,anmerkungen zur ,transkription3 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden bernommen2 lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste der vorgenommenen nderungen findet sich am ,ende des ,textes4 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,im ,original in ,antiqua gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,im ,original fett gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,das ,inhaltsverzeichnis befindet sich am ,ende des ,buches4 ,von der ,macht des ,gemts1 durch den bloen ,vorsatz seiner krankhaften ,gefhle ,meister zu sein4 ,von ,immanuel ,kant4 ,herausgegeben und mit ,anmerkungen versehen von ,c4 ,w4 ,hufeland4 ,leipzig und ,wien4 ,bibliographisches ,institut4 ,vorwort des ,herausgebers4 ,der ,geist allein lebt -- ,das ,leben des ,geistes allein ist wahres ,leben4 ,das ,leben des ,leibes mu jenem immer untergeordnet und von ihm beherrscht werden1 nicht umgekehrt der ,geist sich den ,launen1 ,stimmungen und ,trieben des ,krpers unterordnen1 wenn das wahre ,leben erhalten werden soll4 ,diese groe ,wahrheit wurde von jeher von den ,weisesten dieser ,welt als der ,grundpfeiler aller ,sittlichkeit1 aller ,tugend1 aller ,religion1 genug alles dessen1 was gro und gttlich ist im ,menschen1 und sonach auch aller wahren ,glckseligkeit1 betrachtet und gepredigt4 ,sie kann aber nicht oft genug wiederholt werden1 da es dem natrlichen ,menschen immer nher liegt und bequemer ist1 leiblich zu leben als geistig1 noch mehr1 wenn1 wie in den neuesten ,zeiten geschehen1 selbst die ,philosophie1 sonst die ,trgerin des geistigen ,lebens1 in dem ,identittssystem den ,unterschied zwischen ,geist und ,krper ganz aufhebt1 und sowohl ,philosophen als rzte die ,abhngigkeit des ,geistes von dem ,krper dergestalt in ,schutz nehmen1 da sie selbst alle ,verbrechen damit entschuldigen1 ,unfreiheit der ,seele als ihre ,quelle darstellen1 und es bald dahin gekommen sein wird1 da man gar nichts mehr ,verbrechen nennen kann4 ,aber wohin fhrt diese ,ansicht8 -- ,ist sie nicht geradezu gttlichen und menschlichen ,gesetzen entgegen1 die ja auf jene ,grundlage gebaut sind8 -- ,fhrt sie nicht zum grbsten ,materialismus8 ,vernichtet sie nicht alle ,moralitt1 alle ,kraft der ,tugend1 die eben in dem ,leben der ,idee und ihrer ,herrschaft ber das ,leibliche besteht8 -- ,und somit alle wahre ,freiheit1 ,selbstndigkeit1 ,selbstbeherrschung1 ,selbstaufopferung1 genug das ,hchste1 was der ,mensch erreichen kann3 den ,sieg ber sich selbst8 ,ewig wahr bleibt das ,sinnbild1 den ,menschen als den ,reiter eines wilden ,pferdes sich zu denken2 einen vernnftigen ,geist mit einem ,tiere vereinigt1 das ihn tragen und mit der ,erde verbinden1 aber von ihm nun wiederum geleitet und regiert werden soll4 -- ,es zeigt die ,aufgabe seines ganzen ,lebens4 ,besteht sie nicht darin1 diese ,tierheit in ihm zu bekmpfen und der hheren ,macht unterzuordnen8 ,nur dadurch1 da er sich dies ,tier unterwirft und sich mglichst unabhngig davon macht1 wird sein ,leben regelmig1 vernnftig1 sittlich und so nur wahrhaft glcklich4 ,lt er dem ,tier die ,oberhand1 so geht es mit ihm durch1 und er wird ein ,spiel seiner ,launen und ,sprnge -- bis zum tdlichen ,sturze4 ,aber nicht blo fr das hhere geistige ,leben und dessen ,gesundheit bedarf es dieser physischen ,selbstbeherrschung1 sondern sie dient ebensosehr zur ,erhaltung und ,vervollkommnung des physischen ,lebens und dessen ,gesundheit und wird dadurch eins der wichtigsten ,dit- und ,heilmittel4 ,wir wollen keinesweges den ,einflu des ,leiblichen auf das ,geistige leugnen4 ,aber ebenso auffallend1 ja noch grer ist die psychische ,macht des ,geistes ber das ,leibliche4 ,sie kann ,krankheiten erregen und heilen4 ,ja sie kann tten und lebendig machen4 ,sehen wir nicht sehr hufig durch ,schrecken und andere ,leidenschaften1 also durch geistigen ,einflu1 ,epilepsie1 ,ohnmachten1 ,lhmungen1 ,blutflsse und eine ,menge andere ,krankheiten1 ja den ,tod selbst1 entstehen8 -- ,und woran stirbt ein solcher ,mensch8 ,lediglich an einer gewaltsamen1 dem ,blitzstrahl hnlichen1 ,einwirkung des ,geistes in den ,krper4 -- ,wie oft sind nicht die schwersten ,krankheiten durch nichts anders geheilt worden1 als durch ,freude1 ,erhebung und ,erweckung des ,geistes6 ,der lange an der ,zunge gelhmte ,sohn des ,krsus bekommt die ,sprache wieder1 als man seinen ,vater ermorden will4 ,pinel sah1 da bei der allgemeinen leidenschaftlichen ,aufregung1 die die franzsische ,revolution hervorbrachte1 eine ,menge seit ,jahren krnklicher und schwchlicher ,menschen gesund und stark wurden und besonders die gewhnlichen ,nervenbel der vornehmen und migen ,stnde ganz verschwanden4 -- ,ja1 ich sage nicht zu viel1 wenn ich behaupte1 da der grte ,teil unsrer langwierigen ,nervenkrankheiten und sogenannten ,krmpfe gar nichts anders ist1 als ,trgheit und ,passivitt des ,geistes1 die ,folge des schlaffen ,hingebens an krperliche ,gefhle und ,einflsse4 ,wer kann leugnen1 da es ,wunder und ,wunderheilungen gibt8 -- ,aber was sind sie anders als ,wirkungen des festen ,glaubens entweder an himmlische ,krfte1 oder auch an irdische und folglich ,wirkungen des ,geistes8 ,jedermann kennt die ,kraft der ,imagination4 ,niemand zweifelt daran1 da es eingebildete ,krankheiten gibt1 und da eine ,menge ,menschen an nichts anders krank sind1 als an der ,krankheitseinbildung4 ,ist es nun aber nicht ebensogut mglich und unendlich besser1 sich einzubilden1 gesund zu sein8 ,und wird man nicht dadurch ebensogut seine ,gesundheit strken und erhalten knnen1 als durch das ,gegenteil die ,krankheit8 ,als ein ,beitrag zu dieser wichtigen ,lehre und als ,befrderungsmittel der ,herrschaft und ,heilkraft des ,geistes ber den ,krper1 mgen auch folgende ,worte ,kants1 die letzten1 die dieser groe ,geist zu uns gesprochen1 dienen4 ,er schrieb sie auf meine ,veranlassung vor #cj ,jahren1 wo sie in meinem ,journal der prakt4 ,heilkunde abgedruckt wurden1 und gern habe ich der ,aufforderung des ,herrn ,verlegers zu einem neuen besondern ,abdrucke gewillfahret und sie mit einigen ,bemerkungen versehen4 ,mgen sie ihren ,zweck erreichen6 ,berlin im ,mai #ahbd4 ,c4 ,w4 ,hufeland4 ,von der ,macht des ,gemts1 durch den bloen ,vorsatz seiner krankhaften ,gefhle ,meister zu sein4 ,ein ,schreiben an ,herrn ,professor ,hufeland zu ,jena im ,jahr #agig7a74 7#a7 ,ich bersendete mein ,buch ,hrn4 ,prof4 ,kant1 um ihm einen ,beweis der ,verehrung zu geben1 die gewi jeder denkende ,mensch diesem ,weisen zollt1 zugleich aber um ihn vielleicht zu veranlassen1 ber einige darin enthaltene und fr das philosophische ,tribunal gehrige ,ideen nachzudenken1 wodurch ich unsrer ,kunst zugleich einen ,vorteil zu verschaffen hoffte4 ,ich freue mich ungemein1 meinen ,wunsch erfllt zu sehen und hier meinen ,lesern mehrere dadurch veranlate ,ideen und ,entwicklungen mitteilen zu knnen1 die fr jeden denkenden ,arzt hchst interessant sein mssen1 und die zugleich ber die individuelle geistige und krperliche ,ditetik dieses groen ,mannes sehr lehrreiche ,notizen erteilen4 -- ,was einige fr mich zu schmeichelhafte ,ausdrcke darin betrifft1 so bitte ich zu bedenken1 da sie in einem an mich geschriebenen ,briefe vorkommen1 und ich hoffe dadurch jedem ,vorwurf zu entgehen1 der mir darber gemacht werden knnte1 da ich sie stehen lie1 welches ich um so weniger verhindern konnte1 da sonst der ganze ,sinn hie und da verloren gegangen wre1 auch ich berdies offenherzig gestehe1 da ich nicht ein ,wort auszustreichen wage1 was ein ,kant geschrieben hat4 ,h4 ,da meine ,danksagung1 fr das den #ab4 ,dez4 #agif an mich bestellte ,geschenk1 ,ihres lehrreichen und angenehmen ,buchs von der ,kunst das menschliche ,leben zu verlngern selbst auf ein langes ,leben berechnet gewesen sein drfte1 mchten ,sie vielleicht aus dem ,datum dieser meiner ,antwort vom ,januar dieses ,jahres zu schlieen ,ursache haben2 wenn das ,altgewordensein nicht schon die ftere ,vertagung 7procrastinatio7 wichtiger ,beschlsse bei sich fhrete1 dergleichen doch wohl der des ,todes ist1 welcher sich immer zu frh fr uns anmeldet1 und den man warten zu lassen an ,ausreden unerschpflich ist4 ,sie verlangen von mir ein ,urteil ber ,ihr ,bestreben das ,physische im ,menschen moralisch zu behandeln2 den ganzen1 auch physischen1 ,menschen als ein auf ,moralitt berechnetes ,wesen darzustellen1 und die moralische ,kultur als unentbehrlich zur physischen ,vollendung der berall nur in der ,anlage vorhandenen ,menschennatur zu zeigen1 und setzen hinzu3 wenigstens kann ich versichern1 da es keine vorgefate ,meinungen waren1 sondern ich durch die ,arbeit und ,untersuchung selbst unwiderstehlich in diese ,behandlungsart hineingezogen wurde4 -- ,eine solche ,ansicht der ,sache verrt den ,philosophen1 nicht den bloen ,vernunftknstler2 einen ,mann1 der nicht allein1 gleich einem der ,direktoren des franzsischen ,konvents1 die von der ,vernunft verordneten ,mittel der ,ausfhrung 7technisch71 wie sie die ,erfahrung darbietet1 zu seiner ,heilkunde mit ,geschicklichkeit1 sondern1 als gesetzgebendes ,glied im ,korps der rzte1 aus der reinen ,vernunft hernimmt1 welche zu dem1 was hilft1 mit ,geschicklichkeit1 auch das1 was zugleich an sich ,pflicht ist1 mit ,weisheit zu verordnen wei3 so1 da moralisch-praktische ,philosophie zugleich eine ,universalmedizin abgibt1 die zwar nicht allen fr alles hilft1 aber doch in keinem ,rezepte mangeln kann4 ,dieses ,universalmittel betrifft aber nur die ,ditetik1 d4 i4 es wirkt nur negativ1 als ,kunst1 ,krankheiten abzuhalten4 ,dergleichen ,kunst aber setzt ein ,vermgen voraus1 das nur ,philosophie1 oder der ,geist derselben1 den man schlechthin voraussetzen mu1 geben kann4 ,auf diesen bezieht sich die oberste ditetische ,aufgabe1 welche in dem ,thema enthalten ist3 ,von der ,macht des ,gemts des ,menschen1 ber seine krankhafte ,gefhle durch den bloen festen ,vorsatz ,meister zu sein4 ,die1 die ,mglichkeit dieses ,ausspruchs besttigenden1 ,beispiele kann ich nicht von der ,erfahrung anderer hernehmen1 sondern zuerst nur von der an mir selbst angestellten2 weil sie aus dem ,selbstbewutsein hervorgeht1 und sich nachher allererst andere fragen lt3 ob es nicht auch sie ebenso in sich wahrnehmen4 -- ,ich sehe mich also gentigt1 mein ,ich laut werden zu lassen2 was im dogmatischen ,vortrage7#b7 ,unbescheidenheit verrt2 aber ,verzeihung verdient1 wenn es nicht gemeine ,erfahrung1 sondern ein inneres ,experiment oder ,beobachtung betrifft1 welche ich zuerst an mir selbst angestellt haben mu1 um etwas1 was nicht jedermann von selbst1 und ohne darauf gefhrt zu sein1 beifllt1 zu seiner ,beurteilung vorzulegen4 -- ,es wrde tadelhafte ,anmaung sein1 andere mit der inneren ,geschichte meines ,gedankenspiels unterhalten zu wollen1 welche zwar subjektive ,wichtigkeit 7fr mich7 aber keine objektive 7fr jedermann geltende7 enthielten4 ,wenn aber dieses ,aufmerken auf sich selbst und die daraus hervorgehende ,wahrnehmung nicht so gemein ist1 sondern1 da jeder dazu aufgefordert werde1 eine ,sache ist1 die es bedarf und verdient1 so kann dieser belstand mit seinen ,privatempfindungen andere zu unterhalten wenigstens verziehen werden4 7#b7 ,im dogmatisch-praktischen ,vortrage1 z4 ,b4 derjenigen ,beobachtung seiner selbst1 die auf ,pflichten abzweckt1 die jedermann angehen1 spricht der ,kanzelredner nicht durch ,ich1 sondern ,wir4 ,in dem erzhlenden aber1 der ,privatempfindung 7der ,beichte1 welche der ,patient seinem ,arzte ablegt71 oder eigener ,erfahrung an sich selbst1 mu er durch ,ich reden4 ,ehe ich nun mit dem ,resultat meiner1 in ,absicht auf ,ditetik angestellten1 ,selbstbeobachtung aufzutreten wage1 mu ich noch etwas ber die ,art bemerken1 wie ,herr ,hufeland die ,aufgabe der ,ditetik1 d4 i4 der ,kunst stellt1 ,krankheiten vorzubeugen1 im ,gegensatz mit der ,therapeutik1 sie zu heilen4 ,sie heit ihm die ,kunst das menschliche ,leben zu verlngern4 ,er nimmt seine ,benennung von demjenigen her1 was die ,menschen am sehnschtigsten wnschen1 ob es gleich vielleicht weniger wnschenswert sein drfte4 ,sie mchten zwar gern zwei ,wnsche zugleich thun3 nmlich lange zu leben und dabei gesund zu sein2 aber der erstere ,wunsch hat den letzteren nicht zur notwendigen ,bedingung3 sondern er ist unbedingt4 ,lat den ,hospitalkranken jahrelang auf seinem ,lager leiden und darben und ihn oft wnschen hren1 da ihn der ,tod je eher je lieber von dieser ,plage erlsen mge2 glaubt ihm nicht1 es ist nicht sein ,ernst4 ,seine ,vernunft sagt es ihm zwar vor1 aber der ,naturinstinkt will es anders4 ,wenn er dem ,tode1 als seinem ,befreier 7,jovi liberatori71 winkt1 so verlangt er doch immer noch eine kleine ,frist und hat immer irgend einen ,vorwand zur ,vertagung 7procrastinatio7 seines peremtorischen ,dekrets4 ,der in wilder ,entrstung gefate ,entschlu des ,selbstmrders1 seinem ,leben ein ,ende zu machen1 macht hievon keine ,ausnahme3 denn er ist die ,wirkung eines bis zum ,wahnsinn exaltierten ,affekts4 -- ,unter den zwei ,verheiungen fr die ,befolgung der ,kindespflicht -- auf da dir es wohlgehe und du lange lebest auf ,erden -- enthlt die letztere die strkere ,triebfeder1 selbst im ,urteile der ,vernunft1 nmlich als ,pflicht1 deren ,beobachtung zugleich verdienstlich ist4 ,die ,pflicht das ,alter zu ehren grndet sich nmlich eigentlich nicht auf die billige ,schonung1 die man den ,jngeren gegen die ,schwachheit der ,alten zumutet3 denn die ist kein ,grund zu einer ihnen schuldigen ,achtung4 ,das ,alter will also noch fr etwas ,verdienstliches angesehen werden2 weil ihm eine ,verehrung zugestanden wird4 ,also1 nicht etwa weil ,nestorjahre zugleich durch viele und lange ,erfahrung erworbene ,weisheit1 zu ,leitung der jngeren ,welt1 bei sich fhren1 sondern blo weil1 wenn nur keine ,schande dasselbe befleckt hat1 der ,mann1 welcher sich so lange erhalten hat1 d4 i4 der ,sterblichkeit1 als dem demtigendsten ,ausspruch1 der ber ein vernnftiges ,wesen nur gefllt werden kann -- du bist ,erde und sollst zur ,erde werden -- so lange hat ausweichen und gleichsam der ,unsterblichkeit hat abgewinnen knnen1 weil1 sage ich1 ein solcher ,mann sich so lange lebend erhalten und zum ,beispiel aufgestellt hat4 ,mit der ,gesundheit1 als dem zweiten natrlichen ,wunsche1 ist es dagegen nur milich bewandt4 ,man kann sich gesund fhlen 7aus dem behaglichen ,gefhl seines ,lebens urteilen71 nie aber wissen1 da man gesund sei4 -- ,jede ,ursache des natrlichen ,todes ist ,krankheit3 man mag sie fhlen oder nicht4 -- ,es gibt viele1 von denen1 ohne sie eben verspotten zu wollen1 man sagt1 da sie fr immer krnkeln1 nie krank werden knnen2 deren ,dit ein immer wechselndes ,abschweifen und wieder ,einbeugen ihrer ,lebensweise ist1 und die es im ,leben1 wenngleich nicht den ,kraftuerungen1 doch der ,lnge nach1 weit bringen4 ,wie viel aber meiner ,freunde oder ,bekannten habe ich nicht berlebt1 die sich bei einer einmal angenommenen ordentlichen ,lebensart einer vlligen ,gesundheit rhmten3 indessen da der ,keim des ,todes 7die ,krankheit7 der ,entwickelung nahe1 unbemerkt in ihnen lag1 und der1 welcher sich gesund fhlte1 nicht wute1 da er krank war2 denn die ,ursache eines natrlichen ,todes kann man doch nicht anders als ,krankheit nennen4 ,die ,kausalitt aber kann man nicht fhlen1 dazu gehrt ,verstand1 dessen ,urteil irrig sein kann1 indessen da das ,gefhl untrglich ist1 aber nur dann1 wenn man sich krankhaft fhlt1 diesen ,namen fhrt2 fhlt man sich aber so auch nicht1 doch gleichwohl in dem ,menschen verborgenerweise und zur baldigen ,entwickelung bereit liegen kann2 daher der ,mangel dieses ,gefhls keinen andern ,ausdruck des ,menschen fr sein ,wohlbefinden verstattet1 als da er scheinbarlich gesund sei4 ,das lange ,leben also1 wenn man dahin zurcksieht1 kann nur die genossene ,gesundheit bezeugen1 und die ,ditetik wird vor allem in der ,kunst das ,leben zu verlngern 7nicht es zu genieen7 ihre ,geschicklichkeit oder ,wissenschaft zu beweisen haben3 wie es auch ,herr ,hufeland so ausgedrckt haben will4 ,grundsatz der ,ditetik4 ,auf ,gemchlichkeit mu die ,ditetik nicht berechnet werden2 denn diese ,schonung seiner ,krfte und ,gefhle ist ,verzrtelung1 d4 i4 sie hat ,schwche und ,kraftlosigkeit zur ,folge und ein allmhliches ,erlschen der ,lebenskraft1 aus ,mangel der bung2 sowie eine ,erschpfung derselben durch zu hufigen und starken ,gebrauch derselben4 ,der ,stoizismus1 als ,prinzip der ,ditetik 7sustine et abstine71 gehrt also nicht blo zur praktischen ,philosophie als ,tugendlehre1 sondern auch zu ihr als ,heilkunde4 ,diese ist alsdann philosophisch1 wenn blo die ,macht der ,vernunft im ,menschen1 ber seine sinnlichen ,gefhle durch einen sich selbst gegebenen ,grundsatz ,meister zu sein1 die ,lebensweise bestimmt4 ,dagegen1 wenn sie diese ,empfindungen zu erregen oder abzuwehren die ,hilfe auer sich in krperlichen ,mitteln 7der ,apotheke1 oder der ,chirurgie7 sucht1 sie blo empirisch und mechanisch ist4 ,die ,wrme1 der ,schlaf1 die sorgfltige ,pflege des nicht ,kranken sind solche ,verwhnungen der ,gemchlichkeit4 #a7 ,ich kann1 der ,erfahrung an mir selbst gem1 der ,vorschrift nicht beistimmen3 man soll ,kopf und ,fe warm halten7#c74 ,ich finde es dagegen geratener beide kalt zu halten 7wozu die ,russen auch die ,brust zhlen72 gerade der ,sorgfalt wegen1 um mich nicht zu verklten4 -- ,es ist freilich gemchlicher im laulichen ,wasser sich die ,fe zu waschen1 als es zur ,winterszeit mit beinahe eiskaltem zu thun2 dafr aber entgeht man dem bel der ,erschlaffung der ,blutgefe in so weit vom ,herzen entlegenen ,teilen1 welches im ,alter oft eine nicht mehr zu hebende ,krankheit der ,fe nach sich zieht4 -- ,den ,bauch1 vornehmlich bei kalter ,witterung1 warm zu halten1 mchte eher zur ditetischen ,vorschrift statt der ,gemchlichkeit gehren2 weil er ,gedrme in sich schliet1 die einen langen ,gang hindurch einen nicht flssigen ,stoff forttreiben sollen1 wozu der sogenannte ,schmachtriemen 7ein breites1 den ,unterleib haltendes und die ,muskeln desselben untersttzendes ,band7 bei ,alten1 aber eigentlich nicht der ,wrme wegen1 gehrt4 7#c7 ,den ,kopf warm zu halten1 ist gewi immer nachteilig1 und die medizinische ,regel ist eigentlich3 den ,kopf khl und die ,fe warm zu halten4 ,es bedarf daher diese uerung des wrdigen ,verfassers einige ,berichtigung4 ,es ist allerdings vollkommen wahr1 da1 wenn wir unsere ,fe von ,jugend auf ebenso blo trgen1 wie unsere ,hnde1 ,gesicht1 und die ,weiber auch den ,hals und die ,brust1 wir sie ebensogut gegen ,klte und ,witterung wrden abhrten knnen1 wie diese1 und ,millionen von ,menschen1 welche barfu laufen1 beweisen dieses4 ,da aber unser ,klima und unsere ,lebensverhltnisse uns nicht erlauben1 das ,blotragen immer fortzusetzen1 sondern die ,fe bekleidet zu tragen gebieten1 so entsteht dadurch schon die ,mglichkeit einer ,erkltung1 durch ,weglassung der gewohnten ,bedeckung4 ,und da es nun berdies gar nicht zu leugnen ist1 da die ,fe1 besonders der ,unterfu1 in einer ganz besondern antagonistischen ,verbindung mit den oberen ,teilen stehen1 so da durch ,erkltung1 das heit1 ,unterdrckung der ,hautthtigkeit1 sehr leicht ein ,krankheitsreiz auf ,kopf1 ,brust und ,unterleibseingeweide reflektiert werden kann1 so folgt allerdings daraus die ,notwendigkeit1 dieselben nicht sowohl warm1 sondern in einer gleichmigen ,temperatur zu halten4 ,h4 #b7 ,lange oder 7wiederholentlich1 durch ,mittagsruhe7 viel schlafen ist freilich ebensoviel ,ersparnis am ,ungemache1 was berhaupt das ,leben im ,wachen unvermeidlich bei sich fhrt1 und es ist wunderlich genug sich ein langes ,leben zu wnschen1 um es grtenteils zu verschlafen4 ,aber das1 worauf es hier eigentlich ankmmt1 dieses vermeinte ,mittel des langen ,lebens1 die ,gemchlichkeit1 widerspricht sich in seiner ,absicht selbst4 ,denn das wechselnde ,erwachen und wieder ,einschlummern in langen ,winternchten ist fr das ganze ,nervensystem lhmend1 zermalmend und in tuschender ,ruhe krafterschpfend3 mithin die ,gemchlichkeit hier eine ,ursache der ,verkrzung des ,lebens4 -- ,das ,bett ist das ,nest einer ,menge von ,krankheiten4 #c7 ,im ,alter sich zu pflegen oder pflegen zu lassen1 blo um seine ,krfte1 durch die ,vermeidung der ,ungemchlichkeit 7z4 ,b4 des ,ausgehens in schlimmem ,wetter7 oder berhaupt die bertragung der ,arbeit an andere1 die man selbst verrichten knnte1 zu schonen1 so aber das ,leben zu verlngern1 diese ,sorgfalt bewirkt gerade das ,widerspiel1 nmlich das frhe ,altwerden und ,verkrzung des ,lebens4 -- -- ,auch da sehr alt gewordene mehrenteils verehelichte7#d7 ,personen gewesen wren1 mchte schwer zu beweisen sein7#e74 -- ,in einigen ,familien ist das ,altwerden erblich1 und die ,paarung in einer solchen kann wohl einen ,familienschlag dieser ,art begrnden4 ,es ist auch kein bles politisches ,prinzip zu ,befrderung der ,ehen1 das gepaarte ,leben als ein langes ,leben anzupreisen2 obgleich die ,erfahrung immer verhltnisweise nur wenig ,beispiele davon an die ,hand gibt1 von solchen1 die nebeneinander vorzglich alt geworden sind2 aber die ,frage ist hier nur vom physiologischen ,grunde des ,altwerdens1 -- wie es die ,natur verfgt1 nicht vom politischen1 wie die ,konvenienz des ,staats die ffentliche ,meinung seiner ,absicht gem gestimmt zu sein verlangt4 7#d7 ,hierwider mchte ich doch die ,beobachtung anfhren3 da unverehelichte 7oder jung verwitwete7 alte ,mnner mehrenteils lnger ein jugendliches ,aussehen erhalten1 als verehelichte1 welches doch auf eine lngere ,lebensdauer zu deuten schein4 -- ,sollten wohl die letztern an ihren hrteren ,gesichtszgen den ,zustand eines getragenen ,jochs 7davon conjugium71 nmlich das frhere ,altwerden verraten1 welches auf ein krzeres ,lebensziel hindeutet8 7#e7 ,ich habe mich bei ,aufstellung dieses ,grundsatzes in meiner ,makrobiotik blo durch die ,erfahrung leiten lassen4 ,es stieen mir bei meinen ,nachforschungen ber das hchste ,alter so viele ,verheiratete auf1 da ich dadurch zuerst aufmerksam gemacht wurde4 ,ich fand nmlich bei allen ,alten einen sehr betrchtlichen berschu auf seiten der ,verheirateten3 von den auerordentlich hohen ,alten 7d4 h4 #abj-afj;jhrigen7 fand ich durchaus gar keinen unverheiratet2 ja sie hatten alle mehrmals und grtenteils noch in den letzten ,zeiten ihres ,lebens geheiratet4 ,dies allein bewog mich zu den ,vermutungen von ,einflu der ,zeugungskraft und des ,ehestands aufs lange ,leben1 fr die ich dann erst die theoretischen ,grnde aufsuchte4 ,h4 brigens ist das ,philosophieren1 ohne darum eben ,philosoph zu sein1 auch ein ,mittel der ,abwehrung mancher unangenehmer ,gefhle1 und doch zugleich ,agitation des ,gemts1 welches in seine ,beschftigung ein ,interesse bringt1 das von uern ,zuflligkeiten unabhngig und ebendarum1 obgleich nur als ,spiel1 dennoch krftig und inniglich ist und die ,lebenskraft nicht stocken lt4 ,dagegen ,philosophie1 die ihr ,interesse am ,ganzen des ,endzwecks der ,vernunft -- der eine absolute ,einheit ist -- hat1 ein ,gefhl der ,kraft bei sich fhrt1 welches die krperlichen ,schwchen des ,alters in gewissem ,mae durch vernnftige ,schtzung des ,werts des ,lebens wohl vergten kann4 -- ,aber neu sich erffnende ,aussichten zur ,erweiterung seiner ,erkenntnisse1 wenn sie auch gerade nicht zur ,philosophie gehrten1 leisten doch auch ebendasselbe1 oder etwas dem hnliches2 und1 sofern der ,mathematiker hieran ein unmittelbares ,interesse 7nicht als an einem ,werkzeuge zu anderer ,absicht7 nimmt1 so ist er insofern auch ,philosoph und geniet die ,wohlthtigkeit einer solchen ,erregungsart seiner ,krfte in einem verjngten und ohne ,erschpfung verlngerten ,leben4 ,aber auch bloe ,tndeleien in einem sorgenfreien ,zustande leisten1 als ,surrogate1 bei eingeschrnkten ,kpfen fast ebendasselbe1 und1 die mit ,nichtsthun immer vollauf zu thun haben1 werden gemeiniglich auch alt4 -- ,ein sehr bejahrter ,mann fand dabei ein groes ,interesse1 da die vielen ,stutzuhren in seinem ,zimmer immer nacheinander1 keine mit der andern zugleich1 schlagen muten2 welches ihn und den ,uhrmacher den ,tag ber genug beschftigte1 und dem letztern zu verdienen gab4 ,ein anderer fand in der ,abftterung und ,kur seiner ,sangvgel hinreichende ,beschftigung1 um die ,zeit zwischen seiner eigenen ,abftterung und dem ,schlaf auszufllen4 ,eine alte begterte ,frau fand diese ,ausfllung am ,spinnrade1 unter dabei eingemischten unbedeutenden ,gesprchen1 und klagte daher in ihrem sehr hohen ,alter1 gleich als ber den ,verlust einer guten ,gesellschaft1 da1 da sie nunmehr den ,faden zwischen den ,fingern nicht mehr fhlen konnte1 sie fr ,langerweile zu sterben ,gefahr liefe4 ,doch1 damit mein ,diskurs ber das lange ,leben ,ihnen nicht auch ,langeweile mache und ebendadurch gefhrlich werde1 will ich der ,sprachseligkeit1 die man als einen ,fehler des ,alters zu belcheln1 wenngleich nicht zu schelten pflegt1 hiemit ,grenzen setzen4 ,von der ,hypochondrie4 ,die ,schwche1 sich seinen krankhaften ,gefhlen berhaupt1 ohne ein bestimmtes ,objekt1 mutlos zu berlassen -- mithin ohne den ,versuch zu machen1 ber sie durch die ,vernunft ,meister zu werden -- die ,grillenkrankheit 7hypochondria vaga7#f771 welche gar keinen bestimmten ,sitz im ,krper hat und ein ,geschpf der ,einbildungskraft ist und daher auch die dichtende heien knnte -- wo der ,patient alle ,krankheiten1 von denen er in ,bchern liest1 an sich zu bemerken glaubt1 -- ist das gerade ,widerspiel jenes ,vermgens des ,gemts ber seine krankhaften ,gefhle ,meister zu sein1 nmlich ,verzagtheit1 ber bel1 welche ,menschen zustoen knnten1 zu brten1 ohne1 wenn sie kmen1 ihnen widerstehen zu knnen2 eine ,art von ,wahnsinn1 welchem freilich wohl irgend ein ,krankheitsstoff 7,blhung oder ,verstopfung7 zum ,grunde liegen mag1 der aber nicht unmittelbar1 wie er den ,sinn affiziert1 gefhlt1 sondern als bevorstehendes bel von der dichtenden ,einbildungskraft vorgespiegelt wird2 wo dann der ,selbstquler 7,heautontimorumenos71 statt sich selbst zu ermannen1 vergeblich die ,hilfe des ,arztes aufruft2 weil nur er selbst1 durch die ,ditetik seines ,gedankenspiels1 belstigende ,vorstellungen1 die sich unwillkhrlich einfinden1 und zwar von beln1 wider die sich doch nichts veranstalten liee1 wenn sie sich wirklich einstellten1 aufheben kann4 -- ,von dem1 der mit dieser ,krankheit behaftet1 und solange er es ist1 kann man nicht verlangen1 er solle seiner krankhaften ,gefhle durch den bloen ,vorsatz ,meister werden4 ,denn1 wenn er dieses knnte1 so wre er nicht hypochondrisch4 ,ein vernnftiger ,mensch statuiert keine solche ,hypochondrie3 sondern1 wenn ihm ,bengstigungen anwandeln1 die in ,grillen1 d4 i4 selbst ausgedachte bel1 ausschlagen wollen1 so fragt er sich1 ob ein ,objekt derselben da sei4 ,findet er keines1 welches gegrndete ,ursache zu dieser ,bengstigung abgeben kann1 oder sieht er ein1 da1 wenn auch gleich ein solches wirklich wre1 doch dabei nichts zu thun mglich sei1 um seine ,wirkung abzuwenden1 so geht er mit diesem ,anspruche seines inneren ,gefhls zur ,tagesordnung1 d4 i4 er lt seine ,beklommenheit 7welche alsdann blo topisch ist7 an ihrer ,stelle liegen 7als ob sie ihn nichts anginge7 und richtet seine ,aufmerksamkeit auf die ,geschfte1 mit denen er zu thun hat4 7#f7 ,zum ,unterschiede von der topischen 7hypochondria abdominalis74 ,h4 ,ich habe wegen meiner flachen und engen ,brust1 die fr die ,bewegung des ,herzens und der ,lunge wenig ,spielraum lt1 eine natrliche ,anlage zur ,hypochondrie1 welche in frheren ,jahren bis an den berdru des ,lebens grenzte4 ,aber die berlegung1 da die ,ursache dieser ,herzbeklemmung vielleicht blo mechanisch und nicht zu heben sei1 brachte es bald dahin1 da ich mich an sie gar nicht kehrte1 und whrend dessen1 da ich mich in der ,brust beklommen fhlte1 im ,kopfe doch ,ruhe und ,heiterkeit herrschte1 die sich auch in der ,gesellschaft1 nicht nach abwechselnden ,launen 7wie ,hypochondrische pflegen71 sondern absichtlich und natrlich mitzuteilen nicht ermangelte4 ,und da man des ,lebens mehr froh wird durch das1 was man im freien ,gebrauch desselben thut1 als was man geniet1 so knnen ,geistesarbeiten eine andere ,art von befrdertem ,lebensgefhl den ,hemmungen entgegensetzen1 welche blo den ,krper angehen4 ,die ,beklemmung ist mir geblieben2 denn ihre ,ursache liegt in meinem krperlichen ,bau4 ,aber ber ihren ,einflu auf meine ,gedanken und ,handlungen bin ich ,meister geworden1 durch ,abkehrung der ,aufmerksamkeit von diesem ,gefhle1 als ob es mich gar nicht anginge7#g74 7#g7 ,selbst bei wirklichen ,krankheiten mssen wir wohl unterscheiden1 die ,krankheit und das ,gefhl der ,krankheit4 -- ,das letztere bertrifft mehrenteils die erste bei weitem2 ja man kann behaupten1 man wrde die eigentliche ,krankheit1 die oft nur in einer rtlich gestrten ,verrichtung eines oft unbedeutenden ,teiles besteht1 gar nicht bemerken1 wenn nicht die dadurch erregte allgemeine ,unlust und ,unbehaglichkeit1 oder unangenehmen ,gefhle und ,schmerzen1 unsern ,zustand hchst peinlich machten4 ,die ,gefhle aber1 diese ,einwirkung der ,krankheit auf das ,ganze1 stehen groenteils in unserer ,gewalt4 ,eine schwache1 verweichlichte ,seele1 eine dadurch erhhte ,empfindlichkeit1 wird dadurch vllig bermannt1 ein starker1 abgehrteter ,geist weiset sie zurck und unterdrckt sie4 -- ,jedermann gibt zu1 da es mglich ist1 durch ein unerwartetes ,ereignis1 durch eine angenehme ,zerstreuung1 genug durch etwas1 was die ,seele stark von sich abzieht1 sein krperliches ,leiden zu vergessen4 -- ,warum sollte dies nun nicht der eigne feste ,wille1 die eigne ,seelenkraft selbst bewirken knnen8 -- ,das grte ,mittel gegen ,hypochondrie und alle eingebildete bel1 ist in der ,that das ,objektivieren seiner selbst1 so wie die ,hauptursache der ,hypochondrie und ihr eigentliches ,wesen nichts anders ist1 als das ,subjektivieren aller ,dinge1 das heit1 da das physische ,ich die ,herrschaft ber alles erhalten hat1 der alleinige ,gedanke1 die fixe ,idee wird1 und alles andere unter diese ,kategorie bringt4 -- ,ich habe daher immer gefunden1 da1 je praktisch-thtiger das ,leben eines ,menschen ist1 das heit1 je mehr es ihn immer nach auen zieht1 desto sicherer ist er fr ,hypochondrie4 ,den besten ,beweis geben uns die praktischen rzte4 ,sie sind unaufhrlich mit ,krankheiten beschftigt1 und ,krankheit1 belbefinden wird zuletzt der herrschende ,gegenstand ihres ,denkens4 ,hier sollte also sehr leicht dasselbe auch der herrschende ,gegenstand ihres ,ichs werden1 und es mten folglich alle rzte endlich hypochondrisch werden4 -- ,und dennoch sehen wir1 da gerade praktische rzte fast nie an ,hypochondrie leiden4 -- ,warum8 ,weil sie sich von ,anfang an gewhnen1 alle bel zu objektivieren1 wodurch sie am ,ende dahin gelangen1 sich selbst und ihre eignen bel zu objektivieren1 sie von ihrem wahren ,ich zu trennen und zum ,gegenstand der ,auenwelt und der ,kunst zu machen4 -- ,denn das wahre ,ich wird nie krank4 ,h4 ,vom ,schlafe4 ,was die ,trken1 nach ihren ,grundstzen der ,prdestination1 ber die ,migkeit sagen3 da nmlich im ,anfange der ,welt jedem ,menschen die ,portion zugemessen worden1 wieviel er im ,leben zu essen haben werde1 und1 wenn er sein beschieden ,teil in groen ,portionen verzehrt1 er auf eine desto krzere ,zeit zu essen1 mithin zu sein1 sich ,rechnung machen knne3 das kann in einer ,ditetik1 als ,kinderlehre -- denn im ,genieen mssen auch ,mnner von rzten oft als ,kinder behandelt werden1 -- auch zur ,regel dienen3 nmlich da jedem ,menschen von ,anbeginn her vom ,verhngnisse seine ,portion ,schlaf zugemessen worden1 und der1 welcher von seiner ,lebenszeit in ,mannsjahren zu viel 7ber das ,dritteil7 dem ,schlafen eingerumt hat1 sich nicht eine lange ,zeit zu schlafen1 d4 i4 zu leben und alt zu werden1 versprechen darf4 -- ,wer dem ,schlaf als sen ,genu im ,schlummern 7der ,siesta der ,spanier7 oder als ,zeitkrzung 7in langen ,winternchten7 viel mehr als ein ,dritteil seiner ,lebenszeit einrumt1 oder ihm sich auch teilweise 7mit ,abstzen71 nicht in einem ,stck1 fr jeden ,tag zumit1 verrechnet sich sehr in ,ansehung seines ,lebensquantum1 teils dem ,grade1 teils der ,lnge nach4 -- ,da nun schwerlich ein ,mensch wnschen wird1 da der ,schlaf berhaupt gar nicht ,bedrfnis fr ihn wre1 -- woraus doch wohl erhellet1 da er das lange ,leben als eine lange ,plage fhlt2 von dem1 so viel er verschlafen1 ebensoviel ,mhseligkeit zu tragen er sich ersparet hat -- so ist es geratener1 frs ,gefhl sowohl als fr die ,vernunft1 dieses genu- und thatleere ,drittel ganz auf eine ,seite zu bringen und es der unentbehrlichen ,naturrestauration zu berlassen3 doch mit einer genauen ,abgemessenheit der ,zeit1 von wo an und wie lange sie dauern soll7#h74 7#h7 ,die naturgemeste ,einteilung des ,tages bleibt gewi diese3 ,acht ,stunden der ,arbeit1 acht ,stunden der ,ruhe und acht ,stunden der ,nahrung1 krperlichen ,bewegung1 ,gesellschaft und ,aufheiterung4 ,h4 99 99 99 99 99 ,es gehrt unter die krankhaften ,gefhle zu der bestimmten und gewohnten ,zeit nicht schlafen1 oder auch sich nicht wach halten zu knnen2 vornehmlich aber das erstere2 in dieser ,absicht sich zu ,bette zu legen und doch schlaflos zu liegen4 -- ,sich alle ,gedanken aus dem ,kopf zu schlagen ist zwar der gewhnliche ,rat1 den der ,arzt gibt2 aber sie1 oder andere an ihre ,stelle1 kommen wieder und erhalten wach4 ,es ist kein anderer ditetischer ,rat1 als beim inneren ,wahrnehmen oder ,bewutwerden irgend eines sich regenden ,gedanken1 die ,aufmerksamkeit davon sofort abzuwenden 7gleich als ob man mit geschlossenen ,augen diese auf eine andere ,seite kehrte73 wo dann durch das ,abbrechen jedes ,gedanken1 den man inne wird1 allmhlich eine ,verwirrung der ,vorstellungen entspringt1 dadurch das ,bewutsein seiner krperlichen 7uern7 ,lage aufgehoben wird1 und eine ganz verschiedene ,ordnung1 nmlich ein unwillkrliches ,spiel der ,einbildungskraft 7das im gesunden ,zustande der ,traum ist7 eintritt1 in welchem1 durch ein bewundernswrdiges ,kunststck der tierischen ,organisation1 der ,krper fr die animalischen ,bewegungen abgespannt1 fr die ,vitalbewegung aber innigst agitiert wird und zwar durch ,trume1 die1 wenn wir uns gleich derselben im ,erwachen nicht erinnern1 gleichwohl nicht haben ausbleiben knnen3 weil sonst bei gnzlicher ,ermangelung derselben1 wenn die ,nervenkraft1 die vom ,gehirn1 dem ,sitze der ,vorstellungen1 ausgeht1 nicht mit der ,muskelkraft der ,eingeweide vereinigt wirkte1 das ,leben sich nicht einen ,augenblick erhalten knnte4 ,daher trumen vermutlich alle ,tiere1 wenn sie schlafen4 ,jedermann aber1 der sich zu ,bette und in ,bereitschaft zu schlafen gelegt hat1 wird bisweilen1 bei aller obgedachten ,ablenkung seiner ,gedanken1 doch nicht zum ,einschlafen kommen knnen4 ,in diesem ,fall wird er im ,gehirn etwas ,spastisches 7,krampfartiges7 fhlen1 welches auch mit der ,beobachtung gut zusammenhngt3 da ein ,mensch gleich nach dem ,erwachen etwa ,zoll lnger sei1 als wenn er sogar im ,bette geblieben und dabei nur gewacht htte4 -- ,da ,schlaflosigkeit ein ,fehler des schwchlichen ,alters und die linke ,seite berhaupt genommen die schwchere ist7#i71 so fhlte ich seit etwa einem ,jahre diese krampfichte ,anwandelungen und sehr empfindliche ,reize dieser ,art 7obzwar nicht wirkliche und sichtbare ,bewegungen der darauf affizierten ,gliedmaen als ,krmpfe71 die ich nach der ,beschreibung anderer fr gichtische ,zuflle halten und dafr einen ,arzt suchen mute4 ,nun aber1 aus ,ungeduld1 am ,schlafen mich gehindert zu fhlen1 griff ich bald zu meinem stoischen ,mittel1 meinen ,gedanken mit ,anstrengung auf irgend ein von mir gewhltes gleichgltiges ,objekt1 was es auch sei 7z4 ,b4 auf den viel ,nebenvorstellungen enthaltenden ,namen ,cicero71 zu heften3 mithin die ,aufmerksamkeit von jener ,empfindung abzulenken2 dadurch diese dann1 und zwar schleunig1 stumpf wurden1 und so die ,schlfrigkeit sie berwog1 und dieses kann ich jederzeit1 bei wiederkommenden ,anfllen dieser ,art in den kleinen ,unterbrechungen des ,nachtschlafs1 mit gleich gutem ,erfolg wiederholen4 ,da aber dieses nicht etwa blo eingebildete ,schmerzen waren1 davon konnte mich die des andern ,morgens frh sich zeigende glhende ,rte der ,zehen des linken ,fues berzeugen4 -- ,ich bin gewi1 da viele gichtische ,zuflle1 wenn nur die ,dit des ,genusses nicht gar zu sehr dawider ist1 ja ,krmpfe und selbst epileptische ,zuflle 7nur nicht bei ,weibern und ,kindern1 als die dergleichen ,kraft des ,vorsatzes nicht haben71 auch wohl das fr unheilbar verschriene ,podagra1 bei jeder neuen ,anwandlung desselben durch diese ,festigkeit des ,vorsatzes 7seine ,aufmerksamkeit von einem solchen ,leiden abzuwenden7 abgehalten und nach und nach gehoben werden knnte7#aj74 7#i7 ,es ist ein ganz unrichtiges ,vorgeben1 da1 was die ,strke im ,gebrauch seiner uern ,gliedmaen betrifft1 es blo auf die bung und wie man frh gewhnt worden1 ankomme1 welche von beiden ,seiten des ,krpers die strkere oder schwchere sein solle2 ob im ,gefechte mit dem rechten oder linken ,arm der ,sbel gefhrt1 ob sich der ,reiter im ,steigbgel stehend von der rechten zur linken oder umgekehrt aufs ,pferd schwinge c4 ,die ,erfahrung lehrt aber1 da1 wer sich am linken ,fue ,ma fr seine ,schuhe nehmen lt1 wenn der ,schuh dem linken genau anpat1 er fr den rechten zu enge sei1 ohne da man die ,schuld davon den ,eltern geben kann1 die ihre ,kinder nicht besser belehrt htten2 so wie der ,vorzug der rechten ,seite vor der linken auch daran zu sehen ist1 da der1 welcher ber einen tiefen ,graben schreiten will1 den linken ,fu ansetzt und mit dem rechten berschreitet3 widrigen ,falls er in den ,graben zu fallen ,gefahr luft4 ,da der preuische ,infanterist gebt wird mit dem linken ,fue anzutreten1 widerlegt jenen ,satz nicht1 sondern besttigt ihn vielmehr2 denn er setzt diesen voran1 gleich als auf ein ,hypomochlium1 um mit der rechten ,seite den ,schwung des ,angriffs zu machen1 welchen er mit der rechten gegen die linke verrichtet4 7#aj7 ,unglaublich ist es1 was der ,mensch vermag1 auch im ,physischen1 durch die ,kraft des festen ,willens2 und so auch durch die ,not1 die oft allein einen solchen festen ,willen hervorzubringen vermag4 ,woher kmmt es1 da die arbeitende1 durch ,not oder ,pflicht zur ,arbeit getriebene1 ,klasse viel weniger krnkelt1 als die miggehende8 ,hauptschlich daher1 da jene keine ,zeit hat krank zu sein und also eine ,menge ,anwandelungen von ,krankheiten bergeht1 das heit1 in der ,arbeit sie vergit und dadurch wirklich berwindet und aufhebt1 statt da der ,mige1 den ,gefhlen nachgebend und sie pflegend1 dadurch oft den ,keim erst zu ,krankheiten ausbildet4 ,wie oft habe ich diese ,erfahrung in meinem ,berufsleben an mir selbst gemacht1 und welcher ,pflicht- und ,berufsmensch hat sie nicht gemacht6 -- ,wie oft glaubte ich frh nicht im stande zu sein1 wegen krperlicher ,beschwerden das ,zimmer zu verlassen -- die ,pflicht rief zum ,krankenbett oder aufs ,katheder1 und so sauer es anfangs wurde1 nach einiger ,zeit der ,anstrengung war das bel vergessen1 der ,geist siegte ber den ,leib1 und die ,gesundheit war wiederhergestellt4 ,ja am auffallendsten zeigte sich die ,kraft des ,geistigen bei ansteckenden und epidemischen ,krankheiten4 ,es ist eine ausgemachte ,erfahrungssache1 da die1 welche guten ,mut haben1 sich nicht frchten und ekeln1 am wenigsten angesteckt werden4 ,aber da eine schon wirklich geschehene ,ansteckung noch durch freudige ,exaltation des ,geistes wieder aufgehoben werden knne1 davon bin ich selbst ein ,beispiel4 -- ,ich hatte in dem ,kriegsjahre #ahjg1 wo in ,preuen ein pestartiges ,faulfieber herrschte1 viele solche ,kranke zu behandeln und fhlte eines ,morgens bei dem ,erwachen alle ,zeichen der ,ansteckung1 ,schwindel1 ,kopfbetubung1 ,zerschlagenheit der ,glieder1 genug alle ,vorboten1 die bekanntlich mehrere ,tage dauern knnen1 ehe die ,krankheit wirklich ausbricht4 -- ,aber die ,pflicht gebot2 andere waren krnker als ich4 ,ich beschlo1 meine ,geschfte wie gewhnlich zu verrichten und mittags einem frohen ,mahle beizuwohnen1 wozu ich eingeladen war4 ,hier berlie ich mich einige ,stunden ganz der ,freude und dem lauten ,frohsinn1 der mich umgab1 trank absichtlich mehr ,wein wie gewhnlich1 ging mit einem knstlich erregten ,fieber nach ,hause1 legte mich zu ,bett1 schwitzte die ,nacht hindurch reichlich und war am andern ,morgen vllig hergestellt4 ,h4 ,vom ,essen und ,trinken4 ,im gesunden ,zustande und der ,jugend ist es das ,geratenste in ,ansehung des ,genusses1 der ,zeit und ,menge nach1 blo den ,appetit 7,hunger und ,durst7 zu befragen2 aber bei den mit dem ,alter sich einfindenden ,schwchen ist eine gewisse ,angewohnheit einer geprften und heilsam gefundenen ,lebensart1 nmlich wie man es einen ,tag gehalten hat1 es ebenso alle ,tage zu halten1 ein ditetischer ,grundsatz1 welcher dem langen ,leben am gnstigsten ist2 doch unter der ,bedingung1 da diese ,abftterung fr den sich weigernden ,appetit die gehrigen ,ausnahmen mache4 -- ,dieser nmlich weigert im ,alter die ,quantitt des ,flssigen 7,suppen oder viel ,wasser zu trinken7 vornehmlich dem mnnlichen ,geschlecht3 verlangt dagegen derbere ,kost und anreizenderes ,getrnke 7z4 ,b4 ,wein71 sowohl um die wurmfrmige ,bewegung der ,gedrme -- die unter allen ,eingeweiden am meisten von der vita propria zu haben scheinen1 weil sie1 wenn sie noch warm aus dem ,tier gerissen und zerhauen werden1 als ,wrmer kriechen1 deren ,arbeit man nicht blo fhlen1 sondern sogar hren kann -- zu befrdern und zugleich solche ,teile in den ,blutumlauf zu bringen1 die durch ihren ,reiz das ,geder zur ,blutbewegung im ,umlauf zu erhalten befrderlich sind4 ,das ,wasser braucht aber bei alten ,leuten lngere ,zeit1 um1 ins ,blut aufgenommen1 den langen ,gang seiner ,absonderung von der ,blutmasse durch die ,nieren zur ,harnblase zu machen1 wenn es nicht dem ,blute assimilierte ,teile 7dergleichen der ,wein ist7 und die einen ,reiz der ,blutgefe zum ,fortschaffen bei sich fhren1 in sich enthlt2 welcher letztere aber alsdann als ,medizin gebraucht wird1 dessen knstlicher ,gebrauch ebendadurch eigentlich nicht zur ,ditetik gehrt4 ,der ,anwandelung des ,appetits zum ,wassertrinken 7dem ,durst71 welche groenteils nur ,angewohnheit ist1 nicht sofort nachzugeben und ein hierber genommener fester ,vorsatz bringt diesen ,reiz in das ,ma des natrlichen ,bedrfnisses1 des den festen ,speisen beizugebenden ,flssigen1 dessen ,genu in ,menge im ,alter selbst durch den ,naturinstinkt geweigert wird4 ,man schlft auch nicht gut1 wenigstens nicht tief bei dieser ,wasserschwelgerei1 weil die ,blutwrme dadurch vermindert wird4 ,es ist oft gefragt worden3 ob1 gleich wie in #bd ,stunden nur ,ein ,schlaf1 so auch in ebensoviel ,stunden nur ,eine ,mahlzeit nach ditetischer ,regel verwilligt werden knne1 oder ob es nicht besser 7gesunder7 sei1 dem ,appetit am ,mittagstische etwas abzubrechen1 um dafr auch zu ,nacht essen zu knnen4 ,zeitkrzender ist freilich das letztere4 -- ,das erstere halte ich auch in den sogenannten besten ,lebensjahren 7dem ,mittelalter7 fr zutrglicher2 das letztere aber im spteren ,alter4 ,denn1 da das ,stadium fr die ,operation der ,gedrme zum ,behuf der ,verdauung im ,alter ohne ,zweifel langsamer abluft1 als in jngeren ,jahren1 so kann man glauben1 da ein neues ,pensum 7in einer ,abendmahlzeit7 der ,natur aufzugeben1 indessen da das erstere ,stadium der ,verdauung noch nicht abgelaufen ist1 der ,gesundheit nachteilig werden msse4 -- ,auf solche ,weise kann man den ,anreiz zum ,abendessen1 nach einer hinreichenden ,sttigung des ,mittags1 fr ein krankhaftes ,gefhl halten1 dessen man durch einen festen ,vorsatz so ,meister werden kann1 da auch die ,anwandelung desselben nachgerade nicht mehr versprt wird4 ,von dem krankhaften ,gefhl aus der ,unzeit im ,denken4 ,einem ,gelehrten ist das ,denken ein ,nahrungsmittel1 ohne welches1 wenn er wach und allein ist1 er nicht leben kann2 jenes mag nun im ,lernen 7,bcherlesen7 oder im ,ausdenken 7,nachsinnen und ,erfinden7 bestehen4 ,aber beim ,essen oder ,gehen sich zugleich angestrengt mit einem bestimmten ,gedanken beschftigen1 ,kopf und ,magen oder ,kopf und ,fe mit zwei ,arbeiten zugleich belstigen1 davon bringt das eine ,hypochondrie1 das andere ,schwindel hervor4 ,um also dieses krankhaften ,zustandes durch ,ditetik ,meister zu sein1 wird nichts weiter erfordert1 als die mechanische ,beschftigung des ,magens1 oder der ,fe1 mit der geistigen des ,denkens wechseln zu lassen und whrend dieser 7der ,restauration gewidmeten7 ,zeit das absichtliche ,denken zu hemmen und dem 7dem mechanischen hnlichen7 freien ,spiele der ,einbildungskraft den ,lauf zu lassen2 wozu aber bei einem ,studierenden ein allgemein gefater und fester ,vorsatz der ,dit im ,denken erfordert wird4 ,es finden sich krankhafte ,gefhle ein1 wenn man in einer ,mahlzeit ohne ,gesellschaft sich zugleich mit ,bcherlesen oder ,nachdenken beschftigt1 weil die ,lebenskraft durch ,kopfarbeit von dem ,magen1 den man belstigt1 abgeleitet wird4 ,ebenso1 wenn dieses ,nachdenken mit der krafterschpfenden ,arbeit der ,fe 7im ,promenieren7#aa77 verbunden wird4 ,man kann das ,lukubrieren noch hinzufgen1 wenn es ungewhnlich ist4 ,indessen sind die krankhaften ,gefhle aus diesen unzeitig 7invita ,minerva7 vorgenommenen ,geistesarbeiten doch nicht von der ,art1 da sie sich unmittelbar durch den bloen ,vorsatz augenblicklich1 sondern allein durch ,entwhnung1 vermge eines entgegengesetzten ,prinzips1 nach und nach heben lassen1 und von den ersteren soll hier nur geredet werden4 7#aa7 ,studierende knnen es schwerlich unterlassen1 in einsamen ,spaziergngen sich mit ,nachdenken selbst und allein zu unterhalten4 ,ich habe es aber an mir gefunden und auch von andern1 die ich darum befrug1 gehrt3 da das angestrengte ,denken im ,gehen geschwinde matt macht2 dagegen1 wenn man sich dem freien ,spiel der ,einbildungskraft berlt1 die ,motion restaurierend ist4 ,noch mehr geschieht dieses1 wenn bei dieser mit ,nachdenken verbundenen ,bewegung zugleich ,unterredung mit einem andern gehalten wird1 so1 da man sich bald gentigt sieht das ,spiel seiner ,gedanken sitzend fortzusetzen4 -- ,das ,spazieren im ,freien hat gerade die ,absicht durch den ,wechsel der ,gegenstnde seine ,aufmerksamkeit auf jeden einzelnen abzuspannen4 ,von der ,hebung und ,verhtung krankhafter ,zuflle durch den ,vorsatz im ,atemziehen4 ,ich war vor wenigen ,jahren noch dann und wann vom ,schnupfen und ,husten heimgesucht1 welche beide ,zuflle mir desto ungelegener waren1 als sie sich bisweilen beim ,schlafengehen zutrugen4 ,gleichsam entrstet ber diese ,strung des ,nachtschlafs entschlo ich mich1 was den ersteren ,zufall betrifft1 mit fest geschlossenen ,lippen durchaus die ,luft durch die ,nase zu ziehen3 welches mir anfangs nur mit einem schwachen ,pfeifen1 und da ich nicht absetzte1 oder nachlie1 immer mit strkeren1 zuletzt mit vollen und freien ,luftzuge gelang1 es durch die ,nase zu stande zu bringen1 darber ich dann sofort einschlief4 -- ,was dieses gleichsam konvulsivische und mit dazwischen vorfallenden ,einatmen 7nicht wie beim ,lachen ein kontinuiertes1 stoweise erschallendes7 ,ausatmen1 den ,husten betrifft1 vornehmlich den1 welchen der gemeine ,mann in ,england den ,altmannshusten 7im ,bette liegend7 nennt1 so war er mir um so mehr ungelegen1 da er sich bisweilen bald nach der ,erwrmung im ,bette einstellte und das ,einschlafen verzgerte4 ,dieses ,husten1 welches durch den ,reiz der mit offenen ,munde eingeatmeten ,luft auf den ,luftrhrenkopf erregt wird7#ab71 nun zu hemmen1 bedurfte es einer nicht mechanischen 7pharmazeutischen71 sondern nur unmittelbaren ,gemtsoperation1 nmlich die ,aufmerksamkeit auf diesen ,reiz dadurch ganz abzulenken1 da sie mit ,anstrengung auf irgend ein ,objekt 7wie oben bei krampfhaften ,zufllen7 gerichtet und dadurch das ,ausstoen der ,luft gehemmet wurde1 welches mir1 wie ich es deutlich fhlete1 das ,blut ins ,gesicht trieb1 wobei aber der durch denselben ,reiz erregte flssige ,speichel 7saliva7 die ,wirkung dieses ,reizes1 nmlich die ,ausstoung der ,luft1 verhinderte und ein ,herunterschlucken dieser ,feuchtigkeit bewirkte4 -- -- ,eine ,gemtsoperation1 zu der ein recht groer ,grad des festen ,vorsatzes erforderlich1 der aber darum auch desto wohlthtiger ist4 7#ab7 ,sollte auch nicht die atmosphrische ,luft1 wenn sie durch die ,eustachische ,rhre 7also bei geschlossenen ,lippen7 zirkuliert1 dadurch1 da sie auf diesem dem ,gehirn naheliegenden ,umwege ,sauerstoff absetzt1 das erquickende ,gefhl gestrkter ,lebensorgane bewirken1 welches dem hnlich ist1 als ob man ,luft trinke2 wobei diese1 ob sie zwar keinen ,geruch hat1 doch die ,geruchsnerven und die denselben naheliegende einsaugende ,gefe strkt8 ,bei manchem ,wetter findet sich dieses ,erquickliche des ,genusses der ,luft nicht2 bei andern ist es eine wahre ,annehmlichkeit sie auf seiner ,wanderung mit langen ,zgen zu trinken3 welches das ,einatmen mit offenem ,munde nicht bewhrt4 -- -- ,das ist aber von der grten ditetischen ,wichtigkeit1 den ,atemzug durch die ,nase bei geschlossenen ,lippen sich so zur ,gewohnheit zu machen1 da er selbst im tiefsten ,schlaf nicht anders verrichtet wird und man sogleich aufwacht1 sobald er mit offenem ,munde geschieht1 und dadurch gleichsam aufgeschreckt wird2 wie ich das anfnglich1 ehe es mir zur ,gewohnheit wurde auf solche ,weise zu atmen1 bisweilen erfuhr4 -- ,wenn man gentigt ist stark oder bergan zu schreiten1 so gehrt grere ,strke des ,vorsatzes dazu1 von jener ,regel nicht abzuweichen und eher seine ,schritte zu migen1 als von ihr eine ,ausnahme zu machen2 ingleichen1 wenn es um starke ,motion zu thun ist1 die etwa ein ,erzieher seinen ,zglingen geben will1 da dieser sie ihre ,bewegung lieber stumm als mit fterer ,einatmung durch den ,mund machen lasse4 ,meine jungen ,freunde 7ehemalige ,zuhrer7 haben diese ditetische ,maxime als probat und heilsam gepriesen und sie nicht unter die ,kleinigkeiten gezhlt1 weil sie bloes ,hausmittel ist1 das den ,arzt entbehrlich macht4 -- ,merkwrdig ist noch3 da1 da es scheint1 beim lange fortgesetzten ,sprechen geschehe das ,einatmen auch durch den so oft geffneten ,mund1 mithin jene ,regel werde da doch ohne ,schaden berschritten1 es sich wirklich nicht so verhlt4 ,denn es geschieht doch auch durch die ,nase4 ,denn wre diese zu der ,zeit verstopft1 so wrde man von dem ,redner sagen1 er spreche durch die ,nase 7ein sehr widriger ,laut71 indem er wirklich nicht durch die ,nase sprche1 und umgekehrt1 er spreche nicht durch die ,nase1 indem er wirklich durch die ,nase spricht3 wie es ,hr4 ,hofrat ,lichtenberg launicht und richtig bemerkt -- das ist auch der ,grund1 warum der1 welcher lange und laut spricht 7,vorleser oder ,prediger71 es ohne ,rauhigkeit der ,kehle eine ,stunde lang wohl aushalten kann2 weil nmlich sein ,atemziehen eigentlich durch die ,nase1 nicht durch den ,mund1 geschieht1 als durch welchen nur das ,ausatmen verrichtet wird4 -- ,ein ,nebenvorteil dieser ,angewohnheit des ,atemzuges mit bestndig geschlossenen ,lippen1 wenn man fr sich allein wenigstens nicht im ,diskurs begriffen ist1 ist der3 da die sich immer absondernde und den ,schlund befeuchtende ,saliva hiebei zugleich als ,verdauungsmittel 7stomachale71 vielleicht auch 7verschluckt7 als ,abfhrungsmittel wirkt2 wenn man fest genug entschlossen ist sie nicht durch ble ,angewohnheit zu verschwenden4 ,h4 ,von den ,folgen dieser ,angewohnheit des ,atemziehens mit geschlossenen ,lippen4 ,die unmittelbare ,folge davon ist1 da sie auch im ,schlafe fortwhrt1 und ich sogleich aus dem ,schlafe aufgeschreckt werde1 wenn ich zuflligerweise die ,lippen ffne und ein ,atemzug durch den ,mund geschieht3 woraus man sieht1 da der ,schlaf und mit ihm der ,traum1 nicht eine so gnzliche ,abwesenheit von dem ,zustande des ,wachenden ist1 da sich nicht auch eine ,aufmerksamkeit auf seine ,lage in jenem ,zustande mit einmische3 wie man denn dieses auch daraus abnehmen kann1 da die1 welche sich des ,abends vorher vorgenommen haben1 frher als gewhnlich 7etwa zu einer ,spazierfahrt7 aufzustehen1 auch frher erwachen1 indem sie vermutlich durch die ,stadtuhren aufgeweckt werden1 die sie also auch mitten im ,schlaf haben hren und darauf acht geben mssen4 -- ,die mittelbare ,folge dieser lblichen ,angewhnung ist3 da das unwillkrliche abgentigte ,husten 7nicht das ,aufhusten eines ,schleims als beabsichtigter ,auswurf7 in beiderlei ,zustande verhtet und so durch die bloe ,macht des ,vorsatzes eine ,krankheit verhtet wird4 -- -- ,ich habe sogar gefunden1 da1 da mich nach ausgelschtem ,licht 7und eben zu ,bette gelegt7 auf einmal ein starker ,durst anwandelte1 den mit ,wassertrinken zu lschen ich im ,finstern htte in eine andere ,stube gehen und durch ,herumtappen das ,wassergeschirr suchen mssen1 ich darauf fiel1 verschiedene und starke ,atemzge mit ,erhebung der ,brust zu thun und gleichsam ,luft durch die ,nase zu trinken1 wodurch der ,durst in wenig ,sekunden vllig gelscht war4 ,es war ein krankhafter ,reiz1 der durch einen ,gegenreiz gehoben ward4 ,denkgeschft -- ,alter4 ,krankhafte ,zuflle1 in ,ansehung deren das ,gemt das ,vermgen besitzt1 des ,gefhls derselben durch den bloen standhaften ,willen des ,menschen1 als einer ,obermacht des vernnftigen ,tieres1 ,meister werden zu knnen1 sind alle von der spastischen 7krampfhaften7 ,art3 man kann aber nicht umgekehrt sagen1 da alle von dieser ,art durch den bloen festen ,vorsatz gehemmet oder gehoben werden knnen4 -- ,denn einige derselben sind von der ,beschaffenheit1 da die ,versuche sie der ,kraft des ,vorsatzes zu unterwerfen1 das krampfhafte ,leiden vielmehr noch verstrken3 wie es der ,fall mit mir selber ist1 da diejenige ,krankheit1 welche vor etwa einem ,jahr in der ,kopenhagener ,zeitung als epidemischer1 mit ,kopfbedrckung verbundener ,katarrh beschrieben wurde7#ac7 7bei mir aber wohl ein ,jahr lter aber doch von hnlicher ,empfindung ist7 mich fr eigene ,kopfarbeiten gleichsam desorganisiert1 wenigstens geschwcht und stumpf gemacht hat1 und1 da sich diese ,bedrckung auf die natrliche ,schwche des ,alters geworfen hat1 wohl nicht anders als mit dem ,leben zugleich aufhren wird4 7#ac7 ,ich halte sie fr eine ,gicht1 die sich zum ,teil aufs ,gehirn geworfen hat4 ,die krankhafte ,beschaffenheit des ,patienten1 die das ,denken1 insofern es ein ,festhalten eines ,begriffs -- der ,einheit des ,bewutseins verbundener ,vorstellungen -- ist1 begleitet und erschwert1 bringt das ,gefhl eines spastischen ,zustandes des ,organs des ,denkens 7des ,gehirns7 als eines ,drucks hervor1 der zwar das ,denken und ,nachdenken selbst ingleichen das ,gedchtnis in ,ansehung des ehedem ,gedachten eigentlich nicht schwcht1 aber im ,vortrage 7dem mndlichen oder schriftlichen7 das feste ,zusammenhalten der ,vorstellungen in ihrer ,zeitfolge wider ,zerstreuung sichern soll1 und bewirkt selbst einen unwillkrlichen spastischen ,zustand des ,gehirns1 als ein ,unvermgen1 bei dem ,wechsel der aufeinander folgenden ,vorstellungen die ,einheit des ,bewutseins derselben zu erhalten4 ,daher begegnet es mir1 da1 wenn ich1 wie es in jeder ,rede jederzeit geschieht1 zuerst zu dem1 was ich sagen will1 den ,hrer oder ,leser vorbereite1 ihm den ,gegenstand1 wohin ich gehen will1 in der ,aussicht1 dann ihn auch auf das1 wovon ich ausgegangen bin1 zurckgewiesen habe -- ohne welche zwei ,hinweisungen kein ,zusammenhang der ,rede stattfindet -- und ich nun das letztere mit dem ersteren verknpfen soll1 ich auf einmal meinen ,zuhrer1 oder stillschweigend mich selbst1 fragen mu3 ,wo war ich doch8 ,wovon ging ich aus8 ,welcher ,fehler nicht sowohl ein ,fehler des ,geistes1 noch des ,gedchtnisses allein1 sondern der ,geistesgegenwart 7im ,verknpfen71 d4 i4 unwillkrliche ,zerstreuung1 und ein sehr peinigender ,fehler ist1 dem man zwar in ,schriften -- zumal den philosophischen1 weil man da nicht immer so leicht zurcksehen kann1 von wo man ausging -- mhsam vorbeugen1 aber mit aller ,mhe nie vllig vergten kann4 ,mit dem ,mathematiker1 der seine ,begriffe1 oder die ,stellvertreter derselben 7,gren- und ,zahlenzeichen71 in der ,anschauung vor sich hinstellen und1 da1 soweit er gegangen ist1 alles richtig sei1 versichert sein kann1 ist es anders bewandt als mit dem ,arbeiter im ,fache der1 vornehmlich reinen1 ,philosophie 7,logik und ,metaphysik71 der seinen ,gegenstand in der ,luft vor sich schwebend erhalten mu1 und ihn nicht blo teilweise1 sondern jederzeit zugleich in einem ,ganzen des ,systems 7d4 r4 ,v471 sich darstellen und prfen mu4 ,daher es eben nicht zu verwundern ist1 wenn ein ,metaphysiker eher invalid wird als der ,studierende in einem anderen ,fache1 ingleichen als ,geschftsphilosophen2 indessen da es doch einige derer geben mu1 die sich jenem ganz widmen1 weil ohne ,metaphysik berhaupt es gar keine ,philosophie geben knnte4 ,hieraus ist auch zu erklren1 wie jemand fr sein ,alter gesund zu sein sich rhmen kann1 ob er zwar in ,ansehung gewisser ihm obliegenden ,geschfte sich in die ,krankenliste mte einschreiben lassen4 ,denn1 weil das ,unvermgen zugleich den ,gebrauch und mit diesem auch den ,verbrauch und die ,erschpfung der ,lebenskraft abhlt1 und er gleichsam nur in einer niedrigeren ,stufe 7als vegetierendes ,wesen7 zu leben gesteht1 nmlich essen1 sehen und schlafen zu knnen1 was fr seine animalische ,existenz gesund1 fr die brgerliche 7zu ffentlichen ,geschften verpflichtete7 ,existenz aber krank1 d4 i4 invalid1 heit3 so widerspricht sich dieser ,kandidat des ,todes hiemit gar nicht4 ,dahin fhrt die ,kunst das menschliche ,leben zu verlngern3 da man endlich unter den ,lebenden nur so geduldet wird1 welches eben nicht die ergtzlichste ,lage ist7#ad74 7#ad7 ,dies ,resultat1 so wenig trstlich es ist1 ist vollkommen richtig1 sobald wir an das1 was der ,mensch im vollkommenen ,sinn ist und sein soll1 denken4 ,aber selbst das ,beispiel des wrdigen ,herrn ,verfassers gibt ja einen sprechenden ,beweis1 was der ,mensch auch im ,alter noch fr andere sein kann1 wenn die ,vernunft immer1 wie hier1 seine oberste ,gesetzgeberin war4 -- ,und gesetzt auch1 es fehlte ganz an dieser objektiven und brgerlichen ,existenz1 sind uns nicht auch die ,ruinen eines schnen und groen ,gebudes heilig und schtzbar8 dienen sie uns nicht als ,denkzeichen des ,vergangenen1 als ,winke der ,zukunft1 als ,lehre und ,beispiel8 ,h4 ,hieran aber habe ich selber schuld4 ,denn warum will ich auch der hinanstrebenden jngeren ,welt nicht ,platz machen und um zu leben mir den gewhnten ,genu des ,lebens schmlern3 warum ein schwchliches ,leben durch ,entsagungen in ungewhnliche ,lnge ziehen1 die ,sterbelisten1 in denen doch auf den ,zuschnitt der von ,natur schwcheren und ihre mutmaliche ,lebensdauer mit gerechnet ist1 durch mein ,beispiel in ,verwirrung bringen1 und das alles1 was man sonst ,schicksal nannte 7dem man sich demtig und andchtig unterwarf71 dem eigenen festen ,vorsatze unterwerfen2 welcher doch schwerlich zur allgemeinen ditetischen ,regel1 nach welcher die ,vernunft unmittelbar ,heilkraft ausbt1 aufgenommen werden und die therapeutische ,formeln der ,offizin jemals verdrngen wird8 ,nachschrift4 ,vorsorge fr die ,augen von seiten der ,buchdrucker und ,verleger4 ,den ,verfasser der ,kunst das menschliche 7auch besonders das litterarische7 ,leben zu verlngern1 darf ich also dazu wohl auffordern1 da er wohlwollend auch darauf bedacht sei1 die ,augen der ,leser -- vornehmlich der jetzt groen ,zahl der ,leserinnen1 die den belstand der ,brille noch hrter fhlen drften -- in ,schutz zu nehmen3 auf welche jetzt aus elender ,ziererei der ,buchdrucker 7denn ,buchstaben haben doch als ,malerei schlechterdings nichts ,schnes an sich71 von allen ,seiten ,jagd gemacht wird2 damit nicht so1 wie in ,marokko1 durch weie bertnchung aller ,huser ein groer ,teil der ,einwohner der ,stadt blind ist1 dieses bel aus hnlicher ,ursache auch bei uns einreie1 vielmehr die ,buchdrucker desfalls unter ,polizeigesetze gebracht werden4 -- ,die jetzige ,mode will es dagegen anders1 nmlich3 #a7 ,nicht mit schwarzer1 sondern grauer ,tinte 7weil es sanfter und lieblicher auf schnem weien ,papier absteche71 zu drucken4 #b7 ,mit ,didotschen ,lettern1 von schmalen ,fen1 nicht mit ,breitkopfschen1 die ihrem ,namen ,buchstaben 7gleichsam bcherner ,stbe zum ,feststehen7 besser entsprechen wrden4 #c7 ,mit lateinischer 7wohl gar ,kursiv7 ,schrift ein ,werk deutschen ,inhalts1 von welcher ,breitkopf mit ,grunde sagte1 da niemand das ,lesen derselben fr seine ,augen so lange aushalte1 als mit der deutschen4 #d7 ,mit so kleiner ,schrift als nur mglich1 damit fr die unten etwa beizufgenden ,noten noch kleinere 7dem ,auge noch knapper angemessene7 leserlich bleibe7#ae74 7#ae7 ,ich stimme in diese ,klage des verehrten ,verfassers 7mit ,ausnahme des grauen ,papiers1 woran es unsere ,herren ,verleger so schon nicht fehlen lassen7 ganz mit ein1 und bin berzeugt1 da der grte ,teil der jetzt so auffallend lufiger werdenden ,augenschwchen schon an und fr sich in dem weit hufigern ,lesen -- besonders dem geschwind ,lesen1 was jetzt wegen der weit hufigern ,zeitungen1 ,journale1 und ,flugschriften weit gewhnlicher ist und die ,augen unglaublich angreift -- zu suchen sei und dadurch auch unbeschreiblich vermehrt wird1 da man beim ,druck die ,rcksicht auf die ,augen immer mehr vernachlssigt1 da sie vielmehr1 weil nun einmal das ,lesen zum allgemeinen ,bedrfnis geworden ist1 vermehrt werden sollte4 ,auch ich glaube1 da dabei die den ,augen nachteiligsten ,fehler dadurch begangen werden1 wenn man auf nicht weies ,papier1 mit grauer ,schwrze1 mit zu kleinen1 oder mit zu zarten1 zu wenig ,krper habenden1 ,lettern druckt2 und ich mache es daher jedem ,autor1 ,verleger und ,drucker zur heiligen ,pflicht1 das ,augenwohl ihrer ,leser knftig besser zu bedenken4 ,besonders ist die blasse ,farbe der ,buchstaben uerst nachteilig1 und es ist unverzeihlich1 da es ,drucker so hufig aus elender ,gewinnsucht oder ,bequemlichkeit darinnen fehlen lassen4 ,je grer der ,abstand der ,buchstabenfarbe von der ,farbe des ,papiers ist1 desto leichter fat das ,auge das ,bild1 und desto weniger greift dieses ,auffassen1 das ,lesen1 die ,augen an4 -- ,also recht weies ,papier und recht schwarze ,buchstaben sind es1 worum ich die deutschen ,herrn ,buchhndler und ,buchdrucker im ,namen des lesenden ,publikums recht angelegentlich bitte4 -- ,mgen sie es zur ,ehre der deutschen ,nation thun1 denn wie schn zeichnen sich darin die auslndischen ,drucke gegen die meisten deutschen aus6 ,mgen sie es zu ,bewahrung ihres ,gewissens thun1 denn sie versndigen sich in der ,that1 indem sie unbewut ,ursache der berhandnehmenden ,augenschwche und ,blindheit werden6 ,was aber die lateinischen ,lettern als ,augenverderber betrifft1 so bitte ich um ,erlaubnis1 darin andrer ,meinung zu sein1 und zwar aus folgenden ,grnden3 #a7 ,da diese ,lettern an und fr sich den ,augen nicht nachteiliger sind1 als unsre deutschen1 erhellt daraus1 weil sonst in ,england1 ,frankreich und andern ,lndern1 wo man sich ihrer bedient1 die ,augenfehler hufiger sein mten1 als bei uns1 welches aber nicht der ,fall ist4 #b7 ,wenn sie also einen ,deutschen1 der gewohnt ist deutsch zu lesen1 etwas mehr anzugreifen scheinen1 so liegt die ,ursache blo darin1 weil er sie nicht gewohnt ist1 und das ,angreifende verliert sich1 sobald er sich daran gewhnt hat1 und fllt ganz weg1 wenn wir gleich von ,jugend auf an diese ,lettern gewhnt werden4 #c7 ,da diese ,lettern1 wenn sie klein oder zu mager sind1 die ,augen angreifen1 ist wahr1 aber dasselbe gilt auch von den deutschen1 und ich halte es daher fr uerst ntig1 bei der lateinischen ,schrift grere oder fettere ,typen zu nehmen2 welches auch der einzige ,grund war1 warum ich sie bei der ,makrobiotik von dieser ,beschaffenheit whlete1 ohnerachtet man hie und da darin einen ,grund zum ,tadel gefunden hat1 -- ein ,beweis1 da man gerade dann1 wenn man frs ,publikum sorgt1 oft am meisten verkannt werden kann4 ,ich finde also keinen medizinischen ,gegengrund1 der mich von ihrem ,gebrauch abhalten sollte2 vieles aber1 was mir ihren ,gebrauch anriet und mich dahin gebracht hat1 sie hufig zu whlen4 ,zuerst nmlich glaube ich1 da unsere ,litteratur und ,sprache dann ungleich mehr ,eingang in andre ,lnder finden wird1 wenn wir lateinisch drucken1 denn viele ,auslnder schreckt schon das ,fremde und ,unverstndliche der ,typen ab1 und man wird sich gewi schwerer zu ,erlernung einer ,sprache entschlieen1 wenn man selbst erst die ,form der ,lettern studieren mu4 ,ich glaube daher1 es wrde ungemein viel zur litterarischen ,verbindung ,europens und zur ,befrderung der allgemeinen ,gelehrtenrepublik beitragen1 wenn wir uns endlich eben der ,typen bedienten1 die die aufgeklrtesten ,nationen angenommen haben1 und ich glaube1 es mu am ,ende dahin kommen4 ,england1 selbst ,italien1 bedienten sich ja noch bis zu ,anfang dieses ,jahrhunderts unserer ,mnchsschrift und haben sie dennoch ganz verlassen1 welches zugleich beweist1 da wir nicht einmal deutsche ,originalitt daran finden knnen4 -- ,dazu kommt nun noch der ,grund1 da bei scientifischen1 besonders medizinischen1 ,bchern1 wo viel lateinische ,termini technici vorkommen1 ein groer belstand frs ,auge entsteht1 wenn die deutsche ,schrift alle ,augenblicke durch lateinische unterbrochen wird1 oder dadurch ein noch schlimmeres bel bewirkt wird1 da man diese ,termini technici ins ,deutsche bersetzt1 wodurch sie nun vollends den ,auslndern ganz1 und selbst den ,deutschen aus einer andern ,provinz zum ,teil1 unverstndlich werden1 und sie wirklich den ,vorzug verlieren1 ,termini technici zu sein4 ,ich gebe zu1 da manche ungebte ,leser fr jetzt lateinische ,lettern ungern1 ja wohl gar nicht lesen2 dies gilt aber nicht von scientifischen ,schriften4 ,man mag also bei ,schriften fr die niedern ,klassen noch deutsche ,lettern gebrauchen1 bei allen gebildeten ,stnden beiderlei ,geschlechts ist das aber schon jetzt nicht mehr ntig4 ,h4 ,diesem ,unwesen zu steuern1 schlage ich vor1 den ,druck der ,berliner ,monatsschrift 7nach ,text und ,noten7 zum ,muster zu nehmen2 denn man mag1 welches ,stck man will1 in die ,hand nehmen1 so wird man die durch obige ,leserei angegriffenen ,augen durch ,ansicht des letzteren merklich gestrkt fhlen7#af74 7#af7 ,unter den krankhaften ,zufllen der ,augen 7nicht eigentlichen ,augenkrankheiten7 habe ich die ,erfahrung von einem1 der mir zuerst in meinen vierziger ,jahren einmal1 spterhin1 mit ,zwischenrumen von einigen ,jahren1 dann und wann1 jetzt aber in einem ,jahre etlichemal begegnet ist1 gemacht2 wo das ,phnomen darin besteht3 da auf dem ,blatt1 welches ich lese1 auf einmal alle ,buchstaben verwirrt und durch eine gewisse ber dasselbe verbreitete ,helligkeit vermischt und ganz unleserlich werden3 ein ,zustand1 der nicht ber #f ,minuten dauert1 der einem ,prediger1 welcher seine ,predigt vom ,blatte zu lesen gewohnt ist1 sehr gefhrlich sein drfte1 von mir aber in meinem ,auditorium der ,logik oder ,metaphysik1 wo nach gehriger ,vorbereitung im freien ,vortrage 7aus dem ,kopfe7 geredet werden kann1 nichts als die ,besorgnis entsprang1 es mchte dieser ,zufall der ,vorbote vom ,erblinden sein2 worber ich gleichwohl jetzt beruhigt bin3 da ich bei diesem jetzt fterer als sonst sich ereignenden ,zufalle an meinem einen gesunden ,auge 7denn das linke hat das ,sehen seit etwa #e ,jahren verloren7 nicht den mindesten ,abgang an ,klarheit verspre4 -- ,zuflligerweise kam ich darauf1 wenn sich jenes ,phnomen ereignete1 meine ,augen zu schlieen1 ja um noch besser das uere ,licht abzuhalten1 meine ,hand darber zu legen1 und dann sahe ich eine hellweie wie mit ,phosphor im ,finstern auf einem ,blatt verzeichnete ,figur1 hnlich der1 wie das letzte ,viertel im ,kalender vorgestellt wird1 doch mit einem auf der konvexen ,seite ausgezackten ,rande1 welche allmhlich an ,helligkeit verlor und in obbenannter ,zeit verschwand4 -- ,ich mchte wohl wissen3 ob diese ,beobachtung auch von andern gemacht und wie diese ,erscheinung1 die wohl eigentlich nicht in den ,augen1 -- als bei deren ,bewegung dies ,bild nicht zugleich mit bewegt1 sondern immer an derselben ,stelle gesehn wird -- sondern im ,sensorium commune ihren ,sitz haben drfte1 zu erklren sei7#ag74 ,zugleich ist es seltsam1 da man ein ,auge 7innerhalb einer ,zeit1 die ich etwa auf #c ,jahre schtze7 einben kann1 ohne es zu vermissen4 7#ag7 ,dieser ,fehler des ,sehens kommt allerdings mehr vor1 und gehrt unter die allgemeine ,rubrik3 ,visus confusus s4 perversus1 weil er noch eben keinen ,mangel der ,sehkraft1 sondern nur eine ,abalienation derselben beweist4 ,ich selbst habe es zuweilen periodisch gehabt1 und der vom ,hrn4 ,hofr4 ,herz im ,journal d4 pr4 ,heilk4 beschriebne falsche ,schwindel hat viel hnliches4 ,mehrenteils ist eine vorbergehende ,reizung die ,ursache1 z4 ,b4 ,blutreiz1 ,gichtreiz1 gastrische ,reize1 oder auch ,schwche4 ,h4 ,inhalt4 ,seite ,einleitung #g ,grundsatz der ,ditetik #aa ,von der ,hypochondrie #ad ,vom ,schlafe #af ,vom ,essen und ,trinken #ai ,von dem krankhaften ,gefhl aus der ,unzeit im ,denken #ba ,von der ,hebung und ,verhtung krankhafter ,gefhle durch den ,vorsatz im ,atemziehen #bb ,von den ,folgen dieser ,angewohnheit des ,atemziehens mit geschlossenen ,lippen #bd ,denkgeschft -- ,alter #be ,nachschrift4 -- ,vorsorge fr die ,augen von seiten der ,buchdrucker und ,verleger #bg ,druck vom ,bibliographischen ,institut in ,leipzig4 ,im folgenden werden alle genderten ,textzeilen angefhrt1 wobei jeweils zuerst die ,zeile wie im ,original1 danach die genderte ,zeile steht4 ,h ,h4 ,funote #a ,die ,schwche1 sich seinen krankhaften ,gefhlen berhaupt1 ohne eine ,die ,schwche1 sich seinen krankhaften ,gefhlen berhaupt1 ohne ein topisch ist7 an ihrer ,stelle liegen 7als ob sie ihm nichts anginge7 und topisch ist7 an ihrer ,stelle liegen 7als ob sie ihn nichts anginge7 und ,h ,h4 ,funote #h siegte ber den ,leib1 und die ,gesundheit war wiederhergestellt siegte ber den ,leib1 und die ,gesundheit war wiederhergestellt4 eingeladen war ,hier berlie ich mich einige ,stunden ganz der ,freude eingeladen war4 ,hier berlie ich mich einige ,stunden ganz der ,freude ,im gesunden ,zustande und des ,jugend ist es das ,geratenste in ,ansehung ,im gesunden ,zustande und der ,jugend ist es das ,geratenste in ,ansehung und recht schwarze ,buchstaben sind es1 warum ich die deutschen ,herrn und recht schwarze ,buchstaben sind es1 worum ich die deutschen ,herrn entschlieen1 wenn man selbst erst die ,form der ,lettern studieren mu entschlieen1 wenn man selbst erst die ,form der ,lettern studieren mu4 ,schwindel hat viel hnliches ,mehrenteils ist eine vorbergehende ,schwindel hat viel hnliches4 ,mehrenteils ist eine vorbergehende