,anmerkungen zur ,transkription3 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden bernommen2 lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste der vorgenommenen nderungen findet sich am ,ende des ,textes4 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,im ,original in ,antiqua gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,max ,brod ber die ,schnheit hlicher ,bilder ,ein ,vademecum fr ,romantiker unserer ,zeit ,falstaff3 -- denn die armseligen ,mibruche der ,zeit haben ,aufmunterung ntig #aiac ,kurt ,wolff ,verlag1 ,leipzig ,copyright by ,kurt ,wolff ,verlag1 ,leipzig #aiac ,druck von ,oscar ,brandstetter in ,leipzig ,inhalt ,seite ber die ,schnheit hlicher ,bilder #e ,gegen moderne ,mbel #ac ,der ,frauen-,nichtkenner #bd ,der allerletzte ,brief #bi ,zufllige ,konzerte #cf ,mein ,tod #da ,unter ,kindern #di ,der ,ordnungsliebende #ee ,panorama #ei ,kinematographentheater #fh ,notwendigkeit des ,theaters #gb ,torquato ,tasso #gf ,bewegungen auf der ,bhne #hc ,die ,liebe wacht #hg ,louskcek #ij ,knig ,wenzel ,,iv4 #ib ,weie ,wnde #ii ,untergang des ,dramas #aja ,ideen fr ,ausstattungsstcke #ajd ,illusion #aab ,die ,vorstadtbhne #aag ,das ,wunderkind #abi ,im ,chantant #ace ,liane de ,vris #aci ,hhere ,welten #add ,kommentar zu ,robert ,walser #aeh ,verworrene ,nebengedanken #afg ,meyerbeer #agc ,gustav ,mahlers ,,iii4 ,symphonie #agh ,,vi4 ,symphonie von ,mahler #aha ,kleine ,konzerte #ahi ,smetana #aie ,das ,berlioz-,theater #bje ber die ,schnheit hlicher ,bilder ,ach1 warum ist nicht alles operettenhaft4 ,laforgue4 ,noch heute1 wenn aus der bronzierten ,netzflche einer ,dampfheizung lauer ,hauch von ungefhr mich befllt 7o ,erinnerung1 erfolgreiche ,schmutzkonkurrentin des ,gegenwrtigen67 444 dann fllt mir jene ,kunstausstellung im ,knstlerhaus zu ,wien ein1 die mich erzogen hat4 ,das war reizend1 damals4 ,schon unterwegs im rauhen ,mrzwind der ,straen1 der allen ,damen lngs emprter ,frisuren die ,hte in die ,hh' trieb 7,balzac wrde sagen3 ,in diesem ,wind1 der fr ,wien ebenso charakteristisch ist wie usf47 444 schon unterwegs freute ich mich auf dieses ,knstlerhaus1 das ich mir warm und nach seinem ,namen als einen ,versammlungsort hochgemuter ,knstlerrecken vorstellte1 ja lauter solcher ,tiziane1 die dort auf und ab gehn1 patrizisch1 und in ,prunkwmsern ohne ,farbflecke mit ,knigen ,gesprche fhren4 ,doch ich war kaum enttuscht1 als ich nur ,bilder vorfand1 ,bilder ohne ,zahl1 und an manchen ,stellen der ,wand zwischen zwei ,bildern diese braven ,siebe der ,zentralheizung1 die unversehens mit ,garben tropischer ,witterung berschtten4 ,ich blieb immer zwischen den ,bildern4 ,aber meine ,gefhrtin war von knstlerischen ,entzckungen schon umzingelt1 attackiert1 berwltigt4 ,die ,luft deutlich gemalter ,sonnenuntergnge atmete sie1 wiewohl in dieser ,luft fettglnzende ,wolken aus ,himbeerlimonade hingen1 mit ,vergngen ein1 sie fuhr in sauber-wuchtige ,fjordkulissen1 wurde durch ,charlie ,stuarts ,hinrichtung erschttert zugleich und belehrt 444 ,aber das ist doch lauter ,kitsch6 ,wie kann ,ihnen so etwas gefallen8 rief ich lcherlich-ernsthaft1 indem ich meiner durch ,wrmebedrfnis erklrbaren ,stellung ein satirisches ,cachet zu geben bemht war4 ,sie sah mir gekrnkt zu und ging in den nchsten ,saal4 ,ich folgte 444 ,auch hier ,korbsessel1 ,teppiche1 ,palmen1 ,oberlicht1 und an den ,wnden fhrten ,schutzengel mit aufgereckten ,gnseflgeln kleine ,mdchen ber ,stege unpraktischer ,bauart1 ein ,lohengrin1 dessen ,bewegungen trotz seines ,silberpanzers wie unter geselligstem ,frack sich zierten1 kte sein kokettes ,elschen1 nebenan sagten gesund und doch melancholisch aussehende ,handwerksburschen in vormrzlichen ,kostmen ihrer aber schon sehr poetischen ,heimatstadt ,ade1 blondeste ,backfische1 rosarot1 frisch vom ,konditor1 hatten ,noten und eine ,lyra und einen auch im ,schlafe blassen ,dichter1 den sie amsant bekrnzten1 auf ,schneelandschaften 7wei1 fraise1 perlgrau7 erschienen krchzende ,raben durch das ein fr allemal feststehende ,zeichen zweier aneinander gefgter ,beistriche angedeutet1 und das ,exotische war vertreten durch ,beduinen1 ,schwerttnzerinnen1 slowakische ,bauern1 ,szenen aus ,buchara1 ,zentauren im ,galopp1 ,fellahfrauen neben den bekannt schrgen ,raen der ,nilbarken4 ,ja1 dieser ,orient1 das ist doch noch was 444 ,indes mit mehr als meinem ,tone der ,entrstung ,und das gefllt dir nicht8 fhrt mich meine ,gefhrtin vor die reizendste ,zofe der ,welt1 die ihr ,hndchen so geschickt hinter eine ,kerze zu halten wei1 da die heraufsteigenden ,lichtstrahlen rotgelb ihr ,gesicht schminken 444 ,und nun bin ich besiegt1 nun gefllt mir schon alles4 ,ich vergesse die ,franzosen1 den ,fortschritt1 ,meier-,graefe1 die ,verpflichtungen eines modernen ,menschen4 ,schon zurckgetaucht in ,jahre unverantwortlicher ,jugend1 freue ich mich ber die ,zahnlosigkeit eines gutmtigen ,mnches1 der rechts-links umflochtene ,weinflaschen an sich pret1 wie einfach-menschlich2 und bin verblfft von glattlasierten ,schlachten1 den sorgfltig-blutigen ,kopftchern der ,verwundeten1 den sauberen ,reitersbeln4 ,und ,rast im ,manver heit es1 wenn auf ,tornister gepackte ,blechgefe grau dem grauen ,straenstaub entgegenblitzen4 ,und deutlich strichliertes ,schilf wchst vor dem ,gewitter aus zinnweien ,reflexen eines ,sumpfspiegels4 ,am ,klavier wird ,abschied genommen1 fr ewig vielleicht4 ,rosen lsen sich welkend aus ,wasserglsern4 ,khe ruhen im ,grnen4 ,mi nur1 kleines ,mderl1 wer hher ist1 du oder euer ,barry 444 ,seit damals liebe ich die ,behaglichkeit1 die bewutlose ,grazie schlechter ,bilder1 diese ,ironie1 die von sich selbst nichts wei1 diese ,eleganz der unbeabsichtigten ,effekte4 ,wie rmlich stellen sich serise ,bilder daneben dar1 die den ,geist des ,beschauers in eine einzige1 vom ,knstler eben gewollte ,richtung drngen4 ,sie sind so eindeutig1 so vollkommen1 so hlich 444 die schnen ,bilder4 ,aber ,wonnen eines triebhaften ,balletts1 die unwillkrliche1 unausschpfliche ,natur selbst1 das ,chaos und urzeitliche ,zeremonien lese ich aus ,annoncenklischees1 ,reklamebildern1 ,briefmarken1 ,klebebogen1 aus ,kulissen fr ,kindertheater1 ,abziehbildern1 ,vignetten2 mich entzckt die ,romantik des ,geschmacklosen4 ,seit damals sind die ,plakate an den ,straenecken meine ,gemldesammlungen4 ,da steht und zeugt fr ,laurin ,clement ein rotes ,prachtautomobil1 bewohnt von ,herr und ,dame in totschicker ,dre1 steht vor einer gelben ,gebirgslandschaft aus aufgetrmten ,rhreiern4 ,der ,herr scheint mit eleganter ,handbewegung dieses seltene ,naturschauspiel der ,dame zu prsentieren1 die indes1 ungerhrt von den ,blicken aus seiner imposanten ,schutzbrille eines ,tauchers1 ihren ,schleier mit spitzer ,nase zu zerstechen sucht 444 ,ein ,chamberlain mit ,monokel und imperialistisch-frechen ,mundwinkeln macht auf die ,erffnung eines ,herrenkonfektionsgeschftes geziemend aufmerksam 444 ,nicht ganz so glcklich fhrt sich ,altvater ,jgerndorf durch einen triefugigen ,greis1 mit ,federbarett und ,grubenlampe jedoch1 ein 444 ,werden wir dieser arglos hochgeschrzten ,galathea1 dem witzreich verzeichneten ,knaben einer ,variet-,affiche widerstehen8444 ,und nieder auf die ,knie1 die ,knie vor dem ,portrt ,zolas1 vor seinem ,stirnknittern1 das dem ,autor ernster ,bcher wohl ansteht1 und das ein einsichtsvoller ,plakatkleber durch besonders runzliges ,ankleben gerade dieses ,plakates noch verstrkt hat 444 ,falls du immer noch die ,wirkung dieser wahrhaft primitiven ,kunst anzweifelst1 schwebt schon1 nicht um zu strafen1 nein1 um sanft zu berreden1 ein ,genius herbei1 massiv1 doch jungfrulich1 in ein aus ,bolero und ,chiffon kombiniertes ,kleid gehllt und mit unbeteiligt-symmetrischen ,flgeln1 whrend wilde ,falten den unteren ,gewandsaum wegblasen4 ,er verkndigt ,maifestspiele1 schleudert in der ,linken einen ,kranz nach vorn und1 um sich im ,gleichgewicht zu erhalten1 hat er den rechten ,arm eingeknickt1 wobei ihm freilich das ,versehen geschieht1 die ,posaune statt an den ,mund ans ,ohr zu setzen1 so da sie einem pompsen ,hrrohr hnelt4 ,doch scheint dies kein unpassendes ,symbol1 da er so vortrefflichen ,opern1 die er anzeigt1 auch wohl selbst zu lauschen ,lust bekommt4 ,und unbekmmert um all dies jedenfalls dringt er in die ,photographie des ,theatergebudes ein1 trotz sichtlichen ,gegenwindes1 und obwohl das ,licht verwirrend genug ihn von links1 das ,theater von rechts bestrahlt4 ,glckselig darber1 da nicht immer die ,physik das letzte ,wort behlt1 wende ich mich weiteren ,kunstgenssen zu4 ,sie warten in allen ,auslagen1 diese zauberhaften ,offenbachiaden des ,lebens1 auf mich4 ,die ,parfmerien stehen im ,farbenschmuck so schematischer ,blumen1 da man ,kinder ,floras mit ,lcheln sie zu nennen versucht ist 444 ,van ,houtens ,kakao ist schon undenkbar ohne diese etwas nrdliche ,dame1 die im ,eisenbahnkupee vornehmer ,klasse einer trostlosen ,winterde den ,rcken kehrt1 um desto neckischer ihr ,lieblingstchen zu schlrfen1 de smakelijkste1 in't ,gebruk de vordeeligste4 ,klingt es nicht wie das phantastische ,deutsch eines ganz souvernen erstklassigen ,schriftstellers8 ,lustig1 lustig 444 ,in einem ,seidengeschft ist die ,wiener ,mode aufgeschlagen4 ,was fr seltsame1 von mystischen ,rhythmen beherrschte ,gestalten1 und die ,gesichter offen1 klug1 unschuldig1 wie eben aus der ,wiener ,mode 444 ,papierfirmen stellen ,ansichtskarten aus1 lustig1 lustig1 diese verschneiten ,kapellen im ,walde1 die photographierten ,liebespaare im ,fortschritt der ,situationen1 harmlose ,ostergre1 als ,hasen verkleidete ,kaninchen1 operettenhafte ,alpengletscher1 ,leid und ,freud1 ,schusterbuben1 ,villa ,miramare1 handkolorierte ,unwahrscheinlichkeiten 444 ,und der ,delikatessenhndler nebenan4 ,wie drollig zieht das ,baby seinen ,karren voll von ,schokolade ,suchard1 wie abenteuerlich und unkontrollierbar wird auf diesen ,pckchen der ,tee gepflckt4 ,von einer ,weinflasche schwingt ein ,herrenreiter hflich uns den ,zylinder entgegen1 ,spanierinnen verfhren von ,konservenbchsen herab1 an ,bonbonnieren treten wie in einer ,zauberposse ,feen und ,ritter auf1 der ,karlsbader ,sprudel pltschert auf jener ,kolonne von ,oblatenschachteln sechsfach dazu1 manche ,schnapsfabrikanten ziehen ,berglandschaften1 andere den biederen ,jger vor1 der die ,pfeife auf den ,holztisch stemmt1 ,herolde verknden den ,ruhm deutschen ,schaumweins1 whrend ,biscuits ,pernod mit ihren rothosigen piou-pious ,deutschland okkupieren4 ,ich gehe heim1 verlasse das populre ,ausstattungsstck des ,tglichen4 ,doch auch noch zu ,hause habe ich ,unterhaltung genug1 die ,phantastik der ,zigarettenschachteln1 die ,etiketten auf ,parfumflaschen1 mrchenhafte ,vaudevilleszenen auf ,briefkassetten und ,wandkalendern1 ,diplome1 ,reiseandenken 444 ,und gar die geliebte ,mappe japanischer ,holzschnitte 44 ,halt6 ,zurck6444 ,japanische ,holzschnitte sind doch anerkannt schn6 ,mir scheint1 da habe ich etwas sehr ,blamables gesagt 7gesagt ist ,ziererei 444 nein1 geschrieben7 444 ,doch die ,grenze zu ziehen1 das ist die ,schwierigkeit dieser an sich so einfachen ,sache4 ,und ich sehe schon1 da die gesamte ,menschheit nichts dringender bedarf als mein neues ,system der sthetik1 das ich gewissenhaft und mit fast barbarischem ,flei schon lange schreibe1 jedoch an meinem fnfzigsten ,geburtstage erst1 das ist am siebenundzwanzigsten ,mai #aicd1 herauszugeben felsenfest entschlossen bin4 ,indes bin ich schon vorher fr ,abordnungen der durch diesen ,aufsatz besonders in ,verwirrung versetzten ,erdstriche zu sprechen1 tglich zwischen drei und vier4 ,um diese ,stunde sitze ich sehr behaglich zu ,hause und spiele ,karten mit zwei gleichgesinnten ,freunden4 ,ach die ,feerie dieser ,bildchen auf den ,karten bertrifft doch alles4 ,lockige ,burschen mit mden1 trumerisch-verschauten ,augen turnen1 kreuzen ein ,schwert und ein stumpfes ,rapier1 trommeln1 flten1 tragen stolz ihre weien ,halskrausen1 die gestickten ,westen4 ,auf ,rot-,zehn schaut ein ,amor ins ,publikum und trifft dennoch seitlich das zinnoberrote ,herz4 ,welches ,lied spielst du1 ,knabe1 in merkwrdiger ,tracht1 deinem treuen ,hunde vor8 ,gravittische ,knige1 wrdevoll trotz der zu kurzen ,beine1 wo sind eure ,untertanen1 eure chimrischen ,lnder8444 ,dann legen wir den ,skat weg4 ,und in den ,taroks mit ihren ,sarazenen1 ,albanesen auf ,vorposten1 mit ,csardastnzerinnen1 ,liebespaaren in ,fez und ,jgerhut1 jugendlichen ,eheleuten1 die an der ,schalmei sich ergtzen1 mit ,wahrsagerinnen und edlen ,rossen umgibt uns der ,zauber der ,levante1 ,lord ,byrons1 die abenteuerliche ,luft der ,trkenkriege1 vielleicht der ,kreuzzge4 ,uns belustigt der heraldische ,aar1 der wtend seine altertmliche ,devise in den ,klauen hlt3 ,industrie und ,glck4 ,wir zittern fr das ,schicksal der edlen ,dame1 die zgernd den ,gondoliere nicht anblickt und doch so gern entfhrt werden mchte 444 ,gegen moderne ,mbel ,ich habe mich mit modernen ,mbeln im ,grunde ebensowenig ernstlich befat wie mit den andern ,dingen1 ber die ich so schreibe4 ,ich gehe meines ,weges und denke eigentlich ber ganz andre ,sachen nach1 zuweilen aber fllt mir hier und dort etwas wie zwischen zwinkernden ,augenlidern auf1 und dann notiere ich es1 mgen andre zusehen1 wie sie damit fertig werden4 -- ,dies alles soll nicht etwa ironisch aufgefat werden4 ,ich glaube nmlich1 da in mancher ,beziehung die oberflchliche ,meinung wirklich besser ist als die fachmnnische4 ,wir improvisieren nicht ohne ,grund4 ,gegen moderne ,mbel nun trage ich seit langem eine merkwrdige ,art von ,ha in mir1 nicht gerade gierig1 eher bersttigt 444 nun1 man wird sehen4 ,ich will der ,einteilung wegen bemerken1 da ich moderne ,mbel a7 aus ,zeitschriften1 b7 aus ,mbelausstellungen und c7 aus bewohnten ,rumen kenne -- und habe somit den ,schein der pedantischen ,wissenschaft nicht minder als den des ,leichtsinns schon auf mich geladen4 ,sehe ich nun diese ,zeitschriften1 deren ,titel man sich durch beliebiges ,zusammensetzen der ,worte ,kunst1 ,kunsthandwerk1 ,innendekoration und so weiter selbst bilden kann1 so habe ich sofort die ,zwangsvorstellung3 ,das mu man berblttern4 ,als solche erkannt1 veranlat mich nun diese ,zwangsvorstellung just zum bedchtigen ,lesen und ,bilderanschauen1 da haben wir das ,malheur4 ,und obwohl ich dieses abwechslungslose ,zeug lngst schon kenne3 stets wieder stehe ich vor ,villen1 denen bermchtige ,schindeldcher wie ,hauben ber das ,gesicht gerutscht sind1 wie ,zylinderhte ber den kleinen ,gernegro4 ,und wieder trete ich1 vor ,langeweile meine ,zunge mit den ,zhnen zerpflckend1 in diese ,vorhallen oder ,dielen1 wo dieselbe schamlos freistehende ,treppe auf denselben ,kamin herabsieht 444 ,kurz1 um es gleich hier zu sagen1 wir sind einer ,konvention imitierter ,renaissance entflohn1 aber sofort in eine andre ,konvention geraten1 die bedeutend unangenehmer ist1 weil sie guter ,geschmack sein und bleiben will 444 ,hier einige ,grundeinflle unsrer ,raumknstler1 die sich zum berdru wiederholen3 ,die ,wnde sind mit spiegelnden ,holzplatten belegt4 ,dazwischen hngen ein paar ,bildchen1 wie gemaregelt1 in ,rahmen von jener impertinenten ,einfachheit1 die das ,aufdringlichste ist1 was es gibt4 ,hier und dort in ,vasen verteilte ,bume sollen leben1 aber sie erfrieren sichtlich4 ,um den ,kamin schart sich etwas aus farbigem ,marmor1 ,blcke und leere ,flchen1 dann ein ,dchlein aus ,metall4 ,niemals fehlen ,sitze1 in ,nischen eingebaut1 von der ungemtlichsten ,gemtlichkeit1 zu dnn oder zu dick bepolstert2 ich wei nicht1 was mich strt4 ,gibt es denn in diesen ,familien immer etwas zu erzhlen1 wozu das lodernde ,herdfeuer traulich pat8 ,oder stehen diese ,sitze leer1 noch rger6444 ,schaudernd treten wir in das ,herrenzimmer4 ,ich will die ,klubfauteuils nicht bemerken1 sie machen es mir zu leicht4 ,aber diese ,beleuchtungskrper1 offenbar vom ,juwelier1 nicht vom ,klempner1 mit ,ringen1 rasselnden ,ketten1 strengen1 geschlossenen ,fransenrckchen4 ,o ,gott1 speit niemand aus vor dieser erlesenen ,kultur6 ,oder diese immerdar in die ,wand versenkten ,bcherksten1 hat noch niemand das traurige ,einerlei dieser ,novitt bemerkt6 ,da findet sich immer ,glas1 dahinter schrge1 mde ,buchrcken wie ,kornfelder nach ,hagelschlgen1 und immer das ,glas durch schmale ,holzstbe in ,rechtecke und ,rhomben zerlegt4 ,rhomben1 das ist die ,hauptkunst unsrer ,wohnungsknstler4 ,rhomben und auf die ,spitze gestellte ,quadrate1 die in ein ,netz von ,meridianen und ,parallelkreisen1 mehr oder minder dicht1 ,abwechslung bringen sollen3 wer befreit uns von dieser ,tyrannei6 ,und wer zerbricht endlich diese ,rhmchen- und ,fensterl-,kultur1 deren ,vertreter nur darin originell sind1 da sie die unerllichen ,stbchen bald kantig1 bald gerippt1 bald glattgerundet anzufhlen machen 444 ,gehn wir weiter1 ber die ,treppe etwa1 deren ,gelnder als ,gitter derselben ewigen ,vertikallineale wie eine schrge ,borte durch die ,halle ziehen mu4 ,oben empfngt uns die moderne ,schablonenveranda1 unbarmherzig ein seichtes ,kreissegment1 die ,fenster nahe beisammen1 polygonal gestellt1 die schmalen1 vom ,licht berfluteten ,streifen zwischen ihnen durch die eingezogenen ,vorhnge befahnt4 ,und wieder eingebaute ,holzbnke1 ber ihnen breite ,fensterbretter1 ,gesimse1 und da berall so viel bequemer ,platz ist1 ,sachen hinzustellen und zu vergessen1 das macht die ,fadheit vollstndig4 ,die ,uhr versumt nicht1 an einen aufgestellten ,sarg zu erinnern4 ,die ,kredenz ist ein ,grabmonument4 ,und da alles so materialecht ist1 da man den ,birkenwald so vor den ,augen hat -- es ist zuviel1 es macht auf mich wenigstens den ,eindruck eines ungeheuren ,wasserkopfs4 ,ja1 etwas ,unheimliches liegt in der ,behaglichkeit1 etwas zu ,fettes und zu ,ses1 etwas wie verdorbener ,magen4 ,und genau so kann ich mir nicht vorstellen1 da in diesem bertrieben hellen oder bertrieben dunklen ,musikzimmer wirklich gute ,musik gemacht wird4 ,ich gelange zum ,kern der ,sache3 ,sollen ,mbel schn sein8 ,kann man es wnschen1 in einer ,fuge von ,bach zu schlafen und ein ,gedicht von ,goethe als noch so sthetischen ,speisetisch zu verwenden8 -- ,nein1 ich bin dafr1 da das ,kunsthandwerk in seine ehemalige ,verchtlichkeit zurckfalle1 es verdient nicht mehr4 ,die ,mbel seien bequem -- und es lohnt sich nicht einmal1 besonders lange ber neue ,bequemlichkeit nachzudenken4 ,aber wozu ,brsseler ,weltausstellungen1 ,kulturtaten1 wozu diese ,pracht und dumme angewandte ,kunst bei ,sektkellereien6 ,ich bin dafr1 geschmacklose ,mbel in ,massen zu fabrizieren -- nicht aber der ,menschheit einzureden1 es lasse sich auch nur ein ,funken der reinen1 tugendhaften1 gttlichen ,schnheit1 wie er etwa eine inspirierte ,prosazeile ,gottfried ,kellers erleuchtet1 so nebenher auch noch in ,sesseln1 ,kredenzen und ,trklinken einfangen4 ,ich will begeistert sein1 edel1 getragen1 heroisch -- nicht aber in einem lauen ,mittelma abgetragener ,ornamente und zimperlicher ,vitrinen mit zufriedener fortschrittlicher ,miene ausruhn4 ,ich finde moderne geschmackvolle ,mbel einfach unmoralisch4 7,und nicht anders geschmackvolle ,buchausstattungen1 knstlerische ,photographien1 kurz3 alle ,mittelglieder und ,vermittlungen zwischen ,kunst und ,alltag47 ,doch nein1 etwas ,schnes sind ,mbelausstellungen1 etwas phantastisch ,schnes1 von niemandem noch bemerkt4 ,da stehen in einem groen1 prunkvollen ,ausstellungspalais1 in ganz kalten ,riesenslen1 in ,nischen verteilt3 nicht einzelne ,mbel1 nein1 ganze ,zimmereinrichtungen1 den ,blicken aller preisgegeben4 ,man ermesse die tiefe ,komik und die ,wehmut zugleich dieser ,situation4 ,die ,zimmer sind keine ,zimmer1 nur ,nischen eines alten ,riesensaales sind als ,zimmer ausgebaut1 und das soll man fr ein gemtliches ,zimmer halten4 ,fr ein ,kinderzimmer dieses hier1 die ,spielsachen sind auf dem ,boden hingestreut wie von ,kinderhnden1 nicht von ,arrangeurhnden -- fr ein ,schreibzimmer dieses1 der fleiige ,herr ist nur fr einen ,moment hinausgegangen1 seine junge1 schne ,frau liebkosen etwa1 und hat seine ,feder im ,tintenfa gelassen1 das offene ,heft hier1 die dicken1 funkelnagelneuen ,nachschlagewerke auf dem ,regal -- oder dieses fr ein liebenswrdiges ,speisezimmer1 knapp vor dem ,eintritt der ,familie1 alles ist schon zur ,mahlzeit vorbereitet1 schon die ,themen der knftigen ,unterhaltung lauern sprungbereit in den ,schatten der ,serviette1 die man gleich1 sofort entfalten wird4 -- ,dieser ,schein ist beabsichtigt4 ,und doch1 wie anders1 merkt es niemand1 stimmt die ,wirklichkeit4 ,traurige ,zimmer1 eure vierte ,wand hat man eingerissen1 und nun steht ihr1 nur durch eine luftige1 gewellte1 rote ,seidenschnur1 durch schwache ,stangen vom ,gehweg getrennt1 jeglichem ,einbruch der ,barbaren offen4 ,niemals werden die idealen ,besitzer1 deren ,geister jetzt harmonisch euren unwesenhaften ,raum bevlkern1 niemals wird dieses mrchenhafte1 heroische1 bescheidene ,gedrnge biedermnnischer und ehrbarer ,gestalten zwischen euren ,sesseln schreiten auf zarten ,teppichen1 den ,napf vom ,ofen nehmen1 in die ,kanapeehhlung sich hinflegeln4 ,sondern ein von euren ,jugendtrumen gewi sehr verschiedenes ,einzelindividuum wird euch roh kaufen1 einpacken1 in den ,speditionswagen aufladen -- und ade1 reizvolles ,nachdenken in ungewissem ,licht4 ,denn auch diese ,atelierbeleuchtung1 die durch einen in ausgespannte ,leinwand verdnnten ,plafond fllt1 werdet ihr aufgeben mssen1 diese ,aquariumsbeleuchtung1 diese hellgelbe ,teegebck-,sonne4 ,man wird wahrhaftige ,fenster in eure bisher noch geschlossenen ,wnde bohren1 alles wird sich verndern4 ,traurige ,zimmer1 und man geht an ihnen vorbei1 als wren sie schon jetzt gewhnliche ,zimmer4 ,indessen stehen sie auf ,podien1 jedes auf seiner migen ,holzerhhung wie ein kleiner1 wenig begabter ,violinspieler1 kein ,virtuose etwa im ,glanz der ,konzerte1 sondern ein armer ,knabe1 den reiche ,verwandte fr ihr ,geld ins ,konservatorium geschickt haben und der jetzt nach dem ,diner vorspielen soll1 etwas ,eingelerntes mit miklingenden ,doppelgriffen4 ,so warten sie und schauen die ,betrachter an1 beschmt im voraus vor lauter ,angst4 ,und ist es da zu verwundern1 da sie ein wenig in ,unordnung geraten sind1 in knstlerische ,verwirrung1 ganz1 ganz klein wenig in ,lampenfieber8 ,nein1 man kann nicht die normalen ,verhltnisse von ihnen verlangen1 wird sich nicht darber bei dem diensthabenden ,aufseher beschweren1 da hier eine ,vase umgefallen ist -- hier eine ,decke sich mit dem ,futter nach oben schlgt -- in diesen auf ,podien gestellten ,zimmern4 berhaupt1 alles ist ein wenig1 nur unmerklich anders als im ,leben4 ,eine gespenstische ,miwirtschaft hat sich in das sorgfltige ,arrangement eingeschlichen1 man kann kaum davon sprechen1 z4 ,b4 da dieses ,zimmer einen ,eindruck wie etwas ,breitgequetschtes macht1 jenes mit seinen ,rosentapeten und ,seidenfauteuils trotz vorgespiegelter ,eleganz entfernt an eine ,rumpelkammer erinnert1 an ein staubiges ,zusammengedrngtsein und ,zugrundegehen 444 ,ich erschrecke4 ,ich glaube vor hundert ,bhnen zu stehen1 wo schlechte ,schauspieler1 als ,zimmer verkleidet1 unwahre ,grimassen schneiden4 ,zitternd laufe ich an der in meiner ,hand gleichfalls zitternden ,seidenschnur hinaus1 ich freue mich des neuen1 schrecklichen ,gefhls -- endlich haben moderne ,mbel einen ,eindruck auf mich gemacht6 ,wenn ich sie aber im ,leben sehe1 im brauchbaren ,tageslicht1 dann mu ich doch nur wieder lachen4 ,ich besuchte auf einer ,reise mehrere ,schriftsteller4 ,und berall fand ich diese geometrischen ,regelmigkeiten1 diese ,glasscheiben1 die nicht flach in den ,rahmen sitzen1 sondern vorher noch funkelnd sich abschrgen1 ehe sie mnden -- es sind gleichsam keine ,glasscheiben1 sondern riesige1 simpel allerdings geschliffene ,brillanten4 ,und berall die flache ,veranda1 die ,metallbeschlge1 die ,rhomben1 die weilackierten ,ksten1 die das ,innere der ,wand wie einen ,berg ,sesam ffnen 444 ,ein ,freund gar fhrte mich in sein von oben bis unten ganz schwarz gebohntes ,bibliothekszimmer1 wie eine ,totenburg ragte der ,bcherkasten auf1 ,fabrikat der ,wiener ,werksttten4 ,die monumentale ,einfachheit dieser ,riesenkiste stimmte mich weinerlich1 das mu ich schon sagen1 diese ,einfachheit hat zu sehr das ,gigantische einer groen ,geldbrse1 nicht eines groen ,menschen4 ,dieses ,kolossale ist nicht wie das ,meer1 nicht wie eine unermeliche ,aussicht auf eine ,landschaft hinab3 es gleicht eher einer ,fabriksmauer oder einem unliebenswrdigen ,vorgesetzten im ,bureau4 ,kurz1 es macht keinen lustigen ,eindruck4 ,aber dann1 als man mir im ,speisesaal nebenan zu einem ,braten kleine1 weie1 suerliche ,perlzwieberl anbot1 brachte mich die ,erinnerung an den mchtigen ,schrank pltzlich zum ,lachen4 ,erklren kann ich das nicht1 konnte das zu meiner groen ,verlegenheit auch damals nicht4 ,nur das gleichzeitige ,vorhandensein eines so kniglichen ,brokatmantel-,kastens und dieses winzigen ,gemses mit seinem schlechten1 zhen1 belriechenden1 delikaten ,geschmack -- man mu das empfinden1 oder man versteht es nicht -- man mu an ,mephisto neben dem langbrtigen1 dummen ,faust denken oder an den merkwrdigen ,zufall1 der manchmal passiert1 wenn man ein reizendes1 rotbckiges ,baby auf den ,scho nimmt4 ,wie ich mir also ein ,zimmer vorstelle1 damit man darin nicht immer weinen oder lachen mu1 sondern arbeiten kann nach ,herzenslust8444 ,mglichst kitschig und geschmacklos1 natrlich 444 ,ich habe mir z4 ,b4 ein ,sofa machen lassen1 aus rotem ,plsch1 in der abscheulichsten ,vorstadt-,sezession1 mit einem ,ornament aus gelben ,dreiecken1 die wie ,zungen auflecken und die ,bestimmung haben1 wenn ich mittags zu lange schlafe1 mich in den ,leib zu zwicken4 ,mein ,schreibtisch kann ohne gedrehte ,sulchen1 ohne imitierte ,schlsser1 die gar nicht fr ,schlssel eingerichtet sind1 ohne ,balustraden und verkleinerte ,palastarchitektur gar nicht existieren4 ,so strt er mich nmlich am wenigsten1 nur manchmal danke ich ihm1 wenn ich ermdet bin1 durch leises ,streicheln fr seine diskrete ,hlichkeit4 ,man mge entschuldigen1 da rote ,tcher flchenhaft ber meine ,bchergestelle niederwallen4 ,das soll kein ,kunstwerk sein1 nur das ,billigste in seiner ,art4 ,und die lange ,leiter gehrt dazu1 die an den alten ,biedermeierkasten gelehnt jede etwa reizvolle und stilechte ,linie glcklich verhindert 444 ,so ist es1 ich kann nicht heftig genug betonen 7denn ich nehme von diesem ,thema ,abschied71 wie gleichgltig mir ,mbel sind1 und da ich die leuchtenden ,erfrischungen meiner ,sinne nicht bei ihnen und nicht stndlich suche1 sondern in konzentrierter ,form1 in auserwhlten ,momenten4 ,und das ,beste fr diese ,lebensweise wren natrlich ,mbel aus ,wasserstaub1 aus ,luft1 aus therwellen4 ,der ,leser wird schon bemerkt haben3 das geschmacklose ,zimmer ist mein irdisches ,surrogat fr das unsichtbare1 das ich einmal im ,himmel bewohnen werde4 ,da ist alles in wohltuende ,ruhe bergegangen1 an keine ,kante stt man an1 niemals ist ein ,buch oder ein ,manuskript verlegt1 denn in dem ,augenblick1 in dem ich es hinter die lautlose1 gewichtlose ,kastenwand stelle1 ist es verschwunden1 hat sich ganz einfach in ,nichts aufgelst4 ,und im ,nichts berhren sich ja alle ,bcher1 alle ,dinge1 die man sucht1 alles ist vorhanden1 ohne irgendeine leiseste ,spur von ,nervositt 444 ,es klingelt4 ,der ,brieftrger ist es1 und ich sehe an der ,schrift auf dem ,kuvert1 da eine unangenehme ,nachricht von einem unangenehmen ,menschen da auf mich eindringt4 ,keine ,angst1 ich ergreife den ,brief1 und er hat sich schon in so kristallhelle ,luft verflchtigt1 da ich statt seines ,gegendruckes an meinen ,fingerspitzen nur pltzliche ,klte spre1 wie wenn ,salmiak verdampft 444 ,also wirklich1 ich soll jetzt glcklich sein1 ich soll nichts mehr empfinden1 als was aus meinem reinen ,herzen wie ein ,baum emporwchst1 wie ein ,baum1 dessen ste von innen her schon erschtternd mein ,gehirn berhren4 ,keine ,pulte mehr1 keine ,federstiele1 keine ,schubfcher1 die stecken bleiben1 wenn man sie ffnen will4 ,mit einem ,wort1 kein ,hindernis mehr4 ,vor ,jubel greife ich mir an den ,kopf4 ,aber auch der ist1 berflssiges ,mbelstck1 weggezaubert1 und in die geffneten ,nerven klingen die ,diskantchre der ,sphren4 ,der ,frauen-,nichtkenner ,dank den ,bemhungen einiger ,schriftsteller1 aus deren ,liste mir augenblicklich die ,namen3 ,marcel ,prvost1 ,auernheimer1 ,maupassant 7welch ein ,zufall6 gerade diese7 einfallen1 haben wir jetzt einen ,typus der modernen ,frau1 einen ,grundri des ,weiblichen4 ,gott sei ,lob und ,dank1 ein ,schema 444 ,also3 die ,frau ist naschhaft1 immer lstern nach ,sensationen und zu ,sinnlichkeit aufgelegt1 der ,grausamkeit nicht abgeneigt1 hysterisch1 begeisterte ,lgnerin1 eiferschtig auch noch auf den ,mann1 den sie nicht mehr liebt1 mig begabt im ,geiste und fr theoretische und zarte ,probleme gnzlich ohne ,interesse 7nur ,neulinge langweilen sie damit1 ,erfahrenere gehen direkt aufs ,ziel los71 dafr in der ,praxis der ,liebesangelegenheiten dem ,manne weit berlegen usw4 ,diesem ,typus ,frau entspricht ein ,typus ,frauenkenner4 ,frauenkenner ist1 wer in jeder ,frau den ,typus ,frau mit scharfem ,auge wiederfindet4 ,frauenkenner sind vornehmlich die genannten ,dichter 444 ,ich ziehe es vor1 ein ,frauen-,nichtkenner zu sein4 ,warum8444 ,ganz einfach1 weil es mir mehr ,vergngen macht4 ,wie geradlinig und schlicht wre die ,welt1 wenn alle ,frauen mehr oder minder dem ,schema sich nherten4 ,vielleicht waren es beste ,glcksflle1 da gerade ich immer 7nein1 nicht immer1 denn auch das wre zu geradlinig2 aber sehr oft geschah es7 mit ,frauen ganz anderer ,artung zusammengetroffen bin4 ,ach1 in ,gesprchen1 die so seltsam und ohne ,bezug auf ,dinge dieses ,lebens waren1 da sie nur aus ,schabernack noch in irdische ,worte gekleidet schienen1 gingen wir stundenlang um runde ,wasserbassins aus indigoblauem ,marmor1 kauften ,bretzel und ftterten die ruckweise auftauchenden ,fischmulchen4 ,es waren ,spiele1 sanfte ,spiele1 wir dachten keinesfalls an ,regeln1 ,bedrfnis und ,ordnungsliebe4 ,ein einziges ,mal war es mir vielleicht bestimmt1 den ,typus ,weib zu sehen4 ,aber der trbe1 regnerische ,abend1 an dem das geschah1 verbietet mir1 mich allzusehr auf meine ,erinnerung zu verlassen 444 ,es geschah dies in einer ,hafenstadt wertlosen ,namens 444 ,ein kleines ,torpedoboot war eingelaufen1 und nun lag es1 mde und schmutzig1 an der ,holzverschalung des ,ufers4 ,der gedrungene1 dunkle ,schornstein1 der schief zurckgelehnt stand wie der ,kopf eines1 der sich ekelt1 blies seinen letzten ,rauch aus4 ,eine ,weile verging ruhig4 ,ich dachte an einen gestrandeten schwarzen ,vogel4 ,dann wurde das ,brett angelegt und einige von der ,bemannung verlieen lustig das ,schiff1 groe1 braunrote ,leute mit khnen ,augen1 in breiten1 wallenden ,hosen1 ,blaublusen1 tief dekolletiert1 eine rote1 dicke ,bindkrawatte unter dem ,matrosenkragen gewulstet 444 ,nun konnte man an ,bord gehen1 und viele aus dem ,hafen taten es aus ,neugierde4 ,auch ich bestieg das enge1 gewlbte ,verdeck1 machte schmale ,schritte1 da ich immerfort an ,schrauben1 eiserne ,scheiben1 ,hebel mit dem ,fue anstie4 ,die ,damen hoben ihre ,rcke1 denn alles war vom ,regen na4 ,whrend die ,mannschaft1 die in weien ,arbeitskitteln auf dem ,schiff geblieben war und eifrig an der ,wsche seifte oder sie an ,stricke zum ,trocknen hngte 7es regnete aber immer noch ganz fein71 um die ,gste wenig sich bekmmerte1 zeigte uns ein junger1 freundlicher ,offizier die ,hngematten1 den kleinen ,schlafraum in der ,vertiefung des ,vorderdecks1 das imponierend-drehbare ,maschinengewehr1 die ,falltren zur ,kapitnskajte und zur ,munitionskammer1 die unverstndlich groe ,dampfmaschine unten1 die ,ventilationsluken1 die verderblichen ,lancierrohre 444 ,er erzhlte lchelnd1 da solch ein ,torpedoboot so und so nahe1 sehr nahe1 an den ,feind heranfahren mu1 um sein ,gescho abzufeuern4 ,und das ist gefhrlich1 die ,scheinwerfer spielen und sehen1 man riskiert sein ,leben 444 ,neben mir steht eine hohe ,blondine1 sehr fahl im ,gesicht1 mit fast weien ,augenbrauen ber den dunkeln ,augen4 ,hart und gierig sieht sie den freundlichen ,offizier an1 und whrend der ,wind rauschend ber unsere ,kpfe fhrt1 kommen aus der edlen1 rosigen ,kurve ihres ,mundes diese ,worte3 ,sind ,sie schon einmal in ,lebensgefahr gewesen8 ,der ,offizier enttuscht sie sichtlich1 da er mit ,nein6 lchelnd und wie ein sympathisches ,kind antwortet4 ,er geht weiter uns voran und zeigt uns das ,rettungsboot4 ,mimutig streicht die ,blonde ber die nassen ,planken von weier ,lackfarbe4 ,der liebe ,offizier erlutert den ,kran1 die ,kommandos1 er fhrt die ,schwimmwesten aus ,kork vor1 die numeriert sind und schon dadurch ein wohliges ,gefhl von ,geborgenheit einflen1 er sucht uns wirklich auf alle ,weise ber das ,schicksal der tollkhnen ,angreifer zu beruhigen4 ,aber nein1 schreit die ,blonde1 grell1 enttuscht1 da knnen ,sie ja berhaupt gar nie in ,lebensgefahr kommen6 ,alle sehen sie verdutzt an4 ,ich halte mich zitternd am ,kompastnder fest4 ,der ,offizier verbeugt sich gefllig gegen sie1 und so gut 7ich liebe ihn schon wirklich7 sagt er3 ,nun1 es ist ja allerdings doch nicht fr uns alle ,platz in dem ,boot1 ,gndigste4 ,sie wendet sich ab1 ich bemerke noch1 wie sie erleichtert und mit krankhaftem ,zucken der ,nasenflgel zu weinen beginnt4 ,der braune ,wind rauscht1 die benachbarten ,schiffe schaukeln ein wenig1 es ist fast ,nacht 444 ,also1 das war der ,typus ,frau1 sensationslstern1 grausam1 hysterisch 444 ,lieber ,gott6 wie mich diese ,hysterie schon langweilt6 ,vielleicht brauchte ich nur die ,augen aufzumachen1 um mehr von diesem ,typus zu sehen4 ,aber ich will gar nicht4 ,es ist ja so angenehm1 liebenswrdige ,haltungen des ,kopfes vor den ,augen einer ,frau einzuben1 mit ihr ber die ,farbe einer ,wolke zu streiten1 gelinde1 gelinde natrlich1 das ,dessert fr bermorgen und die ,mode unserer ,urenkel zu beraten1 nichts als zwecklose ,dinge4 ,wie gesagt1 ich ziehe es vor1 ein ,frauen-,nichtkenner zu bleiben 444 ,der allerletzte ,brief #a4 ,der ,brief4 ,mein lieber ,feind1 bisher bist mein ,freund ,du gewesen1 aber mein gehater ,freund4 ,und von diesem ,ha1 den ,du vielleicht nie geahnt hast1 wird heute noch viel die ,rede sein 444 ,vorlufig das eine3 sei statt dessen1 was ,du mir bisher warst1 lieber mein ,feind2 mein lieber ,feind1 wenn ,du willst4 ,seit vier ,jahren1 seit wir einander kennen1 444 verkennen wir einander4 ,unausgesetzt hast ,du mich miverstanden1 unermdlich4 ,du hast mich miverstehn wollen1 das ist das ,schlimme1 und da es dir auch gelungen ist1 nur eine nebenschliche ,verschrfung 444 ,erinnre ,dich nur1 was fr merkwrdige ,eigenschaften1 die ich ganz und gar nicht besitze1 ,du in mir entdeckt hast4 ,vor allem ist ,dir immer meine ,feinheit bewundernswert gewesen1 meine zarten und eigentmlichen ,fingerbewegungen1 diese ,aquarelle von ,liebesstunden1 die ,mousseline des ,benehmens1 die ,zierstcke seltsamer ,einflsterungen 444 ,nun wisse 7,du weit es schon lngst1 immer71 ich bin gar nicht so vornehm geartet1 bin gar nicht so eigentmlich4 ,ich wrde es fr beleidigend halten1 wenn jemand eine kultivierte ,frau mich benennte4 ,ich bin eine schne ,frau1 weiter nichts4 ,mein ueres ist mein ,tiefstes1 wirkt als einziger ,schatz um so glnzender vor dem im brigen schattigen ,hintergrund meiner gewhnlichen ,persnlichkeit 444 ,und ich verzichte gern darauf1 den klgsten ,mnnern ebenbrtig und ,arbeitsgenosse zu sein4 ,da ich sie beherrschen kann4 ,du hast mir ferner eingeredet1 ich sei gut4 ,nicht im ,sinne der herkmmlichen ,sittlichkeit1 die ich um ,deinetwillen oft gering schtzte4 7,und das tut mir auch heute nicht leid1 das nicht47 ,aber ich sei brav1 sagtest ,du1 von ,mildheit zuknftiger ,generationen erfllt1 dem kategorischen ,imperativ einer bessern ,welt gehorsam4 ,und so unschuldig sei ich1 sagtest ,du 444 ,was fr ,unsinn4 ,ich lehne es entschieden ab1 unschuldig zu sein4 ,unschuldige ,frauen sehen dumm aus4 ,und nur die ,schuldigen wissen ,mienen von ,unschuldigen zu tragen4 ,du dichtetest mir an1 ich sei treuer als die andern2 ,du lieest mich unkokett sein 7unschdlich mithin fr ,dich und weniger zeitraubend4 ,wie fein war das eingefdelt47 ,meine ,redeweise1 ehe ich in den ,verkehr mit ,dir geriet1 war hchst lppisch4 ,ich gefiel mir in ,witzen1 in ,wortspielen1 in ,stacheln und ,qualen 444 ,du hast als mir eigentmlich mir eine ,lyrik der ,stze beigebracht4 ,glockentne in der ,stellung der ,vokale und durch merkwrdige ,drehungen der syntaktischen ,fgung erzeugte ,melodien4 ,weil es ,dir gefiel1 im ,sommer abends am ,flunebel unklare ,gesprche1 geschmckt mit sehr langen ,pausen1 zu haben1 deutetest ,du meine ,ratlosigkeit damals als ein ,schweigen infolge verstndnisvoller ,stimmung4 ,ohne ,unterla hast ,du mich umgedeutet4 ,immer hast ,du nur das an mir gesehn und gehrt1 was ,du hren und sehn wolltest 444 ,so oft war ich trivial1 meiner ,natur nachgebend1 habe alltgliche ,dinge gesagt1 ganz einfach ,sprichworte1 moralische ,lehren aus dem ,abreikalender4 ,und ,du bliebst auch dann stets noch heuchlerisch genug1 diese dummen ,redensarten in ,entzckung einzufangen1 die durch meine ,lippen in ,schwingung versetzte ,luft mit kostbaren ,ausrufen der ,freude zu umrahmen4 ,du wolltest mich glauben machen1 ich sei ,dir ebenbrtig1 ganz von selbst fliee mir eine ,welle bedeutsamer ,ansichten unversieglich zu und alles1 was ich rede1 klinge reizend1 sanft und entrckt 444 ,und ,deine bestimmten ,entgegnungen1 wenn ich mich weigerte1 wenn ich sagte1 ,du berschtzest mich6 ,deine manchmal beinahe berzeugenden ,zwischenrufe1 wenn ich im ,zuge war1 meine ,werktglichkeit zu beichten6444 ,ohne darber nachzudenken1 da ich vielleicht mir eigentmliche ,vorzge haben knnte1 hast ,du mir kurzwegs einige ,vorzge nach ,deinem ,geschmack obenauf angeschminkt4 ,du hast retouchiert4 ,schlielich war ich eine ,vollkommenheit von ,deinen ,gnaden1 ich danke schn4 ,wenn ,dir nur jemals irgend eine lebenskrftige ,dummheit entschlpft wre6 ,aber nein1 selbst ,deine ,dummheiten waren hbsch anzusehen1 verzeihliche ,streiche eines liebenswrdigen ,kindes4 ,wenn ,du mich nur jemals gelangweilt httest6 ,aber nein1 ,du hast mich immer entzckt4 ,das vertrgt keine ,frau4 ,wie ich ,dich immer gehat habe6 ,mein ,gott1 wie ich ,dich gehat habe6 ,wenn ich so zu ,dir kam1 ein fehlerhafter ,mensch1 aber doch ein ,mensch2 frischauf atmende ,lungen1 ungleichmige ,herzschlge1 ,finger voll ,gift1 boshaft-lebendige ,wangen 444 wenn ich die ,treppen zu ,deiner ,wohnung hinaufstrmte1 mit dem festen ,entschlu1 heute ,dir alles ins ,gesicht zu schreien1 ,dir ins ,gesicht zu schreien3 ,liebe mich1 aber liebe mich endlich einmal so gemein1 wie ich bin6444 und wenn ich dann die ,tre ffnete1 die schauspielernde ,luft ,deiner ,zimmer1 den ,dunstkreis des ,unendlichen eintrank 444 dann war alles wieder vorbei 444 ,wir sahn als zwei seltsame ,menschen einander in die ,augen1 ich war bezaubert1 ich war nach ,deinem ,wunsch4 ,wohin versanken da die ,entschlsse1 die ,selbstndigkeiten 444 ,ein umgekehrter ,fall der ,nora3 wie gern wre ich die ,puppe geblieben6 ,aber ,du wolltest mich jedenfalls zu ,gott wei was ,besonderem machen4 ,ja1 ich war glcklich 444 ,welch eine sichere ,zeit atmete ich bei ,dir1 nichts konnte mir etwas anhaben4 ,wir besprachen dies und jenes4 ,wir stellten zwecklose ,dinge an4 ,wir kten einander in aller ,liebe1 aber immer ein wenig pierrotmig4 ,alles war ein ,spa1 ein ,luftzug1 eine ,frage4 ,und die brutale ,realitt schien entfernt1 das ,leben ein klein-harmloses1 unzerreibares ,bilderbuch nur 444 ,und o6 wie hast ,du es immer abgewehrt1 wenn ich ,dir sagte3 ,du betrachtest das ,leben als einen ,spa4 ,das durfte nicht ausgesprochen werden1 durch so grobe ,konstatierungen wren wir schon wieder ins ,reich des ,ttlichen gerckt4 ,da ,du das ,leben wahrhaftig als einen ,spa betrachten konntest1 wurde nur dadurch ermglicht1 da ,du immer behauptetest3 ,o nein1 ich nehme das ,leben sehr ernst 444 ,wie wunderbar warst ,du oft durch das1 was ,du verschwiegst4 ,und nicht einmal das lieest ,du zu1 da man ,dein ,verschweigen bewundere4 ,einen ,firnis von ,schlichtheit1 ,ungeschicklichkeit sogar legtest ,du ber ,deine feinsten ,dinge4 ,und durch grazise ,schnrkel des ,schweigens und ,sagens hieltest ,du uns beide bestndig in der ,hhe1 ber den ,wahrheiten4 ,nie machten wir einander ,gestndnisse4 ,nie waren wir intim und vertraut4 ,aber wenn ich zu ,dir kam1 verschwanden alle meine ,sorgen1 machten alle ,befrchtungen ein unwichtiges1 fast drolliges ,gesicht4 ,gerade dadurch1 da ,du mich nicht trstetest1 trstetest ,du mich 444 ,und wie schn1 wenn wir uns ,mhe gaben1 einander nher zu kommen6 ,diese ,selbstbekenntnisse geschahn so unwegsam1 in einer so verzwickten und schwierigen ,manier1 da wir einander immer nur noch verhllter1 interessanter wurden4 ,o diese fluoreszierenden ,auseinandersetzungen1 diese ,erleuchtungen ohne ,halt1 diese unrichtigen ,klarheiten und diese ,unklarheiten6 ,wie glcklich war all dies6 ,wie ich dich immer geliebt habe6 ,mein ,gott1 wie ich ,dich geliebt habe6 ,ach1 vielleicht ist es ein ,unrecht1 da ich diesen ,brief ,dir schreibe4 ,gewi tue ich ,dir ,unrecht1 denn ,du warst immer gut zu mir 444 ,und jetzt verwirrt sich mir alles4 ,als ich diese ,zeilen begann1 war mir unser ,verhltnis so klar1 so schlimm1 so verchtlich4 ,ein ,magazin von ,kontrasten und ,angriffen stand mir zur ,verfgung 444 ,wie kommt es1 da in diesem ,augenblicke verschwimmende ,gebirge ber mich strzen1 rosige ,bergketten vom bewegten ,horizont her1 ,zweifel1 ,subtilitten ohne ,zahl 444 ,vielleicht ist alles1 was ich ,dir heute schreibe1 auch nichts anderes als solch eine fluoreszierende1 verzwickte ,auseinandersetzung1 durch die wir einander nur noch interessanter werden8444 ,ich will nicht darber nachdenken4 ,aber eines3 ,habe ,mitleid mit mir6 ,mitleid6 ,und wenn auch gerhrte ,leidenschaft1 ,verstndnis fr ,tragik ,deine ,sache nicht ist 4444 aus ,mitleid begreife dieses eine ,mal die nackte ,wahrheit1 den groen ,ernst der ,tatsachen1 die ,schrecken meiner inneren ,krisis4 ,gib mich frei4 ,gib mich endlich frei4 ,ich will ,dir nie mehr schreiben4 ,ich will ,dich nie mehr sehn4 ,es ist mein fester ,entschlu1 mich nicht lnger von ,dir beeinflussen zu lassen4 ,ich bitte ,dich1 vergi mich oder sei mein ,feind4 ,gib mich frei6 ,anfissa4 #b4 ,antwortbillett auf diesen allerletzten ,brief4 ,du vergit doch nicht1 ,liebste8 ,morgen um #f ,uhr bei der ,apollinariskirche4 ,dein ,carus4 ,zufllige ,konzerte ,ach wie auf ,erden nichts1 wie nichts auf ,erden gleicht den ,schaupltzen angenehmer ,begebenheiten6 ,das ,postamt war rot4 ,gleichfalls die ,kirche machte kein ,geheimnis aus ihren deutlichen ,ziegelsteinfugen4 ,von da in den ,kurpark reichten wenige ,schritte4 ,und man erging sich in diesem ohne jegliche ,verantwortung1 dem ,bewutsein ungerechten ,vorzugs fremd1 wiewohl die vielfach krummen ,wege so zeitverschwenderisch waren und die reichlichen ,seelfte darin eine ganz unverdiente ,belohnung fr uns ,miggnger4 ,daran dachte man nicht2 o die ,schaupltze angenehmer ,begebenheiten4 ,weil's mir damals gut1 so richtig gut ging1 fiel mir nie es ein1 die ,anlage dieses ,parkes auf ,steuern und ,taxen1 seine freundliche ,abwechslung der ,gebsche1 ,wiesen und ,bauminseln auf ermdende ,studien auslndischer ,werke ber ,hortikultur1 die ,kinderfeste auf geschftstchtige ,tricks der ,badeverwaltung und ,toiletten der ,damen auf ,berufspein ihrer ,ehemnner zurckzufhren2 kurz alles auf das konomische ,prinzip4 ,sonst erscheint mir doch die ,welt so gnadenlos betrieblich und zielbewut1 im ,dunst des ,arbeiten-,mssens1 von ,fabrikswaren besetzt4 ,damals jedoch bewegte sie sich liebenswrdig4 ,und als ich einmal1 von irgendwelcher ,bank aus ganz ferne ,kurmusik zu hren bekam1 verbelte ich dies niemandem1 sondern ich hrte gut zu und staunte nur 444 ,das ,stck1 auf seinem ,wege durch die ,bume her zu mir1 hatte ,blttergrn und ,zweige1 ,tau1 ,sonnentupfen in seine ,tne mitgenommen1 sie wehten gefrbt und aufgefrischt4 ,das ,herablassen einer ,persienne im ,hotelfenster links blinzte aus ihnen1 mit den ,spatzen des ,sandwegs und mit dieser ,vormittagsstunde in ,sdostbrise4 ,mein ,herz klopfte4 ,wie ein hinter erglhender ,luft bebendes ,gebude1 wie ein ,shawl in ,bewegung1 aus dem die eingewebten ,metallstcke glnzen1 standen die ,akkorde vor mir1 wie das ,laforguische je ne sais quoi qui n'a de nom dans aucune langue1 de mme que la voix du sang 444 ,indessen erkannte ich das ,stck nicht1 wiewohl es mir gelufig war4 ,ich ging zwischen seinen kontrapunktischen ,stimmen wie zwischen ,huserfronten1 und es war wie in der ,heimatstadt manchmal1 wenn man aus einem neuen ,durchhaus tritt oder von ungewohntem ,standpunkt her beobachtet4 ,alles ist fremd und dennoch alles vertraut4 ,ich wei1 da ich zu ,hause bin und dennoch kenne ich mich nicht aus4 ,so vergit man auch bisweilen1 aus ,trumen nachts erwachend1 die ,lage der ,fenster1 die ,wand am ,bettrand1 rechts und links im ,dunkel4 ,jeden ,augenblick kann die richtige ,orientierung einfallen1 mit einem ,schlag alles ins gewhnliche ,licht ordnen1 aber das zieht man in ser ,qual hinaus1 absichtlich verwirrt man sich und ist in fremder ,stadt1 in fremdem ,bett4 ,endlich lngs eines ,geigenlaufs schwinge ich mich in die ,erkenntnis1 da ich die ,meistersinger-,ouvertre vor mir habe 444 ,so wohlgetan hat sie mir schon lange nicht1 seit ich vor ,jahren mit ihr bekannt wurde1 seit den ersten ,entzckungen nicht mehr4 ,ich sitze da und1 gerhrt von jeder ,modulation1 danke ich dem lieben ,gott fr sie4 ,manchmal berrascht mich so die ,musik1 wie aus einem freundlichen ,hinterhalt1 und das wollte ich sagen3 dann findet sie die ,seele ganz anders offen als im ,theater oder in den zweckdienlichen ,konzertslen4 ,zufllig kommt sie1 ,wind trgt sie her und lscht sie aus1 ,sonne wie ber die ,alpen giet sich ber ,melodien4 ,niemand bietet mir ,programme an oder das mit einer harfenschlagenden ,dame gezierte ,titelblatt eines thematischen ,leitfadens4 ,keine ,vor- und ,nebensitzenden1 keine ,presse1 keine ,bonbons1 nicht ,gucker1 nicht ,begeisterung1 nicht gemachte ,begeisterung und keine aus ,furcht1 die ,begeisterung knnte gemacht erscheinen1 gemachte ,nicht-,begeisterung4 ,so natrlich geht alles und nicht einmal stolz sein auf seine ,natrlichkeit kann man4 ,man hat weder ,zeit1 sich in ,frack1 noch aus ,protest gegen ,zeitvergeudung bei der ,toilette nicht in ,frack zu werfen4 ,einfach wird man vom ,genu attackiert1 auf kurzem ,wege vergewaltigt 444 ,himmlisch6 auf der ,strae entzckt es mich1 wenn ein ,vorbergehender nicht ganz richtig die inniggeliebte ,barcarole ans ,hoffmanns ,erzhlungen pfeift 444 ,der ,cafetier lt seinen ,phonographen losknirschen1 ich verliere die ,zeitung aus der ,hand1 denn so s wie nichts mischt sich in das ,klappern der ,tassen und in ,geflster von andern ,tischen her die ,arie der ,tosca 444 ,in einer fremden ,stadt hrte ich einmal ein ,bach-,prludium1 sehr gut auf einem jedoch schlechten ,klavier 7die ,tne knatterten so7 vorgetragen4 ,nie werde ich vergessen1 mit welcher ,freude ich damals in das gegenberliegende ,haus trat und zu dem offenen ,fenster hinaufhorchte4 ,ich hrte auch noch die ,fuge an und ging dann in ,glck meiner ,wege 444 ,begeistert bin ich fr ,nationalhymnen der ,soldaten1 die zufllig unten meinem ,fenster vorbei in die ,schlacht marschieren 444 fr die angstvoll asthmatischen ,klnge eines ,leierkastens auf verlorener ,landstrae1 die an den ,geruch doppelt gewrmten ,dorfkaffees erinnern2 der ,mann beginnt zu kurbeln1 wenn er uns von weitem herannahen sieht1 und zwar genau dort1 mitten in einem ,doppelschlag meinetwegen1 wo er aufgehrt hat1 als er den ,wanderer vor uns gengend weit mit seinen ,tnen geleitet erachtete 444 ,ich liebe auch die stdtischen ,flaschinetts1 hohlfltend und scharf2 die ,musik alter ,ringelspiele2 ,orchestrions mit ,janitscharenmusik2 wispernde ,aristons mit ihren ,stahlbrsten1 die pltzlich vom ,wschekasten herab oder beim ffnen eines ,stammbuchs einem ,glockenspiel hnlich erklingeln2 die ,berlioz-,instrumentation der ,strae zur ,singstimme eines fensterputzenden ,dienstmdchens 444 ,oder ich ziehe mit den ,gabelzinken in gestehendes ,fett der ,schpfenbratensauce ,kratzrinnen1 die ich dann zu wohnlichen ,gassen mit ,husern1 gro und klein1 mit ,verkehrshindernissen und ,volk zu vergrern wei4 ,das bringe ich fertig4 ,ich vergrere auch oft das ,ezeug in ,gedanken1 mache aus dem ,tisch eine weite ,ebene1 beschneit infolge des weien ,tischtuchs1 die ,teller sind wie ,gebirge1 die ,messer1 ,gabeln1 ,lffel wie silberblinkende ,seen1 sicher wie ein ,glaspalast steht mitten in weiter ,einsamkeit das ,salzfa4 ,dazu summe ich gewisse ,schlustze von ,brahms1 zum ,beispiel den aus der ,cellosonate ,f-,dur op4 #ii oder aus dem ,streichquartett 7oder ist es ein ,quintett87 ,g-,dur4 ,er geht so 444 ,knnte ich ihn doch allen vorsummen1 die mir nicht glauben wollen1 da er in diese traute1 friedlich im ,familienkreis dmmernde ,kinderstuben-,vergrerungsstimmung 7ich nenne sie auch ,knecht-,ruprecht-,stimmung1 aber ich wei nicht1 warum1 und ich denke dabei auch an ,marktbuden am ,abend und ,spielzeug aus farbigem ,holz7 einzig schn hineinpat 444 ,das sind meine ,vergngungen4 ,nun will ich1 bitte schn1 nur kein ,programm daraus machen1 keinen ,antrag auf ,umstrzung unsres gesamten ,konzertlebens1 keine ,aktion mit dem ,motto3 ,aufgepat6 ,sie knnen sich noch retten4 ,es ist hchste ,zeit1 da etwas fr unsere ,kultur geschieht6 444 ,das liegt nicht in meinem ,sinn4 ,ich habe nur meine ,notizen gesammelt1 von deren ,belanglosigkeit leider fr das praktische ,leben ich aufrichtig berzeugt bin1 und gebe sie hier zum besten4 ,mein ,tod ,von allen ,tatsachen des ,seins1 die man zu szenischer und dichterischer ,behandlung in ,anspruch genommen hat1 scheint sich der ,tod als die unfruchtbarste erwiesen zu haben4 ,die ,idee des ,todes dient dazu1 um die ,romane oder ,trauerspiele abzuschlieen1 abzuschneiden nur in manchen ,fllen1 sie soll schrecken und erhabene oder auch wohl groteske ,ausblicke gewhren 7,der ,tod ist in der ,welt -- ,byrons ,kain7 oder bestenfalls wie im ,hamlet dazu dienen1 die philosophischen ,spielereien eines ,grblers zu veranschaulichen4 ,wo der ,tod auftritt1 zeigt er sich in einer dieser drei ,gestalten4 ,einfach und banal4 ,das richtige ,nichts1 ber das auch nichts zu sagen ist4 ,was jedoch nicht ausschliet1 da er bei ,publikum und ,kritik in beinahe ebenso hohem ,ansehen steht wie andre banale und leere groe ,ideen1 zum ,beispiel3 der ,pantheismus4 ,braucht es doch heutzutage nur des leisesten ,verdachtes1 da ein ,dichter ,pantheist ist und den groen ,zusammenhang der ,natur fhlt1 die ,natur in sich1 sich in der ,natur1 und wie alle die bereitstehenden ,floskeln heien1 um ihm sofort den ,ruf eines groen ,tiefsinns und gttlichen ,ernstes zu verschaffen1 wie denn auch ganz ,deutschland auf ,verhaeren prompt hineingefallen ist4 ,stellen wir also fest3 man hat den ,tod trotz aller ,pflege bisher vernachlssigt4 ,man ist von ihm zu sehr geblendet1 lt sich zu sehr imponieren4 ,immer nur ,tod als etwas ,groes1 ,abschlieendes1 ,langweiliges1 444 das kann doch nicht alles sein4 -- ,doch nun fllt mir der bergang schwer4 ,soll ich sagen1 da ich1 um dem dringenden ,bedrfnis einer detaillierteren1 ruhigeren ,dichterbehandlung des ,todes abzuhelfen1 auf die nachfolgenden ,dinge verfallen bin8 ,wie unrichtig wre das6 ,fasse man vielmehr das ,bisherige als ungeschickte ,einleitung auf1 zu der mich die innere ,erregung ber das ,nachfolgende1 das mich natrlich zunchst beschftigt1 verlockt hat4 ,ich habe da wirklich ,merkwrdiges zu berichten2 man kann mit der ,idee des ,todes ganz familir werden1 das ist's1 oder noch besser3 sie ist ebenso aller ,abschattierungen vom ,traurigsten zum ,sesten und ,gleichgltigsten fhig wie alle menschlichen ,dinge4 ,da lese ich1 an einer ,straenecke wartend1 ganz zerstreut1 nur durch das farbige ,bild angezogen1 folgenden ,witz 7das tschechische ,witzblatt1 das ihn enthlt1 hngt aufgeschlagen hinter der ,glasscheibe eines ,buchhndlers73 ,ballerine3 ,du1 und was sagt denn dein ,vater eigentlich zu unserem ,verhltnis8 ,junger ,herr3 ,er wei doch nichts davon4 ,ballerine3 ,so1 wird denn bei ,euch keine ,bilanz gemacht8444 ,das habe ich gelesen und starre nun in die ,luft1 den ,passanten entgegen4 ,es ist schwer zu beschreiben1 was da in mir vorgeht 444 ,ich suche diesen ,witz zu begreifen1 denn ich verstehe ihn nicht4 ,ich suche1 indem ich mein ,hirn umwhle1 irgendeinen ,standpunkt zu finden1 von dem aus mir das eben ,gelesene irgendwie auffallend1 bemerkenswert1 stark1 wertvoll oder amsant erschiene4 ,es mu doch etwas daran sein1 sage ich mir1 sonst wrde man es nicht drucken1 illustrieren1 in der ,hauptstrae ausstellen4 ,aber trotz aller ,anstrengungen verschwimmt es mir1 erscheint matt und von einer krankhaften ,farblosigkeit4 ,wre es ein ,mdchen1 ich mte es als krankhaft-interessant oder so ungefhr bezeichnen4 ,so zart und bla steht es 7ich meine3 den ,sinn und die ,gesamtheit dieser ,worte7 im ,hintergrund meiner ,gedanken1 opernhaft bescheidene und doch jedenfalls temperamentvolle ,mignon6 ,ich empfinde eine krankhafte ,wollust1 so an der uersten ,peripherie meiner ,denkflche gekitzelt zu sein1 dort wo mein ,verstndnis aufhrt und nur noch unscharfe ,bilder liefert4 ,mit wissenschaftlichem ,interesse frmlich verfolge ich das ,erlahmen meines ,denkmechanismus1 wie etwa der ,experimentalpsychologe die geheimnisvollen ,vorgnge am ,rande des ,sehfeldes prft4 ,ich beobachte1 wie mein ,verstand dieses ihm ,dargebotene1 das zu weit abliegt von den ,dingen1 mit denen er sich sonst befat1 nicht mehr fassen kann1 es mit andern ,dingen verwechselt1 daran herumarbeitet1 schlielich kraftlos es in den allgemeinen ,trubel der ,welt1 aus dem er es fr einen ,augenblick hervorgezogen hat1 zurckfallen lt4 ,und ganz deutlich mischt sich in das ,gefhl der ,schwche und ,ermdung nun eine ,art von humoristischer und doch wehmtiger ,todesahnung1 die ich eben beschreiben will 444 ,doch auf diesem ,wege komme ich ihr nicht nher4 ,vielleicht anders4 ,manchmal1 wenn ich so recht mde bin1 in der ,nacht -- in einem ,kaffeehaus ist man schon ohne ,erfolg und ohne ,lust gesessen1 jetzt freut man sich auf das khle ,bett zu ,hause1 aber wieder fllt es zum ,unglck einem ,kameraden ein1 ein anderes ,lokal vorzuschlagen und aus ,mattigkeit kann man nicht nein sagen1 lt sich wieder aus der reinen ,nachtluft in lrmenden ,rauch verschleppen -- in solcher1 tieftrauriger und wohl auch erbitterter ,abgeschlagenheit1 wenn die ,augen beien1 die ,lippen weh tun1 erscheint jenes ,todesgefhl wieder4 ,und wieder in der ,form1 da ich mein ,vermgen1 ,dinge aufzufassen1 schwinden fhle4 ,ich kann zum ,beispiel nicht mehr feststellen1 ob der schwarze ,fleck auf der ,sessellehne jenseits des ,tisches ein ,ornament dieser ,lehne ist oder etwa ein ,teil des dunklen ,anzugs meines ,freundes oder vielleicht etwa ganz weit hinten im ,saal1 ein ,stckchen ,klavier1 das perspektivisch ber die ,sessellehne ragt4 ,ich kann das nicht feststellen1 weil ich keine ,lust1 keine ,berufung dazu fhle4 ,lasse lieber einen unanalysierten1 unreinlichen ,komplex in meinem ,gehirn4 ,man reicht eine komplizierte1 glnzende ,schssel auf den ,tisch1 allerlei ,farbenflecken sind auf ihr1 vielleicht ,backwerk1 und ein dumpfer ,lrm brandet um sie her1 aus ihr heraus1 sollte sie ein ,musikinstrument sein8 ,ich kann sie nicht mehr auflsen1 ich bitte einen neben mir1 das ,zweckdienlichste in bezug auf diese ,schssel oder was es sonst ist1 zu unternehmen1 nur mich in ,ruhe zu lassen4 ,es ist der tiefste ,punkt der ,erschlaffung4 ,der ganze ,krper ist eine einzige1 mde1 wunde ,fusohle 444 ,und da denke ich mir nun3 ,max1 jetzt bist du tot4 ,vielmehr1 du warst tot und bist jetzt soeben wieder zum ,leben aufgeweckt worden4 ,da bist du jetzt natrlich ganz ungebt1 unbeholfen1 elementar4 ,nur die einfachsten ,dinge des ,lebens sind dir im ,gedchtnis geblieben1 nur solche1 die dir im ,leben das ,wichtigste waren4 ,fragte man dich beispielsweise jetzt nach ,flaubert1 da wrdest du noch etwas wissen1 wenn auch nicht so viel wie in deiner ,blte4 ,auch ,worte wie3 ,geliebte1 ,vaterland1 ,mutter -- wren dir zur ,not verstndlich1 gben dir etwas zu fhlen4 ,aber diese ,weinstube8 ,waren dir jemals in deinem frheren ,leben ,weinstuben wesentlich1 zentral8 ,nun ist aber nur der ,mittelpunkt deines ,ich erst erwacht1 auf das andere sollst du dich erst allmhlich besinnen1 und da kommen solche barocke1 willkrliche ,einrichtungen wie eine ,bar mit hohen ,sesseln noch lange nicht an die ,reihe4 ,dies1 ,max1 die ,erklrung deines gegenwrtigen ,zustandes4 ,du hast dich zu nebenschlichen ,eindrcken zu entwickeln noch nicht ,zeit gehabt4 ,also schlafe1 schlafe nur ruhig 444 ,ich habe auf diese ,art im hchsten ,grade die ,eigenschaft1 mich geistig tot zu stellen und so zu vereinfachen 444 ,pltzlich mitten in meinem ,treiben findet sich mir die ,frage ein3 ,was wrde ich zu dieser ,sache sagen1 wenn ich soeben aus dem ,grabe entstiege8 ,oder noch verschrft3 ,was wrde jemand zu dieser ,sache sagen1 der nur fr einige ,augenblicke aus der tiefen ,ruhe des ,jenseits hierher versetzt wrde und gleich wieder weg mte8 ,hierher1 zum ,beispiel vor die ,oper in ,paris8 ,welchen verworrenen ,eindruck1 welchen falschen1 mte er sich von diesen ,dingen machen8444 ,oder noch anders3 ich liege halbschlafend nachmittags auf dem ,kanapee1 da weckt mich leise1 falsch gespielte ,salonmusik1 die mir nie das ,geringste bedeuten kann4 ,und doch1 wie dankbar wre ich fr diesen leeren ,fetzen ,realitt -- ein ,jahr nach meinem ,tode1 wenn ich pltzlich erwachend nichts als eben dieses ,stck hren knnte1 diese ,erinnerung an meine ehemalige ,existenz4 ,und wie wrde sich diese ,musik in einem solchen ,moment meiner ,seele ausmalen8 ,ich knnte mir vielleicht im ,augenblick nicht herauskonstruieren1 was das leise falsch gespielte ,salonmusik1 was das berhaupt bedeuten soll ,schallwellen 444 ,es ist kstlich1 fr einen ,moment mit ,hilfe dieses ,tricks 7ich bin tot1 soeben wieder erwacht7 alle die komplizierten ,erfahrungen1 die man hat1 preiszugeben1 sich selbst gleichsam in einen ,urzustand zu versetzen und nun zwischen den fein ausgebildeten ,lebensdingen ratlos umherzutappen wie in einem ungeheuerlichen ,chaos1 in einer ganz sinnlosen ,rumpelkammer 444 ,wir ben jetzt ein ,quintett4 ,noch einmal drei ,takte vor ,m1 schreit einer wtend1 weil es nicht klappt4 ,ich wei sofort1 was er meint4 ,so eingefahren bin ich in diese1 von mir doch so wenig notwendig erlebte ,konstellation4 ,was wrde von all dem ,herumsitzen1 ,stimmen1 ,plaudern1 ,sich-,anstrengen brig bleiben in meinem posthumen ,gedchtnis8 ,so zieht man ein ,schema seines ,daseins1 um dann mit doppelter ,lust vorlufig noch das ,unschematische weiter zu genieen4 ,das ,thema dieses posthumen ,gedchtnisses hat noch einen ,auslufer4 ,ich habe nmlich schon zu ,lebzeiten ein teilweise posthumes ,gedchtnis 444 ,zur ,erklrung3 ,die ,symphonien ,beethovens1 die ,knigsdramen ,shakespeares1 die ,violinsonaten von ,bach1 ,brahms und ,reger gehren doch zu meinem essentiellen geistigen ,besitzstande1 glaub' ich4 ,nher geprft1 ergibt sich1 da ich sie nur deshalb zu besitzen meine1 weil ich sie periodisch immer wieder durchnehme4 ,aber jedesmal bin ich doch wieder von ihnen berrascht1 entdecke neue1 schon halbvergessene ,schnheiten4 ,an den ,percy ,hotspur hatte ich schon beinahe ganz vergessen1 da ist er wieder1 willkommen1 mein ,held1 denkst du noch an unsere letzte ,begegnung vor drei ,jahren1 in drei ,jahren also auf ,wiedersehen6444 ,aber mein ,glauben1 da ich alle diese ,dinge und noch einige andere1 mir unentbehrliche1 zu jeder ,zeit im ,kopf habe1 ist doch nur ,fiktion4 ,dadurch entstanden1 da ich sie jeden ,augenblick wieder auffrischen kann 444 ,wenn ich aber nun sterbe1 dann ist doch diese ,hoffnung auf weitere ,periodizitt zu ,ende4 ,dann kann ich nichts mehr auffrischen4 ,in diesem ,moment wei ich nur das1 was mir gerade aktuell 7nicht nur potentiell7 im ,kopf ist4 ,und ein groer ,teil1 ja der grte der ,dinge1 die ich liebe1 wird also schon lange vor mir gestorben sein2 -- zu jener ,zeit1 da ich eben nichts ahnend zum letztenmal die ,percyszenen gelesen habe und ihre ,details vergesse1 sterben sie4 ,diesmal ist es ein ,vergessen fr die ,ewigkeit 444 ,mit einem ,satze3 ich kann nicht in einem ,moment meiner vollsten ,ausbreitung sterben4 ,ich sterbe allein1 ohne meine liebsten ,lebensbegleiter4 ,sie haben sich schon lngst1 zu verschiedenen ,zeiten von mir verabschiedet1 allmhlich1 einer nach dem andern1 ohne da ich es bemerkt habe4 ,vielleicht ist heute1 whrend ich dieses schreibe1 schon ein ,teil meines ,ich1 meines ,wissens und meiner ,gefhle tot1 tot fr immer und ich wei gar nichts davon 444 ,diesen ,zustand immer vor ,augen1 ist es da ein ,wunder1 da ich den ,erlebnissen meines ,daseins mit einer berzrtlichen ,hingabe entgegenkommen mchte1 da ich sie immer1 wenn sie wieder auftauchen -- zum ,beispiel den ,einsatz der ,geigen in der ,zweiten ,brahmssymphonie1 den ,napoleon von ,lautrec usf41 -- wie ,freunde begre1 die noch einmal zu sehen ich kaum erhofft habe 444 ,ja1 es hat neben den komischen auch seine rhrenden ,seiten1 wenn man mit dem ,tode sich auf guten ,fu stellt1 wenn man dem allgemeinen und nichtssagenden ,sterben es vorzieht1 schon bei ,lebzeiten seinen eigenen1 ganz privaten ,tod zu haben4 ,unter ,kindern ,viele ,nachmittage in diesem ,sommer verbrachte ich unter ,kindern4 -- ,eine schne1 gtige ,dame1 die mich kannte und mein ,vergngen an neuen ,dingen1 lud mich fters auf ihre ,villa ein1 nahe bei ,prag4 ,die ,ortschaft heit ,koschirsch4 ,dort sind ,obstpflanzungen1 ,grten1 ,restaurants fr ,ausflgler1 auch ein paar ,fabriken1 die aber der ,luft nicht weh tun1 und vor allem ein ,zug der herrlichsten ,anhhen1 voll von ,gestrpp1 ,bumen1 versteckten ,pfaden1 ,drahtzunen und feisten ,grasbscheln1 ber die man ausrutschen mu4 ,die ,dame wute wohl1 da zehn ,jahre viel ,zeit sind und da ich inzwischen viel ,kindliches vergessen habe1 wenn auch nicht alles4 ,und diese ,dame hat zwei ,kinder1 ein lustiges ,mderl und einen khnen1 schlanken ,buben1 und die haben ,freunde und ,freundinnen1 da gibt es oft ,gesellschaften4 ,da war ich also auch mit eingeladen4 ,lrm1 der zum ,himmel dringt1 ungeheurer ,lrm1 ,kreischen noch darber hinaus wie eine ,feuersule aus einem ,dorf1 die ,hnde geschttelt und gerissen1 ,gruppen1 die einen ,schritt zwischen ,laufen und ,tanzen einschlagen1 ,gesprche in drei ,worten und beendet durch einen ,schlag auf die ,schultern1 ,mdchen1 die sich durch ,ketten anderer drngen1 sich paarweise fassen1 bereinander kollern1 immerwhrendes ,lachen durch dieselben ,lippen hindurch1 die ebenso immerwhrend auch reden 444 ,anfangs ging es mir steif durch den ,kopf1 es war mir unbegreiflich4 ,diese vielen winzigen ,gesichter1 und sind sie nicht alle einander hnlich1 ja gleich8444 ,und diese ,bewegung1 wird dir nicht der ,arm mde1 wenn du zusiehst1 wie zwecklos und auer sich dieser ,knabe wie eine ,radspeiche den seinen dreht und dazu redet und lacht noch obendrein1 alles zugleich8 ,die ,luft mu dir ausgehn 444 ,aber ich gewhnte mich daran4 ,bald verstand ich alles1 ich unterschied diese hnlichen ,augen und ,nschen1 nannte jedes mit dem ,namen4 ,pltzlich war ich eingeschrumpft1 nach dem ,mastabe kindlicher ,angelegenheiten fand ich die kurzen ,gartenwege lang wie ,landstraen1 und die ,beete waren nur noch da zum ,dreintrampeln4 ,ich schrie mit4 ,ich bot meine ,kenntnisse an1 und es bildeten sich ,spiele1 wie ich wollte oder wie ein anderer wollte manchmal4 ,sprach ich einen ,vorschlag aus1 so war ich ngstlich aus ,ehrgeiz und krnkte mich1 wenn er nicht angenommen1 gar interesselos berschrien wurde4 ,bald verstand ich alles4 ,alle ,kinder wollten neben dem ,haustchterchen sitzen1 denn sie war ,geburtstagskind und gab das ,fest4 ,sie stritten1 sie schlossen ,vertrge3 ,also du bist jetzt bei ihr1 aber auf dem ,heimweg komm' ich dran1 das war die wichtigste ,angelegenheit4 ,aber eine wurde vorgezogen1 ,bascha1 die hbsche ,polin1 die am lautesten schrie 7manchmal1 denn manchmal auch schrien alle am lautesten7 und die von der ,schaukel stundenlang nicht fortzubringen war 444 ,es begann zu regnen1 die ,bume im ,garten bekamen schwarzgrne ,bltter im ,schatten tiefer ,wolken1 dunkel war es1 feuchte ,luft stieg aus dem nassen ,gras wie aus ,hhlen4 ,man sah1 wie in helleren ,regionen des ,himmels graue ,wolkenzipfel sich drehten1 im ,drehen auflsten1 wie sie als ,regen im ,fall verschwanden4 ,o weh1 sagten die ,erwachsenen und bedauerten die ,kinder1 jetzt ist der ,ausflug verregnet4 ,aber die ,kinder machten sich nichts aus dem bichen ,wasser1 sie lachten weiter1 und eine sah ich mit erhobenem ,zeigefinger im strmenden ,gu durch die ,allee hpfen1 mit dem ,triumphruf3 ,es regnet nicht mehr1 es regnet nicht mehr4 ,in der ,veranda wurde gegessen1 groe ,butterbrote1 ,kaffee1 manche erklrten sich fr ,milch4 ,und man sprach von der ,schule1 hauptschlich vom ,dividieren1 das war der ,erbfeind1 die ,schattenseite des ,daseins4 ,auch der ,herr ,lehrer war eingeladen1 und nun bildete sich in der ,ecke1 mir zunchst1 eine eifrige ,verschwrung4 ,pltzlich brach eine helle ,stimme aus3 ,bitte1 ,herr ,lehrer1 werden wir morgen nicht dividieren8 ,dann habe ich mit den ,buben ,raupen gesammelt1 eine groe ,heuschrecke auf die sanfteste ,art gettet1 nachdem ihr vorher einer ein ,bein ausgerissen hatte 444 ,es wurde wieder schn1 und wir erstrmten die ,hgel1 die ,dppler ,schanzen mit ,hurrageschrei4 ,man fing eine ,blindschleiche1 die wie ein ,stock in der ,hand erstarrte1 und sekierte sie1 was ich auch sagen mochte4 ,bis ich drohte4 ,dann kamen die herrlichen ,spiele meiner ,jugend3 ,nationale1 ,ruber und ,polizei4 ,die ,polizisten mssen zuerst auf dem ,bauch liegen1 das ,gesicht in den ,hnden1 und drfen nicht sehen1 wie die ,ruber sich verstecken4 ,dabei sollen sie bis dreihundert zhlen 444 ,o wie fielen mir in dem ,lrm alle ,erfahrungen und ,schliche aus den ,kinderjahren ein1 von der ,schtzeninsel1 als wir noch unter den ,brckenbogen spielten4 ,diese ,streitigkeiten3 ,sie haben geschaut1 ,nein1 ,die ,ruberhhle darf nicht bewacht werden4 ,dann wie man in rasender ,eile zhlt und immer das ,zhlen dem berlt1 der grter ,virtuos im ,schnellzhlen ist und in neuen ,schwindeln4 ,man zhlt immer nur bis zehn und merkt sich die ,zehner1 denn da gibt es weniger ,silben auszusprechen bei eins1 zwei1 drei als bei einundzwanzig1 zweiundzwanzig1 dreiundzwanzig4 ,fr halb und halb erlaubt gilt es auch1 statt der letzten fnfzig langsam bis zehn zu zhlen1 und wie hastig ist dieses langsam4 ,doch die ,ruber sind schon versteckt4 ,aus einem sichern ,gebsch lcheln sie ber die vergeblichen ,operationen der ,polizei1 laufen dann weit1 um sie irrezufhren4 ,und wie war es da ,freude und ,stolz1 kriechend sich die ,hnde zu zerkratzen1 die ,hosen aufzuschlitzen im ,winkel4 ,und gar zu rennen ber die ,stoppelfelder hin1 die hart sind wie das beste ,pflaster und noch berdies durch ,knacken bei jedem ,tritt ein lustiges ,gefhl ihrer ,hrte dem ,laufenden mitteilen4 ,wie der ,wind blies6 ,wie sich das ,gelb einfrmig bis an den ,himmel hob und nichts mehr vor mir lag1 auch in meinem ,geiste nichts anderes1 als diese ,flche1 die zu berlaufen war1 geradeaus6 ,wie wir dann berraschend auf der anderen ,seite erschienen1 wo niemand uns erwartet hatte1 und tollkhn1 die letzten ,mohikaner1 den steilen ,abhang hinunter mehr sprangen1 strzten als rannten1 durch die angedonnerte ,meute hindurch6444 ,ja es war ,gesundheit und voll ,frohsinn1 nie mehr werde ich mich so frei fhlen1 wie in diesem ,augenblick des ,herunterrennens1 so glanzvoll und so mit ,recht bewundert6 ,nein1 zehn oder fnfzehn ,jahre sind nicht viel1 ich habe sie gestrichen4 berdies nannten die ,erwachsenen mich ein ,kind1 und ich mute mit ihnen die ,villa besichtigen1 das ,speisezimmer1 das ,bad1 das ,klavier1 und so fort4 ,aber ich hrte -- es drang durch die geschlossenen ,fenster -- das ,jauchzen der ,kleinen1 aus dem ,garten1 von den ,bergen her4 ,in diesem ,moment wurde ich wirklich ein ,kind4 ,tiefer ,schmerz befiel mich1 da ich nicht unter den andern mit unten sein durfte1 da ich mich langweilen mute1 wie frher auf ,spaziergngen mit der ,gouvernante lngs des ,quais4 ,drauen rauschten die ,bume1 so hell warf die ,sonne ,funken durch die naglnzenden ,bltter4 ,da fate ich die ,hand der guten1 schnen ,dame und bat schon1 man mge mich zu den ,kindern fortlassen 444 ,der ,sommer ist vorbei1 und nun bin ich wieder allein1 ein erwachsener ,schriftsteller fr sterreich und das ,deutsche ,reich4 ,der ,ordnungsliebende ,nun wnsche ich mir seit heute frh eine ,insel4 ,eine ,insel zum ,ordnen4 ,ordnungsliebe ist meine geheimste und eigentlichste ,eigenschaft1 daran zweifle man nicht1 bitte4 ,aber jahrelang habe ich leider keinen ,ausweg fr sie gefunden1 keinen andern ,ausweg als schbige ,pedanterien ohne ,erfolg1 peinvolle ,anstrengungen4 ,deshalb eben freue ich mich heute so1 seit dem ,frhlicht1 da ich ber die ,steinbrcke ging4 ,denn nun wei ich1 wohin ich strebe1 was ich mir wnschen soll 444 ,seit lngsten ,jahren ist es meine ,sehnsucht1 irgendein ,ding genau zu ordnen1 durch ,ordnung zu beherrschen1 ber seine kleinlichsten ,vernderungen zu wachen und frmlich ,buch zu fhren1 es grndlich in der ,hand zu haben1 ohne da ihm eine dunkle ,ecke brig bliebe1 wahrhaft zu einer ,kolonie des eigenen ,ich es auszugestalten 444 ,aber ahnt man1 wie schwer das ist8 ,gewi gehrt es zu den kompliziertesten ,unternehmungen unseres ,erdballs1 ohne da sich bisher ein ,ruhm oder auch nur eine ,aufmerksamkeit fr das berwinden dieser ,schwierigkeit gezeigt htte4 ,es ist ein bisher noch nicht gewrdigter ,sport1 den ich entdeckt habe4 ,und eigentlich mehr als kompliziert4 ,ich will gleich die ,wahrheit sagen3 es ist unmglich4 ,ehemals habe ich versucht1 meinen ,schreibtisch zu ordnen4 ,das war eine meiner ,jugendtorheiten1 ein idealistischer ,zug der zarten1 unerfahrenen ,seele 444 ,wie schn habe ich davon getrumt1 ihn bersichtlich geschlichtet zu haben1 jede ,ecke und ,schadhaftigkeit der kastanienbraunen ,schreibmappe zu kennen1 ihre ,lage genau nach eigenem ,willen zu bestimmen und die ,zentimeter zu wissen1 die ihr ,rand von dem ,rand des ,schreibtisches1 von dem grn eingepflanzten ,tuch ,abstand hat4 ,dann die ,bcher6 ,jedes einzelne durchforscht1 alle ,worte1 alle ,beistriche darin auf den ersten ,handgriff zugnglich wie ,sklavinnen im ,serail1 und jedes unintriguant an seinem ,platz1 ohne ,widerrede4 ,hier die ,briefe1 hier die ,papiere1 das ,tintenfa ohne die mindeste ,verzierung eines ,kleckses an seine gewisse ,stelle gezwungen1 von der es sich nicht rhren darf4 ,lauter ,kettenhunde4 ,willige ,lschbltter1 ein ,messer wie zum ,rasieren1 ,lineale voll ,pflichtgefhl1 ,federn von biederem ,charakter und ganz nahe auf geringstem ,raum aneinander gepret1 ,tinte mit deutlicher ,abneigung gegen ,staubkrner4 ,all dies wie etwas ,ewiges1 dem ,wechsel der ,zeit entrckt1 aus dem allgemeinen ,raum in einen ,privatraum meines ,fabrikats gehoben1 frei von der blichen ,kausalitt 444 ,wie herrlich3 ich wrde aufhren zu arbeiten1 aus ,angst1 dieses ,heiligtum zu beflecken1 und nur an manchen ,abenden behaglich mchte ich die ,lampe entznden1 um verzckt und voll ,andacht dieses ,wunder von ,ordnung1 ,przision1 ,dienstfertigkeit zu betrachten1 so gemtlich und mit einem sichern ,haushalt zufrieden2 an unruhigen ,abenden1 whrend drauen wst die ,bohmiens zu den trostlosen ,sprngen ihres ungeordneten ,lebens ansetzen 444 ,ach1 da es ein ,traum geblieben ist6 ,unmglich1 einen ,schreibtisch bis zur letzten ,feinheit zu ordnen4 ,ganz einfach1 weil es unmglich ist1 die ,grenze dieses ,schreibtisches zu bestimmen4 ,seine ,holzfe verlaufen unmerklich in das ,holzparkett des ,fubodens1 trpfeln wie ,regenlinien ins ,meer1 die ,zimmerwand berhrt ihn mit ungeschickter ,zrtlichkeit1 andere ,mbel stoen an1 es ist ein kameradschaftliches ,kitzeln und ,winken von allen erdenklichen ,dingen her1 schlielich bemerkt man 7man bemerkt es rgerlich71 da kein ,ding in der ,stube einer gewissen ,beziehung auf diesen ,schreibtisch entbehrt4 ,die ,stube wieder steht mit allen andern ,rumen des ,hauses in ,verbindung1 das ,haus ist auf der ,strae1 die ,strae gehrt der ,stadt1 die ,stadt rechnet sich zur zivilisierten ,welt 444 ,so kommt es1 da man als gewissenhafter ,mensch1 um einen kleinen ,schreibtisch zu tyrannisieren1 schlielich die ganze ,welt in ,ordnung bringen mte2 eine ,aufgabe1 die man vielleicht aus ,bescheidenheit1 vielleicht mit ,rcksicht auf mangelhafte ,sprachkenntnisse ablehnt 444 ,das ,unendliche und die ,zusammenhnge4 ,nun habe ich die siegreichen ,feinde meiner ,ordnungsliebe genannt4 ,doch scheint es mir1 als wrden sie von heute an nicht siegreich bleiben4 ,ich habe die ,steinbrcke beschritten1 ich habe zufllig einen ,blick der ,inselflche unter ihr gegeben 444 ,ich will nicht prahlen1 mglicherweise ist all das ein ,irrtum 444 ,aber nein1 ich glaube wirklich1 da diese ,insel etwas ,abgeschlossenes ist1 wie nichts anderes in der ,welt4 ,das ,wasser ringsum und die ,mauer des polierten ,quaderquais sind so brav1 mit nichts auerhalb zu kokettieren4 ,wohlan1 die ,insel liegt da1 nichts als ,insel1 punktum1 keine ,gemeinschaften mit unvorhergesehenen ,kameraden4 ,o diese ,insel4 ,und zumal im ,herbst1 wenn keine ,belaubung strt4 ,zweifellos knnte ich sie subern1 unterwerfen1 regieren4 ,jeden ,morgen wrde ich an einem ,ende beginnen und1 kriechend auf allen ,vieren1 die ,bltter vom ,boden klauben1 das ,gras abmhen1 die ,bnke putzen1 die ,spatzen erschieen4 ,sie knnte mein kleines ,knigreich sein1 wo nichts ohne meine ,einwilligung vor sich geht1 spter wrde ich die ,bume fllen1 die ,beete umhacken1 um mir die ,arbeit zu erleichtern4 ,natrlich drfte kein ,mensch ,zutritt haben 444 ,allmhlich mte alles ,leben und jede ,zuckung in meinem ,gebiete aussterben1 nichts bliebe als eine ,sandflche von geometrisch genau berechenbarer ,gestalt und einer bestimmten gleichfrmigen ,farbe1 hart in den ,quaigrtel gepret und durch den ,flu nach allen ,seiten begrenzt1 ein hchstes ,musterbild der bersichtlichkeit und der eindeutigen ,regel1 und so durch kahle ,erstarrung wie ein ,fremdkrper aus diesem zappeligen ,dasein ausgeschieden 444 ,ich werde mich an einen ,staat wenden und ihn bitten1 mir eine seiner ,inseln zu schenken1 eine ganz kleine ,insel zum ,ordnen 444 ,panorama ,hat niemand mehr ,lust1 mit mir in ein ,panorama zu gehn8 ,diese ,vergngung1 obwohl sie ja dem ,namen nach alles1 rundweg alles1 was man nur sehn kann1 darzubieten verheit1 gehrt keineswegs zu den heutigen und irgendwie begnstigten1 sie ist eine ruhige1 altmodische ,vergngung und kann als solche dem ,tempo unseres ,zeitalters natrlich nicht mehr nachkommen4 ,das ,panorama wird bald die symbolische ,zufluchtssttte aller ,unzufriedenen mit unserer ,zeit sein1 wird ein dunkles1 melancholisches ,vergngen mit viel ,bitterkeit auf dem ,grund1 bekommt -- wie alles1 wo solche ,schwchlingsopposition sich einnistet -- einen ,beiglanz von ,poesie1 von verlorner ,kindheit1 von ser und hchst angenehmer ,faulenzerei1 von all den lieben ,dingen1 welche der starke und1 wie man zu sagen pflegt1 gesunde ,hauch der ,neuzeit etwas angegriffen hat2 wir werden ja sehn1 was ihnen nachkommt4 ,weniger trumerisch ausgedrckt3 die ,panoramen gehn halt ein4 ,billigerweise mu eine harmlose ,einrichtung1 die auf einem so ganz einfachen physikalischen ,kunststckerl1 wie das ,krperlichsehn ist1 beruht1 dem neuen und kompliziert-technischen ,hervorzauberer beweglicher ,landschaften und gar lebendiger ,wesen das ,feld rumen4 ,armes ,panorama1 ,vergngung unserer ,groeltern1 berbleibsel der ,biedermeierzeit3 jetzt erregt unsere ,nerven der ,kinematograph4 ,wir wollen beflimmert sein1 frmlich von wechselnden ,augen aus kreidiger ,leinwand heraus angeschaut1 nicht selbst ruhig und sanft durch zwei ,gucklcher in eine schwarze ,kiste blicken4 ,wie dem auch sei1 wir treten ein4 ,das ,gefhl1 da es heute vielleicht zum letztenmal ist1 lassen wir vorlufig gar nicht erst aufkommen4 ,aber whrend wir uns an dem hflichen1 unsagbar freundlichen und dabei gar nicht hbschen ,billettfrulein vorbeibewegen1 durch geraffte1 staubigrote ,portieren in den ,raum treten1 der die groe ,holztrommel mit den ,weltbildern fat -- und schon hren wir das akzentlose1 wie seit ,ewigkeit vorhandene1 nagende ,ticken des ,uhrwerks --3 whrend wir also alle ,vorbereitungen treffen und den ,hut an einen ,rechen hngen1 mssen wir doch dem allerdings gefhrlichen ,gedanken nachgehn1 da niemand auf der ganzen ,erde sich so feinfhlig und gtig benimmt wie ,kaufleute1 denen es geschftlich nicht gut geht1 am besten3 die vor dem ,konkurs stehn4 ,scheint es nicht1 als ob alle ,menschlichkeit und gute ,erziehung1 ,selbstbeherrschung und ,demut in solchen liebenswrdigst zusammentrfen4 ,als ob ihre gar nicht mehr erzwungen klingende ,aufmerksamkeit gegen die ,kunden1 ihr ,witzigsein und ihr ernstliches ,besorgtsein um mein so bescheidenes ,einkaufspaket1 ja noch um die ,schnurmasche an diesem ,paket1 ihre vorbildliche ,heiterkeit im ,geschftsgesprch sie selbst fr ihre peinliche ,lage reichlich entschdigen mten4 ,ich kannte einen solchen1 einen ,photographen1 den die ,konkurrenz verbesserter ,apparate ruinierte2 in der kritischen ,zeit glich er einem zarten shakespearischen ,edelmann1 so gewhlt waren seine stets vernnftigen ,worte1 so fein sein ,anstand4 ,ein ,muster des guten ,tons war er1 eine ,blume seines ,standes4 ,nun1 ein solcher ,schimmer von ,selbstlosigkeit und ,moral breitet sich auch ber niedergehende ganze ,unternehmungszweige aus1 niedergehende ,unternehmungen haben etwas ,aristokratisches und selbst ihre ,angestellten1 wiewohl gegen monatliches ,fixum verpflichtet 7jawohl1 mein hfliches ,frulein71 gewinnen ,anteil an diesem ein wenig verweichlichten1 slich duftenden ,altjungfernhimmel der ,gerechten2 weiche1 schwarze ,seide1 billige1 und etwas welker ,bltenflor stnde ihnen gut zu ,gesicht1 doch genug davon1 sonst werde ich noch ganz und gar traurig4 -- ,dieses ,zimmer ist von einer heillosen1 sprachlosen ,wehmut1 in seiner ,dunkelheit1 die nur von der ,decke her ein wenig rckstrahlendes ,licht beregnet1 es wird einem wirklich ganz feucht um den ,hals1 und dazu funkeln paarweise die ,fensterchen wie winzige ,kabinenluken eines fernen ,dampfers4 ,doch jetzt erhebt sich ein ,laut1 ein allgemeiner1 durch den ganzen ,raum fortschtternder1 wie ein im ,schlafe gelalltes ,wort1 ein halbgelhmtes ,aufatmen1 die einzige ,lebensuerung dieses ,kosmos1 rttelnd an seinem ganzen ,bau -- es ist nichts1 nur die ,bilder sind weitergerckt und ein ,glckchen hat das ,zeichen dazu gegeben4 ,ruhe ist wieder eingetreten1 zum ,weinen tiefe ,ruhe 444 ,vergraben wir uns also schnell bis an die ,ohren in die ,schaumuscheln und flchten wir -- dazu ist ja das ,panorama da -- aus der ,nsse heimatlicher ,lebensbedingungen in fremde1 schon durch ihre ,entlegenheit oder gar durch bessere ,sonnen gewrmte ,gegenden1 frischen wir vergangene ,geographieschulstunden auf1 sei es durch eine ,reise ber das ,weltmeer1 sei es in ,florenz4 ,ich sah neulich ,bitlis1 die ,hauptstadt von ,kurdistan1 ich fand es gemtlich dort zu wohnen am ,fue einer uralten ,festung1 die ,hauptstrae herunterzubummeln1 welche auf der einen ,seite den aus harter ,steppenerde gegrabenen ,wall hat1 auf der andern einen schmalen1 schnellen ,flu mit einem ,halbmondbrckchen aus ,stein darber4 ,ich war auch einmal in ,ceylon1 sah fremdartige wie aus ,hanf gewebte ,schiffchen an der ,kste eines ,landsees1 ihre ,ankerseile gespannt zum ,greifen4 ,ein ,mdchen1 vielleicht eine junge ,frau1 lchelte mich an in der ,nhe von ,kapstadt1 angesichts des ,tafelberges lchelte sie aus guten1 starken1 weien ,zhnen4 -- ,doch damit die ,illusion nicht zu ergreifend werde1 sind die ,bilder handkoloriert wie schlechtere ,ansichtskarten4 ,da gibt es spaige ,bume aus ,grnspan1 der ,boden ist zitronengelb und mit drei immerwiederkehrenden ,nancen mssen sich alle die bunten ,trachten eines sizilischen ,volksfestes zufriedenstellen4 ,dann dieser ,himmel1 er ist glasig grnblau1 sehr transparent und milde1 auch die heftigsten ,wolken bewahren das ,durchsichtige1 etwa wie schmutzige ,wnde eines ,tintenfasses1 und werden niemals regnen4 ,in diesem ,glasgrund der ,diapositive finde ich die schne1 heitere ,stilisierung1 die ,erdferne der ,panoramawelt4 ,zu ,glas vereist das hurtige ,bchlein mit seinen ,schatten unter den dichten ,waldbumen1 ,glas zeigt sich unterbrechend in dem allzu naturwahren ,gesicht eines ,bettlers1 und nicht nur ,kirchenfenster sind glitzrig1 auch ihre ,reflexe auf dem ,estrich haben etwas seltsam ,materielles1 man glaubt sie unter den ,schritten der ,pilger knistern zu hren4 ,anllich dieser ,kirchenfenster kann ich berdies nach so viel ,lob des ,panoramas einen ,tadel aus ,gerechtigkeit nicht unterdrcken3 ,interieurs von ,kirchen1 auch von ,palais und ,gemldegalerien geben keine schnen ,panoramabilder4 ,sie wirken flchig1 tot1 versperrt4 ,wenn ich daher auf dem kalligraphierten ,programm in der ,auslage meines ,stamm-,panoramas allzu oft die ,worte ,inneres von -- lese1 vermeide ich es1 trotz des geringfgigen ,eintrittsgeldes von zwanzig ,hellern1 einzutreten4 ,ich halte derartige ,aufnahmen fr stilwidrig1 fr eine ,verkennung des ,panoramastils4 ,autoren von ,panoramakollektionen sollten 7falls sie berhaupt vor dem endgltigen ,untergang ihres ,metiers noch zu theoretischen berlegungen kommen7 ihre ,bemhung dankbaren ,gegenstnden zuwenden1 denen sie im ,kreis ihrer ,methoden neue ,wirkungen entlocken mgen4 ,denn keine ,kunst berschreitet ungestraft die ,grenzen ihrer legitimen ,macht4 ,gute ,bilder sind1 zum ,beispiel1 ,straenszenen1 weite ,ausblicke1 kurz alles1 worin plastisches ,hervorheben und ,abstnde zur ,geltung kommen4 -- ,nun wieder etwas ,trauriges3 ich habe einmal1 durch unziemliche ,neugierde verleitet1 den ,vorhang zu meinen ,fen1 der rings um das ,polygon gespannt war1 gehoben1 um in das ,innere dieser oft so lebensvollen1 weiten ,gegenden zu gelangen1 und ich dachte nichts anderes1 als nun ganz bestimmt in ein wrmeres ,klima1 nach ,italien oder zwischen fahnen- und segelartige ,firmen einer japanischen ,gasse zu kriechen4 ,aber als ich mich bckte1 sah ich nichts als einen leeren ,raum1 diesen grell beleuchtet von einem in der ,mitte an einer ,eisenstange hoch emporgereckten1 nackten ,glhstrumpf1 dumpfige ,luft1 den schmutzigen ,boden mit drei oder vier ausgebrannten ,zndhlzchen1 und gar nichts von ,farbe1 denn ich hatte den ,kopf schon hinter dem ,grtel der berraschend winzigen ,bildchen1 der von einem ,zahnrad getrieben ruckweise vorging4 ,so starrte ich erschrocken in ein hellstrahlendes1 ganz kahles ,geheimnis1 und ich besa den ,leichtsinn1 einen ,augenblick zu denken1 auch unsere ,welt1 die uns so raffiniert betrieben dnkt1 knnte in ihrer ,mitte so eine leere1 schweigsame1 einfache1 gleichgltige ,hauptsache haben4 ,doch lehnen wir das ab1 es ist unwissenschaftlich1 laben wir uns dagegen an den historischen ,toiletten1 die mit der ganzen ,unbefangenheit des damaligen ,modernseins auf diesen ,bildern getragen werden1 vor ,europern wie vor ,eingeborenen1 an den ,htchen1 culs de ,paris1 den ,ballonrmeln1 die man schn fand1 als in ,wien die ,rotunde neu war4 ,ja1 diese ,bilderserien reisen von ,jahrzehnt zu ,jahrzehnt1 wie sie auch von ,stadt zu ,stadt reisen1 ihre ,figurinen haben daher das ,unbewut-,hilflose1 das ,komische von allem1 was nicht mehr ist und nicht bei uns ist4 ,mit verhaltenem ,mitleid kommen wir ihnen am besten entgegen und doch waren sie1 die ,stutzer1 auf allen ,bildern wiederkehrend1 waren die damals hchst gegenwrtige ,reisegesellschaft des ,stereographen oder seine mchtige1 einflureiche ,gemahlin1 die bald auf zertrmmerten ,sulen einer schottischen ,abtei sitzt1 bald vor einem ,zulukraal mit zugekniffenen ,augen der ,sonne trotzt4 ,wir kennen sie schon1 die gndige ,frau4 ,und wir sind berhaupt von ,langeweile nicht allzuweit entfernt1 wir beobachten schon nicht mehr die ,bilder1 sondern vielmehr den ,moment1 in dem sie doppelt hereinschweben1 schattenhaft anprallen mit ,gerumpel 7dem einzigen ,lebenslaut in dieser ,karthause71 nicht stehn bleiben knnen und endlich wackelnd sich beruhigen4 ,die ,bilder bleiben uns zu lang4 ,dann wieder gibt es andere1 die offenbar nur krzere ,zeit1 zu kurz vor dem ,auge stehn1 deren ,einzelheiten man hastig durchsucht1 umklaubt1 frmlich in ,unordnung bringt aus lauter nervser ,angst1 da das ,ganze im nchsten ,augenblick davonfedern mu4 ,das ,totenglckchen von der ,wand her klagt man1 wiewohl man wei1 da es mechanisch die ,zeit abmit1 der ,ungenauigkeit und ,willkr an4 ,ja1 der ,mensch ist eben eine ganz besondere ,uhr4 -- ,man knnte nach all dem glauben1 da ich ein ,freund der ,panoramen bin1 ein ,sentimentaler4 ,aber weit entfernt davon sehe ich kaum den ,vorzug1 den die ,unterhaltung im ,panorama vor dem ,durchblttern irgendeiner illustrierten ,reisebeschreibung haben sollte4 ,hchstens den1 da man gezwungen wird1 alle ,bilder eine gewisse gleiche ,zeit lang 7obwohl sie bald lnger1 bald krzer ist7 zu betrachten1 und wenn man dazu noch geldgierig ist1 da man die ganze ,runde zwei- oder mehrmals ansieht4 ,denn das ist ohne weitere ,umstnde erlaubt4 ,freilich knnte man einwenden1 da sich auch der ,kino die ,verlockung ununterbrochener ,vorstellungen zunutze gemacht hat4 ,aber -- nun kommt mein letzter ,trumpf -- in welchem andern ,etablissement kann man1 verliebt in ein besonderes ,bild1 diesem von ,guckloch zu ,guckloch1 von ,sessel zu ,sessel folgen und einen ganzen ,nachmittag lang nichts als dieses ,eine vor der ,seele haben4 ,wo1 ich bitte8 ,im ,panorama nur1 im altmodischen1 dessen smtliche ,sessel mit oder ohne ,lederpolster beinahe immer leer sind2 so sieht man am ,schlu meiner ,betrachtung die ,vortrefflichkeit dieser ,einrichtung wieder mit ihrer ,verlassenheit zusammenfallen1 was ich berdies nach so vielen vorbereitenden ,akkorden in grobe ,worte zu fassen wohl gar nicht mehr ntig gehabt htte4 ,nur unruhige ,kinder gehn noch hin1 verarmte ehemalige ,hochzeitsreisende schwelgen in ,erinnerungen1 unttige ,offiziere suchen passende ,schlachtfelder fr ihre phantastischen ,kolonialkriege4 ,man kann auch mit einer ,dame ins ,panorama gehn und1 wenn man sich so setzt1 da man die ,vorhand hat1 ihr mit ,kennerschaft die ,bilder1 die sie zu sehn bekommen wird1 angenehm vorerzhlen3 ,du1 aber jetzt kommt was ,schnes 444 ,nur mu man wissen1 da ein ,bild im ,holzrahmen immer verdeckt bleibt1 da also das meine erst als bernchstes 7nicht als nchstes7 zu ihr kommt1 und wenn ich 7wie natrlich7 noch so dicht neben der ,schnen sitze4 ,kinematographentheater ,mitarbeiter der ,firma ,path frres1 ,paris1 stelle ich mir so etwa vor3 nach neuen kinematographischen ,ideen ausstreifend durch die bekannt-schne ,umgebung von ,paris kommen sie1 beispielsweise1 zu einer ,sandgrube4 ,sofort ruft einer3 ,voil6 usf41 auf franzsisch natrlich1 zu deutsch ungefhr heit es1 da seiner ,ansicht nach hier die beste ,gelegenheit fr eine neue ,aufnahme wre1 die man dann ,drama in den ,goldminen ,kaliforniens nennen knnte4 ,und schnell werden die notwendigen ,utensilien herbeigeschafft1 wie breitkrmpige ,hte1 ,revolver1 ,seile fr ,goldlasten1 ,kurbeln1 ,patronengrtel1 quer um die ,brust zu schnallen1 und los1 man spielt schon unter ,aufsicht des gigerlhaften ,regisseurs ,wildwestmanieren auf den ,film 444 ,oder ein flaches ,magazindach gibt diesen ,romantischen ,anregung zu maurischen ,zitadellen1 ein ,sumpf zu ,ritten durch die ,wste ,gobi1 ein vorbeifahrender ,kulissenwagen zu allen ,szenerien der ,erde 444 ,und nicht als ,tadel sage ich das1 nein1 es entzckt mich ja1 da gerade durch diese ,edisonerfindung1 die anfangs nur nchtern kopiertes ,leben sein wollte1 so viel phantastisches ,theater in die ,welt gekommen ist 444 ,nun sitze ich manchen ,abend vor der weien ,leinwand und1 nachdem es mich schon beim ,eintritt jedesmal belustigt hat1 da es hier eine ,kassa1 eine ,garderobe1 ,musik1 ,programme1 ,saaldiener1 ,sitzreihen gibt1 all dies pedantisch genau so wie in einem wirklichen ,theater mit lebendigen ,spielern1 nach dieser1 wie mir scheint1 witzreichen ,beobachtung macht mich das leise ,sausen des ,apparats siedend vor ,erwarten4 ,ich habe die ,liste studiert1 ich wei1 welche ,nummer belehrend1 welche urkomisch1 sensationell oder rhrende ,szene aus dem wirklichen ,leben sein wird4 ,und bald verfinstert sich der ,saal zu einer ,reise nach ,australien4 ,ich sehe ,straen1 ,menschen1 die vorbeigehn1 sehr schnell trotz aller ,behaglichkeit1 manche bleiben stehn und unbeteiligt schaun sie unter ihren australischen ,mtzen her zu mir4 ,gr dich ,gott1 ,mensch1 du siehst mich nicht1 vielleicht bist du schon tot1 einerlei1 sei mir gegrt6 ,sodann erlebe ich eine ,feuersbrunst1 ,alarm1 die pflichtbertreue ,lschmannschaft im ,ansturm4 ,es kommt mir vor1 als htte ich denselben ,brand auch auf einer ,reise durch ,chikago schon erlebt1 aber vielleicht tuscht mich da mein kinematographisches ,gedchtnis4 berdies bin ich nicht nach ,australien gekommen1 um nur ,brnde zu sehn2 gleich werde ich durch zwei ,schienen berrascht1 die auf mich zugleiten1 ich sitze nmlich in der ,lokomotive eines ,blitzzuges1 ich erfreue mich an ,bergen1 ,flssen1 ,eingeborenen1 an dem absoluten ,nichts im ,tunnel4 ,typen aus dem ,innern des ,landes2 wie immer bei exotischen ,aufnahmen fehlt der ,raseur nicht1 nicht der eingeseifte ,schwarze1 der ,grimassen mitteleuropischen ,varietstils schneidet4 ,schlu1 berraschend1 ach warum schon8 ,aber das folgende ist nicht schlechter4 ,die ,wissenschaft hat ihr ,recht bekommen1 jetzt zappelt das ,frhliche an die ,reihe und mit ,adagiobegleitung eines ,wiener ,liedes die ,tragik4 ,da sind die ,zaubereien1 geduldig kolorierte tausend ,photographien1 ,verwandlungen der ,blumen in ,ballettmdchen1 ,brahminen mit langen ,brten1 beltter1 denen der ,kopf abfllt wie nichts1 ,schwebende1 ,reisende zum ,mond1 ,gottheiten1 der ,teufel4 ,geschehnisse des ,alltags wollen nicht fehlen4 ,falschmnzer werden entdeckt1 ,verbrecher nach langer ,verfolgung gefangen genommen1 arme ,kinder gefoltert1 ,familienvter unschuldig verurteilt1 gerettet im letzten ,augenblick4 ,ich kenne das auftretende ,personal schon ganz genau1 genau den ,knaben1 der sich vor ,lachen kaum halten kann1 immer wenn er weinen soll4 ,dieser betrogene ,gatte war gestern ein nicht zu rhrender ,bruder4 ,so erfllt sich die ,gerechtigkeit1 ber die einzelne ,tat hinweg4 ,dies bewundere ich2 noch mehr aber1 wie durch ,gesten die kompliziertesten ,voraussetzungen deutlich gemacht werden4 ,man sieht3 dich hasse ich oder warum hast du gestern meinem ,onkel gesagt1 da ich um halb sechs ,uhr noch zu ,hause war8 oder auch der ,sohn dieses ,mannes hat mich vor zwanzig ,jahren bestohlen4 ,und nur das eine erscheint mir rtselhaft1 da gewhnliches ,sprechen schon durch so starke ,gesten dargestellt wird3 wie man kinematographisch jemanden andeuten wrde1 der in einem fremden ,lande gestikulierend sich verstndlich macht oder der von ,natur aus zu heftigen ,gebrden neigt4 ,indes zu ,nachdenken ist nicht die ,zeit4 ,denn die zweite ,abteilung berschttet mich schon mit ,bildern zum ,kranklachen1 wie das ,programm sie nennt1 mit betrunkenen ,brieftrgern1 ,naturmenschen1 ,galanen1 die in einen ,kasten sich verstecken und dann die o6 so lange1 so zum ,kranklachen lange ,reise im ,speditionswagen1 auf der ,eisenbahn wippend mitmachen mssen4 ,matratzen werden lebendig1 ein ,klebestoff ist unbertrefflich1 der ,stiefel zu eng1 ,teller zerkrachen lautlos in ,staub1 ,megren heulen1 ,witzbolde lachen4 ,und ganze ,versammlungen von ,menschen1 die einander prgeln1 ganze ,kolonien von ,leuten1 die unter jeder ,bedingung einen davonlaufenden ,pintscher einfangen wollen 444 ,die ,lebendigkeit1 mit der so viel geschieht1 hat mich schlielich aus meiner halbschlafenden ,daseinsart aufgeschttelt4 ,nun auf dem ,heimwege werde ich zum ,erfinder1 denke mir selbst neue ,bilder fr den ,biographen aus3 eine ,verfolgung1 in der einmal statt ,automobil1 ,lokomotive oder ,drsine zwei ,schiffe miteinander ,wettlauf machen1 ein ,kreuzer und ein ,piratenschiff1 ber die weite ,meeresflche hin verringert sich immer mehr im wtendsten ,schieen ihr ,abstand 444 ,das wre allerdings ein teurer ,film4 ,um so billiger der zweite1 darstellend einen ,dichter in einsamer ,kammer1 der ber die ,schwierigkeiten eindringlicher1 doch rckhaltender ,darstellung in verzweifelte ,wut gert4 ,notwendigkeit des ,theaters ,ich gehe allein durch die ,stadt1 in einer vollkommen zerworfenen ,stimmung4 ,ich bin so krank in mir1 da ich dreiig ,gesunde anstecken knnte4 ,mein ,kopf ist von literarischen ,plnen erfllt1 ich habe die ,sehnsucht1 irgend etwas genau so darzustellen1 wie ich es fhle1 und wr's auch nur was ,geringes1 so strahlend und klar als nur mglich es zu sagen1 nahe dem ,ideal 444 ,ich komme ber eine ,brcke1 steige die breite ,seitentreppe hinab und auf der parkartigen ,insel bin ich nun allein4 ,tausend ,gedanken bewegen mich1 aber nichts ist da fabar1 es scheint mir1 ich werde untergehn1 heute abend 444 ,es ist ,abend4 ,ich setze mich auf eine ,bank nieder1 ganz im ,schatten4 ,vom ,quai drben breitet sich ein ,lichtschein in den ,himmel aus1 die dichten ste lassen nur ein paar ,sterne herein4 ,auf dem ,boden der ,allee ist aus diesen ,sternen1 sten und stdtischen ,lichtern etwas geworden1 eine ,verwirrung1 eine ,ruhe zugleich 444 in diesem ,augenblick1 whrend ich zu ,boden sehe1 ergreift mich tief die ,schwierigkeit aller ,darstellung4 ,was kann hnliches sein zwischen meinen ,worten und dem1 was ich da sehe4 ,niemals1 niemals4 ,ich empfinde es im ,herzen meines ,herzens3 gbe es nicht ,beweise1 ,beispiele1 da die ,menschen seit jeher ,schriftstellerei betrieben haben1 man wrde den ,gedanken daran als den unglaublichsten ,wahnsinn verjagen 444 ,meine ,stimmung jetzt genau3 man sollte glauben1 da sie aufgeregt ist irgendwie1 da ich an ,literatur denke4 ,o nein1 trotz allem bin ich jetzt so glcklich und voll von einer zufriedenen ,mdigkeit1 wie nur selten1 ich fhle mich ganz bei mir1 ich habe mich lieb1 und die ,gedanken an ,schreiben zersplittern mich nicht1 sie sind nur kleine ,liebkosungen und das ,hauptgefhl bleibt3 es ist ,herbst1 und da ist ,wasser1 eine ,brcke 444 ,ein ,licht geht schnell ber das bluliche ,wasser unter den andern ,lichtern1 die stehn oder langsam gehn4 ,ich sehe den ,quai nicht1 nur die ,spiegelung4 ,da glaube ich1 dieses rasche ,licht war die ,spiegelung einer ,tramway4 ,falsch1 ein ,kahn mit einer ,laterne voran ist vorbeigeglitten1 ohne ,gerusch1 es war also keine bloe ,spiegelung4 ,und wie die ,lichter lange ,glanzlinien alle ins ,wasser legen1 das in kleinen ,wellen dazwischenstrmt6 ,diese ,linien oder ,flchen krzen sich abwechselnd zusammen1 dehnen sich aus1 wie ,gummibnder1 an die man etwas gehngt hat und die jetzt eine ,weile elastisch auf und ab sich ziehen1 ehe sie zur ,ruhe kommen 444 ,ich betrachte den ,brckenbogen1 die ,balustrade mit ihren kleinen ,pfeilern hoch oben4 ,von ,zeit zu ,zeit eine ,steinkuppel zur ,verzierung1 nun leuchtet hinter einer solchen ,kuppel ein ,nimbus hervor1 ein wunderbarer ,strahlenkreis2 so sind auf ,reklamebildern manchmal ,moscheekuppeln im ,glanz1 der dann die ,worte trgt3 ,der beste ,kaffee ist usf4 ,ich wei1 diese ,strahlen kommen nicht aus dem ,stein1 gehren zu einer mir unsichtbaren elektrischen ,bogenlampe1 die dahinter unten auf dem andern ,teil der ,insel steht4 ,sie beleuchtet auch ,bume1 die ich unter dem ,brckenbogen hindurch sehe1 ein hellgrnes ,licht wirft sie auf den nchsten1 dann braun scheint eine andere ,gruppe1 mancher ,strich gelblich4 7,auch ,maler mten verzweifeln1 fllt mir ein47 ,und nun1 hoch oben zwischen den kleinen ,pfeilern ziehn ununterbrochen ,menschen vorbei1 ,wagen1 ein ,lrm4 ,diese ,brcke ist wie ein hohes ,haus1 von dem aber nur das oberste ,stockwerk benutzt wird4 ,und hier unten sitze ich allein im ,dunkel1 ganz glcklich1 bei mir4 ,wer das fassen knnte6 ,von ,zeit zu ,zeit knackt etwas auf die ,erde und zerschmettert1 wahrscheinlich fallen die reifen ,kastanien1 sage ich mir1 und aus ,vorsicht setze ich den ,hut auf1 den ich bisher in der ,hand gehalten habe4 ,zugleich1 obwohl ich nichts sehe1 sehe ich die grnen1 stachligen ,frchte1 innen so schn wei1 ganz zersprungen und zerschmettert auf dem harten ,boden1 und der braune ,kern mu davongerollt sein1 vielleicht unter meine ,bank4 ,noch zugleich bemerke ich eine lange ,reihe von ,oleanderbumen1 zwecklos4 ,oder zu welchem ,zweck8 ,vielleicht hat man sie aus der ,restauration zum ,lften hergestellt4 ,ich hre ,lrm4 ,auf dem ganz finstern ,spielplatz kommandiert ein ,knabe1 vier winzige ,mderl stehn in einer ,reihe1 heben die ,hnde1 marschieren1 drehn sich um4 ,werden sie nicht zu spt zum ,abendessen kommen8 ,indessen sitzen zwei oder drei ,gouvernanten und reden leise miteinander1 auf einer entfernten ,bank4 ,ich stelle mir durch das ,dunkel hindurch vor1 doch sehe ich nichts1 da sie im ,reden hnlich ruhig die ,hnde ausbreiten wie auf gyptischen ,malereien konversierende ,knige4 ,nur einen ,moment1 das geht vorbei4 ,auch an meine ,kindertage mu ich denken1 hier auf demselben ,fleck haben wir bis in die ,nacht hinein den verbotenen ,fuball gespielt4 ,und indessen huschen ber die beleuchteten gelben1 grnen und rtlichen ,bume1 die ich durch den riesigen ,brckenbogen hindurch fern im ,hintergrund sehe1 ganz flchtige ,schatten4 ,die ,leute von der ,brcke herab werfen also diese dnnen ,schatten1 das sehe ich heute zum erstenmal1 und diese ,bume1 die doch unregelmig auch hintereinander stehn1 wirken wie eine glatte1 ebene ,flche4 ,merkwrdig6 ,aber sag' es einmal1 sag' es doch so1 da man es sieht 444 ,ekelhaft4 ,aber die gute ,luft6 ,die gute ,luft auf dieser ,insel6 ,es ist ein milder ,herbstabend4 ,pltzlich erschien mir diese ,baumflche mit ihrem ,schattenspiel wie eine ,kulisse4 ,warum sitze ich nicht lieber im ,theater1 da hat man was ,sicheres1 ,abgegrenztes1 statt allein ohnmchtig in dieser problematischen1 unendlichen ,natur6 ,die ,herbstsaison hat begonnen4 ,ich werde fleiig ins ,theater gehen1 alles andere ist gefhrliche ,ausschweifung4 ,torquato ,tasso ,also ich habe beschlossen1 jetzt hufig ins ,theater zu gehen4 ,ich mache den ,anfang mit ,torquato ,tasso4 ,das ,stck ist berhmt1 aber ich habe es noch nie gesehen1 nicht einmal gelesen4 ,ja1 so bin ich1 ziemlich ungebildet4 ,es ist richtig eine ,premiere fr mich4 ,ein italienischer ,garten4 ,nun1 ich htte mir ,grten1 in denen ,dichter mit ,frsten spazieren gehen1 anders vorgestellt1 berschwnglicher4 ,und geschlossener1 nicht so fr uns ,zuseher offen4 ,aber das liegt vielleicht im ,wesen der ,bhne 444 ,und nun erklingen ,verse1 da beruhige ich mich sofort1 das ist schn 444 ,jemand strt1 die ,bankreihe herein4 ,ich schaue zrnend auf4 ,aber nicht lange zrnend4 ,es ist ,hede1 das schne ,mdchen1 sie sitzt zufllig neben mir4 ,guten ,abend1 ,frulein ,hede4 ,sie erkennt mich und streckt mir die ,linke hin1 da sie mit der ,rechten allerlei zu tun hat1 die ,nadeln aus ihrem ,hut ziehen1 die ,bonbonniere hinlegen neben den kleinen ,handspiegel 444 ,hede1 die lustige ,gefhrtin unsrer ,nchte1 jeden andern htte ich eher hier erwartet als sie4 ,und ich sage es ihr auch4 ,wissen ,sie denn nicht1 da ich jetzt auf ,theater studiere4 ,nein1 seit wann denn8 ,ich hab' schon drei ,stunden gehabt4 ,voll ,stolz zieht sie aus ihrer ,pompadour einen kleinen ,flaschenstpsel und zeigt ihn mir3 ,das mu ich jetzt immer im ,mund haben und ben4 ,es ist wegen der ,aussprache 444 ,wir reden weiter von andern ,dingen1 aber sie hat keine ,ruhe1 sie whlt weiter in ihrem ,tascherl und endlich findet sie1 was sie sucht1 einen zweiten1 ebensolchen ,korkstpsel4 ,sehen ,sie1 da hab' ich noch einen1 weist sie mir ihn vor4 ,das ,parterre ist ziemlich leer1 in unsrer ,nhe sitzt niemand1 so mssen wir nicht frchten1 da unsre ,gesprche stren4 ,nur da da auf der ,bhne etwas geschieht1 strt uns4 ,ich bitte ,sie1 was geht denn da vor8 ,wovon handelt das ,stck8 ,ich sage ein paar ,dinge darber1 ,nachklnge des ,gymnasiums4 ,so1 und was geschieht zum ,schlu8 ,er vershnt sich mit dem ,antonio4 ,das ist alles 448 ,sie macht ein enttuschtes ,gesicht1 eine ,weile schaut sie noch auf die ,bhne1 mit ,anspannung1 wie man einem ,entfliehenden etwa nachschauen wrde4 ,dann gibt sie sich mit einem ,ruck mir1 sieht mich so lange von der ,seite an1 bis ich es bemerke 444 ,da war gerade ein ,klang1 irgendein leiser ,angstschrei des ,genies1 wie ,baudelaires ,albatros zieht er traurig taumelnd vorbei4 ,ich fahre auf4 ,wollen ,sie das ,opernglas1 ,frulein8 ,ah nein1 ich seh besser ohne ,glas4 ,wie gesund sie ist3 von den dicken ,wangen angefangen1 bis hinunter4 ,diesen ,busen knnte man fr eine ,merkwrdigkeit halten1 so gro ist er1 so eine fremdartige ,masse4 ,und unbegreiflich1 wie sie ihn ohne ,mhe ertrgt1 und wie er berdies in ihre ,gestalt hineinpat4 ,ganz nahe bei mir hlt sie ihre ,schulter1 dick1 dick1 dick4 ,und vollkommen schn und immer aufs neue verlockend1 unter diesem runden ,arm seine ,hand zu wrmen4 ,nein1 die haben wir noch nicht ruiniert4 ,eher gehen wir alle zugrunde1 als da dieser unerschtterliche ,felsen von ,lebenskraft wankt4 ,wie sie atmet1 wie ruhig6 ,nein1 unsre ,nchte haben sie nicht im mindesten nervs gemacht1 da ist ein ,stck ,natur und ergibt sich nicht4 ,nicht einmal ein ,opernglas braucht sie 444 ,es fllt mir ein1 wie sie einmal in einer ,weinstube die ,rcke hob und mit ,stolz ihre weien1 widerstandsfhigen ,schenkel zeigte1 den schmalen ,streifen wie ein weies ,strumpfband zwischen ,hose und schwarzem ,strumpf4 ,nein1 da knnen noch zehn ,grostdte kommen1 ihr geschieht nichts1 der ,hede4 ,sie ist ja noch so jung4 ,damals war ich sehr mde1 in dieser ,weinstube1 voll von ,wein1 ehrlich gern wre ich schlafen gegangen1 denn ich halte nicht viel aus4 ,aber sie setzte sich auf den ,tisch1 und ein ,schrei kam aus ihr heraus1 ein ,jubel1 wie ein ,pferdeschrei 444 ,ja1 ja1 schne ,beine hat sie1 das mu man sagen4 ,warum sind ,sie eigentlich nicht mehr beim ,ballett8 ,sie murrt etwas4 ,etwas1 was sie offenbar selbst nicht begreift4 ,irgendein ,beschtzer hat entdeckt1 da sie eine angenehme ,stimme hat4 7,warum nicht1 denke ich1 sicher ist alles an ihr gesund und natrlich47 ,also jetzt wird sie ,heroine4 ,ich lenke sie wieder zur ,bhne1 denn ich mchte ja ganz gern dem ,drama zuhren3 ,wie gefllt ,ihnen unsre ,heroine8 ,ja1 sie hat eine angenehme ,stimme4 ,eine ,weile hat sie mit strengem ,gesicht aufgepat1 whrend ,eleonore sprach1 dann kommt dieses ,urteil 444 ,der zweite ,akt beginnt1 ein kompliziertes ,gesprch der ,herzogin mit ,tasso4 ,liebt er sie eigentlich8 fragt mich das ,mdchen neben mir ganz einfach4 ,ich1 ebenso einfach3 ,ja4 ,sie legt den ,arm oben auf die ,rckenlehne des nchsten ,sitzes1 um sich bequemer hinstrecken zu knnen4 ,dabei entstehen neue ,arten von ,rundungen aus ihrem ,krper1 neue ,hhlen und ,einsprnge4 ,sonst kenne ich nur von ,bildern her so ausgedacht reizvolle ,stellungen4 ,aber hier ist es ohne ,absicht und ist ,wirklichkeit4 ,es ist schrecklich aufregend1 so etwas zu sehen2 noch aufregender1 es nicht zu sehen 444 ,ich wende mich also wieder zu ihr3 ,na1 was8 ,nur um etwas zu sagen1 eine primitive ,anknpfung4 ,was denn8 erwidert sie erschrocken4 ,sie hat schon halb geschlafen4 ,eine ,weile sehen wir einander an1 keiner hat einen ,einfall4 ,dann erlst sie etwas1 aus vollem1 aufrichtigem ,herzen hat sie es erkannt und sagt es1 denn sie ist ein ehrliches1 gutes ,mdchen3 ,wissen ,sie1 das ,stck ist eigentlich ziemlich fad 444 ,pltzlich bin ich entflammt4 ,ich wei nicht1 was das ist1 manchmal bricht tief aus mir heraus irgendeine ,person1 die gar nicht mein ,ich ist4 ,dann fange ich an1 mit ,begeisterung ,dinge zu reden1 an die ich gar nicht glaube4 ,trotzdem habe ich nicht das ,gefhl1 zu lgen4 ,sondern ich denke immer noch in der ,unterstrmung3 ,ja1 rede nur1 ,max1 rede nur brav weiter4 ,das ist zwar nicht deine ,meinung4 ,aber nur zufllig4 ,ebensogut knnte es auch deine wahre ,meinung sein1 das ,schicksal htte sein ,steuer nur ein wenig nach links oder rechts biegen mssen1 und bums1 schon wr' aus dir wirklich das geworden1 was du jetzt redest4 ,also lasse dich nur aus1 lasse dein ungeborenes1 durch irgendwelchen ,zufall nur verhindertes ,ich auch ein bissel zum ,leben 444 ,also nehme ich ihre ,hand und werde ganz gerhrt vor innerer ,roheit1 die ich in mir aufwachsen fhle wie ein ,gebude3 ,sie haben recht1 ,hede4 ,wozu ich eigentlich hergekommen bin6 ,so ein langweiliges ,stck1 es geschieht ja nichts1 immerfort wird nur hin und her geredet4 ,da stelle ich mir ein ,drama ganz anders vor4 ,lauter ,handlung1 lauter ,krawall4 ,so wie ,sherlock ,holmes4 ,und glhende ,liebesszenen dazwischen1 zum ,zerspringen4 ,hier wei man ja eigentlich nie1 was sie voneinander wollen und ob sie berhaupt etwas wollen 444 ,im ,zusammenhang damit bespreche ich ein ,rendezvous mit ihr4 ,warum sie mich schon so lange nicht besucht hat8 ,ob sie wieder kommen will8 ,wenn's sein mu1 sagt sie4 ,das ist eine ihrer ,lieblingsredensarten4 ,sehr gut1 entzcke ich mich weiter1 und ich werde ein ,stck fr ,sie schreiben4 ,ich plane nmlich schon lange ein ,drama1 bisher habe ich's noch nicht versucht4 ,ausgezeichnet passen wir jetzt zusammen1 ,sie als ,schauspielerin6 ,es wird eine ,bombenrolle fr ,sie sein1 und jetzt werde ich das ,stck auch sofort anfangen4 ,fr ,sie1 ja8 ,es soll ',lady ,hamilton und ,nelson' heien1 oder so hnlich4 ,wissen ,sie halt1 ein ,seeheld1 und sie liebt ihn sehr und verfhrt ihn auch zu ein paar ,dingen1 die nicht so das ,rechte waren4 ,auch einen ,tanz mu sie drin tanzen1 den ,shawltanz1 den sie selbst erfunden hat4 ,gefllt ,ihnen das8444 ,es ist eine historische ,sache2 ,goethe selbst1 verstehen ,sie1 von dem dieser ,tasso ist1 hat sie in ,neapel gesehen4 ,ich hre mir selbst zu und wei jetzt wirklich nicht mehr1 ob das wahr oder falsch ist1 was ich da rede4 ,ich will ja im ,ernst dieses ,drama schreiben4 ,aber ich wrde mich schmen1 wenn mich wirklich diese ,argumente dazu bestimmt htten1 diese ,schnheiten und ,vorzge meines ,planes1 die ich ihr anpreise4 ,und vor allem viele ,schlachten werden vorkommen4 ,lauter ,seeschlachten4 ,ein ,akt spielt auf dem ,verdeck des ,admiralschiffes whrend der ,schlacht bei ,trafalgar4 ,das ,schieen darf gar nicht aufhren4 ,sogar in den ,zwischenakten mu geschossen werden 444 ,nun1 was sagen ,sie jetzt8 ,werden ,sie da keine ,angst haben8 ,ich8 ,angst8 ,sie wird ganz wild und setzt sich aufrecht4 ,ich habe nie ,angst4 ,hren ,sie1 voriges ,jahr waren wir in ,brandeis auf ,sommerwohnung4 ,abends sitzen wir da im ,restaurant4 ,pltzlich macht sich der ,wachtmeister1 was mit uns gesessen ist1 einen ,jux und schiet sein ,revolver los1 blind geladen natrlich1 auf die ,erde4 ,alle sind sitzen geblieben1 vor ,schreck1 wie angemalt4 ,nur ich stehe auf und gehe lustig im ,zimmer herum1 wie wann nix g'schehn wr 444 ,auf der ,bhne rast eben ,tasso1 verwundet1 wegen irgendeiner ,kleinigkeit gellen seine ,schreie durch den ,palast4 ,er zittert1 seine ,lippen sind wei und gekruselt1 wie schumendes ,wasser in immer neuer ,bewegung4 ,so was berspanntes6 sagt das gesunde ,mdchen neben mir4 ,ich lobe sie4 ,ein ,kerl ist das1 ein ,stck ,felsen 444 ,entschieden sind wir beide heute nicht die richtigen ,zuhrer fr ,tasso4 ,bewegungen auf der ,bhne ,noch schnell1 ehe das verbesserte moderne ,theater die alten ,gebruche gnzlich bermalt hat1 stelle ich fest3 sie waren lasterhaft1 doch darum nicht minder interessant 444 ,namentlich mu gesagt werden3 die tiefe ,kniebeuge hatte damals eine viel ausgedehntere ,verwendung1 und so ist es ja glcklich noch jetzt an den meisten ,theatern auerhalb berlinischer ,neuerungen4 ,die tiefe ,kniebeuge wird ausgefhrt1 wenn zwei oder drei auf der ,bhne beisammenstehen und ,das ,geheimnis an zitternden ,handflchen vorbei einander zuflstern4 ,noch tiefere ,kniebeuge bedeutet dann ,verschwrung4 ,und mit gnzlich eingeknickten ,beinen1 beinahe kriechend nur1 bewegt sich der ,schauspieler lterer ,konvention auf dem ,erdboden weiter1 die ,hnde weit von sich gereckt1 wenn er ,bericht gibt1 wie es bei der ,verfolgung zugegangen ist4 ,wohlgemerkt1 wenn er wirklich auf der ,bhne verfolgt1 bedarf er keiner solchen ,aufwendungen von ,beweglichkeit4 ,nur ,berichte mssen so ausdrucksvoll-anstrengend gespielt werden 444 ,eben an solchen ,gesetzen jenseits der ,realitt war1 ist die mittelmige ,schauspielkunst berreich4 ,man knnte riskieren3 nur der mittelmige ,schauspieler ist ,schauspieler1 denn nur er folgt ,gesetzen1 die nicht aus dem ganz fremden ,rayon der ,naturbeobachtung stammen1 sondern immanent aus dem ,wesentlichen des ,theaters4 ,der gute ,schauspieler stellt etwas dar1 der mittelmige ist etwas4 ,durch den guten ,schauspieler hindurch1 wie durch einen ,kristall1 bleibt der ,blick ins ,dasein1 in die ,historie offen4 ,die ,vortrefflichkeit eines ,schauspielers ist ,durchsichtigkeit4 ,und den ganz vortrefflichen sehe ich berhaupt nicht mehr4 ,symbol und ,symbolisiertes sind in eins gefallen 444 ,der ,mime in ,schablonenmanier hingegen hat etwas ,materielles bewahrt4 ,er lenkt ab von dem ,helden1 den er geben will4 ,je schlechter er wird1 desto mehr sieht man ihn1 desto deutlicher tritt er aus dem ,bilde 444 wie ,gespenstererscheinungen im ,kinematographen4 ,schlielich werden seine ,gesten ein selbstndiges ,objekt1 wrdiger der ,beobachtung als sogar ,shakespeares unerreichbarer ,jago1 den sie verdunkeln und in ,vergessenheit bringen 444 ,mit ,recht6 ,denn wrde ,jago1 wenn er jetzt lebendig auftrte1 auch es verstehen1 in so interessant-allgemeingebruchlicher ,weise sein ,trinklied zu brllen1 seinen ,becher zu heben4 ,theater-,becher eines ,theater-,trinklieds werden nmlich immer so gehoben3 zuerst beschreiben sie einen groen1 wagerechten ,kreis durch die ,luft1 dann fliegen sie empor1 dann an den ,mund in halbe ,hhe1 und whrend sie sich senken1 mu die linke ,hand aufsteigen mit gestrecktem ,zeigefinger1 der erst1 wenn der ,becher geleert ist1 zu den andern ,fingern einknickt4 ,nicht wahr8444 ,so sitze ich oft im ,theater und nichts freut mich als diese eingehenden ,studien1 die ich mit ziemlichem ,erfolge betreibe4 ,denn ich wei jetzt schon1 wie einfach lndliche ,liebeswerbungen darin sich ausdrcken1 da man dem begehrten ,mdchen mit dem ,oberarm in den ,rcken reibt und schlielich schmunzelnd sie zur ,seite wegstt4 ,ich wei1 da trumerisch verliebte ,dirndl ihre ,wangen an zwei ,finger sttzen1 das ,gesicht etwa wie einen dicken ,federstiel in die ,hand nehmen4 ,diese ,kenntnisse verdanke ich den vielen ,volksstcken1 die ich gesehen habe 444 ,dagegen aus dem klassischen ,kurs stammt meine ,erfahrung1 da ,wallensteins ,offiziere im ,kriegsrat stets nur die ,kante der ,sessel zu beschweren pflegten1 das eine ,bein geknickt1 das andere nachgezogen1 wie im ,lauf 444 ,noch hbscher sind ,opern1 hier bleibt das ,spiel noch ergiebiger in seinen ,grenzen autonomer ,natur-,unwahrheit4 ,nebenbuhlerinnen zerren einander erst in die rechte1 dann die linke ,bhnenecke2 denn die ,nebenbuhlerinnen-,arie hat zwei ,strophen und so viel ,ha will symmetrisch verteilt sein4 ,jeder ,feind wird mit ,verrter angefaucht4 ,vom ,geliebten aber heit es3 ,ihn lieben ist ser ,gewinn4 ,je koketter eine ,zofe1 desto mehr neigt sie sich lchelnd ins ,publikum1 ,finger an der ,lippe4 ,selbst der verabscheute ,bewerber1 der im nchsten ,moment fr immer abgewiesen werden wird1 darf noch im ,singen ,liebchens ,arm umschmeicheln4 ,was man im ,leben fr ein ,zeichen nicht unbetrchtlicher ,gunst halten wrde1 hier ist es nichts4 ,und beim ,stelldichein ein ,ku ohne nhere ,anpressungen1 im ,leben nichts1 hier bleibt es alles 444 ,wie billige ich diese ,unterschiede6 ,wie liebe ich es1 wenn ein ,akteur1 an der ,rampe nicht bentigt1 jetzt zurcktritt1 im ,hintergrunde einen andern fest bei den ,hnden packt1 ihn nicht mehr loslt und tut1 als habe er ,wichtigstes mit ihm zu besprechen1 indessen er angespannt nach vorn horcht und prompt auf sein ,stichwort wieder vorstrmt4 ,wie liebe ich ,statisten1 gestikulierende1 einschlafende1 jubelnde1 ,chormdchen1 die jemanden in einer ,loge suchen4 ,und auch dich1 o illustrissimer gastierender ,tenor und ,millionr1 der trotz ihrer geringen ,gage die ,edelleute seines ,festes mit ,freunde anspricht1 bekannt mit ihnen tut1 liebevoll einem die ,schulter beklopft1 dann einen andern bevorzugt1 an die ,rampe fhrt und seinen ,arm1 den er erfat hat1 im ,rhythmus der berhmten ,kanzone hin und her reit 444 ,die ,liebe wacht ,es ist doch nicht gut1 444 dachte ich im ,theater whrend der ,vorstellung 4441 wenn die ,pracht von ,haben ,sie nichts zu verzollen8 mit ,weies-,rl-,komik fr den ,mittelstand sich amalgamieren will 444 ,ein ,nachthemd ist immerhin ein ,nachthemd1 und lustig4 ,was aber lernen wir aus diesem 7jetzt sage ich's schon7 miserablen ,stck8 ,zum ,beispiel1 es tritt ein junges ,mdchen auf und legt ,karten4 ,die ,gouvernante kommt dazu1 zankt sie aus1 dann dreht sie sich selbst um1 fngt ihre ,patience an4 ,ein ,abb tritt auf 444 mein ,freund und ich im ,publikum1 wir lachen schon1 wollen ihn durch ,gebrden abhalten 444 es ntzt nichts1 es bleibt dem ,abb nicht erspart1 sich lcherlich zu machen1 indem er die ,gouvernante auszankt und dann 7beiseite7 seine ,patience anfngt 444 ,ist darin eine ,moral1 so ist sie mindestens sehr langweilig6 ,und plattgedrckt von dieser ausdrcklichen1 wie mit ,humor akzentuierten ,langeweile kriecht das ,stck ber die dreiaktige ,bhne1 nein vieraktige sogar6 ,schlielich wirkt diese de verwirrend1 wie eine groe ,stille1 diese ,selbstverstndlichkeit wird unverstndlich2 man ghnt1 um sich mit etwas zu amsieren 444 ,doch merkwrdig1 jetzt zu ,hause hat auf einmal dieses unaufmerksam gehrte ,spiel eine ,einheit fr mich bekommen 444 ,ein ,gelehrter kommt darin vor1 schreibt ber etwas ,uninteressantes1 ,kleines aus dem ,mittelalter1 liebt eine ,frau1 ist schchtern1 ungeschickt1 mit ,milingen von oben bis unten bekleidet4 ,und dann1 in dem ,moment1 wo er glaubt1 diese ,frau liebe ihn doch1 schmeit er seine ,bcher weg1 verschmht eine ,freundschaft1 tanzt und bestellt ,champagner 7genau ,champagner674 ,da erstaune ich4 ,und wei3 dieser ,gelehrte ist nichts ,reales1 er ist ein ,gelehrter1 wie sich die ,autoren vorstellen1 da eine ,frau sich ihn vorstellt 444 ,daher seine vernachlssigte ,tracht6 ,daher sein ,vorname1 den er betrauert3 ,auguste6 ,daher die schlimmen ,ibsen-,symbole das ganze ,stck entlang6 ,daher das ganze ,stck6444 ,das ganze ,stck stellt ein ,gehirn einer mittelmigen ,frau im ,sinne mittelmiger ,autoren dar4 ,es ist gleichsam ein inwendiges ,stck1 ein ,kapitel ,physiologie1 ein ,blick in die arbeitenden ,gedankenzellen des ,frulein ,jacqueline4 ,deshalb mu ihr begnstigter ,liebhaber ein ,lebemann und ziemlich untreu1 schlagfertig1 eiferschtig1 im ,grunde edelmtig sein2 der ,gelehrte aber nebst allem ,unglck auch unehrlich1 zappelnd1 zum ,auslachen1 ohne eine ,spur von ,tesmans ,tragikomik einfach zum ,auslachen4 -- ,auch bei andern ,dichtern gibt es diesen ,geistigen1 der den ,krzern zieht4 ,aber konnte ein einziger bisher sich zurckhalten1 innerlich diesem ,geistigen wenigstens ein bichen recht zu geben1 ein bichen ironisch auf die siegende ,eleganz zu seitenblicken8 ,ibsen1 ,hamsuns ,nagel1 ,shakespeares ,hamlet 444 ,in diese ,galerie unterliegender ,gelehrter fhren nun die ,herren ,g4 ,a4 de ,caillavet und ,robert de ,flers 7,ritter aus den ,kreuzzgen1 ,autoren von ,die ,liebe wacht7 ihren ,auguste1 als den einzigen1 der gnzlich unterliegt1 gnzlich unrecht hat und dem wirs gnnen 7im ,sinne des erwhnten ,zentralgehirns der kleinen ,jacqueline7 444 ,und in diesem ,sinne auch wnschen wir ungebrochene ,erfolge weiterhin ber alle ,bhnen ,deutschlands diesem physiologisch-inwendigen1 originellen ,stck4 -- ,louskcek ,man kann jetzt eines der grten ,vergngen der ,welt haben1 ohne ,widerrede1 wenn man in ,prag ist und im tschechischen ,theater dieses ,ballett besucht1 ,louskcek1 den ,nuknacker von ,tschaikovskij4 ,es handelt von gar nichts4 ,keine ,konflikte gibt es darin1 nichts ,geistreiches1 nicht ,tragik1 nicht ,verwicklung4 ,sondern einfach wie ein glatter ,film rollt alles vorbei1 alles in sich selbst nur begrndet1 in sich selbst gehalten und aufgehoben1 und alles so s den ,augen und ,ohren 444 ,so stelle ich mir ein vollkommenes ,drama vor1 eine vollkommene ,belustigung3 ohne ,verlegenheit wird an grundlose ,szenen ein ,tanz1 an ,tnze eine grundlose ,szene geknpft4 ,und wer ist so stumpf1 da es ihn nicht vergngte1 ganz groe ,muse wie ,knguruhs ber die ,bhne hpfen zu sehen1 in glnzenden1 graugrnen ,fellen aus ,samt1 und gegen sie im ,kampfe aufgestellt eine ,gruppe buntester ,schildknappen8 ,es wird sogar geschossen1 ja1 eine ,kanone wird abgefeuert4 ,dann tanzt man weiter4 ,alle ,kmpfe der ,erdoberflche1 das wnscht mancher und namentlich in diesen ,tagen1 sollten auf so humorvolle ,weise ausgetragen werden4 ,wrde das vielleicht irgend jemandem schaden8444 ,und ebenso vorbildlich ist die ,art1 wie ,tschaikovskij auf einem ,harfen-,glissando ber die gesamte ,melancholie der ,erdoberflche hinweggleitet1 hinauf zum ,sternenhimmel voll von ,flten-,tonleitern in ,terzen4 ,da kann man erfahren1 wie das ist1 wenn elegante ,leute ausgelassen sich benehmen1 wenn am ,hofe lustig es zugeht4 ,kein andrer ,komponist hat das so3 ,kerzenbeleuchtung1 bermut1 ,wohlstand4 ,o1 und die ,schwermut dieser ,melodien1 es ist eine ,schwermut1 ber die vornehmsten ,kanapees hingelagert und ein ringgeschmcktes ,hndchen gesttzt an eine parfmierte ,stirnfrisur1 whrend die ,parklandschaft von ,somoff ins ,boudoir hereinglitzert1 im ,mondschein nicht so sehr als im ,zerrieseln des modischesten ,feuerwerks 444 ,so wurde es hier auch aufgefhrt4 ,luxuris1 russisch1 mit einem ,wort3 vortrefflich4 ,in einer weien ,lichtung1 schneeverweht im ,eiszapfen-,walde1 hinter weien ,gazeschleiern sah man aus lockern ,schneeflockenhaufen ,mdchen hervorgezaubert1 ,feen in weien ,locken1 weien1 lichten ,tllkleidchen1 weien ,atlasschuhen1 und nur ihre rosigen ,busen taten einem leid1 die in dieser blendenden ,klte abfrieren muten1 trotz aller ,walzerschritte1 abfrieren und vor ,frost immer rosiger1 rter1 hrter1 brennender erscheinen4 ,ach ,gott1 mitten in der freien1 unwirtlichen ,natur ,ballerinen2 es war ein aus ,mitleid1 ,grausamkeit und ,sinnlichkeit gemischter ,effekt4 ,die ganze ,bhne nur ,wei und ,rosa1 das vergesse ich nicht so bald 444 ,gewilich aber noch spter die schne ,primaballerina ,anna ,koreck1 wenn ich sie berhaupt jemals vergesse4 ,knig ,wenzel ,,iv4 ,im ,prager ,tschechischen ,theater findet jetzt die ,tragdie eines neuen ,dichters vielen ,beifall4 ,das ,haus ist ausverkauft4 ,ein ,teil der ,presse spricht von einer nationalen ,tat1 ein andrer lacht tadelnd4 ,knig ,wenzel der ,vierte von ,ernst ,dvorak4 ,der ,theaterzettel1 beinahe lnger als beim ,medardus1 gibt schon manchen ,grund zu trumerischem ,nachdenken4 ,neben dem ,knig1 der ,knigin1 der hohen ,geistlichkeit tritt der hohe ,adel auf1 jene bhmischen ,herren von ,bilin1 ,douba und ,hohenstein1 ,rosenberg1 die jetzt verschollen sind -- und die jetzt so blhenden ,adelsgeschlechter der ,lobkowitze1 zum ,beispiel1 figurieren als niedere neue ,namen4 ,sofort denkt man an die ,umwlzungen1 die unser ,heimatland betroffen haben4 ,und liest man nun gar unter den ,personen nach3 ,johann ,hus1 ,zizka von ,trocnov1 den ppstlichen ,nuntius1 ,jost von ,mhren1 schlichte ,brgersleute1 ,bauern1 einen ,bettelmnch1 einen ,hofnarren 444 so ist man von der richtigen historischen ,atmosphre schon durchdampft4 ,freilich mchte man gern noch den ,dichter1 obwohl er ja sichtlich vor schnen ,taten steht1 gern noch an die ,schwierigkeiten erinnern1 mchte ihn warnen1 am rmel zurckhalten3 ,was ist denn das8 ,jeder ,akt spielt in einer andern ,stadt1 und immer nach zehn ,jahren -- in ,beraun1 ,wien1 ,prag1 ,kuttenberg1 ,kunratitz8 ,wirst du das bewltigen8444 ,doch das ,stck ist ja schon geschrieben1 und mit einem ,seufzer beendet man das nichtige ,studium des ,theaterzettels4 ,meine ,sorgen steigerten sich1 als ich vor dem ,abend meine ,kenntnisse der vaterlndischen ,geschichte aus einigen ,bchern auffrischte -- ach1 aus ,bchern1 die meiner ,kindheit ,spielzeug waren1 in denen ich jedes ,wort und jede ,vignette als unendliches ,kunstwerk einst bewundert habe4 ,da fiel mir auf1 da ich die ,wirren unter ,wenzel dem ,vierten eigentlich immer berschlagen hatte1 weil ich in ihrem planlosen ,hin und ,her ohne ,frucht und ohne ,hhe nichts ,interessantes finden konnte 444 ,ein schwacher ,knig1 um das ,deutsche ,reich wenig besorgt und also der ,faule benannt1 das tschechische ,volk liebend1 von ihm geliebt1 in ewigem ,streit mit dem ,prager ,erzbischof1 mit dem frondierenden ,adel1 bald fr ,hus1 bald gegen ,hus1 schwankend ,verratner und ,verrter1 ,sufer1 allgemeine ,unordnung1 das ,jahr #adaa mit drei ,kaisern und drei ,ppsten1 zum ,schlu von einem ,schlaganfall gettet1 whrend das ,volk seinen ,palast strmt4 ,was ist aus all dem andres zu ersehen als die ,grausamkeit und ,zwecklosigkeit alles ,menschlichen1 sofern es nicht geistig-logische ,richtungen nimmt8 ,nun wurden aber meine ,bedenken durch das aufgefhrte ,drama auf die schnste ,weise zerstreut4 ,und deshalb schreibe ich4 ,ein ,trauerspiel ist geschaffen1 voll von ,patriotismus1 den ich1 wo nicht als ,patriotismus1 doch mindestens als ,begeisterung zitternd mitfhle -- die ,tragdie eines ,knigs1 der sein ,volk liebt und miversteht4 ,wenn irgendwo1 so ist hier das1 was die lteren tragische ,schuld nannten1 in herzlichster ,vollendung gegeben4 ,in der ,hauptfigur des ,wenzel hat ,dvorak eine so scharf individualisierte knigliche ,gestalt geschaffen1 da ich sie dicht neben ,shakespeares ,knige stelle4 ,ein gutes ,herz1 heiter und gesund1 so tritt er1 unter dem atemlosen1 innigen ,jubel des ,volkes auf1 im grnen ,wams1 mit ,jgerhut und ,armbrust1 wie ihn das ,bild im ,rmer zu ,frankfurt zeigt4 ,alle sind so froh1 ihm die ,hand kssen zu drfen4 ,ein ,bauer bringt die ,butter1 die fr den ,markt vorbereitet war1 einen schmackhaft aussehenden gelben ,klumpen1 fr den geliebten ,knig aufs ,schlo4 7,an solchen volkstmlich-lustigen ,zgen ist das im ,innern trbe ,stck uerlich reich47 ,alle lachen und trinken gern mit ihm4 ,doch schon hier zeigt sich der ,konflikt4 ,wir lieben dich sehr1 sagt ein ,greis1 aber wir mchten auch1 da du unser ,vorbild bist1 ein ,muster4 ,dein ,vater ,karl war so erhaben 444 ,es hat etwas unter ,komik ,grausiges1 wie das ,volk immer von neuem diese ,forderung gegen den ,herrscher erhebt1 von ihm das ,hchste verlangt4 ,wenzel1 der sie auf weltliche ,art glcklich machen will1 ,steuern erlt und freigebig ,waldungen an die ,gemeinden verschenkt1 dieser ,wenzel gengt ihnen nicht4 ,sie wollen ihn heilig1 er ist ein ,mensch4 ,man mu den ,dichter bewundern1 der diesen vielleicht historisch unrichtigen1 aber so sympathischen1 neuartigen1 unglcklichen ,regenten erfunden hat4 ,nicht wahr8 ,den ,dramatiker ferner1 der aus dem nun vorliegenden ,material einen ,aufbau und eine ,einheit gestaltet hat4 ,wie er den ,jhzorn des ,knigs1 sein schnelles ,dolchziehen bentzt6 ,ja1 er ist gut1 aber an den ,tod des ,johann von ,nepomuk darf man ihn nicht erinnern4 ,wie er ihn allen ,frauen nachstellen1 seine ,geliebten unter den ,dienstmdchen im ,volke suchen 7auch darin populr1 beliebt1 aber den hchsten moralischen ,anforderungen des ,volkes nicht gewachsen71 ihn trotzdem zrtlich1 mit groem ,herzen an seiner ,frau hngen1 sie als ,moje kuratko 7,mein armes ,huhn7 sanft an sich reien lt1 vor versammeltem ,hofstaate familir mit ihr 444 ,man fhlt3 in jeder andern ,zeit wre er ein guter ,knig gewesen4 ,aber die ,zeit ist aus den ,fugen1 ,schmach und ,gram 44444 ,hus ist aufgetreten1 und der ,knig1 den eben die ,hussiten aus seinem ,kerker gerissen haben1 versteht die neuen ,ketzer nicht4 ,er versteht noch das ,nationale ihrer ,bewegung1 hilft ihr gegen die ,deutschen1 aber das ,metaphysische1 ,religise interessiert ihn einfach nicht 444 ,nun wirkt es erschtternd1 wie er1 der sich bewut ist1 stets das ,beste seines ,volkes gewollt zu haben1 der auf die ,zustimmung des ,volkes stolz ist1 pltzlich bemerkt1 da alle den ,kelch ber ihn stellen4 ,gib uns den ,kelch wieder1 heulen unten die ,rebellen4 ,und im letzten ,akt stellt sich die ,rhrung ein1 mittelst einer vielfachen ,perspektive1 mittelst eines wahrhaft geschichtsphilosophischen berblicks1 der aber vom ,dichter nirgends durch ,theorien1 nur durch ,gestalten ausgedrckt wird4 ,natrlich so3 ,wenzel hat recht1 wenn er das ,volk irdisch beglcken will -- unrecht1 wenn er die ,tiefe der religisen ,sehnsucht verkennt -- und doch wieder recht1 wenn er all das ,elend1 das infolge dieser ,religionskmpfe ber ,bhmen hereinbrechen will1 prophetisch ahnt -- und doch vielleicht von einem hchsten ,standpunkt1 kraft dessen die geistige ,freiheit dem ,menschen wichtiger als alles leibliche ,wohl und ,wehe ist1 wieder unrecht -- und doch vielleicht zum ,schlu recht1 weil er ein ,mensch ist1 ein mystischer ,rationalist1 eine ,art ,goethe1 der den ,himmel auf der ,erde sucht4 ,diese komplizierten ,antithesen1 von ,akt zu ,akt gesteigert1 trotz der ,uneinheit von ,raum und ,zeit zu einer innern ,einheit erhoben durch ,heroismus1 ,schnheit1 blutige ,aufwallungen1 persnlich gemacht durch brennende ,details -- das ist eben das neue ,drama dieses neuen ,dichters6 ,es wird vorzglich aufgefhrt1 wie dies unter dem ,dramaturgen des ,nationaltheaters ,kvapil nicht anders zu erwarten steht4 ,in der ,titelrolle leistet ,schlaghammer ,packendes1 ,sicheres1 ,springendes 444 wie seine ,augen glnzen1 seine ,rede melodisch drhnt1 wie er unstet-trotzig die ,wrden des ,reiches dem einen nimmt1 dem andern nach einem verwirrten ,blicke in die ,runde hinwirft1 wie er voll schner1 jugendlicher ,ideale in ,blten des ,frhlings steht1 sonnig1 und schlielich im ,feuerschein geplnderter ,drfer zusammenrchelt6 ,ich habe geweint 444 ,und neben ihm der ,narr1 vom ,dichter zwar mit wenig ,humor begabt1 aber mit melancholischen treuen ,bocksprngen ausgestattet von ,haschler4 ,zum ,schlu nimmt er ,gift aus einem ,ring1 sinkt lautlos am ,fenster nieder1 niemand kmmert sich um ihn1 nicht einmal der ,knig bemerkt1 da der einzige als ,freund mit ihm zugleich stirbt4 ,ein rhrender ,zug 444 ,noch vieles andre hat mir gefallen4 ,hus allerdings nicht -- ,vojan spielt ihn mit feuchten ,haaren1 allzu schulmeisterlich4 ,aber da ihn der ,knig1 als scheute er sich vor seinem fr das ,volk so suggestiven ,namen1 immer nur als ,hussinetzer nach seiner ,herkunft anspricht3 wie gefllt euch das8 ,oder da unter tausend ,hflichkeitsformeln und ,treuversicherungen1 galant beinahe1 ein ,knig gefangen gesetzt wird1 mit aller ,etikette4 ,da ein halbtauber ,diener auftritt1 dessen dunkelbraunes1 altes ,gesicht den ,anschein erweckt1 als verrammle ihm zu viel braunes1 dickes ,blut das ,gehr4 ,da er berdies kurzgeschorene1 dichte1 graue ,haare hat1 die man gern streichelt wie einen ,hund1 und die mit einem unsglich einfltigen ,eindruck in die ,stirn hereinhngen4 ,da jemand in einem ,zimmer sitzt1 und man wei gar nicht1 da er hier gefangen ist1 bis pltzlich die ,tre sich ffnet1 nur zufllig1 eines ,besuches wegen1 und da sieht man drauen vor einem hellen1 in den weilichen ,himmel verstelten gotischen ,fenster unheimliche schwarze ,wachtsoldaten stehen1 die ein enges ,vorzimmer ganz anfllen1 dunkel abgehoben vor dem weien ,licht4 ,sofort schliet sich die ,tre wieder4 ,und so oft sie sich ffnet1 derselbe unbewegliche ,anblick4 ,zum ,schlu nach so viel ,lob eine ,einschrnkung1 mich selbst betreffend4 ,ich gehre zu den ,leuten1 die ,glockenklang hinter der ,szene1 ,hochrufe des ,volkes1 jeder ,lrm und alle ,waffen auf der ,bhne aufregen4 ,inwiefern es ferner zu meiner ,rhrung ber dieses ,stck beigetragen hat1 da ,orte und ,gassen der geliebten ,heimat in einem bedeutenden ,ton genannt werden1 da man vom uralten ,gasthaus zum grnen ,frosch1 das ich kenne1 und vom ,teinhof mit ,zuneigung spricht -- das kann ich nicht feststellen und wnsche es auch gar nicht zu wissen4 ,weie ,wnde ,schade1 da ich kein ,regisseur bin4 ,es mu hbsch sein1 in ein scheinbar schon fertiges ,kunstwerk seine ,gedanken einzufgen und ihm dadurch eine ,vollkommenheit zu geben1 die man vorher nicht vermit hat1 weil man sie nicht geahnt hat 444 ,so hat ,herr ,jaroslav ,kvapil ,schillers ,wallenstein durch schne ,bilder und ,bewegungen vervollstndigt1 man spielt jetzt die ,trilogie am tschechischen ,theater in ,prag mit vielem ,glck4 ,jetzt erst sehe ich1 wie das eigentlich war1 dieser ,krieg1 wie schn ,spitzenkragen und zackiges ,linnen zu ,lederkollern pat1 wie gepanzerte ,mnner im ,marschieren klirren1 wie eine rote ,schrpe irgendwie einen hohen ,rang bedeutet4 ,sehr schn wirken auch lange1 glnzende ,goldquasten an dunklen ,kniehosen1 diese ,quasten fhren ein ganz selbstndiges ,leben und1 ob nun ihr ,trger steht oder sich erzrnt1 immer wissen sie auffallend zu schlenkern4 ,doch das ,beste war es1 da smtliche ,szenerien 7ohne das ,lager natrlich7 weie ,wnde waren4 ,reine1 weie1 kahle ,wnde1 in die nur hlzerne ,traufstze oder ,fensterrahmen braune ,lcken schnitten4 ,solche ,wnde rufen sofort in mir das ,gefhl wach1 da es lange her seitdem ist1 lange1 lange vorbei4 ,ich wei wirklich nicht1 ob das der ,wissenschaft entspricht1 ob wirklich zur ,zeit jenes ,krieges im ,rathaus zu ,pilsen und in ,eger so weie ,gespensterwnde sich spannten4 ,einerlei4 ,diese ,wnde bedeuten fr mich ,dreiigjhriger ,krieg1 berdies auch jede andre vergangene ,zeit4 ,vielleicht kommt das daher1 weil die alten renovierten ,burgen1 die ich besichtigt habe1 alle so frischgekalkte1 saubere1 billige ,wnde hatten1 ohne viel ,bemalung 444 ,und so war es auch gestern auf der ,bhne4 ,groe1 ja gigantische weie ,flchen1 wenig ,mbel1 hier und dort ein ,fresko in dnnen harten ,farben4 ,ich dachte an die ,burg ,karlstein1 wie sie jetzt ist1 an hypothetische ,vergangenheiten1 schlielich an die leibhafte ,historie4 ,was fr ,menschen1 denen so in die ,augen stechende ,einfachheit gengt6 ,sie scheinen nicht auf lange sich einzurichten1 nirgends1 morgen wird alles zusammengeschossen4 ,wieviel ,waffen und ,quasten hat so ein ,kerl auf sich1 aber die ,prunksle sind wei wie ,wsche auf der ,bleiche1 sind leer1 als sei man eben im ,umzug begriffen 444 ,und sehr gut pate es da herein1 wie ,herr ,vojan den ,wallenstein spielte4 ,mde1 fast resigniert1 bleich1 in sich gekehrt1 langsam4 ,hufig sprach er nicht oder schlo im ,reden fr lange ,zeit die ,augen4 ,das rhrte mich sehr1 denn das sah dann genau so aus wie die weien ,wnde ringsum4 ,es war frmlich ein ,echo dieser ,wnde4 ,und man fhlte im ,herzen1 was ,schiller geschrieben hat3 die ,tragdie niedersteigender ,sterne4 ,untergang des ,dramas ,das ,erlebnis1 das mich in diese abschssige ,bahn gestipst hat1 war nur sehr einfach3 ,ich wollte einmal ,italienisch lernen und kaufte mir deshalb eine rhmenswerte ,grammatik ,parla ella italiano8 samt angefgten ,konversationsbungen4 ,bei diesen ,gesprchen stockte ich1 las immer langsamer und wie hingegeben3 ,ich habe recht gut geschlafen -- ,das freut mich sehr -- ,es freut mich1 ,sie wohl zu sehen -- ,befindet sich ,ihre ganze ,familie wohl8 -- und immer gieriger wurde ich da1 immer weniger interessierte mich die bersetzung ins ,italienische1 bis ich schlielich einsah1 da der ,inhalt mir ,vergngen machte1 die spannende ,handlung1 und nicht mehr das ntzliche ,sprach-,erlernen4 ,in meiner ,vorstellung kamen ganz deutlich ,zimmer1 ,gartenwege1 ,bche1 ber die hinweg die ,gutsnachbarn miteinander ,unterhaltung fhren4 ,mehr und mehr erregt erkannte ich ,situationen1 die ,haltung und die ,vorgeschichte4 ,schlielich im ,weiterlesen wute ich1 da diese ,dialoge eine dramatische ,wirkung auf mich hatten und demnach bestimmt waren1 in meinem leeren ,herzen ,ersatz zu sein fr alle ,theaterstcke1 an denen ich damals gerade die ,lust verloren hatte 444 ,wie eindeutig und1 hat man diese eine ,deutung ein fr allemal in sich1 wie klanglos spielen sich die ,szenen der blichen ,dichter ab4 ,einige ,leidenschaften1 schon seit langem veraltet1 einige ,lcherlichkeiten mit weinerlichem ,glanz erfllen die ,bhnen ,europas 444 ,schn natrlich sind die ,kulissen1 die ,ballette1 die ,ausstattungsstcke1 schn fr immer und unerschpflich1 weil diese ,unerschpflichkeit in uns liegt4 ,was soll man aber dazu sagen1 wenn immer noch ,heerfhrer berredet1 ,frauen verfhrt1 ,shne verflucht werden4 ,solche ,gesprche1 akkurat eingeklemmt zwischen die handelnden ,personen wie ein ,hals in die ,aussparung der ,guillotine1 wollen mich nicht glcklich machen4 ,dagegen ,luft in bester ,menge geben die ,dialoge meines ,konversationsbuches4 ,da finden sich tragische3 ,was gibt es fr ,neuigkeiten8 -- ,ich wei nichts4 -- ,was wnschen ,sie1 da ich tun soll8 -- ,ich beschwre ,sie1 es zu tun 444 ,anmutig pastorale wie der ganze ,abschnitt ber das ,wetter und ber ,ausflge 444 ,derbkomische3 ,haben ,sie ,muse in ,ihrem ,hotelzimmer8 -- ,nein1 aber meines ,oheims ,freund wird eine ,falle kaufen 444 ,auch das ,tempo wechselt2 berstrzte1 gleichgltige1 gezogene ,partien lassen sich unterscheiden 444 ,die ,charaktere treten vor1 wechseln aber in jeder ,zeile beinahe1 wie dies bei komplizierten ,naturen nicht berraschen kann4 ,fast nie wird eine ,angelegenheit ganz erledigt4 ,man respektiert die ,chiffre1 das ,halbverschwiegene4 ,so haben diese ,stze1 ungewi woher gesprochen und wohin1 und dennoch ganz sicher gesprochen1 den fast mystischen ,reiz und die wirksame ,undeutlichkeit diophantischer ,gleichungen1 in denen zwei ,variable eine konstante ,beziehung bewahren 444 ,ich sehe es voraus1 da man in ,zukunft nur solchen ,schattenspielen gestatten wird1 die ,phantasie in ,wallung zu bringen4 ,ideen fr ,ausstattungsstcke ,ich habe bestndig ,einflle1 von denen ich wohl annehmen darf1 da sie einem ,regisseur ganz hbsch zugute kmen4 ,immerhin sehe ich ein1 da unsre ,zeit fr diese ,einflle noch nicht reif ist1 und deshalb vermeide ich es1 besondere ,sorgfalt auf ihre ,ausarbeitung zu verwenden4 ,kunterbunt1 so wie sie mir durch den ,kopf marschieren1 seien sie hier aufgezeichnet1 und manche werden wohl eher nur der ,anfang eines ,einfalles als ,einflle genannt werden4 ,tut nichts2 sollen sich die mit ihnen ,mhe geben1 die spter von ihnen profitieren wollen6 ,ordnung in diese unreifen1 halb ausgereiften ,plne bringen3 das ist meine ,sache nicht4 ,mge man nur deshalb nicht das ,ganze fr einen ,scherz halten 444 ,also ich ertappe mich oft dabei1 im ,theater1 bei langweiligen ,szenen 7und das sind so viele671 da ich schon gar nicht mehr auf das klangreiche und doch wieder so klanglose ,gerede aufpasse -- sondern pltzlich habe ich1 beispielsweise1 die ,lehne eines glattpolierten ,alt-,wiener ,sessels auf der ,bhne ins ,auge gefat und amsiere mich damit1 ein ,pnktchen des grnlich durchs ,fenster einfallenden ,mondes auf dieser ,lehne zu verfolgen4 ,wie es behaglich da festsitzt und aus sich heraus strahlt1 als eine ,filiale des ,mondes1 dieses ,pnkterl1 ja als ein ,mond fr sich4 ,und mit jener ,leichtigkeit1 die therischen ,dingen eigen ist1 rutscht es das harte1 glatte ,holz entlang1 ohne eine ,spur von ,sentimentalitt1 von ,heimweh nach der frhern ,ansiedlung1 falls eine der ,bhnenfiguren eben diesen ,sessel in die ,hand nimmt4 ,ist das nicht interessanter als das ganze ,drama8 ,der grne ,punkt1 die ,blte des ,mondes1 entfaltet sich auf einmal und bedeckt den ,seidensitz des ,sessels eiligst und doch so zart1 da keine ,dame der ,welt mit einer auch nur annhernden ,grazie so in diesem ,sessel ,platz nehmen knnte 444 ,und hieraus entspringt mein ,vorschlag4 ,man fhre keine ,handlungen auf1 sondern einfach ,szenen aus dem ,leben der ,dinge4 ,der ,vorhang geht auf4 ,man sieht ein kahles ,zimmer1 einen kahlen ,tisch1 auf dem ,tisch brennt in einfachem ,leuchter eine ,kerze4 ,das ,fenster ist geffnet1 ein ,nachtwind kommt herein4 ,die ,kerze flackert1 erhebt sich1 sie kmpft1 sie wirft ,lichter die ,wand hinauf und hinab1 sie wird schwcher1 es war aber nur eine ,list von ihr1 gleich darauf brennt sie in voller ,leuchtkraft1 glnzend1 aber auch dies war nur ,schein1 sie hat sich erschpft1 sie glimmt nur1 atemlos zittert das ,publikum1 der ,wind verstrkt sich1 wie zum ,hohn entfacht er sie1 galvanisiert gleichsam die ,leiche1 sie erlischt -- und das vollkommene ,dunkel des ,zimmers nun1 in dem nicht einmal die schwarze ,fensterffnung sich abhebt1 unterscheidet sich vom schwchsten ,glimmen viel mehr als dieses ,glimmen von der hellsten ,helligkeit4 ,diese ,einsicht erschttert jedermanns ,herz 444 ,ja1 ich wrde mit dem ,luxus der ,ausstattungsstcke grndlich aufrumen4 ,nichts habe ich im ,kopf als lauter ,reformen4 ,keine ,ballette1 keine exotischen1 hngenden ,grten1 keine venezianischen ,serenaden6 ,ich wrde das ,publikum zum ,genu des ,details erziehen1 der verachteten groben ,umgebung4 ,so hat man ja auch frher gemeint1 man knne ,stilleben nicht anders malen als mit ppig getriebenen ,pokalen1 ber ,prunkteppiche hingebreiteten ,hasen1 ,rehen und ,auerhhnen1 den ,strecken ganzer frstlichen ,jagden1 den ,weinernten ,italiens1 mit schwellenden ,pfirsichen und ,guirlanden sester ,rosen4 ,bis ,czanne auf einen ,bauerntisch neben einen ,krug ein ,laib ,brot legte und das schner oder ebenso schn war wie die verschwenderischen ,hollnder4 ,so habe ich auch bei ,bernheim ein ,wunderbild des van ,gogh gesehen1 es stellte vor3 einen rohen ,sessel1 der die ganze ,flche der ,leinwand einnimmt1 und auf dem ,sitz steht eine brennende ,kerze4 ,zu gestehen1 da ich diesem ,bilde die ,inspiration zu der obigen ,kerzen-,tragdie verdanke1 hiee1 die ,schlukraft1 das literarische ,feingefhl und das ,ahnungsvermgen meiner ,leser beleidigen4 ,schn wre auch ein ,zyklus3 ,schreibtische4 ,der des ,ministers1 des ,direktors1 des ,professors1 des ,dichters1 des staatlich angestellten ,diurnisten1 der ,schreibtisch eines hhern ,wesens1 eines eleganten ,fruleins1 eines ,gelangweilten 444 ,der ,vorhang geht auf4 ,man sieht1 was man sieht4 ,schlu4 ,keine ,erklrungen1 kein berflssiger ,lrm4 ,eine ,katze schleicht zwischen strmisch beschriebenen ,papieren1 und man wei1 es handelt sich um den ,dichter4 ,ich selbst brigens frchte mich vor ,katzen4 ,aber natrlich wre auf individuelle ,abweichungen hier keine ,rcksicht zu nehmen4 ,das ,butterbrotpapier1 nach dem gleichnamigen ,gedicht von ,christian ,morgenstern1 dramatisiert1 gbe eine weitere prchtige ,bereicherung des ,repertoires4 ,leben und ,treiben in einem ,korridor4 ,die ,bhne ganz schmal1 unendlich tief4 ,fenster an ,fenster1 jedes wirft seinen ,lichtstreifen ber den ,boden4 ,viele ,tren1 numeriert4 ,wir sind in einem ffentlichen ,gebude4 ,hauptfinanzamt oder so etwas4 ,die ,katze aus dem benachbarten ,dachzimmer des ,dichters schleicht vorbei4 ,spucknapf4 ,darber warnende ,inschrift1 nicht daneben zu spucken4 ,eine ,maus4 ,auch ,menschen werden geduldet1 sofern sie sich mit ihrem ,seelenleben nicht vordrngen4 ,beamte1 frhlich und trb4 ,bureaudiener bringt ,bier1 ,gabelfrhstck4 ,agent mit ,barttinkturen1 ,zahnpasta1 ,junggesellen-,knpfen1 die man nicht annhen mu4 ,privatparteien1 sich verirrend4 ,wieder alles leer2 ,katze1 ,maus1 ,spucknapf1 ,sonnenstreifen4 ,schne ,dame erscheint1 lt ihren ,freund fr ein ,gesprch und einen kurzen ,ku aus seinem ,bureau rufen4 ,sie gehen auf und ab4 ,ab4 ,es hagelt1 ein ,fenster zerbricht4 ,ensemble der herbeistrzenden ,diener4 ,wir hoffen1 da die ,dame vor dem ,unwetter nach ,hause gekommen ist4 ,der ,kahn4 ,die ,bhne stellt den ,rand eines ,flubades dar1 ein ,brettersteg1 ,gelnder4 ,im ,wasser der ,kahn1 zur ,seite4 ,er schaukelt1 ein ,dampfer ist vorbeigefahren4 ,kpfe schwimmender ,mdchen1 in roten und gelben ,badehauben1 von ferne hnlich ,turbanen4 ,brennende ,sonne1 ,wassergeruch und ,holzgeruch1 hier scheint es gesnder zu sein als im obigen ,korridor4 ,der ,kahn fllt sich mit ,wasser4 ,unberechenbar bewegt er sich1 stt an seine ,nachbarkhne1 er fhrt ein eigentmliches ,leben4 ,knaben schpfen das ,wasser aus4 ,ein fescher ,herr vom ,ruderklub dankt ihnen durch ein paar ,pffe1 steigt ein und1 futsch1 ist er davongefahren1 ber das glitzernde ,wasser4 ,jetzt ein ,traum meiner ,jugend3 ,das ,seebeben4 ,hat man schon einmal bemerkt1 wie das ,wasser in einem ,lavoir schwankt1 das man mit mangelhafter ,geschicklichkeit trgt8 ,es legt sich gleichsam mit seinem ganzen dicken ,leib1 eine einzige ,welle1 zunchst auf die eine ,seite des ,lavoirs und1 nachdem es hier gehrig bergespritzt ist1 liegt es schon wieder ebenso heftig und schwer auf der andern ,seite4 ,wie eine ,bleimasse scheint einem das ,wasser1 so gewichtig1 und was seine ,flssigkeit dabei anlangt1 flssiger als ein ,wasserfall1 direkt haltlos1 sinnberaubt 444 ,dies alles auf ein ungeheures ,meer bertragen1 und man hat das1 was ich mir unter ,seebeben vorstelle1 wovon ich bisher leider weder ein ,bild gesehen noch eine ,beschreibung gelesen habe4 ,ich wre jedoch schmerzlich enttuscht1 falls dieses gewaltige ,elementarereignis einfach so vor sich ginge1 da das ,meer ,wellen1 nur etwas grere als sonst1 wrfe4 ,das wrde ja ein ,sturm sein1 nicht viel mehr4 ,nein1 die ,natur bertrifft gewi unsre khnsten ,trume4 ,das ,meer bildet eine einzige ,flche1 ich bitte darum1 von ,asien bis ,amerika1 und diese groe ,flche steigt auf1 stellt sich schief1 erhebt sich bis an die zerreienden ,wolken1 sie senkt sich wieder1 und dumpf wie das ,schicksal richtet sie sich auf der andern ,seite empor1 diese ungeheure ,schaukel4 ,so wie das ,verdeck eines ,schiffes schlingert 444 ,sache des ,regisseurs ist es nun1 dies auf die ,szene zu bringen4 ,ich wrde es so machen3 ,eine ,hafenstadt1 die nachts in ihrem unglcklichen ,schlaf von einem ,auslufer des ,seebebens berrascht wird4 ,das ,wasser ist bis zur ,hhe der halben ,bhne gestiegen4 ,jetzt bemerkt man1 da es leise schwankt1 in seiner ganzen ,oberflche1 die an der ,seite der ,bhne emporklettert und wieder fllt4 ,kein ,rauschen1 kein ,getse4 ,es sieht beinahe sanft aus3 wie eine ,mutter1 die ihr ,kind in den ,schlaf wiegt1 wie eine groe ,wiege4 ,damit aber kontrastiert aufs grlichste die ,hast in den dunklen ,gebuden1 die aufleuchtenden ,fenster1 die sofort wieder im ,wasserschwall erlschen1 das ,rufen treppauf und treppab4 ,die ,huser stehen noch1 es sieht fast aus1 als seien sie zu dem ,zweck gebaut1 unter ,wasser zu stehen1 wie die ,palste der ,stadt ,vineta4 ,aber der ,zuschauer ahnt1 da sie schon unterwaschen sind1 da sie nicht lange mehr standhalten knnen4 ,und whrend die unheimliche ,flut lautlos1 ohne ,grausamkeit1 wie gesagt1 ihre ,wiegebewegung fortsetzt1 brechen pltzlich in dem ,moment1 wo man es nicht mehr erwartet 7warum gerade jetzt8 warum nicht frher871 alle ,huser samt der ,domkirche in die ,knie4 ,sie werden in ,trmmern davongeschwemmt1 die ,stadt existiert nicht mehr1 die ,flut wiegt sich noch immer4 ,ein freundlicheres ,bild3 ,die ,liebenden in der ,landschaft4 ,ein hei verliebtes ,paar hat einen ,ausflug unternommen1 und whrend sie dahinschreiten1 verwandelt sich die ,gegend1 natrlich nur fr ihre ,augen4 ,der geschickte ,redakteur leiht uns ihre ,augen4 ,nebst der ,sonne glnzen alle ,sterne am ,himmel1 der ,mond1 zwei ,kometen1 deren ,schweife je einem des ,paares ,luft zuwedeln4 ,es ist sehr hei4 ,der ,bach1 an dem sie gehen1 ist aus ,silber1 die ,waldbume aus patiniertem ,kupfer1 die kleinen ,kchlein bei der ,htte aus ,gold4 ,smtliche ,singvgel sind ,virtuosen in ihrem ,fach4 ,eine ,wiese wird zu dem ,gefieder eines sagenhaften ,riesenpapageis1 der sie ber alle ,lande hinwegtrgt1 an trumerischen ,aussichten vorbei1 wobei er immer den ,namen eben dieser beiden ,menschen in die ,luft hinausschmettert1 als htte er mehr nicht gelernt4 ,dies alles ist aber nur die erste ,stufe der ,zauberei4 ,mit einem ,schlage ist die ganze ,umgebung zurckverwandelt1 ist gewhnlich und ordnungsgem ,wiese1 ,bach1 ,wald1 aber trotzdem ist sie fr die beiden gnzlich neu1 sehenswert bis aufs uerste1 noch nie dagewesen4 ,sie sagen es einander4 7,der geschickte ,bhnenknstler sehe1 wo er bleibe47 ,hierauf fragen sie einander1 wann der letzte ,zug nach ,prag zurckfhrt4 ,ihre ,gesprche sind nicht sehr belangreich1 wie man sieht4 ,der erquickte ,zuschauer jedoch berhrt geduldig einige ,dummheiten und ,kindereien1 da er durch den ,anblick dieses reizenden ,ausstattungsstckes genugsam entschdigt ist4 ,illusion ,von hier aus1 von der ,kleinstadt1 stelle ich mir manchmal eine ,redaktion wie einen ungeheuren ,palast vor1 der seinen ,lrm in die dunkeln ,nebenstraen wie eine ,ausstrahlung verbreitet4 ,noch ehe man ums ,eck biegt1 fhlt und sieht man an allem3 ,ah1 jetzt kommen wir zur ,redaktion 444 ,geflgelte ,stiere bewachen das ,portal1 und wer vorbeigeht1 nimmt den ,hut ab4 ,der ,unterbau des ,palastes besteht ganz aus riesigen ,rotationsdruckmaschinen1 die so kompliziert wie ,rechenmaschinen 7als der ,erfinder sie zu ,ende erdacht hatte1 kam er ins ,irrenhaus71 aber zweihundertmal so gro aussehen4 ,im ersten ,stockwerk geschehen ,musterbeispiele der ,dinge1 die von den ,redakteuren in der nchsten ,nummer beschrieben werden mssen3 ein ,pferd strzt1 der erste ,schnee schwebt nieder1 ,armeen ziehen vorbei1 ,parlamente debattieren1 ein ,aviatiker nimmt von seiner ,mutter ,abschied1 ,schauspieler in ihren ,kostmen sprechen erhebende ,verse4 ,in der nchsten ,etage1 die durch ein kompliziertes ,treppensystem mit der untern verbunden ist1 gibt es nichts als ,telephone1 ungeheure ,fernrohre1 ,bahnhfe fr ,exprezge1 ,warenmagazine1 ,kinematographen -- kurz ein solches ,durcheinander aller ,kultureinrichtungen1 da dem ,beherztesten der ,mut sinkt4 ,der ,chefredakteur rollt auf ,flgelrdern durch lange ,galerien1 in denen seine ,angestellten laut schreiend schreiben1 die ,fllfeder an seinem ,grtel ist wie ein diamantbesetzter ,degen4 ,durch das offene ,fenster sieht man auf den ,hof1 wo ,nachrichten und ,herzensergsse aufgestapelt werden1 aus andern ,hfen fhren ,fden zu allen ,stdten des ,kontinents und ,amerikas 444 ,so stelle ich mir das ,redigieren vor1 und das ist eigentlich meine regelmige1 natrliche ,ansicht1 die ich nur dann unterdrcken kann1 wenn ich das ,wort ,redaktion mit absichtlicher ,schnelligkeit und ,unachtsamkeit ausspreche4 ,komme ich aber nach ,berlin oder ,paris1 so sieht die ,wirklichkeit ganz anders aus4 ,ich mu lange das ,haus der ,redaktion unter fnfzig gleichartigen derselben ,gasse herausstbern1 niemand spricht noch in der nchsten ,nhe dieses ,hauses von ,dingen1 die man als ,ehrfurcht gegen ein so ungeheures ,etablissement deuten knnte4 ,noch der ,krmer nebenan scheint nicht zu ahnen1 da gleich benachbart eine ,redaktion ist1 und hlt sich selbst offenbar fr wichtiger4 ,ein ,kind spielt ,reisen1 es ahnt nichts4 ,ein ,lastwagen poltert durch die merkwrdig unbelebte ,gasse4 ,und nur ein kleines ,emailschildchen heit ,simplizissimus oder sonst etwas1 ganz ebenso groe ,schildchen hat ein ,rechtsanwalt und ein ,schreibbureau im ,toreingang ausgehngt4 ,oft mu ich sogar an ,pflaster und ,blumen vorbei ins ,hinterhaus gehen1 an ruhigen1 mit sich selbst beschftigten ,dienstmdchen oder ,mietern vorbei4 ,und dann empfngt mich an einem gewhnlichen ,schreibtisch ein gar nicht mystischer ,herr1 spricht die blichen ,dinge1 whrend ich das einfache ,mobiliar betrachte3 ein paar ,bcher1 einen ,telephon-,tischapparat wie in jedem grern ,geschft1 ,briefe1 ein ,sofa1 einen ,briefordner1 einen ,kunstdruck an der ,wand 444 ,und da berfllt mich immer wieder derselbe ,gedanke1 den ich jetzt ausdrcken mchte4 ,ich fhlte mich berlistet4 ,es erscheint mir pltzlich wie eine bloe bereinkunft1 eine ,legende1 da von diesem ganz unmerkwrdigen ,zimmer so viel ,erschtterung und ,macht ausgeht4 ,warum gerade von hier aus8 ,wo sind die ,fden8 ,ist die ,druckerei hinter der ,wand8 ,wo laufen die ,verbindungen zu dem ,kapital1 zu den ,autoren1 zu den ,setzern an ihren ,ksten1 zu den ,verkufern in ihren ,kiosken auf den ,boulevards8 ,ist es nicht ein bloer ,aberglaube1 da sich diese ,verkufer immer wieder an dieses in nichts ausgezeichnete ,zimmer wenden und an andre nicht8 ,man mte sie aufklren ber ihre ,verblendung4 ,man mte vor allem einmal folgenden ,versuch machen3 ein ,zimmer mit sklavischer ,genauigkeit nach einem wohlrenommierten ,redaktionszimmer einrichten4 ,ich wrde es dann bernehmen1 mich ruhig wartend an den ,schreibtisch zu setzen1 das getreu nachgebildete ,elfenbeinmesser in der ,hand4 ,ich bin berzeugt1 es mte auf diesem ,wege pltzlich eine mchtige ,zeitschrift entstehen4 ,entsteht sie nicht1 dann ist das nur ein ,beweis dafr1 da die ,kulissen des nachgemachten ,redaktionszimmers nicht genau dem wirklichen gleichen4 ,ich fhle es3 die richtig ausgestattete ,bhne mu die szenischen ,vorgnge in sich hineinziehen wie ein luftleerer ,raum ,luft in sich saugt4 ,nur ruhig warten und in die ,wand schauen3 pltzlich fhlst du das ,kapital hinter dir1 die ,interessengruppen1 alle ,verhandlungen1 die der ,grndung vorangehen muten1 pltzlich ist alles da1 wie etwas ,vergessenes im ,gedchtnis auftaucht und doch von jeher da war4 ,und du fhlst1 da du in diesem ,moment ,menschenhnde in einer fernen ,setzerei bewegst2 der ,telephonapparat1 der ein bloes ,bhnenversatzstck ist und gar nicht an die ,leitung angeschlossen1 funktioniert in diesem ,augenblick1 du weit es und du zweifelst nicht4 ,ohne ,elektrizitt klingelt die ,signalglocke4 ,du erteilst ,weisungen1 ,ratschlge1 ,entscheidungen4 ,du bist ein lebendiger ,machtfaktor4 ,ein ,unterbeamter1 von dessen ,existenz du bisher nichts geahnt hast1 tritt herein1 legt ,ausarbeitungen vor1 die du ihm gestern aufgegeben hast1 wie es scheint4 ,andre danken fr empfangene ,vorschsse4 ,und ohne da du dich von deinem ,platz gerhrt hast1 hrst du mit einem ,mal1 wie drauen vor dem ,fenster die ,zeitungsjungen den ,titel deiner ,zeitschrift in die ,luft brllen1 wie sie die noch klebrigen ,bltter1 die nassen1 schwarzen1 zischenden ,lettern entfalten und schwingen1 wie sie rennen und so schnell den ,vorbeigehenden das ,papier in die ,hand stecken1 da man meint1 sie reien es ihnen aus der ,hand 444 berdies bist du gar kein ,schwrmer fr ,zeitschriften natrlich1 im ,grunde hltst du alle fr berflssig4 ,nur einmal hast du es aus wissenschaftlichem ,interesse probieren wollen1 ob man eine ,zeitschrift nicht intuitiv von innen heraus grnden kann1 mit ,hilfe der ,bhnenausstattung eines ,redaktionszimmers1 statt rationalistisch mit den langweiligen ,maschinerien der ,welt4 ,um mein ,problem zu formulieren3 ich mchte den genauen ,anteil suchen1 den das ,bhnenmige an den ,vorgngen des ,lebens hat4 ,dasselbe gewhnliche ,zimmer1 als ,gerichtssaal eingerichtet3 und ganz gewi werden bald ,richter1 ,zeugen und ,angeklagte da sein4 ,die hnlichkeit der uern ,situation1 sofern sie nur tuschend und exakt ist1 mu die gewohnten ,vorgnge des ,lebens heranlocken 444 ,ebenso glaube ich1 da ein ,sterbender sofort dem ,tode entrinnen mte1 wenn man ihn aus der gewohnten ,sterbeumgebung1 aus diesem ,bett und ,nachthemd und ,kstchen nebenan mit den farbigen ,arzneien in ,flschchen1 aus dieser ,luft und den das ,ende heranzagenden ,freunden1 pltzlich auf die ,strae versetzte1 an eine ,straenkreuzung1 wo die ,reihen der ,automobile vor dem weien ,stab des ,polizisten stocken1 wo alles schreit und luft und jeder ,passant eher dem nchsten absichtlich auf den ,fu treten wrde als an ,sterben denken4 ,wenn man aufpassen mu1 da einem im ,nachtwind nicht der ,hut in die nchste ,pftze fliegt1 hat man keine ,zeit zu sterben4 ,die ,szenerie ist es1 die mordet und das ,leben rettet4 ,die ,vorstadtbhne ,sie machte ein ernstes ,gesicht4 ,und nicht nur deshalb1 weil ihr dies gut stand4 ,sondern sie war wirklich traurig4 ,der junge ,mann1 namens ,carus1 der1 ihr gegenbersitzend1 das eine ,bein durch das andre gehoben hielt1 trstete sie3 ,schau1 ich hab' dich wirklich nicht krnken wollen1 ,kindchen4 ,aber wie sollen wir es anders anstellen1 um aneinander ,freude zu haben4 ,heiraten kann ich dich nicht1 du weit1 da ich zu wenig ,glck im ,beruf habe4 ,also mute ich dich doch einmal bitten1 meine ,geliebte zu werden1 nicht wahr4 ,jetzt weinte sie schon4 ,das dunkle ,hofzimmer nur mit einem ,fenster und schmal wie ein ,fernrohr blieb eine ,weile still1 whrend die ,dmmerung anbrach4 ,pltzlich setzte unten laut das berraschende und hliche ,geflte eines ,leierkastens ein 444 ,da stand der junge ,mann auf und1 whrend er die ,fransen der ,tischdecke zu regelmigen ,bndeln ordnete1 bat er das weinende ,mdchen in leisen ,stzen1 verstndig zu sein1 ihm nicht zu zrnen4 ,martha erhob den ,kopf1 noch fielen zwei ,trnen1 sie sagte mit ,energie3 ,nein1 ,carus4 berwinde dich1 sei ein ,mann4 ,ich werde immer stolz darauf sein1 wenn du mich als deine ,freundin betrachtest4 ,aber niemals kann ich dir das werden1 was deine ,trume dir vorspiegeln4 ,verlange es nicht von mir1 du selbst wrdest mich verachten1 wenn ich mich und meine ,ehre verge4 ,ich mu doch einmal ,klarheit zwischen uns schaffen3 ,du bist mein ,freund1 mehr nicht1 also bleibe so1 wie du warst4 ,klarheit schaffen 444 ,ich bitte dich1 la das4 ,ich verzichte auf jegliche ,klarheit4 ,aber das ,leben ist einmal so1 klar und unerbittlich4 ,so kennst du es1 arme ,kleine4 ,natrlich1 wenn man seit seinem sechzehnten ,jahr ganz selbstndig in einer groen ,stadt sein ,brot verdienen mu4 ,und gar durch ,klavierstunden 444 ,o1 wie schlimm ist es dir ergangen6 ,man hat dich immer betteln und kmpfen lassen1 und schlielich hast du dich gewhnt1 dies als den gerechtfertigten ,lauf der ,welt anzusehen4 ,nie ist dir eingefallen1 da alles ganz anders sein knnte1 ein wenig 'operettenhaft'1 wie ,jules ,laforgue es wnscht4 ,ah6 que tout n'est-il opra-comique6 ,que tout n'volue-t-il en mesure sur cette valse anglaise ,myosotis6444 ,was willst du eigentlich damit8 ,carus ffnete den ,deckel des ,pianinos und drckte im ,dunkeln so langsam einige ,tasten nieder1 da kein ,ton erklang3 ,meine ,liebe1 du nimmst die ,sache viel zu wichtig4 ,welche ,sache eigentlich8 ,ach ,gott1 alles4 ,und deine so ernsthafte ,erklrung mit schweren ,worterbstcken wie3 ,ehre1 verachten1 ,klarheit schaffen1 ,freundin1 ,trume vorspiegeln 444 ,wie schn wre es1 wenn du ein einziges ,mal diese ,logik vergest1 die doch zu gar nichts taugt6 ,das ,leben ist nicht so hart und endgltig1 wie es dir vorkommt4 ,es gehen immerhin witzige ,dinge darin vor4 ,warst du1 beispielsweise1 schon einmal im ,vorstadttheater drauen8 ,nie4 ,bitte1 komm morgen mit mir hin6 ,man spielt zwar tschechisch dort1 aber so viel verstehen wir ja4 ,und wenn nicht1 um so operettenhafter ist es4 ,du willst8 ,also gut1 ich hole dich morgen um diese ,zeit ab4 ,du wirst etwas ,unterrichtendes erleben 444 ,aber jetzt1 sei nicht mehr bse1 gib mir einen ,ku 444 99 99 99 99 99 ,es ist hbsch1 wenn ,rendezvous pnktlich von beiden eingehalten werden4 ,und so geschah es auch in diesem ,fall4 ,arm in ,arm denn betraten die ,beiden das ,foyer des ,vorstadttheaters4 ,aus einem ,privathaus hergerichtet1 das nur durch transparente ,buchstaben und den wagerechten groen ,glasfcher ber der ,tr auffiel1 empfing es in einem bunt mit ,solenhofer ,platten gepflasterten ,raum1 der rechts ,garderobe1 links ,konditorei hie4 ,von hier kam man in einen schmalen ,gang1 ,schauplatz der ,zwischenakts-,promenaden1 von roten ,plschkanapees an den ,seiten in die ,lnge gezogen1 mit ,glhbirnen1 ,photographien des ,direktors unter seinen besten ,krften1 und mit einem goldgerahmten ,spiegel versehen1 den als ,gegenstcke der ,apoll vom ,belvedere und die ,knigin ,luise nach ,rauch bewachten4 ,ein gutmtiger ,eisenofen machte bieder auf die fehlenden ,siebe der ,luftheizungen aufmerksam4 ,eine ,palme1 von ,staub weilich gepudert1 erinnerte an den ,orient4 ber ausgebeulte ,holztreppen stolperten ,carus und ,martha lachend in ihre ,loge4 ,die aber war keineswegs ein ,zimmerchen1 wie sie es von den langweiligen groen ,theatern her gewohnt waren1 sondern nur ein durch rote1 sammtbortierte ,pappwnde in ,ordnung gebrachter und abgeteilter ,luftraum4 ber ihnen direkt schwebte die ,decke und an ihr eine ,posaune aus ,stuck1 lebhaft geblasen vom ,zentralengel des ,plafonds4 ,er hielt sie dezent und edelmtig1 kaum gengstigt durch die sezessionistischen ,blumen1 die mit gesteiften1 parabolischen ,stengeln auf der ,tnche um ihn wucherten 444 ,neben der ,loge gleich hockten dichtbesetzt die finstern ,bnke der ,galerie2 es drckten sich ,dienstmdchen1 ,soldaten1 ,modistinnen1 ein ganz kindlicher ,pikkolo in seiner ,amtstracht1 alte ,frauen in ,sonntagsjacken mit sehr groen ,perlmutterknpfen und mit ,tchern um den ,kopf1 ein witziger ,hausmeister1 ,arbeiter1 ,bankdiener1 markensammelnde ,gymnasiasten1 ,ladenfruleins1 ,lakaien1 schne ,kommis4 ,und alle bewegten sich1 redeten mit lauter ,gedmpftheit1 borgten einander die ,operngucker1 die ,programme1 riefen nach ,bier1 stritten um ihre ,pltze1 lachten4 ,es schien das ,ganze nicht unhnlich einem religisen oder zwecklosen ,tanze1 ins unsichere ,licht weniger ,lampen gestopft1 stckweise wiederholt von schiefen ,spiegeln1 die hier und dort unter ,thronhimmeln aus dem braunen ,dunkel funkelten1 umrahmt von dem weiten ,wandbogen1 dessen ,papiertapete wie lustige ,flaggen ihre ,fetzen herabwehen lie 444 ,das ,parterre ist wenig besetzt1 meinte ,martha4 ,da brauchst du auch nicht hinzusehen4 ,hier wird fr die ,galerie gespielt4 ,und fr uns1 wenn wir heute ein bichen kindisch sein wollen4 ,wollen wir8 ,ja natrlich4 ,mir gefllt's schon groartig4 ,der eiserne ,vorhang ging in die ,hhe4 ,aber da hatte des andern kostbare ,teppichflut1 rubinrot und von goldenem ,tau mit groer ,quaste gerafft1 noch nicht vollstndig die ,erde erreicht4 ,die eiligen ,fe der ,mitspielenden sah man1 ein berraschtes ,getrippel im ,rckzug2 niemand nahm das bel4 ,die ,regie wird hier nicht so ernst genommen1 erklrte ,carus1 und gerade deshalb bin ich gern da4 ,wie dumm ist dagegen dieser wrdevolle ,zusammenhang1 die ,logik der groen ,bhnen4 ,dort wird man auch bei den hitzigsten ,possenspielen1 die allen ,ernst verbannen wollen1 doch das ,gefhl nicht los1 da all das etwas ,ernstes ist1 da es im ,grunde streng und akkurat zugeht1 da alles mit ,berechnung eingebt und von dem zweckmigen ,herrn ,regisseur hinter der ,szene peinlich belauert wird4 ,hier lt man sich1 gottlob1 gehen1 hier darf man sich in ,trume1 ,possen1 ,auflsung verlieren 444 ,nach einer sehr lauten und auf scherzend verstimmten ,instrumenten vorgebrachten ,ouvertre1 die vage ,erinnerungen ans ,spezialittentheater auftauchen lie1 stellte die ,bhne ein elegantes ,zimmer vor4 ,o ,eleganz fr naive ,seelen6 ,luxusidee der ,vorstdter6 ,komfort1 angedeutet durch einen groen -- sagen wir ,perserteppich6 ,auer diesem und zwei ,sesseln befand sich nichts zwischen den drei mit blauen ,blumenkrbchen gemusterten ,wnden4 ,nur im ,hintergrund fhrten zwei ,stufen zu einer ,estrade mit einem ,tisch1 dessen ,weinflaschen eine dunkle1 etwas geneigte ,leinwand sttzend in aufrechte ,lage erhielten4 ,da diese ,leinwand mit ,blttern und sten bemalt war1 mute man sie fr die ,aussicht in einen ,garten und gute ,luft in weitem ,umkreis um eine offene ,veranda halten4 ,ein ,vater in luxuris-abgeschabtem ,frack betritt mit seiner ungarisch kostmierten ,tochter seiner ,besitzung ,prunkgemach4 ,er zankt mit ihr4 ,was will sie den ,baron nicht heiraten1 diesen entzckenden und ehrfurchtgebietenden ,altadeligen6 ,er spricht wie ein ,salamifabrikant und ,parvenu1 der er ist4 ,jetzt sind ,gste zur ,verlobungsfeier geladen2 der komische ,diener kann es in seiner rettungslosen ,betrunkenheit nicht mehr erwarten1 sie zu melden1 und ,ilka denkt immer noch an ihren ,cousin1 diesen feschen ,husarenleutnant4 ,sie weint1 der ,vater ist verzweifelt4 ,dann tanzen sie miteinander einen zornigen ,csardas 444 ,beifall4 ,sie geraten noch einmal in ,zorn und ,csardas 444 ,ilka bleibt und singt4 ,wo bleibt nur der ,cousin1 dieses se ,ekel8444 ,aha1 da ist er schon1 es entsteht keine ,lcke in der ,handlung6 ,prachtvoll3 sechs ,husaren marschieren hintereinander herein1 weibliche natrlich1 mit runden ,armen und herausgedrehten ,becken1 und dann er1 der mnnlichste aller ,husaren4 ,er beeilt sich1 ein triumphierendes ,couplet ins ,publikum zu salutieren2 dann erst hat er ,zeit1 die harrende ,cousine zu bemerken4 ,er salutiert wieder4 ,er salutiert berhaupt unaufhrlich1 und wenn irgend jemand in dem ,stck seine berlegenheit bezweifeln sollte1 so wird er auch dann nur salutieren und alles wird klar sein4 ,eljen6 ,siehst du1 so nett und gar nicht traurig ist das ,leben1 wandte sich ,carus an ,martha1 die lchelte4 ,und dann das ,finale4 ,man sieht es herannahen1 man fhlt es frmlich1 da der ,akt reif ist4 ,zum ,crescendo des ,orchesters eilen aus allen ,kulissen ,leute2 ,gastgeber1 ,gste1 den ,baron und seine hochmtige ,mama1 die ,husarendamen mit ihrem ,helden2 sogar alle ,dienstmdchen und ,kche des ,hauses sind gern dabei1 wo es gilt1 den ,chor zu verstrken4 ,die ,bhne wird zu eng4 ,die ,wnde zittern1 die ,gartenaussicht wirft ,falten4 ,die ,tren pendeln aus und ein1 noch lange1 nachdem man sie geschlossen hat4 ,einige ,gste setzen sich zusammen auf einen ,sessel4 ,das ist ein ,witz1 obwohl es tatschlich an ,sesseln fehlt4 ,mit ,begeisterung wirft man sich auf die bemalten ,holzstcke des ,gnsebratens1 sucht die wirklichen pfel aus dem ,gummi-,dessert1 schwenkt leere ,glser mit ,unbedacht1 zwickt die ,choristinnen in passende ,krperstellen1 schlgt einem wenig beliebten ,statistenkollegen den ,hut ein und regt ihn hierdurch zu unerwartet ausdrucksvollem ,spiel an4 ,eine ,orgie entsteht1 blitzschnell1 schon sind alle betrunken6 ,nun gert alles1 aber auch alles1 in ausdrckliche ,unordnung2 vor bermut milingen die ,einstze1 werden die ,positionen und ,gruppen verfehlt4 ,schnell erscheint noch eine ,fee1 auf dem ,tremolo der ,geigen anschwebend4 ,dann fassen alle einander an den ,hnden und tanzen in zwei ,reihen vor1 auch zurck1 soweit ,platz ist1 werfen die ,beine in die ,hhe1 machen gemeinsame ,gebrden1 natrlich nicht allzu pedantisch gemeinsam1 unternehmen einen ,cancan1 lassen den ,vorhang schnell wie eine ,guillotine ber ihrem tchtigen ,geheul herunterstrzen 444 ,ach1 wie schn das ist1 wie vollkommen schn6 ruft ,carus4 ,martha3 ,hast du die ,fee bemerkt8 ,so eine junge ,brust1 ein schnes ,mdchen4 ,es wre schade um sie1 hoffentlich wird sie entdeckt4 ,du hast doch immer ,sorgen1 du ,gute4 ,vielleicht wird sie entdeckt1 vielleicht nicht4 ,scheint dir das so wichtig8 ,das ist wahr4 ,hier ist alles so leichtsinnig1 so frisch1 da man sich gar nicht vorstellen kann1 es gebe auerdem wichtige ,dinge4 ,nun1 so freue dich4 ,wir schweben1 was liegt daran6 ,das ,theater wackelt4 ,hoffentlich sind auch seine ,kritiker reizende ,menschen und seine ,finanzen nicht bertrieben seris4 ,glaubst du nicht1 da es ein durchaus liebenswrdiges ,unternehmen darstellt8 ,ich wei nicht 444 ,aber eines ist sicher1 ich fhle mich hier so frei1 so glcklich 444 ,alles ist wie ,luft4 ,sei unbesorgt4 ,und ob du mein sein wirst oder nicht3 ich bleibe munter ohne ,schwere4 ,du auch1 nicht wahr8 444 ,ich mchte dich kssen4 444 ,der zweite ,akt brachte einen ,urwald1 nein1 einen ,schilfsee1 nein1 ein ,gebirge1 nein1 eine ,eisenbahnstrecke mit ,stationsgebude4 ,es war alles zugleich auf verschiedenen ,kulissen zu sehen4 ,und man stand nun in einer mit ,grazie unkonsequenten ,welt1 in einer launigen ,kausalitt4 ,da erlebte man1 da alles wie mit ,erdbeersaft begossen war1 ah6 einen sympathischen ,sonnenuntergang4 ,dann brach eine ,dmmerung ein1 die ruckweise fortschritt1 so1 als verge der liebe ,gott immer eine ,weile1 es dunkeln zu lassen1 besnne sich jedesmal und hole es dann pltzlich mit ,energie ein4 ,nun in der ,nacht1 wer erwartet nicht ,liebespaare an diesem ,urwald-,eisenbahn-,gebirgs-,schilfsee zu treffen8 ,und da kommen sie schon1 der ,cousin mit ,ilka2 um nicht gestrt zu werden1 singen sie 7selbstverstndlich mssen sie ja singen7 leise4 ,ab4 ,von der andern ,seite schleichen mit der zweiten ,strophe genau nach derselben1 gleichsam verabredeten ,melodie die ,fee und der ,baron4 ,ilka und ,cousin kommen zurck4 ,man entdeckt einander1 man ist berrascht1 wenn auch nicht mit ,heftigkeit1 man tanzt eine berraschungs- und ,entfhrungsquadrille4 ,eine ,entfhrung6 ,ah1 jetzt verstehe ich1 was das ,stationsgebude soll1 flstert ,carus mit dem erregt-dummen ,gesicht eines kleinen ,schlers4 ,gewi wird ein ,zug auf die ,bhne kommen1 ein ,schnellzug4 ,das wird schn sein6 ,ich freue mich schon so sehr6 ,wie ein ,baby klatscht ,martha in die ,hnde4 ,carus1 sorgenvoll3 ,wer wei1 vielleicht wird er nur hinter der ,szene pfeifen4 444 ,aber mir nichts dir nichts tauchen jetzt struppige ,gesellen auf1 langsam1 aber die ,hnde vorgestreckt wie ,leute1 die aus dem ,wirtshaus herausgeworfen werden1 mit beschwrend eingeknickten ,knien schleichend4 ,ah1 ,ruber6 ,nein1 es ist nur eine wandernde ,schauspielergesellschaft6 ,und nichts in der ,welt ist selbstverstndlicher1 als da sie genau hier im ,walde ihre ,probe abhlt1 wo zwei zerrttete ,liebespaare auf den ,schnellzug warten4 ,natrlich strmen ,bauern und ,buerinnen aus dem benachbarten ,dorfe herbei2 slawische1 ungarische1 sizilische1 spanische ,kostme1 selbst ,zigeuner1 alles1 was farbig und phantastisch ist4 ,und wie sorglos und anheimelnd wirkt auch die ,art1 in der windesschnell eine ,bhne aufgezimmert1 eine ,zuschauerbank herbeigeschafft wird6 ,kurz und gut1 alles ist bei der ,hand1 die ,vorstellung kann beginnen 444 ,und nun ereignet sich in kaum mglicher ,steigerung1 da diese auf der ,vorstadtbhne dargestellte ,landschaft noch einen ,grad primitiver sein soll4 ,mit ihr verglichen1 mu alles brige auf der ,szene als elegante ,welt erscheinen4 ,was fr ,dekorationsruinen erfordert diese ,schmiere auf der ,schmiere1 wie puppenhaft geschminkte ,komdianten1 welch ein exotisch unsinniges ,theaterstck4 ,auf der hchstens quadratmetergroen ,szenenflche pressen sich die ,darsteller1 mit bertrieben linkischen ,gesten1 von roten ,flammen bengalischer ,streichhlzer geblendet4 ,und jetzt spielen sie absichtlich1 weil sie eben ,dorfmimen spielen1 nicht etwa von ,natur aus1 schlecht4 ,ihre ,ungeschicklichkeit wird zur ,kunst2 wenn einer gierig eine ,knackwurst it1 so soll man seinem ,hunger die ,ironie glauben2 einen ,zerlumpten fr einen ,dandy sonst halten1 eine komisch-alte ,naive fr nur heute hlich4 ,und das ,bauernpublikum auf der ,bhne lacht und applaudiert 444 ,da verkennt das reale ,publikum auf der ,galerie die ,sachlage1 stimmt frhlich in den ,applaus ein und lacht mit1 bitte1 nur keine ,umstnde1 lacht mit und zeigt sich in den ,strahlen seiner wahrhaft volkstmlichen1 unbeschrnkten ,toleranz4 ,nun ist alles verwirrt und vershnt1 man kennt sich nicht mehr aus1 man mu einfach ein braver ,mensch sein und mitlachen1 lachen ohne ,grund und ,gnade und die ,hnde in einen ziellosen ,himmel ausstrecken 444 ,und da wird noch schnell1 unten auf der ,bhne1 entdeckt1 da der ,cousin eigentlich ein lange vermites ,kind der stolzen ,baronin ist4 ,somit adelig1 darf er ,ilka heiraten1 der ,baron nimmt indes die ,fee zur ,frau4 ,martha schluchzt am ,hals ,carus'1 der vor ,lachen gleichfalls auer sich ist1 und nur durch ,trnen sehen sie noch1 da als imposanter ,schlueffekt der ,eisenbahnzug einfhrt4 ,die bermenschlich groe ,lokomotive mit feuriger ,laterne am ,rauchfang bumt sich an einigen ,buerinnen empor1 die keinen ,platz haben1 aus dem ,wege zu gehen1 stockt1 macht noch einen ,schritt und bleibt dann endgltig stehen4 ,die ,liebenden bereiten sich zum ,einsteigen1 ,carus und ,martha wollen ihnen nachwinken1 da fllt der ,vorhang 444 99 99 99 99 99 ,in dieser ,nacht gehrten sie einander zum erstenmal4 ,das ,wunderkind ,es gibt eine ,stufe im ,jahr1 nur wenige ,tage1 da scheint alles in ,klarheit zu erstarren4 ,du mut sie bemerkt haben1 fhlender ,freund1 wenn du durch die erfrorenen ,parkanlagen mit langsamem ,nicken schreitest1 wenn dein ,herz urpltzlich der ,seltsamkeit dieser einzigen ,stunden so hingegeben ist1 da es in entfernte ,gegenden entrckt scheint1 auf kostspieligen ,eisenbahnfahrten 444 ,der ,herbst ist vorbei4 ,der ,winter hat alles zerstrt1 entlaubt1 verwhlt4 ,und auch dein ,ach1 mit dem du notwendig diesen ,untergang akkompagniert hast1 verhallte schon1 du ,lieber4 ,aber zum ,vorfrhling ist noch weit1 zu diesen nach allgemeiner bereinkunft schicksalsvollen ,erweckungen4 ,denn du siehst noch den ,schnee in soliden1 beinahe ewigen ,flchen ber die ,wiesenbeete gehllt1 schollig aufgeschaufelt zu beiden ,seiten des ,parkweges und ein wenig angeschmutzt1 ganz wei aber in den sten4 ,er scheint flockig vor lauter ,frische1 du greifst ihn an1 da pocht er dir steinhart in die ,hand4 ,zwischen ,winter und ,vorfrhling trifft dich dieser ,schlag wie mit ,klang einer ,glocke4 ,und nun verstehst du es3 alles ruht ringsum1 eine ,pause von unendlicher ,bedeutung ist eingetreten4 ,wenn du auch im wissenschaftlichen ,bewutsein hast1 da die ,sfte in diesen ,stmmen weiterkreisen3 du siehst es nicht1 nichts geschieht1 weder verfllt etwas1 noch lebt es wieder auf1 der ,tod ist vorber und die ,auferstehung noch nicht einmal angekndigt4 ,was will die ,sonne8 ,sie strahlt gelblich zwischen ,schatten der ,zweige hindurch1 etwas geht von ihr aus1 was man eisige ,wrme nennen mchte4 ,aber nicht vermag sie1 und nicht vermag die milde1 schnobernde ,luft diesen harten1 stillen ,baumstmmen irgendwie ,leben zu entlocken4 ,fremdartig wie ein krperlicher ,gegenstand an einen andern ,gegenstand fllt1 so fllt das ,sonnenlicht1 mit ,luft gemischt1 an den hlzernen ,baum1 ohne ,reizung4 ,baum und ,sonne haben einander nichts zu sagen 444 ,o einzige ,stunde im ,jahr1 reinste1 keuscheste1 unausgesprochenste6 ,und auch du1 ,freund1 halte die ,trnen nicht lnger zurck1 geh' in ,rhrung den schrg geneigten ,weg herab1 der heute1 da nichts wirkt1 da auch die ,schwerkraft aufgehoben scheint1 deine ,schritte nicht um ein ,gran beschleunigen wird4 ,wie an einem kleinen schwachen ,luftballon befestigt schreitest du herab1 im ,gleichgewicht4 ,vergi es niemals1 wie deutlich heute alle ,dinge waren1 innerlich ohne ,zweck1 ohne ,beziehung aufeinander1 wie hnlich ,kristallen4 ,da eine ,amsel vorbeihpft1 ist ein bloes ,naturschauspiel4 ,denn sieh1 sie frit nichts1 sie sucht nichts1 sie will nichts1 sieht nicht ihr braunes ,weibchen nebenan4 ,mit einem saubern ,schnitt hat sich jedes ,wesen heute aus dem ,gemenge der ,welt losgelst1 einzeln nun und friedlich blickt es in den lautern wolkenlosen ,himmelsther1 entschlossen1 fr eine ,zeit unverndert so zu bleiben4 99 99 99 99 99 ,der zwlfjhrige ,klaviervirtuose ,szll springt aus der ,kulisse1 frmlich befreit von etwas1 was ihn dort festgehalten hat4 ,er hnelt einem kleinen1 aber festen ,fuballspieler4 ,seine ,schenkel in den kurzen ,hosen sind dick4 ,eine ,hand wirft er im ,gehen vor und zurck wie ein ,pendel1 die andre wie ein ,quirl beschreibt enge ,kreise am ,krper4 ,kaum kann er es erwarten1 am ,klavier zu sitzen1 den ,sessel in die richtige ,hhe aufzukurbeln4 ,wie sehr kennt man diesen ,eifer an wohlgeratenen ,kindern bei ihren ,spielen und ,hetzen1 wie natrlich dies alles 444 ,und nun1 whrend das ,orchester schon dem feurigen ,schmerze des ,f-,moll-,konzerts von ,chopin sich preisgibt1 hlt er sich mit den ,fingern heftig an dem gekrmmten ,holzprofil unterhalb der ,klaviatur fest1 frmlich um nicht gegen seinen ,willen ins ,spielen zu kommen4 ,den ,kopf bewegt er im ,takt1 und sein ,gesicht ist so zart und wei1 da man es in der ,luft verschwimmen sieht1 nur von den blonden ,haaren zurckgehalten 444 ,nun setzt er ein1 frhlich wie ein ,kind1 dem endlich in ,gesellschaft ,erwachsener zu reden erlaubt wird4 ,seine ,lufe rutschen gesund und klar aus dem ,gelenk 444 ,jemand flstert neben mir3 ,so soll ,chopin gespielt werden4 ,nein1 das ist natrlich falsche ,begeisterung4 ,aber ich denke mir3 ,so soll von ,kindern ,chopin gespielt werden4 ,oder noch deutlicher und wahrhaftiger wird es zum ,gefhle ,so mag ,chopin1 als er noch ein ,knabe war1 wie dieser hier1 in kurzen1 weien ,hosen1 so mag er die ,keime seiner zuknftigen ,musik1 seines zuknftigen ,leidens mit ahnungsvollen ,regungen in sich gesprt haben4 444 ,der zerlegte ,dreiklang1 mit dem das ,adagio beginnt und schliet1 wie breitet er so sehnschtig die ,arme aus nach einer ,geliebten1 die ihm immer ferner ins ,hhere entschwindet4 ,noch einen ,ton1 noch einen gibt er zu1 klettert zgernd empor1 vergebens 444 ,so pflege ich diese ,stelle zu spielen1 manchmal an ,abenden1 wenn die ganze mhevolle ,erfahrung meiner ,jahre sich in mir angesammelt hat4 ,ich bertreibe es vielleicht und bleibe minutenlang bei diesen sen ,noten 444 ,keine ,spur davon heute4 ,und recht so1 und bravo1 lieber ,szll1 wackerer ,knabe1 du bringst das vorgeschriebene ,diminuendo und das vorgeschriebene ,ritardando1 aber ist es deine ,sache1 vergiftete ,tropfen von ,liebe den zerlegten ,dreiklngen zu injizieren1 die musikalische ,figur am ,ende durch berschwang zu zerstren8 ,und du springst im letzten ,satz tapfer und richtig auf die weit entfernte ,f-,taste1 aber ohne wahnsinnigen ,zorn1 denn wer sollte dich in deinem talentierten ,leben gekrnkt haben8 ,kurz1 du spielst das ganze ,stck so vorzglich sauber1 so freundlich und durchaus nicht ohne die angemessenen ,betonungen1 da es mir heute in groen ,formen entgegentritt und ber allem ,dampf menschlicher ,leidenschaften4 ,ja1 man sollte sich alle ,musikwerke einmal von ,wunderkindern vorspielen lassen4 ,das ist etwas ganz andres als das ,spiel erwachsener ,virtuosen1 gereifter ,mnner1 die ihre eigenen ,erlebnisse kommentierend in die ,akkorde einflechten1 deren zerrissenes ,herz schreit1 getrstet wird und wieder schreit 444 ,heute erinnert mich das ,konzert an die hellen khlen ,tage1 die weder dem ,winter noch dem ,vorfrhling gehren4 ,wie im ,park drauen die ,sonne wirkungslos um die ,baumstmme steht1 so kann die ,hitze dieser ,komposition nicht in die ,hand des kleinen ,spielers dringen4 ,die ,hitze ist hier1 und die ,hand ist hier1 aber zwischen den beiden gibt es keinen ,zusammenhang1 sie grenzen aneinander1 aber sie berhren einander nicht4 ,und gerade dadurch entstehen so genaue reine ,konturen1 eine ,freude fr jeden ,menschen1 der das ,seltene liebt 444 ,er ist zu ,ende4 ,er verbeugt sich vor dem applaudierenden ,publikum und1 wie man ihn belehrt hat1 leitet er einen ,teil des ,beifalls1 indem er die drei-1 viermal kurz zusammenschlagenden ,hnde erhebt1 dem ,orchester zu4 ,auch diese ,form des nervsen ,maestro1 den man gejagt durch alle ,lnder1 alle ,orchester der ,grostdte sich vorstellt1 heute hier1 morgen dort1 erfllt er mit schner fremder ,sicherheit1 ohne ,selbstberwindung oder etwas derartiges ,nervses durch sie uern zu wollen4 ,er setzt sich wieder und1 da man weiter applaudiert1 steht er wieder auf1 um mit einem ,ruck sich zu bcken4 ,whrend aber andre1 die ,gereiften1 whrend des ,beifalls im ,sitzen so tun1 als beschftige sie schon wieder das ,klavier und ihr nchstes ,stck und als schrecke sie nur der gesteigerte ,lrm zu noch einer ,verbeugung auf3 sitzt der ,knabe ruhig da1 die ,arme ber der ,brust gekreuzt1 schaut dem klatschenden ,publikum ins ,gesicht1 wartet in dieser ,stellung eine passende ,weile1 ehe er wieder vortritt4 ,man hat ihn eben belehrt1 er solle zwischen den ,verbeugungen warten4 ,vielleicht zhlt er inzwischen bis dreiig4 ,im ,chantant ,ich habe eine ,entdeckung gemacht3 ,smtliche ,soubretten der ,welt haben genau eine ,art1 auf dem ,podium zu gehen4 ,wie oft habe ich darber gesonnen1 in dieses scheinbar so zackige ,hin- und ,hermarschieren eine ,regel zu bringen4 ,da ist sie nun 7und ich bitte ,sie1 lieber ,herr ,verleger1 keine ,kosten zu scheuen1 um ihren ,lesern durch eine kleine ,reproduktion zu zeigen1 was ich meine73 ,illustration3 ,schema der ,bewegung einer ,chansonette ,nmlich3 die normale ,chansonette singt zuerst einige kleine ,zeilen rechts auf der ,bhne1 rechts vorn1 das ,gesicht gegen die ,zuschauer gekehrt2 dann geht sie gegen den ,hintergrund1 geht jedoch mit dem ,rcken voran1 immer noch uns zulchelnd2 nicht ganz erreicht sie die ,wand und doch1 als wrde sie elastisch von dort 7nach den ,gesetzen unseres ,physiklehrbuches7 zurckgeschleudert1 kommt sie jetzt mit schnellerem ,schritt energisch auf uns zu1 immer singend1 nach links vorn1 mit wachsendem ,lcheln4 ,von hier aus wiederholt sich vielleicht dieselbe ,kurve in der entgegengesetzten ,richtung1 das ist unabwendbar4 ,ich bin wirklich froh1 da mir nach vielen ,beobachtungen dieses wissenschaftliche ,gesetz klar geworden ist4 ,vielleicht gebe ich jetzt1 mit einem befreundeten ,mathematiker1 bald eine ,geometrie des ,chantants heraus4 ,ich wei ja auch schon1 da von den beiden sten der heute entdeckten ,kurve der erste immer weniger steil als der andere sein mu2 natrlich1 weil die ,dame vorsichtiger mit dem ,rcken gegen die ,wand losgeht als mit dem ,gesicht gegen das ,publikum nach vorn4 ,und solche ,dinge wei ich noch viele4 ,ich sitze so gern im ,chantant1 es ist mein liebstes ,theater4 ,das ,zimmer ist eng1 hei1 und noch am nchsten ,vormittag wird dieser ,zigarrenrauch meine ,augen zwicken4 ,der ,klavierspieler brilliert4 ,das heit nicht etwa3 brillant spielen4 ,er hat seine eigene ,technik3 brillieren1 er lt stets die ,schwierigkeit seiner ,ouvertren durchschimmern und namentlich auch seine ,ohnmacht auf diesem 7ach6 zuflligerweise7 so miserablen ,pianino4 ,fast ebenso laut1 wie die ,leute reden1 spielt er4 ,wieso ermdet er nicht8 ,vielleicht hofft er1 von einem dieser ,gste eines ,abends entdeckt1 zu einem bessern ,klavier hingefhrt zu werden4 -- ,die ,mdchen kommen1 die lieben ,mdchen1 und man vergit ihn4 ,sie haben ihre ,metallschuppen an1 ihre ,trikotstrmpfe1 wie zu unserer ,vter ,zeit1 sie zeigen auf ihre ,frisur1 auf ihren ,schuh1 den sie vorstrecken1 whrend sie sich vorbeugen2 all dies1 um anzudeuten1 da sie von ,kopf bis ,fu einfach die ,brettlknigin sind4 ,es sind geheiligte ,bewegungen1 die sie ausfhren1 ,stiltraditionen3 dieses ,vorhalten eines ,spazierstocks soll gigerlhaft sein2 ,seidenhosen1 noch so kurze ber noch so dicken ,schenkeln1 deuten den ,gassenbub an2 das ,wort ich bin noch jung wird viele ,strophen hindurch immer wieder mit demselben ,geheul neuer ,erkenntnisse ausgestoen2 der ,kakewalkschritt1 als wate man knietief durch ,sand1 so mit ,aufgebot aller ,kraft1 ist ,amerika2 wird der steif abstehende ,rock ans ,knie vorn mit beiden ,hnden gepret1 so da er hinten sich hebt1 bei seitlich geneigtem ,kpfchen1 so ist ,unschuld gemeint2 aber ,paris selbst1 ,metropole des ,lasters1 rauscht ber die ,szene1 wenn dann die ,kleine die ,rcke aufhebt1 den gebckten ,kopf an sie legt1 als wolle sie in diesem ,polster ausruhen1 und nun von hier aus lchelnde ,blicke schickt -- als ,halbmond fllen die ,dessous schn den ,raum aus zwischen ,bein und ,hals1 wie ein geffneter ,fcher2 oder in genderter ,figur mischt sie jetzt alles durcheinander1 beugt sich noch tiefer zu ihren ,spitzen1 wie eine ,wscherin ber die ,wsche1 hebt schnell abwechselnd ein ,bein1 das andere1 und mit eiligen ,hnden rhrt sie die schumenden ,falten1 wirft sie hin und her1 whrend ihr ,blick beschftigt auf diesem ,schaukeln ruht4 ,weisheit des ,chantants6 ,sie singt3 ,was die ,franzsin kann4 ,das kann auch ich4 ,es ist nicht so viel dran4 ,ganz sicherlich4 ,nur weil's ,franzosen sind4 ,drum hamm's mehr ,glck4 ,doch hat die ,wienerin denselben ,chic4 ,liane de ,vris ,der ,reklamograph3 interessanter1 als man glaubt4 ,dann schnellte eine akrobatische ,neuheit ber die ,varietbhne1 dann hielten ,clowns ,violinen und ,glocken an ,drehbnke1 und es klang wie eine ,art von ,musik1 so sollte es auch sein4 ,die ,kulisse oft benutzten ,herbstlaubes erzitterte vom ,urwaldgekreisch dressierter ,kakadus und von ihren springenden ,farben4 ,gut1 gut1 all das sind ,versprechungen -- kommt sie noch nicht8 ,ich sah sie verdeckt hinter den turnenden ,arabern1 hinter dieser temperamentvollen ,wste1 hinter synkopischen ,englnderinnen1 hinter der ,pause1 die den ,riesensaal hell machte und all die blauen schnen ,zigarrenrauchwolken zu den ,wolken des ,plafonds trieb1 zu den ,fcherspiegeln1 den ,verzierungen4 ,aber sie zeigte sich nicht4 ,noch diese ,germania mit kantigen ,hften mute auftretend sie verdecken und ,zigeunerweisen geigen1 mit ihrem ,bogen alle ,ziehbrunnen der ,puta heben1 pizzicato und im ,flageolet1 wobei passenderweise ihre ,postichen kruselnd in ,unordnung gerieten1 whrend zur nchsten ,cantilene doch wieder schon der gehrige ,augenaufschlag in ,bereitschaft war4 ,geh schon weg6 ,und auch du1 ade1 ,amerikanerin1 die den ,kunststcken der ,brder hilft1 auf sie zeigt1 im tiefsten ,mundwinkel ihren ,goldzahn aufblitzen lt4 ,ade1 geh schon weg 444 ,dann trat ,liane de ,vris auf4 7,whrend dieser ,nummer wird nicht serviert4 ,das ,plakat ist von ,damar in ,paris gedruckt und schlecht4 ,ein ,freund hat mir erzhlt1 er habe in der ,nacht1 nachdem er sie gesehen1 nicht schlafen knnen 444 ,so sammle ich schnell noch1 vor dem erregten ,moment1 alles1 was ich bisher von ihr wei47 ,musik4 ,ich schliee die ,augen4 ,und dann sehe ich sie1 sie steht da auf der ,bhne1 und ich hre sie1 und es ist die ,sprache1 die ,sprache ,flauberts4 ,da steht sie1 so wie ich mir immer die ,pariserin meiner ,legenden vorgestellt habe1 ich habe ,paris noch nie gesehen3 da ist nun das ,vorbild der mondnen ,wochenschriften1 der ,bilder von ,fabiano1 ,gos1 ,galanis1 de ,mouvel1 das ,vergngen meiner einsamen ,abende im ,kaffeehaus1 nchstens werde ich davon schreiben4 ,da ist sie1 und es ist keine ,enttuschung1 nein1 eher war das ,erwarten eine ,enttuschung1 denn ich htte sie sehnschtiger erwarten sollen 444 ,ihr ,hut1 das ,kleid mit ,flittergold1 und dazu geben die vielen echten ,perlen eine ,harmonie1 eine ,harmonie im hheren ,sinne1 o jenseits1 dort wo auch die ,wurzeln von ,minus-,eins schweben6 ,die ,perlen1 die solitren ,brillanten und an ,ketten die ,schmuckstcke1 neben ihrer ,schnheit sagen sie tautologisch noch einmal dasselbe3 ,man mu mich lieben1 alle lieben mich4 ,das sagen die ,schmuckstcke1 das sagt die ,schnheit auch allein4 ,denn sie ist schn4 ,hab' ich's noch nicht gesagt8444 ,sie ist schn und so wei1 andere werden vom elektrischen ,reflektor beleuchtet1 sie wirft ihr ,licht in den ,reflektor1 beleuchtet ihn4 ,toiletteknste1 wendet eine ein4 ,aber mach' es ihr doch nach1 kleine ,hausfrau1 eben wirst du von der ,bhne her aufgefordert1 nicht eiferschtig auf deinen ,mann zu sein2 denn dieser ,ku gilt gerade ihm4 ,sie ist schn -- knnen diese ,hnde auch ,wrme geben8 ,unmglich1 daran zu glauben6444 ,ganz ruhig nun betrachtet1 denn es ist hchste ,zeit1 einige wertvolle ,beobachtungen zu machen3 ihre ,brust liegt im oberen ,fnftel etwa des ,leibes1 das macht ihn stark und schlank zugleich1 schafft ,raum fr mnnerartige ,freiheit des ,unterkrpers1 fr die in ,mllers ,system beliebten ,korsettmuskeln4 ,wie gesund sieht sie aus1 wie schn und gesund4 ,lieber noch als mit ihr sein 444 mchte man sie sein6 ,sie ist so rein1 gewaschen1 berwacht1 ,sndfluten von ,reinigungsbdern frmlich mssen durch ihre ,haare gegangen sein1 da sie so na glnzen und so trocken sind4 ,das ist unbegreiflich1 obwohl nichts unbegreiflich ist4 ,alles andere war ,schweinerei bisher1 ,brunst4 ,hier beginnt meine ,liebe4 ,und diese freie ,stirn1 das intelligente ,achselzucken1 dieses ,sich-wenden einer groen ,dame1 wobei der nackte ,rcken mit ,grbchen1 ,schatten1 ,sehnen1 ,anhhen erscheint4 ,gewi ist sie witzig1 das sehe ich an ihrem nackten ,rcken1 und gut1 brav4 ,alle schnen ,frauen sind brav1 nur bei ,maupassant und andern schlechten ,autoren 7,wiener ,schule67 sind sie's nicht4 ,und siehst du1 sehen ,sie 444 ich habe recht gehabt1 sie hat ,deutsch und ,tschechisch gelernt1 um uns etwas zu sagen4 ,was ist das fr eine ,szene8 ,ein ,kellner kommt auf die ,bhne1 bringt ihr einen ,brief4 ,jetzt fetzt sie den ,brief auf1 ihr ,zeigefinger als ,messer1 wie der sich ins ,seidenfutter whlt und einen ,schlitz macht1 um den sich ,locken des ,papiers aufbumen6 ,sie erklrt uns alles3 jemand mchte sie zum ,souper einladen3 ,sind ,sie es8 ,oder ,sie in der ,loge1 auf der ,galerie8 ,strophenweise antwortet niemand1 natrlich1 weil alle wie im magischen ,banne liegen und vielleicht auch nicht so perfekt die ,sprache ,flauberts beherrschen1 und das gibt ihr ,gelegenheit zu ihren aufreizenden ,mienen1 zu dieser ewig lgnerischen1 ironischen ,geste3 ,niemand will mich1 ach1 warum will mich niemand8 ,den ,finger an der ,lippe steht sie da1 weinerliche ,vorwrfe heuchelnd4 ,ihre andern ,couplets4 ,o schnster ,abend meiner ,saison heuer1 neben ,variationen von ,reger 444 ,die andern ,couplets3 ,sie ist ,masseuse und streichelt ihre ,umrisse1 modelliert sich1 zu unserer greren ,aufmerksamkeit4 ,oder sie hat was ,schnes1 sie gefllt und wei nicht warum4 ,fragt nur eure ,shne1 die wissen's4 ,oder sie mu lachen1 von unsichtbarer ,hand gekitzelt4 ,oder das kleine ,erschrecken1 die ,halbkreise 7statt ,halbellipsen7 der ,augenbrauen1 der ,mund1 der ein o sagt1 weil er einmal rund sein mchte1 nach seiner sonst so sanft geschwungenen ,form4 ,die ,klappen des ,kleides an ihrem ,busen und zwischen diesen ,klappen1 das feste ,licht im ,ausschnitt locker1 doch nicht schwankend4 ,nun verteilt sie ,blumen und ist einfach das1 was sie ist1 ohne ,gesang und ,pointen3 eine schne1 gutartige1 gescheite ,frau1 ein ,aktivum des ,weltalls 444 ,zum ,schlu verbeugt sie sich tief4 ,achtung1 die ,klappen6444 ein ,kollektivku1 den sie in ihre hohle ,hand gibt und ausstreut2 dennoch bin ich in ,dankbarkeit beschmt 444 ,mein lieber ,freund1 auch ich habe die ,nacht darauf nicht geschlafen4 ,aber aus einem andern ,grunde4 ,ich mute das da schreiben4 7,in erster ,linie nmlich bin ich ,schriftsteller1 nicht ,liebhaber47 ,hhere ,welten #a4 ,ich bin weder ,spiritist noch ,antispiritist1 weder ,antitheosoph noch ,theosoph4 ,welcher ,weltanschauung gehren ,sie also an8 ,ich bin ,literat4 ,man wird sich doch endlich angewhnen mssen1 die ,literatur als eine vollgltige alles umfassende ,weltanschauung anzusehen1 nicht als einen ,beruf4 ,der ,schriftsteller hat seine ihm eigentmliche ,art1 die ,dinge zu sehen1 er sieht eben das ,literarische an ihnen1 also das knstlerisch ,beschreibenswerte1 das den an diesen ,dingen anderweitig ,beteiligten freilich sehr oft nur einen ,nebenumstand darstellen mag 444 ,hierdurch gert er allerdings in den blen ,verdacht1 zu ironisieren1 d4 h4 von den ,dingen nicht ergriffen zu sein 444 ,ganz falsch3 er ist in seiner ,art ergriffen1 literarisch ergriffen von ihnen4 -- ,einem ,dichter vorwerfen1 da er sich von der ,welt nur literarisch beeinflussen lt1 ist genau dasselbe1 wie einem ,politiker vorwerfen1 da er sich nicht um den ,knochenbau seiner ,whler kmmert1 oder einem ,anatomen1 da ihm einerlei ist1 ob die ,skelette seines ,kabinetts zu ,lebzeiten der konservativen oder freisinnigen ,partei angehrt haben4 ,ich gestehe von vornherein und mit ,stolz1 ich bin ,literat1 ich interessiere mich auch fr ,hhere ,welten nur literarisch4 -- ,kommt einer und predigt mir1 da die ganze sinnliche ,welt nur ,schein ist1 da es ganz andere ,dinge gibt1 die zu sehen fr mich von der allerhchsten ,wichtigkeit ist1 ja die nicht sehen mich in ewige ,verdammnis strzen wird1 -- so werde ich nicht umhin knnen1 die seltsame ,haarformierung und ,frisur etwa dieses ,drohenden in erster ,linie1 als ,hauptsache zu beobachten und im ,geiste unwillkrlich die treffendsten ,worte und ,vergleiche dafr zu suchen4 ,ganz einfach3 er stellt mich in seine bersinnliche ,weltanschauung1 ich ihn in meine literarische4 ,niemals werde ich zugeben1 da die literarische ,weltanschauung irgendeiner anderen1 noch so erhabenen1 nicht ebenbrtig ist4 -- ,dieses ,gejammer ber die ,lebensschwche des ,knstlers1 ber die ,minderwertigkeit der ,literatur gegenber dem ,leben1 mge endlich aufhren6 ,warum sich der ,literatur schmen8 ,sie ist ein ,mittelpunkt1 nicht schwcher als ,erotik oder ,demagogie oder ,wissenschaft4 ,ich schme mich nicht1 -- dies als ,vorbemerkung -- ich freue mich der ,literatur4 #b4 ,viele ,nachmittage verbrachte ich einst mit ,gustav ,meyrink1 nun habe ich ihn lange nicht gesehen und htte ihn vergessen1 wenn mich nicht neulich wieder seine vortreffliche ,dickens-,ausgabe 7bei ,langen7 gut an ihn erinnert htte 444 ,oft hatte ich damals das ,gefhl1 da es rings um ihn spuke4 ,als ich ihn kennen lernte1 sprach zufllig gerade jemand mit leiser ,stimme auf ihn ein1 erzhlte von einem ,spukhaus in ,budapest1 das die ,behrden aber versperrt hielten4 ,niemand drfe hinein4 ,er lchelte3 ,ja1 so wird es immer gemacht 444 ,er selbst berichtete ber erstaunliche ,erlebnisse1 einmal in ,tirol habe sich ein ,tisch1 an dem er mit ,freunden experimentierte1 bis an die ,decke gehoben1 habe ihre ,kpfe an den ,plafond gedrckt4 ,er hatte eine ruhige ,stimme und einen glnzend-treuen warmen ,blick seiner groen blauen ,augen4 ,ich betrachtete jede ,stunde1 die er mit mir verbrachte1 als ,geschenk1 ich stand vollstndig unter seinem ,einflusse2 oft erwartete ich1 wenn spt nachts das ,kaffeehaus fast leer war und der herrenlose ,tabaksqualm1 der von ,abwesenden aufgerhrte ,staub wie auf matte ,nachzgler eines ,heeres auf die letzten ,gste sich strzte3 jetzt mten ,geisterhnde hervorgreifen1 die ,tischbeine umklammern und dann auf uns los 444 ,ich bewunderte sein ,wissen1 seine geheimen ,wege4 ,er galt als unheilbar krank1 schleppte ein ,bein nach1 -- er kurierte sich selbst und wurde gesund4 ,er machte alchymistische ,experimente1 zu denen seine ausgeschriebene ,geschftsschrift mit banal-violetter ,tinte so entzckend wenig pate4 -- ,ich begleitete ihn nachts zu seiner ,wohnung1 in einem ,vorort neben der ,gasanstalt4 ,und auch das schien mir okkult1 da er neben der ,gasanstalt wohnte1 und entsetzte mich1 unklar schwebte mir vor3 wenn nun ein ,funke berirdischer ,aureole in so einen gefllten ,gasometer einschlgt1 dieser ,brand 444 ,spter durfte ich ihn besuchen1 in seiner ,bibliothek blttern4 ,eine ,standuhr aus ,porzellan fiel mir im ,zimmer auf1 das ,zifferblatt war eine ,trommel1 eine teuflische ,gestalt hielt sie zwischen die gespreizten ,beine eingeklemmt und hob mit ungeheurer ,kraft1 mit wtender ,grimasse den ,arm hoch empor1 um auf sie loszuschlagen4 ,man konnte nicht hinsehen1 ohne jeden ,augenblick den ,knall zerkrachenden ,porzellans im ,ohr zu haben4 ,daneben hing ein ,bild1 blasses ,gesicht1 ,schlangen1 ,phosphor4 ,was stellt das vor8 ,den ,hter der ,schwelle1 sagte er leichthin1 welchen mystischen ,ausdruck ich erst ,jahre darauf verstand4444 berdies schwieg er gern1 wurde pltzlich lebhaft1 witzig1 lebte in ,rtseln und ,prozessen1 niemand verstand ihn1 ein ,schleier von ,widersprchen hllte ihn leuchtend ein1 fast blendend4 ,er verkehrte unter anderem mit einem ,mann1 der ,fliegen sammelte1 tote ,fliegen1 deren er schon ,tausende besa4 ,er pflegte immer an der uersten ,kante des ,trottoirs zu gehen1 wie um alles bersehen zu knnen1 was zwischen ihm und der ,wand vorging2 doch sah er oft gar nicht auf4 ,ich erinnere mich nicht1 irgendeinen ,menschen nach ihm mit der gleichen ,demut geliebt zu haben 444 ,gegenwrtig wandelt sich mir seine ,gestalt langsam in eine ,legende um1 geschrieben in violetter ,geschftsschrift4 #c4 ,viele ,jahre spter1 nachdem ich meine geheimwissenschaftlichen ,kenntnisse in den ,bchern der ,blawatzky1 in ,kiesewetters ,archiv1 im ,lotus1 ,luzifer-,gnosis1 ,flammarion usf4 erweitert hatte und mir immer noch ein ,gedicht von ,goethe oder eine ,fuge von ,reger erstaunlicher1 geheimnisvoller1 verehrungswrdiger als alle okkulten ,manifestationen erschien1 selbst rtselhafter als jene beiden ineinandergeschlossenen intakten ,ringe aus hartem ,holz1 die ,zllner aufbewahrt1 -- traf mich ein neuer ,ruf aus der ,geisterwelt4 ,einige jngere ,freunde 7da ich auch einmal mit ,leuten1 jnger als ich1 verkehren werde1 htte ich noch unlngst nicht gedacht4 ,so altert man67 luden mich ein1 sie htten ein ,medium unter sich1 sie bewegten ,tische4 ,ich geriet in ein schlecht erleuchtetes ,zimmer1 in dem einige schon aufgeregt warteten1 einige von frheren ,erlebnissen lachend erzhlten oder begeistert4 ,das ,medium1 ein sechzehnjhriger starker ,bursche1 an dem man diese ,eigenschaft zufllig entdeckt hatte1 rauchte ,zigaretten1 schien teilnahmslos4 ,wie ich erfuhr1 interessierten ihn die ,versuche wenig1 und er mute jedesmal erst sehr gebeten werden1 seine ,kraft wirken zu lassen4 ,das alles spielte unter ,kameraden1 guten ,freunden1 alle aus reichen ,familien1 ein ,betrug war ausgeschlossen 444 ,ich fand bereits ein ausgebildetes ,zeremoniell vor4 ,man trat um das ,tischchen 7ein leichtes war ausgewhlt71 bildete die ,kette1 indem man die ,hnde nur leicht auflegte1 die eigenen ,daumen1 mit dem ,nachbar die kleinen ,finger verband und nun leicht plaudernd auf die ,phnomene harrte1 nicht etwa mit ,willensanspannung oder ,religiositt1 denn ausdrcklich wurde ein heiterer ,gleichmut als besonders gnstig fr den ,eintritt der okkulten ,ereignisse bezeichnet4 ,man erzhlte ,witze oder ,alltgliches4 ,dann beugte sich einer1 der zum ,sprecher fr alle ausersehen war1 zur ,tischplatte hinunter und murmelte3 ,ist ein ,geist im ,tisch8 ,nach mehreren vergeblichen ,versuchen zuckte es im ,tisch1 endlich neigte er sich langsam feierlich zu einer ,seite herab4 ,der ,sprecher3 ,willst du uns antworten4 ,ja -- einmal1 ,nein -- zweimal1 ich wei nicht -- dreimal4 ,der ,tisch neigt sich einmal1 zweimal1 dreimal1 und so geht es weiter bis zwlf4 ,wir schlieen daraus1 da der ,geist erst um zwlf ,uhr erscheinen will4 ,zwei ,stunden lang stehen wir herum und essen ,brtchen4 ,um zwlf wird die ,kette geschlossen und sofort meldet sich der ,geist4 ,man sagt ihm das ,alphabet vor1 und bei dem ihm passenden ,buchstaben bewegt sich der ,tisch1 so erfhrt man seinen ,namen1 seine ,wnsche4 ,es ist eine ,frau in ,semlin1 ihr ,kind ist krank1 sie bittet uns1 fr das ,kind zu beten4 ,wir geraten in ,aufregung1 denn keinem von uns ist es eingefallen1 jetzt gerade an ,semlin zu denken4 ,die folgenden ,nachrichten sind noch berraschender1 machen uns halb toll4 ,einen ,arzt1 schnell einen ,arzt zittert der ,tisch4 ,und unfehlbar geht er seinem eigenen ,willen nach1 selbst dann wenn alle einen ganz anderen ,buchstaben zur ,ergnzung des eben diktierten ,wortes erwarten1 kommt es oft entgegengesetzt4 ,oft will man nicht das ganze ,alphabet aufsagen1 nennt den nchsten ,buchstaben ratend4 ,der ,tisch rhrt sich nicht4 ,er reagiert auf seine ,art und nicht anders4 ,knnen wir dir helfen8 fragen wir die unbekannte ,semlinerin1 die auf so seltene ,art uns sich genhert hat4 ,beten1 beten4 ,wir sind so erregt1 da wir alle laut zu beten beginnen4 ,sollen wir dich weiter fragen8 ,der ,tisch gibt ein so heftiges ,ja1 da er unsern ,hnden sich entreiend zu ,boden strzt4 ,das ,schwierige ist1 in solcher ,hitze ber die richtige ,fragestellung nachzudenken4 ,endlich nach unsglicher ,mhe1 alle ,schweitropfen auf der ,stirn1 erfahren wir1 da wir an die ,polizei telegraphieren sollen4 ,wohin aber den ,arzt schicken8 ,besonders neugierig sehn wir dieser ,antwort entgegen1 denn nun mute die ,semlinerin1 die uns ihren ,namen1 ihre ,adresse vorhin nicht nher nennen wollte1 ihr ,inkognito lften4 ,die ,antwort3 ,postamt ,belgrad 444 ,nun sind unsere letzten ,zweifel verstummt1 denn keiner hat an ,belgrad gedacht1 alle schwren1 gar nicht so bewandert in der ,geographie zu sein2 die ,landkarte1 schnell geholt1 zeigt uns erst1 da ,belgrad und ,semlin einander gegenberliegen4 ,eiligst luft einer von uns zur ,hauptpost1 es ist drei ,uhr nachts1 und gibt unser franzsisch aufgesetztes ,telegramm an die ,polizeiverwaltung ,belgrad auf1 die ber diesen nchtlichen1 so dringenden ,wunsch aus ,prag1 sofort einen ,arzt zum dortigen ,postamt zu senden1 damals sehr erstaunt sein mu4 ,wir fhlen uns schaudernd dem ,wahnsinn nahe1 wir verstummen4 ,nach einer ,stunde antwortet der ,tisch3 ,das ,kind ist tot1 ein leises ,zittern1 das lange anhlt1 folgt dem letzten ,schlag 444 ,um es gleich zu sagen3 unsere spiritistischen ,experimente1 von da an mit ,eifer fortgesetzt1 erreichten nie mehr die ,erregungshhe dieser ersten ,nacht4 ,zwar gaben sich noch viele ,geister kund3 ein ,kammersnger1 der beklagte1 am ,suff gestorben zu sein -- ein ,einsiedler in ,tibet1 dessen ,klopfen ganz zart 7wie infolge der ungeheuren ,entfernung7 kam und dessen ,buchstaben ,worte einer uns unverstndlichen ,sprache ergaben -- dann ein junges ,mdchen unserer ,gesellschaft1 das jngst durch ,selbstmord gestorben war -- dann der ,geist ,lortzings 7seltsam1 gerade dieses ,komponisten1 der keinen von uns besonders interessierte74 ,aber die ,resultate waren oft unklar1 oft sinnlos oder banal4 ,es beteiligten sich exakte ,psychologen an den ,sitzungen und untersuchten1 ob sich ein von uns unterschiedenes ,psychisches nachweisen liee4 ,wir stellten ,fragen1 die keiner von uns htte beantworten knnen1 die man erst in ,nachschlagewerken htte aufsuchen mssen4 ,die ,geister lieen sich auf solche ,fragen nicht ein oder beantworteten sie unrichtig4 ,ein einziges ,mal gab ,lortzing das ,entstehungsjahr des ,wildschtz richtig an 444 ,allmhlich wurden die ,sitzungen immer langweiliger4 ,zum ,schlu erschien immer nur ein und derselbe ,geist1 der gar nichts wute1 gar nichts sagte1 aber immer alle andern1 die sich meldeten1 eiferschtig verdrngte4 ,indessen waren die spiritistischen ,sitzungen zu einer geselligen ,unterhaltung herabgesunken1 man fgte sie auf ,hausbllen in den ,kotillon ein1 ,mdchen nahmen teil1 wobei sich einige als hochgradig nervs1 wo nicht medial veranlagt enthllten2 schlielich bentzte man dieses ,spiel1 um die kleinen verliebten ,affren ,lebender und ,toter zu erforschen1 um irgend jemanden wenigstens in ,verlegenheit zu bringen1 wenn schon nichts bewiesen werden konnte4 ,die ,ernsthafteren gaben die ,sache ganz auf4 ,was mir von dieser ,periode geblieben ist1 sind angenehme ,erinnerungen an das rein-krperlich so se ,gefhl1 wenn unter den ,fingern der belebte ,tisch sich zu bewegen beginnt1 dieser unirdische ,druck1 dem man nicht widerstehen kann1 dann die individuelle ,mannigfaltigkeit der ,geister1 von denen die einen hastig antworteten1 andere faul und undeutlich1 einige lustig aus der ,nhe1 andere1 wie unter ,wasser vergraben1 schwerfllig4 ,dann denke ich immer noch gern an die hohen ,grade von ,angst1 die ich damals durchmachte1 wenn ein ,geist versprach1 etwas niederzuschreiben oder gar selbst zu erscheinen 7es ging aber nie in ,erfllung oder in so koboldhaft mideuteter ,weise1 da ich an die ,schlauheit des ,teufels in ,volksmrchen denken mute z4 ,b4 der ,geist schrieb etwas nieder1 sagte auf wiederholte ,fragen3 ja1 er habe etwas geschrieben -- es sei aber unsichtbar74 ,und endlich3 ich kann den ,eindruck nicht los werden1 da an diesen mysterisen ,nachrichten aus ,semlin doch etwas ,wahres war4 ,vielleicht kann ein ,mensch1 durch die innerste ,not zur ,ekstase getrieben1 eine unglckliche ,mutter wie diese1 ihre herzsprengenden ,gefhle in den ,weltraum hinausstrmen und mitfhlenden ,wesen1 deren ,geist gerade um dieselbe ,stunde allen kosmischen ,wellen offen steht1 in zarten ,schwingungen bertragen4 ,ist das so undenkbar8 #d4 ,whrend der ,spiritismus die ,bewohner einer geahnten hheren ,welt uns physikalisch vordemonstrieren will1 durch ,tne1 ,gewichtsverlust u4 41 behauptet die ,theosophie1 da jeder durch gewisse ,seelenbungen zu einem direkten ,schauen der hheren ,welt gelangen kann4 ,diese ,lehre1 die von den ,geheimlehren der ,inder1 mittelalterlicher ,mystik1 ,kabbala abstammt1 grndet sich also nicht auf objektive ,beweisgrnde1 sondern auf subjektives ,erleben jedes ,beteiligten1 kann aber jedem1 der ihr infolgedessen objektive ,gltigkeit abspricht1 entgegenhalten1 da ja auch unsere irdische ,welt kein objektives ,kriterium der ,wahrheit bietet4 ,man lese nur in einer modernen ,logik1 beispielsweise bei ,husserl1 nach1 wie hier1 nur um dem radikalen ,skeptizismus zu entgehen1 eine ,evidenz angenommen wird4 ,unsere ganze ,erkenntnistheorie steht eben vor einem ungelsten ,rtsel1 und man kann einem1 der ,dinge sieht1 die wir nicht sehen1 nichts als statistische ,wahrscheinlichkeitsgrnde gegen seine ,behauptung1 keine ,widerlegung vorhalten 444 ,auf dieser ,lcke irdischer ,philosophie ist das ,system neuer ,theosophie1 wie es ,dr4 ,rudolf ,steiner in seinen sehr zahlreichen ,bchern und ,vorlesungsheften bietet1 nachdenklich und reizvoll aufgebaut4 ,seine ,sprache ist bei weitem klarer und ruhiger als die der ,blawatzky1 etwas weitschweifig1 aber logisch gegliedert1 im ,grunde unwiderleglich4 ,wie fein betont er1 da der ,geheimschler vor allem nchtern sein soll1 da ,phantasterei mit dieser hheren ,welt nichts zu tun hat4 ,sehr einnehmend lehnt er auch jeden ,fanatismus ab1 betont den ,wert der ,einwnde3 kurz1 er arbeitet in der ,manier der ,wissenschaft1 nicht des ,glaubens1 er verschanzt sich nach allen ,seiten1 er fordert vor allem von den ,trainierenden ,geduld und ,hingabe4 ,gelingen ,experimente nicht1 so ist dies nur ein ,beweis dafr1 da man nicht geduldig und devotionell genug war4 ,das ,merkwrdige ist ferner1 da diesem ,manne ,scharen von ,anhngern aus der ganzen ,welt mit vollem ,vertrauen folgen1 da er ,verehrung wie kaum ein anderer ,lebender geniet1 da sich ,legenden um ihn bilden1 wie die1 er esse nur eine ,weintraube tglich1 er erscheine seinen ,schlern als ,geist usf4 ,dabei soll er von allen1 ehe er sie in seinen ,unterricht aufnimmt1 vollstndige ,schulung in der ,mathematik verlangen1 ja gerade in der ,mathematik4 ,ich hre einen ,vortrag ,steiners ber ,theosophie4 ,der ,saal ist dicht gefllt4 ,viele ,auslnder sind eigens1 um ihn zu hren1 nach ,prag gekommen4 ,wie in einem internationalen ,seebad1 nur moralisch disziplinierter1 wimmelt es von ,franzsinnen1 ,englndern1 noch ,entfernteren4 ,es zeigen sich 444 ,mnner mit weien ,brten1 andere1 unter deren schngewlbter glnzender ,stirnkapsel die ,brille wie eine ,bewaffnung sitzt1 viele ,frauen in ,reformkleidern1 mit gemalten ,achselbndern1 weie ,haare1 in ganz kleinen schmalen ,zpfchen zu einem ,huflein geringelt1 unter ihnen ein schnes ,prager ,mdchen1 die ich von der ,gasse kenne und hier nicht erwartet habe1 ihr ,hut mit roten ,fittichen pat dem schwarzen ,haar1 und es beruhigt mich eine ,weile1 da sie also bei aller ,sorge um ,karmagesetz und ,wiedergeburt ihrer zeitlichen anmutigen ,existenz doch die ,pflege nicht entzieht 444 ,freilich verlangt ja auch ,dr4 ,steiner 7und dies gehrt zu den verlockendsten ,partien seiner ,lehre71 da der ,geheimschler seinen ,beruf nicht vernachlssige1 da er seinen ,krper und den ,geist krftig und gesund erhalte4 ,hat sie es daher8 ,oder aus sich selbst8 -- ,mir fllt da berdies ein1 da aus denselben indischen ,lehren ,schopenhauer seine ,askese1 dem ,pessimismus ableitete1 whrend ,steiner 7dem allgemeinen amerikanischen ,zug unserer ,zeit folgend7 ,tchtigkeit und ,optimismus diesen ,quellen entnahm 444 ,nun steht er am ,pult1 ein langer schwarzer ,strich1 sogar der ,ausschnitt des ,rockes ist von der schwarzen ,krawatte ganz ausgefllt1 nur die beiden niedrigen ,dreiecke des ,umlegekragens ragen wei vor4 ,das ,gesicht mager1 gelb1 faltig1 soweit die eingefallenen ,wangen mit ihrer ,spannung noch ,falten zeigen1 schne ,augen und ,hnde1 wie sie ,frauen gefallen4 ,er schreit1 er lt nicht ab1 er breitet die ,arme weit aus1 die ,handflchen uns zugekehrt und im ,gegengewicht den schlanken ,rumpf zurckgebogen1 oder er fhrt mit gestrecktem ,daumen und zwei ,fingern1 die andern ,finger schlaff1 durch die ,luft1 er ist unermdlich4 ,selbst ,einwnde trgt er mit demselben ,pathos vor1 wie das1 was ihm gefllt1 und die ,unverdrossenheit1 mit der er fr das ,publikum bei den ,elementen der ,lehre anfngt1 deren letzte ,komplikationen ihm doch so gelufig sind1 hat wirklich etwas ,rhrendes und ,groes4 ,oft schliet er die ,augen1 und ein ,zittern von den ,fen aus durchsteigt den ganzen ,krper4 ,er macht auf mich den ,eindruck eines ,mannes1 der in seinem ,ideal aufgeht 444 ,nach dem ,vortrag3 ,fragebeantwortung1 geschickt und schlagfertig4 ,ich wundere mich1 da er sich auf so etwas ,menschliches einlt1 auf dieses ,virtuosenstck4 ,da habe ich aber zu laut gesprochen1 und eine seiner ,verehrerinnen weist mich zurecht3 ,ich denke1 das berlassen wir ruhig ihm1 er wird schon wissen1 was er tut4 ,er befolgt seine besonderen ,zwecke1 davon bin ich berzeugt4 ,wir kommen ins ,gesprch1 die ,dame1 obwohl der ,vortrag den ,anhngern ,toleranz so warm empfohlen hat1 wird recht bissig4 ,ich stelle mich vor4 ,aber das ist ja unter ,theosophen ganz egal4 ,ich bin aber kein ,theosoph1 mu ich nun noch meine ,hflichkeit vor ihr entschuldigen4 ,zum ,schlu meint sie1 sie habe so ihre ,gedanken darber1 da ,steiner die ,fragezettel immer nach den ,vortrgen zu sich nehme4 ,ich will die ,drohung nicht bemerken1 die darin liegt1 und meine3 ,wahrscheinlich studiert er zu ,hause die ,fragen genauer4 ,sie aber1 von der ,allwissenheit und ,allmacht ihres ,meisters1 dem die ,dmonen gehorchen1 ganz durchdrungen1 fhrt fort3 ,er erkennt wohl auch1 wer den ,zettel geschrieben hat 444 ,ich fhle mich schuldig 444 ,also bleibt diese dunkle ,drohung in mir zurck8 ,o nein4 ,denn ,steiner hat die ,unvorsichtigkeit begangen1 einen ,vers von ,goethe zu zitieren 7kein minderer ,stil sollte wagen1 so ,hervorleuchtendes in seine ,zeilen einzulassen7 -- und die schn geordneten ,vokale1 die unendlichmal als alle ,astralleiber mysterisere ,musik dieser ,worte hat wie ,mondschein mein ,gemt schon ganz erfllt4 ,und sie bleibt zurck1 in meinem nur literarisch organisierten ,gehirn1 auf dem ,heimwege1 hat mich lngst schon wieder aus den ,polemiken und systemhaft verwirrten ,abstraktionen in ein ,reich aufgelsten unwiderstehlichen ,wohlgefallens gezogen 444 ,ich bleibe bei meiner ,partei4 ,wir werden ja sehen1 was man von diesem bornierten ,parteistandpunkt aus 7denn borniert ist er1 begrenzt1 glcklicherweise67 noch erleben kann4 ,auch aus den hheren ,welten komme mir noch manches ,schne6 ,kommentar zu ,robert ,walser ,die einzig richtige ,form1 in der ,buchkritiken verfat sein sollten1 ist3 der ,kommentar4 ,solange es aber nicht ,mode geworden ist1 mit solcher ,ehre unsere zeitgenssischen ,dichter auszuzeichnen1 die man nur wohl den lieben rmischen und griechischen ,klassikern zuteil werden lt1 -- diese ,ehre1 da auf jeder ,seite1 die nur je ein ,weniges des unschtzbaren ,textes enthlt1 unter dem ,strich jedes wichtigere ,wort des ,dichters erwogen und belobt1 jede ,wendung mit ,parallelstellen belegt oder als originell befunden1 jeder angedeutete ,gedanken und jede auch nur etwaige ,anspielung in voller ,schnheit zu ,ende ausgearbeitet wird1 -- solange dies alles nicht eingefhrt ist1 bleibt nichts brig1 als eine kurze1 unvollkommene und deshalb auch schwierigere ,kritikerleistung zu versuchen4 ,ich werde also nur einen ,pseudokommentar geben knnen1 eine ,auswahl kommentierender ,anmerkungen vielmehr1 zusammengehalten durch bersichtliche1 dafr aber auch nur halbrichtige ,leitstze1 die ich zwischen fnfmal oder zwanzigmal so viel ,anmerkungen wahrscheinlich anmutiger1 geahnter und doch auch exakter versteckt htte4 ,gleich im ,beginn veranlat und begeistert mich der ,genu von etwas so ,auergewhnlichem1 wie es ,walsers ,dichtungen sind1 zu folgender unwahrscheinlicher ,behauptung3 -- ,es gibt ,zwei-,schichten-,dichter1 z4 ,b4 ,dickens1 der es vortrefflich versteht1 wenn er etwas ,lustiges darstellt1 den darunter liegenden ,ernst1 und im ,ernsten das ,lustige darunter und dahinter ahnen zu lassen4 ,oder ,hamsun bringt es zustande1 da jemand eine ,situation berichtet1 die er selbst miversteht1 der ,erzhlende2 aber wir1 die ,leser1 verstehen sie durch seine verirrte ,erzhlung hindurch4 ,das ,buch ,dostojewskis ,ein ,werdender erglnzt unsterblich in solchen ,details 444 ,neben solchen ,zwei-,schichtern gibt es die einflchigen ,dichter1 natrlich4 ,drei-,schichter hat es aber bisher noch nicht gegeben4 ,walser ist so ein ,drei-,schichter1 da haben wir ihn4 ,obenauf1 in der ersten ,schicht1 ist ,walser naiv1 fast ungeschickt1 schlicht1 geradeaus4 ,wenige lassen sich davon tuschen1 man sprt schnell die zweite ,schicht unter der ersten1 die ,ironie1 das ,raffinement1 den ,feinfhligen4 ,also ist ,walser1 wie man so zu sagen pflegt1 gemacht und unecht4 ,o nein1 weit was berraschenderes ist er4 ,er hat nmlich noch unter der tiefen zweiten ,schicht eine tiefere dritte1 einen ,grund1 und der ist wirklich naiv1 krftig und schweizerisch-deutsch4 ,und den mu man gut durchgefhlt haben1 ehe man ihn versteht1 in dem wurzelt manch seltsamer ,reiz seiner ,sprache1 ,gesinnung1 ja des ,aufbaus seiner ,werke4 ,zunchst die ,sprache4 ,man hat wohl schon lange nicht in unserer ,zeit1 die sich von allen einfachen ,prosamelodie abzukehren scheint1 ,stze gehrt wie den3 ,joseph sah ihn den ,hgel durch den abstrzenden ,garten hinuntergehn4 ,welche blendende1 vielmehr stille ,reinheit1 welche ,abgewogenheit in den ,vokalen1 der ,stellung und ,lnge der ,worte1 welche ungezwungene ,musik4 ,ich gestehe hiermit1 da es nur wenige ,bcher gibt1 die mich durch ihren unsaubern ,stil nicht anwiderten4 ,bei ,walser aber atme ich furchtlos auf1 noch mehr3 hier erquickt mich jeder ,ton1 hier schallt es so angenehm 444 ,nun ist es aber eine ,eigentmlichkeit der ,walserschen ,diktion1 da er die ,ruhe seiner ,stze oft mit einem scheinbar der ,zeitungssprache oder dem ,vulgren entnommenen ,wort scheinbar unterbricht4 ,hier setzt nun die ,drei-,schichten-,theorie ein4 ,solche ,zerrissenheit klingt naiv1 unbefangen1 kunstlos4 ,der tiefer ,zusehende erkennt wohl romantische ,ironie in ihr1 denkt etwa an ,heine4 ,der ,verstehende aber sieht unter dieser wirklichen ,naivitt und wirklichen ,ironie 7beide sind real vorhanden1 nur beide nicht selbstndig1 beide auf die dritte ,schicht beziehungsvoll7 eine ganz inwendige ,seelen-,unbekmmertheit1 eine ber allen ,mitteln stehende und deshalb in den ,mitteln mit ,fug wahllose ,dichterurkraft4 ,ein ,beispiel 7man findet leicht treffendere73 ,das ,feuer1 das wie alle wilden ,elemente keine ,besinnung hat1 tut ganz verrckt4 ,warum sind noch die zgelnden ,menschenhnde nicht in der ,nhe8 ,mssen denn gerade in solcher ,schreckensnacht usf4 ,ich habe mir erlaubt1 natrlich gegen den ,text1 die deutlichsten ,papierworte hervorzuheben4 ,wie flchtig sieht man sie der ,feder des ,dichters entgleiten1 als ,anklnge fast an populre ,schillerzitate1 sieht den ,dichter ihr ,unangebrachtes erkennen1 ironisch belcheln1 sieht ihn sie dann trotzdem stehen lassen1 einer inneren ,flchtigkeit1 weil ,heiterkeit folgend1 die sich zu jener oberflchlichen ,flchtigkeit wie ein lebendiger ,mensch zu seiner ,momentphotographie verhlt 444 ,walser liebt es1 wie in dem zitierten ,buch 7,fritz ,kochers ,aufstze71 sich als ,knaben1 als halberkennenden ,reifenden zu verkleiden1 um diesen ,stil gleichsam zu rechtfertigen4 ,doch fhrt er ihn glcklicherweise auch ohne besondere ,rechtfertigung durch alle ,bcher hindurch und ebenso durch seine schnen eilfertigen kleinen ,stcke in unsern ,zeitschriften4 ,was fr ,stze1 was fr ,satzneubildungen und unbewutes ,glck6 ,ich wohne sehr nett in einem1 es kommt mir vor1 hochgelegenen ,turmzimmer4 ,oder3 ,er wolle1 fand es ,tobler fr passend zu sagen1 nicht hoffen1 da es soweit komme4 ,ohne ,arg und doch mit groer ,schlauheit und doch im ,herzen ohne ,arg wird mit der deutschen ,syntax hbsch gewirtschaftet4 ,gehufte ,verba geben einen halb-komischen1 ganz-entzckenden ,effekt3 444 da ich jederzeit dasjenige zu leisten imstande sein werde1 was ,sie glauben werden1 von mir verlangen zu drfen4 ,oder alte ,phrasen werden mit einem neuen oder recht abgebrauchten ,adjektiv kuriert3 ,die ,berge am ,ufer waren in dem ,dunst1 den der vollendet schne ,tag ber den ,see verbreitete usf4 ,zeitungen solchen ,schwunges und ,charakters schossen 444 an die erstaunte und erfreute ffentlichkeit4 ,analog zu ,ins ,reine ,schreiben wird neu geschaffen3 ,ins ,mehrfache ,schreiben4 -- ,ist es mglich1 einer tausendjhrigen ,sprache so neue gezwungen-ungezwungene ,tne abzulisten1 die von nun an nicht mehr verstummen werden86 ,wer in solchen neuen ,stilerfindungen nicht das grte literarische ,tun unserer ,zeit sieht1 von dem kann man getrost sagen1 da er von dem ,wesen der ,literatur noch nie eine ,ahnung in der ,seele versprt hat4 ber die ,schweizer ,provinzialismen bei ,walser und ihre ,schnheit denke man sich einen selbstverstndlichen ,absatz hier eingeschoben4 ,ebenso ber seinen scheinbar sorglosen1 dennoch sehr bedachten und doch im ,tiefsten blumenhafte frische ,sorglosigkeit aushauchenden ,szenenaufbau4 ,seine ,gesinnung erklre ich mir gleichfalls dreischichtig4 ,eine leicht erkennbare ,aristokratie im ,wesen 7,warum ist ,armut eine solche ,schande8 ,ich wei es nicht4 ,meine ,eltern sind wohlhabend4 ,papa hat ,wagen und ,pferde472 man wrde aber irren1 wollte man die durch solche leichtfertige1 absichtlich leichtfertige ,reden als deren ,widerlegung deutlich durchschimmernde soziale ,mitleidsgesinnung als die wahre auffassen4 ,noch tiefer vielmehr stt man wieder auf etwas sehr ,nobles1 ,feinorganisiertes1 ,sich-,abschlieendes -- und wundervoll ist es1 wenn ,walser manchmal durch einen einzigen ,satz den ,leser zwingt1 alle drei ,standpunkte mit ihm zu durchlaufen4 ,es wurde nach und nach bei den ,frauen ,mode1 und zwar bei den sogenannten bessern1 nmlich bei solchen1 die nicht gar so streng zu arbeiten brauchten1 den ,tag ber1 und das gerade sind ja die ,besseren 444 ,man suche sich das ,richtige aus6 ,es ist in dem labend komplizierten ,wesen dieses ,dichters gelegen1 da er vielartige ,figuren von solcher ,vollstndigkeit ihres ,gehabens und ,wirkens gestalten kann und nicht im ,relief1 nein rund1 komplett4 ,er braucht nur seines eigenen ,wesens ,zge zu isolieren1 aus sich herauszustellen 444 ,da erscheint in mehrfachen ,varianten die schne1 stattliche ,frau aus patrizischem ,brgerhaus1 der der ,hochmut so gut steht1 der man gern dient4 ,immer trgt sie ,federn auf dem ,hut 444 ,da erscheint der junge ,mann1 bald ,schler1 bald ,kommis1 bald ,gehilfe1 der es in keinem ,beruf lange aushlt4 ,das ,heroische und die ,kunst leben in ihm1 hbsch verwickelt mit kleineren ,begierden wie z4 ,b4 einer krftigen ,elust4 ,die ,liebe zum ,bruder1 der als ,ideal vorschwebt1 wird oft gezeigt4 ,geschwister ,tanner gar ist die ,geschichte einer in sich zusammenhaltenden1 ganz bunten und doch durch einen edlen ,familienzug angeglichenen ,kette von ,geschwistern4 ,in ihrem ,familienstolz zeigt sich wieder der ,aristokrat4 ,nur das ,feine1 ,ebenbrtige gefllt ihnen4 ,am liebsten wrden sie in einer mrchenhaften ,welt von ,schnheit leben1 wie sie ,karl ,walser zierlich aufzuzeichnen wei2 und ebenso wird im ,buche ,der ,gehilfe gern getrumt1 in der guten ,art ,gottfried ,kellers etwa1 ausfhrlich im ,schlaf1 oder wachend vom ,ritterfrulein in ,samtrock und ledernen ,handschuhen4 ,doch -- und das ist das ,dreischichtige1 ,vielschichtige1 ,ungezhltschichtige meinetwegen -- in demselben ,buche spielt auch die kleine verschuggte ,silvi ihre wichtige ,rolle1 und allnchtlich pit sie ins ,bett4 ,was ich damit sagen will3 ,die ,feinheit ,walsers hat durchaus nichts sthetelndes1 mir so verhat ,wienerisches6 ,fritz ,kocher1 dessen ,aufsatzheft mit den ,worten ,der ,mensch ist ein feinfhliges ,wesen beginnt1 sagt so schn1 wie er den ,lehrer in der ,schulstube beschreibt3 ,hin und wieder kratzt er sich wollstig in den ,haaren4 ,ich wei1 welche ,wollust es ist1 sich in den ,haaren zu kratzen4 ,dadurch reizt man das ,denken unendlich4 ,es sieht allerdings nicht besonders schn aus1 aber item1 es kann nicht alles schn aussehen4 ,das ist nun ,walsers lieblichster ,frohsinn2 er steht1 obwohl poetischeren ,zeiten entsprossen1 fest in unserer unpoetischen ,gegenwart4 ,er liebt sie1 er macht sie poetisch4 ,er hlt einfach ihre ,ekelhaftigkeiten aus -- der gesunde schne ,krper fhig1 ,anstrengungen und ,entbehrungen zu ertragen1 das ist die gute ,basis1 die er allen seinen ,helden gibt4 ,ihr ,lachen ist ein ins ,akustische umgewandelter solcher ,gesundkrper4 ,allen ,mdchen mssen sie wohlgefallen1 und das freut diese jungen ,herren selbstverstndlich 444 ,in ihrer guten ,laune gefllt ihnen selbst alles4 ,sie finden sich zum ,erstaunen mhelos in der ,welt zurecht4 ,der liebe verschwenderische1 scheinbar so gar nicht ins #bj4 ,jahrhundert passende ,herr ,tobler1 ,erfinder der genial unpraktischen ,reklameuhr und des ,schtzenautomaten1 wird sich schlielich -- so erffnet uns die abschlieende ,voraussicht des ,romans --1 wenn er den ,glubigern seine brillante ,villa am ,seeufer rumen mu1 auch in der engen ,stadt in einem billigen ,quartier recht wohl fhlen4 ,man gewhnt sich an alles 444 ,von einer versinkenden ,weltanschauung1 von berlebten ,stimmungen ist in der obersten ,schicht dieser ,bcher viel die ,rede 7,man bedauerte das ,zeitalter1 das sich gezwungen sah1 mit ,menschen von des ,melkers ,veranlagung derart kleinlich und miverstndlich verfahren1 so heit es von dem derben ,naturburschen im ,polizeigefngnis1 der noch das ,blut der stolzen und unbndigen ,ahnen des ,landes hat und dafr1 d4 h4 fr ,raufhndel1 bestraft wird71 aber im ,innersten der ,bcher lebt schon eine tchtige ,anpassung an die ,neuzeit1 an ,industrie und alles1 was man will4 ,der ,gesunde wendet sich eben von nichts ab4 ,ich liebe und verehre ,tatsachen4 ,oberste ,schicht mag bei ,walser ,romantik oder ,ironie der ,romantik sein1 zuunterst liegt tapferster freundlich-ausgesponnenster ,positivismus3 ,nichts kann mich so tief aufregen wie der ,anblick und der ,geruch des ,guten und ,rechtschaffenen4 ,etwas ,gemeines und ,bses ist bald ausempfunden1 aber aus etwas ,bravem und ,edlem klug zu werden1 das ist so schwer und doch zugleich so reizvoll4 ,nein1 die ,laster interessieren mich viel1 viel weniger wie die ,tugenden4 -- ,hier1 wenn irgendwo1 finde ich den neuen ,ton1 die ,romantik unserer letzten1 arkadisch-gegenwrtigen ,strmung1 endlich1 endlich die ,reaktion auf ,nietzsche1 die ,freiheit1 die ,entspannung der ,seele4 ,deshalb die ,flle der ,eingebungen bei ,walser1 als htte er das ,dichten berhaupt erfunden4 444 ,was fr ,einflle3 diese ,musterschule ,benjamenta mit ihrem so intelligenten1 so unermdlich vom ,dichter belobten und doch unterirdisch von ihm miachteten ,vorzugsschler1 dieser ,brief1 der mit ,geachtete ,frau beginnt1 oder der betrunkene ,wirsich1 dieses ,mitleidige1 ,mitleidslose1 ,mitleidsindifferente usf4 usf4 444 ,es ist wirklich unmglich1 diesen ,dichter nach ,gebhr zu loben4 ,ich kann meine verliebte ,freude ber seine ,existenz in ,kurzem nicht mehr anders ausdrcken als indem ich die ,namen seinen bisheutigen ,bcher mit meiner schnsten ,schrift ins ,manuskript kalligraphiere3 ,gedichte -- ,fritz ,kochers ,aufstze -- ,geschwister ,tanner -- ,der ,gehilfe -- ,jakob von ,gunten -- ,aufstze4 ,verworrene ,nebengedanken ,will man in ,paris seinen ,winterrock weghngen1 so nhert sich ein ,vollmond aus ,holz oder ein ungeschlachter ,messingbgel1 so da man ber die ,geringfgigkeit der heimatlichen ,aufhngesen in ,verzweiflung ausbricht4 ,man steht da und wartet1 bis man ein ,franzschen herantanzen sieht1 das sein ,kleidungsstck an dem ,bgel nicht aufhngt1 sondern wie ber den ,rcken einer geliebten ,dame umhllend anlegt4 ,also so geht es1 man hat hier keine sen1 und dadurch behlt das ,kleid vielleicht wirklich besser seine angeborene ,gestalt als in unsrer ,strangulierung 444 ,o ,fremdartigkeit6 ,diese ,gassen1 ,wildbchen hnlich1 die zu den ,boulevards dunkel herabstrzen1 die ,huser1 die entwurzelten umgestrzten ,baumstmmen gleichen1 mit ihren emporgestreckten ,rauchfngen1 die zweistckigen ,omnibusse1 ,lwen auf ,elefanten reitend1 und diese zart gewellten ,wasserlufe in der ,gosse1 so benachbart den verschwenderisch im ,freien ausgebreiteten ,stoffen und ,hten und ,backwaren zum ,verkauf1 alles beseelt vom ,takte desselben ,wirrwarrs 444 ,mit allem ging es mir so4 ,und auch wenn ich im ,vaudevilletheater abends die ,polaire tanzen sah -- ihr ,mund ist gro1 ihre ,nase gro und zudem rot geschminkt1 die ,augen eines ,gassenmdchens und der ,tanz einer gttlich zu verehrenden ,spanierin -- o1 ihre ,hnde zittern1 die ,finger wie die dnnsten ste im ,frhlingswind1 ihr ,haar verlernt den ,weg den ,nacken hinab und fllt begehrlich1 als hebe es ,rckchen1 ber ,stirn und ,mund1 die magern ,schultern scheinen ,befruchtung zu verlangen und die ,schenkel sind dick -- auch da noch blieb mir das ,gefhl3 ,anders als bei uns 444 ,immer dieses 'bei uns'1 wieviel ,stolz liegt darin1 wieviel ,ekel schon deshalb1 weil es sich immer wiederholt1 wieviel ,mitrauen1 weil man nicht sagen kann 'bei mir'1 wieviel ,heuchelei1 weil man ein einheitliches ,gefhl statt dieser ,zusammensetzung empfinden mchte4 ,und gar im ,odon1 wenn bei erleuchtetem ,zuschauerraum die ,schlsser in den ,logentren knacken1 wenn ,gallipaux auf der matten ,bhne sein ffchen hin und her zieht1 dann es weinend begrbt1 dann aus schrgem ,sessel und ,tisch eine kaum stabile ,ruhesttte fr sich herstellt1 hingeworfen die ,beine hebt1 mit den ,hnden flattert1 durch ungestme ,bewegungen uns in ,angst versetzt1 wie bei ,akrobatentricks und so1 ja in dieser ,siestalage gerade1 den ,traum jedes ,parisers anhebt3 ein ,schlo besitzen1 die ,freunde zu sich einladen -- auf fnfzehn ,tage nur 444 ,o1 wie nah war ich der franzsischen ,literatur in ,prag1 wie fern bin ich ihr in ,paris6 ,und dabei ist dieses ,theaterstck in acht ,bildern wirklich von ,edmond de ,goncourt1 den ich in so vielen ,artikeln besungen habe1 ist die ',manette ,salomon' -- und ich glaubte von ,prag aus immer1 diesen ,dichter gegen ein ,pariser ,publikum in ,schutz nehmen zu mssen 444 indessen wird hier bei ,stellen gelacht1 deren ,worte mir wie ,rauch um die ,ohren gehen4 ,gnzlich als ,auslnder also wandre ich zum ,thtre du ,chtelet1 whrend aus jedem der unsichtbaren ,briefksten1 von jedem zinkenen ,schenktisch mit seinen farbigen ,flschchen und ,siphons ,hohn mir entgegenschlgt und im ,nebel die zwerghaften ,tischplattenkreise vor den ,kaffeehusern1 in ihren ,ringen aus ,metall1 die winzigen ,strohsesselchen1 die ,zuckerstckchen wie weie ,srge1 die fremden ,semmeln1 die ,brotwrste ber mich hinstrzen4 ,noch im ,gedrnge der ,stiege bin ich bedrngt1 aber da bemerke ich schon befreundete ,klavierauszge4 ,schau1 ein junger ,mann zeigt neben mir1 whrend ich mich setze1 seiner ,freundin eine schne ,stelle1 hinter mir an der ,sule diskutiert man die ,instrumentation4 ,oben auf der ,galerie pfeift ,italien1 schlgt die ,stcke gleichmig auf den ,boden1 schickt ,papierpfeile zu uns herab und klatscht ,beifall4 ,das kenne ich schon 444 ,aber nun still4 ,der ,dirigent ,piern ist aufgetreten1 den ich nur aus einem schlechten ,violinschlager kenne4 ,ist da ,hoffnung8444 ,aber still4 ,man wird mir ja ',fausts ,verdammnis' von ,berlioz vorspielen4 ,sein ,grab hab' ich auf dem ,montmartre oben gesehen1 mit ,blumen bekrnzt1 wie leuchten die ,namen der ,werke aus dem ,stein1 und oben ist in einzelnen ,buchstaben aus ,eisen sein ,name zwischen ,feuerpfeilen aufgestellt1 das erinnert schon wieder an die ,reklameaufschriften des ,skating-,ring und ,moulin ,rouge1 nur die elektrischen ,glhlmpchen fehlen 444 ,aber still6 ,und nun setzt die ,viola mit ihren stillen ,tnen ein4 ,und auf einmal bin ich in irgendeiner meiner lieben ,landschaften ,bhmens 444 nein1 nicht in ,bhmen1 in ,ungarn doch1 denn bald wird der ,rakoczimarsch donnern 444 nein1 bei ,frankfurt irgendwo1 denn das deutsche ,schferlied erklingt 444 o nein1 o nein1 meine ,lieben1 jetzt hat das alles ein ,ende4 ,zu ,boden nieder mit all den kleinen ,gedanken4 ,wir sind im ,lande der ,begeisterung1 ohne ,geographie1 wir taumeln in einem aus ,schmerz und ,schmerzlosigkeit innig vermischten1 in dem sesten ,gefhl der vereinigten ,menschlichkeit4 ,kleine ,pariserin neben mir1 bist du still geworden8 ,kein ,parfm mehr1 keine ,seide1 nichts8 ,nur diese ,chre1 die ,glocken1 die ,harfen1 die reinen ,stimmen1 die entschwebenden ,dreiklnge des heiligen ,osterfeiertags4 ,o ,gott1 mge doch meine ,seele sich ergieen1 mge ich wrdig dieser ,tne werden 444 ,komponisten1 die in ihren ,werken manchmal ,blser hinter der ,bhne spielen lassen1 sollten bedenken1 da es immer einen merkwrdigen ,eindruck macht1 wenn diese ,blser dann nachher wieder sich hereinschleichen durch die ,sitzreihen der andern1 wie ,leute1 die zu spt ins ,theater kommen4 ,das ist ein belstand4 ,es mten da vielleicht ,spieler verwendet werden1 die im ,orchester gar nichts zu tun haben4 ,sie bleiben drauen1 rtselhafte ,stimmen der ,wnde 444 ,aber die ,wnde muten ja auch diesmal mittnen1 mitsprechen1 mithren -- denn wre es mglich1 da so viel ,begeisterung aus nur natrlichen ,instrumenten quillt an nur natrliche ,ohren8 ,nein1 gewi1 dieses ,fest war ber alle ,gesetze hinaus beseligend4 ,ich verzeihe es ,piern1 nein1 ich bitte ihm ab1 als htte ich seine ,romanze geschrieben3 so herrlich hat er dirigiert4 ,und alle die guten ,leute im ,orchester1 ,flia ,litvinne als ,gretchen1 ,laffitte als ,faust1 und so fort4 ,und die lieben ,zuhrer1 die alles noch einmal hren wollten4 ,es war ein ,erfolg1 ein ,erfolg4 ,und nun wte ich diesen ,aufsatz nicht besser als mit dem ,kopf des ,programms zu schlieen3 ,hundertundsiebenundsechzigste und unwiderruflich letzte ,auffhrung in dieser ,saison4 ,hundertundsiebenundsechzigste ,auffhrung des ',faust' in dieser ,saison6 ,was ich schon oft gesagt habe3 ich finde1 da man in ,deutschland ,berlioz vernachlssigt4 ,reinhardt sollte diese ,oper inszenieren4 ,nedbal sollte seinen ,stolz darin sehen1 sie ganz zu dirigieren1 nicht herausgehackte ,stcklein4 ,doch nein1 auch wenn sie niemand hrt1 niemand spielt1 diese ,musik bleibt mein1 bleibt mir aus meinem unfranzsischen ,herzen hervorgewachsen wie das ,korallenriff aus dem schwankenden ,meer herauf4 ,o1 mehr als nur ganz ,paris wrde ich vergessen1 wenn diese gerissene gebrllte ,teufelsserenade mich antanzt -- aber ich freue mich1 da man applaudiert1 das nebenbei -- man ist nicht allein auf der ,welt1 glcklicherweise -- ich freue mich1 da ,goethe1 ,shakespeare1 ,berlioz in dieser langen ,melodie vereinigt sind1 drei ,nationen reichen einander die ,hand und schner als auf dem ,titelblatt der ,unterrichtsbriefe zum ,selbststudium1 ,system ,toussaint-,langenscheidt4 ,ich freue mich1 ich erlebe eine meiner ,ekstasen4 ,ist die ,musik international etwa8 ,da ich hier mitten unter ,fremdartigem mich pltzlich an die weiche ,kante meines heimatlichen ,klaviers gedrckt fhle2 weich1 weil das ,taschentuch auf ihr liegt1 in das ich weine8 ,niemand wird hoffentlich eine ,antwort auf diese unsinnige ,frage erwarten4 ,und doch1 als ,zeichen meiner ,begeisterung1 als ,wiehern gleichsam sei sie notiert4 ,noch etwas3 da der ,tanz der ,irrlichter so langsam1 mit wrdigem ,leichtsinn1 mit schneidender ,lustigkeit gedehnter1 fast fauler ,menuette vor sich geht1 erst zum ,schlu ein ,reigen mit geworfenen ,hnden und ,haaren -- das ist es eben1 das ,genie1 langsam war das zu komponieren1 nicht wie hergebracht3 in schnellem ,funkeln 444 ,doch nun ist es genug4 ,wir treten auf die ,gasse4 ,uns umgibt die frische ,pariser ,gebirgsluft1 doch eine lange ,weile noch trumen wir von ,heimat1 ,liebe und ser ,musik1 bis eine ,reihe dunkler ,bogenlampen uns den ,elektrizittsstreik hier in ,erinnerung ruft4 ,und darber die ziehenden glnzenden ,wolken mit polierten ,fingernagelrndern1 wie bei uns1 oder ein wenig anders4 ,meyerbeer ,neulich kam mein ,bruder mimutig aus dem ,theater4 ,nun1 was hat's denn gegeben8 frage ich aus dem ,bett schon1 vor dem ein ,sessel1 eine ,kerze1 brennend1 die ,tasse ,milch und das aufgeschlagene ,buch ein gemtliches ,winkerl zusammenstellen 444 ,er wtet3 ,eine kleine ,operette hat man aufgefhrt3 ,der umgekippte ,mastbaum6 ,weit du1 was aber auf dem ,theaterzettel stand3 ',die ,afrikanerin' von ,meyerbeer4 ,wirklich gibt es nichts ,weinerlicheres als diese ,abspielungen ,meyerbeerscher ,opern1 wie sie an ,provinztheatern jetzt zur ,mode geworden sind4 ,o ,mode1 ,windhauch der ,zeiten6 einmal war die ,mode um ,meyerbeer anders bestellt4 ,knige lieen ihre wappengestickten ,samtdecken von den ,logenbrstungen flattern1 indes unsre ,grovter jugendfrisch die ,galerie strmten1 um die ,premiere des ',kreuzfahrers in gypten' zu erleben1 den ,enkeln zu berliefern4 ,es gab ,leute1 die siebenundachtzigmal die ',hugenotten' gehrt hatten4 ,was ist aus euch geworden1 ihr ,prachttrume der ,einzugsmrsche1 vergiftete ,blten1 grausige ,geisterbeschwrungen in ,felsschluchten1 ,tanz der ,wahnsinnigen mit ihrer ,ziege an schroffen ,klippen1 kriegerische ,zeltlager1 ,feenballette6444 ,jetzt wird dieselbe ,leinwand1 rissig geworden1 an abgefrbte ,baumstmme gelehnt1 die ste greifen zerbogen durch ,lcher der ,gaze1 die eine sanfte tropische ,luft im ,glanz vorstellen soll1 und die ,strahlen des ,reflektors1 dieser ersehnten ,gegenden ,sonne1 spieen sich an einem ,versatzstck1 das einem zerbrochenen ,kasten hnlicher sieht als einem gromchtigen ,opferaltar4 ,und ber all diese ,ruinen hinweg kreischt die zweite ,garnitur der ,snger1 dirigiert der vierte ,kapellmeister1 der ,chor mit undeutlichen ,einstzen brckelt die se ,landschaft1 die ,melodie auseinander1 und das ,orchester schwemmt mit ein paar rohen ,trompetensten1 was brig ist1 hinweg4 ,zum ,aufschluchzen freilich nimmt sich neben dieser lieblosen ,vernichtung aus1 was noch aus der schnen ,ausstattung frherer ,moden gerettet wurde4 ,dieses mit groem ,aufwand im ,durchschnitt gezeigte ,schiff1 der fallende ,mast 444 rings um sie hat man alles zusammengestrichen2 aber diese ,utensilien1 einmal dem ,theaterinventar einverleibt1 trotzen der ,verachtung3 wie exilierte ,frsten machen sie von ,zeit zu ,zeit ihren traurigen regelmigen ,spaziergang durch fremde ,alleen4 ,und mit einem ,schlag wird beides deutlicher3 das frohe ,einst1 das schlimme ,jetzt4 ,das anerkennend-neidische ,wort des ,berlioz hat sich lngst ins ,gegenteil gekehrt3 ,meyerbeer hat nicht nur ,genie1 er hat auch ,glck4 ,jetzt knnte man sagen3 ,er hat auch ,unglck4 ,und sein ,genie8 ,in dieser ,welt1 wo ,kunsturteile wie ,mcken durcheinander schwirren1 sich kreuzen und zerstieben1 von keinem mehr ernst genommen1 scheint ber eines nur volle bereinstimmung zu herrschen3 da ,meyerbeer1 ehedem berschtzt1 ein seiner ,unwahrheit1 seiner ,effekthascherei wegen zu maregelnder ,taugenichts sei4 ,und wie hat man ihn gemaregelt6 ,am ,abend durch eine heuchlerische1 gichtbrchige ,auffhrung1 am ,morgen darauf in der ,zeitung durch ,ernst und ,strenge unsers ,jahrhunderts4 ,ein in ,wagners ,schule stramm erzogener ,kritiker1 mithin besser3 ein ,merker1 schrieb einmal ber ',die ,afrikanerin'1 dieses heie1 verliebte1 verzauberte ,eiland1 etwa in diesem ,sinn 7die ,worte habe ich vergessen73 ,wagt man wirklich noch1 vernnftigen ,menschen unseres ,jahrhunderts ein solches ,machwerk vorzusetzen1 in dem die ,seefahrer sofort nach ,umschiffung des ,kaps der guten ,hoffnung in -- 7dieser ,gedankenstrich ersetzt eine ,lachsalve7 ,indien landen6 ,wnscht man geographisches ,wissen1 ,effektlosigkeit von einer ,oper1 dann halte man sich allerdings von ,meyerbeer fern 444 ,mich aber hat das ,wort ',kap' nie mehr so mit der ,wucht ferner ,umblicke getroffen1 mit dieser ,wahrheit einer ,reisebeschreibung1 die man zum dreizehnten ,geburtstag geschenkt bekommt und immer wieder liest4 ,zum ,himmel reicht sein ,haupt1 sein ,fu zur ,hlle3 ja1 in diesen ,noten eines seltsamen ,kontrapunkts1 leer und einfach1 ragte das 'furchtbare' ,kap in die ,hhe1 wurde so gro wie die ,erdkugel -- und wir sahen das ,meer1 die zerschellten ,schiffe1 sahen auch ,indien1 wenn du willst1 sahen jedenfalls ein herzbewegendes ,leben1 ,abenteuer und ,begeisterung4 ,wir pflegten ',die ,afrikanerin' tglich aufzufhren1 mein ,bruder und ich als ,kinder4 ,die ersten zwanzig ,seiten fehlten dem ,auszug1 dann waren noch zwei schmutzig und zerrissen1 so da man sie schwer auf dem ,pult halten konnte -- sie krmmten sich wie kleine ,wimpel 444 ,wir aber begannen am liebsten mit dem dritten ,akt4 ,da war es heiumstritten und begehrt1 die ,rolle des ,nelusco zu bekommen4 ,abgesehen davon1 da diese ,tne den eben mutierten ,stimmen am besten lagen3 uns gefiel dieser edle ,wildfang1 wir liebten seine ,erbitterung1 seine ,heimtcke1 die in scharfen ,zwischenrufen unisono mit dem ,klavier sich ausschreien konnte4 ,und die ,ballade von ',adanastor'1 wobei einer bauchrednerisch smtliche ,stimmen der bebenden ,matrosen geben mute4 ,wie gut sang sich auch die ,unterredung3 ,ja1 ihr seid's1 ,don ,alvar1 in die man ,rache und ,klugheit1 adeligen ,mut und ,verblendung zu legen hatte4 ,und wenn beim ,schein der einfallenden ,sonne das ,morgenlied des ,chores erklang1 das ,gebet1 die ,glockenschlge1 der ,hymnus an irgendeinen wohlvertrauten und unbekannten ',sankt ,dominik'1 dann waren wir lustig auf dieses romantische ,schiff versetzt1 hatten jeder fr sich seine ,kommandobrcke1 seine gute ,luft1 die den ,sinn erfrischt1 sein sanftgewelltes ,meer ringsum 444 ,wir gaben auch das ,parlament von ,lissabon1 alle ,snger der ,opposition und der ,majoritt mit groer bung1 den tchtigen khnen ,vasco auch1 der es ihnen ins ,gesicht zusagt3 ,euch gehren die ,ksten und die ,meere4 ,wie wirbeln an dieser ,stelle unablssig zwei ,noten umeinander herum1 alle ,wollust des ,entdeckers1 der auf dem hohen ,kap steht1 die neuen ,lnder sieht und auer sich1 atemlos mit dem ,arm winkt1 um zu zeigen und zugleich auch1 um seine wahnsinnige ,freude auszudrcken4 ,der ,windhauch weiter ,umblicke ist in diesen ,noten1 wie etwa in dem tschechischen ,wort 'mvati'1 das 'winken' bedeutet 444 ,und wir traten nach kleinen ,vorspielen1 die mit ihrer ,lieblichkeit jeden ,schmerz auflsen1 in den melodisen ,kerker1 wo man vom ',sohn der ,sonne' singt1 vom ',bengalis'1 von ,ergebenheit1 ,tod1 barbarischen ,gottheiten4 ,wir zitterten bei neuartigen ,akkorden1 bei diesen aus sich herausschwingenden ,kantilenen1 die in jeder ,zeile und einheitlich ihr ,feuer ausstrahlen1 jede die nchste befruchtend 444 ,man gewhne es sich nur endlich ab1 diesen ,meyerbeer 'historisch' zu nehmen4 ,sein ,pomp kommt aus einer heroischen ,seele1 seine ,effekte aus hellsten1 reinsten ,leidenschaften4 ,fhlt man es noch nicht1 da sein ,stolz und seine ,wehmut mit der ,sprache der jungen pathetischen ,dichter zusammenklingt1 die neuerdings auftreten6 ,die ,zeitungen melden von ,neuauffhrungen in ,berlin und in ,breslau4 ,mgen sie so heftig1 so ekstatisch verlaufen wie unsre ,kinderauffhrungen auf der schmalen ,bhne zwischen der ,klavierbank und dem ,notenpult4 ,gustav ,mahlers dritte ,symphonie1 von ihm selbst dirigiert ,ein junger ,musiker aus dem ,konservatorium steht auf der letzten ,galerie4 ,auer sich vor ,entzckung1 hrt er das krnige ,prasseln langatmiger ,posaunentne1 den groen ,schritt des ,trauermarsches1 leeren ,moll-,hall im ,orchester4 ,und von ferne1 ganz von ferne naht des ,vergngens ,lichtermeer wie eine aus der ,nacht schimmernde ,grostadt4 ,die ,luft1 von so ppigen ,geigen gestrichen1 schmeckt s4 ,mit dem ganzen ,krper fhlt der ,musiker den ,wohlklang einer berirdischen ,operette und ist versucht1 die ,hand aus der ,hosentasche zu nehmen1 um auch ihr einen ,anteil an dieser ,himmelsmusik zu verschaffen4 ,wie kommt es1 da dieser ,mahler alles aussingt1 was ich so tief fhle1 denkt der arme kleine ,musiker4 ,er nimmt mir meine ,einflle weg4 ,und wie er dirigiert6 ,jede ,nuance knnte ich nur genau so ausfeilen4 ,wenn ich ihn nur von hier aus sehen knnte4 ,nun steigt wieder ein ,motiv auf1 das ich geahnt habe 444 ,aber wo ich einen ,faden klebrig-mhsam spann1 schwingt sich ein weites1 schattiges ,seidennetz 444 ,und rote ,rosen1 duftendes ,lebensblut 444 ,ach1 wenn ich ihn nur einmal sehen knnte1 den ,gott6 ,man sagt mir1 da ich ihm hnlich sehe 444 ,da bietet sich eine ,lcke in der stehenden ,menschenmauer4 ,einen ,augenblick lang kann der ,konservatorist den schwarzen ,kapellmeister unten sehen 444 ,ah1 ,mahler1 das bin ich selbst6 schreit er leise4 ,wie eine starke1 schwarze ,hand berfllt ihn das ,fieber4 ,er wankt und fllt hintenber hinter die ,zuschauer1 wo die halberlschten ,lampen zischen1 fllt mit einem dumpfen ,knall4 ,die rote ,blutrose wchst eilig aus seinem ,munde hervor und berdeckt mit warmen ,blttern sein ,antlitz 444 ,in der ,ekstase der ,crescendo-,symphonie hat niemand sein ,niederfallen bemerkt4 ,nur der beste ,freund1 der neben ihm gestanden hatte1 ringt verzweifelt die ,hnde und steigt hastig zu ihm hinab4 ,ich sterbe jetzt1 sagt der ,musiker4 ,wehe1 der ,freund4 ,sie sprechen schnell1 whrend das ,orchester schwelgerisch ,tonpokale leert und zerschellen lt1 absteigt1 sich beruhigt in kleinen chromatischen ,kssen mit halboffenen ,lippen1 sich beruhigt 444 ,aber da hat das erregte ,flstern der beiden ,freunde zu einem ,gerusch sich gehoben4 ,und der ,kapellmeister1 entrstet 444 hrt zu dirigieren auf4 ,es wird blasse ,stille im ,theater4 ,alle ,kpfe richten sich zur letzten ,galerie4 ,der ,musiker seufzt3 ,was will er8 ,ist es nicht genug1 da ich ihn so verrckt liebe1 da ich mein ,leben um seines ,werkes willen wegwerfe8 ,hat er mich auch noch1 nach all dem1 nur weil das letzte1 grte ,ereignis meines ,daseins einen ,schatten auf einen nebenschlichen ,moment des seinen wirft8 ,inzwischen hat sich der ,grimm ,gustav ,mahlers beruhigt4 ,er klopft4 ,man beginnt von neuem1 fortfahrend in genuschtigsten ,trillern4 ,eine ,melodie ohne ,ende zackt sich hin1 zerspritzt1 wirft ihre rosigsten ,gipfel4 ,infanterieregimenter von ,faunen und ,bacchanten marschieren auf1 man gibt ,signale1 man trommelt einen hypnotischen ,takt 444 ,da fhlt der sterbende ,musiker1 wie die ,hand des ,freundes auf seiner roten ,brust zittert 444 im ,takt zittert 444 wie der ,rhythmus dann weiterfhrt in den ,arm1 ber die ,schultern1 in den ,kopf des ,freundes4 ,und nun steht der auf1 lt den ,halbtoten liegen1 wie ein ,schlafwandler strebt er wieder den ,stufen zu1 lauscht den reichen ,klngen1 angespannt 444 ,ich hasse ,mahler1 rchelt der ,musiker auf dem ,fuboden4 ,ich hasse ihn4 ,er nimmt mir meine ,einflle1 meine ,kunst1 mein ,ich1 mein ,aussehen1 meinen besten ,freund4 ,der ,trauermarsch setzt ein1 krnige ,posaunenste1 ,rhrung4 ,der ,musiker im ,sterben3 ,nein1 ich bete ihn an4 ,seit jeher haben die ,gtter ,menschenopfer geliebt 444 ,sechste ,symphonie von ,gustav ,mahler ,wie wahrscheinlich mancher andre1 kmpfe ich im kleinen ,kreise1 von ,zeit zu ,zeit auch ins ,fernere wirkend1 fr die ,meister1 die ich als glckbringend erkannt habe4 ,es freut mich1 beispielsweise1 einer der ersten gewesen zu sein1 die das ,genie ,heinrich ,manns geliebt haben4 ,zu der ,zeit schon1 als nur das ',schlaraffenland' erschienen war1 bin ich fr ihn eingetreten4 ,ich las schne ,stellen vor4 ,man hat mich ausgelacht4 ,mittlerweile ist meine ,meinung fast allgemeingltig geworden4 ,mit keinem meiner ,lieblinge habe ich greres ,unglck gehabt als mit ,gustav ,mahler4 ,schon vor acht ,jahren habe ich in der ',schaubhne' einen ,dithyrambus auf seine dritte ,symphonie angestimmt4 ,mit ,grausen denke ich an die zahllosen ,debatten1 die ich seither fr ihn ausgefochten habe -- an die ,abende1 die mir dumme ,kritiken gegen ihn vergllt haben -- an die sinnlosen ,gewaltmaregeln1 durch die ich nahe ,freunde zur ,verehrung herbeizwingen wollte -- an meine erschpften ,hnde1 die auf den ,klaviertasten liegen1 noch berauscht von den ,tnen1 die sie hervorgebracht haben und schon belchelt von teilnahmslosen ,gesichtern einer ,zuhrerschar -- an das ,schlimmste von allem3 an schiefe ,urteile von ,mnnern1 die mir unbegreiflich klingen1 weil ich von eben diesen ,mnnern die richtigsten ,gedanken1 die gefhlvollsten ,eindrcke zu hren gewohnt hin4 ,nun bin ich etwas lter geworden und habe es aufgegeben1 mit dem ,kopf gegen ,wnde zu rennen4 ,ich habe die ,nekrologe auf ,mahlers ,tod gelesen1 auch sie ergingen sich zumeist in bedingtem ,lob1 der groe ,wille wurde anerkannt1 aber viel ,abstoendes1 bertriebenes festgestellt4 ,man zweifelte an der ,unsterblichkeit der ,riesenwerke1 ganz wohlwollend zweifelte man daran4 ,meine berzeugung ist dieselbe geblieben4 ,aber ich beginne nach den ,grnden zu fragen1 die diese so verbreitete ,unbeliebtheit ,mahlers erklren knnten4 99 99 99 99 99 ,ganz allgemein wird man auch in ,kreisen1 in denen intensives ,verstndnis fr ,musikalisches herrscht1 absprechende ,urteile ber ,mahler hren4 ,reger und andre werden viel widerspruchsloser geschtzt4 ,dagegen reden gerade ernste1 bedchtige1 innige ,kunstfreunde von ,mahler mit einer gewissen ,gehssigkeit4 ,man wirft ihm die ewigen ,marschrhythmen und ,trompetensignale hhnisch vor1 man hlt sich die ,ohren zu1 man lacht gar4 ,ich habe mir dafr folgende ,theorie zurechtgelegt3 ,mahler ist nicht der ,schwerverstndlichste unter den modernen ,komponisten1 aber er ist derjenige1 der sich die ,gunst des unvoreingenommenen ,hrers am leichtesten durch gewisse grelle und bermtige ,eigenheiten verscherzt4 ,zu seinem ,verstndnis gelangt man in zwei ,stufen4 ,auf der ersten sieht man ein1 da dieses ,grelle nur ,nebenwerk ist und lernt die eigentlichen melodischen und harmonischen ,schnheiten kennen4 ,auf der zweiten ,stufe erst gelangt man wieder dazu1 dieses vermeintlich undisziplinierte ,nebenwerk doch eigentlich wieder als organisch mit allem ,musikalischen des ,werks verbunden und als ,gesamtausbruch eines ,temperaments zu empfinden1 dessen ,ma nur in ihm selbst zu suchen ist4 ,man kann im ,fall ,mahler ein lehrreiches ,beispiel dafr sehen1 da selbst die ernste ,kritik vor gewissen komplizierten und mit viel ,hohem und ,niedrigem verschrnkten ,erscheinungen versagt4 ,die gewissenhafte ,kritik kann starke berraschungen verdauen1 sofern sie ein einheitliches ,gebilde hinter ihnen ahnt oder mindestens konstruieren kann4 ,sie nimmt die heftigsten ,genialitten ,regers mit in den ,kauf1 da sie doch immerhin berzeugt ist1 da der ,mann viel studiert1 seinen ,bach im kleinen ,finger hat und nur etwas ,rechtes1 ,gerades in der ,welt beabsichtigt4 ,wo aber das ,pathos in ,narrheit umschlgt1 ,buntheit in ,strenge1 indiskrete ,wollust mit ,kindlichkeit abwechselt3 da wittert die ,kritik einen ,bluff1 da geht sie nicht mehr mit1 da hat sie es ganz einfach nicht ntig4 ,ergriffen habe ich einmal gelesen1 da ,mahler ,kritiken sehr ernst nahm1 da er nach jeder seiner ,premieren von neuem seine zahllosen ,tadler genau las4 ,er mu unendlich gelitten haben4 99 99 99 99 99 ,doch ich schulde den ,beweis fr meine ,behauptung4 ,zwei ,stufen sollen es sein1 die zu ,mahler fhren4 ,die erste ist beispielsweise durch die ,meinung charakterisiert1 da die ,orchestrierung ,mahlers ,symphonien nur schade1 da man viel mehr ,freude an den vierhndigen ,klavierauszgen habe4 ,diese ,meinung habe ich selbst jahrelang als liebes ,paradoxon gehegt4 ,und noch jetzt bin ich der ,ansicht1 da der ,orchestersatz1 zum ,beispiel1 der ,rinaldo-,kantate von ,brahms in seiner ,einfachheit 7von ,unverstndigen wird dieses ,raffinement1 vielmehr diese ,gesundheit3 ,askese genannt7 viel wirkungsvoller ist als das hundertkpfige ,mahlerorchester 444 ,doch hier handelt es sich ja nicht um das ,wirkungsvolle1 sondern um das ,schne4 ,und da erfhrt man bald1 da ,mahlers ,orchestrierung in ihrer ,schrfe und ,rcksichtslosigkeit ebensogut einen ,gipfel der ,schnheit darstellt wie die ,gesetzmigkeit des ,brahms4 ,richtig an der oben aufgestellten ,meinung ist nur1 da eine ,symphonie von ,mahler so viel ,neues in jeder ,richtung bringt1 da man praktischerweise zuerst die schnen ,melodien mit all ihren berraschenden ,auslufern und ,verwandlungen kennen lernt1 die ,verwandtschaft dieses natrlichen ,gesanges mit ,schubert empfindet1 den steten ,flu des einmal aufgegriffenen ,einfalls von ,bachs erhabenem ,vorbild ableitet -- ehe man sich den ,herdenglocken und ,xylophonen der ,partitur preisgibt4 ,es ist einfach zu viel auf einmal4 ,und ich kann mir ganz gut das verrgerte und gereizte ,gemt eines unvorbereiteten ,zuhrers whrend einer ,mahlerschen ,symphonie vorstellen4 ,dann gibt es aber eine ,sorte von ,kennern1 die ber das ,xylophon einfach nicht hinwegkommen4 ,sie verachten es2 sie geben nicht zu1 da es in eine ernsthafte ,symphonie gehrt4 ,unter keinen ,umstnden gehrt es hinein4 ,solchen ,leuten kann man hundertmal die ,schnheit der ,melodien zeigen2 sie verstehen die ,melodien ganz richtig1 sie wissen jedes ,nebenmotiv aus dem ,thema abzuleiten4 ,sie finden die ,erfindung geistreich4 ,das ist ihr hchstes ,lob4 ,aber innig1 seelenvoll8 ,kann ein ,komponist ,seele haben1 ernste1 ringende ,seelenregungen1 dem so ein ,einfall kommt wie ein ,xylophon1 ein ,hammer8 ,das beweist unsern ,kennern aufs deutlichste1 da seine ,begabung nur uerlich ist1 nur auf ,effekt gerichtet1 nur seicht4 ,was mich an solchen ,urteilen am meisten rgert1 ist das ,wrtchen nur2 weil es so ganz unlogisch ist4 ,zugegeben 7wenn auch nur fr diesen ,moment71 da das ,xylophon ein uerer ,effekteinfall ist4 ,dann mgen diese schwermtigen ,kenner das ,xylophon subtrahieren6 ,da aber dieser eine ,effekteinfall auch alle andern ,einflle vernichtet1 einfach ausradiert1 was gar nicht zu ihm gehrt1 was um ihn1 neben ihm steht -- kann man das anders erklren als durch die bermige ,gereiztheit dieser ,zensoren8 ,mahler hat es sich mit ihnen verdorben1 ein fr allemal4 ,wre er vorsichtiger gewesen1 so htte er das ,xylophon eben nicht gebracht4 ,so denkt man auf der ersten ,stufe4 ,dann aber schlgt man die ,partitur auf1 zum ,beispiel ,seite #be der ,sechsten ,symphonie1 und versteht3 er mute das ,xylophon bringen4 ,schner konnte die ,durchfhrung vom ersten ,teil dieses ,satzes gar nicht abgehoben werden4 ,wann wird man endlich ,mahlers barockes1 romantisches ,genie mit ,sittenstrichen und ,fleipunkten verschonen8 ,das berschwnglichste wollte er sagen1 nirgends ein ,ziel haben1 bis an die ,sterne sich ausbreiten4 ,dazu brauchte er unter anderem auch ,xylophon1 ,celesta1 ,triangeln und ,tamtam4 99 99 99 99 99 ,rcksichtslos wie ,mahlers ,orchester ist auch seine ,melodik4 ,er kennt keine ,scham4 ,er durchbricht die ,zune des sogenannten geluterten ,geschmacks4 ,man hat ihm ,banalitt vorgeworfen4 ,richtig ist1 da er dort1 wo er lustig wird1 sich nicht geniert1 in die sesten ,operettenmelodien auszuschwelgen4 ,aber gibt es denn nicht auch schne ,operettenmelodien8 ,die meisten sind ,schund und ,aas1 gewi4 ,aber die ,gattung als solche ist der hchsten ,aufschwnge fhig4 ,mahler beweist es4 ,so ist eine lange ,stelle im letzten ,satz der ,sechsten ,symphonie 7,partitur ,seite #bje-baj7 fr mein ,gefhl der groartigste ,niggertanz4 ,im besten ,cakewalkrhythmus schlingen sich die ,motive1 zugleich den besten ,kontrapunkt bildend4 ,ja1 mu denn ,kontrapunkt immer nur vom ,katheder aus doziert werden6 ,gibt es nicht herrliche ,lebensaugenblicke1 in denen khle ,pedanterie zu rasen beginnt1 pedantisch bleibt und doch rast und doch dabei gar nicht selbstmrderisch und verzweifelt1 sondern ganz frhlich1 selig und sogar kinderinnig bleibt6 ,es gibt ,mischungen von ,gefhlen1 ,gott sei ,dank1 die noch gar nicht von ,worten abgestempelt sind1 die es offiziell noch gar nicht gibt4 ,aber wage es nur ein ,musiker oder ,literat1 so etwas1 was er doch mit der wnschenswertesten ,klarheit und ,wichtigkeit in sich fhlt1 hinauszuschreien6 ,die ernsten ,zensoren glauben sofort1 man mache sich ber sie lustig1 man nehme die ,sache nicht ernst genug4 ,gerade dann1 wenn man die ,sache endlich ganz ernst nimmt und1 ganz unbeeinflut von ,weltwertungen1 das ,eigenste sagt1 gerade dann -- belchelt die ,welt das ,xylophon4 99 99 99 99 99 ,vor einiger ,zeit wurde ,mahlers ,sechste ,symphonie in ,prag aufgefhrt4 ,die tschechische ,philharmonie unter ,zemaneks ,leitung spielte herrlich1 mute auch die ,kltesten entflammen4 ,ich wei nicht1 ob sie sie wirklich entflammt hat4 ,ich war zu sehr mit mir selbst beschftigt1 ich erlebte alle ,ekstasen1 deren meine ,seele fhig ist4 ,jahrelang habe ich mich gesehnt1 whrend ich dieses tragischste ,opus unsrer ,zeit studierte1 seine ,auffhrung zu erleben4 ,nun fhlte ich mich fr alle ,sehnsucht belohnt1 sammelte ,kraft gegen ,enttuschungen und ,fehlschlge 444 ,nachher gab es viel ,applaus4 ,die ,kritik tadelte4 ,noch eines sei festgestellt3 als es zu der ,stelle kam1 die ich fr mich ',niggertanz' getauft habe1 erlebte ich doch noch eine berraschung4 ,ich hatte nicht bemerkt1 da in der ,partitur gerade zum ,einsatz dieser ,wendung ',rutenschlge' verzeichnet sind4 ,nun bei dem frechen ,klang der ,hlzer1 der die an sich freche ,melodie zerhackt1 fate mich ein andachtsvoller ,schauer vor ,mahler3 weil er so wrdelos1 so unbndig war1 so naiv und ohne ,rcksicht das unterstrich1 was andre fr seine ,fehler hielten -- was zuknftigen ,geschlechtern seine ,gre sein wird4 ,kleine ,konzerte ,ich liebe es1 statt in groen ,konzertslen das ,ruspern einer ,volksmenge zu berhren und in ,pausen ,leuten1 denen ich lieber ausgewichen wre1 auf gleichgltige ,fragen noch gleichgltiger zu antworten1 ich liebe es1 meine ,musik mir allein zu machen1 einen ,freund etwa zu besuchen1 der schn1 wie ein eifriger ,dilettant eben1 die ,violine spielt1 dann nach kurzem ,gru an seinem ,klavier niederzusitzen und die ,sonne unsterblicher ,melodien erstrahlen zu lassen1 wir beiden ,zauberer4 ,die gewohnten ,mbel sind gute und angenehme ,zuhrer4 ,die ,aussicht auf die ,gasse nebenan friedet uns ein4 ,allen denen nun1 die es gern ebenso machen wie ich1 habe ich einen guten ,rat zu geben4 ,gewi haben sie1 ebenso wie ich1 schon schmerzlich empfunden1 wie gering eigentlich die ,literatur fr diese kleinen ,konzerte ist4 ,die ,violinsonaten von ,beethoven kennt man auswendig1 bei ,mozart sucht man berraschungen1 ohne sie immer zu finden1 man kehrt zu ,tartini1 ,spohr1 ,stamitz zurck1 ohne viel ,glck1 man atmet auf bei ,bach1 aber schlielich wird auch in diesen erquickenden ,gebilden jede ,note wohlbekannt4 ,ein ,glck1 als ,reger kam4 ,und die drei fabelhaften ,sonaten von ,brahms1 die beiden nachgelassenen noch1 mit ihrem rhrenden ,ade1 ,ade1 ,lebewohl 444 ,zu ,ende4 ,da mu jeder dankbar sein1 dem ein neues ,licht begegnet1 ein wirklich schnes ,werk fr diese beiden ,instrumente1 die so schrill und sanft zusammenklingen zwischen den bekannten ,mbeln4 ,ich kenne eine solche ,violinsonate1 die von ,carl ,nielsen1 ich will sie loben4 7,opus #i1 ,verlag ,wilhelm ,hansen in ,kopenhagen47 ,lange ,zeit schien es mir seltsam und bedenklich1 da die nordischen ,vlker1 die in ,knut ,hamsun einen so natrlichen und zugleich bewundernswrdigen ,poeten haben1 als ,musiker nichts hnliches hervorgebracht haben sollten4 ,ihr ,kjerulf schien mir zu simpel1 ,gade zu mavoll1 ,grieg zu sehr im ,glanz von ,salonparketten jodelnd4 ,alle drei hatte ich gern1 aber entrangen sie mir wie ,hamsun se ,trnen8444 ,seit ich ,nielsens ,kompositionen kenne1 ist diese 7brigens so kindische1 so jugendliche7 ,nachfrage beschwichtigt4 ,ich erkenne in ,nielsen viele ,elemente von ,hamsuns ,kunst wieder3 seine unter tchtiger ,mnnlichkeit verhllte ,zartheit1 seine gute ,laune bei allen beln1 niemals weich1 niemals ,chopinsche ,zerflossenheit und vor allem3 seine ,moral4 ,lebt in ,hamsuns zentralen ,figuren immer ein heier1 fast bertriebener ,trieb zu ,rechtlichkeit1 ,anstndigkeit1 zu erlaubten ,mitteln1 ,vermeidung aller ,effekte1 ,bescheidenheit1 ja zu einer ,verschleierung eigener ,vorzge3 so finde ich dasselbe beinahe in ,nielsens legitimem ,kontrapunkt1 in seiner ehrlichen und reinen ,stimmfhrung1 die keiner noch so scharfen ,kante ausweicht1 in seiner ,vorliebe fr das ,fortissimo1 in seiner zarten einfachen und doch so neuen ,melodik1 kurz in dieser ganzen ,musik1 die unzergliedert bleiben mge1 so wie sie einer liebevollen ,landschaft gleich mit ,freudengewalt bis zum ,zerspringen mein ,herz erfllt hat1 so wie ich mich diesem ,genie1 diesem ,genie gern zu ,fen werfen mchte und seine ,hnde mit ,kssen bedecken4 ,frwahr1 ist der ,lauf unserer ,zeit den ,ausbrchen solcher ,zrtlichkeit nicht gnstig1 soll es lcherlich scheinen1 einem ,knstler laut schreiend und auer sich fr seine ,gaben zu huldigen1 dann lohnt es sich nicht mehr1 zu leben 444 ,ich bin von ,nielsen einfach besessen1 ich stelle ihn neben ,brahms1 ,reger1 ,smetana1 ,bach 444 neben alle die ,namen1 die mir zu ,altren geworden sind4 ,ich habe mir sogar ein ,bild ,nielsens verschafft1 aus dem er mich anschaut wie ein begabter1 unergrndlicher ,schuljunge1 mit nackten breiten ,lippen1 starrer ,stirn1 abstehenden ,ohren1 aufgebrsteten weichen dnnen ,haaren1 die aber einen tchtigen ,polster bilden1 und mit solchen regellos glnzenden ,augen6 ,dieses ,gesicht1 hnlich wie das ,regers1 wirkt auf den ersten ,blick kahl und matt1 das ,gesicht eines erwachsenen ,kindes4 ,aber schnell ahnt man bei beiden den ,reichtum hinter dieser ,nchternheit1 hinter diesem ,uninteressanten den ,blitz6 -- ,ich wei auch einiges aus ,nielsens ,biographie4 ,er ist ,hofkapellmeister in ,kopenhagen1 schon fnfundvierzig ,jahre alt4 ,und ich frage entrstet1 indem ich mich nach allen ,seiten drehe3 ,wer kennt ihn8 ,warum hat1 auer einigen ,fachblttern und dem ,kunstwart einmal1 niemand ber ihn geschrieben8 ,wo sind seine ,triumphe8 seine ,mnchener ,festspielwochen8 ,ist es mglich1 da auf der ,welt das ,schne keine ,beachtung findet8 ,gern wende ich mich von diesen fruchtlosen ,ausrufungen ab1 die wahrscheinlich nicht viel ndern werden1 und ergebe mich wieder dem sanft in-sich-ruhenden ,frieden der neuen ,hamsun-,musik4 ,die ,waldtiere schaun langsam auf1 und1 whrend sie sich auf ihren duftenden ,futterpltzen im ,schatten der ,bume lagern1 den ,abglanz entfernter ,gletscher wie ein dnnes ,schneegestber zwischen sich1 gleichen sie schon den ernsten1 gesetzmigen1 kraftvollen ,tnen der lieben ,sonate1 scheinen sie im ,chor zu singen und zu brllen1 ,rehe1 ,vgel1 ,eidechsen1 ,kfer1 ,bren 444 ,wir sind im ,norden4 ,seltsam mischt sich zur strengen ,kunst ,nielsens das ,nationale1 diese abwechselnd groen und kleinen ,terzenschritte1 die immer wieder auf denselben ,grundton zurckfallen1 eine hartnckige ,schalmei1 aus der hie und da eine ,quart jubelnd heraufschlgt1 eine ,sekunde traurig herab1 das ,ganze trotzig und klagend1 hart und doch in unklaren ,nebeln1 przise ,verschwommenheit4 ,wie bei ,bach zeigt sich hier die ,kraft in mannigfaltigen1 durchsichtigen und beweglichen ,sechzehntelfiguren1 die gleichsam stets bis ins ,innere erleuchtete1 vernderliche ,organismen bleiben1 niemals zur ,begleitung trbe erstarrt 444 ,so in dieser ,prachtsonate4 ,kniglich setzt das ,hauptmotiv ein1 nie gehrt1 es spaltet sich1 ein ,teil dient als ,nebenstimme der ,kantilene1 er breitet sich fcherfrmig aus1 zuckt wie nach elektrischen ,schlgen empfindlich zusammen1 ein anderer ,teil wird in der ,durchfhrung berraschend selbstndig1 durch eben diese abwechselnd geschrften und abgestumpften ,terzen zu einem zauberhaften ,gewebe ausgespannt1 die ,verlngerung des ,einfalls mit dem ,original verbunden zu einem eigensinnigen ,witz4 ,und die ,stimmung ber all dem durch ,gesetze hervorgebracht1 fr deren ,benennung noch keine ,worte existieren4 ,lauter ,geheimnisse1 ,urkrfte am ,werk 444 ,ich notiere noch3 ,nielsen hat ,opern geschrieben1 ,symphonien1 ,quartette1 ,lieder1 die ,texte von ,holstein und ,jacobsen sind durch diese ,melodien bertroffen4 ,in der bersetzung heit es einmal ,sonnes ,liebchen1 als ,genetiv von ,sonne gebildet4 ,wen strt das8 ,es klingt ja gar nicht dumm1 nur rauh und nordisch4 ,einfache ,tonleitern in ,gegenbewegung bringen unerhrte ,rhrung hervor ,gru1 ,fahr wohl1 du kleiner ,dampfer4 ,ist es mglich1 da dieses ,lied noch nicht zum ,lieblingslied der gesamten zivilisierten ,menschheit geworden ist8 ,ich gestehe1 das ,erstaunen hierber strt mich sehr in meinem ,kunstgenu4 ,wrde nur ,nielsen bekannt und von allen geliebt sein1 wie er es verdient1 so knnte ich mich ruhiger seinen ,werken hingeben4 ,es liegt gar nicht in meiner ,art1 ,propaganda zu machen4 ,ich empfinde das nur als ,pflicht1 als lstige 444 ,ich notiere noch3 seine ,vorliebe fr ,sextengnge4 ,seine herrlichen ,schlsse4 ,man erkennt den groen ,meister immer an den originellen ,schlssen1 da setzt sich die ,melodie pulsierend bis ins uerste ,glied des letzten ,akkordes fort1 ein klopfendes ,herz1 whrend die ,nichtsknner ein schallendes ,bumbum imposant an ihr ,machwerk picken1 alle nach derselben ,schablone4 ,und dann1 ich bitte alle ,leser1 sich doch zumindest die ,symphonische ,suite fr ,klavier allein zu kaufen1 die ,goethes ,worte ,ach1 die zrtlichen ,herzen6 ,ein ,pfuscher vermag sie zu rhren ironisch ber ihren unsterblichen vier ,stzen trgt4 ,ich bitte alle ,kapellmeister1 die ,orchesterwerke von ,nielsen aufzufhren1 damit ich endlich ,ruhe habe4 ,dann wrde ich auch trotz meiner ,abneigung gegen die groen ,konzerte diese wieder einmal ausnahmsweise besuchen4 ,smetana ,meine ,augen fllen sich mit ,trnen1 alle meine ,nerven sammeln sich1 um so berirdischer ,musik gewachsen zu sein1 zu einem einzigen musikalischen ,gesamtnerven1 wenn ,tne von ,smetana mein ,ohr treffen4 ,armer ,freund -- so erlaube ich mir1 mich anzusprechen -- ,armer1 der seine ,tage in oft allzu wohl ertragener ,niedrigkeit verbringt3 woher diese ,aufwallungen1 vielmehr diese ganz naturgemen wohltuenden ,entspannungen1 die dich pltzlich wie in einen ,zustand vor dem ,sndenfall1 in eine ,luft ohne ,staub und ohne ,ru versetzen8 ,woher dieses gierige ,ja-,sagen deiner ,seele1 dessen ,begier auch im ,ja noch anhlt -- so wie ein ,kind schreit1 noch lange1 nachdem man ihm jenes ,glnzende1 ,verlangte gereicht hat8 ,armer1 armer ,yorick1 deine ,sehnsucht mu sehr stark gewesen sein1 du kannst nicht glauben1 da sie endlich erfllt ist8444 ,doch wozu diese ,begrndungen6 ,verweilen wir lieber noch ein ,weilchen1 lassen wir diese kstlichen ,augenblicke noch einmal und wiederum in unsere ,seele treten4 ,da nhern sich ,marschenka und ihr ,jenik 7man spielt ',die verkaufte ,braut'71 der ,chor unterbricht seine schneidig-lustige ,melodie1 die sofort als ,moll-,nachhall von der ,klarinette aufgenommen wird und bald in ihrer neuen ,frbung1 wie irgendwo ganz anders1 in einem andern ,lande1 ihr ,dur wiederfindet1 da stehen die ,liebenden allein1 wie auf einer erhhten ,ebene1 ber den allgemeinen ,freuden und ,sorgen der ,dorfgenossen mit ihrem privaten ,leid und ,glck4 ,ihre ,nachfrage und ,antwort berbaut1 bald noch gefestigter1 die ,orchesternachklnge4 ,nun haben sie einander die vier oder fnf wichtigen ,stze gesagt1 die sie sich mitzuteilen haben4 ,sofort lst der ,chor ab und rundet die ,szene mit einer ,reprise seines ,liedes4 ,nachspiel verhallt1 ,ende der ersten ,szene4 ,wie einfach ist das1 wie selbstverstndlich6 ,man sagt sich3 ,wrde der liebe ,gott ,musik schreiben1 er htte fr diese ,situation keine andre erschaffen knnen4 ,und in dieser ,vollkommenheit geht es weiter1 gleich wird unser ,prchen allein sein1 und die ganze ,mythologie einfacher ,leute1 die ,stiefmutter1 ,segnen und ,fluchen1 ,schwre1 ,vergangenheit1 ,treue1 ,eifersucht1 alles wird ohne ,zwang wie im ,glanze der ersten ,jugend erscheinen4 ,oder hrt nur1 etwas andres6 ,wir sitzen im ,theater und erwarten1 wie immer1 irgendeine ,steigerung unsres ,selbst1 eine ,verkomplizierung1 ,bengstigung1 nur um ,himmels willen nicht dieses ,stadtleben weiter6 ,da rauschen die ersten ,d-,dur-,akkorde des ',ku'1 steigen auf und ab1 immer noch derselbe ,akkord ist es1 der allereinfachste ,dreiklang in seinen selbstverstndlichen angeborenen ,lagen3 wie ein ,wald mit der ,gleichmigkeit von zwanzigtausend gesunden ,baumwipfeln beruhigt es unsere grenden ,sinne4 ,wir sind gesteigert1 aber nicht durch ,komplikation1 sondern durch uerste1 intensivste ,vereinfachung4 ,darin liegt meiner ,ansicht nach die tiefste ,wirkung der ,kunst ,smetanas4 ,der ',ku'1 dieses ,meisterwerk1 dessen ,vernachlssigung auerhalb ,bhmens unbegreiflich ist 7nachdem die ',verkaufte ,braut' lngst internationales ,kunstgut geworden ist71 zeigt wohl am deutlichsten1 was ich meine4 ,wie leicht und simpel ist schon der ,text6 ,man hat in ihm oft einen ,fehler gesehen4 ,ich finde in seiner ,wahl das ,zeichen von ,smetanas genialer ,selbsterkenntnis4 ,wenn freilich die deutsche bersetzung so ruins vor sich geht1 da sie aus der frischen trotzigen ',vendulka' eine gouvernantenhafte ',pauline' macht1 da sie das urwchsige1 blumengleiche ,schlummerlied mit ,zeilen wie3 ,fromme ,taube1 fleug' und glaube6 ausposamentiert -- dann kann man das ,kopfschtteln in fernen ,zuschauerrumen verstehen4 ,eine ungeknstelte bersetzung wre ,grundbedingung des ,verstndnisses4 ,dann aber wrde man sehen1 worum es sich in diesem ,werk handelt3 in burischen ,gemtern steigen groe1 ja unendliche ,leidenschaften auf1 die im ,kreise heimatlicher ,ehrbarkeit1 ohne ,nebengerusch und ohne ,verbiegungen1 ausgetragen werden4 ,jeden ,charakter bis zu ,ende gedacht1 bis ins ,herz hinein ehrlich4 ,nirgends eine ,anlehnung an die ,schablone4 ,selbst der frmmelnde ,vater1 dem man irgendwie bei ,anzengruber auf die ,spur zu kommen meint1 ist eine ganz selbstndige ,figur1 er frmmelt eben nicht1 sondern ist wirklich fromm1 und dabei hat er1 in spaigem ,egoismus1 seine einzige ,freude daran1 da zu ,hause durch ,heirat der ,tochter endlich heilige ,ruh wird4 ,und nun kommen die ,gste1 nun erfolgt mit ererbtem ,pathos ohne ,augenzwinkern die ,werbung4 ,alle tun1 als hrten sie das ,neueste2 obwohl alle es wissen4 ,mit gemessener ,heiterkeit steigert die ,musik ihr ,schritt-,thema1 das aus dem ,jubel vorhin allein im ,ba brig geblieben ist4 ,und wenn nun nach einer kleinen ,zwischenepisode die ,liebenden1 so lange ,getrennten1 einander in die ,arme strzen und ihre ,stimmen im ,duett vereinen1 dann drngt sich mir der ,vergleich mit einem andern ,einander-in-die-,arme-strzen auf1 mit der groen ,szene in ',tristan und ,isolde'1 zweiter ,akt4 ,hier wie dort in der ,musik ein atemlos seliges ,endlich2 aber was sich bei ,smetana vor allen ,freunden und ,verwandten1 konfliktlos und erlaubt vollzieht1 gleichsam feierlich vor der ffentlichkeit und doch in einsamstem ,vergessen aller kleinen ,dinge -- dasselbe ist bei ,wagner berreizt1 verboten1 schwl1 umlauert4 ,hier scheiden sich zwei ,welten der ,kunst4 ,und es scheint mir ganz leichtfertig gedacht1 was die ,zeitgenossen ber ,smetanas ,wagner-,nachfolge schmierten4 ,smetana ist kein ,dramatiker1 wenn man darunter das ,erzeugen von ,spannungen1 berraschungen1 ,handlungen versteht4 ,versucht er derartiges1 zum ,beispiel in der ',teufelswand'1 so wird er oft ungeschickt1 freilich so hbsch kindlich ungeschickt1 da man ihn deshalb nur doppelt liebt4 ,smetana ist aber der grte1 der einzige ,musikdramatiker1 wenn man seine ,eigenart der idyllischen ,ruhe und der dank ihrer ,gre bescheidenen ,verschiebungen erkannt hat4 ,es ist wahr1 die ,oper ',der ,ku' handelt von gar nichts1 von einem ,ku4 ,aber eben dieses ,nichts ist in einer ,art gestaltet1 spielt sich unter herrlichen ,personen1 in schnster freiester ,natur so gtig ab1 da man alle ,sherlock ,holmes der ,welt vergit4 ,da wird dem ersten ,akt mit seinem ,tag1 seiner gastlichen ,bauernstube der zweite ,akt entgegengestellt3 offener kalter ,wald1 ,schmuggler in den ,nacht1 ,einde4 ,ins ,symbolische steigert sich die ,flucht des ,mdchens1 ihr ,klagen1 die gleichmtigen ,konstatierungen der alten ,martinka 7die bersetzung mu sie natrlich zur ',brigitta' entfrben71 ihre ironische ,weisheit und die ,flinte des ,gendarmen4 ,dieser ,akt handelt von gar nichts1 nur vom ,urgesetz aller menschlichen ,soziett1 vom ,urgebot der ,vertrglichkeit und ,milde1 dem man pltzlich in ungeahnter ,ergebenheit die ,brust zu ffnen sich willig fhlt4 ,nein1 sonst handelt der ,akt von gar nichts4 ,die ,idylle grenzte an heroische ,welten4 ,smetanas ,kreis wird von derselben ,atmosphre erfllt wie die ,gedichte ,homers4 ,eine aufrechte ungebrochene ,menschlichkeit spricht und singt sich aus1 und gerade weil die ,charaktere so groartig sind1 und weil alle ihre ,eigenschaften so offen daliegen1 kann die ,handlung keine schnellen ,sprnge machen4 ,es ist gleichsam zu schade um diese ,riesenleute1 als da sie im ,rderwerk eiligen ,geschehens hastig abgetan werden knnten4 ,stcke1 in denen viel vorgeht1 drcken ihre ,figuren leicht zu ,chargen herab4 ,dagegen wollen ,helden sich in einer langsamen ,aktion frmlich auswachsen4 ,so ist es bei ,homer1 wie bei ,smetana4 ,und bei beiden fhle ich dieselbe ethische ,parteinahme fr das ,ganze und ,rechte1 fr das ,gute und ,volkstmlich-,gesunde4 ,beide verweilen gern dabei1 wenn es ihren ,helden gut geht1 sie suchen ,tugend und ,billigkeit1 sie verabscheuen ,bses1 das wie ein ,einbruch dargestellt wird4 ,es ist vielleicht kein ,zufall1 da ich diese ,zeilen ber ,smetana gerade in einer ,zeit schreibe1 da in der deutschen ,literatur aus verschiedenen ,quellen1 einander unbewut1 eine neue ,bewegung entstehen will1 die ich am besten vielleicht negativ1 als ,abkehr von der ,dekadenz bezeichnen mchte4 ,ihr ,positives ist schwerer zu fassen3 einige ,dichter1 die einander vielleicht nicht einmal kennen1 haben entdeckt1 da das phosphoreszierend ,lasterhafte und ,faulende nicht das einzige interessante ,thema der ,kunst ist1 wie man in den letzten zehn ,jahren etwa geglaubt hat4 ,den ,optimismus nmlich hat man in diesen letzten ,jahren fast ausschlielich schlechten ,stilisten und ',heimatknstlern' wie ,bartsch1 ,stilgebauer1 ,frenssen berlassen oder denen1 die extreme ,nietzsche- und ,amerika-,weltreise-,stimmung wie ,j4 ,v4 ,jensen zu verknden hatten4 ,nun aber hat ,robert ,walser den ,roman ',der ,gehilfe' verffentlicht1 in dem die ganze scharfsichtige ,beobachtungsart der ,moderne wie ihre verfeinerte ,sprachkunst wieder einfachen1 naiven1 heroischen ,menschen in ,freude sich zuwendet4 ,max ,mell hat in seinen ,novellen ',hans ,hochgedacht' und ',barbara ,naderers ,viehzucht' die ,bauernnovelle auf ein bisher nie erreichtes ,niveau der ,kunst gehoben1 ,otto ,stoessl entdeckt im ,roman ',morgenrot' die wuchtigen heroischen ,stimmungen1 die jeder ,mensch in seiner ,kindheit als seiner einzigen ,heldenzeit erlebt4 ,franz ,werfels ,gedichte ',der ,weltfreund'1 ,otto ,picks ',freundliches ,erleben' bringen den frohen und erhabenen ,ton in die ,lyrik4 ,auch meinen eigenen letzten ,bchern mchte ich gern diese ,stimmung entnommen wissen4 ,fast in allen genannten ,werken zeigt sich eine ,freude am idyllischen1 langsamen ,erzhlen1 an werten und hochachtbaren ,menschen1 an freundlichen ,krften der ,natur1 am ,lebenspendenden1 am ,arkadischen4 ,man hofft wieder1 man vertraut4 ,dabei verzichtet man auf kein ,mittel einer ausgebildeten psychologischen und sprachlichen ,technik1 man wendet sie aber endlich einmal auch auf ,almwiesen an1 statt immer nur auf ,lasterhhlen4 ,und dabei klingt mir die ,musik ,smetanas als liebste ,begleitung in den ,ohren 444 ,ich wrde mich getrauen1 aus der eben geschilderten moralischen ,stimmung die charakteristischen ,eigenschaften dieser ,musik abzuleiten4 ,die heroischen und idyllischen ,tne ,smetanas sind ja offenbar4 ,seinem gtigen ,ernst entspringt auch ein ,spezifikum1 der lange ,atem seiner ,inspirationen4 ,bei keinem andern ,komponisten findet man wohl eine ,figur so ausgiebig wiederholt und gesteigert wie bei ihm4 ,der ,einzugsmarsch in ',dalibor' ist das auffallendste ,beispiel1 in seiner eisernen ,konsequenz4 ,dadurch erhalten ,smetanas ,arbeiten diese ,architektur im ,kolossalstil1 die den ,teilnehmenden beinahe erschreckt4 ,sie dehnt sich ber das ,menschliche hinaus4 ,der ,wiederholung gesellt sich oft eine unermdliche ,modulation derselben ,akkordreihe1 man wird gehoben1 ins ,unendliche mit fortgezogen1 man fhlt sich verirrt1 auf ,wolken ohne ,halt1 pltzlich ffnet eine ,lcke wieder den ,blick auf den heimatlichen ,boden1 auf die ursprngliche ,tonart4 ,in der ,symphonie ',blanik' wiederholt sich dieses unnachahmliche ,zauberspiel an zwei ,stellen1 vom fnfzehnten ,takt an und bei ,meno mosso4 ,in der ganzen ,musikliteratur wte ich diesen ,stellen nichts ebenso ,gewaltiges an die ,seite zu stellen4 ,man merkt3 ,smetanas ,gewalt entspringt keinen ,massenmitteln1 sondern seiner echt musikalischen ,logik und strengen ,form4 ,so sehen wir den heroischen ,zug bei ,smetana gleichsam zwei ,tendenzen zustreben3 wie jeder ,heroismus wendet er sich an das ,volk1 wird also national -- zugleich nimmt er sein ,mittel aus den strengsten exklusivsten ,kunstgesetzen1 wendet sich also vom ,volkstmlichen ab4 ,jede geringere ,begabung als ,smetanas htte diese ,doppeltendenz als ,konflikt empfunden4 ,meine ,verehrung ,smetanas beginnt aber gerade da1 wo er diesen ,zwiespalt ausglich4 ,man knnte das ,paradox wagen3 ,smetana ist volkstmlich ohne das ,volk1 ja1 gegen das ,volk4 ,niemals hat er bei seinen ',volksopern' dem ,banalen irgendeine ,konzession gemacht4 ,die ,ouvertre zu seiner nationalsten ,oper beginnt mit einen langen ,fuge4 ,whrend andre volkstmliche ,komponisten wie ,lortzing1 ,nicolai immer ein wenig zur ,operette neigen1 zum ,possengeschmack1 zum entartenden ',volksstck'1 bleibt ,smetana bei aller ,heiterkeit anstandsvoll1 edel1 harmonisch1 seine komischen ,opern haben etwas von der ,weihe eines ,festspiels4 ,er wendet sich nicht an irgendein gegebenes ,theaterpublikum mit seinen schlechten ,instinkten1 sondern er hat sich in seiner hherfliegenden ,menschlichkeit ein ideales ,volk von ,helden und ,bauern1 von unwandelbaren ,gesinnungen und starken ,armen gebildet1 dem er in seinem ,patriotismus die ,zge des geliebten ,heimatlandes aufprgte4 ,nicht ihn hat das ,nationale beeinflut1 er hat es so lange umgemodelt1 bis es so war1 wie er es brauchte4 ,anfngliche ,mierfolge haben ja nicht gefehlt4 ,heute aber1 da die ,nation das ,segensreiche dieser ,arbeit eines einzigen ,mannes in sich aufgesogen hat und als ,gemeingut fhlt1 steht die ,sache so1 da ich mir eher ,smetana ohne ,prag als ,prag ohne ,smetana vorstellen kann4 ,so stark schwebt das gttliche ,licht und diese ,moral ber der ,stadt4 ,niemand kann daran zweifeln1 da die ,moldau1 weil er es so gewollt1 fortan in ,g-dur fliet1 da die ,mauern des ,wyschehrad die ,rte der ,es-dur-,tonart haben und eigentlich als versteinerte ,harfenakkorde in der ,luft stehen1 zart und fest4 ,das ,berlioz-,theater ,zu meinen grten1 qulendsten ,rtseln gehrt es1 von ,jugend an3 ,warum wird der ,opernkomponist ,berlioz nicht hufiger aufgefhrt8 ,ich halte mich jetzt zurck1 ich erwhne nur still3 ,berlioz ist edel1 neu1 auch fr uns noch neu1 ein nie mehr erreichter ,siedepunkt des ,genies1 erhaben zugleich und zart1 die kolossale ,nachtigall ,heines4 ,das sind keine ,grnde1 ich wei es 444 ,aber ,berlioz ist hinreiend1 wirksam6 ,nun8 ,ihr schweigt1 ,freunde8 ,wie ich1 wit ihr das ,rtsel nicht zu lsen8 ,und nun dmmern wir ein wenig4 ,wir trumen davon1 ein ,reinhardt der ,oper 7und warum nicht ,reinhardt selbst87 nehme die ,sache in die ,hand4 ,es entsteht ein zweites ,bayreuth4 ,ich stelle mir ein wundervolles ,theater vor1 berwltigend schon durch die ,khle in seinen weiten ,vorhallen1 zwischen den hohen ,sulen4 ,mitten in ,grten1 die schwarzgrauen ,mauern wie ungeheure ,meereswellen an das ,grn strmend 444 ,nein1 hren wir lieber1 wie ,berlioz selbst es sich vorstellt1 in seinen ,memoiren3 ,ich fhle wohl1 was ich fr die dramatische ,musik schaffen knnte1 aber es ist ebenso zwecklos wie gefhrlich1 den ,versuch zu wagen4 ,zunchst sind die meisten unserer ,operntheater recht belberchtigte ,gegenden1 musikalisch gesprochen1 und besonders usf4 ,ferner knnte ich auf diesem musikalischen ,gebiet meinen ,gedanken nur dann freien ,lauf lassen1 wenn ich mich als den absoluten ,herrscher ber ein groes ,theater betrachten knnte1 wie ich der ,herrscher ber mein ,orchester bin1 wenn ich eine meiner ,symphonien dirigiere4 ,ich mte ber den guten ,willen aller ,beteiligten verfgen knnen1 ber den ,gehorsam aller1 von der ersten ,sngerin und dem ersten ,tenor1 den ,choristen1 den ,orchestermusikern1 den ,tnzerinnen und den ,statisten an bis zum ,dekorateur1 zu den ,maschinisten und zum ,regisseur4 ,ein ,opernhaus1 wie ich es mir vorstelle1 ist vor allem ein groes ,musikinstrument2 ich wei darauf zu spielen usf4 ,sein ,leben lang hat man ihn an dieses ,instrument nicht herangelassen4 ,eine ,zeitlang hie es1 er werde ,direktor der ,groen ,pariser ,oper werden4 ,nichts4 ,man verbannte ihn in die kalten1 sinnlosen ,gegenden des ,feuilletons1 man bezahlte ihm ,kritiken1 die er mit ,ekel schrieb1 nicht ,opern4 ,so unterdrckt er einmal1 in der ,stille eines feierlichen ,morgens1 eine neue ,symphonie1 deren ,hauptgedanke in ,a-,moll schon vor ihm in alle ,nebenwege sich ausbreiten will4 ,er unterdrckt diesen ,gedanken -- und man liest diese ,stelle seiner ,biographie mit mehr ,grauen als die neueste ,zeitungsnotiz von sechzig ,ertrunkenen --1 unterdrckt ihn1 weil er frchtet1 er werde sich nicht zurckhalten knnen1 ihn auszufhren1 das ,ausgefhrte darzustellen1 wieder mit ,tausenden von ,musikern drhnend1 verstummend in einer ,ausstellungsrotunde1 und mit ungeheuerstem ,defizit 444 ,so sehr kannte er sich als ,sklaven seiner ,sehnsucht1 die nach guten ,auffhrungen seiner ,werke lechzte4 ,statt menschlicher ,worte stehe hier seine gttliche ,beschreibung eines ,dirigenten whrend der ,arbeit3 ,mit welcher rasenden ,freude gibt er sich der ,wonne hin1 auf dem ,orchester zu spielen6 ,wie versteht er es1 dieses groartige feurige ,instrument zu drngen1 zu fassen1 zu umklammern6 ,er entfaltet eine allseitige ,aufmerksamkeit2 er sieht berall hin3 mit einem ,blick gibt er den ,sngern und ,musikern ihre ,einstze an1 oben1 unten1 links1 rechts1 mit einer ,bewegung des rechten ,armes wirft er ,akkorde hin1 welche wie harmonische ,geschosse in der ,ferne zu platzen scheinen2 dann lt er in den ,fermaten die ganze durch ihn entstandene ,bewegung anhalten2 er fesselt die ,aufmerksamkeit aller2 er hlt jeden ,arm1 jeden ,atemzug in seinem ,bann1 er lauscht einen ,augenblick der ,stille und gibt den bezhmten ,wirbelsturm zu noch tollerem ,laufe wieder frei4 ,die ,snger3 sie gehren hier ausdrcklich zum ,orchester4 ,auch seine ,opern wollte ,berlioz aufgefhrt sehen1 an ,theatern4 ,wie dankte er's dem ,liszt1 da er ,beatrice und ,benedikt in ,weimar gab1 mit guten ,erfolgen4 ,und jetzt 444 ,wir hren ,berlioz in ,konzerten4 ,faust tritt im ,frack auf4 ,die ,gste1 die vom glnzenden ,feste gehen1 leise die ,melodie noch nachsingen1 indes ,romeo schmachtend im zauberhaften ,garten steht1 bald zu summen anfngt 444 diese ,gste sind nie auf der ,bhne gewesen1 haben nie getanzt4 ,oder ,lelio 444 ,neulich gab man ,ernani im ,theater1 diese schne italienisch-eingeborene ,oper4 ,trotzdem hatte ich da meine ,gedanken4 ,der ,vorhang ging auf4 ,auf den ,steinen umher lagen1 saen1 erhoben sich die ,ruber1 schttelten ihre breiten ,hte1 ihre mit ,lederriemen benhten ,seidengrtel4 ,und am ,waldrand tritt langsam er hervor1 elegant trotz seiner ,schritte1 die vor ,wrde steif sind4 ,von ,zeit zu ,zeit bleibt er stehen1 der ,ruberhauptmann1 sperrt mit beiden ,hnden die ,mndung des ,gewehres zu1 das er aufstellt1 und darauf legt er sein ,gesicht1 sttzt das ,kinn so fest an1 da es grausam blutgierig vorstt1 zu allem entschlossen bei diesen eng verbissenen ,lippen 444 ,damals dachte ich3 nun ist alles so schn beisammen1 der ,wald1 die ,horde1 der ,hauptmann -- warum beginnen sie nicht pltzlich statt ,ernani den ,ruberchor aus ,lelio zu singen1 zu brllen1 da alles begeistert sein mu4 ,nichts bedrfte es als einer kleinen ,verschwrung dazu4 ,der ,kapellmeister lchelt schon im ,einverstndnis4 ,ein ,ruck 444 man singt ,ernani4 ,nein1 ich sehe schon1 so geht es nicht4 ,ich mu diesen ,artikel schreiben 444 ,also ich wnsche1 o ,theaterdirektoren1 vor allem den ,faust den man ja hie und da versucht1 immerfort im ,repertoire4 ,fausts ,verdammung1 diesen pessimistisch gedrehten ,goethe1 ich will ihn rufen hren1 zugrunde gehn in seiner ,hlle will ich4 ,die liebliche ,musik1 die ihn am ,anfang zwischen ,vogelstimmen in freie ,luft bringt1 soll zwischen schn gemalten ,bumen tnen1 eine ,lichtung im ,hintergrund bleibe frei fr die tanzenden ,hirten1 das vorberziehende ungarische ,heer4 ,dann die gotischen ,fenster des ,studierzimmers1 ,auerbachs ,keller1 die wundervollen ,sylphiden1 die von fernen ,gestirnen und ,hgeln flstern1 von ,margarethe1 bis ihre ,melodie in den berhmten ,tanz sich sanft variiert4 ,o all dieses1 das ,mdchen auch am ,spinnrad1 den ,studentenchor in die ,krieger gemischt1 mit ,waffenklirren und dem ,hintaumeln weingerteter ,gesichter1 kurz alles sei wirklich und ziehe vorber4 ,vielleicht lchelt man dann in den ,zwischenakten und denkt verwundert1 warum ehemals nur ,gounods zwar se1 aber glanzlos zhe ,musik diese ,bilder umklingen durfte 444 ,ein ,zyklus werde gewagt und zeige uns den abenteuerlichen ,goldschmied ,cellini mitten im schnellsten ,sechsachteltakt des ,karnevals1 zeige die heilige ,familie1 wie sie in der gyptischen ,wste beinahe verdurstet4 ,dann ,troja1 und hier habe ein geschmackvoller ,maler alle ,freiheit1 die ,tnze am ,grabe des ,achilles1 das edelmtige ,herz der ,kassandra1 die betrogene ,dido mit den ,farben seiner ,phantasie zu schmcken4 ,gern she ich ,kostme und ,hintergrnde von ,kokoschka1 whrend ,korbus mit der ,prophetin im unsterblichen ,duette ,dich verlassen noch heut wetteifert4 ,und nicht1 bitte1 vergesse man den unglcklichen ,lelio4 ,man spiele die phantastische ,symphonie zunchst und dann lasse man ihm1 der silberne ,vorhang weicht zurck1 sein einsames ,zimmer1 sein ,klavier1 seine ,musikschler4 ,alles ungekrzt natrlich1 den vollstndigen ,text1 dort wo er schwrmt und dort wo er als tchtiger ,dirigent belehrende ,winke austeilt4 ,man hre nun die romantischen ,stimmen1 die aus den ,wnden des ,zimmers wie ein ,uhrenticken zu entquillen scheinen3 die magische ,ballade vom ,fischer mit ihrer kunstvoll dreimal gesteigerten ,kantilene1 die ,geister auf ,hamlets ,burg1 das ,lied vom ewigen ,liebesglck1 das traumhaft in scheinbarer ,unordnung hier und nochmals eine ,harfensaite zupft1 einen gebrochenen ,akkord wie im ,wind hinhaucht4 ,o und die1 wenn sie nicht geschrieben wre1 unmgliche ,phantasie ber ,shakespeares ,sturm1 die ,luftgeister in ,trillern und ,arpeggien1 und sie singen italienische wohlklingende ,worte 7genial ist das1 ebenso wie das ,swedenborgische der ,teufel an anderer ,stelle73 ,miranda1 conoscerai l'amore4 ,nur diese drei ,worte1 und doch ist alles da1 was wir in jugendlicher ,shakespearefreude auf diese ,insel getrumt haben3 blauer ,himmel1 ,flgel1 ,zaubereien1 etwas ,gebck und ,korallenriffe4 ,dann fallen wieder nur ein paar ,worte3 ,caliban1 ,caliban1 horrido monstro1 oh ,caliban6 ,und er stampft1 er ist auer sich1 pfui1 schnappt nach ,luft1 unser dumpfer ,bruder mit den ,erdklen1 die in der langen ,behaarung seiner ,beine zittern4 ,niemals1 nein1 nie ist so kurz und gut die wahre ,essenz eines ,stoffes erfat worden1 das ,musikalische eine ,musik1 der ,mittelpunkt der ,oper2 nur hier4 ,und das ist der richtige ,weg der ,oper1 nicht ,wagner und ,richard ,strau4 ,was kmmern mich rhetorische ,auseinandersetzungen1 ,konflikte1 ,dialoge1 ,ermordungsszenen1 ,gefechte1 kurz3 dramatische ,handlung4 ,nein1 das ist die ,oper1 die mir unbegreiflich die ,stimmung eines ,dramas in ,tnen nachbildet1 irgendwo beiseite1 durch ungeahnte ,einflle1 durch ,dinge1 die in dem ,drama gar nicht vorkommen1 die eben spezifisch musikalische ,mittel sind4 ,aber ,gott im ,himmel1 wer wird denn so langweilig sein und setzt einen ,text ,wort fr ,wort und ,zeile fr ,zeile pedantisch in ,musik und lt seine ,helden bei symphonischen ,zwischenspielen brten1 in die ,luft starren1 drei ,schritte machen1 weil das ,orchester eine ,triole spielt6 ,nein1 alles gehe so vor sich1 da man gar nicht wei1 warum jetzt ,bsse und jetzt ,flte klingen1 warum ein ,vorhang sich aufblht und ein unsichtbarer ,chor fremde ,worte verschleiert2 nur ein zauberhafter ,klang1 ein ,echo1 eine ,erinnerung und ,ah1 seit meinem zehnten ,jahr hab' ich das nicht mehr gefhlt1 dieses ,mrchen ohne ,vernunft1 diesen ,schwung1 der meine ,haare erstarren lt4 ,natrlich1 jetzt ist es gesagt1 es handelt sich nicht um ,ruhm fr ,berlioz1 nein1 um mein ,glck1 vielleicht um aller ,glck4 ,wir haben ja jetzt vielerlei1 wir sind erfinderisch und feinfhlend4 ,aber etwas fehlt vielleicht im modernen ,leben4 ,und deshalb brauchen wir ,berlioz-,auffhrungen1 ,berlioz im ,theater1 und wenn wir das von den ,theaterherrschaften nicht kriegen3 ein ,berlioz-,theater4 ,etwas fehlt3 die ,ahnung heroischer ,zeiten 444 ,man fhlt1 was ich sagen will4 ,so etwas ,groartiges gibt es jetzt nicht mehr oder gibt es zufllig jetzt nicht1 etwas ,entflammendes1 ber alles ,irdische hinaus4 ,etwas1 was nach groen pathetischen ,worten verlangt1 nach einer ,begeisterung1 deren man sich nicht schmt4 ,etwas wie feurige ,trnen oder wie diese ,szene damals1 als ,paganini durch das ,publikum sich drngte und auf offener ,bhne dem unbekannten ,berlioz zu ,fen strzte1 die ,schuhe ihm kte1 oder als er am nchsten ,morgen ihm viel1 viel ,geld schickte und im ,brief3 ,nur ,berlioz konnte ,beethoven ersetzen4 ,diese edlen ,herzen1 erglhend fr die ,kunst und voll von erhabenen ,gedanken1 ,herzen1 grer als die ,welt 444 ,ich knnte mich migen und sagen3 ,berlioz hat die wahre lyrische ,oper erfunden1 indem er mit nichtigem ,griff nur die musikalisch eindrucksvollen ,stellen der ,handlung komponiert1 bei ihnen sich ausdehnt und unbekmmert dazwischen weglt1 was des ,dichters und nicht des ,musikers ist 444 ,und ich knnte mein ,postulat in die ,worte fassen3 man wrdige seine neuartigen ,opern nicht zu frostigen ,oratorien herab 444 ,aber ich halte mich auf der ,hhe1 seht ihr1 und verlange das ,theater1 das eigene ,theater1 das zweite ,bayreuth4 ,ich gehe zu ,bett und erbaue es schon2 die schwarzgrauen ,mauern werfen ihre ,schatten ber weite ,baumpflanzungen1 die verdet und trotz ihres ,laubes winterlich khl aussehen4 ,hier ist ,ernsthaftigkeit1 ,heldenmut1 groer ,schmerz und ,harmonie4 ,hier werde ich mich immer erholen1 wenn es mir vor lauter ,kleinigkeiten im ,leben1 vor lauter ,schnheiten hlicher ,bilder zu bunt wird4 ,im folgenden werden alle genderten ,textzeilen angefhrt1 wobei jeweils zuerst die ,zeile wie im ,original1 danach die genderte ,zeile steht4 ,geburtstage erst1 das ist am siebenundzwanzigsten ,mai #ahcd1 ,geburtstage erst1 das ist am siebenundzwanzigsten ,mai #aicd1 geblieben1 vor ,schreck1 wie angemalt4 ,nur ist stehe auf und gehe lustig geblieben1 vor ,schreck1 wie angemalt4 ,nur ich stehe auf und gehe lustig wenigstens ein bien recht zu geben1 ein bichen ironisch auf die wenigstens ein bichen recht zu geben1 ein bichen ironisch auf die bieder auf die fehlenden ,siebe der ,luftheizungen aufmerksam4 ,ein ,palme1 bieder auf die fehlenden ,siebe der ,luftheizungen aufmerksam4 ,eine ,palme1 gespielt4 ,und fr uns1 wenn wir heute ein bien kindisch sein wollen4 gespielt4 ,und fr uns1 wenn wir heute ein bichen kindisch sein wollen4 ,der zweite ,akt brachte einen ,urwald1 nein1 einen ,schilfsee1 ein1 ein ,der zweite ,akt brachte einen ,urwald1 nein1 einen ,schilfsee1 nein1 ein ,wichtigkeit ist1 ja die nicht sehen mich in ewige ,verdamnis strzen ,wichtigkeit ist1 ja die nicht sehen mich in ewige ,verdammnis strzen ,beine eingeklemmt und hob mit ungeheurer ,kraft1 mit wten- ,grimasse ,beine eingeklemmt und hob mit ungeheurer ,kraft1 mit wtender ,grimasse