,anmerkungen zur ,transkription3 ,es wurde grte ,sorgfalt darauf verwendet den ,text originalgetreu zu bertragen4 ,lediglich offensichtliche ,fehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste smtlicher vorgenommener nderungen befindet sich am ,ende des ,textes4 ,im ,original gesperrt gesetzter ,text wurde mit markiert4 ,im ,original in ,griechisch gesetzter ,text wurde transliteriert und mit markiert4 ,im ,original hochgestellten ,text wurde ein vorangestellt4 ,das ,problem des platonischen ,symposion4 ,von ,dr4 ,a4 v4 ,kleemann4 ,sonderabdruck aus dem ,jahresberichte des k4 k4 ,sophien-,gymnasiums im ,,ii4 ,bezirke in ,wien4 ,,wien4 ,im ,selbstverlage des ,verfassers4 #aijf4 ,k4 u4 k4 ,hofbuchdruckerei ,carl ,fromme1 ,wien4 ,das ,problem des platonischen ,symposion4 ,i4 ,unter all den herrlichen ,werken1 die ,platons ,genius geschaffen hat1 gebhrt dem ,symposion die ,krone4 ,seine echt attische ,grazie und ,anmut erinnert an die ,schpfungen des ,praxiteles4 ,keine andere ,schrift zeigt ,platons universales ,knnen in gleichem ,mae4 ,der ,dichter wie der ,philosoph hat hier die hchste ,staffel erklommen4 ,den ,forscher aber stellt dieses ,wunderwerk vor eine schwierige ,aufgabe4 ,seine ,lehren stehen zu dem ,inhalt anderer platonischer ,schriften aus frherer und spterer ,zeit in so schroffem ,widerspruche1 da man versucht wre1 die ,echtheit des ,symposion in ,zweifel zu ziehen1 wre sie nicht ber jeden ,zweifel erhaben4 ,eine gegenstzliche ,auffassung zeigt das ,symposion z4 ,b4 gegenber dem ',gorgias' in der ,beurteilung der ,dichter3 im ',gorgias' ausnahmslos als ,diener des ,pbels gebrandmarkt 7p4 #ejb b ff471 erfahren sie im ,symposion die entgegengesetzte ,behandlung2 ihre ,ersten1 ,homer und ,hesiod1 werden mit den groen ,gesetzgebern ,lykurgos und ,solon in eine ,linie gestellt und um des unvergnglichen ,ruhmes ihrer ,schpfungen willen den ,heroen gleichgesetzt 7p4 #bji a-e74 ,wie das ,schaffen des ,dichters1 so betrachtet das ,symposion auch die uerungen des ,ehrgeizes 7philotimia7 als ,bettigung des geistigen ,zeugungstriebes1 mithin des hchsten ,preises wert4 ,ja1 das ,streben nach unvergnglichem ,nachruhm1 im ,grunde eine philotimia hheren ,grades1 wird geradezu als das eigentliche ,motiv der geistigen ,zeugung bezeichnet4 ,damit harmoniert nun keineswegs die ,verurteilung der philotimia im ,staat 7,i1 #cdg b74 ,indes liee sich in diesen beiden ,fllen ebenso wie bei der ,differenz in der ,beurteilung des paidosporein1 welche das ,symposion gegenber dem ',phaidros' aufweist 7der ,phaidros tut p4 #bej e ff4 das paidosporein verchtlich ab und betrachtet es als ,abirren vom wahren ,ziel1 whrend das ,symposion darin das ,ewigkeitsstreben des ,menschen -- wenn auch in niederem ,grade -- erfllt sieht71 mit der ,annahme eines ,wandels der ,anschauung durchkommen4 ,aber die ,stellung1 die ,platon im ,symposion gegenber der ,unsterblichkeitsfrage einnimmt1 lt sich so einfach nicht erklren4 ,streben nach ,unsterblichkeit und ,ewigkeit bezeichnet das ,symposion als das ,wesen des ,eros4 ,ein ,streben setzt1 wie ,platon nicht verborgen ist1 ein ,entbehren voraus4 ,p4 #bjj a ff4 legt er dies ausfhrlich dar und begegnet im vorhinein dem ,einwand1 da doch z4 ,b4 der ,reiche nach ,reichtum strebe1 sein ,besitz ihn also nicht am ,streben hindere1 mit der ,bemerkung1 dieses ,streben richte sich nur darauf1 den ,besitz des ,reichtums fr die ,zukunft zu erhalten1 da der ,reiche in der ,gegenwart reich sei1 ob er wolle oder nicht4 ,es kann hiernach gar kein ,zweifel sein1 da ,platon im ,symposion die ,seele nicht als unsterblich betrachtet hat4 ,natorps ,versuch1#a die ,differenz zwischen der ,auffassung des ,symposion und der des ',phaidon' aufzulsen1 ist unbedingt zurckzuweisen1 als dem klaren ,wortlaut des ,symposion widersprechend4 ,da ,platon ,symp4 p4 #bjg a ff4 ausdrcklich sagt1 wer blo die krperliche ,zeugung bettigt habe1 lebe1 dem ,tiere gleich1 einzig und allein in seinen ,kindern fort1 so geht es nicht an1 den ,glauben an die ,unsterblichkeit der ,seele1 d4 h4 jeder ,seele in das ,symposion hineinzuinterpretieren4 #a ,p4 ,natorp1 ,platos ,ideenlehre1 p4 #afh4 ,der ,umstand1 da im ,symposion die ,seele nicht als unsterblich gilt1 wrde dieses ,werk einer frhen ,schaffensperiode ,platons zuweisen1 einer ,zeit1 da er1 der ,auffassung des ,sokrates getreu1 die ,unsterblichkeit der ,seele durchaus nicht als einen ,hauptlehrsatz seiner ,philosophie betrachtete4 ,nun enthlt aber das ,symposion die ,ideenlehre1 jene ureigenste ,schpfung platonischen ,geistes1 was seine ,zugehrigkeit zu ',phaidon'1 ',phaidros' etc4 beweist und allen jenen ,dialogen die ,prioritt sichert1 welche von der ,ideenlehre noch nichts wissen oder nur deren erste ,keime aufweisen3 also 7von der ,apologie abgesehen7 ,protagoras1 ,hippias minor1 ,laches1 ,charmides und -- ,gorgias4 ber dem ,gorgias schwebt der ,geist der ,ideenlehre1 hat ,th4 ,gomperz#b treffend gesagt2 er geht dieser also voraus4 ,derselbe ,gorgias aber verficht bereits mit hchster ,energie die ,lehre von der ,unsterblichkeit der ,seele1 in bereinstimmung mit allen spteren ,werken ,platons4 ,wie haben wir uns danach das ,verhltnis des ,symposion zum ,gorgias zu denken8 ,jeder der beiden ,dialoge scheint ,anspruch auf die ,prioritt zu erheben4 ,bei reiflicher berlegung werden wir dieselbe aber doch dem ,gorgias zuerkennen mssen4 ,denn es erscheint undenkbar1 da eine ,schrift1 welche eine bestimmte ,lehre blo in ihren keimenden ,anfngen enthlt1 jener ,schrift nachgefolgt ist1 die diese ,lehre bereits voll ausgebildet zeigt4 ,wir mssen also das ,symposion dem ,gorgias nachfolgen lassen und damit ein ,schwanken ,platons gegenber dem ,unsterblichkeitsglauben annehmen4 ,es steht ja auch die ,lehre des ,symposion1 die ,seele sei zwar nicht von vornherein unsterblich1 knne es aber 7durch die geistige ,zeugung7 werden1 zwischen dem ,glauben an die ,vergnglichkeit der ,seele und der berzeugung von ihrer ,unsterblichkeit in der ,mitte und gleicht mehr einer ,modifikation des ,unsterblichkeitsglaubens4 ,wodurch aber kann ,platon veranlat worden sein1 an der ,lehre von der ,unsterblichkeit der ,seele eine ,modifikation vorzunehmen1 die er spter doch wieder beseitigt hat8 #b ,griech4 ,denker1 ,,ii1 p4 #bhe4 ,diese ,frage zu beantworten1 sei gleich in medias res1 d4 h4 zur ,analyse der ,eroslehren des ,symposion bergegangen4 ,,ii4 ,das ,symposion gipfelt in ,sokrates' ,rede1 welche fr die philosophische ,wrdigung des ,dialoges fast allein in ,betracht kommt2 nicht zwar1 als ob die ,reden der brigen ,teilnehmer philosophisch gnzlich bedeutungslos wren1 vielmehr enthlt jede einen ,gedanken1 den ,sokrates in seiner ,rede verwertet oder doch1 wenn auch nur polemisch1 bercksichtigt3 so berhrt bereits ,phaidros 7p4 #agh d ff47 den hohen sittlichen ,wert des ,eros und stellt 7p4 #ahj b7 die spter von ,sokrates begrndete ,behauptung auf1 um ,tugend und ,glckseligkeit zu erwerben1 sei des ,eros ,hilfe besser als die jedes anderen ,gottes4 ,pausanias unterscheidet zwei ,arten des ,eros1 eine gute und eine schlechte3 die schlechte gelte blo den ,reizen des ,krpers1 die gute der ,tugend und ,vollkommenheit 7p4 #ahj d ff474 ,diesen ,gegensatz1 den dann ,eryximachos in seiner ,rede auf die ganze organische und anorganische ,natur ausdehnt 7p4 #ahf a ff471 akzeptiert ,sokrates mit seiner ,unterscheidung zwischen krperlichem und geistigem ,eros4 ,die ,reden des ,eryximachos und ,aristophanes enthalten die damals gangbaren ,theorien ber das ,wesen der ,liebe1 die des ersteren empedokleische und heraklitische ,ansichten1 die des letzteren jene bereits im ',lysis' behandelte ,definition der ,liebe als des ,strebens nach dem ,eigenen1 dem oikeion4#c ,auch mit diesen ,theorien setzt sich ,sokrates in seiner ,rede auseinander2 er legt dar1 wie weit sie berechtigt sind4 ,des ,gorgias ,schler ,agathon endlich betont zu ,sokrates' lebhafter ,befriedigung1 erst msse das ,wesen des zu preisenden ,gottes festgestellt sein1 bevor man ber sein ,wirken sprechen knne 7p4 #aie a beziehungsweise #aii c74#d #c ,vgl4 ,th4 ,gomperz1 a4 a4 ,o4 ,,ii1 p4 #cab4 #d ,platons alte ,gegnerschaft gegen die ,rhetorik zeigt sich auch hierin3 das einzige1 was er an ihr zu billigen findet1 ist ihre klare ,einteilung und ,disposition4 ,eben darum aber1 weil ,sokrates den ,reden seiner ,vorgnger alles ,brauchbare entnimmt1 kommt diesen ,reden kein besonderes philosophisches ,interesse zu3 sie dienen knstlerischen1 wohl auch didaktischen ,zwecken4 ,so gengt es fr unser ,vorhaben1 die ,rede des ,sokrates zu analysieren4 ,in seinem ,vorgesprch mit ,agathon 7p4 #aii c-#bja d7 stellt ,sokrates fest1 da der ,eros ein ,objekt haben msse2 da man aber nur begehre1 was man nicht hat1 der ,eros aber auf das ,schne und das davon unzertrennliche ,gute ausgehe1 so knne ,eros selbst weder schn noch gut sein4 ,weit gefehlt aber wre es1 ihn darum fr hlich und schlecht zu halten4 ,an dieser ,stelle entwickelt ,sokrates den ,begriff des ,mittleren 7metaxy74 ,an dem ,beispiel des ortha doxazein wird dies deutlich gemacht4 ,als bloes doxazein kann es nicht sophia sein1 als ortha doxazein aber auch nicht amathia4 ,ein solches metaxy ist auch der ,eros1 der kein ,gott sein kann als tn kaln kai agathn amoiros 7p4 #bjb d71 sondern nur ein ,mittelding zwischen thntos und athanatos4 ,anknpfend hieran erzhlt nun ,sokrates den bekannten ,mythus von der ,entstehung des ,eros4 ,am ,geburtstagsfeste der ,aphrodite wurde er gezeugt von einem gttlichen ,vater1 ,poros1 dem ,reichtum1 und einer nicht gttlichen ,mutter1 ,penia1 der ,armut4 ,seine ,natur zeigt seine ,herkunft3 nach der ,mutter ist er pens1 sklros1 auchmros1 endeia xynoikos 7p4 #bjc d71 nach dem ,vater tois kalois kai tois agathois epiboulos1 phronses epithymts1 philosophn dia pantos tou biou4 ,diese ,schilderung des ,eros ist selbstverstndlich ,allegorie4 ,was ist ,eros in ,wirklichkeit8 ,ein ,streben des ,menschen4 ,es wohnt diesem also ein ,streben inne1 das weder schn und gut noch schlecht und hlich ist1 ein ,streben1 das zwischen gttlich und sterblich in der ,mitte steht4 ,demgem ist unter ,eros' ,elternpaar die menschliche ,natur zu verstehen1 aus der jenes ,streben hervorgeht4 ,zwei ,prinzipe enthlt diese ,natur3 ein gttliches1 das ist ,poros1 der ,sohn der ,metis2 ein irdisches1 das ist ,penia1 die ,armut und der ,mangel4 ,das ,streben1 welches aus der ,verbindung dieser ,prinzipe entspringt1 ist der ,eros1 dessen ,begriff sonach gewhnlich zu eng gefat ist4 ,er ist eigentlich das jedem ,menschen infolge der ,zusammensetzung seines ,wesens bestndig innewohnende ,streben nach dem ,guten1 genauer nach dem immerwhrenden ,besitz des ,guten4 ,das ,objekt des ,eros ist somit im ,grunde die ,athanasie1 ohne welche ja ein immerwhrender ,besitz nicht mglich ist4 ,wenn dies die wahre ,natur des ,eros ist1 so mu ein ,ewigkeitsstreben auch jener ,gattung desselben zugrunde liegen1 die -- ohne eigentlich erkennbaren ,grund -- gewhnlich allein den ,namen ',eros' fhrt4 ,dies ist auch tatschlich der ,fall4 ,der ,zeugungstrieb1 der jenen ,eros charakterisiert1 ist in ,wahrheit ,unsterblichkeitstrieb3 er geht nicht eigentlich auf das ,schne1 sondern auf ,erzeugung im ,schnen aus4 ,erzeugung und ,geburt aber sind das ,gttliche und ,ewige im menschlichen ,dasein1 was auch dadurch besttigt wird1 da das ,schne zur ,zeugung lockt1 das ,hliche davon abstt4 ,auch der ,zeugungstrieb ist also ,ewigkeitstrieb 7p4 #bjf b-#bjg a74 ,wie ,sokrates weiter ausfhrt1 ist dieser ,zeugungstrieb ein zwiefacher3 ein niederer1 den auch die ,tiere kennen1 der ,drang nach krperlicher ,fortpflanzung1 und ein hherer1 geistiger1 zu dem nur der ,mensch sich erheben kann4 ,dies gibt einen deutlichen ,wink1 wie jener ,mythus von ,poros und ,penia und der ,entstehung des ,eros zu verstehen ist4 ,seele und ,leib sind die beiden ,prinzipe der menschlichen ,natur1 die ,seele das gttliche1 der ,leib das irdische4 ,in dem ,mythus steckt so die orphische ,lehre vom ,sndenfall der ,seele -- ,poros betrinkt sich und ahnt in seiner ,trunkenheit nicht1 wen er zur ,mutter seines ,sohnes macht --1 desgleichen die orphisch-pythagoreische ,anschauung von dem ,gegensatz zwischen der ,natur des ,leibes und der der ,seele4 ,man wird an ,philolaos' ,wortspiel 'sma-sma'1#e an die ,auffassung des ,leibes als des ,grabes der ,seele erinnert1 wenn diese als das gttliche ,prinzip im ,menschen geschildert ist1 das befleckt wird durch die ,vermengung mit dem irdischen1 dem ,leib4 #e ,diels1 frg4 #ad4 ,der tiefste ,sinn des ,eros also ist3 der ,mensch will gttlich1 unsterblich1 ewig werden1 weil ein gttliches ,element in seiner ,natur enthalten ist4 ,an dieser ,stelle wird es gut sein1 sich zu erinnern1 da athanatos1 athanasia nicht einfach 'unsterblich'1 ',unsterblichkeit'1 sondern mindestens ebensosehr 'gttlich'1 ',gttlichkeit' bedeutet4 ,fr den ,griechen ist eben ,gttlichkeit von ,unsterblichkeit nicht zu trennen3 denn ,unsterblichkeit ist die vornehmste ,eigenschaft der ,gtter4 ,darum bedeutet athanatos1 athanasia unzhlige ,male schlechthin 'gttlich'1 ',gttlichkeit'4 ,im ,symposion selbst finden wir diese ,bedeutung3 ,eros1 heit es p4 #bjb d_/e1 ist ein ,wesen metaxy thntou kai athanatou2 nach den elementarsten ,regeln der ,logik ist es klar1 da athanatos hier nur 'gttlich' bedeuten kann4 ,gleich darauf lesen wir auch tatschlich die ,worte pan to daimonion metaxy esti theou te kai thntou4 ,das ,ewigkeitsstreben des ,menschen uert sich nun zunchst als ,streben nach krperlicher ,fortpflanzung4 ,es wre verfehlt1 fhrt ,sokrates p4 #bjg d ff4 aus1 in der ,fortpflanzung nicht eine gewisse ,befriedigung des ,ewigkeitstriebes zu sehen4 ,wohl bleibt das ,alte nicht ewig1 sondern wird durch ein ,neues ersetzt4 ,aber dies gilt im ,grunde von allem1 was dem ,flusse des ,werdens unterworfen ist2 nicht nur der physische ,mensch erneut sich bestndig1 ohne doch darum ein anderer genannt zu werden1 auch alles ,psychische und ,geistige -- besonders deutlich ist dies am ,gedchtnis und der ,erinnerung zu sehen -- ist in immerwhrendem ,vergehn und ,neuwerden begriffen4 ,in dieser ,weise hat eben das ,vergngliche an der ,ewigkeit teil und insofern bedeutet die ,fortpflanzung eine ,befriedigung des ,ewigkeitstriebes4 ,es braucht nicht erst gesagt zu werden1 da es heraklitischer ,geist ist1 der aus diesen ,gedanken spricht4 ,im ,symposion beugt sich ,platon demnach vor der groartigen ,weltanschauung des ,ephesiers und erkennt ihre ,berechtigung an4 ,die hhere ,art des ,zeugungstriebes uert sich in der geistigen ,zeugung1 deren eigentlich treibendes ,motiv die philotimia1 der ,ehrgeiz1 speziell das ,streben nach unvergnglichem ,nachruhm ist4 ,geistige ,zeugung ist das ,schaffen der ,dichter und berhaupt aller ,knstler1 vor allem aber der ,gesetzgeber 7,lykurgos und ,solon74 ,hier zeigt es sich nun deutlich1 wie notwendig es ist1 bei 'athanasia' nicht der ,bedeutung ',gttlichkeit' zu vergessen4 ,die geistige ,zeugung als ,zeugung hherer ,art sollte auch eine hhere ,athanasie gewhren denn die blo krperliche ,zeugung2 der ,nachruhm allein scheint aber nur eine schattenhafte1 sozusagen magere ,unsterblichkeit zu verleihen3 fortzuleben im ,gedchtnis der anderen ,menschen statt in seiner ,nachkommen ,fleisch und ,blut -- verdient solche ,unsterblichkeit wirklich hheren ,preis8 ,sollen sich die ,menschen mit solcher blo 'platonischen' ,unsterblichkeit zufrieden geben8 ,ein homerischer ,zeuge verneint uns diese ,frage4 ,ich denke der berhmten ,worte des ,achill l #dhh-dia3 ,m d moi thanaton ge parauda1 phaidim' ,odysseu4 bouloimn k' eparouros en thteuemen all andri par' aklr1 h m biotos polys ei1 pasin nekyessi kataphthimenoisin anassein4 ,hier kommt uns nun die andere ,bedeutung von athanasia zu ,hilfe4 ,wer den wahren und echten ,nachruhm erlangt1 wird damit zum ,heros3 hn kai hiera polla1 heit es ,symp4 p4 #bji e1 d gegone dia tous toioutous paidas1 dia de tous anthrpinous oudenos p4#f #f ,gedenkt diese ,stelle des ,heroenkultes1 so erinnert eine frhere1 die paidogonia betreffende1 an den ,ahnenkult3 hoi men oun enkymones kata smata ontes pros tas gynaikas mallon trepontai kai taut ertikoi eisi1 dia paidogonias athanasian kai mnmn kai eudaimonian1 hs oiontai1 hautois eis ton epeita chronon panta porizomenoi p4 #bjh e4 ,die hchste ,form der geistigen ,zeugung ist aber die1 welcher die ,erkenntnis der ,idee des ,schnen und ,guten#g zugrunde liegt1 und diese ,art des ,eros erzielt auch die reinste ,athanasie3 denn das wahre ,wissen hat die wahre ,tugend zur ,folge2 wer nun die ,idee des ,schnen und ,guten1 d4 i4 das wahrhaft ,seiende1 kennt1 der erzeugt nicht mehr bloe ,abbilder der ,tugend 7eidla arets p4 #bab a71 sondern die wahre und wirkliche ,tugend4 ,und wie das onts on ber der sichtbaren ,welt liegt1 so ist auch die auf der ,erkenntnis des wahrhaft ,seienden beruhende ,tugend eine berirdische und setzt den ,menschen den ,gttern gleich4 ,ganz offenbar ist dies der ,sinn der ,stelle #bab a 4444 tekonti de aretn alth kai threpsamen hyparchei theophilei genesthai1 kai eiper t all anthrpn athanat kai ekein4 ,von einer ,erhhung der ,philosophen unter die ,gtter wei ja auch der dem ,symposion nahestehende ,phaidon zu erzhlen 7p4 #hb c74#h ,auch ist es klar1 da die auf ,grund der ,ideenerkenntnis erworbene ,athanasie hherer ,art sein mu als das ,heroentum2 mit dem ,nachruhm aber ist es hier nicht getan3 gerade die wahre ,tugend kann vergessen und verschollen bleiben1 ja selbst verfolgt und mihandelt werden4 ,ihr ,lohn darf nicht von der ,migunst und dem ,unverstand der ,mit- und ,nachwelt abhngen2 sagt doch ,platon auch ausdrcklich hyparchei theophilei genesthai4 ,wir haben hier also zwischen den ,zeilen zu lesen1 da der wahre ,philosoph -- dabei ist natrlich in erster ,linie an ,sokrates zu denken -- nach seinem ,tode den ,gttern sich gesellt4 ,es ist dies die seiner allein wrdige ,athanasie4 #g ,platon erklrt im ,symposion wiederholt ausdrcklich1 da sich das ,schne vom ,guten nicht trennen lasse3 p4 #bja c1 #bjd e ff41 indirekt auch p4 #bab a4 #h ,ich erinnere auch an die stolzen ,worte des ,empedokles 7,diels frg4 #aab74 44444 eg d' hymin theos ambrotos1 ouketi thntos pleumai meta pasi tetimenos ktl4 berhaupt haben ja die ,alten in der ,gottwerdung eines ,sterblichen zwar etwas ,auergewhnliches1 aber durchaus nichts ,unmgliches gesehen4 ,wie oben errtert1 liegt in der ,unsterblichkeitsfrage das ,problem des ,symposion beschlossen4 ,die ,auffassung des ',gorgias'1 der zufolge der ,mensch eine unsterbliche ,seele hat1 ist aufgegeben4 ,blo ein ,streben nach der ,ewigkeit wohnt ihm inne1 ein ,streben1 das auf verschiedene ,weise ,befriedigung finden kann4 ,zugleich ist die ,erklrung fr dieses ,streben gegeben3 der ,mensch ist eine ,mischung aus einem gttlichen ,prinzip -- der ,seele -- und einem irdischen -- dem ,leib4 ,und zwar ist diese ,zusammensetzung so innig1 da der ,tod keineswegs1 wie dies ,platons ,annahme im ,gorgias und spter wieder im ,phaidon war1 die ,trennung von ,krper und ,seele bedeutet4 ,vielmehr geht die ,seele mit dem ,krper im ,tode unter1 oder genauer gesagt1 da ja ,seele wie ,krper jeden ,augenblick vergehn1 um neu zu werden1 im ,tode erlischt die ,fhigkeit1 sich aufs neue zu schaffen1 wenn der ,mensch nicht fr seine ,unsterblichkeit1 sei es krperlich oder geistig1 gesorgt hat4 ,das gttliche ,prinzip veranlat nun den ,menschen1 nach der ,athanasie1 nach ,gttlichkeit und ,ewigkeit zu streben4 ,aber nicht dieses ,streben allein wird durch die ,mischung jener beiden ,prinzipe erklrt1 sondern berhaupt jedes ,streben4#i ,dem ,gttlichen wie dem ,irdischen ist an sich das ,streben fremd2 dem ,gttlichen1 weil es sich absoluter ,vollkommenheit erfreut1 dem ,irdischen1 weil es die eigene ,unvollkommenheit gar nicht fhlt 7p4 #bjd a ff474 ,erst die ,mischung ruft das ,streben1 das ,begehren hervor3 das gttliche ,prinzip weckt im ,menschen das ,streben nach immerwhrender ,glckseligkeit4 ,hierdurch ist das ,werden verursacht1 dessen gttliche ,kraft eben darin besteht1 da es an die ,stelle des ,alten aus dem ,alten heraus stets ein ,neues treten lt4 ,ganz dasselbe findet bei der krperlichen ,fortpflanzung statt1 so da also auch der ,liebe zu den ,nachkommen jenes ,ewigkeitsstreben zugrunde liegt4 #i ,im ,grunde ist fr ,platon jedes ,streben wenigstens subjektiv ein ,streben nach dem immerwhrenden ,besitz des ,guten4 ,in dieser ,theorie des ,werdens kann man das erste ,stadium der ,lehre von der ,weltseele erblicken2 tatschlich lt ja ,platon den ,eryximachos eine kosmische ,liebestheorie aufstellen4 ,ein ,werden hat zunchst auch die geistige ,zeugung zur ,folge3 aber sie ist der ,weg1 zur wahren ,ewigkeit zu gelangen4 ,sie vermag aus dem ,werden1 das nur ein scheinbares ,sein ist -- es ist und es ist nicht --1 ein wirkliches ,sein zu schaffen1 insbesondere wenn sie aus der ,erkenntnis der ,idee des ,schnen und ,guten hervorgeht4 ,die ,weltanschauung des ,symposion ist sonach eine allumfassende2 dem ,werden wie dem ,sein wird in gleicher ,weise ,rechnung getragen4 ,das erstere ist ganz in heraklitischem ,geiste gewrdigt1 zwar1 wie nicht anders mglich1 zum ,sein in ,gegensatz gestellt1 aber keineswegs in den vllig unberbrckbaren der ,eleaten4 ,platon hat erkannt1 da ,werden und ,vergehn zwar in der ,wirklichkeit unzertrennlich sind1 darum aber noch nicht gleich bewertet werden mssen3 das ,vergehn ist irdisch1 ungttlich1 die ,kraft des steten ,neuwerdens aber ist gttlich4 ,das ,ziel des ,werdens ist ,vollkommenheit1 aus dem ,werden kann sich ein ,sein gestalten4 ,so schliet das ,symposion einen kosmischen ,ring um ,sinnliches und bersinnliches4 ,es ist ein ,evangelium des ,optimismus4 ,das ,symposion zeugt demnach von dem ,versuch des ,philosophen1 die ,lehren ,heraklits und der ,pythagoreer von einem hheren ,standpunkt zu vereinen4 ,diese ,tendenz1 zwischen scheinbar kontrren ,weltanschauungen zu vermitteln1 erklrt die ,modifikation1 die ,platon im ,symposion am ,unsterblichkeitsglauben des ',gorgias' vorgenommen hat4 ,noch einmal lt er seinen ,blick voll ,liebe auf dieser ,welt ruhen1 bevor er sich endgiltig dem weltverachtenden ,mystizismus der ,pythagoreer berantwortet4 ,aber nicht blo ,heraklit und die ,pythagoreer finden im ,symposion gebhrende ,beachtung2 auch fr den ,eleatismus in megarischem ,gewand hat ,platons ,system einen ,platz frei3 das auto kalon kagathon wird zum onts on hypostasiert4 ,freilich sind die ,konsequenzen gerade dieser ,lehre im ,symposion nicht zu voller ,klarheit gebracht2 namentlich die ,stellung der ,gtter zum auto kalon kagathon bleibt unaufgeklrt4 ,es kann allerdings nur eine ,mglichkeit geben3 das auto kalon kagathon mu als das allein wahrhaft ,seiende auch fr die ,gtter das ,leben- und ,sein-spendende ,element bedeuten1 wie es ja spterhin von der ,idee des ,guten tatschlich ausgesagt wird4 ,damit stimmt auch berein1 da die ,erkenntnis der ,idee des ,guten und ,schnen den ,menschen den ,gttern gleichstellen soll4 ,aber dieses ,abhngigkeitsverhltnis der ,gtter zum auto kalon kagathon ist im ,symposion noch keineswegs klar ausgesprochen4 ,wenn nun ,platon diese ,entthronung der alten ,gtter in aller ,stille vornimmt1 so ist dies zweifellos ein ,zeichen dafr1 da die ,ideenlehre im ,symposion noch jungen ,datums ist4 ,noch lehrreicher in dieser ,hinsicht aber ist der ,umstand1 da das ,symposion nur die ,idee des kalon kagathon kennt4 ,ich halte es durchaus nicht fr richtig1 ,platon hier im ,symposion etwa von den brigen ,ideen absehen zu lassen4 ,mir scheint vielmehr die ,hypostasierung blo des auto kalon kagathon als onts on die erste ,form der ,ideenlehre zu bedeuten4 ,hierbei lasse ich mich von folgenden ,erwgungen leiten4 ,der sokratischen ,tugendwissenslehre fehlte die ,bezugnahme auf einen letzten und hchsten ,begriff4 ,ich erinnere an die ,definition der ,tapferkeit in ,platons ,protagoras 7p4 #cfj d7 als des ,wissens vom deinon und m deinon1 eine ,auffassung1 gegen die ,platon spter im ,laches polemisiert4 ,jede ,tugend war fr ,sokrates eine andre phronsis1 wie uns ,aristoteles berichtet3 ,skrats 4444 phronseis eto einai pasas tas aretas 4444 ,s4 men oun logous tas aretas eto einai1 epistmas gar einai pasas4#aj ,besonders charakteristisch ist auch folgende ,stelle des platonischen ,laches 7p4 #aid d73 pollakis akkoa sou1 sagt dort ,nikias zu ,sokrates1 legontos1 hoti tauta agathos hekastos hmn haper sophos1 ha de amaths tauta de kakos4 ,die ,tugend zu definieren1 hatte ,sokrates nicht unternommen4 #aj ,eth4 ,n4 ,,vi1 #ac1 #aadd b #ag2 zu vergleichen sind auch die ,stellen ibid4 ,,iii1 #aa1 #aaaf b #d und ,eth4 ,eud4 ,i1 #e1 #abaf b #f4 ,offenbar unter dem ,einflu der ,megariker1 in deren ,mitte er ja nach dem ,tode des ,sokrates weilte1 hatte ,platon diese ,lcke in der sokratischen ,philosophie empfunden4 ,die ,megariker hatten das ,gute in den ,mittelpunkt des ,seins gestellt und kannten nur eine ,tugend1 wie uns ,diogenes ,laertius ,,vii1 #afa berichtet1 nmlich die ,kenntnis des ,guten3 aretas t' oute pollas eisgen 7,aristn71 hs ho ,znn1 oute mian pollois onomasi kaloumenn1 hs hoi ,megarikoi4 ,der ,berechtigung dieser ,auffassung konnte sich ,platon nicht verschlieen1#aa zumal ja die sokratische ,basis damit nicht verlassen wurde4 ,so einfach aber auch diese ,definition der ,tugend als der ,erkenntnis des ,guten 7und seines ,gegenteils7 erscheint1 so gro waren die ,schwierigkeiten1 nun die ,definitionen der ,einzeltugenden mit jener ,definition der ,gesamttugend in ,einklang zu bringen4 ,jeder ,tugend mute die ,erkenntnis des ,guten zugrunde liegen2 worin aber hatte man die charakterisierenden ,merkmale der ,einzeltugenden zu sehen8 ,mit diesen ,schwierigkeiten hat ,platon ernstlich gerungen1 wie die ,dialoge ,laches und ,charmides zeigen4 ,in diesen beiden ,dialogen bemht sich ,platon vergeblich1 die richtige ,definition der andreia 7,laches71 beziehungsweise der sphrosyn 7,charmides7 zu finden4 ,er mu sich begngen1 die diesbezglichen sokratischen ,definitionen als ungengend zu erweisen4 #aa ,wie der kleinere ,hippias beweist4 ,erst im ,gorgias ist das ,problem mit ,hilfe der pythagoreischen ,psychologie1 mit der ,anerkennung der ,begierden als eines selbstndigen ,faktors im ,innenleben des ,menschen gelst4 ,die unterscheidenden ,merkmale der ,einzeltugenden sind gefunden3 aret sophia ist die ,erkenntnis des ,guten1 beziehungsweise der ,diversitt des ,guten und ,angenehmen2 hosiots ist die ,erkenntnis des ,guten1 sofern es die ,gtter berhrt2 dikaiosyn1 die ,erkenntnis des ,guten1 welches die ,menschen betrifft2 das ,feld der andreia ist das ,gute1 wo es im ,gegensatz zum ,angenehmen steht2 sphrn aber ist der sophos1 weil er die ,gefahr kennt1 die von den ,begierden droht1 und diese darum im ,zaume hlt 7,gorg4 p4 #ejg ff474 ,gleichzeitig enthlt der ,gorgias wichtige ,begriffsbestimmungen des ,guten4 ,nach ,gorg4 #ejc e ff4 beruht auf den 7pythagoreischen7#ab ,begriffen kosmos und taxis die ,gte einer ,sache1 sie machen das eidos zum eidos 7eidos hier noch nicht im ,sinne von idea onts on gebraucht74 ,das ,gute also macht wahrhaft seiend1 verleiht erhhte ,essenz und damit in den ,augen eines ,denkers jener ,zeit notwendig auch erhhte ,existenz1 mu daher selbst in erster ,linie als wahrhaft seiend bezeichnet werden4 ,damit harmonierte nun vollkommen die ,lehre der ,megariker1 da in ,wahrheit nichts existiere als das ,gute1 da das ,gute und das ,sein identisch wren4 ,so kommt es zunchst zur ,hypostasierung nur der ,idee des kalon kagathon2 damit findet jene ,gedankenrichtung1 welche vom kl4 ,hippias ber ,laches und ,charmides zum ,gorgias gefhrt hatte1 ihren vorlufigen ,abschlu4 ,den endgiltigen bedeutet erst der teleologische ,idealismus3 erkenntnis-theoretische ,rcksichten bestimmten ,platon neben der ,idee des ,guten noch andere ,ideen anzuerkennen2 aber nach wie vor bleibt ihm die ,idee des ,guten der ,angelpunkt des ,seins1 alle brigen ,ideen1 sogar die des ,seins1 verdanken dieser ,idee ihr ,dasein 7,rep4 ,,vi1 p4 #ejh e74 #ab ,aristoxenos bei ,stobaios1 fl4 t4 #dc1 #di 7,diels1 ,frgm4 p4 #bid74 ,der ,anschauung der ,eleaten1 nur dem ,gegenstande des ,wissens -- also den ,begriffen -- komme wahres ,sein zu im ,gegensatz zu den ,gegenstnden der ,sinne1 und dem sprachlichen ,moment 7z4 ,b4 ,gorg4 p4 #ebj d adikia adikousin hoi anthrpoi -- der ,begriff erscheint als wirkende ,ursache --7 kann ich demnach fr die ,konzeption der ,ideenlehre nur sekundre ,bedeutung zuerkennen4 ,die ,psychologie des ,symposion ist noch ziemlich primitiv3 es bleibt in der ,hauptsache bei der ,gegenberstellung von ,leib und ,seele4 ,aus diesem ,gegensatz hat sich schlielich die ,lehre von den drei ,seelenteilen herauskristallisiert4 ,im ,symposion sind1 wie frher im ,gorgias 7p4 #dfe c7 und spter im ,phaidon1 die ,lste und ,begierden1 das sptere epithymtikon1 noch durch den ,leib bedingt4 ,desgleichen fehlt eine klare ,unterscheidung zwischen logistikon und thymoeides 7ich antizipiere die spteren termini74 ,blo ,anstze dazu lassen sich erkennen1 wie unten ausgefhrt werden soll4 ,von groer ,bedeutung ist ferner die ,stellung des ,symposion zum ,begriff des ortha doxazein4 ,gewhnlich betrachtet man den ',menon' als denjenigen ,dialog ,platons1 in dem dieser ,begriff zuerst aufgestellt wird4 ,auch ,th4 ,gomperz#ac ist dieser ,ansicht2 er sieht in der ,art und ,weise1 wie 'die im ,menon erarbeitete ,einsicht in die ,stellung der richtigen ,meinung als eines ,mittleren zwischen ,wissen und ,unwissenheit im ,symposion wie etwas ,selbstverstndliches aufgegriffen und verwertet wird'1 ein ,zeichen fr die ,prioritt des ,menon vor dem ,symposion4 ,aber dieser ,ansicht kann ich mich nicht anschlieen4 ,man darf nicht bersehen1 da es im ,symposion ,sokrates ist1 der belehrt wird1 whrend im ,menon ein unerfahrener ,jngling -- der ,unterricht des ,gorgias1 den ,menon genossen hat1 wiegt in ,platons ,augen nicht schwer -- von ,sokrates belehrt wird4 ,und ,sokrates ist doch an jener ,stelle des ,symposion 7p4 #bja e ff47 verblfft genug3 ,ouk euphmseis1 mu ihm ,diotima zurufen1 als er sich anschickt1 despektierliche ,folgerungen aus dem ,mangel der ,schnheit und ,gte bei ,eros zu ziehen4 ,noch schwerer aber wiegt1 da im ,menon auf die doxa orth die hoch bedeutsame ,lehre von der ,anamnesis gegrndet wird1 whrend im ,symposion dieselbe nur als ,beispiel fr die ,erluterung des ,begriffs des ,mittleren erwhnt wird4 ,dies wrde die ,ausfhrlichkeit des ,menon in diesem ,punkt zur ,genge erklren4 ,vor allem aber sehe ich in der ,auffassung der doxa orth durch den ,menon einen ,fortschritt gegenber dem ,symposion3 im ,menon erscheint sie als ein ,fragment der phronsis aus dem ,vorleben der ,seele 7p4 #he c ff47 und demgem wird sie im ,phaidros ausdrcklich dem guten 7weien7 ,ro1 dem thymoeides1 zugeschrieben2#ad im ,symposion aber erscheint das ortha doxazein als eine ,mischung von ',gut' und ',schlecht'1 aus amathia und sophia3 von der amathia hat es das m echein logon dounai1 von der epistm das tou ontos tynchanein 7p4 #bjb a74 #ac a4 a4 ,o4 ,,ii1 #cag4 #ad ,althins doxs hetairos heit es p4 #bec d vom weien ,ro4 ,gegenber dem ,gorgias aber zeigt das ,symposion mit seiner 7brigens schon im ,lysis erfolgten7 ausdrcklichen ,anerkennung des ,mittleren einen entschiedenen ,fortschritt4 ,die sptere ,rehabilitierung der im ,gorgias in ,bausch und ,bogen 7,aristeides allein ausgenommen7 verurteilten ,staatsmnner wird damit vorbereitet2 sie ist bekanntlich im ,menon vollzogen4 ,die ,rehabilitierung der im ,gorgias gleichfalls verworfenen ,dichter hat bereits das ,symposion besorgt1 nachdem der ',jon' das ,verdammungsurteil des ,gorgias gemildert hatte4 ,dichterfeindlich ist auch der ,jon noch2 prinzipiell steht er mit dem ,gorgias auf gleichem ,standpunkt3 er erkennt den ,dichtern den ,besitz der techn1 des bewuten1 vernunftgemen ,schaffens1 ab4 ,aber er rumt ihnen ein1 da sie theia moira wirken4 ,diese ,betonung einer theia mania der ,dichter scheint mir mehr zu bedeuten als die bloe ,illustration der in der ,apologie 7p4 #bb b_/c7 hingeworfenen ,bemerkung1 die ,dichter wirkten nur physei tini kai enthousiazontes4#ae ,sie scheint mir vielmehr der ,unterscheidung verschiedener maniai im ,phaidros nher zu stehen als der ,auffassung der ,apologie4 ,darum betrachte ich den ,jon als eine ,einschrnkung des ,gorgias1 so da sich mir die ,reihenfolge ,gorgias1 ,jon1 ,lysis1 ,symposion ergibt4 #ae ,so erklrt ,h4 ,raeder1 ,platons philosoph4 ,entwicklung p4 #ib1 den ,jon4 ,ein weiterer ,fortschritt des ,symposion gegenber dem ,gorgias zeigt sich in folgendem3 ,platon unterscheidet neben jener ,art der geistigen ,zeugung1 welche sich in den ,werken der ,knstler und ,staatsmnner uert1 noch ein ,schaffen auf ,grund der ,erkenntnis der ,idee des ,guten und ,schnen4 ,hier bereitet sich offenbar die ,trennung des guten ,seelenteiles in logistikon und thymoeides vor4 ,das letzte ,wort ber all diese ,dinge aber spricht erst der ,phaidros3 der ,grad der ,ideenschau im ,vorleben bewirkt die verschiedenen ,talente 7,philosophie1 ,dichtkunst1 ,politik etc474 ,werfen wir nun einen kurzen ,rckblick auf den ,inhalt des ,symposion4 ,sein tiefinnerstes ,wesen ist die ,vershnung heraklitischer und pythagoreischer ,gedanken1 worauf auch sein ,ton des sieghaften ,optimismus zurckzufhren ist4 ,im ,zusammenhang damit steht auch die noch ziemlich primitive ,psychologie sowie das vllige ,fehlen jener so beraus wichtigen ,lehre von der ,wiedererinnerung4 ,ein weiteres bedeutsames ,charakteristikon des ,symposion ist1 da es die ,ideenlehre in ihrer ursprnglichen ,form enthlt3 einzig das auto kalon kagathon ist als onts on hypostasiert1 womit ,platon mehr dem ,vorbild der ,megariker denn der ,eleaten folgte4 ,die ,auffassung der ,tugend als der ,kenntnis des ,guten war im ,grunde schon die ,ethik des ',gorgias'4 ,in dem ,augenblick aber1 da ,platon im auto kalon kagathon das onts on zu erblicken glaubte1 wurde seine ,tugendlehre zugleich ,ontologie4 ,ich sehe also im ,symposion das erste grere ,werk nach dem ,gorgias1 setze seine ,abfassung daher einige ,jahre nach diesem ,dialoge an4 ,da ich nun mit ,gomperz den ,gorgias in die ,zeit der ,akademiegrndung verlege1 so mte das ,symposion etwa #che_/d v4 ,chr4 verfat sein4 ,in diese ,zeit fhrt auch die bekannte ,anspielung des ,aristophanes auf den dioikismos der ,arkader 7,symp4 p4 #aic a74 ,in dieselbe ,zeit fllt aber auch der ,tod des ,aristophanes4 ,es kann kaum ein ,zweifel sein1 da ,platon dem eben dahingegangenen groen ,komdiendichter im ,symposion eine ,gedenktafel geweiht hat2 tatschlich ist ja die ,gestalt des ,aristophanes mit besonderer ,liebe und ,sympathie gezeichnet4 ,an dieser ,stelle mchte ich noch einige ,worte ber die ,auslegung jener merkwrdigen ,stelle am ,schlusse des ,symposion 7p4 #bbc d7 sprechen1 wo ,sokrates dem ,tragdiendichter ,agathon und dem ,komdiendichter ,aristophanes auseinandersetzt1 der echte ,dichter msse in gleicher ,weise ,tragdien und ,komdien schreiben knnen4 ,diese ,worte hat man auf ,platon selbst bezogen3 der ,phaidon sei die ,tragdie1 das ,symposion die ,komdie 7,teichmller1 ,lutoslawski1 ,w4 ,christ1 ,natorp74 ,es wre um unsere ,kenntnis der platonischen ,philosophie wahrlich bel bestellt1 wenn die chronologische ,forschung solchen -- mehr oder minder geistreichen -- ,einfllen entscheidendes ,gewicht beimessen wollte4 ,mit ,recht hat man dawider eingewendet1 da der ,phaidon gar nicht als ,tragdie bezeichnet werden knne4#af ,vor allem aber ist eine solche uerung ,platons3 ich kann auch ,komdien schreiben1 nicht blo ,tragdien 7wenn anders sie berhaupt so gemeint ist71 nur als ,erwiderung auf einen ,angriff denkbar2 man mu ihn als ',tragiker' verspottet haben1 wenn er sich wirklich im ,symposion so uert4 ,dazu bot aber der weihevolle ,ernst des ,phaidon keinen ,anla1 ganz abgesehen davon1 da dieser ,dialog aus zwingenden ,grnden dem ,symposion nachgesetzt werden mu4 ,mit der ,datierung ,gorgias-,symposion lt sich indes jene ,auffassung der ,stelle p4 #bbc d sehr wohl vereinen4 ,der ,verfasser des schwarzgalligen ,gorgias kann leicht als tragiktatos verspottet worden sein2 und darauf bezge sich dann jene ,stelle des ,symposion4 ,groe ,bedeutung kommt aber meines ,erachtens solchen ,beobachtungen1 die ja nie zuverlssig sind1 berhaupt nicht zu4 ,der ,versuch1 aus ihnen die chronologische ,reihenfolge der platonischen ,dialoge zu erschlieen1 kme einem ,opfer des ,intellektes gleich4 #af ,r4 ,hirzel1 der ,dialog ,i1 #bbe4 ,wenn ich das ,symposion in die unmittelbare ,nachbarschaft des ,gorgias stelle1 so drfte es wohl am ,platze sein1 einigen ,mutmaungen ,raum zu geben darber1 wie ,platon dazugekommen sein knnte1 dem ,gorgias das ,symposion folgen zu lassen1 vor allem1 was ihn wohl veranlat hat1 seine ,aufmerksamkeit der ,erotik zuzuwenden1 ja die ,eroslehre geradezu zum ,angelpunkt seines ganzen ,systemes zu machen4 ,,iii4 ,wie bei einem ,werke von solcher ,leidenschaftlichkeit und solcher ,schrfe der ,polemik nicht anders denkbar ist1 hat ,platons ,gorgias jedenfalls auf vielen ,seiten lebhaften ,widerspruch erregt4 ,sein schonungsloser ,kampf gegen den ,hedonismus mute unter ,philosophen und ,laien ,widersacher finden4 ,aber auch da ,platon im ,gorgias seinen ,meister ,sokrates der hdon gegenber eine ,stellung einnehmen lie1 die der historischen ,wahrheit nicht entsprach1 konnte nicht unwidersprochen bleiben4 ,in der kurzen ,zeit1 die seit ,sokrates' ,tode verstrichen war1 hatte man noch nicht vergessen1 da ,sokrates durchaus kein ,asket gewesen1 da er die ,freuden des ,lebens ohne ,not niemals verschmht hatte1 da er an den ,blumen des ,daseins nicht achtlos vorbergegangen war4 ,kronzeuge hierfr war die sokratische ,erotik4 ,wie immer1 so hatte auch hier die ,fama malos bertrieben und namentlich ,sokrates' ,verhltnis zu ,alkibiades pikant ausgeschmckt4 ,sicherlich hat man es nicht unterlassen1 in der ,polemik gegen den platonischen ,gorgias darauf hinzuweisen4 ,so wurde ,platon nahegelegt1 des historischen ,sokrates ,verhltnis zum ,hedonismus im allgemeinen und zur ,erotik im besonderen einmal wahrheitstreu darzulegen und jenen bertreibungen energisch entgegenzutreten4 ,der ,gorgias aber war wohl nicht nur ob des ,mangels historischer ,treue in der ,schilderung des ,sokrates angegriffen worden3 man hat gewi auch die ,erotik berhaupt1 die ,tatsache des ,liebeslebens gegen diesen ,dialog ausgespielt4 ,die ,erotik1 die ja der ,gorgias ganz unbercksichtigt gelassen hatte1 schien fr die hedonistische ,weltanschauung ein gewichtiges ,wort in die ,wagschale zu legen2 und man wird kaum mit der ,annahme fehlgehen1 da gerade aus der ,mitte der ,sokratiker1#ag bei denen doch die ,erotik eine so bedeutende ,rolle spielte1 auf dieselbe hingewiesen wurde4 ,die kyrenaische ,schule huldigte ja dem ,hedonismus4 #ag ,freilich nicht von ,seite des ,antisthenes4 ,dies war nun bereits eine philosophische ,frage4 ,platon mute sich dadurch veranlat fhlen1 nach ,zweck1 ,sinn und ,ziel des ,eros berhaupt zu fragen4 ,der ,gorgias hatte sich ber die ,liebe gar nicht geuert1 sie offenbar als eine epithymia unter vielen betrachtet und sich nicht einmal darber ausgesprochen1 ob sie als eine ntzliche oder schdliche anzusehen sei4 ,sehen wir nun1 wie sich ,platon zu dieser ,frage stellen mute4 ,die selbstndige ,untersuchung eines ,problems beginnt man gewhnlich mit der ,kritik der bereits bestehenden ,theorien4 ,so verfuhr auch ,platon mit den geltenden ,liebestheorien im ',lysis'2 der ,verschiedenheit der ,ausdrcke philia 7,lysis7 und ers 7,symposion und ,phaidros7 kommt natrlich keine ,bedeutung zu1 da eben in der philia der ,hellenen das erotische ,moment enthalten war1 wie gerade der ',lysis' zeigt4 ,das ,ergebnis der platonischen ,kritik im ,lysis ist scheinbar ein rein negatives4 ,weder die alte ,deutung der ,liebe und ,freundschaft als des ,strebens nach dem ,gleichen -- eine ,deutung1 die auch ,empedokles bernommen hatte 7,lys4 p4 #bad b71 -- noch die heraklitische als der ,anziehung des ,ungleichen 7p4 #bae c ff47 trifft1 so fhrt der ,lysis aus1 das ,richtige4 ,freundschaft zwischen ,gleichen sei unfruchtbar und nutzlos1 eben infolge der ,gleichheit3 der eine hat dem anderen nichts zu geben4 ,zwischen ,ungleichen aber ist ,freundschaft erst recht unmglich1 z4 ,b4 zwischen adikos und dikaios4 ,so bleibt nur der ,mittelweg3 das mte agathon mte kakon ist dem agathon philon des kakon wegen1 das ihm innewohnt 7p4 #bag b ff474 ,aber dadurch werden neue ,schwierigkeiten geweckt3 das ,gute soll nur durch das ,schlechte philon sein1 mte also aufhren1 philon zu sein1 wenn das ,schlechte verschwnde4 ,der ,mensch1 der ein ,mittelding zwischen ',gut' und ',schlecht' ist 7p4 #bbj d71 wrde nicht mehr nach dem ,guten streben1 wenn das ,schlechte wegfiele4 ,dies kann nicht richtig sein4 ,so wird das ,problem von einer neuen ,seite in ,angriff genommen3 jedes philein ist auch ein epithymein kai eran1 dieses wiederum geht aus einem ,mangel hervor 7p4 #bba a ff474 ,damit ist die obige ,schwierigkeit umgangen1 das philon nicht durch das kakon bedingt1 nur durch den ,mangel des agathon4 ,dieses aber ist das ,objekt der philia4 ,die ,untersuchung wird fortgesetzt und endet scheinbar ergebnislos4 ,da der ,mangel aus einer ,beraubung hervorgeht 7p4 #bba e71 scheinen ers und philia das oikeion zum ,objekt zu haben4 ,aber bedeutet dies nicht die ,widerlegung des bisher ,gewonnenen8 ,mit dem homoion darf das oikeion nicht identisch sein aus dem bereits angefhrten ,grunde4 ,soll nun unter dem oikeion das agathon1 unter dem allotrion das kakon verstanden werden8 ,kann denn aber z4 ,b4 dem kakos das agathon oikeion sein8 ,ist nicht vielmehr das kakon dem kakos1 das agathon dem agathos oikeion8 ,aber der ,gleiche kann dem ,gleichen nicht philos sein6 ,sokrates schliet die ,unterredung mit der ,aufforderung1 all das ,gesagte noch einmal zu berdenken 7ta eirmena hapanta anapempasasthai p4 #bbb e74 ,diese ,wendung allein bewiese1 da der ,lysis nicht resultatlos schliet4 ,platon hat es aber an einem deutlichen ,wink nicht fehlen lassen1 was er als ,endergebnis des ,dialogs betrachtet wissen wollte3 das oikeion wird1 wenn auch ohne ,angabe von ,grnden1 ausdrcklich als nicht identisch mit dem homoion bezeichnet 7p4 #bbb c74 ,um ein positives ,resultat zu erlangen1 ist nur ntig1 jene beiden ,angaben zusammenzustellen1 nach welchen einerseits das ,gute1 andrerseits das ,eigene das ,objekt der philia sein soll4 ,das heit natrlich1 agathon und oikeion 7nicht homoion67 sind identisch3 der ,mensch1 der weder gut noch schlecht ist1 strebt nach dem ,guten als dem ,eigenen4 ,damit sind alle ,bedenken hinfllig geworden4 ,nur eine ,frage bleibt noch offen3 wieso kann dem ,menschen das ,gute oikeion sein1 wenn er weder gut noch schlecht ist8 ,die ,antwort darauf gibt erst das ,symposion4 ,aber schon aus den ,errterungen des ,lysis sehen wir1 da ,platon die ,frage nach dem ,wesen des ,eros alsbald mit der ,frage nach der ,beschaffenheit der menschlichen ,natur verquickt hat1 da er erkannt hat1 die erste ,frage liee sich erst nach ,beantwortung der zweiten einer vllig befriedigenden ,lsung zufhren4 ,wie aber kam ,platon dazu1 im agathon das ,objekt des ers zu sehen8 ,jedenfalls war ihm1 der die ,reinheit der sokratischen ,erotik kannte1 klar1 da der ,begriff des ,eros ein umfassenderer sein mute als der der sinnlichen ,liebe4 ,ein ,gemeinsames mute indessen den hchsten ,eros mit dem niedersten verbinden4 ,das aber konnte nur das ,streben nach dem ,schnen sein1 ob man nun darunter wohlgeformte ,krper oder so erhabene ,dinge wie ,weisheit und ,tugend verstand4 ,denn auch das zhlte fr den ,griechen1 der das agathon vom kalon nicht trennte1 zum ,schnen4 ,diese gemeingriechische ,auffassung wurde ,platon auch durch die ,pythagoreer besttigt3 auf kosmos und taxis beruht nach der pythagoreischen ,quelle des ,gorgias die ,trefflichkeit eines ,dinges1 nicht minder aber die ,schnheit2 denn ,ebenma und ,gesetzmigkeit erwecken ein sthetisches ,lustgefhl4 ,so ist fr ,platon das kalon kagathon das eigentliche ,objekt des ,eros2 und da er -- schon im ,gorgias -- den ,menschen aus einem guten und einem nicht guten ,element bestehen lie1 erklrte sich ihm der ,eros aus der menschlichen ,natur3 auf das ,gute 7und ,schne7 richtet sich das ,streben des ,menschen1 weil es zwar seiner ,natur innewohnt1 aber nicht rein und ungetrbt4 ,so weit war sich ,platon bereits im ,lysis ber das ,erosproblem klar geworden2 es war ihm aber in diesem ,dialog nicht darum zu tun1 die ,lsung der ,frage zu geben1 sondern die bestehenden ,theorien zu kritisieren und den ,boden fr seine ,auffassung zu bereiten4 ,denn bei der ,erklrung des ,eros als des ,strebens nach dem ,guten und ,schnen blieb ,platon nicht stehen4 ,das gute ,element im ,menschen hielt er1 wie das ,symposion uns lehrt1 fr gttlichen ,ursprungs4 ,so ist das ,streben nach dem ,guten und ,schnen1 der ,eros1 im ,grunde ein ,streben nach ,gttlichkeit2 tatschlich strebt ja auch der ,mensch nach dem immerwhrenden ,besitz des ,guten2 ohne ,unsterblichkeit1 das ,vorrecht der ,gtter1 ist ein solcher aber nicht mglich3 so mute ,platon als ,ziel des ,eros im tiefsten ,grunde ,unsterblichkeit und ,gttlichkeit erscheinen4 ,dadurch war ihm die ,mglichkeit gegeben1 die ,unsterblichkeitstheorie des ',gorgias' zu modifizieren und der heraklitischen ,weltanschauung ,gerechtigkeit widerfahren zu lassen4 ,aus diesen ,anschauungen ber das ,wesen des ,eros ergab sich nun weiters1 da1 da jeder ,mensch nach dem ,guten strebt1 alle ,menschen ohne ,ausnahme ,erotiker genannt werden mten2 zugleich sah sich ,platon vor die ,aufgabe gestellt1 den ,eros im engeren ,sinn auf den ,ewigkeitstrieb zurckzufhren4 ,er erledigte sich derselben1 indem er jenen ,eros als ,zeugungstrieb erklrte2 denn die ,zeugung ist gttlich1 ihre ,produkte berdauern den ,urheber3 die leiblichen ,kinder ihre ,eltern1 die geistigen ,schpfungen ihren ,schpfer4 ,so zielt also auch jener spezielle ,eros auf ,unsterblichkeit und ,gttlichkeit1 ja durch ihn bettigt sich hauptschlich jener allgemeine ,eros1 der allen ,menschen infolge der ,zusammensetzung ihrer ,natur innewohnt4 ,diese ,lehren hat ,platon im ,symposion verkndet4 ,er hat in diesem ,werk aber zugleich die ,gelegenheit wahrgenommen1 die ,stellung des historischen ,sokrates zur ,erotik wie zur ,lust berhaupt wahrheitsgem zu schildern4 ,diesem ,zwecke dient vornehmlich die ,rede des ,alkibiades1 welche alle jene ,mrchen zerstreut1 die von einer sinnlichen ,liebe des ,sokrates zu jener glnzendsten ,erscheinung ,allgriechenlands zu erzhlen wuten4 ,zugleich gibt ,platon durch seine ganze ,schilderung des ,sokrates zu1 da dieser die ,annehmlichkeiten des ,lebens durchaus nicht verschmht hat4 ,er will offenbar der verkehrten ,auslegung seines ,gorgias entgegentreten1 als habe er der ,vernichtung der ,begierden1 der chtung des hdy das ,wort geredet4 ,im ,gorgias hatte er alle die verurteilt1 die das hdy hher stellten als das agathon2 damit war aber keineswegs verlangt1 da dem hdy auch derjenige ausweiche1 der gewohnt ist1 dem agathon zu folgen4 ,dieses ,moment hebt das ,symposion ausdrcklich hervor3 es enthlt geradezu den ,beweis1 da das hdy wahrhaft zu genieen nur vermge1 wer das agathon hher stellt4 ,nie htte ,sokrates jene geradezu phnomenale enkrateia tn hdonn erreicht1 wre sein ,leitstern nicht das agathon gewesen4 ,und erst als enkrats tn hdonn konnte er das hdy voll und ganz genieen4 ,von diesem ,gesichtspunkt aus ist die ,rede des ,alkibiades zu verstehen2 sie hat den doppelten ,zweck1 einerseits die ,stellung des historischen ,sokrates zur hdon klar zu legen1 anderseits zu zeigen1 wie weit die hdon berhaupt berechtigt ist4 ,,iv4 ,hiermit wre eigentlich unsere ,untersuchung zu ,ende4 ,ich will es mir aber nicht versagen1 noch das ,verhltnis des ,symposion zum ,phaidros zu besprechen1 zu jenem ,dialog1 der gleichfalls das ,thema der ,erotik behandelt4 ,ob dem ,symposion oder dem ,phaidros die ,prioritt zuzusprechen ist1 darber gehen die ,ansichten noch immer auseinander4 ,die sprachlichen ,indizien sprechen entschieden fr die sptere ,abfassung des ,phaidros2 aus inhaltlichen ,grnden weist neuerdings auch ,raeder den ,phaidros einer recht spten ,epoche der schriftstellerischen ,ttigkeit ,platons zu3 nicht nur ,symposion und ,phaidon1 auch den ,staat lt er ihm vorausgehen4#ah ,ivo ,bruns#ai dagegen glaubt1 gleichfalls aus inhaltlichen ,grnden1 die ,prioritt des ,phaidros erweisen zu knnen4 ,bevor ich auf die ,frage eingehe1 sei mir eine ,bemerkung allgemeiner ,natur gestattet4 ,grere ,genialitt und ,tiefe lassen sich nicht als chronologische ,indizien verwerten bei ,werken1 die der ,vollkraft ihres ,schpfers entstammen4 ,und gerade dies ist der ,fall der platonischen ,dichtungen ,symposion und ,phaidros4 ,wer im ,symposion den hchsten ,ausdruck platonischen ,genies und ,tiefsinnes findet1 wird schwerlich zu widerlegen sein4 ,die ,gedanken ber das innerste ,wesen der ,liebe1 welche das ,symposion in unvergleichlicher ,form bietet1 sind auch heute noch nicht veraltet4 ,an einen ,denker der jngsten ,vergangenheit1 an ,friedrich ,nietzsche gemahnt es1 wenn ,platon alles ,schaffen fr gttlich erklrt4 ,es wre indes verfehlt1 aus diesen ,qualitten des ,symposion die ,prioritt des ,phaidros erweisen zu wollen4 ,denn die ,schrift1 welcher der relativ geringere ,wert zukommt1 kann sehr wohl die spter entstandene sein4 ,ihr ,schpfer hatte eben den ,gipfelpunkt seines ,knnens bereits berschritten4 ,ein solches ,verhltnis scheint mir zwischen ,symposion und ,phaidros zu bestehen4 ,platons ,knnen hat meines ,erachtens den ,hhepunkt in dem ,augenblick berschritten1 da seine ,mystik anhebt4 ,mystische ,anklnge sind nun im ,phaidros bereits in groer ,zahl vorhanden1 whrend sie im ,symposion noch vllig fehlen4 ,man kann wohl sagen1 mit der ,lehre von der ,wiedererinnerung beginnt die ,mystik ,platons4 ,hier hebt der ,nebel an und das ,dmmerdunkel2 ,platon sucht in ,tiefen hineinzuleuchten1 die keines menschlichen ,geistes ,flamme zu erhellen vermag4 ,das einzig ,gegebene1 das irdische ,leben1 als ,wirkung einer ,prexistenz aufgefat -- da entzieht sich das ,denken selber den ,boden unter den ,fen4 ,auf dem ,symposion hingegen liegt noch volle ,sonne3 sokratische1 vielleicht berhaupt ionisch-attische ,sonne und ,klarheit4 #ah a4 a4 ,o4 p4 #bde ff4 #ai ',attische ,liebestheorien'1 ,neue ,jahrb4 f4 d4 klass4 ,altert4 ,,iii 7#aijj7 p4 #ag ff4 ,wenden wir uns von diesen allgemeinen ,erwgungen dem ,vergleich der ,lehren des ,symposion und des ,phaidros zu4 ,im ,phaidros ist die ,idee des ,schnen eine ,idee unter ,ideen1 nicht die ,idee1 die ,ideenlehre ist durch die ,lehre von der ,anamnesis gegen erkenntnistheoretische ,bedenken gesttzt1 die aus drei ,teilen zusammengesetzte#bj ,seele gilt als unsterblich3 dies sind meines ,erachtens entscheidende ,indizien fr die ,prioritt des ,symposion vor dem ,phaidros4 ,aber auch die ,eroslehre selbst ist im ,phaidros bedeutend reifer und entwickelter4 ,die so beraus einfache ,auffassung des ,symposion -- ,eros das ,streben des ,menschen1 das ,gttliche seiner ,natur zur ,geltung zu bringen -- ist erweitert in wichtigen ,punkten4 ,in einer ,prexistenz1 fhrt ,platon im ,phaidros c4 #bb f4 7#bdd a ff47 aus1 hat die ,seele im ,gefolge desjenigen ,gottes1 dessen ,wesen dem ihrigen gleicht1 wenn auch nur auf kurze ,augenblicke und mit vieler ,mhe1 die ,ideen leibhaft zu schauen vermocht4 ,ins irdische ,dasein geraten1 erwacht in ihr beim ,anblick des ,schnen1 weil die ,idee der ,schnheit sozusagen die sinnenflligste ist1 die ,erinnerung an jene wahre ,welt und damit der ,eros4 ,wie ganz anders hrt sich diese ,erklrung#ba des ,erwachens der ,liebe an als jene ,symposionstelle p4 #bje b ff41 wo ,platon zur ,erklrung des befremdlichen ,umstandes1 da nur die sinnliche ,liebe ,eros genannt wird1 nicht1 wie es sein sollte1 der allen ,menschen innewohnende ,drang nach dem ,guten1 blo den ,analogiefall der poisis anfhrt6 ,es ist doch ganz undenkbar1 da die ,auffassung des ,symposion die sptere ist4 #bj ,das ,gleichnis vom ,wagenlenker und den beiden ,rossen wrde meiner berzeugung nach gengen1 die ,prioritt des ,symposion zu erweisen2 entsprechend der bereits ausgebildeten ,lehre von den drei ,seelenteilen ist auch jene ,unterscheidung zwischen den zwei ,arten des geistigen ,zeugungstriebes1 die das ,symposion blo andeutet1 im ,phaidros viel schrfer3 vgl4 c4 #cg 7p4 #bef a ff474 #ba ,da diese ,erklrung schon im ,symposion im ,mythos von ,poros und ,penia enthalten sei -- ,eros wird am ,geburtstagsfest der ,aphrodite gezeugt -- 7,zeller1 ,,ii#d #fab ,anm471 vermag ich nicht zuzugeben3 ,aphrodite ist ja in erster ,linie ,gttin der ,liebe4 ,einmal erwacht1 richtet sich nun der ,eros zunchst darauf1 die ,seele ihrem gttlichen ,fhrer wieder hnlich zu machen4 ,der ,liebende1 im dunklen ,drange nach der ,rckkehr in die ,gefolgschaft seines ,gottes1 erkennt im ,gegenstand seiner ,liebe eine ihm wesensverwandte ,seele und schpft aus dieser ,erkenntnis die ,kraft1 sich der ,rckkehr in die ,gttergefolgschaft wrdig zu machen4 ,durch diese ,auffassung eint der ,phaidros zwei scheinbar widerstreitende ,ansichten des ,lysis und des ,symposion4 ,lys4 p4 #bba e ff4 sagt ,sokrates1 da das ,objekt des ,eros wie jeglicher epithymia das oikeion sei1 mten zwei ,freunde physei oikeioi sein2 bereinstimmung der ,natur sei die ,vorbedingung fr alle ,liebe4 ,im ,symposion hingegen wird ,aristophanes1 der diese ,auffassung verficht1 von ,sokrates mit dem ,bemerken widerlegt1 da das oikeion nur1 sofern es gut sei1 ,objekt des ,eros sei4 ,der ,phaidros wei beide ,ansichten zu vereinen3 er besttigt1 da die bereinstimmung der ,naturen die ,grundlage des ,liebesbundes sei1 da die ,freunde tatschlich physei oikeioi seien4 ,weil aber die ,menschen den verschiedenen ,gttern nachgebildet sind1 so ist das oikeion zugleich ein agathon4 ,mit ,unrecht sieht daher ,bruns#bb in der ,aristophanesrede des ,symposion die ,erotik des ,phaidros2 ebenso unzutreffend ist1 was er in der ,anmerkung auf ,seite #bd sagt1 da der geistige ,verkehr im ,phaidros in der ,hauptsache auf den ,knaben gerichtet sei1 der im ,symposion nur noch die ,rolle des ,anregers spiele4 ,dieses ,argument liee sich zunchst einfach umkehren4 ,vor allem aber besagt jene ,phaidrosstelle #bec a1 die ,bruns selbst zitiert1 gerade das ,gegenteil3 ichneuontes de par' heautn aneuriskein tn tou spheterou theou physin euporousi dia to syntons nankasthai pros ton theon blepein1 kai ephaptomenoi autou t mnm enthousintes ex ekeinou lambanousi ta eth kai ta epitdeumata1 kath' hoson dynaton theou anthrp metaschein2 kai toutn d ton ermenon aitimenoi eti te mallon agapsi ktl4 ,auch hiernach ist der ,geliebte doch im ,grunde nur das ,medium1 wenn er dabei auch mehr gewinnt als der ermenos im ,symposion4 ,der ,phaidros stellt eben die ,frage nach dem ,nutzen1 den die ,liebe dem ,geliebten bringt1 und bedeutet so die ,ergnzung des ,symposion4 ,die ,vermutung liegt nahe1 da man gegen die ,erotik des ,symposion eingewendet hat1 sie bercksichtige nur den ,liebenden und vernachlssige die ,interessen des ,geliebten2 sie sei geradezu eine ,warnung1 sich lieben zu lassen4 ,wir verstehen dann1 warum in der ,eroslehre des ,phaidros der ,geliebte so in den ,vordergrund gerckt ist1 da ein ,forscher vom ,range ,bruns' bersehen konnte1 da auch in diesem ,dialog der ,geliebte im ,grunde nur das ,medium fr den ,liebenden ist4 ,platon sucht eben jenem ,vorwurf zu begegnen4 ,vielleicht dient auch die ,wiedergabe der ,lysiasrede dem gleichen ,zweck3 sie zeigt den wahren ,egoismus im ,gegensatz zur platonischen ,auffassung4 #bb a4 a4 ,o4 p4 #bd_/e4 ,aber noch in einem anderen ,punkt knpft der ,phaidros an das ,symposion an1 bezw4 bildet er dessen ,lehren aus4 ,wie oben erwhnt1 mu bereits nach dem ,symposion das auto kalon kagathon als das alleinige onts on den ,urquell und die ,bedingung alles ,seienden bedeuten4 ,aber dies ist keineswegs klar ausgesprochen1 ja da ,platon in der leiblichen ,fortpflanzung eine ,befriedigung des ,ewigkeitsstrebens sieht1 steht dazu im ,widerspruch4 ,auch die ,gtter mssen1 wenn das auto kalon kagathon allein wahrhaft ist1 demselben ihr ,dasein danken2 wohnt nun dem ,menschen1 wie das ,symposion lehrt1 ein gttliches ,prinzip inne1 das sich zur ,geltung bringen will1 so ist auch das auf die ,idee des ,schnen und ,guten zurckzufhren und eine ,befriedigung dieses ,ewigkeitsstrebens ohne jede ,bezugnahme auf das onts on ausgeschlossen4 ,diesen logischen ,irrtum des ,symposion korrigiert nun der ,phaidros4 ,er sagt es deutlich heraus1 da die ,ideen auch die ,urheber der ,gttlichkeit sind3 pros hoisper 7tois eidesi7 theos n theios estin1 lesen wir p4 #bdi c4 ,darum strebt der ,mensch nicht nur1 wenn ihm die ,erinnerung an jene wahre ,welt kommt1 dahin zurck1 nein1 auch dort angelangt1 gilt sein ,streben wie das aller brigen1 die ,gtter mit eingeschlossen1 der ,erkenntnis der ,ideen4 ,sie eben sind der ,quell alles ,seins4 ,jetzt erst ist der ,eros gleich ,erkenntnistrieb1 was er im ,symposion nicht war4 ,ebendadurch ist auch ,platons genderte ,stellung zur sinnlichen ,liebe bedingt3 bei der strengen ,durchfhrung des ,dualismus konnte er im paidosporein keine ,erfllung des ,ewigkeitsdranges mehr1 nur ein ,abirren vom wahren ,ziel erblicken4 ,erst im ,phaidros ist die ,liebe 'platonisch'4 ,ich glaube nicht1 da die ,grnde1 welche fr die ,prioritt des ,symposion sprechen1 hiermit erschpft sind2 doch sei eine eingehendere ,behandlung dieses ,punktes1 insonderheit der ,nachweis1 da nicht nur der ',phaidon' und der ',phaidros'1 sondern auch der ',menon' dem ,symposion nachgefolgt ist1 einer spteren ,gelegenheit aufgespart4 ,k4 u4 k4 ,hofbuchdruckerei ,carl ,fromme in ,wien4 ,liste aller vorgenommenen nderungen4 ,die jeweils erste ,zeile gibt den unkorrigierten ,text wieder1 die zweite ,zeile die ,korrektur4 ,schler ,agathon endlich betont zu ,sokrates lebhafter ,befriedigung1 erst ,schler ,agathon endlich betont zu ,sokrates' lebhafter ,befriedigung1 erst bloes doxazein kann es nicht sophiia sein1 als ortha doxazein bloes doxazein kann es nicht sophia sein1 als ortha doxazein 44444 eg d'hymin theos ambrotos1 ouketi thntos 44444 eg d' hymin theos ambrotos1 ouketi thntos bringen4 ,jeder ,tugend mute die ,erkenntuis des ,guten zugrunde liegen2 bringen4 ,jeder ,tugend mute die ,erkenntnis des ,guten zugrunde liegen2 fhrt auch die bekannte ,anspielung des ,aristophanes auf den doikismos fhrt auch die bekannte ,anspielung des ,aristophanes auf den dioikismos ,altert4 ,,iii 7#aijj7 p4 #ag ff474 ,altert4 ,,iii 7#aijj7 p4 #ag ff4