,illustration3 ,umschlagseite ,illustration3 ,signet ,die ,kultur ,,sammlung ,,illustrierter ,,einzeldarstellungen ,,herausgegeben ,,von ,,cornelius ,,gurlitt ,,zehnter ,,band ,illustration3 ,monogramm ,illustration3 ,giorgio ,barbarelli3 ,,die ,,drei ,,morgenl,,ndische ,,weisen ,wien3 ,kaiserliche ,gemldegalerie ,illustration3 ,titelseite ,,die ,,kultur ,,kant ,,und ,,goethe ,,von ,,georg ,,simmel ,,mit ,,einer ,,heliograv,,re ,,und ,,zw,,lf ,,vollbildern ,,in ,,ton,,tzung ,,bard ,,marquardt ,,co4 ,,berlin ,,herausgegeben von ,,cornelius ,,gurlitt ,illustration3 ,signet ,die ,kultur ,published ,november #ae4 #aijf4 ,privilege of ,copyright in the ,united ,states reserved under the act approved ,march #c4 #aije by ,bard1 ,marquardt ,co4 in ,berlin ,,auguste ,,rodin ,,dem ,,bildhauer ,,zugeeignet ,illustration3 ,ornament ,in die ,zustnde der ,halbkulturen1 aber auch in die ,kultur vor der ,herrschaft des ,christentums pflegen wir die ,einheit von ,lebenselementen zu verlegen1 die die sptere ,entwicklung auseinandergetrieben und zu ,gegenstzen ausgestaltet hat4 ,so hart der ,kampf um die physischen ,existenzbedingungen1 so unbarmherzig die ,vergewaltigung des ,individuums durch die gesellschaftlichen ,forderungen gewesen sein mag -- zu dem ,gefhl einer fundamentalen ,spaltung innerhalb des ,menschen und innerhalb der ,welt1 zwischen dem ,menschen und der ,welt1 scheint es vor dem ,verfall der klassischen ,welt nur ganz vereinzelt gekommen zu sein4 ,das ,christentum erst hat den ,gegensatz zwischen dem ,geist und dem ,fleisch1 zwischen dem natrlichen ,sein und den ,werten1 zwischen dem eigenwilligen ,ich und dem ,gott1 dem ,eigenwille ,snde ist1 bis in das ,letzte der ,seele hinein empfunden4 ,aber da es eben ,religion war1 hat es mit derselben ,hand1 mit der es die ,entzweiung stiftete1 die ,vershnung gereicht4 ,es mute erst seine bedingungslose ,macht ber die ,seelen verlieren1 seine ,lsung des ,problems mute erst mit dem ,beginn der ,neuzeit zweifelhaft geworden sein1 ehe das ,problem selbst in seiner ganzen ,weite auftrat4 ,da der ,mensch von ,grund aus ein dualistisches ,wesen ist1 da ,entzweiung und ,gegensatz die ,grundform bildet1 in die er die ,inhalte seiner ,welt aufnimmt1 und die deren ganze ,tragik1 aber auch ihre ganze ,entwicklung und ,lebendigkeit bedingen -- das hat das ,bewutsein erst nach der ,renaissance als seine gide erfat4 ,mit diesem ,herabreichen des ,gegensatzes in die tiefste und breiteste ,schicht unser und unseres ,bildes vom ,dasein wird die ,forderung seiner ,vereinheitlichung umfassender und heftiger2 indem sich das innere und uere ,leben in sich bis zum ,brechen spannt1 sucht es nach einem um so krftigeren1 um so lckenloseren ,bande1 das ber den ,fremdheiten der ,seinselemente ihre trotz allem gefhlte ,einheit wieder begreiflich mache4 ,zunchst ist es das ,gegenber von ,subjekt und ,objekt1 das die ,neuzeit zu schrfstem ,gegensatz herausarbeitet4 ,das denkende ,ich fhlt sich souvern gegenber der ganzen1 von ihm vorgestellten ,welt1 das3 ich denke1 und also bin ich8 wird seit ,descartes zur einzigen ,unbezweifelbarkeit des ,daseins4 ,aber andrerseits hat diese objektive ,welt doch eine unbarmherzige ,tatschlichkeit1 das ,ich erscheint als ihr ,produkt1 zu der ihre ,krfte sich nicht anders als zu der ,gestalt einer ,pflanze oder einer ,wolke verwebt haben4 ,und so entzweit lebt nicht nur die ,welt der ,natur1 sondern auch die der ,gesellschaft4 ,in ihr fordert der ,einzelne das ,recht der ,freiheit und ,besonderheit1 whrend sie ihn nur als ein ,element1 das ihren berpersnlichen ,gesetzen untertan ist1 anerkennen will4 ,in beiden ,fllen droht die ,selbstherrlichkeit des ,subjekts entweder von einer ihm fremden ,objektivitt verschlungen zu werden oder in anarchistische ,willkr und ,isolierung zu verfallen4 ,neben oder ber diesen ,gegensatz stellt die moderne ,entwicklung den zwischen dem natrlichen ,mechanismus und dem ,sinn und ,wert der ,dinge4 ,die ,naturwissenschaft deutet1 seit ,galilei und ,kopernikus1 das ,weltbild mit steigender ,konsequenz als einen ,mechanismus von strenger1 mathematisch ausdrckbarer ,kausalitt4 ,mag dies noch unvollkommen durchgefhrt sein1 mgen ,druck und ,sto1 auf die alles ,weltgeschehen schlielich reduzierbar schien1 noch anderen ,prinzipien neben sich ,raum geben -- dieses ,geschehen bleibt prinzipiell ein naturgesetzlich determiniertes ,hin- und ,herschieben von ,stoffen und ,energien1 ein abrollendes ,uhrwerk1 das aber nicht1 wie das von ,menschen konstruierte1 ,ideen offenbart und ,zwecken dient4 ,durch das mechanistisch-naturwissenschaftliche ,prinzip scheint die ,wirklichkeit in vlligem ,gegensatz zu allem gestellt1 was dieser ,wirklichkeit bis dahin ,sinn zu geben schien3 sie hat keinen ,raum mehr fr ,ideen1 ,werte1 ,zwecke1 fr religise ,bedeutung und sittliche ,freiheit4 ,aber da der ,geist1 das ,gemt1 der metaphysische ,trieb ihre ,ansprche an das ,dasein nicht aufgeben1 so erwchst dem ,denken1 mindestens seit dem #ah4 ,jahrhundert1 die groe ,kulturaufgabe1 die verlorene ,einheit zwischen ,natur und ,geist1 ,mechanismus und innerem ,sinne1 wissenschaftlicher ,objektivitt und der gefhlten ,wertbedeutung des ,lebens und der ,dinge auf einer hheren ,basis wiederzugewinnen4 ,von zwei prinzipiellen ,gesinnungen1 die in sehr mannigfaltigen ,ausgestaltungen die ,kultur durchziehen1 gehen die nchstliegenden ,vereinheitlichungen des ,weltbildes aus2 von der materialistischen und der spiritualistischen -- jene alles ,geistige und ,ideelle in seiner ,sonderexistenz leugnend und die ,krperwelt mit ihrem ueren ,mechanismus fr das allein ,seiende und ,absolute erklrend1 diese umgekehrt alles uerlich-,anschauliche zu einem nichtigen ,schein herabsetzend1 und in dem ,geistigen mit seinen ,werten und ,ordnungen die ausschlieliche ,substanz des ,daseins erblickend4 ,neben beiden haben sich zwei ,weltanschauungen gebildet1 deren ,einheitsgedanke jenem ,dualismus unparteiischer gerecht wird3 die ,kantische und die ,goethesche4 ,es ist die ungeheure ,tat ,kants1 da er den ,subjektivismus der neueren ,zeit1 die ,selbstherrlichkeit des ,ich und seine ,unzurckfhrbarkeit auf das ,materielle zu ihrem ,gipfel hob1 ohne dabei die ,festigkeit und ,bedeutsamkeit der objektiven ,welt im geringsten preiszugeben4 ,er zeigte1 da zwar alle ,gegenstnde des ,erkennens fr uns in nichts anderem bestehen knnen1 als in den erkennenden ,vorstellungen selbst1 und da alle ,dinge fr uns nur als ,vereinigungen sinnlicher ,eindrcke1 also subjektiver1 durch unsere ,organe bestimmter ,vorgnge existieren4 ,aber er zeigte zugleich1 da alle ,zuverlssigkeit und ,objektivitt des ,seins gerade erst durch diese ,voraussetzung begreiflich wrde4 ,denn nur1 wenn die ,dinge nichts sind als unsere ,vorstellungen1 kann unser ,vorstellen1 ber das wir niemals hinausknnen1 uns ihrer sicher machen2 nur so knnen wir unbedingt ,notwendiges von ihnen aussagen1 nmlich die ,bedingungen des ,vorstellens selbst1 die nun von ihnen1 weil sie eben unsere ,vorstellungen sind1 unbedingt gelten mssen4 ,mten wir darauf warten1 da die ,dinge1 uns wesensfremde ,existenzen1 in unsern ,geist von auen hineingeschttet wrden1 wie in ein passiv aufnehmendes ,gef1 so knnte das ,erkennen nie ber den ,einzelfall hinausgehen4 ,indem nun aber die vorstellende ,ttigkeit des ,ich die ,welt bildet1 sind die ,gesetze unseres geistigen ,tuns die ,gesetze der ,dinge selbst4 ,das ,ich1 die nicht weiter erklrliche ,einheit des ,bewutseins1 bindet die sinnlichen ,eindrcke zu ,gegenstnden der ,erfahrung zusammen1 die unsere objektive ,welt restlos ausmachen4 ,dahinter1 jenseits aller ,mglichkeit des ,erkennens1 mgen wir uns die ,dinge-an-sich denken1 d4 h4 also die ,dinge1 die nicht mehr fr uns da sind2 und in ihnen mgen fr unsere ,phantasie alle ,trume der ,vernunft1 des ,gemts1 der ,idealbildung verwirklicht sein1 whrend sie in der ,welt unserer ,erfahrungen1 die fr uns allein ,objekt sein kann1 keine ,stelle finden4 ,illustration3 ,,immanuel ,,kant ,nach dem ,gemlde von ,dbler ,knigsberg3 ,totenkopfloge ,genauer angesehen1 ist die ,kantische ,lsung des ,hauptproblems1 des ,dualismus von ,subjekt und ,objekt1 ,geistigkeit und ,krperlichkeit1 die3 da diesem ,gegensatz die ,tatsache des ,bewutseins und ,erkennens berhaupt untergebaut wird2 die ,welt wird durch die ,tatsache bestimmt1 da wir sie wissen4 ,denn die ,bilder1 in denen wir uns selbst erkennen und fr uns selbst existieren1 sind ebenso wie die wirkliche ,welt die ,erscheinungen eines ,etwas1 das uns in seinem ,an-sich verborgen ist4 ,krper und ,geist sind empirische ,phnomene innerhalb eines allgemeinen ,bewutseinszusammenhangs aneinander gebunden durch das ,faktum1 da sie beide vorgestellt werden und den gleichen ,bedingungen des ,erkennens unterliegen4 ,in der ,erscheinungswelt selbst1 innerhalb deren allein sie unsere ,objekte sind1 sind sie nicht aufeinander zurckfhrbar1 weder der ,materialismus1 der den ,geist durch den ,krper1 noch der ,spiritualismus1 der den ,krper durch den ,geist erklren will1 sind zulssig1 jedes mu vielmehr nach den ihm allein eigenen ,gesetzen verstanden werden4 ,aber dennoch fallen sie nicht auseinander1 sondern bilden eine ,erfahrungswelt1 weil sie von dem erkennenden ,bewutsein berhaupt1 dem sie erscheinen1 und seiner ,einheit zusammengehalten werden1 und weil jenseits beider die zwar nie erkennbaren1 aber doch immerhin denkbaren ,dinge-an-sich ruhen2 und diese mgen -- so knnen wir glauben -- in ihrer ,einheit den ,grund jener ,erscheinungen bewahren1 die nun1 von unseren ,erkenntniskrften gespiegelt und zerlegt1 in die ,zweiheit von ,geist und ,krper1 von empirischem ,subjekt und empirischem ,objekt auseinandergehen4 ,whrend also die uere ,natur1 als ,objekt fr uns1 keine ,spur von ,geist enthalten darf1 so da die vollendete ,wissenschaft von ihr nur ,mechanik und ,mathematik wre1 und whrend der ,geist seinerseits vllig anderen1 immanenten ,gesetzen folgt1 binden die beiden ,gedanken des bergreifenden1 erkennenden ,bewutseins und des ,dinges-an-sich1 in dem ideale ,ahnungen den gemeinsamen ,grund aller ,erscheinungen finden1 beide zu einer einheitlichen ,weltanschauung zusammen4 ,damit ist die wissenschaftlich-intellektualistische ,deutung des ,weltbildes auf ihren ,hhepunkt gekommen3 nicht die ,dinge1 sondern das ,wissen um die ,dinge wird fr ,kant das ,problem schlechthin4 ,die ,vereinheitlichung der groen ,zweiheiten3 ,natur und ,geist1 ,krper und ,seele gelingt ihm um den ,preis1 nur die wissenschaftlichen ,erkenntnisbilder ihrer vereinen zu wollen2 die wissenschaftliche ,erfahrung mit der ,allgleichheit ihrer ,gesetze ist der ,rahmen1 der alle ,inhalte des ,daseins in eine ,form3 die der verstandesmigen ,begreifbarkeit1 zusammenfat4 ,nach einer ganz anderen ,norm mischt ,goethe die ,elemente1 um aus ihnen eine gleich beruhigende ,einheit zu gewinnen4 ber ,goethes ,philosophie kann man nicht von der trivialen ,formel aus sprechen1 da er zwar eine vollstndige ,philosophie besessen1 dieselbe aber nicht in systematisch-fachmiger ,gestalt niedergelegt habe4 ,nicht nur das ,system und die ,schultechnik fehlten ihm1 sondern die ganze ,absicht der ,philosophie als ,wissenschaft3 unser ,gefhl vom ,wert und ,zusammenhang des ,weltganzen in die ,sphre abstrakter ,begriffe zu erheben2 unser unmittelbares ,verhltnis zur ,welt1 das innere ,anklingen und ,mitfhlen ihrer ,krfte und ihres ,sinnes spiegelt sich1 wenn wir wissenschaftlich philosophieren1 in dem ihm gleichsam gegenberstehenden ,denken2 dieses drckt in der ihm eigenen ,sprache jenen ,sachverhalt aus1 mit dem es direkt gar nicht verbunden ist4 ,wenn ich aber ,goethe recht verstehe1 handelt es sich bei ihm immer nur um eine unmittelbare uerung seines ,weltgefhles2 er fngt es nicht erst in dem ,medium des abstrakten ,denkens auf1 um es darin zu objektivieren und in eine ganz neue ,existenzart zu formen1 sondern sein unvergleichlich starkes ,empfinden der ,bedeutsamkeit des ,daseins und seines inneren ,zusammenhanges nach ,ideen treibt seine philosophischen8 uerungen hervor wie die ,wurzel die ,blte4 ,mit einem ganz freien ,gleichnis3 ,goethes ,philosophie gleicht den ,lauten1 die die ,lust- und ,schmerzgefhle uns unmittelbar entlocken1 whrend die wissenschaftliche ,philosophie den ,worten gleicht1 mit denen man jene ,gefhle sprachlich-begrifflich bezeichnet4 ,da er nun aber zuerst und zuletzt ,knstler ist1 so wird jenes natrliche ,sich-,geben von selbst zu einem ,kunstwerk4 ,er durfte singen1 wie der ,vogel singt81 ohne da seine uerung ein unfrmig zudringlicher ,naturalismus wurde1 weil die ,kunstform sie a priori gleich an ihrer ,quelle gestaltete -- gerade wie das wissenschaftliche ,erkennen von vornherein durch bestimmte ,verstandeskategorien geformt wird1 die in der sachlich vorliegenden ,erkenntnis als deren ,formen aufzeigbar sind4 ,es ist deshalb in ,hinsicht auf die letzte und entscheidende ,gesinnung vollkommen richtig1 was1 uerlich genommen1 ganz unbegreiflich scheint1 wenn er sagt3 ,von der ,philosophie habe ich mich immer frei erhalten48 ,darum wird eine ,darstellung der ,philosophie ,goethes bis zu einem gewissen ,grad ganz unvermeidlich eine ,philosophie ber ,goethe sein4 ,nicht um ,systematisierung seines ,denkens handelt es sich -- das wre ihm gegenber ein sehr minderwertiges ,unternehmen -- sondern darum1 die unmittelbare ,fortsetzung und uerung des ,gefhls fr ,natur1 ,welt und ,leben bei ihm in die mittelbare1 abgespiegelte1 einer ganz anderen ,region und ,dimension angehrige ,form der abstrakten ,begrifflichkeit berzufhren4 ,der entscheidende und ihn von ,kant absolut scheidende ,grundzug seiner ,weltanschauung ist der1 da er die ,einheit des subjektiven und des objektiven ,prinzips1 der ,natur und des ,geistes innerhalb ihrer ,erscheinung selbst sucht4 ,die ,natur selbst1 wie sie uns anschaulich vor ,augen steht1 ist ihm das unmittelbare ,produkt und ,zeugnis geistiger ,mchte1 formender ,ideen4 ,sein ganzes inneres ,verhltnis zur ,welt ruht1 theoretisch ausgedrckt1 auf der ,geistigkeit der ,natur und der ,natrlichkeit des ,geistes4 ,der ,knstler lebt in der ,erscheinung der ,dinge als in seinem ,element2 die ,geistigkeit1 das ,mehr-als-,materie und -,mechanismus1 das seinem ,hinnehmen und ,behandeln der ,welt allerdings erst einen ,sinn gibt1 mu er in der greifbaren ,wirklichkeit selbst suchen1 wenn es fr ihn berhaupt bestehen soll4 ,dies bestimmt seine besondere ,bedeutung fr die ,kulturlage der ,gegenwart4 ,die ,reaktion auf den abstrakten ,idealismus der ,weltanschauung vom ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts war der ,materialismus der #ej;er und #fj;er ,jahre4 ,das ,verlangen nach einer ,synthese1 die beide in ihrem ,gegensatz berwand1 rief in den #gj;er ,jahren den ,ruf3 zurck zu ,kant6 hervor4 ,aber die wissenschaftliche ,lsung1 die dieser allein geben konnte1 scheint nun als ,ergnzung ihrer ,einseitigkeit die sthetische zu fordern2 die so lebhaft wiedererwachten sthetischen ,interessen bieten eine besondere ,form1 den ,geist wiederum in die ,realitt aufzunehmen1 und verdichten sich deshalb in den ,ruf3 zurck zu ,goethe6 ,fr ihn sind die beiden ,wege verschlossen1 auf denen ,kant jenen fundamentalen ,dualismus berwindet3 er steigt nicht unter die ,erscheinungen hinab1 um sie1 als bloe ,vorstellungen1 durch das erkenntnistheoretische ,ich umschlieen zu lassen1 noch kann er sich1 ber sie hinweg1 mit der ,idee der ,dinge an sich und ihrer unanschaulichen1 absoluten ,einheit begngen4 ,an dem ersteren hindert ihn die ,unmittelbarkeit seines geistigen ,wesens1 die ihn alles ,theoretisieren ber das ,erkennen perhorreszieren lt4 ,wie hast du's denn so weit gebracht8 ,sie sagen1 du habest es gut vollbracht48 ,mein ,kind1 ich habe es klug gemacht3 ,ich habe nie ber das ,denken gedacht48 ,und3 ,ja1 das ist das rechte ,gleis1 ,da man nicht wei1 was man denkt1 ,wenn man denkt3 ,alles ist als wie geschenkt48 ,illustration3 ,j4 ,w4 ,,von ,,goethe #ahag4 ,zeichnung von ,f4 ,jagemann ,weimar3 ,grossh4 ,kunstsammlung ,seiner im hchsten ,sinne praktischen ,natur war die ,beschftigung mit den ,vorbedingungen des ,denkens widrig1 weil diese das ,denken selbst1 seinen ,inhalten und ,resultaten nach1 nicht frderten4 ,das ,schlimme ist18 sagt er zu ,eckermann1 da alles ,denken zum ,denken nichts hilft2 man mu von ,natur richtig sein1 so da die guten ,einflle immer wie freie ,kinder ,gottes vor uns dastehen1 und uns zurufen3 da sind wir48 ,die ,abneigung gegen ,erkenntnistheorie1 die aus solchen ,grnden der psychologischen ,praxis hervorging1 entfernte ihn vllig von dem ,kantischen ,weg1 in den ,bedingungen des ,erkennens1 in dem ,bewutseinszusammenhang1 der die empirische ,welt trgt1 die ,vershnung ihrer ,diskrepanzen zu suchen4 ,das ,absolute aber1 in dem diese gefunden wird1 aus der ,erscheinung heraus in die ,dinge-an-sich zu verlegen1 wrde fr ihn die ,welt sinnlos machen4 ,vom ,absoluten im theoretischen ,sinne wag' ich nicht zu reden2 behaupten aber darf ich3 da1 wer es in der ,erscheinung anerkannt und immer im ,auge behalten hat1 sehr groen ,gewinn davon erfahren wird48 ,und ein andermal3 ,ich glaube einen ,gott4 ,das ist ein schnes und lbliches ,wort2 aber ,gott anerkennen1 wie und wo er sich offenbare1 das ist eigentlich die ,seligkeit auf ,erden48 ,nicht auerhalb der ,erscheinungen1 sondern in ihnen fallen ,natur und ,geist1 das ,lebensprinzip des ,ich und das des ,objekts zusammen4 ,dieser anschauende ,glaube1 ohne den es berhaupt kein ,knstlertum gbe1 hat in ihm sein uerstes1 das ganze ,weltfhlen durchdringende ,bewutsein erlangt1 da er1 als die hchste ,artistennatur1 die wir kennen1 gerade in eine ,zeit traf1 in der jener ,gegensatz die maximale ,spannung und damit das maximale ,vershnungsbedrfnis erreicht hatte4 ,goethe1 der ,augenmensch81 war seiner ,natur nach zu sehr ,realist1 um die ,wirklichkeit zu ertragen1 wenn sie nicht in ihrer ganzen ,erscheinung ,darstellung der ,idee wre2 ,kant war zu sehr ,idealist1 um die ,welt ertragen zu knnen1 wenn die ,idee 7im weitesten1 nicht in dem spezifischen ,sinn der philosophischen ,terminologie7 nicht die ,wirklichkeit ausgemacht htte4 ,der tiefe ,gegensatz der beiden ,weltanschauungen1 die doch dem gleichen ,problem gegenberstehen1 tritt in dem ,verhltnis hervor1 das sie beide zu dem berhmten ,satz ,hallers haben1 da kein erschaffener ,geist ins ,innere der ,natur dringt84 ,beide bekmpfen ihn mit frmlicher ,entrstung1 weil er jenen ,abgrund zwischen ,subjekt und ,objekt verewigen mchte1 den es gerade auszufllen galt4 ,aber auf wie verschiedene ,motive hin6 ,fr ,kant ist der ganze ,ausspruch von vornherein unsinnig1 weil er die ,unerkennbarkeit eines ,objekts beklagt1 das es gar nicht gibt4 ,denn da die ,natur berhaupt nur ,erscheinung1 d4 h4 ,vorstellung in einem vorstellenden ,subjekt ist1 so hat sie berhaupt kein ,inneres4 ,wenn man von einem ,inneren ihrer ,erscheinung sprechen wollte1 so sei es dasjenige1 in das ,beobachtung und ,zergliederung der ,erscheinungen wirklich dringen4 ,wenn die ,klage sich aber auf dasjenige bezieht1 was hinter aller ,natur liegt1 also nicht mehr ,natur1 weder ihr ueres noch ihr ,inneres ist -- so ist sie nicht weniger tricht1 weil sie etwas zu erkennen verlangt1 was seinem ,begriff nach sich den ,bedingungen des ,erkennens entzieht4 ,das ,absolute hinter der ,natur ist eine bloe ,idee1 die niemals angeschaut1 also auch nicht erkannt werden kann4 ,goethe hingegen1 solcher erkenntnistheoretischen berlegung ganz fern1 verwirft jenen ,spruch aus dem unmittelbaren ,mitfhlen mit dem ,wesen der ,natur heraus3 ,natur hat weder ,kern ,noch ,schale1 ,alles ist sie mit einem ,male4 ,und3 ,denn das ist der ,natur ,gestalt1 ,da innen gilt1 was auen galt4 ,und3 ,msset im ,naturbetrachten ,immer eins wie alles achten1 ,nichts ist drinnen1 nichts ist drauen1 ,denn was innen1 das ist auen4 ,da das ,tiefste1 ,innerste und ,bedeutsamste1 nach dem man sich sehnen kann1 nicht auch in der ,wirklichkeit ergreifbar sein sollte1 ist ihm schlechthin unertrglich4 ,der ganze ,sinn seiner knstlerischen ,existenz wre ihm dadurch erschttert4 ,wenn er deshalb jenem ,spruch entgegenhlt3 ,ist nicht der ,kern der ,natur ,menschen im ,herzen -- so ist dies nur scheinbar der ,kantischen ,ansicht gleich1 die die ,natur und ihre ,gesetze in das menschliche ,erkenntnisvermgen1 als dessen ,produkte1 hineinverlegt4 ,denn ,goethe will sagen3 das ,lebensprinzip der ,natur ist zugleich auch dasjenige der menschlichen ,seele1 beides sind gleichberechtigte ,tatsachen1 aber hervorgehend aus der ,einheit des ,seins1 die die ,gleichheit des schpferischen ,prinzips in die ,mannigfaltigkeit der ,gestaltungen entwickelt2 so da der ,mensch in seinem eigenen ,herzen das ganze ,geheimnis des ,seins und vielleicht auch seine ,lsung zu finden vermag4 ,der ganze knstlerische ,rausch der ,einheit von ,innen und ,auen1 von ,gott und ,welt1 bricht in ihm1 aus ihm hervor4 ,solcher ,behauptungen ber die ,dinge selbst enthlt sich ,kant4 ,er sagt nur das ber sie aus1 was sich aus den ,bedingungen ihres ,vorgestelltwerdens ergibt4 ,nicht weil ,natur und ,menschenseele ihrem ,wesen1 ihrer ,substanz nach einheitlich sind1 kann man das eine aus dem andern ablesen1 sondern weil die ,natur eine ,vorstellung in der ,menschenseele ist1 so da die ,form und ,bewegung dieser allerdings die allgemeinsten ,gesetze jener bedeuten mu4 ,man kann den ,gegensatz1 um den es sich handelt1 im ,hinblick auf jenen ,hallerschen ,spruch zu einer kurzen ,formel zuspitzen2 fragt man nach dem eigenen ,wesen der ,natur1 so antwortet ,kant3 sie ist nur ueres1 da sie ausschlielich aus rumlich-mechanischen ,beziehungen besteht2 und ,goethe3 sie ist nur ,inneres1 da die ,idee1 das geistige ,schpfungsprinzip1 auch ihr ganzes ,leben ausmacht4 ,fragt man aber nach ihrem ,verhltnis zum ,menschengeist1 so antwortet ,kant3 sie ist nur ,inneres1 weil sie eine ,vorstellung in uns ist2 und ,goethe3 sie ist nur ueres1 weil die ,anschaulichkeit der ,dinge1 auf der alle ,kunst beruht1 eine unbedingte ,realitt haben mu4 ,goethe meint nicht1 wie ,kant1 da das geistige ,innere das ,zentrum der ,natur sei2 sondern da dieses1 wie berall so auch im ,menschengeist zu finden sei4 ,beides sind gleichsam parallele ,darstellungen des gttlichen ,seins1 das sich in der ,natur1 dem ueren1 mit derselben ,realitt entwickelt1 wie in der ,seele1 dem ,inneren2 so da die ,natur ihre unbedingte uere1 anschauliche ,wirklichkeit behlt1 ohne ihre ,wesenseinheit mit dem ,menschenherzen aufzugeben1 und dazu nicht erst1 wie von ,kant1 in eine ,vorstellung in diesem verwandelt zu werden braucht4 ,beide stellen sich gleichmig jenseits des ,gegensatzes von ,materialismus und ,spiritualismus4 ,kant1 weil sein ,prinzip die ,materie und den ,geist1 die beide bloe ,vorstellungen sind1 gleichmig und gegensatzlos unter sich begreift1 ,goethe1 weil beide1 die er als absolute ,wesen hinnimmt1 doch unmittelbar eines bildeten2 er meint zu ,schiller1 die materialistischen ,philosophen kmen nicht zum ,geiste1 die idealistischen aber nicht zu den ,krpern1 und da man also immer wohltut1 in dem philosophischen ,naturstande zu bleiben und von seiner ungetrennten ,existenz den besten1 mglichen ,gebrauch zu machen84 ,soll aber eine objektive1 d4 h4 hier1 ber dem ,bewutsein gelegene ,einheit des ,seins gesucht werden1 so knnte sie fr ,kant nur in ,gott liegen1 den er ja auch ausdrcklich heranzieht1 wo es sich um die ,vereinigung der divergentesten ,lebenselemente1 der ,sittlichkeit und der ,glckseligkeit handelt3 ein transszendenter ,gott1 ein ,ding-an-sich1 jenseits aller ,anschaulichkeit des ,seins4 ,fr ,goethe aber kommt alles darauf an1 da die ,einheit der ,dinge nicht jenseits der ,dinge selbst liegt2 er verwirft nicht nur den ,gott1 der nur von auen stiee8 -- das wrde auch ,kant tun2 sondern1 indem er das ,bedrngtsein8 des gttlichen ,prinzips in der ,erscheinung anerkennt1 betont er doch1 wie sehr wir uns verkrzen1 wenn wir es in eine vor unserem uern und innern ,sinne verschwindende ,einheit zurckdrngen84 ,er kann sich die ,einheit der ,welt nur retten1 wenn sie nicht in die ,einheit eines ,wesens projiziert wird1 das1 indem es der ihm gegenberstehenden ,welt die ,einheit erst verliehe1 sie in ,wirklichkeit aus ihr heraussaugen wrde4 ,bei allen scheinbaren ,analogien zwischen ,goetheschen und ,kantischen ,anschauungen darf diese ,grundverschiedenheit nie bersehen werden1 da ,goethe die ,gleichung zwischen ,subjekt und ,objekt von der ,seite des ,objekts her lst1 ,kant aber von der ,seite des ,subjekts1 wenngleich nicht des zuflligen und personal-differenzierten1 sondern des ,subjekts1 das der berindividuelle ,trger der objektiven ,erkenntnis ist4 ,wenn ,goethe also sagt3 ,wr' nicht das ,auge sonnenhaft1 ,wie knnt' die ,sonne es erblicken8 ,wr' nicht in uns des ,gottes eigne ,kraft1 ,wie knnt' uns ,gttliches entzcken88 so erscheint dies nur als eine ,paraphrase der ,kantischen ,idee1 da wir die ,dinge der ,welt nur erkennen1 weil und insofern ihre ,formen a priori in uns ruhen4 ,tatschlich aber ist es etwas ganz anderes4 ,goethe greift unter den ,gegensatz von ,subjekt und ,objekt hinunter und grndet die ,erkenntnisbeziehung zwischen ihnen auf eine ,wesensgleichheit zwischen ihnen1 wie es in primitiver ,form schon ,empedokles getan hatte1 als er lehrte3 dadurch1 da die ,elemente aller ,dinge in uns selbst sind1 knnen wir die ,dinge erkennen3 das ,wasser durch das ,wasser1 das ,feuer durch das ,feuer in uns1 den ,streit in der ,natur durch den ,streit in uns1 die ,liebe durch die ,liebe4 ,nicht das ,auge bildet die ,sonne1 und kann sie deshalb erkennen -- wie man jenen ,vers ,kantisch interpretieren mte -- sondern ,auge und ,sonne sind gleichen objektiven ,wesens1 gleichberechtigte ,kinder gttlicher ,natur1 und dadurch befhigt1 sich miteinander zu verstndigen1 sich ineinander aufzunehmen4 ,die ,kantische und die ,goethesche ,lsung des ,weltproblems1 die erkenntnistheoretische und die metaphysische -- wobei ,goethe sozusagen keine ,metaphysik hat1 sondern ,metaphysik ist -- verhalten sich wie zweierlei ,beziehungen von ,menschen1 die uerlich angesehen den gleichen ,inhalt und ,bedeutung darbieten1 von denen die eine aber durch die suggestive ,aktivitt der einen ,partei -- so da sie die andere gleichsam nach ihrem ,bilde und ihrem ,ideal des ,verhltnisses formt -- aufrecht erhalten wird1 die andere aber durch die wurzelhafte ,einheit und natrliche ,harmonie beider ,parteien4 ,illustration3 ,,leonardo ,,da ,,vinci4 ,,selbstbildnis ,,turin3 ,,palazzo ,,reale4 ,an diesem ,punkt tritt die persnliche ,wesensrichtung ,goethes ganz besonders deutlich als ,trger seiner ,weltanschauung hervor4 ,als die glcklichste ,beanlagung des ,menschen in seinem ,verhltnis zur ,natur kann es wohl gelten1 wenn die eigenste1 nur den ,bedrfnissen und ,tendenzen des ,ich folgende ,entwicklung zu einem reinen ,aufnehmen und ,bilde der ,natur fhrt1 als ob die ,krfte beider sich wie in einer prstabilierten ,harmonie uerten1 die einen den ,index fr die anderen bildeten4 ,diese ,konstellation traf bei ,goethe auf das vollendetste zu4 ,in allem1 was er uerte und wirkte1 entwickelte er nur seine ,persnlichkeit2 den ganzen ,umkreis seiner ,betrachtung und ,deutung des ,daseins erfllte er1 weil er sich selbst auslebte1 und man hat den ,eindruck1 als ob ihm sein ,bild der ,natur1 das1 bei allen sachlichen ,einwnden1 immerhin eines von unvergleichlicher ,geschlossenheit1 ,beobachtungstreue und ,hoheit der ,auffassung ist -- entstanden wre1 indem er nur die eigene ,richtung seiner mitgebrachten ,denk- und ,gefhlsenergien entfaltet htte4 ,deshalb darf er vom ,knstler fordern -- was nachher noch nher zu deuten ist -- da er hchst selbstschtig8 verfahre4 ,er schildert sich selbst1 wenn er einmal von ,winkelmann sagt3 ,findet sich in besonders begabten ,menschen jenes gemeinsame ,bedrfnis1 eifrig zu allem1 was die ,natur in sie gelegt hat1 noch in der uern ,welt die antwortenden ,gegenbilder zu suchen und dadurch 767 das ,innere vllig zum ,ganzen und ,gewissen zu steigern1 so kann man versichert sein1 da ein fr ,welt und ,nachwelt hchst erfreuliches ,dasein sich ausbreiten werde48 ,diese glckliche1 zur objektiven ,natur harmonische ,richtung seines subjektiven ,wesens rechtfertigt es1 da er1 obwohl dieses letztere mit vlliger ,freiheit entfaltend1 berall die ,natur zum ,spiegel der eigenen ,vergeistigung machend1 doch immer behaupten kann3 er gbe sich der ,natur mit der grten ,selbstlosigkeit und ,treue hin1 er sprche nur aus1 was sie ihm diktiert1 er vermeide jede subjektive ,zutat1 die die ,unmittelbarkeit ihres ,bildes trbte4 ,wir wissen von vielen der grten bildenden ,knstler1 und zwar solcher1 die die strengste ,stilisierung1 die souvernste ,umformung des ,gegebenen bten1 da sie sich fr ,naturalisten hielten1 ausschlielich das1 was sie sahen1 abzuschreiben meinten4 ,tatschlich sehen sie von vornherein so1 da es zu dem ,gegensatz innerhalb des unknstlerischen ,lebens3 zwischen der inneren ,anschauung und dem ueren ,objekt -- bei ihnen nicht kommt4 ,vermittelst der geheimnisvollen ,verbindung des ,genies mit dem tiefsten ,wesen alles ,daseins ist sein ganz individuelles1 eigengesetzliches ,sehen fr ihn -- und1 im ,mae seiner ,genialitt1 auch fr andere -- zugleich die ,ausschpfung des objektiven ,gehaltes der ,dinge4 ,in ,goethe war es tatschlich ein ganz einheitlicher ,proze1 der sich von der einen ,seite als ,entwicklung seiner eigenen ,geistesrichtung1 von der anderen als ,aufnehmen und ,erkennen der ,natur darstellte4 ,darum mu ihm die ,kantische ,vorstellung1 da unser ,verstand der ,natur ihre allgemeinen ,gesetze vorschreibt 7weil ,natur erst dadurch fr uns entstehe1 da der ,verstand die ,sinneseindrcke in den ihm eigenen ,formen ausgestaltet7 -- innerlich vllig fremd1 ja eigentlich widrig sein4 ,der ,gegensatz von ,subjekt und ,objekt mu ihm damit unsglich bertrieben erscheinen3 jenes viel zu selbstndig1 statt demtig aufnehmender ,hingabe an die ,natur ein vergewaltigendes ,vorgreifen in sie2 dieses1 mit der letzten ,absolutheit seines ,wesens dennoch nicht in das ,subjekt aufgehend1 der ungeheuren ,anstrengung des ,subjekts1 es in sich einzuziehen1 spottend4 ,ihm1 der sein ,ich von vornherein gleichsam in ,parallelitt mit der ,natur fhlte1 mute es scheinen1 als ob die ,kantische ,lsung dem ,subjekt einerseits zuviel1 anderseits zuwenig zusprche1 und als ob sie dem ,objekte einerseits ,gewalt antte1 statt sich ihm in ,treue hinzugeben1 whrend es ihr andrerseits doch als ein ,unerfabares -- ein ,ding an sich8 -- aus den ,hnden glitte4 ,illustration3 ,,der ,,delphische ,,wagenlenker4 ,in dieser ,konsequenz zeigen die beiden ,weltanschauungen auch in bezug auf die ,grenzen des ,erkennens die gleiche ,entgegengesetztheit bei scheinbarer ,verwandtschaft4 ,wie ,kant fortwhrend die ,unerkennbarkeit dessen betont1 was die ,welt jenseits unsrer ,erfahrung von ihr sei1 so ,goethe1 da hinter allem ,erforschlichen noch ein ,unerforschliches liege1 da wir nur ruhig verehren8 knnten1 ein ,letztes1 ,unsagbares1 an dem unsre ,weisheit ein ,ende habe4 ,fr ,kant bedeutet dies nur die absolute1 durch die ,natur unsres ,erkennens selbst gesetzte ,grenze desselben2 fr ,goethe bedeutet es nur jene ,schranke1 die aus der ,tiefe und dem geheimnisvollen ,dunkel des letzten ,weltgrundes hervorgeht -- wie auch der ,fromme sich bescheidet1 ,gott hienieden nicht schauen zu knnen1 aber nicht eigentlich1 weil er sich prinzipiell dem ,schauen entzge1 sondern weil unser ,schauen dazu erst einer im ,jenseits gewhrten ,steigerung1 ,krftigung1 ,vertiefung bedrfte4 ,darum sagt er3 ,sieh1 so ist ,natur ein ,buch lebendig1 ,unverstanden1 doch nicht unverstndlich48 ,von den letzten ,mysterien der ,natur trennt uns freilich eine unendliche ,entfernung1 aber sie liegen doch gleichsam in derselben ,ebene mit der erkennbaren ,natur1 weil es ja nichts als ,natur gibt1 die zugleich ,geist1 ,idee1 das ,gttliche ist4 ,fr ,kant aber liegt das ,ding an sich in einer vllig anderen ,dimension als die ,natur1 als das ,erkennbare1 und man mag in dieser ,region bis ans ,ende fortschreiten1 so wird man nie auf jene treffen4 ,goethe schreibt einmal an ,schiller3 ,die ,natur ist deswegen unergrndlich1 weil sie nicht ein ,mensch begreifen kann1 obgleich die ganze ,menschheit sie wohl begreifen knnte4 ,weil aber die liebe ,menschheit niemals beisammen ist1 so hat die ,natur gut ,spiel1 sich vor unsern ,augen zu verstecken48 ,nach den ,kantischen ,voraussetzungen aber ist dasjenige allerdings vorhanden1 was ,goethe hier als das ,beisammensein der ,menschheit vermit4 ,jene ,formen und ,normen1 deren ,anwendung ,erkennen bedeutet1 weil durch sie eben erst das ,vorstellungsobjekt fr uns geschaffen wird1 sind nichts ,persnliches1 sondern sie sind das allgemein ,menschliche in jedem ,individuum2 in ihnen liegt das ,verhltnis restlos beschlossen1 das die ,menschheit berhaupt zu ihren ,erkenntnisobjekten hat4 ,der ,natur im allgemeinen gegenber bestehen also nicht jene individuellen ,unzulnglichkeiten1 die ,goethe erst durch das ,beisammensein aller auszugleichen glaubt4 ,deshalb ist fr ,kant die ,natur prinzipiell vllig durchsichtig und nur die ,empirie ber sie ist unvollstndig4 ,da fr ,goethe die ,natur selbst von der ,idee1 vom ,absoluten durchdrungen ist1 so kommt in der ,natur selbst der ,punkt1 in dem die ,intensitt und ,tiefe der ,vorgnge uns weiteres ,eindringen versagt2 fr ,kant1 der das bersinnliche vllig aus der ,natur hinausverlegt1 liegt die ,grenze des ,erkennens nicht mehr innerhalb ihrer1 sondern erst dort1 wo sie ,natur zu sein aufhrt4 ,fr ,goethe ist es deshalb nur sozusagen eine quantitative1 keine prinzipielle ,inkonsequenz1 wenn er gelegentlich zu ,schiller uert1 die ,natur habe kein ,geheimnis1 das sie nicht irgendwo dem aufmerksamen ,beobachter nackt vor die ,augen stellte1 und ein andermal meint3 ,isis zeigt sich ohne ,schleier -- nur der ,mensch1 er hat den ,star8 --1 whrend ,kant absolut inkonsequent wird1 wenn er uns doch einen ,blick in das ,reich des ,intelligiblen verstattet2 wovon wir brigens hier nicht untersuchen1 ob es ihm mit ,recht oder ,unrecht insinuiert wird4 ,illustration3 ,,michelangelo4 ,,sklave ,,von ,,der ,,decke ,,der ,,sixtinischen ,,kapelle ,,in ,,rom4 ,wenn man den ,rhythmus der inneren ,bewegungen dieser beiden ,geister nach ihrem ,endziel bezeichnen darf -- obgleich solche letzten ,ziele nur der ,ausdruck der ,wesenskrfte und ihrer inneren ,gesetze sind1 nicht aber das selbstndig gesetzte ,ziel1 das von sich aus jenen die ,richtung gbe -- so ist die ,formel des ,kantischen ,wesens3 ,grenzsetzung1 die des ,goetheschen3 ,einheit4 ,fr ,kant kam alles darauf an1 und so lt sich seine gesamte ,leistung zusammenfassen1 die ,kompetenzen der inneren ,mchte1 die das ,erkennen und das ,handeln bestimmen1 gegeneinander abzugrenzen3 der ,sinnlichkeit ihre ,grenze gegen den ,verstand1 dem ,verstand die seinige gegen die ,vernunft1 der ,vernunft die ihrige gegen den ,glckseligkeitstrieb1 der ,individualitt die ihre gegen das ,allgemeingltige zu setzen2 damit sind zugleich in der ,objektivitt von ,welt und ,leben die ,grenzstriche fr die ,krfte1 ,ansprche und ,bedeutsamkeiten der ,dinge selbst gezogen2 es gilt fr ihn1 das praktische1 wie das theoretische ,leben vor den bergriffen1 ,ungerechtigkeiten und ,verschwommenheiten zu schtzen1 die aus dem ,mangel genauer ,grenzen zwischen den subjektiven ebenso wie zwischen den objektiven ,faktoren hervorgehen4 ,als so grundlegend er die ,bedeutung der ,synthese anerkennt1 so ist sie ihm doch sozusagen nur die natrliche ,tatsache1 die er vorfindet1 und an der nun erst seine ,aufgabe1 die ,analyse und ,grenzsetzung zwischen den ,elementen des ,seins beginnt4 ,zu jener groen ,aufgabe1 das ,subjekt mit dem ,objekt in ein einheitliches ,verhltnis zu setzen1 brachte er1 als ,werkzeuge seiner ,detailarbeit daran1 von ,natur gleichsam die ,instrumente des ,markscheiders mit4 ,ersichtlich verhlt sich der ,knstler den ,erscheinungen gegenber umgekehrt4 ,so sehr er auch zunchst das verwirrende ,ineinander der ,qualitten1 ,bettigungen und ,bedeutungen der ,dinge auseinanderlegen mu1 so macht doch seine innere ,bewegung erst an der wiedergewonnenen ,einheit ,halt1 der gegenber alle ,grenzsetzungen ,interessen zweiten ,ranges sind4 ,gewi ist die schlieliche ,einheit der ,elemente und damit der ,weltanschauung auch fr ,kant das ,definitivum4 ,aber die persnliche ,note1 mit der er gleichsam die ,tonart der dahin mndenden ,bewegungen bestimmt1 ist doch das ,interesse an der ,grenzsetzung2 dies ist die groe ,geste1 die seine ,arbeit charakterisiert1 wie die inneren ,bewegungen ,goethes in der ,vereinheitlichung der ,elemente ihren letzten ,ausdruck finden3 ,trennen und ,zhlen81 bekennt ,goethe1 lag nicht in meiner ,natur82 und ausdrcklich sagt er3 ,dich im ,unendlichen zu finden1 mut unterscheiden und dann verbinden81 whrend ,kant die ,verbindung vorfindet1 und ihre ,scheidung fr sein dringlichstes ,problem hlt4 ,wie in ,kant das ,prinzip der ,grenzsetzung1 so setzt sich bei ,goethe das der ,einheit aus der allgemeinen ,anschauung der ,natur in die ,einzelheiten fort4 ,indem die ,einheit der ,natur sich in diesen dokumentiert1 mu sich unter ihnen eine durchgehende ,verwandtschaft zeigen1 die hchstens einer ,abstufung des ,entwicklungsmaes1 aber keiner prinzipiellen ,verschiedenheit mehr ,raum gibt4 ,ich will nur ein paar uerungen hervorheben1 die zugleich das plumpe ,miverstndnis3 ,goethes angebliche1 hochmtig-aristokratische ,weltanschauung zurckweisen4 ,er betont einmal1 da zwischen dem gewhnlichen ,menschen und dem ,genie doch eigentlich nur ein sehr geringer ,unterschied gegenber dem1 was ihnen gemeinsam wre1 bestnde4 ,das poetische ,talent18 sagt er ein anderes ,mal1 ist dem ,bauer so gut gegeben wie dem ,ritter1 es kommt nur darauf an1 da jeder seinen ,zustand ergreife1 und ihn nach ,wrden behandle48 ,wollen die ,menschen ,bestien sein1 ,so bringt nur ,tiere zur ,stube herein1 ,das ,widerwrtige wird sich mindern1 ,wir sind eben alle von ,adams ,kindern48 ,illustration3 ,,albrecht ,d,,rer ,,hieronimus ,,radierung4 ,und endlich ganz umfassend3 ,auch das ,unnatrlichste ist ,natur4 ,auch die plumpste ,philisterei hat etwas von ihrem ,genie4 ,wer sie nicht allenthalben sieht1 sieht sie nirgendwo recht48 ,die ,einheit der ,natur ergreift fr ihn also auch das1 was nach der ,skala der ,werte aufs uerste einander entgegengesetzt scheint4 ,weil ueres und ,inneres des gleichen ,wesens sind1 und zwischen ihren letzten ,grnden keine ,grenzsetzung mglich ist1 so kann die ,verschiedenheit des ,maes1 in dem sie sich zu den einzelnen ,erscheinungen mischen1 keine wesentliche ,verschiedenheit dieser begrnden4 ,und wie zwischen den ,menschen1 so innerhalb des einzelnen ,menschen4 ,er uert den ,unmut81 den ihm die ,lehre von den unteren und oberen ,seelenkrften erregt habe4 ,in dem menschlichen ,geist1 sowie im ,universum1 ist nichts oben noch unten2 alles fordert gleiche ,rechte an einem gemeinsamen ,mittelpunkt1 der sein geheimes ,dasein eben durch das ,verhltnis aller ,teile zu ihm manifestiert4 ,alle ,streitigkeiten der lteren und neueren bis zur neuesten ,zeit entspringen aus der ,trennung dessen1 was ,gott in seiner ,natur vereint hervorgebracht4 ,wer nicht berzeugt ist1 da er alle ,manifestationen des menschlichen ,wesens1 ,sinnlichkeit und ,vernunft1 ,einbildungskraft und ,verstand zu einer entschiedenen ,einheit ausbilden msse1 der wird sich in einer unerfreulichen ,beschrnkung immerfort abqulen48 ,alles dieses wrde ,kant wohl prinzipiell auch zugeben2 allein gerade in dieser ,tatsache hebt sich die ,divergenz der ,denkrichtungen am deutlichsten ab4 ,fr ,goethe kommt es auf die ,einheit an1 die trotz der ,grenzen der ,seelenvermgen besteht2 fr ,kant auf die ,grenzen der ,seelenvermgen1 die trotz ihrer ,einheit bestehen4 ,die ,grenzsetzung ist fr ihn das unmittelbare ,korrelat der ,einheit2 er sagt einmal1 nachdem er zwischen nahe benachbarten ,wissensgebieten eine scharfe ,grenze gezogen hat3 ,diese ,absonderung hat noch einen besonderen ,reiz1 den die ,einheit der ,erkenntnis bei sich fhrt1 wenn man verhtet1 da die ,grenzen der ,wissenschaft nicht ineinanderlaufen1 sondern ihre gehrig abgeteilten ,felder einnehmen48 ,wenn es das ,ziel jeder ,weltanschauung ist1 das erste regellose ,ineinander und ,auseinander der ,weltelemente zu einer ,harmonie und gegenseitig befriedigtem ,sinn aller berzufhren1 so haben ,kant und ,goethe dieses gemeinsame ,ziel1 der eine durch die ,gerechtigkeit der ,grenzsetzung zwischen ihnen1 der andere durch die ,einheit ihres ,sichdurchdringens erreicht -- und gerade darum auch befriedigend erreichen knnen1 weil jeder von ihnen die ,tatsache des entgegengesetzten ,prinzips anerkennt4 ,illustration3 ,a4 ,,feuerbach ,,konzert ,,berlin3 ,,nationalgalerie4 ,fr beide wird diese ,anerkennung freilich von seiten des letzten ,motivs her begrenzt1 aus dem berhaupt ihre ,anschauungsweise quillt und das bei dem einen ein wissenschaftliches1 bei dem andern ein knstlerisches ist4 ,die ,wissenschaft befindet sich immer auf dem ,wege zu der absoluten ,einheit des ,weltbegriffes1 kann sie aber niemals erreichen2 auf welchem ,punkte sie auch stehe1 es bedarf von ihr aus immer eines ,sprunges in eine andre ,denkweise3 religiser1 metaphysischer1 moralischer1 sthetischer ,art -- um das unvermeidlich ,fragmentarische ihrer ,ergebnisse zu einer vlligen ,einheit zu ergnzen und zusammenzuschlieen4 ,das hat ,kant sehr gut gewut1 und er bestimmt deshalb mit groer ,entschiedenheit die ,schranken nicht nur innerhalb seines ,weltbildes sondern auch dieses ,weltbildes selbst1 soweit er es als wissenschaftlich anerkennt1 gegenber dem ,ideal der unbedingten ,einheit der ,dinge4 ,fr ,goethe andrerseits wird die ,grenze1 bis zu der die ,analyse gehen darf1 durch ein nicht weniger bestimmtes ,kriterium gegeben2 sie ist ihm von dem ,punkt an unzulssig1 wo sie die ,schnheit der ,dinge zerstrt4 ,schnheit1 so knnte man in ,goethes ,sinne sagen1 ist die ,form1 in der ,stoff und ,idee1 oder ,materie und ,geist sich gegenseitig innewohnen4 ,da ,schnheit da ist1 da wir sie empfinden1 dass wir sie selbst bilden knnen1 ist die ,gewhr dafr1 da jene ,einheit der ,weltelemente besteht1 nach der die ,ideenbewegung der ,zeit suchte1 ist die ,gewhr dafr1 da das geistige ,subjekt und die objektive ,natur sich begegnet sind2 und sie knnen sich nur begegnen -- so darf man ihn weiter ausdeuten -- wenn und weil sie von vornherein identisch sind4 ,wir mssen vielleicht auf die geheimnisvolle ,gestalt ,lionardo da ,vincis zurckgehen1 um einen ,zweiten zu finden1 der die ,welt so restlos sthetisch genossen1 so jede ,wirklichkeit zugleich als ,schnheit empfunden hat4 ,weil ,schnheit die ,verkrperung ideellen ,gehalts im realen ,sein ist1 so bedeutet die ,durchgngigkeit ihrer ,herrschaft die ,auflsung jenes fundamentalen ,gegensatzes zwischen dem geistigen und dem natrlichen1 dem subjektiven und dem objektiven ,prinzip des ,seins1 bedeutet die ,erkenntnis seiner ,nichtigkeit4 ,darum findet er in der ,schnheit das niemals trgende ,kriterium fr die ,richtigkeit der ,erkenntnis3 in dem ,augenblick1 wo die -- uere oder intellektuelle -- ,zergliederung des ,objekts die ,schnheit seiner ,erscheinung nicht mehr bestehen liee1 wre die ,unwahrheit ihrer ,ergebnisse bewiesen4 ,jenes ,auseinanderreien der ,natur mit ,hebeln und mit ,schrauben8 ist ihm sozusagen theoretisch falsch1 weil es sthetisch falsch ist4 ,die ,anerkennung der ,geognosie ringt er sich nur schwer ab1 da sie doch den ,eindruck einer schnen ,erdoberflche vor dem ,anschauen des ,geistes zerstckelt84 ,daher auch sein ,ha gegen die ,zerstckelung ,homers2 er will ihn als ,ganzes denken81 weil er nur so seine ,schnheit bewahre4 ,von analytischen ,geistern1 die die dichterisch-synthetische ,auffassung der ,dinge zerstren1 meint er3 ,was wir ,dichter ins ,enge bringen1 ,wird von ihnen ins ,weite geklaubt4 ,das ,wahre klren sie an den ,dingen1 ,bis niemand mehr dran glaubt48 ,in sehr tiefgreifender ,weise bezeichnet dies das kleine ,gedicht3 ,die ,freude48 ,er entzckt sich an den ,farben einer ,libelle1 will sie in der ,nhe sehen1 verfolgt und fat sie und sieht -- ein traurig1 dunkles ,blau4 ,so geht es dir1 ,zergliederer deiner ,freuden68 ,mit der zuweit getriebenen ,zergliederung1 die den sthetischen ,genu zerstrt1 entschwindet also nicht etwa eine ,illusion1 sondern das ganz reale ,bild des ,gegenstandes4 ,ja1 seine ,abneigung gegen ,brillen ist schlielich doch auch nur die gegen das scharfe ,zerfasern der ,erscheinungen1 gegen das ,zerstren des natrlich schnen ,verhltnisses zwischen den ,objekten und dem aufnehmenden ,organ4 ,gewi mit ,recht meint ,helmholtz1 das letzte ,motiv fr seine unselige ,polemik gegen ,newtons ,farbenlehre verrieten die ,stellen1 wo er ber die durch viele enge ,spalten und ,glser hindurchgequlten ,spektra spottet1 und die ,versuche im ,sonnenschein unter blauem ,himmel nicht nur als besonders ergtzlich1 sondern auch als besonders beweisend preist4 ,die ,zerstrung des sthetischen ,bildes ist ihm zugleich die ,zerstrung der ,wahrheit4 ,die rechnerische ,vorstellung der ,dinge1 wie die mathematische ,naturwissenschaft sie durch ,zerlegung in ihre1 womglich qualittslosen1 ,elemente gewinnt1 mu ihm wegen ihres ,mankos an sthetisch-anschaulichem ,werte ein ebenso groer ,frevel und ,irrweg sein1 wie umgekehrt fr ,kant dieses sthetische ,kriterium ein solcher gegenber den ,gegenstnden des ,naturerkennens wre4 ,illustration3 ,ornament ,der groen ,zweiheit der ,weltelemente1 durch deren mannigfaltige ,vershnungen hin sich die ,weltanschauung der neueren ,zeit entwickelt1 steht eine andere zur ,seite1 die sich viel frher als jene aufarbeitet1 in ihrem ,bildungsschicksal aber mit ihr verwandt ist3 der praktische ,dualismus zwischen dem ,ich und der gesellschaftlichen ,gesamtheit1 aus dem man die ,probleme der ,sittlichkeit entspringen zu lassen pflegt4 ,auch hier beginnt die ,entwicklung mit einem ,indifferenzzustand3 die ,interessen des ,einzelnen und der ,gesamtheit haben in primitiven ,kulturen berhaupt noch keine nennenswerte oder bewute ,entgegengesetztheit3 der naive ,egoismus hat zwar gelegentlich1 aber noch nicht prinzipiell einen anderen ,inhalt als der ,gruppenegoismus4 ,sehr bald freilich bildet sich mit der anhebenden ,individualisierung der ,persnlichkeiten ein ,gegensatz zwischen beiden heraus1 und damit die ,forderung an den ,einzelnen1 sein persnliches ,interesse dem der ,allgemeinheit unterzuordnen3 dem ,wollen tritt ein ,sollen gegenber1 der natrlichen ,subjektivitt ein objektives ,moralgebot4 ,und abermals erhebt sich die ,einheitsforderung3 diesen ,dualismus durch ,unterdrckung der einen ,seite oder durch gleichmige ,befriedigung beider aufzuheben2 wobei es sich hier ersichtlich um eine ,lsung handelt1 die den ,wert des ,lebens berhaupt auf sein ,maximum bringe4 ,die ,antwort vollzieht sich bei ,kant und ,goethe in fast genauem ,parallelismus mit dem ,verhltnis ihrer theoretischen ,weltanschauungen4 ,bei ,kant durch ein objektives ,moralgebot1 das jenseits jeglichen besonderen ,interesses steht1 aber in der ,vernunft des ,subjekts wurzelt2 bei ,goethe durch eine unmittelbare innere ,einheit der sittlich-praktischen ,lebenselemente1 durch eine die ,gegenstze einschlieende ,natur des ,menschen und der ,dinge4 ,kants zentraler ,gedanke beruht hier auf der vlligen ,scheidung zwischen der ,sinnlichkeit und der ,vernunft2 einen ,wert erhielte das ,handeln erst dadurch1 da es unter absoluter ,rcksichtslosigkeit gegen die erstere ausschlielich der letzteren gehorchte4 ,diese aber enthlt zwei ,momente3 einmal die ,selbstndigkeit des ,menschen1 die verneint ist1 sobald sinnliche ,motive uns bestimmen1 deren ,anregung und ,befriedigung von auen1 von der ,gegenwart bestimmter ,objekte abhngig ist2 zweitens die vllige ,objektivitt des ,sittengesetzes1 das mit allen individuellen ,reserven1 ,besonderheiten und ,velleitten schonungslos aufrumt und den ganzen ,wert des ,menschen ausschlielich darauf grndet1 da er seine ,pflicht erfllt1 und zwar nicht nur uerlich erfllt1 sondern auch um der ,pflicht willen2 sobald sich irgend ein anderes ,motiv als dieses in die ,handlung mischt1 hat sie keinen ,wert mehr4 ,ist diese ,bedingung aber erfllt1 so ist der ,mensch in eine hhere1 ber-empirische ,ordnung eingestellt1 und gewinnt so durch sein ,handeln einen ,wert1 eine absolute ,bedeutung1 hinter der all sein bloes ,denken und ,erkennen1 das sich nur auf ,empirisches und ,relatives bezieht1 weit zurcksteht4 ,illustration3 ,,puvis ,,de ,,chavannes4 ,,mittelgruppe ,,aus ,,dem ,,wandgem,,lde ,,in ,,der ,,sorbonne ,,zu ,,paris4 ,an diesem letzteren1 uerst charakteristischen ,punkte der ,kantischen ,lehre1 dem ,primat der praktischen ,vernunft vor der theoretischen8 ist ,goethe mit ihm vllig einverstanden4 ,unaufhrlich betont er1 wie ,handeln im sittlichen ,sinne unser erstes ,interesse zu bilden habe4 ,wie er es als der ,weisheit letzten ,schlu erklrt1 da man sich das ,leben tglich praktisch erobre1 wie er den ,begriff des ,menschen mit dem des ,kmpfers identifiziert1 so erklrt er1 da er berhaupt nur handelnd denken knne1 und da ihm alle bloe ,belehrung direkt verhat wre1 wenn sie nicht zugleich seine ,ttigkeit belebte4 ,der ,primat der sittlich-praktischen ,tchtigkeit vor aller bloen ,intellektualitt und ,theorie steht ihm ebenso fest wie ,kant4 ,fr ihre ethische ,anschauung bedeutet dies die gleiche bereinstimmung wie fr ihre allgemeine ,weltanschauung die berwindung des oberflchlichen ,dualismus der inneren und der ueren ,natur4 ,aber sogleich trennen sich1 hier wie dort1 die ,wege oberhalb -- oder unterhalb -- dieser gleichsam nur punktuellen ,gemeinsamkeit4 ,wie fr ,kant das ,unerkennbare des ,daseins ein absolutes ,jenseits ist1 von allem ,gegebenen brckenlos geschieden1 fr ,goethe aber nur die in das ,mystische sich verlierende ,tiefe der ,anschauungswelt1 in die der ,weg von dieser1 wenn auch unbeendbar1 so doch ohne ,sprung fhrt -- so liegt fr ,kant der sittliche ,wert in einer dem ,wesen nach anderen ,welt1 als alles andere ,dasein und seine ,bedeutungen1 von diesen aus nur durch eine radikale ,wendung und ,revolution8 zu erreichen4 ,in der ,goetheschen ,anschauung aber ist der sittliche ,wert mit den brigen ,lebensinhalten in einer einheitlichen1 kontinuierlich aufsteigenden ,reihe verbunden1 und sein auch fr ihn unbezweifelbarer ,primat ist jenen gegenber der ,rang des primus inter pares4 ,jener fundamentale und unvershnliche ,wertunterschied zwischen der sinnlichen und der vernnftigen ,seite unseres ,wesens1 auf dem die ganze ,kantische ,ethik steht1 mu ,goethe ein ,horror sein -- wie berhaupt sein eigentlicher ,todfeind der christliche ,dualismus ist1 der die ,sichtbarkeit der ,welt und ihren ,wert auseinanderreit4 ,die metaphysische ,einheit der ,lebenselemente mu sich fr ihn unmittelbar in eine ,werteinheit derselben umsetzen4 ,da er1 wie wir sahen1 das ,innere und das uere nicht trennen kann1 da er statt der oberen und unteren ,seelenkrfte8 einen gemeinsamen ,mittelpunkt des psychischen ,daseins fordert -- das entstammt doch wohl der in die letzten ,tiefen seiner ,persnlichkeit hineinreichenden und allem ,beweisen und ,widerlegen unzugnglichen ,empfindung einer ,gleichheit und ,harmonie aller unserer ,wesensseiten in bezug auf den ,wert1 den jede besitzt4 ,wie fr ihn in der anschaulichen ,welt nichts so klein1 flchtig oder abseitliegend ist1 da sich nicht seine ganze ,aufmerksamkeit darauf richten knnte1 und da es ihm nicht zum ,spiegel ewiger ,gesetze1 zum ,reprsentanten der ,gesamtheit des ,alls wrde1 so lt es in der subjektiven ,welt die gewaltige ,einheit seines ,lebensgefhles nicht zu einem prinzipiellen ,wertunterschiede seiner einzelnen ,energien kommen4 ,goethes ,existenz wird durch das glcklichste ,gleichgewicht der drei ,richtungen unserer ,krfte charakterisiert1 deren mannigfaltige ,proportionen die ,grundform jedes ,lebens abgeben3 der aufnehmenden1 der verarbeitenden1 der sich uernden4 ,in diesem dreifachen ,verhltnis steht der ,mensch zur ,welt3 zentripetale ,strmungen1 das uere dem ,inneren vermittelnd1 fhren die ,welt als ,stoff und ,anregung in ihn ein1 zentrale ,bewegungen formen das so ,erhaltene zu einem geistigen ,leben und lassen das uere zu einem ,ich und seinem ,besitz werden1 zentrifugale ,ttigkeiten entladen die ,krfte und ,inhalte des ,ich wieder in die ,welt hinein4 ,wahrscheinlich hat dieses dreiteilige ,lebensschema eine unmittelbare physiologische ,grundlage1 und der seelischen ,wirklichkeit seiner harmonischen ,erfllung entspricht eine gewisse ,verteilung der ,nervenkraft auf diese drei ,wege ihrer ,bettigung4 ,beachtet man nun1 wie sehr das bergewicht eines derselben die anderen und die ,gesamtheit des ,lebens irritiert1 so mchte man ihre wundervolle ,ausgeglichenheit in ,goethes ,natur als den physisch-psychischen ,ausdruck fr deren ,schnheit und ,kraft ansehen4 ,er hat innerlich sozusagen niemals vom ,kapital gezehrt1 sondern seine geistige ,ttigkeit war fortwhrend von der rezeptiven ,hinwendung zur ,wirklichkeit und allem1 was sie bot1 genhrt2 seine inneren ,bewegungen haben sich nie gegenseitig aufgerieben1 sondern seine ungeheure ,fhigkeit1 sich nach auen hin handelnd und redend auszudrcken1 verschaffte jeder die ,entladung1 in der sie sich vllig ausleben konnte3 in diesem ,sinne hat er es so dankbar hervorgehoben1 da ihm ein ,gott gegeben hat1 zu sagen1 was er leidet4 ,so knnte man in seiner ,denkrichtung sagen1 da1 wenn irgend eine ,lebensenergie prinzipiell einer anderen untergeordnet ist1 so sei sie eben dadurch1 da sie diese ihr zukommende ,stelle ausfllt1 gerade so wertvoll wie die hhere1 die auch nichts kann1 als ihre ,funktion ausben1 und das eben erst im ,zusammenwirken mit der ersten kann2 so da jene antiaristokratische ,meinung ber die annhernde ,gleichwertigkeit der ,menschen -- vor der er brigens selbstverstndlich im ,empirischen und nach dem einmal rezipierten ,mastab den ,unterschied zwischen der blden ,menge und den groen ,menschen nie bersieht -- ihre ,analogie innerhalb des einzelnen ,menschen1 in ,beziehung auf seine ,wesenselemente findet4 ,wenn ich vorhin die ,einheit des ,inneren und des ueren1 des ,subjektiven und des ,objektiven1 des ,ideellen und des ,realen als die ,voraussetzung der knstlerischen ,weltanschauung hervorhob1 so kommen wir hier vielleicht auf die noch tiefere ,fundamentierung dieses ,fundaments2 jenes ,in- und ,miteinander der ,weltelemente ist doch vielleicht nur der ,ausdruck1 man knnte sagen3 die metaphysische ,rechtfertigung ihrer ,wertgleichheit1 die er empfindet4 ,das mag auch der ,grund sein1 weshalb das antike ,unverhlltsein seiner sinnlichen ,derbheiten immer knstlerisch wirkt1 weil es jene ,gleichberechtigung der ,wesensseiten aufs schrfste verdeutlicht1 die1 zu einer allgemeinen ,weltanschauung geformt1 die ,metaphysik aller ,kunst ausmacht4 ,indem ihm so das auf das eigene und sinnliche ,glck gerichtete ,ideal mit dem ,vernunftideal eine ,einheit bildet1 erhebt er sich ganz ber den ,gegensatz zwischen eudmonistischer und rationalistischer ,moral1 auf dem die ,kantische ,ethik ruht4 ,vielen ,miverstndnissen gegenber mu durchaus betont werden1 da seine ,fremdheit gegen die logische ,strenge der ,vernunftethik absolut nicht bedeutet1 er habe das ,leben einem sinnlichen und ,genuideal untertan machen wollen4 ,ja1 um seinen ,abstand hiervon zu begreifen3 er kann es direkt aussprechen 7#ahah71 es sei ,kants unsterbliches ,verdienst1 da er die ,moral dem schwankenden ,kalkul einer bloen ,glckseligkeitstheorie entgegengestellt8 und sie in ihrer hchsten bersinnlichen ,bedeutung erfat habe4 ,das widerstreitet gar nicht dem ,ausruf in den ,lehrjahren3 ,o der unntigen ,strenge der ,moral1 da die ,natur uns auf ihre liebliche ,weise zu allem bildet1 was wir sein sollen48 ,denn die bersinnlichkeit1 die er dort meint1 ist eben nicht die ,kantische1 die einerseits eine exklusive ,vernunftherrschaft1 andrerseits unsere ,einstellung in eine transszendente ,ordnung der ,dinge bedeutet4 ,goethes bersinnliches will hier nur die allumfassende ,natur besagen1 die freilich ebensowenig einseitige ,sinnlichkeit ist wie einseitige ,vernnftigkeit4 ,das spricht er ganz unzweideutig einige ,jahre spter in einem ,briefe an ,carlyle aus3 ,einige haben den ,eigennutz als ,triebfeder aller sittlichen ,handlungen angenommen2 andere wollten den ,trieb nach ,wohlbehagen1 nach ,glckseligkeit als einzig wirksam finden2 wieder andere setzten das apodiktische ,pflichtgebot obenan3 und keine dieser ,voraussetzungen konnte allgemein anerkannt werden1 man mute es zuletzt am geratensten finden1 aus dem ganzen ,komplex der gesunden menschlichen ,natur das ,sittliche sowie das ,schne zu entwickeln48 ,die eigentliche ,groartigkeit des ,kantischen ,moralismus1 die immer wieder ber seine ,verengerung und ,vereinseitigung der ,wertsphren triumphiert1 hat ,goethe freilich niemals erfat4 ,das sittliche ,sollen ist fr ,kant die eine ,karte1 auf die der ganze ,wert des ,lebens gesetzt ist2 und daran mute ,goethe vor allem die ungeheure ,vergewaltigung aller anderen ,lebensgebiete fhlen4 ,alles ,sollen ist despotisch18 sagt er1 und ihm1 dem aus der tiefen ,einheitlichkeit des ,seins die gleichberechtigte ,freiheit all seiner ,elemente quoll1 erschien dies unertrglich1 weil er nicht in die ,tiefe der ,kantischen ,lehre drang1 in der dieses ,sollen sich als die uerste und unbedingte ,freiheit des ,ich offenbarte4 ,denn den ,despotismus8 jenes ,sollens kann nach der ,kantischen ,deutung weder ein ,gott noch ein ,staat1 weder ein ,mensch noch eine ,sitte uns auferlegen1 sondern allein wir selbst4 ,die ganze ,peripherie des ,lebens erscheint ,kant von ,mchten mindestens mitbestimmt1 die auerhalb des tiefsten ,ich liegen1 und nur an dem ,punkte der sittlichen ,freiheit1 d4 h4 an dem ,gesetze1 das wir uns selbst auferlegen1 bricht dieses hervor -- in unvershnlichem ,gegensatz freilich zu dem ,knstler1 dem alles scheinbar uerliche der ,ort fr die ,bewhrung seiner tiefsten ,persnlichkeitskrfte ist4 ,wenn unsere ,natur einheitlich ist1 weil die ,natur berhaupt es ist1 so zeigt sich damit der ethisch-praktische ,konflikt nicht nur in uns1 sondern auch auerhalb unser als nichtig4 ,sie mu das ,ich und seine ,interessen mit der sozialen ,gesamtheit ebenso vershnen1 wie die ,sinnlichkeit mit der ,vernunft4 ,daraus erklrt sich1 da ,goethe den eigentlich sozialen ,problemen auch in ihren allgemeinsten ,formen ganz fremd gegenbersteht4 ,denn immer handelt es sich in diesen darum1 das unzulngliche oder verschobene ,gleichgewicht zwischen dem ,individuum und seinem sozialen ,kreise herzustellen4 ,goethe steht hier ganz auf dem ,boden seiner ,zeit1 die von dem ,einzelnen als ,sozialwesen nur zu fordern pflegte1 da er seine persnliche ,kraft und ,einzelinteresse ganz individuell bewhre4 ,vllig im ,tone des landlufigen ,liberalismus bemerkt er gegen die ,saint-,simonisten1 da jeder bei sich anfangen und zunchst sein eigenes ,glck machen msse1 woraus denn zuletzt das ,glck des ,ganzen unfehlbar entstehen werde4 ,dies mag fr ihn auch sthetisch begrndet sein4 ,er verlangt einmal vom ,knstler1 er solle hchst selbstschtig8 verfahren1 nur das tun1 was ihm ,freude und ,wert ist4 ,fr die ,kunst ist dieser ,liberalismus auch vllig angebracht1 weil hier tatschlich ein ,maximum von ,gesamtwert entsteht1 wenn jeder ,knstler seinem individuellen ,ideale nachgeht2 und weil das objektiv ,wertvolle der ,kunst1 das jenseits des ,gegensatzes von ,ich und ,du steht1 sich dem ,knstler allerdings in der ,form eines persnlich leidenschaftlichen ,begehrens darstellt4 ,fr geringwertige sthetisch angelegte ,naturen droht hiermit freilich die ,gefahr eines ,libertinismus1 der die sthetischen ,werte ausschlielich ihrer subjektiven ,genuseite wegen kultiviert1 unter dem ,selbstbetrug1 da sie1 als sthetische1 an sich selbst etwas berindividuelles1 objektiv ,wertvolles seien4 ,solche ,tendenz auf den ,genu als das ,letztentscheidende lag ,goethe vllig fern1 wenn er das egoistische ,prinzip betonte4 ,er war sich bewut1 nur seine einheitliche ,persnlichkeit zu entwickeln -- und dasselbe von andern zu verlangen -- die freilich eine subjektive und eine objektive ,seite hatte2 wobei es denn sozusagen nur eine technische ,frage war1 welche von beiden gelegentlich die ,fhrung bernahm4 ,der knstlerische1 der ,produktion objektiver ,werte sich bewute ,egoismus verhlt sich deshalb durchaus khl den ,aufgaben gegenber1 die aus der ,spaltung der ,individuen hervorgehen und deren ,vershnung nun gerade durch den ,verzicht auf allen ,egoismus gewinnen wollen4 ,statt der ,versuche1 jenem sozialen ,antagonismus der ,menschen eine bestimmte ,form zu geben oder ihn zu berwinden1 interessiert ,goethe vielmehr das ,allgemein-,menschliche8 als der unmittelbare ,ausdruck1 sozusagen als die menschliche ,form der metaphysischen ,einheit der ,natur2 die menschliche ,natur ist ebensowenig eigentlich zu korrigieren1 sondern nur zu entwickeln1 wie unsere ,theorie sie sich nicht durch knstliche1 ihr ,wesen alterierende ,experimente1 sondern nur durch ruhige ,beobachtung ihrer freiwilligen ,entfaltung nahe zu bringen habe4 ,in jedem ,besonderen18 so hofft er1 wird man durch ,nationalitt und ,persnlichkeit hindurch jenes ,allgemeine immer mehr durchleuchten sehen48 ,in hnlicher ,gesinnung hat jetzt ,nietzsche1 trotz oder wegen des leidenschaftlichen ,interesses fr den ,menschen und die ,gesamtentwicklung der ,menschheit1 eine absolute ,gleichgltigkeit gegen alle sozialen ,fragen an den ,tag gelegt4 ,dagegen ist fr den ,sozialforscher oder -politiker der ,mensch berhaupt kein ,problem1 sondern nur die ,menschen4 ,kants ,moralgesetz ist1 wie ,schleiermacher sagte1 nur ein politisches83 es gibt die przise und erschpfende ,formel fr den ,menschen1 der seinen sozialen ,pflichten gleichsam von ,natur feindlich gegenbersteht und ein ,verhalten sucht1 mit dem dennoch ein ,zusammenleben aller mglich ist4 ,der uere wie der innere ,dualismus des ,menschen bleibt fr ,kant1 im ,praktischen nicht weniger als im ,theoretischen1 im ,vordergrund des ,bewutseins1 und seine ,lsung ist gleichsam nur eine labile1 die mit dem ,weiterbestand des ,konflikts rechnet4 ,wenn ,goethe aber es als sein ,ideal bezeichnet1 eine gewisse sittlich-freisinnige bereinstimmung durch die ,welt zu verbreiten81 so ist die ,voraussetzung davon die ,negation eben jener ,scheidung und ,entgegengesetztheit zwischen ,individuum und ,gruppe und zwischen ,gruppen untereinander1 aus der die sozialen ,probleme entspringen4 ,das kosmopolitische ,ideal ,goethes ist ,ausdruck und ,gegenbild der einheitlichen ,menschennatur1 deren ,wesensseiten sich gleichberechtigt durchdringen und so sehr der ,ausdruck eines metaphysischen ,sinnes sind1 wie die ,elemente der menschlichen ,gesellschaft und der ,welt berhaupt4 ,illustration3 ,,james ,,mc4 ,n4 ,,whistler ,glasgow3 ,gallery4 ,photographie ,hanfstngel4 ,,thomas ,,carlyle4 ,da nun aber die ,moral in dem landlufigen ,sinne des ,wortes sich auf jener von ,kant akzeptierten ,spaltung innerhalb des ,menschen und zwischen den ,menschen erhebt1 so kann die ,goethesche ,weltanschauung in diesem ,sinne keine moralische heien2 selbstverstndlich ist sie darum keine unmoralische1 sondern steht jenseits dieses ,gegensatzes4 ,da die ,natur an sich schon ,ort und ,darstellung der ,idee ist1 so ist das ,hchste1 wozu ,menschen gelangen1 der ,inhalt der hchsten ,forderung an sie1 da sie das1 was die ,natur in sie gelegt hat1 aufs vollstndigste und reinste ausbilden4 ,das ,moralische im engeren ,sinne ist wohl auch eine ,seite davon1 aber weil es eben nur eine ,seite ist1 kann sie gelegentlich hinter einer anders gerichteten zurcktreten mssen1 wenn dadurch eine vollstndigere ,entwicklung der ,natur oder der ,idee der ,person erreicht wird4 ,von ,klopstock sagt er einmal1 er wre1 von der sinnlichen wie von der sittlichen ,seite betrachtet1 ein reiner ,jngling8 gewesen4 ,da er so die sinnliche ,reinheit noch von der sittlichen unterscheidet1 zeigt einen ,sittlichkeitsbegriff1 der ber die ,moral im engeren ,sinne weit hinausgeht3 er deutet damit an1 da die sinnliche ,reinheit noch lange keine sittliche vielleicht sogar1 da die sittliche noch keine sinnliche zu sein braucht4 ,so sind auch seine ,vorstellungen ber das ,verhltnis der ,geschlechter oder ber die ,taten ,napoleons oder ber die ,verbindung des ,einzelnen mit seiner ,nation sicher den gewhnlichen ethischen ,idealen keineswegs adquat2 sie werden eben ganz von dem darber gelegenen ,ideal der ,natur beherrscht3 da der ,mensch -- so knnte man in ,goethes ,sinne sagen -- seine ,triebe und ,anlagen in der ,art und mit der ,auswahl zu entwickeln habe1 da ein ,maximum von ,gesamtentwicklung herauskommt4 ,da das ,sein und der ,wert nichts ,getrenntes sind -- am ,sein erhalte dich beglckt68 -- so ist die hchste ,steigerung des ,seins auch die des ,wertes4 ,ihren tiefsten ,ausdruck scheint mir diese bermoralische ,moral in dem folgenden merkwrdigen ,satz zu gewinnen3 ,was die ,menschen gesetzt haben 7nmlich als ,gesetze71 das will nicht passen1 es mag recht oder unrecht sein2 was aber die ,gtter setzen1 das ist immer am ,platz1 recht oder unrecht48 ber den ,gegensatz von ,recht und ,unrecht1 also ber den am ,kriterium der ,moral entstandenen1 stellt er hier einen hheren ,begriff3 das ,passen81 d4 h4 die ,fhigkeit der ,einzelheit1 sich in den letzten1 hchsten ,zusammenhang und ,harmonie der ,dinge einzustellen4 ,hiermit ist aufs entschiedenste bezeichnet1 wie weit er ber den ,moralismus ,kants hinausgeht4 ,kant sieht in dem sittlichen ,menschen den ,endzweck der ,welt1 den alleinigen1 absoluten ,wert4 ,der sittliche ,mensch hat fr ihn etwas ,unendliches1 weil er die ,lsung eines eigentlich unlsbaren ,konflikts ist4 ,diesen fundamentalen ,zwiespalt gibt es fr ,goethe nicht4 ,darum kann auch die ,moral nicht sein ,absolutes und ,letztes sein1 sondern nur eines der ,lebensprobleme und andern koordiniert -- whrend sie bei ,kant die schlechthin einzige ,stellung einnimmt3 allein aus der ,welt des ,lebens in die transszendente hinaufzureichen4 ,indem er mit ,goethe in dem negativen ,teile der ,wertfrage bereinstimmt1 und beide die ,glcksempfindung als definitiven ,lebenswert weit von sich weisen1 bleibt ,kant an dem ,gegenteil haften1 whrend ,goethe sich ber den ganzen ,gegensatz erhebt und die harmonische ,einheit des ,seins1 in der ,glck und ,unglck1 ,sittlichkeit und ,unsittlichkeit nur einzelne ,momente sind1 als den letzten ,sinn1 das absolute ,ma alles ,lebens erkennt4 ,ich stehe nicht an1 den angefhrten ,satz fr eine der tiefsten und grten ,deutungen vom ,sinn des ,daseins zu halten2 er lt uns einen fundamentalen ,zusammenhang1 eine gegenseitige ,beziehung aller ,dinge ahnen1 in dem die ,einheit der ,natur besteht oder sich offenbart und dem gegenber es ein kleinlicher ,anthropomorphismus ist1 in dem zuflligen ,ausschnitt1 den wir als ,moral bezeichnen1 den ,hhepunkt des ,seins zu erblicken4 ,und hier kann auch darauf hingedeutet werden1 da ,goethes ,weltanschauung in letzter ,instanz nicht nur ber dem ,moralismus1 sondern auch ber dem sthetizismus stehen drfte4 ,gewi berragt das sthetische ,motiv bei ihm an ,wirksamkeit alle in dem gleichen ,niveau stehenden1 und man kann es1 wie wir es getan haben1 berall zur ,interpretation seines ,standpunktes benutzen2 alle ,einzelheiten fhren darauf wie auf ihren ,schnittpunkt hin4 ,allein dennoch liegt unterhalb seiner eine noch tiefere1 sozusagen elementarere ,beschaffenheit1 sein eigentlichstes ,sein1 von dem auch das knstlerische ,motiv nur die ,erscheinung und ,darstellung in empirischem ,material ist4 ,wenn sich nmlich das ,goethesche ,existenzbild so darbietet1 da die ,identitt von ,natur und ,geist1 das pantheistische ,eins in ,allem1 ,alles in ,einem -- als ,konsequenz seiner sthetischen ,grundtendenz auftritt1 so kann sehr wohl im letzten ,fundamente der ,zusammenhang der umgekehrte sein3 die tiefste ,schicht seiner ,natur1 jenes ganz ,primre und ,absolute1 in dem alles eigentlich ,benennbare des ,wesens erst wurzelt1 mag eben ein ,gefhl von dem elementaren und ihn selbst einschlieenden ,zusammenhang alles ,seins gewesen sein4 ,mehr als irgend jemand1 von dem wir wissen -- auch ,spinoza nicht ausgeschlossen -- scheint jene geheimnisvolle ,einheit aller ,existenz1 an der die ,philosophie von jeher herumgetastet hat1 in ihm den ,inhalt des ,lebensgefhls selbst ausgemacht zu haben4 ,gerade wie man von religis begeisterten ,menschen sagt1 da der ,gott in ihnen lebt1 so war offenbar in seinem subjektiven ,existenzgefhl dasjenige lebendig1 was man1 um irgend einen ,ausdruck dafr zu haben1 nur die metaphysische ,einheit der ,dinge nennen kann2 ja1 da sie so in ihm lebt1 das machte ihn eben aus1 das war er4 ,dieser ,bestimmtheit seines ,seins berhaupt gegenber1 die sich im ,selbstbewutsein erst spiegelt1 erscheint seine knstlerische ,anschauung und ,bettigung doch nur als das ,verhltnis1 das eine so qualifizierte ,natur zu der besonderen ,richtung ihrer ,talente1 zu ihrer kulturell und historisch bestimmten ,umgebung1 zu ueren ,anregungen und ,bettigungsmglichkeiten gewinnt1 als ein ,ausdruck seines eigentlichen ,wesens1 aber nicht als das ,wesen selbst4 ,als ,existenz berhaupt1 gleichsam als ,substanz1 mit der er in die ,formen und ,bewegungen der ,welt eintritt1 steht er jenseits des sthetischen1 das sich vielmehr erst im ,zusammenschlage jener mit diesen ,formen und ,bewegungen ergab und sein empirisches ,bild gestaltete4 ,diese letztinstanzliche ,bedeutsamkeit des ,lebens1 auf die man schlielich nur von einer unberwindlichen ,distanz her hindeuten1 die man aber nie mit unzweideutigen ,begriffen ergreifen kann1 mu der merkwrdigen uerung zugrunde liegen1 die er zu ,eckermann tut1 als von seiner ,theaterleitung und den vielen fr sein knstlerisches ,schaffen dadurch verlorenen ,jahre die ,rede ist4 ,im ,grunde gereue ihn dieser ,verlust doch nicht1 sagt er4 ,ich habe all mein ,wirken und ,leisten immer nur symbolisch angesehen1 und es ist mir im ,grunde ziemlich gleichgltig gewesen1 ob ich ,tpfe machte oder ,schsseln48 ,so erscheint ihm selbst also sein knstlerisches ,tun als ein bloes ,sich-,ausprgen1 ,sich-,umsetzen einer tiefer gelegenen ,realitt1 statt dieses ,letzte1 eigentlich ,wirkliche und ,wirksame selbst zu sein4 ,von hier aus verstehen wir nun noch grndlicher sein fortwhrendes ,drngen auf praktische ,bettigung1 sein ,fhlen und ,werten seiner selbst als handelnden ,wesens4 ,denn das ,handeln ist die ,form1 durch die jener absolute ,urgrund des persnlichen ,seins in die sichtbare ,wirklichkeit tritt und die deshalb im allerumfassendsten ,sinn die ,einheit des ,subjektiven und ,objektiven ausmacht1 das in der bloen ,theorie getrennt1 einander gegenbergestellt erscheint4 ,illustration3 ,,hans ,,holbein ,d4,j4 ,paris3 ,louvre ,,erasmus ,,von ,,rotterdam4 ,wenn fr ihn nach alledem die ,aufgabe des ,menschen nur ist1 seine ,krfte bis zum vollen ,ausschpfen aller ,mglichkeiten zu entwickeln1 damit gleichsam die ,natur in ihm zu ihrem vollen ,sinn komme1 so zeigt doch jeder ,blick auf das empirische ,leben1 da es die ,zeit und die ,bedingungen zu einer so vollstndigen ,entwicklung nur sehr wenigen1 vielleicht niemandem gewhrt4 ,in ,wirklichkeit ist dies eine der frchterlichen ,menschentragdien1 da die menschlichen ,krfte sich in menschlichen ,verhltnissen nicht vollkommen ausleben und entfalten knnen4 ,was als ,begabung1 als ,spannkraft in uns lebt -- ganz abgesehen von ,velleitten --1 knnte nur durch den merkwrdigsten ,zufall die ,mglichkeit restloser ,bewhrung finden2 es fehlt hier1 sichtbarer als sonstwo1 wie vorbestimmte ,harmonie oder die nachbestimmende ,anpassung4 ,und es handelt sich nicht nur darum1 da das vollendete ,werk ,befriedigung auf uns zurckstrahle1 sondern um diejenige eigentlich unerlliche ,genugtuung1 die in der ,lsung der gespannten ,krfte1 in der ,funktion1 die unser ,knnen ganz zum ,ausdruck bringt1 gelegen ist4 ,wo diese ,inkommensurabilitt zu vollem ,bewutsein gelangt1 mu der ,mensch untergehen4 ,das drckt ,faust aus2 bliebe er in seinen ursprnglichen empirischen ,verhltnissen1 so wrde er sich verzehren1 die unentfalteten ,krfte wrden ihn tten4 ,das ,bndnis mit ,mephisto1 die ,herstellung seines ,lebenswerkes durch dmonische ,krfte ist nur die positive ,wendung davon3 berempirische ,verhltnisse mssen herbeigerufen werden1 um die ,entwicklung der ,krfte zu ermglichen4 ,aus der ,forderung an die ,natur1 da es bei diesem ,widerspruch nicht sein ,bewenden haben knnte1 entspringt die bekannte uerung zu ,eckermann ber die ,unsterblichkeit3 ,wenn ich bis an mein ,ende rastlos wirke1 so ist die ,natur verpflichtet1 mir eine andere ,form des ,daseins anzuweisen1 wenn die jetzige meinem ,geist nicht ferner auszuhalten vermag48 ,und eine sptere ,bemerkung betont nochmals den besonderen ,sinn und ,grund dieser ,unsterblichkeit3 wir seien zwar unsterblich1 aber doch nicht alle auf gleiche ,weise82 vielmehr nur nach dem ,mae der ,kraft1 die wir einzusetzen und auszuleben haben4 ,illustration3 ,,rembrandt ,b,,rgermeister ,,six ,es ist nun sehr merkwrdig1 wie auch an diesem ,punkt ,kantische ,argumente eine uere hnlichkeit mit den ,goetheschen zeigen1 bei vlliger ,divergenz der grundlegenden ,gesinnung4 ,kant stellte fest1 da wir1 als endliche und natrliche ,wesen1 den ,trieb nach ,glckseligkeit als eine nicht zu leugnende und nicht zu beseitigende ,tatsache in uns finden1 gerade wie als moralische ,wesen die ,forderung des ,sittengesetzes4 ber diesen beiden ,tatsachen erhebt sich das ,verlangen nach ihrer ,harmonie3 die ,weltordnung wre nichts als eine groe ,dissonanz1 wenn nicht das ,ma des genossenen ,glcks dem ,ma der sittlichen ,vollendung entsprche4 ,tatschlich aber ist diese ,proportion im irdischen ,leben nicht vorhanden2 zwischen ,sittlichkeit und ,glckseligkeit zeigt die ,erfahrung keinerlei gerechtes und harmonisches ,verhltnis4 ,da man aber an dieser ,unertrglichkeit schlechthin nicht ,halt machen und sie nicht der ,ordnung der ,dinge als ein ,definitivum aufbrden kann1 so postuliert ,kant die ,unsterblichkeit der ,seele1 weil sie nur in einem ,jenseits und durch den ,machtwillen eines ,gottes ihre ,vollendung3 die ,harmonie ihres sittlichen und ihres eudmonistischen ,seins finden kann4 ,es ist also sozusagen das gleiche ,schema1 in dem sich die ,kantische und die ,goethesche ,unsterblichkeitslehre vollzieht2 beide finden in der ,wirklichkeit des menschlichen ,wesens gewisse ,forderungen unmittelbar angelegt1 zu deren ,erfllung dasselbe unter den empirischen ,verhltnissen nicht gelangen kann2 da sie aber bei diesem ,widerspruch nicht stehen bleiben knnen1 so fordern sie von der ,ordnung der ,dinge1 das ,versprechen1 das sie mit der ,organisation unseres ,wesens gegeben hat1 wenigstens in einem ,jenseits einzulsen4 ,nun aber zeigt sich sofort die tiefe ,unterschiedenheit der ,weltbilder3 fr ,goethe knnte die ,natur nichts so ,sinnloses tun1 als uns ,krfte zu verleihen1 denen sie die ,entwicklung abschneidet 7so sehr fllt ihm objektiv die ,wirklichkeit mit dem ,geist zusammen1 da er in bezug auf die subjektiven ,formen beider behauptet1 alles ,falsche wre auch geistlos672 fr ,kant knnte sie nichts so ,unmoralisches tun1 als der ,sittlichkeit ihr quivalent vorzuenthalten4 ,kant fordert die ,unsterblichkeit1 weil die empirische ,entwicklung des ,menschen einer ,idee nicht gengt1 ,goethe1 weil sie den wirklich vorhandenen ,krften nicht gengt2 ,kant1 weil die an sich getrennten ,elemente1 ,sittlichkeit und ,glckseligkeit1 doch eine ,einheit gewinnen mten1 ,goethe1 weil der ganze einheitliche ,mensch doch das in ,wirklichkeit werden mte1 was er der ,mglichkeit nach von vornherein sei4 ,man erkennt auch hier1 da ,kant die ,elemente des menschlichen ,wesens auerordentlich weit auseinander treibt1 so da sie nur in ganz fernen und neuen ,dimensionen und ,ordnungen sich wieder zusammenfinden knnen1 whrend diese ,einheit fr ,goethe in unserer unmittelbaren ,wirklichkeit gegeben ist und es sich sogar in der ,unsterblichkeitsfrage nur um eine konsequente ,weiterentwicklung schon gegebener ,richtungen handelt4 ,der bergang der ,seele von dem irdischen in den transszendenten ,zustand ist fr ,kant der radikalste1 fr den sein ,denken ,raum hat1 fr ,goethe ein ,fortschreiten in ungenderter ,richtung1 ein bloes ,freiwerden vorhandener ,energien4 ,auch dieser vorgeschobenste ,posten der beiden ,weltanschauungen spiegelt ebenso den ,rhythmus des ,kantischen ,wesens1 das die ,momente des ,seins untereinander und von ihrem ,wert scheidet1 um sie erst oberhalb oder unterhalb der ,wirklichkeit wieder zu vershnen1 wie den des ,goetheschen1 fr den das ,sein in sich und mit seinem ,wert von vornherein ein einheitliches ist4 ,hier wie berall ist das ,schema ihrer ,divergenzen dies1 da ,kant der ,entwicklung eines analytischen ,zustandes1 ,goethe der eines synthetischen nachgeht4 ,goethe steht mit dem gesteigertsten ,bewutsein und der vertieftesten ,begrndung auf dem ,boden undifferenzirter ,einheitlichkeit1 die der ,ausgangspunkt aller geistigen ,bewegungen gewesen ist4 ,kant akzentuiert die ,zweiheit1 in die diese auseinandergegangen ist2 gegenber jenem sozusagen paradiesischen ,zustand -- wenngleich es nur ein paradise regained ist -- hat bei ihm das scientes bonum et malum die uerste ,schrfe erlangt1 die ,einheit1 die er gewinnt1 trgt die ,spuren der ,entzweiung1 die ,nhte sind nicht vllig verwachsen4 ,aber eben jener ,flug an ein uerstes ,ziel des ,betrachtens und ,empfindens der ,welt hat ,goethe ber so manche ,stationen sich hinwegsetzen lassen1 die das langsam geschichtliche ,vorschreiten nicht bergehen kann2 so mgen auf dem ,zickzackweg der ,geistesentwicklung ,strecken kommen1 die der ,richtung des ,goetheschen ,weges1 selbst wenn diese die definitive und objektiv richtig wre1 direkt entgegenlaufen4 ,und so steht es in der ,wissenschaft der letzten hundert ,jahre4 ,denn diese will -- oder wollte wenigstens -- wirklich der ,natur ihre ,geheimnisse mit ,hebeln und mit ,schrauben abzwingen2 sie will wirklich das ,wahrheitsinteresse davon ganz unabhngig machen1 ob es die ,schnheit der ,erscheinung zerstrt oder nicht2 sie will wirklich nicht von einer ,idee des ,ganzen1 sondern von mglichst atomisierten ,elementen ihren ,ausgang nehmen2 sie sieht wirklich den seelenlosen ,mechanismus zweckfremder ,stoffe und ,krfte als ihr einziges ,konstruktionsprinzip des ,naturbildes an2 ihr liegt aller ,sinn1 alle bermechanische ,bedeutung derselben hinter der ,erscheinung1 in dem ,reich des ,intelligiblen1 das in das der ,sichtbarkeit und ,erfahrung nie und nirgends hineinreiche2 sie hat weder im ,theoretischen noch im ,ethischen jenes ,zutrauen zu dem unmittelbar harmonischen ,verhltnis zwischen der ,natur und unseren ,idealen4 ,in alledem ist dagegen ,kant der ,mitbegrnder und ,genosse des modernen wissenschaftlichen ,geistes2 er1 der einerseits in allem ,wissen nur so viel wirkliche ,wissenschaft sah1 wie ,mathematik darin ist1 und der andrerseits die ,gltigkeit der ,mathematik auf die ,form menschlicher ,anschauung beschrnkte und allem absprach1 was nicht unmittelbar erscheinen kann2 er1 der den ,geist und ,zweck in der ,natur fr eine bloe subjektive ,maxime8 ihrer ,beurteilung erklrte1 die ihr eigenes ,sein gar nicht berhrte2 er1 der das ,auseinanderklaffen unserer tiefsten ,wesensbedrfnisse mit erbarmungsloser ,schrfe erkannte1 um dem ,verlangen nach ihrer ,harmonie schlielich das ,almosen eines transszendirenden ,glaubens zu gewhren4 ,wir knnen uns nicht verhehlen1 da die ,gleichung zwischen diesen beiden ,weltanschauungen noch nicht gefunden ist1 so sicher erst mit ihr alles erfllt wre1 was wir von unserem geistigen ,verhltnis zur ,welt begehren4 ,denn nicht so etwa stehen sie sich gegenber1 da die eine uns die ,wahrheit1 die andere den ,wert des ,weltbildes zufhrte2 vielmehr1 wodurch wrde die ,wahrheit als eine ,partei in diesen ,streit eintreten und unser ,interesse fordern drfen1 wenn sie nicht auch ein ,wert wre8 -- so da die ,frage im letzten ,grund zwischen zwei ,wertgefhlen steht4 ,vielleicht aber ist sie berhaupt falsch gestellt1 wenn sie nach einem stabilen ,gleichgewicht beider sucht2 vielleicht ist es der eigentliche ,rhythmus und ,formel des modernen ,lebens1 da die ,grenzlinie zwischen der mechanistischen und der idealistischen ,auffassung der ,welt in fortwhrendem ,flieen bleibe1 so da die ,bewegung zwischen ihnen1 der ,wechsel ihrer ,ansprche auf das ,einzelne1 die ,entwicklung ihrer ,gegenwirkungen ins ,unendliche dem ,leben den ,reiz gewhrt1 den wir von der unauffindbaren definitiven ,entscheidung zwischen ihnen erhofften4 ,das ist freilich ,epigonentum2 aber es ist auch die uerste ,ausgestaltung und ,ausntzung der ,gunst1 die die ,natur der ,dinge den ,epigonen gewhrt3 da1 wenn ihnen die ,gre der ,einseitigkeit entgeht1 sie dafr der ,einseitigkeit der ,gre entgehen knnen4 ,illustration3 ,,auguste ,,rodin4 ,ny ,carlsberg ,glyptothek4 ,,der ,,denker4 ,illustration3 ,ornament ,,die ,,kultur ,sammlung illustrierter ,einzeldarstellungen ,herausgegeben von ,,cornelius ,,gurlitt ,band ,erschienen3 #a4 ,,arische ,,weltanschauung von ,,houston ,,stewart ,,chamberlain4 #b4 ,,der ,,gesellschaftliche ,,verkehr von ,,oscar ,,bie4 #c4 ,,der ,,alte ,,fritz von ,,wilhelm ,,uhde4 #d4 ,,dialog ,,vom ,,marsyas von ,,hermann ,,bahr4 #e4 ,,ulrich ,,von ,,hutten von ,g4 ,j4 ,,wolf4 #f4 ,,von ,,amoureusen ,,frauen von ,,franz ,,blei4 #g4 ,,erziehung ,,zur ,,sch,,nheit v4 ,m4 ,n4 ,,zepler4 #h4 ,,landstreicher von ,,hans ,,ostwald4 #i4 ,,frauenbriefe ,,der ,,renaissance von ,,lothar ,,schmidt4 #aj4 ,,kant ,,und ,,goethe von ,,georg ,,simmel4 #aa4 ,,die ,,moderne ,,musik von ,,oscar ,,bie4 #ab4 ,,schillers ,,weltanschauung von ,a4 ,,von ,,gleichen-,,russwurm4 #ac4 ,,leben ,,mit ,,menschen v4 ,,arth4 ,,holitscher4 ,weitere ,bnde in ,vorbereitung ,jeder ,band in knstlerischer ,ausstattung mit ,m4 #a4ej ,kunstbeilagen1 ,faksimiles und ,portrts1 kartoniert in ,leder gebunden ,m4 #c4-- ,,bard1 ,,marquardt ,co41 ,,berlin ,w4 #ej4 ,,die ,,musik ,sammlung illustrierter ,einzeldarstellungen ,herausgegeben von ,,richard ,,strauss ,band ,bisher erschienen3 #a4 ,beethoven von ,august ,gllerich #b4 ,intime ,musik von ,oscar ,bie #c4 ,wagner-,brevier herausgegeben von ,hans von ,wolzogen #d4 ,geschichte der franzsischen ,musik von ,alfred ,bruneau #e4 ,bayreuth von ,hans von ,wolzogen #f4 ,tanzmusik von ,oscar ,bie #g4 ,geschichte der ,programm-,musik von ,wilhelm ,klatte #h4 ,franz ,liszt von ,august ,gllerich #i4 ,die russische ,musik von ,alfred ,bruneau #aj4 ,hector ,berlioz von ,max ,graf #aa4 ,paris als ,musikstadt von ,romain ,rolland #ab4 ,die ,musik im ,zeitalter der ,renaissance von ,max ,graf #ac4ad4 ,j4 ,b4 ,bach von ,ph4 ,wolfrum #ae4 ,schaffen und ,bekennen von ,ernst ,decsey #af4ag4 ,das deutsche ,lied von ,herm4 ,bischoff #ah4 ,die ,musik in ,bhmen von ,richard ,batka #ai4 ,rob4 ,schumann von ,ernst ,wolff #bj4 ,georges 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