,anmerkungen zur ,transkription3 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden bernommen2 lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste der vorgenommenen nderungen findet sich am ,ende des ,textes4 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,im ,original fett gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,,schriften ,,zur ,,angewandten ,,seelenkunde ,,herausgegeben ,,von ,,prof4 ,,dr4 ,,sigm4 ,,freud ,,erstes ,,heft ,,der ,,wahn ,,und ,,die ,,tr,,ume ,,in ,w4 ,,jensens ,,gradiva ,,von ,,prof4 ,,dr4 ,,sigm4 ,,freud ,,wien ,,wien ,,und ,,leipzig ,,hugo ,,heller ,,cie4 #aijg ,k4 u4 ,k4 ,hofbuchdruckerei ,karl ,prochaska in ,teschen4 ,i4 ,in einem ,kreise von ,mnnern1 denen es als ausgemacht gilt1 da die wesentlichsten ,rtsel des ,traumes durch die ,bemhung des ,verfassers7#a7 gelst worden sind1 erwachte eines ,tages die ,neugierde1 sich um jene ,trume zu kmmern1 die berhaupt niemals getrumt worden1 die von ,dichtern geschaffen und erfundenen ,personen im ,zusammenhange einer ,erzhlung beigelegt werden4 ,der ,vorschlag1 diese ,gattung von ,trumen einer ,untersuchung zu unterziehen1 mochte mig und befremdend erscheinen2 von einer ,seite her konnte man ihn als berechtigt hinstellen4 ,es wird ja keineswegs allgemein geglaubt1 da der ,traum etwas ,sinnvolles und ,deutbares ist4 ,die ,wissenschaft und die ,mehrzahl der ,gebildeten lcheln1 wenn man ihnen die ,aufgabe einer ,traumdeutung stellt2 nur das am ,aberglauben hngende ,volk1 das hierin die berzeugungen des ,altertums fortsetzt1 will von der ,deutbarkeit der ,trume nicht ablassen1 und der ,verfasser der ,traumdeutung hat es gewagt1 gegen den ,einspruch der gestrengen ,wissenschaft ,partei fr die ,alten und fr den ,aberglauben zu nehmen4 ,er ist allerdings weit davon entfernt1 im ,traume eine ,ankndigung der ,zukunft anzuerkennen1 nach deren ,enthllung der ,mensch seit jeher mit allen unerlaubten ,mitteln vergeblich strebt4 ,aber vllig konnte auch er nicht die ,beziehung des ,traumes zur ,zukunft verwerfen1 denn nach ,vollendung einer mhseligen bersetzungsarbeit erwies sich ihm der ,traum als ein erfllt dargestellter ,wunsch des ,trumers1 und wer knnte bestreiten1 da ,wnsche sich vorwiegend der ,zukunft zuzuwenden pflegen4 7#a7 ,freud1 ,die ,traumdeutung #aijj4 ,ich sagte eben3 der ,traum sei ein erfllter ,wunsch4 ,wer sich nicht scheut1 ein schwieriges ,buch durchzuarbeiten1 wer nicht fordert1 da ein verwickeltes ,problem zur ,schonung seiner ,bemhung und auf ,kosten von ,treue und ,wahrheit ihm als leicht und einfach vorgehalten werde1 der mag in der erwhnten ,traumdeutung den weitlufigen ,beweis fr diesen ,satz aufsuchen und bis dahin die ihm sicherlich aufsteigenden ,einwendungen gegen die ,gleichstellung von ,traum und ,wunscherfllung zur ,seite drngen4 ,aber wir haben weit vorgegriffen4 ,es handelt sich noch gar nicht darum1 festzustellen1 ob der ,sinn eines ,traumes in jedem ,falle durch einen erfllten ,wunsch wiederzugeben sei1 oder nicht auch ebenso hufig durch eine ngstliche ,erwartung1 einen ,vorsatz1 eine berlegung u4 s4 w4 ,vielmehr steht erst in ,frage1 ob der ,traum berhaupt einen ,sinn habe1 ob man ihm den ,wert eines seelischen ,vorganges zugestehen solle4 ,die ,wissenschaft antwortet mit ,nein1 sie erklrt das ,trumen fr einen blo physiologischen ,vorgang1 hinter dem man also ,sinn1 ,bedeutung1 ,absicht nicht zu suchen brauche4 ,krperliche ,reize spielten whrend des ,schlafes auf dem seelischen ,instrument und brchten so bald diese1 bald jene der alles seelischen ,zusammenhaltes beraubten ,vorstellungen zum ,bewutsein4 ,die ,trume wren nur ,zuckungen1 nicht aber ,ausdrucksbewegungen des ,seelenlebens vergleichbar4 ,in diesem ,streite ber die ,wrdigung des ,traumes scheinen nun die ,dichter auf derselben ,seite zu stehen wie die ,alten1 wie das aberglubische ,volk und wie der ,verfasser der ,traumdeutung4 ,denn wenn sie die von ihrer ,phantasie gestalteten ,personen trumen lassen1 so folgen sie der alltglichen ,erfahrung1 da das ,denken und ,fhlen der ,menschen sich in den ,schlaf hinein fortsetzt1 und suchen nichts anderes1 als die ,seelenzustnde ihrer ,helden durch deren ,trume zu schildern4 ,wertvolle ,bundesgenossen sind aber die ,dichter und ihr ,zeugnis ist hoch anzuschlagen1 denn sie pflegen eine ,menge von ,dingen zwischen ,himmel und ,erde zu wissen1 von denen sich unsere ,schulweisheit noch nichts trumen lt4 ,in der ,seelenkunde gar sind sie uns ,alltagsmenschen weit voraus1 weil sie da aus ,quellen schpfen1 welche wir noch nicht fr die ,wissenschaft erschlossen haben4 ,wre diese ,parteinahme der ,dichter fr die sinnvolle ,natur der ,trume nur unzweideutiger6 ,eine schrfere ,kritik knnte ja einwenden1 der ,dichter nehme weder fr noch gegen die psychische ,bedeutung des einzelnen ,traumes ,partei2 er begnge sich zu zeigen1 wie die schlafende ,seele unter den ,erregungen aufzuckt1 die als ,auslufer des ,wachlebens in ihr krftig verblieben sind4 ,unser ,interesse fr die ,art1 wie sich die ,dichter des ,traumes bedienen1 ist indes auch durch diese ,ernchterung nicht gedmpft4 ,wenn uns die ,untersuchung auch nichts ,neues ber das ,wesen der ,trume lehren sollte1 vielleicht gestattet sie uns von diesem ,winkel aus einen kleinen ,einblick in die ,natur der dichterischen ,produktion4 ,die wirklichen ,trume gelten zwar bereits als zgellose und regelfreie ,bildungen1 und nun erst die freien ,nachbildungen solcher ,trume6 ,aber es gibt viel weniger ,freiheit und ,willkr im ,seelenleben1 als wir geneigt sind anzunehmen2 vielleicht berhaupt keine4 ,was wir in der ,welt drauen ,zuflligkeit heien1 lst sich bekanntermaen in ,gesetze auf2 auch was wir im ,seelischen ,willkr heien1 ruht auf -- derzeit erst dunkel geahnten -- ,gesetzen4 ,sehen wir also zu6 ,es gbe zwei ,wege fr diese ,untersuchung4 ,der eine wre die ,vertiefung in einen ,spezialfall1 in die ,traumschpfungen eines ,dichters in einem seiner ,werke4 ,der andere bestnde im ,zusammentragen und ,gegeneinanderhalten all der ,beispiele1 die sich in den ,werken verschiedener ,dichter von der ,verwendung der ,trume finden lassen4 ,der zweite ,weg scheint der bei weitem trefflichere zu sein1 vielleicht der einzig berechtigte1 denn er befreit uns sofort von den ,schdigungen1 die mit der ,aufnahme des knstlichen ,einheitsbegriffes der ,dichter verbunden sind4 ,diese ,einheit zerfllt bei der ,untersuchung in die so sehr verschiedenwertigen ,dichterindividuen1 unter denen wir in einzelnen die tiefsten ,kenner des menschlichen ,seelenlebens zu verehren gewohnt sind4 ,dennoch aber werden diese ,bltter von einer ,untersuchung der ersten ,art ausgefllt sein4 ,es hatte sich in jenem ,kreise von ,mnnern1 unter denen die ,anregung auftauchte1 so gefgt1 da jemand sich besann1 in dem ,dichtwerke1 das zuletzt sein ,wohlgefallen erweckt1 wren mehrere ,trume enthalten gewesen1 die ihn gleichsam mit vertrauten ,zgen angeblickt htten und ihn einlden1 die ,methode der ,traumdeutung an ihnen zu versuchen4 ,er gestand zu1 ,stoff und rtlichkeit der kleinen ,dichtung wren wohl an der ,entstehung seines ,wohlgefallens hauptschlich beteiligt gewesen1 denn die ,geschichte spiele auf dem ,boden von ,pompeji und handle von einem jungen ,archologen1 der das ,interesse fr das ,leben gegen das an den ,resten der klassischen ,vergangenheit hingegeben htte und nun auf einem merkwrdigen1 aber vllig korrekten ,umwege ins ,leben zurckgebracht werde4 ,whrend der ,behandlung dieses echt poetischen ,stoffes rege sich allerlei ,verwandtes und dazu ,stimmendes im ,leser4 ,die ,dichtung aber sei die kleine ,novelle ,gradiva von ,wilhelm ,jensen1 vom ,autor selbst als pompejanisches ,phantasiestck bezeichnet4 ,und nun mte ich eigentlich alle meine ,leser bitten1 dieses ,heft aus der ,hand zu legen und es fr eine ganze ,weile durch die #aijc im ,buchhandel erschienene ,gradiva zu ersetzen1 damit ich mich im weiteren auf ,bekanntes beziehen kann4 ,denjenigen aber1 welche die ,gradiva bereits gelesen haben1 will ich den ,inhalt der ,erzhlung durch einen kurzen ,auszug ins ,gedchtnis zurckrufen1 und rechne darauf1 da ihre ,erinnerung allen dabei abgestreiften ,reiz aus eigenem wiederherstellen wird4 ,ein junger ,archologe1 ,norbert ,hanold1 hat in einer ,antikensammlung ,roms ein ,reliefbild entdeckt1 das ihn so ausnehmend angezogen1 da er sehr erfreut gewesen ist1 einen vortrefflichen ,gipsabgu davon erhalten zu knnen1 den er in seiner ,studierstube in einer deutschen ,universittsstadt aufhngen und mit ,interesse studieren kann4 ,das ,bild stellt ein reifes junges ,mdchen im ,schreiten dar1 welches ihr reichfaltiges ,gewand ein wenig aufgerafft hat1 so da die ,fe in den ,sandalen sichtbar werden4 ,der eine ,fu ruht ganz auf dem ,boden1 der andere hat sich zum ,nachfolgen vom ,boden abgehoben und berhrt ihn nur mit den ,zehenspitzen1 whrend ,sohle und ,ferse sich fast senkrecht emporheben4 ,der hier dargestellte ungewhnliche und besonders reizvolle ,gang hatte wahrscheinlich die ,aufmerksamkeit des ,knstlers erregt und fesselt nach so viel ,jahrhunderten nun den ,blick unseres archologischen ,beschauers4 ,dies ,interesse des ,helden der ,erzhlung fr das geschilderte ,reliefbild ist die psychologische ,grundtatsache unserer ,dichtung4 ,es ist nicht ohne weiteres erklrbar4 ,doktor ,norbert ,hanold1 ,dozent der ,archologie1 fand eigentlich fr seine ,wissenschaft an dem ,relief nichts sonderlich ,beachtenswertes4 7,gradiva p4 #c47 ,er wute sich nicht klarzustellen1 was daran seine ,aufmerksamkeit erregt habe1 nur da er von etwas angezogen worden und diese ,wirkung sich seitdem unverndert forterhalten habe4 ,aber seine ,phantasie lt nicht ab1 sich mit dem ,bilde zu beschftigen4 ,er findet etwas ,heutiges darin1 als ob der ,knstler den ,anblick auf der ,strae nach dem ,leben festgehalten habe4 ,er verleiht dem im ,schreiten dargestellten ,mdchen einen ,namen3 ,gradiva1 die ,vorschreitende2 er fabuliert1 sie sei gewi die ,tochter eines vornehmen ,hauses1 vielleicht eines patrizischen ,aedilis1 der sein ,amt im ,namen der ,ceres ausbte1 und befinde sich auf dem ,wege zum ,tempel der ,gttin4 ,dann widerstrebt es ihm1 ihre ruhige stille ,art in das ,getriebe einer ,grostadt einzufgen1 vielmehr erschafft er sich die berzeugung1 da sie nach ,pompeji zu versetzen sei und dort irgendwo auf den wieder ausgegrabenen eigentmlichen ,trittsteinen schreite1 die bei regnerischem ,wetter einen trockenen bergang von einer ,seite der ,strae zur anderen ermglicht und doch auch ,durchla fr ,wagenrder gestattet hatten4 ,ihr ,gesichtsschnitt dnkt ihm griechischer ,art1 ihre hellenische ,abstammung unzweifelhaft2 seine ganze ,altertumswissenschaft stellt sich allmhlich in den ,dienst dieser und anderer auf das ,urbild des ,reliefs bezglichen ,phantasien4 ,dann aber drngt sich ihm ein angeblich wissenschaftliches ,problem auf1 das nach ,erledigung verlangt4 ,es handelt sich fr ihn um eine kritische ,urteilsabgabe1 ob der ,knstler den ,vorgang des ,ausschreitens bei der ,gradiva dem ,leben entsprechend wiedergegeben habe4 ,er selbst vermag ihn an sich nicht hervorzurufen2 bei der ,suche nach der ,wirklichkeit dieser ,gangart gelangt er nun dazu1 zur ,aufhellung der ,sache selbst ,beobachtungen nach dem ,leben anzustellen4 7,g4 p4 #i47 ,das ntigt ihn allerdings zu einem ihm durchaus fremdartigen ,tun4 ,das weibliche ,geschlecht war bisher fr ihn nur ein ,begriff aus ,marmor oder ,erzgu gewesen1 und er hatte seinen zeitgenssischen ,vertreterinnen desselben niemals die geringste ,beachtung geschenkt4 ,pflege der ,gesellschaft war ihm immer nur als unabweisbare ,plage erschienen2 junge ,damen1 mit denen er dort zusammentraf1 sah und hrte er so wenig1 da er bei einer nchsten ,begegnung grulos an ihnen vorberging1 was ihn natrlich in kein gnstiges ,licht bei ihnen brachte4 ,nun aber ntigte ihn die wissenschaftliche ,aufgabe1 die er sich gestellt1 bei trockener1 besonders aber bei nasser ,witterung eifrig nach den sichtbar werdenden ,fen der ,frauen und ,mdchen auf der ,strae zu schauen1 welche ,ttigkeit ihm manchen unmutigen und manchen ermutigenden ,blick der so ,beobachteten eintrug2 doch kam ihm das eine so wenig zum ,verstndnis wie das andere4 7,g4 p4 #aj47 ,als ,ergebnis dieser sorgfltigen ,studien mute er finden1 da die ,gangart der ,gradiva in der ,wirklichkeit nicht nachzuweisen war1 was ihn mit ,bedauern und ,verdru erfllte4 ,bald nachher hatte er einen schreckvoll bengstigenden ,traum1 der ihn in das alte ,pompeji am ,tage des ,vesuvausbruches versetzte und zum ,zeugen des ,unterganges der ,stadt machte4 ,wie er so am ,rande des ,forums neben dem ,jupitertempel stand1 sah er pltzlich in geringer ,entfernung die ,gradiva vor sich2 bis dahin hatte ihn kein ,gedanke an ihr ,hiersein angerhrt1 jetzt aber ging ihm auf einmal und als natrlich auf1 da sie ja eine ,pompejanerin sei1 lebe sie in ihrer ,vaterstadt und1 ohne da er's geahnt habe1 gleichzeitig mit ihm4 7,g4 p4 #ab47 ,angst um das ihr bevorstehende ,schicksal entlockte ihm einen ,warnruf1 auf den die gleichmtig fortschreitende ,erscheinung ihm ihr ,gesicht zuwendete4 ,sie setzte aber dann unbekmmert ihren ,weg bis zum ,portikus des ,tempels fort1 setzte sich dort auf eine ,treppenstufe und legte langsam den ,kopf auf diese nieder1 whrend ihr ,gesicht sich immer blasser frbte1 als ob es sich zu weiem ,marmor umwandle4 ,als er ihr nacheilte1 fand er sie mit ruhigem ,ausdruck wie schlafend auf der breiten ,stufe hingestreckt1 bis dann der ,aschenregen ihre ,gestalt begrub4 ,als er erwachte1 glaubte er noch das verworrene ,geschrei der nach ,rettung suchenden ,bewohner ,pompejis und die dumpf drhnende ,brandung der erregten ,see im ,ohre zu haben4 ,aber auch nachdem die wiederkehrende ,besinnung diese ,gerusche als die weckenden ,lebensuerungen der lrmenden ,grostadt erkannt hatte1 behielt er fr eine lange ,zeit den ,glauben an die ,wirklichkeit des ,getrumten2 als er sich endlich von der ,vorstellung frei gemacht1 da er selbst vor bald zwei ,jahrtausenden dem ,untergang ,pompejis beigewohnt1 verblieb ihm doch wie eine wahrhafte berzeugung1 da die ,gradiva in ,pompeji gelebt und dort im ,jahre #gi mit verschttet worden sei4 ,solche ,fortsetzung fanden seine ,phantasien ber die ,gradiva durch die ,nachwirkung dieses ,traumes1 da er sie jetzt erst wie eine ,verlorene betrauerte4 ,whrend er1 von diesen ,gedanken befangen1 aus dem ,fenster lehnte1 zog ein ,kanarienvogel seine ,aufmerksamkeit auf sich1 der an einem offenstehenden ,fenster des ,hauses gegenber im ,kfig sein ,lied schmetterte4 ,pltzlich durchfuhr etwas wie ein ,ruck den1 wie es scheint1 noch nicht vllig aus seinem ,traum ,erwachten4 ,er glaubte1 auf der ,strae eine ,gestalt wie die seiner ,gradiva gesehen und selbst den fr sie charakteristischen ,gang erkannt zu haben1 eilte unbedenklich auf die ,strae1 um sie einzuholen1 und erst das ,lachen und ,spotten der ,leute ber seine unschickliche ,morgenkleidung trieb ihn rasch wieder in seine ,wohnung zurck4 ,in seinem ,zimmer war es wieder der singende ,kanarienvogel im ,kfig1 der ihn beschftigte und ihn zum ,vergleiche mit seiner eigenen ,person anregte4 ,auch er sitze wie im ,kfig1 fand er1 doch habe er es leichter1 seinen ,kfig zu verlassen4 ,wie in weiterer ,nachwirkung des ,traumes1 vielleicht auch unter dem ,einflusse der linden ,frhlingsluft gestaltete sich in ihm der ,entschlu einer ,frhjahrsreise nach ,italien1 fr welche ein wissenschaftlicher ,vorwand bald gefunden wurde1 wenn auch der ,antrieb zu dieser ,reise ihm aus einer unbenennbaren ,empfindung entsprungen war4 7,g4 p4 #bd47 ,bei dieser merkwrdig locker motivierten ,reise wollen wir einen ,moment ,halt machen und die ,persnlichkeit wie das ,treiben unseres ,helden nher ins ,auge fassen4 ,er erscheint uns noch unverstndlich und tricht2 wir ahnen nicht1 auf welchem ,wege seine besondere ,torheit sich mit der ,menschlichkeit verknpfen wird1 um unsere ,teilnahme zu erzwingen4 ,es ist das ,vorrecht des ,dichters1 uns in solcher ,unsicherheit belassen zu drfen2 mit der ,schnheit seiner ,sprache1 der ,sinnigkeit seiner ,einflle lohnt er uns vorlufig das ,vertrauen1 das wir ihm schenken1 und die ,sympathie1 die wir1 noch unverdient1 fr seinen ,helden bereithalten4 ,von diesem teilt er uns noch mit1 da er schon durch die ,familientradition zum ,altertumsforscher bestimmt1 sich in seiner spteren ,vereinsamung und ,unabhngigkeit ganz in seine ,wissenschaft versenkt und ganz vom ,leben und seinen ,genssen abgewendet hat4 ,marmor und ,bronze waren fr sein ,gefhl das einzig wirklich ,lebendige1 den ,zweck und ,wert des ,menschenlebens zum ,ausdruck ,bringende4 ,doch hatte vielleicht in wohlmeinender ,absicht die ,natur ihm ein ,korrektiv durchaus unwissenschaftlicher ,art ins ,blut gelegt1 eine beraus lebhafte ,phantasie1 die sich nicht nur in ,trumen1 sondern auch oft im ,wachen zur ,geltung bringen konnte4 ,durch solche ,absonderung der ,phantasie vom ,denkvermgen mute er zum ,dichter oder zum ,neurotiker bestimmt sein1 gehrte er jenen ,menschen an1 deren ,reich nicht von dieser ,welt ist4 ,so konnte es sich ihm ereignen1 da er mit seinem ,interesse an einem ,reliefbild hngen blieb1 welches ein eigentmlich schreitendes ,mdchen darstellte1 da er dieses mit seinen ,phantasien umspann1 ihm ,namen und ,herkunft fabulierte1 und die von ihm geschaffene ,person in das vor mehr als #ahjj ,jahren verschttete ,pompeji versetzte1 endlich nach einem merkwrdigen ,angsttraum die ,phantasie von der ,existenz und dem ,untergang des ,gradiva genannten ,mdchens zu einem ,wahn erhob1 der auf sein ,handeln ,einflu gewann4 ,sonderbar und undurchsichtig wrden uns diese ,leistungen der ,phantasie erscheinen1 wenn wir ihnen bei einem wirklich ,lebenden begegnen wrden4 ,da unser ,held ,norbert ,hanold ein ,geschpf des ,dichters ist1 mchten wir etwa an diesen die schchterne ,frage richten1 ob seine ,phantasie von anderen ,mchten als von ihrer eigenen ,willkr bestimmt worden ist4 ,unseren ,helden hatten wir verlassen1 als er sich anscheinend durch das ,singen eines ,kanarienvogels zu einer ,reise nach ,italien bewegen lie1 deren ,motiv ihm offenbar nicht klar war4 ,wir erfahren weiter1 da auch ,ziel und ,zweck dieser ,reise ihm nicht feststand4 ,eine innere ,unruhe und ,unbefriedigung treibt ihn von ,rom nach ,neapel und von da weiter weg4 ,er gert in den ,schwarm der ,hochzeitsreisenden und gentigt1 sich mit den zrtlichen ,august und ,grete zu beschftigen1 findet er sich ganz auer stande1 das ,tun und ,treiben dieser ,paare zu verstehen4 ,er kommt zu dem ,ergebnis1 unter allen ,torheiten der ,menschen nehme jedenfalls das ,heiraten1 als die grte und unbegreiflichste1 den obersten ,rang ein1 und ihre sinnlosen ,hochzeitsreisen nach ,italien setzten gewissermaen dieser ,narretei die ,krone auf4 7,g4 p4 #bg47 ,in ,rom durch die ,nhe eines zrtlichen ,paares in seinem ,schlaf gestrt1 flieht er alsbald nach ,neapel1 nur um dort andere ,august und ,grete wiederzufinden4 ,da er aus deren ,gesprchen zu entnehmen glaubt1 da die ,mehrheit dieser ,vogelpaare nicht im ,sinne habe1 zwischen dem ,schutt von ,pompeji zu nisten1 sondern den ,flug nach ,capri zu richten1 beschliet er1 das zu tun1 was sie nicht tten1 und befindet sich wider ,erwarten und ,absicht wenige ,tage nach seiner ,abreise in ,pompeji4 ,ohne aber dort die ,ruhe zu finden1 die er gesucht4 ,die ,rolle1 welche bis dahin die ,hochzeitspaare gespielt1 die sein ,gemt beunruhigt und seine ,sinne belstigt hatten1 wird jetzt von den ,stubenfliegen bernommen1 in denen er die ,verkrperung des absolut ,bsen und berflssigen zu erblicken geneigt wird4 ,beiderlei ,qulgeister verschwimmen ihm zu einer ,einheit2 manche ,fliegenpaare erinnern ihn an ,hochzeitsreisende1 reden sich vermutlich in ihrer ,sprache auch mein einziger ,august und meine se ,grete an4 ,er kann endlich nicht umhin zu erkennen1 da seine ,unbefriedigung nicht allein durch das um ihn herum ,befindliche verursacht werde1 sondern etwas ihren ,ursprung auch aus ihm selbst schpfe4 7,g4 p4 #db47 ,er fhlt1 da er mimutig sei1 weil ihm etwas fehle1 ohne da er sich aufhellen knne1 was4 ,am nchsten ,morgen begibt er sich durch den ,ingresso nach ,pompeji und durchstreift nach ,verabschiedung des ,fhrers planlos die ,stadt1 merkwrdigerweise ohne sich dabei zu erinnern1 da er vor einiger ,zeit im ,traume bei der ,verschttung ,pompejis zugegen gewesen4 ,als dann in der heien1 heiligen ,mittagsstunde1 die ja den ,alten als ,geisterstunde galt1 die anderen ,besucher sich geflchtet haben1 und die ,trmmerhaufen verdet und sonnenglanzbergossen vor ihm liegen1 da regt sich in ihm die ,fhigkeit1 sich in das versunkene ,leben zurckzuversetzen1 aber nicht mit ,hilfe der ,wissenschaft4 ,was diese lehrte1 war eine leblose archologische ,anschauung1 und was ihr vom ,mund kam1 eine tote1 philologische ,sprache4 ,die verhalfen zu keinem ,begreifen mit der ,seele1 dem ,gemt1 dem ,herzen1 wie man's nennen wollte1 sondern wer danach ,verlangen in sich trug1 der mute als einzig ,lebendiger allein in der heien ,mittagsstille hier zwischen den berresten der ,vergangenheit stehen1 um nicht mit den krperlichen ,augen zu sehen und nicht mit den leiblichen ,ohren zu hren4 ,dann 4444 wachten die ,toten auf und ,pompeji fing an1 wieder zu leben4 7,g4 p4 #ee47 ,whrend er so die ,vergangenheit mit seiner ,phantasie belebt1 sieht er pltzlich die unverkennbare ,gradiva seines ,reliefs aus einem ,hause heraustreten und leichtbehend ber die ,lavatrittsteine zur anderen ,seite der ,strae schreiten1 ganz so1 wie er sie im ,traume jener ,nacht gesehen1 als sie sich wie zum ,schlafen auf die ,stufen des ,apollotempels hingelegt hatte4 ,und mit dieser ,erinnerung zusammen kommt ihm noch etwas anderes zum erstenmal zum ,bewutsein3 ,er sei1 ohne selbst von dem ,antrieb in seinem ,innern zu wissen1 deshalb nach ,italien und ohne ,aufenthalt von ,rom und ,neapel bis ,pompeji weitergefahren1 um danach zu suchen1 ob er hier ,spuren von ihr auffinden knne4 ,und zwar im wrtlichen ,sinne1 denn bei ihrer besonderen ,gangart mute sie in der ,asche einen von allen brigen sich unterscheidenden ,abdruck der ,zehen hinterlassen haben4 7,g4 p4 #eh47 ,die ,spannung1 in welcher der ,dichter uns bisher erhalten hat1 steigert sich hier an dieser ,stelle fr einen ,augenblick zu peinlicher ,verwirrung4 ,nicht nur1 da unser ,held offenbar aus dem ,gleichgewicht geraten ist1 auch wir finden uns angesichts der ,erscheinung der ,gradiva1 die bisher ein ,stein- und dann ein ,phantasiebild war1 nicht zurecht4 ,ist's eine ,halluzination unseres vom ,wahn betrten ,helden1 ein wirkliches ,gespenst oder eine leibhaftige ,person8 ,nicht da wir an ,gespenster zu glauben brauchten1 um diese ,reihe aufzustellen4 ,der ,dichter1 der seine ,erzhlung ein ,phantasiestck benannte1 hat ja noch keinen ,anla gefunden uns aufzuklren1 ob er uns in unserer1 als nchtern verschrieenen1 von den ,gesetzen der ,wissenschaft beherrschten ,welt belassen oder in eine andere phantastische ,welt fhren will1 in der ,geistern und ,gespenstern ,wirklichkeit zugesprochen wird4 ,wie das ,beispiel des ,hamlet1 des ,macbeth1 beweist1 sind wir ohne ,zgern bereit1 ihm in eine solche zu folgen4 ,der ,wahn des phantasievollen ,archologen wre in diesem ,falle an einem anderen ,mastabe zu messen4 ,ja1 wenn wir bedenken1 wie unwahrscheinlich die reale ,existenz einer ,person sein mu1 die in ihrer ,erscheinung jenes antike ,steinbild getreulich wiederholt1 so schrumpft unsere ,reihe zu einer ,alternative ein3 ,halluzination oder ,mittagsgespenst4 ,ein kleiner ,zug der ,schilderung streicht dann bald die erstere ,mglichkeit4 ,eine groe ,eidechse liegt bewegungslos im ,sonnenlicht ausgestreckt1 die aber vor dem herannahenden ,fu der ,gradiva entflieht und sich ber die ,lavaplatten der ,strae davonringelt4 ,also keine ,halluzination1 etwas auerhalb der ,sinne unseres ,trumers4 ,aber sollte die ,wirklichkeit einer ,rediviva eine ,eidechse stren knnen8 ,vor dem ,hause des ,meleager verschwindet die ,gradiva4 ,wir verwundern uns nicht1 da ,norbert ,hanold seinen ,wahn dahin fortsetzt1 da ,pompeji in der ,mittagsgeisterstunde rings um ihn her wieder zu leben begonnen habe1 und so sei auch die ,gradiva wieder aufgelebt und in das ,haus gegangen1 das sie vor dem verhngnisvollen ,augusttage des ,jahres #gi bewohnt hatte4 ,scharfsinnige ,vermutungen ber die ,persnlichkeit des ,eigentmers1 nach dem dies ,haus benannt sein mochte1 und ber die ,beziehung der ,gradiva zu ihm schieen durch seinen ,kopf und beweisen1 da sich seine ,wissenschaft nun vllig in den ,dienst seiner ,phantasie begeben hat4 ,ins ,innere dieses ,hauses eingetreten1 entdeckt er die ,erscheinung pltzlich wieder auf niedrigen ,stufen zwischen zweien der gelben ,sulen sitzend4 ,auf ihren ,knien lag etwas ,weies ausgebreitet1 das sein ,blick klar zu unterscheiden nicht fhig war2 ein ,papyrusblatt schien's zu sein 4444 ,unter den ,voraussetzungen seiner letzten ,kombination ber ihre ,herkunft spricht er sie griechisch an1 mit ,zagen die ,entscheidung erwartend1 ob ihr in ihrem ,scheindasein wohl ,sprachvermgen gegnnt sei4 ,da sie nicht antwortet1 vertauscht er die ,anrede mit einer lateinischen4 ,da klingt es von lchelnden ,lippen3 ,wenn ,sie mit mir sprechen wollen1 mssen ,sie's auf ,deutsch tun4 ,welche ,beschmung fr uns1 die ,leser6 ,so hat der ,dichter also auch unser gespottet und uns wie durch den ,widerschein der ,sonnenglut ,pompejis in einen kleinen ,wahn gelockt1 damit wir den ,armen1 auf den die wirkliche ,mittagssonne brennt1 milder beurteilen mssen4 ,wir aber wissen jetzt1 von kurzer ,verwirrung geheilt1 da die ,gradiva ein leibhaftiges deutsches ,mdchen ist1 was wir gerade als das ,unwahrscheinlichste von uns weisen wollten4 ,in ruhiger berlegenheit drfen wir nun zuwarten1 bis wir erfahren1 welche ,beziehung zwischen dem ,mdchen und ihrem ,bild in ,stein besteht1 und wie unser junger ,archologe zu den ,phantasien gelangt ist1 die auf ihre reale ,persnlichkeit hinweisen4 ,nicht so rasch wie wir wird unser ,held aus seinem ,wahn gerissen1 denn wenn der ,glaube selig machte1 sagt der ,dichter1 nahm er berall eine erhebliche ,summe von ,unbegreiflichkeiten in den ,kauf1 7,g4 p4 #adj7 und berdies hat dieser ,wahn wahrscheinlich ,wurzeln in seinem ,innern1 von denen wir nichts wissen1 und die bei uns nicht bestehen4 ,es bedarf wohl bei ihm einer eingreifenden ,behandlung1 um ihn zur ,wirklichkeit zurckzufhren4 ,gegenwrtig kann er nicht anders1 als den ,wahn der eben gemachten wunderbaren ,erfahrung anpassen4 ,die ,gradiva1 die bei der ,verschttung ,pompejis mit untergegangen1 kann nichts anderes sein als ein ,mittagsgespenst1 das fr die kurze ,geisterstunde ins ,leben zurckkehrt4 ,aber warum entfhrt ihm nach jener in deutscher ,sprache gegebenen ,antwort der ,ausruf3 ,ich wute es1 so klnge deine ,stimme8 ,nicht wir allein1 auch das ,mdchen selbst mu so fragen1 und ,hanold mu zugeben1 da er die ,stimme noch nie gehrt1 aber sie zu hren erwartet1 damals im ,traum1 als er sie anrief1 whrend sie sich auf den ,stufen des ,tempels zum ,schlafen hinlegte4 ,er bittet sie1 es wieder zu tun wie damals1 aber da erhebt sie sich1 richtet ihm einen befremdenden ,blick entgegen und verschwindet nach wenigen ,schritten zwischen den ,sulen des ,hofes4 ,ein schner ,schmetterling hatte sie kurz vorher einigemal umflattert2 in seiner ,deutung war es ein ,bote des ,hades gewesen1 der die ,abgeschiedene an ihre ,rckkehr mahnen sollte1 da die ,mittagsgeisterstunde abgelaufen4 ,den ,ruf3 ,kehrst du morgen in der ,mittagsstunde wieder hieher8 kann ,hanold der ,verschwindenden noch nachsenden4 ,uns aber1 die wir uns jetzt mehr nchterner ,deutungen getrauen1 will es scheinen1 als ob die junge ,dame in der ,aufforderung1 die ,hanold an sie gerichtet1 etwas ,ungehriges erblickte und ihn darum beleidigt verlie1 da sie doch von seinem ,traum nichts wissen konnte4 ,sollte ihr ,feingefhl nicht die erotische ,natur des ,verlangens herausgesprt haben1 das sich fr ,hanold durch die ,beziehung auf seinen ,traum motivierte8 ,nach dem ,verschwinden der ,gradiva mustert unser ,held smtliche bei der ,tafel anwesenden ,gste des ,hotels ,diomde und darauf ebenso die des ,hotels ,suisse und kann sich dann sagen1 da in keiner der beiden ihm allein bekannten ,unterkunftssttten ,pompejis eine ,person zu finden sei1 die mit der ,gradiva die entfernteste hnlichkeit besitze4 ,selbstverstndlich htte er die ,erwartung als widersinnig abgewiesen1 da er die ,gradiva wirklich in einer der beiden ,wirtschaften antreffen knne4 ,der auf dem heien ,boden des ,vesuvs gekelterte ,wein hilft dann den ,taumel verstrken1 in dem er den ,tag verbracht4 ,vom nchsten ,tage stand nur fest1 da ,hanold wieder um die ,mittagsstunde im ,hause des ,meleager sein msse1 und diese ,zeit erwartend1 dringt er auf einem nicht vorschriftsmigen ,wege ber die alte ,stadtmauer in ,pompeji ein4 ,ein mit weien ,glockenkelchen behngter ,asphodelosschaft erscheint ihm als ,blume der ,unterwelt bedeutungsvoll genug1 um ihn zu pflcken und mit sich zu tragen4 ,die gesamte ,altertumswissenschaft aber dnkt ihm whrend seines ,wartens das ,zweckloseste und ,gleichgltigste von der ,welt1 denn ein anderes ,interesse hat sich seiner bemchtigt1 das ,problem3 von welcher ,beschaffenheit die krperliche ,erscheinung eines ,wesens wie der ,gradiva sei1 das zugleich tot1 und1 wenn auch nur in der ,mittagsgeisterstunde1 lebendig war4 7,g4 p4 #hj47 ,auch bangt er davor1 die ,gesuchte heute nicht anzutreffen1 weil ihr vielleicht die ,wiederkehr erst nach langen ,zeiten verstattet sein knne1 und hlt ihre ,erscheinung1 als er ihrer wieder zwischen den ,sulen gewahr wird1 fr ein ,gaukelspiel seiner ,phantasie1 welches ihm den schmerzlichen ,ausruf entlockt3 ,o1 da du noch wrest und lebtest6 ,allein diesmal war er offenbar zu kritisch gewesen1 denn die ,erscheinung verfgt ber eine ,stimme1 die ihn fragt1 ob er ihr die weie ,blume bringen wolle1 und zieht den wiederum ,fassungslosen in ein langes ,gesprch4 ,uns ,lesern1 welchen die ,gradiva bereits als lebende ,persnlichkeit interessant geworden ist1 teilt der ,dichter mit1 da das ,unmutige und ,zurckweisende1 das sich tags zuvor in ihrem ,blick geuert1 einem ,ausdruck von suchender ,neugier oder ,wibegierde gewichen war4 ,sie forscht ihn auch wirklich aus1 verlangt die ,aufklrung seiner ,bemerkung vom vorigen ,tag1 wann er bei ihr gestanden1 als sie sich zum ,schlafen hingelegt1 erfhrt so vom ,traum1 in dem sie mit ihrer ,vaterstadt untergegangen1 dann vom ,reliefbild und der ,stellung des ,fues1 die den ,archologen so angezogen4 ,nun lt sie sich auch bereit finden1 ihren ,gang zu demonstrieren1 wobei als einzige ,abweichung vom ,urbild der ,gradiva der ,ersatz der ,sandalen durch sandfarbig helle ,schuhe von feinem ,leder festgestellt wird1 den sie als ,anpassung an die ,gegenwart aufklrt4 ,offenbar geht sie auf seinen ,wahn ein1 dessen ganzen ,umfang sie ihm entlockt1 ohne je zu widersprechen4 ,ein einziges ,mal scheint sie durch einen eigenen ,affekt aus ihrer ,rolle gerissen zu werden1 als er1 den ,sinn auf ihr ,reliefbild gerichtet1 behauptet1 da er sie auf den ersten ,blick erkannt habe4 ,da sie an dieser ,stelle des ,gesprches noch nichts von dem ,relief wei1 mu ihr ein ,miverstndnis der ,worte ,hanolds nahe liegen1 aber alsbald hat sie sich wieder gefat1 und nur uns will es scheinen1 als ob manche ihrer ,reden doppelsinnig klingen1 auer ihrer ,bedeutung im ,zusammenhang des ,wahnes auch etwas ,wirkliches und ,gegenwrtiges meinen1 so z4 ,b4 wenn sie bedauert1 da ihm damals die ,feststellung der ,gradivagangart auf der ,strae nicht gelungen sei4 ,wie schade1 du httest vielleicht die weite ,reise hieher nicht zu machen gebraucht4 7,g4 p4 #hi47 ,sie erfhrt auch1 da er ihr ,reliefbild ,gradiva benannt1 und sagt ihm ihren wirklichen ,namen ,zo4 ,der ,name steht dir schn an1 aber er klingt mir als ein bitterer ,hohn1 denn ,zo heit das ,leben4 -- ,man mu sich in das ,unabnderliche fgen1 entgegnet sie1 und ich habe mich schon lange daran gewhnt1 tot zu sein4 ,mit dem ,versprechen1 morgen um die ,mittagsstunde wieder an demselben ,orte zu sein1 nimmt sie von ihm ,abschied1 nachdem sie sich noch die ,asphodelosstaude von ihm erbeten4 ,solchen1 die besser daran sind1 gibt man im ,frhling ,rosen1 doch fr mich ist die ,blume der ,vergessenheit aus deiner ,hand die richtige4 7,g4 p4 #ij47 ,wehmut schickt sich wohl fr eine so lang ,verstorbene1 die nun auf kurze ,stunden ins ,leben zurckgekehrt ist4 ,wir fangen nun an zu verstehen und eine ,hoffnung zu fassen4 ,wenn die junge ,dame1 in deren ,gestalt die ,gradiva wieder aufgelebt ist1 ,hanolds ,wahn so voll aufnimmt1 so tut sie es wahrscheinlich1 um ihn von ihm zu befreien4 ,es gibt keinen anderen ,weg dazu2 durch ,widerspruch versperrte man sich die ,mglichkeit4 ,auch die ernsthafte ,behandlung eines wirklichen solchen ,krankheitszustandes knnte nicht anders1 als sich zunchst auf den ,boden des ,wahngebudes stellen und dieses dann mglichst vollstndig erforschen4 ,wenn ,zo die richtige ,person dafr ist1 werden wir wohl erfahren1 wie man einen ,wahn wie den unseres ,helden heilt4 ,wir wollten auch gern wissen1 wie ein solcher ,wahn entsteht4 ,es trfe sich sonderbar und wre doch nicht ohne ,beispiel und ,gegenstck1 wenn ,behandlung und ,erforschung des ,wahnes zusammenfielen und die ,aufklrung der ,entstehungsgeschichte desselben sich gerade whrend seiner ,zersetzung ergbe4 ,es ahnt uns freilich1 da unser ,krankheitsfall dann in eine gewhnliche ,liebesgeschichte auslaufen knnte1 aber man darf die ,liebe als ,heilpotenz gegen den ,wahn nicht verachten1 und war unseres ,helden ,eingenommensein von seinem ,gradivabild nicht auch eine volle ,verliebtheit1 allerdings noch aufs ,vergangene und ,leblose gerichtet8 ,nach dem ,verschwinden der ,gradiva schallt es nur noch einmal aus der ,entfernung wie ein lachender ,ruf eines ber die ,trmmerstadt hinfliegenden ,vogels4 ,der ,zurckgebliebene nimmt etwas ,weies auf1 das die ,gradiva zurckgelassen1 kein ,papyrusblatt1 sondern ein ,skizzenbuch mit ,bleistiftzeichnungen verschiedener ,motive aus ,pompeji4 ,wir wrden sagen1 es sei ein ,unterpfand ihrer ,wiederkehr1 da sie das kleine ,buch an dieser ,stelle vergessen1 denn wir behaupten1 man vergit nichts ohne geheimen ,grund oder verborgenes ,motiv4 ,der ,rest des ,tages bringt unserem ,hanold allerlei merkwrdige ,entdeckungen und ,feststellungen1 die er zu einem ,ganzen zusammenzufgen verabsumt4 ,in der ,mauer des ,portikus1 wo die ,gradiva verschwunden1 nimmt er heute einen schmalen ,spalt gewahr1 der doch breit genug ist1 um eine ,person von ungewhnlicher ,schlankheit durchzulassen4 ,er erkennt1 die ,zo-,gradiva brauche hier nicht in den ,boden zu versinken1 was auch so vernunftwidrig sei1 da er sich dieses nun abgelegten ,glaubens schmt1 sondern sie bentze diesen ,weg1 um sich in ihre ,gruft zu begeben4 ,ein leichter ,schatten scheint ihm am ,ende der ,grberstrae vor der sogen4 ,villa des ,diomedes zu zergehen4 ,im ,taumel wie am ,vortage und mit denselben ,problemen beschftigt1 treibt er sich nun in der ,umgebung ,pompejis herum4 ,von welcher leiblichen ,beschaffenheit wohl die ,zo-,gradiva sein mge1 und ob man etwas verspren wrde1 wenn man ihre ,hand berhrte4 ,ein eigentmlicher ,drang trieb ihn zum ,vorsatze1 dieses ,experiment zu unternehmen1 und doch hielt ihn eine ebenso groe ,scheu auch in der ,vorstellung davon zurck4 ,an einem heibesonnten ,abhange traf er einen lteren ,herrn1 der nach seiner ,ausrstung ein ,zoologe oder ,botaniker sein mute und mit einem ,fange beschftigt schien4 ,der wandte sich nach ihm um und sagte dann3 ,interessieren ,sie sich auch fr die ,faraglionensis8 ,das htte ich kaum vermutet1 aber mir ist es durchaus wahrscheinlich1 da sie sich nicht nur auf den ,faraglionen bei ,capri aufhlt1 sondern sich mit ,ausdauer auch am ,festland finden lassen mu4 ,das vom ,kollegen ,eimer angegebene ,mittel ist wirklich gut2 ich habe es schon mehrfach mit bestem ,erfolge angewendet4 ,bitte1 halten ,sie sich ganz ruhig --4 7,g4 p4 #if47 ,der ,sprecher brach dann ab und hielt eine aus einem langen ,grashalm hergestellte ,schlinge vor eine ,felsritze1 aus der das blulich schillernde ,kpfchen einer ,eidechse hervorsah4 ,hanold verlie den ,lacertenjger mit der kritischen ,idee1 es sei kaum glaublich1 was fr nrrisch merkwrdige ,vorhaben ,leute zu der weiten ,fahrt nach ,pompeji veranlassen konnten1 in welche ,kritik er sich und seine ,absicht1 in der ,asche ,pompejis nach den ,fuabdrcken der ,gradiva zu forschen1 natrlich nicht einschlo4 ,das ,gesicht des ,herrn kam ihm brigens bekannt vor1 als htte er es flchtig in einem der beiden ,gasthfe bemerkt1 auch war dessen ,anrede wie an einen ,bekannten gerichtet gewesen4 ,auf seiner weiteren ,wanderung brachte ihn ein ,seitenweg zu einem bisher von ihm nicht entdeckten ,haus1 welches sich als ein drittes ,wirtshaus1 der ,albergo del ,sole herausstellte4 ,der unbeschftigte ,wirt bentzte die ,gelegenheit1 sein ,haus und die darin enthaltenen ausgegrabenen ,schtze bestens zu empfehlen4 ,er behauptete1 da er auch zugegen gewesen sei1 als man in der ,gegend des ,forums das junge ,liebespaar aufgefunden1 das sich bei der ,erkenntnis des unabwendbaren ,unterganges fest mit den ,armen umschlungen und so den ,tod erwartet habe4 ,davon hatte ,hanold schon frher gehrt und darber als ber eine ,fabelerfindung irgend eines phantasiereichen ,erzhlers die ,achsel gezuckt1 aber heute erweckten die ,reden des ,wirtes bei ihm eine ,glubigkeit1 die sich auch weiter erstreckte1 als dieser eine mit grner ,patina berzogene ,metallspange herbeiholte1 die in seiner ,gegenwart neben den berresten des ,mdchens aus der ,asche gesammelt worden sei4 ,er erwarb diese ,spange ohne weitere kritische ,bedenken1 und als er beim ,verlassen des ,albergo an einem offenstehenden ,fenster einen mit weien ,blten besetzten ,asphodelosschaft herabnicken sah1 durchdrang ihn der ,anblick der ,grberblume wie eine ,beglaubigung fr die ,echtheit seines neuen ,besitztums4 ,mit dieser ,spange hatte aber ein neuer ,wahn von ihm ,besitz ergriffen oder vielmehr der alte ein ,stckchen ,fortsetzung getrieben1 anscheinend kein gutes ,vorzeichen fr die eingeleitete ,therapie4 ,unweit des ,forums hatte man ein junges ,liebespaar in solcher ,umschlingung ausgegraben1 und er hatte im ,traume die ,gradiva in eben dieser ,gegend beim ,apollotempel sich zum ,schlafe niederlegen gesehen4 ,wre es nicht mglich1 da sie in ,wirklichkeit vom ,forum noch weiter gegangen sei1 um mit jemand zusammenzutreffen1 mit dem sie dann gemeinsam gestorben8 ,ein qulendes ,gefhl1 das wir vielleicht der ,eifersucht gleichstellen knnen1 entsprang aus dieser ,vermutung4 ,er beschwichtigte es durch den ,hinweis auf die ,unsicherheit der ,kombination und brachte sich wieder so weit zurecht1 da er die ,abendmahlzeit im ,hotel ,diomde einnehmen konnte4 ,zwei neueingetroffene ,gste1 ein ,er und eine ,sie1 die er nach einer gewissen hnlichkeit fr ,geschwister halten mute1 -- trotz ihrer verschiedenen ,haarfrbung1 -- zogen dort seine ,aufmerksamkeit auf sich4 ,die ,beiden waren die ersten ihm auf seiner ,reise ,begegnenden1 von denen er einen sympathischen ,eindruck empfing4 ,eine rote ,sorrentiner ,rose1 die das junge ,mdchen trug1 weckte irgend eine ,erinnerung in ihm1 er konnte sich nicht besinnen1 welche4 ,endlich ging er zu ,bett und trumte2 es war merkwrdig unsinniges ,zeug1 aber offenbar aus den ,erlebnissen des ,tages zusammengebraut4 ,irgendwo in der ,sonne sa die ,gradiva1 machte aus einem ,grashalm eine ,schlinge1 um eine ,eidechse drin zu fangen und sagte dazu3 ',bitte1 halte dich ganz ruhig -- die ,kollegin hat recht1 das ,mittel ist wirklich gut und sie hat es mit bestem ,erfolge angewendet4' ,gegen diesen ,traum wehrte er sich noch im ,schlafe mit der ,kritik1 das sei ja vollstndige ,verrcktheit1 und es gelang ihm1 den ,traum loszuwerden mit ,hilfe eines unsichtbaren ,vogels1 der einen kurzen lachenden ,ruf ausstie und die ,eidechse im ,schnabel forttrug4 ,trotz all dieses ,spuks erwachte er eher geklrt und gefestigt4 ,ein ,rosenstrauch1 der ,blumen von jener ,art trug1 wie er sie gestern an der ,brust der jungen ,dame bemerkt hatte1 brachte ihm ins ,gedchtnis zurck1 da in der ,nacht jemand gesagt hatte1 im ,frhling gbe man ,rosen4 ,er pflckte unwillkrlich einige der ,rosen ab1 und an diese mute sich etwas knpfen1 was eine lsende ,wirkung in seinem ,kopf ausbte4 ,seiner ,menschenscheu erledigt1 begab er sich auf dem gewhnlichen ,wege nach ,pompeji1 mit den ,rosen1 der ,metallspange und dem ,skizzenbuch beschwert und mit verschiedenen ,problemen1 welche die ,gradiva betrafen1 beschftigt4 ,der alte ,wahn war rissig geworden1 er zweifelte bereits1 ob sie sich nur in der ,mittagsstunde1 nicht auch zu anderen ,zeiten in ,pompeji aufhalten drfe4 ,der ,akzent hatte sich dafr auf das zuletzt angefgte ,stck verschoben1 und die an diesem hngende ,eifersucht qulte ihn in allerlei ,verkleidungen4 ,beinahe htte er gewnscht1 da die ,erscheinung nur seinen ,augen sichtbar bleibe und sich der ,wahrnehmung anderer entziehe2 so drfte er sie doch als sein ausschlieliches ,eigentum betrachten4 ,whrend seiner ,streifungen im ,erwarten der ,mittagsstunde hatte er eine berraschende ,begegnung4 ,in der ,casa del fauno traf er auf zwei ,gestalten1 die sich in einem ,winkel unentdeckbar glauben mochten1 denn sie hielten sich mit den ,armen umschlungen und ihre ,lippen zusammengeschlossen4 ,mit ,verwunderung erkannte er in ihnen das sympathische ,paar von gestern abend4 ,aber fr zwei ,geschwister bednkten ihn ihr gegenwrtiges ,verhalten1 die ,umarmung und der ,ku von zu langer ,andauer2 also war es doch ein ,liebes- und vermutlich junges ,hochzeitspaar1 auch ein ,august und eine ,grete4 ,merkwrdigerweise erregte dieser ,anblick jetzt nichts anderes als ,wohlgefallen in ihm1 und scheu1 als htte er eine geheime ,andachtsbung gestrt1 zog er sich ungesehen zurck4 ,ein ,respekt1 der ihm lange gefehlt hatte1 war in ihm wiederhergestellt4 ,vor dem ,hause des ,meleager angekommen1 berfiel ihn die ,angst1 die ,gradiva in ,gesellschaft eines ,anderen anzutreffen1 noch einmal so heftig1 da er fr ihre ,erscheinung keine andere ,begrung fand1 als die ,frage3 ,bist du allein8 ,mit ,schwierigkeit lt er sich von ihr zum ,bewutsein bringen1 da er die ,rosen fr sie gepflckt1 beichtet ihr den letzten ,wahn1 da sie das ,mdchen gewesen1 das man am ,forum in ,liebesumarmung gefunden1 und dem die grne ,spange gehrt hatte4 ,nicht ohne ,spott fragt sie1 ob er das ,stck etwa in der ,sonne gefunden4 ,diese -- hier ,sole genannt -- bringe allerlei derart zu stande4 ,zur ,heilung des ,schwindels im ,kopfe1 den er zugesteht1 schlgt sie ihm vor1 ihre kleine ,mahlzeit mit ihr zu teilen1 und bietet ihm die eine ,hlfte eines in ,seidenpapier eingewickelten ,weibrotes an1 dessen andere sie selbst mit sichtlichem ,appetit verzehrt4 ,dabei blitzen ihre tadellosen ,zhne zwischen den ,lippen auf und verursachen beim ,durchbeien der ,rinde einen leicht krachenden ,ton4 ,auf ihre ,rede3 ,mir ist's1 als htten wir schon vor zweitausend ,jahren einmal so zusammen unser ,brot gegessen4 ,kannst du dich nicht darauf besinnen8 7,g4 p4 #aah7 wute er keine ,antwort1 aber die ,strkung seines ,kopfes durch das ,nhrmittel und all die ,zeichen von ,gegenwrtigkeit1 die sie gab1 verfehlten ihre ,wirkung auf ihn nicht4 ,die ,vernunft erhob sich in ihm und zog den ganzen ,wahn1 da die ,gradiva nur ein ,mittagsgespenst sei1 in ,zweifel2 dagegen lie sich freilich einwenden1 da sie soeben selbst gesagt1 sie habe schon vor zweitausend ,jahren die ,mahlzeit mit ihm geteilt4 ,in solchem ,konflikt bot sich ein ,experiment als ,mittel der ,entscheidung1 das er mit ,schlauheit und wiedergefundenem ,mute ausfhrte4 ,ihre linke ,hand lag mit den schmalen ,fingern ruhig auf ihren ,knien1 und eine der ,stubenfliegen1 ber deren ,frechheit und ,nutzlosigkeit er sich frher so entrstet hatte1 lie sich auf dieser ,hand nieder4 ,pltzlich fuhr ,hanolds ,hand in die ,hh' und klatschte mit einem keineswegs gelinden ,schlag auf die ,fliege und die ,hand der ,gradiva herunter4 ,zweierlei ,erfolg trug ihm dieser khne ,versuch ein1 zunchst die freudige berzeugung1 da er eine unzweifelhaft wirkliche1 lebendige und warme ,menschenhand berhrt1 dann aber einen ,verweis1 vor dem er erschrocken von seinem ,sitz auf der ,stufe aufflog4 ,denn von den ,lippen der ,gradiva tnte es1 nachdem sie sich von ihrer ,verblffung erholt hatte3 ,du bist doch offenbar verrckt1 ,norbert ,hanold4 ,der ,ruf beim eigenen ,namen ist bekanntlich das beste ,mittel1 einen ,schlfer oder ,nachtwandler aufzuwecken4 ,welche ,folgen die ,nennung seines ,namens1 von dem er niemand in ,pompeji ,mitteilung gemacht1 durch die ,gradiva fr ,norbert ,hanold mit sich gebracht hatte1 lie sich leider nicht beobachten4 ,denn in diesem kritischen ,augenblick tauchte das sympathische ,liebespaar aus der ,casa di fauno auf1 und die junge ,dame rief mit einem ,ton frhlicher berraschung3 ,zo6 du auch hier8 ,und auch auf der ,hochzeitsreise8 ,davon hast du mir ja kein ,wort geschrieben6 ,vor diesem neuen ,beweis der ,lebenswirklichkeit der ,gradiva ergriff ,hanold die ,flucht4 ,die ,zo-,gradiva war durch den unvorhergesehenen ,besuch1 der sie in einer1 wie es scheint1 wichtigen ,arbeit strte1 auch nicht aufs angenehmste berrascht4 ,aber bald gefat1 beantwortet sie die ,frage mit einer gelufigen ,antwortsrede1 in der sie der ,freundin1 aber mehr noch uns1 ,ausknfte ber die ,situation gibt1 und mittels welcher sie sich des jungen ,paares zu entledigen wei4 ,sie gratuliert1 aber sie ist nicht auf der ,hochzeitsreise4 ,der junge ,herr1 der eben fortging1 laboriert auch an einem merkwrdigen ,hirngespinst1 mir scheint1 er glaubt1 da ihm eine ,fliege im ,kopfe summt2 nun1 irgend eine ,kerbtierart hat wohl ,jeder drin4 ,pflichtmig verstehe ich mich etwas auf ,entomologie und kann deshalb bei solchen ,zustnden ein bichen von ,nutzen sein4 ,mein ,vater und ich wohnen im ,sole1 er bekam auch einen pltzlichen ,anfall und dazu den guten ,einfall1 mich mit hieher zu nehmen1 wenn ich mich auf meine eigene ,hand in ,pompeji unterhalten und an ihn keinerlei ,anforderungen stellen wollte4 ,ich sagte mir1 irgend etwas ,interessantes wrde ich wohl schon allein hier ausgraben4 ,freilich1 auf den ,fund1 den ich gemacht1 -- ich meine das ,glck1 dich zu treffen1 ,gisa1 hatte ich mit keinem ,gedanken gerechnet4 7,g4 p4 #abd47 ,aber nun mu sie eilig fort1 ihrem ,vater am ,sonnentisch ,gesellschaft leisten4 ,und so entfernt sie sich1 nachdem sie sich uns als die ,tochter des ,zoologen und ,eidechsenfngers vorgestellt und in allerlei doppelsinnigen ,reden sich zur ,absicht der ,therapie und zu anderen geheimen ,absichten bekannt hat4 ,die ,richtung1 die sie einschlug1 war aber nicht die des ,gasthofes zur ,sonne1 in dem ihr ,vater sie erwartete1 sondern auch ihr wollte scheinen1 als ob in der ,umgegend der ,villa des ,diomedes eine ,schattengestalt ihren ,tumulus aufsuche und unter einem der ,grberdenkmler verschwinde1 und darum richtete sie ihre ,schritte mit dem jedesmal beinahe senkrecht aufgestellten ,fu nach der ,grberstrae4 ,dorthin hatte sich in seiner ,beschmung und ,verwirrung ,hanold geflchtet und wanderte im ,portikus des ,gartenraumes unablssig auf und ab1 beschftigt1 den ,rest seines ,problems durch ,denkanstrengung zu erledigen4 ,eines war ihm unanfechtbar klar geworden1 da er vllig ohne ,sinn und ,verstand gewesen zu glauben1 da er mit einer mehr oder weniger leiblich wieder lebendig gewordenen jungen ,pompejanerin verkehrt habe1 und diese deutliche ,einsicht seiner ,verrcktheit bildete unstreitig einen wesentlichen ,fortschritt auf dem ,rckweg zur gesunden ,vernunft4 ,aber anderseits war diese ,lebende1 mit der auch ,andere wie mit einer ihnen gleichartigen ,leibhaftigkeit verkehrten1 die ,gradiva1 und sie wute seinen ,namen1 und dieses ,rtsel zu lsen1 war seine kaum erwachte ,vernunft nicht stark genug4 ,auch war er im ,gefhl kaum ruhig genug1 um sich solcher schwierigen ,aufgabe gewachsen zu zeigen1 denn am liebsten wre er vor zweitausend ,jahren in der ,villa des ,diomedes mitverschttet worden1 um nur sicher zu sein1 der ,zo-,gradiva nicht wieder zu begegnen4 ,eine heftige ,sehnsucht1 sie wiederzusehen1 stritt indessen gegen den ,rest von ,neigung zur ,flucht1 der sich in ihm erhalten hatte4 ,um eine der vier ,ecken des ,pfeilerganges biegend1 prallte er pltzlich zurck4 ,auf einem abgebrochenen ,mauerstcke sa da eines der ,mdchen1 die hier in der ,villa des ,diomedes ihren ,tod gefunden hatten4 ,aber das war ein bald abgewiesener letzter ,versuch1 in das ,reich des ,wahnsinns zu flchten2 nein1 die ,gradiva war es1 die offenbar gekommen war1 ihm das letzte ,stck ihrer ,behandlung zu schenken4 ,sie deutete seine erste instinktive ,bewegung ganz richtig als einen ,versuch1 den ,raum zu verlassen1 und bewies ihm1 da er nicht entrinnen knne1 denn drauen hatte ein frchterlicher ,wassersturz zu rauschen begonnen4 ,die ,unbarmherzige begann das ,examen mit der ,frage1 was er mit der ,fliege auf ihrer ,hand gewollt4 ,er fand nicht den ,mut1 sich eines bestimmten ,pronomens zu bedienen1 wohl aber den wertvolleren1 die entscheidende ,frage zu stellen3 ,ich war -- wie jemand sagte -- etwas verwirrt im ,kopf und bitte um ,verzeihung1 da ich die ,hand derartig -- wie ich so sinnlos sein konnte1 ist mir nicht begreiflich -- aber ich bin auch nicht im stande1 zu begreifen1 wie ihre ,besitzerin mir meine -- meine ,unvernunft mit meinem ,namen vorhalten konnte4 7,g4 p4 #acd47 ,so weit ist dein ,begreifen also noch nicht vorgeschritten1 ,norbert ,hanold4 ,wunder nehmen kann's mich allerdings nicht1 da du mich lange daran gewhnt hast4 ,um die ,erfahrung wieder zu machen1 htte ich nicht nach ,pompeji zu kommen gebraucht1 und du httest sie mir um gut hundert ,meilen nher besttigen knnen4 ,um hundert ,meilen nher2 deiner ,wohnung schrg gegenber1 in dem ,eckhaus2 an meinem ,fenster steht ein ,kfig mit einem ,kanarienvogel1 erffnet sie jetzt dem noch immer ,verstndnislosen4 ,dies letzte ,wort berhrt den ,hrer wie eine ,erinnerung aus einer weiten ,ferne4 ,das ist doch derselbe ,vogel1 dessen ,gesang ihm den ,entschlu zur ,reise nach ,italien eingegeben4 ,in dem ,hause wohnt mein ,vater1 der ,professor der ,zoologie ,richard ,bertgang4 ,als seine ,nachbarin kannte sie also seine ,person und seinen ,namen4 ,uns droht es wie eine ,enttuschung durch eine seichte ,lsung1 die unserer ,erwartungen nicht wrdig ist4 ,norbert ,hanold zeigt noch keine wiedergewonnene ,selbstndigkeit des ,denkens1 wenn er wiederholt3 ,dann sind ,sie -- sind ,sie ,frulein ,zo ,bertgang8 ,die sah aber doch ganz anders aus 4444 ,die ,antwort des ,fruleins ,bertgang zeigt dann1 da doch noch andere ,beziehungen als die der ,nachbarschaft zwischen den beiden bestanden hatten4 ,sie wei fr das trauliche du einzutreten1 das er dem ,mittagsgespenst natrlich geboten1 vor der ,lebenden wieder zurckgezogen hatte1 auf das sie aber alte ,rechte geltend macht4 ,wenn du die ,anrede passender zwischen uns findest1 kann ich sie ja auch anwenden1 mir lag nur die andere natrlicher auf der ,zunge4 ,ich wei nicht mehr1 ob ich frher1 als wir tglich freundschaftlich miteinander herumliefen1 gelegentlich uns zur ,abwechslung auch knufften und pufften1 anders ausgesehen habe4 ,aber wenn ,sie in den letzten ,jahren einmal mit einem ,blick auf mich ,acht gegeben htten1 wre ,ihren ,augen vielleicht aufgegangen1 da ich schon seit lngerer ,zeit so aussehe4 ,eine ,kinderfreundschaft hatte also zwischen den beiden bestanden1 vielleicht eine ,kinderliebe1 aus der das ,du seine ,berechtigung ableitete4 ,ist diese ,lsung nicht vielleicht ebenso seicht wie die erst vermutete8 ,es trgt aber doch wesentlich zur ,vertiefung bei1 da uns einfllt1 dies ,kinderverhltnis erklre in unvermuteter ,weise so manche ,einzelheit von dem1 was whrend ihres jetzigen ,verkehrs zwischen den ,beiden vorgefallen4 ,jener ,schlag auf die ,hand der ,zo-,gradiva1 den sich ,norbert ,hanold so vortrefflich mit dem ,bedrfnis motiviert1 durch eine experimentelle ,entscheidung die ,frage nach der ,leiblichkeit der ,erscheinung zu lsen1 sieht er nicht anderseits einem ,wiederaufleben des ,impulses zum ,knuffen und ,puffen merkwrdig hnlich1 dessen ,herrschaft in der ,kindheit uns die ,worte ,zos bezeugt haben8 ,und wenn die ,gradiva an den ,archologen die ,frage gerichtet1 ob ihm nicht vorkomme1 da sie schon einmal vor zweitausend ,jahren so die ,mahlzeit miteinander geteilt htten1 wird diese unverstndliche ,frage nicht pltzlich sinnvoll1 wenn wir anstatt jener geschichtlichen ,vergangenheit die persnliche einsetzen1 die ,kinderzeit wiederum1 deren ,erinnerungen bei dem ,mdchen lebhaft erhalten1 bei dem jungen ,manne aber vergessen zu sein scheinen8 ,dmmert uns nicht pltzlich die ,einsicht1 da die ,phantasien des jungen ,archologen ber seine ,gradiva ein ,nachklang dieser vergessenen ,kindheitserinnerungen sein knnten8 ,dann wren sie also keine willkrlichen ,produktionen seiner ,phantasie1 sondern bestimmt1 ohne da er darum wte1 durch das von ihm vergessene1 aber noch wirksam in ihm vorhandene ,material von ,kindheitseindrcken4 ,wir mten diese ,abkunft der ,phantasien im einzelnen nachweisen knnen1 wenn auch nur durch ,vermutungen4 ,wenn z4 ,b4 die ,gradiva durchaus griechischer ,abkunft sein mu1 die ,tochter eines angesehenen ,mannes1 vielleicht eines ,priesters der ,ceres1 so stimmte das nicht bel zu einer ,nachwirkung der ,kenntnis ihres griechischen ,namens ,zo und ihrer ,zugehrigkeit zur ,familie eines ,professors der ,zoologie4 ,sind aber die ,phantasien ,hanolds umgewandelte ,erinnerungen1 so drfen wir erwarten1 in den ,mitteilungen der ,zo ,bertgang den ,hinweis auf die ,quellen dieser ,phantasien zu finden4 ,horchen wir auf2 sie erzhlte uns von einer intimen ,freundschaft der ,kinderjahre1 wir werden nun erfahren1 welche weitere ,entwicklung diese ,kinderbeziehung bei den ,beiden genommen hat4 ,damals1 so bis um die ,zeit1 in der man uns1 ich wei nicht weshalb1 ,backfische tituliert1 hatte ich mir eigentlich eine merkwrdige ,anhnglichkeit an ,sie angewhnt und glaubte1 ich knnte nie einen mir angenehmeren ,freund auf der ,welt finden4 ,mutter und ,schwester oder ,bruder hatte ich ja nicht1 meinem ,vater war eine ,blindschleiche in ,spiritus bedeutend interessanter als ich1 und etwas mu man1 wozu ich auch ein ,mdchen rechne1 wohl haben1 womit man seine ,gedanken und was sonst mit ihnen zusammenhngt1 beschftigen kann4 ,das waren also ,sie damals2 doch als die ,altertumswissenschaft ber ,sie gekommen war1 machte ich die ,entdeckung1 da aus dir -- entschuldigen ,sie1 aber ,ihre schickliche ,neuerung klingt mir doch zu abgeschmackt und pat auch nicht zu dem1 was ich ausdrcken will -- ich wollte sagen1 da stellte sich heraus1 da aus dir ein unausstehlicher ,mensch geworden war1 der1 wenigstens fr mich1 keine ,augen mehr im ,kopf1 keine ,zunge mehr im ,mund und keine ,erinnerung mehr da hatte1 wo sie mir an unsere ,kinderfreundschaft sitzen geblieben war4 ,darum sah ich wohl anders aus als frher1 denn wenn ich ab und zu in einer ,gesellschaft mit dir zusammenkam1 noch im letzten ,winter einmal1 sahst du mich nicht1 und noch weniger bekam ich deine ,stimme zu hren1 worin brigens keine ,auszeichnung fr mich lag1 weil du's mit allen ,andern ebenso machtest4 ,ich war ,luft fr dich1 und du warst1 mit deinem blonden ,haarschopf1 an dem ich dich frher oft gezaust1 so langweilig1 vertrocknet und mundfaul wie ein ausgestopfter ,kakadu und dabei so groartig wie ein -- ,archopteryx heit das ausgegrabene vorsintflutliche ,vogelungetm ja wohl4 ,nur da dein ,kopf eine ebenfalls so groartige ,phantasie beherbergte1 hier in ,pompeji mich auch fr etwas ,ausgegrabenes und wieder lebendig ,gewordenes anzusehen1 -- das hatte ich nicht bei dir vermutet1 und als du auf einmal ganz unerwartet vor mir standest1 kostete es mich zuerst ziemliche ,mhe1 dahinter zu kommen1 was fr ein unglaubliches ,hirngespinst deine ,einbildung sich zurechtgearbeitet hatte4 ,dann machte mir's ,spa und gefiel mir auch trotz seiner ,tollhusigkeit nicht so bel4 ,denn1 wie gesagt1 das hatte ich bei dir nicht vermutet4 ,so sagt sie uns also deutlich genug1 was aus der ,kinderfreundschaft mit den ,jahren bei ihnen ,beiden geworden war4 ,bei ihr steigerte sich dieselbe zu einer herzlichen ,verliebtheit1 denn etwas mu man ja haben1 woran man als ,mdchen sein ,herz hngt4 ,frulein ,zo1 die ,verkrperung der ,klugheit und ,klarheit1 macht uns auch ihr ,seelenleben ganz durchsichtig4 ,wenn es schon allgemeine ,regel fr das normal geartete ,mdchen ist1 da sie ihre ,neigung zunchst dem ,vater zuwende1 so war sie ganz besonders dazu bereit1 die keine andere ,person als den ,vater in ihrer ,familie fand4 ,dieser ,vater aber hatte fr sie nichts brig1 die ,objekte seiner ,wissenschaft hatten all sein ,interesse mit ,beschlag belegt4 ,so mute sie nach einer anderen ,person ,umschau halten und hing sich mit besonderer ,innigkeit an ihren ,jugendgespielen4 ,als auch dieser keine ,augen mehr fr sie hatte1 strte es ihre ,liebe nicht1 steigerte sie vielmehr1 denn er war ihrem ,vater gleich geworden1 wie dieser von der ,wissenschaft absorbiert und durch sie vom ,leben und von ,zo ferngehalten4 ,so war es ihr gestattet1 in der ,untreue noch treu zu sein1 im ,geliebten den ,vater wiederzufinden1 mit dem gleichen ,gefhl die ,beiden zu umfassen oder1 wie wir sagen knnen1 die ,beiden in ihrem ,fhlen zu identifizieren4 ,woher nehmen wir die ,berechtigung zu dieser kleinen psychologischen ,analyse1 die leicht als selbstherrlich erscheinen knnte8 ,in einem einzigen1 aber hchst charakteristischen ,detail hat sie der ,dichter uns gegeben4 ,wenn ,zo die fr sie so betrbende ,verwandlung ihres ,jugendgespielen schildert1 so beschimpft sie ihn durch einen ,vergleich mit dem ,archopteryx1 jenem ,vogelungetm1 das der ,archologie der ,zoologie angehrt4 ,so hat sie fr die ,identifizierung der beiden ,personen einen einzigen konkreten ,ausdruck gefunden2 ihr ,groll trifft den ,geliebten wie den ,vater mit demselben ,worte4 ,der ,archopteryx ist sozusagen die ,kompromi- oder ,mittelvorstellung1 in welcher der ,gedanke an die ,torheit ihres ,geliebten mit dem an die analoge ihres ,vaters zusammenkommt4 ,anders hatte es sich bei dem jungen ,manne gewendet4 ,die ,altertumswissenschaft kam ber ihn und lie ihm nur ,interesse fr ,weiber aus ,stein und ,bronze brig4 ,die ,kinderfreundschaft ging unter1 anstatt sich zu einer ,leidenschaft zu verstrken1 und die ,erinnerungen an sie gerieten in so tiefe ,vergessenheit1 da er seine ,jugendgenossin nicht erkannte und nicht beachtete1 wenn er sie in der ,gesellschaft traf4 ,zwar1 wenn wir das weitere berblicken1 drfen wir in ,zweifel ziehen1 ob ,vergessenheit die richtige psychologische ,bezeichnung fr das ,schicksal dieser ,erinnerungen bei unserem ,archologen ist4 ,es gibt eine ,art von ,vergessen1 welche sich durch die ,schwierigkeit auszeichnet1 mit welcher die ,erinnerung auch durch starke uere ,anrufungen erweckt wird1 als ob ein innerer ,widerstand sich gegen deren ,wiederbelebung strubte4 ,solches ,vergessen hat den ,namen ,verdrngung in der ,psychopathologie erhalten2 der ,fall1 den unser ,dichter uns vorgefhrt1 scheint ein solches ,beispiel von ,verdrngung zu sein4 ,nun wissen wir ganz allgemein nicht1 ob das ,vergessen eines ,eindruckes mit dem ,untergang von dessen ,erinnerungsspur im ,seelenleben verbunden ist2 von der ,verdrngung knnen wir aber mit ,bestimmtheit behaupten1 da sie nicht mit dem ,untergang1 dem ,auslschen der ,erinnerung zusammenfllt4 ,das ,verdrngte kann zwar in der ,regel sich nicht ohne weiteres als ,erinnerung durchsetzen1 aber es bleibt leistungs- und wirkungsfhig1 es lt eines ,tages unter dem ,einflu einer ueren ,einwirkung psychische ,abfolgen entstehen1 die man als ,verwandlungsprodukte und ,abkmmlinge der vergessenen ,erinnerung auffassen kann1 und die unverstndlich bleiben1 wenn man sie nicht so auffat4 ,in den ,phantasien ,norbert ,hanolds ber die ,gradiva glaubten wir bereits die ,abkmmlinge seiner verdrngten ,erinnerungen an seine ,kinderfreundschaft mit der ,zo ,bertgang zu erkennen4 ,mit besonderer ,gesetzmigkeit darf man eine derartige ,wiederkehr des ,verdrngten erwarten1 wenn an den verdrngten ,eindrcken das erotische ,fhlen eines ,menschen haftet1 wenn sein ,liebesleben von der ,verdrngung betroffen worden ist4 ,dann behlt der alte lateinische ,spruch recht1 der vielleicht ursprnglich auf ,austreibung durch uere ,einflsse1 nicht auf innere ,konflikte gemnzt ist3 ,naturam furca expellas1 semper redibit4 ,aber er sagt nicht alles1 kndigt nur die ,tatsache der ,wiederkehr des ,stckes verdrngter ,natur an1 und beschreibt nicht die hchst merkwrdige ,art dieser ,wiederkehr1 die sich wie durch einen tckischen ,verrat vollzieht4 ,gerade dasjenige1 was zum ,mittel der ,verdrngung gewhlt worden ist -- wie die furca des ,spruches --1 wird der ,trger des ,wiederkehrenden2 in und hinter dem ,verdrngenden macht sich endlich siegreich das ,verdrngte geltend4 ,eine bekannte ,radierung von ,flicien ,rops illustriert diese wenig beachtete und der ,wrdigung so sehr bedrftige ,tatsache eindrucksvoller1 als viele ,erluterungen es vermchten1 und zwar an dem vorbildlichen ,falle der ,verdrngung im ,leben der ,heiligen und ,ber4 ,ein asketischer ,mnch hat sich -- gewi vor den ,versuchungen der ,welt -- zum ,bild des gekreuzigten ,erlsers geflchtet4 ,da sinkt dieses ,kreuz schattenhaft nieder und strahlend erhebt sich an seiner ,stelle1 zu seinem ,ersatze1 das ,bild eines ppigen nackten ,weibes in der gleichen ,situation der ,kreuzigung4 ,andere ,maler von geringerem psychologischen ,scharfblick haben in solchen ,darstellungen der ,versuchung die ,snde frech und triumphierend an irgend eine ,stelle neben dem ,erlser am ,kreuze gewiesen4 ,rops allein hat sie den ,platz des ,erlsers selbst am ,kreuze einnehmen lassen2 er scheint gewut zu haben1 da das ,verdrngte bei seiner ,wiederkehr aus dem ,verdrngenden selbst hervortritt4 ,es ist des ,verweilens wert1 sich in ,krankheitsfllen zu berzeugen1 wie feinfhlig im ,zustande der ,verdrngung das ,seelenleben eines ,menschen fr die ,annherung des ,verdrngten wird1 und wie leise und geringfgige hnlichkeiten gengen1 damit dasselbe hinter dem ,verdrngenden und durch dieses zur ,wirkung gelange4 ,ich hatte einmal ,anla1 mich rztlich um einen jungen ,mann1 fast noch ,knaben1 zu kmmern1 der nach der ersten unerwnschten ,kenntnisnahme von den sexuellen ,vorgngen die ,flucht vor allen in ihm aufsteigenden ,gelsten ergriffen hatte und sich verschiedener ,mittel der ,verdrngung dazu bediente1 seinen ,lerneifer steigerte1 die kindliche ,anhnglichkeit an die ,mutter bertrieb und im ganzen ein kindisches ,wesen annahm4 ,ich will hier nicht ausfhren1 wie gerade im ,verhltnis zur ,mutter die verdrngte ,sexualitt wieder durchdrang1 sondern den selteneren und fremdartigeren ,fall beschreiben1 wie ein anderes seiner ,bollwerke bei einem kaum als zureichend zu erkennenden ,anlasse zusammenbrach4 ,als ,ablenkung vom ,sexuellen geniet die ,mathematik den grten ,ruf2 schon ,j4 ,j4 ,rousseau hatte sich von einer ,dame1 die mit ihm unzufrieden war1 raten lassen mssen3 ,lascia le donne e studia la matematica4 ,so warf sich auch unser ,flchtling mit besonderem ,eifer auf die in der ,schule gelehrte ,mathematik und ,geometrie1 bis seine ,fassungskraft eines ,tages pltzlich vor einigen scheinbar harmlosen ,aufgaben erlahmte4 ,von zweien dieser ,aufgaben lie sich noch der ,wortlaut feststellen3 ,zwei ,krper stoen aufeinander1 der eine mit der ,geschwindigkeit 444 u4 s4 w4 -- ,und3 ,einem ,zylinder vom ,durchmesser der ,grundflche m ist ein ,kegel einzuschreiben u4 s4 w4 ,bei diesen fr einen anderen gewi nicht aufflligen ,anspielungen an das sexuelle ,geschehen fand er sich auch von der ,mathematik verraten und ergriff auch vor ihr die ,flucht4 ,wenn ,norbert ,hanold eine aus dem ,leben geholte ,persnlichkeit wre1 die so die ,liebe und die ,erinnerung an seine ,kinderfreundschaft durch die ,archologie vertrieben htte1 so wre es nur gesetzmig und korrekt1 da gerade ein antikes ,relief die vergessene ,erinnerung an die mit kindlichen ,gefhlen ,geliebte in ihm erweckt2 es wre sein wohlverdientes ,schicksal1 da er sich in das ,steinbild der ,gradiva verliebt1 hinter welchem vermge einer nicht aufgeklrten hnlichkeit die lebende und von ihm vernachlssigte ,zo zur ,wirkung kommt4 ,frulein ,zo scheint selbst unsere ,auffassung von dem ,wahn des jungen ,archologen zu teilen1 denn das ,wohlgefallen1 dem sie am ,ende ihrer rckhaltlosen1 ausfhrlichen und lehrreichen ,strafrede ,ausdruck gegeben1 lt sich kaum anders als durch die ,bereitwilligkeit begrnden1 sein ,interesse fr die ,gradiva von allem ,anfang an auf ihre ,person zu beziehen4 ,dieses war es eben1 was sie ihm nicht zugetraut hatte1 und was sie trotz aller ,wahnverkleidung doch als solches erkannte4 ,an ihm aber hatte nun die psychische ,behandlung von ihrer ,seite ihre wohlttige ,wirkung vollbracht2 er fhlte sich frei1 da nun der ,wahn durch dasjenige ersetzt war1 wovon er doch nur eine entstellte und ungengende ,abbildung sein konnte4 ,er zgerte jetzt auch nicht1 sich zu erinnern und sie als seine gute1 frhliche1 klugsinnige ,kameradin zu erkennen1 die sich im ,grunde gar nicht verndert habe4 ,aber etwas anderes fand er hchst sonderbar -- ,da jemand erst sterben mu1 um lebendig zu werden1 meinte das ,mdchen4 ,aber fr die ,archologen ist das wohl notwendig4 7,g4 p4 #ada47 ,sie hatte ihm offenbar den ,umweg noch nicht verziehen1 den er von der ,kinderfreundschaft bis zu dem neu sich knpfenden ,verhltnis ber die ,altertumswissenschaft eingeschlagen hatte4 ,nein1 ich meine dein ,name 444 ,weil ,bertgang mit ,gradiva gleichbedeutend ist und 'die im ,schreiten ,glnzende' bezeichnet4 7,g4 p4 #adb47 ,darauf waren nun auch wir nicht vorbereitet4 ,unser ,held beginnt sich aus seiner ,demtigung zu erheben und eine aktive ,rolle zu spielen4 ,er ist offenbar von seinem ,wahn vllig geheilt1 ber ihn erhoben1 und beweist dies1 indem er die letzten ,fden des ,wahngespinstes selbstndig zerreit4 ,genau so benehmen sich auch die ,kranken1 denen man den ,zwang ihrer wahnhaften ,gedanken durch ,aufdeckung des dahintersteckenden ,verdrngten gelockert hat4 ,haben sie begriffen1 so bringen sie fr die letzten und bedeutsamsten ,rtsel ihres sonderbaren ,zustandes selbst die ,lsungen in pltzlich auftauchenden ,einfllen4 ,wir hatten ja bereits vermutet1 da die griechische ,abkunft der fabelhaften ,gradiva eine dunkle ,nachwirkung des griechischen ,namens ,zo sei1 aber an den ,namen ,gradiva selbst hatten wir uns nicht herangewagt1 ihn hatten wir als freie ,schpfung der ,phantasie ,norbert ,hanolds gelten lassen4 ,und siehe da1 gerade dieser ,name erweist sich nun als ,abkomme1 ja eigentlich als bersetzung des verdrngten ,familiennamens der angeblich vergessenen ,kindergeliebten6 ,die ,herleitung und die ,auflsung des ,wahnes sind nun vollendet4 ,was noch beim ,dichter folgt1 darf wohl dem harmonischen ,abschlu der ,erzhlung dienen4 ,es kann uns im ,hinblick auf ,zuknftiges nur wohltuend berhren1 wenn die ,rehabilitierung des ,mannes1 der frher eine so klgliche ,rolle als ,heilungsbedrftiger spielen mute1 weiterschreitet und es ihm nun gelingt1 etwas von den ,affekten1 die er bisher erduldet1 bei ihr zu erwecken4 ,so trifft es sich1 da er sie eiferschtig macht durch die ,erwhnung der sympathischen jungen ,dame1 die vorhin ihr ,beisammensein im ,hause des ,meleager gestrt1 und durch das ,gestndnis1 da diese die erste gewesen1 die ihm vortrefflich gefallen hat4 ,wenn ,zo dann einen khlen ,abschied mit der ,bemerkung nehmen will3 jetzt sei ja alles wieder zur ,vernunft gekommen1 sie selbst nicht am wenigsten2 er knne ,gisa ,hartleben1 oder wie sie jetzt heie1 wieder aufsuchen1 um ihr bei dem ,zweck ihres ,aufenthaltes in ,pompeji wissenschaftlich behilflich zu sein2 sie aber msse jetzt in den ,albergo del ,sole1 wo der ,vater mit dem ,mittagessen auf sie wartet2 vielleicht shen sie sich beide noch einmal in einer ,gesellschaft in ,deutschland oder auf dem ,monde3 so mag er wieder die lstige ,fliege zum ,vorwand nehmen1 um sich zuerst ihrer ,wange und dann ihrer ,lippen zu bemchtigen und die ,aggression1 die nun einmal ,pflicht des ,mannes im ,liebesspiel ist1 ins ,werk zu setzen4 ,ein einziges ,mal noch scheint ein ,schatten auf ihr ,glck zu fallen1 als ,zo mahnt1 jetzt msse sie aber wirklich zu ihrem ,vater1 der sonst im ,sole verhungert4 ,dein ,vater -- was wird der --8 7,g4 p4 #adg47 ,aber das kluge ,mdchen wei die ,sorge rasch zu beschwichtigen3 ,wahrscheinlich wird er nichts1 ich bin kein unentbehrliches ,stck in seiner zoologischen ,sammlung2 wr' ich das1 htte sich mein ,herz vielleicht nicht so unklug an dich gehngt4 ,sollte der ,vater aber ausnahmsweise anderer ,meinung sein wollen als sie1 so gbe es ein sicheres ,mittel4 ,hanold brauchte nur nach ,capri hinberzufahren1 dort eine ,lacerta faraglionensis zu fangen1 wofr er die ,technik an ihrem kleinen ,finger einben knne1 das ,tier dann hier freizulassen1 vor den ,augen des ,zoologen wieder einzufangen und ihm die ,wahl zu lassen zwischen der ,faraglionensis auf dem ,festlande und der ,tochter4 ,ein ,vorschlag1 in dem der ,spott1 wie man leicht merkt1 mit ,bitterkeit vermengt ist1 eine ,mahnung gleichsam an den ,brutigam1 sich nicht allzu getreu an das ,vorbild zu halten1 nach dem ihn die ,geliebte ausgewhlt hat4 ,norbert ,hanold beruhigt uns auch hierber1 indem er die groe ,umwandlung1 die mit ihm vorgefallen ist1 in allerlei scheinbar kleinen ,anzeichen zum ,ausdruck bringt4 ,er spricht den ,vorsatz aus1 die ,hochzeitsreise mit seiner ,zo nach ,italien und nach ,pompeji zu machen1 als htte er sich niemals ber die ,hochzeitsreisenden ,august und ,grete entrstet4 ,es ist ihm ganz aus dem ,gedchtnis geschwunden1 was er gegen diese glcklichen ,paare gefhlt1 die sich so berflssigerweise mehr als hundert ,meilen von ihrer deutschen ,heimat entfernt haben4 ,gewi hat der ,dichter recht1 wenn er solche ,gedchtnisschwchung als das wertvollste ,zeichen einer ,sinnesnderung auffhrt4 ,zo erwidert auf den kundgegebenen ,reisezielwunsch ihres gewissermaen gleichfalls aus der ,verschttung wieder ausgegrabenen ,kindheitsfreundes 7,g4 p4 #aej71 sie fhle sich zu solcher geographischen ,entscheidung doch noch nicht vllig lebendig genug4 ,die schne ,wirklichkeit hat nun den ,wahn besiegt1 doch harrt des letzteren1 ehe die ,beiden ,pompeji verlassen1 noch eine ,ehrung4 ,an dem ,herkulestor angekommen1 wo am ,anfang der ,strada consolare alte ,trittsteine die ,strae berkreuzen1 hlt ,norbert ,hanold an und bittet das ,mdchen voranzugehen4 ,sie versteht ihn1 und mit der ,linken das ,kleid ein wenig raffend1 schreitet die ,gradiva rediviva ,zo ,bertgang von ihm mit traumhaft dreinblickenden ,augen umfat1 in ihrer ruhig-behenden ,gangart durch den ,sonnenglanz ber die ,trittsteine zur anderen ,straenseite hinber4 ,mit dem ,triumph der ,erotik kommt jetzt zur ,anerkennung1 was auch am ,wahne schn und wertvoll war4 ,mit dem letzten ,gleichnis von dem aus der ,verschttung ausgegrabenen ,kindheitsfreunde hat uns aber der ,dichter den ,schlssel zur ,symbolik in die ,hand gegeben1 dessen sich der ,wahn des ,helden bei der ,verkleidung der verdrngten ,erinnerung bediente4 ,es gibt wirklich keine bessere ,analogie fr die ,verdrngung1 die etwas ,seelisches zugleich unzugnglich macht und konserviert1 als die ,verschttung1 wie sie ,pompeji zum ,schicksal geworden ist1 und aus der die ,stadt durch die ,arbeit des ,spatens wieder erstehen konnte4 ,darum mute der junge ,archologe das ,urbild des ,reliefs1 welches ihn an seine vergessene ,jugendgeliebte mahnte1 in der ,phantasie nach ,pompeji versetzen4 ,der ,dichter aber hatte ein gutes ,recht1 bei der wertvollen hnlichkeit zu verweilen1 die sein feiner ,sinn zwischen einem ,stck des seelischen ,geschehens beim ,einzelnen und einem vereinzelten historischen ,vorgang in der ,geschichte der ,menschheit aufgesprt4 ,,ii4 ,es war doch eigentlich nur unsere ,absicht1 die zwei oder drei ,trume1 die sich in der ,erzhlung ,gradiva eingestreut finden1 mit ,hilfe gewisser analytischer ,methoden zu untersuchen2 wie kam es denn1 da wir uns zur ,zergliederung der ganzen ,geschichte und zur ,prfung der seelischen ,vorgnge bei den beiden ,hauptpersonen fortreien lieen8 ,nun1 das war kein berflssiges ,stck ,arbeit1 sondern eine notwendige ,vorarbeit4 ,auch wenn wir die wirklichen ,trume einer realen ,person verstehen wollen1 mssen wir uns intensiv um den ,charakter und die ,schicksale dieser ,person kmmern1 nicht nur ihre ,erlebnisse kurz vor dem ,traume1 sondern auch solche in entlegener ,vergangenheit in ,erfahrung bringen4 ,ich meine sogar1 wir sind noch immer nicht frei1 uns unserer eigentlichen ,aufgabe zuzuwenden1 mssen noch bei der ,dichtung selbst verweilen und weitere ,vorarbeiten erledigen4 ,unsere ,leser werden gewi mit ,befremden bemerkt haben1 da wir ,norbert ,hanold und ,zo ,bertgang in allen ihren seelischen uerungen und ,ttigkeiten bisher behandelt haben1 als wren sie wirkliche ,individuen und nicht ,geschpfe eines ,dichters1 als wre der ,sinn des ,dichters ein absolut durchlssiges1 nicht ein brechendes oder trbendes ,medium4 ,und um so befremdender mu unser ,vorgehen erscheinen1 als der ,dichter auf die ,wirklichkeitsschilderung ausdrcklich verzichtet1 indem er seine ,erzhlung ein ,phantasiestck benennt4 ,wir finden aber alle seine ,schilderungen der ,wirklichkeit so getreulich nachgebildet1 da wir keinen ,widerspruch uern wrden1 wenn die ,gradiva nicht ein ,phantasiestck1 sondern eine psychiatrische ,studie hiee4 ,nur in zwei ,punkten hat sich der ,dichter der ihm zustehenden ,freiheit bedient1 um ,voraussetzungen zu schaffen1 die nicht im ,boden der realen ,gesetzmigkeit zu wurzeln scheinen4 ,das erstemal1 indem er den jungen ,archologen ein unzweifelhaft antikes ,reliefbildnis finden lt1 welches nicht nur in der ,besonderheit der ,fustellung beim ,schreiten1 sondern in allen ,details der ,gesichtsbildung und ,krperhaltung eine so viel spter lebende ,person nachahmt1 so da er die leibliche ,erscheinung dieser ,person fr das lebend gewordene ,steinbild halten kann4 ,das zweitemal1 indem er ihn die ,lebende gerade in ,pompeji treffen lt1 wohin nur seine ,phantasie die ,verstorbene versetzte1 whrend er sich eben durch die ,reise nach ,pompeji von der ,lebenden1 die er auf der ,strae seines ,wohnortes bemerkt hatte1 entfernte4 ,allein diese zweite ,verfgung des ,dichters ist keine gewaltsame ,abweichung von der ,lebensmglichkeit2 sie nimmt eben nur den ,zufall zur ,hilfe1 der unbestritten bei so vielen menschlichen ,schicksalen mitspielt1 und verleiht ihm berdies einen guten ,sinn1 da dieser ,zufall das ,verhngnis widerspiegelt1 welches bestimmt hat1 da man gerade durch das ,mittel der ,flucht sich dem ausliefert1 vor dem man flieht4 ,phantastischer und vllig der ,willkr des ,dichters entsprungen erscheint die erste ,voraussetzung1 welche alle weiteren ,begebenheiten trgt1 die so weitgehende hnlichkeit des ,steinbildes mit dem lebenden ,mdchen1 wo die ,nchternheit die bereinstimmung auf den einen ,zug der ,fuhaltung beim ,schreiten einschrnken mchte4 ,man wre versucht1 hier zur ,anknpfung an die ,realitt die eigene ,phantasie spielen zu lassen4 ,der ,name ,bertgang knnte darauf deuten1 da sich die ,frauen dieser ,familie schon in alten ,zeiten durch solche ,eigentmlichkeit des schnen ,ganges ausgezeichnet haben1 und durch ,geschlechtsabfolge hingen die germanischen ,bertgang mit jenen ,rmern zusammen1 von deren ,stamm eine ,frau den antiken ,knstler veranlat hatte1 die ,eigentmlichkeit ihres ,ganges im ,steinbild festzuhalten4 ,da aber die einzelnen ,variationen der menschlichen ,gestaltung nicht unabhngig von einander sind1 und tatschlich auch in unserer ,mitte immer wieder die antiken ,typen auftauchen1 die wir in den ,sammlungen antreffen1 so wre es nicht ganz unmglich1 da eine moderne ,bertgang die ,gestalt ihrer antiken ,ahnfrau auch in allen anderen ,zgen ihrer krperlichen ,bildung wiederholte4 ,klger als solche ,spekulation drfte wohl sein1 sich bei dem ,dichter selbst nach den ,quellen zu erkundigen1 aus denen ihm dieses ,stck seiner ,schpfung erflossen ist2 es ergbe sich uns dann eine gute ,aussicht1 wiederum ein ,stck vermeintlicher ,willkr in ,gesetzmigkeit aufzulsen4 ,da uns aber der ,zugang zu den ,quellen im ,seelenleben des ,dichters nicht frei steht1 so lassen wir ihm das ,recht ungeschmlert1 eine durchaus lebenswahre ,entwicklung auf eine unwahrscheinliche ,voraussetzung aufzubauen1 ein ,recht1 das z4 ,b4 auch ,shakespeare im ,king ,lear in ,anspruch genommen hat4 ,sonst aber1 das wollen wir wiederholen1 hat uns der ,dichter eine vllig korrekte psychiatrische ,studie geliefert1 an welcher wir unser ,verstndnis des ,seelenlebens messen drfen1 eine ,kranken- und ,heilungsgeschichte1 wie zur ,einschrfung gewisser fundamentaler ,lehren der rztlichen ,seelenkunde bestimmt4 ,sonderbar genug1 da der ,dichter dies getan haben sollte6 ,wie nun1 wenn er auf ,befragen diese ,absicht ganz und gar in ,abrede stellte8 ,es ist so leicht anzugleichen und unterzulegen2 sind es nicht vielmehr wir1 die in die schne poetische ,erzhlung einen ,sinn hineingeheimnissen1 der dem ,dichter sehr ferne liegt8 ,mglich2 wir wollen spter noch darauf zurckkommen4 ,vorlufig aber haben wir versucht1 uns vor solch tendenziser ,ausdeutung selbst zu bewahren1 indem wir die ,erzhlung fast durchwegs aus den eigenen ,worten des ,dichter wiedergaben1 ,text wie ,kommentar von ihm selbst besorgen lieen4 ,wer unsere ,reproduktion mit dem ,wortlaut der ,gradiva vergleichen will1 wird uns dies zugestehen mssen4 ,vielleicht erweisen wir unserem ,dichter auch einen schlechten ,dienst im ,urteil der allermeisten1 wenn wir sein ,werk fr eine psychiatrische ,studie erklren4 ,der ,dichter soll der ,berhrung mit der ,psychiatrie aus dem ,wege gehen1 hren wir sagen1 und die ,schilderung krankhafter ,seelenzustnde den rzten berlassen4 ,in ,wahrheit hat kein richtiger ,dichter je dieses ,gebot geachtet4 ,die ,schilderung des menschlichen ,seelenlebens ist ja seine eigentlichste ,domne2 er war jederzeit der ,vorlufer der ,wissenschaft und so auch der wissenschaftlichen ,psychologie4 ,die ,grenze aber zwischen den normal und krankhaft benannten ,seelenzustnden ist zum ,teil eine konventionelle1 zum anderen eine so flieende1 da wahrscheinlich jeder von uns sie im ,laufe eines ,tages mehrmals berschreitet4 ,anderseits tte die ,psychiatrie unrecht1 wenn sie sich dauernd auf das ,studium jener schweren und dsteren ,erkrankungen einschrnken wollte1 die durch grobe ,beschdigungen des feinen ,seelenapparats entstehen4 ,die leiseren und ausgleichsfhigen ,abweichungen vom ,gesunden1 die wir heute nicht weiter als bis zu ,strungen im psychischen ,krftespiel zurckverfolgen knnen1 fallen nicht weniger unter ihr ,interesse2 ja erst mittels dieser kann sie die ,gesundheit wie die ,erscheinungen der schweren ,krankheit verstehen4 ,so kann der ,dichter dem ,psychiater1 der ,psychiater dem ,dichter nicht ausweichen1 und die poetische ,behandlung eines psychiatrischen ,themas darf ohne ,einbue an ,schnheit korrekt ausfallen4 ,korrekt ist nun wirklich diese dichterische ,darstellung einer ,krankheits- und ,behandlungsgeschichte1 die wir nach ,abschlu der ,erzhlung und ,sttigung der eigenen ,spannung besser bersehen knnen und nun mit den technischen ,ausdrcken unserer ,wissenschaft reproduzieren wollen1 wobei uns die ,ntigung zur ,wiederholung von bereits ,gesagtem nicht stren soll4 ,der ,zustand ,norbert ,hanolds wird vom ,dichter oft genug ein ,wahn genannt1 und auch wir haben keinen ,grund1 diese ,bezeichnung zu verwerfen4 ,zwei ,hauptcharaktere knnen wir vom ,wahn angeben1 durch welche er zwar nicht erschpfend beschrieben1 aber doch von anderen ,strungen kenntlich gesondert ist4 ,er gehrt erstens zu jener ,gruppe von ,krankheitszustnden1 denen eine unmittelbare ,einwirkung aufs ,krperliche nicht zukommt1 sondern die sich nur durch seelische ,anzeichen ausdrcken1 und er ist zweitens durch die ,tatsache gekennzeichnet1 da bei ihm ,phantasien zur ,oberherrschaft gelangt sind1 d4 h4 ,glauben gefunden und ,einflu auf das ,handeln genommen haben4 ,erinnern wir uns der ,reise nach ,pompeji1 um in der ,asche nach den besonders gestalteten ,fuabdrcken der ,gradiva zu suchen1 so haben wir in ihr ein prchtiges ,beispiel einer ,handlung unter der ,herrschaft des ,wahnes4 ,der ,psychiater wrde den ,wahn ,norbert ,hanolds vielleicht der groen ,gruppe ,paranoia zurechnen und etwa als eine fetischistische ,erotomanie bezeichnen1 weil ihm die ,verliebtheit in das ,steinbild das ,aufflligste wre1 und weil seiner alles vergrbernden ,auffassung das ,interesse des jungen ,archologen fr die ,fe und ,fustellungen weiblicher ,personen als ,fetischismus verdchtig erscheinen mu4 ,indes haben alle solche ,benennungen und ,einteilungen der verschiedenen ,arten von ,wahn nach ihrem ,inhalt etwas ,miliches und ,unfruchtbares an sich47#b7 7#b7 ,der ,fall ,n4 ,h4 mte in ,wirklichkeit als hysterischer1 nicht als paranoischer ,wahn bezeichnet werden4 ,die ,kennzeichen der ,paranoia werden hier vermit4 ,der gestrenge ,psychiater wrde ferner unseren ,helden als ,person1 die fhig ist1 auf ,grund so sonderbarer ,vorliebe einen ,wahn zu entwickeln1 sofort zum ,dgnr stempeln und nach der ,hereditt forschen1 die ihn unerbittlich in solches ,schicksal getrieben hat4 ,hierin folgt ihm aber der ,dichter nicht2 mit gutem ,grunde4 ,er will uns ja den ,helden nher bringen1 uns die ,einfhlung erleichtern2 mit der ,diagnose ,dgnr1 mag sie nun wissenschaftlich zu rechtfertigen sein oder nicht1 ist uns der junge ,archologe sofort ferne gerckt2 denn wir ,leser sind ja die ,normalmenschen und das ,ma der ,menschheit4 ,auch die hereditren und konstitutionellen ,vorbedingungen des ,zustandes kmmern den ,dichter wenig2 dafr vertieft er sich in die persnliche seelische ,verfassung1 die einem solchen ,wahn den ,ursprung geben kann4 ,norbert ,hanold verhlt sich in einem wichtigen ,punkte ganz anders als ein gewhnliches ,menschenkind4 ,er hat kein ,interesse fr das lebende ,weib2 die ,wissenschaft1 der er dient1 hat ihm dieses ,interesse genommen und es auf die ,weiber von ,stein oder ,bronze verschoben4 ,man halte dies nicht fr eine gleichgltige ,eigentmlichkeit2 sie ist vielmehr die ,grundvoraussetzung der erzhlten ,begebenheit1 denn eines ,tages ereignet es sich1 da ein einzelnes solches ,steinbild alles ,interesse fr sich beansprucht1 das sonst nur dem lebenden ,weib gebhrt1 und damit ist der ,wahn gegeben4 ,vor unseren ,augen entrollt sich dann1 wie dieser ,wahn durch eine glckliche ,fgung geheilt1 das ,interesse vom ,stein wieder auf eine ,lebende zurckgeschoben wird4 ,durch welche ,einwirkungen unser ,held in den ,zustand der ,abwendung vom ,weibe geraten ist1 lt uns der ,dichter nicht verfolgen2 er gibt uns nur an1 solches ,verhalten sei nicht durch seine ,anlage erklrt1 die vielmehr ein ,stck phantastisches -- wir drfen ergnzen3 erotisches -- ,bedrfnis mit einschliet4 ,auch ersehen wir von spter her1 da er in seiner ,kindheit nicht von anderen ,kindern abwich2 er hielt damals eine ,kinderfreundschaft mit einem kleinen ,mdchen1 war unzertrennlich von ihr1 teilte mit ihr seine kleinen ,mahlzeiten1 puffte sie auch und lie sich von ihr zausen4 ,in solcher ,anhnglichkeit1 solcher ,vereinigung von ,zrtlichkeit und ,aggression uert sich die unfertige ,erotik des ,kinderlebens1 die ihre ,wirkungen erst nachtrglich1 aber dann unwiderstehlich uert1 und die whrend der ,kinderzeit selbst nur der ,arzt und der ,dichter als ,erotik zu erkennen pflegen4 ,unser ,dichter gibt uns deutlich zu verstehen1 da auch er es nicht anders meint1 denn er lt bei seinem ,helden bei geeignetem ,anla pltzlich ein lebhaftes ,interesse fr ,gang und ,fuhaltung der ,frauen erwachen1 das ihn bei der ,wissenschaft wie bei den ,frauen seines ,wohnortes in den ,verruf eines ,fufetischisten bringen mu1 das sich uns aber notwendig aus der ,erinnerung an diese ,kindergespielin ableitet4 ,dieses ,mdchen zeigte gewi schon als ,kind die ,eigenheit des schnen ,ganges mit fast senkrecht aufgestellter ,fuspitze beim ,schreiten1 und durch die ,darstellung eben dieses ,ganges gewinnt spter ein antikes ,steinrelief fr ,norbert ,hanold jene groe ,bedeutung4 ,fgen wir brigens gleich hinzu1 da der ,dichter sich bei der ,ableitung der merkwrdigen ,erscheinung des ,fetischismus sich in voller bereinstimmung mit der ,wissenschaft befindet4 ,seit ,a4 ,binet versuchen wir wirklich1 den ,fetischismus auf erotische ,kindheitseindrcke zurckzufhren4 ,der ,zustand der dauernden ,abwendung vom ,weibe ergibt die persnliche ,eignung1 wie wir zu sagen pflegen3 die ,disposition fr die ,bildung eines ,wahnes4 ,die ,entwicklung der ,seelenstrung setzt mit dem ,momente ein1 da ein zuflliger ,eindruck die vergessenen und wenigstens spurweise erotisch betonten ,kindererlebnisse aufweckt4 ,aufweckt ist aber gewi nicht die richtige ,bezeichnung1 wenn wir1 was weiter erfolgt1 in ,betracht ziehen4 ,wir mssen die korrekte ,darstellung des ,dichters in kunstgerechter psychologischer ,ausdrucksweise wiedergeben4 ,norbert ,hanold erinnert sich nicht beim ,anblick des ,reliefs1 da er solche ,fustellung schon bei seiner ,jugendfreundin gesehen hat2 er erinnert sich berhaupt nicht1 und doch rhrt alle ,wirkung des ,reliefs von solcher ,anknpfung an den ,eindruck in der ,kindheit her4 ,der ,kindheitseindruck wird also rege1 wird aktiv gemacht1 so da er ,wirkungen zu uern beginnt1 er kommt aber nicht zum ,bewutsein1 er bleibt unbewut1 wie wir mit einem in der ,psychopathologie unvermeidlich gewordenen ,terminus heute zu sagen pflegen4 ,dieses ,unbewute mchten wir allen ,streitigkeiten der ,philosophen und ,naturphilosophen1 die oft nur etymologische ,bedeutung haben1 entzogen sehen4 ,fr psychische ,vorgnge1 die sich aktiv benehmen und dabei doch nicht zum ,bewutsein der betreffenden ,person gelangen1 haben wir vorlufig keinen besseren ,namen1 und nichts anderes meinen wir mit unserem ,unbewutsein4 ,wenn manche ,denker uns die ,existenz eines solchen ,unbewuten als widersinnig bestreiten wollen1 so glauben wir1 sie htten sich niemals mit den entsprechenden seelischen ,phnomenen beschftigt1 stnden im ,banne der regelmigen ,erfahrung1 da alles ,seelische1 was aktiv und intensiv wird1 damit gleichzeitig auch bewut wird1 und htten eben noch zu lernen1 was unser ,dichter sehr wohl wei1 da es allerdings seelische ,vorgnge gibt1 die1 trotzdem sie intensiv sind und energische ,wirkungen uern1 dennoch dem ,bewutsein ferne bleiben4 ,wir haben vorhin einmal ausgesprochen1 die ,erinnerungen an den ,kinderverkehr mit ,zo befinden sich bei ,norbert ,hanold im ,zustande der ,verdrngung2 nun haben wir sie unbewute ,erinnerungen geheien4 ,da mssen wir wohl dem ,verhltnis der beiden ,kunstworte1 die ja im ,sinne zusammenzufallen scheinen1 einige ,aufmerksamkeit zuwenden4 ,es ist nicht schwer1 darber ,aufklrung zu geben4 ,unbewut ist der weitere ,begriff1 verdrngt der engere4 ,alles was verdrngt ist1 ist unbewut2 aber nicht von allem ,unbewuten knnen wir behaupten1 da es verdrngt sei4 ,htte ,hanold beim ,anblick des ,reliefs sich der ,gangart seiner ,zo erinnert1 so wre eine frher unbewute ,erinnerung bei ihm gleichzeitig aktiv und bewut geworden und htte so gezeigt1 da sie frher nicht verdrngt war4 ,unbewut ist ein rein deskriptiver1 in mancher ,hinsicht unbestimmter1 ein sozusagen statischer ,terminus1 verdrngt ist ein dynamischer ,ausdruck1 der auf das seelische ,krftespiel ,rcksicht nimmt und besagt1 es sei ein ,bestreben vorhanden1 alle psychischen ,wirkungen1 darunter auch die des ,bewutwerdens1 zu uern1 aber auch eine ,gegenkraft1 ein ,widerstand1 der einen ,teil dieser psychischen ,wirkungen1 darunter wieder das ,bewutwerden1 zu verhindern vermge4 ,kennzeichen des ,verdrngten bleibt eben1 da es sich trotz seiner ,intensitt nicht zum ,bewutsein zu bringen vermag4 ,in dem ,falle ,hanolds handelt es sich also von dem ,auftauchen des ,reliefs an um ein verdrngtes ,unbewutes1 kurzweg um ein ,verdrngtes4 ,verdrngt sind bei ,norbert ,hanold die ,erinnerungen an seinen ,kinderverkehr mit dem schn schreitenden ,mdchen1 aber dies ist noch nicht die richtige ,betrachtung der psychologischen ,sachlage4 ,wir bleiben an der ,oberflche1 so lange wir nur von ,erinnerungen und ,vorstellungen handeln4 ,das einzig ,wertbare im ,seelenleben sind vielmehr die ,gefhle2 alle ,seelenkrfte sind nur durch ihre ,eignung1 ,gefhle zu erwecken1 bedeutsam4 ,vorstellungen werden nur verdrngt1 weil sie an ,gefhlsentbindungen geknpft sind1 die nicht zu stande kommen sollen2 es wre richtiger zu sagen1 die ,verdrngung betreffe die ,gefhle1 nur sind uns diese nicht anders als in ihrer ,bindung an ,vorstellungen fabar4 ,verdrngt sind bei ,norbert ,hanold also die erotischen ,gefhle1 und da seine ,erotik kein anderes ,objekt kennt oder gekannt hat1 als in seiner ,kindheit die ,zo ,bertgang1 so sind die ,erinnerungen an diese vergessen4 ,das antike ,reliefbild weckt die schlummernde ,erotik in ihm auf und macht die ,kindheitserinnerungen aktiv4 ,wegen eines in ihm bestehenden ,widerstandes gegen die ,erotik knnen diese ,erinnerungen nur als unbewute wirksam werden4 ,was sich nun weiter in ihm abspielt1 ist ein ,kampf zwischen der ,macht der ,erotik und den sie verdrngenden ,krften2 was sich von diesem ,kampf uert1 ist ein ,wahn4 ,unser ,dichter hat zu motivieren unterlassen1 woher die ,verdrngung des ,liebeslebens bei seinem ,helden rhrt2 die ,beschftigung mit der ,wissenschaft ist ja nur das ,mittel1 dessen sich die ,verdrngung bedient2 der ,arzt mte hier tiefer grnden1 vielleicht ohne in seinem ,falle auf den ,grund zu geraten4 ,wohl aber hat der ,dichter1 wie wir mit ,bewunderung hervorgehoben haben1 uns darzustellen nicht versumt1 wie die ,erweckung der verdrngten ,erotik gerade aus dem ,kreise der zur ,verdrngung dienenden ,mittel erfolgt4 ,es ist mit ,recht eine ,antike1 das ,steinbild eines ,weibes1 durch welches unser ,archologe aus seiner ,abwendung von der ,liebe gerissen und gemahnt wird1 dem ,leben die ,schuld abzutragen1 mit der wir von unserer ,geburt an belastet sind4 ,die ersten uerungen des nun in ,hanold durch das ,reliefbild angeregten ,prozesses sind ,phantasien1 welche mit der so dargestellten ,person spielen4 ,als etwas ,heutiges im besten ,sinne erscheint ihm das ,modell1 als htte der ,knstler die auf der ,strae ,schreitende nach dem ,leben festgehalten4 ,den ,namen ,gradiva verleiht er dem antiken ,mdchen1 den er nach dem ,beiwort des zum ,kampfe ausschreitenden ,kriegsgottes1 des ,mars ,gradivus1 gebildet2 mit immer mehr ,bestimmungen stattet er ihre ,persnlichkeit aus4 ,sie mag die ,tochter eines angesehenen ,mannes sein1 vielleicht eines ,patriziers1 der mit dem ,tempeldienst einer ,gottheit in ,verbindung stand1 griechische ,herkunft glaubt er ihren ,zgen abzusehen1 und endlich drngt es ihn1 sie ferne vom ,getriebe einer ,grostadt in das stillere ,pompeji zu versetzen1 wo er sie ber die ,lavatrittsteine schreiten lt1 die den bergang von einer ,seite der ,strae zur anderen ermglichen4 ,willkrlich genug erscheinen diese ,leistungen der ,phantasie und doch wieder harmlos unverdchtig4 ,ja noch dann1 als sich aus ihnen zum erstenmal ein ,antrieb zum ,handeln ergibt1 als der ,archologe von dem ,problem bedrckt1 ob solche ,fustellung auch der ,wirklichkeit entspreche1 ,beobachtungen nach dem ,leben anzustellen beginnt1 um den zeitgenssischen ,frauen und ,mdchen auf die ,fe zu sehen1 deckt sich dieses ,tun durch ihm bewute wissenschaftliche ,motive1 als wre alles ,interesse fr das ,steinbild der ,gradiva aus dem ,boden seiner fachlichen ,beschftigung mit der ,archologie entsprossen4 ,die ,frauen und ,mdchen auf der ,strae1 die er zu ,objekten seiner ,untersuchung nimmt1 mssen freilich eine andere1 grob erotische ,auffassung seines ,treibens whlen1 und wir mssen ihnen recht geben4 ,fr uns leidet es keinen ,zweifel1 da ,hanold die ,motive seiner ,forschung so wenig kennt wie die ,herkunft seiner ,phantasien ber die ,gradiva4 ,diese letzteren sind1 wie wir spter erfahren1 ,anklnge an seine ,erinnerungen an die ,jugendgeliebte1 ,abkmmlinge dieser ,erinnerungen1 ,umwandlungen und ,entstellungen derselben1 nachdem es ihnen nicht gelungen ist1 sich in unvernderter ,form zum ,bewutsein zu bringen4 ,das vorgeblich sthetische ,urteil1 das ,steinbild stelle etwas ,heutiges dar1 ersetzt das ,wissen1 da solcher ,gang einem ihm bekannten1 in der ,gegenwart ber die ,strae schreitenden ,mdchen angehre2 hinter dem ,eindruck nach dem ,leben und der ,phantasie ihres ,griechentums verbirgt sich die ,erinnerung an ihren ,namen ,zo1 der auf ,griechisch ,leben bedeutet2 ,gradiva ist1 wie uns der am ,ende vom ,wahn ,geheilte aufklrt1 eine gute bersetzung ihres ,familiennamens ,bertgang1 welcher so viel bedeutet wie im ,schreiten glnzend oder prchtig2 die ,bestimmungen ber ihren ,vater stammen von der ,kenntnis1 da ,zo ,bertgang die ,tochter eines angesehenen ,lehrers der ,universitt sei1 die sich wohl als ,tempeldienst in die ,antike bersetzen lt4 ,nach ,pompeji endlich versetzt sie seine ,phantasie1 nicht weil ihre ruhige1 stille ,art es zu fordern schien1 sondern weil sich in seiner ,wissenschaft keine andere und keine bessere ,analogie mit dem merkwrdigen ,zustand finden lt1 in dem er durch eine dunkle ,kundschaft seine ,erinnerungen an seine ,kinderfreundschaft versprt4 ,hat er einmal1 was ihm so nahe liegt1 die eigene ,kindheit mit der klassischen ,vergangenheit zur ,deckung gebracht1 so ergibt die ,verschttung ,pompejis1 dies ,verschwinden mit ,erhaltung des ,vergangenen1 eine treffliche hnlichkeit mit der ,verdrngung1 von der er durch sozusagen endopsychische ,wahrnehmung ,kenntnis hat4 ,es arbeitet dabei in ihm dieselbe ,symbolik1 die zum ,schlusse der ,erzhlung der ,dichter das ,mdchen bewuterweise gebrauchen lt4 ,ich sagte mir1 irgend etwas ,interessantes wrde ich wohl schon allein hier ausgraben4 ,freilich auf den ,fund1 den ich gemacht1 44444 hatte ich mit keinem ,gedanken gerechnet4 7,g4 p4 #abd47 -- ,zu ,ende 7,g4 p4 #aej7 antwortet dann das ,mdchen auf den ,reisezielwunsch ihres gewissermaen gleichfalls aus der ,verschttung wieder ausgegrabenen ,kindheitsfreundes4 ,so finden wir also schon bei den ersten ,leistungen von ,hanolds ,wahnphantasien und ,handlungen eine zweifache ,determinierung1 eine ,ableitbarkeit aus zwei verschiedenen ,quellen4 ,die eine ,determinierung ist die1 welche ,hanold selbst erscheint1 die andere die1 welche sich uns bei der ,nachprfung seiner seelischen ,vorgnge enthllt4 ,die eine ist1 auf die ,person ,hanolds bezogen1 die ihm bewute1 die andere1 die ihm vllig unbewute4 ,die eine stammt ganz aus dem ,vorstellungskreis der archologischen ,wissenschaft1 die andere aber rhrt von dem in ihm rege gewordenen verdrngten ,kindheitserinnerungen und den an ihnen haftenden ,gefhlstrieben her4 ,die eine ist wie oberflchlich und verdeckt die andere1 die sich gleichsam hinter ihr verbirgt4 ,man knnte sagen1 die wissenschaftliche ,motivierung diene der unbewuten erotischen zum ,vorwand1 und die ,wissenschaft habe sich ganz in den ,dienst des ,wahnes gestellt4 ,aber man darf auch nicht vergessen1 da die unbewute ,determinierung nichts anderes durchzusetzen vermag1 als was gleichzeitig der bewuten wissenschaftlichen gengt4 ,die ,symptome des ,wahnes -- ,phantasien wie ,handlungen -- sind eben ,ergebnisse eines ,kompromisses zwischen den beiden seelischen ,strmungen1 und bei einem ,kompromi ist den ,anforderungen eines jeden der beiden ,teile ,rechnung getragen worden2 ein jeder ,teil hat aber auch auf ein ,stck dessen1 was er durchsetzen wollte1 verzichten mssen4 ,wo ein ,kompromi zu stande gekommen1 da gab es einen ,kampf1 hier den von uns angenommenen ,konflikt zwischen der unterdrckten ,erotik und den sie in der ,verdrngung erhaltenden ,mchten4 ,bei der ,bildung eines ,wahnes geht dieser ,kampf eigentlich nie zu ,ende4 ,ansturm und ,widerstand erneuern sich nach jeder ,kompromibildung1 die sozusagen niemals voll gengt4 ,dies wei auch unser ,dichter und darum lt er ein ,gefhl der ,unbefriedigung1 eine eigentmliche ,unruhe dieses ,stadium der ,strung bei seinem ,helden beherrschen1 als ,vorlufer und als ,brgschaft weiterer ,entwicklungen4 ,diese bedeutsamen ,eigentmlichkeiten der zweifachen ,determinierung fr ,phantasien und ,entschlsse1 der ,bildung von bewuten ,vorwnden fr ,handlungen1 zu deren ,motivierung das ,verdrngte den greren ,beitrag geliefert hat1 werden uns im weiteren ,fortschritt der ,erzhlung noch fters1 vielleicht noch deutlicher1 entgegentreten4 ,und dies mit vollem ,rechte1 denn der ,dichter hat hiemit den niemals fehlenden ,hauptcharakter der krankhaften ,seelenvorgnge erfat und zur ,darstellung gebracht4 ,die ,entwicklung des ,wahnes bei ,norbert ,hanold schreitet mit einem ,traume weiter1 der1 durch kein neues ,ereignis veranlat1 ganz aus seinem von einem ,konflikt erfllten ,seelenleben zu rhren scheint4 ,doch halten wir ein1 ehe wir daran gehen zu prfen1 ob der ,dichter auch bei der ,bildung seiner ,trume unserer ,erwartung eines tieferen ,verstndnisses entspricht4 ,fragen wir uns vorher1 was die psychiatrische ,wissenschaft zu seinen ,voraussetzungen ber die ,entstehung eines ,wahnes sagt1 wie sie sich zur ,rolle der ,verdrngung und des ,unbewuten1 zum ,konflikt und zur ,kompromibildung stellt4 ,im kurzen1 ob die dichterische ,darstellung der ,genese eines ,wahnes vor dem ,richtspruch der ,wissenschaft bestehen kann4 ,und da mssen wir die vielleicht unerwartete ,antwort geben1 da es sich in ,wirklichkeit leider ganz umgekehrt verhlt3 die ,wissenschaft besteht nicht vor der ,leistung des ,dichters4 ,zwischen den hereditr-konstitutionellen ,vorbedingungen und den als fertig erscheinenden ,schpfungen des ,wahnes lt sie eine ,lcke klaffen1 die wir beim ,dichter ausgefllt finden4 ,sie ahnt noch nicht die ,bedeutung der ,verdrngung1 erkennt nicht1 da sie zur ,erklrung der ,welt psychopathologischer ,erscheinungen durchaus des ,unbewuten bedarf1 sie sucht den ,grund des ,wahnes nicht in einem psychischen ,konflikt und erfat die ,symptome desselben nicht als ,kompromibildung4 ,so stnde denn der ,dichter allein gegen die gesamte ,wissenschaft8 ,nein1 dies nicht1 -- wenn der ,verfasser nmlich seine eigenen ,arbeiten auch der ,wissenschaft zurechnen darf4 ,denn er selbst vertritt seit einer ,reihe von ,jahren -- und bis in die letzte ,zeit ziemlich vereinsamt7#c7 -- alle die ,anschauungen1 die er hier aus der ,gradiva von ,w4 ,jensen herausgeholt und in den ,fachausdrcken dargestellt hat4 ,er hat1 am ausfhrlichsten fr die als ,hysterie und ,zwangsvorstellen bekannten ,zustnde1 als individuelle ,bedingung der psychischen ,strung die ,unterdrckung eines ,stckes des ,trieblebens und die ,verdrngung der ,vorstellungen1 durch die der unterdrckte ,trieb vertreten ist1 aufgezeigt1 und die gleiche ,auffassung bald darauf fr manche ,formen des ,wahnes wiederholt47#d7 ,ob die fr diese ,verursachung in ,betracht kommenden ,triebe jedesmal ,komponenten des ,sexualtriebes sind oder auch andersartige sein knnen1 das ist ein ,problem1 welches nur gerade fr die ,analyse der ,gradiva gleichgltig bleiben darf1 da es sich in dem vom ,dichter gewhlten ,falle sicherlich um nichts als um die ,unterdrckung des erotischen ,empfindens handelt4 ,die ,gesichtspunkte des psychischen ,konflikts und der ,symptombildung durch ,kompromisse zwischen den beiden miteinander ringenden ,seelenstrmungen hat der ,verfasser an wirklich beobachteten und rztlich behandelten ,krankheitsfllen in ganz gleicher ,weise zur ,geltung gebracht1 wie er es an den vom ,dichter erfundenen ,norbert ,hanold tun konnte47#e7 ,die ,rckfhrung der nervsen1 speziell der hysterischen ,krankheitsleistungen auf die ,macht unbewuter ,gedanken hatte vor dem ,verfasser schon ,p4 ,janet1 der ,schler des groen ,charcot1 und im ,vereine mit dem ,verfasser ,josef ,breuer in ,wien unternommen47#f7 7#c7 ,siehe die wichtige ,schrift von ,e4 ,bleuler1 ,affektivitt1 ,suggestibilitt1 ,paranoia und die ,diagnostischen ,assoziationsstudien von ,c4 ,g4 ,jung1 beide aus ,zrich1 #aijf4 7#d7 ,vgl4 des ,verfassers3 ,sammlung kleiner ,schriften zur ,neurosenlehre #aijf4 7#e7 ,vgl4 ,bruchstck einer ,hysterie-,analyse #aije4 7#f7 ,vgl4 ,breuer u4 ,freud1 ,studien ber ,hysterie1 #ahie4 ,es war dem ,verfasser1 als er sich in den auf #ahic folgenden ,jahren in solche ,forschungen ber die ,entstehung der ,seelenstrungen vertiefte1 wahrlich nicht eingefallen1 ,bekrftigung seiner ,ergebnisse bei ,dichtern zu suchen1 und darum war seine berraschung nicht gering1 als er an der #aijc verffentlichten ,gradiva merkte1 da der ,dichter seiner ,schpfung das nmliche zu ,grunde lege1 was er aus den ,quellen rztlicher ,erfahrung als neu zu schpfen vermeinte4 ,wie kam der ,dichter nur zu dem gleichen ,wissen wie der ,arzt1 oder wenigstens zum ,benehmen1 als ob er das gleiche wisse8 -- ,der ,wahn ,norbert ,hanolds1 sagten wir1 erfahre eine weitere ,entwicklung durch einen ,traum1 der sich ihm mitten in seinen ,bemhungen ereignet1 eine ,gangart wie die der ,gradiva in den ,straen seines ,heimatsortes nachzuweisen4 ,den ,inhalt dieses ,traumes knnen wir leicht in ,krze darstellen4 ,der ,trumer befindet sich in ,pompeji an jenem ,tage1 welcher der unglcklichen ,stadt den ,untergang brachte1 macht die ,schrecknisse mit1 ohne selbst in ,gefahr zu geraten1 sieht dort pltzlich die ,gradiva schreiten und versteht mit einem ,male als ganz natrlich1 da sie ja eine ,pompejanerin sei1 lebe sie in ihrer ,vaterstadt und1 ohne da er's geahnt habe1 gleichzeitig mit ihm4 ,er wird von ,angst um sie ergriffen1 ruft sie an1 worauf sie ihm flchtig ihr ,gesicht zuwendet4 ,doch geht sie1 ohne auf ihn zu achten1 weiter1 legt sich an den ,stufen des ,apollotempels nieder1 und wird vom ,aschenregen verschttet1 nachdem ihr ,gesicht sich entfrbt1 wie wenn es sich zu weiem ,marmor umwandelte1 bis es vllig einem ,steinbild gleicht4 ,beim ,erwachen deutet er noch den ,lrm der ,grostadt1 der an sein ,bett dringt1 in das ,hilfegeschrei der verzweifelten ,bewohner ,pompejis und in das ,getse des wild erregten ,meeres um4 ,das ,gefhl1 da das1 was er getrumt1 sich wirklich mit ihm zugetragen1 will ihm noch lngere ,zeit nach dem ,erwachen nicht verlassen1 und die berzeugung1 da die ,gradiva in ,pompeji gelebt und an jenem ,unglckstage gestorben sei1 bleibt als neuer ,ansatz an seinen ,wahn von diesem ,traume brig4 ,weniger bequem wird es uns zu sagen1 was der ,dichter mit diesem ,traum gewollt1 und was ihn veranlat hat1 die ,entwicklung des ,wahnes gerade an einen ,traum zu knpfen4 ,emsige ,traumforscher haben zwar ,beispiele genug gesammelt1 wie ,geistesstrung an ,trume anknpft und aus ,trumen hervorgeht17#g7 und auch in der ,lebensgeschichte einzelner hervorragender ,menschen sollen ,impulse zu wichtigen ,taten und ,entschlieungen durch ,trume erzeugt worden sein4 ,aber unser ,verstndnis gewinnt gerade nicht viel durch diese ,analogien2 bleiben wir darum bei unserem ,falle1 bei dem vom ,dichter fingierten ,falle des ,archologen ,norbert ,hanold4 ,an welchem ,ende mu man einen solchen ,traum wohl anfassen1 um ihn in den ,zusammenhang einzuflechten1 wenn er nicht ein unntiger ,zierat der ,darstellung bleiben soll8 7#g7 ,sante de ,sanctis1 ,die ,trume1 #aija4 ,ich kann mir etwa denken1 da ein ,leser an dieser ,stelle ausruft3 ,der ,traum ist ja leicht zu erklren4 ,ein einfacher ,angsttraum1 veranlat durch den ,lrm der ,grostadt1 der von dem mit seiner ,pompejanerin beschftigten ,archologen auf den ,untergang ,pompejis umgedeutet wird6 ,bei der allgemein herrschenden ,geringschtzung fr die ,leistungen des ,traumes pflegt man nmlich den ,anspruch auf die ,traumerklrung dahin einzuschrnken1 da man fr ein ,stck des getrumten ,inhaltes einen ueren ,reiz sucht1 der sich etwa mit ihm deckt4 ,dieser uere ,anreiz zum ,trumen wre durch den ,lrm gegeben1 welcher den ,schlfer weckt2 das ,interesse an diesem ,traume wre damit erledigt4 ,wenn wir nur einen ,grund htten anzunehmen1 da die ,grostadt an diesem ,morgen lrmender gewesen als sonst1 wenn z4 ,b4 der ,dichter nicht versumt htte1 uns mitzuteilen1 da ,hanold diese ,nacht gegen seine ,gewohnheit bei geffnetem ,fenster geschlafen4 ,schade1 da der ,dichter sich diese ,mhe nicht gegeben hat6 ,und wenn ein ,angsttraum nur etwas so ,einfaches wre6 ,nein1 so einfach erledigt sich dies ,interesse nicht4 ,die ,anknpfung an einen ueren ,sinnesreiz ist nichts ,wesentliches fr die ,traumbildung4 ,der ,schlfer kann diesen ,reiz aus der ,auenwelt vernachlssigen1 er kann sich durch ihn1 ohne einen ,traum zu bilden1 wecken lassen1 er kann ihn auch in seinen ,traum verweben1 wie es hier geschieht1 wenn es ihm aus irgend welchen anderen ,motiven so taugt1 und es gibt reichlich ,trume1 fr deren ,inhalt sich eine solche ,determinierung durch einen an die ,sinne des ,schlafenden gelangenden ,reiz nicht erweisen lt4 ,nein1 versuchen wir's auf einem anderen ,wege4 ,vielleicht knpfen wir an den ,rckstand an1 den der ,traum im wachen ,leben ,hanolds zurcklt4 ,es war bisher eine ,phantasie von ihm gewesen1 da die ,gradiva eine ,pompejanerin gewesen sei4 ,jetzt wird ihm diese ,annahme zur ,gewiheit1 und die zweite ,gewiheit schliet sich daran1 da sie dort im ,jahre #gi mit verschttet worden sei47#h7 ,wehmtige ,empfindungen begleiten diesen ,fortschritt der ,wahnbildung1 wie ein ,nachklang der ,angst1 die den ,traum erfllt hatte4 ,dieser neue ,schmerz um die ,gradiva will uns nicht recht begreiflich erscheinen2 die ,gradiva wre doch heute auch seit vielen ,jahrhunderten tot1 selbst wenn sie im ,jahre #gi ihr ,leben vor dem ,untergange gerettet htte1 oder sollte man in solcher ,weise weder mit ,norbert ,hanold noch mit dem ,dichter selbst rechten drfen8 ,auch hier scheint kein ,weg zur ,aufklrung zu fhren4 ,immerhin wollen wir uns anmerken1 da dem ,zuwachs1 den der ,wahn aus diesem ,traum bezieht1 eine stark schmerzliche ,gefhlsbetonung anhaftet4 7#h7 ,vgl4 den ,text der ,gradiva p4 #ae4 ,sonst aber wird an unserer ,ratlosigkeit nichts gebessert4 ,dieser ,traum erlutert sich nicht von selbst2 wir mssen uns entschlieen1 ,anleihen bei der ,traumdeutung des ,verfassers zu machen und einige der dort gegebenen ,regeln zur ,auflsung der ,trume hier anzuwenden4 ,da lautet eine dieser ,regeln1 da ein ,traum regelmig mit den ,ttigkeiten am ,tage vor dem ,traum zusammenhngt4 ,der ,dichter scheint andeuten zu wollen1 da er diese ,regel befolgt habe1 indem er den ,traum unmittelbar an die pedestrischen ,prfungen ,hanolds anknpft4 ,nun bedeuten letztere nichts anderes als ein ,suchen nach der ,gradiva1 die er an ihrem charakteristischen ,gange erkennen will4 ,der ,traum sollte also einen ,hinweis darauf1 wo die ,gradiva zu finden sei1 enthalten4 ,er enthlt ihn wirklich1 indem er sie in ,pompeji zeigt1 aber das ist noch keine ,neuigkeit fr uns4 ,eine andere ,regel besagt3 wenn nach einem ,traum der ,glaube an die ,realitt der ,traumbilder ungewhnlich lange anhlt1 so da man sich nicht aus dem ,traume losreien kann1 so ist dies nicht etwa eine ,urteilstuschung1 hervorgerufen durch die ,lebhaftigkeit der ,traumbilder1 sondern es ist ein psychischer ,akt fr sich1 eine ,versicherung1 die sich auf den ,trauminhalt bezieht1 da etwas darin wirklich so ist1 wie man es getrumt hat1 und man tut recht daran1 dieser ,versicherung ,glauben zu schenken4 ,halten wir uns an diese beiden ,regeln1 so mssen wir schlieen1 der ,traum gebe eine ,auskunft ber den ,verbleib der gesuchten ,gradiva1 die sich mit der ,wirklichkeit deckt4 ,wir kennen nun den ,traum ,hanolds2 fhrt die ,anwendung der beiden ,regeln auf ihn zu irgend einem vernnftigen ,sinne8 ,merkwrdigerweise ja4 ,dieser ,sinn ist nur auf eine besondere ,art verkleidet1 so da man ihn nicht sogleich erkennt4 ,hanold erfhrt im ,traume1 da die ,gesuchte in einer ,stadt und gleichzeitig mit ihm lebe4 ,das ist ja von der ,zo ,bertgang richtig1 nur da diese ,stadt im ,traum nicht die deutsche ,universittsstadt1 sondern ,pompeji1 die ,zeit nicht die ,gegenwart1 sondern das ,jahr #gi unserer ,zeitrechnung ist4 ,es ist wie eine ,entstellung durch ,verschiebung1 nicht die ,gradiva ist in die ,gegenwart1 sondern der ,trumer ist in die ,vergangenheit versetzt2 aber das ,wesentliche und ,neue1 da er mit der ,gesuchten ,ort und ,zeit teile1 ist auch so gesagt4 ,woher wohl diese ,verstellung und ,verkleidung1 die uns sowie den ,trumer selbst ber den eigentlichen ,sinn und ,inhalt des ,traumes tuschen mu8 ,nun wir haben bereits die ,mittel in der ,hand1 um eine befriedigende ,antwort auf diese ,frage zu geben4 ,erinnern wir uns an all das1 was wir ber die ,natur und ,abkunft der ,phantasien1 dieser ,vorlufer des ,wahnes1 gehrt haben4 ,da sie ,ersatz und ,abkmmlinge von verdrngten ,erinnerungen sind1 denen ein ,widerstand nicht gestattet1 sich unverndert zum ,bewutsein zu bringen1 die sich aber das ,bewutwerden dadurch erkaufen1 da sie durch ,vernderungen und ,entstellungen der ,zensur des ,widerstandes ,rechnung tragen4 ,nachdem dieses ,kompromi vollzogen ist1 sind jene ,erinnerungen nun zu diesen ,phantasien geworden1 die von der bewuten ,person leicht miverstanden1 d4 h4 im ,sinne der herrschenden psychischen ,strmung verstanden werden knnen4 ,nun stelle man sich vor1 die ,traumbilder seien die sozusagen physiologischen ,wahnschpfungen des ,menschen1 die ,kompromiergebnisse jenes ,kampfes zwischen ,verdrngtem und ,herrschendem1 den es wahrscheinlich bei jedem1 auch tagsber vllig geistesgesunden ,menschen gibt4 ,dann versteht man1 da man die ,traumbilder als etwas ,entstelltes zu betrachten hat1 hinter dem etwas anderes1 nicht ,entstelltes1 aber in gewissem ,sinne ,anstiges zu suchen ist1 wie die verdrngten ,erinnerungen ,hanolds hinter seinen ,phantasien4 ,dem so erkannten ,gegensatz wird man etwa ,ausdruck schaffen1 indem man das1 was der ,trumer beim ,erwachen erinnert1 als manifesten ,trauminhalt unterscheidet von dem1 was die ,grundlage des ,traumes vor der ,zensurentstellung ausmachte1 den latenten ,traumgedanken4 ,einen ,traum deuten heit dann so viel als den manifesten ,trauminhalt in die latenten ,traumgedanken bersetzen1 die ,entstellung rckgngig machen1 welche sich letztere von der ,widerstandszensur gefallen lassen muten4 ,wenden wir diese ,erwgungen auf den uns beschftigenden ,traum an1 so finden wir1 die latenten ,traumgedanken knnen nur gelautet haben3 ,das ,mdchen1 das jenen schnen ,gang hat1 nach dem du suchst1 lebt wirklich in dieser ,stadt mit dir4 ,aber in dieser ,form konnte der ,gedanke nicht bewut werden2 es stand ihm ja im ,wege1 da eine ,phantasie als ,ergebnis eines frheren ,kompromisses festgestellt hatte1 die ,gradiva sei eine ,pompejanerin1 folglich blieb nichts brig1 wenn die wirkliche ,tatsache des ,lebens am gleichen ,orte und zur gleichen ,zeit gewahrt werden sollte1 als die ,entstellung vorzunehmen3 du lebst ja in ,pompeji zur ,zeit der ,gradiva1 und dies ist dann die ,idee1 welche der manifeste ,trauminhalt realisiert1 als eine ,gegenwart1 die man durchlebt1 darstellt4 ,ein ,traum ist nur selten die ,darstellung1 man knnte sagen3 ,inszenierung eines einzigen ,gedankens1 meist einer ,reihe von solchen1 eines ,gedankengewebes4 ,aus dem ,traume ,hanolds lt sich noch ein anderer ,bestandteil des ,inhaltes hervorheben1 dessen ,entstellung leicht zu beseitigen ist1 so da man die durch ihn vertretene latente ,idee erfhrt4 ,es ist dies ein ,stck des ,traumes1 auf welches man auch noch die ,versicherung der ,wirklichkeit ausdehnen kann1 mit welcher der ,traum abschlo4 ,im ,traum verwandelt sich nmlich die schreitende ,gradiva in ein ,steinbild4 ,das ist ja nichts anderes als eine sinnreiche und poetische ,darstellung des wirklichen ,herganges4 ,hanold hatte in der ,tat sein ,interesse von der ,lebenden auf das ,steinbild bertragen2 die ,geliebte hatte sich ihm in ein steinernes ,relief verwandelt4 ,die latenten ,traumgedanken1 die unbewut bleiben mssen1 wollen dies ,bild in die ,lebende zurckverwandeln2 sie sagen ihm etwa im ,zusammenhalt mit dem vorigen3 ,du interessierst dich doch nur fr das ,relief der ,gradiva1 weil es dich an die gegenwrtige1 hier lebende ,zo erinnert4 ,aber diese ,einsicht wrde1 wenn sie bewut werden knnte1 das ,ende des ,wahnes bedeuten4 ,obliegt uns etwa die ,verpflichtung1 jedes einzelne ,stck des manifesten ,trauminhaltes in solcher ,weise durch unbewute ,gedanken zu ersetzen8 ,strenggenommen1 ja2 bei der ,deutung eines wirklich getrumten ,traumes wrden wir uns dieser ,pflicht nicht entziehen drfen4 ,der ,trumer mte uns dann auch in ausgiebigster ,weise ,rede stehen4 ,es ist begreiflich1 da wir solche ,forderung bei dem ,geschpf des ,dichters nicht durchfhren knnen2 wir wollen aber doch nicht bersehen1 da wir den ,hauptinhalt dieses ,traumes noch nicht der ,deutungs- oder bersetzungsarbeit unterzogen haben4 ,der ,traum ,hanolds ist ja ein ,angsttraum4 ,sein ,inhalt ist schreckhaft1 ,angst wird vom ,trumer im ,schlafe versprt und schmerzliche ,empfindungen bleiben nach ihm brig4 ,das ist nun gar nicht bequem fr unseren ,erklrungsversuch2 wir sind wiederum zu groen ,anleihen bei der ,lehre von der ,traumdeutung gentigt4 ,diese mahnt uns dann1 doch ja nicht in den ,irrtum zu verfallen1 die ,angst1 die man in einem ,traum empfindet1 von dem ,inhalt des ,traumes abzuleiten1 den ,trauminhalt doch nicht so zu behandeln wie einen ,vorstellungsinhalt des wachen ,lebens4 ,sie macht uns darauf aufmerksam1 wie oft wir die grlichsten ,dinge trumen1 ohne da eine ,spur von ,angst dabei empfunden wird4 ,vielmehr sei der wahre ,sachverhalt ein ganz anderer1 der nicht leicht zu erraten1 aber sicher zu beweisen ist4 ,die ,angst des ,angsttraumes entspreche einem sexuellen ,affekt1 einer libidinsen ,empfindung1 wie berhaupt jede nervse ,angst1 und sei durch den ,proze der ,verdrngung aus der ,libido hervorgegangen47#i7 ,bei der ,deutung des ,traumes msse man also die ,angst durch sexuelle ,erregtheit ersetzen4 ,die so entstandene ,angst be nun -- nicht regelmig1 aber hufig -- einen auswhlenden ,einflu auf den ,trauminhalt aus und bringe ,vorstellungselemente in den ,traum1 welche fr die bewute und miverstndliche ,auffassung des ,traumes zum ,angstaffekt passend erscheinen4 ,dies sei1 wie gesagt1 keineswegs regelmig der ,fall1 denn es gebe genug ,angsttrume1 in denen der ,inhalt gar nicht schreckhaft ist1 wo man sich also die versprte ,angst nicht bewuterweise erklren knne4 7#i7 ,vgl4 ,sammlung kl4 ,schriften zur ,neurosenlehre1 ,v41 und ,traumdeutung p4 #cdd4 ,ich wei1 da diese ,aufklrung der ,angst im ,traume sehr befremdlich klingt und nicht leicht ,glauben findet2 aber ich kann nur raten1 sich mit ihr zu befreunden4 ,es wre brigens recht merkwrdig1 wenn der ,traum ,norbert ,hanolds sich mit dieser ,auffassung der ,angst vereinen und aus ihr erklren liee4 ,wir wrden dann sagen1 beim ,trumer rhre sich nchtlicherweise die ,liebessehnsucht1 mache einen krftigen ,vorsto1 um ihm die ,erinnerung an die ,geliebte bewut zu machen und ihn so aus dem ,wahn zu reien1 erfahre aber neuerliche ,ablehnung und ,verwandlung in ,angst1 die nun ihrerseits die schreckhaften ,bilder aus der ,schulerinnerung des ,trumers in den ,trauminhalt bringe4 ,auf diese ,weise werde der eigentliche unbewute ,inhalt des ,traumes1 die verliebte ,sehnsucht nach der einst gekannten ,zo1 in den manifesten ,inhalt vom ,untergang ,pompejis und vom ,verlust der ,gradiva umgestaltet4 ,ich meine1 das klingt so weit ganz plausibel4 ,man knnte aber mit ,recht die ,forderung aufstellen1 wenn erotische ,wnsche den unentstellten ,inhalt dieses ,traumes bilden1 so msse man auch im umgeformten ,traum wenigstens einen kenntlichen ,rest derselben irgendwo versteckt aufzeigen knnen4 ,nun1 vielleicht gelingt selbst dies mit ,hilfe eines ,hinweises aus der spter folgenden ,erzhlung4 ,beim ersten ,zusammentreffen mit der vermeintlichen ,gradiva gedenkt ,hanold dieses ,traumes und richtet an die ,erscheinung die ,bitte1 sich wieder so hinzulegen1 wie er es damals gesehen47#aj7 ,daraufhin aber erhebt sich die junge ,dame entrstet und verlt ihren sonderbaren ,partner1 aus dessen wahnbeherrschten ,reden sie den unziemlichen erotischen ,wunsch herausgehrt hat4 ,ich glaube1 wir drfen uns die ,deutung der ,gradiva zu eigen machen2 eine grere ,bestimmtheit fr die ,darstellung des erotischen ,wunsches wird man auch von einem realen ,traume nicht immer fordern drfen4 7#aj7 ,g4 p4 #gj3 ,nein1 gesprochen nicht4 ,aber ich rief dir zu1 als du dich zum ,schlafen hinlegtest1 und stand dann bei dir -- dein ,gesicht war so ruhig-schn wie von ,marmor4 ,darf ich dich bitten -- leg' es noch einmal wieder so auf die ,stufe zurck4 ,somit hatte die ,anwendung einiger ,regeln der ,traumdeutung auf den ersten ,traum ,hanolds den ,erfolg gehabt1 uns diesen ,traum in seinen ,hauptzgen verstndlich zu machen und ihn in den ,zusammenhang der ,erzhlung einzufgen4 ,er mu also wohl vom ,dichter unter ,beachtung dieser ,regeln geschaffen worden sein8 ,man knnte nur noch eine ,frage aufwerfen1 warum der ,dichter zur weiteren ,entwicklung des ,wahnes berhaupt einen ,traum einfhre4 ,nun1 ich meine1 das ist recht sinnreich komponiert und hlt wiederum der ,wirklichkeit die ,treue4 ,wir haben schon gehrt1 da in realen ,krankheitsfllen eine ,wahnbildung recht hufig an einen ,traum anschliet1 brauchen aber nach unseren ,aufklrungen ber das ,wesen des ,traumes kein neues ,rtsel in diesem ,sachverhalt zu finden4 ,traum und ,wahn stammen aus derselben ,quelle1 vom ,verdrngten her2 der ,traum ist der sozusagen physiologische ,wahn des normalen ,menschen4 ,ehe das ,verdrngte stark genug geworden ist1 um sich im ,wachleben als ,wahn durchzusetzen1 kann es leicht seinen ersten ,erfolg unter den gnstigeren ,umstnden des ,schlafzustandes in ,gestalt eines nachhaltig wirkenden ,traumes errungen haben4 ,whrend des ,schlafes tritt nmlich1 mit der ,herabsetzung der seelischen ,ttigkeit berhaupt1 auch ein ,nachla in der ,strke des ,widerstandes ein1 den die herrschenden psychischen ,mchte dem ,verdrngten entgegensetzen4 ,dieser ,nachla ist es1 der die ,traumbildung ermglicht1 und darum wird der ,traum fr uns der beste ,zugang zur ,kenntnis des unbewuten ,seelischen4 ,nur1 da fr gewhnlich mit der ,herstellung der psychischen ,besetzungen des ,wachens der ,traum wieder verfliegt1 der vom ,unbewuten gewonnene ,boden wieder gerumt wird4 ,,iii4 ,im weiteren ,verlaufe der ,erzhlung findet sich noch ein anderer ,traum1 der uns vielleicht noch mehr als der erste verlocken kann1 seine bersetzung und ,einfgung in den ,zusammenhang des seelischen ,geschehens beim ,helden zu versuchen4 ,aber wir ersparen wenig1 wenn wir hier die ,darstellung des ,dichters verlassen1 um direkt zu diesem zweiten ,traum zu eilen1 denn wer den ,traum eines anderen deuten will1 der kann nicht umhin1 sich mglichst ausfhrlich um alles zu bekmmern1 was der ,trumer uerlich und innerlich erlebt hat4 ,somit wre es fast das beste1 wenn wir beim ,faden der ,erzhlung verblieben und diese fortlaufend mit unseren ,glossen vershen4 ,die ,wahnneubildung vom ,tode der ,gradiva beim ,untergang ,pompejis im ,jahre #gi ist nicht die einzige ,nachwirkung des von uns analysierten ersten ,traumes4 ,unmittelbar nachher entschliet sich ,hanold zu einer ,reise nach ,italien1 die ihn endlich nach ,pompeji bringt4 ,vorher aber begibt sich noch etwas anderes mit ihm2 aus dem ,fenster lehnend1 glaubt er auf der ,strae eine ,gestalt mit der ,haltung und dem ,gange seiner ,gradiva zu bemerken1 eilt ihr trotz seiner mangelhaften ,bekleidung nach1 erreicht sie aber nicht1 sondern wird durch den ,spott der ,leute auf der ,strae zurckgetrieben4 ,nachdem er wieder in sein ,zimmer zurckgekehrt ist1 ruft das ,singen eines ,kanarienvogels1 dessen ,kfig an einem ,fenster des ,hauses gegenber hngt1 eine ,stimmung in ihm hervor1 als ob auch er aus der ,gefangenschaft in die ,freiheit wollte1 und die ,frhjahrsreise ist ebenso schnell beschlossen wie ausgefhrt4 ,der ,dichter hat diese ,reise ,hanolds in ganz besonders scharfes ,licht gerckt und ihm selbst teilweise ,klarheit ber seine inneren ,vorgnge gegnnt4 ,hanold hat sich selbstverstndlich einen wissenschaftlichen ,vorwand fr sein ,reisen angegeben1 aber dieser hlt nicht vor4 ,er wei doch eigentlich1 da ihm der ,antrieb zur ,reise aus einer unnennbaren ,empfindung entsprungen war4 ,eine eigentmliche ,unruhe heit ihn mit allem1 was er antrifft1 unzufrieden sein und treibt ihn von ,rom nach ,neapel1 von dort nach ,pompeji1 ohne da er sich1 auch nicht in dieser letzten ,station1 in seiner ,stimmung zurechtfnde4 ,er rgert sich ber die ,torheit der ,hochzeitsreisenden und ist emprt ber die ,frechheit der ,stubenfliegen1 die ,pompejis ,gasthuser bevlkern4 ,aber endlich tuscht er sich nicht darber1 da seine ,unbefriedigung wohl nicht allein durch das um ihn herum ,befindliche verursacht werde1 sondern etwas ihren ,ursprung auch aus ihm selbst schpfe4 ,er hlt sich fr berreizt1 fhlt1 da er mimutig sei1 weil ihm etwas fehle1 ohne da er sich aufhellen knne1 was4 ,und diese ,mistimmung bringt er berallhin mit sich4 ,in solcher ,verfassung emprt er sich sogar gegen seine ,herrscherin1 die ,wissenschaft2 wie er das erstemal in der ,mittagssonnenglut durch ,pompeji wandelt1 hatte seine ganze ,wissenschaft ihn nicht allein verlassen1 sondern lie ihn auch ohne das geringste ,begehren1 sie wieder aufzufinden2 er erinnerte sich ihrer nur wie aus einer weiten ,ferne1 und in seiner ,empfindung war sie eine alte1 eingetrocknete1 langweilige ,tante gewesen1 das ledernste und berflssigste ,geschpf auf der ,welt4 7,g4 p4 #ee47 ,in diesem unerquicklichen und verworrenen ,gemtszustand lst sich ihm dann das eine der ,rtsel1 welche an dieser ,reise hngen1 in dem ,moment1 da er zuerst die ,gradiva durch ,pompeji schreiten sieht4 ,es kommt ihm zum erstenmal zum ,bewutwerden3 ,er sei1 ohne selbst von dem ,antrieb in seinem ,innern zu wissen1 deshalb nach ,italien und ohne ,aufenthalt von ,rom und ,neapel bis ,pompeji weitergefahren1 um danach zu suchen1 ob er hier ,spuren von ihr auffinden knne4 ,und zwar im wrtlichen ,sinne1 denn bei ihrer besonderen ,gangart mute sie in der ,asche einen von allen brigen sich unterscheidenden ,abdruck der ,zehen hinterlassen haben4 7,g4 p4 #eh47 ,da der ,dichter so viel ,sorgfalt auf die ,darstellung dieser ,reise verwendet1 mu es auch uns der ,mhe wert sein1 deren ,verhltnis zum ,wahn ,hanolds und deren ,stellung im ,zusammenhang der ,begebenheiten zu erlutern4 ,die ,reise ist ein ,unternehmen aus ,motiven1 welche die ,person zunchst nicht erkennt und erst spter sich eingesteht1 ,motiven1 welche der ,dichter direkt als unbewute bezeichnet4 ,dies ist gewi dem ,leben abgelauscht2 man braucht nicht im ,wahn zu sein1 um so zu handeln2 vielmehr ist es ein alltgliches ,vorkommnis1 selbst bei ,gesunden1 da sie sich ber die ,motive ihres ,handelns tuschen und ihrer erst nachtrglich bewut werden1 wenn nur ein ,konflikt mehrerer ,gefhlsstrmungen ihnen die ,bedingung fr solche ,verworrenheit herstellt4 ,die ,reise ,hanolds war also von ,anfang an darauf angelegt1 dem ,wahne zu dienen1 und sollte ihn nach ,pompeji bringen1 um die ,nachforschung nach der ,gradiva dort fortzusetzen4 ,wir erinnern1 da vor und unmittelbar nach dem ,traum diese ,nachforschung ihn erfllte1 und da der ,traum selbst nur eine von seinem ,bewutsein erstickte ,antwort auf die ,frage nach dem ,aufenthalt der ,gradiva war4 ,irgend eine ,macht1 die wir nicht erkennen1 hemmt aber zunchst auch das ,bewutwerden des wahnhaften ,vorsatzes1 so da zur bewuten ,motivierung der ,reise nur unzulngliche1 streckenweise zu erneuernde ,vorwnde erbrigen4 ,ein anderes ,rtsel gibt uns der ,dichter auf1 indem er den ,traum1 die ,entdeckung der vermeintlichen ,gradiva auf der ,strae und die ,entschlieung zur ,reise durch den ,einflu des singenden ,kanarienvogels wie ,zuflligkeiten ohne innere ,beziehung aufeinander folgen lt4 ,mit ,hilfe der ,aufklrungen1 die wir den spteren ,reden der ,zo ,bertgang entnehmen1 wird dieses dunkle ,stck der ,erzhlung fr unser ,verstndnis erhellt4 ,es war wirklich das ,urbild der ,gradiva1 ,frulein ,zo selbst1 das ,hanold von seinem ,fenster aus auf der ,strae schreiten sah 7,g4 p4 #hi7 und das er bald eingeholt htte4 ,die ,mitteilung des ,traumes3 sie lebt ja am heutigen ,tage in der nmlichen ,stadt wie du1 htte so durch einen glcklichen ,zufall eine unwiderstehliche ,bekrftigung erfahren1 vor welcher sein inneres ,struben zusammengebrochen wre4 ,der ,kanarienvogel aber1 dessen ,gesang ,hanold in die ,ferne trieb1 gehrte ,zo1 und sein ,kfig stand an ihrem ,fenster1 dem ,hause ,hanolds schrg gegenber4 7,g4 p4 #ace47 ,hanold1 der nach der ,anklage des ,mdchens die ,gabe der negativen ,halluzination besa1 die ,kunst verstand1 auch gegenwrtige ,personen nicht zu sehen und nicht zu erkennen1 mu von ,anfang an die unbewute ,kenntnis dessen gehabt haben1 was wir erst spt erfahren4 ,die ,zeichen der ,nhe ,zos1 ihr ,erscheinen auf der ,strae und der ,gesang ihres ,vogels so nahe seinem ,fenster1 verstrken die ,wirkung des ,traumes1 und in dieser fr seinen ,widerstand gegen die ,erotik so gefhrlichen ,situation -- ergreift er die ,flucht4 ,die ,reise entspringt einem ,aufraffen des ,widerstandes nach jenem ,vorsto der ,liebessehnsucht im ,traum1 einem ,fluchtversuch von der leibhaftigen und gegenwrtigen ,geliebten weg4 ,sie bedeutet praktisch einen ,sieg der ,verdrngung1 die diesmal im ,wahne die ,oberhand behlt1 wie bei seinem frheren ,tun1 den pedestrischen ,untersuchungen an ,frauen und ,mdchen1 die ,erotik siegreich gewesen war4 berall aber ist in diesem ,schwanken des ,kampfes die ,komprominatur der ,entscheidungen gewahrt2 die ,reise nach ,pompeji1 die von der lebenden ,zo wegfhren soll1 fhrt wenigstens zu ihrem ,ersatz1 zur ,gradiva4 ,die ,reise1 die den latenten ,traumgedanken zum ,trotze unternommen wird1 folgt doch der ,weisung des manifesten ,trauminhaltes nach ,pompeji4 ,so triumphiert der ,wahn von neuem1 jedesmal wenn ,erotik und ,widerstand von neuem streiten4 ,diese ,auffassung der ,reise ,hanolds als ,flucht vor der in ihm erwachenden ,liebessehnsucht nach der so nahen ,geliebten harmoniert allein mit den bei ihm geschilderten ,gemtszustnden whrend seines ,aufenthaltes in ,italien4 ,die ihn beherrschende ,ablehnung der ,erotik drckt sich dort in seiner ,verabscheuung der ,hochzeitsreisenden aus4 ,ein kleiner ,traum im ,albergo in ,rom1 veranlat durch die ,nachbarschaft eines deutschen ,liebespaares1 ,august und ,grete1 deren ,abendgesprch er durch die dnne ,zwischenwand belauschen mu1 wirft wie nachtrglich ein ,licht auf die erotischen ,tendenzen seines ersten groen ,traumes4 ,der neue ,traum versetzt ihn wieder nach ,pompeji1 wo eben wieder der ,vesuv ausbricht1 und knpft so an den whrend der ,reise fortwirkenden ,traum an4 ,aber unter den gefhrdeten ,personen gewahrt er diesmal -- nicht wie frher sich und die ,gradiva --1 sondern den ,apoll von ,belvedere und die kapitolinische ,venus1 wohl als ironische ,erhhungen des ,paares im ,nachbarraum4 ,apoll hebt die ,venus auf1 trgt sie fort und legt sie auf einen ,gegenstand im ,dunkeln hin1 der ein ,wagen oder ,karren zu sein scheint1 denn ein knarrender ,ton schallt davon her4 ,der ,traum bedarf sonst keiner besonderen ,kunst zu seiner ,deutung4 7,g4 p4 #ca47 ,unser ,dichter1 dem wir lngst zutrauen1 da er auch keinen einzelnen ,zug mig und absichtslos in seiner ,schilderung auftrgt1 hat uns noch ein anderes ,zeugnis fr die ,hanold auf der ,reise beherrschende asexuelle ,strmung gegeben4 ,whrend des stundenlangen ,umherwanderns in ,pompeji kommt es ihm merkwrdigerweise nicht ein einziges ,mal in ,erinnerung1 da er vor einiger ,zeit einmal getrumt habe1 bei der ,verschttung ,pompejis durch den ,kraterausbruch im ,jahre #gi zugegen gewesen zu sein4 7,g4 p4 #dg47 ,erst beim ,anblick der ,gradiva besinnt er sich pltzlich dieses ,traumes1 wie ihm auch gleichzeitig das wahnhafte ,motiv seiner rtselhaften ,reise bewut wird4 ,was knnte nun dies ,vergessen des ,traumes1 diese ,verdrngungsschranke zwischen dem ,traum und dem ,seelenzustand auf der ,reise anders bedeuten1 als da die ,reise nicht auf direkte ,anregung des ,traumes erfolgt ist1 sondern in der ,auflehnung gegen denselben1 als ,ausflu einer seelischen ,macht1 die vom geheimen ,sinne des ,traumes nichts wissen will8 ,anderseits aber wird ,hanold dieses ,sieges ber seine ,erotik nicht froh4 ,die unterdrckte seelische ,regung bleibt stark genug1 um sich durch ,mibehagen und ,hemmung an der unterdrckenden zu rchen4 ,seine ,sehnsucht hat sich in ,unruhe und ,unbefriedigung verwandelt1 die ihm die ,reise sinnlos erscheinen lt2 gehemmt ist die ,einsicht in die ,motivierung der ,reise im ,dienste des ,wahnes1 gestrt sein ,verhltnis zu seiner ,wissenschaft1 die an solchem ,orte all sein ,interesse rege machen sollte4 ,so zeigt uns der ,dichter seinen ,helden nach seiner ,flucht vor der ,liebe in einer ,art von ,krisis1 in einem gnzlich verworrenen und zerfahrenen ,zustand1 in einer ,zerrttung1 wie sie auf der ,hhe der ,krankheitszustnde vorzukommen pflegt1 wenn keine der beiden streitenden ,mchte mehr um so viel strker ist als die andere1 da die ,differenz ein strammes1 seelisches ,regime begrnden knnte4 ,hier greift dann der ,dichter helfend und schlichtend ein1 denn an dieser ,stelle lt er die ,gradiva auftreten1 welche die ,heilung des ,wahnes unternimmt4 ,mit seiner ,macht1 die ,schicksale der von ihm geschaffenen ,menschen zum ,guten zu lenken1 trotz all der ,notwendigkeiten1 denen er sie gehorchen lt1 versetzt er das ,mdchen1 vor dem ,hanold nach ,pompeji geflohen ist1 ebendahin und korrigiert so die ,torheit1 die der ,wahn den jungen ,mann begehen lie1 sich von dem ,wohnort der leibhaftigen ,geliebten zur ,todessttte der sie in der ,phantasie ersetzenden zu begeben4 ,mit dem ,erscheinen der ,zo ,bertgang als ,gradiva1 welches den ,hhepunkt der ,spannung in der ,erzhlung bezeichnet1 tritt bald auch eine ,wendung in unserem ,interesse ein4 ,haben wir bisher die ,entwicklung eines ,wahnes miterlebt1 so sollen wir jetzt ,zeugen seiner ,heilung werden und drfen uns fragen1 ob der ,dichter den ,hergang dieser ,heilung blo fabuliert oder im ,anschlu an wirklich vorhandene ,mglichkeiten gebildet hat4 ,nach ,zos eigenen ,worten in der ,unterhaltung mit der ,freundin haben wir entschieden das ,recht1 ihr solche ,heilungsabsicht zuzuschreiben4 7,g4 p4 #abd47 ,wie schickt sie sich aber dazu an8 ,nachdem sie die ,entrstung zurckgedrngt1 welche die ,zumutung1 sich wieder wie damals zum ,schlafen hinzulegen1 bei ihr hervorgerufen1 findet sie sich zur gleichen ,mittagsstunde des nchsten ,tages am nmlichen ,orte ein und entlockt nun ,hanold all das geheime ,wissen1 das ihr zum ,verstndnis seines ,benehmens am ,vortage gefehlt hat4 ,sie erfhrt von seinem ,traum1 vom ,reliefbild der ,gradiva und von der ,eigentmlichkeit des ,ganges1 welche sie mit diesem ,bilde teilt4 ,sie akzeptiert die ,rolle des fr eine kurze ,stunde zum ,leben erwachten ,gespenstes1 welche1 wie sie merkt1 sein ,wahn ihr zugeteilt1 und weist ihm leise in mehrdeutigen ,worten eine neue ,stellung an1 indem sie die ,grberblume von ihm annimmt1 die er ohne bewute ,absicht mitgebracht1 und das ,bedauern ausspricht1 da er ihr nicht ,rosen gegeben hat4 7,g4 p4 #ij47 ,unser ,interesse fr das ,benehmen des berlegen klugen ,mdchens1 welches beschlossen hat1 sich den ,jugendgeliebten zum ,manne zu gewinnen1 nachdem sie hinter seinem ,wahn seine ,liebe als treibende ,kraft erkannt1 wird aber an dieser ,stelle wahrscheinlich von dem ,befremden zurckgedrngt1 welches dieser ,wahn selbst bei uns erregen kann4 ,dessen letzte ,ausgestaltung1 da die im ,jahre #gi verschttete ,gradiva nun als ,mittagsgespenst fr eine ,stunde mit ihm ,rede tauschen knne1 nach deren ,ablauf sie versinke oder ihre ,gruft wieder aufsuche1 dieses ,hirngespinst1 welches weder durch die ,wahrnehmung ihrer modernen ,fubekleidung noch durch ihre ,unkenntnis der alten ,sprachen und ihre ,beherrschung des damals nicht existierenden ,deutschen beirrt wird1 scheint wohl die ,bezeichnung des ,dichters ,ein pompejanisches ,phantasiestck zu rechtfertigen1 aber jedes ,messen an der klinischen ,wirklichkeit auszuschlieen4 ,und doch scheint mir bei nherer ,erwgung die ,unwahrscheinlichkeit dieses ,wahnes zum greren ,teile zu zergehen4 ,einen ,teil der ,verschuldung hat ja der ,dichter auf sich genommen und in der ,voraussetzung der ,erzhlung1 da ,zo in allen ,zgen das ,ebenbild des ,steinreliefs sei1 mitgebracht4 ,man mu sich also hten1 die ,unwahrscheinlichkeit von dieser ,voraussetzung auf deren ,konsequenz1 da ,hanold das ,mdchen fr die belebte ,gradiva hlt1 zu verschieben4 ,die wahnhafte ,erklrung wird hier dadurch im ,wert gehoben1 da auch der ,dichter uns keine rationelle zur ,verfgung gestellt hat4 ,in der ,sonnenglut ,kampaniens und in der verwirrenden ,zauberkraft des ,weines1 der am ,vesuv wchst1 hat der ,dichter ferner andere helfende und mildernde ,umstnde fr die ,ausschreitung des ,helden herangezogen4 ,das wichtigste aller erklrenden und entschuldigenden ,momente bleibt aber die ,leichtigkeit1 mit welcher unser ,denkvermgen sich zur ,annahme eines absurden ,inhaltes entschliet1 wenn stark affektbetonte ,regungen dabei ihre ,befriedigung finden1 ,es ist erstaunlich und findet meist viel zu geringe ,wrdigung1 wie leicht und hufig selbst intelligenzstarke ,personen unter solchen psychologischen ,konstellationen die ,reaktionen partiellen ,schwachsinnes geben1 und wer nicht allzu eingebildet ist1 mag dies auch beliebig oft an sich selbst beobachten4 ,und nun erst dann1 wenn ein ,teil der in ,betracht kommenden ,denkvorgnge an unbewuten oder verdrngten ,motiven haftet6 ,ich zitiere dabei gern die ,worte eines ,philosophen1 der mir schreibt3 ,ich habe auch angefangen1 mir selbsterlebte ,flle von frappanten ,irrtmern zu notieren1 gedankenloser ,handlungen1 die man sich nachtrglich motiviert 7in sehr unvernnftiger ,weise74 ,es ist erschreckend1 aber typisch1 wieviel ,dummheit dabei zu ,tage kommt4 ,und nun nehme man dazu1 da der ,glaube an ,geister und ,gespenster und wiederkehrende ,seelen1 der so viel ,anlehnungen in den ,religionen findet1 denen wir alle wenigstens als ,kinder angehngt haben1 keineswegs bei allen ,gebildeten untergegangen ist1 da so viele sonst ,vernnftige die ,beschftigung mit dem ,spiritismus mit der ,vernunft vereinbar finden4 ,ja selbst der nchtern und unglubig ,gewordene mag mit ,beschmung wahrnehmen1 wie leicht er sich fr einen ,moment zum ,geisterglauben zurckwendet1 wenn ,ergriffenheit und ,ratlosigkeit bei ihm zusammentreffen4 ,ich wei von einem ,arzt1 der einmal eine seiner ,patientinnen an der ,basedowschen ,krankheit verloren hatte und einen leisen ,verdacht nicht bannen konnte1 da er durch unvorsichtige ,medikation vielleicht zum unglcklichen ,ausgange beigetragen habe4 ,eines ,tages1 mehrere ,jahre spter1 trat ein ,mdchen in sein rztliches ,zimmer1 in dem er1 trotz alles ,strubens1 die ,verstorbene erkennen mute4 ,er konnte keinen anderen ,gedanken fassen als1 es sei doch wahr1 da die ,toten wiederkommen knnen1 und sein ,schaudern wich erst der ,scham1 als die ,besucherin sich als die ,schwester jener an der gleichen ,krankheit ,verstorbenen vorstellte4 ,die ,basedowsche ,krankheit verleiht den von ihr ,befallenen eine oft bemerkte1 weitgehende hnlichkeit der ,gesichtszge1 und in diesem ,falle war die typische hnlichkeit ber der schwesterlichen aufgetragen4 ,der ,arzt aber1 dem sich dies ereignet1 war ich selbst1 und darum bin gerade ich nicht geneigt1 dem ,norbert ,hanold die klinische ,mglichkeit seines kurzen ,wahnes von der ins ,leben zurckgekehrten ,gradiva zu bestreiten4 ,da in ernsten ,fllen chronischer ,wahnbildung 7,paranoia7 das uerste an geistreich ausgesponnenen und gut vertretenen ,absurditten geleistet wird1 ist endlich jedem ,psychiater wohlbekannt4 -- ,nach der ersten ,begegnung mit der ,gradiva hatte ,norbert ,hanold zuerst in dem einen und dann im anderen der ihm bekannten ,speisehuser ,pompejis seinen ,wein getrunken1 whrend die anderen ,besucher mit der ,hauptmahlzeit beschftigt waren4 ,selbstverstndlich war ihm mit keinem ,gedanken die widersinnige ,annahme in den ,sinn gekommen1 er tue so1 um zu erfahren1 in welchem ,gasthof die ,gradiva wohne und ihre ,mahlzeiten einnehme1 aber es ist schwer zu sagen1 welchen anderen ,sinn dies sein ,tun sonst htte haben knnen4 ,am ,tage nach dem zweiten ,beisammensein im ,hause des ,meleager erlebt er allerlei merkwrdige und scheinbar unzusammenhngende ,dinge3 er findet einen engen ,spalt in der ,mauer des ,portikus1 dort1 wo die ,gradiva verschwunden war1 begegnet einem nrrischen ,eidechsenfnger1 der ihn wie einen ,bekannten anredet1 entdeckt ein drittes1 versteckt gelegenes ,wirtshaus1 den ,albergo del ,sole1 dessen ,besitzer ihm eine grnpatinierte ,metallspange als ,fundstck bei den berresten eines pompejanischen ,mdchens aufschwatzt1 und wird endlich in seinem eigenen ,gasthof auf ein neu angekommenes junges ,menschenpaar aufmerksam1 welches er als ,geschwisterpaar diagnostiziert1 und dem er seine ,sympathie schenkt4 ,alle diese ,eindrcke verweben sich dann zu einem merkwrdig unsinnigen ,traum1 der folgenden ,wortlaut hat3 ,irgendwo in der ,sonne sitzt die ,gradiva1 macht aus einem ,grashalm eine ,schlinge1 um eine ,eidechse darin zu fangen1 und sagt dazu3 ',bitte1 halte dich ganz ruhig -- die ,kollegin hat recht1 das ,mittel ist wirklich gut1 und sie hat es mit bestem ,erfolge angewendet'4 ,gegen diesen ,traum wehrt er sich noch im ,schlafe mit der ,kritik1 das sei in der ,tat vollstndige ,verrcktheit1 und wirft sich herum1 um von ihm loszukommen4 ,dies gelingt ihm auch mit ,beihilfe eines unsichtbaren ,vogels1 der einen kurzen1 lachenden ,ruf ausstt und die ,lacerte im ,schnabel forttrgt4 ,wollen wir den ,versuch wagen1 auch diesen ,traum zu deuten1 d4 h4 ihn durch die latenten ,gedanken zu ersetzen1 aus deren ,entstellung er hervorgegangen sein mu8 ,er ist so unsinnig1 wie man es nur von einem ,traume erwarten kann1 und diese ,absurditt der ,trume ist ja die ,hauptsttze der ,anschauung1 welche dem ,traum den ,charakter eines vollgiltigen psychischen ,aktes verweigert und ihn aus einer planlosen ,erregung der psychischen ,elemente hervorgehen lt4 ,wir knnen auf diesen ,traum die ,technik anwenden1 welche als das regulre ,verfahren der ,traumdeutung bezeichnet werden kann4 ,es besteht darin1 sich um den scheinbaren ,zusammenhang im manifesten ,traum nicht zu bekmmern1 sondern jedes ,stck des ,inhaltes fr sich ins ,auge zu fassen und in den ,eindrcken1 ,erinnerungen und freien ,einfllen des ,trumers die ,ableitung desselben zu suchen4 ,da wir aber ,hanold nicht examinieren knnen1 werden wir uns mit der ,beziehung auf seine ,eindrcke zufrieden geben mssen1 und nur ganz schchtern unsere eigenen ,einflle an die ,stelle der seinigen setzen drfen4 ,irgendwo in der ,sonne sitzt die ,gradiva1 fngt ,eidechsen und spricht dazu -- an welchen ,eindruck des ,tages klingt dieser ,teil des ,traumes an8 ,unzweifelhaft an die ,begegnung mit dem lteren ,herrn1 dem ,eidechsenfnger1 der also im ,traum durch die ,gradiva ersetzt ist4 ,der sa oder lag an einem heibesonnten ,abhang und sprach auch ,hanold an4 ,auch die ,reden der ,gradiva im ,traum sind nach der ,rede jenes ,mannes kopiert4 ,man vergleiche3 ,das vom ,kollegen ,eimer angegebene ,mittel ist wirklich gut1 ich habe es schon mehrmals mit bestem ,erfolg angewendet4 ,bitte1 halten ,sie sich ganz ruhig --4 ,ganz hnlich spricht die ,gradiva im ,traum1 nur da der ,kollege ,eimer durch eine unbenannte ,kollegin ersetzt ist2 auch ist das mehrmals aus der ,rede des ,zoologen im ,traume weggeblieben und die ,bindung der ,stze etwas gendert worden4 ,es scheint also1 da dieses ,erlebnis des ,tages durch einige ,abnderungen und ,entstellungen zum ,traume umgewandelt worden ist4 ,warum gerade dieses1 und was bedeuten die ,entstellungen1 der ,ersatz des alten ,herrn durch die ,gradiva und die ,einfhrung der rtselhaften ,kollegin8 ,es gibt eine ,regel der ,traumdeutung1 welche lautet3 ,eine im ,traum gehrte ,rede stammt immer von einer im ,wachen gehrten oder selbst gehaltenen ,rede ab4 ,nun1 diese ,regel scheint hier befolgt1 die ,rede der ,gradiva ist nur eine ,modifikation der bei ,tag gehrten ,rede des alten ,zoologen4 ,eine andere ,regel der ,traumdeutung wrde uns sagen1 die ,ersetzung einer ,person durch eine andere oder die ,vermengung zweier ,personen1 indem etwa die eine in einer ,situation gezeigt wird1 welche die andere charakterisiert1 bedeutet eine ,gleichstellung der beiden ,personen1 eine bereinstimmung zwischen denselben4 ,wagen wir es1 auch diese ,regel auf unseren ,traum anzuwenden1 so ergbe sich die bersetzung3 die ,gradiva fngt ,eidechsen wie jener ,alte1 versteht sich auf den ,eidechsenfang wie er4 ,verstndlich ist dieses ,ergebnis gerade noch nicht1 aber wir haben ja noch ein anderes ,rtsel vor uns4 ,auf welchen ,eindruck des ,tages sollen wir die ,kollegin beziehen1 die im ,traum den berhmten ,zoologen ,eimer ersetzt8 ,wir haben da zum ,glck nicht viel ,auswahl1 es kann nur ein anderes ,mdchen als ,kollegin gemeint sein1 also jene sympathische junge ,dame1 in der ,hanold eine in ,gesellschaft ihres ,bruders reisende ,schwester erkannt hatte4 ,sie trug eine rote ,sorrentiner ,rose am ,kleid1 deren ,anblick an etwas im ,gedchtnis des aus seiner ,stubenecke ,hinberschauenden rhrte1 ohne da er sich darauf besinnen konnte1 was es sei4 ,diese ,bemerkung des ,dichters gibt uns wohl das ,recht1 sie fr die ,kollegin im ,traume in ,anspruch zu nehmen4 ,das1 was ,hanold nicht erinnern konnte1 war gewi nichts anderes als das ,wort der vermeintlichen ,gradiva1 glcklicheren ,mdchen bringe man im ,frhling ,rosen1 als sie die weie ,grberblume von ihm verlangte4 ,in dieser ,rede lag aber eine ,werbung verborgen4 ,was mag das nun fr ein ,eidechsenfang sein1 der dieser glcklicheren ,kollegin so gut gelungen8 ,am nchsten ,tage berrascht ,hanold das vermeintliche ,geschwisterpaar in zrtlicher ,umarmung und kann so seinen ,irrtum vom ,vortage berichtigen4 ,es ist wirklich ein ,liebespaar1 und zwar auf der ,hochzeitsreise begriffen1 wie wir spter erfahren1 als die beiden das dritte ,beisammensein ,hanolds mit der ,zo so unvermutet stren4 ,wenn wir nun annehmen wollen1 da ,hanold1 der sie bewut fr ,geschwister hlt1 in seinem ,unbewuten sogleich ihre wirkliche ,beziehung erkannt hat1 die sich tags darauf so unzweideutig verrt1 so ergibt sich allerdings ein guter ,sinn fr die ,rede der ,gradiva im ,traume4 ,die rote ,rose wird dann zum ,symbol der ,liebesbeziehung2 ,hanold versteht1 da die beiden das sind1 wozu er und die ,gradiva erst werden sollen1 der ,eidechsenfang bekommt die ,bedeutung des ,mnnerfanges1 und die ,rede der ,gradiva heit etwa3 ,la mich nur machen1 ich verstehe es ebenso gut1 mir einen ,mann zu gewinnen wie dieses andere ,mdchen4 ,warum mute aber dieses ,durchschauen der ,absichten der ,zo durchaus in der ,form der ,rede des alten ,zoologen im ,traume erscheinen8 ,warum die ,geschicklichkeit ,zos im ,mnnerfang durch die des alten ,herrn im ,eidechsenfang dargestellt werden8 ,nun1 wir haben es leicht1 diese ,frage zu beantworten3 wir haben lngst erraten1 da der ,eidechsenfnger kein anderer ist als der ,zoologieprofessor ,bertgang1 ,zos ,vater1 der ja auch ,hanold kennen mu1 so da sich verstehen lt1 da er ,hanold wie einen ,bekannten anredet4 ,nehmen wir von neuem an1 da ,hanold im ,unbewuten den ,professor gleichfalls sofort erkannt habe1 -- ,ihm war's dunkel1 das ,gesicht des ,lacertenjgers sei schon einmal1 wahrscheinlich in einem der beiden ,gasthfe1 an seinen ,augen vorbergegangen --1 so erklrt sich die sonderbare ,einkleidung des der ,zo beigelegten ,vorsatzes4 ,sie ist die ,tochter des ,eidechsenfngers1 sie hat diese ,geschicklichkeit von ihm4 ,die ,ersetzung des ,eidechsenfngers durch die ,gradiva im ,trauminhalt ist also die ,darstellung fr die im ,unbewuten erkannte ,beziehung der beiden ,personen2 die ,einfhrung der ,kollegin an ,stelle des ,kollegen ,eimer gestattet es dem ,traum1 das ,verstndnis ihrer ,werbung um den ,mann zum ,ausdruck zu bringen4 ,der ,traum hat bisher zwei der ,erlebnisse des ,tages zu einer ,situation zusammengeschweit1 verdichtet1 wie wir sagen1 um zwei ,einsichten1 die nicht bewut werden durften1 einen allerdings sehr unkenntlichen ,ausdruck zu verschaffen4 ,wir knnen aber weiter gehen1 die ,sonderbarkeit des ,traumes noch mehr verringern und den ,einflu auch der anderen ,tageserlebnisse auf die ,gestaltung des manifesten ,traumes nachweisen4 ,wir knnten uns unbefriedigt durch die bisherige ,auskunft erklren1 weshalb gerade die ,szene des ,eidechsenfanges zum ,kern des ,traumes gemacht worden ist1 und vermuten1 da noch andere ,elemente in den ,traumgedanken fr die ,auszeichnung der ,eidechse im manifesten ,traum mit ihrem ,einflu eingetreten sind4 ,es knnte wirklich leicht so sein4 ,erinnern wir uns1 da ,hanold einen ,spalt in der ,mauer entdeckt hatte1 an der ,stelle1 wo ihm die ,gradiva zu verschwinden schien1 der immerhin breit genug war1 um eine ,gestalt von ungewhnlicher ,schlankheit durchschlpfen zu lassen4 ,durch diese ,wahrnehmung wurde er bei ,tag zu einer ,abnderung in seinem ,wahn veranlat1 die ,gradiva versinke nicht im ,boden1 wenn sie seinen ,blicken entschwinde1 sondern begebe sich auf diesem ,wege in ihre ,gruft zurck4 ,in seinem unbewuten ,denken mochte er sich sagen1 er habe jetzt die natrliche ,erklrung fr das berraschende ,verschwinden des ,mdchens gefunden4 ,mu aber nicht das sich durch enge ,spalten ,zwngen und das ,verschwinden in solchen ,spalten an das ,benehmen von ,lacerten erinnern8 ,verhlt sich die ,gradiva dabei nicht selbst wie ein flinkes ,eidechslein8 ,wir meinen also1 diese ,entdeckung des ,spaltes in der ,mauer habe mitbestimmend auf die ,auswahl des ,elementes ,eidechse fr den manifesten ,trauminhalt gewirkt1 die ,eidechsensituation des ,traumes vertrete ebensowohl diesen ,eindruck des ,tages wie die ,begegnung mit dem ,zoologen1 ,zos ,vater4 ,und wenn wir nun1 khn geworden1 versuchen wollten1 auch fr das eine1 noch nicht verwertete ,erlebnis des ,tages1 die ,entdeckung des dritten ,albergo del ,sole1 eine ,vertretung im ,trauminhalt zu finden8 ,der ,dichter hat diese ,episode so ausfhrlich behandelt und so vielerlei an sie geknpft1 da wir uns verwundern mten1 wenn sie allein keinen ,beitrag zur ,traumbildung abgegeben htte4 ,hanold tritt in dieses ,wirtshaus1 welches ihm wegen seiner abgelegenen ,lage und ,entfernung vom ,bahnhofe unbekannt geblieben war1 um sich eine ,flasche kohlensauren ,wassers gegen seinen ,blutandrang geben zu lassen4 ,der ,wirt bentzt diese ,gelegenheit1 um seine ,antiquitten anzupreisen1 und zeigt ihm eine ,spange1 die angeblich jenem pompejanischen ,mdchen angehrt hatte1 das in der ,nhe des ,forums in inniger ,umschlingung mit seinem ,geliebten aufgefunden wurde4 ,hanold1 der diese oft wiederholte ,erzhlung bisher niemals geglaubt1 wird jetzt durch eine ihm unbekannte ,macht gentigt1 an die ,wahrheit dieser rhrenden ,geschichte und an die ,echtheit des ,fundstckes zu glauben1 erwirbt die ,fibula und verlt mit seinem ,erwerb den ,gasthof4 ,im ,fortgehen sieht er an einem der ,fenster einen in ein ,wasserglas gestellten1 mit weien ,blten behngten ,asphodelosschaft herabnicken und empfindet diesen ,anblick als eine ,beglaubigung der ,echtheit seines neuen ,besitztums4 ,die wahrhafte berzeugung durchdringt ihn jetzt1 die grne ,spange habe der ,gradiva angehrt1 und sie sei das ,mdchen gewesen1 das in der ,umarmung ihres ,geliebten gestorben sei4 ,die qulende ,eifersucht1 die ihn dabei erfat1 beschwichtigt er durch den ,vorsatz1 sich am nchsten ,tage bei der ,gradiva selbst durch das ,vorzeigen der ,spange ,sicherheit wegen seines ,argwohnes zu holen4 ,dies ist doch ein sonderbares ,stck neuer ,wahnbildung1 und es sollte keine ,spur im ,traume der nchstfolgenden ,nacht darauf hinweisen6 ,es wird uns wohl der ,mhe wert sein1 uns die ,entstehung dieses ,wahnzuwachses verstndlich zu machen1 das neue ,stck unbewuter ,einsicht aufzusuchen1 das sich durch das neue ,stck ,wahn ersetzt4 ,der ,wahn entsteht unter dem ,einflu des ,wirtes vom ,sonnenwirtshaus1 gegen den sich ,hanold so merkwrdig leichtglubig benimmt1 als htte er eine ,suggestion von ihm empfangen4 ,der ,wirt zeigt ihm eine metallene ,gewandfibel als echt und als ,besitztum jenes ,mdchens1 das in den ,armen seines ,geliebten verschttet aufgefunden wurde1 und ,hanold1 der kritisch genug sein knnte1 um die ,wahrheit der ,geschichte sowie die ,echtheit der ,spange zu bezweifeln1 ist sofort glubig gefangen und erwirbt die mehr als zweifelhafte ,antiquitt4 ,es ist ganz unverstndlich1 warum er sich so benehmen sollte1 und es deutet nichts darauf1 da die ,persnlichkeit des ,wirtes selbst uns dieses ,rtsel lsen knnte4 ,es ist aber noch ein anderes ,rtsel in dem ,vorfall1 und zwei ,rtsel lsen sich gern miteinander4 ,beim ,verlassen des ,albergo erblickt er einen ,asphodelosschaft im ,glase an einem ,fenster und findet in ihm eine ,beglaubigung fr die ,echtheit der ,metallspange4 ,wie kann das nur zugehen8 ,dieser letzte ,zug ist zum ,glck der ,lsung leicht zugnglich4 ,die weie ,blume ist wohl dieselbe1 die er zu ,mittag der ,gradiva geschenkt1 und es ist ganz richtig1 da durch ihren ,anblick an einem der ,fenster dieses ,gasthofes etwas bekrftigt wird4 ,freilich nicht die ,echtheit der ,spange1 aber etwas anderes1 was ihm schon bei der ,entdeckung dieses bisher bersehenen ,albergo klar geworden4 ,er hatte bereits am ,vortage sich so benommen1 als suchte er in den beiden ,gasthfen ,pompejis1 wo die ,person wohne1 die ihm als ,gradiva erscheine4 ,nun1 da er so unvermuteterweise auf einen dritten stt1 mu er sich im ,unbewuten sagen3 ,also hier wohnt sie2 und dann beim ,weggehen3 ,richtig1 da ist ja die ,asphodelosblume1 die ich ihr gegeben2 das ist also ihr ,fenster4 ,dies wre also die neue ,einsicht1 die sich durch den ,wahn ersetzt1 die nicht bewut werden kann1 weil ihre ,voraussetzung1 die ,gradiva sei eine ,lebende1 von ihm einst gekannte ,person1 nicht bewut werden konnte4 ,wie soll nun aber die ,ersetzung der neuen ,einsicht durch den ,wahn vor sich gegangen sein8 ,ich meine so1 da das berzeugungsgefhl1 welches der ,einsicht anhaftete1 sich behaupten konnte und erhalten blieb1 whrend fr die bewutseinsunfhige ,einsicht selbst ein anderer1 aber durch ,denkverbindung mit ihr verknpfter ,vorstellungsinhalt eintrat4 ,so geriet nun das berzeugungsgefhl in ,verbindung mit einem ihm eigentlich fremden ,inhalt1 und dieser letztere gelangte als ,wahn zu einer ihm selbst nicht gebhrenden ,anerkennung4 ,hanold bertrgt seine berzeugung1 da die ,gradiva in diesem ,hause wohne1 auf andere ,eindrcke1 die er in diesem ,hause empfngt1 wird auf solche ,weise glubig fr die ,reden des ,wirtes1 die ,echtheit der ,metallspange und die ,wahrheit der ,anekdote von dem in ,umarmung aufgefundenen ,liebespaar1 aber nur auf dem ,wege1 da er das in diesem ,hause ,gehrte mit der ,gradiva in ,beziehung bringt4 ,die in ihm bereitliegende ,eifersucht bemchtigt sich dieses ,materials1 und es entsteht1 selbst im ,widerspruch mit seinem ersten ,traum1 der ,wahn1 da die ,gradiva jenes in den ,armen ihres ,liebhabers verstorbene ,mdchen war1 und da ihr jene von ihm erworbene ,spange gehrt hat4 ,wir werden aufmerksam darauf1 da das ,gesprch mit der ,gradiva und ihre leise ,werbung durch die ,blume bereits wichtige ,vernderungen bei ,hanold hervorgerufen haben4 ,zge von mnnlicher ,begehrlichkeit1 ,komponenten der ,libido1 sind bei ihm erwacht1 die allerdings der ,verhllung durch bewute ,vorwnde noch nicht entbehren knnen4 ,aber das ,problem der leiblichen ,beschaffenheit der ,gradiva1 das ihn diesen ganzen ,tag ber verfolgt1 kann doch seine ,abstammung von der erotischen ,wibegierde des ,jnglings nach dem ,krper des ,weibes nicht verleugnen1 auch wenn es durch die bewute ,betonung des eigentmlichen ,schwebens der ,gradiva zwischen ,tod und ,leben ins ,wissenschaftliche gezogen werden soll4 ,die ,eifersucht ist ein weiteres ,zeichen der erwachenden ,aktivitt ,hanolds in der ,liebe2 er uert diese ,eifersucht zu ,eingang der ,unterredung am nchsten ,tage und setzt es dann mit ,hilfe eines neuen ,vorwandes durch1 den ,krper des ,mdchens zu berhren und sie1 wie in lngst vergangenen ,zeiten1 zu schlagen4 ,nun aber ist es ,zeit1 uns zu fragen1 ob denn der ,weg der ,wahnbildung1 den wir aus der ,darstellung des ,dichters erschlossen haben1 ein sonst bekannter oder ein berhaupt mglicher sei4 ,aus unserer rztlichen ,kenntnis knnen wir nur die ,antwort geben1 es sei gewi der richtige ,weg1 vielleicht der einzige1 auf dem berhaupt der ,wahn zu der unerschtterlichen ,anerkennung gelangt1 die zu seinen klinischen ,charakteren gehrt4 ,wenn der ,kranke so fest an seinen ,wahn glaubt1 so geschieht dies nicht durch eine ,verkehrung seines ,urteilsvermgens1 und rhrt nicht von dem her1 was am ,wahne irrig ist4 ,sondern in jedem ,wahn steckt auch ein ,krnchen ,wahrheit1 es ist etwas an ihm1 was wirklich den ,glauben verdient1 und dieses ist die ,quelle der also so weit berechtigten berzeugung des ,kranken4 ,aber dieses ,wahre war lange ,zeit verdrngt2 wenn es ihm endlich gelingt1 diesmal in entstellter ,form zum ,bewutsein durchzudringen1 so ist das ihm anhaftende berzeugungsgefhl wie zur ,entschdigung berstark1 haftet nun am ,entstellungsersatz des verdrngten ,wahren und schtzt denselben gegen jede kritische ,anfechtung4 ,die berzeugung verschiebt sich gleichsam von dem unbewuten ,wahren auf das mit ihm verknpfte1 bewute ,irrige1 und bleibt gerade infolge dieser ,verschiebung dort fixiert4 ,der ,fall von ,wahnbildung1 der sich aus ,hanolds erstem ,traum ergab1 ist nichts als ein hnliches1 wenn auch nicht identisches ,beispiel einer solchen ,verschiebung4 ,ja1 die geschilderte ,entstehungsweise der berzeugung beim ,wahne ist nicht einmal grundstzlich von der ,art verschieden1 wie sich berzeugung in normalen ,fllen bildet1 wo die ,verdrngung nicht im ,spiele ist4 ,wir alle heften unsere berzeugung an ,denkinhalte1 in denen ,wahres mit ,falschem vereint ist1 und lassen sie vom ersteren aus sich ber das letztere erstrecken4 ,sie diffundiert gleichsam von dem ,wahren her ber das assoziierte ,falsche und schtzt dieses1 wenn auch nicht so unabnderlich wie beim ,wahn1 gegen die verdiente ,kritik4 ,beziehungen1 ,protektion gleichsam1 knnen auch in der ,normalpsychologie den eigenen ,wert ersetzen4 -- ,ich will nun zum ,traum zurckkehren und einen kleinen1 aber nicht uninteressanten ,zug hervorheben1 der zwischen zwei ,anlssen des ,traumes eine ,verbindung herstellt4 ,die ,gradiva hatte die weie ,asphodelosblte in einen gewissen ,gegensatz zur roten ,rose gebracht2 das ,wiederfinden des ,asphodelos am ,fenster des ,albergo del ,sole wird zu einem wichtigen ,beweisstck fr die unbewute ,einsicht ,hanolds1 die sich im neuen ,wahn ausdrckt1 und dem reiht sich an1 da die rote ,rose am ,kleid des sympathischen jungen ,mdchens ,hanold im ,unbewuten zur richtigen ,wrdigung ihres ,verhltnisses zu ihrem ,begleiter verhilft1 so da er sie im ,traum als ,kollegin auftreten lassen kann4 ,wo findet sich nun aber im manifesten ,trauminhalt die ,spur und ,vertretung jener ,entdeckung ,hanolds1 welche wir durch den neuen ,wahn ersetzt fanden1 der ,entdeckung1 da die ,gradiva mit ihrem ,vater in dem dritten versteckten ,gasthof ,pompejis1 im ,albergo del ,sole wohne8 ,nun1 es steht ganz und nicht einmal sehr entstellt im ,traume drin2 ich scheue mich nur darauf hinzuweisen1 denn ich wei1 selbst bei den ,lesern1 deren ,geduld so weit bei mir ausgehalten hat1 wird sich nun ein starkes ,struben gegen meine ,deutungsversuche regen4 ,die ,entdeckung ,hanolds ist im ,trauminhalt1 wiederhole ich1 voll mitgeteilt1 aber so geschickt versteckt1 da man sie notwendig bersehen mu4 ,sie ist dort hinter einem ,spiel mit ,worten1 einer ,zweideutigkeit geborgen4 ,irgendwo in der ,sonne sitzt die ,gradiva1 das haben wir mit ,recht auf die rtlichkeit bezogen1 an welcher ,hanold den ,zoologen1 ihren ,vater1 traf4 ,aber soll es nicht auch heien knnen3 in der ,sonne1 d4 i4 im ,albergo del ,sole1 im ,gasthaus zur ,sonne wohnt die ,gradiva8 ,und klingt das ,irgendwo1 welches auf die ,begegnung mit dem ,vater keinen ,bezug hat1 nicht gerade darum so heuchlerisch unbestimmt1 weil es die bestimmte ,auskunft ber den ,aufenthalt der ,gradiva einleitet8 ,ich bin nach meiner sonstigen ,erfahrung in der ,deutung realer ,trume eines solchen ,verstndnisses der ,zweideutigkeit ganz sicher1 aber ich getraute mich wirklich nicht1 dieses ,stckchen ,deutungsarbeit meinen ,lesern vorzulegen1 wenn der ,dichter mir nicht hier seine mchtige ,hilfe leihen wrde4 ,am nchsten ,tage legt er dem ,mdchen beim ,anblick der ,metallspange das nmliche ,wortspiel in den ,mund1 welches wir fr die ,deutung der ,stelle im ,trauminhalt annehmen4 ,hast du sie vielleicht in der ,sonne gefunden1 die macht hier solche ,kunststcke4 ,und da ,hanold diese ,rede nicht versteht1 erlutert sie1 sie meine den ,gasthof zur ,sonne1 die sie hier ,sole heien1 von woher auch ihr das angebliche ,fundstck bekannt ist4 ,und nun mchten wir den ,versuch wagen1 den merkwrdig unsinnigen ,traum ,hanolds durch die hinter ihm verborgenen1 ihm mglichst unhnlichen1 unbewuten ,gedanken zu ersetzen4 ,etwa so3 ,sie wohnt ja in der ,sonne mit ihrem ,vater1 warum spielt sie solches ,spiel mit mir8 ,will sie ihren ,spott mit mir treiben8 ,oder sollte es mglich sein1 da sie mich liebt und mich zum ,manne nehmen will8 -- ,auf diese letztere ,mglichkeit erfolgt wohl noch im ,schlaf die abweisende ,antwort3 das sei ja die reinste ,verrcktheit1 die sich scheinbar gegen den ganzen manifesten ,traum richtet4 ,kritische ,leser haben nun das ,recht1 nach der ,herkunft jener bisher nicht begrndeten ,einschaltung zu fragen1 die sich auf das ,verspottetwerden durch die ,gradiva bezieht4 ,darauf gibt die ,traumdeutung die ,antwort1 wenn in den ,traumgedanken ,spott1 ,hohn1 erbitterter ,widerspruch vorkommt1 so wird dies durch die unsinnige ,gestaltung des manifesten ,traumes1 durch die ,absurditt im ,traume ausgedrckt4 ,letztere bedeutet also kein ,erlahmen der psychischen ,ttigkeit1 sondern ist eines der ,darstellungsmittel1 deren sich die ,traumarbeit bedient4 ,wie immer an besonders schwierigen ,stellen kommt uns auch hier der ,dichter zu ,hilfe4 ,der unsinnige ,traum hat noch ein kurzes ,nachspiel1 in dem ein ,vogel einen lachenden ,ruf ausstt und die ,lacerte im ,schnabel davontrgt4 ,einen solchen lachenden ,ruf hatte ,hanold aber nach dem ,verschwinden der ,gradiva gehrt4 ,er kam wirklich von der ,zo her1 die den dsteren ,ernst ihrer ,unterweltsrolle mit diesem ,lachen von sich abschttelte4 ,die ,gradiva hatte ihn wirklich ausgelacht4 ,das ,traumbild aber1 wie der ,vogel die ,lacerte davontrgt1 mag an jenes andere in einem frheren ,traum erinnern1 in dem der ,apoll von ,belvedere die kapitolinische ,venus davontrug4 ,vielleicht besteht noch bei manchem ,leser der ,eindruck1 da die bersetzung der ,situation des ,eidechsenfanges durch die ,idee der ,liebeswerbung nicht gengend gesichert sei4 ,da mag denn der ,hinweis zur ,untersttzung dienen1 da ,zo in dem ,gesprch mit der ,kollegin das nmliche von sich bekennt1 was ,hanolds ,gedanken von ihr vermuten1 indem sie mitteilt1 sie sei sicher gewesen1 sich in ,pompeji etwas ,interessantes auszugraben4 ,sie greift dabei in den archologischen ,vorstellungskreis1 wie er mit seinem ,gleichnis vom ,eidechsenfang in den zoologischen1 als ob sie einander entgegenstreben wrden und jeder die ,eigenart des anderen annehmen wollte4 ,so htten wir die ,deutung auch dieses zweiten ,traumes erledigt4 ,beide sind unserem ,verstndnis zugnglich geworden unter der ,voraussetzung1 da der ,trumer in seinem unbewuten ,denken all das wei1 was er im bewuten vergessen hat1 all das dort richtig beurteilt1 was er hier wahnhaft verkennt4 ,dabei haben wir freilich manche ,behauptung aufstellen mssen1 die dem ,leser1 weil fremd1 auch befremdlich klang1 und wahrscheinlich oft den ,verdacht erweckt1 da wir fr den ,sinn des ,dichters ausgeben1 was nur unser eigener ,sinn ist4 ,wir sind alles zu tun bereit1 um diesen ,verdacht zu zerstreuen1 und wollen darum einen der heikelsten ,punkte -- ich meine die ,verwendung zweideutiger ,worte und ,reden wie im ,beispiele3 ,irgendwo in der ,sonne sitzt die ,gradiva -- gern ausfhrlicher in ,betrachtung ziehen4 ,es mu jedem ,leser der ,gradiva auffallen1 wie hufig der ,dichter seinen beiden ,hauptpersonen ,reden in den ,mund legt1 die zweierlei ,sinn ergeben4 ,bei ,hanold sind diese ,reden eindeutig gemeint1 und nur seine ,partnerin1 die ,gradiva1 wird von deren anderem ,sinn ergriffen4 ,so1 wenn er nach ihrer ersten ,antwort ausruft3 ,ich wute es1 so klnge deine ,stimme1 und die noch unaufgeklrte ,zo fragen mu1 wie das mglich sei1 da er sie noch nicht sprechen gehrt habe4 ,in der zweiten ,unterredung wird das ,mdchen fr einen ,augenblick an seinem ,wahne irre1 da er versichert1 er habe sie sofort erkannt4 ,sie mu diese ,worte in dem ,sinne verstehen1 der fr sein ,unbewutes richtig ist als ,anerkennung ihrer in die ,kindheit zurckreichenden ,bekanntschaft1 whrend er natrlich von dieser ,tragweite seiner ,rede nichts wei und sie auch nur durch ,beziehung auf den ihn beherrschenden ,wahn erlutert4 ,die ,reden des ,mdchens hingegen1 in deren ,person die hellste ,geistesklarheit dem ,wahn entgegengestellt wird1 sind mit ,absicht zweideutig gehalten4 ,der eine ,sinn derselben schmiegt sich dem ,wahne ,hanolds an1 um in sein bewutes ,verstndnis dringen zu knnen1 der andere erhebt sich ber den ,wahn und gibt uns in der ,regel die bersetzung desselben in die von ihm vertretene unbewute ,wahrheit4 ,es ist ein ,triumph des ,witzes1 den ,wahn und die ,wahrheit in der nmlichen ,ausdrucksform darstellen zu knnen4 ,durchsetzt von solchen ,zweideutigkeiten ist die ,rede der ,zo1 in welcher sie der ,freundin die ,situation aufklrt und sich gleichzeitig von ihrer strenden ,gesellschaft befreit2 sie ist eigentlich aus dem ,buche herausgesprochen1 mehr fr uns ,leser als fr die glckliche ,kollegin berechnet4 ,in den ,gesprchen mit ,hanold ist der ,doppelsinn meist dadurch hergestellt1 da ,zo sich der ,symbolik bedient1 welche wir im ersten ,traume ,hanolds befolgt fanden1 der ,gleichstellung von ,verdrngung und ,verschttung1 ,pompeji und ,kindheit4 ,so kann sie mit ihren ,reden einerseits in der ,rolle verbleiben1 die ihr der ,wahn ,hanolds anweist1 anderseits an die wirklichen ,verhltnisse rhren und im ,unbewuten ,hanolds das ,verstndnis fr dieselben wecken4 ,ich habe mich schon lange daran gewhnt1 tot zu sein4 7,g4 p4 #ij47 -- ,fr mich ist die ,blume der ,vergessenheit aus deiner ,hand die richtige4 7,g4 p4 #ij47 ,in diesen ,reden meldet sich leise der ,vorwurf1 der dann in ihrer letzten ,strafpredigt deutlich genug hervorbricht1 wo sie ihn mit dem ,archopteryx vergleicht4 ,da jemand erst sterben mu1 um lebendig zu werden4 ,aber fr die ,archologen ist das wohl notwendig 7,g4 p4 #ada71 sagt sie noch nachtrglich nach der ,lsung des ,wahnes1 wie um den ,schlssel zu ihren zweideutigen ,reden zu geben4 ,die schnste ,anwendung ihrer ,symbolik gelingt ihr aber in der ,frage3 7,g4 p4 #aah7 ,mir ist's1 als htten wir schon vor zweitausend ,jahren einmal so zusammen unser ,brot gegessen4 ,kannst du dich nicht darauf besinnen81 in welcher ,rede die ,ersetzung der ,kindheit durch die historische ,vorzeit und das ,bemhen1 die ,erinnerung an die erstere zu erwecken1 ganz unverkennbar sind4 ,woher nun diese auffllige ,bevorzugung der zweideutigen ,reden in der ,gradiva8 ,sie erscheint uns nicht als ,zuflligkeit1 sondern als notwendige ,abfolge aus den ,voraussetzungen der ,erzhlung4 ,sie ist nichts anderes als das ,seitenstck zur zweifachen ,determinierung der ,symptome1 insofern die ,reden selbst ,symptome sind und wie diese aus ,kompromissen zwischen ,bewutem und ,unbewutem hervorgehen4 ,nur da man den ,reden diesen doppelten ,ursprung leichter anmerkt als etwa den ,handlungen1 und wenn es gelingt1 was die ,schmiegsamkeit des ,materials der ,rede oftmals ermglicht1 in der nmlichen ,fgung von ,worten jedem der beiden ,redeabsichten guten ,ausdruck zu verschaffen1 dann liegt das vor1 was wir eine ,zweideutigkeit heien4 ,whrend der psychotherapeutischen ,behandlung eines ,wahnes oder einer analogen ,strung entwickelt man hufig solche zweideutige ,reden beim ,kranken1 als neue ,symptome von flchtigstem ,bestand1 und kann auch selbst in die ,lage kommen1 sich ihrer zu bedienen1 wobei man mit dem fr das ,bewutsein des ,kranken bestimmten ,sinn nicht selten das ,verstndnis fr den im ,unbewuten giltigen anregt4 ,ich wei aus ,erfahrung1 da diese ,rolle der ,zweideutigkeit bei den ,uneingeweihten den grten ,ansto zu erregen und die grbsten ,miverstndnisse zu verursachen pflegt1 aber der ,dichter hatte jedenfalls recht1 auch diesen charakteristischen ,zug der ,vorgnge bei der ,traum- und ,wahnbildung in seiner ,schpfung zur ,darstellung zu bringen4 ,,iv4 ,mit dem ,auftreten der ,zo als ,arzt erwache bei uns1 sagten wir bereits1 ein neues ,interesse4 ,wir wrden gespannt sein zu erfahren1 ob eine solche ,heilung1 wie sie von ihr an ,hanold vollzogen wird1 begreiflich oder berhaupt mglich ist1 ob der ,dichter die ,bedingungen fr das ,schwinden eines ,wahnes ebenso richtig erschaut hat wie die seiner ,entstehung4 ,ohne ,zweifel wird uns hier eine ,anschauung entgegentreten1 die dem vom ,dichter geschilderten ,falle solches prinzipielle ,interesse abspricht und kein der ,aufklrung bedrftiges ,problem anerkennt4 ,dem ,hanold bleibe nichts anderes brig1 als seinen ,wahn wieder aufzulsen1 nachdem das ,objekt desselben1 die vermeintliche ,gradiva selbst1 ihn der ,unrichtigkeit all seiner ,aufstellungen berfhre und ihm die natrlichsten ,erklrungen fr alles ,rtselhafte1 z4 ,b4 woher sie seinen ,namen wisse1 gebe4 ,damit wre die ,angelegenheit logisch erledigt2 da aber das ,mdchen ihm in diesem ,zusammenhange ihre ,liebe gestanden1 lasse der ,dichter1 gewi zur ,befriedigung seiner ,leserinnen1 die sonst nicht uninteressante ,erzhlung mit dem gewhnlichen glcklichen ,schlu1 der ,heirat1 enden4 ,konsequenter und ebenso mglich wre der andere ,schlu gewesen1 da der junge ,gelehrte nach der ,aufklrung seines ,irrtums mit hflichem ,danke von der jungen ,dame ,abschied nehme und die ,ablehnung ihrer ,liebe damit motiviere1 da er zwar fr antike ,frauen aus ,bronze oder ,stein und deren ,urbilder1 wenn sie dem ,verkehr erreichbar wren1 ein intensives ,interesse aufbringen knne1 mit einem zeitgenssischen ,mdchen aus ,fleisch und ,bein aber nichts anzufangen wisse4 ,das archologische ,phantasiestck sei eben vom ,dichter recht willkrlich mit einer ,liebesgeschichte zusammengekittet worden4 ,indem wir diese ,auffassung als unmglich abweisen1 werden wir erst aufmerksam gemacht1 da wir die an ,hanold eintretende ,vernderung nicht nur in den ,verzicht auf den ,wahn zu verlegen haben4 ,gleichzeitig1 ja noch vor der ,auflsung des letzteren1 ist das ,erwachen des ,liebesbedrfnisses bei ihm unverkennbar1 das dann wie selbstverstndlich in die ,werbung um das ,mdchen ausluft1 welches ihn von seinem ,wahn befreit hat4 ,wir haben bereits hervorgehoben1 unter welchen ,vorwnden und ,einkleidungen die ,neugierde nach ihrer leiblichen ,beschaffenheit1 die ,eifersucht und der brutale mnnliche ,bemchtigungstrieb sich bei ihm mitten im ,wahne uern1 seitdem die verdrngte ,liebessehnsucht ihm den ersten ,traum eingegeben hat4 ,nehmen wir als weiteres ,zeugnis hinzu1 da am ,abend nach der zweiten ,unterredung mit der ,gradiva ihm zuerst ein lebendes weibliches ,wesen sympathisch erscheint1 obwohl er noch seinem frheren ,abscheu vor ,hochzeitsreisenden die ,konzession macht1 die ,sympathische nicht als ,neuvermhlte zu erkennen4 ,am nchsten ,vormittag aber macht ihn ein ,zufall zum ,zeugen des ,austausches von ,zrtlichkeiten zwischen diesem ,mdchen und seinem vermeintlichen ,bruder1 und da zieht er sich scheu zurck1 als htte er eine heilige ,handlung gestrt4 ,der ,hohn auf ,august und ,grete ist vergessen1 der ,respekt vor dem ,liebesleben bei ihm hergestellt4 ,so hat der ,dichter die ,lsung des ,wahnes und das ,hervorbrechen des ,liebesbedrfnisses innigst miteinander verknpft1 den ,ausgang in eine ,liebeswerbung als notwendig vorbereitet4 ,er kennt das ,wesen des ,wahnes eben besser als seine ,kritiker1 er wei1 da eine ,komponente von verliebter ,sehnsucht mit einer ,komponente des ,strubens zur ,entstehung des ,wahnes zusammengetreten sind1 und er lt das ,mdchen1 welches die ,heilung unternimmt1 die ihr genehme ,komponente im ,wahne ,hanolds herausfhlen4 ,nur diese ,einsicht kann sie bestimmen1 sich seiner ,behandlung zu widmen1 nur die ,sicherheit1 sich von ihm geliebt zu wissen1 sie bewegen1 ihm ihre ,liebe zu gestehen4 ,die ,behandlung besteht darin1 ihm die verdrngten ,erinnerungen1 die er von innen her nicht freimachen kann1 von auen her wiederzugeben2 sie wrde aber keine ,wirkung uern1 wenn die ,therapeutin dabei nicht auf die ,gefhle ,rcksicht nehmen1 und die bersetzung des ,wahnes nicht schlielich lauten wrde3 ,sieh'1 das bedeutet doch alles nur1 da du mich liebst4 ,das ,verfahren1 welches der ,dichter seine ,zo zur ,heilung des ,wahnes bei ihrem ,jugendfreunde einschlagen lt1 zeigt eine weitgehende hnlichkeit1 nein1 eine volle bereinstimmung im ,wesen1 mit einer therapeutischen ,methode1 welche ,dr4 ,j4 ,breuer und der ,verfasser im ,jahre #ahie in die ,medizin eingefhrt haben1 und deren ,vervollkommnung sich der letztere seitdem gewidmet hat4 ,diese ,behandlungsweise1 von ,breuer zuerst die kathartische genannt1 vom ,verfasser mit ,vorliebe als analytische bezeichnet1 besteht darin1 da man bei den ,kranken1 die an analogen ,strungen wie der ,wahn ,hanolds leiden1 das ,unbewute1 unter dessen ,verdrngung sie erkrankt sind1 gewissermaen gewaltsam zum ,bewutsein bringt1 ganz so wie es die ,gradiva mit den verdrngten ,erinnerungen an ihre ,kinderbeziehungen tut4 ,freilich1 die ,gradiva hat die ,erfllung dieser ,aufgabe leichter als der ,arzt1 sie befindet sich dabei in einer nach mehreren ,richtungen ideal zu nennenden ,position4 ,der ,arzt1 der seinen ,kranken nicht von vornherein durchschaut und nicht als bewute ,erinnerung in sich trgt1 was in jenem unbewut arbeitet1 mu eine komplizierte ,technik zu ,hilfe nehmen1 um diesen ,nachteil auszugleichen4 ,er mu es lernen1 aus den bewuten ,einfllen und ,mitteilungen des ,kranken mit groer ,sicherheit auf das ,verdrngte in ihm zu schlieen1 das ,unbewute zu erraten1 wo es sich hinter den bewuten uerungen und ,handlungen des ,kranken verrt4 ,er bringt dann hnliches zu stande1 wie es ,norbert ,hanold am ,ende der ,erzhlung selbst versteht1 indem er sich den ,namen ,gradiva in ,bertgang rckbersetzt4 ,die ,strung schwindet dann1 whrend sie auf ihren ,ursprung zurckgefhrt wird2 die ,analyse bringt auch gleichzeitig die ,heilung4 ,die hnlichkeit zwischen dem ,verfahren der ,gradiva und der analytischen ,methode der ,psychotherapie beschrnkt sich aber nicht auf diese beiden ,punkte1 das ,bewutmachen des ,verdrngten und das ,zusammenfallen von ,aufklrung und ,heilung4 ,sie erstreckt sich auch auf das1 was sich als das ,wesentliche der ganzen ,vernderung herausstellt1 auf die ,erweckung der ,gefhle4 ,jede dem ,wahne ,hanolds analoge ,strung1 die wir in der ,wissenschaft als ,psychoneurose zu bezeichnen gewohnt sind1 hat die ,verdrngung eines ,stckes des ,trieblebens1 sagen wir getrost des ,sexualtriebes1 zur ,voraussetzung1 und bei jedem ,versuch1 die unbewute und verdrngte ,krankheitsursache ins ,bewutsein einzufhren1 erwacht notwendig die betreffende ,triebkomponente zu erneutem ,kampf mit den sie verdrngenden ,mchten1 um sich mit ihnen oft unter heftigen ,reaktionserscheinungen zum endlichen ,ausgang abzugleichen4 ,in einem ,liebesrezidiv vollzieht sich der ,proze der ,genesung1 wenn wir alle die mannigfaltigen ,komponenten des ,sexualtriebes als ,liebe zusammenfassen1 und dies ,rezidiv ist unerllich1 denn die ,symptome1 wegen deren die ,behandlung unternommen wurde1 sind nichts anderes als ,niederschlge frherer ,verdrngungs- oder ,wiederkehrkmpfe und knnen nur von einer neuen ,hochflut der nmlichen ,leidenschaften gelst und weggeschwemmt werden4 ,jede psychoanalytische ,behandlung ist ein ,versuch1 verdrngte ,liebe zu befreien1 die in einem ,symptom einen kmmerlichen ,kompromiausweg gefunden hatte4 ,ja1 die bereinstimmung mit dem vom ,dichter geschilderten ,heilungsvorgang in der ,gradiva erreicht ihre ,hhe1 wenn wir hinzufgen1 da auch in der analytischen ,psychotherapie die wiedergeweckte ,leidenschaft1 sei sie ,liebe oder ,ha1 jedesmal die ,person des ,arztes zu ihrem ,objekte whlt4 ,dann setzen freilich die ,unterschiede ein1 welche den ,fall der ,gradiva zum ,idealfall machen1 den die rztliche ,technik nicht erreichen kann4 ,die ,gradiva kann die aus dem ,unbewuten zum ,bewutsein durchdringende ,liebe erwidern1 der ,arzt kann es nicht2 die ,gradiva ist selbst das ,objekt der frheren1 verdrngten ,liebe gewesen1 ihre ,person bietet der befreiten ,liebesstrebung sofort ein begehrenswertes ,ziel4 ,der ,arzt ist ein ,fremder gewesen und mu trachten1 nach der ,heilung wieder ein ,fremder zu werden2 er wei den ,geheilten oft nicht zu raten1 wie sie ihre wiedergewonnene ,liebesfhigkeit im ,leben verwenden knnen4 ,mit welchen ,auskunftsmitteln und ,surrogaten sich dann der ,arzt behilft1 um sich dem ,vorbild einer ,liebesheilung1 das uns der ,dichter gezeichnet1 mit mehr oder weniger ,erfolg zu nhern1 das anzudeuten1 wrde uns viel zu weit weg von der uns vorliegenden ,aufgabe fhren4 -- ,nun aber die letzte ,frage1 deren ,beantwortung wir bereits einigemal aus dem ,wege gegangen sind4 ,unsere ,anschauungen ber die ,verdrngung1 die ,entstehung eines ,wahnes und verwandter ,strungen1 die ,bildung und ,auflsung von ,trumen1 die ,rolle des ,liebeslebens und die ,art der ,heilung bei solchen ,strungen sind ja keineswegs ,gemeingut der ,wissenschaft1 geschweige denn bequemer ,besitz der ,gebildeten zu nennen4 ,ist die ,einsicht1 welche den ,dichter befhigt1 sein ,phantasiestck so zu schaffen1 da wir es wie eine reale ,krankengeschichte zergliedern knnen1 von der ,art einer ,kenntnis1 so wren wir begierig1 die ,quellen dieser ,kenntnis kennen zu lernen4 ,einer aus dem ,kreise1 der1 wie eingangs ausgefhrt1 an den ,trumen in der ,gradiva und deren mglichen ,deutung ,interesse nahm1 wandte sich an den ,dichter mit der direkten ,anfrage1 ob ihm von den so hnlichen ,theorien in der ,wissenschaft etwas bekannt worden sei4 ,der ,dichter antwortete1 wie vorauszusehen war1 verneinend und sogar etwas unwirsch4 ,seine ,phantasie habe ihm die ,gradiva eingegeben1 an der er seine ,freude gehabt habe2 wem sie nicht gefalle1 der mge sie eben stehen lassen4 ,er ahnte nicht1 wie sehr sie den ,lesern gefallen hatte4 ,es ist sehr leicht mglich1 da die ,ablehnung des ,dichters nicht dabei ,halt macht4 ,vielleicht stellt er berhaupt die ,kenntnis der ,regeln in ,abrede1 deren ,befolgung wir bei ihm nachgewiesen haben1 und verleugnet alle die ,absichten1 die wir in seiner ,schpfung erkannt haben4 ,ich halte dies nicht fr unwahrscheinlich2 dann aber sind nur zwei ,flle mglich4 ,entweder wir haben ein rechtes ,zerrbild der ,interpretation geliefert1 indem wir in ein harmloses ,kunstwerk ,tendenzen verlegt haben1 von denen dessen ,schpfer keine ,ahnung hatte1 und haben damit wieder einmal bewiesen1 wie leicht es ist1 das zu finden1 was man sucht1 und wovon man selbst erfllt ist1 eine ,mglichkeit1 fr die in der ,literaturgeschichte die seltsamsten ,beispiele verzeichnet sind4 ,mag nun jeder ,leser selbst mit sich einig werden1 ob er sich dieser ,aufklrung anzuschlieen vermag2 wir halten natrlich an der anderen1 noch erbrigenden ,auffassung fest4 ,wir meinen1 da der ,dichter von solchen ,regeln und ,absichten nichts zu wissen brauche1 so da er sie in gutem ,glauben verleugnen knne1 und da wir doch in seiner ,dichtung nichts gefunden haben1 was nicht in ihr enthalten ist4 ,wir schpfen wahrscheinlich aus der gleichen ,quelle1 bearbeiten das nmliche ,objekt1 ein jeder von uns mit einer anderen ,methode1 und die bereinstimmung im ,ergebnis scheint dafr zu brgen1 da beide richtig gearbeitet haben4 ,unser ,verfahren besteht in der bewuten ,beobachtung der abnormen seelischen ,vorgnge bei ,anderen1 um deren ,gesetze erraten und aussprechen zu knnen4 ,der ,dichter geht wohl anders vor2 er richtet seine ,aufmerksamkeit auf das ,unbewute in seiner eigenen ,seele1 lauscht den ,entwicklungsmglichkeiten desselben und gestattet ihnen den knstlerischen ,ausdruck1 anstatt sie mit bewuter ,kritik zu unterdrcken4 ,so erfhrt er aus sich1 was wir bei ,anderen erlernen1 welchen ,gesetzen die ,bettigung dieses ,unbewuten folgen mu1 aber er braucht diese ,gesetze nicht auszusprechen1 nicht einmal sie klar zu erkennen1 sie sind infolge der ,duldung seiner ,intelligenz in seinen ,schpfungen verkrpert enthalten4 ,wir entwickeln diese ,gesetze durch ,analyse aus seinen ,dichtungen1 wie wir sie aus den ,fllen realer ,erkrankung herausfinden1 aber der ,schlu scheint unabweisbar1 entweder haben beide1 der ,dichter wie der ,arzt1 das ,unbewute in gleicher ,weise miverstanden1 oder wir haben es beide richtig verstanden4 ,dieser ,schlu ist uns sehr wertvoll2 um seinetwegen war es uns der ,mhe wert1 die ,darstellung der ,wahnbildung und ,wahnheilung sowie die ,trume in ,jensens ,gradiva mit den ,methoden der rztlichen ,psychoanalyse zu untersuchen4 -- ,wir wren am ,ende angelangt4 ,ein aufmerksamer ,leser knnte uns noch mahnen1 wir htten eingangs hingeworfen1 ,trume seien als erfllt dargestellte ,wnsche1 und wren dann den ,beweis dafr schuldig geblieben4 ,nun1 wir erwidern1 unsere ,ausfhrungen knnten wohl zeigen1 wie ungerechtfertigt es wre1 die ,aufklrungen1 die wir ber den ,traum zu geben haben1 mit der einen ,formel1 der ,traum sei eine ,wunscherfllung1 decken zu wollen4 ,aber die ,behauptung besteht und ist auch fr die ,trume in der ,gradiva leicht zu erweisen4 ,die latenten ,traumgedanken -- wir wissen jetzt1 was darunter gemeint ist -- knnen von der mannigfaltigsten ,art sein2 in der ,gradiva sind es ,tagesreste1 ,gedanken1 die ungehrt und unerledigt vom seelischen ,treiben des ,wachens brig gelassen sind4 ,damit aber aus ihnen ein ,traum entstehe1 wird die ,mitwirkung eines -- meist unbewuten -- ,wunsches erfordert2 dieser stellt die ,triebkraft fr die ,traumbildung her1 die ,tagesreste geben das ,material dazu4 ,im ersten ,traume ,norbert ,hanolds konkurrieren zwei ,wnsche miteinander1 um den ,traum zu schaffen1 der eine selbst ein bewutseinsfhiger1 der andere freilich dem ,unbewuten angehrig und aus der ,verdrngung wirksam4 ,der erste wre der bei jedem ,archologen begreifliche ,wunsch1 ,augenzeuge jener ,katastrophe des ,jahres #gi gewesen zu sein4 ,welches ,opfer wre einem ,altertumsforscher wohl zu gro1 wenn dieser ,wunsch noch anders als auf dem ,wege des ,traumes zu verwirklichen wre6 ,der andere ,wunsch und ,traumbildner ist erotischer ,natur2 dabei zu sein1 wenn die ,geliebte sich zum ,schlafen hinlegt1 knnte man ihn in grober oder auch unvollkommener ,fassung aussprechen4 ,er ist es1 dessen ,ablehnung den ,traum zum ,angsttraum werden lt4 ,minder augenfllig sind vielleicht die treibenden ,wnsche des zweiten ,traumes1 aber wenn wir uns an dessen bersetzung erinnern1 werden wir nicht zgern1 sie gleichfalls als erotische anzusprechen4 ,der ,wunsch1 von der ,geliebten gefangen genommen zu werden1 sich ihr zu fgen und zu unterwerfen1 wie er hinter der ,situation des ,eidechsenfanges konstruiert werden darf1 hat eigentlich passiven1 masochistischen ,charakter4 ,am nchsten ,tage schlgt der ,trumer die ,geliebte1 wie unter der ,herrschaft der gegenstzlichen erotischen ,strmung4 ,aber wir mssen hier innehalten1 sonst vergessen wir vielleicht wirklich1 da ,hanold und die ,gradiva nur ,geschpfe des ,dichters sind4 ,anzeige4 ,die ,schriften zur angewandten ,seelenkunde1 deren erstes ,heft hiemit vor die ffentlichkeit tritt1 wenden sich an jenen weiteren ,kreis von ,gebildeten1 die1 ohne gerade ,philosophen oder ,mediziner zu sein1 doch die ,wissenschaft vom ,seelischen des ,menschen nach ihrer ,bedeutung fr das ,verstndnis und die ,vertiefung unseres ,lebens zu wrdigen wissen4 ,die ,abhandlungen werden in zwangloser ,folge erscheinen und jedesmal eine einzige ,arbeit bringen1 welche die ,anwendung psychologischer ,erkenntnisse auf ,themata der ,kunst und ,literatur1 ,kultur- und ,religionsgeschichte und analoger ,gebiete unternimmt4 ,diese ,arbeiten werden bald den ,charakter einer exakten ,untersuchung1 bald den einer spekulativen ,bemhung an sich tragen1 das eine ,mal ein greres ,problem zu umfassen1 das andere ,mal ein beschrnkteres zu durchdringen versuchen2 in allen ,fllen aber werden sie von der ,natur originaler ,leistungen sein und es vermeiden1 bloen ,referaten oder ,kompilationen zu gleichen4 ,der ,herausgeber fhlt sich verpflichtet1 fr die ,originalitt und die allgemeine ,wrdigkeit der in dieser ,sammlung erscheinenden ,aufstze einzustehen4 ,im brigen will er weder die ,unabhngigkeit seiner ,beitrger antasten1 noch fr die uerungen derselben verantwortlich gemacht werden4 ,da die ersten ,nummern der ,sammlung besondere ,rcksicht auf die von ihm selbst in der ,wissenschaft vertretenen ,lehren nehmen1 soll fr die ,auffassung des ,unternehmens nicht bestimmend werden4 ,die ,sammlung steht vielmehr den ,vertretern abweichender ,meinungen offen und hofft1 der ,mannigfaltigkeit von ,gesichtspunkten und ,prinzipien in der heutigen ,wissenschaft ,ausdruck geben zu knnen4 ,der ,verlag4 ,der ,herausgeber4 ,im folgenden werden alle genderten ,textzeilen angefhrt1 wobei jeweils zuerst die ,zeile wie im ,original1 danach die genderte ,zeile steht4 untergangen1 dann vom ,reliefbild und der ,stellung des ,fues1 die den untergegangen1 dann vom ,reliefbild und der ,stellung des ,fues1 die den die hier in der ,villa des ,diomdes ihren ,tod gefunden hatten4 ,aber das die hier in der ,villa des ,diomedes ihren ,tod gefunden hatten4 ,aber das ,indentifizierung der beiden ,personen einen einzigen konkreten ,ausdruck ,identifizierung der beiden ,personen einen einzigen konkreten ,ausdruck des ,asphodels am ,fenster des ,albergo del ,sole wird zu einem wichtigen des ,asphodelos am ,fenster des ,albergo del ,sole wird zu einem wichtigen ,traumgedanken -- wir wissen jetzt1 was darunter gemeint ist-- knnen ,traumgedanken -- wir wissen jetzt1 was darunter gemeint ist -- knnen