in ,deinem ,namen herrschen4 ,wir werden sie abermals betrgen1 denn ,dich werden wir nun nicht mehr zu uns einlassen4 ,in diesem ,betrug wird auch unser ,leiden liegen1 denn wir werden zur ,lge gezwungen sein4 ,das war der ,sinn der ersten ,frage und ,versuchung in der ,wste4 ,und ,du hast sie verworfen im ,namen der ,freiheit1 die ,du hher stelltest als alle ,gter der ,erde4 ,und in dieser ,frage war das groe ,geheimnis dieser ,welt enthalten4 ,wenn ,du die ,brote angenommen httest1 so wrdest ,du damit auch eine ,antwort gefunden haben auf die groe1 leidvolle ,frage1 die sich der einzelne ,mensch nicht weniger als die ganze ,menschheit ewig stellt1 auf die ,frage3 ,wen sollen wir anbeten8 ,es gibt keine ,sorge1 die den freien ,menschen so ununterbrochen qulte wie diese1 das ,wesen so schnell es geht zu suchen1 vor dem er sich in ,andacht verneigen knnte2 denn der ,mensch sehnt sich danach1 ihn drngt es1 das anzubeten1 das unbedingt und zweifellos ist1 damit auf diese ,weise alle ,menschen ohne ,unterschied in diese ,andacht einwilligten4 ,denn die ,sorge dieser erbarmungswrdigen ,geschpfe liegt nicht darin1 den ,gegenstand zu suchen1 vor dem ich oder ein anderer uns verneigten1 sondern eben jenen1 an den alle glaubten1 und vor dem sie dann in die ,knie snken1 alle1 alle zusammen4 ,siehst ,du1 dieses ,verlangen nach gemeinsamer ,anbetung peinigt den einzelnen ,menschen ebenso wie die ganze ,menschheit mehr denn jedes andere seit dem ,beginne der ,zeiten4 ,und darum1 um der gemeinsamen ,anbetung willen1 rottet ein ,volk das andere aus mit dem ,schwerte2 die ,menschen schaffen sich ,gtter und rufen einander zu3 ,werft die euren in den ,staub und betet zu den unseren1 sonst seid ihr und euer ,gott des ,todes4 ,und so wird es bis zum ,ende der ,welt sein1 auch dann noch1 wenn aus der ,welt die ,gtter gewichen sind4 ,die ,menschen werden dann vor ,gtzen in die ,knie sinken4 ,du hast um dieses ,geheimnis der menschlichen ,natur gewut1 ,du mutest darum wissen1 aber ,du hast das einzige ,mittel und ,zeichen von ,dir gewiesen1 welches ,dir angeboten worden war1 um die ,menschen alle dazu zu bringen1 sich vor ,dir in gemeinsamer ,andacht zu verneigen1 das ,zeichen des irdischen ,brotes4 ,und ,du hast es verworfen im ,namen der ,freiheit und des himmlischen ,brotes4 ,und hre zu1 was ,du weiter tatest1 und wiederum im ,namen der ,freiheit6 ,ich habe ,dir gesagt1 der ,mensch kenne keine qulendere ,sorge als den ausfindig zu machen1 dem er so schnell wie mglich jenes kostbare ,geschenk der ,freiheit zurckgeben knnte1 mit dem dieses unselige ,geschpf in die ,welt gesetzt worden ist4 ,aber nur der bemchtigt sich der ,freiheit der ,menschen1 der ihr ,gewissen beruhigt4 ,mit dem ,brote ward ,dir die unbestrittene ,macht ber die ,menschen geboten3 gibst ,du ,brot1 so werden ,dich die ,menschen anbeten1 denn am ,brote zweifelt niemand4 ,wenn aber zu gleicher ,zeit einer sich ihrer ,gewissen bemchtigt1 ohne da sie darum wten1 -- o glaube mir1 dann wird er auch ,dein ,brot von sich werfen und dem nachfolgen1 der sein ,gewissen beruhigt4 ,darin hattest ,du recht2 denn das ,geheimnis des ,menschenlebens liegt nicht allein darin1 da der ,mensch lebe1 sondern auch in dem ,zweck1 wofr er lebt4 ,ohne die zwingende1 bedeutende ,vorstellung eines ,zweckes1 fr den er leben drfe1 vermag kein ,mensch in das ,leben selber einzuwilligen1 und er wird sich eher das ,leben nehmen1 als da er unter solchen ,bedingungen auf der ,erde verweilte1 wenn auch rings um ihn alles zu ,brot geworden wre4 ,das ist die ,wahrheit1 aber was tatest ,du8 ,statt das ,gewissen zu beherrschen1 hast ,du es nur noch tiefer gemacht4 ,oder hast ,du vergessen1 da ,ruhe1 da der ,tod selber dem ,menschen lieber seien als die freie ,wahl zwischen ,gut und ,bse8 ,gewi ist fr ihn nichts so verfhrerisch wie die ,gewissensfreiheit1 nichts aber peinigt ihn auch mehr4 ,statt ihm nun ein fr allemal feste ,satzungen zu geben zu seiner ,gewissensberuhigung1 suchst ,du alles1 was ungewhnlich1 rtselhaft und schwankend ist1 whlst ,du alles1 was ber die ,krfte der ,menschen geht1 und handelst ganz wie einer1 der die ,menschen nicht liebt1 ,du1 der ,du gekommen warst1 ,dein ,leben fr die ,menschen zu lassen6 ,statt also ,dich der ,freiheit der ,menschen zu bemchtigen1 hast ,du deren ,grenzen nur erweitert und hast die ,seele des ,menschen fr alle ,zeiten mit neuem ,leid berladen4 ,dein ,wunsch war die freie ,liebe des ,menschen2 frei sollte er ,dir nachfolgen1 von ,dir gelockt und gefangen4 ,statt sich nach den alten harten ,gesetzen zu richten1 sollte der ,mensch von nun an freien ,herzens vor sich selber entscheiden1 was gut und was bse sei1 mit ,deinem ,beispiel vor der ,seele4 ,ist ,dir damals nie der ,gedanke gekommen1 da der ,mensch ,deine ,wahrheit bestreiten und ,dein ,beispiel verleugnen wird1 wenn ihn ,deine ,wahrheit mit einer solchen ,last1 wie es die ,wahl zwischen ,gut und ,bse ist1 drcken mu8 ,die ,menschen werden es laut verknden1 endlich1 da die ,wahrheit gar nicht in ,dir sei2 denn es war nicht mglich1 sie in rgerer ,qual und ,not zu lassen1 als ,du es tatest1 da ,du ihnen nur ,sorge und unauflsbare ,rtsel auf ,erden zurcklieest4 ,auf solche ,weise hast ,du selber den ,grund gelegt zur ,zerstrung ,deines ,reiches1 gib also niemand anderem mehr die ,schuld daran6 ,es gibt drei ,gewalten1 drei1 nicht mehr1 auf ,erden1 die mchtig sind1 fr ewig das ,gewissen dieser erbrmlichen ,emprer zu unterjochen und zu knechten1 zu ihrem ,glck4 ,und diese drei ,gewalten sind3 das ,wunder1 das ,geheimnis und die ,autoritt4 ,du hast die eine und die andere und auch die dritte von ,dir gewiesen und den ,menschen also ein ,beispiel gegeben4 ,als der furchtbare und weise ,geist ,dich auf die ,zinnen des ,tempels fhrte1 sprach er zu ,dir3 ,wenn ,du wissen willst1 ob ,du der ,sohn ,gottes seist1 so strze ,dich von hier herab2 denn es steht geschrieben1 da ,engel ,dich auffangen und tragen werden und ,du nicht fallen noch ,deinen ,leib zerschmettern wirst1 und also wirst ,du wissen1 da ,du ,gottes ,sohn bist1 und wirst den ,menschen fr ewig zeigen1 wie gro ,dein ,glaube an den ,vater im ,himmel ist6 ,du aber1 da ,du den bsen ,geist also hrtest1 wiesest diesen ,antrag von ,dir und warfst ,dich nicht herab von den ,zinnen des ,tempels4 ,o gewi1 in diesem ,augenblick warst ,du stolz und herrlich wie ein ,gott1 aber sage3 sind auch die ,menschen1 dieses schwache ,geschlecht von ,emprern1 ,gtter8 ,du wutest damals1 da1 so ,du nur einen ,schritt machst1 eine einzige ,bewegung1 um ,dich herabzustrzen1 ,du ,gott selber in ,versuchung fhren und ,deinen ,glauben an ihn verlieren und ,deine ,glieder an derselben ,erde zerschmettern wrdest1 die ,du zu erlsen gekommen warst1 und da also der kluge ,geist frohlocken wrde1 da er ,dich also verfhrt hatte4 ,aber ich wiederhole3 ,gibt es viele so wie ,du8 ,konntest ,du auch nur den ,augenblick lang annehmen1 da eine solche ,versuchung nicht ganz und gar ber die ,kraft des ,menschen ginge8 ,ist die menschliche ,natur stark genug1 da sie das ,wunder von sich weisen und in den furchtbaren ,augenblicken des ,lebens1 in den ,augenblicken der schrecklichsten und qulendsten ,zweifel der ,seele1 allein stehen drfe1 allein mit dem freien ,entschlu des ,herzens8 ,du wutest wohl1 da ,dein ,sieg in den ,bchern der ,menschen aufbewahrt werden und bis ans ,ende der ,zeiten und bis an die letzten ,grenzen der ,erde gelangen wrde1 und ,deine ,hoffnung war1 da auch der ,mensch1 indem er ,deinem ,beispiel folgte1 bei ,gott ausharren und des ,wunders nicht bedrfen wrde4 ,aber ,du wutest nicht1 da der ,mensch mit dem ,wunder auch ,gott verwerfen msse2 denn der ,mensch sucht ,gott nicht mit mehr ,eifer1 als er nach dem ,wunder verlangt4 ,und weil der ,mensch ohne ,wunder zu bleiben nicht die ,kraft hat1 so wird er sich selber neue1 eigene schaffen4 ,er wird an die ,wunder von ,zauberern und an die ,hexenknste alter ,weiber glauben1 wie gewaltig und khn auch seine ,emprung1 seine ,ketzerei und ,gottlosigkeit sein mgen4 ,du bist nicht vom ,kreuz herabgestiegen1 als sie ,dir1 indem sie ,dir die ,kleider vom ,leibe rissen und ,dich verhhnten1 zuriefen3 ,steig vom ,kreuz herab1 und wir werden glauben1 da ,du der ,sohn ,gottes bist4 ,du bist deshalb nicht herabgestiegen1 weil ,du wiederum die ,menschen nicht mit dem ,wunder knechten wolltest und ,dich nach dem freien und nicht nach dem ,wunderglauben drstete4 ,du sehntest ,dich nach der freien ,liebe und verwarfst das feige ,entzcken der ,sklaven vor der ,macht4 ,aber ,du dachtest zu hoch von den ,menschen1 denn sie sind nun einmal ,sklaven1 wenn auch zur ,emprung geschaffen4 ,blicke um ,dich und urteile selbst6 ,fnfzehn ,jahrhunderte sind vergangen1 komm1 sieh ,dir die ,menschen an3 wen hast ,du da bis zu ,dir emporgehoben8 ,ich bezeuge es3 der ,mensch ist schwcher und niedriger1 als ,du dachtest4 ,kann er wirklich alles das erfllen1 was ,du ihn gewiesen hast8 ,indem ,du also hoch von ihm dachtest1 hast ,du wie einer gehandelt1 der kein ,mitleid mit ihm fhlt1 da ,du allzuviel von ihm verlangtest -- und das tatest ,du1 der ,du ihn mehr liebst als ,dich selber4 ,httest ,du ihn niedriger eingeschtzt1 so wrdest ,du weniger von ihm verlangt haben1 und es wrde mehr der ,liebe geglichen haben1 denn die ,brde wre leichter zu tragen gewesen4 ,er ist schwach1 und er ist gemein4 ,was liegt schlielich daran1 da er sich allerorten jetzt gegen unsere ,macht emprt und sich darauf viel einbildet1 da er sich emprt6 ,ich sage ,dir1 es ist die ,emprung von ,kindern und ,schulknaben2 das sind kleine ,kinder1 die sich in der ,klasse zusammenrotten und den ,lehrer davonjagen4 ,doch diesem ,jubeln der ,kinder wird bald ein ,ende gesetzt sein1 und es wird sie teuer zu stehen kommen4 ,sie reien die ,tempel ein und begieen die ,erde mit ,blut1 aber endlich werden sie es selber spren1 diese trichten ,knaben1 da1 wenn sie auch ,emprer sind1 ihre ,emprung doch nur erbrmlich ist und da sie selber ihre eigene ,emprung nicht lange aushalten4 ,so werden sie wie dumme ,kinder zu heulen anfangen und einsehen1 da ,er1 der sie zu ,emprern geschaffen hat1 sich ganz zweifellos ber sie hatte lustig machen wollen4 ,sie werden es in ihrer ,verzweiflung so aussprechen1 und ihre ,rede wird ,gotteslsterung sein1 um derentwillen sie noch unglcklicher sein werden4 ,denn die menschliche ,natur vermag ,gotteslsterung nicht zu ertragen und straft sich schlielich selber dafr4 ,unruhe1 ,verwirrung und ,unglck3 da hast ,du das ,los der gegenwrtigen ,menschen nach allem1 was ,du fr deren ,freiheit gelitten hast4 ,dein groer ,prophet spricht in seinen ,gesichten1 da er alle gesehen1 die an der ,auferstehung teilgenommen htten1 und da es aus jedem ,stamme zwlftausend gewesen wren -- aber wenn es nicht mehr sind1 so waren sie eben nicht ,menschen1 sondern schon ,gtter4 ,sie haben ,dein ,kreuz getragen1 sie haben zehn ,jahre in der hungernden und nackten ,wste gelebt und sich dort von ,heuschrecken und ,wurzeln genhrt -- gewi kannst ,du jetzt mit ,stolz auf sie hinweisen1 auf diese ,kinder der ,freiheit1 der freien ,liebe1 des freien erhabenen ,opfers in ,deinem ,namen1 doch vergi nicht1 da ihrer nur einige ,tausend und da sie ,gtter waren6 ,was geschieht aber mit den anderen1 was haben ,dir die brigen schwachen ,menschen getan1 da sie das nicht aushielten1 was die starken zu tragen die ,kraft hatten8 ,ist es die ,schuld der schwachen ,seele1 da sie nicht mchtig sei1 so furchtbare ,geschenke in sich zu fassen8 ,bist ,du nur zu den ,auserwhlten und ihretwegen geraden ,weges vom ,himmel heruntergestiegen8 ,wenn ja1 so ist dies ein ,geheimnis1 das wir nicht zu begreifen vermgen4 ,und wenn es ein ,geheimnis ist1 so haben auch wir das ,recht1 das ,geheimnis zu verknden und sie zu lehren1 da nicht der freie ,entschlu des ,herzens und nicht die ,liebe1 sondern eben das ,geheimnis entscheide1 als welchem sie blind1 ja gegen ihr eigenes ,gewissen gehorchen sollten4 ,und so haben wir auch gehandelt4 ,wir haben ,deine ,tat verbessert und sie auf dem ,wunder1 auf dem ,geheimnis und auf der ,autoritt neu aufgebaut4 ,und die ,menschen sind es froh1 da wir sie abermals fhren wie eine ,herde und da wir aus ihren ,herzen die furchtbare ,gabe wieder stahlen1 die ihnen soviel ,qual gebracht hat4 ,sprich1 haben wir recht gehandelt8 ,haben wir die ,menschheit nicht geliebt1 indem wir in ,demut deren ,schwche erkannten und mit ,liebe die ,brde leichter machten und die schwache ,natur von der ,snde freisprachen8 ,warum bist ,du also gekommen1 uns zu stren8 ,warum blickst ,du mich so still und durchdringend mit ,deinen sanften ,augen an8 ,zrnst ,du mir dafr1 da ich ,deine ,liebe nicht will1 weil ich ,dich selber nicht liebe8 ,warum sollte ich es vor ,dir verheimlichen1 ich wei ja nicht1 zu wem ich rede2 was ich ,dir zu sagen habe1 das weit ,du im voraus1 ich lese es in ,deinen ,augen4 ,soll ich ,dir unser ,geheimnis enthllen8 ,vielleicht willst ,du es aus meinem ,munde hren1 so vernimm denn3 ,wir sind nicht mit ,dir1 sondern mit ihm1 das ist unser ,geheimnis4 ,schon lange sind wir nicht mit ,dir1 sondern mit ihm1 schon acht ,jahrhunderte4 ,acht ,jahrhunderte ist es her1 da wir das von ihm annahmen1 was ,du mit ,zorn zurckgewiesen hast1 jenes letzte ,geschenk1 das er ,dir anbot1 indem er vor ,deinen ,augen die ,reiche der ,erde entfaltete4 ,wir haben aus seiner ,hand ,rom und das ,schwert ,csars empfangen und uns fr die ,herren der ,erde erklrt1 die einzigen1 wenn auch unser ,werk bis jetzt noch nicht zu ,ende gefhrt ist4 ,wer ist aber daran schuld8 ,o1 unser ,werk ist noch in seinen ,anfngen1 aber es hat begonnen2 noch lange mssen wir auf dessen ,vollendung warten1 und noch viel ,leiden wird auf der ,erde sein1 aber wir werden es vollenden und die ,herren der ,erde sein1 und dann erst wird die ,zeit gekommen sein1 da wir an das allgemeine1 ewige ,glck der ,menschen denken4 ,und doch httest ,du damals schon das ,schwert ,csars an ,dich reien knnen6 ,warum hast ,du auch dieses letzte ,geschenk zurckgewiesen8 ,wrest ,du damals seinem ,rate gefolgt1 so wrdest ,du alles gehabt haben1 wonach den ,menschen auf ,erden verlangt3 den ,gott1 den er anbeten1 den ,herrn1 dem er sein ,gewissen bergeben will1 und den ,weg und die ,weise1 wie sich die ganze ,menschheit endgltig zu einem einzigen1 einstimmigen ,ameisenhaufen vereinen kann4 ,denn dieses ,verlangen nach weltumspannender ,einheit ist die dritte und letzte ,sorge des ,menschen4 ,seit jeher ist das ,streben der ganzen ,menschheit die ,welteinheit gewesen4 ,es hat viele groe ,vlker gegeben mit groer ,geschichte1 aber je hher sie aufstiegen1 um so glcklicher waren sie1 denn um so strker empfanden sie die ,notwendigkeit der ,einigung aller ,vlker4 ,die groen ,heerfhrer1 ein ,timur und ,dschingis-,chan sind wie ein ,wirbelwind ber die ,erde dahingejagt und haben die ,welt mit dem ,schwerte zu erobern gesucht4 ,aber auch sie drckten1 wenn auch unbewut1 denselben gewaltigen ,drang der ,menschheit nach dem ,weltreich aus4 ,httest ,du das ,reich und den ,purpur ,csars damals angenommen1 so wrdest ,du das ,weltenreich gegrndet und der ,welt ewigen ,frieden gegeben haben4 ,wer soll denn ber die ,menschen herrschen1 wenn nicht der1 der ihr ,gewissen unterjocht und in dessen ,hand das ,brot ist8 ,wir nun haben uns mit dem ,schwerte ,csars gegrtet und ,dich damit fr alle ,zeiten besiegt und sind ihm nachgefolgt4 ,o gewi1 es werden noch ,jahrhunderte des ,mibrauchs der menschlichen ,geisteskraft kommen1 ,jahrhunderte der ,wissenschaft und ,menschenfresserei -- denn wenn sie ihren babylonischen ,turm ohne uns zu ,ende fhren wollen1 werden sie bei der ,menschenfresserei aufhren4 ,dann aber wird das ,tier zu uns gekrochen kommen und uns die ,fe lecken und mit blutigen ,trnen netzen4 ,und wir werden uns auf das ,tier setzen und den ,kelch hochheben1 und auf diesem wird geschrieben stehen3 ,geheimnis4 ,aber dann erst und nicht frher wird fr die ,menschen das ,reich des ,friedens und des ,glckes gekommen sein4 ,du bist stolz auf ,deine ,auserwhlten1 denn ,du hast nur ,auserwhlte1 wir aber werden allen ,menschen ,ruhe und ,frieden bringen4 ,doch das ist noch nicht alles1 vergi nicht3 gar viele von den ,auserwhlten1 von den ,starken1 die da ,auserwhlte htten werden knnen1 sind des ,wartens auf ,dein ,kommen mde geworden und haben die ,kraft ihres ,geistes und die ,glut ihres ,herzens in ein fremdes ,land gebracht und auf einen fremden ,acker getragen und tragen es noch immer dorthin1 so da sie schlielich gegen ,dich die ,fahne der ,freiheit1 die ,du selbst einst aufgerichtet hattest1 aufpflanzen werden4 ,bei uns aber werden alle glcklich sein1 alle ohne ,unterschied1 und es wird keine ,emprung mehr unter den ,menschen herrschen1 und sie werden sich nicht mehr gegenseitig das ,schwert in den ,leib stoen1 wie sie es in ,deinem freien ,reiche immer getan haben4 ,wir werden sie davon berzeugen1 da sie nur dann frei sein knnen1 wenn sie sich von ihrer ,freiheit zu unseren ,gunsten lossagen und uns sich ergeben4 ,werden wir recht damit tun oder werden wir lgen8 ,die ,menschen selber werden davon berzeugt sein1 da wir recht haben2 denn sie werden es nie vergessen1 zu welchen ,schrecknissen der ,knechtschaft und ,erniedrigung ,deine ,freiheit sie gefhrt hat4 ,die ,freiheit1 der freie ,geist1 die freie ,wissenschaft werden sie vor solche ,abgrnde bringen und vor solche ,wunder und unenthllbare ,geheimnisse stellen1 da die einen1 die ,unruhigen und ,unbndigen1 sich das ,leben nehmen1 da die anderen1 die wohl unruhig1 aber schwach sind1 sich gegenseitig tten werden2 die brigen aber1 die ,demtigen und ,unglcklichen1 die werden zu uns gekrochen kommen und zu uns reden3 ,ja1 ihr hattet recht1 ihr allein seid die ,herren des ,geheimnisses1 und wir kehren zu euch zurck2 rettet uns vor uns selber6 ,da sie aus unseren ,hnden das ,brot empfangen1 werden sie natrlich sehr gut wissen1 da wir nur ihr mit eigenen ,hnden erworbenes ,brot genommen haben und jetzt unter sie verteilen1 ohne jedes ,wunder4 ,sie werden keinen ,augenblick darber im ,zweifel sein1 da wir durchaus nicht ,steine in ,brot verwandelt haben4 ,aber wahrlich mehr noch als ber diese ,brote werden sie sich darber freuen1 da sie es aus unseren ,hnden haben4 ,denn nur zu gut werden sie sich dessen erinnern1 da frher1 ohne uns1 in ihren ,hnden das ,brot sich in ,steine verwandelt hatte1 da jetzt aber1 da sie zu uns zurckgekehrt sind1 die ,steine zu ,broten wrden4 ,zu gut werden sie es zu wrdigen wissen1 zu gut1 sage ich1 was es heit1 sich fr immer zu unterwerfen4 ,denn solange die ,menschen das nicht begreifen1 werden sie unglcklich sein4 ,wer vor allen aber hat sie dazu befhigt1 das nicht zu begreifen8 ,wer hat die ,herde zerstckt und auf unbekannten ,wegen zerstreut8 ,antworte6 ,doch die ,herde wird sich von neuem sammeln und von neuem beruhigen und von da an fr immer4 ,wir werden ihnen das stille ,glck1 den ,frieden der schwchlichen ,menschen geben1 zu dem sie auch geschaffen sind2 wir werden sie davon berzeugen1 da ,stolz und bermut zu nichts taugen1 denn ,du hast sie ber sich selber gehoben und sie also den ,hochmut gelehrt2 wir werden ihnen beweisen1 da sie ,schwchlinge1 da sie kleine klagende ,kinder seien1 da aber kein ,glck so s sei wie eben das ,glck der ,kinder4 ,sie werden zaghaft werden und zu uns hinaufblicken und sich an uns schmiegen in ihrer ,furcht wie die ,kchlein an die ,henne4 ,und sie werden uns anstaunen und ,angst haben vor uns und doch stolz darauf sein1 da wir so mchtig und so klug seien und da wir es verstanden haben1 die aufrhrerische ,herde zu bndigen4 ,sie werden ohnmchtig vor unserem ,zorn zittern1 ihr ,geist wird zaghaft werden1 und ihre ,augen werden sich mit ,trnen fllen wie die ,augen der ,kinder und ,weiber2 aber leicht werden sie auf einen ,wink von uns zur ,heiterkeit und zum ,lachen bergehen1 zu heller ,freude und glckseligen ,kinderliedern4 ,gewi1 auch wir werden sie zur ,arbeit anhalten2 aber in den arbeitsfreien ,stunden werden wir ihnen das ,leben wie ein ,kinderspiel gestalten1 mit ,kinderliedern1 ,kinderchren und unschuldigen ,tnzen4 ,wir werden sie von ihren ,snden lossprechen1 denn sie sind schwach und erbrmlich1 und sie werden uns lieben wie ,kinder dafr1 da wir ihnen die ,snde erlauben4 ,wir werden ihnen sagen1 da jede ,snde ihnen abgekauft wird1 wenn sie mit unserer ,erlaubnis geschah1 und wir werden ihnen darum zu sndigen erlauben1 weil wir sie lieben2 die ,strafe aber fr ihre ,snden werden wir auf uns nehmen4 ,so wird es sein4 ,wir werden selber die ,snde tragen1 und sie werden uns verehren als ihre ,wohltter1 weil wir vor ,gott ihre ,snden auf uns nehmen4 ,sie werden kein ,geheimnis vor uns haben1 wir werden ihnen bald erlauben1 bald verbieten1 mit ihren ,frauen oder ,geliebten zu leben1 ,kinder zu haben oder nicht2 es wird alles von ihrem ,gehorsam abhngen1 und sie werden sich unserem ,willen mit ,freude und ,entzcken ergeben4 ,auch die qulendsten ,geheimnisse ihres ,gewissens -- alles1 alles werden sie uns bringen1 und wir werden sie davon befreien1 und sie werden unserer ,entscheidung frohen ,herzens glauben1 weil diese sie von dem groen ,kummer und der ,qual der persnlichen unfreien ,entscheidung entbunden hat4 ,alle werden sie glcklich sein1 alle diese ,millionen von ,untertanen1 alle mit ,ausnahme von den ,hunderttausenden1 die ber sie herrschen2 denn wir1 wir1 die wir das ,geheimnis bewahren1 wir allein werden unglcklich sein4 ,es wird tausend ,millionen glckliche ,kinder geben und hunderttausend ,mrtyrer1 die da auf sich genommen haben die verfluchte ,erkenntnis des ,guten und ,bsen4 ,in ,frieden werden sie sterben1 stille verlschen1 mit ,deinem ,namen auf den ,lippen1 und jenseits des ,grabes nur den ,tod finden4 ,wir aber werden das ,geheimnis hten und zu ihrem ,heil sie locken zu himmlischer ewiger ,belohnung4 ,denn selbst1 wenn es dort oben etwas wie ,belohnung gbe1 so wre es doch nicht fr solche wie sie4 ,es heit und wurde verkndet1 da ,du wiederkommen und von neuem siegen1 da ,du mit deinen ,auserwhlten1 mit den ,stolzen und ,starken kommen wirst4 ,nun1 so werden wir erklren1 da sie sich selber1 wir aber alle erlst haben4 ,es heit1 da die ,buhlerin1 die auf dem ,tiere sitzt und in ihren ,hnden das ,geheimnis hlt1 beschimpft werden wird1 da von neuem die ,schwchlinge sich empren werden1 da sie den ,purpur zerreien und den schamlosen ,krper des ,weibes entblen werden -- dann aber werde ich mich erheben und ,dir die tausend ,millionen glcklicher ,kinder zeigen1 die nichts von ,snde wissen4 ,und wir1 die wir die ,snde zu deren ,glck auf uns genommen haben1 wir werden uns vor ,dir erheben und sagen3 ,richte uns1 wenn ,du es kannst und wagst6 ,wisse1 da ich ,dich nicht frchte1 wisse1 da auch ich in der ,wste gelebt habe und mich dort von ,heuschrecken und ,wurzeln genhrt habe1 da auch ich die ,freiheit gesegnet habe1 mit der ,du die ,menschen gesegnet hast1 da auch ich mich vorbereitet hatte1 unter die ,auserwhlten zu treten1 unter die ,stolzen und ,starken1 drstend1 da die ,zahl voll werde6 ,doch ich bin erwacht und wollte ,dir nicht mehr mit dem ,wahnsinn dienen1 ich bin umgekehrt und habe mich der ,schar derer angeschlossen1 die ,deine ,tat verbessern wollten4 ,ich bin aus der ,reihe der ,stolzen ausgeschieden und bin zurckgekehrt zu denen1 die sich gedemtigt haben zum ,heile der ,sterblichen4 -- ,das1 was ich zu ,dir gesprochen habe1 wird sein1 und unser ,reich wird gegrndet werden4 ,ich wiederhole ,dir3 morgen wirst ,du selber die gehorsame ,schar sehen1 die auf den ersten ,wink meiner ,hand sich zum ,scheiterhaufen strzen wird1 um die ,kohlen zu schren1 auf welchen ,du dafr brennen sollst1 da ,du gekommen bist1 uns zu stren2 denn wenn jemand lebt1 der mehr als alle ,ketzer unseren ,scheiterhaufen verdient1 so bist ,du es4 ,morgen werde ich ,dich verbrennen4' 99 99 99 99 99 ,da der ,inquisitor seine ,rede beendet hat1 wartet er1 da der ,gefangene ihm antworte1 denn da dieser schweigt1 bedrckt ihn4 ,er sieht1 wie der ,gefangene ihm die ganze ,zeit ber aufmerksam zuhrt und ihm dabei gerade ins ,auge sieht1 ohne da ,er auch nur im geringsten den ,wunsch verriete1 ihm zu erwidern4 ,der ,greis mchte1 da ,er ihm ein ,wort nur sagte1 ein stolzes meinetwegen1 ein furchtbares4 ,doch ,er steht pltzlich auf1 tritt an den ,greis heran und kt ihn sanft auf dessen blutlose ,lippen4 ,das war seine ,antwort4 ,der ,greis erbebt4 ,seine ,mundwinkel bewegen sich4 ,er geht zur ,tr1 ffnet sie und spricht zu ,ihm3 ',gehe hinaus und kehre nicht wieder -- kehre nie wieder -- nie1 nie6' ,er lt ,ihn hinaus auf die 'dunklen schweigenden ,pltze' der ,stadt4 ,der ,gefangene geht hinaus4 ,note ,auf seiner ersten ,reise nach dem ,westen kam ,dostojewski auch nach ,rom1 wo ihn weder das ,altertum noch das sich bildende terzo regno1 sondern einzig und allein die ,peterskirche und der ,vatikan interessierten4 ,in einem ,briefe an seinen ,bruder berichtet er davon4 ,auf diesen ihn tief erschtternden ,eindruck mag der ,groinquisitor historisch zurckgefhrt werden4 ,im wesentlichen ist der ,groinquisitor jedoch die ganze ,dichtung1 der groe ,gedanke ,dostojewskis1 in eine ,parabel gebracht3 der ,kampf der mechanischen ,welt1 als deren sublimster ,ausdruck ,dostojewski der ,katholizismus erscheint1 gegen den ,geist1 gegen ,christus4 ,alle groen ,christen der neueren ,zeit1 ,pascal1 ,goethe1 ,william ,blake1 ,kierkegaard haben wie ,dostojewski gefhlt2 was den russischen ,dichter jedoch unterscheidet1 ist1 da in dem ,kampf1 wie er ihn sieht1 beide recht haben3 der ,kardinal-,groinquisitor und ,christus1 und nicht nur ,christus allein wie bei ,pascal1 bei ,goethe1 bei ,kierkegaard4 ,dostojewski lst1 vielmehr setzt den ,konflikt nicht als ,fanatiker1 als ,theologe oder ,rsoneur1 nicht als ,rechtender und ,klagender1 sondern als ,dramatiker1 das heit3 er legt ihn in die ,seele des ,dichters der ,erzhlung selber1 in die tiefe1 leidende1 verzweifelnde ,seele ,iwan ,karamasoffs4 ,und das ist das ,russische1 das ,neue1 das bereuropische an dieser unsterblichen ,erzhlung1 die sicherlich den groen ,gedanken des ,christentums noch einmal denkt wie keine andere im #ai4 ,jahrhundert4 ,r4 ,k4