,anmerkungen zur ,transkription3 ,mit umschlossene ,texte sind im ,original in einer anderen ,schriftart 7,antiqua7 als der ,haupttext 7,fraktur7 gedruckt4 ,im ,original sind auch die ,abkrzung ,dr4 und rmische ,zahlen in ,antiqua gedruckt2 dies wurde fr die elektronische ,fassung nicht bernommen4 ,umschlieungen mit 99 zeigen gesperrt gedruckten ,text an4 ,offensichtliche ,interpunktionsfehler berichtigt4 ,im brigen wurden ,inkonsistenzen in der ,schreibweise einzelner ,wrter 7ungeheuere_/ungeheure und ,entwickelung_/,entwicklung7 belassen4 ,eine ,liste mit sonstigen ,korrekturen finden ,sie am ,ende des ,buchs4 ,im ,original sind ,textabschnitte1 die ein zusammenhngendes ,zitat aus dem ,grundwerk ,vom ,kriege darstellen1 voneinander mit einer 7zustzlichen7 ,leerzeile abgetrennt4 ,dies wurde hier in ,form einer ,reihe ,sternchen zwischen den ,abstzen nachgebildet4 ,general ,karl von ,clausewitz ,grundgedanken ber ,krieg und ,kriegfhrung ,erschienen im ,insel-,verlag zu ,leipzig #ba4-cj4 ,tausend ,geleitwort des ,herausgebers ,das ,buch 99,vom ,kriege991 das ,buch aller ,bcher ber den ,krieg1 dem die nachfolgenden ,stze in der ,hauptsache entnommen sind1 ist im ,jahre #ahcb erschienen1 also erst nach dem -- am #af4 ,november #ahca erfolgten -- ,tode des ,verfassers1 des preuischen ,generalmajors ,karl von ,clausewitz4 ,wie so viele ,werke groer ,geister ist auch dieses1 das ,hauptwerk des grten ,theoretikers der ,kriegskunst1 ein ,fragment4 ,eine ,sammlung von ,werkstcken1 ,hauptlineamente hat der ,verfasser selbst sie genannt4 ,zur letzten ,durcharbeitung1 ,sichtung und ,zusammenfassung ist er nicht gekommen4 ,ursprnglich hatte ,clausewitz auch gar nicht die ,absicht1 ein vollstndiges1 einheitliches ,buch ber den ,lieblingsgegenstand der ,gedankenarbeit seines ganzen ,lebens zu schreiben4 ,er wollte zunchst nichts1 als ihn in ganz kurzen1 przisen1 gedrungenen ,sentenzen1 nach der ,art ,montesquieus behandeln4 ,diese 99,krner99 -- wie er sie einmal bezeichnet -- sollten schon mit der ,sache bekannte geistvolle ,menschen anziehen1 ebensosehr durch das1 was weiter aus ihnen entwickelt werden knnte1 als durch das1 was sie feststellen4 ,ein ,system ist erst allmhlich1 sozusagen gegen den ,willen des ,schreibenden1 in seine ,materialien gekommen4 ,diese erste ,absicht1 in ,aphorismen zu sprechen1 gestattet es ohne ,zweifel1 einmal die ,grundgedanken als 99,krner99 auf einer besonderen ,schale zu reichen4 ,der ,berufssoldat1 der das ganze ,werk kennt und liebt1 wird durch sie gewi von neuem zu ihm hingezogen1 whrend wohl mancher ,nichtsoldat zumal in einer ,zeit1 in der das ,gesamtleben ,deutschlands nur noch die ,achse des ,krieges hat1 es sich nun nicht lnger versagen wird1 einem ,geistesmonument nahezutreten1 das er lngst htte besitzen sollen1 denn ,clausewitz gehrt zu den groen ,erziehern der ,deutschen4 ,auf das ,leben und die ,persnlichkeit des ,generals kann hier aus ,raummangel nicht eingegangen werden4 ,es mte ausfhrlich geschehen1 und dies soll in der ,inselausgabe des ,buches ,vom ,kriege erfolgen1 die in ,vorbereitung ist4 ,ebenda wird ber die ,bedeutung und die ,nachwirkung seiner ,lehren das ,ntige dargelegt werden4 ,hier sei nur kurz berichtet1 da der am #a4 ,juni #aghj in ,burg bei ,magdeburg geborene ,karl von ,clausewitz als junger ,soldat den ,rheinfeldzug mitmachte4 ,nach der ,schlacht bei ,jena geriet er dann als ,bataillonsadjutant in franzsische ,gefangenschaft4 ,spter wirkte er im ,sinne ,scharnhorsts und ,gneisenaus1 vor allem aber als der ,theoretiker des meisterlichsten aller ,praktiker1 ,napoleons1 an der ,kriegsakademie zu ,berlin4 #ahab trat er in russische ,dienste1 erlebte im ,hauptquartier den ,feldzug von #ahab und kmpfte des weiteren whrend der ,befreiungskriege im ,stabe ,blchers4 ,die ,schicksale der ,groen ,armee in ,ruland haben den tiefsten ,eindruck auf ,clausewitz und seine strategischen ,erkenntnisse hinterlassen4 ,dem ,mierfolg des genialen ,eroberers wissenschaftlich nachzuspren1 ist er in den letzten zwanzig ,jahren seines ,lebens nicht mde geworden1 und es zeugt von der hohen geistigen berlegenheit dieses preuischen ,offiziers1 da er bei all seiner glhenden ,vaterlandsliebe sein ,leben lang der gerechteste ,verehrer ,napoleons blieb4 ,unberhrt vom blinden ,hasse der ,zeit1 lag es ,clausewitz ob1 weiter als die ,menschen von damals zu blicken und dadurch fr die ,zukunft seines zu einem weltmchtigen ,deutschen ,kaiserreiche erweiterten ,vaterlandes ,dauerndes zu schaffen4 ,kaum geht man wohl fehl1 wenn man die berhmteste ,these im ,buche ,vom ,kriege3 ,die ,verteidigung sei die an sich strkere ,form der ,kriegfhrung -- vor allem auf die unmittelbaren ,erfahrungen des ,generals im russischen ,feldzuge zurckfhrt4 ,dieser aufflligen ,lehre gebhren selbst im ,rahmen dieser knappen ,vorrede ein paar ,worte4 ,jedermann in der ,welt wei1 da unsere ,armee den ,geist der ,offensive ber alles hochhlt und bis ins kleinste zu bettigen strebt4 ,um so fremder erscheint uns die ,verherrlichung der ,verteidigungstheorie bei ,clausewitz1 der die ,offensive erst aus vorheriger ,defensive1 aus dem ,abwarten heraus entwickelt4 ,so sehr unsere ,heerfhrer bis auf den heutigen ,tag von dem sthlernen ,kern der ,lehren des ,generals von ,clausewitz1 dem ,vernichtungsgedanken1 berzeugt sind3 in dem einen ,problem ist er vielumstritten worden1 noch kurz vor dem groen ,kriege ,englands gegen unsere ,daseinsberechtigung1 durch den ,general v4 ,bernhardi1 den ,verfasser des hervorragenden ,buches ,vom heutigen ,kriege1 das zugleich als das bedeutendste ,ergnzungswerk zum alten ,clausewitz neben den gelehrten ,studien nach ,clausewitz des ,generals ,freiherrn v4 ,freytag-,loringhoven1 des jetzigen ,generalquartiermeisters1 hier zu nennen ist4 ,dresden1 #aiae ,hauptmann ,dr4 99,arthur ,schurig99 ,wesen und ,ziel des ,krieges ,der ,krieg ist nichts als die fortgesetzte ,staatspolitik mit anderen ,mitteln4 99 99 99 99 99 ,seit ,napoleon ,bonaparte hat sich der ,krieg1 indem er zuerst auf der einen ,seite1 dann auch auf der anderen wieder 99,sache des ganzen ,volkes99 wurde1 seiner wahren ,natur1 seiner absoluten ,vollkommenheit sehr genhert4 99 99 99 99 99 ,der ,krieg ist ein erweiterter ,zweikampf4 ,jeder sucht den andern durch physische ,gewalt zur ,erfllung seines ,willens zu zwingen4 ,der ,krieg ist ein ,akt der ,gewalt1 und es gibt in der ,anwendung der ,gewalt keine ,grenzen4 99 99 99 99 99 ,die ,gewalt rstet sich mit den ,erfindungen der ,wissenschaften aus1 um der ,gewalt zu begegnen4 ,unmerkliche1 kaum nennenswerte ,beschrnkungen1 die sie sich selbst setzt unter dem ,namen vlkerrechtlicher ,sitte1 begleiten sie1 ohne ihre ,kraft wesentlich zu schwchen4 99 99 99 99 99 ,menschenfreundliche ,seelen knnten leicht denken1 es gbe ein ,entwaffnen oder ,niederwerfen des ,gegners1 ohne zu viel ,wunden zu verursachen1 und das sei die wahre ,kriegskunst4 ,wie gut sich das auch ausnimmt1 so mu man diesen ,irrtum doch zerstren1 denn in so gefhrlichen ,dingen1 wie der ,krieg eins ist1 sind 99die99 ,irrtmer1 die aus ,gutmtigkeit entstehen1 gerade die schlimmsten4 ,wer sich der ,gewalt 99rcksichtslos99 bedient1 bekommt ein bergewicht1 wenn der ,gegner anders handelt4 ,so mu man die ,sache ansehen1 und es ist ein unntzes1 sogar verkehrtes ,bestreben1 aus ,widerwillen gegen das rohe ,element die ,natur des ,krieges zu verkennen4 99 99 99 99 99 ,der ,kampf zwischen ,menschen besteht aus zwei verschiedenen ,elementen3 dem feindseligen ,gefhl und der feindseligen ,absicht4 ,bei wilden ,vlkern herrschen die dem ,gemt1 bei gebildeten die dem ,verstande angehrigen ,absichten vor4 ,allein dieser ,unterschied liegt nicht im ,wesen von ,roheit und ,bildung selbst1 sondern in den sie begleitenden ,umstnden und ,einrichtungen4 ,er ist also nicht in jedem einzelnen ,falle notwendig1 sondern er beherrscht nur die ,mehrheit der ,flle4 ,mit einem ,worte3 auch die gebildetsten ,vlker knnen gegeneinander leidenschaftlich entbrennen4 99 99 99 99 99 ,gewalt1 physische ,gewalt ist das ,mittel2 dem ,feinde unseren ,willen aufzudringen1 der ,zweck4 ,um diesen ,zweck sicher zu erreichen1 mssen wir 99den ,feind wehrlos machen994 ,dies ist dem ,begriffe nach das eigentliche ,ziel der kriegerischen ,handlung4 99 99 99 99 99 ,wenn der ,gegner unseren ,willen erfllen soll1 so mssen wir ihn in eine ,lage versetzen1 die nachteiliger ist als das ,opfer1 das wir von ihm fordern4 ,die ,nachteile dieser ,lage drfen aber natrlich1 wenigstens dem ,anscheine nach1 nicht vorbergngig sein1 sonst wrde der ,gegner den besseren ,zeitpunkt abwarten und nicht nachgeben4 ,jede ,vernderung dieser ,lage durch die fortgesetzte kriegerische ,ttigkeit mu zu einer noch nachteiligeren ,lage fhren1 wenigstens in der ,vorstellung4 ,die schlimmste ,lage1 in die ein ,kriegfhrender geraten kann1 ist die gnzliche ,wehrlosigkeit4 99 99 99 99 99 ,nun ist der ,krieg nicht das ,wirken einer lebendigen ,kraft auf eine tote ,masse1 sondern1 weil ein reines ,dulden auf der einen ,seite kein ,krieg wre1 so ist er immer der ,sto zweier lebendiger ,krfte gegeneinander4 ,solange ich den ,gegner nicht niedergeworfen habe1 mu ich befrchten1 da er mich niederwirft4 ,ich bin also nicht ,herr meiner selbst1 sondern er gibt mir das ,gesetz1 wie ich es ihm gebe4 99 99 99 99 99 ,wollen wir den ,gegner niederwerfen1 so mssen wir 99unsere99 ,anstrengung nach 99seiner99 ,widerstandskraft bemessen4 ,diese drckt sich durch ein ,produkt aus1 deren ,faktoren sich nicht trennen lassen1 nmlich3 die ,gre der vorhandenen ,mittel und die ,strke der ,willenskraft4 ,die ,gre der vorhandenen ,mittel liee sich bestimmen1 da sie -- wiewohl nicht ganz -- auf ,zahlen beruht4 ,aber die ,strke der ,willenskraft lt sich viel weniger bestimmen und nur etwa nach der ,strke des ,beweggrunds schtzen4 99 99 99 99 99 ,das ,gesetz des uersten1 die ,absicht1 den ,gegner wehrlos zu machen1 verschlingt gewissermaen zunchst den politischen ,zweck des ,krieges4 ,so wie dieses ,gesetz in seiner ,kraft nachlt1 diese ,absicht von ihrem ,ziele zurcktritt1 mu der politische ,zweck wieder hervortreten4 ,je kleiner das ,opfer ist1 das wir von unserm ,gegner fordern1 um so geringere ,anstrengungen drfen wir von ihm erwarten4 ,je geringer aber diese sind1 um so kleiner drfen die unsrigen bleiben4 ,ferner1 je kleiner unser politischer ,zweck ist1 um so geringer wird der ,wert sein1 den wir auf ihn legen2 um so eher werden wir uns gefallen lassen1 ihn aufzugeben3 also um so kleiner werden auch unsere ,anstrengungen sein4 ,so wird der politische ,zweck als das ursprngliche ,motiv des ,krieges das ,ma sowohl fr das ,ziel1 das durch die ,kriegfhrung erreicht werden mu1 als auch fr die ,anstrengungen1 die erforderlich sind4 99 99 99 99 99 ,je groartiger und strker die ,motive des ,krieges sind1 je mehr sie das ganze ,dasein der ,vlker umfassen1 je gewaltsamer die ,spannung ist1 die dem ,kriege vorhergeht1 um so mehr wird der ,krieg sich seiner abstrakten ,gestalt nhern1 um so mehr wird es sich um das ,niederwerfen des ,feindes handeln1 um so mehr fallen das kriegerische ,ziel und der politische ,zweck zusammen1 um so reiner kriegerisch1 weniger politisch scheint der ,krieg zu sein4 99 99 99 99 99 ,der ,krieg ist unter allen ,umstnden als kein selbstndiges ,ding1 sondern als ein politisches ,instrument zu denken4 ,nur mit dieser ,vorstellungsart ist es mglich1 nicht mit der smtlichen ,kriegsgeschichte in ,widerspruch zu geraten4 99 99 99 99 99 ,der ,krieg gehrt nicht in das ,gebiet der ,knste und ,wissenschaften1 sondern in das ,gebiet des sozialen ,lebens4 ,er ist ein ,konflikt groer ,interessen1 der sich blutig lst1 und nur darin ist er von den anderen verschieden4 ,besser als mit irgendeiner ,kunst liee er sich mit dem ,handel vergleichen1 der auch ein ,konflikt menschlicher ,interessen und ,ttigkeiten ist1 und viel nher steht ihm die ,politik1 die ihrerseits wieder als eine ,art von ,handel in grerem ,mastabe angesehen werden kann4 99 99 99 99 99 ,der ,krieg ist nicht nur ein wahres ,chamleon1 weil er in jedem konkreten ,falle seine ,natur etwas ndert1 sondern er ist auch seinen ,gesamterscheinungen nach in ,beziehung auf die in ihm herrschenden ,tendenzen eine wunderliche ,dreifaltigkeit1 zusammengesetzt aus der ursprnglichen ,gewaltsamkeit seines ,elements1 dem ,ha und der ,feindschaft1 die wie ein blinder ,naturtrieb anzusehen sind1 aus dem ,spiel der ,wahrscheinlichkeiten und des ,zufalls1 die ihn zu einer freien ,seelenttigkeit machen1 und aus der untergeordneten ,natur eines politischen ,werkzeugs1 durch die er dem bloen ,verstande anheimfllt4 ,kriegskunst und ,theorie ,mit dem ,bestreben1 ,grundstze1 ,regeln oder gar ,systeme fr die ,kriegfhrung anzugeben1 setzt man sich einen positiven ,zweck1 ohne die unendlichen ,schwierigkeiten gehrig ins ,auge zu fassen1 die sie in dieser ,beziehung hat4 99 99 99 99 99 ,die ,kriegfhrung verluft fast nach allen ,seiten hin in unbestimmte ,grenzen4 ,jedes ,system1 jedes ,lehrgebude aber hat die beschrnkende ,natur einer ,synthesis1 und damit ist ein nie auszugleichender ,widerspruch zwischen einer solchen ,theorie und der ,praxis gegeben4 99 99 99 99 99 ,unstreitig gehren die der ,kriegskunst zugrunde liegenden ,kenntnisse zu den ,erfahrungswissenschaften4 ,denn wenn sie auch grtenteils aus der ,natur der ,dinge hervorgehen1 so mu man doch diese ,natur selbst meistens erst durch die ,erfahrung kennen lernen4 ,auerdem aber wird die ,anwendung durch so viele ,umstnde modifiziert1 da die ,wirkungen nie aus der bloen ,natur des ,mittels vollstndig erkannt werden knnen4 99 99 99 99 99 ,bei der ,ungewiheit aller ,daten im ,kriege mssen wir uns sagen1 da es eine reine ,unmglichkeit wre1 die ,kriegskunst durch ein positives ,lehrgebude wie mit einem ,gerste versehen zu wollen1 das dem ,handelnden berall einen ueren ,anhalt gewhren knnte4 ,der ,handelnde wrde sich in allen jenen ,fllen1 wo er auf sein ,talent angewiesen ist1 auer diesem ,lehrgebude und mit ihm in ,widerspruch befinden1 und es wrde1 wie vielseitig dasselbe auch aufgefat sein mchte1 immer dieselbe ,folge wieder eintreten1 von der wir schon gesprochen haben3 da das ,talent und ,genie auer dem ,gesetze handelt und die ,theorie ein ,gegensatz zur ,wirklichkeit wird4 99 99 99 99 99 ,historische ,beispiele machen alles klar und haben nebenher in ,erfahrungswissenschaften die beste ,beweiskraft4 99 99 99 99 99 ,wenn ein ,sachverstndiger sein halbes ,leben darauf verwendet1 einen dunklen ,gegenstand berall aufzuklren1 so wird er wohl weiter kommen als einer1 der in kurzer ,zeit damit vertraut sein will4 ,da also nicht jeder von neuem aufzurumen und sich durchzuarbeiten brauche1 sondern die ,sache geordnet und gelichtet finde1 dazu ist die ,theorie vorhanden4 ,sie soll den ,geist des knftigen ,fhrers im ,kriege erziehen1 oder vielmehr ihn bei seiner ,selbsterziehung leiten1 nicht aber ihn auf das ,schlachtfeld begleiten4 99 99 99 99 99 ,im ,kriege sind die ,ideen meist so einfach und naheliegend1 da das ,verdienst der ,erfindung gar nicht das ,talent des ,feldherrn ausmachen kann4 ,die ,hauptsache ist die ,schwierigkeit der ,ausfhrung4 ,im ,kriege ist alles einfach1 aber das ,einfache hchst schwierig4 ,das ,kriegsinstrument gleicht einer ,maschine mit ungeheurer ,friktion1 die nicht wie in der ,mechanik auf ein paar ,punkte zurckgefhrt werden kann1 sondern berall mit einem ,heere von ,zufllen im ,kontakt ist4 ,auerdem ist der ,krieg eine ,ttigkeit im erschwerenden ,mittel4 ,eine ,bewegung1 die man in der ,luft mit ,leichtigkeit macht1 wird im ,wasser sehr schwer4 ,gefahr und ,anstrengung sind die ,elemente1 in denen sich der ,geist im ,kriege bewegt4 ,so kommt es denn1 da man immer hinter 99der99 ,linie zurckbleibt1 die man sich gezogen hat1 und da schon keine gewhnliche ,kraft dazu gehrt1 um nur nicht unter dem ,niveau des ,mittelmigen zu bleiben4 99 99 99 99 99 ,beim ,handeln folgen die meisten einem bloen ,takt des ,urteils1 der mehr oder weniger gut trifft1 je nachdem mehr oder weniger ,genie in ihnen ist4 ,so haben alle groen ,feldherren gehandelt1 und darin liegt zum ,teil ihre ,gre1 da sie mit diesem ,takt immer das ,rechte trafen4 ,so wird es fr das ,handeln auch immer bleiben4 ,dieser ,takt reicht dazu vollkommen hin4 ,aber wenn es darauf ankommt1 nicht selbst zu handeln1 sondern in einer ,beratung andere zu berzeugen1 dann kommt es auf klare ,vorstellungen1 auf das ,nachweisen des inneren ,zusammenhanges an4 99 99 99 99 99 ,alles ,handeln im ,kriege ist nur auf 99wahrscheinliche991 nicht auf 99gewisse99 ,erfolge gerichtet4 ,was an der ,gewiheit fehlt1 mu berall dem ,schicksal oder dem ,glck -- wie man es nennen will -- berlassen bleiben4 ,es gibt ,flle1 wo das hchste ,wagen die hchste ,weisheit ist4 99 99 99 99 99 ,man hat frher behauptet1 der ,krieg sei ein ,handwerk4 ,damit war aber mehr verloren als gewonnen1 denn ein ,handwerk ist nur eine niedrige ,kunst und unterliegt als solche auch bestimmteren und engeren ,gesetzen4 ,in der ,tat hat sich die ,kriegskunst eine ,zeitlang im ,geiste des ,handwerks bewegt1 nmlich zur ,zeit der ,condottieri4 ,aber diese ,richtung hatte sie nicht nach inneren1 sondern nach ueren ,grnden1 und wie wenig sie in dieser ,zeit naturgem und befriedigend war1 zeigt die ,kriegsgeschichte4 99 99 99 99 99 ,wenn man auf der einen ,seite sieht1 wie das kriegerische ,handeln so hchst einfach erscheint2 wenn man hrt und sieht1 wie die grten ,feldherren sich darber gerade am einfachsten und schlichtesten ausdrcken1 wie das ,regieren und ,bewegen der aus hunderttausend ,gliedern zusammengesetzten schwerflligen ,maschine in ihrem ,munde sich nicht anders ausnimmt1 als ob von ihrer ,person allein die ,rede sei1 so da der ganze ungeheuere ,akt des ,krieges zu einer ,art von ,zweikampf individualisiert wird2 wenn man dabei die ,motive ihres ,handelns bald mit ein paar einfachen ,vorstellungen1 bald mit irgendeiner ,regung des ,gemtes in ,verbindung gebracht findet2 wenn man diese leichte1 sichere1 man mchte sagen leichtfertige ,weise sieht1 wie sie den ,gegenstand auffassen1 -- und nun von der anderen ,seite die groe ,anzahl von ,verhltnissen1 die fr den untersuchenden ,verstand in ,anregung kommen2 die groen1 oft unbestimmten ,entfernungen1 in die die einzelnen ,fden auslaufen1 und die ,menge von ,kombinationen1 die vor uns liegen2 wenn man dabei an die ,verpflichtung denkt1 die die ,theorie hat1 dies alles systematisch1 d4 h4 mit ,klarheit und ,vollstndigkeit1 aufzufassen und das ,handeln immer auf die ,notwendigkeit des zureichenden ,grundes zurckzufhren1 so berfllt uns die ,besorgnis mit unwiderstehlicher ,gewalt1 zu einem pedantischen ,schulmeistertum hinabgerissen zu werden1 in den untersten ,rumen schwerflliger ,begriffe herumzukriechen und dem groen ,feldherrn in seinem leichten berblick also niemals zu begegnen4 ,wenn das ,resultat theoretischer ,bemhungen von dieser ,art sein sollte1 so wre es ebensogut1 oder vielmehr besser1 sie gar nicht angestellt zu haben4 ,sie ziehen der ,theorie die ,geringschtzung des ,talentes zu und fallen bald in ,vergessenheit4 ,und von der andern ,seite ist dieser leichte berblick des ,feldherrn1 diese einfache ,vorstellungsart1 diese ,personifizierung des ganzen kriegerischen ,handelns so ganz und gar der ,kern jeder guten ,kriegfhrung1 da sich nur bei dieser groartigen ,weise die ,freiheit der ,seele denken lt1 die ntig ist1 wenn sie ber die ,ereignisse herrschen und nicht von ihnen berwltigt werden soll4 99 99 99 99 99 ,die ,kriegskunst im eigentlichen ,sinne ist die ,kunst1 sich der gegebenen ,mittel im ,kampfe zu bedienen4 ,wir knnen sie nicht besser als mit dem ,namen der 99,kriegfhrung99 bezeichnen4 ,dagegen werden allerdings zur ,kriegskunst im weiteren ,sinne auch alle ,ttigkeiten gehren1 die um des ,krieges willen da sind1 also die ganze ,schpfung der ,streitkrfte1 d4 i4 ,aushebung1 ,bewaffnung1 ,ausrstung und bung4 ,es ist fr die ,realitt einer ,theorie hchst wesentlich1 diese beiden ,ttigkeiten zu trennen1 denn es ist leicht einzusehen1 da1 wenn jede ,kriegskunst mit der ,einrichtung der ,streitkrfte anfangen und diese fr die ,kriegfhrung1 sowie sie dieselben angegeben1 bedingen wollte1 sie nur auf die wenigen ,flle anwendbar sein knnte1 wo die vorhandenen ,streitkrfte dem gerade entsprchen4 ,will man dagegen eine ,theorie haben1 die fr die groe ,mehrzahl der ,flle geeignet1 fr keinen aber ganz unbrauchbar sei3 so mu sie auf die groe ,mehrheit der gewhnlichen ,streitmittel1 und bei diesen auch nur auf die wesentlichsten ,resultate gebaut sein4 ,die ,kriegfhrung ist also die ,anordnung und ,fhrung des ,kampfes4 ,wre dieser ,kampf ein einzelner ,akt1 so wrde kein ,grund zu einer weiteren ,einteilung sein4 ,allein der ,kampf besteht aus einer mehr oder weniger groen ,zahl einzelner in sich geschlossener ,akte1 die wir ,gefechte nennen und die neue ,einheiten bilden4 ,daraus entspringt nun die ganz verschiedene ,ttigkeit1 diese einzelnen ,gefechte in sich anzuordnen und zu fhren1 und sie unter sich zum ,zweck des ,krieges zu verbinden4 ,das eine ist die 99,taktik991 das andere die 99,strategie99 genannt worden4 ,es ist also nach unserer ,einteilung die ,taktik die ,lehre vom ,gebrauch der ,streitkrfte im ,gefecht1 die ,strategie die ,lehre vom ,gebrauch der ,gefechte zum ,zweck des ,krieges4 ,kriegerische ,tugenden4 ,heer und ,feldherr ,der ,krieg ist ein bestimmtes ,geschft4 ,und wie allgemein auch seine ,beziehung sei1 und wenn auch alle waffenfhigen ,mnner eines ,volkes dasselbe trieben1 so bliebe es doch immer ein solches3 verschieden und getrennt von den brigen ,fhigkeiten1 die das ,menschenleben in ,anspruch nehmen4 ,vom ,geiste und ,wesen dieses ,geschfts durchdrungen sein1 -- die ,krfte1 die in ihm ttig sein sollen1 in sich ben1 erwecken und aufnehmen1 -- das ,geschft mit dem ,verstande ganz durchdringen1 -- durch bung ,sicherheit und ,leichtigkeit in ihm gewinnen1 -- ganz darin aufgehen1 -- aus dem ,menschen bergehen in die ,rolle1 die uns darin angewiesen wird3 das ist die kriegerische ,tugend des ,heeres in jedem einzelnen4 99 99 99 99 99 ,die kriegerische ,tugend ist fr die ,teile berall1 was das ,genie des ,feldherrn fr das ,ganze ist4 99 99 99 99 99 ,je mehr ein ,feldherr gewohnt ist1 von seinen ,soldaten zu fordern1 um so sicherer ist er1 da die ,forderung geleistet wird4 ,der ,soldat ist ebenso stolz auf berwundene ,mhseligkeiten als auf berstandene ,gefahren4 ,aber nur im ,boden einer bestndigen ,ttigkeit und ,anstrengung gedeiht dieser ,keim1 auch nur im ,sonnenlicht des ,sieges4 99 99 99 99 99 ,wenn wir ein rohes ,volk betrachten1 so ist ein kriegerischer ,geist unter den einzelnen ,menschen viel gewhnlicher als bei den gebildeten ,vlkern1 denn bei jenen besitzt ihn fast jeder einzelne ,krieger1 whrend bei den gebildeten eine ganze ,masse nur durch die ,notwendigkeit und keineswegs durch inneren ,trieb mitfortgerissen wird4 ,aber unter rohen ,vlkern findet man nie einen eigentlich groen ,feldherrn und uerst selten1 was man ein kriegerisches ,genie nennen kann1 weil dazu eine ,entwicklung der ,verstandeskrfte erforderlich ist1 die ein rohes ,volk nicht haben kann4 99 99 99 99 99 ,der ,krieg ist das ,gebiet der ,gefahr4 ,es ist also ,mut vor allen ,dingen die erste ,eigenschaft des ,kriegers4 ,der ,mut ist doppelter ,art3 einmal ,mut gegen die persnliche ,gefahr1 und dann ,mut gegen die ,verantwortlichkeit1 sei es vor dem ,richterstuhl irgendeiner ueren ,macht1 sei es vor dem einer inneren1 nmlich des ,gewissens4 ,der ,mut gegen die persnliche ,gefahr ist wieder doppelter ,art4 ,erstens kann er ,gleichgltigkeit gegen die ,gefahr sein4 ,sei es1 da sie aus dem ,organismus des ,individuums oder aus ,geringschtzung des ,lebens oder aus ,gewohnheit hervorgehe1 in diesen ,fllen ist der ,mut als ein bleibender ,zustand anzusehen4 ,zweitens kann er aus positiven ,motiven hervorgehen1 wie ,ehrgeiz1 ,vaterlandsliebe1 ,begeisterung jeder ,art4 ,in diesem ,fall ist der ,mut nicht sowohl ein ,zustand als eine ,gemtsbewegung1 ein ,gefhl4 ,es ist begreiflich1 da beide ,arten von verschiedener ,wirkung sind4 ,die erste ,art ist sicherer1 weil sie1 zur zweiten ,natur geworden1 den ,menschen nie verlt2 die zweite fhrt oft weiter4 ,der ersteren gehrt mehr die ,standhaftigkeit1 der zweiten mehr die ,khnheit an4 ,die erste lt den ,verstand nchterner1 die zweite steigert ihn zuweilen1 verblendet ihn aber auch oft4 ,beide vereinigt geben die vollkommenste ,art des ,mutes4 99 99 99 99 99 ,der ,krieg ist das ,gebiet krperlicher ,anstrengungen und ,leiden4 ,um dadurch nicht zugrunde gerichtet zu werden1 bedarf es einer gewissen ,kraft des ,krpers und der ,seele1 die1 angeboren oder eingebt1 gleichgltig dagegen macht4 ,mit diesen ,eigenschaften1 unter der bloen ,fhrung des gesunden ,verstandes1 ist der ,mensch schon ein tchtiges ,werkzeug fr den ,krieg1 und diese ,eigenschaften sind es1 die wir bei rohen und halbkultivierten ,vlkern so allgemein verbreitet antreffen4 99 99 99 99 99 ,die ,khnheit ist vom ,troknecht bis zum ,feldherrn hinauf die edelste ,tugend1 der rechte ,stahl1 der der ,waffe ihre ,schrfe und ihren ,glanz gibt4 99 99 99 99 99 ,der ,geist der ,khnheit kann in einem ,heere zu ,hause sein1 entweder weil er es im ,volke ist oder weil er sich in einem glcklichen ,kriege unter khnen ,fhrern erzeugt hat4 99 99 99 99 99 ,je hher wir unter den ,fhrern hinaufsteigen1 desto notwendiger wird es1 da der ,khnheit ein berlegender ,geist zur ,seite trete1 da sie nicht zwecklos1 nicht ein blinder ,sto der ,leidenschaft sei4 ,denn immer weniger betrifft es die eigene ,aufopferung1 immer mehr knpft sich die ,erhaltung anderer und die ,wohlfahrt eines groen ,ganzen daran4 ,was also bei dem groen ,haufen die zur zweiten ,natur gewordene ,dienstordnung regelt1 das mu in dem ,fhrer die berlegung regeln1 und hier kann die ,khnheit einer einzelnen ,handlung schon leicht zum ,fehler werden4 ,aber dennoch bleibt es ein schner ,fehler1 der nicht angesehen werden darf wie jeder andere4 ,wohl dem ,heere1 wo sich unzeitige ,khnheit hufig zeigt6 ,es ist ein ppiger ,auswuchs1 aber der ,zeuge eines krftigen ,bodens4 ,selbst die ,tollkhnheit1 d4 h4 die ,khnheit ohne allen ,zweck1 ist nicht mit ,geringschtzung anzusehen4 ,im ,grunde ist es dieselbe ,kraft des ,gemts1 nur ohne alles ,zutun des ,geistes1 in einer ,art von ,leidenschaft ausgebt4 ,nur wo die ,khnheit sich gegen den ,gehorsam auflehnt1 wo sie einen ausgesprochenen hheren ,willen geringschtzend verlt3 da mu sie1 nicht um ihrer selbst willen1 sondern wegen des ,ungehorsams1 wie ein gefhrliches bel behandelt werden2 denn nichts geht im ,kriege ber den ,gehorsam4 99 99 99 99 99 ,der ,mut ist immer das erste ,element im ,krieger1 aber er erhlt sich in den hheren ,regionen groer ,verantwortlichkeit nur dann1 wenn ihn ein krftiger ,kopf untersttzt4 ,darum gelangen von so vielen braven ,soldaten so wenige dazu1 mutige und unternehmende ,feldherren zu sein4 99 99 99 99 99 ,die ,khnheit hat im ,kriege eigene ,vorrechte4 ber den ,erfolg des ,kalkls mit ,raum1 ,zeit und ,gre hinaus mssen ihr noch gewisse ,prozente zugestanden werden1 die sie jedesmal1 wo sie sich berlegen zeigt1 aus der ,schwche der anderen zieht4 ,sie ist also eine wahrhaft schpferische ,kraft4 ,das ist selbst philosophisch nicht schwer nachzuweisen4 ,sooft die ,khnheit auf die ,zaghaftigkeit trifft1 hat sie notwendig die ,wahrscheinlichkeit des ,erfolgs fr sich1 weil ,zaghaftigkeit schon ein verlorenes ,gleichgewicht ist4 ,nur wo sie auf besonnene ,vorsicht trifft1 die1 man mchte sagen1 ebenso khn1 in jedem ,falle ebenso stark und krftig ist als sie selbst1 mu sie im ,nachteil sein4 ,das sind aber die seltenen ,flle4 ,in der ganzen ,schar der ,vorsichtigen gibt es eine ansehnliche ,mehrheit1 die es aus ,furchtsamkeit ist4 99 99 99 99 99 ,solange eine ,truppe voll guten ,muts mit ,lustigkeit und ,leichtigkeit kmpft1 ist fr den ,feldherrn selten ,veranlassung da1 groe ,willenskraft in der ,verfolgung seiner ,zwecke zu zeigen4 ,sowie aber die ,umstnde schwierig werden1 und das kann1 wo ,auerordentliches geleistet werden soll1 nie ausbleiben1 so geht die ,sache nicht mehr von selbst wie mit einer gut eingelten ,maschine1 sondern die ,maschine selbst fngt an1 ,widerstand zu leisten1 und diesen zu berwinden1 dazu gehrt die groe ,willenskraft des ,fhrers4 99 99 99 99 99 ,kriegsgewohnheit kann kein ,feldherr seinem ,heere geben1 und schwach ist der ,ersatz1 den ,friedensbungen gewhren1 schwach im ,vergleich mit der wirklichen ,kriegserfahrung1 aber nicht im ,vergleich mit einem ,heere1 bei dem auch diese bungen nur auf mechanische ,kunstfertigkeiten gerichtet sind4 ,die bungen des ,friedens so einzurichten1 da ein ,teil jener ,friktionsgegenstnde darin vorkomme1 da das ,urteil1 die ,umsicht1 selbst die ,entschlossenheit der einzelnen ,fhrer gebt werde1 dies ist von viel grerem ,wert1 als die glauben1 die den ,gegenstand nicht aus ,erfahrung kennen4 ,es ist unendlich wichtig1 da der ,soldat1 hoch oder niedrig1 auf welcher ,stufe er auch stehe1 diejenigen ,erscheinungen des ,krieges1 die ihn beim erstenmal in ,verwunderung und ,verlegenheit setzen1 nicht erst im ,kriege zum erstenmal sieht4 ,sind sie ihm frher nur ein einziges ,mal vorgekommen1 so ist er schon halb damit vertraut4 ,das bezieht sich selbst auf krperliche ,anstrengungen4 ,sie mssen gebt werden1 weniger1 da sich die ,natur1 als da sich der ,verstand daran gewhne4 ,im ,kriege ist der neue ,soldat sehr geneigt1 ungewhnliche ,anstrengungen fr ,folgen groer ,fehler1 ,irrungen und ,verlegenheiten in der ,fhrung des ,ganzen zu halten und dadurch doppelt niedergedrckt zu werden4 ,dies wird nicht geschehen1 wenn er bei ,friedensbungen darauf vorbereitet wird4 ,ein anderes1 weniger umfassendes1 aber doch hchst wichtiges ,mittel1 die ,kriegsgewohnheit im ,frieden zu gewinnen1 ist das ,heranziehen kriegserfahrener ,offiziere anderer ,heere4 ,selten ist in ,europa berall ,frieden1 und nie geht der ,krieg in den anderen ,weltteilen aus4 ,ein ,staat1 der lange im ,frieden ist1 sollte also stets suchen1 von diesen ,kriegsschaupltzen sich einzelne ,offiziere1 aber freilich nur solche1 die gut gedient haben1 zu verschaffen1 oder von den seinigen einige dahin zu schicken1 damit sie den ,krieg kennen lernen4 ,wie gering auch die ,anzahl solcher ,offiziere zur ,masse eines ,heeres erscheinen mge1 so ist doch ihr ,einflu sehr fhlbar4 ,ihre ,erfahrungen1 die ,richtung ihres ,geistes1 die ,ausbildung des ,charakters wirken auf ihre ,untergebenen und ,kameraden4 99 99 99 99 99 ,nicht immer bringt es ein gewhnlicher ,mensch im ,gefecht bis zur vlligen ,unbefangenheit und zur natrlichen ,elastizitt der ,seele1 und so mag man denn erkennen1 da mit ,gewhnlichem hier wieder nicht auszureichen ist1 was um so wahrer wird1 je grer der ,wirkungskreis ist1 der angefhrt werden soll4 ,enthusiastische1 stoische1 angeborene ,bravour1 gebieterischer ,ehrgeiz1 auch lange ,bekanntschaft mit der ,gefahr1 viel von alledem mu da sein1 wenn nicht alle ,wirkung in diesem erschwerenden ,mittel hinter dem ,ma zurckbleiben soll1 das auf dem ,zimmer als ein gewhnliches erscheinen mag4 99 99 99 99 99 ,wie sorgfltig man sich auch den ,brger neben dem ,krieger in einem und demselben ,individuum ausgebildet denken1 wie sehr man sich die ,kriege nationalisieren1 und wie weit man sie sich in eine ,richtung hinausdenken mge1 entgegengesetzt derjenigen der ehemaligen ,condottieri3 niemals wird man die ,individualitt des ,geschftsganges aufheben knnen1 und wenn man das nicht kann1 so werden auch immer diejenigen1 die es treiben1 und solange sie es treiben1 sich als eine ,art von ,innung ansehen1 in deren ,ordnungen1 ,gesetzen und ,gewohnheiten sich die ,geister des ,krieges vorzugsweise fixieren4 ,und so wird es auch in der ,tat sein4 ,man wrde also bei der entschiedensten ,neigung1 den ,krieg vom hchsten ,standpunkt aus zu betrachten1 sehr unrecht haben1 den ,innungsgeist mit ,geringschtzung anzusehen1 der mehr oder weniger in einem ,heer vorhanden sein mu4 99 99 99 99 99 ,ein gewisser schwerer ,ernst und strenge ,dienstordnungen knnen die kriegerische ,tugend einer ,truppe lnger erhalten1 aber sie erzeugen sie nicht4 ,sie behalten darum immer ihren ,wert1 aber man soll sie nicht berschtzen4 ,ordnung1 ,fertigkeit1 guter ,wille1 auch ein gewisser ,stolz und eine vorzgliche ,stimmung sind ,eigenschaften eines im ,frieden erzogenen ,heeres1 die man schtzen mu1 die aber keine ,selbstndigkeit haben4 ,das ,ganze hlt das ,ganze1 und wie bei dem zu schnell erkalteten ,glase zerbrckelt ein einziger ,ri die ganze ,masse4 ,besonders verwandelt sich die beste ,stimmung von der ,welt beim ersten ,unfall nur zu leicht in ,kleinmut und1 man mchte sagen1 in eine ,art von ,grosprecherei der ,angst3 das franzsische sauve qui peut4 ,man hte sich1 ,geist des ,heeres und ,stimmung im ,heere zu verwechseln6 99 99 99 99 99 ,ein ,heer1 das im zerstrendsten ,feuer seine gewohnten ,ordnungen behlt1 das niemals von einer eingebildeten ,furcht geschreckt wird und der begrndeten den ,raum ,fu fr ,fu streitig macht1 das1 stolz im ,gefhl seiner ,siege1 auch mitten im ,verderben der ,niederlage die ,kraft zum ,gehorsam nicht verliert1 nicht die ,achtung und das ,zutrauen zu seinen ,fhrern1 dessen krperliche ,krfte in der bung von ,entbehrung und ,anstrengung gestrkt sind wie die ,muskeln eines ,athleten1 das diese ,anstrengungen ansieht als ein ,mittel zum ,siege1 nicht als einen ,fluch1 der auf seinen ,fahnen ruht1 und das an alle diese ,pflichten und ,tugenden durch den kurzen ,katechismus einer einzigen ,vorstellung erinnert wird1 nmlich der ,ehre seiner ,waffen3 ein solches ,heer ist vom kriegerischen ,geiste durchdrungen4 99 99 99 99 99 ,wieviel ,groes dieser ,geist1 diese ,gediegenheit des ,heeres1 diese ,veredelung des ,erzes zum strahlenden ,metall schon geleistet1 sehen wir an den ,makedoniern unter ,alexander1 den rmischen ,legionen unter ,csar1 an der spanischen ,infanterie unter ,alexander ,farnese1 den ,schweden unter ,gustav ,adolf und ,karl ,,xii41 den ,preuen unter ,friedrich dem ,groen und den ,franzosen unter ,bonaparte4 ,man mte absichtlich die ,augen verschlieen gegen alle historischen ,beweise1 wenn man nicht zugeben wollte1 da die wunderbaren ,erfolge dieser ,feldherren und ihre ,gre in den schwierigsten ,lagen nur bei einem so potenzierten ,heere mglich waren4 99 99 99 99 99 ,soll der ,feldherr den bestndigen ,streit mit dem ,unerwarteten glcklich bestehen1 so sind ihm zwei ,eigenschaften unentbehrlich1 einmal ein ,verstand1 der auch in dieser gesteigerten ,dunkelheit nicht ohne einige ,spuren des inneren ,lichtes ist1 die ihn zur ,wahrheit fhren1 und dann ,mut1 diesem schwachen ,lichte zu folgen4 ,der erstere ist bildlich mit dem franzsischen ,ausdruck coup d'oeil bezeichnet worden1 der andere ist die ,entschlossenheit4 99 99 99 99 99 ,wir glauben1 da die ,entschlossenheit einer eigentmlichen ,richtung des ,verstandes ihr ,dasein verdankt1 und zwar einer1 die mehr krftigen als glnzenden ,kpfen angehrt4 ,wir knnen diese ,genealogie der ,entschlossenheit dadurch belegen1 da es eine groe ,anzahl von ,beispielen gibt1 wo ,mnner1 die in niederen ,regionen die grte ,entschlossenheit gezeigt hatten1 diese in den hheren verloren4 ,obgleich sie das ,bedrfnis haben1 sich zu entschlieen1 so sehen sie doch die ,gefahren ein1 die in einem falschen ,entschlu liegen1 und da sie mit den ,dingen1 die ihnen vorliegen1 nicht vertraut sind1 so verliert ihr ,verstand seine ursprngliche ,kraft1 und sie werden nur um so zaghafter1 je mehr sie die ,gefahr der ,unentschlossenheit1 in die sie gebannt sind1 kennen1 und je mehr sie gewohnt waren1 frisch von der ,faust weg zu handeln4 99 99 99 99 99 ,bei dem coup d'oeil und der ,entschlossenheit liegt es uns ganz nahe1 von der damit verwandten ,geistesgegenwart zu reden1 die in einem ,gebiete des ,unerwarteten1 wie der ,krieg es ist1 eine groe ,rolle spielen mu2 denn sie ist ja nichts als eine gesteigerte ,besiegung des ,unerwarteten4 ,man bewundert die ,geistesgegenwart in einer treffenden ,antwort auf eine unerwartete ,anrede1 wie man sie bewundert in der schnell gefundenen ,aushilfe bei pltzlicher ,gefahr4 ,beide1 diese ,antwort und diese ,aushilfe1 brauchen nicht ungewhnlich zu sein1 wenn sie nur treffen2 denn was nach reiflicher und ruhiger berlegung nichts ,ungewhnliches1 also in seinem ,eindruck auf uns etwas ,gleichgltiges wre1 kann als ein schneller ,akt des ,verstandes ,vergngen machen4 ,der ,ausdruck ,geistesgegenwart bezeichnet gewi sehr passend die ,nhe und ,schnelligkeit der vom ,verstande dargereichten ,hilfe4 99 99 99 99 99 ,man ist gewhnt1 sich den einfachen1 tchtigen ,soldaten als ,gegensatz zu denken zu den berlegsamen oder an ,erfindungen und guten ,einfllen reichen ,kpfen und den im ,bildungsschmuck aller ,art glnzenden ,geistern4 ,nun ist dieser ,gegensatz keineswegs ohne wirklichen ,rckhalt1 aber er beweist nur nicht1 da die ,tchtigkeit des ,soldaten blo in seinem ,mute bestehe1 und da es nicht auch einer gewissen eigentmlichen ,ttigkeit und ,tchtigkeit des ,kopfes bedarf1 um nur das zu sein1 was man einen guten ,degen nennt4 ,wir mssen immer wieder darauf zurckkommen1 da nichts gewhnlicher ist als das ,beispiel von ,mnnern1 die ihre ,tchtigkeit verlieren1 sobald sie zu hheren ,stellen gelangen1 denen ihre ,einsichten nicht mehr gewachsen sind4 ,wir mssen aber auch immer wieder daran erinnern1 da wir von 99vorzglichen99 ,leistungen reden1 von solchen1 die ,ruf in der ,art von ,ttigkeit geben1 der sie angehren4 ,es bildet daher jede ,stufe des ,befehls im ,kriege ihre eigene ,schicht von erforderlichen ,geisteskrften1 von ,ruhm und ,ehre4 ,eine sehr groe ,kluft liegt zwischen einem ,feldherrn1 d4 h4 einem entweder an der ,spitze eines ganzen ,krieges oder eines ,kriegstheaters stehenden ,general und der nchsten ,befehlshaberstufe unter ihm1 aus dem einfachen ,grunde1 weil dieser einer viel nheren ,leitung und ,aufsicht unterworfen ist1 folglich der eigenen ,geistesttigkeit einen viel kleineren ,kreis bietet4 ,dies hat denn veranlat1 da die gewhnliche ,meinung eine ausgezeichnete ,verstandesttigkeit nur in jener hchsten ,stelle sieht und bis dahin den gemeinen ,verstand fr ausreichend erachtet4 ,ja1 man ist nicht abgeneigt1 in einem unter den ,waffen ergrauten ,unterfeldherrn1 den seine einseitige ,ttigkeit zu einer unverkennbaren ,geistesarmut gefhrt hat1 eine gewisse ,verdummung zu erblicken1 und bei aller ,verehrung fr seinen ,mut ber seine ,einfalt zu lcheln4 ,es ist nicht unser ,vorsatz1 diesen braven ,leuten ein besseres ,los zu erkmpfen4 ,dies wrde nichts zu ihrer ,wirksamkeit und wenig zu ihrem ,glck beitragen1 sondern wir wollen nur die ,sachen zeigen1 wie sie sind1 und vor dem ,irrtum warnen1 da im ,kriege ein bloer ,bravo ohne ,verstand ,vorzgliches leisten knne4 ,wenn wir schon in den niedrigsten ,fhrerstellen fr den1 der ausgezeichnet sein soll1 auch ausgezeichnete ,geisteskrfte fordern und diese mit jeder ,stufe steigern1 so folgt daraus von selbst1 da wir eine ganz andere ,ansicht von den ,leuten haben1 die die zweiten ,stellen in einem ,heere mit ,ruhm bekleiden2 und ihre scheinbare ,einfalt neben dem ,polyhistor1 dem federttigen ,geschftsmann1 dem konferierenden ,staatsmann soll uns nicht irre machen an der ausgezeichneten ,natur ihres werkttigen ,verstandes4 ,freilich geschieht es zuweilen1 da ,mnner den ,ruhm1 den sie sich in niederen ,stellen erworben haben1 in die hheren mit hinberbringen1 ohne ihn dort wirklich zu verdienen4 ,werden sie nun in diesen nicht viel gebraucht1 kommen sie also nicht in die ,gefahr1 sich ,blen zu geben1 so unterscheidet das ,urteil nicht so genau1 welche ,art von ,ruf ihnen zukommt2 und so tragen solche ,mnner oft dazu bei1 da man einen geringeren ,begriff von der ,persnlichkeit fat1 die in gewissen ,stellen noch zu glnzen vermag4 99 99 99 99 99 ,die ausgezeichneten ,feldherren sind niemals aus der ,klasse der vielwissenden oder gar gelehrten ,offiziere hervorgegangen4 ,meistens konnten sie ihrer ganzen ,lage nach auf keine groe ,summe des ,wissens eingerichtet sein4 ,darum sind auch die immer als lcherliche ,pedanten verspottet worden1 die es fr die ,erziehung eines knftigen ,feldherrn ntig oder auch nur ntzlich halten1 mit der ,erkenntnis aller ,details anzufangen4 ,es lt sich ohne groe ,mhe beweisen1 da sie ihm schaden wird1 weil der menschliche ,geist durch die ihm mitgeteilten ,kenntnisse und ,ideenrichtungen erzogen wird4 ,nur das ,groe kann ihn groartig1 das ,kleine nur kleinlich machen1 wenn er es nicht wie etwas ganz ,fremdes ganz von sich stt4 99 99 99 99 99 ,je hher wir in den ,fhrerstellen hinaufsteigen1 um so mehr wird ,geist1 ,verstand und ,einsicht in der ,ttigkeit vorherrschend1 um so mehr wird also die ,khnheit1 die eine ,eigenschaft des ,gemts ist1 zurckgedrngt1 und darum finden wir sie in den hchsten ,stellen so selten1 aber um so bewunderungswrdiger ist sie auch dann4 ,eine durch vorherrschenden ,geist geleitete ,khnheit ist der ,stempel des ,helden4 ,diese ,khnheit besteht nicht im ,wagen gegen die ,natur der ,dinge1 in einer plumpen ,verletzung des ,wahrscheinlichkeitsgesetzes1 sondern in der krftigen ,untersttzung jenes hheren ,kalkls1 den das ,genie1 der ,takt des ,urteils in ,blitzesschnelle und nur halb bewut durchlaufen hat1 wenn er seine ,wahl trifft4 ,je mehr die ,khnheit den ,geist und die ,einsicht beflgelt1 um so weiter reichen diese mit ihrem ,flug1 um so umfassender wird der ,blick1 um so richtiger das ,resultat4 ,aber freilich immer nur in dem ,sinne1 da mit den greren ,zwecken auch die greren ,gefahren verbunden bleiben4 ,der gewhnliche ,mensch1 um nicht von den schwachen und unentschlossenen zu reden1 kommt hchstens bei einer eingebildeten ,wirksamkeit auf seinem ,zimmer1 entfernt von ,gefahr und ,verantwortlichkeit1 zu einem richtigen ,resultat1 soweit nmlich ein solches ohne lebendige ,anschauung mglich ist4 ,treten ihm aber ,gefahr und ,verantwortlichkeit berall nahe1 so verliert er den berblick1 und bliebe ihm dieser etwa durch den ,einflu anderer1 so wrde er den ,entschlu verlieren1 weil da kein anderer aushelfen kann4 99 99 99 99 99 ,es ist eine sehr hervorstechende ,eigentmlichkeit groer ,feldherren1 im ,unglck und in der ,bedrngnis so wenig als mglich aufzugeben1 sich und dem ,glcke zu vertrauen und es darauf ankommen zu lassen1 ob bessere ,zeiten ohne groe ,verluste zu erreichen sind4 ,gelingt es1 so sind wir geneigt1 jedesmal alles fr sichere ,rechnung und klares ,bewutsein zu halten1 was erst blo dunkles ,wagen war4 ,je hervorstechender diese ,eigentmlichkeit ist und je mehr wir die innere ,zuversicht bewundern1 auf die alles gegrndet gewesen zu sein scheint1 um so geneigter ist man1 dieses hartnckige ,verweilen auf einer ,station der ,laufbahn als eine notwendige ,bedingung1 als ein unfehlbares ,zeichen der ,gre im ,unglck zu betrachten4 ,htte ,napoleon im ,jahre #ahab im ,oktober jenseits ,moskau durch irgendeinen ,ministerwechsel in ,petersburg noch einen vorteilhaften ,frieden erhalten1 so sprche man mit der hchsten ,bewunderung von der ,ausdauer1 die man jetzt fr eine ,art ,raserei ansieht4 ,da sich unser ,urteil so sehr nach dem ,erfolge richtet1 ist nichts weniger als unvernnftig1 denn in den meisten ,fllen bleibt uns doch nicht viel anderes brig4 ,der ,erfolg einer ,unternehmung ist gewissermaen die ,rechenprobe1 und es ist sehr natrlich1 da man sich an sie hlt4 ,dieser natrlichen1 instinktartigen ,richtung entgegen sieht man oft1 da sich eine dnkelvolle ,kritik darin gefllt3 in den bestgelungensten ,unternehmungen gerade die grten ,fehler zu entdecken4 ,in den meisten ,fllen sind diese ,urteile wirklich nicht viel besser1 als wenn ein ,arzt behaupten wollte1 ein ,kranker1 dem er das ,leben abgesprochen1 lebe zu ,unrecht weiter4 99 99 99 99 99 ,wer sich in einem ,elemente bewegen will1 wie der ,krieg es ist1 darf durchaus aus seinen ,bchern nichts mitbringen als die ,erziehung seines ,geistes4 ,bringt er fertige ,ideen mit1 die ihm nicht der ,sto des ,augenblicks eingegeben1 die er nicht aus seinem eigenen ,fleisch und ,blut erzeugt hat1 so wirft ihm der ,strom der ,begebenheiten sein ,gebude nieder1 ehe es fertig ist4 ,es wird den anderen1 den ,naturmenschen1 niemals verstndlich sein und wird gerade unter den ausgezeichnetsten von ihnen1 die selbst wissen1 was sie wollen1 das wenigste ,vertrauen genieen4 99 99 99 99 99 ,der vollkommenste ,generalstab mit den richtigsten ,ansichten und ,grundstzen reicht nicht hin1 die ausgezeichnete ,fhrung einer ,armee zu bedingen1 wenn die ,seele eines groen ,feldherrn fehlt4 ,die einer groen ,feldherrnnatur angeborene ,richtung des ,blickes und des ,willens aber ist auch da ein vortreffliches ,korrektiv gegen die sich in ihre eigenen ,plne verwickelnde ,generalstabsgelehrsamkeit1 wo sie dieser brigens als ,instrument nicht entbehren kann4 99 99 99 99 99 ,da der ,krieg kein reines ,produkt notwendiger ,beziehungen von ,zweck und ,mittel ist1 sondern immer etwas von der ,natur des ,glckspiels behlt1 so kann auch die ,kriegfhrung jenes ,elements durchaus nicht entbehren1 und der ,feldherr1 der zu wenig ,neigung zu diesem ,spiel hat1 wird1 ohne es zu ahnen1 hinter der ,linie zurckbleiben und im groen ,kontobuche der kriegerischen ,erfolge in eine tiefere ,schuld geraten1 als er denkt4 99 99 99 99 99 ,der ,fhrer im ,kriege mu das ,werk seiner ,ttigkeit einem mitwirkenden ,raume bergeben1 den seine ,augen nicht berblicken1 den der regste ,eifer nicht immer erforschen kann1 und mit dem er bei dem bestndigen ,wechsel auch selten in eigentliche ,bekanntschaft kommt4 ,diese hchst eigentmliche ,schwierigkeit mu er durch eine eigentmliche ,geistesanlage besiegen1 die1 mit einem zu beschrnkten ,ausdruck1 der ,ortssinn genannt wird4 ,es ist das ,vermgen1 sich von jeder ,gegend schnell eine richtige geometrische ,vorstellung zu machen und als ,folge davon sich in ihr jedesmal leicht zurechtzufinden4 ,offenbar ist dies ein ,akt der ,phantasie4 ,zwar geschieht das ,auffassen dabei teils durch das krperliche ,auge1 teils durch den ,verstand1 der mit seinen aus ,wissenschaft und ,erfahrung geschpften ,einsichten das ,fehlende ergnzt und aus den ,bruchstcken des krperlichen ,blicks ein ,ganzes macht4 ,aber da dies ,ganze nun lebhaft vor die ,seele trete1 ein ,bild1 eine innerlich gezeichnete ,karte werde1 da dies ,bild bleibend sei1 die einzelnen ,zge nicht immer wieder auseinanderfallen1 das vermag nur die ,geisteskraft zu bewirken1 die wir ,phantasie nennen4 99 99 99 99 99 ,es ist natrlich1 da auch die ,anwendungen dieses ,talents sich nach obenhin erweitern4 ,mssen sich ,husar und ,jger auf einer ,patrouille in ,weg und ,steg leicht zurechtfinden1 und bedarf es dafr immer nur weniger ,kennzeichen1 einer beschrnkten ,auffassungs- und ,vorstellungsgabe1 so mu der ,feldherr sich bis zu den allgemeinen geographischen ,gegenstnden einer ,provinz und eines ,landes erheben1 den ,zug der ,straen1 ,strme und ,gebirge immer lebhaft vor ,augen haben1 ohne darum den beschrnkten ,ortssinn entbehren zu knnen4 ,zwar sind ihm fr die allgemeinen ,gegenstnde ,nachrichten aller ,art1 ,karten1 ,bcher1 ,memoiren1 und fr die ,einzelheiten der ,beistand seiner ,umgebungen eine groe ,hilfe1 aber gewi ist es dennoch1 da ein groes ,talent in schneller und klarer ,auffassung der ,gegend seinem ganzen ,handeln einen leichteren und festeren ,schritt verleiht1 ihn vor einer gewissen inneren ,unbeholfenheit schtzt und weniger abhngig von andern macht4 99 99 99 99 99 ,die sehr groe ,masse von ,kenntnissen und ,fertigkeiten1 die der kriegerischen ,ttigkeit im allgemeinen dienen1 und die ntig werden1 ehe ein ausgerstetes ,heer ins ,feld rcken kann1 drngen sich in wenige groe ,resultate zusammen1 ehe sie dazu kommen1 im ,kriege den endlichen ,zweck ihrer ,ttigkeit zu erreichen1 so wie die ,gewsser des ,landes sich in ,strme vereinigen1 ehe sie ins ,meer kommen4 ,nur diese sich unmittelbar ins ,meer des ,krieges ergieenden ,ttigkeiten hat der kennen zu lernen1 der sie leiten will4 99 99 99 99 99 ,der ,feldherr braucht weder ein gelehrter ,geschichtsforscher1 noch ,publizist zu sein1 aber er mu mit dem hheren ,staatsleben vertraut sein1 die eingewohnten ,richtungen1 die aufgeregten ,interessen1 die vorliegenden ,fragen1 die handelnden ,personen kennen und richtig ansehen4 ,er braucht kein feiner ,menschenbeobachter1 kein haarscharfer ,zergliederer des menschlichen ,charakters zu sein1 aber er mu den ,charakter1 die ,denkungsart und ,sitte1 die eigentmlichen ,fehler und ,vorzge derer kennen1 denen er befehlen soll4 ,er braucht nichts von der ,einrichtung eines ,fuhrwerks1 der ,anspannung der ,pferde eines ,geschtzes zu verstehen1 aber er mu den ,marsch einer ,kolonne seiner ,dauer nach unter den verschiedenen ,umstnden richtig zu schtzen wissen4 ,alle diese ,kenntnisse lassen sich nicht durch den ,apparat wissenschaftlicher ,formeln und ,maschinerien erzwingen1 sondern sie erwerben sich nur1 wenn in der ,betrachtung der ,dinge und im ,leben ein treffendes ,urteil1 wenn ein nach dieser ,auffassung hin gerichtetes ,talent ttig ist4 99 99 99 99 99 ,das einer hochgestellten kriegerischen ,ttigkeit ntige ,wissen zeichnet sich durchaus aus1 da es in der ,betrachtung1 also im ,studium und ,nachdenken1 nur durch ein eigentmliches ,talent erworben werden kann1 das1 wie die ,biene den ,honig aus der ,blume1 als ein geistiger ,instinkt aus den ,erscheinungen des ,lebens nur den ,geist zu ziehen versteht1 und da es neben ,betrachtung und ,studium auch durch das ,leben zu erwerben ist4 ,das ,leben mit seiner reichen ,belehrung wird niemals einen ,newton oder ,euler hervorbringen1 wohl aber den hheren ,kalkl eines ,cond oder ,friedrichs des ,groen4 99 99 99 99 99 ,irgendein groes ,gefhl mu die groen ,krfte des ,feldherrn beleben1 sei es der ,ehrgeiz wie in ,csar1 der ,ha des ,feindes wie in ,hannibal1 der ,stolz eines glorreichen ,unterganges wie in ,friedrich dem ,groen4 ,kriegsplan4 ,numerische berlegenheit4 ,friktion im ,kriege4 ,ungewiheit der ,nachrichten ,der ,kriegsplan fat den ganzen kriegerischen ,akt zusammen4 ,durch ihn wird er zur einzelnen ,handlung1 die einen letzten endlichen ,zweck haben mu1 in dem sich alle besonderen ,zwecke ausgeglichen haben4 ,man fngt keinen ,krieg an1 oder man sollte vernnftigerweise keinen anfangen1 ohne sich zu sagen1 was man mit und was man in ihm erreichen will4 ,das erstere ist der ,zweck1 das andere das ,ziel4 ,durch diesen ,hauptgedanken werden alle ,richtungen gegeben1 der ,umfang der ,mittel1 das ,ma der ,energie bestimmt4 ,er uert seinen ,einflu bis in die kleinsten ,glieder der ,handlung hinab4 99 99 99 99 99 ,zwei ,hauptgrundstze umfassen den ganzen ,kriegsplan und dienen allen brigen zur ,richtung4 ,der erste ist3 das ,gewicht der feindlichen ,macht auf so wenige ,schwerpunkte als mglich zurckzufhren1 wenn es sein kann1 auf einen2 wiederum den ,sto gegen diese ,schwerpunkte auf so wenige ,haupthandlungen als mglich zu beschrnken1 wenn es sein kann1 auf eine2 endlich alle untergeordneten ,handlungen so untergeordnet als mglich zu halten4 ,mit einem ,wort1 der erste ,grundsatz ist3 so konzentriert als mglich zu handeln4 ,der zweite ,grundsatz lautet3 so schnell als mglich zu handeln1 also keinen ,aufenthalt und keinen ,umweg ohne hinreichenden ,grund stattfinden zu lassen4 99 99 99 99 99 ,jeder ,plan zu einem ,feldzuge ist die ,auswahl 99eines99 ,weges unter tausend denkbaren4 ,je grer die kriegfhrenden ,staaten sind und die ,massen1 die sie in ,bewegung setzen1 um so grer ist die ,zahl der mglichen ,kombinationen1 und es ist ganz unmglich1 alle zu erschpfen4 ,darum bleibt man auch mehr oder weniger immer dabei stehen1 99einen99 fertigen ,plan hinzustellen und es dem ,takt des ,urteils zu berlassen1 das ,treffende wie das ,fehlerhafte daran herauszufhlen4 ,einem geraden1 d4 h4 unverdrehten ,verstande wird die ,wahrheit und das ,richtige ohne weitere ,entwickelung der ,grnde schon in der bloen ,aufstellung im ,augenblicke klar4 ,ein solcher ,verstand hat fr die ,wahrheit eine ,art musikalisches ,gefhl1 das unreine ,verhltnisse wie ,mitne leicht unterscheidet4 99 99 99 99 99 ,besonders zu bercksichtigen beim ,eindringen in ein ,land ist die ,hauptstadt4 ,jede ,hauptstadt hat ein groes strategisches ,gewicht1 die eine mehr als die andre3 diejenige mehr1 die den ,begriff der ,hauptstadt strker in sich vereinigt1 und 99die99 am meisten1 die der ,knoten politischer ,parteiungen ist4 ,letzteres ist der ,fall mit ,paris4 99 99 99 99 99 ,der ,schwerpunkt des franzsischen ,reiches liegt in seiner ,kriegsmacht und in ,paris4 ,jene in einer ,hauptschlacht besiegen1 ,paris erobern1 die berreste des feindlichen ,heeres ber die ,loire zurckwerfen1 mu unser ,ziel sein4 ,die ,herzgrube ,frankreichs liegt zwischen ,paris und ,brssel4 ,dort ist die ,grenze von der ,hauptstadt nur dreiig ,meilen entfernt4 99 99 99 99 99 ,auch als ,nebenunternehmung ist ein ,angriff auf das sdliche ,frankreich verwerflich1 denn er weckt nur neue ,krfte gegen uns4 ,jedesmal1 wenn man eine entfernte ,provinz angreift1 rhrt man ,interessen und ,ttigkeiten auf1 die sonst geschlummert htten4 99 99 99 99 99 ,die ,theorie fordert die krzesten ,wege zum ,ziel und schliet die ,errterung ber rechts und links1 hierhin oder dorthin1 von der ,betrachtung ganz aus4 ,napoleon hat niemals anders gehandelt4 ,die 99nchste99 ,hauptstrae von ,heer zu ,heer oder von ,hauptstadt zu ,hauptstadt war ihm immer der 99liebste99 ,weg4 99 99 99 99 99 ,es war einer der allerbesten ,grundstze des ,meisters 7,bonaparte7 in den ,feldzgen von #agif und #agig3 sich auf den untergeordneten ,punkten mit so wenig ,truppen als mglich zu behelfen1 um auf dem ,hauptpunkte recht stark zu sein4 99 99 99 99 99 ,die ,centra gravitatis in der feindlichen ,kriegsmacht zu unterscheiden1 ihre ,wirkungsweise zu erkennen1 ist ein ,hauptakt des strategischen ,urteils4 ,man wird sich nmlich jedesmal fragen mssen1 welche ,wirkungen das ,vorgehen und ,zurckgehen des einen ,teils der gegenseitigen ,streitkrfte auf die brigen hervorbringen wird4 99 99 99 99 99 ,wenn wir die neueste ,kriegsgeschichte ohne ,vorurteil betrachten1 so mssen wir uns gestehen1 da die berlegenheit in der ,zahl mit jedem ,tag entscheidender wird4 ,wir mssen also den ,grundsatz1 mglichst stark im entscheidenden ,gefecht zu sein1 allerdings jetzt etwas hher stellen1 als er vielleicht ehemals gestellt worden ist4 ,mut und ,geist des ,heeres haben zu allen ,zeiten die physischen ,krfte gesteigert und werden es auch ferner tun4 ,aber wir finden in der ,geschichte ,zeiten1 wo eine groe berlegenheit in der ,einrichtung und ,ausrstung der ,heere1 andere1 wo eine solche berlegenheit in der ,beweglichkeit ein bedeutendes moralisches bergewicht gab4 99 99 99 99 99 ,die ,heere sind in unseren ,tagen einander an ,bewaffnung1 ,ausrstung und bung so hnlich1 da zwischen den besten und den schlechtesten kein sehr merklicher ,unterschied in diesen ,dingen besteht4 ,die einen sind die ,erfinder und ,anfhrer in den besseren ,einrichtungen1 und die anderen die schnell folgenden ,nachahmer4 ,selbst die ,unterfeldherren1 die ,fhrer der ,korps und ,divisionen1 haben berall1 was ihr ,handwerk betrifft1 ziemlich dieselben ,ansichten und ,methoden1 so da auer dem ,talent des obersten ,feldherrn1 das schwerlich in einem konstanten ,verhltnis zu der ,bildung des ,volkes und ,heeres zu denken1 sondern ganz dem ,zufall berlassen ist1 nur noch die ,kriegsgewohnheit ein merkliches bergewicht geben kann4 ,je mehr das ,gleichgewicht in allen jenen ,dingen besteht1 um so entscheidender wird das ,machtverhltnis4 99 99 99 99 99 ,die absolute ,strke ist in der ,strategie meist ein ,gegebenes1 an dem der ,feldherr nichts mehr ndern kann4 ,hieraus kann aber nicht gefolgert werden1 da der ,krieg mit einem merklich schwcheren ,heer unmglich sei4 ,der ,krieg ist nicht immer ein freier ,entschlu der ,politik1 und am wenigsten ist er es da1 wo die ,krfte sehr ungleich sind4 ,folglich lt sich jedes ,machtverhltnis im ,kriege denken1 und es wre eine sonderbare ,kriegstheorie1 die sich da ganz lossagen wollte1 wo sie am meisten gebraucht wird4 99 99 99 99 99 ,das sukzessive ,heranziehen der ,krfte zu nachhaltigen wiederholten ,sten1 das in der ,taktik eine so unendlich wichtige ,sache ist1 ist in der ,strategie ganz gegen die ,natur der ,dinge4 ,es ist einer der ,hauptgrundstze der ,strategie1 99alle99 vorhandenen ,streitkrfte 99gleichzeitig99 in den ,kampf zu fhren1 oder1 im ,falle sie nicht alle gebraucht werden1 so viel als zur ,sicherung des ,erfolgs notwendig sind4 ,nur das1 was zum ,augenblicke1 da das ,handeln eintreten 99mu991 durchaus nicht beschafft werden 99kann991 nur das darf zur ,reserve und zum nachhaltigen ,gebrauch verwendet werden4 99 99 99 99 99 ,theoretisch klingt es ganz gut3 ,der ,bataillonskommandeur ist verantwortlich fr die ,ausfhrung des gegebenen ,befehls1 und da das ,bataillon durch die ,disziplin zu einem ,stck zusammengeschweit ist1 sein ,fhrer aber ein ,mann von anerkanntem ,eifer sein mu1 so dreht sich der ,balken um einen eisernen ,zapfen mit wenig ,friktion4 ,so ist es aber in ,wirklichkeit nicht4 ,das ,bataillon bleibt immer aus einer ,anzahl ,menschen zusammengesetzt1 von denen1 wenn es der ,zufall will1 der unbedeutendste imstande ist1 einen ,aufenthalt oder sonst eine ,unregelmigkeit zu bewirken4 ,diese entsetzliche ,friktion1 die sich nicht wie in der ,mechanik auf wenige ,punkte konzentrieren lt1 ist berall im ,kontakt mit dem ,zufall und bringt ,erscheinungen hervor1 die sich gar nicht berechnen lassen1 eben weil sie zum groen ,teil dem ,zufall angehren4 99 99 99 99 99 ,ein groer ,teil der ,nachrichten1 die man im ,kriege bekommt1 ist widersprechend1 ein noch grerer ist falsch und bei weitem der grte einer ziemlichen ,ungewiheit unterworfen4 ,was man hier vom ,offizier fordern kann1 ist ein gewisses ,unterscheiden1 das nur ,sach- und ,menschenkenntnis und ,urteil geben knnen4 ,das ,gesetz des ,wahrscheinlichen mu ihn leiten4 ,diese ,schwierigkeit ist nicht unbedeutend bei den ersten ,entwrfen1 die auf dem ,zimmer und noch auerhalb der eigentlichen ,kriegssphre gemacht werden1 aber unendlich grer ist sie da1 wo im ,getmmel des ,krieges selbst eine ,nachricht die andere drngt4 ,die meisten ,nachrichten sind falsch1 und die ,furchtsamkeit der ,menschen vermehrt die ,kraft der ,lge und ,unwahrheit4 ,in der ,regel ist jeder geneigt1 das ,schlimme eher zu glauben als das ,gute4 ,jeder ist geneigt1 das ,schlimme etwas zu vergrern1 und die ,gefhrlichkeiten1 die auf diese ,weise berichtet werden1 obgleich sie wie die ,wellen des ,meeres in sich selbst zusammensinken1 kehren doch wie jene ohne sichtbare ,veranlassung immer von neuem zurck4 ,fest im ,vertrauen auf sein besseres inneres ,wissen mu der ,fhrer dastehen wie der ,fels1 an dem sich die ,welle bricht4 ,die ,rolle ist nicht leicht4 ,wer nicht von ,natur mit leichtem ,blute begabt oder durch kriegerische ,erfahrungen gebt und im ,urteil gestrkt ist1 mag es sich eine ,regel sein lassen1 sich gewaltsam1 d4 h4 gegen das innere ,niveau seiner eigenen berzeugung1 von der ,seite der ,befrchtungen ab auf die ,seite der ,hoffnungen hinzuneigen4 ,er wird nur dadurch das wahre ,gleichgewicht erhalten knnen4 ,diese ,schwierigkeit1 richtig zu sehen1 die eine der allergrten ,friktionen im ,kriege ausmacht1 lt die ,dinge ganz anders erscheinen1 als man sie gedacht hat4 ,der ,eindruck der ,sinne ist strker als die ,vorstellungen des berlegenden ,kalkls1 und dies geht so weit1 da wohl noch nie eine einigermaen wichtige ,unternehmung ausgefhrt worden ist1 wo der ,befehlshaber nicht in den ersten ,momenten der ,ausfhrung neue ,zweifel bei sich zu besiegen gehabt htte4 ,gewhnliche ,menschen1 die fremden ,eingebungen folgen1 werden daher meistens an ,ort und ,stelle unschlssig2 sie glauben die ,umstnde anders gefunden zu haben1 als sie solche vorausgesetzt hatten1 und zwar um so mehr1 da sie auch hier sich wieder fremden ,eingebungen berlassen4 ,aber auch der1 der selbst entwarf und jetzt mit eigenen ,augen sieht1 wird leicht an seiner vorigen ,meinung irre4 ,festes ,vertrauen zu sich selbst mu ihn gegen den scheinbaren ,drang des ,augenblicks waffnen4 ,seine frhere berzeugung wird sich bei der ,entwicklung bewhren1 wenn die vorderen ,kulissen1 die das ,schicksal in die ,kriegsszenen einschiebt1 mit ihren dick aufgetragenen ,gestalten der ,gefahr weggezogen1 und der ,horizont erweitert ist4 ,dies ist eine der groen ,klfte zwischen ,entwerfen und ,ausfhren4 ,operationsbasis4 ,mrsche4 ,festungen4 ,gebirgskrieg ,das ,heer gleicht einem ,baume4 ,aus dem ,boden1 auf dem er wchst1 zieht er seine ,lebenskrfte4 ,ist er klein1 so kann er leicht verpflanzt werden2 dies wird aber schwieriger1 je grer er wird4 ,ein kleiner ,haufe hat auch seine ,lebenskanle1 aber er schlgt leicht ,wurzeln1 wo er sich befindet2 nicht so ein zahlreiches ,heer4 ,wenn also von dem ,einflu der ,basis auf die ,unternehmungen die ,rede ist1 so mu allen ,vorstellungen immer der ,mastab zugrunde liegen1 den die ,gre des ,heeres bedingt4 99 99 99 99 99 ,stets hat 99die ,schweiz99 ngstliche ,neutralitt beobachtet4 ,seit ,jahrhunderten ist sie allen europischen ,hndeln fremd geblieben4 ,es gehrt also ein viel grerer bermut1 eine entschiedene ,geringschtzung aller alten ,verhltnisse dazu1 sich zu einem ,einbruche in die ,schweiz zu entschlieen1 als zur berwltigung anderer ,staaten1 obgleich die ,schweiz einen hohen ,wert als ,angriffsstation hat1 weil man durch ihren ,besitz imstande ist1 das ,innere ,frankreichs mit einer ,invasion zu bedrohen1 ohne vor den franzsischen ,festungen stehen bleiben zu mssen4 99 99 99 99 99 ,wenn ein ,heer zu einer ,unternehmung vorschreitet1 sei es1 um den ,feind und sein ,kriegstheater anzugreifen oder sich an den ,grenzen des eigenen aufzustellen1 so bleibt es von den ,quellen seiner ,verpflegung und ,ergnzung in einer notwendigen ,abhngigkeit und mu die ,verbindung mit ihnen unterhalten1 denn sie sind die ,bedingungen seines ,daseins und ,bestehens4 ,diese ,abhngigkeit wchst intensiv und extensiv mit der ,gre des ,heeres4 ,nun ist es aber weder immer mglich noch erforderlich1 da das ,heer mit dem ganzen ,lande in unmittelbarer ,verbindung bleibt1 sondern nur mit dem ,stck1 das sich gerade hinter ihm befindet und folglich durch seine ,stellung gedeckt ist4 ,in diesem ,teile des ,landes werden dann1 soweit es ntig ist1 besondere ,anlagen von ,vorrten gemacht und ,veranstaltungen zur regelmigen ,fortschaffung der ,ergnzungskrfte getroffen4 ,dieses ,stck des ,landes ist also die ,grundlage des ,heeres und aller seiner ,unternehmungen2 es mu als ein ,ganzes mit demselben betrachtet werden4 ,sind die ,vorrte zu ihrer greren ,sicherheit in befestigten ,orten angelegt1 so wird der ,begriff einer ,basis dadurch verstrkt1 aber er entsteht nicht erst dadurch1 denn in einer ,menge von ,fllen findet dies nicht statt4 ,aber auch ein ,stck des feindlichen ,landes kann die ,grundlage eines ,heeres bilden1 oder wenigstens mit dazu gehren4 ,denn wenn ein ,heer im feindlichen ,lande vorgerckt ist1 werden eine ,menge ,bedrfnisse aus dem eingenommenen ,teile gezogen4 ,die ,bedingung ist in diesem ,fall1 da man wirklich ,herr dieses ,landstrichs1 d4 h4 der ,befolgung der ,anordnungen gewi ist4 99 99 99 99 99 ,die ,bedrfnisse eines ,heeres mu man in zwei ,klassen teilen1 nmlich die1 die jede angebaute ,gegend gibt1 und andere1 die es nur aus den ,quellen seiner ,entstehung ziehen kann4 ,die ersten sind hauptschlich ,unterhalts- und die zweiten ,ergnzungsmittel4 ,die ersteren kann auch das feindliche ,land1 die letzteren in der ,regel nur das eigene liefern1 z4 ,b4 ,menschen1 ,waffen und meistens auch ,munition4 99 99 99 99 99 ,sind einmal die ,anstalten zur ,ergnzung und ,ernhrung des ,heeres in einem gewissen ,bezirk und fr eine gewisse ,richtung getroffen1 so ist selbst im eigenen ,lande nur dieser ,bezirk als die ,basis des ,heeres zu betrachten1 und da eine ,vernderung hierin immer ,zeit und ,kraftaufwand erfordert1 so kann auch im eigenen ,lande das ,heer seine ,basis nicht von einem ,tage zum andern verlegen1 und darum ist es auch in der ,richtung seiner ,unternehmungen immer mehr oder weniger beschrnkt4 99 99 99 99 99 ,die ,verpflegung der ,truppen bietet1 wie sie auch geschehen mge 7durch ,magazine oder ,beitreibungen71 immer solche ,schwierigkeiten1 da sie eine sehr entscheidende ,stimme bei der ,wahl der ,maregeln hat4 ,sie ist oft der wirksamsten ,kombination entgegen und ntigt1 der ,nahrung nachzugehen1 wo man dem ,siege1 dem glnzenden ,erfolge nachgehen mchte4 ,durch sie vorzglich bekommt die ganze ,maschine die ,schwerflligkeit1 durch die ihre ,wirkungen so weit hinter dem ,fluge groer ,entwrfe zurckbleiben4 99 99 99 99 99 ,wo aus irgendeinem ,grunde der ,gang der ,begebenheiten weniger reiend ist1 wo mehr ein gleichgewichtiges ,schweben und ,abwgen der ,krfte stattfindet1 da ist das ,unterbringen der ,truppen unter ,dach und ,fach ein ,hauptgegenstand der ,aufmerksamkeit des ,feldherrn4 99 99 99 99 99 ,ohne in ,bonaparte den leidenschaftlichen ,spieler zu verkennen1 der sich oft in ein tolles ,extrem wagte1 kann man doch wohl sagen1 da er und die ihm vorangegangenen ,revolutionsfeldherren in ,rcksicht auf die ,verpflegung ein mchtiges ,vorurteil beiseite geschafft und gezeigt haben1 da diese nie anders als unter dem ,gesichtspunkt einer ,bedingung1 also niemals als ,zweck betrachtet werden msse4 brigens verhlt es sich mit der ,entbehrung im ,kriege wie mit der krperlichen ,anstrengung und der ,gefahr4 ,die ,forderungen1 die der ,feldherr an sein ,heer machen kann1 sind durch keine bestimmten ,linien begrenzt4 ,ein starker ,charakter fordert mehr als ein weichlicher ,gefhlsmensch4 ,auch die ,leistungen des ,heeres sind verschieden1 je nachdem ,gewohnheit1 kriegerischer ,geist1 ,vertrauen und ,liebe zum ,feldherrn oder ,enthusiasmus fr die ,sache des ,vaterlandes den ,willen und die ,krfte des ,soldaten untersttzen4 ,aber das sollte man wohl als ,grundsatz aufstellen knnen1 da ,entbehrung und ,not1 wie hoch sie auch gesteigert werden mgen1 immer nur als vorbergehende ,zustnde betrachtet werden und da sie zu reichlichem ,unterhalt1 ja wohl auch einmal zum berflu fhren mssen4 ,gibt es etwas ,rhrenderes als den ,gedanken an so viele tausend ,soldaten1 die1 schlecht gekleidet1 mit einem ,gepck von dreiig bis vierzig ,pfund belastet1 sich auf tagelangen ,mrschen in jedem ,wetter und ,wege mhsam fortschleppen1 ,gesundheit und ,leben unaufhrlich auf das ,spiel setzen und sich dafr nicht einmal in trockenem ,brote sttigen knnen4 ,wenn man wei1 wie oft dies im ,kriege vorkommt1 so begreift man in der ,tat kaum1 wie es nicht fter zum ,versagen des ,willens und der ,krfte fhrt1 und wie eine bloe ,richtung der ,vorstellungen im ,menschen fhig ist1 durch ihr nachhaltiges ,wirken solche ,anstrengungen hervorzurufen und zu untersttzen4 ,wer also dem ,soldaten groe ,entbehrungen auferlegt1 weil groe ,zwecke es fordern1 der wird1 sei es aus ,gefhl oder aus ,klugheit1 auch die ,entschdigung im ,auge haben1 die er ihm dafr zu andern ,zeiten schuldig ist4 99 99 99 99 99 ber das ,ma eines ,marsches und die dazu erforderliche ,zeit ist es natrlich1 sich an die allgemeinen ,erfahrungsstze zu halten4 ,fr unsere neueren ,heere steht es lngst fest1 da ein ,marsch von drei ,meilen 7#ba ,kilometer7 das gewhnliche ,tagewerk ist1 das bei langen ,zgen sogar auf zwei ,meilen 7#ad ,kilometer7 heruntergesetzt werden mu1 um die ntigen ,rasttage einschalten zu knnen1 die fr die ,herstellung alles schadhaft ,gewordenen bestimmt sind4 99 99 99 99 99 ,ein einzelner miger ,marsch nutzt das ,instrument nicht ab1 aber eine ,reihe von migen tut es schon1 und eine ,reihe von schwierigen natrlich viel mehr4 ,auf der ,kriegsbhne selbst sind ,mangel an ,verpflegung und ,unterkommen1 schlechte1 ausgefahrene ,wege und die ,notwendigkeit bestndiger ,schlagfertigkeit die ,ursachen der unverhltnismigen ,kraftanstrengungen1 durch die ,menschen1 ,vieh1 ,fuhrwerk und ,bekleidung zugrunde gerichtet werden4 99 99 99 99 99 ,man mu sich auf eine groe ,zerstrung seiner eigenen ,krfte gefat machen1 wenn man einen bewegungsreichen ,krieg fhren will1 danach seinen brigen ,plan errichten und vor allem die ,verstrkungen1 die nachrcken sollen4 99 99 99 99 99 ,die ,entfernung 7eines ,heeres7 von der ,quelle1 aus der die unaufhrlich sich schwchende ,streitkraft ebenso unaufhrlich erzeugt werden mu1 nimmt mit dem ,vorrcken zu4 ,eine erobernde ,armee gleicht hierin dem ,licht einer ,lampe4 ,je weiter sich das nhrende l heruntersenkt1 um so kleiner wird die ,flamme4 99 99 99 99 99 ,festungen sind ein eigentlicher ,schild gegen den feindlichen ,angriff1 dessen ,strom sich an ihnen bricht wie an ,eisblcken4 99 99 99 99 99 ,ein ,verteidigungsheer ohne ,festungen hat hundert verwundbare ,stellen4 ,es ist ein ,krper ohne ,harnisch4 99 99 99 99 99 ,offenbar ist die ,wirksamkeit einer ,festung aus zwei verschiedenen ,elementen zusammengesetzt1 dem passiven und dem aktiven4 ,durch das erste schtzt sie den ,ort und alles1 was in ihm enthalten ist2 durch das andere bt sie einen gewissen ,einflu auf die auch ber ihre ,kanonenschuweite hinaus liegende ,umgegend4 99 99 99 99 99 ,die ,unternehmungen1 die die ,besatzung einer ,festung sich erlauben darf1 sind immer ziemlich beschrnkt4 ,selbst bei groen ,festungen und starken ,besatzungen sind die ,haufen1 die dazu ausgesandt werden knnen1 in ,beziehung auf die im ,felde stehenden ,streitkrfte meistens nicht betrchtlich1 und der ,durchmesser ihres ,wirkungskreises betrgt selten ber ein paar ,mrsche4 ,ist die ,festung aber klein1 so werden die ,haufen ganz unbedeutend1 und ihr ,wirkungskreis wird meist auf die nchsten ,drfer beschrnkt sein4 ,solche ,korps aber1 die nicht zur ,besatzung gehren1 also nicht notwendig in die ,festung zurckkehren mssen1 sind dadurch viel weniger gebunden1 und so kann durch sie die aktive ,wirkungssphre einer ,festung1 wenn die brigen ,umstnde dazu gnstig sind1 auerordentlich erweitert werden4 99 99 99 99 99 ,erzherzog ,karl hat als erster aller ,theoretiker den ,satz ausgesprochen1 da das ,gebirge dem ,verteidiger nachteilig sei1 wobei wir hinzufgen3 insofern eine groe ,entscheidung gesucht wird oder zu befrchten ist4 99 99 99 99 99 ,mit der ,hauptmacht ist das ,gebirge womglich zu vermeiden und seitwrts liegen zu lassen oder vor oder hinter sich zu behalten4 ,im brigen ist das ,gebirge im allgemeinen sowohl in der ,taktik wie in der ,strategie der ,verteidigung ungnstig4 ,es raubt die bersicht und hindert die ,bewegungen nach allen ,richtungen4 ,es zwingt zur ,passivitt4 ,das ,gefecht4 ,verluste4 ,reserven4 ,die ,hauptschlacht4 ,sieg und ,verfolgung ,der ,mittel gibt es im ,kriege nur ein einziges4 ,es ist der ,kampf4 ,wie mannigfaltig dieser auch gestaltet sei1 wie weit er sich von der rohen ,entledigung des ,hasses und der ,feindschaft im ,faustkampfe entfernen mge1 wie viel ,dinge sich einschieben mgen1 die nicht selbst ,kampf sind3 immer liegt es im ,begriff des ,krieges1 da alle in ihm erscheinenden ,wirkungen ursprnglich vom ,kampf ausgehen mssen4 99 99 99 99 99 ,es bezieht sich also alle kriegerische ,ttigkeit notwendig auf das ,gefecht1 entweder unmittelbar oder mittelbar4 ,der ,soldat wird ausgehoben1 gekleidet1 bewaffnet1 gebt1 er schlft1 it1 trinkt und marschiert1 alles nur1 um an rechter ,stelle und zu rechter ,zeit zu fechten4 ,endigen somit im ,gefecht alle ,fden kriegerischer ,ttigkeit1 so werden wir sie auch alle auffassen1 indem wir die ,anordnung der ,gefechte bestimmen4 ,nur von dieser ,anordnung und ihrer ,vollziehung gehen die ,wirkungen aus1 niemals unmittelbar von den ihnen vorhergehenden ,bedingungen4 ,nun ist im ,gefecht alle ,ttigkeit auf die ,vernichtung des ,gegners oder vielmehr seiner ,streitfhigkeit gerichtet1 denn dies liegt in seinem ,begriff4 ,die ,vernichtung der feindlichen ,streitkraft ist also immer das ,mittel1 um den ,zweck des ,gefechts zu erreichen4 ,dieser ,zweck kann ebenfalls die bloe ,vernichtung der feindlichen ,streitmacht sein1 aber dies ist keineswegs notwendig1 sondern es kann auch etwas ganz anderes sein4 ,sobald nmlich das ,niederwerfen des ,gegners nicht das einzige ,mittel ist1 den politischen ,zweck zu erreichen1 sobald es andre ,gegenstnde gibt1 die man als ,ziel im ,kriege verfolgen kann3 so folgt von selbst1 da diese ,gegenstnde der ,zweck einzelner kriegerischer ,akte werden knnen1 also auch der ,zweck von ,gefechten4 99 99 99 99 99 ,wre die ,schlacht auch nicht das krftigste1 das gewhnlichste und wirksamste ,mittel der ,entscheidung1 so wrde es doch hinreichen1 da sie berhaupt zu den ,mitteln der ,entscheidung gehrt1 um die strkste ,vereinigung der ,krfte zu fordern1 die die ,umstnde irgend gestatten4 ,eine ,hauptschlacht auf dem ,kriegstheater ist der ,sto des ,schwerpunktes gegen den ,schwerpunkt4 ,je mehr ,krfte man in dem einen oder andern versammeln kann1 um so sicherer und grer wird die ,wirkung sein4 ,also jede ,teilung der ,krfte1 die nicht durch einen ,zweck hervorgerufen wird 7der entweder selbst durch eine glckliche ,schlacht nicht erreicht werden kann1 oder der den glcklichen ,ausgang der ,schlacht selbst bedingt71 ist verwerflich4 99 99 99 99 99 ,das ,gefecht ist die eigentliche kriegerische ,ttigkeit2 alles brige ist nur ,trger4 ,gefecht ist ,kampf1 und in ihm ist die ,vernichtung oder berwindung des ,gegners der ,zweck4 99 99 99 99 99 ,was ist die berwindung des ,gegners8 ,immer nur die ,vernichtung seiner ,streitkraft1 sei es durch ,tod oder ,wunden oder auf was fr eine andere ,art1 sei es ganz und gar1 oder nur in einem solchen ,mae1 da er den ,kampf nicht mehr fortsetzen will4 ,wir knnen also1 solange wir von allen besonderen ,zwecken der ,gefechte absehen1 die gnzliche oder teilweise ,vernichtung des ,gegners als den einzigen ,zweck aller ,gefechte betrachten4 99 99 99 99 99 ,die unmittelbare ,vernichtung der feindlichen ,streitkrfte ist berall das ,vorherrschende4 ,wir stellen also das ,vernichtungsprinzip auf4 ,indessen befinden wir uns in der ,strategie und nicht in der ,taktik und drfen also nicht von den ,mitteln sprechen1 die jene haben mag1 mit wenig ,kraftaufwand viel feindliche ,streitkrfte zu vernichten1 sondern mssen daran erinnern1 da wir unter unmittelbarer ,vernichtung die taktischen ,erfolge verstehen4 ,unsere ,behauptung lautet also1 da nur groe taktische ,erfolge zu groen strategischen fhren knnen1 oder1 bestimmter ausgedrckt1 da die taktischen ,erfolge von vorherrschender ,wichtigkeit in der ,kriegfhrung sind4 99 99 99 99 99 ,die ,frage1 ob ein einfacher ,sto oder ein mehr zusammengesetzter1 kunstvoller grere ,wirkung hervorbringt1 mag unzweifelhaft fr den letzteren entschieden werden1 solange der ,gegner als ein leidender ,gegenstand gedacht wird4 ,allein jeder zusammengesetzte ,sto erfordert mehr ,zeit1 und diese ,zeit mu ihm gegnnt werden1 ohne da durch einen ,gegensto auf einen der ,teile das ,ganze in den ,vorbereitungen zu seiner ,wirkung gestrt wird4 ,entscheidet sich nun der ,gegner zu einem einfacheren ,sto1 der in kurzer ,zeit ausgefhrt ist1 so gewinnt er den ,vorsprung und strt die ,wirkung des groen ,plans4 ,man mu also bei dem ,werte des zusammengesetzten ,stoes alle ,gefahren in ,betracht bringen1 die man whrend seiner ,vorbereitung luft1 und kann ihn nur anwenden1 wenn man vom ,gegner nicht zu frchten braucht1 durch einen krzeren gestrt zu werden4 ,sooft dies der ,fall ist1 mu man selber den krzeren whlen und in diesem ,sinne so weit hinuntersteigen1 als es der ,charakter1 die ,verhltnisse des ,gegners und andere ,umstnde ntig machen4 ,verlassen wir die schwachen ,eindrcke abstrakter ,begriffe und steigen wir ins wirkliche ,leben hinab1 so wird ein rascher1 mutiger1 entschlossener ,gegner uns nicht ,zeit zu weitaussehenden knstlichen ,zusammensetzungen lassen1 und gerade gegen einen solchen bedrfen wir der ,kunst am meisten4 ,hiermit1 scheint es uns1 ist das ,vorherrschen der einfachen und unmittelbaren ,erfolge vor den zusammengesetzten schon gegeben4 ,unsere ,meinung ist also nicht1 da der einfache ,sto der beste sei1 sondern da man nicht weiter ausholen drfe1 als der ,spielraum erlaubt1 und da dies immer mehr zum unmittelbaren ,kampf hinfhren wird1 je kriegerischer der ,gegner ist4 ,also weit entfernt1 den ,gegner nach der ,richtung zusammengesetzter ,ste hin berbieten zu drfen1 mu man vielmehr suchen1 ihm nach der entgegengesetzten ,richtung hin immer voran zu sein4 99 99 99 99 99 ,was ist nun unter ,vernichtung der feindlichen ,streitkraft zu verstehen8 ,eine ,verminderung derselben1 die verhltnismig grer ist als die unsrer eigenen4 ,wenn wir eine groe berlegenheit der ,zahl ber den ,feind haben1 so wird natrlich diese absolute ,gre des ,verlustes fr uns kleiner sein als fr ihn und folglich schon als ein ,vorteil betrachtet werden knnen4 ,nur der unmittelbare ,gewinn1 den wir im gegenseitigen ,zerstrungsproze machen1 kann als ,zweck des ,gefechts betrachtet werden1 denn dieser ,gewinn ist ein absoluter1 der die ,rechnung des ganzen ,feldzugs durchluft und sich am ,schlu immer als reiner ,gewinn erweist4 ,jede andere ,art des ,sieges ber unseren ,gegner aber wrde entweder ihren ,grund in anderen ,zwecken haben1 von denen wir hier ganz absehen1 oder nur einen einstweiligen relativen ,vorteil geben4 ,ein ,beispiel soll uns dies klarmachen4 ,wenn wir unsern ,gegner durch eine geschickte ,anordnung in eine so nachteilige ,lage versetzt haben1 da er das ,gefecht ohne ,gefahr nicht fortsetzen kann und er sich nach einigem ,widerstande zurckzieht1 so knnen wir sagen1 da wir ihn auf diesem ,punkt berwunden haben4 ,haben wir aber bei dieser berwindung gerade in demselben ,verhltnis an ,streitkrften eingebt als er1 so wird bei der ,schlurechnung des ,feldzugs von diesem ,siege1 wenn man einen solchen ,erfolg so nennen knnte1 nichts brigbleiben4 ,es kommt also das berwinden des ,gegners1 d4 h4 die ,versetzung desselben in einen solchen ,zustand1 da er das ,gefecht aufgeben mu1 an und fr sich nicht in ,betracht und kann deshalb auch nicht in die ,definition des ,zweckes aufgenommen werden1 und so bleibt denn1 wie gesagt1 nichts brig als der unmittelbare ,gewinn1 den wir im ,zerstrungsproze gemacht haben4 ,es gehren aber dahin nicht blo die ,verluste1 die im ,verlauf des ,gefechts vorkommen1 sondern auch die1 die nach dem ,abzug des besiegten ,teils als unmittelbare ,folge eintreten4 ,nun ist es eine bekannte ,erfahrung1 da die ,verluste an physischen ,streitkrften im ,laufe des ,gefechts selten eine groe ,verschiedenheit zwischen ,sieger und ,besiegtem zeigen1 oft gar keine1 zuweilen auch wohl eine sich umgekehrt verhaltende1 und da die entscheidendsten ,verluste fr den ,besiegten erst mit dem ,abzug eintreten1 nmlich die1 die der ,sieger nicht mit ihm teilt4 ,der ,verlust an physischen ,streitkrften ist nicht der einzige1 den beide ,teile im ,verlauf des ,gefechts erleiden1 sondern auch die moralischen werden erschttert1 gebrochen und gehen zugrunde4 ,es ist nicht blo der ,verlust an ,menschen1 ,pferden und ,geschtzen1 sondern an ,ordnung1 ,mut1 ,vertrauen1 ,zusammenhang und ,plan1 der bei der ,frage in ,betracht kommt1 ob das ,gefecht noch fortgesetzt werden kann oder nicht4 ,die moralischen ,krfte sind es vorzugsweise1 die hier entscheiden1 und sie waren es allein in allen ,fllen1 wo der ,sieger ebensoviel verloren hatte wie der ,besiegte4 ,das ,verhltnis des physischen ,verlustes ist ohnehin im ,laufe des ,gefechts schwer zu schtzen1 aber das ,verhltnis des moralischen nicht4 ,zwei ,dinge geben ihn hauptschlich kund4 ,das erste ist der ,verlust des ,bodens1 auf dem man gefochten1 das andere das bergewicht der feindlichen ,reserven4 ,je strker unsere ,reserven im ,verhltnis zu den feindlichen zusammenschwinden1 um so mehr ,krfte haben wir gebraucht1 das ,gleichgewicht zu erhalten4 ,schon darin tut sich ein fhlbarer ,beweis der moralischen berlegenheit des ,gegners kund1 der auch selten verfehlt1 im ,gemt des ,feldherrn eine gewisse ,bitterkeit und ,geringschtzung seiner eigenen ,truppen zu erzeugen4 ,aber die ,hauptsache ist1 da alle ,truppen1 die schon anhaltend gefochten haben1 mehr oder weniger wie eine ausgebrannte ,schlacke erscheinen4 ,sie haben sich verschossen1 sind zusammengeschmolzen2 ihre physische und moralische ,kraft ist erschpft1 auch wohl ihr ,mut gebrochen4 ,eine solche ,truppe ist somit auch1 abgesehen von der ,verminderung ihrer ,zahl1 als ein organisches ,ganze betrachtet1 bei weitem nicht mehr1 was sie vor dem ,gefecht war1 und daher kommt es1 da sich der ,verlust an moralischen ,krften an dem ,ma verbrauchter ,reserven wie an einem ,zollstock kundtut4 ,jedes ,gefecht ist also die blutige und zerstrende ,ausgleichung der ,krfte1 der physischen und moralischen4 ,wer am ,schlu die grte ,summe von beiden brig hat1 ist der ,sieger4 99 99 99 99 99 ,im ,gefecht war der ,verlust der moralischen ,krfte die vorherrschende ,ursache der ,entscheidung4 ,nachdem diese gefallen1 bleibt jener ,verlust im ,steigen und erreicht erst am ,schlu des ganzen ,aktes seinen ,hhepunkt4 ,es wird also auch das ,mittel1 den ,gewinn in der ,zerstrung der physischen ,streitkrfte zu machen1 was der eigentliche ,zweck des ,gefechts war4 ,die verlorene ,ordnung und ,einheit macht oft sogar den ,widerstand einzelner verderblich4 ,der ,mut des ,ganzen ist gebrochen4 ,die ursprngliche ,spannung ber ,verlust und ,gewinn1 in der die ,gefahr vergessen wurde1 ist aufgelst2 und den meisten erscheint die ,gefahr nun nicht mehr wie eine ,herausforderung des ,mutes1 sondern wie das ,erleiden einer harten ,zchtigung4 ,so ist das ,instrument im ersten ,augenblick des ,sieges geschwcht und abgestumpft und darum nicht mehr geeignet1 ,gefahr mit ,gefahr zu vergelten4 ,diese ,zeit mu der ,sieger benutzen1 um den eigentlichen ,gewinn an der physischen ,kraftzerstrung zu machen4 ,nur was er hierin erreicht1 bleibt ihm gewi4 ,denn die moralischen ,krfte kehren im ,gegner nach und nach zurck2 die ,ordnung wird wieder hergestellt1 sein ,mut wieder gehoben1 und es bleibt in der ,mehrheit der ,flle nur ein sehr geringer ,teil vom errungenen bergewicht zurck1 oft gar keins4 ,und in einzelnen1 obgleich seltenen ,fllen entsteht wohl gar durch ,rache und strkeres ,anfachen der ,feindschaft eine umgekehrte ,wirkung4 ,dagegen kann1 was an ,toten1 ,verwundeten1 ,gefangenen und an erobertem ,geschtz und sonstigem ,kriegsgert gewonnen ist1 niemals aus der ,rechnung verschwinden4 99 99 99 99 99 ,die ,verluste 99in99 der ,schlacht bestehen mehr in ,toten und ,verwundeten1 die 99nach99 der ,schlacht mehr in verlorenem ,geschtz und ,gefangenen4 ,die ersteren teilt der ,sieger mehr oder weniger mit dem ,besiegten2 die letzteren nicht1 und deshalb finden sie sich gewhnlich nur auf der einen ,seite des ,kampfes oder wenigstens dort in bedeutender berzahl4 ,geschtze und ,gefangene sind darum jederzeit als die wahren ,trophen des ,sieges betrachtet worden und zugleich als sein ,mastab1 weil sich an ihnen sein ,umfang unzweifelhaft kundtut4 99 99 99 99 99 ,da sich die in dem ,gefecht und seinen ersten ,folgen zugrundegerichteten moralischen ,krfte nach und nach wiederherstellen und oft keine ,spur ihrer ,zerstrung lassen1 ist zumeist der ,fall bei kleinen ,abteilungen des ,ganzen1 seltener bei groen4 99 99 99 99 99 ,wir drfen das verlorene ,gleichgewicht der moralischen ,krfte nicht darum gering achten1 weil es keinen absoluten ,wert hat und nicht unfehlbar in der endlichen ,summe der ,erfolge erscheint4 ,es kann von einem so berwiegenden ,gewicht werden1 da es mit unwiderstehlicher ,gewalt alles niederwirft4 99 99 99 99 99 ber den ,verlust an ,toten und ,verwundeten sind die gegenseitigen ,berichte nie genau1 selten wahrhaft und in den meisten ,fllen voll absichtlicher ,entstellung4 ,selbst die ,zahl der ,trophen wird selten ganz zuverlssig gegeben1 und wo sie nicht sehr bedeutend ist1 kann auch sie noch ,zweifel an dem ,siege briglassen4 ,vom ,verlust an moralischen ,krften lt sich auer den ,trophen gar kein gltiges ,ma angeben4 ,es bleibt also in vielen ,fllen das ,aufgeben des ,kampfes als der einzige wahre ,beweis des ,sieges allein brig4 ,es ist mithin als ,bekenntnis der ,schuld1 als das ,senken des ,paniers zu betrachten1 durch das dem ,gegner ,recht und berlegenheit in diesem einzelnen ,falle eingerumt wird1 und diese ,seite der ,demtigung und ,scham1 die von allen brigen moralischen ,folgen des umschlagenden ,gleichgewichts noch zu unterscheiden bleibt1 ist ein wesentliches ,stck des ,sieges4 ,dieser ,teil allein ist es1 der auf die ffentliche ,meinung auerhalb des ,heeres wirkt1 auf ,volk und ,regierung in beiden kriegfhrenden ,staaten und in allen beteiligten anderen4 99 99 99 99 99 ,das ,aufgeben der ,absicht ist nicht gerade identisch mit dem ,abzug vom ,schlachtfeld1 selbst da1 wo der ,kampf hartnckig und anhaltend gefhrt worden ist4 ,niemand wird von ,vorposten1 die sich nach einem hartnckigen ,widerstande zurckziehen1 sagen1 sie htten ihre ,absicht aufgegeben4 ,selbst in ,gefechten1 die die ,vernichtung der feindlichen ,streitkraft zur ,absicht haben1 kann der ,abzug vom ,schlachtfelde nicht immer als ein ,aufgeben der ,absicht angesehen werden1 z4 ,b4 bei vorher beabsichtigten ,rckzgen1 bei denen das ,land ,fu fr ,fu streitig gemacht wird4 ,in den meisten ,fllen ist das ,aufgeben der ,absicht von dem ,abzuge vom ,schlachtfelde schwer zu unterscheiden1 und der ,eindruck1 den jenes in und auer dem ,heere hervorbringt1 ist nicht geringzuschtzen4 ,fr ,feldherren und ,heere1 die keinen ausgemachten ,ruf haben1 ist dies eine eigene1 schwierige ,seite mancher sonst in den ,umstnden begrndeten ,verfahrungsarten1 wo eine ,reihe mit ,rckzug endigender ,gefechte als eine ,reihe von ,niederlagen erscheinen kann1 ohne es zu sein1 und wo dieses ,erscheinen von sehr nachteiligem ,einflu werden kann4 ,es ist dem ,ausweichenden in diesem ,falle nicht mglich1 durch die ,darlegung seiner eigentlichen ,absicht dem moralischen ,eindruck berall vorzubeugen1 denn um das mit ,wirksamkeit zu tun1 mte er seinen ,plan vollstndig bekanntmachen1 was1 wie sich versteht1 seinem ,hauptinteresse zu sehr entgegenliefe4 99 99 99 99 99 ,die ,dauer eines ,gefechts ist gewissermaen als ein zweiter1 untergeordneter ,erfolg zu betrachten4 ,dem ,sieger kann ein ,gefecht niemals schnell genug entschieden sein1 dem ,besiegten niemals lange genug dauern4 ,der schnelle ,sieg ist eine hhere ,potenz des ,sieges1 die spte ,entscheidung bei der ,niederlage ein ,ersatz fr den ,verlust4 99 99 99 99 99 ,kein ,gefecht entscheidet sich in einem einzelnen ,moment1 obwohl es in jedem ,gefechte ,momente von groer ,wichtigkeit gibt1 die die ,entscheidung hauptschlich bewirken4 ,der ,verlust eines ,gefechts ist ein stufenweises ,niedersinken der ,wage4 ,es gibt aber bei jedem ,gefecht einen ,zeitpunkt1 wo man es als entschieden ansehen kann1 so da der ,wiederanfang ein neues ,gefecht und nicht die ,fortsetzung des alten wre4 ber diesen ,zeitpunkt eine klare ,vorstellung zu haben1 ist sehr wichtig1 um sich entscheiden zu knnen1 ob ein ,gefecht von einer herbeieilenden ,hilfe noch mit ,nutzen wieder aufgenommen werden kann4 ,oft werden in ,gefechten1 die nicht wiederherzustellen sind1 neue ,krfte vergeblich geopfert4 ,oft wird versumt1 die ,entscheidung zu wenden1 wo dies noch fglich geschehen knnte4 99 99 99 99 99 ,jedes ,gefecht ist ein ganzes1 in dem sich die ,teilgefechte zu einem ,gesamterfolge vereinigen4 ,in diesem ,gesamterfolg liegt die ,entscheidung des ,gefechts4 99 99 99 99 99 ,je kleiner der ,teil der ,streitkraft ist1 der wirklich gefochten1 je grer der ist1 der als ,reserve durch sein bloes ,dasein mitentschieden hat1 um so weniger kann uns eine neue ,streitkraft des ,gegners den ,sieg wieder aus den ,hnden winden4 99,der99 ,feldherr wie 99das99 ,heer1 die es am weitesten darin gebracht haben1 das ,gefecht mit der grten konomie der ,krfte zu fhren und berall die moralische ,wirkung starker ,reserven geltend zu machen1 gehen den sichersten ,weg zum ,siege4 ,man mu den ,franzosen1 besonders wenn ,bonaparte sie fhrte1 eine groe ,meisterschaft darin einrumen4 ,ferner wird der ,augenblick1 wo beim ,sieger der ,zustand der ,gefechtskrisis aufhrt und die alte ,tchtigkeit zurckkehrt1 um so frher eintreten1 je kleiner das ,ganze ist4 ,eine ,reiterfeldwache1 die ihren ,gegner spornstreichs verfolgt1 wird in wenig ,minuten wieder die alte ,ordnung gewinnen1 und lnger dauert auch die ,krisis nicht4 ,ein ganzes ,regiment ,reiterei braucht dazu schon mehr ,zeit4 ,noch lnger dauert es beim ,fuvolk1 wenn es sich in einzelne ,schtzenlinien aufgelst hat1 und wieder lnger bei ,abteilungen von allen ,waffen1 wenn ein ,teil diese1 der andre jene zufllige ,richtung eingeschlagen und dies eine ,strung der ,ordnung veranlat hat1 die gewhnlich dadurch erst schlimmer wird1 da kein ,teil recht wei1 wo der andre ist4 ,wieder spter tritt dieser ,augenblick ein1 wenn die ,nacht den ,sieger in der ,krisis berrascht2 und endlich tritt er spter ein1 wenn die ,gegend durchschnitten und verdeckt ist4 99 99 99 99 99 ,die ,gefahr1 sich auf zwei ,seiten schlagen zu mssen1 und die noch drohendere1 keinen ,rckzug zu behalten1 lhmen die ,bewegungen und die ,kraft des ,widerstandes und wirken auf die ,alternative von ,sieg und ,niederlage2 ferner steigern sie bei der ,niederlage den ,verlust und treiben ihn oft bis an die uerste ,grenze1 d4 h4 bis zur ,vernichtung4 ,der bedrohte ,rcken macht also die ,niederlage zugleich wahrscheinlicher und entscheidender4 ,hieraus entsteht ein wahrer ,instinkt fr die ganze ,kriegfhrung und besonders fr die groen und kleinen ,gefechte3 nmlich die ,sicherung des eigenen ,rckens und die ,gewinnung des feindlichen4 ,er folgt aus dem ,begriff des ,sieges1 der1 wie wir gesehen haben1 noch etwas anderes als bloes ,totschlagen ist4 99 99 99 99 99 ,die ,wirkung einer berraschung in ,seite und ,rcken ist immer gesteigert1 und ein in der ,krisis des ,sieges ,begriffener ist in seinem ausgereckten und zerstreuten ,zustande weniger imstande1 ihr entgegenzuwirken4 ,wer fhlt es nicht1 da ein ,seiten- und ,rckenanfall1 der im ,anfang des ,gefechts1 wo die ,kraft gesammelt und fr solche ,flle immer vorgesehen ist1 wenig bedeuten wrde1 ein ganz anderes ,gewicht im letzten ,augenblick des ,gefechtes bekommt4 ,in den meisten ,fllen wird eine von der ,seite oder im ,rcken des ,gegners herbeikommende ,hilfe viel wirksamer sein1 sich wie dasselbe ,gewicht an einem lngeren ,hebelarm verhalten1 so da man also unter solchen ,umstnden die ,herstellung eines ,gefechts mit derselben ,kraft unternehmen kann1 die auf dem geraden ,wege nicht zugereicht htte4 ,hier1 wo die ,wirkungen fast jeder ,berechnung ausweichen1 weil die moralischen ,krfte ganz das bergewicht gewinnen1 ist das rechte ,feld der ,khnheit und des ,wagens4 99 99 99 99 99 ,der alte1 auch von ,napoleon betonte ,grundsatz1 da der ,befehlshaber einer abgesonderten ,kolonne immer seine ,richtung dahin zu nehmen habe1 wo heftiger ,kanonendonner die ,krise einer ,entscheidung andeutet1 kann nur fr solche ,flle gelten1 wo der ,befehlshaber einer abgesonderten ,kolonne durch die ,umstnde in eine 99zweifelhafte99 ,lage gesetzt worden ist1 in der sich die frhere ,klarheit und ,bestimmtheit seiner ,aufgabe in die ,ungewiheit und die ,widersprche der ,entscheidung verliert1 die in der ,wirklichkeit des ,krieges so hufig sind4 ,anstatt unttig stehenzubleiben oder ohne bestimmten ,zweck umherzuirren1 wird ein solcher ,befehlshaber freilich besser tun1 seinem ,nachbar zu ,hilfe zu eilen1 wenn ein heftiges ,feuer dessen ,not andeutet4 99 99 99 99 99 ,die ,vernichtung der feindlichen ,streitkrfte ist das ,hauptprinzip der ,kriegfhrung und fr die ganze ,seite des positiven ,handelns der ,hauptweg zum ,ziel4 ,diese ,vernichtung der ,streitkrfte findet hauptschlich im ,gefecht statt4 ,nur groe und allgemeine ,gefechte geben groe ,erfolge4 ,am grten werden die ,erfolge1 wenn sich die ,gefechte in eine groe ,schlacht vereinigen4 ,nur in einer ,hauptschlacht regiert der ,feldherr mit eigenen ,hnden4 ,aus diesen ,wahrheiten ergibt sich ein ,doppelgesetz1 dessen ,teile sich gegenseitig tragen1 nmlich1 da die ,vernichtung der feindlichen ,streitkrfte hauptschlich in groen ,schlachten und ihren ,erfolgen zu suchen ist1 und da der ,hauptzweck groer ,schlachten die ,vernichtung der feindlichen ,streitkrfte sein mu4 99 99 99 99 99 ,die ,hauptschlacht ist als der konzentrierte ,krieg1 als der ,schwerpunkt des ganzen ,krieges oder ,feldzuges anzusehen4 ,wie sich die ,strahlen der ,sonne im ,brennpunkt des ,hohlspiegels zu ihrem vollkommenen ,bilde und zur hchsten ,glut vereinigen1 so vereinigen sich ,krfte und ,umstnde des ,krieges in der ,hauptschlacht zu einer zusammengedrngten hchsten ,wirkung4 99 99 99 99 99 ,nicht blo der ,begriff des ,krieges fhrt uns dahin1 eine groe ,entscheidung nur in einer groen ,schlacht zu suchen1 sondern auch die ,erfahrung4 ,von jeher haben nur groe ,siege zu groen ,erfolgen gefhrt1 bei dem ,angreifenden unbedingt1 bei dem ,verteidiger mehr oder weniger4 ,selbst ,bonaparte wrde das in seiner ,art einzige ,ulm nicht erlebt haben1 wenn er das ,blutvergieen gescheut htte4 ,vielmehr ist es nur als eine ,nachmahd der ,siegesflle seiner frheren ,feldzge anzusehen4 ,es sind nicht blo die khnen ,feldherren1 die verwegenen1 die trotzigen1 die ihr ,werk mit dem groen ,wagstck entscheidender ,schlachten zu vollbringen gesucht haben1 es sind die glcklichen insgesamt4 ,und von diesen knnen wir uns bei einer so umfassenden ,frage die ,antwort gefallen lassen4 99 99 99 99 99 ,der ,hauptschlacht im ,kriege ist nichts an ,wichtigkeit zu vergleichen1 und die hchste ,weisheit der ,strategie offenbart sich in der ,beschaffung der ,mittel zu ihr1 in ihrer geschickten ,feststellung nach ,ort1 ,zeit und ,richtung der ,krfte und in der ,ausnutzung ihres ,erfolges4 99 99 99 99 99 ,der ,impuls zur ,hauptschlacht1 die freie sichere ,bewegung zu ihr1 mu von dem ,gefhl eigener ,kraft und dem klaren ,bewutsein der ,notwendigkeit1 mit anderen ,worten3 er mu von dem angeborenen ,mut und von dem durch groe ,lebensverhltnisse geschrften ,blick ausgehen4 99 99 99 99 99 ,die ,gre eines ,sieges steigt nicht blo in dem ,mae1 als die besiegten ,streitkrfte an ,umfang zunehmen1 sondern in hheren ,graden4 ,die moralischen ,wirkungen1 die der ,ausgang eines groen ,gefechts hat1 sind grer beim ,besiegten als beim ,sieger2 sie werden ,veranlassung zu greren ,verlusten an physischen ,krften1 die dann wieder auf die moralischen zurckwirken und so sich gegenseitig tragen und steigern4 ,auf diese moralische ,wirkung mu man daher ein besonderes ,gewicht legen4 ,sie findet in entgegengesetzter ,richtung bei beiden ,teilen statt4 ,wie sie die ,krfte des ,besiegten untergrbt1 so erhht sie die ,krfte und die ,ttigkeit des ,siegers4 ,aber die ,hauptwirkung liegt doch im ,besiegten1 denn hier wird sie die unmittelbare ,ursache zu neuen ,verlusten1 und auerdem ist sie mit der ,gefahr1 den ,anstrengungen und ,mhseligkeiten1 berhaupt mit allen erschwerenden ,umstnden1 zwischen denen sich der ,krieg bewegt1 homogener ,natur1 tritt also mit ihnen in ,bund und wchst durch ihren ,beistand1 whrend beim ,sieger sich alle diese ,dinge wie ,gewichte an den hheren ,schwung seines ,mutes legen4 ,man findet also1 da der ,besiegte sich viel tiefer unter die ,linie des ursprnglichen ,gleichgewichts hinuntersenkt1 als der ,sieger sich ber sie erhebt4 99 99 99 99 99 ,die ,hauptschlacht ist um ihrer selbst willen da1 um des ,sieges willen1 den sie geben soll und der in ihr mit der hchsten ,anstrengung gesucht wird4 ,dies ist die ,geistesspannung1 nicht blo des ,feldherrn1 sondern seines ganzen ,heeres bis zum letzten ,troknecht hinab4 ,zu allen ,zeiten und nach der ,natur der ,dinge waren ,hauptschlachten niemals unvorbereitete1 unerwartete1 blinde ,dienstverrichtungen1 sondern ein groartiger ,akt1 der aus der ,masse der gewhnlichen ,ttigkeiten teils von selbst1 teils nach der ,absicht der ,fhrer hinreichend hervortritt4 99 99 99 99 99 ,gewhnlich kommen beide ,teile mit sehr geschwchten krperlichen ,krften in die ,schlacht1 denn die ,bewegungen1 die unmittelbar vorhergehen1 haben mindestens den ,charakter dringender ,umstnde4 ,die ,anstrengungen1 die das ,ausringen eines langen ,kampfes kostet1 vollenden die ,erschpfung4 ,dazu kommt1 da der siegende ,teil nicht viel weniger durcheinandergekommen und aus seinen ursprnglichen ,ordnungsfugen gewichen ist als der ,besiegte und somit das ,bedrfnis hat1 sich zu ordnen und mit frischer ,munition zu versehen4 ,alle diese ,umstnde versetzen den ,sieger selbst in einen ,zustand der ,krisis4 ,es ist zwar ein ,entreien des ,sieges nicht zu befrchten1 aber nachteilige ,gefechte bleiben doch mglich4 ,auerdem hngt sich nun das volle ,gewicht des sinnlichen ,menschen mit seinen ,bedrfnissen und ,schwchen an den ,willen des ,feldherrn4 ,alle die ,tausende1 die unter seinem ,befehl stehen1 haben das ,bedrfnis nach ,ruhe und ,strkung1 haben das ,verlangen1 die ,schranken der ,gefahr und ,arbeit vorderhand geschlossen zu sehen4 ,nur wenige1 die man als ,ausnahmen betrachten kann1 sehen und fhlen ber den gegenwrtigen ,augenblick hinaus4 ,nur in diesen wenigen ist1 nachdem das ,notwendige vollbracht ist1 noch so viel freies ,spiel des ,mutes1 um noch an 99die99 ,erfolge zu denken1 die in solchem ,augenblick als eine bloe ,verschnerung des ,sieges1 als ein ,luxus des ,triumphes erscheinen4 ,alle jene ,tausende aber haben ihre ,stimme im ,rate des ,feldherrn1 denn durch die ganze ,stufenfolge der bereinandergestellten ,fhrer haben diese ,interessen des sinnlichen ,menschen ihren sicheren ,leiter bis ins ,herz des ,feldherrn4 ,dieser selbst ist mehr oder weniger durch geistige und krperliche ,anstrengung in seiner inneren ,ttigkeit geschwcht1 und so geschieht es denn1 da meistens aus diesem rein menschlichen ,grunde weniger geschieht1 als geschehen knnte1 und da berhaupt1 was geschieht1 nur vom ,ruhmdurst1 der ,energie und wohl auch der ,hrte des obersten ,feldherrn abhngt4 99 99 99 99 99 ,ist der groe ,sieg erfochten1 so soll von keiner ,rast1 von keinem ,atemholen1 von keinem ,besinnen1 von keinem ,feststellen usw4 die ,rede sein1 sondern nur von der ,verfolgung1 von neuen ,sten1 wo sie ntig sind1 von der ,einnahme der feindlichen ,hauptstadt1 vom ,angriff auf die feindlichen ,hilfsheere1 oder was sonst als ,sttzpunkt des feindlichen ,staates erscheint4 ,fhrt uns der ,strom des ,sieges an feindlichen ,festungen vorbei1 so hngt es von unserer ,strke ab1 ob sie belagert werden sollen oder nicht4 ,bei groer berlegenheit wre es ein ,zeitverlust1 sich ihrer nicht so frh als mglich zu bemchtigen4 ,sind wir aber des ferneren ,erfolges an der ,spitze nicht sicher1 so mssen wir uns vor den ,festungen mit so wenigem als mglich behelfen1 und das schliet ihre grndliche ,belagerung aus4 ,von dem ,augenblick an1 wo die ,belagerung einer ,festung uns zwingt1 mit dem ,vorschreiten des ,angriffs innezuhalten1 hat dieser in der ,regel seinen ,kulminationspunkt erreicht4 ,wir fordern also ein schnelles1 rastloses ,vordringen und ,nachdringen der ,hauptmacht4 ,wir haben es schon verworfen1 da sich dieses ,vorschreiten auf dem ,hauptpunkte nach dem ,erfolg auf den ,nebenpunkten richtet4 ,solange der ,feldherr seinen ,gegner noch nicht niedergeworfen hat1 solange er glaubt1 stark genug zu sein1 um das ,ziel zu gewinnen1 so lange mu er es auch verfolgen4 ,er tut es vielleicht mit steigender ,gefahr1 aber auch mit steigender ,gre des ,erfolgs4 ,kommt ein ,punkt1 wo er es nicht wagt1 weiterzugehen1 wo er glaubt1 fr seinen ,rcken sorgen1 sich rechts und links ausbreiten zu mssen1 -- wohlan1 so ist dies hchstwahrscheinlich sein ,kulminationspunkt4 ,die ,flugkraft ist dann zu ,ende1 und wenn der ,gegner nicht niedergeworfen ist1 wird es hchstwahrscheinlich nicht mehr geschehen4 ,alles1 was der ,feldherr zur intensiven ,ausbildung seines ,angriffs durch ,eroberung von ,festungen1 ,pssen1 ,provinzen tut1 ist zwar noch ein langsames ,vorschreiten1 aber nur ein relatives1 kein absolutes mehr4 99 99 99 99 99 ,jeder ,zwischenraum von einem ,erfolg zum andern gibt dem ,feinde neue ,aussichten4 ,die ,wirkungen des frheren ,erfolges haben auf den spteren einen sehr geringen ,einflu1 oft keinen1 oft einen negativen1 weil sich der ,feind erholt oder gar zu grerem ,widerstand entflammt wird oder neue ,hilfe von auen bekommt1 whrend da1 wo alles in einem ,zuge geschieht1 der gestrige ,erfolg den heutigen mit sich fortreit1 der ,brand sich am ,brande entzndet4 99 99 99 99 99 ,einer der wichtigsten und wirksamsten ,grundstze in der ,strategie ist es3 einen ,erfolg1 den man irgendwo erfochten hat1 auf der ,stelle so weit auszunutzen1 als es die ,umstnde gestatten4 99 99 99 99 99 ,die ,energie1 mit der das ,verfolgen geschieht1 bestimmt hauptschlich den ,wert des ,sieges4 ,die ,verfolgung ist ein zweiter ,akt des ,sieges1 in vielen ,fllen sogar wichtiger als der erste4 ,indem sich die ,strategie hier der ,taktik nhert1 um von ihr das rollende ,werk in ,empfang zu nehmen1 lt sie den ersten ,akt ihrer ,autoritt darin bestehen1 diese ,vervollstndigung des ,sieges zu fordern4 99 99 99 99 99 ,das erste ,verfolgen hat verschiedene natrliche ,grade4 ,der erste ist1 wenn es mit bloer ,reiterei geschieht4 ,dann ist es im ,grunde mehr ein ,schrecken und ,beobachten als ein wahrhaftes ,drngen1 weil der kleinste ,bodenabschnitt gewhnlich hinreicht1 den ,verfolgenden aufzuhalten4 ,soviel die ,reiterei bei einer erschtterten und geschwchten ,truppe gegen den einzelnen ,haufen vermag1 so ist sie doch gegen das ,ganze immer nur die ,hilfswaffe1 weil der ,abziehende seine frischen ,reserven zur ,deckung seines ,rckzugs verwenden und so beim nchsten1 unbedeutendsten ,bodenabschnitt durch die ,verbindung aller ,waffen mit ,erfolg widerstehen kann4 ,nur ein in wahrer ,flucht und gnzlicher ,auflsung befindliches ,heer macht hier eine ,ausnahme4 ,der zweite ,grad ist1 wenn die ,verfolgung durch eine starke ,vorhut von allen ,waffen geschieht1 bei der sich natrlich der grte ,teil der ,reiterei befindet4 ,ein solches ,verfolgen drngt den ,gegner bis zur nchsten starken ,stellung seiner ,nachhut oder bis zur nchsten ,aufstellung seines ,heeres4 ,der dritte und strkste ,grad ist1 wenn das siegreiche ,heer selbst im ,vorgehen bleibt1 soweit die ,krfte reichen4 ,in diesem ,fall wird der ,geschlagene die meisten ,aufstellungen1 zu denen ihm die ,gegend einige ,gelegenheit bietet1 auf die bloen ,anstalten eines ,angriffs oder einer ,umgehung wieder verlassen4 99 99 99 99 99 ,aber auch bei diesem ersten ,verfolgen bleibt die ,wirksamkeit des ,sieges in den seltensten ,fllen stehen1 und es fngt nun erst die eigentliche ,bahn an1 zu der der ,sieg die ,schnellkraft verliehen hat4 ,dabei kann man wieder drei ,grade unterscheiden3 ein bloes ,nachrcken1 ein eigentliches ,drngen und einen ,parallelmarsch zum ,abschneiden4 99 99 99 99 99 ,der wirksamste ,grad der 7weiteren7 ,verfolgung ist der ,parallelmarsch nach dem nchsten ,ziel des feindlichen ,rckzuges4 ,jedes geschlagene ,heer wird hinter sich1 nher oder entfernter1 einen ,punkt haben1 dessen ,erreichung ihm zunchst stark am ,herzen liegt1 sei es1 da sein fernerer ,rckzug dadurch gefhrdet werden kann1 wie bei ,straenengen1 oder da es fr den ,punkt sehr wichtig ist1 ihn 99vor99 dem ,feinde zu erreichen1 wie bei ,hauptstdten1 ,magazinen usw41 oder endlich1 da das ,heer auf diesem ,punkte neue ,widerstandsfhigkeit gewinnen kann1 wie bei festen ,stellungen1 ,vereinigung mit anderen ,korps usw4 99 99 99 99 99 ,bei der absoluten ,gestalt des ,krieges1 wo alles aus notwendigen ,grnden geschieht1 alles rasch ineinandergreift1 kein1 wenn ich so sagen darf1 wesenloser neutraler ,zwischenraum entsteht1 gibt es wegen der vielfltigen ,wechselwirkungen1 die der ,krieg in sich schliet1 wegen des ,zusammenhanges1 in dem1 streng genommen1 die ganze ,reihe der aufeinanderfolgenden ,gefechte steht1 wegen des ,kulminationspunktes1 den jeder ,sieg hat1 ber den hinaus das ,gebiet der ,verluste und ,niederlagen beginnt -- wegen aller dieser natrlichen ,verhltnisse des ,krieges1 sage ich1 gibt es nur 99einen99 ,erfolg1 nmlich den 99,enderfolg994 ,bis dahin ist nichts entschieden3 nichts gewonnen1 nichts verloren4 ,hier mu man sich bestndig sagen3 das ,ende krnt das ,werk4 ,die verlorene ,schlacht und der ,rckzug ,der ,entschlu1 das ,gefecht aufzugeben1 entspringt in der ,hauptschlacht mehr als in irgendeinem andern ,gefechte aus dem ,verhltnis der brigbleibenden frischen ,reserven4 ,denn nur diese haben noch alle moralischen ,krfte1 und die vom ,zerstrungselement bereits ausgeglhten ,schlacken zusammengeschossener und geworfener ,bataillone knnen nicht auf gleiche ,linie mit ihnen gestellt werden4 ,auch der verlorene ,boden ist ein ,mastab verlorener moralischer ,krfte1 wie wir anderswo gesagt haben4 ,er kommt wohl mit in ,betracht1 doch mehr als ein ,zeichen eines erlittenen ,verlustes denn als der ,verlust selbst1 und immer bleibt die ,zahl der frischen ,reserven das ,hauptaugenmerk beider ,feldherren4 99 99 99 99 99 ,gewhnlich nimmt eine ,schlacht ihre ,richtung schon von vornherein1 wiewohl auf eine wenig merkliche ,art4 ,oft ist sogar diese ,richtung schon durch die ,anordnungen1 die fr sie getroffen sind1 auf eine sehr entschiedene ,weise gegeben1 und dann ist es ,mangel an ,einsicht desjenigen ,feldherrn1 der die ,schlacht unter so schlimmen ,bedingungen erffnet1 ohne sich ihrer bewut zu werden4 ,allein wo dieser ,fall auch nicht stattfindet1 liegt es in der ,natur der ,dinge1 da der ,verlauf der ,schlachten mehr ein langsames ,umschlagen des ,gleichgewichts ist1 das bald1 aber1 wie gesagt1 anfangs nicht merklich1 eintritt und dann mit jedem neuen ,zeitmoment strker und sichtlicher wird1 als ein oszillierendes ,hin- und ,herschwanken1 wie man sie sich1 durch unwahre ,schlachtenbeschreibungen verfhrt1 gewhnlich denkt4 ,in den meisten ,fllen wird der ,feldherr den ,verlust des ,gleichgewichts lange schon vor dem ,abzug gewahr1 und die ,flle1 wo irgendeine ,einzelheit unvermutet stark auf den ,hergang des ,ganzen einwirkt1 haben ihr ,dasein meistens nur in der ,beschnigung1 mit der jeder seine verlorene ,schlacht erzhlt4 ,der besiegte ,feldherr sieht den schlimmen ,ausgang gewhnlich schon eine geraume ,zeit vorher1 ehe er sich zum ,aufgeben der ,schlacht entschliet4 ,allerdings gibt es ,flle1 wo eine ,schlacht schon eine sehr entschiedene ,richtung nach einer ,seite genommen hatte und doch eine ,entscheidung nach der anderen ,seite hin bekommen hat1 aber sie sind nicht die gewhnlichen1 sondern selten4 ,indes auf diese seltenen ,flle rechnet jeder ,feldherr1 gegen den sich das ,glck erklrt1 und er 99mu99 darauf rechnen1 solange ihm irgendeine ,mglichkeit der ,wendung bleibt4 ,er hofft1 durch strkere ,anstrengungen1 durch eine ,erhhung der brigbleibenden moralischen ,krfte1 durch ein ,sichselbstbertreffen oder auch durch einen glcklichen ,zufall den ,augenblick noch gewendet zu sehen1 und treibt dies so weit1 wie ,mut und ,einsicht es in ihm miteinander abmachen4 99 99 99 99 99 ,das ,verhltnis der brig bleibenden frischen ,reserven gibt meistens den ,hauptgrund zur vlligen ,entscheidung ab4 ,der ,feldherr1 der seinen ,gegner darin von entschiedener berlegenheit sieht1 entschliet sich zum ,rckzug4 ,es ist gerade die ,eigentmlichkeit der neueren ,schlachten1 da alle ,unglcksflle und ,verluste1 die in ihrem ,verlauf stattgehabt haben1 durch frische ,krfte gutgemacht werden knnen1 weil die neuere ,art1 wie die ,truppen ins ,gefecht gefhrt werden1 ihren ,gebrauch fast berall und in jeder ,lage gestatten4 ,solange also der ,feldherr1 gegen den der ,ausgang sich zu erklren scheint1 noch eine berlegenheit an ,reserve hat1 wird er die ,sache nicht aufgeben4 ,aber von dem ,zeitpunkt an1 wo seine ,reserven anfangen schwcher zu werden als die feindlichen1 ist die ,entscheidung als gegeben zu betrachten1 und was er nun noch tut1 hngt teils von besonderen ,umstnden1 teils von dem ,grade des ,mutes und der ,ausdauer ab1 die ihm gegeben sind und die auch wohl in unweisen ,starrsinn ausarten knnen4 99 99 99 99 99 ,wenn auf der einen ,seite der gebieterische ,stolz eines siegreichen ,eroberers1 wenn der unbeugsame ,wille eines angeborenen ,starrsinns1 wenn das krampfhafte ,widerstreben einer edlen ,begeisterung nicht vom ,schlachtfelde weichen wollen1 wo sie ihre ,ehre zurcklassen sollen1 -- so rt auf der anderen ,seite die ,einsicht1 nicht alles auszugeben1 nicht das ,letzte aufs ,spiel zu setzen1 sondern so viel brig zu behalten1 als zu einem geordneten ,rckzuge ntig ist4 ,wie hoch auch der ,wert des ,mutes und der ,standhaftigkeit im ,kriege angeschlagen werden mu und wie wenig ,aussicht 99der99 auf den ,sieg hat1 der sich nicht entschlieen kann1 ihn mit der ganzen ,kraftanstrengung zu suchen1 so gibt es doch einen ,punkt1 ber den hinaus das ,verharren nur eine verzweiflungsvolle ,torheit genannt werden kann4 99 99 99 99 99 ,ein in ,feindesland ,zurckgehender bedarf in der ,regel einer vorbereiteten ,strae4 ,einer1 der unter sehr schlimmen ,verhltnissen zurckgeht1 bedarf ihrer doppelt4 ,einer1 der in ,ruland #abj ,meilen weit zurck will1 braucht sie dreifach4 ,unter vorbereiteter ,strae verstehen wir eine1 die von seinen ,etappentruppen besetzt war und auf der er ,magazine findet4 99 99 99 99 99 ,in der verlorenen ,schlacht ist die ,macht des ,heeres gebrochen worden1 noch mehr die moralische als die physische4 ,eine zweite1 ohne da neue vorteilhafte ,umstnde ins ,spiel kommen1 wrde zur gnzlichen ,niederlage1 vielleicht zum ,untergange fhren4 ,das ist ein militrisches ,axiom4 ,nach der ,natur der ,sache geht der ,rckzug bis zu dem ,punkt1 wo sich das ,gleichgewicht der ,krfte wiederhergestellt haben wird1 sei es durch ,verstrkung oder durch den ,schutz bedeutender ,festungen1 oder durch groe ,abschnitte des ,bodens oder durch die ,ausdehnung der feindlichen ,macht4 ,der ,grad des ,verlustes1 die ,gre der ,niederlage wird diesen ,moment des ,gleichgewichtes nhern oder entfernen1 noch mehr aber der ,charakter des ,gegners4 ,wie viele ,beispiele gibt es nicht1 da das geschlagene ,heer sich in einer geringen ,entfernung wieder aufgestellt hat1 ohne da seine ,verhltnisse seit der ,schlacht sich im mindesten verndert htten4 ,der ,grund davon liegt entweder in der moralischen ,schwche des ,gegners oder darin1 da das in der ,schlacht gewonnene bergewicht nicht gro genug ist1 um zu einem nachdrcklichen ,stoe zu fhren4 99 99 99 99 99 ,das erste1 was sich der ,einbildungskraft -- und man kann auch wohl sagen3 des ,verstandes -- in einer unglcklichen ,schlacht bemchtigt1 ist das ,zusammenschmelzen der ,massen1 dann der ,verlust des ,bodens1 der mehr oder weniger immer1 und also auch beim ,angreifenden1 eintritt1 wenn er nicht glcklich ist4 ,dann die zerstrte ursprngliche ,ordnung1 das ,durcheinandergeraten der ,teile1 die ,gefahren des ,rckzugs1 die mit wenig ,ausnahmen immer1 bald schwcher1 bald strker1 eintreten4 ,nun der ,rckzug1 der meist in der ,nacht angetreten oder wenigstens die ,nacht hindurch fortgesetzt wird4 ,gleich bei diesem ersten ,marsch mssen wir eine ,menge von ,ermatteten und ,verstreuten zurcklassen1 oft gerade die ,bravsten1 die sich am weitesten vorgewagt1 die am lngsten ausgeharrt haben4 ,das ,gefhl1 besiegt zu sein1 das auf dem ,schlachtfelde nur die hheren ,offiziere ergriff1 geht nun auf alle ,klassen bis zum ,gemeinen ber1 verstrkt durch den abscheulichen ,eindruck1 so viel brave ,gefhrten1 die gerade in der ,schlacht uns erst recht wert geworden sind1 in ,feindeshnden zurcklassen zu mssen1 und verstrkt durch das erwachende ,mitrauen gegen die ,fhrung1 der mehr oder weniger jeder ,untergebene die ,schuld seiner vergeblich gemachten ,anstrengung beimit4 ,und dieses ,gefhl1 besiegt zu sein1 ist keine bloe ,einbildung1 ber die man ,herr werden knnte4 ,es ist die offenkundige ,wahrheit1 da der ,gegner uns berlegen ist1 eine ,wahrheit1 die in den ,ursachen so versteckt sein konnte1 da sie vorher nicht zu ersehen war1 die aber beim ,ausgang immer klar und bndig hervortritt1 die man auch vielleicht vorher erkannt hat1 der man aber in ,ermangelung von etwas ,handgreiflicherem ,hoffnung auf den ,zufall1 ,vertrauen auf ,glck und ,vorsehung1 mutiges ,wagen entgegenstellen mute4 ,nun hat sich dies alles als unzulnglich erwiesen1 und die ernste ,wahrheit tritt uns streng und gebieterisch entgegen4 99 99 99 99 99 ,wer auf dem allgemeinen ,rckzuge nach verlorener ,schlacht glaubt1 durch einige schnelle ,mrsche einen ,vorsprung zu gewinnen und leichter einen festen ,stand zu bekommen1 begeht einen groen ,irrtum4 ,die ersten ,bewegungen mssen so klein als mglich1 und im allgemeinen mu es ,grundsatz sein1 sich nicht das ,gesetz des ,feindes aufdringen zu lassen4 ,diesen ,grundsatz kann man nicht befolgen ohne blutige ,gefechte mit dem nachdringenden ,feind1 aber der ,grundsatz ist dieses ,opfers wert4 ,ohne ihn kommt man in eine beschleunigte ,bewegung1 die bald ein ,strzen wird und dann an bloen ,nachzglern mehr ,menschen kostet1 als die ,schlachten der ,nachhut gekostet htten1 auerdem aber die letzten berreste des ,mutes vernichtet4 99 99 99 99 99 ,eine starke ,nachhut1 von den besten ,truppen gebildet1 vom tapfersten ,general gefhrt und in den wichtigsten ,augenblicken von der ganzen ,armee untersttzt1 eine sorgfltige ,benutzung der ,gegend1 starke ,hinterhalte1 sooft die ,khnheit der feindlichen ,vorhut und die ,gegend ,gelegenheit dazu geben1 kurz die ,einleitung und der ,plan zu frmlichen kleinen ,schlachten3 das sind die ,mittel zur ,befolgung jenes ,grundsatzes4 99 99 99 99 99 ,die ,schwierigkeiten des ,rckzuges sind natrlich grer oder kleiner1 je nachdem die ,schlacht unter mehr oder weniger gnstigen ,verhltnissen gefochten1 und je nachdem sie mehr oder weniger ausgehalten worden ist4 ,wie man aus allem ordnungsmigen ,rckzuge kommen kann1 wenn man sich gegen einen berlegenen ,gegner bis auf den letzten ,mann wehrt1 zeigen die ,schlachten von ,jena und ,belle-,alliance4 99 99 99 99 99 ,um die ,schwchen oder ,fehler des ,gegners zu benutzen1 nicht einen ,zollbreit weiter zurckzugehen1 als die ,gewalt der ,umstnde erfordert1 hauptschlich aber1 um das ,verhltnis der moralischen ,krfte auf einem so vorteilhaften ,punkt als mglich zu erhalten1 ist ein langsamer1 immer widerstrebender ,rckzug1 ein khnes1 mutiges ,entgegentreten1 sooft der ,verfolgende seine ,vorteile im berma benutzen will1 durchaus ntig4 ,die ,rckzge groer ,feldherren und kriegsgebter ,heere gleichen stets dem ,abgehen eines verwundeten ,lwen1 und dies ist unstreitig auch die beste ,theorie4 ,verteidigung und ,angriff ,was ist der ,begriff der ,verteidigung8 ,das ,abwehren eines ,stoes4 ,was ist also ihr ,merkmal8 ,das ,abwarten dieses ,stoes4 ,dieses ,merkmal macht jedesmal die ,handlung zu einer verteidigenden1 und durch dieses ,merkmal allein kann im ,kriege die ,verteidigung vom ,angriff unterschieden werden4 ,da aber eine absolute ,verteidigung dem ,begriff des ,krieges vllig widerspricht1 weil bei ihr nur der eine ,teil ,krieg fhren wrde1 so kann auch im ,kriege die ,verteidigung nur relativ sein1 und jenes ,merkmal mu also nur auf den ,gesamtbegriff angewendet1 nicht auf alle ,teile von ihm ausgedehnt werden4 ,ein einzelnes ,gefecht ist verteidigend1 wenn wir den ,anlauf1 den ,sturm des ,feindes abwarten4 ,eine ,schlacht1 wenn wir den ,angriff1 d4 h4 das ,erscheinen vor unserer ,stellung1 in unserem ,feuer1 abwarten4 ,ein ,feldzug1 wenn wir das ,betreten unseres ,kriegstheaters abwarten4 ,in allen diesen ,fllen kommt dem ,gesamtbegriff das ,merkmal des ,abwartens und ,abwehrens zu1 ohne da daraus ein ,widerspruch mit dem ,begriff des ,krieges folgt1 denn wir knnen unsern ,vorteil darin finden1 den ,anlauf gegen unsere ,bajonette1 den ,angriff auf unsere ,stellung und auf unser ,kriegstheater abzuwarten4 ,da man aber1 um wirklich auch seinerseits ,krieg zu fhren1 dem ,feinde seine ,ste zurckgeben mu1 so geschieht dieser ,akt des ,angriffs im ,verteidigungskriege gewissermaen unter dem ,haupttitel der ,verteidigung2 d4 h4 die ,offensive1 deren wir uns bedienen1 fllt innerhalb der ,begriffe von ,stellung oder ,kriegstheater4 ,man kann also in einem verteidigenden ,feldzuge angriffsweise schlagen1 in einer verteidigenden ,schlacht angriffsweise seine einzelnen ,korps und ,divisionen gebrauchen1 endlich in einer einfachen ,stellung gegen den feindlichen ,sturm schickt man ihm sogar noch die offensiven ,kugeln entgegen4 ,die verteidigende ,form des ,kriegfhrens ist also kein unmittelbarer ,schild1 sondern ein ,schild1 gebildet durch geschickte ,streiche4 99 99 99 99 99 ,was ist der ,zweck der ,verteidigung8 ,erhalten4 ,erhalten ist leichter als gewinnen4 ,schon daraus folgt1 da die ,verteidigung bei vorausgesetzt gleichen ,mitteln leichter ist als der ,angriff4 ,worin liegt aber die grere ,leichtigkeit des ,erhaltens oder ,bewahrens8 ,darin1 da alle ,zeit1 die unbenutzt verstreicht1 in die ,wagschale des ,verteidigers fllt4 ,er erntet1 wo er nicht gest hat4 ,jedes ,unterlassen des ,angriffs aus falscher ,ansicht1 aus ,furcht1 aus ,trgheit1 kommt dem ,verteidiger zugute4 ,dieser ,vorteil hat den ,preuischen ,staat im ,siebenjhrigen ,kriege mehr als einmal vom ,untergang gerettet4 ,dieser sich aus ,begriff und ,zweck ergebende ,vorteil der ,verteidigung liegt in der ,natur aller ,verteidigung4 ,beati sunt possidentes4 ,ein anderer1 der aus der ,natur des ,krieges hinzukommt1 ist der ,beistand der rtlichen ,lage1 den die ,verteidigung vorzugsweise geniet4 99 99 99 99 99 ,die ,verteidigung hat einen negativen ,zweck3 das ,erhalten2 der ,angriff einen positiven3 das ,erobern4 ,und da dieses die eigenen ,kriegsmittel vermehrt1 das ,erhalten aber nicht1 so mu man sagen3 die verteidigende ,form des ,kriegfhrens ist an sich strker als die angreifende4 99 99 99 99 99 ,ist die ,verteidigung eine strkere ,form des ,kriegfhrens1 die aber einen negativen ,zweck hat1 so folgt von selbst1 da man sich ihrer nur so lange bedienen mu1 als man ihrer der ,schwche wegen bedarf1 und sie verlassen mu1 sobald man stark genug ist1 sich den positiven ,zweck vorzusetzen4 ,da man nun1 indem man unter ihrem ,beistand ,sieger wird1 gewhnlich ein gnstigeres ,verhltnis der ,krfte herbeifhrt1 so ist auch der natrliche ,gang im ,kriege1 mit der ,verteidigung anzufangen und mit der ,offensive zu enden4 ,es ist also ebensogut im ,widerspruch mit dem ,begriff des ,krieges1 den letzten ,zweck die ,verteidigung sein zu lassen1 als es ,widerspruch war1 die ,passivitt der ,verteidigung nicht blo vom ,ganzen1 sondern von allen seinen ,teilen zu verstehen4 ,mit andern ,worten3 ein ,krieg1 bei dem man seine ,siege blo zum ,abwehren benutzen und gar nicht widerstoen wollte1 wre ebenso widersinnig wie eine ,schlacht1 in der die absoluteste ,verteidigung 7,passivitt7 in allen ,maregeln herrschen sollte4 99 99 99 99 99 ,wie der ,vorteil der ,gegend zum ,siege beitrgt1 ist an sich verstndlich genug1 und es ist nur das eine zu bemerken1 da hier nicht blo von den ,hindernissen die ,rede ist1 die dem ,angreifenden bei seinem ,vorrcken aufstoen1 wie3 steile ,grnde1 hohe ,berge1 sumpfige ,bche1 ,hecken usw41 sondern da es auch ein ,vorteil der ,gegend ist1 wenn sie ,gelegenheit gibt1 uns verdeckt darin aufzustellen4 ,selbst von einer ganz gleichgltigen ,gegend kann man sagen1 da der ihren ,beistand geniet1 der sie kennt4 99 99 99 99 99 ,der ,verteidiger hat den ,vorteil der ,gegend1 der ,angreifende den des berfalls in der ,strategie wie in der ,taktik4 ,vom berfall ist aber zu bemerken1 da er in der ,strategie ein unendlich wirksameres und wichtigeres ,mittel ist als in der ,taktik4 ,in dieser wird man einen berfall selten bis zum groen ,sieg ausdehnen knnen1 wogegen ein berfall in der ,strategie nicht selten den ganzen ,krieg mit einem ,streich geendigt hat4 ,dagegen ist zu bemerken1 da der ,gebrauch dieses ,mittels groe1 entschiedene1 seltene ,fehler beim ,gegner voraussetzt1 es daher in die ,wagschale des ,angriffs kein sehr groes ,gewicht legen kann4 99 99 99 99 99 ,hat die ,verteidigung einmal das ,prinzip der ,bewegung in sich aufgenommen 7einer ,bewegung1 die zwar spter anfngt als die des ,angreifenden1 aber immer zeitig genug1 um die ,fesseln der erstarrenden ,passivitt zu lsen71 so wird der ,vorteil der greren ,vereinigung und der inneren ,linien ein sehr entscheidender und meistens wirksamerer zum ,siege1 als die konzentrische ,figur des ,angriffs4 ,sieg aber mu dem ,erfolg vorhergehen4 ,erst mu man berwinden1 ehe man an das ,abschneiden denken kann4 ,kurz1 man sieht3 es besteht hier ein hnliches ,verhltnis1 wie das zwischen ,angriff und ,verteidigung berhaupt4 ,die konzentrische ,form fhrt zu glnzenden ,erfolgen1 die exzentrische gewhrt die ihrigen sicherer2 jenes ist die schwchere ,form mit dem positiveren1 dieses die strkere ,form mit dem negativen ,zweck4 ,dadurch1 scheint uns1 sind diese beiden ,formen schon in ein gewisses schwebendes ,gleichgewicht gebracht4 ,fgt man nun hinzu1 da sich die ,verteidigung1 weil sie nicht berall eine absolute ist1 auch nicht immer in der ,unmglichkeit befindet1 sich der konzentrischen ,krfte zu bedienen1 so wird man mindestens kein ,recht mehr haben1 zu glauben1 da diese ,wirkungsart allein hinreichend sei1 dem ,angriff ein ganz allgemeines bergewicht ber die ,verteidigung zu gewhren1 und so wird man sich von dem ,einflusse befreien1 den diese ,vorstellungsart bei jeder ,gelegenheit auf das ,urteil auszuben pflegt4 99 99 99 99 99 ,der ,vorteil der inneren ,linien wchst mit den ,rumen1 auf die sich diese ,linien beziehen4 ,bei ,entfernungen von einigen tausend ,schritten oder einer halben ,meile kann natrlich die ,zeit1 die man gewinnt1 nicht so gro sein1 wie bei ,entfernungen von mehreren ,tagesmrschen oder gar von zwanzig bis dreiig ,meilen2 die ersteren1 nmlich die kleinen ,rume1 gehren der ,taktik an1 die greren der ,strategie4 ,wenn man nun freilich in der ,strategie auch mehr ,zeit zur ,erreichung des ,zwecks braucht als in der ,taktik1 und eine ,armee nicht so schnell berwunden ist wie ein ,bataillon1 so nehmen doch diese ,zeiten in der ,strategie auch nur bis zu einem gewissen ,punkt zu1 nmlich bis zur ,dauer einer ,schlacht1 und allenfalls der paar ,tage1 um die sich eine ,schlacht ohne entscheidende ,opfer vermeiden lt4 ,ferner findet ein noch viel grerer ,unterschied in dem eigentlichen ,vorsprung statt1 den man in dem einen und dem andern ,fall gewinnt4 ,bei den kleinen ,entfernungen in der ,taktik3 in der ,schlacht1 geschehen die ,bewegungen des einen fast unter den ,augen des andern2 der auf der ueren ,linie ,stehende wird also die seines ,gegners meistens schnell gewahr4 ,bei den greren ,entfernungen der ,strategie geschieht es wohl hchst selten1 da eine ,bewegung des einen nicht wenigstens einen ,tag dem andern verborgen bleibt1 und es gibt ,flle genug1 in denen1 besonders wenn die ,bewegung nur einen ,teil betraf und in einer betrchtlichen ,entsendung bestand1 dies wochenlang verborgen geblieben ist4 ,wie gro der ,vorteil des ,verbergens fr denjenigen ist1 der durch die ,natur seiner ,lage am meisten imstande ist1 davon ,gebrauch zu machen1 lt sich leicht einsehen4 99 99 99 99 99 ,ein schneller1 krftiger bergang zum ,angriff -- das blitzende ,vergeltungsschwert -- ist der glnzendste ,punkt der ,verteidigung4 ,wer sich ihn nicht gleich hinzudenkt1 oder vielmehr1 wer ihn nicht gleich in den ,begriff der ,verteidigung aufnimmt1 dem wird nimmermehr die berlegenheit der ,verteidigung einleuchten2 er wird immer nur an die ,mittel denken1 die man durch den ,angriff dem ,feinde zerstrt und sich erwirbt1 welche ,mittel aber nicht von der ,weise abhngen1 den ,knoten zu schrzen1 sondern ihn aufzulsen4 ,ferner ist es eine grobe ,verwechselung1 wenn man unter ,angriff immer einen berfall versteht und sich folglich unter ,verteidigung nichts als ,not und ,verwirrung denkt4 ,freilich fat der ,eroberer seinen ,entschlu zum ,kriege frher als der harmlose ,verteidiger1 und wenn er seine ,maregeln gehrig geheimzuhalten wei1 wird er diesen wohl auch berraschen knnen4 ,aber das ist etwas dem ,kriege ,fremdes4 ,der ,krieg ist mehr fr den ,verteidiger als fr den ,eroberer da1 denn der ,einbruch hat erst die ,verteidigung hervorgerufen und mit ihr den ,krieg4 ,der ,eroberer ist immer friedliebend1 wie ,bonaparte auch stets von sich behauptet hat4 ,er zge ganz gern ruhig in unsern ,staat ein4 ,damit er dies aber nicht knne1 darum mssen wir den ,krieg wollen1 und also auch vorbereiten1 d4 h4 mit andern ,worten3 es sollen gerade die ,schwachen1 der ,verteidigung ,unterworfenen immer gerstet sein1 um nicht berfallen zu werden4 ,so will es die ,kriegskunst4 99 99 99 99 99 ,das frhere ,erscheinen auf dem ,kriegstheater hngt in den meisten ,fllen von ganz andern ,dingen ab1 als von der ,angriffs- oder ,verteidigungsabsicht4 ,diese sind also nicht die ,ursache1 aber oft die ,folge davon4 ,wer frher fertig wird1 geht1 wenn der ,vorteil des berfalls gro genug ist1 aus 99diesem99 ,grunde angriffsweise zu ,werke1 und der1 welcher spter fertig wird1 kann den ,nachteil1 der ihn bedroht1 allein durch die ,vorteile der ,verteidigung noch einigermaen ausgleichen4 ,indessen mu es im allgemeinen als ein ,vorteil des ,angriffs angesehen werden1 von der frheren ,bereitschaft diesen schnen ,gebrauch machen zu knnen2 nur ist dieser allgemeine ,vorteil keine unabtrennbare ,notwendigkeit fr jeden einzelnen ,fall4 ,wie kein ,verteidigungsfeldzug aus bloen ,verteidigungselementen zusammengesetzt ist1 so besteht auch kein ,angriffsfeldzug aus lauter ,angriffselementen1 weil auer den kurzen ,zwischenperioden eines jeden ,feldzugs1 in denen sich beide ,heere in der ,verteidigung befinden1 jeder ,angriff1 der nicht bis zum ,frieden reicht1 notwendig mit einer ,verteidigung enden mu4 ,auf diese ,weise ist es die ,verteidigung selbst1 die zur ,schwchung des ,angriffs beitrgt4 ,dies ist so wenig eine mige ,spitzfindigkeit1 da wir es vielmehr als den hauptschlichsten ,nachteil des ,angriffs betrachten1 dadurch spter in eine ganz unvorteilhafte ,verteidigung versetzt zu werden4 ,und hiermit ist denn erklrt1 wie der ,unterschied1 der in der ,strke der offensiven und defensiven ,kriegsform ursprnglich besteht1 nach und nach geringer wird4 99 99 99 99 99 ,der ,zweck des ,angriffs ist3 in den ,besitz unseres ,kriegstheaters oder wenigstens eines bedeutenden ,teils davon zu gelangen1 denn unter dem ,begriff des ,ganzen mu wenigstens die grere ,masse desselben verstanden werden1 da der ,besitz eines ,landstrichs von wenigen ,meilen in der ,strategie in der ,regel keine selbstndige ,wichtigkeit hat4 ,solange also der ,angreifende in diesem ,besitz noch nicht ist1 d4 h4 solange er1 weil er sich vor unserer ,macht frchtet1 entweder noch gar nicht zum ,angriff des ,kriegstheaters vorgeschritten ist1 oder uns in unserer ,stellung noch nicht aufgesucht hat1 oder der ,schlacht1 die wir ihm liefern wollten1 ausgewichen ist1 so lange ist der ,zweck der ,verteidigung erfllt1 und die ,wirkungen der ,verteidigungsmaregeln sind also erfolgreich gewesen4 ,aber freilich ist dieser ,erfolg ein blo negativer1 der zu einem eigentlichen ,rcksto zwar nicht unmittelbar die ,krfte geben kann4 ,er kann sie aber mittelbar geben1 d4 h4 er ist auf dem ,wege dazu1 denn die ,zeit1 die verstreicht1 verliert der ,angreifende1 und jeder ,zeitverlust ist ein ,nachteil und mu auf irgendeine ,art den schwchen1 der ihn erleidet4 99 99 99 99 99 ,selten1 oder wenigstens nicht immer1 schreibt sich der ,feldherr genau vor1 was er erobern will1 sondern er lt es von den ,ereignissen abhngen4 ,sein ,angriff fhrt ihn oft weiter1 als er gedacht hat4 99 99 99 99 99 ,wir haben gesehen1 da die ,verteidigung im ,kriege berhaupt1 also auch die strategische1 kein absolutes ,abwarten und ,abwehren1 also kein vollkommenes ,leiden ist1 sondern ein relatives1 folglich von mehr oder weniger offensiven ,prinzipien durchdrungen4 ,ebenso ist der ,angriff kein homogenes ,ganze1 sondern mit der ,verteidigung unaufhrlich vermischt4 ,zwischen beiden findet aber der ,unterschied statt1 da die ,verteidigung ohne offensiven ,rcksto gar nicht gedacht werden kann1 da dieser ein notwendiger ,bestandteil der ,verteidigung ist1 whrend beim ,angriff der ,sto oder ,akt an sich ein vollstndiger ,begriff ist4 ,die ,verteidigung ist ihm an sich nicht ntig1 aber ,zeit und ,raum1 an die er gebunden ist1 fhren ihm die ,verteidigung als ein notwendiges bel zu4 ,denn erstens kann er nicht in einer stetigen ,folge bis zur ,vollendung fortgefhrt werden1 sondern erfordert ,ruhepunkte1 und in dieser ,zeit der ,ruhe1 wo er selbst neutralisiert ist1 tritt der ,zustand der ,verteidigung von selbst ein4 ,zweitens ist der ,raum1 den die vorschreitende ,streitkraft hinter sich lt und den sie zu ihrem ,bestehen notwendig braucht1 nicht immer durch den ,angriff an sich gedeckt1 sondern mu besonders geschtzt werden4 ,es ist also der ,akt des ,angriffs im ,kriege1 vorzugsweise aber in der ,strategie1 ein bestndiges ,wechseln und ,verbinden von ,angriff und ,verteidigung1 wobei aber letztere nicht als eine wirksame ,vorbereitung zum ,angriffe1 nicht als eine ,steigerung desselben anzusehen ist1 also nicht als ein ttiges ,prinzip1 sondern als ein bloes notwendiges bel1 als das retardierende ,gewicht1 das die bloe ,schwere der ,masse hervorbringt4 ,sie ist seine ,erbsnde1 sein ,todesprinzip4 ,wir sagen3 ein retardierendes ,gewicht1 weil1 wenn die ,verteidigung nichts zur ,verstrkung des ,angriffs beitrgt1 sie schon durch den bloen ,zeitverlust1 den sie darstellt1 seine ,wirkung vermindern mu4 99 99 99 99 99 ,jeder ,angriff mu mit einem ,verteidigen enden4 ,wie dies beschaffen sein wird1 hngt von ,umstnden ab4 ,sie knnen sehr gnstig sein1 wenn die feindlichen ,streitkrfte zerstrt sind1 aber auch sehr schwierig1 wenn dies nicht der ,fall ist4 ,bei jedem ,angriffe mu daher auf die ihm notwendig anhngende ,verteidigung ,rcksicht genommen werden1 um sich auf die ,nachteile1 denen er unterworfen ist1 gefat zu machen4 99 99 99 99 99 ,wo der ,sieg gesucht wird1 darf der offensive ,teil in der ,verteidigungsschlacht niemals fehlen1 und von diesem offensiven ,teile aus knnen alle ,wirkungen eines entscheidenden ,sieges hervorgehen1 so gut wie aus einer reinen ,offensivschlacht1 so da fr die strategische ,kombination im ,grunde zwischen ,angriffs- und ,verteidigungsschlacht gar kein ,unterschied besteht4 99 99 99 99 99 ,was wir von der ,defensivschlacht gesagt haben1 wirft schon ein groes ,licht auf die ,offensivschlacht4 ,wir haben dort die ,schlacht im ,auge gehabt1 in der die ,verteidigung am strksten ausgesprochen ist1 um ihr ,wesen fhlbar zu machen4 ,die wenigsten ,schlachten sind aber von dieser ,art2 die meisten sind halbe ,renkontres1 in denen der ,defensivcharakter sehr verloren geht4 ,anders verhlt es sich mit der ,offensivschlacht4 ,sie behlt ihren ,charakter unter allen ,umstnden4 ,die ,haupteigentmlichkeit der ,offensivschlacht ist das ,umfassen oder ,umgehen4 99 99 99 99 99 ,das ,gefecht mit umfassenden ,linien gewhrt an sich ganz offenbar groe ,vorteile4 ,es ist indes ein ,gegenstand der ,taktik4 ,diese ,vorteile kann der ,angriff nicht aufgeben1 weil die ,verteidigung ein ,mittel dagegen hat4 ,denn dieses ,mittel kann er selbst nicht anwenden1 insofern es mit den brigen ,verhltnissen der ,verteidigung zu eng zusammenhngt4 ,um den umfassenden ,feind mit ,erfolg wieder umfassen zu knnen1 mu man sich in einer ausgesuchten und wohleingerichteten ,stellung befinden4 ,aber was viel wichtiger ist1 nicht alle ,vorteile1 die die ,verteidigung darbietet1 kommen wirklich zur ,anwendung4 ,die meisten ,verteidigungen sind drftige ,notbehelfe2 die ,mehrzahl der ,verteidiger befindet sich in einer sehr bedrngten und bedrohten ,lage1 in der sie1 das ,schlimmste erwartend1 dem ,angriff auf halbem ,wege entgegenkommen4 ,die ,folge davon ist1 da ,schlachten mit umfassenden ,linien oder gar mit verwandter ,front1 die eigentlich die ,folge eines vorteilhaften ,verhltnisses der ,verbindungslinien sein sollten1 gewhnlich die ,folge der moralischen und physischen berlegenheit sind4 ,so wie in der ,verteidigungsschlacht der ,feldherr das ,bedrfnis hat1 die ,entscheidung mglichst lange hinzuhalten und ,zeit zu gewinnen1 weil eine unentschiedene ,verteidigungsschlacht gewhnlich eine gewonnene ist1 so hat der ,feldherr in der ,angriffsschlacht das ,bedrfnis1 die ,entscheidung zu beschleunigen2 aber andrerseits ist mit der bereilung groe ,gefahr verbunden1 weil sie zur ,verschwendung der ,krfte fhrt4 ,eine ,eigentmlichkeit der ,angriffsschlacht ist in den meisten ,fllen die ,ungewiheit ber die ,lage des ,gegners4 ,sie ist ein wirkliches ,hineintappen in unbekannte ,verhltnisse4 ,je mehr sie das ist1 um so mehr ist ,vereinigung der ,krfte geboten2 um so mehr ist ,umgehen dem ,umfassen vorzuziehen4 ,da die ,hauptfrchte des ,sieges erst im ,verfolgen errungen werden1 ist an anderer ,stelle hervorgehoben4 ,der ,natur der ,sache nach ist bei der ,offensivschlacht die ,verfolgung in hherem ,mae ein unerllicher ,teil der ganzen ,handlung als in der ,verteidigungsschlacht4 99 99 99 99 99 ,ein ,stillstand im kriegerischen ,akt ist streng genommen ein ,widerspruch mit der ,natur der ,sache1 weil beide ,heere wie zwei feindliche ,elemente einander unausgesetzt vertilgen mssen1 so wie ,feuer und ,wasser sich nie ins ,gleichgewicht setzen1 sondern so lange aufeinander einwirken1 bis eines ganz verschwunden ist4 ,was wrde man von zwei ,ringern sagen1 die sich stundenlang umfat halten1 ohne eine ,bewegung zu machen8 ,der kriegerische ,akt sollte also wie ein aufgezogenes ,uhrwerk in stetiger ,bewegung ablaufen4 ,aber so wild die ,natur des ,krieges ist1 so liegt sie doch an der ,kette der menschlichen ,schwchen4 ,richten wir einen ,blick auf die ,kriegsgeschichte1 so finden wir so sehr das ,gegenteil von einem unaufhaltsamen ,fortschreiten zum ,ziel1 da ganz offenbar ,stillstehen und ,nichtstun der ,grundzustand der ,heere mitten im ,kriege ist und das ,handeln die ,ausnahme4 ,es sind dabei drei ,ursachen zu bemerken4 ,die erste1 die einen bestndigen ,hang zum ,aufenthalt hervorbringt und dadurch ein retardierendes ,prinzip wird1 ist die natrliche ,furchtsamkeit und ,unentschlossenheit des menschlichen ,geistes1 eine ,art von ,schwere in der seelischen ,welt4 ,im ,flammenelement des ,krieges mssen die gewhnlichen ,naturen schwerer erscheinen4 ,die ,anste mssen also strker und wiederholter sein1 wenn die ,bewegung eine dauernde werden soll4 ,wenn nicht ein kriegerischer1 unternehmender ,geist an der ,spitze steht1 der sich im ,kriege wie der ,fisch im ,wasser in seinem rechten ,element befindet1 oder wenn nicht groe ,verantwortlichkeit von oben drckt3 wird ,stillstand zur ,tagesordnung und das ,vorschreiten zu den ,ausnahmen gehren4 ,die zweite ,ursache ist die ,unvollkommenheit menschlicher ,einsicht und ,beurteilung1 die im ,kriege grer ist als irgendwo1 weil man kaum die eigene ,lage in jedem ,augenblick genau kennt1 die des ,gegners aber1 weil sie verschleiert ist1 aus wenigem erraten mu4 ,dies bringt denn oft den ,fall hervor1 da 99beide99 ,teile auch da einen und denselben ,gegenstand fr 99ihren99 ,vorteil ansehen1 wo das ,interesse des einen berwiegend ist4 ,die dritte ,ursache1 die wie ein ,sperrad in das ,uhrwerk eingreift und von ,zeit zu ,zeit gnzlichen ,stillstand hervorbringt1 ist die grere ,strke der ,verteidigung4 ,es kann vorkommen1 da beide ,teile zugleich zum ,angriff sich nicht blo zu schwach fhlen1 sondern es wirklich sind4 99 99 99 99 99 ,jeder ,angreifende1 der an seinem ,gegner vorbeigehen will1 ist in zwei ganz entgegengesetzte ,bestrebungen verwickelt4 ,ursprnglich will er vorwrts1 um den ,gegenstand des ,angriffs zu erreichen4 ,die ,mglichkeit aber1 jeden ,augenblick von der ,seite angefallen zu werden1 erzeugt das ,bedrfnis1 nach dieser ,seite hin in jedem ,augenblick einen ,sto1 und zwar einen ,sto mit vereinter ,macht1 zu richten4 ,diese beiden ,bestrebungen widersprechen sich und erzeugen eine solche ,verwickelung der inneren ,verhltnisse1 eine solche ,schwierigkeit der ,maregeln1 wenn sie fr alle ,flle passen sollen1 da es strategisch kaum eine schlimmere ,lage geben kann4 ,wte der ,angreifende mit ,gewiheit den ,augenblick1 wo er angefallen werden wird1 so knnte er mit ,kunst und ,geschick alles dazu vorbereiten1 aber in der ,ungewiheit darber und bei der ,notwendigkeit des ,vorschreitens kann es kaum fehlen1 da1 wenn die ,schlacht erfolgt1 sie ihn in hchst drftig zusammengerafften und also gewi nicht vorteilhaften ,verhltnissen findet4 99 99 99 99 99 ,eine strategische ,umgehung mit der ,absicht einer ,gefechtsentscheidung hat1 verglichen mit einem gewhnlichen ,angriff1 den ,charakter einer greren ,entscheidung1 denn die ,gre der ,erfolge wird gesteigert1 ihre ,wahrscheinlichkeit aber vermindert4 ,eine solche ,unternehmung ziemt also an sich dem ,strkeren1 der durch seine berzahl die ,sicherheit des ,erfolgs schon in einem gewissen ,grade hat und dem es um einen recht groen ,erfolg zu tun sein mu4 ,aber freilich kann man im ,kriege niemals feststellen wollen1 wie hoch der ,feldherr seine eigene ,kraft1 d4 h4 sein ,talent und sein ,glck1 in ,anschlag bringen darf4 ,dies mu ihm schlechterdings berlassen bleiben3 also der ,grad der ,khnheit1 womit er seinen ,weg verfolgt4 ,die ,theorie kann nur fordern1 da er die objektiven ,verhltnisse alle kennt und richtig beurteilt1 also nicht wagt1 ohne es zu wissen4 ,betrachtungen und ,ausblicke ,niemals wird man sehen1 da der ,staat1 der in der ,sache eines andern auftritt1 diese so ernsthaft nimmt wie seine eigene4 ,eine mige ,hilfsarmee wird abgesandt4 ,ist sie nicht glcklich1 so sieht man die ,sache ziemlich als abgemacht an und sucht so wohlfeil als mglich herauszukommen4 ,aber selbst dann1 wenn zwei ,staaten wirklich gegen einen dritten ,krieg fhren1 so betrachten sie diesen doch nicht immer gleichmig als einen ,feind1 den sie vernichten mssen1 damit er sie nicht vernichte1 sondern die ,angelegenheit wird oft wie ein ,handelsgeschft abgemacht2 ein jeder legt nach ,verhltnis der ,gefahr1 die er zu bestehen1 und der ,vorteile1 die er zu erwarten hat1 eine ,aktie von soundsoviel hunderttausend ,mann ein und tut1 als knne er dabei nichts als diese verlieren4 ,die ,sache wrde eine ,art von innerem ,zusammenhang haben1 und die ,theorie des ,krieges dabei weniger in ,verlegenheit kommen1 wenn diese zugesagte ,hilfe dem im ,kriege begriffenen ,staate vllig berlassen wrde1 so da er sie nach seinem ,bedrfnis brauchen knnte4 ,alsdann wre sie wie eine gemietete ,truppe zu betrachten4 ,allein davon ist der ,gebrauch weit entfernt4 ,gewhnlich haben die ,hilfstruppen ihren eigenen ,feldherrn1 der nur von seiner ,regierung abhngt und dem diese ein ,ziel steckt1 wie es sich mit der ,halbheit ihrer ,absichten am besten vertrgt4 99 99 99 99 99 ,es ist eine ,eigentmlichkeit der ,kriegfhrung ,verbndeter1 die nicht von der uersten ,gefahr zur ,einheit und ,konsequenz gedrngt wird1 da die geteilten politischen ,interessen ihr ,spiel treiben1 ,uneinigkeit1 ,widersprche und zuletzt vlligen ,unsinn hervorbringen4 99 99 99 99 99 ,wenn eine ,macht allein ,krieg fhrt1 mag sie ,zeit und ,krfte nach ,gefallen verschwenden4 ,es entsteht wenigstens kein zweiter ,nachteil daraus4 ,aber bei einem ,bndniskriege kann es nie fehlen1 da auffallende ,unttigkeit des einen den andern entweder zu ebensolcher veranlat oder so emprt1 da ein baldiger ,bruch des ,bndnisses erfolgt4 99 99 99 99 99 ,schon die ,fhrung einer ,armee1 von der drei ,viertel einem fremden ,monarchen gehrt1 ist ein ,auftrag ganz andrer ,art als die ,fhrung einer ,armee entweder als ,landesherr oder wenigstens mit der ,autoritt einer nach und nach in ihr erworbenen ,feldherrnwrde4 ,wer fhlt nicht1 da man in seinem eigenen ,hause ein ganz anderer ,herr ist als in einem fremden1 trotz aller bertragenen ,machtvollkommenheit8 99 99 99 99 99 ,man kann ganz allgemein sagen1 da alle die unglcklichen ,kriegsunternehmungen1 die durch 99eine ,reihe99 von ,fehlern hervorgebracht sind1 niemals in ihrem inneren ,zusammenhang so beschaffen sind1 wie die ,allgemeinheit glaubt4 ,die ,leute1 die handeln1 wenn sie auch zu den schlechtesten ,feldherren gehren1 sind doch nicht ohne gesunden ,menschenverstand und wrden nimmermehr solche ,torheiten begehen1 wie der ,laie und die historischen ,kritiker ihnen in ,bausch und ,bogen anrechnen4 ,die meisten ,beurteiler wren erstaunt1 wenn sie alle die nheren ,motive des ,handelns kennen lernten1 und hchstwahrscheinlich ebensogut verleitet worden wie der ,feldherr1 der jetzt wie ein halber ,schwachkopf vor uns steht4 ,fehler mssen allerdings vorhanden sein2 nur liegen sie gewhnlich tiefer1 in ,fehlern der ,ansicht und in ,schwchen des ,charakters1 die nicht auf den ersten ,blick als solche erscheinen1 sondern die man erst auffindet und deutlich erkennt1 wenn man alle ,grnde1 die den ,besiegten zu seinem ,handeln bestimmt haben1 mit dem ,erfolg vergleicht4 ,dieses ,finden des ,wahren hinterher ist der ,kritik gestattet2 es kann ihr nicht hhnisch vorgeworfen werden1 sondern ist ihr eigentliches ,geschft1 das aber allerdings viel leichter ist als das ,treffen des ,rechten im ,augenblick des ,handelns4 ,es ist darum in der ,tat eine ,torheit1 wenn wir fast smtliche ,armeen den ,grundsatz befolgen sehen1 ber unglckliche ,kriegsereignisse so wenig als mglich bekanntzumachen4 ,die ,dinge1 bis ins einzelne bekanntgemacht1 werden sich immer viel besser ausnehmen als in ,bausch und ,bogen4 99 99 99 99 99 ,so wie das ,schlachtfeld strategisch nur ein ,punkt ist1 so ist die ,zeit einer ,schlacht strategisch nur ein ,moment1 und nicht der ,verlauf1 sondern das ,ende und ,ergebnis einer ,schlacht ist eine strategische ,gre4 99 99 99 99 99 ,in der ,strategie gibt es keinen ,sieg4 ,der strategische ,erfolg ist von der einen ,seite die gnstige ,vorbereitung des taktischen ,sieges4 ,je grer dieser strategische ,erfolg ist1 um so wahrscheinlicher wird der ,sieg im ,gefecht4 ,von der anderen ,seite liegt der strategische ,erfolg in der ,ausnutzung des erfochtenen ,sieges4 ,je mehr ,ereignisse die ,strategie durch ihre ,kombinationen 99nach99 einer gewonnenen ,schlacht in die ,folgen derselben hineinzuziehen1 je mehr sie von den nachfallenden ,trmmern1 deren ,grundfeste durch die ,schlacht erschttert worden1 an sich zu reien vermag1 je mehr sie in groen ,zgen eintreibt1 was in der ,schlacht selbst mhevoll einzeln errungen werden mute1 um so groartiger sind ihre ,erfolge4 99 99 99 99 99 ,die ,kriegskunst auf ihrem hchsten ,standpunkte wird zur ,politik1 aber freilich einer ,politik1 die statt ,noten zu schreiben1 ,schlachten liefert4 99 99 99 99 99 ,man sagt eigentlich etwas ganz anderes1 als man sagen will1 wenn man1 was hufig geschieht1 vom schdlichen ,einflu der ,politik auf die ,fhrung des ,krieges spricht4 ,es ist nicht dieser ,einflu1 sondern die ,politik selbst1 die man tadeln sollte4 ,ist die ,politik richtig1 d4 h4 trifft sie ihr ,ziel1 so kann sie auf den ,krieg in ihrem ,sinne auch nur vorteilhaft wirken2 und wo diese ,einwirkung vom ,ziel entfernt1 ist die ,quelle nur in der verkehrten ,politik zu suchen4 99 99 99 99 99 ,die ,aufgabe und das ,recht der ,kriegskunst der ,politik gegenber ist es hauptschlich1 zu verhten1 da die ,politik ,dinge fordere1 die gegen die ,natur des ,krieges sind1 da sie aus ,unkenntnis ber die ,wirkungen des ,instruments ,fehler begehe im ,gebrauche desselben4 99 99 99 99 99 ,nichts ist im ,leben so wichtig1 als genau den ,standpunkt zu ermitteln1 von dem die ,dinge aufgefat und beurteilt werden mssen1 und dann an ihm festzuhalten4 ,denn nur von 99einem99 ,standpunkt aus knnen wir die ,masse der ,erscheinungen in ihrer ,einheit auffassen1 und nur die ,einheit des ,standpunkts kann uns vor ,widersprchen sichern4 ,gehrt der ,krieg der ,politik an1 so wird er ihren ,charakter annehmen4 ,ist sie groartig und krftig1 so wird es auch der ,krieg4 ,nur durch diese ,vorstellungsart wird der ,krieg zur ,einheit1 nur mit ihr kann man alle ,kriege als ,dinge 99einer99 ,art betrachten1 und nur durch sie wird dem ,urteil der rechte und genaue ,stand- und ,gesichtspunkt gegeben4 99 99 99 99 99 ,die ungeheuren ,wirkungen der ,franzsischen ,revolution nach auen sind offenbar viel weniger in neuen ,mitteln und ,ansichten der franzsischen ,kriegfhrung zu suchen1 als in der ganz vernderten ,staats- und ,verwaltungskunst1 im ,charakter der ,regierung1 im ,zustande des ,volkes usw4 ,da die anderen ,regierungen alle diese ,dinge unrichtig ansahen1 -- da sie mit gewhnlichen ,mitteln ,krften die ,wage halten wollten1 die neu und berwltigend waren3 das alles sind ,fehler der ,politik4 ,man kann sagen3 die zwanzigjhrigen ,siege der ,revolution sind hauptschlich die ,folge der fehlerhaften ,politik der ihr gegenberstehenden ,regierungen gewesen1 wenn auch der eigentliche berfall1 von dem sich die ,intelligenz getroffen fhlte1 innerhalb der ,kriegfhrung stattfand4 99 99 99 99 99 ,wenn blutige ,schlachten ein schreckliches ,schauspiel sind1 so mu dies eine ,veranlassung sein1 den ,krieg mehr zu wrdigen1 aber nicht die ,waffen1 die man fhrt1 nach und nach aus ,menschlichkeit stumpfer zu machen1 bis einmal wieder einer dazwischenkommt mit einem scharfen ,schwerte und uns die ,arme vom ,leibe weghaut4 99 99 99 99 99 ,ein ,frst oder ,feldherr1 der seinen ,krieg genau nach seinen ,zwecken und ,mitteln einzurichten wei1 nicht zu viel und nicht zu wenig tut1 gibt dadurch den grten ,beweis seines ,genies4 ,aber die ,wirkungen dieser ,genialitt zeigen sich nicht sowohl in neuerfundenen ,formen des ,handelns1 die sogleich in die ,augen fallen1 als im glcklichen ,endergebnis des ,ganzen4 ,es ist das richtige ,zutreffen der stillen ,voraussetzungen1 es ist die geruschlose ,harmonie des ganzen ,handelns1 die wir bewundern sollten und die sich erst im ,gesamterfolge verkndet4 ,inhaltsbersicht ,seite ,geleitwort des ,herausgebers #c ,wesen und ,ziel des ,krieges #f ,kriegskunst und ,theorie #aj ,kriegerische ,tugenden4 ,heer und ,feldherr #ae ,kriegsplan4 ,numerische berlegenheit4 ,friktion im ,kriege4 ,ungewiheit der ,nachrichten #ca ,operationsbasis4 ,mrsche4 ,festungen4 ,gebirgskrieg #cg ,das ,gefecht4 ,verluste4 ,reserven4 ,die ,hauptschlacht4 ,sieg und ,verfolgung #dc ,die verlorene ,schlacht und der ,rckzug #fb ,verteidigung und ,angriff #fh ,betrachtungen und ,ausblicke #ha ,druck der ,spamerschen ,buchdruckerei in ,leipzig ,bei der ,transkription erfolgte ,korrekturen3 ,folgende ,berichtigungen am ,originaltext wurden aus grammatikalischen oder ,konsistenzgrnden vorgenommen3 - ,im ,kontext mit einer guteingelten ,maschine3 nderung von guteingelt in gut eingelt4 - ,im ,kontext ,sto zweier lebendigen ,krfte3 nderung von lebendigen in lebendiger4 - ,im ,kontext von das ursprngliche ,motiv des ,kriegs3 nderung von ,kriegs in ,krieges4