file which includes the original illustrations4 ,see #cejcj-;h4htm or #cejcj-;h4zip3 7https3_/_/www4gutenberg4org_/cache_/epu b_/#cejcj_/pg#cejcj-;images4html7 or 7https3_/_/www4gutenberg4org_/files_/#ce jcj_/cejcj-;h4zip7 ,anmerkungen zur ,transkription3 ,passagen1 die im ,originaltext nicht in ,fraktur gesetzt waren1 sind hier durch ,gleichheitszeichen gekennzeichnet1 gesperrt gedruckte ,passagen durch ,unterstriche4 ,weitere ,anmerkungen befinden sich am ,ende des ,textes4 ,knstler-,monographien ,in ,verbindung mit ,andern herausgegeben von ,h4 ,,knackfu ,,iii ,,rembrandt ,mit #aei ,abbildungen von ,gemlden1 ,radierungen und ,zeichnungen ,vierte ,auflage ,illustration3 ,verlags-,signet4 ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #ahig ,von diesem ,werke ist fr ,liebhaber und ,freunde besonders luxuris ausgestatteter ,bcher auer der vorliegenden ,ausgabe eine numerierte ,ausgabe veranstaltet1 von der nur #ajj ,exemplare auf ,extra-,kunstdruckpapier hergestellt sind4 ,jedes ,exemplar ist in der ,presse sorgfltig numeriert 7von #a-ajj7 und in einen reichen ,ganzlederband gebunden4 ,der ,preis eines solchen ,exemplars betrgt #bj ,m4 ,ein ,nachdruck dieser ,ausgabe1 auf welche jede ,buchhandlung ,bestellungen annimmt1 wird nicht veranstaltet4 ,die ,verlagshandlung4 ,druck von ,fischer ,wittig in ,leipzig4 ,illustration3 ,selbstbildnis ,rembrandts1 gemalt um #afda4 ,im ,buckinghampalast4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,rembrandts ,gattin ,saskia1 gemalt um #afdj4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,rembrandt4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,rembrandts ,bildnis1 zubenannt mit den drei ,bartspitzen4 ,radierung des ,meisters aus seiner ,jugendzeit4 ,die hollndische ,malerei kann man fglich als ein ,erzeugnis der staatlichen ,selbstndigkeit ,hollands bezeichnen4 ,solange die ,niederlande ein ,ganzes bildeten1 war von einer besonderen hollndischen ,kunst gegenber der tonangebenden flandrischen nicht die ,rede4 ,die ,verschiedenheit des ,erfolges aber1 mit dem die nrdlichen und die sdlichen ,provinzen aus dem langen1 blutigen ,kriege gegen die spanische ,herrschaft hervorgingen1 hatte eine ausgesprochene ,verschiedenheit der ,kunstentwickelung hier und dort zur ,folge1 wenn auch die ,stammverwandtschaft sich niemals ganz verleugnete und namentlich in der ,wesenseigentmlichkeit die flandrische und die hollndische ,malerei bereinstimmten1 da in der ,farbe mehr als in der ,form das ,mittel dichterischen ,ausdrucks gesucht und gefunden wurde4 ,das ,jahr #afji1 in welchem der ,abschlu eines zwlfjhrigen ,waffenstillstandes thatschlich die ,anerkennung der sieben vereinigten ,provinzen als eines selbstndigen ,staates in sich trug1 war gewissermaen das ,geburtsjahr der hollndischen ,malerei1 die sich nunmehr in hherem ,mae als jemals irgend eine andere ,kunst des christlichen ,zeitalters als eine nationale gestaltete4 ,ein lebendiges ,kunstbedrfnis war in diesen ,provinzen von alters her vorhanden1 und der hohe ,wohlstand1 der nach dem ,waffenstillstandsabschlu so unglaublich schnell aufblhte und der selbst whrend der ,wiederaufnahme der erst #afdh endgltig zum ,abschlu gelangenden ,freiheitskmpfe fortwhrend zunahm1 brachte naturgem eine ,steigerung dieses ,bedrfnisses mit sich4 ,aber der junge protestantische ,freistaat hatte mit allem gebrochen1 was bisher der ,malerei die hchsten ,aufgaben geboten hatte4 ,hier waren jetzt nicht mehr die ,kirchen mit prunkvollen ,altargemlden auszustatten1 die ,frstenpalste nicht mit ppigen ,gttergeschichten und ,thaten antiker ,helden zu schmcken2 es handelte sich darum1 die behagliche brgerliche ,huslichkeit durch knstlerische ,zierde wrdig zu verschnern und fr ,rathuser und ,gildehuser ,werke zu liefern1 die frei von jeder berschwenglichkeit das ,wesen nchterner und stolzer ,brgerlichkeit wahrten4 ,worin die ,aufgabe bestand1 die das neue ,volk seinen ,knstlern stellte1 fat ein franzsischer ,schriftsteller sehr zutreffend in das ,wort zusammen3 es verlangte1 da man ihm sein ,abbild liefere4 ,das ist in der ,that der ,inhalt der hollndischen ,malerei3 das ehrliche1 wahrheitsgetreue ,abbild von ,land und ,leuten und ,dingen1 die ,wiedergabe der schlichten ,wirklichkeit1 wie die ,heimat und die ,gegenwart sie zeigten und im ,knstlerauge sich spiegeln lieen1 mag nun ,bildnis1 ,genre1 ,landschaft1 ,tierstck oder ,stillleben der ,gegenstand des ,gemldes sein4 ,dieses ehrliche ,abbilden der ,wirklichkeit war ein groer ,teil der ,kunst des einen1 der ber zahlreiche ausgezeichnete ,maler hoch emporragend als der grte hollndische ,maler dasteht2 aber es war nicht seine ganze ,kunst4 ,rembrandt wute seine staunenswrdige ,befhigung zu geistreich treffender ,wiedergabe der ,natur seinem eigenen freien ,schaffensdrange dienstbar zu machen und fand in ihr das ,mittel1 den ,gebilden seiner eigenwilligen und lebhaften1 gelegentlich geradezu schwrmerischen ,einbildungskraft eine ,gestalt zu verleihen1 die nicht nur seinem eigenen ,wesen entsprach1 sondern auch seine damaligen ,landsleute unmittelbar ansprechen mute4 ,so offenbarte er sich1 untersttzt durch eine groartige ,vollkommenheit in der ,beherrschung seines ,handwerkszeuges1 die ihn zu einem der allerbesten ,maler und zum geistreichsten ,radierer aller ,zeiten machte1 als einer der selbstndigsten und eigengestaltigsten ,knstler der ,welt4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,rembrandts ,mutter4 ,radierung von #afbh4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,rembrandts ,mutter4 ,radierung4 ,das ,monogramm ist aus ,,rh 7,rembrandt ,harmensz7 und ,l 7von ,leiden7 gebildet4 ,rembrandts ,elternhaus stand zu ,leiden1 am ,weddesteeg in der ,nhe des ,weien ,thores 7,wittepoort74 ,es war eine ,mhle1 ,besitztum einer ,familie1 deren einer ,zweig vom ,rhein1 das heit von dem ,mndungsarm des ,flusses1 der allein diesen ,namen behlt und der in mehreren ,kanlen die ,stadt durchfliet1 den ,zunamen van ,ryn fhrte4 ,als das fnfte von sechs ,kindern der ,eheleute ,harmen 7,hermann7 ,gerritszoon 7,gerrits oder ,gerhards ,sohn7 van ,ryn und ,neeltje 7,cornelia7 ,willemsdochter wurde am #ae4 ,juli #afjf oder #afjg -- die ,jahreszahl steht nicht ganz fest -- der ,knabe geboren1 der in der ,taufe den ungewhnlichen ,vornamen ,rembrandt erhielt und der daher1 nach der damals in ,holland und auch anderwrts verbreiteten ,sitte1 den ,vornamen des ,vaters dem eigenen hinzuzufgen1 ,rembrandt ,harmenszoon 7oder abgekrzt ,harmensz7 van ,ryn hie4 ,whrend ,rembrandts drei ltere ,brder zu handwerklichen ,berufsarten erzogen worden waren1 wurde ihm eine gewhltere ,ausbildung zu teil4 ,er ward in eine ,lateinschule geschickt und sollte spter die ,universitt seiner ,vaterstadt besuchen1 um1 wenn er das ,alter erreicht htte1 durch seine ,wissenschaft der ,stadt und dem ,staate ntzen zu knnen4 ,aber seine ausgesprochene ,neigung und ,begabung zur ,malerei fhrte frhzeitig den bergang zu diesem ,beruf herbei4 ,jakob van ,swanenburgh1 ein sonst kaum bekannter ,leidener ,maler1 wurde zuerst sein ,lehrer2 nachdem er dessen ,unterricht drei ,jahre lang genossen1 wurde ,rembrandt nach ,amsterdam zu ,pieter ,lastman geschickt1 von dem er nur sechs ,monate lang unterrichtet worden sein soll4 ,beide ,maler hatten1 wie man es zu ihrer ,zeit fr unbedingt erforderlich hielt1 in ,italien studiert1 und ihre ,kunst ward von dem ,bemhen1 die ,italiener nachzuahmen1 beherrscht2 ,lastman war in ,rom ein ,schler des ,frankfurters ,adam ,elshaimer gewesen1 der seinen fein gemalten ,bildchen durch starke ,lichtwirkungen -- ,lampen-1 ,feuer- und ,mondschein -- einen besonderen ,reiz zu verleihen strebte4 ,so untergeordnet die ,stellung ist1 welche ,rembrandts ,lehrer in der ,kunstgeschichte einnehmen1 unzweifelhaft hat der gelehrige ,schler aus ihren ,unterweisungen groen ,nutzen gezogen2 von ,lastman wurde er vermutlich auch in der ,kunst des ,radierens unterrichtet4 ,nach ,leiden zurckgekehrt1 bildete er selbst sich weiter1 und man darf annehmen1 da sein eigener ,trieb ihn auf das eingehende ,studium der ,natur in einer ,weise hinwies1 wie seine ,lehrer es wohl schwerlich gethan hatten4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,selbstbildnis ,rembrandts mit stieren ,augen4 ,radierung4 7,auch unter der ,bezeichnung ,der ,mann mit dem beschnittenen ,barett bekannt47 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,kahlkpfiger ,mann4 ,radierung von #afcj4 ,die ersten bezeichneten ,gemlde des jungen ,knstlers tragen die ,jahreszahl #afbg4 ,das eine derselben1 der ,apostel ,paulus im ,gefngnis1 befindet sich im ,museum zu ,stuttgart1 das andere1 der ,geldwechsler1 im ,museum zu ,berlin4 ,beide ,bilder besitzen keine hervorstechenden ,reize2 es sind glatt gemalte ,jugendwerke1 die den unbefangenen ,beschauer recht kalt lassen2 und dennoch kann man in ihnen schon diejenigen ,eigenschaften gleichsam keimen sehen1 welche ,rembrandt spter so gro gemacht haben3 der tiefe1 gedankenvolle ,blick des gefangenen ,apostels kndigt den zuknftigen ,meister des seelischen ,ausdruckes an1 das kleine ,berliner ,bild zieht den ,beschauer durch die von einer verdeckten ,kerze in der ,hand des ,wechslers ausgehende malerische ,helldunkelwirkung an1 obgleich diese ,wirkung hier noch mehr an die ,bilder des ,gerhard ,honthorst1 als an ,rembrandts sptere ,meisterwerke erinnert4 ,zwei kleine ,gemlde biblischen ,inhalts aus dem ,jahr #afbh1 beide mit ,r ,h 7,rembrandt ,harmensz7 und daran gehngtem ,l 7als ,hinweis auf des ,knstlers ,vaterstadt ,leiden7 bezeichnet1 sind durch die zu ,berlin im ,jahre #ahhc zu ,ehren der silbernen ,hochzeit des damaligen ,kronprinzenpaares veranstaltete ,ausstellung von im ,berliner ,privatbesitz befindlichen ,werken alter ,meister weiteren ,kreisen bekannt geworden4 ,das eine1 im ,besitz ,seiner ,majestt des ,kaisers1 stellt ,simsons ,verrat durch ,delila vor1 das andere1 im ,besitz von ,herrn ,otto ,pein1 den ,apostel ,petrus zwischen den ,knechten des ,hohenpriesters2 das letztere ist ein durch ,feuer- und ,kerzenlicht wirkungsvoll gemachtes ,nachtstck4 ,noch auf einige andere ,bilder ist in jngster ,zeit die ,aufmerksamkeit gelenkt worden1 in denen man ,erstlingsarbeiten des jungen ,rembrandt erblicken zu drfen glaubt1 namentlich auf einige malerisch beleuchtete ,studienkpfe 7in ,kassel1 ,gotha und an anderen ,orten71 die man fr ,selbstbildnisse des ,knstlers hlt4 ,rembrandt hat nmlich whrend seines ganzen ,lebens sich selbst mit ,vorliebe zu einem ,gegenstand seines ,studiums gemacht2 mochte er eine ,beleuchtung des menschlichen ,antlitzes1 einen ,ausdruck1 eine kleidsame ,tracht studieren wollen1 so fand er in seiner eigenen ,person ein stets bereites und williges ,modell1 das zugleich wegen seiner krftigen1 offenen und ansprechenden ,zge und seiner gesunden ,farbe ein sehr dankbarer ,gegenstand der ,darstellung war4 ,daher die auerordentlich groe ,anzahl der gemalten und der in ,kupfer getzten ,selbstbildnisse1 die ,rembrandt hinterlassen hat4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,der ,mann mit dem breitkrempigen ,hut4 ,radierung von #afcj4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,unbrtiger ,alter mit hoher ,mtze4 ,radierung4 ,das erste mit einer ,jahreszahl bezeichnete ,werk der ,radiernadel ,rembrandts1 von #afbh1 macht uns mit der ehrwrdigen ,erscheinung seiner ,mutter bekannt4 ,dieses kstliche kleine ,brustbild1 so sprechend lebenswahr1 so geistreich und zugleich so liebevoll hingezeichnet1 ist ein vollendetes ,meisterwerk1 in der ,ausfhrung ebenso unbertrefflich wie in der ,auffassung 7,abb4 #b74 ,auer in diesem ,brustbildchen hat ,rembrandt in den ersten ,jahren seines ,schaffens fr die ffentlichkeit noch mehrmals die eigentmliche ,schnheit seiner betagten ,mutter in ,radierungen festgehalten4 ,darunter zeichnet sich besonders eines aus 7zubenannt mit dem schwarzen ,schleier71 welches die alte ,dame von der ,seite1 vor einem ,tische sitzend1 zeigt2 man kann nur staunen1 wenn man sieht1 wie lebensvoll hier wieder1 bei weiter durchgebildeter malerischer ,ausfhrung1 das von zahllosen ,runzeln durchfurchte1 ausdrucksvolle ,gesicht gezeichnet ist1 wie wunderbar die verschrumpfte ,haut der alten ,hnde mit den hervortretenden ,adern wiedergegeben1 wie meisterhaft die ,stoffe behandelt sind 7,abb4 #c74 ,die ,art und ,weise kennen zu lernen1 wie die ,seele des ,menschen sich in seinem ,antlitz spiegelt und wie das ,spiel der ,gesichtsmuskeln zum ,ausdruck der ,empfindungen wird1 war fr ,rembrandt von ,anfang an ein ,gegenstand der eifrigsten ,beobachtung4 ,um das eingehend studieren zu knnen1 setzte er sich mit der ,kupferplatte vor den ,spiegel und machte sich selbst irgend einen bestimmten ,ausdruck vor1 den er dann mit der ,radiernadel festhielt4 ,so hat er sich lachend gezeichnet1 mit verdrielichem ,gesicht1 mit verschlossener1 finsterer ,miene und mit dem ,ausdruck starren ,entsetzens 7,abb4 #d72 aber auch in der ,ruhe seines natrlichen ,ausdruckes hat er das von den ,sorgen des ,lebens noch nicht belastete1 jugendheitere ,antlitz mit dem ersten sprossenden ,barte der ,nachwelt durch die ,kupferplatte berliefert 7,abb4 #a74 ,personen aus seiner ,umgebung1 die wohl nicht daran dachten1 ein ,kupferstichbildnis ihrer ,person zu bestellen1 die aber dem jungen ,knstler gutwillig ein paar ,stunden still hielten1 waren weitere ,gegenstnde der bung von ,auge und ,hand 7,abb4 #e und #f74 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,bettler und ,bettlerin4 ,radierung von #afcj4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,die ,frau mit der ,krbisflasche4 ,radierung4 ,eine ganze ,anzahl von ,radierungen legt ferner ,zeugnis davon ab1 wie ,rembrandt sich mit groem ,fleie bte1 zufllig ,gesehenes mit der denkbar grten ,schnelligkeit in wenigen treffenden ,strichen festzuhalten oder auch aus dem ,gedchtnis wiederzugeben4 ,ganz besonders reizten ihn ,erscheinungen aus den niedersten ,volksschichten1 die ihren ,charakter am unverhlltesten zur ,schau trugen und deren zerlumpte ,kleidung ebenso wie ihre ,hlichkeit ihm eine eigentmliche ,anregung boten1 eben weil sie sich so charakteristisch darstellen lieen4 ,es war der natrliche ,widerwille gegen die kalt und leer und dadurch abstoend gewordene uerliche ,schnheitssucherei der den ,italienern nachtretenden ,kunst1 der sich in dieser ,weise -- bei ,rembrandt nicht zuerst1 aber bei ihm vielleicht am krftigsten -- uerte4 ,da fielen ihm die verschmitzten ,augen eines alten ,bettlers mit lcherlich hoher ,mtze auf oder ein auf der ,strae in langatmigem ,gesprch sich unterhaltendes ,bettlerpaar und hnliche lumpige ,gestalten1 und er bannte sie auf die ,kupferplatte2 oder es reizte ihn1 die ,erscheinung eines ,bauern festzuhalten1 der seine ,verschlagenheit hinter einer unglaublich dummen ,miene verbirgt 7,abb4 #g-i1 #ab1 #ac74 -- ,aber auch zur ,niederschrift von ,kompositionen1 in denen der jugendliche ,schaffensdrang sich ,luft machte1 wurde die ,radiernadel benutzt 7,abb4 #af74 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,der ,mann mit der ,pelzmtze4 ,radierung von #afca4 ,es fehlte dem jungen ,maler nicht an ,bestellungen4 ,aus dem ,jahre #afcj ist schon das ,bildnis eines augenscheinlich den besten ,stnden angehrigen1 in schwarzen ,sammet gekleideten und mit doppelter goldener ,kette geschmckten alten ,herrn vorhanden4 ,dieses in der ,gemldegalerie zu ,kassel befindliche ,bild legt zugleich in seiner leichten und freien ,behandlung ,zeugnis ab von ,rembrandts schneller ,vervollkommnung in der lmalerei4 ,mehrere um die nmliche ,zeit gemalte ,studienkpfe1 die in verschiedenen ,sammlungen aufbewahrt werden1 erzhlen von dem ,flei und der ,gewissenhaftigkeit seiner bungen und fordern durch die geistreiche ,weise der ,anpassung und der ,ausfhrung unsere hchste ,bewunderung heraus 7,abb4 #aa74 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,bildnis eines alten ,mannes1 um #afca gemalter ,studienkopf4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,kassel4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,bettler4 ,radierung4 ,im ,jahre #afca verlie ,rembrandt seine ,vaterstadt ,leiden1 in die er nur zu kurzen ,besuchen zeitweilig zurckkehrte1 und siedelte nach ,amsterdam1 der stolzen und reichen ,hauptstadt der vereinigten ,provinzen1 ber1 wo fr seine ,thtigkeit das denkbar fruchtbarste ,feld bereit sein mute4 ,in der ,that gelangte der ,vierundzwanzigjhrige hier schnell zu groem ,rufe1 und es sammelte sich bald eine ,schar von ,schlern um ihn2 es wird erzhlt1 er habe diese in gesonderten ,zellen arbeiten lassen1 zu dem ,zwecke1 da das ,individuelle ihrer ,begabung besser gewahrt bleibe und ihre ,kunst vor schulmiger ,gleichfrmigkeit behtet werde4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,bauer1 die ,hnde auf dem ,rcken haltend4 ,radierung von #afca4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,die heilige ,familie4 ,gemlde von #afca in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,bildnis eines polnischen ,edelmannes1 gemalt #afca4 ,im ,museum der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,in ,amsterdam fand ,rembrandts ,neigung1 dem an und fr sich ,hlichen knstlerischen ,reiz abzugewinnen1 reiche ,nahrung4 ,vor allem zog ihn das ,judenviertel mit seinen malerischen ,erscheinungen an4 ,hier waren fr ,geld die interessantesten ,modelle zu haben1 und mit wahrer ,lust verewigte ,rembrandt die jdischen ,charakterkpfe2 die an und fr sich schon auffallende ,tracht der ,amsterdamer ,juden bereicherte er dabei gern in phantastischer ,weise durch bunte ,stoffe und mancherlei ,schmuckstcke aus dem ,vorrat seiner ,werkstatt 7,abb4 #aj74 ,rembrandts ,werkstatt gestaltete sich nmlich allmhlich zu einer frmlichen ,sammlung von malerischen ,kostbarkeiten und fremdartigen ,kleidungsstcken2 zu deren ,anschaffung gab es wohl nirgends bessere ,gelegenheiten als in ,amsterdam1 wo ,kaufleute von allen ,enden der ,welt zusammenstrmten und wo die ,trdlerlden des ,judenviertels1 das ,rembrandt so gern durchstreifte1 solcher ,liebhaberei gar einladend entgegenkamen4 brigens suchte ,rembrandt die jdischen ,modelle nicht blo um ihres persnlichen malerischen und charakteristischen ueren willen als dankbare ,vorwrfe fr ,radierungen und ,studienbilder auf4 ,er erblickte in ihnen auch die ,vertreter des auserwhlten ,volkes1 und es war eine ,art geschichtlicher ,gewissenhaftigkeit1 wenn er sie als die einzig echten ,modelle fr biblische ,kompositionen ansah1 -- und ,gewissenhaftigkeit war ja der eigentliche ,grundzug der hollndischen ,kunst4 ,die ehrwrdigen ,erscheinungen der alten ,patriarchen wurden vor ihm lebendig1 und er versuchte1 wenn auch frs erste noch nicht in ,gemlden1 so doch in ,zeichnungen1 die er nur fr sich selber machte1 ,vorgnge aus deren ,leben in einer unmittelbar der ,wirklichkeit abgelauscht scheinenden ,weise zu verbildlichen4 ,ein ,beispiel gibt uns die anscheinend in dieser frhen ,zeit entstandene ,federzeichnung in der ,albertina zu ,wien1 welche den ,vater ,jakob zeigt1 wie er seinen ,benjamin zrtlich zwischen den ,knieen hlt1 whrend ,juda vor ihn hintritt und spricht3 ,la den ,knaben mit mir ziehen2 ich will ,brge fr ihn sein1 von meinen ,hnden sollst du ihn fordern 7,abb4 #ag74 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,ein ,kampf4 ,radierung4 ,das erste bedeutendere biblische ,gemlde1 welches ,rembrandt ausfhrte -- die ,probe eines gewaltigen ,fortschritts gegen jene frhen ,leidener ,versuche --1 war eine ,darstellung im ,tempel2 dasselbe befindet sich in der kniglichen ,gemldesammlung im ,haag und ist mit der ,jahreszahl #afca bezeichnet4 ,den nmlichen ,gegenstand behandelte die erste datierte figrliche ,komposition unter ,rembrandts ,radierungen4 ,vielleicht war das eine ,vorbung fr das ,gemlde4 ,das zart ausgefhrte ,blttchen1 von #afcj1 fesselt durch die ,tiefe und ,mannigfaltigkeit des ,ausdrucks in den kleinen ,figuren2 es fhrt den ,beinamen1 mit dem ,engel1 weil ber der ,gestalt der ,prophetin ,hanna ein ,engel herabschwebt1 welcher der ,greisin in dem ,knblein den ,erlser zeigt4 ,auch in einer spteren1 greren ,radierung desselben ,inhaltes -- denn ,rembrandt liebte es1 sich in einen ,gegenstand1 den er einmal erfat hatte1 immer von neuem zu vertiefen -- erscheint die greise ,seherin1 eine hohe1 feierliche ,gestalt1 im ,mittelpunkt der ,komposition als deren eigentliche ,hauptfigur2 von oben senkt sich eine dunkle ,wolke in die dmmerigen ,wlbungen des ,tempels herab1 von der ,seite bricht ein ,lichtstrahl herein1 und wo sich beide berhren1 schwebt ber dem ,haupte ,hannas die ,taube des heiligen ,geistes4 ,dieses ,blatt ist unvollendet geblieben1 zum ,teil nur in leichten ,umrissen angelegt2 aber auch so macht es einen mchtigen ,eindruck durch die hohe ,poesie der ,lichtwirkung2 ein unbertreffliches ,meisterwerk ist fr sich allein schon der ,kopf des alten ,simeon4 ,in dem ,gemlde von #afca ist1 nach der zumeist blichen ,auffassungsweise1 ,simeon der ,haupttrger der ,handlung4 ,das ,bild1 in kleinem ,mastab mit der grten ,sorgfalt ausgefhrt1 offenbart den ,maler als den unvergleichlichen ,meister des ,helldunkels1 der im ,durchbrechen geschlossener ,schattenmassen durch strahlende ,lichtwellen das ,mittel findet1 seine dichterischen ,empfindungen ergreifend zum ,ausdruck zu bringen4 ,whrend die phantastischen ,formen des ,tempelbaues im ,dunkel verschwimmen1 sammelt das ,licht sich auf der ,hauptgruppe2 es berflutet mit vollem ,glanze das ,jesuskind1 das ehrwrdige ,haupt ,simeons und die zum ,segen erhobene ,hand des ,oberpriesters und gleitet1 schon etwas abgeschwcht1 ber die knieende ,gestalt ,marias und die ,gestalten ihrer ,umgebung1 um sich nach und nach wieder im ,dunkel zu verlieren4 ,der ,vorgang selbst ist ganz realistisch aufgefat1 berirdische ,erscheinungen sind nicht dabei angebracht4 ,mit der ,radierung von #afcj stimmt das ,gemlde darin berein1 da man im ,hintergrunde eine groe ,treppe sieht1 auf der sich viele ,gestalten im ,halbdunkel bewegen4 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,juda1 ,jakob und ,benjamin4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,dieses ,bild erffnet die stattliche ,reihe der gemalten ,meisterwerke ,rembrandts4 ,der hervorstechendste ,zug im ,wesen ,rembrandts war eine unverwstliche ,arbeitslust2 sein ganzes ,leben hindurch1 in guten und in bsen ,tagen1 hat er mit unermdlichem ,flei gearbeitet4 ,so ist es mglich geworden1 da er weit ber dreihundert ,gemlde hinterlassen hat1 abgesehen von solchen1 deren ,echtheit fraglich ist1 und von einigen zu ,grunde gegangenen4 ,dazu kommt eine gleich groe ,anzahl 7#cec7 eigenhndiger ,radierungen4 ,da er seine ,arbeiten gern mit der ,jahreszahl bezeichnete1 so lt sich bis gegen das ,ende seines ,lebens seine ,thtigkeit fast ,schritt fr ,schritt verfolgen4 ,das ,jahr #afca sah auer der ,darstellung im ,tempel noch ein anderes aus dem ,evangelium geschpftes ,gemlde entstehen3 die ,heilige ,familie der ,mnchener ,pinakothek4 ,es ist ein schnes1 gemtvolles ,bild4 ,das auf dem ,scho der ,mutter liegende ,kind hat eben die ,brust losgelassen und ist eingeschlafen2 es wird von ,maria mit dem stillen ,lcheln der ,mutterlust betrachtet2 neben ,maria steht die ,wiege mit weiem ,leinen2 ,joseph beugt sich mit gedankenvoll betrachtendem ,blick herber 7,abb4 #ad74 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,diana und ,endymion4 ,in der ,liechtensteingalerie zu ,wien4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,rembrandts ,schwester4 ,in der ,liechtensteingalerie zu ,wien4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,die ,anatomiestunde4 ,gemlde von #afcb im knigl4 ,museum im ,haag4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,kopf eines ,hrers aus der ,anatomiestunde im knigl4 ,museum im ,haag4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,zu den ersten der in ,amsterdam gemalten ,bildnisse gehrt ein stolz und khn blickender ,mann mit groem ,schnurrbart 7in der ,sammlung der ,ermitage zu ,petersburg74 ,er trgt einen mit reicher ,goldkette geschmckten pelzbesetzten ,mantel1 eine ebenso geschmckte ,pelzmtze1 hat ,perlengehnge in den ,ohren und hlt einen ,stock mit verziertem goldenen ,knopf4 ,es ist anscheinend ein polnischer ,edelmann1 den sein ,weg einmal in den damaligen ,mittelpunkt des ,weltverkehrs1 nach ,amsterdam1 fhrte 7,abb4 #ae74 ,unter den ,radierungen ,rembrandts vom ,jahre #afca befindet sich eine1 welche durch ihren ,gegenstand auffllt4 ,es ist eine ,diana im ,bade4 ,bei diesem ,titel denken wir unwillkrlich an eine klassische ,schnheit oder doch mindestens an eine ,erscheinung von straffer ,jugendlichkeit4 ,rembrandt aber hat seine ,diana nach einem grundhlichen1 abgeblhten ,modell mit abschreckender ,naturtreue gezeichnet4 ,es fehlte ihm aller und jeder ,sinn fr das1 was wir im ,sinne der griechischen ,kunst schn nennen4 ,wenn man unter ,renaissance den engeren ,begriff der ,veredelung der ,kunst durch die ,kenntnis antiker ,schnheit versteht1 so ist fr ,rembrandt die ,renaissance gar nicht dagewesen2 zu einem ,freunde sagte er einmal1 auf seine ,sammlung alter ,stoffe1 ,waffen und ,gerte zeigend3 ,das sind meine ,antiken4 ,rembrandts mythologische ,kompositionen berhren uns denn auch mindestens sehr fremdartig4 ,er hat deren freilich nicht viele geschaffen4 ,die damalige internationale ,kunst und somit auch die ,schule1 aus der ,rembrandt hervorgegangen war1 wurde ja von einer ,vorliebe fr ,darstellungen aus der antiken ,gtterwelt beherrscht4 ,aber dem ,wesen ,rembrandts lagen derartige ,stoffe sehr fern1 auch ist seine ,kenntnis von diesen ,dingen schwerlich gro gewesen2 sein ,buch war die ,bibel1 und es scheint nicht1 da er berhaupt viel anderes als dieses ,buch gelesen hat4 brigens hatten ebenso wie er selbst seine ,landsleute nicht mehr viel ,geschmack fr die ,mythologie2 dem nchternen ,sinn und der protestantischen ,strengglubigkeit der ,hollnder konnte die ,verbildlichung heidnischer ,gtterfabeln nicht zusagen4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,kpfe von ,hrern aus der ,anatomiestunde im knigl4 ,museum im ,haag4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,vielleicht das ,hbscheste1 was ,rembrandt an mythologischen ,darstellungen geschaffen hat1 ist ein in der ,liechtensteingalerie zu ,wien befindliches ,gemlde3 ,diana und ,endymion4 ,in der ,flut des ,mondlichts schwebend hat die keusche ,gttin sich auf die ,erde herabgesenkt2 wie mondbeglnzte ,wolkengebilde schimmern ,schwne1 die sie getragen1 im ,dunkel der ,luft4 ,mit dem ,jagdspeer in der ,hand1 gro und stolz1 tritt sie dem blden ,burschen entgegen1 der ihr ,wohlgefallen erregt hat4 ,das ,licht1 das von ihr ausstrahlt1 fllt ihm ins ,gesicht1 da er1 aus seiner ,lieblingsbeschftigung1 dem ,schlafen1 aufgestrt1 sich nach ihr umblickt1 whrend seine derben ,hunde scheu die ,hunde der himmlischen ,jgerin anknurren 7,abb4 #ah74 ,das ,gesicht der ,gttin zeigt hier eine unverkennbare hnlichkeit mit einem rotblonden ,mdchen1 das ,rembrandt in den ,jahren #afcb und #afcc wiederholt gemalt hat4 ,man hlt dieses ,mdchen mit ,grund fr eine von seinen ,schwestern1 die vielleicht mit ihm nach ,amsterdam bergesiedelt war 7,abb4 #ai74 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,der vortragende ,professor 7,dr4 ,nikolaas ,tulp7 aus der ,anatomiestunde im knigl4 ,museum im ,haag4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,im ,jahre #afcb wagte ,rembrandt sich an einen figurenreichen mythologischen ,gegenstand3 es ist der im ,berliner ,museum befindliche ,raub der ,proserpina4 ,das merkwrdige ,bild enthllt in ,farbe1 ,wirkung1 ,empfindung und ,ausdruck in der bezeichnendsten ,weise ,rembrandts knstlerische ,vorzge und ,besonderheiten4 ,es ist wie alle ,gemlde dieser seiner frhen ,zeit sehr fein und sorgfltig gemalt4 ,die ,kruter des ,vordergrundes1 bei denen man die einzelnen derchen der ,bltter sieht1 sind staunenswrdig1 und ebenso genau bis ins einzelste sind die etwa zollgroen ,kpfchen und die reichen ,stoffe ausgefhrt4 ,bei dieser fast peinlichen ,vortragsweise ist das ,bild indessen von wahrhaft gewaltigem ,leben erfllt4 ,die schwarzen ,rosse des ,hades sausen wie eine flchtige ,erscheinung in den dampfenden ,abgrund hinein2 schwarzer ,wolkendampf liegt unter dem ,himmelsblau festgeballt ber dem ,eingang der ,schlucht4 ,proserpina kratzt und schlgt ihren ,entfhrer ins ,gesicht2 entsetzt versuchen ihre ,gespielinnen ihr ,gewand festzuhalten1 um sie von dem goldenen ,wagen herabzuziehen1 dessen ,schnelligkeit doch ihr rasendes ,nacheilen vereitelt4 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,der ,federschneider 7angeblich des ,amsterdamer ,schreib- und ,rechenmeisters ,coppenol ,bildnis74 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,kassel4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,der ,perser4 ,radierung von #afcb4 ,in dem nmlichen ,jahre #afcb malte ,rembrandt ein greres ,gemlde1 welches ,mit- und ,nachwelt zur hchsten ,bewunderung hingerissen hat3 die ,anatomiestunde4 ,nachdem das ,sezieren menschlicher ,leichen zu ,unterrichtszwecken im ,jahre #aeee gesetzlich gestattet worden war1 wurde es in mehreren ,stdten ,hollands gebruchlich1 regelmige ffentliche ,vortrge ber ,anatomie stattfinden zu lassen4 ,diese ,vortrge wurden in eigens dazu bestimmten ,slen gehalten1 welche in entsprechender1 fr unsere ,anschauungen bisweilen recht seltsamer ,weise ausgestattet waren2 ein solches ,theatrum anatomicum zeigte z4 ,b4 auf der ,brstung1 welche den ,zuhrerraum abschlo1 eine aus ,gerippen gebildete ,darstellung des ,sndenfalles4 ,regelmig gehrten zur ,ausstattung dieser ,sle die ,bildnisse der ,wundrzte1 welche in der betreffenden ,stadt zu ,ansehen gekommen waren2 wie im allgemeinen in ,holland eine besondere ,art der ,bildnismalerei1 das ,genossenschaftsbild1 beliebt war1 so lieen auch die ,chirurgen gern ihre ,bildnisse in einem gemeinschaftlichen ,bilde vereinigen1 dessen ,mittelpunkt der an der ,leiche oder am ,gerippe erklrende ,professor bildete4 ,eine ,aufgabe solcher ,art war es1 die ,rembrandt als einem nun schon zu gutem ,namen gelangten ,bildnismaler gestellt wurde durch den ,auftrag1 das ,portrt des ,anatomieprofessors ,nikolaas ,tulp im ,verein mit den sieben ,vorstehern der ,amsterdamer ,chirurgengilde zu malen4 ,rembrandt hat es mit hoher ,meisterschaft verstanden1 aus der ,nebeneinanderstellung einer ,anzahl von ,bildnissen ein einheitliches1 in sich abgerundetes und schon an und fr sich als ,komposition den ,beschauer fesselndes ,kunstwerk1 ein ,bild im besten ,sinne des ,wortes zu schaffen4 ,auf einem ,tische liegt1 verkrzt von unten gesehen1 die ,leiche2 sie ist in ihrer oberen ,hlfte hell beleuchtet und bildet so als groe ,lichtmasse ein ,gegengewicht gegen die vereinzelt auf den dunklen ,kleidern und dem dunklen ,hintergrunde hervorleuchtenden ,gesichter mit den weien ,halskrausen4 ,tulp1 der den ,hut auf dem ,kopfe hat1 whrend seine ,zuhrer ihn barhuptig umgeben1 hat an der ,leiche den linken ,vorderarm der ,haut entkleidet und erklrt dessen ,muskulatur2 er hebt gerade einen der ,beugemuskeln der ,finger heraus1 und indem er die ,finger der eigenen linken ,hand beugt1 veranschaulicht er die ,thtigkeit1 welche diesem ,muskel im ,leben zukommt4 ,wir fhlen1 wie der ,anatom fast unabsichtlich die ,muskeln1 ber die er spricht1 bei sich selbst in ,wirkung setzt1 und bewundern ,rembrandts feine und scharfe ,beobachtung4 ,die ,vorsteher der ,chirurgengilde1 teils sitzend1 teils sich herandrngend1 folgen mit verschiedenartig abgestufter ,aufmerksamkeit dem ,vortrage des ,professors 7,abb4 #bj74 ,der ,kopf des letzteren ist ein ,meisterwerk der ,bildniskunst 7,abb4 #bc74 ,wenn sich auch nicht das ,gleiche von den smtlichen ,kpfen der ,hrer sagen lt1 so finden sich doch auch unter diesen einige ganz vortreffliche und alle sind sie von innerem ,leben erfllt 7,abb4 #ba und #bb74 ,das ,gemlde befand sich lange an seiner ursprnglichen ,stelle1 in der ,snykamer 7,schneidezimmer7 zu ,amsterdam2 #ahbh kaufte ,knig ,wilhelm ,i dasselbe der ,chirurgengilde fr #cbjjj ,gulden ab1 um es der ,gemldesammlung im ,haag einzuverleiben4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,der ,rattengiftverkufer4 ,radierung von #afcb4 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,der blinde ,geigenspieler4 ,radierung4 ,jedenfalls trug das ,anatomiebild viel dazu bei1 ,rembrandts ,ruf als ,bildnismaler zu erhhen2 aus dem ,jahre #afcb sind mehr als zehn auf ,bestellung von ihm gemalte ,einzelbildnisse nachgewiesen1 unter denen vielleicht das in der ,kasseler ,gemldegalerie befindliche meisterhaft gemalte1 lebensvolle ,bild eines ,mannes1 der sich die ,feder schneidet1 angeblich des ,amsterdamer ,schreibmeisters ,coppenol1 das vorzglichste ist 7,abb4 #bd74 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,der heilige ,hieronymus im ,gebet4 ,radierung von #afcb4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,die groe ,auferweckung des ,lazarus4 ,radierung 7stark verkleinert74 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,der barmherzige ,samariter4 ,radierung von #afcc4 ,dabei lie ,rembrandt die ,radiernadel niemals ruhen4 ,er setzte seine ,studien nach dem ,leben unermdlich fort1 und neben ,gestalten aus dem ,volke hielt er gelegentlich eine fremdartige auslndische ,erscheinung fest1 wie jenen seltsam gekleideten ,mann1 der den ,kupferstichsammlern unter dem ,namen der ,perser bekannt ist 7,abb4 #be74 ,manches1 was er in den ,straen der ,stadt und auf lndlichen ,spaziergngen sah1 gestaltete er zu seinen ,genrebildchen1 denen er durch hochknstlerische ,ausfhrung einen unvergnglichen ,reiz verlieh4 ,ein kstliches ,beispiel ist der ,rattengifthndler4 ,es ist ein schauderhafter ,kerl1 den wir da in einer ,dorfstrae von ,haus zu ,haus ziehen sehen1 einen ,sbel an der ,seite und eine ,stange mit einem ,korb in der ,hand1 von dem tote ,ratten herabbaumeln1 whrend auf seinem ,rande eine lebende ,ratte herumklettert und ein anderes dieser ,tiere auf der ,schulter des ,mannes sitzt1 um von dessen ,macht ber ihresgleichen sichtbares ,zeugnis abzulegen2 fast noch schauderhafter als der ,rattenfnger ist sein ,begleiter1 der ,knabe mit der ,giftschachtel1 ein ,urbild krperlicher und geistiger ,verkommenheit2 wir begreifen die ,gebrde des ,ekels1 mit welcher der alte ,jude1 der da auf den unteren ,flgel seiner ,hausthr gelehnt ins ,freie schaut1 die ,hand zurckweist1 die ihm den ,rattentod anbietet 7,abb4 #bf74 ,ein ,beispiel anderer ,art ist die rhrende ,gestalt des von seinem ,hndchen gefhrten blinden ,geigenspielers 7,abb4 #bg74 ,in allen seinen ,darstellungen entfaltet ,rembrandt neben der ,gabe1 die ,persnlichkeiten1 so wie er sie gesehen oder sich gedacht hat1 aufs treffendste zu charakterisieren1 die noch unvergleichlichere ,gabe1 den ,beschauer in den ,gesichtern lesen zu lassen1 was die ,persnlichkeiten in dem gegebenen ,augenblick denken1 und ebenso wie die strksten ,empfindungen die feinsten ,regungen der ,seele zum ,ausdruck zu bringen4 ,er thut nichts dazu1 eine ,darstellung launig oder ernst wirken zu lassen2 er gibt nur immer die ,sache selbst1 und durch die ,unmittelbarkeit1 mit welcher das scharf und richtig ,geschaute -- im ,geist oder in der ,wirklichkeit ,geschaute -- wiedergegeben wird1 wirkt ganz von selbst1 wie im ,leben1 so in der ,verbildlichung das ,komische komisch und das ,ernste ernst4 ,diese ,tiefe der ,auffassung verleiht auch ,rembrandts religisen ,darstellungen einen so hohen ,wert1 wenn uns auch deren uere ,form1 weil uns ungewohnt1 fremdartig vorkommen mag4 ,niemals wohl sind die ,empfindungen eines ,mannes1 der in heiem ,gebet um ,erleuchtung fleht1 mit grerer ,tiefe und in schlichterer ,klarheit zum ,ausdruck gebracht worden1 als in dem ,blatt von #afcb3 der heilige ,hieronymus 7,abb4 #bh74 ,zugleich lt dieses ,blatt1 das mit leichter und schneller ,hand ausgefhrt ist1 ,rembrandts groe ,begabung fr das ,landschaftliche erkennen4 -- ,im ,besitz einer unbertrefflichen ,fertigkeit in der ,handhabung der ,radiernadel begngte sich ,rembrandt nicht mehr damit1 ,studien und ,kompositionen in kleinerem ,mastabe1 mehr fr sich selbst als fr andere1 in ,kupfer zu tzen4 ,er trat mit groen1 sorgfltig ausgefhrten und in ,wirkung gebrachten ,radierungen biblischen ,inhaltes an die ffentlichkeit4 ,an der ,spitze dieser ,bltter steht die ,auferweckung des ,lazarus1 die zum ,unterschied von einem spteren1 kleineren ,blatte desselben ,inhalts die groe genannt wird4 ,es ist eine uerung strkster und khnster ,phantasie1 seltsam beim ersten ,anblick1 aber unmittelbar ergreifend durch die malerische ,wirkung von hell und dunkel und wie mit ,zaubermacht fesselnd bei nherer ,betrachtung4 ,wir befinden uns in einer phantastischen ,rumlichkeit2 der ,gruftbau ist mit ,vorhngen ausgestattet und an den ,wnden mit den ,waffen des ,verstorbenen geschmckt2 von dem eigentlichen ,grabe ist die ,erde beiseite geschaufelt und so das enge ,steinbett blogelegt worden2 die ,vorhnge des ,eingangs sind zurckgezogen1 so da ein volles ,licht von drauen her in das ,dunkel des ,todes hineinflutet4 ber ein herangelegtes ,brett ist der ,heiland an den ,rand des ,grabes getreten1 und in erhabener ,ruhe1 nur mit einer machtvollen ,gebrde der ,hand1 ruft er den ,toten empor1 der sich langsam1 wie von schwerem ,traum befangen1 aufzurichten beginnt4 ,dem ,wiedererweckten strzen die ,schwestern entgegen1 noch etwas zagend die eine1 mit freudig ausgebreiteten ,armen die andere4 ,staunend sehen die brigen ,anwesenden den unglaublichen ,vorgang2 berzeugender sind niemals von einem ,knstler die mannigfaltigen uerungsformen des hchsten ,staunens ber das ,unbegreifliche geschildert worden 7,abb4 #bi74 ,unter den ,radierungen ,rembrandts ist dieses ,blatt zu allen ,zeiten eins der gesuchtesten gewesen4 ,beachtenswert ist die ,gewandung des ,christus2 strenger -- um nicht mit einem viel mibrauchten ,ausdruck zu sagen stilvoller -- gezeichnet1 als es sonst bei ,rembrandt vorkommt1 verrt sie noch die ,nachwirkungen der italienischen ,schule1 in der sich ,rembrandts ,lehrer gebildet hatten4 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,die ,flucht nach gypten4 ,radierung von #afcc4 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,rembrandt mit dem ,tuch um den ,hals4 ,radiertes ,selbstbildnis des ,meisters von #afcc4 ,whrend hier1 bei der ,verbildlichung eines ,wunders1 ,rembrandt sich ganz dem freien ,fluge seiner ,dichterkraft hingab1 versuchte er in anderen ,fllen1 biblische ,erzhlungen durch die uerste ,natrlichkeit der ,darstellung so recht glaubhaft zu veranschaulichen und sich und dem ,beschauer menschlich nahe zu legen4 ,ein ,beispiel ist die gleichfalls in ziemlich groem ,mastabe ausgefhrte ,radierung von #afcc3 der barmherzige ,samariter4 ,dieses ,blatt gehrt nicht zu den glcklichsten ,schpfungen ,rembrandts3 namentlich strt uns das sehr hlzern ausgefallene ,pferd1 von dem der ,verwundete herabgehoben wird4 ,aber die ,absicht1 das ,erzeugnis seiner ,einbildungskraft so zu gestalten1 als ob er etwas in der ,wirklichkeit ,gesehenes wiedergbe1 ist dem ,meister vortrefflich gelungen2 in diesem ,sinne ist selbst der hliche ,hund im ,vordergrunde nicht ohne ,bedeutung2 er trgt mit dazu bei1 den ,anschein zu erwecken1 als ob das ,ganze sozusagen ein ,augenblicksbild nach dem ,leben wre 7,abb4 #cj74 ,wie ,rembrandt1 auch von dem allerleisesten ,anflug von uerlichem ,idealismus frei1 sich die heiligen ,gestalten so vorstellte1 wie er in der ihn umgebenden ,wirklichkeit die ,armen und ,bedrftigen sah1 das zeigt uns recht sprechend die feine kleine ,radierung aus demselben ,jahre3 die ,flucht nach gypten4 ,unedler in der ueren ,erscheinung lt sich der ,nhrvater ,joseph fglich nicht denken4 ,aber ,rembrandt wirkt nicht durch krperliche1 sondern durch sittliche ,schnheit4 ,knnte wohl eine edlere ,gestalt so tiefes1 warmes ,gefhl durchblicken lassen1 wie dieser rmliche ,handwerker1 der in banger ,sorge sein ,liebstes in ,sicherheit zu bringen sucht1 der mit pochendem ,herzen und bebenden ,knieen das ,reittier an seiner ,hand mit immer beschleunigteren ,schritten ber die unwegsamen ,waldpfade leitet8 ,wie streitet in dem flchtig gezeichneten ,gesicht der ,maria1 die1 in einen groen ,mantel eingewickelt1 das sorglich eingehllte ,kind vorsichtig in den ,armen haltend1 auf dem mit sprlichem ,gepck belasteten ,esel sitzt1 die ,furcht mit dem ,vertrauen auf den ,fhrer6 ,ein ,kleinod reizvoller ,erfindung ist dabei die ,landschaft2 man fhlt1 da das ,tageslicht1 welches den ,wanderern lange ,schatten voranwirft1 dem ,erlschen nahe ist und da bald die ,schrecken der ,finsternis die ,flchtigen umgeben werden 7,abb4 #ca74 ,in mehreren anderen ,blttern1 welche die ,flucht nach gypten1 einen von ,rembrandt oft bearbeiteten ,gegenstand1 behandeln1 versetzt der ,knstler uns in diese ,nacht4 ,da sehen wir1 wie ,joseph mit dem sprlichen ,scheine einer flackernden ,laterne den unebenen ,pfad zu erhellen sucht1 und ein anderes ,mal1 wie die ,flchtlinge1 an der ,grenze ihrer ,krfte angekommen1 unter einem ,baume ausruhen2 an einem ,aste ist die ,laterne aufgehngt und bescheint mit unsicherem ,lichte die dichtbelaubten ,zweige und die todmden ,wanderer4 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,das widrige ,geschick4 ,radierung von #afcc4 7,zweiter ,plattenzustand47 ,ein radiertes ,selbstbildnis brachte ,rembrandt im ,jahre #afcc in ,gestalt einer ,beleuchtungsstudie4 ,wir sehen ihn bei scharf auf seinen ,rcken einfallendem ,lichte mit ganz beschattetem ,gesicht1 aus dem nur die ,augen blitzend hervorleuchten2 die vom ,licht gestreiften ,locken hngen lang und wirr auf die ,schultern herab 7,abb4 #cb74 ,man liest auf den meisten ,abdrcken dieser ,radierung1 die nach dem ,halstuch1 das der ,knstler hier umgeschlungen hat1 benannt zu werden pflegt1 anscheinend ganz deutlich die ,jahreszahl #afec2 aber die scheinbare ,ziffer #e ist eine #c1 die ihren auf den ersten ,abdrcken klar ausgeprgten obersten ,strich durch die ,abnutzung der ,platte verloren hat4 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,jan ,cornelisz ,silvius1 ,prediger zu ,amsterdam4 ,radierung von #afcc4 7,erster1 sehr seltener ,plattenzustand47 ,jetzt bekam ,rembrandt auch ,bestellungen auf ,radierungen4 ,ein ,amsterdamer ,buchhndler beauftragte ihn mit der ,anfertigung des ,titelkupfers fr ein ,werk1 das im folgenden ,jahre 7#afcd7 herausgegeben wurde3 ,de ,zeevaerts ,lof 7,lob der ,seefahrt71 und ,rembrandt fhrte fr diesen ,zweck das ,bild aus1 das unter dem ,titel das widrige ,geschick bekannt ist4 ,in einer ,barke1 die mit frhlichen ,menschen -- genieenden und thtigen -- angefllt ist1 steht ,fortuna und hlt ,mast und ,segel des ,schiffes2 sie wendet dem ,beschauer den ,rcken1 und so auch einem lorbeerbekrnzten ,reiter1 dessen ,ro gestrzt ist und der jammernd dem davonsegelnden ,schiffe nachblickt2 hinter ihm sieht man eine groe ,herme des ,janus mit dem ,doppelantlitz1 das vorwrts und rckwrts schaut1 und in grerer ,entfernung einen ,tempel1 auf dessen ,treppe viel ,volk sich drngt4 ,die ,darstellung bezieht sich1 wie der ,begleittext erlutert1 auf die ,schlacht bei ,actium1 und der gestrzte ,held ist ,antonius 7,abb4 #cc74 -- ,angesehene ,persnlichkeiten1 deren ,bild zu besitzen der ,wunsch grerer ,kreise war1 lieen gern ihr ,bildnis in ,kupferstich herstellen1 wie dies schon im ,anfang des ,,xvi4 ,jahrhunderts aufgekommen war2 oder wenn sie selbst es nicht thaten1 so veranlaten wohl ihre ,freunde die ,anfertigung eines solchen ,bildes4 ,da einem ,portrtmaler wie ,rembrandt1 der die ,radiernadel so gewandt handhabte1 derartige ,auftrge in ,flle zugingen1 versteht sich von selbst4 ,den ,anfang machte das im ,jahre #afcc radierte ,bildnis des ,predigers ,jan ,cornelisz ,silvius 7,janus ,silvius74 ,selbstredend erforderten solche ,bltter eine ganz andere1 bildmigere ,durcharbeitung1 als wenn der ,knstler nur zu seiner bung oder zu seiner und seiner ,angehrigen ,freude einen ,kopf nach dem ,leben radierte4 ,so war er denn auch mit den ersten ,abdrcken1 welche er von der ,platte mit dem ,bilde des ,silvius abzog1 nicht zufrieden2 er bearbeitete1 wie er dies berhaupt fters that1 die ,platte von neuem2 durch ,vertiefung der ,schatten suchte er das ,bild zu beleben1 zerstrte dabei aber einigermaen die ,einheitlichkeit der ,wirkung4 ,daher besitzen die von der ,platte in ihrem ersten ,zustand genommenen ,abdrcke des berhaupt ziemlich seltenen ,blattes einen besonderen ,wert1 nicht nur wegen ihrer groen ,seltenheit1 sondern auch weil sie das treffliche ,bildnis in grerer ,schnheit zeigen 7,abb4 #cd74 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,der ,dichter ,jan ,hermansz ,krul1 gemalt #afcc4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,kassel4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,kopf des ,mannes aus dem ,doppelbildnis ,der ,schiffsbaumeister und seine ,frau1 gemalt #afcc1 in der ,sammlung der ,knigin von ,england im ,buckinghampalast4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,brgermeister ,pancras und seine ,frau4 ,gemlde im ,buckinghampalast4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,die ,zahl der gemalten ,bildnisse aus dem ,jahre #afcc ist sehr gro4 ,rembrandt wurde der gesuchteste ,portrtmaler ,amsterdams4 ,herren und ,damen der besten ,gesellschaft wendeten sich an ihn1 und er schuf in ihren ,bildnissen ,meisterwerke ersten ,ranges4 ,dahin gehren1 um nur einige der bekanntesten zu nennen1 das ,kniestck des ,dichters ,jan ,hermansz ,krul in der ,gemldegalerie zu ,kassel 7,abb4 #ce7 und das prchtige ,doppelbildnis eines ,schiffsbaumeisters und seiner ,frau in der ,sammlung der ,knigin von ,england im ,buckinghampalast4 ,das letztere ist als ,genrebild angeordnet3 der ,mann ist damit beschftigt1 die ,zeichnung eines ,schiffes zu entwerfen1 und wird durch seine ,frau1 die mit einem ,brief herbeikommt1 in der ,arbeit unterbrochen4 7,abb4 #cf gibt den ,kopf des ,mannes aus diesem ,bilde wieder47 ,wie ,rembrandt sich darauf verstand1 ,doppelbildnisse genremig zu gestalten1 davon gibt in der nmlichen ,sammlung der ,knigin von ,england das ,bild des ,brgermeisters ,pancras und seiner ,frau ein schnes ,beispiel4 ,diese beiden ,leute scheinen es geliebt zu haben1 ihren ,reichtum zur ,schau zu stellen1 das ,ehepaar ist in der ,vorbereitung zu irgend einer festlichen ,gelegenheit1 welche hchste ,prunkentfaltung erfordert1 dargestellt2 die ,brgermeisterin sitzt vor einem ,spiegel1 mit einem reichen ,mantel bekleidet1 und schmckt sich2 ihr ,gatte1 bereits in vollstndiger ,feierkleidung1 steht neben ihr und hlt weitere ,juwelen fr sie bereit 7,abb4 #cg74 ,ungeachtet der zahlreichen ,bildnisauftrge1 welche den ,meister im ,jahre #afcc beschftigten -- aus der ,zeit von #afcb bis #afcd werden einige vierzig von ,rembrandt gemalte ,portrts aufgezhlt --1 fand er immer noch ,zeit1 kleine ,bilder freier ,erfindung auszufhren1 wie die ,philosophen in der ,sammlung des ,louvre und das kstliche1 im ,rot des ,morgenlichtes glhende ,bild im ,buckinghampalast3 ,christus erscheint der ,maria ,magdalena als ,grtner4 ,und daneben wurde er nicht mde1 zu seiner bung und zu seiner ,freude ,bildnisse eigener ,wahl auszufhren1 in ,radierungen und ,gemlden4 ,er putzte seine jdischen ,modelle mit hohen ,turbanen und sonstigem phantastischen ,kleiderschmuck zu ,patriarchen und ,hohenpriestern heraus1 und am hufigsten sa er selbst sich in mannigfaltigem ,aufputz ,modell2 aus eben diesen ,jahren stammt eine auerordentlich groe ,zahl von ,selbstbildnissen ,rembrandts4 ,wir finden darunter merkwrdige ,versuche mit ungewhnlichen ,kostmstcken3 eine sehr selten gewordene ,radierung von #afcd1 ,rembrandt mit dem ,flamberg1 zeigt ihn in einer ,art von ,kurfrstentracht1 mit einem ,schwert in der ,hand4 ,so malte er sich auch in allerlei ,verkleidungen1 bald in goldgesticktem ,sammetmantel und ,federbarett1 mit vornehmer ,miene 7,abb4 #ec71 bald als ernstblickenden ,krieger in ,harnisch und ,sturmhaube4 ,wir drfen bei ,betrachtung derartiger ,bildnisse nicht vergessen1 da es dem ,meister nicht darauf ankam1 ein ,abbild seiner ,person zu liefern1 sondern da es sich fr ihn um irgend eine knstlerische ,aufgabe handelte1 sei es um etwas ,innerliches1 einen ,ausdruck1 sei es um etwas ,malerisches in ,beleuchtung oder ,tracht1 sei es um all dieses zusammen4 ,daher erkennen wir in diesen ,studien wohl die ,zge des ,meisters alsbald wieder1 aber vor den wenigsten derselben gewinnen wir den ,eindruck1 ein sprechend hnliches ,portrt vor uns zu haben4 ,doch malte ,rembrandt sich auch wiederholt in solcher ,weise1 da wir ber seine ausgesprochene ,absicht1 sich selbst1 wie er war1 getreulich fr die ,seinigen und fr die ,nachwelt abzubilden1 nicht im ,zweifel sein knnen4 ,zu diesen ,selbstbildnissen im engeren ,sinne gehrt das prchtige ,bild von #afcc im ,louvre 7,abb4 #ch71 und ein sehr hnliches1 aber anders gekleidetes1 in der nmlichen ,sammlung1 das von jenem nur durch einen geringen ,zeitunterschied getrennt wird 7,abb4 #di74 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,selbstbildnis1 gemalt im ,jahre #afcc4 ,im ,museum des ,louvre4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,der ,kartenspieler4 ,radierung4 7,erster ,plattenzustand47 ,rembrandt hatte im ,jahre #afcc wohl besonderen ,grund1 seine ,person mit ,aufmerksamkeit zu betrachten4 ,ein in der ,dresdener ,galerie befindliches ,gemlde aus diesem ,jahre zeigt uns das ,brustbild einer jungen ,dame mit zarter1 rosiger ,haut und goldigblondem lockigen ,haar1 die unter dem ,schatten eines rotsammetnen ,hutes hervor dem ,beschauer mit lustigen ,augen entgegenlacht 7,abb4 #dj74 ,das ist ,saskia van ,ulenburgh 7oder -- in der ,schreibweise ihrer ,heimat -- ,uilenborg71 die verwaiste ,tochter des zu ,leeuwarden ansssig gewesenen ,rechtsgelehrten ,rombertus ,ulenburgh4 ,wie und wo ,rembrandt diese ,tochter eines alten und hochangesehenen friesischen ,geschlechts kennen gelernt hat1 wissen wir nicht4 ,ward ihm die ,aufgabe gestellt1 ihr ,bild zu malen1 und ist ihm bei dieser ,gelegenheit das sonnige ,lcheln1 das er so reizvoll festzuhalten wute1 ins ,herz gedrungen8 ,oder galt dieses ,lcheln ,saskias schon dem ,manne ihrer ,wahl8 ,genug1 sie ward seine ,braut4 ,in brutlichem ,ernst sehen wir sie dastehen in dem herrlichen1 mit unvergleichlichem ,farbenzauber bergossenen ,bildnis in der ,kasseler ,gemldegalerie1 einem ,bilde1 das in dem ,beschauer einen nachhaltigen ,eindruck zurcklt1 und auf dessen ,ausfhrung ,rembrandt eine mehr als gewhnliche ,sorgfalt verwandt hat4 ,saskia erscheint hier in vornehmem ,schmuck2 sie trgt einen rotsammetnen ,hut mit ,goldverzierungen und weier ,strauenfeder1 ein ,kleid aus dunkelrotem ,sammet1 mit ,unterrmeln aus einem leichten1 goldiggrauen ,stoff mit farbigen ,msterchen1 einen mattblulichen1 mit ,gold und ,farben bestickten ,kragen1 einen ,pelzmantel hat sie leicht umgeworfen1 im ,haar1 um den ,hals1 an der ,brust und den ,armen glnzt und blitzt es von ,gold1 ,perlen und ,juwelen2 in der behandschuhten ,rechten hlt sie einen ,zweig von ,rosmarin1 und sinnend blickt sie vor sich hin1 dem ,beschauer die jungfrulich reinen ,linien ihres ,profils zeigend 7,abb4 #db74 ,saskia war keine ,schnheit1 aber sie war sehr hbsch und dabei von blhender ,jugendfrische und glcklicher ,heiterkeit reizvoll umkleidet4 ,sie war eine ,verwandte jenes ,predigers ,jan ,silvius1 der zu ,rembrandts frhesten ,auftraggebern zhlte1 und als am #aj4 ,juni #afcd ,rembrandt und ,saskia sich in ,amsterdam zur ,ehe aufbieten lieen1 erschien ,silvius als ,stellvertreter der ,braut4 ,wir erfahren durch das betreffende1 noch vorhandene ,aktenstck1 da ,rembrandts ,vater damals schon gestorben war2 denn nur von seiner ,mutter wird die ,einwilligung zur ,eheschlieung eingeholt4 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,erstes ,bildnis von ,rembrandts spterer ,gattin ,saskia van ,ulenburgh4 ,in der ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #da4 ,junges ,mdchen mit ,korb4 ,radierung4 ,unter den ,radierungen ,rembrandts aus dem ,jahre #afcc befindet sich eine1 die auf besondere ,beachtung ein ,anrecht hat4 ,denn vielleicht hat sie die erste ,veranlassung zu einem groen ,auftrag gegeben1 der ,rembrandt eine ,reihe von ,jahren hindurch beschftigte4 ,es ist eine ,abnahme ,christi vom ,kreuz1 zum ,unterschied von anderen inhaltsgleichen ,radierungen ,rembrandts die groe ,kreuzabnahme benannt4 ,drei ,mnner sind mit ,leitern an das ,kreuz hinangestiegen und haben den ,leichnam vom ,holze gelst2 jetzt legt der oberste von ihnen sich ber den ,querbalken des ,kreuzes und hlt den oberen ,zipfel eines ,leintuches1 das sie schonend unter den ,krper des ,toten geschoben haben2 von den beiden anderen auf den ,leitern ,stehenden an den ,armen gehalten1 gleitet der nackte ,leichnam schwer und in sich zusammensinkend herab1 um von zwei unten stehenden ,mnnern1 die ihre ,hnde ehrfrchtig unter dem ,leintuch halten1 aufgenommen zu werden4 ,joseph von ,arimathia1 ,nikodemus1 die zwei ,marien und einige ,jnger umgeben1 teils stehend1 teils am ,boden kauernd1 den ,fu des ,kreuzes4 ,ihre ,blicke folgen der ,bewegung der ,leiche2 nur die ,mutter hlt das ,antlitz tief gesenkt4 ,ein kostbarer ,teppich wird von den ,frauen bereit gehalten1 um den ,toten darauf zu betten4 ,joseph von ,arimathia beaufsichtigt das ,ganze2 er ist durch seine ,kleidung als der reiche ,mann gekennzeichnet1 und wie er auf seinen ,stock gesttzt mit gemessener ,ruhe dasteht1 wei er in seiner ,haltung bei aller ,ergriffenheit die ,wrde des angesehenen ,ratsherrn zu bewahren4 ,es ist dunkle ,nacht1 und undeutlich heben sich in der ,ferne die ,festungswerke und ,kuppeln der ,stadt von dem schwachen ,dmmerschein am ,horizont ab2 aber aus dem schwarzen ,himmel fluten bernatrliche ,lichtstrahlen herab1 die zu dem frommen ,werke leuchten und den heiligen ,leichnam in einen ,glorienschein einhllen4 ,hier ist der ,beweis gegeben1 sagt der franzsische ,kunstschriftsteller ,charles ,blanc1 wieviel auf der ,gesinnung beruht4 ,die ,darstellung einiger bei der ,leiche ihres ,gottes weinenden ,christen kann des antiken ,reizes1 der heidnischen ,schnheit wohl entbehren und dennoch einen erhebenden ,eindruck zurcklassen4 ,nur eine ,seele braucht dem ,bilde eingehaucht zu werden1 und dies hat ,rembrandt gethan1 als er das ,licht seines ,genius darauf hinstrahlen lie4 ,wie sollte man sich nicht fr einen solchen ,vorgang interessieren1 da doch der ,himmel selbst sich dafr interessiert6 7,abb4 #dc47 ,illustration3 ,abb4 #db4 ,bildnis von ,rembrandts ,braut ,saskia van ,ulenburgh4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,kassel4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #dc4 ,die groe ,kreuzabnahme4 ,radierung von #afcc4 ,illustration3 ,abb4 #dd4 ,die ,kreuzabnahme1 gemalt fr den ,statthalter ,friedrich ,heinrich1 jetzt in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #de4 ,die ,verkndigung bei den ,hirten4 ,radierung von #afcd4 ,illustration3 ,abb4 #df4 ,christus und die ,samariterin 7mit der ,ruine74 ,radierung von #afcd4 ,ganz in derselben ,weise1 nur noch ergreifender gestaltet durch das ,zaubermittel der ,farbe1 sehen wir die ,kreuzabnahme dargestellt in einem ,gemlde1 welches sich jetzt in der ,alten ,pinakothek zu ,mnchen befindet 7,abb4 #dd74 ,dieses ,gemlde bildet mit vier anderen ebendort befindlichen ,bildern eine zusammengehrige ,folge1 welche das ,ende von des ,erlsers irdischem ,dasein1 von der ,aufrichtung des ,kreuzes bis zur ,himmelfahrt behandelt4 ,es sind tief ergreifende ,schpfungen4 ,die uere ,hlichkeit der ,gestalten1 die wir da sehen1 verschwindet gnzlich hinter der ,schnheit ihrer ,seele4 ,wohl mag einer1 der an uerlicher ,kunstbetrachtung ,gefallen findet1 auch an den ,kompositionen im ganzen manche ,unschnheiten und ,hrten entdecken2 aber durch die geheimnisvolle ,poesie der ,lichtwirkung1 die hier um so eindringlicher wirkt1 als die siegreiche ,kraft des ,lichtes gegenber ringsum breit gelagerter ,finsternis dem ,inhalt des ,dargestellten so unmittelbar entspricht1 wird der ,beschauer wie mit ,zaubermacht gebannt1 und der ,wohllaut einer in unbeschreiblicher ,eigentmlichkeit gestimmten ,farbe dringt gleich den ,melodien alter ,kirchenlieder in seine ,seele4 ,rembrandt malte diese ,bilder im ,auftrage seines ,landesherrn1 des ,statthalters ,friedrich ,heinrich ,prinzen von ,oranien4 ,die letzten derselben vollendete er im ,jahre #afch1 und er erhielt fr jedes den ,betrag von #fjj ,gulden2 ber diese ,angelegenheit1 die ,ablieferung und ,bezahlung der ,grablegung und der ,auferstehung sind drei eigenhndige ,briefe ,rembrandts erhalten4 ,zu den fnf ,passionsbildern gehrte noch1 um die ,geschichte des ,erlsungswerkes zu vervollstndigen1 eine ,darstellung der ,geburt ,christi4 ,alle sechs ,gemlde sind durch ,erbschaft in die kurfrstliche ,gemldegalerie zu ,dsseldorf und von da mit den brigen wertvollsten ,schtzen dieser ,sammlung nach ,mnchen gekommen4 ,das ,bild der ,geburt ist fast noch ergreifender als die brigen4 ,in uerster ,armut und ,demut lagern ,maria und ,joseph im ,stalle2 der letztere hlt eine ,lampe1 um den verehrungsvoll herantretenden ,hirten das ,kind zu zeigen1 und so scheint dieses1 voll beleuchtet1 nun die eigentliche ,lichtquelle zu sein1 deren ,wiederschein die drftige ,umgebung verschnert4 ,in hnlicher und doch wieder verschiedener ,weise hat ,rembrandt1 wohl zu derselben ,zeit1 als er das ,gemlde ausfhrte1 die ,geburt ,jesu in einer ,radierung dargestellt4 ,hier ist es noch mehr als dort die stille ,nacht4 ,maria ruht1 in ihren ,mantel eingewickelt1 im ,stroh1 an ihrer ,seite der ,neugeborene2 an der anderen ,seite des ,kindes1 zusammengekauert1 wacht lesend der ,mann ,marias2 ihnen gegenber ruhen die ,tiere des ,stalles4 ,da treten die ,hirten herein1 ,mnner1 ,weiber und ,kinder -- man sieht1 wie sie sich bemhen1 leise zu gehen --1 an ihrer ,spitze ein brtiger ,mann mit einer ,laterne1 und begren in feierlicher ,stille in dem ,kinde den ,erlser der ,armen4 ,illustration3 ,abb4 #dg4 ,bildnis einer alten ,dame1 gemalt #afcd1 in der ,nationalgalerie zu ,london4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,es versteht sich von selbst1 da ein so fleiiger und gewandter ,maler wie ,rembrandt whrend der fnf ,jahre1 die er zur ,vollendung der vom ,statthalter bestellten sechs ,gemlde1 die ihren groen ,inhalt in kleinem ,umfange einschlieen1 brauchte1 nur einen verhltnismig geringen ,bruchteil seiner ,zeit auf diese ,arbeit verwendete4 ,illustration3 ,abb4 #dh4 ,christus und die ,jnger in ,emmaus4 ,radierung von #afcd4 ,das ,jahr #afcd brachte ihm1 wie schon erwhnt1 eine ,flle von ,portrtbestellungen4 ,unter den ,meisterwerken seiner ,bildniskunst aus diesem ,jahre1 von denen einige zu seinen allervorzglichsten ,werken gehren1 sei das ,brustbild einer bejahrten ,dame in weier ,haube und ,halskrause1 in der ,nationalgalerie zu ,london1 hervorgehoben 7,abb4 #dg74 ,illustration3 ,abb4 #di4 ,selbstbildnis1 gemalt im ,jahre #afcd4 ,im ,museum des ,louvre4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ej4 ,die ,lesende4 ,radierung von #afcd4 ,illustration3 ,abb4 #ea4 ,rembrandts ,frau ,saskia van ,ulenburgh4 ,silberstiftzeichnung im ,berliner ,kupferstichkabinett4 ,dit is naer mijn huijsvrou geconterfeit do sij #ba jaer oud was den derden dach als wij getroudt waeren de #h junijus #afcc4 ,illustration3 ,abb4 #eb4 ,saskia am ,fenster sitzend4 ,angetuschte ,federzeichnung4 ,auch unter den ,radierungen des ,jahres #afcd befinden sich mehrere ganz hervorragende ,meisterwerke4 ,da ist zuerst das groe ,blatt die ,verkndigung bei den ,hirten zu nennen4 ,in prachtvoller waldiger ,berglandschaft haben die ,hirten bei der ,herde geruht4 ,da bricht aus einer dicht geballten ,wolke1 die sich herabsenkt1 ein ,himmelslicht in die dunkle ,nacht hinein1 da das ,vieh gengstigt aus dem ,schlafe aufspringt und davonrennt4 ,auch die ,hirten fliehen1 werfen sich nieder1 blicken starr empor1 whrend die ,stbe ihren ,hnden entfallen4 ,auf den ,rand der ,wolke ist1 von dem strahlenden ,licht durchschienen1 dessen ,urquell ,scharen kleiner ,englein jubelnd umkreisen1 ein ,engel in weien ,gewndern getreten und spricht1 die eine ,hand zum ,himmel erhebend1 die andere beruhigend ausstreckend1 zu den ,erschreckten die ,himmelsworte3 ,frchtet euch nicht1 ich verknde euch eine groe ,freude 7,abb4 #de74 ,ein wirkungs- und ausdrucksvolles ,blatt schildert die ,begegnung des ,heilandes mit der ,samariterin am ,jakobsbrunnen4 ,jesus sitzt im ,lichte der ,abendsonne auf dem ,rande des ,brunnens1 der sich an die ,trmmer eines ausgedehnten alten ,bauwerks anlehnt2 man glaubt zu hren1 wie von den ,lippen des ermdeten ,wanderers milde1 ernste ,worte flieen1 und das ,weib steht ihm gegenber1 uerlich ruhig1 aber innerlich bewegt1 da sie vergit1 den ,krug1 den sie schon an der ,kette befestigt hat1 hinabzulassen2 in der ,ferne erhebt sich die ,stadt ,sichar mit stolzen ,gebuden1 und am ,abhang des ,hgels steigen die ,jnger empor1 die sich wundern1 da ihr ,meister mit dem ,weibe redet 7,abb4 #df74 ,ein kleines ,blatt1 wieder ein ,meisterwerk des ,ausdruckes1 stellt die ,begebenheit mit den beiden ,jngern zu ,emmaus dar4 ,der ,tag hat sich geneigt1 und die ,abendsonne scheint1 krftige ,schatten werfend1 in den auf einer ,seite offen gedachten ,raum1 wo ,christus mit den beiden ,jngern1 die ,stab und ,wandertasche abgelegt haben1 an einem kleinen ,tische sitzt4 ,eben hat der ,heiland das ,brot mit beiden ,hnden gefat1 um es zu brechen2 da wurden ihre ,augen geffnet3 starr blickend schlgt der eine1 der ihm gegenbersitzt1 ein buerlich aussehender ,mann mit hoher ,judenmtze1 die ,hnde zusammen1 und der andere1 ein wrdevoller ,greis1 hlt im ,zerlegen des ,fleisches inne1 mit einem ,blick1 der in das ,innerste des ,unbekannten dringen zu wollen scheint1 fragend1 ob er wirklich der ,gekreuzigte sei2 um dessen ,haupt aber flammt ein mchtiger ,strahlenkranz1 der weit ber die ,bedeutung des sonst in der ,kunst gebruchlichen ,heiligenscheins hinausgeht2 wir wrden1 auch wenn uns der ,vorgang ganz unbekannt wre1 doch nicht darber im ,zweifel sein knnen1 da hier zwischen ,sterblichen ein berirdischer sitzt1 der gleich verschwinden wird 7,abb4 #dh74 ,dies ,verschwinden selbst hat ,rembrandt einmal darzustellen versucht in einer geistreichen ,handzeichnung1 die im ,dresdener ,kupferstichkabinett aufbewahrt wird3 in dem ,augenblicke1 wo die ,jnger den ,christus erkannt haben1 ist dieser ihren ,blicken entschwunden1 und sie starren auf den leeren ,stuhl1 ber dem noch ein geheimnisvoller ,lichtglanz zu schweben scheint4 -- ,im ,gegensatz zu solchen ,schpfungen dichterischer ,gestaltungskraft stehen ,bltter1 die mit haarscharfem ,realismus aus dem ,leben abgeschrieben sind1 wie die lesende ,frau1 die sich in sonntglicher ,mue so ganz in ihr ,buch vertieft hat 7,abb4 #ej74 ,ein hnliches ,meisterwerk feinster ,beobachtung fhrt uns das ganz hastig1 augenscheinlich ohne ,wissen des ,abgebildeten1 in die ,kupferplatte gekratzte ,brustbild eines ,kartenspielers vor ,augen 7,abb4 #ci74 ,auch das seltene kleine ,blatt mit der ,halbfigur eines vom ,markte heimkehrenden jungen ,mdchens 7,abb4 #da7 ist ein hbsches ,beispiel der ,augenblicksbilder1 in denen ,rembrandt zufllig in seinen ,gesichtskreis kommende ,erscheinungen verewigte4 ,illustration3 ,abb4 #ec4 ,selbstbildnis in gesticktem ,sammetmantel und ,federbarett1 gemalt #afce4 ,in der frstl4 ,liechtensteinschen ,galerie zu ,wien4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ed4 ,weiblicher ,studienkopf 7,saskia74 ,radierung von #afce4 ,illustration3 ,abb4 #ee4 ,rembrandt und seine ,frau4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ef4 ,selbstbildnis ,rembrandts1 gemalt um #afce1 in der ,nationalgalerie zu ,london4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #eg4 ,die ,austreibung aus dem ,tempel4 ,radierung von #afce4 7,erster ,plattenzustand47 ,illustration3 ,abb4 #eh4 ,christus am ,kreuz4 ,radierung4 ,einen willkommenen ,gegenstand des ,studiums gab dem ,meister begreiflicherweise seine junge ,frau4 ,eine reizende ,silberstiftzeichnung1 die im ,berliner ,kupferstichkabinett aufbewahrt wird1 zeigt uns ,saskia am dritten ,tage nach ihrer ,trauung1 wie sie1 den ,kopf leicht in die ,hand gesttzt1 in heiterer ,zufriedenheit unter ihrem breitrandigen ,strohhute hervorschaut1 mit einem ,blick1 der nicht auf unbekannte ,beschauer des ,blattes berechnet ist1 sondern nur dem ,zeichner selbst gilt 7,abb4 #ea74 ,merkwrdig ist bei diesem ,blatte1 da in der ,unterschrift zwar der ,monat richtig1 aber sowohl der ,tag als das ,jahr unrichtig angegeben sind4 ,sollte ,rembrandt in der ,freude seines ,herzens ganz in der ,zeitrechnung irre geworden sein8 ,da das ,umgehen mit ,zahlen nicht seine starke ,seite war1 dafr bietet allerdings auch sein ,briefwechsel mit dem ,sekretr des ,prinzen von ,oranien ,belege4 ,thatschlich fand ,rembrandts ,trauung mit ,saskia1 nach dem ,ausweis des ,eheschlieungsregisters des ,amtes ,bildt in ,friesland1 am #bb4 ,juni #afcd statt4 -- ,eine sptere ,zeichnung1 mit ,feder und ,tusche ganz flchtig1 aber sehr treffend hingeworfen1 zeigt uns die junge ,frau in ganzer ,gestalt1 wie sie mit der huslichen ,schrze angethan am ,fenster sitzt1 in dessen ,nhe die aufgeschlagene ,bibel lehnt 7,abb4 #eb74 ,wie sich selbst1 so putzte ,rembrandt auch seine ,gattin gern mit allerlei ,kostmstcken aus der ,garderobe seiner ,werkstatt heraus4 ,er radierte ihr ,bild in den verschiedensten ,beleuchtungen und ,ansichten2 besonders anmutig erscheint sie auf dem seltenen ,blatte1 welches sie in gerader ,vorderansicht1 wiederum die ,hand an ,stirn und ,wange gelehnt1 mit einem leichten ,schleier ber den seitlich lose herabhngenden ,haaren zeigt 7,abb4 #ed74 ,illustration3 ,abb4 #ei4 ,simson bedroht seinen ,schwiegervater4 ,gemlde von #afce1 im knigl4 ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #fj4 ,die ,kuchenbckerin4 ,radierung von #afce4 ,es drngte ,rembrandt1 sein eheliches ,glck in einem greren ,gemlde der ,nachwelt gleichsam urkundlich zu berliefern4 ,so schuf er das weltberhmte ,doppelbildnis1 welches die ,dresdener ,gemldegalerie besitzt4 ,in der ,tracht eines ,kavaliers1 den ,raufdegen an der ,seite1 ein ,sammetbarett mit wallenden ,strauenfedern auf dem langen1 lockigen ,haar1 sitzt ,rembrandt vor einer reichbedeckten ,tafel2 mit der ,rechten schwingt er ein ,glas schumenden ,weines empor1 die ,linke hat er um die ,hften der ,gattin gelegt1 die er auf seinen ,knieen wiegt4 ,mit ungebndigter ,frhlichkeit lacht ,rembrandt in die ,welt hinein2 mit starker ,wendung des ,halses sieht ,saskia sich um und blickt den ,beschauer vergngt1 aber doch mit schicklicher ,gemessenheit an4 ,ein unbeschreiblicher ppiger ,farbenreiz verklrt das ,bild und verstrkt den rckhaltlosen knstlerischen ,ausdruck hchster ,daseinsfreude 7,abb4 #ee74 ,das ganze ,bild atmet ,wohlleben2 ,saskia trgt kostbaren ,juwelenschmuck1 der freilich nur einen geringen ,teil vorstellt von den ,schtzen1 mit denen ,rembrandt das geliebte ,weib berhufte4 ,wir erfahren1 da im ,jahre #afch einige seiner ,verwandten bei ,gelegenheit einer an und fr sich geringfgigen ,vermgensauseinandersetzung ihn laut anschuldigten1 er habe sein ganzes vterliches ,erbteil in ,schmuck und ,prunk vergeudet1 und da er deswegen -- freilich ohne ,erfolg -- eine ,verleumdungsklage gegen dieselben anstrengte4 -- ,wir mssen dem ,meister dankbar sein1 da er uns sein ,gesicht auch einmal im ,sonnenschein der hellsten ,frhlichkeit gezeigt hat4 ,denn sonst tragen die ,bildnisse1 die er im jugendlichen ,mannesalter nach sich selbst gemalt hat -- abgesehen von denjenigen1 welche nicht seinen natrlichen1 sondern einen gemachten1 eben fr das betreffende ,bild angenommenen ,ausdruck haben --1 einen tiefen ,ernst zur ,schau4 ,so zeigt uns auch das um dieselbe ,zeit wie das ,dresdener ,bild entstandene ,selbstbildnis in der ,londoner ,nationalgalerie1 das eines der schnsten unter den schnen ist1 die ernst gedankenvollen ,zge des klar und scharf beobachtenden1 mehr aber noch innerlich arbeitenden ,knstlers 7,abb4 #ef74 ,illustration3 ,abb4 #fa4 ,jakob ,cats1 ,rechtsgelehrter1 ,dichter und ,staatsmann 7nachmals ,ratspensionr in ,holland und ,grosiegelbewahrer74 ,radierung von #afce4 ,dem ,jahre #afce1 das wir mit ,sicherheit als dasjenige der ,entstehung des ,dresdener ,doppelbildnisses ansehen drfen1 gehrt ein ebenfalls in der ,gemldegalerie zu ,dresden befindliches ,bild mythologischen ,inhalts an3 ,der ,raub des ,ganymedes4 ,der ,liebling des ,gttervaters ist als ein noch ganz kleiner ,knabe gedacht1 der eben ,kirschen essen wollte1 als der ,adler auf ihn herabstie1 um ihn in die ,lfte zu fhren2 und nun schreit er ganz erbrmlich und gibt seinem ,schrecken in einer nicht nher zu beschreibenden ,weise ,ausdruck4 ,da helfen uns nun freilich alle malerischen ,vorzge nicht ber die ,ungeheuerlichkeit der ,geschmacklosigkeit und ber den vollstndigen ,mangel an ,formenschnheit hinweg4 ,das ,bild ist der strkste ,beweis1 da es ,rembrandt gnzlich an ,sinn und ,verstndnis fr dasjenige fehlte1 was einer mythologischen ,darstellung die ,berechtigung geben kann4 ,aber auch mit einem ,gemlde biblischen ,inhaltes1 das er zu derselben ,zeit ausfhrte1 war er nicht gerade glcklich4 ,wie ,simson zu seinem ,schwiegervater1 der ihm die ,gattin vorenthlt1 die ,drohworte spricht3 ,ich habe einmal eine rechte ,sache wider die ,philister1 ich will euch ,schaden thun1 ist der ,gegenstand des im ,berliner ,museum befindlichen ,gemldes4 ,lange hat man geglaubt1 dasselbe stelle eine ,begebenheit aus dem ,leben des ,herzogs ,adolf von ,geldern vor2 aber der morgenlndisch gekleidete ,riese mit der berflle des langen dunklen ,haupthaares ist deutlich genug als ,simson gekennzeichnet 7,abb4 #ei74 ,trotz des ,mangels an unmittelbarer ,verstndlichkeit und trotz der man mchte sagen geradezu unbehilflichen ,anordnung macht brigens dieses ,bild einen groartigen ,eindruck durch die ,macht seiner ,farbenwirkung4 ,illustration3 ,abb4 #fb4 ,jan ,uytenbogaard1 ,prediger der ,remonstranten- 7,arminianer-7 ,gemeinde4 ,radierung von #afce4 ,zu den ,radierungen des ,jahres #afce gehrt ein hochberhmtes ,blatt3 ,christus reinigt den ,tempel4 ,es ist eine wuchtige ,darstellung voll bewegten ,lebens4 ,christus1 eine kraftvolle ,gestalt1 die wie eine ,erinnerung an eine ,drersche ,figur aussieht1 dringt in leidenschaftlicher ,entrstung auf die ,kufer und ,verkufer ein1 die unbekmmert um die in einem hher gelegenen ,chorraum vor sich gehende feierliche gottesdienstliche ,handlung in den ,hallen des ,tempels ihren ,schacher treiben2 es ist ein seltsamer1 aber wirkungsvoller ,gedanke1 da der ,heiligenschein hier nicht das ,haupt1 sondern die ,faust des ,erlsers umstrahlt1 welche die ,geiel schwingt4 ,die ,tische der ,wechsler strzen1 das ,geld rollt auf den ,boden1 auch ,leute strzen hin in der ,hast des ,fliehens1 whrend andere ihre ,ware noch schnell zu sichern bemht sind2 so rennen ,menschen und ,tiere -- denn auch ,viehhndler1 nicht blo ,taubenkrmer1 hat ,rembrandt sich unter den ,verkufern gedacht1 die das ,heiligtum entweihten --1 die ,gewnder des ,christus umklfft1 ohne sich doch an ihn heranzuwagen1 ein hlicher ,kter4 ,je lnger man das ,bild betrachtet1 um so staunenswrdigere ,einzelheiten wird man entdecken1 namentlich in den ,gesichtern und ,gebrden der verschiedenen in ihrem ,geschft gestrten jdischen ,hndler 7,abb4 #eg74 ,illustration3 ,abb4 #fc4 ,johannes ,antonides van der ,linden1 berhmter ,arzt und ,professor an der ,universitt zu ,leiden4 ,radierung4 ,von sonstigen biblischen ,darstellungen gehrt dieser ,zeit wohl auch das kleine ,blatt mit der ,kreuzigung an1 das so beraus einfach und anspruchslos komponiert ist und doch durch die sprechende ,gegenberstellung der ohnmchtig zu ,boden gesunkenen ,mutter und des hilflos am ,kreuze emporgestreckten ,sohnes eine so ergreifende ,wirkung ausbt 7,abb4 #eh74 ,illustration3 ,abb4 #fd4 ,mann mit langen ,haaren4 ,radierung4 ,neben so tief empfundenen ernsten ,schpfungen fehlen auch die leichteren ,bilder aus dem ,leben nicht2 welche ,flle von ,geist und ,humor steckt in dem kostbaren ,straenbild3 die ,kuchenbckerin 7,abb4 #fj74 ,hauptprachtbltter finden wir unter den ,bildnisradierungen des ,jahres #afce4 ,da sehen wir ein ,brustbild eines alten ,herrn von lebhaftem ,temperament1 mit klugen1 hell blickenden ,augen unter der vieldurchfurchten ,stirn1 mit sorgfltig ausgebrstetem ,schnurrbart und einem schwarzseidenen ,kppchen auf dem kahlen ,scheitel1 die ,schultern mit einem ,pelzkragen bedeckt1 auf dem eine goldene ,gnadenkette glitzert4 ,das ist ,jakob ,cats1 der ,dichter und ,staatsmann1 der verdienstvolle ,lehrer des ,prinzen von ,oranien1 ein heute noch unter dem ,namen ,vater ,cats in ,holland volkstmlicher ,schriftsteller 7,abb4 #fa74 ,neben diesem ,meisterwerk von ,geist und ,leben steht ebenbrtig das zu malerischer ,haltung und bildmiger ,wirkung sorgfltig durchgearbeitete ,portrt des ,remonstrantenpredigers ,jan ,uytenbogaard4 ,der achtundsiebzigjhrige ,geistliche1 der von #aeii bis #afad zuerst ,feldkaplan1 dann ,hofprediger des ,prinzen ,moritz von ,oranien gewesen1 dann wegen seiner ,freundschaft mit ,barnevelt und ,grotius in ,ungnade gefallen und nach ,frankreich geflchtet war1 seit dem ,regierungsantritt des ,prinzen ,friedrich ,heinrich 7#afbe7 aber wieder in der ,heimat geduldet wurde und der nun im ,haag lebte1 blickt mit seinen ansprechenden ,zgen1 in denen die ,spuren von ,sorgen und ,kummer den ,ausdruck vterlichen ,wohlwollens nicht haben verwischen knnen1 vom ,lesen der theologischen ,schriften1 die seinen ,tisch bedecken1 auf und heftet die mden ,augen auf den ,beschauer 7,abb4 #fb74 ,unter der ,radierung stehen von ,hugo ,grotius verfate lateinische ,verse folgenden ,inhalts3 ,dem die ,gemeinde dereinst und das ,kriegsvolk lauschte bewundernd1 ,und1 ward gleich er beschmt ob seiner ,sitten1 der ,hof3 ,vielfach umhergeschleudert1 doch nicht von den ,jahren gebrochen1 ,also kehrt dir1 o ,haag1 dein ,uytenbogaard zurck4 ,wir sehen aus solchen ,bildnissen1 da ,rembrandt mit den ,besten und ,gebildetsten seiner ,nation verkehrte4 ,neben dem rechtsgelehrten und dichterisch begabten ,staatsmann und dem berzeugungsmutigen ,priester sei in dieser ,reihe der an der ,leidener ,hochschule wirkende berhmte ,arzt ,jan ,antonsz 7oder1 wie er als ,gelehrter schrieb1 ,johannes ,antonides7 van der ,linden genannt1 von dem ,rembrandt wohl einmal bei ,gelegenheit eines ,besuchs in seiner ,vaterstadt -- die ,jahreszahl ist nicht angegeben -- ein in ,haltung und ,ausdruck so beraus liebenswrdiges ,bildnis radiert hat 7,abb4 #fc74 ,illustration3 ,abb4 #fe4 ,der eingeschlafene ,greis mit der groen ,mtze4 ,radierung4 ,so gro auch die ,fertigkeiten waren1 welche ,rembrandt erlangt hatte1 seine ,studienbungen lie er niemals ruhen4 ,wie einst ,drer es nicht verschmht hatte1 die ,feder eines ,vogels oder das ,fell eines ,hasen zum ,gegenstand des gewissenhaftesten ,studiums zu machen1 so malte ,rembrandt mit eingehender ,treue ,zusammenstellungen lebloser ,gegenstnde1 mannigfaltig gefiederte ,vgel u4 dergl41 um sich von der ,natur in dem ,geheimnis wohllautender ,farbenstimmungen belehren zu lassen4 ,vor allem aber blieb das menschliche ,antlitz der ,gegenstand seines unausgesetzten ,studiums4 ,neben ,radierungen nach verschiedenartigen ,modellen 7,abb4 #fd und #fe7 legen zahlreiche ,handzeichnungen1 bald mehr oder minder sorgfltig ausgefhrt1 meistens aber ganz flchtig hingeworfene ,augenblicksbilder von seinem ,eifer ,zeugnis ab 7,abb4 #ff1 #fg1 #fh74 ,auch einer ,karikatur begegnen wir gelegentlich unter diesen ,blttern1 wie sie der ,meister vielleicht einmal im frhlichen ,gesprch im ,freundeskreise hinzeichnete1 um eine ,persnlichkeit1 von der gerade die ,rede war1 allen erkennbar auch im ,bilde vorzufhren 7,abb4 #fi74 ,am hufigsten sind unter ,rembrandts ,studienkpfen1 mgen sie nun mit der ,feder1 mit dem ,stifte oder mit der ,radiernadel gezeichnet sein1 immer die ,juden4 ,allmhlich fanden sich nun unter des ,meisters ,judenbekanntschaften auch solche ein1 die nicht als bezahlte ,modelle oder als ,antiquittenhndler1 sondern als ,auftraggeber mit ihm in ,verkehr traten4 ,das ,bild eines ,juden von groem ,namen lernen wir in einer ,radierung von #afcf kennen4 ,dieser ,mann1 der auf den ersten ,anblick kaum einen jdischen ,eindruck macht1 zumal auch die ,tracht von ,bart und ,kleidung nichts von den damals den ,juden eigenen ,besonderheiten zeigt1 sondern mit der allgemeinen ,mode bereinstimmt1 und hinter dessen unbedeutend scheinenden ,zgen mit den schweren ,augenlidern man erst nach lngerem ,betrachten einen lebhaften ,geist und den vielseitig begabten und geschulten ,verstand eines groen ,gelehrten vermuten kann1 ist ,manasseh-ben-,israel 7,abb4 #gj74 ,zu ,lissabon im ,jahre #afjd geboren1 war er als ,kind mit seinem ,vater nach ,amsterdam gekommen1 wo so viele portugiesische ,juden damals ,zuflucht und ,freiheit der ,religionsbung fanden2 seine in jungen ,jahren erworbene ,gelehrsamkeit war so gro1 da er im ,alter von achtzehn ,jahren zum ,oberrabbiner einer der drei ,amsterdamer ,synagogen ernannt wurde4 ,sein grter ,ruhm war eine ganz auergewhnliche ,sprachenkenntnis2 auerdem war er ,doktor der ,medizin2 er hat zahlreiche ,schriften1 meist theologischen ,inhalts1 hinterlassen4 ,illustration3 ,abb4 #ff4 ,alte ,frau4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,die ,jahreszahl #afcf lesen wir auch auf mehreren hervorragenden ,radierungen biblischen ,inhalts4 ,da ist in einem kleinen ,blatt der ,tod des heiligen ,stephanus dargestellt4 ,schn ist da weder die ,gestalt des jugendlichen ,glaubenszeugen1 noch auch selbst der ,linienzug der ,komposition4 ,aber wie diese rohe ,menge mit wahrer ,wonne den ,schuld- und ,wehrlosen steinigt1 das ist eine fr alle ,zeiten wahre ,schilderung des zu rohen ,leidenschaften aufgehetzten ,pbels4 ,an der zeichnerischen ,behandlung sogar sieht man1 wie ,rembrandt sich in seinen ,gegenstand vertieft hat3 man mchte sagen1 da diese hastigen1 hart und schroff gegeneinander stoenden und sich durchkreuzenden ,strichlagen von ,leidenschaft und zugleich von ,widerwillen gegen die rohe ,that beseelt sind 7,abb4 #ga74 ,wie ganz anders ist die ,behandlung bei dem wundervollen ,blatt1 das die ,rckkehr des verlorenen ,sohnes zum ,gegenstande hat6 ,wie deutlich sieht man hier1 da die ,hand des ,knstlers von hingebenden und innigen ,empfindungen geleitet worden ist6 ,niemals ist aber auch dieser so oft behandelte1 knstlerisch so dankbare ,vorwurf in so rhrender und ergreifender ,schilderung bearbeitet worden4 ,wie dieser verkommene1 nur mit den notdrftigsten ,lumpen bedeckte ,mensch sein von den ,spuren des ,lasters und des ,elends entstelltes ,gesicht1 das aber jetzt durch den ,ausdruck der ,reue und des durch die ,vergebung wiedergefundenen ,friedens innerlich verschnt wird1 an die ,vaterbrust drckt1 und wie dieser ,vater1 erschttert ber den ,anblick1 den sein ,sohn ihm bietet1 aber fr kein anderes ,gefhl zugnglich als fr das der alles vergebenden und vergessenden ,freude ber den ,wiedergefundenen1 mit groen ,schritten herbeigeeilt ist und sich liebevoll ber ihn beugt1 das ist ein ,meisterwerk der ,seelenmalerei1 das kaum seinesgleichen hat4 ,ebenso lebendig sprechen die ,empfindungen der ,nebenpersonen zu uns4 ,die ,mutter1 die hastig den ,fensterladen aufstt1 ist noch nicht ,herr geworden ber die ,gefhle1 die auf sie einstrmen2 der ,diener1 der ,schuhe und schne ,kleider fr den ,ankmmling herbeibringt1 wei nicht1 wohin er sehen und was er dazu sagen soll1 und hinter ihm erscheint der ,bruder1 unfhig1 in seiner ,miene den ,unwillen ber die freundliche ,aufnahme1 die jener findet1 zu verbergen4 ,durch den ,bogen des ,hofthores sieht man ins ,freie1 wo ein ,hgel mit einigen ,gebuden die ,aussicht beschrnkt2 es sind nur wenige ,striche1 welche die ,landschaft andeuten1 aber sie gengen1 um die ,vorstellung in uns zu wecken1 da der ,heimgekehrte in weiter ,wanderung ber ,berg und ,thal gekommen ist 7,abb4 #gb74 ,illustration3 ,abb4 #fg4 ,brustbild eines alten ,mannes4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,von der ,emsigkeit1 mit welcher der ,meister studierte1 legt ein ,blatt mit sechs ,studienkpfen ,zeugnis ab1 die mit rcksichtsloser ,ausnutzung des ,raumes1 den die gerade bereit liegende ,platte gewhrte1 zusammengedrngt sind und sich gegenseitig den ,platz streitig machen4 ,am weitesten ausgefhrt ist der mittelste von diesen ,kpfen1 und unschwer erkennen wir hier die von ungebndigten krausen ,lckchen umrahmten1 sehr anmutig aufgefaten ,zge von ,frau ,saskia 7,abb4 #gc74 ,auf einem anderen ,blatte aus demselben ,jahre #afcf finden wir ,saskia in ,gesellschaft ihres ,gatten4 ,diese zu allen ,zeiten besonders hochgeschtzte ,radierung bildet gewissermaen den ,gegensatz zu dem ,dresdener ,gemlde2 whrend dort die ,lust des ,genieens geschildert ist1 sehen wir hier1 wie das liebende ,beisammensein dem ,ernst der ,arbeit keinen ,abbruch thut4 ,es ist ,abend2 denn nur von einer oberhalb des ,bildes ber dem ,tische hngenden ,lampe knnen wir uns die ,beleuchtung ausgehend denken4 ,saskia hat sich hingesetzt1 um von des ,tages ,arbeit zu ruhen2 ,rembrandt aber1 der ,unermdliche1 wechselt1 indem er die ,werkstatt mit dem ,wohngemach vertauscht1 nur die ,art seiner ,thtigkeit2 die ,augen durch ein breitrandiges ,barett vor dem ,lampenschein beschirmend1 hat er ,papier oder ,kupferplatte herbeigeholt1 um den knstlerischen ,eingebungen zu folgen1 die der ,augenblick ihm bietet 7,abb4 #ge74 ,illustration3 ,abb4 #fh4 ,alter ,mann lesend4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #fi4 ,alter ,mann4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,zwei groe ,gemlde tragen die ,jahreszahl #afcf4 ,das eine derselben ist eine ,danae oder nach einer in jngster ,zeit vorgeschlagenen ,bezeichnung eine ,braut des ,tobias4 ,auf den ,namen kommt es hier nicht an2 es ist schlechtweg ein entkleidet auf weichem ,lager ruhendes junges ,weib4 ,das ,bild befindet sich in der ,ermitage zu ,petersburg1 die berhaupt eine grere ,anzahl ,rembrandtscher ,gemlde besitzt1 als in irgend einer anderen ,sammlung vereinigt sind2 schreckliche ,natur1 unvergleichliche ,kunst -- so wird dasselbe von den einen gekennzeichnet1 whrend es anderen schlechthin als eines der ausgezeichnetsten ,meisterwerke dieser an ,kunstwerken ersten ,ranges so reichen und leider so entlegenen ,sammlung gilt und den ,venusbildern ,tizians ebenbrtig genannt wird4 ,das andere groe ,gemlde dieses ,jahres1 das sich in der grflich ,schnbornschen ,sammlung in ,wien befindet 7eine gute alte ,kopie in der ,kasseler ,galerie71 kann auch von den begeistertsten ,verehrern ,rembrandts kaum bewundert werden4 ,es stellt die berwltigung ,simsons durch die ,philister dar4 ber den zu ,boden geworfenen wehrlosen ,helden1 der mit ,hnden und ,fen um sich schlgt1 strzen die ,gegner im ,eisenharnisch1 und einer bohrt ihm den ,stahl ins ,auge1 whrend ,delila mit den abgeschnittenen ,haaren in der ,hand triumphierend davonluft4 ,die ,schilderung des ,vorganges ist so grauenhaft wie hlich1 und was das ,schlimmste ist1 die grauenhafte ,hlichkeit streift an das ,lcherliche4 ,illustration3 ,abb4 #gj4 ,manasseh-ben-,israel1 ein als ,sprachgelehrter und als ,arzt berhmter portugiesischer ,jude1 ,oberrabbiner zu ,amsterdam4 ,radierung von #afcf4 ,demselben ,jahr gehrt wahrscheinlich die prchtige ,figur des sogenannten ,brgerfhnrichs an1 der1 ganz in ,braun gekleidet1 in stolzer ,haltung dasteht1 die ,rechte auf die ,hfte gestemmt1 in der ,linken eine ber die ,schulter genommene ,fahne1 von deren weilichem ,seidenton der dunkle ,kopf sich wundervoll abhebt2 in dem ,gesicht drfen wir wohl die ins kriegerisch ,derbe bersetzten ,zge des ,malers wiedererkennen 7,abb4 #gd74 ,das ,bild befindet sich im ,besitz der ,baronin ,james ,rothschild zu ,paris 7eine alte ,kopie in der ,galerie zu ,kassel74 -- ,von ,bildnissen unbekannter ,personen mag das unbertrefflich vornehm aufgefate ,brustbild eines augenscheinlich den hchsten ,stnden angehrenden jungen ,mannes mit groem ,spitzenkragen1 in der ,londoner ,nationalgalerie1 in diese ,zeit fallen 7,abb4 #gg74 ,das ,jahr #afcg bringt uns wieder ein herrliches ,selbstbildnis des ,meisters1 das im ,louvre aufbewahrt wird 7,abb4 #gh74 ,eine ,radierung dieses ,jahres zeigt uns das merkwrdig sprechende ,bildnis eines unbekannten ,mannes1 eines anscheinend krnklichen jungen ,gelehrten1 der mit sorgfltig gegen ,erkltung geschtztem ,halse neben seinen ,bchern sitzt1 und dessen nachdenklichem ,gesicht man die ,blsse seiner ,hautfarbe ansieht 7,abb4 #gf74 ,ein anderes ,blatt vereinigt drei reizend ausgefhrte weibliche ,studienkpfe nach sehr verschiedenartigen ,modellen 7,abb4 #gi74 ,illustration3 ,abb4 #ga4 ,die ,steinigung des ,stephanus4 ,radierung von #afcf4 ,illustration3 ,abb4 #gb4 ,die ,rckkehr des verlorenen ,sohnes4 ,radierung von #afcf4 ,illustration3 ,abb4 #gc4 ,sechs ,studienkpfe1 in der ,mitte ,rembrandts ,frau4 ,radierung von #afcf4 ,weiterhin ist dieses ,jahr durch mehrere treffliche ,kompositionen biblischen ,inhalts ausgezeichnet4 ,eine ,radierung zeigt uns ,abraham1 wie er ,hagar verstt4 ,in reiche morgenlndische ,tracht gekleidet1 steht der ,patriarch an der ,schwelle seines ,hauses2 den einen ,fu hat er schon auf die unterste ,stufe der ,eingangstreppe gesetzt1 um in das ,haus zurckzukehren4 ,denn eben hat er zu ,hagar1 die1 mit wenigen ,habseligkeiten beladen1 bitterlich weinend von dannen zieht1 whrend der kleine ,ismael1 mit einem ,tschchen an der ,seite und einem ,bndelchen in den ,hnden1 ihr folgt1 sein letztes ,wort gesprochen1 und seine ,handbewegung scheint zu sagen3 ,wir sind fertig miteinander1 dein ,weinen rhrt mich nicht mehr4 ,aus dem laubumrahmten ,fenster aber schaut ,sara1 und ber ihre alten ,zge fliegt ein unschnes ,lcheln2 aber dieses siegesfrohe ,lcheln gilt nicht der beseitigten ,nebenbuhlerin1 sondern dem ,gatten4 ,neben ihr sieht man im ,schatten der ,hausthr das dickwangige ,gesicht ihres ,shnchens1 eines echten ,judenknbleins 7,abb4 #hj74 -- ,diesem ,blatt ist eine reizvolle ,federzeichnung in der ,albertina in ,bezug auf die ,kostmierung und auf das ,verhltnis der ,figuren zur ,landschaft so hnlich1 da sie wohl in derselben ,zeit entstanden sein mu2 sie stellt ,juda dar1 wie er der im sonnigen ,grn am ,wege sitzenden ,thamar seinen ,ring und ,stab zum ,pfand gibt 7,abb4 #ha74 -- ,dem alten ,testament ist auch der ,stoff zu einem herrlichen ,gemlde von #afcg entnommen1 das sich in der ,louvresammlung zu ,paris befindet4 ,wie der ,engel ,raphael die ,familie des ,tobias verlt1 ist der ,inhalt der groartigen und wirkungsvollen ,darstellung4 ,eben hat der ,engel sich zu erkennen gegeben1 und ,vater und ,sohn ,tobias1 die eben noch mit ihm wie mit einem guten ,freunde vor der ,hausthr stehend gesprochen haben1 sind auf die ,kniee gefallen1 whrend eine ,wolke sich herabsenkt1 um den entschwebenden ,himmelsboten aufzunehmen4 ,mit unendlichem ,staunen erkennt der junge ,tobias1 dessen ,blicken die schattende ,wolke den ,engel schon entzieht1 das berirdische ,wesen seines ,begleiters4 ,der greise ,vater aber begreift leichter das ,wunder ,gottes2 mit gefalteten ,hnden hat er sich demtig zu ,boden geworfen4 ,er ist vom ,himmelslicht scharf beleuchtet und so auch die junge ,frau1 die neben der ,mutter in der rebenumlaubten ,hausthr erscheint1 und die1 whrend ihr ,gesicht noch das hchste ,erstaunen spiegelt1 die ,hnde faltet und betet2 die ,mutter1 ganz berwltigt und geblendet von der ,erscheinung1 wendet sich ab1 und die ,krcke entfllt ihren zitternden ,hnden 7,abb4 #hb74 ,die ,geschichte des ,tobias war ein ,lieblingsgegenstand ,rembrandts4 ,die ,handzeichnungensammlung der ,albertina enthlt eine ganze ,reihe von ,federzeichnungen ,rembrandts aus verschiedenen ,zeiten1 welche diese ,geschichte behandeln4 ,da blicken wir in die drftige1 aber behagliche ,huslichkeit der ,eltern des ,tobias4 ,die ,mutter spinnt1 der blinde ,vater sitzt in der ,ecke des ,kamins und spricht1 um seinen ,sohn besorgt1 zu dem ,boten1 der diesen geleiten will2 auf den ,wanderstab gesttzt steht der ,engel -- dem ,beschauer durch seine ,lichtgestalt und die ,fittiche als solcher kenntlich -- dem ,alten gegenber und scheint seinen ,worten aufmerksames ,gehr zu schenken2 der junge ,tobias steht zur ,wanderschaft gegrtet am ,kamin1 und sein ,hndlein springt mit freudiger ,ungeduld an ihm empor 7,abb4 #hc74 ,dann sehen wir1 wie ,tobias1 sein ,bndel am ,stock ber dem ,rcken tragend1 an der ,seite des ,engels1 dessen ,gesprchen er lauscht1 durch eine baumreiche ,landschaft wandert2 das ,hndlein fehlt nicht1 das mit ihm lief 7,abb4 #hd74 ,eine ungemein reizvolle1 feine ,zeichnung versetzt uns dann an das ,ufer des ,tigris1 das durch ,wiesen und ,gestruch allmhlich zu ferner liegenden ,hhen hinansteigt4 ,in ganz kindlichem ,schrecken hat ,tobias die ,fe aus dem ,wasser zurckgezogen1 als er den ,fisch erblickte1 und drckt sich schutzsuchend gegen den ,engel1 der in groer und ruhiger ,haltung ihn anweist1 den ,fisch zu ergreifen 7,abb4 #he74 ,noch schner ist das durch ,tusche in malerische ,wirkung gebrachte ,blatt1 welches zeigt1 wie ,tobias unter der ,aufsicht des ,engels den zappelnden ,fisch aufschneidet und die heilbringenden ,eingeweide herausnimmt4 ,man kann sich nichts ,poetischeres denken als diese sonnige ,uferlandschaft2 man fhlt die ,hitze des ,tages1 die das ,hndchen antreibt1 seinen ,durst mit begierigen ,zgen zu lschen1 und man glaubt im ,schatten der ppig wachsenden ,bume erfrischende ,wasserluft zu atmen 7,abb4 #hf74 ,illustration3 ,abb4 #gd4 ,der ,brgerfhnrich4 ,gemlde im ,besitz der ,baronin ,rothschild zu ,paris4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ge4 ,rembrandt und seine ,frau4 ,radierung von #afcf4 7,zweiter ,plattenzustand47 ,ein anderes ,gemlde aus dem ,jahre #afcg1 ,susanna im ,bade1 im ,museum im ,haag1 nimmt den biblischen ,stoff nur als ,vorwand zur ,darstellung unverhllter weiblicher ,schnheit1 freilich der ,schnheit1 wie sie ,rembrandt verstand1 nicht als ,formen-1 sondern als ,farbenreiz4 ,die ,nebenfiguren der beiden ,alten sind nur durch den ,kopf des einen1 der zwischen dem ,gestruch sichtbar wird1 angedeutet4 ,susanna ist stehend dargestellt1 im ,begriff ins ,wasser hinabzusteigen2 man sieht sie von der ,seite2 das vorsichtig1 wie um sich von der ,einsamkeit des ,ortes noch einmal zu berzeugen1 umschauende ,gesicht ist dem ,beschauer zugewendet4 ,die unbertreffliche ,lebenswahrheit1 mit welcher die jugendliche ,gestalt dargestellt ist1 wrde nicht ausreichen1 um dem ,bilde das hohe ,schnheitslob zu spenden1 das es thatschlich verdient2 aber wie die zarte blonde ,haut dieser ,gestalt aus dem saftigen ,dunkel der ,bsche1 die den ,hintergrund bilden1 hervorleuchtet1 das ist echteste ,poesie4 ,illustration3 ,abb4 #gf4 ,junger ,mann1 sitzend und nachdenkend4 ,radierung von #afcg4 ,ein drittes ,gemlde des nmlichen ,jahres1 das sich in der ,ermitage zu ,petersburg befindet1 hat seinen ,stoff aus dem neuen ,testament geschpft4 ,es behandelt das ,gleichnis von den ,arbeitern des ,weinbergs3 im ,schein der letzten ,abendsonne sitzt der ,herr des ,weinbergs und hrt dem einen ,arbeiter zu1 der murrend spricht3 ,diese letzten haben nur eine ,stunde gearbeitet1 und du hast sie uns gleich gemacht4 ,durch die ,macht des ,ausdrucks1 mit der ,rembrandt selbst das scheinbar ganz ,undarstellbare anschaulich zu machen wute1 verstand er es in ganz einziger ,weise1 die ,gleichnisse des ,evangeliums zu verbildlichen und die ,mglichkeit der ,darstellung in ,stoffen zu finden1 wo kein anderer eine solche ,mglichkeit erblicken wrde4 ,so hat er in zwei ,zeichnungen1 die jetzt weit voneinander getrennt sind1 indem die eine in der ,sammlung des ,herzogs von ,aumale1 die andere in der ,albertina zu ,wien sich befindet1 das ,gleichnis von dem unbarmherzigen ,knecht behandelt1 welches im #ah4 ,kapitel des ,matthusevangeliums erzhlt wird4 ,auf dem einen dieser ,bltter sehen wir1 wie der ,knecht in demtiger ,bitte1 mit der ,gebrde der ,anbetung vor dem ,herrn auf die ,kniee gefallen ist1 der nachrechnend ber den ,bchern sitzt1 und wie dieser mit leicht gewendetem ,haupt und milder ,handbewegung -- man glaubt ihn sprechen zu hren -- dem ,flehenden die ,schuld erlt4 ,das zweite ,blatt 7,abb4 #hg7 zeigt uns die nmlichen zwei ,figuren2 wieder kniet der ,knecht am ,boden1 aber diesmal kann er keine ,vergebung mehr erwarten2 denn zornig ist der ,herr von seinem ,sitze aufgestanden1 und die nmliche ,hand1 die vorhin ,gnade gewhrte1 ist jetzt zum erbarmungslosen ,urteilsspruch ber den ,unbarmherzigen erhoben1 der unter der ,wucht des ,urteils zusammenknickt4 ,illustration3 ,abb4 #gg4 ,mnnliches ,bildnis4 ,in der ,nationalgalerie zu ,london4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #gh4 ,selbstbildnis ,rembrandts1 gemalt #afcg4 ,im ,museum des ,louvre4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #gi4 ,drei ,studienkpfe4 ,radierung von #afcg4 ,die ,entstehungszeit der ,handzeichnungen lt sich meistens nur ganz annherungsweise vermuten1 da bei der ,mehrzahl derselben die leicht und schnell hingeschriebenen ,zge hierfr keine ausreichenden ,merkmale bieten2 und ,jahreszahlen hat ,rembrandt diesen ,skizzen selten beigefgt4 ,die ,jahreszahl zu vermerken hat der ,meister fr der ,mhe wert gehalten1 als er #afcg ,gelegenheit hatte1 einen ,elefanten nach dem ,leben zu zeichnen4 ,in den ,stdten ,hollands1 das damals den ganzen berseeischen ,handel beherrschte1 und insbesondere in ,amsterdam1 wurden wohl fter als irgendwo anders auslndische ,tiere zur ,schau gestellt1 und ,rembrandt1 der das ,studium um des ,studiums willen liebte1 suchte mit dem ,skizzenbuch in der ,hand solche ,schaustellungen auf4 ,den ,elefanten hat er ganz meisterhaft gezeichnet2 nicht nur das ,ganze der ,erscheinung1 sondern auch die ,eigentmlichkeit der ,haut ist mit unbertrefflicher ,charakteristik wiedergegeben 7,abb4 #hi74 ,flchtiger1 aber ebenso treffend hat ,rembrandt einmal einen ,lwen nach dem ,leben gezeichnet 7,abb4 #hh74 ,da er auch das ,kamel1 mit dessen ,darstellung sonst die ,maler alttestamentlicher ,gegenstnde manchmal so sehr wenig ,glck gehabt haben1 nach der ,natur studiert hat1 beweist uns die reizvolle ,zeichnung mit der ,begegnung von ,elieser und ,rebekka am ,brunnen4 ,das liebenswrdige ,blttchen1 welches sich ebenso wie die vorgenannten ,studienzeichnungen in der ,albertina1 der an ,rembrandtschen ,handzeichnungen reichsten ,sammlung1 befindet1 ist in einzelnen ,teilen1 wie in der ,figur des ermdet dasitzenden ,mannes1 sorgfltig durchgebildet1 in anderen1 wie in den unter schattigen ,bumen sich um die ,trnke drngenden ,tieren1 nur flchtig angelegt1 und da es sehr zart gezeichnet ist1 enthllt es uns nicht gleich beim ersten ,anblick seine ganze ,schnheit2 haben wir uns aber erst einmal hineingesehen1 so entzckt es uns als ein kstliches idyllisches ,gedicht 7,abb4 #ij74 ,illustration3 ,abb4 #hj4 ,abraham verstt ,hagar4 ,radierung von #afcg4 ,zahme ,tiere studierte ,rembrandt hufiger mit der ganzen ihm eigenen ,sorgfalt2 solche ,studien fhrte er gelegentlich auch auf der ,kupferplatte aus4 ,ein ,beispiel ist der1 wie man heute sagen wrde1 mit photographischer ,treue wiedergegebene schlafende ,hund 7,abb4 #ia74 ,illustration3 ,abb4 #ha4 ,juda und ,thamar4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,zu den biblischen ,erzhlungen1 welche auf ,rembrandt eine ganz besondere ,anziehung ausbten1 gehren neben der ,geschichte des ,tobias diejenigen des ,simson und des gyptischen ,joseph4 ,mit beiden beschftigte er sich im ,jahre #afch4 ,den zwei vorhergegangenen lebensgroen ,gemlden aus der ,geschichte ,simsons lie er ein figurenreiches ,bild folgen1 welches das ,hochzeitsfest des ,helden zum ,gegenstand hat4 ,die ,dresdener ,galerie besitzt dieses mit einem wunderbaren ,zauber der von den zartesten leuchtenden ,perlmuttertnen zu den glhendsten1 goldig-purpurnen ,tiefen abgestuften ,farbe bekleidete ,gemlde4 ,durch die ,farbe allein schon empfangen wir den ,eindruck vornehmer festlicher ,pracht1 und wir vergessen darber die ,seltsamkeiten in der ,darstellung der ,personen4 ,den lichten ,mittelpunkt des ,gemldes bildet die im reichsten brutlichen ,schmucke prangende ,tochter des ,thimnithers2 die stolze ,gelassenheit1 mit der sie unter dem prchtigen ,thronhimmel sitzt1 lt uns die ,kaltbltigkeit ahnen1 mit der sie das ,rtselgeheimnis ,simsons ihren ,landsleuten verraten und sich dann von ihrem ,vater einem anderen ,manne geben lassen wird4 ,zu ihrer ,linken hat ,simson auf breitem1 kissenbedecktem ,ruhesitz seinen ,platz am ,kopfende der ,tafel2 mit ungeschlachter ,bewegung hat er seine wilde ,kraftgestalt herumgedreht und gibt1 mit ,mund und ,hnden sprechend1 den ,philistern das ,rtsel auf1 das ihm nur ein ,vorwand zum ,hndelsuchen ist2 wie die ,umstehenden ihm zuhren -- da ist jeder ,kopf wieder ein ,meisterwerk des ,ausdrucks4 ,weiter unten an der reich besetzten ,tafel geben die geputzten ,gste in bunter ,reihe sich der zwanglosesten ,lustigkeit hin1 -- wie die ,jnglinge zu thun pflegen1 im damaligen ,holland nmlich1 bei den ausgelassenen ,gelagen1 welche dort an der ,tagesordnung waren4 ,es liegt eine ,stimmung der ,berauschtheit ber dem ,gemlde1 in den ,figuren und in der ,farbe1 und die kalte ,erscheinung der ,braut wird dadurch doppelt scharf hervorgehoben 7,abb4 #ib74 -- ,der ,geschichte des gyptischen ,joseph gehrt eine der berhmtesten ,radierungen ,rembrandts an3 ,joseph erzhlt seine ,trume4 ,das unmittelbar ,sprechende des ,ausdrucks bei den verschiedenen ,personen1 die innerliche ,erregung ,josephs1 der beim ,erzhlen sich besinnt1 um nicht das ,geringste ungenau wiederzugeben von dem ,merkwrdigen1 das er getrumt hat1 der nachdenkliche ,ernst des im ,lehnstuhl sitzenden greisen ,israel und der altersmden1 auf dem ,bette ruhenden ,lea1 alle ,abstufungen der ,migunst bei den ,brdern1 die teils mit der ,aufmerksamkeit des ,neides lauschen1 teils spttisch untereinander zischeln1 und von denen nur der junge ,benjamin ohne ,arg und ohne ,falsch1 mit rein kindlicher ,neugier dem ,erzhler ber sein ,lesebuch hinweg zuhrt1 -- und nicht minder die reizvolle malerische ,wirkung des ,blattes rechtfertigen in vollstem ,mae dessen alten ,ruhm1 der schon bei ,lebzeiten ,rembrandts so gro war1 da man1 wie ein ,zeitgenosse erzhlt1 in den ,kreisen kunstsinniger ,leute fr ungebildet galt1 wenn man nicht mindestens zwei ,abzge davon besa1 ein ,josephchen mit dem weien ,gesicht und ein ,josephchen mit dem schwarzen ,gesicht4 ,auf den ,abzgen nmlich1 welche ,rembrandt von der ,platte in ihrem ersten ,zustand genommen hat1 ist bei dem hinter ,joseph stehenden ,bruder mit dem ,turban auf dem ,kopfe und dem ,sammetmantel um die ,schultern das ,gesicht hell beleuchtet4 ,als aber eine ,anzahl von ,abzgen hergestellt war1 vernderte ,rembrandt die ,platte1 indem er ber jenes ,gesicht1 einen ,teil des ,turbans und die auf der ,brust sichtbare ,unterkleidung krftige ,schattentne legte und im ,anschlu daran die beiden benachbarten ,gesichter und den anstoenden ,teil des ,hintergrundes1 ,thr und ,vorhang1 mehr oder weniger abtnte 7,abb4 #ic74 ,bei dieser ,behandlung hat das schwarze ,gesicht gegen das weie entschieden an ,ausdruck verloren1 aber der ,hervorhebung der ,hauptfigur kommt die nderung wesentlich zu gute4 brigens wute ,rembrandt nicht blo durch nachtrgliche ,bearbeitungen der ,kupferplatte derartige ,abwandlungen in eine ,radierung zu bringen1 da die verschiedenartigen ,abdrcke von den ,sammlern wie verschiedenartige ,werke geschtzt wurden und heute noch geschtzt werden4 ,auch die von ein und demselben ,zustand einer ,platte gezogenen ,abdrcke sind bei wirkungsvollen ,blttern hufig voneinander verschieden4 ,denn ,rembrandt druckte seine ,radierungen eigenhndig1 und indem er hier den ,ton verstrkte1 dort milderte1 erzielte er neue knstlerische ,reize und ,mannigfaltigkeiten der ,wirkung4 ,wenn das ,gercht umging1 er besitze ,geheimnisse der ,kupferstecherkunst1 die keinem anderen bekannt seien1 so bestand das ,geheimnis auer in seinem ,genie eben nur darin1 da er1 selber druckend1 auch beim ,druck noch als schaffender ,knstler zu ,werke ging4 ,illustration3 ,abb4 #hb4 ,der ,engel verlt ,tobias4 ,gemlde von #afcg1 im ,nationalmuseum des ,louvre4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #hc4 ,die ,abreise des ,tobias4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #hd4 ,tobias und der ,engel4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,von ,bildnissen tragen nur wenige die ,jahreszahl #afch4 ,man darf annehmen1 da die ,fertigstellung der vom ,prinzen von ,oranien bestellten ,folge von ,gemlden mit der ,erlsungsgeschichte jetzt seine ,zeit fast vollstndig in ,anspruch nahm4 ,zu den wenigen ,bildnissen1 zu deren ,ausfhrung er zwischendurch noch ,zeit fand1 gehrt vielleicht das in der ,ermitage zu ,petersburg befindliche ,bild seiner ,mutter4 ,rembrandt hatte seine bejahrte ,mutter in den letzten ,jahren ihres ,lebens -- sie starb im ,september #afdj -- mehrmals abgemalt4 ,in wunderbarer ,weise wute er in der ,haltung und den ,zgen der ehrwrdigen ,frau den klaren ,seelenfrieden eines ruhigen1 gottergebenen ,greisenalters zur ,anschauung zu bringen4 ,eines der letzten ihrer ,bildnisse1 von #afci1 besitzt die ,wiener ,hofgemldesammlung1 ein ausgezeichnetes ,bild1 welches die alte ,dame in einer dem ,geschmack ihres ,sohnes entsprechenden reichen ,kleidung1 beide ,hnde auf einen ,stab sttzend1 zeigt4 ,illustration3 ,abb4 #he4 ,tobias erschrickt vor dem ,fisch4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,unter den brigen ,gemlden des ,jahres #afci ragt das in lebensgroer ganzer ,figur ausgefhrte vornehme ,bildnis eines in schwarzen ,atlas gekleideten ,mannes in der ,kasseler ,galerie hervor4 ,aus dem letzten der ,briefe1 welche ,rembrandt in der ,angelegenheit seiner fr den ,prinzen von ,oranien gemalten ,bilder an dessen ,sekretr ,constantin ,huigens richtete1 erfahren wir1 da er ,anfang #afci diesem ,herrn aus ,erkenntlichkeit fr das ,wohlwollen und die ,zuneigung1 die er ihm bewiesen hat1 ein ,gemlde schenkt4 ,den ,gegenstand des geschenkten ,bildes nennt ,rembrandt nicht2 aber er bittet den ,empfnger1 dasselbe in sehr heller ,beleuchtung und so1 da man es auf groe ,entfernung sehen knne1 aufzuhngen4 ,bei der ,ablieferung eben der vom ,statthalter bestellten ,gemlde wurde ,rembrandt mit einem ,manne bekannt und1 wie es scheint1 auch befreundet1 der fr ihn insofern von besonderer ,wichtigkeit war1 als aus seinen ,hnden der ,schatzmeister des ,prinzen die ,mittel empfing1 um ,rembrandt zu bezahlen4 ,das war der ,steuereinnehmer der ,staaten -- ,obersteuerdirektor wrden wir sagen -- ,pieter ,uytenbogaerd4 ,dessen ,bild fhrte ,rembrandt alsbald in einer prachtvollen ,radierung aus4 ,uytenbogaerd -- nicht zu verwechseln mit dem gleichfalls von ,rembrandt abgebildeten gleichnamigen ,prediger -- ist in seiner amtlichen ,thtigkeit dargestellt4 ,er sitzt in einem ,gemach1 dem1 trotzdem da es nur der dienstlichen ,arbeit dient1 ein gewisser ,aufwand der ,ausstattung nicht fehlt3 der ,arbeitstisch ist mit einer prchtigen ,decke bekleidet1 und an der ,wand hngt ein ziemlich groes ,gemlde1 das die ,errichtung der ehernen ,schlange in der ,wste vorstellt4 ,aber das ,gemlde wird unseren ,augen zum ,teil entzogen durch ein unter der ,zimmerdecke im ,handbereich des ,einnehmers angebrachtes ,aktengestell1 von dem die ,goldwage ber den ,tisch herabhngt2 und auf der schnen ,tischdecke stehen schwere ,geldscke und ein schmuckloses kleines ,pult zur ,aufnahme des groen ,eintragebuches1 in welches der seinem ,stande gem sehr reich gekleidete hohe ,beamte ,zahlen an ,zahlen reiht4 ,er hlt die ,feder in der ,rechten und reicht mit der ,linken eines der ,sckchen1 dessen ,gewicht eben festgestellt worden ist1 einem jugendlichen ,diener1 der dasselbe kniend -- der junge ,freistaat hatte noch nicht alle berbleibsel strenger spanischer ,etikette abgeschafft -- in ,empfang nimmt4 ,auf dem ,fuboden sehen wir eine groe eisenbeschlagene ,kiste und mehrere ,fsser1 von denen eins1 mit dem daneben liegenden ,hammer geffnet1 seinen aus ,geldstcken bestehenden ,inhalt erkennen lt4 ,im ,hintergrunde blicken wir durch eine ,art ,schalter in einen ,vorraum1 wo mehrere ,personen auf ihre ,abfertigung durch den ,herrn ,einnehmer warten 7,abb4 #id74 ,illustration3 ,abb4 #hf4 ,tobias nimmt den ,fisch aus4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,sein eigenes ,bildnis hat uns ,rembrandt in diesem ,jahre in der herrlichen ,radierung gegeben1 welche wohl das von all seinen ,selbstbildnissen am meisten bekannte ist3 ,rembrandt mit dem aufgesttzten ,arm4 ,der ,meister steht oder sitzt hinter einer am unteren ,rand der ,platte angegebenen ,brstung und lehnt sich auf dieselbe mit dem linken ,arm1 um den der bestickte ,schultermantel malerisch herumgenommen ist2 die rechte ,hand hat er in die ,brust gesteckt1 und den ,kopf1 den ein keck auf das rechte ,ohr geschobenes ,barett bedeckt1 wendet er ber die linke ,achsel dem ,beschauer zu4 ,die nachdenkliche ,stirn ist schon furchig geworden1 und die ,gewohnheit prfenden ,sehens hat die ,haut ber den ,augenlidern herabgesenkt2 aber trotz solcher ,zeichen scheidender ,jugend spricht die hchste ,frische des ,geistes und des ,krpers aus diesem ,gesicht1 das die noch unverminderte ,lockenflle in ppiger ,lnge einrahmt und das neben dem ,schnurrbart ein spitzer ,kinnbart ziert4 ,dies ist das ,gesicht1 welches den meisten modernen ,darstellungen von ,rembrandts ,person zu ,grunde liegt2 auch zu dem ,standbild1 welches dem ,meister im ,jahre #aheb zu ,amsterdam errichtet worden ist1 hat es gedient4 ,ein anderes ,selbstbildnis1 das wohl nicht viel spter entstanden ist1 sondern nur durch den ,ausdruck1 in dem eine gemachte ,strenge mit natrlicher ,ermdung streitet1 die ,zge lter erscheinen lt1 gibt uns den ungewhnlichen ,anblick1 da ,rembrandt seinem ,bartwuchs an ,kinn und ,wangen volle ,freiheit gelassen hat4 ,gesicht und ,haare sind hier mit besonderer ,feinheit ganz kstlich ausgefhrt1 und meisterhaft sind die verschiedenen ,stoffe gekennzeichnet1 der ,sammet des mit einer ,strauenfeder geschmckten ,baretts1 die ,seide und die ,goldtressen des pelzgeftterten ,mantels 7,abb4 #ie74 ,illustration3 ,abb4 #hg4 ,der unbarmherzige ,knecht4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,ein sehr fremdartiger ,gegenstand begegnet uns unter den ,radierungen des ,jahres #afci4 ,die ,jugend vom ,tod berrascht heit das ,blatt4 ,vor einem jungen ,herrn und einer jungen ,dame in gewhlter ,modetracht taucht pltzlich der ,tod als ,gerippe mit ,sense und emporgehobener ,sanduhr aus dem ,boden auf4 ,sicherlich ist ,rembrandt durch den ,anblick der ,totentanzbilder ,holbeins1 dessen ,holzschnitte einen ,bestandteil seiner sehr umfangreichen ,kunstsammlung bildeten1 zu dieser ,phantasie angeregt worden4 ,das ,hauptmeisterwerk des ,jahres #afci aber ist die ,radierung der ,tod ,marias1 ein sehr groes1 groartig geistreiches und wirkungsvolles ,blatt4 ,maria liegt in einem ,himmelbett4 ,zu ihrer ,rechten steht ein ,priester mit einem stabtragenden ,knaben und einem ,schlepptrger1 in phantastischer1 dem katholischen ,bischofsornat in freier ,umbildung entliehener ,tracht2 die herabhngenden ,hnde ineinander faltend1 blickt er die ,sterbende ernst und sinnend an2 was seines ,amtes war1 hat er vollendet4 ,noch weiter im ,vordergrunde sitzt an einem ,tische ein ,vorleser in reicher morgenlndischer ,tracht2 er hat aufgehrt zu lesen und wendet den ,blick gleichfalls nach ,maria hin4 ,denn diese hat eben den letzten ,atemzug gethan1 schlaff liegen ,haupt und ,hnde in den ,kissen4 ,wohl hebt ,petrus1 der vorderste der ,apostel1 die sich im ,verein mit ,frauen1 die den ,ausbruch ihres ,schmerzes zurckzuhalten nicht mehr imstande sind1 an der linken ,seite des ,bettes zusammendrngen1 mit dem ,kopfkissen das ,haupt ,marias empor und versucht durch ein ,riechmittel1 das er in ein ,tuch gegossen hat1 das ,leben noch einen ,augenblick zu fesseln2 ob noch eine ,spur von ,leben vorhanden sei1 sucht der mit einem ,turban bekleidete ,arzt am ,puls zu erforschen4 ,aber die ,seele gehrt der ,erde nicht mehr an2 whrend im ,gemache berall die ,trauer ber den irdischen ,tod herrscht -- besonders schn ist die ,gestalt des mit ausgebreiteten ,hnden dastehenden ,jngers ,johannes --1 dringt vom ,himmel herab eine ,wolke durch die ,balkendecke des ,zimmers2 sie ist mit ,licht gleichsam gefllt und wirft flutendes ,licht auf das ,bett und die ,leiche4 ,im ,licht schwebt ein ,engel herab1 von ,kinderengeln begleitet1 um die ,seele der ,reinsten in ,empfang zu nehmen4 -- ,whrend die unteren ,figuren1 wenn auch mit leichter ,hand1 so doch sehr sorgfltig ausgefhrt sind1 sind die ,engel und ,wolken nur ganz flchtig skizziert2 aber was bei einem anderen ,knstler als grobe ,nachlssigkeit erscheinen wrde1 dient hier als wirksamstes1 geistvollstes ,mittel1 um von dem ,irdischen das berirdische1 ,traumhafte1 ,erscheinende1 nicht mit dem materiellen ,auge ,wahrnehmbare und ,festzuhaltende zu sondern4 ,je lnger wir das herrliche ,blatt ansehen1 um so mehr werden wir davon hingerissen 7,abb4 #if74 ,illustration3 ,abb4 #hh4 ,studie eines ruhenden ,lwen4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #hi4 ,der ,elefant4 ,handzeichnung von #afcg in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ij4 ,elieser und ,rebekka4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ia4 ,der 7kleine7 schlafende ,hund4 ,radierung4 ,nicht mit einer ,jahreszahl bezeichnet1 aber1 seiner ,behandlungsweise nach zu urteilen1 wohl um dieselbe ,zeit entstanden ist das gleichfalls sehr wirkungsvolle ,blatt3 ,der ,triumph des ,mardochai4 ,von ,haman geleitet1 der die ,empfindung seiner ,demtigung hinter gewaltsamer ,gebrdensprache verbirgt1 reitet ,mardochai1 mit ,scepter und goldener ,halskette1 mit ,frstenhut und hermelinbesetztem ,mantel ausgestattet1 auf einem ,schimmel durch das ,volk1 das sich unterwrfig und jubelnd um ihn drngt1 wie eben die ,menge dem ,helden des ,tages zu huldigen pflegt1 mag sie auch gestern noch dessen jetzt gedemtigtem ,gegner zugejauchzt haben2 von einer ,art von ,balkon aus1 in einer ,sulenhalle1 sehen der ,knig ,ahasverus und ,esther dem ,schauspiel zu 7,abb4 #ig74 ,ein ,teil der ,figuren ist auf diesem ,blatte nur in leichten ,umrilinien skizziert1 aber dafr um so bewunderungswrdiger im ,ausdruck4 ,wir drfen deshalb das ,blatt nicht fr unfertig halten3 ,rembrandt hat diese ,figuren so stehen lassen1 weil er sah1 da ihre groe ,lichtmasse der ,bildwirkung des ,ganzen zu gute kam4 brigens hat ,rembrandt auch manche ,platten unfertig liegen lassen und dennoch fr die ,liebhaber ,abzge davon gemacht4 ,diese ,abzge haben den eigenen ,reiz1 da sie erkennen lassen1 in welcher ,weise der ,meister bei seinen ,radierungen zu ,werke ging4 ,besonders belehrend ist in dieser ,beziehung das ,blatt1 welches den ,titel ,pygmalion fhrt1 aber weiter nichts vorstellt1 als einen in seiner ,werkstatt sitzenden ,maler -- wohl den ,meister selbst --1 der nach einem weiblichen ,modell eine ,aktstudie zeichnet4 ,der grte ,teil dieses ,blattes ist mit flchtigen ,umrissen so leicht angelegt1 da man nur eben erkennen kann1 was gemeint ist2 dabei ist aber der obere ,teil des ,hintergrundes mit genauer ,aussparung der ,umrisse bis zur letzten ,vollendung ausgefhrt2 man sieht1 mit welcher unbedingten ,sicherheit der ,meister von vornherein wute1 was er wollte4 ,illustration3 ,abb4 #ib4 ,simsons ,hochzeit4 ,gemlde von #afch4 ,in der ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ic4 ,joseph erzhlt seine ,trume4 ,radierung von #afch4 7,zweiter ,plattenzustand1 mit dem schwarzen ,gesicht47 ,illustration3 ,abb4 #id4 ,uytenbogaerd1 ,steuereinnehmer von ,holland 7auch der ,goldwger genannt74 ,radierung von #afci4 ,gleichsam zur ,erholung von seinen gedanken- und empfindungsreichen ,schpfungen radierte ,rembrandt zwischendurch immer wieder einmal ,straenbilder nach dem ,leben4 ,die komische ,figur eines armen alten ,mannes mit hoher ,judenmtze trgt die ,jahreszahl #afci 7,abb4 #ih74 ,auch die bungen nach den ,kpfen bezahlter ,modelle setzte der ,meister nicht aus4 ,so ist die wunderbar fein gezeichnete ,radierung von #afdj mit dem ,brustbild eines brtigen ,greises1 der eine ungewhnlich geformte ,mtze trgt 7hiernach als ,mann mit der gespaltenen ,mtze1 oder auch als ,greis mit dem viereckigen ,bart bezeichnet71 sicherlich kein bestelltes ,bildnis1 sondern nur eine derartige bungsarbeit 7,abb4 #ii74 ,ein in groem ,format radiertes ,kniestck1 welches eine reichgekleidete behbige ,frau mit kleinen ,augen und dicken ,lippen und mit prchtigem aufgelsten ,haar zeigt1 bekannt unter dem ,namen die groe ,judenfrau 7,abb4 #ajj71 wird von einigen als ein ,bild von ,frau ,saskia angesehen4 ,aber die alte ,bezeichnung drfte doch zutreffender sein1 so da wir das ,bildnis einer reichen ,jdin vor uns htten4 ,denn wenn ,rembrandt auch bei den ,studien1 die er nach sich selbst oder seiner ,frau machte1 es mit der hnlichkeit nicht immer genau nahm1 eine derartige ,verhlichung ,saskias wrde doch allzu befremdlich sein4 ,wie ungleich anmutiger die ,gattin des ,meisters1 obgleich sie inzwischen strker und gesetzter geworden1 um das ,jahr #afdj noch war1 beweist uns das schne ,bild in der ,dresdener ,galerie1 welches die etwa ,achtundzwanzigjhrige zeigt1 wie sie mit freundlichen ,blicken dem ,beschauer eine ,nelke hinreicht1 whrend die an die ,brust gelegte linke ,hand1 welche die reizvollen ,grbchen der ,fingergelenke sehen lt1 zu sagen scheint1 da die kleine ,blumengabe herzlich gemeint sei 7,titelbild74 ,illustration3 ,abb4 #ie4 ,selbstbildnis ,rembrandts mit dem ,federbarett4 ,radierung4 ,eines der allerbesten ,meisterwerke von ,rembrandts ,bildnismalerei trgt die ,jahreszahl #afdj4 ,es ist das ,bild des ,vergolders1 welcher ,rembrandt die ,rahmen fr seine ,gemlde lieferte4 ,wie dieser ehrsame ,handwerker1 der sich indessen mit der ,wrde1 die einem ,brger der ,stadt ,amsterdam zukommt1 zu tragen wei1 mit seinen schlichten und ehrlichen ,zgen so schlicht und ehrlich wiedergegeben ist1 das ist die denkbar wahrheitsgetreueste ,nachbildung der ,wirklichkeit1 dabei aber zugleich durch den knstlerischen ,reiz1 der sich nicht erklren1 sondern nur empfinden lt1 durch die unfabare ,poesie der ,malerei eines der grten ,kunstwerke aller ,zeiten 7,abb4 #aja74 ,im ,gegensatze zu der ,farbenfreudigkeit jenes annhernd gleichzeitigen ,bildnisses der ,saskia bewegt sich hier der ,wohllaut der ,farben in den einfachsten ,tnen3 vor einem grauen ,hintergrund ein schwarzer ,rock1 ein schwarzer ,hut1 dazu eine weie ,krause und die gesunde ,gesichtsfarbe des ,mannes2 weiter nichts -- aber es war ,rembrandt1 der diese ,tne zusammengestimmt hat4 ,das ,prachtgemlde bildete frher einen ,bestandteil der ,sammlung des ,herzogs von ,morny zu ,paris2 seit dem ,verkauf dieser ,sammlung im ,jahre #ahfe hat es mehrmals den ,besitzer gewechselt und befindet sich jetzt in den ,hnden des ,herrn ,havemeyer zu ,new ,york4 ,von mehreren biblischen ,gemlden1 die ,rembrandt #afdj vollendete1 sind zwei1 eine ,heimsuchung und eine ,kreuzabnahme1 in den ,sammlungen englischer ,lords verborgen4 ,ein drittes1 eine heilige ,familie1 befindet sich im ,louvre4 ,dieses kleine1 schne ,bild ist ganz huslich und ganz menschlich aufgefat1 es wird auch daher schlechtweg die ,familie des ,tischlers genannt4 ,auch die ,beleuchtung ist keine berirdische1 sondern sie geht von einem ganz natrlich zu erklrenden ,sonnenstrahl aus4 ,wie aber trotzdem ,rembrandt durch die ,poesie des ,lichtes die ,darstellung weit ber das ,alltgliche hinauszuheben gewut hat1 da wir das ,gttliche ahnen1 das in dieser ,handwerkerfamilie wohnt1 das lt sich nicht treffender schildern1 als es ,charles ,blanc mit meisterhaften ,worten gethan hat3 ,es ist die dstere ,werksttte eines ,zimmermanns2 eine junge ,frau hlt ein ,kind in den ,armen1 die ,gromutter beugt sich hin1 um den ,enkel zu betrachten1 und neben dem ,fenster1 welches einen grauen1 bedeckten ,himmel durchblicken lt1 lt der ,handwerksmann seinen ,hobel ber ein ,brett gleiten4 ,obgleich der ,himmel umwlkt ist1 hat doch ein dnner ,sonnenstrahl durch eine unsichtbare ffnung sich eingeschlichen1 berhrt das ,kind1 erwrmt1 vergoldet1 berschwemmt es mit ,licht und bricht sich sodann an allen ,teilen des ,zimmers1 in ,blde aber von dem ,halbdunkel aufgezehrt4 ,das ,gesicht der jungen ,mutter glnzt und erheitert sich1 jenes der ,alten leuchtet infolge jener pltzlichen ,heiterkeit1 das ,kind scheint selbst ein leuchtender ,krper zu sein6 ,doch wie8 sind wir nicht in ,marias ,behausung8 ,diese ,mutter ist eine ,jungfrau1 und ihr ,kind verheit uns einen ,gott6 ,illustration3 ,abb4 #if4 ,der ,tod der ,maria4 ,radierung von #afci 7stark verkleinert74 ,illustration3 ,abb4 #ig4 ,der ,triumph des ,mardochai4 ,radierung4 ,illustration3 ,abb4 #ih4 ,jude mit der hohen ,mtze4 ,radierung von #afci4 ,um diese ,zeit fing ,rembrandt an1 einer neuen ,gattung gewissenhaften ,studiums seine ,aufmerksamkeit zuzuwenden4 ,von des ,meisters groer ,begabung1 seinen ,kompositionen durch dichterisch erfundene ,landschaft einen stimmungsvollen ,hintergrund zu geben1 sind uns bisher schon manche ,proben geboten worden4 ,mit dem reizvollen ,blatt der ,kanal aber beginnt im ,jahre #afdj die ,reihe der ,radierungen1 in denen ,rembrandt ,stckchen seines ,heimatbodens schlicht und treu der ,wirklichkeit nachzeichnete und dabei ,gegenden1 die einem anderen ganz und gar poesielos erschienen wren1 knstlerische ,reize abgewann1 weil er sie eben mit ,knstleraugen anschaute4 ,das ,jahr #afda bringt uns von solchen geistvollen1 der ,natur nachgeschriebenen ,blttern zwei besonders berhmte1 die ,windmhle und die ,strohhtte mit dem groen ,baum4 ,auf dem erstgenannten1 das auch als die ,mhle ,rembrandts bezeichnet wird1 weil lange ,zeit die irrige ,meinung verbreitet war1 ,rembrandt1 der ,mllerssohn1 habe in einer ,windmhle am ,rhein1 zwischen ,leiderdorp und ,koudekerk1 das ,licht der ,welt erblickt1 sehen wir nichts als eine ,windmhle1 ein paar ,huser und einen ganz flachen ,horizont2 aber welcher feine1 namenlose ,reiz -- das unerklrbare ,geheimnis echter ,kunst -- liegt in der ,wahrheit1 mit der dieses an und fr sich so reizlos scheinende ,stck aus einer eintnigen ,gegend wiedergegeben ist 7,abb4 #ajb74 ,das andere1 in bedeutend grerem ,mastabe ausgefhrte ,blatt zaubert aus einer niedrigen alten ,strohhtte und einem ,lindenbaum1 einem zwischen flachen ,wiesenufern regungslos hingleitenden ,wasser1 einigen in der ,ferne sichtbaren ,windmhlenflgeln und einer den niedrigen ,horizont abschlieenden ,stadt ein hochpoetisches ,bild hervor 7,abb4 #ajc74 -- ,drei ,skizzenbuchbltter ,rembrandts aus der ,handzeichnungensammlung der ,albertina mgen als weitere ,beispiele dienen von des ,meisters feinfhligem landschaftlichen ,sinn und seiner ,gabe1 auch im ,unbedeutendsten das knstlerisch ,ansprechende zu sehen 7,abb4 #ajd1 #aje1 #ajf74 ,dabei wendet der ,meister des ,helldunkels bei solchen auf ,spaziergngen gesammelten ,studien fast gar kein ,wirkungsmittel von ,hell und ,dunkel an2 er zeichnet fast nur mit ,umrilinien1 und mit diesen ,umrilinien wei er eine ganze ,stimmung zu malen1 er lt uns den eigentmlichen ,zauber einer ruhigen1 spiegelnden ,wasserflche und den feinen ,reiz der in duftiger ,zartheit schimmernden weiten ,ferne so vollstndig empfinden1 als ob alle ,mittel der ,farbenkunst hier aufgeboten wren4 ,illustration3 ,abb4 #ii4 ,der ,greis mit dem viereckigen ,bart 7auch der ,greis mit der gespaltenen ,mtze genannt74 ,radierung von #afdj4 ,illustration3 ,abb4 #ajj4 ,die 7groe7 ,judenfrau4 ,radierung4 ,das ,jahr #afda weist wieder eine ansehnliche ,zahl von ,bildnissen auf4 ,zu ihnen gehrt das ,prachtbild der ,mutter des nachmaligen ,brgermeisters ,jan ,six1 welches sich noch im ,besitz der ,familie ,six zu ,amsterdam befindet4 ,ferner das vor kurzem fr das ,berliner ,museum erworbene ,doppelbildnis des ,mennonitenpredigers ,anslo und einer ,dame in ,witwentracht1 die in tiefem ,leid den lebhaft vorgetragenen ,trostworten des geistlichen ,herren zuhrt 7,abb4 #ajg74 -- ,um die nmliche ,zeit drfte das in ,abb4 #ajh wiedergegebene1 in der ,ermitage zu ,petersburg befindliche ,bild entstanden sein1 das sorgfltig ausgefhrte ,portrt einer unbekannten ltlichen ,dame in ,pelzmantel und schwarzem ,schleier2 die an sich harten ,zge dieser ,frau gewinnen durch ,rembrandts ,auffassung etwas ,liebenswrdiges1 und wunderbar schn sind die ,hnde gezeichnet4 -- ,wie der ,knstler selbst um diese ,zeit aussah1 zeigt uns ein prchtiges ,brustbild in der ,sammlung des ,buckinghampalastes 7,titelbild74 ,illustration3 ,abb4 #aja4 ,bildnis von #afdj1 bekannt unter der ,bezeichnung ,rembrandts ,rahmenmacher4 ,im ,besitz von ,h4 ,o4 ,havemeyer in ,new ,york4 7,nach einem ,schabkunstblatt von ,j4 ,dixon47 ,illustration3 ,abb4 #ajb4 ,die ,windmhle4 ,radierung von #afda4 ,unter den radierten ,bildnissen von #afda zeichnet sich das in hchster malerischer ,weichheit ausgefhrte ,bild eines vornehmen jungen ,mannes aus1 der vor seinem ,schreibpulte sitzt2 eben hat er ein ,buch zugeschlagen und denkt nun ber etwas nach1 das er niederschreiben will 7,abb4 #aji74 -- ,von sonstigen ,radierungen dieses ,jahres verdient das ,blatt besondere ,erwhnung1 welches die ,madonna in den ,wolken darstellt4 ,weder die ,jungfrau noch das ,kind sind schn1 und die starke ,betonung der jdischen ,stammeseigentmlichkeit und der ,zugehrigkeit zu den niederen ,stnden berhrt uns gar fremdartig2 und dennoch liegt eine unbeschreibliche ,erhabenheit in dem gottergeben nach oben gewendeten ,antlitz der ,mutter und in dem ,zauber des ,lichts1 das von den beiden ausstrahlt und die ,wolkenrnder beleuchtet1 whrend in der ,tiefe nchtliches ,dunkel lagert4 ,es ist bei ,rembrandt etwas ganz ,ungewhnliches1 da er in seinen ,kompositionen den irdischen ,boden so vollstndig verlt1 wie er es in diesem ,blatte gethan hat4 ,hufiger gab er in dem ,bestreben1 die biblischen ,gestalten so recht glaubhaft zu verkrpern1 den biblischen ,darstellungen ein so schlicht natrliches ,ansehen1 da man einfache ,genrebilder in ihnen zu sehen glaubt4 ,dahin gehrt das sehr feine kleine ,blatt von #afda1 welches darstellt1 wie ,jakob den ,laban1 der ihn nicht heimziehen lassen will1 mit stolzem ,selbstbewutsein zur ,rede stellt1 das auch1 wenn man den ,gegenstand einmal erkannt hat1 als ein ,meisterwerk des ,ausdrucks bewunderungswrdig ist1 ohne da man sich indessen darber zu wundern braucht1 wenn das ,blatt gewhnlich nur die drei ,orientalen genannt wird 7,abb4 #aaj74 ,im ,ausdruck liegt auch in erster ,linie das ,bewunderungswrdige des in ,lebensgre ausgefhrten ,gemldes von #afda3 das ,opfer des ,manoah1 in der ,dresdener ,galerie4 ,die beiden alten ,leute1 denen die ,geburt des ,simson verheien worden ist1 knieen in frommer ,demut vor dem ,opferaltar2 in ruhiger ,zuversicht betet das ,weib1 nicht minder glubig1 aber erschttert durch den ,anblick des in der ,lohe emporfahrenden ,engels1 der ,mann4 ,wunderbar ist es ausgedrckt1 wie die ,erscheinung des ,engels sich verflchtigt -- im nchsten ,augenblick wird er unsichtbar sein2 nur schade1 da die ,gestalt des ,verschwindenden gar so unglcklich in der ,form ausgefallen ist1 so da sie den ,eindruck beeintrchtigt1 den das sonst durch die ,einfachheit der ,komposition und den ,ernst der ,farbenstimmung so groartig wirkende ,bild ausbt 7,abb4 #aaa74 ,illustration3 ,abb4 #ajc4 ,die ,strohhtte mit dem groen ,baume4 ,radierung von #afda 7stark verkleinert74 ,ein gleichfalls sehr groartiges1 wirkungsvolles biblisches ,gemlde aus dem ,jahre #afdb befindet sich in der ,ermitage zu ,petersburg4 ,es stellt die ,vershnung ,jakobs mit ,esau dar3 ,esau lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den ,hals und kte ihn1 und sie weinten4 ,es liegt eine seltsame ,stimmung ber dem ,bilde4 ,dunkele ,wolken bedecken den ,himmel1 die nur an einer ,stelle eine unbestimmte ,helligkeit durchblicken lassen2 die begleitenden ,vlker der beiden ,brder verschwinden in der ,finsternis3 aber sie selbst sind hell beleuchtet1 da der reiche ,schmuck an ihren ,kleidern und an ,esaus ,kriegsschwert glnzt und blitzt4 ,niemand knnte sagen1 woher bei einer solchen ,dunkelheit ein solches ,licht kommt2 es ist der knstlerische ,ausdruck einer ,empfindung1 das ,licht der ,bruderliebe1 das wie ein pltzlicher ,himmelsstrahl in die ,nacht des kampfbereiten ,unfriedens hereinbricht 7,abb4 #aab74 ,das ,wirken eines geheimnisvollen ,lichts1 fr das es keine natrliche ,erklrung gibt1 dessen ,quelle nur eine knstlerische ,einbildungskraft ist1 welche an die ,stelle alles dessen1 was auf der ,erde ,licht spenden kann1 eine selbstgeschaffene ,sonne setzt1 beherrscht von nun an ,rembrandts ,kompositionen4 ,mit seinem seltsam zauberischen ,goldton beginnt es selbst die natrlichen ,lokalfarben aufzuzehren4 ,nirgends tritt dieses ,licht so stark1 nirgends aber auch so befremdlich in die ,erscheinung1 wie in dem grten und berhmtesten ,gemlde des ,meisters1 das er in dem nmlichen ,jahre #afdb vollendete und das1 weltberhmt unter dem unzutreffenden ,namen die ,scharwache 7oder die ,nachtwache71 den stolzesten ,besitz des ,reichsmuseums zu ,amsterdam bildet4 ,wie ,rembrandt zehn ,jahre frher die ,vorsteher der ,chirurgengilde und den ,professor ,tulp in einem gemeinschaftlichen ,bilde abgemalt hatte1 so wurde ihm jetzt die ,aufgabe gestellt1 den ,amsterdamer ,schtzenhauptmann ,frans ,banning ,cock mit seiner ,kompanie in einem groen ,gemlde zu verewigen1 welches fr deren ,gildenhaus bestimmt war4 ,aber hier war eine ungleich grere ,anzahl von ,personen zu vereinigen1 als in dem ,chirurgenbild4 ,rembrandts ,vorgnger hatten derartige ,aufgaben gelst1 so gut es ging1 und sich bemht1 einem jeden der ,beitragzahler sein ,recht zukommen zu lassen1 da er ebenso deutlich gesehen und erkannt wrde wie die brigen2 die ,vereinigung der ,personen bei einem ,festmahl war die beliebteste ,art und ,weise1 ,leben in die ,nebeneinanderstellung der vielen gleichmig beleuchteten ,bildniskpfe zu bringen4 ,rembrandt aber schuf ein ,bild voll bewegten ,lebens1 indem er den ,augenblick whlte1 wie die ,kompanie1 im ,begriff sich zu einem ,zuge zu ordnen1 aber noch in voller ,unordnung1 das ,schtzenhaus verlt4 ,und ber diesen bewegten ,vorgang go er sein ,zauberlicht aus1 mit dessen ,hilfe er aus dem ,genossenschaftsbild der ,amsterdamer ,schtzen ein in seiner ,art ganz einzig dastehendes1 jeden ,beschauer mit einer seltsamen ,macht ergreifendes ,kunstwerk schuf4 ,in der ,mitte des ,bildes schreitet an der ,spitze seiner ,kompanie der ,kapitn ,frans ,banning ,cock4 ,ein voller ,lichtstrahl trifft seinen ,oberkrper1 und seine im ,gesprch mit dem neben ihm gehenden ,leutnant ,willem van ,ruytenberg erhobene ,hand wirft einen scharfen ,schlagschatten auf dessen helles ,lederkoller4 ,der in vornehme dunkele ,tracht gekleidete ,hauptmann fhrt als ,wrdezeichen nur einen ,stab1 der ,leutnant trgt die ,partisane in der ,hand4 ,hinter den beiden drngen sich die mannigfaltig gekleideten und ausgersteten ,schtzen mit ,arkebusen und ,spieen2 ,zugordner mit ,hellebarden werden auf beiden ,seiten sichtbar1 und eifrig rhrt der ,tambour seine ,trommel4 ,neben einem der ,schtzen1 der eben beschftigt ist1 im ,gehen sein ,gewehr zu laden1 luft neckisch lachend ein ,knabe1 der sich eine ,sturmhaube aufgestlpt hat4 ,zwei andere ,kinder1 besonders auffallend ein hellgekleidetes ,mdchen1 an dessen ,grtel ein weier ,hahn -- wie vermutet wird1 ein ,schtzenpreis -- hngt1 bewegen sich1 den ,zug quer durchkreuzend1 am ,fu der ,treppe1 auf deren ,hhe zwischen anderen der ,fahnentrger ,jan ,visser ,cornelien seine stolze ,gestalt zeigt4 ,die ,namen der ,schtzen sind auf einer am ,thorpfeiler angebrachten ,tafel angeschrieben4 ,es sind sechzehn ,personen1 die hier genannt werden2 wir knnen aus dieser ,zahl die ,summe berechnen1 welche ,rembrandt fr seine ,arbeit bekam1 da wir aus einer in ,erbschaftsangelegenheiten gemachten gerichtlichen ,aussage eines der ,beteiligten erfahren1 da der ,beitrag des einzelnen zu dem ,bilde hundert ,gulden betrug4 ,das ,bild befand sich bis zum ,anfang des vorigen ,jahrhunderts in dem am ,singel gelegenen ,vereinshause der ,brgerschtzen4 ,dann wurde es in das ,stadthaus bergefhrt1 und bei dieser ,gelegenheit soll es1 um es dem vorhandenen ,raum zwischen zwei ,thren anzupassen1 an den ,seiten beschnitten worden sein4 ,in der ,that zeigt eine in der ,londoner ,nationalgalerie befindliche alte ,kopie 7die wegen ihrer guten ,erhaltung1 infolge deren sie manches deutlicher erkennen lt als das ,original1 unserer ,abbildung zu ,grunde gelegt ist7 mehr von der ,gestalt des ,trommlers als das ,original1 und gegenber werden hinter dem auf einer ,brstung sitzenden ,sergeanten mit der ,hellebarde noch zwei ,figuren sichtbar1 welche dort gnzlich fehlen 7,abb4 #aac74 ,illustration3 ,abb4 #ajd4 ,landschaft mit ,windmhle4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #aje4 ,landschaft mit ,husern am ,wasser4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,in dem nmlichen ,jahre1 welches die ,vollendung des ,bildes sah1 das allein schon ausreichen wrde1 ,rembrandts ,namen die ,unsterblichkeit zu sichern1 entri der ,tod dem ,meister die ,gattin4 ,saskia hatte ,rembrandt in siebenjhriger ,ehe vier ,kinder geschenkt1 von denen aber nur das letzte1 ein ,sohn1 der am #bb4 ,september #afda auf den ,namen ,titus getauft wurde1 die ,mutter berlebte4 ,am #e4 ,juni #afdb machte ,saskia1 krank und bettlgerig1 ihr ,testament4 ,vierzehn ,tage spter ward sie aus dem ,hause in der ,breestraat1 welches ,rembrandt wenige ,jahre vorher gekauft und mit knstlerischer ,pracht eingerichtet hatte1 hinausgetragen und auf dem ,friedhof der ,alten ,kirche 7,oude ,kerk7 begraben4 -- ,rembrandts ,trost war seine ,arbeit4 ,beim ,anblick der ,radierungen1 welche die ,jahreszahl #afdb tragen1 mchten wir denken1 da der ,meister hier einen ,teil der ,empfindungen1 die ihn beim ,verlust der ,gattin bewegten1 verarbeitet hat4 ,wie der heilige ,hieronymus1 den er darstellt1 wie er tief versunken ber dem ,buch der ,bcher sinnt und sich nicht davon trennen kann1 ob auch die ,nacht hereinbricht und nur noch ein sprlicher ,dmmerungsschimmer durch das ,fenster des ,gemaches dringt1 so sucht auch er ,beruhigung in der ,einsamkeit und in der heiligen ,schrift4 ,er denkt an den ,tod des ,erlsers und skizziert mit wenigen ausdrucksvollen ,strichen eine ergreifende ,darstellung der ,kreuzabnahme auf eine ,kupferplatte 7,abb4 #aad74 ,er vergegenwrtigt sich die ,verheiungen des ,siegers ber den ,tod und schafft das hochpoetische ,blatt1 welches uns den ,heiland zeigt1 wie er den ,lazarus aus seinem in einer ,felsengrotte gelegenen ,grabe ins ,leben zurckruft1 nicht wie auf jener lteren ,radierung mit machtvollem ,gebot1 sondern mit mildem und friedlichem ,segensspruch 7,abb4 #aaf74 -- ,dann versucht er sich das ,bild der ,verstorbenen so lebendig zurckzurufen1 da er das1 was in seinem ,gedchtnis erscheint1 auf die ,leinwand bannen kann1 als ob ,saskia noch leibhaftig vor ihm se4 ,nicht ohne ,rhrung knnen wir das im ,jahre #afdc gemalte wunderbar schne ,bild im ,berliner ,museum betrachten1 welches uns die ,gattin des ,meisters in verklrter ,lieblichkeit1 mit ihrem holdseligsten ,lcheln zeigt4 ,die ,jahre #afdd und #afde bringen auer ,bildnissen wieder mehrere biblische ,gemlde4 ,von #afdd ist das figurenreiche und empfindungstiefe ,bild in der ,londoner ,nationalgalerie3 ,die ,ehebrecherin vor ,christus4 ,von den ,werken des folgenden ,jahres besitzt das ,berliner ,museum zwei ganz kleine1 aber durch die feine ,wirkung anziehende ,bildchen3 das eine stellt die ,frau des ,tobias dar1 wie sie die ,ziege heimbringt1 die ihr ,mann nicht annehmen will wegen des ,verdachts1 da sie gestohlen sei2 das andere1 das sich durch die ,schnheit der ,farbe ebenso wie durch diejenige der ,wirkung auszeichnet1 zeigt den heiligen ,joseph1 dem im ,traume der ,engel erscheint1 um ihm die ,flucht nach gypten zu befehlen4 ,illustration3 ,abb4 #ajf4 ,landschaft mit ,kanal und ,zugbrcke4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,wie ,rembrandt #afdc seine ,gattin in einem ,bilde hatte wiederaufleben lassen1 so machte er sich #afde das ,andenken seines schon #afch verstorbenen ,freundes1 des ,predigers ,jan ,cornelisz ,silvius1 lebendig1 indem er dessen ausdrucksvolle ,zge in einem gemalten ,bildnis1 welches sich jetzt im ,besitze von ,herrn ,a4 von ,carstanjen in ,berlin befindet1 und auerdem in einer lebensvollen ,radierung wiedergab4 ,ein ,hauptwerk von ,rembrandts ,portrtmalerei ist das mit der ,jahreszahl #afde bezeichnete ,bild eines alten jdischen ,kaufmannes1 der in dunkelbraunem ,rock1 in braunem ,pelzmantel und ,pelzmtze dasitzt1 die beiden mageren ,hnde auf einen ,stock gesttzt1 die ,blicke khl und ruhig auf den ,beschauer heftend4 ,dieses ,gemlde ist schon in alter ,zeit wiederholt kopiert worden2 das ,original befindet sich in der ,ermitage zu ,petersburg1 gute alte ,nachbildungen in den ,galerien von ,london und ,kassel4 ,das hollndische ,reichsmuseum zu ,amsterdam besitzt ein nicht minder vortreffliches ,bildnis1 das um die nmliche ,zeit entstanden sein mu1 in dem ,bild der bejahrten ,witwe des ,admirals ,swartenhondt1 die in schwarzseidenem ,kleide mit ,pelzbesatz1 in weiem ,kragen und weier ,haube im ,lehnstuhl sitzt und mit zusammengelegten ,hnden ber dasjenige nachzudenken scheint1 was sie eben in der neben ihr liegenden ,bibel gelesen hat4 -- ,ein ,prachtbild aus annhernd derselben ,zeit ist auch das in ,abb4 #aae wiedergegebene ,portrt eines alten ,rabbiners im ,buckinghampalast4 ,wenn wir solche ,bildnisse mit den frheren vergleichen1 so gewahren wir eine augenfllige ,vernderung der ,vortragsweise4 ,an die ,stelle der fleiigen ,sorgfalt1 mit der er sonst die ,farben miteinander zu verschmelzen pflegte1 ist eine khne ,sicherheit getreten1 welche das ganze ,ma von ,vollendung scheinbar ganz mhelos erreicht1 indem jeder ,pinselstrich mit ,unfehlbarkeit die ,stelle trifft1 wo er sitzen soll4 ,mit den vierziger ,jahren beginnt1 ungefhr gleichzeitig mit dem ,auftreten der eigentmlichen goldigen ,beleuchtung1 in ,rembrandts ,malerei die breite ,vortragsweise1 die das ,staunen und die ,bewunderung aller ist1 welche ,rembrandts ,werke mit ,handwerksinteresse betrachten4 ,eine ergreifende ,schpfung ist die kleine ,radierung von #afde1 welche ,abraham und ,isaak auf dem ,weg zur ,opfersttte zeigt4 ,sie sind auf der einsamen ,hhe des von ,wolken umzogenen ,berges angelangt4 ,abraham1 der in der reichen morgenlndischen ,tracht erscheint1 die ,rembrandt sich fr die ,patriarchen ersonnen hatte1 hat das ,feuerbecken zu ,boden gesetzt und hat sich nach seinem ,knaben umgewendet2 der aber steht erstaunt und hlt das ,holzbndel1 das er von der ,schulter genommen hat1 noch unschlssig vor sich2 seine ,augen suchen fragend nach dem ,opfertier1 das unter dem breiten ,schchtmesser1 welches der ,vater am ,grtel trgt1 verbluten soll2 sein kindlicher ,verstand kann nicht fassen1 was der ,vater mit einem ,gesicht1 dessen ,muskeln zu zucken scheinen1 um die ,rhrung gewaltsam niederzukmpfen1 und mit aufwrts deutender ,hand ihm sagt1 da ,gott sich schon das ,opferlamm ersehen habe 7,abb4 #aag74 ,dem ,gedanken nach zu diesem ,blatt gehrig1 wenn auch vielleicht nicht gleichzeitig mit demselben entstanden1 ist ein anderes1 welches die ,schwere des ,opfers1 das darzubringen ,abraham sich dort anschickt1 durch ein gemtvolles ,genrebild hervorhebt3 ,abraham sitzt vor der ,thr seines ,hauses und seine knochige ,hand gleitet zrtlich ber die runde ,wange des ,knaben1 den er lieb hat und der sich1 frhlich lachend1 mit einem ,apfel in der ,hand1 zwischen die ,kniee des ,vaters schmiegt 7,abb4 #aah gibt den seltenen ersten ,plattenzustand der ,radierung wieder74 -- ,mehrere nach der ,natur radierte ,landschaften tragen die ,jahreszahl #afde4 ,davon ist die ,ansicht von ,omval ein vorzglich reizendes ,blatt3 ein ,blick ber das ,wasser auf einen kleinen ,ort mit ,windmhlen und spitzem ,kirchturm1 im ,vordergrund eine malerische ,weidengruppe mit tiefen ,schatten4 ,das unter dem ,namen die ,sixbrcke bekannte sehr seltene ,blatt -- ein ,kanal mit ein paar ,khnen1 eine flache ,fernsicht1 vorn eine ,brcke und ein paar ,bumchen -- verdient besondere ,erwhnung wegen des ,geschichtchens1 das sich an seine ,entstehung knpft4 ,rembrandt wurde von ,jan ,six hufig auf dessen ,landgut mitgenommen4 ,bei einem dieser ,ausflge1 so wird erzhlt1 als die beiden ,freunde sich zu ,tisch setzen wollten1 bemerkten sie1 da der ,senf fehlte1 und ,six schickte seinen ,diener in das ,dorf1 um solchen zu holen2 da ,rembrandt die ,langsamkeit des ,dieners kannte1 so bot er ,six die ,wette an1 er werde eine ,radierung ausfhren1 bevor der ,diener zurck sei2 er nahm eine der ,kupferplatten1 die er bei sich zu tragen pflegte1 radierte die vom ,fenster aus sich darbietende ,aussicht und gewann die ,wette4 ,das ,blatt ist in derselben ,weise mit ,umrilinien gezeichnet1 wie ,rembrandt es mit seinen landschaftlichen ,stift- oder ,federzeichnungen nach der ,natur zu thun pflegte4 ,gelegentlich begegnen wir unter seinen landschaftlichen ,skizzenbuchblttern aber auch solchen1 in denen er krftige ,licht- und ,schattenwirkungen festgehalten hat1 die in der ,natur ihm hnliche ,erscheinungen vor ,augen fhrten1 wie seine ,einbildungskraft sie zu schaffen liebte2 dahin gehrt die angetuschte ,federzeichnung in der ,albertina1 welche ein paar alte ,strohhtten in der grellen ,beleuchtung zeigt1 die entsteht1 wenn die tiefstehende ,sonne ihre ,strahlen unter schweren1 schwarzen ,gewitterwolken hersendet 7,abb4 #aai74 ,wenn ,rembrandt ,landschaftsbilder malte1 so pflegte er im ,gegensatz zu seinen gewissenhaften ,zeichnungen sich nicht an die ,wirklichkeit zu halten1 sondern sich in freien ,phantasien zu ergehen4 ,ein anspruchsloses ,stckchen abgemalter ,wirklichkeit aber zeigt uns die ganz kleine reizende ,winterlandschaft von #afdf in der ,galerie zu ,kassel1 die uns mit drei ,tnen -- einer blauen ,luft1 einer brunlichen ,reihe von ,gebuden und einer goldig berstrahlten ,eisflche -- mitten in einen sonnigen hollndischen ,wintertag versetzt1 an dem die ,schlittschuhlufer vergngt in der erfrischenden ,luft sich tummeln4 ,an ,figurenbildern bringt das ,jahr #afdf eine ,anbetung der ,hirten1 in der ,nationalgalerie zu ,london1 und eine heilige ,familie1 in der ,kasseler ,galerie4 ,das letztgenannte versetzt uns ebenso wie das ,pariser ,bild von #afdj und ein #afde gemaltes ,bild des nmlichen ,gegenstandes1 das sich in der ,ermitage zu ,petersburg befindet1 in die rmliche ,behausung eines ,handwerkers4 ,aber welche ,flle heimlichster huslicher ,poesie1 die das scheinbare ,genrebild weit ber das ,alltgliche hinaushebt1 hat der ,meister dahineingearbeitet6 ,die junge ,mutter sitzt in bescheiden brgerlichem ,hauskleid da und drckt den ,knaben an sich1 der ihr zrtliche ,wrtchen ins ,ohr flstert4 ,man glaubt zu sehen1 wie sie den ,oberkrper vorwrts und rckwrts wiegt1 whrend sie in das auf dem ,estrich brennende ,feuer blickt1 an dem das irdene ,breitpfchen fr den ,kleinen gewrmt wird4 ,ein warmes ,licht1 wie von eben erloschener ,abendsonne1 erhellt das ,gemach2 seine ,strahlen sammeln sich auf dem frischen ,linnen der ,korbwiege und werfen von da aus goldige ,reflexe auf die drftige ,bettstatt4 ,drauen aber1 wo vor der ,thre der fleiige ,hausvater noch mit ,holzhacken beschftigt ist1 herrscht schon khle ,dmmerung2 whrend drinnen die ,koseworte1 die ,mutter und ,kind austauschen1 von dem traulichen ,knistern der ,flamme und von dem behaglichen ,schnurren der neben dem ,feuer liegenden ,hauskatze begleitet werden1 glaubt man in den ,wipfeln der ,bume1 die man durch das ,fenster und den offenen ,eingang erblickt1 den ,abendwind leise rauschen zu hren4 ,um auch uerlich etwas dafr zu thun1 da das ,gemlde nicht fr ein alltgliches ,familienbild gehalten werde1 hat ,rembrandt dasselbe so dargestellt1 als ob es ein fr gewhnlich verdecktes und eben nur fr kurze ,zeit dem ,beschauer enthlltes geweihtes ,bild sei1 -- die ,sitte1 ,kirchenbilder an den ,wochentagen mit einem ,vorhang zu verdecken1 besteht in den ,niederlanden noch heute --2 er hat einen reich verzierten ,goldrahmen um die ,darstellung herumgemalt1 an dem oben eine ,stange befestigt ist mit einem das ,bild fr gewhnlich verhllenden1 jetzt aber beiseite gezogenen rotseidenen ,vorhang4 ,bei dem ,petersburger ,bild aus dem vorhergegangenen ,jahre hatte ,rembrandt ein anderes ,mittel angewendet1 um das ,familienbild in das ,gebiet des ,gttlichen zu erheben2 dort schweben leuchtende ,engelgestalten ber ,mutter und ,kind4 ,illustration3 ,abb4 #ajg4 ,der ,mennonitenprediger ,cornelis ,claes ,anslo und eine ,witwe4 ,gemlde von #afda im knigl4 ,museum zu ,berlin4 ,illustration3 ,abb4 #ajh4 ,bildnis einer alten ,dame4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einem ,schabkunstblatt von ,richard ,earlom47 ,illustration3 ,abb4 #aji4 ,bildnis eines ,unbekannten4 7,der ,mann mit ,kette und ,kreuz47 ,radierung von #afda4 ,aus dem ,jahre #afdg besitzt das ,berliner ,museum ein ganz kostbares kleines ,gemlde3 ,susanna im ,bade4 ,es ist eine ,schpfung voll wunderbaren ,farbenzaubers2 den ,lichtpunkt bildet das weie1 jugendwarme ,fleisch der ,susanna1 die sich in dem saftig grnen ,dunkel des ,gartens sorglos entkleidet und ihren roten ,rock neben sich gelegt hat4 ,ebenso bewunderungswrdig wie die ,licht- und ,farbenwirkung ist der ,ausdruck der ,figuren2 in ganz unvergleichlicher ,weise ist die nichtswrdige ,lsternheit der beiden ,alten gekennzeichnet1 die geruschlos wie ,diebe von hinten heranschleichen4 ,illustration3 ,abb4 #aaj4 ,die drei ,orientalen4 7,jakob und ,laban47 ,radierung von #afda4 ,in dem nmlichen ,jahre schuf ,rembrandt seine berhmteste ,bildnisradierung4 ,er bildete den damals als ,sekretr in der stdtischen ,verwaltung thtigen nachmaligen ,brgermeister ,six in ganzer ,figur ab1 wie er an einem ,fenster seiner vornehm eingerichteten ,wohnung lehnt und irgend ein wichtiges ,aktenstck aufmerksam durchliest4 ,es liegt ein unbeschreiblicher ,zauber in der diesmal ganz naturgetreuen ,beleuchtung1 die durch das groe ,fenster zwischen den dunklen ,vorhngen voll einfllt1 den ,kopf des ,mannes und seine ,hnde1 die das ,schriftstck ins ,helle halten1 mit gesammelter ,kraft trifft1 sich dann auf dem ,boden verbreitert1 einen mit weiteren ,aktensten beladenen ,stuhl hervorhebt und weiter seitwrts im ,zimmer befindliche ,gegenstnde mit blitzartigen ,streiflichtern berhrt4 ,wenn wir aus den ,bildnissen1 die ,rembrandt anfertigte1 auf seinen ,umgang schlieen drfen1 so verkehrte er in der allerbesten ,gesellschaft von ,amsterdam4 ,mit ,six jedenfalls war er in aufrichtiger ,freundschaft verbunden4 ,dagegen scheint er mit seinen ,kunstgenossen nur wenig ,verkehr gepflogen zu haben2 wenigstens sind die ,malerbildnisse selten unter seinen ,werken4 ,er stand in seiner ,eigenart den brigen ,malern -- abgesehen natrlich von seinen ,schlern -- fremdartig gegenber1 und seine ,abgeschlossenheit mag zum groen ,teil die seltsamen ,gerchte veranlat haben1 die in jenen ,kreisen ber ihn umliefen4 ,doch portrtierte ,rembrandt im ,jahre #afdg den ,tier- und ,landschaftsmaler ,nikolaas ,berchem1 der gleich ihm ein ,sammler von ,kunstgegenstnden und ,merkwrdigkeiten war1 nebst seiner ,frau 7beide ,gemlde befinden sich in einer englischen ,sammlung7 und radierte das ,bildnis des hauptschlich durch italienische ,landschaften bekannten ,malers ,jan ,asselyn1 der in ,freundeskreisen wegen seiner nicht gerade vorteilhaften ,gestalt den ,beinamen het ,crabbetje 7,verkleinerungsform von ,krabbe7 fhrte4 ,an diese schne ,bildnisradierung 7,abb4 #abj7 knpft sich eine drollige ,geschichte1 die einem ,flscher widerfahren sein soll4 ,auf dem ,tische1 auf welchen ,asselyn seine ,rechte sttzt1 erblicken wir neben mehreren ,bchern ,pinsel und ,palette2 ursprnglich hatte ,rembrandt das ,malgert noch durch eine hinter dem ,tische stehende ,staffelei -- auf hollndisch ezel -- vervollstndigt4 ,da ihm aber dieses ,gestell die ,bildwirkung strte1 so beseitigte er dasselbe wieder1 nachdem er eine geringe ,anzahl von ,abzgen genommen hatte4 ,eben wegen der ,seltenheit aber wurde nun ,asselijn met den ezel von den ,sammlern besonders geschtzt und teuer bezahlt2 daher verfiel ein deutscher ,kupferstecher auf den ,gedanken1 solche ,abdrcke flschlich herzustellen2 er kopierte das ,bildnis des ,asselyn und fgte im ,hintergrunde -- nicht etwa eine ,staffelei1 sondern1 das hollndische ,wort miverstehend1 einen ,esel hinzu2 natrlich hatte er damit bei den ,sammlern ,rembrandtscher ,radierungen wenig ,glck1 und man sagte ihm1 er habe sein eigenes ,bild neben dasjenige ,asselyns gesetzt4 ,ob die ,geschichte wahr ist1 kann dahingestellt bleiben1 aber sie ist bezeichnend fr die ,beliebtheit1 deren sich ,rembrandts ,bltter gleich nach ihrem ,erscheinen erfreuten1 so da die ,anfertigung betrgerischer ,nachbildungen als ein eintrgliches ,geschft angesehen werden konnte4 -- ,ein ,maler1 zu dem ,rembrandt in nherer ,freundschaft stand1 war ,hercules ,seghers4 ,dieser sonst wenig bekannte ,knstler hat seinen ,namen hauptschlich durch landschaftliche ,radierungen auf die ,nachwelt gebracht1 und ,rembrandt hat es nicht verschmht1 die stimmungsvollen ,landschaftskompositionen seines ,freundes mit ,figuren zu staffieren 7,abb4 #abb74 ,illustration3 ,abb4 #aaa4 ,das ,opfer des ,manoah4 ,gemlde von #afda1 in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #aab4 ,die ,ausshnung ,esaus und ,jakobs4 ,gemlde von #afdb im ,museum der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,es war damals sehr beliebt1 dichterisch erfundenen ,landschaften dadurch1 da man einen biblischen oder mythologischen ,vorgang in ihnen sich abspielen lie1 eine hhere ,bedeutung zu geben4 ,rembrandt selbst verstand sich meisterhaft darauf1 die landschaftliche ,stimmung mit der figrlichen ,darstellung einheitlich zu verweben1 und so kann es uns nicht wunder nehmen1 wenn wir auch einmal einem ,bilde von ihm begegnen1 welches einen biblischen ,gegenstand in berwiegend landschaftlicher ,weise behandelt4 ,die ,londoner ,nationalgalerie besitzt von ihm eine reizvolle ,abendlandschaft1 in welcher der ,blick an einem dunklen ,waldessaum vorbei in eine weite1 hgelige ,ferne schweift2 man fhlt die ,einsamkeit1 und man ahnt1 da ein ,wanderer1 der hier die ,sonne hat untergehen sehen1 noch rstig ausschreiten mu1 um vor ,einbruch der gefahrdrohenden ,finsternis eine ,herberge zu finden2 der ,wanderer aber1 den wir hier erblicken1 braucht nichts zu frchten3 es ist ,tobias1 und neben ihm schreitet der ,engel4 ,illustration3 ,abb4 #aac4 ,die ,scharwache4 ,genossenschaftsbild einer ,amsterdamer ,schtzenkompanie1 gemalt #afdb4 7,nach einer alten ,kopie1 welche das ,bild ohne die spter vorgenommenen seitlichen ,beschneidungen zeigt1 photogr4 von ,braun ,cie47 ,illustration3 ,abb4 #aad4 ,christi ,abnahme vom ,kreuz4 ,radierung von #afdb4 ,ein groes ,meisterwerk im kleinsten ,mastabe ist das #afdg gemalte ,bildnis des gelehrten ,arztes ,ephraim ,bonus1 eines portugiesischen ,juden1 das sich in der ,sammlung des ,herrn ,six zu ,amsterdam befindet4 ,das ,bildchen ist nur #bj ,centimeter hoch1 kaum grer als die ,radierung1 in welcher ,rembrandt das ,bildnis desselben ,mannes weiteren ,kreisen berlieferte4 ,sein eigenes ,bildnis hat ,rembrandt im ,jahre #afdg mehrmals gemalt4 ,wohl zeigt seine ,haltung noch ein vornehmes ,selbstbewutsein1 aber der ,ernst1 der seinen ,zgen schon lange eigen war1 hat etwas geradezu ,dsteres angenommen1 und selbst das einst so leuchtende ,auge blickt trbe und mde4 ,man ahnt nicht1 welche ,flle von ,schaffenslust noch hinter dieser jetzt schon stark gefurchten ,stirn wohnt 7,abb4 #aba74 ,in der ,that war das ,jahr #afdh eines der fruchtbarsten in ,rembrandts ,leben1 und unter den mit dieser ,jahreszahl bezeichneten ,werken befinden sich viele1 die zu den glcklichsten ,schpfungen des ,meisters zhlen4 ,in einer ,radierung von prchtiger ,helldunkelwirkung zeigt er sich selbst in der ,emsigkeit der ,arbeit4 ,mit einem runden ,hut auf dem ,kopf sitzt er an einem kleinen ,fenster und zeichnet in ein vor ihm liegendes ,heft2 die ,gewiheit des sicheren knstlerischen ,erfassens leuchtet aus dem scharf beobachtenden ,blick4 ,aber was er uns in diesem ,jahre bringt1 sind nur zum geringsten ,teile die unmittelbaren ,ergebnisse seiner scharfen ,beobachtung4 ,allerdings fehlen auch die geistvollen ,wiedergaben des in der ,wirklichkeit ,gesehenen nicht4 ,das kostbare ,prachtblttchen1 das uns in eine ,synagoge blicken lt1 wo verschiedene alte ,juden kommen und gehen und sich in einer ,weise unterhalten1 da wir das ,durcheinandersummen der gedmpften ,stimmen zu hren glauben1 ist wie aus dem ,leben abgeschrieben 7,abb4 #abc74 ,das wunderbar schn radierte ,blatt1 welches uns eine ,bettlerfamilie zeigt1 die an einer ,hausthr von einem freundlichen ,greis mit einer ,gabe bedacht wird1 ist eine der vollendetsten von des ,meisters meisterhaften ,schilderungen aus dem ,leben der ,armen 7,abb4 #abd74 ,aber vorzugsweise vertiefte ,rembrandt jetzt sich in die ,welt des ,wunderbaren4 ,man mchte sagen1 da die geheimnisvolle ,lichtquelle selbst1 die ,rembrandts ,bilder beleuchtet1 sich uns in einer gespensterhaften ,erscheinung offenbart1 wenn wir das unvergleichliche ,blatt ,doktor ,faust betrachten4 ,die ,sage von dem wissensdurstigen1 mit ,hilfe bser ,mchte in bernatrliche ,geheimnisse eingedrungenen ,dr4 ,johannes ,faustus war seit dem ,,xvi4 ,jahrhundert in ,deutschland und in ,england ein beliebter ,gegenstand volkstmlicher ,bearbeitung4 ,das #aehh zu ,frankfurt am ,main erschienene ,volksbuch war fast in alle abendlndischen ,sprachen bersetzt worden1 die ,erzhlung konnte daher ,rembrandt sehr wohl bekannt sein4 ,die ,darstellung eines ,dr4 ,faust bot damals der bildenden ,kunst weniger ,schwierigkeiten als heutzutage2 denn auch die ,gebildeten glaubten damals noch allgemein an die ,mglichkeit eines persnlichen ,verkehrs mit den ,mchten der ,finsternis und an die ,mglichkeit1 mit deren ,hilfe ein hheres ,wissen zu erlangen1 als sonst den ,sterblichen beschieden ist2 und es gab wohl kaum jemand1 der an der buchstblichen ,wahrheit dessen1 was das ,buch erzhlte1 gezweifelt htte4 ,so hat denn ,rembrandts ,faust den ,reiz der vollsten ,ursprnglichkeit1 man mchte fast sagen der ,wahrhaftigkeit4 ,wir blicken in ein dunkeles ,gemach1 das mit allerlei ,gerten der ,gelehrsamkeit vollgepfropft ist2 ,tag und ,nacht hat der ,gelehrte ber die ,geheimnisse der schwarzen ,kunst gegrbelt und hat sich nicht ,zeit genommen1 seine ,morgenkleidung mit einem anderen ,anzug zu vertauschen4 ,endlich ist ihm eine ,beschwrung gelungen2 aus dunkelen ,dmpfen1 welche den unteren ,teil des groen ,fensters verhllen1 leuchtet eine strahlende ,lichtscheibe empor und trifft mit einem blitzenden ,strahl das vertrocknete ,gesicht des ,gelehrten4 ,dieser ist aufgesprungen1 und beide ,hnde aufsttzend1 den ,oberkrper vorwrts beugend1 blickt er mit ,spannung und ,erregung in den ,spiegel1 den nebelhafte ,hnde1 die unterhalb der ,lichtscheibe sich aus den ,dmpfen gebildet haben1 ihm zeigen4 ,wird seine ,wissensbegehrlichkeit da eine ,befriedigung finden8 ,wiederholt ihm der ,zauberspiegel nur die kabbalistischen ,worte1 die in dem ,lichtgespenst erscheinen8 ,das einzige fr uns verstndliche ,wort in den kreisenden ,schriftreihen ist der ,name des ersten ,menschen2 und in der ,mitte des ,lichtes erscheinen in den vier ,winkeln eines ,kreuzes die vier ,buchstaben ,,inri2 heit das ,jesus ,nazarenus ,rex ,judorum1 und wird damit dem ,schwarzknstler die ,warnung erteilt1 da der ,abkmmling ,adams sich die ,offenbarungen des ,christentums gengen lassen und nicht weiter nach dem ,unbegreiflichen forschen soll8 ,da dieser ,gedanke in der ,darstellung verborgen liege1 hat bei ,rembrandts streng christlicher ,gesinnung nichts ,unwahrscheinliches 7,abb4 #abe74 ,illustration3 ,abb4 #aae4 ,bildnis eines ,rabbiners4 ,gemlde im ,buckingham-,palast4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 ,illustration3 ,abb4 #aaf4 ,die 7kleine7 ,auferweckung des ,lazarus4 ,radierung von #afdb4 ,illustration3 ,abb4 #aag4 ,abraham und sein ,sohn ,isaak auf der ,opfersttte4 ,radierung von #afde4 ,illustration3 ,abb4 #aah4 ,abraham1 ,isaak liebkosend4 ,radierung4 7,erster ,plattenzustand47 ,zur ,behandlung eines heidnischen ,stoffes wurde der ,meister veranlat durch die ,verffentlichung des von seinem ,freunde ,six gedichteten ,trauerspiels ,medea4 ,dazu lieferte er die groe ,prachtradierung ,vermhlung des ,jason mit ,krusa4 ,archologische ,studien hatte ,rembrandt nicht gemacht4 ,eine ,hochzeit im griechischen ,sagenalter dachte er sich als eine religise ,feier1 deren ,formen den christlichen ,kirchengebruchen entsprachen4 ,wir blicken in einen phantastisch erdachten ,sulenbau1 in dessen ,bogen und ,wlbungen ungeachtet der ,seltsamkeit ihrer ,konstruktion die eigentmliche ,poesie lagert1 welche den hochgewlbten mittelalterlichen ,kirchen innewohnt4 ,auf der ,chorerhhung steht der ,altar1 auf dem die ,opferflamme lodert2 darber thront das ,bild der ,ehegttin ,juno1 die der ,pfau an ihrer ,seite kenntlich macht4 ,am ,altar steht der ,priester1 dessen ,kopfbedeckung und ,stab phantastische ,umbildungen der bischflichen ,ornatstcke sind1 und spricht den ,segen ber das in frstlicher ,tracht vor ihm knieende ,paar2 vornehme ,zuschauer erfllen das ,schiff der ,kirche1 und dem ,altar gegenber hat auf einer ,emporbhne der ,sngerchor ,platz genommen4 ,eine festliche ,helligkeit dringt durch die hohen ,fenster in den ,raum1 nur der ,chorumgang hinter dem ,altar liegt im ,dunkel2 hier erblicken wir eine vornehm gekleidete ,gestalt1 der ein kleiner ,diener die ,schleppe trgt4 ,die ,gesichtszge dieser ,frau verschwimmen im dmmerigen ,schatten2 aber wie sie da ungesehen einherschleicht1 das hat etwas ,unheimliches1 und auch ohne den ,ausdruck ihres ,gesichts zu erkennen1 ahnen wir1 da sie ,verderben bringt4 ,knnten wir nicht erraten1 da dies die verlassene ,medea ist1 so wrden uns die ,verse der ,unterschrift darber belehren1 die in hochdeutscher bersetzung also lauten3 ,krus' und ,jason hier einander ,treu' geloben2 ,medea1 ,jasons ,frau1 unrecht beiseit' geschoben1 ,wird angefacht vom ,zorn1 der ,rachsucht nachzugehn4 ,ach1 ungetreuer ,sinn1 was kommst du teu'r zu stehn6 ,die ersten ,abdrcke dieses ,blattes zeigen das ,junobild mit bloem ,kopfe2 spter befand es der ,knstler fr ntig1 demselben durch ,aufsetzen einer ,krone ein wrdevolleres ,ansehen zu geben2 im dritten ,plattenzustand sind die ,namensunterschrift ,rembrandts mit der ,jahreszahl #afdh und die angefhrten ,verse hinzugekommen 7,abb4 #abf74 ,das ,blatt gehrte zu denjenigen1 von denen man als ,kunstliebhaber mindestens zwei ,abdrcke besitzen mute1 ein ,junochen ohne ,krone und ein ,junochen mit ,krone4 ,illustration3 ,abb4 #aai4 ,landschaft mit ,gewitterstimmung4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,bei dem groen ,wert1 den die ,sammler allen seinen ,radierungen damals schon beilegten1 so da sie mit wahrer ,begierde immer neuen ,blttern entgegensahen1 konnte es ,rembrandt sich schon erlauben1 auch solche ,platten1 an denen ihm die ,lust vergangen war1 so da er sie unfertig liegen lie1 durch ,hinzufgung seiner ,namensunterschrift fr abgeschlossen zu erklren und die ,abzge derselben in den ,handel zu bringen4 ,ein sprechendes ,beispiel ist der groe heilige ,hieronymus von #afdh1 ein ,blatt1 auf dem fast nichts ,weiteres ausgefhrt ist1 als ein ,weidenstamm im ,vordergrund4 ,freilich hat das ,blatt auch so einen unbestreitbaren hohen ,kunstwert2 denn das ,gesicht des ,heiligen1 der mit einer ,brille bewaffnet an seiner bersetzung des heiligen ,wortes schreibt1 ist1 obgleich erst mit wenigen ,strichen angedeutet1 ein ,wunderwerk des ,ausdrucks4 ,zweimal malte ,rembrandt in diesem ,jahre die ,erscheinung des ,erlsers zu ,emmaus4 ,das eine dieser ,bilder befindet sich im ,museum zu ,kopenhagen1 das andere1 das zu den ausdrucksvollsten ,meisterwerken ,rembrandts zhlt1 zu ,paris im ,louvre4 ,der ,augenblick des ,erkennens ist dargestellt4 ,ganz berwltigt blicken die beiden ,jnger den ,heiland an1 der1 von geheimnisvollem ,licht umflutet1 die ,augen nach oben wendet und das ,brot bricht2 die schmerzlichen ,zge seines ,antlitzes spiegeln noch das berstandene ,erdenleiden wieder4 ,einen wirkungsvollen ,gegensatz gegen die weihevolle ,ergriffenheit1 mit der die ,jnger das ,wunderbare erkennen1 bildet die verhaltene blde ,verwunderung des jungen ,dieners1 der eben ein ,gericht auf den ,tisch zu setzen sich anschickt und der das ,staunen der beiden nicht begreift2 man meint zu sehen1 wie seine ,augen von jenem auf diesen und dann wieder auf den dritten wandern 7,abb4 #abg74 ,illustration3 ,abb4 #abj4 ,jan ,asselyn1 ,maler4 ,radierung von #afdg4 ,ein ebenso fesselndes ,meisterwerk aus demselben ,jahr besitzt die ,louvresammlung in dem ,bilde der barmherzige ,samariter1 in welchem dem ,meister die ,lsung dieser wiederholt von ihm behandelten ,aufgabe am glcklichsten gelungen ist4 ,es ist ,abend2 in dem ,gasthaus1 das vor dem ,thore einer ,stadt an der ,landstrae liegt1 beginnt es lebendig zu werden2 mehrere ,pferde sind neben dem ,brunnen am ,hause angebunden1 und die ,gste legen sich1 da sie wieder ,hufschlge gehrt haben1 mit gewohnheitsmiger ,neugier ins ,fenster der ,wirtsstube1 um zu sehen1 wer da noch ankommt4 ,die ,wirtin eilt dienstbeflissen an die ,treppe des ,hauses1 um den neuen ,ankmmling in ,empfang zu nehmen4 ,es ist ein gut gekleideter ,mann1 der da die ,treppe hinansteigt2 aber nicht diesen soll sie beherbergen1 sondern den unglcklichen ,verwundeten1 nach dem jener mit liebevoller ,besorgnis sich umsieht4 ,dieser ,verwundete ist ein ,bild des ,jammers1 er sthnt1 jede ,bewegung der beiden ,knechte1 die ihn eben vom ,pferde gehoben haben1 verursacht ihm ,schmerzen4 ,niemand kann ihn ohne ,bedauern ansehen1 auer dem ,stalljungen1 der das ,pferd hlt und der sich mit der ,mitleidslosigkeit des ,knabenalters1 blo von ,neugierde erfllt1 auf die ,zehen hebt1 um ber den ,rcken des ,pferdes hinweg besser sehen zu knnen 7,abb4 #abh74 ,die groen weltgeschichtlichen ,ereignisse des ,,xvii4 ,jahrhunderts gingen im allgemeinen fast unbemerkt an den hollndischen ,malern vorber4 ,aber der ,abschlu des ,westflischen ,friedens1 der ja fr den niederlndischen ,freistaat die endgltige ,anerkennung seiner ,unabhngigkeit brachte1 ward wie von den ,dichtern1 so auch von den ,malern gefeiert4 ,zumeist beschrnkten sich die bildlichen ,verherrlichungen des ,ereignisses auf die ,abbildung von ,festmahlzeiten1 die zur ,feier des ,friedens stattfanden4 ,rembrandt aber widmete dem ,ereignis eine groe allegorische ,komposition4 ,es ist eine ,skizze1 vielleicht zur ,ausfhrung in groem ,mastabe1 die dann aber nicht zur ,that wurde1 bestimmt2 unter dem ,namen die ,eintracht des ,landes wird sie im ,boymans-,museum zu ,rotterdam aufbewahrt4 ,allegorien waren freilich nicht ,rembrandts ,fach1 und es ist ein ,gemisch von ,groartigkeit und ,sonderbarkeiten1 was wir da vor uns sehen4 ,es ist dem ,maler nicht gelungen1 die ,flle der ,gedanken1 die er zum ,ausdruck bringen wollte1 im einzelnen verstndlich zu machen1 und es sind ,ste von ,erklrungsversuchen ber dieses unter ,rembrandts ,werken ganz vereinzelt dastehende ,bild geschrieben worden4 ,illustration3 ,abb4 #aba4 ,rembrandt im ,alter von vierzig ,jahren4 ,schabkunstblatt von ,wrenk nach einem vielleicht nicht von dem ,meister selbst1 sondern von seinem begabten ,schler ,ferdinand ,bol ausgefhrten ,gemlde4 ,illustration3 ,abb4 #abb4 ,die ,landschaft mit der ,flucht nach gypten4 ,radierung4 ,landschaft von ,hercules ,seghers1 die ,figuren von ,rembrandt4 ,als das ,hauptwerk des ,jahres #afdi gilt ein in der ,sammlung des ,lord ,cowper zu ,panshanger befindliches ,reiterbild1 welches den ,marschall ,turenne1 der sich gerade in jenem ,jahre in ,holland aufhielt1 vorstellen soll4 ,dem ,jahre #afej gehren mehrere von den feinen landschaftlichen ,radierungen des ,meisters an3 die kstlich gezeichnete ,landschaft mit dem ,turm1 die von den ,resten eines alten ,turmes1 welche in der ,ferne ber einer von ,bumen umgebenen ,htte sichtbar werden1 den ,namen fhrt1 und das in seiner ,einfachheit so reizende ,blttchen der ,kanal mit den ,schwnen4 ,auf diesem letzteren ,blatt hat der ,meister zu den heimatlichen1 von ,gehlz umsumten und von ruhig flieendem ,wasser durchzogenen ,wiesen ,hhenzge1 wie die ,wirklichkeit sie ihm nicht zeigte1 hinzukomponiert 7,abb4 #abi74 ,eine hnliche ,verbindung von hollndischer ,landschaft mit ,gelnden1 zu denen er in den ,mappen seiner ,freunde1 welche in ,italien gewesen waren1 die ,vorbilder fand1 zeigt das berhmteste ,landschaftsgemlde ,rembrandts1 die um eben diese ,zeit entstandene groe ,landschaft mit ,ruinen auf dem ,berge in der ,galerie zu ,kassel4 ,in trumerischer ,dmmerung liegt die ,ebene da1 von einem ,bache durchschlngelt1 den eine ,brcke berspannt und den ein leise dahingleitender ,kahn und mehrere ,schwne beleben2 am jenseitigen ,ufer liegt eine leere reichgeschmckte ,gondel1 diesseits sitzt ein ,angler1 und ein einsamer ,reiter verfolgt den am ,bach entlang gehenden ,weg4 ,jenseits des ,wassers werden zwischen dichten ,baumgruppen die roten ,ziegeldcher eines in feierlicher ,abendruhe daliegenden ,gehftes sichtbar1 weiter nach vorn schliet sich eine ,windmhle an4 ,hinter den ,gebuden erhebt sich der ,boden zu einem ansehnlichen ,bergrcken1 der an einer ,seite in schroffer ,felswand abfllt4 ,nahe dem ,abhang bekrnen ,trmmermassen die ,hhe1 die in einem hochragenden ,bauwerk gipfeln1 das wie ein berbleibsel eines antiken ,rundtempels aussieht4 ,ein wunderbarer goldiger ,dmmerungston verbindet ,berg und ,thal1 in weiter ,ferne verschmelzen duftige ,hhenzge mit dem lichten ,blau des ,himmels1 der den letzten ,schimmer des untergegangenen ,tagesgestirnes festhlt1 und den eine an den ,rndern noch beleuchtete dnne ,wolkenschicht zum ,teil berzieht4 ,selten wohl ist es einem ,landschafter alter oder neuer ,zeit gelungen1 eine solche ,tiefe der ,stimmung im ,beschauer hervorzurufen2 es liegt eine stille ,feierlichkeit und ein leiser ,anflug von ,schwermut ber dem ,bilde1 die uns um so unwiderstehlicher einnehmen1 je lnger wir dasselbe betrachten 7,abb4 #acj74 -- ,zu den stimmungsvollen ,landschaftskompositionen gehrt auch die prachtvoll farbig gezeichnete ,radierung mit der nur angelegten ,figur des in die ,schrift vertieften heiligen ,hieronymus1 neben dem der ,lwe sich wie ein sorglicher ,wrter umschaut4 ,wegen der eigentmlichen schwermtigen ,poesie1 des ,formenreichtums und der bis in die kleinsten ,einzelheiten gehenden ,ausfhrung der ,landschaft wird dieses ,blatt durch die ,bezeichnung in ,drers ,geschmack von den zahlreichen anderen ,hieronymusbildern ,rembrandts unterschieden 7,abb4 #aca74 ,illustration3 ,abb4 #abc4 ,juden in der ,synagoge4 ,radierung von #afdh4 ,illustration3 ,abb4 #abd4 ,die ,bettler an der ,hausthr4 ,radierung von #afdh4 7,verkleinert47 ,illustration3 ,abb4 #abe4 ,dr4 ,faust4 ,radierung von #afdh4 7,verkleinert47 ,von #afea sind einige ganz vorzgliche ,radierungen4 ,da ist das wunderbar feine kleine ,blatt der blinde ,tobias1 die treffendste und rhrendste ,darstellung der ,hilflosigkeit eines ,erblindeten1 der mit ,stab und ,hand vor sich her tastend1 sich in seinem eigenen ,zimmer zurechtsuchen mu4 ,dann das treffliche ,bildnis des ,clemens de ,jonghe1 der einer der berhmtesten ,kupferstichhndler und ,verleger seiner ,zeit war und der uns hier mit seinen klugen ,augen so bestimmt und ruhig anschaut 7,abb4 #acc74 -- ,ein prchtiges gemaltes ,bildnis eines unbekannten jungen ,mannes im ,louvre trgt die nmliche ,jahreszahl 7,abb4 #acb74 ,ein biblisches ,gemlde aus diesem ,jahre besitzt die herzogliche ,gemldesammlung zu ,braunschweig in der groartig wirkungsvollen1 ergreifenden ,darstellung der ,erscheinung des ,auferstandenen vor ,maria ,magdalena4 ,ein ganz herrliches ,bild von #afeb besitzt die ,gemldegalerie zu ,kassel4 ,es ist das ,kniestck des ,nikolaas ,bruyningh1 der als ,sekretr an der ,gerichtsabteilung fr ,zahlungsunfhige zu ,amsterdam angestellt war4 ,es ist ein lebensfroher junger ,mann1 den wir da in vornehmer schwarzer ,atlaskleidung vor uns sitzen sehen2 mit munterer ,bewegung hat er sich auf dem ,stuhle umgedreht und blickt lchelnd vor sich hin2 eine ,flle dunkelblonder ,locken umwallt das freundliche ,gesicht 7,abb4 #acd74 ,illustration3 ,abb4 #abf4 ,die ,hochzeit ,jasons und ,krusas4 ,radierung von #afdh4 7,verkleinert47 ,die nmliche ,jahreszahl trgt ein allerliebstes ,blttchen3 der zwlfjhrige ,jesus unter den ,schriftgelehrten4 ,die ,radierung ist nur ganz leicht angelegt1 fast ohne ,andeutung einer malerischen ,wirkung1 und dennoch ist sie unbeschreiblich fesselnd4 ,man hrt die milden und verstndigen ,worte des ,knaben1 man sieht die mannigfaltigen ,regungen1 mit welchen die gelehrten alten ,juden -- jeder ein ,charakterbild -- dieselben aufnehmen3 ,aufmerksamkeit1 ,spott1 ,dnkel der berlegenheit1 ernstes ,nachsinnen4 ,eine andere nicht minder ansprechende ,komposition desselben ,gegenstandes zeigt uns eine schnell und geistreich hingeschriebene ,federzeichnung in der ,albertina1 welche den ,gegensatz zwischen der ,kindlichkeit des ,knaben und dem ,gelehrtenstolz der ,rabbiner noch strker hervorhebt 7,abb4 #ace74 ,die ,betrachtung der zahlreichen ,kompositionsentwrfe ,rembrandts1 welche diese1 alle hnlichen ,sammlungen an ,reichtum weit berbietende ,wiener ,sammlung beherbergt1 ist berhaupt ein hoher ,genu4 ,von ,rembrandts unvergleichlicher ,fhigkeit1 mit wenigen ,strichen unendlich viel zu sagen1 bekommen wir die staunenerregendsten ,proben2 als eines der sprechendsten ,beispiele sei die ganz flchtige ,federzeichnung angefhrt1 welche darstellt1 wie ,christus zum ,verhr vor ,kaiphas gebracht worden ist und wie dieser1 vom ,richterstuhl sich erhebend1 ausruft3 ,ihr habt gehrt die ,gotteslsterung1 was dnkt euch8 7,abb4 #acf47 ,illustration3 ,abb4 #abg4 ,die ,jnger zu ,emmaus4 ,gemlde von #afdh4 ,im ,museum des ,louvre4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,wenn wir die ,jahreszahlen von #afdi bis #afec verhltnismig selten auf ,werken ,rembrandts vermerkt finden1 so folgt daraus nicht1 da der ,meister in diesen ,jahren weniger thtig gewesen sei4 ,im ,gegenteil fallen mehrere seiner allervorzglichsten ,schpfungen in diese ,zeit1 wie man nach dem ,vergleich mit anderen mit ,bestimmtheit sagen kann1 wenn auch die ,jahresbezeichnung fehlt4 ,dahin gehrt das herrliche ,gemlde im ,berliner ,museum1 welches das ,gesicht ,daniels am ,wasser ,ulai 7,daniel #h1 #c7 zum ,gegenstand hat1 ein ,meisterwerk groartiger traumhafter ,stimmung4 ,in erhabener ,berglandschaft kniet der ,prophet1 mit einem olivenfarbenen ,rock bekleidet1 und wartet mit ,schauern der ,ehrfurcht auf das1 was der ,engel1 der in leuchtend weiem ,gewande hinter ihn tritt1 ihm zeigen wird3 dmmerig erscheint jenseits der ,schlucht der ,widder mit den seltsamen ,hrnern4 ,ferner werden einige in lebensgroen ,figuren ausgefhrte biblische ,gemlde1 die sich in der ,ermitage zu ,petersburg befinden1 dieser ,zeit zugeschrieben3 ,jakob weint beim ,anblick von ,josephs blutigem ,rock und der ,herr erscheint ,abraham im ,thal ,mamre4 ,bei dem letzteren ,bilde wird namentlich die fr ,rembrandt ungewhnliche uere ,schnheit der ,engel bewundert4 ,eine hochpoetische ,komposition des nmlichen ,gegenstandes hat der ,meister in einer ,federzeichnung hinterlassen1 die sich in der ,albertina befindet4 ,jehovah selbst ist als erhabener ,greis von seinen beiden jugendlichen ,begleitern unterschieden2 die ganze ,gruppe der drei ,mnner1 vor der sich ,abraham zu ,boden geworfen hat1 ist eine groartige ,lichterscheinung1 in der irdischen ,umgebung aber ist die natrliche ,tagesstimmung1 da der ,tag am heiesten war1 mit einigen ,tuschlagen meisterhaft zur ,anschauung gebracht3 der tiefe ,ton des wolkenlosen ,himmels1 von dem alles ,beleuchtete sich hell abhebt1 lt uns die ,sommerglut empfinden1 und einladend winkt der ,schatten des ,baumes1 unter dem der ,patriarch die himmlischen ,gste bewirten wird 7,abb4 #acg74 ,illustration3 ,abb4 #abh4 ,der barmherzige ,samariter4 ,gemlde von #afdh4 ,im ,museum des ,louvre4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #abi4 ,der ,kanal mit den ,schwnen4 ,radierung von #afej4 ,sein ,bestes aber hat ,rembrandt in dieser ,zeit in zwei groen ,radierungen gegeben1 welche die ,heilsthtigkeit des ,erlsers schildern4 ,das eine der beiden ,bltter zeigt ,christus als ,lehrer4 ,ein ,bild der ,menschenliebe1 wie kein ,knstler es wrmer zu gestalten vermocht hat1 steht der ,heiland in einem dunkelen ,raum auf einer hell beleuchteten ,erhhung und spricht mit erhobenen ,hnden zu dem ,volke1 das sich um ihn geschart hat4 ,nur wenige der ,zuhrer tragen eine einigermaen ansehnliche ,kleidung2 bei weitem die meisten1 die da aufmerksam stehen und sitzen1 sind ,leute1 auf denen die tiefste ,not des ,daseins lastet2 rmlich ist auch der ,raum und rmlich die ,gasse1 in welche wir durch eine niedrige ,thorffnung blicken4 ,die ,mhseligen und ,beladenen sind es1 die da erquickt werden2 welchen ,reichtum mssen die ,worte spenden1 denen diese ,hrer so regungslos lauschen6 ,wie in der dunkelen ,umgebung1 von der sich die mild erhabene ,gestalt des ,lehrers leuchtend abhebt1 ein helles ,sonnenlicht auf dem ,kreise der ,hrer liegt1 so ist das ,ganze eine unvergleichliche malerische ,dichtung ber das ,wort3 ,ich bin das wahre ,licht 7,abb4 #aci74 ,illustration3 ,abb4 #acj4 ,die groe ,landschaft mit den ,ruinen auf dem ,berge4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,kassel4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #aca4 ,der heilige ,hieronymus1 zubenannt in ,drers ,geschmack4 ,radierung4 ,illustration3 ,abb4 #acb4 ,bildnis eines unbekannten jungen ,mannes1 gemalt #afea4 ,im ,louvre4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #acc4 ,clemens de ,jonghe1 ,kupferstichhndler4 ,radierung von #afea4 ,das andere1 grere ,blatt ist eine geistvolle ,verbildlichung der ,vorgnge1 die das #ai4 ,kapitel des ,matthusevangeliums erzhlt4 ,wieder blicken wir in einen dunkelen ,raum1 und in der ,mitte steht hell beleuchtet der ,heiland zwischen gedrngten ,gruppen von ,menschen1 die seine ,gegenwart angezogen hat4 ,es folgte ihm viel ,volkes nach1 und er heilte sie daselbst4 ,gebrechliche aller ,art haben sich zu seinen ,fen gelagert1 und weitere kommen herbei oder werden herbeigebracht1 wenn sie selbst sich nicht mehr schleppen knnen4 ,man hrt die ,bitten der fr sich oder fr die ,ihrigen in glubigem ,vertrauen um ,hilfe ,flehenden1 und man kann nicht zweifeln1 da ihnen allen geholfen wird4 ,die armen ,kranken fllen die rechte ,hlfte des ,bildes aus2 man ahnt1 da durch die ,thrffnung1 die man da sieht1 noch viele herbeikommen werden4 ,an der anderen ,seite des ,bildes gewahren wir neben den ,jngern1 die mit den ,blicken am ,munde ihres ,meisters hngen und mit schlichter ,einfalt seine ,worte erfassen1 eine ,schar von ,mnnern ganz anderer ,art1 in weite ,gewnder stattlich gekleidet1 mit dem ,ausdruck des ,selbstbewutseins und des ,weisheitsdnkels auf den ,gesichtern2 mit lebhaften ,mienen und ,gebrden reden sie untereinander und knnen sich nicht einigen4 ,das sind die ,phariser1 die herangetreten waren1 um ,jesus zu versuchen4 ,was sie erregt1 ist der eben vernommene ,ausspruch1 der ihre ,angriffe abgeschnitten hat3 ,das ,wort fasset nicht jedermann1 sondern denen es gegeben ist4 ,mit den ,worten3 ,wer es fassen kann1 der fasse es6 hat der ,heiland sie stehen lassen1 um sich einer ,gruppe zuzuwenden1 die ihm vom ,vordergrunde her naht4 ,da wurden ,kindlein zu ihm gebracht1 da er die ,hnde auf sie legte und betete4 ,einer der ,jnger -- die herkmmliche ,tracht von ,haar und ,bart lt ihn als ,petrus erkennen -- will die junge ,frau1 die ihren ,sugling zu ,jesus emporhebt1 unwillig zurckschieben4 ,jesus aber streckt ihr seine ,rechte entgegen1 und indem er die andere ,hand beschwichtigend erhebt1 spricht er mit himmelsmildem ,blick die ,worte3 ,lasset die ,kindlein und wehret ihnen nicht1 zu mir zu kommen6 ,zwischen der ,gruppe der ,mtter und den ,pharisern sehen wir einen jungen ,mann mit langen ,locken1 in reicher1 mit ,stickereien verzierter ,kleidung1 am ,boden sitzen2 nachdenklich sttzt er sein ,gesicht in die ,hand4 ,das ist der reiche ,jngling1 den die ,frage bewegt1 was er thun soll1 um das ewige ,leben zu haben1 und der1 um diese ,frage an ,jesus zu stellen1 auf dessen ,weggehen aus der umgebenden ,menge wartet4 ,damit ist in dem ,bilde auch auf das1 was dem unmittelbar zur ,anschauung ,gebrachten nach dem ,bericht des ,evangelisten folgt1 ein ,hinweis gegeben4 ,die ganze1 an ,inhalt in ,beziehungen und ,gegenstzen so reiche ,darstellung ist ein ,meisterwerk des ,ausdrucks1 wie es nichts ,vollkommeneres gibt1 und in der ,poesie des ,lichtes hat ,rembrandt hier sein ,hchstes geleistet4 ,das ist mehr als ,sonnenlicht1 was hier die ,gestalten fast schattenlos einhllt und dort seinen weichen ,wiederschein voraussendet in die ,gruppen derer1 die aus dem ,dunkel herauskommen2 es ist das ,licht der ,erlsung1 das in die ,nacht des menschlichen ,daseins scheint 7,abb4 #ach74 ,das ,blatt war von jeher das berhmteste unter allen ,radierungen ,rembrandts4 ,es fhrt von alters her die ,bezeichnung das ,hundertguldenblatt4 ber die ,entstehung dieser ,bezeichnung wird folgendes erzhlt3 ,eines ,tages kam ein ,kupferstichhndler aus ,rom und bot ,rembrandt einige ,stiche von ,marcantonio ,raimondi zum ,kauf an1 fr die er zusammen hundert ,gulden forderte2 da bot ihm ,rembrandt als ,bezahlung fr die ,stiche einen ,abdruck dieses eben fertig gewordenen ,blattes an1 und der ,verkufer ging auf den ,handel ein1 sei es nun -- fgt der ,gewhrsmann hinzu --1 da er dadurch ,rembrandt sich verpflichten wollte1 sei es1 da er wirklich mit dem ,tauschgeschft zufrieden war4 ,heute ist die ,bezeichnung ,hundertguldenblatt nicht mehr ganz zeitgem1 denn bei einer ,versteigerung im ,jahre #ahfg erzielte ein schner ,abdruck des ,blattes den ,preis von #bgejj ,francs4 ,illustration3 ,abb4 #acd4 ,kopf des ,nikolaas ,bruyningh1 aus dem ,gemlde von #afeb4 ,in der knigl4 ,galerie zu ,kassel4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ace4 ,der ,knabe ,jesus im ,tempel4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,eine ,anzahl von ,meisterwerken der ,radierkunst trgt die ,jahreszahl #afed4 ,da ist vor allem das durch die reizvolle ,einfachheit des ,vortrags doppelt ansprechende ,blatt1 welches den von dem ,meister schon so oft behandelten ,gegenstand der ,erscheinung des ,erlsers in ,emmaus in neuer knstlerischer ,schnheit wiederbringt4 ,wie auf dem ,gemlde von #afdh hat der ,knstler auch hier1 in gebhrender ,unterordnung1 aber in einer fr die innere und fr die uere ,abrundung des ,ganzen nicht unwesentlichen ,bedeutung1 den aufwartenden ,diener hinzugefgt2 der mit der ,wirtsschrze bekleidete ,bursche schickt sich eben an1 die ,kellertreppe hinabzusteigen1 hlt aber pltzlich inne1 da er gewahrt1 da bei den ,gsten etwas ,merkwrdiges vor sich geht1 fr das ihm die ,erklrung fehlt2 ihm ist es natrlich unfabar1 warum die beiden den dritten1 der doch als ihresgleichen mit ihnen gekommen war1 mit solcher ,ergriffenheit anstaunen1 in dem ,augenblick1 wo er jedem von ihnen mit milder ,freundlichkeit ein ,stck ,brot darreicht 7,abb4 #adj74 -- ,ein sehr sorgfltig ausgefhrtes ,blatt zeigt uns den heiligen ,hieronymus1 wie er an einem stillen ,pltzchen im ,freien sitzend sich in das ,lesen der ,bibel vertieft4 ,das ist wieder ein ,meisterwerk der ,stimmung2 wir empfinden die feiertgliche ,ruhe1 den heiligen ,frieden dieser sonnigen ,einsamkeit1 und wir wrden uns einen hohen ,kunstgenu unntigerweise verkrzen1 wenn wir daran ,ansto nehmen wollten1 da der ,lwe1 der sich so behaglich in der ,sonne reckt1 in seinen ,formen etwas drftig geraten ist 7,abb4 #ada74 ,rembrandt verschmhte es auch jetzt nicht1 ,figuren aus dem ,alltagsleben auf die ,kupferplatte zu skizzieren4 ,ein unter dem ,namen das ,kolef 7,kolbenspiel7 bekanntes ,blatt1 welches weniger dieses im ,freien gebte ,spiel1 als einen in behbiger ,nichtbeteiligung dabei sitzenden ,mann zum ,gegenstand hat1 eine in schnellen ,zgen hingeworfene ,abschrift der ,natur1 trgt die ,jahreszahl #afed4 ,auch das kstliche ,bildchen1 welches1 gleich ansprechend durch die unmittelbare ,lebenswahrheit wie durch die malerische ,wirkung1 uns ein paar arme wandernde ,musikanten vorfhrt1 die im ,vorraum eines ,hauses1 von dem aus der ,stube kommenden ,licht beleuchtet1 mit ,leierkasten und ,dudelsack einem ,bauernpaar und dessen dickem ,sprling einen bescheidenen ,kunstgenu bereiten1 mag dieser ,zeit angehren 7,abb4 #adb74 ,wenigstens werden wir aufs lebhafteste an diese ,musikanten erinnert beim ,anblick des alten ,hirten mit dem ,dudelsack1 der seine ,genossen in der heiligen ,nacht vor die ,krippe zu ,bethlehem fhrt1 auf einem in der ,ausfhrung nur derb hingestrichelten1 in der ,empfindung aber hochvollendeten1 im ,gedanken und in der ,wirkung so wunderbar poetischen ,blatt 7,abb4 #adc74 ,da dieses im ,jahre #afed entstanden ist1 beweist die ,jahreszahl auf einem gleich groen1 offenbar als ,gegenstck dazu in ganz gleichartiger ,behandlung ausgefhrten ,blatt1 welches die ,beschneidung des ,jesusknaben vorstellt4 ,zu einem in spanischer ,sprache geschriebenen ,buche des ,manasseh-ben-,israel1 welches unter dem ,titel ,piedra gloriosa im folgenden ,jahre zu ,amsterdam erschien1 radierte ,rembrandt vier ,kupfer1 welche in kleinstem ,mastab groartige ,darstellungen1 wie ,jakobs ,traum von der ,himmelsleiter und das ,gesicht des ,propheten ,hesekiel1 brachten4 ,illustration3 ,abb4 #acf4 ,christus vor ,kaiphas4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #acg4 ,abraham vor ,gott und den zwei ,engeln4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,unter den ,gemlden von #afed befindet sich eins1 das zu den schnsten ,schpfungen des ,meisters gehrt3 ,joseph wird bei ,potiphar von dessen ,frau verklagt1 im ,berliner ,museum4 ,das ,weib sitzt neben dem hell beleuchteten ,bett1 und whrend sie mit der ,linken den halbentblten ,busen zu verhllen sucht1 deutet sie mit dem ,daumen der rechten ,hand auf ,joseph1 der im ,gefhl seiner ,unschuld aufwrts blickt und die ,hand beteuernd emporhebt2 sie vermeidet es1 beim ,vorbringen ihrer erlogenen ,anschuldigung den ,gatten anzusehen1 der hinter ihr steht und seine aufkeimende ,entrstung ber ,joseph noch hinter der ,miene vornehmer ,gelassenheit und ernsten ,erwgens verbirgt4 ,in der ,farbenwirkung hat ,rembrandt hier ,wunderbares1 im ,ausdruck ,unglaubliches geleistet2 nein1 wie die ,frau lgt6 war die erste uerung eines feinfhligen und unbefangenen ,kunstfreundes beim ,anblick dieses ,bildes4 ,verfhrerische ,reize besitzt diese ,frau nach unseren ,anschauungen allerdings nicht4 ,rembrandt hat in zwei ,gemlden des nmlichen ,jahres1 von denen das eine in ganz schlichtem ,realismus eine junge ,frau im ,bade zeigt 7in der ,londoner ,nationalgalerie71 das andere 7im ,louvre7 die ,bathseba darstellt1 wie sie1 eben dem ,bade entstiegen1 mit widerstreitenden ,gefhlen die ,botschaft ,davids liest1 auffallender noch als in den gleichartigen ,gemlden der dreiiger ,jahre bewiesen1 da er fr weibliche ,formenschnheit keinen ,sinn hatte4 ,aber in seiner ,weise1 durch den ,reiz der ,farbe wute er die unverhllte ,frauengestalt zu verherrlichen4 ,die ,zge des nmlichen ,modells1 das zu diesen beiden ,bildern die ,anregung gegeben hat1 erkennt man in dem ,brustbild einer jungen ,frau1 das als eins der allergrten ,meisterwerke der gesamten ,malerei einen ,ehrenplatz im ,salon carr des ,louvre einnimmt und ebenbrtig neben ,leonardo da ,vincis weltberhmter ,gioconda hngt4 ,die ,galerie zu ,kassel besitzt von #afed ein eigentmlich dsteres ,gemlde1 das unter dem ,namen die ,wache bekannte lebensgroe ,bildnis 7,kniestck7 eines mit eisernem ,vollharnisch bepanzerten ,mannes1 der sich mit beiden ,hnden auf einen ,speer sttzt und finster zur ,seite blickt4 ,eine gewisse ,dsterheit wird ungefhr seit dieser ,zeit in ,rembrandts ,gemlden vorherrschend2 der goldige ,ton verdunkelt sich hufig zu einem tiefen ,braun1 aus welchem die ,zauberlichter des ,meisters um so wirkungsvoller hervorleuchten4 ,augenflliger noch ist eine ,vernderung der ,vortragsweise3 die handsichere ,breite der ,behandlung geht in eine eigentmliche malerische ,weichheit ber1 welche die scharfen ,umrisse der ,gegenstnde zu verwischen liebt1 ohne da diese dadurch von ihrer ,bestimmtheit einbten4 ,illustration3 ,abb4 #ach4 ,christus ,kranke heilend und die ,kinder zu sich rufend4 ,radierung1 bekannt unter dem ,namen das ,hundertguldenblatt4 ,illustration3 ,abb4 #aci4 ,christus predigend4 ,radierung4 ,illustration3 ,abb4 #adj4 ,christus und die ,jnger in ,emmaus4 ,radierung von #afed4 ,diese ,art der malerischen ,auffassung und ,behandlung stimmt in der vortrefflichsten ,weise mit der innerlichen ,auffassung berein bei mehreren1 gerade dieser ,zeit angehrigen ,bildern alter ,leute4 ,die ,petersburger ,galerie besitzt fnf ,bildnisse von ,greisen und ,greisinnen1 die mit der ,jahreszahl #afed bezeichnet sind4 ,darunter sind namentlich zwei weibliche ,halbfiguren bemerkenswert durch die weiche ,stimmung einer durch inneren ,frieden verklrten ,lebensmdigkeit1 die den unter dunkelen ,kopftchern hervorblickenden welken ,gesichtern etwas eigentmlich ,rhrendes verleiht 7,abb4 #add74 ,auch in anderen ,sammlungen gibt es hnlich empfundene ,bildnisse alter ,frauen2 es pat zu dem vergeistigten ,ausdruck der betagten ,matrone1 wenn sie sich in das ,lesen der ,bibel versenkt 7,abb4 #ade74 ,gewhnlich fhren diese ,gemlde die ,bezeichnung ,rembrandts ,mutter4 ,die liebevolle ,auffassung macht diese ,namensgebung erklrlich1 deren ,irrigkeit sich1 abgesehen von der nicht vorhandenen hnlichkeit mit den frheren ,portrts der ,mutter ,rembrandts1 aus der ,entstehungszeit der ,bilder ergibt4 ,ein ,selbstbildnis des ,meisters aus dem ,jahre #afed 7oder #afee1 die letzte ,ziffer ist nicht ganz deutlich71 ebenfalls in dunkelem ,ton gehalten1 befindet sich in der ,gemldegalerie zu ,kassel4 ,dieses ,bild mit den umdsterten ,zgen lt uns erkennen1 da ,rembrandt damals schon ber seine ,jahre hinaus gealtert war4 ,aber seine ,schaffenskraft bewahrte ihre unverwstliche ,frische4 ,illustration3 ,abb4 #ada4 ,der heilige ,hieronymus4 ,radierung von #afed4 ,mehrere prchtige ,radierungen hat ,rembrandt im ,jahre #afee der ,leidensgeschichte ,christi gewidmet4 ,wie ,pilatus den gefesselten ,dulder von der ,terrasse des ,amtsgebudes dem schreienden1 hhnenden ,volke darstellt1 hat er in einem ergreifenden ,blatte geschildert1 das durch die ,eigentmlichkeit der ,ausfhrung -- die ,figuren sind fast nur mit meisterhaften ,umrilinien gezeichnet1 dazwischen stehen hier und da1 namentlich in der ,architektur1 einige fast schwarze ,schatten -- eine seltsam packende ,wirkung ausbt4 ,ein figurenreiches ,blatt von wunderbar groartiger1 traumhafter ,lichtwirkung zeigt den ,erlser am ,kreuz zwischen den beiden ,schchern1 von ,fluten himmlischen ,lichtes verklrt1 ein ,gegenstand spottenden oder gleichgltigen ,gesprchs fr die ,menge1 die sich anschickt1 den ,richtplatz zu verlassen1 mit namenlosem1 erschtterndem ,schmerz von seinen ,getreuen beklagt und von dem ergriffen aufs ,knie gesunkenen heidnischen ,hauptmann angebetet4 ,die ,krone dieser ,darstellungen aber ist die ,kreuzabnahme1 vielleicht die poetischste von allen ,schpfungen ,rembrandts4 ,das ,blatt fhrt den ,beinamen mit der ,fackel1 weil das helle ,licht1 das sich auf dem bereits herabgenommenen und in einem untergebreiteten ,leintuch getragenen ,leichnam und seiner nchsten ,umgebung sammelt1 hier eine natrliche ,erklrung in einer herzugehaltenen ,fackel findet2 im ,vordergrunde1 auf dem von zertretenem ,grase bedeckten1 taufeuchten ,boden breitet ,joseph von ,arimathia ein zweites ,leintuch ber die bereit stehende ,bahre4 ,die ,nacht ist vollstndig finster1 nur die hchstgelegenen ,gebude von ,jerusalem schimmern in der ,ferne in einer matten ,helligkeit1 deren ,quelle uns verborgen bleibt 7,abb4 #adf74 -- ,die ,beschftigung mit dem ,opfertode des ,christus mag den ,meister veranlat haben1 auch dessen altes ,vorbild1 die ,opferung ,isaaks1 wieder einmal zu verbildlichen4 ,er hat den ,augenblick gewhlt1 wie ,abraham1 der ,kopfbedeckung und ,mantel abgelegt hat1 mit der einen ,hand seinem ,knaben1 der entkleidet dakniet und sich geduldig wie ein ,lamm1 mit opferwillig vorgestrecktem ,halse ber das ,knie des ,vaters legt1 die ,augen zuhlt und mit dem gezckten ,messer in der anderen ,hand sich eben anschickt1 das ,schwerste zu vollbringen und das ,blut seines geliebten ,kindes in das am ,boden stehende ,becken flieen zu lassen2 aber in diesem ,augenblicke ist in einem ,lichtstrahle1 der den ,wolkendampf der ,bergeshhe durchbricht1 ein ,engel herniedergeflogen und fllt dem ,patriarchen von hinten in die ,arme4 ,unter dem rechten ,flgel des ,engels gewahrt man im ,dunkelen den ,widder1 der sich mit den ,hrnern im ,gestruch verfangen hat2 seitwrts werden am ,bergesabhange der ,esel und die beiden ,knechte1 die hier zurckgeblieben sind1 sichtbar1 und ganz in der ,ferne erblickt man zwei ,mnner1 welche den ,hang des gegenberliegenden ,berges beschreiten 7,abb4 #adg74 ,illustration3 ,abb4 #adb4 ,wandernde ,musikanten4 ,radierung4 ,im folgenden ,jahre schpfte ,rembrandt aus der ,geschichte ,abrahams eine merkwrdige ,darstellung der ,bewirtung der drei ,himmlischen durch ,abraham4 ,der ,patriarch1 der die ,weinkanne bereit hlt1 um seine berirdischen ,gste zu bedienen1 horcht mit demtiger ,verneigung auf die ,worte des ,herrn1 der in der ,gestalt eines ehrwrdigen ,greises an seinem ,tische ,platz genommen hat2 die beiden ,begleiter ,jehovahs sind durch ,fittiche als ,engel gekennzeichnet1 aber sie sind nicht in der sonst blichen und auch von ,rembrandt frher gebrauchten ,weise als ,jnglinge1 sondern als gereifte ,mnner dargestellt1 und diese ,verbindung von brtigen ,gesichtern und ,engelsflgeln hat fr uns etwas gar ,befremdliches2 in der ,schrift ist allerdings von ,mnnern und nicht von ,jnglingen die ,rede4 ,hinter der ,hausthr horcht ,sara verstohlen und lchelt unglubig ber die ,verheiung eines ,sohnes2 vor der ,hausthr aber bt sich ,hagars ,sohn ,ismael1 der zuknftige ,stammvater der ,araber1 im ,bogenschieen 7,abb4 #adh74 ,eine seiner meisterhaftesten ,portrtradierungen lie ,rembrandt #afef in dem unbertrefflich malerischen und lebenswahren ,bildnis des berhmten ,goldschmieds ,janus ,lutma aus ,groningen entstehen1 das uns einen freundlichen alten ,herrn zeigt1 der1 von ,gerten seines ,gewerbes umgeben1 behaglich im ,lehnstuhl sitzt 7,abb4 #adi74 -- ,in dem nmlichen ,jahre malte der ,meister seinen alten ,freund ,six in einem ,prachtbildnis ab1 das sich heute noch im ,besitz von dessen ,nachkommen zu ,amsterdam befindet4 ,ein nicht minder berhmtes ,portrt ist dasjenige des ,dr4 ,tholinx in einer ,pariser ,privatsammlung4 ,diese ,persnlichkeit bildete ,rembrandt etwas spter auch in einer dem ,bilde ,lutmas ebenbrtigen ,radierung ab1 von der es erwhnt sein mag1 da im ,jahre #ahhc in ,england fr einen ,abdruck die ,summe von #cggej ,francs1 wohl der hchste ,preis1 den jemals ein ,kupferstich erzielt hat1 bezahlt wurde4 -- ,fr die vernderte ,malweise ,rembrandts ist das schne ,bild eines nachdenklich dasitzenden ,architekten1 in der ,galerie zu ,kassel1 sehr bezeichnend1 welches die weiche ,behandlung auch in der photographischen ,verkleinerung noch deutlich wahrnehmen lt 7,abb4 #aej74 ,illustration3 ,abb4 #adc4 ,die ,geburt ,jesu4 ,radierung4 ,die ,kasseler ,galerie besitzt aus dem nmlichen ,jahre #afef ein in lebensgroen ,figuren ausgefhrtes biblisches ,gemlde1 das gleich ausgezeichnet ist durch die milde ,schnheit der das ,ganze in weichen ,tnen berziehenden ,farbe und durch die groartige ,einfachheit1 mit welcher hier ein ,stck patriarchalischen ,familienlebens geschildert ist3 ,jakob segnet seine ,enkel4 ,der ehrwrdige ,greis liegt unter einer mattroten ,bettdecke1 deren stumpfe ,farbe den graugoldigen ,ton des brigen ,bildes wunderbar hervorhebt2 er ist mit einer hellen ,jacke und einem wei und gelben ,mtzchen bekleidet2 ber die frstelnden ,schultern hat man ihm einen ,mantel von ,fuchspelz gelegt1 als er sich mit noch einmal zusammengerafften ,krften aufrichtete4 ,sein ,sohn ,joseph1 dessen ,haupt ein groer ,turban bedeckt1 steht neben ihm2 er untersttzt ihn und versucht ehrfrchtig und schonend die ,hand des dem ,tode nahen ,greises vom ,haupt des blondlockigen ,ephraim1 der mit verstndnisvoller ,ehrfurcht den ,segen empfngt1 auf dasjenige des dunkelhaarigen ,erstgeborenen ,manasseh hinberzufhren4 ,josephs ,gattin ,asnath1 mit einem olivenfarbigen ,kleide1 mit ,haube und ,schleier bekleidet1 steht daneben2 sie lt ihre ,augen zrtlich auf den ,kindern ruhen und scheint zugleich1 den ,verheiungsworten ,jakobs folgend1 in eine ferne ,zukunft zu schauen 7,abb4 #aea74 ,die ,zge dieser ,frau1 die hier ein so schner ,ausdruck verklrt1 haben eine hnlichkeit mit dem erwhnten ,frauenbildnis im ,salon carr des ,louvre1 und es wird vermutet1 da wir hier das ,bildnis der ,persnlichkeit vor uns haben1 die damals ,rembrandt am nchsten stand4 ,illustration3 ,abb4 #add4 ,bildnis einer alten ,frau1 gemalt im ,jahre #afed4 ,in der kaiserl4 ,gemldesammlung der ,ermitage zu ,petersburg4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ade4 ,bildnis einer alten ,frau4 ,in der ,sammlung des ,herzogs von ,buccleugh zu ,london4 7,nach einem ,schabkunstblatt von ,james ,mc4 ,ardell47 ,die ,einsamkeit des huslichen ,herdes nach dem ,tode ,saskias mochte dem ,meister allmhlich unertrglich werden4 ,mit der alten ,amme1 welcher die ,erziehung des heranwachsenden ,titus berlassen blieb1 hatte er ble ,erfahrungen gemacht1 er hatte die ,gerichte zu ,hilfe nehmen mssen1 um sich ihrer ,anmalichkeit zu entledigen4 ,im ,herbst #afdi hatte er dann ,hendrikje ,stoffels1 ein junges ,mdchen von buerlicher ,abkunft1 das statt der ,namensunterschrift nur drei ,kreuzchen machen konnte1 in sein ,haus genommen2 allmhlich trat diese dem ,herzen ,rembrandts nher1 und bald durfte sie sich als die ,nachfolgerin ,saskias in dem stattlichen ,hause der ,breestraat betrachten4 ,illustration3 ,abb4 #adf4 ,christi ,abnahme vom ,kreuz 7zubenannt mit der ,fackel74 ,radierung von #afee4 ,wie es in diesem ,hause aussah1 darber gibt uns ein urkundliches ,schriftstck aus dem ,jahre #afef genaue ,auskunft4 ,schon im ,flur waren die ,wnde mit ,gemlden bedeckt1 darunter viele ,studien -- ,landschaften1 ,tiere1 ,kpfe und anderes -- von der ,hand des ,meisters1 mehrere ,genrebilder von ,rubens' berhmtem ,schler ,adriaan ,brouwer und ,landschaften von ,jan ,lievensz und ,hercules ,seghers2 auerdem sah man da ,kinderfiguren in ,gips und eine ,gipsbste2 die ,sthle waren zum ,teil mit schwarzen ,kissen bedeckt1 zum ,teil mit ,leder bezogen4 ,im ,vorzimmer hingen einige fnfzig ,bilder1 neben ,werken von ,rembrandt und verschiedenen zeitgenssischen hollndischen und vlmischen ,malern auch solche italienischen ,ursprunges1 eines von ,palma ,vecchio und eines1 das dem ,raffael zugeschrieben wurde2 unter den eigenen ,werken des ,meisters zeichnete sich hier eine in reichem ,goldrahmen prangende groe ,kreuzabnahme aus4 ,ein ,spiegel in ,ebenholzrahmen1 ein ,tisch von ,nubaumholz mit einem kostbaren ,teppich1 sieben spanische ,sthle mit grnen ,sammetkissen und ein marmornes ,khlbecken vervollstndigten die ,einrichtung des ,vorzimmers4 ,ein anstoendes ,zimmer war einfacher eingerichtet1 an den ,wnden aber gleichfalls mit ,gemlden geschmckt2 neben ,bildern und ,skizzen von der ,hand des ,hausherrn und seiner ,zeitgenossen hingen da auch ,werke der alten niederlndischen ,meister1 von van ,eyck war der ,kopf eines alten ,mannes da2 ferner ,kopien nach ,annibale ,caracci und ,kopien nach ,rembrandt1 die letzteren wohl ,arbeiten1 die seine ,schler ihm verehrt hatten4 ,in dem sogenannten ,saal prangten zwischen den niederlndischen ,bildern1 von denen die meisten wieder von ,rembrandt selbst1 eines von seinem ,lehrer ,lastmann war1 ,werke von ,giorgione und ,raffael2 der ,tisch war von ,eichenholz1 der ,tischteppich war gestickt1 die ,sthle mit blauen ,kissen bedeckt4 ,hier stand auch das ,bett1 mit blauen ,vorhngen umzogen2 ein ,wscheschrank von ,cedernholz und eine aus demselben ,holz angefertigte ,wschemangel bekundeten1 da hier das ,bereich der ,frau vom ,hause war4 ,ein besonderer ,raum war das ,kunstkabinett4 ,da sah man ,standbilder und ,kopfe rmischer ,kaiser1 vielleicht auch den einen oder anderen wirklich antiken ,kopf1 neben indischen ,gefen und chinesischen ,porzellanfiguren1 eine eiserne ,rstung und mehrere ,helme1 auch einen japanischen ,helm und ,gertschaften wilder ,vlker1 ferner ,erdkugeln1 mineralische und zoologische ,gegenstnde1 sowie eine ,anzahl von ,gipsabgssen nach dem ,leben1 darunter den ,abgu eines ,negers4 ,auf einem ,gestell befanden sich eine ,menge von ,muscheln und ,seegewchsen1 ,naturabgsse und viele andere ,kuriositten4 ,da waren mancherlei ,waffen1 ein kostbarer1 mit ,figuren geschmckter eiserner ,schild1 eine ,totenmaske des ,prinzen ,moritz von ,oranien und die plastische ,gruppe eines ,lwen mit einem ,stier4 ,auch eine geschnitzte und vergoldete ,bettstelle stand da4 ,den reichsten ,schatz aber bargen die ,mappen4 ,mehrere ,mappen waren ganz mit ,kupferstichen von ,rembrandts berhmtem ,landsmann ,lukas von ,leiden angefllt1 andere mit den ,stichen ,marcantonios nach ,raffael2 eine enthielt die ,werke des ,andrea ,mantegna1 eine andere die ,holzschnitte und ,kupferstiche ,lukas ,cranachs1 ein ganzer ,schrank war mit den ,werken von ,martin ,schongauer1 ,israel von ,meckenen1 ,hans ,brosamer und ,holbein gefllt2 ,stiche nach fast allen ,bildern ,tizians und nach den ,schpfungen ,michelangelos waren gesammelt4 ,man sieht1 ,rembrandt kannte die groen ,meister der ,renaissance ganz genau1 aber er war zu selbstndig1 um sich von ihnen beeinflussen zu lassen4 ,er besa eine ,sammlung von ,abbildungen der rmischen ,baudenkmler1 die er doch gar nicht in seinen ,schpfungen verwertete2 eher mgen die gleichfalls in einer ,mappe vereinigten ,bilder aus dem ,morgenlande1 welche ,melchior ,lorch und andere gestochen hatten1 gelegentlich von ihm benutzt worden sein1 freilich auch nur sozusagen ganz von weitem und in der freiesten ,weise4 ,die ,zahl der ,mappen1 in denen er weitere ,stiche von und nach berhmten frheren und gleichzeitigen ,meistern der ,niederlande und ,italiens bewahrte1 war auerordentlich gro2 ,rembrandt kannte und schtzte die ,werke seiner ,zeitgenossen1 so verschieden ihre ,weise auch von der seinigen sein mochte4 ,illustration3 ,abb4 #adg4 ,abrahams ,opfer4 ,radierung von #afee4 ,illustration3 ,abb4 #adh4 ,abraham bewirtet ,jehovah4 ,radierung von #afef4 ,ein ,teil des ,kupferstichkabinetts war nicht in ,mappen untergebracht1 sondern lag in indischen und chinesischen ,krbchen zur bequemen ,besichtigung auf4 ,natrlich fehlten auch ,rembrandts eigene ,radierungen nicht in der ,sammlung2 die ,stiche des van ,vliet nach ,rembrandts ,gemlden nahmen einen besonderen ,schrank ein4 ,zu den ,stichen kamen die ,handzeichnungen1 die sorgfltig geordneten ,studien und ,entwrfe des ,meisters selbst1 ,studien von ,lastmann1 nach der ,herstellungsart1 ob ,federzeichnungen oder ,rtelzeichnungen1 gesondert1 und solche von anderen ,meistern4 ,in diesem ,kunstkabinett1 das noch manche andere ,dinge1 einen ,schrein voll ,teller1 eine ,sammlung ,fcher1 einen ausgestopften ,paradiesvogel und sonstige bunte ,sachen enthielt1 befand sich auch ,rembrandts ,bibliothek2 diese war nicht gro3 eine alte ,bibel1 das ,trauerspiel ,medea von ,six1 ,drers ,proportionslehre1 mehrere ,bcher in hochdeutscher ,sprache1 die wohl nur um ihrer ,holzschnitte willen da waren1 und fnfzehn nicht nher bezeichnete ,bnde4 ,im ,vorzimmer des ,kunstkabinetts sah man wieder mancherlei ,bilder und plastische ,bildwerke1 auch eingerahmte ,stiche4 ,mit diesem ,raum stand die ,werkstatt1 die aus einem kleinen und einem groen ,atelier bestand1 in ,verbindung4 ,das erstere zerfiel in mehrere ,abteilungen1 die in verschiedenartiger ,weise ausgestattet waren2 die erste war mit alten ,arkebusen und ,blasrohren geschmckt1 die zweite mit ,bchsen und mit ,bogen und ,pfeilen1 ,wurfspieen und ,keulen aus ,indien2 die dritte enthielt ,trommeln und ,pfeifen1 die vierte ,gipsabgsse von ,hnden und ,kpfen1 auerdem eine ,harfe und einen trkischen ,bogen2 die fnfte umschlo auer ,naturabgssen1 ,bogen1 ,armbrsten1 alten ,helmen und ,schilden eine ,sammlung von ,hirschgeweihen1 ferner eine ,anzahl von ,standbildern und ,bsten1 die zum ,teil als antik galten1 eine kleine ,kanone1 eine ,sammlung von alten bunten ,stoffen1 sieben ,saiteninstrumente und zwei kleine ,gemlde von ,rembrandt4 ,in dem groen ,atelier befanden sich ,hellebarden1 ,degen und indische ,fcher1 vollstndige indische ,kleidungen1 eine hlzerne ,trompete1 ein groer ,helm und fnf ,brustharnische1 ein ,bild mit zwei ,mohren von ,rembrandt und eine ,kinderfigur -- es ist nicht gesagt1 ob eine gemalte oder eine plastische -- von ,michelangelo4 ,der ,flur vor dem ,atelier war mit zwei ,lwenfellen1 einem groen ,bilde1 welches ,diana vorstellte1 und einer ,naturstudie nach einer ,rohrdommel geschmckt4 ,zehn grere und kleinere ,gemlde des ,meisters zierten ein kleines ,zimmer1 in dem ein hlzernes ,bett stand4 -- ,was sich in der ,kche und im ,gange befand1 drfte den ,leser wenig interessieren4 ,illustration3 ,abb4 #adi4 ,janus ,lutma1 berhmter ,goldschmied zu ,groningen4 ,radierung von #afef4 ,es ist eine traurige ,urkunde1 der wir diesen ,einblick in das ,innere von ,rembrandts ,wohnung verdanken4 ,es ist das von der ,insolventenkammer behufs ffentlicher ,versteigerung aufgenommene ,verzeichnis der beweglichen ,habe des ,meisters4 ,rembrandt mu zu allen ,zeiten bedeutende ,einnahmen gehabt haben2 er selbst sagte zur ,zeit seiner ,ehe mit ,saskia1 als er der ,verschwendung beschuldigt wurde1 gerichtlich aus1 da er berreichlich mit ,gtern versehen sei4 ,aber er gab das ,geld mit vollen ,hnden aus2 als ,saskia nicht mehr da war1 um ,juwelen ber ,juwelen von ihm zu empfangen1 verschlang der ,sammeleifer des ,kunstliebhabers alle ,einnahmen des ,knstlers2 auch das nicht unbetrchtliche ,vermgen1 welches ,saskia hinterlassen hatte1 reichte nicht aus4 ,seit ,beginn des ,jahres #afec hatte ,rembrandt mehrere grere ,summen geliehen1 die er nicht zur ,zeit zurckgeben konnte1 und so brach im ,sommer #afef das ,verhngnis ber ihn herein1 da er fr zahlungsunfhig erklrt wurde4 ,als ,rembrandt die ,unvermeidlichkeit dieses ,ereignisses vor sich sah1 im ,mai #afef1 bertrug er das ,eigentumsrecht an seinem ,hause seinem noch minderjhrigen ,sohne ,titus1 um diesen1 dem die ,hlfte von ,saskias ,vermchtnis zukam1 wenigstens einigermaen sicher zu stellen4 ,aber nachdem gegen ,ende #afeg der grte ,teil der beweglichen ,habe ,rembrandts und in einer zweiten ,versteigerung einige ,zeit nachher der noch brige ,teil seiner ,zeichnungen und ,stiche verkauft worden war1 wurde im ,januar #afeh auch sein ,haus versteigert4 ,dies fhrte zu langwierigen ,prozessen zwischen dem ,vormund des jungen ,titus und den ,glubigern ,rembrandts4 ,erst im ,jahre #affe wurde diese ,sache endgltig zu ,gunsten des ersteren entschieden1 und im ,november #affe kam ,titus van ,ryn in den vollstndigen ,besitz des ,vermgens1 das ihm als mtterliches ,erbteil zustand4 ,als ,rembrandts ,haus ausgeleert wurde1 suchte er mit ,titus1 ,hendrikje und einem ,tchterchen ,cornelia1 welches diese ihm im ,oktober #afed geschenkt hatte1 im ,gasthof ,zur ,kaiserkrone ,unterkommen1 und in eben diesem ,gasthaus fand die ,versteigerung seiner ,habe statt4 ,um dem ,meister die ,mglichkeit zu verschaffen1 so sorglos1 wie es unter diesen ,umstnden mglich war1 seiner ,arbeit zu leben1 fing ,hendrikje in ,gemeinschaft mit ,titus1 der sich anfnglich ohne groen ,erfolg auf die ,malerei gelegt hatte1 einen ,handel mit ,bildern1 ,kupferstichen1 ,holzschnitten und ,kuriositten an4 ,am #ae4 ,dezember #affj wurde diese ,geschftsvereinigung in aller ,form vor einem ,notar und zwei ,zeugen abgeschlossen und dabei ausdrcklich erklrt1 da ,rembrandt ohne ,entschdigung fr ,kost und ,wohnung bei den ,geschftsinhabern1 denen er sich nach ,mglichkeit ntzlich machen werde1 bleiben solle4 ,unter so beklagenswerten ,verhltnissen verlor ,rembrandt weder den ,schaffensmut noch die ,schaffenskraft4 ,in dem ,zimmer eines ,gasthofes1 wo er kmmerlich auf ,borg lebte -- die ,rechnung der ,kaiserkrone1 welche #affj bezahlt wurde1 ist noch vorhanden --1 spter in ,mietswohnungen1 die er immer nach kurzer ,zeit wechselte1 alles dessen beraubt1 was sonst seiner ,werkstatt ,behaglichkeit und ,schmuck verliehen hatte1 fuhr er fort1 die herrlichsten ,werke zu schaffen4 ,in dem verhngnisvollen ,jahre #afef malte er auer den schon erwhnten ,bildern noch ein ,gegenstck zu seinem frheren ,anatomiebild fr die ,chirurgengilde2 leider ist dieses ,gemlde im vorigen ,jahrhundert bei einem ,brand zu ,grunde gegangen1 bis auf ein kleines und beschdigtes ,bruchstck1 das im ,amsterdamer ,museum aufbewahrt wird4 ,ferner gehrte eine ,verleugnung ,petri in der ,ermitage zu ,petersburg wahrscheinlich diesem ,jahre an4 ,im folgenden ,jahre entstand ein wirkungsvolles ,prachtbild1 die in der ,sammlung des ,buckinghampalastes befindliche ,anbetung der drei ,weisen4 ,maria sitzt demtig und bescheiden vor der ,htte und hlt das von himmlischem ,lichte hell bestrahlte ,kind dem ltesten der drei ,knige entgegen1 der mit zwei ,gefolgsleuten niedergekniet ist und seine ,gabe darreichend die ,stirn gegen des ,kindes ,fe senkt4 ,joseph hlt sich ganz bescheiden im ,schatten unter dem ,strohdach des ,stalles4 ,der zweite ,knig nimmt aus den ,hnden eines ,pagen1 dem er mit schweigender ,gebrde beiseite zu treten gebietet1 das kostbare ,geschenk1 welches er darbringen will4 ,der dritte tritt mit einer ,bewegung des ,staunens1 da er in solcher rmlichkeit den neugeborenen ,knig findet1 aus dem ,dunkel in das ,licht1 dessen ,wiederschein den ,gold- und ,juwelenschmuck seiner eigenen reichen ,knigskleidung funkeln macht4 ,im ,dunkel der ,nacht verschwinden die ,gestalten des ,gefolges1 der ,schirmtrger und die brigen prchtig gekleideten ,leute1 die unter himmlischem ,geleit vor diese ,htte gekommen sind4 ,im ,zauber der ,lichtwirkung gehrt das ,bild zu den reizvollsten ,schpfungen ,rembrandts2 ein gleiches ,ma von ,ausdruck der innersten ,frmmigkeit1 wie die drei vor dem ,christkind knieenden ,figuren sie zeigen1 hat kaum je ein anderer der grten ,meister erreicht1 hnliches enthalten in dieser ,beziehung vielleicht nur die tiefstempfundenen ,werke der sptgotischen ,zeit 7,abb4 #aeb74 ,illustration3 ,abb4 #aej4 ,bildnis eines ,architekten1 gemalt #afef4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,kassel4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,des ,meisters eigenes ,bildnis aus dem ,jahre #afeg besitzt die ,dresdener ,galerie2 man vermeint ein leises ,lcheln die ,lippen des ,malers umschweben zu sehen2 solange er sich im ,vollbesitz seiner ,kunst wei1 darf er ber jedes ,migeschick lcheln4 ,so trgt er auch das ,haupt mit vornehmem ,stolz aufrecht in dem vielleicht ein ,jahr spter entstandenen prchtigen ,selbstbildnis1 welches die ,mnchener ,pinakothek besitzt 7,abb4 #aec74 -- ,ein ,meisterwerk der ,portrtmalerei ist auch das ,brustbild eines langlockigen jungen ,mannes im ,louvre1 von #afeh4 ,mit eben dieser ,jahreszahl ist eine ,radierung bezeichnet1 welche ,christus und die ,samariterin am ,brunnen darstellt4 ,eine getuschte ,federzeichnung in der ,albertina hat mit diesem ,blatte1 von dem sie brigens ebenso wie von der inhaltsgleichen ,radierung aus des ,meisters ,jugendzeit als ,komposition ganz verschieden ist1 den ,umstand gemein1 da eine malerische ,landschaftsstimmung wesentlich zur ,wirkung des ,ganzen beitrgt 7,abb4 #aed74 ,um diese ,zeit fing der ,meister brigens an1 die ,lust am ,radieren zu verlieren4 ,ein sehr wirkungsvolles ,blatt lie er im ,jahre #afei entstehen in einer ,darstellung der ,heilung des ,lahmgeborenen durch ,petrus unter der ,schnen ,pforte des ,tempels 7,abb4 #aef74 ,ein biblisches ,gemlde von #afei besitzt das ,berliner ,museum3 ,jakob ringt mit dem ,engel4 ,um dieselbe ,zeit ist das ebenda befindliche ,bild ,moses zertrmmert die ,gesetztafeln entstanden4 ,ein meisterhaftes ,bildnis von #afei1 die ,halbfigur eines alten ,mannes1 befindet sich in der ,londoner ,nationalgalerie4 ,sich selbst hat der ,meister im ,jahre #affj abgemalt in seiner ,arbeitskleidung1 das ergrauende ,haar mit einem weien ,tuch bedeckt1 mit der ,palette in der ,hand2 seine ,haut ist welk geworden1 aber die ,augen leuchten noch voll ,leben unter den ,brauen hervor4 ,die ,louvresammlung besitzt dieses bewunderungswrdige ,bildnis1 welches sogar die ebendort befindlichen lteren ,selbstbildnisse des ,meisters in ,schatten stellt4 ,im folgenden ,jahre vollendete er das vollkommenste unter allen seinen ,werken3 die ,bildnisgruppe der ,vorsteher 7,probenmeister7 der ,tuchmacherzunft von ,amsterdam4 ,wie er in seiner ,jugendzeit in der ,anatomiestunde und in seiner ,bltezeit in der ,scharwache sein ,bestes geschaffen hatte1 so krnte er auch im ,alter seine ,thtigkeit wieder durch ein ,genossenschaftsbild4 ,aber whrend er in jenem ,gemlde sich die strengste ,naturwahrheit als ,ziel gestellt und in diesem den ,versuch gemacht hatte1 aus der an sich trockenen ,aufgabe ein malerisches ,gedicht zu gewinnen1 so vereinigte er jetzt mit gereifter ,kraft die beiden ,seiten seines ,knnens4 ,er schuf ein ,bild von der ungesuchtesten ,natrlichkeit und mit schlichter1 gleichmiger ,beleuchtung1 ohne von dem ,zauber seiner ihm allein eigentmlichen ,farbe das ,geringste zu opfern2 er dichtete in ,farben1 ohne der berzeugenden ,lebenswahrheit auch nur im mindesten ,eintrag zu thun4 ,in diesem ,bilde von groartiger ,einfachheit hat ,rembrandt das letzte ,wort seiner ,kunst gesprochen4 ,an einem ,tische1 den ein orientalischer ,teppich von rotem ,grundton bedeckt1 sitzen vier ,herren1 mit dem ,prfen der ,rechnungen beschftigt1 ein fnfter erhebt sich eben vom ,stuhl2 alle fnf sind gleichmig mit schwarzen ,rcken1 breiten weien ,kragen und schwarzen ,filzhten bekleidet2 hinter ihnen steht barhuptig ein ,diener1 gleichfalls in schwarzem ,rock mit weiem ,kragen2 die ,wand des ,zimmers ist mit braunem ,holz getfelt4 ,aus so wenigen ,farben hat der ,meister ein ,bild von unbeschreiblicher ,harmonie zusammengewoben2 jeder ,gegenstand hat deutlich und bestimmt die ,farbe1 die ihm zukommt3 aber das ,ganze ist gleichsam mit einem braungoldigen ,ton durchtrnkt4 ,dabei ist das denkbar hchste ,ma von ,krperhaftigkeit erreicht und nicht minder die sprechendste1 zweifelloseste ,portrthnlichkeit in jeder einzelnen ,persnlichkeit4 ,diese ehrbaren ,mnner leben vor unseren ,augen 7,abb4 #aee74 ,das ,bild befand sich ursprnglich im sogenannten ,staalhof2 jetzt prangt es im ,reichsmuseum zu ,amsterdam und verdunkelt die trefflichsten ,portrtbilder anderer ,meister4 ,illustration3 ,abb4 #aea4 ,jakob segnet seine ,enkel ,ephraim und ,manasse4 ,gemlde von #afef in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,kassel4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #aeb4 ,die ,anbetung der ,weisen4 ,gemlde von #afeg in der knigl4 ,galerie des ,buckinghampalastes4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 #affa ist die letzte ,jahreszahl1 die auf einer ,radierung des ,meisters vorkommt4 ,dieses letzte datierte ,werk seiner tzkunst ist das ,bildnis seines nunmehr zweiundsechzigjhrigen alten ,freundes ,coppenol1 den er im ,laufe seines ,lebens mehrmals mit ,farben und mit der ,radiernadel abgebildet hatte4 ,illustration3 ,abb4 #aec4 ,selbstbildnis ,rembrandts1 gemalt um #afeh4 ,in der knigl4 ,pinakothek in ,mnchen4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,aus dem nmlichen ,jahre besitzt die ,louvresammlung ein mit fast verwegener ,meisterschaft gemaltes ,bild1 welches den ,evangelisten ,matthus darstellt4 -- ,ebendort befindet sich aus etwas spterer ,zeit ein ,gemlde1 das uns eine reichgekleidete wohlbeleibte ,hollnderin mit einem ,knaben auf dem ,schoe zeigt2 der ,knabe hat ,flgel an den ,schultern1 und daran merken wir1 da hier ,venus und ,amor vorgestellt werden sollen4 ,da ,rembrandt sich auf derartige ,gegenstnde nicht verstand1 ist in diesem seinen letzten mythologischen ,gemlde endgltig dargethan4 ,aber als den groen ,meister biblischer ,darstellungen bewhrte er sich noch einmal in einem ergreifenden ,gemlde1 welches in lebensgroen ,figuren die ,rckkehr des verlorenen ,sohnes schildert 7in der ,ermitage zu ,petersburg74 -- ,ein dem ,gegenstande nach nicht ganz verstndliches ,bild von #affb besitzt das ,museum van der ,hoop in ,amsterdam4 ,dieses farbenprchtige ,gemlde fhrt den ,namen die jdische ,braut und zeigt eine reich gekleidete junge ,frau1 der ein ltlicher ,mann mit wrdevollem ueren zrtlich entgegentritt4 ,illustration3 ,abb4 #aed4 ,christus und die ,samariterin4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,es liegt etwas1 man mchte sagen ,aufgeregtes in der ,art und ,weise1 wie diese ,gemlde aus ,rembrandts letzten ,lebensjahren behandelt sind2 man knnte glauben1 der ,meister1 der sein ganzes ,leben lang so gewissenhaft an seiner ,ausbildung gearbeitet und der immer ,fortschritte gemacht hatte1 habe nach der ,vollendung des nicht mehr zu berbietenden ,tuchmacherbildes in unerhrten ,khnheiten der ,malweise eine ,mglichkeit1 noch mehr zu erreichen1 gesucht4 ,sehr auffallend tritt dieses auch bei dem groen1 schnen ,familienportrt im ,museum zu ,braunschweig zu ,tage1 auf dem ein ,mann1 eine ,frau und zwei ,kinder abgebildet sind4 ,illustration3 ,abb4 #aee4 ,die ,vorsteher der ,tuchmacherzunft 7de staalmeesters74 ,gemlde von #affa im ,ryksmuseum zu ,amsterdam4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,die ,jahreszahl #afff tragen das ,bildnis einer alten ,dame in der ,londoner ,nationalgalerie und dasjenige des ,dichters ,jeremias de ,decker in der ,ermitage4 ,der letztere war ein alter ,freund ,rembrandts2 vor fast dreiig ,jahren hatte er dessen jetzt im ,buckinghampalast befindliches ,gemlde ,christus erscheint der ,magdalena in einem ,sonett gefeiert2 in einem ,gedicht dankte er nun auch dem ,meister fr das ,bildnis1 das dieser ihm nicht aus ,aussicht auf ,gewinn1 sondern aus ,freundschaft gemalt hatte1 und er pries den ,ruhm1 den ,rembrandt errungen habe1 dem ,neid zum ,trotze1 dem verruchten ,tier4 -- ,seine unverwstliche ,frische der ,auffassung und seine ,schrfe der ,beobachtung bewies der ,meister auch noch in einer ganzen ,anzahl von ,selbstbildnissen1 mit denen er seine ,knstlerlaufbahn beschlo1 wie er sie damit begonnen hatte 7,abb4 #aeg74 ,als seine letzte ,schpfung gilt das in der ,gemldesammlung des groherzoglichen ,schlosses zu ,darmstadt befindliche ergreifende ,bild3 ,christus an der ,martersule4 ,es ist mit der ,jahreszahl #affh bezeichnet4 ,ein bitteres ,gefallen an der ,verbildlichung des ,qualvollen spricht aus der ,darstellung4 ,der ,heiland wird durch zwei ,schergen in eine grausame ,stellung zum ,empfang der ,geielhiebe gebracht2 der eine zieht ihm die gefesselten ,hnde vermittelst einer ,rolle gewaltsam in die ,hhe1 whrend der andere ihm die ,fe in ,eisen legt2 die ,magerkeit des entblten ,krpers erhht die ,peinlichkeit des ,anblicks4 ,das ,gemlde ist in seinem schwarzgoldigen ,ton noch ein echtes ,werk ,rembrandts1 und zugleich ist es das echte ,werk eines mden alten ,mannes1 mit vollem ,knnen1 aber ohne ,herzenswrme gemalt4 ,illustration3 ,abb4 #aef4 ,petrus und ,johannes an der ,schnen ,thr des ,tempels4 7,heilung des ,lahmgeborenen47 ,radierung von #afei4 ,hendrikje ,stoffels war wahrscheinlich schon bald nach #affa gestorben1 und ihr ,tchterchen ,cornelia scheint nicht ber das ,kindesalter hinausgekommen zu sein4 ,seinen ,sohn ,titus verlor ,rembrandt im ,september #affh1 nachdem derselbe kurz zuvor geheiratet hatte4 ,er selbst war eine neue ,ehe eingegangen mit ,catharina van ,wyck1 von der er noch zwei ,kinder bekam4 ,der ,meister beschlo sein arbeitsames1 von ,ruhm und glnzenden ,erfolgen erhelltes und von harten ,schicksalsschlgen verdstertes ,leben im ,herbst #affi4 ,die ,begrbnisliste der ,westerkirche zu ,amsterdam verzeichnet den #h4 ,oktober #affi als den ,tag seiner ,beerdigung4 ,illustration3 ,abb4 #aeg4 ,rembrandts ,selbstbildnis aus seiner letzten ,lebenszeit4 ,in der ,sammlung des ,herzogs von ,buccleugh zu ,london4 7,nach dem ,schabkunstblatt von ,rich4 ,earlom47 ,die ,geschichte seines ,lebens verschwand auffallend schnell im ,dunkel4 ,ein ,gemisch von schlerhaften ,werkstattgeschichtchen und von bswilligen ,verleumdungen1 das aus den ,kreisen seiner eigenen ,schler hervorging1 hat die ,stelle seiner ,lebensbeschreibung vertreten mssen1 bis in unserem ,jahrhundert hollndische ,forscher die urkundliche ,wahrheit ans ,licht frderten4 ,sein ,knstlerruhm aber war zu gro1 um vom ,neide berhrt zu werden4 ,die besten ,meister der ,kupferstecherkunst bemhten sich1 die ,gemlde ,rembrandts zu vervielfltigen4 ,namentlich wurde in der sogenannten ,schabkunstmanier1 welche gegen das ,ende des ,dreiigjhrigen ,krieges in ,deutschland erfunden wurde und alsbald besonders in ,england zu groer ,beliebtheit gelangte1 ein sehr geeignetes ,mittel gefunden1 die ,rembrandtsche ,helldunkelwirkung wiederzugeben4 ,die ,abbildungen #ch1 #ef1 #ge1 #aja1 #abb1 #ade und #aeg sind nach solchen ,schabkunst- 7oder ,schwarzkunst-7,blttern deutscher und englischer ,meister aus dem ,,xvii4 und ,,xviii4 ,jahrhundert angefertigt4 ,in der zweiten ,hlfte des vorigen ,jahrhunderts hat der grte ,kupferstecher jener ,zeit1 der preuische ,hofkupferstecher ,g4 ,f4 ,schmidt1 zahlreiche ,rembrandtsche ,gemlde durch ,radierungen1 welche ,rembrandts eigene ,radiermanier nachahmten1 vervielfltigt4 ,so trefflich diese ,radierungen sind1 so geben sie doch ,rembrandts ,werke nicht mit unbedingter ,treue wieder2 jene ,zeit war nicht unbefangen genug1 um sich in eine andere ,zeit ganz rckhaltslos vertiefen zu knnen3 namentlich fllt es uns auf1 da ,g4 ,f4 ,schmidt als echter ,sohn seiner ,zeit die einfache ,natrlichkeit des ,ausdruckes1 die fr uns heute einer der hchsten ,ruhmestitel von ,rembrandts ,kunst ist1 nicht begriffen hat2 der ,zopfknstler hat1 gewi unabsichtlich1 fast berall etwas ,schauspielerisches in die ,augen der ,rembrandtschen ,figuren gelegt1 was doch den ,originalen so ganz und gar fremd ist4 ,durch wirklich zweifellos getreue ,vervielfltigung die weit zerstreuten ,schpfungen des ,meisters greren ,kreisen bekannt zu machen1 blieb der ,photographie in ihrer heutigen ,vollkommenheit vorbehalten4 ,neben den prachtvollen photographischen ,abbildungen1 welche in der letzten ,zeit von den ,schtzen einzelner ,sammlungen verffentlicht worden sind -- auf die ,photographien von ,f4 ,hanfstngl in ,mnchen nach den ,gemlden der ,galerie zu ,kassel sei ganz besonders hingewiesen -- mu die ,thtigkeit des ,verlags von ,a4 ,braun ,co4 in ,dornach 7,elsa7 in erster ,reihe hervorgehoben werden4 ,diese ,firma hat1 wie von ,raffael1 ,holbein und anderen ,meistern1 so auch von ,rembrandt in den verschiedenen ,sammlungen ,europas1 von ,madrid bis ,petersburg und von ,london bis ,neapel1 die ,hauptwerke aufgesucht und in unbertrefflichen ,photographien wiedergegeben4 ,ein besonderes ,verdienst dieser ,firma ist es1 da sie auch die ,handzeichnungen des ,meisters photographiert und so einen dem groen ,publikum vordem so gut wie gar nicht bekannten kostbaren ,schatz der ffentlichkeit bergeben hat4 ,handzeichnungen ,rembrandts kennen zu lernen1 hat heute1 wo dieser ,meister mehr als je geschtzt wird1 das hchste ,interesse4 ,von ,rembrandt kann man sagen1 da sein ,ruhm stets gewachsen ist2 denn die ,stimmen einzelner ,kunstkenner vom ,ende des vorigen und dem ,anfange unseres ,jahrhunderts1 denen fr einen ,meister1 auf welchen sich eine die ,nachahmung der ,antike als ,grundlage aller ,kunst ansehende ,kunstbeurteilung allerdings ganz und gar nicht anwenden lie1 das ,verstndnis fehlte -- von ,empfindung gar nicht zu reden --1 fallen nicht allzu schwer ins ,gewicht4 ,der ,bewunderung ,rembrandts kommt freilich seinen lteren ,ruhmesgenossen gegenber auch das zu gute1 da beim ,beginn seiner ,bltezeit die letzten1 welche ihm als ebenbrtig gelten konnten1 tot waren1 -- denn die mitlebenden beiden groen ,meister der spanischen ,malerei kamen1 da sie auerhalb ihres ,heimatlandes fast unbekannt blieben1 nicht in ,betracht --1 da also das ,parteinehmen und ,vergleichen -- die ,zerstrung alles ,kunstgenusses -- wegfiel1 und da nach ihm keiner gekommen ist1 dessen ,name neben dem seinigen genannt werden drfte4 ,er war der letzte wirklich groe ,maler4 ,knstler-,monographien ,in ,verbindung mit ,andern herausgegeben von ,h4 ,knackfu4 ,verlag von ,velhagen ,klasing in ,bielefeld und ,leipzig4 ,in reich illustrierten1 vornehm ausgestatteten ,bnden mit ,goldschnitt zum ,preise von #b-c ,mark pro ,band4 ,plan der ,sammlung3 ,die ,sammlung ist darauf angelegt1 in erschpfenden1 reich illustrierten ,monographien1 jeder ,band selbstndig in sich abgeschlossen1 eine vollstndige ,geschichte der klassischen und modernen ,kunst zu bilden1 deren handliche und uerlich vornehme ,form in kunst- und litteraturliebenden ,kreisen ungeteilten ,beifall gefunden hat4 ,verzeichnis der bis zum ,mrz #ahig erschienenen ,bnde3 ,band #a4 ,raffael 7,mit #abh ,abbildungen7 #c ,m4 #b4 ,rubens 7,mit #aae ,abbildungen7 #c #c4 ,rembrandt 7,mit #aef ,abbildungen7 #c #d4 ,michelangelo 7,mit #ie ,abbildungen7 #c #e4 ,drer 7,mit #acd ,abbildungen7 #c #f4 ,velazquez 7,mit #df ,abbildungen7 #b #g4 ,menzel 7,mit #ada ,abbildungen7 #c #h4 ,teniers d4 ,j4 7,mit #fc ,abbildungen7 #b #i4 ,a4 v4 ,werner 7,mit #abe ,abbildungen7 #c #aj4 ,murillo 7,mit #ei ,abbildungen7 #b #aa4 ,knaus 7,mit #fg ,abbildungen7 #c #ab4 ,franz ,hals 7,mit #dj ,abbildungen7 #b #ac4 van ,dyck 7,mit #ee ,abbildungen7 #c #ad4 ,ludwig ,richter 7,mit #ahc ,abbildungen7 #c #ae4 ,watteau 7,mit #ib ,abbildungen7 #c #af4 ,thorwaldsen 7,mit #adf ,abbildungen7 #c #ag4 ,holbein d4 ,j4 7,mit #aea ,abbildungen7 #c #ah4 ,defregger 7,mit #if ,abbildungen7 #c #ai4 ,terborch und ,jan ,steen 7,mit #ie ,abbildungen7 #c #bj4 ,reinhold ,begas 7,mit #aag ,abbildungen7 #c ,der ,eintritt in das ,abonnement verpflichtet nicht zur ,abnahme der ganzen ,sammlung1 vielmehr hat der ,abonnent das ,recht der ,auswahl der ihm zusagenden ,bnde und der ,rckgabe der nicht gewnschten1 so da jedem ,kunst- und ,bcherfreunde ,gelegenheit geboten ist1 seine ,lieblingsknstler sich auszuwhlen und nach und nach die ,sammlung zu einer vollstndigen und erschpfenden ,geschichte der bildenden ,knste zu ergnzen4 ,der anerkannte und sehr schtzenswerte ,vorzug einer zugleich wissenschaftlich grndlichen und allgemein verstndlichen ,darstellung wird in dieser ,sammlung untersttzt durch eine reiche1 glnzende ,illustrierung1 und an dem vollendeten ,druck1 sowie an der eigenartigen1 feinen ueren ,ausstattung der ,bnde wird jeder ,bcherliebhaber seine ,freude haben4 ,der uerst niedrige ,preis der ,bnde ist darauf berechnet1 diese ,sammlung in die weitesten ,kreise zu bringen und auch ,liebhabern mit bescheidenen ,mitteln die ,anschaffung zu ermglichen4 ,als ,ergnzung der ,knstler-,monographien und in gleicher ,ausstattung erscheint3 ,allgemeine ,kunstgeschichte4 ,herausgegeben von ,h4 ,knackfu und ,max ,gg4 ,zimmermann4 #c ,bnde gr4 #h mit ber #ajjj ,abbildungen4 ,preis komplett #bd ,m4 ,hiervon ist bereits erschienen3 ,erster ,band3 ,kunstgeschichte des ,altertums und des ,mittelalters bis zum ,ende der romanischen ,epoche von ,professor ,dr4 ,max4 ,gg4 ,zimmermann4 ,mit #daa ,illustrationen4 ,preis3 broschiert #h ,m41 elegant gebunden #aj ,m4 ,in diesem ,werke wird man eine bersichtliche1 anziehend und klar geschriebene ,darstellung der ,kunst in allen ihren ,verzweigungen von der ltesten ,zeit bis zur ,gegenwart finden1 erlutert und belegt durch eine groe ,flle meisterhaft reproduzierter ,abbildungen nach den ,originalen4 ,fr den ,bcherschrank des deutschen ,hauses empfiehlt sich das ,werk sowohl durch seine gemeinverstndliche ,darstellung wie durch seinen handlichen ,umfang und migen ,preis1 nicht minder werden die ,abnehmer und ,freunde der ,knackfuschen ,knstler-,monographien dieses ,werk willkommen heien1 das eine bersicht der ,kunstentwickelung aller ,zeiten im ,zusammenhange bietet1 whrend die ,knstler-,monographien erschpfende in sich abgeschlossene ,darstellungen einzelner groer ,knstler geben4 ,die ,allgemeine ,kunstgeschichte bildet also eine notwendige ,ergnzung der ,knstler-,monographien1 wie sie sich denn auch im ,format dieser ,sammlung anschliet4 ,zum zahlreichen ,abonnement ladet ein ,die ,verlagshandlung ,velhagen ,klasing in ,bielefeld und ,leipzig4 ,illustration3 ,diskuswerfer des ,myron4 ,bronzierter ,gipsabgu in ,statuettengre aus dem rmischen ,kunsthandel im ,akademischen ,kunstmuseum zu ,bonn4 ,das unbekannte ,original des ,abgusses war antike oder moderne ,wiederholung des ,diskuswerfers im ,palazzo ,lancellotti zu ,rom4 ,erstmalige ,verffentlichung4 7,abbildung aus ,allgemeine ,kunstgeschichte47 ,bestell-,zettel 7zur ,besorgung durch jede ,ortsbuchhandlung74 ,unterzeichneter bestellt bei3 zur ,ansicht -- in feste ,rechnung ,knstler-,monographien von ,h4 ,knackfu ,band #a 7,raffael7 und ,folge 7 ,band #b-c ,m47 oder daraus einzeln3 ,raffael 7#a7 -- ,rubens 7#b7 -- ,rembrandt 7#c7 -- ,michelangelo 7#d7 -- ,drer 7#e7 -- ,velazquez 7#f7 -- ,menzel 7#g7 -- ,teniers d4 ,j4 7#h7 -- ,a4 v4 ,werner 7#i7 -- ,murillo 7#aj7 -- ,knaus 7#aa7 -- ,franz ,hals 7#ab7 -- ,a4 van ,dyck 7#ac7 -- ,ludwig ,richter 7#ad7 -- ,watteau 7#ae7 -- ,thorwaldsen 7#af7 -- ,holbein d4 ,j4 7#ag7 -- ,defregger 7#ah7 -- ,terborch und ,jan ,steen 7#ai7 -- ,reinhold ,begas 7#bj74 7,das ,nichtgewnschte gefl4 zu durchstreichen47 ,unterschrift und genaue ,adresse3 ,unterzeichneter bestellt bei3 ,allgemeine ,kunstgeschichte4 ,von ,h4 ,knackfu und ,max ,gg4 ,zimmermann4 ,i4 ,band3 ,altertum und ,mittelalter4 ,preis3 broschiert #h ,m4 -- gebunden #aj ,m4 7,das ,nichtgewnschte gefl4 zu durchstreichen47 ,unterschrift und genaue ,adresse3 ,druck von ,fischer ,wittig in ,leipzig4 ,illustration3 ,signet4 99 99 99 99 99 99 ,anmerkungen zur ,transkription3 ,seite #e3 noch nicht belastetete wurde gendert in noch nicht belastete ,abb4 #bd3 ,coppeno wurde gendert in ,coppenol ,abb4 #ea3 ,saskia von ,uhlenburgh wurde gendert in ,saskia van ,ulenburgh ,seite #hb3 gleichnamiger ,prediger wurde gendert in gleichnamigen ,prediger ,seite #ajj3 sikkziert wurde gendert in skizziert ,seite #ajj3 wie er den ,lazerus wurde gendert in wie er den ,lazarus ,seite #aja3 die beiden mageren ,hnbe wurde gendert in die beiden mageren ,hnde ,seite #aaj3 das #afgd gemalte ,bildnis wurde gendert in das #afdg gemalte ,bildnis ,seite #abh3 wer es fassen kaun wurde gendert in wer es 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