,anmerkungen zur ,transkription3 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden bernommen2 lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste der vorgenommenen nderungen findet sich am ,ende des ,textes4 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,griechischer ,text wurde transliteriert und mit markiert4 ,,die ,,phantasie ,,in ,,der ,,malerei ,,von ,,max ,,liebermann ,,bei ,,bruno ,,cassirer ,,berlin #aiaf ,,vierte ,,auflage ,,den ,,manen ,,hugo ,,von ,,tschudis ,,und ,,alfred ,,lichtwarks ,,inhalt ,seite ,vorwort zur zweiten ,auflage #g ,einleitung #i ,die ,phantasie in der ,malerei #ai ,empfindung und ,erfindung in der ,malerei #da ,phantasie und ,technik #ec ,,vorwort ,,zur ,,zweiten ,,auflage ,wer1 irregefhrt durch den anspruchsvollen ,titel meines ,bchelchens1 eine wissenschaftliche ,abhandlung ber die ,phantasie zu finden hofft1 wird arg enttuscht werden4 ,ich habe die ,erfahrungen und ,beobachtungen1 die ich in einer ach6 fast fnfzigjhrigen ,beschftigung mit der ,malerei gesammelt habe1 aufgezeichnet4 ,da ich als ,maler subjektiv ber ,malerei urteile1 ist selbstverstndlich4 ,aber ich habe nicht beabsichtigt1 etwa fr die naturalistische ,malerei ,propaganda zu machen -- denn deren hat sie nicht ntig --1 sondern ich schrieb die folgenden ,seiten1 um zu zeigen1 da jede ,malerei naturalistisch sein msse1 wenn sie gut ist4 ,es gibt keine bldsinnigere ,behauptung1 als die1 welche man -- wahrscheinlich gerade deswegen weil sie so bldsinnig ist -- tglich liest und hrt3 der ,naturalismus ist tot4 ,denn alle ,kunst beruht auf der ,natur und alles ,bleibende in ihr ist ,natur4 ,nicht die den ,knstler umgebende nur1 sondern vor allem seine eigene ,natur4 ,wie er1 der ,knstler1 die ,welt anschaut1 mit seinen inneren und ueren ,sinnen -- das nenne ich seine ,phantasie -- die ,gestaltung dieser seiner ,phantasie ist seine ,kunst4 ,als ,maler gehe ich von der ,anschauung aus1 daher interessiert mich ausschlielich die gestaltende ,phantasie1 whrend mir die schpferische ,phantasie im ,kunstwerke ,axiom ist4 ,sie ist gttliche ,eingebung1 der nur auf dem ,wege reinen ,denkens beizukommen ist 7wenn ihr berhaupt beizukommen ist74 ,der gestaltenden ,phantasie aber drfen wir hoffen1 auf psychologisch-empirischem ,wege nachspren zu knnen4 ,oder mit anderen ,worten3 wir drfen versuchen wollen1 aus der ,technik den ,geist1 der das ,werk gezeugt hat1 zu erklren4 ,da wenige ,wochen nach ,erscheinen der ersten ,auflage eine zweite ntig geworden1 ist ein erfreulicher ,beweis1 da der ,krieg wie andere ,vorurteile auch das ,diktum ,inter arma silent ,musae hinweggefegt hat4 ,berlin1 ,april #aiaf4 ,,max ,,liebermann ,,einleitung 444 da das ,studium der ,natur und die ,erfindung der ,phantasie im ,nachahmen das ,bleibende in allem sei 444 7,goethes ,gesprch47 ,in seinem ,tagebuch stellt ,delacroix die ,behauptung auf1 da jede sthetik mit einer ,terminologie der ,kunstausdrcke zu beginnen habe1 da ,jeder darunter etwas anderes verstehe4 ,er unternimmt auch die ,erklrung einiger termini1 aber er hrt alsbald wieder damit auf1 wahrscheinlich weil er die ,unmglichkeit seines ,unternehmens einsieht4 ,ich bin mir wohl bewut1 das ,wort ,phantasie1 von dem die folgenden ,seiten handeln1 in einem dem landlufigen abweichenden ,sinne gebraucht zu haben und ich htte es gern mit einem passenderen ,worte vertauscht1 wenn ich eins gefunden htte4 ,im allgemeinen bezeichnet man mit ,phantasie die ,einbildungen unsres ,gehirns1 das ,imaginre1 das ein nicht ,existierendes vorzaubert4 ,in dieser ,bedeutung kann man ,phantasie berhaupt nicht anwenden auf die ,malerei1 die nichts erfinden kann oder soll1 was nicht in der ,natur existiert oder wenigstens existieren knnte4 ,ich mchte der ,phantasie mehr die ,bedeutung1 die das ,wort im ,griechischen hatte1 beilegen3 phainomenon1 ,erscheinung4 ,der ,maler will das ihm vorschwebende ,bild zur ,erscheinung bringen1 er will die ,erscheinung auf die ,leinwand projizieren1 wobei es ganz gleichgltig ist1 ob ihm das ,bild vor seinem geistigen oder leiblichen ,auge schwebt4 ,denn beides ist im ,grunde dasselbe3 der ,maler kann nur malen1 was er zu sehen glaubt1 ob er sein ,bild im ,geiste oder in der ,natur sieht4 ,aus der ,phantasie malen steht also in keinem ,gegensatze zum ,nach-der-,natur-malen1 denn es sind nur zwei verschiedene ,wege1 die nach demselben ,ziele fhren sollen4 ,noch falscher aber wre die ,annahme1 die nicht nur im ,publikum1 sondern leider auch in der sthetik immer noch besteht1 als ob der ,maler1 der aus der ,phantasie malt1 mehr mit der ,phantasie malt1 als der1 welcher nach der ,natur malt4 ,je naturalistischer eine ,malerei ist1 desto phantasievoller mu sie sein1 denn die ,phantasie des ,malers liegt nicht -- wie noch ein ,lessing annahm -- in der ,vorstellung von der ,idee1 sondern in der ,vorstellung von der ,wirklichkeit oder wie ,goethe es treffend ausdrckt3 ,der ,geist des ,wirklichen ist das wahrhaft ,ideelle4 ,daher bedeutet idealistische ,malerei im ,gegensatze zur naturalistischen ,malerei nur die verschiedene ,auffassung der ,natur1 aber keinen ,qualittsunterschied3 die ,qualitt beruht einzig und allein in der greren oder geringeren ,kraft der ,phantasie des ,malers1 mag er nun wie ,raffael eine ,madonna oder wie ,rembrandt einen geschlachteten ,ochsen malen4 ,natrlich kann ich nicht mit mathematischer ,genauigkeit beweisen wollen1 warum der eine ,meister mehr ,phantasie hat als der andere4 ,ich kann nur sagen wollen1 warum ich ein ,portrt von ,f4 ,hals fr phantasievoller halte als einen ,holbein4 ,und wenn ich sage1 da ich in ,franz ,hals den phantasievollsten ,maler sehe1 der je gelebt hat1 so wird vielleicht klarer1 was ich unter malerischer ,phantasie verstehe3 die den malerischen ,mitteln am meisten adquate ,auffassung der ,natur4 ,jede ,kontur1 jeder ,pinselstrich ist ,ausflu einer knstlerischen ,konvention4 ,je suggestiver die ,konvention wird1 je ausdrucksvoller durch die ,form oder die ,farbe oder durch beides zusammen der ,maler sein inneres ,gesicht auf die ,leinwand zu bringen imstande war1 desto grere1 strkere ,phantasiettigkeit war zur ,erzeugung seines ,werkes ntig4 ,ebensowenig wie man den physischen ,zeugungsproze je ergrnden wird1 ebensowenig wird der ,schleier von dem knstlerischen ,zeugungsproze je fallen4 ,wie es ,axiomata gibt1 die nicht in ,frage gestellt werden drfen1 wenn man mathematische ,fragen errtern will1 so gibt es in der sthetik gewisse notwendige ,voraussetzungen1 ber die nicht zu diskutieren ist4 ,das ,genie ist selbstverstndliche ,voraussetzung und die sthetik kann sich nur damit beschftigen wollen1 wie und auf welche ,weise es sich uert4 ,der heilige ,augustinus definiert die ,kunst als das1 was die groen ,knstler hervorgebracht haben4 ,fragt sich nur1 welche ,knstler man als die groen bezeichnet4 ,und diese ,frage wird nie endgltig gelst werden1 denn letzten ,endes entscheidet in stheticis der ,geschmack und nirgends gilt das post hoc ergo propter hoc mehr als in der sthetik4 ,je mehr wir also in der sthetik beweisen wollen1 desto mehr wird unsre ,untersuchung darauf hinauslaufen1 unsren ,geschmack als den richtigen dem ,leser hinzustellen4 ,wir beweisen unsren ,geschmack mit unsrem ,geschmack1 wir machen ihn also in derselben ,sache zum ,richter und zum ,zeugen4 ,alljhrlich werden wir mit einer ,unzahl jener kunsthistorischen ,romane beschenkt1 die irgendeinen berhmten ,maler oder ,bildhauer zum ,helden haben1 und an dem uns der ,autor seine ,ansichten ber ,kunst exemplifiziert4 ,sie sind zwar ein erfreulicher ,beweis fr das ,interesse des ,publikums an bildender ,kunst -- denn wenn sie nicht gekauft wrden1 wren sie nicht geschrieben und noch weniger gedruckt -- aber fr das ,verstndnis der ,kunst sind sie eher schdlich als ntzlich2 denn sie geben uns nur ,meinungen und ,empfindungen des ,autors wieder1 also lauter ,urteile1 die keinen wissenschaftlichen ,wert beanspruchen drfen1 da sie nicht verstandesmig begrndet werden knnen4 ,in der ,vorrede zur ,kritik der reinen ,vernunft sagt ,kant1 da ,kopernikus1 der1 nachdem es mit der ,erklrung der ,himmelsbewegung nicht gut fort wollte1 wenn er annahm1 das ganze ,sternenheer drehe sich um den ,zuschauer1 versuchte1 ob es nicht besser gelingen mchte1 wenn er den ,zuschauer sich drehn und dagegen die ,sterne in ,ruhe lie4 ,lassen wir das bersinnliche in der ,kunst in ,ruhe und stellen wir uns ,kunst -- nach der ,etymologie des ,wortes -- als ,knnen vor4 ,vielleicht da wir vom ,sinnlichen1 das heit der ,technik1 leichter in den ,geist der ,kunst einzudringen vermgen4 ,nicht etwa1 als ob ich1 wie den ,menschen in ,krper und ,seele1 so die ,kunst in ,geist und ,technik zerlegen wollte3 die ,technik ist der ,ausdruck des ,geistes4 ,niemand kann sagen1 wo das ,handwerk aufhrt und das ,kunstwerk beginnt1 denn beides ist in- und miteinander unlslich verwachsen4 ,ein ,bild in ,geist und ,technik zerlegen wollen hiee ein lyrisches ,gedicht in ,prosa auflsen oder nach ,a4 v4 ,bergers witzigem ,worte3 eine ,statue sezieren wollen4 ,die ,kunst ist des ,knstlers ,handwerk1 das auszubilden die ,aufgabe seines ,lebens ausmacht4 ,sie ausbilden heit3 seine ,natur so restlos und berzeugend als mglich durch die ,mittel seiner ,kunst zum ,ausdruck zu bringen4 ,der ,inhalt der ,kunst ist also die ,persnlichkeit des ,knstlers1 das sogenannte ,genie4 ,dieses ist ein ,geschenk der ,gtter1 welches sie ihm in die ,wiege gelegt haben und fr dessen ,dasein wir ebensowenig einen ontologischen ,beweis fhren knnen wie fr das ,dasein ,gottes4 ,nur die ,vorstellung1 die das ,werk des ,genies in uns auslst1 lt uns mit ,notwendigkeit auf die ,existenz des ,genies schlieen4 ,die ,kunst dagegen ist das eigne ,werk des ,knstlers und da das ,genie unbewut ihm innewohnt1 ist es nur logisch1 da der ,knstler nur an seine ,kunst1 das heit an die ,technik denkt4 ,fr ihn ist ,kunst und ,handwerk identisch4 ,nicht in der ,idee1 sondern in der ,ausfhrung der ,idee liegt die ,kunst4 ,rembrandt antwortete seinen ,schlern auf die ,frage1 wie sie malen sollten3 nehmt den ,pinsel in die ,hand und fanget an4 ,zwischen der ,abfassung der folgenden ,aufstze liegt ein ,zeitraum von mehr als zehn ,jahren4 ,wenn ich sie jetzt ohne nderungen1 wie sie erschienen sind1 gesammelt herausgebe1 so geschieht es in der ,hoffnung1 da sie auch heute noch aktuell und zur ,klrung der ,ansichten ber ,kunst beizutragen imstande sind4 ,und waren je die sthetischen ,ansichten verwirrter als heut8 ,wo ein jngerer ,kunstrichter aus den ,schtzengrben ,flanderns heraus schreibt1 da der ,krieg nicht nur fr die ,existenz ,deutschlands1 sondern ber den ,sieg des ,expressionismus entscheidet4 ,je mehr sich die sthetik mit den ,kunstrichtungen beschftigt1 desto unfhiger erweist sie sich fr ihre eigentliche ,aufgabe1 die ,qualitt des ,kunstwerks zu erforschen4 ,denn ,richtung bedeutet nur eine ,zeitstrmung1 die grade ,mode ist und von der nchsten ,mode zum alten ,eisen geworfen wird4 ,sie ist die ,losung1 das ,feldgeschrei im ,kampfe der jngeren gegen die ltere ,generation3 ,sie ist eine ,zeit- aber keine ,wertbestimmung4 ,aber nicht das lautere ,feldgeschrei entscheidet -- sonst htten die ,expressionisten1 ,kubisten und ,futuristen lngst gewonnen -- sondern wie im ,kriege die strkeren ,bataillone1 so entscheiden in der ,kunst nicht ,richtungen den ,sieg1 sondern einzig und allein die strkeren ,persnlichkeiten in ihnen4 ,ich schreibe als ,maler1 gleichsam mit dem ,pinsel in der ,hand und ich suche daher die ,wirkungen1 die das ,kunstwerk auf mich ausbt1 so viel als mglich aus den ,mitteln1 deren sich der ,knstler bedient hat1 zu erklren4 ,natrlich bin ich einseitig und der ,vorwurf1 ich schriebe pro domo1 wrde mich wenig rhren1 weil ich glaube1 da es ein objektives richtiges ,kunsturteil berhaupt nicht geben kann4 ,aber auch die ,gerechtigkeit im ,urteil ber ,kunst macht nur die berzeugung3 je strker und unverflschter ich sie ausdrcke1 desto gerechter bin ich4 ,auch berlasse ich das ,urteilen so viel als mglich dem ,leser und dem -- ,berufskritiker2 ich mchte klar machen1 warum ich diese ,malerei fr gut und jene fr schlecht halte4 ,witzige mgen die ,kunst in #dj ,minuten ein ,kunstkenner zu werden schreiben4 ,der ,knstler schreibt ber seine ,kunst ,bekenntnisse4 ,goethe sagt mal3 ,poesie ist keine ,kunst1 weil alles auf dem ,naturell beruht4 ,ebenso ist ,malerei keine ,kunst1 alles hngt von der ,persnlichkeit des ,knstlers ab4 ,der ,inhalt der ,kunst ist die ,persnlichkeit des ,knstlers4 ,kunst kommt von ,knnen1 welches das ,wollen als einen dem ,knstler innewohnenden ,trieb einschliet 7weshalb ich auch nicht an die faulen oder verbummelten ,genies glaube74 ,der ,knstler mu schaffen3 die ,kunst ist sein ,handwerk4 ,natura sive deus6 ,gott schuf den ,menschen nach seinem ,ebenbilde3 der ,knstler schafft nach seinem ,ebenbilde die ,welt6 was ,goethe in die schnen ,worte kleidet3 ,wie kstlich ists1 wenn ein herrlicher ,menschengeist ausdrcken kann1 was sich in ihm bespiegelt4 ,,die ,,phantasie ,,in ,,der ,,malerei ,von der ,malerei als ,ding an sich will ich reden1 nicht von der ,musik oder der ,poesie in der ,malerei2 denn was nicht deines ,amtes ist1 davon la deinen ,frwitz4 ,ich will von der ,malerei sprechen1 die von jedem ,zweck genesen1 die nichts sein will als -- ,malerei3 ,von ihrem ,geist1 nicht von der berwindung ihrer technischen ,schwierigkeiten1 in der das ,publikum freilich und1 wie ich frchte1 manche ,maler immer noch ihren ,wert erblicken4 ,allerdings kommt ,kunst von knnen1 und da das ,knnen in keiner ,kunst mehr ausmacht als grade in der ,malerei1 soll keineswegs geleugnet werden4 ,aber so hoch auch die ,malerei1 die gut gemacht ist1 einzuschtzen ist3 gute ,malerei ist nur die1 die gut gedacht ist4 ,was bedeutet die korrekteste ,zeichnung1 der virtuoseste ,vortrag1 die blendendste ,farbe1 wenn all diesen uerlichen ,vorzgen das ,innerliche1 die ,empfindung1 fehlt6 ,das ,bild bleibt doch -- gemalte ,leinwand4 ,erst die ,phantasie kann die ,leinwand beleben1 sie mu dem ,maler die ,hand fhren1 sie mu ihm im wahren ,sinne des ,worts bis in die ,fingerspitzen rollen4 ,obgleich unsichtbar1 ist sie in jedem ,striche sichtbar1 freilich nur fr den1 der ,augen hat zu sehen1 nur fr den1 der sie empfindet4 ,ich will hier nicht etwa von dem ,hllenspuk1 der ,phantastik reden1 sondern ich verstehe unter ,phantasie den belebenden ,geist des ,knstlers1 der sich hinter jedem ,strich seines ,werkes verbirgt4 ,die ,phantasie in der bildenden ,kunst geht von rein sinnlichen ,voraussetzungen aus4 ,sie ist die ,vorstellung der ideellen ,form fr die reelle ,erscheinung4 ,sie ist das notwendige ,kriterium fr jedes ,werk der bildenden ,kunst1 fr das idealistischste wie fr das naturalistischste4 ,sie allein kann uns berzeugen von der ,wahrheit der ,bcklinschen ,fabelwesen wie des ,manetschen ,spargelbundes4 ,wenn der kleine ,moritz einen ,kreis malt1 dahinein zwei ,punkte1 zwischen die einen senkrechten und darunter einen wagerechten ,strich macht1 so ist das der bildliche ,ausdruck seiner ,phantasie fr einen ,kopf4 ,hat der kleine ,moritz ,talent zum ,zeichnen1 so wird er die individuellen ,eigentmlichkeiten z4 ,b4 die groe ,nase seines ,vaters oder den groen ,mund seiner ,mutter beim ,nachzeichnen gewaltig bertreiben4 ,aber hinter dieser ,karikatur steckt vielleicht mehr ,phantasie als in dem lebensgroen ,portrt in l des berhmten ,professors so und so1 der vor lauter ,bumen den ,wald nicht mehr sieht und dessen ,phantasie durch alles1 was er gelernt hat1 erttet ist4 ,jedem meiner ,kollegen wird unzhlige ,male dasselbe passiert sein3 der junge ,mann -- noch hufiger die junge ,dame -- so bald sie sich ernstlich dem ,studium der ,malerei widmen1 machen es nicht nur nicht besser als frher1 sondern im ,gegenteil viel schlechter1 d4 h4 die ,phantasie1 die frher naiv den ,eindruck der ,natur wiederzugeben bestrebt war1 wird allmhlich von dem ,suchen nach ,korrektheit verdrngt4 ,aus der phantasievollen1 aber unkorrekten wird die phantasielose aber korrekte ,zeichnung4 ,mit anderen ,worten3 der ,buchstabe ttet den ,geist1 und nur die ,talentvollsten knnen ungestraft an ihrer ,phantasie den akademischen ,drill berstehen4 ,der alte ,schadow pflegte seinen ,schlern auf die ,frage1 wie sie malen sollten1 zu antworten3 setzt die richtige ,farbe auf den richtigen ,fleck4 ,schadow1 der nicht nur ,akademie-,direktor1 sondern -- was nicht immer zusammentrifft -- auch ein ,knstler war1 wute1 da nur das ,handwerkmige der ,malerei gelehrt und gelernt werden kann2 seine ,definition in usum delphini verschweigt wohlweislich1 was ,malerei zur ,kunst macht3 die ,phantasiettigkeit des ,malers1 die darin besteht1 fr das1 was er -- und zwar nur er -- in der ,natur oder im ,geiste sieht1 den adquaten ,ausdruck zu finden4 ,natrlich vollzieht sich diese ,phantasiettigkeit vllig unbewut im ,knstler1 denn ,kunstwerke entstehen3 sie werden nicht gemacht1 und das sicherste ,mittel kein ,kunstwerk hervorzubringen1 ist die ,absicht1 eins zu machen4 ,wie ,saul ausging1 die ,eselinnen seines ,vaters zu suchen und ein ,knigreich fand1 so mu der ,maler einzig und allein bestrebt sein1 die richtige ,farbe auf den richtigen ,fleck zu setzen3 ist er ein ,knstler1 so -- findet er ein ,knigreich4 ,ein ,bund ,spargel1 ein ,rosenbukett gengt fr ein ,meisterwerk1 ein hliches oder ein hbsches ,mdchen1 ein ,apoll oder ein migestalteter ,zwerg3 aus allem lt sich ein ,meisterwerk machen1 allerdings mit dem ntigen ,quantum ,phantasie2 sie allein macht aus dem ,handwerk ein ,kunstwerk4 99 99 99 99 99 ,die ,phantasie1 als das schpferische ,grundprinzip des gesamten geistigen ,lebens1 ist fr alle ,knste dieselbe1 aber in den verschiedenen ,knsten kommt sie auf verschiedene ,weise zum ,ausdruck4 ,obgleich nur die bildende ,kunst1 als einzig rumliche unter den ,knsten1 imstande ist1 die ,ausdehnung aus der ,wirklichkeit mit zu bernehmen1 ist sie doch deshalb nicht materieller als ,poesie oder ,musik4 ,allerdings sind die ,werke der bildenden ,kunst gleichsam fa- und tastbar und -- wie ,gregor der ,groe im ,kampfe gegen die ,bilderstrmer meinte3 ,bilder sind die ,bcher derer1 die nicht lesen knnen -- daher werden sie fr leichter verstndlich gehalten4 ,im ,grunde jedoch ist die ,kunst an einem ,bilde genau ebenso nur dem inneren ,auge wahrnehmbar1 wie die an einem ,musikstcke nur dem inneren ,ohr4 ,denn was anders als die ,phantasie des ,knstlers unterscheidet ein ,werk des ,phidias von einem ,abgu ber ,natur8 ,daher ist es fr den ,wert eines ,werkes der bildenden ,kunst ganz gleichgltig1 was es darstellt1 nur die ,erfindung und die ,ausdrucksfhigkeit ihrer ,form macht seinen ,wert aus4 ,der ,satz1 da die gutgemalte ,rbe besser sei als die schlechtgemalte ,madonna1 gehrt bereits zum eisernen ,bestand der modernen sthetik4 ,aber der ,satz ist falsch2 er mte lauten3 die gutgemalte ,rbe ist ebenso gut wie die gutgemalte ,madonna4 ,wohlgemerkt als rein malerisches ,produkt1 denn1 zur ,beruhigung frommer ,gemter sei's gesagt1 es fllt mir beileibe nicht ein1 zwei sthetisch so ungleichwertige ,gegenstnde miteinander vergleichen zu wollen4 ,auch wei ich wohl1 da die ,darstellung einer ,madonna noch andere als rein malerische ,ansprche an den ,knstler stellt1 und da sie als knstlerische ,aufgabe schwerer zu bewltigen ist als ein ,stilleben4 ,obgleich in einem ,vierzeiler das ,genie ,goethes ebenso sichtbar ist als im ,faust1 kann als knstlerische ,leistung ber allen ,gipfeln ist ,ruh doch nicht mit dem ,faust verglichen werden4 ,aber die spezifisch malerische ,phantasie des ,knstlers kann sich in einem ,stilleben gerade deshalb strker zeigen als in der ,darstellung des ,menschen1 weil das ,bund ,spargel nur durch die knstlerische ,auffassung interessiert1 an dem ,menschen1 am ,kopf oder an einem schnen ,frauenkrper interessiert uns -- namentlich an letzterem -- auch noch der dargestellte ,gegenstand4 ,der spezifisch malerische ,gehalt eines ,bildes ist um so grer1 je geringer das ,interesse an seinem ,gegenstande selbst ist2 je restloser der ,inhalt eines ,bildes in malerische ,form aufgegangen ist1 desto grer der ,maler4 ,also vom rein malerischen ,standpunkt aus ist die bergabe von ,breda des ,velasquez in nichts wertvoller als eins seiner ,kchenstilleben3 ja sogar knnte ein solches malerisch wertvoller sein1 wenn ,velasquez die ,kchengertschaften besser gemalt htte als die ,heerfhrer auf dem groen ,historienbild4 ,worauf es hier allein ankommt1 ist klar auszudrcken1 da der ,wert der ,malerei absolut unabhngig vom ,sujet ist1 und nur in der ,kraft der malerischen ,phantasie beruht4 ,hieraus folgt1 da gerade die naturalistische ,malerei dieser ,phantasiettigkeit am meisten bedarf1 weil sie nur durch die ihr eigene ,kraft wirken will2 was freilich einer weit verbreiteten ,ansicht im ,publikum durchaus widerspricht4 ,immer noch sehen die ,gebildeten in der naturalistischen ,malerei nur eine geistlose ,abschrift der ,natur1 etwa eine ,kunst1 die von der ,photographie1 wenn sie erst mit der ,form auch die ,farbe wiederzugeben gelernt hat1 berwunden sein wird4 ,nein6 selbst die ,konkurrenz der farbigen ,photographie frchten wir nicht3 denn selbst die vollendetste mechanische ,wiedergabe der ,natur kann hchstens zum vollendeten ,panoptikum1 nie aber zur ,kunst fhren4 ,was der ,gebildete an der naturalistischen ,kunst vermit1 ist die literarische ,phantasie1 weil er die ,malerei statt mit den ,augen immer noch mit dem ,verstande betrachtet4 ,immer noch spukt in unseren ,kpfen das berhmte ,lessingsche ,diktum vom ,raffael1 der1 wenn er auch ohne ,arme geboren1 der grte ,maler geworden wre4 ,vielleicht der grte ,dichter oder der grte ,musiker1 jedenfalls aber nicht der grte ,maler4 ,denn die ,malerei besteht nicht in der ,erfindung von ,gedanken1 sondern in der ,erfindung der sichtbaren ,form fr den ,gedanken4 ,woher kme es sonst1 da unter den ,tausenden von ,madonnenbildern sich nur wenige ,kunstwerke befinden8 ,oder was interessiert uns am ,portrt1 das mein ,freund ,trbner witzig den ,parademarsch des ,malers genannt hat1 anders als die ,kunst des ,meisters1 das1 was er sah -- und der ,akzent liegt auf er -- in die malerische ,form gebracht zu haben4 ,ich meine natrlich nicht eine bestehende ,form1 die zur ,formel geworden ist1 wie z4 ,b4 die ,raffaelische ,form1 die zur akademischen verflacht ist1 oder das ,rembrandtsche clair-obscur1 das unter seinen ,nachahmern zur hohlen malerischen ,phrase geworden ist1 sondern ich spreche von der lebendigen ,form1 die jeder ,knstler sich neu schafft4 ,gerade in der ,erschaffung neuer ,formen liegt das ,kriterium fr den schaffenden ,knstler1 fr das ,genie4 ,deshalb ist es ein ,unsinn von einer ,form1 von der klassischen ,form kat' exochn zu reden3 es gibt soviel klassische ,formen als es klassische ,knstler gegeben hat und noch geben wird4 ,mit jedem ,knstler vollendet sich die ,form2 und mit jedem folgenden wird sie neu geboren4 ,die ,erstarrung der ,form zum ,dogma wre ,erstarrung der ,kunst d4 h4 ihr ,tod4 ,natrlich verstehe ich hier unter ,form nicht das uerliche an ihr1 das ,technische1 etwa die ,handschrift des ,knstlers4 ,ich spreche hier nur von der ideellen ,form1 die gleichsam unsichtbar ist1 die nur der ,knstler sieht und zwar jeder ganz verschieden4 ,wer die ,kuh nur durch die ,augen von ,potter oder ,troyon sieht1 ist kein schaffender ,knstler1 hchstens ein reproduzierender2 wer an der ,kuh nicht neue ,reize entdeckt -- ich sage das im direkten ,widerspruch zu meinem sonst sehr verehrten ,freunde ,muther --1 besitzt jedenfalls das zu einem ,kuhmaler ntige ,talent nicht4 99 99 99 99 99 ,was jeder ,knstler aus der ,natur heraussieht1 ist das ,werk seiner ,phantasie4 ,setze zwanzig ,maler vor dasselbe ,modell und es werden zwanzig ganz verschiedene ,bilder auf der ,leinwand entstehen1 obgleich alle zwanzig gleichermaen bestrebt waren1 die ,natur1 die sie vor sich sahen1 wiederzugeben4 ,wie sich im ,kopfe des ,knstlers die ,welt widerspiegelt1 gerade das macht seine ,knstlerschaft aus4 ,raffaels ,phantasie war linear1 sein ,werk vollendet sich in der ,linie1 seine ,bilder sind hchstens geschmackvoll koloriert1 die ,malerei an seinen ,bildern ist ,handwerk4 ,tizians ,phantasie dagegen ist durchaus malerisch2 er sieht sein ,bild als farbige ,erscheinung1 er komponiert mit der ,farbe4 ,sein berhmtestes ,bild1 die himmlische und die irdische ,liebe1 ist sicherlich nur durch den koloristischen ,gedanken erzeugt1 den nackten ,frauenkrper durch ,gegenberstellen der bekleideten ,gestalt noch intensiver wirken zu lassen4 ,ob ,tizian etwas anderes hat ausdrcken wollen1 wei ich nicht1 und ich glaube1 die ,kunstgelehrten wissen es auch nicht4 ,jedenfalls ist der groartig klingende ,titel ganz unpassend und wahrscheinlich von einem geschftskundigen ,venezianer erfunden1 der seinen ,landsmann den ,raffaels und ,michelangelos gegenber nicht lumpen lassen wollte3 geradeso wie ,bcklins ,bilder die ,gefilde der ,seligen und das ,spiel der ,wellen von ,fritz ,gurlitt getauft wurden4 ,des ,velasquez ,phantasie ist rumlich4 ,er denkt rumlich1 und mit viel grerem ,rechte als von ,degas htte ich von ,velasquez sagen knnen3 er komponiert mit dem ,raum4 ,sein ,bild entsteht aus der rumlichen ,phantasie4 ,wie die ,figur in dem ,raum steht1 wie der ,kopf1 die ,hnde1 die ,gewnder als groe ,lokaltne im ,raum wirken1 das macht sein ,bild aus4 ,wieder anders ,rembrandt1 dessen ,phantasie sich in ,licht und ,schatten verkrpert4 ,die ,wogen des ,lichtes1 die seine ,bilder durchfluten1 ergeben und bestimmen die ,komposition4 ,seine ,bilder sind auf den ,gang des ,lichtes komponiert1 er erfindet fr den ,gang des ,lichtes4 ,so z4 ,b4 ist das kleine ,mdchen mit dem ,hahn auf der ,nachtwache nur als heller ,fleck im ,bilde verstndlich1 oder man sehe seine ,zeichnungen nach anderen ,meistern1 wie er z4 ,b4 aus dem ,grafen ,castiglione des ,raffael durch ,andeutung des ,lichtes und des ,schattens sofort einen echten ,rembrandt macht4 ,der ,maler1 dessen ,phantasie linear ist1 kann nicht ,kolorist sein oder umgekehrt4 ,das eine oder das andere1 die ,zeichnung oder die ,farbe1 mu in jedem ,werke die ,hauptsache bilden1 und ,raffael und ,rembrandt sich in demselben ,werke vorzustellen1 ist ein ,unding4 ,weil ,raffaels ,phantasie linear war und nicht etwa1 weil er weniger gut als ,tizian oder ,rembrandt malte1 war er ein weniger groer ,maler als jene4 ,auch zeichnete ,tizian oder ,rembrandt nicht etwa schlechter als ,raffael1 sondern weil dieser beider ,phantasie malerisch war1 muten sie ihre zeichnerischen ,qualitten den malerischen gegenber unterdrcken4 ,poesie und ,musik sind zeitliche ,knste1 daher kann sich in einem ,gedicht oder in einem ,musikstck des ,knstlers ,phantasie nacheinander in verschiedener ,richtung uern1 aber in der bildenden ,kunst1 als einer rumlichen1 mu sie sich nach einer ,richtung hin konzentrieren1 sonst verlre das ,werk seinen einheitlichen ,charakter1 d4 h4 es wre kein ,kunstwerk mehr4 ,dieser ,einheitlichkeit mu der ,maler alles opfern3 das liebevollst durchgefhrte ,detail1 das technisch gelungenste ,stck1 die geistreichste ,einzelheit4 ,savoir faire des sacrifices1 wie es im ,pariser ,atelier-,jargon heit4 ,das1 was dir als ,hauptsache erscheint -- nicht etwa was die ,hauptsache ist -- zusammenfassen1 und alles1 was dir nebenschlich erscheint1 unterdrcken4 ,als jemand den pre ,corot fragte1 wie er's anfinge1 nur die groen ,massen in der ,natur zu sehen1 antwortete er3 ganz einfach1 um die groen ,massen zu sehen1 mssen ,sie mit den ,augen blinzeln1 um aber die ,details zu sehen1 mssen ,sie die ,augen -- schlieen4 ,mehr noch als in dem1 was er malt1 zeigt sich des ,knstlers ,phantasie in dem1 was er nicht malt4 ,je nher die ,hieroglyphe -- und alle bildende ,kunst ist ,hieroglyphe -- dem sinnlichen ,eindruck der ,natur kommt1 desto grere ,phantasiettigkeit war erforderlich1 sie zu erfinden4 ,der ,maler hat nur die ,farbenskala von schwarz zu wei auf der ,palette3 aus ihr soll er ,leben1 ,licht und ,luft auf die ,leinwand zaubern1 ein paar ,striche1 ein paar unvermittelt nebeneinandergesetzte ,farbenflecke sollen aus der richtigen ,entfernung dem ,beschauer den ,eindruck der ,natur suggerieren4 ,nur die ,phantasie des ,knstlers kann dieses ,wunder bewirken1 nicht etwa die ,geschicklichkeit des ,taschenspielers4 ,man sehe das ,portrt des ,papstes ,innocenz in ,rom3 zwei dunkle ,flecken1 die die ,augen bedeuten1 mit ein paar ,strichen ist die ,nase und der ,mund hineingezeichnet1 und mit den wenigen ,strichen und ,farben1 die wohl1 wie die berlieferung berichtet1 in einer ,stunde gemacht sein knnen1 steht der ganze ,mann vor uns1 mit seiner ,klugheit1 seiner ,habsucht und seinen sonstigen verbrecherischen ,gelsten4 ,die ganze ppstliche ,macht erscheint vor uns und der ,papst1 der ihrer spottet4 ,und des ,velasquez ,papstbildnis nicht gesehen zu haben1 heit in ,rom gewesen sein und den ,papst nicht gesehen haben4 99 99 99 99 99 ,mein alter ,lehrer ,steffeck hatte ganz recht1 wenn er sagte3 ,was man nicht aus dem ,kopf malen kann1 kann man berhaupt nicht malen4 ,wir malen nicht die ,natur1 wie sie ist1 sondern wie sie uns erscheint1 d4 h4 wir malen aus dem ,gedchtnis4 ,das ,modell kann der ,maler nicht abmalen1 sondern nur benutzen1 es kann sein ,gedchtnis untersttzen1 wie etwa der ,souffleur den ,schauspieler untersttzt4 ,aber wehe dem ,schauspieler1 der sich auf ihn verlassen mu4 ,dann ist er nicht mehr ,herr seiner ,rolle1 sondern ,knecht des -- ,souffleurs4 ,ob und inwieweit der ,maler nach der ,natur arbeitet oder nicht1 hngt davon ab1 was er erstrebt4 ,aber ,delacroix oder ,bcklin1 die 7wenigstens in ihren ,bildern7 nie nach der ,natur gemalt haben1 ebenso wie ,manet und ,leibl1 die jeden ,strich nach der ,natur malten1 haben aus dem ,gedchtnis gemalt4 ,nur prozedierten sie auf verschiedene ,weise4 ,bcklin malte die ,rosenhecke oder die ,pappel1 die er vor ,tagen oder ,wochen vielleicht so lange studiert hatte1 bis sich auch die kleinste ,einzelheit seinem ,gedchtnis eingeprgt hatte4 ,leibl1 dessen ganze ,kunst ,piett vor der ,natur war1 mute die fnf oder sechs ,bauern1 die er in den ,dorfpolitikern malte1 zusammensitzen haben4 ,aber ,bcklin wie ,leibl malten aus der ,phantasie3 nur war die des einen von der des anderen himmelweit verschieden2 wessen die grssere1 ist hier nicht die ,frage4 ,es gengt festzustellen1 da der ,naturalist ebenso wie der ,idealist die ,natur nur benutzt4 ,den ,knstler macht nicht der ,naturalist1 der alles nach der ,natur malt1 aber ebensowenig der ,idealist1 der nur nicht nach der ,natur malt4 ,nur das1 was seine ,phantasie aus der ,natur heraussieht und darstellt1 macht den ,knstler1 und daher mu seine spezifisch malerische ,phantasie um so strker sein1 je nher er dem sinnlichen ,eindruck der ,natur kommt1 d4 h4 je mehr er im eigentlichen ,sinne ,maler ist4 ,seine ,phantasie ist viel reicher als die des ,zeichners1 denn man kann wohl ein groer ,zeichner sein1 ohne ein groer ,maler zu sein1 aber nicht umgekehrt4 ,delacroix frchtete noch eine ,gotteslsterung auszusprechen1 als er ,rembrandt dem ,raffael gleichzustellen wagte4 ,heutzutage hat sich das wohl gendert1 immerhin wird auch heute noch der ,gebildete1 wenn er sich einigermaen respektiert1 ,raffael als den grten ,maler1 der je gewesen1 ansprechen3 was wohl daher kommt1 da das ,kunsturteil von den ,kunstgelehrten gemacht wird1 die als ,gelehrte mehr mit dem ,verstande als mit den ,augen urteilen4 ,die ,schnheiten der ,form sind mathematisch nachzuweisen1 aber die ,schnheiten der ,farbe kann man nur empfinden4 ,und man kann ein sehr groer ,kunstgelehrter sein1 ohne etwas von ,kunst zu verstehen4 ,die ,malerei ist nicht etwa blo ein ,problem der ,technik1 die gelernt werden kann1 sondern eine reine ,phantasiettigkeit4 ,natrlich mu jeder ,maler sein ,handwerk verstehen1 wie jeder ,schneider oder ,schuster sein ,metier ordentlich gelernt haben mu4 ,aber den ,wert eines ,bildes nach seiner technischen ,vollendung schtzen zu wollen1 wre ebenso tricht1 als ein ,gedicht nach der ,korrektheit der ,verse oder der ,reinheit der ,reime zu beurteilen4 ,dem lieben ,gott sei's gedankt3 in der ,kunst macht der ,rock noch nicht den ,mann4 ,allerdings hat in den bildenden ,knsten das ,handwerk eine um so grere ,bedeutung1 als der bildende ,knstler seine ,konzeption ganz allein und unmittelbar zum ,ausdruck bringt3 nur das ,werk von des ,meisters eigener ,hand ist das ,meisterwerk4 ,den vatikanischen ,torso1 den ,innocenz des ,velasquez knnen wir ganz nur im ,original genieen3 ob wir den ,faust in einem der ,millionen von ,drucken oder in ,goethes ,originalhandschrift lesen1 ist fr unseren ,genu ganz gleichgltig4 ,selbst die vollendetste ,lichtdruckreproduktion nach einer ,zeichnung oder ,radierung ,rembrandts1 in der jeder ,punkt1 jeder ,strich und jeder ,fleck photographisch getreu wiedergegeben ist1 bleibt eine tote ,kopie2 nur die eigenhndige ,niederschrift kann uns des ,meisters ,geist zeigen4 ,nichts verbirgt sein ,werk unseren indiskreten ,blicken2 wir knnen dem ,meister bei der ,arbeit folgen1 wir sehen1 welche ,partien ihm auf den ersten ,anhieb gelungen und die ,stellen1 bei denen er sich geqult1 die er abgekratzt und bermalt hat1 bis sie ihm endlich gengten4 ,doch was wir nicht sehen knnen1 selbst wenn wir ,velasquez oder ,rembrandt beim ,malen ber die ,schulter zugeschaut htten1 ist die ,hauptsache1 nmlich ihre ,phantasie1 die ihnen beim ,malen die ,hand gefhrt hat und nur insofern ist die ,technik von knstlerischem ,werte1 als sie die -- ,handlangerin seines knstlichen ,wissens und ,wollens ist1 d4 h4 sie mu individuell sein4 ,sonst hat die ,technik hchstens kunstgewerblichen ,wert1 und von diesem kunstgewerblichen ,standpunkt aus knnen wir sie an einem ,bilde ebenso bewundern1 wie an einer chinesischen ,cloisonn- oder ,lackarbeit4 ,aber die ,rckkehr zur ,tradition der altmeisterlichen ,technik als ,allheilmittel der ,kunst zu empfehlen -- wie das immer und ewig geschieht -- hiee neuen ,wein in alte ,schluche fllen4 99 99 99 99 99 ,in dem ,kunstwerk macht die ,technik nicht die ,gte aus1 man knnte sie hchstens als notwendig bezeichnen2 wie der ,krper dem ,geiste notwendig ist4 ,und insofern ein schner ,geist in einem schnen ,krper dem in einem hlichen vorzuziehen ist1 ist auch das elegant vorgetragene ,kunstwerk dem unbeholfen vorgetragenen vorzuziehen4 ,schreiblehrer beurteilen die ,gte der ,handschrift nach der ,kalligraphie der ,buchstaben2 wir nennen ,bismarcks ,handschrift schn1 weil sie charakteristisch ist4 ,die ,technik ist gut1 die mglichst prgnant das ausdrckt1 was der ,meister ausdrcken wollte2 sonst ist sie schlecht und wre sie noch so virtuos4 berhaupt spricht man viel zu viel von ihr3 die ,technik mu man gar nicht sehen1 ebenso wenig wie man die ,toilette an einer schnen ,frau sehen darf4 ,wie sie nur dazu da ist1 um die ,schnheit der ,trgerin in um so helleres ,licht zu setzen1 darf die ,technik nur die ,schleppentrgerin der ,kunst sein1 jeder ,knstler soll malen1 wie ihm der ,schnabel gewachsen ist2 was allerdings heutzutage schwer ist1 denn1 wie ,schwind sagt1 bis man wei1 da man einen ,schnabel hat1 ist er vom vielen ,anstoen schon ganz verbogen4 ,und nun gar die ,forderung zur altmeisterlichen ,technik zurckzukehren6 ,als ob die ,technik die ,ursache und nicht die ,folge einer ,kunstanschauung wre4 ,ist die ,technik eines ,van ,eyk nicht bedingt durch die ,sachlichkeit seiner ,naturanschauung8 ,htte ,franz ,hals sich der ,technik eines ,holbein bedienen knnen1 oder mute er nicht vielmehr eine mehr andeutende als ausfhrende ,technik erfinden1 die seiner geistreichen ,auffassung des ,momentanen entsprach8 ,wer die ,technik eines ,meisters nachahmt1 wird ihm hchstens abgucken1 wie er sich ruspert und wie er spuckt4 ,ein mittelmiges la ,rembrandt gemaltes ,bild ist nicht besser1 als ein ebenso mittelmiges1 das la ,manet gemalt ist4 berhaupt verbirgt sich hinter dem ,verlangen nach altmeisterlicher ,kunst ein gut ,teil ,heuchelei3 es entspringt nicht sowohl aus ,liebe fr die alte1 sondern vielmehr aus ,ha gegen die moderne ,kunst4 ,natrlich fllt auch in den bildenden ,knsten kein ,meister vom ,himmel4 ,eher fllt schon eine ,exzellenz vom ,himmel1 wie ,menzel1 als man ihm zu seinem neuen ,titel gratulierte1 geantwortet haben soll4 ,ein jeder ,meister steht auf den ,schultern seiner ,vorgnger3 das ist aber nicht seine ,meisterschaft1 sondern seine ,schlerschaft4 ,erst nach berwindung der ,technik kann aus dem ,schler ein ,meister werden1 und nur in diesem ,sinne ist der bekannte ,satz1 da man zum ,knstler geboren1 zum ,maler aber erst erzogen werden msse1 zu verstehen4 ,der ,maler mu sein ,leben lang arbeiten1 um der ,technik ,herr zu werden2 aber nicht um ihrer selbst willen1 sondern um mittels der ,technik seiner ,phantasie einen mglichst vollendeten ,ausdruck geben zu knnen4 ,der ,vortrag des ,meisters kann nachgeahmt werden -- und die vielen falschen ,rembrandts sind der beste ,beweis dafr -- aber nur der ,rembrandt ist echt1 in dem du seines ,geistes ,hauch versprst4 ,und sollte ein mittelmiges ,bild wirklich echt sein1 von ,rembrandts eigener ,hand signiert und von smtlichen ,kunstppsten als authentisch attestiert1 so wrde das nur beweisen1 da der gute ,rembrandt auch einmal geschlafen habe4 ,was kmmert uns die ,echtheit eines ,kunstwerkes6 ,was des ,meisters wrdig1 ist echt4 ,weil in den bildenden ,knsten die ,form ,mittel und ,zweck1 also eines ist1 ist es in ihnen natrlich schwerer zu entscheiden1 als z4 ,b4 in der ,poesie1 wo das ,handwerk aufhrt und die ,kunst anfngt2 daher triumphiert oft genug ber wahre ,kunst ,kunstfertigkeit1 und ebenso oft wird der ,stein1 den die ,bauleute verwarfen1 zum ,eckstein4 ,denn vollendete ,technik1 ,eleganz des ,vortrags1 kurz1 das uerliche des ,bildes schmeicheln sich dem ,auge leichter ein als das ,werk des ,genies1 dessen rauhe ,auenseite oft den goldenen ,kern verbirgt4 ,so wundert es mich keineswegs1 da man etwa die ,portrts van der ,helsts denen eines ,rembrandt vorgezogen hat4 ,wenn ,rembrandt heute lebte und ein ,prinz sich bei ihm malen liee1 so wre er wahrscheinlich mit seinem ,konterfei ebenso wenig zufrieden wie der ,prinz von ,nassau1 der sein ,portrt fr zu schwarz1 fr zu gepatzt und wohl auch fr nicht vorteilhaft genug aufgefat ansah1 und so den armen ,rembrandt um seine vornehme ,kundschaft brachte4 ,allerdings vom ,handwerksstandpunkt aus ist der ,nachtwache die ,schtzenmahlzeit des van der ,helst vorzuziehen4 ,da ist alles tadellos4 ,und auch heute noch wrden nicht nur ,prinzen1 wenn sie nicht frchteten sich zu blamieren1 einen van der ,helst vorziehen4 ,es kommt nicht allein darauf an1 was einer ansieht1 sondern auch darauf1 wer was ansieht1 und auch in der ,kunst gilt das ,sprichwort3 niemand ist gro in den ,augen seines ,kammerdieners2 womit ich nicht etwa auf die kleinen ,schwchen groer ,meister anspielen will4 ,wer das ,kunstwerk mit den ,augen des ,kammerdieners betrachtet1 wird es nie begreifen4 ,nichts ist an sich schn2 erst unsere ,auffassung macht es dazu4 ,wer ,phidias mit den ,augen des ,professors ,trendelenburg anschaut1 sieht vielleicht in den ,marmorgruppen der ,siegesallee ,werke des griechischen ,bildhauers4 ,die ,breite des malerischen ,vortrags macht noch keinen ,velasquez und das ,helldunkel noch keinen ,rembrandt3 das ist gleichsam nur das irdische ,teil an ihnen4 ,das ,unsterbliche an den ,werken der ,kunst ist ihr ,geist1 der ,geist1 welcher dem inneren ,auge des ,malers1 bevor er den ersten ,pinselstrich auf die ,leinwand gesetzt hat1 das ,werk vollendet zeigt4 ,und wie der ,geist ist die ,kunst unbegrenzt1 soweit die ,ausdrucksfhigkeit ihrer technischen ,mittel reicht4 ,ihre ,ausdrucksfhigkeit vergrern1 heit das ,bereich der ,kunst erweitern1 das ,bereich der allein wahren ,kunst1 die von der ,hand geboren1 aber von der ,phantasie gezeugt ist4 ,,empfindung ,,und ,,erfindung ,,in ,,der ,,malerei ,neulich meinte ,wfflin in einem kleinen ,aufsatz ber das ,zeichnen1 da jeder1 der einen ,kopf gut zeichnen knnte1 auch gut zu schreiben verstnde4 ,ob das nicht zu viel behauptet ist1 will ich als ,maler nicht untersuchen1 aber das glaube ich mit ,recht behaupten zu drfen1 da einer1 der keinen ,strich zeichnen kann1 unfhig ist ber ,malerei zu schreiben4 ,was wrden die ,musiker sagen1 wenn ein ,maler1 der nicht einmal die ,wacht am ,rhein oder ,heil dir im ,siegerkranz auf dem ,klavier nachklimpern kann1 sich herausnehmen wrde ber ,musik zu sthetisieren6 ,das sthetische ,urteil ber ,malerei ist von ,schriftstellern gemacht4 ,nie wrde ein ,maler1 auch wenn er ,lessings ,geist htte1 das geistreiche und gerade deshalb so gefhrliche ,paradoxon vom ,raffael ohne ,hnde erfunden haben4 ,oder gar aus dem ,laokoon1 der immer noch1 und mit gutem ,recht1 die sthetische ,bibel der ,gebildeten ist1 das ,diktum3 der ,maler1 der nach der ,beschreibung eines ,thomson eine schne ,landschaft darstellt1 hat mehr getan1 als der sie gerade von der ,natur kopiert4 ,der ,schriftsteller versteht in der ,gedankenmalerei die literarische ,phantasie1 und daher stellt er sie ber die sinnliche ,malerei1 die er nicht versteht1 und aus ,unkenntnis ihrer ,wesenheit nicht verstehen kann4 ,malerei ist ,nachahmung der ,natur1 der sie ihre ,stoffe entlehnt1 aber sie bleibt ohne die schpferische ,phantasie geistlose ,kopie1 und es ist daher ganz gleichgltig1 ob der ,maler einen ,sonnenuntergang aus der ,tiefe seines ,gemts oder nach einem ,gedicht des ,thomson oder nach der ,natur malt4 ,mit andern ,worten3 nicht der ,idealist steht -- wie ,lessing meint -- hher als der ,realist1 sondern die ,strke der ,phantasie macht den greren ,knstler4 ,fr den ,maler liegt die ,phantasie allein innerhalb der sinnlichen ,anschauung der ,natur3 jedenfalls haben alle groen ,maler von den gyptern1 ,griechen und ,rmern bis zu ,rembrandt und ,velasquez1 ,manet und ,menzel sich innerhalb dieser ,grenzen gehalten4 ,zwischen dem ,kleckser1 der einen ,sonnenuntergang malt und einem ,claude ,lorrain oder ,claude ,monet ist nur ein ,qualittsunterschied4 ,die ,gre des ,talents eines ,knstlers beruht auf der ,gre seiner ,naturanschauung und zwar auf der ,gre der spezifisch malerischen ,anschauung4 ,sonst htte ,goethe ein ebenso groer ,maler wie ,dichter sein mssen4 ,wie die zahllosen ,bltter1 die das ,goethehaus aufbewahrt1 beweisen1 hat es ihm weder an ,flei noch an handwerksmiger ,geschicklichkeit gefehlt1 und wenn er trotz heiem ,bemhen zeitlebens in der bildenden ,kunst ein mittelmiger ,dilettant geblieben ist1 so liegt der ,grund einfach darin1 da seine ,phantasie -- als die eines geborenen ,dichters -- nur mit dem ,worte zu gestalten imstande war4 ,die ,phantasie des ,knstlers gestaltet nicht nur in dem ,material1 sondern fr das ,material seiner speziellen ,kunst1 sonst kommt gemalte ,poesie oder poetische ,malerei1 d4 h4 ,unsinn heraus4 ,daher ist auch nur aus dem ,material heraus eine richtige ,wertung der ,kunst mglich3 der ,genu an der ,kunst steht jedem ,empfnglichen offen1 aber fr die ,kritik ist die ,kenntnis des ,materials und der ,technik unerllich4 ,einst fragte mich ,virchow1 whrend er mir zu seinem ,portrt sa1 ob ich nach einer vorgefaten ,meinung male1 und auf meine ,antwort1 da ich intuitiv die ,farben nebeneinander setzte1 entschuldigte sich der damals schon greise ,gelehrte ob seiner ,frage4 ,alles1 fgte er hinzu1 in der ,kunst wie in der ,wissenschaft1 nmlich da1 wo sie anfinge ,wissenschaft zu werden1 wo sie ,neues entdeckte1 sei ,intuition4 ,als ich meinen ,satz ,cellula e ,cellula gefunden hatte1 war es erst ,spteren vorbehalten1 ihn zu beweisen4 ,letzten ,endes ist die ,kunst unergrndlich und wird es immer bleiben4 ,auch ist es gut so1 denn wenn wir ihr ,geheimnis ergrndeten1 wre es mit ihr vorbei4 ,den knstlerischen ,zeugungsproze kann man ebensowenig ergrnden wollen wie den physischen4 ,es wird ewig ein ,rtsel bleiben1 wie dem ,knstler die ,idee zu seinem ,werke kommt1 denn die ,natur ist nur der uere ,anla fr das ,werk4 ,aber man kann die ,gehirnttigkeit des ,knstlers whrend seiner ,arbeit beobachten1 und den ,weg1 den seine ,phantasie zurcklegt1 von der ,auffassung des ,gegenstandes bis zu dessen ,wiedergabe auf der ,leinewand verfolgen4 ,der ,knstler sieht die ,gegenstnde durch seine ,phantasie4 ,er sieht1 was er zu sehen sich einbildet1 oder wie ,goethe es ebenso treffend1 wie schn ausdrckt3 wer die ,natur schildert1 schildert nur sich1 und die ,feinheit und ,strke seines ,gefhls4 ,der alte ,schwind antwortete auf die ,frage1 wie er seine ,zeichnungen mache3 ich nehme einen ,bleistift in die ,hand1 und da fllt mir halt was ein4 ,unter dem ,pinsel wird die ,form geboren1 und die ,maler mit den groartigen ,ideen sind immer schlechte ,maler4 ,die ,erfindung des ,malers beruht in der ,ausfhrung und dieser ,ausspruch1 der eigens fr den ,impressionismus geprgt zu sein scheint1 und der von dem englischen ,maler ,blake aus der ersten ,hlfte des vorigen ,jahrhunderts herrhrt1 ist nicht nur fr ,manets ,spargelbund gltig1 sondern ebenso fr ,michelangelos ,erschaffung ,adams in der ,sixtina4 ,in der ,erfindung des ,sujets kann die ,erfindung ,michelangelos nicht liegen1 denn die steht in der ,bibel3 und ,gott der ,herr machte den ,menschen aus einem ,erdenklo und er blies ihm ein den lebendigen ,odem in seine ,nase4 ,und also ward der ,mensch eine lebendige ,seele4 ,da er uns die biblische ,erzhlung berzeugend ad oculus demonstriert1 darin liegt ,michelangelos ,genie3 wir glauben den ,odem ,gottes in ,adam bergehen zu sehen4 ,ein witziger ,maler1 den man vor seinem ,bilde fragte1 was er habe malen wollen1 antwortete3 wenn ich es sagen knnte1 htte ich es nicht zu malen gebraucht4 ,erfindung ist ,empfindung3 aus ihr ergibt sich ,technik und ,stil4 ,daher ist es ,bldsinn -- was man jeden ,tag hren oder lesen mu -- zu sagen3 das ,bild des ,professors ,x4 ist ausgezeichnet gemalt1 nur leider ohne ,phantasie4 ,dann ist es eben schlecht gemalt4 ,aber ebenso bldsinnig3 das ,bild ist sehr phantasievoll1 aber schlecht gemalt4 ,dann ist es vielleicht von poetischer oder musikalischer1 aber nicht von malerischer ,phantasie4 ,ein ,bild ist gut1 d4 h4 malerisch erdacht1 wenn es mit den malerischen ,ausdrucksmitteln darzustellen ist1 und das malerisch nicht gut erdachte ,bild kann berhaupt nicht gut gemalt werden4 ,also sind technische ,schwierigkeiten immer nur ,fehler in der ,konzeption4 ,die schnsten ,stcke ,malerei wie die ,bohmienne oder der ,papst ,innocenz sind die technisch einfachsten4 ,wer technische ,schwierigkeiten eines ,werkes sieht1 ist berhaupt kein ,knstler4 ,der echte ,knstler gleicht dem ,reiter ber den ,bodensee3 erst nach ,vollendung des ,werkes entdeckt er voller ,grauen die ,schwierigkeiten1 die zu berwinden waren1 und er wrde sein ,werk nicht unternommen haben1 wenn er sie vorher erkannt htte4 ,in der bildenden ,kunst ist geistige ,vollendung zugleich technische ,vollendung1 denn in ihr sind ,inhalt und ,form nicht nur eins1 sondern identisch4 ,es ist daher ein miges ,spiel mit ,worten das ,kunstwerk in zwei ,bestandteile zerlegen zu wollen3 in ihm ist die ,phantasie materialisiert und umgekehrt die ,technik vergeistigt worden4 ,wenn ,rembrandt sagt1 da das ,werk vollendet sei1 sobald der ,knstler ausgedrckt hat1 was er hat ausdrcken wollen1 so heit das nichts anderes1 als da die ,arbeit des ,knstlers reine ,phantasiettigkeit ist4 ,gut malen heit also mit ,phantasie malen und die schnste1 breiteste1 flchigste ,malerei bleibt uerliche ,virtuositt1 wenn sie nicht der ,ausdruck der knstlerischen ,anschauung ist4 ,die ,phantasie hrt also nicht da auf1 wo die ,arbeit beginnt -- wie noch ein ,lessing annahm1 -- sondern sie mu dem ,maler bis zum letzten ,pinselstrich die ,hand fhren4 ,weshalb ist denn oft die flchtigste ,skizze vollendeter als das fertige ,bild8 ,weil die in ein paar ,stunden entstandene ,skizze von der ,phantasie erzeugt ist1 whrend die wochen-1 ja monatelange ,arbeit am ,bilde die ,phantasie erttet hat4 ,nicht etwa die ,technik1 sondern die ,phantasie ist die ,ursache1 da nur die al ,primamalerei was taugt1 denn die ,phantasie ist ebensowenig eine ,heringsware wie die ,begeisterung3 nur das unter dem frischen ,eindruck der momentanen ,phantasie flssig ineinander gemalte ,stck hat inneres ,leben4 ,daher gibt es keine ,technik per se1 sondern so viele ,techniken als es ,knstler gibt4 ,und ohne eigene ,technik kann es keine eigene ,kunst geben4 ,franz ,hals' ,technik entspringt ebenso seiner ,naturauffassung wie die des ,velasquez der seinigen3 ,beide malten einfach1 was sie sahen4 ,unbewut kam in ihre ,malweise ihre ,persnlichkeit4 ,man sehe sich die ,bohmienne oder den ,innocenz auf die angewandten ,mittel an3 das ,handwerksmige daran kann jeder ,malklassenschler4 ,auch wei man1 da der ,papst dem ,velasquez zu dem ,kopfe in ,petersburg1 der noch schner sein soll als der in ,rom1 nur eine ,stunde gesessen hat2 und ,franz ,hals hat sicher nicht viel lnger an der ,bohmienne gearbeitet4 ,gebt einem ,stmper eine ,stunde lang die ,phantasie eines ,franz ,hals oder ,velasquez1 und aus seiner ,stmperei wird ein ,meisterwerk4 ,aber ,hals und ,velasquez hatten keine ,kunsttheorien2 sie malten1 was sie selber sahen1 und nicht1 was andere vor ihnen gesehen hatten3 sie waren naiv4 ,sie malten nur mit ihrem malerischen unbewuten ,gefhl und nicht mit dem ,verstande4 ,sie warteten nicht die ,stimmung ab1 sondern die ,stimmung kam1 wenn sie den ,pinsel in die ,hand nahmen4 ,manet oder ,leibl dachten malerisch4 ,sie suchten nicht das sogenannte ,malerische in der ,natur1 sondern sie faten die ,natur malerisch auf3 die ,natur war fr sie der ,canevas fr ihr ,bild4 ,feuerbach1 ,mares oder ,bcklin bersetzten ihre ,stimmungen oder ,gedanken in die ,sprache der ,malerei3 zum ,ausdruck ihrer ,sentiments bedienten sie sich der ,natur4 ,derselbe ,gegensatz wie zwischen dem naiven und sentimentalen ,dichter besteht auch in der ,malerei3 der naive ,maler geht von der ,erscheinung aus1 der sentimentale vom ,gedanken4 ,aber gerade das ,primre ist das ,entscheidende2 wie der wahre ,dichter nur vom ,erlebnis ausgeht1 so geht das wahre malerische ,ingenium nur von der sinnlichen ,erscheinung aus4 ,letzten ,endes ist jeder ,maler ,portrtmaler1 der ,wirklichkeitsmaler ,franz ,hals oder ,velasquez ebenso wie der ,maler der inneren ,gesichte ,albrecht ,drer oder gar wie ,rembrandt1 unter dessen ,pinsel die ,bildnisse der ,korporalschaft des ,banning ,cocq zur ,nachtwache1 dem phantasievollsten ,bilde der ,welt1 wurden4 ,da dieses ,gruppenbildnis einer ,schtzengilde bis heutigen ,tages die ,nachtwache heit1 das beweist am schlagendsten1 da in der ,malerei die ,erfindung nur in der ,ausfhrung beruht4 ,kunst ist ,kern und ,schale in einem ,male3 die ,phantasie mu nicht nur die ,vorstellung von dem ,bilde erzeugen1 sondern zugleich die ,ausdrucksmittel1 durch die der ,maler seine ,vorstellung auf die ,leinwand zu projizieren imstande ist4 ,irgend ein ,corneliusschler erzhlte1 da er ,mnchen in aller ,hergottsfrhe umkreiste1 um sich in weihevolle ,stimmung zu versetzen1 bevor er an die ,arbeit ging1 und ins ,atelier gekommen1 flo der ,contour4 ,aber ,heinrich v4 ,kleist lt in einer ,betrachtung ber ,berliner ,kunstzustnde im ,jahr #ahaa einen ,vater seinem ,sohne sagen3 du schreibst mir1 da du eine ,madonna malst1 und da du jedesmal1 bevor du zum ,pinsel greifst1 das ,abendmahl nehmen mchtest4 ,la dir von deinem alten ,vater sagen1 da dies eine falsche ,begeisterung ist1 und da es mit einer gemeinen1 aber brigens rechtschaffenen ,lust an dem ,spiele1 deine ,einbildungen auf die ,leinewand zu bringen1 vllig abgemacht ist4 ,,phantasie ,,und ,,technik ,ohne ,hnde gibt es keine ,maler1 und ohne brauchbare1 keine gute4 ,,rumohr4 ,kaiser ,wilhelm lie als junger ,prinz von irgendeinem ,hofmaler sein ,bildnis malen und als er es besah1 fragte er den ,professor3 ,habe ich denn so groe ,augen8 und auf die ,antwort des ,malers1 da er die ,augen von ,knigl4 ,hoheit so gro she1 erwiderte der ,prinz3 ,dann begreife ich nicht1 da ,sie ,maler geworden sind4 ,die ,phantasie ist immer ,voraussetzung1 und ebensowenig zu beweisen1 wie da #b #b #d ist4 ,die sthetische ,betrachtung kann nur ergrnden wollen1 wie sich die ,form fr das ,werk unter der ,hand des ,knstlers gestaltet1 nicht aber den ,proze1 der in seinem ,kopfe vorausgeht4 ,jeder ,knstler1 ob er ,maler1 ,musiker oder ,dichter ist1 mu von der ,anschauung ausgehen3 ,die ,vision1 die uere wie die innere1 ist das ,primre1 und aus der ,wiedergabe der ,vision geht erst der ,gedanke hervor4 ,der ,schriftsteller aber will seinem ,gedanken ,ausdruck geben1 der ,gedanke ist also das ,primre und die ,form das ,sekundre4 ,natrlich ist ein ,bild1 das der ,maler aus der ,natur konzipiert und nach der ,natur malt1 deshalb noch nicht gut1 aber ein ,bild1 das aus der ,idee entstanden1 kann nicht gut sein4 ,denn in aller ,kunst mu sich aus der ,form erst der ,gedanke entwickeln4 ,die ,form des ,gedankens mu dem ,dichter schon vorschweben1 ehe der ,gedanke selbst erscheint 7,lichtenberg71 um wie viel mehr in der bildenden ,kunst und in der ,musik1 wo ,form und ,gedanke identisch sind4 ,als der ,jenenser ,student ,goethen fragte1 wie er zu seinem ,stile gelangt wre1 antwortete er3 ,ich habe die ,dinge auf mich wirken lassen4 ,tizian oder ,tintoretto1 ,rembrandt und ,f4 ,hals1 ,velasquez und ,manet htten dieselbe ,antwort geben knnen auf die ,frage1 wie sie zu ihrer ,malerei gelangt wren4 ,da der ,knstler in irgendeinem xbeliebigen ,modell den ,kaiser ,augustus oder ,napoleon sieht1 ist das ,werk seiner ,phantasie und ebenso unerforschlich wie das psychische ,moment im menschlichen ,zeugungsproze2 aber wie wir den physiologischen ,proze zu ergrnden versuchen drfen1 so knnen wir nachforschen1 wie der ,knstler seine ,phantasie gleichsam materialisiert durch seine ,technik und in ihr4 ,technik heit hier natrlich nicht das ,handwerksmige1 das jeder ,knstler selbstverstndlich gelernt haben mu1 sondern ,technik bedeutet hier das ,ausdrucksmittel der ,phantasie4 ,die ,technik projiziert die knstlerische ,phantasie auf die ,bildflche und diese ,projektion ist die ,kunst4 ,die ,griechen hatten fr ,kunst und ,handwerk nur das eine ,wort h techn3 ,beide sind desselben ,ursprungs4 ,wehe der ,kunst1 die ihres ,ursprungs vergit6 ,die von der ,malerei verlangt1 was nur ,poesie oder ,musik zu leisten vermgen4 ,wie der ,dichter fr das ,wort1 der ,musiker fr den ,ton1 so mu der ,maler fr sein ,ausdrucksmittel erfinden4 ,man vergleiche eine ,silberstiftzeichnung ,rembrandts mit einer seiner in ,sepia lavierten ,zeichnungen3 wie er jedem ,material durch diese adquate ,behandlung gerade die hchste ,wirkung entlockt4 ,der ,meister verlangt nicht vom ,stifte1 was nur der ,pinsel hergibt oder umgekehrt4 ,aber wie sich aus dem ,affen nie der ,mensch entwickeln kann1 obgleich beide derselben ,abstammung sind1 so kann nie aus dem vollendetsten ,handwerker der ,knstler werden ohne den gttlichen ,funken der ,phantasie4 ,das ,genie ist notwendige ,voraussetzung jedes ,kunstwerkes2 aber dieses kann sich nur auf handwerklicher ,basis gestalten4 ,knstler und ,handwerker prozedieren gleicherweise1 einer wie der andere will nur sein ,handwerk bestmglich ausben4 ,ist aber der ,handwerker nebenbei noch ein ,phidias oder ein ,raffael1 so wird aus seinem ,handwerk -- ihm natrlich unbewut -- das ideale ,kunstwerk4 ,ideal in dem ,sinne1 da sich der ,knstler in seinem ,werke vollendet4 ,ein objektives ,ideal ist eine contradictio in adjecto3 ,wren ,phidias oder ,raffael das ,ideal an sich1 so knnten es ,rembrandt und ,velasquez nicht auch sein4 ,jedes ,kunstwerk ist ideal und real zugleich1 insofern der ,knstler vom sinnlichen ,natureindruck ausgeht1 also ist die ,bezeichnung von idealistischer oder realistischer ,kunst ein ,pleonasmus3 mit ihrer ,qualitt hat weder die eine noch die andere etwas zu tun4 ,sie knnen hchstens das ,stoffliche bezeichnen1 wie man etwa das brgerliche ,schauspiel vom historischen unterscheidet4 ,aber auch der rckstndigste ,professor wird nicht ,maria ,stuart oder die ,jungfrau von ,orleans1 weil sie historische ,dramen sind1 dem blo brgerlichen ,schauspiel ,kabale und ,liebe vorziehen wollen4 ,mein verstorbener ,freund ,jettel pflegte jedem1 der ihn besuchte -- und welcher deutsche ,maler1 der im letzten ,viertel des verflossenen ,jahrhunderts nach ,paris kam1 hat ihn nicht besucht6 -- die ,geschichte von dem ,wiener ,akademiedirektor zu erzhlen1 wie der ,meisterschler den ,karton zu seinem ersten ,bilde ,luther schlgt die ,thesen an die ,schlokirche zu ,wittenberg zeichnet4 ,nach monatelangem ,korrigieren und ndern ist endlich der ,karton fertig1 und die ,komposition wird auf die ,leinwand gepaust3 ,luther schwingt den ,hammer1 whrend die ,menge ihm begeistert zujauchzt4 ,als der ,direktor zur ,korrektur kommt1 lobt er die ,komposition1 aber er meint1 da es der ,erhabenheit des weltgeschichtlichen ,moments nicht angemessen sei1 da ,luther eigenhndig den ,hammer schwinge4 ,das msse einer seiner ,jnger tun4 ,dem braven ,schler leuchtet es ein1 und die ,komposition wird demgem verndert3 ,whrend ,luther die ,menge haranguiert1 schwingt der ,nchststehende den ,hammer2 als der ,meister wieder kommt1 billigt er die nderung1 aber er meint1 da nicht der ,luther ,nchststehende1 sondern dessen ,nachbar die ,thesen anschlagen msse1 um nicht die ,aufmerksamkeit des ,beschauers von der ,gestalt ,luthers1 der doch die ,hauptperson im ,bilde sei1 abzulenken4 ,so gehts durch ein viertel oder ein halbes ,jahr weiter1 bei jedem ,besuche im ,atelier des ,schlers meint der ,direktor1 da der ,nchste den ,hammer schwingen msse1 bis alle der ,reihe nach den ,hammer geschwungen haben und der ,direktor zu dem ,schlusse kommt1 da in der furchtbaren ,erregung des weltgeschichtlichen ,moments ,luther den ,hammer selbst in die ,hand nehmen und die ,thesen eigenhndig anschlagen wrde4 ,alles in der ,kunst ist ,qualitt1 und die ,qualitt des ,kunstwerkes hngt von dem ,quantum von ,phantasie1 die es erzeugte1 ab1 denn nur die von der ,phantasie erzeugte ,form ist lebendig4 ,aber die ,phantasie erfindet nicht die ,form -- denn die ist von ,anbeginn der ,kunst vorhanden1 wie in der ,poesie das ,wort und in der ,musik der ,ton1 sondern den ,ausdruck fr die ,form1 das heit die ,technik4 ,nicht die ,form ist das ,originelle1 sondern die knstlerische ,originalitt beruht darin1 wie die ,phantasie zur ,form geworden ist4 ,jeder ,knstler1 auch der grte1 bernimmt die traditionellen ,formen seiner ,zeit und seiner ,umgebung4 ,die frhen ,raffaels oder ,rembrandts gleichen den ,bildern ihrer ,meister 7so sehr1 da man sie fr die ihrer ,meister angesprochen hat74 ,sie suchen nicht etwa neue ,ausdrucksformen1 das heit eine neue ,technik1 sondern ihre neue ,technik ergibt sich aus ihrer knstlerischen ,individualitt4 ,hieraus ergibt sich der neue ,stil eines jeden ,meisters4 ,in der ,musik heit ,virtuose1 wer die fremde ,komposition vorzutragen imstande ist4 ,mit demselben ,rechte knnte man die ,maler1 die keine originelle ,ausdrucksweise besitzen1 ,virtuosen nennen1 nur kann man leider nicht so leicht wie in der ,musik den ,komponisten vom ,virtuosen in der bildenden ,kunst trennen1 wo die ,erfindung die ,ausfhrung ist4 ,die ,fagerolles1 die nur reproduzierende ,knstler sind1 gelten oft sogar mehr als die ,claude1 die sie kopieren4 ,aber ,meister ist nur1 der seine eigenen ,gedanken in eigener ,sprache auszudrcken imstande ist4 ,daher haben die geborenen groen ,maler1 je lter sie wurden1 desto schner gemalt4 ,nicht etwa1 da ihre ,hand mit den ,jahren geschickter wurde1 im ,gegenteil3 sie werfen die ,geschicklichkeit des ,handgelenks1 die den ,jngling freut und ber die mangelnde ,originalitt hinwegtuscht1 mit ,verachtung von sich und zwar so1 da noch ein ,karl ,justi in seinem ,pamphlet gegen die ,moderne die ,alterswerke eines ,rembrandt oder ,f4 ,hals senil nennen konnte4 ,der ,meister ist der berwinder der ,technik4 ,man vergleiche auf ,rembrandts ,anatomie im ,haag den ,leichnam mit dem ,stck auf der leider angebrannten ,anatomie des ,dr4 ,deisman in ,amsterdam1 wie die ,technik sich vereinfacht hat1 wie jedes ,detail unterdrckt wird4 ,wir sehen nur noch das ,wesentliche1 den ,typus des ,kadavers und -- schaudern1 wie wenn wir pltzlich vor einer ,leiche stehen4 ,wohl sehen wir im ,haag einen der schnsten ,rembrandts1 aber der #bf;jhrige macht noch ,malerei1 die freilich wunderbar herrlich ist4 ,aber #be ,jahre spter malt ,rembrandt nicht mehr ein ,bild1 sondern seine ,seele auf die ,leinwand4 ,genau dasselbe bei ,f4 ,hals3 in ,haarlem kann man vor den ,doelenstcken seine ,entwicklung whrend eines halben ,jahrhunderts von ,stufe zu ,stufe verfolgen1 vom ,rubensschler1 der die ,technik seines ,meisters sklavisch kopiert1 bis zum #hj;jhrigen ,meister1 der in den zwei ,bildern der ,vorsteher und der ,vorsteherinnen eines ,waisenhauses das hchste und schnste leistet1 was die ,malerei hervorgebracht hat4 ,in diesen senilen ,werken ist allerdings nichts mehr von ,technik zu merken1 denn jeder ,pinselstrich und jeder ,farbfleck ist ,leben geworden4 ,wie der ,kopf des greisen ,mommsen ganz durchgeistigt schien1 nur noch ,seele1 so ist in den beiden ,altersschpfungen von ,hals nichts ,materielles mehr3 der ,geist hat die ,technik vernichtet4 ,dasselbe ,phnomen bei ,tizian4 ,zwischen der ,dornenkrnung in ,paris und der in ,mnchen liegen rund #cj ,jahre3 die ,komposition ist absolut dieselbe geblieben1 aber aus der ,malerei ist ,leben geworden4 ,nur die ,phantasie kann dieses ,wunder bewirkt haben3 sie hat die ,technik vergeistigt4 ,oder mit anderen ,worten3 aus dem ,maler1 der die ,natur nachahmt1 wird der ,knstler1 der ein ,neues schafft1 das heit3 der ,knstler1 der eine neue ,technik schafft4 ,jede neue ,kunst ist also letzten ,endes neue ,technik4 ,man vergleiche das ,hohe ,lied mit einem lyrischen ,gedicht ,goethes oder den gyptischen ,dorfschulzen im ,museum in ,kairo mit einer ,bronze ,rodins3 obgleich #ejjj ,jahre dazwischen liegen1 das ,ringen des menschlichen ,geistes nach demselben ,ausdruck4 ,nur mit verschiedenen ,mitteln1 d4 h4 mit vernderter ,technik4 ,sein ,talent hat der ,knstler vom lieben ,gott3 ,was er aber daraus macht mittelst seiner ,technik1 das ist seine ,kunst4 ,daher ist es nicht etwa de ,fachsimpelei la ,tessman1 sondern der gesundeste ,instinkt1 wenn der ,knstler sich ,zeit seines ,lebens nur mit der ,technik beschftigt4 ,fr ihn ist die ,technik die ,kunst4 ,lieber ,junge1 die berraschenden ,wirkungen1 welche viele nur dem ,naturgenie zuschreiben1 erzielt man oft ganz leicht durch richtige ,anwendung und ,auflsung der ,septimenakkorde4 ,was fr ,beethoven ,technik ist1 erscheint uns als ,ausfluss seines ,genies und zwar ganz folgerichtig1 denn die ,technik ist ja ,ausfluss des ,genies oder sollte es wenigstens sein4 ,bei ,rodin spiegelt sich die ganze ,welt in der ,oberflche des ,kunstwerkes4 ,die ,technik fngt erst an1 knstlerisch zu werden1 wo sie persnlich wird1 daher kann man nur das ,handwerksmige1 das ,kunstgewerbliche an ihr lehren und lernen4 ,daher gibt es keine ,technik kat' exochn4 ,raffael malt wie ,perugino1 ,f4 ,hals wie ,rubens und ,rembrandt wie sein ,lehrer ,lastmann1 solange sie ,schler waren4 ,als aber ,raffael er geworden1 malt er raffaelisch wie ,hals halsisch und wie ,rembrandt rembrandtisch malten1 sobald sie ,hals und ,rembrandt geworden4 ,es ist durchaus zu verstehn1 da die jungen ,leute heutzutage ,czanne oder van ,gogh nachahmen3 ihr ,fehler beruht nur darin1 da sie die ,hieroglyphe ihres ,vorbildes kopieren1 ohne zu wissen1 was sie bedeutet1 wie die ,mnche im ,mittelalter die griechischen und lateinischen ,texte abschrieben1 ohne sie zu verstehen4 -- ,der bekannte ,gehirnanatom ,edinger berichtet den merkwrdigen ,fall1 da ein ,schreiner nach einer ,verletzung der ,gehirnrinde wieder vllig genesen war1 nur die ,funktion des ,hobelns war ihm durch seine ,erkrankung abhanden gekommen3 ,hand und ,herz gehren nun mal in der ,malerei zusammen und die ,vorstellung vom ,raffael ohne ,hnde ist nicht nur wider die ,natur1 sondern wider die ,kunst4 ,denn im ,knstler lst erst die ,form die ,idee aus4 ,druck von ,w4 ,drugulin in ,leipzig ,im folgenden werden alle genderten ,textzeilen angefhrt1 wobei jeweils zuerst die ,zeile wie im ,original1 danach die genderte ,zeile steht4 ,phantasie verstehe3 die den malerischen ,mitteln am meisten daquate ,phantasie verstehe3 die den malerischen ,mitteln am meisten adquate ,auffassung der ,natur4 ,jeder ,kontur1 jeder ,pinselstrich ist ,ausflu einer ,auffassung der ,natur4 ,jede ,kontur1 jeder ,pinselstrich ist ,ausflu einer schwarz1 fr zu gapatzt und wohl auch fr nicht vorteilhaft genug schwarz1 fr zu gepatzt und wohl auch fr nicht vorteilhaft genug brachte4 ,allerdings vom ,handwerksstandgunkt aus ist der ,nachtwache die brachte4 ,allerdings vom ,handwerksstandpunkt aus ist der ,nachtwache die ,nachtwache dem phantasievollsten ,bilde der ,welt1 wurden4 ,da dieses ,nachtwache1 dem phantasievollsten ,bilde der ,welt1 wurden4 ,da dieses