,anmerkungen zur ,transkription3 ,der ,text stammt aus3 ,imago4 ,zeitschrift fr ,anwendung der ,psychoanalyse auf die ,geisteswissenschaften ,i 7#aiab74 ,s4 #bac-bbg und #cja-ccc4 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden bernommen2 lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste der vorgenommenen nderungen findet sich am ,ende des ,textes4 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,griechischer ,text wurde transliteriert und mit markiert4 ,die ,nummerierung fr die ,abschnitte #a4 und #c4 fehlt im ,original4 ber einige bereinstimmungen im ,seelenleben der ,wilden und der ,neurotiker4 ,von ,,sigm4 ,,freud4 ,,ii4 ,das ,tabu und die ,ambivalenz der ,gefhlsregungen4 #a4 ,tabu ist ein polynesisches ,wort1 dessen bersetzung uns ,schwierigkeiten bereitet1 weil wir den damit bezeichneten ,begriff nicht mehr besitzen4 ,den alten ,rmern war er noch gelufig2 ihr sacer war dasselbe wie das ,tabu der ,polynesier4 ,auch das agos der ,griechen1 das ,kodausch der ,hebrer mu das nmliche bedeutet haben1 was die ,polynesier durch ihr ,tabu1 viele ,vlker in ,amerika1 ,afrika 7,madagaskar71 ,nord- und ,zentral-,asien durch analoge ,bezeichnungen ausdrcken4 ,uns geht die ,bedeutung des ,tabu nach zwei entgegengesetzten ,richtungen auseinander4 ,es heit uns einerseits3 heilig1 geweiht1 anderseits3 unheimlich1 gefhrlich1 verboten1 unrein4 ,der ,gegensatz von ,tabu heit im ,polynesischen noa gewhnlich1 allgemein zugnglich4 ,somit haftet am ,tabu etwas wie der ,begriff einer ,reserve1 das ,tabu uert sich auch wesentlich in ,verboten und ,einschrnkungen4 ,unsere ,zusammensetzung heilige ,scheu wrde sich oft mit dem ,sinn des ,tabu decken4 ,die ,tabubeschrnkungen sind etwas anderes als die religisen oder die moralischen ,verbote4 ,sie werden nicht auf das ,gebot eines ,gottes zurckgefhrt1 sondern verbieten sich eigentlich von selbst2 von den ,moralverboten scheidet sie das ,fehlen der ,einreihung in ein ,system1 welches ganz allgemein ,enthaltungen fr notwendig erklrt und diese ,notwendigkeit auch begrndet4 ,die ,tabuverbote entbehren jeder ,begrndung2 sie sind unbekannter ,herkunft2 fr uns unverstndlich1 erscheinen sie jenen selbstverstndlich1 die unter ihrer ,herrschaft stehen4 ,wundt7#a7 nennt das ,tabu den ltesten ungeschriebenen ,gesetzeskodex der ,menschheit4 ,es wird allgemein angenommen1 da das ,tabu lter ist als die ,gtter und in die ,zeiten vor jeder ,religion zurckreicht4 7#a7 ,vlkerpsychologie1 ,,ii4 ,band1 ,mythus und ,religion1 #aijf1 ,,ii1 p4 #cjh4 ,da wir einer unparteiischen ,darstellung des ,tabu bedrfen1 um dieses der psychoanalytischen ,betrachtung zu unterziehen1 lasse ich nun einen ,auszug aus dem ,artikel ,taboo der ,encyclopedia ,britannica7#b7 folgen1 der den ,anthropologen ,northcote ,w4 ,thomas zum ,verfasser hat4 7#b7 ,elfte ,auflage1 #aiaa4 -- ,daselbst auch die wichtigsten ,literaturnachweise4 ,streng genommen umfat tabu nur a7 den heiligen 7oder unreinen7 ,charakter von ,personen oder ,dingen1 b7 die ,art der ,beschrnkung1 welche sich aus diesem ,charakter ergibt und c7 die ,heiligkeit 7oder ,unreinheit71 welche aus der ,verletzung dieses ,verbotes hervorgeht4 ,das ,gegenteil von tabu heit in ,polynesien 'noa'1 was 'gewhnlich' oder 'gemein' bedeutet 444 ,in einem weiteren ,sinne kann man verschiedene ,arten von ,tabu unterscheiden3 #a4 ,ein natrliches oder direktes ,tabu1 welches das ,ergebnis einer geheimnisvollen ,kraft 7,mana7 ist1 die an einer ,person oder ,sache haftet2 #b4 ein mitgeteiltes oder indirektes ,tabu1 das auch von jener ,kraft ausgeht1 aber entweder a7 erworben ist1 oder b7 von einem ,priester1 ,huptling oder sonst wem bertragen2 endlich #c4 ein ,tabu1 das zwischen den beiden anderen die ,mitte hlt1 wenn nmlich beide ,faktoren in ,betracht kommen1 wie z4 ,b4 bei der ,aneignung eines ,weibes durch einen ,mann4 ,der ,name ,tabu wird auch auf andere rituelle ,beschrnkungen angewendet1 aber man sollte alles1 was besser religises ,verbot heien knnte1 nicht zum ,tabu rechnen4 ,die ,ziele des ,tabu sind mannigfacher ,art3 ,direkte ,tabu bezwecken a7 den ,schutz bedeutsamer ,personen1 wie ,huptlinge1 ,priester1 und ,gegenstnde u4 dgl4 gegen mgliche ,schdigung2 b7 die ,sicherung der ,schwachen -- ,frauen1 ,kinder und gewhnlicher ,menschen im allgemeinen -- gegen das mchtige ,mana 7die magische ,kraft7 der ,priester und ,huptlinge2 c7 den ,schutz gegen ,gefahren1 die mit der ,berhrung von ,leichen1 mit dem ,genu gewisser ,speisen usw4 verbunden sind2 d7 die ,versicherung gegen die ,strung wichtiger ,lebensakte1 wie ,geburt1 ,mnnerweihe1 ,heirat1 sexuelle ,ttigkeiten2 e7 den ,schutz menschlicher ,wesen gegen die ,macht oder den ,zorn von ,gttern und ,dmonen7#c72 f7 die ,behtung ,ungeborener und kleiner ,kinder gegen die mannigfachen ,gefahren1 die ihnen infolge ihrer besonderen sympathetischen ,abhngigkeit von ihren ,eltern drohen1 wenn diese z4 ,b4 gewisse ,dinge tun oder ,speisen zu sich nehmen1 deren ,genu den ,kindern besondere ,eigenschaften bertragen knnte4 ,eine andere ,verwendung des ,tabu ist die zum ,schutz des ,eigentums einer ,person1 seiner ,werkzeuge1 seines ,feldes usw4 gegen ,diebe4 7#c7 ,diese ,verwendung der ,tabu kann auch als eine nicht ursprngliche in diesem ,zusammenhange beiseite gelassen werden4 ,die ,strafe fr die bertretung eines ,tabu wird wohl ursprnglich einer inneren1 automatisch wirkenden ,einrichtung berlassen4 ,das verletzte ,tabu rcht sich selbst4 ,wenn ,vorstellungen von ,gttern und ,dmonen hinzukommen1 mit denen das ,tabu in ,beziehung tritt1 so wird von der ,macht der ,gottheit eine automatische ,bestrafung erwartet4 ,in anderen ,fllen1 wahrscheinlich infolge einer weiteren ,entwicklung des ,begriffes1 bernimmt die ,gesellschaft die ,bestrafung des ,verwegenen1 dessen ,vorgehen seine ,genossen in ,gefahr gebracht hat4 ,so knpfen auch die ersten ,strafsysteme der ,menschheit an das ,tabu an4 ,wer ein ,tabu bertreten hat1 der ist dadurch selbst tabu geworden4 ,gewisse ,gefahren1 die aus der ,verletzung eines ,tabu entstehen1 knnen durch ,buhandlungen und ,reinigungszeremonien beschworen werden4 ,als die ,quelle des ,tabu wird eine eigentmliche ,zauberkraft angesehen1 die an ,personen und ,geistern haftet1 und von ihnen aus durch unbelebte ,gegenstnde hindurch bertragen werden kann4 ,personen oder ,dinge1 die tabu sind1 knnen mit elektrisch geladenen ,gegenstnden verglichen werden2 sie sind der ,sitz einer furchtbaren ,kraft1 welche sich durch ,berhrung mitteilt und mit unheilvollen ,wirkungen entbunden wird1 wenn der ,organismus1 der die ,entladung hervorruft1 zu schwach ist1 ihr zu widerstehen4 ,der ,erfolg einer ,verletzung des ,tabu hngt also nicht nur von der ,intensitt der magischen ,kraft ab1 die an dem ,tabu-,objekt haftet1 sondern auch von der ,strke des ,mana1 die sich dieser ,kraft bei dem ,frevler entgegensetzt4 ,so sind z4 ,b4 ,knige und ,priester ,inhaber einer groartigen ,kraft1 und es wre ,tod fr ihre ,untertanen1 in unmittelbare ,berhrung mit ihnen zu treten1 aber ein ,minister oder eine andere ,person von mehr als gewhnlichem ,mana kann ungefhrdet mit ihnen verkehren1 und diese ,mittelspersonen knnen wiederum ihren ,untergebenen die ,annherung gestatten1 ohne sie in ,gefahr zu bringen4 ,auch mitgeteilte ,tabu hngen in ihrer ,bedeutung von dem ,mana der ,person ab1 von der sie ausgehen2 wenn ein ,knig oder ,priester ein ,tabu auferlegt1 ist es wirksamer1 als wenn es von einem gewhnlichen ,menschen kme4 ,die bertragbarkeit eines ,tabu ist wohl jener ,charakter1 der dazu ,veranlassung gegeben hat1 seine ,beseitigung durch ,shnezeremonien zu versuchen4 ,es gibt permanente und zeitweilige ,tabu4 ,priester und ,huptlinge sind das erstere1 ebenso ,tote1 und alles1 was zu ihnen gehrt hat4 ,zeitweilige ,tabu schlieen sich an gewisse ,zustnde an1 so an die ,menstruation und das ,kindbett1 an den ,stand des ,kriegers vor und nach der ,expedition1 an die ,ttigkeiten des ,fischens und ,jagens u4 dergl4 ,ein allgemeines ,tabu kann auch wie das kirchliche ,interdikt ber einen groen ,bezirk verhngt werden und dann jahrelang anhalten4 99 99 99 99 99 ,wenn ich die ,eindrcke meiner ,leser richtig abzuschtzen wei1 so getraue ich mich jetzt der ,behauptung1 sie wten nach all diesen ,mitteilungen ber das ,tabu erst recht nicht1 was sie sich darunter vorzustellen haben1 und wo sie es in ihrem ,denken unterbringen knnen4 ,dies ist sicherlich die ,folge der ungengenden ,information1 die sie von mir erhalten haben1 und des ,wegfalls aller ,errterungen ber die ,beziehung des ,tabu zum ,aberglauben1 zum ,seelenglauben und zur ,religion4 ,aber anderseits frchte ich1 eine eingehendere ,schilderung dessen1 was man ber das ,tabu wei1 htte noch verwirrender gewirkt1 und darf versichern1 da die ,sachlage in ,wirklichkeit recht undurchsichtig ist4 ,es handelt sich also um eine ,reihe von ,einschrnkungen1 denen sich diese primitiven ,vlker unterwerfen2 dies und jenes ist verboten1 sie wissen nicht warum1 es fllt ihnen auch nicht ein1 danach zu fragen1 sondern sie unterwerfen sich ihnen wie selbstverstndlich und sind berzeugt1 da eine bertretung sich von selbst auf die hrteste ,weise strafen wird4 ,es liegen zuverlssige ,berichte vor1 da die unwissentliche bertretung eines solchen ,verbotes sich tatschlich automatisch gestraft hat4 ,der unschuldige ,missetter1 der z4 ,b4 von einem ihm verbotenen ,tier gegessen hat1 wird tief deprimiert1 erwartet seinen ,tod und stirbt dann in allem ,ernst4 ,die ,verbote betreffen meist ,genufhigkeit1 ,bewegungs- und ,verkehrsfreiheit2 sie scheinen in manchen ,fllen sinnreich1 sollen offenbar ,enthaltungen und ,entsagungen bedeuten1 in anderen ,fllen sind sie ihrem ,inhalt nach ganz unverstndlich1 betreffen wertlose ,kleinigkeiten1 scheinen ganz von der ,art eines ,zeremoniells zu sein4 ,all diesen ,verboten scheint etwas wie eine ,theorie zugrunde zu liegen1 als ob die ,verbote notwendig wren1 weil gewissen ,personen und ,dingen eine gefhrliche ,kraft zu eigen ist1 die sich durch ,berhrung mit dem so geladenen ,objekt bertrgt1 fast wie eine ,ansteckung4 ,es wird auch die ,quantitt dieser gefhrlichen ,eigenschaft in ,betracht gezogen4 ,der eine oder das eine hat mehr davon als der andere und die ,gefahr richtet sich geradezu nach der ,differenz der ,ladungen4 ,das ,sonderbarste daran ist wohl1 da1 wer es zustande gebracht hat1 ein solches ,verbot zu bertreten1 selbst den ,charakter des ,verbotenen gewonnen1 gleichsam die ganze gefhrliche ,ladung auf sich genommen hat4 ,diese ,kraft haftet nun an allen ,personen1 die etwas ,besonderes sind1 wie ,knige1 ,priester1 ,neugeborene1 an allen ,ausnahmszustnden wie die krperlichen der ,menstruation1 der ,pubertt1 der ,geburt1 an allem ,unheimlichen wie ,krankheit und ,tod1 und was kraft der ,ansteckungs- oder ,ausbreitungsfhigkeit damit zusammenhngt4 ,tabu heit aber alles1 sowohl die ,personen als auch die rtlichkeiten1 ,gegenstnde und die vorbergehenden ,zustnde1 welche ,trger oder ,quelle dieser geheimnisvollen ,eigenschaft sind4 ,tabu heit auch das ,verbot1 welches sich aus dieser ,eigenschaft herleitet1 und ,tabu heit endlich seinem ,wortsinn nach etwas1 was zugleich heilig1 ber das ,gewhnliche erhaben wie auch gefhrlich1 unrein1 unheimlich umfat4 ,in diesem ,wort und in dem ,system1 das es bezeichnet1 drckt sich ein ,stck ,seelenleben aus1 dessen ,verstndnis uns wirklich nicht nahe gerckt erscheint4 ,vor allem sollte man meinen1 da man sich diesem ,verstndnis nicht nhern knne1 ohne auf den fr so tiefstehende ,kulturen charakteristischen ,glauben an ,geister und ,dmonen einzugehen4 ,warum sollen wir berhaupt unser ,interesse an das ,rtsel des ,tabu wenden8 ,ich meine1 nicht nur1 weil jedes psychologische ,problem an sich des ,versuches einer ,lsung wert ist1 sondern auch noch aus anderen ,grnden4 ,es darf uns ahnen1 da das ,tabu der ,wilden ,polynesiens doch nicht so weit von uns abliegt1 wie wir zuerst glauben wollten1 da die ,sitten- und ,moralverbote1 denen wir selbst gehorchen1 in ihrem ,wesen eine ,verwandtschaft mit diesem primitiven ,tabu haben knnten1 und da die ,aufklrung des ,tabu ein ,licht auf den dunkeln ,ursprung unseres eigenen kategorischen ,imperativs zu werfen vermchte4 ,wir werden also in besonders erwartungsvoller ,spannung aufhorchen1 wenn ein ,forscher wie ,w4 ,wundt uns seine ,auffassung des ,tabu mitteilt1 zumal da er verspricht1 zu den letzten ,wurzeln der ,tabuvorstellungen zurckzugehen7#d74 7#d7 ,in der ,vlkerpsychologie1 ,band ,,ii1 ,religion und ,mythus ,,ii p4 #cjj u4 ff4 ,vom ,begriff des ,tabu sagt ,wundt1 da es alle die ,bruche umfat1 in denen sich die ,scheu vor bestimmten mit den kultischen ,vorstellungen zusammenhngenden ,objekten oder vor den sich auf diese beziehenden ,handlungen ausdrckt7#e74 7#e7 l4 c4 p4 #bcg4 ,ein andermal3 ,verstehen wir darunter 7unter dem ,tabu71 wie es dem allgemeinsten ,sinn des ,wortes entspricht1 jedes in ,brauch und ,sitte oder in ausdrcklich formulierten ,gesetzen niedergelegte ,verbot1 einen ,gegenstand zu berhren1 zu eigenem ,gebrauch in ,anspruch zu nehmen oder gewisse verpnte ,worte zu gebrauchen 444441 so gebe es berhaupt kein ,volk und keine ,kulturstufe1 die der ,schdigung durch das ,tabu entgegen wre4 ,wundt fhrt dann aus1 weshalb es ihm zweckmiger erscheint1 die ,natur des ,tabu an den primitiven ,verhltnissen der australischen ,wilden als in der hheren ,kultur der polynesischen ,vlker zu studieren4 ,bei den ,australiern ordnet er die ,tabuverbote in drei ,klassen1 je nachdem sie ,tiere1 ,menschen oder andere ,objekte betreffen4 ,das ,tabu der ,tiere1 das wesentlich im ,verbot des ,ttens und ,verzehrens besteht1 bildet den ,kern des ,totemismus7#f74 ,das ,tabu der zweiten ,art1 das den ,menschen zu seinem ,objekt hat1 ist wesentlich anderen ,charakters4 ,es ist von vorneherein auf ,bedingungen eingeschrnkt1 die fr den ,tabuierten eine ungewhnliche ,lebenslage herbeifhren4 ,so sind ,jnglinge tabu beim ,fest der ,mnnerweihe1 ,frauen whrend der ,menstruation und unmittelbar nach der ,geburt1 neugeborene ,kinder1 ,kranke und vor allem die ,toten4 ,auf dem fortwhrend gebrauchten ,eigentum eines ,menschen ruht ein dauerndes ,tabu fr jeden anderen3 so auf seinen ,kleidern1 ,werkzeugen und ,waffen4 ,zum persnlichsten ,eigentum gehrt in ,australien auch der neue ,name1 den ein ,knabe bei seiner ,mnnerweihe erhlt1 dieser ist tabu und mu geheim gehalten werden4 ,die ,tabu der dritten ,art1 die auf ,bumen1 ,pflanzen1 ,husern1 rtlichkeiten ruhen1 sind vernderlicher1 scheinen nur der ,regel zu folgen1 da dem ,tabu unterworfen wird1 was aus irgend welcher ,ursache ,scheu erregt oder unheimlich ist4 7#f7 ,vgl4 darber die vorige ,abhandlung in ,heft ,i dieser ,zeitschrift4 ,die ,vernderungen1 die das ,tabu in der reicheren ,kultur der ,polynesier und der malaiischen ,inselwelt erfhrt1 mu ,wundt selbst fr nicht sehr tiefgehend erklren4 ,die strkere soziale ,differenzierung dieser ,vlker macht sich darin geltend1 da ,huptlinge1 ,knige und ,priester ein besonders wirksames ,tabu ausben und selbst dem strksten ,zwang des ,tabu ausgesetzt werden4 ,die eigentlichen ,quellen des ,tabu liegen aber tiefer als in den ,interessen der privilegierten ,stnde2 sie entspringen da1 wo die primitivsten und zugleich dauerndsten menschlichen ,triebe ihren ,ursprung nehmen1 in der ,furcht vor der ,wirkung dmonischer ,mchte7#g74 ,ursprnglich nichts anderes als die objektiv gewordene ,furcht vor der in dem tabuierten ,gegenstand verborgen gedachten dmonischen ,macht1 verbietet das ,tabu1 diese ,macht zu reizen1 und es gebietet1 wo es wissentlich oder unwissentlich verletzt worden ist1 die ,rache des ,dmons zu beseitigen4 7#g7 l4 c4 p4 #cjg4 ,allmhlich wird dann das ,tabu zu einer in sich selbst begrndeten ,macht1 die sich vom ,dmonismus losgelst hat4 ,es wird zum ,zwang der ,sitte und des ,herkommens und schlielich des ,gesetzes4 ,das ,gebot aber1 das unausgesprochen hinter den nach ,ort und ,zeit mannigfach wechselnden ,tabuverboten steht1 ist ursprnglich das eine3 ,hte dich vor dem ,zorn der ,dmonen4 ,wundt lehrt uns also1 das ,tabu sei ein ,ausdruck und ,ausflu des ,glaubens der primitiven ,vlker an dmonische ,mchte4 ,spter habe sich das ,tabu von dieser ,wurzel losgelst und sei eine ,macht geblieben1 einfach weil es eine solche war1 infolge einer ,art von psychischer ,beharrung2 so sei es selbst die ,wurzel unserer ,sittengebote und unserer ,gesetze geworden4 ,so wenig nun der erste dieser ,stze zum ,widerspruch reizen kann1 so glaube ich doch dem ,eindruck vieler ,leser ,worte zu leihen1 wenn ich die ,aufklrung ,wundts als eine ,enttuschung anspreche4 ,das heit wohl nicht1 zu den ,quellen der ,tabuvorstellungen heruntergehen oder ihre letzten ,wurzeln aufzeigen4 ,weder die ,angst noch die ,dmonen knnen in der ,psychologie als letzte ,dinge gewertet werden1 die jeder weiteren ,zurckfhrung trotzen4 ,es wre anders1 wenn die ,dmonen wirklich existierten2 aber wir wissen ja1 sie sind selbst wie die ,gtter ,schpfungen der ,seelenkrfte des ,menschen2 sie sind von etwas und aus etwas geschaffen worden4 ber die ,doppelbedeutung des ,tabu uert ,wundt bedeutsame1 aber nicht ganz klar zu erfassende ,ansichten4 ,fr die primitiven ,anfnge des ,tabu besteht nach ihm eine ,scheidung von heilig und unrein noch nicht4 ,eben darum fehlen hier jene ,begriffe berhaupt in der ,bedeutung1 die sie eben erst durch den ,gegensatz1 in den sie zueinander traten1 annehmen konnten4 ,das ,tier1 der ,mensch1 der ,ort1 auf dem ein ,tabu ruht1 sind dmonisch1 nicht heilig und darum auch noch nicht in dem spteren ,sinne unrein4 ,gerade fr diese noch indifferent in der ,mitte stehende ,bedeutung des ,dmonischen1 das nicht berhrt werden darf1 ist der ,ausdruck ,tabu wohl geeignet1 da er ein ,merkmal hervorhebt1 das schlielich dem ,heiligen wie dem ,unreinen fr alle ,zeiten gemeinsam bleibt3 die ,scheu vor seiner ,berhrung4 ,in dieser bleibenden ,gemeinschaft eines wichtigen ,merkmals liegt aber zugleich ein ,hinweis darauf1 da hier zwischen beiden ,gebieten eine ursprngliche bereinstimmung obwaltet1 die erst infolge weiterer ,bedingungen einer ,differenzierung gewichen ist1 durch welche sich beide schlielich zu ,gegenstzen entwickelt haben4 ,der dem ursprnglichen ,tabu eigene ,glaube an eine dmonische ,macht1 die in dem ,gegenstand verborgen ist und dessen ,berhrung oder unerlaubte ,verwendung durch ,verzauberung des ,tters rcht1 ist eben noch ganz und ausschlielich die objektivierte ,furcht4 ,diese hat sich noch nicht in die beiden ,formen gesondert1 die sie auf einer entwickelten ,stufe annimmt3 in die ,ehrfurcht und in den ,abscheu4 ,wie aber entsteht diese ,sonderung8 ,nach ,wundt durch die ,verpflanzung der ,tabugebote aus dem ,gebiet der ,dmonen -- in das der ,gttervorstellungen4 ,der ,gegensatz von heilig und unrein fllt mit der ,aufeinanderfolge zweier mythologischer ,stufen zusammen1 von denen die frhere nicht vollkommen verschwindet1 wenn die folgende erreicht ist1 sondern in der ,form einer niedrigeren und allmhlich mit ,verachtung sich paarenden ,wertschtzung fortbesteht4 ,in der ,mythologie gilt allgemein das ,gesetz1 da eine vorangegangene ,stufe eben deshalb1 weil sie von der hheren berwunden und zurckgedrngt wird1 nun neben dieser in erniedrigter ,form fortbesteht1 so da die ,objekte ihrer ,verehrung in solche des ,abscheus sich umwandeln7#h74 7#h7 l4 c4 p4 #cac4 ,die weiteren ,ausfhrungen ,wundts beziehen sich auf das ,verhltnis der ,tabuvorstellungen zur ,reinigung und zum ,opfer4 #b4 ,wer von der ,psychoanalyse1 d4 h4 von der ,erforschung des unbewuten ,anteils am individuellen ,seelenleben her an das ,problem des ,tabu herantritt1 der wird sich nach kurzem ,besinnen sagen1 da ihm diese ,phnomene nicht fremd sind4 ,er kennt ,personen1 die sich solche ,tabuverbote individuell geschaffen haben und sie ebenso strenge befolgen1 wie die ,wilden die ihrem ,stamm oder ihrer ,gesellschaft gemeinsamen4 ,wenn er nicht gewohnt wre1 diese vereinzelten ,personen als ,zwangskranke zu bezeichnen1 wrde er den ,namen ,tabukrankheit fr deren ,zustand angemessen finden mssen4 ,von dieser ,zwangskrankheit hat er aber durch die psychoanalytische ,untersuchung soviel erfahren3 die klinische ,aetiologie und das ,wesentliche des psychologischen ,mechanismus1 da er es sich nicht versagen kann1 das hier ,gelernte zur ,aufklrung der entsprechenden vlkerpsychologischen ,erscheinung zu verwenden4 ,eine ,warnung wird bei diesem ,versuche angehrt werden mssen4 ,die hnlichkeit des ,tabu mit der ,zwangskrankheit mag eine rein uerliche sein1 fr die ,erscheinungsform der ,beiden gelten und sich nicht weiter auf deren ,wesen erstrecken4 ,die ,natur liebt es1 die nmlichen ,formen in den verschiedensten biologischen ,zusammenhngen zu verwenden1 z4 ,b4 am ,korallenstock wie an der ,pflanze1 ja darber hinaus an gewissen ,kristallen oder bei der ,bildung bestimmter chemischer ,niederschlge4 ,es wre offenbar voreilig und wenig aussichtsvoll1 durch diese bereinstimmungen1 die auf eine ,gemeinsamkeit mechanischer ,bedingungen zurckgehen1 ,schlsse zu begrnden1 die sich auf innere ,verwandtschaft beziehen4 ,wir werden dieser ,warnung eingedenk bleiben1 brauchen aber die beabsichtigte ,vergleichung dieser ,mglichkeit wegen nicht zu unterlassen4 ,die nchste und aufflligste bereinstimmung der ,zwangsverbote 7bei den ,nervsen7 mit dem ,tabu besteht nun darin1 da diese ,verbote ebenso unmotiviert und in ihrer ,herkunft rtselhaft sind4 ,sie sind irgend einmal aufgetreten und mssen nun infolge einer unbezwingbaren ,angst gehalten werden4 ,eine uere ,strafandrohung ist berflssig1 weil eine innere ,sicherheit 7ein ,gewissen7 besteht1 die bertretung werde zu einem unertrglichen ,unheil fhren4 ,das uerste1 was die ,zwangskranken mitteilen knnen1 ist die unbestimmte ,ahnung1 es werde eine bestimmte ,person ihrer ,umgebung durch die bertretung zu ,schaden kommen4 ,welches diese ,schdigung sein soll1 wird nicht erkannt1 auch erhlt man diese kmmerliche ,auskunft eher bei den spter zu besprechenden ,shne- und ,abwehrhandlungen als bei den ,verboten selbst4 ,das ,haupt- und ,kernverbot der ,neurose ist wie beim ,tabu das der ,berhrung1 daher der ,name ,berhrungsangst1 ,dlire de toucher4 ,das ,verbot erstreckt sich nicht nur auf die direkte ,berhrung mit dem ,krper1 sondern nimmt den ,umfang der bertragenen ,redensart3 in ,berhrung kommen1 an4 ,alles1 was die ,gedanken auf das ,verbotene lenkt1 eine ,gedankenberhrung hervorruft1 ist ebenso verboten wie der unmittelbare leibliche ,kontakt2 dieselbe ,ausdehnung findet sich beim ,tabu wieder4 ,ein ,teil der ,verbote ist nach seiner ,absicht ohneweiters verstndlich1 ein anderer ,teil dagegen erscheint uns unbegreiflich1 lppisch1 sinnlos4 ,wir bezeichnen solche ,gebote als ,zeremoniell1 und finden1 da die ,tabugebruche dieselbe ,verschiedenheit erkennen lassen4 ,den ,zwangsverboten ist eine groartige ,verschiebbarkeit zu eigen1 sie dehnen sich auf irgend welchen ,wegen des ,zusammenhanges von einem ,objekt auf das andere aus und machen auch dieses neue ,objekt1 wie eine meiner ,kranken treffend sagt1 unmglich4 ,die ,unmglichkeit hat am ,ende die ganze ,welt mit ,beschlag belegt4 ,die ,zwangskranken benehmen sich so1 als wren die unmglichen ,personen und ,dinge ,trger einer gefhrlichen ,ansteckung1 die bereit ist1 sich auf alles ,benachbarte durch ,kontakt zu bertragen4 ,dieselben ,charaktere der ,ansteckungsfhigkeit und der bertragbarkeit haben wir eingangs bei der ,schilderung der ,tabuverbote hervorgehoben4 ,wir wissen auch1 wer ein ,tabu bertreten hat durch die ,berhrung von etwas1 was tabu ist1 der wird selbst tabu und niemand darf mit ihm in ,berhrung treten4 ,ich stelle zwei ,beispiele von bertragung 7besser ,verschiebung7 des ,verbotes zusammen2 das eine aus dem ,leben der ,maori1 das andere aus meiner ,beobachtung an einer zwangskranken ,frau4 ,ein ,maorihuptling wird kein ,feuer mit seinem ,hauch anfachen1 denn sein geheiligter ,atem wrde seine ,kraft dem ,feuer mitteilen1 dieses dem ,topf1 der im ,feuer steht1 der ,topf der ,speise1 die in ihm gekocht wird1 die ,speise der ,person1 die von ihr it1 und so mte die ,person sterben1 die gegessen von der ,speise1 die gekocht in dem ,topf1 der gestanden im ,feuer1 in das geblasen der ,huptling mit seinem heiligen und gefhrlichen ,hauch47#i7 7#i7 ,frazer1 ,the golden bough1 ,,ii41 ,taboo and the perils of the soul1 #aiaa1 p4 #acf4 ,die ,patientin verlangt1 da ein ,gebrauchsgegenstand1 den ihr ,mann vom ,einkauf nach ,hause gebracht1 entfernt werde1 er wrde ihr sonst den ,raum1 in dem sie wohnt1 unmglich machen4 ,denn sie hat gehrt1 da dieser ,gegenstand in einem ,laden gekauft wurde1 welcher in der1 sagen wir3 ,hirschengasse liegt4 ,aber ,hirsch ist heute der ,name einer ,freundin1 die in einer fernen ,stadt lebt1 die sie in ihrer ,jugend unter ihrem ,mdchennamen gekannt hat4 ,diese ,freundin ist ihr heute unmglich1 tabu und der hier in ,wien gekaufte ,gegenstand ist ebenso tabu wie die ,freundin selbst1 mit der sie nicht in ,berhrung kommen will4 ,die ,zwangsverbote bringen groartigen ,verzicht und ,einschrnkungen des ,lebens mit sich wie die ,tabuverbote1 aber ein ,anteil von ihnen kann aufgehoben werden durch die ,ausfhrung gewisser ,handlungen1 die nun auch geschehen mssen1 die ,zwangscharakter haben1 -- ,zwangshandlungen -- und deren ,natur als ,bue1 ,shne1 ,abwehrmaregeln und ,reinigung keinem ,zweifel unterliegt4 ,die gebruchlichste dieser ,zwangshandlungen ist das ,abwaschen mit ,wasser 7,waschzwang74 ,auch ein ,teil der ,tabuverbote kann so ersetzt1 respektive deren bertretung durch solches ,zeremoniell gutgemacht werden und die ,lustration durch ,wasser ist auch hier die bevorzugte4 ,resmieren wir nun1 in welchen ,punkten sich die bereinstimmung der ,tabugebruche mit den ,symptomen der ,zwangsneurose am deutlichsten uert3 #a4 ,in der ,unmotiviertheit der ,gebote1 #b4 in ihrer ,befestigung durch eine innere ,ntigung1 #c4 in ihrer ,verschiebbarkeit und in der ,ansteckungsgefahr durch das ,verbotene1 #d4 in der ,verursachung von zeremonisen ,handlungen1 ,geboten1 die von den ,verboten ausgehen4 ,die klinische ,geschichte wie der psychische ,mechanismus der ,flle von ,zwangskrankheit sind uns aber durch die ,psychoanalyse bekannt geworden4 ,erstere lautet fr einen typischen ,fall von ,berhrungsangst wie folgt3 ,zu allem ,anfang1 in ganz frher ,kinderzeit1 uerte sich eine starke ,berhrungslust1 deren ,ziel weit spezialisierter war1 als man geneigt wre zu erwarten4 ,dieser ,lust trat alsbald von auen ein ,verbot entgegen1 gerade diese ,berhrung nicht auszufhren47#aj7 ,das ,verbot wurde aufgenommen1 denn es konnte sich auf starke innere ,krfte sttzen7#aa72 es erwies sich als strker als der ,trieb1 der sich in der ,berhrung uern wollte4 ,aber infolge der primitiven psychischen ,konstitution des ,kindes gelang es dem ,verbot nicht1 den ,trieb aufzuheben4 ,der ,erfolg des ,verbots war nur1 den ,trieb -- die ,berhrungslust -- zu verdrngen und ihn ins ,unbewute zu verbannen4 ,verbot und ,trieb blieben beide erhalten2 der ,trieb1 weil er nur verdrngt1 nicht aufgehoben war1 das ,verbot1 weil mit seinem ,aufhren der ,trieb zum ,bewutsein und zur ,ausfhrung durchgedrungen wre4 ,es war eine unerledigte ,situation1 eine psychische ,fixierung geschaffen1 und aus dem fortdauernden ,konflikt von ,verbot und ,trieb leitet sich nun alles weitere ab4 7#aj7 ,beide1 ,lust und ,verbot1 bezogen sich auf die ,berhrung der eigenen ,genitalien4 7#aa7 ,auf die ,beziehung zu den geliebten ,personen1 von denen das ,verbot gegeben wurde4 ,der ,hauptcharakter der psychologischen ,konstellation1 die so fixiert worden ist1 liegt in dem1 was man das ambivalente ,verhalten des ,individuums gegen das eine ,objekt1 vielmehr die eine ,handlung an ihm1 heien knnte7#ab74 ,es will diese ,handlung -- die ,berhrung -- immer wieder ausfhren1 es sieht in ihr den hchsten ,genu1 aber es darf sie nicht ausfhren1 es verabscheut sie auch4 ,der ,gegensatz der beiden ,strmungen ist auf kurzem ,wege nicht ausgleichbar1 weil sie -- wir knnen nur sagen -- im ,seelenleben so lokalisiert sind1 da sie nicht zusammenstoen knnen4 ,das ,verbot wird laut bewut1 die fortdauernde ,berhrungslust ist unbewut1 die ,person wei nichts von ihr4 ,bestnde dieses psychologische ,moment nicht1 so knnte eine ,ambivalenz weder sich so lange erhalten1 noch knnte sie zu solchen ,folgeerscheinungen fhren4 7#ab7 ,nach einem trefflichen ,ausdruck von ,bleuler4 ,in der klinischen ,geschichte des ,falles haben wir das ,eindringen des ,verbotes in so frhem ,kindesalter als das magebende hervorgehoben2 fr die weitere ,gestaltung fllt diese ,rolle dem ,mechanismus der ,verdrngung auf dieser ,altersstufe zu4 ,infolge der stattgehabten ,verdrngung1 die mit einem ,vergessen -- ,amnesie -- verbunden ist1 bleibt die ,motivierung des bewut gewordenen ,verbotes unbekannt1 und mssen alle ,versuche scheitern1 es intellektuell zu zersetzen1 da diese den ,punkt nicht finden1 an dem sie angreifen knnten4 ,das ,verbot verdankt seine ,strke -- seinen ,zwangscharakter -- gerade der ,beziehung zu seinem unbewuten ,gegenpart1 der im ,verborgenen ungedmpften ,lust1 also einer innern ,notwendigkeit1 in welche die bewute ,einsicht fehlt4 ,die bertragbarkeit und ,fortpflanzungsfhigkeit des ,verbots spiegelt einen ,vorgang wieder1 der sich mit der unbewuten ,lust zutrgt1 und unter den psychologischen ,bedingungen des ,unbewuten besonders erleichtert ist4 ,die ,trieblust verschiebt sich bestndig1 um der ,absperrung1 in der sie sich befindet1 zu entgehen1 und sucht ,surrogate fr das ,verbotene -- ,ersatzobjekte und ,ersatzhandlungen -- zu gewinnen4 ,darum wandert auch das ,verbot und dehnt sich auf die neuen ,ziele der verpnten ,regung aus4 ,jeden neuen ,vorsto der verdrngten ,libido beantwortet das ,verbot mit einer neuen ,verschrfung4 ,die gegenseitige ,hemmung der beiden ringenden ,mchte erzeugt ein ,bedrfnis nach ,abfuhr1 nach ,verringerung der herrschenden ,spannung1 in welchem man die ,motivierung der ,zwangshandlungen erkennen darf4 ,diese sind bei der ,neurose deutlich ,kompromiaktionen1 in der einen ,ansicht ,bezeugungen von ,reue1 ,bemhungen zur ,shne und dergleichen1 in der anderen aber gleichzeitig ,ersatzhandlungen1 welche den ,trieb fr das ,verbotene entschdigen4 ,es ist ein ,gesetz der neurotischen ,erkrankung1 da diese ,zwangshandlungen immer mehr in den ,dienst des ,triebes treten und immer nher an die ursprnglich verbotene ,handlung herankommen4 ,unternehmen wir jetzt den ,versuch1 das ,tabu zu behandeln1 als wre es von derselben ,natur wie ein ,zwangsverbot unserer ,kranken4 ,wir machen uns dabei von vorneherein klar1 da viele der fr uns zu beobachtenden ,tabuverbote sekundrer1 verschobener und entstellter ,art sind1 und da wir zufrieden sein mssen1 etwas ,licht auf die ursprnglichsten und bedeutsamsten ,tabuverbote zu werfen4 ,ferner1 da die ,verschiedenheiten in der ,situation des ,wilden und des ,neurotikers wichtig genug sein drften1 um eine vllige bereinstimmung auszuschlieen1 eine bertragung von dem einen auf den anderen1 die einer ,abbildung in jedem ,punkte gleichkme1 zu verhindern4 ,wir wrden dann zunchst sagen1 es habe keinen ,sinn1 die ,wilden nach der wirklichen ,motivierung ihrer ,verbote1 nach der ,genese des ,tabu zu fragen4 ,nach unserer ,voraussetzung mssen sie unfhig sein darber etwas mitzuteilen1 denn diese ,motivierung sei ihnen unbewut4 ,wir konstruieren die ,geschichte des ,tabu aber folgendermaen nach dem ,vorbild der ,zwangsverbote4 ,die ,tabu seien uralte ,verbote1 einer ,generation von primitiven ,menschen dereinst von auen aufgedrngt1 d4 h4 also doch wohl von der frheren ,generation ihr gewaltttig eingeschrft4 ,diese ,verbote haben ,ttigkeiten betroffen1 zu denen eine starke ,neigung bestand4 ,die ,verbote haben sich nun von ,generation zu ,generation erhalten1 vielleicht blo infolge der ,tradition durch elterliche und gesellschaftliche ,autoritt4 ,vielleicht aber haben sie sich in den spteren ,generationen bereits organisiert als ein ,stck ererbten psychischen ,besitzes4 ,ob es solche angeborene ,ideen gibt1 ob sie allein oder im ,zusammenwirken mit der ,erziehung die ,fixierung der ,tabu bewirkt haben1 wer vermchte es gerade fr den in ,rede stehenden ,fall zu entscheiden8 ,aber aus der ,festhaltung der ,tabu ginge eines hervor1 da die ursprngliche ,lust1 jenes ,verbotene zu tun1 auch noch bei den ,tabuvlkern fortbesteht4 ,diese haben also zu ihren ,tabuverboten eine ambivalente ,einstellung2 sie mchten im ,unbewuten nichts lieber als sie bertreten1 aber sie frchten sich auch davor2 sie frchten sich gerade darum1 weil sie es mchten1 und die ,furcht ist strker als die ,lust4 ,die ,lust dazu ist aber bei jeder ,einzelperson des ,volkes unbewut1 wie bei dem ,neurotiker4 ,die ltesten und wichtigsten ,tabuverbote sind die beiden ,grundgesetze des ,totemismus3 ,das ,totemtier nicht zu tten und den sexuellen ,verkehr mit den ,totemgenossen des anderen ,geschlechts zu vermeiden4 ,das mten also die ltesten und strksten ,gelste der ,menschen sein4 ,wir knnen das nicht verstehen und knnen demnach unsere ,voraussetzung nicht an diesen ,beispielen prfen1 solange uns ,sinn und ,abkunft des totemistischen ,systems so vllig unbekannt sind4 ,aber wer die ,ergebnisse der psychoanalytischen ,erforschung des ,einzelmenschen kennt1 der wird selbst durch den ,wortlaut dieser beiden ,tabu und durch ihr ,zusammentreffen an etwas ganz ,bestimmtes gemahnt1 was die ,psychoanalytiker fr den ,knotenpunkt des infantilen ,wunschlebens und dann fr den ,kern der ,neurose erklren47#ac7 7#ac7 ,vgl4 meine in diesen ,aufstzen bereits mehrmals angekndigte ,studie ber den ,totemismus4 ,die sonstige ,mannigfaltigkeit der ,tabuerscheinungen1 die zu den frher mitgeteilten ,klassifizierungsversuchen gefhrt hat1 wchst fr uns auf folgende ,art zu einer ,einheit zusammen3 ,grundlage des ,tabu ist ein verbotenes ,tun1 zu dem eine starke ,neigung im ,unbewuten besteht4 ,wir wissen1 ohne es zu verstehen1 wer das ,verbotene tut1 das ,tabu bertritt1 wird selbst tabu4 ,wie bringen wir aber diese ,tatsache mit der anderen zusammen1 da das ,tabu nicht nur an ,personen haftet1 die das ,verbotene getan haben1 sondern auch an ,personen1 die sich in besonderen ,zustnden befinden1 an diesen ,zustnden selbst und an unpersnlichen ,dingen8 ,was kann das fr eine gefhrliche ,eigenschaft sein1 die immer die nmliche bleibt unter all diesen verschiedenen ,bedingungen8 ,nur die eine3 die ,eignung1 die ,ambivalenz des ,menschen anzufachen und ihn in ,versuchung zu fhren1 das ,verbot zu bertreten4 ,der ,mensch1 der ein ,tabu bertreten hat1 wird selbst tabu1 weil er die gefhrliche ,eignung hat1 andere zu versuchen1 da sie seinem ,beispiel folgen4 ,er erweckt ,neid2 warum sollte ihm gestattet sein1 was anderen verboten ist8 ,er ist also wirklich ansteckend1 insoferne jedes ,beispiel zur ,nachahmung ansteckt1 und darum mu er selbst gemieden werden4 ,ein ,mensch braucht aber kein ,tabu bertreten zu haben und kann doch permanent oder zeitweilig tabu sein1 weil er sich in einem ,zustand befindet1 welcher die ,eignung hat1 die verbotenen ,gelste der anderen anzuregen1 den ,ambivalenzkonflikt in ihnen zu wecken4 ,die meisten ,ausnahmsstellungen und ,ausnahmszustnde sind von solcher ,art und haben diese gefhrliche ,kraft4 ,der ,knig oder ,huptling erweckt den ,neid auf seine ,vorrechte2 es mchte vielleicht jeder ,knig sein4 ,der ,tote1 das ,neugeborene1 die ,frau in ihren ,leidenszustnden reizen durch ihre besondere ,hilflosigkeit1 das eben geschlechtsreif gewordene ,individuum durch den neuen ,genu1 den es verspricht4 ,darum sind alle diese ,personen und alle diese ,zustnde tabu1 denn der ,versuchung darf nicht nachgegeben werden4 ,wir verstehen jetzt auch1 warum die ,manakrfte verschiedener ,personen sich von einander abziehen1 einander teilweise aufheben knnen4 ,das ,tabu eines ,knigs ist zu stark fr seinen ,untertan1 weil die soziale ,differenz zwischen ihnen zu gro ist4 ,aber ein ,minister kann etwa den unschdlichen ,vermittler zwischen ihnen machen4 ,das heit aus der ,sprache des ,tabu in die der ,normalpsychologie bersetzt3 ,der ,untertan1 der die groartige ,versuchung scheut1 welche ihm die ,berhrung mit dem ,knig bereitet1 kann etwa den ,umgang des ,beamten vertragen1 den er nicht so sehr zu beneiden braucht1 und dessen ,stellung ihm vielleicht selbst erreichbar scheint4 ,der ,minister aber kann seinen ,neid gegen den ,knig durch die ,erwgung der ,macht ermigen1 die ihm selbst eingerumt ist4 ,so sind geringere ,differenzen der in ,versuchung fhrenden ,zauberkraft weniger zu frchten als besonders groe4 ,es ist ebenso klar1 wieso die bertretung gewisser ,tabuverbote eine soziale ,gefahr bedeutet1 die von allen ,mitgliedern der ,gesellschaft gestraft oder geshnt werden mu1 wenn sie nicht alle schdigen soll4 ,diese ,gefahr besteht wirklich1 wenn wir die bewuten ,regungen fr die unbewuten ,gelste einsetzen4 ,sie besteht in der ,mglichkeit der ,nachahmung1 in deren ,folge die ,gesellschaft bald zur ,auflsung kme4 ,wenn die anderen die bertretung nicht ahnden wrden1 mten sie ja inne werden1 da sie dasselbe tun wollen wie der beltter4 ,da die ,berhrung beim ,tabuverbot eine hnliche ,rolle spielt wie beim ,dlire de toucher1 obwohl der geheime ,sinn des ,verbotes beim ,tabu unmglich ein so spezieller sein kann wie bei der ,neurose1 darf uns nicht ,wunder nehmen4 ,die ,berhrung ist der ,beginn jeder ,bemchtigung1 jedes ,versuches1 sich eine ,person oder ,sache dienstbar zu machen4 ,wir haben die ansteckende ,kraft1 die dem ,tabu innewohnt1 durch die ,eignung1 in ,versuchung zu fhren1 zur ,nachahmung anzuregen1 bersetzt4 ,dazu scheint es nicht zu stimmen1 da sich die ,ansteckungsfhigkeit des ,tabu vor allem in der bertragung auf ,gegenstnde uert1 die dadurch selbst ,trger des ,tabu werden4 ,diese bertragbarkeit des ,tabu spiegelt die bei der ,neurose nachgewiesene ,neigung des unbewuten ,triebes wieder1 sich auf assoziativen ,wegen auf immer neue ,objekte zu verschieben4 ,wir werden so aufmerksam gemacht1 da der gefhrlichen ,zauberkraft des ,mana zweierlei realere ,fhigkeiten entsprechen1 die ,eignung1 den ,menschen an seine verbotenen ,wnsche zu erinnern1 und die scheinbar bedeutsamere1 ihn zur bertretung des ,verbotes im ,dienste dieser ,wnsche zu verleiten4 ,beide ,leistungen treten aber wieder zu einer einzigen zusammen1 wenn wir annehmen1 es lge im ,sinne eines primitiven ,seelenlebens1 da mit der ,erweckung der ,erinnerung an das verbotene ,tun auch die ,erweckung der ,tendenz1 es durchzusetzen1 verknpft sei4 ,dann fallen ,erinnerung und ,versuchung wieder zusammen4 ,man mu auch zugestehen1 wenn das ,beispiel eines ,menschen1 der ein ,verbot bertreten hat1 einen anderen zur gleichen ,tat verfhrt1 so hat sich der ,ungehorsam gegen das ,verbot fortgepflanzt wie eine ,ansteckung1 wie sich das ,tabu von einer ,person auf einen ,gegenstand1 und von diesem auf einen anderen bertrgt4 ,wenn die bertretung eines ,tabu gutgemacht werden kann durch eine ,shne oder ,bue1 die ja einen ,verzicht auf irgend ein ,gut oder eine ,freiheit bedeuten1 so ist hiedurch der ,beweis erbracht1 da die ,befolgung der ,tabuvorschrift selbst ein ,verzicht war auf etwas1 was man gerne gewnscht htte4 ,die ,unterlassung des einen ,verzichts wird durch einen ,verzicht an anderer ,stelle abgelst4 ,fr das ,tabuzeremoniell wrden wir hieraus den ,schlu ziehen1 da die ,bue etwas ursprnglicheres ist als die ,reinigung4 ,fassen wir nun zusammen1 welches ,verstndnis des ,tabu sich uns aus der ,gleichstellung mit dem ,zwangsverbot des ,neurotikers ergeben hat3 ,das ,tabu ist ein uraltes ,verbot1 von auen 7von einer ,autoritt7 aufgedrngt und gegen die strksten ,gelste der ,menschen gerichtet4 ,die ,lust1 es zu bertreten1 besteht in deren ,unbewuten fort2 die ,menschen1 die dem ,tabu gehorchen1 haben eine ambivalente ,einstellung gegen das vom ,tabu ,betroffene4 ,die dem ,tabu zugeschriebene ,zauberkraft fhrt sich auf die ,fhigkeit zurck1 die ,menschen in ,versuchung zu fhren2 sie benimmt sich wie eine ,ansteckung1 weil das ,beispiel ansteckend ist1 und weil sich das verbotene ,gelste im ,unbewuten auf anderes verschiebt4 ,die ,shne der bertretung des ,tabu durch einen ,verzicht erweist1 da der ,befolgung des ,tabu ein ,verzicht zu grunde liegt4 #c4 ,wir wollen nun wissen1 welchen ,wert unsere ,gleichstellung des ,tabu mit der ,zwangsneurose und die auf ,grund dieser ,vergleichung gegebene ,auffassung des ,tabu beanspruchen kann4 ,ein solcher ,wert liegt offenbar nur vor1 wenn unsere ,auffassung einen ,vorteil bietet1 der sonst nicht zu haben ist1 wenn sie ein besseres ,verstndnis des ,tabu gestattet1 als uns sonst mglich wird4 ,wir sind vielleicht geneigt zu behaupten1 da wir diesen ,nachweis der ,brauchbarkeit im ,vorstehenden bereits erbracht haben2 wir werden aber versuchen mssen1 ihn zu verstrken1 indem wir die ,erklrung der ,tabuverbote und ,gebruche ins ,einzelne fortsetzen4 ,es steht uns aber auch ein anderer ,weg offen4 ,wir knnen die ,untersuchung anstellen1 ob nicht ein ,teil der ,voraussetzungen1 die wir von der ,neurose her auf das ,tabu bertragen haben1 oder der ,folgerungen1 zu denen wir dabei gelangt sind1 an den ,phnomenen des ,tabu unmittelbar erweisbar ist4 ,wir mssen uns nur entscheiden1 wonach wir suchen wollen4 ,die ,behauptung ber die ,genese des ,tabu1 es stamme von einem uralten ,verbote ab1 welches dereinst von auen auferlegt worden ist1 entzieht sich natrlich dem ,beweise4 ,wir werden also eher die psychologischen ,bedingungen frs ,tabu zu besttigen suchen1 welche wir fr die ,zwangsneurose kennen gelernt haben4 ,wie gelangten wir bei der ,neurose zur ,kenntnis dieser psychologischen ,momente8 ,durch das analytische ,studium der ,symptome1 vor allem der ,zwangshandlungen1 der ,abwehrmaregeln und ,zwangsgebote4 ,wir fanden an ihnen die besten ,anzeichen fr ihre ,abstammung von ambivalenten ,regungen oder ,tendenzen1 wobei sie entweder gleichzeitig dem ,wunsch wie dem ,gegenwunsch entsprechen oder vorwiegend im ,dienste der einen von den beiden entgegengesetzten ,tendenzen stehen4 ,wenn es uns nun gelnge1 auch an den ,tabuvorschriften die ,ambivalenz1 das ,walten entgegengesetzter ,tendenzen aufzuzeigen1 oder unter ihnen einige aufzufinden1 die nach der ,art von ,zwangshandlungen beiden ,strmungen gleichzeitigen ,ausdruck geben1 so wre die psychologische bereinstimmung zwischen dem ,tabu und der ,zwangsneurose im nahezu wichtigsten ,stck gesichert4 ,die beiden fundamentalen ,tabuverbote sind1 wie vorhin erwhnt1 fr unsere ,analyse durch die ,zugehrigkeit zum ,totemismus unzugnglich2 ein anderer ,anteil der ,tabusatzungen ist sekundrer ,abkunft und fr unsere ,absicht nicht verwertbar4 ,das ,tabu ist nmlich bei den entsprechenden ,vlkern die allgemeine ,form der ,gesetzgebung geworden und in den ,dienst von sozialen ,tendenzen getreten1 die sicherlich jnger sind als das ,tabu selbst1 wie z4 ,b4 die ,tabu1 die von ,huptlingen und ,priestern auferlegt werden1 um sich ,eigentum und ,vorrechte zu sichern4 ,doch bleibt uns eine groe ,gruppe von ,vorschriften brig1 an denen unsere ,untersuchung vorgenommen werden kann2 ich hebe aus dieser die ,tabu heraus1 die sich a4 an ,feinde1 b4 an ,huptlinge1 c4 an ,tote knpfen1 und werde das zu behandelnde ,material der ausgezeichneten ,sammlung von ,j4 ,g4 ,frazer in seinem groen ,werke3 ,the golden bough entnehmen7#ad74 7#ad7 ,third edition1 part ,,ii43 ,taboo and the perils of the soul #aiaa4 a7 ,die ,behandlung der ,feinde4 ,wenn wir geneigt waren1 den wilden und halbwilden ,vlkern ungehemmte und reuelose ,grausamkeit gegen ihre ,feinde zuzuschreiben1 so werden wir mit groem ,interesse erfahren1 da auch bei ihnen die ,ttung eines ,menschen zur ,befolgung einer ,reihe von ,vorschriften zwingt1 welche den ,tabugebruchen zugeordnet werden4 ,diese ,vorschriften sind mit ,leichtigkeit in vier ,gruppen zu bringen2 sie fordern #a4 ,vershnung des getteten ,feindes1 #b4 ,beschrnkungen und #c4 ,shnehandlungen1 ,reinigungen des ,mrders und #d4 gewisse zeremonielle ,vornahmen4 ,wie allgemein oder wie vereinzelt solche ,tabugebruche bei diesen ,vlkern sein mgen1 lt sich einerseits aus unseren unvollstndigen ,nachrichten nicht mit ,sicherheit entscheiden1 und ist anderseits fr unser ,interesse an diesen ,vorkommnissen gleichgiltig4 ,immerhin darf man annehmen1 da es sich um weitverbreitete ,gebruche und nicht um vereinzelte ,sonderbarkeiten handelt4 ,die ,vershnungsgebruche auf der ,insel ,timor1 nachdem eine siegreiche ,kriegerschar mit den abgeschnittenen ,kpfen der besiegten ,feinde zurckkehrt1 sind darum besonders bedeutsam1 weil berdies der ,fhrer der ,expedition von schweren ,beschrnkungen betroffen wird 7s4 u474 ,bei dem feierlichen ,einzug der ,sieger werden ,opfer dargebracht1 um die ,seelen der ,feinde zu vershnen2 sonst mte man ,unheil fr die ,sieger vorhersehen4 ,es wird ein ,tanz aufgefhrt1 und dabei ein ,gesang vorgetragen1 in welchem der erschlagene ,feind beklagt und seine ,verzeihung erbeten wird3 ,zrne uns nicht1 weil wir deinen ,kopf hier bei uns haben2 wre uns das ,glck nicht hold gewesen1 so hingen jetzt vielleicht unsere ,kpfe in deinem ,dorf4 ,wir haben dir ein ,opfer gebracht1 um dich zu besnftigen4 ,nun darf dein ,geist zufrieden sein und uns in ,ruhe lassen4 ,warum bist du unser ,feind gewesen8 ,wren wir nicht besser ,freunde geblieben8 ,dann wre dein ,blut nicht vergossen und dein ,kopf nicht abgeschnitten worden7#ae74 7#ae7 ,frazer1 l4 c41 p4 #aff4 hnliches findet sich bei den ,palu in ,celebes2 die ,gallas opfern den ,geistern ihrer erschlagenen ,feinde1 ehe sie ihr ,heimatsdorf betreten4 7,nach ,paulitschke1 ,ethnographie ,nordost-,afrikas47 ,andere ,vlker haben das ,mittel gefunden1 um aus ihren frheren ,feinden nach deren ,tod ,freunde1 ,wchter und ,beschtzer zu machen4 ,es besteht in der zrtlichen ,behandlung der abgeschnittenen ,kpfe1 wie manche wilde ,stmme ,borneos sich deren rhmen4 ,wenn die ,see-,dayaks von ,sarawak von einem ,kriegszug einen ,kopf nach ,hause bringen1 so wird dieser ,monate hindurch mit der ausgesuchtesten ,liebenswrdigkeit behandelt und mit den zrtlichsten ,namen angesprochen1 ber die ihre ,sprache verfgt4 ,die besten ,bissen von ihren ,mahlzeiten werden ihm in den ,mund gesteckt1 ,leckerbissen und ,zigarren4 ,er wird wiederholt gebeten1 seine frheren ,freunde zu hassen und seinen neuen ,wirten seine ,liebe zu schenken1 da er jetzt einer der ihrigen ist4 ,man wrde sehr irre gehen1 wenn man an dieser uns grlich erscheinenden ,behandlung dem ,hohn einen ,anteil zuschriebe47#af7 7#af7 ,frazer1 ,adonis1 ,attis1 ,osiris1 p4 #bdh1 #aijg4 -- ,nach ,hugh ,low1 ,sarawak1 ,london #ahdh4 ,bei mehreren der wilden ,stmme ,nordamerikas ist die ,trauer um den erschlagenen und skalpierten ,feind den ,beobachtern aufgefallen4 ,wenn ein ,choctaw einen ,feind gettet hatte1 so begann fr ihn eine monatlange ,trauer1 whrend welcher er sich schweren ,einschrnkungen unterwarf4 ,ebenso trauerten die ,dacota-,indianer4 ,wenn die ,osagen1 bemerkt ein ,gewhrsmann1 ihre eigenen ,toten betrauert hatten1 so trauerten sie dann um den ,feind1 als ob er ein ,freund gewesen wre7#ag74 7#ag7 ,j4 ,o4 ,dorsay bei ,frazer1 ,taboo etc41 p4 #aha4 ,noch ehe wir auf die anderen ,klassen von ,tabugebruchen zur ,behandlung der ,feinde eingehen1 mssen wir gegen eine naheliegende ,einwendung ,stellung nehmen4 ,die ,motivierung dieser ,vershnungsvorschriften1 wird man uns mit ,frazer und anderen entgegenhalten1 ist einfach genug und hat nichts mit einer ,ambivalenz zu tun4 ,diese ,vlker werden von aberglubischer ,furcht vor den ,geistern der ,erschlagenen beherrscht1 einer ,furcht1 die auch dem klassischen ,altertum nicht fremd war1 die der groe britische ,dramatiker in den ,halluzinationen ,macbeths und ,richards ,,iii4 auf die ,bhne gebracht hat4 ,aus diesem ,aberglauben leiten sich folgerichtig alle die ,vershnungsvorschriften ab1 wie auch die spter zu besprechenden ,beschrnkungen und ,shnungen2 fr diese ,auffassung sprechen noch die in der vierten ,gruppe vereinigten ,zeremonien1 die keine andere ,auslegung zulassen1 als von ,bemhungen1 die den ,mrdern folgenden ,geister der ,erschlagenen zu verjagen7#ah74 ,zum berflu gestehen die ,wilden ihre ,angst vor den ,geistern der getteten ,feinde direkt ein und fhren die besprochenen ,tabugebruche selbst auf sie zurck4 7#ah7 ,frazer1 ,taboo1 p4 #afi u4 s4 f4 p4 #agd4 ,diese ,zeremonien bestehen in ,schlagen mit den ,schildern1 ,schreien1 ,brllen und ,erzeugung von ,lrm mit ,hilfe von ,instrumenten usw4 ,diese ,einwendung ist in der ,tat naheliegend1 und wenn sie ebenso ausreichend wre1 knnten wir uns die ,mhe unseres ,erklrungsversuches gerne ersparen4 ,wir verschieben es auf spter1 uns mit ihr auseinanderzusetzen und stellen ihr zunchst nur die ,auffassung entgegen1 die sich aus den ,voraussetzungen der vorigen ,errterungen ber das ,tabu ableitet4 ,wir schlieen aus all diesen ,vorschriften1 da im ,benehmen gegen die ,feinde noch andere als blo feindselige ,regungen zum ,ausdruck kommen4 ,wir erblicken in ihnen uerungen der ,reue1 der ,wertschtzung des ,feindes1 des bsen ,gewissens1 ihn ums ,leben gebracht zu haben4 ,es will uns scheinen1 als wre auch in diesen ,wilden das ,gebot lebendig3 ,du sollst nicht tten1 welches nicht ungestraft verletzt werden darf1 lange vor jeder ,gesetzgebung1 die aus den ,hnden eines ,gottes empfangen wird4 ,kehren wir nun zu den anderen ,klassen von ,tabuvorschriften zurck4 ,die ,beschrnkungen des siegreichen ,mrders sind ungemein hufig und meist von ernster ,art4 ,auf ,timor 7vgl4 die ,vershnungsgebruche oben7 darf der ,fhrer der ,expedition nicht ohne weiteres in sein ,haus zurckkehren4 ,es wird fr ihn eine besondere ,htte errichtet1 in welcher er zwei ,monate mit der ,befolgung verschiedener ,reinigungsvorschriften beschftigt verbringt4 ,in dieser ,zeit darf er sein ,weib nicht sehen1 auch sich nicht selbst ernhren1 eine andere ,person mu ihm das ,essen in den ,mund schieben7#ai74 -- ,bei einigen ,dayakstmmen mssen die vom erfolgreichen ,kriegszug ,heimkehrenden einige ,tage lang abgesondert bleiben und sich gewisser ,speisen enthalten1 sie drfen auch kein ,eisen berhren und bleiben ihren ,frauen ferne4 -- ,in ,logea1 einer ,insel nahe bei ,neuguinea1 schlieen sich ,mnner1 die ,feinde gettet oder daran teilgenommen haben1 fr eine ,woche in ihren ,husern ein4 ,sie vermeiden jeden ,umgang mit ihren ,frauen und ihren ,freunden1 rhren ,nahrungsmittel nicht mit ihren ,hnden an und nhren sich nur von ,pflanzenkost1 die in besonderen ,gefen fr sie gekocht wird4 ,als ,grund fr diese letzte ,beschrnkung wird angegeben1 da sie das ,blut des ,erschlagenen nicht riechen drfen2 sie wrden sonst erkranken und sterben4 -- ,bei dem ,toaripi- oder ,motumotu-,stamm auf ,neuguinea darf ein ,mann1 der einen anderen gettet hat1 seinem ,weib nicht nahe kommen und ,nahrung nicht mit seinen ,fingern berhren4 ,er wird von anderen ,personen mit besonderer ,nahrung gefttert4 ,dies dauert bis zum nchsten ,neumond4 7#ai7 ,frazer1 ,taboo1 p4 #aff1 nach ,s4 ,mller1 ,reizen en ,onderzoekingen in den ,indischen ,archipel1 ,amsterdam #aheg4 ,ich unterlasse es1 die bei ,frazer mitgeteilten ,flle von ,beschrnkungen des siegreichen ,mrders vollzhlig anzufhren1 und hebe nur noch solche ,beispiele hervor1 in denen der ,tabucharakter besonders auffllig ist1 oder die ,beschrnkung im ,verein mit ,shne1 ,reinigung und ,zeremoniell auftritt4 ,bei den ,monumbos in ,deutsch-,neuguinea wird jeder1 der einen ,feind im ,kampfe gettet hat1 unrein1 wofr dasselbe ,wort gebraucht wird1 das auf ,frauen whrend der ,menstruation oder des ,wochenbettes ,anwendung findet4 ,er darf durch lange ,zeit das ,klubhaus der ,mnner nicht verlassen1 whrend sich die ,mitbewohner seines ,dorfes um ihn versammeln und seinen ,sieg mit ,liedern und ,tnzen feiern4 ,er darf niemand1 nicht einmal seine eigene ,frau und seine ,kinder berhren2 tte er es1 so wrden sie von ,geschwren befallen werden4 ,er wird dann rein durch ,waschungen und anderes ,zeremoniell4 ,bei den ,natchez in ,nordamerika waren junge ,krieger1 die den ersten ,skalp erbeutet hatten1 durch sechs ,monate zur ,befolgung gewisser ,entsagungen gentigt4 ,sie durften nicht bei ihren ,frauen schlafen und kein ,fleisch essen1 erhielten nur ,fisch und ,maispudding zur ,nahrung4 ,wenn ein ,choctaw einen ,feind gettet und skalpiert hatte1 begann fr ihn eine ,trauerzeit von einem ,monat1 whrend welcher er sein ,haar nicht kmmen durfte4 ,wenn es ihn am ,kopf juckte1 durfte er sich nicht mit der ,hand kratzen1 sondern bediente sich dazu eines kleinen ,steckens4 ,wenn ein ,pima-,indianer einen ,apachen gettet hatte1 so mute er sich schweren ,reinigungs- und ,shnezeremonien unterwerfen4 ,whrend einer sechzehntgigen ,fastenzeit durfte er ,fleisch und ,salz nicht berhren1 auf kein brennendes ,feuer schauen1 zu keinem ,menschen sprechen4 ,er lebte allein im ,wald1 von einer alten ,frau bedient1 die ihm sprliche ,nahrung brachte1 badete oft im nchsten ,flu und trug -- als ,zeichen der ,trauer -- einen ,klumpen ,lehm auf seinem ,haupte4 ,am siebzehnten ,tag fand dann die ffentliche ,zeremonie der feierlichen ,reinigung des ,mannes und seiner ,waffen statt4 ,da die ,pima-,indianer das ,tabu des ,mrders viel ernster nahmen als ihre ,feinde und die ,shne und ,reinigung nicht wie diese bis nach der ,beendigung des ,feldzuges aufzuschieben pflegten1 litt ihre ,kriegstchtigkeit sehr unter ihrer sittlichen ,strenge oder ,frmmigkeit1 wenn man will4 ,trotz ihrer auerordentlichen ,tapferkeit erwiesen sie sich den ,amerikanern als unbefriedigende ,bundesgenossen in ihren ,kmpfen gegen die ,apachen4 ,so interessant die ,einzelheiten und ,variationen der ,shne- und ,reinigungszeremonien nach ,ttung eines ,feindes fr eine tiefer eindringende ,betrachtung auch sein mgen1 so breche ich deren ,mitteilung doch ab1 weil sie uns keine neuen ,gesichtspunkte erffnen knnen4 ,vielleicht fhre ich noch an1 da die zeitweilige oder permanente ,isolierung des berufsmigen ,henkers1 die sich bis in unsere ,neuzeit erhalten hat1 in diesen ,zusammenhang gehrt4 ,die ,stellung des ,freimannes in der mittelalterlichen ,gesellschaft vermittelt in der ,tat eine gute ,vorstellung von dem ,tabu der ,wilden7#bj74 7#bj7 ,zu diesen ,beispielen s4 ,frazer1 ,taboo1 p4 #afe-aij4 ,manslayers tabooed4 ,in der gangbaren ,erklrung all dieser ,vershnungs-1 ,beschrnkungs-1 ,shne- und ,reinigungsvorschriften werden zwei ,prinzipien mit einander kombiniert4 ,die ,fortsetzung des ,tabu vom ,toten her auf alles1 was mit ihm in ,berhrung gekommen ist1 und die ,furcht vor dem ,geist des ,getteten4 ,auf welche ,weise diese beiden ,momente miteinander zur ,erklrung des ,zeremoniells zu kombinieren sind1 ob sie als gleichwertig aufgefat werden sollen1 ob das eine das primre1 das andere sekundr ist1 und welches1 das wird nicht gesagt und ist in der ,tat nicht leicht anzugeben4 ,demgegenber betonen wir die ,einheitlichkeit unserer ,auffassung1 wenn wir all diese ,vorschriften aus der ,ambivalenz der ,gefhlsregungen gegen den ,feind ableiten4 b7 ,das ,tabu der ,herrscher4 ,das ,benehmen primitiver ,vlker gegen ihre ,huptlinge1 ,knige1 ,priester wird von zwei ,grundstzen regiert1 die einander eher zu ergnzen als zu widersprechen scheinen4 ,man mu sich vor ihnen hten und man mu sie behten7#ba74 ,beides geschieht vermittelst einer ,unzahl von ,tabuvorschriften4 ,warum man sich vor den ,herrschern hten mu1 ist uns bereits bekannt geworden2 weil sie die ,trger jener geheimnisvollen und gefhrlichen ,zauberkraft sind1 die sich wie eine elektrische ,ladung durch ,berhrung mitteilt und dem selbst nicht durch eine hnliche ,ladung ,geschtzten ,tod und ,verderben bringt4 ,man vermeidet also jede mittelbare oder unmittelbare ,berhrung mit der gefhrlichen ,heiligkeit und hat1 wo solche nicht zu vermeiden ist1 ein ,zeremoniell gefunden1 um die gefrchteten ,folgen abzuwenden4 ,die ,nubas in ,ostafrika glauben z4 ,b41 da sie sterben mssen1 wenn sie das ,haus ihres ,priesterknigs betreten1 da sie aber dieser ,gefahr entgehen1 wenn sie beim ,eintritt die linke ,schulter entblen und den ,knig veranlassen1 diese mit seiner ,hand zu berhren4 ,so trifft das ,merkwrdige ein1 da die ,berhrung des ,knigs das ,heil- und ,schutzmittel gegen die ,gefahren wird1 welche aus der ,berhrung des ,knigs hervorgehen1 aber es handelt sich dabei wohl um die ,heilkraft der absichtlichen1 vom ,knig ausgehenden ,berhrung im ,gegensatz zur ,gefahr1 da man ihn berhre1 um den ,gegensatz der ,passivitt und der ,aktivitt gegen den ,knig4 7#ba7 ,frazer1 ,taboo1 p4 #acb2 ,he must not only be guarded1 he must also be guarded against4 ,wenn es sich um die ,heilwirkung der kniglichen ,berhrung handelt1 brauchen wir die ,beispiele nicht bei ,wilden zu suchen4 ,die ,knige von ,england haben in ,zeiten1 die noch nicht weit zurckliegen1 diese ,kraft an der ,skrophulose gebt1 die darum den ,namen3 ,the ,king's ,evil trug4 ,knigin ,elisabeth entsagte diesem ,stck ihrer kniglichen ,prrogative ebensowenig wie irgend ein anderer ihrer spteren ,nachfolger4 ,charles ,i4 soll im ,jahre #afcc hundert ,kranke auf einen ,streich geheilt haben4 ,unter dessen zuchtlosem ,sohn ,charles ,,ii4 feierten nach der berwindung der groen englischen ,revolution die ,knigsheilungen bei ,skropheln ihre hchste ,blte4 ,dieser ,knig soll im ,laufe seiner ,regierung bei hunderttausend ,skrophulse berhrt haben4 ,das ,gedrnge der ,heilungsuchenden pflegte bei diesen ,gelegenheiten so gro zu sein1 da einmal sechs oder sieben von ihnen anstatt der ,heilung den ,tod durch ,erdrcktwerden fanden4 ,der skeptische ,oranier1 ,wilhelm ,,iii41 der nach der ,vertreibung der ,stuarts ,knig von ,england wurde1 weigerte sich des ,zaubers2 das einzigemal1 als er sich zu einer solchen ,berhrung herbeilie1 tat er es mit den ,worten3 ,gott gebe ,euch eine bessere ,gesundheit und mehr ,verstand7#bb74 7#bb7 ,frazer1 ,the magic art ,i1 p4 #cfh4 ,von der frchterlichen ,wirkung der ,berhrung1 in welcher man1 ob auch unabsichtlich1 gegen den ,knig1 oder was zu ihm gehrt1 aktiv wird1 mag folgender ,bericht ,zeugnis ablegen4 ,ein ,huptling von hohem ,rang und groer ,heiligkeit auf ,neuseeland hatte einst die ,reste seiner ,mahlzeit am ,wege stehen lassen4 ,da kam ein ,sklave daher1 ein junger1 krftiger1 hungriger ,gesell1 sah das ,zurckgelassene und machte sich darber1 um es aufzuessen4 ,kaum war er fertig worden1 da teilte ihm ein entsetzter ,zuschauer mit1 da es die ,mahlzeit des ,huptlings gewesen sei1 an welcher er sich vergangen habe4 ,er war ein starker mutiger ,krieger gewesen1 aber sobald er diese ,auskunft vernommen hatte1 strzte er zusammen1 wurde von grlichen ,zuckungen befallen und starb gegen ,sonnenuntergang des nchsten ,tages7#bc74 ,eine ,maorifrau hatte gewisse ,frchte gegessen und dann erfahren1 da diese von einem mit ,tabu belegten ,ort herrhrten4 ,sie schrie auf1 der ,geist des ,huptlings1 den sie so beleidigt1 werde sie gewi tten4 ,dies geschah am ,nachmittag und am nchsten ,tag um zwlf ,uhr war sie tot7#bd74 ,das ,feuerzeug eines ,maori-,huptlings brachte einmal mehrere ,personen ums ,leben4 ,der ,huptling hatte es verloren1 andere fanden es und bedienten sich seiner1 um ihre ,pfeifen anzuznden4 ,als sie erfuhren1 wessen ,eigentum das ,feuerzeug sei1 starben sie alle vor ,schrecken7#be74 7#bc7 ,old ,new ,zealand1 by a ,pakeha ,maori 7,london #ahhd71 bei ,frazer ,tabu1 p4 #ace4 7#bd7 ,w4 ,brown1 ,new ,zealand and its ,aborigines 7,london #ahde71 bei ,frazer ibid4 7#be7 ,frazer1 l4 c4 ,es ist nicht zu verwundern1 wenn sich das ,bedrfnis fhlbar machte1 so gefhrliche ,personen wie ,huptlinge und ,priester von den anderen zu isolieren1 eine ,mauer um sie aufzufhren1 hinter welcher sie fr die anderen unzugnglich waren4 ,es mag uns die ,erkenntnis dmmern1 da diese ursprnglich aus ,tabuvorschriften gefgte ,mauer heute noch als hfisches ,zeremoniell existiert4 ,aber der vielleicht grere ,teil dieses ,tabu der ,herrscher lt sich nicht auf das ,bedrfnis des ,schutzes vor ihnen zurckfhren4 ,der andere ,gesichtspunkt in der ,behandlung der privilegierten ,personen1 das ,bedrfnis1 sie selbst vor den ihnen drohenden ,gefahren zu schtzen1 hat an der ,schaffung der ,tabu und somit an der ,entstehung der hfischen ,etikette den deutlichsten ,anteil gehabt4 ,die ,notwendigkeit1 den ,knig vor allen erdenklichen ,gefahren zu schtzen1 ergibt sich aus seiner ungeheuern ,bedeutung fr das ,wohl und ,wehe seiner ,untertanen4 ,streng genommen ist es seine ,person1 die den ,lauf der ,welt reguliert2 sein ,volk hat ihm nicht nur fr den ,regen und ,sonnenschein zu danken1 der die ,frchte der ,erde gedeihen lt1 sondern auch fr den ,wind1 der ,schiffe an ihre ,kste bringt und fr den festen ,boden1 auf den sie ihre ,fe setzen7#bf74 7#bf7 ,frazer1 ,taboo4 ,the burden of royalty1 p4 #g4 ,diese ,knige der ,wilden sind mit einer ,machtflle und einer ,fhigkeit1 zu beglcken1 ausgestattet1 die nur ,gttern zu eigen ist1 und an welche auf spteren ,stufen der ,zivilisation nur die servilsten ihrer ,hflinge ,glauben heucheln werden4 ,es erscheint ein offenbarer ,widerspruch1 da ,personen von solcher ,machtvollkommenheit selbst der grten ,sorgfalt bedrfen1 um vor den sie bedrohenden ,gefahren beschtzt zu werden1 aber es ist nicht der einzige ,widerspruch1 der in der ,behandlung kniglicher ,personen bei den ,wilden zutage tritt4 ,diese ,vlker halten es auch fr notwendig1 ihre ,knige zu berwachen1 da sie ihre ,krfte im rechten ,sinne verwenden2 sie sind ihrer guten ,intentionen oder ihrer ,gewissenhaftigkeit keineswegs sicher4 ,ein ,zug von ,mitrauen mengt sich der ,motivierung der ,tabuvorschriften fr den ,knig bei4 ,die ,idee1 da urzeitliches ,knigstum ein ,despotismus ist1 sagt ,frazer7#bg71 demzufolge das ,volk nur fr seinen ,herrscher existiert1 ist auf die ,monarchien1 die wir hier im ,auge haben1 ganz und gar nicht anwendbar4 ,im ,gegenteile1 in diesen lebt der ,herrscher nur fr seine ,untertanen2 sein ,leben hat einen ,wert nur so lange1 als er die ,pflichten seiner ,stellung erfllt1 den ,lauf der ,natur zum ,besten seines ,volkes regelt4 ,sobald er darin nachlt oder versagt1 wandeln sich die ,sorgfalt1 die ,hingebung1 die religise ,verehrung1 deren ,gegenstand er bisher im ausgiebigsten ,mae war1 in ,ha und ,verachtung um4 ,er wird schmhlich davongejagt und mag froh sein1 wenn er das nackte ,leben rettet4 ,heute noch als ,gott verehrt1 mag es ihm passieren1 morgen als ,verbrecher erschlagen zu werden4 ,aber wir haben kein ,recht1 dies vernderte ,benehmen seines ,volkes als ,unbestndigkeit oder ,widerspruch zu verurteilen1 das ,volk bleibt vielmehr durchaus konsequent4 ,wenn ihr ,knig ihr ,gott ist1 so denken sie1 mu er sich auch als ihr ,beschtzer erweisen2 und wenn er sie nicht beschtzen will1 soll er einem anderen1 der bereitwilliger ist1 den ,platz rumen4 ,so lange er aber ihren ,erwartungen entspricht1 kennt ihre ,sorgfalt fr ihn keine ,grenzen1 und sie ntigen ihn dazu1 sich selbst mit der gleichen ,frsorge zu behandeln4 ,ein solcher ,knig lebt wie eingemauert hinter einem ,system von ,zeremoniell und ,etikette1 eingesponnen in ein ,netz von ,gebruchen und ,verboten1 deren ,absicht keineswegs dahin geht1 seine ,wrde zu erhhen1 noch weniger sein ,wohlbehagen zu steigern1 sondern die einzig und allein bezwecken1 ihn vor ,schritten zurckzuhalten1 welche die ,harmonie der ,natur stren und so ihn1 sein ,volk und das ganze ,weltall gleichzeitig zugrunde richten knnten4 ,diese ,vorschriften1 weit entfernt1 seinem ,behagen zu dienen1 mengen sich in jede seiner ,handlungen1 heben seine ,freiheit auf und machen ihm das ,leben1 das sie angeblich versichern wollen1 zur ,brde und zur ,qual4 7#bg7 l4 c41 p4 #g4 ,eines der grellsten ,beispiele von solcher ,fesselung und ,lhmung eines heiligen ,herrschers durch das ,tabu-,zeremoniell scheint in der ,lebensweise des ,mikado von ,japan in frheren ,jahrhunderten erzielt worden zu sein4 ,eine ,beschreibung1 die jetzt ber zweihundert ,jahre alt ist7#bh71 erzhlt3 ,der ,mikado glaubt1 da es seiner ,wrde und ,heiligkeit nicht angemessen sei1 den ,boden mit den ,fen zu berhren2 wenn er also irgendwohin gehen will1 mu er auf den ,schultern von ,mnnern hingetragen werden4 ,es geht aber noch viel weniger an1 da er seine heilige ,person der freien ,luft aussetze1 und die ,sonne wird der ,ehre nicht gewrdigt1 auf sein ,haupt zu scheinen4 ,allen ,teilen seines ,krpers wird eine so hohe ,heiligkeit zugeschrieben1 da weder sein ,haupthaar1 noch sein ,bart geschoren und seine ,ngel nicht geschnitten werden drfen4 ,damit er aber nicht zu sehr verwahrlose1 waschen sie ihn nachts1 wenn er schlft2 sie sagen1 was man in diesem ,zustand von seinem ,krper nimmt1 kann nur als gestohlen aufgefat werden1 und ein solcher ,diebstahl tut seiner ,wrde und ,heiligkeit keinen ,eintrag4 ,in noch frheren ,zeiten mute er jeden ,vormittag einige ,stunden lang mit der ,kaiserkrone auf dem ,haupte auf dem ,throne sitzen1 aber er mute sitzen wie eine ,statue1 ohne ,hnde1 ,fe1 ,kopf oder ,augen zu bewegen2 nur so1 meinte man1 knne er ,ruhe und ,frieden im ,reiche erhalten4 ,wenn er unseligerweise sich nach der einen oder der anderen ,seite wenden sollte1 oder eine ,zeitlang den ,blick blo auf einen ,teil seines ,reiches richtete1 so wrden ,krieg1 ,hungersnot1 ,feuer1 ,pest oder sonst ein groes ,unheil hereinbrechen1 um das ,land zu verheeren4 7#bh7 ,kmpfer1 ,history of ,japan bei ,frazer1 l4 c41 p4 #c4 ,einige der ,tabu1 denen barbarische ,knige unterworfen sind1 mahnen lebhaft an die ,beschrnkungen der ,mrder4 ,in ,shark ,point bei ,kap ,padron in ,unter-,guinea 7,westafrika7 lebt ein ,priesterknig1 ,kukulu1 allein in einem ,wald4 ,er darf kein ,weib berhren1 auch sein ,haus nicht verlassen1 ja nicht einmal von seinem ,stuhl aufstehen1 in dem er sitzend schlafen mu4 ,wenn er sich niederlegte1 wrde der ,wind aufhren und die ,schiffahrt gestrt sein4 ,seine ,funktion ist es1 die ,strme in ,schranken zu halten und im allgemeinen fr einen gleichmig gesunden ,zustand der ,atmosphre zu sorgen7#bi74 ,je mchtiger ein ,knig von ,loango ist1 sagt ,bastian1 desto mehr ,tabu mu er beobachten4 ,auch der ,thronfolger ist von ,kindheit an an sie gebunden1 aber sie hufen sich um ihn1 whrend er heranwchst2 im ,momente der ,thronbesteigung ist er von ihnen erstickt4 7#bi7 ,bastian1 ,die deutsche ,expedition an der ,loangokste1 ,jena #ahgd1 bei ,frazer1 l4 c41 p4 #e4 ,unser ,raum gestattet es nicht und unser ,interesse erfordert es nicht1 da wir in die ,beschreibung der an der ,knigs- oder ,priesterwrde haftenden ,tabu weiter eingehen4 ,fhren wir noch an1 da ,beschrnkungen der freien ,bewegung und der ,dit die ,hauptrolle unter ihnen spielen4 ,wie konservierend aber auf alte ,gebruche der ,zusammenhang mit diesen privilegierten ,personen wirkt1 mag aus zwei ,beispielen von ,tabuzeremoniell hervorgehen1 die von zivilisierten ,vlkern1 also von weit hheren ,kulturstufen1 genommen sind4 ,der ,flamen ,dialis1 der ,oberpriester des ,jupiter im alten ,rom1 hatte eine auerordentlich groe ,anzahl von ,tabugeboten zu beobachten4 ,er durfte nicht reiten1 kein ,pferd1 keine ,bewaffneten sehen1 keinen ,ring tragen1 der nicht zerbrochen war1 keinen ,knoten an seinen ,gewndern haben1 ,weizenmehl und ,sauerteig nicht berhren1 eine ,ziege1 einen ,hund1 rohes ,fleisch1 ,bohnen und ,efeu nicht einmal beim ,namen nennen2 sein ,haar durfte nur von einem freien ,mann mit einem ,bronzemesser geschnitten1 seine ,haare und ,ngelabflle muten unter einem glckbringenden ,baum vergraben werden2 er durfte keinen ,toten anrhren1 nicht unbedeckten ,hauptes unter freiem ,himmel stehen und dergleichen4 ,seine ,frau1 die ,flaminica1 hatte berdies ihre eigenen ,verbote3 ,sie durfte auf einer gewissen ,art von ,treppen nicht hher als drei ,stufen steigen1 an gewissen ,festtagen ihr ,haar nicht kmmen2 das ,leder ihrer ,schuhe durfte von keinem ,tier genommen werden1 das eines natrlichen ,todes gestorben war1 sondern nur von einem geschlachteten oder geopferten2 wenn sie ,donner hrte1 war sie unrein1 bis sie ein ,shnopfer dargebracht hatte7#cj74 7#cj7 ,frazer1 l4 c41 p4 #ac4 ,die alten ,knige von ,irland waren einer ,reihe von hchst sonderbaren ,beschrnkungen unterworfen1 von deren ,einhaltung aller ,segen1 von deren bertretung alles ,unheil fr das ,land erwartet wurde4 ,das vollstndige ,verzeichnis dieser ,tabu ist in dem ,book of ,rights gegeben1 dessen lteste handschriftliche ,exemplare die ,jahreszahlen #acij und #adah tragen4 ,die ,verbote sind uerst detailliert1 betreffen gewisse ,ttigkeiten an bestimmten ,orten und zu bestimmten ,zeiten2 in dieser ,stadt darf der ,knig nicht an einem gewissen ,wochentag weilen1 jenen ,flu nicht um eine genannte ,stunde bersetzen1 nicht volle neun ,tage auf einer gewissen ,ebene lagern und dergleichen7#ca74 7#ca7 ,frazer1 l4 c41 p4 #aa4 ,die ,hrte der ,tabubeschrnkungen fr die ,priesterknige hat bei vielen wilden ,vlkern eine ,folge gehabt1 die historisch bedeutsam und fr unsere ,gesichtspunkte besonders interessant ist4 ,die ,priester-,knigswrde hrte auf1 etwas ,begehrenswertes zu sein2 wem sie bevorstand1 der wandte oft alle ,mittel an1 um ihr zu entgehen4 ,so wird es auf ,combodscha1 wo es einen ,feuer- und einen ,wasserknig gibt1 oft notwendig1 die ,nachfolger mit ,gewalt zur ,annahme der ,wrde zu zwingen4 ,auf ,nine oder ,savage ,island1 einer ,koralleninsel im ,stillen ,ozean1 kam die ,monarchie tatschlich zum ,ende1 weil sich niemand mehr bereit finden wollte1 das verantwortliche und gefhrliche ,amt zu bernehmen4 ,in manchen ,teilen von ,westafrika wird nach dem ,tode des ,knigs ein geheimes ,konzil abgehalten1 um den ,nachfolger zu bestimmen4 ,der1 auf welchen die ,wahl fllt1 wird gepackt1 gebunden und im ,fetischhaus in ,gewahrsam gehalten1 bis er sich bereit erklrt hat1 die ,krone anzunehmen4 ,gelegentlich findet der prsumptive ,thronfolger ,mittel und ,wege1 um sich der ihm zugedachten ,ehre zu entziehen2 so wird von einem ,huptling berichtet1 da er ,tag und ,nacht ,waffen zu tragen pflegte1 um jedem ,versuch1 ihn auf den ,thron zu setzen1 mit ,gewalt zu widerstehen7#cb74 ,bei den ,negern von ,sierra ,leone ward das ,widerstreben gegen die ,annahme der ,knigswrde so gro1 da die meisten ,stmme gentigt waren1 ,fremde zu ihren ,knigen zu machen4 7#cb7 ,a4 ,bastian1 ,die deutsche ,expedition an der ,loangokste bei ,frazer1 l4 c41 p4 #ah4 ,frazer fhrt es auf diese ,verhltnisse zurck1 da sich in der ,entwicklung der ,geschichte endlich eine ,scheidung des ursprnglichen ,priester-,knigstums in eine geistliche und weltliche ,macht vollzog4 ,die von der ,brde ihrer ,heiligkeit erdrckten ,knige wurden unfhig1 die ,herrschaft in realen ,dingen auszuben1 und muten diese geringeren1 aber tatkrftigen ,personen berlassen1 welche bereit waren1 auf die ,ehren der ,knigswrde zu verzichten4 ,aus diesen erwuchsen dann die weltlichen ,herrscher1 whrend die nun praktisch bedeutungslose geistliche ,oberhoheit den frheren ,tabuknigen verblieb4 ,es ist bekannt1 inwieweit diese ,aufstellung in der ,geschichte des alten ,japans ,besttigung findet4 ,wenn wir nun das ,bild der ,beziehungen der primitiven ,menschen zu ihren ,herrschern berblicken1 so regt sich in uns die ,erwartung1 da uns der ,fortschritt von seiner ,beschreibung zu seinem psychoanalytischen ,verstndnis nicht schwer fallen wird4 ,diese ,beziehungen sind sehr verwickelter ,natur und nicht frei von ,widersprchen4 ,man rumt den ,herrschern groe ,vorrechte ein1 welche sich mit den ,tabuverboten der anderen geradezu decken4 ,es sind privilegierte ,personen2 sie drfen eben das tun oder genieen1 was den brigen durch das ,tabu vorenthalten ist4 ,im ,gegensatz zu dieser ,freiheit steht aber1 da sie durch andere ,tabu beschrnkt sind1 welche auf die gewhnlichen ,individuen nicht drcken4 ,hier ist also ein erster ,gegensatz1 fast ein ,widerspruch1 zwischen einem ,mehr von ,freiheit und einem ,mehr an ,beschrnkung fr dieselben ,personen4 ,man traut ihnen auerordentliche ,zauberkrfte zu und frchtet sich deshalb vor der ,berhrung mit ihren ,personen oder ihrem ,eigentum1 whrend man anderseits von diesen ,berhrungen die wohlttigste ,wirkung erwartet4 ,dies scheint ein zweiter besonders greller ,widerspruch zu sein2 allein wir haben bereits erfahren1 da er nur scheinbar ist4 ,heilend und schtzend wirkt die ,berhrung1 die vom ,knig selbst in wohlwollender ,absicht ausgeht2 gefhrlich ist nur die ,berhrung1 die vom gemeinen ,mann am ,knig und am ,kniglichen verbt wird1 wahrscheinlich1 weil sie an aggressive ,tendenzen mahnen kann4 ,ein anderer1 nicht so leicht auflsbarer ,widerspruch uert sich darin1 da man dem ,herrscher eine so groe ,gewalt ber die ,vorgnge der ,natur zuschreibt und sich doch fr verpflichtet hlt1 ihn mit ganz besonderer ,sorgfalt gegen ihm drohende ,gefahren zu beschtzen1 als ob seine eigene ,macht1 die so vieles kann1 nicht auch dies vermchte4 ,eine weitere ,erschwerung des ,verhltnisses stellt sich dann her1 indem man dem ,herrscher nicht das ,zutrauen entgegenbringt1 er werde seine ungeheure ,macht in der richtigen ,weise zum ,vorteil der ,untertanen wie zu seinem eigenen ,schutz verwenden wollen2 man mitraut ihm also und hlt sich fr berechtigt1 ihn zu berwachen4 ,allen diesen ,absichten der ,bevormundung des ,knigs1 seinem ,schutz vor ,gefahren und dem ,schutz der ,untertanen vor der ,gefahr1 die er ihnen bringt1 dient gleichzeitig die ,tabuetikette1 der das ,leben des ,knigs unterworfen wird4 ,es liegt nahe1 folgende ,erklrung fr das komplizierte und widerspruchsvolle ,verhltnis der ,primitiven zu ihren ,herrschern zu geben3 ,aus aberglubischen und anderen ,motiven kommen in der ,behandlung der ,knige mannigfache ,tendenzen zum ,ausdruck1 von denen jede ohne ,rcksicht auf die anderen zum ,extrem entwickelt wird4 ,daraus entstehen dann die ,widersprche1 an denen der ,intellekt der ,wilden brigens so wenig ,ansto nimmt wie der der ,hchstzivilisierten1 wenn es sich nur um ,verhltnisse der ,religion oder der ,loyalitt handelt4 ,das wre soweit gut1 aber die psychoanalytische ,technik wird vielleicht gestatten1 tiefer in den ,zusammenhang einzudringen und ,nheres ber die ,natur dieser mannigfaltigen ,tendenzen auszusagen4 ,wenn wir den geschilderten ,sachverhalt der ,analyse unterziehen1 gleichsam als ob er sich im ,symptombild einer ,neurose fnde1 so werden wir zunchst an das berma von ngstlicher ,sorge anknpfen1 welches als ,begrndung des ,tabuzeremoniells ausgegeben wird4 ,dies ,vorkommen einer solchen berzrtlichkeit ist in der ,neurose1 speziell bei der ,zwangsneurose1 die wir in erster ,linie zum ,vergleich heranziehen1 sehr gewhnlich4 ,ihre ,herkunft ist uns sehr wohl verstndlich worden4 ,sie tritt berall dort auf1 wo auer der vorherrschenden ,zrtlichkeit eine gegenstzliche aber unbewute ,strmung von ,feindseligkeit besteht1 also der typische ,fall der ambivalenten ,gefhlseinstellung realisiert ist4 ,dann wird die ,feindseligkeit berschrieen durch eine bermige ,steigerung der ,zrtlichkeit1 die sich als ngstlichkeit uert und die zwanghaft wird1 weil sie sonst ihrer ,aufgabe1 die unbewute ,gegenstrmung in der ,verdrngung zu erhalten1 nicht gengen wrde4 ,jeder ,psychoanalytiker hat es erfahren1 mit welcher ,sicherheit die ngstliche berzrtlichkeit unter den unwahrscheinlichsten ,verhltnissen1 z4 ,b4 zwischen ,mutter und ,kind oder bei zrtlichen ,eheleuten1 diese ,auflsung gestattet4 ,auf die ,behandlung der privilegierten ,personen angewendet1 ergbe sich die ,einsicht1 da der ,verehrung1 ja ,vergtterung derselben im ,unbewuten eine intensive feindselige ,strmung entgegensteht1 da also hier1 wie wir es erwartet haben1 die ,situation der ambivalenten ,gefhlseinstellung verwirklicht ist4 ,das ,mitrauen1 welches als ,beitrag zur ,motivierung der ,knigstabu unabweisbar erscheint1 wre eine andere direktere uerung derselben unbewuten ,feindseligkeit4 ,ja1 wir wren -- infolge der ,mannigfaltigkeit der ,endausgnge eines solchen ,konfliktes bei verschiedenen ,vlkern -- nicht um ,beispiele verlegen1 in denen uns der ,nachweis einer solchen ,feindseligkeit noch viel leichter fiele4 ,die wilden ,timmes von ,sierra ,leone1 hren wir bei ,frazer7#cc71 haben sich das ,recht vorbehalten1 ihren gewhlten ,knig am ,abend vor seiner ,krnung durchzuprgeln1 und sie bedienen sich dieses konstitutionellen ,vorrechtes mit solcher ,grndlichkeit1 da der unglckliche ,herrscher gelegentlich seine ,erhebung auf den ,thron um nicht lange ,zeit berlebt1 daher haben es sich die ,groen des ,volkes zur ,regel gemacht1 wenn sie einen ,groll gegen einen bestimmten ,mann haben1 diesen zum ,knig zu whlen4 ,immerhin wird auch in solchen grellen ,fllen die ,feindseligkeit sich nicht als solche bekennen1 sondern sich als ,zeremoniell gebrden4 7#cc7 l4 c41 p4 #ah nach ,zweifel et ,monstier1 ,voyage aux sources du ,niger1 #ahhj4 ,ein anderes ,stck im ,verhalten der ,primitiven gegen ihre ,herrscher ruft die ,erinnerung an einen ,vorgang wach1 der1 in der ,neurose allgemein verbreitet1 in dem sogenannten ,verfolgungswahn offen zutage tritt4 ,es wird hier die ,bedeutung einer bestimmten ,person auerordentlich erhht1 ihre ,machtvollkommenheit ins ,unwahrscheinliche gesteigert1 um ihr desto eher die ,verantwortlichkeit fr alles ,peinliche1 was dem ,kranken widerfhrt1 aufladen zu knnen4 ,eigentlich verfahren ja die ,wilden mit ihren ,knigen nicht anders1 wenn sie ihnen die ,macht ber ,regen und ,sonnenschein1 ,wind und ,wetter zuschreiben und sie dann absetzen oder tten1 weil die ,natur ihre ,erwartungen auf eine gute ,jagd oder eine reife ,ernte enttuscht hat4 ,das ,vorbild1 welches der ,paranoiker im ,verfolgungswahn wiederherstellt1 liegt im ,verhltnis des ,kindes zu seinem ,vater4 ,dem ,vater kommt eine derartige ,machtflle in der ,vorstellung des ,sohnes regelmig zu1 und es zeigt sich1 da das ,mitrauen gegen den ,vater mit seiner ,hochschtzung innig verknpft ist4 ,wenn der ,paranoiker eine ,person seiner ,lebensbeziehungen zu seinem ,verfolger ernennt1 so hebt er sie damit in die ,vterreihe1 bringt sie unter die ,bedingungen1 die ihm gestatten1 sie fr alles ,unglck seiner ,empfindung verantwortlich zu machen4 ,so mag uns diese zweite ,analogie zwischen dem ,wilden und dem ,neurotiker die ,einsicht ahnen lassen1 wie vieles im ,verhltnis des ,wilden zu seinem ,herrscher aus der infantilen ,einstellung des ,kindes zum ,vater hervorgehen mag4 ,den strksten ,anhaltungspunkt fr unsere ,betrachtungsweise1 welche die ,tabuverbote mit neurotischen ,symptomen vergleichen will1 finden wir aber im ,tabuzeremoniell selbst1 dessen ,bedeutung fr die ,stellung des ,knigstums vorhin errtert wurde4 ,dieses ,zeremoniell trgt seinen ,doppelsinn und seine ,herkunft von ambivalenten ,tendenzen unverkennbar zur ,schau1 wenn wir nur annehmen wollen1 da es die ,wirkungen1 die es hervorbringt1 auch von allem ,anfang an beabsichtigt hat4 ,es zeichnet nicht nur die ,knige aus und erhebt sie ber alle gewhnlichen ,sterblichen1 es macht ihnen auch das ,leben zur ,qual und zur unertrglichen ,brde und zwingt sie in eine ,knechtschaft1 die weit rger ist als die ihrer ,untertanen4 ,es erscheint uns so als das richtige ,gegenstck zur ,zwangshandlung der ,neurose1 in der sich der unterdrckte ,trieb und der ihn unterdrckende zur gleichzeitigen und gemeinsamen ,befriedigung treffen4 ,die ,zwangshandlung ist angeblich ein ,schutz gegen die verbotene ,handlung2 wir mchten aber sagen1 sie ist eigentlich die ,wiederholung des ,verbotenen4 ,das angeblich wendet sich hier der bewuten1 das eigentlich der unbewuten ,instanz des ,seelenlebens zu4 ,so ist auch das ,tabuzeremoniell der ,knige angeblich die hchste ,ehrung und ,sicherung derselben1 eigentlich die ,strafe fr ihre ,erhhung1 die ,rache1 welche die ,untertanen an ihnen nehmen4 ,die ,erfahrungen1 die ,sancho ,pansa bei ,cervantes als ,gouverneur auf seiner ,insel macht1 haben ihn offenbar diese ,auffassung des hfischen ,zeremoniells als die einzig zutreffende erkennen lassen4 ,es ist sehr wohl mglich1 da wir weitere ,zustimmungen zu hren bekmen1 wenn wir ,knige und ,herrscher von heute zur uerung darber veranlassen knnten4 ,warum die ,gefhlseinstellung gegen die ,herrscher einen so mchtigen unbewuten ,beitrag von ,feindseligkeit enthalten sollte1 ist ein sehr interessantes1 aber die ,grenzen dieser ,arbeit berschreitendes ,problem4 ,den ,hinweis auf den infantilen ,vaterkomplex haben wir bereits gegeben2 fgen wir hinzu1 da die ,verfolgung der ,vorgeschichte des ,knigtums uns die entscheidenden ,aufklrungen bringen mte4 ,nach ,frazers eindrucksvollen1 aber nach eigenem ,zugestndnis nicht ganz zwingenden ,errterungen waren die ersten ,knige ,fremde1 die nach kurzer ,herrschaft zum ,opfertod bei feierlichen ,festen als ,reprsentanten der ,gottheit bestimmt waren7#cd74 ,noch die ,mythen des ,christentums wren von der ,nachwirkung dieser ,entwicklungsgeschichte der ,knige berhrt4 7#cd7 ,frazer1 ,the magic art and the evolution of kings4 #b vol4 #aiaa4 7,the golden bough74 c7 ,das ,tabu der ,toten4 ,wir wissen1 da die ,toten mchtige ,herrscher sind2 wir werden vielleicht erstaunt sein zu erfahren1 da sie als ,feinde betrachtet werden4 ,das ,tabu der ,toten erweist1 wenn wir auf dem ,boden des ,vergleiches mit der ,infektion bleiben drfen1 bei den meisten primitiven ,vlkern eine besondere ,virulenz4 ,es uert sich zunchst in den ,folgen1 welche die ,berhrung des ,toten nach sich zieht1 und in der ,behandlung der um den ,toten ,trauernden4 ,bei den ,maori war jeder1 der eine ,leiche berhrt oder an ihrer ,grablegung teilgenommen hatte1 aufs uerste unrein und nahezu abgeschnitten von allem ,verkehr mit seinen ,mitmenschen1 sozusagen boykottiert4 ,er konnte kein ,haus betreten1 keiner ,person oder ,sache nahe kommen1 ohne sie mit der gleichen ,eigenschaft anzustecken4 ,ja1 er durfte nicht einmal ,nahrung mit seinen ,hnden berhren1 diese waren ihm durch ihre ,unreinheit geradezu unbrauchbar geworden4 ,man stellte ihm das ,essen auf den ,boden hin1 und ihm blieb nichts brig1 als sich seiner mit den ,lippen und den ,zhnen1 so gut es eben ging1 zu bemchtigen1 whrend er seine ,hnde nach dem ,rcken gebogen hielt4 ,gelegentlich war es erlaubt1 da eine andere ,person ihn fttere1 die es dann mit ausgestrecktem ,arm tat1 sorgsam1 den ,unseligen nicht selbst zu berhren1 aber diese ,hilfsperson war dann selbst ,einschrnkungen unterworfen1 die nicht viel weniger drckend waren als seine eigenen4 ,es gab wohl in jedem ,dorf ein ganz verkommenes1 von der ,gesellschaft ausgestoenes ,individuum1 das in der armseligsten ,weise von sprlichen ,almosen lebte4 ,diesem ,wesen war es allein gestattet1 sich auf ,armeslnge dem zu nhern1 der die letzte ,pflicht gegen einen ,verstorbenen erfllt hatte4 ,war aber dann die ,zeit der ,abschlieung vorber1 und durfte der durch die ,leiche ,verunreinigte sich wieder unter seine ,genossen mengen1 so wurde alles ,geschirr1 dessen er sich in der gefhrlichen ,zeit bedient hatte1 zerschlagen1 und alles ,zeug weggeworfen1 mit dem er bekleidet gewesen war4 ,die ,tabugebruche nach der krperlichen ,berhrung von ,toten sind in ganz ,polynesien1 ,melanesien und in einem ,teil von ,afrika die nmlichen2 ihr konstantestes ,stck ist das ,verbot1 ,nahrung selbst zu berhren1 und die sich daraus ergebende ,notwendigkeit1 von anderen gefttert zu werden4 ,es ist bemerkenswert1 da in ,polynesien oder vielleicht nur in ,hawaii7#ce7 ,priesterknige whrend der ,ausbung heiliger ,handlungen derselben ,beschrnkung unterlagen4 ,bei den ,tabu der ,toten auf ,tonga tritt die ,abstufung und allmhliche ,aufhebung der ,verbote durch die eigene ,tabukraft sehr deutlich hervor4 ,wer den ,leichnam eines toten ,huptlings berhrt hatte1 war durch zehn ,monate unrein2 wenn er aber selbst ein ,huptling war1 nur durch drei1 vier oder fnf ,monate1 je nach dem ,rang des ,verstorbenen2 aber wenn es sich um die ,leiche des vergtterten ,oberhuptlings handelte1 wurden selbst die grten ,huptlinge durch zehn ,monate tabu4 ,die ,wilden glauben fest daran1 da1 wer solche ,tabuvorschriften bertritt1 schwer erkranken und sterben mu1 so fest1 da sie nach der ,meinung eines ,beobachters noch niemals den ,versuch gewagt haben1 sich vom ,gegenteil zu berzeugen7#cf74 7#ce7 ,frazer1 ,taboo1 p4 #ach usf4 7#cf7 ,w4 ,mariner1 ,the natives of the ,tonga ,islands1 #ahah1 bei ,frazer1 l4 c4 p4 #adj4 ,im wesentlichen gleichartig1 aber fr unsere ,zwecke interessanter sind die ,tabubeschrnkungen jener ,personen1 deren ,berhrung mit den ,toten in bertragenem ,sinne zu verstehen ist1 der trauernden ,angehrigen1 der ,witwer und ,witwen4 ,sehen wir in den bisher erwhnten ,vorschriften nur den typischen ,ausdruck der ,virulenz und der ,ausbreitungsfhigkeit des ,tabu1 so schimmern in den nun mitzuteilenden die ,motive der ,tabu durch1 und zwar sowohl die vorgeblichen als auch solche1 die wir fr die tiefliegenden1 echten halten drfen4 ,bei den ,shuswap in ,britisch-,columbia mssen ,witwen und ,witwer whrend ihrer ,trauerzeit abgesondert leben2 sie drfen weder ihren eigenen ,krper noch ihren ,kopf mit ihren ,hnden berhren2 alles ,geschirr1 dessen sie sich bedienen1 ist dem ,gebrauche anderer entzogen4 ,kein ,jger wird sich der ,htte1 in welcher solche ,trauernde wohnen1 nhern wollen1 denn das brchte ihm ,unglck2 wenn der ,schatten eines ,trauernden auf ihn fallen wrde1 mte er erkranken4 ,die ,trauernden schlafen auf ,dornbschen und umgeben ihr ,bett mit solchen4 ,diese letztere ,maregel ist dazu bestimmt1 den ,geist des ,verstorbenen ferne zu halten1 und noch deutlicher ist wohl der von anderen nordamerikanischen ,stmmen berichtete ,gebrauch der ,witwe1 eine ,zeitlang nach dem ,tode des ,mannes ein hosenartiges ,kleidungsstck aus trockenem ,gras zu tragen1 um sich unzugnglich fr die ,annherung des ,geistes zu machen4 ,so wird uns die ,vorstellung nahe gelegt1 da die ,berhrung im bertragenen ,sinne doch nur als ein krperlicher ,kontakt verstanden wird1 da der ,geist des ,verstorbenen nicht von seinen ,angehrigen weicht1 nicht ablt1 sie whrend der ,zeit der ,trauer zu umschweben4 ,bei den ,agutainos1 die auf ,palawan1 einer der ,philippinen1 wohnen1 darf eine ,witwe ihre ,htte die ersten sieben oder acht ,tage nach dem ,todesfall nicht verlassen1 es sei denn zur ,nachtzeit1 wenn sie ,begegnungen nicht zu erwarten hat4 ,wer sie erschaut1 gert in ,gefahr1 augenblicklich zu sterben1 und darum warnt sie selbst vor ihrer ,annherung1 indem sie bei jedem ,schritt mit einem hlzernen ,stab gegen die ,bume schlgt2 diese ,bume aber verdorren4 ,worin die ,gefhrlichkeit einer solchen ,witwe bestehen mag1 wird uns durch eine andere ,beobachtung erlutert4 ,im ,mekeobezirk von ,britisch-,neu-,guinea wird ein ,witwer aller brgerlichen ,rechte verlustig und lebt fr eine ,weile wie ein ,ausgestoener4 ,er darf keinen ,garten bebauen1 sich nicht ffentlich zeigen1 das ,dorf und die ,strae nicht betreten4 ,er schleicht wie ein wildes ,tier im hohen ,gras oder im ,gebsch umher1 und mu sich im ,dickicht verstecken1 wenn er jemanden1 besonders aber ein ,weib1 herannahen sieht4 ,diese letzte ,andeutung macht es uns leicht1 die ,gefhrlichkeit des ,witwers oder der ,witwe auf die ,gefahr der ,versuchung zurckzufhren4 ,der ,mann1 der sein ,weib verloren hat1 soll dem ,begehren nach einem ,ersatz ausweichen2 die ,witwe hat mit demselben ,wunsch zu kmpfen und mag berdies als herrenlos die ,begehrlichkeit anderer ,mnner erwecken4 ,jede solche ,ersatzbefriedigung luft gegen den ,sinn der ,trauer2 sie mte den ,zorn des ,geistes auflodern lassen47#cg7 7#cg7 ,dieselbe ,kranke1 deren ,unmglichkeiten ich oben 7,s4 #bba7 mit den ,tabu zusammengestellt habe1 bekannte1 da sie jedesmal in ,entrstung gerate1 wenn sie einer in ,trauer gekleideten ,person auf der ,strae begegne4 ,solchen ,leuten sollte das ,ausgehen verboten sein6 ,eines der befremdendsten1 aber auch lehrreichsten ,tabugebruche der ,trauer bei den ,primitiven ist das ,verbot1 den ,namen des ,verstorbenen auszusprechen4 ,es ist ungemein verbreitet1 hat mannigfaltige ,ausfhrungen erfahren und bedeutsame ,konsequenzen gehabt4 ,auer bei den ,australiern und ,polynesiern1 welche uns die ,tabugebruche in ihrer besten ,erhaltung zu zeigen pflegen1 findet sich dies ,verbot bei so entfernten und einander so fremden ,vlkern1 wie die ,samojeden in ,sibirien und die ,todas in ,sdindien1 die ,mongolen der ,tartarei und die ,tuaregs der ,sahara1 die ,aino in ,japan und die ,akamba und ,nandi in ,zentralafrika1 die ,tinguanen auf den ,philippinen und die ,einwohner der ,nikobarischen ,inseln1 von ,madagaskar und ,borneo7#ch74 ,bei einigen dieser ,vlker gilt das ,verbot und die aus ihm sich ableitenden ,folgen nur fr die ,zeit der ,trauer1 bei anderen bleibt es permanent1 doch scheint es in allen ,fllen mit der ,entfernung vom ,zeitpunkt des ,todesfalles abzublassen4 7#ch7 ,frazer1 l4 c4 p4 #cec4 ,die ,vermeidung des ,namens des ,verstorbenen wird in der ,regel auerordentlich strenge gehandhabt4 ,so gilt es bei manchen sdamerikanischen ,stmmen als die schwerste ,beleidigung der berlebenden1 den ,namen des verstorbenen ,angehrigen vor ihnen auszusprechen1 und die darauf gesetzte ,strafe ist nicht geringer als die fr eine ,mordtat selbst festgesetzte7#ci74 ,warum die ,nennung des ,namens so verabscheut werden sollte1 ist zunchst nicht leicht zu erraten1 aber die mit ihr verbundenen ,gefahren haben eine ganze ,reihe von ,auskunftsmitteln entstehen lassen1 die nach verschiedenen ,richtungen interessant und bedeutungsvoll sind4 ,so sind die ,masai in ,afrika auf die ,ausflucht gekommen1 den ,namen des ,verstorbenen unmittelbar nach seinem ,tode zu ndern2 er darf nun ohne ,scheu mit dem neuen ,namen erwhnt werden1 whrend alle ,verbote an den alten geknpft bleiben4 ,es scheint dabei vorausgesetzt1 da der ,geist seinen neuen ,namen nicht kennt und nicht erfahren wird4 ,die australischen ,stmme an der ,adelaide und der ,encounter ,bay sind in ihrer ,vorsicht so konsequent1 da nach einem ,todesfall alle ,personen ihren ,namen gegen einen anderen vertauschen1 welche ebenso oder sehr hnlich geheien haben wie der ,verstorbene4 ,manchmal wird in weiterer ,ausdehnung derselben ,erwgung die ,namensnderung nach einem ,todesfall bei allen ,angehrigen des ,verstorbenen vorgenommen1 ohne ,rcksicht auf den ,gleichklang der ,namen1 so bei einigen ,stmmen in ,victoria und in ,nordwestamerika4 ,ja bei den ,guaycurus in ,paraguay pflegte der ,huptling bei so traurigem ,anla allen ,mitgliedern des ,stammes neue ,namen zu geben1 die sie fortan erinnerten1 als ob sie sie von jeher getragen htten7#dj74 7#ci7 ,frazer1 l4 c4 p4 #ceb usf4 7#dj7 ,frazer1 l4 c4 p4 #ceg nach einem alten spanischen ,beobachter #agcb4 ,ferner1 wenn der ,name des ,verstorbenen sich mit der ,bezeichnung eines ,tieres1 ,gegenstandes usw4 gedeckt hatte1 erschien es manchen unter den angefhrten ,vlkern notwendig1 auch diese ,tiere und ,objekte neu zu benennen1 damit man beim ,gebrauch dieser ,worte nicht an den ,verstorbenen erinnert werde4 ,daraus mute sich eine nie zur ,ruhe kommende ,vernderung des ,sprachschatzes ergeben1 die den ,missionren ,schwierigkeiten genug bereitete1 besonders wo die ,namensverpnung eine permanente war4 ,in den sieben ,jahren1 die der ,missionr ,dobrizhofer bei den ,abiponen in ,paraguay verbrachte1 wurde der ,name fr ,jaguar dreimal abgendert1 und die ,worte fr ,krokodil1 ,dornen und ,tierschlachten hatten hnliche ,schicksale7#da74 ,die ,scheu1 einen ,namen auszusprechen1 der einem ,verstorbenen angehrt hat1 dehnt sich aber auch nach der ,richtung hin aus1 da man alles zu erwhnen vermeidet1 wobei dieser ,verstorbene eine ,rolle spielte1 und als bedeutsame ,folge dieses ,unterdrckungsprozesses ergibt sich1 da diese ,vlker keine ,tradition1 keine historischen ,reminiszenzen haben und einer ,erforschung ihrer ,vorgeschichte die grten ,schwierigkeiten in den ,weg legen4 ,bei einer ,reihe dieser primitiven ,vlker haben sich aber auch kompensierende ,gebruche eingebrgert1 um die ,namen der ,verstorbenen nach einer langen ,zeit von ,trauer wieder zu erwecken1 indem man sie an ,kinder verleiht1 die als die ,wiedergeburt der ,toten betrachtet werden4 7#da7 ,frazer1 l4 c4 p4 #cfj4 ,das ,befremdende dieses ,namentabu ermigt sich1 wenn wir daran gemahnt werden1 da fr die ,wilden der ,name ein wesentliches ,stck und ein wichtiger ,besitz der ,persnlichkeit ist1 da sie dem ,wort volle ,dingbedeutung zuschreiben4 ,dasselbe tun1 wie ich an anderen ,orten ausgefhrt habe1 unsere ,kinder1 die sich darum niemals mit der ,annahme einer bedeutungslosen ,worthnlichkeit begngen1 sondern konsequent schlieen1 wenn zwei ,dinge mit gleichklingenden ,namen genannt werden1 so mte damit eine tiefgehende bereinstimmung zwischen beiden bezeichnet sein4 ,auch der zivilisierte ,erwachsene mag an manchen ,besonderheiten seines ,benehmens noch erraten1 da er von dem ,voll- und ,wichtignehmen der ,eigennamen nicht so weit entfernt ist1 wie er glaubt1 und da sein ,name in einer ganz besonderen ,art mit seiner ,person verwachsen ist4 ,es stimmt dann hiezu1 wenn die psychoanalytische ,praxis vielfachen ,anla findet1 auf die ,bedeutung der ,namen in der unbewuten ,denkttigkeit hinzuweisen7#db74 ,die ,zwangsneurotiker benehmen sich dann1 wie zu erwarten stand1 in betreff der ,namen ganz wie die ,wilden4 ,sie zeigen die volle ,komplexempfindlichkeit gegen das ,aussprechen und ,anhren bestimmter ,worte und ,namen 7hnlich wie auch andere ,neurotiker71 und leiten aus ihrer ,behandlung des eigenen ,namens eine gute ,anzahl von oft schweren ,hemmungen ab4 ,eine solche ,tabukranke1 die ich kannte1 hatte die ,vermeidung angenommen1 ihren ,namen niederzuschreiben1 aus ,angst1 er knnte in jemandens ,hand geraten1 der damit in den ,besitz eines ,stckes von ihrer ,persnlichkeit gekommen wre4 ,in der krampfhaften ,treue1 durch die sie sich gegen die ,versuchungen ihrer ,phantasie schtzen mute1 hatte sie sich das ,gebot geschaffen1 nichts von ihrer ,person herzugeben4 ,dazu gehrte zunchst der ,name1 in weiterer ,ausdehnung die ,handschrift1 und darum gab sie schlielich das ,schreiben auf4 7#db7 ,stekel1 ,abraham4 ,so finden wir es nicht mehr auffllig1 wenn von den ,wilden der ,name des ,toten als ein ,stck seiner ,person gewertet und zum ,gegenstand des den ,toten betreffenden ,tabu gemacht wird4 ,auch die ,namensnennung des ,toten lt sich auf die ,berhrung mit ihm zurckfhren1 und wir drfen uns dem umfassenderen ,problem zuwenden1 weshalb diese ,berhrung von so strengem ,tabu betroffen ist4 ,die naheliegendste ,erklrung wrde auf das natrliche ,grauen hinweisen1 welches der ,leichnam und die ,vernderungen1 die alsbald an ihm bemerkt werden1 erregt4 ,daneben mte man der ,trauer um den ,toten einen ,platz einrumen1 als ,motiv fr alles1 was sich auf diesen ,toten bezieht4 ,allein das ,grauen vor dem ,leichnam deckt offenbar nicht die ,einzelheiten der ,tabuvorschriften1 und die ,trauer kann uns niemals erklren1 da die ,erwhnung des ,toten ein schwerer ,schimpf fr dessen ,hinterbliebene ist4 ,die ,trauer liebt es vielmehr1 sich mit dem ,verstorbenen zu beschftigen1 sein ,andenken auszuarbeiten und fr mglichst lange ,zeit zu erhalten4 ,fr die ,eigentmlichkeiten der ,tabugebruche mu etwas anderes als die ,trauer verantwortlich gemacht werden1 etwas1 was offenbar andere ,absichten als diese verfolgt4 ,gerade die ,tabu der ,namen verraten uns dies noch unbekannte ,motiv und sagten es die ,gebruche nicht1 so wrden wir es aus den ,angaben der trauernden ,wilden selbst erfahren4 ,sie machen nmlich kein ,hehl daraus1 da sie sich vor der ,gegenwart und der ,wiederkehr des ,geistes des ,verstorbenen frchten2 sie ben eine ,menge von ,zeremonien1 um ihn fern zu halten1 ihn zu vertreiben7#dc74 ,seinen ,namen auszusprechen1 dnkt ihnen eine ,beschwrung1 der seine ,gegenwart auf dem ,fue folgen wird7#dd74 ,sie tun darum folgerichtig alles1 um einer solchen ,beschwrung und ,erweckung aus dem ,wege zu gehen4 ,sie verkleiden sich1 damit der ,geist sie nicht erkenne7#de71 oder sie entstellen seinen oder den eigenen ,namen2 sie wten gegen den rcksichtslosen ,fremden1 der den ,geist durch ,nennung seines ,namens auf seine ,hinterbliebenen hetzt4 ,es ist unmglich1 der ,folgerung auszuweichen1 da sie nach ,wundts ,ausdruck1 an der ,furcht vor seiner zum ,dmon gewordenen ,seele leiden7#df74 7#dc7 ,als ,beispiel eines solchen ,bekenntnisses sind bei ,frazer1 l4 c41 p4 #cec1 die ,tuaregs der ,sahara angefhrt4 7#dd7 ,vielleicht ist hiezu die ,bedingung zu fgen3 so lange noch etwas von seinen krperlichen berresten existiert4 ,frazer1 l4 c41 p4 #cgb4 7#de7 ,auf den ,nikobaren4 ,frazer1 l4 c41 p4 #chb4 7#df7 ,wundt1 ,religion und ,mythus1 ,,ii4 ,b41 p4 #di4 ,mit dieser ,einsicht wren wir bei der ,besttigung der ,auffassung ,wundts angelangt1 welche das ,wesen des ,tabu1 wie wir gehrt haben1 in der ,angst vor den ,dmonen findet4 ,die ,voraussetzung dieser ,lehre1 da das teuere ,familienmitglied mit dem ,augenblicke seines ,todes zum ,dmon wird1 von dem die ,hinterbliebenen nur ,feindseliges zu erwarten haben1 und gegen dessen bse ,gelste sie sich mit allen ,mitteln schtzen mssen1 ist so sonderbar1 da man ihr zunchst den ,glauben versagen wird4 ,allein so ziemlich alle magebenden ,autoren sind darin einig1 den ,primitiven diese ,auffassung zuzuschreiben4 ,westermarck1 der in seinem ,werke3 ,ursprung und ,entwicklung der ,moralbegriffe dem ,tabu1 nach meiner ,schtzung1 viel zu wenig ,beachtung schenkt1 uert in dem ,abschnitt3 ,verhalten gegen ,verstorbene direkt3 berhaupt lt mich mein ,tatsachenmaterial den ,schlu ziehen1 da die ,toten hufiger als ,feinde denn als ,freunde angesehen werden7#dg7 und da ,jevons und ,grant ,allen im ,irrtum sind mit ihrer ,behauptung1 man habe frher geglaubt1 die ,bswilligkeit der ,toten richte sich in der ,regel nur gegen ,fremde1 whrend sie fr ,leben und ,ergehen ihrer ,nachkommen und ,clangenossen vterlich besorgt seien4 7#dg7 ,westermarck1 l4 c41 ,,ii4 ,b41 p4 #dbd4 ,in der ,anmerkung und in der ,fortsetzung des ,textes die reiche ,flle von besttigenden1 oft sehr charakteristischen ,zeugnissen1 z4 ,b43 ,die ,maoris glaubten1 da die nchsten und geliebtesten ,verwandten nach dem ,tode ihr ,wesen ndern und selbst gegen ihre frheren ,lieblinge bel gesinnt werden4 -- ,die ,australneger glauben1 jeder ,verstorbene sei lange ,zeit bsartig2 je enger die ,verwandtschaft1 desto grer die ,furcht4 ,die ,zentraleskimo werden von der ,vorstellung beherrscht1 da die ,toten erst spt zur ,ruhe gelangen1 anfnglich aber zu frchten seien als unheilbrtende ,geister1 die das ,dorf hufig umkreisen1 um ,krankheit1 ,tod und anderes ,unheil zu verbreiten4 7,boas47 ,r4 ,kleinpaul hat in einem eindrucksvollen ,buche die ,reste des alten ,seelenglaubens bei den zivilisierten ,vlkern zur ,darstellung des ,verhltnisses zwischen den ,lebendigen und den ,toten verwertet7#dh74 ,es gipfelt auch nach ihm in der berzeugung1 da die ,toten mordlustig die ,lebendigen nach sich ziehen4 ,die ,toten tten2 das ,skelett1 als welches der ,tod heute gebildet wird1 stellt dar1 da der ,tod selbst nur ein ,toter ist4 ,nicht eher fhlt sich der ,lebendige vor der ,nachstellung der ,toten sicher1 als bis er ein trennendes ,wasser zwischen sich und ihn gebracht hat4 ,daher begrub man die ,toten gerne auf ,inseln1 brachte sie auf die andere ,seite eines ,flusses2 die ,ausdrcke ,diesseits und ,jenseits sind hievon ausgegangen4 ,eine sptere ,milderung hat die ,bswilligkeit der ,toten auf jene ,kategorien beschrnkt1 denen man ein besonderes ,recht zum ,groll einrumen mute1 auf die ,ermordeten1 die ihren ,mrder als bse ,geister verfolgen1 auf die in ungestillter ,sehnsucht ,gestorbenen1 wie die ,brute4 ,aber ursprnglich1 meint ,kleinpaul1 waren alle ,toten ,vampyre1 alle grollten den ,lebenden und trachteten1 ihnen zu schaden1 sie des ,lebens zu berauben4 ,der ,leichnam hat berhaupt erst den ,begriff eines bsen ,geistes geliefert4 7#dh7 ,r4 ,kleinpaul3 ,die ,lebendigen und die ,toten im ,volksglauben1 ,religion und ,sage4 #ahih4 ,die ,annahme1 die liebsten ,verstorbenen wandelten sich nach dem ,tode zu ,dmonen1 lt offenbar eine weitere ,fragestellung zu4 ,was bewog die ,primitiven dazu1 ihren teueren ,toten eine solche ,sinnesnderung zuzuschreiben8 ,warum machten sie sie zu ,dmonen8 ,westermarck glaubt1 diese ,frage leicht zu beantworten7#di74 ,da der ,tod zumeist fr das schlimmste ,unglck gehalten wird1 das den ,menschen treffen kann1 glaubt man1 da die ,abgeschiedenen mit ihrem ,schicksal uerst unzufrieden seien4 ,nach ,auffassung der ,naturvlker stirbt man nur durch ,ttung1 sei es gewaltsame1 sei es durch ,zauberei bewirkte1 und schon deshalb sieht man die ,seele als rachschtig und reizbar an2 vermeintlich beneidet sie die ,lebenden und sehnt sich nach der ,gesellschaft der alten ,angehrigen -- es ist daher begreiflich1 da sie trachtet1 sie durch ,krankheiten zu tten1 um mit ihnen vereinigt zu werden 4444 444 ,eine weitere ,erklrung der ,bsartigkeit1 die man den ,seelen zuschreibt1 liegt in der instinktiven ,furcht vor diesen1 welche ,furcht ihrerseits das ,ergebnis der ,angst vor dem ,tode ist4 7#di7 l4 c41 p4 #dbf4 ,das ,studium der psychoneurotischen ,strungen weist uns auf eine umfassendere ,erklrung hin1 welche die ,westermarcksche miteinschliet4 ,wenn eine ,frau ihren ,mann1 eine ,tochter ihre ,mutter durch den ,tod verloren hat1 so ereignet es sich nicht selten1 da die berlebende von peinigenden ,bedenken1 die wir ,zwangsvorwrfe heien1 befallen wird1 ob sie nicht selbst durch eine ,unvorsichtigkeit oder ,nachlssigkeit den ,tod der geliebten ,person verschuldet habe4 ,keine ,erinnerung daran1 wie sorgfltig sie den ,kranken gepflegt1 keine sachliche ,zurckweisung der behaupteten ,verschuldung vermag der ,qual ein ,ende zu machen1 die etwa den pathologischen ,ausdruck einer ,trauer darstellt und mit der ,zeit langsam abklingt4 ,die psychoanalytische ,untersuchung solcher ,flle hat uns die geheimen ,triebfedern des ,leidens kennen gelehrt4 ,wir haben erfahren1 da diese ,zwangsvorwrfe in gewissem ,sinne berechtigt und nur darum gegen ,widerlegung und ,einspruch gefeit sind4 ,nicht als ob die ,trauernde den ,tod wirklich verschuldet oder die ,vernachlssigung wirklich begangen htte1 wie es der ,zwangsvorwurf behauptet2 aber es war doch etwas in ihr vorhanden1 ein ihr selbst unbewuter ,wunsch1 der mit dem ,tode nicht unzufrieden war1 und der ihn herbeigefhrt htte1 wenn er im ,besitze der ,macht gewesen wre4 ,gegen diesen unbewuten ,wunsch reagiert nun der ,vorwurf nach dem ,tode der geliebten ,person4 ,solche im ,unbewuten versteckte ,feindseligkeit hinter zrtlicher ,liebe gibt es nun in fast allen ,fllen von intensiver ,bindung des ,gefhls an eine bestimmte ,person1 es ist der klassische ,fall1 das ,vorbild der ,ambivalenz menschlicher ,gefhlsregungen4 ,von solcher ,ambivalenz ist bei einem ,menschen bald mehr1 bald weniger in der ,anlage vorgesehen2 normalerweise ist es nicht so viel1 da die beschriebenen ,zwangsvorwrfe daraus entstehen knnen4 ,wo sie aber ausgiebig angelegt ist1 da wird sie sich gerade im ,verhltnis zu den allergeliebtesten ,personen1 da1 wo man es am wenigsten erwarten wrde1 manifestieren4 ,die ,disposition zur ,zwangsneurose1 die wir in der ,tabufrage so oft zum ,vergleich herangezogen haben1 denken wir uns durch ein besonders hohes ,ma solcher ursprnglicher ,gefhlsambivalenz gegeben4 ,wir kennen nun das ,moment1 welches uns das vermeintliche ,dmonentum der frisch verstorbenen ,seelen und die ,notwendigkeit1 sich durch die ,tabuvorschriften gegen ihre ,feindschaft zu schtzen1 erklren kann4 ,wenn wir annehmen1 da dem ,gefhlsleben der ,primitiven ein hnlich hohes ,ma von ,ambivalenz zukomme1 wie wir es nach den ,ergebnissen der ,psychoanalyse den ,zwangskranken zuschreiben1 so wird es verstndlich1 da nach dem schmerzlichen ,verlust eine hnliche ,reaktion gegen die im ,unbewuten latente ,feindseligkeit notwendig wird1 wie sie dort durch die ,zwangsvorwrfe erwiesen wurde4 ,diese im ,unbewuten als ,befriedigung ber den ,todesfall peinlich versprte ,feindseligkeit hat aber beim ,primitiven ein anderes ,schicksal2 sie wird abgewehrt1 indem sie auf das ,objekt der ,feindseligkeit1 auf den ,toten1 verschoben wird4 ,wir heien diesen im normalen wie im krankhaften ,seelenleben hufigen ,abwehrvorgang eine ,projektion4 ,der berlebende leugnet nun1 da er je feindselige ,regungen gegen den geliebten ,verstorbenen gehegt hat2 aber die ,seele des ,verstorbenen hegt sie jetzt und wird sie ber die ganze ,zeit der ,trauer zu bettigen bemht sein4 ,der ,straf- und ,reuecharakter dieser ,gefhlsreaktion wird sich trotz der geglckten ,abwehr durch ,projektion darin uern1 da man sich frchtet1 sich ,verzicht auferlegt und sich ,einschrnkungen unterwirft1 die man zum ,teil als ,schutzmaregeln gegen den feindlichen ,dmon verkleidet4 ,wir finden so wiederum1 da das ,tabu auf dem ,boden einer ambivalenten ,gefhlseinstellung erwachsen ist4 ,auch das ,tabu der ,toten rhrt von dem ,gegensatze zwischen dem bewuten ,schmerz und der unbewuten ,befriedigung ber den ,todesfall her4 ,bei dieser ,herkunft des ,grolles der ,geister ist es selbstverstndlich1 da gerade die nchsten und frher geliebtesten ,hinterbliebenen ihn am meisten zu frchten haben4 ,die ,tabuvorschriften benehmen sich auch hier zwiespltig wie die neurotischen ,symptome4 ,sie bringen einerseits durch ihren ,charakter als ,einschrnkungen die ,trauer zum ,ausdruck1 anderseits aber verraten sie sehr deutlich1 was sie verbergen wollen1 die ,feindseligkeit gegen den ,toten1 die jetzt als ,notwehr motiviert ist4 ,einen gewissen ,anteil der ,tabuverbote haben wir als ,versuchungsangst verstehen gelernt4 ,der ,tote ist wehrlos1 das mu zur ,befriedigung der feindseligen ,gelste an ihm reizen1 und dieser ,versuchung mu das ,verbot entgegengesetzt werden4 ,westermarck hat aber ,recht1 wenn er fr die ,auffassung der ,wilden keinen ,unterschied zwischen gewaltsam und natrlich ,gestorbenen gelten lassen will4 ,fr das unbewute ,denken ist auch der ein ,gemordeter1 der eines natrlichen ,todes gestorben ist2 die bsen ,wnsche haben ihn gettet4 7,vergl4 die nchste ,abhandlung dieser ,reihe3 ,animismus1 ,magie und ,allmacht der ,gedanken47 ,wer sich fr ,herkunft und ,bedeutung der ,trume vom ,tode teurer ,verwandter 7der ,eltern und ,geschwister7 interessiert1 der wird beim ,trumer1 beim ,kind und beim ,wilden die volle bereinstimmung im ,verhalten gegen den ,toten1 gegrndet auf die nmliche ,gefhlsambivalenz1 feststellen knnen4 ,wir haben vorhin einer ,auffassung von ,wundt widersprochen1 welche das ,wesen des ,tabu in der ,furcht vor den ,dmonen findet1 und doch haben wir soeben der ,erklrung zugestimmt1 welche das ,tabu der ,toten auf die ,furcht vor der zum ,dmon gewordenen ,seele des ,verstorbenen zurckfhrt4 ,das schiene ein ,widerspruch3 es wird uns aber nicht schwer werden1 ihn aufzulsen4 ,wir haben die ,dmonen zwar angenommen1 aber nicht als etwas ,letztes und fr die ,psychologie ,unauflsbares gelten lassen4 ,wir sind gleichsam hinter die ,dmonen gekommen1 indem wir sie als ,projektionen der feindseligen ,gefhle erkennen1 welche die berlebenden gegen die ,toten hegen4 ,die nach unserer gut begrndeten ,annahme zwiespltigen -- zrtlichen und feindseligen -- ,gefhle gegen die nun ,verstorbenen wollen sich zur ,zeit des ,verlustes beide zur ,geltung bringen1 als ,trauer und als ,befriedigung4 ,zwischen diesen beiden ,gegenstzen mu es zum ,konflikt kommen1 und da der eine ,gegensatzpartner1 die ,feindseligkeit -- ganz oder zum greren ,anteile --1 unbewut ist1 kann der ,ausgang des ,konfliktes nicht in einer ,subtraktion der beiden ,intensitten von einander mit bewuter ,einsetzung des berschusses bestehen1 etwa wie wenn man einer geliebten ,person eine von ihr erlittene ,krnkung verzeiht4 ,der ,proze erledigt sich vielmehr durch einen besonderen psychischen ,mechanismus1 den man in der ,psychoanalyse als ,projektion zu bezeichnen gewohnt ist4 ,die ,feindseligkeit1 von der man nichts wei und auch weiter nichts wissen will1 wird aus der inneren ,wahrnehmung in die ,auenwelt geworfen1 dabei von der eigenen ,person gelst und der anderen zugeschoben4 ,nicht wir1 die berlebenden1 freuen uns jetzt darber1 da wir des ,verstorbenen ledig sind2 nein1 wir trauern um ihn1 aber er ist jetzt merkwrdigerweise ein bser ,dmon geworden1 dem unser ,unglck ,befriedigung bereiten wrde1 der uns den ,tod zu bringen sucht4 ,die berlebenden mssen sich nun gegen diesen bsen ,feind verteidigen2 sie sind von der inneren ,bedrckung entlastet1 haben sie aber nur gegen eine ,bedrngnis von auen eingetauscht4 ,es ist nicht abzuweisen1 da dieser ,projektionsvorgang1 welcher die ,verstorbenen zu bswilligen ,feinden macht1 eine ,anlehnung an den reellen ,feindseligkeiten findet1 die man von letzteren erinnern und ihnen wirklich zum ,vorwurf machen kann4 ,also an ihrer ,hrte1 ,herrschsucht1 ,ungerechtigkeit1 und was sonst den ,hintergrund auch der zrtlichsten ,verhltnisse unter den ,menschen bildet4 ,aber es kann nicht so einfach zugehen1 da uns dieses ,moment fr sich allein die ,projektionsschpfung der ,dmonen begreiflich mache4 ,die ,verschuldungen der ,verstorbenen enthalten gewi einen ,teil der ,motivierung fr die ,feindseligkeit der berlebenden1 aber sie wren unwirksam1 wenn nicht diese ,feindseligkeit aus ihnen erfolgt wre1 und der ,zeitpunkt ihres ,todes wre gewi der ungeeignetste ,anla1 die ,erinnerung an die ,vorwrfe zu wecken1 die man ihnen zu machen berechtigt war4 ,wir knnen die unbewute ,feindseligkeit als das regelmig wirkende und eigentlich treibende ,motiv nicht entbehren4 ,diese feindselige ,strmung gegen die nchsten und teuersten ,angehrigen konnte zu deren ,lebzeiten latent bleiben1 d4 h4 sich dem ,bewutsein weder direkt noch indirekt durch irgend eine ,ersatzbildung verraten4 ,mit dem ,ableben der gleichzeitig geliebten und gehaten ,personen war dies nicht mehr mglich1 der ,konflikt wurde akut4 ,die aus der gesteigerten ,zrtlichkeit stammende ,trauer wurde einerseits unduldsamer gegen die latente ,feindseligkeit1 anderseits durfte sie es nicht zulassen1 da sich aus letzterer nun ein ,gefhl der ,befriedigung ergebe4 ,somit kam es zur ,verdrngung der unbewuten ,feindseligkeit auf dem ,wege der ,projektion1 zur ,bildung jenes ,zeremoniells1 in dem die ,furcht vor der ,bestrafung durch die ,dmonen ,ausdruck findet1 und mit dem zeitlichen ,ablauf der ,trauer verliert auch der ,konflikt an ,schrfe1 so da das ,tabu dieser ,toten sich abschwchen oder in ,vergessenheit versinken darf4 #d4 ,haben wir so den ,boden geklrt1 auf dem das beraus lehrreiche ,tabu der ,toten erwachsen ist1 so wollen wir nicht versumen1 einige ,bemerkungen anzuknpfen1 die fr das ,verstndnis des ,tabu berhaupt bedeutungsvoll werden knnen4 ,die ,projektion der unbewuten ,feindseligkeit beim ,tabu der ,toten auf die ,dmonen ist nur ein einzelnes ,beispiel aus einer ,reihe von ,vorgngen1 denen der grte ,einflu auf die ,gestaltung des primitiven ,seelenlebens zugesprochen werden mu4 ,in dem betrachteten ,falle dient die ,projektion der ,erledigung eines ,gefhlskonfliktes2 sie findet die nmliche ,verwendung in einer groen ,anzahl von psychischen ,situationen1 die zur ,neurose fhren4 ,aber die ,projektion ist nicht fr die ,abwehr geschaffen1 sie kommt auch zu ,stande1 wo es keine ,konflikte gibt4 ,die ,projektion innerer ,wahrnehmungen nach auen ist ein primitiver ,mechanismus1 dem z4 ,b4 auch unsere ,sinneswahrnehmungen unterliegen1 der also an der ,gestaltung unserer ,auenwelt normalerweise den grten ,anteil hat4 ,unter noch nicht gengend festgestellten ,bedingungen werden innere ,wahrnehmungen auch von ,gefhls- und ,denkvorgngen wie die ,sinneswahrnehmungen nach auen projiziert1 zur ,ausgestaltung der ,auenwelt verwendet1 whrend sie der ,innenwelt verbleiben sollten4 ,es hngt dies vielleicht genetisch damit zusammen1 da die ,funktion der ,aufmerksamkeit ursprnglich nicht der ,innenwelt1 sondern den von der ,auenwelt zustrmenden ,reizen zugewendet war1 und von den endopsychischen ,vorgngen nur die ,nachrichten ber ,lust- und ,unlustentwicklungen empfing4 ,erst mit der ,ausbildung einer abstrakten ,denksprache1 durch die ,verknpfung der sinnlichen ,reste der ,wortvorstellungen mit inneren ,vorgngen1 wurden diese selbst allmhlich wahrnehmungsfhig4 ,bis dahin hatten die primitiven ,menschen durch ,projektion innerer ,wahrnehmungen nach auen ein ,bild der ,auenwelt entwickelt1 welches wir nun mit erstarkter ,bewutseinswahrnehmung in ,psychologie zurckbersetzen mssen4 ,die ,projektion der eigenen bsen ,regungen in die ,dmonen ist nur ein ,stck eines ,systems1 welches die ,weltanschauung der ,primitiven geworden ist und das wir in der nchsten ,abhandlung dieser ,reihe als das animistische kennen lernen werden4 ,wir werden dann die psychologischen ,charaktere einer solchen ,systembildung festzustellen haben und unsere ,anhaltspunkte in der ,analyse jener ,systembildungen finden1 welche uns wiederum die ,neurosen entgegenbringen4 ,wir wollen vorlufig nur verraten1 da die sogenannte sekundre ,bearbeitung des ,trauminhaltes das ,vorbild fr alle diese ,systembildungen ist4 ,vergessen wir auch nicht daran1 da es vom ,stadium der ,systembildung an zweierlei ,ableitungen fr jeden vom ,bewutsein beurteilten ,akt gibt1 die systematische und die reale1 aber unbewute7#ej74 7#ej7 ,den ,projektionsschpfungen der ,primitiven stehen die ,personifikationen nahe1 durch welche der ,dichter die in ihm ringenden entgegengesetzten ,triebregungen als gesonderte ,individuen aus sich herausstellt4 ,wundt7#ea7 bemerkt1 da unter den ,wirkungen1 die der ,mythus allerorten den ,dmonen zuschreibt1 zunchst die unheilvollen berwiegen1 so da im ,glauben der ,vlker sichtlich die bsen ,dmonen lter sind als die guten4 ,es ist nun sehr wohl mglich1 da der ,begriff des ,dmons berhaupt aus der so bedeutsamen ,relation zu den ,toten gewonnen wurde4 ,die diesem ,verhltnis innewohnende ,ambivalenz hat sich dann im weiteren ,verlaufe der ,menschheitsentwicklung darin geuert1 da sie aus der nmlichen ,wurzel zwei vllig entgegengesetzte psychische ,bildungen hervorgehen lie3 ,dmonen- und ,gespensterfurcht einerseits1 die ,ahnenverehrung anderseits7#eb74 ,da die ,dmonen stets als die ,geister krzlich ,verstorbener gefat werden1 bezeugt wie nichts anderes den ,einflu der ,trauer auf die ,entstehung des ,dmonenglaubens4 ,die ,trauer hat eine ganz bestimmte psychische ,aufgabe zu erledigen1 sie soll die ,erinnerungen und ,erwartungen der berlebenden von den ,toten ablsen4 ,ist diese ,arbeit geschehen1 so lt der ,schmerz nach1 mit ihm die ,reue und der ,vorwurf und darum auch die ,angst vor dem ,dmon4 ,dieselben ,geister aber1 die zunchst als ,dmonen gefrchtet wurden1 gehen nun der freundlicheren ,bestimmung entgegen1 als ,ahnen verehrt und zur ,hilfeleistung angerufen zu werden4 7#ea7 ,mythus und ,religion1 ,,ii41 ,s4 #abi4 7#eb7 ,in den ,psychoanalysen neurotischer ,personen1 die an ,gespensterangst leiden oder in ihrer ,kindheit gelitten haben1 fllt es oft nicht schwer1 diese ,gespenster als die ,eltern zu entlarven4 ,vergleiche hiezu auch die ,sexualgespenster betitelte ,mitteilung von ,p4 ,haeberlin 7,sexualprobleme1 ,februar #aiab71 in welcher es sich um eine andere erotisch betonte ,person handelt1 der ,vater aber verstorben war4 berblickt man das ,verhltnis der berlebenden zu den ,toten im ,wandel der ,zeiten1 so ist es unverkennbar1 da dessen ,ambivalenz auerordentlich nachgelassen hat4 ,es gelingt jetzt leicht1 die unbewute1 immer noch nachweisbare ,feindseligkeit gegen die ,toten niederzuhalten1 ohne da es eines besonderen seelischen ,aufwandes hiefr bedrfte4 ,wo frher der befriedigte ,ha und die schmerzhafte ,zrtlichkeit miteinander gerungen haben1 da erhebt sich heute wie eine ,narbenbildung die ,piett und fordert das3 ,de mortuis nil nisi bene4 ,nur die ,neurotiker trben noch die ,trauer um den ,verlust eines ihrer ,teuren durch ,anflle von ,zwangsvorwrfen1 welche in der ,psychoanalyse die alte ambivalente ,gefhlseinstellung als ihr ,geheimnis verraten4 ,auf welchem ,wege diese nderung herbeigefhrt wurde1 inwieweit sich konstitutionelle nderung und reale ,besserung der familiren ,beziehungen in deren ,verursachung teilen1 das braucht hier nicht errtert zu werden4 ,aber man knnte durch dieses ,beispiel zur ,annahme gefhrt werden1 es sei den ,seelenregungen der ,primitiven berhaupt ein hheres ,ma von ,ambivalenz zuzugestehen1 als bei dem heute lebenden ,kulturmenschen aufzufinden ist4 ,mit der ,abnahme dieser ,ambivalenz schwand auch langsam das ,tabu1 das ,kompromisymptom des ,ambivalenzkonfliktes4 ,von den ,neurotikern1 welche gentigt sind1 diesen ,kampf und das aus ihm hervorgehende ,tabu zu reproduzieren1 wrden wir sagen1 da sie eine archaistische ,konstitution als atavistischen ,rest mit sich gebracht haben1 deren ,kompensation im ,dienste der ,kulturanforderung sie nun zu so ungeheuerlichem seelischen ,aufwand zwingt4 ,wir erinnern uns an dieser ,stelle der durch ihre ,unklarheit verwirrenden ,auskunft1 welche uns ,wundt ber die ,doppelbedeutung des ,wortes ,tabu3 heilig und unrein geboten hat 7s4 o474 ,ursprnglich habe das ,wort ,tabu heilig und unrein noch nicht bedeutet1 sondern habe das ,dmonische bezeichnet1 das nicht berhrt werden darf1 und somit ein wichtiges1 den beiden extremen ,begriffen gemeinsames ,merkmal hervorgehoben1 doch beweise diese bleibende ,gemeinschaft1 da zwischen den beiden ,gebieten des ,heiligen und des ,unreinen eine ursprngliche bereinstimmung obwalte1 die erst spter einer ,differenzierung gewichen sei4 ,im ,gegensatze hiezu leiten wir aus unseren ,errterungen mhelos ab1 da dem ,worte ,tabu von allem ,anfang an die erwhnte ,doppelbedeutung zukommt1 da es zur ,bezeichnung einer bestimmten ,ambivalenz dient und alles dessen1 was auf dem ,boden dieser ,ambivalenz erwachsen ist4 ,tabu ist selbst ein ambivalentes ,wort1 und nachtrglich meinen wir1 man htte aus dem festgestellten ,sinne dieses ,wortes allein erraten knnen1 was sich als ,ergebnis weitlufiger ,untersuchung herausgestellt hat1 da das ,tabuverbot als das ,resultat einer ,gefhlsambivalenz zu verstehen ist4 ,das ,studium der ltesten ,sprachen hat uns belehrt1 da es einst viele solche ,worte gab1 welche ,gegenstze in sich faten1 in gewissem -- wenn auch nicht in ganz dem nmlichen ,sinne -- wie das ,wort ,tabu ambivalent waren7#ec74 ,geringe lautliche ,modifikationen des gegensinnigen ,urwortes haben spter dazu gedient1 um den beiden hier vereinigten ,gegenstzen einen gesonderten sprachlichen ,ausdruck zu schaffen4 7#ec7 ,vgl4 mein ,referat ber ,abels ,gegensinn der ,urworte im ,jahrbuch f4 psycho-analyt4 und psycho-pathol4 ,forschungen1 ,bd4 ,,ii1 #aiaj4 ,das ,wort ,tabu hat ein anderes ,schicksal gehabt2 mit der abnehmenden ,wichtigkeit der von ihm bezeichneten ,ambivalenz ist es selbst1 respektive sind die ihm analogen ,worte aus dem ,sprachschatz geschwunden4 ,ich hoffe1 in spterem ,zusammenhange wahrscheinlich machen zu knnen1 da sich hinter dem ,schicksal dieses ,begriffes eine greifbare historische ,wandlung verbirgt1 da das ,wort zuerst an ganz bestimmten menschlichen ,relationen haftete1 denen die groe ,gefhlsambivalenz eigen war1 und da es von hier aus auf andere1 analoge ,relationen ausgedehnt wurde4 ,wenn wir nicht irren1 so wirft das ,verstndnis des ,tabu auch ein ,licht auf die ,natur und ,entstehung des ,gewissens4 ,man kann ohne ,dehnung der ,begriffe von einem ,tabugewissen und von einem ,tabuschuldbewutsein nach bertretung des ,tabu sprechen4 ,das ,tabugewissen ist wahrscheinlich die lteste ,form1 in welcher uns das ,phnomen des ,gewissens entgegentritt4 ,denn was ist ,gewissen8 ,nach dem ,zeugnis der ,sprache gehrt es zu dem1 was man am gewissesten wei2 in manchen ,sprachen scheidet sich seine ,bezeichnung kaum von der des ,bewutseins4 ,gewissen ist die innere ,wahrnehmung von der ,verwerfung bestimmter in uns bestehender ,wunschregungen2 der ,ton liegt aber darauf1 da diese ,verwerfung sich auf nichts anderes zu berufen braucht1 da sie ihrer selbst gewi ist4 ,noch deutlicher wird dies beim ,schuldbewutsein1 der ,wahrnehmung der inneren ,verurteilung solcher ,akte1 durch die wir bestimmte ,wunschregungen vollzogen haben4 ,eine ,begrndung erscheint hier berflssig2 jeder1 der ein ,gewissen hat1 mu die ,berechtigung der ,verurteilung1 den ,vorwurf wegen der vollzogenen ,handlung1 in sich verspren4 ,diesen nmlichen ,charakter zeigt aber das ,verhalten der ,wilden gegen das ,tabu2 das ,tabu ist ein ,gewissensgebot1 seine ,verletzung lt ein entsetzliches ,schuldgefhl entstehen1 welches ebenso selbstverstndlich wie nach seiner ,herkunft unbekannt ist7#ed74 7#ed7 ,es ist eine interessante ,parallele1 da das ,schuldbewutsein des ,tabu in nichts gemindert wird1 wenn die bertretung unwissentlich geschah 7siehe ,beispiele oben71 und da noch im griechischen ,mythus die ,verschuldung des dipus nicht aufgehoben wird dadurch1 da sie ohne1 ja gegen sein ,wissen und ,wollen erworben wurde4 ,also entsteht wahrscheinlich auch das ,gewissen auf dem ,boden einer ,gefhlsambivalenz aus ganz bestimmten menschlichen ,relationen1 an denen diese ,ambivalenz haftet1 und unter den fr das ,tabu und die ,zwangsneurose geltend gemachten ,bedingungen1 da das eine ,glied des ,gegensatzes unbewut sei und durch das zwanghaft herrschende andere verdrngt erhalten werde4 ,zu diesem ,schlusse stimmt mehrerlei1 was wir aus der ,analyse der ,neurose gelernt haben4 ,erstens1 da im ,charakter der ,zwangsneurotiker der ,zug der peinlichen ,gewissenhaftigkeit hervortritt als ,reaktionssymptom gegen die im ,unbewuten lauernde ,versuchung1 und da bei ,steigerung des ,krankseins die hchsten ,grade von ,schuldbewutsein von ihnen entwickelt werden4 ,man kann in der ,tat den ,ausspruch wagen1 wenn wir nicht an den ,zwangskranken die ,herkunft des ,schuldbewutseins ergrnden knnen1 so haben wir berhaupt keine ,aussicht1 dieselbe je zu erfahren4 ,die ,lsung dieser ,aufgabe gelingt nun beim einzelnen neurotischen ,individuum2 fr die ,vlker getrauen wir uns eine hnliche ,lsung zu erschlieen4 ,zweitens mu es uns auffallen1 da das ,schuldbewutsein viel von der ,natur der ,angst hat2 es kann ohne ,bedenken als ,gewissensangst beschrieben werden4 ,die ,angst deutet aber auf unbewute ,quellen hin2 wir haben aus der ,neurosenpsychologie gelernt1 da1 wenn ,wunschregungen der ,verdrngung unterliegen1 deren ,libido in ,angst verwandelt wird4 ,dazu wollen wir erinnern1 da auch beim ,schuldbewutsein etwas unbekannt und unbewut ist1 nmlich die ,motivierung der ,verwerfung4 ,diesem ,unbekannten entspricht der ,angstcharakter des ,schuldbewutseins4 ,wenn das ,tabu sich vorwiegend in ,verboten uert1 so ist eine berlegung denkbar1 die uns sagt1 es sei ganz selbstverstndlich und bedrfe keines weitlufigen ,beweises aus der ,analogie mit der ,neurose1 da ihm eine positive1 begehrende ,strmung zu ,grunde liege4 ,denn1 was niemand zu tun begehrt1 das braucht man doch nicht zu verbieten1 und jedenfalls mu das1 was aufs nachdrcklichste verboten wird1 doch ,gegenstand eines ,begehrens sein4 ,wenden wir diesen plausibeln ,satz auf unsere ,primitiven an1 so mten wir schlieen1 es gehre zu ihren strksten ,versuchungen1 ihre ,knige und ,priester zu tten1 ,inzest zu verben1 ihre ,toten zu mihandeln und dergleichen4 ,das ist nun kaum wahrscheinlich2 den entschiedensten ,widerspruch erwecken wir aber1 wenn wir den nmlichen ,satz an den ,fllen messen1 in welchen wir selbst die ,stimme des ,gewissens am deutlichsten zu vernehmen glauben4 ,wir wrden dann mit einer nicht zu bertreffenden ,sicherheit behaupten1 da wir nicht die geringste ,versuchung verspren1 eines dieser ,gebote zu bertreten1 z4 ,b4 das ,gebot3 ,du sollst nicht morden1 und da wir vor der bertretung desselben nichts anderes verspren als ,abscheu4 ,mit man dieser ,aussage unseres ,gewissens die ,bedeutung bei1 die sie beansprucht1 so wird einerseits das ,verbot berflssig -- das ,tabu sowohl1 wie unser ,moralverbot --1 anderseits bleibt die ,tatsache des ,gewissens unerklrt und die ,beziehungen zwischen ,gewissen1 ,tabu und ,neurose entfallen2 es ist also jener ,zustand unseres ,verstndnisses hergestellt1 der auch gegenwrtig besteht1 so lange wir nicht psychoanalytische ,gesichtspunkte auf das ,problem anwenden4 ,wenn wir aber der durch ,psychoanalyse -- an den ,trumen ,gesunder -- gefundenen ,tatsache ,rechnung tragen1 da die ,versuchung1 den anderen zu tten1 auch bei uns strker und hufiger ist1 als wir ahnen1 und da sie psychische ,wirkungen uert1 auch wo sie sich unserem ,bewutsein nicht kundgibt1 wenn wir ferner in den ,zwangsvorschriften gewisser ,neurotiker die ,sicherungen und ,selbstbestrafungen gegen den verstrkten ,impuls1 zu morden1 erkannt haben1 dann werden wir zu dem vorhin aufgestellten ,satz3 ,wo ein ,verbot vorliegt1 mte ein ,begehren dahinter sein1 mit neuer ,schtzung zurckkehren4 ,wir werden annehmen1 da dies ,begehren1 zu morden1 tatschlich im ,unbewuten vorhanden ist1 und da das ,tabu wie das ,moralverbot psychologisch keineswegs berflssig ist1 vielmehr durch die ambivalente ,einstellung gegen den ,mordimpuls erklrt und gerechtfertigt wird4 ,der eine so hufig als fundamental hervorgehobene ,charakter dieses ,ambivalenzverhltnisses1 da die positive begehrende ,strmung eine unbewute ist1 erffnet einen ,ausblick auf weitere ,zusammenhnge und ,erklrungsmglichkeiten4 ,die psychischen ,vorgnge im ,unbewuten sind nicht durchwegs mit jenen identisch1 die uns aus unserem bewuten ,seelenleben bekannt sind1 sondern genieen gewisse beachtenswerte ,freiheiten1 die den letzteren entzogen worden sind4 ,ein unbewuter ,impuls braucht nicht dort entstanden zu sein1 wo wir seine uerung finden2 er kann von ganz anderer ,stelle herstammen1 sich ursprnglich auf andere ,personen und ,relationen bezogen haben und durch den ,mechanismus der ,verschiebung dorthin gelangt sein1 wo er uns auffllt4 ,er kann ferner dank der ,unzerstrbarkeit und ,unkorrigierbarkeit unbewuter ,vorgnge aus sehr frhen ,zeiten1 denen er angemessen war1 in sptere ,zeiten und ,verhltnisse hinbergerettet werden1 in denen seine uerungen fremdartig erscheinen mssen4 ,all dies sind nur ,andeutungen1 aber eine sorgfltige ,ausfhrung derselben wrde zeigen1 wie wichtig sie fr das ,verstndnis der ,kulturentwicklung werden knnen4 ,zum ,schlusse dieser ,errterungen wollen wir eine sptere ,untersuchungen vorbereitende ,bemerkung nicht versumen4 ,wenn wir auch an der ,wesensgleichheit von ,tabuverbot und ,moralverbot festhalten1 so wollen wir doch nicht bestreiten1 da eine psychologische ,verschiedenheit zwischen beiden bestehen mu4 ,eine ,vernderung in den ,verhltnissen der grundlegenden ,ambivalenz kann allein die ,ursache sein1 da das ,verbot nicht mehr in der ,form des ,tabu erscheint4 ,wir haben uns bisher in der analytischen ,betrachtung der ,tabuphnomene von den nachweisbaren bereinstimmungen mit der ,zwangsneurose leiten lassen1 aber das ,tabu ist doch keine ,neurose1 sondern eine soziale ,bildung2 somit obliegt uns die ,aufgabe1 auch darauf hinzuweisen1 worin der prinzipielle ,unterschied der ,neurose von einer ,kulturschpfung wie das ,tabu zu suchen ist4 ,ich will hier wiederum eine einzelne ,tatsache zum ,ausgangspunkt nehmen4 ,von der bertretung eines ,tabu wird bei den ,primitiven eine ,strafe befrchtet1 meist eine schwere ,erkrankung oder der ,tod4 ,diese ,strafe droht nun dem1 der sich die bertretung hat zu ,schulden kommen lassen4 ,bei der ,zwangsneurose ist dies anders4 ,wenn der ,kranke etwas ihm ,verbotenes ausfhren soll1 so frchtet er die ,strafe nicht fr sich1 sondern fr eine andere ,person1 die meist unbestimmt gelassen ist1 aber durch die ,analyse leicht als eine der ihm nchsten und von ihm geliebtesten ,personen erkannt wird4 ,der ,neurotiker verhlt sich also hiebei wie altruistisch1 der ,primitive wie egoistisch4 ,erst wenn die ,tabubertretung sich am ,missetter nicht spontan gercht hat1 dann erwacht bei den ,wilden ein kollektives ,gefhl1 da sie durch den ,frevel alle bedroht wren1 und sie beeilen sich1 die ausgebliebene ,bestrafung selbst zu vollstrecken4 ,wir haben es leicht1 uns den ,mechanismus dieser ,solidaritt zu erklren4 ,die ,angst vor dem ansteckenden ,beispiel1 vor der ,versuchung zur ,nachahmung1 also vor der ,infektionsfhigkeit des ,tabu ist hier im ,spiele4 ,wenn einer es zustandegebracht hat1 das verdrngte ,begehren zu befriedigen1 so mu sich in allen ,gesellschaftsgenossen das gleiche ,begehren regen2 um diese ,versuchung niederzuhalten1 mu der eigentlich ,beneidete um die ,frucht seines ,wagnisses gebracht werden1 und die ,strafe gibt den ,vollstreckern nicht selten ,gelegenheit1 unter der ,rechtfertigung der ,shne dieselbe frevle ,tat auch ihrerseits zu begehen4 ,es ist dies ja eine der ,grundlagen der menschlichen ,strafordnung1 und sie hat1 wie gewi richtig1 die ,gleichartigkeit der verbotenen ,regungen beim ,verbrecher wie bei der rchenden ,gesellschaft zur ,voraussetzung4 ,die ,psychoanalyse besttigt hier1 was die ,frommen zu sagen pflegen1 wir seien alle arge ,snder4 ,wie soll man nun den unerwarteten ,edelsinn der ,neurose erklren1 die nichts fr sich und alles fr eine geliebte ,person frchtet8 ,die analytische ,untersuchung zeigt1 da er nicht primr ist4 ,ursprnglich1 d4 h4 zu ,anfang der ,erkrankung1 galt die ,strafandrohung wie bei den ,wilden der eigenen ,person2 man frchtete in jedem ,falle fr sein eigenes ,leben2 erst spter wurde die ,todesangst auf eine andere geliebte ,person verschoben4 ,der ,vorgang ist einigermaen kompliziert1 aber wir bersehen ihn vollstndig4 ,zugrunde der ,verbotbildung liegt regelmig eine bse ,regung -- ein ,todeswunsch -- gegen eine geliebte ,person4 ,diese wird durch ein ,verbot verdrngt1 das ,verbot an eine gewisse ,handlung geknpft1 welche etwa die feindselige gegen die geliebte ,person durch ,verschiebung vertritt1 die ,ausfhrung dieser ,handlung mit der ,todesstrafe bedroht4 ,aber der ,proze geht weiter1 und der ursprngliche ,todeswunsch gegen den geliebten anderen ist dann durch die ,todesangst um ihn ersetzt4 ,wenn die ,neurose sich also so zrtlich altruistisch erweist1 so kompensiert sie damit nur die ihr zugrunde liegende gegenteilige ,einstellung eines brutalen ,egoismus4 ,heien wir die ,gefhlsregungen1 die durch die ,rcksicht auf den anderen bestimmt werden1 und ihn nicht selbst zum ,sexualobjekt nehmen1 soziale1 so knnen wir das ,zurcktreten dieser sozialen ,faktoren als einen spter durch berkompensation verhllten ,grundzug der ,neurose herausheben4 ,ohne uns bei der ,entstehung dieser sozialen ,regungen und ihrer ,beziehung zu den anderen ,grundtrieben des ,menschen aufzuhalten1 wollen wir an einem anderen ,beispiel den zweiten ,hauptcharakter der ,neurose zum ,vorschein bringen4 ,das ,tabu hat in seiner ,erscheinungsform die grte hnlichkeit mit der ,berhrungsangst der ,neurotiker1 dem ,dlire de toucher4 ,nun handelt es sich bei dieser ,neurose regelmig um das ,verbot sexueller ,berhrung1 und die ,psychoanalyse hat ganz allgemein gezeigt1 da die ,triebkrfte1 welche in der ,neurose abgelenkt und verschoben werden1 sexueller ,herkunft sind4 ,beim ,tabu hat die verbotene ,berhrung offenbar nicht nur sexuelle ,bedeutung1 sondern vielmehr die allgemeinere des ,angreifens1 der ,bemchtigung1 des ,geltendmachens der eigenen ,person4 ,wenn es verboten ist1 den ,huptling oder etwas1 was mit ihm in ,berhrung war1 selbst zu berhren1 so soll damit demselben ,impuls eine ,hemmung angelegt werden1 der sich andere ,male in der argwhnischen berwachung des ,huptlings1 ja in seiner krperlichen ,mihandlung vor der ,krnung 7s4 oben7 zum ,ausdruck bringt4 ,somit ist das berwiegen der sexuellen ,triebanteile gegen die sozialen das fr die ,neurose charakteristische ,moment4 ,die sozialen ,triebe sind aber selbst durch ,zusammentreten von egoistischen und erotischen ,komponenten zu besonderen ,einheiten entstanden4 ,an dem einen ,beispiele von ,vergleich des ,tabu mit der ,zwangsneurose lt sich bereits erraten1 welches das ,verhltnis der einzelnen ,formen von ,neurose zu den ,kulturbildungen ist1 und wodurch das ,studium der ,neurosenpsychologie fr das ,verstndnis der ,kulturentwicklung wichtig wird4 ,die ,neurosen zeigen einerseits auffllige und tiefreichende bereinstimmungen mit den groen sozialen ,produktionen der ,kunst1 der ,religion und der ,philosophie1 anderseits erscheinen sie wie ,verzerrungen derselben4 ,man knnte den ,ausspruch wagen1 eine ,hysterie sei ein ,zerrbild einer ,kunstschpfung1 eine ,zwangsneurose ein ,zerrbild einer ,religion1 ein paranoischer ,wahn ein ,zerrbild eines philosophischen ,systems4 ,diese ,abweichung fhrt sich in letzter ,auflsung darauf zurck1 da die ,neurosen asoziale ,bildungen sind2 sie suchen mit privaten ,mitteln zu leisten1 was in der ,gesellschaft durch kollektive ,arbeit entstand4 ,bei der ,triebanalyse der ,neurosen erfhrt man1 da in ihnen die ,triebkrfte sexueller ,herkunft den bestimmenden ,einflu ausben1 whrend die entsprechenden ,kulturbildungen auf sozialen ,trieben ruhen1 solchen1 die aus der ,vereinigung egoistischer und sexueller ,anteile hervorgegangen sind4 ,das ,sexualbedrfnis ist eben nicht imstande1 die ,menschen in hnlicher ,weise wie die ,anforderungen der ,selbsterhaltung zu einigen2 die ,sexualbefriedigung ist zunchst die ,privatsache des ,individuums4 ,genetisch ergibt sich die asoziale ,natur der ,neurose aus deren ursprnglichster ,tendenz1 sich aus einer unbefriedigenden ,realitt in eine lustvollere ,phantasiewelt zu flchten4 ,in dieser vom ,neurotiker gemiedenen realen ,welt herrscht die ,gesellschaft der ,menschen und die von ihnen gemeinsam geschaffenen ,institutionen2 die ,abkehrung von der ,realitt ist gleichzeitig ein ,austritt aus der menschlichen ,gemeinschaft4 ,im folgenden werden alle genderten ,textzeilen angefhrt1 wobei jeweils zuerst die ,zeile wie im ,original1 danach die genderte ,zeile steht4 dasselbe wie das ,tabu der ,polynesier4 ,auch das hagos der ,griechen1 dasselbe wie das ,tabu der ,polynesier4 ,auch das agos der ,griechen1 'gemein' bedeutet 444 'gemein' bedeutet 444 ,vom ,begriff das ,tabu sagt ,wundt1 da es alle die ,bruche umfat1 in ,vom ,begriff des ,tabu sagt ,wundt1 da es alle die ,bruche umfat1 in nehmen1 in der ,furcht vor der ,wirkung dmonischer ,mchte7#g74 nehmen1 in der ,furcht vor der ,wirkung dmonischer ,mchte7#g74 durchgedrungen wre4 ,es war eine unerledigte ,situation1 ein psychische durchgedrungen wre4 ,es war eine unerledigte ,situation1 eine psychische annehmen1 es lge im ,sinne eines primitiven ,seelenlebes1 da mit der annehmen1 es lge im ,sinne eines primitiven ,seelenlebens1 da mit der ,hand kratzen1 sondetn bediente sich dazu eines kleinen ,steckens4 ,hand kratzen1 sondern bediente sich dazu eines kleinen ,steckens4 ,lauf der ,welt reguliert2 sein ,volk hat ihn nicht nur fr den ,regen und ,lauf der ,welt reguliert2 sein ,volk hat ihm nicht nur fr den ,regen und auf einen ,teil seines ,reiches richtete so wrden ,krieg1 ,hungersnot1 auf einen ,teil seines ,reiches richtete1 so wrden ,krieg1 ,hungersnot1 7#bi7 ,bastian1 ,die deutsche ,expedition an der ,loangokste1 ,jena 7#bi7 ,bastian1 ,die deutsche ,expedition an der ,loangokste1 ,jena ,niger1 #ahhj4 ,niger1 #ahhj4 ,der ,hinweis auf den infantilen ,vaterkomplex haben wir bereits gegeben2 ,den ,hinweis auf den infantilen ,vaterkomplex haben wir bereits gegeben2 werden1 da fr den ,wilden der ,name ein wesentliches ,stck und ein werden1 da fr die ,wilden der ,name ein wesentliches ,stck und ein l4 c1 p4 #cec1 die ,tuaregs der ,sahara angefhrt4 l4 c41 p4 #cec1 die ,tuaregs der ,sahara angefhrt4 7#df7 ,wundt4 ,religion und ,mythus1 ,,ii4 ,b41 p4 #di4 7#df7 ,wundt1 ,religion und ,mythus1 ,,ii4 ,b41 p4 #di4 ,wundt's angelangt1 welche das ,wesen des ,tabu1 wie wir gehrt haben1 in ,wundts angelangt1 welche das ,wesen des ,tabu1 wie wir gehrt haben1 in ,toten sicher1 als bis er ein trennende ,wasser zwischen sich und ihn ,toten sicher1 als bis er ein trennendes ,wasser zwischen sich und ihn ,geister verfolgen1 auf die in ungestillter ,sehnsucht ,gee storbenen1 wie ,geister verfolgen1 auf die in ungestillter ,sehnsucht ,gestorbenen1 wie sie des ,leben zu berauben4 ,der ,leichnam hat berhaupt erst den ,begriff sie des ,lebens zu berauben4 ,der ,leichnam hat berhaupt erst den ,begriff ,primitiven dazu1 ihren teueren ,toten ein- solche ,sinnesnderung ,primitiven dazu1 ihren teueren ,toten eine solche ,sinnesnderung zuzuschreiben4 ,warum machten sie sie zu ,dmonen8 ,westermarck glaubt1 zuzuschreiben8 ,warum machten sie sie zu ,dmonen8 ,westermarck glaubt1 ,feindseligkeit auf den ,toten1 verschoben wird4 ,wir heien diesen im ,feindseligkeit1 auf den ,toten1 verschoben wird4 ,wir heien diesen im ,stck eines ,systems1 welches die ,weltanschauung der ,primitiven ,stck eines ,systems1 welches die ,weltanschauung der ,primitiven ,hilfeleistung angerufen werden4 ,hilfeleistung angerufen zu werden4 7#ea7 ,mythus und ,religion1 ,,ii41 ,s4 #abi4 7#ea7 ,mythus und ,religion1 ,,ii41 ,s4 #abi4 auf andere ,personen und ,relationen bezogen haben und dureh den auf andere ,personen und ,relationen bezogen haben und durch den ,ursprnglich1 d4 h4 zu,anfang der ,erkrankung1 galt die ,strafandrohung ,ursprnglich1 d4 h4 zu ,anfang der ,erkrankung1 galt die ,strafandrohung