,anmerkungen zur ,transkription3 ,der ,text stammt aus3 ,imago4 ,zeitschrift fr ,anwendung der ,psychoanalyse auf die ,geisteswissenschaften ,,ii 7#aiac74 ,s4 #a-ba4 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden bernommen2 lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste der vorgenommenen nderungen findet sich am ,ende des ,textes4 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit markiert4 ber einige bereinstimmungen im ,seelenleben der ,wilden und der ,neurotiker4 ,von ,,sigm4 ,,freud4 ,,iii4 ,animismus1 ,magie und ,allmacht der ,gedanken4 #a4 ,es ist ein notwendiger ,mangel der ,arbeiten1 welche ,gesichtspunkte der ,psychoanalyse auf ,themen der ,geisteswissenschaften anwenden wollen1 da sie dem ,leser von beiden zu wenig bieten mssen4 ,sie beschrnken sich darum auf den ,charakter von ,anregungen1 sie machen dem ,fachmanne ,vorschlge1 die er bei seiner ,arbeit in ,erwgung ziehen soll4 ,dieser ,mangel wird sich aufs uerste fhlbar machen in einem ,aufsatz1 welcher das ungeheure ,gebiet dessen1 was man ,animismus nennt1 behandeln will7#a74 7#a7 ,die geforderte ,zusammendrngung des ,stoffes bringt auch den ,verzicht auf eingehende ,literaturnachweise mit sich4 ,an deren ,stelle stehe der ,hinweis auf die bekannten ,werke von ,herbert ,spencer1 ,j4 ,g4 ,frazer1 ,a4 ,lang1 ,e4 ,b4 ,tylor und ,w4 ,wundt1 aus denen alle ,behauptungen ber ,animismus und ,magie entnommen sind4 ,die ,selbstndigkeit des ,verfassers kann sich nur in der von ihm getroffenen ,auswahl der ,materien sowie der ,meinungen kundgeben4 ,animismus im engeren ,sinne heit die ,lehre von den ,seelenvorstellungen1 im weiteren die von geistigen ,wesen berhaupt4 ,man unterscheidet noch ,animatismus1 die ,lehre von der ,belebtheit der uns unbelebt erscheinenden ,natur1 und reiht hier den ,animalismus und ,manismus an4 ,der ,name ,animismus1 frher fr ein bestimmtes philosophisches ,system verwendet1 scheint seine gegenwrtige ,bedeutung durch ,e4 ,b4 ,tylor erhalten zu haben7#b74 7#b7 ,e4 ,b4 ,tylor1 ,primitive ,culture4 ,i4 ,bd41 p4 #dbe1 #d4 ,aufl41 #aijc4 -- ,w4 ,wundt1 ,mythus und ,religion1 ,,ii4 ,bd41 p4 #agc1 #aijf4 ,was zur ,aufstellung dieser ,namen ,anla gegeben hat1 ist die ,einsicht in die hchst merkwrdige ,natur- und ,weltauffassung der uns bekannten primitiven ,vlker1 der historischen sowohl wie der jetzt noch lebenden4 ,diese bevlkern die ,welt mit einer ,unzahl von geistigen ,wesen1 die ihnen wohlwollend oder belgesinnt sind2 sie schreiben diesen ,geistern und ,dmonen die ,verursachung der ,naturvorgnge zu und halten nicht nur die ,tiere und ,pflanzen1 sondern auch die unbelebten ,dinge der ,welt fr durch sie belebt4 ,ein drittes und vielleicht wichtigstes ,stck dieser primitiven ,naturphilosophie erscheint uns weit weniger auffllig1 weil wir selbst noch nicht weit genug von ihm entfernt sind1 whrend wir doch die ,existenz der ,geister sehr eingeschrnkt haben und die ,naturvorgnge heute durch die ,annahme unpersnlicher physikalischer ,krfte erklren4 ,die ,primitiven glauben nmlich an eine hnliche ,beseelung auch der menschlichen ,einzelwesen4 ,die menschlichen ,personen enthalten ,seelen1 welche ihren ,wohnsitz verlassen und in andere ,menschen einwandern knnen2 diese ,seelen sind die ,trger der geistigen ,ttigkeiten und bis zu einem gewissen ,grad von den ,leibern unabhngig4 ,ursprnglich wurden die ,seelen als sehr hnlich den ,individuen vorgestellt und erst im ,laufe einer langen ,entwicklung haben sie die ,charaktere des ,materiellen bis zu einem hohen ,grad von ,vergeistigung abgestreift7#c74 7#c7 ,wundt1 l4 c41 ,,iv4 ,kapitel ,die ,seelenvorstellungen4 ,die ,mehrzahl der ,autoren neigt zu der ,annahme1 da diese ,seelenvorstellungen der ursprngliche ,kern des animistischen ,systems sind1 da die ,geister nur selbstndig gewordenen ,seelen entsprechen1 und da auch die ,seelen von ,tieren1 ,pflanzen und ,dingen in ,analogie mit den ,menschenseelen gebildet wurden4 ,wie sind die primitiven ,menschen zu den eigentmlich dualistischen ,grundanschauungen gekommen1 auf denen dieses animistische ,system ruht8 ,man meint1 durch die ,beobachtung der ,phnomene des ,schlafes 7mit dem ,traum7 und des ihm so hnlichen ,todes1 und durch die ,bemhung1 sich diese jeden ,einzelnen so nahe angehenden ,zustnde zu erklren4 ,vor allem mte das ,todesproblem der ,ausgangspunkt der ,theoriebildung geworden sein4 ,fr den ,primitiven wre die ,fortdauer des ,lebens -- die ,unsterblichkeit -- das ,selbstverstndliche4 ,die ,vorstellung des ,todes ist etwas spt und nur zgernd ,rezipiertes1 sie ist ja auch fr uns noch inhaltsleer und unvollziehbar4 ber den ,anteil1 den andere ,beobachtungen und ,erfahrungen an der ,gestaltung der animistischen ,grundlehren gehabt haben mgen1 ber ,traumbilder1 ,schatten1 ,spiegelbilder u4 dgl41 haben sehr lebhafte1 zu keinem ,abschlu gelangte ,diskussionen stattgefunden7#d74 7#d7 ,vgl4 auer bei ,wundt und ,h4 ,spencer die orientierenden ,artikel der ,encyclopedia ,britannica #aiaa 7,animism1 ,mythology usw474 ,wenn der ,primitive auf die sein ,nachdenken anregenden ,phnomene mit der ,bildung der ,seelenvorstellungen reagierte und diese dann auf die ,objekte der ,auenwelt bertrug1 so wird sein ,verhalten dabei als durchaus natrlich und weiter nicht rtselhaft beurteilt4 ,wundt uert angesichts der ,tatsache1 da sich die nmlichen animistischen ,vorstellungen bei den verschiedensten ,vlkern und zu allen ,zeiten bereinstimmend gezeigt haben1 dieselben seien das notwendige psychologische ,erzeugnis des mythenbildenden ,bewutseins und der primitive ,animismus drfe als der geistige ,ausdruck des menschlichen ,naturzustandes gelten1 insoweit dieser berhaupt fr unsere ,beobachtung erreichbar ist7#e74 ,die ,rechtfertigung der ,belebung des ,unbelebten hat bereits ,hume in seiner ,natural ,history of ,religion gegeben1 indem er schrieb3 ,there is an universal tendency among mankind to conceive all beings like themselves and to transfer to every object those qualities with which they are familiarly acquainted and of which they are intimately conscious7#f74 7#e7 l4 c41 p4 #aed4 7#f7 ,bei ,tylor1 ,primitive ,culture1 ,i4 ,bd41 p4 #dgg4 ,der ,animismus ist ein ,denksystem1 er gibt nicht nur die ,erklrung eines einzelnen ,phnomens1 sondern gestattet es1 das ,ganze der ,welt als einen einzigen ,zusammenhang1 aus einem ,punkte1 zu begreifen4 ,die ,menschheit hat1 wenn wir den ,autoren folgen wollen1 drei solcher ,denksysteme1 drei groe ,weltanschauungen im ,laufe der ,zeiten hervorgebracht3 ,die animistische 7mythologische71 die religise und die wissenschaftliche4 ,unter diesen ist die erstgeschaffene1 die des ,animismus1 vielleicht die folgerichtigste und erschpfendste1 eine1 die das ,wesen der ,welt restlos erklrt4 ,diese erste ,weltanschauung der ,menschheit ist nun eine psychologische ,theorie4 ,es geht ber unsere ,absicht hinaus zu zeigen1 wie viel von ihr noch im ,leben der ,gegenwart nachweisbar ist1 entweder entwertet in der ,form des ,aberglaubens1 oder lebendig als ,grundlage unseres ,sprechens1 ,glaubens und ,philosophierens4 ,es greift auf jene ,stufenfolge der drei ,weltanschauungen zurck1 wenn gesagt wird1 da der ,animismus selbst noch keine ,religion ist1 aber die ,vorbedingungen enthlt1 auf denen sich spter die ,religionen aufbauen4 ,es ist auch augenfllig1 da der ,mythus auf animistischen ,voraussetzungen ruht2 die ,einzelheiten der ,beziehung von ,mythus und ,animismus erscheinen aber als in wesentlichen ,punkten ungeklrt4 #b4 ,unsere psychoanalytische ,arbeit wird an anderer ,stelle einsetzen4 -- ,man darf nicht annehmen1 da die ,menschen sich aus reiner spekulativer ,wibegierde zur ,schpfung ihres ersten ,weltsystems aufgeschwungen haben4 ,das praktische ,bedrfnis1 sich der ,welt zu bemchtigen1 mu seinen ,anteil an dieser ,bemhung haben4 ,wir sind darum nicht erstaunt zu erfahren1 da mit dem animistischen ,system etwas anderes ,hand in ,hand geht1 eine ,anweisung1 wie man verfahren msse1 um der ,menschen1 ,tiere und ,dinge1 respektive ihrer ,geister1 ,herr zu werden4 ,diese ,anweisung1 welche unter dem ,namen ,zauberei und ,magie bekannt ist1 will ,s4 ,reinach7#g7 die ,strategie des ,animismus heien2 ich wrde es vorziehen1 sie mit ,hubert und ,mau der ,technik zu vergleichen7#h74 7#g7 ,cultes1 ,mythes et ,religions1 ,t4 ,,ii1 ,introduction1 p4 ,,xv1 #aiji4 7#h7 ,anne sociologique1 ,,vii4 ,bd41 #aijd4 ,kann man ,zauberei und ,magie begrifflich voneinander trennen8 ,es ist mglich1 wenn man sich mit einiger ,eigenmchtigkeit ber die ,schwankungen des ,sprachgebrauches hinwegsetzen will4 ,dann ist ,zauberei im wesentlichen die ,kunst1 die ,geister zu beeinflussen1 indem man sie behandelt wie unter gleichen ,bedingungen die ,menschen1 also indem man sie beschwichtigt1 vershnt1 sich geneigt macht1 sie einschchtert1 ihrer ,macht beraubt1 sie seinem ,willen unterwirft1 durch dieselben ,mittel1 die man fr lebende ,menschen wirksam gefunden hat4 ,magie ist aber etwas anderes2 sie sieht im ,grunde von den ,geistern ab und sie bedient sich besonderer ,mittel1 nicht der banalen psychologischen ,methodik4 ,wir werden leicht erraten1 da die ,magie das ursprnglichere und bedeutsamere ,stck der animistischen ,technik ist1 denn unter den ,mitteln1 mit denen ,geister behandelt werden sollen1 befinden sich auch magische7#i71 und die ,magie findet ihre ,anwendung auch in ,fllen1 wo die ,vergeistigung der ,natur1 wie uns scheint1 nicht durchgefhrt worden ist4 7#i7 ,wenn man einen ,geist durch ,lrm und ,geschrei verscheucht1 so ist dies eine rein zauberische ,handlung2 wenn man ihn zwingt1 indem man sich seines ,namens bemchtigt1 so hat man ,magie gegen ihn gebraucht4 ,die ,magie mu den mannigfaltigsten ,absichten dienen1 die ,naturvorgnge dem ,willen des ,menschen unterwerfen1 das ,individuum gegen ,feinde und ,gefahren schtzen und ihm die ,macht geben1 seine ,feinde zu schdigen4 ,die ,prinzipien aber1 auf deren ,voraussetzung das magische ,tun beruht -- oder vielmehr das ,prinzip der ,magie -- ist so augenfllig1 da es von allen ,autoren erkannt werden mute4 ,man kann es am knappsten1 wenn man von dem beigefgten ,werturteil absieht1 mit den ,worten ,e4 ,b4 ,tylors ausdrcken3 mistaking an ideal connexion for a real one4 ,an zwei ,gruppen von magischen ,handlungen wollen wir diesen ,charakter erlutern4 ,eine der verbreitetsten magischen ,prozeduren1 um einem ,feind zu schaden1 besteht darin1 sich ein ,ebenbild von ihm aus beliebigem ,material zu machen4 ,auf die hnlichkeit kommt es dabei wenig an4 ,man kann auch irgendein ,objekt zu seinem ,bild ernennen4 ,was man dann diesem ,ebenbild antut1 das stt auch dem gehaten ,urbild zu1 an welcher ,krperstelle man das erstere verletzt1 an derselben erkrankt das letztere4 ,man kann dieselbe magische ,technik anstatt in den ,dienst privater ,feindseligkeit auch in den der ,frmmigkeit stellen und so ,gttern gegen bse ,dmonen zu ,hilfe kommen4 ,ich zitiere nach ,frazer7#aj73 ,jede ,nacht1 wenn der ,sonnengott ,ra 7im alten gypten7 zu seinem ,heim im glhenden ,westen herabstieg1 hatte er einen bitteren ,kampf gegen eine ,schar von ,dmonen zu bestehen1 die ihn unter der ,fhrung des ,erzfeindes ,apepi berfielen4 ,er kmpfte mit ihnen die ganze ,nacht und hufig waren die ,mchte der ,finsternis stark genug1 noch des ,tages dunkle ,wolken an den blauen ,himmel zu senden1 die seine ,kraft schwchten und sein ,licht abhielten4 ,um dem ,gotte beizustehen1 wurde in seinem ,tempel zu ,theben tglich folgende ,zeremonie aufgefhrt3 ,es wurde aus ,wachs ein ,bild seines ,feindes ,apepi gemacht1 in der ,gestalt eines scheulichen ,krokodils oder einer langgeringelten ,schlange und der ,name des ,dmons mit grner ,tinte darauf geschrieben4 ,in ein ,papyrusgehuse gehllt1 auf dem eine hnliche ,zeichnung angebracht war1 wurde dann diese ,figur mit schwarzem ,haar umwickelt1 vom ,priester angespuckt1 mit einem ,steinmesser bearbeitet und auf den ,boden geworfen4 ,dann trat er mit seinem linken ,fu auf sie und endlich verbrannte er sie in einem von gewissen ,pflanzen genhrten ,feuer4 ,nachdem ,apepi in solcher ,weise beseitigt worden war1 geschah mit allen ,dmonen seines ,gefolges das nmliche4 ,dieser ,gottesdienst1 bei dem gewisse ,reden hergesagt werden muten1 wurde nicht nur morgens1 mittags und abends wiederholt1 sondern auch jederzeit dazwischen1 wenn ein ,sturm wtete1 wenn ein heftiger ,regengu niederging oder schwarze ,wolken die ,sonnenscheibe am ,himmel verdeckten4 ,die bsen ,feinde versprten die ,zchtigung1 die ihren ,bildern widerfahren war1 als ob sie sie selbst erlitten htten2 sie flohen und der ,sonnengott triumphierte von neuem47#aa7 7#aj7 ,the magic art4 ,,ii1 p4 #fg4 7#aa7 ,das biblische ,verbot1 sich ein ,bild von irgend etwas ,lebendem zu machen1 entstammte wohl keiner prinzipiellen ,ablehnung der bildenden ,kunst1 sondern sollte der von der hebrischen ,religion verpnten ,magie ein ,werkzeug entziehen4 ,frazer1 l4 c41 p4 #hg1 ,note4 ,aus der unbersehbaren ,flle hnlich begrndeter magischer ,handlungen will ich nur noch zweierlei hervorheben1 die bei den primitiven ,vlkern jederzeit eine groe ,rolle gespielt haben und zum ,teil im ,mythus und ,kultus hherer ,entwicklungsstufen erhalten geblieben sind1 nmlich die ,arten des ,regen- und des ,fruchtbarkeitszaubers4 ,man erzeugt den ,regen auf magischem ,wege1 indem man ihn imitiert1 etwa auch noch die ihn erzeugenden ,wolken oder den ,sturm nachahmt4 ,es sieht aus1 als ob man regnen spielen wollte4 ,die japanischen ,ainos z4 ,b4 machen ,regen in der ,weise1 da ein ,teil von ihnen ,wasser aus groen ,sieben ausgiet1 whrend ein anderer eine groe ,schssel mit ,segel und ,ruder ausstattet1 als ob sie ein ,schiff wre1 und sie so um ,dorf und ,grten herumzieht4 ,die ,fruchtbarkeit des ,bodens sicherte man sich aber auf magische ,weise1 indem man ihm das ,schauspiel eines menschlichen ,geschlechtsverkehres zeigte4 ,so pflegen -- ein ,beispiel anstatt unendlich vieler -- in manchen ,teilen ,javas zur ,zeit des ,herannahens der ,reisblte ,bauer und ,buerin sich nachts auf die ,felder zu begeben1 um durch das ,beispiel1 das sie ihm geben1 den ,reis zur ,fruchtbarkeit anzuregen7#ab74 ,dagegen frchtete man von verpnten inzestusen ,geschlechtsbeziehungen1 da sie ,miwuchs und ,unfruchtbarkeit des ,bodens erzeugen wrden7#ac74 7#ab7 ,the magic art4 ,,ii1 p4 #ih4 7#ac7 ,davon ein ,nachklang im ,knig ,oedipus des ,sophokles4 ,auch gewisse negative ,vorschriften -- magische ,vorsichten also -- sind dieser ersten ,gruppe einzureihen4 ,wenn ein ,teil der ,bewohner eines ,dayakdorfes auf ,wildschweinjagd ausgezogen ist1 so drfen die ,zurckgebliebenen unterdes weder l noch ,wasser mit ihren ,hnden berhren2 sonst wrden die ,jger weiche ,finger bekommen und die ,beute aus ihren ,hnden schlpfen lassen7#ad74 ,oder1 wenn ein ,gilyakjger im ,walde dem ,wilde nachstellt1 so ist es seinen ,kindern zu ,hause verboten1 ,zeichnungen auf ,holz oder im ,sand zu machen4 ,die ,pfade im dichten ,wald knnten sonst so verschlungen werden wie die ,linien der ,zeichnung1 so da der ,jger den ,weg nach ,hause nicht findet7#ae74 7#ad7 ,the magic art4 ,i1 p4 #abj4 7#ae7 l4 c41 p4 #abb4 ,wenn in diesen letzten wie in so vielen anderen ,beispielen magischer ,wirkung die ,entfernung keine ,rolle spielt1 die ,telepathie also als selbstverstndlich hingenommen wird1 so wird auch uns das ,verstndnis dieser ,eigentmlichkeit der ,magie keine ,schwierigkeit bereiten4 ,es unterliegt keinem ,zweifel1 was an all diesen ,beispielen als das ,wirksame betrachtet wird4 ,es ist die hnlichkeit zwischen der vollzogenen ,handlung und dem erwarteten ,geschehen4 ,frazer nennt darum diese ,art der ,magie imitative oder homopathische4 ,wenn ich will1 da es regne1 so brauche ich nur etwas zu tun1 was wie ,regnen aussieht oder an ,regnen erinnert4 ,in einer weiteren ,phase der ,kulturentwicklung wird man anstatt dieses magischen ,regenzaubers ,bittgnge zu einem ,gotteshaus veranstalten und den dort wohnenden ,heiligen um ,regen anflehen4 ,endlich wird man auch diese religise ,technik aufgeben und dafr versuchen1 durch welche ,einwirkungen auf die ,atmosphre ,regen erzeugt werden kann4 ,in einer anderen ,gruppe von magischen ,handlungen kommt das ,prinzip der hnlichkeit nicht mehr in ,betracht1 dafr ein anderes1 welches sich aus den nachstehenden ,beispielen leicht ergeben wird4 ,um einem ,feinde zu schaden1 kann man sich auch eines anderen ,verfahrens bedienen4 ,man bemchtigt sich seiner ,haare1 ,ngel1 ,abfallstoffe oder selbst eines ,teiles seiner ,kleidung und stellt mit diesen ,dingen etwas ,feindseliges an4 ,es ist dann gerade so1 als htte man sich der ,person selbst bemchtigt1 und was man den von der ,person herrhrenden ,dingen angetan hat1 mu ihr selbst widerfahren4 ,zu den wesentlichen ,bestandteilen einer ,persnlichkeit gehrt nach der ,anschauung der ,primitiven ihr ,name2 wenn man also den ,namen einer ,person oder eines ,geistes wei1 hat man eine gewisse ,macht ber den ,trger des ,namens erworben4 ,daher die merkwrdigen ,vorsichten und ,beschrnkungen im ,gebrauche der ,namen1 die in dem ,aufsatz ber das ,tabu gestreift worden sind7#af74 ,die hnlichkeit wird in diesen ,beispielen offenbar ersetzt durch ,zusammengehrigkeit4 7#af7 ,imago1 ,i1 p4 #cag und ff4 ,der ,kannibalismus der ,primitiven leitet seine sublimere ,motivierung in hnlicher ,weise ab4 ,indem man ,teile vom ,leib einer ,person durch den ,akt des ,verzehrens in sich aufnimmt1 eignet man sich auch die ,eigenschaften an1 welche dieser ,person angehrt haben4 ,daraus erfolgen dann ,vorsichten und ,beschrnkungen der ,dit unter besonderen ,umstnden4 ,eine ,frau wird in der ,graviditt vermeiden1 das ,fleisch gewisser ,tiere zu genieen1 weil deren unerwnschte ,eigenschaften1 z4 ,b4 die ,feigheit1 so auf das von ihr genhrte ,kind bergehen knnten4 ,es macht fr die magische ,wirkung keinen ,unterschied1 auch wenn der ,zusammenhang ein bereits aufgehobener ist1 oder wenn er berhaupt nur in einmaliger1 bedeutungsvoller ,berhrung bestand4 ,so ist z4 ,b4 der ,glaube an ein magisches ,band1 welches das ,schicksal einer ,wunde mit dem der ,waffe verknpft1 durch welche sie hervorgerufen wurde1 unverndert durch ,jahrtausende zu verfolgen4 ,wenn ein ,melanesier sich des ,bogens bemchtigt hat1 durch den er verwundet wurde1 so wird er ihn sorgfltig an einem khlen ,ort verwahren1 um so die ,entzndung der ,wunde niederzuhalten4 ,ist der ,bogen aber im ,besitz der ,feinde geblieben1 so wird er gewi in nchster ,nhe eines ,feuers aufgehngt werden1 damit die ,wunde nur ja recht entzndet werde und brenne4 ,plinius rt in seiner ,nat4 ,hist4 ,,xxviii1 wenn man bereut1 einen anderen verletzt zu haben1 solle man auf die ,hand spucken1 welche die ,verletzung verschuldet hat2 der ,schmerz des ,verletzten werde dann sofort gelindert4 ,francis ,bacon erwhnt in seiner ,natural ,history den allgemein giltigen ,glauben1 da das ,salben einer ,waffe1 welche eine ,wunde geschlagen hat1 diese ,wunde selbst heilt4 ,die englischen ,bauern sollen noch heute nach diesem ,rezept handeln1 und wenn sie sich mit einer ,sichel geschnitten haben1 das ,instrument von da an sorgfltig rein halten1 damit die ,wunde nicht in ,eiterung gerate4 ,im ,juni des ,jahres #aijb1 berichtet eine lokale englische ,wochenschrift1 stie sich eine ,frau namens ,matilda ,henry in ,norwich zufllig einen eisernen ,nagel in die ,sohle4 ,ohne die ,wunde untersuchen zu lassen oder auch nur den ,strumpf auszuziehen1 hie sie ihre ,tochter den ,nagel gut einlen1 in der ,erwartung1 da ihr dann nichts geschehen knne4 ,sie selbst starb einige ,tage spter an ,wundstarrkrampf7#ag71 infolge dieser verschobenen ,antisepsis4 7#ag7 ,frazer1 ,the magic art4 ,i1 p4 #bja-bjc4 ,die ,beispiele der letzteren ,gruppe erlutern1 was ,frazer als kontagise ,magie von der imitativen sondert4 ,was in ihnen als wirksam gedacht wird1 ist nicht mehr die hnlichkeit1 sondern der ,zusammenhang im ,raum1 die ,kontiguitt1 wenigstens die vorgestellte ,kontiguitt1 die ,erinnerung an ihr ,vorhandensein4 ,da aber hnlichkeit und ,kontiguitt die beiden wesentlichen ,prinzipien der ,assoziationsvorgnge sind1 stellt sich als ,erklrung fr all die ,tollheit der magischen ,vorschriften wirklich die ,herrschaft der ,ideenassoziation heraus4 ,man sieht1 wie zutreffend sich ,tylors oben zitierte ,charakteristik der ,magie erweist3 mistaking an ideal connexion for a real one1 oder wie es fast gleichlautend ,frazer ausgedrckt hat3 men mistook the order of their ideas for the order of nature1 and hence imagined that the control which they have1 or seem to have1 over their thoughts1 permitted them to exercise a corresponding control over things47#ah7 7#ah7 ,the magic art4 ,i1 p4 #dbj ff4 ,es wird dann zunchst befremdend wirken1 da diese einleuchtende ,erklrung der ,magie von manchen ,autoren als unbefriedigend verworfen werden konnte7#ai74 ,bei nherer berlegung mu man aber dem ,einwand ,recht geben1 da die ,assoziationstheorie der ,magie blo die ,wege aufklrt1 welche die ,magie geht1 aber nicht deren eigentliches ,wesen1 nmlich nicht das ,miverstndnis1 welches sie psychologische ,gesetze an die ,stelle natrlicher setzen heit4 ,es bedarf hier offenbar eines dynamischen ,moments1 aber whrend die ,suche nach einem solchen die ,kritiker der ,frazerschen ,lehre in die ,irre fhrt1 wird es leicht1 eine befriedigende ,aufklrung der ,magie zu geben1 wenn man nur die ,assoziationstheorie derselben weiterfhren und vertiefen will4 7#ai7 ,vgl4 den ,artikel ,magic 7,n4 ,w4 ,t47 in der #aa4 ,auflage der ,encyclopedia ,britannica4 ,betrachten wir zunchst den einfacheren und bedeutsameren ,fall der imitativen ,magie4 ,nach ,frazer kann diese allein gebt werden1 whrend die kontagise ,magie in der ,regel die imitative voraussetzt7#bj74 ,die ,motive1 welche zur ,ausbung der ,magie drngen1 sind leicht zu erkennen1 es sind die ,wnsche des ,menschen4 ,wir brauchen nun blo anzunehmen1 da der primitive ,mensch ein groartiges ,zutrauen zur ,macht seiner ,wnsche hat4 ,im ,grund mu all das1 was er auf magischem ,wege herstellt1 doch nur darum geschehen1 weil er es will4 ,so ist anfnglich blo sein ,wunsch das ,betonte4 7#bj7 l4 c41 p4 #ed4 ,fr das ,kind1 welches sich unter analogen psychischen ,bedingungen befindet1 aber motorisch noch nicht leistungsfhig ist1 haben wir an anderer ,stelle die ,annahme vertreten1 da es seine ,wnsche zunchst wirklich halluzinatorisch befriedigt1 indem es die befriedigende ,situation durch die zentrifugalen ,erregungen seiner ,sinnesorgane herstellen lt7#ba74 ,fr den erwachsenen ,primitiven ergibt sich ein anderer ,weg4 ,an seinem ,wunsch hngt ein motorischer ,impuls1 der ,wille1 und dieser -- der spter im ,dienst der ,wunschbefriedigung das ,antlitz der ,erde verndern wird -- wird jetzt dazu verwendet1 die ,befriedigung darzustellen1 so da man sie gleichsam durch motorische ,halluzination erleben kann4 ,eine solche ,darstellung des befriedigten ,wunsches ist dem ,spiele der ,kinder vllig vergleichbar1 welches bei diesen die rein sensorische ,technik der ,befriedigung ablst4 ,wenn ,spiel und imitative ,darstellung dem ,kinde und dem ,primitiven gengen1 so ist dies nicht ein ,zeichen von ,bescheidenheit in unserem ,sinne oder von ,resignation infolge ,erkenntnis ihrer realen ,ohnmacht1 sondern die wohl verstndliche ,folge der berwiegenden ,wertung ihres ,wunsches1 des von ihm abhngigen ,willens und der von ihm eingeschlagenen ,wege4 ,mit der ,zeit verschiebt sich der psychische ,akzent von den ,motiven der magischen ,handlung auf deren ,mittel1 auf die ,handlung selbst4 ,vielleicht sagen wir richtiger1 an diesen ,mitteln erst wird ihm die berschtzung seiner psychischen ,akte evident4 ,nun hat es den ,anschein1 als wre es nichts anderes als die magische ,handlung1 die kraft ihrer hnlichkeit mit dem ,gewnschten dessen ,geschehen erzwingt4 ,auf der ,stufe des animistischen ,denkens gibt es noch keine ,gelegenheit1 den wahren ,sachverhalt objektiv zu erweisen1 wohl aber auf spteren1 wenn alle solche ,prozeduren noch gepflegt werden1 aber das psychische ,phnomen des ,zweifels als ,ausdruck einer ,verdrngungsneigung bereits mglich ist4 ,dann werden die ,menschen zugeben1 da die ,beschwrungen von ,geistern nichts leisten1 wenn nicht der ,glaube an sie dabei ist1 und da auch die ,zauberkraft des ,gebets versagt1 wenn keine ,frmmigkeit dahinter wirkt7#bb74 7#ba7 ,formulierungen ber die zwei ,prinzipien des psychischen ,geschehens4 ,jahrb4 f4 psychoanalyt4 ,forschungen1 ,,iii4 ,bd41 #aiab1 p4 #b4 7#bb7 ,der ,knig in ,hamlet 7,,iii1 #d473 ,my words fly up1 my thoughts remain below2 ,words without thoughts never to heaven go4 ,die ,mglichkeit einer auf der ,kontiguittsassoziation beruhenden kontagisen ,magie wird uns dann zeigen1 da sich die psychische ,wertschtzung vom ,wunsch und vom ,willen her auf alle psychischen ,akte1 die dem ,willen zu ,gebote stehen1 ausgedehnt hat4 ,es besteht also jetzt eine allgemeine berschtzung der seelischen ,vorgnge1 d4 h4 eine ,einstellung zur ,welt1 welche uns nach unseren ,einsichten in die ,beziehung von ,realitt und ,denken als solche berschtzung des letzteren erscheinen mu4 ,die ,dinge treten gegen deren ,vorstellungen zurck2 was mit den letzteren vorgenommen wird1 mu sich auch an den ersteren ereignen4 ,die ,relationen1 die zwischen den ,vorstellungen bestehen1 werden auch zwischen den ,dingen vorausgesetzt4 ,da das ,denken keine ,entfernungen kennt1 das rumlich ,entlegenste wie das zeitlich ,verschiedenste mit ,leichtigkeit in einen ,bewutseinsakt zusammenbringt1 wird auch die magische ,welt sich telepathisch ber die rumliche ,distanz hinaussetzen und ehemaligen ,zusammenhang wie gegenwrtigen behandeln4 ,das ,spiegelbild der ,innenwelt mu im animistischen ,zeitalter jenes andere ,weltbild1 das wir zu erkennen glauben1 unsichtbar machen4 ,heben wir brigens hervor1 da die beiden ,prinzipien der ,assoziation -- hnlichkeit und ,kontiguitt -- in der hheren ,einheit der ,berhrung zusammentreffen4 ,kontiguittsassoziation ist ,berhrung im direkten1 hnlichkeitsassoziation solche im bertragenen ,sinne4 ,eine von uns noch nicht erfate ,identitt im psychischen ,vorgang wird wohl durch den ,gebrauch des nmlichen ,wortes fr beide ,arten der ,verknpfung verbrgt4 ,es ist derselbe ,umfang des ,begriffes ,berhrung1 der sich bei der ,analyse des ,tabu herausstellte7#bc74 7#bc7 ,vgl4 die vorige ,abhandlung dieser ,reihe1 ,imago1 ,i4 ,zusammenfassend knnen wir nun sagen3 das ,prinzip1 welches die ,magie1 die ,technik der animistischen ,denkweise regiert1 ist das der ,allmacht der ,gedanken4 #c4 ,die ,bezeichnung ,allmacht der ,gedanken habe ich von einem hochintelligenten1 an ,zwangsvorstellungen leidenden ,manne angenommen1 dem es nach seiner ,herstellung durch psychoanalytische ,behandlung mglich geworden ist1 auch seine ,tchtigkeit und ,verstndigkeit zu erweisen7#bd74 ,er hatte sich dieses ,wort geprgt zur ,begrndung aller jener sonderbaren und unheimlichen ,geschehnisse1 die ihn wie andere mit seinem ,leiden ,behaftete zu verfolgen schienen4 ,dachte er eben an eine ,person1 so kam sie ihm auch schon entgegen1 als ob er sie beschworen htte2 erkundigte er sich pltzlich nach dem ,befinden eines lange vermiten ,bekannten1 so mute er hren1 da dieser eben gestorben sei1 so da er glauben konnte1 er habe sich ihm telepathisch bemerkbar gemacht2 stie er gegen einen ,fremden eine nicht einmal ganz ernst gemeinte ,verwnschung aus1 so durfte er erwarten1 da dieser bald darauf starb und ihn mit der ,verantwortlichkeit fr sein ,ableben belastete4 ,von den meisten dieser ,flle konnte er mir im ,laufe der ,behandlung selbst mitteilen1 wie der tuschende ,anschein entstanden war1 und was er selbst an ,veranstaltungen hinzugetan hatte1 um sich in seinen aberglubischen ,erwartungen zu bestrken7#be74 ,alle ,zwangskranken sind in solcher ,weise1 meist gegen ihre bessere ,einsicht1 aberglubisch4 7#bd7 ,bemerkungen ber einen ,fall von ,zwangsneurose1 ,jahrb4 f4 psychoanalyt4 u4 psychopath4 ,forschungen1 ,i4 ,bd41 #aiji4 7#be7 ,es scheint1 da wir den ,charakter des ,unheimlichen solchen ,eindrcken verleihen1 welche die ,allmacht der ,gedanken und die animistische ,denkweise berhaupt besttigen wollen1 whrend wir uns bereits im ,urteil von ihr abgewendet haben4 ,der ,fortbestand der ,allmacht der ,gedanken tritt uns bei der ,zwangsneurose am deutlichsten entgegen1 die ,ergebnisse dieser primitiven ,denkweise sind hier dem ,bewutsein am nchsten4 ,wir mssen uns aber davor hten1 darin einen auszeichnenden ,charakter dieser ,neurose zu erblicken1 denn die analytische ,untersuchung deckt das nmliche bei den anderen ,neurosen auf4 ,bei ihnen allen ist nicht die ,realitt des ,erlebens1 sondern die des ,denkens fr die ,symptombildung magebend4 ,die ,neurotiker leben in einer besonderen ,welt1 in welcher1 wie ich es an anderer ,stelle ausgedrckt habe1 nur die neurotische ,whrung gilt1 d4 h4 nur das intensiv ,gedachte1 mit ,affekt ,vorgestellte ist bei ihnen wirksam1 dessen bereinstimmung mit der ueren ,realitt aber nebenschlich4 ,der ,hysteriker wiederholt in seinen ,anfllen und fixiert durch seine ,symptome ,erlebnisse1 die sich nur in seiner ,phantasie so zugetragen haben1 allerdings in letzter ,auflsung auf wirkliche ,ereignisse zurckgehen oder aus solchen aufgebaut worden sind4 ,das ,schuldbewutsein der ,neurotiker wrde man ebenso schlecht verstehen1 wenn man es als unberechtigt abweisen1 wie wenn man es auf reale ,missetaten zurckfhren wollte4 ,ein ,zwangsneurotiker kann von einem ,schuldbewutsein gedrckt sein1 das einem ,massenmrder wohl anstnde2 er wird sich dabei gegen seine ,mitmenschen als der rcksichtsvollste und skrupulseste ,genosse benehmen und seit seiner ,kindheit so benommen haben4 ,doch ist sein ,schuldgefhl begrndet2 es fut auf den intensiven und hufigen ,todeswnschen1 die sich in ihm unbewut gegen seine ,mitmenschen regen4 ,es ist begrndet1 insoferne unbewute ,gedanken und nicht absichtliche ,taten in ,betracht kommen4 ,so erweist sich die ,allmacht der ,gedanken1 die berschtzung der seelischen ,vorgnge gegen die ,realitt1 als unbeschrnkt wirksam im ,affektleben des ,neurotikers und in allen von diesem ausgehenden ,folgen4 ,unterzieht man ihn aber der psychoanalytischen ,behandlung1 welche das bei ihm ,unbewute bewut macht1 so wird er nicht glauben knnen1 da ,gedanken frei sind1 und wird sich jedesmal frchten1 bse ,wnsche zu uern1 als ob sie infolge dieser uerung in ,erfllung gehen mten4 ,durch dieses ,verhalten wie durch seinen im ,leben bettigten ,aberglauben zeigt er uns aber1 wie nahe er dem ,wilden steht1 der durch seine bloen ,gedanken die ,auenwelt zu verndern meint4 ,die primren ,zwangshandlungen dieser ,neurotiker sind eigentlich durchaus magischer ,natur4 ,sie sind1 wenn nicht ,zauber1 so doch ,gegenzauber1 zur ,abwehr der ,unheilserwartungen bestimmt1 mit denen die ,neurose zu beginnen pflegt4 ,so oft ich das ,geheimnis zu durchdringen vermochte1 zeigte es sich1 da diese ,unheilserwartung den ,tod zum ,inhalt hatte4 ,das ,todesproblem steht nach ,schopenhauer am ,eingang jeder ,philosophie2 wir haben gehrt1 da auch die ,bildung der ,seelenvorstellungen und des ,dmonenglaubens1 die den ,animismus kennzeichnen1 auf den ,eindruck zurckgefhrt wird1 den der ,tod auf den ,menschen macht4 ,ob diese ersten ,zwangs- oder ,schutzhandlungen dem ,prinzip der hnlichkeit1 respektive des ,kontrastes folgen1 ist schwer zu beurteilen1 denn sie werden unter den ,bedingungen der ,neurose gewhnlich durch die ,verschiebung auf irgendein ,kleinstes1 eine an sich hchst geringfgige ,aktion entstellt7#bf74 ,auch die ,schutzformeln der ,zwangsneurose finden ihr ,gegenstck in den ,zauberformeln der ,magie4 ,die ,entwicklungsgeschichte der ,zwangshandlungen kann man aber beschreiben1 indem man hervorhebt1 wie sie1 vom ,sexuellen mglichst weit entfernt1 als ,zauber gegen bse ,wnsche beginnen1 um als ,ersatz fr verbotenes sexuelles ,tun1 das sie mglichst getreu nachahmen1 zu enden4 7#bf7 ,ein weiteres ,motiv fr diese ,verschiebung auf eine kleinste ,aktion wird sich aus den nachstehenden ,errterungen ergeben4 99 99 99 99 99 ,wenn wir die vorhin erwhnte ,entwicklungsgeschichte der menschlichen ,weltanschauungen annehmen1 in welcher die animistische ,phase von der religisen1 diese von der wissenschaftlichen abgelst wird1 wird es uns nicht schwer1 die ,schicksale der ,allmacht der ,gedanken durch diese ,phasen zu verfolgen4 ,im animistischen ,stadium schreibt der ,mensch sich selbst die ,allmacht zu2 im religisen hat er sie den ,gttern abgetreten1 aber nicht ernstlich auf sie verzichtet1 denn er behlt sich vor1 die ,gtter durch mannigfache ,beeinflussungen nach seinen ,wnschen zu lenken4 ,in der wissenschaftlichen ,weltanschauung ist kein ,raum mehr fr die ,allmacht des ,menschen1 er hat sich zu seiner ,kleinheit bekannt und sich resigniert dem ,tode wie allen anderen ,naturnotwendigkeiten unterworfen4 ,aber in dem ,vertrauen auf die ,macht des ,menschengeistes1 welcher mit den ,gesetzen der ,wirklichkeit rechnet1 lebt ein ,stck des primitiven ,allmachtglaubens weiter4 99 99 99 99 99 ,bei der ,rckverfolgung der ,entwicklung libidinser ,strebungen im ,einzelmenschen1 von ihrer ,gestaltung in der ,reife bis zu den ersten ,anfngen der ,kindheit1 hat sich zunchst eine wichtige ,unterscheidung ergeben1 die in den ,drei ,abhandlungen zur ,sexualtheorie #aije niedergelegt ist4 ,die uerungen der sexuellen ,triebe sind von ,anfang an zu erkennen1 aber sie richten sich zuerst noch auf kein ueres ,objekt4 ,die einzelnen ,triebkomponenten der ,sexualitt arbeiten jede fr sich auf ,lustgewinn und finden ihre ,befriedigung am eigenen ,krper4 ,dies ,stadium heit das des ,autoerotismus1 es wird von dem der ,objektwahl abgelst4 ,es hat sich bei weiterem ,studium als zweckmig1 ja als unabweisbar gezeigt1 zwischen diese beiden ,stadien ein drittes einzuschieben1 oder1 wenn man so will1 das erste ,stadium des ,autoerotismus in zwei zu zerlegen4 ,in diesem ,zwischenstadium1 dessen ,bedeutsamkeit sich der ,forschung immer mehr aufdrngt1 haben die vorher vereinzelten ,sexualtriebe sich bereits zu einer ,einheit zusammengesetzt und auch ein ,objekt gefunden2 dies ,objekt ist aber kein ueres1 dem ,individuum fremdes1 sondern es ist das eigene1 um diese ,zeit konstituierte ,ich4 ,mit ,rcksicht auf spter zu beobachtende pathologische ,fixierungen dieses ,zustandes heien wir das neue ,stadium das des ,narzimus4 ,die ,person verhlt sich so1 als wre sie in sich selbst verliebt1 die ,ichtriebe und die libidinsen ,wnsche sind fr unsere ,analyse noch nicht voneinander zu sondern4 ,wenngleich uns eine gengend scharfe ,charakteristik dieses narzitischen ,stadiums1 in welchem die bisher dissoziierten ,sexualtriebe zu einer ,einheit zusammentreten und das ,ich als ,objekt besetzen1 noch nicht mglich ist1 so ahnen wir doch bereits1 da die narzitische ,organisation nie mehr vllig aufgegeben wird4 ,der ,mensch bleibt in gewissem ,mae narzitisch1 auch nachdem er uere ,objekte fr seine ,libido gefunden hat2 die ,objektbesetzungen1 die er vornimmt1 sind gleichsam ,emanationen der beim ,ich verbleibenden ,libido und knnen wieder in dieselbe zurckgezogen werden4 ,die psychologisch so merkwrdigen ,zustnde von ,verliebtheit1 die ,normalvorbilder der ,psychosen1 entsprechen dem hchsten ,stande dieser ,emanationen im ,vergleich zum ,niveau der ,ichliebe4 ,es liegt nun nahe1 die von uns aufgefundene ,hochschtzung der psychischen ,aktionen -- die wir von unserem ,standpunkt aus eine berschtzung heien -- bei den ,primitiven und ,neurotikern in ,beziehung zum ,narzimus zu bringen und sie als wesentliches ,teilstck desselben aufzufassen4 ,wir wrden sagen1 das ,denken ist bei den ,primitiven noch in hohem ,mae sexualisiert1 daher rhrt der ,glaube an die ,allmacht der ,gedanken1 die unerschtterliche ,zuversicht auf die ,mglichkeit der ,weltbeherrschung und die ,unzugnglichkeit gegen die leicht zu machenden ,erfahrungen1 welche den ,menschen ber seine wirkliche ,stellung in der ,welt belehren knnten4 ,bei den ,neurotikern ist einerseits ein betrchtliches ,stck dieser primitiven ,einstellung konstitutionell verblieben1 anderseits wird durch die bei ihnen eingetretene ,sexualverdrngung eine neuerliche ,sexualisierung der ,denkvorgnge herbeigefhrt4 ,die psychischen ,folgen mssen in beiden ,fllen dieselben sein1 bei ursprnglicher1 wie bei regressiv erzielter libidinser berbesetzung des ,denkens3 intellektueller ,narzimus1 ,allmacht der ,gedanken7#bg74 7#bg7 ,it is almost an axiom with writers on this subject1 that a sort of ,solipsism or ,berkleianism 7as ,professor ,sully terms it as he finds it in the ,child7 operates in the savage to make him refuse to recognise death as a fact4 -- ,marett1 ,pre-animistic religion1 ,folklore1 ,,xi4 ,bd41 #aijj1 p4 #agh4 ,wenn wir im ,nachweis der ,allmacht der ,gedanken bei den ,primitiven ein ,zeugnis fr deren ,narzimus erblicken drfen1 so knnen wir den ,versuch wagen1 die ,entwicklungsstufen der menschlichen ,weltanschauung mit den ,stadien der libidinsen ,entwicklung des ,einzelnen in ,vergleich zu ziehen4 ,es entspricht dann zeitlich wie inhaltlich die animistische ,phase dem ,narzimus1 die religise ,phase jener ,stufe der ,objektfindung1 welche durch die ,bindung an die ,eltern charakterisiert ist1 und die wissenschaftliche ,phase hat ihr volles ,gegenstck in jenem ,reifezustand des ,individuums1 welcher auf das ,lustprinzip verzichtet hat und unter ,anpassung an die ,realitt sein ,objekt in der ,auenwelt sucht7#bh74 7#bh7 ,es soll hier nur angedeutet werden1 da der ursprngliche ,narzimus des ,kindes magebend fr die ,auffassung seiner ,charakterentwicklung ist und die ,annahme eines primitiven ,minderwertigkeitsgefhles bei demselben ausschliet4 ,nur auf einem ,gebiete ist auch in unserer ,kultur die ,allmacht der ,gedanken erhalten geblieben1 auf dem der ,kunst4 ,in der ,kunst allein kommt es noch vor1 da ein von ,wnschen verzehrter ,mensch etwas der ,befriedigung hnliches macht1 und da dieses ,spielen -- dank der knstlerischen ,illusion -- ,affektwirkungen hervorruft1 als wre es etwas ,reales4 ,mit ,recht spricht man vom ,zauber der ,kunst und vergleicht den ,knstler mit einem ,zauberer4 ,aber dieser ,vergleich ist vielleicht bedeutsamer1 als er zu sein beansprucht4 ,die ,kunst1 die gewi nicht als l'art pour l'art begonnen hat1 stand ursprnglich im ,dienste von ,tendenzen1 die heute zum groen ,teile erloschen sind4 ,unter diesen lassen sich mancherlei magische ,absichten vermuten7#bi74 7#bi7 ,s4 ,reinach1 ,l'art et la magie in der ,sammlung ,cultes1 ,mythes et ,religions1 ,i4 ,bd41 p4 #abe bis #acf4 -- ,reinach meint1 die primitiven ,knstler1 welche uns die eingeritzten oder aufgemalten ,tierbilder in den ,hhlen ,frankreichs hinterlassen haben1 wollten nicht ,gefallen erregen1 sondern beschwren4 ,er erklrt es so1 da sich diese ,zeichnungen an den dunkelsten und unzugnglichsten ,stellen der ,hhlen befinden1 und da die ,darstellungen der gefrchteten ,raubtiere unter ihnen fehlen4 ,les modernes parlent souvent1 par hyperbole1 de la magie du pinceau ou du ciseau d'un grand artiste et1 en gnral1 de la magie de l'art4 ,entendu au sens propre1 qui est celui d'une contrainte mystique exerce par la volont de l'homme sur d'autres volonts ou sur les choses1 cette expression n'est plus admissible2 mais nous avons vu qu'elle tait autrefois rigoureusement vraie1 du moins dans l'opinion des artistes 7p4 #acf74 #d4 ,die erste ,weltauffassung1 welche den ,menschen gelang1 die des ,animismus1 war also eine psychologische4 ,sie bedurfte noch keiner ,wissenschaft zu ihrer ,begrndung1 denn ,wissenschaft setzt erst ein1 wenn man eingesehen hat1 da man die ,welt nicht kennt und darum nach ,wegen suchen mu1 um sie kennen zu lernen4 ,der ,animismus war aber dem primitiven ,menschen natrlich und selbstgewi2 er wute1 wie die ,dinge der ,welt sind1 nmlich so wie der ,mensch sich selbst versprte4 ,wir sind also vorbereitet darauf1 zu finden1 da der primitive ,mensch ,strukturverhltnisse seiner eigenen ,psyche in die ,auenwelt verlegte7#cj71 und drfen anderseits den ,versuch machen1 was der ,animismus von der ,natur der ,dinge lehrt1 in die menschliche ,seele zurckzuversetzen4 7#cj7 ,durch sogenannte endopsychische ,wahrnehmung erkannte4 ,die ,technik des ,animismus1 die ,magie1 zeigt uns am deutlichsten und unvermengtesten die ,absicht1 den realen ,dingen die ,gesetze des ,seelenlebens aufzuzwingen1 wobei ,geister noch keine ,rolle spielen mssen1 whrend auch ,geister zu ,objekten magischer ,behandlung genommen werden knnen4 ,die ,voraussetzungen der ,magie sind also ursprnglicher und lter als die ,geisterlehre1 die den ,kern des ,animismus bildet4 ,unsere psychoanalytische ,betrachtung trifft hier mit einer ,lehre von ,r4 ,r4 ,marett zusammen1 welche ein pranimistisches ,stadium dem ,animismus vorhergehen lt1 dessen ,charakter am besten durch den ,namen ,animatismus 7,lehre von der allgemeinen ,belebtheit7 angedeutet wird4 ,es ist wenig mehr aus der ,erfahrung ber den ,pranimismus zu sagen1 da man noch kein ,volk angetroffen hat1 welches der ,geistervorstellungen entbehrte7#ca74 7#ca7 ,r4 ,r4 ,marett1 ,pre-animistic religion1 ,folklore1 ,,xi4 ,bd41 ,nr4 #b1 ,london #aijj4 -- ,vgl4 ,wundt1 ,mythus und ,religion1 ,,ii4 ,bd41 p4 #aga und ff4 ,whrend die ,magie noch alle ,allmacht den ,gedanken vorbehlt1 hat der ,animismus einen ,teil dieser ,allmacht den ,geistern abgetreten und damit den ,weg zur ,bildung einer ,religion eingeschlagen4 ,was soll nun den ,primitiven zu dieser ersten ,verzichtleistung bewogen haben8 ,kaum die ,einsicht in die ,unrichtigkeit seiner ,voraussetzungen1 denn er behlt ja die magische ,technik bei4 ,die ,geister und ,dmonen sind1 wie an anderer ,stelle angedeutet wurde7#cb71 nichts als die ,projektionen seiner ,gefhlsregungen7#cc72 er macht seine ,affektbesetzungen zu ,personen1 bevlkert mit ihnen die ,welt1 und findet nun seine inneren seelischen ,vorgnge auer seiner wieder1 ganz hnlich wie der geistreiche ,paranoiker ,schreber1 der die ,bindungen und ,lsungen seiner ,libido in den ,schicksalen der von ihm kombinierten ,gottesstrahlen gespiegelt fand7#cd74 7#cb7 ,imago1 ,i4 ,bd41 ,tabu1 p4 #cbd4 7#cc7 ,wir nehmen an1 da in diesem frhen narzitischen ,stadium ,besetzungen aus libidinser und anderen ,erregungsquellen vielleicht noch ununterscheidbar miteinander vereinigt sind4 7#cd7 ,schreber1 ,denkwrdigkeiten eines ,nervenkranken4 #aijc4 -- ,freud1 ,psychoanalytische ,bemerkungen ber einen autobiographisch beschriebenen ,fall von ,paranoia1 ,jahrb4 f4 psychoanalyt4 ,forsch41 ,,iii4 ,bd41 #aiaa4 ,wir wollen hier wie bei einem frheren ,anlasse7#ce7 dem ,problem ausweichen1 woher die ,neigung berhaupt rhrt1 seelische ,vorgnge nach auen zu projizieren4 ,der einen ,annahme drfen wir uns aber getrauen1 da diese ,neigung dort eine ,verstrkung erfhrt1 wo die ,projektion den ,vorteil einer psychischen ,erleichterung mit sich bringt4 ,ein solcher ,vorteil ist mit ,bestimmtheit zu erwarten1 wenn die nach ,allmacht strebenden ,regungen in ,konflikt miteinander geraten sind1 dann knnen sie offenbar nicht alle allmchtig werden4 ,der ,krankheitsproze der ,paranoia bedient sich tatschlich des ,mechanismus der ,projektion1 um solche im ,seelenleben entstandene ,konflikte zu erledigen4 ,nun ist der vorbildliche ,fall eines solchen ,konfliktes der zwischen den beiden ,gliedern eines ,gegensatzpaares1 der ,fall der ambivalenten ,einstellung1 den wir in der ,situation des ,trauernden beim ,tode eines teuern ,angehrigen eingehend zergliedert haben7#cf74 ,ein solcher ,fall wird uns besonders geeignet scheinen1 die ,schpfung von ,projektionsgebilden zu motivieren4 ,wir treffen hier wiederum mit ,meinungen der ,autoren zusammen1 welche die bsen ,geister fr die erstgeborenen unter den ,geistern erklren und die ,entstehung der ,seelenvorstellungen aus dem ,eindruck des ,todes auf die berlebenden ableiten4 ,wir machen nur den einen ,unterschied1 da wir nicht das intellektuelle ,problem voranstellen1 welches der ,tod dem ,lebenden aufgibt1 sondern die zur ,erforschung treibende ,kraft in den ,gefhlskonflikt verlegen1 in welchen diese ,situation den berlebenden strzt4 7#ce7 ,vgl4 die letztzitierte ,abhandlung ber ,schreber1 p4 #ei4 7#cf7 ,abhandlung ber das ,tabu1 ,imago1 ,i4 ,bd41 p4 #cbb und ff4 ,die erste theoretische ,leistung des ,menschen -- die ,schpfung der ,geister -- wrde also aus derselben ,quelle entspringen wie die ersten sittlichen ,beschrnkungen1 denen er sich unterwirft1 die ,tabuvorschriften4 ,doch soll die ,gleichheit des ,ursprungs nichts fr die ,gleichzeitigkeit der ,entstehung prjudizieren4 ,wenn es wirklich die ,situation des berlebenden gegen den ,toten war1 die den primitiven ,menschen zuerst nachdenklich machte1 ihn ntigte1 einen ,teil seiner ,allmacht an die ,geister abzugeben und ein ,stck der freien ,willkr seines ,handelns zu opfern1 so wren diese ,kulturschpfungen eine erste ,anerkennung der 1 die sich dem menschlichen ,narzimus widersetzt4 ,der ,primitive wrde sich vor der bermacht des ,todes beugen mit derselben ,geste1 durch die er diesen zu verleugnen scheint4 ,wenn wir den ,mut zur weiteren ,ausbeutung unserer ,voraussetzungen haben1 knnen wir fragen1 welches wesentliche ,stck unserer psychologischen ,struktur in der ,projektionsschpfung der ,seelen und ,geister seine ,spiegelung und ,wiederkehr findet4 ,es ist dann schwer zu bestreiten1 da die primitive ,seelenvorstellung1 soweit sie auch noch von der spteren vllig immateriellen ,seele absteht1 doch das ,wesen derselben teilt1 also ,person oder ,ding als eine ,zweiheit auffat1 auf deren beide ,bestandteile die bekannten ,eigenschaften und ,vernderungen des ,ganzen verteilt sind4 ,diese ursprngliche ,dualitt -- nach einem ,ausdruck von ,h4 ,spencer7#cg7 -- ist bereits identisch mit jenem ,dualismus1 der sich in der uns gelufigen ,trennung von ,geist und ,krper kundgibt1 und dessen unzerstrbare sprachliche uerungen wir z4 ,b4 in der ,beschreibung des ,ohnmchtigen oder ,rasenden3 er sei nicht bei sich1 erkennen7#ch74 7#cg7 ,im ,i4 ,band der ,prinzipien der ,soziologie4 7#ch7 ,h4 ,spencer1 l4 c41 p4 #agi4 ,was wir so1 ganz hnlich wie der ,primitive1 in die uere ,realitt projizieren1 kann kaum etwas anderes sein als die ,erkenntnis eines ,zustandes1 in dem ein ,ding den ,sinnen und dem ,bewutsein gegeben1 prsent ist1 neben welchem ein anderer besteht1 in dem dasselbe latent ist1 aber wiedererscheinen kann1 also die ,koxistenz von ,wahrnehmen und ,erinnern1 oder1 ins ,allgemeine ausgedehnt1 die ,existenz unbewuter ,seelenvorgnge neben den bewuten7#ci74 ,man knnte sagen1 der ,geist einer ,person oder eines ,dinges reduziere sich in letzter ,analyse auf deren ,fhigkeit erinnert und vorgestellt zu werden1 wenn sie der ,wahrnehmung entzogen sind4 7#ci7 ,vgl4 meine kleine ,schrift3 ,a note on the ,unconscious in ,psycho-,analysis aus den ,proceedings of the ,society for ,psychical ,research1 ,part ,,lxvi1 vol4 ,,xxvi1 ,london #aiab4 ,man wird nun freilich weder von der primitiven1 noch von der heutigen ,vorstellung der ,seele erwarten drfen1 da ihre ,abgrenzung vom anderen ,teile die ,linien einhalte1 welche unsere heutige ,wissenschaft zwischen der bewuten und der unbewuten ,seelenttigkeit zieht4 ,die animistische ,seele vereinigt vielmehr ,bestimmungen von beiden ,seiten in sich4 ,ihre ,flchtigkeit und ,beweglichkeit1 ihre ,fhigkeit1 den ,krper zu verlassen1 dauernd oder vorbergehend von einem anderen ,leib ,besitz zu nehmen1 dies sind ,charaktere1 die unverkennbar an das ,wesen des ,bewutseins erinnern4 ,aber die ,art1 wie sie sich hinter der persnlichen ,erscheinung verborgen hlt1 mahnt an das ,unbewute2 die ,unvernderlichkeit und ,unzerstrbarkeit schreiben wir heute nicht mehr den bewuten1 sondern den unbewuten ,vorgngen zu1 und diese betrachten wir auch als die eigentlichen ,trger der seelischen ,ttigkeit4 99 99 99 99 99 ,wir sagten vorhin1 der ,animismus sei ein ,denksystem1 die erste vollstndige ,theorie der ,welt1 und wollen nun aus der psychoanalytischen ,auffassung eines solchen ,systems gewisse ,folgerungen ableiten4 ,die ,erfahrung jedes unserer ,tage kann uns die ,haupteigenschaften des ,systems immer von neuem vorfhren4 ,wir trumen in der ,nacht und haben es erlernt1 am ,tage den ,traum zu deuten4 ,der ,traum kann1 ohne seine ,natur zu verleugnen1 wirr und zusammenhangslos erscheinen1 er kann aber auch im ,gegenteil die ,ordnung der ,eindrcke eines ,erlebnisses nachahmen1 eine ,begebenheit aus der anderen ableiten und ein ,stck seines ,inhaltes auf ein anderes beziehen4 ,dies scheint ihm besser oder schlechter gelungen zu sein1 fast niemals gelingt es so vollkommen1 da nicht irgendwo eine ,absurditt1 ein ,ri im ,gefge zum ,vorschein kme4 ,wenn wir den ,traum der ,deutung unterziehen1 erfahren wir1 da diese inkonstante und ungleichmige ,anordnung der ,traumbestandteile auch etwas fr das ,verstndnis des ,traumes recht ,unwichtiges ist4 ,das ,wesentliche am ,traum sind die ,traumgedanken1 die allerdings sinnreich1 zusammenhngend und geordnet sind4 ,aber deren ,ordnung ist eine ganz andere als die von uns am manifesten ,trauminhalt erinnerte4 ,der ,zusammenhang der ,traumgedanken ist aufgegeben worden und kann dann entweder berhaupt verloren bleiben oder durch den neuen ,zusammenhang des ,trauminhalts ersetzt werden4 ,fast regelmig hat1 auer der ,verdichtung der ,traumelemente1 eine ,umordnung derselben stattgefunden1 die von der frheren ,anordnung mehr oder weniger unabhngig ist4 ,wir sagen abschlieend1 das1 was durch die ,traumarbeit aus dem ,material der ,traumgedanken geworden ist1 hat eine neue ,beeinflussung erfahren1 die sogenannte sekundre ,bearbeitung1 deren ,absicht offenbar dahingeht1 die aus der ,traumarbeit resultierende ,zusammenhangslosigkeit und ,unverstndlichkeit zugunsten eines neuen ,sinnes zu beseitigen4 ,dieser neue1 durch die sekundre ,bearbeitung erzielte ,sinn ist nicht mehr der ,sinn der ,traumgedanken4 ,die sekundre ,bearbeitung des ,produktes der ,traumarbeit ist ein vortreffliches ,beispiel fr das ,wesen und die ,ansprche eines ,systems4 ,eine intellektuelle ,funktion in uns fordert ,vereinheitlichung1 ,zusammenhang und ,verstndlichkeit von jedem ,material der ,wahrnehmung oder des ,denkens1 dessen sie sich bemchtigt1 und scheut sich nicht einen unrichtigen ,zusammenhang herzustellen1 wenn sie infolge besonderer ,umstnde den richtigen nicht erfassen kann4 ,wir kennen solche ,systembildungen nicht nur vom ,traume1 sondern auch von den ,phobien1 dem ,zwangsdenken und den ,formen des ,wahnes4 ,bei den ,wahnerkrankungen 7der ,paranoia7 ist die ,systembildung das ,sinnflligste1 sie beherrscht das ,krankheitsbild1 sie darf aber auch bei den anderen ,formen von ,neuropsychosen nicht bersehen werden4 ,in allen ,fllen knnen wir dann nachweisen1 da eine ,umordnung des psychischen ,materials zu einem neuen ,ziel stattgefunden hat1 oft eine im ,grunde recht gewaltsame1 wenn sie nur unter dem ,gesichtspunkt des ,systems begreiflich erscheint4 ,es wird dann zum besten ,kennzeichen der ,systembildung1 da jedes der ,ergebnisse desselben mindestens zwei ,motivierungen aufdecken lt1 eine ,motivierung aus den ,voraussetzungen des ,systems -- also eventuell eine wahnhafte -- und eine versteckte1 die wir aber als die eigentlich wirksame1 reale1 anerkennen mssen4 ,zur ,erluterung ein ,beispiel aus der ,neurose3 ,in der ,abhandlung ber das ,tabu erwhnte ich eine ,kranke1 deren ,zwangsverbote die schnsten bereinstimmungen mit dem ,tabu der ,maori zeigen7#dj74 ,die ,neurose dieser ,frau ist auf ihren ,mann gerichtet2 sie gipfelt in der ,abwehr des unbewuten ,wunsches nach seinem ,tod4 ,ihre manifeste1 systematische ,phobie gilt aber der ,erwhnung des ,todes berhaupt1 wobei ihr ,mann vllig ausgeschaltet ist und niemals ,gegenstand bewuter ,sorge wird4 ,eines ,tages hrt sie den ,mann den ,auftrag erteilen1 seine stumpf gewordenen ,rasiermesser sollen in einen bestimmten ,laden zum ,schleifen gebracht werden4 ,von einer eigentmlichen ,unruhe getrieben1 macht sie sich selbst auf den ,weg nach diesem ,laden und fordert nach ihrer ,rckkehr von dieser ,rekognoszierung von ihrem ,manne1 er msse diese ,messer fr alle ,zeiten aus dem ,wege rumen1 denn sie habe entdeckt1 da neben dem von ihm genannten ,laden sich eine ,niederlage von ,srgen1 ,trauerwaren u4 dgl4 befindet4 ,die ,messer seien durch seine ,absicht in eine unlsbare ,verbindung mit dem ,gedanken an den ,tod geraten4 ,dies ist nun die systematische ,motivierung des ,verbots4 ,wir drfen sicher sein1 da die ,kranke auch ohne die ,entdeckung jener ,nachbarschaft das ,verbot der ,rasiermesser nach ,hause gebracht htte4 ,denn es htte dazu hingereicht1 da sie auf dem ,wege nach dem ,laden einem ,leichenwagen1 einer ,person in ,trauerkleidung oder einer ,trgerin eines ,leichenkranzes begegnete4 ,das ,netz der ,bedingungen war weit genug ausgespannt1 um die ,beute in jedem ,falle zu fangen2 es lag dann an ihr1 ob sie es zuziehen wollte oder nicht4 ,man konnte mit ,sicherheit feststellen1 da sie fr andere ,flle die ,bedingungen des ,verbots nicht aktivierte4 ,dann hie es eben1 es sei ein besserer ,tag gewesen4 ,die wirkliche ,ursache des ,verbots der ,rasiermesser war natrlich1 wie wir mit ,leichtigkeit erraten1 ihr ,struben gegen eine ,lustbetonung der ,vorstellung1 der ,mann knne sich mit dem geschrften ,rasiermesser den ,hals abschneiden4 7#dj7 ,imago1 ,bd4 ,i1 p4 #bba4 ,in ganz hnlicher ,weise vervollstndigt und detailliert sich eine ,gehhemmung1 eine ,abasie oder ,agoraphobie1 wenn es diesem ,symptom einmal gelungen ist1 sich zur ,vertretung eines unbewuten ,wunsches oder der ,abwehr gegen denselben aufzuschwingen4 ,was sonst noch an unbewuten ,phantasien und an wirksamen ,reminiszenzen in dem ,kranken vorhanden ist1 drngt diesem einmal erffneten ,ausweg zum symptomatischen ,ausdruck zu und bringt sich in zweckmiger ,neuordnung im ,rahmen der ,gehstrung unter4 ,es wre also ein vergebliches1 eigentlich ein trichtes ,beginnen1 wenn man das symptomatische ,gefge und die ,einzelheiten1 z4 ,b4 einer ,agoraphobie aus der ,grundvoraussetzung derselben verstehen wollte4 ,alle ,konsequenz und ,strenge des ,zusammenhanges ist doch nur scheinbar4 ,schrfere ,beobachtung kann1 wie bei der ,fassadenbildung des ,traumes1 die rgsten ,inkonsequenzen und ,willkrlichkeiten der ,symptombildung aufdecken4 ,die ,einzelheiten einer solchen systematischen ,phobie entnehmen ihre reale ,motivierung versteckten ,determinanten1 die mit der ,gehhemmung nichts zu tun haben mssen1 und darum fallen auch die ,gestaltungen einer solchen ,phobie bei verschiedenen ,personen so mannigfaltig und so widersprechend aus4 99 99 99 99 99 ,suchen wir nun den ,rckweg zu dem uns beschftigenden ,system des ,animismus1 so schlieen wir aus unseren ,einsichten ber andere psychologische ,systeme1 da die ,motivierung einer einzelnen ,sitte oder ,vorschrift durch den ,aberglauben auch bei den ,primitiven nicht die einzige und die eigentliche ,motivierung zu sein braucht und uns der ,verpflichtung nicht berhebt1 nach den versteckten ,motiven derselben zu suchen4 ,unter der ,herrschaft eines animistischen ,systems ist es nicht anders mglich1 als da jede ,vorschrift und jede ,ttigkeit eine systematische ,begrndung erhalte1 welche wir heute eine aberglubische heien4 ,aberglaube ist wie ,angst1 wie ,traum1 wie ,dmon1 eine der psychologischen ,vorlufigkeiten1 die vor der psychoanalytischen ,forschung zergangen sind4 ,kommt man hinter diese1 die ,erkenntnis wie ,wandschirme abwehrenden ,konstruktionen1 so ahnt man1 da dem ,seelenleben und der ,kulturhhe der ,wilden ein ,stck verdienter ,wrdigung bisher vorenthalten wurde4 ,betrachtet man die ,triebverdrngung als ein ,ma des erreichten ,kulturniveaus1 so mu man zugestehen1 da auch unter dem animistischen ,system ,fortschritte und ,entwicklungen vorgefallen sind1 die man mit ,unrecht ihrer aberglubischen ,motivierung wegen geringe schtzt4 ,wenn wir hren1 da ,krieger eines wilden ,volksstammes sich die grte ,keuschheit und ,reinlichkeit auferlegen1 sobald sie sich auf den ,kriegspfad begeben7#da71 so wird uns die ,erklrung nahegelegt1 da sie ihren ,unrat beseitigen1 damit sich der ,feind dieses ,teiles ihrer ,person nicht bemchtige1 um ihnen auf magische ,weise zu schaden1 und fr ihre ,enthaltsamkeit sollen wir analoge aberglubische ,motivierungen vermuten4 ,nichtsdestoweniger bleibt die ,tatsache des ,triebverzichtes bestehen1 und wir verstehen den ,fall wohl besser1 wenn wir annehmen1 da der wilde ,krieger sich solche ,beschrnkungen zur ,ausgleichung auferlegt1 weil er im ,begriffe steht1 sich die sonst untersagte ,befriedigung grausamer und feindseliger ,regungen im vollen ,ausmae zu gestatten4 ,dasselbe gilt fr die zahlreichen ,flle von sexueller ,beschrnkung1 solange man mit schwierigen oder verantwortlichen ,arbeiten beschftigt ist7#db74 ,mag sich die ,begrndung dieser ,verbote immerhin auf einen magischen ,zusammenhang berufen1 die fundamentale ,vorstellung1 durch ,verzicht auf ,triebbefriedigung grere ,kraft zu gewinnen1 bleibt doch unverkennbar1 und die hygienische ,wurzel des ,verbots ist neben der magischen ,rationalisierung derselben nicht zu vernachlssigen4 ,wenn die ,mnner eines wilden ,volksstammes zur ,jagd1 zum ,fischfang1 zum ,krieg1 zum ,einsammeln kostbarer ,pflanzenstoffe ausgezogen sind1 so bleiben ihre ,frauen unterdes im ,hause zahlreichen drckenden ,beschrnkungen unterworfen1 denen von den ,wilden selbst eine in die ,ferne reichende1 sympathetische ,wirkung auf das ,gelingen der ,expedition zugeschrieben wird4 ,doch gehrt wenig ,scharfsinn dazu1 um zu erraten1 da jenes in die ,ferne wirkende ,moment kein anderes als das ,heimwrtsdenken1 die ,sehnsucht der ,abwesenden1 ist1 und da hinter diesen ,einkleidungen die gute psychologische ,einsicht steckt1 die ,mnner werden ihr ,bestes nur dann tun1 wenn sie ber den ,verbleib der unbeaufsichtigten ,frauen vollauf beruhigt sind4 ,andere ,male wird es direkt1 ohne magische ,motivierung ausgesprochen1 da die eheliche ,untreue der ,frau die ,bemhungen des in verantwortlicher ,ttigkeit abwesenden ,mannes zum ,scheitern bringt4 7#da7 ,frazer1 ,taboo and the perils of the soul1 p4 #aeh4 7#db7 ,frazer1 l4 c41 p4 #bjj4 ,die unzhligen ,tabuvorschriften1 denen die ,frauen der ,wilden whrend ihrer ,menstruation unterliegen1 werden durch die aberglubische ,scheu vor dem ,blute motiviert und haben in ihr wohl auch eine reale ,begrndung4 ,aber es wre unrecht die ,mglichkeit zu bersehen1 da diese ,blutscheu hier auch sthetischen und hygienischen ,absichten dient1 die sich in allen ,fllen mit magischen ,motivierungen drapieren mten4 ,wir tuschen uns wohl nicht darber1 da wir uns durch solche ,erklrungsversuche dem ,vorwurf aussetzen1 da wir den heutigen ,wilden eine ,feinheit der seelischen ,ttigkeiten zumuten1 die weit ber die ,wahrscheinlichkeit hinausgeht4 ,allein ich meine1 es knnte uns mit der ,psychologie dieser ,vlker1 die auf der animistischen ,stufe stehen geblieben sind1 leicht so ergehen wie mit dem ,seelenleben des ,kindes1 das wir ,erwachsene nicht mehr verstehen1 und dessen ,reichhaltigkeit und ,feinfhligkeit wir darum so sehr unterschtzt haben4 ,ich will noch einer ,gruppe von bisher unerklrten ,tabuvorschriften gedenken1 weil sie eine dem ,psychoanalytiker vertraute ,aufklrung zult4 ,bei vielen wilden ,vlkern ist es unter verschiedenen ,verhltnissen verboten1 scharfe ,waffen und schneidende ,instrumente im ,hause zu halten7#dc74 ,frazer zitiert einen deutschen ,aberglauben1 da man ein ,messer nicht mit der ,schneide nach oben liegen lassen drfe4 ,gott und die ,engel knnten sich daran verletzen4 ,soll man in diesem ,tabu nicht die ,ahnung gewisser ,symptomhandlungen erkennen1 zu denen die scharfe ,waffe durch unbewute bse ,regungen gebraucht werden knnte8 7#dc7 ,frazer1 l4 c41 p4 #bcg4 ,im folgenden werden alle genderten ,textzeilen angefhrt1 wobei jeweils zuerst die ,zeile wie im ,original1 danach die genderte ,zeile steht4 haben mgen1 die ber ,traumbilder1 ,schatten1 ,spiegelbilder u4 dgl41 haben haben mgen1 ber ,traumbilder1 ,schatten1 ,spiegelbilder u4 dgl41 haben avons vu qu'elle tait autrefois rigouresement vraie1 du moins dans avons vu qu'elle tait autrefois rigoureusement vraie1 du moins dans ,anerkennung der 1 die sich dem menschlichen ,narzimus widersetzt4 ,anerkennung der 1 die sich dem menschlichen ,narzimus widersetzt4